28z 2 1 8 15 “ = 5 “ 9 4, i. v.-Bi 18558e ¹ 1 53 . 4 . 4 2 3 4 4 — 1 4 ₰ 8— 5 K 4 8 1 — ——————— ——— | \ | } Te— m——— u—m—— a mung Elemente| der technischen Chemie, zum Gebrauch beim Unterricht im Königl. Gewerbinstitut und den Provinzial- Gewerbschulen, D. nn OTN; a (cp, £ 4 SER ij f Ernst Ludwig Schubarth, ee= Doctor der Philosophie, Medicin und Chirurgie, aulserordentlichem Professor in der— philosophischen Fakultät der Königl. Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, Lehrer der Physik und Chemie am Königl. Gewerbinstitut, Mitglied der Königl. technischen Deputation für Gewerbe im Ministerio des Innern. Ersten Bandes zweite Abtheilung, Mit 6 Kupfertafeln. Berlin, In Commission bei, August Rücker. 1832. # ey” da -_ FE PURE - Sg" N| KO 7 uf EI 7 tArA\ N m ng S* Vorwert. [ij ndem ich die zweite Abtheilung des ersten Bandes meinen Lesern übergebe, statte ich zugleich der Hohen Behörde, welche mir mit der gröfsten Bereitwilligkeit alle gewünsch- ten Zeichnungen und Nachweisungen ertheilt hat, meinen ergebensten Dank ab, so wie den verehrten Männern, die mich über Einzelnes belehrt haben. Binnen 21 Jahren habe ich in der Vorrede zur ersten Abtheilung des ersten Bandes die Vollendung des Ganzen versprochen; binnen einem Jahr ist diese zweite Abtheilung gefolgt, und innerhalb einer Frist von 1} Jahren ist sicher, wenn Gott mir Gesundheit verleiht, der zweite Theil sammt einem vollständigen Sachregister vollendet. Berlin, den 10. September 1831. Schubarth. Ab N Vorerinnerungen. S olt eine Temperaturbestimmung in diesem Buch, ohne besondere Dezeichnung der Skala, vorkommt, so ist die Celstus’sche zu verstehen. Abkürzungen in den Titeln öfters angeführter Zeitschrif- ten und Werke. A. d. ch. Annales de chimie et de physique. A. d. M. Annales de Mines, A.L. Du. H. auch K. A.£. B. etc. Karsten’s Archiv für Berg- und Hüttenwesen. A. f.M. G. etc. auch K. A. f. etc. Karsten’s Archiv für Mineralogie, Geognosie etc. B. d. 1. s. d’E. Bulletin de la societe d’Encouragement pour Pindustrie nationale. D. d. se. n. Dietionnaire de sciences naturelles. D. p. J. Dingler’s polytechnisches Journal. D. t. Dietionnaire technologique. Dumas Tr. d. ch. Dumas Trait& de chimie, appliquee aux arts ete. E. J. Erdmann’s Journal für technische und ökonomische Chemie. G. A. Gilbert’s Annalen der Physik. J.d.k.k.p.I. Jahrbücher des kais. kön, polytechnischen Instituts in Wien. Industr. Industriel. K. A. Kastner’s Archiv für die gesammte Naturlehre. P. A. Poggendorf”s Annalen der Physik und Chemie. ch. E. Parkes’s chemical Essays London 1823, sec. edition, 2 Vol J. Schweigger’s Journal der Chemie und Physik. n. J. Schweigger’s neues Journal der Chemie und Physik. Jb. d. Ch. Schweigger-Seide’s Jahrbuch der Chemie und Physik. . D. Ure’s Dietionnary of Chemistry, London 1823, sec. edition. . d. G. Verhandlungen des Vereins zur Beförderung des Gewerbfleilses in Preufsen. W. Z. Weber’s Zeitblait für Gewerbtreibende. a - enge nn <> u Br I. von 6 | eschn y Natur Na ® pin F nur 1 im 61 [Man onyd einen rend Kon sond vor sich Is | glänzen Ofenhit y| zerlegt: in der| Is )] dem sc Kohlens Kullzas bein F, bs On l N Dreizehntes Kapitel. er Vom Mangan. Minsan Mangancse, Manganese,(Braunsteinmetall), wurde 1774 von Gahn dargestellt, kommt nicht gediesen, sondern im ox dirten und 5» Seelesen, af geschwefelten Zustand, auch mit Chlor und Arsenik verbunden, in der Natur vor. Das gewöhnlichste Manganerz ist der Braunstein Grau- 5 5> Manganerz,(von diesem siehe weiter unten) ats. welchem alle Mansan- fo)’ R- Sau o präparate dargestellt werden.— Die Darstellung des Mangans geschieht nur im Kleinen, indem das Metall zur Zeit keine technische Anwendung im Grofsen findet. [ Man reducirt reines, eisenfreies Manganoxyd, oder kohlensaures Mangan- oxydul, indem man es mit Rus und Oel zu einem Teig mengt, und in einem verklebten Kohlentiegel dem heftigsten Glühfeuer aussetzt, wäh- rend dem der Tiegel von Zeit zu Zeit gerüttelt wird, um die einzelnen Körner zu sammeln. Diese Methode gewährt aber kein reines Mangan, sondern ein mit Kohlenstoffmangan vermischtes Metall,— Es mufs in vor allem Luftzutritt geschützten Gefälsen aufbewahrt werden, wei es sich sonst schr leicht oxydirt,] Es ist graulich-weils, von feinkörnigem Bruch, hart, brüchig; sehr glänzend, specif. Gewicht 8,013 John, schmilzt nur erst in der heftigsten Ofenhitze bei 160° W., oxydirt sich schleunigst und zerfällt zu Pulver, zerlegt das Wasser bei der gewöhnlichen Temperatur langsam, rascher in der Rothglühhitze. Es giebt mit Sauerstoff 4 oder 5 Verbindungen. 1) Manganoxydul, Protoxide de Manganese, Pr. of M., wird aus dem schwefels. Salz durch kohlens. Kali niedergeschlagen, und die Kohlensäure durch gelindes Erhitzen in einem luftfreien, mit Wasser- stolfgas angefüllten, Raum ausgetrieben, wobei darauf zu achten ist, dals beim Erkalten keine atmosphärische Luft zutrete, Es ist ein blafsgrünes Pulver, welches schleunig an der Luft sich zu Oxyd umwandelt, braun wird, weshalb es in mit Wasserstofigas erfüll- 1. 2. 1 | 2 Manganozydul, M.oxyd, M.oxydul-oxyd,| | ten, an den Enden zugeblasnen, Glasröhren aufbewahrt werden muls; es gl 1 wird durch Hitze allein nicht verändert, besteht aus 77,57 Mang. und stein || 22,43 Sauerstoff, giebt mit 242 Wasser ein weilses Hydrat, mit den Säu- kart || ren Salze, die im reinsten Zustand farblos, meist wegen eines schr gerin- Traun || gen Gehalts an Oxyd rosenroth ins Amethystfarbne übergehend aussehen, wohl | dann auch leichter krystallisiren; sie schmecken bitter, zusammenziehend, deren Il werden von hydrothions. Schwefelammonium SJleischroth gefällt, von Aetz- spec. I kali weils, welcher Niederschlag schnell braunroth, endlich schwarz wird. Eh 2) Manganoxyd, Deutoxide de Manganese, D. of M., kommt als Siegen Braunit vor, wird theils durch Rothglühhitze aus dem salpeters. Oxy-| pa War ı dul erhalten, theils durch Selbstoxydation des Oxyduls an der Luft, Es| ind fie I ist schwarz, oder fein zertheilt sehr dunkelbraun, wird in der Hitze mit I prickdO | Säuren in Berührung in Oxydul verwandelt, besteht aus: 69,75 Mang.| Oehrelo | und 30,25 Sauerst., giebt mit 10% Wasser ein leberbraunes Hydrat, wel-| hi ches auch durch freiwillige Oxydation des Oxydulhydrats entsteht. Das 4 a Manganoxyd giebt nur mit wenigen Säuren Verbindungen, indem es ge-| i N | gen dieselben geringe Anziehung äufsert, wird durch Weinstein- und Ci-| vB ) tronensäure kräftig aufgelöst,(Man bedient sich dieses Oxydhydrats in| aufn der Kattundruckerei, um einen braunen Fond zu erzielen, zu welchem| IR Zweck Chlormangan(salzs. Manganoxydul) angewendet wird.)| in | Das Manganoxydhydrat kommt in der Natur als Manganit,(Schwarz-| ce Manganerz) vor, und ist mitunter mit dem Grau-Manganerz verwechselt|| u | worden, von welchem es sich dadurch unterscheidet, dafs es weniger| ii) L Sauerstoff enthält, also in den mehrsten Fällen der Anwendung des letz- 1ER! | tern, wo es gerade auf den Sauerstoffgehalt ankommt, nicht brauchbar scher Ä ist, ferner dafs es wasserhaltend ist; es giebt fein gerieben ein hellbrau- no] | nes Pulver, während Grau-Manganerz ein schwarzes darstellt, Das Schwarz- Im- | Manganerz hat ein specif. Gewicht von 3,838 kommt krystallisirt, dicht Cllrapı | und erdig vor, ersteres in Schweden, letzteres im Regbzk. Coblenz bei ms hä Kirchen, Regbzk. Arnsberg bei Eiserfeld, in Thüringen(Oehrenstock bei I Ilmenau), Harz, Hessen, Erzgebirge, in Frankreich(la Romaneche,). us |[VVad, nelkenbraun ins Schwärzliche, theils fasrig, theils schaumig, erdig, Farbes kommt auf Brauneisensteingängen mit Schwarzmanganerz vor, am We- sterwald bei Kirchen, am Harz, Thüringer Wald, Derbyshire; das er- UN dige VVad erhitzt sich mit Leinöl gemengt, und kommt zur Entzündung. und yew Manganoxydul-Oxyd findet sich als Hausmannit(Schwarz-| Kali ge Manganerz) zu Ilefeld, Ilmenau; wird erhalten, wenn ein Manganoxyd Mg stark erhitzt wird, z, B. Braunstein, oder Manganoxydul, kohlens. Oxy- Sir dul, Manganit. Es hat eine braune Farbe, giebt wohl keine eignen\ıluz Salze, und wird durch Salpetersäure in Oxydul und Ueberoxyd geschie- Nrbt= den, besteht aus 31 Oxydul und 69 Oxyd.] über d al F | muls; eg Ing. uni len Siu- t gerin- ıssehen, ziehend, on Äetz- z wird, mmt als TS, Oxy- ul, Es litze mit 5 Mang, 'at, wel- ht. Das 1 es ge- und Ci- ydrats in welchem chwarz- wechselt weniger des letz- rauchbar hellbrau- Schwarz- irt, dicht blenz bei stock bei che.) nig, erdig, am We- , das er- „undung. Schwarz- nganosyd 08» Osy- e eignen geschie- Manganüberoxyd, Mangansäure. 3) Manganüberoxyd, Peroride de Manganese, P.ofM., Braun. stein,(Glasmacherseife, Magnesia nigra, Savon de verrerie, Glafsma- kers-soap) kommt ziemlich häufig vor als Grau-Manganerz, Grau- Braunsteinerz, Manganese oxide gris, grey Manganese-ore, Pyrolusit, sowohl strahlig, fasrig, kuglig, traubig, nierförmig, blättrig, in Krystallen, deren Grundform eine gerade rhombische Säule, als auch erdig, grau, specif, Gewicht 3,762. Er findet sich auf Gängen häufig mit Brauneisen- stein, auf Lagern, im Uebergangs- und Flözgebirge; im preufs. Staat im Siegenschen, Regbzk. Arnsherg, bei Eisern, Eiserfeld, Kirchen; zu Creitnich bei Wadern, Regbzk. Trier;[in Schlesien bei Neukirchen. Im Jahr 1829 sind im Bergamtsrevier Düren 633 Tonnen, und im Bergamitsrevier Saar- brücken 706% Centner Braunstein gefördert worden,— In Thüringen zu Oehrenstock bei Ilmenau, bei Saalfeld, am Harz bei Ilefeld, im Erz- gebirge, in Böhmen, Mähren, Siebenbürgen, Frankreich zu La Roman&che (Dptmt. de Saone et Loire, Dordogne); in Piemont, England(Tavistock und Lancestown in Devonshire.) Das Manganüberoxyd wird durch Glühhitze zersetzt, entbindet Sauer- stoffgas und Oxyd, oder bei heftiger Hitze Oxydul-Oxyd, bleibt zurück (vergl. I. Seite 75); es enthält 63,36 Mang. und 36,64 Sauerst., oxydirt alle oxydirbaren Körper, und dient deshalb auch zur Darstellung des Chlors(vergl. I. Seite 195), des Glases(Seite I. 370), einer schwarzen Glasur auf Töpferzeug(Seite I. 507, 510) zu violetien Farben auf Porzellan; wird auch bei Reetifikation von Mineral- und Pflanzensäuren, welche schweflige Säure enthalten, angewendet, um letztere in Schwefelsäure umzuwandeln und zu binden; um Wasser vor dem Faulwerden zu sichern. Man stellt aus Grau- Manganerz alle Manganpräparate dar, insbesondere Chlormangan.(Ueber die Prüfung des Manganerzes siehe I. Seite 195, und wegen des Unterschieds vom Schwarz-Manganerz siehe oben). Nach von Berthier angestellten Versuchen waren die Manganerze von Crett- nich und Calveron die besten. Manganüberoxyd giebt mit Wasser ein Hydrat, welches schwarz von Farbe und 4,53 Wasser enthält. [4) Mangansäure, Acide manganesique, Manganesic acid, von Chevillot und Edwards 1818 erwiesen, bildet sich wenn Braunstein mit kohlens. Kali oder Salpeter caleinirt wird. Aus mangans. Baryt scheidet man die Mangansäure mittelst Kohlensäure ab. Sie krystallisirt mit Wasser verbunden in feinen dunkel karminrothen Nadeln, ist geruchlos, schmeckt süfslich, dann bitter, zusammenziehend, färbt die Haut braun, indem sie in Manganoxyd zersetzt wird, bildet über 100° erwärmt violette Dämpfe, zersetzt sich in Auflösung am Licht allmählig, oxydirt leicht andere Substanzen und wird dadurch ru Mangan- 1° Eee er TE RERTERN ng armen SEE LE N EETERETE UEER UCSET 4 Mangansäure, Schwefel-, Chlormangan. oxyd. Sie besteht aus 58,05 Mang. und 41,95 Sauerst., enthält 8,55 WVas- ser, und kann nicht wasserleer dargestellt werden, löst sich leicht in Wasser auf. Die mangansauren Salze, Mangancsiates, sind theils grün, die®®basischen, theils roth, die neutralen. Mangän verbindet sich mit Kohlenstoff zu Kohlenstoffmangan, Carbure de Manganese, Carburetted M., eine Verbindung, welche bei der Reduction des Manganoxyds in einem Graphittiegel sich bildet. Es ist eine dem Graphit sehr ähnliche Masse, weich, abfärbend, stärker glänzend als erster. Nach Wollaston findet man es in den Höhlungen des Roheisens, wel@h& aus manganhaltigen Eisenerzen erblasen wurde,— Schwefelmangan, Sulfure de Manganese, Sulphide of M., kommt als Manganblende, Manganglanz vor, ın krystallinischen Massen und eingesprengt, metallglänzend, eisenschwarz, specif. Gewicht 3,95 bis 4,0, findet sich ın Siebenbürgen, Mexiko; künstlich erhält man es durchs Glühen von Braunstein und Schwefel, wobei schwefligsaures Gas sich entbindet(vergl. I. Seite 160), oder durch Niederschlagung eines Mangan- oxydulsalzes mit Schwefelwasserstoffgas. Im ersten Fall erhält man ein schwarzes Pulver, welches leichter als Mangan schmilzt, in Wasser un- löslich ist, in der Hitze den Schwefel fest gebunden enthält; auf letzterm VWVeg entsteht ein fleischfarbner Niederschlag von Schwefelmangan, wel- cher beim Trocknen dunkelfarbig wird. Es besteht aus 63,23 Mang. und 36,77 Schwef.] Chlormangan, salzsaures Manganoxydul, Protochlorure de Manganöse, Protomuriate, Pr. hydrochlorate de M., Chloride of M., H. of M., findet sich hin und wieder in Mineralwassern; man kann es durch unmittelbare Verbindung des Mangans mit Chlorgas erhalten, unter Feuerscheinung, oder durch Behandlung von Braunstein mit Salz- säure, wobei Chlorgas sich entbindet,(vergl. I. Seite 195); da jedoch der Braunstein fremde Metalle enthält, so gewinnt man es auf diese Weise nicht gehörig rein. Will man es rein haben, so behandle man Braun- stein erst mit Salpetersäure, welche Eisen, Kalk, Baryt auflöst, und das Manganüberoxyd rein zurückläfst; sodann wäscht man den Rückstand mit Wasser und behandelt ihn mit 2 Th. Salzsäure von. 1,16 ete. Die Flüssigkeit ist rosenroth, setzt beim Abdampfen rosenrothe tafel- förmige Krystalle an, welche leicht feucht werden. zerflielsen, in Wasser und Weingeist sich leicht auflösen, aber auch bei 25° verwiltern, sich im verschlo/snen Raum ohne Zersetzung schmelzen lassen. Es besteht aus 43,87 Mang. und 56,13 Chl., das krystallisirte enthält 41,322 Wasser. Man gebraucht es in der Kattundruckerei zur Erzeugung von braunen Gründen(Fonds), denn wenn man Gewebe damit bedrackt, sodann durch ein alkalisches Bad nimmt, so wird Manganoxydul entwickelt, welches schnell zu Oxydhydrat wird, von brauner Farbe. Man beitzt es topisch weg durch Weinsteinsäure für Maschinendruck, mit Chlorzinn RE U, k ganerz derb, s Spathei I N I weuses Wase Ni M,, en Draunst wird; | Schwel | stein ur gelöst, | die letz mmt und 40, ichs sich gan- ein un- ‚term wel- und 'e de ZN, kann ten, Salz- ‚doch Veise aun- | das stand tafel- asser sich ‚ aus sser, nen lann kelt, yeitzt zinn Chlormangan, kohlens., sehwefels. Manganoxydul. B) für den Handdruck, und um Gelb aufzusetzen mit Citronensäure in Ver- bindung mit salpeters. Bleioxyd und doppelt chroms. Kali. [Anderthalb Chlormangan, salzsaures NManganogyd, Deu- tochlorure deManganese, Deutomuriate, D. hydrochlorate d, Mangan,, Sesquichloride of M., D.muriate of M., durch Behandeln des Oxyds mit Salzsäure, oder des niedern Chlormangans mit Chlorgas; eine dun- kelbraune Flüssigkeit, die auch in gelben Krystallen anschiefsen kann, durch Erwärmung zersetzt wird, indem Chlorgas entweicht und das nie- dere Chlormangan zurückbleibt.— Zweifach Ghlormangan, Per- chlorure deM., Perchloride of M., wird erhalten, wenn man mangans, Kali, Kochsalz und cone. Schwefelsäure bei kalt gehaltner Vorlage erhitzt. Es bildet violette Dämpfe, verdichtet sich zu einer olivengrünen Flüssig- keit bei— 15°, wird durch WVasser in Mangan- und Salzsäure zerlegt, besteht aus 28,81 Mang. und 76,19 Chl, Ebenso giebt es auch 3 besondere Verbindungen des Mangans mit Fluor, Fluorure de M., Fluoride of M., von denen die höchste durch mangans. Kali, Flufsspath und rauchende Schwefelsäure erhalten wird; sie bildet grüne Dämpfe, welche an der Luft durch den VVasserdampf derselben roth werden, indem sich Mangan- und Flufssäure bilden.] Kohlensaures Manganoxydul, Protocarbonate de M., C. of M., kommt mit kohlens. Kalk und Eisenoxydul gemengt als Roth-Man- ganerz vor, rosenrotlh ins Fleischrothe, in Krystallen, in kuglichen Massen, derb, specif. Gewicht 3,3 bis 6; in Ungarn, Siebenbürgen; findet sich im Spatheisenstein zu einigen Procenten. Das künstlich dargestellte ist ein weilses, in Wasser unlösliches Pulver, welches sich aber in kohlensauren \Vassern auflöst; es findet sich daher auch in Mineralwassern.‘Das neutrale besteht aus 47,07 Mang., 29,18 Kohlens. u. 23,75 Wass., das natürliche ist wasserfrei. Schwefelsaures Manganoxydul, Protosulfate de M., S. of M., erhält man als Rückstand bei der Entbindung von Sauerstoflgas aus Braunstein mittelst Schwefelsäure, wenn dabei Glühhitze angewendet wird; bei der Entbindung von Chlorgas aus Kochsalz, Braunstein und Schwefelsäure. Um es rein darzustellen, wird eine Mengung von Braun- stein und Schwefelsäure geglüht, die scharf geglühte Masse in Wasser aul- gelöst, wodurch sich das Mangansalz auflöst, Eisenoxyd zurück bleibt; die letzten Spuren von Eisenoxyd werden durch Ammoniak entfernt. Es krystallisirt in blals amethystlarbnen säulenförmigen Krystallen, schmeckt zusammenziehend, bitter, löst sich in 23 Theilen kalten, weniger leicht in siedendem Wasser, in Weingeist nicht auf, verwittert in der Wärme, wird weils(auch durch schnelles Concentriren der Lauge schlägt sich ein wasserleeres Salz weils nieder), wird in der Hitze langsam ent- mischt, besteht aus 31,93 Mang., 35,87 Schwefels. und 32,20 Wasser, bildet gg TEE ECHE DET Be N 6 Mangansake, Mangansaures Kali. mit Kali, Ammoniak krystallisirende Doppelsalze. Man hat das schwefels. Manganoxydul empfohlen statt Eisenvitriol zur Reduetion des Indigs in der kalten Küpe(Morin), allein die Erfahrung hat durch mehrmalige( hier angestellte Versuche bewiesen, dafs es nicht gelingt.— Man hat ge- funden, dafs das schwefels. Manganoxydul mit verschiednen Mengen Wasser verbunden krystallisiren kann").] [Schwefelsaures Manganoxyd, Deutosulfate de M., Deutos. 0] M., durchs Auflösen von Manganoxyd in Schwefelsäure; eine violette Flüs- Si sigkeit, welche nicht krystallisirt, durchs Abdampfen sich in Oxydulsalz im' zersetzt;(es soll dasselbe Manganoxydulsalz, nebst Mangan- und Schwe- dem, felsäure enthalten.)— Phosphorsaures Manganoxydul, Proto- und Y phosphate de M., Ph. of M., ein weilses, schwerlösliches Pulver; ben€ kommt als basisches Salz mit bas. phosphors. Eisenoxydul verbunden weilse vor.— Kieselsaures Manganoxydul, Silicate de M., S. of M,, Zink i kommt als% kiesels. Sala im schwarzen Mangankiesel vor, in Schwe- ö den; als% kiesels. Salz, im rothen Mangankiesel, auch im Pyrosmalith.| h Auch kommt& kiesels, Manganoxyd vor.| Mangansaures Kali, basisches, mineralisches Chamäleon, u Sous-mangantsiate de potasse, Cameldon mineral, M. of potassa, von end Pott entdeckt, erhält man durchs Zusammenschmelzen von 1 Theil„i Braunstein und 2 Theilen Pottasche. Die Masse ist schwärzlich-grün, inÄrıs löst sich in WVasser mit dunkelgrüner Farbe auf, die Auflösung wird Iie, alsbald violett, dann roth, unter Absatz von braunen Flocken, Oxyd- sicht hydrat, und sehr spät fast farblos. Setzt man etwas Säure hinzu, so| Men wird das mangans. Kalı neutral und erscheint dann roth, noch mehr wölnls Säure entbindet die Mangansäure, die sich jedoch bei Verdünnung bald ee : 1- hs% Die\J zersetzt, besonders am Sonnenlicht. Jenes Farbenspiel tritt in frischem| Brunnenwasser, welches atmosphärische Luft und kohlensaures Gas ent- Sch hält, weit schneller hervor, als in ausgekochtem destillirten Wasser. ti Das neutrale Salz erhält man durch weniger Kali, mehr Braunstein,| im Uf es krystallisirt in dunkel purpurfarbnen Nadeln, schmeckt süfslich-bitter,| Anenl herb, löst sich sehr leicht in WVasser auf, die Auflösung wird durch Amsby Kalı violett, blau, zuletzt grün gefärbt. Alle organischen Materien wirken| Kıpfe desoxydirend, wodurch Oxydhydrat in braunen Flocken sich absetzt,| ber das Kali aber mit erzeugter Kohlensäure sich verbindet,| u] Man hat das mineralische Chamäleon als Reagens auf arsenige Säure“) früher gebraucht, später als chemische Zeichnentinte; es giebt nämlich arz 7) braune Schriftzüge.] hr; herzos, *) Brandes in P, A. Bd, 20, 5. 556.= Corn ') Jam, fels, In lige ge- sen on, von heil 'ün, yird ıyd- 50 ehr bald hem enl- ein, tler, ırch 'ken etzt, ure lich Zink, Zinkblende, Galmeı. 7 -_ Vierzehntes Kapitel. Vom Zink. Zink, Zinc, Spiauter, Spelter, Tutenag, Tutanego,( mit letztern Namen.wird das chinesische Metall bezeichnet), wurde von Paracelsus im 16ten Jahrhundert als ein eignes Metall unterschieden und mit dem, Namen Zink belegt. Die Alten kannten wohl den Galmei, Cadınia, und wendeten denselben zur Messingbereitung an, jedoch das in demsel- ben enthaltne: Metall wufsten sie nicht darzustellen, obschon ihnen das weilse und graue Oxyd nicht unbekannt waren. Ehe man in Europa Zink in gröfsern Mengen darstellte, erhielt man dasselbe aus China, von wo es die Holländer zuerst, später die Engländer, ausführten. Zink komınt nicht gediegen, aber als Oxyd, Schwefelzink, kohlens., schwefels., kiesel- und thonsaures Oxyd vor. Die wichtigsten Zinkerze sind: 1) Zinkblende, Zinc sulfure, Blende( black- Jack) kommt theils in Krystallen vor, Grundform ein Rhombenoktaöder, theils blättrig, strah- lig, fasrig, derb; der Bruch splittrig ins Ebne, von feinem Korn, durch- sichtig bis undurchsichtig, von starken Diamant- und Perlmutterglanz, schwarz, braun, roth, gelb, grün; die beiden ersten Farben sind die ge- wöhnlichsten; speeif. Gewicht 3,7 bis 4,2, zum Theil phosphoreseirend. Die Zinkblende besteht aus Zink und Schwefel, enthält in der Regel Schwefeleisen, S.kupfer, S.arsenik, auch S.kadmium,(S.silber). Man trifft die Blende auf Lagern und Gängen im ältern und neuern, seltner im Ur-, häufiger im Uebergangs- und Flözgebirge, begleitet von Kupfer-, Arsenik-, Eisenkies, Bleiglanz ete.: im Königreich Preufsen im Regbzk. Arnsberg im Siegenschen, bei Willnsdorf, am Harz bei Stollberg, zu Kupferberg, Querbach in Schlesien; im sächsischen Erzgebirge zu Frei- berg, Annaberg, Breitenbrunn, Rittersgrün ete.; in Böhmen zu Pırzi- bram, Miefs, Kuttenberg ete.; in Kärnthen zu Raibel und Bleiberg; am Harz zu Clausthal, Lautenthal, Andreasberg, im Rammelsberg bei Gos- lar; im Herzogthum Nassau im Dillenburgschen, an der Lahn; im Grofs- herzogthum Baden zu Wolfach, Badenweiler, im Münsterthal; im Can- ton Graubünden zu Davos; in Frankreich, Grofsbritannien Flintshire, Cornwall, Cumberland; in Schweden, Norwegen. 2) Galmei, Zine silicate, Z. oxide silieifere, Calamine, Pierre ca- laminaire, findet sich theils krystallisirt, in blättrigen Krystallen, wel- a EEE ET EEE: % 788 s Ai N BEE EN Er 8 Galmei, Zinkspath, che sich von einem rechtwinkligen Okta&der ableiten lassen, in geraden rhombischen Säulen ,. die meist zu kuglichen und traubigen Massen ver- bunden sind, tropfsteinartig, zerfressen, zellig, derb; Textur strahlig und fasrig, Bruch uneben, kleinkörnig bis erdig, Perlmutterglanz, durchsichtig bis undurchsichtig; grau, grün, gelb, braun, letzteres von beigemischtem 8 Eisenoxyd, specif. Gewicht 3,3 bis 3,52, elektrisch, selbst ohne vorgän- giges Erwärmen. Galmei besteht aus Zinkoxyd, Kieselsäure und Wasser, =% kiesels. Zinkoxyd+ Wasser. Er begleitet fast überall den Zink- spath, oder das kollens. Zinkoxyd, von welchem gleich mehr gehandelt werden wird, findet sich im ältern Gebirge in Grauwacke und Thon- schiefer auf Gängen, häufiger im Flözgebirge, besonders im Kalk, auf lie- genden Stöcken. Er findet sich im preuls. Staat Regbzk. Arnsberg im Siegenschen, bei Lindenberg, Iserlohn, Limburg, Brilon; im Regbzk. Aachen bei Busbach und Mausbach unweit Stollberg; im Regbzk. Op- peln in der Herrschaft Beuthen°); in Kärnthen zu Raibel, Bleiberg bei Villach, in Galieien, Ungarn, Siebenbürgen, im Banat; im Königreich Polen, Freistaat Krakau, in Frankreich, England Flintshire, Derby- shire, in Schottland zu Leadhills in Lanark und Wanlockhead in Dum- friesshire, in Sibirien. 3) Zinkspath, edler Galmei, Zinc calamine, Z. carbonatd, Sparry calamine, hat zur Grundform seiner Krystalle ein eignes Rhomboeder, meist in denselben Verhältnissen der Structur und des Vorkommens wie der Galmei, Textur auseinanderlaufend fasrig, Bruch uneben grobkörnig, ins Splittrige und Erdige, durchscheinend bis undurchsichtig, glasglän- zend auch perlmutterglänzend; weils ins Graue und Gelbe(Blaue und Grüne), mit braunrothen Flecken, specif. Gewicht 3,6 bis 4,5, wird durch Reiben— elektr. Man findet ihn in ältern Gebirgen auf Gängen, seliner auf Lagern, häufiger in neuern Gebirgen auf Flözen und lie- genden Stöcken. Im preufs. Staat(vergleiche das bei 2, gesagte), im Regbzk. Aachen bei Stollberg, im Altenberg bei Aachen; zu Iserlohn und Brilon im Regbzk. Arnsberg, bei Tarnowitz und Beuthen Regbzk. Oppeln; in Kärnthen, Polen, Ungarn, Frankreich Pierreville bei Cherbourg, in der Umgegend von Bourges und Saumur, bei Figeac, Uzes, Montalet, Deptnt. du Lot, zu Chessy hei Lyon, in den Pyrenäen. In England in der Grafschaft Durham, in Somersetshire bei Mendip- Hills, bei Holywell in Flintshire, bei Alston-Moor in Cumberland etc,;(vergl. unter 2,); in «len Niederlanden bei Limburg, Philippeville; in Rufsland im Altai- gebirge, *) Thürnagel über den Galmeibergbau in Oberschlesien, in K,A,£. B. n. H. Bd, 7. S. 30 er\ 9 en IR dadıh sesch$ an Dig Hol x von reite In£ breit ofen J in Gif] wände den, ut y bit, Oker, uf Galmei, Ausbringen von Zink. 9 [Im Jahr 1828 und 1829 sind im preuls, Staat an Galmei gefördert worden: Oberbergamtsdistrikt 1828 1829 im Schlesischen....... 671,088 Centner 482,292 Centner WVestphälischen... 1,919» 2862.79 Rheinischen....... 15,487» 19,146%» a 688,494 Gentner. 504,305%5 Centner. 1783 wurden in Oberschlesien gefördert........ 10,000 Centner, UST ee ee are ne ste serenc.. gegen 13,000» 1 RD San.ooon0r0. gegen 18,000» REN a Nee 17,000» STAR RE EL NIERASEN. 48,00» 1) KLOSE N RR ER NR 60,000» SC:= a are OR ILTE 65,000» 1817... anche gehen hin. 86,000» 1S1 Sn cc te see BEER.. 100,000» 1 ER a et 1000 86 en22..04..:100,000» ee ee RR 460,000» EM re RR 660,000» Im Jahr 1824 waren 19 Gruben in Förderung, Die gröfste Förde- rung war zu Scharley 280,000 Gentner.] Ausbringen von Zink aus den Zinkerzen. Dieses geschieht 1) aus dem Galmei und Zinkspath, 2) aus der Blende. 1) Aus dem Galmei, Zinkspath. Der mehreste Zink wird aus Galmei gewonnen, welcher, nachdem er vorher gebrannt worden, der Reduction unterworfen wird. Das Bren- nen hat zum Zweck den Gehalt an Wasser oder Kohlensäure auszutreiben, dadurch das Volum zu vermindern, und die Masse mürb zu machen. Es geschieht theils in Haufen im Freien, theils, mit bedeutender Ersparnils an Brennmaterial, in eignen Brennöfen. Im ersten Fall braucht man Holz oder Steinkohlen, zerschlägt darauf den gerösteten Galmei in Stücke von der Grölse einer Wellschen Nuls; im letzten geschieht das Vorbe- reiten auf dem Heerd eines Flammofens, auf welchen das zerkleinerte Erz durch eine Oeffnung im Gewölbe des Ofens geschüttet und ausge- breitet wird. Fig. 16. Tafel VII stellt den Oberschlesischen Caleinir- ofen im Engendirchighntt, Fig. 17 im Grundrifs dar; a die Oeflnung im Gewölhe zum Einschütten des Galmeis, b, b Oeffnungen i in den Seiten- wänden, mit Thüren verschlossen, zum Wenden des Galmeis, e Scharn- stein, d Feuerbrücke, e Rost, f Schürloch; das Anfeuern geschieht mit Steinkohlen. Der Galmei wird alle Stunden gewendet, und nach 5 bis 6 Stunden gut geröstet ausgezogen, worauf wieder von Neuem der Ofen geladen wird. Durchs Brennen verliert der Galmei ungefähr 3 an N ye j 5 ” u f Br N r * ‚ \ \w Ri Aa au 2 a SW SE PIRERGRREFD\./ N? N 10 Ausbringen des Zinks aus Galmei,; englischer Ofen. seinem Gewicht, wird mürbe, und dunkler rotlıbraun gefärbt, war es Asch brauner, gelbroth war es weilser. Die oberschlesischen Brennöfen welch" fassen 30 Centna®y man verbraucht auf 100 Centner Galmei 15 Scheffel pp Steinkohlen zum Rösten.(In den Niederlanden wird das Rösten in| Ansfli Schachtöfen vollbracht.) Feerdi9 Die Reduction des im Galmei enthaltnen Zinkoxyds geschieht durch so da’ einen Zuschlag von Kohlen, welche dem grob gepulverten, oder in kleine gelegt‘? Stückchen zerpochten Galmei beigegeben werden; man bedient sich unten theils der Holzkohlen, theils der kleinen Coaks, Cinders, die beim Bren- ven nen auf Rosten durch die Roststäbe fallen. Da aber Zink in der Hitze welch flüchtig ist, so erfordert die Reduction desselben verschlofsne Apparate, ges wie sie zur Destillation nöthig sind. Man bedient sich zu dem Ende yon 03 a), theils des Tiegelapparats zur absteigenden Destillation, englisches lange Verfahren, von Watt eingeführt, b), eines Röhrenapparats, und zwar eine Vi «@) senkrechter irdner Röhren zur absteigenden Destillation, vordem nung vi in Kärnthen üblich,#) horizontaler Röhren, zur seitwärts gehenden De- Rihrc stillation, Jütticher Einrichtung; c), theils der Muffeln mit Hälsen, wo- müssli bei gleichfalls eine schräge Destillation stattfindet, in Oberschlesien, den,® Polen, Krakau, Galicien, Graubünden, schm 4 a) Englisches Verfahren der Destillation des Zinks im Tiegelap- Kohle parat. Die Zinkhütten trifft man in der Gegend von Bristol und Bir- ee mingham an, auch bei Sheffield, erstere beziehen den Galmei aus Flint-| shire und Mendips-Hill, letztere aus Alston-Moor in Cumberland. Sie| ee liegen wegen niedriger Zinkpreise meist alle im Fristen, da schlesischer| Tiere Zink dort wohlfeiler zu haben ist. Die Zinkschmelzöfen sind theils vier- Them eckig, theils rund, wie der auf Tafel VII Fig. 5 im senkrechten Durch- i schnitt, und in Fig. 6 im Grundrifs dargestellte Ofen; letztere verdienen[oc den Vorzug; sie sind auf 6 bis 8 Tiegel eingerichtet, mit einem Kuppel- 4 gewölbe a, überwölbt, stehen unter einem kegelförmigen Rauchman-" tel b, welcher als Schornstein zur Verstärkung des Zugs und Abführung en des Rauchs dient. In demselben befinden sich so viele Thüren c, c, e, I 6 EM als es Häfen im Ofen giebt, in dem Ofengewölbe eben so viele Oeffnun-| RıM gen d,d,d, durch die der Rauch aus dem Innern des Ofens in den Man| enge‘ tel abzieht, und die Häfen besetzt werden können. In den Umfassungs- ser h wänden befinden sich für die Häfen Aufbrechlöcher, durch welche man| stell dieselben in den Ofen einsetzt und auszieht, wenn sie unbrauchbar ge- falle worden; die Oeffnung wird nach dem Einsetzen vermauert. Die Häfen der; werden in einem Flammofen mit zwei Feuerungen von beiden Seiten Gil vorgewärmt, wie bei den Glasöfen üblich ist, der Transport der glühen-“ den Häfen geschieht mittelst einer eisernen Zange, die auf einem eisernen N zweirädrigen Gestell befestigt ist. e der Rost, f die Heitzthür, g der wi e ne Sram ID eg öfen effel ı in urch leine sich )ren- Hitze rate, ende hes zwar dem De- W0- ;ien, lap- Bir- lint- Sie cher vier- ırch- onen pel- nan- ung Englischer Zinkofen, Kärnthner Zinkofen. 11 Aschenfall. Die Häfen h, h,'h haben in der Mitte des Bodens ein Loch, welches bei der Besetzung mit Galmei und$ Kohlen mit einem Holz- pfropfen geschlossen wird, dessen Kohle dann, wenn digllitze steigt, das Ausfliefsen des flüssigen Zinks und der Beschickung verländert, Die Heerdsohle, i,i, aufwelcher die Tiegel stehen, ist unter jedem durekbrochen, so dafs man zur Oeflnung im Boden derselben von unten vermöge an- gelegter Gewölbe gelangen kann; in der Oeffnung der Tiegel ist ein nach unten konisch verjüngtes Rohr von Eisenblech, k, befestigt, an welches, wenn die Destillation anhebt, ein langes Blechrohr angeschoben wird, in welchem sich die Zinkdämpfe zu Tropfen condensiren und in ein unter- geseiztes Gefäls mit Wasser,], fallen. Das Besetzen der Tiegel geschieht von oben durch eine im Tiegeldeckel befindliche Oeffnung, welche so lange beim Anfeuern offen bleibt, bis eine bläuliche Farbe der Flamme eine Verflüchtigung von redueirtem Zink anzeigt; darauf wird die Oefl- nung mit einer Platte von feuerfestem Thon, m, verschlossen. Die eisernen Röhren versetzen sich nicht selten durch das erstarrende Metall, sie müssen daher von Zeit zu Zeit mit einem glühenden Eisen geräumt wer- den. Das gesammelte Werkzink wird dann in eisernen Kesseln umge- schmolzen, wobei man die Oberfläche des schmelzenden Metalls mit Kohlenstaub bedeckt; das als Nebenproduct gewonnene Oxyd wird zur wiederholten Reduction bestimmt, und das Metall in Eingüsse ausgegos- sen. Ist die Destillation beendet, so wird die Röhre vom Tiegelboden abgenommen, die Kohle durchgestofsen, und der sämmtliche Inhalt des Tiegels entleert. Im Durchschnitt hält ein Tiegel 4 Monate aus. Die Zinkgewinnung beträgt 40, 335, bis 25% des Galmeis. [Mosselmann in K. A. f. B. u. H. Bd. 13 S. 357.— b,«) Destillation in senkrechten Röhren, wie es in Kärpthen üblich war, und im Banat zu Dognaska betrieben wurde. Diese Einrichtung hatten die Zinkhütten zu Döllach bei Greifenburg, zu Grofskirchheim und Laı- nach, in welchen man den Galmei von Raibel und Bleiberg zugutemachte, Es waren in vier aneinander gebauten Flammöfen senkrechte irdne Röhren in 10 Reihen, jede zu 16 Stück, aufgestellt, welche mit der engern Endigung durch die Heerdsohle hindurch nach einem unter die- ser befindlichen Gewölbe reichten, in welchem die Zinkbehälter aufge- stellt waren. Damit die Beschickung dieser Röhren nicht unten durch- fallen konnte, wurden in die letztern eiserne Kränze eingelegt, die in der Höhe der Heerdsohle lagen; auf diese trug man das Gemeng von Galmei und Kohlen ein,(Man setzte auch wohl noch Salz hinzu, auch besprengte man das Gemeng vorher mit Pottaschenauflösung!) Jeder Ofen war auf 160 Röhren eingerichtet, es wurden aber nicht so viele ın Thätigkeit gesetzt, indem man gleichzeitig neu angefertigte Röhren brannte und leer einsetzte; jede Röhre falste 20 bis 21 Pfund der Beschickung. N U ICHS TE * 12 Lütticher Zinkofen. Man brachte von 2340 Pfünd Galmei gegen 800 Pfand Werkzink aus,; welcher umgeschmolzen gegen 700 Pf.(?) Kaufzink lieferte, Dieses Ver- ji: fahren erforderte viele Röhren, denn sie zersprangen leicht, man feucrte ae mit Holz, welche Umstände zusammengenommen das Ausbringen sehr r j vertheuerten.| na Hollunder’s Tagebuch einer metallurgisch-technologischen Reise etc: h Nürnberg 1824. S. 373 u. Taf. 26.] an 3 daueı b,#) Man bedient sich zu Lüttich, wo man den Galmei vom Altenberg Een bei Aachen auf Zink benutzt, eines Reductionsofens mit horizontalen ird- N nen Röhren, wie sie später auch zu Stollberg bei Aachen, zu Iserlohn in PH Westphalen eingeführt worden sind. Der gebrannte Galmei wird fein hlul gemahlen mit haselnulsgrofsen Coaks(in Stollberg Holzkohlen) zu% bis$| Krata seines Volums beschickt.| [ Der Zinkbrennofen, Tafel VI Fig.7 in der Vorderansicht, Fig.8 im senk- den, rechten Durchschnitt durch die Mitte dargestellt, ist von der Hüttensohle 1 Sı bis zum Schornstein 9 Fuls hoch, im Lichten etwas über 3 F. tief,| und reichlich 4F, breit, die Höhe des Schornsteins 18 bis 2OF. a der| Aa Aschenfall, b der Rost, c der Heitzraum, d der Heerd, e, e der Asbeits- N raum, f das obere Gewölbe, welches den Arbeitsraum schliefst, f! zwei- tes Gewölbe, welches die Kappe des Ofens bildet, g der Schornstein,| r h Brandmauer, welche sich an eine schmale Seitenwand des Hüttenge-| aim alı bäudes anlehnt. Der Feuerheerd, Heitzraum, Aschenfall liegen unter| Obersi der Hüttensohle, so dals die obere Fläche des erstern in gleicher Ebne| Jet wo mit der letztern sich befindet. Durch den gewölbten Heerd zieht das| Betriebi Feuer nach dem Feuerraum durch 10 Füchse 1, i, zu 2 in einer Linie;| andesh! zwischen diesen 5 Paar Zugöffnungen in der Sohle des Heerds liegen die sind dı untersten Röhren k, die auf dem Heerd unmittelbar ruhen; die zweite, Fristen dritte Reihe der Röhren k, k, liegen über der untern in einer paral- er lelen Lage, um einige Zoll von einander abstehend; in der sechsten| A Reihe liegen nur 2 Röhren, so dafs im Ganzen 22 Röhren in einer| Ai Feuerung sich befinden. Sie ruhen vorn und hinten auf feuerfesten gebrän Ziegeln auf, welche mit den vertikalen Scheidewänden vorn ein Fach-| Iren, werk bilden, 1, 1, l. Die Röhren sind 3 Fuls lang, 4 bis 5 Zoll im| selben,; Lichten weit, 2 Zoll stark, sie werden aus feuerfestem Thon und ge- Zusatz, branntem Thoncement gefertigt, auf einer Scheibe aufgedreht, und in| fester einer Schablone ausgeformt; sie fassen 40 Pfund der Beschickung, Das| gerpahe Feuer, welches durch die Füchse i, i in den Arbeitsraum gelangt, um-| Chakl spühlt die Röhren und zieht durch die Oecffnungen m, m, m in beiden i ie Gewölben des Ofens nach dem Schornstein; zur Beförderung(?) des ee Zugs ist bei n eine Oeffnung in der Vorderwand zwischen den beiden Gewölben angebracht, durch welche der äufsern Luft der Eintritt ge-— stattet wird, Die beiden schmalen Seitenmauern 0, o des Ofens stehen einen Fufs una weıt vor dem Fachwerk hervor, und zwar deshalb, um in 10 zu beiden serie 7 en N rar Y RT 29777? Rx TR: 3 J= I ER er NER Pl\ 2 Zi a- a aus, Ver- Ierte sehr etc: berg ird- n in fein bis? enk- ohle tief, der Jeits- ‚wel- tein, nge- nter bne das nie; die eilt, ral- sten Iner sten ıch- ‚ım cz! Lütlicher Zinkofen, oberschlesischer Z. o. 15 Seiten angebrachte Haken p, p, 5 eiserne Schienen q,q horizontal über einander einlegen zu können, auf welchen die eisernen Vorlagen r, r mit ihren vordern Enden ruhen. Diese sind 1% Fufs lange konische Röhren von Gufseisen, hinten 14, vorn höchstens 1 Zoll weit; sie wer- den, nachdem die Röhren gefüllt worden, an dieselben so angelegt, dafs die Vorlagen sehr wenig nach hinten geneigt sind, damit der flüssige Zink nicht auslaufe, der Zwischenraum wird mit Lehm verstrichen; sie dauern nur etwa 3 WVochen bei täglichem Gebrauch aus. Man verlän- gert auch mitunter die Vorlagen durch aufgesteckte Blechröhren mit schr engen vordern Mündungen, um den Zinkverbrand zu vermindern. Ist der Ofen im Gang, so brennt zu allen Mündungen der Vorlagen ein bläuliches Flämmchen heraus; alle 2 Stunden zieht man mit eisernen Kratzen das flüssige Metall in einen untergehaltnen Löffel; in 12 Stun- den ist die Ladung abdestillirt, die Röhren werden geräumt, neu gela- den, die Vorlagen wieder angelegt, und so fortgefahren. Man erhält in 12 Stunden 100 Pfund Werkzink, der in gulseisernen Kesseln ver- schmolzen, in Formen gegossen, als Kaufzink in den Handel kommt; Abgang beim Umschmelzen 102. Hollunder’s Tagebuch etc. Seite 349. Taf. 24.] c) Beschreibung der in Oberschlesien*), Polen, Krakau, Gali- cien üblichen Zinkdestillation in Muffelöfen. In der neuern Zeit sind in Oberschlesien in der Standesherrschaft Beuthen viele Zinkhütten ange- legt worden; im Jahre 1823 waren 34 Hütten mit 4,958 Muffeln theils in Betrieb(25 Hütten), theils im Bau, theils im Fristen; nur eine Hütte ist landesherrlich, die Lydognia-Zinkhütte auf der Königshütte, die übrigen sind alle gewerkschaftlich. 1828 waren 23 Hütten im Betrieb, 9 im Fristen, 2 im Bau begriffen. 1829 zählte man 31 Hütten, 27 in der Herrschaft Beuthen, 4 in der Herrschaft Plels. Auf Tafel VII sind in den Figuren 9 bis 22 die in Oberschlesien gebräuchlichen Oefen zum Caleiniren des Galmeis, zum Zinkdestil- liren, Abwärmofen für die Muffeln, nebst den einzelnen Theilen der- selben, dargestellt. Die Muffeln werden aus feuerfestem Thon mit einem Zusatz von gebrannten Muffelscherben(Charmotte) dargestellt; feuer- fester Thon wird zu Ruda, Krzeszowitz, Kattowitz in Oberschlesien gegraben. Die Anfertigung geschieht mittelst Klopfer über hölzerne Chablonen. Sind die Muffeln gehörig lufttrocken, so werden sie in einem eignen Abwärmofen Taf, VII Fig. 18 im Längendurchschnitt, Fig. 19 im Grundrifs, getrocknet und gebrannt. Dieser Ofen hat keinen *), Lesoinne und Perdonnet tiber Lagerung, Förderung der Zinkerze und deren Ausbringen in Oberschlesien und Polen, in den A. d,. II serie Tom, 4. p. 305. ge ea EESLSDOHNET TE ) 14 Oberschlesischer Zinkofen. ı Wi Rost, sondern es brennen die Steinkohlen auf einem durch die Feuer- diel brücke a abgegränzten Theil der Heerdsohle, um eine heftige Gluth zu er vermeiden; durch 3 Oeffnungen b, b, b wird Luft zugeführt, und die R5 Flamme und der Rauch durch zwei enge Kanäle e, ce nach dem Schorn-| dee stein d geleitet. Man stellt die Muffeln durch die Einsatzthür e auf den kl d Heerd dieses Ofens in 1% bis 2 Zoll Abstand von einander auf Unter- Lern lagen von Ziegelsteinen auf, damit die Flamme sie allenthalben umspüh- ie len kann. Das Anfeuern dauert 6 bis 7 Tage, und nur sehr langsam"£ läfst man die Hitze bis zur Weilsgluth steigen._Dieselben werden dann| A glühend aus dem Ofen genommen und in den Zinkofen eingesetzt. Die bon Hälse der Muffeln, Fig 12 und 13 nach einem doppelten Mafsstab beson-| sche ders gezeichnet, welche weniger Hitze zu ertragen haben, werden aus| doppe gewöhnlichem Töpferthon gefertigt mit Zusatz von zerstolsnen gebrannten| Und Scherben, auf 2 Theile des erstern 1 Theil der letztern; die Anferti-| len gung geschieht gleichfalls über eine hölzerne Chablone. Die vordere b Ras Oeffnung, a Fig. 12 und 13, wird erst nachdem die Masse etwas hart aus Gi geworden ist, eingeschnitten; sie dient theils den Hals zu reinigen, wenn| S sich Zink in ihm festsetzen sollte, theils auch zum Eintragen neuer Be- bin setzungen. en [Beschreibung des oberschlesischen Zinkofens, Tafel VII, Fig. 9, 10 u. 11. N pl Die in Oberschlesien gebräuchlichen Oefen zur Zinkdestillation sind[Ch Doppelöfen, jeder zu 10 Muffeln eingerichtet, von denen die Hälfte nach 4 der einen, die andere nach der andern Seite ausmünden, sie stolsen mit wit), ihrer gemeinschaftlichen Rückwand aneinder und sind mit einander ver-| melche bunden. Hier ist nur ein einfacher gezeichnet. Fig. 9 A zeigt einen a die Längendurchschnitt des Ofens durch die Mitte; Fig. 9 B eine Längen-| Fuzca\ ansicht; Fig. 10 den Grundrifs und zwar A mit den Muffeln, B ohne| Reduei dieselben; C Grundrifs unter der Heerdsohle cd Fig. 9, wegen der Vorla-| Hals w gen p; D Grundrifs über der Heerdsohle e d Fig. 9, auf welcher die Iselben ı Muffeln lagern;(Fig. 9 uw. 11); E Grundrils nach der Linie ab Fig. 11. den hf In allen Figuren bezeichnen gleiche Buchstaben gleiche Gegenstände. R Di Der Ofen ist viereckig, mit einem Tonnengewölbe üperspannt, wel-| rn: ches aus feuerfestem Thon mit Sand gemengt über Rüstbögen geschlagen ji in wird; auf jeder Längenseite schlielsen sich 5 kleine, neben einander lie- Zinkony gende, durch schmale Pfeiler e, e, e getrennte, Gewölbe f,f,f, aus glei- zu Oryd chem Material angefertigt, an das Hauptgewölbe an, durch welche die Man trio Muffeln g, g auf den Heerd h, h gebracht werden. Die 4 äufsern Muf- f llst ein feln an jeder Ecke des Ofens, g!, sind länger, und das Gewölbe f! torher a etwas gröfser.« der Muffelhals, 8 der Vorstofs,(siehe Fig. 12, 13, 14), Ynd dı r die Vorsetzplatte(siehe Fig.15). i,i sind Abzüge für die Flamme im Gewölbe, k, k desgleichen, welche in der Vorder- und Hintermauer auf- Kur, steigen, um die Cirkulation des Feuers vorn und hinten gleichmäfsig zu au bewirken. Die Räume 1, l unter dem Heerd werden mit schlechten| hal, RER EA F RE. Er z Oberschlesischer Zinkofen. 15 Wärmeleitern, Asche etc. ausgefülit; m, m die Rostbalken, auf welchen die Roststäbe n ruhen; o der tiefe Aschenfall, um einen starken Zug zu erzeugen. Zum Anfeuern dienen Steinkohlen, Fig. 12 Längendurchschnitt eines Muffelhalses, Fig. 13 Vorderansicht desselben, a, viereckige Oeffnung inı Vordertheil, um mit einer Schau- fel die Ladung eintragen zu können. Fig. 14 Längendurchschnitt des Vorstofses?, welcher durch eine quadratische Oeffnung ın der Heerd- sohle q hindurchgeht, die Zinkdämpfe und Tropfen nach der Vorlage p leitet. Fig. 15 Vorderansicht der Vorsetzplatte r, mit welcher jede Muf- fel nach vorn geschlossen wird; sie hat 2 Ausschnitte, der obere s nimmt den Hals der Muffel auf, der untere t wird zum Reinigen derselben benutzt, und ist während der Destillation durch eine Thonplatte ver- schlossen, siehe Fig. 11. Fig. 12 bis 15 einschliefslich sind-nach einem doppelten Mafsstab gezeichnet. Fig. 20 bis 22 stellen den Ofen zum Urschmelzen des VWVerkzinks dar, und zwar Fig. 20 dıe Vorderansicht, 21 einen Querdurchschnitt, 22 eine Ansicht von oben. a Heitzthür, b Rost, ce Feuerbrücke, d Fuchs, e Schornstein, f, f,£ Schmelzkessel aus Gufseisen.] Sobald die neuen Muffeln aus dem Anwärmofen glühend in den Zink- ofen gebracht worden sind, werden sie erst ohne Beschickung der stärk- sten Hitze ausgesetzt, dann durch die untere Oeffnung t in der Vorsetz- platte r mit 4 Centner gerösteten Galmei und dem Volum nach ebenso viel Cinders(kleine durch den Rost gefallne Coaks,# Centner am Ge- wicht), und einigen Pfund Zinkoxyd und Schlacken vom Umschwmelzen, welche vorher unter einander gemengt werden, beschickt; der Hals an die obere Oeflnung s angesetzt, die untere t geschlossen, und alle Fugen mit Thon verstrichen. So wie nun die Hitze steigt, erfolgt die Reduction des Zinkoxyds, das Metall geht in Dampfform durch den Hals, wird hier tropfbar flüssig und fällt durch die untere Oeflnung des- selben durch den Vorstols# in die Vorlage p. Es ist nicht zu vermei- den, dafs ein Theil des Zinks bei dem Zutritt der Luft verbrennt, daher denn auch weilses Zinkoxyd sich mit in dem Zinkbehälter ansammelt, und in den Hälsen absetzt, auch fliegt in dem Hüttengebäude lockeres Zinkoxyd,(Lana philosophica!) umher; man rechnet, dafs 2 bis 42 Zink zu Oxyd verbrennen. Nach 24 Stunden ist die erste Post abgetrieben, man trägt eine zweite durch die vordere Oeffnung a in den Hälsen mit- telst eigens geformter schmaler Schaufeln ein, ohne die Rückstände vorher auszuziehen. Ist auch die zweite abgetrieben, so wird der Rück- stand durch die untere Oeffnung t in der Vorsetzplatte r der Muffel aus- gezogen, der Hals abgenommen, und wenn es nöthig mit einem neuen vertauscht, dann von neuem beschickt,— Ist der Galmei kadmium- haltig, so sind die ersten Portionen des übergehenden Metalls sehr reich Zinkgewinnung in Oberschlesien. an Kadmium, so wie auch dann zuerst braunes Kadmiumoxyd in diem Behälter sich ansetzt, denn Kadmium ist flüchtiger als Zink. Man hat daher auch seit einigen Jahren in Schlesien das Kadmiumoxy@ enthal- tende Zinkoxyd besonders aufgefangen, und auf Kadmium benutzt; siehe beim Kadmium.— Die Ausbeute an Zink ist natürlich sehr relativ, zwi- schen 49 und 31,6% des gerösteten Galmeis, im Durchschnitt rechnet man 40%; auf 1 Centner metallisches Zink gehen 4 Tonnen Steinkohlen auf, auf 100 Centner 3,3 Muffeln, welche verloren gehen. Das Werkzink(Tropfzink, weil es aus einzelnen an einander gefügten Tropfen besteht) wird in gufseisernen Kesseln, f, f Fig. 21 und 22, welche 10 Centner fassen, umgeschmolzen, um es als Kaufzink in den Handel zu bringen, oder zu Zinkblech auszuwalzen. Bei dem Um- schmelzen ist es nothwendig, jede Steigerung der Temperatur zu vermeiden, weshalb man, wenn das Metall eingeschmolzen ist, neue Portionen hinzu- bringt, um die Masse abzukühlen.(Dafs beim freien Zutritt der Luft Abbrand durch Bildung von Oxyd stattfindet, leuchtet ein.)— Man läfst das Zink in gulseiserne Eingüsse laufen, und erhält dadurch zolldicke Platten. Die eisernen Kessel, in welchen das Umschmelzen geschieht, werden dabei stark angegriffen, indem sich Eisen mit Zink legirt, und in Schuppen vom Boden der Kessel ablöst; man kann die Masse auf Zink benutzen, aber das Zink wird auch eisenhaltig.“Man hat daher vorgeschlagen, die innere Fläche derselben mit Lehm und Thon zu über- ziehen. Soll das Zink gewalzt werden, so ist es gut, wenn das Metall bei möglichst niedriger Temperatur geschmolzen und in vorgewärmte Eingüsse geleitet wird'). Man gewinnt in Oberschlesien auch aus dem zinkischen Ofenbruch, dort Schwamm genannt, einem unreinen Zinkoxyd, welches sich in den Schächten der Eisenhohöfen um die Gicht herum ansetzt, und von Zeit zu Zeit ausgebrochen wird, Zink, welches etwas mehr Blei enthält, als das aus dem Galmei erzeugte. Diese Ofenbrüche liefern mehr Zink, als der Galmei, und aus ihnen stellte man auch zuerst Zink, früher als aus Galmei, dar. [Beschreibung der Lydognia-Zinkhütte in K. A. f. B. u. H. Bd. 2. H. 2. S. 66; der schlesischen Zinkhütten von Perdonnet in den Annal. de Vindustr. franc. T.4. p. 305. Im Jahr 1823 wurden in Oberschlesien 148,358 Centner WVerkzink, und aus diesem 127,500 Centner Kaufzink gefertigt,(148 Schmelzab- gänge), 1 Ctr, 875 Pf. Zinkoxyd gewonnen; hiezu wurden 606,000 Ctr. Galmei *) Mentzel Versuche die Sprodigkeit des Zinks zum Behuf des Wal- zens zu beseitigen, in K, A, f, M. 6. etc, Bd. 1. Ss, All. Ofenl Zink Ziokb) 3,086 ı JH gehrat ht schen ar mzeit len, der den, | A Galmeı meistens, Blende 2 betriebern seröstel, hier 2 eingesehg ofen ha 2 bikmete Zinkhütt welche'y Sischer.z derselbe, den us gewende; den ist; de ger Sıwefe Pelnelir. 1 den ın Äh nthal. siehe ZWi- chnet ollen ander &. 21 zink Un- den, INZU- Luft lälst icke ieht, und > auf aher ber- etall :mte uch ı den von thält, Zink, r als H. 2. al. de kzink, elzab- 0 Cr. ralmeı ‚ Wal« Zinkgewinnung aus der Blende. 47 Galmei gebraucht, welcher caleinirt 395,000 Ctr. ausgab(34,82 Verlust durchs.Rösten), 924,000 Tonnen Stück- und 5,000 Tonnen kleine Kohlen, also 7,3 Tonnen auf den Ctr. Kaufzink. Im Jahr 1825 wurden 246,574 Chr. Kanfzink, 1828 183,408% Ctr. und 1829 132,608% Cir. im ganzen Staat gewonnen, und zwar: Oberbergamts®istrikt 1828 1829 im Schlesischen....... 182,004% Centner 131,137% Centner VVestphälischen.... 720» 138» Rheinischen....... 684» 733» 183,408%, Centner 132,6083 Centner. Ofenbruch wurde in Oberschlesien 1828 2,229. C. gesammelt und auf Zink verhüttet.— Die Einfuhr betrug 1828 an rohem Zink 9 C,, an Zinkblech 105 C.; die Ausfuhr vom erstern 204,171 C., vom letztern oe 2) Es wird auch aus der Zinkblende, dem Schwefelzink, Zink aus- gebracht. In England wird die Zinkblende nach dem Pochen und Wa- schen auf dem Heerd eines Flammofens geröstet, und dabei immerfort umgewendet. Man verbraucht hiezu den vierfachen Betrag an Steinkoh- len, der Gewichtsverlust beträgt 20%, das Rösten dauert 10 bis 12 Stun- den. Beim Zinkschmelzen mengt man% geröstete Blende,% geröst. Galmei und I Teil Kohlen dem Raum nach; das Ausbringen beträgt meistens 309. In der neuesten Zeit ist die Gewinnung von Zink aus Blende besonders im Canton Graubünden zu Kloster*) und Ballolina betrieben worden,(aus der Blende von Davos). Dieselbe wird zweimal geröstet, der Schliech mit 4 Volum gelöschtem Kalk zusammengeknetet, Ziegel daraus gestrichen, welche zu 10,000 in einen eignen Röstofen eingesetzt werden, der viel Aehnlichkeit mit einem Ziegel- oder Tüpfer- ofen hat; das Anfeuern geschieht mit Holz, man verbraucht für den Ku- bikmeter der Ziegel 1,5 Km. Holz. Die zweite Röstung wird auf der Zinkhütte zu Kloster veranstaltet; hiezu sind 4 Flammöfen bestimmt, welche an den 4 Ecken eines grofsen Zinkreductionsofens(nach schle- sischer Art auf Muffeln eingerichtet) angebaut sind, damit das Feuer derselben noch für letztern genutzt werde. Auf jeden Flammheerd wer- den ungefähr 7 Ceniner einmal geröstetes Erz ausgebreitet, fleilsig um- gewendet, und von Zeit zu Zeit Kohlenlösche hinzugeseizt; in 24 Stun- den ist das zweite Rösten vollendet, der Gewichtsverlust beträgt 20%; die geröstete Masse enthält 382 Zinkoxyd, 2,4 schwefels. Zinkoxyd, 1,0 Schwefelzink, und 47,5 schwefels., kohlens., ätzenden Kalk. Der Zink- veductionsofen besteht aus zwei aneinander gebauten Doppelöfen nach *) De Villeneuve über die Zinkgewinnung aus der Blende in den A. d. M. II. serie Tom, 5, p. 103. 2 2 18 Zinkgewinnung aus der Blende. Zgw. am Harz. schlesischer Construction; man redueirt binnen 24 Stunden 12 Centner geröstete Blende, so viel als 2 Oefen täglich rösten können; die Besez- zung einer jeden Muffel beträgt% Centner, welche binnen 12 Stunden abgetrieben; nach 16maligem Laden werden die Muffeln ausgeräumt; die Dauer derselben durchschnittlich ein Monat. Zum Darren des Holzes sind 8 Darröfen angelegt.— Man gewinnt von 300 Pf. gerösteter Blende durch eine Destillation aus 12 Muffeln 130 bis 140 Pf. Werkzink, oder 43 bis 462, die Rückstände enthalten noch 5,45 Zink. Zu einer solchen Destillation werden 25 Kubikmeter gedarrtes Holz verbrannt. Endlich gewinnt man auch auf dem Unterharz bei Goslar zu Oker Zink als Nebenproduct beim Ausschmelzen zinkischer Blei-, Silber- und Kupfererze; man verschmelzt dort die Erze des Rammelsberss, welche bald mehr bald minder braune Blende eingesprengt enthalten. Die dortigen Bleischachtöfen haben eine zu diesem Zweck besonders ge: troffne Einrichtung, einen sogenannten Zinkstuhl. Da nämlich das in den Blei- und Kupfererzen enthaltne Zink sich verflüchtigt, so hat man an der Vorderwand des Schachts einen Schieferstein angebracht, wel- cher fast horizontal gelagert, ungefähr} Fuls weit in den Schacht hin- einreicht, und nach einem in der Vorderwand angelegten schräg abfal- lenden Kanal den Zugang möglich macht. Man giebt nun an der Vor- derwand Kohlenlösche auf, diese bildet über dem vorragenden Stein eine Säule von Kohlenklein, welche Zinkdämpfe aufnimmt, die sich in derselben niederschlagen. Von Zeit zu Zeit wird der Kanal in der Vor- derwand geöffnet, und das angesammelte Zink abgestochen. Aber bei weitem die gröfsere Menge Zink verbrennt, und setzt sich als Ofenbruch an den Schachtwänden oben an der Gieht an, und würde den Schacht unfehlbar verstopfen, wenn nicht von Zeit zu Zeit derselbe entfernt würde. Man gewinnt zu Oker nach jedem Schmelzen von 12 Tagen 2 Ceniner Ofenbruch, mehr von Bleierzen, als von Kupfererzen, bei deren Ausschmelzen man mehr metallisches Zink erhält. Dieser Ofen- bruch wurde zeither auf Messing benutzt(siehe bei diesem), allein jetzt nicht mehr. Das Kaufzink kommt theils in zolldieken Platten in den Handel, theils wird auch viel Zink zu verschieden starkem Blech ausgewalzt, was in Oberschlesien.zu Rybnick, Malapane, auf der Friedrichshütte und auf dem Kupferhammer zu Neustadt-Eberswalde und Hegermühl am Finowkanal geschieht. Zu diesem Ende wird das Zink theils noch- mals umgeschmolzen, theils auch nicht, je nach der Beschaffenheit dessel- ben, welche weniger von der Qualität der Erze, als von der Behandlung des Zinks beim Schmelzen abzuhängen scheint. Die Zinkplatten werden in Anwärmöfen von ähnlieher Construction als die für Eisenblech, jedoch 9, l gen bi durch, Kürlch si gehö cher Ha eine Te wenn N 12 his 10 Dis 1 yon 3 Ft gehen;| Anwirmt Dleche 0 bedient Ten NN chend 14 [Zink re dünnsi® Königlr dung,{ walde, J Streifeng Ling: f Geseng geschr; dachung gleich 3 Bien, Farbe, fi Inft Ieir, grauen U, solls der| {is gen u Zinn den Jeich darylhe bar, Nacıı Yı Gerich enkapr Bexer. tunden nt; die es sind Blende ', oder solchen u Oker Silber- Isberss, thalten, ers ge das in at man ‚wel ht hin- abfal- - Stein ch in - »r bei bruch hacht tfemt 'agen bei )[en- ‚llein ndel, ralzt, yutle nühl och- ssel- lung en In ‚doch Darstellung des Zinkblechs. Eisenschaften des Zinks. 19 so, dafs nur eine gelinde Hitze hervorgebracht wird, auf einen gehöri- gen Grad erhizt: der Arbeiter probt die Erwärmung empirisch da- durch, dafs er auf die heilsen Platten spuckt, wenn der Speichel in Kügelchen längs der Oberfläche sich bewegt und verdampft, so sind sie gehörig warm; eine andere Probe ist die, dafs der Arbeiter mit fla- cher Hand darauf schlägt. Auch die Walzen des Walzwerks müssen eine Temperatur von 100° haben, welche sie nach und nach erhalten, wenn man starke Platten auf ihnen walzt. In 12 Stunden walzt man 12 bis 14 Centner grofse Platten, 6 Fuls lang, 2 Fufs breit, von denen 10 bis 11 einen Centner wiegen, dagegen 24 bis 25 Centner Platten von 3 F. Länge, 2 F. Breite, von denen 14 bis 15 auf einen Centner gehen; 1 Scheffel Steinkohlen wird auf jeden Centner Zinkblech zum Anwärmen und Umschmelzen gerechnet; nach dem Walzen werden die Bleche nochmals in den Abwärmeofen gebracht, In den Niederlanden bedient man sich zum Anwärmen des Zinks, um eine steis gleichmäfsige Temperatur zu bedingen, der Salzauflösungen, die man in Pfannen ko- chend macht, in welche die Platten gelegt werden, [Zink läfst sich auch zu Draht ziehen, dazu gehört aber ein sehr schmei- diges Metall; man hat ziemlich feine Nummern gezogen, so fein wie der dünnste Zwirn, wie auch eine Probe in der Fabrikatensammlung des Königl. Gewerbinstituts beweist; Zinkdraht findet jedoch keine Anwen- dung. Zinknägel fertigt man auf dem Kupferhammer zu Neustadt-Ebers- walde, in Lüttich u. a. a, O.; zu dem Ende wird Zinkblech in dünne Streifen geschnitten, erwärmt, durchs Schmieden zugespitzt, nach der Länge der Nägel abgehauen, und an die so erhaltnen Stifte in einem Gesenk, wie bei den Nagelschmieden, auf einem Ambos die Köpfe an- geschmiedet. Man hat Zinknägel zum Befestigen von Zinkblech bei Be- dachungen angewendet, weil dieselben keine elektrische Erregung, im Ver- gleich mit eisernen oder kupfernen Nägeln, bedingen(vergl. I, S. 211.):] Eigenschaften des Zinks. Das Metall besitzt eine bläulichweifse Farbe, einen blättrigen Bruch, starken Glanz, läuft aber an feuchter Luft leicht an und bedeckt sich mit einem schmutzigweilsen, asch- grauen Ueberzug(Oxyd), welcher die fernere Einwirkung des Sauer stoffs der Luft hemmt; sein specif. Gewicht beträgt 6,861 bis 7,1, das des gewalzten Zinks 7,19 bis 21; Zink ist weit weniger dehnbar als Blei und Zinn, es kann durch Hammerschläge zertrümmert werden, beson- ders leicht in der Kälte und bei einer Erhitzung auf 200°; wenn man aber dasselbe innerhalb 100° bis höchstens 150° erwärmt, so ist es hämmer- bar, läfst sich auswalzen, strecken, auch kann man es zu Draht ziehen Nach Musschenbroek trug ein Zinkdraht von 2 Millimeter Stärke ein Gewicht von 12,72 Kilogramme, nach Guyton de Morveau aber 101,7 Alar Nenn a ET 20 Eigenschaften und Gebrauch des Zinks,| | Pfund. Zink dehnt sich beim Erwärmen unter allen Metallen am stärk-| Schm sten aus, nämlich von 0 bis 100% im Längendurchmesser um my 0.00294167 Smeaton= z!; ungelähr,| einer 0,00305100 Guyton de Morveau, ech s das gehämmerte um 0,00310833 Smeaton= 733 ungefähr.[ik Zink verhält sieh zu allen andern Metallen, die im bürgerlichen Leben|(HB vorkommen,-+ elektrisch, worauf seine Anwendbarkeit zu gewissen Zwecken beruht, vergleiche vorn I. Seite 277; es schlägt fast alle dehnsa-| 2 men Metalle aus ihren Auflösungen regulinisch nieder, ausgenommen Ei- Iert, N sen und Nickel. Das Zink schmilzt bei 360°, nach andern bei 3709, Ichwarz bedeckt sich dabei mit einer Oxydhaut, welche sich stets wieder er- ler Pl neuert, wenn man sie abzieht, wobei durch die verbrennenden Zink- Luf an dämpfe eine grünliche Lichterscheinung gesehen wird. Bei steigender heteoris Hitze bildet es Dämpfe und läfst sich destilliren(vergleiche oben die| en, Me Darstellungsweise). Zink zerlegt reines von aller Kohlensäure befreites Iıkmeta Wasser nicht, aber wenn das Wasser Kohlensäure enthält, so erfolgt 7 eine sehr schwache zersetzende Einwirkung, welche aber sehr bald auf- Mer ı hört, so wie ein Häutchen von kohlens. Zinkoxyd die Metalllläche be-| Nic deckt; dagegen wird das Wasser vom Zink in der Glühhitze zerlegt,| ganonyd Setzt man zum Wasser irgend eine Säure hinzu, so entbindet sich Was-| tes serstoffgas in Menge, während sich das Zink oxydirt und mit der Säure kl, verbindet(vergleiche vorn I. Seite 94.).[ Das gewöhnliche käufliche Zink ist nicht rein, es enthält etwas Blei, ch pl Kadmium, Arsenik, Kupfer, Eisen, Kohlenstoff, kann durch wiederholte In Destillation nur unvollkommen gereinigt werden, indem dennoch ein we- Kon) nig Blei, Arsenik, Kadmium mit übergeht; von der Abscheidung des hung de Kadmiums siehe bei diesem. Will man reines Zink bereiten, so muls Be man aus dem schwefels. Zinkoxyd reines kohlens. Oxyd darstellen, und dieses mit Kohle destilliren. Zink löst sich in schwefliger und Schwe- hrter Fl felsäure, in Salz- und Salpetersäure, Essig, überhaupt in den Säuren sp sehr leicht auf, weshalb es zu mancherlei Geräthen nicht anwendbar| inkorvd ist, indem seine Salze sämmtlich Erbrechen erregen. anti Gebrauch des Zinks. Theils wird Zink zur Fabrikation von Messing, hs MN Bronze(wovon später beim Kupfer das Nähere), theils Zinkblech zum IR m Dachdecken, zu diesem Behuf auch Zinknägel, zu Badewannen, Was-| halteken sergefälsen verschiedner Gestalt angewendet, in welchen Wasser, nur in Sp nicht zum Gebrauch als Getränk, aufbewahrt werden soll; ferner zu te he Rinnen und Wasserröhren; zur Zinkdruckerei, zu Platten für Voltasche Säulen, zur Entwickelung von Wasserstoffgas, zur Bereitung von reinem„. Zinkvitriol, in der Feuerwerkerei, u. a. m. angewendet,— Es verdient EN erwähnt zu werden, dals Zink, wenn es mit Metallen, die eine hohe| an er P N 27 x” 9 k r N LP. 2 ne RT ER Pe ne u ad FL a ben stärk. Leben vissen hnsa- on Bi- 370°, er er- Zink- sender n die reites rlolst d auf- IE be- legt, Was- Yır Jaure Blei, holte 1 We- g des muls ‚ und -hwe- äuren ndbar sing, zum Was- , nur er zu asche einen ordient e hohe Zinksuboxyd, Zinkoxyd. 21 Schmelzhitze haben, legirt werden soll, theils bevor jene schmelzen sich zum Theil verflüchtigt, theils, wenn er in jene nach deren Schmelzen eingetragen wird, leicht Explosionen verursacht.— In Berlin ist Zink blech seit 1813 zum Dachdecken angewendet worden. [ Ueber die Anwendung des Zinks zum Dachdecken siche Crelle’s Journal für Baukunst, Bd. 1. S. 73 und 199.] 1) Zinksuboxyd bildet sich, wenn Zink theils lange in Wasser liegt, theils der Luft ausgesetzt war; es sieht, so lange es feucht ist schwarzgrau aus, beim Abtrocknen wird es aschgrau, sitzt sehr fest auf der Fläche des Metalls, schützt es vor weitergreifender Einwirkung der Luft und des Wassers, bildet also eine natürliche Schutzwehr gegen meteorische Einflüsse, bedingt selbst eine schwierigere Lösung in Säu ren, Mehrere Chemiker glauben, es sei ein Gemeng von Zinkoxyd und Zinkmetall(?). 2) Zinkoxyd, Protoxide de Zine, Pr. of Z., Zinkblumen, Fleurs de Z., Flowers of Z.,(Lana philosophica, Pompholyx), weilses Nicht*), Nihilum album, komnıt mit Eisenoxyd und Eisenexyd-+- Man- ganoxydul verbunden vor, als sogenanntes rothes Zinkoxyd und Frankli- nit, ersteres derb, von blättriger Textur, durchscheinend bis undurch- sichtig, roth; letzteres, welches nur 173 Zinkoxyd enthält, in derben Massen, eisenschwarz, von dunkel-braunrothem Strich, magnelisch, aber nicht polarisch, beide in Nordamerika. Man erhält Zinkoxyd sowohl auf trocknem als nassem Weg. a) Durchs Verbrennen von Zink. Bereits oben bei der Beschrei- bung der Reduction des Zinks aus den Zinkerzen ist angeführt worden, dafs ein geringer Theil des metallischen Zinks beim Ueberdestilliren verbrennt, und sich weilses Oxyd bildet, welches in Gestalt weilser zarter Flöckchen in der Luft schwebt, woher die alte Benennung lan« philosopkica, philosophische d. h. chemische Wolle; man gewinnt daher Zinkoxyd als Nebenproduet auf den Zinkhütten, aber nur in geringen Quantitäten. Im Kleinen wird durchs Schmelzen und Verbrennen des Zinks in Schmelztiegeln, die man schräg ins Feuer legt, um eine grö (sere Metalllläche zu erhalten, Zinkoxyd in chemischen Fabriken und Apotheken dargestellt. Zieht man nun die Oxydhaut mit einem eiser nen Spatel ab, so entbrennt das Metall jedesmal mit bläulich- grü- nem, hellem Licht; das abgezogne Oxyd bleibt noch kurze Zeit weils- *) Nicht heifst in der Sprache der Hüttenleute ein staubiges Me- talloxyd, welches sich verflüchtigt, absetzt, daher die Nichtfänge, Nichtkammeru, in denen man dasselbe sammelt,(Siehe beim Blei.) ge erregen ee TE ee u re TEE 7 T= ee y in ST Ä 22 Zinkoxyd.. glühend, und erscheint gelb, bis es beim völligen Erkalten weils wird. h Das so gewonnene Oxyd muls durch Schlemmen von den kleinen Par-| B tikeln des eingemengten Metalls geschieden werden. Auf eine ähnliche en Art bildet sich in den Hohöfen, in denen man zinkische Blei-, Kupfer- 7 und Eisenerze verschmelzt, Zinkoxyd, welches mit andern Dede ver- d“ mischt sich an der Gicht ansetzt, und von Zeit zu Zeit ausgebrochen PR werden muls, woher der Name Ofenbruch(Schwamm in Oberschlesien). sehwei db) Durch Zerle gung eines Zinksalzes. Man stellt reines koh- In I lens. Zinkoxyd durch Fällung des eisenfreien schwefels. Zinkoxyds mit-| Zik n telst kohlens. Natron dar; der wohl abgewaschne Niederschlag wird ge-[ selbst I trocknet und geglüht, bis keine Spur Kohlensäure mehr in dem Zink-| Schmel oxyd rückständig ist, und eine untersuchte Probe mit Säuren übergossen een N nicht mehr braust.(Ueber die Methode der Reinigung des schwefels.| Tim, Zinkoxyds vom Eisenoxyd siehe bei diesem.) geb Das Zinkoxyd ist ein zartes, lockeres, schön wveilses Pulver, ohne anl, n Geruch und Geschmack, wird durchs Erhitzen vorübergehend eitronen-| iheis au gelb, beim Erkalten wieder weils, wenn es rein ist, ist es eisenh: altend, I fin an 50 behält es einen Stich ins Gelbe, schmilzt in hohen Hitzgraden zu ei-| Kiese nem klaren gelben Glas, ist aber feuerbeständig, specif. Gewicht 5,6,|+ St besteht aus 80 13 Zink> 19,87 Sauerst., giebt mit Wasser ein wei-\ nend, [ses sehr voluminüses Hydrat, durch Aetzkali aus Chlorzinkauflösung er-| product halten. Zinkoxyd bildet mit den Säuren Salze, die sich durch einen| schyar höchst widrigen zusammenziehenden Metallgeschmack auszeichnen. Er-| At breelten erregen; sie sind krystallisirbar, farblos, und werden von Schwe-| Fi Mi felwasserstofigas nur dann gefällt, wenn die Auflösung völlig neutral, oder_ nie durch Ammoniak alkalisch gemacht ist, dessleichen von hydrothions, Fo fa 06h Schwefelammoniun, der Niederschl: ag— Schwefelzink— ist weils: ist Zi ıkox die Auflösung sauer, so er folgt durch Schwefelwasserstoflsas kein Nie-| bulter, b derschlag, höchstens scheidet sich etwas Schwefel ab. Die Zinksalze Licht; m lösen sich in Aetzammoniak vollständig auf. Beim Zusatz von kohlens. und Abd Alkalien fällt basisch kohlens. Zinkoxyd nieder, und kohlens, Gas ent- sten Ch weicht.— Zinkoxyd lölst sich in Aetzkali-, Male Aetzam- auf nasse moniak und kohlens. Ammoniak auf, Masse, W Anwendung des s Zinkoxyds. Man gebraucht es in der Porzellanma- ten lilst; lerei bei hell- und dunkelblauen Farben, dem Kobaltblau zugemischt;| Farbe,€ man hat es auch als Anstrichfarbe theils unter Bleiwe ls gemischt, theils I mc für sich angewendet, zur Bereitung von Fensterkitt, von schwefelsauren u Leim Zinkoxyd. des Chlo 13) Zınküberox y d, Deutoxide de Zine., D. of Z., durch WVasserstoff- In Frank überoxyd und Fee ihre at erhalten; eine weilse Substanz, unlöslich ss in Wasser, zersetzt sich allmälıg. i IS | cd, Par- iche fer- ver- hen en). oh- mil- | 90» /ink- ISSEn fels, ne nen- end, 1 el- 3,6, 'vel- eI= nen st Nie- alze lens. ent- ‚all- ma- cht; eils wen stoff- ;slich Schwefelink. Chlorzink. 23 Kohlenstoffzink, Carbure de Zine, Carburetted Z., jeder käuf- liche Zink enthält solches, vergleiche vorn Seite 20; durch trockne De stillatian von Cyanzink erhält man cin mit mehr Kohlenstoff verbund- nes Präparat von schwarzer Farbe.] Schwefelzink, Sulfure de Zinc, Sulphuret of Z., kommt in der Natur als Zinkblende, Blende vor, vergleiche vorn Seite 7, mit ge- schwefeltem Eisen, Blei, Kupfer, Kadmium, Arsenik, Silber vermischt. Man kann es auf irockuem Weg durch unmittelbare Vereinigung von Zink mit Schwefel nur sehr schwierig darstellen(man hielt es früher selbst für unthunlich), besser durch eine Destillation von Ziukoxyd mit Schwefel; es ist ein blafsgelbes, leichtes, voluminöses Pulver. Auf nas- sem Weg, aus einem Zinksalz durch Schwefelwasserstofigas und hydro- thions. Schwefelammonium erhalten, ein weilses Pulver, beim Erhitzen blafsgelb sich färbend; beide lösen sich in cone. Salzsäure sehr langsam auf, Es besteht aus 66,72 Zink und 33,28 Schwefel. Die Blende wird theils auf Zink, theils und gewöhnlich zum Zinkvitriol benutzt. [| Im zinkischen Ofenbruch, welcher sich bei der Roharbeit silberhaltender Kiese und Blenden bildet, befindet sich eine Verbindung von Zinkoxyd —+ Schwefelzink in sechsseitigen Säulen von gelber Farbe, durchschei- nend, Kersten*).— Halbschwefelzink kommt in Steinen(Schmelz- producten) vor.— Einfaches Schwefelzink+ einfachem Schwefeleisen, schwarze Bleude von Marmato in Südamerika.— Selenzink, mit Zinnober verbunden, in Mexico,— Phosphorzink, durchs Verbin- den beider erhalten, sieht wie Zink aus, glänzend, läfst sich ein wenig strecken, riecht beim Feilen etwas phosphorartig.] Chlorzink, Chlorure de Zinc, Chloride of Z., salzsaures Zinkoxyd, Hydrochlorate,,Muriate de Zine, H. or M. of Z., Ziuk- bulter, butter of Z. Zink verbrennt im Chlorgas mit bläulichweilsem Licht; man stellt es entweder durchs Auflösen von Zink in Salzsäure und Abdampien dar, oder durch Destillation von Zinkpulver mit höch- stein Chlorquecksilber, wobei Quecksilber in Dämpien übergeht. Das auf nassem Weg erhaltne bildet ohne zu kıystallisiren eine weilse Salz- masse, welche leicht schmilzt und sich in farblosen Nadeln aufsublimi- ven lälst; das auf trocknem Weg dargestellte hat eine schmutzig- weilse Farbe. Chlorzink löst sich leicht in Wasser auf, zieht auch Wasser an, ohne zu zerllielsen, zerstört organische Gebilde mächtig, und giebt mit Leim eine Verbindung ähnlich dem Vogelleim. Man bedient sich des Chlorzinks als Reservage bei Hellblau in der kalten Küpe, besonders in Frankreich; es besteht aus 47,64 Zink und 52,36 Chlor. SaSEn 1EBA.,07. 5.4806, 24 Kohlens., schwefelsaures Zinkoxyd. [Jodzink, Jodure de Zine, Jodide of Z., hydriodsaures Zink- oxyd, Hydriodate de Z., H. of Z., durch Digestion von Jod, WVasser und Zink; eine farblose, zerflielsende Salzmasse, sublimirbar, entmischt sich leicht an der Luft,— Cyanzink, eine weilse Masse, in VWVas- ser unlöslich.] Kohlensaures Zinkoxyd, Carbonate de Zinc, C. of Z., findet sich als Zinkspath, edler Galmei, in der Natur, vergleiche vorn Seite 8, ist durch Kunst noch nicht dargestellt worden; dasselbe enthält 64,55 Zinkoxyd und 35,45 Kohlens. Halbkohlensaures Zinkoxyd—+ Zinkoxydhydrat, Souscurbo- nate de Zinc, Subcarb. of Z., Zinc-white, findet sich als Zinkblü- the, als häufiger Begleiter der Blende, am Bleiberg, in Ungarn ete.; kommt in erdigen und derben Massen von weilser Farbe vor, specif. Gewicht 3,35, wird auch durch Präcipitation eines Zinksalzes durch ein kohlens. fixes Alkali erhalten, wobei kohlens. Gas entweicht. Ein weilses, lockeres, geruch- und geschmackloses, in reinem Wasser unlösliches, in kohlens. Wasser etwas auflösliches Pulver, verliert durchs Glühen die Kohlensäure, besteht aus 72,80 Zinkoxyd, 14,91 Kohlens., 12,29 Was- ser. Man hat es als Maler- und Anstrichfarbe empfohlen, es deckt zwar weniger als Bleiweifs, wird aber nicht so leicht gelblich; es muls dann aber frei von Eisen- und Mangansalzen sein. [ Kohlens. Zinkoxyd— kohlens. Kupferoxyd findet sıch in Sibirien,] Schwefelsaures Zinkoxyd, Sulfate.de Zine, S. of Z., Zink- vitriol, weilser Vitriol, weilser Gallitzienstein, Vitriol blanc, Cou- perose blanc, white vitriol, white copperas, kommt in haarförmigen Krystallen, auch tropfsteinartig, derb, als Ueberzug und Beschlag, von strahlig-fasriger Textur vor, halbdurchsichtig, glas- und seidenglänzend, grau- und gelblichweils, als neueres Gebild in Blendelagerstätten, so im Ikammelsberg bei Goslar, in Ungarn, Frankreich, Schweden(Fahlun); ınan findet es auch im Grubenwasser gelöst. Man gewinnt Zinkvitriol im Grofsen aus der Blende(vergleiche Seite 23) durchs Rösten und Auslaugen, so namentlich aus den blen- dischen Bleierzen des Rammelsbergs; die gerösteten Erze werden noch heils in grofse Auslaugebütten, die voll Wasser sind, geschüttet, und nach dem Abklären die Lauge in eine andere Bütte geschöpft, noch- mals mit noch heifsem gerüsteten Erz zusammengebracht, darauf zum Abklären in die Schlammbütten gezapft, Die klare Lauge wird dann in bleiernen Pfannen abgedampft, in’ eine Kühlbütte zum Abklären ge- leitet, sodann in hölzerne Setzfässer, in welchen die Krystallisation lang- sam erfolgt. Nach 14 Tagen, 3 Wochen wird die Mutterlauge abge- u— Juss‘ kup ab| ls’ efill Biots? E Geli‘® ecke finde Wir® oxy ‚C dessıH# mon” ink# durei I/ auc& rel N Kl aber la dıs= gut 0 nich dern [Diet sh JOU- igen von nd, im n); iche ‚len- och und och- zum dann wo lang abge- Schwefelsaures Zinkowxyd, Eigenschaften, Gebrauch. 25 lassen, die Krystalle ausgeschlagen; man trägt diese in einen grolsen kupfernen Kessel ein, läfst sie in ihrem Krystallwasser schmelzen, schäumt ab und rührt mit einer hölzernen Krücke um, bis binnen einigen Stunden allöes Wasser verdampft ist. Hierauf wird die Masse in hölzerne Tröge gefüllt, zum Erkalten umgerührt, dann in Mulden gedrückt, wodurch Brotstücke erhalten werden. Der so gewonnene Vitriol kommt in weilsen Stücken, von körnigem Gefüge vor, wird allmälig gelblich, bekommt bräunliche Flecke(Lost- jlecke) von enthaltnem Eisenvitriol, der sich an der Luft oxydirt(man findet selbst grünliche Stückchen in dem Zinkvitriol), löst sich leicht in Wasser auf, enthält neben dem schwefels. Zinkoxyd schwefels. Eisen- oxydul(Oxyd), Kupferoxyd(Manganoxyd), Nickel-, Kobaltoxyd. Prüfung desselben: einen Gehalt an Eisensalzen zeigt eine Zerlegung mit Am- moniak, wobei braunes Eisenoxydhydrat sich niederschlägt, während Zinkoxyd sich wieder auflöst; ist Kupfer(Nickel) vorhanden, so entsteht durch Ammoniak eine blaue Flüssigkeit; blaus, Eisenkali giebt einen blauen Niederschlag, wenn Eisenoxyd vorhanden, einen violetien, wenn auch zugleich Kupferoxyd zugegen. Man hat zur Reinigung dieses un- reinen Vitriols das Behandeln der Lauge mit Zink vorgeschlagen, welches Kupfer fällt, nicht aber Eisen, desgleichen auch mit Zinkoxyd, welches aber auch unzulänglich ist.— Anwendung, Zur Firnifsbereitung, um das Oel mehr trocknend zu machen, zum Klären von Zucker, allein so gut er auch wirkt, so ist es doch aus medieinisch-polizeilichen Gründen nicht rathsam, denselben hiezu anzuwenden; zur Feuerversilberung, in der Kattundruckerei als Reservage auf Blau, in der Mediein. [ Die Zinkvitriolbereitung wird im preufs. Staat nur zu Ronau in Schle- sien in einem sehr kleinen Maafsstab betrieben, indem im Jahr 1825 24% Centner und 1828 gar nur 7% Centner, 1829 8 Centner fabricirt wurden. Man bezieht ihn bei uns von Goslar.| Reiner Zinkvitriol wird theils aus dem Zink, theils aus dem Zink- oxyd also bereitet: Man löst beide in verdünnter Schwefelsäure auf, läfst durch die saure Auflösung einen Strom von Schwefelwasserstoflgas streichen, wodurch theils Kadmium, theils Kupfer und Blei als Schwe- felmetalle niedergeschlagen werden; hierauf wird die Flüssigkeit aufge- kocht, filtrirt und mit chlorigs. Kalk(Chlorkalk) in kleinen Portionen versetzt, wodurch das schwefels. Eisen- und Manganoxydul, welches in der Flüssigkeit verblieben, zersetzt wird; es bildet sich nämlich Gyps, und Eisen- und Manganoxyd schlagen sich nieder,(die chlorige Säure tritt nämlich an das Eisen- und Manganoxydul Sauerstoff ab, wodurch diese zu Oxyden werden, und ihre Schwefels. an den Kalk abgeben). Die klare Flüssigkeit wird nun zum Krystallisiren abgedampft, die Kry- ET ge ER gen ee 26 Schwefels., phosphors., boraxs., chlors. Zinkoxyd, stalle in möglichst wenig kaltem Wasser aufgelöst, um den anhängenden Gyps zu scheiden, und wiederholt krystallisirt. Statt des chlorigs. Kalks hat man auch Chlorgas durch die Auflösung geleitet, durch welches das Eisenoxydul in Oxyd verwandelt wird; man kocht dann die so be- handelte Flüssigkeit mit frisch bereitetem Zinkoxyd, oder dampft zur Trockne ab und glüht, wodurch das Chloreisen sich entmischt und in Eisenoxyd ‚übergeht, was beim Wiederauflösen des Zinkvitriols zurück- bleibt; oder man schlägt mit Ammoniak das Eisen als Oxyd nieder. Der reine Zinkvitviol bildet mit Wasser verbunden farblose, durch- sichtige, säulenlörmige Krystalle(nach neuern Untersuchungen giebt es bei gleichem Wassergehalt 2 ganz verschiedne Krystallformen), schmeckt zusammenziehend, metallisch, ekelerregend, verwittert an warmer Lult, löst sich in 2,3 kaltem, in weniger heilsem Wasser, nicht in Alkohol auf, schmilzt in der Wärme in seinem Krystallwasser, verliert es und er- starrt beim Erkalten; bei fortgeselzter Erhitzung entweicht die Schwefel- säure allmälig vollständig. Er besteht aus 28,29 Zinkoxyd, 28,18 Schwefels. und 43,53 Wasser. Man bedient sich des schwefels. Zinkoxyds zur Dar- stellung von kohlens. und reinem Zinkoxyd in der Chemie und Medicin. [ Das schwefels. Zinkoxyd giebt mit manchen andern schwefels, Salzen krystallisirbare Doppelsalze, z. B. mit schwefels. Kalı, schwefels. Am- moniak, mit schwefels. Nickeloxyd.—%schwefels. Zinkoxy d, durch Kochen des Zinkvitriols mit Zinkoxyd, oder durch unvollkommne Niederschlagung des neutralen schwefels, Salzes mittelst Kali; weilse, zarte, glänzende Schuppen, in kaltem Wasser nicht, aber in kochendem etwas löslich. Phosphorsaures Zinkoxyd, Phosphate de Zinc, Ph. of Z., aus schwefels. Zinkoxyd durch doppelte Wahlverwandtschaft mittelst phosphors, Natron erhalten; ein weilses, in WVasser nicht, aber in Phosphor- und Salpetersäure lösliches Pulver,— saures Salz; die Auf- lösung abgedampft hinterläfst eine zerfliefsliche, gummiähnliche Sub- stanz, die vorm Löthrohr zu einem klaren Glas schmilzt. Das neutrale Salz besteht aus: 53 Zinkoxyd und 47 Phosphors.— Boraxsaures Zink oxyd, Borate de Zine, B. of Z., gleichfalls durch doppelte Wahlverwandtschaft erhalten; ein weilses, in VVasser unlösliches Pulver, schmilzt in der Hitze zu einem gelben Glas. nz Chlorsau res Zin E- oxyd, Chlorate de Zine, Chl. of Z., auf directem VVeg, aus Chlors. und kohlens. Zinkoxyd; krystallisirt mit WVasser verbunden in Oktae- dern, löst sich in Wasser schr leicht auf, giebt in der Hitze viel Sauer- stoflgas, besteht aus 34,8 Zinkoxyd und 65,2 Chlors.] Salpete rsaures Zin koxyd, Nitrate de Zine, N. of Z., durchs Ye S yo 2= Ge Auflösen von Zink oder besser Zinkoxyd in Salpetersäure; krystallisirt in farblosen, durchsichtigen, iseitigen Säulen, zerfielst leicht, schmeckt 5 N A H 7 N N S#! TER) A:® or FRERIE L., telst rin \uf- ub- trale res yelte ver, nk- Or8. ta6- uer- rchs \isirt nechl Salpeters., kiesels. Zinkoxyd.— Kadmium. 27 scharf, beifsend, kühlend, löst sich leicht in Wasser, auch in Alkohol auf, entbindet in der Hilze Sauerstoflgas, besteht aus 42,63 Zinkoxyd und 57,37 Salpeters. Man bedient sich desselben als einer sehr kräfti- gen Reservage für Hellblau, es wirkt noch besser als Zinkvitriol. Drittelkieselsaures Zinkoxyd, Silicate de Zine, S. of. Z., kommt in der Natur als Zinkglaserz, Galmei vor, vergleiche vorn Seite 5, es besteht aus 66,4 Zinkoxyd, 26,2 Kiesels., 7,4 Wasser. [Th onsaures Zinkoxyd—+ thons. Eisenoxydul, Gahnit, in grünen Oktaäödern, in Fahlun in Schweden und Nordamerika.| Funfzehntes Kapitel. Vom Kadmium, Kadmium wurde 1817 in einem unreinen schlesischen Zinkoxyd durch Zufall entdeckt, man löste dieses in Säuren auf, behandelte es mit Schwefelwasserstoffgas, und erhielt einen gelben Niederschlag— Schwefelkadmium—, den man anfänglich für Schwefelarsenik hielt, da man kein anderes Metall kannte, welches einen gelben Niederschlag mit Schwefelwasserstoffgas bildet; bald wurde jedoch die Eigenthümlichkeit des Metalls ermittelt.‘Man fand es in dem schlesischen Galmei zu eini- gen Procenten, später auch in der Blende in verschiednen Ländern. Das Zinkoxyd, welches in Oberschlesien als Nebenproduct bei der Dar- stellung des Zinks erhalten wird, enthielt bis 85 Kadmiumoxyd. Die Kenntnils des Kadmiums und seiner Verbindungen verdankt man Stro- meyer, die erste Auflindung Herrmann in Schönebeck. Man fing daher in Schlesien an, Kadmium aus dem Galmei zu ge- winnen, denn da Kadmium flüchtiger ist als Zink, so müssen auch die zuerst bei dem Prozefs sich verflüchtigenden Dämpfe Kadmium sein, welches zu Oxyd verbrennt, und einen braungelben Beschlag verursacht; [reilich ist es mit sehr vielem Zinkoxyd verbunden. Dieses wird mit x Kohlenpulver beschickt, in einem besonders dazu errichteten Treib- ofen, in thönernen Röhren von 4bis5 Fuls Länge, die am einen Ende neschickt, am andern mit 2% Fuls langen, ceylindrischen, eisernen Vor- lagen versehen werden, welche eine geneigte Lage haben und vorn mit einem lose aufgesetzten hölzernen Pfropf verschlossen sind, redueirt. Die Vorlagen werden durch auftropfendes Wasser stets kalt erhalten. Die Hitze bei der Destillation ist eine schwache Rohtglühhitze, bei welcher das reducirte Kadmium übergeht, freilich nech mit Zink und andern Verunreinigungen verbunden, und sich in Form eines grauen oO 7 WU ug I x AR N EN A EEE TTS er a RETTET rn SUN ERTE RE ES NND= | 28 Kadmium, Darstellung u. Eigenschaften, K, oxyd.| Pulvers absetzt; die Destillation ist in 12 Stunden beendet. Das graue h metallische Pulver enthält 209 Kadmium, wird noch zweimal der Destilla-|| tion unterworfen, wodurch es ziemlich vollständig, aber nicht völlig, vom& Zink befreit wird. Man schmilzt es dann in einem Tiegel, oder Kessel, ah unter einer Decke von Fett, und gielst es in Formen. Um sich zu hart überzeugen, dals das Kadmium vom Zink gehörig rein sei, braucht man A f nur eine Probe mit dem Hammer zu machen, Um ganz reines Kadınium Yi| zu erhalten, löst man das kadmiumhaltende Zinkoxyd in Schwefelsäure H" auf, schlägt durch Schwefelwasserstoffgas aus der sauren Lösung das a Kadmium nieder, löst dieses in cone, Salzsäure auf, und schlägt mit- telst kohlens. Ammoniak, im Ueberschuls zugesetzt, kohlens. Kadınium- aa oxyd nieder, während kohlens. Zinkoxyd gelöst bleibt. Dieser Niederschlag de wird dann mit Kohlenstaub vermengt in einer irdnen Retorte reducirt, und 5*] das Metall überdestillirt.|* 5 I Desiel [Im Jahr 1829 sind 27 Pfd. Kadmium auf der Lydognia- Zinkhütte in$ Oberschlesien gewonnen worden.— Hollunder in K. A. Bd, 12, S. 245.| Baus Mentzel in K. A. f. M. G. etc. Bd. 1. S. 420.]| bes Das Kadmium besitzt eine zinnweilse Farbe, ist glänzend, von dich- Berli tem Gefüge, fasrigem Bruch, weich, dehnbar, geschmeidig, lälst sich leicht welt feilen, specif. Gewicht 8,604, des gehämmerten 8,694 Stromeyer(8,659| unler des gegolsnen Herapath); es hat mehr Zähigkeit als Zink, kann leicht| Furl zu Draht gezogen und in Blech gewalzt werden. Es schmilzt vor der ve, Rothglühhitze, etwas über 360°, bildet unter Aufkochen Dämpfe und nit Ki läfst sich destilliren, krystallisirt leicht in Oktaödern, zeigt auf der Ober- Kalt fläche farrnkrautartige Zeichnungen. Es wird an der Luft nicht blind,| fe, oxydirt sich erst beim Erhitzen, verbrennt zu einem braunen Oxyd, löst oder sich unter Entbinden von WVasserstoffgas in stärkern Säuren auf, jedoch| jenes ohne Beihülfe von Wärme nur langsam; es findet keine Anwendung in| nicht den Gewerben.|[Pho [Kadmiumoxyd, Oxide de Cadmium, Oxide of C., wird theils durchs| dire Verbrennen des Kadmiums erhalten, theils durchs Glühen von kohlens,| Mas oder salpeters. Kadmiumoxyd. Es besitzt, je nachdem es mehr oder| stoff minder stark geglüht, aus dem einen oder andern dargestellt wurde;| habe theils eine braungelbe, dunkelbraune, theils selbst schwärzliche Farbe,| 0 specif. Gewicht 8,183, Herapath bei 16°; es schmilzt nicht, ist feuer-| sau beständig, in Wasser unlöslich, leicht mittelst Kohle reducirbar, besteht f aus 87,45 Kadmium und 12,55 Sauerstoff, bildet mit Wasser ein wei- N [ses Hydrat, mit Säuren Salze, welche meist farblos, krystallisirbar sind, Io widrig metallisch schmecken, Erbrechen erregen, durch Schwefelwasser- Al stoffgas gelb, durch ätzende und kohlens, Alkalien weils, desgleichen auch— durch Cyaneisenkalium niedergeschlagen werden. Zink schlägt Kadmium nee A NEE a nn ie Be m Srane tilla- vom ssel, Y zu man num saure , das mit- lum- 'hlag und e in 2, dich- eicht ,659 sicht der und )ber- lind, ‚ löst doch 1 in urchs ılens, oder urde, arbe, guer- steht wei- sind, assel- \ auch dmium Schwefel-, Phosphor-, Chlorkadmium. 29 aus’ seinen Auflösungen metallisch nieder. Kadmiumoxyd löst sich nicht in Actzkali, Natron, aber in Aetzammoniak auf.] Schwefelkadmium, Sulfure de Cadmium, Sulphide of C., kommt in der Blende nicht selten, besonders in der strahligen von Przibram in Böhmen, Ungarn, Freiberg ete. vor. Man kann es sowohl auf trocknem, als nassem Weg erhalten; erstens durchs Erhitzen eines Gemengs.von Kadmiumoxyd und Schwefel, oder Kadmium und Schwe- fel, was jedoch schwieriger bewerkstelligt wird; zweitens mittelst Schwe- felwasserstoffgas, wie bereits vorn angegeben worden ist, Es besitzt eine schön gelbe Farbe, etwas heller, weniger ins Orange stechend, als das Schwefelarsenik, jedoch kann das auf trocknem Weg dargestellte auch orange gefertigt werden; es ist nicht flüchtig, schmilzt in der Weifsglühhitze, krystallisirt beim Erkalten in gelben, halbdurch- sichtigen Blättehen, löst sich in concentrirter Salzsäure leicht auf. Es besteht aus 78 Kadmium und 22 Schwefel. Stromeyer empfahl es als Malerfarbe theils für sich allein, theils mit Blau gemischt zu Grün. Ein italienischer Künstler Demin probte es al fresco und in Oel und fand es ganz vorzüglich brauchbar; nach hier in Berlin angestellten Proben*) fand man schlesisches Schwefelkadmium, welches in Tarnowitz und auf der Königshütte gefertigt worden war, unter allen Umständen mit Sicherheit anwendbar, dem Chromgelb im Feuer des Tons nicht nachstehend; es stand unverändert mit Kremser- weils, Neapelgelb, Ocker, Zinnober, Krapplack, Kobaltblau, nur nicht mit Kupferpräparaten.— Man hat auch das Schwefelkadmium in der Kattundruckerei, in der Seidenfärberei versucht, indem man schwe- fels. Kadmiumoxyd aufdruckte, und durch Schwefelwasserstoffwasser oder hydrothions. Schwefelkalium zersetzte; aber bei dem hohen Preis jenes Salzes ist eine Anwendung in der Kattundruckerei und Färberei nicht wohl möglich, unbeschadet der Schönheit der Farbe. [Phosphorkadmium, Phosphure de Cadmium, Ph, of. C., durch directe Verbindung; eine graue, spröde, wenig glänzende, strengflüssige Masse, löst sich in Salzsäure unter Entbindung von Phosphorwasser- stoffgas auf.—(Jod- und Bromkadmium will man auch gefunden haben, ersteres im oberschlesischen Galmei, letzteres im polnischen.(®)) Chlorkadmium, Chlorure de Cadmium, Chloride of C., salz- saures Kadmiumoxyd, Hydrochlorate, Muriate de C,, H. or M. of C., durch Auflösung des Metalls in Salzsäure, unter Entbinden von Wasserstoffgas, des Oxyds; krystallisirt mit WVasser verbunden in farb- losen, durchsichtigen, vierseitigen Säulen, verwittert an der Luft, löst sich im WVasser leicht auf, schmilzt in der Hitze und gesteht ru einer ) Vud..6, 1829,,5, 127; 30 Kadmiumsake.— Eisen. perlmutterglänzenden, blättrigen Masse, wird in höhern Hitzgraden ver- flüchtigt; besteht aus 61,1 Kadmium und 38,9 Chlor. Kohlensaures Kadmiumoxyd, Carbonate de Cadmium, C. of C., durch Niederschlagung des schwefels. Kadmiums mittelst kohlens. Kalı erhalten; ein weilses, in Wasser unlösliches Pulver, besteht aus 74,32 Kadm. und 25,68 Koblens.— Schwefelsaures Kadmium- oxyd, Sulfate de C., S, of C., krystallisirt mit WVasser verbunden in farblosen, durchsichtigen, vierseitigen Säulen, löst sich leicht in Was- ser auf, verliert bei mälsiger WVärme sein Krystallwasser, bei höherer Erhitzung einen Theil der Säure und wird basisch, welches Salz dann schwerer in Wasser löslich wird. Das neutrale besteht aus 45,60 Kadm., 28,65 Schwefels., 25,75 W., und dient zur Darstellung der mehrsten Präparate des Kadmiums.— Ph osphorsaures Kad miumoxy d, Phosphate de C., Ph. of C., ein weilses, in WVasser unlösliches Pulver, schmilzt unter der VWVeifsglühhitze zu einem durchsichtigen Glas, besteht aus 64,1 Kadm,. und 35,9 Phosphors.— BoraxsauresKadmiumox ydı verhält sich dem vorigen sehr ähnlich.— S alpetersaures Kadmium- oxyd, Nirate de C.,.N. of:C., krystallisirt mit WVasser verbunden in farblosen, durchsichtigen, säulenförmigen Krystallen, strahlig, wird feucht an der Luft, zerfliefst, löst sich in Wasser sehr leicht auf und besteht aus; 41,42 Kadm,, 35,20 Salpeters., 23,38 Wasser.] Sechszehntes Kapitel. Vom Eisen. Kein Metall hat eine solche Wichtigkeit für die Menschheit, als das Eisen, keins ist für die Civilisation so unentbehrlich, als dieses; nicht Gold, nicht Silber bezeichnen die Höhe der Kultur, der geistigen und physischen Kraft der Völker, aber wohl die Vollendung in der Bearbei- tung des Eisens. Man vergleiche nur Amerika und den Ural mit E ng- land. Was wäre dieses ohne Eisen, und ohne Steinkohlen?! Das Eisen, sein Ausbringen und Verarbeitu ng wurde den Alten später bekannt, als die Be arbeitung der edlen Metalle, des Kupfers und des Bleies, theils weil die Eisenerze durch ihr wenig ausgezeichnetes Aeulsere, im Vergleich mit den eben genannten, der Aufmerksamkeit der Alten entgingen, theils ihre Strengflüssigkeit, bei den höchst unyollkomm- nen Schmelzeinrichtungen, ein grolses Hindernils abgab; aber dennoch ist schon in den ältesten Zeiten eine Kenntnils des Eisens und Be nutzung desselben nachzuweisen. Unstreilig stammt die erste Kunde von die- sem nutzbaren Metall aus Asien; 2000 Jahre vor Christus haben die Aegypier es gekannt, und zur Zeit Mosis, 1550 vor Chr., waren Aegy- sie eg lich;} nen be Berg: Harz. ten e I fsen R Steyer | rinzen I |’ eben man k: waren erst A der ers Die h IHN rot TIENLIZSH | Stahlbe le brikatio erst rer || gemacht t ||[Karte | 4Bih | zum( | | thun Karst: Die th im hlens, t aus hum- ınden WVas- herer dann adm,, rsten xyd, ulver, steht \ydh UM- nden wird f und s das nicht und rbei- F or, m2- Alle Alten und jeles der Inm- noch zung } die- n die Aesy Geschichte der Ausbringung des EKisens. al pter und Hebräer im Besitz von Erfahrungen Eisen und Stahl zu bear- beiten. Zur Zeit des trojanischen Kriegs, 1200 v. Chr., waren küpferne Waffen ganz gewöhnlich, eiserne sehr selten. Ueber das Schmelzverfahren der Alten ist sehr wenig bekannt: dafs sie eigne Oefen, auch Blasebälge anwendeten, scheint sehr wahrschein- lich; im$ten Jahrh. n. Chr. wird des Eisenbergbaus in Steyermark als neu belegt gedacht, im 9ten Jahrh, verbreitete sich dieser Zweig des Bergbaues nach Böhmen, wahrscheinlich auch nach. Sachsen und dem Harz. Man kannte nur die Behandlung der Erze in Rennherden. Im 12ten Jahrhundert erwarben sich die niederländischen Eisenarbeiter gro- fsen Ruhm. Die Stücköfen mögen vielleicht schon im 13ten Jahrh. in Steyermark üblich gewesen sein, die Erhöhung derselben ist aber ohne Zweifel eine niederländische Erfindung, da man die ersten Spuren der Blauöfen im Elsals und den längs des Rheins belegnen deutschen Pro- vinzen findet. Wo und wann zuerst Hohöfen in Anwendung kamen, ist ebenfalls unbekannt; 1547 wurden in England eiserne Kanonen gegossen, man kann deshalb wohl nicht bezweifeln, dafs damals Hohöfen im Gang waren. Nach Sachsen, Brandenburg, dem Harz scheinen diese Oefen erst Anfang des 17ten Jahrh. gekommen zu sein, in Schlesien scheint der erste Hohofen 1721 errichtet worden zu sein. Die Anwendung der Coaks beim Hohofenbetrieb setzt man wohl am richligsten ums Jahr 1720, nach Schlesien wurde diese wichtige Ent- deekung 1795 verpflanzt; die ersten Versuche Roheisen mit Steinkohlen in Flammöfen zu verfrischen wurden 1784 in England gemacht. Die Stahlbereitung betreffend, so kannten schon die Alten den sogenannten wilden Stahl, und bedienten sich später der Methode der Rohstahlfa- brikation in Feuern; die Entdeckung der Cementstahlfabrikation scheint erst gegen Ende des 17ten Jahrh. in den Niederlanden oder Frankreich gemacht worden zu sein, [ Karsten, Handbuch der Eisenhüttenkunde, zweite Auflage, Berl, 1827— 28, 4 Bände. Dieses klassische WVerk ist bei Ausarbeitung dieses Kapitels zum Grunde gelegt worden, da der Verfasser nichts Zweckmäfsigeres thun zu können glaubte.— Rinman, Geschichte des Eisens, von Karsten, Liegnitz 1814— 15. 2 Bände.] Die wichtigsten Eisenerze, aus denen Eisen durch den Schmelzpro- cels im Grofsen gewonnen werden kann, und sonstige wichtige Verbin- dungen des Eisens, welche im Mineralreich vorkommen, sind folgende: [l. Gediegen Fisen, Fer natif, native iron, und zwar a) meteo- risches und b) fossiles(tellurisches): In Betreff des meteorischen Eisens, so ist dessen Abkunft noch nicht klar; man weils, dafs es gleich wie die Meteorsteine durth die Luft herabgekommen ist. Man hat in BENRZe EN - A um un un Lan nn mn une 2 10m ger mes ng Gere see GE TEE Teer= RR»© Tr— 32 Gediegen Eisen, Magneteisenstein. den mehrsten Meteoreisenmassen Nickel von 1,5 bis an 109. auch Ko- 9 balt, Mangan, Chrom gefunden, hin und wieder anch Kohlenstoff, ein-| ent gemengtes Schwefeleisen, olivinartige Körper. Es sind krystallinische Mas-|' sen, die Oberfläche ist scheinbar gellossen, mit Höhlungen, zellig, ästig, Dis inwendig porös, Bruch hakig, auch fein- und kleinkörnig, wenig und| hide metallisch glänzend, lichtstahlgrau, ins Silber- und Zinnweilse. Es| zeichnet sich durch einen hohen Grad von WVeichheit aus, und durch ci die damastartigen Zeichnungen, wenn man es anbeitzt, v. Widmann-| bi 8; städtsche Figuren. Siehe Chladni, über;Feuermeteore, und über die| In neue mit denselben herabgefallnen Massen, WVien 1819, Seite 313,— v. Schrei-| stein,] bers, Beiträge zur Geschichte und Kenntnils meteorischer Stein- und| zu Sor Metallmassen, Wien 1820. Folio. in Sic b) tellurisches Eisen. Als solches werden angeführt die dem Platin- Slerern erz beigemengten Körnchen gediegnen Eisens, ferner ein Stück, zu Grols-| Schi Kammsdorf ım sächs. Erzgebirge gefunden, welches nach Klaproth 6 Bleı Ne und 1,55 Kupfer enthielt. Die Existenz des gediegnen Eisens ist noch Knien nicht gehörig aufgeklärt. E3 Vom Arsenikeisen, dem weichen Giftkies, und dem Mifs pickel,| Glnke harten Giftkies, Arsenikeisen— Schwefeleiseng%siehenbeim Arsenik.] bla ee, Sal Alter II., Eisenoxyde. Das Eisen kommt in der Natur am häufigsten| nieen im oxydirten Zustand vor, theils in Oxyderzen, theils mit verschied-| nen Al nen Säuren verbunden in Eisensalzen.| sind sie 1) Eisenoxydul- Oxyd, Magneteisenstein(Magnetstein), Fer| Ich, oxidule, Aimant, magnetic Ironstone, m. iron-ore, kommt theils krystalli- gansseel sirt, und zwar in regelmälsigen Oktaödern, Rhomben-Dodekaödern vor,| ihn$ äuch in krystallinischen Massen, derb, selbst erdig(Eisenmulm). Der Fin Re} Magneteisenstein zeigt einen kleinkörnigen Bruch, der krystallisirte einen| bei Sul starken Metallglanz, der dichte ist nur wenig glänzend, eisenschwarz| teil z ins Graue, ‚Bräunliche, specif. Gewicht 4,24 bis, 5,28, attractorisch und| detend retractorisch, giebt ein grauschwarzes Pulver. Man findet denselben auf| Bei meistens sehr mächtigen Lagern in ältern Gebirgsarten, weniger häufig‘1 der Blnt auf Gängen und Lagern im Uebergangsgebirge, mit Quarz, Hornblende, gebranel Asbest, Chlorit, Schwer-, Flufs- und Kalkspath, Apatit, Schwefeleisen, Roi nicht selten mit etwas Titaneisen gemengt,. sehr allgemein verbreitet, ocker mi namentlich in der nördlichen Hälfte von Europa und Asien, in Schwe- the, g den, zu Dannemora, Taberg, Thorsäcker, in Norwegen, Lappland, am IF Rüthel, Ural, aber auch im Königreich Sardinien, Piemont, auf Korsika, in Ty- IE rol, Salzburg, Steyermark, Ungarn; im preufs. Staat findet sich wenig, h Nu im Hennebergschen bei Schmiedefeld; Regbzk. Erfurt, in Schlesien bei| Ak in Schmiedeberg, Regbzk. Liegnitz. Das Magneteisenerz giebt vorireffliches Gil), Eisen, erfordert aber wegen des Schwefeleisens und Apatits‘eine um- berg, sichtige Behandlung. Es enthält 65 bis 685 Eisen. nierfön 2) Ei- 13 nn= Veran ina ich Ko. off, ein- he Mas- , ästig, ig und se. Es d durch dmann- über die Schrei- in» und Platin- ı Grols- 6 Blei t noch ickel, ik.] ufigsien ‚schied- n), Fer ystalli- em vor, ). Der e einen ‚chwarz, ch und en auf häufig hlende, eleisen, hreitet, schwe- d, am in Ty- wenig, jen bei ‚ffliches ine UN „Bi "Eisenglanz, Rotheisenstein, Brauneisenstein. 33 2) Eisenoxyd kommt in zweierlei Farben vor, schwarz und roth, enthält‘etwa 653 Eisen. a) Eisenglanz, Fer olieiste, Iron-glance, in Rhombo2dern, zu Drusen verbunden, derb, schuppig(Eisenglimmer), strahlig, Bruch bei dem ersten klein- und unvollkommen muschlig, von blättriger Tex- tur, starkem Metallglanz, eisenschwarz,, stahlgrau, specif. Gewicht 4,93 bis 5,24; findet sich im Urgebirge, auch im Uebergangsgebirge, seltner in neuern Felsarten, auf mächtigen Lagern und Gängen, mit Quarz, Horn- stein, Eisenkiesel, Feldspath, Schwerspath. Im preuls, Staat am Harz zu Sorge, in Schlesien zu Jauernick, im Siegenschen zu Schmiedeberg; in Sachsen, am Harz(zu Zorge, llefeld), in Böhmen, besonders in Steyermark; in Salzburg, Frankreich, auf Elba, in Sardinien, Norwegen, Schweden, England, Sibirien, b) Rotheisenstein, Fer oxide rouge, red Iron= ore, kommt in nier- förmigen, traubigen Massen, von concentrisch-fasriger Textur(rother Glaskopf, Blutstein, Aematite), schuppig, meist zerreiblich und stark abfärbend,, Ra Eisenschaum—, auch derb, in Alterkrysfällen, vor em Bruch, ins Muschlige Grob- und Kleinkör- nige verlaüfend, auch ockrig vor— Rotheisenocker, Diese verschied- nen Abarten haben theils geringen Glanz, und zwar Metallglanz, theils sind sie höchstens schimmernd, die Farbe zwischen Stahlgrau und Bräun- lichroth, Blutroth; sie kommen auf Gängen im Ur-, häufiger im Ueber- gangsgebirge vor, mit den unter a. angegebnen Begleitern; im preufsi- schen Staat theils im Regbzk. Arnsberg, bei Siegen an mehren Orten, im Regbzk. Coblenz, bei Hamm; im Regbzk. Erfurt, im Hennebergschen, bei Suhl, Schmiedefeldl, am Harz zu Sorge, ferner Hannöverschen An- theils zu Zorge, Wiede am Oberharz, im sächsischen Erzgebirge in be- deutender Menge, in Hessen, in England. Beide Eisenerze geben ein vortreffliches Eisen; aufserdem wird auch der Blutstein zum Poliren von Silber- und Goldgeräthen, von Stahl ete, gebraucht, Rother Thoneisenstein, ein inniges Gemeng von Rotheisen- ocker mit thonigen Fossilien, kohlens. Kalk: derb. bräunlich, ins Blut- rothe, glanzlos, bildet Lager im Flözgebirge, so z. B. am Oberharz, (Röthel, siehe vorn I. Seite 483.) 3) Eisenoxydhydrat, Fer oxide Aydrate, hydratie oxide of iron. a) Brauneisenstein, Fer oxide brun, brown iron-ore, kommt theils in krystallinischen Blättehen, vielarig geuppirt vor(Pyrosiderit, Göthit), von röthlich- brauner Farbe, starkglänzend, so im Reshzk. Arns- berg, im Siegenschen bei Eiserfeld, Burbach, Seelbach: iheils kuglig nierförmig, traubig, von sehuppig- fasriger Textur, nelkenbraun(Lepido- 1.2 3 ER, EAN ı Ann en CL 7 Nur LS N GE EEE EEE EEE 0 RER” N 34 Braun-, Gelbeisenstein, Braunerze, Thoneisenstein. krokit, brauner Glaskopf), theils derb, in Afterkrystallen, von musch- ligem Bruch, auch kleinkörnig;‘endlich auch als Brauneisenocker. Das specif. Gewicht der dichtern Varietäten ist durchschnittlich 4,0. Man findet Brauneisenstein auf Gängen im ältern Gebirge, häufiger auf liegenden Stöcken der Flözgebirge, im Kalkstein, begleitet von Quarz, Kalk- und Schwerspath, sehr allgemein verbreitet. Im preufs. Staat im Sie- genschen, Regbzk. Arnsberg, bei Eisern, Eiserfeld, Gosenbach; im Regbzk. Coblenz, bei Hamm, Horrhausen, Bendorf; im Regbzk. Cöln zu Ober- kaltenbach, Forst, Elzenroth, Schmellenbach; im Regbzk. Erfurt im Hen- nebergschen, bei Kammsdorf im Ziegenrücker Kreis, zu Sorge am Harz; am Oberharz bei Klausthal, Grund, in Hessen, im sächs, Erzgebirge, auf dem thüringer Wald, in Steyermark, Kärnthen, England etc, Brauner Thoneisenstein, ein inniges Gemeng von Braunei- senstein mit thonigen Massen, flachmuschlig im Bruch, derb, auch kug- lig, nierförmig, auch in krummschaligen Absonderungen, findet sich in Oberschlesien bei Tarnowitz, im Regbzk. Trier zu Lebach, Otzenhausen, Braunshausel, Castel u. a. a. O. Schwarzeisenstein ist ein mit vielem Manganoxyd verbundner Brauneisenstein, er findet sich unter andern bei Horrhausen, Regbzk. Coblenz.— Die sogenannten Braunerze, mines douces, sind Braun- eisensteine, welche aus Zersetzung von Spatheisenstein hervorgegangen sind, woher sich ihr Gehalt an Manganoxyd, Kalk, Magnesia schreibt, oft enthalten sie auch noch etwas Kohlensäure Sie finden sich im Siegenschen, zu Bendorf im Regbzk. Coblenz, bei Tarnowitz, Beuthen in Oberschlesien, woselbst sie den gröfsten Theil der Eisensteinförderung ausmachen; in der Dauphine, Pyrenäen.(Umbra, türkische(nicht kölnische), ist eine Art Brauneisenocker, kommt derb vor, muschlig im Bruch, stark an die Zunge hängend; auf Cypern.) b) Gelbeisenstein, fasrig, derb, ockrig, gelber Ocker, zeichnet sich durch eine ockergelbe Farbe aus, kommt mit Roth- und Brauneisenstein zusammen vor, bricht auf Lagern und Nestern im Flöz- gebirge, am Harz bei Goslar, Elbingerode, im Nassauschen, den Nieder- landen zwischen Huy und Namur.— Gelber Thoneisenstein, ein mehr oder minder inniges Gemeng von gelbem Eisenocker, Thon, oft auch Sand; kuglich(Adlerstein, Klapperstein), in Körnern und stumpf- eckigen Stücken, Bohnenerz, Mine de fer en graines, ockergelb, ins Gelblichbraune und Graue. Man findet diesen Thoneisenstein in Flözen und mächtigen Lagern zwischen Sandstein und Muschelkalk, so beson- ders in Baiern, Würtemberg, Böhmen, Frankreich etc. c) Raseneisenstein, Sumpf-, Morast-, WViesenerz, Fer oride brun limoneur, Fer hydrate limon., Mine de marais, bog iron-ore, | | | | | | | sit den Jih: finde gesch jüngst senoX) Sand, reducl gefrise ywisel res St h PB: Frankt walde: dort& If 0) stein, 3 iron- 00 von bla kl, he, ste isabell, wicht Ibis 4 Gängen anf lien; alkene; sebung, tüglich schen 1 bei Har nterha, Iesen} “ | sen, In. gen tr * Ste We musch- ser auf ‚Kalk- n Sie- tegbzk, Ober- m Hen- 1 Harz; ge, auf raunel- h kug- ich in JAuSen, undner teghak, Braun- sangen hreibt, ch im euthen ‚derung (nicht hlis im cker, 1- und ı Flöz- Nieder- n, ein D, oft tumpf- b, ins Flözen beson- ori on- 0r6ı Raseneisenstein, Spatheisenstein. 35 swamp-ore, derb, löchrig, auch erdig, mehr oder weniger fest verbun- dene Theile, Bruch muschlig, ins Ebne, Wachsglanz, auch matt, bräun- lich-gelb, bräunlich- schwarz, ockergelb, specif. Gewicht 2,6 ungefähr, findet sich mit gelbem Thoneisenstein auf Lagern im Flözgebirge, im auf. geschwemmten Land, im Thon, Sand, mit Blaueisenerde, Erzeugnissen der jüngsten Zeit; er besteht aus Eisenoxydhydrat, kiesels., phosphors. Ei. senoxydul, Manganoxyd, Humussäure(beigemengt kohlens. Kalk, Magnesia, Sand, Chromeisen). Diese Erze sind leichtflüssig und lassen sich leicht redueiren, das Roheisen enthält aber Phorphoreisen, daher das daraus gefrischte Eisen kaltbrüchig wird; da aber der Phosphorsäuregehalt zwischen 0,12 und 6,63 variirt, so folgt daraus, dafs auch ein brauchba- res Stabeisen aus WViesenerzen dätgastäit werden kann. Im preufsischen Staat finden sich an vielen Punkten solche Erze, z. B. im Regbzk. Breslau, Oppeln(hier werden sie nicht verhüttet), Frankfurth, Potsdam(Luckenwalde, Zinna), Stettin(Stargard, Freien- walde, Massow), Königsberg(Friedrichshof bei Ortelsburg), und werden dort auf Roheisen verhüttet, welches zum Guls bestimmt ist. 4) Eisensalze. a) Kohlensaures Eisenoxydul, Spatheisenstein, Stahl- stein, Weilserz, Fer carbonate, mine de fer blanche, mine d’acier, sparry iron-ore, kommt theils in Rhomboedern vor, hauptsächlich aber derb, von blättriger Textur, splittrigem Bruch, auch von fasriger Textur, dann kuglig, nierförmig(Sphärosiderit), durchscheinend bis undurchsich- tig, stark und wenig glänzend, von Perlmutterglanz, weils, graugelb» isabellgelb, wird an der Luft nach und nach roth und braun, specif. Ge- wicht 3,7 bis 9; die Spatheisensteine enthalten stets kohlens. Mankatif dul 1 bis 122, kohlens. Kalk, Magnesia. Man findet dieselben auf eignen Gängen En Lagern im Ur- und Uebergangsgebirge, den Sphärosiderit auf liegenden Stöcken im Flözkalk, mit Bräuinkisenktein Rüpfer“, Eisenkies allgemein verbreitet. Im preuls. Staat in Oberschlesien, Regbzk. Mer- seburg am Harz zu Dankerode, Stollberg, Regbzk. Erfurt, zu Sorge, vor- züglich aber im Regbzk. Amsberg, im Stahlberg bei Müsen, im Siegen- schen zu Eiserfeld, Oberschelden, Truppach, Öbeisloif: Regbzk. Coblenz bei Hamm, Neuwied, Bendorf, Rheinbreitenbach(Sphärosiderit); am Unterharz(Bernburgischer Hoheit), am Oberharz, Iberg, Klausthal, in Kur- hessen, Nassau, Steyermark, Kärnthen, zu Eisenerz und Erzberg, Baiern. j Spatheisenstein ist leicht redueirbar und giebt ein weilses Rohei- sen, besonders derjenige, welcher viel Nanganoxydul enthält, woge- gen die viel Erden enthaltenden leichter ein graues Roheisen liefern. Ste werden durchs Rösten braunroth eben so allmälig durch die Luft. 3* u ‚Sphärosiderit, Blaueisenerz, Grüneisenstein. Manehe Sphärosiderite mögen Zinkoxyd enthalten, welches sich durch den Ofenbruch beim Verschmelzen zu erkennen giebt. Thoniger Sphärosiderit, clay iron-ore, fer carbonate lithoide, f. e. des houillöres, ein inniges Gemeng von Spatheisenstein mit Lhonigen Fos- silien, kiesels. Thonerde; rundliche Massen, grau, braun, feinschuppig und erdig im Bruch, theils von Pexlmutterglanz, theils matt; findet sich auf Gelbeisensteinflözen, auch eigne Flözlagen bildend, in der ältern Steinkohlen- und Greensand-Formation, im Thon des Schuttlands; in Oberschlesien an vielen Stellen*); zu Lindberg im Dürner Revier, Regbzk. Aachen; in den Thonlagern der Braunkohlenformation im Regbzk. Trier, bei Lebach und Umgegend; in Frankreich, den Niederlanden, Seraing bei Lüttich, und ganz vorzüglich in England. Fast die ganze Eisenpro- duction Englands wird aus dieser Gattung_von Eisenerz erzeugt, welches sich dort in dem weit verbreiteten Steinkohlengebirge befindet; die grolse Menge des Erzes, die leichte Gewinnung desselben, und das gün- stige Vorkommen in der Nähe von Steinkohlen, haben die Gröfse der Eisenproduction und die geringen Preise in England möglich gemacht, Man unterscheidet in Staffordshire das in Knollen vorkommende schwärz- lich- graue Erz, gubbin, und dafs in Lagen anstehende blafsgraue, bläulich- graue, blue-flat. d)Phosphorsaures Eisenoxydul-Oxyd, Fer phosphatc, Blauei- senstein, blue iron-ore, kommt theils in Krystallen vor, deren Grund- form eine schiefe rechtwinklige Säule(Vivianit), dürchscheinend,, stark- glänzend, Perlmutterglanz, indigblau, ins Blaugrüne, Schwarze, specif. Ge- wicht 2,6 bis 3,0; auch derb mit fasriger Textur, auch und zwar am häufigsten erdig, blaue Eisenerde, natürliches Berlinerblau. Das krystallisirte in Baiern, Frankreich, England, Grönland; das erdige, ein Product der jüngsten Zeit, im Lehm, Torf, Raseneisenstein,"Thon des aufgeschwemmten Landes; letzteres findet sich im preufs. Staat im Regbzk. Merseburg zu Eckartsberge, Regbzk. Potsdam bei Peiz, Span- dow; im Lippeschen, Frankreich ete. Es verdirbt durch den Gehalt an Phesphor das Roheisen, und muls' so viel als möglich durch mecha- nische Aufbereitung der Erze ausgehalten werden. [Hierher gehört auch der Grüneisenstein, Grüneisenerde, erster kug- lig, nierförmig, derb, fettglänzend, auch nur schimmernd, berggrün, ins Schwärzlich-grüne, mit Brauneisenstein, im Saynschen; letztere auf Gängen im ältern Gebirge, im sächs. Erzgebirge, in Baiern.— Huraulit, Hetepozit gehören auch hierher, c) Schwefelsaures Eisenoxyd, auch Oxydul-Oxyd, Fer sul- *) A. d, M. Tom. 11. pag. 65, gels? aber hütten meist | zen d | Verm | imRı | die TI | Roheis |[Hier | gl | seDerz, Im le | Jaspis | Erfirt | natokı und| aber e $ schm] Addes I ai erzE, | writz \des durch 'hoide, n Fos- ınppig 't sich ältern ds; in tegbzk, Trier, Jeraing enpro- ‚elches 5; die 5 gün- se. der macht, 'NWwälz- äulich- lauei- ‚rund- stark- il. Ge- var am . Das ge, ein on des at im Span- halt an mecha- T kug- 1D4 Ins re auf uraulit, er sul- Schwefels., kiesels., Utansaures Eisenerz. 37 Jate, findet sich hie und da, wo Eisenkies bricht und durch Einfluls von Luft und Wasser sich langsam oxydirt,(das Nähere siehe unten), So im Rammelsberg bei Goslar, Tyrol, Ungarn, sächs, Erzgebirge, Schwe- den(Fahlun) etc.] d) Kieselsaures Eisen, Fer silicate, silicious iron-ore,«) Kie- selsaures Eisenoxydul; hierher gehören nicht wenige Fossilien, aber die mehrsten enthalten zugleich viel kiesels. Erden, so dafs die hüttenmännische Benutzung nicht vortheilhaft sein würde; sie begleiten meist den Magneteisenstein und werden so mitverschmolzen, sie die- nen dann als Flufsmittel, und tragen durch ihren eignen Eisengehalt zur Vermehrung der Eisenausbringung etwas bei. Dafs kiesels. Eisenoxydul im Raseneisenstein sich befindet, ist vorn schon angegeben worden, auch die Thoneisensteine, der thonige Sphärosiderit enthalten kiesels, Eisen- oxydul. Dieses Eisensalz ist meist sehr leichtflüssig und geneigt weilses Roheisen zu bilden. [Hierher gehören: der Hisingerit von Riddarhyttan und Gillinge in Schwe- den; Sideroschisolith, aus Brasilien; Chamoisit, aus Frankreich; blauer Eisenstein vom Cap; grüne Erde(vergleiche I. Seite 484); Basalt(vergleiche J, Seita®71) enthält viel kiesels. Eisenoxydul und wird nicht selten als Zuschlag beim Eisenschmelzen angewendet.] ß) Kieselsaures Eisenoxyd kommt auch vor, so in einem Ei- senerz, welches zu Kupferrath bei Düren, Regbzk. Aachen, bricht und zur Lendersdorfer Hütte verschmolzen wird. Hierher gehören auch der Jaspis, Cronstedtit, Granaten. Bei Suhl im Hennebergschen, Regbzk. Erfurt, bricht sogenannter Granateisenstein in regelmälsigen Gra- nato@dern, braunroth von Farbe, welcher aus kiesels. Eisenoxyd, Kalk- und Manganoxyd besteht; er ist zwar arm an Eisenoxyd(26,95), giebt aber ein sehr gutes Eisen, Simmtliche Kieseleisensteine können für sich allein nicht gut ver- schmolzen werden, sie geben aber mit Kalkstein beschickt ihr Eisen aus. e) Titansaures Eisenoxydul, Oxyd, und Oxydul-Oxyd, Titaneisen, Iserin, Menakan,— das speciellere unter Titan— hat im Allgemeinen vieles mit dem Magneteisenstein gemein, kommt fast steis in kleinen, abgerundeten, erauschwarzen Körnern vor, wird vom Magnet theils angezogen, theils nicht, findet sich in einigen Gegenden sehr häufig als Begleiter der Eisenerze; im Riesengebirge auf der Iserwiese, Regbzk. Liegnitz, woher der Name Iserin, begleitet auch oberschlesische Eisen- erze, weshalb man Titan in den Eisensauen des Hohofens zu Glei- witz findet, wovon schöne Exemplare in der metallurgischen Sammlung des Königl. Gewerbinstituts sich befinden, deszleichen nicht selten die S EEE EEE EEE EEE EEE TEEN En ET 38 Chromeisenstein.— Aufbereit., Röst., Poch. der Eisenerze. Eisenerze im Saarbrückenschen, Regbzk. Trier. Findet sich auch in’ an England, Nordamerika,| En [f) Arseniksaures Eisenoxydul- Oxyd, siehe unter Arseniksäure; ni arsenik-schwefels. Eisenoxyd, desgleichen. g) Wolframsaures Ei-| wert senoxydul, VWVolfram, siehe unter VVolfram.] dich Nu fi Ah) Chromoxydul+ Eisenoxydul, gemengt. mit Chromoxy-| bearbe dul+ Eisenoxyd, Chromeisenstein, Fer chromate, siehe unter steinat Chrom; findet sich bei Baumgarten, bei Frankenstein, Regbzk. Breslau; den di in Steyermark zu Krieglach, in Frankreich zu Bastide unfern Gassin im| tungsp Deptmt. du Var, bei Nantes, in England auf den Hebriden, im Uralgebirge, yerml in Nordamerika, Baltimore, Philadelphia, auf der Insel Vaches bei Hayti,| schme Das Chromeisen ist in sehr geringer Menge den Eisenerzen der jüngern For-| Eisene mation beigemengt, den thonigen Sphärosideriten, Thoneisensteinen, weshalb| Rul-, man nicht selten einen Chromgehalt in dem aus jenen erblasnen Roheisen| andere, findet; selbst unter dem Wiesenerz hat man es in Schlesien, in der Graf-| Aber schaft Glaz, in der Nähe der Chromeisenlagerstätte gefunden, ebenso in| mich Frankreich, hi; Die Verbindungen des Eisens mit Schwefel, die verschiednen Kiese,|9)D: können nicht auf Eisen verhüttet werden, indem die völlige Tren- wisse nung des Schwefels vom Eisen, wenn auch nicht unmöglich, doch im wird d Grolsen äulserst schwierig und kostenverursachend sein würde; eine Spur der Ab von zurückgebliebnem Schwefel würde das Eisen unfehlbar rothbrüchig| ds Ver machen, daher denn auch die Kiese nicht als Eisenerze angesehen wer- Ofensch den. Häufig kommt Schwefelkies(Schwefeleisen) mit andern Eisenerzen Ton. zusammen vor und macht, dafs letztere deshalb nicht benutzt werden| dies können. Das Nähere von diesen Kiesen unter„Schwefeleisen” wvei- al ter unten, Bi: [Vom Probiren und Analysiren der Eisenerze siche Karsten im angeführ- als and ten Werk Bd. 2.$. 109 u.£.] dem Al Aufbereitung, Rösten und Pochen der Eisenerze, Bei Int au der Gewinnung der Eisenerze mus dem Bergmann der Grundsatz der Aa grösten Kostenersparung leiten, da das Eisen einen so niedrigen|[re Preis hat. Hieraus erklärt sich, weshalb manches Vorkommen der Ei- Di senerze unbenutzt bleiben muls. Die Aufbereitung der Eisenerze ist| Fr M sehr einfach, einfacher als bei andern Erzen, und zwar deshalb, weil kl, Erze, die eine weitläuftige Aufbereitung bedürfen, aus ökonomischen j Al Gründen nicht benutzt werden können. Dieselbe besteht in der Hand-| a scheidung und Klaubarbeit; Pochen findet durchaus gar nicht statt. Ist Bi die Gebirgsart von solcher Beschaffenheit, dafs sie durch langes Liegen"er 36, NORY- unter eslau; sin im :birge, Hayti, n For- eshalh heisen Graf- 180 in Kiese, Tren- :h im ‚Spur üchig ‚ Wer- nerzen verden " wel. ;eführ- A Bei tz der drigen ler Ei- ze Ist , weil schen - lt Ist 3 Liegen Rösten der Eisenerze. 39 an der Luft märbe wird und sich vom Eisen trennt, so läfst man die Erze abliegen, wie z. B. bei Thoneisensteinen geschieht, wobei sich der mit dem Erz innig verbundne Schieferthon ablöst. Raseneisensteine werden gewaschen, nicht aber die ockrigen, mulmigen, weil sonst da- durch der Ocker getrennt würde, der sich am besten verschmelzen läfst. Nun folgt das Rösten, grillage, roasting, caleining, oder eine Vor- bearbeitung durchs Verwittern, rouissage. Die milden, d. h. nicht steinartigen, Erze brauchen nieht geröstet zu werden, die übrigen wer- den diesem Prozefs unterworfen. Die Ursachen, weshalb dieser Vorberei- tungsprozels stattfindet, sind: 1) den Zusammenhang der Masse so zu vermindern, dafs die festen Stücke locker und mürbe, und zum Ver- schmelzen und Reduciren durch Kohle in der Glühhitze fähiger werden. Eisenerze von festem Zusammenhang verwiltern nie von selbst, wie z.B. Roth-, Braun-, Spatheisenstein, man muls es durchs Rösten bewirken, andere, wie Thoneisensteine, verwittern erst nach Jahren vollständig. Aber nichts desto weniger bedingt die Wirkung des Verwitterns eine mächtigere, eine vollkommnere Aulfschliefsung als das Brennen, wo- bei auch gleichzeitig eine höhere Oxydation des Eisens stattfindet. 2) Das chemisch gebundne Wasser zu entlernen, die Hydrate zu ent- wässern, Kohlensäure auszutreiben, wie aus den Spatheisensteinen, auch wird dadurch alles hygroskopisch angezogne Wasser entfernt. Der Nutzen der Abscheidung jener Körper beruht darauf, dafs unter einem Druck das Verdampfen des Wassers und die Verflüchtigung der Kohlensäure im Ofenschacht sehr behindert sein, und dadurch auch viel Wärme entzo- gen, der Ofen abgekühlt werden würde. 3) Diejenigen Erze, welche eingesprengten Schwefelkies enthalten, müssen nothwendig abgeröstet werden, um nach Möglichkeit den Schwefel vom Eisen zu trennen, wenn man ein gutes Roheisen erhalten will, sie müssen auch deswegen stärker, als andere, geröstet werden. Man pflegt nicht selten solche Erze nach dem Abrösten in Wasser abzulöschen, oder sie dünn ausgebreitet der Luft auszusetzen, um die durchs Rösten erzeugten schwefels. Salze auszu- laugen. Leider kann durchs Rösten die Beschaffenheit solcher Erze, welche phosphors. Eisen enthalten, nicht verbessert werden. Das Rösten geschieht entweder ganz im Freien, in Haufen, en tas; oder zwischen Mauern, oder in Oefen; die Erze, welche Schwefelkies ent- halten, bedürfen beim Rösten nothwendig des Zutvitts der Luft, die übri- gen nicht; die mehrsten Erze nehmen durchs Rösten an Gewicht ab, selten etwas durch Oxydation zu, wie der Magneteisenstein. Die Hitze darf nicht bis zum Verschlacken steigen, sonst werden die Erze schwie- riger auszubringen; im Uebrigen vergleiche I. Seite 292. Rösten. ın : EEE EEE TEE nn EEE TON x i a 40 Rösten der Eisenerze, Schlackenbildung. Schachtöfen findet vornämlich in England*) statt, aber auch in Ober- ie" schlesien zu Königshütte, am Harz zu Rothe Hütte, in Schweden*). Ye Man schichtet das Erz mit Kohlen, aueh Coaks, und zieht es an der mn Schachtsohle mittelst angelegter Abzüge aus. Der Königshütter Ofen hat En einen elliptisch gestalteten, der harzer einen Schacht nach der Constru- ti m etion eines Doppelkegels. Man pflest auch wohl, wie bei den Rüders- En dorfer Kalköfen(vergleiche Tafel VI und I. Seite 405) blos die Flamme' ven% mit dem zu röstenden Erz in Berührung zu bringen, weshalb besondere verbr Feuerplätze angelegt sind. Die gerösteten Erze werden in kleine Stücke kn, di zerschlagen, um die Reduction zu erleichtern; pulvrige Massen ersticken wi den Ofen, sintern leicht zusammen, oder werden auch herausgeblasen. er Das Pochen geschieht entweder mit Menschenhänden durch Fäustel, gebt br Stempel, oder mittelst Pochhämmern, Pochstempeln, Quetschwalzen.| ductin Soll nun das Eisen aus diesen vorbereiteten Erzen gewonnen wer- les den, so muls darauf hingearbeitet werden, nicht allein das in ihnen ent- Ile,| haltne Oxyd durch Kohle in der Hitze zu redueiren, sondern auch die die Se zugleich sich absondernden kiesels, Verbindungen, die Schlacke, von kam, rechter Beschaffenheit zu gewinnen, durch welche der sanze Prozels und 7 gewissermafsen dominirt wird(vergleiche I. Seite 293). Es muls nim-| I lich nicht allein eine gewisse Menge von Schlacken jederzeit vorhanden| Ausbni sein, um das redueirte Metall zu bedecken, und vor der oxydirenden| oder zu Wirkung der Gebläseluft zu schützen, sondern dieselben müssen auch| nit im einen gehörigen Grad der Flüssigkeit besitzen; sind sie zu zähe, so frit-| Eisagel ten sie nur, fliefsen nicht, lassen die Metallkörnchen sich nicht vereini- Inn e gen.— Die Schlacken sind kiesels. Salze. Silikate, und zwar kiesels, Thon- Schlacl erde, Kalk, Magnesia, Eisenoxy dul,(Manganoxydul), Die erstern sind sten] im Allgemeinen strengflüssig, jedoch sind zusammengesetzte Silikate meh-| Flüss ter Basen leichter schmelzend, als die einzelnen Factoren: kiesels. Eisen-| sälze, U oxydul schmilzt leicht, Auch kommt es schr auf das Mischungsverhält- Die Ni nils hinsichtlich der Quantität der Kieselerde zur Base an; meist sind| fenheit nämlich die neutralen Verbindungen leichter schmelzend als die basi- Olens ı schen und zweifach kieselsauren, und diese leichter als die dreifach man() kieselsauren. im zwi Hieraus leuchtet ein, dafs es bei der Reduction der Eisenerze dar-| als zum auf ankommt, neutrale kiesels, Verbindungen in der Schlacke zu erzeu- Kiesele en Nhmes =*) Dufrenoy und Beaumont Beschreib, und Abbild, englischer Röst- ie I fen A.d, M. Il serie, T.2. p,20. Coste und Perdonnet daselbst, TOP ITAR Kal ee S, 306, Beschreibung und Abbildung eines Röst- INT ? schen angel Ober- en"), ı der n hat stru- ıders- amme ndere Stücke ticken laseh, iustel, 7, wer- | enl- h die , von Prozels ; NAn- anden enden auch o frit- ereini- "Thon- n sind e meh- Risen- erhält- st sind - reilach e dar- erzeli- r Röst- 07 p.211, 5 Röst Beschickung der Eisenerze. 41 gen, ‚so dafs sie bei der zur Reduction nöthigen Temperatur in gehöri- gen Flufs kommt, ohne dafs die Schmelzbarkeit durch eine Aufnahme von ‚Bisenoxydul bedingt wird,@wodurch ein beträchtlicher Eisenver- lust entsteht. .- Es können daher reiche Eisenerze, welche kaum eine kleine Quan- tität Erden in ihrer Mischung haben, nicht auf Roheisen verschmolzen werden, da es an Schlacke mangeln würde, wodurch ein Theil Eisen verbrennen und das oxydirte Eisen auf das Roheisen entkohlend einwir- ken, dieses in stahlartiges strengflüssiges Eisen vers wandeln und den Ofen sÖssticken würde. Es müssen entw eder ärmere Erze, oder unhaltige Zu- schläge zugesetzt werden, welche eine brauchbare Schlacke bilden. Es giebt aber auch Fälle, wo das Eisenerz eher schmilzt, als es zur Re- duction gelangt, z.B. kiese ls. Eisenoxydul, kiesels, E. oxy rd, hierbei erhält man wenig ehe Roheisen und eine dunkle, viel Eisenoxydul enthal- tende, Schlacke; in solchen Fillen setzt man Zuschläge hinzu, welche die Schmelzbarkeit vermindern, so dafs die teduction gehörig eintreten kann, solehe sind Kalkstein, thoniger Kalkstein, een dann Kalk- und Thon-Kalk-Silikate entstehen. Hieraus geht hervor: dafs sehr reiche Erze allein kein sehr gutes Ausbringen ae Verschmelzen gewähren, ebenso wenn sie eine zu zähe, oder zu dünnflüssige Schlacke he Deshalb ist es nöthig, dieselben mit ärmern so zu galtiren, dafs die Gattirung, Möllerung, etwa 502 Eisengehalt erhält. Selten bei finden sich aber dann die in de»n gatlirten Erzen enthaltnen Erden in einem für die Bildung einer gehörig flüssigen Schlacke günstigen Zustand, man ist deshalb genöthigt, in den mehre- sten Fällen unhaltige Erden zuzusetzen, die Eisenerze zu beschicken. Flüsse oder Zuschläge, fondans, fluxes, nennt man die erdigen Zu- sätze, und Beschiekung das Gemeng von Eisenerzen und Zuschlägen. Die Natur der letztern und deren Menge hängt theils von der Beschaf- fenheit der Eisenerze, theils von der Construction und Schmelzhitze des Ofens ab; haben die Erze Thonerde, Kalk, Magnesia in sich, so setzt man Quarz zu, und zwar für den ersten Fall so viel als zum neutralen, im zweiten als zum zweifach, und wenn viel Manganoxy d vorhanden, als zum dreifach kiesels. Salz erforderlich ist. Sind die Erze reich an Kieselerde, so setzt man thonhaltenden Kalkstein zu, reich an Kalk und Magnesia, so fügt man Thonmergel, auch Thonschiefer hinzu,( kerbue der franz, Hüttenleute), reich an Kiesel- und Thonerde, so wird reiner Kalkstein angewendet ei Man bedient sich auch mitunter des Flulssteins als Zuschlag, so im Hennebergschen.(Mitunter erreicht man schon durch die Geihrabt den Zweck der Beschickung.) Aufser den angeführten Zuschlägen wendet man auch zu diesem Behuf Hornblende DS en TEE TETITTLEN ANETTE i 42 Schmeköfen für’s Ausbringen des Eisens.| und Basalt an, welche an sich schon leicht schmelzen und Eisenoxydul en enthalten. Mangel an Kieselerde, oder Ueberfluls an basischen Erden, hi; bewirken bei einem gaaren Gang des Ofens(bei starker Hitze) die Erzeu- gung von sehr grauem Roheisen, mit steifer, ungefärbter, kein E.oxydul) a enthaltender Schlacke, Ueberschufs an Kieselerde aber, oder Mangel ne an basischen Erden, die Bildung von weilsem Roheisen und dunkel ge-| je färbter, viel Oxydul enthaltender, Schlacke.| Ian, Ueber Oefen, Gebläse und Brennmaterial. In frühern# lels Zeiten bei den höchst unvollkommnen Schmelzeinrichtungen, theils mit kant natürlichem Luftzug, theils mit Gebläseluft, erhielt man kein gewöhnli- welche! ches Roheisen, sondern ein stahlartiges Roheisen(weniger gekohltes Ei-| aa sen) und Stahl, indem das redueirte kohlehaltige Eisen von dem ge-| hbEr schmolznen und noch nicht gehörig reducirten Erz, oder von dem durch| pa den Luftstrom wieder oxydirten Eisen entkohlt wurde; man brachte nur nie die leicht redueirbaren, reichen Erze aus, wobei sehr viel durch Ver- hin mi schlackung verloren ging. Man nennt diese Art Behandlung der Eıze,| m di wobei dieselben auf Heerden zwischen brennenden Kohlen in einzelnen B 3 Oinsı Stücken geschmolzen, in kohlehaltendes Eisen reducirt, und aus diesem| al, in geschmeidiges Eisen verwandelt werden, das Verschmelzen in Lu p-| ug 9 penfeuern oder Rennfeuern; es findet in einigen Gegenden noch| sprenf jetzt statt.(Einiges hierüber siehe weiter unten.) Vortheilhafter ist minde| aber das Verfahren, die Erze mit Kohlen in Schachtöfen zu schichten Zeichn und sie so niederzuschmelzen. Man ging daher zu dem Gebrauch nie- gemöhrl driger Schachtöfen über, den sogenannten Stücköfen, Woltsöfen, jour- chemins, neau a loupe, a masses, single block Jurnace, in denen man aber nur a sch allein leicht redueirbare, leicht flüssige Erze, bei niedriger Temperatur maukt des Ofens, verschmolz; man erhielt auch in diesen kein Roheisen, son- Schach dern ein weiches stahlartiges Metall, welches sich auf der Sohle des ud 2, Ofens in einem Stück, Gufs, Wolf, loupe, masse, ansammelt, und md di mit Unterbrechung des Schmelzbetriebs herausgenommen werden muls. siehe F Bald ging man jedoch von diesen Oefen zu den Blauöfen, Blaaöfen| fuyer, (Blaseöfen), blast-fournace, Flolsöfe n, fourneau a fonte, flowing-fur-| gegenil nace, Bauernöfen, fourneau de paysan, über, man erhöhte den Scliacht,| Wind um eine grölsere Hitze zu bewirken, und die Reduction und Verschlak-| nm Se kung schwer redueir- und schmelzbarer Erze möglich zu machen; man I I mülbeh liefs die Schmelzung ununterbrochen fortgehen, indem man für gröfsere| ach, u Flüssigkeit der Schlacke und deren Abflufs durch eine von Zeit zu Zeit Kauf gemachte Oelfnung sorgte. So wurde das Eisen als Roheisen und nicht Inf in einem Stück, sondern flüssig gewonnen. Die Reduction schwer re-| Skin ducirbarer Erze, die viel Schlacke geben, wurde dann in erhöhten Blau- Un: öfen, unsern Hohöfen, Aaut fourneau, high gewöhnlich auch Blast- wi or ya Erden, Erzeu- rydul angel cel ger rühern ls mit röhnli- es Di- m ge- durch fe nur - Exze, zelnen diesem Lup- noch er ıst ichten \ nie- jour- er nur peratur n, SON- le des , und muls. ‚aaöfen g-fur- ‚hacht, ‚chlak- ; man rölsere u Zeit | nicht ver Te- n Dlau- h. blas- Beschreibung des Eisen- Hohofens. 43 furnace, versucht; man zog den Schmelzraum mehr zusammen, und brachte zum steten Abflufs der Schlacken eine Oeffnung an. Tafel VIU Figur 1 bis 4 stellen den Gleitwizer Coakshohofen dar, Fig. 1 einen senkrechten Durchschnitt nach der Linie ab Fig. 4., Fig. 2 einen solchen nach ed Fig. 4, Fig. 3 eine Vorderansicht, Fig. 4 Grundrifs; gleiche Buchstaben bezeichnen gleiche Gegenstände. Der Schacht des Ofens, cuve, fire-room, wird mit unschmelzbaren Steinen aufgemauert, theils mit eisenfreien, feinkörnigen Sandstein, theils feuerfesten hart ge- brannten Backsteinen, Kernschacht, Schachtfutter, Fig. 1 und 2 a,a, welcher von mehrern Rauhschächten, chemise, muraillement, um- geben wird, jedoch so, dafs 6zöllige Zwischenräume bleiben, Füllungen, b,b Fig. 1u.2, welche theils eine Ausdehnung des Mauerwerks in der Hitze gestatten, theils auch zum Zusammenhalten der Wärme dienen, indem ruhende Luft ein sehr schlechter Wärmeleiter ist. Man wendet auch hin und wieder Hohofenschlacken zur Füllung an. Der Kernschacht und die Räuhschächte sind vom Mantel, oder der Rauhmauer des Ofens, manteau, mantle, c,c Fig. 1u. 2, umschlossen, welche eine pyrami- dale, kegelförmige Gestalt besitzt, sie muls mit Abzüchten zur Ablei- tung der Feuchtigkeit versehen sein, weil ohne dem Gefahr vor Zer- sprengung durch die sich erzeugenden expansiven Dämpfe entstehen würde; man verankert daher auch die Rauhmauer gehörig, wie aus der Zeichnung hervorgeht. Die äufsern Schichten der Rauhmauer führt man gewöhnlich 10 bis 12 Fuls über die Gicht hinaus auf, Gichtmantel, cheminee, d,d, um die aus letzter strömende Flamme gegen den Wind zu schützen, und Feuersgefahr zu verhüten. Die Construction der Rauh- mauer mufs so gewählt werden, dafs man unten zu dem Raum des Schachts zwischen Boden und Form, oder dem Eisenkasten, e Fig.1 und 2, gelangen kann; man nennt die Seite des Ofens, wo die Schlacke und das Metall abgelassen werden, die Vorder- oder Arbeitsseite, siehe Fig. 3, Fig. 4 A., die, wo der Wind durch die Form, tuyere, twyer,, zugeführt wird, die Formseite, B,B Fig. 4; der Arbeitsseite gegenüber ist die Rückseite C Fig. 4, der Formseite gegenüber die Windseite, insofern nicht& Formen einander gegenüberstehen, Um zum Schacht gelangen zu können, müssen sich in der Rauhmauer Ge- wölbe befinden: Arbeitsgewölbe, f, encorbellement de la tympe, tymp arch, working ‚arch, fold, fauld, Form- oder Windgewölbe, vöute de soufflets, encorbellement d.s., twyer arch, ff Fig. 2. Es giebt bei Coaks- hohöfen gewöhnlich zweiForm- oder Blasegewölbe, indem die Luft von zwei Seiten einströmt, auch von drei, ebenso auf zwei Seiten Arbeitsgewölbe, Um zur Gicht, gueulard, mouth, Fig. 1 g, gelangen zu können, von wo aus Erze, Zuschläge und Brennmaterial in den Schacht aufgegeben Eu ER ’ 44 Beschreibung des Eisen-Hohofens, Blauofens, Stückofens. werden, müssen besondere bauliche Einrichtungen getroffen werden;| ähnli entweder gelangt man zur Gicht, indem der Ofen am Abhang eines I fand Bergs steht, von hier aus durch eine Thür g' in der Rauhmauer, oder Zusta es werden die Beschickungen und Kohlen auf ein Gebäude geschafft,| Kette von welchem aus man zur Gicht mittelst einer Brücke gelangen kann, 19 stüce Gichtaufzug, Gichtbrücke.|[mm Die Form des Schachts betreffend, so läfst sich kaum eine Form fertig, ersinnen, die man nicht angewendet hat; die älteste Gestalt war die cy- nische lindrische und prismatische. Bald brachte man aber eine Erweiterung yortre des Schachts theils in der Mitte, theils im ersten Drittheil der Höhe geichn‘ desselben an, den Kohlensack, ventre, h Fig. 1, verengte dann aber tur ke’ nach unten zu den Schacht, zog den Schinelktährh zusammen, um für dis Ei sirengllüssige Erze die nöthige höhere Hitze zu erreichen. Man nennt Di diesen Schmelzraum das Gestell des Ofens, ouvrage, hearth, i Fig. 1, nicht 2 und 4, es wird aus den feuerbeständigsten Materialien konstruirt: aus nen, 9 reinem, isönfieien, feinkörnigen Sandstein,(Glimmer, Talkschiefer, Gneis, Schatz Granit). Die ringförmige Mauer, weiche das Gestell mit dem Schacht in dd verbindet, heilst die Räst, kk Fig. 1 und 2(von rasten, verweilen), Mond etalages, boshes, weil hierdurch der Erz- und Kohlensatz eine Zeit lang| len 4 verweilen muls, ehe er in den Schmelzraum nachtreten kann. Auf die Rohe Construction der Rast, den Winkel, den sie mit der Horizontalen macht, vertie kommt sehr vieles in Bezug auf den Gang des Ofens an.— Man kann also Grubes die Schachtöfen in Oefen ohne und mit Geste ll eintheilen. die 9 Der untere Theil des Schachts an der Arbeitsseite, von der Rauh- Ws? mauer entblölst, heifst die Ofenbrust et und 35 man Lunter- gaareg scheidet Oefen zum Eisenschmelzen, w elöhe mit offner Brust arbeiten, firma — Hohöfen,— und mit geschlofsner Brust,— Blauöfen; dies ist che si die einzige wissenschaftliche Eintheilung, die man unter den verschieden mech: construirten Oefen machen kann;(vergleiche überhaupt über die Ein- Tonne» iheilung der Oefen I. Seite 294). h ds. Stücköfen waren sonst in Steyermark und Kämthen sehr üblich,| nit}} sind aber wegen Verschw endung an Brennmateril ganz abgeschafft und verfi in Blauöfen umgewandelt; dagege n sind sie noch in Ungarn und im melles Hennebergschen(Regbzk. Erfurt) im Betrieb. Die Höhe des Schachts im beträgt 10 bis 16 Fuls, er hat im He mnebergschen die Form eines Don-| absicht pelkegels; vor der Brust befindet sich eine Oeffnung von 2 Quadraif,, Wei. welche während des Ofenbetriebs geschlossen ist. Man bringt dort Eisen ach aus gaaren Frischschlacken und Schmiedesinter, oder Glühspan vom Stab-| ar hammer aus, setzt nur hin und wieder„ Rotheisenstein zu. Erst wird sl der Ofen mit Kohlen gefüllt, und wenn sie gehörig glühend sind, siebt vom man die Erze auf; die Schlacke llielst ununterbrochen aus, ist ganz ligen N em 18 eines Tan . Ode Jiadtlil, In also LEN| - f Y) ri. 2- Zuckofen.— biauojenbeiried, 49 T I ..— r: By ge Zn 27 ähnlich der rohen Frischschlacke,'kiesels. Lisenoxydul z 5 E er nn fand Karsten), woraus sich erklärt, dals das Eisen in ein: re Guls wird mittelst einer zrolsen Zange, en z Zustand auszebracht wıı in Kette und Winde aus dem Ofen geschafft, unter dem Hanimer in Guls- cLi Ai Li‘ AA Ai i i i nddem wird der Ofen wie- ir. a der- zusestellt und die Arbeit. fortgesetzt.. Alle 6 Stunden, ıst ein Guls KONO- \== mr ne fertir, der zwischen 5 und, 3 Centner.wiegi. 80 wenig auch ın . 7.‘a, Fr. 0 fi Es: Ze rn e er. mischer Hinsicht der. Stückofenbetrieb zu loben ıst, so giebt er« ioch eım a we Festickeit und Geschmeidiskeit aus- vortrefllich 1 1 -| 1“7 u My zeichnet, welches wohl davon herrührt, dals bei der niedern Tempera tur keine Erden und kaum das Manganosydul sich reduciren und daher das Eisen nicht verunreinigen. Die Construction der Blauöfen weicht von der der Stücköfen nicht wesentlich ab, man zos nur den Schmelzraum etwas mehr zusam- men. zab Erz und Kohlen in abwechselnden Schichten auf, erhöhte den Schacht bis auf 92 Fu S und darüber; der Kohlensat K I rınet man tiels DEnaciht s aui IS- UN T 1 7 Nbachie a in der Mitte, gewöhnlich im ersten Drittheil der Höhe des Schachts an. Man siebt in den zehöriz vorzewärmten Ofen abwechselnd Erz und Koh- len auf. sticht die Schlacken entweder für sich allein, oder mıt dem ey Ss N 7 7 Ba» 272 Er, Roheisen zusleich ab, läfst die Schlacke und das Eisen in einen sehr N Ee.g >- n nhareiıtata+ te IDUC,„. VUCI eine ZUDEI TIL LE LICIG ieften Heerd von schwerem verti Grube laufen, in die Schlacke un Wasser in Scheiben(Platt saaren Gang erzeug -= a formen abselalsne hi 1 f1 che sehr S -- mechaniısen pQ - 1! wonnen wird. ERTEEER srelles Roheisen bei zwar auch gl absichtlieh übers a I. Q| nn Bar 3< 4 abe stochen S ie v e Sprödick nz Ve a S =. 1. 5 1 artiges Roheisen ist, und sich dem Stückofeneisen nähert; die Schlackei . a u%. I T T 12 IT pe. 7 fr T_£ mie n Ser ER sında adabeı dunkel, dick ssıe. mehr erdiz als£ i L JerZ= gi’ lisem G vom Spieseleisen zum Weichflofs ma las weilse Roheisen mit str F 3 Hr r J je} [= L u ERRETERER 46 Beschreibung des Eisen- Hohofens. der Ofen niedergeblasen werden, und da findet sich auf dem Bodenstein| Bi ein Wolf, stahlartiges Roheisen.— Der Gebrauch der Blauöfen ist be- Mi sonders im südlichen Deutschland sehr verbreitet, aber auch im Henne- leg bergschen üblich.| B Die Construction eines Hohofens geht zwar schon aus dem so ben eben gesagten hervor, es soll aber noch einiges Specielle in der Kürze könn angegeben werden, da es auf die Arbeit am Ofen grofsen Einfluls hat, mit e Ist der Ofenschacht vollendet, so wird der Ofen zugestellt, das heifst, It, die Rast kk und das Gestelli eingesetzt, welche beide von dem it Schachtfutter unabhängig sind. Der Durchsehnitt des Gestells ist ge- on wöhnlich viereckig, wie sich aus Fig. 1, 2, 4 ergiebt, weil man das-# selbe aus feuerfestem Gestein fertigt; bedient man sich aber eines feuer-| me festen Thons und Quarzsands, welches Gemeng Masse genannt wird,|| Verb so giebt man dem Gestell eine runde oder halbrunde Form. Das Ge-| ji stell erweitert sich vom Bodenstein 1, Fig. 1 und 2, nach der Rast all-|| mälig, und wird in Vorder- und Hintergestell, indem man die der Ar- fd beitsseite zugekehrte Hälfte die Vorder- und die dahinter liegende die ns Hinterseite nennt, auch in Ober- und Untergestell, oder Heerd, creu- iR h set, eingetheilt, wo der Raum unter der Form mit letztern, der aber Be über der Form mit erstern Namen bezeichnet wird. Vorheer d, avant- pe ereuset, m Fig. 1, ist derjenige Theil des Heerds, welcher unter der m Brust des Ofens frei hervorragt. Die Höhe des Gestells richtet sich Be nach der des Ofens, sie beträgt zwischen 4 und 6% Fuls, so wie über- ı dm haupt die Beschaffenheit der Erze, des Brennmaterials über die dem il, Ofen zu gebenden Dimensionen, so wie über die Stärke des Gebläses, hour entscheiden müssen. rarde wohlk: [Das Gestell wird aus grofsen VVerkstücken erbaut, welche folgende Benen- DR nungen haben: n der Rückstein, rustine, 0,0 Baäckenstücke, p,p Formsteine, Ei in denen die Formen liegen; ist nur eine Form, so heifst der dem| Formstein gegenüberliegende Stein Windstein, contrevent; q,4 Gemein- R ie stücke, r Tümpelstein, timpe, tymp, s Tümpelblech, taque de la timpe, ni welches von einem geschmiedeten Trageeisen getragen wird, t der Wall- Klee oder Dammstein, dame, dam. Der offne Raum, den die beiden Vor- hen de derbacken mit dem Tümpel bilden, wird beim Anblasen des Ofens durch isten 7 den WVallstein geschlossen, so dafs nur oben vor dem Tümpel eine durch Mehra die vordersten Seiten der Vorderbacken und den Dammstein gebildete die Oeffnung bleibt, durch welche man unter den Tümpel zum ganzen Un- Ye tergestell, bis zum Rückstein, gelangen kann. Der Wallstein wird zwi- al schen die beiden Vorderbacken so eingeschoben, dafs auf der einen Int Seite(gewöhnlich der Windseite) eine Oeffnung in der ganzen Höhe hi h des Untergestells bleibt, welche beim Betrieb des Ofens mit schwerem Di Gestübbe ausgefüllt wird, und die Oeffnung zum Stich, zum Ablassen ge lenstein ist be. Henne. lem so Kürze uls hat, 5 heilst, on dem ist ge- an das S feuer- & wird, is Ge- ast all- der Ar- nde die |, ereu- 'er aber avant- ter der t sich » über- ie dem ebläses, ‚Benen- msteine, er dem jemein- , timpe, r Wall- on Vor- s durch e durch ebildete zen Un- ind zwie p einen on Höhe chweren Ablassen Beschreibung des Eisen-Iohofens, der Blasebälge, 47 des Eisens und der Schlacke bildet., Der Wallstein ist also um 2% bis 3% Zoll schmäler als der Abstand zwischen den beiden Backen. Die Höhe des WVallsteins richtet sich nach der Form; wo letztere niedrig liegt und keine zähen Schlacken sind, kann die Höhe des WVallsteins mit der Höhe der Form in einer Ebene liegen, sonst legt man densel- ben aber meist 15 Zoll niedriger, damit die Schlacke besser abflielsen könne, Die äufsere, nach der Hütte zugekehrte, Seite des WVallsteins ist mit einer gufseisernen Platte, Schlackenblech, taque de la dame, u, be- legt, in welcher sich oben eine Auskehlung zum Ablaufen der Schlacke und in der dem Abstich zugekehrten Seite einige Löcher und Lei- sten zum Einsetzen des Leistenblechs, u’ Fig. 3 und 4, sich befinden, Zwischen diesem Leistenblech und der Pfeilermauer des Arbeitsgewöl- bes wird der sogenannte Leisten(Masselgraben), ein aus Sand geform- tes Gerinn zubereitet, welches mit dem tiefsten Punkt des Abstichs ın Verbindung steht, und das abzulassende Eisen in die Sandform leitet.] Die zum Betrieb der Hohöfen, Blauöfen etc. erforderliche Luft wird durch Gebläse, machines soufflantes, blowing-engines, beschaflt, Vor- richtungen, welche Luft schöpfen, verdichten und ausströmen machen, Die von ihnen zusammengedrückte Luft wird durch eine Röhrenfahrt, vv Fig. 2 und 4, durch Düsen, buses, nose-pipes, ww, in die Form xx geleitet, welche selbst im Formstein des Gestells liegt; die Form ist meist aus Kupfer, unten platt, oben gerundet, vorn zugespitzt, der Rüs- sel; durch die Oeffnung in demselben, das Auge, y, strömt die Luft in den Schmelzraum. Die Gebläsemaschinen waren anfangs lederne Balgen, soufflets, bellows, welche sich aber zu leicht abnutzen und theuer zu stehen kommen; zu Ende des 16ten, Anfang des 17ten Jahrh. wurden die hölzernen Balgen erfunden und eingeführt; sie sind weit wohlfeiler und länger ausdauernd, als erstere. Sie bestehen aus einem hölzernen, keilförmigen, oder pyramidalen Kasten, Oberkasten, und aus einem möglichst flachen Kasten, dem Unterkasten, um welchem sich der erstere bewegt, und zwar in einer bogenförmigen Richtung auf und nieder. Die Düse liest, so wie die Ventilöffnung, im Unterkasten, letztere mit einem gut schliefsenden Ventil versehen; um das Entwei- chen der zusammengeprelsten Luft zwischen den Wänden der beiden Kästen zu vermeiden, sind am Unterkasten bewegliche hölzerne Leisten angebracht, welche mittelst gegen sie dräckender Stahlfedern stetig ge- gen die Wände des Oberkastens reiben, und so der Luft den Austritt versperren. Man pflegt in den Kopf der Balgen vor der Düse ein Aus- lafsventil anzubringen, um beim Aufgehen des Balgens den Rücktritt der Luft zu verhüten, welches stets nachtheilig ist, Man läfst die Balgen- düsen nicht gern unmittelbar in die Form legen, sondern vereinigt meh- rere Bälge mit einander, indem man durch Windleitungen die verdich- ee PR= gem 3 ECT % je 48„Beschreibung. der Kasten- und Cylindergebläse, |+, tete Luft in einen Windkasten führt, und aus diesem ausströmen läfst,| gen Die Balgen sind in einem Gerüst gelagert, der Unterkasten ist gehörig Iator befestigt, der Oberkasten wird durch angebrachte Maschinerie, welche Was- weld ser oder Dampf treibt, niedergedrückt und durch Hebel und angebrachte sich» Gegengewichte wieder gehoben. Die Düse verbindet man mit dem| aescho Windkasten durch sinen ledernen Schlauch, wodürch eine sehr nützli-| Windh che Beweglichkeit derselben gegeben wird. Leider ist bei den hölzernen In ne Balgen wegen des schädlichen Raums, den die beiden Kasten mit ein- mie bei ander. bilden, ein nicht unbeträchtlicher Windverlust, und die Unterhal- welcher tung kostbarer als die der Kastengebläse.— Die Theorie der Bälge ht. lehrt die Physik, weshalb eine nähere Auseinandersetzung unterbleibt. Fan Später kam man auf die Anwendung der Kastengebläse; man Ins befestigte einen hölzernen, viereckigen Kasten senkrecht, und liels in soll demselben einen Kolben sich auf- und nieder bewegen, in welchem ein BL, Klappenventil angebracht war, um Luft in den Kasten eindringen zu herabi lassen, wenn sich der Kolben vom Boden des Kastens entfernt, und da- gehra durch ein luftverdünnter Raum gebildet wird. Die Dichtung des Kol-| herat bens wird auf eine ähnliche Art bewirkt, als wie bei den Balgen; die| Luft Bewegung desselben geschieht mittelst einer Kolbenstange, welche durch me einfachen Mechanismus auf und ab bewegt wird. Diese Art Gebläse| ie verbreiten sich jetzt ziemlich allgemein. Der Kasten liegt auch wohl ir horizontal, wie z. B. bei Vaugham’s eisernen Kastengebläse. Um aber den immer nicht unbeträchtlichen Wiudverlust bei den hölzernen Ka- eh stengebläsen zu vermeiden, kamen die Engländer auf den Gebrauch ei- Was serner Cylindergebläse, soufflets eylindriques; seit einigen 30 Jah- hlixe ren sind sie in Oberschlesien eingeführt. Bi, Auf Tafel VIII Fig. 5 ist ein Cylindergebläse, wie es’auf einer Kupfer- wr schmelzhütte bei Eisleben aufgestellt ist, dargestellt. a die Kolbenstange, Ei welche in einer konischen Oeffnung in der Mitte des Kolbens befestist his ist; dieser besteht aus einer Bodenplatte mit angegolsnen Rippen. Der E Raum zwischen den Rippen wird mit Holz bb ausgefüllt, um einen| Eak schädlichen Raum möglichst zu vermeiden. Auf dem äulsern Theil ce der hen" Bodenplatte liegt ein lederner-Kranz, auf diesem ein Holzring, auf die- N, 3-. B: 5 Ilze, 1 sem wieder ein lederner Kranz, und das Ganze wird durch den obern i eisernen Ring d,d mittelst Schraubenbolzen gegen die Bodenplatte ange- E drückt, Die Lederkränze legen sich auswendig um den Holzring, der N an der Peripherie ausgekehlt und mit Wolle gefüllt ist. e ist die ander- Deckplatte des Cylinders angegofsne Stopfbüchse, f die darauf befestigte Di Drückung; im Zwischenraum um die Kolbenstange befindet sich Werg, kn Ei welches mit Talg und Oel getränkt ist. g, h die beiden Ventile, durch Ihn x welche die äulsere Luft in den Cylinder eintritt, i,k die beiden entge-“= genge-[Pe | 12, en lilst, gehöre he Was ebrachte it dem P nülzli- Ölzernen mit ein- nterhal. er Bälge bleibt. e; man liels in ıem ein gen zu ind da- es Kol- en; die je durch Gebläse h wohl m aber en Ka- uch ei- 30 Jah- Kupfer- nstange, elestigt 1. Der } einen ce der uf die- ı obern e ange- 1) der ander D esligle ı Werg, ‚, durch m enlgt- oenat- ser Cylinder-, Wassertrommelgeblüse, W indregulator. 49 gengesetzten, durch welche die verdichtete Luft nach den Windregu- latorr m dureh das gemeinschaftliche Rohr 1,1 geleitet wird; n das Rohr, welches den Wind aus dem Regulator ableitet nach der Form.' Bewegt sich nun der Kolben auf- oder abwärts, so wird er jederzeit sowohl ab- geschlofsne Luft zusammendrücken und durch die Windröhre in den Windbehälte? treiben, als auch frische Luft von“ufserhalb schöpfen. Man nennt daber auch solche ‚Gebläse doppeltwirkende, ähnlich wie bei den Dampfmaschinen.— Vielleicht der gröfste Gebläsecylinder, welcher existirt, steht auf Dowlais Ironwork bei Merthyr Tydwill, er hat 12 engl. Fuls Durchmesser und 10 F. Hub. [Abbildung eines schönen Cylindergebläses von Steele und Aitkins in dem Industriel Tom. 5. pag. 281.— Wassertrommelgebläse, trombe, soll 1640 in Italien erfunden worden sein; es wird, wie aus der Phy- sik, Lehre von den Gebläsen, bekannt ist, in demselben Luft durch eine herabstürzende WVassersäule zusammengedrückt und zum Ausströmen gebracht, das WVasser, welches durch eine Lutte in den WVasserkasten herabfällt, bringt aber die Luft selbst mit, theils enthält es nämlich Luft, theils wird sie auch vom WVasser mit fortgerissen; die hiezu ge- machten Vorrichtungen sind sehr mannigfaltig, In Gegenden, welche ein natürliches hohes WVassergefälle besitzen, und wo kein sehr starkes Gebläse nöthig ist, sind solche Einrichtungen wegen der geringern An- lage- und Unterhaltungskosten empfehlungswerth, Dafs die Luft hier- durch mit WVasserdampf gesättigt in den Ofen gelangt, ist mehr vor- theilhaft, als nachtheilig,.— Kettengebläse von Henschel; Rotations- WVassersäulengebläse von Althans; Baader’s verbessertes Glockenge- bläse; D’Aubuisson’s Tonnengebläse, hierüber siehe Karsten a. a. O. Bd, 2. S. 382 u.£.] Für alle Gebläse, welche nicht unmittelbar den Wind in den Schmelz- raum des Ofens blasen, was wegen des absetzenden Stroms nicht zu billi- gen ist, sind Windregulatoren erforderlich, damit ein steter Windstrom hervorgebracht werde. Dazu sind theils luftdieht gemachte grofse Räume anwendbar, die durch Gebläse ‚mit Luft gefüllt werden, aus denen dann dieselbe, gleich wie das Wasser aus dem Windkessel einer Feuer- spritze, in einem gleichmäfsigen Strom ausbläfst; man hat auch Einrich- tungen, dafs die aus dem Gebläse geiriebne Luft in einen zweiten wei- ten Cylinder eintritt, dessen Kolben durch Gewichte beschwert nieder- gedrückt wird, und dadurch die Gebläseluft unter gleichen Druck ver- setzt, oder in ein Gasometer eigner Construction, in einen eisernen Ka- sten, welcher in einem gemauerten wasserdichten Bassin unbeweglich so aufgestellt ist, dafs das Wasser innerhalb desselben mit dem äufsern ihn umgebenden im Bassin frei communieirt, wodurch also der Was- serspiegel, wenn Gebläseluft in den Kasten eintritt, in diesem fällt und 2 4 50 Ueber die anwendbaren Brennmaterialien. im Bassin steigt. Die Röhren zum Ein- und Austritt der Luft in und abge aus dem Regulator müssen an enigegengesetzten Enden desselben sich won befinden. Man bedient sich bei allen grofsen Gebläsemaschinen eines stell solchen Regulators, dessen Anlage zwar theurer ist, als die des erstern, Holz: dessen Unterhalt aber gar nichts kostet.| der 6 Als Brennmaterial bedient man sich für Hohöfen theils der Holz- diese€ theils der abgeschwefelten Steinkohlen, auch der Torfkohle für Friseh- elmas| feuer;(was die Gewinnung dieser höchst wichtigen Brennmaterialien| die selbst betrifft, so wird hievon im II. Theil die Rede sein; über die Wär-| son, di meerzeugung durch deren Verbrennen siehe vorn I. Seite 83 u. f.). Ganz angelas frische Holzkohlen verbrennen leichter, sind also nicht so wirksam, als| endlich andere, die einige Wochen lang vor Nässe geschützt gelegen haben; un-| trete| tauglich sind aber nasse Kohlen, denn sie verbrauchen einen beträchtli-| stell en chen Theil der Hitze zum Verdampfen des enthaltnen Wassers. Die| wird si Wirkung der Kohlen hängt bei gleichem Volum lediglich von dem Ge-| cher vo wicht derselben, also ihrer speecif. Dichtigkeit ab; die dichtere Kohle| cher, N verlangt aber auch einen dichtern Wind.— In Betreff des Torfs als| dem J Brennmaterial für Hohöfen, so hat sich aus angestellten Versuchen er- mehre geben, dafs derselbe die Holzkohlen nicht ersetzen kann, die Kohlener- nach ı sparung durch Zusatz einer gewissen Menge Torf in keinem Ver- ken be hältnifs mit den nachtheiligen Folgen steht, die sich besonders bei einer neuen längern Anwendung desselben, vermöge der beträchtlichen Menge Asche, IM er äufsern. Zum Verfrischen des Eisens in Heerden war Torf unbrauchbar,|. Kal anders für das Puddlingsfrischen im Flammofen, wo der Torf wohl an-| dem Ih wendbar ist. Dagegen ist Torfkohle zur Erzielung blofser Glühhitze für|im\ehl Reck-, Schaufel-, Zainhämmer sehr zu empfehlen; die sich verschlak-|sclhst kende Torfasche giebt eine schützende Decke fürs Eisen ab,(verglei-= nie che I. Seite 115.).— Die Steinkohlen sind von verschiedner Beschaf- hohen u fenheit(vergleiche I. Seite 113 u. f.), und deshalb nur mit besonderer von 9} Auswahl anzuwenden; sie werden bei Flammöfen benutzt, auch wohl Jonsack zum Ausschweilsen des Eisens und Stahls, nicht für den Betrieb der| an Di Hohöfen, zu welchem Ende die Steinkohlen exst vercoakt, abgeschwelt| MO werden. Die in Vercoakungsöfen gewonnenen Coaks fallen immer dich-| des, ei ter und schwerer aus, als die in Meilern erzeugten, weshalb aber auch est ein das Ausbringen dem Raum nach in den Ofen geringer ist, als in den Id Sch Meilern. Ofencoaks sind auch von grölserer Wirksamkeit als die Mei- ds Unte lercoaks. Nässe ist den Coaks eben so nachtheilig, wie den Holzkohlen; ee}, solche, die viel Asche geben, sind nicht gut zu gebrauchen; 1 bis 3,58 ahnei Aschengehalt lälst die Coaks ohne Unbequemlichkeit anwenden, aber die Me mehr Asche macht Strengflüssigkeit im Ofen, breit Soll nun eine Hohofencampagne beginnen, so wird der Ofen zuerst ee OR inund en sich m eines erstern, er Holz- Frisch- terialien lie Wir- ). Ganz sam, al Jen; In- trächtli- 's.. Die em Ge- e Kohle 'orfs als chen eı- ohlener- m Ver- ei einer Asche, uuchbar, voll an- hitze für erschlak- (verglei- Beschaf- sonderer ch wohl vieb der eschwelt er dich- jer auch ‚ in den Jie Mei- zkoblen; bis 357 n, aber en zueist Ilohofenbetrieb. 51 abgewärmt, besonders vorsichtig, wenn ein neuer Kernschacht eingesetzt worden ist, damit nicht durch unzeitig gesteigerte Hitze Steine und Ge- stellmasse zerspringen; man zündet, nachdem die Form geschlossen, erst Holz auf dem Vorheerd, dann Kohlen im Gestell an, und schüttet von der Gicht aus nach, bis endlich bis zu dieser der Schacht voll ist, Sind diese etwas niedergebrannt, so giebt man eine neue Porlion Kohlen und etwas beschicktes Erz auf, ‚und fährt so lange fort, bis man bemerkt, dals sich leizteres im Gestell zeigt; darauf wird die Abstichöffnung geschlos- sen, die Form eingesetzt, die Düse vorgelegt und das Gebläse langsam angelassen(das Anblasen des Ofens), bis man nach mehrern Tagen endlich das gehörige Verhältnifs zwischen Kohlen, Erz und Wind ein- treten lälst. Sobald die Schlackenmasse eine bestimmte Höhe im Ge- stell erreicht hat, und dieselbe nicht selbst über den Wallstein abfliefst, wird sie abgeworfen und das Gestell geräumt; das Selbstabfliefsen ist aber vorzüglicher, Diese Arbeit ist bei Coakshohöfen weit beschwerli- cher, als bei Holzkohlenöfen(das Ausarbeiten). Der erste Abstich nach dem Anblasen des Olens erfolgt nach 1 bis 3 Tagen, und das Eisen ist mehrentheils anfangs weilses, später erst graues Roheisen, indem erst nach und nach der rechte Hitzgrad eintritt. Die Kohlen und Erze sin- ken beim Betrieb von der Gicht in den Schacht, in Folge dessen von neuem aufgegeben wird, sobald als das Herabsinken eine bestimmte Tiefe erreicht hat. Kohlen und beschicktes Erz, die Möllerung, werden eniweder nach dem Maals, oder, was vorzüglicher ist, nach dem Gewicht aufgegeben, im letztern Fall wird das Erz mit der Beschiekung erst auf der Gicht selbst gemengt, wobei die Gröfse der Kohlenstücke, so wie die des Er- zes nicht ohne Einfluls auf den Gang des Ofens. Bei 30 bis 40 Fuls hohen und bis 8 F. im Kohlensack weiten Schächten wendet man Gichten von 28 bis 30 preuls. Kubikf. Kohlen, bei 40 F. hohen und im Koh- lensack 11 bis 12 F. weiten Oefen 12 pr. Kubikf. Coaks für die Gicht an. Die Anzahl Gichten, charges, welche in 24 Stunden durch den Ofen gehen kann, richtet sich vorzüglich nach der Quantität des Win- des, aber auch ob die Kohlen völlig irocken, oder nals, ob der Ofen erst einige Wochen, oder Monate im Betrieb, nach der Beschaffenheit der Schlacken. Sind so viele Gichten niedergegangen, dafs sich das Untergestell mit flüssigem Roheisen‘, fonte, pig or cast-iron, an- gefüllt hat, und nur noch wenig Raum für die Schlacke bis zur Form übrig ist, so wird das Gestell gereinigt, der Ablafsgraben, sow, welcher die Abstichöffnung mit dem Heerd, auf welchem sich das Roheisen aus- breiten soll, oder mit den Formen aus Sand und Kohlenstaub verbindet, fertig gemacht, die Gebläse in Ruhe gesetzt, sodann die Stichöffnung 4* nn Teer un- ee z ME 42 et An BR, ee 2 52 Hohofenbetrieb. durchstofsen und das Roheisen abgelassen. Hierauf wird die Abstich- öffnung wieder geschlossen und die Form geöffnet. Der Abstich, coulee, erfolgt, ist das Roheisen zum Verfrischen bestimmt, alle 12, 18, 24 Stun- den, ist aber das Roheisen für Eisengulswaaren, so richtet sich der Ab- stich oft nach der Förmerei, man pflegt auch wohl gar nieht abzuste- chen, sondern aus dem Vorheerd das Eisen mit eisernen, inwendig mit Lehm überzognen Giefskellen auszuschöpfen, und in diesen nach den Formen hinzuschaffen. Das Roheisen wird nämlich entweder in be- stimmte Formen geleitet, oder gegossen, um als Gulswaare benutzt zu werden, oder es erhält die Gestalt von Mulden, von Parallelopipeden, von Platten(Platteln), wenn es gefrischt, d. h. in Stabeisen verwandelt wer- den soll; erstere Gestalt nennt man Flossen, pigs, saumons, die zweite Gänze, gueuses, letztere werden noch glühend durch Aufstreuen von kalten Sand an gewissen Stellen und Aufschlagen mit einem grolsen Ham- mer in Stücke von 6 bis 8 Fufs Länge, 10 bis 12 Zoll Breite, 2 bis 42. Dicke zertheilt. Bei den Platten wird das Eisen dureh vorgängiges Begiefsen in Scheiben gerissen.— Da die Schlacken, besonders bei den Oefen, wo dieselben nicht von selbst abflielsen, mechanisch einge- schlofsne Eisenkörner enthalten, so werden dieselben im Schlackenpoch- werk nafs gepocht und die schwerern Eisenkörner von dem Schlacken- pulver durchs Wasser geschieden, das so gewonnene Eisen nennt man Wascheisen; von selbst abfliefsende Schlacke wird nicht gepocht., (Man benutzt das Wascheisen unter andern zur Niederschlagsarbeit bei dem Verhütten von Bleiglanz.) Der Betrieb des Hohofens wird nun stetig so lange fortgesetzt, bis das Gestell des Ofens zu sehr erweitert ist, als dals man mit Vortheil noch graues Roheisen erzeugen kann, wi- drigenfalls der Ofen ausgeblasen wird. Man setzt dann keine Erzgichten mehr nach, sondern einige leere Kohlengichten, bis die Erzgichten ganz heruntergegangen sind; dann stellt man das Gebläse ein. Man findet am Bodenstein eine zusammengewachsne, halbgefrischte Eisenmasse, Eisen- sau, welche mit dem Gestell ausgebrochen wird; in ihr befinden sich nicht selten Titanwürfel, vergleiche oben Seite 37. Soll ein Ofen blos auf kürzere Zeit stehen, so dämpft man ihn, indem alle Oeffnungen und Zugänge verschlossen werden.— Die Dauer einer Campagne ist unbe- stimmt, sie kann im günstigsten Fall mehrere Jahre lang fortgesetzt wer- den, wenn es der Ofen aushält und nicht etwa Materialien fehlen. [Man hat neuerdings in Schottland auf dem Clyde ironwork die Erfah- rung gemacht, dafs heifse Luft von 220° F. durch die Form ın den Schmelzraum geleitet eine Ersparnifs von% Coaks bedingt; man erhitzt die Luft vorher dadurch, dafs man sie durch eiserne Röhren leitet, die in Steinkohlenfeuer liegen, wozu man nur;; des Brennmaterials gebraucht, oder( | werdet Kohlen Gas üb ungebe wird di Partie an und It hie anszubr dis Ve sich di Schlar und I Irales Sehlae Hit sic es schn dul enil gelihrt, Spiegel Graphi kenmas binden, nme; rauen| des nen euisteht Uhte cn als des Surkem lähıls AU An Ahkil I ie Al orig Lbstich: coulke, 4 Stun- er Ab. bzuste- lig mit ch den in be- ulzt zu ipeden, elt wer- zweite en von n Ham- 2% bis ängiges ers bei 1 einge- enpoch- lacken- nt man epocht, arbeit rd nun eweitert nn, Wie zgichten en ganz det am Eisen- jen sich fan blos ven und t unbe- at wel- n. ‚ Erfalı- in den n erhitzt eitet, die gebraucht Erklärung des Hohofenprozesses. 53 welches man gebraucht haben würde, wenn die Luft kalt mit den Coaks im Ofen in Berührung kommt. Alle Hohöfen auf jenem Hüttenwerk werden mit heifser Luft betrieben. Siehe WV. Z. Bd. 4, S. 92, 565.] Erklärung des Hohofenprozesses. So wie die Eisenoxyd oder Oxydul enthaltenden Erze sammt den Kohlen allmählig_ heifser werden, erfolgt zuerst die Reduction derselben, unter Erzeugung von Kohlenoxydgas, welches auch, wenigstens zum Theil, in kohlensaures Gas übergeht. Ist die Reduction erfolgt, so nimmt das Metall von den umgebenden Kohlen Kohlenstoff auf, es sättigt sich fast mit Kohlenstoff, wird dadurch Roheisen, und geräth endlich, wenn es in der heifsesten Partie des Ofens anlangt, in Fluls. Die kiesels. Eisensalze schmelzen an und für sich eher, als sie sich redueiren. Die Temperatur des Ofens hat hierauf sehr grofsen Einflufs, von ihr hängt die Beschaffenheit des auszubringenden Eisens ab, und sie kann in den mehresten Fällen durch das Verhältnils des Erzes gegen die Kohlen bestimmt werden. Wenn sich das Eisen mit Kohlenstoff nicht völlig gesättigt hat, wird es eine Schlacke geben, welche mehr oder weniger reich an Eisenoxydul ist, und Roheisen weniger reich an Kohlenstoff, als das Spiegeleisen(neu- trales Roheisen); also je niedriger die Temperatur, desto reicher ist die Schlacke an Eisenoxydul, und desto ärmer das Eisen an Kohlenstoff. Hat sich dagegen das Eisen völlig mit Kohlenstoff sättigen können ehe es schmolz, so bildet sich eine Schlacke, welche sehr wenig Eisenoxy- dul enthält, und Spiegeleisen. Wird aber der Schmelzpunkt sehr hoch geführt, oder die Beschickung strengflüssig eingerichtet, so ändert sich das Spiegeleisen in graues Roheisen um, wobei ein Theil Kohlenstoff als Graphit ausgestolsen, und Manganoxydul und Kieselerde aus der Schlak- kenmasse redueirt wird, die sich mit dem Roheisen desto mehr ver- binden, je länger es in der heftigen Schmelzhitze verweilt; dann nimmt aber auch der Kohlenstoffgehalt ab, und kann daher auch im grauen Roheisen sehr verschieden sein, niemals erreicht er aber den des neutralen weifsen Kohleneisens. Nach allen bisherigen Erfahrungen entsteht beim Betrieb des Hohofens weifses Roheisen, fonte blanche, white cast-iron, forge-pig, 1) bei leicht flüssigen, oder durch Mifsverhält- nils des Zuschlags ‚leicht llüssig gemachten Erzen, leichten Kohlen und starkem Gebläse bei übrigens gutem Gang; 2) bei zu grofsem Ver- hältnifs des Erzes gegen die Kohlen, also beim rohen Gang; 3) bei zu geringer Hitze, übrigens gutem Gang des Ofens; 4) bei zu grolser Abkühlung des Schmelzraums u. a. m., Dagegen wird graues Roheisen, fonte grise, grey metal, foundry- pig, bei einem sehr hitzigen Gang des Ofens, wobei der Wind ge- hörig aus der Gicht bläst, die Schlacke nicht zu flüssig, aber aueh nicht HET ET TE TE 54‘rklärung des Hohofenprozesses.| zu steif, und die Hitze im Gestell möglichst grofs ist, jederzeit entste- wit hen. Es ist demnach sehr wahrscheinlich, dafs alles graue Roheisen iii aus dem weifsen entsteht, und zwar durch die Einwirkung einer grofsen ir Hitze.(Halbirtes Roheisen, fonte truitde, mottled iron.).— Meh- En rere Umstände haben auf den Hohofenbetrieb bedeutenden Einflufs, als Er die Höhe des Schachts, insofern man in höhern Oefen um einige Pro-““ cent das Ausbringen vermehren kann, und weniger Eisenoxydul in die y Schlacke geht,— ein Hohofen mit Coaks betrieben 45 bis 50 Fuls, mit Pe schweren Holzkohlen nicht unter 35 F.;—- die Gröfse der Kohlen, die aa Dichtigkeit des Windes,— bei leichten Holzkohlen muls derselbe eine Rn Dichtigkeit haben, welche dem Druck einer Wassersäule von 1 bis 15F., gm 5 bei schweren Holzkohlen= 2 bis 3 F., bei Coaks von 4 bis 8F. Was- je] sersäule entspricht; die Menge des Windes,— 30 F. hohe Oefen brau-= chen kaum mehr als 800 Kubikf. Wind in der Minute, 35 bis 40 F. en hohe kaum mehr als 1200 Kb£., mit Coaks betriebne Oelen sollten nicht dis unter 2000 Kbf. Wind erhalten; die Weite des Schachts, denn sie mufs pie mit der Schmelzbarkeit der Erze und der Qualität der Kohlen in Ver- Nas hältnifs stehen; die Gröfse und die Höhe des Gestells, die Neigung der bins Rast, Stellung der Form, Weite des Auges. man Die Form in Verbindung mit dem Ansehn der Schlacke giebt dem as[i Hüttenmann das zuverlässigste Kennzeichen über den Gang des Olens| lie ab; so lange die Forın hell ist und einen so hellen Schein hat, dafs ID man anfänglich im Gestell nichts erkennen kann, so ist der Gang gaar; Kohl je weniger die Form leuchtet, dunkelroth erscheint, desto mehr ist der en Erzsatz vorherrschend u. s. w. Das Nasen der Form, Ansetzen von de, u Schlacken an den Rüssel derselben, ist jederzeit mit dem Ansetzen von ver gefrischtem Eisen über der Form verbunden. Die Farbe der Schlacken m} giebt kein bestimmtes Kennzeichen für den Gang des Ofens, weil die hl verschiednen Eisenerze verschieden gefärbte Schlacken geben; blau und I a grün sind die Hauptfarben. Je saarer der Gang des Ofens und je rei- em ner das Eisen ausgebracht wird, desto heller ist die Farbe der Schlak- ken, je näher dem rohen Gang, desto dunkler sind dieselben gefärbt, Oıe endlich gar schwarz. Sind die Schlacken im Holzkohlenhohofen slas- artig, glasglänzend, so ist der Gang weder hitzig noch zu roh, beim"Se gaaren Gang sind sie halbdurchsichtig; werden sie aber matt, blasig,= erdig, dunkel, so ist der Rohgang vorhanden. Bei den Coaköfen haben Schl die Schlacken selten die Durchsichtiskeit der ersteın, sie sind fast im- Nie, ıner undurchsichtig, werden bei hoher Hitze glasglänzend, haben einen Wr grolsmuschligen Bruch, sie können selbst stark grün und blau aussehen, Ale und doch bei einem völlig gaaren Gang des Ofens erblasen sein, braune | Farbe deutet aber schon einen Üebergang zum Rohgang an. Die Flüs- wi | I ‚ entste. oheisen grolsen - Neh- fs, als se Pro- in die uls, mit len, die be eine is 14 F, ", Was- n brau- 40 F, n nicht ie muls in Ver- 1] Y y ‚ung der bt dem ıt, dafs g gaar; ist der zen von [zen von chlacken weil die lau und | je rei- Sehlak- gelärbt, fen glas- h, beim ‚ blasig, n haben fast im- ‚en einel aussehen, n, braue Die Flis- Ueber die Schlacken.— Eisenproduction. 55 sigkeit der Schlacken ist sehr verschieden, so auch ihre Zähigkeit und Formbarkeit; man benutzt die guten Schlacken um Schlackenziegel aus ihnen zu fertigen, zum Pflastern der Hüttengebäude etc.(Als ein Beweis, dafs sie wie Glas sich verarbeiten lassen, spinnt man auch wohl Schlacke, welche dann von den Arbeitern den das Werk besuchenden Fremden als ein Andenken überreicht wird; so in Oberschlesien.) Was die chemische Zusammensetzung der Hohofenschlacken betrifft, 80 ist sie nothwendig nach Mafsgabe der verschiednen Erze, Beschickung, Kohlen verschieden; sie enthalten Kieselerde, Thonerde, Kalk, Magnesia, Eisen-, Manganoxydul(Schwefelcaleium), sie sind theils so gemischt, dals sie% kieselsaure Salze darstellen, theils auch nur% kiesels.,% kie- sels. Verbindungen; nicht selten läfst sich aber auch kein einfaches pro- portionales Mischungsverhältnifs zwischen dem Sauerstoff der Kieselerde und der Basen nachweisen, oder vielmehr finden dann Mischungen von zweierlei verschiednen Silikaten statt. Gaarschlacken, welche wenig oder gar kein Eisenoxydul enthalten, blähen sich, wenn man sie glühend mit Wasser ablöscht, sehr stark auf, bilden eine schaumige, poröse, lockre, bimssteinartige Masse; an den Wänden, in den Ritzen des Gestells findet ıman nicht selten in zarten weichen Fäden reine Kieselerde, aus dem aus Roheisen abgeschiednen wieder oxydirten Silicium entstanden, Schwe- feleisen, Schwefelmangan, Blei in Krystallen, Glätte, Mennige ete., Das Roheisen ist ein Gemisch von in verschiednen Quantitäten mit Kohlenstoff verbundnen Eisen mit Mangan, Schwefel, Phosphor, Sili- cium(Alumium), Titan, Chrom; es wird theils zum Verfrischen verwen- det, um Stabeisen und Stahl aus ihm zu gewinnen, theils zu Gufswaaren verarbeitet; hienach wird es von verschiedner Beschaffenheit erblasen. [Im Jahr 1325 wurden im preufs, Staat gewonnen 793,672 Centner Roh- eisen,‘1826 845,346 Ctr.; an Gufswaaren 1825 182,228 Cir., 1826 207.2053 Ctr.; 1828 und 1829 wie folgt: Oberbergamtsdistrikte u: 32 Roheisen.|Gufswaaren.! Roheisen.|Gu[swaaren. Im:| Geniner. CGentner. Centner. Centner. Brandenb. preulsischen... 6,821%| 24.6055 6,649 166,314 u. 120,289 Stück Schlesischen.............)417,705%| 52,563 432,456; 48,777% Niedersächs. Thürinesch.| 19,303 2,134 21,078 4,910 Westphälischen.........! 6,922%| 60,030 4,1687 75,1405 Rheinischen.............) 400,044 79.7933 443.265 77,191% Die Einfuhr an Gufseisen betrug 1828 69,476 Ctr.. die Ausfulır 84,294 850,796%|219,726 907,617| 372,933% 3% Fr} m ne en EL an \ 56 Ueber Eisenproduetion. In folgenden Regierungsbezirken des preuls. Staats befinden sich Hoh- öfen, und zwar im Jahr 1829: Regierungs-== Königliche. an Distrikte, bezirk. ge Zahl, a ag wo sie sich befinden, Oppeln....! 48| 7 Königshütte 4, Glei-| 41 Lublinitz 11, Grofs-Streh- witz, Malapane, litz 7, Tost- Gleiwitz 6, Creutzburg. Beuthen 5. Liegnitz....| 14|- 14 Breslau....|, 2]- 2 lim Glatzer, Habelschwerd- ter Kreis. Frankfurt... 2| 2 Vietz, Peitz. nr Stettin..... 1| 1 Torgelow zwischen)— Uckermünde und Pasewalk. Gumbinnen) 1/1 WVondollek. PR Merseburg.| 1|- 1|Lauchhammer. Magdeburg.| 2|- 2|Schierke, Ilsenburga.Brock. Erfurt......| 23| 2 Sorgeam Harz, Neu-| 21 im Schleusinger, Ziegenrük- werk im Henne- ker Kreis. bergschen. Münster...‘. 1|- 1!Kreis Borken. Minden....| 1|- 1|Altenbecken, Kreis Pader- born, Arnsberg...! 27| 1 LohhüttebeiSiegen.| 26|Müsen, Gosenbach, Nie- derschelden, Eisern, Ei- serfeld etc. im Siegensch. Coblenz....| 19| 1 Saynerhütte. 18|Bendorf, Rasselstein, Hamm, Rheinbellen etc. Düsseldorf. 2|- 2|Isselburg etc. Göla 2... 6|- 6|Oberkaltenbach ,„ Ründe- roth, VVeyershagen etc. Aachen....| 22|- 22 jim Kreis Gmünd, Düren, Trier.....- zu 7= 20|Geislautern, Dillingen, u. a. 2.0, m. Summa 192|15 1177 Englands*) Eisenproduction betrug: Jahr. Tonnen, Zahl der Oefen. 1740 17,000 59 883 68 8 96 125 121 1806 250— 20 400—_ 25 581,367 261 27 690 284 D. pP. 1 Bars #) Se Dufrenoy und Beaumont über die ‚Brock, genrük- Pader- , Nie- na gensch, n, en etc, Ründe- n etc, Düren. en, U, 4, TEEN tiber die Ueber Eisenproduction. Frischverfahren. 5% Also im Jahr 1827 690,000 Tonnen= 13,550,946 preuls. Gentner! Die gröfste Zahl Hohöfen befindet sich in Staffordshire und South- WVales, zusammen 185 mit einer Production von 488,000 Tonnen.— Von jener Totalproduction kann man annehmen, dafs 75 zu Gufswaa.. ren, 75 zum Verfrischen verwendet wurden, Zu einer Tonne Roheisen wurden durchschnittlich 4 Tonnen Steinkohlen verbraucht, also für 690,000 Tonnen Roheisen 2,760,000 Tonnen Steinkohlen!! Ueber Frankreichs Eisenhüttenwesen siehe eine Abhandlung von He- ron de Villefosse*). Im Jahr 1826 waren in 45 Departem. 424 Hoh- öfen in Betrieb; das Product von 422 Hohöfen, welche ausschliefslich Roheisen lieferten, war 1,739,269 metrische Gentner= 3,380,506% preuls. Centner, und zwar das der Holzkohlenhohöfen 1,704,243 und der Coaks- hohöfen 35,026 metrische Centner. An Gulswaaren wurden dargestellt 378,186 metrische Centner= 735,056 preufs. Centner.] Um aus den Eisenerzen Stabeisen zu gewinnen, kann man zwiefach verfahren, nämlich entweder so, dafs die Erze in Stücköfen, oder Lup- penheerden, Rennfeuern bearbeitet werden, wobei ein zwischen dem Roheisen und Stahl in der Mitte stehendes Product gewonnen wird, vergleiche oben Seite 42, oder es werden die Erze zuerst in Blau- oder Hohöfen redueirt, wobei jedoch das Eisen Kohlenstoff aufnimmt, und das Roheisen sodann durch das Frischen, affinage, in Stabeisen umgewandelt. Das Verfrischen geschieht theils in Heerden, oder Feuern,(Frischheerd, Frischfeuer, Zerrennheerd) mit Holzkoh- len, theils in Flammöfen bei Steinkohlen, und zwar ohne dals das Brennmaterial mit dem Eisen in unmittelbare Berührung kommt; letzte- res Verfahren ist im vorigen Jahrhundert in England zuerst ausgeführt worden. Da das Eisen, in Maafsen es sich vom Kohlenstoff reinigt, ım- mer schwerer schmelzbar wird, und in keinem Ofenfeuer geschmolzen werden kann, so verursacht dieser Umstand viele Schwierigkeiten bei der Entkohlung desselben, welche nur durch die Einwirkung von oxy- dirtem Eisen in bedeutender Menge erreicht werden kann. Das Frischen in Heerden besteht darin, das Roheisen durch die Gluth der brennenden Kohlen vor dem Gebläse einzuschmelzen, den Kohlenstoff, die fremden Metalle und nicht metallischen Substanzen, welche im Roheisen enthalten sind, durch Oxydation herauszuschaffen, und das durch die Gebläseluft oxydirte Eisen durch die glühenden Koh- Roh- und Stabeisenproduction in England, A. d.M. II serie, Tom. 2. pag. 3, 177.— Coste und Perdonnet desgleichen Tom, 5. pag. 2555 4555 beide Abhandlungen enthalten viele Abbildungen, J, *) A.d, M. Tom, 13. p.339,; ein kurzer Auszug in D. p. J. Bd. 24. s.444, Ferner A. d. M. Il ser, Tom. 2. p. 401., in K,A. f& M. 6. etc. Bd. 1, S. 207. Fr u ag, ae DER NE WERTET ER EIN er 58 Beschreibung eines Frischfeuers. len wieder zu reduciren. Aber bei der steten Berührung des Eisens mit den Kohlen in der Glühhitze ist es unvermeidlich, dafs ersteres im- mer von Neuem wieder etwas Kohlenstoff aufnimmt, doch werden die leichter oxydirbaren fremden Metalle und heterogenen Materien bei dem öftern Durcharbeiten der Masse vor dem Gebläse in den Heerden, bei dem öftern Wechsel von Oxydation und Reduction vollständiger geschie- den, als dies bei dem Verfrischen in Flammöfen der Fall ist, wo das \Viederaufnehmen von Kohlenstoff dadurch vermieden wird, dafs das Eisen ohne Berührung mit glühenden Kohlen gefrischt wird. Je reiner aber ein Koheisen ist, desto schneller, leichter und mit desto geringerm Verlust läfst es sich verfrischen.. Erfahrungsmäfsig ist das weilse Roh- eisen zum Verfrischen mehr geneigt, als das graue: erstlich kommt es leichter in Fluls, bleibt aber mehr dickflüssig, zweitens wird es vom Eisenoxyd weit schneller in Stabeisen umgewandelt; graues Roheisen muls erst in den Zustand des weilsen Roheisens übergehen, wenn es sich in Stabeisen umändern soll, weshalb ein beträchtlicher Zusatz von Eisenoxydul(kiesels. Eisenoxydul, in welchem letzteres stark vorwaltet) nölhig wird, weshalb man beim Verfrischen von grauem R. weit mehr Gaarschlacke anwenden kann, als bei dem des weilsen R. Nichts desto weniger darf nicht geglaubt werden, dafs der Gang des Hohofens immer so gehalten werden müsse, dals nur weilses R. zum Verfrischen ge- wonnen wird, im Gegentheil ist bei Coakshohöfen ein recht graues R. bei möglichst leichtflüssiger Beschickung zum Behuf des Verfrischens in Heerden zu erzielen, wogegen aber graues R., bei sehr strengflüssiger Beschickung erblasen, ganz unpassend ist, weil es sehr viel Silicium (Alumium) aufgenommen hat. Bei Holzkohlenhohöfen und gutartigen Er- zen kann man aber auf weilses Roheisen hinarbeiten, nicht aber bei Wiesenerzen. Die Einrichtung eines Frischfeuers, Frischschmiede(Wal- lafshammer), forge, siehe Tafel VIII Fig. 6 im Grundrils und Fig. 7 im Durchschnitt nach der Linie ab Fig. 6(Frischfeuer von Gortarto- witz in Oberschlesien), ist folgende: Es befindet sich in einem eignen Hüttengebäude ein grofser Heerd mit dem dazu gehörigen Gebläse, nebst dem zum Ausschmieden nöthigen Wasserhammer, oder Walz- werk; der Heerd ist 6 Fuls im Lichten lang, 3 F. breit, 12 bis 15 Zoll über der Hüttensohle erhaben, über ihm eine auf Säulen ruhende Esse; der Heerd ist mit eisernen Umfassungsplatten a,a,a, belegt, und hat eine Oeffnung, in welcher das sogenannte Feuer, foyer, b,b, d.h. der zum Frischen bestimmte Raum, eingebaut wird. Dies geschieht also: man legt auf den Grund des Feuers oder Heerds eine gulseiserne Bo- denplatte, den Boden, fond, c Fig. 7, und an deren Seiten 3 oder 4 Sei dal ch zacı Gebl serel gerel zach senst Schli Hol sehe | rad! named indem | Die# | Li seid isti nu? 2a li di Eisens 8 IM- n die ' dem , bei schie- 0 das 5 das reiner ngerm ‚Roh- mt es vom eisen nes ‚ von altet) mehr desto mmer 1 ge- sR. ns In siger jelum n Er- r bei Wil- ig, 7 tarto- ignen bläse, Valz- ‚Zoll Esse; d hat h. der ‚ also: ne Do- oder 4 Beschreibung eines Frischfeuers. 59 Seitenplatten auf die hohe Kante, Frischzacken, taques, und zwar so, dafs ein Zacken die Vorderseite begränzt, Schlackenzacken, laiterol, chio, chariot, taque d laitier, d, d, ein anderer gegenübersteht, Hinter- zacken, rustine, tague de fond, herre, e,e, ein dritter zur Seite des Gebläses, oder Formzacken, varme, taque de tuyere, f,f, diesem gegenüber der Giehtzacken, contrevent, 8,5, Wo das Roheisen auf- gegeben wird. Auf dem Hinterzacken steht der sogenannte Aschen- zacken h, lose auf, um das Zerstreuen von Kohlen und kleinen Ei- senstückehen beim Aufbrechen des Eisens im Heerd zu verhüten, Im Schlackenzacken befinden sich ein oder mehrere Löcher in verschiedner Höhe zum Ablassen der Schlacke, welche in der Zeichnung nicht zu sehen sind. Unter dem Boden ist ein ausgemauertes Wasserloch ange- bracht, Tümpelloch, welches mit Wasser gefüllt werden kann, um namentlich den Boden abzukühlen, was nach dem Frischen geschieht, indem die Hitze durchs Verdampfen des Wassers gemildert wird. Die Entfernung der Vorderseite von der Hinterseite nennt man die Länge des Heerds, sie beträgt 32 Zoll, die der Form- von der Gicht- seite die Breite, welche 24 bis 26 Z. beirägt. Für den Gang des Frischens ist die Stellung der Frischzacken, die Lage des Bodens und die Entfer- nung desselben von der Form wichtig: Gicht- und Hinterzacken sind nach auswärts gestellt, der Formzacken neigt sich dagegen in den Heerd; auch die Windführung, d. h. die Beschaffenheit und Lage der Yorm i, und der Düse k, ist sehr einflulsreich, letztere liegt in der Form zurück. wodurch bewirkt wird, dafs sie die Form kalt bläst und so gegen das Verbrennen schützt; die Düse ist mit der Windleitung mil- telst eines ledernen Schlauchs verbunden. Die Form liegt in einem eig- nen eisernen Formkasten| auf dem Formzacken in etwas abwärts geneigter Richtung, das Stechen der Form; die Formen sind aus Kupfer, haben halbrunde Mündungen, die nach Malsgabe des zu verfri- schenden Roheisens weiter oder enger gemacht werden; die Entfernung der Form vom Hinterzacken beträgt 9 Zoll, die Tiefe des Feuers, d. h. die Entfernung des Bodens von der Oberfläche des Formzackens 8 Z., auch nach Umständen 7 und 9 Z., sie ist bei dem guten Troheisen ge- ringer, als bei fehlerhaftem; die Tiefe des Feuers und das Stechen der Form, oder die Richtung des Windstroms, müssen stets zu einander im richtigen Verhältnils stehen. m die Windleitung, welche durch die Esse n geht, o ein mit einer Schraube versehenes Ventil, um den Wind- strom zu reguliren; p Aschenfall, q eiserner Rauchmantel, um den Rauch und die Funken nach der Esse abzulühren. Das Roheisen, welches zum Frischen gebraucht wird, hat parallelopipe- dische Form, G anz(vergleiche vorn Seite 52, doch werden auch Bruchstücke ET PIERRE ul id nn 2 nn 60 Frischverfahren im Frischfeuer. g vom Eisenguls mit aufgegeben. Granes, oder gaares, Roheisen erfordert zwar gelang! > gröfsere Hitze zum Schmelzen, als weilses, wird aber völlig flüssig, wogegen schlch Wi das letztere zwar schneller abschmilzt, aber breiartig bleibt; nur Spiegelei- Nasen | sen und das ihm zunächst stehende weilsgaare wird noch gehörig flüssig. werden; j Der Frischer hat darauf zu achten, dafs das Frischen nicht zu schnell vor frac 17 sich gehe, Gaargang, aber auch nicht zu langsam, Rohgang, weil rien Ga im ersten Fall viel fremde Bestandtheile im gefrischten Eisen bleiben, finden v im letztern aber viel Abbrand stattfindet; er mufs also das Feuer, nach man Im Mafsgabe des Roheisens, bald mehr auf den Gaar-, bald mehr auf den|Dal be Rohgang einrichten. Die Menge Roheisen, welche auf einmal zum Frischen| Frischen eingesetzt wird, beträgt 2 bis 3 Centner. Die Beschaffenheit der Holz-| entblöst kohlen bedingt die Menge des erforderlichen Windes, harte verlangen| Eisen ab mehr, als weiche, unter diesen sind kieferne die vorzüglichsten. Zu-| eine Jung schläge werden eigentlich nicht angewandt; kaltbrüchiges(phosphorhal- Id hebt tendes) Eisen hat man durch einen Zusalz von gepochtem Kalkstein ver-| die Höhe bessern wollen. Der Frischer gebraucht aber noch, um den Rohgang| Fom- u zu vermeiden, Gaarschlacke vom Frischen(basisch kiesels. Eisenoxydul), und me auch Hammerschlag(Eisenoxydul- Oxyd), wobei zugleich das in bei- schaffe den enthaltne Eisen wieder zu gute gemacht, also Eisen gewonnen es gehö wird; bei zu gaarem Gang wird auch wohl Sand zugesetzt, was aber welche» nicht sehr nützlich ist. Was die Luftmenge betrifft, welche zugeführt| Zeit ul werden mufs, so beträgt sie beim Einschmelzen eines gaaren R. 140 I Er bricht bis 150 Kubikf. in der Minute, eines weilsen 160 bis 180 Kf., beim af den Frischen 200 bis 210 zu Anfang, 240 bis 250 zu Ende, beim Anlaufen I Kollan a selbst an 400 Kf,| Stücke, Der Frischprozels zerfällt nämlich in zwei Hauptabtheilungen, ins Id Fort Einschmelzen des zu verfrischenden Eisens, und ins Frischen des ein-| un soll geschmolznen, wobei jedoch noch zu bemerken ist, dafs während des das in di Einschmelzens die Kolben oder Schirbel, massoques, vom vorigen Deul das Eisen gewärmt und ausgeschmiedet werden. Soll das Verfrischen beginnen,| zweiten, so wird der Heerd, nachdem vorher schon gefrischt worden, nöthigen-| Panne falls erst abgekühlt, die Gaarschlacke vom vorigen Frischen und der einzien| Schwahl, sorne,(gesinterte Gaarschlacke) theils herausgenommen, theils Hierauf se im Heerd gelassen, je nachdem es das zu verfrischende Roheisen verlangt, Eisen H der Boden mit den kleinern Kohlen vom vorigen Frischen belegt, der! Tom. Wr Vorheerd mit feuchter Lösche, fraisil, gehörig umschüttet, und die Ganz Une| vom Gichtzacken aus in den Heerd gerückt, so dals sie 6 bis 7 Zoll Id, Hi weit von der Form entfernt ist; man schüttet eine Schwinge voll Koh- MIR. len auf, und läfst das Gebläse an. Wird weilses Roheisen(gaarschmel- Bien zendes) verfrischt, so mufs mehr und schärferer Wind, wird aber graues Vz en I.(rohschmelzendes) bearbeitet, so‘ muls weniger Wind in den Heerd\ Idie Sa | | t zwar gegen selei- ". üssig, schen Holı- angen Zu- jrhal- ver- gang ydul), } bei- onnen aber führt 140 beim ulen , Ins ; ein- | des Deul ınen, igen- | der heils angt, der Ganz Zoll Koh- hmel- graues Heerd Frischverfahren im Frischfeuer. 61 gelangen. Es muls darauf gesehen werden, dafs sich nicht zu viel Roh- schlacken im Heerd sammeln, die Ganz stets nachgefahren wird, im Nafsen sie abschmilzt, die Kohlen vom Wind nicht auseinandergeblasen werden; man läfst daher auch von Zeit zu Zeit die Schlacken ab, un- tersucht die. Beschaffenheit des Eisens im Heerd, welches beim gehö- rigen Gang des Einschmelzens zu Ende dieses Prozesses teigartig ge- funden werden muls, weil dadurch die Arbeit erleichtert wird, und man im Stande ist, ein gutes Stabeisen zu produciren. Ist alles zum Deul bestimmte Roheisen eingeschmolzen, so beginnt das eigentliche Frischen: der Frischer räumt den Heerd, läfst die Schlacken ab, und entblöst das Eisen von Kohlen, sticht den Schwahl vom ungefrischten Eisen ab(Rohschlacken), und schreitet zum Rohaufbrechen; er stölst eine lange, starke Brechstange beim Gichtzacken auf den Boden nie- der, hebt dadurch die Eisenmasse, durch verschiedne Bewegungen, in die Höhe, und sucht durch eine ähnliche Operation von der Ecke des Form- und Vorheerdzackens aus den Eisenklumpen völlig loszubrechen und nach der Gichtseite hin zu bewegen. Je nachdem er nun die Be- schaffenheit des Eisens findet, ist sein Verfahren verschieden; findet er es gehörig gaar eingeschmolzen, so wird es in 3 oder 4 Theile zerbrochen, welche von der Gebläseluft gehörig durchgewirkt, und in der kürzesten Zeit auf die vortheilhafteste Weise zur Gaare gebracht werden können. Er bricht beim Gichtzacken zuerst auf, legt die Masse aus dem Feuer auf den Heerd, so auch in der Mitte und am Formzacken, schüttet frische Kohlen auf den Boden; die vor der Form gelegnen, ziemlich gaaren Stücke, legt er über die Form, die mehr rohen vom Gichtzacken vor die Form, dem Wind gegenüber. Das Gebläse wird stärker angelassen, und, sollte der Gang noch roh sein, Hammerschlag zugesetzt; so schmilzt das in die Höhe gehobne Eisen in den Heerd herunter. Sollte hierauf das Eisen noch ziemlich roh sich im Heerd befinden, so bricht er zum zweiten, auch wohl selbst zum drittenmal roh auf, bis eine weilse Flamme den guten Gang andeutet, und bis sich das Eisen zu einem einzigen Klumpen vereint hat, und eine gelblich-weilse Farbe besitzt. Hierauf schreitet der Frischer zum Gaaraufbrechen des halbgaaren Eisens, avaler la loupe, er hebt das Eisen ganz in die Höhe über die Form, wodurch die glühenden Kohlen des Heerds unter den Eisen- klumpen fallen, wo sie die zum jetzt erfolgenden Niederschmelzen erforder- liche Hitze erzeugen; auch wird der Boden von allem Schwahl gerei- nigt, das Eisenstück mit frischen Kohlen beschüttet, die mit Wasser genetzt werden. Das Gebläse wird nun vermehrt, um beträchtliche Hitze zu erzeugen und das Eisen in einen halbflüssigen Zustand zu versetzen, die Schlacken abzuscheiden; das Eisen geräth dabei in kochende Be- Tg ne GE nn or an an rl KL un nn... 62 Frischverfahren im Frischfeuer. wegung und wird der Wirkung des Windes recht ausgesetzt, weshalb es auch eine gehörige Zeit lang in diesem Verhältnifs bleiben muls; die Gaarschlacke umgiebt das Eisen im Heerd, und wird nur dann ab- gelassen, wenn sie in zu grolser Menge vorhanden ist.— War aber das R. phosphorhaltend, so muls es bei einem sehr rohen Gang verfrischt werden, alle gaaren Zuschläge bleiben weg, um den sröfsten Theil des Phosphors als Phosphorsäure in die Schlacken zu treiben, Man sucht auch diesen Zweck durch 3 bis 105 gepulverten weifsen Kalkstein zu erreichen, den man nach dem ersten Rohaufbrechen aufstreut, hiemit wird bis zum Gaaraufbrechen fortgefahren; dadurch wird aber der Fehler des Kaltbruchs nicht gänzlich aufgehoben. Solches Roheisen wird überhaupt am besten zu Gulswaaren und nicht zu Stabeisen verarbeitet. Nun pflegt man ein Verfahren anzuwenden, welches aber nicht all- gemein üblich{ist, das Anlaufenlassen, Anlaufnehmen, affinage par attachement. Findet nämlich der Frischer, dafs, wenn das Eisen beim Niederschmelzen in die kochende Bewegung geräth, und er die Brechstange unter das Eisen in der Ebne der Form steckt, sich gaares Eisen an dieselbe ansetzt, so bildet er in dem Eisen eine Pfanne, oder Höhlung vor der Form, steckt einen Eisenstab hinein, den er von Zeit zu Zeit umdreht, wobei sich das Eisen anhängt und der Stab nicht leicht herausgezogen werden kann, er zieht ihn heraus, schweilst unter dem Hammer das Eisen auf, kühlt es in Wasser, steckt ihn wieder in die Pfanne, und wiederholt dieses Verfahren so lange, bis der An- laufkolben, lopin, sein bestimmtes Gewicht von 16 bis 20 Pfd. er- reicht hat, welcher dann'ausgeschmiedet und von der Stange abge- hauen wird, während dem ein zweiter Stab eingehalten wird, womit er so lange wechselsweis fortfährt, bis das Kochen und Anlaufen aufhört. Man erhält auf solche Weise, je nach der Menge: des einge- schmolznen Eisens und dessen Beschaffenheit, 2, 3, auch 6 bis 9 Kolben, welche von vorzüglicher Güte sind. Nach vollendetem Anläufen wird das Gebläse etwas langsamer gestellt, und zum Deulmachen über- gegangen. Der Frischer sucht alle kleinen auf dem Heerd zerstreuten Eisenstückchen zusammen, bringt sie auf den von gröfsern Kohlen ent- blöfsten Klumpen, giebt etwas Hammerschlag zu und läfst dieselben an- schweilsen, kühlt dann den Deul, oder die Luppe, loupe, mit Was- ser, und hebt ilın mit seinen Gehülfen im Heerd in die Höhe, zieht ihn nach der Schlackenplatte, reinigt ihn von ansitzendem Schwahl, und bringt ihn auf die Hüttensohle; hier wird der Hammerschlag, der Schwahl erst mit einem grolsen hölzernen Hammer abgeklopft, sodann der Deul noch glühend unter einen schweren Hammer gebracht, wobei ihm durch gehö Verf poch a Heerd)| 4b 6 geebnel, und in e diesem A noch ein en es Vol [Man re oder a nur& | fılıke Die | Binschn handen Frischs | verlierer vor dem Behand: 8 halbı Bisenony anwende dl erfor kiesel, V oryehl in icht meh Die| laftrom Auteils al Rıl N Nm tr del ne l \ Mersihl, Insofern reshall mul; nn al. er das frischt eil des sucht ein zu hiemit 7 der Jheisen ıbeisen ht all- finage Eisen er die gaares ., oder on Zeit ) nicht ; unter wieder wonit nlaufen einge- \olben, \ wird ‚ über- treuten n ent- en an- Was- lt Ihn ıL, und ‚chwahl er Deul on durch Erklärung des Frischprozesses. 63 gehöriges Wenden eine fast würfelförmige Gestalt ertheilt wird; dieses Verfahren heifst das Zängen des Deuls, einglage. Nun wird derselbe noch auf der obern und untern Fläche(in Beziehung auf seine Lage im Heerd) geebnet,— abgedreht,— sodann mittelst eines Setzeisens in 4 bis 6 Stücke, Schirbel, Zopins, zerhauen, diese an den Ecken geebnet, oder abgerichtet, sodann weilsglühend gemacht— gewärmt— und in einer bestimmten Reihenfolge nach einander ausgeschmiedet. Bei diesem Anwärmen hat es der Frischer in seiner Gewalt, das vielleicht noch etwas roh gebliebne Eisen zur völligen Gaare zu bringen, wenn er es vorsichtig dem Wind aussetzt. [Man rechnet auf den Königl. Frischfeuern 28,53 Abgang beim Verfrischen, oder auf 7 Centner Roheisen 5 C. Stabeisen; oft beträgt der Abgang nur 25 bis 269. Eben so werden auf 3 Centner Stabeisen 64 Kubik- fuls Kohlen gerechnet, also auf 1 C, 21% Kf.] Die Rohschlacke, welche zu Anfang des Frischens während des Einschmelzens fällt, und das Frischen, wenn sie in grofser Menge vor- handen ist, verhindert, hat eine schwarzgraue Farbe; die weniger rohe Frischschlacke wird, um den sehr bedeutenden Eisengehalt nicht zu verlieren, im Hohofen verschmolzen. Die Gaarschlacke entsteht kurz vor dem Gaaraufbrechen des Eisens im Heerd, und wird bei gehöriger Behandlung des Feuers nicht abgelassen; sie hat eine eisengraue Farbe, ist halbmetallisch schimmernd, schwer, enthält zwischen 80 und 902 Eisenoxydul, ist der beste Zuschlag, den der Frischer beim Rohgang anwenden kann. Der Schwahl, zusammengesinterte Gaarschlacke, die am Boden sich ansetzt und vom Deul abgelöst werden muls, wird eben so benutzt, wie die Gaarschlacke.— Je mehr in dem zu verfrischenden Roh- eisen Silicium enthalten ist, desto roher wird die Frischschlacke, sie enthält dann mehr Kieselerde, als zu einem neutralen kiesels. Eisenoxy- dul erforderlich; nach und nach wird: die Schlacke mehr eine neutrale kiesels. Verbindung, endlich wenn es zur Gaare geht, waltet das Eisen- oxydul immer mehr vor, bis die Kieselerde so abnimmt, dafs die Schlacke nicht mehr verglast, sondern als Schwahl zusammensintert. Die Abscheidung des Kohlenstoffs aus dem Roheisen durch den Luftstrom geschieht nicht anders, als durch gleichzeitige Oxydation des Antheils Eisen, welcher mit dem Kohlenstoff verbunden war. Glüht man aber Roheisen mit oxydirten Substanzen, welche Sauerstoff in der Glüh- hitze abtreten, so kann es in geschmeidiges, entkohltes Eisen umgewan- delt werden, ohne sich zu oxydiren; so z. B. durchs Glühen mit Ham- merschlag(Eisenoxydul- Oxyd), rothem Eisenoxyd, auch mit Gaarschlacke, insofern diese überschüssiges Eisenoxydul enthält; eine neutrale Verbin- ” rau Tg age RE E . s 64 Varietäten des Frischverfahrens.| dung von Kiesels. und Eisenoxydul, wie sie in der Rohschlacke ist, wirkt auch nicht auf den Kohlenstoff des R. ein, sondern nur die basische Verbin- Schel dung, welche aber auch durch diese Einwirkung in eine neutrale um- ug gewandelt wird. Also wirkt sowohl das durch die Einwirkung des ar Windes auf das Roheisen erzeugte, als auch in der Gaarschlacke ent- u Y. haltne, Eisenoxydul bei dem Frischen auf den Kohlenstoff des R. und ee oxydirt denselben, wodurch das Eisen in weiches E. umgewandelt wird. I dr Zugleich oxydiren sich durch den Luftstrom die dem R. beigemischten| fisiee fremden Stoffe, Silicium, Mangan u. a. Es ist aber nöthig, dafs mög-„| Meise lichst reines R. zum Verfrischen angewendet werde, ein gaares graues phor av Roheisen aus leichtflüssigen Beschickungen, welches vor dem Verfrischen Method) in weilses umgeändert und bei schwachem Luftzug geglüht worden ist. gerade) Das bisher geschilderte Frischverfahren nennt man die deutsche löschen Frischschmiede, sie ist fast im ganzen nördlichen Deutschland und einem Nan pl grofsen Theil von Frankreich eingeführt. Es giebt aber mehrere Varie-} nah täten derselben, welche theils in der Beschaffenheit des Roheisens, theils rs K in der Gewohnheit und Fähigkeit der Arbeiter ihren Grund haben, und er nicht wenige wesentlich von ihr abweichende Frischverfahren.| ri [Solche sind: die But- oder Klumpschmiede, Suluschmiede, beide m dern: 4 Schweden üblich, die Halbwallonenschmiede, theils in Schweden, theils! bei Sad auch in Frankreich üblich, forge de Berry; von dem deutschen Frisch- Standeri] verfahren sind mehr verschieden: die VVallonenschmiede, wo man nur gentheil Luppen von 40 bis 60 Pfd, erzeugt und in besondern Reckheerden zum der Verld Ausschmieden anwärmt; sie ist an der Niederlahn, in der Eiffel üblich; 1 Kıbikf die Löschfeuerschmiede, hier wird ein sehr gaarschmelzendes Roheisen, gar keine mit einem Zusatz von schon fertigem Stabeisen, möglichst schnell und Weil ohne Aufbrechen zur Gaare gebracht. Dieses Verfahren findet nur eisenfeig noch im Hennebergschen und auf dem thüringer Wald statt, wo man weıter 7 die Stückofenwirthschaft betreibt, deren Güsse hiezu angewendet wer- den. Diese Frischmethode liefert bei ziemlichem Abgang und starkem Dis& Kohlenverbrauch ein vorzüglich gutes Stabeisen. Die steyrische und zerhanen siegensche Einmalschmelzarbeit, die Osemundschmiede in der Graf-| auch der- schaft Mark, liefern ein schr reines und gutes Eisen, besonders für nach it den Drahtzug; Bratfrischschmiede, affinage a rötissage, eine Modifica- ner,$ tion der steyrischen Frischerei, indem man das vom Blauofen gelieferte aa weilse Roheisen vor dem Verfrischen noch glüht, oder bratet, etwas hi N entkohlt. Müglafrischschmiede, affinage bergamasque, in Kärnthen und E en, Frankreich üblich, liefert bei sehr grofsem Kohlenaufgang Eisen von ga de vorzüglicher Güte; Brechschmiede, in Böhmen, Mähren, Ungarn, auch le Fiss, in Norwegen und Schweden mit einigen Modificationen üblich; der da Ham Sinterprozels, in Salzburg, Kärnthen, Berchtholsgaden, mit einem äu- Ling vor fserst grofsen Kohlenverbrauch, Hart- und Weich-Zerrennfrischen, ma-| Kopl Rap « zeage, mazage, in Steyermark, Kärnthen, Krain, Frankreich üblich; Harnnen n auch| 12 ‚ wirkt Yerbin. le um- 5 des e ent. . und wird. ischten mür- graues schen n ist, tsche einem Varie- theils 1, und ıde ın theils 'risch- n nur n zum iblich; eisen, el und let nur ‚o man 't wel- tarkern 1e und - Graf- ers für odıfica- lieferte etwas en und pn von ‚, auch h; der ern Al" ven, MO , üblich; auch Vorbereitung des Roheis. zum Frischen.— Hümmer. 65 auch hier wird das aus den Blauöfen erhaltne Eisen, und das durch Scheibenreilsen, Blattelheben weilsgemachte graue R. erst ın eignen Brat- öfen, oder Heerden, gebraten, Kartitscharbeit, schwäbische Frischme- ihode(Mazeage gleichfalls genannt). Er Man hat verschiedne Verfahrungsarten versucht,"um das Roheisen zum Verfrischen vorzubereiten, sie laufen alle da hinaus, das graue R. in weifses zu verwandeln, aber damit ist im Allgemeinen der Zweck nicht gehörig erreicht, wenn nicht zugleich auch die in dem bei streng- - flüssiger Beschickung des Erzes im Hohofen erblasnen R. in reichlicher Menge enthaltnen fremden Stoffe, als Silictum, Mangan, so wie Phos- phor aus Wiesenerzen, möglichst entfernt werden, was aber bei mehrern Methoden dieser Art nicht, oder nur sehr unvollkommen geschieht, aber gerade hauptsächlich wünschenswerth ist. Dahin gehören: das Ab- löschen des grauen R. mit Wasser, das Scheibenreifsen(Blattelheben). Man pflegt in der Eiffel das R. schon im Gestell des Hohofens weils zu machen, indem man den Windstrom auf dasselbe leitet, und es ın eine wällende Bewegung versetzt, während die Gichten langsam nieder- gehen, man nennt es das Läutern, Destilliren des Eisens. Man kann auch in Flammöfen mit flachem Heerd graues R. einschmelzen und durch Frischschlacken, die zugesetzt werden, in weilses R. umän- dern: solche Vorbereitungsmethode wird unter andern zu Geislautern bei Saarbrücken ausgeübt; 15 bis 18 Centner R. werden in 3 bis 4 Stunden weils gemacht, wobei kein Abgang an Eisen stattfindet, im Ge- gentheil eine Gewichtszunahme von 1 bis 35 aus den Frischschlacken; der Verbrauch an Steinkohlen beträgt auf 100 Pfd. VWVeifseisen kaum 1 Kubikf. Es wird hiebei ein Theil Silicium abgeschieden, aber fast gar kein Phosphor, wenn derselbe ım B. enthalten war.(Von dem WVeilsmachen bei Coaksfeuer in geschlofsnen Heerden, oder den Fein- eisenfeuern, siche beim Frischverfahren mit Steinkohlen in Flammöfen weiter unten.)] Das gefrischte Eisen muls, nachdem es in Schirbel oder Kolben zerhauen ist, ausgereckt werden, wozu man sich grofser Hämmer, oder auch der Walzwerke bedient, Die Wasserhämmer unterscheiden sieh nach der Art, wie sie in die Höhe gehoben werden, in Aufwerfhäm- mer, Schwanz- und Stirnhämmer. Die erstern, marteau 4 sou- lövement, siehe Fig. 8, und 9. Tafel VIIL., sind als einarmige Hebel zu betrachten, an deren einem Ende der Drehpunkt, die Hülse ce, c, am andern der Hammer befestigt ist; die Kraft, w ‚elehe den Hammer hebt, die Frösche oder Daumen b, b der Wasserr'adswelle a, greift auf den Hammerhelm(Hebelarm des Hammers) ungefähr um; der Länge vom Hammer entfernt, ein. Der Hammer schlägt mit seinem Kopf gegen den Reitel d, ein Holz, welches dazu dient, den Hub des Hammers zu begrenzen und durch das Anprellen ein desto kräftigeres 142. 5 66 Aufwerf-, Schwanz-, Stirnhammer, Schweifsofen. Gi ‘und sehnelleres Herabschlagen zu bewirken. Die Lage des Amboses er ist mit der Bahn des Hammers correspondirend, derselbe mufs so be- ie festigt sein, dafs er, ohne zu weichen, völlig feststeht; een EB muls Ih 1 auch das Hammengerüst sehr fest stehen, erfordert daher viel Holz. ns e der Drahmbaum, f die Drahm-, g die Reitel-, h die Hüttensäule,| au i,i Büchsensäulen, in deren Büchsen die Hülse eingelegt wird; k Hammer- r eder Ambofsstock, in welchem oben ein eisernes Gehäuse für den Am- ä] j bos, die Chabotte, befestigt ist, in welcher man den Ambos festkeilt, a z| um ihm verschiedne Stellungen geben zu können. darge R Der Schwanzhammer, siehe Fig. 10 und 11 auf Tafel VIIT, ist ander, 9 dagegen ein zweiarmiger Hebel, der Hammer, am längern Arm befestigt, A 2 wird so bewegt, dals der Daumen b einer Welle a den kleinern Arm m en: niederdrückt; damit das Niederdrücken begrenzt werde, bringt man einen theils denn Prellklotz d an, gegen welchen der Schwanzring e schlägt. Man wen- sen nur 9 det leichtere Hämmer für diesen Mechanismus an, in Vergleich mit den| ge,” Aufwerfhämmern, sie haben aber eine grolse Geschwindigkeit bei gerin-| wird, in germ Hub; man giebt dem kürzern Arm mindestens% der Länge des% I längern. Nicht selten wird das Hammergerüst aus Eisen geferligt. Der| binden sl Stirnhammer ist endlich ein Aufwerfhammer, welcher sich nur da-| obere me durch vom letztern unterscheidet, dafs er vorn am Kopf gehoben wird,| drücken Je und ein ungleich gröfseres Gewicht von 60 bis 80 Centnern besitzt, wenn lar ma jene nur 3 bis 5 C. wiegen, Man gebraucht diese schweren Hämmer beiden i,gi zum Zusammenschlagen der Luppen vom Verfrischen des R. in Flamm- Wale 11% öfen, ehe dieselben unter die Walzen gebracht werden). Ein solcher schieden di englischer Construction, ganz von Eisen, an Gewicht 80 Centner, ist auf nen Dino Tafel IX Fig. 13 dargestellt; a die Wasserradswelle, b, b die Frösche, c der für Runge eiserne Hammerhelm, d der eingesetzte Hammer, e Ambos,£ Drehpunkt. Walze if 4 [Tafel IX Fig. 5 und 6 stellen einen Schweifsofen für Stabeisen dar, wie Blech gie er auf der Königl. Eisenspalterei am Finowkanal bei Neustadt- Ebers- schraube hg walde erbaut ist. a der Heerd, eine eiserne mit Sand beschüttete Platte, die Wal b das Schlackenloch, c Ankerplatten zum Zusammenhalten des Ofens,| oben W; d das Schürloch, e Roststäbe, f Rostbalken, g Aschenfall, h Einsetzthür,| har al welche mittelst eines Hebels aufgezogen werden kann, i Schornstein.] Wale cl Als man in England das langsame Frischverfahren in Heerden mit In6Fuk dem Frischen in Flammöfen, welches ungleich schneller erfolgt, ver- va, sub tauschte, mufste auch eine schnellere Operation des Ausreckens einge- Yin F 2 führt werden, als das zeitherige Schmieden unter dem Hammer: man Wire( bedieute sich der Walzwerke, welche schon früher zum Blechwalzen Hulp = eisen, *) Beschreibung und Abbildung eines solchen Hammerwerks in dem von Ing Industriel T. 8, p, 77, auch in D. p, J, Bd, 36, S, 438. dienen, j fl mbarıs 50 be. 0 muls Hol. nsäule, Inmer- n Am- sikeilt, IT, ist festigt, 1 Arın einen wen- t den gerin- se des ‚ Der ur da- wird, wenn mmer amm- cher ist auf ‚cder unkt, , wie ebers- Platte, Ofens, tzthür, ein.] n mit _ ver- einge- . man valzen ın dem W alzwerke. 67 angewendet wurden. Es werden in sehr feste eiserne Walzengerüste, von denen eins nach Maalsgabe der verschiednen Länge der nöthixen Walzen verschiebbar sein muls, zwei Walzen über einander eingelegt, welche theils für flaches, theils für quadratisches Eisen die nölhigen Einschnitte haben, so dafs alle erforderlichen Dimensionen auf densel- ben erzeugt werden können, Zur Veranschauligung ist hier das Walz- werk der Rybnicker Eisenhütte in Oberschlesien aus Karsten’s Eisen- hüttenkunde, Theil IV Tafel II, entnommen, auf Tafel IX Fig. 1 dargestellt worden. Mitunter legt man auch wohl 3 Walzen überein- ander, um den Prozels des Ausreckens in so fern zu beschleunigen, als dann in einer Glühhitze das Eisen durch alle Einschnitte durchgeführt werden kann, indem es hin und her theils zwischen den beiden obern, theils den untern durchgelassen wird, statt dafs bei 2 Walzen das Ei- sen nur von einer Seite durchgelassen wird, von der andern zurückge- geben. Obschon die obere Walze schon durch Frietion mit umgedreht wird, indem die untere durch Elementar- oder Dampfkraft bewegt wird, so pflegt man doch beide durch Kuppelungsräder mit einander zu ver- binden. Die untere Walze liegt in ihren Lagern unverrückbar fest, die obere aber wird durch Schrauben, die das obere Zapfenlager herunter- drücken, und so die Walze gegen das zu walzende anpressen, in ihrer Lage erhalten. Soll Stabeisen, Bandeisen gewalzt werden, wozu die beiden in Fig. 1 dargestellten Walzenpaare dienen, so behält die obere Walze ihre Stellung gegen die untere stetig bei, indem durch die ver- schieden weiten und engen Einschnitte in beiden Walzen die verschied- nen Dimensionen der Eisensorten bedingt werden, wie auch aus Fig, 3 für Rundeisen ersichtlich ist; aber beim Blechwalzen muls die obere Walze nach Malsgabe der Stärke des Materialeisens, aus welchem das Blech gewalzt werden soll, sich heben können, was durch die Stell- schrauben bedingt wird, die nach jedem Durchgang des Blechs durch die Walzen mehr angezogen werden. Um aber das Niederfallen der obern Walze auf die untere, wenn das Eisen zwischen dem Walzen- paar austritt, izu verhüten, mufs eine Vorrichtung angebracht sein, Die Walzen zum Blechwalzen, laminoirs, sind von verschiedner Länge, 18 Zoll bis6 Fufs und darüber, 10 bis einige20 Z. im Durchmesser, von gutem Rohei- sen, sauber abgedreht; die zum Stabeisenwalzen 15 bis 18 Z. Durchmesser, 3% bis4% Fuls Länge. Diese Walzwerke enthalten theils Präparirwalzen, ceylindres ebaucheurs, preparateurs, degrossisseurs, eingleurs, espatardes, roughing or puddlers rolls, siehe Fig. 4 Tafel IX, theils eigentliche Stab- eisenwalzen, cyl. etireurs, finisseurs, finishing or merchant rolls, von denen erstere zur Bereitung des in Flammöfen gefrischten Eisens dienen, um die Luppe gleichsam zu zängen, in Kolben auszurecken, 5*r 68: W alzwerke. und zuletzt zu groben Quadratstäben; wenn ınan aber die aus bei Holz-| no kohlen gewonnenen Deulen unter Aufwerfhämmern abgeschmiedeten Kol- ie? ben zu Stabeisen auswalzen will, so hat schon der Hammer die Stelle der Fin ı 9 Präparirwalzen vertrelen, sie werden daher unmittelbar unter die Stab- Frl eisenwalzen gebracht.(Von dem Verfahren beim Walzen des in Flamm- m Ihr. 8 öfen gefrischten Eisens gleich mehr.) ven in FI: . [Beschreibung und Abbildung von Walzwerken im Industr. T. 8. p. 115.= el Dufrenoy und Beaumont in den A, d. M. II. serie. T. 22.191. führen. Coste und Perdonnet daselbst, T. 6. p. 49.— Die vielen Frisch- weilse R% schlacken, welche beim Verfrischen abfallen,— von 100 Theilen Roh- schwache eisen 20 Th.,— werden, da sie 40 bis 50% Eisen, die Gaarschlacken Staheisen A sogar einige 60% enthalten, einer eignen Zugutemachung unterworfen, verliert, 3 um das Eisen aus ihnen nicht zu verlieren, insofern sie nicht schon Eisen wir beim Frischen selbst als Zuschlag dienen; man schmelzt sie daher ın a Hohöfen mit einer Beschickung von Kalk durch, welcher statt des Ei- i er: 5(nckires 1. senoxyduls an die Kieselerde tritt, und ersteres frei macht. In Ober- vr 5 schlesien gewinnt man aus Frischschlacke beim Verschmelzen über Hoh- un ui De öfen 368 Roheisen, welches fast 265 Stabeisen liefert, nur darf nicht Laut aufser Acht gelassen werden, dafs die Frischschlacken Phorphorsäure schlige, 37 enthalten.] ches R, 15 folelich ea@ Ist nun das Eisen zu Kolben ausgereckt, so wird es unter ein Paar ofen ich Walzen, die beide correspondirende Einschnitte haben, gebracht und zu ser Besci Quadratstäben ausgezogen, sollen aber flache Sorten Eisen, Bandeisen, ne dargestellt werden, so gehen dann die, Stäbe durch ein zweites Paar ie Walzen, welche anders beschaffen sind, als erstere. Die untere Walze Delay enthält nämlich allein die Einschnitte, die obere die Rippen, welche ge- ine on d\& sind Schagl schmelzen B; ‚fne iron, 1° frage, myg | ker, weg nau in die erstern passen müssen. Durch die Tiefe der Einschnitte wird die Stärke des Bandeisens bestimmt, weshalb verschiedne Caliber ein- geschnitten sein müssen; für jede besondere Sorte Flacheisen muls ein eignes Walzenpaar vorhanden sein. Alles Eisen, was unter die Walzen gebracht wird, muls den höchsten Grad der Schweifshitze haben, damit der fertige Stab mehr weils- als rothglühend vom Walzwerk komme; dann pflegt man wohl noch den Stab, wenn er sich etwas schief gezo- gen haben sollte, mit einem Handhammer zu richten. Eben so muls[a der Wig auch beim Gebrauch der Wasserhämmer zum Ausschmieden des Eisens den Wiug vermieden werden, dasselbe nicht kalt zu hämmern, wodurch es spröde cken ug wird, obschon es ein glattes, blankes Ansehen erhält, de Form [Die Frischfeuer liefern die verschiednen Sorten Eisen bis zu bestimmten ur Dimensionen, die feinern werden dann, um die Frischer nicht zu sehr ae sich, ll,| und Kl, ebenfäl, aufzuhalten, in eignen Hammerwerken dargestellt, siche weiter unten, unter„Verfeinerung des Stabeisens.” In Preufsen sind die Dimensio- ER Yn er= 2 en= ag \ EEE NE,»,) Fr ER ITS EE E 777 TER 5 Frischverfahren in Flammöfen. Feineisenfeuer. 69 Me ‚nen, nach welchen die Eisenstäbe aus den Königl. Frischhütten abge le de liefert werden müssen: für Quadrateisen von 4 bis% Zoll, für flaches : N Eisen von 6 Zoll breit und#2. stark bis 15 Z, breit und% Z. stark.] N. Frischverfahren in Flammöfen bei Steinkohlen. Obschon bereits im 17. Jahrb. mehrere Patente in England auf das Verfrischen von Rohei sen in Flammöfen bei Steinkohlen ertheilt worden sind, so gelang es p. 15, doch erst 1787 Cort und Parnell, dieses Verfahren mit Erfolg auszu 9.— führen. Zum Verfrischen auf diesem Weg eignet sich am meisten das Frisch- weilse Roheisen, welches sich bei starker Glüh- und Schmelzhitze, n Roh schwachem Zutritt der Luft, mit einem geringen Eisenverlust völlig in ılacken Stabeisen umändern läfst, während das graue R. nur den Antheil Kohle N verliert, welcher mit dem Eisen chemisch verbunden ist, das entkohlte ah Eisen wird bei fortgesetziem Glühen oxydirt, ohne vom Graphit befreit les Ei. zu sein. Diejenige Sorte weilsen R., welche wenig Kohlenstoff enthält Ober(luckiges Flofs), bleibt lange in einem Mittelzustand zwischen dem star- Th. ren und flüssigen, kann daher leicht bei mäfsiger Hitze und geringem ncht Luftzutritt entkohlt werden, bedarf keiner gaarenden(oxydirenden) Zu lorsäure schläge, und verschlackt sich nicht bei vorsichtiger Behandlung; ein sol ches R. ist feıner auch reiner von Silicium, Mangan, Phosphor, giebi folglich ein besseres Stabeisen. Kann man ein solches R. aus dem Hoh n Paar ofen nieht erhalten, so muls man das aus gutarligen Erzen bei leichtllüs- ind zu siger Beschickung erblasne graue und halbirte R. durchs Umschmelzen leisen, in Feineisenfeuern zu weilsem R. umwandeln, und so zum Verfiischen s Paar vorbereiten. Walze Die Feineisenfeuer, Raffinirfeuer, refinery fournace, run- che ge- ning out fires, finerie, fourneau d’affinerie, siehe Tafel IX Fig. 10 und 11, je wird sind Schmelzheerde, in welchen ınan graues Hoheisen durchs Uin er eil- schmelzen und Erkalten in weilses R., Feineisen, Feinmeiall, uls ein fine iron, fine metal, fonte mazec, umwandelt, das Weilsmachen, Valoen finage, mazage. Das Feuer hat viel Aehnlichkeit mit einem Frisch- ‚ damit feuer, weicht aber, wie aus folgender Beschreibung hervorgeht, nicht omme; unbedeutend ab. I geno- Sc= , muls[a der Windkasten, welcher mit dem Gebläse in Verbindung steht, und Ku Fisens den WVind durch zwei Düsen dem Feuer zuführt; b die den Form Ri ß zacken vertretende Formwand, in welcher zugleich die Oeffnungen fü: 1 spröde die Formen; die ganze Wand ist hohl und wird durch einen hinein- 4 geleiteten VWVasserstrom kühl erhalten; ce die Vorwand des Feuers, eine> Immten starke Gufseisenplatte, in welcher zugleich die Oelfnung für den Ab- er zu sehr stich; d Umfassungswände des Feuers, die zugleich die Stelle des Gicht En unter), und Aschenzackens vertreten; diese gegoflsnen eisernen Kasten werden iH Smnensi0* ebenfalls durch cirkulirendes VVasser kalt gehalten; e Deckplatte, welche 5- m a LEG EEE RER 7 Da ze. ES LTR fi T z wer EUR j pi\ 7 Zee 70 Weifsmachen des Roheisens. Puddelofen.|{ sl auch zum Aufhäufen der Coaks dient; f eiserne Ständer, welche die"2 Esse tragen, die hier nicht zu sehen ist; g gegofsne eiserne Form, hr in welche das Feineisen beim Abstechen geleitet wird, theils im Ganzen MiE> gegossen, theils aus Platten zusammengesetzt. Unter diesen Formen\ On befindet sich auch ein WVasserstrom; h der Heerdboden, aus Sand be- Schrigas stehend.— Karsten’s Eisenhüttenkunde Bd, IV. S. 212. Tafel VI,] Das] Die durch das kalte Wasser bewirkte Abkühlung bedingt theils, Ki dafs die Platten nicht so leicht abschmelzen können, theils dafs die en A Temperatur des Feuers möglichst kühl gehalten wird. ach Das zum Weilsmachen bestimmte Eisen wird in Stücken, pigs Abflıld r saumons, von 90 bis 110 Pfund angewendet; Coaks von nicht zu stark een backenden Kohlen, die nicht zu viel Asche geben, dienen als Brenn- eich m material; man schmilzt 20 bis 25 Centner R. mit einemmal durch, die u nach und nach aufgetragen und binnen 3 Stunden, mit 10 bis 15% Ab- Ye Da gang, Nüssig gemacht werden; bei gutem R. beträgt der Abgang 9 bis hese 10%, der Coaksverbrauch für 1 Centner etwa 1 Kubikfuls, Zur Beför- 5 beginntig 5 derung der Gaare wendet man häufig Glühspan, Abfälle vom Walzwerk> r -- 2 Eat=,| zeugen.laler an, auch wird Brucheisen mit eingeschmolzen. Bei dieser Feineisenbe-| van hh .... A. tt BDN reitung wird der Phosphor im R. in Phosphorsäure verwandelt, das Si- ‚u N s a;| gleichlüs x licium, Mangan oxydirt und in die Schlacke getrieben. u IR 5 ER:= er we 5 Das Feineisen wird nun in eigens dazu construirte Flammöfen ge- fi 5=,: are warmer ı A bracht, die von den gewöhnlichen, zum Roheisenschmelzen üblichen, 5=; 2: oder wer,= im Wesentlichen nicht abweichen. terhrochuueb ‚Ligen 7 und 8 auf Tafel IX stellen einen englischen Puddelofen dar, Varlahr ze} Fig. 8 Grundrifs in der Höhe der punktirten Linie ab‘ in Figur 7, olen, ymilß Fig. 7 senkrechter Längendurchschnitt nach der punktirten Linie c’d‘ Durch\ 28: in Fig. 8.— a Thür zum Schüren, b Roststäbe, ce Feuerbrücke, d gufs- schickt jajjs eiserne Platten, welche den Heerd bilden, und auf gufseisernen Trage- saß nit balken e,e ruhen, die an beiden Seiten an die gulseisernen Umfassungs- ohne| platten angeschraubt sind, f Sandheerd(oder Schlackenheerd), g grofse die Marsıoyz ne... v asShe Einsatzthür, welche durch einen eisernen Hebel und Ketten auf und u nieder bewegt werden kann. Sie hat eine 5 Zoll ins Geviert grofse ee r Oeffnung, um durch dieselbe das Eisen auf dem Heerd bearbeiten zu| URL können, ohne erstere öffnen zu müssen; auch diese kann luftdicht ge- Nano zu(S schlossen werden. Um das Verhalten des Eisens im Heerd erforschen Kine zu können, ist noch ein besonderes Schauloch in der Thür angebracht, Im(heil; mit einem Thonstöpsel verschliefsbar. Man hat auch wohl noch eine Och- zweite Einsatzthür h nahe dem Fuchs angebracht, durch welche man NER das Roheisen einsetzt, um es weich werden zu lassen, worauf es dann Da auf den Heerd vorgezogen wird. i der Schornstein; gewöhnlich legt en Ci man zwei Oefen an einen Schornstein, welchem man eine Höhe von 30 bis 45 Fuls giebt, und eine Klappe, register, damper, Figur 9, urg he die Forn, Panzen ormen d be» II.) theils, [5 die pios, stark Prenn- 1, die > Ab- 9 bis Beför- Izwerk isenbe- las Si- .n ge ichen, n dar, igur 7, ie c/d’ d guls- Trage- ;sungs- grolse uf und grolse ten ZU ‚ht ge- rschen bracht, :h eine ıe man »s dann ich legt öhe von Ir J, un) Beschreibung des Puddelns. 71 den Luftzug, wenn es nöthig ist, sogleich durch Bewegung des Hebels mittelst einer Kette von der Hütte aus aufheben zu können. k Schlacken- abzug, 1 Schlackenblech, zwischen welches und die Ofenmauer glühende Kohlen geschüttet werden, um die Schlacken, flüssig zu erhalten, Der Ofen ist mit starken gufseisernen Platten m, m bekleidet, die durch Schraubenbolzen angezogen werden.] Der Heerd, sole, ist von Eisen, entweder, mit Frischschlacken beschät- tet, wenn man graues R, frischt, oder ein Sandheerd, von reinem Quarz- sand; nicht stets wird in der Mitte der Heerd etwas vertieft, man macht auch wohl denselben etwas nach dem Fuchs abschüssig, zum leichtern Abfluls der Schlacken. Man setzt gewöhnlich 300 bis 350 Pfd. Fein- eisen ein, und läfst die Hitze bei olfner Klappe steigen, bis das Eisen weich und breiartig zu werden anfängt, sodann mufs aber der Luftzu- tritt vermindert und selbst aufgehoben werden. Sollte das R. durch zu starke Hitze zu flüssig geworden sein, so wird es mit kaltem Wasser begossen, und dadurch in den breiartigen Zustand zurückgebracht. Nun beginnt die eigentliche Frischarbeit, es wird mit hakenförmigen Werk- zeugen, welche durch die Arbeitsöffnung in der Einsetzthür hindurchge- steckt werden, aufgebrochen, gewendet, und über den ganzen Heerd gleichförmig ausgebreitet. Das Schürloch über dem Rost ist dabei mehr oder weniger geöffnet, die Klappe geschlossen, um einen mäfsigen Strom warmer Luft über das Eisen zu führen, je nachdem das Eisen mehr oder weniger roh ist. Man arbeitet das Eisen mit Brechstangen unun- terbrochen durch, zertheilt, wendet, rührt es um, woher auch dieses Verfahren das Puddeln, puddling, puddlage, und der Ofen Puddel- ofen, puddling-furnace, balling f., fourneau a puddler, genannt wird. Durch dieses Operiren wird das Frischen bewirkt, es muls rasch, ge- schickt geleitet werden, damit nicht viel Eisen abbrennt; der Kohlen- stoff mit Sauerstoff zu Kohlenoxydgas verbunden entweicht in Gasform es findet ein Aufkochen statt, das Gas brennt mit blauen Flämmehen; die Masse wird währenddem immer zäher, steifer, so dafs das Durch- arbeiten und Wenden immer schwieriger wird. Das Ende des Frischens giebt sich durch einen trocknen, gewissermalsen sandartigen Zustand der Masse zu erkennen, to dry, da es derselben an nöthiger Hitze fehlt, um sich gehörig zu verbinden, zu schweilsen.— Die erzeugten Schlacken wer- den theils beim Fuchs abgestochen, theils flielsen sie selbst durch eine Oetfnung, flofs, trou du chio, ab; es ist neutrales kiesels. Eisenoxydul, nicht, wie die Gaarschlacke beim Frischfeuer, eine basische Verbindung. Das Frischen dauert 40 bis 45 Minuten, während welcher Zeit der Ar- beiter unausgesetzt arbeiten muls, um das Zusammenbacken des rohen Eisens zu verhindern. Wenn das Ende des Frischprozesses eingetreten : Pr 12 Ausschmieden des gepuddelten Lisens.| 5 % et ist, so wird eine starke Hitze schnell gegeben, die Klappe dann ge- geott schlossen, das Schürloch ganz mit Kohlen gefüllt, und das sehr heilse bu Eisen zum Schweilsen gebracht, währenddem der Arbeiter die einzelnen A Theile der Masse abzutheilen sucht, und in kleine Klumpen, Ballen, balls, 0 ehe formirt; bei 2% bis 3 Centner eingesetzten R. werden 6 bis 7 Balls Irlt, SE semacht, der letzte wird über den Heerd hin und her gerollt, um die N fie 3 einzelnen Brocken des gefrischten Eisens aufzunehmen. Die Balls sind'{| Wale noch sehr porös, enthalten viele Schlacken, sie werden unter einem nit, F sehr schweren Stirnhammer zusammengeschlagen— Zängen, cinglage— Stube welcher 75 bis 80 Schläge in der Minute giebt, wobei ein grofser Theil gutem IF der letztern ausgeprefst wird. Die weitere Bearbeitung findet nun in als. eignen Schweilsöfen, balling-, reheating-, mill-furnace, fourneau& vera rechauffer, statt, wobei das Eisen selbst noch vollständig entkohlt und aber ua dadurch das Frischen vollendet wird, daher auch wiederholte starke__} In 3 Schweilshitzen zur Verbesserung des Eisens wesentlich beitragen, freie j süßen lich bei einem bedeutendern Abbrand. Die Schweifsöfen sind niedrige Ingit Flammöfen mit grofsen Rosten, um einen hohen Grad von Hitzezu erzeugen, eines BOT ihr Heerd mit Sand beschüttet; ein solcher Ofen reicht für 5 bis 6 Frisch-| zrölsenil öfen aus. Man kann sich statt der Steinkohlen auch der Torfkohle, gu- ner Je es; ten trocknen Torfs*) bedienen, nur muls dann der Rost ungleich grö-[UchelEa fser, und das Gewölbe über dem Heerd ungleich flacher sein; auch hat N| Faden man Holzfeuer**) angewendet, und Anthraecit***). ud 08 [ VVenn man statt des weilsen R., welches sich zum Verfrischen im Pud- In ze delofen am besten eignet, graues kohlenstoffreiches anwendet, welches, EN q wie schon oben angezeigt worden, nicht so gutes Stabeisen durch die- In; sen Frischprozefs liefern kann, so setzt man mit dem R. Frischschlacken E zugleich auf den Heerd, welche das Gaaren befördern sollen. Bei die- Si ser Abart des Verfahrens gelangt das Eisen zum Schmelzen, und wird je durch die Einwirkung der Schlacke erst in den Zustand versetzt, ın| BT welchem sich das weilse, kohlenstoffarme R, befindet, wenn es anfängt Kohlispe weich zu werden. Das geschmolzne R. wird mit den flüssigen Schlacken, Fım 1g bei geschlofsner Klappe, in steter Bewegung erhalten; auch setzt man gschiugg: wohl erst nach erfolgtem Einsetzen des R. Schlacken hinzu.] seite nur), Die Balls werden weifsglühend gemacht, und unter dem Stirnham- ö öfen, g= mer zu regelmäfsig viereckigen Stücken, Tumbs, zusammengeschlagen, 3 z sodann weiter in die Schweilshitze gebracht und unter dem Präparir- 2ösis[ walzwerk, dessen Walzen mit den Einschnitten über genaue Modelle rag, a, *) Alex über das Puddeln bei Torffeuerung, A. d.M.Il,serie,T. 5. p.177. a JE ) Coste in den A. d. M.II serie, T, 6. p. 290. inE.J, Bd. 8.8, 310, 1 ”*) Robin daselbst T. 6. p. 109.»|" m gel heike zelnen balls, Balls m die Is sind einem lage— T Thal nun iu neau d ılt und starke RK , frei- jedrige ZEUgEN, UV Frisch- le, gu- ch grö- ch hat n Pud- relches, ch die- hlacken Bei die- d wird tzt, In anfängt hlacken, tzt man irnham- ‚hlagen, rä parir- Modelle 5.p. 17: 5,310, "Ausschmieden d, gepuddelten Eisens; Luppenfrischarbeit. 13 tregossen sind, zu quadratischen, dann zu flachen Stäben, Dlooms, mill- barrs, ausgereckt. Diese werden in gleich lange Stücke von 1% bis 2 Fuls Länge unter einer grolsen Scheere zerschnitten,. 6 bis r zu einem Packet, trousse, aufeinander gelegt in den Schweilsofen ge- bracht, und. dann zu einem Stab Klein- und Schneideeisen in einer Hitze auf. dem Stabeisenwalzwerk fertig gewalzt und geschnitten. Die Walzen müssen schnell sich umdrehen, wenigstens 150mal in einer Mi- nute. Man kann annehmen, dafs aus 100 Theilen Feineisen 835 bis 84 Stabeisen, folglich aus 100 Th. Roheisen etwa 76 Stabeisen erfolgen, bei gutem R. und geübten Arbeitern ist aber das Ausbringen noch höher, so dals von 100 R. 80% und noch etwas mehr an Stabeisen ausgebracht werden; beim Frischen des grauen R. mit Zusatz von Schlacken steigt aber der Eisenverlust auf einige 30 bis selbst 40%. An Steinkohlen wer- den 3 bis 35 Kubikf. auf 100 Pfd. Stabeisen gerechnet, von denen die srölsere Hälfte in den Schweifsöfen verbraucht wird. Es hat die Pudd- lingsfrischarbeit vor dem Frischen in Heerden nicht allein den Vortheil eines geringern Aufwands an Brennmaterial, sondern auch einer ungleich sröfsern Production, indem aus einem Flammofen täglich über 20 Cent- ner fertiges Stabeisen erfolgen können. [Ueber das Puddeln und das Verfrischen des Roheisens in England Du- Jrenoy und Beaumont in den A. d. M.UI. serie T. 2. p. 177.— Coste und Perdonnet daselbst T. 6. p. 29., beide Abhandlungen mit Abbil- dungen.— Hilecox und Rouyer Verbesserung an Frischfeuern, Industr. T. 3. p. 292: auch in E. J. Bd, 7. S, 137; Einige VVoste über Luppenfeuer und Luppenfrischarbeit. 1)Deutsche L. frischarbeit; sie war in Oberschlesien bis 1798 üblich, ın wel- chem Jahr die Hohöfen eingeführt wurden; in Ostgalicien ist sie noch jetzt im Gang. Das Feuer ist entweder aus eisernen Platten zusammen- gesetzt, oder ein gemauerter Kessel, ein thönernes, metallnes Gefäls mit Kohlenlösche ausgeschlagen; Tiefe des Heerdes 12 bis 20- Zoll, die Form liegt horizontal. Die halbgaare Luppe wird im Löschfeuer um- geschmolzen. Man gebrauchte in Oberschlesien bei thonigem Braunei- senstein auf I Centner Stabeisen 60 pr. Kubikf. Holzkohlen, und erhielt nur 1259 Stabeisen aus den Erzen. Jetzt, bei dem Gebrauch der Hoh- öfen, gebraucht man, um 1 Centner Seheisen zu produciren,-in Summa 46,33 Kubikfuls Kohlen, und bringt über 173 Stabeisen aus.— 2) Fran- zösischeLuppenfrischarbeit, methode frangaise, catalane, findet vorzüglich in den Pyrenäen statt; die kleinsten Feuer sind die cataloni- schen, ER catalunes, die gröfsten die biscayischen, erstere fassen 3 bis 4, letztere 7 bis 8 Centner Erze beim Luppenmachen, Die Ar- beit in dien Feuern zerfällt in 2 besondere Abschnitte, in eine Re- ductions- und Schmelzarbeit. Mit der französischen Luppenfrischarbeit 74 ‚Ramafseisen; Stabeisenproduetion.| 2 stimmt 3) die italienische ziemlich überein, die auf Korsika, Elba, zum di Theil auch in Italien getrieben wird. pur Ueber das Zugutemachen von Stabeisen-, Blechabgängen, altem Bruch- ja eisen, Nägeln; diese werden in Packete zusammengepackt, mit kleinen Vie Nägeln fest ausgezwickt, in Schweilsöfen, Fagotted iron furnaces, glü- an:} hend gemacht und ausgehämmert oder gewalzt, Ramafseisen*), fer| Aheir9adl ramassd, scraps-iron. Das so gewonnene Eisen ist recht gut. Man kann auch die Blechabgänge beim Frischen des Eisens in Flammöfen| Inıd zusetzen, wenn man das Feineisen schmelzen will. Aust Frischfeuer, Hammer- und WValzwerke sind im preuls. Staat in fol- pide: genden Regierungsbezirken:| A gs| ction E Königl, Gewerkschaftliche| in I Regierungs-| 7 ee 45: TBB Era bezirk. Frisch-] Hammerwerke, Frisch- Hammerwerke. feuer, Walzwerke. feuer. Walzwerke,"E ale Oppeln.»...- 8|[Rybnick, Malapanef 170|48 H.| 1b: Creuzburger Hütte, 3 Blechw,| insgge 11 Zainh, Liegnitz. ee...- 31[und dazugehörige H In x Breslau.....- 7 desgl. ol Frankfurt....| 6|Zanzthal, En u m Ä“( ee= ul Stettin...»+» 2|Torgelow.= Gumbinnen.. 2 IVVondoleck.| Taib Potsdam..... 2|Eisenspalterei am Fi-| nl nowkanal.| 38 Merseburg... 2|Hammerwerke, und 19% Magdeburg... 4|Hammerwerke. 5 bo: Erfurt.....-- 2|Sorge. wıe viel?|35 H. fd| Minden...... 4|8H. I Arnsberg....- 183 üeht, odı Coblenz.....- 31| gesetzt| Düsseldorf... 2 Hammer- und lonmneigy Ben 50 VWValzwerke.| WENN eig Aachen...... 56 ie dig Prien 132|| verbranngg 23 672\ De gl Im Jahr 1825 wurden im preufs. Staat 531,137 Centner Stabeisen I Ir gefertigt, 1826 612,785 C., in den Jahren 1828 und 1829 wie folgt: Nrecg lie leog *) Trenelle, über die Fabrikation des Ramafseisens, V. d, G. 1830. Tat S. 110,‘) hr Gew da, zum Bruch- tleinen ', glü- )ı fer Man möfen in fol- ge H ınd „beisen Igt: 1830. ... i Sn Stabeisenproduetion. Eigenschaften des Eisens. 15 Im Oberbergamtsdistrikt. 1828. 1829. Brandenburg- Preufsischen.... 53,4097 Centner. 44,654% Centner, Schlesischen...e.. er rs ren. 0.. 296,632%» 316,171» Niedersächsisch- Thüringschen 34,2903» 35.097%» Westphälischen. s.surr seen.......11,9220%» 10,964» Rheinischen.....»..e....0 000: 306.520» 345,569» Summa 702,073 Centner, 752,456 Centner. Im Jahr 1828 betrug die Einfuhr an Stabeisen 77,943 Centn., die Ausfuhr 26,555 C. Die Stabeisengewinnung Englands wird fürs Jahr 1827 zu 338,000 Ton- nen oder zu 6,760,000 pr. Centner angegeben.— Die Stabeisenprodu- ction in Frankreich betrug nach Heron de Villefosse*) im Jahr 1825 in 1125 Frischheerden, 31 mit Steinkohlen in Puddelöfen arbeitenden Eisenwerken und 96 im südlichen Frankreich belegnen Luppenfeuern, Jorges catalanes: auf Frischheerden 569,540 metr, Centner in Puddelöfen 442,000» in Luppenfeuern 93.470» 1,105,010 metr, Centner oder 2,147,808 preufs. C. Im Jahr 1826 war die Production von 1057 Frischfeuern 960,710 metr. Centner von 106 Luppenfeuern 93,000» von 149 Puddelöfen 400,370» 1,454,080 metr. Centner oder 2,826,202 pr. C. Ueber die Dannemora- Eisengruben und Werke(in Schweden), deren Eisen in England zur Stahlerzeugung angewandt wird, siehe E. J. Bd. 5. 5. 351.— Beschreibung des ‚grofsen Eisenhüttenwerks zu Creusot und Charenton siehe Industr. T. 5, p. 189. Eigenschaften des Eisens. Das Stabeisen hat eine lichtgraue Farbe auf dem Bruch, die sich einerseits ins Weilse, andererseits ins Dunkle zieht, da aber, wo es der Luft und namentlich der feuchten Luft aus- gesetzt war, hat es eine sogenannte eisenschwarze Farbe; es besitzt voll- kommnen Metallglanz, je stärker dieser bei graulich- weilser Farbe, und wenn er schwächer bei sehr lichter Farbe, desto besser ist das Eisen; spielt die Farbe ins Bläuliche bei sehr starkem Glanz, so ist das Eisen verbrannt, ist sie weils bei sehr starkem Glanz, so ist es kaltbrüchig. g, sie wird aber durch das Schmieden sehr verändert, desto mehr, je öfter der Stab Die ursprüngliche Textur des Stabeisens ist körnig, zacki ausgereckt wurde; hierdurch entsteht die sehnige Textur, ein Beweis für die grofse Zähigkeit und Güte des Eisens; die Sehnen, oder Adern, *) A. d. M. Tom, 43. p, 339. Tom. 2, ser. p. 401. inK. A.£ M, G.. etc. Bd. 1.5. 24 7 f} 76 Eigenschaften des Eisens. haben dann eine lichte Farbe. Vielkantige Körner, welche gröber oder feiner sind, und der Bruchfläche zuweilen ein schuppiges Ansehn geben, zeigen ein schlechtes, brüchiges Eisen an; sind die Körner schiefrig, so ist das E. verbrannt, sind sie ganz flach und schuppig, so ist es kalt- brüchig, cassant a froid, cold short, sind sie kanlig und mit Sehnen untermischt, so ist das E. roh, schlecht gefeischt; rothbrüchiges E, cassant ü chaud, hot short, zeigt immer lange Sehnen. Das zackig- körnige Eisen ist dus dichteste und zum Polen am meisten geeignet, das Eis körnige, weiche, am wenigsten; jedes E. ist nicht völlig frei von en Stellen, wodurch Schiefer entstehen. Das Stabeisen er- scheint nie krystallinisch. Man unterscheidet hartes und weiches E. Das weiche und zähe E. zeigt eine langsehnige Textur, lichte Adern, deren Farbe das Mittel zwischen silberweils und bleigrau hält; ein sol- ches ist von vorzüglicher Güte, obgleich es dem harten zähen E., wel- ches nur in dünnen Stäben ein silberweifses, adriges Gefüge ans nachstehen muls. Das weiche E,, welches ein kurzsehniges Gefüge hat, dessen Farbe auf dem Bruch das Mittel zwischen blei- und schw arzgrau hält, ist weich und mürbe, es besitzt neben der Weichheit keine Festig- keit und gehört zu den schlechtern Eisensorten, welche sich bald ab- nulzen und der äufsern Gewalt auch nicht stark widerstehen. Das speeif. Gewicht des Stabeisens ist, nach Mafsgabe seiner Verschie- denheiten, notwendig nicht gleich, im Mittel 7,6, so dals ein preuls. Kubik- fuls Stabeisen 501,6 pr. Pfund wi iegt, ein Kubikzoll 9,18Loth. Das Ei- sen, wenn es glühend in kaltem Wise abgelöscht wird, wird dadurch nicht bedeutend härter, wie dies beim Stahl der Fall ist, ist das Eisen aber stahlartig, so nimmt es Härte an. Das geschmeidige Stabeisen kann aber durch langes Kaltlhämmern spröde werden, welcher Zustand durchs Ausglühen gehoben wird. Im Glühzustand ist das Eisen weich, lälst sich auf Schneidemaschinen zerschneiden.— Die absolute Festigkeit des E. hängt nicht allein von der imnern Beschaffenheit desselben, sondern auch von der Behandlung im Feuer ab, auch hat die zum Zusamme n- pressen angewendete Kraft, folglich die Dimensionen, zu denen es ge- bracht worden, bedeutenden Einfluls. Gutes Stabeisen muls i in Quadrat- stäben, auf die ursprüngliche Querschnittsfläche bezogen, in Stäben von 1 pr. Zoll ins Geviert 58,000 pr. Pfd. » Bi»» 15,000» »» 4»» 90,000» bis 100,000» aul eine Fläche des Querschnilis von einem pr. Zoll berechnet, tragen können, ehe es reilst. Die absolute Festigkeit des Eisendrahts ist aber je feiner, noch bedeutend gröfser, der feinste Draht würde, bei obiger Berech gen kön ben m) Sub ctonseh, sur niel) le. NE ans, Da9 unten bed und beh3 dunkel tion des simd 07 bei weh Schmeil dürfte 8 weißels‘ man dieiE heat, nel schr sehn, sonst nl j schw eil fe brüchge sutschn; peratur, ge beiten Ay des Roth.f Hanner.g ursache 2 Schwefel. kaum al Ahlecken, den Man 4 br 2, It tlbı indekı leicht u, Ist mehr T oder geben, vis, so kalt- ehnen es E, ackic- net, ig fe] en er- ıesE, Adern, n sol- wel- ommt, e hat, rzgrau Nestig- ld al- schie- ubik- s Ei- durch Eisen n kann lurchs ‚ läßt it des ndern hmen- eg ge- ıdral- tragen st aber ‚ obiger Eigenschaften des Eisens. 71 | Berechnungsweise 130,000 Pfd. auf 1 Quadratzoll Fläche berechnet, tra- gen können. Von der Dehnbarkeit des E. hängt die Anwendung dessel- ben zu Draht und Blech ab. Stabeisen wird stärker vom Magnet angezogen, und leichter attra- etorisch, als Stahl, verliert aber auch diese Eigenschaft schneller, als die- ser; nicht jede Sorte Stabeisen ist für den Magnetismus gleich empfäng- lich. Stabeisen dehnt sich beim Erwärmen von 0° bis 100° nach Hällström.......... um 0,0014460 Dulong und Petit.» 0,0012666 Smeaton...........» 0,0012583 ungefähr 255 aus. Das Eisen färbt sich beim Erhitzen(das Genauere hierüber siehe unten beim Stahl) an seiner Oberfläche, es läuft an gleich dem Stahl, und behält diese Farben dauernd; kurz vor dem Glühen zeigt sich eine dunkelblaue Farbe. Dafs die Ursach dieses Farbenspiels in der Oxyda- tion des Eisens liegt, scheint aufser allem Zweifel, aber welcher Zu- stand der Oxydation zu Grunde liegt, ist noch nicht bekannt, Die Hitze, bei welcher das Stabeisen weilsglüht, wird allgemein zu 90° W., der Schmelzpunkt zu 150 bis 155° W, angenommen, aber letztere Annahme dürfte sehr zweifelhaft sein, wahrscheinlich zu hoch. Wenn das Eisen weilsglühend geworden, so kann es zusammengeschweilst werden, daher man diesen Hitzgrad auch Schweilshitze, chaude suante, welding- heat, nennt; hartes Stabeisen schweifst früher, als weiches; E., welches sehr schwer schweifst, ist schlecht und unbrauchbar, wenn es auch sonst gute Eigenschaften hat; es giebt aber auch E., welches sehr gut schweilst, dem andere Eigenschaften eines guten E. abgehen. Roth- brüchig nennt man dasjenige E., welches zwar in der Schweilshitze gut schweilst, und sich gut schmieden läfst, aber bei abnehmender Tem- peratur, besonders bei der Rothglühhitze, beim Schmieden und Bear- beiten Risse und Sprünge an den Kanten zeigt. Der geringere Grad des Rothbruchs zeigt sich dadurch, dafs glühendes Stabeisen unter dem Hammer unganz wird, Schiefer bekommt und sich spaltet. Eine Haupt- ursache dieser Unart des E. liegt in einem sehr geringen Gehalt an Schwefel, der so klein sein kann, dafs er bei der genausten Analyse kaum aufzufinden ist; man hat oft nur 0,0001 Schwefel in solchem E. entdecken können.(Weit weniger nachtheilig wirkt ein Gehalt an Kupfer, dem man sonst gewöhnlich die Eigenschaft auch zuschreibt, das E. roth- brüchig zu machen.) E. welches nicht gehörig gefrischt, noch roh ist, ist rohbrüchig, d. h. es ist brüchig sowohl in der Hitze, als auch in der Kälte; kaltbrüchig ist endlich das E., wenn es in der Kälte leicht zerspringt, es schweilst übrigens ein solches Eisen leicht und gut, ist mehrentheils phosphorhaltend, aber in einem weit höhern Grad, als Et ETOLTTTCTTNOTEES SE a er rer 2 18 Eigenschaften des Eisens.| das rothbrüchige schwefelhaltend ist, indem 0,33 Phosphor noch keine Verminderung der Festigkeit bewirken; erst bei 0,65 wird es eher zerspreng- Sehe bar, bei 0,75% wird es immer merklicher, bei 0,8 viel Bruch. Geringe h Beimischungen von Phosphor enthält nach Karsten jedes Eisen, ohne| ng dadurch zu leiden.(Ein Gehalt an Zinn, Arsenik, Spielsglanz, Chrom macht E. auch kaltbrüchig, ein Gehalt an Silieium macht Eisen faul- en brüchig, wenn auch nicht allemal dieser Fehler vom Siliciumgehalt allein a) abhängt; 0,3783 desselben können die Festigkeit des Eisens schon unge- y| mein vermindern, viel mehr als ein gleiches Quantum Phosphor, Das| Dera Eisen kann auch Caleium aufnehmen, wenn beim Frischen zu viel koh-| nur in fe? lens. Kalk zugesetzt wurde, dann wird es hadrig, verliert die Schweils-| tur das I barkeit. In einem solchen Eisen fand Karsten 0,17748 Calcium. Mag-|| merst(re nesium fand derselbe im Stabeisen nie.) Die Erfahrung lehrt, dafs Ei-\[als Roheia sen bei einer schnellen Erhitzung und möglichst abgehaltnem Luftzutrilt| rich 3 unter einer Decke von Glühspan oder Schlacken, Sand(Schweilssand),| Rosen si. saftige Schweilshitze, von seiner guten Beschaffenheit nichts ver-| Ross wii loren hat, wird es aber anhaltend einer Glühhitze bei freiem Zutritt der| Eisen ins Luft ausgesetzt, trockne Hitze, so hat dasselbe nach dem Erkalten und vonik von seiner Zähigkeit bedeutend verloren, und sich den Eigenschaften des"Isle ni mürben, weichen E. genähert, überwärmtes, verbranntes E. Daher\ des Eiseli muls das E. immer so schnell als möglich erhitzt werden, um es nicht Ve onyd zu verderben; daher mag es auch kommen, dals ausgeglühter Draht eine| h geringere Festigkeit besitzt, als nicht geglühter. Wird dagegen E. ohne 1) Anfız Zutritt der Luft noch so heftig geglüht, so behält es alle seine Eigen- nnd schaften unverändert, wie z. B. Eisen unter einer Glasdecke im Tiegel als ra erhitzt, Wird E. der Wirkung glühender Kohlen in anhaltender Weils- dhsselhe 9 glühhitze und ohne den mindesten Luftzutritt ausgesetzt, so wird es in Recken Cementstahl verwandelt, Krans.| Das Stabeisen enthält gewöhnlich etwas Kohlenstoff, und zwar 0,5% Bandeisı im harten, festen, vorzüglich guten, und 0,22 in den weichsten Sorten; Breite un« verbranntes Eisen enthält keine Spur Kohlenstoff. Um reinstes Eisen| kabrnde, darzustellen, bedient man sich des reinsten Eisenoxydes, welches mit-| Diese iv telst Wasserstoffgas in dem I. Seite 93 beschriebnen und auf Tafel I| hinmen| Fig. 27 abgebildeten Apparat reducirt wird. Das so redueirte Eisen er- Wal. A scheint als ein schwarzgraues, sehr feines Pulver, und entzündet sich Alien beim Ausschülten an der Luft von selbst. Nach Lassaigne ist dieses El reine Eisen nicht schweils- und hämmerbar. Den [Analyse einiger Stabeisensorten von Gay-Lussac und Wilson*). In Kill, 100'Theilen sind enthalten: Wh, Glihit,| *) D.'P.I.-BA. 36, 8,134, ı eisen | TEEN SITE er BEE EIN TEE= ET» RER -.] nn nl hl un-- Pu: h keine 'Spreng. Geringe s ohne Chrom faul- It allein N unge T, Dis iel kolı hweils- ‚ Mar. lals Ei- ftzutrilt ssand), {s ver- ritt der Srkalten ten des Daher s nicht ıt eine . ohne Eigen- Tiegel Weils- des n r 05) Sorten; Eisen es mil- [alel I sen er- t sich dieses ah In Eigenschaften des Eisens. Feinere Eisensorten. 719 Name der Sorte. Kohlenstoff. Silicium. Phosphor. Mangan. Schwedisches Eisen, 1ste Sorte.. 2,93 Spuren 0,77 Desgleichen........2.....5 2,40 0,25 Spuren Stabeisen von Creusoterssceeruuc 1,59 Spuren 4,12 » aus der Champagne... 1,93 0,15 2,10 Spuren » aus altem Eisen..e.... 2,45 0,20 1,60 von-Berrt..ner2.0...22156% Spuren 1 riet von der Mosel, brüchig 1,44 0,70 5,10 /,] Der Luft ausgesetzt rostet alles Eisen, d. h. es oxydirt sich, aber nur in feuchter, nicht in trockner Luft, auch verhindert eine gute Poli- tur das Rosten, denn poröse Stellen, Schiefer, Borsten rosten allemal zuerst(vergleiche J. Seite 277). Ueberhaupt rostet Stabeisen schneller als Roheisen und Stahl, besonders leicht das rothbrüchige E., das kalt- brüchige rostet am wenigsten und am langsamsten. Mittel gegen das Rosten sind a. a.©. genannt. Die chemische Zusammensetzung des Rosts wird später unter„Eisenoxydhydrat” angeführt werden. Wird Eisen in reines Wasser getaucht, welches von aller Kohlensäure frei, und von der Atmosphäre gänzlich abgeschnitten ist, so oxydirt sich das- selbe nicht; nur unter Mitwirkung dieser Säure erfolgt die Einwirkung des Eisens auf's Wasser, wobei es sich durch den Sauerstoff dessel- ben oxydulirt. Von der Verfeinerung des Stabeisens, 1) Anfertigung feinerer Eisensorten. Zu mannigfaltigem Gebrauch ist Stabeisen in geringern Dimensionen, 8 als es von den Frischhütten abgeliefert wird, nöthig, zu welchem Ende 39 dasselbe in besondern Hütten noch einmal geglüht und gestreckt wird; Reckeisen, Schneideeisen, nennt man das feine Quadrateisen, Kraus- oder Zaineisen das Quadrateisen mit eingekerbten Flächen, Bandeisen, fer en rubans, das feine Flacheisen, von oft nur% Zoll Breite und 1% bis 2 Linien Stärke, Fagoneisen, Eisen mit runder, halbrunder, oder irgend einer andern regelmäfsigen Durchschnitisfläche. Diese Arbeit geschieht entweder unter leichten Hämmern, Schwanz- hämmern, die man dann Reck-, Zain-, Bandhämmer nennt, oder unter Walz- und Schneidewerken. Erstere haben, so wie die Ambose, ver- schieden gestaltete Gesenke, wodurch es möglich wird, rundes, halbrun- des, vierkantiges, kugelförmiges Eisen(Kartätschkugeleisen) darzustellen, Der Hammer mufs recht geschwind gehen, dadurch wird an Zeit, an Kohlen und Eisen gespart; das Wärmen des letztern geschieht in ge- wöhnlichen Essen mit Holz- oder Steinkohlen, oder auch in besondern Glühöfen, Das Materialeisen, welches ausgereckt wird, heifst Prügel- eisen; zum Anwärmen desselben rechnet man auf 1 Centner höchstens wi 8 uf \ TE TEL Pr 80 Schneidewerk, Eisenspalterei,— Drahtzieherei. 8 Kubikf. Holz-, Torf- und% Steinkohlen, der Abgang sollte höchstens nur 58% betragen. Um schneller zum Ziel zu kommen und recht gleich- förmig gestaltetes Reckeisen zu erhalten, kam man später auf die An- wendung von. Walz- und Schneidewerken, fenderies, welche letz- tere in der Mitte des 17ten Jahrhunderts zuerst in Lothringen aufgekom- men zu sein scheinen. Es wird zu dem Ende Flacheisen benulzt, wel- ches unter einem Walzenpaar zur gehörigen Breite und Stärke ausge- walzt wird, und dann als Plettine unter das Schneidewerk kommt. Die- ses besteht, vergleiche Fig. 2 Tafel IX(nach einem doppelt so grofsen Maafsstab gezeichnet, als Fig. 1) aus einer Reihe von abwechselnd klei- nern und gröfsern stählernen oder verstählten Scheiben und Schneiden, welche auf geschmiedete, oder gegofsne eiserne Wellen so aufgekeilt sind, dafs sie völlig festsitzen, und die ganze Vorrichtung das Anschen einer mit Einschnitten versehenen Walze hat, indem die Scheiben von kleinerm Durchmesser als die Einschnitte, die Schneiden aber von grö- fserm Durchmesser als die in die Einschnitte eingreifenden Rippen an- zusehen sind. Soll nun Bandeisen von% Zoll Breite und 4 Z. Stärke geschnitten werden, so mufs eine Plettine von% Z. Stärke genommen und unter ein Schneidewerk gebracht werden, dessen Schneiden% Z. Breite haben, versteht sich aber auch die Scheiben, da die Schneiden in die durch die Scheiben bedingten Zwischenräume eingreifen. Die er- stern haben gewöhnlich einen Durchmesser von 10 bis 12 Zoll, die letz- tern von 6 bis 8 Z., die erstern greifen ungefähr% Z. tief in die Zwi- schenräume ein, und zwar die Schneiden der obern Welle in die Zwi- schenräume der untern, und umgekehrt. Breiter als 5 Zoll bringt man die heilsen Plettinen nicht unter das Schneidewerk, und läfst sie stets in eine ungerade Zahl von Stäbchen zerschneiden. Zum Anwärmen be- dient man sich eigner Glühöfen, fast ganz so wie zum Glühen des Blechs, siehe unten bei diesem. Bei gutem Materialeisen, guten Einrichtungen, vollkommner Arbeit soll der Abgang beim Schneiden des Eisens nicht über 15 betragen. [Abbildung und Beschreibung von Schneidewerken im Ind. T.$, p. 145.] 2) Drahtfabrikation. Zur Drahtzieherei wird ein zähes, etwas harles, aber festes Eisen erfordert, rohbrüchiges, schlecht schweilsendes, stark schieferndes ist un- brauchbar; ein geringer Grad von Rothbruch ist weniger nachtheilig, als Kaltbruch. Guter Draht mus auf dem Bruch eine helle Farbe haben und zackig sein, dunkle Farbe, und eine Vertiefung auf dem einen, und eine Erhabenheit auf dem andern Bruchstück beweisen ein mürbes E.; guter Draht muls ungeglüht oft hin und her gebogen werden können, ohne toriale€ ‚ kommst ı fs euoh Oper 0 nern, Es) das BR r gene LS einen IB dem Ib Jerleunoas ziehespwr sind.) an) deutsl" w Iinien ıxst feilt si Aal | Güte u | Einug | recht sn | leichtugb schieh, 0 gen gg9 ind ner Löche e Schniage: Kinnenfapi Neben ep ine) m Th 4 höchstens 1b gleich. | die An- he letz lgekom- zt, wel- e ausge- 1b, Die- 0 grolsen Ind klei- hneiden, ufgekeilt Anschen ben von ’on grÜ- pen an- . Stirke nommen len 3 2, -hneiden Die er- lie letz- ie Zwi- lie Zwi- ngt man sie stels men be- s Blechs, htungen, ns nicht p 15.) 's Risen s Ist un- ilig, als e haben nen, und abes B; n können, ohne Drahtzieherei, 81 ohne zu brechen, und darf sich nicht spalten. Das für die Drahthütten bestimmte Materialeisen ist gewöhnlich Zaineisen, geschnittnes Eisen ist wegen der Streckung der Eisenmasse in die Breite weniger an- wendbar, es giebt viel Ausschufs durch kurze Enden, Stumpen; am besten wird das vierkantige Stabeisen, gleichviel ob von Hammer- oder Walzwerken, zu runden Stäben, endlich zu grobem Draht ausgevvalzt, der durch Zieheisen ausgezogen wird. Man spitzt nämlich das feine Ma- terialeisen, oder den groben Draht zu, steckt das Ende durch eine yoll- kommen runde Oeffnung in einer stählernen Platte, Zieheisen, und läfst es durch eine mechanische Vorrichtung durchziehen. Durch diese Operation wird das E. spröde und hart, so wie durch längeres Kalthäm- mern, welche Eigenschaft durchs Ausglühen beseitigt werden muls, um das E. zu feinern Nummern ausziehen zu können, indem es durch en- gere Löcher des Zieheisens durchgezogen wird; daher auch feiner Draht einen beträchtlich höhern Preis hat, weil nicht allein viel mehr Arbeit, son- dern auch beträchtlicher Abgang stattfindet. Die Drahtsorten führen vie- lerlei besondere Namen, welche sich theils auf deren Anwendung be- ziehen, wie Kessel-, Glaserdraht ete., theils auch ganz eigenthümlich sind. Um die Stärke des Drahts zu messen, bedient man sich in den deutschen Drahthütten der sogenannten Drahtklinke, eines breiten liniendicken Eisens, in welchem Kerbe von verschiedner Weite einge- feilt sind, und zwar numerirt, in welche der Draht genau einpassen muls. Auf die Beschaffenheit, Schönheit des Drahts hat nicht allein die Güte des Eisens, sondern auch die Beschaffenheit des Zieheisens grolsen Einfluls. Die Oeffnung mufs exact kreisrund sein, die Fläche polirt, recht hart; die Löcher sind gewöhnlich konisch, um die Drahtenden leichter durchstecken zu können. Die Anfertigung der Zieheisen ge- schieht so, dals man in einer Form von geschmiedetem E. harten Stahl, sogenannten wilden Stahl, oder hartes weilses Roheisen schmilzt, und unter dem Hammer ausschmiedet, sodann werden die konischen Löcher so eingebohrt, dafs die weite Oeffnung auf die Seite aus Schmiedeeisen fällt, die enge auf die des Stahls. Zu harte Zieheisen können leicht verbessert werden, aber zu weiche sind weit weniger zu verbessern; dennoch nutzen sich auch die besten bald ab, die Dimen- sionen der Oeffnungen vergrölsern sich, weshalb man die Löcher durch vorsichtiges Hämmern wieder zu verengern sucht, was freilich zur ge- nauen Form derselben nicht beiträgt. Das Durchziehen des Drahts durch die Löcher des Zieheisens ge- schieht entweder durch Zangen, oder durch Scheiben(Bobinen, Leiern), aber stets so, dafs die Axe des Ziehlochs mit der Linie, welche der durchgezogne Draht bildet, genau zusammenfällt, weil sonst die Reibung 12 6 Te EROTIC DEE EEE 82 Drahtzieherei. ...... E IN I ungleich ist. Indem sich die Zangen gegen das Zieheisen bewegen, öfl- ie .... nt nen sie sich, fassen das Drahtende, und ziehen es durch die Oeffnung, ni sodann öffnen sie sich wieder und wiederholen das Spiel. Die Zug- d . u.. Pf}. m ee BIT s ‚B länge ist für dicke Drähte weit kürzer, oft nur 8 bis 9 Zoll, während# 3 Kleien® sie für dünne Drähte 36 bis 40 Z. betragen kann. Zur Verminderung der Reibung wird die Oelfnung mit Talg und Oel geschmiert. Ein dgl Uebelstand bei der Anwendung der Zangen sind die Zangenbisse, wel-| gen,& che der Draht an den Stellen erleidet, wo erstere anfassen, sie machen Hi I den Draht unansehnlich. Deshalb werden auch bei den feinern Draht- a hl sorten keine Zangen mehr angewendet, nur blols bei den gröbern Num- ıh D11@ mern, statt deren aber Scheiben, oder Leiern, d. h. Walzen, auf welche| An LE sich der Draht aufwickelt; sie werden theils durch ein Mühlwerk be-| Nun\ wegt, Wasserleiern, theils mit der Hand, Handleiern, für die feinsten messer Nummern. Je weniger beträchtlich die Unterschiede in dem Dimensio-|(Die IE nen der auf einander folgenden Zieheisenlöcher sind, desto weniger fin-| ders 3ei det Bruch statt, sie sollten nicht über„45 Zoll betragen, sie betragen aber ı hl oft 25 bis 435 bei stärkern Sorten, woher obiger Nachtheil entsteht, wenn| nf nicht ein ganz vorzügliches Eisen dazu angewendet wird, wie in der| il Grafschaft Mark das sogenannte Osemundeisen.| Gulkl Das Ausglühen des Drahts geschieht nach mehrmaligem Durch-| gel gang durch feinere Löcher; es geschieht entweder in einer Esse mit Ile, Holzkohlen vor einem Gebläse, oder in einem Glühofen; ersteres Ver- zu ber Gi fahren ist nicht allein kostbar, sondern giebt auch viel Glühspan. Im Dinen 191 gewölbten Glühofen liegen die Drahtringe auf Böcken, mit Holzkohlen, nen gli Holz, Reisig wird gefeuert; auch bedient man sich eylindrischer Glüh- Weis] öfen mit Rost, in welchen die Ringe über einander gepackt wer- Sheet, gi den, ringsum mit Holz umgeben, und auch im Innern mit Holz aus- eine nel gestopft, allein in allen Fällen giebt es Glühspan, welcher vor dem Isen al Wiederholen des Drahtziehens entfernt werden muls; dies geschieht auf h, mus verschiedne Art, besonders auf den sogenannten Polterbänken; die zrle Ban Drahtringe werden nämlich am Ende eines langen Hebels befestigt, in| Ilm 1,3 die Höhe gehoben und gegen eine Unterlage bei stetem Zuflufs von nicht, Wasser geschlagen, bis aller Glühspan entfernt und sie blank geworden mehr /yg sind; denn der Glühspan würde sich erstlich tief in den Draht ein- in Ing drücken, zweitens die Ziehlöcher verderben. Die feinern Drahtsorten fie Siclfz pflegt man daher in eisernen, verschlolsnen, eylindrischen Gefälsen aus- I Hl dag zuglühen, welches Verfahren auf alle Drahtsorten ausgedehnt werden Tameygs sollte, wodurch die Drahtfabrikation wesentlich gewinnen würde. Jene der Si Glühcylinder werden in einem eylindrischen Ofen mit Rosten und Kup-| de ız pel erhitzt, und durch eine Oeflnung in der Umfassungsmauer aus- und| werke eingebracht. Wie oft das Ausglühen nöthig ist, richtet sich nach der| KM TER 2 I L x 4 EEE u- zen, fl. elfnng, e Zug- ährend derung , Ein , wel- machen Draht: n Nun- welche erk be- feinsten nensio- ser fin- on aber t, wenn in der Durch- se mit s Ver- n. Im kohlen, r Glüh- it wer- olz aus- or dem jeht auf .n; die ligt, in ls von worden ht ein- tsorten on AUS- werden , Jene d Kup- us- und yach der Drahtzieherei, Blechfabrikation. 83 Beschaffenheit des Eisens und dem Verhältnifs der Dimensionen der Oeclfnungen im Zieheisen.; Eine neuere Verfahrungsart, den Draht ohne alle Zangen zu ferti- gen, ist ungleich zweckmälsiger; die gröbern Drahtsorten werden unter kleinern Walzen gefertigt, dann die feinern aus diesen auf der Leier dargestellt. Man muls den Walzen eine grofse Drehungsgeschwindigkeit geben, 225 bis 250 Umdrehungen in der Minute, damit man in einer Hitze den Draht unter den Walzen so weit fertigen kann, als es hier nrög- lich ist, so dals z.B. binnen% Minute ein Stab von 1 Quadratzoll Stärke in Draht von 4% bis 4% Linie im Durchmesser umgewandelt wird, des- sen Länge 16 bis 13 mal gröfser geworden, als die des Stabes vorher. Nun wird dieser grobe Draht auf eine Trommel von 2 Fuls im Durch- messer gewickelt, und auf dem Drahtzug weiter ausgezogen, [Die Drahtproduction im brandenburg-preufsischen, schlesischen und nie- dersächsisch- thüringschen Oberbergamtsdistrikt betrug im Jahr 1828 18495, 1829 1578 Centner; über die Fabrikation in der Grafschaft Mark, in WVestphalen und den Rheinprovinzen fehlen die Angaben. Clavier- saitendraht wird in Berlin vorzüglich gut gefertigt; Kratzendraht in der Grafschaft Mark und zu L’Aigle in Frankreich.] 3) Blechfabrikation. Man pflegt die Fabrikation der gröfsern Bleche von der der kleinern zu trennen, weil es bequemer und vortheilhafter ist, Bleche, die gleiche Dimensionen erhalten sollen, gleichzeitig anzufertigen, und weil die klei- nern gewöhnlich verzinnt werden; man nennt daher auch die letztern Weilsbleche, fer blanc, die grölsern Schwarzbleche, töle en fer, sheet, plate, hoop iron. Ein gutes Blech mus überall gleich stark sein, eine vollkommen glatte Fläche haben, es mufs sich hin und her biegen lassen, ohne bald zu brechen. Das zur Blechfabrikation anzuwendende E. muls möglichst weich und dehnbar sein, weil dieses am wenigsten spröde wird und die Bearbeitung bei abnehmender Temperatur am läng- sten aushält; das harte, zähe E. würde auch anwendbar sein, wenn es nicht zu oft ausgeglüht werden müfste, was Aufenthalt verursacht und mehr Abbrand bedingt. Man bedient sich als Materialeisen eines brei- ten Flacheisens, welches in Stücke von bestimmter Länge zerhauen wird, die sich nach den Dimensionen richtet, welche man dem Blech geben will; das Zerhauen geschieht entweder mit dem Setzeisen unter dem Hammer glühend, oder mittelst einer grolsen Scheere; das Anwärmen der Stürze geschieht theils in Heerden auf Kohlen, wie meistens bei den Blechhämmern, oder in eignen Glühöfen, wie bei den Blechwalz- werken, p Bei der Anfertigung des Schwarzblechs unter dem Hammer wendet 6* Ph | | Y en ra ng HET ET EHE TEE EEE TREE. 54 Dlechfabrikation. man 4 bis 4% Centner schwere Hämmer an, denen man 22 Zoll Hub giebt, die Bahn derselben ist 14 Zoll lang,% Z. breit, die der Ambose etwas gewölbt, um das E. schneller auszurecken. Zuerst wird der Sturz gewärmt und um die doppelte Breite ausgedehnt, dann zur Hälfte um- gebogen, und der Saum, das umgebogne Ende, durch einen Schlag des Hammers zusammengeschlagen. Die so bearbeiteten Stürze heifsen Ur- wellstürze, und die Operation das Urwellen; sie werden gewärmt und zuerst das Vorderende, dann das Saumende, zur doppelten Breite ausgeschlagen, sie heifsen nun Stürze, und die Operation das Gleichen, wobei es hauptsächlich darauf ankommt, dafs in der Mitte das Eisen nicht stehen bleibe. Man taucht nun die Stürze in den sogenannten Hahnenbrei, ein Gemeng von feinem Thon, Kreide, Kohlenstaub mit Wasser, und wärmt sie getrocknet stärker an, weil man gleichzeitig eine Mehrzahl in Arbeit nimmt. Jeder Haufen, Pack, Zange, enthält un- gefäihr 1 Centner an Gewicht, 6 bis 20 Stürze, und wird zusammen gewärmt und ausgeschmiedet, wozu grofse Aufmerksamkeit, öfteres Um- wenden erforderlich ist; diese Operation heilst das Packschmieden, welche oft 3 bis 4 mal wiederholt wird, bei verwechselter Reihenfolge der einzelnen Bleche im Sturz. Der Hahnenbrei schützt die Bleche ge- gen den Abbrand im Glühofen. Sind die Stürze nun gehörig lang ge- worden‘, so wird das Pack noch einmal gewärmt, und unter einem so- genannten Pritschhammer, der eine breite Bahn hat, und auf einem gleichgestalteten Ambols gepritscht, oder abgerichtet, d. h. durch lang- same Schläge geebnet und geglättet. Ist dies geschehen, so bringt man die Packe noch unter einen hölzernen Hammer, um alle Beulen auszu- gleichen und beschneidet nun die Ränder mit einer Hand- oder Wasser- scheere.— Man kann im Allgemeinen annehmen, dafs aus 10 Centner Stäben 6 Ctr. Bleche und 3 Cir. Abschnitzel erfolgen, und 0,8 bis 1 Ctr. Abbrand. Die Abschnitzel werden nach alter Weise im Heerd geschmol- zen und zugutegemacht, so dafs aus 5 Centner Stabeisen 4 Ctr. Bleche abgeliefert werden können, bei 25 bis 28 Kubikfufs Holzkohlen. Wie langsam und unvollkommen das Schmieden vor sich geht, leuchtet ein, daher es auch in neuerer Zeit durch die Einführung von Walzwer- ken immer mehr verdrängt wird. Man-pflegt nicht selten 2 Walzwerke anzulegen, eins für die Stürze, das zweite um diese zu Blechen aus- zuwalzen. Die zerhauenen und glühend gemachten Eisenstäbe werden nach der Richtung der Breite zwischen die Walzen gebracht, und zwar so oft, bis sie die gehörige Länge erreicht haben, während dem nach jedesmaligem Durchgang die Walzen enger zusammengeschraubt werden, Wenn aus dem Sturz nur ein Blech gefertigt wird, so geschieht das Zu- sammenschlagen nicht, sonst aber jedesmal, wenn 2 Bleche aus einem Ze un Sturz; brei ge mal ge were spa ıbz jst en 50 100 Cent und Abscl Blech re | die back [Auf Ti mer stab ıs? die BI Kupfer ber a3 vermi? stab 0 Dii | dert Kles Iunte Hr Die Arbır Schwarz, ei der\l gerliht„1 menzele; heschuit ünnel ehnit ar (nneser} erde, et werde; 1 bis 4 it Diünne ktonders m auch eich. bel, SC ill Din, And ale | | | I oll Hıl Amboss r Sturz fte um- lag des en Ur- ewärmt n Breit: ichen, ıs Eisen ‚nannten aub mit Lig eine uält un- ammen es Um- jeden, henlolge :che ge- ang ge- em S0- einem h lang- st man \ AUSZU- Wasser- Üentner s LCir. schmol- Bleche 'euchtet alzwer- zwerke en Aaus- werden ‚d zwar m nach werden, das Zu ag eldem Fabrikation des Wei/sblechs. 85 Sturz gefertigt werden sollen. Nun werden die Stfirze in den Hahnen- brei getaucht, geglüht und unter die Schlichtwalzen zu 4 bis 6 auf ein- mal gesteckt, wenn nur kleine, nicht aber wenn grolse Bleche gewalzt werden. Bevor die Stürze unter die Walzen kommen, mufs der Glüh- span abgeschlagen werden, damit er sich nicht eindrücke, denn dann ist er schwer wegzubringen. Wenn die Arbeit gut geht, müssen von 100 Centner Stäben 72 Ctr. Blech und höchstens 22 Ctr. kurze Enden und Abschnitzel erfolgen, und nur 6 C. Abbrand statt finden; für 1 Centner Blech rechnet man 4 bis 5 Kubikf. Steinkohlen. Auch hier verdienen die backofenähnlichen Glühöfen den Vorzug vor eigentlichen Flammöfen. [Auf Tafel IX Fig. 12 ist der Blechglühofen des Eisen- und Kupferham- mers am Finowkanal bei Neustadt-Eberswalde dargestellt(der Maafs- stab ist derselbe als zu Fig. 5 und 6). a der Heerd, b Auflager für die Bleche, ist es Eisenblech, so sind sie aus Charmottesteinen, ist es Kupferblech aus Gufseisen, c die Feuerbrücke, d der Fuchs, e Schie- ber zum Reguliren des Feuers, f Ankerplatten, g Einsatzthür, h Kette vermittelst welcher und eines Hebels die Thür bewegt wird, i Rost- stab, k,k Rostbalken, I Aschenfall.] Die Fabrikation des Weifsblechs, Fer blanc, tin-plate, erfor- dert kleinere, aber sehr sorgfältig gearbeitete Bleche, welche man theils untese Hämmern, theils und vorzüglicher unter Walzwerken darstellt Die Arbeit unter dem Hammer ist sehr ähnlich der Bearbeitung des Schwarzblechs. Die Operation, welche man dort Urwellen nennt, heifst bei der Weilsbleehfabrikation Richtheifsen, darauf werden die Stürze geslüht, in dem Hahnenbrei getaucht und zu 50 zu einer Zange zusam- mengelegt, diese angewärmt und unter einem Breithammer geschmiedet, beschnitten und zuletzt abgerichtet, Die so zubereiteten Bleche heilsen Dünneisen, und werden nochmals beschnitten. Man kann im Durch- schnitt annehmen, dafs von 100 Centner Blechstäben höchstens 46 Ctr. Dünneisen, und eben so viel Enden, Abschnitzel und Ausschufs erhalten werden, und der Abgaug 8 C. beträgt; wo die Abschnitzel mit verarbei- tet werden, müssen 73 bis 75 C. an Dünneisen abgeliefert werden, bei 40 bis 48 Kubikf. Holzkohlen für den Centner der letztern. Werden die Dünneisen unter Walzwerken gefertigt, so müssen die Walzen ganz besonders eben und hart sein, und zwar nicht blos die Schlicht- son- dern auch die Sturzwalzen, indem sonst Eindrücke erzeugt werden, wel- che sich nicht verbessern lassen, und ein unansehnliches Weifsblech bedingen. Man rechnet von 100€, Stäben 50€. Dünneisen, 47 C. Abgang, 3C. Abbrand, bei 20 Kubikf. Holz- oder 4 Kf. Steinkohlen auf den Centner Dünneisen. Die fertigen Bleche werden dann beschnitten, ausgeglüht und allenfalls geprelst, um sie gerade zu biegen. a rn SE ER EEE ET TR TEE a A RNIT EN TEE 36 Fabrikation des IWW eifsblechs.| £ Das Verfahren beim Verzinnen, etamage, tinning, der gewöhnlichen| e' 4 Bleche ist in Deutschland folgendes: zuerst werden die Dünneisen ge- a beitzt, um sie vom Glühspan, ecailles, scales, zu befreien und eine rein ii metallische Oberfläche zu bedingen. Man bedient sich dazu der gegohr- sr nen Roggenschrotmaische, also des Essigs; man stellt in Beitzgewölben, n Fi bei einer Temperatur von 36°, in Fässern Roggenschrot, Sauerteig und En A Wasser an, und stellt, so wie die Gährung erfolgt, die Dünneisen In f hinein, und zwar zuerst in die alte Beitze, dann in die neue, stärkere, ru sodann noch in eine schwächere, wozu 4 Tage bestimmt sind. Hier- ed| durch wird nicht allein der Thon und Kalk des Hahnenbreies aufgelöst, Eule sondern auch das Eisen angebeitzt, wodurch sich der festsitzende Glüh- mil z span ablöst, welcher von der schwachen Essigsäure nicht eben aufgelöst del wird. Die dadurch entstandne saure Brühe enthält essigsaures Eisen- ie oxydul und ist für Kattundruckereien anwendbar. Man hat auch statt In 0 der Roggenmaische das Sauerwasser der Theeröfen und Köhlereien an- Bl e! zuwenden vorgeschlagen, welches ebenfalls Essigsäure enthält. Nach Veran dem Beitzen folgt das Scheuern der Dünneisen auf der Reibebank mit at va scharfem Sand, oder gepochter Hohofenschlacke, um den Glühspan völ-| mpg lig abzulösen; hierauf werden die ganz blanken Bleche unter reinem u ee Wasser bis zum Verzinnen aufbewahrt, damit sie nicht rosten, denn so| welatb, wie die Oberfläche nicht völlig metallisch rein ist, haftet das Zinn*:cht, au F und es entstehen fehlerhafte Stellen. hei: Das Verzinnen geschieht in einer eisernen Pfanne von 18 Zoll Länge, ul rend 14 7, Breite, 18 Z, Tiefe, welche in einem Ofen eingemauert ist, so dals dom a sie vom Feuer frei umspielt wird. Die Oberfläche des Verzinnungsofens ist mn) r mit eisernen Platten, die nach der Pfanne hin geneigt sind, belegt, da- nichts] mit kein Zinn verloren gehe, sondern alles abtropfende in die Pfanne te sd» zurückfliefse; letztere kann durch ein senkrecht hineingestelltes Ein- dr Si los haltblech in zwei Räume getheilt werden. Man wendet das ge- hl die wöhnliche englische oder sächsische Zinn an, welches nie rein ist, son- ag dern mit mehrern Metallen legirt, als mit Blei, Spielsglanz, Arsenik, LT Wifsmuth, Kupfer u.a.m,; es wird in der Pfanne zu 10 bis 12 Centnern ge- Hank je schmolzen, mit Talg bedeckt, damit sich dasselbe nicht durch den Sauer-\ lite, Sp stof der Luft oxydire, und auf einen gehörigen Temperaturgrad gebracht,“, no welchen man empirisch dadurch bestimmt, dafs man Papier hineinsteckt, Tender pa welches schnell verkohlt werden muls, Denn wenn das Zinn zu dick- AUF flüssig ist, so haftet es nicht, ist es zu dünnflüssig, so läuft zu viel ab Il ze und die Zinndecke anf dem Eisen wird zu dünn, Nun werden 200 Stück Int, Dünneisen, ein Satz, in die Pfanne auf die hohe Kante gestellt, und Um nach und nach zu 20 und 25, ein Böstel, wieder herausgezogen, in Tu * Wasser abgekühlt. Diese Arbeit nennt man das Einbrennen. Hier-| io inliehen sen ge. ne rein gegohr- völben, eig und Inneisen stärkere, . Hier- ulgelöst, e Glüh- ulgelöst Eisen- ch statt en an- ‚ Nach yank mit pan völ- reinem denn so , Länge, so dals olens ist est, dir : Pfanne s Bin- das ge- ist, Son- Arsenik, ner ge- 1 Sauer- ebracht, insteckt, zu dick- viel ab 00 Stück ellt, wi zogen, in el, Her- Fabrikation des Weifsblechs. 87 auf wird das Einhaltblech in die Pfanne gesetzt, so dafs ein grofser und ein kleiner Raum dadurch entstehen, ein Satz Blech in den erstern ge- stellt, und nach gehörigem Abschäumen des Talgs einzeln herausgezogen, das Abbrennen, oder Einschlagen, und auf rostlörmige Rahmen, Schragen, grillage, grating, gestellt, damit das überflüssige Zinn ab- laufen kann; hierauf werden die Bleche einzeln in den kleinern Raum der Pfanne eingetaucht, durchgeführt, und sogleich wieder herausge- zogen, und auf einen zweiten Schragen auf die hohe Kante gestellt, oder sie werden in der Diagonale herausgezogen und so aufgestellt, dafs eine Ecke der niedrigste Punkt ist.(Sollten sich Bleche darunter befinden mit unverzinnten Stellen, so werden diese bekratzt und noch einmal durchgeführt.) Die Bleche kommen nun in den Schwarzwischka- sten, wo sie mit Sägespänen und Lumpen vom Talg gereinigt werden. Um die Tropfkante zu beseitigen, d. i, den Saum an dem Rande der Blechtafel, wo das Zinn abtropfte, bedient man sich eines verschiednen Verfahrens, indem man die Bleche auf einer warmen Platte aufstellt, auf welcher etwas geschmolznes Zinn sich befindet, wodurch das Ab- tropfen von der Kante vollständiger erfolgt, oder man stellt die Bleche in eine eigne Abtropfpfanne, die am Boden etwas Zinn enthält, in welches die Bleche mit der Abtropfkante eingetaucht, und sodann her- ausgezogen mit Moos abgewischt werden, Hierauf werden die Bleche in einem Trockenofen getrocknet, mit Kreide und Kleien weilsgewischt und mit Lumpen überfahren, um den Staub zu entiernen; sie werden dann in Kisten, weniger zweckmälsig in Fässer, eingeschlagen. Die Di- mensionen der Bleche, Zahl derselben in einem Fafs oder Kiste, sind nicht überall gleich. Die dünnsten Bleche heifsen Senkler.— In Be- treff der Beschaffenheit dieser Weilsbleche mufs bemerkt werden, dafs der Spiegel der mehrsten Bleche sehr schlecht, wolkig, ungleich im Zinn, dafs der spiegelartige Glanz fehlt, welches theils durch ungleiche Bedek- kung mit Zinn verursacht wird, aber auch in der Unreinheit dessel- ben seinen Grund hat. Es ist durchaus nöthig, dafs die Bleche ganz blank gebeitzt und gescheuert ins reinste Zinn kommen, dafs ihre Ober- Näche von allem Glühspahn, und selbst von den Vertiefungen befreit sei, in welchen erster festsals, was durch eigne Polirwalzen erreicht werden kann. Das reinste und feinste Zinn, welches man in England aus dem Seifenzinn gewinnt, Körnerzinn, grain tin, kommt nicht im Handel vor, das englische Blackzinn, block tin, enthält aber noch fremde Metalle. Ä Englisches Verfahren beim Verzinnen der Bleche nach Parkes’s") S)SPSSCh. E, Vols I. pe 551,#°Daraus In D.,p, 7, Bd. 4. 5. 441, ne ne Er TEE TE ERDE Z 88 Fabrikation des englischen Weifsblechs. Angabe. Die aus dem feinsten Stabeisen, welches man Weifsblecheisen, tin-iron, nennt, unter den Walzen gefertigten Bleche werden beschnit- ten, in Form eines„A gebogen und in eine Beitze 4 bis 5 Minuten lang getaucht, cleansing, nettoyage, welche aus 4 Pfd. Salzsäure und 3 Gallonen Wasser besteht(1Salzs., 3Wasser dem Gewicht nach), und für 8 Sätze von 225 Blechen ein jeder hinreicht. Hierauf werden sie zu 3 und 3 neben dem Beitzofen, scaling oven, fourneau a decaper, aufgestellt, mit.ei- nem Eisenstab aufgehoben, in den rothglühenden Ofen gebracht und in 6 Reihen nebeneinander auf der Sohle desselben aufgestellt. Sobald der Glühspan abgesprungen, werden sie herausgenommen, andere einge- setzt; dies geht so schnell, dafs in einer Stunde 6 bis 700 Bleche geglüht werden können, darauf biegt man sie über einem Ambols gerade; diese ganze Operation im Ofen nennt man the scaling. Um die Beulen und Falten aus dem Blech zu schaffen, läfst man dasselbe unter einem Paar sehr glatter und harter Walzen, rolls,(in eisernen Schalen gegos- sen, case hardened) kalt durchgehen, wodurch die Flächen gleichsam po- lirt werden, the cold rolling. So wie die Bleche vom Polirwalz- werk kommen, werden sie in Sauerwasser, the lies, lessive, getaucht, welches aus Wasser und Kleien besteht, die 9 bis 10 Tage lang gehö- rig abgegohren haben müssen; man stellt sie in eiserne Kästen auf die hohe Kante, und läfst 10 bis 12 Stunden lang beitzen, während dem sie einmal gewendet werden; diese Operation nennt man the working in the lies. Hierauf kommen die Bleche in eine Beitze von verdünnter Schwefelsäure, die sich in einem bleiernen Kasten befindet, welcher durch Bleiplatten in Abtheilungen, Aoles, getheilt ist, deren jede 225 Bleche fassen kann. Die Stärke der Beitze ist willkürlich, die Zeit der Behandlung in derselben ungefähr 1 Stunde, bis sie gehörig blank ge- worden sind und keine schwarzen Flecke mehr zeigen, Ueberhaupt ist diese Behandlung der Bleche sehr schwierig und erfordert die gröfste Uebung, weil, wenn zu lange gebeitzt wurde, die Bleche Blasen ziehen. — Um die Einwirkung der Beitze zu beschleunigen‘, werden die Beitz- kästen durch einen Feuerkanal, auf welchem sie stehen, bis zu 32° oder 37° erwärmt. Die Bleche werden dann in Wasser mit Sand und Wer abgescheuert, und unter frischem Wasser aufgehoben. Nun folgt das Verzinnen, tinning, etamaze. Die Bleche kommen zuerst in eine Talgpfanne, in welcher sie eiwa eine Stunde bleiben, wodurch die Verzinnung schöner ausfällt; hierauf bringt man sie in die Zinnpfanne, welche Blockzinn und Körnerzinn enthält(auch wohl einen Zusatz von Kupfer). Hier verweilen sie etwa 15 Stunde, auch wohl länger; dann stellt man sie zum Abtropfen auf einen eisernen Schragen, und führt sie dann durch the wasking, lavage. Sie werden nämlich o Oo in eine! Ionen, grüßt sit, al em I: dhun in 3 von derd Dıs ZiD Ins absl@ Einbrerl | det ir | sige Zu die Zeil‘ durch diS worden+ zun Ag empty ir dersell 8 pl anılavl | nen Ziar | der Knie alles ibv2a Sauns IS und Lege [Blechis2 Cent ım d Branıı Schleigs Niede'og Wetas Rlcın x & ) Einl, Ye Zi Stlöng i ta| weh, Berl iten Jane Fallonen ätze yon 3 neben mit-ej- cht und Sobald € einge- geglüht e; diese len und einem | gegos- Sam p0- lirwalz- retaucht, 1g gelü- auf die lem sie ing in lünnter velcher de 2 Zeit der lauk ge- aupt ist grölste ziehen. - 20 oder | Werg ommen Jleiben, in die | einen h woll ‚chragel, änlich Falrikation des englischen Weifsblechs. 89 in eine Pfanne mit reinstem Zinn eingetaucht, wash-pot, chaudiere& Iaver, welche durch ein Blech in 2 Theile getheilt ist, und zwar in die erölsere Abtheilung, damit alles überflüssige Zinn, was auf den Flächen "sitzt. abschmelzen kann; dann reibt der Arbeiter beide Flächen mit ei- nem Hanfpinsel ab, taucht das Blech in die kleine Abtheilung und so- dann in die Talgpfanne, grease-pot. Dadurch wird das Blech theils von dem überflüssigen Blockzinn befreit, theils mit Feinzinn bedeckt. Das Zinnbad wird aber natürlich nach und nach immer mehr durch das abschmelzende Blockzinn verunreinigt, daher ausgeschöpft, und zum Einbrennen benutzt, während reines Zinn wieder von neuem angewen- det wird. Das Verweilen in der Talgpfanne dient dazu, das überflüs- sige Zinn zu beseitigen, daher kommt alles auf die Hitze des Talgs und die Zeit an, wie lange die Bleche im Talg bleiben. So wie 5 Bleche durch die Feinzinnpfanne durchgeführt und in die Talgpfanne eingetaucht worden sind, nimmt ein Knabe die erste Blechtafel heraus und stellt sie zum Abtropfen des Feits auf einen Schragen in einer leeren Pfanne, empty-pot, auf; damit aber auch der Tropfsaum beseitigt werde, nimmt derselbe die abgekühlten Bleche heraus und stellt sie in die Abwerf- pfanne, list-pot, chaudiere& lisser, welche 4 Zoll hoch mit geschmolz- nem Zinn gefüllt ist. Ist der schmale Zinnsaum abgeschmolzen, nimmt der Knabe die Tafel heraus, klopft mit einer Ruthe darauf, so tröpfelt alles überflüssige Zinn ab, und es bleibt nur eine sehr geringe Spur des Saums zurück. Die mit Kleie geputzten Bleche werden in hölzernen und blechernen Kisten verpackt. [Blechfabrikation im preufs. Staat im Jahr 1825 wenigstens 15,000 Centner, 1826 16,287 C.,; in den Jahren 1828 u. 29 wurden dargestellt: im Oberbergamtsdistrikt 1828 1829 Brandenburg-Preufsischen 4,446 Centner 4,819 GCentner Schlesischen.....»...... er ee 5,991» Niedersächsich-Thüringsch, 6,8244» 7,932» Westphälischen...........— Er Bhemischen+...r..23..22:.629» 25,602,» 18,311 Centner 43,948%, Centner und aufserdem 894 Schock unver- und 8,818 C. unverzinnte zinnte VVeilsbleche, VVeilsbl. 9I1C, Weifsbl. (Auch diese Zahlen sind ohne Zweifel zu niedrig. Einfuhr an Blech 1828 10,201 Centner, Ausfuhr 10,701 C, In neu- ster Zeit werden zu Dillingen bei Saarlouis, im Regbzk. Trier, recht schöne Glanzbleche dargestellt.— Fabrikation des Neuwieder verzinn- ten Eisenblechgeschirrs, sogenannten Gesundheitsgeschirrs aus Eisenblech, welches nach der Anfertigung gebeitzt und verzinnt wird; verzinnte Blechlöffel ia Oberschlesien, am Harz etc.— Eiserne geschmiedete Kes- ar LANE Zr.0>- SE 90 Lesirungen des Eisens.| ' gel werden, wenn sie völlig blank gescheuert sind, also verzinnt, dafs sell man sie über Feuer heifs macht, englisches Zinn und Salmiakpulver hin- mu einthut, und dann mit einem WVergpausch das geschmolzne Zinn im| Kessel umherreibt, wobei mit sehr wenig Zinn die Verzinnung erfolgt.| ir Um eiserne Stifte, Nadeln etc. zu verzinnen, werden sie nach dem Beit- Ar zen mit verdünnter Schwefelsäure, Abspühlen, erst verkupfert, wie es ın)[m dem Folgenden angegeben ist, sodann mit Zinn, WVeinstein und Regen- M wasser in einem verzinnten Kessel gekocht, wodurch sich Zinn am senoky Kupfer niederschlägt. in der Eisen zu verkupfern. Man taucht Eisen in eine Auflösung von Kupfer- mit CI vitriol(schwefels. Kupferoxyd) ein, so wird es binnen kurzer Zeit mit veinste Kupfer bedeckt sein(vergleiche I. Seite 282). Solch verkupfertes Eisen oder I MR läfst sich nun versilbern und vergolden, indem beide Metalle auf dem Wasse Kupferüberzug haften, nicht auf dem blofsen Eisen.] eich Legirungen des Eisens. vos si Mit Mangan. Dieses Metall ertheilt dem Eisen mehr Härte, ohne AR.- seine Zähigkeit und Geschmeidigkeit zu vermindern, wenn es nur in ge- 2, ringer Menge mit demselben verbunden ist. Die gröfste Menge des Man- heknd gans im Stabeisen, welche Karsten fand, war 1,853, das Eisen war ta- und dellos. Wie viel Mangan überhaupt aufgenommen werden kann, ohne orvd iin das Eisen zu verderben, ist noch nicht ermittelt. Der Mangangehalt Br macht das Eisen nicht zu Stahl, wie man ziemlich allgemein ange- Farbe nommen hat, denn es giebt auch Stahl, der kein M. enthält, und die ine IE härtesten Arten Gulsstahl enthalten kaum eine Spur dieses Metalls. Man nee war zu jener Meinung besonders dadurch gekommen, weil die mangan- Tın haltigen Eisenerze besonders geeignet sind Stahl zu erzeugen, dies liegt I* aber nicht im Mangangehalt, sondern im Zustand der Verbindung des Berik Eisens mit Kohlenstoff(siehe oben Seite 53). ich ie Mit Zink. Nach Karsten ist beigemengtes Zinkerz beim Ausbrin- Orrhieg gen des Eisens aus seinen Erzen nicht nachtheilig, indem das erblasne BI Roheisen beim Frischen untadelhaftes, weder roth- noch kaltbrüchiges N Eisen gab, in welchem sich kaum Spuren von Zink nachweisen lielsen. di- — Berthier analysirte eine Verbindung von Zink und Eisen, die sich 0 beim Umschmelzen von Zink in gulseisernen Kesseln mit der Zeit ge-| ni bildet hatte, welche aus 94,76 Z., 5.00 E. und 0,04 Kohle bestand; es N waren blumenkohlartige, körnig-schuppige Stückchen, von krystallinischem“: Gefüge, glänzend, sehr brüchig, sehr hart, weniger schmelzbar als Zinn u (vergleiche oben Seite 16).— Die andern Legirungen des Eisens siehe h E bei den übrigen Metallen. Eisen wird theils mit Kupfer- theils mit Messingloth gelöthet(ver- gleiche I. Seite 290), letzteres ist aber nur dann anwendbar, wenn der Int, dıls ulver hin- Zinn im 8 erfolet, dem Beit- wie es in d Regen. Zinn am n Kupfer. - Zeit mit tes Eisen auf dem e, ohne rin ge- des Man- war ta- n, ohne ngehalt 1 ange- ind die „ Man nangan- ies liegt ung des Lusbrin- rblasne üchiges lielsen, lie sich heit ge- nd, es ischem Is Zinn 15 siehe et(vel- senn der Eisenoxydul, Eisenoxyd, 91 gelöthete Gegenstand nicht wieder geglüht werden darf, weil sonst das Loth abschmilzt. Eisen verbindet sich mit Sauerstoff in zwei Verhältnissen, bildet ein Oxydul und ein Oxyd. | 1) Eisenoxydul, Protoxide de fer, Pr. of iron, schwarzes Ei- senoxyd, black oxyde of iron,(Eisenmohr, Ethiops martial,) kommt nicht in der Natur rein vor, sondern mit Eisenoxyd, verschiednen Säuren, mit Chromoxydul verbunden(im Chromeisenstein). Man erhält es am reinsten dadurch. dafs man über Eisendräthe, welche in einer eisernen oder irdnen Röhre eingeschlossen und weilsglühend gemacht worden, Wasserdämpfe leitet, wobei sowohl Wasserstoffgas entbunden wird(ver- gleiche vorn I. Seite 94), als auch Eisen durch den Sauerstoff des Was- sers sich in Oxydul verwandelt, welches in krystallinischen, mälsig glän- zenden, eisengrauen Schuppen auf dem Draht sitzt. Auf andere Weise, z. B. durch Niederschlagung eines reinen Eisenoxydulsalzes mit Aetzkali, bekommt man es nie rein, weil während des Absüfsens auf dem Filter und während des Trocknens ein Theil sich unaufhaltsam an der Luft oxydirt und zu Eisenoxydhydrat wird. Das reine Eisenoxydul ist geruch- und geschmacklos, schwarz von Farbe, schmilzt in hohen Hitzegraden zu einer porösen, schlackigen Masse ohne allen Glanz, wird vom Magnet angezogen, kann selbst attractorisch werden, löst sich in Säuren nach dem Glühen schwer auf(ähnlich der Thon- und Zirkonerde); es besteht aus 77,23 Eisen und 22,77 Sauerst. Das Eisenoxydul giebt mit Wasser ein weilses Hydrat, welches aber in Berührung mit der Luft oder lufthaltigem Wasser schnell graugrün, end- lich bräunlichgelb sich färbt, indem es in Oxydhydrat übergeht; das Oxydul giebt mit den Säuren Salze, welche im wasserfreien Zustand weils, im wasserhaltenden aber grün gefärbt erscheinen, sie schmecken zusammenziehend tintenartig, werden von Galläpfeltinetur in völlig rein- stem Zustand und ohne Luftzutritt nicht gefärbt, von Cyaneisenkalium weils gefällt, welcher Niederschlag sehr bald bläulich und blau wird, von Eiseneyanidkalium dagegen dunkelblau gefällt. Die Eisenoxydulsalze erleiden an der Luft, besonders im aufgelösten Zustand, eine rasche Oxy- dation, die Farbe wird dadurch immer mehr ins Gelbe gezogen, endlich selbst bräunlichgelb; die Auflösung verliert gleichfalls ihre grüne Farbe, wird röthlichgelb, während sich ein sehr basisches Oxydsalz nieder- schlägt, In diesem Zustand enthalten die Salze sowohl Oxydul als auch Oxyd in sich. Eisenoxydul giebt mit Glasllüssen grün gefärbte Massen, selbst schwarze(vergleiche vorn I. Seite 371 vom Basalt, Hornblende). 2) Eisenoxyd, Pcroxide de fer, Per. of iron, rothes Eisenoxyd, ETC HE EEE GERZERHE TE TE FETTE TOT TERZIZ 92 Eisenoxyd, Darstellung desselben.| red oxyd of iron,(Eisensafran, Crocus Martis, Saffron of Mars), kommt nicht R in der Natur sehr häufig vor, theils als Blutstein, rother Glaskopf, Roth- in I eisenstein, theils als Eisenglanz etc.(vergleiche vorn Seite 33). Um Ei- vi senoxyd künstlich darzustellen, kann man auf verschiedne Weise ver- 1 fahren:: i 7 a) Man läfst Eisen‘verbrennen, indem man es bei lang, anhaltender Far; Glühhitze caleinirt. Betrachtet man Eisen, welches: oftmals in heftiger Dicker, Gluth gewesen ist, so wird man finden, dals es mit einer schuppigen kommt 18 Decke überzogen, die eine schwärzlichbraune Farbe besitzt, zerrieben jidhe JO aber ein dunkelrothes Pulver giebt;(Plätteisen, Kapellendeckel ete.). onykal| b) Man glüht Eisenvitriol so lange, bis keine sauren Dämpfe mehr Orydk’t@ aufsteigen, ‚so bleibt das sogenannte Coleothar vitrioli, Englisch hun I& Roth(Braunroth), rouge d’Angleterre, trip, brown-red, zurück(ver- wie de gleiche vorn die Darstellung des Vitriolöls, I, Seite 165), wobei jenes Yin’@eı als Nebenproduct erhalten wird; man gewinnt es auch in Scheidewas- sis, serbrennereien als Nebenproduct, wenn nach alter Weise Salpeter und Fisene dad caleinirter Eisenvitriol mit einander geglüht werden. Man pflegt es auch shell: wohl so zu bereiten, dafs man'2 Th. Vitriol mit 1 Th. Kochsalz ge- weleiht: mengt caleinirt, wodurch sich dann Eisenoxyd und schwefels. Natron 1, SI bilden, Salzsäure aber in Dämpfen entweicht; der Rückstand muls aus- es hit! gewaschen werden, um das Glaubersalz vom Oxyd zu trennen. Dieses der Ka! Verfahren ist deshalb lobenswerth, weil bei einem richtigen proporlio- Orydaleı ı nalen Verhältuils keine Schwefelsäure am Oxyd bleiben kann, was der ad stets beim Coleoihar von der Vitviolöldestillation der Fall ist. Man gen in gl kann dieses aber auch dadurch reinigen, dafs man es mit einer Auf- nad: lösung von wenig Poltasche kocht. 100 Theile Vitriol geben 53 Th. alles ot rothes Oxyd. 1. Seilakt c) Man schlägt eine Eisenvitriolauflösung durch kohlens. Kali nieder, verlestW spühlt den Niederschlag ab, trocknet und glüht ‚denselben, hierdurch lirzo: wird das kohlens. Eisenoxydul in Oxyd verwandelt, jeweller’s red; humane d) durch Calcination von Ocker,(Eisenoxydhydrat); e) durch Präcipita- Kelch tion einer Auflösung von Chloreisen, salpeters. Eisenoxyd mittelst koh- dureh gi lens. Kali, und Glühen des Niederschlags. Eisenen Das Eisenoxyd ist theils von schwarzbrauner, theils schön rother ni uß, Farbe(welche Verschiedenheiten von dem Aggegratzustand des Präpa- bchengg, vals abhängig sind, und weshalb auch zum Gebrauch der Oel-, Glas-,| Ontkp Porzellanmalerei die Darstellung desselben auf verschiedne Weise aus- I 2 geübt wird, um verschiedne Töne zu erhalten, vergleiche vorn I.| Mn Seite 385); geruch- und geschmacklos, in Wasser unlöslich, nicht re| hart PR tractorisch, nieht attractorisch, wird in der Hitze zu Oxydul unter Ent-| des pe weichen von Sauerstollgas redueirt; löst sich in Säuren, wenn letziere| en ee ed ZU N N EEE cd m.> s), konnt opt, Roll. Un} Veise yor. thaltender in heftiger ehuppigen zenvieben | eie), ıple: mehr englisch ück(ver- bei jenes eidewas- yeter und bes auch hsalz ge- Natron nuls aus- Dieses ‘oporliv- u, was t.. Man ner Auf- 53 Th. ı nieder, ierdurch rs red; rächpila- o]st kolı- n rother - ‚Glas-, jse AUS- vom|. nicht re nter Bil n Jetzleit Eigenschaften des Eisenoxyds. 93 nicht etwa eoncentrirt sind, nach vorgängigem Glühen schwer, jedoch im Vergleich mit dem Oxydul leichter auf, und hat eine bedeutend geringere Verwandtschaft zu den Säuren, als dieses; speeil. Gewicht 5,225 Boullay. Es besteht aus 69,34 E. und 30,66 Sauerst. Mit Wasser verbunden, als Hydrat, erscheint es braun, gelb von Farbe; natürliche Hydrate des Eisenoxyds sind: der Brauneisenstein, der Ocker, gelbe und braune Thoneisensteine, auch im Raseneisenstein "kommt Eisenoxydhydrat vor(vergleiche vorn Seite 33 u.[.). Das künst- liche Eisenoxydhydrat erhält man durch Niederschlagung eines Eisen- oxydsalzes mit Ammoniak oder kohlens. Natron, wobei kein kolhlens. Oxydsalz sich erzeugt; der Niederschlag" ist sehr aufgequollen, dick, braungelb gefärbt, trocknet zu einer dunkelbraunen Masse ein, welche, wie der Brauneisenstein, 14,759 Wasser enthält. Aus den eisenhaltigen Mineralwassern, in welchen doppelt kohlens. Eisenoxydul aufgelöst ist, setzt sich, beim Entweichen der Kohlensäure aus dem Wasser, kohlens. Eisenoxydul an der Oberfläche des Wassers ab, oxydirt sich, unter Ab- gabe der Kohlensäure, zu Oxyd und bildet ein Hydrat, Eisenocker, welcher überall, wo das Wasser hingelaufen, sich anlegt(vergleiche vorn I. Seite 129). Wenn Eisen an feuchter Luft liegt, so rostet es, d. h. es findet theils durch den Sauerstoff des Wassers unter Vermittlung der Kohlensäure der Luft, theils durch den Sauerstoff der letztern eine Oxydation statt, und es erzeugt sich kohlens. Eisenoxydul, gleichzeitig aber auch Eisenoxydhydrat; es enthält also der Rost beide Verbindun- gen in sich, und zwar desto weniger von dem kohlens. Salz, je länger er an der Luft gestanden. Merkwürdig ist, dafs{der Eisenrost, so wie alles natürliche und künstliche Eisenoxyd, Ammoniak enthält(vergleiche I. Seite 245), dessen Erzeugung aus dem Wasserstoff des durchs Eisen zerlegten Wassers und dem Stickstoff der Luft erklärliceh wird. Eisenoxyd giebt mit Säuren Salze, welche meist röthlichgelb, oder braunroth gefärbt sind, auch wohl im wasserleeren Zustand weils, einen schr herben, zusammenziehenden Geschmack besitzen, sauer reagiren, durch Galläpfeltinetur schwarz, durch Cyaneisenkalium dunkelblau, durch Eiseneyanidkalium nicht niedergeschlagen werden; durchs Behandeln mit kochendem Wasser scheiden sie sich in saure auflösliche und in basische unauflösliche Salze, was auch jedesmal stattfindet, wenn ein Oxydulsalz durchs Stehen an der Luft in ein Oxydsalz übergeht. Anwendung des Eisenoxyds: a) in der Glas-, Porzellan-, Email- malerei und den verwandten Zweigen, 5b) zum Poliren von Stahl, Glas, harten Steinen, Gold und Silber. Zu letzterm Zweck bedient man sich des Blutsteins, welcher gehörig zugerichtet, in einen hölzernen Stiel ge- u a en Di ae rn EEE 94 Magneteisenstein, Eisenhammerschlag. fafst, als Polirinstrument dient, brunissoir, theils des rothen Eisen-| dann oxyds, welches, wenn es nicht eigens reinlich angefertigt wurde, ge-\schlacke schlemmt werden mufs, um es von eingemengtem Sand zu trennen; tel lid zum Belegen der Sireichrieme der Rasiermesser; e) zur Bereitung von len‘ schwefels. Eisenoxyd behufs der Darstellung von Vitriolöl(vergleiche| dor Schw‘ vorn I. Seite 165), der Färberei, Kattundruckerei; d) um Roheisen zu adou- salzen am eiren, weich zu machen, d. h. zu entkohlenstoffen, auch so für Stahl; Fienpäb vergleiche den Artikel Roheisen weiter unten. e) Um Kupfergeräthe zu I 019), bruniren, wobei das Eisenoxyd einen Theil seines Sauerstoffs ans Kupfer ist üchst 1 abgiebt, durch welchen letzteres auf der Oberfläche in Oxydul über- ches sich geht. f) Zum Anstrich von Holzwerk, Mauerwerk(Braunroth, Berliner- Verbi£ roth, Englischroth, rothe Farbe), hiezu dient theils Coleothar von den chemischea« Vitriolölbrennereien, theils der caleinirte Eisenschlamm der Alaunhütten hierher g18 (vergleiche vorn I. Seite 465). Sinheisen 34 Das Eisenoxydul und das Oxyd verbinden sich mit einander in[ie 9 mancherlei Verhältnissen, wodurch verschiedne Oxyde hervorgehen, die wir, aber nicht wohl als besondere Oxydationsstufen des Eisens zu betrachten Sticks sind, obschon sie noch hin und wieder als solche angesehen werden,| sich sg als ein mittleres Oxyd des Eisens, Oxide intermediaire, Deutozxide de| 689 Jer. Hierher sind zu rechnen:|(Cyan a) Der Magneteisenstein(vergleiche vorn Seite 32), er be- kalnsan steht aus 31 Oxydul und 69 Oxyd, so dafs er in 100 Theilen 28,215 bl ı Sauerstoff enthält, oder 3mal mehr Sauerstoff in dem Oxyd als im Denen Oxydul.— 5) der Eisenhammerschlag, Eisensinter, Schmiede- De ui sinter, Glühspan, battiture de fer, scales, eine eisenschwarze, schuppige Rohr Masse, welche sich beim Glühen des Eisens im Kohlenfeuer durch die nung ber gi Gebläseluft erzeugt, und beim Hämmern abspringt; sie ist verschieden sc vi gemischt; speeif, Gewicht des Glühspans 5,48. Wenn der Glühspan sen und Ay eine etwas dickere Schicht bildet, so findet man, dafs die äulsere ehe, oa, Schicht mehr Sauerstoff enthält, als die innere. Mosander unter- de 1 suchte einen Glühspan, fand die innere Schicht blasig, glanzlos, vom eben, ih; Magnet wenig angezogen, aus 72,92 Eisenoxydul und 27,08 Eis.oxyd be- Kohlnst stehend, so dafs das Oxydul in dieser Verbindung doppelt so viel Sauer-| Roheisen dur stoff enthielt, als das Oxyd; die äufsere war dicht, glänzend, von lichte- Me Kr rer Farbe, wurde vom Magnet stärker gezogen, und bestand aus 64,23 Ei- Se 1 senoxydul und 35,77 Eisenoxyd, so dafs der Sauerstoffgehalt des Oxyds Ole a „ von dem des Oxyduls betrug; überhaupt zeigte sich, dafs der Gehalt die len an Oxydul nach dem Eisen zu stets zunahm, dafs also der Hammer- Roh schlag eine Verbindung von beiden Oxyden in variabeln Mengen ist. Erna Derselbe wird in hohen Hitzgraden blos gesintert, bildet eine email- im Gong arlige, poröse Schlacke, wenn aber Kieselerde vorhanden, so bildet sich K ci, Damen A U ÄLn ee ur nen en Eisen. urde, g- trennen; itung von vergleiche zu adon- für Stahl: serälhe u ns Kupfer ‚dul über. ‚ Berliner- r von den launhütten ander in ehen, die betrachten n werden, toxıde de er be- n 28,215 als im chmiede- schuppige durch die rschieden Glülspan e äulsere or untel- los, vom oxyd be- el Sauer- n Jiehte- 64.23 Ei- S Oxyds y Gehalt Hammer- gen ist, ne emall yildet sc Roheisen, chemische Beschaffenheit desselben. 95 dann eine verglaste schwarze Masse, Hammerschlacke(Frisch- schlacke). Man benutzt den Hammerschlag theils als gaarendes Mit- tel bei dem Frischen des Eisens(vergleiche oben Seite 60), theils ge- pulvert zum Putzen von Eisen, zum Adouciren von Roheisen; wegen der Schwerlöslichkeit kann man ihn nicht gut zur Bereitung von Eisen- salzen anwenden.— Steinkitt für Wasserbehälter aus einem Brei von Eisenspähnen und Essig, oder stark verdünnter Schwefelsäure(von 1,018 bis 019), welcher, in die Fugen gestrichen, bald steinhart wird; hier ist höchst wahrscheinlich nur das Eisenoxydul-Oxyd das Cement, wel- ches sich bildet. Verbindungen des Eisens mit Kohlenstolf. Diese sind sowohl in chemischer, als besonders auch in technischer Beziehung höchst wichtig; hierher gehören die verschiednen Roheisen-, die Stahlsorten, ja selbst Stabeisen enthält fast immer Kohlenstoffeisen in sich. [’VVenn man Cyaneisenammonium in einer Retorte der Glühung unter- wirft, so bleibt, unter Entweichen von Wasser, Cyanammonium und Stickstoffgas, Kohlenstoffeisen als ein schwarzes Pulver zurück, welches sich bei geringer Hitze entzündet und verglimmt. Es besteht aus 68,93 Eisen und 31,07 Kohlenstoff.— Glüht man ebenso Berlinerblau (Cyaneisen in minimo—- Cyaneisen in maximo), so entweicht WVasser, kohlens. Ammoniak, und ein schwarzes Kohleneisen, ähnlich dem erstern, bleibt zurück, es besteht aus 74,74 Eisen und 25,26 Kohlenst. Eine niedrigere Verbindung, in welcher halb so viel Kohlenstoff enthalten, als in der erstern, ist nicht bekannt.] Roheisen, Gulseisen, fonte(erue), pig-iron, dessen Gewin- nung bereits in dem Vorstehenden, Seite 5l, umständlich auseinander gesetzt worden ist, ist von sehr mannigfaltiger Natur. Dals es aus Ei- sen und Kohlenstoff, in sehr verschiednen quantitativen Verhältnissen, be- stehe, glaubte man schon früher, man hatte«aber theils über den Ein- fluls der Menge des enthaltnen Kohlenstoffs auf die Beschaffenheit des- selben, theils über den Zustand der Verbindung des Eisens mit dem Kohlenstoff keine richtigen Begriffe. So meinte man, dafs das graue Roheisen die gröfste Menge des letztern enthalte, wogegen das weilse weniger Kohlenst. besitze, was unrichlig ist; eben so war der Unter- schied einer chemischen Verbindung desselben mit dem Eisen und einer blofsen mechanischen Mengung unbekannt, Karsten zeigte zuerst, gegen die frühern Analysen und Angaben von Mushet, dafs die Farbe des Roheisens nicht dureh die Menge des Kohlenst. bedingt werde, dafs das graue Roheisen nicht gerade den mehrsten Kohlenst. enthalte, sondern im Gegentheil das weilse Spiegeleisen, dafs dieses aber durchaus mit K. chemisch verbunden sei, wogegen im grauen Roheisen nur ein Theil ee on eng Zaun eg en an En x 1 IR 96 Verschiedenheiten des Roheisens. des enthaltnen K. mit dem Eisen chemisch verbunden, der gröfste nur mechanisch beigemengt sei, in Form von Graphit,(Gaarschaum, Eisenschaum von den Hüttenleuten genannt, kish, woher das schwarze Roheisen kishy-pig-iron.) Er lehrte gebundnen und ungebundnen Kohlenst. unterscheiden, [Mushet glaubt, dafs durch Aufnahme von Kohlenst. das Eisen immer härter werde, bis zu 75 des Gehalts; bei zunehmendem gröfsern Gehalt vermindere sich wieder die Härte des Products, Er gab fol- gende Tabelle: Kohlenstoffgehalt. Eigenschaften der Verbindung. 0 Gufsstahl, weicher. an» gewöhnlicher, En z» harter, - en» zu hart, =5$ Roheisen, weifses. =» halbırtes. er» dunkelgraues. Diese Angaben sind einmal, was den Einflufs der Menge des K. auf die Natur des Roheisens betrifft, unrichtig und erklären auch zweitens nicht, weshalb das weiche, körnige und graue R. unter gewissen Um- ständen, und bei gleichbleibendem Kohlenstoffgehalt, ein weifses, hartes, sprödes Metall mit strahligem Bruch werden kann, und warum das letz- tere sich wieder in graues, weiches, geschmeidiges und körniges R. um- ändert, obgleich der Kohlenstoffgehalt unverändert derselbe bleibt.] Man unterscheidet hauptsächlich zwei Gattungen von Roheisen, das weilse und das graue, welche beide nicht allein durch die Farbe ver- schieden sind, sondern auch durch ihre sonstigen Eigenschaften. Das weilse hat im Zustand der vollkommensten Ausbildung eine silberweilse Farbe, mit sehr starkem Glanz und spiegelnden Flächen, man nennt da- her auch dieses R, Spiegeleisen(Spiegelilofs) und wegen seiner Be- nutzung zu Stahl Rohstahleisen. Es wird im Siegenschen aus Spatheisenstein und Brauneisenstein behufs jener Fabrikation erblasen. Wenn die Farbe ins bläuliche und bläulichgraue übergeht, und nur nocl ein strahlig-fasriges Gefüge sich zeigt, so entsteht diejenige Abart des weilsen R., welche man blumiges Flofs, bl. Eisen, nennen kann; sie bildet sich am häufigsten nur in Verbindung mit dem grauen R. Eine dritte Abart, welche am häufigsten vorkommt, ist das grelle R., Weilseisen; die weilse Farbe hat viel Grau beigemischt, auf der Bruch- fläche ist kein bestimmtes Gefüge zu bemerken, dieselbe hat grolse Aehnlichkeit mit der eines löchrigen Käses. Nimmt die weilse Farbe noch mehr ab, so dafs sie ins Bläulichweilse übergeht, fangen die Bruch- flächen an zackig zu werden, und zeigen sich viele Zwischenräume, so ist Te Rn————— a ET TE, nn m ist ti) dem m das ander 0© Das sug an nd blur 288, I le Ds mil Schwarz 9 Nine’ Ider It[ER (leide 32 Im IM) ktrnt, vll Nic eins ul Nahe Di! einer Im Gelige ai el Rs L jendb trllie Pi ing ı9d Rilmggpg: | is 8 rel X; arbeite fg \iner.[El undıf 5 Mre| ler $ EI ag eh, uf list,)E ÜR Weiße h n Vgl ldap] 3 vw eisen, | al& { ln M She: e x BEN N 12 | “ e rölste nur "schaun, 3 schwars Webundnen sen Immer Isern Gelult Er gab fol lung, > des R, auf ch. zweitens wissen Un- (ses, hartes, m das letz- es R. um- leibt.] eisen, das Farbe ver- alten, Dis ilberweilse nennt da- seiner Be- schen aus . | nur noch Abart des nen kann; grauen R ‚relle R, ler Bruch- hat grols eilse Farlt die Bruch enräune, 2 IN Eigenschaften des Roheisens. 9 ist dadurch ein eignes R. charakterisirt, welehes weder zu dem weilsen. dem manses gewöhnlich beizählt, noch zu dem grauen zu rechnen ist. das luckige Flofs.— Diese Varietäten des weilsen R. gehen in ein- ander über, so dafs es oft schwierig wird, die Abarten zu bestimmen. Das sogenannte weilsgaareR, steht in der Mitte zwischen dem Spiegel- und blumigen Flofs. Das specif. Gewicht des weilsen R. beträgt im Mittel 7,5, also wiegt ein Kubikf. 495 Pfd., ein Kubikzoll 9 Loth,— Das graue R. zeig alle Farbenabstufungen zwischen dem dunkelsten Schwarz und lichten Grau, so dafs nicht selten in einem Stück mehrere Nüancen von Grau vorkommen. Die dunklern Farbentöne bedingen in der Regel stärkern Metallglanz, als die hellern. Nicht selten kommen beide Roheisenarten in einem Stück vor, und zwar entweder in beson- dern Lagen(streifiges R.), oder das eine in die Masse des andern zer- streut, so dafs im grauen Pünktchen vom weilsen R. und umgekehrt sich zeigen, halbirtes Roheisen.— Das specif. Gewicht des grauen Rt. ist im Mittel 7,0, also wiegt ein Kubikfufs 462 Pfd., ein Kubikzoll 82 Loth. Die Textur des grauen R, geht von vieleckig-körnigem Gefüge zu einer feinschuppigen, fast dichten Bruchfläche über; je mehr das körnige Gefüge zurücktritt, wird auch die Farbe lichter; die des weilsen R. geht aus dem blättrig-strahligen ins kleinsplitirige und dichte Gefüge über; je mehr die weilse Farbe sich mindert, verwischt sich auch das strahlige Gefüge. Im Spiegeleisen selbst ist eine deutlich krystallinische Bildung zu bemerken, und nicht selten finden sich auch Blättehen in Höhlungen angeschossen., In Betreff der Härte, ist das graue R. ungleich weniger hart, als das weilse; je mehr das graue dunkler fällt, desto leichter läfst es sich bearbeiten, drehen, feilen, bohren, je mehr es aber lichter grau ist, desto weniger. Die Härte des weilsen R. ist so grols, dals es in Glas schnei- det, und von der besten englischen Feile nicht angegrilfen wird; die Härte des Spiegeleisens übertrifft die des härtesten Stahls. Man hat daher auch das weilse R. Hartflofs und das graue R. Weichflofs genannt.(R. verliert in der Glühhitze an seiner Härte und Sprödigkeit und lälst sich zersägen). Was die absolute Festigkeit betrifft, so ist die des weilsen R. noch nicht untersucht, die des grauen sehr schwankend gefunden worden; man kann annehmen, dals, wenn dasselbe auf einen Quadratzoll Querschnitt 20,000 Pfd. wwägt, es zu den festern Sorten ge- hört; die rückwirkende Festigkeit des R. ist gröfser, als die des Stab- eisens, und zwar im weilsen zröfser, als im grauen, Ueber die Aus- dehnung des R. in der Wärme von 0° bis 100° hat man folgende An- gabe: es dehnt sich dasselbe um 0,001109 seiner Länge aus, Auch l. 2, 7 t— 701° ng ET nn Te ERREEERER. a Fe 98‘igenschoften des Roheisens. das R. läuft in der Hitze farbig an, die Temperaturen, bei welchen die- öfter ses geschieht, sind ziemlich den des Stabeisens gleich; weilses R. wird| ri: eher weifsglühend, als graues, dieses etwas eher als Stabeisen. Hin- En sichtlich des Schmelzpunktes ist zu bemerken, dafs das weilse R., be- ch 2; sonders Spiegeleisen, welches die gröfste Menge Kohlenstoff enthält, am Musa leichtesten schmilzt, bei einer Hitze, wo das Stabeisen kaum in starker den Zen I Schweilshitze sich befindet; andere Sorten weilses R. schmelzen zwar iv: etwas schwerer, aber wahrscheinlich nicht viel später, als bei einer of SI starken Schweifshitze, und dies ist auch die Temperatur, bei welcher Hienät 6 das graue R., welches das strengflüssigste ist, zum Schmelzen kommt. n K32| Man giebt zwar gewöhnlich die Schmelzhitze auf 125° bis 130° W. an, halte am I aber ohne Zweifel zu hoch. Das graue R. ist weit dünnflüssiger als das Gelalam. F weilse. Das weifse R. ist nicht schweilsbar, aber das graue, jedoch ud Bi ist es mit vielen Schwierigkeiten verbunden, dies zu bewerkstelligen. ES Geschmolznes R. erscheint dichter, als das starre, indem letzteres auf sen DA ersterm, wenn es heifs ist, schwimmt, nicht aber im kalten Zustand. nbhi Das graue R. dehnt sich beim Erkalten mehr aus, als das weilse, wel- rn ches stärker schwindet, als ersteres; das graue füllt auch die Formen wi Me besser. Die Gröfse des Schwindens scheint beim R. zwischen 5, und % der Längendimension zu liegen, es würde sich demnach R. auf 858 Eisenglli u der ae 1 A bis 942 von 1000 Theilen seines Raums zusammenziehen. Rhnalı ı AL Wird das graue R. geschmolzen und bei mäfsiger Hitze längere Zeit| ak erhalten, so wird es lichter in Farbe und geschmeidig, aber nie dadurch| Imiahı . 2. R 2 R j bin, t zu weilsem R., es nähert sich der Natur des Stabeisens; schmelzt man I... We -=: z: Ze| leichtaflerı N es, vor dem Zutritt der Luft völlig geschützt, um, so bleibt es völlig ber ode h auch 398 gun e Ali: unverändert, auch nach dem langsamen Erkalten, bringt man es aber plötzlich zum Gestehen, duschs Eingielsen in kaltes Wasser, so verhält es sich dann wie weilses R., oder wie halbirtes R.; daher kommt es De=> a Am e auch, dafs es beim Einguls in feuchte Formen, oder in eiserne Schalen, Sofa)| rer£?: lan e\ am Rande weils, im Kern grau aussieht. Erhitzt man weilses R. lang-| ı hr f Ohne>\ sam unter Zutritt der Luft, so verliert es unter der Glühspandecke sein Ep 2;;:; ten sıl ei blättrig-strahliges Gefüge, seine Härte und weilse Farbe, es erhält eine a welche Si körnige Textur mit grauer Farbe, es wird weich, dehnbar, nähert sich en in seinem Verhalten dem Stahl. Auch bei gänzlich abgehaltnem Luft-| u| zutritt erleidet das R. obige Veränderung, nur viel langsamer, so unter n| einer Decke von Kohlenpulver, gebrannten Kalk, feuerfesten Thon, Asche, N besonders Knochenasche. Schmelzt man weilses R. unter einer Decke 5 Nngss von Kohlen oder Glas in schwacher Hitze, und gielst es dann aus, so r. hat es nach wie vor seine Farbe, Härte, sein Gefüge; schmelzt man es u: aber in möglichst hoher Temperatur und läfst es sehr langsam erkalten, u:| so ändert es sich in graues R, um; dies geschieht sowohl in Schacht- lehen die. SR, wirl isen, Hin. se R., be- enthält, am in stärker elzen zwar ; bei einer ei welcher en kommt, 0° W, an, ser als das te, jedoch ıkstelligen, Izteres auf n Zustand. ‚eilse, wel- die Formen hen 5; und R, auf 85 ingere Zeit ie dadurch melzt man jt es völlig jan es aber ‚so verhält » kommt 6 ne Schalen, es R. lan- ndecke sein erhält eine nähert sich Iinem Lult- 1, 50 unter hon, Asche, iner Decke ann aus,$ elzt man# an erkaltn, in Schacht: Ueber den Kohlenstoffgehalt im. Roheisen. 99 ölen, als auch in Tiegeln, aber nur dann, wenn die Hitze bedeutend hö- her als die Schmelzhitze des weilsen R., und das Abkühlen langsam geschah.— Aus diesem geht hervor: dafs sich das graue R. zum Um- schmelzen besser eignet, als das weilse, in so fern es weit dünner flielst, weniger Abgang durch.Glühspan erleidet, und weit weniger durch den Zutritt der Luft verändert wird, als jenes, Das vollkommenste Spiegeleisen enthält die größste Menge Kohlen- stoff in sich, etwa 5,255; bei 4,255 Kstgehalt ist die Abnahme des blätt- rigen Gefüges noch nicht sehr merklich, bei einem geringern Gehalt an Kst. geht das Gefüge ins Körmnige über. Die luckigen Flosse ent- halten nur noch 3,502, verhalten sich wie ein sehr harter Stahl. Der Gehalt an beigemengtem Kohlenstoff im grauen R. beträgt zwischen 2,57 und 3,755, der gesammte Kohlenstoffgehalt im grauen R. zwischen 3.15 und 4,655, er ist also geringer, als im Spiegeleisen und den mehr- sten Arten des weilsen R., und diejenige Portion Kst., welche im grauen R. mit dem Eisen selbst chemisch verbunden ist, ist nicht selten klei- ner als in manchen Stahlarten. Endlich scheint auch noch im grauen R. ein kleiner Antheil Kst. mit sehr wenig Eisen zu sehr gekohltem Eisen(Polycarburet des Eisens) verbunden zu sein, und dieses sich unter der übrigen Masse zu befinden. Man glaubte früher, dafs das weilse R. besonders aus manganhaltigen Erzen erblasen werden könnte, und dals durch den Mangangehalt dasselbe geeigneter wäre, Stahl zu ge- ben; dies ist jedoch nur in so fern richtig, dafs solche Erze zwar sehr leicht weilses R. geben, dafs aber der Gehalt an Mangan dazu nicht besonders beiträgt, auch nicht auf die Farbe Einfluls hat, indem man auch graues R. aus ihnen gewinnen kann, welches selbst mehr Man- gan enthält. Aufser dem Kohlenstoff findet man im R. noch folgende fremde Stoffe: Mangan, welches in bedeutender Menge vorhanden sein kann, ohne der Festigkeit zu schaden; Titan, welches sich ähnlich zu verhal- ten scheint; Phosphor, Schwefel, Silicium, Calcium, Magnesium, Chrom, welche die Festigkeit des Eisens in einem hohen Grad vermindern. Diese scheiden sich beim Verfrischen gänzlich ab, indem man sie durch Analyse des Stabeisens nicht wieder entdeckt. Karsten fand in einem Roheisen 0,3713 Schwefel, dasselbe gab das oben Seite 77 erwähnte, ganz unbrauchbare rothbrüchige E. Den gröfsten Phosphorgehalt fand er im R. aus Wiesenerzen 5,68; im R. aus Erzen, in denen keine Phos- phorsäure nachweisbar, fanden sich doch meist 0,28. Der gröfste Sili- eiumgehalt betrug 3,46 5. Da en RE u nn en Te ga DR 100 Analysen von Roheisen. Anwendung desselben zum Gufs. [Einige Analysen von Roheisen aus dem preuls. Staat, Frankreich und England, von Gay-Lussae und Wilson*),es sind in 100 Theilen enthalten: — 7 se emnE on-.ı® N Roheisen. Eisen. den Se ni nr Bemerkungen. Weilses von Siegen|94,338| 2,690| 0,230| 0,162 2590 bei Holzkoh- len erblasen, desgl. von Coblenz| 94,654) 2,441| 0,230| 0,155 2,490 desgl. desgl. a.d.Champ.| 96,133| 2,324| 0,840| 0,703|Spuren desgl. desgl. von Isere|94,687| 2,636] 0,260| 0,280 2,137 desgl. Graues von Nivernais| 95,673) 2,254| 1,030| 1,043|Spuren desgl. desgl. von Berry|95,573| 2,319| 1,920| 0,188 desgl.| bei einem Ge- meng v.Coaks und Holzkohl. desgl. aus d.Champ.| 95,971) 2,100| 1,060| 0,869| desgl. bei Holzk. desgl. von Creusot| 93,385| 2,021| 3,490| 0,604 desgl. bei Coaks» desgl. a. d. Franche| 95,689] 2,800| 1,160| 0,351 desgl. desgl. comte desgl. aus Wallis|94,842| 1,666| 3,000) 0,492] desgl. desgl. desgl. desgl. 95,310| 2,550| 1,200| 0,440| desgl.| desgl. desgl. desgl. 95,150| 2,450| 1,620| 0,780| desgl. desgl.] Benutzung des Roheisens; das graue wird zum Gufs, das weilse zum Frischen in Flammöfen ,. das Spiegeleisen zur Stahlfabrikation, das graue zum Verfrischen in Heerden angewendet, wie oben Seite 57 und 69 gelehrt worden ist. Von lem Umschmelzen des Roheisens und von der Anwendung des- selben zur Giefserei.— Das Roheisen wird, insofern es zum Guls man- nigfaltiger Gegenstände angewendet wird, Gulseisen, fonte, foundry- iron, genannt; die Kunst, R. dazu anzuwenden, ist bei weitem nicht so alt, als die aus Silber, Gold, Bronze Geräthe zu gielsen, welche die Alten in so vorzüglicher Vollendung ausübten. Gufseiserne Munition, Kugeln, Granaten ete. waren wohl unstreitig die ersten Gegenstände, welehe man aus R. gols; man weifs, dafs 1495 eiserne Kugeln in einem Krieg des Königs Karl von Frankreich gegen Ferdinand von Neapel gebraucht wurden, zwar sollen schon im Jahr 1378 die Venetianer sich eiserner Kanonen bedient haben. 1547 wurden in England eiserne Ge- schütze, 1667 die ersten eisernen Geschütze im Kurfürstenthum Branden- burg zu Peiz gegossen**). *) A, a. O.(Siehe Seite 78,) **) Ueber die Geschichte der Eisengielserei im Allgemeinen, insbe- sondere iiber die Bildgiefserei von Eisen, siehe einen sehr interessanten Aufsatz von Martins, in den V, d. G, 1824. S. 215. wi muß A vd DER. ofen dIDY fürn KO zın PO deshalitR schne]ids! | sten zii | rung IE: chemis Er | sich u Ss anwen€ ZU 4 n Gusen\ Anbo ,.\ glatteliedli ges(lat es galım i | weil at | nicht awees}ı m Luis; k schekurg 9 I und Inpit| den. ml n schaff dis je 01 kann, pm|; | weder ‚gT (I Msn: ‚sr um| öfen eisen h Slieln Ep| ups: ih bi@0 Ki=. Verla; ap Dash, sL lg. eimi y 4 € nach has) Schpie f ufs, reich uni enthalten: TTEINErIeTErn nn terkungen, aD 3 Oo. ol Holzkolı- ı erblasen, desgl, desgl. desgl. desgl, einern Gt- a v.Coaks Holzkolıl, Holzk. Coaksı \esgl. desel, desgl. desel.] das weilse kation, das n Seite 57 endung des man- e, foundry- m nicht so yelche die Munition, »genstände, 1 in einem on Neapel tianer sich iserne Ge- 1 Branden- nelly Ins“ nteressauf®l Ueber die Anwendbarkeit des Roheisens zum Gufs. 101 Wenn man R. zur Verfertigung von Gufswaaren anwenden will, so kann entweder vom Hohofen aus der Gufs vollführt werden, oder man muls das R. einer Umschmelzung unterwerfen. Dieser letztere Prozefs wird nämlich aus mehrern Gründen nothwendig, nämlich wenn der Hoh- ofen die verlangte Sorte R. entweder nicht ana Naehtheil im Gange lie fern kann, A in nicht genugsamer Menge, oder wenn nicht ofi genug zum Betrieb der en abgestochen reden kann, und endlich auch deshalb, um in der Nähe von gewerbthätigen Städten jeden Auftrag schnell befriedigen, und dadurch dem Gewerbsbetrieb kräftig Hülfe lei- sten zu können, indem durch die grolsen Fortschritte in der Verbesse- rung des Maschinenwesens gufseiserne Maschinentheile, Apparate zum chemischen Behuf unentbehrlich geworden sind.— Zum Gufs eignet sich graues gaares R. am allermeisten, R. vom übersetzten Gang ist un- anwendbar; das beim gaaren Gang erblasne matte, körnige, weilse R. ist zu Gulswaaren, die eine beirächtliche Härte erfordern, wie Walzen, Ambose, Pochstempel, anwendbar, aber alle Waaren, von denen eine glatte Oberfläche verlangt wird, fallen dann schlecht aus. Kaltbrüchi- ges(phosphorhaltendes) R. ist sehr dünnflüssig und eignet sich, wenn es gaar, zu feinen Gulswaaren, da es die Form sehr genau ausfüllt, aber weil es spröde ist, kann es zu Sachen, die Stöfse aushalten müssen, nicht angewendet werden, wohl aber zu Platten, Oefen, Kochgeschirren zu Luxusgeräthen, nicht zu Masehinentheilen. R. bei sirengflüssiger Be- schickung erblasen enthält viel Erdmetalle, und wird dadurch kürze und brüchiger, kann daher z.B. zu Geschützen nicht angewendet wer den. Wenn man daher aus gegebnen Erzen das.R. von"bestimmter Be- schaffenheit nieht ohne Gefahr für den guten Gang des Ofens erblasen kann, so muls man das R. durchaus umschmelzen. Dies geschieht ent- weder in Tiegeln, oder in niedrigen Schachtöfen, Cupoloöfen, odeı inFlammöfen.— Für den Tiegelguls eignet sich halbirtes R., noch besser das graue R., bei strengflüssiger Beschickung erblasen und in Flamm- öfen einigemal umgeschmolzen, wodurch es einen bedeutenden Antheil Silieium und Graphit verloren hat; auch ist ein Gemeng von mehrmals umgeschmolznen grauem und sehr weils gewordnem R. sehr gut. Für den Cupoloofenbetrieb eignet sich dasjenige R., welehes bei nicht zu leichtflüssiger Beschicekung bei hohen und engen Obergestellen erblasen worden; das bei Coaks dargestellte, Silicium reichere, ist nicht so fest. Dasselbe gilt auch von den Flammöfen. Tiegelgiefserei. Man wendet meist nur Graphittiegel an, von etwa 20 bis 30 Pid. Fassungsraum; der dazu‘passende Schmelzofen ist nach Art des auf Tafel II Fig. 9 abgebildeten und I. Seite 50 und 51 be- schriebnen Tiegelofens eingerichtet, oder auf mehrere Tiegel zugleich, 102 Beschreibung eines Cupoloofens. Bir nach Art eines Messingofens, siehe Tafel XI Fig. 18. Hiebei ist ein a grofser Aufwand an Brennmaterial, bedeutender Verlust an Eisen, welches Br verbrennt, sich verschlackt und verstäubt, weshalb auch diese Giefserei| ei f sehr kostbar, und nur für kleine Gegenstände anwendbar ist, welche, jo ulm als Gegenstände des Luxus, hohe Preise tragen können.| Ian des Umsehmelzen des R. in Cupoloöfen, fourneau& manche, f. a la 1 dslien, Wilkinson, coupolo. Die erste Idee, Schachtöfen hiezu anzuwenden,| ui, Dan verdankt man Reaumur, besonders haben’ aber die Engländer das Um-| ie an(oaks: w schmelzen des R. in niedrigen Schachtöfen zu verbessern sich bemüht. In Schweden bedient man sich noch der Stürz öfen, Schachtöfen, menden ai welche um 2 Axen drehbar sind, und beim Ablassen des R. gegen den| his 10 In eneigt werden müssen, wogegen die Cupoloöfen feststehen, Punkt des Schachts haben. sie sind von Aufsen Horizont g seschmolme und den Abstich am untersten niedrigsten Die Construction dieser Oefen ist sehr einfach; n eisernen Platten bekleidet, oder aus einem gulseisernen Cy- Fig. 15 Tafel IX zeigt den Durchschnitt und 1. werden nac Eisen meist lingetragen mit mehrer mach der Ri linder zusammengesetzt. welches nu Fig. 14 den Grundrifs eines solchen Ofens, wie er in der hiesigen König Er steht auf einem 18 bis 24 Zoll hohen Fun- liegt, die mit Rändern mindert, m verlust heliu Eisengielserei erbaut ist. erzeugt; di dament a, auf welchem die eiserne Bodenplatte b um die Seitenplatten(oder den Cylinder) e festzuhalten; Oben bis 9%, Um stellt man ihn versehen ist, die Bodenplatte ist daher entweder polygonisch oder kreisförmig- bei der Gicht liegt eine aus mehrern Stücken bestehende Deckplatte d, um die Seitenplatten zusammenzuhalten, und die Schachtmauer zu be- enligt, welche Der zum| decken. Am bequemsten ist es, die einzelnen Umfassungsplatten aus- wendig durch Schrauben mit einander zu verbinden.‘In diese äufsere von gerröhnli Hille setzt man nun den eigentlichen Schacht von feuerfesten Ziegeln wölbe, theils ein, e, und füllt den Raum zwischen diesem und dem eisernen Mantel in der Gesend mit Asche aus, Die Heerdsohle f über der Bodenplatte wird aus feuer- di Hitze zu« festem mit reinem Quarzsand gemengten Thon 6 bis 8 Zoll hoch ein- Fhnmöen zur gestampft, so dafs nach dem Abstich hin ein gehöriger Fall entsteht. Die kerrorringen, Form g liegt 9 bis 20°Zoll hoch über dem Boden(mitunter hat man ya 7 2 Formen), h die Düse; die Oeffnung für‘den Abstich i ist 12 Z. breit,| Ührischenrium: 15 Z. hoch, weil durch dieselbe die Sohle des Ofens gestampft wird; chf während des Schmelzens ist sie vermauert, und nur im tiefsten Punkt I Mich ki eine kleine Oeffnung zum Abstich gelassen. Die Form des Schachts ist| Mile gen am zweckmälsigsten konisch, nach oben etwas enger, als unten; Cupolo- Huniihe] sfen für Holzkohlen müssen höher als die für Coaksbetrieb eingerichte- Kullaf ten sein, hier reichen 6 Fufs vollkommen aus, man giebt ihnen auch| dal wohl unter Umständen nur 5, ja 4 Fufs Höhe; die Weite des Schachts| Schlosn, ia in der Formhöhe 18 bis 22 Zoll. Man pflegt auch 2, ja 4 Formen über- id \“Dre “dm In, 1 ist ei welches Gielserei welche, fa la uwenden, das Um- ı bemüht, hachtöfen, regen den eststehen, 's haben, n Aulsen ernen Cy- hnitt und ‚en König] ‚ohen Fun- t Rändern tzuhalten; g. Oben ‚platte d, r zu be- atten AUS- se Aulsere n Ziegeln en Mantel aus feuer- hoch ein- teht. Die ‚hat man 2 7, breit, pi wird; ten Punkt ‚hachts ist ; Cupolo- ingerichte hnen aucl men über Betrieb des Cupoloofens. Construction des Flammofens. 403 einander zu legen, so dafs, wenn das R. die Höhe der untern Form er- reicht hät, diese mit Thon geschlossen, und nun die obere in Gang ge- setzt wird, wodurch eine grolse Menge geschmolznes R. im Schacht sich anhäufen und zum Guls grolser Stücke verwendet werden kann, Die Menge.des Winds richtet sich nach der Qualität des Brennmaterials, ‚des Eisens, der Schachthöhe, sie beträgt 250 bis 500 Kubikf. in der Mi- nute. Man rechnet an Holzkohlen, einschliefslich der zur Füllung ver- wendetien, auf 100 Pfd. R. 9 Kb£., olıne die zur Füllung 6 bis 8 Kbf.; an Coaks werden 1,5 Kbf. nöthig sein, einschl. Füllung. Die Kohlen werden nach dem Maafs, das R. nach dem Gewicht aufgegeben, alle 8 bis 10 Minuten findet das Aufgeben neuer Gichten statt. Ist genug geschmolznes R. im Heerd vorhanden, so wird abgestochen und das Eisen meist in Gielskellen geleitet, mittelst welcher es nach den Formen hingetragen wird, seltner bildet man einen Masselgraben vom Abstich nach der Form, und läfst das Eisen unmittelbar nach letzter laufen, welches nur bei grofsen Gufsstücken geschieht.— Die Schachtsteine werden nach und nach sehr angegriffen, indem sich Schlacke aus ihnen erzeugt; dies wird durch Zusatz von etwas Kalkstein bedeutend ver- mindert, welcher eine leichtflüssigere Schlacke bedingt. Der Eisen- verlust beläuft sich im günstigsten Fall auf 55, gewöhnlich auf 7 bis 9%. Um die Funken des Ofens und die heifse Luft abzuführen, stellt man.ihn gewöhnlich unter eine Esse, die sich in einen Mantel endigt, welcher über der Gicht beginnt. Der zum Umschmelzen des Roheisens angewendete Flammofen ist von gewöhnlicher Construction, der Heerd ruht theils auf einem Ge- wölbe, theils auf eisernen Platten, das Gewölbe des Ofens senkt sich in der Gegend des Fuchses bedeutend nach dem Heerd herab, um dort die Hitze zu concentriren. Man hat aus Erfahrung gefunden, dafs die Flammöfen zum Roheisenschmelzen bei Steinkohlen den grölsten Effect hervorbringen, wenn sich die Fläche des Rosts zur Fläche des Heerds 7, und der dem Zutritt der Luft offne Raum im Rost (Zwischenräume zwischen den Roststäben) zu dem Flächeninhalt der Fuchsöffnung im Ofen ungelähr wie 3 oder 4:1 verhält, und der Schorn- stein nicht unter 40 F. hoch ist; der Durchmesser desselben mufs im- mer grölser sein, als der des Fuchses, Es ist dafür zu sorgen, dafs keine atmosphärische Luft über dem Rost in den Ofen treten, sondern blos durch den Rost und die Kohlen einströmen kann, es muls daher sowohl das Schürloch, als das Einsatzloch durch Thüren möglichst luftdicht ge- schlossen werden. Man giebt dem Heerd eine vom Rost abwärts sich vermindernde Breite, so dafs derselbe am Fuchs am schmälsten ist; man hat dem Heerd eine sehr verschiedne Neigung gegen den Horizont er- etwa wie 2: 104 Construction des Flammofens. theilt,, allein dadurch, dafs derselbe nach dem Fuchs hin bedeutend sich Pe K neigt, kann erstlich das R. nicht auf dem Heerd gleichm: ilsig vertheilt, sondern nur nächst der Brücke aufgesetzt w erden, sodann ist nichtjzu ver- a db meiden, dafs das R. weils und matt, d.h. nicht st: ark genug erhitzt wird, Ei q] andere Nachtheile hier noch zu geschweigen. Dagegen ist es weit vor- yo mit 1 züglicher und für die Erhaltung einer gleichförmigen Temperatur im verhüten; Ofen höchst wichtig, dem Heerd von dir Brücke bis zur Abstichöifnung el auf am Füchs nur eine Neigung von 1 bis 2 Graden zu geben, so viel als Lehmbrei, zum völligen Abiluls des Eisens beim Abstich nöthig ist. Der Heerd feuerfester wird am zweckmälsigsten mit reinem Quarzsand, gemengt mit feuerfestem L die Fu Thon, beschüttet; das Gewölbe, welches den Schmelzheerd mit dem die für et Rost verbindet, muls, was sich von selbst verste ht, aus feuerfesten Zie- nung dr seln gebaut, möglichst niedrig sein, damit nicht ohne Noth Hitze verlo- i Be ren gehe, es wird dann noch mit Schutt bedeckt, mit einer Lehmdecke“u I geebnet, um die Hitze zusammenzuhalten und das Gewölbe gegen einen At= zufällisen Stofs zu schützen, Man giebt dem Heerd, im Vergleich zu Be seiner Breite am Rost, eine zweimal auch wohl nur 1; mal so grolse Ra Länge, je nachdem die Beschaffenheit der Steinkohlen verschieden ist, Wis ob sie mit starker Flamme brennen oder nicht. Der Fuchs muls erwei- bis 4(nad tert und verengert werden können, wie es die Verhältnisse mit sich| Ablrand el bringen, je weiter derselbe, desto geringer ist der Zug, also desto grü- den Eisen e (ser der Brennmaterialverbrauch um starke Hitze zu erzwingen; je en- sen vorfindet ser der Fuchs, desto langsamer ist der Abzug der Luft, desto länger senamles Se wird sie im Ofen verweilen, desto schwächer ist aber: auch der Zug, und den wird da die Hitze gleichfalls nieht gehörig gesteigert. Dei einem richtigen Ver- Die Zeit de hältnifs der Fuchsöffnung zur Rostläche schmilzt das R.,. welches auf aulgesetzten dem ganzen Heerd ausgebreitet ist, auf allen Punkten sleichförmig nie- construction, der, sie mufs daher für jede Steinkohlenart ermittelt werden. Die Schorn- man sollte ı steine müssen gehörig hoch sein, 40 bis 70 Fuls, nieht: zu weit,‘auch Weißelihen nicht zu eng, 16 bis 20 Zoll ins Geviert, mit einer Klappe an der Mün- mielichst ras dung versehen, um den Olen abschliefsen zu können; nieht selten wer- höre veschm den 2 Flammöfen an einen Schornstein angebaut. Der ganze Ofen wir d ge a mittelst eiserner Platten, welche durch Schraubenbolzen zusammengezo- eschmiedeen gen werden, bekleidet, um das Ausweichen der Mauern in der Hitze zu| cd a beseitigen. Man stellt die Flammöfen, wenn sie nicht im Hüttengebäude Der Schmalz selbst angebracht sind, sondern im Freien stehen, unter ein Dach, um| ron d Regen abzuhalten.| h=| 67} [| Beschreibung der auf Tafel X Fig. 1 und 2 gegebnen Darstellung eines| and, um Flammofens zum Umschmelzen von Roheisen, wie er ın der Sayner-| ai Fol hütte aufgeführt ist. a der Rost, b der Schmelzheerd, c der Fuchs,| je d das Gewölbe aus feuerfesten Ziegeln, e Abzüchte,£ eiserne Platten,| Ba utend sich , vertheill, chtlzu ver. hitzt wird, ; weit vor- deratun in tiehöffnung so viel als Der Heer feuerfesten | mit den festen Zie. litze verlı- ‚ehmdeck egen eine ergleich zu al so grols chieden ist, nuls erwei- ° mit siel desto grör en; je el- sto lünger r Zug, und htigen Ver- velches aul förmig nie- ie Schorn- weit, auch 1 der Min- selten wel- ‚Ofen wird Immengezo- ‚y Hitze zu tengebäude Dach, ın ellung ent der San“ » der Fuchs, serne Pltien, ar Construction des Flammofens, Betrieb des Ofens. 105 auf denen das Heerdgemäuer g ruht, über welchem eine Lehmsohle ge- schlagen, und über diese Sand i geschüttet ist; das Schürloch k, ein guls- eiserner Kasten dient zur Einfassung, 1 die Feuerbrücke, m Einsatzthür, welche ebenfalls einen gegolsnen eisernen Kasten hat, und durch eine eiserne Thür nach dem Laden verschlossen wird. Diese ist von In- nen mit Thon beschlagen, um das Verbrennen und Einschmelzen zu verhüten; sie läfst sich in eisernen Bahmstücken durch Kette und He. bel aufzichen; während des Schmelzens verstreicht man die Fugen mit Lehmbrei, oder bewirft sie mit trocknem Sande n Fuchsdamm, aus feuerfesten Ziegeln angefertigt; man nimmt bei dessen Construction für die Fuchsöffnung das Maximum der Querschnittsfläche an, und bestimmt die für jede Kohlenart und Eisensorte auszumittelnde Gröfse dieser Oeft- nung durch mehr oder weniger starkes Aufschütten von lockerm Sand, wodurch man jede nothwendig werdende Vergröfserung oder Verkleine- rung der Fuchsöffnung leicht und schnell bewerkstelligen kann. In der Mitte des Fuchsdamms ist in der Höhe der Heerdsohle die Abstichöff- nung o, welche mit schwerem Gestübbe verschlossen ist und nur beim Abstechen geöffnet wird.] Was nun das Laden des Ofens betrifft, so ist R. in Stäben von 3 bis 4 Quadratzoll Stärke besser, als in dünnen Platten, weil diese mehr Abbrand erleiden: es bildet sich nämlich bei abschüssigen Heerden über dem Eisen eine Decke von Glühspan, unter welcher sich gefrischtes Ei- sen vorfindet, welches auf dem Heerd nach dem Abflufs des R. als so- genanntes Schaleneisen, carcas, zurückbleibt; bei horizontalen Heer- den wird dagegen die Entstehung von Schaleneisen gänzlich vermieden. Die Zeit der Schmelzung ist sehr verschieden, je nach der Menge des aufgesetzten Eisens und der zweckmälsigen oder unzweckmälsigen Ofen- construction, 2 bis 4 Stunden um 16 bis 60 Centner einzuschmelzen; man sollte das Eisen nie in den kalten Ofen, sondern in den bis zum Weifsglühen geheitzten, bei geschlolsner Klappe, einsetzen, dann bei möglichst raschem Feuer einschmelzen. Das Eisen wird, wenn es ge- hörig geschmolzen, entweder in einen Sumpf abgestochen, von Schlacke gereinigt und in die Form geleitet, oder mit gehörig abgewärmten, aus gefertigten Gielskellen, poches, oder Gielspfannen, chaudicres, aus Gulseisen mit Lehm überzogen, aus dem Ofen geschöpft. Der Schmelzabgang ist mehr von der Construction des Ofens abhängig, als von der Beschaffenheit des R., er beträgt unter günstigen Umstän- den 6 bis 7, höchstens 8 bis 92, aber auch wohl 15%; der,Steinkohlen- aufwand, um 100 Pfd. R. umzuschmelzen, 1,2 bis 1,3 Kubikf. Man hat auch mit Holz und Torf Flammöfen betrieben. Aus den mitgetheilten folgt zum Schlufs: dafs die Tiegelgielserei im Beirieb die kostbarste ist, obschon sie die geringsten Anlagekosten ver- geschmiedetem Eisen EETTESTEIKTELTTEIM TESTS- 2 ZEmnn 106:Üeber Förmerei. Iimas ursacht, und nur für Luxusgegenstände pafst; die Erbauung von Flamm- prehbie) öfen ist kostspielig, die der Cupoloöfen durch die nöthige bewegende yines Jos 1 Kraft fürs Gebläse oft auch beträchtlich theuer, allein für letztere läfst Im net sich weit eher jede Art von R. anwenden, und der Betrieb von Cupolo- 1 Sei ji öfen hat in allen Fällen den Vorzug vor dem Flammofenbetrieb, wenn Ihm ı Re die zu gielsenden Stücke nur so schwer sind, dafs der Cupoloofen genug|(ehrach\ Eisen liefern kann, und nicht besondere Härte und Festigkeit verlangt Gulseiser wird, welche nur durchs Umschmelzen in Flammöfen bewirkt werden JerLausitz, 2 können. Endlich beschäftigen diese Oefen auch eine Giefserei weit re- mg auf der ı gelmäfsiger, weil sie fast zu jeder Zeit flüssiges Eisen zum Abstich liefern. zuflisen, und Was die Förmerei betrifft, so ist dies ein Gegenstand, welcher au- daher theils v [ser den Grenzen des Vortrags über technische Chemie liegt; auf hiesi- weit schwer gem Königl. Gewerbinstitut wird über Förmerei praktischer Unterricht auf diesem; di ertheilt, weshalb hier nur ein Paar Worte. Man unterscheidet: 1) ma- metallische Fi gere Sandförmerei, 2) fette Sandförmerei oder Massenför- zinnen, oder merei, 3) Lehmförmerei, loam-casting, 4) Kunstförmerei,| auflösung an, 5) Schalengufs. Die Förmerei in magern Sand wird wieder unter- heils gemach abgetheilt a) in Heerdförm., open sand- casting,(unter Heerd versteht hausch in 6 man die Sohle der Hütte, welche mit Formmasse angefüllt ist) und! gewöhnlich, b) Kastenförm., sand casting between flasks. Die Materialien, die zur witz, auch zu Sandförmerei gebraucht werden, sind magerer Sand vermengt mit Koh- schirre mit ver lenstaub, zur Massenförm. magerer und feiter Sand; zur Lehmförm. Lehm,| herin kaltem Strohseile. Das Nähere in Karsten’s Werk Bd. 3. S. 380.— Die| der Tfedie Formen müssen in Trockenkammern getrocknet werden, um das über- Borax seschmn flüssige Wasser zu vertreiben, welches ein Aufkochen des Eisens er- N zeugt, die Oberfläche blasig macht. Beim Eise nguls entwickelt sich lade h stets brennbare Luft(Wasserstoff as, Kohlenoxy dsas), in Folge der Ein- neng, Sind wirkung des glühenden Eisens auf das Wasser der Eolmasse und den Kohlenstaub derselben, diese Luft muls einen Ausweg an mehrern Siel- vird die noel gehroeknet, un len finden, damit keine Zersprengungen vorfallen; sie wird mittelst ei- Glhsır besteht nes brennenden Spahns angezündet, welches unter einer schwachen De- oxyd hakende tonation erfolgt. Dafs endlich bei Anfertigung von Gulsmodellen auf das end, aber der Schwinden des Roheisens Rücksicht genommen werden muls, versteht welche der Hit I Tolım, was hei sich von selbst, sie werden deshalb auch um so viel in allen Dimensio- nen grölser angefertigt, damit die Gufswaare die gehörigen Dimensionen üsehen ist N mach dem Erkalten habe, die vorgeschrieben sind, ha: Nach vollendetem Guls müssen die gefertigten Gegenstände durch Rn mechanische Bearbeitung vollendet werden, die Näthe werden abgehauen,| me j der eingebrannte Sand von der Oberfläche abgelöst, wozu Meifsel, Fei-| ae len, Spitzhämmer, Sandstein angewendet werden; oft müssen Gegen- Kia Und, stände ausgebohrt, abgedreht, geschliffen werden, wozu Bohrmaschinen. Tempe, I n Plann- ewwegend: ztere lilst n Cupolı- eb, wenn fen genug t verlangt i| stahlartig wird.— Man bedient sich eines Gemengs von Knochenasche \ Beschaffenheit und Kohlenpulver zum Adoueiren solcher Gufswaaren, die weich und en neten,$ stahlartig werden sollen, als Scheeren, Messer, Nägel, Hufeisen. Man . 2 R verwendet,) hat auch rothes Eisenoxyd(Blutsteinpulver, Colcothar) angewendet, die- 1 ;; E oder Osemun ses bedingt ein Verbrennen von Kohlenstoff auf der Oberfläche des Ei- een e s z und W| sens, wodurch dasselbe stahlartig, aber auch leicht durch eine zu starke Die Gew ee ae 2=.= 5\ Einwirkung grobkörnig wird. Lucas in Sheffield hat auf ein solches| Nemierh on Be: aul zweier Verfahren ein Patent erhalten a Ben. a&..&== wir el Auf der andern Seite beabsichtigt man: bei Walzen, Rädern für Kallı| Sch; s r ohle cemen Schienenwege, Ambölsen, Gufsstücke zu erhalten, welche harte Oberfli- 2 i N; i i zen heider Sl chen haben; dies wird dadurch bedingt, dafs man in gufseisernen Scha- Cafes . 7 r.. E sstall, len, coguilles, Kapseln, welche als gute Wärmeleiter die Abkühlung be- g; ı {:: BER ae; En| chmelz schleunigen, den Gufs vollbringt., Die innere Fläche dieser Schalen . ee F:; Ss one, Germ wird gehörig glatt ausgearbeitet, mit Steinkohlentheer oder mit emer| Iacıns n \: h;; Een rl jetzt fast Schmiere von Reifsblei und Thran angestrichen, damit das flüssige Ei- niet sen nicht anbackt. Zum Guls wird ein gutes graues R. angewendet,| ol Baier 2 ei ee:; nen alt, welches durch obiges Verfahren einige Linien tief von der Peripherie Salsa N; fs ‚all; gen de a Sara U hei eichtflässt hi| l völlig 1 1 nach innen zu weils und völlig hart wird, case hardened iron des Ens-| länder.: Auf gleiche Weise werden auch Geschützkugeln in Schalen ram ner gegossen. alerm, als da handlung unter Stabeisenfische Durch die Ianos [ Vergleiche den Aufsatz von», Oeynhausen und v. Dechen über die| Schienenwege in England, in den V, d. G. 1829,85, 53, Dieses Ver-| fahren dürfte zur Darstellung von hart gegolsnen VWV. werkstätten, Gold- und Stlbermanufakture alzen für Münz- Imetnff* n, Knopffabriken, für plat-"fin dns tirte VVaaren auch anwendbar sein.— Beschreibung englischer Eisen-|"arena I gielsercien von Coste und Perdonnet in den A. di M: IEiserie, T. 6.| Ar zu lassen, p- 89.— Die Production an Gufswaaren im Jahr 1828 und 29 im preuls. Nele aber AU Staat ist bereits oben Seite 55 angegeben.— Um Gufseisen vor der Zer- Sl athaltende störung in feuchter Erde zu schützen, dient ein Ueberzug von 2 Th. ul duch(em = da Ik Frisch i| an ul ) P. ch. E, vol, 2, pP. 539., wo auch der Cementirungsofen ab- R‘den gebildet ist. N UM ae 1 AUS, oder zuen sul. Ihnlich de, "Rau er peralion er- Behandlung beisen oder ilsem R, 2. 1 Luftauti nochenasch, weich und eisen, Man endet, die- he des Ei. ° zu starke ein solches Rädern für te Oberlli- nen Scha- ihlung be- r Schalen mit einer lüssige Bi- nsewendet, Peripherie der Eng- n Schalen über die )ieses Ver- für Münz- ‚ für plat- her Eisen- ie, I. 6. im preuls. IT der Zer- m von 2 Ih gsofeu ib. Ueber die Darstellung von Schmelk:stahi. 109 Steinkohlentheer und 1 Th. Kalkpulver, welcher heils auf das erwärmte Eisen aufgetragen wird.] Stahl, acier, steel, ist ebenfalls eine Verbindung von Eisen mit Kohlenstoff, auf der einen Seite an das weilse Roheisen, auf der andern an das Stabeisen angrenzend. Stahl ist schon den Alten bekannt ge- wesen, man gewann ihn gleichzeitig bei der Darstellung des weichen Eisens, und glaubte, er sei nur durch grölsere Reinheit von letzterm un- terschieden. Man stellte ihn in Feuern(Heerden) dar, bei der alten Lup- penschmiede aus Eisenerzen— Wolfsstahl—, auch in Oefen, wie bei dem Stückofenbetrieb(vergleiche oben Seite 42); man untersuchte die Beschaffenheit der Stücke, ob sie zu Stabeisen oder zu Stahl sieh eig- neten, sie wurden dann beim Frischen theils auf Stahl, theils auf Stabeisen verwendet. Eben so fällt in Blauöfen ein stahlartiges Eisen, Blase- oder Osemundstahl, ein sehr verschiedenartiges Gemeng von hartem und weichem Stahl und Stabeisen. Die Gewinnung des Stahls geschieht in jetziger Zeit hauptsächlich auf zweierlei Weise, erstlich aus Roheisen, welches zu Stahl gefrischt wird, Schmelz- oder Rohstahl, oder aus Stabeisen, welches durch Kohle cementirt wird, Cement-, Brennstahl. Durchs Umschmel- zen beider Stahlsorten, um die Masse homogener zu machen, erhält man Gulsstahl. Schmelzstahl, aeier naturel, ac. deforge, ac. de fonte, ac. d’Al- lemagnne, German steel, furnace-steel, Rohstahl, ac. brut, rough steel, wird jetzt fast ganz allgemein nicht mehr aus den Erzen in Rennheerden oder Blauöfen gewonnen, sondern aus Roheisen, welches viel Kohlen- stoff enthält, Spiegeleisen(siehe oben Seite 99), oder grauem R. bei leichtflüssiger Beschickung erblasen, durchs Verfrischen. Diese Ope- ration unterscheidet sich vom Frischen des R. auf Stabeisen in nichts anderm, als dafs man das Gaarwerden desselben durch eine langsame Be- handlung unter dem Winde zu bewirken sucht, statt dals das R. beim Stabeisenfrischen stets vor: oder über dem Wind gehalten werden muls. Durch die langsame Behandlung des R. unter dem Wind soll der Koh- lenstoff in demselben nach und nach verbrennen, der Arbeiter soll es in seiner Gewalt behalten, den Verbrennungsprozefs in dem Augenblick auf- hören zu lassen, wenn er ‚glaubt, dafs der Stahl die Gaare hat. Man wendet aber auch zur Stahlbereitung gaarschmelzendes, wenig Kohlen- stoff enthaltendes, weilses R. an, welches nicht mehr völlig flüssig wird, und durch Cementiren über dem Winde als fertiger Stahl auf den Bo- den des Frischheerds niedergeht. Man wendet ein sehr flaches Feuer an und läst den Wind stechen, setzt auch wohl bei sehr dünnflüssigem R., um die Masse mehr breiartig, dick zu erhalten, gaarende Zuschläge zu; TEE EREEREER Ve | 110 Darstellung von Schmekstahl,| u ine AO das zum Stahlbereiten am besten anwendbare E, ist weils gemachtes| pi graues R., oder Spiegeleisen aus guten Spatheisensteinen erzeugt; graues ei a R.; unmittelbar anzuwenden ist de: rathsam, doch geschieht es in„ je Westphalen und Schlesien. Das dort übliche Feuer hat eine Breite von e Yan 7 Fuls, eine Länge von 2% F., eine Tiefe vom Boden bis an die Form| en von 5 bis 6 Zoll; der Formzacken hängt 8 bis 12 Grad ins Feuer; der| ee Boden ist von Sandstein, gegen die Mitte zu ein wenig geneigt. Selten i Anni de hält ein Sandstein mehr als 4 bis 5 Feuer aus.| Bi- ha Das zu verarbeitende R., Stahlkuchen, ist mit Einkerbungen ge-" ei; eh gossen,. dals man Stücke, Heitze; von 30 bis 40 Pfd. leicht abschla- I ie ist die Di gen kann. Wird die Arbeit begonnen, so setzt man bei der ersten Heitze etwas Hammerschlacke mit hinzu, um Schlacke auf dem Boden zu be- kommen, und legt auf die Kohlen die Schirbel vom vorigen Stahlschrei, um sie zum Äusschmieden vorzuwärmen. So wie das erste Stück R. Siegenschen W sfricht, der werden etwa] still aus$ von höchstens 25 Pfd. ganz flüssig in den Heerd gekommen ist, wird das| Haha n anze und 5 Gebläse, welches bis dahin heftig gewirkt hatte, langsamer angelassen, 7 en astreil etwas Hammerschlacke und die Masse umgerührt, wodurch blasne R, da des Nangans, wird, sondern Schlacken rein tes weißes A,| sie bald breiartig wird. Hierauf wird ein zweites Stück von einigen 30 Pid., welches vorher schon rothglühend geworden war, eingeschmol- zen, wodurch das erste wieder ganz flüssig wird; ist die Masse nach einiger Zeit auch wieder teigig geworden, so wird ein drittes von 40 bis 50 Pfd. Schwere ent. etwas Hammerschlacke aufgestreut, die Masse stark umgerührt, so dals ein lebhaftes Aufkochen entste ht; end- (Stengel über d lich bildet sich auf dem Boden ein Kuchen, der sich ganz fest anfühlen In’enlidle läfst. Hierauf wird ein viertes einige 30 Pfund schweres Stück in der nes Kohlenst Mitte des Kuchens aufgesetzt, eingeschmolzen, welches denselben bis mark und T) auf den Boden durchfrifst; man rührt die Masse um, wobei sie aufkocht,| then, er und setzt endlich noch bei gleichem Verfahren ein fünftes, eben so schwe-| Scheiben, Bi res Stück hinzu. Ist nun der Stahlschrei fertig, so läfst man ihn| die Arbeit in im Heerd etwas erkalten, bricht ihn aus und zertheilt ihn unter dem| Iauem bess Hammer in 6 bis 8 Schirbel, welche eine pyramidale Form haben, Seg-|(Guta= Lu mente eines Kreises, indem der Schrei ausw endig roher ist, als inwen-| ol dee peb dig; die Schirbel werden zu+ zölligen Qbadräistäcken ausgereckt. Der ne ö I Kohlananfrend beträgt hiebei auf de Centner Rohstahl bei sehr grauem| R. oft 40 Kubikf. Kohlen; gewöhnlich werden aus 3 C, Roheisen 2 C.| Aang auszer Stahl geliefert, bei sehr gutem Eisen sollen aus 4 C, R. 3€. Stahl er-| en af halten werden. Geht die Arbeit gut, so können in einer Woche aus| Macht einem Abgang einem Feuer 25 C. Rohstahl geliefert werden,| lenken, ei A 1) [Man setzt in der Grafschaft Mark auf einigen Hütten altes Schmiedeei- Sa fi Drah sen(gaares Schraat) zu, so dafs wohl auf 2 Theile R. 1 Theil Schraat| bad Fahk verbraucht wird,— Schraatschmiederei.]| dm Mlleken Far, ERBE TEENS EN EEE TEE ET EEE er DEE u EEE DE ar en s semachtes EUSE, Braneg chieht e h " Breite yo) n die Form Fener; der eigt, Selle Tbungen m. cht abschlı rsten Heitze oden zu he- Stahlschrei, Stück R, 1, wird. das anzelassen, t, wodurch von einicen ingeschmol- asse nach von 40 bis streut, die teht; end- ‘t ankülılen ück in der selben bis e aufkoct, so schwe- t man ihn unter dem ahen, Ser- als inwen- ockt, Der hr grauem sen 2 Ü. Stahl er- Yoche aus ‚chmiedee- ‚el Schrait Rohstahlfabrıkatıon. ala! Jene Rohstahlfabrikation aus grauem R. ist im nördlichen Deutsch- eden üblich; im westlichen Deutschland dagegen, im Sie- land, in Schw n Hüttenwerken in Schweden, Frankreich wendet genschen, auf einige man das leichtflüssige Spiegeleisen an, und eine etwas von obiger ver- schiedne Manipulation. Zu jedem Schrei werden 3 bis 3% C. Roheisen in 6 bis 7 Heitzen eingeschmolzen, die erste zu 30, die 2 bis 4te zu 70 bis SO Pfd.; nach jedem Einschmelzen wird die rohe Schlacke abgelas- sen, damit der Wind beim Einschmelzen der neuen Heitze besser auf sie wirken kann; die folgenden Heitzen haben ein abnehmend gerin- geres Gewicht. Die Luppe gelangt dadurch rascher zur Gaare, überhaupt ist die Gaare rascher erreicht bei Spiegeleisen, als bei grauem R. Im Siegenschen werden in einem Feuer wöchentlich 40 bis 50 C. Stahl gefrischt, der Abgang beträgt 25 bis 27° des R., und auf 100 Pfd. Stahl werden etwa 17 Kubikfuls Kohlen von hartem Holz verbraucht. Der Rohstahl aus Spiegeleisen lifst sich leicht schmieden, bekommt weniger unganze und schiefrige Stellen, als der aus grauem Roheisen. Unstreitig ist das aus reinen manganreichen Spatheisensteinen er- das beste Material zur Schmelzstahlfabrikation, nicht wegen des Mangans, welches oft in solehem Stahl kaum wieder aufgefunden wird, sondern weil solches R. bei der Leichtflüssigkeit der Erze und Schlacken rein ausfällt; eben so liefern auch reine Brauneisensteine gu- tes weilses R. für die Rohstahlfabrikation. blasne R. [Stengel über das Rohstahlfrischen KARL BEnH. Ba. 18.8332 Im südlichen Deutschland wendet man weilses, von einem Theil seı- nes Kohlenstoffs befreites R. zum Stahlfrischen an; man nennt in Steyer- mark und Tyrol die Rohstahlfeuer Hartzerrennhämmer. In Kärn- ıhen, Krain und einem Theil von Tyrol wird das weilse R. erst in Scheiben, Böden, gerissen, und dann verfrischt, Brescianhämmer; die Arbeit in beiderlei Hütten ist ganz gleich, nur ist das Product der letztern besser, obschon mehr Brennmaterial dazu verbraucht wird. (Gotta= Luppe wird in 2 Machelli zerhauen, jedes in 4 Kölbchen, Tha- goli, diese geben Stahlstäbe, Bapilli). Der vierkantige Stahl heifst Bres- cianstahl, die schlechteste, weiche Sorte heilst Romaner, oder Roman- Ein Brescianfeuer liefert wöchentlich 24 bis 28 C. Stahl, mit einem Abgang von 25 bis 2%, welcher in dünne Stäbe, mit 2 bis 43 Abgang ausgereckt wird; der Kohlenverbrauch beträgt zusammen einige 60 Kubikf. auf 100 Pfd. fertigen Brescianstahl. Noch ist des sogenannten Willerstahls, oder wilden Stahls zu gedenken, einer Art Schmelzstahls, welche wegen ihrer Härte zu Zieh- eisen für Drahthütten gesucht wird; man erhält ihn dadurch, dafs man bei der Fabrikation des Rohstahls den letztern in dem Augenblick aus dem Schlackenloch absticht, wenn er eben aufzukochen anfängt, wel- stahl. in— Tg a re a re u en EEETTTEZZECE GELERERE. ai 112 Gerben des Stahls. Cementstahl, Einsetzen. ‘ches vor dem Gaarwerden geschieht, Er besitzt neben aufserordentli- cher Härte weder Geschmeidigkeit noch Schweifsbarkeit, und ist daher ein Mittelding zwischen Roheisen und Stahl.] Der mehrste Rohstahl wird, bevor er in den Handel kommt, erst noch raffinirt, oder gegerbt, corroyer, raffiner, dadurch soll der Stahl gleichartig werden, seine zu grolse Härte an einigen, seine zu grofse Weichheit an andern Stellen verlieren; er gewinnt also dadurch an Stärke und Elastieität, verliert aber, je öfter diese Procedur wiederholt wird, an Härte, weshalb es sehr gut ist, wenn der Stahl an sich schon möglichst gleichartig ist. Man reckt die Quadratstäbe zu dünnen, fla- chen Stäben aus, das Pletten oder Schienen, und härtet sie in kaltem Wasser, legt 6 Stahlstäbe, oder Schienen, über einander, und zwar eine härtere und eine weichere,— eine Zange,— und schweilst sie zu einer Stange zusammen, welche zu 2zölligem Quadratstahl ausgereckt wird. Man zerhaut diese Stange in der Mitte, biegt sie um und schweilst beide Hälften wieder zusammen, und verfährt also zum zweiten Mal.— Die Raffinirfeuer sind Schmiedeessen, welche mehrere neben einander liegende Formen haben; die Feuer sind, um die Hitze zusammenzuhal- ten, mit einem Gewölbe versehen, und haben daher das Ansehen langer Backöfen. Man bedient sich meist der Steinkohlen, weil sie mehr Hitze. als Holzkohlen geben. Man benennt den Stahl, nach der Zahl der an- gestellten Raffinirungen, 1, 2, 3mal raffinirten Stahl, twice, thrice marked, a deux,@ trois marques; in Steyermark nennt man den mehrmals raf- finirten Stahl Tannenbaumstahl.— Der Abgang beim Raffiniren ist sehr beträchtlich, er beträgt bei jeder Gerbung 7 bis 12%; um 1 Cır, Stahl zu raffiniren rechnet man 3 bis 35 Kubikf, Steinkohlen. Cement- oder Bren nstahl, acier de cdmentation, poule, blistered steel, wird durch Behandlung des Stabeisens mit Kohle oder kohlenstofüi- gen Substanzen in der Weifsglühhitze bei abgehaltnem Luftzutritt erhalten. Hiebei mufs der Kohlenstoff von Aufsen nach Innen in das Eisen ein- dringen, wodurch das Volum des E, zunimmt und die Natur desselben umgeändert wird. Ohne Zweifel war das erste Verfahren, Eisen in Stahl zu verwandeln, das Härten von Eisen- und Stahlarbeiten durchs Glühen in einer Umgebung von Kohle in bedeckten Gefälsen, das sogenannte Einsetzen, eine Flächencementation, trempe au poquet, bis man spä- ter selbst. die gänzliche Umwandlung des weichen E, in Stahl versuchte und ausführte. Um nämlich fertige Eisenwaaren oberflächlich zu stäh- len, damit sie grölsere Härte annehmen und sich hesser poliren lassen, glüht man sie in zut verschlofsnen Blechkästen, mit Cementpulver ge- schichtet, in der Esse aus, und löscht sie dann noch glühend in Was- ser ser d j Opmarpalt dest grülk Zimt anal send, mul mn, wieder| Sullplatten| {ten vorzugst Die Verl festem Thon aa der| Gange— in y {et wird; diese spannlen Öelen schnitt, Fig, 4 15 Fuls lang, ger und scht schaffenheit ı dann die Hitz Thon oder Zie aus dem Boden Kästen an beide stehen, Die Ki Üementirofens p Seiten vom Fe b,b etc, diener dtig sein, dam ınten glühen, vülhe, oder an Schomsleinen d Iahl von Inelöel unteria] hu ul Holz oder$t a behrane, we Hilf, Die Cem Ki haben ol I nd ee, ah Ic Ntekiren( er hi Seht ei mer eng 12| '& n serordnil d ist 1 daher OMmE, erst I der Stall] > ZU Erolse ladurch in wieder) sich scho: innen,|} tet sie in und zwar weilst sie wuszereckt schweilst en Mal,— n einander ımenzuhal: hen langer nehr Hin: | der an- e marked, mals ral- iniren ist m 1 Cir ‚blistered lenstofli- erhalten. Jisen eilt desselben 1 in Stalıl s Glühen senannle man Sp%- versuchte zu stil an Jassen, ulver ge | in Ni sel Construction des Stahlcementirofens, 113 ser ab. Je länger die Glühung in der Umgebung mit dem kohligen Üementpulver fortgesetzt wird, desto dicker wird die Stahlhäut, aber desto spröder und brüchiger werden auch die Waaren. Am meisten be- dient män-sich dieses Verfahrens, um Stahl, welcher weich gemacht werden mufste, um ihn z. B. mit dem Grabstichel bearbeiten zu kön: nen, wieder bedeutend zu härten, so z.B. Platinen für Gewehrschlösser, Stahlplatten bei der Siderographie ete. Man bedient sich zum Cemen- liren vorzugsweise der thierischen. Kohle, der Leder- oder Hornkohle. Die Verfertigung des Cementstahls geschieht in langen, aus feuer. festem’ Thon gefertigten Kästen, caisses, troughs, Tafel X Fig. 3 und 4 a,a— der hier abgebildete Stahlcementirofen ist in Sheffield*) im (range— in welchen das Stabeisen mit dem Cementirpulver eingeschich> tet wird; diese befinden sich in viereckigen, mit flachen Gewölben über- spannten Oefen, ähnlicher Construction als die Glasöfen, Fig. 3 im Quer- schnitt, Fig. 4 im Grundrifs. Die Cementirkästen sind 8, 10, auch wohl 15 Fuls lang, 26 bis 36 Zoll breit, und 28 bis 36 Zoll hoch; je niedri- ger und schmaler die Kästen sind, desto gleichförmiger wird die Be- schaffenheit des Stahls, gröfsere Breite und Höhe ist nachtheilig, weil dann die Hitze nicht gleichförmig ausfällt. Sie werden aus feuerfestem Thon oder Ziegeln, die Wände einige Zoll stark, angefertigt, oft auch nur aus dem Boden und den beiden langen Seitenwänden bestehend, indem die Kästen an beiden Enden mit den Seitenmauern des Ofens in Verbindung stehen. Die Kästen dürfen: niemals mit ihren Böden auf dem Heerd des Cementirofens ruhen, sondern müssen hohl stehen, damit sie von allen Seiten vom Feuer umspült werden können, zu welchem Ende die Züge b,b ete. dienen. Das Gewölbe des Ofens mufs deshalb auch recht nie- dig sein, damit die Kästen nicht etwa oben kalt bleiben, während sie unten glühen,: Den Hitzgrad regulirtt man durch Oeffnungen im Ge- wölbe, oder an den beiden langen Seiten des Ofens c,c, welche nach Schornsteinen d,d, an den 4 Ecken desselben führen,‘oder durch eine Zahl von Zuglöchern, auch durch die Luftmenge, welche man zum Brenn: material hinzuläfst, Die Feuerung geschieht theils'mit Holzkohlen, theils mit Holz oder Steinköhlen, erstere Einrichtung ist jetzt nur noch wenig im Gebrauch, weil die Hitze von Flammfeter' zur Cementation völlig hin- reicht. Die Cementiröfen, welche mit Steinkohlen oder Holz betrieben werden, haben gleiche Construction, nur sind die Feuerungen bei erstern kleiner und enger, bei letztern grölser und weiter. Der Heerd des läng- lich viereckigen Ofens ist durch einen Rost in 2 Theile getheilt, auf je- der Seite steht ein Kasten, so dafs ein Ofen gewöhnlich nur 2 Kästen *) Coste und Perdonnet in den Ad, MU scrie, Tom, 6, p. 105, 172, 8 SE a RE ET TR I a a ai Eh Bi SU 7 114 Verfahren beim Cementiren des Eisens. enthält, wie in der Zeichnung angegeben; nach der Qualität des Brenn- materials richtet sich die Breite des Rosts. Zum Abzug des Rauchs und der Flamme bringt man eine Oelfnung, e, in der Mitte des fla- chen Gewölbes des Ofens an. In einer der beiden schmälern Seiten- wände des Ofens befinden sich Oeffnungen£,f, durch welche die Stäbe hinein und herausgereicht werden, g ist das Loch. durch welches der Stahlbrenner in den Ofen gelangen kann, um theils die Kästen zu laden, theils nach dem Brennen zu entleeren. Der Ofen steht unter einem ko- nischen Rauchmantel, wie sie in England überall gewöhnlich sind. Das Eisen, welches zu dieser Stahlbereitungsweise angewendet wird, mufs hart, körnig, dabei aber fest und zähe sein, es ist dem weichen, zähen vorzuziehen, weil es mehr zum Stahlerzeugen geeignet ist, ebenso ist das aus sogenannten Stahlerzen erzeugte Stabeisen(aus Spatheisen- stein) brauchbarer; brüchiges, schiefriges E. darf nicht angewendet wer- den, weil dann im Stahl die Fehler noch mehr hervortreten. Die Breite der Stäbe beträgt 1% bis 2 Zoll, die Dicke derselben sollte nie% 2. übersteigen, nur dann, wenn der Cementstahl als Material zur Fabrika- tion von Gufsstahl dienen soll, können Stäbe von% bis% Z. angewendet werden, dann muls das Brennen auch längere Zeit andauern, wodurch die Aufsenfläche einen sehr harten, spröden Stahl liefert, der einer öf- tern Raffination unterworfen werden'muls. Die Stäbe müssen einige Zoll kürzer sein, als der Kasten, damit sie bei der Längenausdehnung denselben nicht zersprengen.— Das Cementirpulver besteht aus Kohlen- pulver gemengt mit+5 Asche und etwas Kochsalz, man zieht die Kohle harter Hölzer vor der der weichen vor; Coakspulver ist wegen des Ge- halts an Kiesel- und Thonerde nicht anwendbar. Welchen Nutzen die Asche haben mag, flufs des Salzes; wahrscheinlich dient die Asche als ein Mittel, die ist noch nieht ausgemacht, eben so wenig der Ein- Wirkung der Kohle aufs Eisen zu mildern, zugleich tritt aber auch Si- lieium aus der Kieselerde der Asche, durch die Kohle redueirt, ans Ei- sen, wodurch dessen Beschaffenheit als Stahl nicht verbessert, sondern nur verschlechtert wird. Das Kochsalz nützt daher vielleicht nur da- durch, dafs dasselbe eine Verbindung der Kieselerde der Asche mit dem Natron bedingt, wodurch freilich Chlor ausgetrieben wird und das E. angreift; aber es ist dann nur wenig Salz nothwendig. Man schüttet auf den Boden des Kastens 2 Zoll hoch Cementpulver, legt dann die Stäbe auf die hohe Kante neben einander, 1 Zoll vom Kasten und % bis% Z. von einander entfernt; über diese erste Schicht Stäbe schüt- tet man eine% bis% Zoll dicke Schicht Pulver, legt wieder Stäbe dar- auf, und fährt so fort, bis nur noch 6 Zoll an der völligen Ausfüllung fehlen; dieser Raum wird mit gebrauchtem Cementirpulver gefüllt, und E EEE EEE Eu EEE EEEGZEEE ET TT anf dieses 9 Jun Sud nit Koll zaundr, ode Dir Ofen ehe den zum dermöglichs! vn in die Ki ingen werden in Stahl verw der Grülse de nach der Stär zrösern aber Jer Grüße, in eingesezt wer Jlitze ist naclı wenn auch.(| wenn eine M endetem Bren aus den Kiste Di: Stihe red steel, acier lichter, desto| denten auf die] Oberfläche der Bruch ist vers It sprüder, re Niibe unter de, nel ist im: In {ten nimmt pos Inglnd rechner she, sonst we "cn er nicht tin den Handel In Seite]p). Kr At "' deselbe y ü Cmentiren N eschlack [ Bei, ihlı ‚ähnlich ah ge les Brom. es Raus e des Ih. ın Seiler. die Stihe 'elehes der 1 Zu laden, einem ko- sind, ndet wir 1 weichen, st, ebenso patheisen- ndet wer- Die Breite nie& Z, ir Fabrik ngewwendel , wodurch r einer il sen einige ısdehnung s Kohlen- die Kohle n des Ge- Nutzen die » der Ei littel, die auch$ı- t, ans Bi- „sondern nur da mit dem d das E. ı schüttet dann die sten und ibe schük Stäbe dir Ausfüllung efüllt, und Verfahren beim Cementiren des Eisens. 115 auf dieses unschmelzbarer feuchter Sand geschüttet.(Wendet man statt des Sands feste gemauerte Deckel an, so müssen die 6 Zoll der Höhe mit Kohlenpulver gefüllt werden.) Nirgends dürfen sich die Stäbe unter einander, oder die Wände des Kastens berühren. Der Ofen wird allmälig angefeuert, erst binnen 2 bis 4 Tagen darf der- selbe den zum Cementiren nöthigen Hitzgrad erreichen, 90 bis 100° W., wel- cher möglichst gleichförmig unterhalten werden mufs. Man setzt Probestan- gen in die Kästen ein, welche durch besondere Oeffnungen h,h herausge- zogen werden können, um nachzusehen, ob alles Eisen bis auf den Kern in Stahl verwandelt. Die Dauer eines Brands richtet sich theils nach der Grölse des Ofens, theils nach dem Brennmaterial, dem Zug, auch nach der Stärke der Stäbe; bei kleinern Oefen kann ein Brand in 4, bei grölsern aber erst in 10 bis 12 Tagen vollendet sein. Oefen von mitt- ler Gröfse, in welchen bei jedem Brand 40 bis 50 Centner Stabeisen eingesetzt werden, scheinen die vortheilhaftesten zu sein. Zu heftige Hitze ist nachtheilig, indem sie theils das E. ins Schmelzen bringt, und wenn auch dies nicht eintritt, so wird der Stahl viel ungleichartiger, als wenn eine mälsige Hitze längere Zeit anhält. Der Ofen muls nach voll- endetem Brennen einige Tage lang abkühlen, dann nimmt man die Stäbe aus den Kästen. Die Stäbe sind überall mit Blasen bedeckt, Blasenstahl, Bliste- red steel, acier poursouffle, welche um so grölser, je weicher und un- dichter, desto kleiner, je fester und zäher das Eisen war; diese Blasen deuten auf die Entwickelung einer Luftart hin, ob Kohlenoxydgas? Die Oberfläche der Stäbe mufs blank sein, die bläuliche Eisenfarbe auf dem Bruch ist verschwunden, so wie das sehnige Gefüge, die Aufsenfläche ist spröder, reicher an Kohlenstoff, als das Innere, weshalb auch die Stäbe unter dem Hammer brechen; je schwieriger dies geschieht, desto mehr ist im: Innern noch ein Eisenkern vorhanden. Durch das Cemen- tiren nimmt rosifreies Stabeisen am Gewicht um 250: bis„I, zu, in England rechnet man bei vorzüglich gutem E. 2 Procent Gewichtszu- nahme, sonst weder Zu- noch Abnahme im Gewicht. Der Cementstahl, wenn er nicht zur Darstellung von Gufsstahl bestimmt ist, wird, bevor er in den Handel gelangt, erst noch ausgereckt, oder gegerbt(vergleiche vorn Seite1l2); selbst das Ausrecken ist ein Raffiniren, indem schon da- durch derselbe weit feiner und gleichartiger wird. Jeder Luftzutritt mufs beim Cementiren sorgfältig vermieden werden, weil sich dadurch das Eisen verschlackt, [Beispiele ähnlicher Cementationen mit Kohlenstoff liefern Palladium. Iri- dium; auch selbst Gold und Silber durchdringen sich bei einer Hitze g°’ 116 st ahlproduction. unter 22° WV.— Abbildung eines andern Cementirofens in dem B. d. l. s. d’E. 1818. p. 115. In England hat M’Intosh angefangen, Cementstahl mittelst Kohlengas zu bereiten. Es ist bereits I. Seite 131 und 133 gelehrt worden, dals ‘ölbildendes sowohl als gewöhnliches Kohlenwasserstoffgas durch Glüh- hitze entmischt Kohlenstoff ‚abscheidet; man läfst daher durch irdne Röhren, in denen Stabeisenstangen gelagert sind, bei Anwendung von Glühhitze Kohlengas langsam strömen, wodurch sich auf dem glühen- den E. Kohlenstoff höchst fein zertheilt absetzt, und Wasserstoflgas eut- weicht. Wird dann bei gehemmtem Zutritt des Gases die Hitze ge- steigert, so cementirt sich das Eisen, Zur Fabrikation dieses Stahls hat M’Intosk in Glasgow inländisches Eisen verwendet, aus dichtem Roth- eisenstein mit Holzkohlen erblasen, da man sonst in England allen Ce- “ mentstahl nur aus schwedischen und russischen Stabeisen verfertigt. Die ganze Eisenproduction der berühmten Dannemoragrube in Schwe- den erhält ein einziges Handlungshaus zu Hull.— Vismara in Cre- mona lehrte aus Talg und Fett bereitetes Kohlenwasserstoffgas zu glei- chem Zweck verwenden*). Die Stahlproduction im preulsischen Staat betrug im Jahr 1825 1826 1827 Rohstahl.......%..’55,429 Ctr. 69,975% Ctr. 61,533% Ctr. Cementstahl....... 4,890» 4,4825» 3,9185» Gufsstahl....++.-- DE) BbHEmERS>) HS 5i; 60,392 Cr, 74,494. 65,506% Utr, Diese Angaben sind offenbar zu niedrig! In den Jahren 1828 und 29 wird die Stahlproduction angegeben: 1828 1,8:249 Oberbergamtsdistrikt, Bahahl: race ah I E“ Brandenburg-Preufs,....— 440 u— 550°— Schlesischer....,....... 813 894—_ 913 1,045— Niedersächs. Thüringsch. 3,449—_— 2831— Westphälischer.......» u n— 544 n— 18 86%; Rheinischer............ 65,390 2,8935 7— 53,025 2,9325—? Summa 69,652 4,227% 54% 56,819 4,545% 86); Stahlfabrikation wird im preufs. Staat hauptsächlich betrieben im Regbzk. Cöln, hier sind 19 Stahlwerke, im Kreis Gimborn, Mühlheim, WVald- bröl, Wipperfürth; im Regbzk. Düsseldorf, hier sind 6 Stahlschmieden, Kreis Essen, Lennep(Remscheid, Bürgermeisterei Burg, Rade vorm VVald), Gufsstahlfabrik von Krupp, Kreis Duisburg, 10,000 Pfd. Fabrikations- quantum, Solingen, Elberfeld; Regbzk. Arnsberg, hier sind 62 Stahl- )yA.k.k.p. I Ba. 13. 3, 270. ..® a. ‚... ) Fs ist einleuchtend, dafs diese Zahlen ganz unzuverlässig sind, vergleiche weiter unten, gehmiedn, Res In Aachen, A Ars Jkon Berühmt (istle upot Irdslire. et Gulssta die Mitte des agelertigt wo gee Verbindur Gulsstahllabril zur Verlerigt artige Verbin die Gulsstahlb Boyabay indie st im höclsten In kann( Umschmelzen vc schmelzen von ungleich mehr worfen, Die N Beschaffenheit ein wird, ode nnschnelzend rat, Das Schn Sonbrdpelhon, sie vom 1.$ She vom 1,9 | Mt katım melır ta sollen Ci Fr hssen, ml “liche], Ai pt 6: zur ne rl "dur hal Gu/sstahlfabrıkation. 117 dem}. 4, schmicden, Kreis Hagen, Iserlohn, Eslohe, Siegen, Altena, Brilon. Regbzk. Trier, hier sind 10 Stahlschmieden, Kreis Saarbrücken;(Begbzk. - Kohlen, Aachen, Aachen und Burtscheid, Nähnadelfabriken). Regbzk. Erfurt, den, dal, Kreis Henneberg zu Suhl. Reebzk. Oppeln Stahlwerk Königshuld, urch Glil. Berühmt ist die Cementstahlfabrikation Englands zu Sheffield, New- lurch irdne Castle upon Tyne, Stourbridge, Birmingham, Brades, Düdley in Sıal- endung von fordshire etc.— Frankreichs Stahlproduktion betrug 1826 lem glüheı- an Rohstahl.:........ 32,568 metr.€. tollgas ey. CGementstahl...... 20,560» e Hitze ge. GulsstahleusaıN.@ 1,725» Stahls hat 54,833 metr, C,] item Rat. I allen Cr. Gufsstahl, acier fondu, cast- steel, scheint zuerst in England um verfertigt die Mitte des vorigen Jahrhunderts aus Cementstahl durchs Umschmelzen in Schwe angefertigt worden zu sein, um dadurch. eine innigere und gleichförni- *@ in Cie gere Verbindung des Kahlenstoffs mit dem Eisen zu bedingen. Die älteste aan.ele Gulsstahlfabrik ist die von Hunzmann in Sheffield. Wird Schmelzstahl zur Verfertigung von Gufsstahl verwendet, so ist der Zweck, eine gleich- 7 artige Verbindung des E. mit Kohlenstoff zu erzeugen. In OÖstlindien ist > Chr, die Gulsstahlbereitung seit langer Zeit ausgeübt worden; man erhält über y Bombay indischen Gufsstabl im Handel unter dem Namen Wootz, er u) ist im höchsten Grad hart. Cr, Man kann Gufsstahl auf zweifachem\Veg darstellen, theils durchs Uinschmelzen von Schmelz- und Cementstahl, theils durchs Zusammen- ben: schmelzen von Stabeisen‘mit Kohlenstoff; letzteres Verlahren erlordert 829 ungleich mehr Hitze, und der Erfolg ist vielerlei Zufälligkeiten unter- Ct, Gt worfen. Die Natur und Güte des angewendeten Rolistahts bedingt die 3 a Beschaffenheit des Gufsstahls; ob der zu erhaltende Stahl schweilsbar ii ja sein wird, oder nicht, hängt von dem Verhältnifs des Kohlenstoffs im mer umzuschmelzenden Stahl ab, ob dieser mehr roheisen- als stabeisenarlig 18 8%; war. Das Schmelzen geschieht in feuerlesten Tiegeln, in England aus 3%-’ Stourbridgethon, auch auf dem Continent zum Theil in solchen(ver- ‚454 85; gleiche vorn 1. Seite 516), theils und hauptsächlich in Tiegelöfen(ver- m Regbzk. gleiche vorn J. Seite 50), theils, aber weit weniger zweckmälsig und 1, Wald. jetzt kaum mehr, bei Coaksfeuer'in Flammöfen. Die Tiegel sind von ‚hmieden, einer solchen Gröfse, dais sie 30 bis 40 Pid. geschmolznen Stahl be- m Wald) quem fassen, mehr pflegt man nicht auf einmal zu schmelzen. Um die rn atmosphärische Luft von dem Stahl abzuhalten, bedeckt man die Stahl- ‚4„tal. stückehen mit Glaspulver, welches schmilzt und eine Decke bildet; die zur Glaserzeugung dienlichen Materialien sind nicht eben so gut als schon i fertiges Glas, insofern dadurch der Stahl spröde werden soll, ohne Zwei- jssig. al fel durch Aufnahme vom Silicium. Uebrigens soll man auch ohne be ne 118 Gufsstahlfabrikation. Indischer W’ootz. deckung mit Glas, wenn nur der Deckel auf dem Schmelztiegel gut schliefst, Gulsstahl schmelzen. Die Hitze muls allmählig steigen, und so lange fortgesetzt werden, bis Alles in Fluls gekommen, und einige Minuten lang in völligem Flufs erhalten werden, ehe ausgegossen wird. Die Tiegel hebt man ve mit grolsen Zangen(siehe Tafel II. Fig. 11) aus dem Ofen, und gielst den Stahl in schmiedeeiserne Formen, welche 4 oder Skantig sind, wodurch man Stäbe von jener Form erhält, welche ausgeschmiedet werden. Clouet lehrte Gufsstahl durchs Tasanı Knsähnehen von Stabeisen und Kohlenstaub zu fertigen, eben so Eisenoxydul durch Kohle zu re- duciren und in Stahl zu verwandeln; Mushet*) folgte ihm nach, neuer- dings hat Breant**) diesen Gegenstand aufgenommen und gezeigt, wie dadurch Gulsstahl von damascirtem Ansehen erhalten werde. Hiedurch wird freilich ein'vorgängiges Cementiren des Eisens erspart, also weit wohlfeiler Stahl produeirt, allein das tesultat des Prozesses scheint un- sichrer zu sein, weshalb auch die Methode im Grolsen nicht allgemein eingeführt worden zu sein scheint. [Die Darstellung des Wootz anlangend, so hat Buchanan***), In seiner Reisebeschreibung durch Mysore, Canara und Malabar, und Heyne E), in seiner Reisebeschreibung durch Ostindien, nähere Nachrichten über die Darstellung desselben gegeben. Er wird durchs Zusammenschmelzen von Stabeisen und Kohle, oder durchs Glühen mit Pflanzen, die sich dabei verkohlen, erhalten. Das dazu verwendete Eisen muls unbezwei- felt sehr rein sein, insofern es durch eine Art Stückofenwirthschaft dargestellt wird, Man schmelzt höchstens 2 Pfd. Eisen auf einmal, lälst das Product allmählig im Tiegel erkalten, und zerschlägt den Tiegel. WVas die chemische Beschaffenheit dieser Art Gulsstahl betrifft, so hat Faraday+) in demselben Alumium gefunden, und er und Stodart schreiben diesem Umstand die vortrefflichen Eigenschaften jenes Stahls zu; sie haben auch einen Alumium enthaltenden Stahl nachzubilden gelehrt, und sich überzeugt, dafs ein solcher dieselben guten Eigenschaf- ten besitzt, als der ostindische. Der Gehalt an Alumium wurde auf 0,024 und 1,38 verschieden gefunden, Versuche mit Wootz in Charenton (bei Paris) angestellt, wiesen in einem unverarbeiteten Stückchen 0,9488, in einem gewalzten und gehämmerten Pröbchen keine Spur Alumium nach; man möchte daraus den Schluls machen, dafs durchs Erhitzen des Stahls behufs des Ausreckens und WValzens das Alumium sich oxy- dirt habe und ausgeschieden sei. Karsten fand in einem Stückchen KA, fee u. HEBAISOES SIT:**) Daselbst Bd. 9. S. 388. ***) Daselbst Bd. 9. S. 272, 278.+) Daselbst Bd. 9, S. 298, 324. ++) Daselbst Bd. 9, S, 322. a A ne en ET>--- Wontr h Josın u N Titan, sıl Beraus Unach d Tiherhaup jire Meng Ei Der Sta geht, yollkon {nr ist Kö Korn zun a Ansehen bek ist der Stall, ds Korn, sel nen Eisens, weit gerigne Kubikt, 508. Gufsstahl, d sich nieht so charakterstis kühlen nach( lichere), Ung und muls zug Stahl muls ah Teile nicht an keit des Stall ist aber mind {elen Stahl ei ingehärtelen, genschaften be. wird schwieri Ihnen,| Kehnang des$ che it yorg Layiier, Por "Is 100° en Hınzman Pücher's Nerische Ylle !ı tiere] ent eigen ul und einlee ISSen Win, I. Fig 11) en, welche ält, welche n Stabeisen ohle zu ne ach, neuer- zeigt, wie Hiedureh also weil cheint un | alleeinein u ), In stiner 1 Heyut), ichten über nschmelzen 1, die sich unbezwei wirthschali inmal, läst den Tiesel, ifft, so hat d Stodart ones Stahls ‚chzubilden Eigenschal- je auf 0.024 Charenton hen 0,98%, > Alumium ıs Erhitzen 1 sich 0x) Stückelw 5, 38, „298, a iigenschaften des Stahls. 119 Wootr keine erkennbare Spur von Alumium, erhielt aber aus der Auf- lösung Phosphorsäure, Titanoxyd, Kieselerde, so dafs also Phospho:, Titan, Silicium ım Stahl enthalten waren. Hieraus möchte man wohl folgern: dafs nicht im Alumium allein die Ursach der vorzüglichen Beschaffenheit des WVootz liegen dürfte. Ueberhaupt hat Karsten aus Roheisen ,-Stabeisen. und Stahl nie wäg- bare Mengen Thonerde erhalten.] Eigenschaften des Stahls. Der Stahl besitzt eine gräulich- weilse Farbe, die ins Weifse über geht, vollkommnen Metallglanz, ist aber nicht stark glänzend, seine Tex- tur ist körnig, aber so, dafs ein ganz unmerkbarer Uebergang von einem Korn zum andern stattfindet, und dafs die Fläche ein fast gleichartiges Ansehen bekommt; je dichter und gleichartiger das Korn, desto besser ist der Stahl. Ausgezeichnet körniges Gefüge, blaues, weilsschimmern- des Korn, sehnige und adrige Stellen sind ein Beweis noch vorhande- nen Eisens. Der Stahl ist auch viel dichter als Eisen, und zur Politur weit geeigneter. Das specif, Gewicht beträgt im Mittel 7,7, so dafs ein Kubikf, 508,2 Pfund, und ein Kubikz. 9,4 Loth wiegt; am dichtesten ist Gulsstahl, der Cementstahl weniger. Stahl ist härter als Stabeisen, läfst sich nicht so leicht in andere Form bringen, als dieses, sein vorzüglich charakteristisches Kennzeichen ist aber, dals er durchs schnelle Ab- kühlen nach dem Glühen hart wird(wovon weiter unten das Auslühr- lichere), Ungehärteter Stahl verhält sich wie das härteste Stabeisen, und mufs zugleich einen hohen Grad von Zähigkeit besitzen; gehärteter Stahl mufs aber eine solche Härte annehmen, dafs, er von der besten Feile nicht angegriffen wird, und Glas schneidet. Die absolute Festig- keit des Stahls ist bedeutend gröfser, als die des Eisens, gehärteter Stahl ist aber minder fest, als ungehärteter, dagegen dürfte wohl dem gehär- teten Stahl eine gröfsere rückwirkende Festigkeit zukommen, als dem ungehärteten. Guter Stahl ist biegsam, elastisch, je mehr er diese Ei- genschaften besitzt, desto grölser ist auch seine Festigkeit. Der Stahl wird schwieriger attractorisch, als Stabeisen, erfordert ein längeres Magnetisiren, hält aber auch den Magnetismus fester. Ueber die Aus- dehnung des. Stahls in der Wärme sind von mehrern Physikern Ver- suche mit verschiednen Stahlsorten angestellt worden, als von Smeaton, Lavoisier, Berthoud, Troughton, Horner u. A.; es dehnten sich, von 0° bis 100° erwärmt, aus, um Hunzman’s Gulsstahl.... 0,00107400 Fischer’s Stahl.......... 0,00111200) Horner, ungefähr En Steyrischer Stahl.......- 0,00115200 Stalıl bei 30° angelassen 0,00136900= eo i 0.00123956 Lavoisier, ungelähr goo0- SEE RETTET TRESSEEU LTE EEE TEE TITTEN 120 Eigenschaften des Stahls. Beim Erwärmen zeigt der Stahl, wie das Eisen, eine merkwürdige Ta Farbenerscheinung, die Oberfläche erscheint nach einander bei langsam bis r steigender Hitze in verschiednen Farben. Diese treten bei einer etwas ua geringern Temperatur ein, als beim Stabeisen, so dafs der Stahl oft van schon die dritte Farbe zeigt, während das Eisen erst die zweite an- gan nimmt, auch laufen harte Stellen eher an, als weiche.| er Wenn man ein blankes Stahlstäbchen erhitzt, so zeigt sich die erste ‚itliche. Spur von einer sehr blafsgelben Färbung bei 430 F.(221°€.), dies ist i rpfar die Temperatur, bei welcher man Lancetten anlälst. Bei 450° F.(232° C.) ale I zeigt sich eine blasse Strohfarbe, welche für die besten Rasiermesser und sehaflen, di die mehrsten chirurgischen Instrumente; bei 470° F,(243°©.) ist die| Stahl Ilm Farbe goldgelb, die Temperatur zum Anlassen für gewöhnliche Rasier- lien yergrO messer, Federmesser, und andere chirurgische Instrumente. 490° F. Stahl sein vo (254° C.) erzeugt eine braune Farbe, zum Anlassen von kleinen Schee- Gemicht nim ren, Blechscheeren, Meifsel zum Gebrauch auf Eisen. Bei 510° F.| nen Erkalten (266° C.) zeigen sich purpurne Flecke, dies ist die rechte Temperatur sende Ober! zum Änlassen von Aexten, stärkern Meifseln, Hobeleisen, Taschenmes-\ abspringt, mesern; die Purpurfarbe tritt bei 530° F.(278° C.) ein, für Tischmes- Jäche das. ser, grölsere Scheeren anwendbar. Hellblau spielt die Oberfläche bei Auge keine 550° F.(288° C.), die Anlafshitze für Klingen, Uhrfedern und Federn\ Jichter, und anderer Art; bei 560° F.(293° C.) wird die Farbe voll blau, die höchste 4 dermind Temperatur zum Anlassen für dünne feine Sägeblätter, Bohrer, für alle s angemelknen, Instrumente, die einen hohen Grad von Elastieität erfordern. Die letzte und Sprödigk Farbe, die sich beim Anheitzen zeigt, ist dunkelblau, fast schwarzblau, als er sich bei 600° F,(316° C.), diejenige Temperatur,. bei welcher durchs Anlas- van de sen die stärkste Verminderung der Härte und Sprödigkeit bewirkt wird,| Wärneleituns wie für Hand- und Stichsägen, die man feilen, schränken, und dadurch I Hirten ein. schärfen mus, Auch wendet man diese Hitze zum Anlassen gewisser| serie) Arten Federn an,| Stahl; oder a [P, ch. E, Vol, 2. p. 509,]| sch beim Ab]; Eben so wird auch Stahl weit eher weifsglühend, als Stabeisen, I Sk dus A und zwar harter Stahl eher als weicher, der Schmelzpunkt desselben Jh St soll bei 150 bis’ 155° W. liegen, wahrscheinlich liegt er aber bei einer In sanzen Gr niedrigern Temperatur, Der Stahl schweilst früher, als Stabeisen, und \ Härte anni setzt nicht so schnell Glühspan an, als dieses, wird durch langanhaltende hi trockne Glühhitze in Stabeisen verwandelt, indem dadurch der Kohlen- kemöfe n | PUUN} a8 stoffgehalt bedeutend abnimmt, es ist deshalb erforderlich, denselben bei | Mulılioen B der Bearbeitung vor dem Gebläse vor der Luft möglichst zu schützen,| ala Glen .&“ x PR Aöbleich mehr noch als Eisen. Setzt man Stahl in Berührung mit Kohlenstaub du - et:. Ya: dadurch einer lang anhaltenden Glühhitze aus, 60 wird er mürbe, verliert alle| mi Sulh em A th a A> re en EN|-- Pkvrürdioe 1 lanesın DET ehiwaz Stahl oft weite an. die erste ‚ dies ist (332° 0) esser und ) ist die 6 Rasier- 490° F, n Schee- 510° F, mperatur ‚chenmes- Tischmes- Jäche bei d Federn e höchste )ie letzte varzblau, ıs Anlas- rkt wird, dadur« h sewisser tabeisen, esselben hei einer sen, und haltende Kohlen- |ben bei chützen, ‚lenstaub s all liegt a4 Vom Härten des Stahls. 121 Festigkeit, nimmt einen roheisenarligen Zustand an; setzt man die Hitze bis zum Schmelzen fort, so wird er wirklich zu Roheisen, Will man daher Stahl schmelzen, ohne dafs derselbe an seiner Natur verlieren soll, so muls er weder‘der Luft ausgesetzt, noch unter einer Kohlendecke geschmolzen werden. Unter Härten, tremper, trempe, hardening, versteht man das plötzliche Abkühlen des glühenden Stahls in kalten, am zweckmälsigsten in tropfbarflüssigen Substanzen. Der geglühte und langsam von selbst erkaltete Stahl ist wenig härter, als Stabeisen, und hat dieselben Eicen- schaften, die er vor dem Glühen hatte. Durchs Härten erleidet der Stahl folgende Veränderungen: 1) er behält‘ zum Theil das durchs Er- hitzen vergrölserte Volum, wogegen der erhitzte und langsam erkaltete Stahl sein voriges Volum wieder einnimmt; 2) seine Dichtigkeit, specif. Gewicht nimmt daher durchs Härten etwas ab, nicht so beim langsa- ınen Erkalten; 3) er erhält dadurch eine glatte, völlig metallisch glän- zende Oberfläche, indem, die Glühspandecke beim plötzlichen Erkalten abspringt. 4) Gehärteter, St, zeigt ein feines Korn, so dafs die Bruch- fläche das Ansehn des feinsten Silbers erhält, und mit unbewaffnetem Auge keine körnige Textur ‚mehr sichtbar ist; 5) seine Farbe wird liehter, und er erhält mehr Glanz, als er vor dem Härten nicht besals; 6) er wird sehr hart, fest; 7) bei einer grofsen, der Natur des St. nicht angemelsnen, Temperaturveränderung nimmt die Festiskejt ab, Härte und Sprödigkeit aber zu, endlich wird derselbe so hart und spröde, dafs er sich wie Glas pulvern lälst, Alle diese Veränderungen hängen theils von der Stärke der Erhitzung, theils von der Temperatur und \Värmeleitungsfähigkeit der Flüssigkeit ab, Daraus, dafs Stahl durchs Härten ein vergrölsertes Volum erlangt(es soll ungefähr um; sich vergrölsern) erklärt es sich, weshalb Gegenstände, die aus Eisen und Stahl, oder aus härterm und weicherm St. zusammengeschweilst sind, sich beim Ablöschen verziehen, sich werfen. Jedoch scheint nicht jeder St. durchs Härten ein vergröfsertes Volum zu gewinnen, Jeder St. mufs njcht stärker gehärtet: werden, als nölhig ist, um den ganzen Grad seiner Elastieität zu gewinnen; je leichter ein Stahl die Härte annimmt, je weniger derselbe erhitzt zu werden braucht, desto besser ist er. Der vollkommenste St, verbindet mit der sröfsten Härte die gröfste Elastieität; um jedoch dessen fähig zu sein, muls er frei von fremdarligen Bestandtheilen, aufs Innigste mit Kohlenstoff durchdrungen und aufs Gleichartigste mit letzterm verbunden sein, Da das Härten des Stahls dadurch bedingt wird, dafs ein plötzlicher Temperaturunterschied zwischen dem glühenden Stahl und der kalten Substanz. mit welcher er in Berührung gebracht wird, obwaltet, von dessen Grad die grölsere 122 UVeber das lläürten und Anlassen des Stahls. oder geringere Härte, die der Stahl annimmt, abhängt, so könnte man diesen Zweck entweder dadurch erreichen, dafs man die Temperatur der Flüssigkeit beim Härten verschiedentlich ändert, bei gleichem Hitz- grad des Stahls, was fast gänzlich unausführbar ist, oder bei gleicher Temperatur des erstern die Hitzgrade des Stahls abändert, was aber darum unpraktisch ist, weil bei geringerer Härte ein geringerer Grad von Elastieität und Festigkeit gegeben ist. Da nun’aber auch durch das Härten eine gewisse Sprödigkeit eintritt, die um so geringer, je weniger die Hitze übertrieben, und je gleichförmiger der Stahl, so wird durch- aus eine zweite Operation nothwendig, das Anlassen, recuire, recuit, tempering, wodurch dieser Uebelstand wieder aufgehoben wird. Die Stärke der Erhitzung des Stahls beim Härten bleibt der Erfahrung und dem Auge des Arbeiters lediglich überlassen, wobei die verschiedenartige Be- schaffenheit eines und desselben Stahls gar viele Schwierigkeiten ver- ursacht. Die zum Härten nöthige Hitze liegt zwischen der Kirsch- und Rosenroth- Glühhitze, zwischen 40 bis 80° W, Das Härten geschieht gewöhnlich in kaltem Wasser, in fliefsendem besonders dann, wenn grofse Stücke, und viel nach einander zu härten ist, weil bei fliefsendem W, stets erneuerte Wassertheile mit dem Stahl in Berührung kommen; je kälter das W., desto härter wird bei gleicher Erhitzung der Stahl, und umgekehrt; weiches W. härtet weniger als hartes, oder Salzwasser, oder verdünnte Säuren(verdünnte Salpeter- Schwefelsäure), welche bessere Wärmeleiter sind. Beim Ablöschen in Quecksilber erhält man eine gröfsere Härte, als im Wasser, aber der Stahl wird spröder, brüchiger. Man hat auch Spiritus zum Härten, einen Brei von Wasser, Kreide und Spiritus zum Härten von Wagenfedern, Patrizen für Graveure, angewendet, auch fette Oele, Talg und Oel zum Härten schneidender Instrumente, wodurch Hartborsten vermieden wer- den, aber auch nur eine geringere Härte erlangt wird; nach Parkes nehmen so gehärtete Instrumente keine feine Schneide an. Die Uhr- macher härten stählerne Wellengetriebe in Talg. Empiriker setzen einen zu hohen Werth in Recepte zu Härtewassern, und verbergen dahinter ihre Unkenntnifs des rechten Hitzgrades, welchen jeder Stahl zum richtigen Härten verlangt. Soolwasser(Urin) zieht man beim Härten der Teilen vor, in England thut man Knochenasche ins Salzwasser, Das Anlassen geschieht durch gelindes Erhitzen des Stahls, bis die oben angezeigten Anlauffarben erscheinen; je mehr man den gehärteten Stahl erhitzt, desto mehr nimmt, seine Härte ab, deshalb müssen Stahl- waaren, bei denen Härte die Hauptsache ist, wenig, wo Zähigkeit, weil mehr erhitzt werden, und wenn hauptsächlich Elastieität erfordert wird, Er" Teer DE 1 nn eine A- 5 hlau Mi Jene Win [ Porkes Int erhhrung: dien ka iber die Is Pe free= one Länzetten. Andere c Rasıerme Federmt Grölsere Frauense scheereı Äste, w. Taschen Tischmesse Säbel, Uhr Grölere F} Sigehlä Stichsägen in koch Artikel, w dem Ble Dil$t lie Enenpon lnglich, auc Diamantenst estelt wurd: "in versch ll, am gt Yerlieden 5 Meter, je I kin R Onnte Un chen Hi. ei gleicher Was aber erer Gral durch dag je weniger ird durl. re, recuil, vird. Die > und dem artige De- iten ver- 'sch- und lielsendem zu härten dem Stihl i gleicher eniger al Salpeter- öschen in aber der ten, einen genfedern, | Oel zum eden wer- Iı Parkes Die Uhr- tzen einen ı dahinter tahl zum m Hirten ISSet. s, bis die sehärtelen en Stahl. keil D wel dert il Ueber das Anlassen schneidender Werkzeuge. 123 blau anlaufen. Der Wootz verlangt beim Anlassen eine um 40° F, hö- here Wärme, als der beste englische Gulsstahl. [ Parkes hat Metallbäder aus Blei und Zinn angegeben, in verschiednen erfahrungsmälsigen Proportionen, deren man sich beim Anlassen be- dienen kann. Narbe 1 e über die brauchbarsten Zusammensetzungen von Metallbädern zum An- lassen von schneidenden Werkzeugen für Messerschmiede. (Aus dessen chemical Essays Vol. II. p. 619.) nt nn nn Metallbad,| Pehmel- Name der Stahlwaaren, punkt. Blei. Zinn.|Fahrenheit. Wanzetteniee.- ae ae lee dleentinle Helene ne. A 4 420 Andere chirurgische Instrumente....-.....000.-| 7% 4 430 Basiermesser-.....8...u.2.22 RENTEN Ertle) 4 442 Federmesser, und einige andere chirurg. Instr..| 8% 4 450 Gröfsere Federmesser, Skalpels.......0........] 10 4 470 Frauenscheeeren, gröfsere Scheeren, Garten- scheeren, kalt angelafsne Meilsel.............]| 14 4 490 Aexte, warm angelalsne Meifsel, Hobeleisen, Taschenmessen-.3: Ges. ass estesael 110 4 509 Tischmesser, grofse Scheeren...esssceescconuc.| 30 4 530 SäbelsÜbrfedern-e 22.0.2 20a 4 550 Gröfere Federn, Dolche, Bohrer, kleine feine Sägeblätter..... a ee ee ee) 2 558 Stichsägen, Handsägeblätter, Federn zu besondern Zwecken, ın=kochendem Bemobe.: Bere. ren 600 Artikel, welche noch etwas weicher sein müssen, in schmelzen- dem. Blene naar een es asta stieg 612.] Dals Stahl aus Eisen und Kohlenstoff bestehe, beweist nicht allein die Erzeugung des Cementstahls, sondern auch die des Gufsstahls hin- länglich, auch ist durch einen eleganten Versuch mit Eisendraht und Diamantenstaub, welcher 1799 in Paris und späterhin von Davy*) an- gestellt wurde, dasselbe erhärtet worden. Die Menge des Kohlenstolfs ist in verschiednen Sorten Stahl ungleich, am geringsten im Cement- stahl, am grölsten im Schmelzstahl, obschon dieser auch beträchtlich verschieden sein kann; je weniger Kohlenstoff der Stahl enthält, desto weicher, je mehr, desto härter ist er. Man giebt den Gehalt au Koh- lenstoff im Roh- oder Schmelzstahl auf 2,3 bis 1,25%, im Cementstahl °*) G. A, Bd. 52. 8, 366. ä u ETC TTTTEZZ- 124 Analyse von Stahlsorten. Damastslalıl.| 1,75 an, Karsten; Andere geben den Kohlenstoffgehalt weit niedriger an, Gewehr ohne Zweifel weil die Ermittelung des Kohlenstoffgehalts bedeutende| hm rad ‚Schwierigkeiten hat. Läfst man auf Stahl einen Tropfen Säure fallen,| gie so bleibt, wegen des bedeutenden Gehalts an Kohlenstoff in demsel-| un Sal ben, ein schwarzer Fleck zurück, nicht so beim Stabeisen, aber noch Suhl, oder bedeutender beim Roheisen,— Man hat geglaubt, dafs Silicium allein fire Weise schon im Stande sei, mit Eisen verbunden Stahl zu bilden, allein da- U Stils die durch wird wohl Härte und Sprödigkeit, nicht aber Festigkeit bedingt. jeit vermel Kleine Quantitäten Phosphor sind oft im Stahl enthalten, an künst Damasts, [Folgende Analysen von 4 Stahlsorten wurden unter der Leitung von U nämlich, so Gay-Lussac und Wilson”) angestellt:| Trennung dı sen(Carbur pres Mae Sorten. len- ee Bemerkungen.(rerleiche| stoff. En hält, je. hä Englischer Gulsstahl samen un IPScorter 8 0,0062510,00030:0,00036)Spuren.fAus schwedischem sumes Tık See f = Kisen: macht ihn Gufsstahl von der Keil Iserest 072.6: 0,00651|Spuren. 0,00076|». JAus Eisen von der Me| Isere. Verfahren a Gufsstahl 1] Sorte..)0,00654|/0,00040|0,00074» Aus französıschen schnell erkal ree PR n Eisensorten. we‘ » 2».;0,00936|0,00080/0,00114|»: desgl.] wodurch sich Damascirter Stahl, acier damasse, a. damas, Damascus steel”), entwiekeln,: wird derjenige Stahl genannt,‘welcher durchs Aetzen der vorher polir-| weich mil ten Oberfläche mittelst verdünnter Säuren Schatlirungen von dunkler arten und heller Farbe zeigt. Diese Eigenschaft hängt von einer ungleicharti-| in der Hirte sen Beschaffenheit des Stahls ab, denn je gleichartiger derselbe ist, je"must, Dare] weniger Kohlenstoff der Stahl enthält, je weicher er ist, desto weniger tur dureh ejr C= tritt die Damastbildung hervor. Der ungleichartige Roh- und Cement- Pi 5 5 5 werden— E stahl, welcher aus Gemengen von sehr hartem und sehr weichem Stahl Ist Gemen besteht, giebt einen sehr starken, aber sehr groben Damast; selbst Stab- chen} eisen entwickelt in einem mindern Grad dieselbe Erscheinung, wes-| mm die N., N halb man auch aus härterm und weicherm Stabeisen, welches zu- ul : 5 Ent me Ä Mal ige. sammengeschweilst wird, Materialeisen zur Verfertigung von damaseirten hend |= une I Die Anfer vos U findet in ')\’’ N Indise N n anfert *») A. a,©. Seite 78.“Aeltere Analysen findet man z. B. inK.A, EB: u.H2 Bd. 8.8, 184 es) Also genannt, weil zu Damaskus, in Syrien, die berühmten Sä- belklingen gefertigt werden, welche solche Zeichnungen auf der Ober- nr fliche darbieten,| N} Ile. ledriger a bedenten!; ure fallen, in den. aber nor jum allein allein dı. it bedingt tung von ungen, edischem von der ösischen en, J steel”), er polir- dunkler leicharti- e ist, je weniger Cement- m Stahl st Stab- 5, wes- hes zu- aseirten n KA mten Sı er Ober Ueber die Natur des Damaststahls. 125 Gewehrläufen verferligt, so wie auch jeder gegerbte Stahl aus demsel- ben Grund damaseirte Flächen zeigt. Allein ein solcher Stahl besitzt nicht die nöthige Festigkeit und Elastieität, welche von einem vorzügli- chen Stahl verlangt wird, man schweifst daher härtern und weichern Stahl, oder statt des letztern auch weiches Stabeisen, auf eine regelmä- [sige Weise zusammen, etoffe, so dals die gleichartige Masse des härtern Stahls die Schneide bildet, und der weiche Stahl im Innern die Festig- keit vermehrt. Diese Art damaseirte Flächen hervorzubringen könnte man künstlichen Damast nennen,/im Gegensatz des natürlichen Damasts, welchen unter Umständen Gufsstahl zeigt. Wenn derselbe nämlich, so homogen er auch sein mag, langsam erkaltet, so findet eine Trennung der Stahlmasse in mehrere verschiedne Kohlenstoffverbindun- sen(Carburete) statt, von denen die eine in der andern krystallisirt (vergleiche vorn I. Seite 391). Je mehr Kohlenstoff der Stahl ent- hält, je härter derselbe, desto beträchtlicher ist der Einflufs des lang- samen und raschen Erkaltens hinsichtlich‘der Damastbildung. Lang- sames Erkalten bedingt aber leicht Höhlungen und Blasen im Stahl, macht ihn um so weniger der Bearbeitung fähig, je härter und je we- niger schweilsbar er ist. Deshalb wendet man gewöhnlich folgendes Verfähren an: man lälst ihn durch Eingielsen in eiserne Eingüsse zwar schnell erkalten, wodurch die Damastbildung behindert wird, glüht aber dann die Stahlstangen bei gänzlichem Absehlufs der Luft längere Zeit, wodurch sich jene verschiednen Kohlenstoffverbindungen eben so gut entwickeln, als durch langsames Erkalten; hiedurch wird‘der Stahl weich und leicht bearbeitbar. Der natürliche Damast deutet zwar auch auf eine ungleiche Beschaffenheit der Masse hin, allein der Unterschied in der Härte ist weit weniger beträchtlich, als in dem künstlichen Da- mast, Durchs Umschmelzen verliert sich natürlich der Damast, und kann nur durch eine ähnliche Behandlung nach dem Schmelzen wieder erhalten werden.— Endlich giebt es noch eine dritte Art von Damaststahl, ein inniges Gemeng von Stahl und andern Metallen, welches auch nach plötzlichem Erkalten die charakteristischen Zeichnungen nicht verliert; man kann diese Stahlarten nicht wohl als Gemische, Legirungen, sondern nur als innige Gemenge betrachten, nach Art der verschiednen Kohlen- stoffverbindungen im vorigen Fall. Die Anfertigung des künstlichen Damasis aus Stahl und weichem Eisen findet im Orient noch jetzt ganz gewöhnlich statt*); man bedient sich des indischen Stahls in Persien, Kleinasien, wo die Kunst guten Stahl anzuferti ligen seit einigen Jahrhunderien untergegangen zu sein ®) Barker nK.ALB, wH. Bd. 9,$. 300, 126 Ueber die Darstellung von Damaststahl.| D: ESCHE n. a nfet Jede scheint. Der Stahl wird mit Eisen kunstmäfsig umwickelt, zusammen- ü geschweilst, zu langen Stäben ausgezogen, und diese gegerbt. Dieser ir IM Damast stellt sich als ein aus krummen in einander geflochtnen, oder ı as parallel mit einander fortlanfenden, Linien zusammengesetztes Muster. dar. nl et Vorschriften zur Anfertigung eines solchen hat Clouet*) sehr ausführlich an- gaße eig gegeben, neuerdings Crivelli**). Dieser lehrt Stahl in 15 Zoll breite und| om Sal, % Linien starke Bleche verwandeln, mit Eisendraht von% Linien Stärke um-| in Vekäln wickeln, so dals 4 der Stahloberfläche von letzterm bedeckt wird, um\ Ietall, aus dieses zu einer quadratischen Stange von 2 Linien zusammenzuschweilsen. in welchem ı Diese wird in 7 Theile zerschnitten, wieder zusammengeschweilst,—' Soleher Silbe Das nähere technische Verfähren sehe man in genannter Abhandlung." mindeste Dei Was die Darstellung eines damaseirten Gulsstahls betrifft, so giebt| fertigt Rate der indische Wootz hiezu den besten Belag, er behält diese Eigenschaft olne Grund si selbst nach mehrmaligem Umschmelzen, wogegen der Damast durch Platin Zusammenschmelzen von Stahl und Eisen durchs Umschmelzen verloren"nit einander; geht. Wahrscheinlich haben aber die im Wootz enthaltnen Erdmetalle enden Inste einen besondern Einfluls auf die beträchtliche Neigung desselben zur nig, unlerwo Krystallbildung, wodurch der Damast hervorgebracht wird. Durch die Verhältnils in neuerer Zeit von Stodart und Faraday***), Sir Henry****), von| schweilsen.- Breant*****) angestellten Versuche ist es immer mehr einleuchtend ge- man Nickel ı worden, dafs sich im kohlenstoffreichen Stahl beim langsamen Erkalten sen, er ist ab verschiedne Carburete des Eisens bilden, von denen eins melır als das| hand andere zum Krystallisiren geneigt ist, und von verdünnten Säuren ver- un Sahle schieden angegriffen wird, wodurch die Zeichnungen auf der polirten il, Oberfläche sich entwickeln; die Säuren greifen die weilsen, kohlenstoff-| reichen Partieen weniger an, als die grauen kohlenstoffärmern. Breant"Stahl(der] giebt an, durchs Zusammenschmelzen von 100 Theilen weichen reinen| te Stabeisen und 2 Theilen Kienrufs sehr guten Gufsstahl, welcher schö-' Dis Rhodin nen Damast zeigte, erhalten zu haben; nach dieser Vorschrift sind auch| sen, We im K. Gewerbinstitut Versuche im gröfsern Maalsstab angestellt worden,| Inder, s von denen einige ein wünschenswerthes Resultat gaben. Sal, m R Stodart und Faraday+), Berthier++), Breant+++), Fischer 44H) Or u. a, m, haben sich in neuerer Zeit damit beschäftigt, Stahl mit ver-" He I | lat— Kup! | Ikne besonder [ Eiyas über *) Journ, des Mines No, 90. p. 421.| um älzen, **) dk. k.p, L Bd. 4. 5, 463, Auszugsweise in K. A/B, Kl, Pain u. H. Bd. 9. S. 404,| Yalnp da +) RL A,.f, Bon. H,,Bd29.,52 322: 53H Daselbsti Bd.r9: 82,318. am *+#%%) Vergleiche vorn beim Wootz. T)EA..a,, 0: en tt) 6. A. Ba. 72. Ss. 247. tH) A. a0. tttt) G. A. Bd, 69. S, 257. Yin, Zusam. bt. Dies nen, odır Muster dr führlich a. I breite und 1 Stärke un. & wird, un uschweilse chweilst, handlung ft, so silı Eisenschil mast dureh zen verloren Erdmetall »sselben zı Durch die RR). yon ıchtend ge n Erkalteı Ir als das ÄUreI Vel- r polivten ohlenstoll- n. Breant ıen reinen her schö- sind auch t worden, her IM) mit ver- SAEB, 9.5.38 9,5 Legirungen des Stahls. 427 schiednen Metallen zu verbinden. Von den wichtigsten Resultaten soll hier die Rede sein. Silber und Stahl, silver combined steel, lassen sich nur schwierig mit einander durchs Zusammenschmelzen verbinden, das erstere hat eine grofse Neigung sich vom letztern zu trennen, so dafs Silberkügelchen vom Stahl, bei einem Verhältnifs von 1: 150,200 sich ausscheiden. Als das Verhältnifs 1: 500 gewählt wurde, erhielt man ein gleichförmiges Metall, aus welchem keine Silberkügelchen mehr sich abschieden, und in welchem man nach dem Ausschmieden keine Silberfäden entdeckte. Solcher Silberstahl ist härter als Gufsstahl, selbst als Wootz, ohne die mindeste Neigung zu Hartborsten und Kantenbrüchen zu zeigen. Man fertigt Rasier-, Feder- und chirurgische Messer aus demselben.—(Nicht ohne Grund sind die Rasiermesser von John Barber in Sheffield berühmt.) Platin und Stahl legiren sich leicht in verschiednen Verhältnissen mit einander; 1 bis 35 Platin mit Stahl verbunden geben einen zu schnei- denden Instramenten brauchbaren Stahl, welcher dem Rosten sehr we- nig unterworfen ist, was besonders charakteristisch. 1,53% soll das beste Verhältnifs des Zusatzes sein.— Platin läfst sich mit Stahl zusammen- schweilsen.— Nickel und Stahl, Meteorstahl*), also genannt, weil man Nickel im Meteoreisen findet. Man hat diesen Stahl sehr geprie- sen, er ist aber dem Rosten sehr unterworfen. [Titan und Stahl, die Masse zeigt vortrefflichen Damast.— Chrom und Stahl, ein vortrefflicher Damast, bedeutende Härte und Festigkeit; mit 1, 2, 35 Chrom.— Rhodium mit Stahl, solche Verbindung zeich- net sich durch grofse Härte und Festigkeit aus, so dafs aus solchem Stahl(der 1 bis 25 Rh. enthielt) gefertigte Instrumente eine um 30° F, höhere Temperatur beim Anlassen erfordern, als der beste WVootz, Das Rhodium vereinigt sich mit dem Stahl in allen möglichen Verhält- nissen. WVenn nicht der hohe Preis des Rh. eine häufigere Anwendung hinderte, so würde wegen der trefflichen Eigenschaften eines solchen Stahls, zu Rasier-, Feder-, chirurgischen Messern, Grabsticheln, mehr Gebrauch davon gemacht werden.— Iridium und Osmium mit Stahl, auch diese Legirung bewies sich wie die vorige, von vorzüglicher Qua- lität.— Kupfer und Stahl, die Legirung besitzt nach Stod, und Far, keine besondern Eigenschaften, welche dieselbe empfehlenswerth machten, Etwas über Siderographie, oder die Kunst in Stähl zu stechen und zu ätzen. Diese wichtige Erfindung verdankt man den Amerikanern Perkins, Fairman und Heath**). Die Absicht, welche der ersten An- wendung des Stahlstichs zum Grunde lag, war, eine gestochne Platte RB, A, Bd, 11,8. 248. JE, k, D.T.B0. 3.75.2418. BA.4. 5.3600, m a TEE ET ERREEREER gg ni E“ 7 Y R er rZ= z z t“ or 128 Ueber Siderographie. | behufs sehr vieler Abdrücke beliebig vervielfältigen zu können, aufser- mie dem aber auch die ausgezeichnete Dauerhaftigkeit einer Stahlplatte, im vr Vergleich mit Kupferplatten. Man bedient sich Gufsstahlplatten,; welche| Yin behufs der Gravirung auf der Oberfläche weich gemacht werden müssen;| Ma dies geschieht durch einen Entkohlungsprozels, wodurch die Oberfläche A erdinnte, -| in weiches Eisen verwandelt wird. Man glüht die Stahlplatte in einer| wasser, gulseisernen Büchse, in einer Umgebung von reiner Eisenfeile, längere oder kürzere Zeit lang aus, um tiefer oder weniger tief die Entkohlung” nn einzuleiten; nach ganz allmäligem Erkalten wird die Platte gravirt, und|&: 2 darauf gehärtet, d. h. wieder in Stahl verwandelt, in einer mit Leder-| Eu n kohle gefüllten gufseisernen Büchse erhitzt und mehrere Stunden lang| DarTiehn . 3- x I 1 M starke in starker" Rothglühhitze erhalten, Hierauf taucht man die glübende re Platte in kaltes Wasser, und zieht dieselbe vor-dem völligen Erkalten ehe heraus, um Rässe und Sprünge zu vermeiden, so wie ein nachträgliches Bauay Anlassen;, sie mufs übrigens so hart sein, wie strohgelb A a Stahl, wenn sie zu folgender Behandlung geeignet sein soll. Man be- id, Nat dient sich nämlich einer solchen harten gravirten Platte als Matrize, um 1: len Gem mittelst derselben Patrizen anzufertigen, welche zur beliebigen Ueber- vor Ron dl tragung des Stichs auf andere Platten dienen. Zur Anfertigung der Pa- Teiche trize dient eine WValze aus Gufsstahl(Molette), welche in einem Ge-| Dürer in. stell sich um ihre Axen drehen kann; sie mufs eine so grolse Ober- Schweil fläche besitzen, dafs sie die Platte gerade bedeckt. Die Walze wird ee auf gleiche Art entkohlt, und mit grofser Kraft gegen die harte Matrize angeprelst, so dafs sich die Zeichnung auf die Patrıze rein überträgt, init Jetzterm Ir und auf dieser erhaben zum Vorschein kommt. Dals diese Operation|[D)& Schwel mit Hülfe ganz genauer Maschinen vollbracht werden müsse, ist leicht osyduls mitte ! zu erachten, Ist dies geschehen, so wird die Patrize eben so gehärtet,| von Wasser wie die Matrize, und kann nun angewendet ‚werden, um auf Kupfer| oder weichgemachte(entkohlte) Stahlplatten dieselbe Zeichnung zu über-| Binde, mit | gas und 7 V handeln von grauem mel: tragen, welche. letztern dann wieder gekohlt, gehärtet und blau angelas- sen werden, um sie zum Abdruck vorzubereiten. Ganz besonders zur Verfertigung von Papiergeld, Banknoten ist dieses Verfahren der Side- sestollas rographie von den Erfindern angewendet worden.— Auf eine gleiche Ein grauschny WVeise werden auch die Desseinwalzen für Kattundruckereien, welche I de, Mit ver WValzendruck verfertigen, gearbeitet. Das Muster wird in Stahl ge- Vol, Schyefe stochen, aber nothwendig in solchen Dimensionen, dafs dasselbe ın der Produk,($ Peripherie der Druckwalze in einer bestimmten Zahl von VViederho-| lungen aufgehen; darauf wird die Platte gehärtet, die Patrize gefertigt, und| D) Schne| mittelst dieser die völlig cylindrisch abgedrehte, polirte Kupferwalze| a nerabeich gravirt, zu, welchem Ende ‚vorzüglich genaue Maschinen nöthig sind.| Min, ut Eine vortreffliche Anstalt der Art besitzt die Kattunfabrik von Dannen-| Mn Naene berger und Co. in Berlin, U Ban Bald darauf kam man auf ein bequemes Verfahren in Stahl zu ätzen*),| nach se eDaselbst Bd 8.5 273, m Dali 5 ) Schwefeleisen. 129 Den, anlıer. nach Art der Aetzmanier der Kupferstecher. Zu dem Ende werden ılplatte, Im die Platten gleichfalls vorher auf die oben angegebne Weise entkohlı, atten; welche durch einen hölzernen Hammer, wenn sie sich krumm gezogen(gewor- rden müssen: fen) haben, gerichtet, polirt, mit Aetzgrund überzogen, und auf bekannte & Oberfläche Art gravirt, darauf mit einer Aetzflüssigkeit geätzt. Hiezu hat man stark latte in einer verdünnte, chemisch reine Salpetersäure,— das beste von allen Actz- tale, längere wassern,— Auflösung von salpeters. Quecksilberoxyd, salpeters. Kupfer- & Entkohlung oxyd(den sauren Rückstand vom Aetzen in Kupfer), schwefels. Kupfer- gravirt, und oxyd, u, a. m. angewendet, allein der Absatz von niedergeschlagnem r mit Leder- Kupfer wirkte auf den Stich nachtheilig ein. Gute Dienste leistete tunden lan» Turrells*) Aetzflüssigkeit, bestehend aus 4 Maafs stärksten Holzessig, lie elühende 1 M. starken WVeingeist und 1 M. starker Salpetersäure(specif. Ge- ven Erkalten wicht?). Diese Mischung läfst während des Aetzens, biting-in, kein ichträgliches Eisenoxyd fallen, es bleiben daher die Züge der Zeichnung immer blank; angelalsner sie ätzt in 1 Minute schwache Töne, dunkle Töne in 10 bis 15 Mi- Man be- nuten, Nach dem Absgiefsen der Aetzflüssigkeit wird die Platte mit Matrize, um einem Gemisch von 4 M. Wasser und 8M. Weingeist abgespült, und igen Üeber- vor Rost durch einen Caoutchouchrnils, oder durchs Bereiben mit ganz ung der Pı- frischem reinen-Hammeltalg geschützt.— Man glaubt, dafs Albrecht er Dürer in Stahl gestochen habe.] rolse Ober Schwefel verbindet sich mit Eisen in 5 Verhältnissen; überhaupt Valze wird hat derselbe zum Eisen eine grofse Verwandtschaft, und man kann ihn irte Matrize.... es er mit letzterm in sehr abweichenden Proportionen zusammenschmelzen. 4 überträgt, Operation[1)$ Schwefeleisen, durch Reduction des basisch schwefels. Eisen- , ist leicht oxyduls mittelst VVasserstoffgas in der Hitze unter gleichzeitiger Bildung so gehärtet, von WVasser und schwefliger Säure. Ein schwarzgraues Pulver, von auf Kupfer grauem metallischen Strich, besteht aus 93,1 Eisen und 6,9 S,, ent- ng zu über- bindet, mit verdünnten Säuren behandelt, 1 Vol. Schwefelwasserstoff- au angelas- gas und 7 Vol. Wasserstoffgas.— 2)# Schwefeleisen, durchs Be- onders zur handeln von wasserleerem neutralen schwefels. Eisenoxydul mit WVas- der Side- serstoffgas in der Hitze, wobei dieselben Nebenproducte entweichen. ne gleiche Ein grauschwarzes Pulver, besteht aus 77,13 E. und 32,87 S., entbin- n, welche det, mit verdünnten Säuren übergossen, 3 Vol. WVasserstoffgas und Stahl ger 1 Vol, Schwefelwasserstoffgas; man findet es hin und wieder in Schmelz- Ibe ın der producten,(Steinen).] Niederho- SUBR 3) Schwefeleisen, Sulfure de fer, Sulphuret of iron, kommt ertigt, um im Mineralreich seltner isolirt vor, weit häufiger mit höher geschwefel- Ian tem Eisen, mit andern Schwefelmetallen verbunden, als im Buntkupfer- . Dannen- erz, im Magnetkies ete. Man kann es darstellen durchs Verbrennen des Eisens im Schwefeldampf, durchs Behandeln des Magnet-, des ‚pferwalze “ag zu atzen RLETIEITTERT nach 2)=Daselbst2S, 2/7 Den 12:60.416485, 538, 147. 52.331: T. 2. 9 ge Te UHR " f\ zZ ee] NN RT N 1 130 Schwefeleisen.| Schwefelkieses mit Wasserstoffxas in der Hitze, wodurch der Ueber Life), Co schufs an Schwefel entfernt wird; durch Fällung eines Eisenoxydul- line, Bu, salzes durch ein hydrothionsaures Salz. Bereitet man es auf trocknem(File) Weg, so erhält man eine graugelbliche Masse. auf dem Bruch me-| Stall tallisch glänzend, retraciorisch; auf nassem Weg dargestellt ist es I piphlig, schwarz... Es besteht aus. 62,77 E..und 37,23 S., löst sich in. ver-| ilklinend, dünnten Säuren ohne Rückstand von. Schwefel unter Entbinden von Sul Funken, Faarten, in] zz bei Ann böhmischen ı Strahlkies ent genschal dess Schwefelwasserstoffgas auf; das nalürliche oxydirt sich an der Luft frei- willig, besonders an feuchter, unter bedeutender Erhitzung, und geht in neutrales schwefels. Eisenoxydul über; auf diese Art sind nicht selten Steinkohlenflöize in Brand gerathen und Steinkohlen in Magazinen. Es findet sich diese Schwefelungssiufe auch in Schmelzproducten,(Steinen). A) Anderthalb Schwefeleisen, Sesquisulfure de fer, S. of 15 onsdiren; er 2 findet sich zwar nicht isolirt, aber mit Schwefelkupfer verbunden im kn harlörmi Kupferkies, mit Schwefelkobalt gemengt. Man erhält es, wenn man eine| Mm kann Auflösung von neutralen schwefels. Eisenoxydsalz in eine Auflösung| man mengt€ eines hydrothions. Salzes schüttel, nicht umgekehrt; ein schwarzes Pulver, bei ei welches sich leicht an der Luft oxydirt. Auf trocknem Weg gewinnt man behand: man es dadurch, dafs man über wasserleeres Eisenoxyd bei 100°, Tolnvasserstof oder über trocknes Eisenoxydhydrat bei der gewöhnlichen Lufttempera- det ist an tur, Schwefelwasserstoffgas leitet. Es ist grau, etwas ins Gelbliche zie-\ dunkel geblic hend, wird nicht vom Magnet angezogen, verändert sich trocken nicht iso behandelt an der Luft, giebt beim Glühen 3 des Schwefels ab, wird zu Magnet- sicht mehr von kies, löst sich in verdünnten Säuren auf, hinterläfst doppelt Schweielei- al, besteht ar sen, besteht aus 52,9% E. und 47,988. Auch dieses kommt in Schmelz- in verschlofn producten(in Steinen) vor. von Einheh 5) Zweifach Schwefeleisen, Bisulfure de fer, B. of i., kommt im such Schwef Mineralreich sehr häufig vor a) als Schwefel- oder Eisenkies,(Berg- Sehwefelhr aydıl) henntz jöckel) Pyrite ferrugineuse, iron-pyrites, in Krystallen, deren Grund- forın ein Pentagonal-Dodekaöder, und 5) als Wasser-, Strahl-, Vi- Tri yery triolkies(Kamk. Speerk.), in Krystallen, welche von einer geraden amt, nd wi rhombischen Säule abzuleiten sind. rend Sehne a) Schwefelkies in Würfeln, Okta&dern, Tkosa@dern ete., drusig che. und zu kugligen Massen verbunden, nierförmig, zellig, derb, und einge-| um sprengt, Bruch uneben grobkörnig, metallisch glänzend, speisgelb, zuwei- kan mie E len bunt oder messinggelb angelaufen, giebt am Stahl Funken; specif. Ka 2 Gewicht 4,6 bis 5,0. Findet sich auf Lagern, Gängen, in Felsarten nm s aller Zeiten, im Urgebirge bis hinauf im aufgeschwemmten Land, im ont 5 Lehm, Thon, ist sehr allgemein verbreitet; bricht zusammen mit andern u Schwefelmetallen, mitunter mit gediegnem Gold. Im preufs. Staat im Sn autole r Regbzk. Liegnitz bei Rohnau, im Regbzk. Arnsberg im Siegenschen, bei ETETTEWR EEE UT Tl er der Un Eisenorpll ul trocknen Bruch ne. stellt Is| Sich in yer. tbinden yon [er Int fr und geht nicht selten Yazinen, Is n,(Steinen) nr, 8, 0fi, "bunden in n man eilt Auflösun zes Pulver, Ver sewinnl bei 10 ulttempen Ibliche ze. cken nich! u Magnei chvreielet n Schmelz kommt ın es,(Bert on Grund- hl-, Vi IV serad 1 e,, drasiz nd einge- h, zuwel- je specil Felsarten Land, im it andern Staat in schen, bt Schwefeleisen. 131 Litifeld, Gosenbach; Regbzk. Minden; im sächs. und böhmischen Erzge- birge, Baiern, Salzburg, am Harz(Goslar), in Norwegen und Schweden (Fahlun). 0) Sirahlkies, theils in Krystallen, theils in Kugeln, Nieren, trau- big, knollig, derb, Gefüge strahlig, fasrig, Bruch uneben grobkörnig, me- tallglänzend, von lichte speisgelber Farbe, ins Messinggelbe, giebt am Stahl Funken, speeif. Gewicht 4,7 bis 5,0. Findet sich meist in neuern Felsarten, in Kreide, Kalkmergel, Thon, auf Gängen; im Regbzk. Lieg- nitz bei Kamnich; im Königreich Würtenberg, am Harz(Oberharz), im böhmischen und sächsischen Erzgebirge, in England, Frankreich. Der Strahlkies enthält eingemengtes einfaches Schwefeleisen, woher die Ei- genschaft desselben, sich sehr leicht an der Luft zu zersetzen, sich zu oxydiren; er zerfällt, und es bildet sich schwefels, Eisenoxydul in wei- [sen haarförmigen Efflorescenzen. Man kann Zweifach Schwefeleisen auf folgende Weise darstellen: man mengt einfach Schwefeleisen mit halb so viel Schwefel, und de- stillirt bei einer Hitze unter der Rothgluth den überflüssigen Schwefel ab; man behandelt Eisenoxyd, Eisenoxydhydrat, kohlens. E. oxydul mit Schwe- felwasserstoffgas in einer Wärme zwischen 100° und 350°. Das Pro- duet ist entweder, wenn man jene Eisenpräparate pulvrig anwendet, ein dunkel gelblichgraues Pulver, oder wenn man die natürlichen Krystalle also behandelt, von derselben Krystallform als diese(Epigenie); es wird nicht mehr vom Magnet angezogen, löst sich in verdünnten Säuren nicht auf, besteht aus 45,74 E. und 54,26 Schwefel, giebt durch Destillation im verschlolsnen Raum 2 seines Schwefels ab, wobei eine Verbindung von Einfach und Zweifach Schwefeleisen'zurückbleibt, weshalb man auch Schwefelkies zur Darstellung von Schwefel, und den Rückstand, Schwefelbrände, zur Gewinnung von Eisenvitriol(schwefels, Eisen- oxydul) benutzt(vergleiche vorn I. Seite 155 u.£.). Der Strahl- oder Vitriolkies verwittert von selbst an der Luft, Vitriolerz deshalb ge- nannt, und wird vorzugsweise zur Darstellung des Vitriols verwendet, während Schwefelkies erst geröstet werden muls, um den Ueberschuls an Schwefel, der die Oxydation behindert, zu entfernen, wobei Schwe- feldampf und schwefligs. Gas entweichen.— Benutzung des Schwefel- kieses, wie schon erwähnt, zur Gewinnung von Schwefel, Eisenvitriol (Vitriolöl), Alaun, als Beschickung für Kupferkies, arme Silbererze, frü- her auch als Feuerstein, Pyrites, für die Gewehre mit Stahlrädern: man hat auch versucht, ihn unmittelbar zur Darstellung von Schwefelsäure statt des Schwefels anzuwenden, aber, wie es scheint, noch nicht mit günsligem Erfolg, | 7, ER IRB Garen), HITHSE/: KIM, Se 7 N Se BE IR) LT u u HE 132 Schwefeleisen. Diese verschiednen Schwefelungsstufen des E. mögen sich unter ein- ander in mehrern Verhältnissen vereinigen können; eine der wichtigsten ist der Magnetkies, Leberkies, Pyrite magmnelique, magnetic pyrites. ir krystallisirt in 6seitigen Säulen in denselben äufsern Formen, wie jene, derb, Bruch klein- und unvollkommen muschlig, grob- und klein- körnig, metallglänzend, zwischen speisgelb und kupferroth ins Tomback- braune, meist braun angelaufen, speeif. Gewicht 4,38 bis 60, retractorisch und selbst attraetorisch, besteht aus 59,61 E. und 40,39 S. Er findet sich im ältern Urgebirge auf Lagern und Gängen, auch im Uebergangs- gebirge, von Kupfer- und Eisenkies begleitet; im Tegbzk, Liegnitz bei Querbach und Gieren; im böhmischen und sächsischen Erzgebirge, am Harz, in Frankreich, England, Schottland, Schweden und Norwegen.— Was die Zusammensetzung betrifft, so glaubt man den Magnetkies als ans Einfachem und Doppeltem Schwefeleisen gebildet betrachten zu kön- nen, und zwar so, dals die Schwefelmenge im erstern dreimal gröfser als im letztern. Eine ähnliche Verbindung erhält man dadurch, dafs inan Eisenoxyd mit Schwefel gehörig mengt, in einem verschlofsnen Ge- fäfs ausglüht, oder dafs man Eisenblech weilsglühend macht und Schwe- fel aufstreut. Dieser Prozefs wird auf folgende Art zweckmälsig voll- führt. Man zerschneidet Schwarzblech in zollbreite, 6.bis 8 Zoll lange Sireifen, macht sie in einem gufseisernen(oder irdnen) Tiegel heftig glühend, so stark, als es der Tiegel aushalten kann, ohne zu schmel- zen, sodann wirft man Stückehen Stangenschwefel hinein, worauf das Eisen mit diesem unter Entwiekelung eines blutrothen Lichts sich ver bindet, die Streifen niedersinken und durch andere heftig glühende er- setzt werden, bis der Tiegel fast ganz voll ist. Darauf läfst man ihn hedeekt noch etwa% Stunde lang der Hitze ausgesetzt stehen, um den Veberschuls an Schwefel abzutreiben, gielst dann aus. Dieses künstli- che Schwefeleisen sieht äufserlich schmutzig grauschwärzlich, auf dem Bruch selblichgrau aus, oft auch stahlblau angelaufen, es besitzt ein blättriges Gefüge, giebt ein schwärzlichgraues Pulver, löst sich in ver- dünnten Säuren mit Entbindung von Schwefelwasserstoflgas auf, hin- teyläfst aber etwas Schwefel. Man bedient sich desselben zur Entbin- dung jenes Gases.— Bei obisem Verfahren zur Darstellung des künst- lichen Schwefeleisens ist es überraschend, wie nur das weiche Eisen mit Schwefel sich verbindet, nicht das Roheisen des Tiegels, welcher vom Schwefel sehr wenig angegriffen wird. Stahl verbindet sich dage- gen, wie Stabeisen, in der Hitze mit Schwefel. Man hat diese Eigen- schaft des weichen Eisens benutzen wollen, um Blech durch Schwefel in der Weilsglühhitze— in blofser Rothgluth geschieht es nicht— zu lo- ‚len N ai hie Jüeer i Sehmekbil: h Spell dich die 08 zuß ler 1 a uprakli {hiner Menge fies roll (Schwekl wi Wasser mil spihne und Ganze in ku sen,{heil s Phosph« der Natur v dur Phospl bare Vere Jeichtllüsst und giebt I phors, Bin wöhnlicher siure und Ki brüchtg mach angegeben W haltar Phrcis Chlorei: senorydul, erhält man dur 2 aus der$ ten s glärbt Neinzeit uf (leisen und] end, inlenha Wasser, un lee von Als d637 N Aline, Mach an TIER| Ä) Ban in "l I N‘? ch unlerein. \ wichlisen nelie pyrilg Formen, Wir b= und Klin ns Tombacl relractonisch $. Br finde el eberzan- ‚ Liesnitz I sebirge, al \Vorwegen,- aonelkies ıl hten zu ki simal gröl adureh, dıl chlofsnen 6: t und Sehn kmälsıs vol. 8 Zoll Junge Tiegel helle zu schmil worauf ds its sich ver olühende er ilst man ihn ‚en, um den ‚ses künstli 1, auf dem besitzt ein ich in ver- i auf, hin zur Entbin des künst- ‚che Eisen S, welcher sich dage liese Eiger h Schwell hit— a" Phosphor-, Chloreisen. 183 chen*%); man kann auf diese Art runde, viereckige und beliebig gestal tete Löcher im Blech erzeugen, je nachdem man verschieden gestaltete Schwelelstangen dazu verwendet. Allein der Rand des Lochs wird selbst in Schwefeleisen verwandelt, welches sich an feuchter Luft oxydirt, wo durch die Oeffnung sich vergröfsert und das Eisen zerfressen wird; es mufs daher nothwendig ausgefeilt werden. Es ist in den mehrsten Fäl- len unpraktiseh. Ueber den sehr nachtheiligen Einflufs selbst äufserst kleiner Mengen Schwefels auf die Festigkeit des Stabeisens, wodurch dieses rothbrüchig wird, ist bereits vorn Seite 77 gehandelt worden, [Schwefel wirkt auf Eisen auch ohne Anwendung von WVärme, wenn Wasser mit im Spiel ist, ein; wenn man Zz. B. Schwefelpulver, Eisen spähne und Wasser zu einem steifen Brei mengt, so erwärmt sich das Ganze in kurzer Zeit bis zum Glühen, während sich theils Schwefelei- sen, theils schwefels. Eisenoxydul bilden.— Künstliche Vulkane! Phosphoreisen, Phosphure de fer, Ph. of i., kommt nicht ın der Natur vor, wird durch Reduction des phosphors. Eisenoxyduls, oder der Phosphorsäure mit Kohle und Eisen erhalten, auch durch unmittel bare Vereinigung. Das Phosphoreisen ist sehr spröde, bläulichweifs, leichtflüssig, bleibt in verschlofsnen Gefäfsen in der Hitze unverändert, und giebt keinen Phosphor ab, oxydirt sich aber an der Luft ın phos phors. Eisenoxyd; es ist nicht retractorisch, wird von Säuren beı ge- wöhnlicher Temperatur nicht aufgelöst, aber von kochender Salpeter- säure und Königswasser. Dafs ein Gehalt an Phosphor das Eisen kalt brüchig machen kann, wenn es mehr als 0,72% beträgt, ist vorn Seite 78 angegeben worden. Das nach den vorher angegebnen Methoden er- haltne Ph.eisen soll 77,57 E. und 22,43 Ph. enthalten. ’ E) Chloreisen, Protochlorure de fer, Chl. of i., salzsaures Ei senoxydul, Protomuriate, Pr.hydrochlorate de fer, Protomur. of i., erbält man durch Auflösung des Eisens in Salzsäure, wobei Wasserstoll- gas aus der Salzsäure entweicht. Eine hellgrüne Flüssigkeit, welche eben so gefärbte Krystalle bildet, die sich sehr leicht in Wasser und Weingeist auflösen, an der Luft zerflielsen und dabei sich in Anderthalb Chloreisen und Eisenoxyd umwandeln. Es schmeckt herb, zusammen ziehend, tintenhaft, schmilzt in der Wärme in seinem chemisch gebund- nen Wasser, und sublimirt sich in farblosen Krystallen auf, unter Zu- rücklassung von basischem Chloreisen, grünen Krystallschuppen. Es be- steht aus 46,57 Eisen und 53,43 Chlor, oder aus 56,2 E.oxydul und 43,8 Salzsäure. Es dient in der Kattundruckerei bei der Darstellung von Fayanceblau, um den Indig zu desoxydiren, mittelst Eintauchen in a) Evain in S. n. J. 3d. 13. S. 330. Wartmann in den J.d, k. k pP. I. Bd. 46.5.3328. a T 134 Chlor-, Jod-, Fluoreisen. eine Kalkküpe. Man hat es zum Bruniren von Flintenläufen anwenden wollen. Anderthalb Chloreisen, Sesquichlorure, Dewtochl. de fer, S. of i., salzsaures Eis enoxyd, Permuriate, P. Hydrochlorate de fer, Permur. of i., wird durch Auflösen von Eisenoxyd, Eisenoxydhydrat in conc. Salzsäure, durch Behandeln des Chloreisens mit Salz- und Salpe- tersäure erhalten; zu dem Ende löst man Eisen erst in Salzsäure auf, setzt dann noch Salzs. hinzu(4 von der frühern Menge) und in kleinen Portionen Salpeters., so lange als noch rothe Dämpfe sich entbinden. Erklärung. Durch Zusammenmischen von Salz- und Salpetersäure wird Chlor entwickelt, welches an das Chloreisen tritt und dieses in An- derthalb Chloreisen verwandelt, während salpetrigsaurer Dampf sich eutbindet. Eine dunkelrothe Flüssigkeit, welche stark abgedampft in rothen ge- schobnen Tafeln. krystallisirt, die sehr leicht feucht werden, zerflielsen, weshalb man die Flüssigkeit entweder an sich aufbewahrt, oder zur Trockne abdampft; es schmeckt im hohen Grad zusammenziehend, tinten- haft, löst sich in Wasser, Alkohol, Aether mit dunkel goldgelber Farbe auf, welche leiztern Auflösungen am Tageslicht farblos werden, indem das Präparat und der Spivitus sich gegenseitig entmischen, wodurch er- steres zum Theil in einfaches Chloreisen übergeht. Es läfst sich subli- miren, wobei aber eine theilweise Zersetzung stattfindet, indem ein ba- sisches Chloreisen zurückbleibt und etwas Chlor frei wird, auch eine kleine Portion von dem einfachen-Chloreisen sich bildet; es besteht aus 35 E. und 65 Chl., oder aus 48,77 Eisenoxyd und 51,23 Salzsäure. Anwendung. Das niedere, so wie besonders das höhere, Chloreisen wird in der Seidenfärberei, Mediein gebraucht; in der Wollenfärberei ist es nicht wohl anwendbar, da die Wolle dadurch sehr hart, store wird; salzs. Eisenoxyd dient auch zum Bruniren des Eisens. [Jodeisen, Proto-iodure de fer, J. of i., durch Behandlung von Jod, Eisenspähnen und WVasser, eine grüne Flüssigkeit, giebt ein grünes Salz. — Anderthalhb Jodeisen, Deuto-iodure de fer, Sesqui-iodide ofi., aus Eisenoxydhydrat und Hydriodsäure; eine gelbrothe Flüssigkeit, giebt ein ebenso gefärbtes‘Salz.— Fluoreisen, Protofluorure de fer, Fluoride of i., flulss. Eisenoxydul, Proto-Aydrofluate de fer, H. of i., durch Auflösen des Eisens in Flufssäure, aus welcher Auflösung das Salz in farblosen Krystallen anschiefst, die sich sehr schwer in Wasser auflösen, und an der Luft etwas verändert werden.— An- derthalb Fluoreisen, Deutofluorure de fer, Sesquifl. of i., flufss. Eisenoxyd, Per-hydrofl. de fer, H. of perox. of i., durchs Auflö- sen von Oxydhydsat in Flufssäure; die Flüssigkeit ist farblos, giebt cin | Auge Jüs, sat (yunel Figenaydl zu dirch$ ja Oyananım ungelbes Pı an erhält€ nit Schwele Blansiure hi scheidet(ob. IIau werden. zit anden 6 so viel Cyan Andert of i, blaus on fi, k 552 E, un sen, in welt Verbind Cyaneisen senblausät at.), wird l baryllum mi wasserstollg finden, wo mut der Sch bla miederg nit dem aus a Mspaper, b Wasser u e durehs Brhit halt, wodure tas Andent Ialimerblan Im, Seen An hardi Unher Ri Wat, Lirguf an, ll, NR 0 Anwenden . de fer,$, rate’ de fer, ydhydrat j und Salpe alzsäure al din kleinen 1 entbinden, Tsäure wir] ses in Ar. Janapf sich rothen gr- zerllielsen, , oder zu vend, tinter- elber Farb den, inden rodurch er- sich sulli em ein bı- auch ein besteht aus zsäure, Olloreisen lärberei ist store wird; Ä von Jod, rünes Salz odide ofi, okeit, gieht e de fer, de fer, H. Auflösung schwer in ‚— Ar bs flulss ‚chs Auli ;, giebt CGyaneisen, Ersenblausäure. 105 fleischrothes Salz in Kıystallen, welches sich in WVasser langsam auf löst, schmeckt süls, zusammenzichend.} Cyaneisen, Protocyanure de fer, Cyanide of:., hblausaur« Eisenoxydul, Proto-Aydrocyanate de fer, IH. of prot. of i., erhäli man durch gelindes Erhitzen des Cyaneisen- Ammoniums, wobei sich das Cyanammonium sublimirt, während das Cyaneisen zurückbleibt; ein graugelbes Pulver, welches sich nicht leicht in Berlinerblau verwandelt; ınan erhält es auch durch Behandlung von frischgefälltem Berlinerblau mit Schwefelwasserstoffwasser in verschlofsnen Gefäfsen, wobei sich Blausiure bildet und Cyaneisen in selblich- weilsen Körnchen sich ab scheidet(ob nicht Cyankalium enthaltend?), welche an der Luft schnell blau werden. Das Cyaneisen besteht aus 50,92 E. und 49,08 Cy., giebt mit andern Cyanmetallen Doppelverbindungen, in welchen dasselbe halb so viel Cyan enthält, als die mit ibm verbundne Cyanverbindung. Anderthalb Cyaneisen, Deuloeyanure de fer; Sesquieyanide of i., blausaures Eisenoxy d, Per-Hydrocyanate de fer, H. of per ox. of ö., kennt man noch nicht im isolirten Zustand, es besteht aus 25,52 E, und 74,48 Cy., bildet gleichfalls mit Cyanmelallen Verbindun gen, in welchen der Cyangehalt beider Faetoren gleich ist. Verbindungen des Cyaneisens mit andern Cyanverbindungen. [Cyan eisen+ Cyanwassersto ff, saures blaus. Eisenoxydul, Eı ausäure, fcide ferrocyanique, ferrocyanie acid,(ferro- chyazıe sen bi ird dadurch dargestellt, dafs man eine Auflösung von Cyaneisen- 0C.); W barytiom mittelst Schwefelsäure, oder von Cyaneisenblei mit Schwelel- wasserstoffgas fällt; im ersten Fall wird eine WVasserzersetzung statt finden, wodurch sowohl Baryt, als Blausäure entstehen, deren ersteıi nit der Schwefelsäure sich verbindet; ım letzten Fall wird Schwefel blei niedergeschlagen und Blausäure erzeugt, welche ın beiden Fällen init dem ausgeschiednen Oyaneisen sich vereinigt.— Eine farblose Flüs- sigkeit, geruchlos, schmeckt sauer, etwas zusammenzichend, röthet Lack- muspapier, bildet farblose, durchsichtige, säulenförmige Krystalle, welche WVasser zu enthalten scheinen, sich leicht wieder in Wasser lösen, durchs Erhitzen sich zersetzen, ebenso durch längeres Stehen an de Luft, wodurch ein Theil der-Blausäure VVasserstoff verliert, dadurch etwas Anderthalb Eyaneisen gebildet wird, welches dıe Erzeugung von Berlinerblau verursacht; ähnliche Entmischung erleidet sie durchs Ko chen. Sie enthält 49,42 C.eisen und 50,58 Bls. Man hat diese Doppelverbindung auch als eine eigne Säure betrachtet, in welcher Eisen und Cyan das— elektr. und WVasserstoff das+© l. Glied wäre, hierauf bezieht sich auch der Name„Eisenblausäure”, und nımmıt an, dafs sie mit Basen eigne Salze bilde„eisenblausaure Salze”, Fer 136 CGyaneisen- Ammonium, Cyaneisen- Kalium.| rocyanates, F. prussiates, statt dals man diese Verbindungen nach der per» oben entwickelten Theorie für Cyaneisen 4 Cyanmetallen hält. ver Cyaneisen+ Cyanammonium, blaus. Eisenoxydul-Anm- ie, ml moniak, eisenblaus., Ammoniak, Ferrocyanate d’ammoniague, F. of Fur sd ammonia, wird dadurch erhalten, dafs man Cyaneisenblei durch koh- dis se unb lens. Ammoniak zerlegt; aus der Auflösung wird es durch Alkohol nie- gverminde dergeschlagen, auch kann es durch sehr vorsichtiges Abdampfen in blafs- le Hhon gelben, glänzenden Oktaödern erhalten werden, die an der Luft allmä- öl In Bein lig, so wie rascher durch gelindes Erhitzen, blau werden, und unter Ent- 3 weichen von Gyanammonium in Berlinerblau übergehen. Es enthält Ahle, Pl chemisch gebundnes WVasser, besteht aus 37,11 Cyaneisen und 62,89 Je abmeich Cyanammonium.,] andere 1; Cyaneisen+ Cyankalium, blausaur. Eisenoxydul-Kali, Putsch, gewöhnlich blausaures Kali im Handel genannt, eisenblaus. Kali, Fer- Ihrnpähne rocyanate de Potasse, F. of Potassa, war im rohen Zustand zu Anfang act, ie des vorigen Jahrhunderts bekannt, indem ohne dasselbe Berlinerblau ender eing nicht hätte dargestellt werden können. Man bediente sich früher be- da die ale sonders des Bluts zur Bereitung dieses Salzes, woher auch der ältere zien muls Name Blutlauge und Blutlaugensalz für das blaus. Eisenkali: jetzt sie, und ı wendet man thierische Kohlen an, als besonders Hornkohle, Kohle von\ gern, d Jiederabfällen, überhaupt eine lockere, stickstoffreiche, wenig phosphors. ‚das Geuenz Kalk enthaltende Thierkohle— Schmelze,— nicht Knochenkohle,(Ueber Schneleı die Darstellung der Hornkohle siehe das Allgemeine I. Seite 117, das(Sclmeim Specielle wird in der Einleitung zur organischen Chemie gelehrt wer- Center ın 6 den; wichtige Nebenpreducte sind dabei Hirschhornsalz und H. spirilus sun Aufl — kohlens. Ammoniak—.) Man hat auch statt der Hornkohle zerklei- zutalen Lay nerte Hornsubstanz, Hufspähne ete. angewendet, aber natürlich in einem um yon der viel gröfsern Verhältnifs, auch hat man die aus dem Hirschhornöl er- se, Statt s haltne Kohle empfohlen, welche durchs Verbrennen desselben und R It, mit ver Verdicken erhalten wird. Das zweite Material ist Pottasche; Gautier%) Inn ist jedor lehrt statt dieser Salpeter anwenden, durch welchen mehr Cyankalium Kessel das Gi entstehen soll, indem der Sauerstoff der Salpetersäure einen bedeuten- seigendes Gi den Antheil Wassegstoff, welcher sonst mit Stickstoff Ammoniak gebildet Sch im Koe hätte, zu Wasser umwandelt, und der Stickstoff der Salpetersäure selbst eine Jehlale zur Bildung des Cyans mit beiträgt. Er giebt folgendes Verhältnifs an: A Zere 3 Theile getrocknetes Blut, 1 Salpeter, Z; Hammerschlag. Einen Zu- Fan Ph, satz von Hammerschlag(Eisenoxydul-Oxyd), oder Eisenspähnen, macht| sn, heim man deshalb, um das zur Bildung von Uyaneisen nothwendige Eisen| Kalt. hinzuzubringen, da die Kohle und die Poltasche nur sehr geringe Quan- Ka oe titäten enthalten. Man hat aber auch ohne besondern Zusatz von Eisen dei] ID Ba Ds 5 eh EI A\ EEE EN ETUI EEE EEE TEE UNTEN nn N nach der hält, Ydul-An. Mue, F Ni durch kolı \lkohol nie en in blhl; Luft alln. d unter Ent Es entlilt und 62,9) dul-Kıli ‚Kali, Fr. zu Anfang erlinerblau früher Ie. der ältere nkali; jett Kohle von phosphon, le,(Ueber 117, dis ehrt wer- H. spirilus le zerklei ı In einen hornöl er- Iben und Gautier') vankalium bedeuten- k gebildet ıre selbst Itnils an: inen Zu- n, macht ige Eisen ge(uan- von Eısa Fabrikation des blausauren Kalıs. 137 operirt, indem man in gulseisernen Schmelzgefäfsen die Schmelzung be- werkstelligt, und die Masse mit eisernen Haken umrührt und durchar- beitet, wobei diese einen beträchtlichen Abbrand erleiden, denn binnen Kurzem sind die Schmelzgefäfse durchgebrannt und die Haken so kurz, dals sie unbrauchbar werden. Um die Zerstörung der Schmelzgefälse zu vermindern, setzt man gewöhnlich 1 bis 25 vom Gewicht der Pott- asche Hammerschlag hinzu. In Betreff der zur Darstellung von blaus. Eisenkali nöthigen Mengen Kohle, Pottasche und Eisen, sind die Angaben verschiedner Schriftstel- ler abweichend; einige geben gleiche Theile Kohle und Pottasche an, andere 15: 1, sehr natürlich wird es sich theils nach der Qualität der Pottasche, theils nach der Beschaffenheit der’Kohle richten; wendet man Hornspähne an, so muls man 8 bis 10 Theile auf 1 Th. Pottasche neh- men; überhaupt muls die erstere möglichst frei von ‚grölsern Mengen fremder eingemengter Salze sein(schwefels. Kali), weshalb auch hie und da die Pottasche erst gereinigt wird. Die Mengung beider Hauptingredien- zien mufs sehr innig sein, zu dem Ende mahlt man die Kohle fein, siebt sie, und mengt sie mit der Pottasche aufs beste.(Man hat auch wohl gerathen, die Kohle mit der Auflösung der Pottasche zu mengen, und das Gemeng getrocknet der Operation zu unterwerfen.) Das Glühen, Schmelzen, geschieht in eisernen birnförmig gestalteten Kesseln, (Schmelzbirnen), welche stark im Eisen gefertigt sind, von 12 bis 20 Ceniner an Gewicht, am Boden mit einem angegolsnen Dorn, welcher zum Auflager dient. Sie sind in eignen Feuerungen in einer fast hori- zontalen Lage, etwas nach hinten geneigt, eingemauert, so dals sie rings- um von der Flamme umspühlt werden, vorn mit einer Thür verschlos- sen. Statt solcher eiserner Geräthe hat man auch Reverberiröfen ange- lest, mit vertieftem Heerd, aus feuerfesten Charmottesteinen aufgemauert, man ist jedoch immer mehr zu erstern übergegangen. Man trägt in den Kessel das Gemeng von Kohle und Pottasche ein, giebt nach und nach steigendes Glühfeuer, und verschliefst die Thür, so wie die Glühhitze sich im Kessel verbreitet; alle Viertelstunden wird umgerührt, wobei eine lebhafte Flamme zur Oeffnung hervorschlägt, eine Folge der chemi- schen Zersetzung der Kohle und der Pottasche; endlich kommt die Men- gung in Fluls. Die Befeuerung wird fortgesetzt, bis die Masse völlig ge- flossen, beim Umrühren keine Flamme ausstöfst, worauf das Schmelzen beendet ist. Nun schöpft man die dicktlüssige Masse mit eisernen Löf- feln in eiserne Pfannen, und läfst in ihnen dieselbe ziemlich erkalten, che sie aufgelöst wird. Der Schmelzprozefs dauert bei 100 Pfd. Beschik- kung 7 bis 8 Stunden, wenn der Ofen im Gang ist, 10 bis 12 Stunden beim ersten Anfeuern. Die Schmelzkessel werden bald durchlöchert, ng HE ET EEE OETERER. 2 R i N,\ zZ———_\ Ken 158.7 Fabrikation des blausauren Kalıs. man pflegt sie dann wohl zu wenden, so dafs die zerfrefsne Stelle nach oben kommt, und* das Loch mit Eisenblech und Eisenkitt zu verschlie- (sen, allein dieser Verschluls ist von kurzer Dauer. Erklärung. Die thierische Kohle besteht hauptsächlich aus Konlen-, Stick-, Wasser- und Sauerstoff, die Pottasche hauptsächlich aus Kalı und Kohlensäure; es treten nun zusammen der Kohlen- und Stickstoff zu Cyan, welches sich mit Kalium und Eisen verbindet, wogegen deı Sauerstoff des Kalis und Hammerschlags mit Kohlenstoff Kohlenoxydgas bildet, so geht auch wohl die in der Pottasche enthaltne Kohlensäure in Kohlenoxyd über, welches die Flamme erzeugt; aufserdem wird etwas Kohlenwasserstolfgas, auch wohl Kaliumdampf entbunden, welcher letz- tere hiebei eben so gut frei werden möchte, als Natrium bei der Berei- tung der spanischen Soda. Es ist auch erfahrungsmälsig, dals rings um die Oeffnung des Schmelzkessels sich ein weilses Sublimat von Kali an- setzt. Aufser jenen genannten Verbindungen erzeugen sich auch noch Schwefelkalium(Schwefeleyankalium), Cyankalium, aus Mangel an Eisen, oder in Folge zu grofser Hitze, vergleiche I. Seite 306. Die geschmolzne Masse, welche erkaltet eine aschgraue Farbe be- sitzt, wird noch heils in einem. mit Flulswasser angefüllten Kessel auf- gelöst, welches durchs Erhitzen der Flüssigkeit und Umrühren befördert wird. Die heilse Flüssigkeit wird dann durch einen mit Leinwand aus- sekleideten Korb geseiht, auf den Rückstand nochmals Wasser aufgegos- sen, siedend gemacht, und ebenso verfahren. Der ausgelaugte Rückstand besteht aus Kohle, Kieselerde, phosphors. Kalk, Magnesia, mit sehr we- nig Kalisalz verbunden, sieht grauschwarz aus, und wird meist als gu- ter Dünger benutzt, erlangt beim Liegen an der Luft eine gelblich-schwarz- graue Farbe. Die Lauge, Blutlauge, sieht schmutzig gelb aus, wird in flachen eisernen Siedepfannen abgedampft, und nach gehöriger Con- centration in hölzerne Wachsfässer gezapft, um anzuschiefsen. Der erste Ansehufs ist ein unreines Salz, welches in schmutzig gelblichen Blättern erscheint; es wird von neuem aufgelöst, die Lösung concenirivt, und durch wiederholtes Krystallisiren gereinigt; die Mutterlauge von beiden wird einer besondern Aufbereitung unterworfen. Da nämlich in der ge- schmolznen Masse aulser dem Cyaneisenkalium noch verschiedne andere Salze, als kolılens., schwefels., phosphors. Kali, Cyan-, Chlor-, Schwe- fel-(Schwefeleyan)-Kalium enthalten sind, so müssen dieselben darch Aufnahme von Mutterlauge das krystallisirende Salz verunreinigen, wes- halb eine zweimalige Kıystallisation nöthig ist, [Man hat auch gerathen, das vorhandne Cyankalium durch Zusatz von ei- ner Auflösung von schwefels, Eisenoxydul zum Theil in Cyaneisen. zu zerlegen, so lange als sich der erst entstehende weilse Niederschlag— | 1} Darst Chan wu Dh au ‚olllomme clan seit Iodht rein zit Andeı sung, vOD mehr zerle pleibt, H zerlegt, da entweicht selind ab; und schw! destllirten schlägt die siekeit aul Kılı, wel das Cyat mit Alko stalle ver Dis$ıl gelbe, durch dratoktaöder) Farbe=, si Inkt, wird ser von 20) lim, 176 setzt, indem ürt und Op. set wird, Oymkalım, Ansoeeichnet kekallum, e5 Telhes Jette Til es ohne Sebring ik Kl und Narlelen, SAL Bar] I Cyan and Son, Stelle ni) x verselli. us Kohlen, h aus Kalı l Stickstoff ogesen der ılenoxydans lensäure wird etwas cher lelz- der Bert l- ; rings um ı Kali an uch noch an Eisen, Farbe he: Kessel aul wand aus aufgegos tickstand sehr We- ist als gu 1-schwatz- aus, wird iser Üon- Der erste Blättern Hirt, und n beiden 1 der ge- e andere -Sehwe- 7 dureh en, WeS« en, 7 yon&ı neisen. ZI vschlag ir Darstellung d. reinsten blaus. Kalis. Eigenschaften desselben. 159 Cyaneisenkalium mit weniger Kalium— noch auflöst, d. h. so viel zu erzeugen, als sich mit Cyankalıum zum blaus. Eisenkali verbindet. Da"auch ein zweimaliges Krystallisiren nicht hinreicht, das Salz vollkommen rein zu gewinnen, so hat man zum chemischen Gebrauch schon seit längerer Zeit sich folgender Darstellungsweise bedient, Man kocht reinstes Berlinerblau,(eine Verbindung von einfachem Cyaneisen mit Anderthalb Cyaneisen), mit reiner Aetzkalilauge, oder einer Auflö- sung von kohlens. Kali, setzt von dem erstern so viel zu, bis es nicht mehr zerlegt wird, d. h. bis etwas ohne braun gefärbt zu werden übrig bleibt. Hierdurch wird das Anderthalb C.eisen vermittelst des Kalis so zerlegt, dafs sich Cyankalium und Eisenoxydhydrat bildet(Kohlensäure entweicht aus dem kohlens. Kali). Die Flüssigkeit wird dann filtrirt, gelind abgedunstet und krystallisirt; da aber meistens etwas kohlens. und schwefels. Kali den Krystallen anhängt, so löst man dieselben in destillirtenn WVasser auf, neutralisirt das kohlens. Kalı durch Essigsäure, schlägt die Schwefelsäure mittelst essigs. Baryt nieder, dampft die Flüs- sigkeit auf die Hälfte ein, und setzt Alkohol hinzu, welcher das essigs. Kali, welches durch jene Operation sich gebildet hatte, aufgelöst erhält, das Cyaneisenkalium aber niederschlägt. Der weilse Niederschlag wird mit Alkohol abgewaschen, in destillirtem Wasser aufgelöst, und in Kry- stalle verwandelt.] Das Salz bildet mit 12,762 chemisch gebundnem Wasser citronen- gelbe, durchscheinende, rechtwinklig 4seitige Tafeln(Grundform ein Qua- dratoktaöder)— das reine hat eine mehr ins Wachsgelbe übergehende Farbe—, schmekt süfslich-bitterlich, ist geruchlos, verwittert in warmer Luft, wird hellergelb und endlich farblos, löfst sich in 8 Theilen Was- ser von 20°, nicht in Alkohol auf, besteht aus 25,28 C.eisen, 61,96 C.ka- lium, 12,76 Wasser, schmilzt in mäfsiger Hitze, in höherer wird es zer- setzt, indem Stickgas und kohlens. Gas entweichen, das Eisen sich oxy- dirt und Cyankalium zurückbleibt, welches nur sehr allmälig auch zer- setzt wird.(Hierauf beruht die Möglichkeit, mittelst Cyaneisenkalium Cyankalium, Schwefeleyankalium darzustellen, vergl. I. Seite 306, 307.) Ausgezeichnet ist die Einwirkung von Quecksilberoxyd auf das Cyanei- senkalium, es bildet sich nämlich Cyanquecksilber, Kali und.Eisenoxyd, welches letztere als Hydrat sich abscheidet. Durch cone. Schwefelsäure wird es ohne Hülfe von Wärme nicht zerlegt, wohl aber bei gleichzei- tiger Erhitzung; verdünnte Säure bedingt eine Zerlegung in saures schwe- fels. Kali und blausaures Cyaneisen, welches durch Destillation Blau- säure liefert, unter Hinterlassung von Cyaneisen— Anderthalb Cyanei- sen,.d. i. Berlinerblau. Das Cyaneisenkalium dient zur Darstellung der Blausäure, des Cyan- und Schwefeleyankaliums, des Berliner-, Pariser-, Mineral-.(Erlanger) 140 Cyaneisen- Natrium, Darytium, Calcium. blaus, zum Blaufärben von Seide(Bleu Raymond), von Schaafwolle, Baumwolle, Leinen, um eine braune Farbe mit Kupferoxydsalzen her- vorzubringen; als Reagens. Tab.elle über die Reaction des Cyaneisenkaliums auf verschiedne Metallsalze. Namen der Farbe des Namen der| Farbe des Metalloxyde, Niederschlags. Metalloxyde.| Niederschlags. Manganoxydul...VVeils, wird bald{Uranoxyd u. Oxydul Rothbraun. pfirsichblüthroth, Cereroxydul..... Weils, ın Säuren ın Säuren löslich. löslich: nz SER: Sau un Palladiumoxydul Grüne Gallert. Zunkozyd WVeils, ‚ Spielsglanzosyd..WVeils. Kadmiumoxyd Diesel; ae a Molybdänoxyd...Dunkelbraun. Eisenoxydul ee Desgl., Pu: N Tantaloxyd...... Dunkel brandgelb. schnellan d. Luft,- Eisenoxyd.......Dunkelblau. Keine Niederschläge erfolgen mit Kobaltosyd......Grün, wird Bald den Salzen der Alkalien, alkalischen grauroth. ‚rden, nur mit Yttererdesalzen, wel- Nickeloxyd......Weifs, ins Grünl. a8 Na. niedergeschlagen werden, WiEmihowd. Ve 59 d-, Platin-, Sauer; ns ER Se smuum-,(in cone, Auflösungen) Bleioxyd.......-Desgl.,(Stich ins Tellur-, Chrom-, VWVolframsalze ge- ; Gelbe). ‚ Iben keine Niederschläge.— Sämmllı- Zinnoxydul......Desgl. gallertartig. che Niederschläge, welche das CGyan- Zinnoxyd........Dsgl. gelbl.Gallert.feisenkalium in Metallauflösungen er- Kupferoxydul....Dsgl. sich röthend.fzeugt,_ sind Doppelverbindungen von Cyaneisen mit einem Cyanmetall, wel- ches sich durch gegenseitige Zersetzung des Cyankalinms und des in der Auf- lösung vorhandnen Metalloxyds_ er- zeugt hat. Kupferoxyd ger 3Zraunroth. Silberoxyd......Weils, wird am Licht etw. bräunl. Queck silb.oxydul WVeils. Quecksilberoxyd. Desgl. wird blau. Cyaneisen—+ Cyannatrium, blaus. Eisenoxydul-Natron, eisenblausaur. Natron, Ferrocyanate de Soude, F. of soda, stellt man aus Berlinerblau und Natronlauge dar; krystallisirt in durchscheinenden, geschoben 4seitigen Säulen, von blafsgelber Farbe, verwittert stark an der Luft, löst sich in 4,5 Theilen kaltem, in weit weniger siedendem Wasser auf, die Auflösung efllorescirt stark, es besteht aus: 20,12 C.eisen, 38,66 C.natrium, 41,22 VVasser,— Cyaneisen+ Cyanbarytium, blaus. Eisenoxydul-Baryt, eisenblausaur. Baryt, Ferrocyanate de Baryte, F. of b., auf eine gleiche WVeise dargestellt, noch besser aus Chlorbarytium und Cyaneisenkalium; krystallisirt in gelben rhombi- schen Säulen, löst sich in 100 Theilen siedendem und in 1920 kaltem Wasser auf, verwittert bei 40°, und besteht aus: 17,94 G.eisen, 63,91 C.baryt. und 18,15 Wasser.— Cyaneisen+ Cyancalcium, blaus. Eisenoxydul-Kalk, eisenblausaur. Kalk, Ferroeyanate de chaur, F. of lim 1 nl 0 jur, m (panei nlOsyd, nf per. 9 Pariserblau Ipr Reinheit und Dippel: Es missen Ins neutrale Neutrale Fillug eine Ist reiner 1 im, En v Menge Cya font werd es riebt di bildet, und Cyan des K einfachen Cy Berlnerblau ankalton aucl senonylsalz 3 so fill ei ı ziger ins Br: den, dals m hl- oder Sa ces dıs Bise Ina Termen jenes m ee ne Iatetllen m Basisches I is Eiseno, le erstere ten» der I Ausgese le fisen( Alba Porti, Welchen sul Schau, salzen Metallkıl, I be des lerschlags, u braun, ın Jauren Gallert, raun, brandselb, rfolsen mil ‚ alkalischen salzen, wel. en werden, -, Iridiun-, uflösunsen) amsalze sı- Zu Sammılı das Cyan- sungen“ ei» ungen von 1etall, wel- Zersetzung in der Aul- loxyds el> J Natron, stellt man einenden, t stark an jedendem 9 C.eisen, ry{1um, anate de jesser AUS rhombi- ) kalten en, 6391 1% blaus chaus, F Darstellung des Berlinerblaus. 4144 of lime, aus Berlinerblau und Kalkmilch dargestellt; krystallisirt in blafs- gelben rhombischen Säulen, löst sich in Wasser sehr leicht auf, verwittert bei 40°, und besteht aus: 20,98 C.eisen, 36,71 C,calcium u. 42,31 WVass.] Cyaneisen+ Anderthalb Cyaneisen, blaus. Eisenoxy- dul-Oxyd, eisenblausaur. Eisenoxyd, Ferrocyanate de peroxide de fer, F. of per. of iron, Berlinerblau, Bleu de Prusse, Prussian Blue, (Pariserblau, Erlangerblau, Mineralblau, nach den verschiednen Graden der Reinheit, des Farbentons ete.) wurde 1704 in Berlin durch Diesback und Dippel entdeckt; Scheele lehrte es 1782 als blaus. Eisen kennen.— Es müssen hauptsächlich drei verschiedne Sorten unterschieden werden, das neutrale, das basische, und ein Gemisch beider. Neutrales Berlinerblau, auch Pariserblau genannt,-wird durch Fällung eines neutralen Eisenoxydsalzes, des Anderthalb Chloreisens, mit- telst reiner Blutlauge, oder einer Auflösung von Cyaneisenkalium erhal- ten. Ein vortrefflich dunkelblauer Niederschlag, der stets eine kleine Menge Cyaneisenkalium enthält, welches durch Abwaschen nicht ent- fernt werden kann. Erklärung: das Eisenoxydsalz wird also zerlegt, es giebt das Eisenoxyd seinen Sauerstolf ans Kalium, wodurch Kali sich bildet, und ein Kalisalz sich erzeugt, während das Eisen sich mit dem Cyan des Kaliums vereint zu Anderthalb Cyaneisen, welches mit dem einfachen Cyaneisen, welches sich nicht zerseizte, verbunden das neutrale 3erlinerblau darstellt. Da die gewöhnliche rohe Blutlauge aufser dem Cy- ankalium auch noch kohlens. Kali enthält, welches mit einem reinen Ei- senoxydsalz zusammengebracht Eisenoxydhydrat niederschlagen würde, so füllt ein mit Blutlauge dargestelltes Präparat unrein aus, von schmut- ziger ins Braune stechender Farbe. Dies kann dadurch vermieden wer- den, dafs man entweder das kohlens. Kali der Blutlauge durch Schwe- fel- oder Salzsäure zerlegt, und in ein anderes Salz verwandelt, wel- ches das Eisensalz nicht zersetzt, oder dafs man das mit Eisenoxydhy- drat vermengte Berlinerblau mit Salz- oder Schwefelsäure auszieht, um jenes zu entfernen; es wird aber immer besser sein, mit gehörig reinen Materialien zu arbeiten. [Basisches Berlinerblau erhält man dadurch, dafs eine neutrale Auflösung eines Eisenoxydulsalzes durch Gyaneisenkalium so zerlegt wird, dafs man die erstere in die letztere eintröpfelt, ohne alles Cyaneisenkalium zu zer- setzen; der weilse Niederschlag— einfaches Cyaneisen— wird der Luft ausgesetzt, wodurch er nach und nach blau wird, indem ein ÄAn- theil Eisen durch den Sauerstolf der Luft sich oxydirt, wodurch eime andere Portion des einfachen Gyaneisens das Cyan jenes Eisens aufnimmt, welches sich oxydirte, und dadurch in Anderthalb Cyaneisen sich un- 142 Darstellung des Berlinerblaus. Dat wandelt; dieses vereint sich mit dem ühriggebliebnen einfachen Cyan- nit I eisen zu der blauen Doppelverbindung mit eingemischtem Eisenoxyd.] ge Schlägt man aber weder ein ganz reines Oxydul-, noch ein voll- Bl(9 kommnes Oxydsalz mit Cyaneisenkalium nieder, sondern ein Eisenoxy- Ja dul-Oxydsalz, wie es in den mehrsten Fällen bei der Darstellung von nal, 3.. or- f unter st Berlinerblau geschieht, z.B. eine Auflösung von an der Luft oxydirtem, Ja, uler 5... Je. cf 3%> 2- 3 N hr 6 oder gelind. geröstetem Eisenvitriol, so fällt ein Theil als neutrales Berli- slhg meh nerblau nieder, ein andrer Theil ist blos einfaches Cyaneisen, welches Inllsung vol nur nach und nach durch den Sauerstoff der Atmosphäre und der im| such noch de Wasser enthaltnen Luft blau wird, indem man den hellblauen Nieder- der onydite schlag oft mit frischem Wasser auswäscht. Man kann diesen Prozels Jat, so wie ef dadurch beschleunigen, dals man den Niederschlag mit schwachem Chlor- sihrend des. wasser aussülst; hiedurch bildet sich Anderthalb Chloreisen, indem das I der Saerstof Chlor dem Cyan Eisen entzieht, wodurch sich Anderthalb Cyaneisen er- I hen Seile abresetzt hat, schwelels, Kal zeugt, welches die schnellere Umwandlung in Berlinerblau bedingt; auch das freie Eisenoxyd wird dadurch entfernt. Letzteres kann auch durch Behandlung mit Salzsäure geschehen. Offenbar wird das basische Ber- fig um, wol linerblau durch die Behandlung mit Chlor in neutrales umgewandelt, von zieht das kla vortrefflicher Farbe und Glanz. und. wieder Zur Erzeugung von Berlinerblau im Grofsen wendet man hauptisäch-\ ängende Al lich nur schweiels. Eisenoxydul(Eisenvitriol) an, welcher aber möglichst| it, Darauf m frei von Kupiervitriol sein muls, indem sonst durch diesen ein braunes Iracht, an der Cyaneisen-Kupfer erzeugt wird, welches eine schmutzig- violblaue Fär-| ende Wasser ı bung des Products bedingt;(über die Reinigung des Eisenvitriols von I derSschatte, oe Kupfersalz siehe bei diesem). Der Eisenvitriol muls aber schon in Oxyd- Nicht selten ve salz theilweis übergegangen sein, weshalb man ihn an der Luft verwit- Inch aber die tern und sich oxydiren läfst, oder auch durch selindes Erhitzen höher|[Erlangerbla oxydirt.(Dals dadurch aber stets beim Auflösen* basisches Oxydsalz son Ma zurückbleibt, wird beim Vitriol gelehrt werden; man kann dieses durch enthielt, durc] Zusalz von etwas Schwefelsäure verhüten.) Man pflegt zur Darstellung I Das nentral von Berlinerblau noch Alaun(Zinkvitriol, Bittersalz) anzuwenden, aus dop- trellich dank peltem Grund, erstlich um durch die in diesen Salzen enthaltne Schwe- ı demelhen, felsäure das in der zur Fällung angewendeten Blutlauge— denn krystal- le mi Tin lisirtes Cyaneisenkalium wird der Wohlfeilheit wegen meist nicht ge- In, ohne a braucht— enthaline kohlens. Kali zu zersetzen, sodann zweitens wird F den Bin die dadurch von der Säure abgeschiedne Thonerde, die Masnesia, das Sup), R Zinkoxyd, dem Berlinerblau mehr Körper geben, die deckende Eigen- Ph Bi schaft vermehren, und der Güte des Products wenig Eintrag thun. Je be mehr von diesen letziern in der Mischung des Berlinerblaus enthalten Any ist, desto lichter ist die Farbe; Mineralblau enthält Magnesia, auch Bes Zinkoxyd in ziemlicher Menge, wodurch auch die helle Nüance bedingt U ihn i ri | Akne chen Chr isenonyd) ch ein yıll N Eisenor. stellune en , trales Beil: n, welches ind der in ıen Nieder. sen Proz; \ hem Chlor. indem dis ıneisen eı. ingt; aucl uch durel sische Ber. andelt, von haupisicl möglichst n brauns Jlane Für tiols von n in Oxyd. uft verwil- 'zen höher Oxydsalz ses dureh arstelluns aus dop- e Schwe- n kystal- nicht ge- ens wird osia, das le Eigen- hun. de enthalten sia, an se bedinz ws Darstellung des Berlinerblaus. Eigenschaften desselben. 1: wird. Die Proportionen der einzelnen Ingredienzien lassen sich im All- gemeinen nicht genau bestimmen, sie hängen von der Beschaffenheit der Blutlauge, des oxydirten Vitriols, von dem zu erzielenden Farbenton ab. Man löst den Vitriol und Alaun(Bittersalz ete.) in heifsem Flufs- wasser auf, klärt die Flüssigkeit durehs Filtriren und schüttet sie noch heils, unter stetem Umrühren, in erwärmte Blutlauge, bis kein Nieder- schlag mehr erfolgt; will man an Alaun ete. sparen, so setzt man der Auflösung von Vitriol etwas Schwefelsäure oder Salzsäure zu, welche auch noch den Nutzen gewähren, das 5 schwefels. Eisenoxyd, welches der oxvdirte Vitriol beim Auflösen absetzt, aufzulösen. Der Niederschlag hal ae wie er fällt, eine schmutzig grünlich-graue Farbe, welche aber während des Rührens zusehens in ein reineres Blau übergeht, indem der Sauerstoff der Luft hiebei einen wichtigen Einfluls hat(vergleiche oben Seite 141). Nachdem sich während der Ruhe der Niederschlag abgesetzt hat, zapft man die klare Flüssigkeit, welche hauptsächlich schwvefels. Kali enthält, ab, läfst frisches Wasser hinzulaufen, rührt flei- [sig um, wodurch eine weitere Oxydation bedingt wird, läfst absetzen, zieht das klare Waschwasser, welches noch schwefels. Kali enthält, ab, und wiederholt dieses Verfahren noch einigemal, bis theils alles an- hängende Kalisalz entfernt, theils die Farbe gehörig dunkel geworden ist. Darauf wird das Präeipitat auf Seihetücher zum Abtropfen ge- bracht, an der Luft elwas getrocknet, ausgeprelst, um das noch anhän- sende Wasser zu entfernen, in kleine Stücke geschnitten und völlig in der Schatte, oder in bis auf 25° geheitzten Trocknenkammern getrocknet. Nicht selten versetzt man auch das Berlinerblau mit Stärkekleister, wo- durch aber die Schönheit der Farbe leidet. [Erlangerblau, eine Art Berlinerblau, ehedem durch Niederschlagung von Eisenvitriol mittelst einer Flüssigkeit bereitet, welche Cyannatrium enthielt, durch Calcination von Glanzruls und kohlens. Natron erzeugt.] Das neutrale Berlinerblau hat, war es ganz rein dargestellt, eine vortrefflich dunkelblaue, feurige Farbe, muschligen Bruch, Metallglanz. auf demselben, einen ins Kupferrothe spielenden Lüster; das gewöhn- liche mit Thonerde versetzte Berlinerblau ist mehr erdig auf dem Bruch, ohne jenen ‚Glanz und Farbenspiel, ohne jene Farbenintensität (über den Eintluls eines Gehalts an Kupfersalz im Eisenvitriol siehe oben Seite 142). Es ist geruch- und geschmacklos, stark hygroskopisch, ohne jedoch feucht zu werden, ist in Wasser, Alkohol unauflöslich, wird durch trockne Destillation zerstört, es entbinden sich Cyanammonium, kohlens. Ammoniak, Wasser, und Kohlenstoffeisen bleibt zurück(vergleiche vorn Seite 95). Concentrirte Schwefelsäure zerstört es nicht, verbindet sich mit ihm zu einer weilsen, breiartigen Masse, die durch Verdünnen mit ee er HL 144 Eigenschaften des Berlinerblaus. Dlaus. Eisenoxyd- Kalı. Wasser das unveränderte Pigment fallen läfst; Salpetersäure zerstört es und löst das Eisen auf; Salzsäure wirkt nicht auf dasselbe, im cone. Zu- stand zieht sie etwas Thonerde(Magnesia), Eisen aus, indem sich etwas Blausäure bildet, welche mit dem Cyaneisen verbunden bleibt. Schwe- felwasserstoffgas färbt es, unter Beihülfe von Wasser, weils, indem sich Blausäure bildet, Schwefel abscheidet, und das Anderthalb Cyaneisen in einfaches verwandelt wird; ähnlich wirkt Eisen, Zinn. Berlinerblau wird durch Ammoniakflüssigkeit veilchenblau nüaneirt, allein durch die andern ätzenden und kohlens. Alkalien, alkalischen Erden, durch Quecksilber- oxyd zersetzt, indem im erstern Fall sich unter Abscheiden von Eisen- oxydhydrat eine Doppelverbindung von Cyaneisen und dem erzeugten, Cyanmetall bildet, im letztern aber nur Cyanquecksilber, währeod. eine srünlich-braune Masse zurückbleibt(Eisenoxydul-Oxyd)? Das neutrale reinste Berlinerblau besteht aus 37,56 Cyaneisen und 62,44 Anderthalb Cyaneisen. e [Das basische Berlinerblau löst sich in reinem WVasser auf, ohne dafs Eisenoxyd zurückbliebe; die abgedampfte Masse löst sich dann gröfsten- theils wieder in WVasser auf; die blaue Auflösung wird durch den Zu- satz irgend eines Salzes niedergeschlagen, nicht durch Alkohol.] Anwendung des Berlinerblaus; als Wasser-, Leimfarbe(beim Stu- benmalen darf es nie mit frischen Kalk in Berührung kommen, weil es dann, wie aus dem Obigen einleuchtet, zersetzt wird, braunes Eisen- oxydhydrat entsteht); in der Kattundruckerei, zu Blau und Grün(letzteres mittelst chroms. Bleioxyds), in der Seidenfärberei, Bleu Raymond, Baum- wollen- und Wollenfärberei; zum Bläuen der Papiermasse; zur Darstel- lung von Cyaneisenkalium und andrer ähnlicher Verbindungen der Blau- säure,— Berlinerblau wird in bedeutenden Mengen in Köln, zu Dün- wald, Kreis Mühlheim, u. a. a.©. dargestellt. Ueber Berlinerblau siehe: Hänle in S. J. Bd. 25. S. 243.— Drouet ın dem B. d. 1. soc. d’Enc, 1818. p. 27.— FHollunder in KR,A.Bd.9. S. 365.— D. t. Tom. 3. Artikel„Bleu de Prusse”. Robiquet ın D, p. 3. Bd.'86.,8..307. Verbindungen des Anderthalb Cyaneisens mit andern Cyanverbindungen. . Anderthalb Cyaneisen—+ Cyankalium, blaus. Eisenoxyd- Kali, Sesquiferrocyanate de potasse, wird dadurch erhalten, dafs man durch eine Auflösung von Cyaneisenkalium Chlorgas so lange leitet, bis die Flüssigkeit roth gefärbt erscheint, und Eisenoxydsalze nicht mehr niederschlägt; es bildet sich dadurch Chorkalium, indem 4 des Cyan- eisenkaliums sein Cyan_an das einfache Cyaneisen abgiebt, während es Chlor dafür aufnimmt. Die Flüssigkeit kıystallisirt ia rothen Säulchen, welche so lange wieder aufgelöst und von neuem krystallisirt werden müssen, bis sie eine schön klare, rubinrothe Farbe besitzen; sie sind durch- dureh Jun Was nil Jehlall ab On uf diese be nnl.kl sungen, v Fisenosydul Nanganoxpi und Oxyi Zinkorydsal Kadmiun Kobalt...» Nickelauss Wilmuth,« Zinnoxyduls Cererosyd mum-, 6: werden nı Zeit eine( Andertha Gcaleium e Kohlens ıron, kommt in Seite 35) mit| durch kohlensa as doppelt kl schwelel- ode in einem Gefif 1 heeiisen, 7 Iclem Nieder; günlch, sodanı keines Eienorye cm Wasser u] Yteht ans ur hünlichen zur i Dntelln Y Bareff der t Dahn versch! Vlidne kol au Mar, Er "0 all, p 12 d= Kalı te Zerstön[ Im con A). M Sich ea eibt, Schme. [s, indem si ) Oyaneist i Iinerblan wi} ch die anden 1 Queckaillr. en von Eis. lem: erzeneh während ein Das neu 4 Anderthl f, ohne di lann gröfster- urch den Zı- ohol.] >(beim$h- jen, weile aunes Eisen in(letztes nond, Baun zur Darstel en der Blu. In, zu Diı- - Drouet K. A. Bd.) biquet in), erbindungen Eisenoxy d- ‚, dals man lange leitet, nicht mehr , des Cya- N) während& N Säulchen \isit werd) ven; sie snd Jurdh- Kohlensaures Eisenoxj'dul, Eisenwasser. 445 durchsichtig, ohne chemisch gebundnes WVasser, lösen sich in 38 The len Wasser, sehr wenig in Alkohol auf, verbrennen in der Lichtflamme mit Lebhaftigkeit, sprühen Eisenfunken, schlagen keine Eisenoxydsalze, aber Oxydulsalze dunk@iblau nieder, welhalb man sie auch als Reagens auf diese benutzt, Sie bestehen aus 40,42 Anderthalb Cyaneisen und 59,58.C. kalium, Die Auflösung dieses Salzes schlägt folgende Metallauf- lösungen, wie beisteht, nieder: Eisenoxydulsalze blau. Kupferoxydulsalze.. rotlıbraun, Manganoxydul- Kupferoxydsalze... gelbgrün, und Oxyds.... braun, Quecksilberoxyduls. roıhbraun. Zinkoxydsalze... pomeranzengelb, Quecks. Oxydsalze, gelb. Kadmium....... gelb. Silberoxydsalze.... rothbraun, Kobalt.......... dunkel braunroth, Uranoxydulsalze... rothbraun. Nickel.......... gelbgrün, Molybdänoxyduls ‚. röthlichbraun, Wifsmuth...... blafsgelb.» oxyds. braun. Zinnoxydulsalze, weils. Cereroxydul-, Platinoxydul- und Oxyd-, Rhodi m-, Irıdium-, Os mium-, Gold-, Spiefsglanz-, Chrom-, Tellur-, Blei-, Zinnoxydsalze werden nicht gefällt; Palladiumoxydulsalze lassen erst nach längerer Zeit eine Gallert fallen. Anderthalb Cyaneisen giebt auch mit Cyannatrium, Cyanammonium, C.calcium etc, Doppelverbindungen.] Kohlensaures Eisenoxydul, Protocarbonate de fer, C. of iron, kommt in der Natur vor als Spatheisenstein(vergleiche vorn Seite 35) mit kohlens. Manganoxydul, Kalk(Magnesia) verbunden, und durch kohlensaures Wasser gelöst, in den eisenhaltigen Mineralwassern als doppelt kohlens. Salz. Um es künstlich darzustellen, wird reinstes schwefel- oder salzs. Eisenoxydul aufgelöst und durch kohlens. Natron in einem Gefäls niedergeschlagen, welches, um alle atmosphärische Luft zu beseitigen, mit kohlensaurem Gas erfüllt ist. Es bildet einen weilsen lockern Niederschlag, welcher sich sogleich durch den Zutritt der Luft grünlich, sodann braun färbt, indem sich Eisenoxyduloxydhydrat, dann reines Eisenoxydhydrat bildet; es ist geruch- und geschmacklos, in rei- nem Wasser unlöslich, löst sich aber in kohlensaurem Wasser auf. Es besteht aus 61,47 E.oxydul und 38,53 Kohlens. Man bedient sich des natürlichen zur Gewinnung von Rohstahleisen, des künstlich bereiteten zur Darstellung von eisenhaltigen Mineralwassern(vergl. I.S. 128 u. 129.) [In Betreff der eisenhaltigen Mineralwasser ist zu bemerken, dafs diesel- ben in verschiednen Mischungsverhältnissen vorkommen; sie enthalten verschiedne kolensaure Salze: kohlens. Natron, Kalk, Magnesia, Eisen- oxydul,(Manganoxydul), schwefels. Natron, Kali, Chlornatrium, Chlor- magnesium etc. Die Menge des enthaltnen Eisensalzes ist sehr gering, so enthält z, B. das Wasser vom Franzensbrunnen bei Eger 0,03 Tau- I. 2, 10 ng ar SEE ET TUE GEL TEE ERGEERUER ES An 2“, fi T et WE\ TE BD: 146 Kohlens. Eisenoxyd. Schwefels. Eisenoxydul,| sendtheile, das Pyrmonter+05 an kohlens. Eisenoxydul,— Der eisenhal- Knfn tigen Mineralwasser giebt es in Deutschland eine schr grofse Zahl, die mei- fon Thal sten haben keinen ausgebreiteten Ruf, hier sollen nur die berühmtesten Final genannt werden, In Böhmen Franzensbrunnen bei Eger, Teplitz*),| dem der Carlsbad*), Marienbad, Bilin, im Herzogthum Nassau, Schwal-| Au bach, Driburg, Fachingen, Geilnau, Ems*), Wisbaden*); in Schle-| ER. sien Reinerz, Cudowa, Flinsberg, Altwasser(Salzbrunn); im VWValdeck-| en i schen Pyrmont; in den Niederlanden Spaa. Ben. Kohlensaures Eisenoxyd, Percarbonate de fer, P. ofi., kann für| heim Röse sich allein,‘wie es scheint, nicht bestehen, allein mit kohlens. Alkalien| 1,Seite 92 zusammen in Doppelverbindung. WVenn man eine Eisenoxydsalzlösung Bohlenkästen durch doppelt kohlens. Alkalien fällt, bleibt eine rothe Flüssigkeit übrig, velagten) welche aus einfach kohlens. Alkali und kohlens. Eisenoxyd besteht; eben nen q so erhält man eine solche Auflösung durchs Behandeln von Eisenoxyd-| Yirılaogen hydrat mit doppelt kohlens, Alkalien.]| din All Schwefelsaures Eisenoxydul, Protosulfate de fer, S. of Hsihiedan iron, Eisenvitriol, grüner V. Kupferwasser, vitriol, couperose Sinne werte, Copperas, green vitriol, kommt in der Natur vor als neueres Milte der] Erzeugnis, durch zerstörte Eisenkiese entstanden, besonders in Höhlen, a Kohlengruben, alten bergmännischen Bauen— hier Kupferrauch ge- dem Vi nannt; so am Harz, im Erzgebirge, im Schuttland mit Bernstein in Preu- Alla fsen an der Ostsee. Das eisenvitriolhaltige Grubenwasser in Fahlun in en = nd ansgezo: Schweden wird, da es auch Kupfervitriol enthält, erst über Eisen gelei- oralen ines Bach un der Luft setzende ana tet, wodurch das Kupfer niedergeschlagen, dafür Eisen aufgelöst wird, sodann durchs Gradiren siedewürdig gemacht; auch an andern Orten benutzt man die vitriolhaltigen Grubenwasser zu gleichem Zweck. in : lahrır Die Darstellung des Eisenvitriols geschieht entweder und haupt- > ach Han 3 n z ortion scho sächlich aus dem Vitriolkies(Vitriolerz), Schwefelkies(vergleiche I. Seite 156 und vorn$. 131), Magnetkies, dem vitriolkiesenthaltenden Torf, Erd- kohlen(Steinkohlen), dem Alaunschiefer, Alaunerde(siehe vorn T. 8. NEN, zugest | Nandelt man 463 u. f.), oder aus Eisen und Schwefelsäure,“komm unterworfen y 2) Ans V gelehrt worde dem er el 1) Aus Schwefelkies, doppeltem Schwefeleisen.— Da der Schwe- felkies nicht von selbst an der Luft verwittert, sich nicht oxydirt, so kann derselbe nur in so fern auf Vitriol benutzt werden, dafs man ihm einen Theil seines Schwefels entzieht, wodurch der Ueberrest die Ei- if:£:: allilt: genschaft erhält, sich an der Luft zu oxydiren. Das Entziehen eines il; ae vet’; N Theils Schwefel geschieht nun entweder so, dafs man den Schwefel- In ausgıs kies pocht, und das gepochte Gut in einem Schwefeltreibofen der De-“isn in erkene e er 4; ei stillation im verschlofsnen Raum unterwirft, wobei Schwefelabbrände Ri Alı R F Ä>,; m zurückbleiben, ein minder geschwefeltes Schwefeleisen(vergleiche vorn I. Kirn be .>. 8 en ä| ION‘ Seite 155, 156), oder dals man in eigens gebauten Schwefelöfen, oder in KAytm hei *) Die mit dem Sternchen haben heifses Wasser, a der IM n A N ee u re TEE 7 l, Der eis]. Zahl, dien h: berülnntesen Teplins) sau, Schw; sin Schla im Walde, fi, kann fir rydsalzlösın ssigkeit ührn, besteht; eben n Eisenoxd. fe, S 4 1, couperor als neuers s in Hölle, rrauch&- tein in Prer- n Fahlun n Eisen gell oelöst wird, dern Orten weck. und hanpt- iche I. Seite n Torf, Erd- vorn I. S. der Schwe- oxydirt, [s man ihm ost die Ei- ehen eines Schwelel- on der De- abbrände che vom]. fen, oder Fabrikation des Eisenvitriols. 447 Haufen ihn röstet, wobei viel schwefligsaures Gas entweicht, ein klei- nerer Theil Schwefel sich sublimirt, und ein Rückstand von schwefels, Eisenoxydul, gemengt mit weniger geschwefeltem Eisen, verbleibt, wel- cher an der Luft liegend sich langsam zu Vitriol oxydirt, während auch ein nieht unbeträchtlicher Theil Vitriol durch die stete Hitze beim Rösten und den Einflufs der Luft die Säure fast ganz verliert, und in eine rothbraune Masse von Eisenoxyd übergeht,— rothe Farbe—. Wie beim Rösten des Kieses im Allgemeinen zu Werke gegangen wird, ist I. Seite 292 angegeben worden. Die gerösteten Kiese werden sodann in Bohlenkästen ausgelaugt(diese Lauge ist die stärkere), und die aus- gelaugten Erze dem langsamen Verwittern an der Luft und stetem Auslaugen auf Auslaugebühnen unterworfen, wodurch man schwache Vitriollaugen erhält. Die Construction der Laugebühbnen ist verschie- den, im Allgemeinen sind es grolse Bohlenkästen mit nach der Mitte zu abschüssiger Sohle, welche theils durch Thon, theils durch ein dichtes Steinlager wasserdicht gemacht sind, mit Mauern umgeben; in der Mitte der Bühne liegt eine Rinne, um die von den verwitternden Vitriol- erzen abfliefsende Lauge aufzunehmen, und da sie ein Gefäll hat, nach dem Vitriollaugenbehälter fortzuleiten. Die Erze werden theils durch fallenden Regen, theils durch darauf geleitetes Wasser stets befeuchtet und ausgezogen, zu welchem Ende man in Gebirgsgegenden die Wasser eines Bachs benutzt. Die Erze werden von Zeit zu Zeit umgestochen, um der Luft neue Portionen auszusetzen, und das sich allmählig fest- setzende aufzulockern, Erfahrungsmäfsig wird unter frisch geröstete Erze jedesmal eine Portion schon ausgelaugter, ganz verwitterter Vitriolerde, wie man es nennt, zugesetzt, wodurch die Oxydation beschleunigt wird.— Eben so be- handelt man die Schwefelabbrände, welche, so wie sie sie aus den Treib- röhren kommen, auf der Laugebühne der Verwitterung und Auslaugung unterworfen werden. 2) Aus Vitriol- oder Strahlkies. Bereits vorn Seite 131 ist gelehrt worden, dafs der Vitriolkies von selbst an der Luft verwiltert, indem er neben.dem doppelten Schwefeleisen noch einfaches eingemengt enthält; er erfordert keine Röstung, sondern kann dem Verwittern auf Halden ausgesetzt, und dann ausgelaugt werden. Solche Kiese finden sich am meisten im Torf, Erdkohlen, Thonschiefer, Kohlenschiefer, Alaun- schiefer, Alaunerde ete., welche alle auf Vitriol durchs Verwittern und Auslaugen benutzt werden können. Dafs letztere Alaun geben, ist be- reits vorn beim Alaun I. Seite 463, 467‘gelehrt worden; auch Stein- und Braunkohlen enthalten nicht selten solchen Kies, dann zerfallen sie an der Luft zu Grus, indem der sich oxydirende Kies die Kohlentheile 10* 4 f ‚> Pe (2: 1 2 Fa x) vn ARE ni u LT ET HETT ETTEEZTEET ERBE 148 Fabrikation des Eisenvitriols. sprengt.— So wie man vitriolhaltige Alaunrohlaugen auch auf Vitriol ja benutzt, so kann auch umgekehrt der Fall eintreten, dafs die Lauge von FyJacert Vitriolerzen gleichzeitig schwefels. Thonerde enthält, dann benutzt man je Anl sie auch auf Alaun, nachdem vorher der Vitriol auskrystallisirt ist, laer\ zo he (siehe unten). Die Vitriolrohlauge, welche sich aus den Laugebühnen im Lauge- sine, E behälter sammelt, hat eine ungleiche Dichtiskeit, je nachdem viel Regen ji, ist be auf die Bühnen fiel oder nicht,(durchs Gradiren lielse sich diese schwache| he die Lauge concentriren); sie wird, gleich der stärkern, durchs Versieden| Zubringen Y zu Gute gemacht. Hiezu dienen grofse bleierne Pfannen, welche durch terlauge sch eiserne Trageschienen unterstützt sind; die Gröfse der Pfannen ist sehr erschöp, d verschieden, meist 12 Fufs lang, 6% bis 8 F. breit, 1% bis 1% F. tief, vermischt, W 70 bis 80 Ceniner schwer; die Anfertigung derselben wird auf den Vitriol-| Die fernere werken selbst besorgt, man giefst eine srofse Platte und biegt sie in den U bereits beim Ecken zusammen. Man hat ein zweimaliges Sieden nöthig, daher meh-| ferigung vor rere Pfannen; der Vor- oder Rohsud dient zur vorläufigen Verstär-| 1% gl, kung der Lauge, die dadurch von 7 oder 8% auf 18 bis 208 gebracht Glaubersili wird, wobei sie sich trübt, Schlamm(3 schwefels. Eisenoxyd) in Folge Derine einer Oxydation durch den Sauerstolf der Luft absetzt, siehe das beim| nee Alaun erwähnte I. Seite 495. Der Vorsud dauert 4 bis 6, Stunden, wor- erde, Mh auf die trübe Lauge in Läuterkästen abgelassen wird; hier scheidet sich| Eh, jener Niederschlag ab, den man vortheilhaft zu rother Farbe benutzt,| gehalt entf gleich dem Niederschlag in den Rohlaugenbehältern. Enthält die Lauge da sie zien auch gleichzeitig Kupfervitriol(schwefels. Kupferoxyd), wie dies sehr durch Eis häufig der Fall ist, indem unter dem Eisenkies etwas Kupferkies(Schwe- kennt vr felkupfer), welcher sich mit dem ersten zusammen oxydirt hat, so zer- Gral, d setzt man denselben dadurch, dafs man die klare Lauge aus dem Läu- u oxyd Jallt, terkasten in einen andern Behälter überzieht, in welchem altes Eisen liegt; dieses schlägt, wie bekannt(vergl. I. Seite 282, 283) das aufgelöste Kupferoxyd als Kupfer nieder, während sich an dessen Statt das Eisen sigkeit wir wıcder auf, md sich: auflöst und zu schwefels. Eisenoxydul wird. Zugleich hat aber auch un das Behandeln mit Eisen noch den Nutzen, dafs aller Vitriol, der sich ale durch das Sieden beim Zutritt der Luft zum Theil in Eisenoxydsalz gelält wird verwandelt hatte, wieder zum Oxydulsalz reducirt wird(vergl. I. S. 467), Well Zum Gaarsud wird nun die Lauge wieder in eine Pfanne geho-{ie beim\ ben, 24 bis 36 Stunden lang bis zu 483% concentrirt, hiebei setzt man 1 le findet wohl% bis% Mutterlauge vom vorigen Wachsmachen zu, die übrige I Hang due wird zum Vorsud gebracht, die unreine auf die Laugebühne geschüttet, I Al mar An einigen Orten wird auch altes Eisen in die Pfanne gethan, um die|“nm höhere Oxydation zu vermeiden. Die völlig concentririe Lauge wird Au sodann zum Abklären einige Stunden lang auf=die Sedimentirkästen ge-= CH, Un anf Vitil Lange m benutzt lan stallisiet is; ı im Lanze. viel Rose se schwache $ Versieden elche du en ist sehr IF til den Vitriol sie in den laher mel en Verstir 5 gebraclt d) in Fo e das bein X nden, wor- heidet sich ‚e benutz; die Lauge dies sehr es(Schwe- at, 50 ZEN dem Län- Ites Eisen aufgelöste das Eisen aber auch ‚ der sich 00x) dsalz $.47), one geho- setzt man je übrige eschültel ‚ um die uge wird kästen ge Fabrikation und Prüfung des Eisenvitriols. 449 zapft, dann in die Wachskästen, tarras-cisterns, geleitet, welche zur Erleichterung des Anschusses mit Reifsig oder Stäbchen versehen sind; der Anschufs ist in 12 bis 14 Tagen erfolgt. Ein Gaarsud giebt 36 bis 40 Centner Vitriol, von denen der Schmant zur Vitriolölbrennerei benutzt wird(siehe vorn I. Seite 163). Die Benutzung der Mutterlauge, welche schwefels, Eisenoxydul, schwefels. Eisenoxyd(schwefels. Thonerde) ent- hält, ist bereits angegeben worden; insofern sie Eisenoxydsalz enthält, hat sie die Eigenschaft zu krystallisiren verloren, welche aber durch Zubringen von Eisen wieder hergestellt werden kann, Enthält die Mut- terlauge schwefels. Thonerde, so wird: sie erst möglichst an Eisenvitriol erschöpft, dann mit Seifensiederflufs(Unterlauge) in. den Rührkästen vermischt, wobei sich Alaunmehl abscheidet(vergleiche vorn I. Seite 465). Die fernere Bearbeitung dieses stark eisenhaltigen Mehls ist gleich der bereits beim Alaun gelehrten.—(Wie man die Vitriollauge zur Ver- fertigung von Vitriolöl zu Viteiolstein einsieden kann, ist vorn I. Seite 163 gelehrt, eben so die Benutzung der Mutterlauge zur Gewinnung von Glaubersalz I. Seite 362.) [Der im Grofsen auf die angegebne Weise erzeugte Eisenvitriol ist nie rein, er enthält schwefels. Kupferoxyd, Zinkoxyd, Manganoxydul, Thon- erde, Magnesia(selbst selens. Metallsalze, insofern einige Vitriole durch trockne Destillation selenhaltendes Vitrioläöl liefern). Den Kupfer- gehalt entfernt man, wie gesagt, durch Eisen, aber die fremden Salze, da sie ziemlich gleiche Löslichkeit mit dem Eisenvitriol besitzen, und durch Eisen nicht gefällt werden, kann man nicht trennen. Man er- kennt vorhandnen Kupfergehalt durchs Eintauchen eines blanken Eisen- drahts, den Zinkgehalt dadurch, dafs man den Vitriol durch Kochen mit Salpetersäure oxydirt, durch Ammoniak im Ueberschufs das Eisen- oxyd fällt, wodurch aber das Zinkoxyd aufgelöst bleibt; zu der Flüs- sigkeit wird Salzsäure gesetzt, bis sich der anfangs fallende Niederschlag wieder aufgelöst hat, darauf kohlens. Natron, wodurch kohlens. Zink- oxyd sich abscheidet, Einen Gehalt an Manganoxydul entdeckt man, wenn die mit Salpetersäure oxydirte Auflösung mit Ammoniak voll- kommen neutralisirt, durch eine Auflösung von bernsteins, Ammoniak gefällt wird, wodurch nur allein das Eisen als bernsteinsaures Salz sich niederschlägt; in der Auflösung bleibt das Mangansalz, welches durch die beim Mangan angegebnen Kennzeichen sich charakterisirt.'Thon- erde findet man, wenn man die durch Salpetersäure oxydirte Yitri olauf- läsung durch koblens. Kali fällt, den Niederschlag mit Aetzkali im Ueber- schufs warın behandelt, wodurch sich die Thonerde allein auflöst, neu- tralisirtt man nun die Flüssigkeit mit Salzsäure, und schlägt mit Am- moniak nieder, so erhält man die Thonerde. Magnesia endlich läfst sich dadurch nachweisen, dafs man die oxydirte Auflösung mit Salmiak ver- mischt, und durch kollens. Kali das Eisenoxyd niederschlägt; darauf 150 Eigenschaften des Eisenvitriols. Produeh wird kohlens. Kali im Ueberschufs zugesetzt, zur Trockne abgedampft, und geglüht, und die trockne Masse mit VWVasser ausgewaschen; der Rück-|? stand ist Magnesia. ‚ yes© Enthält der Eisenvitriol schwefels. Thonerde in sich, so zeigt sich dies| Ihn I auch beim Färben mit Krapp, dann erhält man kein Violett, wie mit Alle, sl reinem Eisenvitriol, sondern eine ins rothe und braune nüancirte vio- laden» lette Farbe, weil der Farbestoff des Krapps mit der Thonerde eine rothe zeonydhal Verbindung eingeht.]| mischten Der Eisenvitriol kann durchs Auflösen von Eisen in verdünnter vd e Schwefelsäure rein erhalten werden, wobei Wasserstoflgas sich entbin-| se gesteilh det(vergleiche vorn Seite I. 96); zu dem Ende nimmt man Eisenschrot, Brucheisen(kein Roheisen,, weil dieses, wenigstens für einzelne Fälle, zu unrein ist) und läfst stets etwas Eisen, aus den vorstehend angeführ- Oberher ten Gründen, überschüssig bleiben. | Sahlasische Der reine Eisenvitriol krystallisirt mit 44% Wasser verbunden in| Niedersich meergrünen, durchsichtigen, rhomboidalen Säulen, welche geruchlos,| Rheinisch säuerlich zusammenziehend(tintenartig) schmecken, an der Luft theils sich schnell oxydiren, theils verwittern; bei der gewöhnlichen Lufttem- In$ı peratur findet letzteres in einem sehr geringen Grad statt, mehr aber\ im Henn bei erhöhter Temperatur, wodurch er in ein weilses Pulver zerfällt, sondens Durch den Sauerstoff der Luft wird ein Theil des Eisenoxyduls in Oxyd Ban ul verwandelt, wodurch die meergrüne(bläulichgrüne) Farbe in eine gelb-|. eimnbet lichgrüne, schmutzig grasgrüne übergeht, und zugleich auch braun-| il gelbe Stellen sich zeigen. Wenn sich nämlich ein Theil des Oxyduls in Oxyd umwandelt, so bildet sich ein basisches Oxydsalz, nämlich ne 5 schwefels. Eisenoxyd, welches sich aber beim Auflösen in Wasser in nn neutrales schwefels, Oxydsalz und% schwefels. Oxyd zersetzt, welches ei, letztere mit Wasser verbunden als ein pomeranzenfarbnes Pulver nie- a derfällt, der Eisenschlamm in den Alaun- und Vitriolhütten.—\Wegen tl, Dend der grofsen Anziehung des Vitriols gegen den Sauerstoff dient derselbe Kan zur Abscheidung des Golds aus seiner Lösung in Chlor, zur Desoxyda- Ihn Fl tion des Indigos, um ihn in der Vitriolküpe löslich zu machen,— Die a Auflösung eines ganz frischen Vitriols sieht meergrün aus, reagirt sauer," R I wird aber sehr bald gelbgrün, gelb, rothgelb unter Abscheiden des er- Glie,! wähnten basischen Salzes. Vitriol löst sich in 1,43 Theilen Wasser von Tu, ch] 15°, in 0,27 Theilen von 90° auf, nicht in Alkohol, schmilzt bei mäfsi- Schwe! ger Hitze in seinem enthaltnen Wasser, wird gelb, in Oxydsalz umge-| Mn, eh wandelt, und bei erhöhter Hitze gänzlich zersetzt, indem sich Vitriolöl 4. atterSel entbindet, und Coleothar zurückbleibt(vergleiche vorn I. Seite 163), Er| Bias: besteht aus 26,10 E.oxydul, 29,90 Schwefels., und 44,00 Wasser. dan, | weil [ Die Auflösung von Vitriol verschluckt Stickstoffoxydgas, wird dunkelbraun,| kan a | Amen TE gen ge EEE BEARESS_ abgedanmpf, ; der Rüd. Igt sich din et, Wie mit Iancırie VIO» e eine roths verdinnter sich entbin. Eisenscho zelne Pill d angelihr. 'bunden in geruchlos, Luft theik en Luftten- mehr aber er zerfällt, Is in Oxyd eine gelb- Ih braun s Oxyduls ‚, nämlich Wasser in , welches ulver nie- - Wegen derselbe Jesoxyda- 1,— Die ‚irt sauer, n des er- ısser VON ‚ei mälst- lz umge- Vitriolöl 163), Er sel. nkelbrau Production u. Anwend. d. Eisenvitriols, Schwefels. Eisenoxyd, 151 undurchsichtig, schwarz; bringt man dieselbe mit der Luft in Berüh- rung, so nimmt sie Sauerstoff auf, und darum glaubte man sich ihrer als eines eudiometrischen Mittels bedienen zu können. Man fertigt auf den Vitriolhütten verschiedne Sorten Eisenvitriol, welche sich theils durch ihre Reinheit von fremden Metallsalzen unter- scheiden, theils durch die grölsere oder geringere Beimengung von Ei- rüner, dunkelgr., rostiger, schwarzer Vitriol;(vom ge- senoxydsalz; hellg welcher neben dem Eisen- auch Kupfervitriol enthält, mischten Vitriol, wird bei diesem die Rede sein). Im Jahr 1825 wurden 17,565% C. Eisenvitriol im preufs. Staat dar- 1826 15,470; C., 1827 26,399 C; 1828 und 1329 wie folgt: gestellt, 1828. 1829, Vitriol. Rothe Farbe, Vitriol, Rothe Farbe. Oberbergamtsdistrikt, Cır Er. Ss Schlesischer......rsr rer,++ 13,089 405% 7,696 445 Niedersächs. Thüringscher 2,326 16% 2,030 5% Bheinischer euasseeer rer.- 792—- 1,441 33.000 416,207 422 11,1675 In Schlesien zu Kamnig, Rohnau, Schreibershau, im Regbzk. Erfurt im Hennebergschen, Regbzk. Merseburg, Trier, Cöln, Düsseldorf. Be- sonders viel Vitriol wird zu ‚Goslar gewonnen, so wie auf dem thürin- ger Wald, sächs. und böhmischen Erzgebirge,— Frankreichs Produ- ction betrug 1826 25,941 metr, Centner.] Anwendung des Eisenvitriols. Zur Darstellung verschiedner Eisen- präparate, als des Oxyduls, Oxyds, des Berlinerblaus, des Colcothars, Vitriolöls, auch in der Mediein, zur Darstellung von schwefels. Ammoniak, essigs. und holzessigs. Eisenoxydul ete.; in der Färberei, zum Schwarzfär- ben, Blaufärben mit blaus. Eisenkali, zu beiden Zwecken muls der Vi- triol, besonders zu letzterın Behuf, bereits sich stark oxydirt haben, Zur Anstellung der Vitriolküpe, um Indigo zu desoxydiren, und in der alka- lischen Flüssigkeit löslich zu machen, ist der frischeste Vitriol der Icher so wenig wie möglich Oxyd enthält; zur Darstel- brauchbarste, we Kattundruckerei mittelst Eintauchen in eine lung von Fayanceblau in der Kaliküpe. Für Hutmacher zum Färben der Hüte, zur Zubereitung der Tinte, auch hiezu ist oxydirter Vitriol zweckmäflsiger als frischer. Schwefelsaures Eisenoxyd, Persulfate de fer, S. of pero&. Eisenoxyd, Colcothar in con- In; auf 1 Theil rothes Oxyd durchs Ein- of iron, erhält man durch Auflösen von centrirter Schwefelsäure in gufseisernen Kesse 1,5 Theil Säure, unter Mitwirkung von mälsiger Wärme; Säure. Der Rückstand ist ein schmutzig sehr allmählig in Wasser auflöst. Man ilsen Auflösung dampfen entfernt man überflüssige weilses Pulver, welches sich nur kann es auch so darstellen, dals man zu einer siedend he 1532_ Neutrales und basisches schwefelsaures Eisenoayd,| von Eisenvitriol, welcher 18 bis 203 vom Gewicht des Vitriols conc.|[Rhosph Schwefelsäure zngesetzt worden sind, nach und nach Salpetersäure in irn, 0 kleinen Portionen zufügt, durch welche das Oxydul in Oxyd unter Ent- pe weichen von Stickstoffoxydgas verwandelt wird, welches an der Luft in Me salpetrige Säure übergeht. Der Zusatz von Schwefelsäure ist zur Ge- AN winnung eines neutralen Salzes erforderlich.| n a Das neutrale schwefels. Eisenoxyd erscheint im reinen Zustand weils, Bm pulvrig, von herbem, zusammenziehendem Geschmack, löst sich in Was- I ser sehr langsam zu einer gelblichrothen Flüssigkeit auf, die sich im weilses, 1 conc. Zustand in Alkohol auflösen läfst, nicht in conc. Schwefelsäure, ser, wel woher es kommt, dafs sich dasselbe bei der Darstellung der Schwe- wird; 16 felsäure von selbst absetzt(siehe vorn I. Seite 170). Es besteht aus eisen rel 39,42 Eisenoxyd und 60,58 Schwefels., entbindet in der Rothglühhitze Phosphor Schwefelsäure und hinterläfst Colcothar; natürlich giebt dieses Salz mehr| Puler" Vitriolöl, als caleinirter Eisenvitriol, welcher nur% der Säuremenge des-| bndange selben enthält(vergleiche I. Seite 165).— Das schwefels. Kisenoxyd| En verbindet sich mit schwefels. Alkalien zu Salzen, welche dem Alaun| He in isomorph sind, vergl. Seite 1.460, und gleiche Mischung besitzen; so das an Kali- und Ammoniaksalz, welche in Oktaödern anschielsen, und dem Teodeii .....| Alaun als schlimmste Verunreinigungen anhängen.| erhalten, Das neutrale schwelels. Eisenoxyd wird gebraucht zur Darstellung| man im von(Eisenoxyd) Eisenoxydhydrat, in der Färberei zum Blaufärben mit Lund, ak blaus. Eisenkali, zur Gewinnung von Berlinerblau, zur Erzeugung von finden, s essigs. und holzessigs. Eisenoxyd, zur Tiniebereitung, zur Vitriolölbren- Wiesner nerei u. a. m. Salpe % schwefelsaures Eisenoxyd, Sous-persulfate de fer, kommt del mit Wasser verbunden in den Kupfergruben von Fahlun in rothen Kıry- Susi, stallen vor, wird theils durch freiwillige Oxydation des Eisenvitriols Oral und seiner Auflösung durch den Sauerstoff der Luft erhalten, im letz-; Salpe tern Fall zersetzt es sich aber in neutrales und 4 schwefels. Salz, theils of iron, dar durch Calciniren(Brennen) des Vitriols, durch Oxydation des Schwe-\ felkieses mittelst Salpetersäure. Es besteht aus 49,35 E.oxyd und 50,65| ds Gelil, Schwefels., dient gewöhnlich zur Darstellung des Vitriolöls, der Tinte, ser stellen m des Berlinerblaus ete, Dieses Salz gieb:, wie das neutrale, mit schwefels, nen Pot Alkalien Doppelsalze, welche unter einander gleiche Krystallform be- 6 cls Dan sitzen.—%schwefels, Eisenoxyd setzt sich als ein gelbbraunes teen m Pulver aus der Vitriollauge beim Oxydiren derselben ab, während das Mei vorige in neutrales Salz übergeht; es wird beim Brennen braunroth, und Di Ann dient deshalb auch zur Darstellung der rothen Farbe(siehe beim Eisen-! de ng oxyd, Seite 92). ‚Seine Zusammensetzung ist: 62,46 E.oxyd, 16,00 io Schvwrefela., 21,54 Wasser, m I u EEE ET—— Yd, 2% ’ Phosphors., salpetersaures Eisenowydul und Oxyd, 155 tr ne. riols Cine)[Phosphorsaures Eisenoxydul, Protophosphate de fer, Ph. of etersäure In iron, durch doppelte WVahlverwandtschaft aus einem Oxydulsalz und unter Ent phosphors. Natron; ein weilses, in WVasser unauflösliches Pulver, oxy- der Luft Ih dirt sich an der Luft, wird gleich dem einfachen Cyaneisen blau, in ein Ist zur er basisches Oxydul- Oxydsalz verwandelt; es besteht aus 49,6 E.oxydul und 50,4 Phosphors,— Man hat in der Natur verschiedne Verbindun- Stand weil, gen des E.oxyduls mit der Phs. gefunden, als z% r basısche Salze, ch in Wa meist mit gleich gebildeten Mangansalzen vereint.— Ph osphorsau- res Eisenoxyd, Perphosphate de fer, Ph. of perox. of iron, ein lie sich in;£=;: iwelel weilses, in Wasser unlösliches Pulver, enthält chemisch gebundnes Was- iwefelsi 2 ar- : Saure, ser, welches es durchs Glühen zum Theil verliert, wodurch es braun er Schwa 5%-.. R=<= ler Schwe wird; löst sich leicht in Säuren auf, wird. durch Kohle in Phosphor- besteht as eisen reducirt, wobei es schmilzt, besteht aus 42,23 E.oxyd und 57,77 thglühhitze Phosphors., wird durch Behandlung mit Aetzkalı basisch, in ein rothes ‚Salz melır Pulver verwandelt, dem Eisenoxyd in Farbe gleich.— Die blauen Ver- menge des. bindungen, welche in einem theils krystallisirten, theils krystallinischen Eirenorl und erdigen Zustand vorkommen, als blättriges, fasriges, erdiges Eisen- den NH blau, blaue Eisenerde, natürliches Berlinerblau, Fer phosphate, n er blue iron earth, sind aus phosphors. E,oxydul und basisch ph. E.oxyd Er ii zusammengesetzt; sie besitzen eine indigblaue, ins Smalteblaue überge- ‚ und den hende Farbe, welche sie zum Theil erst an der Luft und dem Licht erhalten, specif. Gewicht 2,6 bis 3,0. Die krystallinischen Arten hat Darstellung man im Ur- und Uebergangsgebirge, die erdige im aufgeschwernmten färben mit Land, als in Moorgegenden, im Lehm, Thon, Torf, im Raseneisen ge- USUNg VON funden, so in Thüringen bei Eckartsberge, ın der Lausitz bei Peitz, auf hriolölbren- Wiesenerz, bei Spandau im Lehm; in Baiern, Frankreich, Norwegen etc, Salpetersaures Eisenoxydul, Protonitrate de fer, N. of iron, fr Kom durchs Auflösen von Eisen ın kalter und sehr verdünnter Salpetersäure; er, kommt othen Kıy- isenyitriols eine für die Dauer nicht haltbare Verbindung, welche sich schnell zum Oxydsalz umwandelt.] ‚im letz Salpetersaures Eisenoxyd, Pernitrate de fer, N. of peroxide Salz. theils of iron, durch Auflösen von Eisen in Salpetersäure erhalten, wobei eine 5 Schwe- bedeutende Erhitzung stattfindet, weshalb man die Säure verdünnen, und und 50,6 das Gefäls, in welchem die Auflösung vorgenommen wird, in kaltes Was- der Tinte, ser stellen muls. Am sichersten verfährt man, wenn man das Eisen in schwefels. kleinen Portionen nach und nach in die Säure einträgt. Bemerkenswerth form be- ist, dafs blankes Eisen von rauchender concentrirter Salpetersäure nicht ‚Jhbraunes angegriffen wird, so wie man aber Wasser zugielst, wird das Eisen mit hrend das Heftigkeit angegriffen;(Umkehrung des elektrischen Verhältnisses*). nroth, und ‚eim Eisen jr d, 160 ya) l Die Auflösung besitzt eine braunrothe Farbe, und hinterläfst beim gelin- den Eindunsten eine in Alkohol und Wasser lösliche Masse, die leicht *) Fechner in S.n. J, Bad, 23.$. 137. nn nn nn TREE 154 Eisenoxydul und Oxyd.— Vanadın. ee feucht wird; durch gröfsere Wärme beim Abdampfen entweicht ein Theil u= der Säure, und ein basisches Salz von gallertartiger Beschaffenheit ent- dis ei steht, welches getrocknet bei einer noch grölsern Erhitzung reines Eisen- mu© i oxyd hinterlälst. Das neutrale Salz besteht aus 32,5 E.oxyd und 67,5 un Salpeters, Man bedient sich des salpeters. Eisenoxyds theils zur Dar- Bub stellung des Oxyds zum Behuf der Glas- und Porzellanmalerei, theils Kai in der Seidenfärberei, Kaitundruckerei zu schwarzen Farben für den I, I Handdruck.| A mi€ sich auf 6i [Kieselsaures Eisenoxydu l, Protosilicate de fer, S. of iron, kommt un.Koball als% basisches Salz ın einigen Fossilen vor, als im Lievrit, Pistazit, Im Granaten, im Karpholit u. a. m., in den Gaarschlacken beim Eisen- pl, frischen, in den Schlacken beim Gaaren des Schwarzkupfers, von pain eisenschwarzer Farbe, sehr leichtflüssig, mitunter erscheint es selbst Speis in Krystallen.—% kiesels. Sala kommt in der Natur im Diallage, Hy-| regelnälige persthen(Labradorische Hornblende) mit% kiesels. Magnesia vor, in| gran, schwa den Pyroxenen(Augiten), einigen Granaten, Dichroit, auch in Hohofen- mer, spe schlacken von grüner Farbe, in durchscheinenden Blättchen, ist streng- I unandhene flüssig. Mit% kiesels. Manganoxydul und etwas basischem Eisenchlorid| Be verbunden im Pyrosmalith.— Kieselsaures Eisenoxyd, Persilicate| ee de fer, kommt allein nicht vor, aber als% basische Verbindung mit. 5 kiesels. Oxydul, 5 kiesels. Magnesia und Thonerde im Finbo- Granat,| An Un im Fahlunit;% kiesels. Oxyd im Gehlenit; z%5 kiesels. Oxyd im Stau- Fluls- und rotid.— Henneberger Granatenerz, siehe vorn Seite 37. lies, Fahlerz Thonsaures Eisenoxydul kommt in einigen Fossilien vor, als In Sierensch im Pleonast als doppelt saures Salz, mit einem entsprechenden Magne- au Riechelsd siasalz, eben so im Gahnit, mit einem entsprechenden Zinksalz verbun- Glückshrum den; auch als% basısches Salz. Brannhee: Sefström entdeckte 1330 in einem sehr weichen und zähen Eisen von RN s E Annahere,) Taberg in Smaland ein eignes Metall, Vanadin, Yanadium, genannt,; welches sich auch in den Frischschlacken findet. Dieses Metall hat am a Sr meisten Aehnlichkeit mit Chrom, es giebt eine Säure von dunkelrother Schra Farbe, welche in der Hitze schmilzt, und erst in hohen Hitzgraden Napa), einen Theil ihres Sauerstoffs verliert; auch ein Oxyd, welches in Was- Arabien, mie ser und Alkalı löslich ist, sich beim Glühen oxydırt und schmilzt, eig Im Deu Dasselbe Metall ist von Wöhler im braunen Bleierz von Zimapan tereblich, w u lomnt y Mus Ilmneen, Bi} gefunden worden. P. A, Ba. 21. S. 43,] It, lcheı Siebzehntes Kapitel. Ka Vom Kobalt. Br, Das Kobalt, dessen Erze schon im 15ten Jahrhundert gekannt waren, STUNI if und zur Bereitung der blauen Farbe, Smalte, benutzt wurden, kommt I Kay, in, ht ein The] Wenheit ent "eines Eisen. d und 675 is zur Dar lerei, theil, en für den iron, komn! rit, Pista, ‚em Eisen. upfers, von t es selbst allage, H; sIa vor, in n Hohofen- „Ist streng: Eisenchlonid Persilicat; bindung nit bo- Granit, :d im Stau- en vor, als ‚den Magne- salz verbun- n Eisen von m, genannt, tall hat am ınkelrother Hitzgraden ; in Was- milzt, , Zimapan unnt waltl) en, Jon! Yobalterze, 155 in verschiednen Verbindungen nicht sehr häufig vor; die Darstellung desselben geschah 1733 von Brandt, allein erst in neuerer Zeit hat man es möglichst rein von Nickel, Eisen,(Arsenik) abgeschieden. Die wichtigsten Kobalterze sind: Glanzkobalt, Kobaltzlanz(wei- [ser Speiskobalt), Cobalt gris, Cobalt-glance, kommt vor in Pentagonal- Dodekaödern(WVürfeln, Oktaödern, Ikosa&dern), silberweils, ins Röth- liche, von lebhaftem Metallglanz, specif. Gewicht 6,23 bis 45, auch derb und eingesprengt, Bruch uneben, grob- und feinkörnig. Er findet sich auf Gängen im Uebergangsgebirge, mit Eisen- und Kupferkies, Falıl- erz, Kobaltbeschlag, so im Siegenschen bei Gosenbach; auf Lagern im Ur- gebirge, im Glimmerschiefer, in Schlesien zu Querbach, besonders aus- gezeichnet in Schweden zu Tunaberg und andern Orten in Norwegen. Speiskobalt, Cobalt arsenical, grey Cobalt-ore; krystallisirt in regelmälsigen Oktaödern, zinnweils ins Stahlgraue, nicht selten dunkel- grau, schwarz, bunt angelaufen, hat Metallglanz, zum Theil nur Schim- mer, specif. Gewicht 6,13 bis 7,0; er findet sich aulserdem noch in imancherlei äufsern Formen, derb, eingesprengt, Textur fasrig, strahlig, Bruch kleinkörnig, theils eben, theils dem Muschligen sich nähernd. Er bricht auf Gängen im Granit, Glimmerschiefer, aber auch im Thonschie- fer, Uebergangskalk, Kupferschiefer, seltner auf Lagern, mit Kalk-, Flufs- und Schwerspath, Erdkobalt, Kobaltblüthe, Kupfernickel, Kupfer- kies, Fahlerz, Wifsmuth, Schwefelkies, Gold, Silber, Glaserz, Arsenik. Im Siegenschen bei Niederschelden, Siegen; im Kurfürstenthum Hessen zu Riechelsdorf, Biber; im Herzogthum Sachsen-Meiningen zu Saalfeld, Glücksbrunn; im Badischen zu Wittichen; am Harz bei Andreasberg, Braunlage; ganz besonders im sächsischen Erzgebirge zu Schneeberg, Annaberg, Marienberg ete.; im böhmischen Erzgebirge zu Joachimsthal, in Steiermark zu Schladming; in Ungarn, Frankreich, England. Schwarzer Erdkobalt, Kobaltschwärze(Kobaltoxyd+ Manganoxyd), Cobalt oxide noir, black Cobalt-ore, kommt in derben, traubigen, nier- und röhrenförmigen Stücken vor, auch als Ueberzug, erdig im Bruch, selten flachmuschlig, matt, bräunlichschwarz, weich, zerreiblich, wenig abfärbend, specif. Gewicht 2,2, bricht wie Speiskobalt, und kommt vor: im Siegenschen bei Niederschelden, in Hessen, Baden, Thüringen, Böhmen(vergleiche den vorigen Artikel).— Brauner Erd- kobalt, leberbraun, derb; zu Kamsdorf im Ziegenrücker Kreis, Regbzk. Erfurt; in Thüringen bei Saalfeld, in Schlesien bei Kupferberg, in Hessen. Kobaltblüthe(arseniks. Kobaltoxyd), strahliger rother Erdkobalt, nadel- und haarförmig aufgewachsne Krystalle, zu Sternen und Büscheln gruppirt, angeflogen, nierförmig, traubig; strahlige Textur, halbdurchsich- tig, durchscheinend, schwacher Perlinutterglanz, Karmeisin ins Pfirsich- re en HL 156 Darstellung des Kobalts, blüthrothe, speeif. Gewicht 4,0 bis 4,3.— Kobaltbeschlag(arsenigs Kobaltoxyd), erdiger rother Erdkobalt, derb, traubig, als Ueberzug, fein- erdig, matt, undurchsichtig, pfirsiehblüthroth. Beide brechen im neuern und ältern Gebirge mit Quarz, Speiskobalt, Nickelerz, Fahlerz, Kupfer- kies ete.; im Siegenschen bei Eiserfeld, Niederschelden, in Schlesien bei Kupferberg, bei Kamsdorf im Ziegenrücker Kreis, Regbzk. Erfurt; in Hessen zu Riechelsdorf, Biber, in Thüringen bei Saalfeld ete., im Eız- gebirge, Tyrol, in Norwegen, Schweden, England. Endlich mu/s noch angeführt werden, dafs das Kobalt meist in allen Meteoreisen gefunden worden ist. Kobalt wird nicht im Grofsen ausgebracht, sondern nur im Kleinen dargestellt; bemerkenswerth ist, dafs fast nie ein Kobalterz sich findet, welches nicht gleichzeitig auch Nickel, und kein Nickelerz, welches nicht auch Kobalt enihielie, weshalb beide Metalle in jedem Fall von einan- der zu scheiden sind. [Darstellung des Kobaltmetalls. Man wendet entweder Glanz- oder Speis- kobalt an, röstet das gepulverte Erz, um Arsenik(und Schwefel) zu verflüchtigen, und das Metall zu oxydiren, möglichst vollständig, und löst es dann ın Salpetersäure auf. Die Auflösung wird mit kohlens. Kali vorsichtig völlig neutralisirt, bis sich ein Niederschlag zu bilden anfängt; hierauf setzt man, um Arseniksäure und Eisen zu entfernen, essigs. Bleioxyd so lange hinzu, als Hoch ein weilser Niederschlag sich abscheidet; hiedurch werden basisch arseniks. Blei- und Eisenoxyd abs geschieden, während die Essigsäure die Flüssigkeit säuert, Darauf wird durch Schwefelwasserstolfgas der etwanige Ueberschufs von aufgelöstem Bleisalz beseitigt, die Flüssigkeit vollkommen neutralisirt, das Eisenoxyd durch bernsteinsaur. Ammoniak, das Kupferoxyd aus der angesäuerten Auflösung durch Schwefelwasserstoffgas niedergeschlagen, abfiltrirt, dar- auf erhitzt, um das überflüssige Gas auszutreiben, und mit kohlens.‘ Natron völlig zerlegt, wodurch sowohl Kobalt- als Nickeloxyd(Eisen- oxyd) niederfallen, welche ausgesüfst und mit aufgelöster Sauerklee- säure übergossen werden. Da sich die kleesauren Kobalt- und Nickel- salze in freier Kleesäure nicht lösen, aber das kleesaure Eisenoxydsalz, so gielst man die Flüssigkeit ab, spühlt den Rückstand gehörig ab und löst die beiden rückständigen zu scheidenden Salze in Ammoniakflüssig- keit auf, setzt WVasser zu, und läst die Auflösung an der Luft stehen. Das Ammoniak entweicht, klees. Nickeloxyd mit etwas weniger klees. Kobaltoxyd fällt nieder, und klees. Kobaltoxyd bleibt rein in der Auf- lösung zurück. Nach einiger Zeit filtrirt man, wenn sich nichts mehr abscheidet, die Flüssigkeit vom Niederschlag ab, dunstet sie ein, Aus diesem klees. Kobaltoxyd wird durchs Glühen in einem mit Kohle ge- fütterten Graphittiegel das Metall gewonnen, während Kohlenoxyd- und kohlensaures Gas entweichen.— Nach Wöhler’s Verfahren kann man re er 7|| ET Speib Semekl Wiser? nk derholten zınem Bo il Das rei reis, zwi haftem Glar merschlige wicht 8,71, stark atlraclı des Bisens in ist nieht Ali vom Wasse [Das frühe lich aus soll sich nicht vert D) Koh: theils darchs kohlens, Sal oder des Oh hält an es von Farhe, Oxyd ist sch ion Glas, w hlt und 213; Wasser best Kit za Uel Telche ol oe lhlih,| 1a ÜFoneisen] il Verden; d “pl ni UN Age ko Jlan, Halche] ar(aseni berzus, fin, M im nenen lez, Kupfer schlesien hi « Erfurt; 1 etc, im Erz. ist in all im Kleinen sich finde, elches nich; von einu- oder Spey Schwefel) u tändig, und mit kohlen, » zu bilden 1 entfernen, schlag sich enoxyd ab: Jarauf wird aufgelösten s Eisenoxyd ngesäuerten hilteirt, dar- it kohlens, yd(Eisen- Sauerklee- nd Nickel- noxydsalz, ng ab und niakflüssig- uft stehen, gem klees. ‚ der Auf- ichts mehr ‚ein, Aus Kohle ge oxyd- un kann mit Eigenschaften des Kobalts. Kobaltoxyd,. 157 Speiskobalt von Arsenik durch Schmelzen mit 3 Th. Pottasche und Schwefel befreien, so dafs Schwefelkobalt beim Auflösen der Masse in Wasser zurückbleibt, während sich eine Verbindung von Schwefelarse- nik+ Schwefelkaliam auflöst. Jedoch mufs der Rückstand einer wie- derholten Procedur unterworfen werden.— Ueber die Darstellung von reinem Kobalt siche Liebig in P. A. Bd. 18. S. 162 und Lampadius in E. J. Bd. 5. S. 390.] Das reinste Kobaltmetall besitzt folgende Eigenschaften: es ist grau- weils, zwischen silberweils und stahlgrau das Mittel haltend, von leb- haftem Glanz, mittelmäfsig hart, halb dehnbar, es verträgt einige Ham- merschläge ohne zu zerbrechen, ist im Bruch feinkörnig, specif. Ge- wicht 8,71, ist weniger stark retractorisch und wird auch weniger stark attractorisch als Eisen,(etwa 0,7, wenn die magnetische Intensität des Eisens in dieser Beziehung=1,0 gesetzt wird), schmilzt bei 145° W., ist nieht flüchtig, wird weder durch den Sauerstoff der Luft, noch vom Wasser oxydirt. [Das früher dargestellte Kobalt war nickel- und arsenikhaltig, sah röth- lich aus, war sehr spröde, hart, schmolz bei 130° VV.— Kobalt soll sich mit Eisen leicht verbinden und die Dehnbarkeit desselben nicht vermindern.] 1) Kobaltoxyd, Protoxide de cobalt, Prot. of e., erhält man theils durchs Verbrennen des Metalls an der Luft, durchs Glühen des kohlens. Salzes, theils auch durch Präcipitation des salpeters. Oxyds, oder des Chlorkobalts mit Aetzkali. Durch die erste Darstellungsart er- hält man es blaugrau, durch die zweite aschgrau, durch die dritte blau von Farbe, welche letztere durchs Kochen in violet übergeht. Das Oxyd ist schwer schmelzbar, schmilzt zu einem schwarzen, undurchsich- tigen Glas, welches vom Magnet angezogen wird, besteht aus 78,67 Ko- balt und 21,33 Sauerstoff, giebt ein violet gefärbtes Hydrat, welches 21% Wasser besitzt, und beim Zutritt der Luft unter Mitwirkung der\ärme leicht zum Ueberoxyd wird. Das Kobaltoxy« giebt mit den Säuren Salze, welche roth gefärbt sind, die löslichen karmoisin-, die unlöslichen pfir- sichblüthroth, durch Schwefelwasserstoffgas schwarz, von Aetzkali blau, von Cyaneisenkalium graugrün, und von kohlens. Alkalien hellroth ge- fällt werden; durchs Erhitzen werden sie blau. Es verbindet sich das Kobaltoxyd mit ätzenden Alkalien, namentlich löst es sich in Ammoniak und dessen kohlens. Salz mit rother Farbe leicht auf, färbt Glasflüsse blau, welche Farbe beim Lampenlicht violet erscheint; die Farbenin- tensität ist ausnehmend grols, so dals sehr kleine Mengen des Oxyds das Glas schon färben. Mit Magnesia giebt Kobaltoxyd eine rosenrothe Farbe, weshalb man auch bei Löthrohrversuchen, um Magnesia in einem 158 Darstellung des Kobaltoxyds, der Smalte. ; N AL Fossil zu entdecken,(welches keine Thonerde und Metalloxyde enthält), il \ i> ezeiclN) salpeters. Kobaltoxyd hinzusetzt. Mit Thonerde verbunden erzeugt das h h D Pr} 7. er. op grall Kobaltoxyd eine schön blaue Farbe, dem Ultramarin sehr ähnlich, wes- ke ns 2< To N int erst halb man auch obiges Kobaltsalz bei Löthrohrversuchen zur Entdeckung 53 m . ven 68| von Thonerde(unter vorstehenden Bedingungen) anwendet. 5 Kl seines AODA Technische Gewinnung und Benutzung von Kobaltoxyd.| a Diese | nf [‘ Ueber die Darstellung des: möglichst reinsten Oxyds ist vorstehend die Phrerberiro Rede gewesen, es verdient aber noch angeführt zu werden, wie man| Ging ven zum technischen Gebrauch. das Oxyd im gröfsern Maafsstab darstellt. he$; Man löst Speiskobalt(Arsenikkobalt) in Salpetersäure auf, wodurch sich arseniks. Kobaltoxyd erzeugt, vermischt mit andern arseniks. Metallsal- tung; es It zen, als Nickel-, Eisenoxyd. Die Flüssigkeit wird mit WVasser stark spannter) verdünnt, und eine Auflösung von kohlens. Kali unter stetem Umrüh- wird, Unte ren zugefügt, wodurch sich fremde Metalle als kohlens. Salze nieder- wird, desse schlagen, bis dıe Flüssigkeit eine rosenrothe Farbe annimmt, ein. Zei- heraulschläg chen, dals sie nur noch arseniks. Kobaltoxyd enthält. Man filtrirt die| diesem Cal Flüssigkeit von dem Niederschlag ab, und zersetzt sie gänzlich durch ven ih kohlens. Kali, welches im Ueberschufs hinzugefügt wird, und läfst die- 1m Fils selbe eine kurze Zeit lang kochen. Der Niederschlag wird dann ge-| N. sammelt und mit kochendem Wasser abgesüfst, getrocknet. Dieses Ko- fu‘ baltoxyd wird in der Porzellanmalerei angewendet, bleu de porcellaine,| ale dab China-blue.— Um an Salpetersäure zu sparen, röstet man auch das| sen einzelne Erz vorher, und löst es dann in verdünnter Salpetersäure auf, die klare 1 stehen, dal Flüssigkeit wird eingedunstet, mit VVasser verdünnt, wodurch sich arse- zelnen Ahthe nige Säure abscheidet, hierauf wird die klare Flüssigkeit wie vorstehend mit Verbindung ı kohlens. Kali behandelt,— Ueber die Darstellung von arsenikfreien Ko- dingen“ baltoxyd@Quesneville in E. J. Bd.5. S.348,., Liebig das. Bd.$. S. 48.] ner u Verfertigung von Zaffer, Safflor, Smalte.— Um die Mitte des I nimmt 16ten Jahrhunderts wurde von einem Glasmacher Christoph Schürer ein Versuch gemacht, Kobalterz mit Glas zusammenzuschmelzen, wodurch kung der Di ein blaugefärbtes Produkt erhalten wurde; bald wurde dieses Handels- as,{heil y waare und ging besonders nach Holland. Früher hatte man die Kobalt- Helga erze in Sachsen blols auf Wilsmuth benutzt, welchen man absaigerte, 5 Centner Se und das abgesaigerte Kobalterz, Wifsm uthgraupen genannt, als un- als nach 2. nütz auf die Halden geworfen, welche nun von den Holländern aufge- I Merhot, kauft wurden. Sie erhielten dieselben geröstet, mit Sand vermengt, als Yan Ende, Zaffer.— Die Smalte, blaue Farbe, azur, smalt, azur-blue, ist hl, Die] ein durch Kobaltoxyd blaugefärbtes Kaliglas, welches mechanisch mehr| Sin und oder minder fein zerkleinert in den Handel kommt. Die zur Darstellung| Mani desselben nöthigen Materialien sind: 1) Kobalterze, welche theils eine| chemische Vorbereitung bedürfen, oder auch nicht, eigentlich richtiger Ein, gesagt Kobaltoxyd; 2) Pottasche, 3) Quarz, 4) als Zuschlag arsenige Säure.| 2) Im SE EEE ET Er yde ent) ı erzeugt| {\ ähnlich, WR, T Entdechu f) oxyd, 'orstehend{1 en, Wie ma stab darstll; wodurch sı iks. Meullıl Wasser stark etem Umrih. Salze niedı- nt, ein: Zi an filtrirt de anzlıch dur und lälst die rird dann ge ‚ Dieses Ko- > porcellan, nan auch da uf, die kr ch sich ars prstehend ni nikfreien Ki- 34.8. 5.8] die Mitte des Schürer ein n, wodurch es Handek- die Kobalt , nnt, als un dern aufge: rnengt, als ur-blue, I anisch mel - Darstellus ‚ theils ei? lich richtet conire Nilldı senige Si Rösten der Kobalterze zur Smalte. 159 1) Was die Kobalterze betrifft(auf den Blaufarbenwerken durch K bezeichnet), so sind sie entweder schon in einem oxydirten Zustand, wie der graue Erdkobalt, die Kobaltblüthe, Kobaltbeschlag, brauchen also nicht erst oxydirt zu werden, oder es ist Speis- und Glanzkobalt,(FFK*) wenn es derbes Erz, und FK wenn es eingesprengtes), welche regulini- sches Kobalt mit Arsenik(und Schwefel im letztern) verbunden enthal- ten. Diese müssen erst oxydirt werden. Hiezu bedient man sich eines Reverberirofens, Calcinirofens eigner Construction, mit einem langen Giftfang versehen, um die durchs Oxydiren des Erzes sich erzeugende arsenige Säure zu gewinnen. Der Ofen hat ungefähr folgende Einrich- tung: es ist-ein runder(oder eckiger) mit einem flachen Gewölbe über- spannier Ofen, auf dessen Sohle der Kobalterzschliech aufgeschüttet wird. Unter der Sohle des Ofens ist der Feuerraum, wo Holz gebrannt wird, dessen Flamme durch eine seitliche Oeffnung in der Ofensohle heraufschlägt und sich über dem ausgebreiteten Schliech verbreitet. Aus diesem Caleinirraum führt ein Fuchs in der Umfassungswand zum lan- gen Giftfang, welches ein horizontaler, oder wenig ansteigender, mehrere 100 Fuls langer gemauerter Kanal ist, zum Sublimiren der arsenigen Säure bestimmt, er endigt sich in eine Giftkammer, Gifthaus, einen in 3 oder 4 Abtheilungen vermöge senkrechter Wände getheilten Raum, des- sen einzelne Abtheilungen mit einander durch Oeffnungen so in Verbindung stehen, dafs der arsenikalische Rauch aus dem Giltfang durch alle ein- zelnen Abtheilungen durchziehen muls, um nach den mit der letzten in Verbindung stehenden Schornsteinen zu gelangen, welche den Zug be- dingen**).(Eine Abbildung eines gut eingerichteten Giftthurms zu Al- tenberg ist zur Abhandlung vom Arsenik geliefert, siehe Taf. XII Fig. 1.) Man nimmt auf den Blaufarbenwerken das Rösten nur im Winter vor, theils wegen der in der Kälte leichtern und vollständigern Niederschla- gung der Dämpfe der arsenigen Säure in dem Giftfang und dem Gift- haus, theils weil dann die Vegetation erstorben ist, und durch die nicht niedergeschlagnen arsenikalischen Dämpfe nicht leidet. Man röstet 3 bis 5 Centner Schliech auf einmal, und trägt denselben 5 bis 6 Zoll hoch auf; nach 2 Stunden wird er gewendet, und dieses alle halbe Stunden wiederholt, bis kein Arsenikdampf mehr entweicht. Hierauf ist der Pro- zels zu Ende, das Erz wird aus dem Ofen gekrückt, und frisches einge- bracht. Die Dauer des Röstens richtet sich theils nach der Menge von Schwefel und Arsenik, theils nach dem Gehalt an Nickel, welcher, wenn er sich oxydirt und in die Glasmasse eingeht, die Farbe verschlechtert, *) F fein, O ordinär, M mittel, B böhmische Sorte(in Sachsen). *) Lampad, Allg. Hüttenk, 2 Th, 3 Bd. Taf, IV und V, 160 Fabrikation der Smalte, (solche Erze werden nur wenig oder gar nicht geröstet, um den Nickel in die Speise zu treiben,), theils auch der Qualität der Farbe, die man produeiren will. Das geröstete wird gesiebt aufbewahrt. Der Gewichts- verlust beim Rösten beträgt im Durchschnitt 36%.— Das geröstete Ko- balterz hat eine bräunlichgraue Farbe, führt den Namen Safflor, safre, (S), und wird in verschiedne Sorten eingetheilt(FFS, FS, OS, MS), welche durchs Mengen verschiedner caleinirter Erze gewonnen werden, Ein Gemisch von geröstetem Erz und Sand, welches angefeuchtet in Fäs- ser geschlagen wird, heilst Zaffer, zaffre; die Töpfer bedienen sich desselben. [ Enthalten die Kobalterze eingemengtes Wifsmuth, was nicht selten der Fall ist, besonders bei den sächsischen Speiskobalten in der Umgegend von Schneeberg, so wird dieses Metall erst durch eine vorläufige Absai- gerung geschieden; welche theils durch blofses Rösten mit Holz, theils auf Saigerheerden, theils in eigens construirten Saigeröfen(Treiböfen) geschieht; das Nähere siehe beim WVilsmuth unten,— Kobalterze, wel- che reich an Nickel sind, läfst man sich allmälig an der Luft oxydiren, verwittern, wobei sıch durch die VVasserdämpfe der Luft das enthaltne Eisen, Kobalt, Arsenik, Schwefel oxydiren, Nickel aber nicht; diese Ver- witterung läfst man eın Jahr andauern, länger fortgesetzt wird endlich auch Nickel oxydirt, was der Farbe nachtheilig ist. Durch diesen Pro- zels nimmt das Erz an 8 bis 108 zu.] 2) Der Quarz wird auf Röstbetten gebrannt, wodurch er theils sein Wasser verliert, theils mürbe wird, so dafs er sich leicht durch Poch- stempel zerkleinern läfst. Man pocht ihn nafs, und läfst das Pochmehl in Sümpfen sich absetzen, wobei das Eisenoxyd, welches nebst Kalk und Magnesia den Quarz verunreinigt, mit dem Wasser fortgeführt wird. Der feuchte Quarzsand wird dann in einem Glühofen(Materieofen, an den Glas- ofen angebaut, vergl. I. Seite 373) geglüht, darauf nach dem Abkühlen gesiebt. Man rechnet bei diesen Operationen 305 Verlust gegen das Ge- wicht des dem Pochen unterworfnen Quarzes. Zum Schmelzen des Kobaltglases dient ein Glasofen, den man Blau- farbeofen nennt,(vergleiche das über den[Glasschmelzofen Gesagte, I. Seite 371), und Häfen aus feuerfestem Thon. Man wendet zwar auch stalt dieses Tiegelofens einen eigens construirten Flammofen an, wie z.B, zu Hasserode bei Wernigerode, doch ist dieses nicht die gewöhnlichste Art; dafs man aber bei letzter Einrichtung an Brennmaterial ersparen mag, ist ersichtlich, so wie auch durch die Ersparung der Häfen die Ko- sten verringert werden. Die Anmensung der 3 Ingredienzien zu dem Farbenglas(G) geschieht in verschiednen Verhältnissen, theils nach der Beschaffenheit des caleinirten Kobalterzes, theils nach der zu erzielenden Farbe, | | | | | | Farbe, de tere Anl Fiat Da De Verhuch€ Jenverschie veschieden. pro, FF din, nur 8 gem Ga, ds reine 6 Boschaffenh ob sich die beendet, so genen Stel abgeschrech Speise, w aufgesamm von 4 Ce [Speise, kel, Schw kleinen, 0 wenn man In einem$ ER Die win Mrbraucht, ulkommne üng bleibe Kl reich OS; Ad “IR[W tenfels ya, 19, ı den Nike be, die Man er Gemil) h reröstete N, flo N, safre 3, 08, 18) nen werde, achtet inFi. bedienen si cht selten dh ler Umgerenf rläufige Absı- t Holz, thell ı(Treiböfen) balterze, wi! Luft onydıren, das enthalte ht; diese Ver- wird endlich diesen Pr- r theils sei lurch Pocl. ıs Pochmell st Kalk und wird, Der an den Glas« n Abkühlen sen das Ge- man Blar- on Gesagke, zwar auch 1, wie z.B, wöhnlichste al ersparen fen die Kr ien zu den ls nach de 1 erzielen Farle, Fabrikation der Smalte. Speise. 164 Farbe, der beabsichtigten leichtern oder schwerern Schmelzbarkeit, letz- tere durch gröfsern Zusatz von Quarzsand; dann pflest man auch als Flalsmittel arsenige Säure hinzuzusetzen, ebenso Heerdglas und Eschel, Das Mengen geschieht in hölzernen Kästen sehr gleichförmig, für den Verbrauch eines Tags, auf den Hafen 3 Centner; die Beschickungen zu den verschiednen Farbengläsern, Couleuren(C) und Escheln(E) sind verschieden, und werden als Geheimnisse betrachtet; man benennt sie FFFC, FFC, FC, MC, 0C. Das Schmelzen geschieht wie beim Glas- ofen, nur ist hier die Dauer einer Schmelze, wenn der Ofen in gehöri- gem Gang, 8 Stunden, da die Beschickung weit leichter schmilzt, als das reine Glas. Die Glasmasse wird mehrmals durchgerührt, und ihre Beschaffenheit nach genommenen Proben beurtheilt, ob sie homogen und ob sich die Speisekörner gehörig abgesetzt haben. Ist die Schmelze beendet, so schöpft man das Glas mit eisernen Löffeln an langen höl- zernen Stielen in einen Trog mit fliefsendem Wasser, worin es sogleich abgeschreckt wird. In dem untern Theil der Tiegel befindet sich die Speise, welche vom Glas vorsichtig abgegossen und in eisernen Formen aufgesammelt wird. Ein Schmelzofen mit 8 Häfen liefert in 24 Stunden von 24 Ceniner Gemeng 19 C. Glas,% bis% C. Speise. [Speise, Kobaltspeise nennt man eine Verbindung von Arsenik mit Nik- kel, Schwefel, welcher noch Kobalt, Eisen, Kupfer, WVifsmuth etc. in kleinen, oder letzteres auch wohl in gröfsern Mengen beigemischt ist, wenn man die Erze nicht von diesem durchs Absaigern befreit hatte; in einem solchen Fall wird die Speise zuerst auf WVilsmuth benutzt. Analysen zweier Speisen. Von Berthier*). Von Wille**). Nickel ee ses. d9.0 52,631 Arsenikaae nee ld 40,470 Schwefel....-.. nee 1,9 2,551 Kupfer ee... en LB 1,615 Kobalt pn ee Spur Anuimon rar Spur—_ Eiserne: 2,120 99,4 99,987. Die wifsmuthfreie Speise wird gepocht, geröstet, und zu Gläsern mit verbraucht. Die Entstehung der Speise beruht theils in einer minder vollkommnen Calcination der Erze, so dafs noch metallische Theile übrig bleiben, die sich dann beim Schmelzen vereinigen, theils dals Nik- kel in reichlicher Menge vorhanden, dessen Oxyd sich bei Vorhanden- SPRACH. T, 25. p. 94: *)K,A,RB. u H. Ba, 16. 5,190,— Die Speise war von Schwar- zenfels bei Schlüchtern, 1. 2, 11 162 Fabrikation der Smalte.= Pr sein von Arsenik reducirt, um Arseniknickel zu bilden. Nicht überall Itten Ton erhält man bei dem Glasschmelzen Speise, es kommt viel auf die Erze' n de Sl und das Calciniren an.— Jetzt wird man, da das Nickel eine technı- vn Se sche Anwendung im Grofsen gefunden hat, schwerlich mehr zu obigen| in Zwecken die Speise verarbeiten, zumal da Nickeloxyd das reine Blau her m ins Viölette rieht.]| a | nd der Es Die blauen Gläser werden nach dem Abschrecken unter Pochstem-\ 4 Waschb peln trocken gepocht, durch ein feines Durchwurfsieb geworfen, dann| sung en auf Mühlen mit Wasser vermahlen, deren Steine von Granit in einem| A Fr hölzernen Gefäfs sich befinden(vergl. die Feldspathmühlen für Porze-|(si lan ete. I. Seite 525). Gewöhnlich wird der Schlamm nach 6 Stunden hiher so ı abgezapft und in grofse Waschfässer geschüttet, um die gröbern Theile| nach Ale von den feinern zu sondern, welches erstere Streublau heifst, und(in pa nochmals vermahlen wird. Hat nun die Flüssigkeit 8 bis 30 Minuten| 4m lang, nach Maafsgabe der Güte der Smalten und der Temperatur des Wassers, ruhig gestanden, so wird sie in ein zweites Fafs gezapft, in welchem die eigentliche Abscheidung der Farbe erfolgt, und zwar bin-| nen% bis 1% Stunde, Die über dem Niederschlag stehende Flüssigkeit ist immer noch von eingemengten sehr fein zertheilten Theilchen stark ge- färbt, Eschel, weshalb man dieselbe in Bottiche, Sümpfe abzapft, in denen man das Wasser sich ganz klären läfst, wobei sich aller Eschel Blanfır absetzt. Die gewonnene Farbe sowohl, als der Eschel, werden nun ei- Regbak, I nem wiederholten Waschen unterworfen, um die erstere von eingemeng- in Cöln, a tem Eschel, überhaupt von Unreinigkeiten, Glasgalle zu reinigen. Das Ru, Kre trübe Wasser vom Verwaschen der Eschel, was endlich mehr bläulieh- halter grau, als blau aussieht, setzt zuletzt den schlechtesten Eschel in den besnde Sümpfen ab, den Sumpfeschel, welcher den Glasgemengen beigesetzt en wird.— Man erhält beim Aufbereiten der Farbengläser im Durchschnitt Mi ach 605 Farbe, der Eschel aber 708 Eschel von 100 Glas. Die Farbe und| Ki Eschel werden nun bei mäfsiger Wärme getrocknet, dies geschieht in aan eignen geheitzten Trocknenstuben auf Brettern, die in Gerüsten liegen, Pech Sachs auch wohl in Trocknenhäusern an der Luft, dann zwischen Brettern zer- an Uran rieben und gesiebt, die Eschel auch wohl noch einmal trocken gemah- halspeie] len gebeutelt,(oder zwischen polirten stählernen Walzen zerdrückt und Pius 4. gebeutelt). Ihe Smalef Die Smalte und der Eschel werden von den Blaufarbenwerken in Ainman' sehr mannigfachen Nüancen geliefert, und auf Bestellung nach Probe ge- La Auf fertigt; je reiner das Kobalterz von fremden Metallen, desto schöner die N ef Farbe. So geben z. B. die besten sächsischen Erze, noch mehr der reine Sch kelhaltige leicht, wenn das Nickeloxyd in die Farbe eingeht, einen vio- Pre | | | Tunaberger Glanzkobalt sehr reine, kräftige, dicke Farben, während nik-| diese Ai] IK, TEE nn ner nn ern ERELEIG Nicht üben] | auf die Im ] eine techn! ehr zu Obiee las reine Pl, ter Pochsten »worlen, dam anit in eitn en für Porz! ich 6 Stunda röbern Theil u heilst, m) s 30 Minutn mperatur ds 8 gezapft, I und zwar lin de Flüssigkeit chen stark g- fe abzaptt, i aller Esche rden nun e! n eingemenf einigen, Di ehr bläulich- ‚schel in den sen beigesehl Durchschnit ie Farbe und geschieht n üsten liegen, Brettern ze"- cken gemalı- ‚rdrückt und onwerken in ‚Ih Probe ge schöner die hr der rei vährend oe d, einen gib« Production u. Eigenschaften d. Smalte. Rinman’s Grün. 163 letten Ton erhalten. Die blauen Farben sind in Luft und Wetter und in der Schmelzhitze unveränderlich, werden weder von Wasser, noch von Säuren, ausgenommen Flulssäure, oder Alkalien angegriffen, sind da- her in manchen Beziehungen andern blauen Pigmenten vorzuziehen. Die beste und feinste Smalte heifst Königsblau. Der Verbrauch der Smalte und der Eschel theils zum Bläuen von Leinenzeug, vermischt mit Stärke als Waschblau, Neublau, des Papiers, wodurch aber die Federn schnell stumpf werden; als ein durch Witterung nicht zerstörbares Pigment, für Fresco- und Stubenmalerei, für die Malerei auf gebrannte Geschirre ete.(Es ist bisher noch nicht ohne Zweifel bekannt, zu welchem Zweck früher so viele Smalte von den Engländern, Holländern aufgekauft und nach Amerika gesendet wurde.) [Im preufs. Staat wurden im Jahr 1825 an Smalte gefertigt 4,720 Centner, 1826 4,0245 C., 1827 6,512% C., in den Jahren 1828 und 29 BI 1828 3 Oberbergamtsdistrikt. Ge Schlesischer... 2....2...2: 3065 109% Niedersächsisch- Thüringscher.. 1,330 1,664; WVestphälscher. 2. oc. 4,000 4,000 Rheinischer..... A 1,2903 1,5393 6,927 7,314. Blaufarbenwerke sind im preufs. Staat: zu Querbach bei Friedeberg, Regbzk. Liegnitz, zu Hasserode bei VWVernigerode, Regbzk. Magdeburg, ın Cöln, zu Heidthausen, Kreis Essen, Regbzk. Düsseldorf, Horst an der Ruhr, Kreis Bochum, Regbzk. Arnsberg. Diese VVerke beziehen die Ko- balterze das schlesische von Querbach, und hauptsächlich aus Sachsen, besonders für die dunkeln Farben, die westphälischen und rheinischen aus dem Siegenschen und aus Schweden. Aufserdem sind in Deutsch- land noch besonders berühmt die sächsischen Blaufarbenwerke zu Schnee- berg, Auc, Zschopau, die böhmischen zu Platten, Presnitz, in Hessen zu Carlshafen an der Diemel, und Schwarzenfels bei Schlüchtern; ın Oesterreich zu Schottwien etc.— Die Production an Smalte im König- reich Sachsen*) betrug 1825 12,310% C,, 1826 11,281% C., 1828 11,2404 C.. an Ultramarin 1825 413% Pfd., 1826 514% Pfd., 1828 1,0074 Pfd.; an Ko- baltspeise 1825 216% C., 1826 243% C., 1828 125% C. Literatur: Lam- padius a.a.O. Theil2. Bd. 3. S.86. Supplem. Bd.1. S.147.— Mayer die Smaltefabrikation etc, Frankf. a. M. 1820.) Rinman’s Grün, eine Verbindung von Kobalt- und Zinkoxyd. Wenn man eine Auflösung von Kobaltoxyd(Safflor) in Salpetersäure mit einem reinen eisenfreien Zinksalz vermischt und durch kohlens. Kali nieder- schlägt, den Niederschlag trocknet und heftig glüht, so gewinnt man diese grüne Farbe, welche in verschiednen Nüancen erhalten werden )K.A,LM.G. etc. Bd. 1, S. 227. Bd. 2. S. 164. 11* 164 Kobaltüberoxyd, Schwefel-, Selen-, Phosphor-, Chlorkobalt.[0 kann, je nachdem man mehr oder weniger Zinksalz zusetzt. Da nämlich 5 ei Zinkoxyd in der Hitze eine gelbe Farbe annimmt, und nach länger an- A| dauernder heftiger Hitze behält, so erklärt sich daraus die grüne Farbe. I Man hat sich dieser Farbe in der Oel- und Wassermalerei bedient, auch h ka unter dem Namen Kobaltgrün, grüner Zinnober. un Od Thenard’s Blau siehe beim phosphors. Kobaltoxyd.| u, li (2) Kobaltüberoxyd, Deutozide de cobalt, D. of c., wird durchs Er- uilg hitzen des frisch niedergeschlagnen Oxydhydrats an der Luft erhalten,“u ss auch durchs Glühen des salpeters. Salzes; ein schwarzes Pulver, specif.| duch Gewicht 5,322, löst sich nicht in Säuren, ausgenommen Salzsäure auf, Salsiure unter Chlorentbindung, giebt in der Glühhitze Sauerstoffgas, und besteht urich aus 71 Kobalt und 2% Sauerst.— 3) Kobaltsäure soll sich unter kobalt, dı Umständen durch höhere Oxydation des Kobaltoxydhydrats in Berüh- Halt be rung mit Ammoniak und der Luft bilden,| Fabung Schwefelkobalt, Sulfure de cobalt, Sulphuret of e., theils durch| tn die Se unmittelbare Vereinigung unter Lichtentbindung, theils aus Oxyd und Eikalten, Schwefel oder Schwefelleber durchs Glühen dargestellt, auch auf nas- Schnit m sem VWVeg aus einem neutralen Salz durch hydrothionsaures Gas; das und Nic auf trocknem WVeg erhaltne erscheint ın grauschwarzen, metallglänzen-| und Nic den, graphitähnlichen Schuppen, retractorisch, auf nassem WV. schwarz, Kohl besteht aus 64,64 Kobalt und 35,36 Schwefel, verbindet sich mit Ko- durch do baltoxyd.— 15 Schwefelkobalt, Sesquisulfure de cobalt, S. of c. Pulse, kommt mit 14 Schwefeleisen gemengt vor, wird dadurch dargestellt, dafs viel kicht man über Kobaltüberoxyd bei gelinder VVärme Schwefelwasserstoffgas Isiore,= leitet; eine pulvrige, grauschwarze Masse, besteht aus 55 K. und 45$.— Io, Klı, Doppelt Schwefelkobalt, Bisulfure de c., B. of e., kann man Schwele! durch Behandlung des vorigen mit Salzsäure erhalten, auch durchs Er- Auflösen( hitzen von kohlens. Kobaltoxyd mit mehr Schwefel als im ersten Fall; Onyd und ein schwarzes, nicht metallisches Pulver, giebt beim Glühen die Hälfte kelroten Schwefel ab, löst sich in Salpetersäure und Königswasser auf, und be-© Aohol auf, steht aus 47,84 K. und 52,16 S. Dieses doppelte Schwefelkobalt macht senroth, bes den einen Bestandtheil des Glanzkobalts aus, der andere ist Doppelt gibt mit sc Arsenikkobalt, Si, Ike u Doppelt Selenkobalt, Biseleniure de c., Bis. of e., kommt| kommt als) mit Selenblei verbunden vor, hat eine bleigraue, ins Bläuliche ziehende Techralh, Farbe.— Phosphorkobalt, Phosphure de c., Ph. of c., durch sol Reduction des phosphors. Kobaltoxyds mit Kohle, silberweifs, sehr hart R Air und spröde, feinkörnig im Bruch, glänzend, leichter schmelzend als Ko-| Alm, balt, nicht retractorisch,| re Chlorkobalt, Chlorure de c., Chloride of e., salzsaures Ko-| eh Php baltoxyd, Hydrochlorate, Muriate de c., M. or H. of c., wird er- I Sende] halten theils durchs Auflösen von Kobaltoxyd oder kohlens. K.oxyd in| by Salzsäure, oder des Ueberoxyds in derselben, selbst das Metall löst sich ig in eonc. Salzsäure durchs Kochen unter Entwickelung von Wasserstoff- Ile, ll | orkobalt, Dı Dänlıch ch länger n. grüne Farb: bedient, auch rd durchs}. Luft erhalte, Pulver, speil, Salzsäure al ;, und bestel! I sich unter ıts in Berih- theils durd us Oxyd un auch auf ni ures Gas; di metallgläne- W, schwarz, sich mit Ko- alt, S. of rgestellt, dal vasserstoffga und 45$.- ‚, kann ma h durchs Er- ı ersten Fıl} en die Hälfte auf, und be- kobalt macht ist Doppelt 0, kommt che ziehends f 6 durch (s, sehr hart ‚end als Ko- saures Ko- Cs wird er s. K.oyyd stall löst sch Wasserrol' Chlorkobalt, kohlens., schwejels., phosphors. Kobaltoxyd. 165 gas auf. Die Auflösung hat eine karmoisinrothe Farbe, im conc, Zu- stand heim Erwärmen eine blaue, krystallisirt mit. WVasser in Verbin- dung in dunkelrothen Säulen, welche zusammenzichend schmecken, sich in Wasser und Alkohol auflösen; das wasserfreie Sala erscheint blau, ist flüchtig, sublimirbar, wird aber dabei theilweis unter Hinterlassung von Oxyd zerlegt, zieht beim Erkalten wieder WVasser an, und wird roth, löst sich dann leichter auf, während es wasserleer nur sehr all- mälig sich löst. Es besteht aus 45,46 Kobalt und 54,54 Chlor, oder aus 57,3 K.oxyd und 42,2 Salzsäure. Ein basisches Chlorkobalt wird durch stärkeres Erhitzen erhalten, indem sich etwas Chlor entbindet, als Salzsäure entweicht und Chlorkobalt 4 Kobaltoxyd von blauer Farbe zurückbleibt. Man hat sich einer stark verdünnten Auflösung von Chlor- kobalt, die fast farblos ist, als einer sympathetischen Tinte bedient(von Hellot beschrieben); die damit geschriebne Schrift ist bei der geringen Färbung unleserlich, wenn man aber das Papier mäfsig erwärmt, so tre- ten die Schriftzüge mit blauer Farbe hervor, verschwinden wieder beim Erkalten; wenn man jedoch den Versuch öfter macht, so bleibt die Schrift mit braunrother Farbe zurück, Enthielt die Solution auch Eisen und Nickel, so erscheint die Schrift grün, weil Chloreisen gelb aussieht und Nickelsalz grün. Kohlensaures Kobaltoxyd, Carbonate de cobalt, C. of e., durch doppelte WVahlverwandtschaft dargestellt, ein pfirsichblüthfarbnes Pulver, in WVasser unlöslich, in doppelt kohlens. Kali etwas löslich, viel leichter in kohlens. Ammoniak, besteht aus 63 K,oxyd und 37 Koh- lensäure.— Kocht man Chlorkobalt mit überschüssigem doppelt koh- lens. Kali, so wird 5 kohlens. K.oxyd+ Kobaltoxydhydrat erhalten.— Schwefelsaures Kobaltoxyd, Sulfate de e.,$. of c., durchs Auflösen des Metalls in conc, Säure in der Siedhitze, oder leichter aus Oxyd und verdünnter Säure, krystallisirt mit VVasser verbunden in dun- kelrothen Säulen, löst sich in 24 Theilen kalten WVasser, nicht ın Al- kohol auf, verwittert und verliert sein WVasser in der VVärme, wird ro- senroth, besteht aus 28,51 K.oxyd, 30,47 Schwefels. und 41,02 VWVasser, giebt mit schwefels. Alkalien Doppelsalze von gleicher Form wie Magne- sia-, Zink- und Eisenoxydulsalze.—% schwefelsauresKobaltoxyd kommt als Kobaltvitriol in derben Massen und als Ueberzug vor, fleischroth, glanzlos, kann auch künstlich erzeugt werden.] Phosphorsaures Kobalioxyd, Phosphate de c., Ph. of ec, aus salpeters. Kobaltoxyd und phosphors. Natron erhalten; ein pfir- sichblüthrothes, in Wasser unlösliches Pulver, löst sich aber in über- schüssiger Phosphorsäure auf, wird durehs Erhitzen blau. Mengt man die- sen Niederschlag mit 8 Theilen reinen, feuchten, gallertartigen Thonerde- hydrat aufs innigste, trocknet sodann das Gemeng bis es brüchig wird, bringt es in einem bedeckten Tiegel langsam bis über die Kirschrothglüh- hitze, und läfst es etwa% Stunde lang glühen, so erhält man eine schön 166 Tihenard’s Blau, Salpeters. Kobaltoxyd.— Nickelerze. blaue Farbe, Thenard’s Blau, Bleu de Thenard, Bleu de cobalt. Man gewinnt dieselbe Farbe auch miltelst arseniks. K.oxyds, und braucht von diesem nur halb so viel auf eine gleiche Menge'Thonerdehydrat, auch dadurch, dafs man Ammoniakalaun mit einer Auflösung von salpeters. Kobaltoxyd vermischt, eindampft, trocknet und glüht, überhaupt durch jede Vereinigung von K.oxyd mit Thonerde. Die Farbe ist sehr schön, dem Ultramarin sehr gleichend, in verschiednen Farbentönen, allein sie hat den Nachtheil, dafs sie lasirt, d. h. nicht gehörig deckt, durchschei- nend ist, was der Ultramarin nicht ist; sie wird von Säuren nicht ver- ändert, durch eine Auflösung von kohlens. Kali aber beim Erhitzen auf einem Platinblech schnell schwärzlich, was der Ultramarin nicht thut. Salpetersaures Kobaltoxyd, MNitrate de c., N. of c., von dessen Darstellung vorn Seite 156 die Rede war, krystallisirt in karmoi- sinrothen Prismen, zerflielst, löst sich leicht in Wasser auf, schmilzt in der Wärme leicht in seinem Wasser, wobei die Farbe sich verändert, giebt bei stärkern Erhitzen Ueberoxyd, bei höherer Hitze Oxyd, besteht aus 40,9 K.oxyd und 59,1 Salpeters. Die Auflösung wird theils zur Dar- stellung des Kobaltoxyds und andrer Kobaltpräparate gebraucht, theils bei Löthrohrversuchen als Reagens für Thonerde und Magnesia. Achtzehntes Kapitel. Vom.-Nickel, Das Nickel kommt in der Natur nicht häufig vor, meist mit Ko- balt zusammen, dessen gewöhnlichster Begleiter es ist. 1751 wurde von Cronstedt die Existenz eines eignen Metalls im Kupfernickel(Arse- niknickel) behauptet, und die nähern Eigenschaften desselben von Berg- man untersucht. Man findet es besonders mit Arsenik verbunden, als Kup- fernickel, mit Kobalt, Eisen, Kupfer, oder als Arseniknickel mit dop- pelt so viel Arsenik verbunden, als Nickeloxyd in der Nickelschwärze, als Schwefelnickel im Haarkies, als Schwefelnickel+ Arseniknickel im Nickelglanz, als Schwefelnickel+ Spielsglanznickel in dem Nik- kelspiefsglanzerz, als basisch arseniks. Nickeloxyd im Nickelok- ker; endlich findet sich das Metall auch im Meteoreisen, [Kupfernickel, Nickel arsenical, Copper- Niekel, kommt in mannig- faltigen äufsern Formen vor, nierförmig, kuglig, traubig, baum- stau- denartig, derb und eingesprengt, Bruch grob- und kleinkörnig, metall- glänzend, kupferroth, häufg braun und grau angelaufen. Findet sich auf Silber- und Kobaltgängen im Gneis, Syenit, Glimmerschiefer, auch in Kup so N D Badn vu Dach io, in| Di D: ummel, al Irtigung, a Nickel& es aus Ruf zus Arsen der Gewinn wohl den V freien, wir asche gene ser aulaelb freier Sch den und ı Sollte sie bei zu gr felnickel zu felleber ger pulsert und. ahrewaschen siure aulgel ges Kobalte von Ärsenik scheidung yı son Äobalt- Ieyd, wi abo; Man ii aut Ammon eu, dieselbe Ynlint, ni M, heran Veen Roh Unlı al a ehe Vena y DES Y lerze, eobalt, Yan braucht yı Iydrat, auc on Salheten, haupt dureh » sehr schin, n, allein sh , durchsehei m nicht ver Erhitzen af nicht thut, of c., vun t in karl schmilzt ı h verindert xyd, bestel! veils zur Dır- raucht, Ihels esia, elst mit Ko- 1751 wurde ickel(Arse- von Berg- 1, als Kup- ] mit dop- ‚chwärze, ‚seniknickel dem Nik- \ickelok- in mannig- baum+ sta Dig, mei Findet st ‚hier, ah Durstellung des Nickels. 167 im Kupferschiefer, begleitet von Speiskobalt, gediegen Silber, Quae etc.; so in Westphalen bei Olpe, in Hessen bei Riechelsdorff und Biber, in Baden, im sächs. Erzgebirge bei Schneeberg, Freiberg, in Böhmen zu Joachimsthal, in Thüringen bei Saalfeld, in Steyermark bei Schlad- ming, in Ungarn, Frankreich, England.] Die Darstellung des Nickels wurde früher nur im Kleinen unter- nommen, aber in neuester Zeit im gröfsern Umfang, seitdem es zur Ver- fertigung von Argentan verwendet wird. Da die Kobalterze oft reich an Nickel sind, so kann man es aus ihnen gewinnen, namentlich wird es aus Kupfernickel, oder aus der Kobaltspeise, welche hauptsächlich aus Arseniknickel bestehen, dargestellt. Es sind verschiedne Methoden der Gewinnung vorgeschlagen worden, unter denen die von Wöhler*) wohl den Vorzug verdient. Um nämlich das Nickel vom Arsenik zu be- freien, wird die gepulverte Speise mit 3 Theilen Schwefel und Pott- asche gemengt, in einem Tiegel bei gelinder Hitze geschmolzen, in Was- ser aufgelöst, wodurch ein metallglänzendes Pulver zurückbleibt, arsenik- freier Schwefelnickel, während sich das Arsenik mit Schwefel verbun- den und mit erzeugtem Schwefelkalium vereint in Wasser aufgelöst hat. Sollte sich noch etwas Arsenik mit dem Nickel verbunden finden, was bei zu grofser Hitze wohl der Fall sein könnte, weil dann das Schwe- felnickel zusammensintert und dadurch die auflösende Kraft der Schwe- felleber gegen das Arsenik vermindert wird, so mufs die Masse fein ge- pulvert und die Operation wiederholt werden. Das Schwefelnickel wird abgewaschen, in cone. Schwefelsäure unter Zusatz von etwas Salpeter- säure aufgelöst(oder auch in Salpeters.).— Hatte man ein nickelhalti- ges Kobalterz in Arbeit, vergleiche Seite 156 beim Kobalt, so ist in der von Arsenik befreiten Auflösung auch Nickeloxyd vorhanden, Die Ab- scheidung von Eisen, Kupfer ist bereits vorn gelehrt, so wie die Fällung von Kobalt- und Nickeloxyd. Man scheidet dieselben, wenn das Nik- keloxyd, wie bei Anwendung von Speise oder Kupfernickel, vorwaltet, also: Man übergiefst die beiden mit einander verbundnen Metalloxyde mit Ammoniak, in welchem sie sich zu einer blauen Flüssigkeit auflö- sen, dieselbe wird mit frisch abgekochtem destillirten(luftfreien) Wasser verdünnt, mit Aetzkali verseizt, bis dieselbe ihre blaue Farbe verloren hat, hierauf das Gefäfs luftdicht verschlossen. Die vom aufgelöst ge- bliebnen Kobaltoxyd rothe Flüssigkeit wird abgegossen, der grüne Nie- derschlag abgesülst, und als reines Nickeloxyd aufgehoben, soll es aber auf Niekelmetall benutzt werden, so wird es in sauerkleesaures Oxyd verwandelt, und dann gelind erhitzt, wobei dasselbe als ein regulinisches “) P.A, Ba. 6. 5. 227. —— m 168 Eisenschaften des Nickels, Nickeloxyd. graues Pulver zurückbleibt, Um es zusammenzuschmelzen bedarf es ei- ner sehr grolsen Hitze, der eines Porzellanofens, oder eines gut einge- richteten Gebläseofens, in welcher Hitze das Oxyd auch ohne Redu- etionsmittel, bei durch eine Decke von Glaspulver abgehaltnem Luftzu- tritt, sich redueirt,(Das man Nickeloxyd auch mittelst Wasserstoflgas bei gelinder Hitze reduciren kann, ist I, Seite 93 gelehrt und angegeben ‚worden, dafs das so redueirte staubförmige Nickel pyrophorisch wirkt.) Das Nickel hat eine fast silberweilse Farbe, ist stark glänzend, hart, dehnbar, sowohl warın als kalt, läfst sich zu Draht ziehen und zu Blech walzen,(ist es nicht ganz von Arsenik frei, so zeigt es sich spröde, bricht unter dem Hammer, bekommt Kantenrisse), specif. Gewicht 8,279, des gehämmerten 8,66, Richter, ist retractorisch und attractorisch, aber we- niger beträchtlich als Eisen, mehr als Kobalt, behält den magnetischen Zustand; sein Schmelzpunkt ist wenigstens dem des Mangans gleich- kommend; es oxydirt sich nicht an der Luft, läfst sich aber im Sauer- stoffgas verbrennen, Man bedient sich desselben zur Darstellung von Argentan, oder Neusilber, einer Legirung von Kupfer, Zink und Nickel, (von welcher beim Kupfer das Nähere), auch hat man Magnetnadeln aus Nickel gefertigt, Meteorstahl damit dargestellt(vergl. vorn Seite 127). [Es wird in Schneeberg von Geitner, in Wien vom Hrn. v. Gers- dorf,(VVernigerode) zum Behuf der Argentanfabrikation ausgeschieden, Ueber die Gewinnung des Nickels im Grofsen siehe Erdmann in D. p. J. Bd. 23. S. 483,— Liebig Darstellung von arsenikfreiem Nickel in P. A, Ba. 18, S. 164., Duflos desgl. im E, J. Bd. 9. S. 132.] Legirungen des Nickels. Nickel mit Eisen. Wenn reines Eisen mit 108 reinem Nickel zu- sammengeschmolzen wird, erhält man eine weniger schmiedbare’Legi- rung, die einen Stich ins Gelbliche hat, sie.rostet weniger als Eisen, Nickel mit Kupfer und Zink, Neusilber, Argentan, siehe beim Kupfer weiter unten. 1) Nickeloxyd, Protoxide de nickel, Pr. of n., kommt in der Nik- kelschwärze vor, wird theils auf nassem Weg durch Niederschlagung ei- nes Nickelsalzes, Chlornickel, mit Aetzkali als Hydrat, oder auf trocknem durchs Glühen des salpeters. Salzes, durchs Caleiniren des Metallstau- bes mit Salpeter erhalten. Ein dunkel aschgraues, geschmackloses Pul- ver, nicht mehr retractorisch, in jedem Ofenfeuer unschmelzbar, besteht aus 78,7 Nickel und 21,3 Sauerstoff, giebt mit Wasser ein apfelgrünes Hydrat, welches 195 Wasser enthält und als färbender Stoff im Chry- sopras vorkommt, welcher daher auch an trocknen Orten allmälig im- mer bleicher wird, während er an feuchten aufbewahrt seine schöne N Farbe yerbunde ge Jeimdbt yon Cyan ud johler Inlem sie sich Jeicht che Verbi denn über Schwierig daher die purolke,| keine An Smaltesort [Lie| $,8, y1 gelinde Hite| Onyds delt, de Gemicht der Beha gossen€ LEN Kohl duction ser Verbi rückbleibi Schw Nator al gelber, in Siegensch, sowohl aı Oder On: dh Ne, f&ı durch Yhılser, Andanlum Met Schu + lchn dar eg. S gub einn. ohne Red. tnem af. Vasgerstffeg 1d angeche Tisch wi) anzend, hart, ınd zu Blech pröde, bricht 8,279, des h, aber we. Jagnetischen ans gleic- im Sauer- tellung von und Nickel, etnadeln aus seite 127), n, v, Gers- sgeschieden, n in D, p. ı Nickel m 2, Nickel zu- bare Legi- 's Eisen. iehe beim n. der Nik- Jagung er trocknem [etallstau- loses Pul- r, besteht pfelgrünes im Chry Imälig im ine schöft Nickeloxyd, Ueberoxyd, Kohlenstoff-, Schwefelnickeh 169 Farbe behält; im Pimelith findet sich Nickeloxydhydrat mit Magnesia verbunden. Das Oxyd löst sich leicht in Säuren auf, und giebt grün gefärbte Salze, welche sülslich, metallisch, schrumpfend schmecken, Uebel- keit und Erbrechen erregen, von hydrothions. Schwefelammonium schwarz, von Cyaneisenkalium grünlich- gelblich niedergeschlagen, von ätzenden und kohlens. Ammoniak aber mit himmelblauer Farbe aufgelöst werden, indem sie eigne Doppelverbindungen erzeugen. Nickeloxyd verbindet sich leicht mit mancherlei Basen, als Thonerde, Magnesia, Alkalien, wel- che Verbindungen öfters nur schwierig getrennt werden können, so wie denn überhaupt eine quantitative Analyse der Nickelverbindungen grolse Schwierigkeiten hat. Nickeloxyd färbt Glasllüsse hyacinthroth, macht daher die Farbe des mit reinem Kobaltoxyd gefärbten Glases ins Pur- purrothe, ins Violet übergehen.— Das Nickeloxyd findet in der Technik keine Anwendung, insofern man nicht hier bemerken will, dafs viele Sinaltesorten Nickeloxyd enthalten. [ Liebig über die Darstellung von arsenikfreiem Nickelosyd in E. J. Bd.8. S, 48.— Berthier in D»p. J. Bd. 22. S. 311. 2) Nickelüberoxyd, Deutoxide de n., D, of n., wird theils durch gelindes Erhitzen des salpeters. Salzes“gewonnen, denn bei grölserer Hitze entmischt sich das Ueberoxyd, oder durch Behandlung des Oxyds mit Chlorwasser, wobei ein Theil in Chlornickel sich umwan- delt, der andere in Ueberoxyd. Es ist ein schwarzes Pulver, specif. Gewicht 4,846 bei 16°, entbindet in der Hitze Sauerstoflgas, ebenso bei der Behandlung mit Schwefel- und Salpetersäure, mit Salzsäure über- gossen entbindet es Chlorgas, indem es sich auflöst; es besteht aus: 71,14 Nickel und 28,86 Sauerstoff. Kohlenstoffnickel, Carbure de n., C..Zuret of n., durch Re- duction des Oxyds mit Kohle bildet sich stets eine gewisse Portion die- ser Verbindung, welche nach dem Auflösen ın Salzsäure ungelöst zu- rückbleibt; eine dem Graphit sehr ähnliche, weniger blättrige Substanz. Schwefelaickel, Sulfure de n., Sulphuret of n., kommt in der Natur als Haarkies ın feinen haarförmigen Nadeln vor, von messing- gelber, ins Stahlgraue gehender Farbe, Metallglanz, am VVesterwald ım Siegenschen, in Böhmen— selten; man kann diese Verbindung auch sowohl auf tracknem WVeg, durchs Zusammenschmelzen des Metalls oder Oxyds mit Schwefel unter Feuererscheinung darstellen, als auch durch Niederschlagen eines neutralen Salzes durch Schwefelwasserstoff- gas; durch letztere Behandlungsweise erhält man ein dunkel braunschwar- zes Pulver, welches sich in einen Ueberschufs von hydrothions. Schwefel- ammonium auflöst, Das auf trocknem VVeg gewonnene ist graugelb, mcetallglänzend, spröde, retractorisch, löst sich in Schwefelleber in der Schmelzhitze auf, indem ein Schwefelsalz sich bildet von Schwefelnickel + Schwefelkalium. Es besteht aus 64,9 Nickel und 35,2 Schwefel.— 170 Schwefel-, Chlornickel, Kohlens., schwefels., phosphors. salp.s.N. Doppelt Schwefelnickel kommt im Nickelglana mit Doppelt Arseniknickel vor, derb, von blättriger Textur, metallglänzend, feinkör- nig, lichtbleigrau, angelaufen, specif. Gewicht 6,12, findet sich in Schwe- den.—#Schwefelnickel, durch Reduction des schwefels. Nickel- oxyds mittelst WVasserstoffgas in der Wärme; ein blafsgelbes, metall- glänzendes Pulver, leicht schmelzend, besteht aus 78,61 Nickel und 21,39 Schwefel.— Phosphornickel, weils, spröde, leicht schmelzbar, Chlornickel, Chlorure de n., Chloride of n., salzsaures Nickeloxyd, Muriate, Hydrochlorate de n., M. or H. of n., durch Auflösen des Oxyds oder Metalls in Salzsäure dargestellt, krystallisirt mit VWVasser verbunden in smaragdgrünen Säulchen, welche in feuchter Luft zerfliefsen, in trockner verwittern, sich in Wasser und Weingeist leicht auflösen; durch starkes Erwärmen verliert das Chlornickel das WVasser und erscheint dann gelb, sublimirt sich in goldgelben, glänzen- den Schuppen, besteht aus 45,5 Nickel und 54,5 Chlor, das krystalli- sirte enthält 40,99 WVasser, oder 34,17 Nickeloxyd, 24,93 Salzsäure, und 40,90 VWVasser. Man hat die stark verdünnte Auflösung als sym- pathetische Tinte benutzt, deren unsichtbare Schrifizüge durch star- kes Erhitzen gelb erscheinen, und nach einiger Zeit durch wieder auf- genommenes WVasser verschwinden, Man hat auch eine saure Auflö- sung zum Bruniren von Flintenläufen vorgeschlagen, aber ohne dafs diese teure Flüssigkeit mehr und besseres leistete, als die vorn I. Seite 277 angegebne.— Cyannickel, wasserfrei hellbraun, wasserhaltend blafsapfelgrün, giebt mit Cyanmetallen Doppelverbindungen, Kohlensaures Nickeloxyd, Carbonate de n., C. of n., ein grünes, in Wasser unlösliches Pulver, besteht aus 63 Nickeloxyd und 37 Kohlens.; es scheint auch ein Doppelt kohlens, Salz zu existiren.— Schwefelsaures Nickeloxyd, Sulfate de n., S. of n., durchs Auflösen des Oxyds und Metalls in verdünnter Schwefelsäure, da con- centrirte Säure letzteres nicht angreift. Die dunkelgrüne Flüssigkeit kry- stallisirt in smaragdgrünen Säulen, enthält chemisch gebundnes VWVasser, löst sich in 3 Theilen kaltem WVasser, nicht in Alkohol auf, verwittert in der Wärme, wird weils, beim heftigern Erhitzen gelb, besteht aus 26,72 Nickeloxyd, 28,51 Schwefels. und 44,77 WVasser. Giebt mit schwefels. Alkalien krystallisirbare Doppelsalze.— Ein basisches Salz erscheint als ein grünes in WVasser unlösliches Pulver.— P hosphor- saures Nickeloxyd, Phosphate de n., Ph. of n., durch doppelte WVahlverwandtschaft, ein hellgrünes, in WVasser unlösliches, in stärkern Mineralsäuren lösliches Pulver, Salpetersaures Niekeloxyd, Nitrate de n., N. of n., durchs Auflösen des Oxyds und Metalls in Salpetersäure, krystallisirt mit Was- ser verbunden in grünen Öseitigen Prismen, zerfliefst in feuchter, ver- wittert in trockner Luft, löst sich in 2 Theilen Wasser auf, auch in Weingeist, wird durchs Erhitzen verlegt, erst in ein basisches Salz, a TG nern enger er rn hell On [Dis Cor 1903 ım theils al Eisenox reronydl Gern, Yttroc Cerere Säule a durch| legt, ı Metall Jirstab feuchte bei 90° dem 6lı nirt mit. kung vor I) (erent| Actzkalı Luft sch Sauerst, dann zus Bas nicht teronyd oder kahl aus 99 dr, mil lchsüf, s Lit Sal ia vom (kreroy Ünhle Öutn| Zink aukel Ss sals,N, Cerer, Gereroxydul, Oxyd, Kohlenstoffcerer. 17 an Kl hellgrän en Farbe, Ba Sehlichranzydirkaind bei Bea ieerien Hitze in ki Sm Oxyd. Es besteht aus 25,8 Nickeloxyd, 37,2 Salpeters., 37,0 Wasser.| fels, Nickel bes, men, Nickel un Neunzehntes Kapitel. t schmelabar| ee Vom Cerer. e 5 dur[Das Cerer, Cerium, Cerium, von Berzelius, Hisinger und Klaproth\ 4 Krystalin 1803 im Cererit entdeckt, findet sich nur sehr sparsam in der Natur, SL, im feuchter theils als% kiesels. Oxydul, Gererit, als% kiesels. Oxydulmit% kiesels.| En 1 Weingeis Eisenoxydul und% kiesels. Yitererde, im Gadolinit; als% kiesels. Ce- Bü ornickel dis reroxydul, Yttererde, Kalk, Thonerde, Eisen- und Manganoxydul, im Ik D, glänacn- Cerin, Orthit, Pyrorthit; ferner als Fluorcerer, so auch ım 28 s krystalli- Yitrocererit, mit Fluorcaleium und Fl. Yttrium verbunden. Zn Salzsäure, Cereroxydul wird weder durch Kalium, noch durch die Voltasche N 1g als sym- Säule auf nassem VVeg reducirt, wohl aber durch sehr starke Batterien,“4\ durch star- durch Kohle in der Glühhitze, auch das Chlorcerer durch Kalıum zer- A) Ri wieder auf. legt, indem man dann den Rückstand: in Wasser auflöst, bleibt das= saure Aufli- Metall zurück. Ein chocoladenfarbnes Pulver, welches unter dem Po-= ohne dils lirstahl eine stahlgraue Farbe, wenig Glanz annimmt, oxydirt sich an N IS: orn I, Saite feuchter Luft, im WVasser bei niederer Temperatur fast gar nicht, aber BZ ısserhaltend bei 90° besonders rasch, leitet die Elektrieität nicht, entzündet sich vor| j dem Glühen an der Luft, verbrennt mit Lebhaftigkeit zu Oxyd, deto- ON of n., ei nirt mit salpeters. und chlors. Kali, zerlegt das Wasser unter Mitwir- H loxyd und kung von Säuren. EN existiren,— 1) Cereroxydul, Protoxide de cerium, Pr. of e., wird aus dem NO) n,, durchs Cererit dargestellt, und aus dem daraus gewonnenen Chlorcerer mittelst"EN(ui re, da con- Aetzkalı als Hydrat niedergeschlagen; ein weilses Pulver, wird an der sigkeit kry- Luft schnell gelb(Oxydul- Oxyd), besteht aus 85,18 Cerer und 14,82 N es Wasser, Sauerst., giebt theils farblose, theils wenig violet gefärbte, zuckersüls, ‚ verwittert dann zusammenziehend schmeckende Salze, die von Schwefelwasserstoff- )esteht aus gas nicht, von Cyaneisenkalium weils niedergeschlagen werden.— 2) Ge- Giebt mit reroxyd, Deutoride de cer., D. of c., durchs Glühen des salpeters. sches Salz oder kohlens. Oxyduls erhalten, hat eine röthlichbraune Farbe, besteht hosphor- aus 79,9 Cerer und 20,1 Sauerst., giebt mit Wasser ein hellgelbes Hy- ‚ doppelte drat, mit Säuren gelbe, auch pomeranzengelbe Salze, welche säuer- n stärkern lichsüfs, stark zusammenziehend schmecken; sie werden durchs Kochen mit Salzsäure in Oxydulsalze verwandelt, unter Chlorentwickelung, wer- 1,, durchs den vom hydrotbions. Schwefelammonium weils niedergeschlagen.— mit War Gereroxydul-Oxyd, ein citronengelbes Pulver. chter, ver Kohlenstoffcerer, Carbure de eer., Carburet of c,, durch Re- f, auch I duction des Oxyds mit Oel in der Hitze, dunkelschwarzbraun, ent- sches Sb zündet sich noch warm von selbst an der Luft, wird von Säuren nicht aufgelöst.— Schwefelcerer, Protosulfure de cer., S. of c., theils, ——n 12 Cererverbindungen. indem über glühendes Oxyd Dämpfe von Schwefelkohlenstoff‘ geleitet werden, oder aus Oxyd und Schwefelleber; nach der ersten Methode erhalten ein hellrothes, leichtes Pulver, nach der zweiten Verfahrungs- art goldgelbe Schuppen, wie Musivgold(Schwefelzinn); es löst sich unter Entbindungen von Schwefelwasserstoffgas in verdünnten Säuren auf, besteht aus 74 Cerer und 26 Schwefel.— Anderthalb Schwe- felcerer kennt man nur in Verbindung mit andern Schwefelmetallen, nicht isolirt,— Ghlorcerer, Protochlorure de cer., Chloride of c., salzsaures G.oxydul, Protomuriate, P.hydrochlorate de c., M. or H. of c., eine farblose Auflösung, welche sich an der Luft leicht oxydirt, gelb wird, und ins höhere Chlorcerer übergeht, die Salzmasse wird leicht feucht, löst sich in WVasser und WVeingeist auf, letzter brennt dann mit grüner Flamme; es besteht aus 56,44 Cerer und 43,56 Chlor.— Anderthalb Chlorcerer, Deutochlorure de ccr., D. of e,, salzsaures G,oxyd, D. muriate, D,. hydrochl. de e., eine rothgelbe Flüssigkeit.— Fluorcerer, Protofluorure de eer., Fl. of e,, ein weilses, unauflösliches Pulver.— Anderthalb Fluorce- rer, Deutofl. de e., D. of c., kommt in der Natur vor, theils in gel- ben, undurchsichtigen 6seitigen Säulen, theils erdig, weils, oder rosen- roth, theils mit Fluorcaleium und Fl.yttrium, als Yttrocererit, als eine krystallinische Masse, grauweils, violet.— Auch findet sich eine Ver- bindung desselben mit Oxyd. Kohlensaures Gereroxydul, Protocarbonate deeer., C. of c., ein weilses, unlösliches Pulver, kommt’ in kleinen weilsen Krystallen als Anflug vor.— Das Oxydsalz schmutzig weils.— Schwefelsau- res Gereroxydul, Protosulfate de ceer,$. of c., bildet kleine, blafsamethystfarbne WVürfel, welche sich in WVasser schwer auflösen, giebt mit schwefels. Kalı ein Doppelsalz; es besteht aus 57,38 C.oxydul und 42,62 Schwefel.— Schwefels. Cereroxyd, Deutosulfate de eer., D. of c., bildet citronengelbe Nadeln, verwittert allmählig, giebt mit schwefels. Kali ein Doppelsal..— Phosphorsaures Cerer- oxydul, Protophosphate de ceer., Ph. of e., durch doppelte WVahl- verwandtschaft, ein weilses, in VWVasser unlösliches, aber in Salz- und Salpetersäure, nicht in Phosphorsäure,.auflösliches Pulver.— Salpe- tersaures Gereroxsydul, Protonitrate de ecr., N. of e., krystal- lisirt in farblosen Blättchen,, löst sich in Wasser und WVeingeist auf, besteht aus 50 C.oxydul und 50 Salpeters.— Salpetersaures Ce- rcroxyd, Deutonitrate de cer., D. of c., eine roihgelbe Salzmasse, welche leicht Wasser anzieht:—% kieselsaures C ereroxydul, Protosilicate de cer., S. of e., kommt als Gererit vor, in derben Mas- sen, von braunrother Farbe, specif, Gewicht 4,7 bis 9(vergleiche auch das zu Anfang gesagte). Alle diese Fossilien sind Schweden eigenthüm- lich, aber auch auf Grönland gefunden worden.] un m Ds B g, und ge Hitze murde vo 1) Gedi angelaul amerika ches ang fen Fun unbezwe YBl red on erh, ins Bı einges] der In: )B kommt seh Kubnoktaee sondern iu Strahligen Eisenschw specil, Ge siber in si ganz, Mar Gneis, Thon und Sılbere Wollch, i engt zu Nbrbee, Take, Kal taten, Th Sal ar Satin i im ul vr Stoff“ gel ten Method, Verfahrung, €s löst sich Inten Säuren Ib Schw. ’efelmetallen, loride of«, e dee,} r Luft leicht ie Salaması auf, letzter Cerer und re de: cer, de(8 ein ircen., Ei, Fluorce veils in gel- oder rosen- H, als eine h eine Ver- s Coofit, Krystalle efelsau- let kleine, 7 auflösen, 8 C.oxydul sulfate de hlig, giebt s Gerer- Ite Wahl- Salz- und - Salpe- % krystal- geist auf, ıres 6e- Jalzmasse, oxydul, ‚ben Mas- iche auch igenthün- [8 Bleierze. 47 Zwanzigstes Kapitel. Vom Blei. Das Blei, Plomb, Lead,(Saturn), kommt im Mineralreich häufig vor, und war, wegen der leichten Ausbringung seiner Erze bei gerin- ger Hitze und einfachen Einrichtungen, den ältesten Völkern bekannt, wurde von ihnen verarbeitet. Es kommt vor: [1) Gediegen, draht-, haarförmig, ästig, bleigrau, meist schwärzlichgrau angelaufen, im Bleiglanz; so hat man es in Böhmen, England, Nord- amerika, auf Madera gefunden. Es ist viel bestritten worden, und man- ches angebliche gediegne Blei war ein Hüttenproduct, allein die angeführ- ten Fundörter dieses seltnen Minerals sind bei den sichersten Angaben unbezweifelbar*). 2) Bleioxyd, natürliche Mennige, Plomb minium, M. natif, native red ozxide of lead, findet sich derb, angeflogen, eingesprengt, Bruch erdig, mitunter dem Flachmuschlichen sich nähernd, matt, morgenroth ins Bräunliche; zu Brilon in WVestphalen, Regbzk. Arnsberg, in Galmei eingesprengt, mit Bleierzen zu Kall in der Eiffel, Regbzk, Aachen, auf der Insel Anglesea, im Badischen.] 3) Bleiglanz, Galenes Plomb sulfure, Galena, Lead-glance, kommt sehr häufig vor, sowohl in Krystallen, in Würfeln, Oktaedern, Kubooktaödern, meist drusig verbunden, zu Kugeln vereint, als auch in be- sondern äufsern Gestalten, krystallinisch und derb; Textur blättrig, zum Strahligen sich neigend, starker Metallglanz, bleigrau ins Stahlgraue und Eisenschwarze, auch bunt angelaufen in Folge beginnender Zersetzung, specif. Gewicht 7,0 bis 7,6. Fast stets enthält der Bleiglanz Schwefel- silber in sich, und wäre es noch so wenig, hin und wieder Gold, Spiels- glanz. Man trifft Bleiglanz auf Lagern und Gängen im Urgebirge, im Gneis, Thonschiefer, Kalk, begleitet von Kupfer-, Eisenkies, Blende, Blei- und Silbererzen; so im sächs. Erzgebirge bei Freiberg, im Badischen zu Wolfach, in Schottland, Schweden, Norwegen; im ältern Granit einge- sprengt zu Schreibershau, auf Gängen mit Blende und Kupferkies zu Silberberg, in Schlesien, Im Uebergangs- und Flözgebirge, in Grau- wacke, Kalk, ältern Sandstein, mit Bleierzen, Galmei, Blende, Braunei- senstein, Thoneisenstein, Kupferlasur, Fahlerz, mit F lufs-, Kalk-, Schwer- spath, Quarz als Gangart, Bleiglanz bricht auf diese Weise im preufs. Staat: im Regbzk. Arnsberg, im Siegenschen bei Altenseelbach, Burbach, im Grunde Seel- und Burbach, Willnsdorf; im Regbzk. Trier, bei FED Cm Te AR PE012. 174 Bleiglanz. Bleialf, Kreis Priimm, Grach bei Bernkastel; Regbzk. Aachen, an vie- len Orten im Kreis Aachen und Gmünd; Regbzk. Cöln bei Commern am Bleiberg, Kreis Lechenich, im zerreiblichen Sandstein zugleich mit andern Bleierzen eingesprengt; dieser Sandstein bildet ein mächtiges Lager*). Das Erz nennt man Sand- oder Knottenerz, Plomb sa- bleux. Ferner in demselben Regbzk. zu Bröl, Wielberg, im Kreis Waldbröl; Regbzk. Coblenz zu Linz a. Rh.; im Regbzk. Oppeln bei Tarnowitz. Am Harz zu Klausthal, Zellerfeld, Lautenthal auf Gängen, im Rammelsberg bei Goslar auf Lagern, am Unterharz im Pfaffenberg bei Neudorf im Anhalt-Bernburgschen, in Hessen, Würtenberg, Böhmen, Galizien, Un- garn, zu Schemniz, Kapnick. In England im nordwestlichen Theil von Derbyshire, im Kreis Kingsfield und Peak, in Shropshire, Durham, Cum- berland, bei Alston- Moore, Chester, York, Northumberland, Mendip- Hills, Lancashire, Devonshire, Cornwals, Flintshire, Denbighshire. In Schottland in Aberdeenshire, zu Leadhills und Cumberhead in Lanarkshire, Wanlock- head in Dumfriesshire, in Irland. In Frankreich zu Poullaouen und Huel- goöt bei Carhaix im Deptmt, Finistere, zu Villefort und Viallaz im Deptmt. de la Lozere, zw St. Croix-aux-mines, zu St, Marie- aux-mines(Mar- kirchen), zu Giromagny in dem Deptmt. der Vogesen u. a. a. O. m,; in den Niederlanden zu Wedrin bei Namur. Bleischweif, Galene antimonifere'(dichter Bleiglanz), ein mit Schwefelspielsglanz verbundner Bleiglanz, ohne alle blättrige Textur, derb, mit spieglichen Ablösungen; ähnlich verhält sich der sogenannte Bleischimmer; in England, Sibirien, am Harz, Baden, Baiern.— Bleimulm, Bleischwärze, zersetzter Bleiglanz, schuppig, schimmernd, bleigrau, zerreiblich. [Schwefelblei+ Schwefelspiefsglanz in verschiednen Verhältnissen, Zin- kenit, Jamesonit, Federerz, mit Schwefelspiefsglanz und Schwefelkupfer, Bournonit, Schwarzerz; siehe unter„Spielsglanz,”] Bemerkungen. Je gröfser der Silbergehalt im Bleierz wird, desto mehr tritt die blättrige Textur des Bleiglanzes zurück, und die körnige ‚hervor, mit der Höhe der bleigrauen Farbe nimmt der Bleigehalt zu und der Silbergehalt ab. Was letztern betrifft, so ist schon oben be- merkt worden, dafs kaum ein Bleiglanz völlig silberfrei gefunden wird, die Mengen des Silbers sind aber sehr abweichend, von 0,03 bis zu 35,55, ersteres in dem Tarnowitzer Bleiglanz in Oberschlesien, letzteres im lichten Weilsgültigerz von Freiberg, welches aber schon zu den Sil- bererzen gehört. Wenn ein Bleiglanz 0,18 bis 0,50% Silber enthält, so *) Der Bleiberg bei Commern, v», Oeynhausen und v, Dechen, in KTArE Deo, H. Bd. 9885, 60: it oe glana gen [Seleo N Jmkobl Blaho nit kohl Jmselbe ' Kohl Dane, Pl, Krystllen Inssen, ihr mig; derb durchsicht sinzend,| Braune, at nl Gänze Grauwacl stein, Ku Deierz fi bei Mise (onnen; Zellerkld, stadt; in B m Bleiben (.a0),| Bleic kohlens, B in rundlich Grine, Roi gl, Fin Aachen, be Baien, Bil Bleihorn 1 gerade IN Graue, Ihlens, Nat. Sehr N ll, tell, Unschte, hen, an Vi. ei Commen zugleich ni in mächlieg 7, Plomb A eis Waldhril rmowitz, An Rammelkben i Neudorf in Galizien, U. en Theil vn urham, Can. Iendip- Hilk, n Schottlanl e, Wanlocl. n und Huel z im Depin, ‚mines(Ihr. a3 0.m; z), ein mil ige Textu, sogenannl: .— ‚chimmernd, nissen, Zin- wefelkupfer, vird, desto lie körnige eigehalt zu 1 oben be- ıden wird, ‚03 bis zu n, Jetzteres u den Sil enthält, 5? Dechen, L Weifsbleierz, Bleierde, Bleihornerz, Bleivitriolerz. 175 ist er schon zur Entsilberung anwendbar, und wird silberhaltiger Blei- glanz genannt. Mitunter führt der Bleiglanz, auch Gold, [Selenblei, ‚Plomb seleniure; theils allein, theils mit Selenkupfer, Se- lenkobalt, Selenquecksilber.— Chlorblei kommt theils mit Bleioxyd, Bleihornerz von Mendipp-hills in Somersetshire in England, theils mit kohlens., phosphors., arseniks. Bleioxyd verbunden vor, daher von demselben bei jenen Erzen.] Kohlensaures Bleioxyd, Weiflsbleierz, Bleispath, Plomb blanc, Pl. carbonate, white Lead ore, Carbonate of Lead, kommt in Kıystallen vor, die sich auf eine gerade rhombische Säule zurückführen lassen, ihre Form ist sehr mannichfaltig, oft in langen Nadeln, haarför- mig; derb, zellig, zerfressen, eingesprengt, Bruch uneben kleinkörnig, durchsichtig mit doppelter Strahlenbrechung, bis durchscheinend, stark- glänzend, Diamantglanz, bis wenig glänzend; weils ins Graue, Gelbe, Braune, auch blau und grün, specif. Gewicht 6,0 bis 6,6. Findet sich auf Gängen im ältern Gebirge, im Gneis, Glimmer-, Thonschiefer, Kalk, Grauwacke, auf Lagern im Flözkalk, begleitet von Bleiglanz, Brauneisen- stein, Kupfererzen, Blende, Galmei, Kalk-, Flufs-, Schwerspath. Weils- bleierz findet sich im preufs. Staat im Siegenschen, Regbzk. Arnsberg, bei Müsen, Niederdilfen, Herdorf; im Regbzk. Cöln im Bleiberg bei Commern; in Oberschlesien bei Tarnowitz. Am Harz zu Klausthal und Zellerfeld, im sächs. Erzgebirge zu Freiberg, Zschopau, Joh. Georgen- stadt; in Böhmen zu Bleistadt, Miefs ete.; in Baiern, Baden, Kärnthen, zu Bleiberg, in Ungarn, Galizien, in Frankreich, England, Schottland (a. a.0), Sibirien. Bleierde, Pl. blanc lithoide, zersetztes,. verwittertes Bleierz, kohlens. Bleioxyd mit Thon, Eisenoxyd, Kiesel gemengt, derb, zum Theil in rundlichen Massen, weich, zerreiblich, Bruch erdig, matt, grau ins Gelbe, Grüne, Rothe, Braune, specif. Gewicht 5,57; begleitet Weifsbleierz, Blei- glanz. Findet sich im preufs. Staat zu Kall in der Eiffel, Regbzk. Aachen, bei Tarnowitz in Oberschlesien; am Harz, sächs. Erzgebirge, Baiern, Baden, England, Schottland. [Bleihornerz von Matlock, besteht aus kohlens. Bleioxyd—+ Chlorblei, in geraden 4seitigen Säulen, halbdurchsichtig, Diamantglanz, wasserhell, ins Graue, Gelbe, Grüne, specif. Gewicht 6,0 bis 6,5.— Schwefel.+ kohlens. Bleioxyd, Pl. sulfato-carbonate, kommt zu Leadhills in Schottland vor, auch mit kohlens. Kupferoxyd vermengt.] Schwefelsaures Bleioxyd, Vitriolbleierz, Plomb vitreur, Pl. sulfate, Vitriol of Lead, kommt theils in Okta&dern krystallisirt vor, theils in krystallinischen Massen, eingesprengt, zerfressen, Bruch klein- muschlig, durchsichtig bis durchscheinend, starkglänzend, Diamantglanz, 176 Grün-Braunbleierz ete. Ausbringen des Bleies. weils ins Graue und Gelbliche, braungefleckt, speeif. Gewicht 6,2 bis 6,7. Auf Gängen im Gneis, Grauwacke, Thonschiefer, von denselben Fossi- len begleitet, im preuls. Staat im Siegäßichen bei Müsen, bei Burbach im freien Grund, bei Littfeld ete. Besonders am Harz bei Klausthal, Zellerfeld, in Baden, in Schottland und England, Ungarn, Sibirien. Phosphorsaures Bleioxyd, Grün-, Braunbleierz, Plomb phos- phate, Phosphate of Lead, kommt theils in Krystallen vor, deren Grund form ein bestimmtes Rhomboeder, in sechsseitigen Säulen, oft nadelför- mig, in Drusen, Kugeln vereint, theils nier- und traubenförmig, zellig, als Ueberzug, derb, Textur mitunter strahlig und fasrig, Bruch körnig ins Muschlige, durchscheinend bis undurchsichtig, glänzend, Fettglanz, grün, gelb, braun, speecif. Gewicht 6,27 bis 7,26; alles phosphors, Blei- erz enthält etwas Chlorblei, oft auch arseniks. Bleioxyd. Es findet sich auf Gängen, meist nur auf obern Teufen, in Felsarten aller Zeiten, be- gleitet von Bleierzen, Brauneisenstein, Kupfererzen, Blende, Silbererzen, Kupfer- und Eisenkies, Fluls-, Schwerspath, Quarz. Fundörter im preuls. Staat: Bleiberg bei Commern, Regbzk. Cöln, auf Sandstein; Virneberg bei Rheinbreitenbach, Regbzk. Coblenz; im Herzogthum Nassau bei Holz- appel, Daisbach, Lindenbach; am Harz, sächs. Erzgebirge, Böhmen, Ba- den, Ungarn, Frankreich, England, Schottland, Sibirien.. [Arseniksaures Bleioxyd, Plomb arseniate, Arseniate of Lead, findet sich in sechsseitigen Säulen, gelb, grünlich, braun, weich, zer- reiblich, flockig, nierförmig, knollig, Textur fasrig, Bruch muschlig ins Erdige, undurchsichtig, schwach fettglänzend, specif. Gewicht 5,0 bis 6,4, enthält fast stets Chlorblei, oft auch phosphors, Bleioxyd; findet sich auf Bleigängen mit Flufsspath, Quarz, in Frankreich, England, Si- birien.— Chromsaures Bleioxyd, rother Bleispath, siche beim „Chrom.”— Molybdänsaures Bleioxyd, gelber Bleispath, siehe beim„Molybdän.”— Wolframsaures Bleioxyd, siehe beim „Wolfram.”— Thonsaures Bleioxyd, Bleigummi, Plomb gomme, in nierförmig®n Stücken, getropft, bräunlichgelb, durscheinend, glänzend, von muschligem Bruch, findet sich nur zu Huelgoöt in der Bretagne in Frankreich.] Ueber das Ausbringen des Bleies. Das Ausbringen des Bleies ist nach der Beschaffenheit der Bleierze selbst verschieden; man kann dieselben eintheilen in oxydirtes Blei und in Schwefelblei enthaltende. I. Ausbringen des Bleies aus dem Bleiglanz.; Da der Bleiglanz unter allen Bleierzen am häufigsten vorkommt, so bedient man sich desselben auch gewöhnlich um Blei zu gewinnen. Der Verhüttungsprozels ist an sich sehr einfach, allein da sehr gewöhn- lich Jch rem besol den den dem sehede,| Anbringen {m erorde ala sind austritt sistet,{he Un a Weg eing Risten mü sich in Se ten Dleosy her es dan len sich 1 zeugt, We Jen Sch terworfen zweite Ik ohne vogi der te Yan nennt preeipilatio einander ve einem Zuse 1) Vers m angesel TUgEnOmme Weilhaf in schmolzen m Jurnenu de ul Breite h u das Ar Ka del kette de He Gen Re + Id VfR} [2 165, ht62 d7, iselben Fox, bei Burlııl bei Klausth) Sibirien, ‚ Plomb ph deren Grand oft nadelfir drunig, el, Bruch kömir d, Fetten, sphors, Blei s findet sich Zeiten, b. Silbererzei, er im preuk n; Virnebez sau bei Hol Böhmen, Dı- te of Led, weich, ze muschlig in icht 5,0 bi oxyd; find England, Si , siehe bein ispath, sieht siehe beim mb gomme, d, glänzend, Bretagne in er Bleierze s Blei und kommt, 5) | gewinne! hr gewül Ir Ausoringen des Bleies aus geröstetem Bleislanz. 177, lich fremde Schwefelmetalle dem Bleiglanz beigemengt sind, als wie besonders Schwefelkupfer(Schwv.zink, S.spiefsglanz, S.arsenik), so wer- den die nothwendigen Operatiohen, um Kupfer und Silber vom Blei zu scheiden, immer verwickelter, woher es denn auch kommt, dals das Ausbringen der Bleierze sehr verschiedenartige hüttenmännische Arbei- ten erfordert. Die Methoden des Ausb:ingens des Bleies aus dem Blei- glanz sind theils in Bezug auf die Behandlung desselben in verschieden construirten Oefen, mit verschiednen Zuschlägen, geröstet oder unge- röstet, theils in Rücksicht auf das Brennmaterial, verschieden. Um aus dem Bleiglanz das Blei zu gewinnen, kann ein zweifacher Weg eingeschlagen werden, einmal sucht man den Schwefel durchs Rösten möglichst zu beseitigen, wodurch ein anderer Theil desselben sich in Schwefelsäure umwandelt, und mit dem durchs Rösten erzeug- ten Bleioxyd zu einem basisch schwefels. Bleisalz sich verbindet, wo- her es dann kommt, dafs beim Schmelzen der gerösteten Erze mit Koh- len sich neben metallischem Blei auch Bleistein, matte de plomb, er- zeugt, welcher aus durch Reduction entstandnem Schwefelblei(und an- dern Schwefelmetallen) besteht, und einer gleichen Behandlung un- terworfen werden muls, als der Bleiglanz selbst; Röstarbeit, Eine zweite Methode beruht in der Anwendung von Eisen, um durch dasselbe, ohne vorgängige Röstung, das Blei vom Schwefel zu scheiden, welcher in der Hitze grölsere Verwandtschaft zum Eisen besitzt, als gegen das Blei, Man nennt dieses Verfahren die Niederschlagsarbeit, methode de precipitation. Endlich hat man wohl auch beide Verfahrungsarten mit einander verbunden, d. h. man röstet die Erze, und setzt sie dann mit einem Zuschlag von Eisengranalien durch, 1) Verschmelzen gerösteter Erze. Das Rösten wird, wie I. Seite 292 angegeben worden ist, theils in Haufen, theils in eignen Oefen vorgenommen, letzteres ist besonders bei Bleiglanzschliechen sehr vor- theilhaft; in England wird alles Erz, welches in schottischen Oefen ver- schmolzen werden soll, in eignen Flammöfen geröstet, roasting furnace, Journeau de grillage*), welche eine ebne Sohle von 6 engl. Fuls Länge und Breite haben, an jeder Seite 3 Oeffnungen, in der Mitte die grölsere, um das Erz einzutragen und auszuziehen, die beiden andern zum Wen- den desselben; zu gleichem Zweck sind auch an der der Feuerung enige: gengesetzten Seite 2 Oeffnungen angebracht. Zur bessern Vertheilung der Hitze befinden sich 2 Füchse an derselben Seite, welche in den gemeinsamen Schornstein ausmünden. Die Heerdsohle von fenerfesten *) Dufrenoy und Beaumont in den A. d, M, Tom, 16, p, 404; K, AB, ul.Bd, 44,55:361, 1.2, 12 I 178 gerösteter Bleiglanze über Krummöfen. Steinen liegt auf einer gufseisernen Platte, die von eisernen Säulen ge- tragen wird. Zur Bleiarbeit bedient man sich verschiedner Oefen, der Halbhohöfen, der Krummöfen, schottischen Oefen(sehr niedriger Krummöfen), der Flammöfen. A. Die meistens gebrauchten Krummöfen haben etwa 47 Fuls Höhe, 1% F. Breite, 3 F. Tiefe, eine offne Brust oder ein Auge, so dals die geschmolzne Masse stetig aus dem Heerd in den Spurtiegel des Vor- heerds fliefsen kann, welchem zur Seite ein Stichheerd liegt, in wel- chen die geschmolzne Masse aus dem Vorheerd abgestochen werden kann; beide sind mit Gestübbe festgestolsen; eine Form führt an der Rückwand die nöthige Luft zu. Zu Anfang giebt man blos Kohlen und Schlacken auf, um das Annasen zu befördern, dann giebt man Erz- schliech und Schlacken in einem zweckmäfsigen Verhältnifs mit Kohlen auf; während dem sammelt sich die geschmolzne Masse im Vorheerd, die Schlacke scheidet sich von dem Metall und dem Stein, welcher die mittlere Schicht bildet. Die Schlacken kühlen sich an der Luft ab, erstarren, und werden von Zeit zu Zeit mit Haken abgezogen, und bilden runde Stücke. Hat sich der Vorheerd gehörig gefüllt, so sticht man ab und läfst den Inhalt desselben in den abgewärmten niedriger liegenden Stichheerd abfliefsen, man entfernt die Schlacken, dann den Stein, welcher flüssiger ist und daher langsamer fest wird, bedeckt die Oberfläche des Bleies mit Kohlengestübbe, und gielst es dann in eiserne, meist schüsselförmig gestaltete Formen, wodurch es die Gestalt von Blöcken erhält, saumons, pigs. Produkte dieses Schmelzens sind: 1) Werkblei, Plomb d’oeuvre, welches in der Regel silberhaltig ist, 2) Bleistein, matte de plomb, welcher aus weniger geschwefeltem Schwefelblei, Ei- sen(Kupfer, Zink, Silber) besteht, und von neuem mehrmals ge- röstet und theils für sich, theils mit Erz gemengt verschmolzen wird, 3) Schlacken, scories, slags, von denen ein grofser Theil, und zwar die gut geflofsnen, bleiarmen, als Flufsmittel bei neuen Schmelzen zu- gesetzt wird, während die bleireichern, weniger vollkommen geflolsnen, in denen sich theils Oxyd, theils eingemengtes metallisches Blei befin- det, als ein Gegenstand neuer Bearbeitung, mit frischem Erz verschmol- zen werden. Nach Erfahrung ist das Schmelzen von reinen Bleiglanzen in Krumm- öfen sehr unvortheilhaft; man erhielt auf diese Weise von nahe 805 Bleigehalt zu Pezey in Savoyen nur 40 bis 45, während durch bessere Verfahrungsarten im schottischen Ofen 65 bis 70 gewonnen wurden. Dagegen sind dieselben zum Durchstechen von Schmelzabgängen(Krätzen), Schlacken, Heerd von Treiböfen ete,, um aus ihnen das mit Erden ver- schlad Als Bi [ Jeall Tuls ul. B. man sl Peuey Höhe, über d nen P} Die So Neigun, beiden könne, die Soh Ofens die A Die$ unter eiserne mit de und mi emeltine heils erh Kohlen, wärnt, Die auf Schliech frichterf eine Hl einen Sc! verwasth schotfisch halte, M üen Kr Menannt m ) dh Bla, Hi ı"ln Casellırn Hi Ja her, 1, I, se fen, n Säulen n. ner(ef, hr niedrige Schmeken gerösteter Bleiglanze über Krummöfen. 179 schlackte Bleioxyd als metallisches Blei zu gewinnen, sehr anwendbar. Als Brennmaterial gebraucht man meist Holzkohlen, seltner Coaks. [ Levallois über die Zugutemachung des silberhaltigen Bleiglanzes von ft FulsIhl, Vialas auf der Hütte zu Villefort(Deptmt. de la Loz&re) in den A, a! d. M. T. 9. p. 753. in K. A, f. B. u, H. Bd. 12. S. 416. B. Der schottische Ofen*), fourneau ecossais, ore- hearth, dessen man sich in Alston-Moore, in England, bedient, und ehedem auch zu Pezey**), in Savoyen, ist ein niedriger Krummofen, von etwa 2 Fuls ‚so dals dh Se] des Vır. lest, in ml. hen werd Höhe, 1 F. Breite, 1% F, Tiefe, die Form liegt fast horizontal 9 Zoll führt an de über der Sohlplatte. Der Schacht des Ofens ist aus gegofsnen eiser- Kohlen m! nen Platten zusammengesetzt, die mit feuerfesten Steinen bekleidet sind. ah Die Sohlplatte wird so gelegt, dafs sie von hinten nach vorn etwa 5° Ei Kol Neigung hat, und zwar nach der einen Ecke zu, also nach einer der beiden Diagonalen; dies geschieht, damit das Blei leichter abfliefsen könne. Die vordere Seitenplatte des niedrigen Schachts reicht nicht bis auf die Sohlplatte herunter, sondern es bleibt hier in der ganzen Breite des Ofens ein Spalt von 8 bis 10 Zoll Höhe, die offne Brust, m Vorheert, in, welche an der Lil durch welche gezogen, und die Arbeit im Innern des Ofens mit dem Gezähe vorgenommen wird, lt, so sicht Die Schachtwände sind über der Form etwas zusammengezogen, also ten niedrie unter der Form der Schacht weiter. Vor dem Ofen liegt eine gufsei- n, dann der eiserne Platte, der Werkstein, work-stone, welche gleiche Breite spielen mit demselben hat, 10° nach vorn geneigt ist, mit Rändern versehen und ınit einer Rinne, die seitwärts nach einem gulseisernen Kessel führt, in eisemn, 2: e;> z smelting-pot, bassin de reception, welcher durch untergelegtes Feuer tvon Blöcke heils erhalten wird. Das Brennmaterial besteht in Holzkohlen, Stein- Werkblä kohlen, zum Theil auch in Torf, mit letzterm wird der Ofen ange- ) Bleistein, wärmt, dann werden Steinkohlen aufgegeben, sodann die Erzgichten, vefelblei, Bi Die aufsteigenden Bleidämpfe, so wie die vom Wind fortgeführten nehrmals ge Schliechtheile, werden in einem über der Gicht angesetzten Schlott mit nolzen wird trichterförmiger Mündung gesammelt, welcher oft eine Länge von 300 Fufs, il, und zwar eine Höhe von 5 und eine Breite von 3 F. hat, sanft ansteigt, und in einen Schornstein ausmündet, Der Inhalt in diesem Schlott wird theils verwaschen und dann verschmolzen, theils erst geröstet und auf dem schottischen, oder mit den grauen Schlacken, die 71; bis 75 Blei ent- halten, und zu 16 bis 20% des Erzschliechquantums fallen, über einen eignen Krummofen, slag-hearth, welcher sich von dem in Deutschland sogenannten wesentlich unterscheidet***), durchgesetzt, ‚hmelzen zu- »n geflolsnen, lei befin- s Blei be z verschnl n in Krumm SERERESTISTEERE n nahe 90*) Dufrenoy und Beaumont a, a, O. Tom, 16, pas. 405, 10, 22, urch besser Planch, X, Fig. I, inK.A,£LB uH, Bd, 14 S. 363, 84, 87. en wurde**) Lelivee darüber in K. A, etc, Bd, 6, S, 148, Taf, 2,— Pwvis ne daselbst S, 227. gen(Krim") Au d, M,a.a.©, pag. 408, 18, 25, Planch, X, Fig. 3 und 4. inK, it Erden 1 A. etc, a. a. O, S. 368, 83, 91.— Coste und Perdonnet in den A, d, M, II, serie Tom, 7, pag. 20, Pl. 1.219598, 12* ng nee n Na; ae re- E B—n u. 180 Schmeken gerösteter Bleiglanze in Flammöfen. Tafel X Fig. 5 und 6 geben eine Darstellung eines solchen zum Durchsetzen der Schlacken bestimmten Krummofens, wie er auf der Bleihütte zu Alston-Moore in Cumberland ausgeführt ist; er hat mit dem schottischen Ofen selbst die grölste Aehnlichkeit. Der Schacht bildet ein Parallelopipedum, die Sohlplatte a, von Gufseisen, ist nach dem Vorheerd b hin sanft geneigt; an den heiden längern Seiten hat die Sohlplatte angegofsne Leisten, c,c, auf denen die WVerkstücke aus Sandstein aufliegen, welche die Seitenmauern des Schachts bilden, desglei- chen auch die gufseiserne Platte d, welche die vordere Seite des Schachts ausmacht. Diese steht 7 Zoll von der Sohlplatte ab, so dafs zwischen beiden ein leerer Raum entsteht. Die Rückseite ist von der Sohlplatte bis zur horizontal gelagerten Form von Gufseisen, darüber aber aus Sandstein. Vor dem Vorheerd b befindet sich eine Cisterne voll WVas- ser e, welches stets zu- und abfliefst, damit die von selbst über den Vorheerd ablaufenden Schlacken sich im kalten Wasser abschrecken, zerbersten, wodurch die eingesprengten Bleitheile leichter durchs Aus- waschen sich abscheiden lassen. Das Blei fliefst aber aus dem Vor- heerd b durch eine Oeffnung f nach einem eisernen Kessel g, der über glühenden Kohlen heifs erhalten wird. In den schottischen Oefen zu Alston-Moore werden in 14 bis 15 Stunden 20 bis 40 Centner sehr reines weiches Blei gewonnen, 668 des gerösteten Erzes, und in 20 Mi- nuten 1 Centner durchgesetzt. Dagegen wurden zu Pezey in 8 Stunden nur 400 Kilogr. gerösteter Erzschliech durchgesetzt, 54 bis 603% Blei von geröstetem Bleiglanzschliech, selbst 65 d, und 13% bleiische Schlacken und Abgänge erhalten; Holzkohlenverbrauch 40 bis 458 des Gewichts des Erzes, bei 91 Kubikfufs Luft in der Minute, Das über dem Krumm- ofen aus den Schlacken und der Krätze erhaltne Blei ist weit weniger rein und weich als ersteres.] C. Behandlung des Bleiglanzes in Flammöfen, sowohl um ihn zu rösten, als auszuschmelzen, Röstarbeit. Nicht jeder Bleiglanz kann mit Vortheil in Flammöfen verhüttet werden, und es sollten 405 Blei- gehalt zum wenigsten in solchem enthalten sein; doch werden in Eng- land auch noch ärmere also verhüttet. Das Erz mufs weder in zu gro- fsen Stücken, noch auch als ein feiner Schliech angeliefert werden, die rechte Gröfse der Körner ist die eines groben Sandes; während des Röstens mufs die Hitze mälsig sein, und wenn man auch anfangs eine starke Hitze macht, um frisch eingeschüttetes Erz schnell durchzuhitzen, und die Feuchtigkeit zu verdampfen, so muls doch sogleich wieder das zu röstende Erz auf die Kirschrothglühhitze gebracht werden, die zur Erzeugung von schwefliger Säure sehr passend ist. Ist das Rösten voll- endet, so hebt das Ausschmelzen an, indem theils durch Kohlen, theils durch frisches Erz, das Bleioxyd und schwefels. Bleioxyd, welche durchs Rösten erzeugt wurden, reducirt und in ein niederes Schwelelblei ver- BEGEBEN EEE wandelt rend dis| Prozese betrieben, hen Gicht, a) Das di man k Jeerd. abrö rin, und i fonblei, nehrabflief nrichpeblie Foren, währe 3 his 4 Stur 7» Kubikluls Verlust an Nethode w hätte bei 1 [h) Min kleinen 150 Pid, B suche mıt e sien angeste wurden, gal sen im Kru ganze Blep fel Steinkol die gewöhn ud IS e) Elise) Verland und€ polo in Enel dandern The N De Flammen Kun ähnlich, Mann rem[ Sn, AM Al ( ha vote und dr R Ts solchen tın e er auf der t; er hat mil Der Schach isen, ist nad ern Seiten hu Verkstücke a, ilden, deselk. des Schacht dafs awische ler Sohlplitt ber aber au ne voll WW: Ibst über da abschrecke, durchs Au; us dem Vor \ g, der übe hen Ocfen n Centner schr ind in Wr in 8 Stunden bis 505 Bl ‚he Schlacke les Gewicht dem Krumn weit went vohl um ihn leiglanz kan n 409 Blet ‚den in Eng r in zu gl werden, die vährend des anfangs eint ırchzuhitzen, wieder das len, die zur Rösten voll ohlen, theil ‚elche durcli vefelblei tt" Schmelzen gerösteter Bleiglanze in Flammöfen. 181 wandelt werden, aus welchem das Blei leicht ausgesaigert wird, wäh- rend das übrig bleibende in ein höheres Schwefelblei übergeht, Beide Prozesse werden in ein und demselben Ofen ohne eine Unterbrechung betrieben, und mitunter fast gleichzeitig in verschiednen Partieen dersel- ben Gicht. a) Das in Kärnthen zu Bleiberg übliche Verfahren*) besteht darin, dafs man kleine Posten von 3 Centner auf einem sehr geneigten Flamm- heerd abröstet, währenddem Blei absaigert, längs dem Heerd herah- rinnt, und in einem eisernen Kessel vor dem Ofen gesammelt wird, Jung- fernblei. Nach vollendetem Rost(6 bis 7 Stunden), wenn kein Blei mehr abfliefst, reducirt man das mit den strengflüssigern Gangarten gemengt zurückgebliebne Bleioxyd durch aufgeschüttete Kohlen, giebt stärkeres Feuer, während Blei abfliefst, welche Operation, das Pressen, binnen 3 bis 4 Stunden einigemal wiederholt wird. 100 Pfd. Erz verlangen 7% Kubikfufs Holz, und geben eine Ausbeute von 63 bis 675 Blei, der Verlust an Metall beträgt mindestens 10% des Gehalts im Erz.— Diese Methode wird im Nassauischen zu Holzappel und auf der Alsauer Blei- hütte bei Linz am Rhein, im Regbzk. Coblenz, ausgeübt. [d) Man bedient sich in Graubünden zu Hoffnungsbau bei Chur eines kleinen Flammofens**) mit sehr geneigtem Heerd, auf welchem nur 150 Pfd. Bleiglanzschliech bei Holzfeuer ausgeschmolzen werden; Ver- suche mit einem ähnlich construirten auf der Friedrichshütte ın Schle- sien angestellt, wo 1% Centner aufgeschüttet mit Steinkohlen behandelt wurden, gaben 1 Gentner WVerkblei, 7 Pfd. Schlacken, welche, mit Ei- sen im Krummofen durchgestochen, wenig Blei lieferten, so dafs die ganze Bleiproduktion 665% betrug; auf 100 Centner Erz waren 148 Schef- fel Steinkohlen verbraucht worden, wodurch die Schmelzkosten, gegen die gewöhnliche Niederschlagsarbeit, über$ höher zu stehen kamen, und 11%% Blei weniger erhalten wurden.] c) Englisches Schmelzverfahren. In Derbyshire, Yorkshire, Cum- berland und Cornwals bedient man sich vorzugsweise der Flammöfen, cupola in Englaud genannt, um Bleiglanze zu verhütten***), während in andern Theilen Grolsbritanniens die schottischen Oefen üblich sind. Die Flammöfen sind zwar in verschiednen Distrikten einander im Allge- meinen ähnlich, weichen aber doch in manchen Beziehungen bedeutend von *) Heron de Pillefosse Richesse mineral, Tom. 3. p. 259. Pl. 5i, Eid, IH Ir— K.NEB.u.H. Bo. 6.5.4197 IRA Br UH. Bd6,S5, 204. Tal. 2, Fig, Tu, 8. *) A.d. M.a.a. 0. pag. 401, 43.— K.A, etc. 5. 358, 371.— Coste und Perdonnet in den A, d. M, II. serie Tom, 7. pag. 14. in 182 Schmelzen gerösteter Bleiglanze in Flammöfen. einander ab; sie haben meist gleiche Länge und Breite im Innern, einige sind etwas schmäler, die Form des Heerds meist achteckig, 4 grölsere, und 4 kleine Flächen; die Feuerung liegt*ah einer schmalen Seite und ist schmäler als diese, der Heerd gegen die Mitte zu geneigt und von hier aus gegen eine längere Seitenwand etwas abschüssig, um den Ab- flufs des Bleies durch eine Oeffnung, tap-hole, nach einem gulseisernen Kessel, lea-pan, zu bezwecken. Das Gewölbe senkt sich von der Brücke abwärts nach dem Schornstein, in verschiednen Oefen verschieden stark, hat eine keilförmige Oeffnung in der Mitte, erown- hole, mit einem Trich- ter zum Eintragen der Schmelzposten. Die eine lange Seite heilst the working-side, face de travail, ou de devant, hier befindet sich die Abstichöffnung für Blei und Schlacken, die andere labourer’s side, face de Vaide, ou de derriere. An jeder sind 3 Oeffnungen, jede gleich weit von der andern entfernt, mit eisernen Schiebethüren verschlossen. Die Abstichöffnung für die Schlacken ist nahe der Einmündung des Fuchses angebracht. Damit während des Schmelzens keine Hitze durch die im Mitten des Gewölbes angebrachte Oeffnung entweichen könne, ist die- selbe mit einer starken Eisenplatte bedeckt. [Auf Tafel X stellen Fig. 7 und 8 den Flammofen*) zum Bleischmelzen auf der Hütte des Lord Grosvenor, zwei Meilen von Holywell, dar. a der Rost, b das Schürloch, ce die Feuerbrücke, d das Gewölbe, e der Heerd, f,f,f Arbeitsthüren, g,g Füchse, die sich in einen Kanal vereini- gen, welcher nach den unterirdischen Condensationsräumen und aus diesen nach dem gemeinschaftlichen Schornstein führt; vergleiche Fig. 9 und die nachfolgende Beschreibung. Die Heerdsohle ist nach der Mitte zu von allen Seiten abfallend, so dafs dort eine kesselartige Vertiefung entsteht, welche durch einen Abstichkanal unter der mittlern Arbeitsöff- nung der vordern Längenwand des Ofens mit einem Stichheerd h in Zusammenhang steht. Ein Schlackenloch findet hier nicht statt. Ein einziger Schornstein dient für alle Oefen in der Hütte, aller Rauch, alle schweflige Säure und anderweitigen luftförmigen Produkte vom Rösten, ziehen durch ein System von Kanälen, in denen sich eine grofse Menge schädlicher Dämpfe condensirt, nach demselben. Fig. 9 giebt. eine Idee von der Einrichtung der Condensationskanäle: a,a etc. sind die Oefen, b Röhren, 18 engl. Zoll im Lichten, welche von jedem Ofen nach dem Hauptkanal c führen, der 5 engl. Fuls Höhe auf 27 F. Breite besitzt; d hat 6 F. Höhe auf 3F. Breite; e ist eine runde Kammer von 15 F. im Durchmesser; f ein Kanal von 7 F. Höhe auf 5 F, Breite, und g welcher mit dem Krummofen eöommunicirt, 6 F. Höhe auf 3 Fuls Breite, Der Schornstein steht bei h, er hat unten einen Durchmesser *) Coste und Perdonnet a, a. O. Fig, 9— 11, pag. 23. Er yon da Dre Julen N gull d yon dene gemauenl dickllüss Torn, W N Calı eingesch Jreitel, warm, 1 finert, I voll Blei den Ole Ihnen a ab, W zu Zeit, nen Sell in Nulden wird das ı geschiedne ten geht di des Roste Nıch 2$ı zur weile geben von second fire Ofen iste der Vertiel Schlacken ı einige Schar werden, N inzervende Wolch si Iren, bis al dass ehe If Welle hi leihen, en, Schmeken gerösteter Bleislanzse in Flammöfen, 183 en von 30 F., oben von 12 F., die Dicke der Mauer mitgerechnet, und bil- 3) Frühe, det einen abgestumpften Kegel von etwa 100 F, Höhe.] In Seite Die Bleiglanze, welche auf dieser Hütte verschmolzen werden, ent- eist und yn halten Blende, Galmei, Eisenkies, kohlens. Kalk ete., aber keinen Fluls- um den Al spath; die Heerdsohle wird aus Schlacken vom Bleischmelzen gebildet, n gulseisen von denen es nur eine Art giebt. Man wirft 7 bis 8 Tonnen auf die on der Bid gemauerte Sohle, setzt sie in Fluls, und wenn sie durchs Abkühlen Chieden Shark, dickflüssig und teigig geworden sind, giebt man der Schlackensohle die ' einem Ti, Form, welche man wünscht, mittelst eiserner Gezähe. Darauf werden eite heist th 20 Centner Erze durch den Trichter und die Oeffnung im Gewölbe ndet sich eingeschüttet, und mit Rechen auf der Heerdsohle gleichmälsig ausge- ers side, für breitet. Der Ofen ist nun noch von ‚der Bereitung der Schlackensohle de gleich wei warn, und wird auch in den ersten 2 Stunden nicht stärker ange- hlossen, Dr feuert. Der äufsere gufseiserne Kessel h ist vom vorherigen Schmelzen , des Fuchs voll Blei, auf welchem Schlacken liegen, welche abgehoben und auf durch die in‘den Ofenheerd geworfen werden; kurz darauf fliefst auch schon das aus Onne, ist di- ihnen ausgeschmolzne Blei durch die Stichöffnung in den Stichheerd ab. Während dem wird das auf dem Heerd ausgebreitete Erz von Zeit zu Zeit gewendet, die von neuem auf dem Blei im Vorheerd abgeschied- nen Schlacken auf den Heerd des Ofens geworfen, und das reine Blei in Mulden gegossen. Eiwa 1 Stunde nach dem Anfang dieser Arbeit wird das von der Schlackenarbeit erhaltne Blei abgestochen, und die ab- Bleischmelt lolywell, dar ewölbe, e dk Kanal verein! nen und a: geschiedne Schlacke wieder zurückgegeben; während diesen Nacharbei- fi gleiche Fir, ten geht die Röstung des Bleiglanzes stetig fort, unter stetem Wenden yach der Nr des Rostes, bei einer niedrigen Temperatur der Dunkelrothglühhitze. ige Vertichu Nach 2 Stunden ist die Röstung, first fire, vollendet, nun schreitet man ern Arbeitsli zur zweiten Operation, dem Schmelzen, verstärkt die Hitze durch Auf- ichheerd. geben von Kohlen, und läfst den‘Ofen 25 Minuten lang, verschlossen, Be. second fire. Nach Verlauf dieser Zeit werden die Thüren’ geöffnet, der Ofen ist lebhaft rothglühend und das Blei läuft von allen Seiten nach der Vertiefung in der Heerdsohle; die auf dem Blei schwimmenden Schlacken werden abgeworfen, auf der Heerdsohle ausgebreitet, und rodukte von ch eine große Pig, 9 giebt e En die einige Schaufeln Kalk auf das Bleigeworfen, wodurch die Schlacken steif | jedem Ole werden. Nach+ Stunde werden die Schlacken mit dem Erz vermengt, (2% F, Breit: umgewendet, und die Oeffnungen aufgemacht, damit sich der Ofen kühle, ‚Kammer v0 wodurch sich die Schlacken leichter vom Blei trennen. So wird fortge- p 5 F, Breit fahren, bis nach 4% bis 5 Stunden der erste Abstich des Bleies erfolgt, ühe auf 3 Fu auf dasselbe wind; Kalk geworfen, und auch wohl mit Stangen von u Durchneit frischem Holz gerührt, um durch die dem Kochen ähnliche Bewegung, welche hierauf erfolgt, die Trennung der Schlacken vom Blei zu er- leichtern. ). 184 ‚Schmelzen gerösteter Bleislanze in Flammöfen. Man bringt aus Bleiglanzen, die selten unter 703 Blei enthalten, von 775 Bleigehalt nach angestellter Probe 67,5 Blei im Flammofen, 3,75 aus den Schlacken im Krummofen, also 71,25 aus, Verlust 5,75, welche zu 5,125 dem Flammofen, zu 0,625 dem Krummofen zur Last fallen. Auf 20 Centner Schliech werden im Flammofen 10 Centner mit- tel gute Steinkohlen verbraucht.— In andern Hütten gebraucht man Flufsspath als Flufsmittel für die Schlaken im Flammofen. [Berthier hat die Bleischlacken englischer Bleihütten, so wie die in den Schornsteinen abgelagerten Massen untersucht, und in den A. d. M. Tom. 7. p. 73 beschrieben, D, p- J. Bd. 38. S. 182.] Was nun die Theorie dieses Bleihüttenprozesses anlangt, so ist sie kürzlich folgende: das durchs Rösten eines Theils des Erzes erzeugte basisch schwefels. Bleioxyd bildet mit dem noch nicht oxydirten Schliech in Berührung eine teigige Masse, eine niedrigere Schwefelungsstufe des Bleies, als der Bleiglanz ist, aus welcher sich das Metall, indem der Rückstand sich höher schwefelt, bei gelinder Hitze absaigert; die Ab- kühlung des Ofens, wenn durch stärkere Hitze jene Schwefelverbindung Nüssig geworden, trägt wieder dazu bei, dafs sie teigig wird, und auf diese Art das Blei von neuem absaigern kann. Ein Zusatz von Kalk dient, um aus den Schlacken Bleioxyd zu scheiden, und sie zäher zu machen, da das entstehende Schwefelcaleium sehr strengflüssig ist; Flus- spath soll die Schlacken flüssig erhalten. Durch das häufige Wenden des Erzes werden die eisernen Gezähe stark angegriffen, und tragen ih- rer Seits auch etwas zur Entschwefelung des Bleies bei, so wie man auch hie und da Kohlenklein auf das geröstete Erz schültet, besonders wenn die Oxydation desselben ziemlich vollkommen erreicht ist, um die Reduction eines Theils zu bewirken, wodurch wieder etwas Schwefel- blei entsteht, welches auf das schwefelsaure Oxyd, wie angegeben wor- den ist, einwirkt, [@) Das Verschmelzen der Bleiglanzschlieche im Flammofen zu Poullaouen*) in der Bretagne, Deptmt. Finistere, das zu Pezey, in Savoyen**), ist dem englischen sehr analog. Coste und Perdonnet***) haben eine Vergleichung aller bekannten Schmelzmethoden in Flammöfen geliefert. Einer besondern Erwähnung bedürfen noch die auf den Hütten bei Freiberg, im sächsischen Erzgebirge, stattfindenden Schmelzarbeiten****). Die dortigen Erze sind Blei-, Kupfer-, Silbererze, als: Gediegen Silber, KA, EB uiH, Ba.-6,8;:161. **) Daselbst S, 212,**#) A, 2.0, pag. 49, ) Lampad, Allg, Hüttenk, Theil 2, Bd. 1, S. 75, Tafel A, Supplem, Ba. 1, 5, 22,— Perdonnet in den A,d,M, II, serie Tom, 2. p, 239, 301, Planche 6, | Silbe ji, sind Da sid Bis Jen der nilgethe nam In| und blei schmolz sirung 7 und Blei andere,\ ma wel die Gang reichlich erue, A delt, in det, al erue, f rend die stung un steinarh der dabeı fer und Sıl kuplera: | fer und] Kıplers si Drennmate zum Ani Halthohöfe Constructio bindıne, u ulsanme \robet Schr arseniks,]I Sıllieche N Prada he Ink, Nick len, keiler| au Rah n 1 enthalte, Mlammofe, "erlust di en zur Last Öentner nit raucht man e die in den nAdN, , So ist sie es erzeugte en Schliech gsstufe des indem der tt; die Ab- \verbindung rd, und auf ; von Kılk ie zäher zu x Ist; Fluß se Wenden | tragen il: ;0 wie man , besonders ist, um die s Sehwelel- geben wol: yullaouen*) yen=) ist haben eine n geliefert] \ Hütten bei zbeiten***) diegen Silber, A, Supplem, o, 239, 30 Ausschmeken gerösteter Bleierze über Schachtöfen. 185 Silberglas- und Rothgültigerz, Bleiglanz und phosphors. Bleioxyd, Kupfer- kies, Fahlerz, Buntkupfererz, meist unter einander vermengt; Gangarten sind Quarz, Kalk-, Fluls-, Schwerspath, Braunspath; begleitende Erze sind Eisen-, Arsenikkies, Blende. Einige der vorkommenden Erze wer- den der Amalgamation unterworfen, wovon beim„Silber” das Weitere mitgetheilt werden wird, die übrigen werden verschmolzen. Diese theilt ıan in 2 Haufen, in solche, welche nach vorgängiger Röstung mit Blei und bleiischen Zuschlägen, auch wohl ohne diese, in Schachtöfen ver- schmolzen werden, wobei silberhaltiges Werkblei, Bleispeise, eine Le- girung von Blei, Nickel, Kobalt, Silber mit Arsenik und etwas Schwefel, und Bleistein erhalten wird,— Bleiarbeit, fonte de plomb,— und in andere, welche ärmer an Blei und Silber nicht in die Bleiarbeit genom- men werden, sondern mit kiesigen Erzen, wenn dieses nöthig wird, um die Gangarten leichter abzuscheiden, verschmolzen werden, wobei eine reichliche Schlacke gebildet wird, und ein Stein, Rohstein, matte crue, das Hauptprodukt ist. Dieser wird als ein erzeugtes Erz behan- delt, in welchem das Silber sich in einem concentrirtern Zustand befin- det, als in dem Erz vorher,— Roharbeit, Concentrationsarbeit, fonte crue, f. de concentration.— Der Stein wird in Haufen geröstet, wäh- vend die zur Bleiarbeit bestimmten Erze in eignen Flammöfen der Rö- stung. unterworfen werden; der geröstete Stein wird dann der Blei- steinarheit unterworfen, um aus ihm Silber, Blei, Kupfer zu gewinnen, der dabei fallende Stein, Kupferstein, matte de cuivre, enthält Kup- fer und Silber, wird nach dem Abrösten durchgestochen,— Sch warz- kupferarbeit, fonte des mattes de cuivre,— wobei Schwarzkup- fer und Dünnstein fallen. Die weitere Bearbeitung des silberhaltigen Kupfers siehe beim„Kupfer”. Das zu diesen Schmelzungen angewandte Brennmaterial besteht in Coaks, Holzkohlen, Steinkohlen, Holz und Torf zum Anwärmen der Oefen. Die zur Roharbeit gebrauchten Oefen sind Halbhohöfen, deren Schacht eine von der gewöhnlichen abweichende Construction hat; die Oefen stehen mit einer Fluggestübekammer in Ver- bindung, um von den sich verflüchtigenden Dämpfen einen grofsen Theil aufzusammeln. Der Bleistein wird mit Steinkohlen dreimal geröstet, wobei Schwefel und Arsenik verflüchtigt werden, und schwefels. und arseniks. Metalloxyde zurückbleiben.— Die zur Bleiarbeit bestimmten Schlieche werden in einem Flammofen bei Steinkohlenfeuer geröstet; das Produkt besteht aus einem Gemeng von schwefels. Blei-, Kupfer-, Eisen-, Zink-, Nickel-, Kobaltoxyd, metallischem Silber und einigen arseniks. Me- tallsalzen. Man verschmelzt gleichzeitig auch gerösteten Stein und Schlak- ken über Halbhohöfen, die in der Gegend der Form tiefer sind, als die zur Roharbeit bestimmten, wendet Cvaks an, die langsamer brennen, ... ni nn mag nenn engen u—-— se ee—- er> a ae 180 Ausschmelzen von Blei aus nicht gerüstetem Dleislanz. und giebt weniger Wind; zwischendurch wird auch armes Werkblei, Glätte und andere bleiische Vorschläge mit aufgegeben, so dafs das fal- lende Werkblei 1 bis 2 Mark Silber im Centner enthält. Das Werk- blei, wenn es nur 1 Mark Silber enthält, wird wieder auf die Gicht ge- geben, wodurch dann gegen 2 Mark haltendes Werkblei fällt, welches treibewürdiger ist. Dabei werden die Schlacken 4 Loth Silber reicher, allein zur Roharbeit zugeschlagen. Durch dieses Verfahren erspart man öftere Treiben und es geht weniger Blei verloren*). 2) Verschmelzen ungerösteter Erze mit Eisengranalien, Nieder- schlagsarbeit. Um den Schwefel vom Blei durchs Schmelzen ohne vorausgehende Röstung zu scheiden, ist das Eisen am vortheilhaftesten anzuwenden, indem Kalk statt des erstern angewendet keine günstigen Re- sultate liefert, weil das erzeugte Schwefelealeium unschmelzbar ist, da- her den guten Gang im Ofen stören und unmöglich machen würde. Das Eisen dagegen giebt ein leichtflüssiges Produkt, und ist, obschon die bedeutenden Mengen, welche nach und nach verbraucht werden, auch ziemliche Kosten verursachen, dennoch das wohlleilste Mittel zum Zweck. Stabeisen würde dem beabsichtigten Prozefs noch besser ent- sprechen, als Roheisen, hinderte nicht der höhere Preis die Anwendung, man ist daher gezwungen, zu diesem zu schreiten, und fertigt Eisengra- nalien, indem man geschmolznes Roheisen in flielsendes Wasser gielst. Man hat auch wohl versucht, Eisenerze statt des Eisens anzuwenden, allein nieht mit Vortheil, denn während der nur langsam erfolgenden Reduction der Eisenerze müssen die Bleiglanze lange der Hitze ausge- selzt bleiben, was zu beträchtlichem Abbrand und Verflüchtigung Ge- legenheit giebt. Eher wendet man einen Antheil Frischschlacken an, die Eisenoxydul enthalten, wodurch Schwefel in schweflige Säure ver- wandelt wird. Ebenso hat man die Erfahrung gemacht, dafs der dabei fallende Stein, wenn mit Holzkohlen geschmolzen wurde, weit mehr Schwefelblei enthielt, als bei Coaks, woraus wohl zu folgern ist, dafs erstere nicht die zur vollkommnern Entmischung nölhige Hitze geben, wodurch sich, sobald eine ziemlich'ansehnliche Menge Schwefeleisen sich erzeugt hat, eine Doppelverbindung von Schwefelblei und Schwe- feleisen bildet. Enthält das Bleierz Kupferkies, so setzt man auch wohl absichtlich nicht so viel Eisen zu, um alles Schwefelblei zu zerseizen, damit ein reicher Bleistein falle, in welchem sich das Schwefelkupfer sammelt; dieser wird einer eignen Aufarbeit unterworfen, um durch die- selbe zuletzt noch Kupferstein zu gewinnen, welcher auf Schwarzkupfer verwendet wird, *) Lampadius in E. J. Bd, 5.$, 383, ja pe BER SNENG Nies (Ueber arbeit Äh john, ı) IN Jime De sehlesien schmelzt (Stuff, halten, 2 und 84 fihren, eisenstein Halblohö öfen hal 1) Zul nen Da vorn Se Ahstich, gende Si durehgese rigen Sch ZUSAUInen. Werkhlei hi% BC, m (Schnur,(0 lichen Al Produktion Schlucken die Jalde sich durch Zum$ \ IM ANdlen an) Rtll, Ein nit nae lan, 3 Werkblei, lals das hl. Das Werk. ie Gicht ge. IIt, welches Iber reicher, erspart man n, Nieder- melzen ohne heilhaftesten ünsligen Re- bar ist, da- hen würde, st, obschon cht werden, e Mittel zum t besser ent- Anwendung, ist Eisengra- Vasser gielst, anzuwenden, erfolgenden Hitze ausze- ‚htigung Ge- »hlacken an, . Säure ver- s der dabei weit mehr mist, dals ize geben, wefeleisen d Schwe- uch wohl zerselzen, efelkupfer lurch die- Y arzkupler Niederschlagsarbeit auf der Friedrichshütte bei Tarnowitz. 187 [ Ueber die vortheilhaftere Anwendung der Coaks bei der Niederschlags- arbeit siehe Karsten in seinem Archiv Bd. 6. S. 92.] A. Verschmelzen des Bleiglanzes mit Eisen in Krumm- und Halb- hohöfen. a) Mit Coaks. Als Beispiel eines solchen Schmelzprozesses soll eine kurze Beschreibung des auf der Friedrichshütte bei Tarnowitz, in Ober- schlesien, gebräuchlichen Verfahrens dienen*). Die Friedrichshütte ver- schmelzt die Bleiglanze der Friedrichsgrube. Man theilt sie ein in 1) Erze (Stuff-, Wasch-, Graupenerz), welche zwischen 5 und 10% Bergart ent- halten, 2) in Schlieche, und zwar Grabenschlieche, welche zwischen 45 und 48% Blei enthalten, und in Heerdschlieche, die nur 35 bis 402 Blei führen. Die unhaltige Bergart ist gröfstentheils Kalk und etwas Braun- eisenstein. Die Erze schmelzt man über Krummöfen, die Schlieche über Halbhohöfen. Die zum Ausschmelzen der Erze angewendeten Schacht- öfen haben 4% Fufls Höhe, 18 Zoll Breite, 3 F. Tiefe; die Form liegt 15 Zoll über der Sohle des Ofens und nimmt zwei Düsen von hölzer- nen Blasebälgen auf. Der Ofen hat eine ganz ähnliche Einrichtung, wie vorn Seite 178 angegeben worden, zum Abfluls des Schmelzprodukts einen Abstich. Ist der Ofen mit Steinkohlen gehörig abgewärmt, so wird fol- gende Schmelzpost binnen 16 bis 17 Stunden bei 48 bis 50 Kbf. Coaks durchgeschmolzen: 100 Centner Erz, 36 C. arme Bleischlacken vom vo- rigen Schmelzen, 12 bis 14 C. Eisengranalien, 12 C. Frischschlacken, zusammen 136 C. Man gewinnt hievon durchschnittlich 66 Centner Werkblei, aus den reinsten Erzen 67 bis 68,3, welches im Centner % bis 2% Loth Silber enthält; 24 C. Bleistein, welcher 2%; 27 bis 28 C. unreine Schlacken, welche% bis 3%, und 4 bis 5 C. Ofengekrätz (Schur, Ofenbruch, Patzen), welches 6 bis 208 Blei enthält. Aus sämmt- lichen Abgängen und Stein resultiren noch 1% C. Werkblei, also ist die Produktion zusammen von reinsten Erzen 68,5 bis 69,8%. Die armen Schlacken werden theils zu folgenden Schmelzen aufbewahrt, theils über die Halde gestürzt, die bleihaltigen Schlacken und das Gekrätz aber für sich durchgestochen. Zum Schliechschmelzen werden, so wie zum Abgängeschmelzen, Halb- hohöfen angewendet, denen man früher 20, jetzt aber nur 16% Fuls Höhe giebt. Ein solcher Ofen ist auf Taf. X Fig. 10 in einem senkrechten Durch- schnitt nach der punktirten Linie AB Fig. 13, und in einem ähnlichen *) Manes über den silberhaltigen Bleiglanz von Tarnowitz, A. d. M, Tom, 12. p, 101.— Karsten in seinem Archiv Bd. 6. S, 170.— Thür- nagel über das Bleierzgebirge in Oberschlesien, inK, A.£B u.H Bd, 7. 5. 54. 188 Niederschlagsarbeit auf der Friedrichshütte bei Tarnowitz.\ nach der Linie CD derselben Figur dargestellt. Gleiche Buchstaben ll I zeigen in sämmtlichen 4 Figuren 10—13 gleiche Theile an. Kuplr nl a,a das Schachtfutter aus Ziegelsteinen, b die Aufsetzmauer, e die al Kl Thür, durch welche man zur Gicht d gelangt, e,e mit eisernen Thüren| Jim, Bi verschlofsne Oeffnungen, um zu den Fluggestübekammern gelangen zu qm,| können; f die Form, g Gestübbesohle, h Sandlage, i Lehmsohle, k Vor- ide Schae heerd, 1 Stichheerd, m Eisenplatten, durch welche der Vorheerd zusam- al hi der mengehalten wird. Fig 12 stellt einen Grundrifs des Schachts dar nach| an weilesten der punktirten Linie EF in Fig. 11; Fig. 13 den Grundrifs in der Höhe hier ab vet der Form. aus den Sch Die Schmelzpost wird aus'100 C. Schliech, 32 Bleistein, 12 bis 15 hekammer,| Ofengekrätz, 10 Eisengranalien, 24 Frischschlacken, 100 bis 120 Blei- durch den N schlacken vom vorigen Schliechschmelzen zusammengesetzt, der Ofen in lichen Sab starke Glut versetzt, und das Nasen befördert. In 40 Stunden ist jene I wind von lei Schmelzpost mit einem Aufwand von 150 bis 155 Kbf. Coaks durchge-| Rauchmantel, schmolzen; das Produkt besteht durchsebnittlich in 40 C. Werkblei bei stechen entbi Graben-, und 30 C. bei Heerdschliechen, mit 2 bis 3 Loth Silber im©., Die gemöh aus Stein, welcher auf die Halde gestürzt, Gekrätz, welches bei einer fol-|;(mu 16} genden Schmelzpost zugesetzt wird. Aulserdem findet noch ein beson-| hält. it deres Durchsetzen von Gekrätz, Schlacken, Stein vom Erz statt,— Ab-| 2 Tot Si gängeschmelzen—, wozu auch Eisen und Frischschlacken verbraucht strich, wele werden, wobei über dem Hohofen in 15 Stunden aus 100 C. 3% bis 4C. nauer Hüte) Werkblei mit 14 bis 2 Loth Silber im C., bei einem Verbrauch von liefert bei eı 34 bis 36 Kbf. Coaks erhalten werden. Man hat auch Heerdschlieche hell beim Abgängeschmelzen zu 6 bis 75 zugesetzt.— Das Werkblei wird| 4(. Bei in kleine eiserne Formen gegossen, und in Blöcken von 25 Pfd. Gewicht| Sean zum Treibheerd gebracht, wovon weiter unten das Nähere,| he on Der bei diesen Operationen fallende Stein enthält hauptsächlich Re Schwefeleisen, welchem etwas Schwefelblei beigemischt ist. Das zuge-| ie, Sch setzte metallische und oxydulirte Eisen ist nämlich hinlänglich, um sich\ 0 Eiengranalier mit dem Schwefel zu einem niedern Schwefeleisen zu verbinden, wäh- schicht, due rend sich das Blei abscheidet; mehr Eisen als erfahrungsmälsig erforder- oo Schlichschme lich, würde den Schmelzprozels, wegen eintretender schwerern Schmel- Werkhle, mi zung, erschweren. Man schätzt den Schmelzverlust auf 16% des Bleies Kup g)2 im Bleiglanz.— Ein ganz ähnlicher Prozefs findet auf der Hütte Gosen- Ik ud} 1 bach bei Siegen statt. a ebenso, d) Mit Holzkohlen. Am Ober- und Unterharz bedient man sich aaa dieses Brennmaterials zum Betrieb der Blei- und Silberhütten, von de- vi erh nen die Frankenscharrner Hütten*) bei Klausthal als Beispiel dienen“ A © elanı &: a 5® Miten Dnrchs ) Lampad. a. a. O. Theil 2, Bd. 2. S. 7. Supplem. Ba. 1. S. 31. über Kun. Heron de Villefosse Richesse minerale, Tom, 3. p. 151, 211, Amy 7‘ arnowıt;, Buchstahn nauer, cl: nen Thüren gelangen n sohle, k Yo. heerd zusın. hts dar nach in der Hile n, 12 bis Ih is 120 Blei der Ofen in den ist jene ks durchge. Verkblei bei Silber im(, bei einer fl h ein beson- statt,— All ı verbraucht 3% bis 46. rbrauch von erdschlieche erkblei wird Pid. Gewicht hauptsächlich ‚ Das zuge- h, um sich inden, wäh- sig erforder- orn Schmel- des Bleies itte Gosen- it man sich ten, vo de. spiel dienen BIS: le 4, Niederschlagsarbeit am Oberharz. 189 sollen. Die Begleiter des Bleiglanzes, welcher silberreich ist und etwas Kupfer enthält, sind theils Spatheisenstein, Kalk-, Schwerspath und Quarz, theils Kalkspath, Thonschiefer, Quarz, auch wohl etwas Blende, phos- phors. Bleioxyd; Schlieche unter 30 Pfd. Blei werden zur Steinarbeit verwendet. Die Oefen sind Hohöfen von 18 Fufs Höhe, an der Gicht ist der Schacht rund und hat 2 Fuls Durchmesser, unten am Sohlstein und bei der Form ist derselbe länglich viereckig, über der Form ist er am weitesten, und gleicht einem Quadrat mit gebrochnen Ecken; von hier ab verengt sich derselbe und rundet sich immer mehr zu. ‚Die aus dem Schacht entweichenden Dämpfe gehen durch eine Fluggestü- bekammer, die in mehrere Abtheilungen getheilt dazu dient, die theils durch den Windstrom aufgetriebnen Schlieche, theils verflüchtigten me- tallischen Substanzen aufzunehmen; sie ist für 2 Oefen gemeinschaftlich, wird von Zeit zu Zeit gefegt. Ueber dem Vorheerd befindet sich ein Rauchmantel, um die Bleidämpfe aufzunehmen, welche sich beim Ab- stechen entbinden; der Rauchfang ndigt in die Gestübekammer. [Die gewöhnliche Beschickung des Schliechs, welcher in 30 Centnern (zu 116 Pfd. gerechnet) 5,5 Mark Silber und 13 bis 13% C. Blei ent- hält, ist folgende: 35 C. Steinschlacken, welche 7 bis 8 Pfd. Blei und % Loth Silber enthalten, 10 C. bleiische Vorschläge, Glätte, Heerd, Ab- strich, welche 4 C. Blei führen, 4 C. Eisengranalien(von der Alte- nauer Hütte). Diese Schmelzpost ist in 16 Stunden durchgesetzt, und liefert bei einem guten Gang des Ofens, bei einem Aufgang von 330 bis 340 Kbf. Kohlen, 32 C. WVerkblei, mit 5 bis 5% Loth Silber ım C., 30 C. Bleistein, mit 38 bis 40 Pfd. Blei und 2 Loth Silber ım C., Schlacken, welche 3 bis 7 Pfd. Blei und„; Loth Silber enthalten, und über die Halde gestürzt werden. Der Bleistein(Schliechstein) wird in kleine Stücke zerschlagen, mit Holz dreimal geröstet, sodann über Krumm- öfen unter Anwendung von Coaks mit Schlacken vom zweiten Durch- stechen, Schliech von 20 bis 29 Pfd. Blei- und 2 Loth Silbergehalt, Eisengranalien, bleiischen Vorschlägen, Schlacken vom Glättanfrischen be- schickt, durchgestochen; das Schmelzen geht weit hitziger, als beim Schliechschmelzen, das Ausbringen beträgt aus obiger Beschickung 12 C. WVerkblei, mit 3% bis 4 Loth Silber, und Stein mit 30 bis 35 Pfd. Bleı und 2 bis 2% Loth Silber im C.; die Schlacken haben 6 bis 10 Pfd. Blei und% Loth Silber. Der Stein vom ersten Durchstechen wird dann ebenso, wie der Schliechstein, dreimal geröstet, in Hohöfen mit ähnlichen Vorschlägen durchgestochen, und wieder WVerkblei, Stein und Schlacken erhalten, welche letztern 16 bis 18 Pfd. Blei enthalten, und aur Schliech- und Steinarbeit kommen. Der hiebei gefallne Stein wird ebenso behandelt, und dann über Krummöfen verschmolzen; der vom dritten Durchstechen fallende Stein wird wieder geröstet, zum 4ten Mal über Krummöfen verschmolzen, wobei Kupferstein mit 18 bis 20 Pfd. ng f 190 Ausschmelzen d. Bleies mil Eisenoxyd.— Gemischtes Verfahren. U Selmelne Kupfer, und 3 bis 3% Loth Silber, ferner sehr kupfriges Werkblei, wel- dann set ches 4 bis 5 Loth Silber enthält, gewonnen wird. Der erhaltne Kupfer-| alles unler stein wird geröstet und über einem Krummofen zu Schwarzkupfer durch- in Sie U gestochen, welches auf der Altenauer Hütte nebst dem dortigen durchs 4) Schmel Saigern entsilbert wird.— Aehnlich sind die Hüttenprozesse auf der sine Altenauer, Lautenthaler, Andreasberger Hütte. Beide Er B. Verschmelzen des Bleiglanzes mit Eisen in Flammöfen. Seliechziehen [Ein solches Schmelzen findet zu Vienne, im Deptmt. de l’Isere, und zu"on wenig Poullaouen statt, man schmelzt an ersterm Ort 203€. Bleiglanzschliech| fie sind, Im auf dem Flammheerd mit Steinkohlen, setzt 2% bis 3 C. Eisen zu, rührt Versehen um, worauf sich Schwefeleisen bildet und auf dem abgeschiednen Blei beider Metall I | I schwimmt; binnen 15 bis 18 Stunden ist ein Schmelzen geendet, 5352| Krk 7 U tenbetrieb K Blei gewonnen, und Stein von sehr geringem Bleigehalt, so dals er nicht ; i 1- und Ku weiter durchgestochen wird.|] Bi ul "gilt werde Verschmelzen der Bleiglanze mit Substanzen, welche Eisenoxyde| hvanteNe enthalten.| Ailten bei 1 Man bringt zu Wedrin, bei Namur in den Niederlanden, Blei aus| est Bleiglanz in Krummöfen mit Holzkohlen aus, dessen Gangart fast gänz- in lich aus Ocker besteht; 100 Kilogr. Erz werden in einer Stunde mit ei- Sehens as d ‚S V nem Aufwand von 32,1 Kilogr. Kohlen verschmolzen und geben 32,2 Ki- Kup gel logr. sehr reines Blei.— In der Eilfel, bei Commern*) am Bleiberg,= HN verschmelzt man Bleiglanzschliech, welcher aus dem bleiglanzführenden| Veh es :: 2: ei ütte stattlin Sandstein(Knottenerz) ausgewaschen wird, und einen mittlern Bleigehalt von 323 enthält, mit Kalk und Frischschlacken. Man mengt den Schliech a mit etwa 89 gelöschtem Kalk, arbeitet das Gemeng durch, formt dar- Treibofens n aus Schmelzkuchen, und läfst sie trocknen, zerschlägt sie dann in eigrolse I durch Gehli Stücke, und giebt sie mit der Hälfte des Gewichts Frischschlacken auf| Dinpfen ver Krummöfen von 4% Fuls Höhe, und gewinnt bei einem Aufgang von 5| auch viel Bl: bis 6 Centner Coaks auf 20 C. Schmelzkuchen einige 30% Blei; in 24| es unmöglich Stunden werden 30 Centner Schliech verschmolzen. bis 12(auch [3) Gemischtes Verfahren, wobei sowohl Rösten als Eisen angewendet wird.| ee Zu Poullaouen hat man, wegen des hohen Preises des Eisens und des ji Fr h öftern Mangels an demselben, die Schlieche erst im Flammofen geröstet ü al und unter Zusatz von Kohle mit einmaligem Schmelzfeuer abgesaigert, den, Der sodann das Gemeng von basisch schwefels. Bleioxyd und Schwefelblei nie hf mit 5 bis 69 altem Eisen beschickt, und dadurch weit mehr Blei ge-| h en wonnen, als nach dem frühern Schmelzverfahren über den Krummofen.\ Ver, — Zu Viconago pflegt man die Schlieche in einem Flammofen zu rö-| i Nr nut h sten und auszubringen, wodurch etwa% des Bleies gewonnen werden;"lem | Mn *) Ueber den Bleiberg bei Commern, v, Oeynhausen und v, Dechen Mit Kl, u a. a, O, Vergl. vorn Seite 174,"niit, tes Verfahn, Verkbiei, nl 'haltne Ku Der. t2kupfer durc, lortigen durch, Vozesse auf da mölen, Ulsere, und leiglanzschlich Fisen zu, rührt schiednen BI; geendet, hBR er nid & Eisenoxyt den, Blei as 1gart fast gin- Stunde mit e- eben 322K: am Bleiben, lanzführenda om Bleigehi t den Schlieci h, formt dar ann ig eigrole hschlacken aul Aufgang von) d Blei; in 4 ewendet wird, isens und des nofen geröstet Or abgesaigert, Schwefelblei mehr Blei gi ‚ Krummolen. mofen zu rö pnen werden; ind DR Dich Schmekverf. um Dleiglanz u. Kupferkies zusammen zu verschmekz. AA dann setzt man zur steifen Masse 103 Spatheisensteinschliech, arbeitet alles unter einander und läfst das Gemeng erkalten, zerschlägt die Masse in Stücke und verschmelzt sie über Krummöfen.] 4) Schmelzverfahren, um Bleiglanz und Kupferkies zusammen zu ver- schmelzen. Beide Erze brechen nicht selten zusammen und lassen sich durchs Schliechziehen nieht ohne Verlust trennen, weil des Kupferkieses nur wenig unter dem Bleiglanz sich findet, und beide oft silberhal- tig sind. Im Allgemeinen ist aber zu Beineskkah dafs die gleichzeitige Verschmelzung beider Erze wegen der bedeutend abweichenden Natur beider Metalle nicht vortheilhaft ist. Als Beispiel zu solchem Hüt- tenbetrieb können die oberharzer Hüttenwerke, so wie die Silber- Blei- und Kupferhülten zu Müsen und Littfeld im Siegenschen an- geführt werden. Was den! oberharzer Hüttenprozels betrifft, so ist schon auf Seite 189 das Schmelzverfahren auf den Frankenscharrner Hütten bei Klausthal erwähnt worden, und der aus dem Durchste- chen des Steins erhaltne Kupferstein und Schwarzkupfer, ein Produkt aus dem den Bleiglanz begleitenden Kupferkies. Die Abscheidung des Silbers aus demselben, so wie die Raffinirung des Kupfers, werden beim Kupfer gelehrt werden. [Noch ist eines Prozesses zu gedenken, welcher auf der Andreasberger Hütte stattfindet, einer Röstung des kupferhaltigen Steins vom Durch- stechen des Schliechsteins, welche man Verblasen nennt. Man setzt diesen Stein zu 30 Centner auf den Heerd eines Spleilsofens, eines Treibofens mit gemauerter Kuppel, welcher einen Stichheerd hat, läfst durch Gebläseluft die leicht oxydirbaren Körper oxydiren und sich in Dämpfen verflüchtigen, wodurch Schwefel, Arsenik, Spiefsglanz, aber auch viel Blei, verbrennen und einen gewaltigen Rauch bilden, wobei es unmöglich ist zu sehen, was auf dem Ofenheerd vorgeht. Nach 10 bis 12(auch wohl 20) Stunden wird der Stein und das WVerkblei ab- gestochen; man erhält silberhaltiges Blei, Bleistein, welcher an 35 Pfd. Blei und 2 bıs 3 Pfd. Kupfer enthält, blei- und kupferreiche Schlak- ken, welche letztern und der Stein über Krummöfen durchgestochen werden, Der hiebei fallende Stein wird wieder verblasen, was besser und ohne heftiges Dampfen erfolgt, wobei man Kupferstein erhält von 20 bis 25 Pfd. Kupfer und 5 bis 5 57 Loth Silber, sammt spröden, kupfri- gen VWVerkblei, Schliefslich ist uch anzuführen, dals eine solche Ar- beit nur mit kupferhaltigen Steinen vorgenommen wird, nicht mit ge- wöhnlichem Ble:istein.] Auf den Hütten zu Müsen und Littfeld verschmelzt man Bleiglanz mit Fahlerz zusammen. Der Gehalt der Bleiglanzstuferze ist durch- schnittlich 40 bis 452 Blei und 1; bis 2 Loth Silber; Bleiglanzschliech 192 Schmelzverf. um Bleiglanz u. Kupferkies zusammen zu verschmek,( 40 bis 502 Blei, 1% bis 2 Loth Silber; Setzgraupen 45 bis 508 Blei,| sich in der 1; bis 2 Loth Silber im Centner. Fahlerz und zwar Stuferz Netlk sl a) 18 bis 24 Loth Silber, 16 bis 205 Kupfer, und di d 2) 28.» Ha» 4.25: Pfdas» ein Werkbli b) 3:9574..8» 3» 4»»| yict allein Schhech 42... 8 een» Ne en) 10bis152 Blei.| ds Brennmal Bei der gemeinsamen Schmelzung der Bleiglanze- und Fahlerze mit| Freiberg, 3 Zusatz von Eisengranalien fällt Werkblei, dessen Silbergehalt 6 bis 12| gringerhalig Loth in 100 Pfd., I Bleistein, welcher 10 bis 143 Blei, 9 bis 123 Kupfer, Harz in den 1 bis 2 Loth Silber enthält, aufserdem hauptsächlich Schwefel, Eisen,| 4 Loth Silbe Die Schlacken von dieser Arbeit enthalten nur eine Spur von Kupfer| Mae von und Blei. Dieser I Bleistein wird, nachdem er ein Röstfeuer erhalten Der Trei hat, durchgestochen, wobei wieder Werkblei von gleichem Silbergehalt| sehauten Fee fällt, wie vorher, und II Bleistein, welcher 6 bis 82 Blei, 18 bis 245 in Yet Kupfer und 1 bis 2 Loth Silber enthält; die Schlacke führt 2 bis 35 dr mit eier Blei, eine Spur Silber. Nachdem dieser II Bleistein einige Röstfeuer Hhrzer Hütte erhalten hat, wird er wie I durchgestochen, es erfolgt dabei wenig Werk- Imomakim blei und der III Blei- oder Kupferstein, welcher 40 bis 48% Kupfer,| a Y bis% Loth Silber im Centner und einige Procente Blei enthält. Der- Knaur selbe wird auf Schwarzkupfer, wie unter Kupfer gelehrt werden wird, N ee 7 weiter verarbeitet. 1:5 Ki finden: [Nachdem im Vorhergehenden die hüttenmännische Bearbeitung des Blei- surf aner glanzes ausführlich gelehrt worden ist, bleibt nur noch übrig, auch von eher it der Verschmelzung der übrigen Bleierze zu handeln. VVas das kohlens.| im Det Bleioxyd betrifft, so wird es in England in Flammöfen ähnlicher Con-| NR,| Ah, struction, als bereits beim Verschmelzen des Bleiglanzes angegeben wur- den, reducirt, nur macht man die Feuerbrücke höher, vermengt das Erz mit Coaksstückchen und bedeckt es mit alten Schlacken; durch ei- nen ziemlich hohen Schornstein wird eine schnell steigende Hitze her-| \ Die Anfer slle a wird€ vorgebracht, wodurch das Blei reducirt wird und nach dem Abstich ın chem die Massı den Kessel vor dem Ofen läuft. Das kohlens. Bleioxyd, welches in der| heerd hilden 5 Eiffel vorkommt, wird mit Kalkstein und Frischschlacken vermengt im lt Has Krummofen verschmolzen. Selten kommt phosphor- oder schwefels. ne ee Bleioxyd in genugsamer Menge vor, um für sich verschmolzen zu wer- ich ei den, daher hier auch nichts darüber angeführt werden kann.] kin u “stgliohen, mi Das Werkblei, Werk, plomb d’oeuvre, rawlead, workable lead,| ah, s Bi.:-:=: I Mrauseeseh ist kein reines Blei, es enthält stets Silber(Gold), auch Kupfer, Spiels-| Ih; .---:> ubens glanz, Arsenik,(Nickel, Kobalt, Zink), etwas Schwefel, und zwar ein f; 3 Bere Er RUM gend sehr wenig geschwefeltes Blei mit Blei verbunden. Um es zu reinigen, hl 8 5 r; er a le, und als reines Blei in den Handel zu bringen, gleichzeitig das Silber A ich en 2 E en E N wo möglich abzuscheiden, wird es dem. Treiben auf dem Treibheerd tsche u. unterworfen, coupellation, refining. Da nämlich das Silber(und Gold) y] sich nd, [2 Zu verschmel, bis 50% Dh, ferz 2 10bis1s?}}: 1d Fahlerze nl rehalt 6 bis]} bis 127 Kupkr hwefel, Eis ur von Kuplı stfeuer erhalte m n Silbergli 18 bis X ar bis inige Möstlen ei wenig Wei- Jis 487 Kuplk, | enthält, Der. werden wir itung des Bit brig, auch ıt 1s das kohlen ähnlicher Cor ahen wur: angegeben wu , vermengt di cken; durch& ende Bitze her dem Abstich welches ın der en vermengt IM oder schweleh molzen zu wel kann:] workable lead Kupfer, Spiel |, und zwar eil ‚es zu veinigel ot das Silhr m Tee Iher(und 6° m sie Construction und Anfertigung des Treibheerds. 195 sich in der Hitze nicht, aber Blei und die übrigen mit ihm legirten Metalle sich oxydiren, so hat man diese Eigenschaft des ersteru benutzt und darauf den Prozels des Abtreibens gebaut. Die Bestimmung, ob ein Werkblei mit Vortheil abgetrieben werden kann, oder nicht, hängt nicht allein von seinem Silbergehalt ab, sondern auch von dem Preis des Brennmaterials und des nothwendig Iekei verloren gehenden Bleies. In Freiberg muls- alles Werk an 2 Mark Silber im: Centner enthalten, geringerhaltiges wird bei der Bleiarbeit wieder mit durchgesetzt; am Harz in den Frankenscharrner Hütten treibt man Blei ab, welches 4 Loth Silber enthält, und auf der Friedrichshütte in Oberschlesien Werke von 1% Loth Silbergehalt auf Mergelheerden bei Steinkohlen. Der Treibheerd ist ein runder Flammofen mit einer besonders an- gebauten Feuerung und Gebläse zur Oxydation des Bleies und der an- dern Metalle aufser dem Silber; der eigentliche Heerd, sol, ist entwe- der mit einem ziemlich hohen Kuppelgewölbe überwölbt, wie auf den Harzer Hütten, auch zu Neustadt a. d. D. und a. a. O., oder wie auf den Halsbrückner Hütten bei Freiberg*) und auf der Friedrichshütte bei Tarnowitz u. a. mit einem flachen eisernen Hut bedeckt, welcher inwendig mit Thon ausgeschlagen, durch Ketten vermittelst eines Krahns aufgezogen und auf den Heerd niedergelassen werden kann. Dadurch ist es für den Arbeiter, welcher den Heerd feststöfst, leichter, ihn recht sorgfältig anfertigen zu können, und durch die flache Kuppel wird auch ein gröfserer Hitzeffekt bedingt, oder, was dasselbe ist, Brennmaterial erspart. Die Consiruetion eines Treibheerds geht übrigens aus der auf Tafel X Fig. 14 und 15 gegebnen Darstellung des Treibheerds auf der Friedrichsbütte bei Tarnowitz hervor. Die Anfertigung des Heerds geschieht also: über die Schlacken- sohle a wird ein Ziegelheerd b aus Mauersteinen aufgeführt, über wel- chem die Masse c aufgetragen wird, welche den eigentlichen Treib- heerd bilden soll. Hiezu wendete man bisher nur allein gesiebte aus- gelaugte Holzasche und gelöschten Kalk oder Thon an, welche ange- feuchtet aufgetragen, festgeklopft, und mit ausgelaugter Asche einige Zoll stark belegt und diese festgeschlagen wurde. Darauf wird der Heerd ausgeglichen, mit Leinwandbauschen glatt gerieben und in der Mitte die Spur ausgeschnitten, ein verliefter Kessel, in welchem ‚gegen das Ende des Treibens das Silber stehen soll, und zwar richtet sich diese nach der zu gewärtigenden Menge des Silbers, ‚endlich die Glättgasse einge- schnitten, durch ‚welche ‚die geschmolze Glätte abfliefsen kann. Es ist eine Hauptsache bei der Wahl des, zur Anfertigung des Treibheerds be- *) Lampad. a. a. O. Theil 2, Bd, 1. S, 292, Taf, B. 12 13 | :eibheerds.| 4 5 Tr eibl' tion und Anfertigung de se genden uctıon 5 chmolz(An onstruc i von ges AN u a gehörig porös sei, ne an aber FR j es gehörig ätte versc.) immten Materials, dafs rde, es muls wohl nn in der neuern Zeit Fk stim?'iffen werde, ab 1; 2 olitle 1 Bleioxyd nicht angegri sammenschmelzen.= bei Tarnowitz 1813&; Siehe z“ z lben zus!\ A d ichs ritte R ind als yon ö icht mit derse f der Friedı'theilhafter sind, Al nicht n suche auf en vorth ls as Iter durch genaue on aus Kalkmergel an nd Frischglätte weit n En erde 2 ar Kauf- u z n Heer ur -) dafs Hee 5 ıtıtät an Ka 2 Glätte vom i mittelt) war die Quar ii de weniger q die u erscheint Aschenheerde, Ss reicher, es He d zum Durchsetzen auf wird weni h‘, der DılDe ihaltiser Heerd z© eines na- o “ cher, d iver bleiha 15._ 1, ngelung di trächtli een d, in Ermangelun;' l Form o die also v te)=. Heer:’ Kalkstein unc mmen, fü jet diesen} iven Kalkst| aufgeno Man fer fe] htem thonig id Da das ges . rt etc. en. elde h) Oefen geliefert et ieneten Mergels, aus gepo ifs von 27: 5, mengt b Oberfläche a irlichen dazu re in dem Verhältnils v ie gewöhnlich, aufge- n FR türliche tem Ihon, rauf sie, wie g hr am Äand hö gebrannte“n wenie an. worat; nheerd me schwach A feuchtet sie ein w eniz: AR gegen einen a serhlieh. Jiehkeit beidı ° coste z. en 2 genau, un 1 die Anfertigung ko“ d in Theil der ım‘etrasen| ner Glätte, n werden; det, so wird e Grund a gelragen, a Ist ein Treiben beendet, t und wieder als so wie der . st@ E° gemengt en.: te gelasche mit Re 3 tern Schicht ee timmte Anzahl wird, Da er er unte die es| 0 nen O ls Ueberzug ‚erden die ärmten treibt das( S. so we bzewärmte| N . derer a 5 besinnen, f den a I5 1 en an das Treiben beg ücken au 3 sei tets dem I as örmisen Stüc ‚ste nur ein 0 stels ’ oll nun a üsselförmige;> fürs erste Ss Werkblei in schüs Yerslemzmurteich, Ss ist, der andere"sonst auch N er» twec 5=. ge’ nn a elegt, und zwar en nd ehenlım 4: DasBaene: Dliste Blei Heerd geleg r wenn scho inder gewöhnlich ist. d bließende 6 2 später, s»n minder fe) ird über dem QDLLIEIS il, und indessen en; Ania kl ankern, was bheerd angebauten Windof: VE Rail in Form von fe) reibheer fe) er; x Y Thei ial in dem am nn lich Reifsholz, hier bei die Fesshröclee Glitte, welch aterlz”»wöhnlie ägt über die Feue: MM. enihalk R t d angezündet, ge die Flamme schlägt R bedeckt ist, die aus tein, enthält es inkohlen, di BER be E i|| ‚einko; r Hau sen die Die Iktztern 5 rd Ste» mit eine hlag gege Treibhee d welcher it einem Besc o] FOR| f di 0 reibheerd, truirt, mi ist:© das Schür- telatiy die rei in den Tre ech cons;'sehen ist;$ in en Stäben und E ddr: innern: Seite: verseh re laraiar hal dieselben isern u> 2 spıe f i eis dation des Metalls. Rbsnehie. Die Elanime rn oder) Hut nach Iischt, teil; Oxyda henfall, i= Gewölbe ode: entall,:r dem( N k hin, det werde der Asc: Metall unter ilt n F uchs 1 loch, h breiteten äle abgetheilte r sge: Kanäle abg der Zug Gesen End :dsohle ausg in einzelne K: langen; der Zug zu En der Heerds, Zunsen in in 1 zu gelang| rere Zung:hornstein£“cht. durch ud dadurch ‚ch mehre kurzen Scho h zieht Urch str dem dure h dem ku n Der Rauc{= ih der 93 von dort aus Fe ber m regulirt werden. Seite angebrachten Oeff- it der Silbe, um 1leD\ eite anze kann durch den Se in aus einer in der vordern nstein :urzen Schor den kurze A las- Ali, Luft hinzuzu Be l um beim Abkühlen des Ofens ine Klappe, b; n eme nung ab; lich da, Önnen..- chwerern| gi l Fuchs räumen zu könr sondert sich vom s na" FA und den Fuc Blei zu schmelzen, es n fremden Meta i len sen, sinnt das Ble ieliäre Legirung vo£ Arsenik, Bei f Bald beg Blei eine leichter O fer, Spielsglanz, A das Bl haltenden: d aus Kupfer, örig dünnflüssig ten! Silber entha i, welche aufsteigt, un bald sie gehörig düı„(de it etwas Blei, we besteht. Diese wird, soba Ne mit e Blei besteht. da 7% obalt, Nickel, K BE1ECH. B9.,1,9:435: *)K.A.LB. ds, geschmolnn Chlueken, a ET neuer Zei owitz IB} e. tafter sind,| glätte weit|; ätle vom Her] hsetzen auf di elung eines; n Kalkstein u] ), ment beil röhnlich, au -henheerdundlr Ofen verbiil ıd aufgetragn stimmte Anzil ı abgemwärun s erste nur ei ist, der anden Das Braut ird über da ı Tarnowitt "euerbrücke t ist, die ai lag, gegen di 9 das Sehir- über ‚dem al der) Hut nach Fuchs k hi, gen; der Zi 1 zieht: durch hrachten Oel! [t hinzuzulas m schwerem den Metallen anz, Arsenik M dünnflis; Beschreibung des Treibens. 195 geworden ist, durch die Glättgasse p abgelassen, oder auch mittelst einer eignen Kratze abgezogen, I Abstrich, oder Abzug, crasse,&cume de plomb. Hierauf fängt die Oxydation des Bleies an, die erzeugte Blei- glätte ist aber noch sehr unrein, schwarz, von beigemischten Oxyden von Spielsglanz, Nickel, Arsenik, weniger Kupfer; sie wird besonders als IlIter Abstrich, schwarze Glätte, litharge noir, aufbewahrt, und für sich weiter bearbeitet, da sie Silber enthält. Sobald die Glätte rein zu erscheinen anfängt, beginnt die zweite Periode des Treibens. Jetzt wird weniger stark gefeuert, das Gebläse angelassen. welches‘ durch die Form o die Luft einbläst, und die Glättebildung langsamer betrieben, Da das geschmolzne Blei, wie alle geschmolznen Metalle, mit erhabner Oberfläche auf dem Heerd steht, die Glätte aber im flüssigen Zustand am Rand höher, als in der Mitte, so bildet sich durch diese Eigenthüm- lichkeit beider rings am Heerdrand gleichsam ein Kranz y ner Glätte, welche durch die Glättgasse p stetig abfliefst, indem diese, so wie der Spiegel der Glätte nach und nach sinkt, tiefer eingeschnitten wird. Da ferner die Glätte auf dem Blei leicht verschiebbar ist, so treibt das Gebläse die an der Oberfläche des Bleies entstandne Glätte stets dem Rand zu, aber nie darf alle Glätte abgelassen werden, weil sonst auch Werkblei ablaufen würde; Luft berührt die von Glätte ent- blöste Bleifläche, wodurch eine stzte Oxydation unterhalten wird. Die abfliefsende Glätte erstarrt und bildet eine feste, schlackige Masse, in Form von Stalaktiten an der Ofenwand und der Hüttensohle, Die Glätte, welche nach den Abstrichen zuerst fällt, ist noch nicht ganz rein, enthält immer etwas Kupferoxyd, Kieselerde, Spuren von Silber, Die letztern Portionen derselben, welche beim Treiben erfolgen, sind relativ die reinsten, sie enthalten aber eingemengte Silber halb dieselben nicht in den Handel kommen, sondern the frischt, theils als bleiischer Vorschlag bei Bleischmelzar det werden, on geschmolz- körner, wes- ils für sich ver- beiten angewen- Gegen Ende des Prozesses, wenn das Blei immer silberreicher und dadurch strengflüssiger geworden, verstärkt man das F euer, bis end- lich der Silberblick, eclair, erfolgt. Diese Erscheinung ist ganz ei- genthümlich: es entsteht eine Bewegung an der Oberfläche des Metalls, und gleich darauf ist die Fläche ganz ruhig, glänzend, hell; Regenbogen- farben zeigen sich mehr im Kleinen beim Treiben auf dem Test, als hier, Hat das Silber geblickt, so werden die Gebläse abgehangen, das Feuer gelöscht, das Blicksilber, argent d’usine, mit warmen Wasser abgekühlt, aus der Spur herausgehoben, und zum Feinbrennen abgeliefert, wovon das Nähere weiter unten mitgetheilt werden wird. Während des Trei- bens geht durch Verflüchtigung, viel Bleioxyd, auch selbst Silber, und 13* 196 Beschreibung des Treibens. zwar besonders gegen das Ende, verloren, welches sich zum kleinsten Theil an den kalten Aufsenwänden des Heerds niederschlägt; man hat eigne Schornsteine mit Condensalionsräumen angebracht, allein nur ein Theil wird in diesen wiedergewonnen. Wegen der Bleidämpfe ist auch die Arbeit am Treibheerd der Gesundheit nachtheilig. Ein nicht gerin- ger Theil Glätte(und Silber) zieht sich in den Heerd ein, und zwar in ‚len Aschenheerd weit mehr, als in den Mergelheerd, weshalb dann der bleihaltende Heerd bei dem Bleischmelzen als Vorschlag mit aufgesetzt wird; man unterscheidet reichen und armen Heerd. [ Treiben auf der Friedrichshütte. Es werden 150 bis 160 Centner WVerk- blei auf einmal aufgesetzt, und bis auf 10 bis 14 C, vertrieben, was man Armtreiben nennt, wobei concentrirte WVerke abgestochen, und diese, wenn 12 bis 15 Armtreiben erfolgt sind, gesammelt und zu einem Reichtreiben verwendet werden, wobei 143löthig. Blicksilber erfolgt. Diese Trennung ist wegen der armen Werke nöthig, um möglichst wenig an Silber und Blei zu verlieren, Binnen 6 Stunden sind die Werke ein- geschmolzen, der Abstrich binnen 1 Stunde gezogen, nach 2 Stunden bei starkem Feuer werden die Gebläse angehangen, und das Treiben nimmt{bei mälsigem Feuer seinen Anfang, welches 36 Stunden beı 160 C. WVerkblei dauert, beim Reichtreiben 40 bis 44 St; diese Zeit ist gegen das Treiben auf Aschenheerden um etwa 16 Stunden länger, wobei aber auch über 14% Glätte mehr, als auf jenen, erhalten werden, mehr Silber erfolgt und weniger Zwischenprodukte, Von 1343 C, Werk- blei erfolgten 548 C. Kaufglätte, 624 C. Frischglätte, 179% Heerd, 129 bleiische Nebenprodukte, 104 Mark 15 Loth Feinsilber nach dem Fein- brennen, während früher auf dem Aschenheerd nur 83 M. 65 Loth Silber erfolgten. Auf den Hütten bei Müsen und Littfeld werden 120 C. WVerke auf einen Mergelheerd aufgesetzt; der erste Abstrich, welcher Kupfer, etwas Blei, fremde Metalle, 3 bis 5 Loth Silber enthält, wird zu 4 C. bei der Steinarbeit mit aufgesetzt. Nach dem Abziehen des ersten Ab- strichs wird das Gebläse angehangen, und es erfolgt der zweite Ab- strich, gegen 14 bis 15 C., mit 3 bis% Loth Silber; die Abscheidung desselben erfordert mehr Zeit, als die der Glätte, weil die dortigen Werke viel fremde Metalle enthalten. An Frischglätte erfolgen gegen 80 C., welche höchstens 4 Loth Silber enthält; an Kaufglätte 10 bis 12 C. mit einer Spur Silber. Der Heerd beträgt 19 bis 20 C. mit 50 bis 60% Blei- und’% Loth Silbergehalt,— Auf der Saigerhütte bei Hett- städt im Mannsfeld und bei Neustadt a. d. D.(welches VVerk eingehen soll) wird das durch Saigern aus dem mannsfelder silberhaltigen Schwarz- kupfer. erhaltne WVerkblei auf Mergelheerden getrieben, Das Treibblei enthält 7. bis 7% Loth Silber im Centner; das Blicksilber ist 145 löthig, die Glätte enthält Kupferoxyd und% bis 3 Loth Silber, sie wird beim Dör- nerschmelzen zu Gute gemacht,— Auch auf den Halsbrückner Hütten hu Fra qu Fallon In Engla funat,"* lmeie und Farrak choben,| eine Zunge zaum über‘ uay, gegen Steinkohlen aufserhalb Lfd ge ner Onyala tung. der das Abliel gesunken, N 16 bis B gewonnen wird, Dı nur hat d gen, ker I BE. 3. Bd, Dis Blick ende Metalle Feinbrenner Weil nänlich viel Silber ve bis zum Blick nern Naalsstab In, mit einer Ts, d.h, eine ıen Form nılt; el bedient, on tehieht nun e euB,anH a0, 0 Mater Ver Daten du ii het, a ‚hg ep zum Klein ligt; man|ı allein nır ci ämpfe ist al in nicht or. 1, und zwar In shalb dann di , mit aulsesc Centner Wet vertrieben, wı gestochen, uul und zu einen ksilber erfoli öglichst wer! lie Werke cı ach 2 Stundh ıd das Trab 6 Stunden I St,; diese Zu 'tunden ling halten wert 1343 C, Wit ); Heerd, 1} ich dem Fu 6; Loth Sıll [20 C. Weh velcher Kupla, wird zu 4 des ersten Ab ler zweite Ab ie Abscheidinz | die dortigen erfolgen gest! ıfglätte 10 hi 90 C, mit I ıütte bei Hett Verk eingehen gen Schwar! Das Treibbl ist j4$1öthi yird beim Dir ‚ückner Hit Deschreibung des Treibens. Feinbrennen. 197 bei Freiberg sind die Mergelheerde eingeführt, so auch in Schweden zu Fahlun*) und Sala. In England, bei Alston-Moore, treibt man in Flammöfen, refining furnace,**) mit beweglichen Testen, cupel, test; man schlägt in einem ovalen eisernen Ring mit Eisenstäben den Test, ein Gemeng von Knochen- und Farrnkrautasche; ist derselbe fertig, so wird er in den Flammofen ge- schoben. Dieser hat einen 40 Fufs hohen Schornstein und einen durch eine Zunge von Ziegeln getheilten Fuchs, damit die Flamme den Ofen- raum überall gleichmäfsig bestreiche; das Gebläse ist der Glättgasse, gate way, gegenüber. Sobald der Test durch langsam gesteigertes Feuer von Steinkohlen gehörig abgewärmt ist, wird das in einem eisernen Kessel aufserhalb des Ofens geschmolzne Werkblei auf den Test mit eisernen Löffeln getragen, etwa 5 Centner auf einmal, und, wenn es sich mit ei- ner Oxydhaut bedeckt hat, das Gebläse angelassen, welehes in der Rich- tung der grölsern Axe des Tests denselben bestreicht. So wie durch das Abfliefsen von Glätte der Spiegel des Werkbleies auf dem Test gesunken, wird neues WVerkblei aus dem Kessel hinzugebracht. Binnen 16 bis 18 Stunden werden 84 Gentner Blei getrieben, und Reichblei gewonnen, welches auf dem Test des Feinbrennofens fein gebrannt wird. Dies geschieht auf einem ganz. gleichen Test in demselben Ofen, nur hat der erste eine Spur, und es wird keine Glätte dabei abgezo- gen.— Lampadius Versuche bei Steinkohlengasfeuer zu treiben, in E. J. Bd. 5. S. 206. Bd. 6,$S, 199, 388.(nicht praktisch).] Das Blicksilber, welches noch durchschnittlich 1% bis 15 Loth fremde Metalle enthält(vergleiche das oben Gesagte), wird nun dem Feinbrennen unterworfen, d. h. nochmals auf dem Test getrieben. Weil nämlich beim eigentlichen Abtreiben wegen der nöthigen Ilitze zu viel Silber verloren gehen würde, wenn man das Treiben weiter als bis zum Blick fortsetzen wollte, so geschieht das letztere in einenz klei- nern Maafsstab auf einem aus gesiebter, ausgelaugter Holzasche gefertig- ten, mit einer Lage von Knochenasche überzognen, wohl abgewärmten Test, d. h. einer schüsselartig gestalteten Kapelle, die in einer gulseiser- nen Form ruht; neuerdings hat man sich auch zu den Testen des Mer- gels bedient, und hie und da Mergelteste eingeführt, Das Feinbrennen geschieht nun entweder unter Muffeln, aus feuerfestem Thon gefertigt, wie z. B. am Harz zu Klausthal im Laboratorio der Münze, in Schwe- den u. a.©., oder vor dem Gebläse, wie in Freiberg im Brennhaus.— Bei ersterm Verfahren werden 50 bis 70 Mark Blicksilber mit weichem Blei in einem durch Erfahrung bestimmten Verhältnils zusammen auf den Test aufgesetzt, letzteres um das Kupfer zur Oxydation zu bringen und *) Bredberg in E. J, Bd. 6, S. 195. **) Dufrenoy u. Beaumont a. a, 0. p.4110, 427. K, A, etc. 372, 393. nn en a nn Te ge Ya 198 Yeinbrennen des Silbers, Spratzen. es durch die gebildete Glätte vom Silber zu entfernen. Die Muffel wird| Redulon durch Kohlen auf dem Heerd von Aufsen erhitzt und in gehöriger Gluth pecht it erhalten. Das Blei schmilzt ein, verbindet sich mit dem Blicksilber, list aß fingt durch den Strom zutretender atmosphärischer Luft an sich zu oxy- uudschmelt diren, so auch das Kupfer, die Oxyde ziehen sich in die poröse Masse 1 Toren I des Tests, welcher geräumig genug sein muls, um alles Bleioxyd aufzu-„it Sinkoh nehmen, bis endlich der Silberblick sich zeigt(siehe oben); darauf wer- 11h 15$ı den die Muffeln abgekühlt, das erstarrte Brand- oder Feinsilber ud 13 bis 1 herausgenommen, auf dem Ambos zusammengeschlagen, abgekehrt und Hulbhohofen an die Münzwerkstätten abgeliefert; es enthält dann meist 15 Loth 14„° Eisen,) bis 15 Grän fein Silber in der Mark, 3 Grän fremde Metalle; seltner er- Jis} Lat 9 reicht man 15 Loth 16 Grän.— Bei dem Feinbrennen vor dem Gebläse his 80 bl,( setzt man 2. B. 50 Mark auf den Test, theils ohne allen Zusatz von Blei, Js Flufsmittel theils, wenn das Silber kupferhaltig, ein wenig Blei hinzu, schmelzt un- tigt. demna ter Holzkohlen vor dem Wind ein, und unterhält das Treiben, bis der gen mdk Blick sich einstellt. Hiebei geht etwas Silber durch den Rauch verlo-|[auf Ta ren, weshalb man Nichtfänge anbringt. Dafs die Teste, in denen die dargestellt kupfrige Glätte und auch Silberkörnchen sich befinden, wieder mit zu he Gute gemacht werden, versteht sich von selbst, sie werden bei der Blei-| einen ver arbeit mit durchgeschmolzen. 2,2 die Ol [Ueber die Erscheinung des Spratzens beim Feinbrennen des Silbers. map auge Man versteht unter Spratzen, rocher, die Erscheinung, dafs während 1 Aisch zu des Erkaltens aus dem Innern der Silbermasse ästige Verzweigungen her-| Sılln au vorgetrieben werden; es tritt nur bei gehörig feinem Silber ein und bei| Gesübbe ge hinlänglich grofsen Massen, die langsamer ım Innern erstarren; die her- ansanmeng vorgetriebnen Partien treten oft viele Zolle heraus, zum Theil sogar| Nan ha krystallinischh Als Ursach dieser Erscheinung gab Eucas*) und Che- schen(fen willot**) eine Sauerstoffgasentwickelung an, welche im Moment des Ab- erhalten,— kühlens stattfindet; es nimmt nämlich geschmolznes Feinsilber aus der 1 eigenes Luft Sauerstoffgas auf, läfst es aber beim Erstarren entweichen, wie der Heerd is neuerdings auch Gay-Lussue***) bestätigt gefunden hat. Ein Gehalt Yas an; der von einigen Procenten Blei, Kupfer verhindert das Spratzen.] feiner Staub Es bleibt nun noch übrig zu erwähnen, auf welche Weise die Glätte Re und der zweite Absirich, die schwarze Glätte, dureh Frischen zu Gute Brand komm gemacht und das von letztern erhaltne Blei raffinirt wird.| erden He 1) Glättanfrischen, revification, fonte de litharge, Um aus Kt in ein der Frischglätte Weichblei, Frischblei, Kaufblei, plomb raffine, Hall, Binn pl. douz, pl, marchand, refined lead, zu gewinnen, braucht man nur eine&(hlacken ht man an *) Sn. J. Bd.23. 5.187.**) Das, 5.190.***) P, A, Bd.20. 8.618. Nelıp u |) In, e Mattel Hin! hrige Gl u Blicksilhe, N Sich zu on. ' Poröse Ihn eionyi an. ); darauf we. " Feinsilber abgekelrt ul st 15 Loth I! le; seltner er ' dem Gellix satz von Bil schmelzt u. ben, bis dı Rauch veil; in denen di vieder mit bei der Bl: des Silben dals währe eigungen I: ein und k ren; die her a Theil sogu *) und Che. ment des Al- silber aus de weichen, wit ‚ Ein Gel en.] ise die Glätte ‚hen zu Gult . Um aus mb raffind, nan nur elnt 34,20. 5.0ll Glättanfrischen, Oefen dazu. 199 Reduction in Berührung mit Kohlen einzuleiten. Man wählt zu dem Ende recht reine Glätte aus, welche möglichst wenig Silber enthält(die Lo- kalität mufs hiebei entscheiden, wie grols dieser Silberverlust sein darf), und schmelzt sie theils über Schacht-, theils in Flammöfen. Das erstere Verfahren findet auf der Friedrichshütte über 5 Fuls hohe Krummöfen mit Steinkohlen statt; 100 Centner Glätte werden binnen 8 Stunden mit 14 bis 15 Scheffel Kohlen redueirt, und 89% mit-; bis% Loth Silber und 13 bis 16 Centner Schlacken gewonnen. Diese werden über einen Halbhohofen mit Coaks mit einem Zuschlag von 10% Eisenfrischschlacken, 2°. Eisen, 5% Kalkstein durchgestochen, wobei 20 bis 21% Blei mit% bis Loth Silber im C. in 26 bis 28 Stunden erhalten werden, und 75 bis 80 Kbf. Coaks aufgehen. Die Schlacken hievon dienen gewöhnlich als Flufsmittel zum Schliechschmelzen. Die gesammte Bleiproduktion be- trägt demnach 92 bis 92,2%. Das Blei wird in eiserne Mulden ge- gossen und kommt in Blöcken in den Handel. [Auf Tafel X ist in Figur 16 und 17 der Oberharzer Glättanfrischofen dargestellt, und zwar in der ersten Figur in einem vertikalen Durch- schnitt nach der punktirten Linie AB der zweiten Figur; diese stellt einen vertikalen Durchschnitt des Ofens mitten durch die Form dar. a,a die Ofenpfeiler, b,b Futtermauern des Schachts, ce die muldenför- mig ausgeschweifte Spur, d der Vortiegel, e der Gestübbeheerd, f der Abstich zum Ablassen des Bleies in den Stichheerd, g die Form, h der Sohlstein aus Granit, oder Sandstein, über welchem die Sohle i aus Gestübbe geschlagen wird, wie der Vorheerd, der durch eiserne Platten zusammengehalten. Man hat auch zur Reduction der Glätte sich des niedrigen schotti- schen Ofens bedient(zu Pezey), und bei Holzkohlen 9 WVeichblei erhalten.— In England frischt man die Glätte in Flammöfen, die ein niedrigeres und flacheres Gewölbe haben, als die Bleiglanzschmelzöfen, der Heerd ist gegen den Fuchs zu vertieft, steigt aber dann wieder et- was an; der Fuchs steigt gleichfalls schräg an. Hier sammelt sich ein feiner Staub von Bleioxyd, Bleirauch, re iner’s fume, lead-smoke, white powder, welchen man als Anstrichfarbe verbraueht, Man breitet auf dem Heerd eine Schicht Steinkohlen aus, und läfst dieselbe in Brand kommen, darauf wird ein Gemeng von Glätte und Kohlenlösche über den Heerd ausgebreitet, die Hitze gleichmäfsig erhalten; das Blei fliefst in einen eisernen Kessel ab, und wird aus diesem in Mulden gekellt. Binnen 9 bis 10 Stunden werden 126 Centner Glätte reducirt, die Schlacken über einen Krummofen verschmolzen.— Aechnlich ver- fährt man auch zu Poullaouen. Neuerdings hat Madelaine*) einen eignen cylindrischen Schachtofen ®) Industr, T, 3. p. 233. Planch. 12, 200 Zugutemachung des Abstrichs, Heerds. eigner Construction zu diesem Zweck angegeben, von 16 Zoll Höhe mie und 8 Z. Durchmesser, der sich auf die Einrichtung des schottischen Sulasi gründet. Es bedarf dabei keines Gebläses, indem durch einen auf den Ci,(om Schachtofen aufgesetzten 4 F. hohen blechernen Schornstein, und über(lan A der Schachtsohle angebrachte 4 Luftkanäle ein Luftzug sich erzeugt, ya, de B welcher die nöthige Hitze gewährt; die Sohle des Ofens ist abschüssig, m] so dafs das Blei abläuft und durch ein blechernes Sieb ın einen unter- Oberberg gestellten gufseisernen Kessel läuft. Man wendet X des Gewichts des Frischbleies Holzkohlen an.— Voisin Ofen zum Glättanfrischen B. o) u Bau d. I. soc. d’Encour. 1830. p. 216. Sclait 2) Der Abstrich,&eume de plomb, die schwarze Glätte, enthält au hauptsächlich Spiefsglanz, Kupfer, Arsenik, Zink, Nickel, Kobalt, Blei, D) m Gi Silber. Nach Berthier*) ist das Spielsglanz darin als Schwefelspiels- Sehlesc glanz mit Bleioxyd verbunden, herrührend von einer Beimengung von Rheinisc Bleistein unter dem Werkblei; das Spiefsglanz beträgt mitunter 4 der ä Masse. Man setzt den Abstrich über Krummöfen mit Coaks und Frisch- Jam 5 schlacken durch, in Schlesien mit Eisenfrischschlacken und selbst etwas N metallischem Eisen, und erhält dabei Abstrichblei, Hartblei, plomb Dr aigre, pl, d’&cume, ein mit Spiefsglanz, Kupfer etc. legirtes Blei, wel- sen, zu ches, wenn es Silber enthält, der Entsilberung unterworfen, sonst aber, jetzt in wenn es Spiefsglanz enthält, zum Typenguls, und, wenn es Arsenik| Bliudı führt, zur Schrotfabrikation verwendet wird. viele ander [Bischoff analysirte Hartblei von Holzappel im Nassauschen und fand Rn 81,27 Blei, 16,40 Spielsglanz, 2,29 Kupfer, 0,04 Zinn und Spuren von 2 N Eisen, Eine andere Portion enthielt 15,18 Spiefsglanz.] Be schleünen Man pflegt auch das Abstrichblei zu saigern und zu treiben, um es Blei au von dem Uebermaafs der fremden Metalle zu befreien; der erste Pro- Guyenivenn zels wird dann anwendbar, wenn das Abstrichblei nur Kupfer, Nickel, Eirensch Kobalt, wenig Spiefsglanz, Arsenik enthält, der letzte, wenn es reich an she, Or diesen letztern Metallen ist. So geschieht es zu Freiberg. Fllkehilt] 3) Der Heerd, fonde de coupelle, und das andere Bleigekrätz wird in N entweder, wie schon oben Seite 189 angegeben worden, bei der Blei- Mind: mn| arbeit als Vorschlag mit aufgesetzt, oder für sich aufgearbeitet; auf der Ir ist, wenn Friedrichshütte gewinnt man aus 100 Centnern mit 10 bis 1275 Frisch- an: 5 2& npeselzten F schlacken und% bis 3% Eisen, bei 36 Scheffel Steinkohlen in 15 Stunden: e En::- relc, eh 66 bis 68 C. Werkblei mit 1% bis 2 Loth Silbergehalt und Schlacken, Ken RR die auch noch 10 bis 12% Wark von 1 Loth Silbergehalt liefern. ae .. si. h een [ Bleibergbau und Hüttenwerke sind im preufsischen Staat: in Oberschle- UN ai I, sien bei Tarnowitz, Friedrichshütte; im Regbzk. Aachen zu Coraely- abj,, | nah up KALB u H.Bd 1455, 410; Bleiproduktion. Eigenschaften desselben. 201 we münster, Gressenich, Bleibuir, Keldenich, Schleiden, Anstofs, Scheven, i ch Stolberg; Regbzk. Trier zu Bleialf, Allenbach, Grach, Bernkastel; Regbzk. ha a Cöln, Commern am Bleiberg, Bröl, Wielberg, Pochwerkshütte; Regbzk. s und übe Coblenz, Alsauer Hütte bei Linz a. Rh.; Regbzk. Arnsberg, Kreis Sie- gen, die Hütten zu Müsen, Littfeld, Gosenbach, Eiserfeld, Rothenbach, ; sich erzeun, F i Ist abschüs, Deuz.— Die Bleiproduktion im prenfsischen Staat beirug: EN IN einen unler. Centner= | G nichts. kr EEE En EEE BE EI Fe m BG en en rs), 0 1826 1827 1523 1829 7 ttanfrischen}} a) an Kaufblei. NS Schlesischer 926.568 5,944 5,312% 5,3534 2,728% ER lätte, enfh Rheinischer|"? 18.1254 18.6614_ 17,970% 13,302% RR Kobalt. dı; 26,508 24,000: 23,973, 23,323, 16,031%© chwvef ı 7 b) an Glätte, AN | etelspiel; Schlesischer 9262 6,8332 11,171 12,068 4,023 2b ANELSUN, IM Rheinischer|" 8977_% 861% 1,8754 itunter 5.0 9.202 7,729 12,180, 12,030, 5,8987 s und Frist c) an Glasurerz, Al- d selbst elm; quifouz. Roheinischer....... 30,764 41,815 41,147 11,906% 'tblei, pm Die Abnahme der Produktion an Blei liegt in den wohlfeilen Prei- tes Blei, m sen, zu welchen man namentlich spanisches Bleı kaufen kann, welches en, Sonst al jetzt in grofsen Massen in den Handel kommt, Das oberschlesische ın es Anal Blei und die Glätte sind aber vorzüglich rein, und übertreffen darın viele andere Sorten. an) Englands Bleiproduktion betrug ‚Im Jahre 1825 47,000 Tonnen= En, Sp preuls. Centner; Frankreichs im Jahr 1826 nur 18305, an Glätte 51375, an Alguifoux 1642 metr., Centner.— Ueber die ver- schiednen Bleierze, deren Vorkommen, die verschiednen Methoden, das reiben, un« Blei auszubringen, findet man einen sehr belehrenden Artikel von der erse lt Guyeniveau im D. d. sc, n. Tom. 41. pag. 411— 548.] Lupfer, Nick Eigenschaften des Bleies. Das reinste Blei, welches man aus dem nn es reich ı salpeters. Oxyd durchs Glühen und Redueiren des Oxyds mit schwarzem Flufs erhält, hat eine bläulichgraue Farbe, Bleigrau, auf frisch geschab- eigekriiz wi ten Stellen starken Metallglanz, läuft aber bald an der Luft an und wird bei der Dt blind; man kann es in regelmäfsigen Okta@dern angeschossen erhalten. ‚eitet; auf de Es ist, wenn es ganz rein und langsam gekühlt, sehr weich, im entge- is 12% Frisch gengesetzten Fall, wenn es fremde Metalle, Arsenik, Kupfer, Spiels- n 15 Stunden: glanz etc. enthält, hart, Hartblei; das reine lälst sich sehr leicht biegen, yd Schlacken, schaben, schneiden, in dünne Tafeln walzen, aber nicht gut in dünne Jiefern. Drähte ziehen, da es keine bedeutende Cohärenz besitzt. Ein Draht von in Oberschl 0,88 paris. Linien Stärke zerrifs bei 11,5 Pfd. franz. Gewicht Belastung; u Comkl ein Stab von% Zoll engl. ins Geviert Durchschnitt bei 6 Z. Länge zer- rils bei 114 Pfd. Belastung. Das Blei färbt auf Papier, Holz gerieben 202 Eigenschaften und Anwendung des Bleies.| etwas ab, ertheilt dem Finger beim Anfassen einen widrigen Geruch; n DM specil. Gewicht 11,33 bei 16° Kupffer, nach Andern 11,44. Das Blei m gl dehnt sich beim Erwärmen von 0° bis 100° um| malt n 0,002719 Guyton de Morveau we pi 0,002866 Smeaton ungefähr 755. Ueber den Schmelzpunkt sea Kin 0,002902 Horner| siliel, sind die Angaben sehr verschieden: nach Biot bei 262°, bei 3120 nach| ds übel Guyton de Morveau, nach Dalton und Crighton erstarrt es bei 322°, es| Dis Blei wi geräth ins Kochen bei lebhafter Rothglühhitze, und verdampft, die> Ahrichen all Dämpfe sind der Gesundheit sehr nachtheilig. Blankes Blei wird vom| zum Gals fir Wasser, ganz besonders von destillirtem, aller Salze beraubten WY. an-| braun wird, gegriffen, es bildet sich Bleioxydhydrat in weilsen Schuppen, welche im| der Arbeiter Wasser schweben, und durch Filtriren abgeschieden werden können,| und dinne| zum Theil aber sich auch in der wenigen Kohlensäure das W. auflösen, dei zum Gul Anwendung des Bleies. Dieselbe ist sehr mannichfaltig, z. B. Blei-| vun feinem R platten zu Siedepfannen für Alaun, Vitriol, Schwefelsäure, nieht für\ die Dieke de Soole, wie es früher nicht selten geschah, wegen der Gefährlichkeit des dünnen Be Chlorbleies für die Gesundheit; dünne Bleiplatten zum Einpacken(Ta- früher über bakblei), zum Verband kleiner Glasscheiben in Fenstern(Fensterblei), Kreide und zum Dachdecken(Bleidächer von Venedig); bleierne Cisternen und ‚m Verpach Wasserröhren sind der Gesundheit nachtheilig, was schon die Rö- sie das gech mer wulsten, allein bis auf den heutigen Tag noch in Holland, in den sel ziehen, ei Rheinprovinzen, unter andern in der Eiffel ganz gewöhnlich. Man ge- Ienpressen, I braucht Blei zum Vergielsen von Klammern, Haken in Stein, zum Kugel-[Poisin Verbes und Schrotgufs; zur Darstellung von Bleiweils, Bleigelb, Mennige, Blei- 5.29,] zucker(essigs. Bleioxyd), überhaupt vieler Bleipräparate; zum Abschei- Bleröhre den des Silbers vom Kupfer durchs Saigern, zum Reinigen des Silbers den aus Bl von fremden Metallen, als Kupfer, Spielsglanz ete. durchs Abtreiben, einer Leim: Mancherlei Legirungen des Bleies mit Zinn, Wifsmuth und andern Me-| Bei, iheil mi tallen finden Anwendung. enander gi Anfertigung von dünnen Bleiplatten. Ehe man das Blei dem Walzen\ ind ım u unterwarf, wurde alles Tabaksblei ete. gegossen, man glaubte, es würde| f ling den ar durchs Giefsen weniger fehlerhaft, als durchs Walzen. Man ist aber IM Fon einem jetzt immer mehr davon zurückgekommen, und wendet zum Walzen ein Ksen und d möglichst weiches reines Dlei an. Das Walzwerk ist leichter konstruirt, y Mdiken and als für Eisenblech, hat sehr lange Walzen, hinter den Streckwalzen lie-| beim ie gen noch mehrerere Leitwalzen, um das Verbiegen der unter den au Neröhre erstern hervortretenden Bleitafeln zu verhindern. Ist das Blei nicht Me ya recht weich, so zeigen sich Kantenrisse, namentlich beim Dünnauswalzen. Eh (In Oberschlesien ist ein Bleiwalzwerk zu Friedrichshütte, im Trierschen Mean 1 Nee Verfertigung von Bleiblech und Bleiröhren 203 igen Gun, u zu Dillingen, zu Commern am Bleiberg u. a. m.).— Um Bleitafeln - Dasph “© Die zu gielsen, hat man theils gulseiserne, theils Blechformen, oft gielst man aber auch auf einem aus eichnen Bohlen gefertigten, mit feinem Sand gleichförmig belegten Gielstisch, welcher an drei Seiten über- stehende Ränder hat, auf denen dann nach erfolgtem Gufs ein Ab- strichlineal, rable, hingleitet, wodurch das Blei schnell fortgeführt, und das überflüssige abgestrichen wird. Die Tafel ist ein wenig geneigt. Das Blei wird aus einer Pfanne mit breitem Ausgufs, nach vorgängigem Abziehen alles Oxyds, ausgegossen; man hält die Hitze des Bleies zum Guls für die Beste, wenn ein Blatt Papier aufs Blei gehalten zwar braun wird, aber sich nicht entzündet. Allein bei der gröfsten Uebung der Arbeiter können auf diese Art doch keine ganz gleichen, glatten Schmelapu bei 3120 zu S bei 32« erdampft, di lei wird yon ubten Won en, welche in rden können und dünnen Bleitafeln gefertigt werden. Man bedient sich mit Vor- ]“. 7°® s 2 W. auflösen theil zum Gufs von möglichst glatten Tafeln einer dicken Sandsteinplatte „2. B. Blei, von- feinem Korn, mit einer hölzernen Einfassung am Rand, deren Höhe 'e, nicht fi die Dicke der Platte bestimmt. So gegolsne Platten können leicht zu hrlichkeit da dünnem Blech, wie das Tabaksblei ist, ausgewalzt werden, welches man ’ 9 8 inpacken(Tı. früher über Leinwand gols, welche, in einen Rahmen ausgespannt, mit ’ ses}’ (Fensterbli Kreide und Eiweils bestrichen wurde.— Die Chinesen fertigen die oO isternen und zum Verpacken des Thees bestimmten dünnen Bleiplatten dadurch, dafs hon die Ni sie das geschmolzne Blei auf einem glatten mit Papier überzognen Zie- land, in dn el giefsen, einen zweiten schnell darauf lesen und beide rasch zusam- 2 o 'h. Man a: menpressen, indem ein Mann darauf tritt. ‚ zum Kuz.[Yoisin Verbesserungen beim Gufs von Bleiplatten, D. p. J. Bd. 36. ennige, Dlk: S. 219.] zum Absch! Bleiröhren, wenn sie nicht einen geringen Durchmesser haben, wer- andensile den aus Bleitafeln zusammengesetzt, diese werden vergossen theils mit hs Abtreiben, einer Legirung von Blei mit%, 4 Zinn, welche leichter schmilzt, als 1 andern Ik- Blei, theils mit reinem Blei; zu dem Ende werden die Löthstellen an- einander gedrückt, mit Lehm auf beiden Seiten ein Rand gemacht dem Wale und nun das geschmolzne Blei nicht zu heils darauf gegossen, so dals te. es würde es längs den an einander gelegten Rändern herunterlaufen kann. Röh- I h®.. n) By ren von einem Durchmesser unter 2 bis 3 Zoll werden über einen Dorn an ist aber ; egossen und dann auf der Ziehbank gezogen, wodurch sie dicht und 8 Walzen ein ie) zen,: Eu ini von Aufsen und Innen sehr glatt erhalten werden. Die Geschwindig- ” ı... Ä F u}.> ; keit beim Ziehen muls gering sein.(Auf der Friedrichshütte werden walzen lie- gering auch Bleiröhren gefertigt).— Man hat auch Bleiröhren ohne Ende unter den 2 5 8 Be in England verfertigt, indem aus geschmolznem Blei, welches in eine Blei nicht° ko) ie)? Form mit» eingelestem Dorn stetig einflofs, durch gleichförmiges Um- nausw alzen,{o) to) 9 o Triersche drehen einer Trommel, an welcher der Anfang der Röhre befestigt war, riersche die fertige Röhre gezogen wurde. 204 Schrotfabrikation.| [Ueber die Anfertigung von Bleiröhren siehe D. p. J. Bd. 9. S.332. Bd.. 11. S. 177. Bd. 17, S.59.— Description des brevets d’invention Ton. und de Mi 6. pag. 293. Tom. 7. p. 95.] June Schrotfabrikation, grenailles de plomb, pl. de chasse, shot. Das Rindern hiezu am besten brauchbare Material ist das Hartblei, welches Spiels- ui und glanz und Arsenik enthält; man setzt demselben, so wie auch dem Kauf- fi die rund blei, Arsenik zu, theils metallisches A.(Fliegenstein, Kobalt), theils| alien und Operment(Schwefelarsenik), auch weilsen Arsenik(arsenige Säure), und Tinne mit 6 zwar dem Hartblei weniger, dem weichen am meisten;% bis 1 Pfd. auf Jrcht wird, den Centner, nach Andern 2- auf Blockblei. Ein zu grofser Zusatz be-| als Verlust, dingt eine linsenförmige Abplattung der Körner, und zu wenig macht,[D.ı Tom dafs dieselben auf einer Seite sich abplatten, oder länglichrund erschei-| 3.89 nen; zinnhaltiges Blei giebt längliche Nadeln. Man schmilzt das Blei 1 im England in gulseisernen Kesseln, bedeckt mit Kohlen, um die Oxydation mög- Ich),=$ lichst zu vermeiden, setzt den Arsenik nach und nach hinzu, und rührt| Alenplto nach jedem Zusatz das Gemisch dureh.(Wurde arsenige Säure ange- Nermel, wendet, so bildet sich Arsenikblei, und arseniksaures Bleioxyd.) Die| oe Durchschläge, durch deren Löcher das Blei hindurchläuft, sind von Ei- n I senblech, etwa% Fuls im Durchmesser, halbkuglich gestaltet, die Löcher a von genau gleichem Kaliber, ohne Grad; man hat mehrere Durch- schläge, deren Löcher sehr verschieden sind, nach dem Kaliber des I Schrots, No. 0 das gröfste, No. 9 das feinste(Vogeldunst); in England it Zink, giebt es 12 Nummern. Man arbeitet gleichzeitig mit 3 Durchschlägen, Pultur nehm die durch glühende Kohlen heifs erhalten werden, die Temperatur des\ slbtwen 21 Bleies muls für die verschiednen Nummern verschieden sein, für die Eisen kt si feinsten höher, als für die gröbern. Der Gufs geschieht theils in Thür-| nit viel Blei men, oder hohen Gebäuden(Schrotthurm), oder in Schächten; je feiner| hlitaliges Bi die Nummer des Schrots, desto geringer braucht die Höhe zu sein, je tach Versuche gröfser aber das Kaliber, desto höher, weil grofse Bleitropfen mehr Zeit| gmBlet kein zum Abkühlen erfordern; 90 Fufs reicht aus für No. 4 bis 9, 150 F. heim Kisenfise für No. 3 bis 0. Auf der Sohle des Schaehts oder Thurms ist ein Ge-| germten werde fäfs mit Wasser halb angefüllt aufgestellt, in welches die Schrote fallen. Soll der Gufs geschehen, so trägt man erst die Bleiasche, welche sich Di? auf der Metallfläche gesammelt hat, in den Durchschlag, drückt dieselbe I) Bleisub ringsum an, diese bildet gleichsam ein Filtrum, durch welches sich das r Mm Blei hindurchzieht, darauf giefst man löffelweis das Metall hinein, damit\ Ale schni es nicht zu schnell durchläuft. In dem Wasserkasten finden sich dann ulm Th die Schrote, sie sind aber nicht völlig gleich grols, müssen daher, und Del yon weil man auch meist gleichzeitig verschiedne Nummern verfertigt, durch| Ver R Siebe sortirt werden. Man gebraucht immer 2 verschiedne Siebe, eins| Ur| iiber dem andern, und zwar das feinere unter dem gröbern, so dafs die m(in \ Lesirungen des BDleies, Suboxyd desselben. 205 re gröfsern auf dem obern bleiben, die kleinern Schrote auf ‚dem zweiten, = und die feinern durch dieses durchfallen. Dann werden die runden von den fehlerhaften dadurch gesondert, triage, dals man dieselben auf einer see, oh, mit Rändern versehenen Tafel ausschüttet, die sehr wenig geneigt ist welches Si und hin und her in horizontaler Richtung bewegt wird; hiedurch lau- uch dem Ka! fen die runden herab, die andern nicht. Erstere werden dann abge- Kobal), schliffen und geglättet, rodage et lustrage, man schüttet sie in eine 5° Säure) u Tonne mit Graphitpulver, welche mittelst einer Kurbel um ihre Axe ge- bis 1Pf. u dreht wird, letztere werden wieder eingeschmolzen. Man rechet 2 Blei ser Zul h als Verlust. Hi Tu[D. t. Tom. 10. pag. 313.— Das englische Verfahren steht in D. p. J. ırand ersch Bd. 38. S. 355 beschrieben, Abbildung Taf. VII. Fig. 42.— Man hat ilzt das D in England Schrot mit Quecksilber angequickt(überflüssig und schäd- tydation mi, lich).— Schrotfabriken sind im preufsischen Staat unter andern zu u, und rül Altenplatow bei Magdeburg, zu Abbenrode, Mühlheim a. Rh., VWVesel, > Säure an Neuwied; in Goslar am Harz wird, so wie zu Freiberg, auch Schrot leioxyd,)) fabricirt.— Ueber Kugelformen und deren zweckmäfsige Einrichtung ash siehe D. p.J. Bd. 32. 5.21. I. d. k.k.p.1.Bd. 4. S.574.— Prechtls 2 al Encyklopädie Bd. 2, S. 380.— Ueber die Anfertigung des Fensterbleies daselbst$. 388. hrere Dirt: ı Kaliber is Legirungen des Bleies. ); in Engl Mit Zink. Zink macht das Blei härter, giebt ihm die Fähigheit Politur annehmen zu können, dabei behält die Legirung Geschmeidigkeit, selbt wenn 2 Theile Z. auf 1 Th. Bl. genommen werden.— Mit Eisen. Eisen läfst sich mit Blei direet nicht vereinigen, wird aber Stabeisen urehschlige mperatur da sein, für di veils in Thir mit viel Bleiglätte und Kohle zusammengeschmolzen, so erhält man ten; je fin bleihaltiges Eisen von grobblätirigem Gefüge, spröde, ohne hart zu sein; e zu sein, 1 nach Versuchen von Karsten hatte Eisen 2%, Blei aufgenommen, woge- fen: mehr Zei gen Blei kein Eisen aufnahm. Nach im Grofsen angestellten Versuchen his 9, I0f. beim Eisenfrischen mit 1 bis 2%, Glättezusatz wurde das Eisen nicht im .s ist ein be geringsten verdorben, und nicht bleihaltig gefunden. jchrote falle Das Blei giebt mit Sauerstoff 4 Verbindungen. 1) Bleisuboxyd, Bleiasche, entsteht an der Oberfläche von Blei, wenn es an der Luft liegt, noch rascher beim Erhitzen des Me- talls; ein schwärzlichgrauer Staub, welcher in höherer Hitze in Oxyd und zum Theil in Ueberoxydul übergeht. Es wird. auch durch trockne Destillation von sauerklees. Bleioxyd erhalten, geht mit Säuren keine Ver#indungen ein. 2),Bleioxyd(gelbes), Massikot, Protoxide de plomb, Pr. of lead(Neugelb, Königsgelb) wird auf verschiedne Weise erzeugt, theils ‚ welche sich ickt dieselbe hes sich das inein, damit | sich dann daher, und orligt, dur ‚ Siebe, ei ‚so dal ie 206 bBleiozyd, Bleislätte. I durchs Glühen von kohlens., salpeters., sauerklees. Bleioxyd, theils| ha i durchs Verbrennen des Bleies,(Bleiblumen). Es erscheint theils gelb, ch theils etwas röthlichgelb von Farbe, besonders das aus dem kohlens. uhr Bleioxyd bereitete; es ist in Waser sehr wenig löslich, und zwar nur sl hi im reinen, nicht im Brunnenwasser wegen der aufgelösten Salze, schmilzt| ji in Dlöe leicht zu einer durchsichtigen, gelben, glasartigen Masse, Bleiglas, Sl ga Jaune mineral, specif. Gewicht des geschmolznen 9,5; es krystallisirt| Say auch wohl in goldgelben, glänzenden Schuppen, in regelmälsigen Dode- Fb” als kaedern; Bleiglätte greift Schmelztiegel sehr stark an, indem sie Kie- ier Bil a selerde auflöst(vergl. I. Seite 21, 516). Bleioxyd sublimirt sich zum| Heral wi Theil in der Weifsglühhitze, und zerlegt sich theilweis, indem Blei sich| al Na absondert. Es scheint mit Wasser ein weilses Hydrat zu bilden, wel- noch einzen ches beim Präcipitiren eines Bleisalzes durch ein Alkali niederfällt, List mn theils auch durch Einwirkung von zart gepulvertem Bleioxyd auf Wasser lisizkeit,| entsteht. Bleioxyd besteht aus 92,83 Blei md 7,17 Sauerstoff, giebt It sich DI mit den Säuren theils farblose, weilse, theils gefärbte Salze, welche süß,| nd Nemig schrumpfend schmecken, und giflig wirken, durch Schwefelwasserstoff-| nen Aus gas schwarz, von Cyaneisenkalium und von schwefels, Salzen weils nie- Schwärzen dergeschlagen werden; Zinn und Zink schlagen aus den Auflösungen| patt ähnlich der Bleisalze metallisches Blei nieder. Aetzendes Kali, Natron, schlägt 3) Blei zwar Bleioxydhydrat aus den Salzen weils nieder, allein im Ueberschufs Minium, D. zugesetzt lösen sie den Niederschlag wieder auf, indem das Bleioxyd id in einen wie eine schwache Säure sich verhält, und sich mit Alkalien und Eır- 1 Eiplnd, 2 den verbindet. 11 Theile ätzendes Kali, 13 Th. ätz. Natron lösen einen nisch ym We Theil Bleioxyd auf. Oxyel verwant Bleiglätte, Glätte(Gold-, Silberglätte), litkarge, wird beim Ab- zu einem sehr treiben des Bleies vom Silber im Grofsen gewonnen(siehe vorn\ het deselben Seite 195), Dieselbe ist stets durch Kupferoxyd(Spielsglanz-, Nickel- Per kichter oxyd etc.) verunreinigt, enthält auch etwas Kieselerde, oder kiesels.{a mit Wasser Bleioxyd, etwas Kohlensäure, woher es kommt, dafs sie mit Säuren ih fen, übergossen braust; sie enthält besonders dann viel Kohlensäure, wenn| Klin einer sie gepulvert lange an der Luft gestanden hat, und verwandelt sich dann 2 Dechemen K selbst oberflächlich in kohlens. Bleioxyd. Die Glätte kommt entweder in Ymeidet, das blafsgelblichen Stücken vor, Silberglätte, die nicht selten etwas ins Graue S heran ji und Grünliche stechen, oder in losen röthlichen Schuppen, Goldglätte. ll my Man erhält viel Glätte von Goslar am Harz, aus England. Sie wird| ae hauptsächlich zur Glasur des Töpferzeugs, zum Firnifsbereiten, Kitt, zur Mh Term Darstellung von Bleizucker(essigs. Bleioxyd), Mennige angewendet, allein Mh bei der Unreinheit der Glätte fallen diese nothwendig auch unrein aus; ter Pal, 1% zur Darstellung von Pflastern, Bleisalzen etc, Das Massikot wurde frü- Az ll si | le in, Alle Darstellung von gelbem bleioxyd und von Mennise. 207 Being, I her als Farbe zum Lackiren stark gebraucht, jetzt aber ist es durchs ein{heil a) chroms. Bleioxyd verdrängt. us dem Kol, Zur Darstellung von reinem Bleioxyd im Grofsen behufs der Dar- 1, und zwar, stellung von essigs. Bleioxyd, Mennige, gebraucht man das beste Kauf- n Salze, schnj! blei in Blöcken, welches auf einem Flammherd mit etwas vertiefter asse, Blei) Sohle geschmolzen und caleinirt wird; ist es mit einer Haut von grauem 5 e8 Kystili Suboxyd überzogen, so wird diese mit einer eisernen Krücke abgezo- elmälsigen Di gen, so oft sie sich bildet. Das graue Suboxyd wird dann bei verstärk- indem sie| ter Hitze caleinirt, jedoch ohne dafs es schmilzt, bis es gelb wird. limint sich n Hierauf wird es aus dem Ofen gezogen, auf der Hüttensohle ausgebrei- indem Blei: tet, mit Wasser besprengt, abgekühlt und durch Schlemmen von den zu bilden, v! noch eingemengten Metalltheilchen, Aftern, getremt. Ikali nieder Löst man Bleioxyd in Aetzkali auf, so erhält man eine gelbliche xyd auf Wir Flüssigkeit, welche beim Abdampfen Krystallschuppen absetzt; auch Sauerstoff, 9} löst sich Bleiweils(kohlens. Bleioxyd) in Aetzlauge auf, eben so Glätte ze. welche x und Mennige durchs Kochen in Kalkwasser, welche Auflösung in klei- wefelwassenit nen durchsichtigen Krystallen anschielst. Die Flüssigkeit hat man zum Jalzen wein Schwärzen der Haare, zum Beitzen des Horns, um dasselbe dem Schild- en Auflömm patt ähnlich zu machen, angewendet. Naomi 3) Bleiüberoxydul(roihes Oxyd), Mennige, Deutoride de plomb, Im Veherih Minium, D. of lead, red lead, kommt im Mineralreich sparsam vor, Be wird in eignen Fabriken, Mennigbrennereien, dargestellt, besonders viel in England. Zu dem Ende wird reines Blockblei, in England ein Ge- misch von Weichblei und spielsglanzhaltigem Hartblei, erst in gelbes Oxyd verwandelt, wie angegeben worden ist, sodann unter Mühlsteinen zu einem sehr feinen Pulver mit Wasser zerrieben, denn von der Fein- kalien und ron lösen&ir wird bein! 1 ehe heit desselben hängt zum Theil der günstige Erfolg ab, indem das zarte Pulver leichter und gleichmäfsiger Sauerstoff aufnimmt. Man läfst dann das mit Wasser zerriebne Oxyd durch ein feines Sieb in einen Schlemm- bottich laufen, trägt das geschlemmte noch feucht in porösen Thonge- schirren in einen Seitenkanal des Glühofens, um es zu trocknen, sodann in blechernen Kästen auf den Flammheerd, giebt gelinde Hitze, und vermeidet, dafs das Oxyd nicht zum Schmelzen komme. Während die- ser Operation ist der Ofen sorgfältig verschlossen, um jede einseitige Abkühlung zu vermeiden. Nach einiger Zeit erscheint das Oxyd, wenn glanz-, Nick e, oder Kies sie mit Sam lensäure, we ndelt sich dan mt entweder n tnras ins(rat n. Goldglätt 1 Se wi Proben gezogen werden, braun, welche Farbe sich aber beim Abkühlen in Kitt, m in hellroth verwandelt. Wenn man das einmal geglühte' rothıe Oxyd N ak nochmals mahlt, und zum zweiten Mal glüht, so gewinnt es an lebhaf- ' n ter Farbe, Hat die Mennige ihre gehörige Farbe, so läfst man den Ofen eh une ganz allmählig sich abkühlen, zot warde# Re a ee kot Die Mennige ist ein geruch- und geschwm.ackloses hellrothes Pulver, 208 Eigenschaften der Mennige. Ueberoxyd. specif. Gewicht 9,09 bei 15°(9,19 Boullay), ist in Wasser wnlöslich, Kn 3 l verliert in der Rothglühhitze% des Sauerstoffs und geht in gelbes Oxyd nn D über, entbindet mit Salzsäure übergossen in der Wärme Chlorgas, und h Ne: 5 fl Senso Chlorblei bleibt zurück; übergiefst man dieselbe mit Salpetersäure, so ent- mischt, en steht unter gelindem Aufbrausen und Entbindung von Stickstoffgas brau- hr mit$ nes Ueberoxyd, welches ungelöst liegen bleibt, und Oxyd, welches sich(hlorblei. E in dem unzerlegten Theil der Salpetersäure auflöst. Schmelzt man Men- ‚chwellgsaun nige in irdnen Tiegeln, so entsteht ein kiesel- und thonsaures Bleioxyd onyd verman unter Abgabe von Sauerstollgas, und die Tiegel werden angegriffen,| Kohlenst Die Mennige besteht aus: 89,62 Blei und 10,38 Sauerstoff, dient theils dd Reduct als Malerfarbe, zum Färben von rosenrothem, orange- und aurorafarbi- Mein ... Je(K gem Papier, theils zur Darstellung von Bleiglas, Flintglas, zur Glasur von| 2 Ken englischem Steingut und feinen irdnen Waaren; zur Darstellung des Blei- glases zieht man dieselbe dem gelben Oxyd, Bleiglätte, nicht allein des-| Schwefel] halb vor, weil sie reiner ist, sondern auch weil bei der Verbindung mit häufig als Blei Kieselerde zu‘ Glas% Sauerstoff abgegeben wird, durch welchen das somohl an id Glas von den letzten Spuren färbender Kohlentheile gereinigt wird. mn Blei und [‘VVenn die Mennige Eisenoxyd enthält, so erhält das Glas einen Stich welche in böl ins Gelbe, wenn sie Kupferoxyd besitzt, so wird das Glas grün, ent- tllglaz erhält hielt sie etwas Zinnoxyd, so wird das Glas milchig. Nach angestellten Schwelelblei um Untersuchungen enthält die beste englische Mennige nur ganz geringe auf nassem eg Spuren von Eisenoxyd und erdigen Theilen. Ist Mennige mit Ziegel- Ilmassrstlßs, mehl, Röthel verfälscht, so entdeckt man dies vor dem Löthrohr auf einer glühenden Kohle, wo aufser dem durch Reduction erzeugten Blei- BR, korn auch ein erdiges Pulver zurückbleibt,— Abbildung eines Menni- Be N gebrennofens in Bastenaire- Daudenart Vart de la vitrification, Paris Ba 1825. p. 392, Pl. 3. Fig. 28.— Man verfertigt noch eine besondere ei nl A Sorte Mennige in(England und) Frankreich unter dem Namen Pariser- oh au Anshrig roth, Mine orange. Man erhält eine sehr schöne lichte Orangefarbe Ahufous, zu: Da, durch die feinste Präparation der Mennige auf dem Präparirstein, allein Älinroinzen, Ye mit Leim gemischt wird die Masse gleich diek und steif; wenn man dagegen kohlens. Bleioxyd(Bleiweils) auf eine gleiche Art, wie das Rüstet man Schm Schmeflhlar komn a——. Massikot, im Glühofen, aber mit der gröfsten Vorsicht, behandelt, so(ie bi Win entweicht zwar die gröfste Menge der Kohlensäure, es bleibt aber noch eh Dim Sf ein Antheil Bleiweifs unzerlegt mit Mennige gemengt, so dafs etwa 4 a Bliteinen, d bis"5- Kohlensäure sıch ın dem Gemeng befinden. Die so erzeugte Cr era we Orangefarbe hat einen angenehmen Farbeton, läfst sich mit Leim ganz Kan Produkt es vollkommen’ mengen, ohne dick zu werden.— D. t. Tom, 13, pag.| Sk und 483. Artikeb,, Minium.” I Ned, 4) Ueberoxyd(braunes Oxyd), Peroxide de plomb, P. of lead,| Ma ee, erhält man durch Behandlung der Mennige mit Säuren, Salzsäure aus- Alk, genommen; gewöhnlich wendet man Salpetersäure an, wodurch salpe- Seal,$ ters. Bleioxyd sich bildet und sich auflöst, während braunes Ueberoxyd|“ NH Vera zu- WA d, Kohlenstoff-, Schwefel-, Selenblei. 209 i et ll rückbleibt, Es ist ein dunkelbraunes Pulver, geruch- und geschmack- n gelbes Or los, in WVasser unlöslich, specif. Gewicht 8,902 bei 16°, wird am Son- Chorea, nenlicht in Sauerstoffgas und Mennige zerlegt, giebt in der Hitze gleich- etersäure, Man falls Sauerstoff ab, und wird theils in Mennige, theils in gelbes Oxyd ichs I, entmischt, entzündet Schwefel, wenn man diesen mit ersterm vermengt reibt; mit Salzsäure behandelt entbindet es Chlorgas, und hinterläfst Chlorblei. Es besteht aus 86,62 Blei und 13,38 Sauerstoff, absorbirt schwefligsaures Gas sehr schnell und wird dadurch in schwefels, Blei- yd, welches N! hmelzt man nsaures Dein Dil oxyd verwandelt. den angerife Kohlenstoffblei, Carbure de plomb, Carburet of lead, wird toff, dient il durch Reduction des Bleioxyds mittelst Kohle erhalten, auch durchs Er- und aurorahı hitzen des Cyanbleies in verschlofsnen Gefäfsen; ein schwarzes Pulver, , zur Glasır ı welches zuweilen pyrophorische Eigenschaften besitzt, und überhaupt tellune dest] beim Erhitzen verglimint,] ehe allein Schwefelblei, Sulfure de plomb, Sulphuret of lead, findet sich Verbindung: häufig als Bleiglanz(vergleiche das vorn Seite 173 gesagte), kann ch welchen. sowohl auf trocknem, als auch auf nassem Weg erzeugt werden, Schmelzt einigt wind man Blei und Schwefel zusammen, so erhält man eine graue Masse, Glas einen$ welche in höherer Temperatur beim Glühen krystallinische Textur, Me- Glas grün, u tallglanz erhält, und endlich sublimirt wird. Es ist eigen, dafs das Nach angestl! Schwefelblei unvergleichlich schwieriger schmilzt als Blei für sich. Um ur ganz gi auf nassem Weg es darzustellen, zerlegt man ein Bleisalz mit Schwe- nige mit Dig felwasserstoffgas, wodurch ein schwarzer Niederschlag erhalten wird. m Löthrohr Röstet man Schwefelblei an freier Luft, so entsteht unter Entbindung erzeugten 3 von schwefligsaurem Gas basisch schwefels. Bleioxyd; Salpetersäure Y; 2 en oxydirt das Schwefelblei gleichfalls zu schwefels. Oxyd. Das Schwefel- ei blei enthält 86,55 Blei und 13,45 Schwefel; das natürliche wird so- ng!“N wohl zur Ausbringung von Blei(Silber) benutzt, als auch als Glasurerr, ie Ormzil Algquifour, zur Darstellung der Bleiglasur für Töpfer(in Frankreich, den Rheinprovinzen, vergl. I. Seite 509). Ib. GR N u 2% IE I a parirstein, alkı UN DR } f FM / ef; wenn Mi 4 [Schwefelblei kommt verbunden vor mit Schwefelwismuth und S.Kupfer ne di s nn“(siehe beim WVismuth), mit Schwefelspiefsglanz; mit diesen und S.kupfer, j benankin siehe beim Spiefsglanz,.— 3 Schwefelblei findet sich nach Bredberg in Jleibt aber 20 so dafs etwa: )ie so erzeu; den Bleisteinen, den Halbprodukten bei der Bleiarbeit, es kann auch da- durch erhalten werden, dafs man Bleiglanz mit Blei zusammenschmelet; dieses Produkt erscheint von blättrigem Bruch, ıst dehnbar und besteht mit Aa 5 aus 92,79 Blei und 7,21 Schwefel.— 4 Schwefelblei auf ganz gleiche Tom, 13. Pi WVeise dargestellt, nur. mit gröfserm Zusatz von Blei, dunkelbleigrau, feinkörnig, weicher und dehnbarer als voriges, enthält 96,26 Blei und b P.ofle 8,74 Schwefel. Salzsäure# Selenblei, Seleniure de plomb, Seleniuret of lead, kommt theils wodurch s" allein vor, bleigrau ins Braune riehend, krystallinisch, specif, Gewicht ! 22 14 unes Uchen uw 2 ad a nn nn nn ee TEE er 10 Phosphor-, Chlorblei verschiedner Abstufungen. 7,69, weich, abfärbend, ru Tilkerode am Unterharz Bernburgscher Hoheit, theils mit Selenkobalt, Selenkupfer, Selenquecksilber. Man hat angefangen, das Selenblei zur Darstellung des Selens in grölsern Mengen zu benutzen, so zu Harzgerode.— Phosphorblei, Phosphure de pl., Phosphuret of lead, durch unmittelbare Verbindung nimmt das geschmolzne Blei nur schr wenig Phosphor auf, 3 bis 348, dagegen durch Reduction eines phosphors. Bleisalzes mittelst Kohle ein an Phos- phor reicheres Produkt erhalten wird, oder durch Fällung eines Blei- salzes mittelst Phosphorwasserstoffgas; bläulichweifs, glänzend, weich, aber nicht fest, sondern sehr brüchig, entbindet in der Hitze Phosphor.— Chlorblei, Chlorure de plomb, Chloride of lead, salzsaures Blei- oxyd, Muriate, Hydrochlorate de pl., M.or H.of l., Hornblei, Pl,corne, Plumbum corneum, findet sich am Krater des Vesuvs als Cotunnit, mit kohlens. Bleioxyd verbunden als Bleihornerz. in England; man kann es durch Behandlung des Bleies mit Chlorgas, theils durchs Digeriren des Bleioxyds, der Mennige, oder eines Bleisalzes mit Salzsäure, oder durch doppelte Wahlverwandtschaft erzeugen; Blei wird von Salzsäure, selbst von kochender, kaum angegriffen. Es krystallisirt in weilsen nadelför- migen Krystallen, die sich in 22 Theilen kaltem und weniger heilsem WVasser, nicht in VWVeingeist auflösen, dagegen weit leichter in verdünn- ter Salz-, Salpetersäure, Essigsäure. Es schmilzt bei mäfsiger VVärme und gesteht zu einer grauweifsen, hornartig durchscheinenden Masse, verflüchtigt sich an der Luft, während ein basisches Chlorblei von gelb- licher Farbe zurückbleibt. Das neutrale besteht aus 74,22 Blei und 25,78 Chlor. Nach Coulier*) soll es gleich dem besten Bleiweils decken, eben so schön weils bleiben, sich gut verreiben lassen, und vom Schwefelwasserstoffgas am wenigsten leicht angegriffen werden.— %basisches Chlorblei kommt als Bleihornerz zu Mendipp-hills in farblosen Krystallen vor, schmilzt sehr leicht.—% basisches Chlorblei bildet sich, wenn man das neutrale Chlorblei durch ätzen- des Ammoniak niederschlägt, auch durch Vermischung von basischen Bleisalzen mit einer Kochsalzauflösung; ein weilses Pulver, in Wasser unlöslich, verliert beim Erhitzen 79 gebundnes Wasser, wird gelb, und schmilzt zu einer gelblichen Glasmasse.] Achtel basisches Chlorblei, Calslergelb, wird erhalten, wenn man 10 Theile Memige und 1 Theil Salmiak mit einander ge- mengt schmelzt;-es erzeugt sich durch Zersetzung von Salmiak ein Theil Chlorblei, indem der Sauerstoff mit einem Theil des Wassersioffs im Ammoniak Wasser bildet, der andere Theil Wasserstoff reducirt eine Portion Bleioxyd zu metallischem Blei, welches zu Boden sinkt, Stick- *) v.d. G. 1825. S. 151. 1827. 5. 263. Nach vom Gewerbverein angestellten Froben hat sich dieses nicht bestätigt, gs ud 3 ie ag Be! M pl yineränerlie bien Dr sog beim| Behandel Iaser, so weis, egerzel wird, Dach bald in ein I Natron); der und gell, u Inch Geb, pt Salpetersäne I vonkalllupe gewaschen un der Luft Koh Bleihomerz ro ses weilse P tip und Oelimiß a zwar nieht so st der enual me dem Glanz, und wels mischt— enthalten, siehe| Dodhlei, Jodu wndischaft erl Ih, gef, Gen Eoskpure auf, Cyanble, ein Kohlensanı Bu in der Nh} A), auch) "Done de Dlom "rn ittelt Kl Teen a, EB R ji de] % J gen, Chlor-, Jodblei, kohlens. Bleiosyd. 291 - Bernburg,.. 5 ilber, Mal gas und Sauerstoffgas aus der Mermige entweichen, während letz- größsern My tere zu gelbem Oxyd wird. Die geschmolzne Masse sieht gelb aus, , Phosphurg wird in parallelopipedische Formen gegossen, und erstarrt in ihnen zu lung nimm einer äulserlich bräunlichgelben, innerlich gelben Masse von glänzendem s 355, dıken blättrigem Bruch, giebt fein gerieben ein angenehm hellgelbes Pulver; ıle ein a sie soll beim langsamen Erkalten in Würfeln krystallisiren, lung eine I Behandelt man feingemahlne Bleiglätte mit 4 bis% Kochsalz und linzend, wi Wasser, so schwillt das Gemeng unter Erwärmung bald auf, färbt sich tze Phogplar- weils, es erzeugt sich, indem nur der kleinere Theil des Kochsalzes zerlegt Izsaures] wird, basisches Chlorblei, während ätzendes Natron sich bildet, welches an eh han bald in ein kohlens. Salz übergeht(vergl. I. Seite 357 beim kohlens, Hi A Natron); der weilse Rückstand wird nach dem Abwaschen getrocknet , ee und geglüht, und liefert eine gelbe Farbe, Turner’s Patentgelb, eng- abe lisch Gelb, patent- yellow, Jaune brevete. Die gelbe Farbe wird durch} sek Salpetersäure in salpeters. Bleioxyd und neutrales Chlorblei verwandelt, al: RR von Kalilauge völlig aufgelöst.— Das weilse basische Chlorblei wohl ab- In weniger hie gewaschen und getrocknet, braust mit Säuren übergossen, hat also an et chter in verd der Luft Kohlensäure angezogen, und verhält sich demnach ähnlich dem I S5 mälsiger Wir Bleihornerz von Matlock. Nach Trommsdorf’s*) Versuchen kann die- v/ \einenden N ses weilse Präparat, welches lockerer als Bleiweils ist, mit Leimauflösung; lorblei von ge und Oelfirnifs abgerieben, statt Bleiweils aufgetragen werden, es deckt 1 749% Blau besten Blam ben lassen, u zwar nicht so stark als dieses, weil es ein grölseres Volum hat, mufs daher einmal mehr aufgetragen werden, es verliert nicht die Weilse und den Glanz, und läfst sich mit den Farben mischen, die man mit Blei- weils mischt.— Vom Neapelgelb, in welchem auch basisches Chlorblei N: iR | ä iffen werden- ondipp-Ii . ln enthalten, siehe beim Spielsglanz. - Y basısch bei durch Ar[Jodblei, Jodure de plomb, Jodide of lead, durch doppelte VWVahlver- von basıst! wandtschaft erhalten, ein citronengelbes Pulver, in WVasser schwer lös- 5 in War lich, specif, Gewicht 6,11, löst sich in Aetzkalilauge, in siedend heilser kN gelb, u Essigsäure auf, und krystallisirt aus dieser beim Erkalten heraus,— N) Cyanblei, ein weilses Pulver, in VWVasser unlöslich.] Kohlensaures Bleioxyd, Carbonate de plomb, C. of lead, kommt in der Natur als Bleispath, Weifsbleierz vor(vergl. vorn Seite 175), auch mit Chlor verbunden, und wird als Bleiweils, ee- ruse, blanc de plomb, bl. de ceruse, white-lead, seit einer langen Reihe von Jahren mittelt Bleiplatten und Essig erzeugt, basisch kohlens. Bleioxyd, neuerdings auch aus basisch essigs. Bleioxyd und Kohlensäure wird erhalt it einander& Imiak ein Ti Vasserstoffs I * vyedueirt€ ink, Si er ı sinkt, durch Präcipitation, neutrales kohlens. Bleioxyd. ER *) Ueber die Bereitung des Bleiweilses im Grolsen, Erfurt 1827. Sahne 14*® 212 Bleiweifsfabrıkation, holländische Methode. 1) Aelteres Verfahren Bleiweils darzustellen, und zwar a) hollän- ist di Mi dische Methode*). Man nennt dieselbe darum die holländische, weil I it sie vorzugsweise in Holland ausgeübt wurde und noch jetzt dort, so| Aal wie im nördlichen Deutschland, England, Frankreich, hauptsächliche üigrand Anwendang findet. Man gielst aus(englischem) Blei dünne Platten, zu Iitbels w welehem Behuf man blecherne flache Kästen anwendet, von 3 Fuls va, Di Länge und% Fufs Breite, welche mit gehörig abgeschäumtem Dlei ge-' werden al füllt werden; sobald das Blei erstarrt ist, dreht man sie um, lälst das-| kuft, sie si selbe herausfallen. Die Bleitafel ist$ bis 1 Linie stark, rauh, nicht eiwas Kupker {heilweis ang glatt, was zur leichtern Oxydirbarkeit nicht wenig beiträgt, weshalb auch gewalzte Tafeln nicht anwendbar sind, welche der Einwirkung der| aukerolt un Säure hartnäckiger widerstehen. Sind die blechernen Formen zu heils vermeiden, 1 geworden, so vertauscht man sie mit andern. Die so erhaltnen Tafeln| aeckmäliste haben die doppelte Länge und werden deshalb in 2 Theile geschnitten,' Bei wid ent so dafs eine Mälfte ungefähr 19% Pid. wiegt; beim Tafelgielsen findet noch Festigkei etwa 22 Abgang statt. Sie werden dann spiralförmig zusammengerollt, en, die Matte aber so, dafs die einzelnen Windungen sich nicht berühren, cornets, durch in Dle in Töpfe gestellt, welche innerlich glasirt, mit einem Kreuzholz oder der Dünne 6 Nasen versehen sind; die Töpfe sind 9 Zoll hoch,„5 Fufs im Durch- beit in stelem messer, und etwa 4 Z. hoch, bis zu den Auflagern, mit Bieressig ge- wird dis abel füll. Man stellt dieselben in Kästen von 12 F. Länge, 15 F. Breite, verschlolinen R welche 4% F. tief in die Erde gegraben sind; zuunterst wird frischer Inrizontalen Ste Pferdemist ausgebreitet, auf diesem 1600 Töpfe gestellt, über welche von d. Zoll Höhe Bohlen in Zwischenräumen von 2 Fufs gelegt werden. Ueber die ge-(ham, welche auf lafsnen Zwischenräume werden Bleiplatten gelegt, und in einem kleinen tütelt werden, Abstand über diese andere, welche auf Leisten ruhen und die einzel- bewirken, Nach nen Bohlen in die Quere mit einander verbinden. Sämmitliche Bleiplat- im Sommer in y ten in den Töpfen wiegen 2138 bis 2250 Pfd., eben so viel auch die über einer mikwarmeı denselben ausgebreiteten Platten; der Essig beträgt an 12 Oxhoft. Ueber peter 50 dis 6 die Bleiplatten werden Bohlen gelegt und Bretter zusammengestofsen, auf dem die Heine P welche man ein zweites Mistbett bringt, 1 Fufs hoch, über diesem eine aka seht ihr zweite Lage Töpfe, über diese wieder Platten, und so weiter, bis 5 bis in Il u 6 Schichten aufgeführt sind. Man bringt in jeder Schicht Luftlöcher Iller al an, welche mit Stroh verschlossen bleiben und dazu dienen, die heifsen ider oberen 9 Dünste heraus und frische Luft hereinzulassen, denn in den ersten Tagen men ist die Gährung im Mist sehr stark, nach 14 Tagen weit gelinder, dann ep Miele *) Industriel Tom 5. p. 344.— Eine ältere Schrift„„Coppens über u: Mist Verkalchung des Bleies und das Verfahren dieselbe Arbeit in Bleiweils- all, en Hi fabriken im Grofsen zu veranstalten, Erfurt 1797." Deralır tal \ eniı el = rn me=— u unsre n I) hollaı. ndische, m! jetzt dort, y hauptsichlid, ne Platten, ‚ von di ntem Blei or um, lälst di ‘, rauh, ni weshalb an) inwirkung d men zu hei jaltnen Til je geschnitt Igielsen{in sammengen Ihren, cornel reuzholz ol Us im Dit Bieressig x 15 F. Breit wird frische über weht Jeber die# einem klei nd die ein tliche Blei auch die übt Ixhoft, Veh ngestofsen, a x diesem eit iter, bis 5 IS ‚ht Laftlöche n, die heile ‚ersten Tag selinder, dan mM Coppens\ in Bleine! bleiweifsfabrikation, holländische Methode. 213 ist das Oeffnen wenlger nöthig; die Höhe der Mistbetten nlmmt mit der Zeit um% ab. Nach 6 Wochen werden die Misibetten geöffnet, Ate Bleitafeln und die gewundnen Platten jede für sich gestellt und weiter bearbeitet, der Mist theils wieder mit frischem gemengt verbraucht, theils als Dünger verkauft. Die ganz zerfrefsnen und in Bleiweils umgewandelten Platten werden als Schieferweils, blane en ecailles, blanc d’argent, ver- kauft, sie sind, je reiner das Blei war, schön weils, enthielt letzteres etwas Kupfer, bläulich, oder etwas Eisen, gelblichweifs gefärbt; die nur theilweis angefrefsnen Platten werden abgeklopft, so wie die gewundnen aufgerollt und abgeklopft, welche Arbeit jedoch, um das Stäuben zu vermeiden, wodurch die Arbeiter leicht gefährlich krank werden, am zweckmäfsigsten unter Wasser vorgenommen wird. Das übrig gebliebne Blei wird entweder nochmals den Essigdämpfen ausgesetzt, wenn es noch Festigkeit genug hat, oder eingeschmolzen; am zweckmälsigsten ist es, die Platten von einer solchen Stärke zu giefsen, dafs sie durch und durch in Bleiweifs verwandelt werden, so dafs das Blei höchstens von der Dünne eines Kartenblatts übrig bleibt. Man rechnet, wenn die Ar- beit in stetem Gang ist, von 100 Pfd. Blei 110 Pfd. Bleiweifs. Darauf wird das abgelöste Bleiweifs unter vertikalen Mühlsteinen fein gemahlen, in verschlofsnen Räumen gesiebt, gebeutelt, sodann mit Wasser nals unter horizontalen Steinen vermahlen, der Brei in konische nicht glasirte Töpfe von 5 Zoll Höhe und 35 Z. Durchmesser am obern weiten Theil ge- than, welche auf einem Trockengerüst stehen und täglich einigemal ge- rüttelt werden, um die Ablösung des Bleiweifsbrods von der Form zu bewirken. Nach 3 bis 4 Tagen wird die Form umgekehrt, und das Brod im Sommer in warmer Luft, im Winter und bei feuchtem Wetter in einer mit warmer Luft geheizten Trocknenkammer getrocknet, deren Tem- peratar 50 bis 60° beträgt,(Besonderes Schlemmen findet nicht statt, denn die kleine Portion basisch essigs. Bleioxydes, welche dem Bleiweils anhängt, giebt ihm mehr Festigkeit). Man setzt mitunter dem Bleiweils 16000 Indigo, auch Eschel zu, um, wenn es ins gelbliche sticht, diesen Fehler zu verdecken. Es verdient noch bemerkt zu werden, dafs gerade in der obersten Schicht die Platten am stärksten angegriffen werden, und namentlich die obersten Platten das schönste Schieferweifs liefern, die zusammengewundnen Platten dagegen ein minder feines Produkt geben. Schwierigkeiten bei dieser Methode der Bleiweilsfäbrikation sind: die zrolse Menge Mist zu beschaffen, von stets gleicher Güte, denn ist er alt, so giebt er nicht die zur Fabrikation nothwendige gleichmälsige Tem- peratur von einige 40°; ferner die grolse Menge Essig, die jährlich dazu verwendet werden muls, und der zum grölsten Theil dabei verloren ng ER 214 Bleiweifsfabrikation in geheitzten Räumen. geht, endlich die grofse Menge von Caleinirtöpfen, 18 bis 20,000, und deren Bruch. Man hat daher vielfältig versucht, diese Uebelstände durch künstliche Heitzung in eigens dazu eingerichteten Zimmern zu beseitigen, wodurch die Mistbetten und Töpfe erspart würden. Statt des Mists bedient man sich auch der ausgezognen Gerberlohe frisch aus den Gruben, man hat auch wohl die Töpfe nicht mehr über- einander geschichtet, um die Bedeekung mit Mist zu vermeiden, wo- durch gar zu leicht Schwefelwasserstoffgas entbunden wird, welches die Bleiplatten und das Bleiweils schwärzt. [Dallarmi hat gerathen, um diesen Nachtheil vollkommen zu beseitigen, und das nicht mit Kohlensäure verbundne Bleioxyd zu binden, das Bleiweils mit etwas Salzsäure zu digeriren, dann mit WVasser auszu- waschen(vergl. vorn beim Chlorblei Seite 211). Ham*), in Bni- stol, hat zur Bleiweilsbildung eigne Cisternen aus Stein aufführen las- sen, in welche er die Gefälse setzt, in denen die Bleiweilserzeugung erfolgen soll; den Zwischenraum läfst er mit Lohe anfüllen, eben so "wird auch auf den Boden Lohe geschüttet, und dieselbe, so wie der Kasten, durch angebrachte Dampfröhren erwärmt. Ueber der Lohe lie- gen in dem Kasten Bleiplatten über horizontalen Leisten, damit die Essigdämpfe vom Boden zwischen denselben im Zickzack aufsteigend durchziehen können; oben ist der Kasten mit Brettern verschlossen, die mit Lohe bedeckt sind. Man füllt nun Essig durch einen Trichter in den untern Theil des Gefäfses und giebt eine Temperatur von höch- stens 76°(?).] In England zu Newcastle bedient man sich der Lohe, ferner ge- braucht man nicht Bleiplatten, sondern in dünne Gitter gegofsnes Blei, von 15 Zoll Länge und 4 bis 5 Zoll Breite, welches in mit Essig ge- füllte Töpfe gesteckt wird. b) Methode Bleiweils in geheitztien Räumen zu erzeugen**), Man be- dient sich im südlichen Deutschland zur Fabrikation des Bleiweilses des Kärnthner Bleies von Bleiberg und Villach, welches sehr rein ist und daher auch ein schön weilses Produkt liefert. Die gegofsnen 3, auch wohl nur+ Linie dicken Platten von 1 Fufs Breite und 15 Zoll Länge werden in der Mitte unter einem spitzen Winkel gebogen und auf eine Latte gehängt, um so in die Säurekästen eingehangen zu werden. Diese sind von Bohlen 4% bis 5 Fuls lang, 12 bis 14 Zoll breit, 9 bis 11 Zoll tief, mit Pech dick ausgegossen; man füllt in dieselben ein Gemeng yon Essig und Weinhefen, und bringt sodann die Latte mit den Bleiplatten, je- *) D, p. I. Ba. 27. S. 61. Ba. 24. S. 527. **) D.t. Tom. 4. p. 288,„„Ceruse” in D. p. I. Bd, 14. 5.321.— Prechils kacyklop. Bd, 2. S. 455, doch 9 u die Mn ten h hr wenn DA ii seinen Pat un, in wel dhr aufstellt, Wis. hulten, aller| kann nicht we geschüttet we schwollen und Krystalle von lisen des Blei zermer Walzen werden, wol dasselbe. den derte Bleithe Feinheit geo Silbermeiß,€ setzte Sorte, 7 dem Gewicht n Wis die Er tosion mittels R dals reine Is saurem Gas, ke Beiyd; aus llrten Methode Words Bier,] sale, welche, iergalt, Klon Mlnder Ghz Megen und v kl, wirksam, 9 Kohlen,| "elle, d bleiweifsfabrikation in geheitzten Räumen. 215 DOM, ® Uebel) 1 Zimmen n würden, nen Gerberlh doch so, dafs diese sich weder unter einander berühren, noch auch an die Wände der Kästen anstreifen, in diese so tief hinein, dals die Plat- ten 25 Z. von der Flüssigkeit abstelien. Darauf werden die Kästen, wenn man die Stuben mit Rauch heitzt, oder Pottasche anwendet, mit geleimtem Papier oben verklebt, im entgegengesetzten Fall nicht, Die Kam- cht mehr ühe mern, in welchen man diese Kästen in Gerüsten zu 60 bis 80 über einan- ermeiden, yı der aufstellt, werden durch Oefen, oder Luftheitzung, Dampfröhren auf d, welches di 40 bis 45°C. geheitzt, und diese Wärme 14 Tage lang ununterbrochen unter- halten, aller Luftzutritt sorgfältig vermieden. Die übrigbleibende Mischung n zu besci, kann nicht weiter gebraucht werden, jedesmal muls frische in die Kästen u binden, dı geschüttet werden. Die Bleitafeln sind nach obiger Frist dick aulge- Wasser au schwollen und bis auf einen kleinen Rest zerfressen; öfters findet man m*), in li Krystalle von essigs. Bleioxyd an den Rändern der Platten. Das Ab- aufführen I: lösen des Bleiweilses unter Wasser geschieht mittelst angebrachter höl- iweilserzeugs zerner Walzen, zwischen denen. die angefrefsnen Platten durchgelassen lüllen, eba werden, wodurch sich die Bleiweifskrusten abtrennen. Man unterwirft dasselbe dem Schlemmprozefs, wodurch essigs. Bleioxyd und unverän- derte Bleitheile entfernt werden, das Bleiweifs aber auch nach seiner Feinheit gesondert wird. Das feinste nennt man Kremserweils*), aha Silberweifs, eine andere, schon mit gleichen Theilen Schwerspath ver- N setzte Sorte, Venetianisches Bleiweils, und endlich mit 2 bis 3 mal tur von lid dem Gewicht nach Schwerspath vermischt, Holländisches Bleiweils, Was die Erzeugung des Bleiweifses nach dieser Weise durch Cor- rosion mittelst Essigdämpfe betrifft, so ist wohl unbestreitbar erwiesen, dafs reine Essigdämpfe, ohne gleichzeitige Miteinwirkung von kohlen- saurem Gas, kein gutes Bleiweils liefern, sondern vorzüglich nur essigs. Bleioxyd; aus diesem Grund muls der Essig nach der unter b) ange- führten Methode Wein, Hefe, Unterhefe der Dierfässer, trübes sauer ge- wordnes Bier, Malztrebern zugesetzt erhalten, oder eine zuckrige Flüs- sigkeit, welche, indem sie in geistige und dann erst in saure Gährung übergeht, kohlens. Gas entbindet; Mist, Lohe, welche sich in saurer und faulender Gährung befinden, werden nicht allein dadurch, dafs sie Wärme be, so wie lt er der Lohelt sten, danıt& yack aufstegn. lie, ferner} gegolsnes DK n mit Essig f en**), Mank Bleiweilses& ir rein Ist mi ofsnen ya Be pet. fe 7= 15 Zoll bi erzeugen und so die Töpfe auf dem erforderlichen Temperaturgrad er- eilt»...“7° und al‘ halten, wirksam, sondern liefern auch wohl einen Antheil der nüöthi- m 7 E. en PR werden. Dir gen Kohlensäure. Allein welche Zersetzung der Essig in den Caleinir- . Il e.=. a. bis ra töpfen erleidet, da er doch Sauerstoff ans Blei abgiebt, und einen sehr meng von N Bleiplatten,|*) Nicht Kremnitzer W.; übrigens ist es noch sehr fraglich, ob je in Krems an der Donau die berühmten Bleiweifsfabriken bestanden haben, nach denen man das Bleiweils benannt hat, Vergl, die Anmerk. s: zu dem Aufsatz im D, p. J. Bd, 14. S. 321. a1. Pl 216 Bleiweifsfabrikation durch Niederschlagung. beträchtlichen Antheil der im Bleiweifs enthaltnen Kohlensäure bilden muls, obschon er an sich nicht so viel Sauerstoff enthält, als erfor- derlich ist, um seinen Kohlenstoff in Kohlensäure umzuwandeln, ist noch nicht genau untersucht.— Zutritt der Luft giebt nicht allein Ge- legenheit zu Abkühlung und unnöthiger Verllüchtigung von Essig, son- dern ist auch direct nachtheilig. Man hat in neuester Zeit angefangen, die mit kohlensaurem Gas ge- mengten essigsauren Dämpfe von gährender Branntweinmaische, von gährendem Essig zur Bleiweilserzeugung anzuwenden. Man leitet die- ses Luftgemisch durch Kammern, in denen Bleiplatten theils über Lat- ten aufgehangen, theils auch zusammengerollt sich befinden, und wel- che durch Heitzröhren auf den gehörigen Temperaturgrad gebracht wer- den können. 2) Neueres Verfahren Bleiweils durch Niederschlagung des basisch essigs. Bleioxyds mittelst kohlens. Gas darzustellen. T’henard gab die er- sie Veranlassung dazu, Brechoz und Leseur*) erhielten 1809 einen Preis dafür, nahmen ein Patent, und die Fabrik zu Clichy wurde bald zu ei- ner der bedeutendsten Anstalten ähnlicher Art. Jetzt fabrizirt man auch {in Deutschland, England, Schweden ete. nach diesem Princip. Man be- reitet eine Auflösung von basisch essigs, Bleioxyd dadurch, dafs man Bleioxyd(Bleiglätte ist zu diesem Zweck zu unrein, wodurch leicht das Bleiweils milsfarbig ausfallen könnte) in destillirtem Frucht-, Holzessig durch kalte Digestion auflöst und zwar in einem grölsern Maals, als zur Darstellung von neutralem Salz erforderlich ist**); man nimmt z. B. 175 Bleioxyd auf 65 gereinigten Holzessig von 8° B. mit 15 bis 20 Thei- len Wasser verdünnt. Die klare Flüssigkeit wird sodann durch kohlens. Gas gefällt. Dieses wird theils aus Kreide und Schwefelsäure in einem eiguen Entbindungsapparat entwickelt und gewaschen, oder durchs Glü- hen eines Gemengs von 24 Braunstein, 7 Kohlenstaub und 4 Kreide, welches feucht gemengt, in Stücke geformt und scharf getrocknet in ei- serne Retorten gethan wird; oder endlich durchs Verbrennen von gut ausgeglühten(nicht harzigen) Kohlen erzeugt, welche in einem eigens gebauten Verbrennungsofen durch Gebläseluft angefacht, jenes Gas mit Kohlenoxyd- und vielem Stickgas gemengt liefern. Das Gas muls durch metallne Kühlröhren, die in kaltem Wasser liegen, abgekühlt und gewa- schen werden, um es von mit fortgerifsnen Aschentheilen und etwani- *) 1.4. k. kp. I. Bd. 12, 5. 272, @*) Ueber äie Bereituug des basisch essigs, Bleioxyds siehe D, p J. Ba. 410, 6. 47% —— u gen Selma yerderlen hi vom be hi kendnck& jjt end {u Brller 9 Jucher See ges Von sich wird in dem mengedrück Un das recht vie] aulzt aus de siens von R Sulnecke bei DAroets A yielen Abllı muls, auch dauert so a genommen It reagrendes 9 unnülz macht, schlag in Ruh nit neuen Por Iisung, ls Niederschlag ı Firbeuthlen, ser wird der dus ein, 1 ulcht wohl ber oyd nit sich| Zeit in dm W (I England el tens(eurem schlägt halzes cas. Armor my, nm] "Nlehn AS Na k N) N(N RB l 5 bleiweif.fabrikation durch. Niederschlagung. 247 Isla bl gem Schwefelwasserstoffgas vorher zu reinigen, die das Produkt sonst hl, al el, verderben könnten, sodann in ein Gasomeler oder Windregulator(siehe arowandh, N vorn:beim Eisen Seite 49) geleitet werden, damit es unter gleich gro- nicht ale([sen Druck gesetzt in einem stets gleichen Strom in die zu fällende Flüs- von Ess, u sigkeit eindringe. Vor kurzem hat Bischof*) angefangen, die. Gasquelle im Brohler Thal(% Stunde unterhalb Burgbrohl, in der Umgebung des nsaurem Gas} Laacher Sees), welche eine ‚sehr grofse Menge des reinsten kohlens. Ga- einmaische, yı ses von sich giebt, zur Fabrikation von Bleiweils zu benutzen; das Gas Man leitet& wird in dem gefafsten Quell durch ein Pumpwerk angesogen und zusam- theils üler 1 mengedrückt in die Flüssigkeit geleitet(vergl. I. Seite 126). inden, und y Um das Gas mit der Auflösung des basisch essigs. Bleioxyds in id gebracht recht viele Berührung zu bringen, damit so wenig wie möglich unge- nutzt aus derselben entweichen könne, hat man sic:h sowohl eines Sy- ung des bi stems von Röhren mit vielen kleinen Löchern, einer Archimedischen ard gab dee Schnecke bedient, gleich wie zur Reinigung des Beleuchtungsgases nach 1809 einen D’Arcet’s Angabe all I. Seite 138), als auch der Präcipitirfässer mit arde bald ai vielen Abtheilungen, durch welche das Gas hin und her durchströmen brizirt man u) muls, auch wohl Quirlapparate. Die Präcipitation des kohlens. Oxyds rineip. lan dauert so lange fort, bis die Menge des aufgelösten Oxyds so weit ab- lurch, di u genommen hat, dals nur noch so viel aufgelöst geblieben, um ein sauer reagirendes Salz zu erzeugen, welches die fernere Einströmung von Gas ucht-, Bol unnütz macht, da es nicht mehr zerlegt wird**).. Hat sich der Nieder rn Maals, as schlag in Ruhe abgelagert, so zapft man die Flüssigkeit ab, digerirt sie an nimmt u mit neuen Portionen Bleioxyd, erzeugt also ‚wieder eine basische Auf- E15 bis DT lösung, und setzt den eben geschilderten Prozefs fort. Den. breiigen in Änrch kl Bedeachle mahlt man, nach vorherigem Abspühlen mit Wasser, auf fole in ee Farbemühlen, trocknet auf gewöhnliche Weise; das erste Abwaschwas- oder durchs Ci ser wird der essigs. Bleiauflösung zugesetzt und auf Bleiweils benutzt, 1 nd 4 Krei da es essigs. Bleioxyd enthält; die schwächern letzten Wasser können frockmet in nicht wohl benutzt werden, führen aber stets überbasisches essigs. Dlei- . oxyd mit sich fort, welches leichter als Bleiweils ist, und daher längere ‚durch leicht d hrennen von gl ah;£® Zeit in dem Wasser schweben bleibt, [In England erhielt Sadter*#*) ein Patent auf ein ganz ähnliches Veerfah- ren; Chevremont+) in Lüttich, v. Emperger++) in WVien; letzter schlägt halzessigs. Bleioxyd mit kohlens. Ammoniak nieder, das erzeugte alt und gen kül|: essigs. Ammoniak wird mit Bleioxyd gekocht, wodurch von neuem es- 1, eiwall jjen UN in einem een ‚ jenes Gis ni Gas muß dur) Sen. 4..Bdr20, 8, 199,136. **) Walchner über die Niederschlagung des essigs. Bleies durch Koh- lensaure. Sion. 3. Bd. 18. 5 2537. jäs siehe D-F»+)7.4k.kp. I Bd, 8. 5.5. 257.+) Daselbse Bd, 15. 8. 1806. EDS Ark: K.32.T1, Ba.40% 5, 191% m a en nn TE TEE 218 Eigenschaften des Bleiweifses.| Une sigs. Bleioxyd sich bildet, das Ammoniak aber entweicht; dieses wird durch de i aufgefangen, mit kohlens. Gas vereinigt, wodurch wieder kohlens. Am- vie BI moniak hergestellt wird.] sch, meeher Das kohlensaure Bleioxyd ist blendend weils(gelblich, grünlich, yernengt gub bläulich nur durch fremde Beimengungen), in reinem kohlensäurefreien Tnuschun Wasser unlöslich, löst sich aber in kohlensaurem Wasser auf, desglei- jr mit re chen in Aetzkali-, Aetznatronlauge, besteht aus 83,26 Bleioxyd und 16,74 kann& Kohlensäure; das nach holländischer Art gefertigte enthält auch noch fels, Kalk s etwas überbasisches essigs. Bleioxyd und nicht obige Menge Kohlensäure, offnen Ti sondern beträchtlich weniger, wie Robiquet*) und Pfaff**) durch ihre| nicht Gyps; Untersuchungen erwiesen haben, wogegen das nach der französischen dann di Methode und durch doppelte Wahlverwandischaft aus Bleisalzen durch Bl, D kohlens. Alkalien dargestellte als neutrales Salz zu betrachten ist, graue Nase, Hievon mag auch wohl der beträchtliche Unterschied in der deckenden iu,| Eigenschaft beider Bleiweilssorten abhängen, denn es ist sicher, dafs das Bi weit lockerere krystallinisch-körnige Bleiweils auf nassem Weg darge-| BEN stellt weit weniger deckt, durchscheinend ist(lasirt), während das nach| wen . alter Art bereitete schwerer, dichter ist, mehr Körper hat, und besser| Ammoniak deckt; allein da das holländische dichter und schwerer ist, als das fran- schlag, des zösische, so muls natürlich auch von letzterm dem Volum nach mehr 1 Abscheidung genommen werden, als von ersterm, obschon die Gewichtsmengen ziem-| Aber| lich gleich sein mögen. Salpetersäure Das Bleiweils kommt in den Handel entweder unvermischt, oder die I ul mit verschiednen andern wohlfeilern weilsen Substanzen vermenst; er- ben dem sl steres führt dann den Namen Schieferweils; in hölländischew-F abri- Hug ken versteht man hierunter die ganz in Bleiweils verwandelten Bleiplat-| an ten, in andern Fabriken wird das weifseste gemahlen und mit irgend| je n einem Bindemittel, wie Fischleim ete. gemischt, in kleine Tafeln ge-| at formt— Kremserweils,— in kleinen Hüthen in blau Papier einge- duch sein. V schlagen— VenetianischesBleiweifs. Zum Versatz des Bleiweilses| entalen Fl dienen gewöhnlich folgende Substanzen: fein gemahlner weilser Schwer-| madıt dann 4 Blaweikfah Bearbeitet wird spath(möglichst eisenfrei, dieses wird durchs Aussortiren, und in England selbst durchs Ausziehen des Eisenoxyds mit Salzsäure bewirkt), schwe- fels. Bleioxyd, Kreide, Alabaster, oder Gyps; dieselben werden mit dem| fein gemahlnen Bleiweifs nals unter Mühlsteinen innig vermengt, und|| nicht selten in so reichlichen Mengen, dafs das Bleiweils nur$ des San-| FH" zen Gewichts ausmacht! Durch alle diese Beimengungen wird aber die a a Güte des Bleiweilses mehr oder minder verringert, d. h. es wird da-| en *) D,. t. Tom. 4. pag, 312. am Ende des Artikels,| kei;{ | Uhl ”#).8,.n. J, Bd, 23..8,419, in ln it; dieses Yird T kolılen, An blich Grünlich Ohlensäureti, T auf, des oxyd und Ih Hält auch m Se Kohlensiu, **) durch ihn "französisch leisalzen din! betrachten ix der decken cher, dafs Iı n Weg dan end das nad at, und bes: t, als das fra. um nach melı sinengen zen rmischt, olk vermengt; tt dischen Fahr: lelten Bleipht nd mit: irgend ne Tafeln g: Papier eingt es Bleiweilse ser Schwer nd in England irkt), schwe- ‚den mit dem ermengt, und ır 4 des gar ‚ird aber die e3 wird dir Untersuchung des Bleiwei/ses, Schwefels. Bleioxyd. 219 durch der weilse Oelfirnifsanstrich leichter gelblich und grau, als von reinstem Bleiweils; am wenigsten schadet Schwerspath in dieser Hin- sicht, welcher an sich schön weils, nicht gelb wird, und mit Bleiweifs vermengt gut deckt; am meisten ist Kreide nachtheilig. [ Untersuchung des Bleiweilses auf fremde Beisätze. Man übergielse das- selbe mit reiner verdünnter Salpetersäure, bleibt ein weilser Rückstand, so kann es entweder schwefels. Bleioxyd, schwefels, Baryt, oder schwe- fels. Kalk sein. Um dieses zu untersuchen, wird das Pulver in einem offnen Tiegelchen geröstet; entweicht dabei schwefligs. Gas, so ist es nicht Gyps, nicht Schwerspath, wahrscheinlich das Bleisalz; glüht man dann die geröstete Masse zwischen Kohlen, so erhält man, war es das Bleisalz, Bleikügelchen, war es Schwerspath oder Gyps, eine gelblich- graue Masse,— Schwefelbarytium, Schwefelealcium. Ist es Schwefelba- rytium, so löst sie sich in heilsem Wasser auf, und giebt mit Salzsäure versetzt und mit Schwefelsäure vermischt einen weilsen, in Salpetersäure unlöslichen, Niederschlag,— Schwerspath; war es Schwefelcaleium, so ist es in Wasser fast gar nicht löslich, die Masse mit Salpetersäure ın der Wärme behandelt giebt eine Flüssigkeit, welche durch sauerklees. Ammoniak aus der neutralen Auflösung einen weilsen pulvrigen Nieder- schlag, desgleichen mit kohlens. Kalı liefert, und sich mit Alkohol ohne Abscheidung mischen läfst. Aber es kann das Bleiweifs auch, ohne dafs beim Uebergiefsen mit Salpetersäure ein Rückstand bleibt, verfälscht sein, nämlich mit Kreide; diese löst sich in der Säure auf. Um zu prüfen, ob die Auflösung ne- ben dem salpeters. Bleioxyd auch salpeters. Kalk enthält, kann man die Flüssigkeit mit Aetzkalilauge im Ueberschufs vermischen und erwärmen, hiedurch wird alles Bleisalz aufgelöst, aber der Kalk gefällt, das weilse Pulver wird sich dann wie Kalkhydrat verhalten; oder man setzt zur abgedampften concentrirten Auflösung Alkohol hinzu, so schlägt sich das Bleisalz nieder, das Kalksalz bleibt allein aufgelöst, und giebt sich durch sein Verhalten zu erkennen; oder endlich, man schlägt aus der neutralen Flüssigkeit mit Schwefelwasserstoffgas das Blei nieder, und reagirt dann auf Kalk mit klees. Ammoniak, klees. Kalı etc. Bleiweilsfabriken im preufs. Staat, wo nach der französischen Methode gearbeitet wird, sind in Magdeburg, Plefs in Schlesien, besonders am Rhein.] Anwendung‘ des Bleiweilses theils und hauptsächlich als Malerfarbe, zum weilsen Oelfirnifs, mit andern Pigmenten vermischt, zur Glasur von englischem Steingut, zum Glaserkitt, andern Kitt mit Schlemmkreide, Leinölfirnifs(und Leim). Schwefelsaures Bleioxyd, Sulfate de plomb, S. of lead, Dlei- vitriel, kommt theils für sich im Mineralreich vor, als Vitriolbleierz, theils mit kohlens. Bleioxyd gemengt, und wird als Nebenprodukt bei einigen chemisch-pharmaceutischen und technischen Operationen gewon- nn u 07 ig ei mn ne gen a nn tn nn en Tu nee" Dr TEE ge Te EEE" DD) .=20 Darstellung, Eigenschaften und Anwendung des Bleivitriols. nen, als bei der Darstellung von Essigsäure, conc. Essig aus essigs. Blei- oxyd mit Schwefelsäure, von essigsaurem Kali, Natron, Kupferoxyd aus essigs. Bleioxyd und schwelels. Kali, Natron, Kupferoxyd; von Essig- äther aus Bleizucker, Alkohol und Schwefelsäure, von essigs. Thonerde aus Alaun und Bleizucker,— eeruse de Mulhouse in Frankreich genannt —; letzter Prozels liefert in Kattundruckereien eine nicht unbeträchtliche Menge dieses Salzes. Es ist, ein weilses, körniges, schweres, in Wasser und verdünnter Salz- und Salpetersäure, in Schwefelsäure unlösliches Pulver, löst sich aber in conc. Salpetersäure ein klein wenig auf, und wird von cone, Salzsäure etwas zerlegt, besteht aus 73,56 Bleioxyd und 26,44 Schwefels,, lälst sich ohne Zersetzung schmelzen, wird aber durch Kohle zu Schwe- felblei desoxydirt. Man kann dasselbe vielfach benutzen, worüber Ber- thier*) eine Reihe von Versuchen angestellt hat. Da nämlich das auf chemischem Weg dargestellte schwefels. Bleioxyd sehr rein ist, so könnte man daraus ein sehr reines Weichblei durch Reduction nach Art des vorn Seite 138 geschilderten englischen Bleischmelzprozesses er- halten, indem man nämlich einen Theil in ein niederes Schwefelblei ver- wandelt, wodurch dann der andere Theil des schwefels. Bleioxyds zerseizt wird. Statt dessen kann man auch Bleiglanzschlieche anwenden, welche das schwefels. Bleioxyd ähnlieh zerlegen, Auch Bleioxyd läfst sich bei einer abgeänderten Beschickung gewinnen, Da das schwefels, Bleioxyd in der Hitze durch Kieselerde zerlegt wird, und unter Entweichen von schwefligsaurem und Sauerstoffgas sich. kiesels. Bleioxyd bildet, ein durehsichtiges gelbliches Glas(1 Quarz und 14, 3 Theile Bleivitriol), so könnte man sich desselben zur Erzeugung von Krystallglas, Bleiglas statt Mennige bedienen, zumal da der gewasehne Bleivitriol kuplerfrei und eisenfrei ist; eben so zu Glasuren von Töpferzeug und andern Ir- denwaaren. Da aber wegen der Zersetzung der Schwefelsäure, wobei sich Gase entbinden, das Glas leicht blasig werden würde, so mülste das Bleisalz vorher mit Quarzsand erst gefrittet und geschmolzen wer- den, ehe man: die Pottasche oder Soda hinzusetzt.— Eine Zerlegung des Bleivitriols mit kohlens. Ammoniak, um kohlens. Bleioxyd und schwe- fels. Ammoniak für die Salmiakfabrikation, und mit kohlens. Kali, um Bleiweils und schwefels. Kali zu gewinnen, sind im Allgemeinen nicht ratlısam, da dieses Bleiweifs als neutrales Salz schlechter deckt, des theu- ren Preises der Pottasche nicht zu gedenken. Man gebraucht endlich das schwefels. Bleioxyd auch als Anstrich- farbe**), man schlemmt es, behandelt es auch wohl noch mit etwas Es- ) D. px J. Bd, 9, 8, 233,434, MV. d, G, 1828. 5 212, trocknet@ gemenst, a nd sh ab alumnöser sh est anendbar sein Jar um mit dh (emebe In el direh eine Ble in chrons, Ra [iroven Paten und Salpeter Phospho durch doppel pllors, Natron des letzten: pelsala von ches man ser unlöslie kalten, löst Kalı- und. phors, wird phor entweic halb phospl Eintragen einer sing von. dopp durch kachend 2) Phosphor Suhph. of|, und Braunb Man gewinnt( Astammoniak Blkand in pl Res in Wagyer ! husphon, ir tl Phosphors Han, Bkinyd Olsıren, orarsaure, ch Appel = rar ei hl& wlng hi ‚Mir Be $ Bett) r Phosphors., boraxs. Bleixy.d. 221 AUS essir,} sie, trocknet: es und verkauft es theils unvermischt. theils mit-Bleiweils ul gemengt, aber für sich allein dert ermeh: gehörig, wird leicht grau, es, me! und steht als Versätzinitiel des Bleiweilses dem Sehwerepsth.> da ankteich en i es voluminöser ist, als dieser; als Zusatz zu dunkeln Farben möchte es a anwendbar sein.— In der Kattundruckerei braucht man dasselbe mittel- b unbetrich, sehn;; Kl, bar um mit doppelt chroms, Kali gelb zu produeiren. Man nimmt das Gewebe in einer schwachen Auflösung von Glaubersalz durch, dann durch eine Bleizuckerauflösung, dann wieder in Glaubersalz, und färbt x I ie x und verdüns: ) ulver, Jit«, 3 SR ont im chroms. Kali aus. wird von cn 6,44 Schweil olile zu Schn, worüber}: [ Groves Patent auf Darstellung des schwefels. Bleioxyds aus Bleiglanz und Salpeter als Ersatzmittel des Bleiweifses, D. p. J. Bd. 258: 246, Phosphöorsaures Bleioxyd, Phosphate de plomb, Ph. of lead, durch doppelte WVahlverwandtschaft aus salpeters. Bleioxyd und phos- änlich das: phors, Natron so erhalten, dafs man die Auflösung des erstern in die ° rein ist, des letztern schüttet, nieht umgekehrt, denn sonst bildet sich ein Dop- \educlion nı pelsalz von salpeter- und phosphors. Bleioxyd; oder aus Chlorblei, wel- telzprozessese ches man mit dem phosphors. Natron vermischt. Ein weifses, in VVas- chwefelbkiv. ser unlösliches Pulver, schmilzt in der Hitze und krystallisirt beim Er- kalten, löst sich in Salpetersäure zu einem sauren Salz auf, auch in Kali- und Natronlauge, und besteht aus 75,76 Bleioxyd und 24,24 Phos- h phors., wird durch Kohle in der Hitze sehr schwierig reducirt, Phos- eioxyds zen enden, well 1 lälst si phor entweicht endlich, und Blei bleibt reducirt zurück.— Andert-| efels. Blei halb phosphors. Bleioxyd, Sesquiphosphate de pl.,$. of l., durch ntweichen mı Eintragen einer siedend heilsen Auflösung von Chlorblei in eine Auflö- d bildet,&ı sung von doppelt phosphors. Natron; ein weilses Pulver, welches sich le Bleiitr\ durch kochendes WVasser nicht zersetzt, besteht aus 70,1 Bleioxyd und Ilelas. Bleids 29,9 Phosphors.—% phosphors. Bleioxyd, Sousphosphate de pl.,{ri Subph. of l., kommt in der Natur mit Chlorblei verbunden als Grün- und Braunbleierz vor, nicht selten mit arseniks. Bleioxyd vermischt; man gewinnt es durch Digestion des frischgefällten neutralen Salzes mit Aetzammoniak, oder durchs Eintröpfeln einer Auflösung von essigs. iiriol kuplerii ınd andern|: elsäure, wol le, so mübt Bleioxyd in phosphors. Natron, wobei Essigsäure frei wird. Ein wei- hmolzen we: fses in VVasser unlösliches Pulver, besteht aus 82,42 Bleioxyd und 17,55 ine Zerlesuz Phosphors., wird nur theilweis auf glühender Kohle zerlegt, indem neu- d und sche trales phosphors. Bleioxyd übrig bleibt.— Man bedient sich des phos- ‚ns. Kali, ı phors. Bleioxyds zur Darstellung des Phosphors im Kleinen, zu feinen Glasuren. Boraxsaures Bleioxyd, Borate de plomb, B. of l,, erhält man durch doppelte VVahlverwandtschaft aus essigs. oder salpeters. Bleioxyd und Borax; ein weifses, in WVasser unlösliches Pulver, schmilzt in der als. Anstrich Glühhitze zu einem farblosen, durchsichtigen Glas(2 Theile Mennige mit etwas Es und 1 Th, Boraxsäure schmelzen zu einem grünlichen Glas), besteht aus: 59,75 Bleioxyd und 40,25 Boraxs.; man hat es in neuester Zeit meinen nicht ckt, des the 1.212, 222 Salpetrigs., salpeters., kiesels., thons. Bleioxyd, zur Darstellung von Flintglas zum optischen Gebrauch statt des kiesels, Bleioxyds angewendet, Faraday. Salpetrigsaures Bleioxyd, Hyponitrite de plomb, Nitrite of un lead; die Darstellung desselben ist sehr verwickelt, so wie überhaupt der drei bekannten Verbindungen der salpetrigen Säure mit Bleioxyd; | | h das neutrale, im luftleeren Raum abgedunstet, krystallisirt in dunkelgel-| Di Linn ben Oktaödern, ist in WVasser auflöslich, oxydirt sich leicht zu salpe-| Jen Metal ters. Oxyd, besteht aus 70,28 Bleioxyd, 24,05 salpetr. Säure und 5,67| eh, und 8 Wasser.— Aufserdem giebt es noch ein% und% basisches Salz.]| linfg vor, un Salpetersaures Bleioxyd, Nitrate de plomb, N. of lead, durch Di er ZIDN Auflösung von Bleioxyd,(Glätte) in Salpetersäure, was sehr rasch er- folgt; nimmt man Blei, so braucht man weit mehr Säure. Es krystalli- sirt in durchsichtigen, farblosen, auch undurchsichtigen weilsen Oktae- dern, specif. Gewicht 4,068, schmeckt kühlend, süfslich, stechend,, löst sen, gelte mannichlalier rückfülren Jas sich in 7 Theilen kalten und beträchtlich weniger kochendem Wasser Sen ud auf, nicht in Weingeist, schmilzt in der Hitze, entbindet Sauerstoffgas, ind kenlön und hinterläfst Bleioxyd. Es besteht aus 67,3 Bleioxyd und 32,7 Salpe-\albdnrehsie ters. Man bedient sich desselben in der Kattundruckerei, um mit chroms. schen Glas- Kali gelbe und orange Farbetöne zu erhalten, in allen Fällen, wo essigs, ie real Bleioxyd nicht anwendbar ist, indem es durch etwanige zugesetzte Säu- Then dee ren zerlegt werden würde; eben so zur Darstellung des Chromgelb und Chor ud T Chromorange. F darin(Zi [Man kennt 3 verschiedne basische salpeters. Bleisalze,%,% und% basi- wen m 0 sches, durch Vermischung des neutralen Salzes mit Ammoniak, in sehr AL UN verschiednen Verhältnissen; alle 3 sind weifse, theils nur sehr wenig, Binde, Kb theils gar nicht in WVasser lösliche Pulver.] berg, Zinnwall dorf die dor 44 und nocl vall, Grapen, kermald; in Se) Nie, {hr nd yon] Kieselsaures Bleioxyd, Silicate de plomb, S. of lead. Blei- oxyd schmilzt mit Kieselerde sehr leicht zusammen, weshalb auch Schmelz-| tiegel von Bleioxyd so leicht angegriffen und durchbohrt werden. Kie- sels. Bleioxyd macht die Hauptsubstanz in der gewöhnlichen Bleiglasur der Töpfer aus, in der Glasur des Fayance, englischen Steinguis, einen wesentlichen Bestandtheil des Bleiglases(Klingglases), F lintglases, ver- med gleiche die Artikel„Glas, Töpferzeug und Steingut”. Dafs man auch| E a P Mn. aus schwefels. Bleioxyd und Quarzpulver ein solches Bleiglas erhalten En könne, ist oben Seite 220 angeführt worden. hi\: m "line H [ThonsauresBleioxyd, Aluminate de plomb, kommt als Bleigummi| Hi Hi vor, siehe oben Seite 176, besteht aus 40,14 Bleioxyd, 37,00 Thonerde,| Bell 18,80 Wasser, 2,60 Kiesel-, Kalkerde, Eisenoxyd.] m"h “U lndehn Bi Te oxyd, Zinnerze.- statt des ha, ae Ein und zwanzigstes Kapitel. © wie überku| ie überlan KOHHSEnn Te mit Blei) sirt In dunkeh) je Das Zinn, etain, tin, eins der am längsten bekannten und verar- ı leicht zus) beiteten Metalle, wurde von den Phöniciern aus Spanien und England geholt, und schon zu Moses Zeiten verarbeitet; es kommt nicht sehr häufig vor, und zwar theils als Oxyd, theils als Schwefelzinn mit Schwe- - Säure und j} sches Salı, V. of lead, In! felkupfer und S. eisen verbunden. 8 sehr rasıh Der Zinnstein, Z.graupen, dtain oxidd, tinstone, krystallisirt in re, Es kopst) mannichfaltigen Formen, welche sich auf ein quadratisches Oktaöder zu- weilsen Oli rückführen lassen, häufig in 4seitigen Säulen mit doppelt 4seitigen End- , Stechend.! spitzen, gestreift, auch derb und häufig eingesprengt, in abgerundeten hendem Ws Stücken und Körnern, specif. Gewicht 6,3 bis 7,0. Der Bruch ist grob- et Sauerstoh, und kleinkörnig ins Muschlige und Splittrige, giebt am Stahl Funken; und 32,7$ıh halbdurchsichtig bis undurchsichtig, stark und auch wenig glänzend, zwi- um mit ehr schen Glas- und Fettglanz; braun ins Graue, Schwarze, Gelbe und Ro- llen, wo eh the verlaufend. Er findet sich im Urgebirge, häufig in den erhabensten Theilen desselben, auf Gängen und Lagern, im Granit, Gneis, Syenit, Chromgel u Chlorit und Thonschiefer, Feldspathporphyr, als Gemengtheil mancher Felsarten(Zinnzwitter), als Granit, Quarz, Chlorit, Stockwerke bildend; begleitet von Quarz, Granat, Flulsspath, Topas, Glimmer, Molybdänglanz, Wolfram, Tungstein, Arsenik, Schwefel-, Kupferkies, Eisen-, Bleiglanz, Blende, Kobalterz,(Wismuth). So im sächsichen Erzgebirge zu Alten- berg, Zinnwald, Marienberg, Joh. Georgenstadt, Geyer und Ehrenfrieders- dorf; die dortigen Zinnzwitter enthalten höchstens etwas über 13, meist 5 und hu moniak, in xt nur sehr wen) ‚of lead, Di 3» 40 und noch weniger Zinnerz; im böhmischer Erzgebirge zu Zinn- b auch Sehntl wald, Graupen, Platten, Joachimsthal, Abertham, besonders zu Schlak- t werden. ‚Ki kenwald; in Schlesien, Regbzk. Liegnitz, zu Giehren und Krobsdorf im chen Bleiglst Riesengebirge, jedoch haben wiederholte Versuchsarbeiten Ende vorigen teinguts, ein! Jahrh. und vor 15 Jahren diesen Bergbau, der in frühern Jahren berühmt lintglases, vet war(der Hundsrückner Bergbau), nicht wieder in Aufnahme bringen kön- als man auch nen, weil die reichen Erzmittel abgebaut sind, und das Lager überall schr eiglas erhalten arm gefunden ward*). In England in Cornwals, Devonshire, an ver- schiednen Punkten, in der Gegend von St, Austle, Redruth; in Frank- ‚Bleigumn! reich im Deptmt. de la haute Vienne, zu Vaulry, in der Bretagne zu 7,00 Thonerd; Pyriae, allein an beiden Orten nicht lohnend; in Spanien, im Königreich Galicien; in Schweden, Grönland(Anbrüche), Sibirien. In Asien in China, "KALB wH. Ba 1. Hft 2, S. 12 und 18. 224 Vorkommen der Zinnerze. Siam, Pegu, auf der Halbinsel Malakka, Insel Banka; in Amerika, in| red ih Mexiko und Chili. va Man findet auch in sekundären Lagerstätten, im Seifengebirge, wel. yon welchen ches aus der Zerstörung primitiver Zinn führender Gebirge entstanden, Schlech zu Zinnerz eingemengt, Seifenzinn, Z.sand, etain d’alluvion, stream-tin; v1 Fu so im sächsischen(bei Eybenstock) und böhmischen Erzgebirge, in Comn- Kin, ode wals bei St. Juste und St. Austle, in Frankreich, Mexiko, Ostindien(Ma- we lakka).— Holzzinn, fasriges Z.erz, etain oxid& coneretionne, et. de ie- bois, et. zyloide, wood-tin, cornish tin-ore, stumpfeckige, rundliche gr ni Stücke, Körner, Textur zart und büschelförmig auseinander laufend, fas- ae rig, Bruch splittrig; undurchsichtig, seidenglänzend, auch matt, braun ins Chteiniheie Röthlich- und Gelblichgraue; specif. Gewicht 5,8, findet sich fast stets Tipnerzschie im Schuttland, zum Theil mit Quarz und Turmalin, Chlorit verwachsen Seifenwe in Cornwals, Brasilien, Buenos- Ayres, Mexiko. statt, wo mat Cornwall Seil Abhang wer deckt, theils Zinnkies, etain pyritcux, et. sulfurd, tin-pyrites, kommt derb und eingesprengt vor, Bruch uneben, grob- und kleinkörnig, ins Musch- lige, metallglänzend, zwischen:messinggelb und stahlgrau, specif. Gewicht 4,35 bis 78; kommt auf Erzgängen von geringer Mächtigkeit, begleitet von Quarz, Kupferkies und Blende, in Cornwals vor. gel hinziehe Iinnerz oft önnen, [Das Vorkommen des Zinnsteins ist in Bezug auf die Stockwerke, in de- Ar nen es angetroffen wird, äufserst merkwürdig. Man versteht unter Kinn ärahe Stockwerken(die Franzosen haben das WVort eingebürgert, in Eng-‘ ih land giebt es dafür keinen besondern Ausdruck, man nennt dieselben, Mh gleich wie die Gänge, tin floors), das Vorkommen von eingesprengtes das insel Zinnerz führenden Gebirgsmassen in dem das Gebirge eines Orts bil- lc denden Felsgestein. So besteht die zinnführende Gebirgsmasse zu Al- ke ni tenberg in Sachsen aus Quarz und Chlorit, welche sich im Granit ein- aim a geschlossen befindet; das Stockwerk ist seit 1458 bebaut. Das Stock- I dard in werk zu Geyer besteht aus feinkörnigem Granit, welcher im Gneis ein- nt u gelagert ist, und wird seit dem Jahr 1400 abgebaut. Das Zinnerz in scültt, ode| dem Stockwerk zu Carclase bei St. Austle befindet sich in einem schon Höhn.. in Zersetzung begriffnen Granit; andere Stockwerke liegen im Feldspath- Denk porphyr. Der Stockwerksbergbau ist von dem Gangbergbau ganz ver- Ih ii schieden, insofern nämlich bei letzterm die Gänge sammt dem Hangen-‘ Er® den und Liegenden abgebaut werden, bei ersterm aber die zinnführende w Gebirgsmasse selbst im Grolsen abgebaut wird, weil das Zinnerz in der nl a ganzen Masse verbreitet ist; VVeitungsbau. Man bildet nämlich durchs| nr ı Feuersetzen, oder Schielsen mit Pulver, grofse hohle Räume, Stockwerke,., von 20 bis 40 Lachter Höhe, die 1 bis 5 Lachter von einander in ho-| ae Wei -rizontaler Richtung abstehen, und in mehrere grofse VVeitungen von| Ale u 3 Lachter Durchmesser auf die Art getheilt sind, dafs zwischen densel- Man N ben 3 bis 5 Lachter dicke Pfeiler stehen bleiben, meistens Gebirgsge- stein, was sehr arm an Zinnerz. ist; diese Pfeiler stehen, so weit es a irgend y> Aue Vorkommen der Zinnerze, 225 in Amerik| ü er 2: irgend thunlich ist, über denen des untern Stockwerks, Man unter- scheidet in Sachsen armen Zwitter, welcher nur 0,35 Schliech giebt, lengehiree 1,:; 220 WORUNE von welchem 20 Fuhren zu 16 Centner jede nöthig sind, um 1 Ctr, Inge entstand. 3 P...= 5° enlsndn Schliech zu gewinnen; zweitens gemeinen Zwitter, welcher 0,72, oder ‘on, Streun-ti, von 10 Fuhren 1 Ctr. Schliech liefert; drittens reichen 2., le ebirge, in Can 18,752, oder von einer Fuhre 3 C. Schliech schüttet, und nur sparsam ‚ Ostindien(I vorkommt, Die Prüfung, ob ein Zwitter scheidewürdig sei, oder nicht, retionne, ef. stellt der Steiger in der Grube mittelst des Sichertrogs, sebile, an; das "kige, ron) durch Feuer mürbe gemachte Gestein wird zerklopft, und mit Wasser der Jaufend in jenem hölzernen muldenförmigen Geräth gewaschen, indem man das- malt hei: selbe, ähnlich wie einen Stofsheerd im Grofsen, schüttelt, wodurch alle att, ram ı achte Gesteintheile und fremden leichtern Erztheile weggespühlt werden, der > sich Last sit ie Zinnerzschliech aber zurückbleibt. orit verwadh Seifenwerke, stream-works, mines d’e&tain de lavage, finden statt, wo man Seifenzinn in genugsamer Menge antriff. Man findet in 8, kommt de) Cornwall Seifenzinn theils in dem aufgeschwemmten Land, welches den nie, ins Nos! Abhang wenig hoher Hügel in der Nähe reicher Zinnerzbergwerke be- , specil, Gemil deckt, theils in dem Schuttland der Thäler, die sich am Fuls jener Hü- it, begleitet gel hinziehen. Alleim in diesem häufig vorkommenden Terrain ist das Zinnerz oft nur sparsam vorhanden, um es mit Vortheil aufbereiten zu können, ın der Umgegend von St. Just(zu Leswhidden-moor, Bostra- ckwerke, in& zc-m., Numphra-m.) und ganz besonders zu Pentowan bei St. Austle versteht. unt kommt es aber so reichlich vor, dafs es Gegenstand bergmännischer Arbei- ürgert, in Di ten ist, Das Seifenzinn ist mit Lagen von aufgeschwemmtem Land von ennt dieselhz 5, 10, 29 bis 60 Fufs Mächtigkeit bedeckt. Besonders merkwürdig ist, , eingesprengt dals dieses Seifenzinn von keinem andern Erz begleitet vorkommt, höch- eines Orts bi stens sind einige Nieren von rothem Glaskopf darunter, kein Arsenik- gsmasse zu Al kies, weshalb denn auch ein vorzüglich reines Zinn aus diesem Seifen- im Granit er zıon ausgeschmolzen werden kann. Diese Lager von Seifenzinn wer- ut, Das Stod den durch Tagebau abgebaut.— In Sachsen sind in der Nähe von Ey- “im Gneis ei benstock ebenfalls Lager von Seifenzinn, die in frühern Zeiten mehr ge- Das Zinnerz ı schüttet, oder mehr eingebracht haben, als jetzt, wo sie nicht bearbeitet n einem scho werden. im Feldspatt Der Zinnbergbau auf der Insel Banka, den man 1710 begann, liefert jähr- bau ganz ver lich bis 70,000€. Zinn; es scheint zum Theil aus Seifenzinn geschmol- dem Hanger zen zu sein.— Englands Zinnproduktion belief sich im Jahr 1824 auf & zinnführend: 4,309 Tonnen, 1826 auf 4,406 Tonnen, 1827 auf 5,316 T.= 106,320 Zinnerz in de engl. Gentner; ım Königreich Sachsen betrug die Zinnausbeute im Jahı nämlich dureli 1820 ungefähr 2,500 C., 1825 2,7995 C., 1926 2,1824 C., 1828 2,875% C.; . Stockwerk in Böhmen weit weniger.] nander in hr Aufbereitung und Zinnschmelzen in Sachsen*) über Schachtöfen. Veitungen In Sachsen werden Zinnerze zu Altenberg, Geyer, Ehrenfrieders- ‚ischen dense! ins Gebirgs! iy) Lampad. Allg. Hüttenk. Th, 2 Bd. 3. S, 1. Supplemente Bd, 1, en, 50 wit S. 111.— Karsten in seinem Archiv Bd, 6, S. 358.— Manes in den ige! I. 2, 15 m TREE. RESET ö cc 226 Aufbereitung der Zinnerze. dorf und a. a.©. ausgebracht. Das Verfahren ist im Allgemeinen fol- hen de] gendes:(es ist das zu Altenberg gewöhnliche, wo das meiste Zinn aus- nach der gebracht wird, hier: vorzugsweise als Beispiel gewählt). Die angefahr- Jun 2 el nen Zwitter werden untermengt, wodurch ein mittelmäfsig ausgiebiger| des Risen Schliech erhalten wird, und die verschiednen Gangarten sich galtiren: in dm Ba sie werden in kleine Stücke mit F äusteln zerschlagen, die sehr harten flo u i | Stücke(Würflinge) aber erst noch in Haufen gebrannt, um sie mürbe ia% } zu machen. Darauf bringt man die zerkleinerten Massen unter die Poch- ee j stempel, und läfst sie nals verpochen,(man hat auch Queischwalzen ver- at hh i suchsweise eingerichtet); das Wasser führt das Pochmehl fort, welches | sich in den Gräben und Sümpfen nach Verschiedenheit der Gröbe ab- Das Riste z|| setzt; das zuletzt abfliefsende Wasser darf keine Schliechtheile mehr hnen Schliech N führen. Das in den Gräben und Sümpfen abgelagerte Pochmehl wird enik von jeder ausgestochen, und theils auf Stofsheerden, tables« secousse, Glauch- und welche ein um Planheerden, tables allemandes, t. dormantes, verwaschen, theils über Sie werden da Schlemmgraben, wobei der schwere Zinnstein, Schwefel-, Arsenikkies, erben, dann: Wolfram, Eisenoxyd und andere metallische Fossilien zurückbleiben, die von GB bis Tl leichtern erdigen Gemengtheile aber weggewaschen werden. Der Schliech, und am Jahre von schwärzlicher Farbe, kann nicht reiner erhalten werden, da die das Rösten wird a Zinnerz begleitenden Erze zwar ein geringeres specif. Gewicht haben, verflichtet‘ s allein wegen des nicht beträchtlichen Unterschieds das Waschen nicht dureh de it ohne grofsen Verlust an Zinnerz weiter fortgesetzt werden kann, wobei dung zu zerleeen die Verluste schon 25 bis 309 vom Zinngehalt der Zwitter betragen. kl A Um nun aber jene fremden metallischen Einmengungen möglichst zu be- weil sonst Rolle seitigen, schreitet man zum Rösten, wodurch einestheils Arsenik und Ansenikmel ve Schwefel verbrannt und verflüchtigt, anderntheils das Eisen in Oxyd Ilkies{rei sind verwandelt und dadurch specifisch leichter wird als Zinnerz, und beim grtef, nachmaligen Waschen fortgeführt werden kann. Die nehm Das Rösten geschieht in einem Flammofen mit Giftfang, der in ei-| Im Sıhneler i nem bedeckten Schoppen steht, um die sich erzeugende und verflüchti-| I wenden dal sende arsenige Säure aulzusammeln, gleichzeitig benutzt man aber auch Amel Er die Wärme des Röstofens, um den nassen Schliech zu trocknen, Hl Fl [Auf Tafel X ist in Fig. 18 und 19 ein Zinnerzröstofen mit Giftfang Ile Tief ak dargestellt, wie er zu Altenberg in Sachsen ausgeführt ist, nach Manes Tnsfmefaf, a. a. O. mitgetheilter Zeichnung*), a,a das Hüttengebäude, in wel- Eu Tome, ja Spt A, d, M. Tom,$. p. 499, 837. Tom. 9. p. 281, 463, 625.— Abbildung| der Hi), fin der Aufbereitungsvorrichtungen, Röst- und Schmelzöfen zu Altenberg betr\ in den Ar d. Ms 1l: serie Tom,3. p.r117. Planche:llfretzIV.— Winkler Stoll un in E. J. Bd, 9, S, 381. An *) Aus einem Versehen ist bei dem Maalsstab bemerkt fr, Fuls, es \ nes Ida mufs heifsen sächs, Fuls,) "id I ein Zinnrösi- und Schmelzofen in Sachsen. 237 Alleemeinn t pelneinen I, ie 5 ar- 5 R u n chem der Röstofen steht, welcher in Fig. 19 im Längendurchschnitt v Inn a A EL:.. ler MU au nach der punktirten Linie AB Fig. 18 dargestellt ist, b das Gifthaus, € IC angel durch 2 Scheidewände ın 3 Kammern getheilt. e der Rost, d die Sohle älsıe ol!>.. Y- 3 rälsig ansgieir des Röstheerds, e eine Oeffnung im Gewölbe, um den über demselben ‘ten sich Sal in dem Raum f getrockneten Schliech auf den Röstheerd hindurch ‚die sehr hr fallen zu lassen. g der Rauchmantel am Ende des Ofens, unter wel- t, um sie ni chem die Arbeiter mit langen Krücken das auf der Heerdsohle ausge- am unter died; breitete Erz wenden; h der Giftfang, welcher die arsenikalischen Dämpfe uetschwaln aus dem Röstofen nach dem Gifthaus b führt, i der Schornstein, durch N alzen v el welchen die nicht condensirbaren Luftarten abziehen,] nehl fort, wel jeit der Grüheı, Das Rösten von 12 Centnern groben Schliech dauert 7, von 13 C. chliechtheils 1 feinen Schliech nur 6 Stunden; man erhält% bis 1 Ceniner weilsen Ar- + te Pochmell vi senik von jeder Post gerösteter Schlieche, die man dort Zinnkies nennt, usse, Glud-l welche ein um 7 bis% grölseres Volum durchs Rösten erlangt haben. schen, theik Sie werden dann wieder durch Waschen aufbereitet, zuerst in Schlemm- ‚elel-, Anall# graben, dann auf Kehrheerden, wobei und durch das Rösten ein Abgang zurückbleia© von 66 bis 70° stattfindet; die Abgänge werden besonders aufbewahrt den. DerStl und am Jahresschlufs einer besondern Aufbereitung unterworfen. Durchs rerden, da del Rösten wird aber nicht aller Arsenik in arsenige Säure verwandelt und . Gewicht Ib verflüchtigt, sondern ein Theil bildet arseniks. Eisenoxydul, welches as Waschen ui durch die Hitze der Röstöfen nicht zerseizt wird. Um diese Verbin- den kann, ı© dung zu zerlegen, giebt man wohl auch etwas klare Kohle mit auf, al- Zwitter bei lein dann muls durch einen Schieber der Giftfang abgesperrt werden, möglichst! weil sonst Kohlenstaub mit fortgerissen in denselben gelangt, und das veils Arsen Arsenikmehl verdirbt.— Schlieche, welche von Arsenik- und Schwe- fisen nV felkies frei sind, wie es an einigen Orten der Fall ist, werden nicht s Lisen’ 8 9 /innerz, ml gerüstet. Die nochmals verwaschnen Schlieche, Zinnerz genannt, werden nun fang, dern dem Schmelzer übergeben, ihr Gehalt mufs mindestens so weit getrie- le und ver! ben werden, dafs man 50% Zinn beim Ausschmelzen gewinnt. Das ‚tman aber® geschieht über Krummöfen, oder niedrige Halbhohöfen von ı trocknen, 6 bis 9 Fuls Höhe, der Ofenschacht besitzt eine nur einige ZoH bedeu- tendere Tiefe als Breite, siehe Tafel XI Fig. 3 und 4, welche einen An mit Gilt 5 e x z x A z 5 e. I Zinnschmelzofen, wie er im sächsischen Erzgebirge in Gebrauch ist, nach ist, nach Na bäude, ın Y einer in Lampadius Werk gegebnen Abbildung darstellen. Die Oefen „chäude, 5%£ > sind überhaupt so gebaut, dafs der Quadratinhalt ihres Durchmessers in der Höhe der Form nicht mehr ads 140 bis höchstens 220 Quadratzoll 4 Sn beträgt; 4 Zoll unter der Form beginnt gewöhnlich die Ofensohle, die iv. Mi sich nach dem Auge zu verflächt, wodurch das Zinn schnell einen Aus- Hi gangspunkt findet, und so der Wirkung der Gebläseluft bald enizo- ‚erkt fr, Fi gen wird. In dem Vortiegel irennt sich das Zinn von der mit ausge- 15* Ä 22 Beschreibung des Zinnschmekprozesses in Sachsen. III flofsnen Schlacke. Neben demselben befindet sich eine Schlackengasse, und vor demselben ein Stichheerd, welchen man die Grube nennt, in welche der Vortiegel abgestochen wird. ie, 3 und 4. Die I | | | | |[ Beschreibung des Zernetzschmelzafens aur Latel 1 Fig | erstere Figur stellt den Schachtofen in einem senkrechten Durchschnitt durch die Form genommen dar, die letztere giebt einen horizontalen | Durchschnitt nach der punktirten Linie xx Fig. 3. aus Gneis, b,b die Futtermauern, ce die Formwand, d die Stirm- so wie auch die Form e. f der Sohlstein — a die Ofenpfeiler | mauer, sämmtlich aus Granit, aus Granit, ist muldenförmig ausgeschweift, g das Auge, Zion und Schlacken in den Vorheerd h abfliefsen; ı der Stichheerd, k,k Fluggestübekammern, 1 das l’ormgewölbe, m, m Anzucht, welche Vor- und Stichheerd befindlich ist, und ihren Ausgang durch welches | I | unter dem Ofen, ||| unter dem Formgewölbe hat. Il Beim Schmelzofen in Geyer blieb man bei folgenden Dimensio- | nen, als den vortheilhaftesten, stehen; Länge der Formwand 11 Zoll, der Brustwand 9° Z.; Tiefe:des Ofens' 17 Z.; hohe Schächte sind wo grofse Quantitäten Ziunerz verschmolzen und N | nur da von Vortheil, |) längere Kampagnen gemacht werden, für kleine Schmelzen taugen sie | nicht. Die Wände des Schachts sind theils. saiger, theils bildet der Schacht eine nach oben sich erweiternde Pyramide, dies bedingt aber | grölsern Kohlenverbrand, obwohl weniger Schliech durch die Gicht: ge- | trieben wird. Die Sohle ıst ohne alle Spur, unter einem WVinkel von ll) 26° gelegt, besteht aus einer Granitplatte— Spünd—, die theils ohne Bedeckung eingelegt wird, theils mit einer Sohle von schwerem Ge- stübbe bedeckt. Der Vorheerd ist auch aus Granitplatten, wird theils mit einem Gestübbebeschlag, theils mit Lehm überkleidet, man bringt ihn tief unter dem Auge an, damit die aus dem letztern hervordringende Stichflamme das im Vorheerd stehende Zinn nicht oxydire.] Zu Altenberg nimmt man zu einer Schmelze über die Krummöfen 18 Centner Zinnerz,% bis 4 C. Gekrätz,% bis 1 C. Nachsätzel(gepochte und gewaschne Schmelzrückstände) und 65% Rohschlacken vom Zinn- schmelzen; man giebt diese Post in den vorher angewärmten Ofen nach | und nach in kleinen Gichten mit etwas angefeuchteten Holzkohlen auf, l Das Anfeuchten vermindert das leichte Verblasen des Schliechs im Ofen, hat auch noch den Nutzen, dafs das Wasser in der Hitze in WVasser- und Sauerstoff zerlegt wird,‘die Hitze vermehrt und die Reduction be- fördert. Nach 2 Stunden zeigen sich die ersten Spuren von Zinn im Vortiegel, die reichen Schlacken, welche Zinnkörner eingesprengt ent- | halten, werden sogleich wieder mit aufgegeben, die armen abgeschreckt, ll zerschlagen und zu einer neuen Schmelze aufbewahrt. Nach 8 Stunden sind etwa% der Zinnerzpost durchgesetzt, der Vortiegel ist, wenn nieht die Einrichtung besteht, dafs das Zinn von selbst in den Stichheerd ab- Di Jrft, ml j für best,| AN aber dus wen Jin yel Zin rar abgek zelilne N senandt, auf innen Tate nengerol, m Form. in den yo hiuft es hr müssen öfter Durchsetzen di hat die Nacl singen; das\ eulhäll manc und muß vo werden, wel: lassen, Man eine mit Lösch Iieerd, dessen und der am tie tigt glihende] schtllet af die durch die Kolle außereben, hi mid es in Taf NCentnem Eiz ayehracht were tr rück, Der‘ {0} Ye nach bee Mund mit einer le Zinn it Dh ae " Aprten “ter Anal h) In, ig\ [Nıd et el iers Kalos, y Ri; Clin, selbst dlokeı] m]. daull di leg chsen, Schlackenu, zrube nenn) 3 und 1 ten Durch, nen horizonı) ‚die Ofen! I, d die Si. f der Sallı , durch wall der Suclh Anzucht, wı d ihren Auf ıden Dimm: mwand Ill & Schächte erschmolzeı elzen tauee theils bildet lies bedingt ch die Gictt em Winkl ‚ die theils ı schweren I en, wird Ih det, man bi ‚ hervordringe Jire,] die Krum! sätzel(gepr” ken vom# ten Ofen 1 Holzkohlen® liechs im 0 ze in Wie Reduction! y von Zinn! ngespreng!$ M abgesch ach 8 St’ ist, wen Stiehhent" Beschreibung des Zinnschmelzprozesses in Sachsen. 229 läuft, mit Zinn gefüllt, und es kann abgestochen“ werden... Man hält es für besser, das Zinn selbst immerwährend dürch eine enge Oeflnung abfliefsen zu lassen, indem dann das reinere dünnflüssige abfliefsen wird, aber das weniger reine zurückbleibt und erstarrt, Ist im Stichheerd ge- hörig viel Zinn, und hat es sich auf die erfahrungsmälsig passende Tem- peratur abgekühlt, so wird es in Tafeln gegossen, wozu man kupferne geschliffne Platten von 4 Fufs Länge, 2 Fuls Breite anwendet, Schicht genannt, auf welche man das Zinn auskellt und erstarren lälst, Die dünnen Tafeln, 10 bis 11 Pfd. schwer, werden dann zu Ballen zusam- mengerollt, mit hölzernen Hämmern zusammengeschlagen, und in solcher Form in den Handel gebracht. Ist das Zinn beim Auskellen zu heils, so läult es farbig an, ist es zu kalt, so erhält es keinen Spiegel, daher müssen öfter Proben genommen werden.— Nach 12 Stunden ist das Durchsetzen der Schmelzpost beendet, 65 Centner Zinn gewonnen, dann folgt die Nacharbeit mit den Schlacken, Gekrätz und den Schlemmab- gängen; das bievon fallende Zinn ist weniger rein, als das von dem Erz, enthält mancherlei fremde Metalle, Eisen, Arsenik, Wismuth, Kupfer, und mufs vor dem Gielsen in Tafeln erst geläutert, gleichsam gesaigert werden, welchen Prozefs man das Pauschen nennt, auch das Bwrch- lassen. Man fertigt nämlich einen abschüssigen Lehmheerd an, oder eine mit Lösche bedeckte gufseiserne Platte, die schief liegt, den Pausch- heerd, dessen Sohle von beiden Seiten nach der Mitte zu geneigt ist, und der am tiefsten Punkt einen Stichheerd hat. Man wärmt ihn ab, trägt glühende Kohlen auf denselben, etwa 8 bis 10 Zoll hoch, und schültet auf diese das zu reinigende Zinn hoch aus; das feinere Zinn läuft durch die Kohlen und sammelt sich im Stichheerd, und wird von neuem aulgegeben, bis man glaubt, dafs es gehörig rein geworden, dann erst wird es in Tafeln gegossen. Das erhaltne Zinn aus dem‘Gekrätz von 18 Centnern Erz beträgt etwa 3 C., so dafs im Ganzen etwa 9% C. Zinn ausgebracht werden. Zwischen den Kohlen bleiben halberstarrte Kör- ner zurück, Legirungen des Zinns mit schwerer schmelzbaren Metallen, welche nach beendetem Pauschen auf der Heerdfläche zusammengezo- gen und mit einem Hammer beklopft werden, um das in ihnen einge- schlofsne Zinn noch Nüssig auszupressen,(das eigentliche Pauschen). Die ausgeprelsten Dörmer werden beim Schlackentreiben zugegeben. Nach einer Analyse von Berthier bestanden die Dörner aus 69,4 Zinn, 25,3 Eisen, 1,0 Wolfram. [ Nach Berthier’s Versuchen wird das Zinn durch wenig Eisen hart, brü- chig, glanzlos, wogegen WVolfram und Molybdän diese Nachtheile nıcht bedingen; selbst ein Gehalt von 45% WVVolfram verursachte keine Sprö- digkeit der Legirung, mit 293 WV. verbunden liels sich das Zinn zu 250 Beschreibung des Zinnschmelzprozesses in Sachsen. sehr dünnen Blättern auswalzen. Lampadius giebt dagegen an, dafs das Altenberger Zinn zuweilen 3 bis 42 Molybdän enthalte und da- durch etwas spröde werde.] Wenn eisenhaltiges Zinn längere Zeit in schr flüssigem Zustand bleibt, schlagen sich aus ihm Körner einer aus Eisen und Zinn beste- henden Legirung nieder, welche zusammensintern und Härtlinge, oder Hartbrüche bilden, die sich in den Vorheerden und Tümpeln zeigen. Sie erschweren die Arbeit sehr und vermindern die Zinnaus- beute, denn es kann ihnen das Zinn nie völlig entzogen werden, dafür ist aber auch auf der andern Seite dasjenige Zinn, welches unter der Bil- dung von Hartbrüchen ausgebracht wird, in der Regel schöner und reiner, als anderes, wo sich, obschon eisenhaltig, diese Bildung nicht einstellt. Die Härtlinge haben ein dunkles, eisenartiges Ansehen, lassen sich theils unter dem Hammer fletschen, theils zerbröckeln sie; ihr Zinngehalt be- trägt von kaum 20 bis über 809. Durchs Saigern lassen sich dieselben ungemein schwer entzinnen, das erhaltne Metall ist nicht rein, und giebt erst nach mehrmaliger Wiederholung des Prozesses ein Produkt, welches allenfalls als unreines Zinn gelten kann. Die Zinnschlacken kommen bald flüssiger, bald zäher aus dem Ofen, sie enthalten oft unvollkommen geschmolzne Partikel, die sich im Vorheerd als Heerdschlacken ausfällen, sehr zinnreich sind, allein das daraus gewonnene Zinn ist sehr unrein, eisenhaltend. Auch die voll- kommne Schlacke enthält noch vieles Zinn, theils in Körnchen, theils als Oxyd chemisch gebunden, man mufs daher dieselbe durch Aufbe- reitung und Schmelzung wieder zu Gute machen, wodurch man Zinn erhält, welches nicht nur reiner, als das Zinn aus den Heerdschlacken ist, sondern oft auch reiner, als das Zinn aus dem Erz. Die Farbe der vollkommnen Zinnschlacken ist entweder graulich-schwarz oder bräun- lich-schwarz, leberbraun, sie enthalten Eisenoxydul, Kieselerde, Thon- erde, Zinnoxyd,(Molybdän- und Wolframoxyd), Kalk, Magnesia. Je grö- [ser die Hitze beim Durchsetzen der Schlacken ist, desto vollständiger wird das in ihnen enthaltne Oxyd des Zinns redueirt, allein auch Eisen- oxydul$ sie werden deshalb nochmals über einen 4% Fuls hohen Krumm- ofen durchgesetzt, der ein stärkeres und stechenderes Gebläse hat, wel- ches Schmelzen das Schlackentreiben genannt wird. Die verän- derte Schlacke wird dann nals gepocht, gewaschen, das erhaltne Zinn- gräupel mit Kohlen verschmolzen, wobei Zinn und Schlacke erhalten wird, die mit dem Schlackenschliech vom Verwaschen zusammen durch- gestochen werden. Hiebei werden meist die Dörner, Härtlinge, das Ge- krätz, Ofenbrüche, Fluggestübe mit durchgesetzt, Diese Nacharbeiten est wien I[ schen de li [15 fg ma ad, wel Ad 18 I hielt; das Schlacke vor foß, Beim den, wodun bald, übertraf Zinnöfen, bi stellt, und 2 siehe in Dam auf die Haldı metallische 0 Wollramoxy h) Aufbereitu Man unke zinn, stream {eres aus den Lallischen Beine mancherli einge kies, Wolltan, 1 abereitet und werke werden n feine Pochmell Kelrleerden m: ömen Plammölt ud zu verflichti In, mohe sich Im Sahlieche. ve I zurüchehlieh "a, welche sich ia, Die Sehh Re, er an Nam ui Difenay Ton I wa} ind Pal da achsen, lagegen an. dl nthalte und| lssigen Ins, und Zinn I ind Hirt n und Tin, lern die Zin n werden,| hes unter de) höner und ng nicht in lassen sich I} hr Zinngehi) sen sich die; ‚ nicht rei, u össes ein Pril ] zäher ast tikel, die sid h sind, all 1. Auch des ,| be durch Au vodurch mul en Heerdschlt Z, Die Falt hwarz. oder I Kieselerde, 1 Iagnesio, Ki lesto vollstäul Jlein auch Ei ' hohen Krun ebläse hat, N nd. Die ve ‚s erhaltne 2 chlacke el! zusammen di ärtlinge, dw ese Nach Beschreibung des Zinnschmelzprozesses in England, 231 würden ins Unaufhörliche fortgehen, wenn nicht beim Pochen und Wa- schen die unhaltigen Theile in die wilde Fluth fortgerissen würden. [1809 fing man in Altenberg an, den Schlackenwalder Grofsofen anzu- wenden, welcher eine Höhe von 14 Fufs und einen ovalen Schacht von 27 und 18 Zoll Durchmesser, einen Tümpel aus schwerem Gestübbe erhielt; das Metall wurde in einen Vorheerd abgestochen, während die Schlacke von selbst durch eine höher angebrachte Oeffnung stets ab- flofs. Beim fortgesetzten Gebrauch mufste mancherlei abgeändert wer- den, wodurch sich allmälig der Ofen wieder einem Zinnofen näherte; bald übertraf dieser Grolsofen ın seinen Leistungen die gewöhnlichen Zinnöfen, bald wurde er aber auch von diesem ın den Hintergrund ge- stellt, und zuleizt ganz abgeworfen.— Beschreibung und Abbildung siehe in Lampadius erstem Supplementband Seite 111 Tafel 2.— Die auf die Halde gestürzten Schlacken enthalten nach Berthier*) noch 582 metallische OÖxyde, nämlich 34,8 Eisen- und 23,2 Zinnoxyd mit etwas Wolframoxyd verbunden, welche gegen 165 Zinn gegeben haben würden.] b) Aufbereitung und Schmelzen des Zinnerzesin England**) in Flammöfen. Man unterscheidet in Cornwall Bergzinn, mine-tin, und Seifen- zinn, stream-tin, ersteres aus den Gängen, Lagern, Stockwerken, letz- leres aus den Seifenwerken gewonnen, dieses sehr rein von fremden me- tallischen Beimengungen, jenes dagegen mehr oder minder bedeutend durch mancherlei eingemengte Erze verunreinigt, als durch Schwefel-, Kupfer- kies, Wolfram, Magneteisen ete. Sie werden daher auch jedes für sich aufbereitet und geschmolzen.. Das Bergzinn wird gepocht(die Poch- werke werden zum gröfsern Theil von Dampfmaschinen bewegt), das feine Pochmell setzt sich in den Gräben und Sümpfen ab, wird auf Kehrheerden mehrmals verwaschen, die Schlieche werden sodann in eignen Flammölen geröstet, um Schwefel und Arsenik zu verbrennen und zu verflüchtigen; das Rösten von 6 Centnern dauert 12 bis 18 Stun- den, wobei sich arsenige Säure in den Giftfängen absetzt. Die geröste- ten Schlieche werden einige Tage lang der Luft ausgesetzt, damit sich die zurückgebliebnen Schwefelmetalle in schwefels. Salze umbilden kön- nen, welche sich beim darauf folgenden Waschen in dem Wasser auf- lösen. Die Schlieche werden nämlich in Fässer getragen, Wasser auf- geschüttet, öfter umgerührt, wodurch sich Kupfervitriol auflöst, weleher ) A.d. M. U serie T. 3, p. ATl. **) Dufrenoy und Beaumont in den A. d. M. Tom, 9. pag. 827 Tom, 102 pa2.0331.,5 in KR A) Erb. urB. Ba. 13, 8.60,119.—#Coste und Perdonnet daselbst II serie Tom. 6. p. 3.— Taylor über das Ver- schmelzen der Zinnerze in England, inK, A. EB. u, H, Bd, 3. 5, 98, Bd. 6. 5, 347: 252 Verschmeken des Bergzinns in England. durch altes Eisen behandelt Cementkupfer liefert. Der entkupferte Schliech wird dann gesiebt, auf Kehrheerden verwaschen, und der rei- che Schliech als Schwarzzinn, black-tin, im Gegensatz von melallischem Zinn, white-tin, verschmolzen, er enthält 50 bis 75 2 Zinn.— Das Sei- fenzinn kommt in abgerundeten Körnern vor, von dem Ansehen eines groben Kieses, zuweilen so grols als Wallnüsse, untermischt mit Knoten von rotlhem Glaskopf; daher ist auch die Aufbereitung viel einfacher. Man verwäscht dasselbe auf Kehrheerden bei einem starken Wasser- strom, siebt das gewaschne Erz und unterwirft die gröbern Stücke ei- ner Scheidung, indem die unreinen gepocht und das Pochmehl verwa- schen wird. Das Verschmelzen des Bergzinns. Diese Operation wird in Flamm- öfen vorgenommen, in Schmelzhütten, melting- houses, während das Sei- fenzinn in Halbhohöfen verschmolzen wird. Die Flammöfen haben fol- sende Einrichtung). [Beschreibung des auf Taf. XI Fig. 1 und 2 dargestellten Zinnerzschmelz- ofens von‘St. Austle. Fig. 1. Längendurchschnitt des Ofens nach der punktirten Linie AB Fig. 2, Fig. 2. Grundrifs des Ofens. a Feuer- thür, um Steinkohlen auf den Rost b aufgeben zu können, c Feuer- brücke, d Einsetzthür, e Thür durch welche das Erz auf der Sohle des Flammheerds f bearbeitet wird, g Stichöffnung, h Oeffnung ım- gewölbe, welche beim Aufgeben des Erzschliechs geöffnet wird, um zu verhüten, dafs der Luftzug denselben durch den Schornstein fortführe, i,i Luftkanal, um kalte Luft unter der Feuerbrücke und der Heerdsoble wegzuleiten, durch welche diese abgekühlt und vor der schnellen Zer- störung bewahrt werden. k,k Stichheerde, in welche man das ausge- schmolzne Zinn absticht, 1 Fuchs, m Schornstein, er ist theils 35, theils 50 engl. Fuls hoch,] Das Schmelzverfahren ist folgendes: Man mengt den gerösteten und verwaschnen Erzschliech mit Steinkohlenklein, eulm, setzt auch wohl etwas gelöschten Kalk, Flufsspath als Flufsmittel zu; die jedesmalige Schmelzpost beträgt 15 Centner, auch wohl 20 bis 24 C., der Metall- gehalt 60 bis 702. Anfangs wird ein heftiges Feuer gegeben, so dals nach einer Stunde alles im Flufs ist, die Schlacken werden abgezogen, wohl viermal nach einander, die Masse durchgerührt, zuletzt wirft man noch Steinkohlenklein auf. Sodann schreitet man zum Abstich, und läfst das Zinn abfliefsen, bis die Schlacken folgen. Die auf dem Zinn im Ab- stichkessel stehenden Schlacken enthalten viel Zinnkörner, sie werden deshalb gesammelt und nach 60 Schmelzungen für sich einer Veräude- *), Coste und Perdonnet a. a, O. Planche I Fig, 1 und 2, Sur rung ale fallen Dr: reile, N* dent cine some ı F Juraul 7 fouden Nez Pırlionen ei sen, Sehlack im. Iu di anf dessen He den; dis Sal Steinkohlen, d Jeerd eine se ug Zion venl [Nach einer| Leguung: Eisen und Hierauf durch Steink Eintauchen vo der sich entbi ereng il ein dem Netllen, sich am Boden dis Anfstols ses Metall von starkes Schi au diese walle wohel N Bj bes nilllere schon 1; bis 2 9hundı 1m Granit ausr tl der Rebe de rım Boden 1 ganze N) up ish\ Id, kan Pre ul, Kl, Saigern und Raffıniren des Zinns aus dem Bergzinn. )er entkuply n, und de; om mehallic, an— Diss; rung, unterw orfen, indem nur wenig solche Schlacken bei einer Schmelze fallen. Die auf dem Flammheerd gebliebnen Schlacken werden aufbe- reitet, gepocht und neuen Erzposten zugesetzt. Binnen 6 bis 7 Stun- den ist eine Schmelze vollendet, sogleich beginnt die zweite ete,— Das | Ansehen 4 chen ı sewonnene Zinn wird mit eisernen Kellen ee in Blöcke gegos- sc niit Ru er darauf raffinirt und gesaigert. Dieser Prozels hat zum Zweck, die z viel einbdh fremden Metalle, Kupfer, Eisen, Arsenik, Wolfram, so wie die kleinen Starken Vs Portionen eingemischter, der Zersetzung entgangner, Schwefelverbindun- bern Stick ı gen, Sc ‚hlackentheile, selbst nicht gehörig reducirtes Zinnoxy ‚d zu besei- ochmell vr tien. Zu dem Ende bedient man sich gleichfalls eines Flammofens, auf dessen Heerd 6; Tonnen Zinn in Blöcken auf einmal aufgegeben wer- wird in Mb den; das Saigern Anekt nicht länger als 20 Minuten, erfordert 42 Pfd. ährend dis| Steinkohlen, das Zinn läuft in eiserne Stichkessel ab, während auf dem (len haha! Heerd eine sehr eisenhaltige Legirung der fremden Metalle mit sehr we- nig Zinn verbunden übrig bleibt. !.[Nach einer in Schweden angestellten Saigerung von Blockzinn blieb eine - Ofens nach Legirung auf dem Heerd zurück von: 85,30 Zinn, 13,72 Kupfer, 0,33 Ofens. a Par Eisen und Zink, 0,67 Arsenik.— K. A.£. B. u. H. Bd. 14. S. 223.] önnen, efar Hierauf folgt die eigentliche Raffinirarbeit. Das Zinn wird nämlich auf der Soll durch Steinkohlenfeuer in den Kesseln fliefsend erhalten, und durchs elfnung im(Ik Eintauchen von frischen Holzstangen in eine wallende Bewegung in Folge Inet wird m der sich entbindenden Gase und Dämpfe versetzt, the poling. Dabei DEnSBEDHN! erzeugt sich ein Schaum, ein Gemisch von dem oxydirten Zinn und frem- d" En den Metallen, besonders Eisen, und eine schwere Legirung scheidet er schnellen Zt sieh am Boden ab, Ein anderes Verfahren der Raffination nennt man e man das au hei 3.1 das Aufstofsen, tossing; man schüttet nämlich aus einer Kelle flüssi- st theils oo, tie ses Metall von einer mälsigen Höhe in die übrige Metallmasse, so. dals ein Din starkes Schäumen erzeugt wird. Nach 3 Stunden ungefähr hört man en geröstelen I auf diese wallende Bewegung zu erzeugen, lälst das Zinn sich absetzen, selzt auc” wobei es 3 besondere Schichten bildet, die oberste ist die reinste, die die jedesut mittlere schon etwas unrein, die unterste sehr verunreinigt. Biezu sind 6, der It 1% bis 2 Stunden Zeit erforderlich, dann wird dasselbe in Gufsformen egehen, 50 u von Granit ausgekellt, in Blöcke von 3 Centn. an Gewicht gegossen, die ‚rden abge2og nach der Reihenfolge des Gusses immer mehr unreines Zinn enthalten; uletzt wirt m die vom Boden des Kessels werden bei dem nächsten Saigern zugesetzt. bstich, und li— Die ganze Operation des Saigerns und Raffinirens dauert für 63 Tonnen Jem Zinn im Zum 5 Sr 6 Stunden. Das Zinn führt nun den Namen Blockzinn, ner, Sie weni block-tin, etain en saumons, das feinste heifst refined block-tin. Das h eine! Verinl sewöhnliche Blockzinn enthält etwa 5 fremde Metalle, worunter gegen OFT b) T. 0,15 Kupfer.— Ueberhaupt verdient hervorgehoben zu werden, dals die 4) ınd u 254 Verschmelzen des Seifenzinns in England. neuesten ÖOfenkonstruktionen eine nicht unbeträchtliche Ersparnils an Kohlen bedingen. Die Schlacken vom Zinnschmelzen werden einer einfachen Behand- lung unterworfen; die zuerst abgeworfnen enthalten weniger einge- sprengte Zinnkörner, sie werden gepocht, gewaschen, und für sich ver- ändert, und liefern ein unreines Zinn, prillion genannt, welches mit den reichen Schlacken, die vor dem Abstich abgezogen wurden, zusammen verschmolzen wird, um Zinn aus ihnen zu gewinnen.(Die auf die Halde gestürzten Schlacken enthalten nach Dufrenoy und Beaumont 315 Metalloxyde, wobei 12,4 Zinn.) Eben so wird auch der metallische Rückstand von der Saigerarbeit durch verstärktes Feuer geschmolzen, in einen kleinen Abstichkessel abgestochen, und nach einiger Zeit kellt man die obere Schicht, welches ein unreines Zinn ist, aus, gielst es in Blöcke und übergiebt es von neuem der Saigerarbeit; die untere Schieht ist eine spröde, krystallinische, weifse Legirung, welche weggeworfen wird, so wie der auf dem Flammherd gebliebne Rückstand. Verschmelzen des Seifenzinns. Dieses geschieht über 15 Fuls hohe Halbhohöfen(Kupoloöfen) mit Holzkohlen, in den sogenannten blowing- houses, Gebläsehütten; neuerdings soll man sich auch fürs Seifenzinn der Flammöfen und Steinkohlen bedienen. Der Schacht ist von Eisen, inwendig mit Ziegeln gefüttert, er hat an der Gicht 15 Zoll Durchmes- ser; Gestübekammern sind angebracht; die Form für 2 Düsen liegt we- nig über der Schachtsohle erhaben, in dieser ist ein Spurtiegel ausge- schnitten, der durch die offne Brust in den Vorheerd übergeht; ein Stichheerd mit 2 Kesseln ist angelegt. Das Schmelzen des Seifenzinns mit Kohlen ist eine ganz einfache Reductionsarbeit, das gewonnene Zinn wird in den ersten Stichkessel abgelassen, die Schlacken abgezogen; beim Abkühlen setzt sich das Zinn in horizontale Schichten von verschiedner Reinheit ab, das feinste, oberste Zinn wird in den Raffinirkessel aus- gekellt, welcher durch Feuer heifs erhalten wird, das unterste wird be- sonders abgegossen, und wieder aufgegeben und im Ofen mit durchge- selzt. Das feinere Zinn wird dann ganz derselben Reinigung unterwor- fen, wie das Blockzinn, indem man nalsgemachte Holzkohle in das Me- tallbad bringt, und mittelst eiserner Stäbe untertaucht; nach 1 bis 1% Stun- den läfst man das Zinn zur Ruhe kommen, schiumt ab, kellt das oberste aus und giefst es in Blöcke von 120 bis 130 Pfd.; die von der untersten Schicht sind unrein und werden deshalb umgeschmolzen. Zuweilen kommt dieses Zinn auch in Form von kleinen rundlichen Stückchen vor, indem man die Blöcke so weit heifs macht, dafs das Metall brüchig wird, sodann von einer beträchtlichen Höhe herabfallen läfst, wodurch es in jene Brocken zertheilt wird, Körnerzinn, grain-tin, etain en Best Iarm, B x Fisen und de iber dmselb oujrlt We Jarebrauch [Nach Bert! an Iremde Kr kein I eineS Em Sp Nach vor schen Zint halten waı allen Prot Schrader bessere| Dis ın den Fornen: 3 bis Did, I 20 Dil; dern anch zu KL, Anyle,| Jin sticht di mit Kupfer,| gerölnlich schreit heim Kunle, 0 ist seiten Druc mat, Gicht y kann man an< Qhaltät des 7 li Oherflihe te Überlliche Decafenhei Me Wine lile Arsenik urn ag Beschaffenheit des käuflichen Zinns, Analyse desselben. 235 Erspani,:;, N= larmes. Es hat einen vortrefflichen Spiegelglanz und enthält nur selten 0400 Eisen. Das unreine Zinn wird sammt den oxydhaltenden Schlacken achen D: an] ß S nl und den gepochten und gewaschnen Zinnkörner enthaltenden Schlacken \veni\ VENSER ein, 1 hir sih über denselben Ofen verschmolzen. Im Ganzen sollen 66% Metall ‚aus- UT SICH yp. gebracht werden, obschon der Gehalt 75 bis 78% beträgt.— Der Koh- velches ni}= Be: en N ches u a lenverbrauch für 10 Centner Zion beläuft sich auf 280 Kubikfufs. uen, zusam| (Die af[Nach Berthier’s*) Analyse enthalten folgende Sorten englischen Zinns und Be an fremden Beimengungen: der meh Körnerzinn. Feines Blockzinn. Gewöhnl. Blockzinn.| ne ee kein Kupfer, Kupfer 0,0024 0,0116 i or eine Spur Eisen. Eisen eine Spur. 0.0020/ user Zeit Lk] Spuren 0,0024 0,1036 us, gielst ei tere$ı Nach von Thomson**) angestellten Analysen von 14 Proben cornı- untere Sılı schen Zinns geht hervor: dafs in allen kein Blei, kein Arsenik ent- e Wegen halten war, aber in den unreinsten Sorten 0,002 Kupfer, im Mittel in nd, allen Proben 0,001; an Eisen durchschnittlich 0,001 bis 0,0001.— Nach er 15 Fuls hi Schrader enthält das schlechteste engl. Blockzion 0,001 Arsenik, das annten blouir bessere keine Spur.] fürs Seilen DR; nd bene Das im Handel vorkommende ostindische Zinn erscheint in folgen- N den Formen: das Malakkazinn in abgestumpften vierseitigen Pyramiden, bis 3 Pfd. schwer, das Bankazinn in Barren von 40 bis 50, von 120 bis 130 Pfd.; beiderlei Zinnsorten sind sehr rein, und werden unter an- dern auch zu Orgelpfeifen verwendet. Das deutsche Zinn enthält Ei- sen, Kupfer, Arsenik,(Molybdän, Wolfram), Wismuth. Nach Vauque- lin sticht die Farbe des Zinns ins Graue und Bläulichgraue, wenn es mit Kupfer, Eisen, Blei, Spiefsglanz verunreinigt ist; ist es mehr als gewöhnlich weils und härter, so enthält es wohl Arsenik; unreines Zinn schreit beim Biegen nicht so laut, als reines; enthält es Blei, Eisen, Kupfer, so ist der Bruch körnig, die Farbe grau. Beines Zinn hat einen sehnigen Bruch, es zieht sich lang, che es abreist, die Farbe ist weils, matt. Giefst man geschmolznes Zinn auf ein Blech oder Stein aus, so kann man an der Beschaffenheit der Oberfläche nach dem Erkalten die Qualität des Zinns erkennen, Steinprobe; ist es reines Zinn, so ist Zoll Durchns Jüsen liest m purtiegel PINS ; ei des Seilenin sewwonnene Zit bgezogen; bi yn verschiedit finirkessel as terste wird br mit durchge ung unter wol le in das Me Ibis 1; Stun die Oberfläche wie polirt, spiegelnd, enthält es fremde Metalle, so ist I das oberst die Oberfläche matt, es finden sich angelaufne Stellen. Will man die der untersta Beschaffenheit des Zinns chemisch prüfen, so löst man es in Salzsäure n, Zuweilt in der Wärme auf; setzt es dabei braunschwarze Flocken ab, so ent- Sl hält es Arsenik, es entweicht dann aber auch Arsenikwasserstoflgas, wel- Metall brucli ilst, wodu 5=:| ei au Aa, 0.971482:*%))G, A. Bd. 64. 5. 314, 236 Analyse der Zinnsorten, Eisenschaften des reinen Zinns. }’ ö ches aufgefangen und verbrannt arsenige Säure liefert. Um die übrigen Metalle im Zinn zu entdecken, behandelt man es mit Salpetersäure von 1,16, anfangs ohne Anwendung von Wärme, zuletzt mittelst Wärme, und zwar mit einem Ueberschuls an Säure. Ist die Operation beendet, so gielst man die Flüssigkeit vom Zinnoxydhydrat ab, und spühlt dieses einigemal mit salpetergesäuertem Wasser ab, setzt dieses zur Flüssigkeit und concentrirt dieselbe durchs Abdampfen, um die überschüssige Sal- petersäure zu entfernen. Setzt man nun Wasser hinzu, und es zeigt sich ein weilser Niederschlag, so enthält das Zinn Wismuth; setzt man zur abfiltrirten Flüssigkeit schwefels. Ammoniak, so erfolgt, war Blei vorhanden, ein weilser Niederschlag; durch Ammoniak im Ueberschuks wird Eisenoxyd gefällt, und der kleine aufgelöst gebliebne Rest Wis- muthoxyd. Wird die übriggebliebne Flüssigkeit zur Trockne abgedampft, so muls Kupferoxyd zurückbleiben. Reines Zinn kann dadurch erhalten werden, dafs man englisches Zinn mit Salpetersäure behandelt, das Zinnoxydhydrat mit salpeterge- säuertem Wasser abspühlt, dann mit Salzsäure digerirt, um elwanigen Gehalt an Spielsglanzoxyd auszuziehen, sodann mit salzsaurem Wasser, dann mit destillirtem abspühlt, trocknet und in einem Kohlentiegel re- dueirt. BHiedurch müssen alle fremden Metalle beseitigt werden. Das Zinn besitzt im reinen Zustand eine dem Silber sleichkom- mende weilse Farbe und Glanz, seine Härte steht zwischen der des Bleies und Goldes mitten inne, es kann geschabt und zerschnitten wer- den, ist sehr hämmerbar und läfst sich sehr gut strecken, in dünne Blät- ter ausschlagen(Zinnfolie, Stanniol, unächtes Schlagsilber); ein Draht von 0,887 par. Linien Stärke zerrils durch 32,1 par. Pid., oder von 2 Millimeter durch 15,75 Kilogramme. Reibt man dasselbe mit den Fin- gern, so ertheilt es denselben einen widrigen Geruch, im Munde bringt es einen unangenehmen Geschmack hervor; wird es gebogen, so knirscht es, eri d’etain, wenn jedoch das Biegen öfter wiederholt worden ist, so verliert das Zinn diese Eigenschaft, welche nur auf dem krystallini- schen Zustand des gegolsnen Zinns beruht, denn gewalztes schreit auch nicht mehr. Das specif. Gewicht beträgt 7,29 bei 150(7,285 bei 16°), des geschlagnen, gewalzten 7,299 bis 7,475; es dehnt sich beim Erwär- men von 0° bis 100°, und zwar das feine englische um 0,0022833 Smeaton, das gewöhnliche um 0,0024833 Smeaton, 0,00209309 Horner,» metallische» 0,0019376 Lavoisier, durchschnittlich etwa um—; aus, schmilzt bei 228°, krystallisirt beim Erkalten sehr leicht in Rhombo&dern, verflüchtigt sich erst in der Weifs- glühhitze, oxydirt sich an der Luft ohne angewendete Wärme sehr wenig, verliert seinen starken Glanz und überzieht sich mit einem srauen Häut- l chen, ihr| giesmaset Pin dis 1 h{esilirte zrde, Spur [it, in ein anien das übe Wasser I| auch unter Benutzun Geschirne zu als auch zu< für Destllicb soll das best dafs mehr 0 yachtheilige sich jene] auf die Färl hen, nnermü gießerzunft in yerselztes Zim gung des Zin [Man fertt 7 Stanniol, die dünnere wird, zum I colade, Seife schtelnen D vom 1, Seite Ieterm wer Jich Yerece Ambose sind Iinn wird II !ssen, dies restreckt,= ü Schlag= Ahnen>, all der U ln sa Sp si Alu: "nal en Zinn, | Benutzung des Zinns. Verfertigung von Stanniol. 231 m die uhr Ipetersiun chen, aber desto stärker beim Schmelzen. Eg wird von Salzsäure, Kö- st We" nigswasser leicht aufgelöst, langsamer von Schwefelsäure; Salpetersäure om beendt oxvdirt es rasch, ohne das Oxyd merklich aufzulösen, Pflanzensäuren N- d spühlt di, zur Flüsse erschüssiee$) greifen das Zinn an, Essigsäure löst es auf, woher es kommt, dafs man in destillirtem Essig, welcher in Blasen mit zinnernem Hut destillirt wurde, Spuren von Zinnoxyd findet. Alaun, Weinstein in Wasser ge- löst, in einem zinnernen Gefäls gekocht, lösen beide Zinn auf(vergl. unten das über das Verzinnen der Stecknadeln Gesagte). Zinn zerlegt das Wasser in niedern Temperaturen nicht, aber in der Weilsglühhitze, auch unter Vermittelung von Salpeter- und heifser conc. Schwefelsäure. Benutzung des Zinns. Man fertigt, chedem mehr als jetzt, viele Geschirre zum häuslichen Gebrauch aus Zinn, sowohl zum Tischgebrauch, als auch zu andern Zwecken, als Kessel für Färber, Apotheker, Hüte für Destillirblasen, Kühlapparate, Röhren etc. Zu allen diesen Geräthen soll das beste Zinn verarbeitet werden; allein es geschieht nicht selten, dafs mehr oder minder Blei, auch Spielsglanz zugesetzt wird, wodurch nachtheilige Folgen entstehen, theils in Bezug auf die Gesundheit, da sich jene Metalle leichter in Pflanzensäuren auflösen, theils in Bezug auf die Färberei, weil Floiten in solchen Kesseln bereitet stumpfe Far- 1, und eu uth; setzt lolst, war Dh im Uebersth bne Rest\j; ne absedın d| man englisch mit salpelen. um eliwanlı aurem Was; ‚ohlentiegel tt verden, n 6 j- naEıcKB; we ben, unerwünschte Nüancen bedingen. Nach dem Privilegium der Zinn- Der LIEICHKUN:..„... : gielserzunft in der Mark Brandenburg, de anno 1735, darf kein mit Blei schen der it.... versetztes Zinn verarbeitet werden.— Ueber die Eigenschaften der Le- schnitten w:’ 3 aa R eiruns des Zinns mit Blei siehe weiter unten. he) o in dünne Di r); ein Di[Man fertigt Zinnblech, seltner starke Bleche, am meisten dünne Blätter, rd., oder m Stanniol, Zinnfolie, tin-foil, etain en feuilles; man unterscheidet e mit den In: die dünnere Folie, welche zum Ausfüttern von Kästen, Büchsen gebraucht ı Munde bung wird, zum Belag elektr. Batterien, zum Einschlagen von WVaaren, Cho- en, so kurs colade, Seifen, und stärkere Spiegelfolie, zum Belegen der Spiegel in ver- “ schiednen Dimensionen nach Mafsgabe der Spiegelplatten(vergleiche It worden It> 2 3 vorn I, Seite 382). Stanniol wird theils gewalzt, theils geschlagen, zu ne m Kystalinl! n. 2®® ae letzterm Zweck hat man 3 verschiedne(Schwanz-) Hämmer, die läng- s schreit au lich viereckige Bahnen und ein Gewicht von 45 bis 50 Pfd. haben, die 295 hei 16°), Ambose sind mit aufgeschweilsten stählernen Bahnen versehen. Das heim Erwär- Zinn wird hiezu in Stangen von 14 Zoll Länge, 15 Z. Breite und Dicke gegossen, diese werden durch die erste Operation auf 6 bis 10 Fuls neaton, ausgestreckt,— Streckstreifen— und solcher 6 bis 9 zusammengelegt, iur ein Schlag— unter den zweiten Hammer gebracht und geebnet— lit Dei Ausebnen—, wobei sich der Schlag auf 8 bis 12 F, verlängert. Dar- auf wird der Schlag in 2 Hälften getheilt, beide auf einander gelegt, 10 Wells ael. Q.. in Be und, sollen feine Sorten gefertigt werden, ferner gestreckt,— Langaaı- _ celir Wells ei...= s 2 r ne Sell nen— bis sie wieder 6 bis 10 F. lang geworden sind, welche Opera- | grauen Bl tion 2mal wiederholt wird, indem man die einzelnen Streifen halbirt 238 Stanniolbereitung, Verzinnen etc. und doppelt nimmt, so dafs in einem Schlag zuletzt 96 Blätter Iie. gen,— Ablängschläge.— Sie werden nun unter dem dritten Hammer abgelängt, unter dem Platthammer nur schr wenig gestreckt, aber gech- net, sodann zertheilt, an den Enden beschnitten, und jede Hälfte— Breitzainschlag— für sich dem Strecken in die Breite unterworfen,— Breitzainen und Ausplatten,— wobei die oberste und unterste Tafel mit Oel beswichen werden; hiebei erfolgt auch in der Länge eine geringe Streckung. Die dünnsten Blätter erlangen eine Stärke von z45 Zoll, so dals ein Quadratfuls nicht mehr als 17, Loth wiegt, die gröfsern eine Stärke von 545 Zoll und darüber; zuletzt werden sie beschnitten und auf hölzerne Walzen aufgerollt. Aus 100 Pfd. Zinn können mit Benutzung der Abschnitzel und des Gekrätzes 97 Pid. Stanniol erhalten werden.— Man pflegt auch wohl Stanniol fürs Spiegelbelegen mit Handhämmern auf steinernen oder metallnen Platten zu schlagen, dann gielst man 10 Zoll ins. Geviert grolse Zinntafels.— Nach in Frank. reich gemachten Beobachtungen ist ein unreines Zinn zur Spiegelfolie eben so gut, selbst besser, als ganz reines. Das Zinn dient zum Verzinnen, etamage, tinning, von Eisen(Weifs- blech, blecherne Löffel, Neuwieder Kochgeschirre, sogenanntes Gesund- heitsgeschirr, Verzinnung von Steigbügeln und ähnlichem, von Haken und Oehsen, Schnallen, Stiften, Nägeln, Thür- und Vensterbeschlägen ete.), von Kupfer, Messing, Blei. Was die Weilsblechfabrikation betrifft, so ist bereits Seite 85 davon die Rede gewesen, so auch über die Darstellung verzinnter Gufswaaren Seite 107; kleine eiserne Geräthe werden, nachdem sie vorher mit Essig, Sauerwasser, verdünnter Schwefel- oder Salzsäure gebeitzt, sodann mit Wasser abgespühlt worden sind, in einem eisernen verschlofsnen irom- melartigen Cylinder bis zum Schmelzpunkt des Zinns erhitzt, dann setzt man Zinn und Salmiak hinzu und dreht den Cylinder so lange um seine Axe, bis alle Stellen gehörig verzinnt sind. Gröfsere Eisenwaaren wer- den wie Blech verzinnt,—(Ueber das Moirivren der Weifsblechtafeln siehe weiter unten; vom Verzinnen des Kupfers und Messings(der Steck- nadeln) siehen bei diesen. Blei kann man dadurch mit Zinn belegen, dafs man eine dicke, blanke Bleiplatte mit einem blanken Zinnblech belegt, beide erwärmt durch ein Walzwerk gehen läfst, wodurch beide plattirt werden; auf solche Art hat man Tabaksblei dargestellt, damit keine Gefahr wegen des Bleies für die Gesundheit eintrete. Oder man gielst auf bleierne Geräthe noch heils etwas Zinn auf und verreibt es auf ihnen, wonach eine Lage Zinn aufgegossen wird; nach dem Erkalten werden die Ge- räthe wieder bearbeitet. Zinn dient endlich noch zu mancherlei Legirungen mit Blei, Wis- und, Spt Gldepel yi Zink weniger SI el fit m sol ehen 50 zul ı von hängt die ssglichen T slchen Legin Mit Eise rungen beidı \ärter als Zi 1 Zinn, wenig vortreßliche| Nıch von Au bestem engl, zothbrüchig, fuhr bei sta in einem Joh Zinggelalt im Destiliren vor giruns mit Eis war, in der Li stand, und von Mit Blei nils zusammen schiednen Zive Blei und 1 T] Im ud 1 B Die, die Iegin und 9 Tim Diamanten gel Hebteine in$; Ka am leitet Gr Spur Zink, Yalliter eh m- Sehr] Teich und 1 Aug Kurhalh Nig Legirungen des Zinns._ 96 Blitn N. dritten Hann, reckt, abır AM l Jede Hill. unterworfen. ) muth, Spiefsglanz, Quecksilber, Kupfer— Bronze, Metall(Kanonengut), Glockenspeilse—, von letztern unter Kupfer das Nähere. Wit Zink. Die Legirung ist leicht darzustellen, härter, spröder, auch weniger streckbar als Zinn. Nach Köchlin*) ist eine solche Legirung nterste Tafı, fast eben so fest und haltbar, als Messing, und widersteht wenigstens Inge eine ga eben so gut der Reibung. Das Zink muls jedoch rein sein, denn hier- & von EM) von hängt die Festigkeit und Schmelzbarkeit ab. Die festeste Legirung St, die gröl aus gleichen Theilen beider.— Unächtes Blattsilber wird aus einer n sie besch solchen Legirung gefertigt. Aion können: Mit Eisen. Nach Bergman’s Versuchen giebt es 2 konstante Le- Stamniol erh girungen beider, eine aus 21 Zinn und 1 Eisen, welche hämmerbar, z}. u. tegelbelege ı härter als Zinn, aber nicht so glänzend ist, die andere aus 2 Eisen, n asen.d.» en..... schlagen, d 1 Zinn, wenig hämmerbar; zinnhaltiges Roheisen nimmt nach Rinman Nach Bu Bu vortrefliche Politur an, ist eben so feinkörnig als Stahl, und sehr hart. zur, Spiel Nach von Karsten angestellten Versuchen machte ein Zusatz von 1% bestem engl. Zinn das Eisen beim Verfrischen zwar nicht eigentlich on Eisen(I rothbrüchig, indem es sich sehr gut schmieden liels, allein das Eisen nanntes Ges! fahr bei starker Hitze unter dem Hammer:leicht auseinander, und war jem, von] in einem hohen Grad kaltbrüchig. Bei der Analyse ergab sich ein rbeschligen Zinngehalt im Stabeisen von nur 0,19%.— Lassaigne erhielt durchs Destilliren von Zinnamalgam in einer gulseisernen Retorte eine Zinnle- s Seite$5 In girung mit Eisen, welche wie Gufsstahl aussah, glänzte, sehr spröde nter Culiman war, in der Lichtflamme verbrannte, aus 57,9 Eisen und 42,1 Zinn be- orher mil io stand, und von Salpetersäure nicht angegriffen wurde, itzt, sodann Mit Blei. Beide Metalle lassen sich in jedem beliebigen Verhält- schlofsnen Im nifs zusammenschmelzen. Man bedient sich solcher Legirungen zu ver- hitzt, dam s schiednen Zwecken; das Schnellloth der Klempner besteht aus 2 Th. anre uns Blei und 1 Th. Zinn, es verbrennt erhitzt wie ein Pyrophor; 3 Th. Ssempranren Zion und 1 Blei zäher und härter als reines Zinn. Zinn mit wenig Weifsblechtl Blei, die Legirung, aus welcher Orgelpfeifen gefertigt werden, 19 Blei inrs(der Su und 29 Zinn die Legirung, aus welcher die sogenannten Fahluner Diamanten gefertigt werden, d. h. Abgüsse in Formen, welche jene Edelsteine im Schnitt nachahmen; dieselbe schmilzt unter allen Legirun- en, gen am leichtesten, bei 169°.— 126 Th. Blei, 173 Zinn, 1% Kupfer und eine Spur Zink geben das Calain, das Metall, aus welchem die dün- nen Blätter gefertigt sind, mit denen die Chinesen die Theekisten ausfüt- yan eine dich nt werden;& ‚ Gefahr wer!::: e; it anf beim tern.— Sehr häufig geschieht es, dafs die Zinngielser das Zinn mit Blei a 1-\ ES en shnen, won versetzen und zu Geräthen verarbeiten; in mehrern Staaten ist diese Le- ihnen, won In dee girung innerhalb bestimmter Gränzen gestattet, mit der Bedingung, dals verde m een, nit Bla, Ti#).3.54,,.6:,4828..5.470, pre 240 Ueber mit Blei legirtes Zinn. durch verschiedne aufgeschlagne Stempel die Beschaffenheit des Zinns angegeben werde. Schon auf Seite 237 ist bemerkt worden, dafs nur reines Zinn nach dem Privilegio der Zinngiefserzunft in der Mark Dran- denburg verarbeitet werden darf. Man hat die verschiednen Legirungen also benannt: 2pfündig, wenn in 2 Pfd. der Legirung 1 Pfd. Zim;' Spfündig, wenn 2 Pfd. Zinn; 4pfündig, wenn 3 Pfd. Z.; 5pfündig, wenn 4 Pfd. Zinn u. dergl. Erstere Legirung wird nur zu Spielzeug verbraucht, denn zu Küchengeräthen ist sie absolut der Gesundheit nachtheilig, Was überhaupt die Frage anbelangt, ob mit Blei legirtes Zinn der Gesundheit nachtheilig sei, so sind von mehrern Chemikern hierüber Versuche angestellt worden, von Proust, Vauguelin, Hermbstädt, Fischer, Gummi, Buchner*), aus welchen hervorgeht, dafs ein Zusatz von Blei, welcher% der Masse nicht übersteigt, der Gesundheit nicht nachtheilig sei, wohl aber eine Legirung von gleichen Gewichtstheilen beider Ne- talle. Bringt man in mit Blei versetzte Zinngefälse kochenden Weines- sig und läfst ihn darin einige Tage lang stehen, prüft sodann den Essig auf einen Bleigehalt mit schwefelsauren Natron, so findet man, wenn das Blei nicht mehr als% war, kein Blei in der Auflösung, allein durch Schwefelwasserstoffgas Zinnoxydul. Da nun aber Zinnsalze der Gesund- heit auch nachtheilig sind, so sind zinnerne Geräthe nicht ohne alle Vorsichtsmafsregeln zu gebrauchen, wenigstens nicht zum Aufbewahren saurer Speisen und Getränke, [Zur Prüfung der Beschaffenheit des mit Blei(und Spiefsglanz) legirten Zinns bedienen sich die Zinngiefser einer sogenannten Steinprobe; man gielst das zu prüfende Zinn in einer steinernen Form aus, wo- durch ein Zain und eine halbkugliche Masse gebildet werden; man schliefst nun aus dem Knirschen beim Biegen des erstern, aus dem Abschmutzen, aus der Vertiefung, die sich beim Erkalten auf der Oberfläche der Halb- kugel bildet etc., auf das etwanige Mischungsverhältnifs. Es leuchtet aber ein, dafs dieses Verfahren sehr ungenau sein mufs!— Die Guls- probe beruht auf der Thatsache, dafs je mehr Blei eine Zuinnlegirung enthält, desto gröfser ihr absolutes Gewicht bei gleichem Raum sein müsse. Bergenstjerna**) lieferte eine Tabelle nach vielseitigen Versu- chen, in welcher er die Resultate seiner Abwiegungen gleich grofser Kugeln aus 98 verschiednen Legirungen, und des reinen Bleies und Zinns, auf 100 Pfd, berechnet angiebt, so dafs man nur nöthig hat, sich eine Kugelform genau nach seinen Dimensionen anfertigen zu las- sen, und dann aus dem Ergebnils der Abwägung mit verjüngten Gewich- ten, und mit Hülfe der Tabelle, die quantitative Zusammensetzung in 100 Thei- SDR. TI BA 325, 9206, **%) Siehe Klaproth und Wolffs chemisches Wörterbuch unter„Zinn. Sch 100 The ein nes Rasulkt gat glaches spe gie gleich mel ba Y hd Vergrö weiter unte stimmung d Legirung, 4 angestellter zung abge gelilert, Jet glanz, Aber werden, da Unständen Gewicht ab ganze Jöcht höchst gen Linn und Volum anne geres speal, Angabederli Bestes englise n eneli NG Zin 6» KE» Kb» 2406» 3,106» L16» B.if» B.i0h» Die geringste Ian+ 399 Im+ 33 De dien Üı tischen da Nklle en BL Ann , ‚Ntbnch "Ute Al], be) Klh 19 Il _.. m m Zn men. in m mn en nn 4 Hagen mn ren Specifisches Gewicht der Legirungen aus Zinn und Blei. 24 fenheit du In worden, dh, n der Mk} jednen Lem 100 Theilen zu finden. Allein damit ist nichts gewonnen, denn wenn ein drittes oder viertes Metall in der Legirung vorhanden ist, so ist das Resultat ganz irrig, weil diese weder mit dem Blei noch dem Zinn gleiches specif. Gewicht haben; zweitens hat es Schwierigkeiten, eine ung 1 Pl, stets gleich grofse Kugel ohne Fehler zu erhalten, und endlich drittens, ; plündi, weil bei Verbindungen beider Metalle in verschiednen Proportionen elzene var bald Vergröfserungen bald Verkleinerungen des Volums statthaben(siehe t nachtheil weiter unten).— Die hydrostatische Probe‘besteht in der Be- legirte in stimmung des specifischen Gewichts einer Probe der zu untersuchenden El. Legirung, aus welchem dann mit Hülfe yon Tabellen, due auf Grund bot Pi angestellter Versuche entworfen sind, die quantitative Ausmermönser- HR zung abgeleitet wird. Solche Tabellen haben Watson, Meifsner*) 1 Zusate vn] geliefert, letzter am vollständigsten, zugleich auch in Rücksicht auf Spiels- & micht nacht glanz. Aber auch auf diese WVeise kann kein genaues Resultat erhalten» heilen heile‘ werden, da gleiche Legirungen nach dem Erstarren unter verschiednen ochenden I Umständen ein verschiednes Volum erlangen, daher in ihrem specif. sodann dent Gewicht abweichen, und bei einem Gehalt von 30 bis 408 Blei un- Sl ar ganze löchrige Güsse entstehen. Neuerdings hat Kupffer**) eine Reihe Kasbalen höchst genauer Versuche hierüber angestellt, aus denen hervorgeht, dafs 2= Zinn und Blei, wenn sie sich mit einander verbinden, eın gröfseres Salze ders Volum annehmen, als der Rechnung nach sein dürfte, daher ein gerin- nicht. ol geres specif. Gewicht zeigen. un Angabe der Legirungsverhältnisse, Bebbarkteres ua Differenz. specif. Gew.. Gew. elsglanz) Ir Bestes englisches Blei 11,3305 1 Steitin» englisches Zinn 7,2911 St; 14706 Zinn+ 2589 Blei 9,4263 9,4366 0,0103 denen 14706»+2.2389» 10,0782 10,0936 0,0154 Pe, 14706»+ 3.2589» 10,3868 10.4122 0,0254 rn 14706». 44.2589» 10,5551 10,6002 0,0451 on hi 2.14706»+ 23559» 8,7454 8.7518 0,0064 in: f 3.1470,6»+ 389» 8,3914 83983 0,0069 en, Rn 4.194706»— 2589» 8,1730 8,1826 0,0096 eine Zinnlegim 5.1406»-H 2589 R Shah ne loss heran Raum 6:1470,6:»—. 2589» 7,9210 7,9326 0,0116 "oleeitiven Tel 5 5# ß a rn£ß elseitige Die geringste Ausdehnung liegt also bei der Verbindung von 2.1470,6 au Zinn+ 2589 Blei, die gröfste aber zwischen den Proportionen 1470,6 einen ns M Zion+ 3.2589 und+ 4.2589 Blei. nur nollıy anfertigen 7 R Yu pyyicl- orjungten Ger en gleich grüs Nach diesen Ergebnissen hat Kupffer eine Tabelle entworfen, welche die specifischen Gewichte der gebräuchlichsten Legirungsverhältnisse bei- _ der Metalle enthält. ammensetzung" 100 The *) Handbuch d, allgemeinen und technischen Chemie, A Bd, 1 Abth, Seite 407. Yin! RAIBÄ,E. 8331. A, a ch. 1085, I. 2. 16 ‚ch untely 242 Schmelzpunkt der Legirungen von Zinn und Blei. Legirungsverhältnisse. Spee. Gew.*). Legirungsverhältnisse. Spee. Gew. 1 Th. Zion-+-1Th.Blei 8,3640 1 Th. Zion-+4ATh.Blei 10,1832 Di er GO. ect Bi 8,4973 1: Ga 5535 2 el: 8,2669 ER E 9,7701: Bi Amin 8.1094 RE IE a 7,9942 PEN ze en Verbindet man 2 Raumtheile Zinn mit 1 Raumtheil Blei, so findet weder Zusammenziehung, noch Ausdehnung statt, das specif, Gewicht der Legirung ist 8,6375.— Ueber die Temperaturgrade, bei welchem verschiedne Legirungen von Blei und Zinn schmelzen, hat Parkes Ver- suche angestellt, dessen Tabelle hier folgt. Tabelle über die Temperaturen, bei welchen verschiedne Legirungen von Zinn und Blei schmelzen. Aus Parkes’s chemical Essays, Vol. II. pag. 616.) ( y pa£ Schmelzp. Schmelsp. Schmelzp. Zinn.|Ble‘. in Blei.|Zinn. ın Blei.|Zinn. in Graden n. F. Graden n.F. Graden n.F. elle! 3720 41 4 3722 29) 4 5299 51 4 352 5 4 390 30 4 530 6| 4 336 6.24 412 32 A 532 Ze A 3383 7 4 420 34| 4 535 814 340 Se 442 36| 4 538 914 344 97 4 460 33| 4 540 1014 348 10| 4 470 40| 4 542 1114 352 11 4 476 422) 4 544 1214 356 2A 482 44) 4 546 13174 360 131 4 486 46| 4 548 14|) 4 362 141 4 490 4838| 4 550 15| 4 364 15| 4 494 50| 4 551 16| 4 367 16| 4 498 52] 4 552 7.4 370 aA 502 54) 4 554 18 1.4 372 18] 4 505 56| 4 555 19| 4 375 197 4 509 58 4 556 co| 4 37 20| 4 512 60| 4 557 214 380 21 4 515 62! 4 557 DA G 382 221 4 517 64| 4 557 2374 518 66) 4 557 2414 519 68| 4 557 21 4 520 70| 4 557 261 4 523 100) 4 558 271 4 525 Reines Blei 2858| 4 527 schmilzt bei 612 *) Auf das specif, Gewicht des Wassers bei 2 4,19 bezogen, Del de Fozlin Ihlerdi achte dlard nl mselbe ve, In Den md von meh nur die von/ Das Zint Brkalten zu k Oberfläche de Gefüge zei freund ich lichkeit der m welches durc Oberfläche ı Zeichnungen indem die( nimmt, Wen Schmelzen brı hervor, und z lngam geschie bestimmte Form Zu bemerken hindurch bis u der Abnnoune, Auch erkae Sinelieki de, tr Ken, diese € an der Er “ ‚de ein a die Bei le mvollko; Nail hery ER Ne a Rap RL FERPE{a hr Mi), RN LU Ix k ” Y N N ne run me are a mn nn Blei, ä Ueber das Metallmor. 243 se. Inte On „Blei In, Die Legirung des Zinns mit Spielsglanz, das peuneiall, ee # sarı der Engländer, wird unter„Spielsglanz” angeführt werden.] » ga Ueber die Darstellung von Metallmor, moire metallique. Im Jahr 1814 v0 gm machte Alard*), in Paris, die Erfindung, Weilsblech zu moiriren, d. h. ” N auf demselben perlmutterartig schimmernde Zeichnungen hervorzubrin- gen. In Deutschland wurde dann sehr bald das Verfahren nachgeahmt, ı Bla, soh 3 specif,[die und von mehrern Seiten erschienen gehaltreiche Angaben, von welchen nur die von Altmütter**) und Wagenmann***) genannt werden sollen. Das Zinn hat nämlich die Eigenschaft, nach dem Schmelzen beim Erkalten zu krystallisiren, worin die Möglichkeit begründet ist, dafs die Oberfläche desselben durchs Anbeitzen mit Säuren ein krystallinisches y Gefüge zeigt, welches, durch. die ungleiche Reflexion des Lichts. mat- fo)>, 9 o’ de, ba wıl ‚ hat Parka) Lesirunen ı tere und lichtere Stellen dem Auge darbietet, worin die Eigenthüm- Re lichkeit der moirirten Weifsbleche beruht, Wird dagegen\WVeilsblech, welches durch Hämmern, Walzen, Schäuern, Reiben die krystallinische Oberfläche mehr oder weniger verloren hat, angebeitzt, so treten jene Zeichnungen ebenfalls, allein weniger hervor, und verschwinden endlich, indem die Oberfläche ein immer kleinkörniger werdendes Gefüge an- N nimmt. Wenn man aber das Zinn auf solch bearbeitetem Blech zum Schmelzen bringt und erkalten läfst, so tritt jene Krystallisation wieder 3 DEZ g 4 n hervor, und zwar hängt viel vom Erkalten ab, ob dieses rasch, oder r langsam geschieht; im ersten Fall zeigen sich nur kleine Figuren ohne 53 bestimmte Form, im letztern gröfsere, regelmälsigere Krystallisationen, je Zu bemerken ist dabei, dafs diese Figuren durch die ganze Zinndecke a hindurch bis auf die Eisenfliche reichen, so dafs durch Anbeitzen, nach| 54H der Abnutzung, i immer dieselben Figuren wieder zum Vorschein kommen. 2.0 ME Mn Mn pn pn pn Mn pn pn pe HE DE HE | | | er Auch gegofsnes Zinn zeigt solche Zeichnungen, nach Mafsgabe der n Schnelligkeit des Erkaltens, bald deutlicher und regelmäfsiger, bald nur | il sehr klein, dieselben treten durch Beitzen noch mehr vor. Die Beitzen | 2 haben an der Erzeugung derselben keinen Antheil, sie lassen blos das | HR krystallinische Gefüge deutlicher hervortreten, wie dies auch bei andern 556 Metallen, die ein krystallinisches Gefüge besten: der Fall ist, indem | 3 nämlich die Beitzen die vollkommnern Kystalle langsamer auflösen, I 0557 als die unvollkommen krystallisirte Masse, wie dies aus Beobachtungen | 557 von Daniell hervorgeht, wodurch dann beim Anbeitzen ungleich ange- | Er griffne Stellen erzeugt werden, welche die oben angedeute te Wirkung W *@. A. Bd. 64. S, 279. Sein Verfahren ist beschrieben in der De- il Oi scription des brevets expires Tom, 14. p. 226. )Ldk kp.L:Bd;1,$;: 94, Ba.i4.S. 328, *HHV. di. 1822. 8. 173, bezogen, 16* 24% Ueber das Metallmor. dient dam, ID des Lichts bedingen.— Reines Bankazinn giebt bei mälsig langsamen Er-| lie rt 2.‘” 1,£ h oyyda kalten grolse unregelmäfsige Figuren, mit grolsen Dendriten, von ziem- E jan .” n= s,.» N eizeD lich gleic her Längen- und Breitendimension untermischt. b n 2 pad Fit [Ueber den Einflufs fremder, mit dem Zinn verbundner, Metalle sind man- .. 78 ä R« 1. nigfaltige Versuche angestellt worden, so mit Zinn, welches mit 4575 Sil- ber legirt, wodurch die Krystaällblätter länger, aber schmäler, feiner, na- delförmiger werden; mit Kupfer, dieses bedingt eine analoge Verände- rung, 700 giebt das schönste strahlige Moire. WVismuth und Spiels- rrgenson in I (dm 1 Piper mit MO stellte, Jehr Schwierigkeit Stanniol Dläte gleiche Art ungleich schwächer; Arsenık und Zink kommnes Yo glanz wirken. auf bringen unregelmäfsige Polygone hervor, Eisen mit Zinn legirt zeigte sich am wenigsten die Erscheinungen abändernd. Spiefsglanz und vor- züglich WVismuth vermehren den Glanz(und die Durchsichtigkeit) des Zinns und machen, dafs es von Salzsäure weniger angegriffen wird; da- egen die andern angeführten Metalle entgegengesetzte Wirkung hervor- sorten Im Han sonders geeigni dunkelorau un Zeichnungen. &” bringen, vorzüglich Zink. Ein Gehalt an Blei im Zinn macht das vn Spell Moir& sehr matt und dunkel. Auch die Verschiedenheit der Unterlage Das Nihere D der Verzinnung bedingt abgeänderte Resultate; es ist erfahrungsmäßsig, 1 dafs reines Bankazinn auf gutem weichen Eisenblech andere Figuren als Di nr InnoX auf sprödem groben Blech bildet, anders fallen sie auf Kupfer-, Silber-, aul trocknen, 4 Zinkblech aus.— Wagenmann giebt als die beste Metalllegıirung fol- gende an: 100 Th. Bankazinn, 1 bis 1; Th. Kupfer und% Arsenik.] erhitzt und lg ::; einem. asehgraner Was nun die Darstellung des moirirten Weifsblechs betrifft, so m iA x: en ä= lelsänre aulzelost kann man entweder die englischen Weifsbleche, wenn ihre Oberfläche Ä i” (lıoe yon sehnwele Aetaaliliuge Did jener anflost, a noch unzerstört ist, sogleich benutzen, wodurch man nur die unregelmä- [sigen grofsen Figuren erhält, mit einzelnen grofsen Dendriten, welche Formen für grofse Flächen sich schön ausnehmen, oder man schmelzt die Oberfläche des Zinns von Neuem, und lälst die Erkaltung langsamer, | oler rascher eintreten, theils durch Aufblasen, Aufgielsen von kaltem N) Wasser in Gestalt eines feinen Regens, theils durch Eintauchen in kaltes | Ä Wasser, Oel etc. Man kann auch blos einzelne Stellen durch angehaltne | Löthkolben zum Schmelzen bringen, wodurch besondere Zeichnungen ent- |) stehen. Da aber oft ein Theil Zinn beim Schmelzen verbrennt, und durch gut gewählte Zinnlegirungen ein schöneres Moir€ erhalten wird, so (salas, Zinnonyanl ut verdinnter Ar sin weile Pılye ıder Ollorammon; locten Tassen DD geek dr Siberltin Dis so behand I len In einem ı.= Tr; a. i thut man wohl, die zu moirirenden Flächen mit letztern zu überziehen. N’ | So wie nun die Bleche aus dem Metallbad kommen, werden sie, wie angegeben worden, behandelt.— Zum Beitzen werden angewendet: Aetz- Cr Dekan ) kalilauge, verdünnte Salpetersäure, verdünntes Königswasser, letzteres ist Eller, besitz j das eigentliche Beitzmittel; wollte man jedoch dasselbe allein anwenden, eh istin ıl) so würde das Blech einen unangenehmen Metallschimmer behalten, wo- Se Erhit IN durch die Figuren des Metallmors unter gewissen Sehewinkeln unsicht- Zinn I) bar würden. Dieses wird durch die Salpetersäure beseitigt, welche die m ı ganze Oberfläche eorrodirt und ein mattes Ansehn giebt. Die Lauge om Moirepapier. Zinnosydul. 245 sig langsamen? dient dazu, um das durch die Wirkung der Salpetersäure erzeugte Zinn- driten, Von oxyd aufzulösen, sie mufs daher nach dem Gebrauch der beiden sauren ht, Beitzen jedesmal angewendet werden, widrigenfalls schwer zu besei- Metalle sl, tigende Flecke entstehn. elches nit|[ Stevenson ın London verfertigte vor 10 Jahren sogenanntes Moir£papier, :hmäler, fr Papier mit moirirtem Stanniol bekleidet. Versuche, welche Altmütter*) © analoge Verl anstellte, lehrten, dafs das Umschmelzen des Stanniols mit grofsen smuth und Si, Schwierigkeiten verknüpft ist, dafs man aber auch unter dem käuflichen Arsenik und Stanniol Blätter findet, die ohne vorgängige Schmelzung ein sehr voll- it Zinn Iegin kommnes Moire liefern. Es kommen nämlich 2 verschiedne Stanniol- pielsglanz un! sorten im Handel vor, rauher, körniger, welcher zum Spiegelbelegen be- sonders geeignet, und glänzend glatter.- Erster wird durchs Anbeitzen gegriffen Wil dunkelgrau und ist dazu nicht anwendbar, letzter erhält granitartige te Wirkung hr Zeichnungen. Die Arbeit wird auf einem Tisch vorgenommen, auf pla- n Zinn Sr nen Spiegelplatten, auf denen man die Stannioltafeln ausbreitet und ätzt. nheit der Un Das Nähere Detail a. a. O.] st erfahrunge: 5 j andere R Zinn giebt mit Sauerstoff 2 Oxyde. ere Kun s= s RT 2 e R 1) Zinnoxydul, Protoride d’etain, Pr. of tin, bildet sich sowohl af Kupfer-,$ Metallleim auf trocknem, als auf nassem\Veg, wenn man Zinn bis zum Schmelzen ! Mu und+ Anal erhitzt und längere Zeit bei dieser Hitze erhält, so bedeckt es sich mit Techs ent einem aschgrauen Häutchen von Oxydul; wenn Zinn mit conc. Schwe- lechs beill, E en: N x R x ee Ohr felsäure aufgelöst wird, so erfolgt unter Zersetzung von Wasser die Bil- ın Ihre Ve 2 5> i n; 2 5 M dung von schwefels. Zinnoxydul, selbst durch Digestion des Zinns mit nur die mE= Dendriten, oder man stiı vkaltung Jans feielsen von! Aetzkalilauge bildet sich in der Wärme etwas Oxydul, welches sich in jener auflöst. Man bereitet es gewöhnlich aus dem niedern Chlorzinn (salzs. Zinnoxydul), welches mit einer Auflösung von kohlens. Kali, oder mit verdünnter Ammoniakflüssigkeit niedergeschlagen wird, wodurch sich HH ein weilses Pulver, Zinnoxydulhydrat, abscheidet, während Chlorkalium, Sintauchen 1% oder Chlorammonium, aufgelöst bleibt. Der Niederschlag wird mit aus- n durch a gekochtem Wasser abgespühlt, ausgeprefst, und einige Stunden lang bei re Zeichnun® 90 bis 97° getrocknet, dann noch mit Wasser nachgespühlt, bis dieses zen verbr die Silbersolution nicht mehr fällt. ; erhalten Kr Das so behandelte Pulver ist weils, krystallinisch, und wird durchs ern ZU ibm Erhitzen in einem sauerstoffleeren Raum von dem Wasser befreit, nach , werden 2 dieser Behandlung sieht es fast schwarz aus, das feingeriebne Pulver | angeivendeh etwas heller, besitzt eine Farbe, gleich einem Gemeng von Grau, Braun wasser, Jetzt! und Grün; es ist in Wasser unlöslich, specif. Gewicht 6,66, oxydirt sich he allein anf nicht ohne Erhitzung an der Luft, verbrennt aber erhitzt an der Luft mel hehalten und geht in Zinnoxyd über, verglimmt wie Schwamm, wenn es von hewinkeln#'— seitigh mel"*) Aa. O, Ba, 4, S. 338. iebt. Di 246 Zinnoxydul, Zinnoxyd, einem glühenden Funken getroffen wird. Es besteht aus 88 Zinn und 12 Sauerstoff, löst sich in kalter verdünnter Salpetersäure und in Salz- säure auf, das Hydrat leichter als das geglühte Oxydul, das erstere enthält 59 Wasser. Die Zinnoxydulsalze sind farblos, schmecken sehr unangenehm metallisch, lösen sich in Wasser unter Zersetzung auf, in- dem sich basische Salze, weils von Farbe, abscheiden, und saure auf- gelöst bleiben, was aber durch den Zusatz einer hinlänglichen Menge Säure verhindert werden kann, namentlich durch Salz-,\WVeinsteinsäure, Weinstein; sie oxydiren sich an der Luft zu Oxydsalzen, desoxydiren verschiedne Stoffe, als Eisen-, Mangan-, Kupferoxydsalze zu Oxydulsal- zen, blauen Indig zu farblosen Indig, sie schlagen selbst(Quecksilber und Gold aus ihren Auflösungen metallisch nieder(Goldpurpur, siehe beim Gold), indem das Oxydulsalz theilweis in Oxydsalz und Chlorzinn über- geht. Sie werden von Schwefelwasserstolfgas chocoladenbraun, von Cyaneisenkalium weils, desgleichen von ätzenden Alkalien niedergeschla- gen, letzter Niederschlag löst sich in einem Ueberschufs von Alkali wie- der auf. Diese alkalische Auflösung geht nach und nach in Oxydauf- lösung unter Abscheiden von metallischem Zinn über.— Man gebraucht Zinnoxydul als Reductionsmittel des Indigs beim topischen Blau, na- mentlich um ächtes Chromgrün darzustellen: hiezu wird Indig, chroms. Kali, essigs. Bleioxyd zusammen vom Chassis gedruckt.— Zimnoxydul- kali braucht man zum Schilder- oder Kastenblau, man mengt Indig, salzs. Zinnoxydul und eine gehörige Menge Kali, verdickt das Gemisch, druckt von einem Drahtnetz, nicht vom Chassis, weil sich sonst der redueirte Indig zu schnell wieder oxydirt. 2) Zinnoxyd, Deutoxide detain, Peroxide of tin, Zinnsäure, Acide stannique, Zinnasche, tin- putty, kommt vor als Zinnstein, Zinn- erz, siehe vorn Seite 223, und ist das einzige Zinnerz, was bergmän- nisch gefördert und auf Zinn verhüttet wird. Es kann auf trocknem und nassem Weg erhalten werden, erstlich durchs Verbrennn von schmel- zendem Zinn, das zuerst erzeugte Oxydul geht nämlich bei längerm Er- hitzen an der Luft und bei höherer Temperatur in Oxyd von schmutzig- graugelblicher Farbe über— Zinnasche—; sodann auch durch Oxyda- tion des Zinns mittelst Salpetersäure, wobei sowohl diese als auch das Wasser Sauerstoff ans Zinn abtreten, unter gleichzeitiger Bildung von Ammoniak, welches als salpetersaures Salz in Auflösung sich befindet, so wie auch etwas salpeters. Zinnoxydul, wenn die Salpetersäure von 1,14 und keine höhere Temperatur als 12 bis 15° angewendet wurde. So wie die Säure aber von 1,25 bis 1,30 specif. Gewicht, so ist die Wirkung stärker und Gasentwickelung findet statt, beträchtliche Er- hitzung; bei 1,38 ist die Einwirkung ausnehmend heftig. Rauchende Sulpelett es bil rl Fiydnt rn wel he werden, Angik oder zudem Tr wirdgel Wen Iereitete On| in welchen sch (he vongigtt in du eine 4 son Anllösungen Dis Künste Jilweilse Farbe 17(69), is un und AB Sam ches angeleuch einer Siure, al erscheinen, die sitzen, durch Schwelelwasserst niedergeschlagen süß des Biäulolze lrbe Vertindunge erzent; innonpl durchs Kochen, bei zurükgervor a der 16 Theile weh gegen N; Inpeler Wahlver huren Salzen, Dis Iimoryd tale, poffe dk {ml harten$ı Gun Berl Dre Ton me li Gere, Va A nit Gi ungleh Knaller| Sg au Zi äure und inf; ydul, das an , Schmerken ‚ersetzung al, Mn, und su; nlinglichen J -, Weinsteng: alzen, deu salze zu Or Ist Onecksilhn purpur, sie nd Chlorznn; Jcoladenbram m alien nieder uls von Alkılr nach in On, 1.— Man geht opischen Dia, wird Indız, d ckt.— Zinn n mangt Indiz Jas Gemisch, in sonst der relıc tin, Zunasit ‚ als Zinnsten Is jerz, was ben in auf trocken ‚ennn von stld* ch bei länge! vd von scho uch durch Or diese als auch! ‚tier Dildo sung sich beit | Sa pers" ingemendel mi MN 50 Bi peträchtlihe fig, Rad Zinnoxyd. 247 Salpetersäure von 1,48 bis 1,525 greift das Zion nicht im mindesten an, es bleibt völlig blank. Das durch Salpetersäure erhaltne Oxyd ist ein Hydrat von weilser Farbe, kann aber durchs Erhitzen von dem Wasser befreit werden. Schlägt man höchstes Chlorzinn in Wasser gelöst mit Ammoniak oder Kali nieder, so erhält man eine gallertartige Masse, die nach dem Trocknen weils aussieht, durchs Glühen gelb wird. Merk- würdiger Weise zeigt das durchs Glühen und mittelst Salpetersäure bereitete Oxyd keine Löslichkeit in Salpeter-, Salz- und Schwefelsäure, in welchen sich das aus dem höchsten Chlorzinn gewonnene Oxyd (ohne vorgängige Glühung) auflöst, welche charakteristisehen Eigenschaf- ten durch eine Auflösung in ätzenden Alkalien und Präcipitation aus die- sen Auflösungen mittelst Säuren nicht verschwinden. r Das künstlich bereitete Zinnoxyd besitzt eine gelblich- oder grau- lichweilse Farbe, wird beim Glühen gelb, speeif. Gewicht 6,639 bei 16°(6,9), ist unschmelzbar, in Wasser unlöslich, besteht aus 78,67 Zinn und 21,33 Sauersteff, bildet mit 115 Wasser ein weilses Hydrat, wel- ches angefeuchtetes Lackmuspapier röthet; es besitzt mehr Eigenschaften einer Säure, als einer Base, bildet jedoch Zinnoxydsalze, welche farblos erscheinen, die reducirenden Eigenschaften der Oxydulsalze nicht be- sitzen, durch vieles Wasser in saure und basische geschieden, durch Schwefelwasserstoffgas schmutzig gelb, durch Cyaneisenkalium weils niedergeschlagen werden. Das Zinnoxydhydrat bildet mit dem Farbe- stoff des Blauholzes und der Cochenille mehr oder minder röthlieh ge- färbte Verbindungen, während Zinnoxydul mehr violette Farbenüancen erzeugt; Zinnoxydhydrat löst sich in Aetzkalilauge auf, am leichtesten durchs Kochen, wodurch eine bei durchgehendem Licht dunkelgeibe, bei zurückgeworfnem milchweils erscheinende Flüssigkeit erhalten wird, in der 16 Theile Oxyd auf 1 Th. Kali aufgelöst sind; äbnlich verhält es sich gegen Natron. Veberhaupt verbindet es sich auf dem Weg doppelter VY ahlverwandtschaft mit Alkalien, alkalischen Erden, zu zinn- sauren Salzen, Ktainates, Das Zinnoxyd wird als Zinnasche, zum Theil mit Bleioxyd ver- bunden, potee d’etain, zum Poliren von harten Gegenständen, von Glas, Krystall, harten Steinen gebraucht, zu welehem Ende das durch Cal- eination bereitete Zinnoxyd fein: zerrieben und geschlemmt wird; zur Darstellung von weilsem: Email(siehe vorn 1. Seite 386, 389, 503, 506), für die Glasmalerei, Glasur auf Fayanee(Steingut); zu letzterm Gebrauch wird das Zinn mit Blei im gehörigen: Verhältnifs zusammengeschmolzen und die Legirung in einem Flammofen ealeinirt, denn dieselbe läfst sich ungleich schneller oxydiren, als keins von beiden Metallen für sich allein. Es ist bekannt, dafs eine Legirung aus gleichen Theilen beider sich bei 248 sinfach, anderthalb, doppelt Schwefelzinn. der Glühhitze entzündet, und ohne alle Erhitzung von Aufsen fortbrennt. Zinnoxyd endlich ist eine in der Färberei und Kattundruckerei sehr viel gebrauchte und höchst unentbehrliche Base, um Farben den Zeugen halt- bar anzueignen; es bildet mit Pigmenten Lackfarben. [Schwefelzinn, Protosulfure d’etain, Pr. of tin, auf direktem WVeg, durch zweimaliges Zusammenschmelzen beider, wobei eine Erglühung stattfindet; eine krystallinisch-strahlige, blaugraue, metallglänzende Sub- stanz, specif. Gewicht 5,267, schwerer als Zion schmelzend, wird durch Hitze nicht zersetzt, desgleichen nicht an der Luft ohne Tem- peraturerhöhung, löst sich in Salzsäure unter Bildung von Schwefel- wasserstoffgas auf, und besteht aus 79 Zinn und 21 Schwefel; auf nas- sem VVeg, aus einem Zinnoxydulsalz und Schwefelwasserstoffgas darge- stellt, erscheint es chocoladenbraun.— Es kommt mit dem niedern Schwefelkupfer verbunden als Zinnkies vor, siehe vorn Seite 224.— Anderthalb Schwefelzinn gewinnt man, wenn ersteres mit% Schwefel vermengt in einem Destillationsgeräth geglüht wird, bis kein Schwefel mehr übergeht. Eine dunkel-graugelbe, metallischglänzende Sub- stanz, welche 70,9 Zinn und 29,1 Schwefel enthält, und nicht in das Doppelte Schwefelzinn umgewandelt werden kann.] Doppeltes Schwefelzinn, Deutosulfure d’etain, D. of tin, Musivgold, Or musif, or de Judee, mosaic gold, aurum musivum, kommt nicht in der Natur vor, sondern wird theils auf trocknem, theils auf nassem Weg gewonnen, auf letzterm durch Niederschlagung eines Oxydsalzes mit Schwefelwasserstoffgas; eine schmutziggelbe, voluminöse Masse. Um es durch unmittelbare Vereinigung der Bestandtheile dar- zustellen, mengt man 6 Theile Zinnamalgam, aus 4 Z. und 2 Quecksilber bestehend, mit 25 Schwefelpulver und 2 Salımiak innig, und unterwirft das Gemeng einer mehrstündigen gelinden Hitze, anfänglich nicht bis zur Rothgluth, später, wenn keine Dämpfe mehr sich entbinden, zur Dunkelrothglühhitze. Der Zusatz des Quecksilbers zum Zinn dient leiz- teres fein zu zertheilen, und zur Vereinigung mit Schwefel vorzubereiten. Beim Erhitzen entweicht zuerst der Salmiak, und scheint eine bestimmte Temperatur des ganzen Gemisches zu erhalten, so lange er noch ver- dampft, dann sublimirt sich Zinnober(Schwefelquecksilber) und etwas Chlorzinn, und es bleibt Musivgold am Boden des Geräths zurück, und zwar in der obersten Schicht das schönste, in goldglänzenden, zarten Blättehen, durchscheinend; meist erhält man jedoch beträchtlich mehr in ganz kleinen Schüppehen, grünlich, gelbbräunlich von Farbe. Das Musivgold ist in Wasser unlöslich, geruch- und seschmacklos, specif. Gewicht 4,415, verliert in der Rothglühhitze die Hälfte Schwe- fel und verwandelt sich in das einfache Schwefelzinn: es löst sich in Königs! ser Drug yerlid sul gun sl des Prncren VON Kuna, indem atelbt, au Fine, Fri Chlorziı res Zinnox) Zinnsalz, 8 wenn man Zi gs entbindet, gewendet Wul Quecksilbersi wobei das er ber zurück kann das w: durehscheiner glühhitze, ve Zim und 37,7 Alt Wisse Iinsal, wenn aullist, wohel (welches, enlhie sein kann): die Iamen Kessel, srlen, oder, un m peilieren, in nicht, dafs te Onydtion den u Inne jelles llrzinn Äung Auch den 1°) hat Tore ı 5 “a, und nit S ı das Zn "ar Den NM u ' Na nn. m-_— ne Ar cinn,:; Darstellung des einfachen Chlorzinns. 249 Aulsen forthne k 5 s 3. 1:.. vr Königswasser, Chlorwasser, in kochender Kalilauge auf, unter theilwei- 'uckerey se}, 2 z EB a he ser Zerlegung beider. Es besteht aus 64,63 Zinn und 35,37 Schwefel, den Leyen 5>. N>. x. n SR verbindet sich mit Schwefelkalium, S.ammonium.— Man gebrauchte es sonst statt des Amalgams für die Reibzeuge der Elektrisirmaschinen, zum uf direkten I Broneiren von Gypsfiguren ete., zur falschen Vergoldung von Messing und ei eine Bo Kupfer, indem man dasselbe mit 6 Theilen Knochenasche gemengt, nals tallglänzend:$ aufreibt, zum Vergolden von Papier(Goldpapier), Pappe, Holz mittelst schmelzend,, Eiweils, Firnifs, zur Lackvergoldung, z. B. bei Lampensäulen etc. r Luft oe] Chlorzinn, Protochlorure d’etain, Protochloride of tin, salzsau- er ar res Zinnoxydul, Protomuriate, P.hydrochlorate d’et., M.or H.oft., Schwekl; al Zinnsalz, Sel d’etain, Sal Jovis, tin-salt. Man erhält es wasserfrei, Kt wenn man Zinnspähne mit salzs. Gas erwärmt, wobei sich Wasserstoff- Pe en sas entbindet, und zwar dem Raum nach halb so viel, als salzs. Gas an- „ruhe sewendet wurde, oder durch eine Destillation von gleichen Theilen ht it Quecksilbersublimat(höchstem Chlorquecksilber) und Zinnfeilspähnen, ischelinmni wobei das erzeugte Chlorzinn überdestillirt, und niederes Chlorquecksil- sch@lanzendt oO an ber zurückbleibt. Auch durch Destillation des krystallisirten Zinnsalzes kann das wasserfreie Präparat erhalten werden.— Eine graue, glänzende, durchscheinende Substanz, von glasigem Bruch, schmilzt vor der Roth- etain, D, glühhitze, verflüchtigt sich bei dieser Temperatur, besteht aus 62,22 , aUurum mı Zinn und 37,78 Chlor, oder aus 70,9 Zinnoxydul und 29,1 Salzsäure. F trocknen Mit Wasser verbunden erhält man das Chlorzinn in Krystallen, als lerschlaguz Zinnsalz, wenn man Ziunspähne in Salzsäure bei einer mälsigen Wärme selbe, vol auflöst, wobei ein sehr übel riechendes Wasserstoffgas sich entbindet, Bestandtheik(welches, enthielt das Zinn Arsenik, mit Arsenikwasserstoflgas vermengt und 2 Que sein kann); dieser Prozels wird in geräumigen Glaskolben, auch in kup- ag, und un fernen Kesseln, denn diese werden als gegen Zinn— elektr. nicht ange- fänslich nid grilfen, oder, um das sich zum Theil verflüchtigende salzsaure Gas nicht oh entbinde zu verlieren, in Retorten mit Vorlagen vorgenommen, und zwar mit der mn Zinn dies Vorsicht, dafs stets etwas ungelöstes Zinn am Boden liegen bleibe, um ofe] vorzube jede Oxydation durch den Sauerstoff der Luft unschädlich zu machen; nt eine besiis denn so lange Ueberschufs an Zinn vorhanden ist, kann sich nicht dop- nge ep noch peltes Chlorzinn bilden, wenn auch ein kleiner Theil des!aufgelösten ber) und Zinns durch den Sauerstoff der Luft in Oxyd übergehen sollte. Be- sihs zurück, rard*) hat vorgeschlagen, gekörntes Zinn in mehrere Schüsseln zu ver- ! theilen, und mit Salzsäure zu übergiefsen, die alle Stunden abgegossen änzendel,! fe) h a haliehie und auf das Zinn einer andern Schüssel aufgegossen wird, während das Fach R- N st rf*» er.. mit Säure benetzte Zinn der Luft ausgesetzt bleibt und sich rasch OXy- dirt, so dafs wenn nach 10 bis 12 Stunden die Säure wieder von der "arbe. nd oesehmat ie Hälfte> € Jöst 5° ‘) E&.A, Bd. 14.$S, 285., auch in Weber’s Zeitblatt Bd. 2, S. 369. Der Cem nn Te 250 Eigenschaften des Chlörzinns. letzten Schlissel In die erste geschüttet wird, das gebildete Zinnoxydul sich kräftig auflöst. Dieses Verfahren ist praktisch brauchbar. Die Auf- lösung hat eine bräunliche Farbe, wird klar abgegossen und concentrirt, ‘worauf beim Erkalten farblose Krystalle anschielsen. [ Man kann es auch dadurch erhalten, dafs man eine mit Königswasser bereitete Zinnauflösung mit Zinnspähnen so lange erhitzt, bis sich kein Zinn mehr auflöst, dann ist alles in das einfache Chlorzinn verwandelt; man verfährt dann wie eben erwähnt, und digerirt die Mutterlauge von Neuem mit Zinnspähnen etc. Man hat auch noch folgenden WVeg ein- geschlagen, man leitet in einen geräumigen Ballon, in welchem sich Wasser und Zinnspähne befinden, salzsaures Gas; die bei der Absorp- tion des Gases sich entbindende Wärme reicht hin, die Einwirkung der Salzsäure auf das Zinn zu befördern, ohne Erwärmung von Aufsen nöthig zu machen. Hiebei wird jeder Verlust an salzs. Gas möglichst vermieden.] Das käufliche Zinnsalz ist fast nie reines Chlorzinn, sondern enthält beigemengt Doppeltes Chlorzinn, auch schwefels. Zinnoxydul, indem man zur Gewiunung des Salzes gleichzeitig auch conc, Schwefelsäure anwen- dete, ja es kommt selbst reines schwefels. Zinnoxydul unter dem Namen Zinnsalz in dem Handel vor. Das wasserhaltende Chlorzinn bildet farblose, durehsichtige, nadel- förmige Krystalle, schmeckt sehr unangenehm, herb, metallisch, die Auf- lösung riecht sehr unangenehm, wirkt ‚sehr giftig, speecif. Gewicht der Kıystalle 2,293; es zerflielst an der Luft schnell, und löst sich in Was- ser leicht auf, die Auflösung röthet Laekmuspapier, allein durch eine grölsere Menge wird es in ein saures und basisches Chlorzinn zerlegt, ersteres bleibt aufgelöst, letzteres schlägt sich nieder. Es findet nämlich eine theilweise Zersetzung des Chlorzinns und Wassers statt, es bildet sich Salzsäure, welche einen Theil des Chlorzinns vor weiterer Zerset- zung durchs Wasser bewahrt, und Zinnoxydul, welehes sich mit einem andern Theil Chlorzinn zu einer basischen Verbindung vereint. Die Zer- setzung kann durch vorgängigen Zusatz von Salzsäure zum Wasser, so wie durch Vorhandensein von Weinsteinsäure, oder Weinstein(sauren weinsteins. Kali), von Salmiak vermieden werden, im ersten Fall wegen der schon angegebnen Wirkungsweise der Salzsäure, im zweiten, weil Weinsteinsäure das sieh bildende Zinnoxydul, so auch der Weinstein, auflösen, und im dritten, weil sich das Chlorzinn(nach Art einer Säure) mit dem Chlorammonium(als Base) verbindet. Eine Auflösung von Chlor- zinn absorbirt aus der Luft Sauerstöflgas, trübt sich, indem sich etwas Zinnoxyd bildet, während das mit jenem Zinn verbunden gewesene Chlor sich mit einem andern Theil Chlorzinn zum Doppelten Chlorzinn ver- Am findet Bing zes net an de ul© Dis Chlo Surf), die Zeuylirend Orsdulsalzen, ulsore zul Plüssigkeiten| Ihn gebn siberrerbindon der Kattundruc Beitzmittel, zu selon des fe schen Goldpu Tinexydıl 8 bei der Anw sorgt, nur IN hat aber die. schem Zim— {en nicht auflo ten Zinnstreilen Doppelte tin, salasaun im wasserreien de Iibavis, L, fan, dyers-spi fun, Muriate( durch Destillai ser yon Zinnam il ll tock lin in tocknen weder Ohlrzin, sk, sel, Ge Which hei ab[af dich Jnfı, derselben N ensiren |] Ne ans EN a und IM) (dete innen) ehbar, Di, IN Und eonceti mit Königenyy, tzt, bis sich keı zinn verwand) Mutterlaug m genden We; in welchen il bei der Ahsın , die Rinwih mung von Aula 2s. Gas mörlıı , sondern enl! ydul, inden u: efelsäure sum: nter dem Nina hsichtige, IM allisch, die f. Gewicht& t sich in Vi ein durch&ı ılorzinn zerki ; findet nänlı statt, es Dill weiterer Zentt sich mit ent eint, Die k ım Wasser, 9 instein(saute en Fall wege zweiten, wel jer Weinsteis +. einer Sur ing von Chr om sich eins gwesene Ch Chlorzion 1 Anwendung des Chlorzinns. Doppeltes Chlorzinn, 251 Ad bindet. Bringt man das Salz in erwärmtes Chlorgas, so verschluckt es letzteres unter Feuererscheinung, gerade wie Zinnoxydul beim Erhitzen an der Luft entbrennt. Das Chlorzinn hat, vermöge seiner grolsen Verwandtschaft zum Sauerstoff, die Eigenschaft, vielen Körpern denselben zu entziehen, oder desoxydirend zu wirken: so redueirt es Eisen-, Mangan-, Kupfersalze zu Oxydulsalzen, redueirt Silber- und Quecksilbersalze, arsenige und Arse- niksäure zu Metall, es reducirt Indigo zu einer farblosen, in alkalischen Flüssigkeiten löslichen Materie, Man gebraucht das Chlorzinn in der Chemie zur Analyse von Queck- silberverbindungen, indem es das Quecksilber metallisch abscheidet, in der Kattundruckerei zum Ausschärfen der Farben, in der Färberei als Beitzmittel, zur Bereitung des Oxyduls, in der Seidenfärberei zur Dar- stellung des feinen Ponceau aus Cochenille; zur Bereitung des Cassius- schen Goldpurpurs(siehe beim Gold).— Ueber schwefel-salzsaures Zinnoxydul siehe bei dem schwefels. Zinnoxydul.— Man war früher bei der Anwendung des Zinnsalzes zum Färben heller Farben sehr be- sorgt, nur in Kesseln vom besten Zinn die Operation vorzunehmen, man hat aber die Erfahrung gemacht, dafs Kupfer in Berührung mit metalli- schem Zinn— elektrisch wird, und sich daher in den sauren Flüssigkei- ten nicht auflöst; man kann hiezu kupferne Kessel mit einem angelöthe- ten Zinnstreifen gebrauchen. Doppeltes Chlorzinn, Deutochlorure d’&tain, Perchloride of tin, salzsaures Zinnoxyd, Deutomuriate, D.hydrochlorate det., im wasserfreien Zustand Libav’s rauchender Geist, Liqueur fumante de Libavius, L. fuming-liquor, Zinnkomposition, composition d’e- tain, dyers-spirit, salpeter-salzsaures Zinn, Nitro-muriate d’€- tain, Muriate oxigend d’et. Man erhält diese Verbindung wasserleer durch Destillation eines Gemengs von 1 Theil Zinnfeilig(noch bes- ser von Zinnamalgam) und 4 Th. Quecksilbersublimat, die Vorlage ınufs völlig trocken und kalt gehalten werden; durchs Verbrennen von Zinn in trocknem erwärmten Chlorgas, statt des Zinns kann auch das niedere Chlorzinn angewendet werden. Eine farblose, durchsichtige Flüs- sigkeit, specif. Gewicht 2,25, riecht durchdringend unangenehm, gefriert noch nicht bei— 29°, ist sehr flüchtig, kocht aber erst bei 120°, stöfst an der Luft dicke weilse Dämpfe aus, indem die farblosen unsichtbaren Dämpfe derselben den Wasserdampf der Luft anziehen und sich gegenseitig beide condensiren. Das doppelte Chlorzinn besteht aus 42 Zinn und 58 Chlor, oder aus 57,7 Zinnoxyd und 42,3 Salzsäure, zieht ausnehmend leicht Wasser an, und verwandelt sich dadurch in farblose Krystalle, in die Darstellung des doppelten Chlorzinns. wasserhaltende Verbindung, weshalb dasselbe in Gläsern mit vorzüglich gut passenden Glasstöpseln aufbewahrt werden muls, und wenn die Stöpsel gelüftet worden, müssen sie aufs beste getrocknet wieder aufge- setzt werden, weil sich sonst eine feste krystallinische Kruste an sie an- seizt. Setzt man der Flüssigkeit etwa% ihres Gewichts Wasser hinzu, so wird sie dick, gesteht zu einer weilsen Substanz, Zinnbutter, beurre d’e- tain, tin-butter, bei einem grölsern Zusatz erfolgt endlich eine Zersetzung, von welcher sogleich mehr. Das Doppelte Chlorzinn löst ohne Gasent- bindung Zinn auf, und geht in das einfache Chlorzinn über, wirkt in einem hohen Grad ätzend, verschluckt viel Ammoniakgas, wird dadurch zu einer festen weilsen Masse, welche sich unverändert sublimiren läfst, dadurch krystallisirt und in\Vasser löslich ist, sie besteht aus 88,3 Chlor- zinn und 11,7 Ammoniak.— Auch aus der krystallisirten wasserhalten- den Verbindung kann man durch Destillation mit conc. Schwefelsäure das wasserfreie Chlorzinn gewinnen. Das mit Wasser verbundne Doppelte Chlorzinn kann man erhalten, theils durch Auflösen von Zinn in Königswasser, theils durch Behand- lung'einer Auflösung des niedern Chlorzinns mit Chlorgas im Ueber- schuls, bis es sehr stark nach Chlor riecht. Nach der ersten Methode bereitet man Künigswasser theils aus einem Gemeng von Salpeter- und. Salzsäure, z.B. 2 Theilen gewöhnlichem Scheidewasser und 1 Th. conc. Salzsäure, oder aus 2 Th. Salzs. und 1 Th. Salpeters., theils aus Salpe- tersäure und Salmiak(vergl. I. Seite 214), seltner aus Salpeters. und Kochsalz, und trägt Zinnspähne in getheilten Quantitäten hinein, wäh- rend das Glasgefäls, in welchem die Auflösung geschieht, in einen Kes- sel voll Wasser gestellt wird, um eine zu starke Auf'inanderwirkung und Erhitzung zu vermeiden; sobald die hinzugesetzte Menge Zinn aufgelöst ist, wird eine zweite, dritte ete. zugefügt. Auf 8 Pfd. Salpetersäure von 1,26 nimmt man 1 Pfd. Salmiak und 1% Pfd. feinstes Zinn, oder auf 12 Pfd. Salzs. und 6 Pfd. Salpeters. 36 Loth Zinn, die in der Seiden- färberei gebräuchliche Zinnsolution zur Anstellung der sogenannten Phy- sikbäder(!). Meist wird die Auflösung, welche eine braune Farbe besitzt, zum Gebrauch mit einer gewissen kleinern oder gröfsern Menge Wasser verdünnt aufbewahrt, nicht krystallisirt; man pflegt aber auch die Salpetersäure mit 7,$ ihres Gewichts Wasser vor dem Zusammen- mischen mit der Salzsäure zu verdünnen, um die Einwirkung aufs Zinn zu mildern.— Es giebt eine unzählige Menge von einander abweichen- der Vorschriften, Zinnsolution, Scharlachkomposition darzustellen, indem in solchen Iheils wirklich erfahrungsmälsig ein Grund liegt, weshalb die Farbe von verschiednen Nüancen und Lüster ausfällt, indem bald unzer- setzte Salpetersäure, oder Salzsäure vorwalten, bald Chlorammonium, Dans ja Ol die Fat ih aber sind die iin in| nat in eie N m fillen dischlag,; SO vos einfaches Leitet ma im Veberschul peltes Chlor dienen, welche heschrieben u rung, dal die Ipm sein muls, Röhre in ein wolnreh es theils noch Theile Zins: Braunstein un die Gemilsheit sel man obige die Untersuchun schlag gebt, m drigenfalls ders Rlisigket in| Wine ein, bi Plisieeit ra chen und in wro seramieht und z Doppel Chlor: Dis Hydra min Kmstll vr die Auflign " ts niedere( "lie bei d Mar nicht Me( O{HRTN Chlor ehrayı)(N helhe Geruch mag EM At Yorzi)) Und wenn.) net Wieder auf, Kruste AU SIE a, Wasser hin, Mutter, Deure} heine erseh löst ohne Gyr m über, wi as, wird dal t sublimiren I; eht aus 88301} rten wasserljlh ne, Schwehkir ann nan erhal Is durch Ba lorgas im Ur er ersten Il von Saljele u v und 1 Il o ‚theils au$ı US Saljete, ı iten hinein, mi ht, in einen I anderwirkung ı ge Zinn aut Salpeterstun s Zinn, oder e in der Seil genannten Pı ne braune Fat » gröfsern Met plegt aber at dem Zusam iıkung aufs Zi nder abweicht ‚zustellen, indes est, weshalb& dem bald u Shloyammonl Darstellung und Eigenschaften des doppelten Chlorzinns. 255 bald Chlorkalium mit in Auflösung sich befindet, deren Einfluls auf die Farbe theils unläugbar ist, theils nur vermuthet werden kann, oft aber sind die Vorschriften ganz unwissenschaftlich.— Die Probe, ob alles Zinn in höchstes Chlorzinn verwandelt worden, besteht darin, dafs man in eine stark verdünnte Goldauflösung einen Tropfen der Zinnauf- lösung fallen lälst; erzeugt sich kein purpurner, überhaupt kein Nie- derschlag, so ist es reines Doppeltes Chlorzinn, widrigenfalls noch et- was einfaches Chlorzinn darin sein würde. Leitet man durch eine Auflösung des niedern Chlorzinns Chlorgas im Ueberschufs, so nimmt ersteres letzteres auf, und es bildet sich Dop- peltes Chlorzinn. Zu diesem Behuf kann man sich des Apparats be- dienen, welcher zur Darstellung des chlors. Kalis dient, und I Seite 322 beschrieben und Tafel II Fig. 20 abgebildet ist, nur mit der Abände- rung, dafs die mit Zinnauflösung erfüllte Vorlage ein zweihalsiger Bal- lon sein muls, um das nicht verschluckte Chlorgas durch eine gekrümmte Röhre in einen andern mit gelöschtem Kalk angefüllten Ballon zu leiten, wodurch es theils für die Gesundheit der Arbeiter unschädlich gemacht, theils noch zur Erzeugung von Chlorkalk benutzt wird. Man löst 25 Theile Zinnsalz in 40 Theilen Wasser auf, und leitet das aus 15 Th. Braunstein und 30 Th. Salzsäure entbundne Chlorgas hindurch; um aber die Gewilsheit zu erlangen, dafs kein niederes Chlorzinn mehr übrig sei, stellt man obige Prüfung an; auch mit Schwefelwasserstoffgas kann man die Untersuchung veranstalten, welches einen schmutzig gelben Nieder- schlag giebt, wenn die Zinnsolution reines doppeltes Chlorzinn ist, wi- drigenfalls derselbe ins Chocoladenbraune ziehen würde. Will man die Flüssigkeit in festes Salz verwandeln, so dampft man sie bei gelinder Wärme ein, bis sie weilse Dämpfe ausstöfst, und läfst dann die conc. Flüssigkeit rasch erkalten; die erstarrte Masse wird in Stücke zerbro- chen und in wohl verschlofsnen Gefälsen aufbewahrt, da sie leicht Was- ser anzieht und zerfliefst. Von obiger Menge Zinnsalz erhält man 32 Theile Doppeltes Chlorzinn mit Wasser in fester Gestalt. Das Hydrat des höchsten Chlorzinns erscheint in farblosen, nadel- förmigen Krystallen, zieht schnell Wasser an, zerflielst, löst sich in Was- ser, die Auflösung röthet Lackmuspapier, wird aber von viel Wasser, wie das niedere Chlorzinn, in eine saure und eine basische Verbindung zer- lest(siehe bei diesem), zieht aus der Luft keinen Sauerstoff an, redu- eirt auch nicht oxydirte Körper; ein Zusatz von Ammoniak, Kalı fällt Zimnoxydhydrat(siehe vorn Seite 247), welches sich in Säuren auflöst. Höchstes Chlorzinn giebt mit Cochenilleabkochung einen lebhaft rothen, etwas ins Gelbe stechenden Niederschlag, mit dem einfachen Chlorzinn gemischt einen-scharlachrothen. 254 Jodzinn, schwefels., schwefel-salzs. Zinnoxydul. Anwendung. Es ist in den verschiednen Zinnsolutionen, Zinnkompo- sition enthalten, deren man sich zum Scharlachlärben und zu andern Zwecken in der Färberei bedient; zum Rosiren krappirter Zeuge, indem man sie mit einem Gemisch von höchstem Chlorzinn und marseiller Seife, wodurch sich eine Zinnseife bildet, bei 50 bis 60° behandelt; die Säure nimmt nämlich etwas Pigment von dem Zeug herunter, welches die Zinnseife aufnimmt, [Jodzinn, Jodure d’etain, Jodide of tin, wird durch unmittelbare Ver- einigung erhalten; eine braune Substanz, schmelzbar und sublimirbar, in Wasser löslich,— Doppeltes Jodzinn, Deutoiodure d’et., Per- iodide of tin, aus Zinnoxyd und Hydriodsäure dargestellt, bildet gelbe Krystalle, die von kochendem WVasser ın Zinnoxyd und Hydriodsäure zerlegt werden, es kann daher zur Darstellung der letztern angewen- det werden.] Schwefelsaures Zinnoxydul, Protosulfate d’etain, Sulphate of tin, durchs Auflösen des Zinns in wenig verdünnter Schwefelsäure mit Hülfe der Wärme, wobei sich schwefligsaures Gas, Wasserstollgas, Schwvefelwasserstoffgas entbinden, Schwefel niederschlägt. Kocht man bei überschüssiger Schwefelsäure zu lange, so geht das Oxydulsalz mehr oder minder in Oxydsalz über. Offenbar findet bei diesem Prozels nicht allein eine Zersetzung der Schwefelsäure, sondern auch des\WVassers statt,‘die schweflige Säure zerlegt theilweis das gleichzeitig erzeugte Schwefelwasserstoffgas, wodurch etwas Schwefel frei wird. Die Salz- masse löst sich mit brauner Farbe in kochendem Wasser auf, und lälst beim Erkalten farblose, zarte, nadelförmige Kıystalle anschielsen, löst sich leicht in Wasser auf, zieht es aus der Luft an, zerflielst, wird durchs Glühen zersetzt, hinterläfst Zinnoxyd.— Man kann es auch durch Zer- setzung des einfachen Chlorzinns mittelst Schwefelsäure erhalten, wäh- rend Salzsäure sich entwickelt, ebenso durch Auflösung des Oxydulhy- drais in verdünnter Schwefelsäure.— Es besteht aus 62,5 Zinnoxydul und 37,5 Schwefelsäure,. Schwefel-salzsaures Zinnoxydul, oder Chlorzinn-+ schwe- fels. Z.oxydul, ein von Bancroft 1794 angegebnes Doppelsalz, welches in der Färberei und Kattundruckerei viele Anwendung gefunden, wird also bereitet: man digerirt bei mäflsiger Wärme 1 Theil Zinnspähne mit 3 Th. Salzsäure und setzt nach einiger Zeit 2 Th. conc. Schwefelsäure hinzu, verdünnt die Flüssigkeit nach vollendeter Auflösung, welches durch das Aufhören der Wasserstoffgasentwickelung angedeutet wird, mit Was- ser. Die Flüssigkeit ist klar, durchsichtig, trübt sich beim Aufbewah- ren nicht, äufsert keine ätzende Wirkung auf die Zeuge, und ist wohl- feiler als die Chlorzinnsolution mit Königswasser bereitet. Sehne (Schweltl dir Aull Koch Yon fin, Inne Ike Ph Aftin, m Phospho znfuchen Ch ulösliches} Salpeter onlält man du {ersäure, geril Jisen. des Zinn wicht, wenn In Die ufläsug den, indem s es ist daher 5.22 Zinnox, lösung scheint nille gemesen wendig nur W kam man bald« ako Künigsmrasse (Salpetersaure kann durch Be den(ser, vor doppelten Chl es, wenn die Dorchs Erwärn Galler ab.) Im Di Wismnt Au, Wurde| I Uhrchieden, tell Elm N dein, Uchme kn Kun Nivehl); AN 5 orydul, Ionen, Zinnkın N und zu a ter Denge ma fr m ] dm nd mar) ‚00 behandelı b herunter, wel unmittelbar T- rund sublini! iodure dit,}; stellt, bildet kl und Hydriod letztern ander d’etain, Sulk ter Schwekkin s, Wassesth lägt, Kocht vs Oxydulsalı ı sem Prozels ı ch des Ws chzeitig er wird. Die\ or auf, und anschielsen,| efst, wird dur auch durch 1 e erhalten, wi n des Oxydils 6,5 Zinnosyi orzion+ sehn? pelsalz, wel! vefunden, WI | Tinspähne ni co, Schweelsiut e, welches durl wird, mit Ir beim Aufbenit ul „und 1 x SRERR ag nen -— ee a1 7 Tee Ent I; en Schwefels., phosphors., salpeters. Zinnsake.— Wismuth. 255 [Schwefelsaures Zinnoxyd, Deutosulfate d’etain, Pers. of tin, durchs Auflösen von Zinnoxydhydrat in verdünnter, oder durch langes Kochen von Zinn mit conc. Schwefelsäure; eine Flüssigkeit von schar- fen, ätzendem Geschmack, nicht krystallisirbar, durch VWVasser zersetz- bar.— Phosphorsaures Zinnoxydul, Protophosphate d'etain, Ph. of tin, durchs Digeriren des Oxydulhydrats mit einer Auflösung von Phosphorsäure, oder durch doppelte VWVahlverwandtschaft aus. dem einfachen Chlorzinn und phosphors. Natron. Ein weilses, in WVasser unlösliches Pulver.] Salpetersaures Zinnoxydul, Protonitrate d’etain, N. of tin, erhält man durchs Auflösen von Zinnoxydulhydrat in verdünnter Salpe- tersäure, gewöhnlich als Doppelsalz mit salpeters. Ammoniak durchs Auf- lösen des Zinns in sehr verdünnter Salpetersäure von 1,10 specif. Ge- wicht, wenn man das Geräth in kaltes Wasser stellt(vergl. vorn Seite 246). Die Auflösung ist gelblich gefärbt, darf nicht erhitzt und concentrirt wer- den, indem sonst ein weilses Pulver, Zinnoxydhydrat, sich abscheidet, es ist daher nicht krystallisirbar. Das salpeters. Oxydul besteht aus 55,22 Zinnoxydul und 44,78 Salpeters.— Eine salpeters. Zinnoxydulauf- lösung scheint das älteste Beitzmittel beim Scharlachfärben mit Coche- nille gewesen zu sein, allein, da durch Scheidewasser und Zinn noth- wendig nur wenig salpeters. Oxydul in Auflösung erhalten wurde, so kam man bald darauf, dem erstern noch Salmiak, oder Salz zuzusetzen, also Königswasser zu bilden, und darin das Zinn aufzulösen, [Salpetersaures Zinnoxyd, Deutonitrate d’etain, Pernitr. of tin, kann durch Behandlung von Zinn mit Salpetersäure nicht erhalten wer- den(vergl. vorn Seite 247), sondern nur durchs Auflösen des aus dem doppelten Chlorzinn gefällten Zinnoxyds in kalter Salpetersäure, wobei es, wenn die letztere concentrirt, in weilsen Krystallen sich absetzt, Durchs Erwärmen der Flüssigkeit scheidet sich das Oxyd in Form einer Gallert ab.] Zwei und zwanzigstes Kapitel. Vom Wismuth. Das Wismuth, Bismuth(Marcasita,&tain de glace, tin-glafs), Aschblei, wurde 1546 von@, Agricola als ein eignes Metall vom Blei unterschieden, aber erst 1753 von Pott und Geoffroy näher ermit- telt. Es kommt nicht eben häufig vor, gediegen, oxydirt als Wismuth- ocker, mit Schwefel als Wismuthglanz, Schwefelwismuth+Schwe- felkupfer als Ku pferwismutherz, Schwefelw.+ Schwefelkupfer+ Schwefelblei als Nadelerz, auch mit Selen und Tellur verbunden. 256_° Darstellung des Wismuths durchs Aussaigern. Die Darstellung dieses Metalls ist in einem ziemlich beschränkten Maals ein Gegenstand des hfittenmännischen Ausbringens im sächsischen Erz- gebirge, namentlich bei Schneeberg, wo eine Wismuthsaigerhütte errich- „tet ist. Das gediegne Wismuth kommt dort dem Speiskobalt beigemengt vor, im Centner 4 bis 10 Pfd., im Durchschnitt 7 Pfd., und wird in ei- nem eigens dazu konstruirten Röhrenofen ausgesaigert, was die am we- nigsten Brennmaterial raubende und den geringsten Verlust an leicht oxydirbarem Wismuth bedingende Methode ist. Früher gewann man das Metall beim Rösten der Kobalterze als Nebenprodukt in Körnern in der Asche, oder durchs Absaigern auf gewöhnlichen Saigerheerden, de- nen für silberhaltiges Kupfer sehr ähnlich, wobei auch schon im Ver- gleich mit ersterm Verfahren Brennmaterial gespart wurde. Auch aus der Kobaltspeise, welche bei der Smaltefabrikation abfällt, kann, wenn die Kobalterze nicht vorher auf Wismuth benutzt wurden, letzteres ab- gesaigert werden; vergleiche Seite 161. [ Beschreibung des Saigerofens, Auf Tafel XIU stellt Fig. 5 die obere Ansicht des WVismuthsaigerofens*) von der Saigerhütte bei Schneeberg, Fig. 6 den Querdurchschnitt nach der punktirten Linie AB in Fig. 5 dar. a der Aschenfall, b der Feuerraum, ce die Saigerröhren, d der ge- mauerte Rost, auf welchen das Brennmaterial durch die Ofenthüren&e eingetragen wird. Die vordere tiefer liegende Oeffnung der Saigerröh- ren ist mit einer Thonplatte f, welche unten einen kleinen kreisförmi- gen Ausschnitt hat, durch welchen das Wismuth abfliefst, versetzt. g eine von der Hüttensohle.bıs nahe an die vordern Oeffnungen der Saigerröhren aufgeführte Mauer, welche so viele Feuerlöcher h enthält, als der Ofen Röhren hat; i eiserne Pfannen, welche das abfliefsende Metall aufnehmen, k ein hölzerner WVassertrog, in welchem die Wis- muthgraupen abgelöscht werden. 1 die hintern, höher liegenden, Oeff- nungen der. Saigerröhren, welche nur mit einem Blechdeckel verschlos- sen sind. Die aus den hintern Oeffnungen herausgezognen Wismuth- graupen fallen über die schiefe Fläche m herunter in den WVassertrog. Zuglöcher im Gewölbe zwischen je zwei Röhren dienen um die Hitze nach Belieben verstärken und vermindern zu können.] Die abzusaigernden Erze werden von der Bergart durch Handschei- dung möglichst geschieden, in Stückchen bis zur Grölse einer Haselnuls angeliefert, in die rothglühenden Röhren eingetragen; die Ladung beträgt etwa 5 Centner, so dafs das Rohr bis zur Hälfte der Höhe und zu% der Länge gefüllt wird. Darauf wird das Vorhängeblech vorgesetzt, und stark geschürt, so dals schon nach 10 Minuten das Absaigern des Wis- muths anfängt, und letzteres durch die Oeffnung in der Thonplatte fin die *) Lampad. a, a. O, 2 Theil, 3 Bd, S, 443 Taf, VIIT, Dee {een A uf sing nie nel Dr Rielston Jemugezoge) ji Plnnen a Jill in eine vun 2 bis 50 esiigert, vol Pisinlı Onanlitilen Ar os nur dadure zuflöst, durch Aurch schward schednen(est sich aul Ging erzen, Silber berg, Annabe sen, in Schm Dis isn Ist glnzend, bl hart, kıystllir lit in ya Brisson, OB] abaekillt werde flüchtigen und d um 000139167 dies Detls 7 Teer Farben, Lesiun Mit Zinn ae ind, alpin, U mche, Gl IH dd om lim le IA) i N, mi bel, IW gem, beschränkten] M Sächsischen h Saint en iskobalt Delpen d,, und wind N » Was die an) Verlust m üher gewann ı dukt in Könen Saigerleerden| uch schon in] wurde, Au fällt, kam. v den, letzleıs it Fig, 5 de. itte bei Schne inie AB ni erröhren, d dk! die Ofenthire ung der San kleinen kreilin abflielst, wi :n Ocflaunge erlöcher h er! ie das abllıek welchem die\ er liegenden, 0 ‚chdeckel yersel ezognen Wim: n den Wassert onen um die Bi ] durch Handsch x. einer Haselı ie Ladung betr fühe und zu 4 Iı vorgesetzk,® bsaigern des| er Thonplat IT, Eigenschaften des Wismuths, Legirungen desselben. 257 die heilsen Pfannen abläuft, in denen sich etwas Kohlenstaub befindet. Läuft es langsamer, so wird das Erz in den Röhren gewendet, was ei- nigemal wiederholt wird, bis nach#4 Stunde das Saigern vollendet ist, Der Rückstand, Wismuthgraupen, wird mit einer eisernen Kralze herausgezogen, fällt in den Wassertrog, die Röhre wird von neuem geladen, die Pfannen aber, wenn sie fast voll geworden, ausgeschöpft, und das Metall in eine eiserne, muldenförmige Pfanne gegossen, wo es zu Stücken von 25 bis 50 Pfd; erkaltet. In 8 Stunden werden 20 Centner Erz ab- gesaigert, wobei 63 leipziger Kubikf. Holz aufgehen. Das im Grolsen durchs Absaigern dargestellte Wismuth enthält kleine Quantitäten Arsenik; Eisen, auch wohl noch andere Metalle, von denen es nur dadurch gereinigt werden kann, dafs man es in Salpetersäure auflöst, durch Wasser niederschlägt, und das basisch salpetersaure Oxyd durch schwarzen Flufs reducirt.— Das gediegne Metall kommt in ver- schiednen Gestalten vor, weils, röthlich, häufig bunt angelaufen, findet sich auf Gängen im Ur- und Flözgebirge mit Kobalt-, Nickel-, Kupfer- erzen, Silber, Wismuthocker; so im sächsischen Erzgebirge bei Schnee- berg, Annaberg, Joh, Georgenstadt; in Böhmen, Baden, Würtemberg, Hes- sen, in Schweden, Norwegen, England und Frankreich. Das Wismuth besitzt eine weilse Farbe, welche ins Röthliche übergeht, ist glänzend, blättrig auf dem Bruch, spröde, so dafs-es sich pulvern läfst, hart, krystallisirt leicht, und wird nach der I Seite 28 angegebnen Weise leicht. in krystallinischen Anschüssen erhalten, speeif. Gewicht 9,822 Brisson, 9,831 Herapath; es schmilzt bei 246°, und kann bis zu 242° abgekühlt werden, ehe es gesteht, läfst sich in der Weilsglühhitze ver- flüchtigen und destilliren. Es dehnt sich beim Erhitzen von 0° bis 1000 um 0,00139167 oder 7, Seiner Länge aus, Smeaton. Man bedient sich dieses Metalls zu leicht schmelzbaren Metalllegirungen, zur Anfertigung weilser Farben, Schminken. Lesirungen des Wismuths. Mit Zinn giebt Wismuth Legiraungen, welche spröder und klingen- der sind, als reines Zinn, weshalb die Zinngielser nicht selten W. dem Zinn zusetzen. Gleiche Theile beider Metalle geben eine im Bruch fein- körnige, sehr spröde Legirung, die sich pülvern läfst, specif. Gewicht 8,345, bei 137,66° schmilzt; 1 Th. W, mit 2 Th. Zinn schmilzt bei 165,56°; 1 W. und 3 Z,, specif, Gewicht 7,776; 1W. und 8Z. schmilzt bei 198,89%; 1 W. und 24 Z. ist schon etwas streckbar; 1 W. und 40 7. ist fast ganz in der Dehnbarkeit dem Zinn gleich. Diese Legirungen werden durch einen Bleizusatz leichter flüssig, aber auch spröder.— Die Legirungen, welche viel W. enthalten, können durch cone. Salzsäure 1.2 17 258 Legirungen des Wismuths mit Zinn und Dlei, dad vom Zinn geschieden werden, welehes sich auflöst, während evsteres als ein schwarzes Pulver zurückbleibt. Mit Blei. Die Legirungen haben ein grölseres speeif. Gewicht, als es der Berechnung nach sein sollte,(folglich findet Raumeszusammenzie- hung statt); sie sind zäher als Blei, und bei solchen Mengen W., dals es das Gewicht des Bleies nicht übertrifft, streckbar. Gleiche Theile beider geben eine Legirung ‚ deren speeif. Gewicht 10,709 ist, sie hat ein blätteiges Gefüge, ist grade und in Farbe dem W. gleich. Mit Zinn und Blei. Solche dreifache Legirungen il durch die Leichtllüssigkeit ausgezeichnet, welche Newton zuerst entdeckte, 8 Th. W.5 Th. Blei und 3 Th. Zinn geben eine Legirung, welche nach Par- kes’s Versuchen bei+ 202° F.= 945° C. schmilzt; Newton’s leichtllüs- siges Metall. Nimmt man 2 Th. W., 1 Zinn und 1 Blei, so erhält man eine Legirung, die bei 3 75° schmilzt, Rose’s leichtflielsendes Metall; durch einen Zusatz von„; Quecksilber schmelzen beide noch weit leich- ter. Man benutzt ähnliche Legirungen als Schnellloth für Klempner, soft solder, 1 W., 2 Zinn und 1 Blei; zur Anfertigung von Metallbädern um Stahlinstrumente anzulassen, hiezu hat Parkes Anleitung gegeben, vergl. Seite 123. Man benutzt eine solche Legirung auch um Stifte dar- aus zu giefsen, welche statt Bleistiften gebraucht werden können, wenn man das Papier vorher mit ge branntem Hirschhorn einreibt; die Striche lassen sich aber nicht so Ticht wegwischen, als die mit Bleistift ge- schriebnen. Ferner gebraucht man leichtllüssiges Metall zum Abklat- schen(Clichiren) von Stempeln, um metallne Abdrücke zu vervielfälti- gen, um Stereotypen darzustellen, Druckformen für Kattundrucker, For- men für Seiffabrikanten zur Anfertigung feiner Seife mit Verzierungen. Man kann diese Legirung in hölzerne Formen gielsen, ohne diese zu zer- stören. Zu diesem Behuf und zum Clichiren ist folgende Legirung sehr passend: 3 Dlei, 2 Zinn, 5“w., sie schmilzt bei 91,660, man muls sie aber erst so weit erkalten lassen, am besten auf Pappe, bis sie anfängt teigig zu werden, ehe man sie in die Form gielst, oder den Stempel, den geschnittnen Stein, in der Masse abdrückt. über Druckerformen aus leichtflüssigem Metall, in D. p. J. Bd. 40. S. 70.] D’Arcet lehrte aus leichtflüssigem Metall bestimmter Mischung und von genau bestimmtem Schmelzgrad dünne Platten gielsen, plaques fu- sibles, rondelles, welche im Obertheil des Dampfmaschinenkessels ein- gesetzt werden. Man schneidet nämlich ein Loch aus, schraubt ein Rohr auf, welches mit der schmelzbaren Platte vermittelst eines aufgeschraub- ten Rings verschlossen ist. Sobald nun die Dämpfe im Kessel diejenige Spannung und Temperatur, welche das Maximum sein soll, überschreiten, [lebe dem schmilt di| Vor den Eins ann, Aue die vere sich\ so nie Iimsphären, fnlm bei. der Sehmieigkeitet Insel zerspr er die Temp ( BEEEIPEENEE Gewichts! Wismuth| Bl a 3 I; nT Ba [8] 8 d II Ip m TR ih] on u BE I): I ılllc ls aa. ber de Erscher Or Im Vers Sn Hin Nahen, woher Sunlı, dhs R ML W.- ul il, 1 Dei Ueber den Schmelzpunkt der Legir. o. Wism., Blei u. Zinn. 259 ) während eisla DE schmilzt die Platte, und erlaubt dadurch den Dämpfen auszuströmen Vor dem Einschmelzen geht ein bedeutendes Krümmen nach oben vor- spenil Gen) : IM Sc.. ARTE> Bau aus, durch die Erweichung des Metalls wird das Bersten besünstigt. Es SUIDESZUSAN NEN S\? on Nenn I versteht sich von selbst, dals nach der Bestimmung der Maschine, ob lenzen ll r ar. Gleiche 7) sie mit niedrigem oder hohem Druck arbeiten soll, mit 4, 5 und mehr 1070: Atmosphären, die Metalllegirung eingerichtet werden muls. Uebrigens FD Ist N&; 2 i= s W lc, i finden bei der Anwendung von schmelzbaren Platten noch mancherlei ‚ gleich, 5 Schwierigkeiten statt, und es ist auch schon vorgekommen, dafs Dampf- gen sind dın 3: = kessel zersprangen, trolz dem dafs die Platte nicht geschmolzen war. t entdeckte, 9] ‚ welche nal) Tpasbrerkie Newton’s lid; Blei, so el htflielsendes I de noch weit) loth für Kl über die Temperaturen, bei welchen verschiedne Legirungen von Wis- muth, Blei und Zinn schmelzen. (Aus Parkes’s chemical Essays Vol. II. pag. 615.) ig von Neulhi Carehscheilk aela bei Be eb dreiiis eu beı leise Graden Graden WVismuth| Blei| Zinn!nach Fahrenh.|) VYismuth| Blei| Zinn Änach Fahrenh. uch um Stil!| den können, ı 8 5 3 202 8 18| 24 312 ! 8 6 3 208 8 20.| 24 310 N$ or L>65 8||| 308 e mit Bleist 8 al 236 8 24| 24 310 fall zum Ai 8 8 6 243 8 26[24 320 1 rm 8 8 8 254 8 28124 330 - 8 10 N} 266 8 30| 24 342 attundrucker,| 8 12 8 270 3 320 624 352 u bar 8 1619158 300 8 32| 26 348 ATZIerUN: 2 le 8 16| 10 304 8 32| 28 332 ohne diese m! 8 s|n 294 8 32| 30 328 nde Lesirongs 8 16 I 14 290 8 32 132 320 oa 8 16|-16 292 8 32.| 34 318 6 DE 8 16| 18 298 8 32| 36 320 ve, bis sie a 8 16| 304 8 32| 38 322 „e den Sie 8 16| 22 312 8 32| 40 324 oder de 8 16| 24 316 Merall, in D}- 3 Ä i Ä Net)[ Ucber die Erscheinungen beim Erhitzen des Rose’schen Metalls stellte Ermun jun. Versuche an, siehe P. A. Bd. 9. S. 557. scene I.... 7 ter Mischung Eisen nimmt wenig Wismuth auf; nach von Karsten angestellten eisen, plague| Versuchen, wobei Eisen mit 13 W. gefrischt wurde, ging das Frischen schinenteseh® etwas roh, das Eisen fiel aber tadellos aus, und zeigte beı der Analyse schraabt el nur 0,0815 VV,— Nach Hassenfratz wurde das Eisen durch W. etwas ines aufgeht rothbrüchig, u Kessel au oll, siberscht'” 260 Wismuthsuboayd, W.oxyd. Tearheitie über die Schmelzbarkeit verschiedner Legirungen ‚von Wismuth, Zinn und Blei, und die den einzelnen Temperaturgraden entsprechende Ex- ». a pansivkraft der Wasserdämpfe, von Reichenbach*). Expansivkraft er Expansivkraft e lan; ei WVismuth.'Zinn.| Blei. As WV.dampfe VYismuth.| Zinn.| Blei. HesvvadRenr Theile. he Th. lın Atmosphär. Theile. Eh: Th. 1m Atmosphär. 13 127712 2.46 2 8 3 10,33 12 12=. 1612 3,00 2 12| 12 12,00 8 12: 4,31 1 5 3 13,25 7 12| 12 5,06 1 12| 12 14,10 y. 51-53 5,40 i 1:0 4,70 5 2|12 6,35 0 1 15,36 4 12| 12 7,66 1 0 1 2,91 3 8 3 1,15 1 0 0 68,30 3 12| 12 9,15 0 1 0 39,10 1 52322 1018 0 0| 1| über 80] Verbindungen des Wismuths mit Sauerstoff, [1) Wismuthsuboxyd bildet sich langsam auf dem Metall, wenn es an der Luft liegt, schneller beim Schmelzen bei niederer Hitze; ein roth- braunes Pulver.] 2) Wismuthoxyd, Oxide de bismuth, O.of b., kommt als W.ok- ker vor, in derben Massen, angeflogen, eingesprengt, malt, von strohgel- ber Farbe, speeif. Gewicht 4,36, findet sich mit gediegnem Wismuth im sächsisch. böhmischen Erzgebirge. Es kann theils durchs Schmel- zen und Verbrennen des Metalls, oder auch durchs Glühen des basisch salpeters. Salzes erhalten werden. Ein blafsgelbes, seschmackloses Pul- ver, specif. Gewicht 8,449, nach Boullay 8,963, wird durchs Erhitzen vorübergehend pomeranzengelb, schmilzt leicht zu einem dunkeln Glas, und läfst sich in heftiger Hitze sublimiren, besteht aus 89,83\Wismuth und 10,17 Sauerstoff, bildet mit Wasser ein weilses Hydrat, Salze, wel- che sich durch zugesetztes Wasser in saure und basische trennen, indem erstere aufgelöst bleiben, während letztere sich niederschlagen,, welches durch zugesetzte Säuren, selbst Essigsäure, verhindert wird. Sie wirken brechenerregend, werden von Schwefelwasserstoffgas schwarz, von Gall- äpfeltinelur pomeranzengelb, von Cyaneisenkalium gelblich niederge- schlagen; Kupfer und Zinn schlagen Wismuth metallisch aus den Auf- lösungen seiner Salze nieder. Das Oxyd löst sich in Aetzkali- und Na- tronlauge nicht, aber in kohlens. Ammoniak, sehr unbedeutend in Am- moniak auf, verbindet sich mit Glasflüssen leicht, so auch geschmolzen mil Kieselerde, weshalb es leicht die Tiegel angreift, *),5. J. Bd. 18. 5, 280. Sehr y. int sich Be Je Glasme „li\ r vn Piel | Ei; sjgfejmısmuldı f anz fl Kipnthglanı N in, nd NT ch urelkOR) ‚ Bach| {ulırane ol Jw Inylhen Tealae Na dur Anluyunmt nl Jaer| " Im FIT) pralı(pemit O6SsUl ll il, zelnen be N kt} Sch pi zmimath, Ph AV, techaf nt Verwandte ‘) NEN gun nicht verbinden At malt in Ihtzen Plospor i Nabe alorwIsma! Be: 2; Wisnutkoryd, Jung an Ankhelda wandelt, nd "tlunden U es Apla bay ib, min Salısiun, m kl map sl Akten, un, Sn N \thmmt,#90 ou IT Schwefel-, Phosphor-,: Chlorwismuth. 261 Man bedient sich des Wismuthoxyds zur Bereitung von Flüssen, von Wismnih.n: 4 fondans, für die Glasmalerei(I. Seite 386), zum Auftragen des Goldes beim entsprechende,; ee :nbach°) Vergolden von Porzellan ete.(I. Seite 537). Ten[Schwefelwismuth, Sulfure de bismuth, Sulphuret of b., kommt als ‚pri Wismuthglanz vor, in geraden rhombischen Säulen kıystallisirt, na- | MW, delförmig, auch in krystallinischen Massen und eingesprengt, Textur blätt- Th. m Alny rig, Bruch unvollkommen muschlig, metallglänzend, lichte bleigrau ins aperen Stahlgraue und Zinnweilse, specif. Gewicht 6,1 bis 4; findet sich unter h N denselben Verhältnissen, wie das gediegne W. Es wird auf directem 3 15 Weg durchs Zusammenschmelzen gewonnen, wobei Feuer gesehen wird, | 1 specif. Gewicht desselben 7,59, es ist strengflüssig, was das Metall nicht 0) A ist, metallglänzend, besteht aus 81,52 Wismuth und 18,48 Schwefel.— 1ı A Man hat auch% Schwefelwismuth im Mineralreich gefunden.— Phos- r“ phorwismuth, Phosphure de b., Ph. of b. Beide scheinen nur ge- ol aı ringe Verwandtschaft zu einander zu besitzen, da sie sich direct fast l gar nicht verbinden; auch das durch Niederschlagung eines WVismuth- f salzes mittelst Phosphorwasserstolfgas erhalıne Präparat giebt beim Er- ; hitzen Phosphor ab. lem Meuall, ve Chlorwismuth, Chlorure de b., Chloride of b., salzsaures lerer Hitze; a Wismuthoxyd, Muriate, Hydrochlorate de b., M. or H. of b., WV,butter, beurre de b., butter of b., wird sowohl durch unmittel- bare Verbindung von Chlor und WVismuth in der VVärme erhalten, un- ‚, kommt al] matt, von st ter Feuererscheinung, als auch dadurch, dafs man gepulvertes WV. mit 2 Theilen Quecksilbersublimat(höchstem Chlorquecksilber) mengt und rediegnem Ni destillirt; auch durchs Auflösen von WV. in Königswasser erhält man cils durchs$ı Glühen des Ix seschmackloss es wasserhaltend. Die wasserfreie Verbindung ist grauweils, undurch- sichtig, nicht krystallinisch, schmilzt leicht zu einer dieken, ölartigen Substanz, läfst sich sublimiren, erscheint mit Wasser verbunden in farb- ärd durchs Mn losen, durchsichtigen Säulen, zersetzt sich im WVasser in ein basisches einem dunke und saures Chlorwismuth, indem durch eine stattfindende WVasserzer- aus 89,83 Wis setzung: ein Antheil der Verbindung sich in WVismuthoxyd und Salz- ‚ Hvdrat, Salı, säure umwandelt, von denen ersteres mit einem Antheil unzerlegtem f nl Chlorw. verbunden als basisches Salz- sich niederschlägt, letztere die ische trennen, I Jerschlagen, We 4 wird, Sie m Auflöslichkeit eines andern Theils Chlorw. bewirkt. Das neutrale Chlor- wismuth besteht aus 66,7 Wism, und 33,3 Chlor, oder aus 81,26 WV. ( oxyd und 18,74 Salzsäure.— Zur Darstellung eines überbasischen s schwarl Er Chlorw. bedient man sich folgender Verfahrungsart: man schüttet eine | gelblich il Auflösung von salpeters. WVismuthoxyd in eine sehr verdünnte Salzauf- allisch aus iD lösung, wedurch ein lockeres, sehr weilses Pulver erhalten wird, wel- 1 Aetaali- ches als Schminke*) dient, die aber leicht die Haut verdirbt, runzlich bedeutend ind nacht, und durch leichte Spuren von Schwefelwasserstoffgas sich bräunt. ıch seschmoltt!— ”) Blanc d’Espagne ist es hie und da renaunt, allein hierunter yer- steht man in Frankreich nur Kreide(siehe I, Seite 424), ge u 262 Kohlens., schwefels., salpetersaures W ismuthoxyd. Mischt man zur salpeters. WV,auflösung verdünnte Salzsäure, und wäscht den Niederschlag mit destillirtem WVasser, so erhält man das Präparat in perlmutterglänzenden Schuppen, Perlweifls, blanc de perle, pearl- white, pearl-powder,— Jodwismuth, ein dunkel orangefarbnes Pulver. Kohlensaures Wismuthoxyd, Carbonate de b.,€. of b., durch Niederschlagung von salpeters, WV.oxyd mittelst kohlens. Kalı erhalten, ein weilses, in WVasser unlösliches Pulver, besteht aus 79,3 W,oxyd und 20,7 Kohlens.— Schwefelsaures Wismuthoxyd, Sulfate de’b., S-ofb., durch Auflösen von Oxyd in Schwefelsäure, eine weifse Salzmasse, welche sich beim Uebergielsen mit WVasser in zwei Salze trennt, das saure, lösliche, krystallisirt in farblosen Nadeln, das basische, unlös- liche, erscheint als ein weilses Pulver. Das neutrale Salz enthält 66,32 W.oxyd und 33,68 Schwefels.] Salpetersaures Wismuthoxyd, Nitrate de b., N. of b., er- hält man durchs Auflösen von Wismuth in Salpetersäure, welche Lö- sung in der Wärme schneller vorschreitet; die Auflösung besitzt, wenn sie ziemlich eoncentrirt ist, nicht selten eine blaue Farbe, in Folge der in der Auflösung befindlichen salpetrigen Säure, welche Farbe durchs &phitzen unter Entweichen von salpetriger Säure verschwindet. Aus, der farblosen Auflösung krystallisirt das Salz in farblosen Säulen, schmeckt scharf, metallisch, zusammenziehend,, besteht aus 50,14 W.oxyd, 34,40 Salpeters. und 15,46 Wasser, wird durch vieles Wasser in zwei Salze ge- schieden. in ein saures, lösliches, welches nach dem Abdampfen in farb- losen Krystallen anschielst, und in ein basisches, Wismuthnieder- shlag, Magistere de b., Magistery of b., weilse Schminke, Blanc de fard*).(Hierauf beruht auch die Möglichkeit, die Auflösung zu einer sympathetischen Tinte anzuwenden, deren Schriftzüge durch Eintauchen des Papiers in Wasser weils erscheinen). Die Auflösung des neutra- len Salzes wird unter dem Namen Wismuthbeitze, mit Zinnsalz und Weinsteinsäure vermischt, in der Färberei zu Lilas und Violett auf Baum- wolle angewendet. Um das basische Salz darzustellen, bereitet man eine möglichst mit Wismuih gesättigte salpetersaure Auflösung, und schütlet sie in vieles reines Wasser, sammelt den Niederschlag und spühlt ihn ab; das im Wasser aufgelöste Salz kann man mittelst Kreide fällen, das kohlens. Wismuthoxyd sammeln und in Salpetersäure wieder. auflösen. Das ba- sisch salpeters. W.oxyd ist ein schön weilses, krystallinisches Pulver, welches, wenn es Spuren von Silberoxyd enthält, am Licht sich grau- *) Es wird auch wohl Blanc d’Espagne genannt, aber dieser Name ist in Frankreich nicht üblich. weih im® h im Ins ua)| ya ih (Das Uran, In {ndash mr, glächen ebenso dis Nktll ans zit Wasersto dncion mitt nicht rein, s0 Sılium; sp Das aus| Ghoz, zeft der oben genan grauschmarze,| helrotles Pulver Uran wird aus d Iaerunpen dell zophosche Wirk N Vranossdı Old Mal als durchs. Gl Ih Oil stem, rund Valasänre ı sarulmer Jöslich ua Suuerstof ka pken 0) nad [D en 1 Inyamme: Mel cine, ill(tel i Klon ul ah, Nord, D Arne all,| Mulloayı], alasäure, und wi, It man day da, {ne de perl, m Junkel Oraneefıl, eb, 0, fd, dh »hlens, Rılı erh it aus 193 WM, uthoxyd, Sıll efelsänre, eine; N in wel Saltatt das basische u le Salz enthält) de b,. N. fl rsäure, wellel Ösung besilt, ı Farbe, in Folx elche Farbe Iı chwindet, An n Säulen, schv ‚14 W.oxyd,\ r in zwei Sıl bdampfen in Yismuthnitl ‚chminke,} Auflösung zus & durch Eintan Flösung des m ‚mit Zinnsıl nd Violett aulbe ‚eine möglis hütlet. sie In hlt ihm ab; di fillen, das hol auflösen, Di I stallinisches Pin im Licht sich# 1 ssor JR aber dieser EN n omas ugs. me Tg Uran, Uranoxydul, Uranoxyd. 2063 weils färbt, es löst sich ein wenig in Wasser auf, und scheidet sich beim Erhitzen in Krystallen aus, löst sich in Salpetersäure auf, besteht aus 81,37 W,oxyd, 13,97 Salpeters. und 4,66 Wasser. Es wird theils als Flufsmittel, theils als Schminke, als Medicin gebraucht. Drei und zwanzigstes Kapitel. Vom Uran [Das Uran, Urane, Uranium, wurde von Klaproth 1789 enteleckt; es findet sich nur sparsam, als Oxydhydrat, phospbors. Uranoxydkalk, des- gleichen ebenso mit Kupferoxyd, als kiesels. Uranoexydul, Man stellt das Metall aus dem Oxyd oder dem Chlorurankalium durch Behandeln it WVasserstoffgas in gelinder Glühhitze dar. Das früher dureh Re- duction mittelst Kohle gewonnene zusammengeschmolzne Metall war nicht rein, sondern enthielt sicher Kohlenstoff in sich, auch wohl etwas Silicium; specif. Gewicht 9,0. Das aus Uranoxyd dargestellte Metall ist ein braunes Pulver, ohne Glanz, zeigt aber unter dem Polirstabl Metallglanz; stellt man es aus der oben genannten Chlorverbindung dar, se gewinnt man es in dunkel grauschwarzen, stark glänzenden Oktaödern, die fein zerrieben ein dun- kelrothes Pulver liefern. Es ist noch nicht geschmolzen worden. Das Uran wird aus den Auflösungen durch kein Metall reducirt, und die Legirungen desselben, so weit sie gekannt sind, besitzen sämmtlich py- rophorische WVirkungen. 1) Uranoxydul, Protoxide d’urane, Pr, of ur., kann theils durchs Glühen des Metalls an der Luft erhalten werden, wobei es verbrennt, theils durchs Glühen des Oxyds, wobei Sauerstoffgas sich entbindet. Das Oxydul ist ein schwarzes Pulver, geruch- und geschmacklos, in WVas- ser und Salzsäure unauflöslich, überhaupt nach dem Glühen in Säuren sehr schwer löslich, unschmelzbar, nicht flüchtig, besteht aus 96,44 Uran und 3,56 Sauerstoff, bildet ein graugrünes Hydrat, welches sich an deı Luft zu gelbem Oxyd oxydirt; die Uranoxydulsalze sind grün gefärbt, schmecken zusammenziehend.— Es ist das feuerfeste Pigment, welches auf Porzellan eine schön schwarze Farbe bedingt, man trägt das gelbe Oxyd auf, dieses reducirt sich aber auf dem Geschirr in der Glühhitze zu Oxydul(vergl. I. S. 533); wegen der Fenerbeständigkeit kann es unter der Glasur aufgetragen werden, indem es das Scharffeuer des Gut- ofens aushält.} 2) Uranoxyd, Deutoxide d’urane, D. of ur., Uransäure, acide ura- nique, wranie acid, kommt in der Natur mit WVasser verbunden als Uranocker vor, citronengelb von Farbe, zeigt sich als Beschlag auf der Pechblende, und wird wohl durch Oxydation des in ihr enthaltnen Da un SE N ERETETNTENT tn FER a Ta ee ee er ee x.> 2.> u. hrul 264 Darstellung des Uranoxyds.{fa :„ut Oxyduls erzeugt; man findet denselben im sächs. und böhm, Erzgebirge, Z en in Frankreich. kt Die Darstellung des Uranoxyds geschieht aus der Pechblende, dem Hal; kiesels. Oxydul, welche jedoch mehrere fremde Metalle enthält, als Ei-( sen, Kupfer, Arsenik, Blei,(Zink, Kobalt). Das Fossil wird nach zwei- alt| erlei VVeisen behandelt, auf nassem und auf trocknem WVeg; nach er- yes, N sterm Verfahren wird das Erz in Königswasser gelöst, die klare Flüs- er sigkeit mit hydrothions. Gas von Arsenik, Blei, Kupfer geschieden, dar- u 5 en gekocht, um das überflüssige Schwefelwasserstoffgas aus- jpc zutreiben. Das Eisen schlägt man dann, nachdem die Flüssigkeit mit it, di Ua Salpetersäure gekocht worden, durch Ammoniak als Oxydhydrat nieder, uransur it wobei aber auch Uran-, Zink-, Kobaltoxyd als Hydrate sich abscheiden; Semeela um ersteres zu entfernen wird der gesammte Niederschlag mit kohlens. Behandeln is Ammoniak digerirt, welches letztere'auflöst; nach dem Abdampfen der in de Glihhin gelben Flüssigkeit bleibt Uranoxyd theils frei, theils mit jenen Metall- A mnlischen St oxyden verbunden zurück. Dieser Niederschlag wird in Salzsäure auf- Iran ist sch gelöst, mit Ammoniak im Üeberschufs behandelt, wobei Uranoxydhydrat Luft, und\ü mit Ammoniak verbunden sich ausscheidet— urans, Ammoniak—, da- au BMI: gegen Zink- und Kobaltoxyd im Ammon. aufgelöst hleiben, Der Nie- CA, ofun, derschlag wird mälsig erhitzt, um das A. auszutreiben. Ein ätzendes fi Vera fixes Alkali darf nicht angewendet werden, da das Uranoyd sich als I Säure mit den Alkalien verbindet, welche Verbindungen nicht gut zer-| hi rd. am setzbar sind. mit Ölhrkliın Auf trocknem VWVeg kann man die Pechblende durchs Glühen mit ge- aus 16 Uran trocknetem Salpeter aufschliefsen, wenn man 25 Theile der erstern mit Nohlensanr. 32 Th. des letztern vermischt der Hitze in einem verschlofsnen Tiegel wenn bin aussetzt; anfänglich darf sie nicht zu heftig sein, später, wenn alles ge-- Schwefel schmolzen, mufs sie sehr gesteigert werden. Nach dem Erkalten wird dor Aulöun die Masse gepulvert, mit WVasser ausgesülst, und dann mit Salpetersäure she, welche a von 1,3 behandelt, die Auflösung zur Trockne abgedampft, und so ” Iromeneelbe Sänlk mehrmals verfahren, bis sich nichts mehr in der Säure auflöst. Die ul mlche Jet trockne Salzmasse wird in WVasser gelöst, concentrirt, und dann mit 1a, elet Wr kohlens. Ammoniak im Ueberschufs vermischt,(enthält die Auflösung Il ht mit K tmit Ra ol, Duft topko: Kupferoxyd, mit Aetzammoniak), wodurch ein Niederschlag von koh- lens. Bleioxyd, Kalk, Eisen- und Ur ranoxyd erfolgt, welches letztere sich U ehe in der ammoniakalischen Flüssigkeit auflöst, deshalb behandelt man auch| ll' den Niederschlag noch mit kohlens. Ammon., um alles Uranoxyd auf- mn N zulösen. Die filtrirten Flüssigkeiten werden nun abgedampft, wodurch sich kohlens. Uranoxyd abscheidet, welches abgewaschen, getrocknet und u geglühbt wird, um das Ammoniak auszutreiben. Allein alles zeither dar- Bu gestellte Oxyd ist nicht absolut rein, denn treibt man auch durch Hitze a das Ammoniak aus, so fängt auch schon eine Reduction theilweis an, g ll und es geht das Oxyd in Oxydul über,"Bin, Das Uranoxydhydrat erscheint eigelb, verliert in der Hitze das WVas- dr, N ser und Sauerstoff, wird zum Oxydul, ist in WVasser unlöslich, be- ham BEIGE ERREGER r- en m u e u—— een OEL ER CARD: VER Schwef.-, Chloruran, kohl., schwef., salpet., phosphors. Uransake. 265 d böhn, Eraegı, KaEun\=” et steht aus 94,75 Uran und 5,25 Sauerst., giebt mit Säuren gelbe Salze, r PD. die zusammenziehend schmecken, von hydrothions. Schwefelammonium - echblende, IR talle enihil, schwarz, von Cyaneisenkalium rothbraun, von Galläpfeltinetur choco- ' alt, al} sl wird ny, E:: em a nn kalien auf gelbes Papier. Das Uranoxyd verbindet sich mit Basen, gleich m ladenbraun niedergeschlagen werden; einige reagiren nach Art der Al- löst. di kn] einer Säure, zu uransauren Salzen, Uranutes, welche, das ammonia- „ WE Klare N fer geschieden) elwasserstoff, kalische ausgenommen, durchs Glühen nicht zersetzt werden, dunkelgelb aussehen; das Oxydhydrat löst sich in kohlens. Alkalien, namentlich in die Plisie | Onyahıydra I doppelt kohlens. Salzen leicht auf,— Man bedient sich, wie schon ge- sagt, des Uranoxyds in der Porzellänmalerei.(Neuerdings hat Davis ; uransaure Salze als Beitzmittel für die Kattundruckerei vorgeschlagen*). rate sich ab Schwefeluran, Sulphure d’urane, Sulphide of ur., wird durchs Te erh Behandeln des Uranoxyduls mit den Dämpfen von Schwefelkohlenstoff . Alanya in der Glühhitze erhalten; eine dunkel grauschwarze Masse, die einen i mt Ian Ih metallischen Strich annimmt; das auf nassen VWVeg dargestellte Schwe- ii in Sal feluran ist schwarz, oxydirt sich im feuchten Zustand allmählig an der obei Uranoyıl Luft, und löst sich etwas in hydrothions. Schwefelammonium, besteht ‚ Aramoniak=, aus 93,09 Uran und 6,91 Schwefel.— Chloruran, Chlorure d’ur., hleiben, Da Chl. of ur., eine grüne Flüssigkeit, welche nicht krystallisir.— An- iben. Ein äı derthalb Chloruran, Deutochl. d’ur., D. of ur., eine gelbe, nicht s Uranoyd sd krystallisirbare, zerfliefsende Masse, löst sich ın Alkohol und Aether auf, ngen nicht gı und wird am Sonnenlicht in das einfache Chloruran verwandelt, giebt mit Chlorkalium eine in Krystallen anschielsende Verbindung; es besteht 0) chs Glühen nt aus 81.16 Uran und 18,84 Chlor. ile der ersten Kohlensaures Uranoxyd, Deutocarbonate d’ur., C. of ur.,‘gelb, erschlofsnen| wenig beständig; kohlens. Uranoxydkalı schielst in gelben Krystallen an. er, wenn all— Schwefelsaures Uranoxydul, Protosulfate d’ur.,$S. of ur, lem Erkalten v durchs Auflösen des Oxyduls in heifser conc. Säure, eine grüne Flüs- ı mit Salpeteri sigkeit, welche auch Kıystalle abseizt.— Das Oxydsalz bildet ci- gedampft, und tronengelbe Säulen, löst sich sehr leicht in WVasser, auch in Alkohol Yäure auflöst| auf, welche letztere Auflösung ebenfalls durchs Sonnenlicht, wie Chlor- rt, und dann uran, zerlegt wird; es besteht aus 79,19 Uranoxyd und 20,81 Schwe- hält die Aufl fels., giebt mit Kali, Natron Doppelsalze.— Phosphorsaures Uran- lerschlag. von I oxyd, Deutophosphate d’ur., Ph. of ur., gelb, in WVasser unauflöslich, ‚Iches letztere dagegen in einem Üeberschufs von Säure löslich. Im Mineralreich kommt handelt man®% phosphors. Uranoxyd+% phosphors. Kalk und Wasser vor, als es Uranosyd? Uranit, in gelben Blättchen, so besonders zu Autun in Frankreich, zu dampft, wod St. Yriex bei Limoges; ferner auch% phosphors. Uranoxyd a% phos- 1, getrocknet phors. Kupferoxyd und Wasser, als Chalkolıth(sonst mit dem vori- alles zeither gen verwechselt) in Cornwall, auf Zinn- und Kupfergängen, im sächsi- Bent durch B schen und böhmischen Erzgebirge auf Eisenstein-, Silber- und Zinn- ion{heilwei 3 gängen, in Baiern, Baden etc.— Salpetersaures Uranoxyd, Deu- tonitrate Pur., N. of ur., krystallisirt in gelben, tafelartigen Krystallen ; a. Wr . Hitze das Serin*) D.p. 1. Ba, 40, S, 482, er unlösli LEERE EZ“ ee 266 Kieselsaures Uranoxydul,— Kupfererze. löst sich sehr leicht in WVasser, Alkohol und Aether auf, zerflielst selbst an der Luft.—% kieselsaures Uranoxydul, Sous- Stlicate d’ur., S. of ur., kommt als Pechblende, Uranpecherz, Urane oxi- dule, piteh-ore, in nierförmigen, traubigen, derben Stücken von schwarzer Farbe vor, wachsglänzend bis matt, mit gelbem Oxyd beschlagen, specil. Gewicht 6,5 bis 6,6; sie findet sich im Urgebirge auf Silbergängen, be- gleitet von Uranit, gediegen Silber, Roıthgültigerz, Kupferkies, Bleiglanz, im sächs. Erzgebirge bei Joh. Georgenstadt, Marienberg, Annaberg etec., in Böhmen zu Joachimsthal, in Cornwall.(Ueber die in ihr sich vor- findenden fremden Metalle vergleiche das beim Uranoxyd gesagte.)] Vier und zwanzigstes Kapitel. Vom Kupfer. Wenige Metalle sind so lange den Menschen bekannt, so frühzeitig Gegenstand der Bearbeitung gewesen, als das Kupfer, euivre, copper, welches die Alten namentlich von der Insel Cypern erhielten, wovon es selbst den Namen hat, so wie noch heut zu Tage der Kupfervitriol Cy- pervitriol genannt wird. Das Kupfer findet sich in der Erde theils ge- diegen, theils in mannichfaltigen Verbindungen. Gediegnes Kupfer findet sich in mancherlei Gestalten, ästig, zäh- nig, drahtförmig, baumförmig, derb, angeflogen und eingesprengt, auch als Geschiebe, glänzend, von kupferrother auch grüner Farbe, dann hat es sich oberflächlich oxydirt, specif. Gewicht 7,8 bis 8,9. Es kommt in den Gebirgsmassen der verschiedensten Zeiten vor, im Gneis, Granit, Glimmer-, Thonschiefer, im Syenit, ältesten und jüngern Kalk, Grau- wacke, im bituminösen Mergelschiefer, Sandstein, auf Gängen, auch auf Lagern, begleitet von Quarz, Feld- und Schwerspath, Kupfererzen, Dleiglanz, Speiskobalt, Brauneisenstein; endlich auch im Schuttland und in grolsen Blöcken auf der Gebirgsoberfläche von fernen unbewohn- ten Gegenden.— Was den preufs. Staat betrifft, so findet sich gediegen Kupfer zu Virneberg bei Rheinbreitenbach, Regbzk. Coblenz, besonders bei Niederschelden, Eiserfeld, Gosenbach u. a. a.©. m. im Siegenschen, Regbzk. Arnsberg, im Mannsfeld, auf dem Kupferschiefer angeflogen, Regbzk. Merseburg, zu Kammsdorf im Ziegenrücker Kreis, Regbzk. Erfurt, in Schlesien bei Kupferberg, Regbzk. Liegnitz. Weit mehr findet sich aher gediegen Kupfer in Ungarn zu Libethen, Neusohl, Schmöllnitz, in Cornwall auf Gängen mit Zinnerz, Kupfererzen, bei St. Just, Huel- Unity, auf den schetiländischen Inseln, in Norwegen, auf den Faröern, sanz besonders in Schweden zu Fahlun, in Sibirien, Japan, China, in Nord- IM amenl(inne det ua jufaor zijn FOW Ih ade hl Super U „hl ns Di inend, 1 sus] deren, Jagen nl: un, Sie Inembach, Bi in sch, Engel Yen, Frankreich [Tiegelera, I oder weni wohl aus 2 traubig, au niegeloller. Findet ich Kupkır- und senhach ım 3 fenbes, Baier noir, lock ort Irnsehung Yon sen, hir bräulichschmr Man findet es u Oberarz zu IR Kpferglar Hrn, per» g Uumirklieen; ul yon ange, AR all 2 Dramen & lim il Km, Na, Ru Mersch } Schleier Si Une N far 'ere, ellier af, a Aul, Susi echerz, Uran ı; ücken yon Schwan, d beschlagen, II nf Silbergänge| upferkies, Bier) erg, Annaber die in ıhr sich M sy ge] tel, annt, so ihn T, euivre, cn rhielten, won Kupfervitril| er Erde thek; talten, ästig,! ngesprengt, Farbe, daı 9, Es kom n Gneis, 6m ern Kalk, 6 Gängen, auch: ach! Kupfer m I im Schutl [onen unbeio) det sich gedit hlenz, besoul ‚hm Siegenselt hiefer angellogt s, Regbzk. Bali mehr findet ad Schmölnt St, Just, Jr uf den Far China, iD Am en. a nn num en— ren SEE 1 CE Rothkupfererz, Ziegelerz, K.schwärze, K.glanz. 2067 amerika, Connectieut in grofsen oft 90 Pfd. schweren Massen, nahe der Hudsonsbay, in Canada; in Brasilien, Chile, Mexiko. Kupferoxydul kommt unter dem Namen Rothkupfererz, euivre oxide rouge, red copper-ore, in regelmälsigen Oktaödern,, Wür- feln, Dodekaödern vor, auch wohl haarförmig(Kupferblüthe), mit gedie- gnem Kupfer untermischt, auch derb, angeflogen, eingesprengt; Bruch muschlig ins Ebne, feinkörnig, halbdurchsichtig bis undurchsichtig, dia- mantglänzend, von lebhaft cochenillrother Farbe, meist ins Bleigraue übergehend, speecif. Gewicht 5,7 bis 6,0; es bricht auf Gängen und Lagern im Ur- und Flözgebirge, mit Gediegen Kupfer, andern Kupfer- erzen, Schwefelkies, Blende. Man findet es im preuls. Staat zu Rhein- breitenbach, Eiserfeld, überhaupt an einigen Stellen im Siegenschen; im sächs. Erzgebirge, Ungarn, besonders in Cornwall, Norwegen, Sibi- rien, Frankreich bei Chessy unweit Lyon. [Ziegelerz, Kupferpecherz, euivre oxidule ferrifere, tile-ore, ein mehr oder weniger inniges Gemeng von Rothkupfererz und Eisenocker, auch wohl aus zersetztem Kupferkies entstanden; kommt derb, nierförmig, traubig, auch als Anflug vor, ist weich, zerreiblich, schimmernd, von ziegelrother ins Röthlichbraune und Grauschwarze übergehender Farbe. Findet sich auf Gängen und Lagern im ältern und Flözgebirge mit Kupfer- und Eisenerzen zusammen, so zu Rheinbreitenbach, bei Go- senbach im Siegenschen, zu Kammsdorf; im Nassauschen, in WVür- tenberg, Baiern, am Oberharz.— Kupferschwärze, Cuivre oxide noir, black oxid of copper, höchst wahrscheinlich das Produkt der Zersetzung von Kupferkiesen, findet sich in derben, nierförmigen Mas- sen, häufiger als Ueberzug, Anflug, namentlich auf Kupferkies, von bräunlichschwarzer Farbe, weich, abfärbend, begleitet den Kupferkies. Man findet es zu Rheinbreitenbach, Kupferberg in Schlesien, auf dem Oberharz zu Zellerfeld, Lautenthal, in Ungarn, Cornwall etc.] Kupferglanz, Kupferglas(Schwefelkupfer), euivre sulfure, ce. vitreux, copper-glance, findet sich in sechsseitigen Säulen, Dodekaädern, in mannigfaltigen äulsern Gestalten, derb, eingesprengt(als Vererzungs- mittel von Pflanzentheilen); Bruch unvollkommen muschlig ins Klein- körnige, metallglänzend, schwärzlichbleigrau ins Stahlgraue(ins Braune, wenn Brauneisenstein eingemengt ist), specif. Gewicht 5,22 bis 6,83; findet sich im ältern Gebirge auf Gängen mit Kupfer- und Eisenkies, Kupfererzen, Quarz und Kalkspath, auf Lagern von Magneteisen, im bi- tuminösen Mergelschiefer. So im Siegenschen bei Gosenbach, im freien Grund, in Schlesien zu Kupferberg und Rudolstadt, im Mannsfeld, zu Kammsdorf; in Ungarn, namentlich in Cornwall, Schottland, Norwegen, Sibirien. D..’. Buntkupfererz, cuivre pyriteux panachd, variegated copper- RAS= IND —ue ”| a ZELLE EEE" 268 Buntkupfererz, Kupferkies, Fahlerz. ore,(eine Verbindung von Schwefelkupfer mit Schwefeleisen), derb, ein- gesprengt, Bruch muschlig; zuweilen körnig, metallglinzend, zwischen kupferroth und tombackbraun, blau angelaufen, specil. Gewicht 4,94 bis 5,1, kommt unter denselben Verhältnissen, als der Kupferglanz, mit man- cherlei andern Kupfererzen vor, so im Siegenschen bei Eiserfeld,&o- senbach u. a. a.©. in Nestern, welche die Eisensteingänge durchziehen, im Mannsfeld, Schlesien bei Rudolstadt, in Thüringen zu Kammsdorf, bei Saalfeld, im sächs. Erzgebirge, Ungarn, Norwegen Schweden, Cornwall, Sibirien, Chile, Peru. Kupferkies, euivre pyriteur, pyrite cuivreuse, copper-pyrites, c. ore,(eine Verbindung von Schwefelkupfer mit höherm Schwefeleisen), kommt vor in quadratischen Oktaödern, Tetraödern, häufig kuglig, dru- sig, nierförmig, traubig, knollig, derb und eingesprengt, grob- und kleinkörnig, Bruch ins Muschlige, metallglänzend, messinggelb ins Gold- gelbe, seliner ins Stahlgraue, äufserlich nicht selten in Folge von Zer- setzung bunt angelaufen, speeif. Gewicht 4,3 bis 4,86. Der Kupferkies ist das häufigste allgemein verbreitete Kupfererz, findet sich auf Lagern und Gängen in den Gebirgsmassen aller Zeiträume, ein gewöhnlicher Begleiter aller Kupfererze, begleitet von Silber-, Eisenerzen, Blende, Bleiglanuz, mit Quarz, Kalk-, Flufs- und Schwerspath; im preufsischen Staat im Siegenschen bei Eiserfeld, Müsen, Niederschelden, Daaden, im Mannsfelder Kupferschiefer, in Schlesien bei Kupferberg und Rudolstadt, zu Kammsdorf; in Baden, Würtenberg, Nassau, am Oberharz zu Lauterberg, Klausthal; im sächs. Erzgebirge, Thüringen bei Saalfeld, Ungarn, zu Neu- sohl, Norwegen, namentlich in Schweden zu Fahlun, Riddarhyltan; in Cornwall, Derbyshire, auf der Insel Anglesea, in Irland, Sibirien, in Nordamerika, Peru, Chile, Mexiko. [ Kupferwismutherz, Nadelerz, Silberkupferslanz, reich an Schwefelsilber, Bournonit, Schwarzerz, Zinnkies, Polybasit, WVeifs- und Graugültigerz enthalten sämmtlich Schwefelkupfer, von ihnen später namentlich beim Silber, Spiefsglanz.] Fahlerz, cuivre gris, grey and black copper ore, besteht aus we- nigstens 5 bis 6 verschiednen Schwefelmetallen, von denen die einen+ elektrisch sich verhalten, wie Schwefeleisen, S.kupfer, S.zink, 8.silber, die andern— elektr., wie Schwefelspielsglanz und S.arsenik. Es kommt in Tetraädern, Dodeka&dern und mannigfaltigen andern Formen vor, dru- sig verbunden, häufiger derb, eingesprengt; Bruch uneben, grob- und kleinkörnig ins Muschlige, metallglänzend, von stahlgrauer, ins Eisen- schwarze übergehender Farbe, mitunter bunt angelaufen, speeif. Gewicht 4,36 bis 4,89. Es findet sich auf Gängen, weniger häufig auf Lagern, in Gebirgsarten der frühern und spätern Zeiten, in Glimmerschieler, Gneis, Bu Rılk[ml ul| Al sign [uf Mi rim R au Sichen In, Cora | Kohlensat arte Deu, aa Im zlngheilia Kragen l |) md enzes eben ns uno yvichen Glıs« $elmirdichblan sch aut Ginge Grausacke, R ne, Kobalter an Ühessy um ro, Unsam, Sp 3) Ahhch It, lan(4 Ihrescheinend, N Lancherie, ds Is die derbe Ai Abunlerugn, h Kimend: ds end hl fndet sich an der Flizze Uneen, Bra ac, Nieder ul nsch] N krill, Laterber N Sa, On At ta wrofg] | tritrol,; Morgan | ft, konn ‚a, fan Dal Cr Vı) TA efeleisen), der, ls glänzend, WI, il, erh 4 ıpferglanz, nit, h \ bei Eisen nginge durch zu Kannst chvweden, Om se, Copper-pit erm Se] well häufig ku, prengt, erh. ssinggell in( in Folse von L 6. Der Ron det sich auf Lı ‚ ein ewähl "isenerzen,]) h; im preuli ‚elden, Danlı rz und Rulık harz zu Laut ], Ungarn, nı Riddarhylta rland, Sibirien an Schwelelil und Graueilt; er namentlich la c, besteht aus 'enen die einen , Sill ‚nsenik, Es kon ı Formen vor, in neben, grob- U ‚rauen, 108 Bist n, spec Gent ‚fir auf Lagem \erschieler,(3 Kupferlasur, Malachit, phosphors. K.oxyd. 269 Kalk, Grauwacke, begleitet von Kupfererzen, Eisenkies, Branneisen-, Spatheisenstein, Blende, Bleiglanz; im preufs. Staat bei Wilnsdorf u. a. a. O. im Siegenschen, im Mannsfelder Kupferschiefer, in Schlesien bei Kupferberg; im Nassauschen bei Dillenburg, am Oberharz zu Klausthal, bei Goslar im Rammelsberg, Andreasberg; in Baden, Sachsen, in Un- garn und Siebenbürgen, in Frankreich bei Markirchen(Marie aux Mines), Spanien, Cornwall, Devonshire, Schottland, Sibirien, Mexiko, Chile, Peru. Kohlensaures Kupferoxyd, a) Kupferlasur, euivre carbo- nate bleu, azur de cuidre, azure copper-ore, findet sich theils in schie- fen rhomboidalen Säulen(rhombischen Ditetra@dern), in Drusen oder Krystallkugeln vereint, traubig und nierförmig, theils derb, erdig(Berg- blau) und eingesprengt; Textur auseinanderlaufend strahlig, Bruch un- eben ins unvollkommen Muschlige, halbdurchsichtig bis undurchsichtig, zwischen Glas- und Perlmutterglanz, das erdige matt; lasurblau, ins Schwärzlichblaue und Smalteblaue, specif. Gewicht 3,5 bis 3,7, Es findet sich auf Gängen und Lagern im ältern und neuern Gebirge, im Gneis, Grauwacke, Kalk- und Sandstein, von Kupfer-, Blei-, Eisenerzen, Gal- mei, Kobalterz begleitet, ziemlich weit verbreitet; ausgezeichnete Massen zu Chessy unweit Lyon, im ältern Flözsandstein; in Baden, Nassau, Ty- rol, Ungarn, Spanien, Schottland, Cornwall, Sibirien, Chile, db) Malachit, cuivre carbonate vert, green copper-ore, kommt blättrig, fasrig(Atlaserz), derb und erdig vor(Berggrün), ersteres ist, durchscheinend, perlmutter-seidenglänzend, smaragdgrün ins Gras- und“ Lauchgrüne, das fasrige zeigt büschelförmig auseinander laufende Strah- len; die derbe Abänderung nierförmig, traubig, knollig, Absonderungen, Bruch kleinkörnig ins Muschlige und Splittrige, wenig krummschalige glänzend; das erdige ist mitunter innig mit Eisenocker gemengt. Ma- lachit findet sich in Gebirgsarten älterer und neuerer Zeit, namentlich in den der Flözzeit angehörigen, auf Gängen und Lagern, von mehrern Kupfererzen, Brauneisenstein begleitet, im preuls. Staat zu Rheinbrei- tenbach, bei Niederschelden, Niederdielphen im Siegenschen, auch bei Kupferberg in Schlesien; in Baden, Würtenberg, Nassau, am Oberharz bei Zellerfeld, Lauterberg, in Thüringen bei Saalfeld, Ruhla; in Tyrol, Un- garn, Spanien, Cornwall, Schonianat Norwegen, Schw sie; Sibirien, (wo überaus grolse Massen gefunden worden sind). [Kupfervitriol, salzs, Kupferoxyd, siehe bei den Kupfersalzen. Phosphorsaures Kupferoxyd, cuivre phosphate, Phosphate of copper, kommt vor in rechtwinkligen Okta@dern, die zu Drusen ver- bunden sind, fasrig, derb und erdig, die Krystalle sind halbdurchsich- tig, in ara Vorkommnissen undurchsichtig, glasglänzend, smaragd- 270 Arseniks. Kupferoxyd, Kupferschie fer. grün, ins Gras-, Oliven-, Lauchgrüne übergehend, specif. Gewicht 4,0 bis 4,3. Findet sich in Drusenräumen mit Ziegelerz, in Ungarn, im Grauwackengebirge auf Lagern zu Virneberg bei Rheinbreitenbach, zu Mendeberg bei Linz a. Rhein.— Arseniksaures Kupferoxyd, cuivre arseniate, Arseniate of copper, kommt in verschieden gefärb- ten, himmelblauen, olivengrünen und smaragdgrünen Fossilien vor, de- ren Grundform verschieden, und deren Mischung abweichend; das erstere, Linsenerz, in Cornwall; das zweite, Olivenerz, daselbst, auch bei Rheinbreitenbach; das dritte, Ku pferglimmer, in Cornwall, Tyrol; siehe unter„Arseniksauren Salzen bei dem Kapitel Arsenik.”] Noch mufs in besonderer Beziehung auf die hauptsächlichste Kupfer- gewinnung des preuls. Staats des Kupferschiefers, oder bitumi- nösen Mergelschiefers hier gedacht werden. Es ist ein scheinbar gleichartiges Gestein, ein Gemeng von Kalkstein und Thon, mit Erdöl (Bitumen) und verschiednen metallischen Substanzen durchdrungen, als von Gediegen Kupfer, Rothkupfererz, K.kies, K.glanz, Buntk.erz(Fahl- erz), kohlens. K.oxyd blau und grün, Eisenkies, Brauneisenocker, Blei- glanz, Speiskobalt, rothen Erdkobalt, Kupfernickel,, Gediegen Silber, Blende(Galmei). Das Gefüge ist ausgezeichnet schiefrig, der Bruch uneben feinkörnig lins Splittrige und Muschlige, die Farbe bräunlich- grauschwarz. Der Kupferschiefer enthält nicht selten Fischabdrücke, oft in grolser Menge, geht in den über ihn gelagerten Alpenkalkstein (Zechstein) über, zerfällt an der Luft allmälig zu einer schwarzen Erde, die dem Pflanzenwachsthum nachtheilig ist. Er ist stets geschichtet, mitunter sehr regelmälsig zerklüftet; untergeordnete Lager kommen in ihm nicht vor, man findet jedoch rundliche und plattenförmige Parlieen Kalk, Gyps, Sandstein eingeschlossen. Der Kupferschiefer gehört dem Flözkalkgebirge an, und bildet ein ausgezeichnetes Glied desselben, ist am häufigsten dem ältern Sandstein aufgelagert, liegt auch wohl auf Granit, Porphyr, Grauwacke; seine Mächtigkeit beträgt 10 bis 20 Zoll, ist jedoch sehr abwechselnd. Man findet Kupferschiefer im Mannsfeld, dem angrenzenden Thüringen, im Saalkreis bei Rothenburg, auf dem thüringer Wald, in Kurhessen. In früherer Zeit ist ein sehr starker Bergbau auf Kupferschiefer in Schlesien, zwischen Schönau, Goldberg und Jauer, getrieben worden, jetzt sind aber die Schiefer so arım, dafs sie die Schmelzkosten nicht tragen.— Der Interschied der armen und reichen Schiefer wird theils an dem farbigen Flimmern im Sonnen- schein, theils am dichten Gefüge, viel Bitumen, und der meist dunklen Farbe erkannt; im Allgemeinen sind die Schiefer aus dem südlichen Theil des Mannsfelds reicher an Kupfer, als die aus dem nördlichen, eben so ist es auch mit dem Silbergehalt, überhaupt ist in der Nähe je In=# Uni unli e(a u ea ide al ‚14 8: Jh; Ausbrin arerhülten sid Ymelel ger Rlis, ler Do sl welche nl ach ds hüten on, mnenlich 0 ung oder Anl Siekghun, link hg iD zn werden,| halligen Seil Operalione,] prunse, In duetionsarbei lit si in ame It welche het Ihlich Ser en Schahtilmn,)n wenn. die Erze ei hlnt, md zwar 0 Tilandegen von LDo)Diek, Da Ale Run each 10) den schulen und Ki el ' zuch 160 "en Wären % ill vorl 'n Bath sl 2 welche Net); Narellli —__ i ij) ug N RN rn— m ve r\ e fer, Ueber das Ausbringen des Kupfers. 271 hs Gemih des Ausgehenden der Silbergehalt überall sehr gering. Ein Fuder Schie- "r%, 1m nm, fer= 48 Centner, liefert von 40 bis 150, 170, 220 Pid. Kupfer, an Silber {heinbreitenu 1264 Kant enthält der Centner Kupfer 6, 8, 12, 15, 21, allerhöchstens 24 Loth. es up [v. Veltheim über das Verkommen der metallischen Fossilien in der For- erfor 1 verselied at: ER intern Kelle sh Min seta dgäalkeeiss m Kara. u HdR 15 82895] Das Ausbringen des Kupfers mufs nach Maafsgabe der Erze, welche en Fossilien vor 15 abweichen: ivenern, din mmer, inlınn zu verhülten sind, nothwendig verschieden sein, ob sie das Kupfer mit Kapitel Anunt' Schwefel vererzt enthalten, was meistens und fast ausschliefslich der Fall ist, oder blos oxydirtes Kupfer, Rothkupfererz und kohlens. Kupfer- ptsächlichste Rn oxyd, welche zu Chessy bei Lyon verschmolzen werden; ferner richtet sich ers, oder bi auch das hüttenmännische Verfahren hauptsächlich nach den Beimischun- Es ist ein sch gen, namentlich ob ein Gehalt an Silber vorhanden, welcher durch Saige- d Thon, nit} rung oder Amalgamation abgeschieden werden kann, oder nicht, ob Spiefsglanz, Zink, Eisen, Arsenik vorhanden, wie in den Fahlerzen, welche 12, Buntk.en( häufig mit Bleiglanzen zusammen auf Blei, Silber und Kupfer verschmol- rauneisenocke zen werden. Endlich bedingt auch noch das grofse Haufwerk der kupfer- 1, Gediesen| haltigen Schiefer eine eigne Behandlung und vermehrte hüttenmännische hit de Operationen. Demnach zerfält das Ausbringen der Kupfererze in 2 Haupt- fe’ Rache: hi prozesse, I. in die Röst- oder Oxydations- und darauf folgende Re- Iten Fischaht ductionsarbeit, II. in die blofse Reductionsarbeit. Die erstere ten Alpe läfst sich in zwei Unterabtheilungen bringen, 1) in die reine Kupferar- en se beit, welche bei nicht silberhaltigen, oder doch wenigstens sehr unbe- k' stets sei trächtlich Silber enthaltenden Kupfererzen stattfindet, und zwar a) in To Koma Schachtöfen, d) in Flammöfen, und 2) in die Silber- Kupferarbeit, en fen D; wenn die Erze einen Silbergehalt führen, der die Scheidungskosten ahielee zehir! lohnt, und zwar a) ohne Beimischung von Blei, 5) bei gleichzeitigem ‚lied desselhe est auch wol ‘ot 10 bis DI[Der Fahluner Kupferbergbau verliert sich in die ältesten Zeiten, er erreichte 1650 den höchsten Flor, 81,284 Centner Schwarzkupfer waren Vorhandensein von Blei, Spiefsglanz ete. I. D) a) Die Kupfergewinnung zu Fahlun in Dalekarlien*). naar ar; iefer im Mans N verschmolzen und gingen an die Gaarhütten ab; 1687 fanden grofse 'henburg, aul s t ein sehr si Brüche statt, welche den Bergbau bedeutend verringerten, so dafs selbst t eın Sell ı jetzt nur noch 16,000 Gentner Kupfer jährlich producirt werden. Vor chönau, Goll 100 Jahren waren in und um Fahlun 98 gangbare und 91 öde liegende "hiafer SO i J. s) Schiefer Schmelzhütten vorhanden, jetzt nur noch gegen 60, von denen nur 18 schied der ar bis 20 im Betrieb stehen.] nmern Im Son R 3 A x= Ä: Das Erz, welches hier gefördert wird, ist Kupferkies, er liegt ent- ist dan der meist(} ort E 2: weder in Schwefelkies, oder in Quarz, weshalb man die dortigen Erze us dem sid 5 dem nörll pt ist in de! *) Winkler in E. I. Bd, 3. S. 265. Tg ngen— 2? S——— m ren ne Ten ve r a 272 Kupferschmelzen zu Fahlun. in kiesige und in quarzige eintheilt; mitunter bricht Bleiglanz und Blende bei, was der Güte des auszubringenden Kupfers nachtheilig ist, auch li sind die Kiese nicht ganz frei von Arsenik, Glimmer-, und Talkschie- h fer; Strahlstein, Kalkstein; Granaten machen die Bergart aus, Man findet In] Erze, welche nur 4; andere die an 30 Pfd. Kupfer enthalten, dureh- N schnittlich bringt man nicht mehr als 2 bis 252 aus. So arm auch die dor-| tigen Erze sind, so ersetzen doch die günstige Zusammensetzung dersel-| mnlin 8 selben und die Wohlfeilheit der Kohlen, was ihnen am Gehalt abgeht. 100,8, el i Die Kupferprozesse zu Fahlun zerfallen 1) in die Erzröstung, 2) Roh- 1180, Rıl Yello, du fi len Alan i oder Suluschmelzen, 3) Steinröstung, 4) Schwarzkupfermachen; das Gaar- machen geschieht nicht in Fahlun; sondern auf dem Hüttenwerk Avesta. Das Rösten der Erze hat zum Zweck a) den Kupfergehalt zu con- man nicht able centriren, indem die grolse Menge des Eisenkieses, welche das Erz ent- Inch wenier$ hält, durch Abgabe von Schwefel und schwefliger Säure in schwefels. in et Eisenoxydul verwandelt wird, und dadurch die Masse sich vermindert, demnach der Gehalt an Kupfer relativ zunimmt, und ein geringerer, aber kupferreicherer, Steinfall erzeugt wird. Jedoch darf die Röstung nie so En, weit vorschreiten, dafs aller Schwefel vertrieben oder oxydirt worden, Sell r weil sonst ur Rohsteinbildung die erforderliche Menge nicht vorhanden| Kurkr, wäre. 5) Dadurch, dafs eine bedeutende Menge Eisenoxydul vorhanden Ihn. ist, wird die Verschlackung des Quarzes und der quarzreichen Bergart hik,.. befördert, und gutarlige, leichtflüssige Schlacken, Eisenoxydulsilikat, gebil- Äiser, det; ec) Blende und Bleiglanz zerstört und d) die derben Erze mürbe ga, gebrannt. Nicht selten schlägt man Schwefelkies und Quarz beim RKohschmelzen zu, wenn die Röstung zu weit vorgeschritten war, wo- Ei hal dis durch ein frischer Ofengang entsteht, nämlich durch eine zu grolse Dis | Ischlicken en Menge von Eisenoxydul. .. a.p. Velches[ Das Suluschmelzen geschieht in Schachtöfen von 7,8, bis 11 Fuls"ee lt chin Höhe ohne Rast, sie sind fast ganz senkrecht, bei gleichen Längen- und"ram ı Tiefenmaafsen, haben 3 Formen neben einander, ein grolses weites Gestell“rapie, mit offner Brust, und einem Vortiegel. Das Schmelzen ist so sehr durch die Beschaffenheit der Erze erleichtert, dals es von ganz rohen Arbeitern vollbracht werden kann, denn das vorhandne Eisenoxydul und der Quarz Den die N basti) IM le Sch bedingen eine leichtllüssige Schlacke, und der wenig eingemischte Kalk- tb ...„.® i It 1 stein und Glimmerschiefer können keinen Nachtheil verursachen; als In: N ü ä r x In, m In Flufsmittel schlägt man Schwarzkupferschlacke mit zu,|, Ms üt Drulk ii [ Beispiele von Beschickungen und Rohsteinfall, Kohlenverbrauch: N beniht ' I 44 Quarzerz. 14 Quarzerz, Bi Om = r* z| Y 96 Kieserz. 76 Kieserz. Hh, N" ‚ Verdiiehn 30 Schwarzkupferschlacke. 10 Schwarzkupferschlacke. ei)" In, Ale en, Dik f Suluschmelzen, Schwarzkupferarbeit. e 2 Bleielhng ml). nachiheils“ In 24 Stunden wurden verschmolzen: Mer. nn 13,500 Prfa. 19,300 Pra. Te In 24 Stunden warden erhalten an Rohstein: ErEaN au Ma 1,340 Pfd, 3,450 Pfd. ler enthalten,| Der Kohlenaufgang betrug für 100 Pfd. Beschickung: So am auch di 3,1 Kubikfuls. 2,2 Kubikfufs.] ammensehzun:| n am Gehalt) ie Erzröstung, N Es wird in 20, 30, 40 Stunden einmal abgestochen, der Abstich Dbe- trägt 25, 48, ja 60 Centner, 100 C. Schmelzgut geben durchschnittlich 14 bis 13 C. Robhstein oder Kupferstein, und 65 bis 75 C, vollkommne Schlacke, das Fehlende geht theils in Geschur, theils wird es verblasen, letzter Abgang beträgt gegen 8% vom Schmelzgut. Die Schlacken läfst man nicht abfliefsen, sondern reilst sie in Scheiben und hebt sie ab, wo- pfermachen; dl n Hüttenwerl I, 1 Kupfergelil N ' welche dis In sn durch weniger Stein in ihnen bleibt.— Der Kupfergehalt im Kupfer- | Säure r“ stein beträgt durchschnittlich 8 bis 132, a[ Analysen vom Kupferstein: s OO von Bergsten. Desgl. Johnsen. Winkler. die Rötuı Een ee 62050 60,295 55,85 58,14 oder oxydlt m Schwefelliseiie. 26,348 25,074 24,62 96,79 enge nicht vol Kupfer:us...5.: 8,320 5,548 12,00’ 98 isenoxydul vol Bleisaceusat.— Spur 3,96 0,58 quarzreichen] Zube 1,230 1,094 2,92 1,44 anoxvdulsilikt: Kieselerde....... 0,068 1,780 0,20 1,95 deren Em: Magnesia....... 0,440 9,611= ee ; und Quın 38,666 95,702 99.55 98.62. schritten mil Es besteht dieser Stein aus einfachem Schwefeleisen+ 4 S.eisen rch eine m+3 S.kupfer— 3S8Szınk(++-S.blei)-— Die hiebei fallenden Su- luschlacken enthalten in der Hauptsache doppelt kiesels. Eisenoxydul, welches oft schön krystallisirt; der Gehalt an Kieselerde ist von 40 bis 47%, an Basen, namentlich Eisenoxydul, 53 bis 602, Unter den Ge- schurerzeugnissen sind Eisensauen, künstliche Blende u. a. m.] von 7,8, bis]! \eichen Länger- vrolses weites ist so sehr du Der durch die Suluschmelzung gefallne Kupferstein(Spurstein, anz rohen Ar Concentrationsstein) wird nun einer mehrmaligen Röstung unterworfen, eydul und der und zwar unter Sehoppen in Stadeln; man giebt 4 bis 5 Feuer, ver- 3 eingemischtel mehrt die Hitze bei jeder Röstung nur allmälig, um das Ueberrösten ‚] verursachen zu verhüten, welches nachtheiliger ist, als das zu wenige Rüsten. Der ganze Prozels dauert 5 bis 7 Wochen, wobei der Stein 4 bis 5, ;. ja 10% am Gewicht verlieren soll, das Kupfer sich oxydlirt, das Eisen ‚nverbrauch: in Oxydul und Oxyd verwandelt, der Schwefel theils als schwef- lise Säure verllüchtigt, theils in Schwefelsäure umgebildet hat, welche Metallsalze erzeugt. Der geröstete Stein wird der Schwarz- upferschlat| kupferarbeit unterworfen, d. h. reducirt, wodurch aber kein reines 1.2 18 >74, Analysen der Hüttenprodukte. Kupfer erhalten wird, sondern sogenanntes Sch wa rzkupfer, in Schwe- den Rolhkupfer genannt. Die zu diesem Prozels angewendeten Oefen weichen von denen zum Suluschmelzen darin ab, dals das Gestell durch das Einmauern feuerfester Steine enger gemacht wird, so dafs die Breite des Schachts 24 bis 28 Zoll, die Tiefe gegen 18 Z. beträgt und beide sich nach unten verjüngen; es wird nur eine Form beibehalten, und übers Auge mit einem Vorheerd geschmolzen und eine Schlackentrifft angelegt. Zuerst lälst man das Geschur vom vorigen Schwarzkupfer- schmelzen niedergehen, sodann giebt man den gerösteten Stein auf, und statt eines Zusatzes von kieselreichen Schlacken, um das Eisenoxydul des Steins zu binden, 10 bis 12% Kieserz; zu 100 Pid. Kupferstein wer- den 4,6 Kubikfufs Kohlen verbraucht, und unter Umständen sogar et- was roher Kupferstein zugesetzt. Alle 30, 40, ja 50 Stunden wird ab- gestochen, jeder Stich liefert 20 bis 30 und mehr Centner Schwarz- kupfer, und etwas Lech(Dünnstein), etwa% von dem Gewicht des Schwarzkupfers; man hat viel Geschurabfälle in Folge der frischen Schmelzung. Das Fahluner Schwarzkupfer enthält an 70, zuweilen aber auch an 90° und etwas darüber Kupfer, es ist reiner als die meisten deutschen Schwarzkupfer, Eisen macht die hauptsächlichste Beimischung aus, auch wohl etwas Zink, Blei, Arsenik, Schwefel(Zinn), speeif. Gewicht 8,14 bis 8,61. [ Dünnstein, Eisensauen. Gekrätz. Sefström. Johnsen. Kupfer..... 57,480 49,853 32,850 Kupferoxyd..... 17,25 Eisen... 14.127 42,175 64,520 Eisenoxydul.... 75,25 12 Schwefel... 24,150 6,803 1,200 Bleioxyd........ 2,40 Fink. a 2.6 05045 1,147 0,021 Kieselerde....-- 4,00 99,502 99,978 98,921 Der Dünnstein besteht aus einfachem Schwefeleisen+ 3 S.eisen +% S.kupfer 4% S.zink; er ist viel strengflüssiger als der Stein und kann nur mit Mühe nach 15 bis 18 Feuern geröstet werden. Er, bil- det sich aus den metallischen Salzen des Kupfersteins durch Reduction mit Kohlen, theils aus dem Kupferkies des zugeschlagnen Kieserzes.— Die Schwarzkupferschlacken enthalten nur unbedeutende Quantitäten von chemisch gebundnem Kupfer, allein eingemengte Körner und Dünn- stein. Das Geschur besteht hauptsächlich aus Legirungen von Kupfer und Eisen, welche besonders durch das Eisenoxyd entstehen, welches der Stein enthielt, dieses reducirt sich, geht ans Kupfer über, und bildet Sauen.] Das Schwarzkupfer wird in Stücken von 1 Elle 4 Zoll Länge, 15 2. Breite, 7 Z. Höhe nach der Gaarhütte Avesta iransporlirt, und hier in Zinn elle bleleinie ei ats Spur De ee U os Goa IN fekrilz, N ] vi,(che ol ıltne®) Rose 1} 1 | | 1 Jerabeilnn vn,— Mal sesammle hip! (Ei ähnlicher Kupfer s den mit den und aus dies A Ruls hol Kuplerstein kupfer und | gemacht; dh Zusammen© tröat 300 hs 1) Auplakıs, wurden nur 10 I Irden von\) lichen TI, | ln Ind, len Kup la, weit| hl, m(ı I rd in N tee Krprogel, fin Difr Mo ln," A) Inn,"6 de hl W I,\ m er m eg agree Be eg ji KL/> 5 tenproduki, Gaarmachen in Schweden.— Engl. Kupferhüttenprozefs. 2.3 zkupfer, ind}, Dgewendeten() kleinen Gaarheerden gar gemacht, die 40 Ctr. fassen, aber auch weni- lafs das Gestl] ger; der Wind sticht unter einem Winkel von etwa 409 sesen die Me- Wen>=2 ö ö s m cd, so dh ken talllläche, der Kohlenverbrauch ist wegen der Reinheit der Schwarz- Z. bettäet ul), kupfer gering, auf 100 Pfd. 6 Kubikluls; in 1 Stunde werden 4009 Pfd. \(gl S R ET ee E en i. Be N Im bebeh Schwarzkupfer gaar gemacht. Dei Abbrand beträgt dabei 12, 15 bis 182, d eine Sell Das Gekrätz, welches bei dem Gaaren von der Metalllliche abgezogen DCHlacken® to) 7 rigen Selnanl wird,(siehe oben), wird besonders umgeschmolzen. Das in Scheiben ge- Ösleten Senal rifsne*) Rosetten- oder Gaarku pler wird zum Behuf der weitern SLELEN DIE all, e R.% Verarbeitung unter Walzwerken und Himmern nochmals umseschmol- um das Eisen Ss::= Did Kun: zen.— Nach einem im Grolsen angestellten Probeschmelzen betrug der „ AUpieisienn y De; pe : a gesammte Kupferverlust 23,3% von dem probemäfsisen Gehalt, Umständen so I Er\ z 50 Stunden ni[Ein ähnlicher Prozefs findet in Niederschlesien auf der Rudolstädter aan Kupferhütte statt, wo Kupferkies verschmolzen wird. Die Stuferze wer- ehr Ceniner$ lem kant den mit den Schliechen, welche man zu dem Ende mit Kalkbrei mengt on dem bemil Eoleei und aus diesem Teig Stücke formt, zusammen geröstet, und über einen |&* al 4 Fuls hohen Krummofen beı Coaks verschmolzen, Es fällı hiebei Kupferstein, welcher nach mehrmaligem Mösten und Schmelzen Schwarz- uweilen aber a kupfer und Spurstein liefert, ersteres wird auf kleinen Gaarheerden gaar die meisten di gemacht; der Spurstein, welcher 667 2 Kupfer enthält, mit dem Rohstein arm lenhımm an zusammen e2eröstet und verschmolzen. Die jährliche Produktion be- eImIschung{u 5) specil, Genil trägt 800 bıs 350 Centner.— Desgleichen zu Lauterberg im Oberharz, wo Kupferkies, Malachit bricht; die Produktion ist schr gering, 1823 Cekräu wurden nur 100 Centner ausgebracht.] I. 1) 5. Ueber die Kupferprodaktion Britanniens N feroxyd... Die Kupferminen Britanniens finden sich einerseils iin Ur- und Ueber- enoxydul... ‚gangsgebirge ältester Formation. im Granit, Thonschiefer, häufig auch Talk- und Serpentingestein: so in Cornwals, Devonshire, anf der Insel Anglesea, im Norden von Wals, in\Westinoreland, Laneashire und Cumberland, im u südwestlichen. Theil von Schottland, der Insel Man, und im südöstlichen Theil von Irland. Aus diesen Gebirgsmassen wird der srölste Theil der englischen Kupferproduktion entnommen; das Erz findet sich seltner auf Lagern, weit häufiger auf Gängen. Andrerseits kommt auch im Uebergangskalkstein Kupfererz vor, so zu Eeton in Staffordshire, bei Alston-moore in Cumberland. 10xvdie. seh selerde. wen] leisen+ 5) ver als der Stel stel werden, I eins durch Reda hlagnen Kissen” Jeutende Qua te Körner en*) Ueber das technische dieses Prozesses siehe unten bei dem Manns- girungen R j felder Kupferprozefs, ntstehen, 1e=**) Nach Dufrenoy und Beaumont in den A, d. M,. Tom, 9. pag : und bildet dw 27. T, 10. pag. 401. Tom, 11. Pas 207. ın KA Berus Hm Bd 45 / iR S. 144,— Frere Jean A. d, M. Tom. 13. pag. 229.— Coste und Per- 42oll en daselbst II, serie Tom, 6, p. 12,— Vivian inK,A, etc, Bd, 8. l ji s1 0, | riet, u i 0 18* en 276 Aufbereiten und Rösten der Kupfererze in England, [Die Förderung an Kupfererzen betrug 1828 in Cornwals allein 130,366 Tonnen zu 74% Kupfergehalt, oder über 2% Millionen preufs. Centner! 1826 lieferten Englands Gruben 128,459 Tonnen Erz zu 742 Gehalt.] Die Aufbereitung der Kupfererze in Cornwals besteht theils in der Klaubarbeit, Handstampfen mit Schlägeln, Siebsetzen und Waschen, theils im Zerqueischen zwischen Quetschwalzen*), crushing- machine, machine& broyer, Pochen unter Pochstempeln und Waschen aul Heer- den. In Südwals liegen an 20 Kupferhütten von Neath bis Swansea an der Küste, welche die Erze von Cornwals, welches keine Steinkohlen- gruben besitzi, den andern Theilen Englands, von Irland zum Verschmel- zen durch Seetransport erhalten; aufserdem sind noch Kupferhütten auf der Insel Anglesea und in Staffordshire. Die zum Hüttenbetrieb, zum Rösten und Schmelzen angewendeten Oefen sind Flammöfen, sie unter- scheiden sich durch verschiedne Maafse und Zahl von Thüren, die sie haben; man unterscheidet Rostöfen, Schmelzöfen, Gaavöfen und Glühöfen. Das Rösten des Kupfererzes, welches aus Kupferkies, gemengt mit Schwefelkies, nicht selten auch mit ein wenig Zinnkies und Arsenikkies besteht, und im Durchschnitt 752 Kupfer enthält, geschieht, nachdem die Kiesposten mit einander nach Maalsgabe ihrer Reichhaltigkeit gattirt worden, in Röstölen, caleining furnace, caleiner, fourneau de grillage, siehe Tafel XI Fig. 9 und 10, deren Heerd eine ziemlich ovale Form hat, 17 bis 19 Fuls englich lang, 14 bis 16 F. breit, mit einem flachen Gewölbe überspannt, in welchem 2 Löcher sich befinden, um vermit- telst Trichter das Erz einzuschütten. Der Feuerheerd hat 4% bis SF. Länge bei 3 F. Breite, an der einen Ecke des Ofens ist der Schorn- stein angelegt, von 20 bis 24 F. Höhe, An jeder Längenseite des Ofens befinden sich 2 Thüren, durch welche das eingeschüttete Erz ausgebrei- tet und gewendet werden kann. Eine Röstpost beträgt 3% bis 4 Ton- nen= 64 bis 79 Centner preufs., alle Stunden wird das Erz gewendet; meistens ist binnen 12 Stunden die Operation vollendet, dann lälst man das Erz durch 4 Oelfnungen der eerdsohle in den Raum unter dem Gewölbe fallen. Das geröstete Erz hat keinen beträchtlichen Gewichts- verlust erlitten, indem der aulgenommene Sauerstolf ungefähr eben so viel beträgt, als der abgeröstete Schwefel und Arsenik; es erscheint schwarz. Das geröstete Erz wird umgeschmolzen. Der Schmelzofen, melting furnace, f. de fusion, siehe Fig. 11 und 12, ist auch eiförmig, aber be- *) Coste und Perdonnet a. a, O. pag. 13. Plauch, I. Fig. 9. ychli{el Fuel je Ei Il Gm der in de $ıllıken ab ulm rein fr dien ine nit Was ssorer Bee ring Ihs (lm mil 9 H ılem abgerüstel n den Cemilh ar die Öe [Beschreibung all Xlın schnitt des Grundnils de sta, geÄr ge Üelnonge kan awölbte fe m. Line AB ın Fi eFenerrüce, suoch, I die Grube fü, Dein Schmeh anche, auch m I usesch Imum, Iranf ß then]; N teen Sing IS; Kran, une ie x Um, di ih all ln e"in hr a Nunden ı un England, mwals allein I: onen preuß,(in, ) Alnı, Erz an 3 besteht theilsin) elzen und Wir) ), erushing-nal; d Waschen alle \eallı bis N °5 keine Stahl rland zum Ver och Kupfer n Hüttenbeich "Jammölen, sen von Thüren,! aaröfen unlGjl Terkies, gen: ıkies und Anl , geschieht, m teichhaltigtet fourneau de en ziemlich ort| , mit einen! efinden,, unıt rd hat 4 ens ist der) ängenseile di ültete Erz au; Arägt 3% Dit! dl das Erz gene ndet, dann lik on Raum unter? ichtlichen Gen Pur 1 f ungefihr& senik; es EIN ‚chmelzofen, m I eilormig, abe „LT 9, Schmelzen des gerösteten Kupfererzes. 371 trächtlich kleiner, 11 bis 114 F. lang, 7% bis 8 F. breit, dagegen ist der Feuerheerd verhältnilsmälsig weit gröfser, 3% bis 4 F. lang, und 3 bis 3: F. breit. Durch eine Oelfnung im Gewölbe kann mittelst eines Triehters der Ofen gefüllt werden; eine Thür, der Feuerbrücke gegen- über, in der Nähe des Schornsteins, dient um das Erz zu bearbeiten, Schlacken abzuziehen, eine zweite, an der Seite, dient nur um die Heerd- sohle zu reinigen, Reparaturen vorzunehmen, ist sonst stets verschlossen. Unter dieser ist der Abstich für die geflofsne Steinmasse, welche in eine mit Wasser gefüllte Grube abgestochen wird, auf derem Boden ein eiserner Kessel sich befindet, um die in kleine Körner im Wasser zer- springende Masse des Kupfersteins aufzusammeln. Man hat auch wohl Oefen mit 3 Etagen, deren unterste zum Schmelzen des in den beiden obern abgerösteten Erzes dient, welches durch angebrachte Oeflnungen in den Gewölben von dem obersten Heerd auf den untern, von diesem aber auf die Sohle des Schmelzofens fallen kann. [Beschreibung des Kupferröst- und Schmelzofens zu Swansea, welche auf Tafel XI ın den Figuren I9—12 dargestellt sind. Fig. 9 Längendurch- schnitt des Röstofens nach der punktirten Linie AB in Fig. 10 dem Grundrifs des-Ofens. a Heitzthür, b Rost, ce Feuerbrücke, d Schorn- stein, e,c Arbeitsöffnungen zu beiden Seiten, f,f gufseiserne Trichter, g,g Ocffnungen im Ofengewölbe, h Heerdsohle, i,i Löcher in derselben, k ein gewölbter Raum unter dem Heerd, Wig. Al ein Längendurchschnitt des Schmelzofens nach der punktirten Linie AB in Fig. 12 dem Grundrifs des Ofens. a Heitzthür, b Rost, ce Fenerbrücke, d Schornstein, e Seitenöffnung, f Arbeitsthür, g Ab- stichloch, h eiserne Rinne, welche nach einer mit Wasser gefüllten Grube führt.] Beim Schmelzen des gerösteten Erzes werden Schlacken vom Stein- schmelzen, auch wohl, nach der Beschaffenheit der Erze, Kalk, Sand, Flufsspath zugeschlagen, und das Erz in Fluls gebracht, die Schlacken abgezogen, darauf eine zweite Portion geröstetes Erz aufgegeben, gleich- falls eingesehmolzen, so noch ein- und zweimal, bis eine gehörige Menge geschmolzen Steins vorhanden ist, dann wird abgestochen, und der Stein in Wasser granulirt, coarse metal, metal brut. Diejenigen Schlacken, welche Stein eingemengt enthalten, werden ausgehalten und wieder zugeschlagen, die übrigen über die Halden gestürzt; man formt jedoch auch Schlackensteine, die man bei Bauten benutzt. Der erhaline Kupfer- stein enthält im Durchschnitt 335 Kupfer, aufser dem Schwefel, Eisen. Sinnen 24 Stunden wird der Ofen 5mal geladen, jede Schmelzpost be- trägt 13 Tonne oder 29% Centner geröstetes Erz. 278. Steinschmelzen, Erzeugung v. Goncentralionsst., Schwarzkupfer. Der granulirte Stein wird geröslet, welehe Operation in demselben Ana \ Ofen ee wird, in welchem das Erz geröstel wurde, unter stelem"jo Wenden des Steins und langsam verstärktem Feuer, um das Zusammen- m„) air schmelzen zu verhindern; der Röstprozels dauert für 3 bis 33 Tonnen Il jun and 24 Stunden. wird der geröstete Stein unter Zusatz von kupfer- jylueabe oxydhaltenden Schlacken von dem Raffinirprozels seschmolzen, deren AN) Oxyd durch den Schwefel des en unter Bildung von schwel- Yun lg liser Säure, redueirt wird; sollte aber der Stein überröstet sein, so selzl fing or Mo man auch etwas ungerösteten hinzu. Während des Schmelzens werden ıim, melde v die Schlacken abgezogen, sie bestehen aus 508 Kieselerde, 345 Eisen- ih die Se de oxydul, 0,5 Kupferoxyd,(Zinnoxyd, Kalk, Thonerde, Magnesia). Das Ande des Os geschmolzne Produkt, der Concentrationsstein, wird in die mit Is Goarkpker Wasser gefüllte Grube abgestochen, und heilst im gekörnten Zustand Neil it m fine metal, metal fin, in Blöcken blue metal, metal bleu, er ist hell- 8 fıfslücke v grau von Farbe, bräunlich ange laufen, enthält 60% Kupfer; die a Anfine mils Schmelzpost beträgt 1 Tonne oder 19% Centner, die Schmelzzeit> bis Sinnen das 6 Stunden. ahpenogen, Se Der Conecentrationsstein wird darauf auf dieselbe Weise geröstet, ARE wie der Kupferstein, 3 Tonnen= 59 Centner auf einmal, welche in| den 24 Stunden abgeröstet sind, darauf geschmolzen, wie das erstemal; das Kan "1 Produkt heilst Schwarzkupfer*), eoarse copper, euivre brut, ce. noir, dann Bi DUUU U St welches 70 bis 80% reines K. enthält, man gielst es in Gulsformen, um Ada ee es dann zu rösten. Die gefallnen Schlacken enthalten viel Kupfer, sie Ki wi werden deshalb beim Schmelzen des geröstelen Steins zugesetzt. Nicht Ri ale ib auf allen Kupferhütten wird der Concentrationsstein geröstet und ge- ul ra schmolzen, und das gefallne Schwarzkupfer geröstet, ls man pflegt nn j f Id) werde den Concentrationsstein sogleich diesem Prozefs zu unterwerfen. Das ade nd u. Ill ER DICNLAC Rösten, roasting, rötissage, geschieht in einem von den gewöhnlichen a a ne Katenrisse, Röstöfen verschiednen Ofen, indem nämlich ein steter Luftistrom durch srmenı seitwärts angebrachte, nahe bei der Feuerbrücke gelegene, Kanäle über Eich das glühende Schwarzkupfer NR Man setzt die Gufsstücke auf 5 Hi h der Heerdsohle auf, ee» bis 15 Tonne= 25 bis 30 Centner, Hebhl und läfsı das Glühfener 1 2 bis 24 Stunden lang wirken, je nach der Prcaln sröfsern oder geringern Unveinheit des Kuplers; die Hitze darf anfangs om nicht bis zum ‚Schmelzen gehen, nur gegen das Ende wird'sie gestei-"dr gert. Durch diese Röstung wird der Schwefel, die flüchtigen Metalle| in I niclenllich N zes des Bi verbrannt und verflüchtigt, das Eisen und andere nicht so flüchlige Me- talle oxydirt; es bilden sich hiebei wenig Schlacken, allein sie enthalten I Prod *) Nach der dentschen hüttenmännischen Terminologie würde die- ng "ntlich ses Produkt nur zweiteı Concentrationsstein zu nennen sein. bat. , Schwarz, Tallon In densl Würde, unlen um das Zusın, ür 3 bis 337 v Zusatz yon] Ol Ik Seschwolen. Bildung von sl, errÜstet sein. sy; Schmelzens nı selerde, 3 le, Nasnısi), N, wird il dk u gekörnten I al bleu, er x 60° Kur, ie Schmelz; be Weise a “einmal, wil e das ersten euivre brul,tı in Gulslome n viel Kıylı ns zueselit\ n seröstet I! sondern mar} unterwerlen.! n den gewölll ter Zufistron legene, Kant + die Gulsstüct % bis 30(at a virken, je natl Hitze darf av ‚de wird sie q flüchtigen I eht so Miehlige allein sie en inologie wu en seill, en ua 1. sermzun._— gege> gg in me ee—— eg Dlasenkupfer, Gaarmachen des Kupfers. 279 viel Kupferoxyd und selbst metallisches Kupfer. Das geröstete Metall wird in Sandformen abgestochen, und heifst Blasenku pfer, blistered copper*), euivre ampoule, weil dasselbe schwarze Blasen auf der Ober- fläche zeigt und selbst im Innern blasig ist. An einigen Orten, wo es die Beschaffenheit der Erze nöthig macht, wird dieser östprozels mehr- mals wiederholt. Nun folgt der letzte Prozels, das Gaarmachen der Schwarzkupfer, refining or thoughening, raffinage de euivre; hiezu dient ein Flamm- ofen, welcher von den Schmelzöfen nur wenig abweicht, insofern näm- lich die Sohle des Heerdes nach der Arbeitsthür am entgegengesetzten Ende des Ofens zu geneigt ist, statt nach der Seite, um von dort aus das Gaarkupfer aus einem angebrachten Sumpf auskellen zu können. Die Sohle ist aus Sand gefertigt, das Gewölbe weniger flach, man setzt die Gufsstücke vom vorigen Prozefs auf der Heerdsohle auf, und giebt zu Anfang mäfsige Hitze, verstärkt sie aber allmählig so weit, dals nach 6 Stunden das Kupfer geschmolzen ist; die wenrgen Schlacken werden abgezogen, sie sind roth, schwer und enthalten viel Kupferoxydul. Zeigt sich nun das Kupfer zum Gaarmachen nach genommener Probe geeig- net, welches aus dem Bruch des Kupfers, der Hitze des Ofens erkannt wird, so wird die Oberfläche des Metalls mit Holzkohlenlösche bedeckt, sodann Birkenstangen hineingehalten, wodurch ein starkes Aufkochen stattfindet, eine heftige Gasentwiekelung, das Schäumen, poling; diese Operation wird, während von Zeit zu Zeit Kohlenlösche aufgegeben wird, so lange fortgesetzt, bis nach genommenen Proben der Gaarmacher sich überzeugt hat, dafs die Gaare eingetreten sei. Das Korn muls immer feiner werden, geschlossen sein, die Farbe lichtroth, Seidenglanz auf der Bruchlläche sich zeigen, es mufs völlig hämmerbar sein, weich ohne Kantenrisse. Alsdann wird zum Ausschöpfen geschritten, wozu eiserne mit Thon bekleidete Kellen dienen, das Kupfer in eiserne Formen gegossen, deren Gröfse variabel, meist 18 Zoll lang, 12 Z. breit, die Gufs- stücke 2 bis 25 Z. dick. Der ganze Prozefs dauert an 20 Stunden, in den er- sten 6 Stunden findet eigentlich noch ein Rösten statt, 4 Stunden spä- ter tritt erst der für das Gaarmachen geeignete Zeitpunkt ein; das Gaar- machen dauert dann eigentlich nur 4 Stunden; die Schmelzpost beträgt 3 bis 5 Tonnen, 60 bis 97% Centner, die Quantität an raffinirtem Kupfer, welches wöchentlich zu Haford gewonnen wird, 40 bis 50 Tonnen! Der Prozefs des Gaarmachens ist sehr schwierig, es gehört viele *) Dieses Produkt wird nach der deutschen hüttenmanuıischen Ter- minologie eigentlich Schwarzkupfer zu nennen sein. wo ver 230 des Kupfers, Walzen des Kupferblechs. f I Aufmerksamkeit und Uebung dazu, den rechten Zeitpunkt zu erkennen,(den wenn die Gaare eingetreten ist, Leicht wird das Kupfer übergaar,| ja wenn es zu. lange mit den Holzstangen in Berührung war, es be-| za, I kommt dann eine hellgelblichrothe Farbe und fasrige Structur; es muls Til pls dann sogleich von der Kohlenlösche befreit und einem Luftstrom ausge- ulbilen 3 setzt werden, indem man die seitliche Thür ölfnet, um ihm die Häm- innen merbarkeit wieder zu ertheilen. Hieraus möchte man den Schlufs zie- N N! hen: dafs das Kupler vor erlangter Gaare noch etwas Oxyd in sich habe, hr von beim Aufkochen diesen Sauerstoffantheil verliere, welcher dem Kupfer und in beden die Dehnbarkeit entzieht, dafs das übergaare Kupler etwas Kohlenstoff aus den dure gebunden enthalten dürfe, welcher demselben Sprödigkeit ertheilt. aus den Äur Uebergaares K. oxydirt sich nur sehr langsam an der Oberfläche, walhr- Dinple von mechanisch 6 Dr schädlich geleit, wodt scheinlich weil der Gehalt an Kohlenstoff das Kupfer schützt. Wenn das K. sehr schwer gaart, selzt man wohl einige Pid. Blei hinzu, wel- ches als Reinigungsmittel dient, denn indem es sich selbst oxydirt, be- Se Er R s ER N innen, dit fördert es die Oxydalion der fremden das Kupfer verunreinigenden Me- talle; dabei muls das Metall stets umgerührt werden, damit viel Ober- ni fläche der Luft dargeboten wird, sonst verbindet sich ein Theil Blei Bi, mit dem K., wodurch dieses zum Walzen weniger geeignet ist, die le, Flächen ein schlechtes Ansehen bekommen, und sich vom Glühspan It, milde, nicht gut reinigen lassen, Solches Kupfer ist zu gold- und silberplat- Schontin u tirten Draht gar nicht anwendbar, denn es reilst fortwährend; selbst wurde der Ka 1000 Plei bringt diese böse Wirkung hervor. Sehedewänden [ Soll das Kupfer zur Messingfabrikation dienen, so wird es granulirt, in an dr Wasser gegossen, wodurch es in Granalien verwandelt wird’; gielst man ae arımern, fü es in heifses WV., so fallen die Granalien rund aus, bean shot, cuivre dischen im Zi en grains, gielst man es aber in fliefsendes kaltes WV., so sind sie Oben angebrach; zackig, feathered shot, cuivre en plumes. Kupfer, welches nach Ost- indien ausgeführt wird, wird in kleine Zaine von 6 Zoll Länge gegos- I(hadratful; sen, welche$ Pfd, wiegen, es wird gleich nach dem Erstarren in kalten Na hineins Wasser abgelöscht, wodurch die Zaine eine schön rothe Oberfläche ie Erichtun von oxydulirtem Kupfer erhalten, man nennt solches K. Japanisches.] Te Seh erR& äs deylben kei Soll das Gaarkupfer gewalzt werden, so werden die Gufsstücke in Kl einem Glühofen glühend gemacht und sodann unter 3 Fuls langen 15 Zoll ah Hi starken Walzen wie gewöhnlich ausgewalzt, währenddem aher einigemal Kam en pen in dem Glühofen ausgeglüht, um das Kupfer dehnbar zu erhalten, Die In dene] dazu gebräuchlichen Blechglühöfen sind 12 bis 15 F. lang, 5 F. breit, ühe da ie die Bleche liegen auf eisernen Balken, die parallel mit den längern ide Genie Seiten des Ofens auf dem Heerd liegen; die Bleche sind durch Ab- ee, schnitzel zur bessern Vertheilung der Hitze unter einander getrennt, Um Metal. Il, Ahelt nor nal die Oxydhaut von der Oberfläche zu entfernen, steckt man die gewalz- N en N \upferblech,| m Condensation des Rauchs von den Kupf: erllen,= "itpunkt zu erkın las Kupfer lem; ührung war| ten Bleche in eine Grube, welche faulenden Urin enthält, dessen Am- ınoniak das Oxyd auflöst, darauf werden sie schwach geglüht, mit Holz ‘e Strunt abgerieben, heils gemacht, in Wasser abgelöscht, und kalt durch die 3 UN en;: nem Luflstron an , um ihm die] Walzen gelassen, um sie zu richten.— Das hiebei ablallende Oxyd wird bei den Schmelzprozessen wieder zu gute gemacht, man den Sallı[| Die Umgegend der Kupferhütten hat von dem Rauch der Röstöfen viel as Oxyd in si) zu leiden, ‚dessen ätzende WVirkungen die Vegetation in einem Um- welcher den f kreis von melhrern hundert Klaftern um jedes Hüttenwerk zerstören, ler etwas Kılln Sprüdigkei erl ter Oberlächt n und in bedeutenden Fernen belästigen. Der Hüttenrauch besteht theils aus den durchs Verbrennen von Steinkohlen erzeugten Gasen, theils aus dem Kupferrauch, eopper smoke, welcher aus schwefligs. Gas, Dämpfen von Schwefelsäure, Arsenik, arseniger Säure, Flufssäure und aus upfer schüt| mechanisch fortgerifsnen Substanzen, Erz- und Kupfertheilen besteht. Pid. Blei lin; Die schädlichen Wirkungen gaben oft zu Entschädigungsklagen Gele- ı selbst ont genheit, wodurch die Hüttenbesitzer genöthigt wurden, auf Mittel zu verunreinieuln sinnen, die Dämpfe zu verdichten und unschädlich zu machen. Im & damit vill Jahr 1510 stellte Pivian den ersten Versuch an, allein durch blos me- sich ein! chanische Mittel liefs sich der Zweck nicht erreichen; 1821 versuchte ac>* er mittelst WVasser die Dämpfe absorbiren zu lassen. Zu dem Ende ger geeiguel N, wurde ein grolser unterirdischer Kanal unter dem Hüttengebäude ange- sich vom Gi legt, welcher, noch 300 Fufs aufserhalb verlängert, in einen 100 F. hohen sold- und sie Schornstein ausmündete,. Zwischem dem Hüttengebäude und letzterm fortwährend: ı wurde der Kanal durch 2 grofse Kammern unterbrochen, welche mit Scheidewänden versehen, um dem Rauch einen Aufenthalt zu verur- !; sachen, der geeignet, durch von oben in Tropfen gleich einem Regen wird S ir einfallendes VWVasser die Absorption des erstern zu erleichtern; Regen- un kammern, rain chambers, chambres ü pluie. Der Rauch zieht durch s, bean shot, ü ‚es W.; so Sl dieselben im Zickzack hin und her, nicht auf und nieder, während durch oben angebrachte WVasserbehälter mit kupfernen Bodenplatten, die auf f». welches nu den Quadratfuls»250 Löcher, von= Zoll Durchmesser, haben, das 6 Zoll Län Wasser hineinströmt. Allein der Zug der Schmelzöfen war durch m Erstarren an diese Einrichtung beträchtlich vermindert, weshalb man ihnen aufserdem ıön rothe N; noch einige Schornsteine geben mulste, was bei der Qualität des Rauchs 1es B. Japan aus denselben keine Nachtheile erzeugte;- aber auch bei den Röstöfen ; un war der Zug, durch die bedeutende Abkühlung des Rauchs durch das en die Gußsiic des°> ira Regenbad, vermindert, weshalb man unmittelbar an den hohen Schorn- 3Fuß Au stein einen eignen Schmelzofen anzulegen genöthigt war, um dadurch ddem aber ui die Luft in demselben gehörig zu erhitzen und den Zug zu bethätigen; Zu erhalt vergleiche das über Zug I. Seite 87 gesagte. Der Erfolg war ım höch- T, lang, ih sten Grade genügend. Man fand im Wasser arsenige Säure, Arsenik- el mit den Ju säure, Schwefelsäure, schweflige S,, Flufssäure, aufserdem condensirten a sind du Arsenik-, Metall- und Erzstaub; der aus dem Schornstein entweichende = A 2 Rauch enthielt nur noch etwa x; an schwefligsaurem Gas von der an- ander etrendh! De ARE i INERD fänglichen Menge. Alle andern Versuche mit Kalk, glühenden Kohlen, kt ınan die gi 252 Englands Kupferproduktion. M annsfelder K.schmelzproze/s. siedenden WVasserdämpfen die Condensation zu bewirken, hatten nicht denselben günstigen Erfolg. Kupferproduktion in Grofsbritannien. Jahre. Erz. Gaarkupfer. Tonnen, Preuls. Centn. Tonnen. Preuls. Gentn 1771-1781. 28185 533525 33850 66350 sı-— 9 32854 654220 4123 809715 91—1801 48034 943310 4083 80186 1801— 11 ‚67583 1,326281 6060 119012% 17° 16°9°79287 1,536497 7ıst 141028 16 83058 1,631176 7045 1383567, 17 75016 1.488951 6605 1297745 18 80525 1,581431 6714 1318564 19 92234 1,81138# 214 141675% 20 92672 1,819986 7364 1446127 21 98303 1.940392 8163 1603137 22 106723 2,095933 9331 1832517 26 128459 3,297113——_ 27== 12381 243150, 28 153600*) 3,942400 12088*) 2373967. Zu dieser letzten Menge von Gaarkupfer im Jahr 1828 lieferte Corn- wals allein 9921, Anglesea 730, Irland 714 Tonnen N] I. 2) a. Der Mannslelder Kupferhüttenprozels***). Bereits vorn Seite 270 ist angeführt worden, dals der bituminöse Mergelschiefer, Kupferschiefer, für den preuls. Staat das wichligste Kupfer enthaltende und liefernde Fossil ist, da Kupferkies und Fahlerz nur we- nig brechen. Die Kupferhütten liegen theils und hauptsächlich in der ehemaligen 6&ı:afschaft Mannsfeld, und zwar im Mannsfelder Gebirgs- und Seekreis, theils auch im Kreis Sangerhausen, Regbzk. Merseburg; die Kup!'srkammerhütte bei Hettstädt, die 3 Hütten zu Eisleben, Leim- bach, Burgörner, bei M: ınnsfeld, Friedeburg, Sangerhausen(seit 1823 ist die Schmelzhütte bei Rothenburg eingegangen, dagegen smd Walz- und Hammerwerke daselbst vorhanden). Die Kupferschie fer werden zuerst gebrannt; dies geschieht. in gro- (sen mit Reisholz aulgeschiehte ten Haufen von 1800. bis 2400 Centnern, zu welehem Behuf die an Bitumen reichen mit den schwerer zu bren- *) Ungefähr, 2) Taylor Peecords of Mining, Part I. pag, 1/1 ete. 2) Lampadius n. 1.0, gheil 4 B44, 28,161 a: Supplemente Bd 1 S. 37. Bd. 2.455208,>Manes‘in den A..d.M,.T. 9,.p. ‚4. Der a Ges einiger an eider Hüttenprodukte, in den A, d, M. Orden KORB U HB: PENTS, 41S. I ende yiel mel): ji, a) Dino! 1, ine en „na lt die zig! ch dis 1 I mürber Ju re gerstön| Auhlohölen YO 1 Alzkohen,! The vom bel Blaschäleen, N seen der(nik sechnele ist | Drschreibung{ Kuyferschieher Harsad, E punktirten| der punktır Ge die Fon gung von di nen, Il ele,. Wirm wen) abwechselnd d ahliet. Unter hend befindet$ Durchschnitt 4 in hr,): hi (x Formen nach d Dr Sthiefer ik k-, th 1 rl tielchter erhal nl 4| | N ‚Tell M Schl el srl Ab ei te Nele ac len ı"Runen : Infer und Oi u enthal, \ll ak(A EEE\— man una a Te— a TITTEN Ta ‚schmel ron, Mannsfelder Kupferschieferofen, Kupfer stein. 285 Wirken, hat (eu nenden vermengt werden. Der Haufen ist 3 Ellen hoch, brennt 12 bis 14, und bei regnerischem Wetter an 20 Wochen; hiedurch wird das z Bitumen zerstört, der enthaltne Schwefel zum kleinsten Theil als schwef- a lige Säure entwickelt, die Metalle zum Theil oxydirt, namentlich Eisen, ) Gas welches für die Schlackenbildung sehr erwünscht ist. Durchs Brennen 3° sog nimmt auch das Volum ab, etwa um;;, das Gewicht um%, das Ge- 3 Bone füge ist mürber, die Farbe schmutzig gelbgrau. Die Schmelzöfen sind I 110 Halbhohöfen von 14 bis 18 Fufs Höhe, das Brennmaterial besteht theils I 10 in Holzkohlen, theils in Coaks, und zwar zum Theil aus Schlesien, zum > 138350) Theil vom berliner Gaswerk. Zeither bestand das Gebläse in hölzernen > u Blasebälgen, in neuester Zeit hat man aber angefangen, und besonders I B1S0) wegen der Coaks, Cylindergebläse aufzurichten; das auf Tafel VI Fig. 5 u Ur) gezeichnete ist für eine Eisleber Hütte gebaut. 1 1,[| Beschreibung des auf Tafel XI in den Figuren 5 bis 8 dargestellten > Io Kupferschieferschmelzofens mit Rast auf der Kupferkammerhütte bei I 1832, Hettstädt, Fig. 5 senkrechter Durchschnitt durch die Form nach der $F punktirten Linie AB in Fig. 7; Fig. 6 senkrechter Durchschnitt nach I 2310; der punktirten Linie GD in Fig. 8.— a der Ofenschacht, b die Rast, 3°) BI, e,c die Formen, d der Sohlstein, welcher nach der Vorwand eine Nei- r 1828 lieferte gung von 3 Zoll hat, e,e etc. Futtermauern aus feuerfesten Ziegelstei- 2'*9),] nen, f,f ete. Füllungsmauern aus Bruchsteinen aufgeführt, g,g eine die vels**) WVärme wenig leitende Masse; h,h die beiden Augen, durch weiche las: der hei abwechselnd das Produkt des Schmelzprozesses in die Vorheerde ı,i L ıs wichtigstehu ıd Fahlerz ner abfliefst. Unter der Ofensohle ist Lehm fest eingestampft, der Vor- heerd befindet sich in Gestübbemasse; k Abzucht. Fig. 7 horizontaler Durchschnitt des Ofens durch das Auge nach der punktirten Linie EF uptstichlich ni in Fig. 5; Fig. 8 horizontaler Durchschnitt des Ofenschachts durch die innsfelder Gel Formen nach der punktirten Linie GH in Fig. 5 und 6.] Regbzk, Mes: Die Schiefer werden nach ihren vorwaltenden Bestandtheilen gat- zu Eisleben, 1 tirt, als kalk-, thon-, eisenreiche$., wodurch die Schlackenbildung we- ausen(seit 182 sentlich erleichtert wird. Man pflegt z. B. eine Schmelzpost aus 20 Ctr. en sind Wal- eisenhaltigen, 14 C. kalkreichen, 6©. thonigen$. mit 3 C. Flufsspath, 3 0. reichen Schlacken vom Kupfersteinschmelzen oder Kupfermachen, ; geschieht und sonstigen Abfällen vermengt, zu bilden. Man schmelzt mit einer is 2400 Cent Nase und lälst sie 6 bis 8 Zoll lang sich bilden, wodurch der Schmelz: ‚hwerer zu br punkt mehr nach der Mitte gerückt wird; in 15 Stunden werden 1 Fu- der, oder 48 Centner, jener Beschiekung verschmolzen, und dabei 4 bis j> Centner Kupferstein, matte brute de euivre, welcher im C. 30 bis : ag, All:: ul? E F:. el. M en 40 Pid. Kupfer und 2 bis 4 Loth Silber enthält, und eine grofse Menge ‚£ Suppien Q E Ei x jn 9, nd B Schlacken erhalten, welche oft nur in 10©. 1 Pfd. Kupfer und eine A den A, 4. M Spur Silber enthalten. Der erstere besteht aus Schwefelkupfer, S.eisen, S.silber, S.zink,(Arsenikkobalt, A.nickel); über demselben sammeln sich u ne E un me U— a Kk S vlnoR fi 284 Spurrost, Spurstein, Gaarrost, Kupfermachen.| die Schiefer- oder Glasschlacken, welche von Zeit zu Zeit von der| Ds pi Oberfläche der Vortiegel abgezogen und theils zur Verlertigung von y sim Schlackensteinen gebraucht werden, indem man sie in gulseiserne Form- al) kästen eindrückt, oder zum Erwärmen von Stuben, zum Kochen von ya Speisen von den armen Landleuten der Umgegend, die sie auf Karren ji| holen und ziemlich weit fortfahren, theils werden sie über die Halde zul Arsen gestürzt. Als Zuschlag zum Rohschmelzen wendet'man sie nicht viel lab, er au an, sondern die von der Kupferarbeit, welche reicher an Metall sind, und, Das 8 aber wohl beim Schwarzkupferschmelzen. Es setzen sich auch Eisen- fl, nie sauen an, Schwiel und Gestübbestein. welche beim 8 Der erhaltne Kupferstein wird nun zerschlagen und dreimal in ge- elf, ha se mauerten Röststadeln zu 60 Centner mit Reisholz und Kohlen geröstet, son, der Dünnst nach jedem Rösten gewendet, wozu etwa 4 Wochen Zeit gehören; hie- und dann die e bei entweicht etwas schweflige Säure, das Schwefelkupfer geht in schwel- au das Schw. ligs. Oxydul und nach und nach in schwefels. Oxydul und Oxyd über, Nach Berthier das Schwefeleisen in ein schwefels. Salz, so auch Zink, Kobalt, Nickel."Samkm Der dreimal geröstete Stein, Spurrost, wird über denselben Schacht- Kupları 9, ofen mit einem Zuschlag von Schlacken verschmolzen, und liefert den Eisen, 9, Schwelel 05 Spurstein, oder Concentrationsstein, matte concentrce; der| NN IR) dulden. Ur Prozefs heifst das Spuren, oder die Concentrationsarbeit,. In Bu 24 Stunden werden 30 bis 40 Centner Spurrost durchgeschmolzen, und von nn 1 C. an 48 bis 60 Pfd. Spurstein erhalten, die Schlacke zum Schiefer- schmelzen als Zuschlag verwendet. Der Spurstein enthält einige 50 bis Der Dünnst 60 Pfd. Kupfer mit Schwefel, Schwefeleisen, S.silber verbunden, und innen Gerste zwar das einfache S.eisen+ Halb S.eisen und Halb S.kupfer. Der Spur- anl Vi ben stein wird nun, zugleich mit dem bei vorgängigen Schmelzungen erhalt- schmolen, Dis, nen Dünnstein,(von diesem siehe weiter unten) 6mal gerüstet, und zwar hlt de Satrnfo 60 Centner auf einmal, mit Holzkohlen und Reisholz; dieser Prozefs sens 9 Zah Im erfordert 7 bis 8 Wochen Zeit. Der zum sechstenmal geröstele heilst Malle en Gaarrost, er hat eine dem Rotlikupfererz ganz gleiche Farbe, blei- et, modnrel grau inS Cochenillrothe, einen körnigen Bruch, enthält auch wohl schon ia, Alkin d etwas metallisches Kupfer, und wird nun zu Schwarzkupfer verschmol- lt, snden zen, das Kupfermachen. Allein bevor dies geschieht, gewinnt man| al Ieunlrs ge aus dem gerösteten Spurstein(und Dünnstein) nach jedem Feuer durchs ulm af Ablaugen in drei terrassenartig übereinander gestellten Kästen, welche Ne Bu 95 bis 30 C. fassen, Kupfervitriollauge, welche in bleiernen Siedepfan- Sl ed nen eoncentrirt, geklärt und in kupfernen Kıystallisirgefäfsen krystallisirt| SL WR wird;(siehe weiter unten beim schwefels. Kupleroxyd). N Die abgelaugten Gaarröste werden dann mit.% bis 4 Dünnsteinrost und; bis% Schieferschlacken bei Holzkohlen oder Coaks in 24 Stunden zu 60 bis 80 Centnern jener Beschickung durchgeselzt. abgelaugtem at m Eee—>=— No met ni age Tr THE LT a ermachen | Schwarzkupfer, Analysen von Kupferschmekprodukten. 285 eit zu I ey! un Verf, Das Produkt ist Schwarzkupfer, euivre noir, und zwar ungefähr SUR er E R Se in Kuchen,* des Gewichts, auch etwas mehr, und$ Dünnstein, matte mince. Das Schwarzkupfer enthält im Centner zu 114 Pfd. 12 bis 13, auch wohl 18 bis 20 Loth Silber, und 110 Pfd. Gaarkupfer, ist also reichhaltig; der Dünnstein besteht aus 60 bis 705 Kupfer mit Schwefel, Schwefelei- N, zum Kochen, » die sie ai n sie über di],:; Ha) ii sen und Arsenik verbunden(von gleicher Mischung als der Spurstein), oa Be nich z icher an Netl Izen sich au} weshalb er auch 3mal geröstet der Kupferarbeit zu% bis% zugegeben wird. Das Schwarzkupfer findet man beim Abstechen zu unterst im Tiegel, darüber den Dünnstein, zu oberst die Stein- oder Kupferschlacke, Eis welche beim Schieferschmelzen zugeschlagen wird. Sind die Schlacken N Und dreimal n ni und Kohlen si; ven Zeit gell; entfernt, hat sich der Tiegel gehörig gefüllt, so wird das Auge geschlos- sen, der Dünnstein in Scheiben gerissen, d. h. die Oberfläche abgekühlt ne: und dann die erstarrte Kruste von% bis 3 Zoll Stärke abgezogen, ebenso upier gehtinslı auch das Schwarzkupfer. ydul und Ost Dee|[ Nach Berthier enthielt Zink, Kobalt\ı Schwarzkupfer. Dünnstein. Kupferschlacke. Eisensauen. Kpf.stein*). denselben$i Kupfer. 95,45*) 59,8 Kieselerde..... 33,6 Eisen... 89,4 13,2 Izen, und left Eisen... 3,90 15,8 Eisenoxydul... 51,5 Kupfer.. 2,0 58,6 atte concentri Schwefel 0,56 22,6 Thonerde...... 56 Schwefel 18 232 toneurliil Silber._0,49 Ball... 5,0. Kobalt. 7,8: 9,0°°)) NE 100,00 Kupferoxydul.. 3,0 101,0 2 95,7 Ilacke zum Sei enthält einei Der Dünnstein wird theils für sich, meist aber mit dem Spurstein ber verhana zusammen geröstet, und erhält dann eben so viele Rösifeuer, wird auch N. lınfar Del auf Vitriol benutzt, und gleich dem erstern auf Schwarzkupfer ver- schmolzen. Das silberhaltige Schwarzkupfer wird, wenn der Silberse- Schmelzunge: ae SEE Ich 8 | gerüstet ml halt die Saigerkosten trägt, gesaigert, d. h. entsilbert, hiezu sind wenig- 1 grerostel, UM! ae= z 5 R x 3 eier stens 9 Loth im Centner von 114 Pfd. erforderlich; das Sangerhauser 1olz; dieser IN a ee rn. N | verel Schwarzkupfer enthält aber nur 7 bis 8 Loth, folglich wird es nicht ge- nmal gerosteit} 5 ne E ee: ee A sche Fur saigert, wodurch jährlich 470 bis 500 Mark Silber weniger ausgebracht gleiche Kart,!;:;::==: ; hal werden. Allein dadurch wird auch jenes Gaarkupfer nicht durch Blei alt aueh wol" 5 oe 5 ri En verdorben, sondern ist sehr geschmeidig, dehnbar, und wird deshalb arzkupler. VeIST int! auch besonders gesucht; man macht es in kleinen Gaarheerden zu 1; sjjeht, geyin) bis 2 Centnern auf einmal gaar. He Dan 1 Feuer dl|| jeden Soll die Entsilberung geschehen, so bedient man sich zweier ver- Listen, WI||| Iten Kü si In schiedner Methoden, entweder der ältern Saigerarbeit durch zuge- hleiernen Det! M ‚fälsen kıystal!“| u. eh*)= 108,81 Pfd. in dem 414pfündigen Ceutner, is Me Spurstein gewesen zu sein, } 1a| 5.. 1 abe#4) Kein Kobalt, Zink, Nickel, welche sich doch in dem schwar- zen Vitriol finden, der aus der Lauge von dem gerösteten Concentrations- stein gefertigt wird? Izkohlen oder(0 ckung durchge" 286 Saigerarbeit, Arm- und Reichfrischen. N / seiztes Blei(vergl. I. Seite 289 u. 290), wodurch man aus dem Schwarz- ul, ak mi : : a: ra; ve kupfer silberhaltendes Blei gewinnt, welches dem Abtreiben unterworfen Fils Jun; BE wird, oder, jedoch in einer weit beschränktern Ausdehnung, der Amal- ;-; ja Jens gamation des Kupfersteins. en AR ... in\ pi Die silberhaltigen Schwarzkupfer aus dem Mannsfeld werden durch i ‚fol . Ne.. ap ER. z.| u die Saigerung*), liquation, auf folgende Weise entsilbert, wie es n ran z oO rise 2 dra auf den Saigerhülten zu Hettstädt und zu Neustadt a. d. D., Regbz. Pols- dam, geschieht, Das angelielerte Schwarzkupfer wird durch einen mit- Ins Verl telst Daumenwelle gehobnen Pochstempel mit eisernem Schuh zerbrochen, Ealnungın indem man die Scheiben hohl legt. Der erste Prozels ist der des Fri- Bu schens, refraichissage, Verbleiens, Zusammenschmelzens des silberhal- dh a i tigen Schwarzkupfers mit Weichblei, Schlackenblei vom Armfrischen,“an Krätzschmelzblei, welches gleichfalls etwas Silber enthält, mit Bleiglätte. Ki Mi Das Frischen geschieht über einen Krummofen von 5 Fufs Höhe, 2F. Abli 3 Zoll Tiefe, 15 F. hinterer und 1 F. vorderer Breite; der Ofen hat ei- mer Werk nen Vortiegel, welcher in eine sufseiserne Stichpfanne von 2 Fuls obe- Tas Frische rer Weite abgestochen werden kann; weit seltner bedient man sieh der Bla, wenn Flammöfen hiezu, weil die mancherlei oxydirten bleiischen Produkte, die zögert wird, beim Saigerküttenbetrieb abfallen, und in deren Zugutemachung haupt- kupfrreiche sächlich das ökonomische im Betrieb liegt, wenn Schachtöfen angewen- rende Bol det werden, besser benutzt werden können. Man beschickt zweierlei Trenun uch Frischstücke, nämlich Arm- und Reichfrischstücke, pains de l-{)) NE quation, zu erstern nimmt man z. B. 2 Ctr. Armblei und%©. Schwarz- 51 Kup kupfer, theilweis reicheres und ärmeres, in welchen sich 11 bis 12 Loth Nm td Silber befinden, so dals dann in 1 C. obiges Silberquantum enthalten de Saigerheen ist, also im Centner 3 bis 3% Loth Silber; zu leiztern nimmt man rei- vo 9; Fl I cheres Schwarzkupfer, silberhaltiges Blei vom Armfrischen, vom Krätz- ach it 3 schmelzen, aber auch Glätte und reines Frischblei, in einem solchen itlarten, heler Verhältnifs, dafs auf%©. Schwarzkupfer 11°C, Blei kommen, mit 187 Ya nd, so) j bis& Loth Silber, also im Centner mit 5% Loth.— In Neustadt a. d.D. at welhle die setzt man auch etwas Glätte zu.— Ist der Ofen abgewärmt, so läfst mich Leiden man erst 6 Armfrischstücke durch, um denselben in Gang zu bringen, eben yon l dann 200 bis 240 Reichfeischstücke; zuerst wird das Kupfer aufgegeben,| Akt Ten] Jif sodann, wenn dieses niedergegangen, die nöthige Menge Blei oder blei- nl 9 ischer Produkte, man sticht in 7 bis 8 Minuten ein Frischstück ab, kühlt FM: an es mit Wasser, hebt es aus der eisemen Pfanne, und läfst dann wieder i ne Qef Kupfer niedergehen u. s. w.; es fallen für jedes durchgesetzte Frisch-| LTR *) Karsten über den Saigerhüttenprozels in seinem A. f,B. u. H, 1 des a Bd,9, S.1. Berthier insden A, d.:-M. T. 11. p, 8t,, ferner auch p.483. CH) yon — Ueber das Saigerhüttenwerk hoher Ofen bei Neustadt a, d. D. siehe En Hollunder’s Tagebuch einer metallurg. u, technisch, heise, Seite 251. ak, {) Zn> a er er er TE schen,= 5: en Construction des Saigerheerds. 26] man Ri' A a q. a B 18 dem$;], stück ungefähr 20 Pfd. Schlacken, oder 5% bis 62, Zu 40 Frischstücken Abtreiben unter . sebraucht man 5 bis 6 Stunden Zeit, 7% Maafs harte, 10% weiche Koh- 1Sdehnung, der,| len; ein, Frischstü k wiegt 3 7 Uentner, es hat die Form einer scheibe, einen Durchmesser von 24 Zoll. eine Dicke von 3 2:5 die durchgesetz 1se. entsilber, 1; Ceniner% Loth Silber.— Das Frischen mufs rasch gehen, um einen zu { ten Schlacken werden zur Gekrätzarbeit gesammelt, sie enthalten im z D, Rech) grofsen Abbrand zu vermeiden. wird durch en [Jenes Verhältnis des Kupfers zum Blei 3: 10 oder 11 beruht auf alten nem Schulze a: 2: er ie Schulze Erfahrungen; es ist bekannt, dafs bei demselben das Saigern am besten Ozeis Ist der de] von statten geht. Ferner dürfen bei obigem Bleigehalt nicht mehr hmelzens dessil» als 18 bis 19 Loth Silber im Frischstück enthalten sein, wenn nicht blei vom Arm mehr als% bis 1 Loth Silber im Kupfer rückständig bleiben soll, wel- enthält, nit] ches man als die Grenze einer vollkommnen Entsilberung betrachtet. on 5 Fils His Für arme Schwarzkupfer sucht man einen höhern Silbergehalt durch Bon 1er Of silberhaltige bleiische Abgänge zu gewinnen, oder durch die Darstellung ai,” armer Werke durch das sogenannte Armfrischen und Armsaigern,— Tanne, von] Das Frischstück enthält eine chemische Verbindung von Kupfer und bedient man Blei, wenn aber das Erkalten der geschmolznen Masse absichtlich ver- nn....... Jeiischen Prod zögert wird, so bildet sich zu unterst eine bleireichere, zu oberst eine Zusutemachne kupferreichere Legirung, und an der Oberfläche Kupferoxydul enthal- Schachtöfn tende Bleiglätte. Allein durchs rasche Kühlen mit Wasser erfolgt diese u beschin Trennung nicht. Karsten fand in der Frischschlacke(von Neustadt a. nsloen d. D.), welche sich einem doppelt kiesels. Salz näherte, 63,2 Bleioxyd, nn 5,1 Kupferoxydul, 20,1 Kieselerde, 6,8 Eisenoxydul, 4,7 Thonerde.] na Irliil Nun folgt das Saigern, liquation, der Frischstücke; hiezu dient ern. der Saigerheerd, fourneau de liquation. Er besteht aus zwei Mauern ; von 35 Fuls Höhe, welche% bis 1 F. weit von einander abstehen, oben abgeschrägt mit 3 Z, starken und 18 Z. breiten Eisenplatten, Saiger- scharten, belegt, die 3 Z. eine gegen die andere nach der Mitte zu tern nimmt mi ‚frischen, von! ei, in einem M ALSe Ms||.| Ei geneigt sind, so dals am niedrigsten Punkt eine Spalte von 2% Z. bleibt, ei kommen, 1 arlleıE F - In Neustadt a abrewärmt, 9 durch welche die abschmelzenden Metalltheile in den Zwischenraum zwischen beiden Mauern, die Saigergasse, herabfallen. Die Sohle 6 m desselben ist von hinten nach vorn geneigt, so dafs das flüssige Metall f ang zu| i Mi||||: Kup ii in einen Tiegel läuft; endlich sind noch auf eine lange Seite und auf ıs Kupfer auf [enge Blei oder! Frischstück ab,h ad Jäfst dann W Jurchgeselze fr zwei schmale 2 Fuls hohe Mauern aufgesetzt, an die sich die Saiger- stücke anlehnen; an der andern langen Seite, wo keine Mauer angebracht ist, bleibt eine Oeflnung, um jene auf den Heerd stellen zu können. Sie wird sodann mit einem Eisenblech, oder einer Gulseisenplalte, geschlossen. [Beschreibung des auf Tafel XI in den Figuren 13 bis 15 dargestellten s EB! Saigerheerds von der Saigerhütte Hoherofen bei Neustadt a. d. D,; inem A, 4 ferner auch# Fig. 13 Querdurchschnitt, Fig. 14 Vorderansicht, Fig. 15 Längendurch- R q j..>, 5 a 5 ıstade a, 4. D' schnitt des Saigerheerds. a der eigentliche Heerd, auf welchem die ab- el Reise, Selle 288 W erkblei, Kienstöcke, Saigerdörner. i zusäigernden Frischstücke nebst Brennmaterial ‚aufgesetzt werden; er ist von 3 Seiten von Mauerwerk b,b umschlossen, vorn aber durch eine eiserne Platte ce, welche mittelst Ketten und eines’Krahns abgehoben und nicdergelassen werden kann. d,d die gufseisernen Saigerscharten, e,e die gulseiserne Saigergasse, welche das durch die von den Scharten gebildete Spalte hindurchtropfende Blei aufnimmt, und, da sie nach der einen schmalen Seite zu abschüssig geneigt ist, abfliefsen macht, f ein Kanal, um den Luftzug zu befördern.] Nachdem die Saigergasse geräumt, der Tiegel abgewärmt, werden 6 oder 8 Saigerstücke mit der holen Kante auf den Heerd gesetzt, so dafs sie um 6 Zoll von einander abstehen, und die Zwischenräume mit glühenden Kohlen ausgefüllt, die man mit todten Kohlen bedeckt; so- ° dann wird der Heerd geschlossen und die Saigerstücke gänzlich mit Koh- len bedeckt. Binnen% Stunden sind alle Kohlen in völliger Gluth, das Saigern beginnt, und wird durch aufgegebne Kohlen unterhalten, gleich wie man das abfliefsende silberhaltige Blei,\WV erkblei, durch glü- hende Kohlen, die man in die Saigergasse schiebt, flüssig erhält. Ist der Tiegel voll, so wird er in gulseiserne Formen ausgekellt, so dals man Werkbleistücke von% Centner Schwere für das Abtreiben_ erhält. In 2% Stunde sind 8 Stücke abgesaigert, Es fallen im Durchschnitt von 40 Frischstücken 83 Centner Werkblei, mit 7 bis 7% Loth Silber im C. und 2,5% Kupfer, bei einem Aufgang von 11 Maafs harter Kohlen. Werden die Armfrischstücke gesaigert, so gewinnt man von 40 Stücken bei einem Aufgang von 16 Maafs weicher Kohlen, 66% C. Armfrischblei, welches 4 bis 5 Loth Silber im C. enthält, und nicht zum Abtreiben komint, sondern zur Reichfrischbeschickung,,(siehe Seite 286). Die auf dem Saigerheerd zurückbleibende, schwerer schmelzbare Legirung von Kupfer und weniger Blei und Silber hat eine löcherige, poröse Textur, sieht wie angefressen aus, röthlichgrau, heifst Kiehn- stock, carcasse, und lälst sich durchs Saigern nieht weiter entsilbern und entbleien. Man unterscheidet Reichfrisch- Kiehnstock, welcher beim Saigern der Reichfrischstücke fällt, und ungefähr 33 Loth Silber im Cir. enthält, und Armfrisch-Kiehnstock, von den Armfrischstücken herrüh- rend, welcher im C. noch 2 bis 2+ Loth Silber führt.— Ein Neben- produkt sind die Saigerdörner, crasses de liquation, Abgänge, wel- che dadurch entstehen, dafs ein Theil der Frischstücke beim Saigern sich theils oxydirt, theils halbflüssig mit dem Blei metallisch sich ver- bindet, und in der Saigergasse erstarrt liegen bleibt; sie enthalten Blei, etwas Kupfer, im Centner 2%; Loth Silber, und werden dem Dörnerschmelzen unterworfen; von 40 Saigerstücken erhält man ungefähr 9 bis 10 Ceniner. [ Kar- | Ant Kart Ind ı | nianlif: Ropl Bla. hide| | Ifisch-R, N In weniger abe \|] 1a,]e vollständ I Saiem ın stadt{len H die Orsetion u erlitat worden, den die andern 2 Dis Reichble, reinen Neie al ıl einmal, wohe fengehalt(as| ' Ölätte, m 90 P nit 70 his 76 PI dem Dörnerschme aber auch en Th wird dann auf Test Die Kebnstöce Nr enthalen, mi 1m disc, namen tan allen,); 1 oonlrirten(en & Hr beteht an ik Gespann, h! een Aufl ‚werden Kan a tee ale die hie Ch h le ner, Igesctn Werden: 1 vom aber Aurel nes‘ Krahny a1 eise men Saipen, ort \ die yon den$} ty und, da se Tal abflielsen mach,| | ab gewärnt, ma den Herd: m lie uvvischenin n Kohlen bederl ücke gänzlich n} in völliger Gl len unterhalten. erkblei, dir bt, flüssıe erl ven ausgekellt, das Abtreiben n im Darchsehti 7 Lotlı Silber u Maals harter N man von 403 66% C, Arnlis nicht zum Alt e Seite 8) schwerer schw ır hat eine Ik heran, heißt 'icht weiter eil ınstock, welch * Loth Silber frischstücken Ir ıhrt,— Ein\ tion, Abgängı stücke beim N metallisch sit Jeibt; sie en N und werden! erhält man 1% L A Bi en Tuer ne ne— gg Analyse der Kiehnstöcke, Darren derselben. 289 [ Karsten fand ın Kiehnstöcken von Neustadt a. d.D. folgende Zusam- mensetzung: Kopfer..\. 5. 4.2671 70,2 73.1 75,4 Blei....E%:082.9 29,8 26,9 24,6. ' In Hettstädt fallen die Kiehnstöcke reicher an Blei aus, indem die Reichfrisch-K. ungefähr gleiche Theile beider Metalle enthalten, folg- Es ist aber der Prozefs desto vollkomm- ner, je vollständiger die WVerke abgesaigert werden.— Die Versuche» das Saigern in Flammöfen zu betreiben, wie es auch früher zu Hett- lich weniger abgesaigert sind. städt theilweis geschah, haben keine günstigen Resultate gegeben, weil die Oxydation zu stark und die Frischstücke nicht gleichförmig genug erhitzt wurden, denn indem die einen zu heftiges Feuer erhielten, w den die andern zu wenig heifs.] ur- Das Reichblei, Treibblei wird nun nach der Seite 192 bereits ange- gebnen Weise auf einem Treibheerd abgetrieben, und zwar 100 Centner auf einmal, wobei an Blicksilber fallen 42 bis 46 Mark zu 14% Loth Feingehalt(das Uebrige ist Blei, Kupfer, Nickel, Kobalt), 60 bis 66©, Glätte, zu 90 Pfd. Blei und% bis% Loth Silber, 27 bis 30 C. Heerd mit 70 bis 76 Pfd. Blei und% Loth Silber, welche beide Produkte bei dem Dörnerschmelzen mit zu Gute gemacht werden, aufserdem wird aber auch ein Theil Glätte zum Frischen verbraucht. Das Blieksilber wird dann auf Testen vertrieben, wodurch man Brandsilber erhält. Die Kiehnstöcke, welche noch mehr oder minder Blei und etwas Silber enthalten, müssen nun durch eine Operation so viel als möglich von diesen, namentlich vom Blei, befreit werden, ehe sie zum Gaar- machen gelangen, Das Darren, ressuage, findet in einem eigens da- zu construirten Ofen statt, welcher Aehnlichkeit mit dem Saigerheerd hat. Er besteht aus einem länglich viereckigen Raum, mit einem Ge- wölbe überspannt, an einer schmalen Seite offen, elle Oeffnung nach der gehörigen Anfüllung des Ofens mit einer'sulseisernen Wardbänd ge- schlossen werden a Längs den längern Seitenwänden sind ee parallele Mauern aufgeführt, Aufsetzmauern, bancs, auf welche die zu darrenden Kiehnstöcke een werden; zwi- schen denselben bleiben die Darrgassen, welche theils zum Einlegen des Brennmaterials diene na, theils zum Ausziehen der Darrschlacke, welche auf die nach der Hüttensohle hinwärts geneigte Sohle der Dee herabflielfst. An der Rückwand sind in verschiedner Höhe Zuglöcher zum Leiten des Feuers und Abzug des Rauchs angebracht; eine in der einen Seitenmauer angebrachte Thür dient um beim Aufsetzen und Aus- ziehen Hülfe leisten zu können. Nachdem im Darrofen die Kiehnstöcke so aufgesetzt worden, dafs die der einen Aufsetzmauer sich gegen die der andern lehnen, und der 1% 19 von einander abstehende, en Tg Pi nn 2 a nn w Be a se 290 Darrlinge, Darrrost, Darrsohle, Pickschiefer. ganze Ofen gefüllt, wozu an 300 Centner gehören, die eiserne Vorwand mit Lehm verstrichen, zündet man gespaltnes Holz in den Darrgassen an, und giebt gelinde Hitze, wodurch zuerst noch Werkblei abflielst, welches sich beim Erkalten des Kiehnstocks auf den Saigerscharten aus- gebildet hatte, allein nicht zum Abflufs gelangen konnte. Wenn dieses völlig abgeflossen und der Darrrost sich zeigt, ein Gemisch von Dlei- und Kupferoxyd, wird stärkere Hitze gegeben, gewöhnlich nach 5 bis 6 Stunden, vom Anfeuern an gerechnet. Dieses Produkt zeigt sich dann bei lebhaftem Zug 9 bis 10 Stunden lang, fliefst in die Darrgasse nieder, und wird aus ihr mit eisernen Krücken alle 2 Stunden herausgezogen. Nach dieser Zeit fliefst es sparsam nieder, dann wird die Hitze gemä- fsigt, die Zuglöcher geschlossen, welehe Dämpfung 3 bis 4 Stunden an- dauert; sobald er aber darauf wieder reichlicher sich zeigt, werden die Zuglöcher geöffnet, die Hitze verstärkt und das Abfliefsen des Darrrosts vermehrt, bis nach 6 bis 8 Stunden diese Operation beendet ist, indem sich kein Darrrost mehr zeigt. Alsbald wird der Ofen geöffnet, die ab- gedarrten Kiehnstöcke, Darrlinge, masses ressudes; glühend ausgebro- chen und in einem Kaltwassersumpf abgelöscht, um die Ablösung des fast im verglasten Zustand sich befindenden Kupferoxyds, Pickschie- von der Oberfläche zu erleichtern, welcher mit einem fers, ecailles, rjenige Theil des Darrrosts, welcher mit Spitzhammer abgepickt wird. De der Sohle der Darrgasse sich vereinigt hat, heifst Darrsohle, sie wird, wie der Darrrost, in der Nacharbeit zu Gute gemacht.— Nach der ge- wöhnlichen Annahme sollen vom Centner Kiehnstöcke 66% Darrlinge, 33% Darırost, 5 Darrsohle und 6% Pickschiefer erfolgen. [Nach Karsten bestanden 5 Proben Darrlinge aus: Kupfer.......- 82,7 85,6 834 872 90,6 Bier 173 144 16.3. 2128 9,4. Nach Lampadius enthalten die Darrlinge noch 1 bis 1% Loth Silber, in Hettstädt sollen sie sogar 3 Loth S. und 40 Pfd. Blei enthalten(2) — Pickschiefer enthält theils metallisches Kupfer, hauptsächlich aber Kupferoxyd 60 bis 702, Kupferoxydul, Bleioxyd(gröfster Gehalt 20,59); nach Lampadius auch 3 bis 3% Loth(?) Silber im G.— Darrrost be- stand nach Karsten aus: Bleioxyd.....- 77,1 bis 85,1 Kupferoxydul. 4,1» 193 Eisenoxydul.. 0,3» 0,5 Thonerde.:..» 10:5=183 Kieselerde....’ 95»:139 Derselbe kommt überhaupt einem einfachen kiesels. Salz nahe.] Nun folgt endlich das Gaarmachen der Darrlinge, raffinage de cuivre, es hat zum Zweck, die Darrlinge von dem noch enthaltnen Blei zu befreien; allein eine gänzliche Beseitigung ist kaum zu erreichen. Das Gaarmachen geschieht! auf einem kleinen Gaarheerd, foyer d’affinage, a. (arlerd Pit|) ii Il, MICH. je h'„fl 1 nl abge |"pin Kohlen b 1 len | ll; nl MM gen, pi iu nl | Ai Bl, Aickel, Je Guansehlacl Kopf, gen ud wegen eich Tahe, welche v Die Sehlache I fliche des Hen chens, Gaarei getnuct mid; s und gezähn, und rein, die Bil lie stets hedeck | liche Kalt I Mille yon Tann | ir, dis Schleil unge Ihres Tr etllen Upfe mind soee, | Mm behützen, | A men Hinte Bl le An M li Kuple |"rt, neh U def, AU Geh, ! Terden, 0 NE len u mm le en “ lt N „Ayıer y "nn bein chschiefe, ».die eiseme\m; Ola. in den Dans och Werktli all, den Saigersehane ı komte. Wen ‚ein Gemisch rn) gewöhnlich na; Produkt zeigt si in die Dargası uı Stunden hersuen n wird die He ng 3 bis 4 Sta ' sieh zeigt, wel Abflielsen des Dır ıtion beendet is: r Ofen geöll, 6 suces, glühend u: , um die Allisy pferoxyds, Pick rn, welcher nit s Darrrosts, welle ; Darrsohle,#r omacht,— Nach hnstöcke 6604 Dir :rlolgen, 5: gm 28% h 1 bis 1; Inh} , Blei enthld fer, haupısdl |(gröfster Gehalt) r im€,— Dam" bis 85,1 send » 09 » 13 „19 sels. Salz nahe. Jarrlinge, ra! n noch enthalt’ nn um zu erreicht id :d, joyer auf Bi No mul non nina art EEE Tg en Tg Gaarheerd, Gaarmachen des Kupfers, Rosettenkupfer. 291 Fig. 16 Tafel XI, der oben eine Weite von 18 bis 20 Zoll besitzt und 12 Z. tief ist, mit Lehm und Kohlenlösche ausgeschlagen, die Form b liegt gleich über dem Heerd in einem Formgewölbe ec der Brandmauer, sie hat 20 Z. Fall, und enthält die Düsen zweier Bälge. Zuerst wird der Heerd abgewärmt, auf die Kohlen% Centner Darrlinge aufgegeben und mit Kohlen beschültet; sind diese eingeschmolzen, so trägt man so lange Kohlen und Darrlinge nach, bis der Heerd gehörig voll ist, 2% bis 2; C. enthält; in Neustadt a. d. D. werden 7% C. Darrlinge auf einmal gaar gemacht, von denen 5©. Gaarkupfer erhalten werden. Die Ge- bläseluft oxydirt die Oberfläche des geschmolznen Metalls, namentlich das Blei, Nickel, Kobalt, Eisen, aber auch Kupfer, und es bildet sich die Gaarschlacke, welche anfangs reicher an Bleioxyd und ärmer an Kupferoxydul, gegen Ende des Prozesses aber immer reicher an leizterm und weniger reich an Bleioxyd fällt. Die erstere hat eine schwärzliche Farbe, welche nach und nach in Roth übergeht, die Farbe der letztern. Die Schlacke flielst von selbst längs der Schlackentrift von der Ober- fläche des Heerds ab. Man probirt die Gaare mittelst eines Eisenstäb- chens, Gaareisens, welches durch die Form in die Kupfermasse ein- getaucht wird; sobald der Kupferspahn purpurfarbig erscheint, sehr fein und gezähnt, und einen Knopf am Stäbchen bildet, so ist die Gaare er- reicht, die Bälge werden abgehangen, die Kohlen, die zeither die Ober- fläche stets bedeckten, sammt den Schlacken abgezogen und auf die Me- talifläche kaltes Wasser gegossen, wodurch dieselbe erstarrt und mit Hülfe von Zangen als eine dünne Scheibe, rondelle, cake, abgerissen wird, das Schleifsen, Scheibenreifsen, Abscheiben, lange fortgesetzt wird, bis das letzte konische Stück vom Heerds erhalten wird, das Königsstück. Das in Scheiben Kupfer wird sogleich in kaltem Wasser abgelöscht, um es vor Oxyda- lion zu beschützen, doch läuft es stets cochenillroth an, bedeckt sich mit einem dünnen Häutchen von Oxydul; es hat auf der untern Fläche ein zackiges, hakiges Ansehen, eine Folge des Abreifsens von der Fläche des noch flüssigen Kupfers, woher auch der Name Rosette nkupfer, eui- vre en rosettes, gekommen sein mag. Das Gaarmachen von 2% Ceniner Darrlingen dauert etwa% Stunden, liefert 1% C. Gaarkupfer in 36 Schei- ben und Gaarschlacke. Soll das Kupfer sodann ausgeschmiedet, oder gewalzt werden, so giebt man ihm erst noch die Hammergaare.(Hie- von siehe weiter unten.) welches so Boden des geschleifste [ Das Gaarkupfer enthält oft noch 0,5% Blei, nach Lampadius das Hettstäd- ter 15 bis 2 Loth Silber im Centner, die Gaarschlacke nach Karsten, und zwar in vier verschiednen Perioden, zu Anfang, gegen die Mitte, und die vierte beim vollständigen Gaaren, wie folgt: \ 19* nik 292 Analysen von Gaarschlacken: Krützschmelzen. ze 1, met Bleioxyd.....-.- 67,4 62,1 54,8 51,7>: u Kupferoxydul,....- 62T 192 19,8 Fl Eisenoxydul......- 1,0 18 1,2 1,2 MM nl ver Thonerde c......-- St EA| Alan de 23.29 214 239.| Lie Dieselbe wird für sich in einem Krummofen durchgeschmolzen, um die mi I; Metaloxyde möglichst abzuscheiden und im metallischen Zustand darzu- a jnderte DehJach stellen; hiebei fällt der sogenannte Geier, Libetten, eine Art Schwarz- kupfer,+ bis 4 des Gewichts, welches beim D zu einem gewissen Antheil beim Gaarmachen beigefügt wird, ferner Gaar- Ki krätzschlacken, welche wegen‘des Gehalts an Blei- und Kupferoxyd nl Ve beim Schlackenschmelzen mit angewendet werden.| Alk Bil Sämmtliche Abfälle, Gekrätz, Schlacken etc. werdeu, nachdem sich 4), mV vierteljährlich einer eignen Schmel- Vuänderung Joh arren mit zugesetzt, und nit Holkolln N er llireiwirde gehörige Mengen angesammelt haben, gegen werde Krätzschmelzen, oder Dörnerarbeit,| ollen Metalle, Blei, Silber und Kup- zung unterworfen, das stick werden ge um die in ihnen enthaltnen werthv heschickung ang fer zu Gute zu machen. Von diesen mannichfaltigen Prozessen hier nur Kiehnstöcke eine ganz kurze Uebersicht. Die Darrsohle wird für sich geschmolzen,| Kichnsrcke fü wobei das Darrofenzeug fällt, eine Legirung von Kupfer, Blei,(Nik-| ches von ıhne | mehr auf Vorı kel, Kobalt), Eisen, Silber, von letzterm enthält der Centner meist an 8 Loth, weshalb das Darrofenzeug theilweis beim Treiben zugesetzt 1 von Darrgen wird; ferner rothe Schlacke, sie enthält ziemlich viel Kupferoxydul che Krätsehne und Bleioxyd, und wird dem Schlackenschmelzen unterworfen. Das und Kopkroyı eigentliche Krätzschmelzen besteht in der Zugutemachung der Frisch- hıpfas anwenden schlacken, der Saigerdörner, der Glätte, des Heerds, Darrrosts, Pickschie- hillen unter. dem fers, des Waschwerks,(eines Schliechs aus metallhaltigen Ofenbrüchen le vom Verhleien von sämmilichen Schachtofenarbeiten, welche gepocht und verwaschen Bi: ämlıch Br ee werden), mit einem Zusatz von etwas Schwarzkupfer, wenn n ER. 7”. Fr bh Ihe Amaloamat'ne das Gekrätz nicht Kupfer genug enthält, um ein Verhältnils von 1:8 ‚Anni zum Blei zu bedingen. Sämmtliche Krätze wird zu 70 Centner über Yin ver einen Halbhohofen von 14 Fufs Höhe und einem Vortiegel in 4 bis| 1 dr Golesheoh, 4% Stunden durchgeschmolzen, alle Viertelstunden ein Stück abgesto-| At Tenee ohne chen, Schmelzstück, pain de bonne crasse, von 2% Centner, und aan a einige 20 Centner Schlacken, reiche Schlacken genannt. Die erstern rg IV, werden gesaigert, und liefern 25 bis 26 C. Schmelzblei, plomb d’oeu- lm| 5:&>=: Unkne zu be wre de crasse, mit 2 bıs 3 Loth Silber im C., welches bei der Frisch- 1 beire arbeit beigesetzt wird, und 6 bis 7 C. Kiehnstöcke, Schm elzkiehn- 1 Auen, st,, 4 bis 5 C. Saigerdörner. Die reiche Schlacke enthält 40 bis 4254 Pte er Bleioxyd, Kupferoxydul. Karsten fand in der Krätzschlacke, oder rei-"ln Silber chen Schlacke von Neustadt a. d. D. Bleioxyd 34,8, Kupferoxydul 1,6,"A ee, h Eisenoxydul 5,6, Kalk 3,1, Magnesia 0,9,'Thonerde 12,9, Kieselerde Ih“is Ih) 40,9, Kobalt, Nickel Spuren; die Zusammensetzung nähert sich einem| doppelt kiesels. Salz. Die reiche Schlacke wird deshalb zugleich mit ee r rother Schlacke und Gaarkrätzschlacke über demselben Ofen mit ei- ln nem Zusatz von Wascheisen verschmolzen, um durch eine Reductions- Sl A aa geschmolzen, ın schen Zustand dr .n, eine Ant$tln en mit wgeseln ı gt wird, feel lei- und Roy erdeu, nachdın einer eignendin ler Dörnenir) Blei, Silber ul] en Prozessen Ir: für sich gesehn in Kupfer, Bi der Centner ni m Treiben mi ch viel Kupker .n unterwore! „machung de , Pi Ihaltigen Oli ocht und ver! upfer, wenn- Verhältoils vo! zu 70 Centm! n Vortiegil nt 1 ein Srück ih von 24 Ceuta oenannt, Dei zblei, pm Iches bei der Is 2) Schmeld! e enthält') u tzschlackes da 8, Kupfer rde 199, Be” ud) nähert sich© Hr 'eshalb zug elben Ol A ch eine Red? ie>— 10 nn une ni 1 Tre— TUT Krätzarbeit, Amalgamation des Kupfersteins. 293 arbeit die metallischen Oxyde zu Gute zu machen; hiebei fallen soge- nannte Schlackenstücke, pains de mauvaise erasse, ähnliche Le- girungen von Blei, Kupfer, Silber ete., wie die Schmelzstücke, und Schlak- ken(einmal veränderte Schlacke, welche noch 20 bis 22° Oxyde ent- hält); beim Schmelzen dieser erhält man gleiche Produkte, die dabei fallende zweimal veränderte Schlacke enthält noch 13 bis 153 Oxyde, sie wird deshalb zum dritten Mal geschmolzen, wodurch eine dreimal ver- änderte Schlacke erfolgt, die nicht mehr die Kosten einer wiederholten Veränderung lohnt, daher über die Halde gestürzt wird. WVenn statt mit Holzkohlen mit Coaks geschmolzen‘wird, so ist man durch zwei- maliges Verändern ım Stande, die Schlacke bis auf einen Gehalt von 4,123 Bleioxyd und 0,18 Kupferoxydul herabzubringen, wie in Neustadt a. d. D., wo WVascheisen und Eisenfrischschlacke nebst Flufsspath zu- geschlagen werden. Die von diesen Schmelzungen erhaltnen Schlacken- stücke werden gesaigert, dabeı fälltSchlackenblei, welches zur Frisch- beschickung angewendet wird,(vergl. vorn Seite 286) und Schlacken- Kiehnstöcke. Man pflegt hie und da die Schmelz- und Schlacken- Kiehnstöcke für sich zu darren und gaar zu machen, weil das Kupfer, wel- ches von ihnen erhalten wird, weniger rein sein soll, allein dies scheint mehr auf Vorurtheilen zu beruhen. In Hettstädt werden alle 3 Sorten von Darrlingen zugleich gaar gemacht. Man sollte ferner das eigentli- che Krätzschmelzen mit dem Frischen verbinden, d. h. alle Bleioxyd und Kupferoxydul enthaltenden Abgänge zum Frischen des Schwarz- kupfers anwenden, welchen Prozels man auch auf gut geleiteten Saiger- hütien unter dem Namen Verbleien befolgt; die Frischschlacke und die vom Verbleien müssen dann für sich verändert werden.] Bereits auf Seite 286 ist erwähnt worden, dafs man auch mittelst des Amalgamationsprozesses das Silber aus dem gerösteten Kupferstein zu scheiden versucht hat; ein Amalgamationswerk dieser Art besteht auf der Gottesbelohnungs- Hütte bei Grofsörner unweit Hetistädt. Die ersten Versuche ohne Blei mittelst Quecksilber die Kupfersteine zu ent- silbern, geschahen zu Anfang dieses Jahrhunderts von Schwarze*), jetzt ist ein grölseres Werk aufgeführt, um diesen Prozefs im ausgedehnte- ren Umfang zu betreiben, um daselbst jährlich 5000 Centner Kupfer- stein zu amalgamiren. Was die Theorie des Amalgamationsprozesses im Allgemeinen betrifft, so wie die nöthigsten Details, so wird davon später beim„Silber” in Bezug auf den Freiberger Prozels das Nöthige mitgetheilt werden, hier nur eine kurze Uebersicht des zum Entsilbern des Kupfersteins befolgten Verfahrens. Der Kupferstein vom Schieferschmelzen wird in 3 Feuern geröstet, *) Lampadius a. a. O. Theil 2, Bd, 2, S. 211. Supplemente Bd, 1. S. 50.— Manes a. a. O. pag, 69. HL/ EN... 294 Verfahren bei der Amalgamation des Kupfersteins. darauf trocken gepocht, auf Mahlgängen gemahlen, gebeutelt, in eigens construirten Flammöfen zu 3 Centnern geröstet, um die noch nicht gehö- rig oxydirten Metalle mit Sauerstoff zu verbinden, den Schwefel theils als schweflige Säure zu verdampfen, theils in Schwefelsäure zu verwan- deln, welche mit erstern schwefe s. Salze bildet; dieses Rösten dauert 3 Stunden. Hierauf vermengt man den gerösteten Kupferstein mit 14, gemahlnen Kalkstein und 10% Salz, und setzt Wasser hinzu, so dals es ein Brei wird, der nach 18 bis 20 Stunden erhärtet; hiebei ent- weicht etwas kohlens. Gas. Die Masse wird dann in Kästen geschüttet, in Lagen von 1% Zoll in einem Trockenraum getrocknet, darauf ge- pocht, gesiebt, gemahlen und gebeutelt, und in einem Flammofen geglüht, theils um das Wasser zu entfernen, theils, und ganz besonders, um eine chemische Zersetzung zu bewirken; die Schwefelsäure zerlegt nämlich das Salz und den Kalkstein, es entweicht salzs. und kohlens. Gas, das Silber verbindet sich mit Chlor zu Hornsilber, so auch ein Theil des Kupfers, Eisens, Kobalts, Nickels, während das Natrium des Kochsalzes durch den Sauerstoff der Oxyde in Natron übergeht, welches mit Schwe- felsäure verbunden Glaubersalz bildet; auch entsteht dabei schwefels. Kalk. Nachdem sich kein salzs. Gas mehr entbindet, hört die Röstung auf, und man schreitet zur Amalgamation selbst. Man füllt in die Amal- gamationstonnen(wie in Freiberg) 2% bis 3 Centner Wasser, 10©. ge- rösteten beschiekten Kupferstein,% C. zerschrotetes Schwarzkupfer, um das mit dem Silber verbundue Chlor aufzunehmen; hierauf lälst man die Tonnen 2 Stunden lang um die Achse sich drehen, bis jene Materien recht innig sich gemengt und eine erfahrungsmälsige nothwendige Con- sistenz erlangt haben, dann erst wird das Quecksilber zu 2 bis 2;C. hinzugeschüttet. Nun gehen die Tonnen 18 bis 20 Stunden um, wäh- rend dem das Silber sich mit dem Quecksilber und das Chlor mit dem Kupfer verbunden, wobei eine Temperaturerhöhung bis 40% C. statt fin- det. Hierauf füllt man Wasser zu, läfst die Tonnen noch eine Stunde lang umgehen, wodurch das Amalgam sich mehr sammelt, welches so- dann in gewöhnlicher Art aufgesammelt, vom überflüssigen Quecksilber durch Auspressen befreit, und entweder, nach der in Freiberg gewöhn- lichen Art, unter gulseisernen Hauben durch rings herum brennenden Torf oder Kohlen, oder in gulseisernen Retorten abdestillirt wird; das gewonnene Silber wird dann kupellirt. Aus dem dieklichen Rück- stand wird noch durch gehörige Verdünnung mit Wasser und Umrüh- ren Amalgam gewonnen, die Flüssigkeit dann abgelassen, und der Brei mit 20 bis 25% Thon mit Hülfe von Pochstempeln zusammengearbeitet, aus welcher Masse Ballen geformt werden, Sch melzkuchen, die theils an der Luft, theils in einem Trockenraum getrocknet, dem Schwarzkupfer- ale P mit best \ı Auen! A Imelbe ef eil nl sie fo mise ‚ eindern silin achen| u gemalt, di Aula 0 0 aan don Sem Dach diese In Kaya der durch srlienpmueh ach schon im] vrkue INN aulgong ui 19 Der oder Role men brechen, Beras oben von dem Frank der Hätenproze Be aung von silbet frs aus dem dil den, Der Ane eine Procnte| wiederhlt gerö bee oben bes hp und Spur ein er anf Sch " Su apens eı ik an Gparm; fl dl ne ei he Kupfer le Kopf "a td g | Denn |{ er we Dr en unte I). il, es RE Pr) x Venen nn a— Tu 7“7 11 Wan er x Kupferstei,|| Kupfergewinnung aus Fahlerzen. n , in, die noch al N ‚ den Schmeli, velelsäure a machen über einen 16 Fuls hohen Hohofen unterworfen werden. Die Schmelzpost besteht aus jenen Schmelzkuchen, den Schlacken vom vor- herizen Schmelzen und einem Zuschlag von Flufsspath; sobald der Tie- 5 tes Am oe] voll ist, sticht man ihn ab, und erhält im Stichheerd Schlacken, alegeg Mnskan}= ö S 3 k un Dünnstein und Schwarzkupfer, erstere werden wegen ihres Metallgehalts | inter: am]= ss Z; pa-e. Te pin einer Veränderung unterworfen. Das Schwarzkupfer enthält viel Nickel, "asser hinz, y wird in flachen Gaarheerden, bei weniger Kohlen und weniger Wind erhärtet; Jie : gaar gemacht, die geschleifsten Scheiben umgeschmolzen.— Auch zu 1 in Kästen nl v Schmöllnitz in Oberungarn wird dieser Prozels betrieben, nur wendet etrocknet, Ai man dort Schwarzküpfer an*), em Plammohny Durch diesen Amalgamationsprozefs erhält man aus einer gleichen nz. besonden, ın Menge Kupferstein mehr Silber, allein etwas weniger Gaarkupfer, wel- säure zerle vi ches, aber durch seine grölsere Reinheit im Vergleich mit dem vom Sai- ind kohlens 65 gerhüttenprozels reichlich ersetzt, was an der Menge abgeht; es wird 0 auch ein auch schon im Handel zu 1% bis 2 Rthlr. theurer bezahlt, als das Sai- abrium des Kit gerkupfer. Der Verlust an Quecksilber ist nicht bedeutend, der Kohlen- t, welches nit\ aufgang mälsig, das Nebenprodukt Glaubersalz(Gyps) nicht ohne Werth, steht dabei sch[1. 2) d. Der Prozefs der Kupfergewinnung aus silberhaltigem Fahlerz, det, hört del oder Kupferkies und silberhaltigem Bleiglanz, wenn sie entweder zusam- Man füllt in di! men brechen, oder mit einander gattirt verschmolzen werden. Bereits oben Seite 184 beim Blei ist von dem Freiberger, Seite 188 rer Wasser, 11|. Scharlat von dem Frankenscharrner und Seite 19] von dem Müsen und Littfel- es Schwarzknt E 5:: Senn. hi Rh der Hüttenprozels die Rede gewesen, insofern es sich um die Gewin- ee nung von silberhaltendem WVerkblei handelte; die Darstellung des Kup- ‚hen, bis jel fers aus dem dabei fallenden Kupferstein soll hier kurz erwähnt wer- ige nothwenlt den. Der dritte Blei- oder Kupferstein, welcher 40 bis 482 Kupfer, silber zu 215: einige Procente Blei und% bis% Loth Silber im Centner enthält, wird 0 Stunden u wiederholt geröstet, und dann über demselben Ofen durchgesetzt, wie d das Chlor bereits oben beschrieben worden. Das Produkt hievon ist Schwarz- bis 165 kupfer und Spurstein, welcher höchstens 1 Loth Silber enthalten darf, r DIS I 2. R 0. ; hei) wenn er auf Schwarzkupfer weiter verhüttet werden soll, widrigenfalls r noch eilt!...... En er noch eigens entsilbert werden muls; er wird nach gehörigem Abrö- ammelt, we!: i; 5 sammelt, sten beim Gaarmachen von Schwarzkupfer zugesetzt, da es nicht so viel flüssigen m giebt, dafs eine eigne Arbeit mit demselben vorfallen könnte. Von dem in Freibeg dortigen Kupferkies, welcher mit silberhaltigen Geschicken bricht, wird s herum br silberhaltiger Kupferstein durchs Rösten und Schmelzen gewonnen, wel- hdestillirt ih cher 24 bis 302 Kupfer und nicht selten 1% bis 2% Loth Silber im C. im. dickliche‘ enthält; er wird geröstet und durchs Schmelzen mit silberhaltigem ge- Wasser W lassen, um e zusammengt il rösteten Bleiglanz entsilbert, falls er nicht weniger als 1 Loth enthält; dann wird er wie der III Bleistein behandelt, geröstet und dem Schwarz- kupfermachen unterworfen. Das Schwarzkupfer der dortigen Hütten ist schr a*) Prechtl's Encyclopädie etc, Bd. 1. S. 257 dem Sein" u= ee er 296 Ausöringen des Kupfers aus Roihkupfererz und Lasurerz. unrein, enthält meist 70% Kupfer und nur selten 87 bis 90%; die dabei fallende Schlacke wird wegen des reichlichen Blei- und Kupfergehalts beim Erzschmelzen angewendet. Das aus dem unreinen Schwarzkupfer auf kleinen Gaarheerden gewonnene Gaarkupfer kann nur zu Gulswaaren verwendet werden, höchsteus als eine Mittelsorte Schlagkupfer.] II. Ueber das Ausbringen des Kupfers aus Rothkupfer-. und La- surerz, zu Chessy*) bei Lyon. Das hauptsächlich zur Kupferproduktion benutzte Erz ist das Lasurerz, welches 1812 durch Zufall entdeckt wurde, Rothkupfererz ist erst seit 1825 mit in Arbeit genommen worden; der mittlere Kupfergehalt des erstern beträgt in dem reichen, welches wenig Gangarten enthält, 33,6 bis 365, in dem armen 20 bis 242, des letztern 40 bis 7622. Das Schmelzen zeschieht über einen Krummofen von 5% Fufs Höhe, 22 Zoll Breite und 3 F. Tiefe, die Form liegt 14 Zoll über der Schachtsohle horizontal; in dem 2 Fufs über der Hüttensohle liegenden Vorheerd ist ein Tiegel ausgeschnitten, welcher mit dem Spur- tiegel durch die offne Brust zusammenhängt und mit schwerem Gestübbe ausgeschlagen ist. An der einen Seite liegt der Abstich und in der Hüt- tensohle ausgespart der Stichheerd, zu welchem ein Graben führt. Das Erz wird so gattirt, dafs ein mittler Gehalt von 27° entsteht, und als Flufsmittel etwa 202 Kalkstein zugeschlagen, desgleichen an 505 vom Gewicht des Erzes Schlacken; man giebt auch wohl noch einige Pro- zente Rothkupfererzschliech mit gebranntem Kalk und Gaarschlacken vermengt, die an 20% Kupferkörner enthalten, zu einem Schmelzkuchen vermengt, auf, Jede Gicht besteht aus 200 Pfd. der Beschiekung und 150 Pfd. Coaks, und ist der Ofen in gutem Gang, so werden in 12 Stun- den 10 bis 14 Gichten durchgesetzt, Ist der Vortiegel, nach öfterm Ab- ziehen der Schlacken, nach 12 Stunden voll Metall, so wird das Gebläse abgehangen, abgestochen, die auf dem Metall schwimmende Stein- schlacke, matte, durchs Aulsprengen von Wasser abgeschreckt und ab- gezogen, darauf das Schwarzkupfer durch kaltes Wasser gleichfalls in Scheiben gerissen. [Die bei diesem Reduetionsprozefs fallenden Schlacken sind entweder gla- sig und hellblau, die häufigst vorkommende Art derselben beim Gaar- gang, oder zellig, schwarz, unvollkommen geschmolzen, beim Rohgang wegen Ueberschuls an Kalk, oder endlich roth, derb, meist blasig, wenn zu wenig Kalk vorhanden, der Gang zu hitzig ist und Kupferoxydul in die Schlacke geht, Sie bestehen aus kiesels, Thanerde, Kalk, Eisenoxy- *) Margerin in den A. d, M, II serie Tom, 7. p. 293.— Thibaut daselbst Tom, 4, p. 193: in K. A,£ B. u. H. Bd, 15, S. 155, de sth Ju dm nil je bel Mi) Susen’ Jul aus 9 | jallnge Iulich sam h augen] Im Gun Tor its 1 Jene A l Tinen versch Darhneser, 1 se Können; se sin ist vom 1 serechne, N [Beschreibun wie er zu schnitt ne Grundmuer stein von Jen Sthiehten Ge cle auf einer Kenohle di e wis nach a ft st sind dur atchöfeung y mit einander Form, in wele ii, durch vw te ne Ess Krb De I Xnelz alter Si hm kl hei Ulsda IN ten lan Lumn hu ren Zeit sy i U]Ie eriala Y Sch 4 {ee Km "° und Tas. 37 bis 99. 1 l bi Mr nd Kupfer, en Scharf, R mar au Gul Schlagkuper Rothkuper. u zur Ruplerm Zufall entderk nommen word: chen, well, bis 242, dal inen Kram e Form les II über der Hit velcher mit din! it schweren 'stich und ind} n Graben fir, 27 5 entsteht, ul eleichen an 3) vohl noch ei! k und Gaı einem Schnelh der Beschichu: o werden in 1}! sel, nach olken so wird dosht schwimmend:| abgeschrech ui Wasser glei n sind entweit Jerselben hen® a lzen, beim I y, meist bla" ınd Kupferosf rde, Kalk, Eiw h 293. a Th 9, 5 18 Te Gaarmachen des Schwarskupfers auf dem Lyoner Gaarheerd, 297 dul, die rothen enthalten auch etwas kiesels, Kupferoxydul, sie wer- den dann mit durchgesetzt, Die auf dem Schwarzkupfer schwimmende Schlacke besteht zu 86% aus kiesels. Eisenoxydul, 8,5 Schwefelkupfer und S.eisen, sie wird wieder mit durchgestochen. Das Schwarzkupfer besteht aus 89,3 Kupfer, 6,5 Eisen, 3,7 kiesels. Eisenoxydul und einer klei- nen Menge Schwefeleisen(Folgen der Einmengung obiger Steinschlacke). Endlich sammelt man auch Ofenbrüche ein, welche ungefähr 60% Kup- fer ausgeben.] Zum Gaarmachen des Schwarzkupfers dient ein Flammofen; der Heerd ist aus Thon, Sand und Kohlengestübbe geschlagen, eiförmig, die längere Axe 8 Fuls, die kleinere 6%; F., in der Mitte 10 Zoll tief, mit Rinnen versehen, welche nach beiden Stichheerden führen, die 3% Fuls Durchmesser, 16 Z. Tiefe haben und zusammen 27 Centner Kupfer fas- sen können; sie sind mit schwerem Gestübbe ausgeschlagen; der Schorn- stein ist vom Rost aus 30 F. hoch, und 36% F. von der Hüttensohle ab gerechnet, durch einen Fuchs mit dem Öfen verbunden. [Beschreibung des auf Tafel XI Fig. 17 und 18 dargestellten Gaarheerds, wie er zu Chessy bei Lyon im Gebrauch steht; Fig. 17 Längendurch- schnitt nach der punktirten Linie AB in Fig. 18, dem Grundrifs. Die Grundmauern sind von Gneis, das Gewölbe, die Feuerbrücke, der Schorn- stein von feuerfesten Ziegeln aufgemauert. Die Ofensohle wird aus drei Schichten Gestübbe a gefertigt auf einer geschlagnen Thonsohle b, wel- che auf einer gemauerten Heerdsohle e ruht, unter dieser ist eine Schlak- kensohle d; e obere, f untere Abzüchte, g,g zwei Kanäle, welche et- was nach aufsen abschüssig, nach den beiden Stichheerden h,h führen, sie sind durch eingesetzte Ziegelsteinmauern i,i bis zur nöthigen Ab- stichöffnung verkleinert. Beide Stichheerde stehen durch einen Kanal k mit einander in Verbindung.| der Rost, m die Feuerbrücke, n die Form, in welcher zwei Düsen liegen, o der Schornstein, p die Arbeits- thür, durch welche die Schlacken abgezogen werden. Ueber dieser ist eine kleine Esse, durch welche die Flamme, wenn die Thür geöffnet ist, hervorbricht.] Die Schmelzpost, welche auf einmal gaar gemacht wird, beträgt 60 Centner Schwarzkupfer, welchen die Kupferkörner und einiges Ce- mentkupfer beigesetzt werden; der Steinkohlenaufgang beträgt 36 Centn. Sobald als das Kupfer eingeschmolzen, bedeckt es sich mit einer ziem- lich starken Lage Schlacken, welche abgezogen wird(erster Abstrich, deerassuge); nach und nach bildet sich wieder Schlacke, welche gleich- falls abgezogen wird(zweiter Abstrich), und zwar sobald als sie sich zeigt, um die Metallfläche der Wirkung des Windes stets ausgesetzt zu erhalten. Nach 4 bis 5 Stunden bilden sich keine Schlacken mehr, das Feuer wird vermehrt; hierauf tritt ein heftiges Kochen des geschmolznen 298 Gaarmachen des Schwarzkupfers auf dem Lyoner Gaarheerd. Kupfers ein, das Arbeiten, travaille, welches% bis 1 Stunde anhält, und sodann, ohne dafs die Hitze vermindert worden wäre, von selbst aufhört. Nun wird die Gaarprobe angestellt, meist ist die Gaare% Stun- den nach dem Aufhören des Arbeitens erreicht; sobald der Abstich gesche- hen, erhebt sich von der Kupferfläche ein röthlicher Dampf, von einer unendlichen Zahl kleinster rundlicher Körnchen gebildet, die sich um Shre Axe mit wunderbarer Schnelligkeit bewegen, das Spratzen des Kupfers. Dieselben bestehn aus einem Kern von metallischem Kupfer mit einem Ueberzug von Kupferoxydul, einer Art Hammerschlag, der sich leicht ablöst, und als Streusand gebraucht werden kann. Das Kupfer wird dann in Scheiben, güteauxr de rosette, gerissen, und die Scheiben in fliefsendem Wasser abgelöscht. Das Gaarmachen dauert 16 bis 17 Stunden, wöchentlich erfolgt es Amal, der Abstich hat ge- meiniglich ein Gewicht von 50 Centnern, der Abgang beträgt also 15 bis 172, nach Zurechnung der Kupferkörner, welche ausgewaschen wer- den, der Verlust 2 bis 35, an Gaarschlacken fallen I1 Centner.— Viel Aehnliches hat hiemit das Kupfergaarmachen zu Sevilla in Spanien*), wo in einem sehr ähnlichen Ofen 35 C. Gaarkupfer in 9 bis 10 Stunden, wenn der Ofen im besten Gang ist, erhalten werden. [Die Schlacken vom ersten und zweiten Abstrich enthalten kiesels. Eisen- oxydul, gemengt mit wenig kiesels. Kupferoxydul, kiesels, Thonerde und Schwefeleisen; sie werden über den Krummofen als Zuschlag ver- schmolzen. Das Rosettenkupfer enthält 0,07 Kupferoxydul an der Ober- fläche und 0,035 im Innern. Im Rauchfang setzt sich Kupferoxyd und Oxydul an, welches über den Krummofen verschmolzen wird.— Das Arbeiten oder Aufkochen dürfte eine Folge davon sein, dals, wenn sich an der Oberfläche K.oxydul gebildet hat, während noch ım Innern und in den untern Schichten Schwefel enthalten ist, sich schwefligsau- Gas bildet, welches sich entbindet, und die Metallmasse bewegt, bis die ganze Schwefelmenge oxydirt ist; bevor jedoch alles Eisen in die Schlacke gegangen, kann es nicht eintreten, weil sich dieses mit Schwe- fel verbindet und ın diesem Zustand verschlackt. Um die Abscheidung des Eisens zu beschleunigen, welches am Ende des Gaarens hauptsäch- lich durch das an der Oberfläche erzeugte Kupferoxydul geschieht, hat man angefangen beim Gaarmachen Rothkupfererzschliech zuzusetzen, 5 bis 12 Centner, wodurch der Prozelfs um 2 Stunden früher beendet, und gleich nach dem Arbeiten abgestochen werden konnte, abgesehen davon, dafs auch das Erz auf eine bequeme WVeise zugutegemacht wird.] Bemerkenswerth ist, dafs im südlichen Frankreich(Besangon) sehr reines, weiches Kupfer dargestellt wird, welches sich ganz besonders *) Pelouse Mineralogie indnstrielle Paris 1829. pag. 272. Ah IM) Ma up PM johdt all macht hr jiallı y1, Jim bel Ä N Bergwerk ." ze 1 a Jen ef jm, zur Leg Sf, zu Jene ten, zu Pol Kuna m Res Stihen gemalt, der Goldminae Die Anis sehr wichlige den ist, Du grlser ehr weil dla möchte, nit Vo sei, alkin jene di lacht dadar [Berthert) ht selich ans der und ın dee] Kılın, 0,17| ab und meint, nit schwarzen hlanlalte ft Kalunpehalt, i= Fr. Puch Kı Ni let Iers zu soo “m In “%dırch I Veit), *R nufareh IE A ItE Iyoner Gar) ner Can)& en Anwendung des Kupfers. Cementkupfer. 299 _ bis hn] IS] Skumde zu zu plattirten Waaren, Gold- und Silberdraht(siehe davon beim Gold), “ Tl eiönet, da es höchst streckbar, weich und das Gold nicht beim Erwär- a men blind nacht, was leider mit allem durchSaigerarbeit entsilberten, Fee; dadurch bleihaltig gewordnen Kupfer der Fall ist, also mit dem Manns- * Dan, m felder. Man bezieht aus Rufsland viel Kupfer, welches von den Ural- bilde, die; schen Bergwerken der Grafen Demidoff geliefert, theils in Münzen aus- das Sprat geprägt angekauft wird, theils als Gaarkupfer in dicken Platten in den mehalischen I Handel kommt; auch englisches Kupfer kommt bei uns im Handel vor. ' Hanmersh; Man bedient sich des russischen Kupfers zu Kupferdraht, Lyoner Arbei- werden kan ten, zur Legirung des Goldes und Silbers, zu Kupferplatten für den te, gerissen, u) Stich, zu kleinen Bronzesachen, zu dünnsten Blech ausgewalzt zu Zünd- 5 Gaarmachen} hütchen, zu Folie für Juwelirer ete. Dagegen wird unser innländisches der Alslch Kupfer zu Kesseln aller Art durch Hammerwerke verarbeitet, zu Blech und bgang beträr d Stäben gewalzt, zu Kupfermünzen, zum Legiren der Silbermünzen(nicht ıe aussewäsche der Goldmünzen‘, zu Messing, Kanonenmetall und Glockengut verwendet. 1 I1 Centner,- Die Reinigung des durch Saigern entsilberten Kupfers bleibt noch eine Sevilla in Sur sehr wichtige Aufgabe, welche vielseitig angeregt noch nicht gelöst wor- r in 9bis10$ den ist. Durch den Prozefs ‚der Amalgamation dürfte jedoch schon.ein len, grofser Schritt zur Verbesserung der Güte der Gaarkupfer gethan sein, athalten kei] weil dadurch das Verbleien umgangen wird; wiederholtes Umschmelzen kiesels, Th möchte, mit Vorsicht ausgeführt, auch wohl nieht ohne günstigen Erfolg Ta sein, allein jener Seite 280 angeführte Umstand der Uebergaare zeigt, eg ie dafs leicht dadurch gefehlt werden kann. sich Kupfer[ Berthier*) hat ein sehr weiches, aufserordentlich dehnbares Kupfer, an- molzen wird.= geblich aus der Schweiz bezogen,(wohl jenes von Besancon), untersucht on sein, dh? und in demselben noch nicht 12% fremde Metalle, als 0,38 Eisen, 0,33 rend noch in Kalium, 0,17 Calcium gefunden, er leitet vom Kalium(?) die WVeiche ist, sich sch" ab und meint, man werde vielleicht durchs Schmelzen des Gaarkupfers etallmasse be mit schwarzen Flufs und Kohlenstaub in Tiegeln dasselbe reinigen und ch alles Esa kaliumhaltig gewinnen können. Mir dünkt, dafs der Vorzug nicht im ‘ch dieses mi! Kaliumgehalt, sondern in der Abwesenheit fremder schädlicher Metalle Um die Ak liegt.— In Frankreich, so wie auch zu Swansea, wird chilenisches und .c Gaarens 19 peruanisches Kupfer gaar gemacht,] Eee Nun bleibt noch übrig, etwas von der Gewinnung des Cement- als hend kupfers zu sagen, cuivre de c&mentation, precipitated copper. In te, abgeeha Gruben, wo Kupferglanz und andere Schwefelkupfererze brechen, bil- act il det sich durch langsame Oxydation durch die feuchte Grubenluft allmä- lig Kupfervitriol, schwefels. Kupferoxyd, oder auch in Folge des Feuer- ch(Besang®® i-:--- u selzens, wodurch die Oxydation beschleunigt wird; dieses löst sich dann sich ganz RR Be*) ET. BA.9,8; 27. p2£. sis 300 Cementwasser, Erzeugung von Cementkupfer. in den Grubenwassern auf, welche Cementwasser genannt werden. So findet sich zu Neusohl und an andern Orten Ungarns, in Schweden zu Fahlun, in Frankreich zu Sainbel bei Lyon, auf der Kupfergrube Mona Mine zu Amlweh auf der Insel Anglesea, in Sachsen zu Altenberg auf dem Zwitterstockwerk, am Harz im Rammelsberg bei Goslar u. a. a. O. m. Cementwasser. Man benutzt diese Wasser entweder zur Ge- winnung von Kupfervitriol, oder zur Darstellung von Cementkupfer, in- dem man durch Stab-(und Guls-) eisen das Kupfer aus ihnen melal- lisch niederschlägt. Ebenso gewinnt man auch auf den Kupferhütten im Mannsfeld*) aus der erschöpften Vitriollauge,(der Schwarzlauge, der Mutterlauge vom dritten Sud), Cementkupfer, indem man zur Nieder- schlagung die gerösteten, vom Kupferstein befreiten, Eisensauen an- wendet. Man erhält das Cementkupfer theils in Form von Blechen mit vielem Eisenocker untermengt, auch wohl trauben- und nierförmig, theils und besonders auf der Kupferkammerhütte faden- und haarförmig” Das Königl. Gewerbinstitut besitzt von dorther ein schönes Exemplar, wo Tausende von feinen Fäden, und selbst manche von der Stärke einer starken Clavierseite, unregelmäfsig in einander gellochten sind; auch be- merkt man kleine krystallinische Ansätze daran, so wie Eisenvitriolkry- stalle in den Zwischenräumen. Hin und wieder zeigten sich deutlich ausgebildete Oktaöder, Würfel. Dieses Cementkupfer wird theils für sich gaar gemacht, theils beim Schwarzkupfermachen dem Gaarrost zugesetzt.— In Cornwals gewinnt man ebenfalls Cementkupfer aus dem Abwaschwasser von den gerösteten Bergzinnschliechen, die Kupferkies enthalten, vergleiche vorn Seite 231. Aulser diesem durch die elektrisch- chemische Wirkung des Eisens aus der Vitriollauge niedergeschlagnen Kupfer(vergleiche I. Seite 252 und 83) erzeugt sich auch noch Cementkupfer ohne alle Einwirkung von Eisen. Clement**) machte zuerst darauf aufmerksam, er fand in den Fässern, in welchen sieh Kupfervitriolrohlauge befand, welche durch Ce- mentation des Kupfers mit Schwefel und Caleination des erzeugten Schwe- felkupfers und Auslaugen desselben erhalten worden war, schwammähn- liche Vegetationen von Kupfer, ohne dafs im Mindesten Eisen im Spiel war; es war dicht, hämmerbar, liefs sich zu dünnen Blättern schlagen, specif, Gewicht 8,78; Rhodius in Linz a. Rh. und Bischof in Bonn***), Taillefer+), Wagner++) bemerkten dasselbe. Unstreitig hat diese Er- scheinung darin ihren Grund, dafs durch jene Röstung des künstlich *) Plümicke in S. n. J. Bd. 14. S. 89.**) Daselbst S. 86, ###) p, A, Bd. 3.9.1495.)S. m 1 Bd. 16.8. 372, tt) Daselbst Bd. 17. S. 325. we hder u Onydl in Sue| Br In uber aid\ nddd ji 1905 be 1 Gyn Obeharmsit Prandenb Preul Schlischersss« Niederchs, Th Wesphilische Rheinscher u An rohen| an hal verarbe j A an kann und P j A Inpfschmelh deschlauen, ım| N), in Siegen alt, Bebık,( nlinpdberg,] man Hatsäde ı n- Änferhä Tilmerk Desone eralde am Fi Nah, Te ' Neehurg "tr genen 2A Eu N) Kann; N AU q nlkunfe, ET Fenannt Wil ms, in Schnel, „ Kupleroı;| Sen zu Allen 3 bei Goslır IM "entweder Ri Mm Cementkufr ler aus Tun u den Kupkerlit, Schwarz, em man zur N; ten, Eisen iM rm von Bel und nierlömi: und haarlimi jönes Exenlı, ion der Sl chten sind; ı wie Bisenit zeisten sich d ıpfer wird tl ıchen dem 6ı :mentkupler AN ‚hen, die Aıpa Wirkung de jche I, Seite ]le Eiowirku; m, er fand 1. welche dur Jos erzeugten Si war, schwa ‚ten Eisen in!* n Blättern sch schof in Don” reitig hat diese tung des kin’ Ibst 5; 8, .amg „glas Kupferproduktion. 301 dargestellten Schwefelkupfers sich zuerst schwefels. Kupferoxydul bildet, welches unvollkommen durch die Hitze in Oxydsalz übergegangen ist, während sich der übrig gebliebne Antheil des Oxydulsalzes in der Auf- lösung in Oxydsalz und Metall zersetzt, denn das Oxydul hat nur halb so viel Sauerstoff als das Oxyd. [Wach über ein Verfahren Metallvegetationen in fester Form darzustellen, sen end 288.40,— Kupferproduktion im preufs. Staat. Im Jahr 1825 betrug dieselbe 16,768 Centner; 1826 16,384% C.; 1827 14,253% C.; in den Jahren 1828 und 29 wie folgt: 1828 1829 Oberbergamtsdistrikt. Gaarkupfi. ee. Gaarkupfr. re Centner. Ceniner. Centner. Centner. Brandenb. Preufsischer..— 1.953—_ 5,694 Schlesischer...-..«.....+ 3377 1,158% 433% 4,2085 Niedersächs. Thüringsch. 16,0023 574 15,898%*) 620 Westphälischer.seeeeeee 7 1,4043 nr 1,6365 Rheinischer 0.........:-- 6845 919 729 948 17,0243 12,0097 17,0613 10,107. An rohem Kupfer und Messing betrug im Jahr 1828: Einfuhr....... 00. es... 9,146 Centner, Kusfuhr..2.cnfasseonuee- 9,7148» an halb verarbeitetem Kupfer und Messing, geschmiedet, gewalzt: Einfuhr a ee 303 Centner, Austuhresee.>- Honda 4,034» an Kesseln und Pfannen: Einführ 2.250265"Gekitner, Austihrii de 4,262» Kupferschmelzhütten sind im preufsischen Staat: zu Rudolstadt in Nie- derschlesien, im Mannsfeld und bei Sangerhausen(vergleiche oben Seite 282), im Siegenschen zu Müsen und Littfeld, Alsauer Hütte bei Linz a. Rh., Regbzk. Coblenz, zu Allenbach, Kreis Bernkastel, Regbzk, Trier, zu Klüppelberg, Kreis Wipperfürth, Regbzk. Cöln.— Kupfersaigerhüt- ten zu Hettstädt und zu Hoherofen bei Neustadt a. D., Regbzk. Pots- dam.— Kupferhämmer sind fast in allen Regierungbezirken des Staats, Walzwerke besonders in Oberschlesien, zu Kupferhammer bei Neustadt Eberswalde am Finowkanal, Regbzk. Potsdam, zu Dillingen, Kreis Saar- louis, Regbzk. Trier, zu Olpe, Regbzk. Arnsberg, zu Rothenburg a. S. Regbzk. Merseburg u. a. a. O,— Frankreichs Kupferproduktion betrug 1826 nur gegen 2,800 Centner.] *) 13,4354 aus dem Mannsfeld, 2,1014 von Sangerhausen, 362% von Kammsdorf, 302 Verfahren bei dem Häümmern und Walzen von Kupfer, Das Verfahren beim Ausrecken des Kupfers unter Himmern und Walzwerken ist mit dem beim Eisenblech angegebnen sehr übereinstim- mend(vergl. Seite 85); das Gaarkupfer muls aber zu diesem Zweck in einen vollkommen hämmerbaren Zustand und in schickliche Form gebracht werden, denn nicht immer hat dasselbe die vollkommne Ham- mergaare. Zudem Ende schmelzt man das in Stücke zerbrochne Ro- settenkupfer mit Holzkohlen vor einem Gebläse in Heerden, die dem Gaarheerd ganz gleich kommen(auf dem Kupferhammer zu Neustadt E. hat der Heerd eine Tiefe von 8 Zoll von der Höhe der Form gerech- net, und einen Durchmesser von 21 Z. in gleicher Höhe), ungefähr 4% Ceniner ein, bis der Heerd gehörig gefüllt ist. Die Gaare probt man durch den Hammer, man nimmt flüssiges Kupfer mit dem Gaareisen heraus, schlägt den anhängenden Kupferspan los, hämmert denselben und wirft ihn, wenn er nicht bricht, in kaltes Wasser, dann wird er auch kalt gehämmert; besteht derselbe ohne zu reilsen die Probe, so hat das Kupfer die kalte und warme Hammergaare, und wird dann in eiserne mit Lehm ausgeschlagne Formen gegossen, wodurch sogenannte Hartstücke von gegen 1 Centner Schwere erhalten werden, der Ab- fall an Kupferschlacken beträgt 23 bis 3 Pfd. vom Centner; sie werden gepocht, um die enthaltnen Kupferkörner zu gewinnen. Die Hartstücke sind mit Kupferoxyd, K.asche, bedeckt, welche abgepocht auf den Centner 1 Pfd. beträgt, und beim Einschmelzen zu Gute gemacht wird. Man setzt auch Kupferblechabschnitzel, aufgekauftes Bruchkupfer, beim Umschmelzen des Rosettenkupfers mit Vortheil zu. Die Hartstücke werden in einem Schweilsofen(vergleiche das oben Seite 85 gesagte) glühend gemacht und mit der Schrothacke unter dem Hammer in Stücke von erforderlicher Schwere, nach Mafsgabe der Kes- sel ete., die daraus gefertigt werden sollen, zerkleinert, sodann beschnit- ten und glühend unter einem Breithammer ausgebreitet, sodann je 2 und 3 über einander gelegt(ein Gespann), mit einem Brei von Seifensieder- äscher und Wasser befeuchtet, damit sie sich nicht zusammen vereini- gen, getieft, währenddem aber öfter ausgeglüht. Nach dem Tiefen wer- den die Kessel in der Kesselbereiterwerkstatt vollendet, wie dies auch in derselben Art bei Kupferschmieden geschieht. Sollen Bleche gehäm- ınert werden, so werden sie glühend erst einzeln, dann zu mehrern aul- einmal, unter den Hammer gebracht, und einmal in der einen, das andere- mal in der andern Dimension ausgebreitet, und zwar wechselsweis auf beiden Flächen, zuletzt mit dem Breithammer geglichen und beschnitten. Das Walzen geschieht, wie das Zink- und Eisenblechwalzen, das Aus- glühen in Flammöfen, die mit Steinkohlen angefeuert werden; Glühspan setzt sich an das Kupferblech weniger an, als an Eisenblech, doch ist N") in ' r[hung I Bd ni ich Id cr(sche, TOM IAple il gl der) übrigen ‚ir Gesch h der Pranntwe dit, har werde vie die opel nd glht die Bi 15 ham Was kein Abpang dore Lin OR Brei wodurch bei gro Ih vermindert W Reinstes Kople min ossisches] Flüssigkeit kr Astzammonlak derschlag völle Schwelthiure ne fill, den Nieden suob vermengt miteht Wassers durch man das me Banischng von] lien in Schwefli Blkanyd, welche Äopkroud, Eisen uf de Pällun Iutn von kohle vide un, der] IN Iiker kıy enlpk, 1eichne I ac Titan An een Zst Allan hart, Km nangeneh OU feine Dis] Re ale Ki: Pest Be N ie ER n ge— N ae e.—— Kr ETr u 4 an a il) ETW— ur. ie ar LKLZ Date? TI are. x n von K Unfen er RM 2: N Kupferblech; Reinigung des Kupfers, Eigenschaften desselben. 505 unter Minnen nen sehr übern ET zu diesen h in Schiellich die vollkonnn, tücke zerhroch) jede Ueberhitzung zu vermeiden; ist das Walzen beendet,so wird das Blech‘nochmals glühend gemacht und in kaltem Wasser abgelöscht, um die Kupferasche zu entfernen. [Kupferbleche zum Dachdecken sind 3 F. lang, 2% F. breit und 10 Pfd. schwer; übrigens fertigt man jede Sorte auf Bestellung, gewöhnlich noch ordinäres Geschirrblech(zu Töpfen etc,) und Bodenblech zu den Bö- Ei; den der Branntweinblasen(Halbprodukt). Sollen Kupferplatten recht N u dicht, hart werden, so läfst man sie zuletzt kalt durch VValzen gehen, ühe de Tom y wie die Kupferplatten für den Stich, Man walzt an einigen Orten kalt, r Höhe), uf) und glüht die Bleche, wenn sie hart geworden, aus, löscht sie glühend Die Gar an in kaltem Wasser ab, und setzt dann das WValzen fort, wobei fast gar er mit den, kein Abgang durch Oxydation stattfindet. Man hat Bleche von 12 Fufs Länge, 6 F, Breite, 9 Linien Stärke und 4 Centner Gewicht geliefert, wodurch bei grofsen Pfannen und Blasen die Zahl der Niete beträcht- lich vermindert wird, welche der Festigkeit nachtheilig sind. 5, höämmert{hy Vasser, dım rn reilsen die Ph)!; Reinstes Kupfer zum chemischen Behuf kann man dadurch erhalten, dafs &; und will man russisches Kupfer in conc. Schwefelsäure in der Wärme auflöst, die „ wodurch am Flüssigkeit krystallisirt, die schönsten Krystalle in Wasser löst, mit alten werden, Aetzammoniak die Auflösung versetzt, bis sich der gefallne blaue Nie- u Centner; sen derschlag völlig wieder aufgelöst hat, sodann die Flüssigkeit filtrirt, mit innen. Die In: Schwefelsäure neutralisirt, und das Kupferoxyd mit kohlensaurem Kalı “r abge fällt, den Niederschlag auswäscht, und entweder mit Harz und Kohlen- Bu staub vermengt im Kohlentiegel unter einer Glasdecke reducirt, oder h r iu mittelst WVasserstoffgas(siehe den Apparat auf Tafel I Fig. 27), wo- es Bruchlgpt durch man das metallische Kupfer möglichst rein erhält, ohne etwanige . Beimischung von Kohlenstoff. Erklärung dieser Prozesse. Beim Auf- (vergleiche di lösen in Schwefelsäure bleibt jede Spur von Blei zurück als schwefels, chrothacke ut Bleioxyd, welches unauflöslich ist; beim Zusatz von Ammoniak wird Kupferoxyd, Eisenoxyd gefällt, ersteres aber wieder in einem Ueber- schufs des Fällungsmittels aufgelöst; durchs Neutralisiren mit Säure und Zusatz von kohlens. Kali wird kohlens. Kupferoxyd niedergeschlagen, ‚ch Malsgabe& nert, sodann br eitet, sodam|: ä e: h x A welches nun, der Reduction unterworfen, metallisches Kupfer liefert.] rel von delt ht zusammen Das Kupfer krystallisirt in Würfeln und Oktaödern(wie z. B. Ce- " Teas mentkupfer), zeichnet sich durch eine schön rothe Farbe aus,(ähnliche Yach dem Jiet’ Farbe hat auch Titan), durch starken Glanz und Klang; es ist dehnsam, und im reinsten Zustand weich, aber durch Beisatz fremder Metalle und von Kohlenstoff hart, es hat beim Anhauchen, Berühren mit den Fin- gern einen unangenehmen Geruch und Geschmack, läfst sich eben so gut in sehr feine Drähte ziehen(Lyoner Gold- und Silberdraht), als in dünne Bleche walzen(plattirte Folie). Es hat einen hakigen, körnigen Bruch, weniger Festigkeit und Stärke als Eisen, und ein specifisches Gewicht von 8,66 bis 8,78, das gewalzte von 8,87 bis 8,89. Nach Ver- suchen von Guyton de Morveau vils ein Kupferdraht von 0,887 paris. ndet, wie dei Sollen Bleche Al lann zu mehren ler einen, dis ‚ar wechselmt® hen und best ‚chwalzen, du t werden; ei Sisenblech, du 304 Eigenschaften des Kupfers, Gebrauch desselben. Linien Stärke durch 280,7 par. Pfund, oder von 2 Millimeter Durch- messer bei 137,399 Kilogramme. Das Kupfer ist ein guter Wärmeleiter, der beste Leiter der Elektrieität, dehnt sich beim Erwärmen von 0° bis 100° aus um 0,0017090 Horner ge i im Durchschnitt um„1; 0,0018411 Dulong u, Petit um 230; 0,0019188 Troughton schmilzt bei 27° W., schwerer als Silber, leichter als Gold, verflüch- tigt sich in hohen Hitzgraden, verbrennt mit grüner Flamme, eben so die Kupfersalze, oxydirt sich an feuchter Luft, bedeckt sich erst mit Oxyd', welches die Metallläche blind- und dunkelfarbig macht, dann mit halb. kohlens. Kupferoxydhydrat, gewöhnlich Grünspan genannt, welcher aber mit dem eigentlichen Grünspan, der in Fabriken bereitet wird, nur die schöne Farbe gemein hat, letzter ist essigs. Kupferoxyd. Dieser grüne Beschlag auf dem Kupfer ist. der Gesundheit sehr nach- theilig, indem sich dieses Salz in allen, auch den schwächsten Säuren, die in den Küchen vorkommen, auflöst, selbst mit Fett, mit Kochsalz verbindet, daher die Gefahr beim Gebrauch kupferner Kessel, Töpfe und sonstiger Geräthe. Allein, wenn diese stets blank und rein gehalten, keine sauren Flüssigkeiten in ihnen gekocht werden, und nichis zum Erkalten in ihnen stehen bleibt, so ist ihr Gebrauch nicht absolut nach- theilig.(Vergleiche hiermit das I. S. 283 Gesagte.) Man bedient sich kupferner Siedepfannen und Röhren in Brauereien, Zuckersiedereien, kupferner Blasen und Kühlgeräthe, diese letztern setzen Grünspan, d. i. essigs. Kupferoxyd an, da die Maische Essigsäure enthält, und die Schlange nicht gut gereinigt werden kann, woher es denn kommt, dals in so vielem Branntwein Kupfersalz sich nachweisen lälst; kupferner Kessel in Färbereien, Seifsiedereien, für Dampfmaschinen, zum ökono- mischen und häuslichen Gebrauch.— In wiefern das Ueberzinnen nutzt, soll später unter den Legirungen erörtert werden.— Kupferplatten wer- den zum Schiffsbesehlag verwendet, mit kupfernen, theils gegofsnen, theils geschmiedeten Nägeln befestigt, aber vom Seewasser, namentlich bei dem Liegen der Schiffe vor Anker, bald zerstört, indem das letztere viele Chlormetalle gelöst enthält, welche das Kupfer angreifen und in basisches Chlorkupfer verwandeln, welches mit ausgeschiedner Magnesia eine grüne Kruste bildet. Hiergegen empfahl Davy, vergleiche I. Seite 277, das Kupfer durch eiserne Protectoren in einen— elektrischen Zustand zu versetzen, wodurch es durch das Chlor der Chlormetalle nicht zerfressen wird; dagegen lagern sich aber kohlens. Kalk und Magnesia am Kupfer ab, an denen sich Pflanzen und Thiere anheften. Es ist daher besser, die Oberfläche des Protectors so weit zu vermin- dern, Ihr A PR. Ru A i nn Tigsel el Ian= elek din var eine sohlen Sie wird. Yo0 ran yon it, run Kinenis Jr Dt it Yın het Ri nit Wahl, UN Sell u g Jih hält noch 1 md gt neh, Im sollen, Da wenn keine go derlich it, dem (Um n Iopfr 0 erund überzogen urel0s hend di penihn, welche Hhakt man diesel Wachslicht, Na nusen,{heil mit suttrn aelıh. So s0 werden ie ic tier Auflösung imelen detten die Lern Klık 1 teile Leringnp Kat ulilich Manor) la pn Äupe u Ok eiiem Zug Ih, l KON Cadnie,| Ds m h| N ka ‚Am artikel ig 2| IM essellen, Milimeter) guter my wärmen voll) chschnil m. als Gold, ve N Panne, em deckt Sich en arbig mad,| Grünspan m; in Fabriken hr t essigs, Kınlm sundheit sch schwächsten$ü Fett, mt K ner Kessel,] ık und reine on, und nich ‚nicht absoltı ) Man bediat: 1, Zuckersile tzen Grünspn, e enthält, m s ‚denn konnt, sen lälst; hupke chinen, zum& 5 Ueberzinnenz Kupferphtia 1, theils ge wasser, aut indem das It r angreifen m sschiedner Dip vergleiche Ri 1 elek - der Chlor ohlens, Bak® 1 Thiere at" weit u W ren engsten TE e>= een u—— ge 77 TTS, Ueber Kupferloth, Graviren in Kupfer. Messing. 305 dern, dafs das Kupfer dadurch nur sehr wenig elektr,, und demzufolge ein wenig aufgelöst wird. Eben so wird kein Kupfer aufgelöst, wenn in einem Kessel ein Stück Zinn liegt, denn das letztere wird+ elektr., das erstere— elektr, Man hat den tadelnswerihen Gebrauch, bei Zink- dächern hie und da auch Kupferblech mit anzubringen, wodurch noth- wendig eine schleunige Zerstörung des Zinks eingeleitet wird.— Das Kupfer wird von Salzsäure kaum aufgelöst, dagegen von Salpeter-, Schwefelsäure, von letzter nur dann, wenn sie nicht bedeutend verdünnt ist, von Königswasser, Essigsäure, andern Pflanzensäuren beim Zutritt der Luft oxydirt und gelöst. Man löthet Kupfer theils mit Schlageloth, oder äuch Hartloth, theils mit Weichloth, erstere bestehn aus Messing und Zink, und zwar das Schlageloth aus 8 Theilen des erstern und 1 Th. des letzten, das Hart- loth enthält noch mehr. Zink, schmilzt daher leichter, ist aber spröde und taugt nicht, wenn die Kupferwaaren gehäimmert oder gebogen wer- den sollen. Das Weichloth wird nur unter Umständen angewendet wenn keine grofse Hitze gegeben werden darf und kein Hämmern erfor: derlich ist, denn es macht das Kupfer spröde. [Um in Kupfer zu graviren oder zu ätzen, wird jede Platte erst mit Acız- grund überzogen, einer Mengung von Harz, Wachs, Asphalt und Ter- penthin, welche auf die erwärmte Platte aufgetragen werden, sodann blakt man dieselbe an, d. h. man schwärzt sie mit dem Rauch von Wachslicht. Nachdem die Zeichnung dekalkirt ıst, wird sıe vorge- rissen, theils mit der Nadel, theils mit dem Diämant der Maschine, sodann geätzte Sollen verschiedne Töne durchs Aetzen erzeugt werden, so werden die lichtesten Stellen nach kurzem Aetzen gedeckt, d. i. mit einer Auflösung von Asphalt in Terpenthinöl überstrichen, wodurch beim zweiten Aetzen dieselben nicht mehr angegriffen werden; vergl:I.$. 244.] Legirungen des Kupfers. Mit Zink. Man hat zum technischen Gebraüch ‚eine gelbe und eine rothe Legirung, Messing und Rothgüufs(Bronze, Tombak), von denen es natürlich sehr viele Abärten giebt. Messing*), laiton, euiüre jäune, brafs, wird theils nach alter Weise aus Kupfer und geröstetem Galmei(kiesels. oder kohlens. Zink- oxyd) mit einem Zusatz von Kohlenstaub, oder aus Kupfer mit zinkischem Ofenbruch, cadmie, kiefs, welcher reich an Zinköxyd ist, oder mit ge: 2 *) Lampadius a: a,©, Th. 2. Ba. 3. 8,174. Stupplem, Bd, 1. 8: 163.— Berthier in den A. d. M. Tom, 3, p- 61.— Cooper über die Legirüun- gen von Zink und Kupfer, daselbst pag, 65.— D, t; Tom, 12: p: 37: Artikel ‚‚Laiton,” I. 2, 20 Jar 306 Messingfabrikation. Einsatz. w% Be.(ne ges vösteter Blende*)(künstlich bereitetem 7Z.oxyd) dargestellt, oder nach ri (em der neuern Verfahrungsweise aus Kupfer und metallischem Zink. Da diese Verschiedenheiten sich mehr auf die Beschickungen beziehen, als auf die Construslion der Messingöfen und das übrige Verfahren beim Schmelzen, so können sie füglich zusammengefalst werden.| 1) Beschickung zum Schmelzen von Messing. Das Gaar- oder Ro-„uk seitenkupfer, bei uns Mannsfelder Kupfer, wird durch eine Brechvor- ran, el richtung zerbrochen, oder man erhält auch das Gaarkupfer, wie von je nn Kt iM, siehe T Mi (dal ehabung ds ten Ziegen ul manern aus Bruch Neustadt a. D., granulirt. In England wird alles zur Messingfabrikation ne gebrauchte Kupfer granulirt, beam shot, siehe vorn Seite 280; in Frank- al Li reich benutzt man Norweger Gaarkupfer von Drontheim. Der Galmei ae wurde, um Wasser und Kohlensäure abzuscheiden, caleinirt, auf eignen Rus, Mühlen gemahlen, gesiebt, der Ofenbruch dagegen nur gepulvert, da er hl, welcher d keine zu verflüchtigenden Bestandtheile enthält. In England bedient ndiesem Bock. man sich sehr allgemein eines Zusalzes von gerösteter Blende zum Gal- einen gentichnet mei. Jelzt wendet man fast allgemein metallisches Zink an, weil das- der Hüttensahl selbe wohlfeil, und das Schmelzen in kürzerer Zeit vollbracht, das Vo-"danken g, ve sernen Umfası Jhakens, nach al oder Buselang lum der Beschickung weit kleiner ist, auch der Aufgang an Brennmate- rial geringer. Man befürchtete früher wegen der Flüchtigkeit des Zinks, dafs dabei ein beträchtlicher Abbrand stattfinden würde, allein dem ist bei gehöriger Regierung des Feuers nicht also. Das Zink wird entwe- Die Schmelz der in dicken Platten angeliefert, welche dann zerbrochen werden müs-[8.4] mit ein sen, oder in eigens zu dem Ende geformten Stücken. Inslsherben, zer [ Jam. Emerson erhielt 1781 ein Patent in England auf die Darstellung dd, von den Hit I des Messings aus Kupfer und Zink, allein er wendete auch noch gleich- glei, einer ans] if| zeitig Galmei an, so wie es auch bis vor einigen Jahrzehnten noch hie ung de Te; 1 ||| und da geschah.] pin, ni Ih\|| Auf dem Messingwerk zu Hegermühl**) am Finowkanal, bei Neu- vr kaum oe 111\ stadt Eberswalde(Regbzk. Potsdam), bedient man sich folgender Be- en een, hi ‚Ni ii schickung oder Einsatzes: 41 Pfd. Abfall(Messingblechabschnitte, schad_ u Wo 9% I 1 hafte Kessel, und sonstiger Abgang, altes Bruchmessing, ferner das aus AICINTTER 1|| dem Messingabschaum durch Pochen und Waschen ausgesonderte Mes- I Esche] Hi)| sing; Messingspähne sind zu unrein, enthalten oft Zinnloth, d. i. Zinn und lm welch | il. Blei, welches das Messing spröde, kurz, sec, macht), 55 Pfd. Gaarkupfer, Kl dit die, IN WW 4 Pfd. Zink. Diese Beschickung von 120 Pid. wird dann in 4 Tiegel en Of, | vertheilt, in einem unter der Hüttensohle befindlichen Windofen bei AUprER fie] *) Boucher über die Anwendbarkeit der Dlende zur Messingfabri- b: ii mei, kation in den A. d, M. Tom, 3, pag. 221.— Berthier daselbst p, 345, Ga, di Siehe auch pag. 377. kaum x **) Siche Hollunder’s Tagebuch etc. S, 216. ke, Sin a ae regen ge> en Be Tue en— u 091077507 17T Messingbrennofen, Verfahren beim Besetzen der Tiegel, 307 reost,: ı n ar Holzkohlenfeuer geschmolzen. Der Abgang beträgt 2% bis 4 Pfd. vom Alıschem Zink] Gewicht der Beschickung, so dafs die Gufsplatte 116, ja 117% Pfd. wiegt, ungen bez, Der Brennofen ist ein cylindrischer, oben mit einer Kuppel versehener, a IM Tiegelofen, siehe Tafel XI Fig. 19. erden, 3; 5 [Beschreibung des Messingbrennofens von dem Messingwerk Hegermühl Jas Gaar- am 5 ne- ne x At ol am Finowkanal, welcher auf Tafel XI Fig. 19 dargestellt ist; a der Ar- n v\_ A..... ai urch eine Dre beitsraum, in welchem die Messingtiegel eingesetzt werden, aus feuer- aarkuple, me festen Ziegeln aufgemauert, während die Fundamente und Füllungs- ur Nessinshhrhj, mauern aus Bruchsteinen gefertigt, und als schlechter VVärmeleiter auch Seite BO: nu Asche und Sand angewendet. b Die gegofsne eiserne, kreisrunde Rost- ntheim, Da; platte mit Il Löchern, in Fig. 20 besonders dargestellt; über ihr ist ' il eine Lehmsohle c aufgestampft, und mit eben so vielen Oeffnungen, als ealeinirt, a er 5 an in der Rostplatte, versehen. d der Aschenfall, e der Bock, ein Luft- nur gepulsr,ü In Enelad 4 ter Dlende m! kanal, welcher die zur Unterhaltung des Feuers nöthige Luft zuführt; mit diesem Bock sind mehrere Schmelzöfen in derselben Art; wie hier für einen gezeichnet ist, verbunden. Die Gicht f des Ofens, die Krone, in s Zink an, wi! der Hüttensohle h,h, ist mit einem Deckel aus feuerfestem Thon, dem vollbracht. ds! Janken g, verschlossen, welcher vermöge der an 4 Seiten in dem ei- ıfrang an Bram sernen Umfassungsring angebrachten Ochsen und eines Hakens, Janken- Tüchtiekeit du hakens, nach allen Seiten fortgezogen werden kann.— Fig. 21 die Zieh- erde Alk oder Einsetzzange, von oben und von der Seite gesehen.] S Hr wird ei Die Schmelztiegel werden aus Bennstädter feuerfestem Thon(vergl. ‚rochen werlaui I. S. 478) mit einem Zusatz von Cement aus zerstampften Porzellan- N kapselscherben, zerbrochnen Schmelztiegeln, in einem Verhältnifs von 1 anf die Din 2:3, von den Hüttenarbeitern auf einer Drehscheibe mit Tiegelstock see gefertigt, einer aus Lindenholz gefertigten Chablone für die innere Höh- Tahrachnten m} lung des Tiegels; der Thon wird von oben nach unten um den Tiegel- stock getrieben, mit den Händen stark angedrückt. Lufttrockne Tiegel werden langsam gewärmt, und endlich in den Ofen mit eingeselzt, um sie zu brennen. Ein solcher Tiegel hat 16 Zoll Höhe, der obere Durch- messer beträgt 95, der untere 6% Z., der Boden ist 1%, die Wände 1 7. stark; er hält 40 bis 50 Güsse aus. Beim Einschmelzen des Einsatzes wird der Tiegel zuerst mit dem Abfall besetzt, welcher den ganzen Tiegel anfüllt, und nun in den Ofen gebracht, damit dieser niederschmelze; ist dies geschehen, so wird der Tiegel aus dem Ofen genommen, die Hälfte der Zinkmenge der Beschiekung in Stücken von 1 bis 3 Kubikzoll Gröfse eingetragen, mit Kohlenlösche bestreut, darauf die Hälfte der Kupferbeschiekung, wieder Kohlenstaub, und so noch zwei Schichten Zink und Kupfer, dazwischen jedesmal zur Meist" Kohlenstaub, bis die ganze Beschickung. eingetragen ist, obenauf kommt op daselbst} dann noch eine stärkere Lage Kohlenstaub, um die Oxydation und das Schlackenanseizen zu verhindern. 8 Tiegel werden so gefüllt in den 20% inowkanal, bi sich folgende chabschnitt,# sing, ferner Is a usgesonde I loth, d, 1. Zi’ 55 Pid, Garkn ] dann in ıh ‚hen Winde Dyab 308 Verfahren beim Messinggufs; Gufsform. u. 1 2al Brennofen zwischen die 11 Löcher der Rostplatte eingesetzt; über diese“ il m legt man querüber noch 2 leere Tiegel zum Ausglühen, welche zum Bun.\ Gufs gebraucht werden, Nach 3% bis 4 Stunden sind die Tiegel zum sy de Gufs bereit, der Einsatz völlig geschmolzen, Zink und Kupfer ha- a de ben sich mit einander sowohl, als auch mit dem vorhandnen schon Fiblch OD fertigen Messig gehörig verbunden. Zum Schmelzen des Messings in ups hl" den 8 Tiegeln sind 10 Scheffel Holzkohlen erforderlich, von denen 6 gleich im Digi S nach dem Einsatz der Tiegel in den Ofen, die andern 4 allmälig nach- Is: I geschüttet werden. L: He Soll Gufsmessing bereitet werden, so ist das Verfahren folgendes: Bi f Man nimmt zuerst einen leeren Schmelztiegel durch die Krone mittelst Ri, der Zange glühend aus dem Ofen und stellt ihn in eine Vertiefung der ji en Hüttensohle(Mundoll genannt), welche, um den Tiegel heils zu erhalten, Snubenpnd mit glühenden Kohlen gefüllt ist; i diesen wird nun der Inhalt von zunten Theile 4 Tiegeln gegossen, der Rückstand mit dem grolsen Caliol, einer eiser- obere Plate ve nen Kratze, tilloul, ausgekratzt. So wie ein Tiegel geleert, wird er ten auf einer mit neuer Beschickung, wie erzählt, besetzt, in den Brennofen zurück- unten in 2 N getragen, und ein andrer mit geschmolznem Messing gelüllter eben so Wille sch u einen Hagel seilen der Phn werden können, Die Gill u mn wohl ge entleert ete, Sind nun 4 Tiegel in den Sammeltiegel entleert, so wird der gefüllte mit einem stumpfen Besen abgekehrt, der Inhalt mit dem grolsen Caliol einigemal umgerührt, damit die fremden leichtern Materien aufsteigen können, und die Masse selbst auch homogener werde, die Oberfläche mit dem kleinen Caliol abgeschäumt, der Abzug, ecume, zur Seite geworfen; aus diesem wird durch Pochen und Waschen das ent- ven werde; haltne Messing gewonnen. Soll der Guls beginnen, so wird der Sam- in Gel meltiegel mit der Gielszange gefalst, nach der Form getragen, und in licher, Ist der| dieselbe entleert.| In cken, und [Die Form zum Giefsen der Messingplatten, planches, besteht aus zweien| Kl Kl N über einander liegenden Granitplatten a,a, Fig. 22 und 23 auf. Tafel XT, ‚Aal siehe sie sind von 5% Fulfs Länge, 3 F. Breite, 1 F. Höhe, und zur gröfsern u Dr Kir Sicherheit mit eisernen Bändern b,b umlegt, welche 2 Z. breit, 13 Z. idee mieder stark, an den 4 Ecken mit Schraubenbolzen und Muttern zusammen-"rl denil mit gezogen sind. Die Form ruht auf einer Welle c von Eichenholz, von bad Ak 3% F. Länge, 2% F. Breite und 1% F. Höhe, welche an beiden Enden an hi Rn mit Zapfen auf Lagerhölzern aufliegt, die unter der Hüttensohle d,d ın is ieh der Giefsgrube e,e sich befinden, welche 6% F. Länge, 55 F. Breite und„Ar 2 F. Tiefe hat, und ausgemauert ist; auf den beiden langen Seitenwän- Sm ner e den der Grube sind die Lagerhölzer gestreckt, welche die VVellzapfen Fa ei tragen. Diese sind 10 Z, lang, 18 Z. breit und 15 Z. hoch, an der ER Hinterkante etwas abgerundet, um das Gufsgestell etwas gegen den Ho- li 0 vizont neigen zu können. Auf der Welle sind zwei Arme von Kreuz-| Aal A holz f aufgekämmt, auf welchen die untere Platte frei aufliegt, aber so, I Nat ori, Nzesetats Ah ühen, welche m nd die Ten) MM ık und Kınfr Ir 1 vorhanden y) en des Nein; 1, von denen dp) ern 4 alluil nl Verfahren Hl h die Krone ui 1 eine Verehn: sel heil m eh nun der Inh] n Caliol, eine& se] eeleert, mil n Brennoleo m ng, gelüllter ve] entleert, sn der Inhalt ut len Jeichtern lt mogener wert, »r Abzug, eu d Waschen de so wid de) m geiragtn, m) 1, besteht au um und 3 af[ he, und zur ae he 2 2 hret,(4 Muttern zum? ‚on Eichen" je an beiden br Hüttensollk ala Ju) p F, Brake! n Jangen Satan! che die Well 6) 2. hoch, Fi as gel tal ji Arme von nl ' har) ‚ci auflegh a ee ner er Beschreibung der Gie/stafeln, des Verfahrens beim Gufs. 309 dafs sie nach hinten zu etwas mehr(etwa 5 Zoll) über die WVelle hin- ausreicht, als nach vorn, um das Niedersinken beim Guls zu erleichtern. g,g Schienen, welche man an die beiden langen Seiten und Hinterseite zwischen die Gulsplatten legt, um die Dicke der Gufstafel zu bestim- men: An die untere Platte ist vorn das Steinmaul h befestigt, cin Eisenblech von 6 Z. Breite, welches ungefähr die Form eines Parallel- trapezes hat, und etwas gegen die Horizontale geneigt ist, es dient, um den Tiegel beim Gufs aufsetzen und das Messing bequemer eingielsen zu Das Steinmnaul wird mit Lehm und Haaren ausgestrichen, da- Zum Festhalten der obern können, mit das Messing nicht so schnell abschrecke. Platte auf der untern während der schrägen Stellung beim Guls dient die Armirung, sie besteht aus den Spannhölzern ı, k,l,m, der eisernen Scheide, 3 bis 34 Z. breit, 1% Z. stark(n in der Oberansicht Fig. 25), einer Stange mit Löchern und Bolzen am obern Ende, und der eisernen Schraubenspindel 0; die Art und WVeise der Armirung durch die ge- nannten Theile geht aus der Zeichnung deutlich hervor.— Um die obere Platte van der untern abheben zu können, was durchs Aufrich- ten auf einer der langen Seiten geschieht, dient eine eiserne Kette, die unten in 2 Ketten sich theilt, oben über eine im Gebälk angebrachte WVelle sich umschlägt, an deren Rad ein Seil befestigt ist, welches durch einen Haspel in Bewegung gesetzt wird. An jeder der beiden Längen- seiten der Platte sind 2 eiserne Ochsen, in welche Ketten eingehangen werden können.] Die Giefsplatten haben ebne Oberflächen, welche mit einem Ueber- zug von wahl geschlagnem zähen Lehm, Kör oder Chör genamt, versehen werden; je dünner die Bekörung, desto länger hält dieselhe im Gegentheil reilst und blättert ein dickerer Ueberzug in der Hitze leichter. Ist der Kör gehörig glatt gemacht, so läfst man ihn an der Luft trocknen, und breitet dann auf der Oberfläche der untern Platte glühende Kohlen aus, legt die obere in einem Abstand von 5 bis 6 7. darüber, um sie beide gehörig abzutrocknen, darauf wird alles rein ab- gefegt, Der Kör gut aufgetragen hält im Durchschnitt 15 bis 20 Güsse aus, ehe er wieder frisch aufgetragen werden muls. Vor jedem Guls wird derselbe mit dünnem Kuhmist überzogen, welcher beim Guls ver- brennt, und dazu dient, das Messing in gutem Flufs zu erhalten; darauf werden beide Gielssteine gehörig auf einander gelegt, der obere gegen den untern angeprelst, die ganze Vorrichtung hinten übergekippt, so dals die Platten unter einem Winkel von 30° gegen den Horizont stehen, und nun das Messing eingegossen, während ein Arbeiter stets das Oxyd mit einem brennenden Span zurückhält. So wie der Guls vollendet, ist auch das Messing erstarrt, die Platten werden wieder in die horizontale Lage gebracht, die obere sodann vermittelst der Ketten und Rad an der Welle abgehoben, und zwar so, dals sie sich um eine der beiden 310 Stückmessing, Gufsmessing, Anwendung der Messingtafel. langen Seiten dreht, zu welchem Ende dort eine Eisenschiene an: der untern Platte befestigt ist, die Brücke, auf welche sich die obere Platte beim Aufheben stützen kann, ohne abzurutschen. Die Messingtafel ist 2 Fuls 6 bis 9 Zoll lang, 2 F. 2 Z. breit, und% bis& Z. stark. So wie der Gufs vollendet, werden die Gielsplatten, um sie warm zu erhalten, mit wollnen Decken belegt, und zum künftigen Gufs vorgerich- tet, welcher Tag und Nacht vor sich geht, damit der Ofen nicht aulser Gluth komme, [Alle 3 bis 4 VVochen müssen die Giefsplatten an den Rändern, wo die Schienen liegen, und wo sie sich nicht in demselben Maalse abnutzen als da, wo das heifse Messing hingelangt, abgeglichen werden, indem sonst diese Stellen vorstehen; dieselben werden daher abgenommen. Uebrigens sind die Giefsplatten auf beiden Seiten abgeglichen, um, wenn es nöthig wird, dieselben umwenden zu können. Man bezieht sie von Pirna. Man hat Versuche gemacht, statt der kostbaren Platten eiserne oder aus Thon gefertigte anzuwenden, allein zwischen erstern liefsen sich nie ganze tadelfreie Messingtafeln gielsen, indem das Messing von dem Ei- sen zu schnell abgeschreckt wurde; die letztern lieferten zwar vorzüglich gute Messingtafeln, allein sie zersprangen beim vierten oder fünften Gufs. Wird statt Gufsmessing sogenanntes Stückmessing, arcot, gefer- tigt, so gielst man das geschmolzne Metall nicht in einen leeren Tiegel, sondern in die mit Lehm ausgeschlagne und mit Gestübbe bestäubte Grube aus, und zerschlägt die warme Masse in kleine Stücke, Dieses Stückmessing wird von Gelbgiefsern, die nicht ihr Messing eigens ver- fertigen, gekauft und zum Guls verbraucht. Man pflegte sonst sowohl das mit Galmei, als auch das mit Zink bereitete Messing zweimal zu schmelzen, d.h. erst Rohmessing darzustellen, Mengepresse, und die- ses dann nochmals zu schmelzen(mit und ohne Zusatz von etwas Zink), um Gufsmessing, laiton, zu gewinnen. Bei der Anwendung von Galmei dauerte die Schmelzung,‘presse, von% Centner Kupfer,% C. Galmei und% des Volums beider an Kohlenstaub in 7 Tiegeln 11 bis 12 Stunden, Produkt 70 bis 72 Pfd. Messing.] Die Messingtafeln haben eine dreifache Anwendung, theils wird aus ihnen Draht gezogen, planche a fil, theils werden Kessel daraus geschla- gen, oder sie werden zu Blech, Latun, plate, gewalzt. Zum Drahtzie- hen werden die Gufstafeln der Länge nach in 5 gleiche Streifen, Draht- bänder, bandes& fil, zerschnitten, wozu eine grofse durch Hebel in Be- wegung gesetzte Schere angewendet wird; soll Latun gefertigt werden, so wird die Messingtafel in die Quere nach bestimmten Dimensionen, nach Maflsgabe der Bleche, zerschnitten. Die unreinen Stellen der Guls- tafel werden ausgeschnitten, gewalzt, und aus ihnen kleine Küchen- oder Hausgeräthe gefertigt. Auf einigen Messingwerken hat man angefangen, für die Drahtfabrikation, statt geofse Platten zu fertigen, die man zer- | ah Kost | i fi den I k Genlrlls Ih goal, ziehen per hen erhalt Srafen, Dept in, u al N! Jäne nt Da serhitn, die hin Eiendrabt Ilse, Nie sun Aluunwerket Ing von Wi fir die\anent [Der zum mu in Berln r Grad von Vo einea curopä Dis Mes uszrelt, Jetzt, Ilhaler ist, so Olkelfr ki durchs Zeschnei I rechte Oft nf dem In, der. Feuerr ilulöR, I belle des. Ih aike Den i ala Öhlrp lenken I al yon. de “den Dar Alm kl EU Miss ‚under‘ ON nn un Aunde EEE N eine re—— Er nn Te = 2. 3 RO CR er NMessigt a>.- sah Fabrikation von Messingdraht, M.blech. oll Eisengehimg a) che Sich dig, en, Di Nexın, schneiden muls, Messingzaine zu gielsen, eben so Platten von der nöthigen Grölse, durch Gielsen in Sandformen, wodurch gewils eine nicht unbe- trächtliche Kostenersparung erreieht wird*). ne „ An Lu Was den Messingdraht betziäi, so ist die Fabrikation desselben der N SI mar des Eisendrahts sehr analog; die Drahtbänder werden zu verschiednen len Cab m Malen gewalzt, wodurch sie in allen Dimensionen sich strecken, in- der Ofen, zwischen mehrmals in Glühöfen**) durchgeglüht, um die durchs kalt Walzen erhaltne Härte und Sprödigkeit auszugleichen, sodann in schmale den Rönden Streifen, Regal, mit Scheeren oder auf einem Schneidewerk zerschnit eben Maul ah ten, und auf den Drahtzug gegeben. Meist sind hier noch die Polter- lichen wer, bäuke mit Zangen gewöhnlich, welche die stärckern Nummern Draht daher abeenın verferligen, die feinen fertigt man mittelst Leiern(Trommeln, siehe geglichn n, beim Eisendraht Seite 81), nachdem vorher der Draht geglüht und init an bezieht sera, s i& S ee; latten e) n Holzessig, Meilerwasser, verdünnter Schwefelsäure, oder der Mutterlauge alten eiserne ode&. Ss*. 5£> | von Alaunwerken, welche freie Säure enthält, gebeitzt und in einer Auf- rstern hielsen 5 ud 2. e Tr eh lösung von Weinstein und Kochsalz ausgesotten worden; die Zieheisen ı 5 Ton dm% a N er% 2. PO EN für die feinern Nummern haben fein polirte Löcher jenioderiffät[Der zum musikalischen Gebrauch nöthige Messing- und Eisendraht wird in Berlin von einigen Künstlern verfertgt, welche einen sehr hohen essing, art} Grad von Vollendung ihrem Fabrikat verlieen haben, so dals derselbe ın einen ker it! Gestalhe ki einen europäischen Ruf erlangt hat.] kleine Stücks Das Messingblech, Latun, wurde früher blos mittelst Mämmern ilır Messing ek ausgereckt, jetzt gesehieht es allgemein auf Walzwerken, was weit vor- n pflegte sont u theilhafter ist, sowohl in Bezug auf die Zeitersparnils, als auch auf die te Messing ii Gleichförmigkeit des Produkts. Zuerst werden die aus der Messinglafel ngepresst, ii durchs Zerschneiden erhaltnen Streifen geglüht, zu welchem Behuf Glüh- An ölen vorgerichtet sind,’ welche mit Holz angeleuert werden. Der grolse der bg Ofen auf dem Messingwerk zu Hegermühl ist 18, der kleine 8% Fuls u lang, der Feuerraum 1 F. breit und 1; F. hoch, der Glühraum 2 F { breit und 3 F, hoch, er ist durch Glühbalken vom Feuerraum getrennt; Eu im Gewölbe des Ofens sind Züge, die sich in einen Kanal vereinigen. long,{hs Der grofse Ofen ist zu beiden Seiten mit Thüröffnungen zu der Heitzung (essel daran le-: E 2 Kessel d und zum Glühraum versehen, um Bleche einschieben zu können. Für Y um Dr a.. P r»...® valat Im h 10 Centner Messingblech sind 3% Klafter Holz nöthig, doch hängt dieses n rein, Sn 5'. En Quantum von der Stärke der zu fertigenden Bleche notlıwendig ab. ‚Ann opel" r eg>-= 5 durch He Nach jedem Durchgang durch die Walzen wird ausgeglüht, und dann ig WR RT i en:=” N tun ie j von Neuem kalt gewalzt, bis die erforderliche Stärke erreicht ist. De- ] pi) immten Yın! nen Stellen ib 5» 2: eK!) Hollunder’s Tagebuch etc. Seite 82.„Messingwerk zu Fahrateld kleine Kichtt bei Wien,” an an hat man 0%**) Hollunder a. a. O, Tafel 19. tiven, de mat 312 Fabrikation von Messingblech. vor die Bleche durch die Walzen gelassen werden, bestreicht man sie mit Fett, wodurch sie leichter durchgehen und glätter werden; nach dem Walzen werden die überstehenden Spitzen abgeschnitten, Abfall findet hiebei nicht weiter statt, Nach vollendetem Walzen und nochmaligem Ausglühen werden die schwarzen, mit Kupferoxyd bedeckten, Bleche gebeitzt und geschabt, Die Beitze ist zu Hegermühl die vom Freienwalder Alaunwerk erhaline Mutterlauge. Die Bleche werden zuerst in eine schwache, d. i. schon mehrmals verwendete, Beitze senkrecht gestellt, so dafs sie ganz damit bedeckt sind, und 5 bis 30 Minuten lang darin gelassen, dann in eine slärkere. Sind sie gehörig rein, so werden sie in ein Gefäls voll Was- ser gelegt, von anhängender Beitze und Schmutz befreit, und zuletzt in fliefsendem Wasser abgespühlt; nun erfolgt das Schaben. Hiezu wird das Blech auf einen 8 Fuls langen Arbeitsblock von Lindenholz, wel- cher halbrund und 15 bis 16 Zoll breit ist, mittelst eines durch Keile angedrückten Ringes befestigt und angespannt, mit einem gebognen Messer geschabt, und zwar nicht mit der Schneide desselben, sondern mit dem Grad, den man absichtlich umlegi. Erst wird die ganze Flä- che rein geschabt, dann mit Oel bestrichen, mit einem sehr scharfen Messer Strich neben Strich geebnet; von 75 Centnern geschablen Gut werden etwa 4C. Spähne abgeliefert. Man hat auch mechanische Scha- bebänke, wo nämlich, wie bei einer Eisenhobelmaschine, das auf der be- weglichen Schabebank aufgespannte Blech hin und her bewegt, und so unter einem gtählernen Instrument, ähnlich einem Hobeleisen, durchge- zogen wird, Man unterscheidet Roll- und Tafelmessing, ersteres umfalst die stärkern Sorten Messingblech, welche in flachen Tafeln in den Handel kommen, Rollmessing nennt man die dünnern Sorten, welche aufgerollt verpackt werden; die Benennungen der einzelnen Sorten sind in ver- schiednen Gegenden natürlich verschieden.— Soll Messing hart und fe- dernd sein, so wird es nach dem letzten Ausglühen noch ein Paarmal durch die Walzen gelassen,(ähnlich dem Kupfer für Stichplatten), sol- ches gebrauchen die Uhrmacher.— Kesselschlägerei. Ehedem wurde das Gufsmessing zu den Kesseln durch Hämmer allein bearbeitet, jetzt aber walzt man die Kesselböden vor, und erst in diesem Zustand werden sie an die Kesselschlägerhütte abgeliefert. Die Bleche werden rund geschnitten, je 5 und 5 von verseliedner Gröfse übereinander ge- legt, der Rand des untersten grölsten umgeschlagen,&o dafs dadurch ein festes Gespann entsteht, welches nach und nach. unter vier verschie- den gestalteten Schwanzhämmern bearbeitet wird; diese tiefen die Kes- sel aus, der letzte ebnet die Schläge der erstern; zwischendurch muls Klar „ga 1 ie ge Mi) ‚jenem yfnsler 8 Zugald sides as sehr zn Ahnen, nid; 6 se Shen gs ageiche Jrat, duch€ den man dünnes irdn Röhre mil Ziullen werde hen so auch Rifegeschim dünnter Nalıs [Di Messing NM Oberberpamis hnert worden Öberbergamts Nrandenh,-Preu Srhlainchen u Werpälschen De michtist Adler, zu Hes Dil), zul Ding tn nalen, ft lalk him tele, heil «m kann es N hs$, Ray von| “ beim I Guls Ness bestreich Im älter Werden, n y escntten, usglihen werde! beitzt und " Alaunwerl Kl] el, Iwache, dlyl ) dals sie San dh lassen, dam Ih ein Gelil y]] elreit, und nl ichaben, Hin, ’on Lindenhil, st eines dur| mit einem gl, e dessen, wird die ei] einem selr sh; nern geschabl ch mechanisch} >hine, das all her bewegt, u Hobeleisen, di! „ ersteres umlı afeln in den le 1, welche ale Sorten sind hr Messing hart ul en noch ein Pur il Stichplatk\® ‚lägerel Du ver allein bar + in diesem In® Die Bleche so. übereinale? 1, go dal kr unter vier VEN ese tiefen del wischendud® BY: En Sein EEE— N ne= n Eng— nn a N! 57T A nz! Kesselschlägerei, Messingproduktion, Eigenschaften desselben. 313 wiederholentlich ausgeglüht werden, zu welchem Zweck Glühöfen in der Hütte vorgerichtet sind. Seit mehrern Jahren werden zu Heger- mühl auf einem Prefswerk eigner Construction, auf welches der Hütten- faktor Förster 1822 ein Patent erhielt, Kessel getieft.— Knitter- oder Rauschgold, dutch gold, d. metal, ist ein sehr dünnes Messingblech, welches aus sehr dünn gewalztem, oder geschlagnem Messingblech unter einem Hammer, der in der Minute 300 bis 400 Schläge giebt, erhalten wird; 40 bis 80 Blätter werden dabei übereinander gelegt. Durch das starke Schlagen hat es die Festigkeit und den Glanz erreicht, welche es auszeichnen, Man hat es auch, wie den unächten Lyoner Gold- draht, durch Cementation von Kupfer mit Zinkdämpfen dargestellt, in- dem man dünnes Kupferblech, hier Kupferstäbe, in einer eisernen oder irdnen Röhre mit Zink erhitzte, wobei sich die Oberfläche goldgelb färbt; dieselben werden dann zu Draht gezogen, so wie erstere ausgeschlagen. Eben so auch durch die sogenannte falsche Vergoldung, indem man Kupfergeschirr mit einem Amalgam von Zink und Quecksilber in ver- dünnter Salzsäure mit einem Zusatz von Weinstein ansiedet. [Die Messingproduktion im preufs. Staat betrug im Jahr 1825 15,401 Cir., 1826 16,905%, 1827 4,692% C., im Jahr 1828 sind blofs im Rheinischen Oberbergamisdistrict 11,507 C. Rohmessing, im Jahr 1829 11,290 C. fa- bricirt worden. An Messingwaaren wurden dargestellt: Dt im Jahr 1828 ım Jahr: 1829 Oberbergamtsdistrikt Chin Cats Brandenb.-Preufsischen 3,3475 und 2,460 Stück 3,568 und 949 Stück Schlesischen..s..:.. 0%... 2117 236 Westphälischen........ 911 909 4,469% C. u. 2,460 Stück, 4,713C. u. 949 Stück. Die wichtigsten Messingfabriken im Staate sind: die zu Stolberg bei Aachen, zu Hegermühl am Finowkanal bei Neustadt-Eberswalde(Regbzk. Potsdam), zu Isersohn, Lüdenscheid u. a, a.©. m. im Regbzk. Arnsberg.] Das Messing besitzt eine schön gelbe Farbe, welche, je mehr Zink n ihm enthalten, desto blässer, je weniger, desto mehr goldgelb ausfällt, ;es ist kalt hämmerbar, läfst sich strecken, walzen, in Draht ziehen, gut bearbeiten, heils ist es aber sehr spröde, kann in Stücke zerschlagen wer- den; man kann es daher nur kalt verarbeiten, nicht heifs. Speeif. Ge- wicht 7,824 bis 8,44, je nachdem es mehr oder weniger Kupfer enthält; Gulsmessing von Hezgermühl hat ein spee. Gewicht von 8,396. Messing dehnt sich beim Erwärmen von 0° bis 100° um: Gufsmessing-....-.+- 0,001875 Smeaton, Messingdraht.....+.-- 0,001933» » seeeeese 0,001885 Herbert, 1, 533 314 Eisenschaften des Messings, Messingloth. es schmilzt leichter als Kupfer, bei 21° Wedgw.(weshalb es als Loth für Kupfer dienen kann), verbrennt leicht und dann vermindert sich die Menge des Zinks auf der Oberfläche, woher es denn kommt, dals es dadureh goldfarbig wird. Es oxydirt sich an feuchter Lult, setzt eben- falls auch Grünspan an, löst sich in den Säuren leicht auf, und ist da- her eben so gefährlich als Kupfer in den Küchen. Behandelt man Mes- sing mit verdünnter Salzsäure, so wird es dunkelfarbig, weil die Säure das Zink, aber nicht so das Kupfer auflöst; umgekehrt wird das Mes- sing blässer, wenn man es mit Aetzammoniakflüssigkeit beitzt. Will man dasselbe verkupfern, so braucht man es nur in eine schwache Auflösung von Kupfervitriol zu legen, so schlägt sich Kupfer darauf nieder, oder es mit Eisendraht umwunden. in verdünnte Schwefelsäure zu tauchen. Polirt man Messing mit Schwefelpulver und Kreide mit dem Polirstah), so wird es dunkler, mehr goldfarbig. Schon oben ist gesagt worden, dals das Messing von verschiedner Farbe ist, eine Folge verschiedner quanlitativer Mischungen von Zink und Kupfer, denn diese lasseh sich durch Abänderungen unendlich ver- vielfältigen. Ungefähr ‚ürfte man aber annehmen, dafs auf 1 Theil Zink 2 bis 2% Theile Kupfer im Messing gerechnet werden können. Aulser diesen beiden Metallen findet sich auch nicht selten Blei, und zwar in recht guten Sorten, nach Berthier 2 bis 2,8%, selbst ein wenig Zinn,% bis 42; das Blei möchte theils im Gaarkupfer, theils im Ofenbruch, Gal- mei, selbst auch wohl im Zink enthalten sein, das Zinn aber vom Schnellloth im Bruchmessing herkommen. Stolberger Messing, welches sich zum Drehen besonders eignete, bestand nach Berthier aus: Kupfer...uureeeenersere 65,8 a a a] Fo) Diele. bee ie) EA enge 0.25 100,695. Fin Zusatz von Blei macht das Messing mehr kurz(see),(Uhrmacher messing), zur Bearbeitung auf der Drehbank geeignet, nicht aber lür das Treiben und Walzen, hiezu darf es kein Blei enthalten; es kann auch dadurch verdorben werden, wenn es zu viel ist. [Messingloth. Man bedient sich zum Löthen von Messing sowohl des Schlageloths, aus 2 Theilen Messing und 1 Th. Zink geschmolzen, odeı des Schnellloths aus Messing und% bis+ Zinn, auch eines aus beiden gemischten, aus 1 Messing,% Zink,% Zinn, als auch ganz vornehmlich da wo die Löthung starken Druck aushalten mufs, wie beim Röhren- ziehen, des vorzüglichen Silberloths(vergl. I. Seite 290). Sämmtliche Loihe werden durchs Einschütten in kaltes Wasser gekörnt, und nur Jene 2 Jen Dust (ol, m Onallc jjde rechte ulds age dr gehört\ zeucttl Iait e ind Hamilton he Th As rs 3 a 0 Th By il zoch ehr 2 Theile Me verrtigen an $ Nsing un ı}. Fulrlev Bla(Eisen) als Schnell nicht gehän Rotkes. solchen Jet na, 5,8] Ietallerrungen Ihremihl aus I td dinge Imllng unterm ächte Dlattenl I Gald ve Dis te Nessın ol nl ebra I ee Iaple In hae sonst Int und Ku pl I Ian) ul die Nam: “legtangen ihren, zum Un Aleer “ne Künstl I hr Ziyerk: II \ N Yabak h nl — ee TE TEE Sn—+ ee genen Be a j,[ı En 20072 55 neloll, | Verschiedne Legirungen vo. Kupfer u. Zink. Rothes Messing. 315 weshalb e? lb es als, I Verninde s in diesem Zustand angewendet.— Goldlack aufMessing. Man nimmt KUN 4. rn..... Gummilack, löst es in starkem VVeingeist auf, filtrirt die Auflösung, setzt lem konnt... ‚dl etwas Copallack hinzu und ein wenig Gurcuma- oder Orleanstinctur, ter Lult, so icht auf, al gl Behandel bis die rechte Goldfarbe beim Auftragen erscheint, und trägt den Lack auf das angewärmte Messing auf, sobald als beim Auftragen kein Zischen En mehr gehört wird.— Unter dem Namen Mosaisches Gold ist in tbie, weil die neuerer Zeit eine Art Messing dargestellt worden, auf welches Parker kehrt wird di| und Hamilton*) ein Patent erhielten; es soll aus 100 Th. Kupfer und veit beitzt, Wil, 52 bis 55 Th. Zink bestehen, und sich gut halten. Hicher gehört auch schwache; das Bristoler Messing, welches blafsgelb aussieht, und nach Thomson “ daranl nie) aus 2 Th. Kupfer und 1 Th. Zink besteht.— In folgenden Legirungen Je elkt, 1 elelsäure zı ku) mit dem Pln ist noch mehr Zink ım Verhältnifs zum Kupfer enthalten: Bathmetal, 32 Theile Messing, 9 Th. Zink; die Knopffabrikanten in Birmingham verfertigen eine fast ganz weilse Legirung, die sie Platine nennen, aus 8 Messing und 5 Zink; meist enthalten die mehresten Knöpfe, wie sie Sing von yerili z. B. Fulirleute, Bauern tragen, eine Legirung von Kupfer, Zinn, Zink, Wischungen m Blei(Eisen), sie ist sehr spröde, leichtflüssig, und wird nicht selten ungen nendh als Schnellloth gebraucht, allein nur für solche Gegenstände, welche dafs anf IT] nicht gehämmert werden.] en Rothes Messing, Rothguls, Tombak**). Zur Verfertigung von u Blei, ulm solchem Metall. werden mehr als 23 Theile Kupfer auf 1 Th. Zink genom- st ein wenlg I men, 5, 8, ja 10 Theile, je nachdem verschiedne Fabrikate verschiedne in Ofen Metalllegirungen nöthig machen. Man fertigt auf dem Messingwerk zu Pe Hegermühl aus 11 Kupfer und 2 Zink rothes Messing, aus welchem Guls- Meise tafeln dargestellt werden, die zu Blech gewalzt eben derselben Be- "er ‚lessing, I Rerik handlung unterworfen sind. Aus einer solchen Legirung wird das un- ertner dl;> T ächte Blattgold, Goldschaum, Dutch- gold, auf gleiche Weise, wie beim Gold gelehrt werden wird, geschlagen, namentlich in Nürnberg. Das rothe Messing wird zu Luxusartikeln, welche goldähnlich aussehen sollen, viel gebraucht, auch bei Maschinen zu Zapfenlagern und Buchsen = für eiserne Zapfen, wo es weniger schnell sich abnutzt, als Messing. " Mi[ Man hatte sonst noch mancherlei verschieden benannte Legirungen von (ser),(Ui Zink und Kupfer, wie Prinzmetall(vom Prinzen Ruprecht von der net, nicht Pfalz benannt), Pinchbeck, Similor, Manheimer Gold etc., allein jetzt enthalten;#' sind diese Namen nur noch von historischem WVerth, und die Angaben st, jene Legirungen darzustellen, so abweichend, dafs es besser ist, sie nicht ag m anzuführen, zumal da es keine bestimmten Grenzen giebt, in wielern deı Messing sort! k geschmoh® ‚ch eines aus Di \ Legirung dieser oder jener Name gegeben werden mufs, und ein jeder erfahrne Künstler die Proportionen nach Verschiedenheit der Materialien und der Zwecke abändert.] h ganz vorpel! m“ BA Ba, 8,5. 78, 290). Sänt*) Tombak heifst im Chinesischen Weifskupfer, also pafst dieser Name gekörnt, zul d! nicht fir das Fabrikat, welches man damit’ bezeichnet, 316 Antike und moderne Bronze. Rothes Messing mit einem Zusatz von Zinn, oder Blei, auch von beiden zugleich, bildet die Bronze*) der neuern Zeit, im Gegensatz der antiken Bronze, welche nur aus Kupfer und Zinn in verschiednen Verhältnissen gemischt besteht, und zwar aus 97 bis 852 K. und 3 bis 15% Z. Aus solchen Legirungen fertigten die Alten Schwerter, schnei- dende Werkzeuge, Ringe, Nägel, Schilde, Münzen, Hausgeräthe ete., welche theils hart und spröde, theils aber auch durchs Ablöschen weich und biegsam waren(vergleiche das bei dem Artikel„Glockenspeilse” Gesagte). Was die Metalllegirung betrifft, welche zum Guls von Sta- tuen, Büsten, Denkmälern etc. verwendet wird, so ist deren Mischung für den günstigen Ausfall sehr wichtig; enthält sie viel Zinn, so ist sie ywar leichtflüssig, allein auch spröde, und kann bei der Zusammenzie- hung sehr dünn gegolsner Gegenstände von bedentendem Durchmesser, wie Schalen, Vasen, sehr leicht Risse bekommen, was dagegen durch einen Zusatz von Dlei zum rothen Messing günstig vermieden wird. Wo chtungen wegen der ungünstigen Spannung nicht eintreten, da ist ein Zusatz von Zinn und Blei sehr vortheilhaft, wie bei Statuen, Büsten. Berühmt sind die grolsartigen Güsse der Gebrüder Keller im.17ten Jahrhundert, von denen der eine die Reiterstatue des Königs Louis XIV 1699 in einem Gufs vollendete, sie ist 21 Fuls hoch ihr Gewicht 53,263. Pfd.; auf eine gleiche Weise wurde später von Gor die Reiterstatue bouis XV gegossen, 16% Fufs hoch, 60,000 Pfd. an Gewicht. Nach von D’Arcet angestellten Analysen mit Bronzen von den Gebrüdern Keller bestanden dieselben, mit sehr weni- gen Abweichungen, im Mittel aus 3 Versuchen, und nach 2 Analysen das Metall zur Statue Louis IV, dessen specif. Gewicht 8,482, im Mittel aus: Keller. Gor, Kupfer nennen ennneneennen nn 91,40 82,45 353 ‚10,58 ee ee) 4,10 ge ee sr sl 100,00 100,00. Eigenschaften einer guten Bronze: sie mufs eine röthlichgelbe Farbe, einen feinkörnigen Bruch besitzen, sich gut feilen, eiseliren lassen, sie mul; gleich gemischt und im Feuer so dünnflüssig sein, dafs sie bis in die feinsten Vertiefungen der Form eindringt, und ohne Löcher und Risse den Gegenstand, der geformt war, als ein Ganzes wiedergiebt, damit alle Nacharbeiten und Reparaturen wegfallen, welche eine Folge theils un- dagegen solche Befür u Lo, und ee ee x) D.t. Tom. 3. pag. 507. Artikel„Bronze”; auch in D, p.J. Bd. 12. 6. 404, 188. Ba. 13. S. 45. (in errageN „it lie ul welch J Tem geil Jim Erde ver! Mn hat sich nel j schnell m are n Wasser oder welche Plüsigke itrchoen wir anzeigen la ci die schöne gaben aut grün Ioıh dest Quentehen N verdünnt die setzt auch el al, 37h V $Th, Auflösung Betzen wırd de hier ton dem Sa st ds Rnpfer Chlrkaft, ba durch die Rolle hen dürfen,= BUS hl! Ihn Schmelzer tea a0, brenn ha Enschmelze da Vetlichug ni St von Mb ed üimekenden Ihre Kae Gegen Net Werden Allg pays H Iasen, AN zu sa &«lungen u er Blei, auch} Leit, in heomy Inn in verschie u! Schwerler N ; Hauseerälh, ls Ablöschem N 1„Glocken zum Guls mi ist deren I! rel Zinn, si 1 der Zusanum dem Durchs was dasene| rmieden wirl, zen Spann rortheilhalt mt yüsse der Geh die Reiters sie ist 2 Fl eiche Weine r nl, 19, IN ellten Analısı ven, mil ser ach 2 Anal ‚492, ım Jikls Gor, 82. 10,90 4,10 100.00, sthlichgele iseliren Jas®: n, dals st i » Löcher und!# engiebl, damit al in Din" Eigenschaften der Bronze, antike Patina, Darstell. derselben. 317 passender Metallmischungen, theils auch Fehler. in der Form, in der Wahl des Materials zu derselben ete. sind, Bronze auch nicht zu spröde sein, um zufällige Stölse und Reibung ohne Endlich muls eine gute Gefahr zu ertragen, und mit der Zeit eine schöne grüne Farbe anneh- men, eine antike Patina, eine dünne Kruste von halbkohlens. Kupfer- oxydhydrat, welche zugleich Schutz für das weitere Einwirken von Luft und Regen gewährt, wie man solche auf alten Bronzen findet, welche in der Erde vergraben Jahrhunderte ‚lang gelegen haben. [Man hat sich viel bemüht, einen solchen grünen Üeberzug durch Kunst schnell zu erreichen, man bedient sich zu dem Ende mancherlci Salze in Wasser oder Essig aufgelöst, selbst des salpetersauren Kupferoxyds, welche Flüssigkeiten mit einem Pinsel aufgetragen werden; nach dem Eintrocknen wird der angetragne Ueberzug mit Leder verrieben, wieder angetragen ete., bis eine genügende grüne Farbe sich zeigt, durch wel- che die schöne Bronzefarbe durchschimmmert,— Hier folgen einige An- gaben zur grünen Patina, patine antique, p. verte: Man löst in 27,3 Loth destillirten Essig(etwas mehr als% Quart)% Loth Salmiak,+ Quentchen Sauerkleesalz*) auf; man löst Kupfer in Scheidewasser auf, verdünnt die Lösung mit Regenwasser bis zur gehörigen Wirkung, man setzt auch etwas Salmiak hinzu. Man löst 1 Th. Salmiak, 3 Th. Koch- salz, 3 Th. Weinsteinrahm in 12 Th. heilsen WVasser auf, und setzt 8 Th. Auflösung von salpeters. Kupferoxyd hinzu. Beim Gebrauch dieser Beitzen wird dort von der Essigsäure, Sauerkleesäure und vom Salmiak, hier von dem Salmiak(und einem geringen Theil verdünntem Königswas- ser) das Kupfer angebeitzt, in ein basisches Salz verwandelt, welches Chlorkupfer, bas. essigs. und sauerklees, Kupferoxyd sein möchte, die durch die Kohlensäure der Luft allmälig in bas, kohlens. K. überge- hen dürften.— Ueber das Bronziren von Messingwaaren siehe D. p. J. Bd. 24. S. 519. Zum Schmelzen der Bronze wendet man Flammöfen mit hohen Schorn- steinen an, brennt Steinkohlen, die eine starke Flamme geben, denn ra- sches Einschmelzen ist nöthig, um nicht zu viel vom Zinn und Zink durch Verflüchtigung und Abbrand zu verlieren; die Metallmasse wird mit Stangen von frischem Holz gehörig gerührt, um eine gleichförmige Mischung zu bedingen, vielleicht auch durch die sich aus dem Holz entwickelnden"brennbaren Gase etwa entstandnes Oxyd zu reduciren, Kleinere Gegenstände giefst man aus Graphittiegeln, Bronzen, welche vergoldet werden sollen, müssen noch besonders eine für die Farbe des Goldes passende Mischung haben, gehörig dünn fliefsen, sich gut bearbeiten lassen, das Gold gut annehmen, aber auch das Goldamal- gam nicht zu stark verschlucken. Hiezu eignen sich nach D’Arcet fol- gende Mischungen: *) Im D. t. aa. 0. ist durch einen Druckfehler die Angabe in Grammengewicht bis auf die Menge des Essigs durchaus falsch, u FEN En a 0 ITAETR© 248 Analyse von Bronze zur Vergoldung; bronzne Münzen. Kupfer 63,70 82 64,45 70,90 72,43 Zink.:3355 SPECa..18 SPeL- 29.44 spec 9405 spec. 9975 spec, Z; 3 9,50 Gew. 3 Gew. 095 Gew. 9.00 Gew. 187 Ce a 8215. GP lesı2. 218,392.'.-) 8275. Blei... 0,25 1,5 2,86 3,05 2,95 Die zweite und dritte Bronze fand den gröfsten Beifall, auch die vierte und fünfte.— Man verfertigt aus Bronze für die Kattundrucke- reien Abstreichmesser(doctors, eigentlich ductors genannt), welche in England und Frankreich üblich sind; dieselbe besteht nach Berthier*) aus: 80 Kupfer, 10,5 Zink, 8,0 Zinn. Eine Legirung, welche von der WVitterung wenig angegriffen werden soll, hat Bate**) angegeben, aus 576 Kupfer, 59 Zinn, 48 Messing.— D’Arcet die Kunst der Bron- zevergoldung von Blumhof, Frankfurt a. M. 1823.— Bronzewaaren werden in grofsen Massen im Regbzk. Arnsberg, Kreis Iserlohn gefertigt, so wie schöne Kunstwerke in Berlin von mehrern Fabriken.] Mit Zinn, Bereits oben ist schon die Rede davon gewesen, dafs die Bronze der Alten eine Legirung von Kupfer und Zinn in sehr ver- schiednen Verhältnissen war; hin und wieder fand man aber auch et- was Zink, Silber, Eisen, Blei darin, zum Theil wohl Folgen davon, dafs die Alten die Metalle auf ihre Reinheit nicht zu prüfen wulsten. Seit langer Zeit fertigt man aus einer ähnlichen Legirung von Kupfer und Zinn sowohl Glocken, Uhrschellen, Cymbeln, in China Gong-gongs, als auch Geschütze, Metallspiegel. a) Ueber die Verferigung bronzner Denkmünzen haben in neuerer Zeit D’Arcet, Chaudet, Mongez und namentlich de Puymaurin viele Versuche angestellt, welche das Resultat geliefert: dafs die zu diesem Behuf brauchbarsten Legirungen 8 bis 12% Zinn enthalten, ein Zusatz von 2% bis 32 Zink, so wie aueh von etwas Blei, in dem Verhältnifs der Keller’schen Bronze, nicht nachtheilig war. Die möglichst schnell ein- geschmolzne Bronze wird in Formen gegossen, schnell herausgenommen und noch heifs in kaltem Wasser abgelöscht, um sie weich zu machen; darauf wird die Medaille abgebürstet, unter den Stempel gebracht, und wie gewöhnlich geprägt; nach je 3 Stölsen des Prägewerks wird die Münze ausgeglüht, in kaltem Wasser abgelöscht und wieder geprägt, bis die erwünschte Tiefe erlangt ist, Das Nähere findet man im D. t. a a. O. pag. 529, Rapport sur les proce- d&s chimiques et medcaniques employes par M. de Puymaurin fils, pour la fabrication des medailles de bronze, moulees.et frappees. Par. 1824. 4.] b) Glockenspeifse, Glockengut, Metall de cloches, bronze de elo- ches, bel metal, wird im Durchschnitt aus 78 Kupfer und 22 Zinn zusanm- FE, I Bd, 9, 5,28,**) D, p. J. Bd, 22. S. 366. | | mn el: Kin dichte {init md sch At die Fo quite sich I Tnschil „ul die oz hi mehr ad kann don In Im,— Jon Je Transen) Jetken: udancllign, we \ me Selig, link gebra inne gülhene ihn angenehnen A815, D’Areet der Art aus ol sie aber glühend dann Iäumern: da | Glithen und Ablos Ilneen, Uhrschel Inga gerssen nl wohl elmas Zi | Kt mich der an | {em verliten, ha ah md Ablüsd ı Äinonengı tn elle Kanon fan, wird ar HE, die go rind, Ih ver le Jh Mae, 1 ulr selhlich R kn ely; kai), menden Jersr ee Er gesessen> BEBESBEEBEBBEBE een aus er— Er a 7 TTS R Ne Minen S 3 Glockenspeifse, Kanonengut. 319 Q; k’' DE ar| mengesetzt, die Lesirung hat eine gelblich- grauweilse Farbe, einen sehr ni Ir(m feinkörnigen, diehten Bruch, ist hart, spröde, leicht schmelzend, sehr 1 ı dünnflüssig und sehr klingend; ein besonderer Vortheil ist noch der, dafs n Beifall, zu gelbst wenn die Form nicht im höchsten Grad trocken ist, dennoch keine ir die Kattndn Unglücksfälle sich leicht damit ereinen. Wegen der Dünnflüssigkeit genannt), weld, lassen sich Inschriften, Zierrathen sehr leicht abgielsen. Nach Thomson cht nach Beth besteht die englische Glockenspeifse aus 80 Kupfer, 10,1 Zinn, 5,6 Zink, DB, welche 1 4,3 Blei. Je mehr man Zinn zusetzt, desto spröder wird die Legirung, ” angegehe, und kann dann den Schlägen des Klöppels beim Läuten nicht widerste- Öie Kunst de} hen.— Man kennt längst die chinesischen Gong-gongs(tam-tams der ) en Bronma Franzosen), beckenartig gestaltete Instrumente, deren Boden dünn gegossen Bi rl kr und geschlagen, welche, wenn man mit einem hölzernen mit Leder über- u) zognen Schlägel, nach Art derer, die bei den grofsen Trommeln für die avon gemen| Militärmusik gebraucht werden, sie schlägt, einen sehr starken Ton wie ıd Tin neh eine weit gröfsere Glocke geben. Klaproth wiels durch eine Analyse die | man ober al oben angegebnen Verhältnisse von Kupfer und Zinn nach, speeif. Gewicht | Folzen dam 8,815, D’Arcet lehrte sie verfertigen. Wenn man nämlich dünne Becken rüfen wulse,| der Art aus obiger Glockenspeilse gielst, so sind sie glashart, taucht man ng von Ku sie aber glühend in kaltes Wasser, so werden sie weich, und lassen sich 1 dann hämmern; damit sie sich aber im Boden nicht werfen, müssen sie beim ina Gong-an j Glühen und Ablöschen zwischen zwei Platten Eisenblech gelegt werden. Bi: Klingeln, Uhrschellen, Cymbeln und dergleichen werden aus ähnlichen je Pay! Legirungen gegossen, welche sehr hart sind, mehr Zinn enthalten, auch | el. 5 3.. En wird wohl etwas Zink mit zugesetzt; auch Mörser werden daraus gefer- a hei; tigt, welche aber am Rand, wo das Metall dünn ist, leicht.bersten. Um dem Verl dies zu verhüten, hat man vorgeschlagen, diesen Theil durchs Glühend- he machen und Ablöschen in kaltem Wasser weich zu machen. Fa c) Kanonengut(Metall im gewöhnlichen Sprachgebrauch, wo e Kr man metallne Kanonen den eisernen entgegenstellt), bronze de canons, e welch Zu I | gun-metal, wird aus Kupfer und weniger Zinn, als zur Glockenspeilse, mpel pre gefertigt, da eine so grofse Härte und Sprödigkeit hier nachtheilig wir- rägeweik” ken würden. In verschiednen Kanonengielsereien hat man abweichende wieder gel Verhältnisse beobachtet, welche jedoch im Mittel auf folgendes hinaus- gehen: 10 Kupfer, 1 Zinn(in Frankreich 100: 11). Das Kanonenme- Tall... Y..... apport sur ki tall ist mehr gelblich, als die Glockenspeifse, ist mäfsig hart, beim lang- ‚in dh) e se B£“. Met samen Abkühlen etwas hämmerbar, nach dem Ablöschen in kaltem Was- kes, Kar,“l]r 2. h 2 z ypees, Ki ser völlig hämmerbar, es mufs der Reibung der Kugeln beim Schuls ge- hes, bronzt#' hörig widerstehen, damit es nicht so leicht Furchen bekommt, aber auch und 22 Zi# nicht mit der Härte zu grofse Sprödigkeit verbinden; es muls, selbst wenn es bedeutend warm wird, wie nach anhaltendem Feuern, nicht Pr an Härte und Zähigkeit so viel verlieren, dafs es sich wirft. Unstreitig 320 Kanonengut, Spiegelmetall, hat aber auch die Mischung, Bereitung und Form des Pulvers Einflufs auf die Dauer der Geschütze. Man hat längst in Erfahrung gebracht, dafs sich beim Gufs der Ge- schütze die Metalllegirung zum Theil trennt, und eine zinnreichere wei- fse Legirung an den Stellen sich absondert, wo das Erkalten langsam er- folgt, ähnlich als bei den Frischstücken, vergl. Seite 287. Man findet nämlich beim Ausbohren der Geschütze, beim Abschlagen der verlornen Köpfe, auf den gebrochnen Flächen weilse Körnchen, eine leichter schmelz- bare Legirung, welche, wenn die übrige Masse erstarrt, sich nach dem noch flüssigen Mittel, oder nach oben hindrängt; geschieht die Abküh- lung sehr schnell, wie z. B. beim Schalenguls(in gulseisernen Formen), so wird diese weilse, leichter flüssige, Metallmasse mit Gewalt aus dem Geschütz oben herausgetrieben; man kann daher auch diese Legirung durch gelinde Hitze absaigern. Nach einer Analyse von Dussaussoy*) enthielt dieselbe 19 bis 212, nach Meyer”**) 23,69 Zinn und 76,31 Kup- fer, letztere hatte ein specif, Gewicht von 8,069, war grauweils, zinkähn- lich, sehr spröde und hart. Diese Legirung ist es, welche auch auf der Wand der Seele sichtbar wird und bald ausbrennt, das Geschütz unbrauchbar macht. Man glaubte, dafs sich durch einen Zusatz von et- was Weilsblech, Stabeisen, oder Zink, zum Kanonenmetall eine innigere Verbindung beider sich leicht abtrennender Metalle und eine gröfsere Festigkeit würde erreichen lassen, allein beide sollen keine Vortheile gewähren***).— Koechlin****) empfiehlt Kanonenmetall zur Verfer- tigung von Maschinentheilen, Rädern, etc., die man zeither gewöhnlich aus Messing verfertigte, [ Meyer Erfahrungen über die Fabrikation und Haltbarkeit des eisernen und bronznen Geschützes, in E. J. Bd. 10. S. 365,-429.] d) Spiegelmetall, metal& miroirs, speculum metal. Die Haupt- bestandtheile des Spiegelmetalls sind Kupfer und Zinn im Verhältnifs von fast 2:1; die Legirung mufs dicht, feinkörnig, weils und so hart sein, dafs sie eine schöne Politur annimmt; und beim Abkühlen nicht Sprünge bekommt. Mudge fand, dals obige Legirung von 2 Kupfer zu nahe 1 Theil Zinn am besten den Anforderungen entspricht; für grolse Metallspiegel yathet er etwas weniger Zinn anzuwenden, damit nicht die Legirung für die grolse Masse zu spröde werde, Edwards+) empfiehlt eine SERBIEN an “KA, f Bu. H. Ba, 11. 5. 113.“*) E. 1. Bd, 7. S. 394. **+) Dussiussoy a. a. O. S. 110.###*) vd, G. 1828. S. 110. +) On the best Composition for reflecting specula, in Gill technolo- gic. repository vol, 1. pag: 240, Seite 270 sind 39 verschiedne Legiruns gen und deren Verhalten angegeben, Ds FT Ale un, kl f pt sl ee l IM n müßt fl, nit die le: „lat sch cn Sehmelnen ZI vn, sondern bein Ihe being!€ nen omas mühe vn Dezrn, wird juhtanınd wid Is Ämkr wind I sin da gehn gen Spt m) dreh, zuletat som Fener und spe, Gemich schon Area girun beindiche indem es die Ins Daltr Eintror En Jeer u stehen ko ik, Pl, pe Ice, or schnar Inn, 1 Arseik, m un Guß verwend: I I, \..| Ale der Bronz: Halter Salpete Dh Inn al it, Rirocknet di W Mi dis anfe anne Hi \ hechfs ven ernd Zinko N die ahf k ix erhitzt, N Die m Aa Sul ver |) u Palven Ein I beim Gl int, ine innteiche. Erkalten lan ite 987, Jin h hlagen der vr, eine leichter tanzt, sich nu geschieht di I} gulseisemnen fin mit Gemalt in auch diese[#; Se von Dussauı Zinn und AR} I grauweils, es, welche u brennt, dıs(k einen Zusıl enmetall eine ni Ile und eine gi ollen keine I nenmelall zu an zeilher gel yrkeit des eient 9,] 7 metal, De] | Zion im I in weiß ud heim Abkill rung von hi ntspricht; ir nden, damit 0 Edwards 1)®' u AN ( as rd 6 198,5 ‚Ja, in gulli" yerschiedn® a == een a KU ne ee Ind Deere> TTN Darstellung von Spiegelmetall. Analyse o. Messing u. Bronze. 321 eine Legirung von 32 Kupfer, 15 bis 16 Zinn, je nach der Reinheit des a einen kleinen Zusatz von Arsenik, etwa 2 Theile. Eine solche Legirung soll gehörig polirt unter allen bekannten Legirungen ee das Licht in gröfster Menge zurückwerfen. Giebt man zu viel Zinn hin- zu, so wird die Legirung bläulichweils, verliert den Glanz, und erscheint endlich sogar schwarz; Arsenik wird nicht gleich zu Anfang beim er- sten Schmelzen zugesetzt, denn dann würde sich viel davon verflüchti- gen, sondern beim zweiten Schmelzen des Metalls kurz vor dem Gufs. Dasselbe bedingt eine dichtere und festere Masse, und kann selbst in 1 zen Legirung, wird aber mehr zugesetzt, so lauft der Spiegel Dr a einem etwas grölsern Verhältnifs angewendet werden, bis zu;!; der gan- leicht an und wird blind. Beim Zusammenschmelzen verfährt man also: das Kupfer wird in Flufs gebracht,(soll Messing hinzukommen, so wird es in das geschmolzne Kupfer gethan, und das Gemisch mit einem höl- zernen Spatel wohl durcheinander gerührt, und mit schwarzem Flufs be- deckt), zuletzt fügt man das Zinn hinzu, rührt um und nimmt die Masse vom Feuer und giefst sie in kaltes Wasser; die gekörnte Masse hat ein speeif. Gewicht von 8,78, nach dem Zusatz von Arsenik aber 8,89, ob- schon Arsenik specif. leichter ist, als Kupfer und alle andern in der Le- girung befindlichen Metalle. Ein Zusatz von Silber soll nachtheilig sein, indem es die Masse weniger hart macht, und daher der Schönheit der Politur Eintrag tut.— Cooper hat eine Legirung angegeben, welche theuer zu stehen kommt, aus: 350 Kupfer, 165 Zinn, 20 Zink, 10 Arse- nik, 60 Platin, specif. Gewicht 9,472; man schmelzt sie unter einer Glas- decke, oder schwarzem Flufs.— Little aus: 32 Kupfer, 4 Messing, 16% Zinn, 1; Arsenik, welche Masse erst granulirt, dann umgeschmolzen und zum Guls verwendet wird.— Goldähnliche Legirung 7 Loth Kupfer, 3 Loth Messing, 4 Quentcken bestes Zinn. [Analyse der Bronze, des Messings. Man löst ein Stückchen in 6mal so viel reiner Salpetersäure von 1,26 mit Hülfe gelinder Wärme auf, so bleibt Zinnoxyd als Hydrat ungelöst zurück; dieses wird abfiltrirt, ab- gesülst, getrocknet, geglüht und gewogen. Die abfıltrirte Flüssigkeit wird dann mit WVasser verdünnt und mit schwefels. Natron vermischt, wodurch das aufgelöste Bleisalz als schwefels, Bleioxyd gefällt wird. Die abfiltrirte Flüssigkeit wird dann etwas concentrirt mit Ammoniak im Ueberschuls vermischt, wodurch Eisenoxydhydrat sich ausscheidet, Kupfer- und Zinkoxyd aber aufgelöst bleiben. Um diese noch zu schei- den, wird die abfiltrirte Flüssigkeit mit Aetzkali im Ueberschufs ver- mischt und erhitzt, wodurch Ammoniak entweicht und Kupferoxyd ge- fällt wird, Die nun zurückbleibende Flüssigkeit enthält noch das Zink- oxyd mit Kali verbunden, man setzt Salzsäure zu, neutralisirt beide, 2 21 en en= E* 392 Verzinnung von Kupfer und Messing. Mangankupfer. und schlägt dann mittelst kohlens. Kali oder Natron das Zinkoxyd als kohlens. Salz nieder, Sämmtliche Niederschläge müssen geglüht werden.] Verzinnung von Kupfer und Messing. sth verzinnt werden, so muls es erst durch Beit- wozu man am wohlfeilsten ver- Soll ein Kupferger zen von allem Oxyd gereinigt werden, ddünnte Schwefelsäure anwendet; hierauf wird es mit Wasser und Sand abgerieben, gespühlt, getrocknet, über glühenden Kohlen heifs gemacht, und feines englisches Zinn darın geschmolzen und unter Aufstreuen von ten Salmiak mit einem\Wergpausch an der Metallfläche verrie- ben, während alle Stellen nach und nach gehörig heils gemacht worden sind. Hiezu wird sehr wenig Zinn verbraucht, denn der Ueberzug ist sehr dünn. Statt des Salmiaks, welcher das etwa entstehende Kupfer- oxydul auflöst, nimmt man auch Colophonium, um auf das Oxydul re- Man glaubt durchs Verzinnen des Kupfergeschirrs gepulver dueirend zu wirken. die Schädliehkeit des letztern aufgehoben zu haben, allein, wie bereits oben gezeigt worden ist, ist das Zinn selbst nieht unverdächtig, und wird sich mit Kupfer in Berührung, als+ elektrisches Metall, desto ra- scher in Flüssigkeiten auflösen, als es sonst an sich allein nicht gethan haben würde. Daher nutzt sich dieser Ueberzug ziemlich bald ab, al- lein Kupfer löst sich, so lange noch metallisches Zinn auf demselben hal- tet, nicht auf Man hat auch eine Legirung von Zinn und Blei zum Ver- zinnen anwenden wollen, ebenso eine Art Schnellloth mit Wismuth, mit Zink, aber gegen alle diese ist der Einwänd zu machen, dafs sie der Gesundheit ungleich schädlicher sind, als reines englisches Zinn.— Das V erzinken ist auch vorgeschlagen worden, allein. höchst verwerflich, weil, obschon sich kein Kupfer, welches— elektr. wird, auflöst, doch Zink, welches in Berührung mit Kupfer+ el. geworden, selöst wird, welches ebenfalls giftige Wirkungen äulsert. [ Man verzinnt Stecknadeln also: nachdem sie mit verdünnter Schwefel- säure gebeitzt worden, werden sie mit einer Auflösung von WVeinstein und Zinn in einem verzinnten kupferuen Kessel gekocht; durch Berüh- rung mit dem Zinn des Kessels werden die Nadeln—+ elektrisch, hie- durch schlägt sich das aufgelöste, mit dem Weinstein verbundne, Zinn am Messing nieder und bedingt die Verzinnung. Man bereitet auch mit Alaun, Kochsalz und WVeinstein eine Zinnauflösung, oder man vermischt Zinnsalz mit einer Auflösung von Weinstein in heifsem WVasser, und schüttet dieses sammt etwas gekörntem Zinn in ein Fafs, welches um die Axe gedreht werden kann.] Kupfer mit Mangan. Bergman fand, dafs Kupfer mit Mangan ver- hunden eine röthlichweilse Legirung gebe, welche dehnbar; Rinman er- lielt durehs Glühen von Kupfergranalien mit Braunstein, Kohle und Oel |‘ durch eine schn ig ni nl it il in apple an I „junn Bränen im de AEG ji, na ı Jerinng zit,\ vn ni in O jb sm Ainman ullmsehnng ll Inne Osyahanı site an Zink Jenimnt hr a hestenl eine 1 kupler von Ir Naneın, Bl handelt icht sär Mt Eisen, Ylnen, ab unge cm Koppel ia Kane il ien bein Frischer te Kntenhrüch mit me die I lm die Probe tk lo hervore Me ie Ida, Bl td eine as Heat Mr tu in ein A aus,(v Ol di, N Mu. Ang I: er ni Eee>> gekenn ee ee 7 TT Ber‘ Mans Sankyf. Legirungen des Kupfers mit Mangan, Eisen, Blei. 328 tron da 7: a ink) kl. 5 fs. Kö 8 l ı] AR:]& angemengt, kleine weilse Körner, welche geschmeidig; als er dieselben USSEn grelühı n., An viermal mit Braunstein auf gleiche Weise behandelt hatte, war die Le- sirung dem 10löthigen Silber in Farbe gleich, liels sich kalt hämmern. us e ent di) BR aber in der Wärme spröde, specifisch leichter als Kupfer, lief ; 5 Milli mit der Zeit an der Luft an, und wurde dunkel gefärbt. Neuere Ver- Ik Wasser nit suche von Erdmann*) haben gleichfalls bewiesen, dafs Kupfergranalien Kohlen heik m mit dem doppelten Gewicht ausgeglühten und fein gepülverten Braun- d unter Ang stein und;1; Kohle innig gemengt, in einem Schmelztiegel fest einge- der Metal drückt, nach und nach steigender Hitze ausgesetzt, eine röthlichweilse - heils gemacltm Legirung geben, welche in Form kleiner Körner erscheint, die, wenn denn der hm man mit ihnen dasselbe Verfahren wiederholt, mehr weils werden, und wa entstehende| alle von Rinman angegebnen Eigenschaften besitzen. Allein diese Me- um aul das Om tallmischung oxydirt sich so leicht, dafs schon nach 24 Stunden eine en des Rune braune Oxydhau: die Oberfläche bedeckt. Ein Zusatz von% des Ge- en, allein, wı wichts an Zink macht die Legirung nicht allein härter, dichter, sondern ielit. unverdi benimmt ihr auch die leichte Oxydirbarkeit. Nach Erdmann’s Analyse isches Metll I bestand eine Metalllegirung, welche in Berlin eine Zeit lang als Weils- sich allein ni; kupfer von Zerneck u. Comp. verarbeitet wurde, aus 57,1 Kupfer, 19,7 - ziemlich il} Mangan, 23,2 Zink. Die hieraus gefertigten Waaren zeichneten sich Zinn auf den durch eine schöne weilse Farbe aus, und oxydirten sich mit Essig be- Zinn und Bhim handelt nicht stärker als 12löthiges Silber. Mit Eisen, Sowohl das Eisen kann eine kleine Menge Kupfer auf- nehmen, als umgekehrt das Kupfer etwas Eisen. Roheisen wird durch einen Kupfergehalt fester, härter, zäher; Stabeisen soll durch einen Ge- halt an Kupfer rothbrüchig werden. Um dies zu versuchen, liels Kar- sten beim Frischen 0,5% K. zusetzen, das Eisen war ohne Tadel, hatte keine Kantenbrüche und hielt die Festigkeitsprobe aus. Bei 13 Kupfer- ınellloth mit I: vand zu macht als reines u 1 worden, alkn! relches— dk upfer Help A R= Se 5 i zusatz wollte die Luppe sich nieht gut schweilsen lassen, einige Stäbe AUT hielten die Probe nicht aus; die Analyse gab 0,2862 K. an. Hieraus t verdinne würde also hervorgehen: dafs ein Zusatz von Kupfer die Festigkeit mehr lösung el vermindert, als eine gleiche Menge Phosphor. Mit Blei. Blei verbindet sich mit Kupfer in heftiger Rothglüh- den FT, hitze, die Legirung muls glühend schnell in Wasser abgelöscht wer- nstein verband Man bereitet ad! g, oder mil num! Wan? den, sonst trennt sie sich leicht in zwei verschiedne, in eine bleireichere schwere, und in eine kupferreichere leichte, erstere sieht bleigrau, letz- tere röthlich aus,(vergl. Seite 286); hierauf beruht die Möglichkeit des ein Faß, welt! Saigerns, weil das Silber sich vorzüglich in der bleireichen Legirung befindet.— Mit Wismuth lässt sich Kupfer leicht zusammenschmel- Br ie zen, die Legirung ist spröde und blafsroth. i; inman!— | bar; Ai den AA SET IB IE NSF33; tein, MOM: NS 21 324 Legirung des Kupfers mit Nickel und Zink. N Mit Nickel. Eine Legirung von Kupfer mit Nickel und Zink wird ann in China unter dem Namen Packfong*) gefertigt, welche auch mit- u lt unter, obschen irrthümlich, Toutenag**) genannt worden ist, indem man He das eine mit dem andern verwechselte, da beide in China dargestellt a werden. Nach Engström, welcher 1776 eine Analyse davon bekannt Ai machte, sollte es aus 43,75 Zink, 15,625 Nickel und 40,625 Kupfer be-„ih. 5 stehen. Rinman und Fyfe fanden auch noch Eisen darin, letzter analy-| R' ei, y sirte 1821 eine Probe von einem aus China nach England gekommenen je Geschirr. welches dem Silber sehr ähnlich war, vortreifliche Politur Maus? shiliehen Bndak zeigte, und einen ausnehmend starken Klang besafs; es war bei der ge-| Je Degrung Ir I wöhnlichen Temperatur Be 5 i Jse Guschure, liefs es sich vorsichtig behandelt walzen und in mälsig starken Draht| ziehen, speeif. Gewicht 8,432 bei 12,5°. Er fand in 100 Theilen: 40,4 In Frankreich st Kupfer, 25,4 Zink, 31,6 Nickel, 2,6 Eisen. Sb schr Aehnliche Legirungen wurden von Geitner in Schneeberg darge- Yühren, Hähne, stellt, unter dem Namen Argentan, von Herın v. Gersdorf***) in gun, De man Wien, von den Gebr. Henniger in Berlin, Neusilber genannt, und von In mach den N..) 1....».. y[al] a. m. Seit länger als 80 Jahren ist eine ganz ähnliche Legirung in Suhl sehen. verbes gefertigt und zu Gewehrgarnituren, Sporn etc, verarbeitet worden, über Zapfen] welches Keferstein und Müller Nachrichten mitgetheilt haben+). Frick FF) Kıpkr re fand, dafs eine Legirung von 53,4 Kupfer, 29,1 Zink und 17,5 Nickel in J)Kıpferox Farbe und Klang dem 12löthigen Silber am nächsten kommt; sie ist| der sr ab Re härter als Silber, sehr zähe, aber dehnbar, und wird durchs Ablöschen| Indus dıze weicher, specif. Gewicht 8,556 bei 19,5°.} zone Gemichls s Derselbe stellte ferner Versuche an, um zu ermitteln, wie viel Selle shi Niekel nöthig sei, um mit Kupfer eine weilse Legirung, ohne allen Zu- Cs Od die El satz von Zink, zu liefern, und fand, dafs 5 Th. des letztern durch 2 Th.| intel, nd wı des erstern schon völlig weils gefärbt werden, so dafs ein Strich auf ine, Ans einem dem Probirstein wie Silber aussieht. Eine Legirung von 55,55 Kupfer, ill werden, 5.55 Niekel und 38,909 Zink war dem Suhler Weilskupfer sehr ähnlich. Niue hefeien, Ein Zusatz von Eisen und Stahl zu 2 bis 2,53 macht die Legirung be- d deutend weilser, aber auch härter und spröder. Das Metall muls nach till de ? dem Hämmern und Walzen ausgeglüht werden, und das Glühen darf ige hi nur bis zur Kirschrothglühhitze gehen, weil sich ein Kruste Oxyd bil- i Nun, det, welches durch Säuren sich nicht leicht entfernen läfst. bus el Das Neusilber hat den Vorzug vor mit Silber plattirten Waaren, kt dals es beim Abnutzen stets weils bleibt, während letztere roth werden, De dafs es also länger dauert, und auch dann, wenn es eine Zeit lang be- Ay n h eu I nd es| *) Auf Deutsch Weifskupfer,**) Toutenag ist Zink(s, bei diesem), Koh-’ y 0 lan "eo PA, Bd?8. 5.103. 4) 5.n,7. Bd,9, 5.17. tt) V.d.6,1824. 8.138, Im ia Hl en ind Zink, Nickel and Til, it, Yele, al, worden; It, Ink, e in China A din Analyse EM und 0 I, en darin, I; h England Spk IT, vortreflch) 5 es ward rme selr srl, in mälse stk d in 100 Tiela in Schnerhr nd, Gerschrf} |ber gend u inliche Lesitu: erarbeitet work heilt haben+) I Zink und 175 ächsten konnt; wird durchs Ali zu ermitteln, 1 esirung, ohne og Jetztemn du! so dal ein Sn ir rung von D9) eilskupfer sei macht die an, Das Metal u und. das 6lie ein Kruste Om men Jült ber piatita N 1 letztere volh me | og eine Teig Zink(bi pa an et n ge—- nn a nn - es Eee—— ar ARNO nd Legirungen des Kupfers. Kupferoaydul. 325 nutzt werden, immer noch einen relativ höhern Werth besitzt, und von der Fabrik wieder angekauft wird, was mit verbrauehten und unansehn- lich gewordnen plattirten Waaren der Fall nicht ist. In Betrelf der et- wanigen Schädlichkeit für den Tischgebrauch ist durch Versuche er- mittelt worden’y dafs ein Löffel von Argentan, welcher 50 K., 31,25 7. und 18,75 N. enthielt, mit Essig behandelt kaum 1 Gran mehr an Ge- wicht verlor, als ein 12löthiger Sitberlöffel; ähnlich verhielt es sich beim Bestreichen mit Olivenöl, Butter. Was einen Arsenikgehalt be- trifft, so ist ein geringer Antheil dieses Metalls, z. B. 0,25%, ohne allen schädlichen Einfluls, und die Bedenklichkeit zu weit getrieben, deshalb die Legirung für nachtheilig erklären zu wollen. Weit gefährlicher, als diese Geschir re, sind kupferne und messingne Kächengeräthe! [In Frankreich ist eine Legirung von Kupfer, Zink, Zinn, Blei, Eisen, Spiefsglanz sehr gewöhnlich unter dem Namen polin, aus welcher man Röhren, Hähne, Mörser, Leuchter, kurz eine grofse Zahl von Geräthen giefst, die man in Sand formen kann: die Farbe ist schmutziggrau, al- lein nach dem Abdrehen wird die Oberfläche polirt und dann das Au sehen verbessert. Auch fertigt man Zapfenlager aus ıbr für eiserne Zapfen.] Kupfer verbindet sieh mit Sauerstoff in drei Verhältnissen: 1) Kupferoxydul, Protoxide de euivre, Pr. of copper, kommt in der Natur als Rothkupfererz vor(siehe Seite 267.), kann auch durch Kunst dargestellt werden, wenn man schwarzes Kupferoxyd mit ? seines Gewichts sehr dünn ausgewalzter Kupferbiechstreifen in emem Schmelztiegel schiehtet und dann wohl verschlossen ausglüht; hier tritt das Oxyd die Hälfte seines enthalinen Sauerstofls ans überschüssige Kupfer ab, und wird in Oxydul verwandelt, so aueh das metallische Kupfer. Aus einem Oxydulsalz kann dasselbe durch Aeizkali als Hy- drat gefällt werden, es ist aber schwierig, dieses zu trocknen und von Wasser zu befreien, ohne dafs es sich dabei höher oxydirt. Das künstlich dargestellte Oxydul hat eine kupferrothe Farbe, das natürliche und dasjenige, welches sich auf dem Gaarkupfer beim Ablö- schen in Wasser bildet, sieht cochenillroth aus, speeif. Gewicht 5,05 bei 16°, es schmilzt in der Glühhitze, und besteht aus 88,78 Kupfer und 11,22 Sauerstoff, giebt mit Wasser ein pomeranzenlarbnes Hydrat, wel- ches sich leicht in Oxydhydrat an der Luft umvrandelt, mit den Säuren theils farblose neutrale, theils bräunliche basische Salze, die sich in Aetzammoniak zu farblosen Flüssigkeiten auflösen; Aetzammoniak greift Kupfer an, und es bildet sich eine Auflösung von Oxydul in dem Al- kali, welche, so lange die Luft keinen Zutritt hat, farblos ist, sogleich aber blau gefärbt erscheint, als der Sauerstoff der Luft oxydirend ein- 320 Englische Kupferbronze. Kup feroayd. wirken kann. Kupferoxydul färbt Glasflässe rubinrothi, weinroth(ver- gleiche I. Seite 385, 399 beim Glas). Man pflegt auf der Oberiläche kupferner Geräthe zum bessern Ansehen derselben und um den Einflufs von Feuchtigkeit und Luft zu mindern, künstlich Oxydul zu erzeugen, indem man die polirten Geräthe mit rothem Eisenoxyd und Wasser über- tüncht, und einer mälsigen Hitze aussetzt, wodurch das Eisenoxyd Sauer- stoff ans Kupfer abgiebt, dieses in Oxydul verwandelt; der Ueberzug wird dann abgespühlt, englische Kupferbronze*). Man nimmt bei uns auch folgende Komposition: 4 Th. Grünspan, 4 Th. Colcothar, 1 Th. Hornpulver, macht diese mit Essig zu einem Teig, trägt denselben auf das Kupfer und erhitzt die Geschirre über Steinkohlenfeuer, bis der Ue- berzug trocken und schwaız geworden ist, etc. 2) Kupferoxyd, Deutoxide de cuivre, D. of copper, wird als Kupferschwärze gefunden, und durchs Glühen und Verbrennen des K. an der Luft, durchs Glühen des salpeter-, essig- und kohlens. Oxyds erhalten. Es ist schwarz, und zwar das aus dem kohlens. Salz kohl- schwarz, locker, nur das durchs Verbrennen erhaltne ist dichter; specif. Gewicht des aus dem salpeters. Oxyd erhaltnen 6,09, des aus essigs. 6,4 bei 16°, es enthält 79,83 Kupfer und 20,17 Sauerst., sintert in der Hitze zusammen und kann geschmolzen werden, bildet mit Wasser ein himmelblaues Hydrat, welches sich in Ammoniak zu einer lasurblauen Flüssigkeit auflöst. Es giebt mit den Säuren die gewöhnlich vorkom- menden Kupfersalze, welche im wasserhaltenden Zustand blau auch grün erscheinen, wasserleer theils weils, theils schwarzbraun ete., von den ät- zenden Alkalien und Erden, wenn diese nur in kleinen Mengen zugesetzt werden, grün, als basische Salze, gefällt werden, bei genugsamer Menge aber himmelblau, welcher Niederschlag unter Wasser, oder beim Erwär- men in der Flüssigkeit, leicht schwarz wird; derselbe löst sich in einem Ueberschufs von Aetzkali, Natron nicht, aber in Ammoniak auf. Die Kupfersalze werden von Schwefelwasserstoffgas schwarz, von Cyaneisen- kalium braun, von kohlens. Kali in der Wärme grün, von einem in die Auflösung eingetauchten Zink-, Eisen-, Kadmium-, Blei- und Kobalt- stäbehen metallisch niedergeschlagen. Das Kupferoxyd verbindet sich in der Glühhitze mit den fixen Alkalien, den Erden, treibt selbst die Kohlensäure aus, und giebt blaue und grüne Verbindungen, so wie es Glasflüsse, selbst in den geringsten Mengen, grün auch wohl blau färbt. Digerirt man Kupferspähne mit Ammoniakflüssigkeit in Gefäfsen, zu denen Luft Zutritt hat, so bildet sich Kupferoxyd, welches in dem Ammoniak, das an der Luft kohlensauer geworden ist, sich auflöst. Daher kann +). Di prd.iBd, 98.470. — RE ie Kupler (ale Oberl Ind It sich I Ale Rupert [ hs», Fayenet best hl Mi gun AUT J dnduch grün lan Kopf I, dr Aetıkal iin, nah Palmst Ilse,— Ian Auen organ 1) Kupferübe handlung von erhalten; donk der Wärme, I mit Säuren, unl del os soll aus Kohlenstoff dılses höchst wa ce das Kupfer N } NEN x ehuoe Iierüber ist Selmelelkur vr, lannt in der klei), kann a Mel bereitet nl licht enthun , ln eines Utschrnerane] ®kn Hlien a | Vntht aug 197, ül Keil RU me Weller \ h Imelelkı oryd, toll, Wein anf den Oh und um den" Orydul er yd und Note i das Eisen, andelt: der Ik Non ninnt Ih, Coleathr| 6 hränt den hlenfener, hi 4 of copper, mil 1 und Verhreun - und kolla f in kohlens, Sl ne ist dichte; g 6,09, des ana erst,, Sinn ildet mit Wir zu einer hu gewöhnlich m stand blau at; aun ee, vu nen Mensen m ei genugane op, oder bein! be löst sich n@® Ammoniak al! warz, von(ya? in, von elht 1 , Ble- und hit oxyd yerbind n, treibt sold dungen, 8 nei ch wohl hai 1 Gefilsen, I im in dem Ans’ PJöst; Diele Kupferüberoxyd, Kohlenstoff-, Schwefelkupfer. an einen ınit Silber oder Gold plattirten Kessel prüfen. ob er völlig an allen Stellen mit jenen edlen Metallen bedeckt ist, wenn man Sal- miakgeist hinzuschüttet, welcher sich sogleich färben wird, so wie das unbedeckte Kupfer angegriffen wird, Eben so wirken auch Fett, Schmalz, Oele auf die Oberfläche des K. bei freiem Luftzutritt ein, dasselbe oxy- dirt und löst sich in den gleichzeitig entstandnen Fettsäuren auf. Beide Kupferoxyde dienen zum Färben des Glases, das Oxyd ia der Glas-, Fayence-, Steingutmalerei als grüne Farbe, das Oxydhydrat, wenn es nur beständiger wäre, nicht so leicht Kohlensäure anzöge, und dadurch grün würde, als Malerfarbe. Zu dem Ende wird es aus kohlens. Kupferoxyd, welches man mit kochendem Wasser abgewaschen hat, durch Aetzkalilauge dargestellt, und, um es länger haltbar zu ına- chen, nach Palmstedt’s Angabe, mit Eiweils oder Leim vermischt ge- troeknet.— Man bedient sich auch des Kupferoxyds zu chemischen Analysen organischer Körper. [3) Ku pferüberoxyd, Peroxide de cuivre, P. of e., wird durch Be- handlung von Kupferoxydhydrat mit verdünntem WVasserstoffüberoxyd erhalten; dunkel gelbbraun, geruch- und geschmacklos, zersetzt sich in der Wärme, löst sich nicht in Wasser auf, und wird durch Berührung mit Säuren, unter Entbinden von Sauerstoffgas, in Kupferoxyd verwan- delt; es soll aus 66 Kupfer und 34 Sauerst. bestehen, Kohlenstoffkupfer; bereits vorn Seite 280 ist angegeben worden, dafs es höchst wahrscheinlich eine solche Verbindung giebt, durch wel- che das Kupfer spröde und übergaar wird. Eine chemische Untersu- ehung hierüber ist noch nicht geliefert.) Schwefelkupfer, Protosulfure de cuivre, Protosulfide of cop- per, kommt in der Natur als Kupferglanz, K.glaserz vor(siehe vorn Seite 267), kann auch durchs Zusammenschmelzen von Kupfer und Schwefel bereitet werden, wobei im Moment Jer Vereinigung ein hell- rothes Licht entbunden wird(siehe I. Seite 158, 284); ferner durch Präcipitation eines Kupferoxydulsalzes mittelst Schwefelwasserstoflgas. Eine schwarzgtaue Masse, leichter als Kupfer schmelzbar, oxydirt sich nur beim Erhitzen an der Luft, nicht bei der gewöhnlichen Tempera- tur, besteht aus 79,73 Kupfer und 20,27 Schwefel. Man bedient sich des künstlich dargestellten Schwefelkupfers zur Fabrikation von reinem Kup- fervitriol, wie weiter unten bei diesem wird angegeben werden. Das Schwefelkupfer kommt im Mineralreich mit andern Schwe- felmetallen verbunden vor, als mit 15 Schwefeleisen im Kupferkies, mit einfachem Schwefeleisen im Buntkupfererz, in welchem das Schwe- felkupfer in doppelt so grofser Menge vorhanden ist, als in dem er stern; mit Schwrefelwismuth im Kupferwismutherz,(Schwetelwismuih a zZ Zu m a1 ai 328 Schwefel-, Selen-, Phosphor-, Chlorkupfer. eine? hr -+ S.blei, verbunden mit S.wismuth+ S.kupfer kommt als Nadelerz ME vor; Schwefelkupfer+ Schwefelzinn im Zinnkies(siehe beim Zinn WR Seite 224); ferner mit Schwefelsilber, Schwefelspielsglanz ete.— Schwe-| Imelt© felkupfer findet sich auch in Schmelzprodukten, in den Steinen beim| te Bupfer Kupferausbringen, beim Ausschmelzen silberhaltiger Bleierze(siehe beim| gjlimun was Blei Seite 178).| hiiue, ie Doppeltes Schwefelkupfer, Deutosulfure de e., D. of c., hat| Ip nis L man am Krater des Vesuvs, ferner in einem seltnen Kupfererz, Kupfer- un aber zu hell indig genannt, angetroffen, mit Schwefelspielsglanz verbunden im Schwarz- June bt erz; man erhält es durch Präcipitation eines Kupferoxydsalzes durch Ku er Schwefelwasserstoffgas. Ein bräulichschwarzer Niederschlag, welcher jun Dil zw nach dem Trocknen ins Grünliche sticht, feuchtes Lackmuspapier röthet, Die voseri in der Hitze zersetzbar ist, es entweicht Schwefel und schweflige Säure, elal Wasser einfaches Schwefelkupfer bleibt zurück; es besteht aus 66,3 Kupfer und Js aus 4] 33,7 Schwefel. Ita man) [Es scheint, als gebe es noch mehrere Verbindungen des Kupfers und Geschmack Vi Schwefels durch Kunst darstellbar.— Selenkupfer, Seleniure de Wasser und\ cuivre, S, of c., kommt stahlgrau von Farbe vor, leicht schmelzbar; firter Fam Selenkupfer— Selenblei, am Harz, so auch das Doppelte Selenkupfer Ten -} Selenblei; mit Selensilber, siehe bei diesem.— Phosphorkupfer, Phosphure de e., Ph. of e.; es giebt mehrere Verbindungen beider[Bisisches d Stoffe, man erhält sie theils durch directe Verbindung, theils durch Re- Iupfererz, duction des phosphors. Kupferoxyds mittelst Kohle, theils durch Präcı-| Antlka, ner pitation eines Kupfersalzes mittelst Phosphorwasserstoffgas. Das Phos- Sek phorkupfer, durch directe Verbindung erhalten, ist hellgrau, spröde und 1 m Bern verliert beim Calciniren unter einer Glasdecke allmälig% des aufgenom- Irene menen Phosphars, so dafs nur noch 740 Phosphor mit K. vereint blei- gelında, Mar ben, aber auch durch keine Hitze verflüchtigt werden. Ein solches ung ds Dopn Phosphorkupfer hat nach Berzelius eine stahlartige Härte, so dals dar- lt in ei aus schneidende Instrumente gefertigt werden können, Re Is Chlorkupfer, Protochlorure de e., Protochloride of o., salz-): saures Kupferoxydul, Protomuriate, Pr.hydrochlorate de e., Pr. I Akkerkn of c., erhält man, wenn 1 Theil Kupferspähne mit 2 Th. Quecksil- FperGrin dl bersublimat(Doppeltem Chlorquecksilber) gemengt in einer Retorte tn Sn; trocken erhitzt wird, es geht Quecksilber über, und als Rückstand bleibt he das wasserleere Chlorkupfer; man kann es auch durch trockne Destilla-| ka, h tion des wasserhaltenden Doppelten Chlorkupfers darstellen, wobei WVas- 1 au an ser und Chlor übergehen, rk Eine bräunlichgelbe, durchscheinende Masse, nicht flüchtig, aber schmelz- ll h bar, besteht aus 64 Kupfer und 36 Chlor, löst sich in Salzsäure auf;\.; H mit Wasser verbunden erhält man es durch Digestion des Doppelten RL Chlarkupfers mit Kupfer in vor dem Zutritt der Luft geschützten Ge- i. fälsen, wobei es in farblosen Krystallen anschielst, die sich ın WVas- Swan LAN "lieg Ba De eh rise) EEE— N ne- ae. A a a EL ER TR i orku fer, j " Chlorkupfer, basisches Chlorkupfer, Jod-, Cyankupfer. 329 kommt hal i St" 3 ä tes(eh ser zu einer farblosen Flüssigkeit auflösen, ebenso in Aetzammoniak, al- >(SENE Den 7 3 nl fe] lein beide werden an der Luft blau, ın Oxydsalze verwandelt.] Slam ele,— in den u Doppelt Chlorkupfer, Deutochlorure de e., D. of c., salz- r Bleierze(She) saures Kupferoxyd, Deutomuriate, D.hydrochlorate de c., D. of c., erhält man wasserhaltend durch Auflösung des Oxyds, kohlens. Oxyds re de c, D.t, in Salzsäure, des Kupfers in Königswasser;. im wasserfreien Zustand Ien Kupfen durch mäfsiges Erhitzen des erstern, wobei Wasser entweicht, erbitzt verbunden ini, man aber zu heftig, so entweicht auch Chlorgas und das einfache Chlor- upferonyd en kupfer bleibt zurück. Bringt man ein sehr dünn gewalztes Streifchen N 2 34 Hui 5 R& C= 6 Niederschhe. Kupferblech erwärmt in trocknes Chlorgas, so verbrennt es mit grü- Lacknup nem Licht zu wasserfreien Chlorkupfer. i SPAN.....-, und schmefbrt Die wasserfreie Verbindung besitzt eine gelbbraune Farbe, zieht an Schwelle|° h aus 66,3 Anl der Luft Wasser an und erscheint deshalb bald wieder grün, zexflielst, besteht aus 47 Kupfer und 53 Chlor. Mit 35% Wasser verbunden bil- det es smaragdgrüne Nadeln, Säulen, welche einen metallisch scharfen ngen des Kon kupfer, Sell vor, leicht scho Geschmack besitzen, sehr leicht Wasser anziehen, zerflielsen, sich in Wasser und Weinseist auflösen, letzter brennt dann mit schön grün ge- © o to) Dome fürbter Flamme, weshalb man es auch zu Feuerwerken für theatralische 1$ oppailt ek Zwecke benutzt. — Phosphort e Verbindung![Basisches doppelt Chlorkupfer kommt in der Natur vorals Salz- dung, thels dus kupfererz, Atakamit, in smaragdgrünen Oktaädern, nadelförmigen hle, theils dont! Krystallen, nierförmig, in losen Körnern,(Kupfersand), undurchs:chtig, serstolgas, Da! wachsglänzend, spec. Gewicht 4,43, auf Gängen mit andern Kupferer- st hellgrau, sprü zen, Eisenerzen an mehrern Punkten in Chile, Peru, auch in den Spal- Imälig% des al ten vesuvischer Laven; man hat es auch einmal im sächs. Erzgebirge ‚or mit R, veril gefunden. Man kann es künstlich darstellen, wenn man eine Auflö- werden, Eos sung des Doppelten Chlorkupfers ınit Ammoniak unvollkommen nieder- ge Hirte, sd schlägt; ein grünliches, in WVasser unlösliches Pulver, welches scharf getrocknet 16,228 Wasser verliert und braun wird,(In Peru wird es chloride oft fein gemahlen als Streusand gebraucht, Arenilla.) drochlarate d% Nach der Angabe von Göttling wird das sogenannte Braunschwei- mit 2 Th De ger Grün dadurch erhalten, dafs man Kupferbleche mit einer Auflö- ein ana sung von Salmiak in WVasser übergiefst, die grüne Masse, welche sich .n$& d als Rückstal urch trockoe) Jarstellen, wa? nach einiger Zeit ansetzt, abkratzt, und die Digestion so lange fortsetzt, bis alles Kupfer sich in basisches Chlorkupfer verwandelt hat. Alleın was jetzt unter jenem Namen in dem Handel vorkommt, ist durchaus kein Chlorkupfer, sondern nur kohlens. Kupferoxyd, mehr oder minder mit kohlens. Erden vermengt- Doppelt Jodkupfer, Deutoiodure de c., D. of c., durch Nieder- schlagen eines Kupferoxydsalzes mit Jodkalium erhalten; ein schmutzig Müchtig, aber” sich in Salasiut ‚estioD des Din Luft geschll t, die cha" weilses, unauflösliches Pulver; mit Kupferoxyd hellgrün.— Cyankup- ler, Protocyanure de c., Pr. of c., weils, in Wasser unlöslich, aber 30 Cyaneisen mit Cyankupfer, kohlens. Kupferoxy.d. in Aetzammoniak auflöslich, Doppelt Cyaukupfer, Deutocyanıre de c., D. of c., gelb, in WVasser unlöslich, aber in Blausäure auföslich.] Cyaneisen+ Cyankupfer, Ferrocyanate de cuivre, F. of c., blausaures Eisenoxydul-Kupferoxyd, wird durch doppelte Wahlverwandtschaft aus einem Kupferoxydsalz und Oyaneisenkalium dargestellt. Ein braunes Pulver, geruch- und geschmacklos, in Wasser und Säuren unlöslich, in Ammoniak nur zum Theil löslich. Man hat es theils in der Kattundruckerei, theils als Malerfarbe angewendet, allein es ist nicht sehr beständig. Ausgezeichnet grols ist die Empfindlichkeit des Cyaneisenkaliums als Entdeckungsmittel von Kupferoxydsalzen, in- dem in einer Auflösung von 60,000 Theilen Wasser das Vorhandensein eines Kupfersalzes durch obiges Reagens nachgewiesen werden kann. Halbkohlensaures Kupferoxyd kommt mit Wasser verbun- den als Malachit vor(vergleiche vorn Seite 269), sowohl krystallisirt, als krystallinisch, derb und erdig, wird theils als Erz auf Kupfer ver- schmolzen(der seltenste Fall), theils zu Zierrathen geschliffen, auch ge- pulvert als Berggrün, ver de montagne, cendres vertes,(Mineral- grün) verbraucht(das Farbematerial, was jetzt unter dem Namen Mine- ralgrün verkauft wird, ist meistens arsenigs. Kupferoxyd, oder Scheele’s Grün). Man kann das kohlens. Kupferoxyd dadurch gewinnen, dafs man schwefels. Kupferoxyd auflöst, mit kohlens. Kali oder Natron fällt, und den blaugrünen Niederschlag mit heilsem Wasser absülst, zuletzt mit kochendem, wodurch derselbe dichter, fester, körniger wird und eine schön grüne Farbe annimmt; doch wird die Farbe durchs längere Ko- chen mit Wasser schwarzbraun, indem dann das Präparat wasserfrei übrig bleibt. Endlich ist auch der Grünspan, welcher sich auf kupfer- nen, bronznen, messingnen Geschirren bildet, wenn sie der feuchten Luft ausgeseizt sind, oder in der Erde lange gelegen haben,— grüne Patina, patine verte, p. antique— nichts anders, als halbkohlens. Kupfer- oxydhydrat.— In Ungarn, zu Herrengrund, wird es aus kupfervitriolhal- tenden Grubenwassern bereitet. Dasselbe hat eine schöne hellgrüne Farbe, ist in Wasser unlöslich, löst sich aber in kohlensaurem Wasser zu einem sauren Salze, in den Säuren auf, entbindet in der Wärme Wasser, wird braunschwarz, in der Hitze auch Kohlensäure und hinterlälst schwarzes Kupferoxyd. Es besteht aus 71,86 K.oxyd, 19,94 Ks. und 8,20 Wasser.— Im Han- del kommen mancherlei Farbewaaren von bläulichgrüner Farbe vor, de- ren Hauptbestandtheil halbkohlens. Kupferoxyd ist, als: Bremergrün, Bremerblau, Braunschweiger Grün. Angestellte Analysen von Meifsner und im Laaboratorio des Gewerbinstituts haben gelehrt, dafs das Bremergrün kohlens, Kupferoxyd, kohlens. Magnesia,(kohlens. Kalk). | j 4 i R pie Natron PL hedente {peidritte „lasuret? yl Anl, auch mat, mount ya ol Kyle| Ya, Bez yes lt zu Yıya Her Incl, siehe Jena gich ach dieselbe M lie Kinslichen [Dr Darstelu {et eine Auf vertheilt Ri denden Aullö rüht un. H und Chlorkupf dl kun betr bleen ist(m ach), ieht gelönp au, WO Ib seul, Ge Halkmı 240 N In geben u [hi 1 Cent ke, und zu Fk allge; alla, so s Kl nur il berit in in,\ 1; Üentner hu, rüh Yon Pot & Parben tl in TEN LEN "\ Tom, pler, Deut Bl Odanı AUFRUFE auf) ? de Cutore, Mi wird durch N) M und Cyaneisnh hl chmacklos I m | löslich, Inlı, IE angewendet I} il st die Ban ıl Kupferorydahn er das Vorkal IN esen werden kn, mit Wasser nch ), sowoll Imeli Erz al Kl | geschlife, ad, res vertes,(Ni er dem Nanl roxyd, oder si h gewinnen, dh li oder Naltm il \ asser al Örniger wirl m e durchs lin| Präparit rast! f cher sich alln nn. sie der Ik ven haben, halbkobles lH aus kapkmins in Wasser u o 2 geschüttet nur eine schr blasse blaue erzeugt. Hierauf thut Pfd. Kalk- milch dazu, rührt beide wohl untereinander, fügt 15 Pinte einer Auf- weichen 738 Wasser, so dafs nur 27% übrig bleiben. man% Centner feuchten Niederschlag in ein Gefäls, 2 lösung von Pottasche(1,11 specif. Gewicht) hinzu und läfst das Gemeng in einer Farbenmühle durcharbeiten. WVährenddem hat man 1 Pfd, Kupfervitriol in 4 Quart VWVasser, ebenso% Pfd. Salmiak in 4 Quart *). Dit, Tom, 3. Artikel„Bleu de Montagne,” 352 Darstellung des Bergblaues, Kupfervitriols. Wasser, jedes besonders aufgelöst; man schüttet die gemengte Farbe in eine steinerne Flasche, die Vitriolauflösung dazu, und sodann auch die Salmiakauflösung, verschliefst die Flasche und schüttelt das Gemeng tüchtig durch einander, Nach 4 Tagen schüttet man den Inhalt von 4 Krügen in ein Fafs, welches 400 Quart Wasser fassen kann, und so viel Regenwasser dazu, dafs es fast ganz voll ist; man rührt alles gehörig durch einander, lälst ruhig absetzen, zieht dann vermittelst eines in% der Höhe angebrach- ten Hahns die klare Flüssigkeit ab, gieflst frisches WVasser auf, rührt um, läfst wieder absetzen, zieht ab etec., welches Verfahren so lange wıe- derholt wird, bis das abgelafsne Wasser nicht mehr alkalisch reagırt. Hiedurch erhält man ein sehr feines Blau, welches theilweis hanptsäch- lich in Breiform, en pdte, theils ın Tafeln in der Schatte getrocknet, ın den Handel gebracht wird. Geringere Sorten werden durch einen stär- kern Zusatz von Kalkmilch und Salmiak erzeugt.— Man wendet die- ses künstliche Bergblau zur Darstellung blauer Zeichnenpapiere an, auch zum Malen. Man erhält auch aus salpeters. Kupferoxyd durch Behandlung mit Schlemmkreide ein ähnliches Produkt, wie es ehedem aus der kupfer- haltigen blauen Flüssigkeit, die beim Scheiden des Silbers vom Kupfer übrig bleibt, dargestellt wurde. Diese Scheidungsweise kommt jetzt im Grofsen nicht leicht mehr vor, da man eine beträchtlich wohlfeilere Methode kennt(siehe beim„Silber”). Man schüttete diese blaue Flüs- sigkeit heifs auf Schlemmkreide, bis eine blaue Farbe sieh gebildet hatte; allein nicht selten erhielt man statt einer blauen eine grüne Substanz.] Schwefelsaures Kupferoxyd, Deutosulfate de e., D. 020, Kupfervitriol, Cypervitriol*), blauer V,, blauer Galitzenstein, vitriol de Chypre, v. de cuivre, v. bleu, blue vitriol, kommt in Gruben- wassern aufgelöst in solchen Gruben vor, in welchen Kupferglaserz oder andere Schwefelkupfererze brechen, Cementwasser, vergleiche das Seite 299 Gesagte, auch findet man ihn in alten Grubenbauten auf der Holzzimmerung auswitternd. Man benutzt die Cementwasser theils auf Cementkupfer, theils auch auf Vitriol, welcher aber immer ein ge- mischter, eisenvitriolhaltiger ist. Man stellt Kupfervitriol theils aus Schwefelkupfer, und zwar so- wohl aus Kupferstein, welcher bei dem Kupferhüttenprozefs fällt, als auch aus dem künstlich aus den Bestandtheilen gebildeten Schweielkupfer, aus dem Kupferglaserz und andern Schwefelkupfererzen, durchs Rösten und Auslaugen, theils aus Kupfer und Schwefelsäure durchs Auflösen dar. 1) Aus dem Kupferstein. Bereits oben Seite 284 ist angegeben wor- *) Also genannt, weil man im Alterthum diesen Vitriol von Cy- pern erhielt. Ju, ji man sh(ara ei anlagt, f [of su Im m Inple fi Die mie zurlmochen, D zit der Hille R Knstlle hlln. sulan au sch folakmelisr Je) scheidet ı qhrem Jahren en Alt ni [Der mannselt Hanviolelte ul, Manga i det man di {hal zum 1 2) As kin Kun u Kon Ende wire Anm eirens dar dem es eine Zei Irohen and. em Kine, der Okn wieder Alle in schn ram nit Wa An Sehmefe Rice "ua lvo See "{in(men Se A Ach m Ber i Nee ein! Ialadı j il Y inch I el U me nn Er Sn e—— eu TTS DI ru, 6) un Darstellung des Kupferoitriols. die o e deMeneR E und sodann a den, dafs man auf den Mannsfelder Kupferhütten den gerösteten Spur- scl Üttelt q al®=....” He stein(Concentralionsstein) und Dünnstein nach jedem Feuer, welches er cr... 2 erhält, auslaugt, folglich geschieht dies 6mal nach einander, um schwefels, 4 Rrügen al u Kupferoxyd auszuziehen. Die concentrirte Lauge wird nach dem Ab- Ye Regenmayı klären in kupferne Kıystallisirkessel vertheilt, in denen der Anschuls er- 3 durch einle folgt. Die gute Mutterlauge wird dann abgelassen, die Vitriolkrusten der Höhe ad, ausgebrochen, mit Wasser abgespühlt und getrocknet; die Mutterlauge e weh, mit der Hälfte Rohlauge vermischt, nochmals versoiten, worauf wieder ah wl Krystalle fallen. Die Mutterlauge von diesem zweiten Anschufs wurde Ehe h sodann auf schwarzen Vitriol versottien, man liefs sie in hölzernen Bot- es heilweis ham; tichen krystallisiren; aus der hiebei übrig bleibenden Mutterlauge(Schwarz: r Schatte et ß; x 0: A N lauge) scheidet man Cementkupfer ab(siehe oben Seite 300). Allein seit enden ” Fa mehrern Jahren wird die Bereitung des schwarzen Vitriols wegen Man- ehnenpapie sel an Absatz nicht mehr betrieben, [Der mannsfelder schwarze Vitriol krystallisirt in WVürfeln, hat eine blanviolette Farbe, enthält schwefels. Kupferoxyd, Zinkoxyd, Eisenoxy- dul, Manganoxydul, Kobalt- und Nickeloxyd,(Kalk, Kali), Jetzt verwen- det man die Schwarzlauge theils zur Anfertigung von CGementkupfer, durch Behand] M } il 1edem aus derf |’ı r jes Sılbers von| BT theils zum Besprengen des Rostkleins statt Wasser.] sweise kommt yeträchtlich wo 2) Aus künstlich dargestelltem Schwefelkupfer. Um recht reinen üttete diese bl Kupfervitriol zu gewinnen, verbindet man erst Kupfer mit Schwefel; zu rbe sich gehll dem Ende wird Kupfer(in Ronau und Schreiberhau Gaarkupfer) in ine grüne Sub einem eigens dazu construirten Flammofen glühend gemacht, und nach- Ifate de«,) dem es eine Zeit lang glühend erhalten worden, wird der Zug unter- Mauer ball brochen und grob zerstofsner Schwefel(etwa% des Gewichts) auf das oT. kommt 6 Kupfer geworfen, weiches sich mit ersterm rasch verbindet. Hierauf wird elchen Kur der Ofen wieder angefeuert und durch Caleination das erzeugte Schwe- Lassen, IM felkupfer in schwefels. Oxydul und Oxyd umgewandelt, welches noch ten Grubenbu warm in mit Wasser angefüllte Bottiche geschüttet wird, oft unter Zu- Cementwist satz von Schwefelsäure; nach 12stündiger Lösung bringt man den un- ] pr aber inner aufgelösten Rückstand wieder in den Ofen, um ihn ferner der Schwefe- lung und Oxydation zu unterwerfen, Hiebei bildet sich, wie auch schon for md bereits vorn Seite 300 angeführt worden ist, ohne alle Dazwischenkunft upfer, und! i IE u a . von Eisen, Cementkupfer, indem schwefels. Kupferoxydul vorhanden ist, r. fell iprozels Kl,#||| | welches unter Abscheiden von Metall in Kupferoxydsalz übergeht. Es \] leten Sehne! an:. re n ist nämlich zu bemerken, dafs durch unmittelbare Verbindung von Kupfer 1% 1« Pk pzen, AUE!; 5:= und Schwefel einfaches Schwefelkupfer sich bildet, welches durch die Alma durchs Aull® a bei der Röstung erfolgende Oxydation schwefels. K.oxydul liefert, die- 4 st E ses geht durch jene Abscheidung von metallischem Kupfer, oder durch den Zutritt der Luft in Oxydsalz über, wobei sich aber nothwendig ein ‚een MIN! grünes basisches Salz abscheiden muls, denn das Oxydulsalz enthält nur TE— DICH P,..”. 33% Darstellung des Kupferoitriols, Prüfung desselben. halb so viel Säure, als zur Erzeugung von neutralem Oxydsalz erforder- lich ist, daher, wenn sich das Oxydul durch den Sauerstoff der Luft oxydirt, nur unter Absatz von% basischen Salz ein neutrales sich erzeu- gen kann. Dieses basische kann unter Zusatz von Schwefelsäure in neu- trales verwandelt, oder anderweitig als grüne Farbe verwendet werden.— Die Vitriollauge wird dann eingedampft, die heifse concentrirte Lauge in Läuterkästen geklärt und in Wachsfässern krystallisirt, die Mutterlauge der zu versiedenden Lauge mit zugesetzt, da sie nichts fremdartiges, ve unreinigendes enthält. 3) Am Harz zu Goslar, auf der Silberhütte zu Mägdesprung u. a. a.©, bereitet man Kupfervitriol aus gerösleten Kupfererzen, die man ablaugt, von neuem röstet, ablaugt ete., allein gewöhnlich ist ein so erzeugter Kupfer- vitriol eisen- oder zinkhaltend, indem Schwefeleisen und Schwefelzink mit dem Schwefelkupfer zusammen brechen.— Endlich wird auch noch auf andere Weise aus Abfällen, Aftern von der Kupferschmelze Vitriol bereitet.: Prüfung der Reinheit eines käuflichen Kupfervitriols. Ein K.vitriol, welcher ins Grünliche fällt, ist schon verdächtig, Eisenvitriol zu ent- halten; dies kann man dadurch ermitteln, dafs man ihn mit Salpeter- säure kocht, oder mit Chlorwasser digerirt, wodurch das schwefels. Ei- senoxydul in Oxydsalz verwandelt wird. Hierauf setzt man Aelzammo- niak im Ueberschuls zu, wodurch Eisenoxydhydrat gefällt wird, wäh- rend Kupfer- und Zinkoxyd aufgelöst bleiben. Setzt man nun Aetzkali- lauge im Ueberschuls zu, und erhitzt die Flüssigkeit, so wird Kupfer- und fällt dann nach dem Neutralisiren der übriggebliebe- äure und Präeipitiren mittelst kohlens. Natron oxyd gefällt, nen Flüssigkeit mit Salzs ein weilser Niederschlag, so ist Zinkoxyd vorhanden, Einen eisenhaltigen Kupfervitriol im Grofsen vom Eisen zu befreien v F’ ist nicht räthlich, weil gemischte Vitriole, Eisenvitriol, viel verbraucht werden(siehe weite könnte theils durch ein vorsichtig geleitetes ‚vitriol, aber das schwefels. Gemenge von Kupfer- und r unten). Eine Zer- störung des Bisenvitriols Brennen erreicht werden, wodurch nicht der K E.oxydul zersetzt wird, Schwefelsäure, schweflige Säure und Wasser ent- weichen und E.oxyd gebildet wird, welches beim nochmaligen Auflösen m Wasser zurückbleibt, während Kupfervitriol sich auflöst. Ein anderes Mittel, aber ungleich langsamer zum Ziele führend, be- dafs man die Rohlauge in Sümpfen eine Zeit lang der Ein- steht darin, das schwefels. E.oxydul sich oxy- wirkung der Luft aussetzt, wodurch dirt und in% basisches schwefels. E.oxyd übergeht, welches sich als Eisenschlamm niederschlägt, und in neutrales schwefels. Oxyd, welches in der Mutterlauge aufgelöst bleibt.— Unvollkommne Scheidung.) I Bon Quell fm© u len m) genden,| IM Prels ka in, anal last entnel self), yiel un ill der hi den Alan son Kupfer, ei nn dis Salz me aiüberschüssi vi Amen Fl Ruyar en schw che sich Ann Beim Al (alles vom 8 löst sich Kıp (serglech den schr ran Ri Ihhmpe) gewonn Waiksieden der care, dureh wel Iren Pllen anl ders mersen aller histich« linmen ef, dur Kae, dırchs Zu Öl]; au her Dellenen, Alma on sl Ae va Di schmefels it chnhen *% demee Rn den In ai u in | Tarser . m: Il, Ye di, Mr I 5 desselben em Onyisı eh N Sanertf N nentı rales si m Schwefeän If Verwendet mel » Concentrirke],, Isirt, die Mate, ichts fremdhrian Mördesptmen, M n, die manahlıı in So erzeuehe In! sen und Schmi! TER ENAN| ndlieh wird autıı Kupferschnehe| vitriols, Emkt r, Eisenvitrtol n nan Ihn nit rch das schw setzt man Arlıı »at selillt mir, tzt man nun At keit, so m nl ren der übe ttelst kollas N en, m Eisen zu Mi nge YoD Rople ö n in vorsichtig er unten) sol, aber dass 'äure und W: nochmalıgendt ch auflöst m Ziele für ine Zeit ug 14 s.E opel nl ir wel© Ossd, nl efels. 0 mne Sehe! in! EEE a aten. Den— er TI GE Darstellung des Kupfervitriols, Eigensehaften desselben. 539 4) Es kann endlich auch noch durchs Kochen von altem Bruchkupfer oder von caleinirtem Schwarzkupfer mit Schwefelsäure von 1,66 K.vitriol bereitet werden, wobei eine Menge schwefligsauren Gases sich erzeugt. Dieser Prozels kann nur in Schwefelsäurefabriken mit Vortheil ausgeübt werden, einmal weil diese zu den wohlfeilsten Preisen verdünnte Säure haben.(sie entnehmen sie aus den bleiernen Abdampfpfannen, vergl. I. Seite 170), zweitens weil sie die in Menge erzeugte schweflige Säure zur Bildung der Schwefelsäure wieder benutzen können, was gleichfalls bei der Affinirung von Silbermünzen, bei der Scheidung des Silbers vom Kupfer, eine wichtige Sache ist,— Durch diesen Prozefs erhält man das Salz meist als einen schmutzigweilsen zähen Teig, wasserfrei mit überschüssiger Säure vermengt, welcher sich in Wasser zu einer schön blauen Flüssigkeit auflöst; auch erzeugt sich bei Ueberschuls an Kupfer ein schwarzer Rückstand, wasserleeres% schwefels. K.oxyd, wel- eher sich durch einen Zusatz von Säure auflöst. Beim Affiniren von güldischen Silbermünzen, beim Scheiden des Goldes vom Silber und Kupfer durchs Kochen mit cone. Schwefelsäure, löst sich Kupfer und Silber auf, während Gold ungelöst zurückbleibt (vergleiche den Alfinirungsprozels beim Silber). Auf diesem Weg wird sehr reiner Kupfervitriol in bedeutenden Mengen zu Oranienburg von FHempel gewonnen.— Man bedient sich auch in Münzwerkstätten zum Weifssieden der Platten der Silbermünzen der verdünnten Schwefel- säure, durch welche das Kupferoxyd von der Oberfläche der schwärz- lichen Platten aufgelöst, überhaupt die Kupfertheile von den Flächen derselben weggenommen werden, wodurch eine dünne Haut von Fein- silber künstlich erzeugt wird. Eben so erhält man auch auf Kupfer- hämmern etc. durchs Beitzen des Kupferblechs in verdünnter Schwefel- säure, durchs Zusetzen von K.hammerschlag, K.asche(Oxyd), reinen Cypervitriol; auch könnte man sich zu diesem Behuf des Malachits, La- surerzes bedienen, und auf solche Art mehr Vortheil aus ihnen ziehen, als wenn man sie zu Kupfer verschmelzt, da im Vitriol das Kupfer theurer verkauft wird, als im Gaarkupfer. Das schwefelsaure Kupferoxyd bildet mit Wasser verbunden lasur- blaue, geschoben 4seitige Tafeln, specif. Gewicht 2,194, welche einen herben, ekelerregenden Metallgeschmack besitzen, heftiges Erbrechen er- regen, an der Luft langsam blässer und schmutzigblau werden, etwas verwiltern, in warmer Luft dagegen ganz in ein weilses Pulve* zerfallen, und 36% Wasser verlieren. Kupfervitriol löst sich in 4 Theilen Was- ser von 15°, in 2 Th. kochendem Wasser auf, nicht in Spiritus, die Auflösung reagirt sauer, er schmilzt in der Hitze zu einer weilsen Salz- masse, verliert in höhern Hitzegraden, als der Eisenvitriol, Schwefel- \ 336 Produktion des Kupferoitriols; gemischter Vitriol. säure, die sich zum gröfsern Theil in schweflige Säure und Sauerstoff- gas zerlegt, und hinterläfst Kupferoxyd. Der K.vitriol besteht aus 31,80 K.oxyd, 32,14 Schwefels., und 36,06 Wasser. [Produktion von Kupfer- und getmischtem Vitriol im preufs. Staat in den Jahren‘ 1828 1829 ae u N_ 2 en Oberbergamtsdistrikt. K.vitriol, Gemischt. Vitr. K.vitriol, Gem. Vitr. Gentner. Gentner. Cenitner. Centner. Schlesischen............- 222% 1,186 44 1,307 Niedersächs. Thüringsch.. 1.4405 1,054 1,187 967 Bheinischen..2.se.ro 2 102— 2.262%— 3,840% 2.240 3,493% 2,274. Kupfervitriol wird in Schlesien auf dem combinirten Werk zu Ro- nau, zu Kamnig gefertigt, im Regbzk. Merseburg zu Kupferkammerhütte bei Hettstädt, im Negbzk. Coblenz zu Rheinbreitenbach, zu Sternenhütte bei Linz u. a. a.©. m.— In Oranienburg bei Berlin, in Folge der Affınation der alten Scheidemünze, gewann Hempel 1825 4 bis 5,000 C., auch noch jetzt wird dort K.vitriol in Folge von Aflinirprozessen dargestellt. Gemischten Vitriol nennt man Mengungen yon Kupfer- und »Eisenvitriol in mancherlei hergebrachten Verhältnissen, welche ganz besonders für Färber dargestellt werden. Man unterscheidet nach altem Brauch verschieden benannte Sorten, die auf den verschiednen Werken in nicht ganz übereinstimmenden Proportionen bereitet werden. Man bedient sich zu diesem Zweck der Vitriollaugen von bestimmtem Gehalt, welche zusammengemischt abgedampft und krystallisirt werden, oder man löst auch wohl beide Vitriole in bestimmten Verhältnissen auf.— Admonter*) Vitriol aus 5 Th. Eisen- und 1 Th. Kupfervitriol, Dop- pelter Admonter 4:1.— Bayreuther Vitriol 7:1.— Salzbur- ger aus 17:55; letzter führt den Namen Doppelter Adler- Vitriol.— Sämmtliche gemischte Vitriole werden nur in guten Krystallen in den Handel gebracht, der Gries oder Schmant wird wieder aufgelöst, so wie auch die Mutterlauge zum neuen Sud zugegeben wird. Jeder auf- geklärte Färber bedient sich dieser Fabrikate nicht, sondern wendet Kupfer- und Eisenvitriol in dem schicklichen Verhältnils beider an, in- dem er dann nicht von den Vitriolsiedereien abhängig ist, nicht aus der Ungleichheit der einzelnen Posten Schaden erleidet, und übrigens auch wohlfeiler seinen Zweck erreicht, denn im gemischten Vitriol wird der Eisen- und Kupfervitriol theurer bezahlt, als bei gleicher Menge im nicht O£= se *) Also benannt nach Admont, in Steyermark, Be Pa en) a ai iu eh Ian( Gen 1 hl füpe, m Kupfer alla, Drau ing 1 Bis Then ds Goldes Inder neuesten I: ud onit zu Did Mae die Verl DB Ykrimel im| Zschwele erhält man du miliekt ätzen ver, wird du sieht au 039 sem kenot mar Behandet m anlnlch ezengt abelit It, se ter beim Zusatz ven, schmeli 9rum ammeniacal (te Ammuniak de inknpd- Anm na yet: (sl, da man MN TSEOEN Vi m alarm, Is hrelit ı" schnelt fe U Tleilen || H Aal en] Ai uch die$ Ri A, K0) a) Val I\ Any, EEK, die tnlih I » Se Zr er— ee oc an 7 TI a a ee a ee en Vie) | Kupfereitriol, schwefels. Kupferoxyd- Ammoniak. 387 Sure Und Say RR A e Kit) va gemischten Zustand.— Wie die Prüfung eines solchen Vitriols zu ver- er, in anstalten ist, geht aus dem vorn Seite 334 Gesagten deutlich hervor. Anwendung des Kupfervitriols, so wie des gemischten V., zum Schwarzfärben von Tuch, Wollengarn, Filz, als Reservage in der kalten Küpe, zur Bereitung des neutralen essigs. Bleioxyds, des ol im Preul, 9, IM:&: h 5 ee arsenigs. Kupferoxyds, mannichfaltiger Farbewaaren, als Bremer-Blan : pn 6) und Grün, Braunschweiger Grün, Mineralgrün, Bergblau ete., zur Ver- enlaer, f, 5 I 5 r 2\ kupferung von Eisen,(Messing, Bronze), zum Bruniren von Eisen, zum I\ Färben des Goldes im Glühwachs der Goldarbeiter, in der Mediein u. a. m. l Y. r 2 ea- a In der neuesten Zeit hat man Kupfervitriol häufig unter das Mehl gemengt Dale-..“I.. En und somit zu Brod verbacken, welches für die Gesundheit nachtheilig ist. 3 A Mtüer Pe ee B bintrten Wr[Ueber die Verfälschung des Brods mit Kupfervitriol, siehe Kuhlmann in ıDinırlen\\ern: x” Kun" D. p. J. Bd. 39. S. 439.— Jacquemyns über die Auffindung von K. und zu üplerkann Zinkvitriol im Brod, in P. A. Bd. 18. S. 70. enbach, zu Strr- 2 schwefelsaures Kupferoxyd, Sous-Deutosulfate de cuivre, J een 3 | Berlin, in Rı 3 e ee. Mn Ih erhält man durch eine unvollkommne Präcipitation des neutralen Salzes pet 18.9 Ah|. R.. R. ne : mittelst ätzender fixer Alkalien; ein grünes, in Wasser unlösliches Pul- DUrPTOREAsEN U ver, wird durchs Kochen mit WVasser schwarz, verliert das WVasser, be- oo an Ku steht aus 63,94 K.oxyd, 21,55 Schwefels. und 14,51 Wasser. Aufser die nie m sem kennt man noch ein% schwefels. Salz.] A ssen, WEL? ıterscheidet nat Behandelt man Kupfervitriol mit Aetzammoniakflüssigkeit, bis der > verschieden I anfänglich erzeugte grüne, dann blaue, Niederschlag sich völlig wieder aufgelöst hat, so erhält man eine dunkel lasurblaue Flüssigkeit, aus wel- bereitet werd N cher beim Zusatz von Spiritus schön blau gefärbte Krystalle gewonnen on bestimmen Be uni werden, schwefels. Kupferoxyd-Ammoniak, sogenanntes Cu- Verhältisen prum ammoniacale. Erklärung. Es zersetzt das überschüssig angewen- h. Kup dete Ammoniak den K.vitriol, bildet neutrales schwefels. Ammoniak und InL-$ Kupferoxyd- Ammoniak, welche beide zusammen verbunden mit Hydrat- ser Adler- Til wasser vereint krystallisiven; Alkohol setzt man deshalb zu, um durch ten Krystalkn a denselben, da man die Auflösung nicht verdampfen darf, weil sie sich e der a sonst zersetzen würde, die Ausscheidung des Salzes aus der Flüssigkeit zu bedingen. Es krystallisirt in geschobnen 4seitigen Säulen, von dunkelblauer Farbe, schmeckt stechend, beifsend, kupfrig, riecht ammoniakalisch, löst N, sich in 15 Theilen kaltem Wasser auf, zersetzt sich an der Luft, indem 101 a Ammoniak entweicht und das Kupferoxyd allmälig kohlensaner wird, h und in weshalb auch die schön blaue Farbe in Grün übergeht, und ein grüner hten Vi ei Rückstand beim Auflösen zurückbleibt, Es besteht aus 27,92 Ammoniak, icher Nee" 32,20 Kupferoxyd, 32,58 Schwefels. und 7,30 Wasser. Man bedient sich einer Auflösung dieses Salzes als Reagens auf arsenige Säure, es schlägt nämlich die letztere aus ersterer eine grüne Verbindung nieder, arsenigs. 1.2 22 ‚ben wird, Ik icht, sonden' vältmifs beider» 398 Phosphors., salpeters., kieselsaures Kupferoxy.d. ’ r) P, y Kupferoxyd mit Wasser, Scheeles Grün; auch in der Kattundruckerei hat man es zur Darstellung von arsenigs. Kupferoxyd, einer angenehmen grünen Farbe, angewendet, allein wohlfeiler kommt man zum Ziel mit K.vitriol und arsenigs. Kali. Nentrales schwefels. Kupferoxyd giebt mit schwefels. Kali, Natron alze, in blauen Krystallen,‘eben so auch das% schwefels. K.oxyd. Doppels [Phosphorsaures Kupferoxyd,. Deutophosphate de c., D. of ec. därch doppelte WWahlverwandischaft aus schwefels. K.oxyd und phosphors. Natron erhalten; ein grünes, in WVasser unlösliches Pulver, welches m der Hitze braun wird, WVasser verliert, sich in Phosphorsäure auflöst, und aus 52,63 K.oxyd und 47,37 Ph.säure besteht.— Halb phosphors. Kupferoxyd mit Wasser kommt zu Libethen in Ungarn und ein noch mehr basisches zu Virneberg bei Rheinbreitenbach vor; man hat es Pseudomalachit genannt(siehe vorn Seite 269).—% phosphors, Kupferosyd+% phosphors. Uranoxydul, Chalcolith, siehe beim Uran, Seite 265.— Halb phosphors. Kupferoxyd+ halb arseniks. K.oxyd, Olivenit, siehe unter letzterm.] Salpetersaures Kupferoxyd, Deutonitrate de c., D. of c., erhält man durchs Auflösen von Kupfer in Salpetersäure; weil die Auf- einanderwirkung sehr heftig ist, muls die Säure nicht stark sein, und missen dieselben Vorsichtsmaafsregeln beobachtet werden, welche oben Seite 153 beim salpeters. Eisenoxyd angegeben worden sind.- Man kann es auch mit Ersparnifs an Siure durch Auflösen von Kupferasche in Salpetersäure darstellen. Das Salz krystallisirt in saphirblauen säulenförmigen Krystallen, specif. Gewicht 2,174, schmeckt sehr ätzend, scharf, und zerstört orga- nische Gebilde, zerfliefst sehr leicht, löst sich in Wasser auf, die Kıy- stalle geben durchs Erhitzen ein basisches Salz von hellgrüner Farbe, welches sich in Wasser nicht, aber in Säuren auflöst. Das neutrale Salz besteht aus 42,26 K.oxyd und 57,74 Salpeters.— Man hat es theils als Bronzirflüssigkeit, theils zur Darstellung von Bergblau verwendet, zur Gewinnung von Kupferoxyd, selbst als Aetzmittel für die Sidero- graphie, allein dazu ist es unpassend und längst verworfen; endlich auch um Eisen zu bruniren, d. h. zu überkupfern. In der Kattundruckerei braucht man es zu Tafelfarben, eben so auch als ein Oxydationsmiltel für andere Metallsalze, [% kieselsaures Ku pferoxyd mit Wasser, Kieselmalachit, kommt nierförmig, traubig, derb, erdig vor, spangrün ins Himmelblaue, un- durchsichtig, specif. Gewicht 2,0 bis 2,5, findet sich unter denselben Verhältnissen wie der Malachit, mit andern Kupfererzen zusammen, s0 im Nassauschen, am Harz, im Erzgebirge, Ungarn, Sibirien, Chile.— ya aloe int, gpeal ik Verbindaı gun man kur Dis Qneck (Araregrum), hal One gl und Gedieqne and Thonschie fer In älter selt, n Kleine es beim Ahhan Mrseld, Land 1 Spann zu Alm lich in Chi: Zinnober,$ Vunmt he in K ca, sel, Gömie Bruch, enkönie denn in ulernde scharl ia al Ginsen Im Ye| dl, Dale, Kı Me zn Dit hi 1 Bühne Sign U Nassanı| Ih Mlere | Ad, 1 all, LINE ER Sdchiel 2 N UN Umı &, sei — ao “A Rs RE EEE> ÜBTE—”— pemanen inne ur— er SIT TEN| Sauce nf eronyd Quecksilbererze. 339 n der Kat Mdrurh: BR- 5.= {dl ein% kiesels. Kupferoxyd mit Wasser, Dioptas, Kupfersmaragd in ante) er“.. M R smaragdgrünen Iihomboädern, durchsichtig, glänzend, Glas- bis Perlmut- ME man zn?) AU ZU dl).. m. ee. se ıyı terglanz, specif. Gewicht 2,75 bis 3,4; im Lande der Kirgisen.— Achn- Thvefih Ka liche Verbindungen können auch durch Kunst hervorgebracht werden, ES Aal, wenn man Kupferoxydsalze mit kiesels. Kalı fällt.] 5 3 schwelk K, hate de sd ı Ar, Fünf und zwanzigstes Kapitel. es Enlver, wel Phosphorsin A V om Q uecksilbe Es ar! Halb Phol ei Das Quecksilber, Mercure, argent vif, mercury, quicksilver, In Ungarn und en, 5:.. x }(kydrargyrum), kommt im Mineralreich sparsam vor, nur wenige Länder yach vors man hy 5.< r haben Quecksilberberebau. Man findet das Quecksilber theils gedie- [4 o o 8),— Fl rl, gen, theils und vornämlich mit Schwefel verbunden. en M N Gediegnes Quecksilber, Jungfernqu., findet sich im Glimmer- ; und Thonschiefer sparsam mit Zinnober, Silber und Silberamalgam, häu- figer im ältern Sandstein, der mit Porphyr- und Grünsteinlagern wech- trate de«,Dı selt, in kleinen Kügelchen, auch in den Spalten des Gesteins, so dals tersäure; wel d es beim Abbauen ausrinnt. In dem KRheinkreis des Königr. Baiern zu nicht stark s Mörsfeld, Landsberg bei Moschel, zu Idria, Horzowiz in Böhmen, in 5 wrerden, well Spanien zu Almaden, auch in Arragonien und Valencia, in Peru, na- rorden sind, Iai mentlich in China. :n von Kuplrsl Zinnober, Schwefelquecksilber, einabre, mercure sulfure, einnabar, kommt theils in Krystallen vor, Rhomboädern, in krystallinischen Mas- enförmigen Ir: sen, speeif. Gewicht 6,7 bis 82, kugellörmig, traubig, flachmuschlig im arf, und zeit Bruch, feinkörnig, halbdurchsichtig bis undurchsichtig, Diamantglanz, Wasser auf, del eochenillroth ins Rubinrothe; auch findet man ihn fasrig und erdig, Zin- von hellen| nobererde scharlachroth. Er kommt trümmerweis, in gröfsern Par- auflöst, Das tieen, auf Gängen, deren Gestein ein schwarzer Thon ist, in der Gebirgs- — Man Inte masse verbreitet, von gediegnem Qu., Silberamalgam, Eisenerzen, Blei- Bergblau ven glanz, Blende, Kupfererzen, Gold ete. begleitet vor. So in dem baierschen ittel für die Rheinkreis am Potzberg und Landsberg bei Moschel, am Stahlberg; in worfen; end Spanien, in Böhmen, in Idria im Schiefergebirge, in Krain, namentlich der Kattındm auch in Ungarn zu Kremniz, Schemniz, in Sachsen, Baiern, im Siegen- ein Op schen, in Nassau; in China, Japan, in Mexiko, Columbien, Peru. Leb ererz, mine hepatigue de mercure, hepatic mercurial-ore, ein mehr oder minder inniges Gemeng von Zinnober, Kohle, Thon u. a. m., + bn ‚elmalachtı'" in derben Massen, specif. Gewicht 7,1, undurchsichtig, halbmetallisch ins Hinni glänzend, zwischen dunkelcochenillroth und bleigrau ins Schwarze, sich unter il kommt mit Schieferthon und einem bituminösen mergelartigen Gestein, rerzeD ns von Zinnober, gedieguem Qu. begleitet zu Idria vor. j Sıbirıc, ui: 23* Pier een 340 Quecksilbererze;, Gewinnung d. Qu, durch Destilliren in Retorten. [Quecksilberhornerz, mercure corne, m. muriate, mereurial horne- ore, kommt theils in sehr kleinen Krystallen vor, theils angeflogen, eın- gesprengt, durchscheinend, starkglänzend, aschgrau, gelblichgrau, weich, findet sich mit gediegnem Qu., Zinnober, in den Räumen eines eisen- schüssigen Thonsteins ru Landsberg bei Moschel, Idria, Horzowiz, Al- maden.— Selenquecksilber, siehe weiter unten, Silberamalgam siehe beim Silber.] Das gediegne' Quecksilber findet sich in zu geringer Menge, als dafs es für den Verbrauch hinreichend wäre, es wird daher das meiste in den Handel kommende Quecksilber aus Zinnober- und Lebererz darge- stellt. Schon vor 1800 Jahren wulste man, dafs aus Zinnober durchs Glühen mit gebranntem Kalk laufendes Qu. gewonnen werden kann, in- dem sich der Schwefel desselben mit Caleium einerseits zu Schwefel- caleium verbindet, andrerseits oxydirt und etwas schwefels. Kalk ent- steht, welche beide als eine Kalkschwefelleber(siehe I, Seite 417) zurück- bleiben, während das Qu. in Dimpfen überdestillirt. Statt des Kalks wendet man aber auch Hammerschlag an(Eisenoxydul-Oxyd), wodurch sich theils schwefligsaures Gas, theils Schwefeleisen bilden. Man bedient sich zum Ausbringen des Qu. aus den angegebnen Er- zen verschiedner Oefen wnd Geräthe*), theils Retorten und Vorla- gen in einem Galeerenofen, wie in dem Bair. Rheinkreis, theils eiserner Glocken(Kappen), unter denen das Erz erhitzt wird, wie zu Horzowiz, theils Schachtöfen mit einem Aludelplan, wie zu Almaden in Spanien, theils Schachtöfen und Condensationskammern, wie zu Idria. 1) Quecksilbergewinnung mittelst gulseiserner Retorten in einem Ga- leerenofen. Die hieza verwendeten Oefen sind mit 30 oder 50 Retorten be- setzt, welche ganz in derselben Form wie die Vitriolölkolben(siehe I, Seite 163) gestaltet sind; sie liegen theils in einer einfachen, theils in doppelten Reihen über einander, eine jede falst 3 Centner Erz, wel- ches mit$,$ dem Volum nach gebrannten Kalk, welcher zu Staub ge- löscht worden, beschickt wird. Manche Zinnobererze enthalten schon Kalkstein als Gangart, und werden dann mit weniger Zuschlag beschickt. Die Retorten liegen fast horizontal, ein wenig nach den Vorlagen zu ge- neigt, diese sind irden, mit Wasser halb gefüllt, und werden nach der Beschickung der Retorten angelegt, die Fugen mit Lehm verstrichen. Sodann wird mit Steinkohlen zuerst gelind erwärmt, dann Dunkelroth-, zuletzt Hellrothiglühhitze gegeben; der Prozels ist meist binnen 12 Stun- den vollendet. Nach dem Abgang des Feuers nimmt man die Vorlagen *) Lampadius 2. a,©, Th, 2. Bd, 3, 5. 207. Supplem, Bd, 1. 5. 169. ug a „Ad D quer, ji es alt om I Vi, Stapp ein wird,( ‚al, wine ehe, der al je Produk 9) Das Aus \ Dec m nit} is Bie galemen oj Je Steinkahlen! Rape rl nl cm Wasse ten Gase nl dergeschlagen bis 36 Slanden 9) Disiltı \ Ahle) | Indhunde uherez durch D eier achefen Eh Ya schreibt il tn Zeilen beibel seit at, dab 1 mllher: das ul tr, die€ Yun Gingen. 5 late Im,)) hi dent, 9 ner m, Kmb resp ) Brmelche U) Fein nn Nil k Allein 1 Einer , Sm Tann" ef Stillen Re 1te, mereyri] In theils angelope gelblichgrun, w 1 Räumen ÜnkHle Id, Horn| hl ‚ ilberamalı tinser Menre hl daher din mei - und Lebenen I aus Zinnoher dı nen werden kin nerseils zu$ıln 3 schwefels, Kıl he I, Seite Nr lirt, Statt dsl xydul-Osye) n sen bilden, ıs den anserehnl Retorten und| einkreis, thelk ird, wie zu ii 1 Almaden in je zu JÄrı, Retorten in eu oder 50 Rat Vitriolölkelbe einer einlacle st$ Oentner welcher zu di nr ererze enthalt Ds ae ver Zusch ‚h den Vorhgar‘ und wworden 1%" nit Lehm m mt, dann Dun IN sr hingen 1° meist Mi 115 Voll amt man de!" uppien, Bi I Ausbringen d. Qu. unter Kappen, in Schachtöfen mis Aludelplam. 344 ab, giefst das Destillat in hölzerne Schässeln, das Wasser ab, tind das Ou. in Mörser, in denen man es mit Kalkpulver, zuletzt mit Wasser ab- veibt, um es zu reinigen, dann trocknet man es mit Leinwand, und schlägt es zu ungefähr 13 Centner in Hammelfelle ein. Der Abgang an Schwärze, Stuppe, welcher durchs Waschen und Behandeln mit Kalk erhalten wird,(fein zertheiltes, zerschlagnes Qu., welches schwarz er- scheint), wird gesammelt und ein anderes Mal mit in die Retorten ge- schüttet, der abdestillirtre Rückstand aber wird weggeworfen.— Die jährliche Produktion beträgt etwa 400 Centner. 2) Das Ausbringen unter eisernen Kappen, in Horzewiz. Der dort mit Thoneisenstein zusammen brechende Zinnober wird mit 5 bis 5 Eisenhammerschlag beschickt, in. einem Gefäfs unter einer gulseisernen eylindrisehen oben geschlofsnen, unten aber offnen Kappe bei Steinkohlenfeuer, welches die letztere rings umgiebt, destillirt. Die Kappe ruht mit ihrem offnen untern Ende auf einer Unterlage, die in einem Wasserbehälter gelagert ist, so dafs alle durch die Hitze erzeug- ten Gase und Dämpfe von dem kalten Wasser aufgenommen und nie- dergeschlagen werden. Ein Ofen mi 5 bis 6 Kappen erfordert 30 bis 36 Stunden Zeit, um gegen 3 Centner Erz zu verarbeiten, 3) Destillation des Quecksilbers mittelst Schachtöfea und eines Alu- delplans*). Zu Armaden in Spanien wird das Qu. in Schachtöfer aus dem Zin- nobererz durch Destillation dargestellt, und in Aludelschnüren, die auf einer schiefen Ebene, Aludelplan, liegen, aufgefangen, Diese Einrich- tung schreib# sich noch von. den Saracenen her, und ist bis auf die letz- ten Zeiten beibehalten worden, obschon, wie die Anwendung in Idria gezeigt hat, dabei Quecksilberdämpfe verloren, gehen. Die Gangart, in welcher das Zinnobererz zu Almaden vorkommt, ist Kalkspath und Quarz, die Gebirgsart Thonschiefer, welcher oft mehrere Fuls weit von den Gängen abwärts mit Zinnober durchdrungen- ist. Man scheidet 5 Sorten Erze, 1) reinen oft krystallisirten Zinnober, welcher als Farb- material dient, 2) derbes Scheideerz, welches sehr vielen, oft reinen Zinneber enthält, 50 bis 60 Pfd. Qu., 3) mittlere Scheidegänge, welche 7. grob eingesprengt enthalten, 20 bis 40. Pfd. Qu., 4) geringe Scheide- gänge, welche blos fein eingesprengten Z. enthalten, 10 bis 20 Pfd. Qu. liefernd, 5) feinstes Grubenklein, aus demselben und Thonschlempe *) Aludeln nennt man birnförmig gestaltete thönerne Geräthe, mit einer weitern Oeffnung am obern Theil und einer engern in dem ver- längerten Hals, Sie werden so an einander gelegt, dals der Hals der obern in die weite Oeffuung der untern hineinragt, en nr- 342 Construction des Qu.brennofens mit Aludelplan. werden Backsteine gestrichen, die getrocknet wie die übrigen Z.erze verhütlet werden. Die Quecksilberöfen*) sind also construirt: 2 Schachtöfen mit rınden Schächten stehen neben einander, so dafs sie die Rückwand mit einander gemein haben; ihnen zur Seite ist der Aludelplan, d. h. eine aufgemauerle doppelt geneigte schiefe Ebne, deren höchster Punkt auf der einen Seite mit den Abzugkanälen der Schachtöfen in einer Höhe liegt, auf der andern aber mit Rauchfängen in Verbindung steht. Jeder Ofen hat in einer gewissen Höhe einen gemauerten Rost, über welchem die Erze aufgeschüttet werden, in dem Baum darunter wird Holzfeuer angezündet. Zuunterst werden die derben Scheideerze, welche in faust- srofsen Stücken angeliefert werden, eingelegt, dann die mittlern, von Wallnufsgröfse, dann die geringern, von% bis 1 Kubikzoll Grölse, zu- letzt die Backsteine, die das Grubenklein und die Stuppe enthalten, und alte Aludeln, die mit fein zertheiltem Quecksilber und Oxyd durchdrun- gen sind. Oben wird der Ofen durch ein Gewölbe geschlossen, und das Loch zum Eintragen der obersten Schichten mittelst einer Thonplatte, die mit Lehm verstrichen wird. Zwei Abzugskanäle stehen durch schmale aber hohe Oeffnungen mit dem Ofenschacht in Verbindung, durch welche beim Anfeuern des Ofens die Quecksilberdämpfe in diese übergehen. Die Kanäle sind länglich viereckige gemauerte Räume, nach dem Ofen zu schmal, breiter nach dem Aludelplan, sie stehen durch 3 Oeffnungen mit dem erstern, und mit den Aludelschnüren in Verbindung, d. h. mit den Aludelreihen, welche je 6 für jeden Rauchfang, also 12 für je- den Ofen in parallelen Zügen neben einander liegen. Der Aludelplan ist nach der Mitte zu geneigt, und an der niedrigsten Stelle mit einem Spalt versehen, unter welchem eine Rinne schräg gelagert ist, um das aus den Aludeln ausfliefsende eondensirte Qu. aufzunehmen und nach 3 steiner- nen Behältern zu leiten. Indem nämlich der Ofen angefeuert wird, stei- gen die Dämpfe mit dem Rauch des Brennmaterials im Ofenschacht in die Höhe, treten in die Abzugkanäle ein und ziehen durch die Aludel- schnüre, die auf der einen Hälfte des Plans abwärts, auf der andern auf- wärts steigen, und mit Thon verstrichen sind; hier endigen sich diesel- ben in die Rauchkammern, die mit den Schornsteinen in Verbindung stehen, durch welche der Rauch abzieht, während die wenigen in den Alu- deln nicht vollständig condensirten Qu.dämpfe sich noch niederschlagen. Der Ofen wird zu Anfang erst schwach, dann stark mit Reisholz angefeuert, und damit 12 bis 15 Stunden lang forigefahren, worauf die stärkste Hitze 2 Stunden lang. gegeben wird, Hierauf kühlt der Ofen *) Lampad. a. a, O. Tafel 44. Jutel iR. Bingel Jill age „pn ds© a und abl hi de gu men ach gu, viel 6 N great wild, fisch onlhält 1 ) uachen Kür; U Asdemd arbeil si lien go gie pad, uch in gi Theil ankommt, hrodakton Nah) » IH » 17 1 Auberdem N | uoher pewonne dis Iaztern von 4 Qneklber ulii®) In Ina kon Irndn Schiele Take ud mattes ke dr Schie in Ihn unters: Brad, teliern| Kl Ma He Hk Se] che dh Non IN MN le N lien hie I Sen a U We em. 12. 0 ne mtr. ı%(nenne men ER IT a en ud, Darstellung des Qu. in Schachtöfen mit Aludelpian. 343 ed ührin 7, ab, die Eintragethüren werden am ten Tag geöffnet; am dten Tag wird der Olfen ausgeladen und von neuem gefüllt, die Aludeln auseinander = Schal senommen, das enthaltne Qu. ausgegossen,, welehes: in der Rinne sich sie die Nicnal, sammelt und abflielst. Um es von der anhängenden Schwärze zu be- Adel, Ua[reien, wird es der trocknen Wäsche unterworfen, d. h. es wird auf n höchster Pat; einer wenig nach der Mitte geneigten Sohle eines Gebäudes ausgegos- chtfen in ehe sen, wobei es rasch nach der Mitte zu läuft, wo ein steinerner Tros Tindung std, I eingesetzt wird, während die Schwärze an der Sohle hängen bleibt; n Rost, über nl dieselbe enthält meist viele Quecksilberkügelchen, die sich nicht los- unter wird Hl machen können; um diese zu trennen, schüttet man über die Schwärze Perze, welche fe Asche und arbeitet das Gemeng mit Krücken durch; hiebei veremigen nn die mitlen. sich die kleinen Tröpfchen zu grölsern und laufen aueh noch ab. Das Kubikzoll Gr, so gereinigte Qu. wird zu 3 Uentnern in weilsgaaren Kalbfellen ver- Stuppe el packt, auch in geschmiedeten eisernen Legeln, wie es hier zum grolsen und Oxsd Anl! Theil ankommt. e BSH[| Produktion der spanischen Quecksilberhütten zu Almaden: Seit 1524 bis 1646......:... 540,000 Gentner »."1646|»1757......20.% 429,560%» ». 1757:» 1803....20...2 11460,442%» 1,430,003% Centner in 279 Jahren. Aufserdem ist in den Gruben zu Huancavelica in Peru so viel Zin- elst einer Th e stehen danch ale "bindung, url e in diese ihn iume, nach dal Be nober gewonnen, und Qu. daraus ausgebracht worden, dals die Menge ii durch 9 DE des letztern von 1570'bis 1713 778,089 beträgt.] in Verbindmn;| "hfang, al 1 n. Der Alnkhla Stelle mit en! t ist, un ds® 4) Quecksilberausbringen in Schachtöfen mit Condensationskammern in Idria*). Zu Idria kommen die Quecksilbererze in Brandschiefer vor; die erz- führenden Schiefer unterscheiden sich von den tauben durch dunklere Farbe und mattes Anschen, der taube ist stets lichter und glänzend, weit härter; der Schiefer ist an vielen Stellen mit Kalkspathadern durchzo- gen. Man unterscheidet: Stahlerz, Lebererz, Ziegelerz, Korallenerz, DyR und nich 9% angefguert WIN ls im Ofen e;: x als im Branderz, gediesnes Qu. und Zinnober; das erstere ist ein derbes und “M en. durch ie durchaus reines Lebererz, Ziegelerz nennt man diejenigen Lebererze, 5, auf der mit welche kleine Schiefertheilchen eingesprengt enthalten; das Lebererz I endigen= steht zwischen dem ersten und zweiten in der Mitto; Korallenerz sind teinen En Schieferknoten mit Zinnober innig durchzogen, welche dureh die äufsere e wenigen Gestalt einige Aehnlichkeit mit rothen Korallen besitzen; Branderz ist noch nie milder erzführender Schiefer, welcher viel Bitumen enthält, sein Erzge in stark sie halt ist verschieden. Vom gediegnen Qu. wird in der Grube selbst gefahren, a wenig gewonnen, das mehrste erst bei der Aufbereitung, jährlich etwa rauf Killı u *) Karsten’s metallurgische Heise etc, Halle 1821. S. DU 34A Aufbereitung u. Zugutemachung d. Zinnobererze in Idria. 10 bis 12 Centner Jungfernquecksilber, oder wo diese nicht stattfindet, in dem Erzbrennofen gewonnen. Die Stahl-, Leber- und Ziegelerze kommen nicht zur Aufbereitung, sondern gehen unmittelbar zur Hütte, die übrigen werden erst der Handscheidung unterworfen, wodurch das Korallenerz ausgehalten wird, die Rückstände kommen dann auf Sieb- werke, wodurch dieselben in Kernerz, was zur Hütte geht, in Pochgänge, welche gepocht werden, und taubes Erz geschieden werden. Das Poch- mehl kommt auf den Schlämmgraben(Waschheerd genannt), und wird dort verwaschen, allein um nicht zu viel Erz zu verlieren, nicht so voll- ständig, als es sonst geschieht, weil der Holzverbrauch bei ärmern Schlie- chen nicht im Verhältnifs steht mit dem Verlust an Erz bei der Dar- stellung reicherer Schlieche. Bei der Zugutemachung der aufbereiteten Erze durch den Hütten- betrieb unterscheidet man Erze und Schlieche, weil dieselben eine ver- schiedne Behandlung in den Oefen erfordern; Erze, welche die Grölse einer Erbse nicht erreichen, werden den Schliechen zugerechnet. Die Hüttenarbeiten fangen gewöhnlich im November an und enden im März, weil der Hüttenrauch das Gras und die Feldfrüchte im Frühjahr und Sommer verderben würde, dagegen im Winter auch die Condensation der Quecksilberdämpfe schneller und vollkommner geschieht,— Anfänglich bediente man sich zu Idria der Galeerenöfen und Retorten, später der spanischen Oefen mit Aludelplan, 1750, sodann statt der Aludeln ge- mauerter enger Kanäle, bis endlich die Einrichtung getroffen wurde, die noch besteht, die Qu.dämpfe in gemauerten Condensalionskammern sich niederschlagen zu lassen. Die beiden Hüttengebäude enthalten ein jedes 2 Oefen mit den Ver- dichtungskammern,.die eine gemeinschaftliche Rückwand haben, so dals in jeder Hütte ein Doppelofen vorhanden, welcher auf beiden Seiten mit 4 Verdichtungskammern, die ebenfalls mit einer gemeinsamen Rück- wand an einanderstehen, versehen sind: Der eine Doppelofen ist für die Eırze, der andere für die Schlieche bestimmt, die Verdichtungskammern sind unter sich und in jedem Hüttengebäude ganz gleich, 4eckige Räume von gleicher Höhe mit dem Ofen, sie stehen mittelst einer steinernen unterirdischen Rinnenleitung mit dem Magazin in Verbindung. In der ersten Kammer jeder Seite tritt der Rauch vom Brennmaterial mit den Quecksilberdämpfen gleichzeitig ein, hier erfolgt ‚der erste und stärkste Niederschlag; was sich nicht verdichtet, wird durch die in der Schei- dewand zwischen der ersten und zweiten Kammer, und zwar ganz unten an der Sohle dieser Wand angebrachten Oeffnungen in die zweite gelei- tet, mus in derselben in die Höhe steigen, um sich aus den Oeffnun- sen, welehe sich oben in der Scheidewand zwischen der zweiten und ui (mineloß ‚joa Pr zichen i jet jrelen, 1 bi hg si „ga der? gie, n A hs gt nich ale Rab und den On In Ju eliehen ai Klmörel ü Jeden, Arte, )) aeben m Jarın zu Arenne und wind AR Kanmern Kl tete On af welche vor de durch eine Och wo. sch in \ Drudes sind di uch Bendiemg, un is On, zul Die kn sin ie dus, ii Teeny nd gm Rost, d Kants(äh Dal) Ds Holz Ida m 1 Mn, dr| WEITEN h Melche al tete der oder| She A li gie in kin FE er ET fh, Kan n air ee Wo 2 n eu-——t> Ze ED ‚ TRETEN A RETTEN> FREE> u u: 2 Ar> ENT IRNTTT|} Den. Tuchat,. oberer, hl ; Construction des(Qu.brennofens mit Verdichtungskammern. 345 ) dies ich Sl cber- ul deftten Kammer befinden, in die dritte zu. begeben, in dieser sich her- ad di, r ieh.. ul absenken und durch die Abzugsöffnungen, die sich unten in der Zwischen- "N wand zwischen der dritten und vierten Kammer befinden, in die vierte ei'worlen N 1er EN, Wolın N rn ß:: 3 EN Kammer treten, in welcher dann alle Dämpfe, die keiner weitern Ver- dichtung fähig sind, in die Höhe steigen und aus der Esse abgeführt werden. In der zweiten Kammer ist der Niederschlag noch nicht ganz kommen dan lütte geh, in(NN den werden,)ı) 2||| erd genan) N unbedeutend, in der dritten schlägt sich aber schr wenig, und in der erd genani) ver 4ten fast gar nichts nieder. Die erste Kammer erhält die Dämpfe aus enlieren, nit, 3 5 en.. ä " hl so vielen Reihen von Oeffnungen, die in der Scheidewand zwischen ihr rauch bei immt Seit 5» n 1 ämm) und dem Ofen liegen, als letzter Etagen besitzt; der Erzofen hat deren 2,\ St an Erz I da";.=.- En ih der Schliechofen aber 3. Die Wände der Kammern sind massiv und mit Kalkmörtel überzogen, die sich bald mit Flugasche und Rus be- Erze durch Int; weil dieselben Erze,, vwelche dl decken, Krätze, welche von Zeit zu Zeit abgekehrt und, wie bereits unter 3) angegeben worden ist, durchgekrückt wird, um die Qu.kügelchen davon zu trennen; das ausgekrückte Gekrätz kommt zum Schliechofen, echen zugered und wird gleich dem Schliech mit durchgebrannt. Die Sohle aller an und enlaı Kammern fällt von hinten nach vorn etwas ab, damit sich das verdich- rüchte ım Frihl tete Qu. auf dem Boden ansammeln und in einer steinernen Rinne, ch die Conde welche vor den Verdichtungskammern liegt, und mit jeder Kammer geschielt,- Ai durch eine Oeffnung verbunden ist, nach dem Magazin abfliefsen kann, nd, Retorten, 33 wo es sich in einem steinernen Behälter ansammelt. Während des n statt. der Al Brandes sind die einzelnen Oeffnungen geschlossen, und werden erst ung getroffen ni nach Beendigung desselben und nach der Abkühlung des Ofens geöffnet, ndensalionskunna um das Qu. zu heben. Die Oefen sind ganz ähnlich den Töpfer-, Steingut-, oder Porzellan- les 2 Oelen uida öfen construirt, es sind runde Etageöfen, nur mit dem Unterschied, dafs ückwand habe, s die Feuerung in der untersten Etage sich befindet, welche durch einen Icher auf bei gewölbten Rost, durch den Flamme und Rauch ziehen, von der 2ten Etage {ner gemeine getrennt ist(ähnlich dem'Steingutofen von Albrecht, siehe Tafel VII 1e Doppehlait Fig.1). Das Holz brennt auf einem ganzen söhligen Heerd, welchem die 6 Verdichtmgbe Luft aus einem unter demselben befindlichen, mit einer Thür versche- 2 gleich, dd nen Raum, der gewissermalsen die Stelle eines Aschenfalls vertritt, nittlst einer 80 durch 4 in den Seitenmauern in die Höhe geführten Kanälen zugeführt in Verbindung, wird, welche sich in der Höhe der Heerdsohle ausmünden.. Für die Eıze. besteht der Ofenschacht aus zwei über einander befindlichen Ab- theilungen, oder Etagen, die durch ein Gewölbe mit Oeffnungen, zum Durchgang der Flamme, geschieden sind. Die oberste Abtheilung hat aber ein völlig geschlofsnes Gewölbe, weil der Rauch und die Dämpfe in die Verdichtungskammern geleitet werden, zu welchem Zweck in jeder Etage unter dem Gewölbe sich zu beiden Seiten Oeffnungen nach der ersten Kammer jeder Seite befinden. Ganz ähnliche Einrichtung } BrennmaleniE t der eistt we Dar\ Jurch die w dr) er, undana ee. gen IN die mit sich ans in iR schen de 346 Reinigung des Quecksibers.‘ haben auch die Schliechöfen, hier sind aber 3 Etagen über dem Brenn raum, die Gewölbe fast ganz flach geschlagen, weil sie keine so grolse Last zu tragen haben, als die in den Erzöfen. Zu den einzelnen Ab- theilungen sämmtlicher Oefen führen die Einsatzthüren, welche nach dem Einsetzen vermauert werden. Die Schlieche werden in Schalen von feuer- festem Thon, welche 10 Zoll im Durchmesser und 25 Z. im Lichten Tiefe haben, eingesetzt, sie fassen etwa 200 Kubikzoll oder 40 Pid. Schliech; in jede Etage können 600 Schalen, also in 3 Etagen 1,800 gleichzeitig eingesetzt werden. Jeder Schliechbrand soll in einem Dop- pelofen 85 bis 90 Centner Quecksilber geben, der Schliech würde dem- nach zu 6 bis 72 ausgebracht. Eines Zuschlags bedarf man weder bei den Erzen, noch bei den Schliechen, weil der Kalkgehalt des Schiefers hinreicht, die Zersetzung des Zinnobers in der Brennhilze zu bewirken; die Hitze darf die Rothgluth nicht übersteigen. Zu einem Brand sollen 1; Klafter Holz zu 144 Kubikfuls verbrannt werden, ein Brand kann in 3 Tagen vollendet sein, von denen einer zum Einsetzen und Feuern, der zweite zum Abkühlen, der 3te zum Heben und Austragen der Rückstände gerechnet wird, welche über die Halde gestürzt werden.— Die jetzige Produktion soll jährlich 1,500 Centner nicht übersteigen. Da das käufliche Quecksilber nicht rein ist, sondern fremde Me- talle, als Blei, Wismuth, Zink,(Silber), enthält, so muls es zu manchen Anwendungen gereinigt werden; hiezu bedient man sich der Destillation aus Glasretorten, die man über freies Kohlenfeuer in einem Dralıtkorb legt. Um die Luft vom Quecksilber abzuhalten und das Ueberspritzen zu verhüten, bedeekt man‘die Oberfläche desselben mit Eisenfeilspäh- nen. An die Retorte wird eine Vorlage mit Wasser angelegt, und der Retortenhals, wenn er nicht‘ schon an sich lang ist, durch eine'papierne Röhre bis an den Wasserspiegel verlängert, damit das Quecksilber sich gehörig abkühle, che es ins Wasser fällt, Allein alles umdestillirte Qu. ist nicht völlig rein, es enthält, obschon weit weniger als vorher, immer noch einige anhängende flüchtige Metalle, Man kann käufliges Qu. auch dadurch etwäs reinigen, dafs man es mit ein wenig Salpetersäure digerirt, wodurch die fremden leichter oxydirbaren Metalle aufgelöst werden, durchs Kochen mit einer-Auflösung von salpeters. Quecksilberoxyd, oder Sublimat. Will man ganz reines Qu, darstellen, so pllegt man entweder künstlich be- ‘reiteten Zinnober mit Eisenfeilspähnen beschickt zu destilliven,' oder Quecksilbersublimat, höchstes Chlorquecksilber, in Wasser aufzulösen und mit’ der Hälfte seines Gewichts Eisenfeilspähnen, oder kleinen Nä- seln, in einem eisernen Kessel zu kochen, bis alles Sublimat durch das Eisen so zerlegt ist, dafs sich das letztere in Chloreisen verwandelt hat und das Qu. flüssig ausgeschieden worden.‘Da nämlich sowohl der h Inge). h Qusib ja Par, I NN 158 Ih BR sieh \ Kunert, ee Fi ie st die 1 Jin, Dort des ul in Oktöden slon Dei der& Iielt im Vacıo sah al, besond Img beschienen schon bei guz g durch bemeien, 1 de Pinpen ein nen kurzem ist Irisch verbunde = his mm Sie ltunen gleich! Tteronmelstala| Il ul Reaumı Stu, Ill hei 3 Mks Oh OR mel mit ale Met ll sch Sc ach dem it daher de Aa, 7 Fi dm IHN lin On öl My Pl A “tem Pl, —u = nlı TS, Etagen i In Im} weil sie\eeyn Fe hüten, wel, mM' den in Sch nd Kubikal] ol f , abo in hm and Soll In der Schliech wi 1 5 bedarf man m Kalkeehalt de 3 Brennhitze al Zu einen Bin rden, ein Brul! insetzen und Far Austragen der it zt werden,— Di jersteigen. ist, sondern fe ‚so mul sau man sich der Ik ser in einen Dh n und das Lehe selben mit Ei Vasser angel, ist, durch ei} mit das(nes in alles undsi er als vorber, ur ufliges On. au! orsäume digen 't werden, durch) vyd, oder Sal M entweder kin! ch zu delle in Waser 8 ihnen, od I| ılles Suhlinat hlort jsel yon! ı h Da nänlih goml a Fe KOT" u. Eigenschaften des Quecksilbers. 347 künstlich bereitete Zinnober als das Sublimat keine fremden Metalle ent- halten, so müssen beide auch durch gehörige Zerlegung reines Queck- silber liefern. Durchpressen durch Sämischleder reinigt das Qu. von an- hängendem Schmutz, dem Oxydhäutchen, welches die aufgelösten Metalle bedingen, ebenso das Durchtreiben durch Holz mittelst der Luftpumpe (der Qu.regen). Das Quecksilber besitzt eine fast silberweilse, wenig ins Bläuliche spielende Farbe, ist stark glänzend, geruch- und geschmacklos, specif. Gewicht 135886 bei 4,10 und 13,535 bei 26° Kupffer, es sefriert unter — 39°, zieht sich stark zusammen, ist dann weich wie Blei, dehnsam, hämmerbar, erregt beim Berühren Brandblasen, gleich wie glühendes Eisen,(hier ist die Blase Folge des raschen Eindringens von Wärme in die Haut, dort des raschen Austritis aus derselben), es krystallisirt auch wohl in Oktaödern, specif. Gewicht des gefrornen 14,4. Es verdunstet schon bei der gewöhnlichen mitllern Temperatur der Luft, besonders leicht im Vacuo des Barometers, in der Torricelli'schen Leere, wo man sehr oft, besonders wenn das Barometer von der Sonne eine kurze Zeit lang beschienen wurde, kleine Quecksilbertröpfchen findet, Dals sich schon bei ganz geringen Wärmegraden Qu.dämpfle bilden, kann man da- durch beweisen, dafs man in einen Kolben ein wenig Qu. gielst, und an dem Pfropfen ein Blättchen Schaumgold mittelst eines Drahts befestigt; binnen kurzem ist dieses weils, amalgamirt, d. h. es hat sich mit Qu. Das Qu. dehnt sich von seinem Aufthaupunkt — 39° bis zum Siedepunkt des Wassers+ 100° in gläsernen‘Röhren vollkommen gleichförmig aus, und zwar für jeden Grad nach Celsius chemisch verbunden. Thermometerskala um—;';; des Raums, den es bei 0° hat, für jeden 1; es siedet bei einem Darometerstand von Grad nach Reaumur um 7 28 par. Zoll bei 360°. Reines Qu. oxydirt sich nicht, weder beim Stehen an der Luft, noch beim Schütteln mit derselben, allein das käufliche, welches fremde, leich- ter oxydirbare Metalle enthält, die mit Qu. in Berührung—+- el. sich verhalten, setzt schnell ein dünnes schwarzgraues Oxydhäutchen ab, wel- ches sich nach dem Wegnehmen stets wieder erneuert. Unreines Queck- silber sieht daher immer blind aus, läuft nicht reinlich über weilses Papier, sondern hinterläfst Schmutz, die Tropfen sind nicht rund, son- dern länglich, es zieht kleine längliche Schwänzchen nach, ist weniger flüssig, daher hängt es sich auch in dünnen Lagen an Papier, Glas an. Schüttelt man Qu. noch so lange mit Luft, so wird es zwar in ein schwarzgraues Pulver verwandelt, allein dieses ist nichts anders, als sehr fein zertheiltes, zerschlagnes Qu.; ebenso wenn man es mit irgend einem Pulver innig zusammenreibt, bis alle Kügelchen dem Auge ver nn 348 Eigenschaften, Anwendung, Amalgame des Quecksilbers. schwinden— das Tödten des Qu.—, oder mit Fett zur grauen Queck- silbersalbe(Merkurialsalbe) zerreibt. Früher glaubte man, dafs in allen diesen Gemengen nicht metallisches Qu., sondern Quecksilberoxydul ent- halten wäre(Aethiops per se), was aber nicht richtig war. Qu. wird von Wasser nicht, von reiner Salzsäure fast gar nicht angegriffen, aber von Salpetersäure, Chlor, Goldscheidewasser, Schwefelsäure. Quecksil- berdämpfe wirken sehr nachtheilig auf den tbierischen Körper ein, sie erzeugen heftigen Speichelflufs(Salivation), Mundfäule, Zittern und eine bösartige Krankheit, die Merkurialkrankheit, und können durch langwie- rige Leiden den Tod bedingen. Daher müssen alle Gewerbtreibenden, welche zu ihrem Gewerbsbetrieb Qu. anwenden, hierauf wohl Bedacht nehmen, als: Verlertiger von Thermo- und Barometern, Spiegelbeleger, hiebei wird Zinnamalgam erzeugt, und grofse Quecksilberllächen sind mit der Luft in Berührung, Vergolder, Bronzeure, Gürtler, die Gold- amalgam auftragen und abbrennen. Unter dem Artikel„Vergolden” soll hierüber ausführlicher die Rede sein, und sollen die von D’Arcet ange- gebnen Sicherungseinrichtungen näher beschrieben werden. Im Allge- meinen bemerke ich hier nur, dafs alle jene Operationen, wobei Qu. dämpfe gebildet werden, unter einer gut ziehenden Esse veranstaltet werden müssen, und dafs man sich so stellen muls, dals man den Wind- zug im Rücken hat, Anwendung des Quecksilbers: zum Amalgamationsprozels der Sil- bererze wird unstreitig das mehreste verwendet, in Amerika, in Sach- sen zu Freiberg, in Ungarn, auch zur Entsilberung von silberhaltigen Kupferstein im Mannsfeld; zum Ausziehen von Gold aus güldischen Ge- schicken, zum Spiegelbelegen, zur Bereitung von Goldamalgam zum Be- huf der Feuervergoldung, zur. Verfertigung physikalischer Apparate, zur Darstellung von Zinnober, Sublimat und anderer Präparate chemischer Fabriken und Apotheken, zum Quickwasser für Vergolder, Sderetage für Hutmacher u. z. a. m, Legirungen des Quecksilbers mit andern Metallen, Amalgame. Mit Zink. Quecksilber verbindet sich mit Zink in der Wärme, man schmelzt Zink und setzt heifses Qu. zu; aus 1 Z. und 2 Qu. erhält man eine krystallisirbare Verbindung; 8 Z. und 1 Qu. geben ein sehr sprödes Amalgam. Eine Legirung von 1 Zink und 12.Qu. wird zur so- genannten ‚falschen Verden des Kupfers gebraucht, wenn man letz- teres mit ersterm, Weinstein und Salzsäure kocht. [Mit Kadmium. Schon bei der gewöhnlichen Lufttemperatur verbinden sich beide; das Amalgam krystallisirt in silberweilsen Oktaedern, ist hart und brüchig, schwerer als Qu., schmilzt schon bei 75°, und ent- hält 21,74 Kadm. und 78,26 Qu. ıl ‚ickel, Ko N) yı Del B on nan 08 Dei Sun, ml zu dr mi In. il(emiht eines 4 yo pul, eines zn IA, Blei u gie Conan Ar din menn man dis Jen ein in Wir amalgıns zu0 d geht worden, lichen Teilen \ I einzelnen an inte Analrns mies ein Meru CC nat, u Trapp vn lim md 1 On, mt is zu em ts el, Ge UN, Ann bei Im 1 Rıl bla Met nalen d ıumagihn u item| RR ehrt | Mt \ vun le f © a nit Fett apa) m elaubte in, m ern Vueekiltan ht Heli War, N Far nicht If, Schwefel:\ Lierischen Kine | l undfiule, Ile ind können din en alle Gewehr len, herauf vu) ) Jaromelern, Ni ah ec Quecksilber zeure, Gürlke m Artikel„Veril) len die von Din eben werden, Ih ® Operationen, nl ehenden Ex: m: muls, dals nn d Isamationsprinß& et, in Amenkı, ı [berung von alt Gold aus gi on Goldanıku m »sikalischer Apr rer Präparit oh ür. Vergolle,| Metallen, Ani! nit Zink in dr us 12. ud?!| d1 Qu gelmn und 12 Qu m’ braucht, vn cht, aM Lufttemperdlit rend ' UN ‚erweilsen(ide schon bei Dh en me. nn= zur:—— er 7] Amalgame mit Blei, Zinn und Wismuth. 949 Beide Metalle verbinden sich nicht direct, weshalb man Mit Eisen. auch Qu. in eisernen Gefälsen aufbewahren und eiserne pneumatische Wannen, eiserne Hähne für Eudiometer etc. anwenden kann, Allein auf indirectem Weg hat man doch Verbindungen beider erzeugt, z. B. wenn man durch glühende eiserne Röhren Qu.dampf gehen läfst,— Mit Nickel, Kobalt, Mangan hat man keine Amalgame erhalten können.] Mit Blei. Beide Metalle verbinden sich sehr leicht, besonders wenn man das Blei geschmolzen anwendet; die Amalgame sind weils, glänzend, und nach Maafsgabe der Menge des angewendeten Bleies lest oder weich. Ein Amalgam aus gleichen Theilen krystallisirt, Spe- cif, Gewicht eines Amalgams von 1 Raumtheil Blei und 4 Rth, Qu. bei 17° 13.1581, eines Amalg. von 1 Rth. Blei und 3Rth. Qu. 130,397, und von 1 Rth, Blei und 2Rth. Qu. 12,8648; das mittlere Amalgam hat die geringste Contraction erlitten; Kupfer 2). Mit Zinn. Beide Metalle vereinigen sich sehr rasch, besonders wenn man das Zinn geschmolzen hat. 1 Theil Zinn und 3 Th. Qu. ge- ben ein in Würfeln kıystallisirendes Amalgam. Dals man sich des Zinn- amalgams zum Belegen gläserner Spiegel bedient, ist bereits I. Seite 352 gelehrt worden. Für gekrümmte Spiegel wendet man ein Amalgam aus gleichen Theilen Zinn, Blei und Wismuth mit dem 3fachen Gewicht je- des einzelnen an Qu. an. Glaskugeln belegt man innerlich mittelst eines flüssigen Amalgams von 1 Zian, 1 Blei und 2 Wismuth mit 10 Qu., welches beim Herumschwenken in dem hohlen Raum der Kugel sich an das Glas anlegt, und so eine Belegung bildet, welche allmälig durch Verdamplung von Qu. fest wird. Man pflegt auch ein Amalgam von 4 Zinn und 1 Qu. in die Kugel zu tragen, diese dann bis zum Schmelz- punkt jenes zu erwärmen und dann zu schwenken. Nach Kupffer**) ist das speci. Gewicht einer Verbindung von 1 Raumtheil Qu. und 1 Rth. Zinn bei 17° 10,4729, von 1 Rih. Zinn und 2 Rth. Qu. 11,4646, von 1 Rth. Zinn und 3 Rth. Qu. 12,0257. Hieraus geht her- vor: dafs beide Metalle bei der Amalgamation sich ansehnlich zusammen- ziehen, allein in dem Verhältnifs von 1 Rth. Zinn und 2 Rth. Qu. ist die Zusammenziehung= 0.— Ein Amalgam von gleichen Theilen Zinn, Zink und einem gleichen Gewicht Qu., als die ersten beiden Metalle besitzen, gebraucht man bei Elektrisirmaschinen; Kienmayer’s Amalgam. o 8 Mit Wismuth. Beide Metalle verbinden sich sehr leicht; ein Amal- gam von 1 Th. W. und 2 Th. Qu. krystallisirt beim langsamen Erkal- ten in Oktaödern. Das Wismuthamalgam zeichnet sich durch Dünnflüs- *) A. d. ch. et d, ph. Tom, 40. p. 300.*t) A, a. O, pag. 293. rn 350 Amalgame; Quecksiberoxydul, Oxyd, sigkeit aus, weshalb man auch oft Wismuth zu andern Amalgamen zu- setzt, um Dünnflüssigkeit zu bedingen,(siehe beim Zinnamalgam). Ein Amalgam von 1 Blei, 1 Wismuth und 3 Qu. ist so dünnflüssig, dafs es durch Sämischleder geprefst werden kann.— 284 Th. Wismuth, 118 Zinn und 201 Blei, sämmtlich fein zertheilt mit 1616 Th. Qu. bei-+ 18° ge- mischt, sollen nach Döbereiner beim Amalgamiren eine Abkühlung bis — 10° erleiden.— 1 Th. Wismuth und 4 Th. Qu. geben ein Amalgam zum Belegen von Glaskugeln.— Nach Göbel ist eine Legirung von 100 Quecksilber, 175 Zinn, 310 Blei, 500 Wismuth bei 70,5° vollkommen flüssig, bei 67,5° noch weich, und erstarrt erst bei 60°; zu anatomischen Ausspritzungen brauchbar.— Musivsilber, Argent-musif, unächtes Malersilber, erhält man durchs Zusammenschmelzen von 3 Theilen Zinn 3 Th. Wismuth und einem Zusatz von 1%; Th. heifsen Quecksilber, um die Legirung feinreiben zu können; man gebraucht es zum Malen, Be- drucken, zur falschen Versilberung. [Mit Kupfer. Die Vereinigung geschieht nicht direct, sondern nur in- direct; man hat sie auf verschiednen VVegen versucht, unter andern da- durch, dafs man reines, fein zertheiltes Kupfer, z. B. durch Reduction mit WVasserstoffgas erhalten, mit einigen Tropfen salpeters. Quecksilber- auflösung anquickt, und dann mit Quecksilber anreibt und das Gemeng erhitzt; das Amalgam hat eine blafsrothe Farbe.] Quecksilber giebt mit Sauerstoff 2 Oxyde, welche beide Basen sind. [D Quecksilberoxydul, schwarzes Qu.oxyd, Protoxide de mercure, Pr. of m., erhält man durch Präcipitation einer Auflösung des salpe- ters. Qu.oxyduls mittelst Kali oder Natron,(nicht Ammoniak, weil die- ses eine eigne Doppelverbindung von Oxydul und salpeters. Ammoniak niederschlägt). Dasselbe ist ein schön schwarzes, etwas ins Graue ste- chendes Pulver, geruch- und geschmacklos, specif. Gewicht 10,074 bei 17°, wird durch Sonnenlicht, mälsige Wärme, durch Berührung mit Säuren, die leicht Sauerstoff aufnehmen, desoxydirt, enthält 96,2 Qu. und 3,8 Sauerstoff, giebt Salze mit Säuren, welche meist farblos, auf- löslich sind, aber durch WVasser in basische unlösliche und saure lös- liche geschieden werden; sie werden von Schwefelwasserstoffgas, von ätzenden Alkalien schwarz, von Salzsäure und salzs. Salzen weils, ebenso von kohlens. Alkalien niedergeschlagen, von Jodkalium, wenn die Salze völlig neutral oder sauer, gelb, wenn sie basisch grünlich- grauschwarz; durch Zinnsalz werden sie völlig in metallisches Qu. zerlegt. 2) Quecksilberoxyd, rothes Qu.oxyd, Deutoxide de mercure, Per- oxide of m., rothes Präcipitat, Precipite rouge, caleined m., wird theils durch lange andauerndes Kochen von Qu. in einer langhalsigen Viole erhalten, wobei die Qu.dämpfe sich allmälıg oxydiren, und rothes Oxyd an den Wänden des Halses sich ansetzt( Mercur. praecipitatus u — Juli ni) ji ur pam 1. 5 ggg da I) nmel\ ii niert) init ‚nd|etzteres damit der N ben zurück unge forget ‚n, wire das Onyd anlnden I On, du nen, Junkel bra ap Gemicht es. bereich ehe yachene einigen. chem wi N wirde sehr viden I man, gemnnt On nicht m Trochne brog erst in bassch Igsam ın On mc eine Spur| Das Onar| Wasser und Alk sol, nr dur bren, schmarz, [ml von I, udn( diesen Inlaı mt Su tl: him A ll tachiede tle Tabs die Mn enden fixe kn Ängat dh N Tg angesı RR as N Kl va, a hard hr U lich le Kl Bi ei Tu—— ZT il, Od, Darstellung und Eigenschaften des Quecksüberoxyds. 351 zu andern ı Al ıb be eim Tank, Ist x e ünnfir per se), theils und gewöhnlich durchs Erhitzen eines Gemengs von sal peters. Qu.oxyd und laufendem Qu., welches man durch längeres Zu- sammenreiben dargestellt hat. WVVird nämlich dieses Gemeng gelind er ; UT| hitzt; so zersetzt sich die Salpetersäure in Sauerstoff- und Stickstoffoxyd- DER m bin gas, ersteres tritt an das fein zertheilte metallische Qu. und erzeugt Oxyd, Miren eine Alk; während letzteres entweicht, rothe, salpetrigsaure Dämpfe bildend; das 1 On orte 38 vorher mit der Säure verbunden gewesene Oxyd und das eben erzeugte ist Sr bleiben zurück. Die Erhitzung in flachen Schalen oder Kolben mufs yuth bei m03: i so lange fortgesetzt werden, bis sich keine rothen Dämpfe mehr ent- st beiden. wickeln, würde man aber noch länger fortfahren Hitze zu geben, so N EIN“ an= S s’ E s 4 u würde das Oxyd sich zu entmischen beginnen, und Sauerstolfgas sich „ Argent-mui entbinden. nelzen von 3 Das Oxyd, durchs Kochen von Quecksilber bereitet, erscheint in klei- 1. heilsen Vhekl nen, dunkel braunrothen Krystallen, auch als krystallinisches Pulver, raucht es on li specif. Gewicht 11,085 bei 18°, das durch Calcination bereitete ist, war es so bereitet, wie eben angegeben worden, ein rothes, ins Pomeranzen- he dt gelbe stechendes, glanzloses Pulver, allein man erhält es im Handel aus ht direct Sonden } versucht, unler einigen chemischen Fabriken in hellziegelrothen Stücken, welche aus sehr vielen kleinen glänzenden Schuppen zusammengesetzt erscheinen; fer, u, B, dd] man gewinnt dieselben auf jeden Fall dadurch, dafs man das salpeters. pfen salpe Oxyd nicht mit laufendem Qu. zusammenreibt, sondern langsam zur er anreibt und& ee bringt und bei allmälıg vermehrter Hitze calcinirt, wobei es he] erst in basisch salpeters. Salz sich entmischt, von gelber Farbe, sodann N?" langsam in Oxyd übergeht, allein leicht kann solches Präparat ım Innern weiche Deidt noch eine Spur von basischem Salz enthalten. -d. Protoride ds Das Qu.oxyd besitzt einen scharfen, metallischen Geschmack, ist ın einer Aufösmrd WVasser und Alkohol unlöslich, besteht aus 92,68 Qu. und 7,32 Sauer- nicht Ann stoff, wird durch Dunkelrothglühhitze zersetzt, färbt sich vorher kirsch- und salpt braun, schwarz, und zerlegt sich dann in Sauerstoffgas und Qu.dämpfe, ke(vergl. vorn I. Seite 74), mit Schwefel, Phosphor erhitzt explodirt es, ea= indem es diesen Sauerstoff abtritt. Es giebt mit WVasser ein gelbes BR Hydrat, mit Säuren Salze, welche meist farblos sind, und wie die Oxy- ‚osydin, al dulsalze beim Auflösen in Wasser in saure lösliche und basische un- Bern lösliche geschieden werden, letztere haben eine gelbe, auch bräunlich- nläsliche mn rothe Farbe; die Oxydsalze werden von Schwefelwasserstoffgas schwarz, er laen von ätzenden fixen Alkalien erst gelb, dann rothbraun, dann bei wei- term Zusatz gelb gefällt(der erste gelbe Niederschlag ist in Folge von je ar sehr wenig zugesetztem Alkali, ein wenig basisches, der rothbraune ein odkalı sehr basisches Salz, und der letzte gelbe das Oxydhydrat), von Ammo- sch gr a niak aber weils, eine Doppelverbindung von einem erzeugten Ammoniak- hes Qu. wit salz-+ Qu.oxyd, zuletzt auch gelb, von kohlens. Alkalien weils, von jeutoride de mer er Jodkalium scharlachroth, von Salzsäure nicht niedergeschlagen, und von re, LET.=..... iu KEN Zinnsalz gänzlich in laufendes Quecksilber zerlegt. Die Oxydsalze sind die heftigsten Gifte für den thierischen Körper.] lie, ospäna e(nu, m 352 Schwefelquecksilber, Darstellung des Zimnobers. Quecksilber verbindet sich mit Schwefel in 2 Verhältnissen: [1) Einfaches Schwefelquecksilber, Protosulfure de mereure, Pr. of m.,(Aethiops mercurialis, ae. mineralis) erhält man durch Nieder- schlagung eines Qu,oxydulsalzes mit Schwefelwasserstoffgas; ein schwar- zes, geruch- und geschmackloses, in Wasser unlösliches Pulver, löst sich in Kalilauge, kalter Salpetersäure auf, und giebt beim Erhitzen, unter Entbindung von Qu.dämpfen Zinnober, es theilt sich nämlich das Qu,, nur die Hälfte desselben verbindet sich mit dem vorhandnen Schwefel a Doppelt Schwefelquecksilber, die andere Hälfte wird frei; es besteht aus 92,63 Qu. und 7,37 Schwefel.] 2) Doppelt Schwefelquecksilber, Deutosulfure de m., Pers. of m., Zinnober, cinabre, cinnabar, vermillon, kommt in der Na- tur vor theils in Krystallen, theils krystallinisch, derb und erdig. Die reinsten Stücke werden als Farbe benutzt, Bergzinnober, das übrige auf Quecksilber verhüttet, vergleiche oben Seite 340, Den mehresten Zin- nober verfertigt man in chemischen Fabriken, namentlich in Holland, Idria u. a. a.©, m. Man stellt Zinnober theils auf irocknem, theils auf nassem Weg dar, nach erster Weise bei weitem den meisten. Man verfährt in Holland also*): Man bringt 150 Theile Schwe- fel in einem eisernen Geräth zum Schmelzen, und setzt in Portionen 1080 Theile erwärmtes Quecksilber hinzu, während das Ganze gehörig gemengt wird. Hiebei erfolgt zuweilen eine Entzündung, wenn die Arbei- tier aber sorgfältig sind, entsteht sie nicht;(diese Entzündung dürfte die Folge einer eintretenden chemischen Verbindung beider Stoffe sein, wobei Wärme- und Lichtentwiekelung stattfindet). Die schwarze Masse, Schwefelquecksilber von derselben Zusammenselzung als der Zinno- ber, höchstens ein wenig überschüssigen Schwefel enthaltend, wird nun fein gerieben und in 30 bis 40 kleine irdne Kruken gefüllt, deren jede 1% Pfd. Wasser fassen kann, um es zum Gebrauch aufzubewahren. Die fernere Bearbeitung besteht in einer Sublimation, zu welchem Zweck drei grolse feuerfeste, irdne Sublimirgefälse dienen, die man vorher noch mit einem Beschlag überzieht, und auf eigens construirte Feuerungen bringt, so dals sie zu% ihrer Höhe durch eine gulseiserne, ringförmig ausgeschnittne Platte in die Feuerung hinabreichen und von der Flamme umspült werden. Anfangs giebt man nur gelindes Anwärmfeuer mit Torf, so wie sie rothglühen, schüttet man in jedes der 3 Geschirre eine Kruke voll schwarzes Schwefelquecksilber, hernach 2, 3 und so fort gleichzei- tig in jedes Geschirr, was von der stärkern oder schwächern Entzündung abhän- “) D, t, Tom, 5. pag, 287.„Cinabre”, und indem J,d,k,k, p. I. Bd, 8. S, 304. | lat In! u aka ul mul ‚ylininge® B I jedes ı ji Dirt D ih sd, In, oh beim! Ins dem Ge Zend Jesselb Tall di Inne hf leuschlig } Stdn die I Irllen werden je AM nl Eisenplade se der Sublimal [Die schnane zeigt wid, ı und Sehwelel Schwehl, wel schwarzen und tung, und dals allänng tl and find il€ I Id fer vr ende ! late Sehn tt[en lat ak lag nmel ma die ge) Äh ende S Lummohen, w Verähtyn, Oosulfurg Um erhält man Inlı asserstolfg, in lösliches Ki bt beim Bali, ilt sich nänlıch h Jem vorhandne 3, älfte wird It ik eutosulfure din,} Ion, konnt u h, derb mia rinnober, das ih 10, Den mehr , namentlich n eils anf tnochee reiten den meist ingt 150 Tiel und setzt in] hrend das Gar: zündung, wendi! se Entzündung ii jung. beider Si t). Die schmane! setzung al de wefel enthalt, ye Kruken zei yebrauch ln" tion, ZU wele! op, die man yorlt) ,_ construire Fe | e gulseien, ‚en und von j n Anwimlate 3 Geschim 2 3 und no ir an schwächen Bi ak in dem| Whh ELTERN Bee pers u Tr ne Darstellung des Zinnobers. 35: abhängig ist die dann erfolgt; manchmal schlägt die Flamme 4 bis 6 Fuls hoch aus dem irdnen Geschirr, Sobald sich diese etwas vermindert hat, bedeckt man das Sublimirgeräth mit einer Eisenplatte von 15 Zoll Stärke und 1 Quadratfuls Gröfse. Auf diese Weise trägt man in 34 Stunden in die 3 Sublimirgeschirre die ganze Portion des schwarzen Schwefelqueck- silbers, in jedes 410 Pfd., verstärkt dann das Feuer gehörig, und unter- hält es bis zur Beendigung der Sublimation, wozu 36 Stunden Zeit er- forderlich sind. Ob das Feuer zu stark oder zu schwach, erkennt man daran, ob beim Aufheben der eisernen Platte die Flamme mehrere Fuls hoch aus dem Gefäfs herausschlägt, oder kaum sichtbar ist und nur bis an den Rand desselben aufsteigt. Die Hitze ist gerade recht, wenn in obigem Fall die Flamme nicht höher als einige Zoll hoch aus dem Gefäls leb- haft herausschlägt.— In den letzten 36 Stunden rührt man alle 4 oder $ Stunden die Masse, um die Sublimation zu beschleunigen; nach dem Erkalten werden die Sublimirgeräthe abgehoben, zerschlagen, und aus jedem 400 Pfd. Zinnober gewonnen, also nur 10 Pfd. Verlust, An die Eisenplatie setzt sich ‚kein Zinnober an, ausgenommen gegen das Ende der Sublimation. [Die schwarze Masse, aus welcher durch Sublimation der Zinnober er- zeugt wird, ist, wie schon gesagt, eine chemische Verbindung von Qu. und Schwefel, und zwar Zinnober mit einem kleinen VÜeberschufs an Schwefel, welcher herausbrennt. Man mufs daher annehmen, dafs es schwarzen und rothen F£- giebt, von gleicher chemischer Zusammensel- zung, und da/s die Farbe nur von der Art der Aggregation der Theile abhängig ist. Brunner untersuchte einen reinen schwarzen Zinnoher und fand ıln eben so zusammengesetzt, als den rothen.] In Idvia fertigt man nach Scholz’s*) Angal:e jährlich etwa 1000 Cent- ner nach folgender Art: man läfst 42 Pfd. Quecksilber und 8 Pid. fein gepulverten. Schwefel in ein Fals schütten, welches im Innern vorsprin- gende Leisten hat, und durch ein Mühlwerk im Sommer 2 im Winter 3 Stunden lang umgehen, wodureh sich beide Stoffe sehr innig mengen und zum Theil wohl auch schon chemisch verbunden haben. Darauf füllt man diese schwarze Masse zu einem Centner in gulseiserne Kolben, um durch gelinde Hitze theils das hygroskopische Wasser, theils den überschüssigen Schwefel abzudampfen, wobei mitunter Explosionen statt- finden; während dem sind die Kolben nur locker mit eisernen Helmen bedeckt. Man kann sich eiserner Kolben ohne Gefahr der Zersetzung- des Zinnobers bedienen, indem sich sehr bald eine Kruste von Schwefele eisen bildet, die sodann keinen Einfluls auf den Zinnober hat. Nach *) Lehrb, d, Chemie Bd, 1. S. 690. I. 2, 23 u BEER re en re nn Zee 354 Darstellung des Zinnobers. dem Abdampfen wird die Masse aufgelockert, irdne Helme aufgesetzt, irdne Vorlagen angelegt und das Feuer verstärkt. Nach 3 bis 4 Stunden zeigt sich eine Flamme an dem Helmrohr, das Zeichen der vollendeten chemischen Verbindung und beginnenden Sublimation. Nun werden die Fugen vollkommen verkittet, und so lange gefeuert, bis das Flämmchen- klein wird und unterbrochen erscheint; darauf wird der Helm abgenom- men, zerschlagen, der rothe Stückzinnober vom schwarzen Zinnober durch ein Messer getrennt; 600 Pfd. schwarzes Gemeng geben durchschnittlich 560 Pfd. reinen Stückzinnober, 17 Pfd. Abfälle,‘welche einer neuen Sub- limation unterworfen werden müssen. Der Stückzinnober wird zerklopft, mit Wasser zwischen horizontalen Mühlsteinen vermahlen, und dieses mehrmals wiederholt, der gemahlne Zinnober dann geschlemmt. Soll es Vermillon, Malerzinnober werden, so kocht man den gemahlnen 7. mit Pottaschenlauge in eisernen Kesseln, oder übergielst ihn mit dieser in den Waschbottichen, wobei sich eine Schwefelleber bildet, Schwefel- quecksilber+ Schwefelkalium, wodurch der lose, ungebundne Schwefel entfernt wird. Nach dem sorgfäktigsten Aussülsen, Trocknen, Zerreiben, Beuteln ist derselbe als Handelswaare fertig. Statt der Pottaschenlauge hät man auch gefaulten Urin, Ammoniak zur Digestion angewendet. Der Malerzinnober wird oft durch Ziegelmehl, Mennige, Coleothar verfälscht. [ Reiner Z. mufs sich olıne Rückstand verflüchtigen, jene genannten Ver- fälschungsmittel bleiben aber, da sie nicht flüchtig sind, zurück. Bringt man den Rückstand auf eine Kohle vors Löthrohr, so wird die Mennige reducirt und giebt ein Bleikorn, auch wird, wenn man denselben mit Salpetersäure übergiefst, die Mennige theils als Bleioxyd gelöst, theils als braunes Ueberoxyd zurückbleiben. WVar es Colcothar, so löst sich derselbe in Salpetersäure in der VVärme auf, und giebt sich dann durch die beim Eisen angeführten Reactionen zu- erkennen, während Ziegel- mehl in der Säure unlöslich ist.] Auf nassem Weg stellt man Zinnober entweder durch lange an- dauerndes Schütteln von Quecksilber mit Schwefelleberauflösung(auch Schwefelammonium) dar, zu welchem Endzweck man die Gefälse an das Gatter von Sägemühlen befestigt, wie es in der bairischen Rhein- provinz geschieht*); oder man bedient sich zur Beschleunigung des Prozesses der Wärme. Kirchhoff lehrte gegen Ende des vorigen Jahr- hunderts folgende Vorschrilt: es werden in einer Porzellanschale 300 Th. Qu. und 68 Th. Schwefel mit einander innig gemengt, mit einigen Trop- fen Kalilauge das Gemeng befeuchtet, bis sich keine Kügelchen mehr zeigen. Darauf werden 160 Th. Kali in einer gleichen Menge Wasser *) Industriel T. 5. p. 422., auch Martius in K, A. Bd. 10, S, 497. Mi u Lu m In rd hrau m! el, arfen, und di zn abet auch Fre schmal Ins Gelih, 9 und ie Tor Jeitunrihren, vi mies Wa Ing schmache Im, Die Aus her eine koys [elneckslbe der Inf sl und sich ds Qh, IHN, ein sehr zwecl dann 50° darf eu werden. üben, die Nur vie | 30T, Znnobe On nd erenfre help de Se] Irene vathe Dr ne nass Te ulfaeg km Da, Dal Ka| Mi, De; San nich el A a AR, Dr Su U Ft U LM TS, And Del u t Nacı dit, } Zeichen der Yılk) mation, N) nal Wert, bis da Mi, vd der Mel in schwarzen Minh n geben durchs; welche einm u ckzinnober wire} m vermahlen, m ° dann ht man den gel übergiels ih sfelleber bildet, ose, ungebunde [sen, Trocknen, 1a Statt der Pat) igestion angemeil nige, Colehar gen, jene genannt chtig, sind, zurü! rohr, so vird wenn man denkt als Bleioryd gelit es Colcothar, ni nd giebt sich dm! kennen, währe! iiveder durch I vefelleberaullis ‚eck man dit I in der barsekt zun Beschlung" 1 Ende des vo" r Porzellausch J emengt, item! h keine Kige® gleichen A Ii Y ı K,4 FR TE ET> Darstellung und Eigenschaften des Zinnobers. 355 gelöst hinzugesetzt, das Ganze unter stetem Umrühren sehr mälsig er- wärmt, und das verdunstete Wasser stets hinzugefügt, damit es immer einige Linien hoch über der Masse stehe. Nach 2 Stunden zeigt sich unter stetem Umrühren eine Farbenveränderung, die vorher schwarze Masse wird braun, darauf sehr schnell roth, alsbald wird kein Wasser mehr zugethan, allein fortgefahren zu reiben, bis dieselbe gallertartig ge- worden, und die Farbe das höchste Feuer erreicht hat, sogleich muls man aber auch das Gefäfs von dem Feuer entfernen, weil sonst die Farbe- schmutzig braun wird. Um dieses zu vermeiden, kann man auch das Gefäls, so wie die Masse roth geworden, vom Feuer nehmen, und einige Tage lang bei gelinder Wärme digeriren, und von Zeit zu Zeit umrühren. Darauf hebt man die Flüssigkeit mit einem Heber ab, setzt reines Wasser zu, und sülst den Z. mehrmals aus. Es ist gut, an- fangs schwache Kalilauge zum Abwaschen, dann erst Wasser anzuwen- den. Die Ausbeute ist nicht sehr grols, indem sich aufser dem Zinno- ber eine krystallisirbare Doppelverbindung von Schwefelkalium+ Sehwe- felquecksilber und Wasser bildet, die in farblosen Nadeln anschielst, an der Luft schwarz wird, indem sich schwarzer Zinnober abscheidet, und sich das Schwefelkalium oxydirt. Brunner*) fand, dafs 300 Th. Qu., 114 Th. Schwefel, 75 Th. Aetzkali und 400 bis 450'Th. Wasser ein sehr zweckmälsiges Verhältnifs geben, die beste Temperatur 45°, denn 50° darf man nicht übersteigen; das verdunstete Wasser muls stets ersetzt werden. So wie die Farbe braunroth wird, darf man 45° nicht übersteigen, die gallertartige Consistenz muls sorgfältig durch Zusatz von Wasser vermieden werden. Aus obigen Quantitäten erhält man 328 bis 330 Th. Zinnober; es ist gut, wenn man durch Destillation gereinigtes Qu. und eisenfreies Kali anwendet. Hieraus geht hervor, dafs eine Ver- mehrung des Schwefels und Verminderung des Kalis vortheilhaft ist.— Döbereiner rathet, das höchste Schwefelkalium anzuwenden. Der auf nassem Weg bereitete Zinnober zeichnet sich durch eine Tiefe und Feuer aus, welches der auf trocknem Weg dargestellie beste Z. kaum besitzt, er gleicht dem chinesischen vortrefflichen Z. im höchsten Grad; man kann ihn von verschiednen Tönen gewinnen, besonders durch Schütteln. Der auf nassem Weg dargestellte Zinnober ist von dem su- blimirten in nichts verschieden, wie die Analyse bewiesen hat, alle frü- hern Vermuthungen in dieser Beziehung haben sich nicht bewahrheitet; er läfst sich, ohne etwas Schwefel oder Qu.’ abzuscheiden, vollständig sublimiren. Der Zinnober besteht aus 86,3 Qu. und 13,7 Schwefel, ist geruch- und geschmacklos, in Wasser unlöslich,, specif. Gewicht 8,124, "PA, BA, 158,595, nn 356 Selen-, Chlorquecksilber, Kalomel. verbrennt mit bläulicher Flamme unter Entweichen von schwefligsaurem Gas und Qu.dämpfen, wird durchs Erhitzen mit Kalk, Eisen(Hammer- schlag), Zinn, Spiefsglanz zerlegt, indem diese den Schwefel binden und Qu. überdestillirt; kalte Salpetersäure, Salzsäure, Essigsäure lösen ihn nicht auf, allein Goldscheidewasser, rauchende Salpetersäure, es bildet sich im ersten Fall Doppelt Chlorquecksilber und Schwefelsäure, im letzten schwefels. Quecksilberoxyd. Der Zinnober dient als Malerfarbe, und ist wegen seiner Schönheit und Feuer, so wie wegen der Unveränderlichkeit an der Luft sehr ge- schätzt, zur Bereitung von Siegellack, zu rother Druckfarbe ete. [S elenquecksilber, Protoseleniure de mercure, Pr. of m., zinnweils, in metallglänzenden Blättchen sublimirbar, kommt mit Selenzink in Mit- telamerika vor, in grau gefärbten Massen.— Doppelt Selengq ueck- silber, Deutosedl&niure de m,» Pers. of m., eine graue, sublimirbare, wird von kalter Salpetersäure nicht, aber von krystallinische Substanz, und 28,15 Selen, kommt im Königswasser gelöst, besteht aus 71,85 Qu. hraunschweigschen Antheil des Harzes vor, auch mit Selenblei gemengt daselbst, in bleigrauen, blättrigen, auch dichten Massen; endlich mit Se- lenzink verbunden in Mittelamerika. Chlorquecksilber, Protochlorure de mercure, Pr. of m., sal»- saures Qu.oxydul, Protomuriate, Pr.-kydrochlorate de m., Kalo- mel,(versüfstes Quecksilber, Mercurius duleis, M. doux), kommt als Quecksilberhornerz vor, und wird auf trocknem und nassem VWVeg dar- gestellt, erstere Darstellungsweise ist bei weitem die gewöhnlichere zum medicinischen Gebrauch, Man reibt Doppelt Chlorqu, mit% seines Gewichts laufendem Qu, innig zusammen, bis alle Kügelchen verschwunden sind, und unterwirft dann das Gemeng einer Sublimation, wodurch sich das Chlor des er- stern auch dem zugeriebnen Qu. mittheilt und einfach Chlorgqu. entsteht. Das Aufsublimirte wird dann zerrieben, mit starken VVeingeist aus- gekocht, um das darin noch unzersetzt vorhandne Doppelte Chlorqu. ‚ wenn dieses gänzlich ausgeschieden ist, unter VVas- aufzulösen, sodann erieben.— Leitet man bei der Sublimation die ser zum feinsten Staub 8 Dämpfe in einen Ballon, der mit siödenden WVasserdämpfen erfüllt ist, so erhält man das Präparat als ein ungemein zartes, weilses Pulver.— Auf nassem VVeg erhält man das Präparat dadurch, dafs man eine Auf- lösung von salpeters. Qu.oxydul in mit Salpetersäure angesäuertem WVas- ser durch eine Auflösung von Kochsalz warm niederschlägt, wobei das einfache Chlorgu. sich in weilsen Flocken abscheidet, während salpeters. Natron gelöst bleibt. Das Kalomel erscheint sublimirt in zarten, weisen, 4seitigen Säulen, gewöhnlich in schüsselförmigen Stücken von krystallinischem Ansehen, eoncentrisch fasrigem Bruch, specif. Gewicht 7,7 bei 15°, wird am Ta- geslicht grau, hat weder Geschmack noch Geruch, löst sich nicht in A Dar: Wr wi An) Do} N) sl I vl, yird „Juden, dur ug 0 Doppel!( fm salı „,auendes ublmalt, Mail hr, gunenl {and Sublimall gi; ige en sem ds Sablı sullsch abse sl des On (olanbersil einen Zusitz notwendig und nult ab Kshnsll un und einen Vo seruhls, seht anal Sir 3, Inchende sinnliche Aufl Allg zer I\ Ikiure N Sit lcht {iljul ven In sad mil u Im ERINT ie),| N(har Itendes( n) Ratenlı oh) ehray Shlalun “Al Ein alome), hen von Schmelln, it Kalk, Ei I den Schrei] Ui, ure, Essiexin in ’ Salpelersiun, ei und Schmeftk, St Tregen seien Qi keit an der Is er Drucklarhe ci Cure Pu, mmt mit Selen, Doppelt delen y EINE graue, sulln Ipetersäure nicht, nd 28,15 Selen, kr uch mit Selenblır :n Massen; endıl: mereure, Pr, ofn drochlorate de n,| cis, M, dour), ia n em und nassen NE em die gewöhnls Gewichts lila inden siod, ul u -h sich das Chlird einfach Chlorgu# t starkem Wein yandne Doppelt" ‚eschieden ist, ul n bei der Sublii Wasserdämple zartes, weht h durch, dals a ä angesäueti" saure angesilt niedersehligt,"" cheidet, während a 1 rn) weilsen, deal| nn keystallioset®| god 7,1 bei jy, m R. PN". oruch, Jöst sich l TEE RETTTEN ee N Tu Zu Sa 1a EIN! Darstellung und Eigenschaften des«Sublimats. 357 WVYasser auf und läfst sich sublimiren, wobei aber#ine theilweise Zer- setzung in Doppelt Chlorqu. und laufendes Qu. stattfindet. Es besteht aus 85,12 Qu. und 14,55 Chlor, oder aus 88,48 Qu.oxydul und 11,52 Salzs., wird durchs Erhitzen mit Phosphor, Schwefel entmischt, Qu. entbunden, durchs Kochen mit Wasser, hauptsächlich mit Salpetersäure, in Doppelt Chlorqu. umgewandelt.] Doppelt Chlorquecksilber, Deutochlorure de mercure, Per- chl.ofm., salzsaures Qu.oxyd, Deutomuriate, D.-hydrochlorute de m., ätzendes Quecksilbersublimat, Sublim& corrosif, corrosive sublimate, gewöhnlich kurz Sublimat genannt, wird in chemischen Fa- briken, namentlich in Holland, aus schwefels. Qu.oxyd und Kochsalz durch Sublimation in Glaskolben oder irdnen Kolben, in Retorten be- reitet; hiebei entsteht aus dem Chlor des letztern und dem Qu. des er- stern das Sublimat, welches sich an dem obern Theil des Geräths kry- stallinisch absetzt, und aus dem Natrium des erstern und dem Sauer- stoff des Qu.oxyds Natron, welches mit Schwefelsäure verbunden als Glaubersalz am Boden des Geschirrs zurückbleibt. Man hat auch wohl einen Zusatz von;; Braunsteinpulver vorgeschrieben, welches nur dann nothwendig sein möchte, wenn das schwelels. Quecksilber als Oxydul und nicht als Oxyd angewendet wird. Es krystallisirt in farblosen 4seitigen Säulen, allein gewöhnlich er- scheint es in schüssellörmigen weilsen Stücken, welche durchscheinend sind und einen muschligen Bruch besitzen, specif. Gewieht 5,42; es ist geruchlos, schmeckt sehr scharf, ätzend, metallisch, und ist gleich der arsenigen Säure ein fürchterliches Gift, löst sich in 16 Theilen kaltem, 3 Th. kochendem Wasser, in 25 kaltem Weingeist, in 3 Th. Aether auf, sämmtliche Auflösungen reagiren sauer; das Sonnenlicht wirkt auf die Auflösungen zersetzend, indem sich einfaches Chlorqu. abscheidet, und freie Salzsäure sich erzeugt, Heilse Salz- und Salpetersäure lösen das Sublimat leicht auf, allein nach dem Erkalten setzt sich das meiste wie- der ab; mit versehiednen Metallen, als Zinn, Wismuth, Zink, Spielsglanz ete., so auch mit Schwefel, Phosphor erhitzt entbinden sich Qu.dämpfe, und jene genannten Stoffe verbinden sich mit Chlor(siehe bei diesen das Weitere). Das Sublimat besteht aus 74,1 Qu. und 25,9 Chior, oder aus 79,94 Qu.oxyd und 20,06 Salzsäure. Aetzendes Qu.sublimat dient zur Davstellung maneher chemischer und pharmaseutischer Präparate, wird in der Kattundruckerei als Aetz- reseryage gebraucht, und mit Papp aufgedruckt, um an den bedruckten Stellen das Eindringen des Indigs zu verhüten, wurde aueh wohl zur Scheidung des Golds von Silber ehedem verwendet; es kann gegen Holz- schwamm dienen, ebenso gegen lästige Insekten, als Wanzen, allein we- 358 Jod-, Cyanquecksilber. gen seiner ungemein heftigen Wirkung auf den menschlichen Organismus ist es nicht anzuempfehlen, wenn nicht die allergrölste Sorgfalt beobach- tet wird. [Das Doppelt Chlorqu, verbindet sich mit+ elektr. Chlormetallen zu krystallisirbaren Doppelverbindungen, als mit Chlorammonium( Alem- brothsalz), mit Chlorkalium, Chlornatrium u. a, m., ähnlich den Ver- bindungen zweier Schwefelmetalle mit einander,— Chlorammonıum + Quecksilberoxyd, weilses Qu.präcipitat, Precipite blanc, white praeeipitate, durch Niederschlagung einer Auflösung von CGhlorammo- nium und doppelt Chlorqu. mittelst kohlens. Natron erhalten; ein äu- fserliches Heilmittel. Jodquecksilber, Proto-iodure de mercure, Pr. of m., erhält man durch Präcipitation eines Qu.oxydulsalzes mittelst Jodkalium; ist das er- stere völlig neutral, oder auch etwas sauer, so erhält man ein gelbes Pulver, welches am Licht schnell grauschwarz gefärbt wird, war das Qu.salz aber basisch, so ist der Niederschlag grünlich- grauschwarz, wahr- scheinlich ein Gemeng von Jodquecksilber und Qu.oxydul. Es ist we- der in Wasser noch in Alkohol löslich, specif. Gewicht 7,75, wird beim Erhitzen unter Zersetzung in Doppelt Jodqu. und laufendes Qu, subli- mirt, und besteht aus 61,77 Qu. und 38,23 Jod.] Doppelt Jodquecksilber, Deuto-iodure de mercure, Period. of m., erhält man durch Zerlegung von Quecksilbersublimat mittelst Jod- kalium, indem sich Chlorkalium gleichzeitig bildet. Es ist ein zinnober- rothes Pulver, war es aber mittelst salpeters. Qu.auflösung bereitet, so ist die Farbe mehr oder minder hell scharlachroth, in Wasser nicht, aber in Alkohol und Säuren löslich, specif. Gewicht 6,32, läfst sich su- blimiren und erscheint in gelben Blättchen, die oft schnell beim Berüh- ren eine rothe Farbe annehmen, besteht aus 55,32 Qu. und 44,68 Jod, löst sich in einem Ueberschuls von Jodkalium auf, und bildet damit eine weilse Salzmasse, so wie überhaupt mit+ elektr. Jodmetallen. Man benutzt das rothe Jodquecksilber als Malerfarbe, statt Zinnober (man darf es nicht mit eisernen Geräthen nals in Berührung bringen, sonst scheidet sich Quecksilber ab, während sich Jodeisen bildet und auflöst), allein man hat doch gefunden, dafs es in der Oelmalerei den Zinnober nicht ersetzen kann*), anders in der Wassermalerei, auch hat man es in der Kattundruckerei benutzt**). Doppelt Cyanquecksilber, Deutocyanure de mercure, Perc. of: m., blausaures Quecksilberoxyd, Deutoprussiate de m., Pruss. of m., erhält man durchs Aufiösen von Qu.oxyd in Blausäure, oder durchs *) Das Gegentheil behauptet Hayes, siehe S, n. J. Bd, 27. S. 199. **) Pelletier in D. p. J. Rd. 27. S. 37. (jo (dat Ber Mn (nt Inare „jene| M Inch Du In Öpange ni Sinlen, in Ns, nen, sit vn). Seit h) | ii Kl ll, eben Nein 1) hin ich Inseben? in{es Pıllatı jmd (Kohlensau fm, dur kohle, Ba yich ein wel ud OUT kl carlımafe de Iohlens, kılı{ (6 Hollan, xl kum 19 Inl, Prtulf kl, Iron, hr Meer af un | Sehwefels {a, lit ma nie, di aba, we ae ka Ro] td Pl Bil al(han Am 9a Sn EN au Inefe Mandy T Mel Kl N u menschlich, On "grüße Sf, "elektr, Coma, hloramımaniın 4, 0, ähnlich Ih! n- Chloramn, It, Precipit im, ullösung Von Alle Natron erhalte: ure, Pr.of m, el telst Jodkallun: il so erhält man ih, ra gefärbt wird, ünlich- grauschman, nd Qu.orydıl, I Gewicht 1,0, m und laufende(} Jod] re de mercun, Pr |bersublimat nit: (det, Esistenn Qu,auflösung bei chroth, in Wie wicht 6,32, ii ‚oft schnell nb 55,32 Qu. ml) uf, und bilde du ktr, Jodmelil Walerfarbe, sat [s in Berühnng I sich Jodeisen I os in der Od Wassermaleri,#° nure de mercut, 1 t oprusstalt dem in Blausiun, sl " RL TREE ERBETEN RER"= mern ar Tu ee Cranquecksilber, kohlens., schwefels. Quechsübersatlze. 359 Kochen von Berlinerblau, Wasser und Qu.oxyd, wödurch sich Cyan- quecksilber und Eisenoxydul- Oxydhydrat bilden; leicht wird aber das Cyangqu. dadurch basisch, indem man, um das Berlinerblau völlig zu zerlegen, einen kleinen Ueberschufls von Oxyd anwendet, dieses kann jedoch durch Zusatz von ein wenig Blausäure aufgehoben werden. Das Cyanquecksilber krystallisirt in weilsen, undurechsichtigen, vier- seitigen Säulen, specif. Gewicht 2,76, schmeckt metallisch scharf, löst sich in Wasser, wenig in Weingeist auf, besteht aus 79,32 Qu. und 20,68 Cyan, wird durchs Erhitzen in seine Bestandtheile zerlest(siehe vorn I. Seite 251); ist es feucht, so bildet sich auch Blausäure dabei, Ammoniak, Kohlensäure. Es lälst sich in Salpetersäure ohne Zersetzung auflösen, ebenso in Schwefelsäure, Kalilauge zerlegt es nicht(vergleiche Seite 139 beim Cyaneisenkalium). sich desselben zur Darstellung des Cyangases, der Blausäure, zur Fäl- Es ist höchst gifig. Man bedient lung des Palladiums aus der Auflösung des Platinerzes, siehe bei diesem. [Kohlensaures Quecksilberoxydul, Protocarbonate de m., Pr. of m., durch doppelte VWVahlverwandtschaft aus einem Oxydulsalz und kohlens. Kali; ein gelblichweifses, in Wasser unlösliches Pulver, löst sich ein wenig in kohlens. Wasser auf, besteht aus 90,53 Qu.oxydul und 9,47 Kohlens.— Kohlensaures Quecksilberoxyd, Deuto- carbonate de m., Perc. of m., aus salpeters. Qu.oxyd mittelst doppelt kohlens. Kali erhalten; ein rothbraunes Pulver, besteht aus 94,92 Qu., 4,75 Kohlens. und 0,33 Wasser, kochend gefällt enthält der Nieder- schlag kaum 12 Kohlens.— Schwefelsaures Quecksilberoxy- dul, Protosulfate de m., Pr. of m., aus salpeters. Oxydul und schwe- fels. Natron; krystallisirt in farblosen Säulen, löst sich sehr schwer ın Wasser auf, und besteht aus 84 Qu.oxydul und 16 Schwefels.] Schwefelsaures Quecksilberoxyd, Deutosulfate de m., Pers. of m., erhält man durchs Kochen von A Theilen Qu. mit 5 Th. cone. Schwefelsäure, die Einwirkung erfolgt kräftig, schwelligsaures Gas wird in Menge frei, weshalb man den Prozefs in Retorte und Vorlage anstellt, und in letzter Kalkwasser vorschlägt, um die sauren Dämpfe zu binden; so wie die Flüssigkeit kalt wird, setzt sich eine weilse Salzmasse ab, welche in säulenlörmigen Krystallen sich zeigt, herb, metallisch schmeckt, aus 73,16 Qu.oxyd und 26,84 Schwefels. besteht, und durch Wasser s0- gleich in zwei Salze geschieden wird. in ein saures, welches aufgelöst bleibt, und in ein basisches, welches sich absetzt. Man bedient sich des neutralen Salzes zur Darstellung des ätzenden Sublimats.— Ba- sisch schwefels. Quecksilberoxyd, Sous-Deutosulfate de m., Mineralturpeth, Turbith mineral, queen’s yellow, erhält man, wenn das weilse neutrale Salz in Wasser geschüttet wird; es ist ein schön eitro- rn 360 Phosphors., salpeters. Quecksilbersalze. nengelbes, unlösliches Pulver, speeif. Gewicht 6,44, wird feucht am Son- nenlicht geschwärzt, in der Hitze zersetzt, kann also nicht als Malerfarbe gebraucht werden. [Phosphorsaures Quecksilberoxydul, Protophosphate de m., Pr. of m., aus phosphors. Natron und salpeters. Qu.oxydul durch Präcipi- tation dargestellt; ein weilses krystallinisch-körniges Pulver, geruch- und geschmacklos, in Wasser unauflöslich, löst sich aber in stärkern Säuren auf, besteht aus 85,6 Qu.oxydul und 14,4 Phosphors,— Phosphor- saures Quecksilberoxyd, Deutophosphate de m., Perph. of m., durchs Auflösen des Oxyds in Phosphorsäure; krystallisirt nicht, bildet eine weilse, leicht feucht werdende und zerfliefsende Masse, von saurem, metallischem Geschmack, besteht aus 75,4 Qu.oxyd und 24,6 Phosphors.] Salpetersaures Quecksilberoxydul, Protonitrate de m., Pr. of m., erhält man durchs Auflösen von Qu. in kalter überschüssiger Salpetersäure, wenn man beide in einem Glaskolben im Sommer in ganz kaltes Wasser, im Winter in ein ungeheitztes Lokal stellt; dabei ent- steht unter sehr langsamer Entbindung von Stickstoffoxydgas eine farb- lose Auflösung, welche farblose, durchsichtige Krystalle absetzt, die sehr scharf, herb schmecken, sich am Tageslicht gelb färben, in wenig Was- ser vollständig auflösen, und die Haut purpurn färben. Es besteht aus 74,50 Qu.oxydul, 19,16 Salpeters. und 6,34 Wasser, wird durch mehr Was- ser in ein saures lösliches und in ein basisches unlösliches, schmutzig-grau- gelbes Salz zerlegt, welche Scheidung durch den Zusatz von ein wenig Sal- petersäure vermieden wird. Kocht man die wäsrige Auflösung, so geht sie in Oxydsalz über, Basisch salpetersaures Quecksilberoxydul, Sous- Proto- nitrate de m., wird auf dieselbe Weise erhalten, wenn man einen Ue- berschuls an Qu. statt an Säure anwendet; oder auch durchs Kochen von Salpetersäure mit überschüssigem Qu. Es krystallisirt in grolsen, durehsichtigen Säulen, verhält sich gegen Wasser wie das neutrale, be- steht aus 82,1 Qu.oxydul, 14,2 Salpeters. und 3,7 Wasser, Salpetersaures Quecksilb eroxyd, Deutonitrate de m., Per- nitr. of m., durchs Auflösen von(u. in überschüssiger Salpetersäure mit Beihülfe von Wärme; es gehört ein längeres Kochen dazu, wenn alles völlig in Oxydsalz verwandelt werden soll. Kürzer durchs Auflö- sen des rothen Oxyds in Salpetersäure. Läfst man die abgedampfte Flüssigkeit krystallisiren, so schielst ein basisches Salz in langen, farblo- sen Säulen an, von ätzendem, scharfen Geschmack, welches an der Luft feucht, am Licht gelb und durch reines Wasser zerlegt wird, indem ein überbasisches Salz sich präcipitirt. Es besteht aus 75,18 Qu,oxyd, 18,64 Salpeters, und 6,18 Wasser, ehe u W (uliiren „, gel Int Imendang Al id m im Jissit Ainkaln, St DEN Jon 6.0 Yajı hit,= (niekyasse! IF ul print, ik zindr vermen Anallsa m, Knalltı beniten gl sung von Allohol ron$ dur hulkan Anfhrasens m see der lich ul, Das Sal Inlinten Was ı Dehnkan eiroch Bhldet we Eh zn einar Il Sag Ni, ohlens, ! klinle, cr Khler anfı Fe let ic ar dem Pal) hlber alfien,. licht A N tine R N“bjlber I, tader| Ku. “en| ea RE een nn.>*(NE en N lbersaks, a wird I, also nicht I Proto Fophosphat, On, oxydul d dur); ÖrmigesPulhe, Ei ch aber in stärke! pl, PM ale de m, Bel, 5 Ärystlliit t aid elsende May u, ‚oryd und ill, |, Protonitrated . in kalter ih kolben im Sonn 5 Lokal st Ih; tickstofforsdes Kı'ystalle ah| Ib färben, in ni n färben, Bi k ser, wird durdınd nlösliches, schnt; 1 Zusatz, von eum äsrıze Aullsus, eroxydal, u em, wenn man ti der auch duds I S krystallir I} ser wie das nl 37 Wasser Deutonitrate en »rschüssiger Say apes Kochen din Kürzer dunl st man die ae os Sala, in layta!! ack, welches ad f mitt, il! (105) sl r zerlegt aus 7,18\ Salpeters., knallsaures Quecksiberoxyd. 361 [Ueberbasisches salpeters. Qu.oxyd, Turbith nitreux, sieht gelb aus, ist in WVasser unlöslich; saures salpeter ‚Qu: oxyd, die beim Kıystallisiren des basischen Salzes übrig a eo Plüssiekeis eine dicke, ölartige, gelbliche Flüssigkeit, welche nicht krystallisirt,, specif. Gew. 3,5.] Anwendung der salpetersauren Quecksilberverbindungen: Das Oxy- dulsalz wird zur Darstellung von vielen Qu.präparaten verwendet, dient auch im flüssigen Zustand als Beitze für die Haare zum Behuf der Hut- fabrikation, Sceretage; zu diesem Ende löst man in 1 Pfd. Salpetersäure von 1,21 4 Loth Qu. ohne Wärme auf, verdünnt die klare Auflösung mit dem 6 bis 10fachem Regen- oder Flufswasser, und fügt ein wenig Seife hinzu.— Beim Vergolden mittelst Goldamalgam gebraucht man Quickwasser, d. i. eine warm bereitete Auflösung von Qu. in Sal- pelersäure, also salpeters, Oxyd, aber noch mit Oxydulsalz mehr oder minder vermengt. Knallsaures Quecksilberoxyd, Fulminate de mercure, F. of m., Knallquecksilber, Mercure fulminante, wurde von Howard zu man erhält es, wenn zu einer heils bereiteten Auflö- sung von Qu. in 12 Theilen Salpetersäure von 1,33 bis 1,38 11 Theile Alkohol von 85 bis 88% Tralles zugesetzt werden. bereiten gelehrt; Es erzeugt sich da- durch knallsaures Qu.oxyd, Salpeteräther, kohlensaures Gas; wegen des Aufbrausens muls das Gefäls grölser sein, als der Inhalt beträgt, und wegen der leichten Entzündlichkeit der Aetherdämpfe ist grolse Vorsicht nölhig. Das Salz scheidet sich in kleinen Krystallen ab, welche mit destillirtem Wasser abgespühlt, in der Schatte bei gelinder\Wärme sehr behutsam getrocknet werden müssen, man kann sie auch umkrystallisiren. Es bildet weilse, seidenglänzende, zarte Nadeln, welche sich den- dritisch an einander reihen, wird am Licht grau, detonirt bei einem starken Schlag und Erhitzen bis 186° sehr heftig, es entbinden sich Stickgas, kohlensaures Gas, Wasserdampf, welche den Knall bedingen, und Qu.dämpfe. Es löst sich in kaltem Wasser sehr wenig, in heilsem aber leichter auf; detoniren. Das- selbe zeichnet sich durch die augenblickliche und vollständige Detona- tion vor dem Pulver aus, obschon es weniger gasförmige Stoffe entbindet. selbst im feuchten Zustand kann es [ Knallquecksilber detonirt trocken sehr leicht durch einen Schlag von Ei- sen auf Eisen, etwas minder leicht von Eisen auf Bronze, noch etwas weniger leicht von Marmor auf Glas, oder von Marmor auf Marmor und Glas auf Glas. auf Blei schwierig eine Entzündung hervor, Eisen auf Holz ist ganz unwirksam, Knallquecksilber Holz, minder leicht von Marmor gegen Marmor, von Eisen gegen Ei- Ein Schlag von Eisen bringt nur sehr entzündet sich leicht durch Reibung von Holz gegen sen, von Eisen gegen Holz oder Marmor; in Krystallen detonirt es durch 362 Ueber die Eigenschaften des Knallquecksilbers. Reibung leichter, als gepulvert.— Durch Befeuchten mit 52 Wasser verliert es viel an Entzündbarkeit, es detonirt jedoch durch einen Schlag von Eisen gegen Eisen, aber blos der geschlagne Theil entbrennt ohne Flamme und ohne dals sich die Entzündung dem nicht geschlagnen Theil mittheilt; Reibung von Holz an Holz hat denselben Erfolg, Mit 305 Wasser befeuchtet detonirt es manchmal unter dem Reiber von Holz, der auf einer Marmorplatte bewegt wird, während der Zuberei- tung der Zündmasse, allein die Detonation ist nur partiell, und theilt sich dem übrigen Theil der Masse nicht mit, es erfolgt niemals dabei ein Unglück,] Um in Vergleich mit gewöhnlichem Pulver die weit heftigere Wir- kung des Knallquecksilbers zu zeigen, wurden folgende Versuche ange- stellt: 30 Gramme desselben wurden auf den Boden eines Fasses gelegt und entzündet, es war ein rundliches Loch durchgeschlagen, ohne es zu zerbrechen, ähnlich als eine 4pfündige Kugel gethan haben würde; eben so viel Pulver brachte gar keinen Effekt hervor. 25 Gr. zerbrachen ein Breit, welches auf der Erde lag, schlugen ein Loch unter demselben in die Erde. Schüttet man auf Papier in einer gewissen Länge Knallqu. und ebenso Pulver an ersteres heran, oder wohl auch auf dasselbe, so wird letzteres, wenn ersteres entzündet wird, zerstreut ohne entzündet zu werden; ein inniges Gemeng beider wird gleichzeitig detoniren. Da- her mag es auch kommen, dafs man bei Mortiers, wo das Pulver lose in die Kammer geschüttet wird, durch Knallquecksilber keine Entzün- dung hat hervorbringen können, wohl aber bei allen Geschützen und Ge- wehren, wo das Pulver in Patronen oder Kartuschen gepackt fest einge- stampft wird.— Knallqu. trieb einen hohlen Körper beim Detoniren 15 bis 30mal höher als Pulver. Nach angestellten Versuchen wurde dieselbe Wirkung am Probe- pendel(siehe vorn I. Seite 339) durch 10 Gr. Pulver und einem Ge- wehrschlols gewöhnlicher Einrichtung, und durch 9,14 Gr. und Knall- quecksilber als Zündkraut hervorgebracht. Hiernach betrüge die Erspar- nils an Pulver für die Ladung einer Flinte bei der Anwendung des Knall- quecksilbers ungefähr;5, addirt man hiezu das Pulver, welches auf die Pfanne geschüttet wird, 1 Gramme, so ist die Ersparnifs noch gröfser, namentlich da das Gewehr ungleich weniger leicht versagt, als im ge- wöhnlichen Fall, was bei sieben Schüssen etwa einmal vorfällt. [ 4ubert, Pelissier und Gay-Lussac über die Knallpulver, welche bei Feuergewehren als Zündkraut dienen können, in E. J. Bd. 7. S, 109.] Man bedient sich des Knallqu. zum Füllen der Zündhütchen, umor- ces« capsule, für Jagd- und Militärgewehre, da es vor dem chlors. Kali entschiedne Vorzüge besitzt,(vergleiche vorn I. S. 325); 1 Kilogramme a Ihr d (ul W a8 In alt ynuf ner Mi all Thei j m Reiben ui rn Kings, Jinlhtchen Die Tinkhütehe sol Schebe ve chen Lapa gertheil hin Erle Di, Hütchen she geringe genchne lin Boden des} schüld, z.B, Clan ı deelt de Oben Ken Dept inllen, Dan Vinliem Lie bene, Dan Gehr Nilarhe des Ihn peren hab ds Sal in Gesich al an Mr zei Ca Zink Kor vonZ ellin Ne u WEB guecslle, feuchten naja, Jedoch durch en ont Theil eull 8 dem nich N fun ll hat denselben I) nal unter dem IN cd, währen] de l st nur Part), u » 68 erfolkt un) r die weit helm | folzende Vernd; Boden eines Tan: rchgeschlagen, de ethan haben wir) r. 3 Gr, zer Loch unter den! gewissen Lin I ohl auch auf dv) zerstreut ohne ai leichzeitig dein iers, Wo das Pin quecksilber Kir] allen Geschütz ıschen gepch ke 1 Körper bein Dis Ibe Wirkuz a! , Pulver und rch 9,14 6r ul ‚nach beirüge d I er Anwendung ul . Pulver, welt b Erspariß mi eicht versagt, 8 Av ‚a einmal york Knallpulver, wi nn in E.J BANN STREIT TER BETTEN Fee>" nme see 7 ee ru ee Ueber die Anwendbarkeit d. Knallqu. zu Zündhütchen. 363 Quecksilber liefert 14 K. Knallga., welches zur Darstellung von wenig- stens 40,000 Stück Zündhütchen fürs Militär hinreicht. Man zerreibt das kıystallisirte Salz zu dem Endzweck mit einem Zusatz von 30% Was- ser auf einer marmornen Tafel mit einem hölzernen Läufer, dann setzt man zu 10 Theilen des trocknen Salzes 6 Th. Pulver hinzu und fährt mit dem Reiben fort. Man erhält einen festen Teig, der an der Luft mälsig getrocknet zur Anwendung fertig ist. Man hat auch wohl chlors. Kali zugesetzt, wie sich dieses in bedeutender Menge in den frühern Zündhütchen von Sellier und Comp.(in Paris, Leipzig, Wien), vorfand*). Die Zündhütchen werden aus dünn gewalztem Kupferblech gefertigt, die runden Scheiben ausgestolsen und sodann durch Preiswerke die Kappen oder Hütchen geformt; man hat sie auch so dargestellt, dals sie aus in Lappen zertheilten Blechen zusammengebogen wurden, weil sie dann beim Explodiren nicht zerbersten, sondern sich nur auseinander biegen, Die Hütchen werden mit der Zündmasse gefüllt; hiezu gehört eine sehr geringe Menge, 0,017 Gramme Knallquecksilber reichen für Jagd- gewehre hin,; Gran! Man befestigt dieselbe durch einen Lack am Boden des Hütchens, welcher zugleich auch gegen die Feuehtigkeit schützt, z. B. Auflösung von Benzo&harz, 4 Th. Schellaek oder 1 Th. Colophonium mit 1 Th. Terpenthin in 10 Th. starkem Weingeist, be- deckt die Oberfläche mit einem Scheibehen feinem Briefpapier, einem dünnen Bleiplättchen, um selbst Regen und jedes Eindringen von Nässe abzuhalten. Man kann gute Zündhütchen ins Wasser legen, und nach 24stündigem Liegen im Wasser werden sie noch völlig wirksam sich beweisen. Beim Gebrauch wird ein solches Hütchen auf den Piston, die Schlagröhre des Gewehrs aufgesetzt, und von dem Hahn, welcher beim Abdrücken gegen denselben schlägt, die Füllung zur Explosion gebracht. Damit aber das Kupfer nicht umhergeschleudert werde, und den Schie- fsenden im Gesicht verletzte, bringt man im Schlagstück des Hahns eine Versenkung an, welche über das Hütchen und den obersten Theil der Schlagröhre greift, wodurch das Herumfliegen der Stücke vom zer- rifsnen Zündhütchen verhütet wird. [ Eine Fabrik von Zündhütchen, von Dreise und Collenbusch, ist zu Söm- merda im Regbzk. Erfurt.] nn *) 85. n, TI. Bd. 21. S. 12. Te BEE mr Re ENT 1 964 Silbererze. Sechs und zwanzigstes Kapitel. Vom Silber. Silber, Argent, silver, kommt häufig im Mineralreich vor, wenn auch nicht in allen Ländern in gleicher Menge; kaum findet sich ein Land, welches Bergbau hat, wo nicht auch Silbererze sich fänden. Man rechnet zu den Silbererzen nicht allein die Erze, in denen das Silber mit Schwefel, Chlor, mit andern Metallen legirt vorkommt, son- dern auch alle andern, welche so viel Silber(Schwefelsilber) enthalten, dafs es die Kosten lohnt, sie auf dieses Metall zu verhütten, als silber- haltige Bleiglanze,(Weifsgültigerz lichtes und graues), silberhaltige Kupfererze, Fahlerz, Kupferschiefer ete. Letztere, nämlich silberhal- tige Blei- und Kupfererze, sind bei weitem die häufigern in Europa, wogegen eigentliche Silbererze weniger anstehen als in Amerika;(von den silberhaltigen Blei- und Kupfererzen ist bereits oben beim Blei und Kupfer das Nöthige gesagt worden). Ausdrücklich mufs im Voraus noch bemerkt werden, dals das meiste Silber, gediegen oder durch Hütten- prozesse regulinisch dargestellt, einen kleinen Goldgehalt besitzt(4060 bis 47'60), welcher früher, aus Mangel eines wohlfeilen Scheideverfah- rens, nicht hat geschieden werden können, bis in der neuesten Zeit Mit- tel und Wege gefunden worden sind.(Vergleiche weiter unten das „Feinmachen des Silbers,” und den Artikel„Gold.”) Gediegen Silber findet sich in mannichfaltigen besondern For- men, baumartig gruppirt, drahtförmig, haarförmig, moosartig ete. in Plat- ten, derben Massen, in Körnern, abgerundeten Geschieben; Bruch hakig, specif. Gewicht 10,3 bis 5, metallglänzend, häufig bräunlich und schwärz- lich angelaufen. Findet sich auf Gängen, besonders in obern Teufen, im Urgebirge und ältern Gebirge, im Gneis, Glimmer- und Hornblend- schiefer, Syenit, Porphyr, begleitet von Quarz, Kalk-, Fluls-, Schwer- spath, Silber- und Kupfererzen, Bleiglanz, Blende, Nickelerz, Kobalt, Wismuth; so im sächs. Erzgebirge zu Freiberg, Marienberg, Schnee- berg, Annaberg, Joh. Georgenstadt; im Badischen, am Harz, in Böhmen (im Siegenschen zu Littfeld, Willnsdorf), in Ungarn, Frankreich, Eng- land, in Schweden und Norwegen; in Mexiko, Peru, Sibirien, Afrika,— Im Flözgebirge hat man es sehr selten gefunden, namentlich in Peru;— im bituminösen Mergelschiefer, angeflogen auf Kupferglanz im Mannsfeld. Im 17ten Jahrhundert fand man zu Kongsberg in Norwegen Massen gediegnen Silbers von 56 bis 560 Pfd.; in Amerika in der Mitte und gegen das Ende des 18ten Jahrh. von 200 bis 800 Pfd.; in Schneeberg sollen in frühern Jahrhunderten auf einmal an 100 Centner zusammen sebrochen haben; Freiberg lieferte mehrmals Massen über 100 Pfd. ete. na u) isch re In II ihergla ln dh uire „j wet e „yhgundern\ Ir his must Iı M| hiegn Kol in ilen Jenkitet TOD de Ha a den der dort (Sibenschw Mi Produkt ven, IM Bruc yllmarz, Ins ’ ı ji Ungarı, Dunkl: felntium-Se phure 8, Rlonloedes, dendtisch, ang nu I Fi Kind, ger sel nel, selber in jinger ianen, bee vlich von Ars In(ndrenshe, Seren j nllalond P; lichte Ri Ca Knelf Dnlhe al Shi Ct, hen nn nme_=— Arm RT A yT 7: hr RER RETTET FREE= mm ee Tun SE NIT 77 7 I Nase Silbererze. 365 | Kapitel Güldisches Silber, und silberhaltiges Gold, hiervon unter Gold . das Weitere. m Mer) Silberglanz, Glaserz(Schwefelsilber), Weichgewächs, argent = Arelcl In.» Ienze: kun le ich Silberem sul! die Erz, ind, len lesirt yarkamy (Schweielsibe) m sulfure, a. vitreux, silver- glance, krystallisirt in Würfeln, welche man- nichfach unter einander verbunden sind, findet sich auch in verschied- nen besondern Formen, ähnlich dem gediegnen Silber, derb, Bruch fein- körnig bis muschlig, Metallglanz, specif. Gewicht 5,7 bis 7,2, geschmei- dig und biegsam, Farbe schwärzlich bleigrau, zuweilen bunt angelaufen. Kommt in ältern Gebirgen auf Gängen vor(siehe beim gediegn. Silber), Im verhüten, begleitet von den eben genannten Fossilien, Erzen, Eisen-, Kupferkies, c und graus), il Blende, an denselben Orten, namentlich im sächs. Erzgebirge(Silber- etztere, nämlich il gehalt der dortigen Erze zwischen 84 bis 86,38), in Peru, Mexiko. ie häufisern In? P 3.. die fen u[Silberschwärze, S.mulm, a. noir terreur, earthy silver-glance, ehen als in Au ein Produkt der Zersetzung des Silberglanzes, weiche, zerreibliche Mas- bereits oben In] sen, im Bruch erdig, matt, der Strich ruft Metallglanz hervor, bläulich- 'klich nuls in Vır schwarz, ins Schwärzlichbleigraue; kommt mit ersterm oft zusammen vor, .dieren oder din! in Ungarn, Sachsen, am Harz.] 1 Goldgehalt best Dunkles Rothgültigerz, argent rouge, red silver- ore(%; Schwe- wohlfeilen Sc felantimon-Schwefelsilber), arg. swlfur& antimonie, antimoniated sul- s in der neue phuret of s., kommt vor in Krystallen, deren Grundform ein flaches rgleiche weite ı Rhomboeder, zu Drusen und Büscheln verbunden, in besondern Formen, ‚Gold.”) dendritisch, angeflogen, derb, eingesprengt, Bruch unvollkommen klein- nichfaltigen besm muschlig ins Feinkörnige, halbdurchsichtig, halbmetallisch, auch diamant- { te) to)> nie, moosartig glänzend, specif. Gewicht 5,7 bis 5,84, cochenillroth ins Bleigraue, Seschieben; Dnt selten angelaufen. Findet sich auf Gängen in den ältern Gabirgsarten, d te) ke) fig bräunlih ui# seltner im jüngern Porphyrgebirge, mit den bereits angegebnen Fossilien sonders in on! zusammen, begleitet von den genannten Silber- und Kupfererzen, na- Je man.(u DIE mentlich von Arsenikkobalt, A.nickel, Realgar, Spielsslanzerz. So am 8 immer 9 9 fe) ji> -, Til, Harz(Andreasberg), im sächs. und böhmischen Erzgebirge, in Ungarn, ande, Niekelen,} im Siegenschen im freien Grund u, a. a. O., die bereits angeführt sind Jlende, Ne i ke) 9 to)’ vor, Darin in Mexiko und Peru.(Silbergehalt des sächs. Erzes 58 bis 59,25.) -71 PUT c 7 Lichtes Rothgültigerz,(% Schwefelarsenik- Schwefelsilber), dieselbe Krystallform, nur ein spitzeres Rhomboöder, Jichter in Farbe, mehr Durchscheinenheit, specif. Gewicht 5,4 bis 6, giebt einen schön «hen, am Han, Ungarn, Frait | der red,# ‚ Peru, Shine? ei el morgenrothen Strich.(Silbergehalt des sächs. 64,2 bis 64,57.) en, naneH= Kupferzlau m[Miargyrit, hemiprismatische Rubinblende Mohs, weniger Silber ent- berg in Nom haltend, specif. Gewicht 5,33(neutrales Schwefelantimon- Schwe- je felsilber.)] Amerika 1 ; Bi Sehpt 2% 2 2 s. s.goo PL;% Sprödglaserz, a. sulfure noir, brittle silver-glance, wird in 2 be- an. Jo0 Cat h sondere Erzgattungen eingetheilt, in Eugenglanz, Polybasit, und Me- " ‚0[\ Massen 1 een en zu en Ser— a ET 366 Silbererze. “hk0 langlanz, Röschgewächs; ersteres erscheint in sechsseitigen Tafeln, si einem Rhomboeder angehörig, eisenschwarz, von starken Glanz, schwarzen 1(ler Strich, mild, scheint an dünnen Stellen blutroth durch, und gleicht jdn sehr dem Eisenglanz, speeif. Gewicht 6,214. Vorkommen mit dem Fol-„Jin ven genden, besonders im sächs. Erzgebirge(Silbergehalt daselbst zwischen siberho 60,5 und 72,25). Letzteres kommt in Krystallen vor, deren Grundform Tüte, au dem rhombischen Krystallsystem angehört, in Drusen gruppirt, ange- Yang, flogen, derb und eingesprengt, Bruch muschlig ins Grob- und Kleinkör- a Dina nige, halbmetallischglänzend, specif. Gewicht 5,9 bis 6,4, eisenschwarz. käf, Find Kommt wie Silberglanz auf Gängen vor in ältern Gebirgsarten, mit glei- ki, Dee chen Begleitern als das Rothgültigerz, namentlich in Ungarn, Siebenbürgen, Kyle hf Böhmen, Sachsen, Mexiko und Peru. Es enthält zweimal mehr Schwe- ern, Enz felsilber, als das Rothgültigerz,% Schwefelantimon-Schwefelsilber,(Sil- Ni [O,lansı bergehalt des sächs. Erzes 67,25 bis 68), has [Auch hier scheint Schwefelarsenik zuweilen das Schwefelantimon zu ver- gldyer, 0 treten.— Silberkupferglanz, Schwefelkupfer 4 Schwefelsilber, in N Sibirien.] Siherglase Weifsgültigerz, welches lange Zeit hindurch für ein Gemeng Mel von Bleiglanz mit Schwefelspiefsglanz, S.silber und S.kupfer gehal- vorkommen ten wurde, ist als ein besonderes Erz zu betrachten, da man es in Die Sihe Krystallen mit Dodekaederflächen gefunden hat, zwischen Blei- und Ile Bl Lichtstahlgrau, weich, mild, speeif. Gewicht 4,8 bis 5,1; findet sich auf ni nein Gängen im Gneis, begleitet von andern Silbererzen, Bleiglanz, Blende, kt ie, Eisen- und Kupferkies, namentlich im sächs. Erzgebirge(Grube Himmels- hal im bi fürst, Beschert Glück), auch in Böhmen, Mexiko(Silbergehalt des sächs. i I a, deren 30,13 bis 32,69, Kupfergehalt 15).— Graugültigerz, eine dunklere alle me Abänderung des vorigen mit wenigerm Silber- und gröfserm ‚Kupferge- Ka binkı halt.— Schwarzerz, siehe beim Spiefsglanz, enthält meist einige Pro- I en Zusam cent Silber, 5,2 bis 5,6. nl Kb Natürliches Amalgam, mercure argental, native amalgam, kıy- stallisirt in Rhombendodekaedern, Okta@dern, kommt auch in kuglichen' kleinen Massen, angeflogen, eingesprengt vor, metallglänzend,, zinnweils,+ edok Un nen ; 3 5 i s Mr weich, speeif. Gewicht 10,5 bis 14,1, findet sich unter denselben geogno- nl. stischen Verhältnissen wie Zinnober und Quecksilber, zu Landsberg bei"nel Moschel, so auch zu Mörsberg, Stahlberg im baierschen Rheinkreis, zu era Almaden in Spanien,(in Ungarn, Schweden). [Spiefsglanzsilber, argent antimonial, antimonial silver-ore, kommt theils in säulenförmigen Krystallen vor, deren Grundform eine gerade rhombische Säule, theils in krystallinischen Massen, nierförmig, kuglich, blättrig, ins Strahlige und Fasrige, Bruch uneben feinkörnig, silberweils, ur zınnweils, glänzend, auch grau und schwarz angelaufen, matt, auch mes- TREETTER BETTEN ee rem Te er: 5 RE RT 2. Silbererze, Silberproduktion. 367 in Bechksnn,, n.... Oh f singgelb, kupferroth, specif, Gewicht 8,9 bis 10,0. Bricht auf Gän stark dd p pP;’ gen a Eng, im Ur- und Uebergangsgebirge, aufser den bereits angeführten Fossilien to durch, u} von Kobalterz und gediegnem Arsenik begleitet, so im Badischen, am Vorkommen ui, Harz(Andreasberg), in Spanien, Frankreichh— Es giebt ein reicheres ergehalt Case und ein weniger reiches Erz.] em Yon, dern On Silberhornerz, Hornsilber, a. muriate, a. corne, horn-ore, kommt n Drusen Bu, in Würfeln, auch. in derben Massen, angeflogen, eingesprengt vor, Bruch , ins Grob- ul]; flachmuschlig, halbdurchsichtig, durchscheinend, glänzend bis wenig glän- 5.9 bis GA, my zend, Diamant-, Fettglanz, perlgrau ins Violblaue, specif. Gewicht 4,7 ern Gehirn bis 5,6. Findet sich auf Silbergängen in obern Teufen im ältern Ge- Be N.. 5 3 Ns a.>]:. hin Unsam, Si: birge, begleitet von Silber-, Kupfer-, Eisen-, Bleierzen, gediegnem Gold, alt zweit] whl besonders häufig in Mexiko, Peru, im sächs. Erzgebirge, Böhmen,(Nor- wegen, England), Sibirien. [Selensilber, am Harz, Selensilber+ Selenkupfer, Eukärit, in Schwe- den, kommt jetzt nicht mehr vor; Tellursilber, kommt mit Tellur- gold vor, mit T.blei. u.a. verbunden, siehe beim Tellur.— Kohlen- imon-Schwehkih; as Schwelehntinn: pl! el R= 5 ıpfer+ San saures Silberoxyd scheint mehr ein Gemeng von gediegn. Silber, Silberglaserz und Kalkspath zu sein; im Badischen, hindurch für«| v. Weissenbach über den Silbergehalt der beim sächsischen Bergbau yer und Say) vorkommenden Silbererze, in E. J. Bd, 10. S. 205.] erachten, d m Die Silberproduktion im preufsischen Staat findet blos aus silber- hat, zwischen I haltigen Bleiglanz, in Oberschlesien auf der Friedrichshütte bei Tarno- ‚8 bis 5,1; Andi witz, und im Siegenschen zu Müsen und Littfeld, aus Fahlerz auf den 19]== erzen, Bien, letztern Hütten, aus silberhaltigen Kupferkies zu Kammsdorf, aus silber- izgebirge(in® haltigen im bituminösen Mergelschiefer eingesprengten Erzen im Manns- o(Silbergeil& feld statt, deren Schwarzkupfer theils zu Hettstädt, theils zu Neustadt a. D. ültigen, ein entsilbert werden. Ueber diese Prozesse findet man sowohl beim Blei, . und grlem h als auch beim Kupfer das Ausführliche, indem dieselben an jenen Stellen ‚enthält nei des guten Zusammenhangs wegen abgehandelt werden mulsten.— Ei- gentliche Silbererze brechen im preufs. Staat sehr selten und in sehr 1, native ande kleinen Mengen, so dafs sie nicht in Betracht kommen. kommt auch DE[ Die Silberproduktion im preufs. Staat betrug im Jahr 1825 22,135 Mark, etallelänzend,# 1826 20,171 Mark 6 Loth, 1827 18,631 M. 10% L., in den Jahren 1828 metall; 2 h unter denschn! und 29 wie folgt: M H 1828 1829 ksilber, zU” Oberbergamtsdistrikt. Ge ee ee haierschen Alan Mark. Loth. Mark. Loth. Sehlesischen...r.......000... 1,321 57 650 4 BE Niedersächs.- Thüringschen... 17,027 3% 16,261 11*) imoniel ne’ Rheinischen a rohrarete Bere 3,382 il 3,700 11 dm 0 ee 21,731 43 20,612 10 lassen; niert’ I pen feinkörh“) 27 Mark 6 Loth von Kammsdorf. alt ur ogelau a rn er TE ne ET 368 Amalgamation der Silbererze in Mexiko. Da wo eigentliche Silbererze, dürre Erze, brechen, werden sie ent- weder, wie gediegen Silber, Glaserz, Rothgültig-, Sprödglaserz beim Treiben zugeselzt, wie es auf den Halsbrückner Silberhütten bei Freiberg geschieht; beim Treiben verbrennt der Schwefel, die fremden Metalle (Spiefsglanz, Arsenik) oxydiren und verflüchtigen sich theils, theils begeben sie sich in die Abstriche; oder das Silber wird mittelst der Amalgamation aus den geförderten Erzen ausgezogen. Kurze Beschreibung des Amalgamationsverfahrens in Mexiko und Peru‘). Peru liefert den gröfsten Theil seines Silbers aus dem sogenannten Paco, einem Erz von erdigem Ansehen, welches aus kaum wahrnehmba- ren Theilchen von gediegnem Silber und braunem Eisenoxyd zusammen- geselzt ist; dagegen wird das Silber auf den mexikanischen Gängen aus Erzen gewonnen, welche mit denen in Sachsen, am Harz und Ungarn übereinstimmen. Das mehrste mexikanische S. wird aus Glas-, Fahl-, Grau- und Schwarzgültigerz, Horn- und Sprödglaserz, Rothgültigerz ge- wonnen, gediegnes S, kommt nicht so häufig vor, um es mit unler den Erzen aufzählen zu können, die den Silberreichthum Neu- Spaniens aus- machen; auch kommt in einigen Gegenden dasselbe Erz vor, welches in Peru Paco heilst, und hier gefärbte Erze, Colorados, genannt wird. Ge- diegen S., welches ungleich seltner in Amerika vorkommt, als man ge- wöhnlich annimmt, findet sich in bedeutenden, zuweilen 200 Kilosramme schweren Massen. Ein sehr grofser Theil von dem Silber, welches jähr- lich nach Europa geht, wird aus silberhaltigen Bleiglanz gewonnen; auch der gemeine Schwefelkies liefert‘ bedeutende Massen Silber(mitunter an 3 Mark im CUentner). Man hat in Europa ziemlich allgemein die irrige Meinung, dafs der mittlere Gehalt der zur Verarbeitung kommenden Silbererze in Mexiko und Peru ungleich gröfser sei, als der der Erze in Sachsen und Ungarn, allein in den Cordilleren müssen ungleich mehr arme Erze, als solche, welche man in Europa arme nennt, verarbeitet werden. Der mittlere Silbergehalt aller Erze, die jährlich in Mexiko verarbeitet werden, be- trägt 0,18 bis 0,25%, oder in.100 Pfd. 6 bis 8 Loth Silber; die grölsere Menge enthält sogar nur durchschnittlich 5 Loth Silber. Nicht der grolse Silbergehalt, sondern die grolse Menge der Erze ist es, wodurch sich die Gruben in Amerika von denen in Europa unterscheiden; auch in Peru sind die Gruben nicht viel reicher, als die mexikanischen. [ Der *) Nach dem geognostisch-metallurgischen Abrifs von Amerika des Herrn A. von Humboldt in K. A. f. B. w. H. Ba. 17. S. 255. und der Beschreibung des Amalgamationsprozesses auf dem Werk La Sauceda in Zacatecas, aus dem Englischen von Lyon bearbeitet von Kersten, iu$. n,7. BL. BAGS, Mir Arihml il Nar nat Y n Iıko, m) Nar lIDarren Je Graben suoo N,© Im verschie Jurch Amar ha) Nach Herr dem zu müsse Ihr let de iber den u Qnzchsiber dieses Net ger, ın M nme dals die h Pera| }: uf) Mi ocha y som(krro Huantıapa, unter 200.000 3 Mark Mn] Huntpy Ik wurden her N 1 Pen üblich ei hier Te Dos, d Gl m P IN) Heim ind, N lentchliche Aue zu. lnpreich} Arin:- ME nenn—— TE TT n Ve EB de an RER en Teen. 2 At 0 RE RETTEN n Mexilo, Silberproduktion Amerika’s. 369 brechen, Werden= 7- S: Mie-, SRG[ Der berühmte Gans yon Sausspalgjehat von 1786 bis 1503 Jährlich Silben ini 556,000 Mark Bılbenugchefens, 1804 755,861 Mark! 1828 nur 176,063, 2 erlütten hei] 1829 aber wieder 255,574 Mark. Die Grube Valenciana, die reichste el, die end in Mexiko, lieferte am Ende vorigen‘Jahrhunderts in einem Jahre 'htiren sich ie 360,000 Mark S.; die Gruben von Zacatecas liefern jährlich 2,500 bıs Silber wird ni 3,000 Barren Silber, jede zu 134 Mark, d. i. 327,000 bis 402,000 Mark; »7o8en, die Gruben von Catorce jährlich 400,000 Mark;; die Gruben von Tasco 60,000 M. u. s. w.— In den fünf Jahren von 1785 bis 89 wurden in irens in Merk!) a den verschiednen Bergdistrikten von Neu-Spanien gewonnnen an Silber: a ii Ki durch Amalgamation, durch Schuhen, Summa. I Werth in preuls. Re Kann 7,572,762 Mark. 2,159,454M. 9,732,216 M.= 136,250,000 The. nem Bisenoryd mn| BE Nach Herrn v, Humboldt scheinen diese Summen um? vergröfsert wer- Aa: den zu müssen, um die richtige Höhe der Silberproduktion zu erhalten.— Sattel Zur Zeit des Friedens hat die Amalgamation ein gröfseres Üebergewicht . wird aus Ol. über den unvollkommnen Schmelzprozefs, weil dann die Zufuhr des lage Bath)‘,.. J. S ER 5 S 5 Iglaserz, Roth Quecksilbers nicht gehindert ist, denn die jährlich erforderliche Menge vor, um es min dieses Metalls ist nicht gering, sie beträgt in Neu-Spanien 16,000 Gent- hthum Neu-Spa ner, in Mexiko, Chile, Peru, Buenos- Ayres 25,000 C,, also in Summa 41,000 C.(etwa 3 Millionen Thaler in Betrag). Daher kommt es auch, sselbe En Tor, ni an dafs die jährliche Silberproduktion sehr ungleich erscheint. 08, SeEnatl N; R: 1 In Peru kommt fast alles Silber aus den grofsen Grubengebänden von a vorkommt, a7: en Be Yauricocha, welche man gewöhnlich die Gruben von Pasco und uwvellen N). zuweilen MI vom Cerro de Bombon nennt, so.wie aus denen von Chota und dem Silber, Huantajaya. Die jährliche Silberproduktion von Pasco ist fast niemals Bleiglanz gen unter 200,000 Mark gewesen, hat sich in einzelnen Jahren selbst bis Massen Silhe 300,000 Mark erhoben; die Gruben von Chota haben von 1774 bis 1802, in 29 Jahren, 2,180,457 Mark Silber geliefert; die Gruben von Huantajaya liefern jährlich 70 bis 80,000 M.; im vorigen Jahrhundert sine Meint! ırrige DENN,-: 2 { wurden hier Massen gediegnen S. von 2und 8 Centnern gefunden! Der elharara| den Silberene 2. unge.. a2 Ei». T in Peru übliche Amalgamationsprozefs ist derselbe wie in Mexiko, allein e in Saclen er wird hier schlechter ausgeführt.— In Buenos Ayres giebt es so ir arme Ent,# reiche Pacos, dafs der Centner Erz 40 bis 60 Mark Silber liefert! Das tet werden Dr Gebirge von Potosi allein hat nach einerın mittlern Durchschnitt von verarbeilet wel 1773 bis 1790 jährlich 456,632 Mark Silber geliefert, obschon die Erzr , ver) s Loth Silber; det sehr arm sind, und in 100 Pfd. etwa 1 bis 1! Loth Silber führen. ton Nicht 7 u Bee ig; ı Silber, N| Vebersichiliche Zusammenstellung der jährlichen Silberproduktiön von p ist, es, MOL Amerika zu Anfang des 19ten Jahrhunderts nach A. v. Humboldt. erscheiden; a Vicekönigreich Nen-Spanien 537,512 Kilogr.= 2,290.657% preufs. Marl, zikanisch} Bernas...z..; ee 140478»= 600,684» Chloe 2 wen 827, a TI, a , Abris vn Buenos Dres nn. 110764»= 43.626,» a a ja Summa 795,581 Kilogr.= 3,394,1607 preufs. Mark. jem WE MM 5 A=:. x en air von A Die spanischen Kolonieen in Amerika haben seit ihrer Entdeckung 12 24 a BET TE ne TORRENT” a er ee me m engeren mer mn— ee Eee TEE BET ne my ee nr glsällEEE 370 Beschreibung des Amalgamationsprozesses in Mexiko, bis 1803, also in 311 Jahren geliefert an Silber: 512,700,000 kasulia- nische Mark= 117862,06 Kilogramme— 503,978,1685 preuls. Mark!— Das seit 311 Jahren aus dem neuen Continent von Amerika geför- derte Silber würde eine massive Kugel von 63 pariser Fuls Durchmes- ser geben! Ueber einige Silbergruben in Mexiko siehe die Berichte von v. Gerolt in K:A,£B. u. H: Bd. 14.8.’ 21, 52,,58.] Die Amalgamation der Silbererze wurde 1557 in Mexiko von Bar- tholome de Medina erfunden, und bereits nach 5 Jahren waren schon 35 Amalgamirhütten im Gang. Im Allgemeinen hält man für nöthig, die magern(dürren) und dabei sehr reichen Erze, welche 10 bis 12 Mark Silber im Centner enthalten, die silberhaltigen Bleiglanze und die mit Blende und Kupferglaserz gemengten Erze zu verschmelzen, dagegen werden die Pacos und Colorados, welche durchaus keinen Metallglanz besitzen, Silberglas-, Rothgültigerz, Hornsilber, Silberschwärze, Fahlerz, alle magern Erze, welche in der Gangart eingesprengt sind, mit Vortheil zur Amalgamation gegeben. Die Amalgamirerze werden trocken gepocht, das Pochmehl gesiebt und auf die Erzmühlen geliefert, unter deren Stei- nen(Porphyr- oder Basaltblöcken) dasselbe mit Wasser angefeuchtet feingerieben wird, und einen Schliech bildet. Die Schlieche werden in den Amalgamationshof gebracht, welcher mit Steinen gepflastert ist, das Erzmehl in Haufen von 15 bis 35 Centnern aufgestürzt, welche zu 40 bis 60 einen grofsen viereckigen Raum einnehmen von 60 bis 90 Fuls Länge und Breite, und 1% bis 3 Fufs Höhe haben. Hierauf werden in der Mitte dieses grofsen Haufens auf 1,200 Centner Erzschliech etwa 250 Scheffel unreines Salz aufgegeben, und durch Pferde oder Maulthiere dem Erzschliech innig beigemengt, indem man sie den Haufen durchtreten läfst— das Einsalzen—, worauf ein Tag Ruhe ein- tritt. Am andern Tag wird die Masse nochmals gemengt und dann das Magistral zugeselzt, gerösteter und gepochter Schwefel- und Kupferkies, welche viel schwefels. Eisen- und- Kupleroxyd im wasser- freien Zustand enthalten, 1,800 bis 4,000 Pfd. auf 1,200 C. Schliech. Dieses Verhältnifs findet statt, wenn der Silbergehalt 4% bis 5 Loth im ©. beträgt; im Winter nimmt man nur halb so viel Magistral, im Som- mer auch etwas gelöschten Kalk dazu. Währenddem wird das Durch- treten fortgesetzt, und damit einige Tage lang fortgefahren; zuletzt setzt man das Quecksilber hinzu— das Incorporiren—, welches man, um es fein zu zertheilen, durch Leinwandsäcke prefst; man rechnet‘6 bis 8mal so viel Quecksilber als der Schliech Silber enthält. Das Durchtreten wird mit Ruhepausen fortgesetzt, bis das hinzugesetzte Qu. sich mit dem Silber amalgamirt hat, wovon man sich durchs Auswaschen einer Dar Probe Zhang (nes Jinz vi Jr Dauer jr jy Mer) Ju: ln die Du Injnmalion 9 In line Ihn kann, N wit 1 dien sich et vn Waser das ro scheiden, na] vermsche, linie Anal lineen Sicken. aber abläuft, lite man\ Aurch Röhren der Destilati soll, Man str hlleen pa hl, Int Ihn (in mit Kol la, Dis An u Allen gen, oben| ht al die it In] ur; N le verlo en “alte Aa, ie war Ci Theorı Mk Wi i Kt ud N ap von ice “ar Pense ty r Uly el, N Nerta) —— u De i gg N nn— 77 N) SENSE TT TEL ER ERTETN see nn\ ü Zumasz E Ri: 5 AU LEsses I Neri ins, Beschreibung des Amalgamationsprozesses in Mexiko. 374 er, SIR, Bl Probe überzeugt. Sodann wird noch ein zweites und ein drittes Mal Aal von Anl, Quecksilber hinzugesetzt, zum Theil auch Magistral und Kalk. Die ge- 03 Pariser NUM wöhnliche Dauer dieses Amalgamationsprozesses ist im Sommer 12 bis 15, im Winter 20 bis 25 Tage; grofsen Einfluls auf die Länge der Zeit haben die Temperatur der Luft, die Beschaffenheit der Eıze. das fleifsige Durcharbeiten; die längste Dauer ist 2 Monate, Ist die die Bericht un 1557 in Nenn: Amalgamation so weit vorgeschritten, dals das Amalgam geschieden wer- ch 5 Jahre N den kann, so wird der Quickbrei in ausgemauerten Cisternen verwaschen, inen hält mu in denen sich eine stehende Flügelwelle bewegt, um mit einem Zusatz Irze, werben von Wasser das schwere Amalgam von dem dünnen Brei durchs Rüh- en Bleigkunyj; ven zu scheiden. Die Amalgamirrückstände werden darauf noch zwei- zu verschnin. mal verwäschen, um wo möglich alles Silberamalgam zu sammeln. Das ac a zın. 12 ip Inarna TeroR 1 polen anf urchaus king]; Amalgam wird dann über steinernen Trögen in großsen aufge- . Silbersehrin hängten Säcken aus Canevas ausgeprelst, wobei das überflüssize Oucck- t, Silberschwän 2 ot: er espene ii silber abläuft, das Amalgam aber zähe zurückbleibt; aus demselben “ gs ll.>=... bildet man über kupfernen Gestellen pyramidale Massen, bringt sie durch Röhren mit einem Wasserbehälter in Verbindung, welcher bei der Destillation die(uecksilberdämpfe aufnehmen und niederschlagen soll. Man stürzt sodann über jeden auf dem kupfernen Gestell ge- bildeten pyramidalen Haufen des Aınalgams einen kupfernen Ausglüh- ze vwerden toclk: geliefert, unler I! e mit Wasser ar >, Die Sehlide r Au Steinen gs topf, Jutirt ihn fest, stellt um denselben Ziegelsteine und unschüt- ern. aufeslini, TEEN Eee BR rn. aulgelinl tet ihn mit Kohlen; nach 20stündiger Feuerung werden die Töpfe abge- von All‘ Se$=> a nehmen von hoben. Das Ausglühsilber wird sodann zu 135 Mark auf einmal vaben, BE mit Holzkohlen vor einem Gebläse eingeschmolzen und in eine Barre 2 Hanfeus al gegossen, wobei 10 Loth Abgang stattfinden. Der Quecksilberverlust ufgegeben, nt un beträgt auf die Mark gewonnenen Silbers 1,5 Mark Quecksilber, was nengt, inln Mt} fast Ilmaal mehr ist, als beim Amalgamiren auf dem Halsbrückner Werk worauf nyE Dei Freiberg verloren geht. mals gentn; R[ Man treibt auf einigen Gruben, wo viel Hornsilber und Colorados vor- gepoclter Seht kommen, die warme Amalgamation in kupfernen Gefälsen.— Was die nd Kupleruyd B' chemische Theorie des amerikanischen Amalgamationsprozesses betrillt, id, auf 1M 6 so haben A. v. Humboldt*) und Gay-Lussac Versuche angestellt, sie yerzehalt IM heil zu deuten, und neuerdings besonders Karsten**). Nach letzterm kann Ar Yaritl, der Zusatz von Magistral nicht zum Zweck haben, aus dem Salz Salz- säure zu entwickeln, was auch in der That nicht geschieht, sondern um durch gegenseitige Zerlegung Chlorkupfer und Chloreisen einerseits und schwefels, Natron andrerseits zu bilden; würde ınan sich aber, wie N renddei wird „ fortefahren; ge weh 2 vorgeschlagen worden ist, statt des Magistrals der Schwefelsäure bedie- ;L; man rechml 0 nen, so dürfte es nur nachtheilig sein, weil salzs, Gas entbunden wer- enthält Di In den würde; die Erze enthalten nur hin und wieder Silberoxyd, dage- inzugesett Mer durchs Ausnsdt')A20,S$, 354,*##) A. LM. G. etc. Bd, 1. 5.:161. 21* nn Dre fe ne re ra nn een 0 nn nm-= ——a Tr nn mn o=- 372 Beschreibung der Amalgamation in Sachsen. een sehr häufig Eisenoxyd, durch welches eine Art Magistral erzeugt werden würde. Dagegen dürfte wohl Salzsäure, um das eingesprengte gediegne Silber von den metallischen Oxyden, die es umhüllen, zu be- freien, dienlich sein, und die Amalgamation fördern, indem sie das Silber oberflächlich in Hornsilber(Chlorsilber) verwandelt, welches dann ‚unter Mitwirken von aufgelöstem Salz sehr kräftig amalgamırt wird. Ein Magistral, welches nicht im Stande ist, Chlorverbindungen zu erzeugen, wie z. B. Eisenvitriol, ist nicht brauchbar, nur solche schwefels. Metallsalze dürfen angewendet werden, welche im Stande sind sich durch Kochsalz in Chlormetalle umzubilden, dies ist aber mit Kupfervitriol ganz besonders der Fall; das erzeugte doppelte Chlor- kupfer giebt Chlor ans Silber ab, wird zu einfachem Chlorkupfer, das Silber zu Chlorsilber, welches unter Mithülfe von Salz, welches ın Wasser gelöst die elektrochemische Thätigkeit befördert, zugleich auch etwas Hornsilber auflöst, durch Quecksilber redncirt und amalgamırt wird, während ein Theil desselben in Chlorquecks. sich umwandelt, Ein Zusatz von Kalk dämpft die nachtheilige Wirkung von zu vielem Magistral; zu viel hinzugesetztes Qu. kühlt die Haufen zu sehr ab, und hindert die Einwirkung der Chlormetalle aufs Silber.] Amalgamationsverfahren auf dem Amalgamirwerk auf der Halsbrücke bei Freiberg*). Die ersten Versuche mit dem Anquicken der Silbererze in Europa stellte v. Born in den Jahren 1780 bis 86 zu Schemnitz in Ungarn an, im letzten Jahrzehnt des verflofsnen Jahrh. wurde das Amalgamirwerk auf der Halsbrücke bei Freiberg errichtet. Beschickung der zur Amalgamation bestimmten Erze. Alle Erze, die über 7 Pfd. Blei, so wie auch mehr als 1 Pfd. Kupfer enthalten, sind von dem Anquickverfahren ausgeschlossen; die brauchbaren Erze werden so gattirt, dafs die armen mit den reichen beschickt ein Gemeng geben, welches im Centner durchschnittlich 7% bis 7%, höchstens 8 Loth Silber enthält. Eine Hauptsache ist noch, dafs die Amalgamirerze einen gehörigen Gehalt an Schwefel besitzen, um das Kochsalz beim Rösten zu zerlegen, wodurch sich Hornsilber, Glaubersalz und schwefligs. Gas bilden. Man beschickt daher auch schwefelarme mit schwefelreichen nach erfahrungsmälsigen Verhältnissen. Die Erzposten werden auf den Schichtsälen zur Beschickung aufgelaufen, in ein ungefähr 17 Ellen lan- ges 4% Ellen breites Rechteck gestürzt, auf dieses das nöthige Salz von dem Salzsal herab durch Lutten geschüttet, und zwar auf 400 Centner Erz 40 Centner Salz, oder 102, jedoch so, dals die Erz- und Salzschich- *) Lampad. a, a. O, Th.1. S. 466. Th. 2. Ba. 1, 5.116. nebst vielen Abbildungen, Supplem, BAAR Sy 1. 2Bd.2225: 96 u.£,— Ferner Auf- sitze von Lampadius in E. J. Bd. 1, 5. 458. Bd. 7. S. 161, 307. Bis auch {en gi 0 ud Den, „ja Mspost 1 Bolikung el, Suhmelek sdhar erdige| mu)(ento Rüstung de afanten Oele Yilikanmen Ve Oehihtsl aus be sahriel, unfer 5 vers, W olarc edel sind oz und Wass das Ahschweikl ir, welche wird Dei 2 kein schnell rüsten Torgenom gu, ds Kochsal silsares Gas 6 ni Irefhren, wei yon sc Dis Guten d en an jel allen Uller Azoren, el, 08 A Alk bei nl) an dethll, Ni] des "a, A N lberste en, ul all Kl Mknıır Ahsalz nn Sach, Deschreibung der Amalgamation in Sachsen. 373 eine Art Mary, ten gleichmälsig abwechseln. Hierauf folgt die Mengung mit Schaufeln Dur um dh. Krücken, man bildet kleine. Haufen von 33, jetzt 4% Centnern Im und K ‚ 2) n 5 0, die cs Uli, welche Röstposten genannt werden. Die vorzüglichsten Bestandtheile on al der Beschickung sind: Silber und Schweiel, Spiefsglanz, Wismuth, Ar- 2%> Silber r) vermandl, senik, Schwefelkupfer, S.eisen, S.blei,(Nickel, Kobalt), S.zink, ver- doch ig a schiedne erdige Fossilien, Salz.—(Der Verbrauch an Salz beträgt jähr- ande ist, Chlor lich 6,000 Centner, welcher vom den preufs. Salinen geliefert wird, Jıcht brauchbir M I UO- N Röstung der Amalgamirerze. Die zum Rösten der Erzposten| werden, weh F SR- x wel stimmten Oefen sind Flammöfen, welche aus Ungarn abstammen, ‚mit mzubilden, dis‘;=: 1. ee Nichtkammern versehen; sie werden durch einen semauerten Kanal vom a3 erzeugte dom ee Ol Schichtsal aus besetzt. Das beschickte Erzmehl wird auf dem Heerd aus einfachem Chlıkı ülfe von’ gebreitet, unter stetem Durchrühren erst getrocknet, sodann das Feuer keit befördert. m verstärkt, wodurch das Erz sich entzündet, glüht, wozu 1 bis 2 Stunden en ee ein erforderlich sind, während dicke weilsgraue Dämpfe von Arsenik, Spiels- hlorquecks, sch glanz und Wasser entweichen. Hierauf wird das Erz gewendet, und ige Wirkung vn das Abschwefeln nimmt den Anfang, wobei eine blaue Flamme sichtbar die Haufen zu; wird, welche unter Fortglüben der Masse an 3 Stunden fortdauert; es ıfs Silber] wird fleifsig gewendet, um die Oberfläche stets zu erneuern. Sobald En kein schwefligsaures Gas mehr sich wahrnehmen lälst, wird das Gaar- rösten vorgenommen, d.h. durch ‚erneuerte Feuerung die völlige Zerle- on der Siem); gung des Kochsalzes durch die erzeugten schwefels, Metallsalze bewirkt, salzsaures Gas entweicht in reichlicher Menge; mit dem Durchrühren wird fortgefahren, bis genommene Proben nach dem Geruch völlige Ab- a von schwefligs. Gas bezeugen, und nur salzs. Gas anzeizen. inmten’ Im I Das Gaarrösten dauert gewöhnlich% Stunden.— 12 bis 13 Oefen 1: 1 Pilkibe sind im Gang, jeder röstet in der Woche durchschnittlich 109 C.; aus a den Niehtkammern werden jährlich 96 bis 100 C. Erzstaub mit 32 Mark Silber ausgezogen, die gleich wie ein ungeröstetes Erz beschickt werden. Zum Auen eins bedient man sich der Steinkohlen, nur beim Gaarrösten wird noch Holz angewendet, der Alarme an Brennmaterial beirug 1815 u Schennit nl: wurde das Au sen: die bau ichen beschi[tan 74 bis 7%, biete fs die Analkun Re durchschnittlich für 100©. Erz 294°« Kubikf. Holz, und 1154 Kbf. das Kocls} 2 Steinkohlen. sehmtl: n].. ersalz und sÜ Während. des. Gaarröstens sehwillt das Erz um% seines frühern ‚Jarme mit sin Erzposten werk ein unge het} Jieses das ir Volums auf, nimmt einen lockern-Zustand und eine braune Farbe an; das gulgeröstete wird aus dem Ofen auf die gemauerte Hütten- sohle gezogen, und nach dem Abkühlen durch grobe Durchwürfe gelas sen, um die Klümpchen, zu scheiden, welche gröblich zermahlen noch und zwar ml mals mit Kochsalz beschickt einer ee Röstung unterworfen (5 die Erz, werden; das Feinere aber wird gesiebt. Die Durchwürfe sowohl als auch die Siebemaschinen befinden sich in Kästen eingeschlossen, um das Stauben zu verhüten, welches theils nachtheilig auf die Gesundheit der ee ee rn ben nn nn—n m ne 374 Beschreibung der Amalgamation in Sachsen. Arbeiter wirken, theils auch Verluste nach sich ziehen würde. Durch die Siebe werden verschiedne Sorten nach der Feinheit des Korns sor- tirt; das grobe und mittle wird geschrotet und noehmals mit etwas Salz beschickt gerüstet, das siebfeine wird auf die Mahlzänge gebracht, deren 14 vorhanden sind. Die Einrichtung ist mit der gew öhnlichen in Mahl- mühlen sehr übereinstimmend, die Steine sind von Granit, der Läufer macht 100 bis 120 Umdrehungen in der Minute; das gebeutelte geröstete Erz inufs so fein sein, wie das feinste Getreidemehl, das grübere wird wieder auf die Mühle gebracht. Die Amalgamation. Das Verquicken geschieht in horizontal liegen- den, sich um ihre Axe bewegenden Fässern, die, 20 an der Zahl, je 5 in einer Reihe liegen; je 2 Reihen haben zwischen sich eine Welle, die durch 5 Stirnräder, welche in bestimmten Entfernungen, nach Maals- gabe der Länge der zu bewegenden Fässer, von einander abstehen, diese in Bewegung setzt, und zwar je 2 und 2; beiden Wellen wird durch ein grolses Stirnrad, welches an der Wasserradswelle befestigt ist, die Bewegung mitgetheilt. Die Fässer sind 2 F. 10 Z. im Lichten lang, 2 F+ 8 Z. im Lichten weit, 3% Z. stark fn den Dauben, sie sind mit eisernen Reifen und eisernen Verstärkinigen in den Böden versehen, und haben einen doppelten Spund, der mit einem eisernen Bügel ver- schraubt wird.— Die Fässer werden mittelst hölzerner Lutten, die sich in zwilchne Beutel endigen, mit 10 Centnern gebeuteltem Erzmehl ge- füllt, nachdem vorher 2% Centner oder 4 Kubikfufs Wasser aus einem bleiernen Kasten mit Rohr und Hahn hineingelassen worden; hierauf werden noch% bis% Centner Eisenplatten, welche aus Stabeisen 1% Zoll 8 lang und breit und%, Z. stark geschrotet sind, hinzugesetzt, und von Zeit zu Zeit, da sie"aufgelöst werden, erneuert, Das Gemeng, wel- ches die Fässer zu n. anfüllt, läst man nun, nachdem der Spund fest ver- schlossen worden, 14 bis 2 Stunden lang umgehen, bis sich das Wasser mit dem Erz zu einer gleichförmigen, breiartigen Masse gemengt hat. Ist dies gehörig geschehen, so werden mittelst einer Röhrenleitung und eines beweglichen Gerinns 5 Centner Quecksilber hinzugesetzt, worauf das Fals wieder verriegelt und in Umgang gesetzt wird, und 14 bis 16 Stunden lang(früher 18 St.) in steter Bewegung bleibt, indem sich dasselbe 20 bis 22mal in der Minute um die Axe bewegt. Während des Umgangs werden die Fässer zw nal ausgerückt, geöffnet, die Dicke des Quickbreies geprüft, falls er zu dick, etwas Was- ser, falls er zu dünn, etwas Erzmehl zugesetzt, denn eine erfahrungsmä- [sige Consistenz ist eine wichtige Bedingung zum guten Erfolg; ist näm- lich die Masse zu steif, so kommen die Que:cksilberkügelchen nicht ge- hörig mit allen Theilen des Erzes in Berührung, und ist sie zu dünn, so N} va s ji Joperatu yn Um dulden Ri HT ae B Jet) geisel Fiigkeit sum jpht, dis On und bildet ein yorlanden It, Yıch Volk ger ol gel hl yrolareh bnne an Boden der rein. abrsondi Irachten N ablassen, N fliet, So n schlossen, der eutlert, dis oler h Inlı e Pill derselben KlisM Stun Wlisio St Am net ld 7 er, Aulrend bei I 95 Ks Ähnets nd Y Ink ıahtrn an! " irn al L. It aa|) Mn Sach, ich ziehen Hi ler Feinleit Ih Kin nd nochmal nl An - Nalleinre rl) der genänlil, ind von Gran,| ie; das aehatıl,! idemehl, di milk schieht In or) ‚ die, N a Im vischen sich di] Entfentunzen, ui) ET, Yon einander ı ind 2; beiden Wi r Wasserradsml! sind 2 7, 04,ıl k fn den Din, gen in den Bilhr ‚ einem eisen] st hölzerner Ina rn gebentellen I Kubikluls Was singelassen mır welche aus Stube: sind, hinzugesil 2 neuert, Dis it jachdem ds! merehen, Ui sich& iartigen Nase Ist einer Röhre ksilber hinmgest y wesetzt wi, u eek hit, BP e Ki bewegt Fässer zwei I falls er zu di, tzt, denn eitt n guleh Biik 3 zum ı [ip ecksilber Una un (N) Ir zuisen I" ne ae ET Ai Ze Beschreibung der Amalgamation in Sachsen. 375 senken sie sich zu sehr nach unten, Während des Umgehens nimmt die Temperatur zu, so-dals sie auch im heftigsten Winter nach 8 bis 10 Stunden Umgang 38 bis 44° beträgt. Der chemische Prozefs, wel- cher in«len Fässern stattfindet, ist folgender: durch Eisen werden die im gerösteten Erzmehl vorhandnen Chlormetalle(Chlorsilber, Chlorkupfer, Blei ete.) zersetzt, indem sich dafür Chloreisen bildet, welches in der Flüssigkeit sammt dem Glaubersalz und unzersetziem Kochsalz aufgelöst bleibt, das Quecksilber aber löst das Silber, Kupfer,(etwas Blei) auf, und bildet ein Amalgam; so wie aber Eisen nicht in gehöriger Menge vorhanden ist, so bildet sich auch Chlorquecksilber. Nach Vollendung des Anquickprozesses werden die Fässer mit Was- ser völlig gefüllt, langsam in Umgang gesetzt, 6 bis Smal in der Minute, wodurch binnen 1 bis 1% Stunde möglichst viele Amalgamtheile sich am Boden der Fässer vereinigt haben, um das silberhaltige Qu. ziemlich rein abzusondern. Darauf wird durch den im grofsen Spund ange- brachten kleinen Spund, und ein Ansatzrohr mit Jahn, das Amalgam abgelassen, welches durch eine Röhrenleitung nach der Amalgamkammer fliefst. So wie. der braune-Rückstand sich zeigt, wird der Hahn ge- schlossen, der grolse Spund geöffnet und das Fals in die Waschbottiche entleert, das Eisen aber zurückgehalten; der Rückstand ist bis oder 75 Loth entsilbert. Das Entleeren sämmitlicher Fässer, so wie das Füllen derselben, dauert jedes 1 Stunde, so dafs der ganze Prozels in 18 bis 20 Stunden vollendet ist(sonst in 24), nämlich: 1 St. Füllen, 14 bis 16 St. Amalgamiren, 1% St. Verdünnen, 1 St. Entleeren; es kön- nen jetzt in 14 Tagen 3,200, sonst nur 2,800 Ceniner Erz amalgamirt werden. Aufwand bei der Amalgamation 1815: auf 100 Ceniner Erz 14,5 Pld. Eisen, 2 Pfd. 25 Loth Quecksilber(nach andern Angaben muls es min- destens doppelt so viel betragen), also auf die Mark Silber 1,89 Loth Qu. [Seit 1322 sind Versuche mit der warmen Amalgamation in gulseisernen Probefässern angestellt worden, welche durch Kohlenfeuer auf 60 bis 70° R. erwärmt wurden, die ersten Versuche in Fässern von 3,2 Kubikf. Inbalt, die letzten in solchen von 16 Kbf, Die Rückstände schon nach 10 Stunden bis auf% Loth entsilbert, nach 18 Stunden bis auf 5 bis 0; in der lOten Stunde war der Rückstand von derselben Beschickung kalt amalgamirt 50 Loth, allein der Verlust an Qu. war waren stets gröfser, als beim kalt Anquieken, denn wenn bei letzterm der Ver- lust auf 10 Centner Erz 8 bis 10 Loth beträgt, so war er 4 bis 7 Pf: bei ersterm, nur in einem Fall 1% Pfd.— Uin das Trockenmahlen mög- lichst zu vermindern, hat man angefangen, mittelst eiserner Kugeln das Feinmahlen in gulseisernen Fässern zu versuchen, und die angestellten er eo gr en nr. 376 Beschreibung der Amalgamation in Sachsen. Proben gaben erwünschte Resultate, dagegen Versuche Kochsalz zu er- sparen durch Anwendung von Salzsäure ungünstig ausfielen.] Nacharbeit mit dem silberhaltigen Quecksilber. Das aus den Fäs- sern abgelafsne Quecksilber— Metall, Amalgamirmetall— fliefst in zwei steinerne Tröge, jedoch so, dals es erst durch einen starken zwilch- nen Sack laufen mufs, welcher angefeuchtet unter der Ausflufsröhre be- festigt ist, hiedurch concentrirt sich das. silberhaltige Quecksilber im Sack, während das freie Qu. leichter flüssig durch die Poren dringt. Je 5 Fisser werden durch einen Sack entleert, so dafs man deren also 4 braucht. Das im Sack verbliebne Amalgam ist schon ziemlich steif, läfst sich aber noch drücken, um aber möglichst alles überflüssige Qu. auszuscheiden, wird der Sack zugeschnürt und zwischen Brettern ge- prelst, wodurch das Amalgam noch steiler wird. Von 20 Fässern erhält man auf solche Art 3 bis 3% Centner Amalgam, welches gewöhnlich aus 1 Theil 12 bis 13löthigem Silber und 6 Th. Qu. besteht; die fremden Metalle sind Kupfer, Blei, Spielsglanz,(Kobalt, Nickel, Wismuth, Zink, Arsenik, Eisen). Das abgelaufne Quecksilber enthält aber auch noch 2 bis 3 Loth Silber im Centner, es wird zu4 C. der üblichen Quecksilber- menge von 5 Ü. zugesetzt. Das Amalgam wird hierauf einer Destillation unterworfen in ähn- licher Art, als sie. bei der spanischen Amalgamation beschrieben worden. Unter dem runden Ausglühofen steht ein hölzerner Wasserkasten, in diesem ein runder eiserner Kasten, gleichfalls voll Wasser, in welchem ein eiserner Bock mit 4 Fülsen gestellt ist; auf demselben ist in der Mitte eine eiserne Stange befestigt, die 5 eiserne flache Ausglühteller in 3 Zoll Entfernung von einander trägt. Auf die Teller, welche mit Thonschlempe bestrichen, werden 3 Centner Amalgam aufgelegt, sodann die Wasserfässer gefüllt, und mittelst eines Windewerks ein gulseiserner Cylinder— Ausglühtopf— über die auf der Spindel befestigten Teller herabgelassen; ein solcher ist 2 Ellen hoch, unten 18 Zoll, oben 13 Z. weit und geschlossen, 1 7. stark, er ruht mit seinem offnen Rand auf dem eisernen Bock im Wasserkasten, welcher stets frisches Wasser erhält, während das warm gewordne abflielst. In dem Zwischenraum zwischen dem Cylinder und der Ofenmauer, 4 bis 44 Z. betragend, wird Torffeuer angemacht, und nach und nach der ganze Raum angefüllt. Zuerst entweicht sich ausdehnende Luft, sodann entbinden sich Qu.dämpfe, die sich an den kühlern Wänden des Cylinders niederschlagen, und als laufendes Qu. im eisernen Wasserfals ansammeln.: Das Silber bleibt auf den Tellern mit den nicht flüchtigen Metallen legirt zurück— Tel- lersilber—, bildet eine poröse, moosarlig gestaltete Masse, silberweils, fait ce vl nel I it tiber nht Falle: MM allan N fi Nt. il Prinslber 89 je Pe ginen Vest aukang fir GM] Ds Tell auch ewas N dh, wobel den Feng zun Tre wöhnlile 4 [Nach einer Tellrsilber It bedie ine) meldhe uf] a um ein] N „ Un Sachen, Versuche m du Instie 4 aushel; a silber, Dis al INH] mirmetll= fi, TIER irch einen Strla inter der Aufl Iberhaltioe nel, DISAU 3 durch die Pal t, so dal man(m ım ist En ml ıchst all es überlii und zwischen Rt rd. Von 0 Fan m, welches senil! (u, bestelt; di It, Nickel, Win » enthält aber and >, der üblichen(ri Ilation untermork mation beschriela hölzerner Wiss s voll Wisser, u auf demselha eiserne flache An: \uf die Teller, we | Amalgam au Vindewerks en g# - Spindel It unten 19:7,® ik seinem ofen cher stels fe ‚fst, In den Ins 4 bis 41. bin? der ganze N Run& nen! hindasd#(W Im jers ee mmelh. Di$ R tallen kg it! ir hf I estaliele de, Beschreibung der Amalgamation in Sachsen. 3 auch goldgelb und tombackbraun, zäh, klingend, verhältnifsmäfsig leicht; es darf nicht geschmolzen sein. Die Hitze mufs langsam steigen, um das Qu. möglichst vollständig abzutreiben; das Ausglühen dauert 7 bis 8 Sümiden. Man erhält von 3 Centnern Amalgam 95 bis 100 Mark Tellersilber. ja 231 Glühungen aus- hielt, allein sie zerspringen öfters, und dann ist ein bedeutender Verlust an Qu. 1815 betrug bei 39,245 Mark Tellersilber, welche 28,814 Mark Feinsilber gaben, der Quecksilberverlust 2% Gentner 4 Pfd., also auf [ Es hat Fälle gegeben, wo ein Ausglühtopf 200, die Mark Feinsilber 0,26 Loth; es zersprangen aber 6 Cylinder, welche einen Verlust von% Centner 2% Pfd. Qu. verursachten, also Gesammt- aufgang für die Mark Feinsilber 0,31 Loth. für 100 M. Feinsilber 8,16 Kubikf., an Torf 97,7 Der Verbrauch an Kohlen Kbf.] Das Tellersilber hält 10 bis höchstens 13% Loth Feinsilber, oft noch etwas Quecksilber, es wurde früher durch Umschmelzen in Tie- geln, wobei es in treibende Bewegung kommt, etwas gereinigt, so dals der Feingehalt zwischen 12 und 13 Loth betrug, zum Treiben abgegeben, wo es mit silberhaltigem WVerkblei auf ge- wöhnliche Art abgetrieben wurde. an die Schmelzhütte [Nach einer angestellten Untersuchung enthielt solch eingeschmolzues Tellersilber von 12% Loth Feine: 80,1000 Silber 19,6705 Kupfer 0,2139 Spiefsglanz 0.0156 Gold 100,0000.] Jetzt bedient man sich eines andern Verfahrens, des Raffinatschmel- zens*), welches auf dem Amalgamirwerk selbst ausgeführt wird, wodurch man Raffinatsilber erhält, welches an die Münze abgeliefert wird, nach- dem man einige Jahre lang periodisch mit Schwefelsäure das Kupfer vom Silber geschieden hatte**), was nicht zur erwünschten Reinheit führte, indem etwas Schwefelkupfer in demselben sich vorfand. Das Raf- finiren geschieht also: 160 bis 170 Mark Tellersilber werden in einem Graphittiegel bei lebhaftem Feuer einge ‚schmolzen, wodurch derselbe bis auf 2 Zoll vom Rand gefüllt wird. Das eingeschmolzne Silber dampft etwas ab, es bildet sich etwas Schlacke, tall einige Linien hoch mit Kohlenstaub bedeckt wird. welche abgeräumt und das Me- Man bedeckt *) Lumpadius in E. J. Bd, 3. 5. 422. Bd. 7. S. 161. **) Das Nähere hierüber steht in den A, d. M. II, serie Tom, Bu pr 1a: Er er erg »S > # J ” 4 ee ER- « 74«Re 378 beschreibung der Amalgamation in Sachsen. den Tiegel und bringt ihn in hohe Hitze, dann zteht man die Schlacke ab, und sieht, wie die Oberfläche etwas dampfend treibt; nach$ Stunde wird wieder Kohlenstaub aulgegeben, bedeckt, und der Tiegel starker Hitze ausgesetzt, und eben so noch einigemal verfahren, bis die Silber- fläche ruhig fliefst ohne zu damplen. Endlich wird das Silber, welches 11 bis 13löthig ist, und nur noch Kupfer und, aulser etwas Gold, keine andern fremden Metalle mehr enthält, in eiserne flache runde Schalen ge- gossen, wodurch man Planchen von etwa 60 Mark erhält, die abgeliefert werden. Der Gewichtsverlust durchs Verdampfen und Verschlacken be- trägt 22, der Silberverlust ist sehr gering. [An Nebenabfällen sammelt man in einem Verdichtungsraum über den Tiegelöfen den sogenannten Silberrauch, der im Centner von 50 bis über 100 Mark Silber liefert; Schlacken, welche zerstolsen und gesiebt werden, wobei man die gröfsern Silberkörner absiebt, das feinere mit dem andern Gekrätz, alten'Tiegeln sammelt, welche man an die Silber- schmelzhütten abgiebt.] Nacharbeiten mit den Rückständen. Die Rückstände von je 5 Fäs- sern werden in einem Waschbottich gesammelt, in welchem sich eine stehende Welle mit zweien Flügeln befindet, welche rechenartig gestal- tet, die Stäbe aus Eisen gefertigt sind, erstere wird durch die Waser- radswelle bewegt, so dals sie sich Ilmal in der Minute umdreht. So wie die Rückstände in dem Bottich gesammelt, werden sie noch mit Wasser verdünnt, 6 bis 8 Stunden lang bewegt; es lagern sich die Amal- gamtheilchen am Boden ab, während die entsilberten Erztheilchen schwe- bend erhalten werden, wozu jedoch eine bestimmte Verdünnung unun- gänglich nothwendig ist. Zeigt eine genommene Probe, dals die Eız- theile keine eingemengten Qu.kügelchen enthalten, so werden die Pfropfen gezogen, und die Rückstände flielsen in grolse Sümpfe ab, welche aulser- halb des Gebäudes eingegraben sind. Alle Vierteljahre nimmt man das Waschbottichamalgam heraus, etwa 10 bis 12 Ceniner, welches auf 100€. verwaschner Rückstände 1 Pfd. 27 Loth bis 2 Pfd. 7 Loth be- trägt. Das gewonnene Amalgam wird eben so behandelt, d. h. ausge- drückt, abdestillirt; das Tellersilber ist nur 25 bis etwa 2%löthig, ent- hält nach einer Untersuchung: 16,956 Silber 82,910 Kupfer 0,125 Spielsglanz Spur Gold 99,991. Haben sich die Rückstände in den Sümpfen ruhig abgelagert, so zapft man die klare Flüssigkeit, welche hauptsächlich Glaubersalz, Koch- id kein ill Vers init Rs ihepmdakt oo IM IB 135 Die eina sıler It dem Quickalı| gie sich In phone hi abgeapl gell mir Kobikl, Bol n 6hshätt sclaflchen hranten Kal in Hg N) Beri yulendee Ikı he durche nic absedin Geunmtbe a Rand Vak I Ilamsche ud Same ] N &nden Anal bnmdn Anxielen R N Sarhsen Sn Anal \ il au I Mn El Napa a ee z SZENE in Sal en,| Silberproduktion in Sachsen, in Europa. se ht an ef) v” Melt: Muh dt und der Ten erlähren, I{rt wird das Si| VUDEN mr|\|| aulser ei ‚N halt durch keine Operation zeither sich hat vermeiden, oder verringern AUISER ehyay(j) flache runde$ı)) ck erh j en und Vers, salz, Chloreisen aufgelöst enthält, aufserdem auch wohl phosphors., arseniks., flufss. Natron, durch Gerinne in die Quicksalzsiederei. Der abeelagerte Erzschlamm wird dann ausgestochen und in den Fluls ge- laufen, er enthält noch% bis»5 Loth Silber im Centner, welcher Ge- lassen; Versuche mit Waschen auf\Vasehheerden haben mehrmals un- " günstige Resultate gegeben*). Ik al. E. r[3. [Silberproduktion ım Königreich Sachsen: 1825 wurden gewonnen..s. 2er... 59981 Mark 8 Loth. 1826»» A 55.023 Mark 7» lichtngran 1827. 8» Be a 60.034» im Cetar 1828» al ee Bl Sl> hie zerstofse u Die einzige Grube Himmelsfürst bei Freiberg liefert jährfich 10,000 M. absıcht, das Silber. relche man ın| Mit dem Amalgamirwerk ist eine Siedehütte verbunden, in welcher Quicksalz fabrieirt wird. Zu dem Ende wird die Rohlauge, nachdem ückstände von} sie sich in einem Rohlaugensumpf geklärt hat, in einer bleiernen Siede- ‚in welchen: pfanne bis zu 305 Salzgehalt abgedampft, sodann in hölzerne Kühlkästen alehe Drhean abgezapft, aus welchen sie nach 12 bis 16 Stunden in die WVachsfässer elche rechenfi::; i a; i id dur geleitet wird; binnen 13 Tagen ist der Anschuls vollendet. Aus 214 wird. durch de! ER:&: S R Kubikf. Rohlauge erhält man 6 Centner unreines Glaubersalz, welches RR Re x R ee: E ler Minute ul an Glashütten verkauft wird. Aufserdem wird auch zum landwirth- ]’. Y Pi kJ bu- b, werden sit] schaftlichen Gebrauch sogenanntes Düngesalz gefertigt; man löscht ge- es Jagen si brannten Kalk mit Rohlauge zu Pulver, und bringt dasselbe mit Roh- »rten Erztheilce lauge in Berührung, bis eine alkalische Reaction sich zeigt, welche die amte Verdinn vollendete Zersetzung der schwelels. Salze andeutet. Darauf wird die walbul, Probe, dh Masse durchgearbeitet, das klare Flüssige abgelassen, und die dicke Kalk- je Frode, das! i= R= RR milch absedimentirt, der Brei getrocknet,] ‚so werden ul mple ab elle: Gesammtbetrag der jetzigen Silberausbeute von Europa und dem asiati- teljahre nn! schen Rufsland nach A. von Humboldt: 292,000 Mark, nach andern Anga- Centner, wel ben 318,000 Mark, während zu Anfang des 19ten Jahrh. die Silberausbeute ‚bis 2 Pill in den spanischen Colonien von Amerika betrug 3,394,160 M., d. i. 11,62 mal mehr, Summe beider 3,686,160, nach andern 3,712,204 M., in Werth nach d. erstern Angabe, 47,920,000, nach der andern 52,110,000 Thlr. pr. Cour.! Silberproduktion der österreichischen Monarchie gegen 100,000 Mark, behandelt, d! ; PH bis etina PAUL im russischen Reich, einschliefsl. dem asiatischen Rulsland, 76,500 M. (1828), Sachsen 61,361(1828), Preufsen 21,731(1828), Hannover, Braun- schweig, Anhalt, etwa 40,000 Mark, Frankreich 4970(1826). Da alles auf dem Test erhaltne Feinsilber noch einige Grän Kupfer in der Mark enthält, welche beim Vermünzen oder sonstigem Gebrauch nl mi EN*) Lampadius Supplem, Bd, 1. Ss. 15. und in E. J. Bd. 7. 5, 307. Ji I Glaverst N u 380 Darstellung von reinem Silber, Eigenschaften desselben. zu legirtem Silber nicht hinderlich sind, dadurch aber dasselbe nicht als wirklich reines Metall betrachtet werden kann, so hat man sich anderer Methoden bedient, um wirklich reines Silber darzustellen. Zu dem Ende löst man dasselbe, oder Münzen, welche aus bergfeinem Silber geprägt werden, wie z. DB. sogenannte Wildemanns-Gulden, hannöversche Gulden, die zu Klausthal geprägt werden, in Salpetersäure auf, schlägt durch Salzsäure, oder eine Auflösung von Chlornatrium, das Silber als Chlor- silber nieder, während das Kupfer aufgelöst bleibt. Das Chlorsilber wird abgespühlt, getragknet, in einem Tiegel, in welchem man eine doppelt so grolse Menge Pottasche geschmolzen hat, in kleinen Portio- nen eingetragen, wobei ein Aufbrausen stattfindet, indem sowohl koh- lensaures als auch Sauerstoffgas entweichen, denn das Chlor tritt vom Silber ans Kalium, ersteres redueirt sich und wird in kleinen Körnchen ausgeschieden, welche durch verstärkte Hitze schmelzen und sich am Boden des Tiegels sammeln, zu welchem Behuf man den Tiegel einige- mal rüllelt; in die Poren des Tiegels ziehen sich Silberkörnchen ein, auch geht leicht etwas durchs Aufbrausen verloren, besonders wenn der Tiegel zu voll ist, oder zu viel Chlorsilber auf einmal hinzugesetzt wird. [ Man scheidet auch wohl das Silber aus der Auflösung in Salpetersäure durch Kupferblech, welches man hineintaucht, allein dann ist das nie- dergeschlägne S. kupferhaltig, zeigt einen Gehalt von 2% Kupfer; wäscht ınan aber den so erhaltnen Silberstaub mit einer Auflösung von salpeters. Silberoxyd ab, so löst diese die Kupfertheilchen fast alle auf, während sich dafür Silber abscheidet, und die Probe giebt dann einen Feinge- halt von 2605 an(wahrscheinlich ist dies aber nur ein Irrthum in Folge des alten Probirverfahrens, und es ist gewifs noch feiner). Um kleine Antheile Kupfer zu beseitigen, hat man auch Schmelzen mit Salpeter angerathen, durch dessen freiwerdendes Sauerstollgas das Kupfer sich oxydirt, aber auch etwas Silber, welches jedoch, wie sogleich weiter gezeigt werden wird, sich beim Erkalten von selbst wieder reducirt,— Auch mittelst mäfsig starker Schwefelsäure hat man das Silber vom Kupfer geschieden, siche unten deu Prozefs des Alfınirens.] Das Silber besitzt eine schön weilse Farbe, nimmt die schönste Politur an, speeif, Gewicht 10,478, des gehämmerten 10,6; es ist härter als Gold, weicher als Kupfer, hellklingend, krystallisirt beim vorsichti- gen langsamen Erkalten in Oktaödern, Würfeln. Es ist sehr dehnbar, läfst sich in Blättehen von+5, Zoll Stärke ausschlagen und in sehr feine Drähte ausziehen, von denen 400 Fufs kaum einen Gran wiegen; ein Draht von 0,887 par. Linien Stärke wurde durch 173,8 franz. Pfd. zer- rissen, oder von 2 Millimeter Stärke durch 85,06 Kilogramme; der Bruch I ft ‚mine "| I 1m’ "0 N vebiche oben Mr Teunplegtl ta Staub ulk ya Silber nit d sl einer je, oder wenn I Je Jikt es (hilf, Got ein ine Geha ale ol eig it man das Anlet, Silbe nes schon! ken. Fenl Splmeielirasseı Ihnnt, wird Chhnslber. Rei Il UN ihr n\ Kirn, e DIN Selen der] I Silbe Im platt Kalle, nieht m chem N h Ith] Ün Unshal| Kun Klar } ta Silben Sr hule d' hs old N ‚Alrdth Dan a ee ee Re re ne TI I Nah FM“ Eigenschaften, Anwendung des Silbers. 981 8 kan des zerrifsnen Silbers ist hakig, fasris. In der Wärme dehnt es sich sell, In von 0° bis 100° aus um 0,00190974 Lavoisier, HN tleinen Nil» 0,001988. Morveau, N, haunövent; schmilzt bei 22° W. und zeigt die schönsten Regenboger nfarben, es blickt Äure Aul, sel)(vergleiche oben Seite 19 5), kommt im Focus einer Brennlinse oder ei-» 1, das Silben nes Brennspiegels ins Kochen und Verdampfen, so dals man es als wei- leibt, Das(I,(sen Staub auf kalten Metallblechen sammeln kann. Kommt geschmolz- in welchen in nes Silber mit der Luft in Berührung, so oxydirt es sich, ebenso wenn hat, in Klin) man es in einer Porzellanröhre schmelzt und Sauerstolfgas darüber lei- let, indem so tet, oder wenn man Salpeter auf geschmolznes S. wirft, allein beim Er- an das Chlo kalten läfst es den aufgenommenen Sauerstoff entweichen, wie Lucas, ird in kleinen fi Chevillot, Gay- Lussae gezeigt haben(vergl. oben Seite 198 beim Blei); schmelzen ul; ein kleiner Gehalt an Kupfer verhindert die Sauerstoffgasabsorption nicht, man den Tin aber wohl einige Procente Gold, Blei, Kupfer. Von dieser Erscheinung ich Silberkön leitet man das Spratzen ab, den Silberverlust, der beim Kupelliren statt- anne findet. Silber kann durch Volta’sche Elektrieität unter Entwickelung le eines schön grünen Lichts verbrannt werden, ebenso durch Batteriefun- ;. USERN 5 D f... : ken. Feinsilber und Silberwaaren werden an der Luft allmälig blind, lösung in Sıht nicht durch Oxydation, sondern durch den Einflufs von vorhandnem aha Schwefelwasserstolfgas. Silber, welches mit Schweils in Berührung von Ka kommt, wird gleichfalls blind, bedeckt sich mit einem grauvioletten Auen: Ueberzug, der sich durch Ammoniakflüssigkeit sehr gut entfernen lälst, 1a al©) Chlorsilber. Reines Silber löst sich in keiner Pflanzensäure auf, desto . 2 Rn leichter aber in Salpeter-, cone. Schwefelsäure, nicht in ee Ed nur eın Irrhumn: Königswasser, enthält aber die Salzsäure Chloreisen aufgelöst, wie es -h feiner),{nl m nicht selten der Fall ist, so soll sie nach Wetzlar*) etwas Silber'auf- BIRNEN Wi, n lösen. Aetzende Alkslien greifen reines Silber nicht an. u An Reines Silber wird nicht zu Geräthen verarbeitet, weil es zu weich en I ist, aber zu plattirten Waaren aller Art verbraucht, wozu man nur rei- ven Is N nes Silber, nieht das mit Kupfer legirte anw endet; ferner zum Versil- Afiniren bern, zum chemischen und pharmaceutischen Gebrauch; das bergfeine Silber(15 Loth 15 bis 16 Grin fein) wird an einigen Orten ausgemünzt, >, nimmt in als zu Klausthal im Harz, gewöhnlich aber zum Ausprägen der Münzen ‚ten 108; 88° noch mit Kupfer in bestimmten Verhältnissen legirt,(siehe bei der Le- tallisit Dein 1 girung des Silbers mit Kupfer). Aus feinem Silber wird auch das Blatt- Es ist sn silber, feuille d’argent, leaf- silver, geschlagen; von dem Verfahren da- schlagen wii bei beim„Gold” das Ausführlichere.— Man löthet Silberwaaren mit um einen(m Silberschlageloth, aus Probesilber(d. i. legirtem 12 oder 11löthigem Sil- oh] rag ber) und Zink zusammengesetzt, oder aus Messing und Feinsilber; auch Mn Kilosranne; *)"S.'n, 5, Ba,’ 23.'5.:9% Fer ernn en ne er on Tr en ET EEE EEE 082 Legirungen des Sibers mit Eisen, Dleı. bedient man sich blos verschiedner Legirungen von Feinsilber und Kup- fer zu 4,%, 4;% des letztern, soudure& huit, sir, au quart, au tiers. Legirungen des Silbers. [Mit Zink. Beide Metalle lassen sich leicht zusammenschmelzen, eine Legirung von 2 Zink und 1 Silber ist feinkörnig, weils, specif. dichter als es die Rechnung angiebt, wird beim Caleiniren zersetzt, indem Zink verbrennt, wobei aber auch etwas Silber sich verflüchtigt.— Mit Nik- kel giebt Silber eine geschmeidige Verbindung; mit Kobalt gelingt die Legirung höchst unvollkommen.] Mit Eisen. Nach Rinman sollen 5 oder mehr Theile Silber einen Theil Eisen aufnehmen können, wodurch das erstere an Härte gewinnt und an Schmeidigkeit nichts verliert, dagegen soll Eisen nicht im Stande sein$ Silber beim Schmelzen aufzunehmen; nach Coulomb kann das Silber nur etwa-— -'5 Eisen enthalten, Eisen soll nach G. Morveau nicht mehr als#; Silber zurückhalten können, wodurch es eine aulserordent- liche Härte und die Structur des reinsten Eisens erhalte. Nach ange- stellten Versuchen beim Eisenfrischen mit einem Zusatz von 1,55 feinem Silber fand Karsten, dafs das Eisen beträchtlich an seiner Güte verlor, aus den Anlaufkolben erhob sich in Berührung mit der Luft ein bläu- lichgrüner Dampf, der Deul war gaar gefrischt, aber das Eisen schmie- dete sich schlecht, wurde sehr unganz‘und schiefrig, die Stäbe bekamen sehr viele und grofse Kantenrisse, und verhielten sich fast ganz wie roth- brüchiges Eisen, so dals von 10 nur 3 als brauchbar angesehen werden konnten. Nach der Analyse enthielt dieses Eisen 0,0345 Silber; es zeigt also das Silber dieselbe Wirkung wie der Schwefel, wenn gleich etwas weniger ausgezeichnet. Mit Blei. Beide Metalle lassen sich leicht durchs Zusammenschmel- zen vereinigen, die Legirung schmilzt weit leichter als Silber, ist dich- ter, als nach der Berechnung zu erwarten wäre, weniger elastisch, we- niger klingend und zäher als reines$. Setzt man diese Legirung ge- schmolzen der Einwirkung des Sauerstofls der Luft aus, so oxydirt sich das Blei, und bildet eine Haut von geschmolzner Bleiglätte, welche beim Kupelliren sich in die Kapelle, oder den Test einzieht, beim Treiben im Grolsen aber abgezogen wird; das Bleioxyd nimmt auch andere Me- talloxyde auf, als Kupfer-, Spielsglanz-, Kobalt-, Nickeloxyd, arsenige Säure ete.(vergleiche die Beschreibung des Treibeprozesses, des Fein- brennens auf Seite 192 u.£.). Auf der Leichtflüssigkeit der Legirung des Silbers und Bleies beruht auch, so wie auf der Eigenthümlichkeit der Legirung des Bleies und Kupfers sich beim Erwärmen in zwei ganz verschiedne Legirungen zu scheiden, die Möglichkeit der Saigerung, des Abscheidens des Silbers vom Kupfer mittelst Blei(vergl. Seite 285). d Jarun yılinm| ein ıh h a oil, gt R Zum bei ju, le gelb I nrhalel 2 vlhtng sa zn, die Der Ins Siber 2 slhmsublimat, W Juruiekbleit, Jr Wismi Par, yon hal gechmilmen E item Is Wis Chndet soll da man dann hen vom nel starker Alte I sch enzel Mit Kupfer Verlillls zusan whale er Del Tate derer Ih, Ih wel, viel, oe alt habe kn It ab til, den Si] I has: Yllahnd 6 Kl, ulm? Nah kn elf IN "len "alblcıh N TE UT IT" STE: Legirungen des Silbers mit Zinn, Wismuth, Kupfer. 385 Kup- Mit Zinn. Beide Metalle lassen sich durchs Schmelzen leicht ver- H. einigen; 1 Th. Zinn 4 Th. Silber geben eine Legirung der Bronze in Härte nicht unähnlich,, spröde; eine Legirung von gleichen Theilen ist spröde 5 4 und so hart, dafs sie von der Feile beinahe nicht angegriffen wird. Des- Ine/ halb ist Zinn bei der Bearbeitung des Silbers sehr vorsichtig zu versfei- E den, indem selbst die geringste Menge im Stande ist, dem Silber alle NE: Hämmerbarkeit zu nehmen. Bei der Vereinigung beider findet Raumes- lie verdichtung statt, indem‘ die Legirung ein gröfseres specil. Gewicht be- sitzt, als die Berechnung nach dem Mischungsverhältnifs nachweist. Um Ien Zinn vom Silber zu scheiden, zerfeilt man es und destillirt es mit Queck- Ant silbersublimat, wodurch Chlorzinn und Quecksilber übergehen, und Sil- de ber zurückbleibt. da Mit Wismuth. Die Legirung ist sehr spröde, blafsröthlich von cht Farbe, von blättrigem Gefüge, wird durch den Sauerstoff der Daft in = geschmolznem Zusiand gleich der Legirung des Silbers mit Blei zersetzt, ge: indem das Wismuth sich oxydirt, und in die Poren der Kapelle einzieht. en Chaudet schlug vor, Wismuth statt Blei beim Kupelliren anzuwenden, Jor, da man dann bei einer geringern Hitze kupelliren kann; allein abgese- Tin- hen vom weit höhern Preis desselben, ist es nicht räthlich, da es bei a starker Hitze ins Kochen geräth und spritzt, auch Silber in die Kapelle nn sich einzieht., th- Mit Kupfer. Silber kann mit Kupfer leicht in jedem beliebigen län Verhältnifs zusammengeschmolzen werden, die Legirungen sind, unbe- igt schadet der Dehnbarkeit, härter und klingender, als reines Silber, die N| Farbe der Legirung sticht bei einem reichlichern Kupferzusatz ins Röth- | liche, das specif. Gewicht fällt niedriger aus, als es nach der Rechnung An sein sollte, folglich mufs sich die Legirung im Moment ihrer Bildung ji. ausgedehnt haben, durchschnittlich etwa um 1,232. Weil sich feines Sil- ber zu leicht abnutzt, zu weich ist, so bedient man sich zu den Silber- 'e-| -| geräthen, den Silbermünzen, bis auf wenige Ausnahmen, des mit Kupfer eh legirten Silbers; die Legirungen geschehen in einfachen Verhältnissen, ei nach Loth und Grän. Eine preufsische Mark Silber ist=% Pfund, oder Rn 16 Loth, oder 288 Grän; eine feine Mark, oder 1 Mark fein ist= 53 16 Loth feinen Silbers, eine rauhe oder beschickte Mark kann aber ge n verschiedne Quantitäten zugesetztes Kupfer enthalten; so ist z. B. das- in- jenige Silber 12löthig, welches in der Mark 12 Loth feines S. und ing was an 16 Loth fehlt, also 4 Loth, Kupfer enthält; 15löthiges Silber ist keit solches, welches 15 Loth feines S. und 1 Loth Kupfer enthält, ete. In it Frankreich ist das Feinsilber mit 1000 bezeichnet, und der Feingehalt des der Legirungen wird durch Tausendtheile angedeutet. \Venn mit Kupfer legirtes Silber zu Efs- und Trinkgeräthen verarbeitet 384 Ueber Münzfufse, namentlich preufs. Silbermünzen. wird, so kann es nicht gleichgültig sein, wie grofs der Kupferzusatz gemacht wird, da zwar nicht das Silber, aber wohl das Kupfer in Pflanzensäuren sich auflöst. Es bestehen dieserhalb in den mehresten Ländern Vorschrif- ten; in Berlin verarbeiten die Gold- und Silberarbeiter 12löthiges Silber, wenn nicht feineres besonders bestellt wird; in Augsburg, Nürnberg, Wien, Copenhagen wird 13löthiges, in Schweden 13 Loth 4% Grän fein verarbeitet. Wenn 12löthige Löffel etc. gehörig gereinigt werden, wie es ja an sich die Reinlichkeit gebietet, so kann der Zusatz von 7 Kup- fer in keinem Fall nachtheilige Wirkungen äulsern; lälst man freilich das Geräth mit Essig, sauren oder leicht gährenden Pilanzensäften in Berührung mehrere Stunden lang stehen, so bedeckt es sich mit Grün- span.— Alle Silbergeräthe müssen, weil sie von Kupferoxyd während der Bearbeitung bedeckt schwärzlich aussehen, weils gesotten werden, wie dies geschieht siehe bei den Münzen. Etwas über die in Deutschland seit 1690 und in„Preulsen seit 1750 üblichen Münzfulse, standard.— 1690 wurde der sogenannte leipziger Münzfuls von mehrern deutschen Fürsten angenommen, unter andern von Kurbrandenburg, Kursachsen, Braunschweig, 1738 wurde derselbe von Kaiser und Reich zum Reichsmünzfufs erhoben, man nennt ihn auch den 18 Guldenfuls, weil in 18 Guldenstücken(12 Thalern) eine kölnische Mark fein Silber enthalten sein sollte. Nach diesem Münzfufs war das Verhältnifs des Silbers zum Gold= 1:15. 1748 fing der Herzog von Braunschweig- Lüneburg an nach dem 20 Guldenfuls zu prägen, des- gleichen der deutsche Kaiser Franz]., Maria Theresia, der Kurfürst von Sachsen; 1753 wurde der Conventions- oder 20 Guldenfufs durch eine österreichisch-baiersche Münzconvention festgesetzt, das Verhältnils des Silbers zu Gold= 1: 144 oder 14,16; 1750 liels Friedrich der Grofse nach dem Vorschlag von Graumann Münzen in Silber nach dem 21 Guldenfuls ausprägen,(also in 14 Thalern 1 Mark fein S.) und seizte das Verhältnifs des Silbers zum Gold= 1: 13/4 oder 13,85 fest. Der König liels ganze, 4,% 4% 73 Ihalerstücke nach diesem Münzfuls seit 1750 prägen, ein späteres Edict vom Jahr 1764 setzt dieses alles gesetz- lich fest. Ausnahmsweise wurden unter Friedrich Wilhelm II. in den Jahren 1793 bis 97 Speciesthaler(2 Guldenstücke) nach dem 20 Gulden- fuls für die neu erhaltnen Anspach-bayreuthschen Lande geprägt. Durch das Gesetz über die Münzverfassung des preufsischen Staats vom 30. Sep- tember 1821 ist der 21 Guldenfuls bestätigt worden. [Nach diesem Gesetz ist der Thaler die eigenthümliche Silbermünze des Staats. 10% Thaler wiegen 1 Mark und enthalten 216 Grän fein Sıl- ber, 14 Thaler enthalten daher eine feine Mark, der Thaler 20} Grän = 14 Loth fein Silber. Von Del yuftlbi‘ g\,.{nt diese {RR Y Ih MI glei N Jahre pie ne\ Ih Ibis ln, Die 4 Am Jdlren l ul Thalern 4 im gemeit genen sid, I Pole des mir, al soil in 4 dische Masse (lg=| A Stücke 4 N Ytücke wi Von 174 Ser hl his ber hd Ki fane Nik ent Im Nhrk), un ga Yhrl, Ton Dhlhis: Ta IN hi$ Worln,die-anı Indie ın d Na in Sie An und ra N h fir?, nn ER ARE RG Ueber Ausprägung preufs. Silbermünzen. 385 zemacht:= nsäur| Von 1764 bis 31. Dechr. 1830 sind geprägt worden*) 105,173,249 Tha- Sauren£ 2 2 RR a 5 m a tschrif fer. Unter dieser Summe sind mit inbegriffen diez und 5 Thalerstücke, 'SChril- 5 5»\.. si welche aus gleicher Masse, wie die ganzen Thaler, doch hauptsächlich ilbeı o nur'n den Jahren 1764 bis 66 ausgeprägt wurden, von denen 21 und inberg, 42 Stüc- eine Mark wiegen.— Die stärkste Thalerprägung fällt auf die än fein Jahee 181%. Bi; 19, in welchen allein für 40,322,061 Thaler geprägt N, wie wurden, Die en, von Anspach und Bayreuth gab Veranlassung, R Kuj- in den Jahren 102 Conventionsspeciesthaler für den WVerth von 506,536 freilich preufs. Thalern zu rägen, desgleichen% Thalerstücke, welche niemäls iften in in dem gemeinen Verkıhr der jetzigen Provinzen des Staats im Umlauf A gewesen sind. t Grin- S Ms; i eink shren] In Folge des neuen Münieesetzes wird kein anderes Kleinkonrantgeld yähre=\ 5€ en ia geprägt, als% Thalerstücke, vor demselben Feingehalt wie die I haler, werden, so dals in 84 Stücken eine feine Mark enthalten ist. Man hat aber dieselbe Masse beibehalten, wie sch 1764, 2% Silber und=, Kupfer, it 1750 85 löthig= 150 Grän fein Silber in der rauhen Mark); es wiecen also ’ o° eipziger 2100 Stücke derselben 48 Mark, und enthalten 25 Mark fein Silber; 43% ern von<% Stücke wiegen 1 Mark. Ibe von Von 1764 bis 31. Decbr. 1830 sind geprägt worden für 36,844,047% Thl. N Hievon sind eingezogen worden 1.193.481%-» bleiben nur noch 35,650,5665 Thl. ‚nische Saas ac> E\ Se ! Seit 17 6 bis 1811 sind auch% Thalerstücke aus einer Masse von% Sıl- ar das ber und 5 Kupfer geprägt worden, aber so, dafs in 42% Stücken eine Herzog feine Mark enthalten,(10%löthig.= 192 Grän fein Silber in der rau- 1, des- hen Mark), und dieselben folglich 14 Mark wiegen; 28 Stücke wie- arfürst gen 1 Mark. durch Von 1764 bis 31, Decbr. 1811 sind geprägt worden für 16,989,777'Thl. ältnils Von 1764 bis 86 sind„5 ke ohne Rand aus einer Masse geschlagen ch der worden, die aus?> Silber und 2 3 Kupfer besteht,(6löthig== 108 Grän a| fein Silber in des rauhen Mark), aber so, dafs in 168 Stücken eine | Mark fein Silber enthalten, welche 2% Mark wiegen, folglich wiegen 63 u ı Stück gerade eine Mark, Die Ausprägung in dem genannten Zeitraum De N Se else 19,668,293 Thaler [5 seit hievon sind nach und nach eingezogen worden 2?„770, 5035» eset2- Rech müssen noch vorhanden sein To ‚897 7750, Tu den An# un 75 Ihalerstücken sind in den Jahren 1764 Iden- bis 66 für PD'eulsen u, Schlesien geprägt worden für 1168949» )urch 3 davon eingezogen 103,725» ‚Sep- folglich sind noch übrıg 1,065,224 Thaler. Hienach beträgt die ganze Ausprägung von kleinem Kourant seit 1764 bis Ende 1830, nach Abzug der wieder eingezogenen Münzen, wie folgt: e de n Sıl-*) Sämmtliche Angaben sind aus einem Aufsatz von Hofmann in Grän der preufs, Staatszeitung von 183 30, No. 208, 9, 10 entlehnt, und die Y Ausprägung von 1830 nach einer Mittheilung des Hrn. General- Münzdi- ;\ rektors Goedeking zugefügt. . 1. 2. 29 386 Ausprägung preufs. Scheidemünzen. 016 Siüiken at 16,989,777 Thaler a Tas Ag St 443,906» Ann aa ara ER ee tn BT 35,650,566;» Br er ee 16,897,789%; zuälh a ee ey UR 1 ana A 70,602 ‚6% Thaler Ihe a” in Thalerstücken(einschl.% und% Thaler- Is fand stücken) bis Ende 1830... 2.....-+.+.- 105,173,249» Yin Summa. 475,776,605% Thaler. nr, a0 u uiallen(5 i Ueber die Scheidemünzen, sowohl die Atern als die neuern. Vormals waren= und er Thaler im Eimlauf, erstere unter der Be- Yo ment| nennung gute Groschen, letztere unter dem Namen Dütchen, Böhmen, ackorn, und Zwei Stüber. Beiderlei Münzsortei waren aus einem Billon geprägt, est ei 5” eo ea welches aus 2 Silber und 5 Kupfer bestehen sollte,(35 löthig= 64 Grän au Shen, ode fein Silber in der rauhen Mark), in beiden wurde die Mark fein Silber = A 1= Hei Ruplen I\ eu 21 Thalern ausgebracht. Neben diesen gab es auch Stücke, oder sogenannte Sechser, aus einem Billon von t- Silber und% Kupfer; auch when ih hierin wurde die feine Mark zu 21 Thalern ausgebracht, rühren die J Von solchen Scheidemünzen sind geprägt worden von 1764 bis 1811 Kaas ud de für 42,215,672 Thaler 4% Sgr. Seit 1825 ist diese Scheidemünze ganz formen, Ingof aus dem Verkehr verschwunden; es sind vom Januar 1812 ab bis zum sählemen Stre 31. Dechr. 1829 theils für Rechnung der Münze, theils anderer landes- Drei hat man herrlicher Anstalten an solcher Scheidemünze eingeschmolzen worden| meh em für 31,815,887 Thaler nach dem Nennwerth, das Uebrige, oder für 10,399,785 Thaler ıst durch Privatverkehr, auswärtige Münzen und durch zufällige Verluste aufser Umlauf gekommen. Aulser diesen Scheidemünzen gab es noch eigne Provinzialscheidemün- zen im Betrag von 901,348% Thaler, die sich nach und nach auch ver- nich, 0 werde Seen, fans, {hal nl einer und dann ei loren haben.— Kupfergeld ist von 1764 bis zum 30. Septbr. 1821 ge- I man ans prägt worden für 341,994"Thaler 26 Sgr. 103 Pf. Se killen zur Durch das Münzgesetz von 1821 ist eine neue Scheidemünze einge- Nauen, führt, 30 Silbergroschen auf den Thaler, aus einem Billon von 3 Silber Mk af und z Kupfer,(also 32 löthig), 106% Silbergroschen wiegen eine Mark, und enthalten 64 Grän fein Silber, 480 ganze oder 960 3 Silbergr. wie- gen 4% Mark; die feine Mark ist daher in denselben zu 16 Thalern (oder 24 Gulden) ausgebracht; in 30 Silbergr. ist 1 Loth fein Silber enthalten, während in 1 Thaler, oder in 6%Stücken, 1+ Loth ent- I elle Kup m enter tl hin Ge] Klee a halten ist.“ls Kr Seit dem 30. Septbr. 1821 bis 31. Decbr 1830 sind an Sılbergroschen Weka und% Sgr. ausgeprägt worden für 2,580,197 Thaler 29 Sgr. An Kupfergeld im,| giebt es jetzt 1, 2, 3 und APfennigstücke, und zwar von einem solchen Way: Gewicht, dafs der Centner Kupfer, oder 220 Mark, zu 997; Thalern aus- Kin gebracht ist. Die ganze Ausprägung in Kupfer beträgt seit dem 30. Septbr. IR 1891 bis 31. Decbr. 1830 für 442,664 Thaler 8 Sgr. 2 Pf.; folglich ist RN. en, Thaler 4 Thaler » a en % Thaler, uern, r der B.- Böhmen, n geprägt, = 64 Grin ein Silber ücke, odır pfer; auch 4 bis ISIl Jünze gatı b bis zun rer lander- n worden oder für inzen und heidemün- auch ver- 1821 ge 1ze einge- 2 Silber ine Mark, gr, wie- in Silber ‚oth ent- groschen npfergeld ‚ solchen lern aus- D. Septbr. ‚Iglich ist Beschreibung des Ausmünzens. 387 im Ganzen an Scheidemünze seit dem 30, Septbr, 1821 bis 31. Dechr. 1830 ausgeprägt worden an 3,022,862"Thaler 7 Sgr. 2 Pf. Es verhält sich daher die Menge der Scheidemünze zu der des Kourantgeldes jetzt —=1:58,149, während sich früher die alte Scheidemünze zum Kourantgeld nach dem Nennwerth verhielt= 1: 2,267, oder nahe wie 15: 34,— (Ueber die Goldprägung seit 1764 siehe bei diesem.) Das französische Silbergeld ist zu 14 Loth 7,2 Grän ausgeprägt, d. i. 9 Theile fein Silber auf 1 Th. Kupfer; ein Francstück wiegt 5 Gram- me, also wiegen 100 Frances$ Kilogramme. Englische Silbermünzen enthalten;, fein Silber, d. ı. 14 Loth 14,4 Grän.] Man nennt bei Münzen den Gehalt an edlem Metall den Feingehalt, das Korn, und die Metallmasse, mit welchem es legirt ist, das Schrot, letzteres ist bei Silbermünzen Kupfer, dagegen bei Goldmünzen kann es auch Silber, oder Silber und Kupfer sein. Nachdem das Silber mit rei- nem Kupfer im gehörigen Verhältnifs zusammengeschmolzen worden, zu welchem Behuf man Graphittiegel anwendet, und nach vorgängigem Um- “rühren die genommene Probe(prendre la goutte) die Richtigkeit des Korns und Schrots nachgewiesen hat, wird die Legirung in eiserne Zain- formen, lingottieres, frames, ausgegossen; die Zaine werden dann unter stählernen Streckwalzen zur gehörigen Stärke ausgewalzt, die nöthige Breite hat man schon durch die Zainform gegeben, und zwischendurch in einer eisernen Muffel ausgeglüht. Haben sie die gehörige Stärke er- reicht, so werden sie unter einen Durchstofs gebracht, um Platten oder Scheiben, flans, planks, planchets, auszustolsen, eine Maschine, die theils mit einer Schraube, theils mit gebrochnem Hebel eingerichtet ist, und dann mit einer Kurbel in Bewegung gesetzt wird. Sämmitliche Plat- ien werden ausgeglüht, justirt, d. h. ausgewogen, die schwerern befeilt, die leichtern zurückgestellt zum WViedereinschmelzen, hierauf weils oder blank gesotten, welches den Zweck hat, theils die schwarz aussehenden Platten vom aufsitzenden Kupferoxyd zu befreien, theils die Oberfläche in Feinsilber zu verwandeln, d. h. das Kupfer von derselben durch Auf- lösung zu entfernen, um eine schöne weilse Fläche zu erhalten, welche freilich beim Gebrauch sich bald abnutzt, wo dann die eigentliche Farbe der Legirung zum Vorschein kommt. Das Weilssieden geschah ehedem allein durchs Kochen der Scheiben mit einer Auflösung von Weinstein und Kochsalz in Wasser, jetzt bedient man sich der verdünnten Schwe- felsäure; die schön weils gewordnen matten Scheiben werden darauf mit Wasser abgespühlt,, getrocknet, wozu sich ein Dampftrocknenapparat sehr wohl eignet; man hat sie auch mit Kohlenpulver in einer Tonne geschüttelt, noch besser damit gebürstet, wie es in der Dresdner Münze geschieht. 25° m mu ne, 4uEVERE) l 388 Beschreibung des Ausmünzens. MIC Das Prägen geschieht mittelst eines Prägewerks, balaneier, mill, und ML zwar meistens mittelst einer vorzüglich genau gearbeiteten Prökeschraube, in u welche vermöge eines bedeutend langen Hebels mit Kugeln an den bei- Pr m den Enden, balaneier, in dem gufseisernen Prägestock auf und nieder zindvel bewegt wird, wodurch die zwischen‘ die beiden Stempel geschobne Platte j(ua I — der eine steht unten fest, der ‚andere ist mit, dem untern Ende der ı zn De Schraube verbunden,— gleichzeitig den Avers und Revers erhält. Neuere ig Igel Einrichtungen sind von der’Art, dals gleichzeitig auch die Umsehrift auf nik der Münze, cordon, ausgeprägt wird; indem die Platte in einem Ring ine eb liegt, dessen keilförmige, stählerne Sectoren das Gepräge des Randes| fie Leg enthalten, und durch die Abwärtsbewegung der Schraubenspindel zu-| Fe beider S sammengedrückt werden und das Randgepräge bedingen. Gewöhnlich\uflat der Pol bedient man sich eigner Rändelwerke, machine& cordonner, edge-works, Anz scher in welehen die Platten vor dem Prägen den Rand erhalten. Statt der ann ans der mi Prägeschrauben hat man auch den nbiairten Hebel eingeführt, Neve- Mine Feinzeha domsky*), Uhlhorn, letzter hat nach seiner Einrichtung Prägewerke für go wiegd min die Münzwerkstätten in Berlin und Düsseldorf gebaut. Boulton- Watt’s ab, welches Prägevorrichtung, welche in London, Copenhagen, Petersburg, Utrecht**) von Silber It ausgeführt ist, beruht darauf, dafs ein Juftverdünnter Raum in einem lan- ist das nich gen liegenden Cylinder durch eine Luftpumpe, mitte lst einer Dampfma- au unlersueht schine bewegt, he rvorgebracht wird; mit diesem stehen me a mil Ir des im Di Kolben versehene horizontalliegende Cylinder unmittelbar in Verbindung. Ihn welche zur Der Druck der Atmosphäre treibt die Kolben zurück, so wie in dem(mente man v liegenden Cylinder der luftverdünnte Raum erzeugt wird, und die Kraft, ven. Ih Theile mit welcher durch den Atmosphärendruck die Kolben zurückgedrückt 1 a werden, setzt gleichzeitig so viele Prägewerke, als es Kolben sind, in ba Jewegung. I | Ueber Münzwesen siehe das D. t. Artikel„Monnayage, Balancier, Cor- isuewlistmie don.” Rees Cyclopaedia Artikel„‚Coinage, Mint.” Supplement to the Eneyclopaedia Britannica„„Coinage.”] Dilkape de I ERRERR® Um den Feingehalt von Silbermünzen, Gerätlien, Barren zu bestim- Paz men, bediente man sich zeither einzig und allein des Abtreibens auf P der Kapelle, oder der Kupellation, coupellation, bis in der neue- Be sten Zeit durch die Untersuchung von Gay-Lussac in Frankreich die 7 rd nasse Probe eingeführt wurde. an , U ans *) Description de la noıvelle machine a battre la monnaie. Peters- A he bourg 1811. in 4to, *#) Siehe eine Abbildung und Beschreibung derselben in den V. d G. 1831, 5. 84. mil, un ;chraube, den bei. d nieder ne Platte önde der ‚ Neuer chrift aul rem Rinz S Randes indel zı- wöhnlich re- works, Statt der tt, Neve werke fir n- Watt‘ trecht*') inem Jan Jampfina- rere mil bindung, in dem lie Kraft, sedrückt sind, in Es Cor- t to the hestim- ns auf " neue- ch die Peters- u In Betreff der Kupellation*) ist Folgendes in aller Kürze anzufük- ren; Man gebraucht zu diesem Behnuf einen Probirofen nebst Kapellen über welche bereits in der Einleitung I. Seite 49 und 50 das Nöthige beigebracht worden ist. Der Feingehalt des zu kupellirenden Silbers muls nothwendig vorläufig einigermalsen bestimmt werden, um danach die Quantität des zum Abireiben nöthigen Bleies fesisetzen zu können. Zu diesem Behuf gebraucht man den Probirstein, pierre de touche, einen glatt geschliffnen Trapp, Kieselsehiefer, auf welchem man mit dem zu probirenden Silber einen Strich macht, und daneben einen andern mit einer Probirnadel, towckau, d. i. wit einem Stuft aus einer genau gefertigten Legirung von Silber und Kupfer, um an der Gleichheit der Farbe beider Striche ungefähr die Löthigkeit zu finden. Zu diesem Be- huf hat der Probirer, so wie der Gold- und Silberarbeiter, eime gewisse Anzahl soleher Nadeln, aus 10, 11, 12, 33, 14, 15löthigem Silber. Ist nun aus der möglichsten Gleichheit der Farbe beider Striche der unge fähre Feingehalt ermittelt, denn genau kann er nicht bestimmt werden, so wiegt man die erfahrungsmälsig nölhige Menge reines Weichblei ab, welches kein Silber enthalten darf; allein, da kein Blei völlig frei von Silber ist,(am wenigsten silberhaltig und deshalb besonders gesucht ist das villacher Blei), so mufs vorher der Silbergehalt desselben ge nau untersucht sein, um dann beim Abwiegen des Silberkorns den Be- (rag des im Blei enthalten gewesenen abziehen zu können. Die Menge Blei, welche zum Kupelliren erforderlich ist, richtet sich naeh der Kup- fermenge, man weils, dafs um 1 Theil des letztern als Oxyd aulzuneh men, 16 Theile des erstern erforderlich sind, allein mit Silber legirt er fordert das Kupfer desto mehr Blei, je mehr Silber vorhanden ist, weil dieses das Kupfer vor der Einwirkung des Bleies schützt. Man rechnet, dafs eine Kapelle das Oxyd von einem doppelt so grolsen Gewicht Blei, als sie selbst wiegt, aufnehmen kann. [Die Menge des in jedem Fall anzuwendenden Bleies kann nur durch Erfahrung ermittelt, nicht blofs durch Rechnung gefunden werden, da sich dieselbe nicht in einem bestimmten Verhältnils zum Legirungsme- tall des zu probirenden Silbers verstärken läfst. D’Arcet‘*) hat hierübeı eine Tabelle mitgetheilt, nach welcher im Laboratorie der pariser Münze verfahren wird. *) Eine ausführliche Anweisung zu diesem Prozels Ändert man in Siratingh’s chemischem Handbuch für Probirer etc, Seite 343. ER. A EB. ucHE Bar 1; S, 56. m nn Ueber das Kupelliren des legirten Silbers. 389 N) 2 = 390 Beschreibung des Verfahrens beim Kupelliren. Tabelle tiber die beim Kupelliren des Silbers erforderlichen Mengen von Blei. Feingehalt Feingehalt d, Legirung| Bleimengen| Verhältnifs der Legirung in in zum Kupellir.|d. Bleies zum 1000 Theilen. Loth und Grän. erforderlich.| Kupfer. 1000 16 Loth 0,3 0 950 15» 53,6 Grän 3. 60:1 900 3 Ye ee 7 ‚0:1 800 12» 144» 10 50-R 700 17,36% 0 12 40: 1 600 9510,58 9% 14 35 Al 500 8 2— 16—17 32:1 400 er a 16— 17 26,66: A 300 4.= 144.» 16—17 22,55: 1 200 a 16 17 20:5 100 1:5 21009, 16—17 17401 l— 0,288„, 16—17 16,016: 1 0—_ 16—17 16: 1.] oder reines Kupfer. Man trocknet die Kapelle in der Muffel allmälig ab, Abäthmen, und lälst sie heftig rothglühend, fast weilsglühend werden,(24° Wedgw.) dann trägt man das Blei in dieselbe, behält aber ein kleines Stückchen zurück, welches zu einem sehr dünnen Blech ausgeschlagen zum Ein- wickeln des Silbers dient. Man vermehrt die Hitze, bis das Blei raucht und die Kugel in eine drehende Bewegung kommt, treibt, emboutir (35° Wedgw.), ist dann die Oberfläche glänzend und rein, so trägt man auch das Silber ein, dieses schmilzt, wenn die Hitze gehörig grols war, schnell ein. Ein Zeichen des gehörig erfolgenden Abtreibens ist, dals hellglänzende Punkte an der Oberfläche sichtbar werden, die darauf niedersinken, dafs sich ein Rauch im Innern der Muffel erhebt und nach vorn zu zieht; je mehr sich das Blei oxydirt und in die Kapelle eingezogen hat, desto lebhafter wird die drehende Bewegung, das Sil- berkorn immer mehr gerundet, die glänzenden Punkte immer grölser, desto aufmerksamer mufs aber auch jetzt der Probirer sein, um theils kein zu starkes Feuer zu geben, wodurch leicht etwas Silber verdampft, aber auch nieht zu wenig, wodurch das Bleiglas und das immer streng- flüssiger werdende Silberkorn erstarren könnte. Die Zeichen, ob der Prozels im rechten Gang ist, nimmt man von der Farbe der glühenden Ka- pellen, der Beschaffenheit des Rauchs ete.; von der rechten Tempera- tur hängt alles ab. Gegen das Ende des Prozesses zieht man die Ka- - N ıl I dm ron IM) [nl Juan " arfnde,| jan be) ig nei Kr Ei al au Al. Interfli sell Allein! Ic Siherser Kjjeri de ls Auch, Yun Blind hühn de Probe gen, voll dh dp zurte 65 At ka ANISU son mndast wird, allaın 6 Gran, forenien Ware Grin] Beschwerden Im ayelmche ya ds| rl de Pnlinihren Di ul us ante ui ya adaldıan 6: rel welch PATSAU) bh ll te allsum [u alla Verl LU) N Sıpete A fe che rl re hr«emule Neues Probirverfahren auf nassem Weg. 391 | pelle in den vordern Theil der Muffel, um desto genauer den Zeitpunkt von Blei| des Blickens beobachten zu können. So wie dies geschehen, wird die — Kapelle langsam abgekühlt, um das Spratzen zu vermeiden, wobei Ver- rlältnils lust stattfindet, das Silberkorn von dem Bleiglas und der Kapelle abge- lei er u e 7 nn löst, mit einer Kratzbürste abgeputzt und gewogen. Dasselbe muls glän- zend, weils aussehen, oft zeigt es krystallinisches Ansehen, besonders ) auf der Unterfläche. Zur gehörigen Controle werden zwei Proben an- ): gestellt. Allein trotz aller Vorsicht ist es durchaus nicht zu vermeiden, ): dafs ein Silberverlust stattfindet, und der Feingehalt daher nie so hoch aus- Ir fällt, als er in der Wirklichkeit ist, theils durchs Verdampfen des Silbers, l l l N theils dadurch, dafs ein wenig, sei es als Oxyd. oder als Metall, mit l 1 : dem Bleioxyd in die Kapelle sich einzieht. Aulserdem bleibt der Will- ei kühr der Probirer viel überlassen, ob sie kalt, oder warm blicken las- I a sen, wodureh das Korn mehr oder weniger fein erhalten wird. fi[So zeigte es sich, dafs bei vielen mit gleichen genau gefertigten Legirun- a 2 gen angestellten Versuchen der Feingehalt a ziemlich feinem Silber, 5.016] von mindestens 15 Loth 4 Grän, fast ohne einen Unterschied ausgebracht Bu wird, allein bei einem Silber von 14 Loth 7,2 Grän nur auf 14 Loth la 6,048 Grän, also ein Verlust von 1,15 Grän stattfindet. Ja die Dif- ferenzen waren nicht selten noch gröfser, und betrugen 1,44 bis 1,72 äthmen, Grän,] Wedgw.)\ Beschwerden der französischen Münzmeister über die durchs Kupel- Stückchen liren ausgebrachten Gehaltsangaben der von ihnen geprägten Geldsorten zum Ein- veranlalsten das französische Ministeriam*), das zeitherige Verfahren jlei raucht prüfen, und da dessen Unzulänglichkeit bald erkannt wurde, ein anderes emboutir Probirverfahren ermitteln zu lassen, welches genauere und sichere Re- trägt man| sultate als ersteres, und den Gehalt bis auf 2055= 0,144 Grän richtig zrols war, angiebt. Gay-Lussce wendete sein alkalimetrisches Prüfungsverlahren ist, dals| auch auf diesen Gegenstand an, und gab zu diesem Behuf eine Methode an, ie darauf| welche so einfach und wenig zeitraubend ist, dals ein geübter Probirer hebt und' danach füglich 60 Proben täglich machen kann. Man fertigt sich näm- Kapelle lieh eine Auflösung von reinstem Kochsalz in destillirtem Wasser in ei- das Sil- nem solchen Verhältnifs, dafs 100 Gramme der Auflösung genau 2 Gr. grölser, reinstes in Salpetersäure aufgelöstes Silber als Chlorsilber niederschla- m theils gen. Eine solche Auflösung giebt, wenn man sie zu einer Auflösung rdampft, von 2 Gr. legirten Silber setzt, durch die nöthige Menge um alles Sil- r streng- ber niederzuschlagen, genau den Feingehalt an. Wollte man sich näm- ob der_— nden Ka-*) Officielle Verhandlungen über das in Europa allgemein übliche Tempera- Prüfungsverfahren, die Unzulänglichkeit desselben und ein neues Ver- 2 fahren Gold und Silber auf seinen Feingehalt zu prüfen, in den Ben. . Zn 2 s \ die Kı- G. 1831. S. 90. 392 Neues Probirverfahren auf nassem Weg. lich aufs Aussülsen, Trocknen und Wiegen des Niederschlags einlassen, ie so würde es unübersteigliche Schwierigkeiten haben, da es bekannt ist, li Ei dafs Chlorsilber sich in Wasser ein klein wenig auflöst, ja selbst in Salz- N eo. wasser nicht ganz unbedeutend. Diese Uebelstände werden bei Gay- An fi Lussac’s Methode völlig beseitigt. al u ['Man löst 100 Gr. reines Kochsalz in 9143 Gr. destillirtem WVasser auf, ba und probt diese Auflösung, ob sie die vorschriftsmälsige Stärke besitzt, Ihe oder# indem man 100 Gr, davon abwiegt, und zu einer Auflösung von 2 Gr.| platt u feinem Silber zusetzt; wenn dann nach gehörigem Umschütteln des Ge-| I I 1 misches beider und nach dem Absetzen des Niederschlags eine abfiltrirte lo Lt Probe weder durch einen Tropfen Silberauflösung, noch durch einen Juah; man Tropfen Kochsalzauflösung getrübt wird, so ist sie gehörig angefertigt, di Mall] widrigenfalls noch etwas Kochsalz hinzugebracht, oder umgekehrt etwas pe und| Wasser zugefügt werden mufls. Von solcher Auflösung werden dann Jipchens In 100 Gramme in einem mit einer Tülle versehenen Probeglas abgewo- andern Seit gen(Tafel I. Fig. 24), welches nach ganzen Grammen eingetheilt ist, doch diese aus demselben die zur Niederschlagung der in 10 Th. Salpetersäure von— Tome 22° B.(1,175) gemachten Auflösung von 2 Gr. des zu probirenden und Kup! Silbers nöthige Menge Flüssigkeit, und zwar zuletzt vorsichtig tropfen- Fein weis, zugesetzt, bis eben keine Trübung mehr erfolgt, dann der unver- e Sr... 3| erseht une brauchte Rückstand gewogen. Der Gewichtsunterschied giebt die ver- Ta brauchte Menge der Auflösung, zugleich aber auch die Tausendtheile| und di Fe des Feingehalts an, wenn man nämlich der Summe der verbrauchten| dien Zwei Gramme das der Decigramme hinzufügt. Alreibens, u Statt des WViegens dürfte sich vielleicht eine andere nicht minder Air bschrt exacte Methode des blofsen Messens auffinden lassen, nämlich so, dals Pl tel man, nach einer vorläufigen Probe mit der Kupellation, so viel von der N ; en ie& E IKILEN, ING| abgemefsnen Probeflüssigkeit in ganzen Grammen hinzusetzt, als erfor- I derlich sein möchte, bis auf ein oder 1% Gr. die vollständige Nieder- Km da schlagung zu bedingen, sodann aber von einer 10mal schwächern Flüs- Seine sigkeit; man brauchte dann nur nach den ersten Maasgläschen die Gramme, Din a nach dem zweiten die Zehntelgramme,(oder wenn man die Verdünnung Werl,$ bis zum 20fachen getrieben hätte, die halben Zehntel) zusammenzuzäh- tundte di len, um die Procente und Zehntelprocente, oder überhaupt die Tau- fl sendtheilchen des Feingehalts zu finden. . Um dieses Verfahren auf unsere Gewichtseinheiten zu beziehen, würde } nur nöthig sein, statt% Gramme etwa 2% Grän, d. i. 1 Quentchen ab-| zuwiegen, in d Quentchen Säure aufzulösen, und eine solche Kochsalz- Un dası auflösung zu bereiten, von welcher 288 halbe Grän, d. i. 8 Loth, im N.- oe N re. h Stande sind 25 Grän= 1 Quentchen feines Silber völlig niederzuschla-\ gen. Darauf verfährt man ebenso, und bedient sich beim Abwiegen N denn q “Ger : 2 i 2 Eee Ran noch 4 und% Grän, die dann in Bezug auf obige 288 halbe Grän den respectiven WVerth von Halben und Viertheilen haben, und findet so a den Feinzehalt nach ganzen, halben und viertel Grän. I {>}> Mr inlassen, annt ist, in Salz. el Gay- Isser auf, © besitzt, on d Gr n des Gr. abfiltrirte rch einen ngefertigt, hrt etwas den dan abgewo- etheilt is, säure von oBirenden 5 tropfen. ler unver : die ver- sendtheile| jrauchten - minder so, dals von der ls erfor- Nieder- rn Flüs- ramme, lünnung nzuzäh- lie Tau- würde hen ab- ochsalz- ‚th, ım zuschla- bwiegen rän den udet so Beschreibung des Affinirungsprozesses. 393 Es ist durch Seebeck’s Versuche bekannt, dafs in der thermoelcktri- schen Reihe der Metalle ein Metall, je nachdem es völlig rein ist, oder grölsere oder geringere Spuren von fremden Einmischungen enthält, eine ganz andere Stelle einnimmt; so behauptet z, B. Platin im reinsten Zu- stand die fünfte Stelle, dagegen der Deckel eines Platintiegels( wahr- scheimlich noch älteres Jeanettisches Platingeräth) die 29ste; Kupfer behauptete nach den verschiednen Graden seiner Reinheit die Tte, 12te, 2lste oder 27ste Stelle. Oersted 8) hat einen elektromagnetischen Mul- tiplikator zur Prüfung des Feingehalts des legirten Silbers eingerichtet. Zu dieser Probirart werden statt der Probirnadeln Probirplatten von allen Löthigkeiten angewendet, vom Feinsilber bis zum reinen Kupfer herab; man versucht, welchen Ausschlag die in dem WVirkungskreis des Multiplikators aufgehängte Magnetnadel, wenn eine 12löthige Probe- platte und die zu prüfende mittelst eines mit Salzsäure befeuchteten Tuch- läppchens in Berührung gebracht, giebt, ob sie nach der einen oder der andern Seite hin sich wendet etc. Für technische Prüfungen ist je- doch diese Meihode schwerlich anwendbar, wie der Erfinder es glaubt. — Zenneck’s**) Aöroskop, ein Instrument, um Legirungen von Silber und Kupfer zu analysiren.] Feinmachen, Affiniren des Silbers, affinage, refining. Man versteht unter diesem Wort ein Verfahren, legirtes Silber zu scheiden, und den Feingehalt der Legirung darzustellen. Man bediente sich zu diesem Zweck in frühern Zeiten ausschliefslich der Saigerung und des Abtreibens, metallurgischer Prozesse, die unter dem Artikel Blei und Kupfer beschrieben worden sind. Erst in diesem Jahrhundert wurde der Prozefs entdeckt, Silber von Kupfer mittelst cone. Schwefelsäure abzu- scheiden, und gleichzeitig auch den geringen Goldgehalt im Silber,—';5 bis 700, den man früher wegen des hohen Preises der anzuwendenden Salpetersäure nicht abscheiden konnte, zu gewinnen, [ D’Arcet***) gab 1802 ein Verfahren an, mit dieser Säure, statt mit Sal- petersäure, Silber von Gold zu scheiden, und zwar letzteres völlig fein, er machte diese Auflösung in eisernen Kesseln, bediente sich des Eisens, um Silber und Kupfer aus ihrer Auflösung in Schwefelsäure zu fällen, später jedoch des zweckmäflsigern Verfahrens, Silber durch Kupfer niederzu- schlagen, um den erzeugten Kupfervitriol in den Handel zu bringen; 1816 wendete er Geräthschaften von Platin an, nämlich Kessel und Helm, um in denselben das Auflösen des güldischen Silbers vorzunehmen, was denn auch in Frankreich allgemein üblich ist. Tocchi hat die eisernen Geräthe wieder aufgenommen, die weit wohlfeiler sind, als — DESIn: Wed 99° Ss Mi “) ET BA 1. Ss, 132, 296, 423, Bd, 3. S. 443. “**) Annal, de l’industr..franc, T, 3, p. 491. 394 Beschreibung des Affinirungsprozesses. die von Platina; Hempel*) in Oranienburg bedient sich weder der Platin- noch der Porzellangeräthe zu seinem Affinirverfahren, Es ist bekannt, dafs conc. Schwefelsäure gufseiserne Geschirre fast gar nicht angreift, welches in einer Umkehrung der elektrischen Pola- rität seinen Grund hat, indem das Eisen ın Berührung mit jener Säure — elektr. wird, also zum— el. Sauerstoff keine Anziehung äulsert; eben so ist es auch mit cone. rauchender Salpetersäure und Eisen, oder Zinn. So wie man aber die Säuren bis auf einen gewissen Grad mit Wasser verdünnt, erfolgt die Zersetzung mit Heftigkeit. Aus den Ver- suchen von Fechner**) ist bekannt, dafs Eisen mit Silber oder Kupfer in Berührung in conc. rauchender Salpetersäure— elektr. wird, während jene+ el. sich verhalten, woraus es sich erklärt, dals das Eisen nicht, aber wohl das Silber oder das Kupfer sich auflösen. Ebenso verhält sich auch cone. Schwefelsäure.— Uebrigens dürfte nicht überflüssig sein hier anzumerken, dafs nach Wetzlar***) Silber sich ın einer mit über- schüssiger Schwefelsäure versetzten Auflösung von schwefels. Eisenoxyd selbst ohne Wärme an der Luft auflöst, und zwar dadurch, dals das Silber hier+ el. wird, sich auf Kosten des Eisenoxyds oxydirt, welches zu Oxydul reducirt sich durch den Sauerstoff der Luft wiederherstellt.] Das neuere Verfahren beim Affiniren des mit Kupfer legirten gül- dischen Silbers besteht nach D’Arcet in Folgendem+): Das Silber wird, ist es eine Barre, geschmolzen und granulirt, ist es dagegen ausgemünzt, so können die Münzen unmittelbar angewendet werden, oder nachdem man, wenn es schmutzige Scheidemünze, durch Glühen in einem kleinen Flammofen allen Schmutz zerstört hat. Darauf kocht man das zu schei- dende Silber mit conc. Schwefelsäure, deren Menge sich nach der Be- schaffenheit der Legirung richtet, denn Kupfer verlangt weit mehr Säure, als Silber, in Platin- oder Eisengefälsen,(sind es Platingefälse, so kann auch eine mälsig cone. Siure, wie sie durchs Abdampfen in den Blei- pfannen erhalten wird, von 55 bis 60° B., angewendet werden), wodurch Silber und Kupfer, aber nicht das Gold, sich auflösen; letzteres wird dann.noch einmal mit conc. Schwefelsäure behandelt, darauf abgewa- schen und getrocknet, mit etwas Salpeter in Graphittiegeln geschmolzen. Die Auflösung des schwefels. Silberoxyds wird heifs in bleierne Pfan- nen gegossen und zersetzt, indem man in dieselbe Kupferplatten eintaucht, wodurch das Silber metallisch niedergeschlagen wird; hierauf wird es abgewaschen, getrocknet und mit etwas Salpeter und Borax seschmol- zen, um die kleinen Spuren von eingemischtem Kupfer auszuscheiden; (in Hempel’s Affiniranstalt geschieht das Schmelzen weder in Tiegeln, *) W. 2. Bd. 4.8.4052 Sm. BAu23. 8. 137: "*) 5.n, J. Bd, 23. 5.94. 1) D. 2). Bd. 28. 5.1. Bd, 31. S. 268. an„ie nlste st I (fell and zn IN flenyd I wech fjnk m Verbin gi male er Jswhmeligan die mn Erzenz (Dina aubt A un die Aufstel aim, welche Wagedampf Gesundheit ur angelaler,$ abınleiten, Hiten und Bletröhren ı Dinpfe mac kühlen Orten durch eine B (hndensalor 2 Ders mit R esenthallnen Chrehten wir durhäne Röh dr Ihfmig OF Drkien mö kikifen no? Dhluch, d mel Mn Armeinen: hl sl. A Jan ln If ul {m nalen, in) \ Tom N Er BER FREE—— nn TE NT 27 IT Ga Beschreibung des Affinirungsprozesses. 395 der der noch mit Salpeter, sondern in einem eisnen Flammofen bei Holzfeuerung), Das aufgelöste schwefels. Kupferoxyd, welches Ueberschuls an Säure ent- re fast hält, wird dann noch mit Kupferoxyd(Kupferasche, K. hammerschlag, 1 Pola- andern Kupferabfällen) ziemlich gesättigt, auf einen Rückhalt an schwe- Säure| fels. Silberoxyd mit Kochsalz geprüft und zur Krystallisation gebracht. iulsert;— Am zweckmälsigsten wird eine Affiniranstalt mit einer Schwefelsäure- 1, oder fabrik in Verbindung gesetzt, weil dieselbe erstlich das Hauptmaterial ü E sich wohlfeil—- kann, SEUEE im Stande ist, das Nebenprodukt, Kupfer das schwefligsaure Gas und die verdünnte Schwefelsäure, am besten wie- vährend der zur Erzeugung von Schwefelsäyre zu verwenden. ı nicht,[ D’Arcet giebt a. a.©. Zeichnungen von den Laboratorien 2 Affınerien, verhält um die Aufstellung der Platinkessel und die Verdichtungsräume darzu- sig sein stellen, welche das-sich beim Kochen entwickelnde schwefligsaure Gas, t über- Wasserdampf und verdampfte Schwefelsäure aufnehmen, und für die enoxyd Gesundheit unschädlich machen sollen. Das erste ist ein zweckmälsig als das angelegter, gut ziehender Schornstein, um alle Dämpfe schleunigst welches abzuleiten; zweitens müssen die Platinkessel mit gut aufschliefsenden stellt.) Hüten und Röhren aus Platin verschen sein ‚ letztere stehen mit Bleiröhren in Verbindung, welche das sich entbindende Gas und die eu gül- Dämpfe nach den Condensatoren leiten, bleiernen Kästen, welche an v wird,? kühlen Orten(im Souterrain) stehen, von denen ein jeder mit dem andern münzt, durch eine Bleiröhre in Verbindung gesetzt sind. Das in dem dritten chdem Condensator nicht niedergeschlagne schwefligsaure Gas geht dann in ein leinen bleiernes mit Kalkbrei gefülltes Gefäfs, in welchem durch stete Bewegung schei- des enthaltnen Kalkbreies dem Gase stets neue Oberfläche zur Absorption SB dargeboten wird. Aus diesem endlich entweicht der luftförmige Rückstand Säure, durch Eine Röhre in einen gut ziehenden Schornstein, um das Nachtreten der luftförmigen Produkte aus den Kesseln durch die Röhren in die ‚ kann a1 ee“ Blei. Bleikästen möglichst zu befördern.] durch Dadurch, dafs in der neuern Zeit dieses Scheidungsverfahren mit- rd telst Schwefelsäure in Ausübung getreten ist, sind die Scheidungskosten ewa- im Allgemeinen ungemein ermälsigt worden. Das in allem Silber ent- olzen, haltne 05 bis 55 Gold, was früher ungeschieden bleiben mufste und Ba also verloren war, jetzt aber geschieden werden kann, trägt allein schon licht, die Scheidungskosten. Früher kostete*) eine Scheidung des Silbers vom es\ Kupfer mittelst des Saigerns und Abtreibens, abzüglich des Werths des Kol! davon resultirenden Kupfers, bei uns für die Mark fein 4% Sgr., oder ie etwa 1) vom Silberwerth, das Gold blieb verloren: jetzt bezahlt man oseln, den Werth des enthalten gewesenen Kupfers, indem dem Affineur das 000 Gold, welches im Silber enthalten war, und ungefähr 1,52 des ia 268 EISZ a; a, O, S. 475., ferner auch Ba. 5. S. 19, Er EN ns m mer rer I— =— a =» 396 Legirung des Silbers mit Quecksilber, Silberwerths beträgt, zu Gute kommt, wodurch er für die Scheidungs- kosten gedeckt ist. Aber nicht allein güldische Silbermünzen(spanische Piaster, mexi- kanische, columbische Dollars und andere südamerikanische Geldsorten), so wie Silber in Barren werden affınirt, sondern auch alle Krätzen, cendres, von Münzwerkstätten, aus den Werkstälten der Gold- und Sil- berärbeiter, Broneeure, Knopfmacher, Gold- und Silbermanufakturen ete, Das Gekrätz wird zuerst, wenn es in Scherben gebrauchter Tiegel be- steht, zerstampft, und gesiebt, sodann dem Schlemmen unterworfen, zu welchem Behuf eine Einrichtung nach Art eines Kehrheerds sehr vor- theilhaft ist*). Die ausgeschlemmten Gold- und Silberkörnchen werden dann der Affinirung unterworfen. Früher und auch noch jetzt pflegte man durchs Anquicken die edlen Metalle auszuziehen, allein hiezu gehö- ren 2 bis 3 Amalgamationen, was nicht wenig kosispielig ist, theils beide durch die Quartation zu scheiden, siehe beim„Gold.” Kupfer, Zink und andere Metalle enthaltende Krätze wurde gewöhnlich erst mit Salpeter geschmolzen, um die unhaltigen Metalle zu oxydiren und die Schlacke abzutreiben, siehe beim„Gold.” Legirung des Silbers nit Q uecksilber. Beide Metalle verbinden sich sehr leicht ohne Anwendung von Wärme mit einander, wenn man Quecksilber mit Blattsilber oder durch Kupfer gefälltem fein zertheilten Silber zusammenreibt, oder eine salpeters. Silberauflösung wit über- schüssigem Quecksilber zersetzt, wobei sich das Silber redueirt und als ein sogenannter Silber- oder Dianenbaum anschielst, sich aber auch gleich mit dem überschüssigen Quecksilber verbindet. Das Amalgam hat eine mehr zinn- als silberweifse Farbe ,, ist weich, krystallisirt aueh wohl, wie das natürliche, in Dodekaädern, Okta@dern, besteht aus 65 Qu. und 35 Silber. Das Silberamalgam hat ein grölseres speeif, Gewicht, als die Rechnung angiebt. [Um einen schönen Anschufs dieses krystallisirbaren Amalgams zu erhal- ten, verlährt man also: man löst 2% bis 3 Theile salpeters. Silberoxyd in 25 bis 30 Theilen destillirt. VVasser auf und schüttet in die Auflösung ein Amalgam von 1 Th. Silber und 8 Th. Quecksilber, oder auchdbis 6 Th. Qu.; nach einigen Tagen zeigt sich auf letzterm ein baumartiger Anschufs.| Versilberung, argenture, silvering. Man unterscheidet heilse und kalte Versilberung auf Messing, Tombak, Kupfer; die erstere ge- seschieht mittelst Silberamalgam entweder auf gleiche Weise, als beim Gold unter„Feuervergoldung” gelehrt werden wird, oder auch, wie über- haupt in England gewöhnlicher ist, als bei uns. dadurch, dals man *) Siehe unter andern die V, d, G, 1822. S. 194. nebst Abbildung. . Mm Inh] MN(ul nit I) Miss [ums man V BR all, Jul ahgel ji weiße qjnmelzen( and die Sk ihelie zii, nd ei li- Anden her(In Kot ei), Sala 5lıh, In zn vabt Ai sahen af di silbernden R Silheriberaug Silher zul | Anipk versil ninol, 1 Sul Sılmmıser be she und mi Bora af, un Aullsus von hinle, um man ine ß ud Ghpalle Nise ab, u I elheraig el hl, ru Alte Tor dan A tollsehe,| Al dt[N) Kyın Sltdem Kein 10> eins vl, ul) h le 20,|. NG Insun, ut u Mk, BRBEREEBe"——— esenemenune Er er ze TE NIT ET TR Heifse und kalte Versilberung. 397 eidungs- 1 Theil durch Kupfer niedergeschlagnes Silber, 4 Theile Salmiak, eben , mexi- so viel Kochsalz und% Theil ätzendes Quecksilbersublimat zu einem Brei sorten), mit etwas Wasser anmengt, und damit das Kupfer, Messing, oder Tom- Trätzeh bak, was man versilbern will, welches vorher mit schwachem Scheide- 2’ nd Sil- wasser gebeitzt, und; mit einem Gemisch von rohem Weinstein und en ele Kochsalz abgerieben worden ist, bereibt; hiedurch bedeckt sich das Me- sel be- tall mit weilsem Silberamalgam, welches sich aus dem durch das Me- fen. Au tall zersetzten Chlorquecksilber und dem Silberstaub gebildet hat. Dar- hr vor. auf wird die Fläche mit reinem Wasser abgespühlt, getrocknet und das werden Stück rothglühend gemacht, wodurch das Quecksilber in Dämpfen ent- pflegte weicht, und ein Silberüberzug zurückbleibt, welcher sich schön poliren läfst.— Andere Angaben zur Feuerversilberung sind: 17; Loth Chlorsil- ber(durch Kochsalz aus einer Auflösung des Silbers in Salpetersäure gefällt), Salmiak, Glasgalle, Zinkvitriol(statt dessen Kochsalz), von jedem alpeter 5 Loth,% Loth Quecksilbersublimat(diesen läfst man auch wohl weg); ehlacke man reibt diese Materialien zu einem Teig mit etwas Wasser, trägt den- ; 8& selben auf die gehörig gereinigte und angesottne Oberfläche des zu ver- silbernden Kupfers, Messings ete., und läfst es dann glühen. Auf diesen Silberüberzug reibt man gewöhnlich noch mit Kupfer niedergeschlagnes 5 Silber auf. ı gehö- s beide nk und rbinden nn man theilten -[| Knöpfe versilbert man mittelst eines Teigs aus 48 Kochsalz, 48 Zink- nd als vitriol, 1 Sublimat, 2 Chlorsilber.— Oder man trägt auf eine mit auch Salzwasser befeuchtete Fläche ein Gemeng von gleichen Theilen Chlor silber und mit Kupfer niedergeschlagnen Silber, 2 Theilen caleinirten Borax auf, und lälst das Stück rothglühen, taucht es noch heils in eine Auflösung von Kochsalz und WVeinstein, und bereibt es mit einer Kratz- ım hat ; auch a bürste, um den noch anhängenden Borax abzulösen.- Hierauf trägt wicht, man einen Brei von gleichen Theilen Salmiak, Kochsala, Zinkvitriol und Glasgalle auf, glüht das Stück kirschroth, löscht es in siedendem erhal- WVasser ab, und bürstet es dann unter kaltem mit der-Kratzbürste ab. roxyd| Diese Operationen werden so oft wiederholt, bis das Stück 4 bis 5 Lagen ösung erhalten hat, worauf es dann gehörig versilbert ist; hierauf wird es polirt.] 6Th. uls.] Kalte Versilberung. Man nimmt Chlorsilber, mengt es mit 3 Thei- ilse len Pottasche, 1 Th. feinster Schlemmkreide und reichlich 1 Th. Koch- ‘ salz, reibt es mit etwas Salzwasser auf die gehörig vorgereinigte Metall- Ha' fläche mit dem Finger auf, man kann es auch mit etwas Salz und ge- über- reinigten\Veinstein anmengen und so auftragen; hierauf wird es abge- ee spühlt, trocken gerieben und dann mit irgend einem farblosen Lack über- zogen. Diese matte Versilberung ist für physikalische, mathematische ihr Instrumente, namentlich für Theilungen, sehr zweckmälsig, weil getheilte 8. Skalen, Kreise nicht erhitzt werden dürfen. Wollte man mehrmals auf 398 Versilberung, Versiberung mit Blattsuber. diese Art Silber auftragen, so blättert es sich ab, allein, wenn man das übersilberte Stück heifs macht; so nimmt es dann noch mehr Silber an, auch leicht Silberamalgam, Blattsilber ete.— Man mengt einen Theil durch Kupfer niedergeschlagnes Silber mit 6 Theilen(4 Th.) Kochsalz, eben so viel gereinigtem Weinstein und 1; Theil Alaun, reibt das Ge- meng auf eine reine Metallfläche, wie vorhergehend, und polirt es mit weichem Leder. Nasse Versilberung, Silbersu d; man mengt 1‘; Loth Hornsilber mit 4 Loth gereinigtem Weinstein und 4 Loth Kochsalz, beitzt die zu ver- silbernden Metalle, Messing, Tombak, Bronze, Kupfer mit Salpeter- säure— das Abbrennen—, und bringt sie sodann in eine kochende Auf- lösung jenes Gemengs in Wasser, läfst sie 5 Stunde lang darin, wobei sich das Silber metallisch auf jenen niederschlägt; das Kochen geschieht in emailirten eisernen Kesseln. Versilberung mit Blattsilber auf die genannten Metalle, nament- lich auf Kupfer, eigentliches Pla ttiren, plaque francais, french plating, auch argent hache*) genannt. Die Gegenstände, nachdem sie völlig fertig bearbeitet sind, werden rothwarm gemacht und in starkverdünn- ter Salpetersäure abgebrannt, recuir, um alles Oxyd völlig hinweg- zunehmen; sodann schleift man sie mit Bimsstein und Wasser, poncer, macht sie wieder rothwarm, löscht in Wasser ab, taucht sie wieder in stark verdünnte Salpetersäure, wodurch die Oberfläche sehr feine Erha- benheiten bekommt, rauh wird, um das Blattsilber anhaften zu machen; reicht dies aber nicht aus, wie bei ebnen Flächen, so wird die Fläche noch besonders mit einem eigens dazu gefertigten Messer rauh gemacht, hacher. Ist dies geschehen, so werden die Stücke gelind erhitzt, bis sie blau anlaufen, bleuir, und mittelst eines eisernen Gestells, mandrin, auf welches man dieselben legt, warm erhalten; darauf trägt man 2 Blätter Silber mittelst einer Pincette, brucelle, auf, streicht sie mit dem Polir- stahl an, charger. Hierauf wird das Stück wieder erhitzt und 4 Blätter auf einander gelegt und aufpolirt; so fährt man mit je 6 fort, bis 30 ja 60. Blätter nach und nach angetragen sind, welche dann die Versilbe- rung sehr dauerhaft machen. Nach gehöriger Politur kann man die Rän- der der einzelnen aneinander grenzenden Blätter nieht mehr unterschei- den. Seitdem die Plattirung von Kupfer mit Silber mehr üblich gewor- den, bedient man sich dieses Verfahrens weit weniger, als früher, be- sonders nur noch bei Schwerdtfegerarbeiten. a *) In Deutschland versteht man unter Argent hach@ eine Legirung von Kupfer mit Arsenik, die frisch bereitet ziemlich silberweis aus- sieht, aber bald gelblichgrau anläuft. Siehe beim ‚‚Arsenik,” syßsen 1 je ‚fmibert u m Ihl, N platt d in | Im ziehe un fü den Art jmlls Kusilbert ud Que (emicht kun zung Mes und Zinnam I(nes zunes nieder man b bis als Ruple vorher a00 conc, Au dann one dann pol gebracht, el von Glıs un Silbe Silben die Euibone al nr vor sich rich ma Yes,| Ile, welch Vie mi| Ne Mami sun er man dag ilber an, en Theil Kochsalz, das Ge: t es mit (ornsilber e ZU ver. Salpeter. nde Auf. 1, wobei geschielt nament- ı plating, sie völliz kverdünn- hinweg. , poncer, vieder in ne Erha- machen; e Fläche gemacht, , bis sie Irin, aul , Blätter m Polir- 4 Blätter is 30 ja 'ersilbe- lie Rän- erschei- gewor- ‚el, be- Legirung yeis alls- ) f EZ Falsche Versüberung, Silberoxyd. 399 Soll Eisen versilbert werden, so muls es vorher erst verkupfert wer- den ‚(vergleiche vorn I.;S. 283), auf die Kupferhaut wird dann eine kalte Versilberung,, auch wohl Blattsilber aufgetragen.— Vom Versil- bern von. Holz, Papier, Leder, Pergament ete. siehe beim„Gold.”— Silberplattirung, plague en argent,plattirtes Blech, Draht,(Lahn) ete., hievon siehe unter., Gold” das Nähere, [Siehe den Artikel„Argenteur” im D, t. Tom. 2. pag. 145, auch in D, p: J.Bd.10,S.58. Rees Cyclopaedia Vol. 32,„silvering.”— Falsche Versilberung. Man bereitet aus gleichen Theilen Zinn, VWVismuth und Quecksilber ein Amalgam, welches fein gerieben mit dem vierfachen Gewicht feinster Schlemmkreide gemengt wird. Reibt man es auf ge- reinigtes Messing, so wird es sogleich weils.— Versilberung mit Silber- und Zinnamalgam, nach Stratingh. 1 Theil Stanniol wird mit 2 Thei- len Quecksilber zu Amalgam verbunden, welchem man noch 1 Theil reines niedergeschlagnes Silber zusetzt; dem gepulverten Amalgam fügt man 6 bis 8 Theile Knochenasche zu. Beim Gebrauch reibt man es aufs Kupfer oder Messing auf, rascher geht es, wenn man die Metalle vorher anquickt.— Elfenbein wird dadurch versilbert, dafs man es in eine conc. Auflösung von salpeters. Silberoxyd eine Zeit lang eintaucht, dann unter Wasser dem Licht aussetzt, wodurch es schwarz wird, so- dann polirt. Seidenzeug soll damit getränkt, dann in WVasserstoffgas gebracht, einen metallischen Lüster erhalten.— Ueber die Versilberung von Glas und Porzellan siehe diese Artikel I. S, 534.] Silber verbindet sich mit Sauerstoff in 2 Verhältnissen: 1) Silberoxyd, Oxide d’argent, O. of silver, bildet sich zwar durch die Einwirkung der Luft, des Sauerstoffgases auf geschmolznes Silber, allein nur vorübergehend, denn so wie die Masse erkaltet, redueirt es sich(vergleiche das vorn Seite 198 Gesagte). Um es darzustellen, schlägt man salpeters. Silberoxyd durch ein fixes Alkali, nicht durch Ammoniak, nieder, welches Knallsilber erzeugen würde. Ein dunkel graubrau- nes Pulver, speeif. Gewicht 7,14 bei 16°(7,25), scheint sich in Wasser etwas aufzulösen, wird schon durchs Sonnenlicht, durch selinde Hitze reducirt; es besteht aus 93,1 Silber und 6,9 Sauerst., giebt mit den Säuren meist farblose, aber auch gefärbte Salze, welche am Tageslicht erstere grauviolett, letztztere überhaupt dunkler sich färben, in Folge von theilweis erfolgender Reduction des Oxyds. Die Silbersalze werden von Schwefelwasserstoffgas schwarz niedergeschlagen, von Salzsäure und von Kochsalz weils, welcher Niederschlag sich in Salpetersäure nicht, aber in Ammoniakflüssigkeit vollkommen auflöst, von phosphors. und arsenigs. Salzen blafsgelb, von sauren chroms. Kali purpurroth. Silberoxyd ver- bindet sich nicht mit ätzenden fixen Alkalien, aber mit Ammoniak zu Knallsilber, es färbt Glasflüsse gelb. m Te 400 Knallsilber, Silberüberoxyd, Schwefelsilber. [Silberoxyd- Ammoniak, Ammoniure dargent, Knallsiber, Ar- &ent fulminant, fulminating silver, von Berthollet entdeckt, erhält man durch Digestion des Oxyds mit Aetzammoniakflüssigkeit, wobei sich das Knallsilber freiwillig abscheidet, oder durch Auflösen von Chlor- silber in Ammoniak und Niederschlagen der Auflösung mittelst Aetzkalı. Ein egrauschwarzes, geruch- und geschmackloses Pulver, erscheint auch zuweilen in schwarzen undurchsichtigen Krystallen, explodirt ungemein heftig durch den geringsten Druck, Stofs, Schlag,’ selbst durch Berüh- rung, Erwärmen, durch elektr. Funken, ist ein ungemein gefährli- cher Körper, vor dem man warnen muls, da es leider öfters lebens- gefährlich beschädigt hat, Die Ursach der heftigen Detonation liegt in der augenblicklichen Zersetzung unter Bildung von WVasserdampf, Frei- werden von Stickstoffgas, wobei Silber reducirt wird. Ein merkwürdi- ger Umstand ist, dafs das Präparat, wenn es noch in Ammoniak aufge- löst ist, mit WVasser gekocht werden kann, ohne zu explodiren, 2) Silberüberoxyd erzeugt sich, wenn man eine Auflösung von salpeters. Silberoxyd der Wirkung einer Voltaschen Säule aussetzt, und zwar am+ Pol; ein eisenschwarzes Pulver, auch in Nadeln krystalli- sirt, verpufft mit brennbaren Körpern, löst sich in Ammoniak unter heftiger Entwickelung von Stickstoffgas auf, mit Salzsäure behandelt ent- bindet sich Chlorgas.] Schwefelsilber, Sulfure d’argent, Sulphuret of s., findet sich in der Natur theils als Silberglaserz(siehe vorn Seite 365), theils mit andern Schwefelmetallen verbunden. Künstlich kann man Schwe- felsilber erhalten einmal durch Präcipitation eines Silbersalzes mittelst Schwefelwasserstoffgas, andererseits auch durchs Zusammenschmelzen; man erhält es auch. als Nebenprodukt bei der Scheidung des Silbers von Gold durch Schwefel oder Schwefelspielsglanz. Es ist schwarz, das durchs Zusammenschmelzen bereitete eine krystallinische weiche Masse, leichter schmelzbar als Silber, wird durchs Rösten nur unvoll- kommen zerselzt, besteht aus 87 Silber und 13 Schwefel. Silber hat überhaupt eine grolse Verwandtschaft zum Schwefel, wird durch die ge- vingste Menge von Schwefelwasserstolfgas, von irgend einer Schwefel enthaltenden Substanz blind; so läuft Silberzeug selbst in Schränken an, wo man Steinkohlen, Torf, Gaslicht brennt, wenn hin und wieder et- was Kohlengas ausströmt, welches schlecht gereinigt noch Schwefelwas- serstoßfgas enthält(siehe I. Seite 138), wo in der Nähe Cloaken sind (I. Seite 180, 203); in Berührung mit getrockneten Fischen(Stockfisch), mit gekochter Grütze, Gries, Zwiebeln ete. läuft ein silberner Löffel an, Beweise, dafs diese Nahrungsmittel sämmtlich Schwefel enthalten. Man wendet auch deshalb ein Silberblättchen als Reagens ff Schwefel- wasserstoflgas an. [| Man Id {Nm hen "nlibe In ie di fh Dei: h such(dl tl Ik Mall il nd 116 N nelhe{hell NO Puferks Null ansgefü Donkles un iudchwelels Narr, hie ande Schwe Iıpel s0 Y nit dem von Ilarsenik.) Schw il N) sl Selens vor, wırd a geschmail, auch ene V her und 23 N 05P ho: Verbindung, 0 1% nit hr, ut Pho den, sclml| Cllrsıl) ken, Mur aranl cm, on 7) 1] UN Nemonnen enechn hl lit U mlder Mit An Une Bu siln, IM in le. I Shan I} 1} er, Ar- t, erhält » Wobei N Chlor- Aetzkalı, int auch Ingemein ı Berüh- efä hrli- s lebens- n liegt in ıpf, Frei rkwürdı- ak aufge: 1, sung von setzt, und | krystalli- nlak unter ndelt ent- ndet sich ), theils ı Schwe- hmelzen; s Silbers schwarz, weiche - unvoll- ber hat die ge- ‚chwefel hränken der et- ‚felwas- en sind ‚kfisch), öffel an, n. Man chwefel- [Man m nn " Kar u Ueber Niello, Selen-, Phosphor-, Chlorsilber, 401 [Man bedient sich des künstlich durchs Zusammenschmelzen bereiteten Schwefelsilbers zur Darstellung des Niello bei niellirten Arbeiten, Man fertigt diese schwarze Masse aus 2 Theilen Silber, 1 Th, Kupfer, % Theil Blei und Schwefel, welche gehörig zusammengeschmolz en wer- den; nach Cellini schmilzt man 1 Silber, 2 Kupfer, 3 Blei und schüt- tet die Metalle in eine Flasche, welche Schwefel enthält.— Ueber das Niello und niellirte Arbeiten siehe einen Aufsatz von Beuth in den V. d. G. 1825 Seite 113. Die niellirten Arbeiten sind Silbergeräthe, in welche theils mit freier Hand, theils mittelst einer Patrize und eines Prefswerks Zeichnungen eingegraben sind, deren Vertiefungen mit jenem Niello ausgefüllt schwarz auf weilsem Grund erscheinen, Dunkles und lichtes Rothgültigerz, siehe Seite 365, in beiden enthält das Schwefelsilber eben so viel Schwefel, als das andere Schwefelmetall; Miargyrit, hier enthält das Schwefelsilber nur% des Schwefelgehalts des andern Schwefelmetalls; Sprödglaserz, hier enthält das Schwefelsilber doppelt so viel Schwefel als das andere Schwefelmetall; Polybasit, öfters mit dem vorigen verwechselt, besteht aus$ Schwefelantimon-(Schwe- felarsenik-) Schwefelkupfer+ 5 Schwefelantimon-(Schwefelarsenik-) Schwefelsilber. Selensilber, Seleniure d’arg., Sel. of s., kommt am Harz, in Mexiko vor, wird auf gleiche Weise, wie Schwefelsilber, erhalten, ist grau, weich, geschmeidig, besteht aus 73,15 Silber und 26,85 Selen; es giebt aber auch eine Verbindung mit doppelt so viel Selen, welche aus 57,68 Sil- ber und 42,32 Selen besteht.— Eukärit, Selenkupfer+ Selensilber. Phosphorsilber, Phosphure d’are., Ph. of s., durch unmittelbare Verbindung, oder mittelst Silber, Phosphorsäure und Kohle(auf nassem VWVeg mittelst Phosphorwasserstoffgas erhält man nur metallisches Sil- ber, nicht Phosphorsilber); weils, krystallinisch im Bruch, läfst sich schnei- den, schmilzt leichter als Silber, und besteht aus 80 Silber, 20 Phosphor.] Chlorsilber, Chlorure d’arg., Chloride of s., salzsaures Sil- beroxyd, Muriate, Hydrochlorate d’a., M. or H. of s., Hornsilber, argent corne, horn-silver, luna eornea, kommt als Silberhornerz(siehe vorn Seite 367) sowohl krystallisirt, als auch derb vor, und wird da- durch gewonnen, dafs man in eine Auflösung von salpeters, Silberoxyd entweder Salzsäure, oder die Auflösung eines Chlormetalls, z. B. Koch- salz schüttet, wodurch ein weilser, Nockiger(käseartiger) Niederschlag fällt, welcher nur im Dunkeln seine Farbe behält, am Licht grauviolett wird. Es ist nicht nothwendig feines Silber aufzulösen, es kann auch ein mit Kupfer legirtes sein, denn das Chlorkupfer, welches sich gleich- zeitig bildet, ist in Wasser löslich, fällt also nicht nieder wie das Chlor- silber. Beim Absülsen ist zu bemerken, dals es in Wasser, namentlich in heifsem, nicht vollkommen unlöslich ist, und sich auch in Koch- salzlösung ein wenig auflöst, weshalb ein Ueberschufs an letzter beim 1.2 26 402 Chlor, Jod-, Cyansiber, schwefels. Silberoxy.d. Niederschlagen wohl zu vermeiden ist, weniger schadet ein Ueberschufs an Salzsäure. “Ilte Chlorsilber ist weils, speeif. Gewicht 5.548, ge- Das frisch gel ruch- und geschmacklos, in Wasser fast ganz wnauflöslich, färbt sich am Licht grauviolelt, indem etwas Chlor sich entbindet, und dadurch sehr fein zertheiltes Silber frei wird, ist es unter Wasser, so reagirt dieses dann sauer, und erthält Salzsäure, während Sauerstoffgas frei wird. Es schmilzt bei 260°, wird in höhern Hitzgraden verf sichtigen, hornähnlichen Masse, welche weich, ‚nde Kohlen allein nieht zerlegt, wohl aber nden ist, dann bildet sich Kohlen r wird geschieden. Das Chlorsil- lüchtigt, gesteht zu einer grauweilsen, halbdurch schneidbar; wird durch glühe wenn Wasserdampf gleichzeitig vorha säure, Chlorwasserstoffsäure und Silbe 75.34 Süber und 24,66 Chlor, löst sich in Aetzammo niakflüssigkeit sehr leicht und vollständig auf. auch in cone. Salzsäure, wird jedoch aus letzter durch Zusatz von Wasser niedergeschlagen; das g in Ammoniak nicht mehr vollkommen lös- lich, es bleibt ein schwarzer Staub zurück, metallisches Silber.— Chlor- silber verbindet sich mit 4 elektr. Chlormetallen. Man gebraucht das Chlorsilber zur Darstellung von reinem Silber, 397,(zur Analyse von Roheisen). ber besteht aus grau gewordne Präparat ist zur kalten Versilberung, siehe Seite [Jodsilber, Jodure d’arg., Jodide of s., kommt in der Natur vor, wird auf gleiche Weise wie Chlorsilber dargestellt, hat eine gelbliche Farbe, schmilzt leicht, löst sich auf in WVasser, schwer in Ammoniak, specif, Gewicht 5,614, und besteht aus 46,78 Silber und 53,22 Jod.— Cyan- silber, Cyanure d’arg., Cyanide of s., durch doppelte WVahlver- wandtschaft, ein weifses in Wasser unlösliches Pulver, löst sich nicht ‘!n verdünnter, aber in conc. Salpeter- und Schwefelsäure auf, so auch in Ammoniakflüssigkeit, wird trocken in seine Bestandtheile zerlegt; bil det mit-# elektr, Cyanmetallen Doppelverbindungen.| Schwefelsaures Silberoxy d, Sulfate d’arg., 8. of s> Silber- vitriol, erhält man theils durchs unmittelbare Auflösen des Silbers in c. Schwefelsäure, wobei sich schwefligsaures Gas entbindet(vergl. vorn Seite 395), oder durch doppelte Wahlverwandtschaft, wenn man eine salpeters. Silberauflösung durch schwefels. Natron fällt. Es ist schwer in Wasser löslich, in 88 Theilen siedendem W., und kry- stallisirt beim Erkalten der Auflösung in weilsen kleinen nadelförmi- gen Krystallen(Rhombenoktaödern), schmeckt metallisch, unangenehm, schmilzt in der Hitze, entmischt sich in höhern Mitzgraden in Sauer- stoff- und schwefligsaures Gas, metallisches Silber bleibt zurück, löst überschüssiger Schwefelsäure auf, besteht aus sich in Salpeter- und Das schwefels. Silberoxyd bildet 74,34 S.oxyd und 25,66 Schwefels. Pi sit Scheid Pla[erschuls cn Di zessel ig, Jan hat AAılsiure 1 egal Hin) u d [f schlag, vor 1 rem mischen| He und Salpeters nllaooe, schwelt selinnen, ehe di nisch zor Ablösur hidarh das Kup de Emmi an pie Verältnils sr auch Chlor,° }Phosphors ehält man dhrt ol mittelst in der Plüsske Pılver, ın Wiss steht aus 83, un, nd gebt da de Glmalere, u km] Sılleersaure ale,»elmolzen uferdl In em) mi infern Ki Ben Sen Spelersän NO At zen Kal Me auf I| tm eh H Makel 1 N) u Keinen. I l {ft N ıKchar bleibe, TER Sucht Sl Ger Kolal, nı f N N ax u ANIME IR N :berschul ),348, 2R- b sich am urch sehr int dieses wird. Es gesteht zı che weich, wohl aber ch Kohlen s Chlorsi- Aetzamm ‚ Salzsäure, lagen; das Immen lü- r.— Ullo- inem Silbe, roheisen), ‚ur vor, wir! liche Farbe, niak, specil .— Oyar e Wahlver- t sich nicht uf, so auch zerlegt; bil 5, Silber- Silbers in det(vergl. wenn man It Es ist und kıy- nadellörmi- angenehm, ‚in Sauer: urück, lös yesteht aus xyd bildet en; Phosphors., salpetersaures Silberoxyd. 403 sich bei der Scheidung des Silbers von Gold, von Kupfer, in welchen Fällen Ueberschufs an Säure vorhanden sein muls, um es löslich zu machen; man zersetzt es dann mit Kupfer, um das Silber metallisch zu gewinnen. Man hat sich desselben endlich auch wohl mitunter als Rea- gens auf Salzsäure und salzs. Salze bedient, [ Keir schlug vor 1 Theil Salpeter mit 8 bis 10 Theilen conc. Schwefel- säure zu mischen(Königinwasser), und mit diesem Gemisch von Schwe- fel- und Salpetersäure Silber aufzulösen, was bei 949 geschieht, Die Auflösung, schwefel- und salpeters. S.oxyd, läfst sich mit Wasser stark verdünnen, ehe das erstere sich niederschlägt, Keir schlug dieses Ge- misch zur Ablösung des Silbers von plattirten Silberwaaren vor, indem hiedurch das Kupfer weniger angegriffen werden solle(?). Ob aber die Ersparnifs an Brennmaterial mit dem Preis des Salpeters in gehö- rigem Verhältnils steht? Da der letztere Kochsalz enthält, so entbindet sich auch Chlor, wodurch Platingeräthe angegriffen werden können. % Phosphorsaures Silberoxyd, Phosphate d’arg., Ph. 05.55 erhält man durch Niederschlagung einer Auflösung von salpeters. Silber- oxyd mittelst neutralem phosphors. Natron, während etwas freie Säure in der Flüssigkeit bleibt, und diese daher sauer reagirt; ein hellgelbes Pulver, in Wasser sehr wenig löslich, wird am Licht gleichfalls grau, besteht aus 83 S.oxyd und 17 Phosphors., löst sich in Phosphorsäure auf, und giebt dann beim Abdampfen weilse Krystalle. Man hat es in der Glasmalerei, um Glas gelb zu färben, in der Porzellanmalerei an- gewendet.] Salpetersaures Silberoxyd, Nitrate darg., N. of s., Silber- salpeter, geschmolzen und in Stängelchen geformt H öllenstein, Pierre infernal, Lapis infernalis, lunar caustie; wird durchs Auflösen von feinem Silber in Salpetersäure erhalten, wobei sich Stickstoffoxydgas entbindet, welches an der Luft in salpetrige Säure übergeht. Wenn man aber mit Kupfer legirtes Silber auflöst, so erhält man auch gleichzeitig salpeters. Kupferoxyd; um dieses zu beseitigen, hat man vorgeschlagen, die Auf- lösung zur Trockne abzudampfen, dann zu glühen, wodurch das Kupfer- salz sich zuerst zersetzt, später das Silbersalz; löst man dann den Rück- stand in Wasser auf, so findet sich ein Bodensatz von Kupferoxyd(viel- leicht auch von etwas metallischem Silber), und reines salpeters. Silber- oxyd ist aufgelöst. Will man das Salz in Krystallen anschiefsen lassen, so muls es an einem dunkeln Ort geschehen, denn am Licht wird es grau. Es krystallisirt in farblosen, durchsichtigen, 4- und 6seiligen Tafeln, welche bitter, scharf, metallisch schmecken, an der Luft unverändert bleiben, am Licht sich schwärzen, in gleichen Theilen kaltem, in weni- ger kochendem Wasser, in 4 Th. siedendem Alkohol sich auflösen, nicht in Salpeters äure; es schmilzt bei mälsiger Hitze zu einer farblosen Flüs- « 26 u 404 Salpeters. Silberoxyd, chemische Zeichnentinte. sigkeit, die zu einer weilsen Salzmasse erstarrt, allein. wenn die Hitze zu hefüg, oder ein Stäiubehen in die geschmolzne Masse fällt, so wird vedueirt und die Masse srauschwarz gefärbt; um es zu eiwas Silber Porzellan- oder Silberge- schmelzen, bedient man sich entsveder eines Es besteht aus 68,2 S.oxyd und 31,8 Salpeters., detonirt mil fig, verpulft auf slühenden Kohlen, Ä c an den Höllenstein anwendet, färbt ist wohl eine Folge davon, räths. Phosphor zusammen geschlagen he } thierische Gebilde, wozu u n schwarz, erstere Farbe enthalten; es hält in kleinsten zevslör sie erst weils, dan dafs alle organischen Substanzen Kochsalz Mengen die Fäulnifs auf(vergl. I. Seite 107). Bringt man in eine Aul- lösung dieses Salzes Eisen, so bleibt es blank, wird nicht angegrillen, also ist es gegen die Solution— elektr.*). Anwendung des salpeters. Silberoxyds: Chlor, Chlormetalle, es ist im dieser Beziehung so sehr empfind- lich, dafs es bei einer 115 millionenfachen Verdünnung die Salzsäure andeutet; zur Dereitung von Chlorsilber, zum Zeiehnen von chemische Zeichnentinte, oder unzerstörbare Tinte, als chemisches Reagens aul Salzsäure, merkbar Wäsche, enere indelible, indelible or marking ink. \ämlich mit einer Auflösung von kohlens. Natron die Lein- ollne Zeug, an der Stelle, die bezeichnet Wet- | Wenn man I oder das baumw und dann auf die getrocknete Fliche mit einer in 1d mit Gummi versetzten Auflösung von salpeters. id das Silberoxyd durch das Alkalı niederge- das Metalloxyd verbindet sich wand, den soll, bestreicht WVasser gemachten ur Silberoxyd schreibt, so W Säure von jenem gebunden, m Licht sehr schnell schwarz, zu fein zer- Seifwasser noch Alkalı können diese schlagen, die dann mit der Faser und wird a iheiltem Silber reducirt. VVeder e Farbe zerstören, nur stärkere Säuren, allein diese zerfressen schwarz Man färbt damit auch Barthaare, Kau de Chine auch das Gewebe. nennt man eine zu diesem Zweck dienende Auflösung, allein das Mit- : 5>. a tel mufs mit Vorsicht stelig, denn sonst er- angewendet werden, und scheint an der Basis der Haare die natürliche Farbe derselben, man Steine damit schwarz. Dafs man es zum Versilbern färbt auch geschlifine its vorn Seite 399 angegeben. von Elfenbein etc. angewendet hat, ıst bere Wenn man eine Auflösung von salpeters. Zinnoxydul mit vielem WVasser verdünnt, und e die farblose Flüssigkeit gelb, dann braun ins Purpurrothe ine Auflösung von salpeters. Silberoxyd hinzu- setzt, SO wird und vfrdurchsichtig, hierauf durch sich ein dem Goldpurpur ganz arbe behält, und selbst schon durchs Ab- giefst man verdünnte Schwefelsäure zu, wOo- ähnliches Pulver niederschlägt, wel- nicht lange seine F ches aber auch färbt es die Glasflüsse nicht roth**), süfsen leidet; ee *) Wetzlar und Fechner a.a, 0.**) Frick in P, A. Bd. 12. 5.285. jullsaure in ngenl nd Pati 3 hand heriteh, hr M raucht ‚gagamet Salp hi dan der WO 1; hmm, wobel yahlich zröher s Ru den Artikel k sullnsche Pulver Ingrölsten Vo Jun die geringste mi arten Körper Is kann nich! gevarnt werde k krallnt| Ich, eiwas bi Ingellist aus erst‚roll, dion s rülhrung, besond: Druck, Reibung, Hlinlichen Lichts, ale Gran schlagen Fanser im Zimmer sure und Sticksto| stm 18 Si Ik Dipplvnbin Dnppelbe gleich Men der über mh da wet praktisch Wu, ıllın: ge ik aha it, . 405 Knallsilber. Gold. die Hi Knallsaures Silberoxyd, Fulminate darg., F. of s., Knall. , So wir sılber, argent fulminant, Julminetine silver, von Brugnatehli, Ho- um es zu ward, Descotils angegeben, wird ganz eben so, wie das knalls. Queck- v Silberse. silberoxyd bereitet, ist aber noch weit gefährlicher als dieses, Man löst elonirt mi Silber(es braucht nicht feines Silber zu sein, etwa 14- bis 15löthiges) = ä kr: E ee n’&. ep Te 3%. 5 en Kohlen, in genugsamer Salpetersäure auf, etwa in 12 Theilen von 1,33 bis 1,38, mdet, färlt| setzt dann der warmen Auflösung 11 Theile Alkohol von 85 bis 832 Tr. hinzu, wobei ein Aufschäumen stattfindet, weshalb das Gefäfs be- trächtlich gröfser sein mufs, als der Inhalt beträgt(vergleiche im Uebri gen den Artikel knalls. Qnecksilberoxyd, Seite 361). Das weilse kry- stallinische Pulver wird mit Wasser abgespühlt und im Dunk der gröfsten Vorsicht getrocknet; es sind leider I olge day, in kleinsin n eine Aıl- ela mit angegrilln,“älle bekannt, wo durch die geringste Berührung selbst des noch etwas feuchten Präparats eagens al mit harten Körpern Explosionen erfolgten und Lebensgefahr entstand. hr empf Es kann nicht genug vor diesem gefährlichen Präparat es alasiıre gewarnt werden! Bahn Es krystallisirt in weilsen, starkglänzenden Nadeln, schmeckt meul- bare- Tine lisch, etwas bitterlich, löst sich in 36 Theilen kochendem VVasser auf, krystallisirt aus der heilsen Auflösung beim Erkalten, wird am Licht erst,roth, dann schwarz; es explodirt mit furehtbarer Gewalt durch Be- ron die Leı- rührung, besonders nachdem es im Sonnenschein gelegen hat, durch zeichnet wi- Druck, Reibung, Schlag, Erhitzen, elekır. Funken, unter Freiwerden eines mit einer| bläulichen Lichts, wirkt in den kleinsten Mengen zertrümmernd, we- ‚on salpeten nige Gran schlagen durch die stärkste Bohle ein Loch, während es kein kalı niederge Fenster im Zimmer zerschlägt, wie Pulver ibut; Produkte sind kohlen- erbindet sich saures und Stickstoffgas, Wasserdämpfe, Silber wird redneirt, Es be: zu fein zer- steht aus 72,18 Silberoxyd und 27,82 Knallsäure, bildet nit Alkalien und können diese Erden Doppelverbindungen, indem sich Silberoxyd abscheidet, welche se zerfressen Doppelsalze gleichfalls detonsren, au de Chine Wegen der überaus leichten Entzündbarkeit jsı es, ganz abgesehen ein das Mit vom Preis, nicht als Zündkraut anwendbar, dazu ist Knallqueeksil- In sonst er| ber weit praktischer.— Der Gebrauch zu Knallfidibus, Knallerbsen selben; man ıst bekannt, allein schr verwerflich, indem schon bei deren Anfertigung m Versilbern leicht Unglück geschehen kann, geschweige dafs der beabsichtigte Scherz angegeben. übel angebracht ist.] mit vielem oxyd hinzu- r rothe Ne.. y Rurpur” Sieben und zwanzigstes Kapitel. ure zu, G ‚chlägt, wel Vom Gold.” ‚chs Al a 5 dus Das Gold, or, gold, gehört zu den Metallen, welche wegen des Vorkommens im gediegnen Zustand schon den ältesten Völkern bekannt waren; es kommt, wenn auch in manchen Gegenden nur höchst sparsam, 1. 19. 5.28 doch im Ganzen nicht selten vor, sowohl für sich allein, als auch mit 406 Vorkommen des gediegnen Goldes. andern Metallen, als hauptsächlich mit Silber, Tellur, Rhodium legirt, in mancherlei Schwefelmetallen überaus fein eingesprengt. Das gediegne Gold findet sich theils in Würfeln, Oktaödern krystallisirt, theils und häufiger aufgewachsen, in besondern äufsern Ge- stalten, baum-, netzförmig, gezähnt, gestrickt, in Drähten, Blechen, Blätt- chen, eingesprengt, auch in Körnern rundlich und platt, in stumpfecki- gen Stücken(Pepites), als Sand; hakig im Bruch, metallglänzend, gold- gelb ins Messing- und Speisgelbe, speeif. Gewicht 13,3 bis 17,7.— Man findet Gold theils auf Gängen(Lagern?) und eingesprengt in ältern und neuern Gebirgsarten, als Gneis, Glimmer-, Hornblendschiefer, Sye- nit, Porphyr, Grauwacke u. a. m., begleitet von Quarz, Kalk- und Schwerspath, Schwefelkies, Blende, gediegen Silber, mit Silber-, Kupfer-, Bleierzen, Spielsglanz, gediegen Arsenik, Speiskobalt, Kupfernickel, Draun- eisenocker. So in Ungarn zu Kremnitz, Pösing, Magurka u. a, a. O., in Siebenbürgen, Salzburg(Böhmen), Tyrol, am Unterharz(Rammels- berg bei Goslar), in Piemont(Spanien, Frankreich, Norwegen), Schwe- den zu Adelfors, Sibirien im Schlangenberg, im Ural zu Beresoff etc., in Tibet, Japan; in Mexiko, Provinz Oaxaka, auf den meisten Silbergruben, in Peru, Brasilien, Buenos Ayres. Im aufgeschwemmien Land, im quar- zigen, thonigen, eisenschüssigen Sand; so in frühern Zeiten in Schlesien*) hei Goldberg, in der Nähe von Löwenberg zwischen Höfel, Plagwitz und Lauterseifen, endlich zwischen Wahlstadt, Nickolstadt, Wanderitsch. Hier hat in frühern ‚Jahrhunderten ein sehr bedeutender Goldbergbau stattgefunden, bei Goldberg allein sollen wöchentlich 150(?) Pid. Gold gewonnen worden sein; dieser Bergbau kam 1241 zu erliegen. In den Jahren 1781 bis 86 wurden in jenen Gegenden Versuche angestellt, aber ohne günstigen Erfolg.— Gold findet sich ferner im aufgeschwemmten Land in Baiern, Irland, Schottland, Cornwall, namentlich in Mexiko, Peru, Chile, Columbien, Brasilien, Nordamerika(Nordkarolina); in Asien, Cochinchina, Ceylan, Sumatra, Java, Borneo, auf den Philippinen, im Cailasgebirge in Tibet, im Norden des Himalaya; in Afrika, in Cordo- fan zwischen Darfur und Abyssinien, in der Wüste Zahara, wo der Se- negal, Niger, Gambia enispringen, im Land Bambuk, an der Südost- küste Madagaskar gegenüber, im Land Sofala.— Goldhaltiger Flulssand findet sich im Sand des Rheins in der Schweiz und unterhalb des Schwarzwalds,(1827 bis 28 sind aus dem Rheinsand im Badischen 17 Pfd. Gold gewaschen worden), des Inn, der Isar, Donau, mehrerer Bäche, die sich in die Mosel ergielsen, im Regbzk. Coblenz und Trier ete. *)». Dechen über das Vorkommen des Goldes in Niederschlesien, inK.A,F£M. 6. etc. Bd, 2,'S. 209. Man: Ay vor$ „joe zieh hl bil| tkm, auch 1 Sie ubeät, ball hi der Silber un ein gerg ynifk sunlı Dlättentell Inder+ /Tble Gall ind(9 bis sid Sendungen Fine Nachv de falls N N Wenn der Sem, ab all 6 in Neusane hingen, sehe in mil Durc ahelehrt wurde Sclnmerken geıv {st von Gana, IS nr Ilm dis mehrste Kann der Card Je mern auge Cl die Gold url in Buen Al uller Dı hl- I Nen-( DM told; lg, a a Mh ie N U N» Yunmo in Anenk,\ ION el, RU] SE” mn Ten r. k»ı Vaart Silberhaltiges Gold. Vorkommen des Golds in Amerika. 407] am leeir.. ya“ es. ei, Bereits vorn Seite 364 ist erwähnt worden, dafs alles Silber süldisch ist, allein es giebt auch noch sehr reiches güldisches Silber und silber- haltendes Gold; hieher gehört das Elektrum, welches in Würfeln, Oktaödern, auch zackig, von lichtimessinggelber Farbe am Schlangen- o C Iktaödern Isern Ge- en, Blitt-® SM:&° et ‚ Blätt berg in Sibirien vorkommt, ferner mehrere sehr verschiedne Verbindun- Haie gen der Art, bald mehr, bald minder goldreich, in Südamerika*). Es an gell betrug der Silbergehalt von 8,0 bis 35,0%. Alle geprüften Exemplare Ss 4,1,— zeigten ein geringeres specif. Gewicht, als der Rechnung nach zu er- 't in älten ur allen iefer, Sy. Kalk- ml -, Kupfer, kel, Drau- v2, warten stand. Btättertellur, Schrift- und Weilstellur, Tellurgold+ Tel- lursilber 4 T.blei, von denen besonders die beiden letztern reich an Gold sind(26 bis 305), werden beim Tellur genauer beschrieben; sie sind Siebenbürgen eigenthümlich. Einige Nachweisungen über das Vorkommen und die Gewinnung (Rammel: des Golds in Südamerika**). ), Schw Wenn gleich die Gruben in Mexiko jährlich 10mal mehr Silber lie- soll etc, I fern, als alle Gruben in Europa zusammen, so kommt dagegen das Gold ilbergruben in Neuspanien in nicht viel grölserer Menge vor, als in Ungarn, Sieben- d, im qua: bürgen, welche jährlich gegen 4,200 Mark in Umlauf setzen, während Schlesien im mittlern Durchschnitt jährlich 7,000 Mark an die Münze von Mexiko lagwilz u abgeliefert wurden. Der gröfste Theil des Golds wird in Mexiko in Vanderitsch Seifenwerken gewonnen, besonders in der Provinz la Sonora; der Berg- soldbergbau distrikt von Guanaxuato: lieferte in 38 Jahren 43,030 Mark Gold, 1805 ) Pid, Goll 2,495 M., 1818 nur 401, 1828 wieder 873, 1829 1,177 Mark.— In Peru en. In deu liefern das mehrste Gold die Partidos von Pataz und Hailas auf dem estellt, aber Kamm der Cordilleren, auf dem rechten Ufer des Mieuipampaflusses; chwenunten hier werden aulserordentlich bedeutende Massen Gold gewonnen.— In in Mexilo, Chile ist die Goldgewinnung weit beträchtlicher, als die des Silbers, ); in Asien, wngekehrt in Buenos Ayres. Die Gruben. von Polosi lieferten nach ppinen, im einem mittlera Durchschnitt von 1773 bis 1790 jährlich 1,891 Mark ‚in Cordo- Gold.— In Neu-Granada werden jährlich in mittlera Durchschnitt wo der$e- 15,300 Mark Gold geliefert; fast die ganze Goldproduktion kommt aus er Südost- dem Seifengebirge, goldführende Gänge sind. zwar gekannt, allein der » Flulssand Bergbau ist fast ganz vernachlässigt. Auf Choco fallen allein 10,800 M. syhalb des Gold, im Mittel 20 bis 21, manches auch wohl 22karätig, für die Pro- Badischen ı, mehrerer*) Boussingault über das silberhaltige gediegne Gold, in K, A. f. Frier ele= Be 150 Bd. 17. S. 165. Die neuesten Untersuchungen in den A.d, ch, . 45. pP. 440 *r) Aus A. von Humboldt’s sSeognostisch-metallurgischem Abrifs von \erschlesien Amerika, inK. A, E&B, u. H. Bd, 17. 5. 321. und einem Aufsatz in der a Ic 2 ce r) Berliner Haude- und Spenerschen Zeitung No, 51. von 1830. (ud m 408 Goldproduktion in Amerika, im Ural. vinz Barbacoas und den südlichen Theil des Caucathals 4,600 Mark, ya gewöhnlich 21%karätig, für die Prov. Antioquia 3,400 M., 19 bis 20ka- rätig. In Choco, Barbacoas hat man auch Platinkörner gefunden; siehe beim„Platin” das Weitere.— Das grölste Stück Gold, welches in Choco gefunden wurde, wog 25 Pfd., 1730 soll in Peru ein Stück von 45 Pid. gefunden worden sein; Choco könnte allein über 20,000 Mark Waschgold liefern, wenn mehr Sorgfalt angewendet würde, [Zu Anfang des neunzehnten Jahrhunderts betrug die jährliche Goldpro- duktion von Mittel- und Südamerika, nach A. von Humboldt: Kilogramme. preuls. Mark. Di gan 6 Vicekönigreich Neu-Spanien.... 1,609 6,850 Lu beragen Persien NEE 782 3,3432 aragaı Th Ehen 2,807 12,002; nm obe Buenos Ayres..ereensenennereret 506 2,1633 In olywanst Neu-Granada....«--snesseur er 4,714 20,157(ıllwäschen Brasilien....»....... emunnenner.e 3,700 15,821 1(rolle ande 14,118 60,368 5. din, im Bi Die Goldproduktion Brasiliens hat seit dem Anfang dieses Jahrhun- Sand 1 Pi derts ungemein abgenommen, und dürfte für die letzten Jahre höchstens liche Gollb auf 600 Kilogr.= 2,565 Mark anzunehmen sein, während dieselbe in BAER. den Jahren 1752 bis 62, den Schleichhandel mitgerechnet, über 48,000 anatsehn Ri Mark betragen hat,— Die spanischen Kolonieen in Amerika haben bi 3% Marl seit ihrer Entdeckung bis 1803, also in 311 Jahren, an Gold geliefert I 4 fin 3,625,000 kastilianische Mark= 833,33375 Kilogr.= 3,563.333% preuls, Die Goldpro Mark, währenddem ist die Goldproduktion Brasiliens wenigstens dop- Dunbidt schl pelt so grofs, als die des spanischen Amerikas, gewesen, A. v. Hum- gm und Siebe boldt schlägt sıe zu 6,300,000 kastilianische Mark an= 1,448,2755 Kilogr. al Sııbar 1 —= 6,192,8273 preuls. Mark. Summa der Goldproduktion von dem spa- daklon Im Ind nischen Amerika und Brasilien in jener Zeit 2,281,609 Kilogr. oder(ch dem Er 9,756,160% preuls. Mark!!— Ueber die Goldproduktion in Nordkarolina,„ll Ki wo man in neuester Zeit immer mehr Gold, im Ganzen aber immer I vürde si noch weniger gefunden hat, als in einem der bedeutendern Distrikte von Ike[oe Südamerika, siehe die Abhandlungen von Olmstedt in Silliman’s Ame- Yale vikan Journal Vol. 9. pag. 5, in K A, f. B. u. H. Ba. 12. S. 372, Itenka., Während der Ertrag der brasilianischen Goldwäschen so ungemein Balaı..., gesunken, thaten- sich neue Goldschätze auf der Grenze von Europa brand d: und Asien auf*#). 1814 wurden Gold und Platin führende Ablagerun- we. gen eines Seifengebirgs im Ural von ganz aufserordentlicher Ausdeh-| I indche 4 nung, in einer Länge von 1000 WVerst(105 auf einen Grad am Aequa- UHR tor) entdeckt; aus diesen sind gewaschen worden:| II, *) 4. v. Humbaldt a. a. Q. 5. 309. Kupffer in K, A. Ba, 12.5. 257. nn der fi "ihre ’ Idprodukt. im Ural, Sibirien, in Europa, auf d.gesammtenErde. 40 Golt l) o) fe] 4 0 Mark,!n den Jahren: 1814 bis: 16......:........ 6 Pud*') 26 Pfad. is Oka- imsJahr 1822.20 0:00 2% 20.—_— ,„ Eiche PER RRRERE Sad 112 55 2338=8 lohenaa DAR en 286°),— ı,„ ir en ZU HE—_—y 00 Mark r 27 re VER N Br cn | DS le al ns— | 29: Sala. ea ZA rn al.;; Goldpro-| SE: Bene RR : 1573 Pud. Nark, Die ganze Goldausbeute des uralschen Berggürtels von 1814 bis 30 i hat betragen 2,193 Pud 313 Pfd.,= 153,468, pr. Mark, an Werth & 29,749,300 Thaler!— Allein hierin ist nicht die Goldproduktion Sibi- IT riens mit inbegriffen, welche im Jahr 1828 allein 27 Pud betrug.— In £ den Kolywanschen und Nertschinsksc hen Bergrevieren hat man 1830 neue | Goldwäschen angelegt, am kleinen Altai grofse Distrikte goldhaltiger E Gerölle entdeckt, aus denen schon über 14 Pfd. Gold gewonnen wor- 3% den, im Bogosloffskischen Goldsandlager 1831 gefunden, wo 1600 Pud s Jahrhun- höchstens dieselbe in ber 48,000 rıka haben ld geliefert 33% preuls, ‚tens dop- {. v. Hum- 755 Kılogr, , dem spi- logr, oder -dkarolina,| per Immer strikte von ans Amt- 12, ungemein n Europa \blagerun- r Ausdeh- amı Aequa* ‚10,521. Sand I Pfd. Gold liefern.— Vor dem Jahre 1814 lieferten sämmt- liche Goldbergwerke am Ural nur 20 Pud, die Gruben in Sibirien 22 Pud 34 Pfd., so dafs 1810 die Goldgewinnung im europäischen und asiatischen Rufsland sich nur auf 42 bis 43 Pud belief, oder auf 2,941 bis 2,976 Mark.— Man fand in den Goldwäschen Stücke von 5, 9,13, 16, ja 24 Pf. an Gewicht; 1819 entdeckte man Platin in dem Seifengebirge. Die Goldproduktion in Europa ist nicht sehr bedeutend, 4A. von Ilumboldt schlägt sie auf 4,200 bis 4,250 Mark an, wovon auf Un- garn und Siebenbürgen bei weitem das allermehrste fällt, etwa 4,100, auf Salzburg 120, für den Harz, Schweden 20 Mark.— Die Goldpro- duktion im indischen Ärchipelagus schätzt Crawford auf 4,700 Kilogr. (gleich dem Ertrag der Goldwäsche am Ural im Jahr 1824), in Afrika auf 14,000 Kilogr.(?). Es würde sich demnach die jetzige Goldproduktion auf der Erde be- laufen wie folgt auf: Die ehemaligen spanisch. Colonien INENTENIKAa ae ee ae nenne 10,400 Kilogr. Braschene 2.0 ee 600755 Europa und das asiatische Ruls- landen ee 6,200„ Der indische Archipel..........- A000 55 IN eeaeebet 14,00„(9 35,900 Kilogr.—=153, 513,, Mark preuls. *) Ein Pud= AOrBedes Arpid— 96 Solotnik, Ein Pud= 34,978 pr, Pfunden oder 69,956 Mark, **) Wahrscheinlich wohl die Gesammtausbeute des russischen Reichs? ie en Sei See 2. ne nl hc Sehnen Be— 3 2 (3 a| RT#2 S N SR RAS; 410 Goldsand in Flüssen, goldführende Fossilien. olıne Rücksicht auf den Goldgehalt des Silbers, welcher in frühern Zei- ten theils ungekannt im Silber vorhanden, theils wegen der Kostbarkeit der Scheidung nicht geschieden werden konnte, vergleiche das Affıniren des Silbers Seite 393. Betwrägt nun aber die Silberproduktion von den ehemaligen spanischen Kolonieen in Amerika, von Europa und dem asia- tischen Rufsland zusammen 3,686,160 Mark, so ist zu 79,0(eine weit eher. zu niedrige, als zu hohe Annahme) der Goldgehalt in dem Silber allein schon 3,686 Mark, um welche Summe die Goldproduktion er- höht werden kann, da jetzt die Mittel vorhanden sind, dieses früher todte Kapital in Umlauf zu setzen.— WVie grofs mag der Goldgehalt alles circulirenden Silbergelds, aller silbernen Geräthe sein?] Was den Goldsand in den Flüssen betrifft, so ist meistens die pri- märe Lagerungsstätte des Goldes nicht bekannt, woher die Flüsse es ab- führen. Der Rhein empfängt den Goldsand in der Sehweiz von der Aar und andern Flüssen, erstere von der Holz- und Goldemme, letztere von einem Nebenbach.: Vergebens hat man in der Schweiz nach dem Ursprung des Goldsands geforscht. Derselbe ist mit Chromeisensand vermengt, wie an andern Gegenden des Rheins und in amerikanischen Flüssen. Unterhalb des Schwarzwalds, so wie in der Schweiz, wird dureh Waschen der Goldsand gewonnen, und wenn auch nicht bedeu- tender Gewinn dadurch erwächst, doch Menschen beschäftigt. Auch in mehrern der Mosel zufliefsenden Bächen hat man sowohl in frühern Zei- ten, als auch vor einigen Jahren, größsere Stücken Gold gefunden. 1826 wurde im Grofsbach, der sich bei Enkirch, Kreis Zell, in die Mosel er- gielst, ein Stück gediegnes Gold von 4 Loth gefunden, welches in der Königl. Mineraliensammlung in Berlin aufbewahrt wird. In frühern Zei- ten wurden im Goldbach, Kreis Bernkastel, Goldwäschen betrieben; auch in neuester Zeit findet man hin und wieder Goldstäckchen darin, Al- lein alle Bemühungen, im Hundsrückgebirge die Lagerstätten des Goldes aulzufinden, sind zeither vergeblich gewesen. Im Jahr 1828 hat man auch im Bett des Güldenbachs bei Stromberg, Kreis Kreuznach, ein Stück von 2 Loth Schwere gefunden; auch hier ist Magneteisensand ein Begleiter des Waschgoldes*). Schlielslich noch etwas von den sogenamten Goldkiesen, pyrites auriferes. Sehr häufig findet sich nämlich Gold höehst fein zertheilt in Schwefel-, Kupfer-, Arsenikkies, Bleiglanz, grau Spielsglanzerz, Blende, Brauneisenstein, so dafs es meist durchaus unsichtbar ist, und nur erst dann erkennbar wird, wenn die Metalle sich oxydiren und das Ganze locker wird, wie z. DB. in dem ockrigen Schwefelkies von Beresoff in Si- *) Nöggerath in S, n. 3. Bd, 20. S. 257. Ba, 24, S. 351. Ri""je A) Selle gie in Enns,© AS Irennmate j)Jhmn zieht hl el alte m! zn guy I| aan eine lie Arsenike m zriekbleib ndin den Fahre Gill beta Ialize Ip{ ud zwar ein sen dp al un bemi 1 Ds 1 tn lndes, A (nl, in Ungarn Tal pcl ga, um di ir, 3 Kloemin le Ar Ik, ılla Term: he yon kn| iilkkendes un Mulde N ken Go) Wein: tm m m nn nn N| Ks Gewinnung des Goldes aus dem Schuttland, aus Kiesen. 414 ın Zei. birien, oder im goldhaltigen Brauneisenstein, Oft beträgt das Gold nur barkeit 39,000000 des Gewichts jener Schwefelmetalle, wie im Rammelsberg iniren am Harz. In frühern Zeiten war ein Goldgehalt des Arsenikkieses zu Rei- ’n den chenstein in Schlesien der Grund, weshalb auf dieses Erz Bergbau getrie- N asia- ben wurde; der Gehalt beträgt indels jetzt nur ig Loth im Centner auf- . el bereiteten Erzes, oder 75, so dafs bei gesteigerten Löhnen und Prei- abe sen des Brennmaterials die Gewinnungskosten des Goldes in den letzten Eu 200 Jahren nicht mehr gedeckt wurden. Dafs in frühern Zeiten der in Goldgehalt ein grölserer gewesen sein sollte, ist nicht wahrscheinlich, es mulsten daher sehr grolse Mengen Erz gefördert werden, um die Gold- produktion zu erreichen, wie sie in frühern Jahrhunderten stattfand. Da le pi. bei der Arsenikbereitung der Goldgehalt in den abgedampfien Schlie- es ab- chen zurückbleibt, so hat man in der Mitte. des vorigen Jahrhunderts on. der und in den Jahren 1816 bis 19 Versuche angestellt, die Rückstände auf eiztere Gold zu benutzen; bei den letzten Schmelzversuchen, wobei man gold- I dem haltige Speise erhielt, aus welcher dann das Gold geschieden wurde, sensand sind zwar einige Mark Gold erhalten worden, allein die Kosten überstie- nischen gen doppelt und dreifach den Werth des Goldes. , wird Gewinnung des Goldes. bedeu- 1) Durchs Waschen aus dem Sand des Schutt- und aufgeschwemm- Luch in ten Landes. Hiemit beschäftigen sich Frauen in Afrika, Kinder im un Zei- Ural, in Ungarn waschen meistens die Zigeuner das Gold aus. Das 1526 Waschen geschieht sehr einfach, theils auf Waschheerden, theils auch sel er- in Sichertrögen. Hin und wieder bedient man sich auch der Amal- in der gamalion, um die Goldkörnchen aus dem mehrmals gewaschnen Sand ın Zei- auszuziehen. ; auch 2) Goldgewinnung, aus’goldenihaltenden ‚Kiesen ete. Diese geschieht . Al- auf dreierlei Art, entweder durchs Verwaschen, oder Amalgamiren, oder soldes Verbleien. | man a) Das Verwaschen findet in la Vega de Supia in Siidamerika, auf I, ein den Gruben von Marmato statt*); die goldhaltigen Schwefelkiese wer- ıd ein den zermahlen, das zuletzt angefeuchtete Erzmehl in Sümpfe geschlagen, dureh fliefsendes Wasser, während von Zeit zu Zeit umgerührt wird, in yrites hölzernen Mulden von Negerinnen verwaschen, bis eine kleine Menge lt in höchst feinen Goldsandes zurückbleibt. Die abgeschlemmten Kiese wer- lende, den noch zweimal verwaschen, darauf in Haufen gestürtzt, 8 bis 10 Mo- v erst nate lang dem Verwittern ausgeselzt, gemahlen und von neuem geschlemmt, Ganze wobei ee fast eben so viel Gold liefern, als zuerst.(Aus 463212 Aher- in Si- len Kies erhielt Boussingault 93 Th. Gold, also 5000, allein dies ist *) Boussingault in K, A.£ Bu. H, Bd. 17. 8. 176. 412 Ausziehen des Goldes durch Amalgamation, durch Verbleien. nur der gröfsere Antheil ohne Verwitterung erhalten.) Um die Gold- gewinnung zu beschleunigen, schlägt B/ nach Versuchen vor, den Kies zu rösten, dann fein auf Mahlgängen zu mahlen und zu verwaschen, hie- durch wird möglichst alles Gold auf einmal gewonnen. b) Die Amalgamationsmethode ist ganz einfach, sie wurde zuerst in Amerika angewendet. Enthalten die Erze viel Gold, so dals es selbst sichtbar ist, so behandelt man das Pochmehl sogleich ohne weiteres mit Quecksilber, sind sie aber arm, und ist das Gold in geschwefelten Me- tallen eingeschlossen, so werden sie erst abgeröstet, gemahlen und dann angequickt, oder auch wohl geschmolzen, und der Rohstein gemahlen und angequiekt. Das goldhaltende Quecksilber wird dann ebenso be- handelt, wie beim Silber ‚angegeben worden ist, vergleiche Seite 371. Das so gewonnene Gold enthält meist etwas Silber, von welchem es geschieden wird; vergleiche weiter unten die Scheidungsprozesse. Man bedient sich des Anquickens häufig in Amerika. ec) Verbleiung güldischer Erze, Eintränkarbeit, imbibition. Die goldhaltigen Schwefelmetalle werden geröstet, auf Rohstein verschmolzen, dieser wird geröstet, und dann mit bleiischen Zuschlägen, als Glätte, Blei in Blöcken durchgesetzt, wobei goldhaltiges Blei fällt, welches durchs Treiben Gold hinterläfst, welches in der Regel Silber, etwas Kupfer (Zinn, Eisen) enthält. Sind Kupfererze goldhaltig, so hat sich gezeigt, dafs das Gold, wenn man die güldischen Schwarzkupfer mit Blei an- frischt, dann saigert, sich nur zum Theil mit dem Blei verbindet, zum Theil mit dem Kupfer vereint bleibt. Hier ist der Amalgamalions- prozefs vorzuziehen. Um das unreine Gold vom Eisen zu reinigen, hat man die Behandlung mit Schwefelspielsglanz angerathen, von Zinn durch Quecksilbersublimat, wodureh sich Chlorzinn bildet, welches in der Hitze sammt dem Quecksilber sich verflüchtigt. Eine Schmelzung mit Salpe- ter hat auch zum Zweck, fremde oxydirbare Metalle zu oxydiren und zu verschlacken.— Sind Bleierze oder kupferhaltende Bleierze güldiseh, wie z, B. die auf den Hütten des Unterharzes zu verschmelzenden Erze aus dem Rammelsberg bei Goslar,(vergleiche oben), die Eıze in Un- garn, welche in den Hüllen von Kremnitz, Neusohl, Schermowilz ver- schmolzen werden, so werden erst alle früher angegebnen Prozesse der Blei- und Silber- so wie der Kupfer- und Silberscheidung vorgenommen, sodann das güldische Silber geschieden. Das Scheiden des Silbers vom Gold geschieht num entweder 1) auf trocknem, dry parting, oder 2) auf nassem\Wes; auf jedem Fall ist letzter der vollkommnere Prozels, einfacher und wohlfeiler. 1) Scheidung auf trocknem Weg. Dieselbe wird theils mittelst Schwe- fel und Bleiglätte vollbracht, wie z. B. auf der Okerhütte, theils mit- (ring gl iM j lat der| AN Tarfahren Ganllches J MN wird, em! Kin eine ymolaen, kr werden| ji gemengl; ı zit zum Schn II Yhrk 2 bis Auen wenig Til wid di ycmlen,$ jr, ld Ierum am Ran Yaull un.| al m Ian dım Tigel tl) Phehn Nik gemöh halten gewesel dum 4 has!n Alben, Schw vl hold zu en hl, al das U het fallen ddr bis Jin werden| Kirdkl behan Nil ansmach d.h, di Tuen, ause “ipelelise AL som Sei ' day Sch Eisen| ia\W: PN Ä Annadı Te Te RL” oleien, Scheidung des güldischen Silbers auf der Okerhütte. 415 Goll. telst Schwefelspielsglanz, wie es wohl die Goldarbeiter zu thun pflesten, \ Kies oder mitlelst der Cementation durch salzsaures Gas. » hie. fa) Das Verfahren auf der Marien-Saigerhütte zu Oker bei Goslar*), i Sämmtliches Blicksilber, welches dort auf 15 Loth 2 Grän Feine ge- tst In bracht wird, enthält in der Mark% bis% Grän Gold,=„4; bis+45. selbst Es wird in einem Graphittiegel unter einer Decke von Kohlenstaub nr sm| geschmolzen, und dann durchs Ausgielsen in kaltes WVasser granulirt; n NMe-| hierauf werden die Granalien mit% ihres Gewichts Schwefelpulver noch | dann nals gemengt, in einen glühenden Tiegel eingetragen und erhitzt, aber nicht zum Schmelzen gebracht; dieser Cementationsprozels dauert für nahlen 100 Mark 2 bis 2% Stunden, wobei sich Schwefelsilber bildet, das Gold N a 2 A aber mit weniger Silber verbunden, also mehr concentrirt, zurückbleibt. : Hierauf wird der Tiegel 1 Stunde lang gehörig heifs erhalten, die Masse ge geschmolzen, sodann die Bleiglätte aufgegeben, und zwar 1% Loth für Man die Mark, allein in 10 bis 12 Portionen; man streut die Glätte rings- herum am Rand des Tiegels auf, und rührt 1 Zoll tief eintauchend das ‚Die Metall um. Nachdem alle Glätte zugesetzt worden, läfst man den Tie nolzen, gel im Ofen langsam erkalten. Die kegelförmige Metallmasse wird aus e, Blei dem Tiegel genommen, und das Metall, der König, vom Schwefelme- Amen tall, Plachmal, durch Hammerschläge getrennt; erster beträgt von 100 Kupfer Mark gewöhnlich 17% bis 20 Mark, enthält 5 bis% des im Silber ent- ; halten-gewesenen Goldes mit Silber(sehr wenig Blei) verbunden, in- zer dem 4 bis# noch in dem Plachmal zurückbleibt, welches aus Schwe- 2 felsilber, Schwefelblei besteht. Um demselben den Gehalt an Silber ann und Gold zu entziehen, schmilzt man es, und setzt wieder eben so viel (Lions- Glätte, als das erste Mal, hinzu, und verfährt überhaupt wie vorher; |, hat das hiebei fallende Plachmal wird wieder so behandelt, bis dasselbe, dureh nach drei- bis viermaliger Umschmelzung, kein Gold mehr enthält. Die Hitze Könige werden sodann eben so granulirt, wie das Blicksilber, und mit alpe- Schwefel behandelt etc., bis das Gold in denselben nahe% des Ge- A wichts ausmacht; dieses Silber wird dann unter einer Muffel feinge- brannt, d. h. die Antheile Schwefel, die noch in der Legirung befind- 5 lich waren, ausgetrieben, so wie die Spuren Blei, sodann granulirt, und 2 der Quartirung unterworfen(von dieser siehe unter 2.): Un- Das vom Gold befreite Plachmal wird wie folgt zugutegemacht: man vel- schmelzt es in Graphittiegeln ein, setzt 252 altes Stabeisen hinzu, und der schlägt auf diese Art das schwefelhaltende bleiische Silber nieder, indem nen, sich Schwefeleisen bildet;(vergleiche den Niederschlagsprozels bei der Bleı- arbeit, vorn Seite 186). Die Silberkönige werden unter der Muffel feinge- auf brannt, das Schwefeleisen aber, da es noch Sılber enthält, von neuen Fall mit 10% Eisen geschmolzen, dann mit 20% Glätte behandelt, wobei sıl- berhaltiges Werkblei und silber- und bleihaltige steinartige Schlacke hwe- mit-*) Lampadius a. a. O. Theil 2. Bd. 2 8. 444. Bere 414 Scheidung d. Goldes durch Schwefelspiefsgl., durch Cementalion. ei Be fällt, die man in die Gekrätzarbeit nimmt, welche über einen Krumm- l ia ofen vollbracht wird. Die VVerke werden getrieben, und so auf Silber ja, und Glätte verhüttet-e— Auf ähnliche WVeise hat man auch in Frey- ls hin berg die Goldscheidung versucht. a M WVje.unvollkommen und theuer ist solcher Prozefs, wie langweilig. zn at Durch die Anwendung von Schwefelsäure würde weit schneller und gas wohlfeiler die Scheidung vollbracht werden, id D b) Man kann auch mittelst Schwefelspielsglanz das mit Silber oder Kupfer legirte Gold scheiden, Scheidung durch Gufs und Flufs, in- dem vermöge der Verwandtschaft des Schwefels zum Silber und Kupfer 3 edung 3 utielnäile, und des Goldes zum Spielsglanz eine gegenseitige Zersetzung erfolgt. Man im läfst das zu scheidende güldische Silber in einem Graphittiegel schmelzen, Dh Scheid setzt gepülvertes Schwefelspielsglanz dem Gewicht nach doppelt so viel urn, dort hinzu, wenn es mindestens 18karätig ist, oder nur 4 Legirung enthält, Sina 1a(old ist es noch weniger feinhaltend, so wird für jedes Karat, welches das- mr selbe weniger als 18 enthält, 3 Loth Schwefel zugethan; darauf rührt ii man um, und gielst die flüssige Masse in einen Giefspuckel. Nach dem allen Erkalten findet man zu unterst goldhaltiges Spielsglanz von gelber Farbe, vl Dil und darüber Schwefelsilber und Schwefelkupfer,(Plachmal), beide wer- sten Wiluz den getrennt, das erstere, war das Gold ziemlich fein, unter der Muffel zune ver al in einem Röstscherben abgeraucht, verblasen, bis alles Spielsglanz als a Oxyd sich verflüchtigt hat, wobei jede übermäfsige Erhitzung zu vermei- Eh li de Les den ist, damit nicht etwas Gold mit fortgerissen werde. WVenn aber Im AN: das Gold ziemlich silberhaltend war, so reicht einmaliges Schmelzen mit Schwefelspiefsglanz nicht aus, es mufs noch ein- ja zweimal wie- derholt werden, aber nur mit halb so viel des letztern. Das zurückge- ....” 5 1 0c bliebne Gold wird dann mit einem Flufs aus 3 Borax, 7 Salpeter und ı Glaspulver zusammengeschmolzer, wodurch es noch gehörig von den elta Die leizten anhängenden Spielsglanztheilchen gereinigt wird und seine eigen- IeilnmRill thümliche Farbe erhält. Das Schwefelsilber wird auf ähnliche VVeise, Ihe wie bei@) angegeben worden ist, zugutegemacht.— Statt des Abrau- a chens unter einer Muffel pflegt man auch wohl das goldhaltige Spiels- rl a? glanz in einem Schmelztiegel mit Salpeter zu schmelzen, allein dabeı RR geht viel des letztern auf. Auch Quecksilbersublimat ist zur Trennung 1(dheen beider angewendet worden, indem man das Gemeng in irdnen Retorten h tbiden destillirt, wobei Chlorspielsglanz und Quecksilber überdestilliren, Gold ec Yale zurückbleibt; jedoch möchte auch dieser Prozefs kostspielig sein,(Um ne, dem Gold die letzten Antheile fremder Metalle zu benehmen, gebraucht N man auch wohl das ätzende Quecksilbersublimat, welches auf das schmel- Ki, IM zende Gold geworfen wird.) we c) Das alte Verfahren der Cementation beruht darin, dafs man mit\"a Silber(auch Kupfer) legirtes Silber in dünne Bleche gehämmert oder h Dane gewalzt, oder auch als Granalien, in einer Gementirbüchse oder Tiegel$ Ne; mit einem Cementirpulver, regal-cement, aus 4 Th. Ziegelmehl, 1 Th. k Non Kochsalz und I Th. calcinirten Eisenvitriol schichtet, und in langsam ME, talion beschreibung der Scheidung in die Quart. ne| steigender Hitze 18 bis 24 Stunden lang erhält, Hiebei zerlegt die aus Silbe:|‘dem Vitriol sich entbindende Schwefelsäure das Salz, desgleichen Auch A das Ziegelmehl, salzsaures Gas wird frei und greift das Silber an,(ver- . gleiche das beim Silber Seite 371 Gesagte), und feineres Gold bleibt weilig, zurück, voggu nicht zero ziemlich rein. Man vollendet dann wohl arm] noch durch eine Gementation mit Salpeter statt Kochsalz den Prozefs, wobei Salpetersäure sich in Dämpfen entwickelt, welche das Silber völ- | lig auszieht,— Das Cementirverfahren wird nicht mehr angewendet.] Is, in- 2) Scheidung auf nassem Weg. Diese geschieht entweder a) mit- Kupfer telst Salpetersäure, oder 5) durch Königswasser, oder ec) mittelst-conc. zn Schwefelsäure. melzen, ann; 5: Ä£; 1. a) Die Scheidung in die Quart, Quartirung, Quartalion, in- thält, quartation, depart, quartation. Dieser Prozels beruht auf der Unlös- ra lichkeit des Goldes in reiner und von Chlor, salpelriger Säure befrei- het ter Salpetersäure; allein es ist nolhwendig,. dafs vom Gold nicht mehr h dem als 4 des Gewichts in der Legirung vorhanden sei, dagegen% Silber, Farbe, weil das Gold sonst einen Antheil Silber zurückhält, und vor der lö- le weı- senden Wirkung der Säure schützt. Ist daher in einer gegebnen Legi- Muffel rung weniger als% Silber, so mufs Feinsilber hinzugeselzt werden, was nz ab diesen Prozels im grölsern Maalsstab ausgeführt kostspielig macht, so De, wie denn auch der Verlust an Salpetersäure nicht unbeträchtlick ist. Re Enthält: die Legirung auch Kupfer, so muls dieses vorher beseitigt wer- u, den, und zwar durch Kupellation mit Blei, wobei freilich etwas. Silber, ass also auch Gold, verloren geht, welches sich in die Kapelle mit einzieht, Die nd Legirung wird sodann ausgeglüht, zu einer Platte geschlagen, wieder ge- n den glüht und bis zur Dieke einer% Linie ausgewalzt, dann nach wiederholtem eigen- Ausglühen in Röllchen, Corneiten, eornettes, spivallörmig aufgerollt, Veise, in einen Kolben gethan und mit dem doppelten Gewicht reiner(d. h. ‚brau- chlorfreier) Salpetersäure von 22° B.= 1,178 übergossen, auf einem piels- Sandbad digerirt, oder auf glühende mit Asche bedeckte Kohlen ge- dabeı stellt; die Salpetersäure wirkt auflösend auf das Silber, salpetrigsaure ehe Dämpfe entbinden sich und können sammt der unzersetzt mit ver- En dampfenden Salpetersäure, um sie nicht zu verlieren und um die Ge- (Um sundheit der Arbeiter zu schützen, durch einen auf den Kolben geselz- ucht ten auflutirten Helm und Vorlage gesammelt werden. Wird im Grofsen : gearbeitet, so ist es zweckmälsig, erst nur mit einem Theil der Säure ohne Wärme zu operiren, dann durch die Tubulatur des Helms den an- mit dern Theil zuzusetzen und Wärme anzuwenden. So wie die Entwicke- oder lung von salpetrigsauren Dämpfen aufgehört hat, gielst man die salpeters. 'egel Silberauflösung noch heifs in ein abgewärmtes Gefäls, und eine mit der Pe vorigen gleiche Menge Salpetersäure von 32° B.= 1,284 auf das güldi- ga a A ee he he) nee Dr— 416 Beschreibung der Scheidung in die Quart. sche Silber; es erfolgt nun eine wiederholte Auflösung, ‚aber minder heftig, als die erste; sobald auch hiedurch keine Luftbläschen sieh mehr entwickeln, giefst man die Säure heifs in ein anderes Gefäls, um dieselbe bei einer neuen Scheidung als schwächere Säure zuerst zu gebrauchen. 15 karätiges Gold, mit der gehörigen Menge Silber verbunden, wird dureh die erste Behandlung mit Säure meist schon 18 Karat 1%; Grän fein, so dafs die letzten Antheile Silber von der zweiten Säure leicht entfernt werden können. Meistens behandelt man das zu scheidende Gold nur zweimal mit Salpetersäure, allein nach der französischen Instruktion für das Goldprobiren*) ist eine dreimalige Behandlung vorgeschrieben, d.h. mit stärkerer Salpetersäure wird zweimal abgekocht. Ist das Scheiden vollbracht, so wird das zurückgebliebne Goldröllchen mit destillirtem Wasser abgesülst, und zwar so oft, bis die Abwaschwasser durch Zusatz von Kochsalz kein aufgelöstes salpeters. Silberoxyd mehr zeigen; das Gold selbst besitzt nicht den ihm.eigenthümlichen Glanz und die schön gelbe Farbe, sondern ist schwarzbraun, wenig glänzend, welche Beschaf- fenheit jedoch durch vorsichtiges Ausglühen beseitigt werden kann. Hier- auf kehrt man den Kolben geschickt um, und läfst die Cornette in einen Röstscherben, oder kleinen Tiegel fallen, indem das Wasser theils in denselben sich mit entleert, theils im Kolben bleibt; den Röstscherben bringt man dann unter die Muffel, oder über Kohlenfeuer, und glüht die Comelte aus; hierauf wird das Gold gewogen, und in einem Graphit- tiegel mit Borax und etwas Salpeter geschmolzen. Eine wichtige Sache hiebei ist, aufser dem ohen bereits angegebnen Verhältnifs des Silbers zum Gold, der Reinheit und Stärke der Säure, die Dieke der Bleche, welche man zu Cornetten rollt, und die Abstände zwischen den spirallörmigen Windungen; macht man nämlich die Cor- netten zu din, so zerfallen sie beim Scheiden in Stückchen, in Staub, indem dann‘das Gold nicht Masse genug hat, um ein zusammenhängen- les Ganze zu bilden, wodurch das Absülsen umständlicher wird, und ein Verlust an Gold leichter eintreten kann.— Durch die Quartation wird besonders güldisches Silber, nieht so silberhaltendes Gold geschie- den, welchem man viel Silber zusetzen mülste; in einem solchen Fall hat man sich wohl des Königswassers bedient. Die Kosten der Schei- dung sind durch den Verlust eines ziemlich beträchtlichen Theils Sal- petersäure bei der Auflösung erhöht.(Es ist bereits erwähnt worden, dafs auf der Okerhütte bei Goslar durch die Quartation Gold geschie- den wird, eben so auch in Kremnitz in Ungarn**), wo die Blicksilber 15 Loth *).v..d. G. 1831. 8.135.**) Lampadius Supplemente Bd.1. 5, 105. h m ger Saul Wuoätils oßt (yet wid it „| engest in Werble Rips ihn sch 2 rn | ii (6 \ gene man{ „15 132 ji oe gend Add The und B, nd 4 cm omt, ol (en ns iikdn sieh N Yisune in on 2 „pl nemen nl); Lim af dem Fıl Ihren amnlloslı su pe tschem mel, dem ein mild Goldes tedal, zum T keit, da Me alineend \ Malen ud Hschm Kine des "he| “N NEON Scheidung des süberhaltigen Goldes mittelst Königswasser. 417 minder 15 Loth 14 bis 15 Grän fein sind und in der Mark 3 bis 9 Grän Gold enthalten, d. i. 95 bis+5.) Das salpeters. Silberoxyd wird durchs Ab- destilliren der sauren Silbersolution, Eindampfen zur Trockne und Glü- hen zersetzt,‘wobei ziemlich viel Salpetersäure wiedergewonnen wird, Das Silber wird dann mit den Glasscherben, an denen es haftet, in ei- nem Tiegel eingeschmolzen, die Glasschlacke noch verbleit, und das sil- berhaltige Werkblei getrieben. b) Mit Königs- oder Goldscheidewasser wird nur silberhaltendes Gold, in welchem sich nicht viel Silber befindet, geschieden. Das Königswas- ch mehr dieselbe rauchen, d dureh fein, so entfern! sold nur ktion für Fi dl, ser mischt man theils aus 3 Theilen Salpetersäure von 30 bis 35° B. Scheiden—= 1,26 bis 1,32 und 1 Th. Salzsäure von 26 bis 28° B.= 1,22 bis süillirten 1,24, oder gewöhnlicher aus einem Theil Salpetersäure von 32° B.= Ah Zusatı 1,28 und 4 Theilen Salzsäure von 22°= 1,178, oder auch 1 Salpeters. zen; des von 40° B. und 4 Salzsäure von 12°. Das Gold wird entweder in Röll- ie schön chen geformt, oder granulirt in einem Kolben mit dem 3 oder 4fachen Beschal Gewicht jenes Gemisches übergossen, und im Sandbad digerirt; ent- in, Hier. wickeln sich keine Dämpfe mehr, so giefst man die heifse Goldauf- in einen lösung in ein abgewärmtes Geschirr, und behandelt den Rückstand von theils in neuem mit 1% bis 2 Theilen Königswasser. Hat man auch diese Auf- tscherhen lösung abgegossen und mit der ersten vermischt, so spühlt man den glüht die Rückstand, Chlorsilber, mit heifsem destillirten Wasser erst im Kolben, Graphit dann auf dem Filter ab. Da aber das Chlorsilber nicht vollkommen in Wasser unauflöslich ist, so kann ein kleiner Verlust stattfinden.(Ueber gegebnen die Zugutemachung desselben siehe vorn beim Silber Seite 380.) Aus r Säure, der Verbindung mit Chlor scheidet man das Gold mittelst einer Auflö- Abstände sung von frischem nicht oxydirtem Eisenvitriol, oder schwefels. Eisen- die Cor: oxydul, indem eine 10mal gröfsere Menge dieses Salzes gegen das Ge- n Staub, wicht des Goldes angewendet wird. Das Gold setzt sich als ein brau nhängen- ner Staub, zum Theil auch goldglänzend ab, und wird erst mit Was- vd, und ser abgesülst, dann mit schwacher Salzsäure digerirt, um alle Spu- uartalion ren von anhängendem Eisen zu entfernen, endlich wieder vollkommen seschie- mit Wasser abgesülst, geglüht, gewogen und dann mit etwas Salpeter hen Fall und Borax geschmolzen. » Schei- Erklärung des Prozesses. Das im Königswasser enthaltne Chlor löst ls Sal- Gold, nicht aber Silber auf, enthielt die Salzsiure, welche zur Mischung worden, des Königswassers angewendet wurde, Eisen, so kann es kommen, dals geschie- sich etwas Silber mit auflöst, deshalb mufs reine Salzsäure gebraucht ‚cksilber werden; das Silber bleibt als Chlorsilber zurück, von welchem ein klei- 15 Loth ner Theil sich auflösen kann, wenn in der Goldsolution Salzsäure vor- waltet, denn in der Salzsäure löst sich etwas Hornsilber auf, wird je- 5,105. doch durchs Verdünnen mit Wasser gefällt. I: 2 27 Be er EEE LET EEE AEG EEE EEE EEE TEEN TEE ER EVEEEET AEEE 418 Scheidung des gildischen Silbers mittelst Schwejelsüure. Die Niederschlagung des Goldes aus der Verbindung mit Chlor durch Eisenvitriol beruht auf der bedeutend grofsen Verwandtschaft des Eisens zum Sauerstoff; das Eisenoxydul geht theilweis in Oxyd über, indem ein anderer Theil Eisen sich mit dem Chlor des Chlorgoldes ver- bindet, wodurch das Gold abgeschieden wird; in der Auflösung befin- det sich dann: Chloreisen, schwefels, Eisenoxyd und überschüssiger Vi- triol. Es ist deshalb ein bedeutendes Quantum Vitriol erforderlich, weil die Goldsolution freie Säure enthält, welche auch auf den Vitriol wirkt, und zweitens um durch die Masse den chemischen Zerlegungsprozels zu unterstützen. c) Scheidung des güldischen Silbers durch cone, Schwefelsäure. Ue- ber diesen Gegenstand siehe das bereits Seite 393 beim Silber ange- gebne Verfahren der Affinirung mittelst dieser Säure.— Kein Schei- dungsprozels ist so wohlfeil, als dieser, weshalb auch jelzt nur auf die- sem Weg das güldische Silber im Grofsen affınirt wird. Durch die wenigen Kosten, welche dieses neuere Scheidungsverfahren verursacht, ist es möglich geworden, selbst Silber von 55 Goldgehalt noch zu af- finiren, Gold dem Silber zu entziehen, welches früher wegen des weit höhern Kostenbetrags der Quartation nicht scheidbar war, und der Cir- kulation und dem Welthandel zu überliefern. [Ein Beispiel wird beweisen, wie bedeutend der verborgen gelegne Gold- gehalt ist, und wie viel Gold dadurch in den Handel gebracht werden kann, Man berechnet, dafs die 600 Millionen Frances Silbergeld, wel- che in Frankreich nach dem Gesetz vom 14. Juni 1829 affınirt und umgeprägt werden sollen, 2005 Gold enthalten. Da nun 200 Frances Silbergeld 1 Kilogramme wiegen, und das französische Silbergeld„5 fein Silber enthält, so sind in jenen 3 Millionen Kilogr. Silbergeld 2,700,000 Kilogr. fein Silber und in diesem 1,350 Kilogr. Gold enthalten, ganz abgesehen davon, dafs sie nach den Ergebnissen des neuern Probirver- fahrens statt 5 fein 7500 enthalten, welches an Silber eine Vermeh- rung um 12,000 Kilogr., im WVerth von 2,640,000 Francs ausmacht, ohne den Goldgehalt in diesem Silber zu berechnen, welcher auch noch 6 Kilogr. beträgt.. Nimmt man an, dafs in den im preufs. Staat seit 1764 bis 1825 ge- prägten Silbermünzen, ausschliefsl. den bis dahin wieder eingezogenen, im Betrag von etwa 150 Millionen Thalern+000 Gold enthalten sei, so würde es auf den in jener Summe von verschiednem Silbergeld ent- haltnen Gehalt an feinem Silber, zu 10,730,000 Mark berechnet, nicht we- niger als 10,730 Mark betragen, Jede Million Thaler, aus güldischem Silber ausgemünzt, enthält, verglichen mit einer eben 50 grofsen Summe Thaler aus affınirtem goldfreien Silber geprägt, um 15,000 Thaler an Gold, welches jetzt dem Verkehr wiedergegeben ist.] N Alellung MN Ich ie ae Qual { m Ir Tal ziedergest 8 Ihe, Gall PN 0), ji di Porz oa Silberzen | Ih 1} IisQnld heizt jr innen| id nenn, I ne Din des ganz in miten Lich, Jerlnchten und v sche besiat en schlagen, I weie scher, Akraueh el sine vor Teich gihlle menzendk tn rn 000009 gel, wie namentli (ll Kinn eine Fi Gil an Sıberdel inleilen!) vun, Fol 1 pa Iinie Du denn fiel a Gi deh a Tr VIER— meet tr Tuer er— ee 07077 0007007 TI Ro RT un Eigenschaften des Goldes. 419 x t Chlor Die Darstellung von feinem Gold geschieht, wie schon gesagt, theils halt" des im Grofsen durch die Scheidung mittelst Schwefelsäure, theils im Klei- d über, nen durch die Quartirung, oder mittelst Goldscheidewasser. Aus der les ver- Auflösung in letzter Flüssigkeit wird es nicht allein durch schwefels, & befin- Eisenoxydul niedergeschlagen, sondern auch durch Sauerkleesäure,(Amei- iger Vi-| sen-, Aether-, Galläpfel-, Gerbsäure, Essigsäure mit brenzlichem Oel ch, weil verbunden u. a. m.), in Gestalt eines zarten, braungelben Pulvers, Ma- ol wirkt, lergold für die Porzellan-, Steingut-, Glasvergoldung, zur kalten Ver- 9) vonels zu goldung für Silberzeug. Wegen eines etwanigen Platingehalts siehe bei diesem. ve. Ue. Das Gold besitzt eine schön gelbe Farbe, einen starken Metallglanz, er ange. ist in sehr dünnen Blättehen(Blattgold) durchscheinend, alle Gegen- n Sehei- stände erscheinen, in Folge einer Farbenzerstreuung der durch die fei- auf die. nen Poren des ganz porösen Blattgoldes hindurchgehenden Lichtstrahlen, urch die im grünen Licht; es ist geruch- und geschmacklos, und theilt auch »rursacht, der feuchten und warmen Hand beim Reiben keinen Geruch mit. Das- ch zu al- selbe besitzt ein specif. Gewicht von 19,258 gegossen, 19,36 bis 48 ge- des weit schlagen, ist weich, kann aber durchs Schlagen, Walzen härter, elasti- | der Cir- scher, aber auch etwas spröde werden, doch erhält es durchs Ausglühen seine vorige Weichheit wieder. Es läfst sich vermöge seiner fast ans Un- glaubliche grenzenden Streckbarkeit und Zusammenhang in die feinsten gne Goll- Blättehen von 0,00009 Millimeter ausschlagen, und in äulserst feine Drähte it werden ziehen, wie namentlich die goldplattirten Waaren beweisen; 0,08 Grän ed, weh Gold können eine Fläche von 37,36 Quadratfuls bedecken, und 38,18 Gr. u anl Gold einen Silberdraht von 531,033 preuls. Ruthen Länge, oder von R I; 265,5 pr. Meilen! Nach Rdaumur soll aus einem Gran Gold ein Draht 2.700.000 von 500 paris. Fuls Länge gezogen werden können. Ein Golddraht von er ea 0,887 paris. Linie Durchmesser wurde von 139,8 franz. Pfd. zerrissen, oe oder von 2 Millimeter Stärke durch 68,216 Kilogramme, Guyton- Mor- Veimek: veau. Das Gold dehnt sich beim Erwärmen von 0° bis 100° aus usmacht, um 0,001466 Lavoisier,+, ıch noch 0,001477 Guyton Morveau, schmilzt bei 320 Wedgw., zeigt einen blalsgrünen, aquamarinfarbnen 1825 ge- Lichtschein, ohne einen Rauch zu geben, ohne allen Gewichtsverlust; z0genen, es steht in irdnen Schmelzgefäfsen mit erhabner Oberfläche, die beim Iten seh Erkalten wieder eben wird, krystallisirt beim vorsichtigen Erkalten in seld Er Öktaödern, Würfeln. Da es sich beim Schmelzen stark ausdelnt und gi ni daher ebenso beträchtlich beim Erkalten zusammenzieht, so kann man a dasselbe nicht wohl in Formen gielsen, auch ist Gold, welches in nicht Ben stark vorgewärmte Formen gegossen wurde, sehr spröde, bricht unter dem Hammer, Im gewöhnlichen Ofenfeuer ist es nicht flüchtig, aber 27* 420 Eigenschaften und Anwendung des Goldes. dureh Brennspiegel und Brenngläser, Voltasche und Reibungs-Elektri- eität, durch Sauerstolf- und Knallglasgebläse wird es in Dampf verwan- delt, und setzt sich selbst metallisch wieder ab, so dafs man auf diese Weise Silber durch den Golddampf vergoldet hat. Eine Verbrennung, Oxydation des Goldes scheint dabei nicht stattzufinden, man hat zwar den purpurnen Staub, der sich zeigt, als ein Oxyd betrachten wollen, obschon die bekannten Oxyde des Goldes durch geringe Hitze völlig re- dueirt werden, und dieser Staub sich auch erzeugt, wenn man in Was- serstoffgas feine Golddrähtehen durch Batteriefunken zerstieben läfst, wo denn doch von einer Oxydation nicht die Rede sein kann; viel- mehr ist das purpurne Pulver unendlich fein zertheiltes Gold, gleich wie schr fein zertheiltes Quecksilber schwarz, Selen roth aussieht. Durch die neuesten Untersuchungen über den Goldpurpur(siehe unten) ist die- ser Gegenstand noch mehr aufgeklärt worden. [ Betrachtet man ein vergoldetes Glas- oder Porzellangeschirr, bei welchem durch mehrjährigen steten Gebrauch die Vergoldung fast ganz verschwun- den ist, so sieht man statt des Goldglanzes und der gelben Farbe ein schmutziges Purpurroth, hie und da mit Gelb untermischt, die fein zer- theilten, mit der Glasur innig verbundnen Goldtheilchen.] Mit Goldpurpur gefärbtes Glas kann farblos und roth erscheinen, je nachdem das in der Glasmasse enthaltne Gold entweder im oxydirten Zustand mit den verglasbaren Bestandtheilen verbunden ist, oder durchs Anräuchern reducirt, sehr fein zertheilt das Glas roth färbt. Gold wird an der Luft, im Wasser nicht verändert, behält seinen schönen Metall- glanz bei, deshalb vergoldet man auch andere Metalle um ihnen nicht allein den Glanz und die Farbe des Goldes zu ertheilen, sondern sie auch vor Rost zu schützen, z. B. Nadeln, Ziehfedern, Blitzableiter- spitzen u, a. Mm. Gold wird weder von reiner Schwefel-, noch von reiner Salpeter-, oder Salzsäure angegriffen, aber wohl von rauchender Salpetersäure ein wenig, eben so von Salpeters. wenn sie Chlor enthält; es löst sich sehr fein zertheilt, als Blattgeld, in Chlorwasser(vergl. I. Seite 200, 210) in Königswasser, Selensäure, einem Gemisch von Selen- ‚oder Hydrobromsäure mit Salpetersäure, einem Gemisch von Salz- und Chromsäure(vergl. I. Seite 214, 215), nicht in Alkalien auf. Schmelzt man Gold mit Borax, so wird es blafsgelb, mit Salpeter aber mehr röthlich, hochfarbig. Fein Gold wird weder zu Münzen, noch zu Geräthen verarbeitet, weil es zu weich ist und sich nicht gut verarbeiten läfst, man legirt es daher entweder mit Kupfer, oder Silber, oder auch wohl mit beiden zugleich, siehe unter den Legirungen; zum Vergolden im Feuer wird fein Gold nicht, aber zur kalten Vergeldung verbraucht, zum Vergolden schrei N, el W u hin ı„jenischen ja, elouri Fl fl nd Silber im yerferige In luf sl l „ frübern I au nd sie aber ji (gen Insta| afily j ach Jıhtezc 9] u slagen zu| pi durch Anflü (ol Ip zu juchmalen mi juosen, da \ngsam aba durchs Amel stählemen Amb wiederholt ausge al] ul Brei ud Siherband ı nichn van. etw wentinder]i iin pteckt, 2 Wuhll- oder$ Ik plat man ll su jener Alıl werden nu A ee zersch da itchform, Klllkr yon 9 | Me Diter| "at Faterale Pant, COM sg I; ul "At augede a!Blter Oalläer d ‚"ayelüh, in a Au% ‚ m Bhı br im, d beschreibung des Verfahrens der Goldschläger. 421 -Elektii- von Glas, irdnen Waaren, so wie zum Plattiren von Kupfer, zum Blatt- verwäh. gold, zu chemischen Präparaten.— Ueber das Färben des Goldes, mettre uf diese en couleur, colouring, späler unter den Legirungen. rennung,[Gold- und Silberschläger, batteur d’argent, b. d’or, silver and gold 1ab zwar beaters, verfertigen das Blattgold, Blattsilber, feuille d’arg., f. ı wollen, dor, Leaf silv., L. gold, beaten gold and silver; in Deutschland wa- völlig re- ren in frühern Zeiten nur in Augsburg und Nürnberg Goldschläger, in Was jetzt sind sie aber in allen grofsen Städten anzutreffen. Zum Gebrauch ben Lifst der Goldschläger dient feines Gold, theils Gold, welches einen äufserst geringen Zusatz an Silber oder Kupfer(#5), oder beide zugleich nn; viel 2,. enthält, je nach der beabsichtigten Farbe, denn selbst holländisches au B: Dukatengold(23 Karat 7 Grän fein) ist noch nicht fein genug, um sich 3 Du gut schlagen zu lassen; die Goldschläger pflegen daher das Dukaten- ) ist die gold durch Auflösen und Niederschlagen zu reinigen und mit$ Duka- tengold legirt zu verarbeiten. Das Gold wird mit Borax und Salpeter welchen geschmolzen und in eine eiserne mit Talg bestrichne heifse Zainform erschwun- gegossen, der Goldzain darauf in Kohlenfeuer glühend gemacht und Farbe ein langsam abgekühlt, wodurch das Fett abbrennt, und die Sprödigkeit ie fein zer: durchs Ausglühen gehoben wird. Hierauf wird der Zain auf einem stählernen Ambos bis zu einer Dicke von 2 Linien ausgeschmiedet, und wiederholt ausgeglüht, sodann unter Stahlwalzen gestreckt, bis derselbe auf 1 Zoll Breite eine Dicke von 4 Linie erhalten hat. Das Gold- und Silberband wird dann zusammengelegt, um ein Gebind daraus zu heinen, je oxydirten er durchs "' machen van etwa 6 Zoll Länge; dieses wird nun gehämmert, und ö, sold wir« zwar erst in. der Länge, dann in der Breite, dadurch nach beiden Dimen- 'n Metall- sionen gestreckt, zuletzt mit der Bahn des Hammers geebnet, wodurch nen nicht das Gold- oder Silberblech die Stärke von Papier erhält. In neuern ndern sie Zeiten pflegt man ohne zu schmieden.den Goldzain durchs WValzen tzableiter- allein bis zu jener Stärke auszustrecken. Diese Metallstreifen, an Gewicht noch von 4 Loth, werden nun in viereckige Platten, quartiers, squares, von 1 Zoll auchender ins Geviert zerschnitten, und zwischen die 150 Blätter der Pergament- oder Quetschform, premier caucher, gebracht, d. h, zwischen Perga- r enthält; ä 2; E: 2 ; mentblätter von 3 Zoll ins Geviert, Blatt für Blatt eingelegt, und die (vergl l. Form in Futterale aus Pergament gefertigt, fourreau, gesteckt, damit yon Selen- sich die Blätter nicht verschieben, auf einem Marmorblock mit dem Salz- und Formhammer so lange geschlagen, bis die Metallblätter sich auf 3 Zoll Schmelst ins Geviert ausgedehnt haben. Statt Pergamentblättern bedient man sich yer mehr auch je 2 Blätter Velinpapier, allein oben und unten müssen mehrere Pergamentblätter gelegt werden. Sie werden dann in einer eisernen erarbeitet, Kapsel ausgeglüht, zwischen gröfsern Pergamentblättern ebenso zu 4zöl- ‚ legirt es ligen Blättern ausgeschlagen, darauf je25 auf einmal mittelst eines Mes- nit beiden sers auf dem Blattkissen in 4 Theile getheilt, und nunmehr zwischen id der Hautform, chaudret, geschlagen, welche aus 600 zarten von der euer W Vergolden ern er E o ET NETT ER TOERETEET e ,»)N. 2. 4a Beschreibung des Verfahrens der Goldschläger. sr, k ande änfsern Haut des Blinddarms vom Rind gefertigten Blättern, Gold- z 2 ni wendet R schlägerhäutchen, baudruche, gold- beater’s skin, besteht, welche u In altem, I 5 R z ‚ll, alle, eine eigne Zubereitung erleiden, damit sie nicht faulen, und vor der De Anwendung gehörig geschlagen werden. Die erste Hautform nennt man ie die Löthform, die zweite die Dünnschlageform. So wie die Blättchen“ ji in der ersten durchs Schlagen von 2 Quadratzoll Fläche in solche von a a e 3 Zoll ins Geviert verwandelt worden sind, werden sie wieder in ah, Er je 4 Theile zerschnitten und zum letztenmal ausgeschlagen, sodann a b ‚mad beschnitten, in Bücher von röthlichem Papier— Goldschlägerpa- pier— eingelegt, und nach der Gröfse und dem Feingehalt ver- schieden benannt, das sogenannte Franzgold ist z. B. mit sehr Iisn Grund nit Inselben nit Bı wenig Silber legirt, sieht daher blalsgelb aus, welches die Buchbin- I ulkıne der gebrauchen; Zwisch- oder Quickgold, party-gold, besteht gli be aus Doppelblättchen von Feingold und Feinsilber, die dadurch erhalten Sad, i werden, dafs man auf ein dünnes Silberblech ein noch dünneres Gold- di Flche wie A blech heifs aufwalzt, plattirt, und dieses dann, wie vorstehend, ausschlägt. mag ungeemme Das Silber wird eben so behandelt, es mufs ganz fein sein, und wird, übt mac da es nicht in einem so ausgezeichneten Grad streekbar ist, als Gold, Iacn Coyalaı nicht so vielfach ausgeschlagen.— Der Abgang, dechet, beim Gold- und übergeht dann Silberschlagen beträgt wenigstens die Hälfte des Gewichts der Zaine, Hrinits a,| man benutzt diesen theils zum wieder einschmelzen, hauptsächlich aber| Ninerr zur Anfertigung von Muschelgold, or en coquille, or en chaux, eilig n wale shell gold, Muschelsilber, indem man die Blätterabgänge mit Ho- set mehr Zuber nig fein reibt, dann letztern mit WVasser auflöst, den Goldstaub aus- fentinda. angen wäscht, mit Gummiwasser anmengt, und in kleine Muscheln trägt, ad Öergoldu Man verfertigt auch durch Niederschlagung des feinen Goldes aus einer vi, ter, fi Auflösung in Königswasser Malergold.— Unächtes Malergold und Ninen, Haupt - M.silber wird auf gleiche Art aus unächtem Blattgold und Blattsilber(nme), | gefertigt.— Blattgold und Blatisilber wird, wie bekannt, zum Vergol- ul At veren 3 den sowohl von Metallen, als von Holz, Papier, Leder, Pergament, Ge- Kai ZEN, weben etc, angewendet. eb um da - Ueber das Verfahren der Goldschläger siehe Krünitz ökonomische Nach und Zi | J Encyklopädie Bd. 19. S. 555.— D.t. Tom. 2. p. 594„Batteur diors— I mun > Lewis in D. p. J. Bd. 14. S. 451. le IN? Kurze Angabe der Vergoldung mittelst Blattgold auf nicht metallische bj” j“ Gegenstände. Ki ie in a) Vergoldung in Oel, dorure& Phuile, gilding in oil. Sie"Ra (od wird auf Holz, Metall, Stein, Gyps; Marmor ete. aufgetragen, sowohl il | zur Verzierung im Innern von Gebäuden, als auch von Aulsen. Zuerst Bin uch wird Holz mit Bleiweils und dick gewordnem Leinöl, oder Leinöl-|" Meche IM firnils grundirt, teinte dure, couche d' impression, the priming, welche Ni \W) Operation nach der Beschaffenheit der Oberfläche mehrmals wieder- Mg 3 holt wird, bis eine ganz ebne Fläche entstanden ist. Auf diesen N le Grund wird dann der Oelgrund, or-couleur, gold-size, aufgetra-„a gen, wozu man in Frankreich die Ueberbleibsel von Oelfarben aller h I di Ülplın NIE\ „ m v2 We RT) Oelergoldung, Wasservergoldung. 423 ‚ Gold Arı anwendet, welche man innig verreibt, durchseiht; bei uns und in ty welche England wendet man biezu Ocker, oder Bleiweils, Glätte, etwas Umbra vor der mit vecht altem, fetten Leinöl oder Muhnöl abgerieben an; der Oel- jennt man gennd wird mit aller Sorgfalt aufgetragen. Sobald der Firnils gehörig Blättchen eingetrocknet, wird Blattgold aufgetragen, und mit Baumwollenbäusch- solche von chen angedrückt. Diese Art Vergoldung ist selbst an der Luft recht wieder jn dauerhaft, kann aber auch nicht polirt werden. WVill man dieselbe 1, sodanı glänzend und polirt erhalten, dorure d Vhuile vernie-polie, so grun- schlägerpa| dirt man mit Bleiweils, gelbem Ocker und dickem Leinöl, überzieht ehalt ver. diesen Grund mit 10 bis 12 Lagen Bleiweilsfhirnifs, teinte dure, schleift mit sel denselben mit Bimmsstein und WVasser gehörig ab, bis die Ober- - Buchbi- fläche vollkommen eben, glänzend wird, Hierauf trägt man 4 bis5 La- 1, besteht gen Lackfirnils bei mälsiger VVärme auf, reibt nach dem Trocknen mit Ih erhalten Schachtelhalm, dann mit Zinnasche und geschlemmten Tripel ab, bis eres Gold die Fläche wie polirtes Glas spiegelt. Auf so vorbereitete Flächen wägt usschlägt, man ungememein dünn den Oelgrund, legt das Blattgold auf, und und wird, überzieht nach völligem‘Trocknen das Ganze mit Goldlack, darauf mit ‚als Gold, fetten Copallack, und polirt zuletzt die Oberfläche mit Tripel, und Gold- und übergeht dann dieselbe mit dem Ballen, der mit etwas Oel benetzt ist,— der Zaint, Krünitz a. a. O0. 8.436 uw f-— D.t.a. a. O. pag. 136. chlich aber b) Wasservergoldung, Verg. auf Leimgrund, dorure en detrempe, en chaus, gilding on water-size, burnished gilding, g. in distemper, erfordert e mit Ho- weit mehr Zubereitung, mehr Kunst, kann nicht bei so mancherlei Ge- Istaub aus genständen angewendet und der Witterung nicht ausgesetzt werden, ıeln trägt, als die Oelvergoldung, weil das Gold abspringt; dafür sieht sie auch weit aus einer schöner, zarter, feiner aus, kann matt und glänzend sein mit mancherlei rgold und Nüancen. Hauptsächlich werden Bilderrahmen, Tapetenleisten, Stäbe, Blatisilber(Spiegelrahmen), Verzierungen an hölzernen Schnitzwerk, Säulen etc, ım Vergol auf diese Art vergoldet. ment, Ge Zuerst werden die zu vergoldenden Gegenstände mit Leim getränkt, encollage; um das Holz vor Wurmstich zu bewahren, kocht man conomische Wermuth und Zwiebeln ab, setzt Salz hinzu und den Leim, bestreicht ar don- heils das Holzwerk, zum zweitenmal mit stärkern Leim. Hierauf giebt man den Kreidegrund, appreter de blane, ein Gemeng von Pergament- metallische leim- Auflösung mit Schlemrmkreide; hievon werden wohl 8 bis 12 La- gen aufgetragen, die Blasen wohl niedergestrichen, etwanige kleine Löcher, oil, Sie Risse mit dicken Kreidegrund ausgefüllt, reboucher. Das Abschleifen 1” sowohl geschieht mit Bimmsstein, poncer, und darnach das Glätten, adoueir, nn: Zuerst mit einem weichen Pinsel. Da durch das Auftragen des Grundes er Leinöl- manche feine Nüancen der Oberfläche verloren gegangen sein können, 18, welche a folgı nun eine sehr mühsame Operation, das Itepariren, durch welche ‚ls wieder- jene wiederhergestellt werden, wozu mehrere Instrumente dienen, darauf br diesen das Reinigen mit fenchtem Leinenzenug und weichem Schwamm, de- aufgetra- graisser, und das Abreiben mit Schachtelhalm, preler.— Statt auf schen aller diese langwierige Art Schnitzwerk zum Vergölden vorzubereiten, pflegt FT ET IT TZ! EURE EEE TREE 4 ‘ ä 24 W asservergoldung. man jetzt wohlfeiler Gegenstände in erhabner Arbeit aus Kreidemasse, gros-blane, d. i. aus Kreide und Leim in Gyps- und Schwefelformen zu modelliren, und diese dann aufzuleimen.— Nun giebt man den gel- ben Anstrich, jaunir, aus dünnem Pergamentleim und gelbem Ocker, den man sehr dünn macht, durchseiht, und heifs aufträgt; hierauf wird abgeschachtelt und gereinigt, dgrainer, das Poliment, assiette, gilding- size, aufgetragen, coucher d’ass.; dieses besteht aus 8 Theilen rothen Bolus, 1 Theil Röthel und 1 Th. Wasserblei, welche sehr fein zerrie- ben mit 1 Efslöffel voll Baumöl auf 1% Pfd. gemengt werden. Dieses Gemengsel wird mit Pergamentleim angerührt, mit einem weichen Pinsel wiederholt aufgetragen, die Stellen, welche matt bleiben sollen, nach dem Abtrocknen mit trockner Leinwand abgerieben, die andern Stellen, die Glanzgold werden, überzieht man noch einigemal mit Poli- ment, ohne abzureiben.(Soll versilbert werden, so nimmt man ein Poliment aus weilsem Bolus, Kreide, Leimwasser und weilsem Wachs, oder etwas Seife.) Hierauf folgt das Vergolden, oder Antragen des Blattgolds, dorer, auf die vorher angefeuchtete Fläche, theils mit einem eignen Pinsel, An- schiefspinsel, theils mit: dem Bilboquet, einem eignen mit Leder und Tuch überzognen Holz; ist dies geschehen, so wird mit Blutstein, oder Achat polirt, brunir, burnishing. Darauf ertheilt man den Stellen, die matt bleiben sollen, die Matte, matting, d. h. man trägt auf die- selben dünnen Leim auf, und bessert dann noch etwan übergangne Stellen mit dem Pinsel aus, ramender. Nun giebt man die Helle, ver- meillonner, um der vergoldeten Fläche das Ansehn von Feuervergol- dung zu ertheilen; die Helle, vermeil, besteht aus einer Abkochung von rothen und gelben Pigmenten, Orleans, Saffran, Gummigutti, Drachen- blut,(Zinnober!) mit Pottasche und Wasser, welche mit arabischen Gummi verdiekt schr dünn aufgetragen wird, Endlich übergeht man noch einmal mit der Matte die matte Vergoldung und hiemit ist die Arbeit beschlossen,— Krünitz a. a. O. S.418. D. t.’a. a. O.p. 141. Ueber das Vergolden des Schnitts und Rückens von Büchern von Leder, Papier u. dergl., findet man ebendaselbst nähere Angaben, so wie über die Firnifsvergoldung auf Silberblatt, vom Aventuringrund.— Ueber das Vergolden von Porzellan siehe I. Seite 534; ähnlich die Vergoldung von Glas.— Von vergoldeten Arbeiten in Holz entnimmt man das Gold durch kochendes WVasser, in welches man dasselbe einlegt, dadurch weichen die einzelnen Leimdecken auf, und das Holz wird ganz blos gelegt, abgebürsiet, die trübe Flüssigkeit eingekocht, zur Trockne ge- bracht und ausgeglüht, wodurch der Leim und alle Pflanzensubstanzen verbrennen, das Gold aber mit den mineralischen Substanzen fein ge- mengt zurückbleibt, Aus diesem Rückstand zieht man durchs Anquik- ken, oder durch den Affınationsprozefs, das Gold aus. Legirungen des Goldes. Mit Mangan; die Legirung sieht gelblichgrau aus, ist sehr hart, aber Jeirungt \unas gesch ji sich. ag” | Iyhr gpröd „Jh eine I j oröde, spe jene! rl sich seh jnnt ds Eise ) Pipenzusal sl M auch mil Stah h Suhl und Bi Ehen und Sta Im, Nessng, Je ih di wirde, WeDN di gt, sehe Silmeldläher 9 Niere, all auf Snahl auf MiBobal I Gold selbs geschmeidig:— bunden gebt e ur Sri, Blei, Di Inneht Gold n at, desha vr bean k m h lit ud| wlh kann auf ion, B ir: zwar emdurch r Kehl ge Mil meht yo ann der. | an Ant "bel |\ I f “Msmut ln I machen: An» omeen Mil. n Lam “Rider| idemasse, felformen den gel- m Ocker, rauf wird , gilding- len rotlien ein zerric- 1. Dieses weichen en sollen, ie anden mit Polı t man ein n Wachs, dorer, aul insel, An- Leder und tstein, oder en Stellen, gt auf die- übergangne Helle, ver- euervergol- chung von , Drachen- arabischen rgeht man mit ist die 0. pP: 141. chern vol en, 50 wie ,— Ueber Vergoldung man das t; dadurch ganz blos rockne ge substanzen on fein gr ‚s Anquik- hart, aber Legirungen des Goldes mit Blei, Zinn, Wismuth. 425 doch etwas geschmeidig, verändert sich nicht an der Luft, in der Hitze aber oxydırt sich das Mangan.— Mit Zink. Dieses Metall macht das Gold sehr spröde, ja schon Zinkdämpfe sind der Dehnbarkeit des Goldes nachtheilig; eine Legirung von 17 Gold und 1 Zink war grünlichgelb und spröde, specif. Gewicht 16,937; aus gleichen Theilen war die Farbe weils, die Masse hart und politurfähig,— Mit Eisen. Beide Metalle verbinden sich sehr leicht, wie es scheint in allen Verhältnissen, auch benimmt das Eisen dem Gold nichts an Debnbarkeit, indem Gold mit 5 Eisenzusatz sich walzen und prägen liefs. Es vereint sich eben so gut auch mit Stahl und Roheisen, weshalb man auch Gold zum Lötlien von Stahl und Eisen anwenden kann. Eisen und Stahl wird auf verschiedne VWVeise vergoldet, theils wie Kupfer, Messing, Bronze durch Blattgold(siehe bei der Legirung mit Kopfer), theils durch Goldamalganı, welches aber auf Eisen nicht haften würde, wenn dieses nicht vorher mit Kupfer überzogen wird; wie dies geschieht, ist bereits 1. Seite 283 angegeben worden; theils auch mit in Schwefeläther aufgelöstem Chlorguld, wovon beim„Chlorgold” das Nähere; endlich wird auch nach der Art von argent hache Goldblatt auf Stahl aufgetragen. Mit Kobalt, eine blafsgelbe, sehr spröde Legirung aus 1 Kobalt und 14 Gold, selbst bei„5 Kobalt ist die Legirung noch spröde, aber bei„5 geschmeidig.— Aehnlich verhält sich Nickel, 7 Nickel mit Gold ver- bunden giebt eine messinggelbe, spröde Legirung, er bedingt schr we- nig Sprödigkeit, mit 445 Nickel ist Gold ganz geschmeidig.] Mit Blei. Dieses Metall macht Gold über alle Mafsen spröde, 7% Blei macht Gold wie Glas spröde, selbst 955 benimmt dem Gold seine Dehnbarkeit, deshalb ist es sehr wichtig, dals dem Gold während sei- ner Verarbeitung kein Blei beigemischt werde, deshalb sind alle Blei- geräthe, Loth und dergleichen sehr zu meiden. Die Legirung von Gold und Blei kann auf der Kapelle getrieben werden, sieue weiter unten. Mit Zinn. Beide Metalle verbinden sich leicht mit einander, das Gold verliert zwar durch einen Zusatz von Zinn an Dehnbarkeit, allein es wird dadurch nicht spröde; bei einem Zusatz von-; Zinn besitzt Gold eine blafs gelblich- weilse Farbe, einen feinkörnigen Bruch und ein specif, Gewicht von 17,3, ist in der Hitze spröde; das Zinn kann durchs Oxydiren an der Luft nicht leicht abgeschieden werden, indem das Gold einen Antheil desselben zurückhält; man hat zu dem Ende Schwefelspiefsglanz, Chlorquecksilber angewendet. Mit Wismuth.-%5 desselben reicht hin, um das Gold sehr spröde zu machen; eine solche Legirung hat eine messingähnliche Farbe, einen feinkörnigen Bruch, specif, Gewicht 18,038. Schon 955 Wismuth macht Gold spröde, selbst wenn man beide Metalle nahe bei einander schmelzt, leidet durch die Dämpfe des W. die Geschmeidigkeit des SL P e r 1, 4 426 Legirung des Goldes mit Kupfer; Färben des Goldes. Goldes.(Ueber einen Zusatz von Wismuthoxyd beim Vergolden von Porzellan ete. siehe I. S. 534.) Mit Kupfer, or de vaisselle, de monnaie, standard gold. Beide Metalle lassen sich sehr gut durchs Zusammenschmelzen mit einander legiren, und man bedient sich des feinen(nicht des gewöhnlichen un- reinen, bleihaltigen) Kupfers zum Legiren des Goldes zum Behuf der Verfertigung von Goldwaaren und Münzen. Die Farbe der mit Kupfer gefertigten Legirung ist theils hochgelb, theils röthlichgelb, theils roth, a die einer Legirung mit Silber blafsgelb, selbst grünlichgelb ist; erstere nennt man daher auch die rothe(Legirung) Karatirung, letz- tere die weilse, und wenn beide Metalle zusammen zur Legivung be- nutzt werden, die gemischte Karatirung. Dals ein bleiisches Kupfer ganz unbrauchbar zum Behuf der Goldlegirungen, ist bereits vorn Seite 299 angeführt In damit gefertigte Legirungen sind slashart, und spröde. Gold mit;'5 Kupfer legirt ist härter als fein Gold, aber dehn- bar, specif. RN, 17,257, die Legirung besitzt ein geringeres specif. Gewicht, als die Berechnung andeutet, der Raum mufs um 0,0241 zuge- nommen haben. Gold mit 4 Kupfer legirt besitzt die meiste Härle unter allen andern Legirungen mit Kupfer. Da die Legirungen des Goldes mit Silber und Kupfer leichter schmelzen als fein Gold, so benutzt man sie als Loth für Goldarbeiten Man berechnet die Goldlegirungen nach Karat und Grän: eine preulsi- sche Mark hat 288 Grän, oder 24 Karat zu 12 Grän; 24karätiges Gold ist also fein Gold, 22karätiges enthält 22 Karat fein Gold und 2 Karat andere Metalle in der Legirung ete. Da die verschiednen Legirungen theils im Preis sehr verschieden sind, theils auch von verschiedner Farbe, so benutzt ınan mehrfach abgeänderte Verhältnisse bei der Verfertigung von Gold- arbeiten, worüber in verschiednen Ländern verschiedne gesetzliche Be- stimmungen gegeben sind. So verarbeitet man in Frankreich 18, 20 und 22karäliges Gold, bei uns 8, 14 und 18karätiges Gold, seliner Dukatengold, ohne dafs jedoch darüber besondere gesetzliche Vorschriften existirten, denen nur dieses allein verarbeitet werden dürfte; in Oesterreich verarbeitet man Gold von? Karat 10 Grän, dessen speeif. Gewicht 10,279, 13 Karat 1 Grän, 18 Karat 5 Grän.— l4karätiges Gold sieht schön roth und wird zu Verzierungen auf gelb gefärbtem Gold benutzt. Um Gold von l4karätigen an gelb zu färben, mettre en couleur, nach aus bedient man sich einer Farbe, couleur die aus 2 Theilen Salpeter, 1 Theil Kochsalz, 1 Theil Alaun besteht(nach Andern aus 8 Salpet., 7 Kochsalz, 5 Alaun), welche in einem hessischen Tiegel, überhaupt in einem unglasirten irdnen Geschirr, mit Wasser aufgelöst und eingekocht wird. Das fertige Stück wird geglüht, in Stürkwasser, d. i. in stark ver- Ihe j a ‚oder fe ger dan werd ur il it, 9 Jh Anleia Mn ähnlt if, dis Gold Ik N fu über in| Io ulk we Ah von l 19 Grin, Diel le Al Grin, Ninnrerlssung| werden doppelt fe wiegen de Füne N W Predrd Yhlhual,. hi din 11% ante pls h IM m versch tag TOR 19,6 Unluf veschwu Dr sächsischen url die preu Aal, 50 aut fin m Um Nass enthalt Im fat ganz gl Ühutstück wie Acht ansgemi al Karat, (hr die Best L) Ihn ete, (lee Nil, die Fa ie Desoı "de mil N Paen . I des , Ki hierdı My "plten d les, olden von d, Beide einander chen un- ehuf der it Kupfer eils roth, hgelb ist; ing, letz. irung be es Kupfer orn Seite hart, und yer dehn- es specif, AL zuge- ärle unter es Goldes nutzt man e preulsi- ‚Gold ist at andere theils im 0 benutzt on Gold- liche Be- , 20 und atengold, xistirten, sterreich t 10,279, hön roth couleur, Salpeter, Salpel,, haupt in ngekocht tark ver- | | Ueber Goldmünzen, Bestimmung des Feingehaits. 427 dünnter Salpetersäure einige Minuten lang gekocht, und dann an einem Pferdehaar oder feinem Golddraht in die Farbe gehängt, und damit ge- kocht. Sollen dann auf dem so gefärbten Stück einzelne Stellen roth erscheinen, so werden sie abgeschliffen. Offenbar bildet sich in der Farbe durch die Aufeinanderwirkung jener Salze eine dem Königswasser in der Wirkung ähnliche Flüssigkeit, die das Kupfer von der Oberfläche entfernt, das Gold selbst angreift und dadurch die bekannte matte gelbe Farbe hervorruft. [Einiges über die gangbarsten Goldmünzen Deutschlands und namentlich des preuls. Staats. Die kaiserlich-österreichischen Dukaten haben einen Feingehalt von 23 Karat 9 Grän; die holländischen von 23 Karat 6 bis 6,9 Grän, Die Friedrichsd’or von 1764 bis 1821 von 21 Karat 9 Grän, oder 261 Grän, nach dem Gesetz vom 30sten Septbr. 1821 über die Münzverfassung im preufs, Staat, 21 Karat 8 Grän, oder 260 Grän, Es werden doppelte, einfache und halbe Friedrichsd’or geprägt, 3 ein- fache wiegen eine Mark; den Friedrichsd’or zu 5 Thaler gerechnet wird eine feine Mark Gold zu 19311 Thaler ausgebracht, welche also in 3819 Friedr.d’or enthalten ist. An Frieds.d’or sind geprägt worden von 1764 bis 31. Decbr. 1830 für 66,319,730 Thaler. Vom lsten Juni 1793 bis dahin 1795 sind für 4,178,043 Thaler(?) Goldwährung in Dukaten unter preufs. Stempel geprägt worden, aulserdem noch von 1788 bis 1800 zu verschiednen Zeiten Dukaten und andere Goldmünzen in Be- trag von 185,367 Thaler, welche Münzen indels seit 1806 aus dem Umlauf verschwunden zu sein scheinen. Die sächsischen Augustd’or enthalten in der raulien Mark 1 Grän we- niger als die preufsischen, die hannöverschen Georged’or wohl an 3 bis 4 weniger, so auch die brauschweigischen, hessischen, dänischen, welche jetzt viel im Umlauf sind.— Die französischen Goldmünzen zu 20, 40 Francs enthalten 5 Gold und 7; Legirungsmetall, sie sind also im Korn fast ganz gleich unserm Gold, nämlich von 259,2 Grän fein; ein 20Francstück wiegt 6,45161 Gramme, also 155 Stück ein Kilogr. Das englische'ausgemünzte Gold enthält 44 Gold und;'5 Kupfer, ist also von 22 Karat.] Ueber die Bestimmung des Feingehalts von Goldmünzen, Goldwaa- ven, Bruchgold etc. Eine ungefähre Vorprüfung geschieht auf dem Pro- birstein(vergleiche das beim Silber Seite 389 Gesagte), indem man den Strich, die Farbe des zu prüfenden Goldes mit dem einer bekann- ten Lesirung besonders dazu geferligter Probirnadeln vergleicht, die theils nach der rothen, theils nach der weilsen und gemischten Karati- rung, nach ganzen oder halben Karaten gefertigt sind. Man vergleicht nun die Farbe des zu prüfenden mit der der Probirnadel, so auch den Glanz; allein hierdurch allein kann man keinen sichern Schlufs machen, weil nicht selten durch Cementation oder eine anderweitige Behandlung 428 Prüfung des Feingehalts durch Kupellation mit Blei. die Oberfläche einer Goldwaare feiner gemacht worden ist, als der übrige innere Gehalt, und dadurch leicht ein scheinbar höherer Feingehalt er- mittelt werden dürfte. Daher bedient man sich noch der Salpetersäure, mit welcher man die Goldstriche benetzt, diese löst das Kupfer, Silber auf, und hinterläfst das Gold, welches desto mehr zerfressen, unzusam- menhängend erscheint, je mehr fremder Legirungsgehalt darin war. Man bedient sich auch eines schwachen Königswassers, aus 98 Th. Salpe- ters. von 1,34 und 2 Theilen Salzs. von 1,17 und 25 Th. Wasser ge- mischt, welches kräftiger wirkt, als blofse schwache Salpetersäure.— Man hat auch hydrostatische Prüfungen des Goldes nach dem specif. Gewicht der verschiednen Legirungen versucht, allein aus mehrern Grün- den nie allgemein angewendet, namentlich weil die speeil, Gewichte von Gold, Silber, Kupfer an sich innerhalb gewisser Grenzen variabel sind, und bei den Verbindungen derselben in verschiednen Verhältnissen bald Verdichtung, bald Ausdehnung stattfindet u. a. m. Soll aber der Feingehalt genau ermittelt werden, so geschieht es durch die Probe auf der Kapelle verbunden mit der Quartirung. Man seizt, um das Kupfer aus der Legirung zu entfernen, Blei zu, mit wel- chem man das abgewogne Goldstückehen in verschiednen Verhältnissen beschickt, je nach der Menge des in der Legirung enthaltnen Kupfers. Man sollte glauben, dafs dieser Prozels nicht nöthig wäre, und dafs die Salpetersäure im Stande sei, das Kupfer wie das Silber völlig‘’vom Gold zu scheiden, allein die Erfahrung hat das Gegentheil gezeigt. Um den richtigen Bleizusatz zu treffen, mufs man vorher mit den Probirnadeln auf dem Stein eine vorläufige Probe gemacht haben, oder man treibt auch mit einem annäherungsweise genommenen Gewicht Blei die Probe vorläufig ab, um die Menge des Kupfers dadurch einigermalsen zu fin- den, so wie auch den Silbergehalt aus der Farbe des zurückgebliebenen Goldkorns. Prasbrer Tre über den Zusatz von Blei nach der verschiednen Feinheit des mit : Kupfer legirten Goldes. Von 24 Karat bis 22 Karat 7 Grän 6 Theile Blei 22... 7 Grän„ 2l„ U. u 10”» 21» 7 03m 9» 14„» 205,95„ 19 235 18„” 1 18 ae MR Ber 0„108 5 10„ 51 er„ 16 RL 0**,, RLIEN,, TERS 36» 15 True Dei Adna„..etc.] hg de juden hei di AN des Karat IM ‚ud B 1 \ Ko] I» „ollls aber€ jene il db Yu wi% ne Siber nd] AN! sr m uhmelen, Jin verselit IM ud Name nt im sche sch Jet dabe acht Jann, Di beim Jüh, lhl der ve m be Ten an ch Gold kl mn der Ra Inh einem. di uindellifel ans ea, nl Dehandel Sl ngereben ill gebt dann van dem Ka sad Bern ah htm Ger rk hinz Alpin— N % m de] ei, ler übrige zehalt er- etersäure, 7, Silber Unzusam- var. Man 1. Salpe- asser ge- 'säure,— m specil ern Grün- Gewichte 1 variabel hältnissen chieht es ung, Man ‚mit wel- thältuissen n Kupfers, d dafs die vom Gold Um den ybirnadeln nan treibt die Probe ‚en zu fin- »bliebenen ; des mit lei „ etc] Prüfung des Feingehalts durch Kupellation mit Blei, 429 Was den bei der Quartirung nöthigen Zusatz von Silber betrifft, da das Verhältnifs desselben gegen das Gold= 3: 1 sein muls, so setzt man bei 24 Karat bis 21 Karat 7 Grän 3 Theile Silber 21» 7:Grän»"19 n| 2:00 2, 00» 198 2205» BERN» 16° 8, 810259» 14» an?»» 1485 cher ae» zu, jedenfalls aber eher etwas mehr, als weniger. Das Silber darf noth- wendig nicht güldisch sein.— Ueber das Probirverfahren im Allgemei- nen siche das beim Silber Seite 389 Gesagte. Man wiegt% Grän’ oder auch wohl 1 Grän Gold ab, die nöthige Menge Silber und Blei, und packt das Silber und Gold in dünn ausge- schlagnes Blei sorgfältig ein; das übrige Blei läfst man in der glühenden Kapelle schmelzen, worauf dann die in Blei eingepackte, mit Silber ge- hörig versetzte Goldprobe eingetragen wird: Alsbald fängt das Treiben an, die Masse vermindert sich, das Ganze rundet sich und kommt nach einem sehr schönen Farbenspiel, Blick, zum Gestehen; ein Spratzen fin- det dabei nicht statt, weshalb das Abkühlen schneller vor sich gehen kann. Die beim Abtreiben der Goldproben erforderliche Hitze ist etwas höher, als bei den Silberproben(man schätzt sie auf 30 bis 32° Wedgw.), eine zu hohe Temperatur zieht einen Goldverlust von 3905 nach sich, indem sich Gold in die Kapelle einzieht. Hierauf nimmt man das Pro- bekorn von der Kapelle ab, wiegt es, schlägt es auf einem stählernen Ambos zu einem dünnen Blech aus, während wohl zweimal dasselbe unter der Muffel ausgeglüht wird, rollt es dann zu Probirröllchen zusam- men, und behandelt diese dreimal mit Salpetersäure, wie bereits vorn Seite 415 angegeben worden ist. Das Gewicht der ausgeglühten Gold- röllehen giebt dann den Feingehalt an; den Silbergehalt findet man, wenn man zu dem Gewicht des feinen Goldes das des hinzugesetzten feinen Silbers addirt, und die Summe von dem Gewicht des goldhalti- gen Silberkorns abzieht, welches man durchs Kupelliren erhalten hatte. Der Verlust am Gewicht, den das Probekorn gegen die abgewogne Gold- probe+ dem hinzugesetzten Silber erlitten hat, ist gleich dem Gewicht des Kupfers.— Wird güldisches Silber probirt, so wird es erst mit Blei kupellirt, um den Feingehalt zu ermitteln, dann in Salpetersäure äuf- gelöst, Genauere Resultate erhält man aber nur dann, wenn man nicht ein und dieselbe Probe kupellirt und der Quartirung unterwirft, sondern bei silberhaltigem Gold zwei Proben anstellt, die erste, der man kein Silber zusetzt, um den Gehalt an Silber und Gold zusammen zu bestim- men, die zweite wird wie eine gewöhnliche Goldprobe behandelt, und Di f\> PETERS Dr a Vor, 430 Ueber Feuervergoldung, Goldamalgam, Quickwasser. u ufbe .... f ‚el a giebt durch die Quartirung den Goldgehalt. Macht man nämlich nur uni il mer eine Probe, so kann man 1 bis 3 Tausendtheile am Goldgehalt verlie-"Oele ä x ä n E_ Anm VB ren. Auch ist ein zweimaliges Auskochen mit starker Salpetersäure er- hl. om ........ W gl I forderlich, weil sonst leicht ein Hinterhalt von Silber beim Gold bleibt*).’[ul abe .. galt al Ip [ Ueber das Verfahren beim Probiren des Goldes siche Stratingh's chemi-"hi se sches Handbuch für Probirer ete.$. 154 u. f.] NV oil "N ıflch 2 gi8 gurels Ueber das Vergolden von Kupfer, Bronze, Messing. sy Krane :° it AN a) Feuervergoldung auf Bronze, dorure sur bronze, wash or See ..... ya N water gilding. Welche Eigenschaften die Bronze besitzen muls, wenn alt ES ER..: i ala, nel sie mit dem günstigsten Erfolg vergoldet werden soll, ist bereits vorn hunde > wirlet d8| beim Artikel Bronze Seite 317 angeführt worden, es kommt nämlich hiebei nicht blofs auf die Farbe, Dichtheit, Härte an, sondern auch auf die gröfsere oder geringere Verschluckung von Goldamalgam, was die Kosten beträchtlich vermehren oder verringern kann. Bereitung des Goldamalgams. Man gebraucht hiezu theils feines Gold, theils G. von 23 Karat 10 Grän, auch wohl 23 K. 6 bis 7 Grän, Dukatengold, letzteres gewährt aber nicht die schöne Farbe, als ersteres und bedingt bei der Anfertigung des Amalgams Schwierigkeiten; enthielt das Gold Silber, so erhält die Vergoldung«ine ins Grünliche stechende Farbe, durch einen geringen Zusatz von Kupfer eine röthliche. Das Gold wird, um die Anquiekung mit Quecksilber zu erleichtern, zu dünnem Blech entweder ausgehämmert, oder gewalzt, letzteres muls möglichst in lla a, und Jin Deinen a an in glalen zu It let, alln bedienen a Bund Tim ar hinterlit aber jener Se nd die m Ih ea dern diesem D {min ehras Chlo rein sein,(zweckmälsig ist es, es vorher durch Destillation zu reinigen),\ lerne 9 weil sonst die fremden, beim Verflüchtigen desselben zurückbleibenden, Indtul, m Metalle die Farbe des Goldes verderben. Das abgewogne Gold wird ea ia ge in einem irdnen Tiegel von feinem Korn zum gelinden Rothglühen er- mi Di arlen N hitzt, und dann 6 bis 8 Theile Quecksilber hinzugesetzt, umgerührt und al lngen nach kurzer Zeit in kaltes Wasser geschüttet, ausgedrückt, um das über- Iiet, Is schüssige Quecksilber zu entfernen, und als eine teigartige Masse zum Gebrauch aufbewahrt, Dasselbe besteht, wenn man es vorher durch Sämischleder prelst, aus 67 Gold und 33 Quecksilber; das abgeprelste Qu. enthält aber noch ziemlich viel Gold, und kann theils zur Anferti- Mlarıd, ım tn ad brinet silte un IN II bestt gung von neuem Amalgam, theils zu leichten Vergoldungen verwendet Nenn him werden. et A Das nöthige Quickwasser, dissolution mercurielle, the quickening, LTE wird aus 10 Th. Quecksilber und 11 Th. reiner Salpetersäure von 36° a B.= 1,33 ohne Erwärmen bereitet; die klare Auflösung von 6,8 Loth ui kein Qu. in 7,5 Loth Salpeters. wird mit 4,8 Quart Regenwasser vermischt kl u 1 *) Siehe den Aufsatz über das Probirverfahren in den V.d. 6, 1831, Ma Seite 109. ku rer Verfahren bei der Feuervergoldung. 431 lich nur zum Gebrauch aufbewahrt; es zeigt eine Dichtigkeit von 3° B.= 1,015, It verlie: und enthält wenig überschüssige Salpetersäure. ;ÄUTE er- Das vom Ciseleur oder Metalldreher vollendete Stück wird zuvör- bleibt). derst ausgeglüht, am besten über Holzkohlen und Lohkuchen, und lang- ; chemi- sam an der Luft abgekühlt, sodann abgebrannt, derochage ou ddcapage, & piekling‘, d. h. in sehr verdünnte Schwefelsäure, eau second, getaucht, um das durchs Glühen erzeugte Metalloxyd aufzulösen, darauf wird es mit einer Kratzbürste, gralte-brosse, scratch-brush, abgerieben, abge- spühlt, in Salpetersäure von 36° B. eingetaucht, und mit einem Pinsel wash or 8, wenn Nast abgerieben, zuletzt nochmals in Salpetersäure herumgenommen, blanchir, lid welcher Salz und etwas Rufs zugethan wird; man spühlt dann fieilsig Much eif in Wasser ab, und reibt mit Sägespähnen trocken. Die Oberfläche ist ch, durchs Beitzen raulı geworden, wodurch das Amalgam besser haftet, als auf einer glatten Fläche, von welcher es ablaufen würde, Die Erfah- Is"feines rung hat gelehrt, dafs man sich der Schwefelsäure zum Abbrennen nicht 7 Grin allein bedienen kann, da diese Säure das Zink, aber nicht so Kupfer, ) tere Blei und Zinn angreift, Salpeters. dagegen wirkt weit vollständiger, sie Penthielk hinterläfst aber Zinnoxyd auf der Metallfläche, welches durch das aus ? 7}.” el jener Säure und Salz gefertigte Königswasser fortgeschafft wird; auch Das Gold die im Rufs enthaltnen salzs. Salze mögen dazu mit beitragen, Es ist dehnen daher zu diesem Behuf sogar passend, wenn die anzuwendende Salpe- nöelichst tersäure etwas Chlor enthält. glichs En aa ven E: einigen) Ist die Bronze gehörig gereinigt, so trägt man das Goldamalgam in “nenden der Art auf, dafs man die messingne Kratzbürste in das Quickwasser a eintaucht, darauf gegen das Amalgam, welches in einem irdnen, nicht ee mit Blei glasurten Näpfchen liegt, drückt, wodurch etwas von letzterm an derselben hängen bleibt, welches man auf der zu vergoldenden Ober- fläche ausbreitet. Ist das Auftragen vollendet, so spühlt man das Stück mit Wasser ab, um das salpetersaure Kupferoxyd zu entfernen, lälst es ührt und las über- m wopnen, und bringt es über glühende Kohlen, um das Quecksilber zu geprelste verflüchtigen; sollte die erste Goldlage, premir buis, nicht die erfor- er derliche Stärke besitzen, so wird die Arbeit wiederholt, aber dann dem ale Quickwasser beim zweiten Vergolden, second buis, ein wenig Salpeter- säure hinzugesetzt, Amalgam aufgetragen und das Quecksilber verflüch- ekeniigh tigt ete., welches wohl noch ein- zweimal wiederholt wird. von 36° Das Auftragen des Amalgams geschieht auch statt des Quickwassers 58 Lolh mittelst blofser Salpetersäure, dann ist es aber eine für die Gesundheit ermischt der Arbeiter höchst nachtheilige Operation, weil sich dabei beständig salpetrigsaure Dämpfe entbinden, die derselbe einathmet; Quickwasser 6. 183t. ist in dieser Beziehung nicht nachtheilig, allein die stete Berührung des Amalgams mit der Haut ist nicht weniger hier wie dort der Gesundheit 432 Verfahren bei der Feuervergoldung. gefährlich. Bedeckung der Hand, der Finger mit Blase, Wachstaffet dürfte dagegen möglichst schützen, so wie gegen schädliche Dämpfe über den Arbeitstischen angebrachte Rauchmäntel von Wachsleinwand, die in Röhren sich endigen, welche zur Werkstatt durch die Fenster oder Wände nach Aufsen geleitet sind; einen Luftzug bedingtman durch eine darunter lebhaft brennende Lampe, Um das Quecksilber zu verflüchtigen, legt man das mit Amalgam überdeckte Stück auf glühende Kohlen eines kleinen Ofens, drying- off stove, und nimmt es, wenn es gehörig warm geworden, ab, um es zu überbürsten, das Amalgam möglichst gleiehförmig auszubreiten. So wie alles Quecksilber verflüchtigt ist, was man aus der verflolsnen Zeit abschätzen kann, so wie an dem Geräusch, welches ein darauf gefallner Wassertropfen hervorbringt, bürstet man die vergoldete Fläche in mit Essig angesäuertem Wasser ab, wenn. sie nicht etwa nochmals amalga- mirt werden soll. Im Fall einzelne Stellen polirt werden und andere matt bleiben sollen, bedeckt man die erstern, le bruni, mit einem Brei aus Kreide, Zucker, Gummi und Wasser, aussparen, dpargner, trocknet das Stück und erhitzt es, revenir, bis dafs die Aussparung schwärzlich aussieht, worauf dasselbe noch warm matlrt wird; soll es ganz polirt werden, so ist ein Aussparen nicht nöthig, sondern es wird noch warm in verdünnte Säure getaucht. Das Poliren geschieht mittelst Blutstein, welchen man in Wasser taucht, das mit Essig vermischt ist; die Fläche wird dann mit reinem Wasser abgespühlt, abgetrocknet und erwärmt, um alles Wasser zu verdampfen.— Das Mattiren, donner le mat, ge- schieht also: man menst 40 Theile Salpeter, 25 Alaun und 35 Koch- Kohlen, etwas Kupfervitriol hinzu. Diese Gemenge werden mit Wasser angetra- Blue gen, die Stücke dann bis zum Schwarzwerden der Farbe erhitzt, da- } des.Yor rauf in WVasser abgelöscht.— Castellani über Färbung des Goldes m Frei und vergoldeter Bronze mit einem Gemisch von Salzsäure, Schwefels., Ki n Boraxs. und Wasser u, a., in E. J. Bd. 6. S. 242.] a Das hier geschilderte Verfahren gilt auch beim Vergolden von Kup- ‚den kann: fer, doch ist zu bemerken, dafs dieses mehr Gold verzehrt, als Bronze, n werden, auch nimmt es nicht so gut das Amalgam an, als diese; setzt man je- doch# Messing zu, so ist es weit geeigneter zur Vergoldung. Eisen, Ale wie schon erwähnt, nimmt das Goldamalsam nur dann an, wenn es vor- weiel, Sıl- her mit Kupfer überzogen ist. Zum Vergolden von Knöpfen bedient macht auf man sich in England eigner Vorrichtungen, welche auf die Kleinheit der Each Gegenstände ‚„ die vergoldet werden sollen, und deren beträchtliche An- che zahl eingerichtet sind. en b) Kalte Vergoldung, dorure& froid et au pouce, gilding by the Jberfläche rag, cold gilding, auf Messing, hauptsächlich auf Silber angewendet. are Man löst fein Gold, d. h. gewöhnliches Dukatengold,(nicht selten wird sche noch weniger feines angewendet), in Goldscheidewasser mit Hülfe ge- ung kann linder Wärme auf, benetzt mit dieser Auflösung reine Leinwandläpp- Be, chen, trocknet und verbrennt sie zu Zunder, allein mit der Vorsicht, dafs enlang bei nich vom Luftzug weggeführt werde. Durch die Hitze wird nämlich NR. das Chlorgold zersetzt, und in dem dunkel purpurfarbnen Staub befin- ee det sich das Gold ungemein fein zertheilt, or en chiffons, en drapeaur. Soll hiemit vergoldet werden, so wird die völlig reine und polirte Ober- fläche des Stücks mit diesem Staub berieben, indem man ein Stück yes In den Kork in Salzwasser oder Essig taucht, dann in das Pulver, wodurch et- vofen, S| was an ersterm hängen bleibt, was sich an die Metallfläche anlegt. Dann a eu wird mit einem Polirstahl oder 3lutstein, den man in Seifwasser taucht, Eh ki polirt. Diese Vergoldung ist nicht so dauerhaft, als die Feuervergol. ‚ronze, Pr dung, nimmt sich aber, namentlich auf Silber, recht gut aus, selbst bes- Steindruck- ser als die Feuervergoldung, welche blafsgelb aussieht, diese dagegen t, so steht hat mehr einen Stich ins tothe, welcher nach Belieben durch einen »t empfohl- kleinen Zusatz von Kupfer oder Grünspan zur Goldauflösung vermehr- „in Dt werden kann, | 28* \ I nn en nn nn rn nn 436 Vergolden mit Blatigold, Plattiren mit Gold, Silber etc.] c) Vergoldung mit Blattgold, dorure avec ore en feuilles, burni- starl shed gilding. Diese Vergoldung wird auf Eisen, Stahl, Kupfer, Messing und ausgeführt; man erhitzt das Metall bis es anfängt auf der blank polir- U wen ten Oberfläche farbig anzulaufen, legt dann das Blattgold, oder Blattsil- 0 de ber auf, und streicht es mit dem Polirstahl an. Auch wird nach Art ben 2 des Argent hach& in Or hache vergoldet, vergleiche vorn Seite 398 beim werde Silber. Es bedienen sich Schwertfeger dieses Verfahrens bei der Pa- kr I rierung der Klingen, allein oft ist es wegen der nöthigen Erhitzung bei feblel Stahlarbeiten, die gehärtet sind, nicht anwendbar. Früher wurden Sil-|| ta bergeräthe hin und wieder mit Blattgold vergoldet. Ueberhaupt ist diese auf wi Art des Vergoldens durch die in neuerer Zeit immer mehr vervollkomm- Wien nete Plattirung des Kupfers(und Silbers) verdrängt worden. die bei Ueber das Plattiren von Kupfer mit Gold, Silber, Platin, Dou-| kein Vi bliren, plaquer, doubler, plating. Die jetzt so vielfältig gefertigten| dehnen und mit Recht so beliebten plattirten Gold- und namentlich Silberwaa- dendes if ren, plagud, double, plated, wurden zuerst in England gefertigt, zu An- yens m Il fang dieses Jahrhunderts in Frankreich zu verfertigen begonnen, und wichts ji später auch bei uns. Anfänglich bediente man sich eines andern Ver- man d IK fahrens, als jetzt allgemein üblich ist, man löthete nämlich theils mit)| bogen, ıl Silberloth das Silber-, mit Goldloth das Goldblech auf die Kupferplatte| BA auf, indem man das mit Borax angemengte Loth zwischen die beiden||© Bei i Metalle auftrug, allein seit geraumer Zeit bedient man sich eines weit 1 vollkommnern Verfahrens ohne Zwischenmittel, und doch haftet das eh edle Metall ganz fest auf dem Kupfer, so dafs beide mit einander gleich- a mälsig gestreckt werden können, und sich nicht abblättern. N) pl Das Verfahren ist also: man nimmt das reinste, weichste Kupfer, air hi gutes russisches(Demidoff’sches), oder noch besser das Kupfer aus dent dem südöstlichen Frankreich(Besangon), walzt aus diesem eine quadra-); tische Platte von ungefähr% Zoll Stärke, 20 Pfd. Gewicht, reinigt die Werden Oberfläche und macht sie vollkommen metallisch; darauf wird von Fein- Min silber gleichfalls eine entweder eben so grolse Platte gewalzt, oder eine Dan, etwas grölsere, so dals sie, wenn man sie auf erstere legt, an allen beitet, Seiten einige Linien übersteht, im Gewicht 75 der Kupferplatte, also An in unserm Fall von 1 Pfd. Gewicht. Zum Plattiren kann nur Kapellen- ini silber, Feinsilber gebraucht werden, nicht mit Kupfer legirtes; die Seite| Ale des Silberblechs, mit welcher dasselbe auf das Kupfer zu liegen kommt, Ha muls ganz rein und völlig metallisch sein. Soll nun das Aufwalzen be-| Ian ginnen, so wird die Oberfläche des Kupfers erst kalt versilbert, amor- ih i cer, theils mit Hornsilber*), theils auch auf nassem Weg mittelst einer AN DI. BA, 33,8, 129 der}; ‚6. 129. Mal u Verne u— ZT ee Tre En ne> er Be 3 rg IT x| ass etc, Ueber die Anfertigung plattirter Wauren. 437 » bumni. ‚starken Auflösung von salpeters. Silberoxyd, in Wasser gut abgespühlt, Messing und über Feuer getrocknet, dann legt man das Silberblech auf, und nk polir- wenn es grölser als die Platte von Kupfer, so biegt man die vorstehen- Blattsil- den Ränder herum, damit dieselbe fest am Kupfer, ohne’ sich verschie- nach Art ben zu: können, anliegt. Soll das Kupfer auf beiden Flächen plattirt 98 beim werden, so wird auf beide nach der angegebnen Art Silberblech aufge- der Pa- legt. Das mit Silberblech belegte Kupfer wird nun in eine aus Kup- (zung bei rden Sil- t ist dies: ferblech gefertigte Kapsel geschoben, deren umgebogne Ränder die Plat- ten gegen einander andrücken, ünd jedes Verschieben behindern. Dar- auf wird das Packet über Kohlenfeuer rothglühend gemacht und unter 'ollkomn- Walzen gewalzt, wobei die Kapsel bald abspringt, dann sind aber schon die beiden Metalle in innige Berührung mit einander gekommen, und in, Dou. kein Verschieben ist mehr zu befürchten. Bei fortgesetztem Walzen selertigten dehnen sich beide Metalle gleichförmig, so dafs ein immer dünner wer- ilberwaa- dendes mit Silber überzognes Kupferblech entsteht; während des Wal- xt, zu An zens muls nothwendig öfters ausgeglüht werden. Das anfängliche Ge- nnen, und wjchtsverhältnils beider Metalle bleibt natürlich stets unverändert. Hat ndern Ver- man das Silberblech vorstehen lassen und dann auf den Rändern umge- theils mit bogen, so mufs dieser Silberrand, der sich nicht mit gestreckt hat, gleich upferplalte nach dem ersten Walzen abgeschnitten werden. die beiden Beim Goldplattiren wird ganz ebenso verfahren, das Kupfer wird eines weit theils erst versilbert, theils, was minder üblich ist, durch eine Goldso- yaftet das lution in Königswasser, oder mittelst der kalten Vergoldung vergoldet, ler gleich- sodann das Goldblech aufgelegt, nach der beabsichtigten Stärke der Ver- goldung verschieden schwer, Soll Platin aufplattirt werden, so verplati- te Kupfer, nirt man auf nassem Weg mit Platinauflösung in Königswasser zuvör- (upfer aus derst das Kupfer, und verfährt dann im Uebrigen ebenso. ne quadre- Die auf solche Weise mit Silber oder Gold platlirten Kupferbleche reinigt die werden entweder von Knopfmachern, von Fabrikanten, welche für das 1 von Feir Militär Verzierungen arbeiten, hauptsächlich aber von den sogenannten oder eine Doublefabrikanten selbst zu den verschiedenartigsten Geschirren verar- an allen beitet, die, wenn sie hohl sind, theils durchs Ziehen über den Dorn Itte, also gefertigt, theils auf der Drehbank über hölzerne Futter getrieben wer- ‚ Kapellen- den, indem man ein Stück Blech von der gehörigen Gröfse und Gestalt . die Seite über eine hölzerne Form, die als Fulter an der Spindel der Drehbank Mi komnt, befestigt ist, mit Hülfe eines Polirstahls andrückt, das Aufziehen, wo- walzen be- durch das Blech die Form des hölzernen Futters genau annimmt, ohne ert, amor- dafs die Stärke des Metalls an einzelnen Stellen weder bedeutend ver- ttelst einer mindert, noch vermehrt wird, was durchs Schlagen mit dem Hammer der Fall gewesen sein würde. In andern Fällen arbeitet man gewisser- malsen auf entgegengesetzte Weise,’ indem man ein Blech an der Peri- \ 438 Legirungen des Goldes mit Silber. %{ı 2 pherie auf einem vertieften Futter befestigt, und es in die Höhlung des vll, letztern mittelst eines Polirstahls hineinprefst, das Eindrücken. Man Jun,% bedient sich auch der Stanzen und eines Fallwerks, Prägewerks, gravir- Bl ter Walzen ete. jner [Ueber die mechanische Bearbeitung der plattirten Bleche, so wie über- IN haupt des Blechs bei der Geschirrfabrikation, siehe Prechtl’s techuolo-(old, E gische Encyklopädie, B4..2:8279; namentlich$S. 314 u. f.] Gold In Beireff der Verfertigung von sold- und. silberplattirtem Draht, sin,& or file, den man zu bedeutender Feinheit auszieht, um daraus die Gold- NL: und Silberfabrikate darzustellen, welche in den sogenannten Gold- und dis gi Silbermanufakturen gefertigt werden, so ist das Verlahren ganz dasselbe Artikel wie beim Plattiren, nur dafs statt zweier Metalltafeln ein starker, unter Vesol& Walzwerken gefertigter, Kupferstab mit einem Silber- oder Goldblech Silber)"; umlegt, durch kanellirte Walzen heifs durchgelassen wird, und auf diese hier nEE Weise beide Metalle sich verbinden. Die Stangen werden dann auf dem lead Drahtzug ausgezogen, in dünne Drähte mittelst Handleiern und Ziehei- den wie sen(vergl. Seite 82) in den feinsten Draht verwandelt, zwischen polir- selbe 4 ten, gehärteten schmalen Stahlwalzen zu Gold- und Silberlahn platt der Sb gewalzt, welcher, so wie überhaupt die feinen Drähtchen mit Seide) zusammen gesponnen und gewirkt wird, um daraus Tressen, Epau- 1 roll letten, Schärpen und andere für Militär- und Civiluniformen, Dekoration| nalen von Prachtzimmern und zu verschiedenen Zwecken bestimmte Fabrikate zu| qm, fertigen. Dieser Zweig der Industrie wurde, so wie die Seidenfabrikation| Brei sc He überhaupt, der Mark Brandenburg durch die unter der Regirung Lud-| len wig XIV. vertriebnen protestantischen Einwohner Frankreichs zuge-| Ware führt, welche Friedrich Wilhelm, der grolse Kurfürst, in seine Staa-| sichliclidk ten aufnahm.(ir Mit Silb er. Ihlkellıg Bereits Seite 407 ist angeführt worden, dafs in Südamerika, auch Isreli in Sibirien, Legirungen des Goldes mit Silber vorkommen, namentlich| fü Mi in ersterm Land in sehr mannichfaltigen Verhältnissen; beide Metalle belt lassen sich aber auch sehr leicht in den abweichendsten Proportionen zusammenschmelzen. Die Farbe ist theils blafsgelb, srünlichgelb, weils, wi, nach Jen verschiednen Mengen des Silbers, die Dehnbarkeit der Legi- lien, rung kommt der des reinen Goldes ziemlich vollkommen gleich, der Schmelzpunkt ist desto niedriger, je mehr Silber in den Legirungen ent-|$ halten ist. Vorn Seite 426 ist schon von der weifsen Karatirung, so| kn nennt man die mit Silber gemachten Goldlegirungen, die Rede gewe-| Ki, sen, ebenso von der Probirung des silberhaltigen Goldes und güldischen Nenn Silbers, Seite 427, er 1 Th. Silber und 12 Th. Gold, oder 22 Karat 2 Grän fein, ist blals-) lung des en, Man S, EPavir- wie über- techuolo- m Draht die Gold. Sold- un z dasselbt (er, unter Goldblech auf diese n auf dem nd Ziehei- chen polir- Jahn platt mit Seide sen, Epau- Dekoration "abrikate zu nfabrikation ‚rung Lud- ichs zuge seine Stau orika, auc namentlich ide Metalt roportionel ‚elb, weils, t der Legt leich, der rungen enl- atirung, 80 tede gewe güldischen n, ist blals Vergoldung von Silber, Legirung mit(Quecksilber. 439 ‚gelb, messingartig, specif, Gewicht 17,927, hat ein etwas gröfseres Vo- Jum, als die Rechnung ergiebt, ist härter, klingender als reines Gold. 1 Silber und 3 Gold, oder 18karätig, sieht grün aus, und wird zu Bi- jouteriewaaren als grünes Gold gebraucht, so auch eine Legirung von 1 Silber und 2? Gold, oder nahe 17karätiges Gold. 10 Silber und 14 Gold, oder l4karäliges, sieht ganz weils aus, und wird als weilses Gold zu den Goldarbeiten: in 4 Farben, en quatre couleurs, gebraucht, grün, weils, roth, gelb; Silber wird häufig vergoldet, solche Waaren nennt man Vermeil, dies geschieht einmal mittelst der Feuervergoldung, vergleiche vorn den Artikel über Bronzevergoldung, Seite 430, zweitens mittelst der kalten Vergoldung. Was die erste betrifft, so ist zu bemerken, dafs, da das Silber das Goldamalgam annimmt, das Antragen mittelst Quickwasser hier nicht nothwendig ist, wie beim Kupfer und der Bronze; das ver- goldete Silbergeräth wird mit Glühwachs überzogen, wenn es polirt wer- den und eine schönere Farbe erhalten soll. Die Zusammensetzung des- selben ist mannichfaltig, mitunter sehr wunderlich, stimmt jedoch mit der Seite 433 bereits gegebnen überein, meist enthält es Kupfer-, Zink-, Eisenvitriel, Bolus, Colcothar,(Grünspan, Kupferasche). Soll die Ver- goldung in heller Farbe matt erscheinen, se bedient man sieh folgender matten Farbe: 8 Theile Salmiak, 2 Th. Salpeter, 2 Th. krystallis. Grän- span, 2 Th. Eisenvitriol, 1 Th. Kupfervitriol, dieses wird mit Essig zum Brei gemacht und mit etwas Salpetersäure vermischt aufgetragen, über glübenden Kohlen aufgebraten, bis die Farbe bräunfich aussieht, dann in Wasser abgelöscht. Nicht selten pflegt man die Feuervergoldung ab- sichtlich nicht sehr stark aufzutragen, und darüber dann kalte Vergol- dung zu selzen, denn die erstere erscheint auf dem Silber immer sehr blafsgelb, wogegen letztere mehr hochgelb, röthlichgelb; am haltbarsten ist freilich erstere. Ueber die kalte Vergoldung siehe vorn Seite 435. [ Ueber die Anfertigung des Zwischgoldes, d. h. mit Gold plattirter Sıl- berblättchen, siehe vorn Seite 422. Bemerkenswerth ist die Beobaeh- tung von Prinsep*), dafs Silber und Gold bei einer Temperatur unter 22° WV. sich durchdringen, eementiren, ähnlich wie Kohlenstoff das Eisen, Palladium und Iridium,] Mit Quecksilber. Des Goldamalgams und seiner Darstellung ist vorn Seite 430 Er- wähnung geschehen, es bleibt hier noch blos zu berühren, dafs die Ver- wandtschalt des Quecksilbers zum Gold ungemein grofs ist, dafs eine Spur von Quecksilberdampf hinreicht, Gold weils zu färben, dafs man *) P, A, Bd, 14. S. 526. 440 Goldoxyde, Knallgold. daher auch das Vorhandensein jenes durch ein Streifchen Gold erwei- sen kann. Erhitzt man das weils gewordne Gold, so verfliegt das Queck- silber, und das Gold hat seine eigenthümliche Farbe wieder erhalten, Dals, wenn man Goldamalgam mittelst überschüssigem Qu. bereitet, dann das letztere ausdrückt, das ablaufende Qu. noch aufgelöstes Gold enthält, und zur Bereitung von neuem Amalgam am zıveckmälsigsten verwendet werden kann, soll hier erwähnt werden. Man hat auch Krystalle im steifen Goldamalgam sich mit der Zeit bilden sehen. Gold giebt 2 oder 3 Verbindungen mit Sauerstoff. [1) Goldoxydul, Protoxide d’or, Pr. of gold, erhält man durch Zer- hlorgoldes mit Kali, es ist ein grünes Pulver, löst sich etwas in Kalilauge auf, zersetzt sich damit in Berührung all- mälig in Metall und Oxyd, ebenso durchs Erhitzen, besteht aus 96,13 Gold und 3,87 Sauerstoff; Salze dieses Oxyds sind nicht gekannt, 2) Goldoxyd, Deutoxide d’or, D. of g., auch Goldsäure, Acide orique, Auric acid, genannt, erhält man nicht durchs Glühen des Gol- Luft, sondern aus dem höchsten Chlorgold durch Fällung Magnesia im geringen Ueberschufs, wobei sich der al- des durch Zersetzung beider gebildeten Goldoxyds mit während Chlormagnesium und etwas Der erhaltne Niederschlag wird legung des einfachen C des an der mit gebrannter lergröfste Theil Magnesia vereint niederschlägt, goldsaure Magnesia aufgelöst bleiben. mit WVasser abgesüfst, mit verdünnter Salpetersäure behandelt, welche as Goldoxyd aber zurückläfst. Bedient man die Magnesıa auszieht, d eibt Oxydhydrat, wenn man aber sich einer schwachen Säure, so bl starke anwendet, Oxyd zurück. Das Goldoxyd besitzt eine du dagegen sicht röthlichgelb aus, nkel braunschwarze Farbe, das Hydrat wird durch VWVärme leicht reducirt, ja es reducirt sich von selbst am Tageslicht allmälıg, rascher den Strahlen der Sonne ausgesetzt, es besteht aus 89,23 Gold und 10,77 Sauerstoff, löst sich sehr leicht in Salzsäure zu Z nderihalb Chlorgold auf, desglei- chen auch in cone. Salpeter.- und Schwefelsäure, aber diese Verbindun- gen werden durchs Verdünnen mit WVasser zersetzt, Goldoxyd daraus Goldoxyd besitzt keine basischen Eigenschaften, sondern viel- ich mit Alkalien, alkalischen Erden ver- gefällt. mehr säureähnliche, indem es s bindet. PDigerirt man Goldoxydhydr bald in metallisches Gold von äulserst fei- at mit einer Auflösung von Aetzkalı in Alkohol, so wird ersteres ner Zertheilung zerlegt, eine Art Muschelsold, Knallgold, Or fulminant, fulminating gold, goldsaures Am- moniak, Orate d’ammoniaque, Aur. of am., erhält man durch Nie- derschlagung einer Goldauflösung in Königswasser, Anderthalb Chlor- gold, mittelst Aetzammoniak im Ueberschuls; der Niederschlag wird eine Zeit Jang mit der Flüssigkeit, dıe darüber steht, in Berührung gelassen, dann abfiltrirt und auısgesülst, mit kalihaltiigem Wasser gekocht und beı schr mälsıger Wärme getrocknet, B stind Druck es on wird gold e {rümm os dan kıon Es ist zersel2 Ammo Mar stenz ches| old! nicht Se kan eine! wis‘ schw) Sehy- fi ein sch felamıı und]i {heil und; fen; eine; her Ch, and hilen und( Wiss ehe; d erwei- s Queck- erhalten, tet, dann | enthält, erwendet stalle im urch Zer- es Pulver, rung all- aus 96,13 nnt, re, Acide des Gol- \h Fällung ch der al- joxyds mit und etwas :hlag wird It, welche dient man man aber Jas Hydrat dueirt, h n Strahlen Sauerstofl, pi desglei- "erbindun- yd daraus ıdern viel- Erden ver- ın Aetzkalı ılserst fei- ıres Am- lurch Nie- „lb Chlor- wird eine g gelassen, ht und bei Knallgold, Schwefel-, Phosphor-, Chlorgold. 441 Es ist ein gelbbraunes Pulver, ohne Geruch und Geschmack, luftbe- ständig, detonirt beim Erhitzen bis 143°, auch durch Schlag, starken Druck, Reiben, elektrische Funken mit starkem Knall, schwachem Feuer, es entbindet sich dabei Stickgasy. WVasserdampf und metallisches Gold wird abgeschieden, so dals eine Kupferplatte, auf welcher man Koall- gold esplodiren läfst, vergoldet wird, es kann aber auch dieselbe zer- trümmern. Hat man es einige Stunden lang bıs 130° erwärmt, so kann es dann bis 150°, und hält man es lange bei dieser Temperatur, so kann es bis zur Rothglühhitze gebracht werden, ohne zu detoniren, . Es ist in Wasser nicht löslich, wird aber durch conc. Mineralsäuren zersetzt. Nach der gewöhnlichen Ansicht besteht es aus Goldoxyd und Ammoniak, enthält auch noch etwas Chlorgold. Man hat auch wohl aufser diesen beiden Goldoxyden noch die Exi- stenz eines eignen Zwischenoxyds von Purpurfarbe angenommen, wel- ches sich durch die Einwirkung organischer Substanzen auf das Chlor- gold bilden soll, allein die Beweise für das Dasein desselben sind noch nicht unbezweifelt. Schwefelgold, Protosulfure d’or, Pr. of g&. Auf directem Weg kann Gold nicht mit Schwefel verbunden werden, wenn man aber eine Auflösung von höchstem Chlorgold siedend heils mittelst Schwefel- wasserstoffgas nıederschlägt, so erzeugt sich dıe genannte Verbindung, ein schwarzes oder dunkelbraunes Pulver, besteht aus 92,5 Gold und 7,5 Schwefel.— Anderthalb Schwefelgold, Deutosulfure dor, D. of g., auf ähnliche VVeise erhalten, aber ohne Mitwirkung von VVärme, ein schwarzes Pulver, zersetzt sich in der VWVärme, löst sich in Schwe- felammonıum auf, so auch in Schwefelkalium, besteht aus 80,4 Gold und 19,6 Schwefel.— Phosphorgold, Phosphure d’or, Ph. of&., theils durch unmittelbare Verbindung, theils aus Gold, Phosphorsäure und Kohle; blafsgelb, fast weils, glänzend, spröde, verliert in offnen Ge- fälsen erhitzt den Gehalt an Phosphor. Phosphorwasserstoffgas zerlegt eine Goldauflösung, und es entsteht erst metallisches Gold, welches nach- her blind wird. Chlorgold, Protocklorure d’er,- Pr. of g., salzsaures Gold- oxydul, Protomuriate, Pr.hydrochlorate d’or, erhält man durchs Er- hitzen des höchsten Chlorgoldes bis 2300, wobei Chlorgas entweicht, und die gelbe Farbe in eine gelblichweifse übergeht; es wird durch Wasser in metallisches Gold und höchstes Chlorgold zerlegt, und be- steht aus 85 Gold und 15 Chlor.] Anderthalb Chlo rgold, Deutochlorure d’or, Chloride of gold, salzsaures Goldoxyd, Deutomuriate, D.hydrochlorate d’or, Muriate, H. of gold, bereitet man durchs Auflösen des Goldes in Königswasser, vergleiche vorn Seite 417; die Auflösung ist gewöhnlich stark sauer, be- sitzt eine goldgelbe Farbe, und hinterläfst bei dem Abdampfen eine sa- franfarbige Salzmasse, welche immer noch überschüssige Salzsäure ent- 442 Chlorgold, Vergoldung auf nassem Weg. hält, mit gelber Farbe sich in Wasser auflöst. Wenn man dieses Salz'E aber so lange gelind erhitzt, bis sich Chlor zu entbinden beginnt, so 14 hat sich die Farbe in Dunkelroth verändert, das Salz enthält dann keine E anhängende freie Säure. Beide Salze ziehen sehr begierig Wasser aus 3 der Luft an, zerfliefsen, schmecken sehr scharf, widrig, zusammenziehend, m wirken giftig, lösen sich sehr: leicht in Wasser, Alkohol, Aether aul,(el welche Auflösungen am Tageslicht, noch weit schneller am Sonnenlicht, sich entmischen und Gold metallisch absetzen; selbst das Salz wird am lo Licht zersetzt, so auch in der Hitze, wobei erst das einfache Chlorgold„isn entsteht, dann Gold allein zurückbleibt. Das höchste Chlorgold besteht IN aus 65,3 Gold und 34,7 Chlor, wird durch frischen Eisenvitriol zersetzt,[ul ı Gold äufserst fein zertheilt fallt nieder, vergleiche vorn Seite 417, ebenso(udn durch’ Kohlenstoff, Wasserstoff, Phosphor, phosphorige, schweflige, sal- nerüßl pelrige Säure, ferner durch Sauerklee-, Ameisen-, Aether-, Galläpfel-, puad Gerbsäure, Essigsäure, welche brenzliches Oel aufgelöst enthält, Es lugell färbt das Chlorgold die Haut bleibend purpurroth. sind Man wendet das höchste Chlorgold an theils zur Darstellung von“ni mehrern Goldpräparaten, um feines Gold aus demselben zu fällen, kl zur Erzeugung des Goldpurpurs, theils um auf nassem Weg besonders uk& Stahl zu|vergolden. Dies geschieht also*): man löst neutrales Chlor-(| dal gold in möglichst wenig destillirttem Wasser auf, bringt die Auflösung u: in einen Scheidetrichter, und setzt dazu 3 Raumtheile Schwefeläther, je-| hal doch so, dafs beide Flüssigkeiten zwei Schichten bilden, und nicht mit| ni einander zusammengemischt werden. Man läfst so beide Flüssigkeiten| aus einen Tag lang stehen, während dem hat sich der Aether eines grolsen| Auaae Theils des Chlorgoldes bemächtigt, gelb gefärbt; man lälst nun die un- I Tisal tere schwerere Flüssigkeit, die wälsrige Auflösung, abflielsen, behält| ae aber die ätherische Solution zurück, die zum Vergolden brauchbar ist. Gun 3 Der Stahl wird vorher fein polirt, von allem Feit befreit, in jenen nl Aether sehr schnell eingetaueht," darauf in reinem Wasser abgespühlt, Algo mit Fliefspapier abgetrocknet, bis 65° erwärnt, und theils mit dem Po- hl lirstahl polirt, theils blos mit Leder abgerieben. Ist die Flüssigkeit Tg sauer, so wird das Metall zu stark angegriffen, und das Gold löst sich Ki ab; auch muls feines Gold angewendet werden. Auf diese Weise wer- m den Nadeln, Klingen, Dolche, Ziehfedern ete. vergoldet, und so vor dem I all Rosten bewahrt. we ne [Man hat auch mittelst Chlorgold Gewebe vergolden wollen, indem man hin)& sie damit benetzte, und darauf in Wasserstoffgas, oder Phosphor- Sun wasserstolfgas brachte; das Chlorgold wird von den Gasen zersetzt, W, Be *) Mill in D. p. J. Bd. 14, 5. 182." eses Salz, zinnt, so nn keine ISSer Aus iziehend, her aul, nenlicht, wird am Shlorgold 1 besteht zersetzt, /, ebenso lige, sal- salläpfel-, lt, Es \lung von zu fällen, besonders [es Chlor- Auflösung läther, je- nicht mit ssigkeiten es grolsen n die un- n, behält chbar ist. in jenen hgespühlt, dem Po- Jüssigkeit löst sich eise Wer- vor dem dem man osphor- | ersetzt; Ueber die Bereitung und Eigenschaften des Goldpurpurs. 445 allein die Resultate waren nicht genügend,— Chlorgold verbindet sich mit+ elektr. Chlormetallen, als Chlorkalium, Chlornatrium u. a. m. zu krystallisirbaren gelben Salzen»— Jodgold, Jodure dor, J. of Es ein citronengelbes, glänzendes, krystallinisches Pulver, besteht aus 66 Gold und 34 Jod.— Bromgold, Brömure d’or, Br. of g., durchs Auf- lösen des Goldes in einem Gemisch von Hydrobrom- und Salpetersäure, (vergl. I. Seite 224.).] Goldpurpur, Pourpre de Cassius, Purpura mineralis Cassü, gold purple, wird erhalten, wenn man eine Zinnauflösung in Goldauf- lösung, nicht umgekehrt, schüttet; allein alles kommt. auf die Beschaf- fenheit der erstern an, denn reines einfaches Chlorzinn giebt, nach der Concentration der bereiteten Auflösung, entweder einen kastanienbrau- nen, blauen, grünen, oder auch metallischen Niederschlag, nie einen pur- purfarbnen; höchstes oder zweifaches Chlorzinn bringt gar keinen Nie- derschlag hervor, es mag eine concentrirte oder verdünnte Auflösung sein, aber ein ziemlich neutrales Gemisch von I Theil krystallisirten einfachen Chlorzinn mit 2 Th. kryst. zweifachen Chlorzinn bringt mit 1 Th. krystall. Chlorgold ein schön purpurfarbnes Präcipitat hervor. Ein Ueber- schuls an einfachem Chlorzinn nüaneirt in Gelb, in Blau und Grün, an doppeltem Chlorzinn in Roth und Violett; Ueberschuls an Goldsalz bedingt in der Wärme, nicht ohne diese, eine Umänderung der violetten und kastanienbraunen Niederschläge in Roth. Man bereitet daher nach Buisson*) den Goldpurpur am sichersten also: man löst 1 Gramme bestes Zinn in genugsamer Salzsäure auf, die Auflösung muls aber neutral sein; 2 Gr. Zinn in Königswasser, aus 3 Rh! Salpeter- und 1 Th. Salzsäure gemischt, so dafs die Auflösung kein einfaches Chlorzinn enthalte; 7 Gr. feines Gold löst man endlich in einem Gemisch von 1 Salpeter- und 6 Salzsäure auf, die Auflösung mus neu- tral sein. Diese letztere verdünnt man mit 3% Litre Wasser, setzt die Auflösung des doppelten Chlorzinns dazu, und tropfenweis die des ein- fachen Chlorzinns, bis der sich bildende Niederschlag den erwünschten Farbenton besitzt; der Niederschlag wird möglichst schnell ausgesüfst. Bei der Darstellung entbindet sich kein Chlor.— Das Präparat, mag es nun die wahre Purpurfarbe, oder eine andere besitzen, ist in Säuren un- auflöslich, wird aber dadurch Violett, dagegen löst es sich in Königs- wasser; Salzsäure zieht aus frisch bereitetem Niederschlag Zinnoxyd aus, hinterläfst das Gold metallisch, oder als ein blaues Pulver; verglasbare Säuren ertheilen ihm eine violelte Farbe, Alkalien scheinen auf nassem Weg nicht einzuwirken. Der Goldpurpur giebt beim Glühen 735 Was- *) D. p. I. Bd, 38. S. 296..Bd. 39. S. 328. 444 Eigenschaften des Goldpurpurs. ser und erscheint ziegelroth, ohne Spur von entwickeltem Sauerstofgas; bei 100 bis 150° zieht Quecksilber aus dem Purpur das Gold völlig aus;(Chlor- und Schwefelgold auf Porzellanscherben ausgebreitet, geben einen purpurrothen Ueberzug.) Der Goldpurpur dient als eine ausgie- bige, aber sehr kostbare Farbe zum Färben von Glasflüssen; berühmt waren die rubinrothen Glaspokale, die Kunckel auf der Zechlirer'Glas- hütte zu hohen Preisen anfertigte. Es ist bekannt, dals ein mit Goldpurpur gefärbter Glasfluls bei starkem Erhitzen farblos wird, aber beim Anräuchern wieder seine rothe Farbe erhält. Wie diese Erschei- nung zu erklären, darüber ist man bei den entgegengesetzten Ansichten über die Natur des Präparats nicht einig. Eben so bereitet man auch mit Goldpurpur Pupurfarbe für die Porzellanmalerei; setzt man Silber- salze hinzu, so entsteht ein angenehmes Carminroth(siehe vorn I. Seite 355, 533.) Ueber die Zusammensetzung des Präparats giebt es hauptsächlich zwei verschiedne Ansichten, die eine, nach welcher das Gold im Prä- parat im metallischen Zustand mit Zinnoxyd vorhanden sein soll, die andere, welche das Gold als purpurnes Oxyd(das Zwischenoxyd zwischen Oxydul und Oxyd, vergleiche vorn Seite 441) vorhanden sein lälst. Zur erstern Ansicht bekannte sich Proust, Oberkampf, Mareadieu*), Buisson, zur letzteın Berzelius, Robiquet. [Es enthält Gold. Zinnoxyd. nach Oberkampf der purpurne Niederschlag 60,18 39,42 === violette- 20,58 19,42 = Berzelius= Goldpurpur= 28,35 64,00+ 7,65 VVasser. = Buisson- purpurlarbne s 28,50 65,90 5,20 Chlor. Nach dem letztern scheint das Gold mit basischem Chlorzinn(basisch salzs. Zinnoxyd) gemengt zu sein, welches nach seiner Menge oder Aggregatzustand die mehr oder minder feinere Zertheilung des Goldes bewirkt. Uebrigens ist noch zu bemerken, dafs, wenn man in eine Auflösung von Gold eine Auflösung von Chlorspielsglanz oder Chlor- wismuth schüttet, und dann etwas einfaches Chlorzinn oder salpeters. Quecksilberoxydul zusetzt, ein rother Niederschlag erhalten wird, so auch durchs Auflösen einer Legirung von Gold, Zinn und Zink in Sal- petersäure.— Sollte sich die oben bemerkte Erscheinung, dafs ein mit Goldpurpur gefärbter Glasflufs in starker Hitze farblos wird, vielleicht da- durch erklären lassen, dals man annähme, das im Purpur enthaltne Gold- oxyd verbinde sich mit dem vorhandnen Zinn- und Bleioxyd zu einer farb- losen Verbindung, welche durch die vom Rauch bedingte Desoxydation gröfstentheils wieder aufgehoben die Wiederherstellung der Farbe bedingt?] D\ Platine nach Pf Ieel,8 oc 79 nd 1% Jrallod pl plate heiten9e Ouarisd ini S Mt sich de übeidh Tircim Qual Bouisn den DIIhER© in’— Porn haco:iy Puf: Ieler In dia Glıg tn ug (Diege sc hei " un Id Na lich 3 ersto Ras, ‚old völlig tet, geben IE ausgie- berühmt ner ‚Glas- ein mit rd, aber e Erschei- Ansichten man auch an Silber- n]. Seite ptsächlich Aim Prä- \ soll, die 1 zwischen sein lälst, readieu*), 33 Wasser, 20 Chlor, ın(basisch lenge oder des Goldes in in eine der Ehlor- r salpeters. wird, so nk in Sal- [s ein mit lleicht da- ine Gold- einer farb- soxydation » bedingt?) Vorkommen des Platins. Acht und zwanzigstes Kapitel. voaueriarmner Der spanische Naturforscher Antonio d’Ulloa bemerkte 1736 das Platinerz*) in Südamerika; der Engländer Wood brachte dasselbe 1741 nach Europa und beschrieb es 1750; 1752 schied man aus dem Erz das Metall, platine, platinum, allein im unreinen Zustand, aus, es enthielt noch mehrere Metalle in sich, die erst 1803 zu scheiden von Tennant und FWollaston gelehrt wurden, welche im Platinerz 4 eigenthümliche Metalle entdeckten, Palladium, Rhodium, Iridium, Osmium, Das Platinerz kommt in rundlichen Massen, runden, eckigen, oder platten Körnern, von Aufsen glatt, oder mit kleinen rundlichen Erhaben- heiten besetzt, auch abgerieben vor, auch wohl mit Eindrücken von Quarzkrystallen, vollkommen geschmeidig, biegsam, Bruch hakig, metall- glänzend, lichtstahlgrau, specif. Gewicht der amerikanischen Erze zwischen 17,7 und 18,9, des grolsen Klumpens in Petersburg 16,... Es findet sich im Schuttland, welches in Südamerika mit Rollstücken von Basalt überdeckt ist, begleitet von Körnern und losen Krystallen von Magnet-, Titan- und Chromeisen, Eisen- und Kupferkies, Osmium- Iridiumerz, Quarz, Zirkon, Spinell, Körnern und Blättchen von gediegnem Gold. Boussingault entdeckte Platinerz auf seinen Lagerstätten in goldführen- den Pacos der Gänge von St. Rosa de los Ösos, in einer Höhe von 2775 Meter, östlich von Rio Cauca in dem Gebirg der Provinz Antio- quia**).— Man findet Platinerz in Südamerika in Seifenwerken, in der Provinz Choco und an den Küsten des Südmeers in der Provinz Bar- bacoas, zwischen dem 2ten und 6ten Grad n. Breite. Die bekanntesten Platinwäschen sind zu St. Lucia, Tadö, welche% Platin und% Gold liefern, zu St. Rosa, Viroviro, Condoto, Tajuato, St. Barbara, Yrö etc. In Brasilien führt das Seifengebirge von Correjo das Lagens Platin, Gold, Palladium und Diamanten, von Rio Abaete Platin und Diaman- ten; das brasilianische Platin ist mit Palladiumkörnern gemengt***). [Die beiden gröfsten Stücke Platinerz amerikanischer Abkunft befinden sich, das gröfsere, aus Condoto, in Madrid, es wiegt 11641 Gran, das kleinere in Berlin, ein Geschenk des Herrn A. v. Humboldt, sein Ge- wicht beträgt 1088 Gran.— Endlich hat man auch auf Hayti im Sand des Jakyflusses Platinerz gefunden.] 1819 haben uralsche Goldwäscher angefangen in den Gruben von Neiwin Körner von weilsem Gold auszuhalten, dessen Natur unbekannt 3*) Von la Plata, Silber, ist das Wort Platina, Silberchen, silberähn- lich gebildet, IBAN BAT, 8.515,. ”"*) vo. Humboldt a. a. 0. in K, A.&B. u. H. Bd, 17. 5. 322, 446 Vorkommen und Analyse des Platinerzes.| hu|; ML war; erst 1823 entdeckte man Platin in diesen. Es findet sich an ver- II schiednen Punkten in dem sich weit erstreckenden uralschen Schuttland,| ä bei Ekatharinenburg, am Fluls Uralich, hauptsächlich bei Nischne-|£ Tagilsk, Goroblagodat,(Kuschwa), Nischne-Turinsk, hier fast ohne alles\ l v Gold, Bogoslowsk in bedeutender Ausdehnung.| ni" [Bei Nischne-Tagilsk fand man einen Klumpen von 10 Pfd. 54 Zolotnik,| a welcher in Petersburg aufbewahrt wird, specif. Gewicht desselben 16,...; Im; i 1830 ist aber ein fast doppelt so schwerer Klumpen von 20 Pfd. 2% aus die Zolotn.,= 35 preufs. Mark Schwere gefunden worden! In Berlin befindet cemischS sich in der Kön. Mineraliensammlung ein Klumpen Platinerz von 6 Mark Digestin 8 6% Loth Gewicht, Geschenk der Grafen Demidoff an Se. Majestät den König.{helcher da Platingewinnung am Ural. warm 18 Von 1821 bis 27 einschl......... 52 Pud*) 22% Pfd. ment@ p) ya rn a ae es r er vor I, 18.8 315= II in Sinid Sa 103 ee 9, 350 Dad 15 Pfd. ve, ad Breithaupt**) fand im sibirischen Platinerz sowohl ein dem ameri- Ihe al kanischen schr nahe kommendes, als auch ein reich eisenhaltendes Erz, lisen 10 retractorisch und mehr oder weniger attractorisch, specif. Gewicht 14,67| gerinnll bis 15,79; Osmium- Iridiumerz in Körnchen und kleinen 6seitigen Säulen,| welchel specif. Gewicht 17,97 bis 18,57; silberweilse Körnchen, specif. Gewicht| gieht gu ol 12 bis 13, wahrscheinlich Palladium,|| use Analysen des Platinerzes vom Ural und aus Barbacoas.|| ahenkul Von Nischne-Tagilsk. Goroblagodat. Barbacoas.| mit das ug Berzelius***). Osann****). Berzelius. 1 abscheidigg Magnetisches. Nichtmagnet. Ber sh Platmr2rr2 2 73,58 78,94 83,07 86,50 84,30 ud 12 Indium:cn...0..0r 2,33 4,97 1,91 Su 1.46 N 2 Echodtumere.r> 1,15 0,86 0,59 1.15 3,46 Tal fs Pdume 0,30 0,28 0,26 1,10 1,06 nd Eisen. uretee.ee 12,98 11,04 10,79 8.32 5,31 slide 19 Kupfer.......... 5,20 0,70 1,30 0,45 0,74 mg Ungelöstes Os- Hiedar 3 mium-Iridium 2,30 1.96 1,30 1.40—_ TV, 5 3 ü 2 Vebindhrgg Osmium....+.+---————— 1.03 hie Quarz... eurer.»_ a BEN a 0.60 by ee—-—— 0,12| Amel 97,56 0 00,72 99,02 95.08. in F ln(E +) Ein Pud= 10 Pfd., 1 Pfd,.= 96 Zolotnik; ein Pud= 34,978 pr. dem s Pfunden oder 69,956 Mark. IE i “*) p, A, Bd, 8, 5. 500,***) P. A. Ba. 13, 5. 564. Kell **#) Daselbst Seite 285,— Siehe auch Bd. 8,5, 505, Bd, 11, S, 311, BE Ba, 14 5. 329.© 7: han ver chuttland, Nischne- ne alles Zolotnik, en 16,...: ) Pfq. 2% n befindet »n 6 Mark len König. lem amerı- tendes Erz, vicht 14,7 en Säulen, if. Gewicht )aS, Barbacoas. ius. 84,50 1.46 3,46 1.06 5,31 0,7 1.03 0,60 0,12 EN 98,08. 34,978 pr. 11,5 311. Darstellung des Platins aus dem Erz. 447 " Ueber die Lagerstätte des Platins arm Ural siehe P. A. Bd. 13, S, 564., auch Erman’s Reisenotizen ın K; A. LM. G.etc. Bd.1.S. 441.] Ausscheidung des Platins aus dem Platinerz. Da häufig Goldkörnchen mit dem Platinerz gemengt vorkommen, so wird zuerst durch den Amalgamationsprozels das Gold ausgezogen, dann, das Eisenerz durch Magnete, insoweit es hiedurch abgeschieden werden kann; diese Arbeiten werden an Ort und Stelle vorgenommen, wenig- stens die erste, bevor das Platinerz in den Handel kommt. Die erste chemische Behandlung des Platinerzes besteht in einer vorläufigen kalten Digestion mit schwachem Goldscheidewasser, um etwanige kleine Gold- theilchen, anhängendes Eisen, Kupfer aufzulösen; sodann wird das Erz warm mit stärkerm Königswasser behandelt. Wollaston*), welcher zuerst reines Platin aus dem Erz auf nassem Weg abschied, schreibt vor auf 100 Theile Erz eine solche Menge Salzsäure anzuwenden, welche im Stande ist 150 Theile Marmor zu zerlegen, und Salpetersäure so viel, als erforderlich um 40 Theile Marmor zu zersetzen; allein er ra- thet an,# Erz mehr zu nehmen, als jene Mengen beider Säuren aufzu- lösen vermögen, um an Säure zu sparen und reinere Auflösungen zu gewinnen. Man nimmt diesen Auflösungsprozels in Retorten vor, an welche man Vorlagen anlegt, um keine Säure nutzlos zu verlieren, man giebt gelinde langsam gesteigerte Wärme 3 bis 4 Tage lang; die vom ungelösten Rückstand(Iridium-Osmium, Rhodium, Chrom-, Titaneisen) abgegolsne Flüssigkeit läfst man sich durchs ruhige Stehen klären, da- mit das Iridium, welches fein zertheilt in der Flüssigkeit schwebt, sich abscheide. Zur klaren Auflösung, in obigen Mengenverhältnissen berei- tet, setzt man dann, wennn man Palladium abscheiden will, Natron zu, um die freie Säure zu neulralisivren, sodann Cyanquecksilber, wodurch Cyanpalladium niederfällt, welches abfiltrirt, die Flüssigkeit aber dann mit Salpetersäure angesäuert wird. Soll das Palladium nicht vorher abge- schieden werden, so fügt man zur klaren Auflösung sogleich eine Auflösung von 4l Theilen Salmiak in dem 5fachen Gewicht Wasser bereitet hinzu. Hiedurch fällt ein dottergelber Niederschlag, Platinsalmiak, eine Verbindung von Chlorplatin+ Chlorammonium, ungefähr 165 Gewichls- theile, welche etwa 66 reines Platin liefern. Die verbleibende Flüssigkeit, aus welcher der Platinsalmiak sich ausschied, enthält immer noch etwas Pla- tin, denn in der verdünnten Auflösung ist das Salz etwas löslich, mit Pal- ladium(wenn dieses nicht vorher, wie oben angeführt worden ist, geschie- den wurde) Iridium, Blei ete. verbunden; man schlägt daher sämmtliche auf- gelöste Metalle durch Eisenstäbchen, oder Zink, metallisch nieder, löst diesen em nn *) P,A, Ba. 16. 5. 158. Im Auszugin E, J. Bd.& S. 221. 448 Darstellung des Plalins aus dem Erz. Niederschlag in Königswasser obiger Zusammensetzung auf, und fügt „; starke Salzsäure nach geschehener Auflösung hinzu, ehe mit dem Salmiak gefällt wird, um die Fällung- von Palladium und Blei zu verhin- “dern. Der Platinsalmiak wird mehrmals mit Wasser abgespühlt, wo- durch verschiedne Beimengungen beseitigt werden, namentlich‘ein Iri- diumsalz, welches nicht selten zu einem geringen Antheil mitgefällt wird, und den Platinsalmiak roth färbt; allein durch dieses Abspühlen löst sich auch ein kleiner Theil des Niederschlags auf. Der gehörig abge- waschne Niederschlag wird dann abgeprelst, in einem Tiegel vorsichtig erhitzt, bis aller Salmiak entwichen ist, das Chlor sich vom Platin ge- trennt hat, und eine sehr lockere, aschgraue, schwammige Masse zurück- bleibt, Platinschwamm,&ponge de platine, mousse de pl.; hiebei ist es von grofser Wichtigkeit, die Hitze nieht ungebürlich zu erhöhen, wodurch die einzelnen Theilchen sich an einander zu schweilsen begin- nen würden, was für die Geschmeidigkeit nachtheilig ist. Dieses graue Pulver wird dann mit den Händen zerrieben, durch Leinwand gebeu- telt, die gröbern Theile werden in einer hölzernen Reibschale mit hölzernem Pistill zerrieben,(durchaus nicht in härtern Mörsern, wodurch die Platintheilchen platigedrückt werden würden, und jede polirte Fliche verhindert das Aneinanderschweilsen). Das Platinpulver wird dann wiederholend mit Wasser geschlemmt, um alle erdigen, fremden Theile(Eisenstäubehen ete.) wegzuspühlen. Mit dem erhaltnen steifen Brei von den feinsten Platintheilchen füllt man eine messingne eylindrische Form von mehrern Zollen Länge, welche jedoch ein wenig konisch gestaltet ist, um das Herausnehmen des Me- tallstücks zu erleichtern; man streicht die Form mit Fett aus, füllt sie mit Wasser, dann mit dem metallischen Brei, und legt etwas Fliefspa- pier und Moltong darüber, welche beim Eindrücken des Breies durch einen hölzernen Pfropfen und Schlägel das ausgeprelste Wasser aufnehmen; sodann legt man ein Kupferplättchen auf und drückt mittelt einer He- belpresse einen stählernen Cylinder in die mit Brei gefüllte Form so weit hinein, dafs der Inhalt ganz compaet wird, als ein zusammenhän- gendes Ganzes aus der messingnen Form herausfällt, und ohne zu zer- brechen gehandhabt werden kann. Man legt dann das geprelste Stück auf glühende Kohlen, um das Wasser zu vertreiben, das Fett zu ver- brennen, und ihm noch mehr Festigkeit zu ertheilen. Hierauf bringt man dasselbe in einen gut ziehenden Windofen auf einen feuerfesten mit Sand bestreuten Untersetzer aufrecht, überdeckt es mit einem ver- kehrt gestellten Schmelztiegel, welcher aber das Stück nirgends berüh- ren darf. Man, giebt mit Coaks die stärkste Hitze, die der Windofen zu geben vermag, um das Blasigwerden zu verhüten, ein Uebelstand, der | der mul tall ee Nach 4 zuge" os zihen inder Li I Metal) dichte pd Tor gel’ bein Gi‘ sehe du Kılı, weit senhallic® Patinbar&E stndig«b zogen, 209 Da Pir nasschV verfu'02 facherir in einix die Nas zung b’$% dritten nen einer U die nel Q klinerts/ arenipe unter ei atreibe udn well£ eigen vg Ian kei had A\g ‚ und fürt : mit dem zu verlin- ühlt, wo- h ein Ini- füllt wird, ühlen löst örig abge- | vorsichtig \ Platin ge. isse zurück- pl.; hiebei u erhöhen, sen begin- jeses graue and gebeu- bschale mit rn, wodurch jede polirte pulver wird n, fremden eilchen fill nge, welche nen des Ne- ıs, füllt sie vas Flielspa- 3reies durch aufnehmen; It einer He- te Form 50 sammenhän- hne zu zer- relste Stück Fett zu ver- orauf bringt feuerfesten ‚ einem vel- ends berüh- v Windofen Uebelstand, der — 2 Darstellung des Platins. der nur zu häufig eintritt und unganze Stellen im verarbeiteten Me- tall erzeugt. ‚ Nachdem das Platinstück etwa 20 Minuten lang dem Glühfener ausgesetzt gewesen, welches in den letzten 5 Minuten gemälsigter, wird es glühend auf einen Ambos gestellt, und mit einem schweren Hammer in der ‚Längenaxe, nicht in die Quere zusammengeschlagen, wodureh das Metall dicht wird. Die Arbeit ist nun so weit vollendet, dafs der dichte Platinbarren durch Erhitzen und Aushämmern in jede beliebige Form gebracht werden kann. Von dem eisenhaltigen Anflug, der sich beim Glühen im Kohlenfeuer leicht ans Platin ansetzt, reinigt man das- selbe durch einen Fluls aus gleichen Raumtheilen Borax und kohlens. Kali, welchen man aufstreut und schmelzen lälst; derselbe löst die ei- senhaltigen Schlackentheile im Schmelzen auf, und taucht man dann die Platinbarre in verdünnte Schwefelsäure, so löst sieh aller Ansatz voll- ständig ab, das Platin ist dann völlig dehnbar und kann zu Draht ge- zogen, zu Blech gewalzt, in Blättchen ausgeschlagen werden. [Das Platin wurde früher, ehe man diese Methode der Darstellung auf nassem WVeg befolgte, auf trocknem dargestellt. Jeanetty*) in Paris verfuhr also: das Platinerz wurde gepulvert, geschlemmt, mit dem sechs- fachen Gewicht arseniger Säure und 2 Theilen kohlens. Kali gemenigt in einen glühenden Schmelztiegel eingetragen, dieser verschlossen und die Masse bei. heftigem Feuer geschmolzen. Das Produkt dieser Schmel- zung besteht gröfstentheils aus Arsenikplatin, welches zum zweiten und drittenmal geschmolzen wird, wenn es erforderlich mit neuen Mengen arseniger Säure und Pottasche, bis das Alkali durchs Aussüfsen sich zu einer farbenlosen Flüssigkeit auflöt. Durch diese Schmelzungen werden die mehrsten fremden Metalle vermittelst des Alkalis entfernt, Man zer- kleinert sodann das Gufsstück, schmilzt es nochmals mit 3 Theilen arseniger$. und 1 Th. Pottasche. Das hievon erhaltne Gufsstück wird unter einer Muffel 6 Stunden lang stark geglüht, um das Arscnik ab- zutreiben, abgekühlt, in Oel getaucht, nacher nochmals glühend gemacht, und ın Salpetersäure getaucht, mit WVasser abgekocht, und dann zuletzt weilsglühend gehämmert, Durch dieses Verfahren, welches wegen der giftigen Dämpfe für die Gesundheit der Arbeiter gefährlich ist, erhält man kein reines, sondern ein mit Palladium, Rhodium, Iridium, Osmium legirtes Platin, auch möchten wohl noch kleine Spuren Arsenik zurück- geblieben sein. Das von Jeanetty dargestellte Platin ist spröde, härter als das reine auf nassem VVeg gewonnene, bekommt bei öfterm Ge- brauch im Feuer und Anfassen mit einer Zange Risse, Borsten, endlich nimmt es auch in der thermomagnetischen Reihe der Körper eine ganz andere Stelle ein, als das reine Metall.] — *) D, t. Tom, 16. p. 261,„Platine,” 1: 2%; 39 450 Eigenschaften des Platins. Das Platin hat eine weifse ins Stahlgraue übergehende Farbe, nimmt weniger Glanz an, als Silber, hat überhaupt nicht das Angenehme des dureh Farbe und Politurfähigkeit ausgezeichneten Silbers; es ist im veinsten Zustand weich, sehr dehnbar, lälst sich in dünne Bleche walzen, zu Blättchen ausschlagen, allein nicht so fein als Gold und Silber, in sehr feine Drähte ziehen. Um letztere in der möglichsten Feinheit zu erhalten, lehrte Wollaston einen Platindraht in einem hohlen Cylinder von irden Zeug zu befestigen, und geschmolznes Feinsilber hineinzugie- fsen, wodurch man einen Silbereylinder erhält, in dessen Axe der Pla- tindraht steckt. Den Silbereylinder zieht man nun zu sehr feinem Draht, wodurch der Platindraht zu einer kaum glaublichen Feinheit sich streckt; hierauf taucht man das Ganze in Salpetersäure, welche das Silber, nicht aber das Platin auflöst, wodurch dieses rein zurückbleibt. Auf diese sinnreiche Art hat derselbe Drähtehen von-155 Millimeter Stärke er- halten(etwa„55 Linie)! Das Platin leitet gut Wärme und Elektriei- tät, in letzter Beziehung steht es jedoch dem Silber nach, hat ein speecif. Gewicht, und zwar das geschmiedete im Mittel 21,25, der feinere Draht 21,5; der geprelste Platincylinder vor dem Glühen hat ein specif, Ge- wicht von etwa 10,0, nach dem Glühen und vor dem Hämmern 17,0 bis 17,7, Wollaston. Die Cohäsion des reinen Platins hat derselbe Na- turforscher nach seinen vielfältigen Versuchen also bestimmt: er ermit- telte die zum Zerreilsen zweier feiner Platindrähte von 55 und 7450 Zoll Stärke nothwendigen Gewichte, und berechnete danach das Gewicht, welches nöthig sein müfste einen Draht von;; Zoll zu zerreilsen; dies beträgt 409 Pfd. Die mittlere Cohäsion von 11 Drähten, die von 60 bis„45 Zoll hielten, fand er= 589 Pfd.(die Cohäsion des Goldes, auf dieselbe Norm redueirt, ist= 500, die des Eisens= 600 Pfd.). Das Platin dehnt sich von 0° bis 100° erwärmt unter allen Metal- len am wenigsten aus, nämlich um 0,00085655 Borda a 0.00085700 Guyton Morveau, 0,00098390 Dulong u. Petit, läfst sich höchst fein zertheilt, als Platinschwamm, in heftiger Glühhitze schweifsen, nicht aber zwei Barren, zwei Bleche, schmilzt in keinem Ofenfeuer, aber im Sauerstoffgas- und Knallgasgebläse, im Focus von Brennspiegeln, Brennlinsen, im Schlielsungskreis kräftiger Voltascher Bat- terieen. Es löst sich in keiner Säure auf, aber in Königswasser, sei es aus Salzsäure und Salpetersäure, oder statt letzter mit Selensäure, Chrom- säure bereitet, in einem Gemisch von Hydrobrom- und Salpetersäure. Von Kali, Lithion wird es in der Hitze angegriffen, es oxydirt sich und das Oxyd verbindet sich mit den Basen; mit Phosphor, Schwefel, leicht schmelzbaren Metallen vereint es sich in der Hitze, schmilzt zusammen, | weshalb hitzen( Die! wigensel Phlpyro snlz, B könrelab I ji Ihenre Jet sind! | Reich ges’ zur Anler stinden jol und gern Preis im& sera Veher di [Schr IM bereit Kılıla steten sauren© kalumle ohne«3 un be sich reu net,[ie auch Se Nıtl,nge [N lie und) Neal 8 N) Ik 25 Warn N N iS kun„0 u lung NUR 7 Anwendung des Platins, Legirungen desselben. 454 », nimmt weshalb man sich hüten muls, solche Substanzen in Platingefäfsen zu er- hme des hitzen(vergleiche I. Seite 22). Die Anwendung des Platins beschränkt sich hauptsächlich nur auf wissenschaftliche und chemisch- technische Zwecke, man verfertigt Platinpyrometer, Platinschalen, Tiegel, Löffelchen, Pincetten, Löthrohr- spitzen, Blech, Draht, Retorten und Vorlagen, Destillirbläsen für Schwe- ; ist im walzen, lber, in inheit zu Cylinder felsäurefabriken, Kessel für Affinerieen ete.; man hat auch Zündlöcher einzugie- bei theuren Gewehren in eingesetzte Platinstücke gebohrt. In neuester der Pla- Zeit sind Plainmünzen in Rufsland geschlagen und in Umlauf in jenem m Draht, Reich gesetzt worden.— Man hat Kupfer mit Platin plattirt, allein nur h streckt; zur Anfertigung von chemischen Geräthschaften, denn zu Luxusgegen- ber, nicht ständen ist solch plattirtes Blech, wegen der weniger angenehmen Farbe Auf diese und geringern Glanzes des Platins, verbunden mit dem weit höhern jtärke er- Preis im Vergleich mit silberplattirten\Vaaren, nicht anwendbar. Man Rlektrici- verplatinirt Porzellan, namentlich Steingut, siehe I. Seite 501 und 502,— in specil, Ueber den Gebrauch des Platinschwamms siehe I. Seite 99 u.£. ere Draht [Sehr fein zertheiltes Platin zum chemischen Behuf erhält man nach Dö- bereiner*) und Liebig**) also: man erhitzt Chlorplatin mit concentrirter ;pecit, Ge- mern 11,0 Kalilauge, und setzt zur klaren Flüssigkeit nach und nach Alkol unter rselbe N:- stetem Umschütteln hinzu. Es erfolgt unter Entbindung von kohlen- er ernit- saurem Gas ein Niederschlag, welcher mit WVeingeist, dann mit Chlor- Ben kalium, zuletzt mit Kalı ausgekocht werden muls; m trocknet ihn, ah, ohne dafs er auf irgend eine Art mit organischen Körpern in Berüh- : r rung kommen darf, Es ist ein schwarzes, schweres Pulver, welches ilsen; 1 sich rauh und körnig anfühlt, wird, wenn man es mit WVeingeist be- von 70 netzt, alsbald glühend, verwandelt den Alkohol in Essigsäure, entzündet es Goldes auch WVasserstoffgas. Das specif. Gewicht dieses Pulvers ist 16,68 im Pid.). Mittel, es wird durchs Reiben metallglänzend,] ID Legirungen des Platins. 1167[Mit Zink giebt Platin spröde Legirungen, die sich leicht schmelzen lassen, eo und durchs Glühen nie vollständig das Zink abgeben.— Mit Eisen, beide it, Metalle hat man noch nicht im Ofenfeuer, nur mittelst desKnallgasgebläses -Glühhitz in kleine Kügelchen zusammenschmelzen können, welche hart, aber dehnbar in keinen waren. Ueber die Verbindungen des Stahls mit Platin siche bei diesem Focus von$. 127.— Mit Wismuth verbindet sich P. leicht, und die Legirung ‚scher Bat- ist desto leichter schmelzend, je mehr WVismuth darin enthalten ist; man er, sei 6 kann eine solche Legirung unvollständig durch eine Saigerung scheiden, e. Chron- es fliefst VV, ab, und Platin mit weniger W. verbunden bleibt zurück; ‚etersiur auch durch eine Art Kupellirung kann man den gröfsten Theil des WV. sich und i r fe], Jeicht) 8. n,,J, Bd. 8, 8.322. 6, A, Bd, 72, S, 193, usammen, PU N:BO.:17.:8:.408. 29* ZZ— Tun EEE a u en ATTERSEE UT ATEEHT EEE NETZE TEE rn EEE Er ae TEE ce= 452 Legirungen des Platins mil Kupfer, Silber. abtreibet-— Mit Blei. Beide Metalle verbinden sich leicht, daher man niemals Blei, Bleioxyde oder Bleisalze in einem Platintiegel glühen darf. Die Legirung aus gleichen Theilen ist sehr spröde, brüchig, hat ein körniges Gefüge und oxydirt sich an der Luft; mit 3 Theilen Blei ist die Legirung ziemlich leichtflüssig, aber immer noch spröde, giebt durchs Abtreiben nie völlig das Blei ab, wie beim WVismuth der Fall ist.— Mit Zinn. Die Legirungen beider Metalle sind ebenfalls spröde, mit 12 Theilen Zinn jedoch etwas streekbar..— Mit Kobalt und Nickel sind Legirungen erhalten worden, deren Eigenschaften aber nicht besonders ausgezeichnet sind.] Mit Kupfer. In der Weifsglühhitze lassen sich beide Metalle leicht zusammenschmelzen; aus gleichen Gewichtstheilen beider erhält man eine goldähnliche Legirung, die geschmeidig ist; mit& bis z5 Pla- tin legirtes Kupfer besitzt eine mehr oder minder blalsrothe, rosenrothe Farbe, läfst sich gut strecken, poliren, rostet weniger leicht als reines Kupfer. Rochon und Carrochez haben eine Legirung von Kupfer und Platin zur Anfertigung von Spiegeln für Teleskope angerathen.— Eine Legirung von 16 Kupfer,"7 Platin und 1 Zink besitzt nach Cooper eine Farbe, welche dem 16karätigen Gold am nächsten kommt, rostet nicht an der Luft und wird selbst von ziemlich starker Salpetersäure(1,25) nicht angegriffen, dabei besitzt dieselbe Dehnbarkeit, lälst sich dünn aus- walzen, in Drähte ziehen, allein der hohe Preis verhindert die Anwend- barkeit. Man bringt erst das Kupfer mit dem Platin unter einem Fluls- im Graphittiegel zum Schmelzen, setzt dann das Zink hinzu; jede Spur von Eisen macht die Legirung spröde, Mit Silber. Ein Zusatz von Platin macht das Silber härter, weni- ger streckbar, und verändert auch die angenehme weilse Farbe, schon % Platin ist im Stande solelie Wirkungen hervorzubringen, auch ist die Schmelzbarkeit der Legirung bedeutend vermindert, je mehr Platin in derselben enthalten ist. Gleiche Gewichtstheile beider geben eine här- tere, dunklere und spröde Legirung, die beim Hämmern leicht Risse bekommt. Enthält das Silber mehr als 52 Pl., so treibt es beim Kupel- liren mit Blei wenig oder gar nicht, blickt nicht. Mittelst Salpetersäure kann man die Legirung nicht zerlegen und das Platin vom Silber schei- den, da es erfahrungsmäfsig ist, dafs es sich mit dem Silber zugleich auflöst, und namentlich wenn Gold mit zugegen ist so vollständig, dafs nur letzteres allein übrig bleibt. Dagegen haben Chaudet und D’Arcet*) die Anwendung von concentrirter Schwefelsäure im reinsten Zustand vorgeschlagen, um eine Legirung von Silber und Platin zu analysiren, KALB u Ho Bd 11.893, 5 aD L sil You s Der ıg Pi& Jin I per welch sul, FI Iulde; Gold do: ser vaIL [Plata du sldszr Dar, sid. rl bi y hal; zebsil ad nu; tv@br Hab par ı huyz vo sh! ch Inf site: Vr& vo gs up t, daher el glühen hig, hat len Blei le, giebt der Fall s spröde, alt und ber nicht » Metalle ler erhält Sg Pla- osenrothe als reines ıpfer und 1.— Eine ooper eine ostet nicht ure(1,8). dünn aus- > Anwend- rem Fluß- jede Spur ter, weil be, schon ch ist die » Platin in eine här- icht Risse jm Kupe- Ipetersäure ber scher op zugleich ndig,, dals D’Arcet*) N Zustand nalysiren, Legirungen des Platins, Platnoxyde, Knallplatin. 455 ganz auf dieselbe Weise, wie eine Goldprobe mit Salpetersäure veran- staltet wird. [Yauquelin fand in einem spanischen Silbererz vom Guadalkanal Platin, Berzelius konnte aber keine Spur von demselben darin nachweisen.] Mit Quecksilber verbindet sich Platin nicht direet, denn ein Platingefäfs wird von hineingeschüttetem Quecksilber nicht angegriffen; allein Platinschwamm mit Quecksilber erwärmt wird amalgamirt; mit 15 Theilen Qu. entsteht eine butterarlige, weiche Masse, silberglänzend, welche nach und nach steifer wird; mit weniger Qu. ist das Amalgam steif, und etwas spröde.— Mit Gold. Gleiche Gewichtstheile beider Metalle geben eine grauweilse, schr dehnsame Legirung; mit 14 Theilen Gold erscheint die Legirung gelblichweils, speeif. Gewicht 19,01, ist sehr dehnsam und elastisch. [Platinoxydul, Protoxide de platine, Pr. of platinum, erhält man durch Zersetzung des Chlorplatins mittelst Aetzkali, als Hydrat; ein schwarzes Pulver, welches sich beim Erhitzen zerlegt, besteht aus 92,49 Plat. und 7,51 Sauerst., löst sich in conc. Kalilauge auf, verwandelt sich beim Kochen in Oxyd und Metall, löst sich in den mehrsten Säu- ren auf, die es aber auch in Oxyd verwandeln; die Salze, welche es bildet, haben eine zwischen schwarzbraun und grün mitten Inne stec- hende Farbe, geben mit ätzenden fixen Alkalien behandelt einen schwar- zen Niederschlag. Platinoxyd, Deutoxide de pl., D. of pt., Platinsäure, acide ‚plati- nique, platinie acid, erhält man durch Präcipitation des salpeters. Pla- tinoxyds mittelst Actznatron, jedoch mit der Vorsicht, dafs nur die Hälfte des Oxyds ausgefällt wird, weil das später niederfallende ein Dop- pelsalz ist; der Niederschlag, das Hydrat des Oxyds, hat eine helle Rost- farbe, wird aber bei gelinder Wärme schwarzbraun, unter Entweichen von Wasserdampf. Es wird leicht durch Hitze entmischt, besteht aus 6,04 Plat. und 13,96 Sauerst., hat zu den Säuren sehr geringe Verwandt- schaft, destomehr zu den Basen, mit denen es sich leicht vereinigt. Die Salze, welche es bildet, haben eine rothbraune Farbe, in Auflö- sung rothgelb, bilden mit Alkalien und alkal, Erden leicht Doppelsalze, werden von Chlorkalium und Chlorammonium mit gelber Farbe, nicht von Chlornatrium niedergeschlagen; Schwefelwasserstolfgas giebt einen schwarzen Niederschlag, Cyaneisenkalium schlägt sie nicht nieder. Pla- tinoxyd löst sich in ätzenden und kohlens. Alkalien auf, verbindet sich mit alkalischen Erden. Platinsaures Ammoniak, Knallptlatın, Platine fulminant, fulminating plat., erbält man durch Präcipitation des schwefels. Platin- oxyls mit Aetzammoniak, Auskochen des Niederschlags mit stark ver- dünnter Kalilauge. Das vorsichtig getrocknete Pulver hat eine dunkel- braune Farbe, detonirt bei 214° heftig, allein nicht durch Stols oder 454 Schwefel-, Phosphor-, Chlorplatin, . A Seht.“eg| mel Druck, elektrische Funken; es ist in WVasser nicht auflöslich, an der Luft 0 beständig, und besteht aus 82,5 Plat.oxyd, 9,0 Ammoniak, 8,5 VVasser, Es ist nicht unwahrscheinlich, dafs ein Zwischenoxyd existirt, allein {hiekele u nihb die Beweise dafür sind noch nicht schlagend genug. Glüht man Pla- gianzen, D tinpulver mit Aetzkalı oder Salpeter, so erhält man theils Oxyd, theils Ihtin über je nach der Bereitung auch wohl ein Gemeng von Oxydul und Oxyd.| zit as 5 Schwefelplatin, Protosulfure de pl., Pr. of pl., erhält man| ayloli durchs Erhitzen eines Gemengs von Platinsalmiak und Schwefel in| ame Verb einem verschlofsnen Gefäfs, wobei der Salmiak und das Chlor entwei-. Menge chen; wird dann das Produkt, zweifaches Schwefelplatin, stärker erhitzt, R hl so entweicht die Hälfte Schwefel und das einfache Schwefelplatin bleibt ven IS] zurück. Auch durch starkes Erhitzen des auf nassen WVeg dargestell- Nirnsit ten zweifachen S.platins kann man diese niedere Schwefelungsstufe dar- jl Joch vor stellen. Es ist ein bläulichgraues, metallglänzendes Pulver, wird durch nel sie Glühhitze zersetzt, hinterläfst metallisches Platin, besteht aus 85,97 Plat. ar+ ek und 14,03 Schwef.— Zweifach Schwefelplatin, Deutosulfure|, Bonsdoi de pl., D. of pl., wird auf nassem WVeg durch Präcipitation einer Auf-| cha lösung des zweifachen Chlorplatins mittelst hydrothions. Schwefelkalium Ainate dargestellt, auch auf trocknem WVeg, vergl. das Vorstehende. Ein dun- I| kelgraues, metallglänzendes Pulver, specif. Gewicht 3,5, giebt bei mälsı- mel ger Wärme die Hälfte, in der Glühbitze sämmtlichen Schwefel ab, be-| in Nas! steht aus 75,4 Plat. und 24,6 Schwef.— Phosphorplatin, Phos-(| 8 ip‘ phure de pl., Ph. of pl., Platin nimmt Phosphor leicht auf, und wird|) Chloniidit dadurch leicht flüssig, so dafs man einen Platintiegel durchlöchern kann, list sich wenn man in ihm Phosphorsäure oder phosphors. Salze schmilzt und in beseitigen, der heftigen Hitze ein Stäubchen Kohle in denselben fällt, welches eine theilweise Reduction bedingt. Das Phosphorplatin ist hart, silberweifs, j Aneil "x auf den Bruch krystallinisch, soll selbst krystallisiren können; es giebt u W Verbindungen in abweichenden Mengenverhältnissen des Phosphors. aa Chlorplatin, Protochlorure de pl., Pr. of pl., salzsaures Pla- klug ” tinoxydul, Protomuriate, Pr.-hydrochlorate de pl., Pr.m. or H. kb da 2 of pl., erhält man durchs Erhitzen des zweifachen Chlorplatins bis 230° as veich 4(Schmelzpunkt des Zinns), währenddem entweicht die Hälfte Chlor.| vorzele, 3 Ein grünlichgraues Pulver, in VVasser unlöslich, wird durch kochende[Bronp] - Schwefel- und Salpetersäure nicht, aber von conc. Salzsäure ohne Ver- es änderung aufgelöst, besteht aus 73,58 Plat. und 26,42 Chlor; durch u Glühhitze wird diese Verbindung zerlegt, Es bildet mit+ elektr, Chlor- 1 metallen Doppelverbindungen.]= Sil Zweifach Chlorplatin, Deutochlorure de pl., D. of pl., salz- ln y saures Platinoxyd, Deutomuriate, D.-hydrochlorate de pl., M. or hab H. of pl., erhält man durchs Auflösen von Platin in Königswasser(vergl. hl das vorn Seite 447 Gesagte); dunstet man die dunkelbraune Auflösung|— vorsichtig ein, so erhält man eine schwarzbraune Masse, welche, so lange 1 sie noch Wasser enthält, mehr roth aussieht. Sie besitzt einen widri- re>-——= Chlorplatin, Platinsalmiak, Siliciumplatın. 455 der Luft gen, metallischen, scharfen Geschmack, eine giftige Wirkung auf den W asser, f thierischen Körper, löst sich leicht in\YVasser, Alkohol und Aether auf, irt, allein mit rothbräunlicher Farbe, reagirt stets sauer, färbt organische Sub- Te stanzen, Haut, Nägel purpurroth, geht durchs Erhitzen in einfaches Chlor- 0 platin über, wird aber endlich in der Glühhitze ganz entmischt. Es be- steht aus 58,21 Plat. und 41,79 Chlor, dient, in Alkohol gelöst, als sehr empfindliches Reagens auf Kali und Kalisalze, indem es mit denselben eine Verbindung von Chlorkalium—- Chlorplatin bildet, einen eigelben in Weingeist unauflöslichen Niederschlag, der aber in Wasser ein klein rhält man liwefel in or entwei- er erhitzt, Jatin bleibt wenig löslich ist, weshalb man das Chlorplatin in Weingeist auflöst; dargestell- Natronsalze geben keinen Niederschlag, aber wohl Ammoniak; dieses ist ;sstule dar- jedoch vom Kali leicht zu unterscheiden. Das zweifache Chlorplatin wird durch verhält sich— elektr. gegen viele andere Chlormetalle, namentlich die 85,97 Plat der+ elektr. Metalle, bildet mit denselben krystallisirbare Salze, welche utosulfure i v. Bonsdorff*) neuerdings untersucht hat. einer Auf- Chlorplatin+ Chlorammonium, Platinsalmiak, Chloro- wefelkalium R NR platinate d’ammonium, erhält man durch Fällung einer Auflösung des Tree. zweifachen Chlorplatins mittelst Salmiak; ein eigelber Niederschlag, der efel ab, be- in Wasser nur sehr wenig, in Alkohol gar nicht auflöslich ist. Hat die- tin, Phos- ses Präparat eine ins Ziegelrothe gehende Farbe, so enthält es auch ', und wird Chloriridium(vielleicht auch Chlorpalladium); die fremde Beimischung chern kan, läfst sich gröfstentheils durchs Auskochen mit verdünnter Salpetersäure ulzt und beseitigen, auch dadurch, dafs man das Platinerz mit schwachem Kö- velches ein nigswasser vorher auszieht.— silberwelh, Anwendung des zweifachen Chlorplatins. Aus dem vorn Seite 447 n; es gi Angeführten geht genugsam hervor, dafs das Königswasser das einzige jasphors, Auflösungsmittel fürs Platin ist, welches im Grofsen anwendbar, folslich aures Pl»= ar x n E 5 Zn R B BB dafs das zweifache Chlorplatin das wichtigste Platinpräparat zu nennen, ns bis 20 aus welchem sowohl das Metall, als auch alle andern Präparate her- ]fte Chlor vorgehen. :h kochend:[Bromplatin, Brömure de pl., Br. of pl., auf ähnliche WVeise wie Chlor- e ohne Ver platin erhalten, giebt gleichfalls mit+ elektr. Brommetallen Doppelver hlor; dureh bindungen.— Siliciumplatin, Siliciure de plat., S.of pl., erzeugt lektr, Chlor- sich durchs Schmelzen von Platinstaub mit Kohlenpulver, wobei erste- res Silicium aus der in dem Kohlenpulver und dem Schmelztiegel ent- haltnen Kieselererde aufnimmt, schmelzbar, aber auch spröde wird. Des- y halb ist es nicht rathsam, Platintiegel dem freien Kohlenfeuer auszusetzen M, or.° ar R ee R pls! es schweilst sich nämlich dann stellenweis Siliciumplatin auf. ısser(veld! » Auflösun; 16, so Jange f pl. salr *) pP. A. Ba, 17..5:250, Bd. 19. S- 336. inen wide: nn nn me t 456 Platinsake. Palladium, Vorkommen, Eigenschaften.| Schwefelsaures Platinoxyd, Deutosulfate de pl., D. of pl.,| Ss durchs Auflösen des Schwefelplatins in rauchender Salpetersäure, oder AN durchs Behandeln des trocknen Chlorplatins mit concentr, Schwefels.; ie ein dunkel schwarzbraunes Salz, von widrigem, scharfen Metallgeschmack,|; en löst sich leicht in WVasser auf und besteht aus 58,84 Plat.oxyd und pur 41,16 Schwefels.— Salpetersaures Platinoxyd, Deutonitrate de a pl., D. of pl., durch Zersetzung des schwefels. Platinsalzes mittelst ne i} salpeters. Baryt, oder durchs Auflösen des Platinoxyds in Salpeters.; a eine dunkel rothbraune Flüssigkeit, welche nicht krystallisirt, sich beim ai I Abdampfen entmischt, indem ein basisches Salz sich abscheidet; besteht ich ne aus 51,42 Plat.oxyd und 48,58 Salpeters.]| r il | hilzen 1: 1306 9 .| en brar Neun und zwanzigstes Kapitel.| ini Vom Palladium.| augen Wi ==££| quecksil [Das Palladium wurde von HWollaston 1803 im amerikanischen Pla- Palı tinerz‘entdeckt und abzuscheiden gelehrt; es macht im kolumbischen Erz| Tarled etwa 1%, im uralschen 0,28 bis 1,1% aus, kommt auch in losen Körn- I chen, von stahlgrauer ins Silberweilse übergehenden Farbe, specif. Ge-| durcli wicht 11,8 bis 12,14, unter den Körnern des Platinerzes vor, so in Bra- sel silien und am Ural, ferner mit Gold legirt in Brasilien, als Selenpalla- u Die dium am Harz bei Tilkerode*).— Die Darstellung des Cyanpalladiums i| vn H ist bereits vorn Seite 447 angegeben, der Niederschlag, aus der Auflö-| Km et sung in Königswasser mittelst Cyanquecksilber erhalten, besitzt eine Sch gelblichweilse Farbe, wird ausgewaschen und geglüht, mie Das Palladium hat eine dem Platin sehr ähnliche Farbe, etwas mehr all dem Silber nahe kommend, ist glänzend, streckbar, läfst sich in dünne ne Bleche walzen,, in Drähte ziehen, specif, Gewicht 11,3, des gewalzten dıf, 11,5 Wollaston, 12,1 Fauquelin; es dehnt sich von 0° bis 100° erwärmt h re um 0,001 aus, schmilzt im heftigsten Essenfeuer bei 150 his 160° WV, ii oxydirt sich nicht beim WVeifsglühen, läuft beim Erhitzen blau an, y welche Farbe aber, von einem Suboxyd herrührend, in höhern Hitz-\ ö graden wieder verschwindet. Es löst sich in Salpetersäure mit Ent-; nn wickelung von salpetrigsauren Dämpfen, nicht von Stickstoffoxydgas, nu auf, desgleichen in Königswasser, in Salz- und conc, Schwefelsäure ud 97 höchst unbedeutend. Tropft man auf Palladium Jodtinetur und läfst IM dieselbe über einer Lampenflamme verdampfen, so entsteht ein schwarzer kun Fleck, nicht sa auf Platin. Hält man ein Streifchen Palladium in eine all Weingeistflamme, so berufst es, und es bildet sich Kohlenstoffpalladium Tal in warzenförmigen schwarzen Massen, ähnlich den kohligen Ansätzen an a den Lampendöchten(eben so verhält sich auch das Iridium, nicht das Platin).|= nf *) Zinken in P. A, Ba. 16. 5, 491. Bi, T en, Dun ure, oder Schwefels,; geschmack, oxyd und nitrate de es mittelst /» Salpeters.;,| sich beim et; besteht ischen Pla- bischen Erz losen Körn- speaf, Ge- , so In Br Selenpall- P npalladiuns der Aufl- besitzt ein etwas melr ch in dünnt es gewalzten 00° erwärnt is 160° W, en blau ar, öhern Hit- re mit Ent« — ‚toffoxydgas,| ‚hwefelsäurt ır und lälst| n schwarze jum in eine ‚Kpalladiun \nsätzen aD ‚das Plaun) Palladiumoxyde, Schwefel-, Chlorpalladium. 457 Man hat sich‘des Palladiums bei Mefsinstrumenten für den Seedi enst einigemal bedient, um auf demselben die feinen Theilungen anzubrin- ‚gen, da es an der Seeluft nicht wie Silber anläuft. Neuerdings hat ein E\ Uhrmacher Bennet eine Legirung von 24 Theil. Pallad., 44 Silber, 72 Gold’und 92 Kupfer als ganz vorzüglich für Zapfenlager in feinen Uhren. und Chronometern geeignet befunden*). Palladiumoxydul, Protoxide de pallad., Pr. of p., erhält man durch starkes Erhitzen des salpeters. Oxyduls, oder durch Präcipitation dieses Salzes mit Aetzkali und starkes Erhitzen des Hydrats. Es bildet ‚sich auch beim Glühen des Metallpulvers mit Aetzkali oder Salpeter. Ein schwarzes, eläfVendes Pulver, welches nach vorgängigem starken Er- hitzen sich in Säuren schwer auflöst, besteht aus 86,94 Pallad. und 13,06 Sauerst., bildet mit Wasser ein rothgelbes Hydrat, mit den Säu- ren braunrothe Salze, aus denen frischer Eisenvitriol das Palladium metal- lisch niederschlägt; die Salze werden von Galläpfelaufguls nur bei gleich- zeitiger Anwendung von Ammoniak grünlich niedergeschlagen, von Cyan- quecksilber blalsgelb, sie geben mit den Alkalien farblose Doppelsalze, Palladiumoxyd, Deutoxide de pallad., D. of p., erhält man durch Zerlegung des zweifachen Chlorpalladiums mittelst Aetzkali; das Hydrat hat eine dunkel gelbbraune Farbe, enthält stets Kali gebunden, welches durchs Aussüfsen nicht entfernt werden kann, wird es bei der Siedhitze gefällt, so sieht es schwarz aus. Es besteht aus 76,9 Pallad. und 23,1 Sauerst., löst sich in Säuren langsam auf, die Auflösungen ha- ben eine gelbe Farbe; es ist auch in ätzenden und kohlens. fixen Alka- lien etwas löslich, Schwefelpalladium, Protosulfure de pallad., Pr. of p., durch unmittelbare Vereinigung unter Feuererscheinung; eine grauweilse, me- tallglänzende, leichtflüssige, spröde Substanz, besteht aus 76,79 Pallad. und 23,21 Schwefel.— Chlorpalladium, Protochlorure de pallad., Pr. of p., durchs Auflösen des Palladiums in Königswasser, oder des Oxy- duls in Salzsäure; eine rothbraune Flüssigkeit, welche nach dem Abdampfen eine dunkelrothe Salzmasse giebt, welche in höherer VVärme unter Ent- weichen des WVassers schwarzbraun erscheint; durch mehrmaliges Ab- dampfen und Auflösen wird es zu einer basischen Verbindung, in grö- Sserer Hitze endlich ganz zersetzt. Es besteht aus 60,06 Palladium und 39,94 Chlor, giebt mit+ elektr. Chlormetallen Doppelverbindun- gen, welche eine rothe Farbe besitzen.— Doppeltes Chlorpalla- dium, Deutochlorure de pallad., D. of p., durchs Auflösen des Oxyds in Salzsäure; eine feuerrothe Auflösung, welche beim Abdampfen unter Entbindung der Hälfte des Chlors in das einfache Chlorpalladium über- geht, besteht aus 42,92 Pallad. und 57,08 Chlor, giebt mit£ elektr. Chlormetallen rothbraune Doppelverbindungen. Cyanpalladium, Protocyanure de, pallad,, Pr. of p., aus der — x) 1% P: TI. Bod. 39252140; 458 Rhodium, Darstellung, Eigenschaften, Oxyde desselben.\ Selma Auflösung des Chlorpallad. mittelst Cyanquecksilber niedergeschlagen,| dann blafsgelb, in Wasser unauflöslich, besteht aus 66,89 Pallad. und 33,11 Cyan.| gammed: Berzelius über das Palladium und seine Verbindungen, in P. A. Schw Bd. 13. S. 454.] mitelba ‚nmonil yllglanz Drrerisrostes Kapitel. fen, Audlum Vom Rhodium mans [Das Rhodium wurde auch von Wollaston 1303 im amerikanischen Chlor! Platinerz entdeckt und abzuscheiden gelehrt; es kommt zu 3,46% in je- Pal, nem und zu 0,86 bis 1,15% im uralschen Erz vor, auch mit Gold legırt| Biol. ı in Mexiko*). Man stellt es also dar: ist aus der Auflösung des Pla- Deutool tinerzes in Königswasser sowohl das Palladium, als auch das Platin, Ok letzteres zum allergröfsten Theil, geschieden, so schlägt man mittelst einer nisch, in dieselbe eingetauchten Zinkplatte alle aufgelösten Metalle nieder, wo- kt durch man ein schwarzes Pulver erhält, ein Gemeng von Platin, Rho-| Aa Ri dium, Iridium, Palladium(Eisen, Kupfer, Blei); dasselbe wird erst mit| dir. Salpetersäure von den letzten 4 befreit, dann in Königswasser aufgelöst, dungei die Auflösung mit Kochsalz versetzt, zur Trockne abgedampft, mit Al- bindu3 kohol von 0,83 behandelt, welcher das Platinsalz(Chlorplatin+- Chlor- Ber’ natrium) auflöst, das entsprechende Rhodiumsalz aber zurückläfst, wel- B, s.| ches sodann starker Glühhitze unterworfen wird, wodurch man das Metall mit Kochsalz gemengt erhält, welches letztere durch WVasser ent- fernt wird; man kann auch durch Zink aus einer Auflösung des Rho- diumsalzes das Metall in Form eines schwarzen Staubes erhalten, Das Bhodium erscheint zusammengesintert, denn man hat es noch 5’ nicht völlig im Ofenfener zusammenschmelzen können, silberweils,[Dis Inu spröde, specif. Gewicht wenig über 11,0, schmelzbar im Knallgasge- aufkelun bläse, löst sich in keiner Säure, auch nicht in Goldscheidewasser auf, dern Mus es sei denn, dafs es mit Platin oder Kupfer und einigen andern Metal- m klura len legirt, woher es auch kommt, dals es sich beim Behandeln des Pla- Orniumd tinerzes mit Königswasser mit auflöst. Durchs Caleiniren mit Kalı oder ak Osnz Salpeter wird es in der Hitze oxydırt.| sid hr Rhodiumoxydul, Protoride de rh., Pr. of rh., ist noch nicht bis ö0, isolirt dargestellt worden.— Rhodiumoxyd, Deutoxide de rh., D. De I; of rh., durchs Calciniren des Metalls mit Kali oder Salpeter, oder durch bunden; Zersetzung des Salzes aus anderthalb Chlorrhodium und Chlorkalium ic des; mittelst kohlens. Natron im Ueberschufs, jedoch als Hydrat. Es ist ein| Bid flohbraunes Pulver, enthält 6,69% Wasser, giebt mit Säuren gelbe Auf- Won di lösungen, die rein zusammenziehend schmecken, verbindet sich mit Al- Mn kalien, Erden, eben so mit dem Oxydul in mehrern Verhältnissen, wo- Ber ar, *) Del Rio in S. m. I. Bd. 17. 5. 65.& Ün selben, Schwefel-, Chlorrhodiun.— Iridium, Darstellung desselben. 459 | ne durch verschieden gefärbte Verbindungen entstehen, Das Oxyd ist zu- Ha sammengesetzt aus 81,28 Rhod. und 18,72 Sawerst. n/Pol Schwefelrhodium, Deutosulfure de rh., D. of rh., durch un- mittelbare Verbindung beider, oder aus dem Chlorrhodium—+ Chlor- ammonium und Schwefel durchs Glühen erhalten; eine graublaue, me- tallglänzende Masse, verliert den Schwefel beim Glühen in offnen Ge- . fälsen, kann auch auf nassem WVeg durch Niederschlagung des Chlor- rhodiums mittelst hydrothions. Kali in der WVärme erhalten werden, schwarz von Farbe; besteht aus 68,34 Rhod. und 31,66 Schwefel.— nerikanischen Chlorrhodium, Protochlorure de rh., Pr. of rh., ein graurothes 3,462 in je Pulver, welches ohne Zersetzung sich gelind erhitzen läfst, und aus 60 t Gold legirt Bhod. und 40 Chlor besteht,— Anderthalb Chlorrhodium, ng des Pla- Deutochlorure de rh., D. of rh., erhält man aus der Verbindung mit das Platin, Chlorkalium vermittelst Kieselflufssäure; schwarzbraun, nicht krystalli- nittelst einer nisch, zerfliefst an der Luft, löst sich in Wasser und Alkohol mit dun- nieder, wo- kelrother Farbe auf, zersetzt sich erst in stärkern Hitzgraden, hinter- Platin, Rho- läfst Rhodium, besteht aus 49,52 Rhod. und 50,48 Chlor, giebt mit+ vird erst mit elektr.. Chlormetallen rothe krystallisirbare Salze.— Beide Chlorverbin- ser aufgelöst dungen einigen sich mit einander zu einer blafsrothen, pulvrigen* Ver- npft, mit Al bindung, die in Wasser und Salzsäure unlöslich ist. tin+ Chlor- Berzelius über das Rhodium und seine Verbindungen, in P. A. Bd. ckläfst, wel 13. S. 437.] ch man dı Wasser at rd re+ 2 he Ein und dreifsigstes Kapitel. jo} ‚halten, Vom Iridium. hat es nad Na:: Br. [Das Iridium wurde 1803 von Tennant im amerikanischen Platinerz ‚ silberwal: alle: aufgefunden und auszuscheiden gelehrt; es kommt theils mit den an- ) allaas ea dern Metallen, die das Platin begleiten, zusammen im Platinerz vor, so dewasst) ındern Metl- deln des Pla: as 2 3 REITS als Osmium-Iridiumerz, unter das Platinerz gemengt vor, diese mit Kalı oder’& v im kolumbischen zu 1,462, im uralschen zu 2,35 bis 4,97%, theils mit Osmium verbunden in eignen Körnchen, kleinen sechsseitigen Säulchen, sind härter als Platinerz, nicht streckbar, stahlgrau, specif. Gewicht 19,25 bis 50, des uralschen 17,97 bis 18,57. t noch nicht 5 Me::: Die Darstellung des Iridiums ist mit der des Osmiums genau ver- ‚ de rh,, D. , oder durch Chlorkalıum , Esiston n gelbe Auf. sich mit Al bunden; man benutzt zu dem Ende theils den Rückstand vom Auflö- sen des Platinerzes in Königswasser, welcher hauptsächlich eine Ver- bindung beider Metalle enthält, theils das eigne eben erwähnte Erz, worin die beiden Metalle rein vorhanden sind. Man pulvert die Legi- rung, mengt das feine Pulver mit geschmolznem Salpeter zu gleichen EL Gewichtstheilen, und nimmt die Glühung in einer Porzellanretorte mit Ini95ED, angelegter tubulirter Vorlage vor, weil dabei Osmiumoxyd sich verflüch- tigt, weshalb auch, um letzteres zu binden, das Gasrohr in eine mit verdünntem Ammoniak gefüllte Flasche geleitet wird. Nach vollende- RT en, nee Zee EEE na pur we un mE EEE EERETERT a De 460 Darstellung und Eigenschaften des Iridiums, Iridiumoxyde. ter Calcination wird die rückständige Salzmasse in kaltem WVasser ge- löst, mit Salz- und vieler Salpetersäure in einer verschlielsbaren Flasche übergossen, das Klare abgefüllt und bei gut verklebten Fugen und kalt gehaltner Vorlage destillirt; das übergegangne ist Osmiumoxyd. Mit dem ungelösten Rückstand wird nochmals eben so verfahren, welcher zuletzt nur noch Iridium mit wenig Osmium verbunden enthält. WVas in den Retorten an Flüssigkeit zurückbleibt, wird filtrirt, mit Chlorka- lium vermischt zur Trockne eingedampft, die trockne Masse mit kohlens, Natron gemengt, in einer Retorte, wie zuvor, erhitzt, wobei Osmium- oxyd übergeht; der Rückstand wird dann in WVasser gelöst, Irıdiumoxyd bleibt ungelöst. Dieses wird mit WVasserstoffgas bei gelinder Hitze re- ducirt, und um die letzten Spuren anhängenden Osmiums zu entfernen, an der Luft zur Dunkelrothglühhitze gebracht, wieder reducirt, und so einigemal hinter einander behandelt, bis alles Osmium ausgetrieben ist,— Ueber die Scheidung des Platins vom Iridium, Lampadius in E. J. Bd. 6. S. 453. Bd. 11. S.1. Das Iridıum mit WVasserstoffgas reducirt ist grau, dem Platinschwamm ganz ähnlich, wird auch wohl etwas weniges zusammengesintert erhal- ten, schmilzt nicht im Sauerstoffgasgebläse, in welchem doch Platin schmilzt, specif. Gewicht des staubartigen 15,86, des in kleinen Stückchen 15,588; es löst sich in Säuren, in Königswasser nicht auf, oxydirt sich aber fein zertheilt beim Glühen an der Luft, besonders leicht wenn es mit ätzendem oder kohlens. Kalı, Salpeter geglüht wird, während das Oxyd sich mit Kali verbindet. Hält man ein wenig Iridium in eine Weingeistflamme, so bedeckt es sich, wie Palladium, mit warzenförmi- gen Massen von schwarzem Kohlenstoffiridium, es nimmt dabei 19,8% Kohlenstoff auf, entzündet sich und glimmt fort.— Ueber Legirun- gen des Iridiums mit Gold, Silber und Kupfer, siehe Lampadius 2.250.Ba. 11. S. 7. Irıdiumoxydul, Protoxide d’ir., Pr. of i., erhält man durch Zer- legung des Chloriridiums mittelst Kalilauge in der Siedehitze; ein schwarzes Pulver, welches sich in den Säuren kaum in der Siedehitze auflöst. Das Hydrat besitzt eine graugrüne Farbe, löst sich in den Säuren leicht zu schmutzig grünen Oxydulsalzen auf, Das Oxydul besteht aus 92,49 Irid. und 7,51 Sauerst.— Iridiu msesquioxydul, Deutoxide d’ir., D. of i., erhält man durchs Erhitzen eines Gemengs von doppelt Chloriridium-+ Chlorkalium mit kohlens. Kalı bis zur an- gehenden Glühung; die rückständige Masse wird dann mit siedendem Wasser abgewaschen und filtrirt; es erzeugt sich auch beim Glühen des Metalls mit Kali, Salpeter. Ein schwarzes Pulver, welches sich in Säuren nicht auflöst, mit brennbaren Körpern gemengt in der Hitze de- tonirt; das Hydrat hat eine dunkelbraune Farbe, löst sich in Säuren mit brauner oder schmutzig purpurrother Farbe auf. Es besteht dieses Öxyd aus 89,16 Irıd. und 10,84 Sauerst.— Iridiumoxyd, Tritoxide dir, Tr. of i., ist noch nicht isolirt dargestellt, in den ätzenden und johles Sauerst” Jesus umitelst pi Kali 8 Iyorselii sie Schwel \rleSchwe aus den eit Sie sind di Ten sich| di, Pr.) der Wir ver, zersehi“ von! ur Sılasäure, 4 Ch- D. fi sirkeit si Masse, 65 Ind,& Doppik verschiedn\ Sesquiosyt von einerla zur Track Install Ind, und$ dr, Do. einige Ver Indum ul€ nit Chlor 7 Ihe$;@ Berzdiug Wh iumonyde, l Wasser der varen Flasch, gen und kılı moxyd. N Ten, welcher nthält, Wi; mit Chlork. & mit kohlens, bei Osmium. ; Iridiumoxyl der Hitze re: zu entfernen, acirt, und so rieben ist,— tus ın E.), tinschwamm sintert erhal- doch Platio sen Stückchen , oxydirt sich ıicht wenn& während da lium in en warzenförn!- dabei 195) eber Legirur , Lampadiv an durch Zur ‚edehitze;&n ler Siedehitz) t sich in de Das Ozylıl ‚quioydul ines Genen; li bis zur at it siedenden beim Glühe Iches sich u der Hitze de h in Säure esteht diese d, Tritosidt itzenden und Schwefel-, Chloriridium.— Osmium. 461 kohlens. Alkalien vollkommen löslich, besteht aus 86,6 Irid. und 13,4 Sauerst.— Iridiumsesquioxyd, Peroxide dir., P. of ir., durch Zerlegung der Verbindung des dreifach Chloriridiums-+ Chlorkalium vermittelst kohlens. Kali; das erhaltne Hydrat sieht braungelb aus, ent- hält Kali gebunden, löst sich in Salzsäure zu obigem Salz wieder auß E zersetzt sich in der Hitze und besteht aus 80,43 Irid. und 19,57 Sauerst. Schwefeliridium, Sulfure dir., S. of ir., das Metall scheint eben so viele Schwefelverbindungen zu haben, als es Oxyde besitzt; man stellt sie aus den einzelnen Chlorverbindungen durch Schwefelwasserstoffgas dar. Sie sind dunkelbraun, fast schwarz, werden beim Trocknen nicht sauer, lösen sich in Schwefelkalium auf,— Chloriridium, Protochlorure dir., Pr. of ir., wird erhalten, wenn man das Metallpulver mit Chlorgas in der Wärme behandelt; ein dunkel olivengrünes, stark abfärbendes Pul- ver, zersetzt sich in der Glühhitze in Metall, Chlorgas und ein wenig von 1% und 2fach Chloriridium, löst sich nicht im Wasser, kaum in Salzsäure, sehr wenig in Königswasser auf, besteht aus 73,58 Irid. und 26,42 Chlor.— Anderthalb Chloriridium, Deutochlorure d’ir., D. of ir., durchs Auflösen des Sesquioxyduls in Salzsäure. Die Flüs- sigkeit sieht schwarzbraun aus, giebt abgedampft und stark erhitzt eine Masse, die sich in WVasser nicht auflöst, aber in Alkohol, besteht aus 65 Irid. und 35 Chlor. Doppelt Chloriridum, Tritochlorure dir., Tr. of ir., kann auf verschiedne WVeise dargestellt werden, unter andern durch Auflösen des Sesquioxyduls in Königswasser, Abdunsten der Flüssigkeit, wobei etwas von einem Kalisalz‘sich absetzt, dann wird die abgegofse Flüssigkeit zur Trockne gebracht. Eine schwarze, harte, gesprunge Masse, nicht krystallisirbar, in Wasser und Alkohol leicht löslich, besteht aus 58,21 Irid. und 41,79 Chlor.— Dreifach Chloriridium, Perchlorure dir., P. of ir., ist noch nicht isolirt dargestellt worden, aber wohl einige Verbindungen mit— elektr. Chlormetallen; es besteht aus 48,15 Iridium und 51,85 Chlor.— Sämmtliche Verbindungen des Iridiums mit Chlor geben mit Chlorkalium, Chlornatrium, C.ammonium krystal- lisirbare Salzverbindungen. Berzelius über das Iridium und seine Verbindungen, in P. A. Bd. 13. S. 527.] Zwei und dreifsigstes Kapitel. Vom Osmium. [Das Osmium würde von Tennant 1803 gleichfalls in dem amerikanı- schen Platinerz entdeckt und dargestellt, kommt theils mit Platin und den vorstehend genannten Natallen legirt im Platinerz vor, und zwar ım kolumbischen zu 12, theils mit Iridium verbunden in dem sogenann- ten Osmium-Tridiumerz. Man gewinnt es theils aus dem beim Auf- 462 Darstellung und Eigenschaften des Osmiums, Oxyde desselben. lösen des Platinerzes in Königswasser bleibenden Nückstand, theils aus löst ia obigem Erz, vergl. das beim Iridium Gesagte. Das bei dem angegeb- und; nen Prozels überdestillirte, von der Ammoniakflüssigkeit aufgenommene Seh Osmiumoxyd wird nun bei einem Zusatz von Salzsäure durch Quecksilber mh zerlegt, der entstandne Niederschlag, ein Gemeng von einfachem Chlor- duo quecksilber, Osmiumamalgam und laufendem Quecksilber, wird in einem Oi Reductionsapparat, während ein Strom WVasserstoffgas hindurchströmt, Menge erhitzt, wobei das Osmium als ein poröses Pulver zurückbleibt, Oder de Dann man bereitet sich eine Verbindung von Sesquioxydul und Ammoniak, den Bu übergiefst dieselbe mit Salzsäure, trocknet die Flüssigkeit ein, und er- ugs hitzt die Masse mit Salmıak gemengt. Schwel Das auf erste Art erhaltne Osmium erscheint, wie schon gesagt, als JicherChlo ein schwarzes, poröses Pulver, nach der zweiten Methode dargestellt als gu geh eine graublaue, zusammenhängende, poröse Masse, stark metallglänzend, vr, m Az wie das Osmium- Iridiumerz, spec. Gewicht des lockern ungefähr 10,0;| osmium, löst sich in gewöhnlicher Salpetersäure langsam, in rauchender Säure| dung des D in der Wärme sehr leicht, auch in Königswasser vermöge vorhandner Krystalle, Salpetersäure, nach hefigem Glühen ist es jedoch nicht mehr auflös- Isern Men lich. Im fein zertheilten Zustand entzündet es sich beim Glühen an| I Andert der Luft, nicht so im dichtern Zustand. ist noch Osmiumoxydul, Protoxide d’osm., Pr. of osm., durch Zersetzung chlorure der Verbindung des einfachen Chlorosmiums——- Chlorkalium mittelst trocken Kali; ein dunkelgrün-schwarzes Hydrat, enthält noch etwas Kalı, löst mium; du sich langsam in Säuren mit schwarzgrüner Farbe auf, auch in Aetzkali, Farbe ın: detonirt mit brennbaren Körpern erhitzt; besteht aus 92,56 Osm. und firht sich« 7,44 Sauerst.— Osmiumsesquioxydul, Deutoxide d’osm., D. of in Bionyd, osm., gewinnt man durchs Auflösen des höchsten Oxyds von Osmium(km, und in Ammoniak, wenn dieses in grolsem Ueberschufs vorhanden ist. Ein Berzellus dunkelbraunes, in Wasser unlösliches Pulver, enthält noch etwas Am- SR moniak gebunden, zersetzt sich trocken beim Erhitzen mit Aufbrausen, giebt mit Säuren einfache und Doppelsalze, besteht aus: 89,24 Osm. und 10,76 Sauerst.— Osmiumoxyd, Tritoride d’osm., Tr, of osm., durch Zersetzung des Doppelt Chlorosmiums—+- Chlorkalium durch ein wenig kohlens. Natron, Das Hydrat sieht schwarz aus, enthält oft noch etwas Kali, was nicht durch WVasser, aber durch verdünnte Salzsäure weggenommen werden kann, löst sich nicht in Säuren auf, obschon es Osmiumoxydsalze giebt, die auf eine andere WVeise dargestellt werden; Da Tellı, besteht aus 86,15 Osm. und 13,85 Sauerst. abi Osmiumbioxyd, Peroxide d’osm., Per. of osm., erhält man durchs j Sn, nd Verbrennen des Metalls, oder durchs Behandeln der Oxyde oder Chlor- Wal pair doppelverbindungen mit Salpetersäure in der WVärme. Es ist flüchtig, Fa verbreitet sich dampfförmig, riecht unangenehm, greift die Lungen an, nk macht Husten, Entzündung der Augen und anderer zarten Gebilde, su- Na blimirt sich in weilsen glänzenden Krystallen, die geschmolzen eine kry- ai stallinische Masse bilden, welche theils farblos, theils gelblich aussieht; Mu! [} de desselhn, nd, theils au dem angentl. aufgenommen: ch Quecksilb: fachem Chlor wird in einen indurchströn, kbleibt, Od nd Ammonul t ein, und er on gesagt, al dargestellt al netallglänzend, ungefähr 101 chender Säur ge vorhandne t mehr auflör im Glühen ir ırch Zersetzun) kalium mittel; was Kalı, li ch in Aetklı 56 Osm, ul d’osm., D.! s von Osmit anden ist.| och etwas Ar mit Aufbraust us; 894 On ‚ Tr, of om lium durch& nthält oft nı innte Salısiu uf, obschont estellt werde ält man durdı de oder Chlor Es ist flüchtt je Lungen 2 1 Gebilde, st Izen eine kry »lich aussielti Schwefel-, Chlorosmium.— Tellur. 463 löst sich sehr langsam ın WVasser auf, in Alkohol und Aether, die Lö- sungen sind farblos, letztere beiden Flüssigkeiten bedingen aber eine Selbstreduction des Oxyds; Talg, fette Oele zur wäsrigen Auflösung hin- zugesetzt, nicht so Alkohol und Aether, bedingen gleichfalls eine Re- duction. Es besteht aus 75,67 Osm. und 24,33 Sauerst. VVenn man Osmium heifs macht und den Dampf des so gebildeten Bioxyds in eine Weingeistflamme leitet, so fängt diese an eben so heil zu leuchten, wie die Flamme vom ölbildenden Gas, indem der Sauerstoff des Oxyds an den WVasserstoff der Flamme tritt, wodurch Kohlenstoff und Osmium ausgeschieden werden, welche das lebhafte Leuchten bedingen, Schwefelosmium, Sulfure d’osm.,$.of osm., die Auflösungen sämmt- licher Chlorverbindungen des Osmiums werden durch Schwefelwasserstoff- gas gefällt; die Niederschläge sind braungelb, schwarz, lösen sich in Was- ser, ın ätzenden und kohlens. Alkalıen, ın Salpetersäure auf.— Chlor- osmium, Protochlorure d’osm., Pr. of osm., durch unmittelbare Verbin- dung des Metalls mit Ghlorgas bei mälsiger VWVärme; grüne nadelförmige Krystalle, löst sich in wenig VVasser leicht auf, wird aber von einer grö- fsern Menge desselben zerlegt, besteht aus 73,75 Osm. und 26,25 Chlor,— Anderthalb Chlorosmium, Deutochlorure d’osm., D. of osm,, ist noch nicht isolirt worden.— Doppelt Chlorosmium, Trito- chlorure d’osm., Tr. of osm., durch directe Vereinigung des Metalls mit trocknem Chlorgas gewonnen, gleichzeitig mit dem einfachen Chloros- mium; dunkel zinnoberrothe Krystallnadeln, welche sich mit gelber Farbe in sehr wenig WVasser lösen, beim Zusatz von mehr WVasser färbt sich die Auflösung zuerst grün, und zersetzt sich dann sehr bald in Bioxyd, Salzsäure und metallisches Osmium. Es besteht aus 58,44 Osm. und 41,56 Chlor, Berzelius über das Osmium und seine Verbindungen, in P.A, Bd, 13, S. 527. Bd. 15. S. 208.) Drei und dreifsigstes Kapitel. Vom Tellurium. [Das Tellurium wurde 1782 von Müller v. Reichenstein in einem Siebenbürgner Erz entdeckt, allein erst 1798 von Klaproth genauer be- stimmt, und die Eigenthümlichkeit festgestellt. Es kommt nicht häufig, theils gediegen, theils mit Gold, Silber, Blei, VVismuth verbunden vor- zugsweise in Siebenbürgen vor. Das gediegne Tellur findet sich in säu- lenförmigen Krystallen, krystallinischen Massen und eingesprengt, von blättriger Textur, metallglänzend, zinnweils ins Silberweilse, auf Gän- gen mit Eisenkies, Blende, Bleiglanz. Nach Klaproth enthält es 7X Ei- sen und%, Gold. 464 Tellur, Darstellung, Eigenschaften, Legirungen, Tellursäure. Telir-, Das Metall erhält man durch eine ziemlich verwickelte Scheidung aus selbe© den Tellurerzen, Man löst ein solches in Königswasser auf, setzt viel sl Wasser zur Auflösung, um unreine Tellursäure niederzuschlagen, welche nf sodann in hydrothions. Schwefelammonium gelöst wird; letzteres nimmt, In sul bis auf Gold, alle andern+ elektr, Metalle nicht auf. Die Auflö-| meden.) sung wird sodann durch eine Säure niedergeschlagen, und um das'Tel- gu sch lur vom Gold zu scheiden, mit Salpeter oxydirt, wodurch schwefels, gen WEI und saures tellurs. Kali, nebst arseniks. und selens. Kali sich bilden. Talurat Durch Ausziehen mit Wasser werden die letztern entfernt, das tellurs. Tellu Kali bleibt dagegen in WVasser unauflöslich zurück; dieses wird mit telluriqu kohlens. Kali geschmolzen, und dadurch in VWVasser, mit Hinterlassung Anflösen alles Goldes, löslich. Hierauf präcipitirt man das Tellur metallisch mit- dagestel telst schwefliger Säure. gas, röthe Das Tellur besitzt eine weilsgraue Farbe, ist stark glänzend, von dukt Wa blättrigem Gefüge, spröde, läfst sich leicht pülvern, specif. Gewicht Auflösun 6,1379 Magnus, schmilzt bei einer Temperatur zwischen dem Schmelz-|| Iaft, mit punkt des Bleies und Spiefsglanzes, kocht bei grölserer Hitze und läfst|| Tellır br sich destilliren, leitet die Elektricität unter allen Metallen am schlech-| scheiden testen, löst sich in conc. Schwefelsäure ohne Veränderung auf.| YTal, Tellurlegirungen.| Iwan Tellurblei, gemengt mit Tellurgold, Schwefelblei, Blättererz, u N; Nagyager-Eız, in geraden vierseitigen Säulen, in krystallinischen Massen,| nn in Blättchen von bleigrauer Farbe, wenig abfärbend, stark metallglän- NR zend, specif. Gewicht 7,0 bis 8,9; auf Gängen im Uebergangsgebirge ee mit Quarz, Braun-, Bitter-, Eisenspath, Blende, zu Nagy-Ag in Siebenbür- a gen; auch am Ural mit etwas Tellursilber,— Tellurwismuth von aaa Deutsch-Pilsen in Ungarn,®. Born’s WVasserbleisilber.— Tellurwis- u muth—- Selenwismuth, von Tellemarken in Norwegen.— Tellursil- I, Da ber in Sibirien.— Tellursilberblei, Weifstellurerz, in klei- Da nen säulenförmigen Krystallen, eingesprengt, glänzend, silberweifs ins Pe du Messinggelbe, Röthlich-aschgraue, auf Gängen zu Nagy-Ag. Tellur- silbergold, Schrifttellur, Aurum graphicum, wegen der Achn-| lichkeit des Ansehens der Kıystallisation mit orientalischen Schriftzü- gen; in nadelförmigen Krystallen, oft mit einander verbunden, in Blätt-[ chen, eingesprengt, von blättrigem Gefüge, Metallglanz, specif, Gewicht 5,7 bis 5,8, lichte stahlgrau von Farbe. Findet sıch auf Gängen in einem Porphyrgestein, begleitet von Quarz, Blende, Schwefelkies, Fahlerz, zu| Dash: Offenbanya in Siebenbürgen. en Tellursäure, Acide tellurigue, Tellurie acid, erzeugt man durchs| INFRR Verbrennen des Metalls an der Luft; es brennt mit einer blauen, an ‚Villen ih den Kanten grünen Flamme, giebt einen dicken, weilsen Rauch, der ei-| al nen schwach säuerlichen Geruch besitzt; auch durchs Auflösen des Me-|) ä talls in Salpetersäure und gelindes Glühen der erhaltnen zur Trockne(ou abgedampften Verbindung kann man die Tellursäure darstellen. Die- a selbe 181 Tellursiur, Tellur-, Hydrotellursöäure, Schwefel-, Chlortellur.— Spiefsglanz. 465 Scheidns,-. Scheidung x selbe sieht weils, nach dem Schmelzen strohgelb aus, letztere hat einen auf, setzt vi ‚ strahligen Bruch, verflüchtigt sich leicht, besteht aus 80,13 Tell. und lagen, welt, 19,87 Sauerst.; sie verbindet sich mit Säuren zu Salzen, welche farb- tzteres nimm " Die Aufl d um das Te irch schwaf los sınd, von Alkalien weils präeipitirt, der Niederschlag löst sich aber wieder.in einem UÜeberschufs des Alkalis auf, von Schwefelwasserstoff- gas schwarz, von hydretkions. Schwefelammonium nicht niedergeschla- fel gen werden. Die Tellursäure giebt mit Basen tellursaure Salze, alı sich bilden Tellurates. nt, das tellur Tellurwasserstoffgas, Hydrotellursäure, Gas acide hydro- ieses wird m tellurigque, Hydrotellurice acid, von Ritter 1808 entdeckt, wird durchs t Hinterlassun Auflösen einer Legirung des Tellurs mit Zinn oder Zink in Salzsäure metallisch m dargestellt. Dasselbe ist farblos, riecht ganz wie Schwefelwasserstoff- gas, röthet Lackmuspapier, verbrennt mit einer bläulichen Flamme, Pro- slänzend, vı dukt Wasser und Tellürsäure, wird vom WVasser verschluckt, welche vecif. Gewid Auflösung farblos ist, sich aber in Berührung mit dem Sauerstoff der dem Schmil Luft, mit Chlor zersetzt, im erstern Fall wird sie von sich absetzendem litze und läl Tellur braun, ganz eben so wie Schwefelwasserstoffwasser von sich ab- en am schlec scheidendem Schwefel weilslich wird. Das hydrotellursaure Gas enthält ng auf, 97 Tell. und 3 WVasserstoff, schlägt aus Metallauflösungen, dem Schwe- felwasserstoffgas analog, unter WVasserbildung Tellurmetalle nieder.— Schwefeltellur, Sulfure de tell., S. of t., soll in 2 Verbindungen exi- stiren, die mit wenig Schwefel stahlgrau, die mit' mehr S. bleifarben. Schwe- m feltellur verbindet sich mit+ elektr. Schwefelmetallen zu hellgelben, auch ark ee farblosen, oft krystallisirbaren Verbindungen.— Chlortellur, Proto- bergangsgehnt chlorure de tell., Chl. of t., auf directem Weg, eine schwarze Masse, ; in Siebenbi giebt einen violetten Dampf, wie Jod, zieht VWVasser an, wird durch WVas- ser in Salzsäure, Tellursäure und Tellur zerleet.— Doppelt Chlortel- lur, Deutochlorure de t., D. of t., auf directem WVeg unter Lichtent- wickelung erhalten, eine weifse, leicht schmelz- und sublimirbare Masse, welche durch Wasser in eine basische Verbindung zersetzt wird.] Blätterer ischen Masıı - oe vısmutä chen Schn!# Vier und dreifsigstes Kapitel. nden, ın B i if, Gewicht) Vom Spielsglanz. ngen in eıne: N; ‚ Das Spielsgla nz oder Spielsglas, Antimoine, Antimony,(Stibium), 55 5= lehrte Basil. Valentinus im 16ten Jahrhundert aus dem Schwefelspiels- glanz abscheiden. letzteres ist viel-länzer gekannt, da es schon von den zt man durdı er blauen,® ‚Völkern des Alterthums gebraucht wurde;(Der Name Antimonium Rauch, der& soll aus dem Sten Jahrh. abstammen.) lösen des M- Das Spielsglanz kommt vor: ı zur Trocktt[Gediegen, in regelmäfsigen Oktaödern, Rhomben-Dodcekaiderh. auch rstellen. 2 traubig, kuglig, nierförmig, von starkem Metallglanz, zinnweils, specif. sch 1. 2. Er 466 Nickelspiefsglanzerz, Grauspiefsglanzerz.| ale Gewicht 6,5 bis 8; findet sich auf Gängen im Urgebirge mit andern il Spiefsglanzerzen, Arsenik-, Kobalt-, Silber- und Bleierzen, so in Frank- Mi ln reich zu Allemont(Deptmt. d’Isere), am Harz bei Andreasberg, in Un- sh garn, Schweden.— Mit Nickel legirt im Nickelspiefsglanzerz, ni pe welches aus Doppelt Schwefelnickel und Doppelt Spielsglanzrickel be- galt, Sach steht; es kommt derb und eingesprengt vor, won blättriger Textur, Bruch Spiesgli uneben kleinkörnig, metallglänzend, schwärzlich-bleigrau ins Stahlgrane, dam Onydn kommt auf Eisenstein- und Bleiglanzgängen vor, begleitet von Kupfer- Ausbri erzen, Spatheisenstein, Bleiglanz, Blende, Speifskobalt; so im Regbzk. Jr äle Arnsberg im Siegenschen unweit Gosenbach, Eisern, Altenbaudenberg, In, wie Willnsdorf etc.— Spiefsglanzsilber, siehe beim Silber.— Arse- ti nikspiefsglanz, Antimoine testace, zu Allemont in Frankreich.| Ei In Das wichtigste Spielsglanzerz ist das Grauspie[sglanzerz, An-| Kl timonglanz, Antimoine sulfurd, grey Antimony-ore; es kommt kry-| Alk ı stallisirt vor, Grundform ein rhombisches Oktaeder, häufig nadelförmig,| nn ia in krystallinischen Massen von blättriger Textur ins Breit- und Schmal-| M a strahlige übergehend, auch dicht, stark glänzend, Metallglanz, stahlgrau ne ins Bleigraue, auch schwarz, specif. Gewicht 4,13 bis 4,6. Kommt auf| Fi Th eignen Gängen(Lagern) im Gneis und Thonschiefer vor, auf Silber- und Goldgängen im Ur- und Uebergangsgebirge, mit Quarz, Schwer-, Flufs- und Kalkspath mit Spielsglanz-, Silber-, Kupfer-, Blei-, Arsenik-, Eisen-, | Ganzırt m Saireraelil ee Zinkerzen, gediegnem Gold; im preufsischen Staat im Regbzk. Arnsberg*), Casparigrube zwischen dem Hof Wintrop und dem Dorf Untrop, eine on Stunde von Arnsberg,— Gebirgsgestein Kalkstein, Thonschiefer—; en Grube Unverhofft Glück bei Nuttlar, Kreis Meschede,— Gebirgsgestein,| er Schieferthon; im Regbzk. Coblenz**), Kreis Adenau, bei dem Dorf Br Brück auf dem linken Ahrufer, im Grauwackenschiefer. Am Unterharz 5 an zu Wolfsberg, in der Grafschaft Stollberg Rolsla, Regbzk. Merseburg, in lan gemeinem Quarz, mit Federerz, Spielsglanzocker. Ferner in Baden bei} a: Wittichen, Wolfach, am Harz, bei Freiberg, in Böhmen, Salzburg, in Un- In ah garn zu Dobschau, Felsö-Banya, Magurka, Kremnitz, Schemnitz; in Frank- Ih in reich zu Malbosc bei Allais(Deptmt. d’Ardöche), Deze(Lozere), Ally iM und Mercoeur(Haute-Loire), Auzat(Puy-de-Döme), Portes, St. Florent, I, sl Anjac(Gard), aulserdem zu Allemont(Isere) und auf einer Grube in dem 1 au Deptmt. Arriege. In Savoyen, Sardinien, Sicilien, Toskana, in England, Le A Cornwall, Schottland, Nordamerika, Mexiko.| Nach (Die mannigfaltigen Verbindungen des Schwefelspielsglanzes mit an-& 4 dern Schwefelmetallen sollen weiter unten angeführt werden.)| Sea Rothspielsglanzerz, Spielsglanzblende, Antimoine rouge, Ant. BE oside sulfure, red Antimony-ore, kommt theils in nadelförmigen Kry-| pn Wu *) K.A.£.B.u. H. Ba. 8, 5,272, Bd, 16. 5.54.**) Das, BA,16. 8.44| Aman, Berti, mit ander so ın Franl berg, in Uh- (sglanzer anznickel he. Dextur, Bruch 15 Stahlerane von Kupfer- 0 im Reeb:k, enbaudenberz ber,— Arse- rankreich.] anzerz, An 5 kommt kry- - nadelförmis und Schmal nz, Stahlzraı . Kommt au uf Silber- ıl hwer-, Flul- senik-, Eiser- ‚k. Arnsberz‘ Untrop, eı onschiefer- sebirgsgestei bei dem Dir Am Unterz Merseburg,? r in Baden b: alzburg, inlı nit; in Fraak (Lozere); Hl es, St. Florei, Grube in da ds in Enzlas lanzes mit en.) rouge,#" förmigen kr ‚28,16. 84 Ausbringen des Schwefelspiefsglanzes aus d. G rauspiefsglanzerz, 467 stallen vor, Gefüge strahlig- asrig, durchscheinend zinnoberroth, undurch- sichtig kirschroth, Diamantglanz; findet sich auf Gängen im Urgebirge mit Spielsglanzerzen, Eisenkies, zu Horrhausen Regbzk. Coblenz, in Un- garn, Sachsen, Frankreich.— Hieher gehört auch das Zundererz,— Spielsglanzocker und Spieflsglanzblüthe, von beiden siehe bei den Oxydationsverhältnissen des Spiefsglanzes. Ausbrinsen des Schwefelspielsglanzes aus dem Grauspielsglanzerz 3, Die älteste Methode, aus dem Grauspielsglanzerz das Schvweefelspielsglanz, oder, wie es im Handel heifst, Rohes Spielsglanz, Antimoine eru, erude Antimony, Antimonium erudum, zu gewinnen, ist ganz einfach und wird in Ungarn ausgeübt, sie besteht darin; dafs man in einen geräu- migen Topf, welcher im Boden durchlöchert ist, die Erzstücke schüttet, denselben auf einen zweiten, kleinern stellt, so dafs er in die Mündung genau einpalst und etwas hineinragt. Letzter wird in die Erde einge- setzt, erster mit einem gut schliefsenden Deckel bedeckt, durch umge- legtes Feuer erhitzt, wodurch das Schwefelspielsglanz absaigert und im untern Topf einen Saigerkuchen bildet, während im obern Gefäfs die Gangart mit wenig Schwefelspiefsglanz zurückbleibt. Mann kann solcher Saigergefälse mehrere auf einmal in einem dazu vorgerichteten Flamm- oder Reverberirofen erhitzen; solche Oefen sind von mehrern angegeben worden, von Scopoli, Genssanne u. a. m. Ein solcher ist zu Anglebas, (Deptmt. Pay-de-Döme), zu La-Licouln(Haute- Loire’ ausgeführt, er falst 75 Saigergelälse, pots de charge, in Form eines abzestutzten Kegels. von 19 pariser Zoll Höhe, oben I1, unten 8 Zoll Weite im Liechten; der Boden hat 5 Löcher von+ Zoll Durchmesser: die Untergefälse, pots& boule?, haben eine kuzlice Form, sind 9 Zoll hoch, haben im mittlern Durchmesser ihrer gröfsten Weitung 10, oben, wo sie offen, und unten am Boden nur 8 Zoll. Jeder Saigertopf erhält gegen 40 Pfd. Erz,% rei- ches, 3 mit Gangart gemengtes, 5 armes Erz, ersteres wird zu unterst, Während der ersten Stunde giebt man gelindes Feuer, um das Z« rspringen der Erzstücke zu mälsigen, sodann wird es allmälig bis zur 4ten Stunde verstärkt, in den beiden letzten Stunden vermindert man die Hitze wieder, um die Verflüchtigung des Metalls zu vermindern: nach 65 Stunden ist die Arbeit beendet. Nach 24 bis 30 Stunden sind die Gefäfse genug abgekühlt, um aus dem Ofen genommen werden zu können; jeder Topf enthält einen Kuchen, boulet, Be——— ei letzteres zu oberst geschüttet, *) Heron de Fillefosse Richesse mineral etc, Tom.3. p. 505.— Lam- pad. Allgem, Hüttenk. Theil 2, Ba. 3, S, 161.— Jabin über die Ge- wınnung nnd Zugutemachung des Grauspiefsglanzerzes von Malbosc, in den A, d, M. II serie, Tom.1, PLN KTAFEERB u BSBe: 13234158.— Berthier in den A. d, M. Tom, 3. P-555. 30* 468 Beschreibung des Spiefsglanzsaigerofens zu Malbosec. von 20 bis 24 Pfd. am Gewicht, so dafs gegen 50, an Schwwefelspiels- glanz aus dem Erz gewonnen werden; der Holzaufgang beträgt auf 3,000 Pfd. Erz 15 bis 16 Kubikfufs Birkenholz, allein die irdnen Gefälse machen wegen ihrer Zerbrechlichkeit eine bedeutende Ausgabe, da sie selten mehr als zwei Saigerungen aushalten, ja oft schon bei der ersten An- wendung zerspringen; man rechnet, dafs wenigstens die Hälfte der Töpfe jedesmal verloren geht, wohl selbst%.— Nach andern Mittheilungen bedient man sich der Steinkohlen zum Anfeuern, besetzt jeden Tiegel mit 15 Kilogramme, und gewinnt an 41 2. Um diesen beträchtlichen Kostenaufwand zu beseitigen, schlug Lam- gulseiserne Röhren anzuwenden, welche fast horizontal, we- nig nach vorn geneigt, in einen Flammofen, ähnlich dem Wismuthsai- gerofen, gelagert werden könnten. Nach von Funck*) zu Linz a. Rh. angestellten Versuchen waren aber gulseiserne Röhren nicht brauchbar, da sie bald durehlöchert wurden, und das Schwefelspielsglanz fiel nicht padius vor, strahlig aus, was man im Handel verlangt. [Beschreibung des auf Tafel XII in den Figuren 10 bis 12 dargestellten Spiefsglanzsaigerofens von Malbosc, ım Dptmt, d’Ardeche. Figur 10 Grundrifs in der Höhe der Zuglöcher g,g, nach der punktirten Linie ER Fis.-11; Fig: 11 senkrechter Durchschnitt nach der punktirten Li- nie AB Fıg. 10; Fig. 12 senkrechter Durchschnitt nach. der punktirten Linie CD Fig. 10. In allen Figuren bezeichnen gleiche Buchstaben glei- che Gegenstände. a,b,© 3 Boste in einer gleichen Höhe über der Hüttensohle, 1,35 Metre lang, 0,27 M. breit; zwischen diesen sind zwei rechtwinkliche, quer durch den ganzen Ofen hindurchgebende, Bühnen d, e, deren Sohle‘ 0,3 M.xüber: der Hüttensohle liegt. Sie sind durch % Mauern von den d Feuerplätzen getrennt, die Mauern haben aber je 3 Oeffnungen f, 9, h, die abwechselnd angebracht sind, durch welche die Flammen spielen können. Die Enden dieser Bühnen sind mit ei- sernen Thüren k,k verschlossen, in denen Schaulöcher ausgespart sind. In jeder Bühne sind 2 konische Tiegel m,n aus Gulseisen,, in welche das absaigernde Schwefelspiefsglanz tropft. Die Höhe derselben 03,0 bis 0,35 M., die obere Weite 0,25, die untere 0,15, die Stärke 0,01; sie sind mit Lehm beschlagen, damit das Antimon nicht ankleben kann, stehen auf eisernen, mit 4 Rädern versehenen Gestellen,, die angegofsne Ochsen haben, um sie aus den Bühnen herausziehen zu können. Die beiden Bühnen sind mit Platten aus feuerfestem Thon p,q bedeckt, die zugleich die Grundlage für die vertikalen Cylinder r, s abgeben, welche gleichfalls aus demselben Thon angefertigt sind. Die Platten sind gegen die Mitte zu etwas gebogen, um das untere Ende der Saigerröhre auf- ——————— *)K.A,SB.u.H, Ba, 13. 5. 380. zoncht sagen De: 09,\ Jaben 9 de nel | in Sei | yI in d hat ni wenn M Di ag hl de and obe Ofagen wöht, sı Huang, get dur zn AN Sehiebe fang d bein di beein Mauer f al der Ikdn, D den Schr und Sthe Jalen di genan Ins um N) Vor Oilnlın la 0 besct, W men Kuna blu von It seill] Rt: al I Man Bine,| | Al Ganı In Sa, auch pls), Die albose, chwefelspirt ägt auf 3,00 elülse mache da sie selten lex ersten Aı- älfte der Tank ı Mittheiluneen ‘jeden Tieg n, schlur Lan horizontal, we n Wismulhsı zu Linz a, Rl icht brauchba lanz fiel nie or je 1% davgestellt {ı he, Figur| punktirten In pr punktirten| ı. der punkirt Buchstaben dt Höhe über! liesen sind 2 ‚chende, Bülnt Sie sind dur ‚n haben aber] 1, durch wel ınen sind mit ausgespart il) eisen, in well orselben B,0} Stärke 001;: ankleben kan „die angegol ‚u können:© P> I bedeckt,| ‚bgeben, well itten sind gi \ ul Saigerröhre q Beschreibung des Spiefssanzsaigerofens zu Malbose, 469 zunehmen, und haben bei t cın kleines Loch, durch welches das abge- saigerte Antimon in die Tiegel herabfliefst. Die Saigerröhren sind konisch, der Durchmesser ist oben im Lichten 0,25, unten 0,20, die Länge über einen M£tre, die Stärke 0,015; sie haben am untern Ende Ausschnitte v, von 0,07 bis 0,12 M. Höhe, wel- che nach Aulsen gekehrt sind, so dals man von der vordern und hin- tern Seite des Ofens zu denselben durch kleine konische Oellnungen x,x In den VWVänden gelangen kann. Dieselben sind während der Ar- beit mit Thonpfropfen geschlossen, und werden nur dann geöffnet, wenn man mit Kratzen die Gangarten und Schlacken heransziehen will. Die Saigerröhren gehen durch das Ofengewölbe y,y hindurch, aber so, dals die Aussparungen im Gewölbe weiter sind, als die Röhren; sie sind oben mit Thondeckeln z,z geschlossen;),1 der mittelste"Theil des Ofengewölbes, unmittelbar über dem mittelsten Rost, tonnenförmig ge- wölbt, so dals beide Gewölbe zusammen ein Kreuzgewölbe bilden. Die Flamme, nachdem sie Jlie Saigerröhren von allen Seiten umspielt hat, geht durch 3 Oclfnungen und Füchse nach dem Schornstein z/, der ge- gen 4 M. hoch ist, o eine Oeflnung, 0’ die beiden andern, die mit Schiebern verschen sind. An der Vorderseite des Ofens ist ein Rauch- fang d’ angebracht, um die Spielsglanzdämpfe abzuführen, welche sich beim Ausziehen der Gangarten und Schlacken entwickeln; ein anderer e’ beginnt über e/, ce‘, wo das Besetzen der Saigerröhren stattfindet; eine Mauer f? theilt den Rauchfang in 2 Hälften, so dals die Arbeiter, die auf der einen Seite arbeiten, nicht durch die Dämpfe der andern Seite leiden. Diese Mauer verbindet zugleich den vordern Rauchfang d’ mit d dem Schornstein z‘. g’g‘ und h‘h‘ eiserne und hölzerne Tragebalken und Schienen zur Befestigung der Rauchfänge. b/,b‘ Gewölbe an beiden Seiten des Ofens, die sich von Aufsen nach Innen verengen und mit genau passenden Vorsetzplatten a’ verschlossen sind. Sie dienen dazu, um in vorkommenden Fällen nachsehen zu können, welcher von beiden Cylindern beschädigt ist, um ihn, wenn es möglich ist, auszubessern. Jeder Cylinder wird mit ungefähr 500 Pfd. Erz(222 Kilogramme) besetzt, welches vorher auf dem Ofengewölbe abgewärmt worden; bin- nen kurzem fängt das Schwefelspiefsglanz an abzufliefsen, und erscheint blau von Farbe; sobald keine Absaigerung mehr stattfindet, werden durch die seitlichen Oeffnungen v,v die Schlacken entfernt, und von oben eine neue Ladung aufgegeben, Die mit Lehm ausgestrichnen eisernen Tiegel läfst man zu% voll werden, dann zieht man sie aus der Gasse in den Bühnen, Jäfst sie erkalten, und nimmt die Kuchen heraus, die ungefähr 40 Kilogramme wiegen, Alle 3 Stunden erfolgt das Besetzen, bei gutem Gang des Aussaigerns erhält man an 100 Pia. Schwefelspiefsglanz in. der Stunde; die CGylinder halten durchschnittlich 3 Wochen aus, mitunter auch wohl 40 Tage. Die ersten Versuche lieferten etwa 10% an Schwelel- spielsglanz als Ausbeute, man will aber jetzt schon an 50% ausbringen. Dieses Schmelzverfahren zeichnet sich durch geringern Verbrauch an > a En nie nei a ei En 470 Ausbrinsen des Schwefelspiefsglanzes und Spiefsglanzes. Brennmaterial, wohlfeilere Arbeitslöhne, vollständigeres Absaigern aus, so dafs in den Schlacken weniger zurückbleibt, durch gerivgere Hütten- und Generalkosten.] Statt der Gefäfsöfen, der Tiegel, Cylinder hat man auch Flamm- heerde angewendet, so in früherer Zeit zu Ramce in der Vendce; Gil- lct de Laumont hat die Verfahrungsart beschrieben. Der Flammofen war rund, hatte ein flaches Gewölbe, eine nach der Mitte geneigte Heerdsohle, aus schwerem Gestübbe geschlagen; das geschmolzne Schwe- felmetall Nofs durch einen Abstich vom tiefsten Punkt des Sumpfs nach einem Stichheerd ab. Täglich fanden 3 Schmelzen statt, im Winter 2, welche 600 Kilogramme, an 12 Centner, Schwefelspielsglanz lieferten, an Brennmaterial wurden 345 pr. Kubikfufs Reifsholz verbraucht. Diese Verfahrungsart erscheint änlserst zweckmälsig, weil man die Arbeit am besten übersehen kann, und den Gang in der Gewalt behält; zwar dürfte giemlich starke Verflüchtigung stattfinden, allein auch bei der Arbeit mit Cylindern sind Verluste durch Verflüchtigung, durchs Zerspringen etc. nicht zu vermeiden, dafür werden alle Kosten für Gefäfse erspart. End- lich übertrifft die Produktion auf dem Flammheerd bei weitem die der Gefälsöfen. Bei uns ist ein solches Verfahren in neuester Zeit in Betrieb ge- kommen, und der Apotheker Funck in Linz a. Rh. nebst Genossen er- hielten 1828 ein Patent auf die Zugutemachung von Spielsglanzerz auf Flammheerden, welches Verfahren, gleich wie das der Darstellung des Metalls aus dem Erz in Flammöfen, mit dem besten Erfolg auf der Lin- zer Spiefsglanzhütte ausgeübt wird. Darstellung des Spielsglanzes aus dem Schwefelspielsglanz oder dem Grauspielsglanzeız. Die Gewinnung des Spiefsglanzmetalls, gewöhnlich nach der alten Benennungsweise Spie[sglanzkönig, regule d’antimoine, regulus of antimony, genannt, geschah in frühern Zeiten nur im Kleinen in Tie- seln, erst später, als der Bedarf an diesem Metall bedeutend zunahm, fing man an, wohlfeilere Gewinnungsweisen zu versuchen. a) Man fertigt spielsglanzige Säure durchs Rösten des Schwefelspiefs- slanzes, welches in einem eigens construirten Flammofen, ähnlich dem Mennigebrennofen, bei niedriger Hitze verrichtet werden kann, wäh- rend welcher dasselbe fleifsig gewendet werden muls. Die Hitze darf nicht bis zum Schmelzen steigen, sondern nur so mälsig sein, dafs das Schwelelspiefsglanz nicht einmal weich wird, weil es sonst zusammen- backen würde. Man erhält etwa 732 geröstetes Produkt, welches mit 2 rahem Weinstein, oder mit Kohlenstaub, welcher mit einer Auflösung r S Vatr retr: 7 nrde>} 7 In 3 m: von kohlens. Natron geträukt worden, gemengt in irdnen Tiegeln redu- Bern, BE | Nitelt e = > Jeiie pill,) nit Sie m: zursicht RR dirt win= | and N| | nl mW | as arbeit, 1A | schroine IH | sehe | erlilt 1127 al, ıw! einen Aln; trennt, Mm man Se 3} | eine so Igel | iher*)IOR | url] | bis 50 lag: Net, ı Ss | dung en© din kn 2 Yalnn vi | Kiez | Schwehl Fr tl sch er ber) sch© ug Vekalicer ee ulfill= Il, M fh,© \)) IE dıls i ei IR slanzes, bsaigern au, bgere Hütten: auch Flamn- Vendte; Gi. er Flammofen “ Mitte geneigte molzne Schwe- 5 Sumpfs nach im Winter 9, zlanz Jieferten, raucht, Diese lie Arbeit an ; zwar dürfe 'er Arbeit mit springen ee erspart, End veitem die der in Betrieb ge ; Genossen er: [sglanzerz ul Jarstellung d# x auf der Li: Janz oder dın nach der alt ne, regulus ı) leinen in Ti ‚utend zunahı . Schwelglspiels . ähnlich den n kann, wi Die Hitze dit sein, dals di st zusammel: | welches nl ner Auflösur; Tiegeln redır Ausbringen des Spiefsglanzes. 471 “ eirt wird, wobei sich eine flüssige grüne Schlacke bildet; man gewinnt an 60 Theile Metall, folglich 44 bis 452% aus dem Schwefelspiefsglanz. "“Mittelst schwarzem Flufs erhält man aus 100 Theilen geröstetem Schwe- felspielsglanz 77 Theile Metall. Allein alles so erhaltne Spielsglanz ist matt, bläulich, zerlegt das Wasser, weil es eine Legirung von Kalium .mit Spiefsglanz enthält, von welcher man es theils durch nochmaliges Schmelzen befreien kann, theils indem man 10 Salpeter allmälig und vorsichtig zum geschmolznen Metall hinzuseizt, wodurch das Kalium oxy- dirt wird.— Man empfiehlt auch Schwefelspielsglanz mit%\WVeinstein und% Salpeter zusammenzuschmelzen, und das erhaltue Metall noch- mals mit etwas kohlens. Kali zu schmelzen. b) Man zerlegt das Schwelelspielsglanz durch Eisen, Niederschlags- arbeit. Man macht in einem Tiegel eiserne rostfreie Nägel, klein ge- schrotnes Stabeisen rolhglühend, setzt dann doppelt so viel Schwefel- spielsglanz, oder 25 hinzu, läfst alles hei gehörigem Feuer fliefsen. Man erhält im Kleinen 63,5 5, im Grolsen etwa 55% eisenhaltiges Spiels- glanz, Regule d’antimoine martial, man gielst die flüssige Masse in einen Einguls aus, worauf sich das Metall vom Stein(Schwefeleisen) trennt. Um das in dem Metall enthaltne Eisen zu scheiden, schreibt man Salpeter vor, mit welchem man dasselbe umschmelzen soll, allein eine so kostspielige Prozedur dürfte nicht anwendbar sein.— Nach Ber- thier*) ist folgendes Verhältnifs besonders günstig fürs Ausbringen von möglichst vielem Metall: 100 Schwelelspielsglanz, 60 Hammerschlag, 45 bis 50 kohlens. Natron, 10 Kohlenpulver, hievon erfolgen 65 bis 672 Metall, allein da die grofse Menge des Natrons durch die Schlackenbil- dung verloren geht, indem man es aus diesen nicht wieder zu Gute ma- chen kann, so bleibt diese Methode immer kostspielig. Das kohlens. Natron wirkt hier in der Art, dafs es auf Kosten eines Antheils Schwe- felspielsglanz zu Schwefelnatrium wird, welches sich mit dem übrigen Schwefelsp. zu einem Schwefelsalz verbindet, während eine Portion Me- tall sich abscheidet. Aus diesem flüssigen Schwefelsalz(Spielsglanzle- ber) scheidet dann das Eisen durch Niederschlag das Spiefsglanz me- tallischab. Um daher die Bildung von Spielsglanzleber wohlfeil zu veranlassen, schlägt Berthier vor, Glaubersalz, d. i. schwefels. Natron, und Kohle anzuwenden, welche in der Schmelzhitze Schwefelnatrium liefern; er rathet 100 Theile Schwefelspiefsglanz mit 42 metall. Eisen 10 Glaubersalz und 2 Kohle zu beschicken, bei der Schmelzung sollen 60 bis 619 Metall erhalten werden. Endlich bemerkt. derselbe noch, dals es eines Versuchs werth sei, da Schwefelspielsglanz bekanntlich I RRSEL. Bu. Ba 1Mös, 39, zn ER TEE EUR nn ma EEE CE 472 Darstellung und Eigenschaften des Spiefsglanzes. durch Wasserstoffgas bei mäfsiger Hitze den Schwefel verliert, zu pro- biren, Schwefelspielsglanz mit Kohlengas in der Art zu behandeln, dafs man Steinkohlen und Schwefelspielsglanz in irdnen stehenden Röhren der Hitze aussetzt. Dafs man aber auch auf Flammheerden Spiefsglanzmetall und zwar aus dem Grauspielsglanzerz, ohne vorgängige Aussaigerung des Schwefel-* spielsglanzes, nach einer Aufbereitung durch Pochen und Scheiden ge- winnen könne, geht aus einer Bemerkung von Jabin hervor, welcher an- führt, dafs auf eine solche Weise, aber ohne nähere Angaben, aus Spiels- glanzerz das Metall in Frankreich zu Olermont geschieden werde. Auf eine ähnliche Art verfährt auch Funck, dessen Patent bereits oben Seite 468 angeführt worden ist 9): [WVill man das Spielsglanz eisenfrei haben, so kann man es mit(Spiels- glanzoxyd) spielsglanziger Säure schmelzen, wodurch das Eisen sich oxydirt, das Spiefsglanz aber redueirt. Im Kleinen kann man sich aus Spiefsglanzoxyd mittelst Wasserstoffgas, desgleichen aus Schwefelspiefs- glanz durch dieselbe Gasart reines Metall darstellen.— Sehr häufig ent- “hält das Schwefelspielsglanz auch Schwefelarsenik, und dann ist auch in dem Spielsglanz Arsenik enthalten, dieses lälst sich aber nicht durchs Schmelzen entfernen. Man entdeckt es, wenn man ein Stückchen Spiels- glanz auf einer Kohle vorm Löthrohr behandelt, durch den knoblauch- ähnlichen Geruch; oder man mengt das fein zerriebne Metall mit dem dreifachen Gewicht getrockneten, reinsten Salpeter, und trägt das Ge- meng in einen glühenden Tiegel zum Verpuffen ein; es bildet sich da- bei spiefsglanzigs. und spiefsglanzs. Kalı, aulserdem aber auch arseniks. Kali, welches beim Uebergielsen der Masse mit lauwarmen Wasser sich löst, und mit salpeters. Silberoxyd einen braunrothen Niederschlag giebt. 1829 wurden nach officiellen Angaben in dem rheinischen Oberberg- amtsdistrikt 144% Centner Spiefsglanzmetall dargestellt; ın Frankreich 1826 917 metrische Centner Schwefelspiefsglanz.] Das Spielsglanz, regulus antimonii, hat eine zinnweilse Farbe, ziem- lich starken Glanz, ein strahlig-blättriges Gefüge, zeigt auf der Ober- fläche der Güsse einen schönen, vielstrahligen, erhabnen Stern(recht schön das Spielsglanz der Linzer Hütte), Kıystallform ein regelmäfsiges Oktaöder oder Rhombendodekaäder, specif. Gewicht 6,7 bis 6,8, ist nicht eben bedeutend hart, aber so spröde, dals es sich leicht pulvern lifst. Es dehnt sich von 0° bis 100° erwärmt um 0,0010833= 35 aus, Smeaton, schmilzt bei 432°, bei schwacher Rothglühhitze, verlüchtigt sich in verschlofsnen Gefälsen, vor dem Luftzutritt geschützt, nicht leicht, *% Einige Notizen tiber die ersten Versuche von Funck finden sich K.AE Bw Rn. BR. 19.8 383. vorn in 6 e hau ze) Bi Fiona 0 12 ven ER ode Me Jet, ‚an ick Ins gina Ye Eile (Mivars. N) nl sillo; eh, 1! ulm ı kichafer lissim s ala durcgenl ng dpi AN [dl sehr YEon es, ert, zu pr andeln, dafs den Röhren all und zwar les Schwel. Scheiden ge ‚ welcher an- n, aus Spiel. werde, Aul bereits oben ‚mit(Spiel- ıs Eisen sich man sich au chwefelspich- ehr häufig ent dann ist auch r nicht dureh ickchen Spieh- \en knoblaud- [etall mit den trägt das 6 bildet sich di auch arsenik n Wasser sid derschlag gibt chen Oberbtr‘ in Frankres’ (se Farbe, zen) auf der Ohr! n Stern(mel 4 ıfsiee n regelmi sit 7 bis 6,8, 5 leicht pulven, EN, 3= 7 ao e, verflücht} t, nicht Jeicht ck finden sich Lesirungen des Spiefsglanzes. 473 verbrennt aber an der Luft erhitzt leicht, und verflüchtist sich als Oxyd in Gestalt eines weilsen Ratchs.— Man gebraucht das Spielsglanz hauptsächlich zur Verferlisung verschiedner Metalllegirungen, welche maticherlei Anwendung in den Gewerben finden, auch wohl zur Dar- stellung von Arzneimitteln.* 7 are des Sorelsshem egirungen des Spielsglanzes, Mit Kalium, Natrium kann man. Spielsglanz sehr leicht legiren, wenn man das Metall oder Schwefelspielsglanz mit vielem Weinstein, oder saur. weinsteins. Natron, schmilzt; die so gewonnene Legirung zer- legt, vermöge ihres Gehalts an Kalium oder Natrium, das Wasser, ent- wickelt Wasserstoffgas, und das erzeugte Kali oder Natron giebt sich dureh Reaction des Wassers zu erkennen. Fein zertheiltes, mit Kohlen- staub innig gemengles, kaliumhaltiges Spielsglanz besitzt ‚pyrophorische Eigenschaften., [Mit Mangan hat man Spiefsglanz nicht verbinden können; mit Zink giebt es eine harte, spröde Legirung, dem Stahl in Farbe nahe kom- mend, deren specif. Gewicht geringer ist, als es der Berechnung nach sein sollte.— Mit Kobalt giebt es eine Legirung von einer malten, eisengrauen Farbe; mit Nickel eine weilse, spröde Legirung.] Mit Eisen scheint sich Spiefsglanz in allen Verhältnissen verbinden zu können, die Legirung ist hart, spröde, weils; das Eisen wird viel leichtflässiger, roheisenartig, wogegen das Spiefsglanz härter und streng- flüssiger wird. Eisen, welches bei einem Zusatz von ungelähr 15 Spiels- glanz gefiischt wurde, war dadurch ungemein verdorben, mehr als durch Zinn, es war sehr brüchig, liefs sich Kalt sehr leicht zerschla- gen, war auch rothbrüchig. Die Analyse ergab einen Gehalt von 0,235 Spielsglanz. Mit Blei. Spiefsglanz ertheilt dem Blei, mit welchem es sich in sehr mamichfaltigen Verhältnissen zusammenschmelzen läfst, Härte, Glei- che Theile beider geben eine poröse, spröde, klingende Legirung; mit 2 Theilen Blei eine dichte, streckbare Mischung, aus welcher man in England Flötenklappen verfertigen soll(?); mit 12 Theilen Blei eine ‚sehr streckbare Legirung, aber doch härter als Blei. Das Metall, aus welchem die Leitern für die Buchdrucker gefertigt werden, ist eine Le- sirung von Blei mit 4 bis; Spielsglanz, je nach der Stärke derselben; nicht selten setzt man auch wohl etwas Wismuth(75 bis;;) hinzu, z. B. 1 Dlei, 2 Spielsgl., 1 Wismuth; für Stereotypenplalten auch wohl eiwas Zinn, 1| 50 bis 80°» gröfseres specif. Gewicht, ‚als die Rechnung nachweist, folglich ziehen Die Legirungen beider Metalle besitzen ein steis sich beide bei der Verbindung zusammen. 4TA Legirungen des Spie/sglanzes. Mit Zinn. Beide Metalle vereinigen sich sehr leicht; 1 Splelsglanz mit 4 Zinn giebt eine weilse dehnbare Legirung von geringerm specif. Gewicht, als nach der Berechnung es sein würde; eine Legirung aus gleichen Theilen beider Metalle ist wenig dehnsam; etwas Blei zugefügt macht die Masse noch mehr spröde. 10 oder 11 Theile Zinn und 1 Th, Spiefsglanz, eine Composition für Leuchter, Knöpfe, sieht fast silber- weils aus, darf aber kein Blei enthalten, sonst wird sie blind, spröde.— Gleiche Theile Zinn, Zink und 4 Spielsglanz sollen eine für Pumpenstiefel brauchbare Legirung abgeben(?).— Für Fafshähne empfiehlt man, und, zwar für den massiven Theil eine Legirung von 4 Zinn und 1 Spiels- glanz, für das Rohr aber 6:1*). Unter dem Namen Pewter verwendet man in England dreierlei Le- girungen, eine für silberähnlich aussehende Tischgeräthe, plate pewter, welche aus 100 Theilen Zinn, 8 Spielsglanz, 2 Wismuth und 2 Kupfer besteht; eine andere aus Zinn und 175 Spielsglanz, endlich eine dritte, ley pewter, aus 4 Th. Zinn und 1 Th. Blei.— Queen’s metal, aus 9 Zinn, 1 Spiefsgl., 1 Wismuth, 1 Blei, für Theekannen ete.— Britannia metal, aus gleichen Theilen Messing, Zinn, Spielsgl., Wismuth zusam- mengeschmolzen, und mit so viel Zinn versetzt, bis die Legirung die gehörige Farbe und Härte hat,— In Bezug auf die Gesundheitspolizei möchten Geräthe aus Pewter mit und ohne Wismuth nicht gleichgültig sein, indem Spielsglanz sich leicht oxydirt, und seine Salze Erbrechen erregen.— Zum Notendruck bedient man sich auch Legirungen aus Zinn und Spielsglanz, durch welches das Zinn mehr Härte bekommt; selbst die Zinngielser bedienen sich mitunter dieses Mittels das Zinn zu härten. Mit Wismuth giebt Spiefsglanz in allen Verhältnissen Legirungen, welche spröde sind.— Mit Kupfer giebt Spielsgl. zu gleichen Theilen eine sehr spröde Legirung von blafsvioletter Farbe, blättrigem Gefüge, grölserm speeil. Gewicht, als die IRechnung angiebt. Wenig Spielsglanz macht das Kupfer nur blafsroth.— Mit Quecksilber verbindet sich Spielsgl. ziemlich leicht in der Wärme, das ımalgam aus 1 Th. Spielsgl. und 3 Th. Quecks. ist weich, leicht oxydirbar.— Mit Silber,*eine solche Legirung kommt in der Natur vor, vergl. vorn Seite 366, kann auch künstlich dargestellt werden, sie ist spröde, in der Hitze leicht zersetzbar, das Spielsglanz oxydirt sich, das Silber bleibt zurück. Mit Gold. Beide Metalle verbinden sich äufserst leicht mit einan- der, ja.sogar Spielsglanzdämpfe können, wie es bereits vorn Seite 425 von den Wismuthdämpfen angegeben worden ist, das Gold verderben, *) Ferussac Bullet, d, scienc, technol, Tom, 14. p. 36. Era eine hl hen ie. old gl Ay Die yerfiehit, url Alien des$ {reichen i) Spiels mals$ Stulchen, nn ji Dam‘ She Ind“ diselben[ Ihn e wobei@ wilse Il am einld kohlens\ brechen ausstölst m in verschig Jüchtie, sı Wasır sr anlsan nen delt sach, N yon Irdru den, nicht 4 gen Werder In Ste IE dureh Hy hr eg plan l NE At ont, Miele], aldi, AU men N Üis, un, Wo ) (kt An In m Spiefsglanzoxyd, Spiefsglanzige Säure 475 Splelsglan indem die Legirung höchst spröde ist; zo Spielsglanz reicht hin, um 'germ specil Gold spröde zu machen; Gold mit 7; Spielsgl. sieht schmutzig blafsgelb Legirung aus aus, Durchs Caleiniren an der Luft wird alles Spielsglanz oxydirt und Blei zugefirt verflüchtigt, Gold bleibt zurück, vergl. das beim Gold oben Seite 414 nundlTh- Gesagte,— Mit Platin giebt Spiefsgl. eine spröde, harte Legirung, von t fast silber. feinkörnigem Bruch, stahlgrau, welche durchs Caleiniren den gröfsten 1d, spröde,- Theil.des Spielsgl. abgiebt, allein die letzte Portion nur sehr allmälig Pumpensüiefe entweichen läfst. hlt man, und fi). Spielsglanzoxyd, Protoxide d’antimoine, Pr. of ant., kommt nd 1 Spieß-. wor. als Spielsglanzblüthe, Weilsspielsglanzerz, in nadelförmigen Säulchen, zu Kugeln, Sternen gruppirt, derb, eingesprengt; Gefüge blätt- | dreierlei Le-- rig-strahlig, durchsichtig bis undurchsichtig, stark glänzend, Perlmutter- plate peuter, bis Diamantglanz, weils ins Gelbe und Graue, specif. Gewicht 5,0 bis ınd 2 Kupfer 5,6; findet sich mit Grauspielsglanzerz zusammen und den Begleitern desselben in Ungarn, Böhmen, Baden etc. Ba incl Man erhält das Oxyd durchs Verbrennen des Metalls an der Luft, ua au wobei ein bleulichweilses Licht gesehen wird, der weiflse Rauch setzt — Britamiı weilse Krystallnadeln an, fleurs argentines, argentine flowers of ant.; smuth zusan- am Elafachsten durch Zerlegung des basischen Chlorspielsglanzes mittelst Legirung di kohlens. Kali in der Siedhitze. Ein schmutzigweilses Pulver, welches ndheitspolizi brechenerregend wirkt, in der Rothglühhitze schmilzt, einen gelben Rauch t gleichsilt: ausstölst, beim Erkalten eine strahligkrystallinische Masse bildet; es ist er Erbree in verschlofsnen Gsfälsen, in denen es sich nicht höher oxydiren kann, flüchtig, sublimirbar, besteht aus 84,32 Spiefsgl. und 15,68 Sauerst., in girungen a:-: er, ee F, Wasser sehr wenig löslich, oxydirt sich beim Glühen an der Luft zu te bekonnt; spielsglanziger Säure, bildet mit Säuren die Spielsglanzsalze, welche ei- els das Zin nen ekelerregenden, metallischen Geschmack besitzen, Erbrechen verur- sachen, durch Schwefelwasserstoffgas dunkel orange(feuerroth), ebenso n Legirunge, von hydrothions. Schwefelmetallen der Alkalien nıedergeschlagen wer- ichen Theilı den, nicht von Cyaneisenkalium aus conc. Auflösungen; ihre Auflösun- izem Gelüg,; gen werden durch viel Wasser getrübt, indem sich die neutralen Salze 2 Spielsglau! in saure lösliche und basische unlösliche scheiden, welche Zersetzung erhindet sich durch einen Zusatz von WVeinsteinsäure vermieden werden kann. Das Th. Spiel Öxsyd verbindet sich auch nach Art einer Säure mit Alkalien und Erden ”- 3"zusgalzartigen Verbindungen, silber, eine$ e 366, kan Hitze leicht 2) Spielsglanzige Säure, antimonige$., Deutoride d’antim., Acide antimoineuxr, Stibious acid, antimonious ac., findet sich als Spielsglanzocker, als ein gelber Ueberzug auf Spielsglanzerzen, rück. auch erdig, eingesprengt, auf Gängen mit Grau-Spielsglanzerz a. a. O.; t mit einan- man erzeugt diese Verbindung durchs Glühen des Oxyds an der Luft, n Seite 43 wobei dieses Sauerstoff aufnimmt, oder durchs Glühen der Spiefsglanz- verderben, säure, wodurch diese+ ihres Sauerstoffs abgiebt; ‚auch durchs Rösten I J x D 21 U. des Schwefelspiefsglanzes, Spiefsglanzasche genannt, Ein weilses, geschmack- und geruchloses Pulver, in VWVasser unlös- 476 Spiefsglanzige Säure, Spiefsglanzsäure. ... a.”.. y lich, nur in der stärksten Ofenhitze schmelzbar, feuerbeständig, specif.| Im Sie .% In um.| tolna]o‘ Gewicht 6,525, besteht aus 80,13 Spiefsgl. und 19,97 Sauerst., nımmt ggg in der Glühhitze vorübergehend eine gelbliche Farbe an, giebt mit WVas- ging mc ser ein Hydrat, welches 5,265 Wasser enthält, feuchtes Lackmuspapier Jim Nabe röthet, in conc. Schwefelsäure sich ein wenig, nicht in Salpetersäure,| un fabe,. IE EL aber leicht in Salzsäure auflöst. Sie giebt mit den Basen spielsglan-| Yin gel zigsaure Salze, Antimoinites, welche zum Theil krystallisirbar, sich Ih‘ bes .= ee S x] den, a5 DE» in Wasser bald auflösen, bald unauflöslich sind, und durch die mich-|* Asse e£ 287:| Ffarbe ın de resten Säuren zersetzt werden.— Man gebraucht die spielsglanzige| Hei: ia.... versten“ te 39) Säure nicht im reinen Zustand, aber mit Spiefsglanzsäure verbunden bie 53) ’ I 5’. (siehe weiter unten), theils zur Glas-, Porzellanmalerei, theils zur An-|[ar es m . 2| An fertisung von Neapelgelb. 1 im Seite 45 o o r o| 3) Spiefselanzsäure, Antimonsäure, Peroxide d’antimoine, Acide Schwei o’ 3’ antimoinigue, Stibic acid, antimonie. ac., erhält man auf nassem Weg in dir Nat durchs Auflösen von Spiefsglanz ın Goldscheidewasser, Abdampfen zur spilsglart Trockne unter Zusatz von conc. Salpetersäure und Erhitzen bis zur[allen dur Dunkelrothglühhitze, damit alle salpetrige Säure abgeschieden werde; welches ve‘ EICHER Sarsenik,| Snigla\ eraner Jar auf trocknem WVeg durchs Verpuffen von fein gepüulvertem Spiefsglanz mit 6 Theilen Salpeter; das Produkt, spiefsglanzs. Kali, wird mit kaltem Wasser vom salpetrigs. Kali befreit, dann mit kochendem aufgelöst, durch verdünnte Schwefelsäure die Spielsglanzsäure als Hydrat abge- a age ee schieden, und durch gelindes Erwärmen vom WVasser befreit. der-{en, mil N Die Spiefsglanzsäure ist ein strohgelbes Pulver, geruch- und geschmack- zend, osydl. los, färbt sich beim Erhitzen vorübergehend pomeranzengelb, verliert ın Sture, wihr der Rothglühhitze# Sauerstoff und wandelt sich in spielsglanzige Säure Iich. löste um, besteht aus 76,34 Spiefsgl. und 23,66 Sauerst,, löst sich nicht in Wasser, aber ın Salzsäure, ätzenden Alkalien auf, bildet mit Dr Was- ser em weilses ily drat, welches feuchtes Lackmuspapier röthet, mit den serstolles all delile, ohne ] er; Fe; kan ale Basen spielsglanzsaure Salze, Antimoinates, giebt, welche auch L Ih& 3%& re ER durch die schwächsten Säuren zerlegt werden, theils krystallisiren und Smilie löslich sind, theils unlöslich, pülvrig.— Ueber ihre Anwendung siche In bei das bei 2) am Schlufs Gesagte.| Sl] | de Teneı Ein Gemeng beider Säuren wird als eine gelbe Farbe benutzt, man u als hedun & S stellt es also dar: Man mengt 2 Th. eisenfreies Schwefelspiefsglanz mit And 5 Th. getrockneten Salpeter, und trägt das Gemeng löffelweis in einen En lebhaft rothglühenden Tiegel ein, wobei eine Verpuffung stattfindet. Es|(Einige Var zerselzt sich der Salpeter, sein Sauerstoff verbindet sich mit dem Spiels-/ tetalln, slanz zu spiefsglanziger und Spielsglanzsäure, welche sich mit einem Seese Theil des Kalis zu sauren Salzen verbinden, während der Schwefel als an schweflige Säure theils entweicht, gröfstentheils aber als schwefels. Kali+8) gemengt mit salpetvigs. Kali zurückbleibt. Die Masse sieht weils aus, ll, schweifstreibendes Spiefsglanz, Antimonium diapkoreticum, IE Antim. diaphoretigue, wird mit Wasser ausgesülst, wodurch die frem| Ihe nt! p indig, speul, erst, nimml bt mit War ackmuspapir Salpetersäure, spielsglan. allisirbar, sich urch die nıch. spielsglanzigt re verbunden, theils zur An- ‚moine, Acide nassem We bdampfen zur itzen bis zu ieden werde: m Spiefsglan rd mit kalten lem aufgelöst Hydrat abgı reit. nd geschmad- Ib, verliert in glanzige Sur sic h nicht N} mit 5, War ölhet, ınit de ,„ wi li he au I rstallisiren un! wendung sicht ‚ benutzt, mal ;pielsglanz mul weis in ein attfindel. Is | dem Spieß h mit einen Schwefel als hwefels. Kill weils aus, phoreticum, ch die frem Schwefelspiefsglanz und dessen Verbindungen. 477 den Salze völlig aufgelöst werden, und nur das saure spiefsglanzs. und spiefsglanzigs. Kali allein übrig bleiben; oder man behandelt diese Sub- stanz noch mit verdünnter Schwefelsäure, um das Kali zu entfernen, dänn. bleiben beide genannten Säuren als Hydrate zurück, schön weils von Farbe, abgewasehnes Antimon. diaphorelie. Man gebraucht das Antimon. diaphorelie. sowohl mit Kali verbun- ‚ den, als besonders im abgewäschnen Zustand ohne Kali, als eine gelbe Farbe in der Glasmalerei(siehe I. Seite 385), Porzellanmalerei(1. Seite 533),(als weilse Farbe ist es in der Oelmalerei nicht anwend- bar, es wird leicht grau), zur Darstellung des Neapelgelbs, siehe un- ten Seite 4931. Schwefelspielsglanz, Protosulfure d’antimoine, Pr. of.a., kommt in der Natur unter allen Spielsglanzerzen am häufigsten, als Grau- spielsglanzerz vor(siehe vom Seite 466); man gewinnt aus dem- selben durchs Absaigern das rohe Spielsglanz, Schwefelspielsglanz, welches verschiedne fremde Metalle enthält, als Schwefeleisen, S.blei, S.arsenik,(S.kupfer, S.kobalt, S.silber). Im Handel kommt das rohe Spielsglanz in kleinen Kuchen von 2 bis 24 Zoll Stärke vor, von eisen- grauer Farbe, strahligem Gefüge, die einzelnen Nadeln mehr oder min- der fein, metallglänzend, speeif. Gewicht 4,0; es ist spröde, leicht schmel- zend, oxydirt sich in der Hitze an der Luft und hinterläfst spielsglanzige Siure, während schwefligsaures Gas entweicht; es ist in Wasser unauf- löslich. löst sich aber in Salzsäure unter Entbindung von Schwefelwas- serstolfgas auf, eben so in einer Auflösung von kohlens. Kali in der Sie- dehitze, ohne dafs Kohlensäure entweicht, allein es setzt sich. beim Er- kalten als ein sehr zartes braunrothes Pulver, als Kermes®ab. Das Schwefelspielsglanz besteht aus 72,77 Spielsgl. und 27,23 Schwefel. Man bedient sich des Schwefelspielsglanzes zur Darstellung des Spielsglanzmetalls, vieler Spielsglanzpräparate für die Mediein, aufserdem in der Feuerwerkerei zu weilsen Lichtern, Racketen;(auch hat man es als Reductionsmittel des Indigos in der Kaitundruckerei stalt Schwe- felarsenik anwenden wollen). [Einige Verbindungen des Schwefelspielsglanzes mit andern Schwefel- metallen.\ S.spiefsgl,+ S.eisen, Berthierit, Verhältnifs der Schwefelmengen in beiden= 2:1.— Federerz(haarförmiges Spiefsglanzerz), S.spiels- gl.+ S.blei, Schwefelmengen in beiden= 3:2.— Zinkenit, S.sp- + Splei-3:8.— Jamesonit, S:sp.+ S.bl, 2:1.— Schwarzerz, S.sp.+ S.kupfer.— Bournonit, oder Spiefsglanz- Bleierz, S.sp-+ S.kupfer—= 3:3, verbunden mit S.sp:+ Sblei= 6:6.— Miargy- rit, S.sp.+ S.silber, 3:1.— Rothgültigerz, S.sp.+ S,silber 478 Verbindungen des Schwefelspiefsglanzes, Kermes. = 3:3.— Sprödglaserz, S.sp.+ S.silber 3:6.— Polybasit, oft mit dem Sprödglaserz verwechselt, S.sp. und S.arsenik 4 S.kupfer = 3:9, verbunden mit$.sp. oder S.arsenik+ S.silber= 12:36.— Fahlerz, S.sp. und S.arsenik+ S.eisen+$.zink,(S.silber)= 3:4, verbunden mit$.sp. oder S.arsenik+ S.kupfer= 6:8.— Von den Silbererzen siehe beim Silber$. 365, vom Fahlerz beim Kupfer S. 268. Kermes, Mineralkermes, Kermes mineral, wurde früher für hydro- thionsaures Spielsglanzoxyd gehalten, Proto-hydrosulfate d’antimoine, H. of a., bis in neuerer Zeit namentlich Berzelius und Rose darthaten, dafs das reine Kermes nichts anderes sei, als Schwefelspielsglanz ım höchst fein zertheilten Zustand auf nassem VVeg dargestellt, Man er- hält es ganz rein, wenn man das einfache Chlorspiefsglanz mit WVein- steinsäureauflösung verdünnt, mittelst Schwefelwasserstoffgas präcipitirtz oder fein geschlemmtes Schwefelspiefsglanz mit kohlens. Kali und Was- ser kocht, und die Auflösung noch kochend filtwirt und erkalten läfst, worauf sich das Kermes freiwillig abscheidet-— Erklärung der erstern Verfahrungsart: es bildet sich beim Verdünnen des Chlorspielsglanzes mit WVasser und VVeinsteinsäure kein Niederschlag von basischem Chlor- spielsgl., welcher erfolgt sein würde, wenn blos Wasser wäre angewen- det worden; Schwefelwasserstoffgas zerlegt das Chlorsp., es bildet sich Schwefelspielsgl. und Salzsäure. Bei der zweiten Verfahrungsart bildet sich durchs Kochen, indem kein kohlensaures Gas entweicht, 15 koh- lens. Kalı, und ein Theil Kali wird frei, zerlegt einen Antheil Schwe- felspiefsgl., wodurch Schwefelkalium sich erzeugt und etwas Spiefsglanz- oxyd, das Schwefelkalium löst in der Sieddehitze viel Schwefelspiefsgl. auf, welches es beim Erkalten zum gröfsten Theil fallen läfst; das Spiefs- glanzoxyd verbindet sich mit etwas Kalı und bleibt aufgelöst.—(Die vielfältigen andern Darstellungsarten bleiben hier billig unberücksichtigt.) Kermes erscheint als eın braunrothes Pulver, wird mit der Zeit hell- braun, zersetzt sich an der Luft, oxydirt sich, ist geruch- und geschmack- los, in Wasser und Alkohol unlöslich, löst sich aber ın Salzsäure, un- ter Entbinden von Schwefelwasserstoffgas, ohne Rückstand auf, in Kali- lauge mit Hinterlassung von Spiefsglanzsafran(siehe weiter unten). Fin- det blofs in der Heilkunde Anwendung. Schwefelspielsglanz+ Spiefsglanzoxyd, Rothspiefls- glanzerz, Spielsglanzblende(siehe vorn Seite 466); das künstlich dargestellte besteht aus 30,14 Sp.oxyd und 69,86 S.spielsgl.— Spiefs- glanzsafran, Metallsafran, Crocus d’antimoine, Saffron of antım,, ein braunes Pulver, besteht aus Spielsglanzoxyd,, Spiefsgl.oxydkalı und Schwefelspielsgl.; man erhält das Präparat durchs Verpuffen eines Ge- mengs von gleichen Theilen Schwefelspiefsgl. und getrockneten Salpe- ter, nach dem Verpuffen wird das Produkt mit Vaseer abgewaschen, bis dieses geschmacklos abläuft.— Spiefsglanzglas, Verre danti- moine, Glafs of antim., eine dem Vorigen ähnliche Verbindung, welche aber mehr Spielsglanzoxyd, und kein Kali enthält; man röstet Schwefelsp. ji Alles ın uns Schr kılle Bleche gegel das 3 glnıad, hl Yin bat 6 Färbung a je Jantin it Hurchs Schr It und ob welche Jeich schmeckt, salrın hinteı Kemes ob, Schw swlt man d Fillung m und gesch Wärme Iö 1, Schv moine, SD Schwelelrer Weis als man Spießgl stinsänreaufl schlt, oder Jens, Natron, ft, in welcl han it, St inhalien V gelöst und d Ein dunkel 1 Mayer: DH Schwe von Schwefe Welche hauy Aevende, all d% hat ef, Mn de, len bet dh Dar Gent) mes, Polybasıı + Skype = 12:36,— \ber)= 3 — Von den Kupfer 8.28, her für hydro- e d’antimoine, Rose darthaten, Ispielsglanz im ellt, Man er- nz mit Wein gas Präcipilit, ali und Wi; erkalten Jälk, ng der ersten orspielsglanzs sischem Chlor wäre angewen- ‚es bildet sıc rungsart bildt icht, L kol- \ntheil Schwe as Spielsglu- hwefelspiekll st; das Spich- löst.—(Dr berücksichtit) : der Zeit hell und geschmad- Salzsäure, ur ıd auf, in Kal r unten). Fn- Rothspiels das künstlich l,— Spiels on of antim, .oxydkalı und fen eines Gr kneten Salpe abgewaschen, Perre d’anli- dung, welche t Schwefelsp: Mittleres und höchstes Schwefelspiefsglanz. 479 bis Alles in spiefsglanzige Säure verwandelt worden ist, und setzt dann etwas Schwefelspielsglanz hinzu, schmelzt die Masse, gielst sie auf kalte Bleche aus. Das Spielsglanzglas ist dunkelrothbraun von Farbe, gegen das Sonnenlicht gehalten durchscheinend, auf dem Bruch glas- glänzend, klingend, löst sich nicht in WVasser, aber in Salzsäure auf, Man hat es zur Darstellung von künstlichen Edelsteinen(Amausen) zur Färbung angewendet, als zu Topas, Granat.— Spiefglanzleber, Foie d’antimoine, liver of antim., eine Verbindung von Schwefelspiefsgl. -+(Schwefelkalium oder) S.natrium mit Sp.safran; man erhält die Masse durchs Schmelzen von kohlens. Natron(oder Kali) mit Schwefelspiefsgl. mit und ohne Zusatz von etwas Schwefel. Eine braunrothe Masse, welche leicht fencht wird, nach faulen Eiern riecht, scharf alkalisch schmeckt, in heifsem WVasser sich zum grölsten Theil auflöst, Metall- safran hinterläfst; aus der heilsen Auflösung scheidet sich freiwillig Kermes ab. 15 Schwefelspiefsglanz, Deutosulfure d’antimoine, D. of antim, stellt man durchs Auflösen der spielsglanzigen Säure in Salzsäure und Fällung mittelst Schwefelwasserstoffgas dar. Ein feuerrothes, geruch- und geschmaäckloses Pulver, in Wasser nicht, aber in Salzsäure in der WVärme löslich, besteht aus 66,72 Spiefsgl. und 33,28 Schwefel. 15 Schwefelspiefsglanz, Goldschwefel,.Persulfure d’anti- moine, Soufre dord d’antim., golden sulphur of ant., die höchste Schwefelverbindung des Spiefsglanzes, wird auf sehr mannigfaltige WVeise als Heilmittel dargestellt, am reinsten entweder dadurch, dals man Spiefsglanzsäure in Salzsäure auflöst, die Flüssigkeit mit VWVein- steinsäureauflösung verdünnt und durch Schwefelwasserstoffgas nieder- schläet, oder dafs man durchs Schmelzen von Schwefelspielsglanz, koh- 09 lens. Natron, Schwefel- und Kohlenpulver eine Spielsglanzleber berei- tet, in welcher das höchste Schwefelspielsgl.+ Schwefelnatrium ent- halten ist, Schwefelverhältnils in beiden= 5:2. Dieselbe wird dann in heifsem Wasser gelöst, filtrirt, krystallisirt, die Krystalle wieder auf- gelöst und die Auflösung durch verdünnte Schwefelsäure zerlegt. Ein dunkel pomeranzengelbes Pulver, ohne Geruch und Geschmack, in Wasser und Alkohol unlöslich, besteht aus 61,59 Spielsgl. und 38,41 Schwef., löst sich in Salzsäure in der VVärme mit Hinterlassung von Schwefel auf, in siedender Kalilauge. Man hat dieses Präparat, welches hauptsächlich nur als Heilmittel dient, auch als Pastellfarbe an- gewendet, allein es verliert mit der Zeit an sciner Tiefe, wird lichter; eben so hat man es in der Kattundruckerei versucht, man bereitete obige Spiefsglanzleber, druckte sie auf, und schlug dann aus ihr das Schwefelspiefsgl. auf den Zeugen mittelst verdünnter Schwefelsäure nie- der. Allein die Farbe ist nicht schön, nicht haltbar, und verbreitet bei der Darstellung und selbst noch später auf dem Lager einen übeln Geruch,} A8O Chlorspiefsglanz. Chlorspiefsglanz, Protochlorure d’antimoinc, Pr. of ant., salz- saures Spiefsglanzoxyd, Muriate, Hydr ochlorate d’antim., M. or H. of a., Spiefsglanzbutter, beurre d’ant., butter of ant., erhält man durch trockne Destillation von 1 Theil Schwefelspiefsglanz und: 3 Th. doppeltem Chlorquecksilber, ‚obei sich Zinnober,(here silber) bildet, welches aufsublimirt’ wird, und Chlorspielsglanz, wel- ches in die kalt gehaltne Vorlage übergeht.(Der so dargestellte Zin- nober führte chedem den Namen Spielsglanz-Zinnober, cinnabre antimonial.) Das Chlorspiefsglanz ist. Ang®v; gflseien Zustand eine butterartige, krystallinische Masse, welche'nuk Beim Erwärmen wie, Oel dickllüssig ist, gelblich von Farbe, zieht schnell®aus der Luft Wasser an, wird dadurch flüssig, aber milchig, trüb, d: ampft an der Luft, ist flüchtig,*ätzt thierische Gebilde schr stark, löst sich in verdünnter Salzsäure ohne Zersetzung auf, Wasser da zerlegt die Substanz, und es scheidet sich ein basisches Chlorspielsglanz ab, ein anderer Theil bleibt in der erzeugten Salzsäure aufgelöst. Wenn nämlich das Chlorspielsglanz ins Wasser kommt, zerlegt es sich zum Theil und das Wasser, es entsteht Spielsglanzoxyd, welches mit einer Portion Chlorspielsgl. verbunden nie- derfällt, und, Salzsäure, welche die andere Portion Chlorsp. in Auflösung erhält. Das einfache Chlorspiefsgl. besteht aus 54,85 Spielsglanz und 45,15 Chlor. Die käufliche Spiefsglanzbutter ist meistens nur eine Auflösung von Chlorspielsglanz in Salzsäure; eine gelbliche, etwas dickliche Flüssigkeit, specif. Gewicht 1,34 bis 35, besitzt aber im Uebrigen dieselben Eigen- schaften, als das reine Chlorsp.; sie wird theils aus Spielsglanzoxyd And Salzsäure, theils aus Sp.safran, Kochsalz, Schwefelsäure und Wasser durch Destillation bereitet. Man gebraucht die Sp.butter um Eisen zu bruniren(vergleiche I. Seite 277), man bestreicht das Eisen damit, und reibt dann nach kur- zer Zeit‘den entstandnen Rost mit Holz ab; man gebraucht es auch, um gelbes Glanzleder(zu Stiefelstulpen) zu reinigen und dunkler gelb zu färben; in der Chirurgie als Aetzmittel. [Basisches Chlorspie(sglanz, Algarothpulver, Poudre d’Algaroth, Algarottis powder, ein weilser krystallinischer Niederschlag, durch Zer- setzung des Chlorspiefsgl. in Wasser erhalten, ist/in WVasser unlöslich, löst sich aber in Salzsäure völlig auf; dient zur Bereitung von Spiels- glanzoxyd.— 15 Chlorspielsglanz; Deutochlorure d’untim.,.D. of a., durchs Auflösen des Hydrats der spielsglanzigen Säure in conc. Salzsäure; eine gelbliche Flüssigkeit, wird durch viel WVasser in das Hydrat der spielsglanzigen Säure und Salzsäure zerlegt, welche einen Theil | | | |} | \ 5 welche d J (hlors) 4 Thal nl und de ıBöi Pf Sulsiore, aber kein "nmitelb:’ jch fen(E Jufte Peue@ Fine fr an der Mur "1 derselb L N ge, well dhgesen€ sinlydrlie außelöst[= und Br Schw: of a.,(ad binden% Wassers basıscheoöN Dis neud | Bereitung 9 Spielsgbs lien des ng keit, welums spielst nile di dig von schmal Sale il)€ in dem sein | in Wayei ver abEE Ich an] Zinkory VerWandise= ten Ans Nu, Sielsye Id denn Uhr N Sr, I In Dell in, Nu, li of ant,, salı. "antim,, N, u of ant., ei) ielsglanz un} Schwefeltued. pielsglanz, wi dargestellte Zir. ober, einnahı ine butterartie Oel dickllüss asser an, wi ist flüchtig, Salzsäure olı und es scheil il bleibt ind orspielsglanz sser, es entsi ‚ verbunden ı sp. in Auflis Spielsglanz U ° Auflösung ı liche Flüssict dieselben Bi: elsglanzosyl It re und Wis en(vergleich + dann nach In raucht es al und dunkler} ‚dre d’ Algen lag, durch it Yasser unlösli' A| ung von Spiei g Säure ın coll Wasser ı2 di ; welche eın® Thal e d’antim., Ir ee. We:=- 4 ne nn Sn EEE a an ee. 2 I a RE Chlorspie/sglanz, Spie/fsglanzsalze, spiefsglanzsaure Salze. 481 Theil Chlorspiefsgl. aufgelöst erhält. Dasselbe besteht aus 47,67 Spiefsgl. und 52,33 Chlor.— 1% Chlorspiefsglanz, Perchlorure d’antim., P. of a., theils durchs Auflösen von Spiefsglanzsäurehydrat in conc. Salzsäure, durch Behandlung des Spiefsgl. mit Königswasser(welches aber keinen Ueberschuls an Salpetersäure haben darf), theils durch unmittelbare Verbindung des Metalls mit Chlorgas. Bringt man näm- lich fein gepulvertes Antimon in erwärmtes Chlorgas, so findet eine leb- hafte Feuererscheinung mit Funkensprühen statt(vergleiche I. Seite 200). Eine farblose, oder blafsgelbe Flüssigkeit, sehr flüchtig, raucht stark an der Luft, ihre Dämpfe ziehen Wasserdampf an, bald zeigen sich auch in derselben kleine Krystalle, ein Hydratıdes Ehlorspiefsglanzes, durch welche die Flüssigkeit etwas trüb@rscheint; durch ein klein wenig WVas- ser, welches man hinzusetzt, wird dasselbe bewirkt, viel WVasser bringt dagegen eine gänzliche Zersetzung hervor, es scheidet sich Spiefsglanz- säurehydrat ab, während freie Salzsäure einen Theil Chlorspielsglanz aufgelöst erhält. Dieses höchste Chlorspielsgl. besteht aus 42,15 Spiefsgl. und 57,85 Chlor, Schwefelsaures Spiefsglanzoxyd, Sulfate d’antimoine, S. of a., durchs Kochen von Spielsgl. und cone. Schwefelsäure, unter Ent- binden von schwefligsaurem Gas; eine weilse Salzmasse, welche durch Wasser in zwei Salze sich trennt, in ein saures lösliches und in ein basisches unlösliches, ersteres kann krystallisiren,, zieht Feuchtigkeit an. Das neutrale besteht aus 56 Spielsgl.oxyd und 44 Schwefels., kann zur Bereitung von Spielsgl.butter gebraucht werden.— Phosphorsaures Spiefsglanzoxyd, Phosphate d’antimoine, Ph. of a., durchs Auf- lösen des Oxyds in Phosphorsäure, eine nicht krystallisirende Flüssig- keit, welche zur Trockne abgedampft in der Hitze schmilzt und verglast. Spielsglanzigsaures und spielsglanzsaures Kalı, Antimoi- nite et Antimoinate de potasse, A. of p., bildet sich beim Verpuffen von Schwefelspielsglanz oder Sp.metall mit Salpeter, vergl. das oben Seite 476 Angeführte; beide Salze im Zustand überschüssiger Säure sınd in dem schweifstreibenden Spielsgl., Antimon. diaphoretic., enthalten, in Wasser unlöslich, weils, die neutralen lösen sich in WVasser auf, werden aber durch jede Säure, selbst durch Kohlensäure zerlegt, indem sich zweifach saure Salze niederschlagen.— Spiefsglanzsaures Zinkoxyd, Antimoinate de zinc, A. of z., durch doppelte Wahl- verwandtschaft erzeugt, ein weilses Pulver, auch wohl in weilsen klei- nen Krystallen, erhitzt man es, so giebt es Wasser ab und wird gelb.] Spielsglanzsaures Bleioxyd, Antimoinate de plomb, A. of lead, ebenso wie das vorhergehende dargestellt, ein weilser, in Wasser unlöslicher Niederschlag, wird beim Erhitzen, unter Entbinden von Was- ser, gelb. Der Hauptbestandtheil im Neapelgelb. Neap elgelb, Jaune de Nuples, J. mineral, Neaple Yellow, Gial- lolino, besteht wohl hauptsächlich aus spielsglanzs. Bleioxyd(Zinkoxyd). I. 2. al 482 Neapelgelb.— Titan. 1 Man hat schr abweichende Vorschriften zur Anfertigung dieser gel- ben Farbe*), Passeri giebt 6 verschiedne Verhältnisse des Bleies und M Spiefsglanzes an, um beide dann im oxydirten Zustand zusammen zu Elnb verbinden; 6 Blei und 4 Spielsglanz, 7:4; 5: 4, 3:4; 4:2; 3:2. Zu- ah dl sätze von% bis„; Weinstein,% bis 5 Kochsalz, auch wohl„5 Alaun|” Inst und Salmiak. Die Metalle werden entweder für sich caleinirt, und dann Julschein gesiebt gemengt, oder mit einander legirt, und die Legirungen caleinirt;\arkglimmen die Metalloxyde werden dann mit den andern Ingredienzien gemengt in Da- hf Gingen chen Caleinirtöpfen in Töpleröfen mälsig stark gebrannt, dann gemahlen. Nlusind, s Nach Versuchen bewährte sich in Paris eine Mengung von 12 Th. Spiels- Hauch, glanz, welches caleinirt mit 8 Th. Mennige und 4 Th. Zinkoxyd zusam- Anacin d men gerieben und geschmolzen wurde. Das Neapelgelb hat man in zone verschiednen Farbetönen, man gebraucht es in der Oelmalerei, in der| a Glas-, Porzellan- und Steingutmalerei. e tanie acid, (Cerer-, Eis Fünf und dreifsigstes Kapitel.| wohl aus ı Vom Titan| man pulse ( zellinrölre [Das Titan, Titane, Titanium, wurde von Klaproth 1794 als ein neues 150 behindel Metall beschrieben, es kommt nie metallisch vor, sondern nur ım oxy- Welisen sich dirten Zustand, und zwar als Oxyd, als Titansäure mit Basen ın Ver- Durchs Verb bindung. Man stellt es durch Reduction der Titansäure mit Kohlen- Jalı elält n pulver dar, oder noch reiner, wenn man Chlortitan- Ammonium mit- Ein weilses telst Natron oder Ammoniak zersetzt, yerüberpchene Titan krystallisirt in Würfeln von kupferrother Farbe, ın solchem drat, welches Zustand findet man es gar oft, wenn die Eisenerze Titaneisen enthielten, nit ihnen zu in Eisensauen, die man aus dem Gestell der Hohöfen ausbricht; höchst I Säuren völ fein zertheilt ist es durchscheinend, ähnlich dem Blattgold, die Gegen- Daueıst, bild, stände erscheinen im grünen Licht. Es ist schr hart, spröde, ritzt Stahl, Ser unaflösl; nimmt gute Politur an, specif. Gewicht 5,3 Wollaston, schmilzt in kei-\ Mlılubnen nem Ofenfeuer, löst sich in keiner Säure, auch nicht in Königswasser\ Amlan: ehe auf, allein schr fein zertheilt wird es doch von heifser conec, Salpeter- War alk Tita säure, noch leichter von Königswasser aufgelöst, oxydırt sich beim Cal- Schwefel einirven mit Kali oder Salpeter, und bildet titans. Kalı, Mldhr V, Titan scheint der Güte des Eiısens nicht nachtheilig zu sein, son-| Sl, son. dern dasselbe eher härter und fester zu machen; Hassenfratz fand, dafs dal a sich Eisen, welches mit natürlichem Titanoxyd war behandelt worden, be Ace gut schmieden liefs, ohne weder kalt- noch rothbrüchig zu sein, Spu- un ren von Titan finden sich ın sehr vielem Roh- und Stabeisen. Fi SE Pl, #)D, t,. Tom. 11. p. 381. in D, p, J. Bd, 28. S, 224. SE Qy, ul, dieser gel. s Bleies uni usammen zı 2:3:2, ohl 4; Alan ivt, und dann gen caleinirt: emengt in fla- ınn gemahlen, 12 Th. Spiels koxyd zusam- hat man in lerei, in der als ein nous ı nur Im xy Basen ın Ve: . mit Kohler- nmonıura Mil >, ın solchen isen enthielten, sbricht; höchit Id. die Gegen- öde, ritzt Stall, chmilzt in kei ı Königswaser one, Salpeler- ich beim Ql- zu seiny sol ıtz fand, dal delt worden, u sein. Spu- IseDe u se Titanoxyd, Titansäure, Schwefel-, Chlortitan. 483 Titanoxyd, Protoxide de titane, Pr. of t., kommt in der Natur sehr selten vor als Anatas in quadratischen Oktaüdern, von indigblauer ins Nelkenbraune übergehender Farbe, specif. Gewicht 3,85, durchschei- nend, von lebhaftem Diamantglanz; als Rutil, Titanschörl weit häu- figer, krystallisirt in geraden quadratischen Säulen, derb, eingesprengt, durehscheinend bis undurchsichtig, blutroth ins Hyacıntrothe und Braune, starkglänzend, Diamantglanz, specif. Gewicht 4,18 bis 42; findet sich auf Gängen im Urgebirge, auch in losen Körnern im Schuttland, im Flufssand, so in Baiern, Salzburg, Tyrol, der Schweiz, Savoyen, Piemont, Frankreich, England etc.— Künstlich stellt man es durch unvollkommne Reduction der Titansäure durch Kohlenpulver, oder dadnrch dar, dafs man in eine Auflösung der Titansäure in Salzsäure Zink oder Eisen taucht. Ein schwarzes Pulver, von einem glänzenden eisengrauen Strich» löst sich in keiner Säure auf, oxydirt sich kaum beim Glühen an der Luft, Titansäure, Deutozxide de titane, Acide tilanique, D. of t., Ti- tanie acid, kommt mit mehrern Basen verbunden vor, als mit Kalk, Cerer-, Eisen-, Mangan-, Uranoxydul, Zirkon-, Yitererde etc.(wovon bei den Salzen der Titansäure eine Notiz). Man kann diese Säure so- wohl aus dem Rutil, als auch aus dem titans, Eisenoxydul darstellen; man pulvert letzteres, und treibt über dasselbe, wenn es in einer Por- zellanröhre heftig glüht, Schwefelwasserstoffgas hinweg, und digerirt die so behandelte Masse in conc. Salzsäure, wodurch das erzeugte Schwe- feleisen sich auflöst, die geglühte Titansäure aber ungelöst zurückbleibt, Durchs Verbrennen des frisch redueirten noch warmen Titans an der Luft erhält man Titansäure recht rein. Ein weilses, sehr schwer schmelzbares Pulver, wird durchs Glühen vorübergehend citronengelb, bildet mit VVasser ein weilses, flockiges Hy- drat, welches sich leicht in Säuren, ohne sie zu neutralisiren, oder Salze mit ihnen zu bilden, auflöst, nicht aber nach dem Glühen, wonach es in Säuren völlig unauflöslich ist. Sie besteht aus 60,29 Titan und 39,71 Sauerst., bildet mit Basen titansaure Salze, Titanates, die in Was- ser unauflöslich sind,— Man empfiehlt Titansäure zur Fertigung von rehfarbnen Flüssen zur Porzellanmalerei, allein dies beruht auf einem Irrthum; ehe man nämlich das Eisen völlig vom Titan scheiden konnte, war alle Titansäure eisenoxydhaltig, daher dann die Färbung. Schwefeltitan, Sulfure de titane, S. of t., kann nicht durch un. mittelbare Verbindung, auch nicht aus Titansäure und Schwefelwasser- stoffgas, sondern mittelst Schwefelkohlenstoffdämpfen in der Glühbitze dargestellt werden; eine dunkelgrüne, leicht entzündliche Substanz, die beim Reiben einen dunkelgelben, metallglänzenden Strich annimmt.— Chlortitan, Chlorure de titane, Chl. of t., durch unmittelbare Ver- bindung des Metalls mit Chlorgas in der WVärme erzeugt; eine farblose Flüssigkeit, schwerer als Wasser, bildet weilse Dämpfe an der Luft, specif, Gewicht derselben 6,836 Dumas, kocht bei 135°, zersetzt sich durch Wasser, es entweicht Chlorgas und kıystallisirtes Chlortitan bil- 3l* an u es nn an ERS Bed Ge jr in a U EEE LIT EEE EEE VERNETZT TREE Te RE EB£ Tantalsäur A8A Titansaures Kisenoxydul.— Tantal, Tantaloayd. u weise det sich, welches endlich gänzlich durch eine gröfsere Wassermenge| shadb entmischt wird. Das Chlortitan verschluckt sehr viel Ammoniak. Jackons?| Dreifach titansaur. Kalk+ doppelt kiesels. Kalk, Sphen;| Ile titans. Kalk+ titans. Uran-, Gereroxydul etc.(siehe oben bei der Ti- hl tansäure) Pyrochlor; dieselben ohne Uranoxydul, mit Ytter- und Zirkon-| Schw erde, Polymignit.— Titansaures Eisenoxydul in verschiednen Ver- Isollda© hältnissen verbunden, Titaneisen, Menakanit, Nigrin, Iserin, Eisen- Frliaen sand ete,, derb und in Körnern, retractorisch, zuweilen selbst attracto- Graphit j risch, schwarzgrau ins Pechschwarze, halbmetallisch glänzend, findet sich: him Er© der Nigrin im Salzburgschen, im Urgebirge, im Flufssand, im Schutt-|(hlorta 4 land, so auf der Iserwiese am Iserkamm im Riesengebirge, Regbzk. Lieg-# einig 'nitz, in Cornwall zu Menakan, in Aberdeenshire, im Staat Virgi-| a De nien etc,— Mosander über Titaneisen in P.'A, Bd. 19. S. 311.°| der Hitzea2 Rose:über ds Titanin!G. Ar Bdio 78.8..67, 129: Bi A. Ba, 3.| Palrer vd S. 163, Ba, 12. S. 479, Ba. 15. S. 145. Ba. 16. S. 57.]| ud Sılz,S | 1. Stan | sans, RT au, sel Sechs und dreifsigstes Kapitel. 10, geben Vom Tanta,. wor | sauren“E [Das Tantal, Columbium, wurde 1801 von Hatchett in einem ameri- titans, A kanischen Fossil gefunden, und Columbium, 1802 aber von Eke-| Melia berg in zwei nordischen Mineralien entdeckt, und Tantalum genannt.| Mangan Darauf zeigte Wollaston, dafs beide Metalle identisch seien. Das Tan-(sta talum kommt schr selten vor, nur als Tantalsäure mit mehrern Basen ver- Berl bunden, als mit Kalk, Yttererde, Eisen-, Manganoxydul, Uranoxyd, WVolf-| ramsäure; es kann durch Kohle aus der oxydirten Verbindung nicht dargestellt werden, Man gewinnt es durchs Erhitzen des Fluortantal- Kaliums mit Kalium, wodurch das Metall bei anfangender Glühhitze b_ unter Feuererscheinung reducirt wird, Ein kohlschwarzes Pulver, nimmt unter dem Polirstahl eine eisen- graue Farbe und Metallglanz an, leitet die Elektrieität nicht, wogegen»[Das Wolle aber das in sehr dünnen Blättchen erhaltne Metall eben so gut leitete, on din dl als irgend ein anderes Metall(ähnlich wie beim Alumium); löst sich Yelle Sup nur schr wenig nach langem Kochen in Königswasser, conc, Schwefel- hatte, Dig säure auf, leicht aber in Flufssäure; an der Luft erhitzt entzündet es Bar sich und verglimmt, Produkt Tantalsäure. I Pelont Tantaloxyd, Oxide de columdbium, O. of c., erhält man durch un- hal vollkommne Reduction der Tantalsäure mit Kohlenstaub; eine dunkel- nn graue, poröse Masse, erlangt unter dem Polirstahl einen glänzenden, ei- Khh senartigen Strich, besteht aus 92,02 Tant. und 7,98 Sauerst,— Tan- lm) talsäure, Acide columbique, columbie acid, kommt vor mit verschied- Ran yı| nen Basen verbunden in den Tantaliten, Yttrotantalit. Die Dar- u '& stellung derselben aus den Tantaliten ist sehr verwickelt, Es ist ein wyd, : Wassermen: mmonıak, Kalk, Sphen; ben bei der TI er- und Zirkon erschiednen Ver Iserin, Eise. ı selbst attracto- ‚end, findet sich sand, im Schutt (7 Regbzk, Lie: im Staat Viig: 9.184211 P , PA. Bu) 57.] el. In einem anır aber von Bl: talum genan seien, Das lu ehrern Basen ı Uranoxyd, Wi Verbindung ni ı des Fluortaok‘ ‚gender Glühlit rstahl eine ei t nicht, wog&? en so gut Jeiteh mium); löst eonc, Schw tzt entzündet# _ man durch ur ); eine dunkt glänzenden, ei uerst,.— Ta ‚r mit verschiet talir. Die Dır el Es ist ei ei= Re 4 k EDPE KNI> Tantalsäure, Schwefel-, Chlortantal, Tanlalitee— W olfram. 485 weilses, geruch- und geschmackloses Pulver, specif. Gewicht 6,5, un- schmelzbar, mit 11,52 WVasser verbunden, ein weılses Hydrat, röthet Lackmuspapier, nicht die wasserfreie Säure, besteht aus 88,49 Tant. und 11,51 Sauerst., löst sich etwas in conc. Schwefelsäure, auch in Aetz- kalı auf, giebt mit den Basen tantalsaure Salze, Columbates. Schwefeltantal, Sulfure de col,,$. of e., mittelst Schwefelkoh- lenstoffdampf, welchen man über glühende Tantalsäure leitet, auch durchs Erhitzen des Metalls in heilsem Schwefeldampf; eine dunkelgraue, dem Graphit ähnliche Masse, nimmt durchs Reiben Metallglanz an, verbrennt beim Erhitzen an der Luft, besteht aus 79,26 Tantal und 20,74 Schwef.— Chlortantal, Chlorure de col., Chl. of c., durch unmittelbare Ver- einigung des Metalls mit Chlorgas in der VVärme, oder dadurch, dals nan über ein inniges Gemeng von Tantalsäure und Kohle Chlorgas in der Hitze leitet. Dunkelgelbe Dämpfe, die sich zu einem blafsgelblichen Pulver verdichten, zersetzt Wasser unter Zischen, es bildet sich Tantal- und Salzsäure, besteht aus 63,4 Tant. und 36,6 Chlor. % tantalsaurer Kalk und Yttererde, gemengt mit wenig wolf- yams. Eisenoxydul, Yttrotanta lit, auch mit viel 3 wolframs. Eisenoxy- dul, schwarzer Yıtrotantalit.—$ tantals. Yttererde und Uranoxyd, . gelber Yttrotantalit.— Tantals. Eisenoxydul— tantals. Man- ganoxydul, Tantalit von Kimito.— Desgleichen gemengt mit zinn- saurem Eisen- und Manganoxydul, Tantalit von Finbo.— Desgl. mit titans. Kalk, und gemengt mit zinns. und wolframs. Salzen derselben Mectallbasen, Broddbo.—%tantals. Eisen- und Manganoxydul, Tantalit von Bodenmais.— Tantaloxyd+ Eı- sen-+ Manganoxydul, Tantalit von Kimito mit braunem Pulver. Berzelius über das Tantalum in P. A. Bd, 4. S, 1.] Tantalit von Sieben und dreifsigstes Kapitel. Vom Wolfram -[Das Wolfram-, Tungsteinmetall, Tungstene(Scheelium), wurde von den Gebrüdern D’Elhuyart aus der WVVolframsäure dargestellt, welche Scheele 1781 aus den sie enthaltenden Fossilien ausgeschieden hatte. Dasselbe kommt nur allein als Wolframsäure mit verschiednen Basen, als Kalk, Eisen-, Manganoxydul, Bleioxyd verbunden vor. Man gewinnt es durch Reduction des ‚sauren wolframs. Kalis mittelst Was- serstolfgas in der Hitze, auch wohl aus der WVolframsäure bei lange andauernder Zersetzung; durchs Glühen der WVolframsäure mit Koblen- pulver erhält man kein VV.metall, sondern nur WV.oxyd, Das Wolframmetall wird als ein dunkel stahlgraues Pulver, wendete man saures w.saures Kali an, von hellerer Farbe und mehr Glanz eı- halten, es nimmt unter dem Polirstahl einen eisengrauen Strich und 56 Wolfram, Wolframoxyd, Wolframsäure. Metallglanz an, ist sehr strengflüssig, geschmolzen— hiebei möchte es aber unbezweifelt Kohlenstoff aufgenommen haben— hat es in der Farbe mit dem Eisen die gröfste Aehnlichkeit, ist krystallinisch im Bruch, hart, so dals es von einer Feile kaum angegriffen wird, spröde, specif. Gewicht 17,22 bis 6, schmilzt noch schwieriger als Mangan, oxydirt sich beim Glühen an der Luft, entzündet sich im fein zertheilten Zustand und brennt, Wolfram scheint dem Eisen nicht nachtheilig zu sein; Hassenfratz behandelte Eisen mit wolframs. Kalk(Tungstein) und fand, dals sich das Eisen gut schmieden liefs, aber etwas zum Rothbruch geneigt war, in der Kälte verhielt es sich ungemein dehnsam, stahlartig, so dafs es scheint, dafs dieses Metall das Eisen nur härter mache.— Mit Zinn, vergleiche das beim Zinn Seite 229 Gesagte.— Blei mit wenig WV. giebt eine schmutzig dunkelbraune, wenig glänzende, etwas geschmeidige Legirung. Wolframoxyd, Oxide de tungstene, O. of t., erhält man durch Reduction der VWV,säure mittelst WVasserstoflgas, oder ans dem w.sau- ren Kali, welches mit Salmiak vermengt geschmolzen wird; hiebei re- ducirt das Ammoniak die WV.säure, und im Rückstand findet sich Chlor- kalium und VWV.oxyd; man zieht die geschmolzue Masse mit WVasser aus, kocht das Oxyd mit schwacher Kalilauge, wäscht es dann mit Wasser aus und trocknet es. Ein braunes Pulver, nahm man aber krystallisirte VVolframsäure, so erhält man es krystallinisch, metallglänzend, kupferroth, eben so gewinnt man es auch auf nassem VVeg, wenn man WV,säure mit verdünnter Salzsäure und Zink behandelt; das auf letzterm Weg er- haltne Oxyd oxydirt sich sogleich, das auf trocknem Weg dargestellte aber nicht ohne Erhitzen, dann verglimmt es und bildet reinste VV.säure- Es besteht aus 85,83 Wolfr. und 14,17 Sauerst,, vereint sich nicht mit Säuren, löst sich in Kalilauge unter Zersetzung auf, indem sich wolframs. Kali bildet.— WVVenn man statt des sauren w.sauren Kalis das Natronsalz mit WVasserstoffgas reducirt, so wird die Masse kupferroth, beim Erkalten goldgelb, es sind kleine WVürfel und Flitter- chen, die aus Natron und vielem VV.oxyd bestehen, dem Gold in Farbe und Glanz täuschend ähnlich sind. i Wolframsäure, Acide tungstenique, Tungsteniec acid, kommt theils für sich, theils vornämlich an verschiedne Basen gebunden, ım Tungstein, Wolfram etc. vor; man stellt sie durchs Verbrennen des Oxyds am reinsten dar. Ein blafsorangegelbes Pulver, wird in hef- tiger Hitze, oder am Sonnenlicht, grün, geruch- und geschmacklos, specif. Gewicht 6,12, ist nicht ın WVasser, aber in ätzenden Alkalien leicht löslich, vereint sich mit Mineralsäuren zu festen Verbindungen. Sie besteht aus 79,76. VVolfr. und 20,24 Sauerst,, giebt mit den Basen wolframsaure Salze, Tungstenates, welche meist farblos, schwer, und in WVasser wenig löslich sind.— WVenn man W,säure unvoll- ständig reducirt, oder w.saures Ammoniak in der Hitze zersetzt, erhält man ein hang Verl Sch we han Schw Iiel; ein menlhängen aus 149 Deutosulf , Sel derschlägt; wollram Vereimgun; Entwickelt tipe Subst: zolhen Dä und Sılasäl wollram! in Chlor‘ dunkelge säure, bei Wolh schmeht 1 | mit kolıleıs zurückbleil (ss Pulver‘ löst sich Ir chrur, T. on Grundlorm Tartır, un: Gelbe spec enlagestälte Frankreich; tes Eisen | dena, ) 0 genden; Tertn, ft, 07, Anpskeire: bilmichen, nh,=\W, Shi vll Mer U N Mi] Schwefel-, Chlorwolfram, wolframsaure Salze. 457 bei möchte esin der Fall, sch im Bruch, spröde, spenl an, oxydirt sic theilten Zustanl man ein schön Ändigblaues Pulver, w.saures W.oxyd, eine ähnliche blaue Verbindung, als beim Molybdän weiter unten angeführt werden wird. Schwefelwolfram, Protosulfure de tungstene, Pr. of t., wenn snan Schwefeldampf oder S.wasserstoffgas über weilsglühende VV.säure leitet; ein schwarzblaues lockeres Pulver, welches sich zu einer zusam- menhängenden metallglänzenden Masse zusammenschlagen läfst, besteht aus 74,9 Wolfr. und 25,1 Schwefel,— 15 Schwe felwolfram, in; Hassenfrat: j Deutosulfure de tungstene, D. of t., wenn man W,säure in hydro- fand, dals sid h N ıhions. Schwefelkalium auflöst und durch verdünnte Schwefelsäure nie- Ich geneigt War, » A derschlägt; schmutzig hellgelb, in Wasser etwas löslich.— Chlor- rg, so dale .— Mit Zim, wenig W. eich wolfram, Protochlorure de tungstene, Pr. of t., durch unmittelbare Vereinigung beider mittelst gelinder Hitze; die Verbindung findet unter Fe i Entwickelung eines dunkelrothen Lichtes statt. Eine dunkelrothe, flüch- neidige Legirnn & tige Substanz, krystallisirt in Nadeln, schmilzt leicht, sublimirt sich in hält man dur rothen Dämpfen, zersetzt sich mit Wasser ın Berührung in WV,oxyd und Salzsäure, besteht aus 57,21 VVolfr. und 42,79 Chlor,— 14 Chlor- wolfram, Deutochlorure de t., D. of t., durchs Erhitzen von W,oxyd ans dem wisı. vird; hiebei n indet sich Chlır Bi, in Chlorgas; snblimirt sich in weilsen, blafsgelblichen Blättchen, giebt sse mit Wasse | dunkelgelbe Dämpfe, zersetzt sich im WVasser im VWVolfram- und Salz- te ll 5 m 5 Foor rn t cs dann ni säure, besteht aus 46,74 WVolfr. und 53,26 Chlor, Wolframsaures Kali, Tungstenate de potasse, T. of p., man Wolframsan, schmelzt fein gepulvertes VVollram(w.saures Eisen- und Manganoxvdul) ıpferroth, cu mit kohlens. Kali, und laugt das Salz aus, wobei jene Oxyde ungelöst n W.säure u zurückbleiben; reiner erhält man es aus WV.säure und Kali. Ein wei- Izterm Wit{ses Pulver, auch in kleinen Kıystallen, schmeckt brennend alkalisch, Veg darge löst sich leicht in WVasser auf.— W.saurer Kalk, Tungstenate de reinste W.su chaux, T. of lime, kommt als Tungstein, theils in Krystallen vor, deren reint sich ni Grundform ein quadratisches Oktaöder, theils eingesprengt, von blättrigeı auf, inden sıl Textur, undurchsichtig, mäfsig glänzend, weils!von Farbe, ins Graue, sauren Ws Gelbe, specif. Gewicht 5,95 bis 6,6, findet sich im Urgebirge auf Zinn- wird die Mar erzlagerstätten, im sächsischen und böhmischen Erzgebirge, in Cornwallis, irfel und Flit Frankreich; auf Magneteisensteinlagern in Schweden, Salzburg.— WV.sau- m Gold in Park res Eisen- und Manganoxydul, Wolfram, Tungstenate de fer et de manganese, T. of iron and mang., findet sich sowohl krystallisirt, ie acid, kom in geraden rechtwinkligen Säulen, als auch krystallinisch, von blättriger n gebunden, n Textur, fettglänzend, von grau- und braunschwarzer Farbe, specif. Gewicht ‚rchs Verbrenn 6,85 bis 7,43, unschmelzbar; im Urgebirge, Gneis, seltner im Üeber- er, wird in he gangsgebirge, mit Zinnerz, Spielsglanz, Bleiglanz, im sächsischen und d geschmack böhmischen Erzgebirge, England, Frankreich, der Schweiz, Nordame- zenden Alkalıa rıka.— W,saures Bleioxyd kommt sehr selten vor, eine halbdurch- ‚ Verbindungen. sichtige, gelbliche Masse. mit den Bas Wöhler über das Wolfram und seine Verbindungen, in P. A. Bd. 2. arblos, schwen S. 345.] V.säure unvolt; zersetzt, erhäl a en hen nen 488 Molybdän, Molybdünoxydul, Molybdänoxyd.| | hand,! Acht und dreifsigstes Kapitel.- SH Toamee Vom Molybdän. Ak den [Das Molybdän, Molybdene, wurde von Ajelm 1782 aus der Molyb- Noly dänsäure dargestellt, welche Scheele 1778 aus dem Schwefelmolybdän glenreir zu bereiten lehrte. Es kommt in schr geringer Menge theils als Schwe- dm, Ma felmolybdän, theils als M.säure und m.saures Bleioxyd vor. Man stellt milager. es durch Reduction des Oxyds oder der M.säure mittelst WVasserstoff- kit, dam gas in der Glühhitze dar; unvollständiger erfolgt die Reduction mit flirt mi Kohle, allein man erhält hiebei das Metall dicht und geflossen. R krstl Das mittelst WVasserstoffgas dargestellte Metall ist ein aschgraues Pul- nieht$ ver, welches unter dem Polirstahl Metallglanz annimmt, ‚das durch| Fine w Kohlen reducirte, geschmolzne, besitzt eine silberweilse Farbe, ist stark- shppen glänzend, hart, spröde, specif. Gewicht 8,6, schmilzt nur in starker li Essenfeuer, oxydirt sich beim Glühen an der Luft, verbrennt in höhe- wach rer Hitze zu Molybdänsänre, löst sich in verdünnter Schwefelsäure, Salz- lit oder Flufssäure nicht, aber in concentr. Schwefelsäure, Salpeters. auf. ch Legirungen des Molybdäns. ungegl] Mit Eisen zu gleichen Theilen verbunden, eine bläulichgraue, harte, Glüher spröde Legirung; 2 Mol. und 1 Eisen, hellgrau, spröde, feinkörnig.— welche Mit Blei; dieses wird durch wenig Mol. weilser, durch mehr schwarz,) man m spröde.— Mit Zinn. Nach Einigen soll M. das Zinn hart und spröde Chlormo machen, nach Andern nicht, vergl. das beim Zinn$. 229 und 230 Gesagte.| 1 blauen N Molybdänoxydul, Protoxide de molybdene, Pr. of m., wird auf nige Si folgende Art dargestellt: man vermischt die Auflösung eines Molybdän- in Alkol oxydsalzes mit Säure und bringt Kaliumamalgam hinein; hiedurch bildet zinerlich, sich ein Oxydulsalz, welches man sodann durch Ammoniak zerlegt, der grüne Ver Niederschlag mufs im sauerstoffleeren Raum getrocknet werden. Das Schw: Oxydulhydrat ist schwarz, wird aber schnell durch Oxydation bräun- dinglan lich, geruch- und geschmacklos, ist in Wasser und nach dem Glühen, It in wobei es Feuer fängt und pechschwarz zurückbleibt, in Säuren un- Nasen y löslich, besteht aus 85,69 Molybd. und 14,31 Sauerst., giebt mit den 3 file Säuren schwarze Auflösungen, löst sich nicht in ätzenden und koh- in Ich lens, fixen Alkalien auf, aber in kohlens. Ammoniak. FD Molybdänoxyd, Deutoxide de mol., D. of m., stellt man durchs a Glühen des molybdäns. Natrons mit Salmiak dar, die Masse wird mit| bad Wasser abgespühlt, welches M.oxyd hinterläfst, mit Kaliauflösung ab- Ih hr gekocht, und dann abgesülst und getrocknet. Ein dunkelbraunes Pulver,! un y scheint purpurfarben am Sonnenlicht, glänzend, geruch- und geschmack- Dahn] los, in WVasser und Säuren unlöslich, besteht aus 75 Molybd. und Ne 25 Sauerst., bildet ein rostfarbnes Hydrat, welches durch Digestion ie von Molybdänsäure, Salzsäure und Molybdän(oder Kupfer) und nach- al| malige Fällung durch Ammoniak dargestellt wird. Das Hydrat ist in kl, Wasser löslich, röthet Lackmuspapier, schmeckt gelind zusammenzic-: Schn. aus der Mohl. wefelmolybai theils als Schw. vor, Man stell elst Wasserstoff e Reduction nı eflossen, ı aschgraues Pıl nmt,„das durl, Farbe, ist start nur in starke brennt in hil ıwefelsäure, Si , Salpeters, al äulichgraue, hat! le, feinkörng.- ch mehr schwan ı hart und sp! und 230 Gew of m., wii eines Molyiii 1; hiedurch Dil oniak zerlegt, net werden, Di Oxydation hräur nach dem Glilk bt, in Säuren 1st. giebt mit iE| itzenden und I#' stellt man dard e& Masse wird" Kaliauflösung N kelbraunes Pult - und geschmb 19 Molybd.” durch Digest" ıpfer) und nal s Hydrat ist nd zusammenal LK une ne 2 ze u| EN—_ Molybdünsäure, Schwefelmolybdän. 489 hend, metallisch, giebt mit den Säuren rostfarbne, ohne WVasser fast schwarze Salze, wird von ätzenden Alkalien nicht, dagegen von kohlens. Alkalien, besonders von doppelt kohlensauren aufgelöst, die Auflösungen oxydiren sich an der Luft und gehen in molybdänsaure Salze über. Molybdänsäure, Acide molybdique, Molybdie acid, kommt schr selten rein vor, als Üeberzug auf Molybdänglanz, auch mit Bleioxyd verbun- den. Man stellt sie also dar: man röstet das Schwefelmolybdän bei mäfsiger Glühhitze, digerirt das geröstete Produkt mit Ammoniakflüssig- keit, dampft ein, und nachdem sich fremde Substanzen abgesetzt haben, filtwrirt man die Auflösung des molybdäns. Ammoniaks nochmals, läfst es krystallisiren und glüht das Salz. Oder man oxydirt das Molybdän mittelst Salpetersäure, dampft ab und glüht die Masse. Ein® weilse, lockere Substanz, aus feinen seidenglänzenden Krystall- schuppen bestehend, schmilzt zu einer dunkelgelben Flüssigkeit, und ge- steht zu einer gelben, krystallinischen Masse, ist geruchlos, schmeckt schwach metallisch, röthet Lackmuspapier, löst sich etwas in Wasser auf, ist sublimirbar, und bildet farblose, durchsichtige Blättchen, specif, Gewicht 3,49, besteht aus 66,61 Molybd. und 33,39 Sauerst., löst sich ungeglüht in Säuren mit gelbbrauner Farbe auf, nicht aber nach dem Glüben, bildet mit den Basen molybdänsaure Salze, Molybdates; welche theils farblos sind, theils gelb, löslich und unlöslich,— Setzt man zu einer ziemlich conc. Auflösung von molybdäns. Ammoniak Chlormolybdän hinzu, so erhält man eine schön blaue Flüssigkeit, einen blauen Niederschlag, molybdäns. Molybdänoxyd(sogenannte mo,lybdä- nige Säure, Acide molybdeux); diese Substanz ist leicht in Wasser, in Alkohol wenig löslich, reagirt sauer, schmeckt zusammenziehend, säuerlich, wird durch Alkalien zerlegt. Es giebt auch eine ähnliche grüne Verbindung. N Schwefelmolybdän, Protosulfure de mol., Pr. of m., Molyb- dänglanz, Wasserblei, Molybdene sulfurd, Molybdaena, kıystal- lisirt in geraden rhombischen Säulen, kommt auch in krystallinischen Massen vor, stark metallisch glänzend, bleigrau, specif. Gewicht 4,4 bis 73, fühlt sich sehr fertig an, schreibt auf Papier wie Graphit, kommt im Urgebirge, im Granit, Gneis, Chloritschiefer eingemengt, und auf gangartigen Lagerstätten vor, begleitet von Zinnerz, WVolfram, Tung- stein, Kobalt ete., besonders in Schweden, Norwegen, England, Schott- land, Frankreich, im böhmischen und sächs. Erzgebirge, im Riesenge- birge bei Glatz etc. Es löst sich in Königswasser auf, besteht aus 59,74 Molybd. und 40,26 Schwefel.— 1: Schwefelmolybdän, Deutosulfure de mol., D. of m., durch Zersetzung eines molybdäns. Salzes mittelst Schwefelwasserstoffgas, und Fällung durch eine hinzuge- setzte Säure. Ein dunkelbraunes, fast schwarzes Pulver, giebt in ver- schlofsnen Gefälsen beim Erhitzen etwas Schwefel ab, ouxydirt sich an der Luft, besteht aus 49,72 Molybd. und 50,28 Schwef.— Dop pelt Schwefelmolybdän, Persulfure de molybd., P. of m., wenn man 490 Chlormolybdün, molybdänsaures Ammoniak, Bleioxyd. das vorige Präparat mit Schwefelkalium und, Wasser anhaltend kocht, und dann die Flüssigkeit mit Salzsäure zerlegt, Ein dunkelrother, durchscheinender Niederschlag, wird beim Trocknen grau, metallglän-| zend, giebt ein braunes Pulver, besteht aus 42,58 Mol. und 57,42 Schwef. Chlormolybdän, Protochlorure de mol., Pr. of m., durchs Auf- lösen von Oxydulhydrat in Salzsäure; eine dunkel rothbraune Flüssıg- Dis CI gischen 1 keit, giebt durchs Abdampfen eine zähe, schwarze Masse, löst sich ın Bionmt Wasser auf, ist sublimirbar, erscheint dann dunkel ziegelroth, krystalli- Ol, ON sirt, besteht aus 57,48 Mol. und 42,52 Chlor.— Dop pelt Ghlor- jheste Ch molybdän, Deutochlorure de mol., D. of m., durchs Auflösen des Eur Oxydlıydrats in Salzsäure, oder auf directem Weg unter Feuererschei- Ktaödern, 1 nung. Dunkelgrauschwarze Krystalle, dem Jod ähnlich, leicht schmelz- ich Dron und sublimirbar, bildet einen tief dunkelrothen Dampf, zerfliefst an der um Don Luft, oxydirt sich wobei dreifach Ghlormolybd. sich bildet. Es besteht h aus 40,34 Mol. und 59,66 Chlor.— Dreifach Chlorm olybdän, en Ierilz, Perchlorure de mol., P. of m., theils durchs Auflösen von M.säure in Salzsäure, theils durchs Erhitzen von wasserleerem M.oxyd ın Chlorgas; ei Gassin, auf letzterm WVeg erhält man weifse, feine, lockere Krystallnadeln, welche It in Ivı sich sublimiren, aber nicht schmelzen lassen, löst sich in VWVasser und der Insel WVeingeist auf, besteht aus 31,07 Mol. und 68,93 Chlor.— Eben so giebt es auch 3 verschiedne Verbindungen des Mol. mit Fluor. Molybdänsaures Ammoniak, Molybdate d’ammoniaque, M.| Fund of a. durch Digestion der durchs Rösten von Schwefelmolybdän dar- gestellten M,säure mit Ammoniakflüssigkeit(siehe bei der Molybdän- Pula säure); krystallisirt in farblosen, rechtwinklig vierseitigen Säulen, löst hl Nach sich leicht in WVasser auf, dient zur Darstellung der M.säure,— Mo- Ki, lybdänsaures Bleioxyd, Molybdate de plomb, M.of lead, gelber Freak Bleispath, Gelbbleierz, plomb molybdate, yellow lead-ore, krystallisirt Shi. in quadratischen Oktaödern, kommt auch derb und eingesprengt vor, halb- Disschl durchsichtig bis durchscheinend, wachsglänzend, pomeranzen-, wachsgelb, an honigfarben, ins Braune und Graue, specif. Gewicht 5,48 bis 6,8; im Alpen- je kalk als Ueberzug der WVände kleiner Drusenhöhlen, in Kärnthen, Oester- Mat, une reich, Ungarn, Ty vol; ın Frankreich auf schmalen Gängen im Berg Chalan- Huslene gie dung von C} ches(Deptm. de lIsere). Das künstlich dargestellte sieh auch gelb aus, ist ho, eng, nicht in Wasser, aber in Salpetersäure löslich, besteht aus 60,82 Bleiox. und 39,18 Molybds.— Neuerdings ist 5 molybdäns. Bleioxyd ver- Anz it, bunden mit kohlens. Bleioxyd(phosphors., chroms. Bleioxyd und Chlor- Com x blei) in Südamerika entdeckt worden. In ih Berzelius über das Molybdän und seine Verbindungen, in P. A, Bd.| an ln di 6. S. 369] en — Nieder Or, a )s 1 leioyd, anhaltend karlı n dunkelroth,; "au, metallglin d 57,42 Schwil "m., durchs Aul braune Rlüssı. asse, löst sich ı selroth, keystll oppelt Chlo: "hs Auflösen d: ıter Fenererschi 1, leicht schmilt zerfliefst an.dı Idet, Es besil lorm olyb di von M.sänrt xyd ın Chlor allnadeln, well ı in Wasser ul or:= Eben; t Fluor. mmoniaque,| lelmolybdän dır der Molybir ‚en Säulen,| ‚säure,— I of lead, gell: -0re, krystalli ;prengt vor, ll Nzen-, wachsge bis 6,9; im Alpe Kärnthen, Osir im Berg Chalır auch gelb aus, aus 60,92 Blei Bleioxyd vr ysvd und Chlor ) „in P. AB Chrom, Chromeisenstein, Darstellung des Chroms, 491 Neun und dreifsigstes Kapitel. Vom Chrom Das Chrom, Chröme, Chromium, wurde von Fauquelin 1797 im sibirischen rothen Bleierz entdeckt, und als ein eignes Metall aufgestellt. Es kommt nicht häufig vor und zwar nur im oxydirten Zustand, als Oxydul, Oxyd, Chromsäure mit Blei- und Kupferoxyd verbunden. Das häufigste Chromerz ist der Chromeisenstein, fälschlich genannt Chro- mate de fer, Chromerz; es findet sich zuweilen in kleinen regelmälsigen Oktaödern, in Körnern, glänzend, zwischen eisenschwarz und stahlgrau, Strich braun, specif. Gewicht 4,0 bis 4,5, zumal im Serpentingebirge, im jüngern Porphyr- und Wackengebirge, mit Talk, so in Schlesien bei Baumgarten, Frankenstein, Regbzk. Breslau, bei Silberberg, Tegbzk. Liegnitz, in Steyermark bei Krieglach, in Frankreich im Deptm, de Var bei Gassin, bei Nantes, auf den Schettländischen Inseln Unst und Fet- Jar, in Nordamerika zu Baltimore, bei Philadelphia in Pensylvanien, auf der Insel Vaches bei Hayti. [Analysen von mehrern Sorten Chromerz. Finfdoit: Chrom-_ Eisen- Thon- Kiesel- Mangan- Ahslytiker: oxydul. oxydul. erde. erde. oxydaul. 2 Philadelphia....... 51,6 37,2 9,7 2,9—_— Berthier*). Insel Vaches....... 36,0 37,2 21,8 5,0 En= Krieglach........... 55,5 33,0 6,0 2,0_ Klaproth. Frankreich........ 43,0 34,7 20,3 2,0— Vauquelin. Sibirien.2..0...... 53,0 34,0 11,0 1,0 1,0 Laugier. Das schlesische Chromerz enthält beträchtlich weniger Chromoxydul als das amerikanische, welches man daher auch, so wie das aus Steyer- mark, vorzieht, das schlesische wird nicht benutzt, weil es zu wenig Ausbeute giebt.— Nach Berzelius ist das Chromerz eine Verbin- dung von Chromoxydul mit Eisenoxydul, welcher mehr oder minder thons. Eisenoxydul, manchmal auch Chromoxydul+ Eisenoxyd beige- mengt ist. Chrom wird im metallischen Zustand im Grofsen nicht benutzt, da- her geshieht auch die Darstellung desselben nur im Kleinen durch Reduetion des Oxyduls mittelst Kohlenstaub in sehr hohen Hitzgraden, demungeachtet kann man es nicht zusammenschmelzen. Eine einfache Weise das Chrom recht rein darzustellen ist die, dafs man in dreifach Chlorchrom, welches in einer Glasröhre glühend erhalten wird, Ammo- *)S.n.7J, Bd, 13, Ss. 419. EEE EEE ITS RT| EEE ET 492 Eigenschaften d. Chroms, Chromoxydul, Darstellung desselben. niakgas leitet, wobei es als ein schwarzes Pulver erhalten wird, welches sich beim Glühen entzündet. Auch durch eine gleiche Behandlung des einfachen Chlorchroms*). Es ist grauweils von Farbe, unter andern Umständen silberweils, spröde, von feinkörnigem Bruch, löst sich in Königswasser, selbst in der Siede- hitze sehr wenig, nicht in Salpeter- und Schwefelsäure, aber in Flufssäure unter Entbindung von Wasserstoffgas auf, oxydirt sich durch Caleiniren mit Kali oder Salpeter, durch welche Operation chroms. Kali entsteht. Legirungen des Chroms. Mit Eisen. Nach Hassenfratz soll sich das mit Chrom behandelte Eisen sehr gut schmieden lassen, ohne den geringsten Kaltbruch zu zei- gen, wogegen es von dem Fehler des Rothbruchs nicht ganz freige- sprochen werden kann, Geringe Beimischungen von Chrom finden sich in dem Roheisen eben so häufig, wie die von Titan, sie werden beim Frischen vollständig'abgeschieden. Nach Vaugquelin enthielt ein roth- brüchiges Eisen 0,6% Phosphor und 0,4% Chrom, Ueber die Legirung des Stahls mit Chrom siehe bei diesem Seite 127. Chromoxydul, Protoxide de chröme, Pr. of chr., grünes Chrom- oxyd, kommt mit Quarz und Thon gemengt als Chromocker vor, derb, weich, zerreiblich, von apfelgrüner Farbe, speecil. Gewicht 2,57 bis 61, findet sich als Lager von geringer Mächtigkeit im Dptmt. de Saöne et Loire; kommt als Färbungsmittel im Smaragd, Strahlstein, Dial- lage, mit Eisenoxydul verbunden im Chromeisenstein vor. Man stellt das Chromoxydul auf verschiedne Weise dar: durchs Glühen des pulvrigen Wetalls an der Luft, durchs Glühen des chroms. Quecksilberoxyduls in einer irdnen Retorte und Vorlage, welche etwas Wasser enthält, wobei Quecksilber übergeht, Sauerstolfgas sich entbin- det, indem sowohl das Quecksilberoxydul: seinen Sauerstoff abgiebt, als auch die Chromsäure, die als Oxydul übrig bleibt. Man schüttet dann das Chromoxydul aus der Retorte und glüht es noch in freiem Feuer. Eine andere, von Lassaigne angegebne, Methode ist folgende: man glüht ein Gemeng von doppelt chroms. Kali und Schwefel zu gleichen Ge- wichtstheilen, oder 100'Th. neutvales Salz mit 40 Th.. Schwefel, laugt dann das gebildete schwefels. Kali mittelst. kochendem Wasser ab, worauf reines Chromoxydul übrig bleibt.(Nach Berthier erhält ınan es durchs Glühen von chroms. Bleioxyd in einem mit Kohle aus- gelütterten Tiegel, neben metallischem Blei.)— Nach Wöhler mengt man das doppelt chroms. Kali mit gleichen Theilen kohlens. Kali oder — 00 *) Rosc in P. A. Bd, 16. S. 55. Liebig daselbst Bd. 21. S. 359, Darstell Natron nd$ verbal ist, dis Chlorkal rn zurickble den questo sul erzeugt\ Yapfihpt man (mmeisenstt qinuselzten| ud gli, Jis der grüne auf wird ders‘ Schneklsint Yon rckstärt Aulhsung wO nl gend Anons mul man ach A onydıl files man neuttad Aullisung dl hei ein Anbg Farbe ann onytıl-Kal steinsiure wid dur den vol ben zu Kohlix il den erzıa Tsitein re Ieuebetindige ohne ih zu dung wie I in Sreni Hl ei Sp Teint und f AUT z m(Tarif ar Werde Men I Anı Miele Un lung desselhn, wird, welch Behandlung des erweils, sprölk st in der Sied. ber in Flufssiur 'h Caleiniren ni li entsteht, ram behandelt altbruch zu ni cht ganz freig rom finden sıl & werden bei thielt ein rol er die Legins ‚, grünes Chrn omocker it il. Gewicht 3 tb im Dptul! 'trahlstein, Di ® ise dar: dur lien des ch es welche eins Txas sich enlbn stoff abgiell, N an schüttet dan in freiem Fur rende; man gi zu gleichen be Schwefel, If ‚m Wasser il Berthier erlil mit Kohle as Wähler wen lens. Kali odt Darstellung des Chromoxyduls, Kigenschaften desselben.: 495 Natron und Salmiak, glüht das Gemeng, bis aller überschüssige Salmiak verdampft ist, wonach der Rückstand: mit Wasser ausgelaugt: wird, bis das Chlorkalium oder Chlornatrium aufgelöst und das. Chromoxydul rein zurückbleibt. Bei diesem Prozefs wird das Ammonium im Salmiak den Sauerstoff der Chromsäure und des Kalis binden, wodurch"Wasser sich erzeugt, Stiekstoflgas und kohlens. Gas entweichen.— Nach Frick verfährt man also: die vom Aussülsen des geglühten Gemengs von Chromeisenstein und Salpeter erhaltnen Laugen, weiche ehroms. Kali, unzersetzten Salpeter und freies Kali enthalten, werden concentrirt und geklärt, mit Schwefel in einem eisernen Kessel so lange gekocht, bis der grüne Niederschlag, Chromoxydul, nicht mehr zunimmt, Hier- auf wird derselbe mit destillirtem Wasser abgewaschen, in verdünnter Schwefelsäure in der Wärme gelöst, die Lösung mit Wasser verdünnt, vom rückständigen Schwefel getrennt, und dann die ganz klare grüne Auflösung mit kohlens. Natron präeipilirt, der Niederschlag ausgesülst und getrocknet, Nach Liebig braucht man die Auflösung des Chlor- chroms nur zur Trockne abzudampfen und zu glühen.— Endlich kann man auch aus dem Chlorchrom durch kohlens. Kali ein kohlens. Chrom- oxydul fällen, welches geglüht reines Oxydul liefert; auch dadurch, dafs man neutrales chroms. Kali in vielem Wasser auflöst und zu dieser Auflösung eine Lösung von Weinsteinsäure in Wasser hinzuseizt, wo- bei ein Aufbrausen stattfindet und die Flüssigkeit eine schön grüne Farbe annimmt. Man schlägt dann aus dem erzeugten weinsteins. Chrom- oxydul-Kali das Oxydul als Hydrat durch Ammoniak nieder. Die Wein- steinsäure wird bei diesem Prozefs zum Theil zerlegt, es wird nämlich durch den von der Chromsäure abgetreinen Sauerstoff ein Theil dersel- ben zu Kohlensäure und Wasser oxydirt, und der übrige Antheil bildet mit dem erzeugten Chromoxydul und Kali ein Doppelsalz, Es ist ein mehr oder minder dunkelgrasgrünes Pulver, unschmelzbar und feuerbeständig, so dafs es selbst das Scharffeuer des Porzellanofens aushält, ohne sich zu verändern, nach dem Glühen, wobei sich eine Feuererschei- nung. wie beim Glühen der Zirkonerde zeigt(siehe I. Seite 454), ist es in Säuren unlöslich. Es besteht aus 70,1 Chrom und 29,9 Sauerstoll, giebt ein graugrünes Hydrat, welches bei gelinder Hitze sein Wasser verliert und dunkelgrün wird, mit den Säuren grüne Salze, welche süfslich-zusammenziehend schmecken, von Alkalien mit sraugrünlicher, von Cyaneisenkalium mit grüner, von Galläpfelaufgufs mit brauner Farbe gefällt werden. Das Hydrat löst sich in ätzenden fixen Alkalien auf, wenig in Ammoniak, allein durchs Kochen setzt es sich grölstentheils wieder ab.— Man gebraucht das Chromoxydul vornämlich in der Por- 494 Chromoxyd, Chromsäure, Darstellung u. Eigenschaft. derselben. zellanmalerei, sowohl auf als auch unter der Glasur,(siehe I. Seite 532 und 33,) in der Oelmalerei unter dem Namen Chromgrün, [Chromoxyd, Deutoxide de chröme, D. of chr., braunes Oxyd, theils durch gelindes Erhitzen des salpeters. Chromoxyduls, oder durch Be- handlung der Chromsäure mit schwefliger Säure. Ein dunkel rothbran- nes, wenig glänzendes Pulver, besteht aus 63,76 Chrom und 36,24 Sau- erst, entbindet in der Hitze Sauerstoffgas, Chromoxydul bleibt zurück, giebt ein braunes Hydrat, mit den Säuren schmutzig rothe Salze.— Nach Einigen soll das Chromoxyd eine Verbindung von Chromoxydul mit Chromsäure sein,] Chromsäure, Acide chrömique, Chromic acid, kommt an Blei- oxyd(und Kupferoxyd) gebunden im Mineralreich vor; die Darstellung der reinen Chromsäure verdankt man Unverdorben. Zu dem Ende mengt man 32 Theile chroms. Baryt oder 40 Th. chroms. Bleioxyd mit 30 Th, reinem Flufsspath und 50 Th. cone. Schwefelsäure, und destillirt in einer Platinretorte mit Platinvorlage, in welcher sich sehr wenig Wasser be- findet. Es bildet sich höchstes Fluorchrom, welches als ein rother Dampf übergeht und durch die in der Vorlage befindlichen Wasser- dämpfe zerlegt wird; die Chromsäure setzt sich in Krystallen ab, wäh- rend Flufssäure aufgelöst bleibt. Dieser Prozels ist aber einmal um- ständlich und erfordert zweitens auch Destillirgeräthe aus Platin, wel- che nach der von Maus angegebnen Methode nicht nöthig sind. Nach dessen Angabe löst man chroms. Kali in Wasser auf, setzt Kieselflufs- säure so lange hinzu, bis sich kein Fluor-Silicium- Kalium mehr ab- setzt; darauf wird die Flüssigkeit in einem Platingefäls zur Trockne ab- gedampft, die Chromsäure in wenig Wasser wieder aufgelöst. Nach Maimbourg stellt man diese Säure auch durch Fällung einer Auflösung des chroms. Kalks mittelst Sauerkleesäure dar. Die Chromsäure erscheint in sehr voluminösen, zinnoberrothen, fein wolligen Krystallnadeln, ist geruchlos, verbreitet aber erhitzt einen eig- nen Geruch gleich dem chroms. Kali, schmeckt scharf, sauer, hinter- her zusammenziehend, färbt die Haut und organische Körper gelb, zer- fliefst an der Luft, besteht aus 54 Chrom und 46 Sauerst., löst sich leicht in Wasser und Alkohol auf, letztere Auflösung wird durchs Ta- geslicht, so auch durchs Erwärmen zerlegt, es erzeugt sich Chromoxy- dulhydrat und Aether; Chromsäure greift Papier, Leinwand im Dunkeln nur sehr langsam an, aber fast augenblicklich am Licht, sie hinterlälst einen braunen Fleck, der allınälig bei langem Ausliegen an der Sonne bläulichgrau wird. Erhitzt man noch nicht zerflofsne krystallisirte Chrom- säure rasch, so entmischt sie sich unter Feuererscheinung, Sauerstoffgas entbindet sich, und Chromoxydul bleibt zurück; überhaupt besitzt Chrom- ’ sine dt Ni: sahen; Ir erholen(5® chrom pl S saure Salzı= zen Farbetön” Jun und N yerlidet SCHE die in Oktat&E Technik ange MER Schwefel@ han von CR alalhiue; ME worauf enlen \ durchs Rei | pelersäurt, d: huge, Bsd9s auch hohl ringer Baib Chlorne Chrono'u chr,, eränss Kohleopul.@ chroms, Blog Chlorchrom, Di oydılhrdea€ dnkt escheirngg Lan durchge sanı mit sm:| gibt cine dee und Alkohol® Vie Kb chron, IMK® Orstsmi$ e Verdanfe weicht und '@ Peellnurg' dad chror fläun, Ein/f Stark Tach, E Dan ae Unler Haken aliay,) 7905 Oh,| aft, derselln, he I, Seite N) rün, nes Oxyd, thel, oder durch Be dunkel rotlibrau. und 36,24 Sa. ul bleibt zurüc rothe Salze,= on Gliromanylıl kommt an Blk. die Darstellm dem Ende men: xyd mit 30 estillirt in ein onig Wasser b. s als ein volle dliehen Wax: tallen ab, wi ber einmal u aus Platin, w. hig sind, u setzt Kiesellu; alium mehr ı zur Trockne aufgelöst, Nu einer Aufliu; noberrothen, Iü orhitzt einen€ f, sauer, hinkt örper gelb,# uerst,, Jöst sü vird durchs T+ sich Chromosf nd im Dunkeh sie hinterlik an der Son ‚llisirte Chrom , Sauerstoflgs besitzt Chrow- Chromsäure, Schwefel-, Chlorchrom. 495 säure die Eigenschaft, an oxydirbare Substanzen leicht Sauerstoff abzu- geben; hierauf beruht die Darstellung des Chromoxyduls nach mehrern Methoden(siehe bei diesem), die Zerselzung des Indigs(hievon beim chroms. Kali mehr). saure Salze, Chrömates, welche theils gelb, theils rotlı, in verschied- Die Chromsäure giebt mit den Basen chrom- nen Farbetönen erscheinen, und deshalb auch in der Malerei, Färbe- kunst und Kattundruckerei Anwendung gefunden haben.— Chromsäure verbindet sich mit Schwefelsäure zu einer dunkelrothen Flüssigkeit, die in Oktaödern anschiefst.— Reine Chromsäure wird nicht in der Technik angewendet, hauptsächlich aber chroms. Kali. [Schwefelehrom, Protosulfure de chröme, Pr. of chr., durchs Glü- hen von Chromoxydul mit höchstem Schwefelkalium in starker Weifs- glühhitze; man'spühlt dann die rückständige Masse mit WVasser ab, worauf ein dunkelgraues Pulver zurückbleibt, welches wenig Metallglanz durchs Reiben annimmt, an der Luft in der Hitze sich oxydirt, in Sal- petersäure, noch leichter in Goldscheidewasser, sich auflöst, nicht in Kali- lauge. Es besteht aus 53,83 Chrom und 46,17 Schwefel.— Man kennt auch höhere Schwefelverbindungen des Chroms, die jedoch nur von ge- ringer Beständigkeit sind. Chlorchrom, Protochlorure de chrome, Pr. of chr., salzsaures Chromoxydul, Protomuriate, Pr.hydrochlorate de chr., Pr. of chr., erhält man durchs Glühen eines Gemengs von Chromoxydul und Kohlenpulver in Berührung mit Chlorgas, ebenso durch Behandlung des chroms, Bleioxyds mit Salzsäure und Alkohol am Licht, wobei sich Chlorchrom, Chlorblei und Aether bilden; durchs Auflösen des Chrom- oxydulhydrats in Salzsäure. Das nach der ersten Methode erhaltne Pro- dukt erscheint krystallinisch, von pfirsichblüthrother Farbe, in dünnen Lagen durchsichtig, sonst undurchsichtig, löst sich in Wasser sehr lang- sam mit smaragdgrüner Farbe auf, die Auflösung langsam abgedampft giebt eine dunkelgrüne, fast schwarze Salzmasse, die sich in Wasser und Alkohol löst, und in der Glühhitze nicht zersetzt, aber sublimirt wird.‘Es besteht aus 34,64 Chrom und 65,36 Chlor.— 1% Chlor- chrom, Deutochlorure de chröme, D. of chr., durch Verbindung des Oxyds mit Salzsäure; eine rothe Auflösung, welche sich sowohl durchs Verdampfen, als auch durch Siedehitze entmischt, indem Chlor ent- weicht und einfaches Chlorchrom zurückbleibt.— 1% Chlorchrom, Perchlorure de chröme, P. of chr., erhält man durch Destillation von doppelt chroms. Kali, abgeknistertem Kochsalz und rauchender Schwe- felsäure. Eine bluthrothe, sehr flüchtige Flüssigkeit, welche an der Luft stark raucht, und einen der salpetrigen Säure in Farbe schr ähnlichen Dampf ausstöfst, sinkt in Wasser zu Boden, und löst sich allmälig unter starker Erhitzung und Zersetzung auf, es entsteht Chrom- und Salzsäure. Dieses höchste Chlorchrom besteht aus 20,95 Chrom und E 19,05 Chlor. ns EEE EU ETZNEEETEETTEEE 1 A a AT ee a, 496 Fluorchrom, Chromsalze, chromsaures Kali. Fluorchrom, Protofluorure de chröme, Pr. of chr., durchs Auf- lösen des Oxyduls in Flufssäure; eine grüne Salzmasse, in Wasser lös- lich, krystallinisch.— 15; Fluorchrom, Deutofluorure de chröme, D, of chr., auf eine gleiche Weise als Oxyd erhalten, eine rothe Masse-— 1% Fluorchrom, Perfluorure de chröme, P. of chr., er- hält man, wie bereits oben Seite 494 angegeben worden ist, auf ähn- liche WVeise als das höchste Chlorchrom. Ein rothes Gas, welches Glas stark angreift, Fluorsilictumgas und Chromsäure bildet, zersetzt sich in Berührung mit der Luft wegen der ın dieser enthaltnen VWVas- serdämpfe, und bildet Fluls- und Chromsäure; besteht aus 33,41 Chrom und 66,59 Fluor, Halb kohlensaures Chromoxydul, Souscarbonate de chröme, Subcarb. of chr., erhält man mit Chromoxydulhydrat verbunden, wenn man ein Chromoxydulsalz mittelst kohlens. Kali oder Natron nieder- schlägt; schmutzig grün von Farbe. Ein neutrales Salz hat man noch nicht darstellen können.— Schwefelsaures Chromoxydul, Protosul- fate de chröme, Pr. of chr., durch Auflösen des kohlens. Chromoxyduls in Schwelelsäure; eine grüne Flüssigkeit, giebt abgedampft eine grüne Salzmasse. Mit schwefels. Kali verbunden entsteht ein dem Alaun ganz analoges Doppelsalz, Chromalaun, welches in Okta@dern anschielst, dunkel purpurn oder amethystfarben aussieht, ın 6 Theilen VVasser sich auflöst; man erhält diesen Chromalaun auch, wenn man eine conr, Auflösung von neutralem chroms. Kali mit% conc. Schwefelsäure vermischt und dann 2 Theile Alkohol hinzuthut.— Salpetersaures Chrom- oxydul, Protonitrate de chröme, Pr. of chr., durch unmittelbare Ver- einigung, wird in der Hitze zersetzt, Oxydul bleibt übrig.) Chromsaure Salze. Chromsaures Kali, Chrömate de potasse, Chr, of pot., wird in chemischen Fabriken, ganz besonders in grofsen Massen in Manchester, London, aus Chromeisenstein durchs Schmelzen mit Salpeter und koh- lens. Kali dargestellt. Der Chromeisenstein muls zu dem Ende durch Pochen, Zermahlen, Schlemmen von der beigemengten Gesteinmasse aufs vollkommenste befreit werden, weil, wenn Kiesel- und Thonerde ent- haltende Gesteintheile darunter bleiben, durchs Caleiniren mit Kali sich Verbindungen derselben mit dem freien Kali erzeugen, welche dann schwer und mit nicht unbeträchtlichen Kosten getrennt werden müssen. Das fein gemahlne und geschlemmte Erz wird mit der Hälfte getrockne- ten Salpeter gemengt, nach andern mit 67%,(oder mit 4 Pottasche und 13 Salpeter beschickt) geschmolzen. Hiezu bediente man sich früher der Schmelztiegel, die man in einem Tiegelofen heftig erhitzte, allein auf diese Art wird das Produkt zu theuer und kann auch nur in kleinen Mengen beschafft werden. Man kam daher bald zur Anwendung von grölsern Oefen, nach Art der Töpferöfen, in denen man in Blumentöpfen die u Bez f die Puschickur yichenräane | dam jillte w ungen ul her zwi ni Im non di diem Schm! and, une 4 auch woli le die, an ayllisen; man 2 H Stunden: fulstand ab, [Nin hat diest Sulpeter und was UnZErst mn vorhe der Digest drigen Prein hält man nr | Chromalaunst dul Gesagte, Dei diesenn s Chronanyda finden, Liedurc jiles(md dere stud, welchi Atsche I Ur r ul,| Mersinte oder‘ $ıl am dh die Kl lansf Kstlk un ı “th, 4 Alk ei Sch den One Anschufg Pl 1 Ü dh erhalten, Nenn Da Ara 12 TR «, durchs Al n Wasser|i; ıre de chrön, en, eine rull: P, of chr, x. n ist, auf äh. Gas, welch bildet, Zersel nthaltnen W;, us O4 Chron ıate de chröm erbunden, wu Natron nielt man noch nıı lul, Protos ;, Chromoyli mpft eine griı dem Alaun a: ‚dern anschie Theilen Wis man eine cn elsäure vernis aures Ohm ınmittelbare!: 8.) of pol," on in Manche alpeter und I lem Ende dr esteinmasse ‚d Thonerde® en mit Kalıt 1, welche din werden mis [illte getrocht ‚ Pottasche® sich früher tzte, allein# nur in kleit nwendung\ 1 Blumentipl f ol rg RR 7 TE N 2 N Ueber die Darstellung des chromsauren Kalis. 497 die Beschiekung, einen Topf über den andern gestellt, einsetzte, und die Zwischenräume mit Coaks ausfüllte. Eine Schmelze dauerie an 3 Tage, dann kühlte man den Ofen langsam aus. Man hat äuch Flammheerde angewendet, und zwar doppelte, d.h. solche, wo die Flamme einer Feue: rung über zwei über einander angebrachte Flammheerde streicht, auf denen man die mit dem Gemeng gefüllten Töpfe aufstellte. Nach voll. endetem Schmelzen werden die Töpfe zerschlagen, das Gemeng von Ei- senoxyd, unzerlegtem Chromeisenstein, chroms. Kali, etwas ätzendem Kali, auch wohl kiesels. und thons. Kali noch heifs in Wasser wobei die unlöslichen Gemengtheile zurückbleiben, die Salze aufgelöst, aber sich auflösen; man wendet hiezu kupferne, auch eiserne Kessel an, läfst ei- nige Stunden lang kochen, und gielst dann die klare Flüssigkeit vom Rückstand ab, den man noch einigemal mit Wasser abspühlt. [Man hat diesen Rückstand, der, wenn nicht in richtigen Verhältnissen Salpeter und Pottasche zum Ghromeisenerz zugesetzt wurde, noch et- was unzersetztes Erz enthalten kann, noch einmal benutzt, nachdem man vorher das Eisenoxyd, Thon- und Kieselerde mittelst Salzsäure in der Digestionswärme ausgezogen; allein dies dürfte bei den jetzigen nie- drigen Preisen wohl nicht lohnen. Nimmt man Schwefelsäure, so er- hält man unter andern Alaunkrystalle, welche dunkelroth aussehen, und Chromalaun enthalten möchten, vergl. das beim schwefels. Chromoxy- dul Gesagte.] Bei diesem Prozels giebt der Salpeter in der Hitze Sauerstoff an das Chromoxydul und Eisenoxydul ab, welche sich im Chromeisenerz be- finden, biedurch entsteht Chromsäure, die sich mit dem Kali des Sal- peters(und der Pottasche) zu einem neutralen Salz verbindet, und Ei- senoxyd, welches im Rückstand bleibt; so wie der Salpeter und die Pottasche im Ueberschufs vorhanden sind, lösen sie leicht Kiesel- und Thonerde auf. Um diese zu entfernen, setzt man vorsichtig etwas Sal- petersäure oder Essigsäure(aus Holzessig) hinzu. Soll nun das chromsaure Kali krystallisirt werden, so dampft man die klaren Laugen bis zur Salzhaut ein, und bringt die abgeschiednen Krystalle zum Abtropfen in Körbe; diese löst man wieder in Wasser auf, dampft ab, und läfst die conc. Lauge in grofsen irdnen Krystallisir- näpfen in erwärmten Zimmern anschiefsen. Ist die Lauge alkalisch, so schiefst das neutrale Salz schön an, ist sie aber neutral, so erfolgt beim ersten Anschuls saures Salz und dann aus der alkalisch gewordnen Flüssigkeit das neutrale. Das neutrale kann man auch durchs Glühen des doppelt chroms. Kalis mit einer hinlänglichen Menge kohlens. Kali erhalten, wenn die Hitze bis fast zum Schmelzen erhöht wird, Das neutrale erscheint in eitronengelben, undurchsichtigen, sechs. l. 2. 32 P EEE TELCBEEEE EUDE ZUZEETEETEESCE Bu ER EV FETT EEG ET EEE 7 VRFET 498 Eigenschefien des einfachen und doppelten chromsauren Kalts. seitigen Säulen, schmeckt bitter, unangenehm, der Geschmack hält lange im Mund an, löst sich ungefähr in 2 Theilen Wasser von der miltlern Temperatur, nicht in Alkohol auf, schmilzt in starker Rothglühhitze, verliert das chemisch gebundne Wasser, 323, und wird lichtgrün von Farbe, so lange es geschmolzen. Durch stärkere Mineral- selbst organi- sche Säuren wird das neutrale Salz zersetzt, indem sich saures bildet, und ein entsprechendes Kalisalz von der zugesetzten Säure. Es hat eine ausnehmend stark färbende Kraft, so dafs Wasser durch 4555 noch merklich gelb gefärbt wird, und eine 20fache Menge Salpeter da- durch so intensiv gelb aussieht, als wäre es das unvermischte chroms. Kalı selbst; es besteht aus 47,51 Kali und 52,49 Chroms. Doppelt chromsaures Kali, Bichrömate de potasse, B. of p., erhält man aus einer eoncentrirten, gehörig mit Essigsäure angesäuerten Auflösung, da es schwerer löslich ist, als ein dunkel orangefarbnes Pul- ver, welches durchs Auflösen in heifsem Wasser und Abdampfen krystal- lisirt wird. Es bildet dunkel feuerrothe säulenförmige Krystalle, wel- che bitter, kühlend, metallisch schmecken, sich in 10 Theilen Wasser von der mittlern Temperatur, nicht in Alkohol auflösen, in der Hitze schmelzen, und zu einer pomeranzengelben Masse erkalten, die in dün- nen Lagen durchscheinend ist, Dieses Salz besteht aus 31,15 Kali und 68,85 Chroms. [ Verunreinigungen des chroms. Kalis. Das neutrale Salz kann nach Zu- ber'Thonerde enthalten, und erscheint dann in durchscheinenden, vier- seitigen, rhombischen Säulen; die gewöhnlichen Reagentien auf Thon- erde werden dieselbe anzeigen. Es enthält nicht selten betrüglicher Weise beigesetztes schwefels. Kali, auch wohl vom unreinen Salpeter und der Pottasche herrührendes Chlorkalium; man hat von ersterm über 40% unter dem chroms. Kali gefunden. Die Prüfung beruht in der An- wendung der bekannten Reagentien, nachdem man vorher die Lösung des chroms. Salzes mit ein wenig reiner Salpetersäure gesäuert hat; bei der Anwendung des salzs. Baryts ist auch reine Salzs, zum Ansäuern brauchbar. Statt dieser Säuren kann man auch reine WVeinsteinsäure anwenden, wenn man eine stark verdünnte Auflösung derselben im Ueberschufs zur Auflösung des chroms. Kalis schüttet; die amethyst- farbne Flüssigkeit wird dann durch obige Reagentien geprüft*). Folgende Metallsalze werden durch neutrales chroms. Kali mit fol- genden Farben gefällt: Name d, Salze. Farbed.Niederschlags.| Name d. Salze. Farbe d. Niederschlags. Zinkozydsalze....hoch schwefelgelb.| Bleioxydsalze.......citronengelb. Eisenoxydulsalze haarbraun. en gelb > salze.. rostbraun.£ salze %) Zuber in D. p. I. Bd. 31.5. 315. Anm ndung d Ned Salze. Wiouhospdst Enmydsalze Ä fuhr® (,liberonyd \ Dis ehros, I(necksilbe Si schmact i Tiperarben dur un niteht Gelb dis dis. chrom 2 blauem 6 auf ein in der N thnns, Kali aul Weinstein-, Sau verdickt, Abenkle die Stelle ist ı das doppelt chre sich in Chrmo: sänre, so wie MM bindet, und in Entbindung einwi las, Gas, Köchli al greit, dals eine de Osydatı un du Doppelsalz üe Amendung de Alımarın Ges; (Chrnsaures 2 it inmoniak Kinn des. chrom de le nadelfö Crmaurer| rilh Wihlverwar ken Wasser Ohne, Salpe Shl-Chroms: “ar un aus dı Im nd 40,5€ (I fr, TH U N, M IN Rd, [s@uren Kal, jack hält Ian m der milllen Rothslühhie | Jiehtgrin I = selbst Orga h saures bildh 'e, Es haten ch 3nH nnrl © Salpeter d mischte chront Ss, tasse, B, of} re angesäuerl nzelarbnes)ı lampfen kıyı Krystalle, n Theilen Wis n, in der! 'en, die in! ‚31,15 Klin kann nad cheinenden,ı ntien auf Ih ‚ten betrilli unreinen Sıl! von ersterml beruht in dert ‚orher die Li , gesäuert at} 75, zum Ansil‘ je Weinsteins! ung derselba! or; die amclı! geprüft*). ns. Kali mit! be d. Niederschl ‚„citronengelb ‚gelb. Anwendung des chromsauren Kalis, andere chroms. Salze, 499 Name d. Salze. Farbe d. Niederschlags.|Name d. Salze. Farbe d. Niederschlags. Wismuthoxydsalze hoch citronengelb. Quecks.oxydsalze mennigeroth. Uranoxydsalze..... hochschwef.gelb.|Silber=+ purpurroth, Kupfer==..... röthlichbraun. Plain== schmutz.strohgelb, Quecksilberoxyduls. orange. Spiefsglanzoxyds. perlfarben.] Das chroms. Kali wird in der Chemie als Reagens auf Blei-,(Sil: ber-, Quecksilber-)salze, zur Darstellung der Chromsäure und chroms. Salze gebraucht, in der Technik zur Hervorbringung gelber und oranger Körperfarben durch Bleisalze, für die Malerei, für die Kattundruckerei, um mittelst Gelb und Blau schönes Grün zu erzielen; auch ist neuer- dings das chroms. Kali zur Zerstörung des Indigs angewendet worden, um auf blauem Grund farblose Stellen zu erhalten. Wenn man nänilich auf ein in der kalten Küpe gefärbtes Zeug eine Auflösung von doppelt chroms. Kali aufdruckt, und darüber eine Reservage, bestehend aus Weinstein-, Sauerklee- und etwas Salpetersäure, mit gerösteler Stärke verdickt, überklotzt, so wird augenblicklich die blaue Farbe zerstört, und die Stelle ist weils. Die Erklärung ist folgende: durch die Säuren wird das doppelt chroms. Kali zerlegt, die frei gewordne Chromsäure entmischt sich in Chromoxydul, welches sich mit der Weinstein- und Sauerklee- säure, so wie mit weinstein- und sauerklees. Kali zu Doppelsalzen ver- bindet, und in Sauerstoff, welcher auf den Indig im Moment der Entbindung einwirkt und denselben bleicht; dabei entwickelt sich koh- lens. Gas. Köchlin- Schouch hat das Verfahren beschrieben*) und Ber- zelius gezeigt, dals sich bei diesem Prozels nicht, wie Koechlin glaubte, eine eigne Oxydationsstufe des Chroms, chromige Säure, bilde, sondern nur ein Doppelsalz von Kali, Chromoxydul und WVeinsteinsäure.— Ueber die Anwendung des chroms. Kalis vergleiche auch das Seite 5 beim Chlormangan Gesagte und den Artikel chroms. Bleioxyd. [Chromsaures Natron verhält sich wie das Kalısal.e Chromsau- res Ammoniak, Chrömate d’ammoniaque, Chr. of a., durch Zer- setzung des chroms. Bleioxyds mittelst kohlens. Ammoniak erhalten, bil- det gelbe, nadelförmige Krystalle, die sich leicht in WVasser auflösen.— Chrom'saurer Baryt, Chrömate de baryte, Chr. of b., durch dop- pelte Wahlverwandtschaft aus chroms. Kali und salzs. Baryt; ein hell- gelbes, in Wasser unlösliches, geschmackloses Pulver, löst sich in freier Chromsäure, Salpeter- auch Salzsäure auf, und wird zur Darstellung der Schwefel- Chromsäure angewendet, siehe oben Seite 495; reine Chrom- säure kann.arıs demselben nicht erhalten werden. Es besteht aus 59,3 Baryt und 40,5 Chroms.— CGhromsaures Zinkoxyd, Chrömate de z., Chr. of z., durch doppelte WVahlverwandtschaft dargestellt, ein mm. 7 ED; pr BAa:27::5. 40: ws 1897 EZEERBE: EEE EEE UNE EEE EEE ER 4 en 500 Chromsaures Bleioayd, Durstellung, Eigenschaften. gelbes, dem chroms. Bleioxyd sehr ähnliches Pulver, vun Erdmann als Malerfarbe empfohlen.) Chromsaures Bleioxyd, Chrömate de plomb, Chr. of lcad, kommt als rother Bleispath, Rothbleierz, Plomb chromate, Pl. rouge, red Lead-ore, in schiefen rhombischen Säulen krystallisirt vor, in man- cherlei sekundären Formen, auch derb, angeflogen, Bruch uneben, klein- körnig ins Muschlige, durchscheinend, seltner halbdurchsichtig, Diamant- glanz, hyacintlırotli ins Morgenrothe, seltner ins Pomeranzengelbe, speeif. Gewicht 5,75 bis 6,0; findet sich auf Gängen mit Brauneisenstein, Ei- senkies, Bleiglanz, gediegnem Gold, Quarz, zu Beresofsk bei Ekathari- nenburg in Sibirien; in Brasilien im Sandstein mit Bleierde. Künstlich erzeugt man chroms. Bleioxyd, indem man ein Bleisalz, essigs. oder salpeters, Bleioxyd, durch chroms. Kali fällt. Die Farbe ist vom hellsten Citronengelb bis in dunkelste Aurora, ja ins Zinnober- rothe’ wechselnd, je nachdem das Produkt neutral, sauer, oder basisch ist, ob bei der Bereitung Chromsäure vorwaltet, oder eine andere Mine- ral- oder Pflanzensäure, oder im Gegentheil Kali, ob man warm oder kalt niederschlägt. Waltet Säure vor, und schlägt man kalt nieder, so erfolgt ein gelbes, waltet Kali vor und schlägt man warm nieder, so er- folgt ein rothgelbes Präcipitat. Löst man neutrales chroms. Kali in vie- lem Wasser auf und setzt eine stark verdünnte Lösung eines neutralen Bleisalzes hinzu, so erhält man einen hell eitronengelben Niederschlag, welcher ausgesülst als Ch romgelb in den Handel kommt. Man ver- setzt es oft mit fein gemahlnem Schwerspath, Thonerde, Gyps, schwe- fels. Bleioxyd,(Cölner Gelb, Jaune de Cologne, in welchem Boutron- Charlard 7 Th. Gyps, 1 Th. schwefels. und 2 Th. chroms. Bleioxyd fand. Diese Farbe war schön gelb, und deckte eben so gut, als das unvermischte Chromgelb). Das neutrale chroms. Bleioxyd ist ein geruch- und geschmackloses Pulver, in Wasser unlöslich, verändert sich nicht an Luft und Licht, läfst sich mit vielen Mineral- und Pflanzenfarben ohne Entmischung men- gen und auftragen, löst sich in Säuren wenig auf, aber vollständig in überschüssigem Aetzkali unter Aufhebung der Farbe.(Dafs es von ei- nem Gemisch von Salzsäure und Alkohol zerlegt wird, ist bereits vorn beim Chromoxydul angegeben worden, Seite 495.) Es besteht aus 68,15 Bleioxyd und 31,85 Chromsäure. Halb cehromsaures Bleioxyd, Souschrömate de pl., Subchr. of l., wird erhalten, wenn man das neutrale Salz mit geschlemmtem Bleioxyd, oder mit verdünnter Auflösung eines Alkalis behandelt, oder das Bleioxyd mit einer Auflösung von chroms. Kali niederschlägt, wel- cher Kali hinzugesetzt worden ist, Trägt man chrons, Bleioxyd in ge- (nnd de ‚dl roll al eiR gehön hr elle allen.)| Ds reine hie welche Wit eine sc a DU Dleio ‚dm Sales mil scln dem Zinn nice Feld fü Just, ü Katlu Wılla-und Sei Anwendung In ı rel, Geitner€ ges au Jeinene Jnaläichen 1 [Ueber dieAr wollndruck Y.d. 6. 182 salz zerstört firbte Zeuge «0 dals man| saores Blei. ucwirdlich-gri cl, Gewicht), ayl-dn mo dran, Kalı er welches sich li; Faufla Elrmsanı tut, P,of m., ber dureh M TI, Wasser m MT, Nur ‚astikte und g Ih die One dh ungeke et Kal frei a ")lihler ıften, Anwendung des chroms. Bleiowyds, chroms. Quecksüberoxydul. 501 schmolznen rotheltihenden Salpeter, stilst dann schnell ab, so erhält Erdmann|, eine schön rothe Farbe, in Feuer und Farbe Mennige und Zinno- man Chr. of kai ber tibertrelffend; auch selbst braune Farbentöne lassen sich dadurch hr, of la, ate, Pl. roug: 'b vor, in man uneben, klein. Ohtig, Diamanı. erhalten x):+ Das reine halb chroms. Bleioxyd ist ein in Wasser unlösliches Pulver, welches an der Luft und dem Licht unverändert ausdauert, besitzt eine schöne zinnoberrothe Farbe, ausgebend, markig, besteht aus 81,06 Bleioxyd und 18,94 Chroms. Durch Mengung dieses basi- schen Salzes mit dem neutralen können alle möglichen Farbentöne zwi- schen dem Zinnoberrothen und hell Citronengelben erlangt werden, ein reiches Feld für die praktische Anwendung in der Oelmalerei, Lackir- nen Bla kunst, für Kaunndrpckerel, denn obschon man chroms. Blei auch in der It Die Bub WVollen- und Seidenfärberei versucht hat, so ist doch die hauptsächlichste nahe Anwendung in der Kattundruckerei und Baumwollen-(und Leinen) färbe- a rei. Geitner empfahl 1819 das chroms. Kali, um mittelst eines Bleisal- " oder basik Ss 2? i Nere Mi zes auf leinene und baumwollene Gewebe eine gelbe Farbe zu erzeugen, > andere Mir engelbe, speeil eisenstein, Bi k bei Ekatharı de, deszleichen Lassaigne**). han warm odt> La Keen[Ueber die Anwendung des chroms. Bleioxyds zu der Leinen- und Baum- wollendruckerei und Färberei siehe einen Aufsatz v. Kurrer’s ın den ee vd. 6.1928. S. 112 u. f., ferner D. p. J. Bd. 27. 8.51.— Zinn- s. Kali 1 salz zerstört das Chromgelb, bedruckt man daher mit Chromgelb ge- eines neu färbte Zeuge mit demselben, so werden sie nach dem Spühlen weils, ı Niedersill; so dafs man topisch andere Farben eindrucken kann,—% Chrom- ımts Man tt saures Bleioxyd+: chroms. Kupferoxyd, Vaugquelinit, von Gyps, schnt schwärzlich-grüner Farbe, glänzend, in Rhomboädern, auch derb, spe- Gewicht 5,5 bis 5,8, findet sich in Sibirien.— Chroms. Kupfer- oxyd-Am moniak; durch Zerlegung von schwefels. Kupferoxyd und Kali erhält man ein rothbraunes Präcipitat, chroms. Kupferoxyd, "dünntem Ammoniak mit schön dunkelgrüner Farbe chem Boutror ef. roms. Bleion! o gut, als da chroms, Io welches sich in ve geschmacllis auflöst; Fauflart.) ‚uft und Lili tmischung nt . vollständig Jals es vont st bereits vN seht aus 68) Chromsaures Quecks ilberoxydul, Protochrömate de mer- cure, Pr. of m., wird durch Niederschlagung von salpeters. Quecksil- beroxydul durch chronis. Kali erzeugt, man löst 77 Th. chroms. Kali in 400"Th. Wasser auf, und setzt eine kalt bereitete Quecksilberauflösung von 100 Th. Quecks. in 125 Th. Salpetersäure von 34° B. hinzu; der ausgesülste und getrocknete Niederschlag beträgt 110 Theile. Es ist vor- theilhaft, die Quecksilberauflösung in die des chroms. Kalis zu schütten und nicht umgekehrt; es versteht sich von selbst, dafs das anzuwendende pl., Subeht chroms. Kali frei von schwefels. Kali und Chlorkalium sein müsse, eben eschlemmttl andelt, oder schlägt, wel*) Wöhler in D. A. Bd, 21. 5. 580.**H) D..pı 1. Ba. 3. 5.352 joxyd in ef rn EEE ED UNE EEE EEE EEE GERN NETTE EU TEE EEE VE E ET NETT nu 502 Chromsaures Quecksilberoxydul, Oxyd, Silberoxyd.— Arsenik. so darf auch das Quecksilbersalz kein Oxyd enthalten, denn das chroms. Qu.oxyd wird sich dann in der vorwaltenden Salpetersäure auflösen, ebenso auch nicht zu viel vorwaltende Salpetersäure, welche einen An- theil des Niederschlags in Oxydsalz verwandeln und auflösen wird. Das chroms. Quecksilberoxydul besitzt eine mehr oder minder dun- kel pomeranzengelbe Farbe, je nachdem es aus mehr oder minder ver- dünnten Auflösungen niedergeschlagen wurde, aus einer stark verdünn- ten fällt es dunkler aus; es ist in Wasser unauflöslich, löst sich aber in Salpetersäure auf, besteht aus 80,14 Qu.oxydul und 19,86 Chroms. Es wird theils als Malerfarbe, Chromroth, in den Handel gebracht, theils zur Darstellung des Chromoxyduls benutzt, siche bei diesem. [Chromsaures Quecksilberoxyd, Deutochrömate de m., D. of m., durch salpeters. Qu,oxyd erhalten, oder durch Behandlung des chroms, Qn.oxyduls mit Salpetersäure; ein dunkel violettes, kıystallinisches Pul- ver, in WVasser etwas löslich, desgleichen in Säuren, wird durch über- schüssig zugesetztes Alkali zerlegt, ebenso durchs Glühen. Durch ver- schiedne Gemenge des chroms. Qu.oxyduls und Oxyds kann man ver- schiedne Nüancen von Roth erhalten.— Chromsaures Silberoxyd, Chrömate d’argent, Chr. of silver, durch Fällung einer Auflösung von salpeters. Silberoxyd mittelst-chroms. Kali; ein purpurrothes Pulver, ist die Auflösung warm rothbraun, ist sie überschüssig sauer, so fällt der Niederschlag karminroth aus, und es entstehen sogar dann, wenn die Auf- lösung warm war, beim Abkühlen rubinrothe Krystalle. Das chroms., Silberoxyd löst sich in Salpetersäure, zersetzt sich in der Hitze, Ueber chroms. Salze, deren Darstellung und Anwendung siehe das D. t. Tom.5. pag. 255 Artikel„‚Chrömates”, daraus in D, p« J. Bd, 27. S. 44.— Tassaert über die Gewinnung des chroms. Kalis in Send Bd. 13. S. 429.] Yaevziestes Kapitel Vom Arsenik. Arsenik*), Arsenie, wurde 1733 von Brandt aus der arsenigen Säure dargestellt, welche man seit Jahrhunderten kennt, Es kommt sehr häufig in mannichfaltigen Verbindungen in dem Mineralreich vor. Gediegen Arsenik, Scherhenkobalt,(Fliegenstein), Arsenie tes- tace, A. natif, seltner in nadelförmigen Krystallen, häufiger in nier- förmigen, kugligen, traubigen Massen, derb ‚ Textur unvollkommen *) Was man im Handel Arsenik nennt, ist arsenige Säure 3 ‚ oder wei- fses Arsenikoxyd nach der ältern Benennungsvyeise. ALT} ILL nung al dem ‚ mer put u" N jnarz ange Im fmsingen IM AV, il Ueberzang Aura dus Ik Silbe ‚kn, laß so ges Gem Sie 3.) Arsenikki Arsenen pyrites hischen Siulen, Bruch grb- un Yessinsgelbe, ve md ink Arsenihies IS den sich auf€ Im Gliunersel von Zimerz, N Blende, gi dien (hrz, Kılk-, Fl der reihe vol? hürte in sächs, I sit, In Döhmer Ind, Schweden; Uber die\ ehır, Minean, n Nalear, rc nel iunmt-selt deli derb,| us, halbdu ] id, wreenroth nult} bis 6, , Naar ım Klöze ükıl Arsenike gu Shnen, T rt, China, ka ein Pre ) RUN, Nelna et .— Arsenil, ın das chronz, saure aulli, Iche einen A lösen wird, ler minder di der minder yo, . bei diesen, lem, D. ofn ıng des chron tallinisches Pı vd durch üb en, Durch u ; kann man m :s Silberonl r Auflösung a otlies Pulver ı) er, so fällt kr 1, wenn died e. Das chen, er Hitze, dung. siehe di D. p. J. Bil Kalis in 9 n! el. ıs der arsenkit nt, Es kon sralreich vo. ), Arsenie tt ufiger in niet unvollkommt! ure, oder W Stark verdin, , löst sich ale . 19,86 Chrom [andel gebradlt Arsenik, Arsenikkies, Realgar. 503 krummblätteig, Bruch feinkörnig, häufig in gebogen schaligen Absonde- rungen; auf dem frischen Bruch wenig ımetallglänzend, die Aulsenfläche nur A ernd oder glanzlos, lichte bleigrau, zinnweils, aulsen stets grauschwarz angelaufen; spe sei. Gewicht 5,73 bis 92. Es komnt vor ar Erzgängen im ältern Gebirge, im Glimmer-, Thonschiefer, Gneis, selt- ner im"Vebergangs- und Flözgebirge, begleitet von Quarz, Kalk-, Flufs-, Schwerspath, Arsenik-, Kupler-, Eise nkies, Blende, Bleiglanz, Kobalt-, Niekel- und Silbererzen. So iln sächs. Erzgebirge, in Böhmen, am Harz, in Baden, Elsafs, Ungarn, Norwegen, Sibirien ete.(Arseniksilber, ein inniges Gemeng von Arsenik und gediegen Silber, vergleiche vorn Seite 367.) Arsenikkies, Nifspickel, Giltkies, Fer arsenical, Ars. pyriteuzx, Arsenical pyrites, ee Arsenikkies), kıystallisirt in geraden rhom- bischen Säulen, nicht selten nadellörmig, eingesprengt, derb, angellogen, Bruch grob- und kleinkörnig, melallglänzend, silberweils ins Zinnweilse, ee von Aufsen grau, gelb, speeif. Gewicht 5,7 bis 6,52; schlägt am Stahl Funken, besteht aus Scheee[eleisen+ Arsenikeisen. Weicher Arsenikkies ist Arsenikeisen, kommt nicht in Kıystallen vor. Beide fin- den sich auf Gängen, Lagern, auch eingesprengt in ältern Gebirgsmassen, im Glimmerschiefer,, Gneis, Chloritschiefer, Serpentin, Syenit, begleitet von Zinnerz, Wolfram, Molybdänglanz, Kupfer-, Eisenkies, Bleiglanz, Blende, gediegen Silber, Silbererzen, auch mit Gold, aufserdem mit Quarz, Kar ‚ Flufs-, Feldspath, Granaten. Im preufsischen Staat kommt der weiche vor zu Reichenstein bei Kupferberg, Regbzk. Liegnilz; der harte im sächs. Erzgebirge, bei Freiberg und den Orten, wo Zinnerz'an- steht, in Böhmen, am Harz, in ‚Steyermark, Ungarn, Frankreich„ Eng- land, Schweden, Sibirien, Ueber die Verbindungen des Arseniks mit Kobalt, Nickel, ‚Spiels- glanz, Mangan, siehe bei diesen ‚Metallen. i Realgar, rothes Schwelelarsenik, Arsenic sulfurd rouge, red Orpi- ment, kommt selten in schiefen rhombischen Säulen krystallisirt vor, na- dellörmig, derb, plaltenförmig, ange flogen, Bruch grob- und kleinkörnig, muschlig, halbdurchsie htig bis durebse:heinend, undurehsichtig ‚ fettglän- zend, unih ins Scharlachrothe, auch wohl ins Braune, sb: Ge- wicht 3,3 bis 6. Findet sich auf Gängen, im Urgebirge,, Uebergangs- weniger im Flözgebirge, mit Kalk-, Schwer-, Braunspatb, Quarz, Arse- nik und Arsenikerzen, Bleiglanz, Ble nde, Spie(sglanzblende; so in Un- garn, Böhmen, Tyrol, im sächs. Erzgebirge, Harz, Elsafs, Baden, in der Schwein; China, Peru. Auch findet es sich in der Umgebung der Vul kane, als ein Produkt der Verllüchtigung auf Laven, an Kratern, so am Vesuv, Aeina etc. 504 Rauschgelb, Arsenikblüthe, Darstellung des Arseniks. Rauschgelb, Operment, gelbes Schwefelarsenik, Arsenic sulfure jaune, Orpiment, yellow Orpiment, findet sich in undeutlich krystalli- sirten Partieen, meist nier., traubenförmig, kuglig, derb, eingesprengt, in schaligen und körnigen Absonderungen, Textur blättrig, strahlig, Bruch kleinkörnig ins Muschlige, Splittrige, undurchsichtig,, schwach diamantglänzend, eitronengelb ins Pomeranzen- und Honiggelbe, Grüne, seltner ins Braune und Schwarze, specif. Gewicht 3,44 bis 3,6. Findet sich im Flötzgebirge, im Mergel, thonigen Sandstein, mit Real- gar, Quarz, Kalkspath, in Ungarn; auf Gängen mit Realgar, Bleiglanz, Schwefelkies, Blende, seltner mit gediegnem Gold, in Ungarn, Sieben- bürgen, in der Türkei, Wallachei, Kleinasien, China, Mexiko: auf Gän- gen im ältern Thonschiefer am Harz, auf vulkanischen Gebilden, wie Realgar. schimmernd, auch [Arsenikblüthe, Ars. blanc, A. ozide, Ars. bloom, kommt sehr selten kıystallisirt vor, in regelmäfsigen Oktaödern, gewöhnlich nadel- und haarförmig, kuglig, tropfsteinartig, als erdiger Beschlag, blättrig-strah- liges Gefüge, halbdurchsichtig, undurchsichtig, zwischen Seiden- und Glasglanz, auch matt, weils, zufällig auch anders gefärbt, specif. Ge- wicht 3,6; findet sich auf Gängen im ältern und nenern Gebirge als sekundäres Gebild mit Arsenikerzen und den gewöhnlichen Begleitern derselben, am Harz, Ungarn, Böhmen, Elsafs,— Die übrigen arsenig- und arseniksauren Salze, welche im Mineralreich vorkommen, findet man bei der Abhandlung über die Salze weiter unten.] Arsenik wird nur in einem beschränkten Mafse auf einigen Arsenik- hütten dargestellt, indem man das aufbereitete gediegne Arsenik, oder den weichen Giftkies einer Sublimation in irdnen Retorten und Vorla- gen unterwirft, welche erstere in 2 Reihen über einander in einem Ga- leerenofen liegen; man pflegt ein eylinderförmig zusammengerolltes Stück Eisenblech in den Hals der Retorte und Vorlage zu schieben, in wel- chem sich das Sublimat vorzüglich ablagert. Das erste Anfeuern ge- schieht ohne Vorlagen, welche erst dann vorgelegt werden, wenn sich Arsenikdämpfe zeigen. Das krystallinische Sublimat kommt als Flie- genstein, pierre& mouches,(Fliegen)Kobalt, Cobaltum, in den Han- del, das zugleich mit übergegangne pulvrige Arsenik, ein Gemeng von metallischem A. und arseniger Säure, nennt man grauen Ärs., man pflegt es bei einer neuen Sublimation zuzusetzen; der Rückstand ent: hält immer noch etwas Arsenik, selbst bei einer bis zum Weifsglühen erhöhten Hitze. In Reichenstein rechnet man 505 Fliegenstein aus den reinsten Schliechen des weichen Giftkieses und 255 graues A. Wenn man den Rückstand vom Arsenikkies mittelst Kohlen schmelzt, so fällt arsenikhaltiges Eisen, Speise.— Man kann auch aus arseniger Säure zielt Reduetl I eb mit€ „Din sehn juds Gemen; ut u erst j ngrichtetet Jklt, 0 gewin! in konn auch hol verschle jr aulberahren Dis Arsenik fischen nicht. ve blind, bräunlich auch wohl bei jedoch vorher ud zeschnark Dinye, il phosplorige$ nicht denen di Massen condens derselben es da Netal hat stark licht an der Zul Terte A, bis zum entnt entstand al, Sthwelel, di Il Sauerst Akt dine, Ist oil Sin, k findet in Frlation de alt akt)} man und Unglück Ir Leltewieger 2 nlilieen] ‚ Iktngen de le Metalle Mile leicht i th Nlktindi: Nil Delete Ü Klum verb tadıl Nterlegt d 'seniks, Arsenic sulfur, üllich kıysı \ IR eingespren strahlig, Bru iimmernd, au) und Honigeell, ht 3,44 Die 3 stein, mit Rei algar, Bleiglını Ungarn, Sieh. lexiko; aul Gi, ı Gebilden, ni mmt sehr si! ich nadel- u 3 bläunig-stnl en Seiden- un ärbt, specil 6: ıern Gebirge chen Beglei übrigen arsın), kommen, full | einigen Araıl , olt ‚ten und Jırl or in einem 6: ongerolltes Sit hieben, in wm te Anfeuern ft den, wenn si! ymmt als Flir um, in den Br in Gemeng en Ars., m Rückstand et n Weifsglült ıstein aus dl Wen nelzt, so fill es A. senieer Sale seniger$ Eigenschaften des Arseniks. 505 mittelst Reduction durch Kohle metallisches A. erhalten, allein es ist dann leicht mit etwas unzersetzter arseniger Säure vermengt, Man wendet im Kleinen schwarzen Flufs als Reducetionsmittel an(auch wohl Seife), thut das Gemeng in einen Schmelztiegel, setzt einen andern Tiegel um- gekehrt auf erstern und verklebt die Fugen dicht; erhitzt man nun den so vorgerichteten Sublimationsapparat von unten, so dals er oben kühl bleibt, so gewinnt man das Arsenik. Durch eine wiederholte Sublima- tion kann auch das käufliche Arsenik gereinigt werden. Man muls es in wohl verschlofsnen Gefäfsen unter Weingeist, oder ausgekochtem Was- ser aufbewahren, weil es sich sonst oxydirt. Das Arsenik besitzt eine stahlgraue Farbe, starken Glanz auf der frischen nicht von der Luft oxydirten Oberfläche, Jäuft leicht an, wird blind, bräunlich-grauschwarz, besitzt ein blättriges Gelüge, krystallisirt auch wohl bei langsamer Sublimalion in Blättehen(Okta&dern), ohne jedoch vorher zu schmelzen; specif. Gewicht 5,96. Es ist geruch- und geschmacklos, nicht besonders hart, aber spröde, bildet bei 1509 Dämpfe, welche grauweils aussehen, knoblauchartig, oder ähnlich wie phosphorige Säure riechen,(welcher Geruch den Dämpfen des Metalls, nicht denen der arsenigen Säure eigenthümlich ist), und sich zu starren Massen condensiren, man will jedoch auch durch verstärkte Spannung derselben es dahin gebracht haben, dafs sie tropibarflüssig wurden, Das Metall hat starke Verwandtschaft zum Sauerstoff, daher es sich sehr leicht an der Luft oxydirt; mit Wasser befeuchtet kann sich das gepul- verte A. bis zum Entzünden erhitzen, wodurch schon einmal eine Feu- ersbrunst entstanden ist; mit chlors. Kali gemengt kann es, wie Phos- phor, Schwefel, durch einen heftigen Schlag entzündet werden. Es ver- brennt im Sauerstolfgas mit einer blafsblauen Flamme und bildet nige Säure, ist giftig, wenn gleich in einem arse- geringern Grad als arsenige Säure, Es findet in der Technik eine sehr beschränkte Anwendung, bei der Fabrikation des Schroots, bei der Darstellung von Weifskupfer,(Ar- senikkupfer); man benutzt es als Fliegengift, allein es ist sehr gelährlich, und viele Unglücksfälle haben die Unzweckmälsigkeit des Gebrauchs hiezu nachgewiesen, indem es mehrere andere Mittel giebt, welche kei- nen nachtheiligen Einflufs auf die Gesundheit der Menschen ausüben. Legirungen des Arseniks. Es ist im Allgemeinen zu bemerken, dafs das A. alle Metalle, mit denen es sich legirt, spröde macht, die schwer schmelzbaren leichter schmelzend, und aus den Legivungen durchs Rö- sten nie vollständig abgeschieden werden kann, weshalb es ein uner- wünschter Begleiter gar vieler Metalle ist. [Miu Kalium verbindet sich A. sehr leicht unter starker Erwärmung; das Produkt terlegt das VVasser unter Bildung von Kali und Arsenikwasser- EEE ZEN ZELTE TEEDE ELLE nn adin er N 506 Legirungen des Arseniks mut Eisen, Kobalt, Nickel, Dlei etc. stolfgas(siehe weiter unten), zu welchem Ende diese Legirung auch dargestellt wird.— Mit Zink geschieht die Verbindung, gleich wie die des Schwefels mit diesem Metall, nur schwierig; die Legirung ist grau, löst sich in Salzsäure auf, entbindet Arsenikwasserstoffgas.] Mit Eisen scheint sich A. in sehr vielen Verhältnissen verbinden zu können; viel Arsenik mit Eisen legirt nimmt dem letztern die magne- tischen Eigenschaften. Nach von Karsten angestellten Versuchen bedingt ein Zusatz von A. beim Frischen einen aulserordentlichen Rohgang, so dafs das Frischen um das Dreifache der Zeit verlängert wurde, und ein bedeutender Eisenverlust staltfand. Das Eisen war bedeutend härter, verhielt sich stahlartig beim Schmieden, zeigte keinen Rothbruch, da- gegen schien es an Festigkeit verloren zu haben, indem die Eisenstäbe die Probe weniger gut aushielten. Bei der Analyse konnte keine wäg- bare Spur A. nachgewiesen werden. Arsenikhaltiges E. soll sich nicht schweilsen lassen.— Nach Versuchen mit Cementstahl und Arsenik- speise, welche Karsten zusammenschmolz, wurde ermittelt, dafs A. die Festigkeit des E. sehr vermindert, dasselbe weich macht, die Dehn- barkeit und Geschmeidigkeit schon bei einem Gehalt von 1,6 2% zerstört. Deshalb kann auch der Rückstand von der Gewinnung des Arseniks aus dem weichen Giftkies nicht auf Eisen benutzt werden.— Vom Arsenik- eisen, Giltkies siehe vorn Seite 503. Mit Kobalt. Doppelt Arsenikkobalt, Speiskob alt, siehe S. 155, es kommt auch wohl dreifach A.kobalt vor. Doppelt A.kobalt+ Dop- ‚elt Schwefelkobalt, Kobaltglanz, siehe gleichfalls vorn Seite 159. Wenn man das erstere in verschlofsnen Gefäfsen destillirt, so erhält man einen Theil Arsenik und ein niederes A.kobalt bleibt zurück.— Mit Nickel verbindet sich A. und es kommen 2 Fossile vor, welche beide Metalle enthalten, der Kup fernickel, einfach A.nickel, und das doppelt A.nickel, siehe vorn Seite 166, auch eine Verbindung von. Dop- pelt A.nickel+ Doppelt Schwefelnickel,, Nickelglanz.— Redueirt man arseniks. Nickeloxyd durch Kohlenstaub, so erhält man Halb Ar- seniknickel. Mit Blei verbindet sich A. sehr leicht zu einer dunkel gefärbten, blättrigen, spröden Legirung, die etwa% A. enthält; Anwendung, einer Legirung von 98 Blei und 2 Arsenik zur Schrootfabrikation, siehe vom Seite 204.— Mit Zinn, beide Metalle verbinden sich sehr leicht, die Legirung ist härter, klingender, weilser, als reines Zinn; eine Legirung > Z. und 1 A. ist spröder als Zink, keystallisirt in Blättern, ist Zinn, entwickelt mit Salzsäure behandelt Arsenikwas- ıch das beim Zinn Seite 235 Angeführte,— Mit von I strengflüssiger als serstoffgas; vergleiche au Wismuth, durch unmittelbare Vereinigung, die aber nur bis zu einem jungen A Ih gone A hAupler (eTnbak) A Th Kaperspä omhhs oder K fi, oder slmarzem Fluls melse Farbe, wi nA, verflücht Jul Idht'an.d yerlet beim 6 Debt immer n melr als jetz, yernebeihsk, we Yan verdtüng NtSılb schwer sehmei sröl, kann y gırle Asse; nird, wird es bare Terinigun: arena, Natron Min schmelzen In Infltritt ac, alein nic] glaz, eine sol. tnihglanz, ka halten: l erh Spiels ku nicht Ä Anal giebt My N" 0,(G et, Legirung aucl 08, gleich wi. ie Legirung it stolfgas,] issen verbinden tern die mar. tsuchen bedin en Rohgang, A wurde, und ei »deutend härter, Rothbruch, dh ı die Eisenstilk nnte keine wi: soll sich ni ıl und Arseil jelt, dafs Ad ıcht, die Del on 1,6% zerstt des Arseniks a — Vom Ars lt, siehe 9.5 .kobalt+) vorn Seite|i tillirt, so er leibt zurüc. ssile vor, welt A,nickel, un bindung, von DI IA Tr Redut ilt man Halb! dunkel geht" Anwendung „tion, siehe sehr leicht,! n; eine Legt in Blättern,! delt Arsenikii‘ geführte,=» ur bis zu uf Legirungen d. Arseniks mit Kupfer, Silber ete.; Arseniksuboxyd, 507 Gehalt an 5 A. bisher erzeugt worden ist; durch Destillation läfsı sich A. ziemlich vollständig abscheiden, Das käufliche W. enthält oft klein wenig A., vergleiche vorn Seite 257, Mit Kupfer. Man erhält eine solche Legirung, Weilsku pfer,(wei- Ises Tombak), Argent hachd in Deutschland genannt, wenn man gleiche Theile Kupferspähne,, oder K.granalien und Arsenik unter einer Decke ein von Glas oder Kochsalz schmelzt, wobei freilich ein Theil A. sich ver- flüchtigt; oder man behandelt Kupfergranalien mit arseniger Säure und schwarzem Flufs unter einer Glasdecke. Die Legirung hat eine gelblich- weilse Farbe, welche desto mehr gelb, je mehr beim Zusammenschmel- zen A. verflüchtigt wurde; ist härter aber leichter flüssig als Kupfer, läuft leicht‘an der Luft an, wird in Folge der Oxydation des A. blind, verliert beim Glühen an der Luft das A, ziemlich vollständig, doch bleibt immer noch eine Spur zurück. Man hat es in frühern Zeiten, mehr als jetzt, zu Schnallen, Leuchtern, Wagen- und Pferdegeschirr verarbeitet, welche aber durch die plattirten WVaaren und das Argent ganz verdrängt worden sind. an Mit Silber, eine spröde Legirung, etwas gelblich gefärbt, scheint schwer schmelzbar zu sein.— Mit Gold; 315 A. macht das Gold schon spröde, kaum wenig biegsam, mit zZ! A. eine leicht schmelzbare, graue, spröde Masse; wenn heilses Gold von den Dämpfen des A. getroffen wird, wird es schon legirt und spröde.— Mit Platin durch unmittel- bare Vereinigung unter Feuererscheinung, oder wenn man Platin mit arseniks. Natron und Kohle glüht. Eine grauweifse, spröde, leichter als Platin schmelzende Legirung, verliert bei anhaltender Erhitzung unter freiem Luftzutritt das A. als arsenige Säure, und Platinschwamm bleibt zurück, allein nicht vollkommen rein, vergleiche Seite 449.— Mit Spiels- glanz, eine solche Legirung kommt im Mineralreich vor, Arsenik- spiefsglanz, kann auch durchs Zusammenschmelzen beider hervorge- bracht werden; die Legirung ist sehr hart, leichtflüssig, spröde. Häufig enthält das Spielsglanz Arsenik, welches durch die gewöhnliche Darstel- ‚lungsweise nicht abgeschieden werden kann, vergl. Seite 472. Arsenik giebt mit Sauerstoff 3 Verbindungen. l) Arseniksuboxyd, Oxide d’arsenic, 0. of a., erzeugt sich auf dem A. an der Luft, ist bräunlich- grauschwarz, pülvrig, wird beim Er- hitzen zerlegt, trennt sich in Metall und arsenige Säure, welche zuerst, dann das erstere sich aufsublimirt; ähnlich verhalten sich die Säuren gegen dieses Oxyd. 2) Arsenige Säure, Acide arsenieux, Arsenious acid, weilses Ar- senikoxyd, weilser A., Deutoxide d’ars. blanc, A. blanc, white oxide of ars, white a.,(Giltmehl], Rattenpulver, Hüttenrauch, Arsenik), kommt, es EEE ETLT ZEN EEE SENT EEE EEE TEST EEE ET NRTEEN 508 Arsenige Säure, Darstellung derselben. wie bereits vorn Seite 504 gezeigt worden ist, als Arsenikbläthe vor, allein in sehr unbeträchtlieben Mengen, wird theils als Nebenprodukt auf Hüttenwerken gewonnen, wo Zinnerze,(die eingemengten Arsenikkies, Ko- balterze enthalten, vergleiche beim Zinn Seite 226, oder Kobalterze zum Behuf der Darstellung der Smalte abgeröstet werden, vergl. Seite 156, theils als wesentliches Produkt beim Rösten des Arsenikkieses, so zu Beichenstein in Niederschlesien, Regbzk. Liegnitz. Die Hüttenanlagen, in welehen die Erzeugung von arseniger Siure und andern arsenikali- schen Produkten vorgenommen wird, führen den Namen Gifthütten, sie müssen gehörig isolirt von bewohnten Plätzen und angebauten Ge- genden angelegt werden, weil trotz der zweckmäflsigst angelegten Con- densationsräume stets mehr oder weniger arsenikalische Dämpfe sich verllüchtigen, und ringsumher auf das Pflanzenwachsthum und auf Men- schen und Tbiere mit der Länge der Zeit nachtheilig einwirken. Bereits vorn an den oben angegebnen Stellen, namentlich beim Zion, ist eine Anlage der Art beschrieben, und mit einer Zeichnung auf Ta- fel X Fig. 18 und 19 versinnlicht worden, allein es wird nicht über- flüssig sein, hier noch die Gewinnung der arsenizen Säure zu Reichen- stein. den Röstofen, den Giftthurm, die Sublimiröfen zu beschreiben und abzubilden. Der Arsenikkies zu Reichenstein wurde in frühern Jahrhunderten Goldgehalts abgebaut( vergl. beim Gold Seite 411), dieser Feingehalt beträgt jedoch im Centner rein aufbereiteter Erze nur;; Loth, so dafs die Gewinnungskosien wegen gesteigerter Löhne und Brenn- aterial in den letzten Jahrhunderten nicht mehr gedeckt wurden. Der Bergbau würde daher ganz verlassen worden sein, wenn man nicht 1700 den Anfang gemacht hätte, die Erze auf Arsenik zu benutzen; die alte Goldgrube wurde in ein Arsenikbergwerk umgewandelt! Die Arsenik- hütte Bergmannstrost bei Reichenstein hat zwei mulfelartig construirte in denen die Arsenikschlieche abgedamplt werden, deren wegen des m Flammöfen, Arsenikgehalt oxydirt als arsenige Säure in einem besondern Giftthurm aufgefangen wird; aulserdem ist eine Raffinirhütte vorhanden, in wel- cher aus dem Arsenikmehl weifses A.glas, gelbes A.glas(Rauschgelb) bereitet wird, endlich noch eine andere zur Darstellung des rotlien A. glases und Fliegensteins. Die Einrichtung des Arsenikabdampfofens ist folgende: In einem eig- nen Flammofen wird ein aus feuerfestem Thon gefertigtes muffelartiges Gefäfs am Boden und an den Seiten durch viele angebrachte Züge ge- Die Flamme des Brennmaterials und der Rauch ziehen durch Feuerzüge nach einem Schornstein, die Muffel aber steht durch beson- dere Kanäle, die sich in einen vereinigen, mit einem Condensationsraum, heitzt. Darstell ll in Ver namen nel Ih ine nnd| „jy, Die in di \ Jules, schw {ok Kammer uflighen wird( I! bel gege all, [Bchribung des vnahdampfofen Durchschnitt de ıhanplofens h um C; Fig, (fens A, und 2 N} die obere Ä ns des Gi lache Gegti sehliech zu W e Abzüge lür dank, welch ud der Damy Kanal k, hier {huns; Gase, Stllon s, Die forkenommen, u Die Asenikse le) Ill durl rarles Pen Ihr ihrdanplt, znh lk freien 7 Ki, mebalb au di die Qeffnn 1 Sind ausgekr vihe q telche bi Han werden Pr Brenn Mt, h; une samı U in Zusta hy, des R Sand ul dure Edi Kerof ikblache benprodukt al \rsenikkies, Ku Kobalterze an vergl, Seite I ikkieses, so u e Hüttenanlagrı dern arsenikil: n Gifthülter angebauten Ge angelegten Cu, ıe Dämpfe si‘ m und auf Ik nwirken, tlich beim Zi ichnung auf; vird nicht übe iure zu Reicht beschreiben u n Jahrhundert ite ALL), dr ;rze nur%; Il hne und Dre kt wurden| n man nicht! enulzen; die: It! Die Ari lartiz const! 't werden, dt ondern Gilt rhanden, in Jas( Rausch! \ nz des rolle e: In einen tes mulfelari‘ ‚rachte Züge! Ih ziehen dur ht durch best! densationstall es en Fu,= NE ARE nt eg— m rg N Darstellung der arsenigen Säure zu lieichenstein. 509 Giftfang, in Verbindung, einem thurmarligen Gebäude, welches meh- rere Kammern neben- und über einander enthält, die durch Thüren in den Wänden und Oeffuungen im Gewölbe mit einander in Verbindung stehen. Die in diesen Räumen nicht condensirten Gase und Dämpfe, Siickstoffgas, schwefligs. Gas, atmosphär. Luft, entweichen aus der eni- ferntesten Kammer durch einen angebrachten Schornstein. Alle 8 bis 10 Wochen wird das Arsenikmehl aus den Condensationsräumen ausge- räumt, wobei gegen 500 Centner gewonnen werden, [Beschreibung des auf Tafel XI in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Ar- senikabdampfofens zu Reichenstein in Schlesien. Fig. 1 der senkrechte Durchsehnitt des Giftthurms; Fig. 2 Längendurchsehnitt des Arsenik- abdampfofens A mit dem angrenzenden Gewölbe B und dem Gifi- ıhurm GC; Fig. 3 Querdurchschnitt des Ofens A; Fig. 4 Grundrifs des Ofens A, und zwar die linke Hälfte über, die rechte unter der Muffel. B’ die obere Ansicht, B“ der Grundrifs des Gewölbes B, C der Grund- rıls des Giftthurms. In allen Figuren bezeichnen gleiche Buchstaben gleiche Gegenstände.— a die Muffel, b die Oeffnung, um den Arsenik- schliech zu wenden, e,e,c Feuerzeuge, d Oeffnung zum Füllen der Muffel, ‚e Abzüge für den Rauch, f zweı Kanäle zum Aufsteigen des Arsenik- dampfs, welcher aus f in zwei Kanäle g tritt; beide vereinigen sich in h, ®ud der Dampf fällt in das Gewölbe B, geht aus der Thür i in den Kanal k, hier aus| ın die Räume m, n, 0, p, q und r des Gifı- ihurms; Gase, die sich nicht niederschlagen, entweichen durch den Schlott s. Die Deckel t werden nach Beendigung einer Campagne fortgenommen, um den Niederschlag in den untern Raum zu stürzen.] Die Arsenikschlieche werden, 9 bis 10 Ceniner auf eine Röst- post, 2 bis 3 Zoll hoch auf dem Boden der Muffel ausgebreitet, zuerst durch rasches Feuer bis zum Rothglühen erhitzt, dann in schwacher Hitze abgedampft, um das Arsenik möglichst zu verflüchtigen. Die Luft mufs dabei freien Zutritt haben, un Arsenik, Eisen, Schwefel zu oxy- diren, weshalb auch‘die Muffel am vordern Ende ganz offen bleibt; dureh diese Oelfnung werden die abgedampften Schlieche nach 11 bis 12 Stunden ausgekratzt, die frischen aber durch eine Oeflnung im Ge- wölbe d, welche bei der Arbeit geschlossen ist, besetzt. Während dem Abdampfen werden die Schlieche wiederholt mit eisernen Kratzen um- gerührt; an Brennmaterial werden 3 Scheffel Steinkohlen auf eine Röst- post verbraucht. Die durch diesen Prozefs erzeugte und verflüchtigte arsenige Säure sammelt sich als Arsenikmehl in den Fängen, und ist in diesem Zustand noch nicht Kaufinannsgut, obschon letzteres zur Beschickung des Kobaltglases verwendet wird, siehe vorn Seite 158, sondern mufs durch eine nochmalige Sublimation gereinigt werden. Hiezu dienen gegolsne eiserne Kessel, welche einen Aufsatz von Trom- 510 Darstellung der arsenigen Säure zu Reichenstein. meln aus Eisenblech, oder über einander passender Cylinder erhalten, an deren Wänden sich die arsenige Säure anlegt und zu weilsem Ar- senikglas schmilzt; der letzte Aufsatz ist mit einer Haube geschlossen, aus weleher ein eisernes Rohr nach einem gemauerten Giflfang führt, um den nieht condensirten Dampf nach diesem abzuleiten. [ Beschreibung des auf Tafel XII in den Figuren 5 und 6 dargestellten Arsenikraffinirofens zu BReichenstein. Fig. 5 stellt in A eine Ansicht, in B einen senkrechten Durchschnitt des Ofens, der Kessel und'Trom- meln dar, Fig. 6 Grundrifs der 4 Feuerungen. a die Roste, b die Aschenfälle, ce Heitzöffnungen, d Feuerraum, e eiserne Kessel, welche mit Giftmehl besetzt werden, f Feuerzüge, die nach dem gemeinsamen Schornstein g führen, h eiserne Trommelp, ı eiserne Hauben.] Der Gang der Arbeit ist folgender: man füllt den Kessel bis nahe an den Rand mit 3% Centnern Giftmehl, lutirt die eisernen Trommeln, welche mittelst Griffen leichter gehandhabt werden können, mit einem Kitt aus Lehm, Blut und Kälberhaaren, giebt gelindes, und nach 3 Stunde stärkeresFeuer, wodurch sich das Arsenikmehl zuerst in Form eines weilsen Staubes, Arseniksublimat, auch in Kıystallen absetzt, welche bei forigesetztem Feuer zusammenchmelzen und eine gleicharlige Masse bilden. Geht das Feuer zu schwach, so giebt es nur Sublimat, geht es zu hitzig, so entweicht durch die in der Haube angebrachte Röhre viel Arsenik; die Arbeiter fühlen an der Wärme der Trommeln, ob der Sublimations- prozels in gehörigem Gang ist. Nach I2stündigem Feuer läfst man die Raf- finiröfen sich abkühlen, sodann werden die einzelnen Cylinder abgehoben, von deren innern Fläche sich das Arsenikglas durch Anklopfen ablöst. Je nach der Beschaffenheit des Giftmehls erhält man% bis$ Arsenik- glas; das erhaltne Sublimat wird bei dem nächsten Raffiniren mit zu- gesetzt, eben so unreine Stücke, welche ausgehalten werden. War das Giftmehl sehr grau, enthielt es noch ziemlich viel Arsenikmetall, welches nicht gehörig verbrannt, so ist eine mehrmalige Raffination erforderlich, um ein gutes reines Arsenikglas zu produeiren. Was im Kessel geblie- ben, wird herausgehauen und beim Brennen des Erzes mit zugesetzt; ‚der Brennmaterialaufgang beträgt für 4 Kessel in einer I2stündigen Ar- beitszeit 6 Scheffel Steinkohlen. [Arsenikproduktion in Reichenstein in den Jahren 1825 bis 29, 1825 1826 1827 1828 1829 Weifses Arsenikglas.. 2,632 1,7035 2,6865 1,900 2,070 Gentner. Arseniksublimat......= 27 33% sl 30% Ss CGelbes A.glas........ 112 11% 55%— 865 x Rothes A.glas.......- 3_ a Bel 28%»] Pisenst ii) enige Hl Iycschei \h jjgn an| Jiemab Wa ni Yılennach u er W fin Dinpfe lg necht Jjranenige Sü ji srlnllen, SO I die durchs Die währize h ein mn dur Jise; ans ein dem ab, ma inkıyanlen wind durch Jetzter bilde spiler mehr zensfuren aul det mit den| lem genann ar wege Jo durch die me scheiden, Die Aufli sie Iigelt il, welch Amin An {kr als, I Sir limpese sel in Ann Salze tl sich tust al Ole nfarh Bei ben at, dl, Au und [Uhr M Dar Ochsen stein, linder erhalten, weilsem Ar ibe geschlossen Giftkang führt, en, d 6 dargestellt A eine Ansıch, essel und Tron. lie Roste, büı € Kessel, welt em gemeinsina auben.] Kessel bis n] nen Tromnl ınen, mit eim nd nach% Stu! orm eines welk setzt, welche l ige Masse bill geht es zu li ıre viel Anal der Sublimals läfst man die inder abgehta Anklopfen all % bis% Anal Raffıniren ui verden. Wırli \ikmetall, well yation erforder) im Kessel get zes mit zuge r 12stündigen! 1825 bis 9 1829 3.070 Gentnt! ll 86° 2% Eigenschaften der arsenigen Säure, Reagentien. 514 Die arsenige Säure ist eine glasartige Masse, von muschligem Bruch, frisch durehscheinend, etwas gelblich gefärbt, wird aber mit der Zeit beim Liegen an der Luft weils und undurehsichtig, porzellanartig, zieht dabei etwas Wasser an, Sie ist’geruchlos, schmeckt scharf, ekelerre- gend, hintennach süfslich, specif. Gewicht der glasartigen durchscheinen- den 3,738, der weilsen, undurchsichtigen 3,695, Guibourt, sie wird durch Hitze in Dämpfe von grauweilser Farbe verwandelt, welche nicht knob- lauchartig riechen, wie die des Arsenikmetalls, läfst sich sublimiren, Die arsenige Säure karm in 12 Theilen siedendem Wasser sich aufge- löst erhalten, so wie in 50 Theilen Wasser von 18°; man hat bemerkt, däfs die durchscheinende sich schwerer auflöst, als die undurchsichlige. Die wälsrige Auflösung ist farblos, röllet nur dann das Lackmuspapier, wenn man durchscheinende, nicht wenn man undurchsichtige Säure auf- löste; aus einer concentrirten Lösung setzt sich die Säure in Oktaö- dern ab, man kann sie auch durch Sublimation in weiten Gefälsen in Krystallen darstellen. Sie besteht aus 75,80 Arsenik und 24,20 Sauerst., wird durch Kohle, Wasserstoff, Schwefel in der Hitze redueirt, und letzter bildet dann mit dem reducirten Arsenik Schwefelarsenik, wovon später mehr; sie löst sich auch in verschiednen Nineral-, in Pflan- zensäuren auf, ohne jedoch dieselben im mindesten zu neutralisiren, bil- det mit den Basen arsenigsaure Salze, Arsenites(ehedem Arsenik- lebern genannt), welche zum gröfsten Theil in Wasser unlöslich sind, nur wenige lösen sich, wie die der Alkalien auf, Diese Salze werden durch die mehrsten Säuren zerlegt, welche die arsenige Säure ab- scheiden. Eine Auflösung von arseniger Säure wird, wenn ein wenig Salz- säure hinzugefügt worden, durch Schwefelwasserstoffgas gelb niederge- schlagen, welcher Niederschlag sich in hydrothions. Schwefelammonium, eben so in Ammoniak, Kalilauge, selbst in kohlens. Kali leicht wie- der auflöst. Kalkwasser im Ueberschufs zu einer Auflösung der ars. Säure hinzugesetzt erzeugt einen weilsen Niederschlag, der sich in über- schüssiger ars. S., desgleichen in Salmiakauflösung, wieder auflöst. Arsenigs. Salze geben mit salpeters. Silberoxyd einen gelben Nieder- schlag, der sich sowohl in verdünnter Salpetersäure als auch in Ammo- niak auflöst; ähnlich sieht auch das phosphors. Silberoxyd aus, allein blässer in Farbe und ist in Essigsäure nicht so leicht löslich, als das arsenigs. Silberoxyd. Bringt man in schwefels. Kupferoxydauflösung ein arsenigs, Salz, so fällt ein zeisiggrüner Niederschlag, welcher sich in Ammoniak und Kalilauge auflöst. [ Ueber die Darstellung von metallischem Arsenik aus dem arsenigs. Kalk, Schwefelarsenik, welche man in Folge chemischer Untersuchungen erzeugt 512 Arseniksäure, Bereitung und Eigenschaften derselben. hat, siehe Rosc’s Handbuch der analytischen Chemie, 2te Aufl. BR.1. S. 273.) Anwendung der arsenigen Säure zur Darstellung aller Arsenikprä- parate, bei der Glas- und Smaltefabrikation, Kattundruckerei zur Berei- tung von arsenigs. und arseniks. Kali, so auch in der Farbenbereitung zur Darstellung von Nineralgrün; als Gift gegen schädliche Thiere, als ein Mittel ausgestopfte Thiere gegen die Zerstörung durch Insekten zu schützen, in der Thier- und Menschenheilkunde. [ Bereitung einer conservirenden Seife gegen die Zerstörung durch Insek- ten, B£eocur’s Seife: 100 Theile Seife und 100 Th. arsenige Säure, 36 Pott- asche, 15 Kampher, 12 gebr. Kalk. Man läfst die Seife mit Hülfe von etwas Wasser in der Wärme zergehen, setzt dann die Pottasche und den Kalk zu, und nach und nach die arsenige Säure, zuletzt nach dem Er- kalten den pulverisirten Kampher. Man verdünnt diese Seife beim Ge& brauch mit Wasser und trägt sie mit Pinseln anf.] 3) Arseniksäure, Aecide arsenique, Arsenic acid, kommt in man- nichfaltigen Salzen im Nineralreich vor, an Kalk, Eisen-, Kobalt-, Nickel-, Blei-, Kupferoxyd gebunden(vergleiche das Folgende über die arseniks. Salze). Man stellt die Säure durch Oxydation der arsenigen Säure mit- telst Salpetersäure in der Siedhitze dar, man kocht dieselbe mit 12 Thei- len Salpeter- und 1 Theil Salzsäure, dampft die klare Flüssigkeit so- dann zur Trockne ein, und schmelzt sie gelinde in einem Platintiegel; die geschmolzne Masse wird in Wasser aufgelöst, wobei die durchs Schmelzen zum kleinen Theil wieder erzeugte arsenige Säure ungelöst zurückbleibt. Erklärung: die durchs Kochen mit Salpetersäure(und Salzsäure) erzeugte Arseniksäure wird deshalb geschmolzen, um alle sal- petrige Säure(und Chlor) auszutreiben, allein in der Hitze giebt ein Theil der Arseniksäure etwas Sauerstoff ab, und wird wieder zu arseni- ger S.; um diese zu scheiden, wird dann die Masse in Wasser gelöst. Die Arseniksäure ist eine weilse Masse, undurchsichtig, geruchlos, von saurem, ätzenden Geschmack, zieht leicht Wasser an, zerflielst, bil- det auch mit Wasser leicht zerflielsende Kıystalle; speeif. Gewicht der wasserleeren 3,39. Sie besteht aus 65,30 Arsenik und 34,70 Sauerst., löst sich in$ Theil kaltem Wasser, ist noch heftiger wirkend, als die arsenige$., wird durch Rothglühhitze in arsenige S. und Sauerstoff zer- legt, eben so durch viele oxydirbare Substanzen, gleich jener, reducirt; sie al- und Pflanzensäuren auf, bildet mit Basen arsenik- löst sich in Miner die im neutralen Zustand meistens in Wasser saure Salze, Arseniates, unlöslich sind, nur die der Alltalien sind auflöslich, und die sauren Salze. Die Arseniksäiure wird durch Schwefelwasserstoffgas, besonders wenn die Auflösung nicht verdünnt und etwas angesäuert ist, hellgelb nıe- Ar. ‚jmiligen, uam. ange sie Nie zu kalien, on a N In mise Nied P A Sıjelersi urjaiebt einen anıh nicht. In uBanniks, K Anenikwas N hulrogen gus; man cine Legt in anem Kolt eine Legirung gossen wir Yin farı wugt mit a tödtet; spec ., ‚Joth und| wichte 02, minder viel< tn einer tropf löbem Tempe brennt angezür Sr, mit Sau Parken detom dnodsure erz Gas so frenneı Hille pölser+ vd durch K: holen Was grle Zhl vor Matentoff, a] Hockıen Weg set das A he glaub KH darstel ul Sllas; ;lhwef el, welche { (il sch NY vorzul A ß Mlarseni rselben. te Aufl, Ba], ler Arsenikpi. kerei zur Beni. Farbenbereitın, che Thiere, N tch Insekten n ng durch Insck ‚e Säure, 36 Pott. Hülfe von ein; tlasche und den t nach dem}ı Seife beim G kommt in mi Kobalt-, Nick, ber die arsenk igen Säure ni Ibe mit 12 Tr Flüssigkeit# ‚em Platinterl; ‚bei die dırlı Säure unf petersäure(mi IN ‚en, um alles! Hitze giebt el vieder zu an! Wasser gel chtig, geruchls In, zerfliefst, I cif, Gewicht# 1 34,70 Sauer, virkend, als 1 Sauerstoff" er, redueirt; jasen a rsenik tens In Wasst! ‚ sauren Salt 085 besonder t ist, hellgeb pie Arsenikwasserstoffgas, Schwefelarsenik. 515 niedergeschlagen, der Niederschlag wird aber durch die oben bei der arsenigen S. angeführten Stoffe wieder aufgelöst. Kalk-, Barytwasser geben weilse Niederschläge, eben so Chlorcaleium, Chlorbarytium mit arseniks. Alkalien, die Niederschläge lösen sich in freier Säure und Ammo- niaksalzen auf, Salpeters. und essigs. Bleioxyd geben mit arseniks. Alka- lien weilse Niederschläge, salpeters. Silberoxyd einen braunen, der sich in Salpetersäure und Ammoniak leicht auflöst; schwefels. Kupfer- oxyd giebt einen himmelblauen Niederschlag.— Die Arseniksäure wird an sich nicht in der Technik gebraucht, allein einige Salze derselben, z. B. arseniks. Kali, Kobaltoxyd. [Arsenikwasserstoffgas, Gas hydrogene arseniqud, arseniuretted hydrogen gas, kommt nicht in der Natur vor, wird dargestellt, wenn man eine Legirung von Zinn oder Zink mit Arsenik mit conc. Salzsäure in einem Kolben mit Gasrohr gelind erhitzt; man erhält es auch, wenn eine Legirung des Arsenikspiefsglanzes und Kaliums mit Wasser über- gossen wird. Ein farbloses Gas, von einem widrigen, ekelerregenden Geruch, er- reugt mit atmosphär. Luft gemengt Schwindel, Brustbeklemmung und * tödtet; specif. Gewicht 2,695 Dumas, 100 Kubikzolle wiegen 0,427 pr. Loth und 1 Kubikf. 7,384 pr. Loth(die früher angegebnen specif, Ge- wichte 0,52, minder viel eingemengtes WVasserstoffgas enthielt). 0,55 sind davon hergekommen, dafs das Gas mehr oder Es wird bei— 40° eu einer tropfbaren, wasserhellen, farblosen Flüssigkeit, welche bei einer höhern Temperatur wieder elastisch flüssig wird; es ist brennbar, ver- brennt angezündet mit weilser Flamme, Produkt WVasser und arsenige Säure, mit Sauerstoffgas gemengt lälst es sich durch einen.elektrischen Funken detoniren, ebenso mit Chlorgas, Jod, indem sich Salzsäure, Hy- driodsäure erzeugen und Arsenik sich abscheidet. Erhitzt man das Gas, so trennen sich beide Bestandtheile, wobei das Gasvolum um die Hälfte gröfser wird, Es besteht aus 96,17 Arsenik und 3,83 WVasserst., wird durch Kalium in der WVärme des Arseniks beraubt, von ausge- kochtem Wasser zu# seines Raums absorbirt, welche Verbindung eine grofse Zahl von Metallauflösungen, ähnlich dem Schwefel- und Selen- wasserstoff, als Arsenikmetalle fällt, selbst Baryt wird dadurch auf trocknem Weg, ebenso Kali- und Natronhydrat zersetzt: Terpenthinöl absorbirt das Arsenikwasserstoffgas bedeutend. rüher glaubte man noch eine zweite Verbindung von A. mit Was- ” er; n es.® serstoff darstellen zu können, ein braunes Pulver, allein nach Magnus und Serullas ist es nur fein zertheiltes Arsenik, 13 Schwefelarsenik, Soussulfure d’arsenie, scheint als A rsenik- glanz, welcher bei Marienberg im sächsischen Erzgebirge gefunden wor- den ist, vorzukommen; man erhält es durchs Behandeln des einfachen Schwefelarseniks, Realgars, mit Actzkalilauge. Ein schwärzlich-braunes 12$: EZ zn a EEE. dc RETTET RE NEVZERTIS UN 514 Rothes Schefelarsenik, Darstellung desselben. Pulver, welches sich durch trockne Destillation entmischt, indem sich zuerst einfaches Schwefelarsenik aufsublimirt, sodann viel Arsenik.] Schwefelarsenik, Sulfure d’arsenic, Sulphide of a., rothes Schwefelarsenik, Realgar, rolhes Arsenikglas, Arsenikrubin, kommt in der Natur vor(vergleiche vorn), und wird‘auf den Arsenikhütlen aus Schwefel- und Arsenikkies durch Destillation und Schmelzung darge- stell, Man wendet hiezu aufbereiteten Schwefelkies, Arsenikkies, auch Rohschwefel und Abgang von der Darstellung des rothen Arseniks an. Die erstere Operalion findet in irdnen Retorten statt, welche in Galee- shnlich dem Vitriolbrennofen(siehe Tafel IV Fig. 8 bis 10), liegen, und mit Torf, ‚Holz, Steinkohlen angefeuert werden. Die Be- deren quantitative Verhältnisse sich nach der abweichenden renöfen, schickung, Beschaffenheit der angewendeten Erze und Hütten produkte richten, wird I in Form eines groben Pulvers in die Retorten vertheilt, so dals sie zu % ihres Raums gefüllt werden, und Vorlagen mit weiten Hälsen ange- legt, welche den Retortenhals einige Zoll weit umfassen, und eine kleine Oeffnung haben, um die sich anfänglich entbindenden Gase und Dämpfe entweichen zu lassen. Aus Vorsicht werden die Retorten noch mit einem Beschlag versehen(vergl. I. S. 57); überhaupt müssen die Oefen unter ein um den Arsenikdampf, wenn eine Retorte bersten sollte, sogleich abzu- führen. Die Vorlagen werden gehörig lutirt und durch nasse Lappen kalt gehalten. Anfänglich giebt man 1% bis 2 Stunden lang gelindes Feuer, welches dann bis zum Rothglühen nach und nach verstärkt wird, in dieser Hitze läfst man sie 8 bis 10 Stunden lang; die kleinen Oeffnun- gen haben sich allmälig mit rothem Arsenik versetz, Nachdem der Ofen völlig erkaltet, trennt man die Vorlagen von den Retorten, und schüttet den Inhalt der erstern aus, dieser besteht in rothem(und gel- bem) A.mehl, welches bei einem wiederholten Prozels mit zugesetzt wird, zweitens rolhem Arsenikglas, welches noch raffinirt werden muls Die Rückstände aus den Retorten(Schwefelabbrände) sind zur Vitriol- siederei brauchbar, sie werden zur Verwitterung auf Halden gestürzt. Das rothe A.glas wird nun in gulseisernen Kesseln(oder blecher- nen Cylindern von 23 Fufs Höhe, 8 bis 9 Zoll Durchmesser) geschmol- einem lebhaft ziehenden Schornstein geschehen muls; em gut ziehenden Schornstein mit weitem Rauchmantel stehen, zen, was unter die Menge, welche auf einmal bearbeitet wird, beträgt etwa 20 bis 25 Pfd. Man zieht die beim Schmelzen sich bildende Schlacke ab, nimmt mit dem Probireisen Proben, um die Farbe des Glases zu unter- suchen; wäre es zu licht, so setzt man dunkleres und umgekehrt hinzu, auch Schwefel, um die Farbe lichter zu machen, und gielst, wenn sie gut ist, In blecherne eylindrische Formen aus, die man mit Deckeln m (ulSchwe „nahelsen k sl, Ds bereil nl hi fast eur selten miele im B ai licher vi,[ist sich Tre schmelz d)Andeı fa, Rause uk, gelbes Ar wid gleihfal dhreestellt; di fl Int noch Yan ii sel mit Die 1 Th. Sing schwefliesam [rnste hldet sein, letzteres senen Schmel: dine weiße$ I nrlest worc ven Schwefel ler ihnen. sch nit dem$ A mie man d elikerhi Dal des As Iracht Nakın; ln a FH ds Anden Kl tasc] Inf | Krim in Ei Mi i% uw. Nat, n$ı) N IN N fi lben. ischt, indem MN el Arsenik,] ef a, nl krubin, komm! Arsenikhüten ı sehmelzung dans Arsenikkies, A then Arseniks ı welche in Gil V Fig, 8 bis werden, Die}} der abweichen! ukte rielıten, yı It, so dals stı ten Hälsen ı: n, und eine Il ı Gase und Din Retorten noch n müssen die( auchmantel site IIte, sogleich ıı rch nasse Lay ng gelindesfe rerstärkt wird,! e kleinen Oel zt, Nachden k len Retorten, ı n rothem(ud} jzels mit zuget finirt werdenn ) sind zur Vin Halden gestürn. eln(oder let ımesser) ges ı geschehen u! räet etwa 2 ıde Schlacke! Glases zu ul umgekehrt hinn sjelst, weil N En mit Deck) Gelbes Schwefelarsenik, Darstellung u. Eigenschaften desselben, 518 verschlielsen kann; nach dem Erkalten wird das A schlagen. Das bereitete rothe Schwefelarsenik ist theils undurchsichtig, braun- roth bis fast blutroth, theils durchsichtig, hyaeintroth, letzteres ist aber nur selten der Fall(dann ist es sediesnem Schwefel sehr ähnlich), muschlig im Bruch, wird in der Hitze vorübergehend dunkler, verbrennt mit bläulicher Flamme, riecht dabei nach schwefliger Säure und Arse- nik, löst sich nicht in Wasser und Weingeist auf, lälst sich in mälsiger Hitze schmelzen, sublimiren, besteht aus 70 Arsenik und 30 Schwefel. 3) Anderthalb Schwefelarsenik, Deutosulfure darsenie, D, of a., Rauschgelb, Operment, Orpiment, gelbes Schwefelarse- nik, gelbes Arsenikglas, kommt in der Natur vor(vergleiche vorn), und wird gleichfalls auf den Gifihütten aus Schwefel und arseniger Säure dargestellt; die Bereitung aus rothem A.slas mit einem Zusatz von Schwe- fel hat noch nicht recht gelingen wollen. Man trägt in die bei der arsenigen Säure beschriebnen Raffinirkes- sel mit Blecheylindern ein Gemeng von 7 Theilen arseniger Säure und 1 Th. Stangenschwefel, und giebt allmälig steigende Hitze, wobei sich schwefligsaures Gas entwickelt, und Schwefelarsenik sublimirt; das feinste bildet ein schüsselförmiges Stück, muls einfarbig, nicht streifig sein, letzteres wird nochmals raffinirt; das gelbe Sublimat wird einer neuen Schmelze zugesetzt. Nicht selten findet man im gelben A.glas dünne weilse Schichten von arseniger Säure, welche, ohne durch Schwe- fel zerlegt worden zu sein, sich aufsublimirt hat, überhaupt ist viel zu wenig Schwefel, nach obigen Mengenverhältnissen, angewendet worden, woher nothwendig unveränderte arsenige$. übrig bleiben, und theilweis sich mit dem Schwefelarsenik verbinden mag. Man hat auch auf die Art, wie man das Realgar darstellt, das gelbe Glas mit veränderten Be- schickungsverhältmissen bereiten wollen.— Ueberhaupt pflegt man die Darstellung des gelben und rothen Glases meist als ein Hüttengeheim- nils zu betrachten. Man kann gelbes Schwefelarsenik auch auf nassem Weg durch Nie- derschlagung einer Auflösung von arseniger Säure durch Schwefelwas- serstollgas darstellen, es fällt, wenn etwas Säure(Salzsäure) hinzugefügt worden ist, rasch nieder. Das auf nassem und trocknem Weg dargestellte Schwefelarsenik hat eine sehr angenehme gelbe, ins Orange übergehende, Farbe, ist ge- ‚glas in Stücke Be- ruch- und geschmacklos, undurchsichtig, flachmuschlig im Bruch, in Wasser und Weingeist unauflöslich, leichter als Arsenik schmelzend, su- blimirbar, in Salzsiure unauflöslich(Schwefelkadmium ist in Salzsäure löslich, nicht flüchtig), besteht aus 60,9 Arsenik und 39,1 Schwefel, löst 33? 516_ Anwendung von rothen und gelben Schwefelarsenik. sich, wie auch das rothe Schwefelarsenik, in Salpetersäure und Königs- wasser unter gegenseitiger Entmischung auf, indem sich Arseniksäure und Schwefelsäure bilden. Ebenso lösen sich beide in ätzenden Alka- lien, alkalischen Erden auf, indem sich durch Entmischung der letztern und eines Theils vom Schwefelarsenik Schwefelsalze erzeugen, als z. B. Schwefelkalium, Schwef.natrium+ Schwefelarsenik. Man gebraucht beide Arten Schwefelarsenik als Malerfarben, in der Oelmalerei, Lackirkunst; das rothe zur Darstellung von Kasten- und Schilderblau für den Kattundruck, um den Indigo zu redueiren, der sich dann in gleichzeitig vorhandnem ätzenden Kali auflöst; zum chinesischen Weifsfeuer, aus 24 getrocknetem Salpeter, 7 Schwefel, 2 Realgar;(da bei dem Abbrennen arsenige Säure sich bildet, so ist es in eingeschlols- nen Räumen gefährlich, so z. B. für Theater, hiezu taugt ein Gemeng von 8 Salpeter, 2 Schwefelspiefsglanz, 2 Kohlenstaub). Man hat das rothe A.glas auch zur Darstellung von braunen Farben in der Kattun- druckerei anzuwenden empfohlen, Houtou-Labillardiere*), allein die so dargestellten Kattune besitzen einen selbst durchs vorsichtigste Waschen nieht völlig zu beseitigenden übeln Geruch nach Schwefelwasserstolfgas, wodurch dieses Pigment unpraktisch wird, wie hier angestellte Versuche dargethan haben.— Man hat sich endlich auch des gelben A.glases zu den äufsern Arzneimitteln bedient, mit denen man Haare wegbeitzt. [ Anderthalb Schwefelarsenik+ Schwefelsilber, lichtes Rothgüluigerz, Spröd- glaserz, siehe beim Silber Seite 369. 4) 25 Schwefelarsenik durch Präcipitation einer concentrirten Auflösung von Arseniksäure mittelst Schwefelwasserstoffgas. Ein citro- nengelbes Pulver, in Wasser und Weingeist unlöslich, schmilzt schwe- rer als Schwefel, erhält dadurch eine dunklere Farbe, läfst sich subli- miren, bildet dann eine durchsichtige, schwach gelbrothe Masse, löst sich in ätzenden Alkalien, wie die erstern auf und erzeugt eigne Schwe- felsalze, besteht aus 48,3 Arsenik und 51,7 Schwefel.— 5) 9fach Schwefelarsenik, durch Auflösen des Operments in einer mit kochen- dem Alkohol bereiteten Auflösung des höchsten Schwefelkaliums, aus welcher es beim Erkalten in gelben Krystallschuppen anschiefst, die sich in heifsem Alkohol, nicht in WVasser auflösen, leicht schmelzen, und aus 20,62 Arsenik und 79,38 Schwefel bestehen.— Phosphorarsenik, Phosphure d’arsenic, Ph. of a., durchs Zusammenschmelzen. beider Stoffe unter WVasser; eine schwarze, glänzende, spröde Masse, welche sich an der Luft leicht oxydırt. Chlorarsenik, Chlorure d’arsenic, Chl. of a., Arsenikbutter, beurre d’ars., butter of a., wird theils durch unmittelbare Vereinigung von Arsenik und erwärmtem trocknen Chlorgas unter Feuererscheinung ge- — #).D. p. I. Bd, 32, S. 289. (hlor- ja, das (ilmerbi ‚un yonnl Dıullaton dar troc It sich jihe Plüsst Dinpfe al Dimples 6, sehr scharfe Jütin der” uch mit] Chlorarsen gicht weit Jodars: Jol durch te, schwer mine Yaur zu erzen arsenik eines Gt eine hrblı wird dure selat, greilt Ars Ansenig Karen einer Sure. Di die reren der gut Lrllen kön margnehmn, 1 Siure, In Di nischen[abrik Arsen, N tershtl, daf Me de olaua ei His, ir ref; und Atsnig: Cie, Ielels Km Nah aa K] rsenik, re und Künie. h Arseniksiun ätzenden All. ung der letztem zeugen, als 2.B, lerfarben, in dr 'on Kasten- un dueiren, der si) zum chinesisehn ‚2 Realsar;(h s in eingeschlils gt ein Gene ). Man hat ds n in der Kallır- e*), allein dies ichtisste Wasıın efelwasserstolts restellte Versul elben A.glassn 'e wegbeitzt 'hgültigerz, Spit ner concentnl offgas, Ein ei 1 schmilzt schr >, läfst sich sl ‚rothe Masse, In zeugt eigne Sehne fe],— 5) Id n einer mit kodl* wefelkaliums,® die sit ıt schmelzen,\' ınschiefst, ‚osphorarst elzen, beider Stil e, welche sich! 1{ nikbutter, be Vereinigung\" ne ererscheinung 5” Chlor-, Jod-, Fluorarsenik, arsenigs. Kali, Kupferoayd. 517 bildet, das Produkt ist tropfbarflüssig und kann, um es von der höhern Chlorverbindung zu befreien, die gleichzeitig zum Theil mit entstanden sein könnte, über gepulvertem Arsenik destillirt werden. Auch durch Destillation von arseniger Säure, Kochsalz und Schwefelsäure, oder durch trockne Desullation von Arsenik und doppeltem Ghlorquecksilber läfst sich das Präparat darstellen. Eine farblose, wasserhelle, dick- liche Flüssigkeit, dichter als VWVasser, raucht an der Luft, stölst weilse Dämpfe aus, ist sehr flüchtig, kocht bei 132°, specif. Gewicht des Dampfes 6,3, zieht Wasserdampf an und wird dünnflüssig, besitzt einen sehr scharfen, ätzenden Geschmack, besteht aus 40 Arsenik und 60 Chlor, löst in der VVärme Schwefel, Phosphor auf, mischt sich mit fetten Oelen, auch mit Terpenthinöl, verbindet sich mit Ammoniak,— Ein höheres Chlorarsenik scheint in weilsen Krystallen zu bestehen, es ist aber noch nicht weiter untersucht worden. Jodarsenik, Jodure d’arsenic, J. af a., wird aus arseniger Säure und Jod durch Destillation erhalten; eine dunkelpurpurfarbne Masse, flüch- tie, schwerer als WVasser, wird durch dasselbe in Hydriod- und arse- nige Säure zerlegt, wobei sich eine niedere Verbindung des A. mit Jod zu erzeugen scheint, besteht aus 16,57 Arsenik und 83,43 Jod.— Fluor- arsenik, Fluorure d’arsenie, Fl. of a., gewinnt man durch Desullation eines Gemengs von arseniger Säure, Flufsspath- und Schwefelsäure; eine farblose, flüchtige Flüssigkeit, specif. Gewicht 2,73, kocht bei 100°, wird durch Zusatz von WVasser in arsenige und Hydrofluorsäure zer- setzt, greift Glas kaum an; besteht aus 57,27 Arsenik und 42,73 Fluor.] Arsenigsaure Salze. Arsenigsaures Kali, Arsenite de potasse, A. of P., wird durchs Kochen einer Auflösung von kohlens. Kali mit gepulverter arseniger Siure, bis die Neutralisation erfolgt ist, dargestellt; man hat das Salz wegen der grofsen Zerflielslichkeit desselben noch nicht in Kırystallen darsiellen können. Die dickliche Salzauflösung sieht gelblich aus, riecht unangenehm, ist sehr gifiig und besteht aus 32,24 Kalı und 67,76 ars. Säure. Man bedient sich desselben in der Katiundruckerei{und in che- mischen Fabriken, um arsenigs. Kupferoxyd darzustellen, [Arsenigs. Natron verhält sich ersterm sehr analog, nur mit dem Un- terschied, dafs es kleine Krystalle ansetzt.— Arsenigs. Kalk, Arse- nite de chaux, A. of lime, aus Kalkwasser und arseniger S. dargestellt, ein weilses, in WVasser unlösliches, aber in einem UÜeberschufs von arse- niger S, und in Ammoniaksalzen lösliches Pulver.] Arsenigsaures Kupferoxy d, Deutoarsenite de euivre, D. of copper, Scheelsches Grün(Schwedisch Grün), Mineralgrün, dureh doppelte Wahlverwandtschaft aus schwelels.(essigs.) Kupferoxyd und arsenigs. Kali. Nach Schecle's Vorschrift erhält man das Präparat auf 518 Arsenigsaures Kupferoxyd, Darstellung desselben. folgende Weise: Man löst 2 Pfd. eisenfreien Kupfervitriol in 30 Pfd. heilsem Wasser auf, ebenso 2 Pfd. gute Pottasche in 10 Pfd. heilsem Wasser, setzt 22 Loth arsenige Säure allmälig hinzu, seiht durch. Dar- auf schüttet man von dieser klaren Auflösung nach und nach zur erstern unter stetem Umrühren, bis Alles hinzugesetzt; die über dem Nieder- schlag stehende Flüssigkeit wird abgegossen, der letztere mit heilsem Wasser gut abgesülst und getrocknet; er beträgt aus obigen Mengen 1 Pfd. 12 Loth. Das Präparat ist einwngenehm hellgrünes Pulver, ge- ruch- und geschmacklos, in Wasser unlöslich, in stärkern Mineralsäu- ren, in Ammoniak auflöslich, besteht aus 28,54 Kupferoxyd und 71,46 arseniger Säure. In Farbewaarenfabriken verfertigt man verschiedne grüne Kupferfarben, welche arsenige Säure enthalten, unter verschie- dnen Namen, als Schweinfurter, Mitis-, Wiener- oder Kirchberger Grün, Kaisergrün, Neugrün u. a. m., welche theils in ihrer Darstellungs- weise, theils auch in dem Farbeton etwas abweichen*). Man fertigt zu diesem Behuf erst eine Auflösung von essigs. Kupfer- oxyd, theils durch eine Zerlegung des schwefels. K.oxyds mittelst neu- tralem essigs. Bleioxyd, oder essigs. Kalk, theils durchs Auflösen von Kupferoxydhydrat in destillirtem Essig, oder endlich durchs Kochen von Grünspan und Essig. Man hat auch Grünspan angewendet, welchen man mit warmen Wasser zu einem Brei anrührt, durch ein feines Sieb schlägt. Allein in dem letzten Fall erhält man neben dem neutralen essigs. Kupferoxyd auch% und% basisches essigs. Kupferoxyd, welches auf den Farbeton von grofsem Einfluls sein muls. Diese Auflösungen versetzt man dann siedend mit gepulverter arseniger Säure, kocht und setzt so lange von letzter hinzu, bis die Farbe den erwünschten Ton angenommen hat; je weniger arsenige Säure, desto dunkler ist die Far- benüance. Man hat auch wohl die arsenige S. in siedendem Wasser aufgelöst, und obige Kupfersolution kochend hinzugesetzt, die ge- mischte Flüssigkeit noch ferner gekocht. Kastner giebt an 8 Th.ars. S., 9 bis 10 Th. Grünspan, Creutzburg 10 bis 11 Theile des letztern, und lehrt Wasser von 30 bis 40° R. zum Anrühren des Grünspans anwen- den, da siedendes Wasser nachtheilig sei, die grüne Farbe desselben in Braunschwarz umwandle.. Was die chemische Mischung dieser Präparate betrifft, so glaubt man, dals aufser dem arsenigs. Kupferoxyd noch essigs. Kupferoxyd in denselben enthalten sei, namentlich wenn man zur Darstellung Grün- span anwendet, doch sind Analysen nicht angestellt worden. Man ge- #) Vergleiche das J. d. k. k. p. I. Bd. 13. 336, Bd. 14, S. 362,= Creutzburg über das Schweinfurter Grün in K, A, Bd, 17. S, 285, Ipauel Pie a Ar und d han di opallsa en Sl al, I Ammon hd 5 D ji ı aller huert| Minden! nise», Selorm es Hl weil est elaln| Hntterln BL Il fulen, n kicht in NA In! al tuckere) Wan di ler un Neun durch\ sitende sek, R, f il, y einan IN hr selben. riol in 30 M, 10 Pfd. heilen ht durch, Di. nach zur eisten ver dem Nieder. ere mit heilen obigen Men ünes Pulver, u. kern Mineral, voxyd und TI man, ‚ unter versch. der Kirchbem rer Darstellug m essigs, Kıplk ‚ds mittelst ne his Auflösen m ırchs Kochen ı vendet, weldh ı ein feines$ıl ı dem neulnh roxyd, welch; ese Auflisum äure, kocht ul rwünschten Iı ıkler ist die fir edendem Wirt gesetzt, die f an 8 ThuasS, des letztern, nl rünspans anwtt be desselben trifft, so gl Ä | Kupferoxy da ırstellung Grin rden. Man gt nn” 2>= RENNEN Arsenizs. Kobaltoxrd, arseniks. Kali, Natron. 519 braucht diese schöne und an Luft und Wetter sehr dauerhafte grfne Farbe in der Wasser-, sellner in der Oelmalerei, allein, da sie giftig ist, so muls man bei ihrer Anwendung mit Vorsicht zu Werke gehen. Arsenigsaures Kobaltoxyd, Arsenite de cobalt, A. of c., konmt als Kobaltbeschlag vor, rother Erdkobalt, siehe Seite 156, kann dureh doppelte Waählverwandtschaft aus arsenigs. Kali und einem Kobaltsalz dargestellt werden, Kin rosenrothes Pulver, färbt Glas blau, eben so auch Thonerde und Thonerdepräparate, wird durch Hitze zer setzt, indem ein Theil der arsenigen Säure entweicht, löst sich in Ammoniak mit dunkelrother Farbe auf, besteht aus 27,44 Kobaltoxyd und 72,56 arsen. S. Arseniksaure Salze. Doppelt arseniksaures Kali, Biarseniate de potasse, B. of p., erhält man durchs Glühen von gleichen Theilen arseniger Säure und Salpeter in einem Tiegel, oder in einer irdnen Retorte; die Operation dauert bei 40 Pid. Mengung 12 bis 18 Stunden. Die hiebei sich ent- bindenden Gase und Dämpfe sind: Slickstolfoxydgas, Stickstoffgas, arse- nige 8., weshalb es in einem bedeckten Tiegelofen mit gut ziehendem Schornstein, oder wenn eine Retorte angewendet wird, mit Verlängerung des Halses bis in den Schornstein vorgenommen werden muls. Die grauweilse, poröse, geschmolzne Masse wird nach dem Abkühlen der Geschirre in siedendem Wasser gelöst, dann durchgeseiht und in irdnen Schalen bis auf 42° B. eingedampft, zum Krystallisiren hingestellt; die Mutterlauge wird ähnlich behandelt. Aus obigen Quantitäten erhält man 33 Pfd. doppelt arseniks. Kali. Es kıystallisirt in farblosen, durehsiehtigen, quadratischen Oktaedern, Säulen, welche geruchlos sind, sauer schmecken, Lackmuspapier röthen, leicht in Wasser sich auflösen, und aus 26,16 Kali, 63,87 Arseniks. und 9,97 Wasser bestehen. Man bedient sich desselben theils zur Darstel- lung anderer arseniks. Salze, theils und hauptsächlieh in der Kattun- 4 druckerei als Reservage gegen essigs. Thonerde, essigs. Eisenoxyd, indem man die Reservage entweder über die angebeitzten Waaren aulklotzt, oder umgekehrt, und dann schnell bei starker Wärme trocknet. ‚[Neutrales arseniksaures Kali, Arseniate de potasse, A. of pP. durch Neutralisation des erstern mit kohlens. Kali, eine nicht keystalli- sirende, zerfliefsliche Salzmasse, besteht aus 29,06 Kalı und 70,94 Ar- senik.— Doppelt a rseniksaures Natron, Biurseniate de soude, B. of s., erhält man ganz auf dieselbe Art, wie das entsprechende Kalı- salz, wenn man 7 Theile arsenige$. und 10 Th. salpeters. Natron ımit- einander schmelzt, wodurch man 18 Tbeile krystallisirtes Salz gewinnt. Es krystallisirt in farblosen, durchsichtigen, Öseitigen Säulen, löst sich EEE EEEEEET IN BE uk 520. Natron, Eisenoxydul, E.oxyd, Kobaltoxyd. sehr leicht in WVasser auf und besteht aus 14,31 Natron, 52,74 Arseniks., Im, I 32,95 Wasser.— Neutrales arseniksaures Natron, Arseniate ji, aut de s., A. of 8., durchs Vermischen von Arseniks. und überschüssigem(lien 1 kohlens. Natron; krystallisirt in grofsen, farblosen, durchsichtigen, 4sei-| nnd tigen Säulen, welche bei einem WVassergehalt von 54,8% leicht verwit- urkehe tern, bei einem WVassergehalt von 44% aber nicht verwittern, und eine| AN andere Krystallform besitzen. Es löst sich leicht ın Wasser auf, reagirt 4 Kıhlt alkalisch, besteht aus 15,380 Natron, 29,37 Arseniks., 54,83 WVasser.# Mh Arseniksaurer Kalk, Arseniate de chaux, A. of lime, kommt als ne Pharmakolith vor, in haarförmigen Krystallen, in Büscheln und| Oi Sternchen, auch kuglig, tropfsteinartig, nierförmig, als erdiger Beschlag,| Inhalt m halbdurchsichtig bis durchscheinend, Bruch muschlig, seidenglänzend, 9.1 Stiche weils ins Graue, Gelbliche, Röthliche, specif. Gewicht 2,64; kommt vor‘ Arseilk als sekundäres Erzeugnils auf Drusenhöhlen, Klüften im Urgebirge, am 1 1 Ptlasch Harz, im Elsafs, Baden u. a. a. OÖ. Der künstlich dargestellte ist ein kan weilses, in WVasser unlösliches, aber in Arseniksäure und stärkern Mine-; ralsäuren lösliches Pulver, besteht aus 25,98 Kalk, 50,87 Arseniks. und[Arsen 23,15 Wasser.— Doppelt arseniks. Kalk krystallisirt und löst Aa\ sich in Wasser auf, erdig Arseniksaures Eisenoxydul, Protoarseniate de fer, Pr. of m} iron, kommt als Hydrat vor, Skorodit, in lauchgrünen Säulen kry- a] stallisirt, durchscheinend, glas- und perlmutterglänzend ,.im sächsischen'' darge Erzgebirge. Das künstlich durch doppelte VVahlverwandtschaft darge-\ ses b stellte ist ein weilses, in WVasser unlösliches Pulver, welches än der ort Luft allmälig schmutziggrün wird, zu Oxydul- Oxydsalz sich umwandelt, i en besteht aus 37,89 Eisenoxydul und 62,11 Arseniks.— Arseniksau- gone res Eisenoxyd, Deutoarseniate de fer, D. of iron, schlägt sich als; Aula ein weilses, in WVasser unlösliches Pulver nieder, welches beim Erhitzen Ne 17,72 WVasser verliert und roth wird, besteht aus 31,21 E,oxyd und{ Na) 68,79 Arseniks.— Es giebt auch ein% arseniks. Eisenoxyd.— Arseniks. Wr Eisenoxydul-Oxyd kommt in der Natur vor, theils als VVürfel-| wen erz=% ars, Oxydul+% ars. Oxyd, in olivengrünen VVürfeln, durch- Mh scheinend, perlmutter-, fettglänzend, findet sich auf Gängen mit Kupfer- a erzen, in Cornwalls, Frankreich; theils als neutrales ars. Oxydul+ rer % ars. Oxyd, in Brasilien, ein grünes Salz in Krystallen, mit 15,86% VVas- im i Aldıre D:...= ne. ser.— 4A rseniks. und schwefels,. Eisenoxyd mit Wasser, Eı- senpecherz, Eisenresin, findet sich nierförmig, tropfsteinarüg, derb,- ud ellen Ni Bruch muschlig, halbdurchsichtig bis durchscheinend, fettglänzend, röth- 3 SR:& üb, lich-schwärzlich-gelblichbraun; auf Gangräumen alter Grubengebäude, d# 5& 5. 0. 5 2 N Weit) auf Eisenkiesgängen, im sächs. Erzgebirge, in Oberschlesien; es scheint EN ang z Selktene durch Zersetzung von Arsenikkies entstanden zu sein.]- un “ 1| Arseniksaures Kobaltoxyd, Arseniate de cobalt, A. of c., BEN kennt man nicht im neutralen Zustand, das durch doppelte Wahlver- lin sei wandtschaft dargestellte Präparat ist basisch, rosenroih, pfirsichblüthfar- N (1 h ltoxyd, Br u d2,74 Arsenik, ron, Arseniatz | überschüssig Le I 99 leicht very fittern, und ein asser auf, reagin 1,83 Wasser, Time, komnt ıl in Büscheln w) erdiger Beschla, , seidenglänzet, 2,64; kommt sı; m Urgebirge, a irgestellte ist ch nd stärkern it 37 Arseniks, ul tallisirt und li de fer, Pr. ünen Säulen kr. d,.im sächsischı randtschaft dar , welches In tı sich umwantl, - Arseniksıt , schlägt sid) hes beim Eılıta 31,21 E,oxyd ud, yd.— Arseniki eils als Würfe , Würfeln, durd ängen mit Kupl 5 ars, Oxydul+ ‚mit 15,865 Wr mit Wasser; B Ne. pfsteinartig,€! N ettglänzend, rül ul Grubengebäut lesien; es seht! balt, A. of“ pelte Wahler yfirsichblüthler ng- ug pe u ee HT 77 Be ni. 2 er u REEL Arseniks. Kobalt-, Nicekel-, Blei-, Kupferoxyd, 521 ben, in Wasser unlöslich, aber in Arsenik-, Salpeter-, Salzäure auflös- lich, auch in Ammoniak, in letzterm mit blaurother Farbe, wird durchs Glühen nicht zersetzt, blos etwas dunkler gefärbt, durchs Glühen mit Thonerdehydrat bildet sich aber eine schöne blaue Farbe, das The- nardsche Blau, vergl. vorn S. 166. Es besteht aus 53,94 Kobaltoxyd, 33,13 Arseniks., 12,93 Wasser.— In der Natur kommt} arseniks. Kobaltoxyd als Kobaltblüthe vor, vergl. Seite 155, es enthält 23% Wasser.— Man verfertigt arseniks. Kobaltoxyd unter dem Namen Chaux metallique auf folgende Weise: man schmelzt gepulverten Glanz- kobalt mit dem doppelten Gewicht Pottasche, dadurch bildet sich eine Schlacke von Schwefelkalium mit Schwefelarsenik, S.eisen, S.kupfer, und Arsenikkobalt bleibt als eine Speise zurück; diese wird nochmals mit Pottasche geschmolzen, wodurch man die Legirung eisenfrei erhält, so- dann gepulvert, geröstet, dadurch in arseniks. Kobaltoxyd umgewandelt. [Arseniksaures Nickeloxyd, Arseniate de nickel, A. of n., kommt als Nickelocker, Nickelblüthe vor, derb, eingesprengt, angeflogen, erdig im Bruch, matt, apfelgrün, mit Arseniknickel, in Baden, Hessen, am Harz, in Thüringen, sächs. Erzgebirge, in Schottland. Es bestcht aus 28,91 Nickeloxyd, 29,55 Arseniks., 41,54 Wasser. Das künstlich dargestellte sieht ebenfalls grün aus, wird durchs Glühen seines Was- ‚sers beraubt und röthlichgelb gefärbt,— Halbarsenıksaures Blei- osyd-+ Chlorblei, in zarten nadelförmigen Krystallen, meist nier- förmig, knollig, als Ueberzug, Bruch muschlig, erdig, schwach wachs- glänzend, citronengelb ins Grüne, braun, grau, specif, Gewicht 6,4, findet sich auf Bleigängen in Cornwalls, Frankreich; es enthält nicht selten auch phosphors. Bleioxyd, siche vorn Seite 221. Das künstlich durch doppelte WVahlverwandtschaft dargestellte ist ein neutrales, in Wasser unauflösliches weilses Pulver, in Salz- und Salpetersäure lös- lich, schmilzt zu einem gelblichen Glas, besteht aus 65,95 Bleioxyd, 34,05 Arseniks.— Arseniksaures Kupferoxyd, Deuloarseniate de cuivre, D. of copper, kommt in mehrfachen Abänderungen, in Bezie- hung auf Farbe, Krystallform etc. namentlich in Cornwalls, auch zu Rheinbreitenbach, Regbzk. Coblenz, vor. Olivenerz, Olivenit,= $ arseniks, K.oxyd+ 3 phosphors. K.oxyd, in kleinen Säulchen, Nadeln, selten kıystallinisch, in kugligen, nierförmigen Massen, erdig, undurch- sichtig, stark glasglänzend, seidenglänzend, oliven-, lauchgrün, specif. Ge- wicht 4,2 bis 6.— Linsenerz, in rechtwinkligen Oktaödern, durch- scheinend, glas- bis fettglänzend, himmelblau ins Grüne, specif. Gewicht 2.83.b1s. 9,— Kupferglimmer, in kleinen Krystallen, krystallini- schen Massen, eingesprengt, von blättriger Textur, durchsichtig bis durch- scheinend, starkglänzend, Perlmutterglanz, von smaragdgrüner Farbe, specif. Gewicht 25 bis 6.— Kupferschaum= g arseniks. K.oxyd + Wasser,— Das künstliche durch doppelte Wahlverwandtschaft 5 [ 22, Darstellung und Eigenschaften desselben. ad gewonnene nentrale Salz ist frisch niedergeschlagen blafsblau, geruch- und geschmacklos, in Wasser nicht, aber in Mineralsäuren löslich, be- steht aus 40,78 Kupferoxyd und 59,22 Arseniks.; das basische Salz sieht grün aus.] Ein und vierzigstes Kapitel. Vom Vanadium Das Vanadium, Vanadin, wurde 1830 von Sefström im Stabeisen von Eckersholm entdeckt, welches aus'Taberger Erzen dargestellt wird, er lehrte es aus den beim Frischen fallenden Schlacken darstellen; Wöhler zeigte, dafs es in dem rothen Bleierz von Aımapan in Mexiko enthalten sei, in welchem schon früher Del Rio ein eignes Metall gefunden zu haben glaubte. Die Frischschlacken werden gepulvert, die Eisenkörner, die es ent- hält, durch Salpetersäure oxydirt, die Masse geglüht, gepulvert, ger schlemmt, getrocknet, mit Salpeter und trocknem kohlens. Natron ge- mengt geglüht, sodann mit Wasser ausgekocht, welches das vanads. Natron und Kali auflöst. Die abfiltrirte Flüssigkeit wird sodann mit reiner Salpetersäure neutralisirt, wodurch Kieselerde(ein wenig Vanad- oxyd) niederfällt; die abfiltrirte Flüssigkeit mit salpeter. Bleioxyd präcipitirt, wodurch vanads. Bleioxyd niederfällt, welches mit cone. Salz- säure übergossen, dann mit Alkohol bei einer der Siedhitze nahen Tem- peratur behandelt wird, wodurch man eine blaue Lösung von Chlor- vanadium erhält, verunreinigt mit Bleioxyd, Kieselerde, Zirkonerde, Phospbors.; man dunstet dieselbe zur Trockne ab, löst den Rückstand wieder in Wasser auf, setzt Salpeters. zu und neutralisirt mit koblens. Kali, dampft ab, und schmelzt die Salzmasse, löst sie ın Wasser auf, concentrirt und bringt Salmiak in die Auflösung, wodurch sich vanads. Ammoniak bildet, welches sich niederschlägt, es wird gereinigt, in kochendem Wasser gelöst und erhitzt, wodurch Vanadsäure erhalten wird, die man durchs Auflösen in conc. Schwefelsäure und Bebandeln mit Flufssäure von sonst nicht abscheidbarer Kieselerde reinigen kann. Man verdampft dann die Flüssigkeit, wobei Fluorsilicitumgas, dann Schwefels. entweichen. Um aus der Vanadsäure das Metall darzustellen, glüht man dieselbe im Kohlentiegel, allein dadurch wird nur wenig Vanadium eihalten, das mehrste ist nur Vanadoxyd. Vollständiger erfolgt die Reduction dureh Kalium, wodurch man es als ein glänzendes Pulver erhält, wel- ches gedrückt einen metallischen Strich annimmt, wie Graphit aussieht; es entzündet sich beim anfangenden Glühen, brennt und hinterläfst ein schwarzes Oxyd, leitet die Elektricität. Behandelt man doppeltes Chlor- yanndın CM IN. yıld jröckeli nit der 2 Schell wasser D IE ))Y b Dell\ı® nalor, a1 aclırın 5 Prrührıitt wie Zu© Lilo Es hestum 2)\bn durchsili To zusands Jalten Komm] lich brsb leichter, She, did Wasserlrejg Bien h dere y klım ll h br ar. und, Men ii Die, A Hin keit} U Aa I el Nekıın I, Ay Vila ll kr Lin\, Alm N Al; m selben, sblau, gerunli ven löslich, be. s basische Sul itel, m Stabeisen von gestellt wir,( rstellen; Möhlr| \lexiko enthalla tall gefunden u ner, die es el 5 gepulvert, kt lens. Natron ge ches das vanalı, wird sodann ni in wenig Van ‚peter. Bleion! s mit cone, Sılt itze nahen Iw sung von Clıla- rde, Zirkonerd, t den Pückstanl isirt mit kohle e in Wasser atl urch sich vanadı rd gereinigt, 1 nadsäure erhalt .e und Bebandt le reinigen ka, (an silierumgas; iht man diesebt padium erhalte j die Reductt ver erhält, wil ‚raphit aussiell ] hinterläfst ein joppeltes Chlor EL e.. 2 E- Wh NS m Vanadsuboxyd, Oxyd, Vanadsäure. 523 vanadium mit Ammoniakgas und das Produkt beider in der VVärme, so erhält man es in silberweilsen Blättchen, stark metallglänzend,, dem Molybdän im höchsten Grad ähnlich; es ist nicht hämmerbar, zer- bröckelt, oxydirt sich weder an der Luft, noch im Wasser, erhält aber mit der Zeit einen röthlichen Schimmer, löst sieh nicht in kochender Schwefel-, Salz- und Flufssäure auf, aber in Salpetersäur wasser mit dunkelblauer Farbe, nicht in Aetzkalilauge. e und Königs- Es verbindet sich in 3 Verhältnissen mit Sauerstoff. J) Vanadsuboxyd, durch unvollständige Reduction der geschmolz- nen Vanadsäure vermittelst WVasserstoffgas bei einer geringern Tempe- ratur, als der Glühhitze. Es besitzt krystallinische Textur, ist schwarz, schimmert halbmetallisch, leitet die Elektricität gut, und ist mit Zink in Berührung stärker— elektr, als Gold; erhitzt entzündet es sich und brennt wie Zunder zu Oxyd, ist unschmelzbar, oxydirt sich allmälig an der Luft und im Wasser, löst sich weder in Säuren noch in Alkalien auf. Es besteht aus 89,54 Vanad. und 10,46 Sauerst. 2) Vanadoxyd, Oxide de vanadium, O. of v., wird am besten durchs Glühen eines innigen Gemengs von 10 Theilen Suboxyd und 12 Th. V.säure erhalten. Es ist ein schwarzes Pulver, auch wohl etwas zusammengebacken, als Hydrat, aus Vanadsalzen durch kohlens, Natron er- halten, grauweils, leicht,(die überstehende Flüssigkeit muls farblos sein.) Kommt das Eydrat mit der Luft in Berührung, so wird es augenblick- lich braun, dann grün, es oxydirt sich leicht zu Vanadsäure, löst sich leichter, als das geglühte Oxyd, in Säuren auf und bildet mit ihnen Salze, die sich mit blauer Farbe in Wasser auflösen, die basischen wasserfreien sind braun; sie schmecken süfslich zusammenziehend, Eisenoxydulsalze, werden von Alkalien weilsgrau, im Ueberschufs braun niedergeschlagen, durch Schwefelwasserstoffgas nicht, durch Cyaneisen- kalium gelb.. Auch in kohlens. und doppelt kohlens. Alkalien ist es löslich, besteht aus 81,056 Vanad., 18,944 Sauerst. 3) Vanadsäure, Acide vanadique, vanadie acid, durchs Erhitzen des vanads. Ammoniaks, vergleiche oben, wobei die Glühhitze zu ver- meiden ist. Ein ziegelrothes, oder rostgelbes Pulver, nach dem verschied- nen Aggregatzustand, schmilzt beim Giühen, und wird erst in den höch- sten Bitzgraden entmischt, gesteht zu einer krystallinischen Masse, wo- bei eine bis zum Glühen gesteigerte Hitze sich entwickelt, die Masse besitzt dann eine rothe, ins Orange ziehende, Farbe. Sie ist nieht flüch- tig und wie auf- ‚ geschmacklos, röthet aber Lackmuspapier, löst sich sehr fein zer- theilt in mehr als 1000 Theilen WVasser auf, ohne mit demselben ein Hydrat zu bilden, löst sich nicht in absolutem, aber ein wenig in wälsrigem Alkohol auf, redueirt sich leicht zu Oxyd auf nassem Weg, selbst durch salpetrige Säure, durch Alkohol, Zucker. Sie besteht aus 74,945 Vanad. und 25,955 Sauerst., verhält sich gleich einer Base gegen stärkere Säuren, in denen sie sich mehr oder minder leicht auflöst, ihre Auflösung in Salzsäure löst Gold und Platin auf; sie giebt aber auch 524 Schwefel-, Phosphor-, Chloroanadium. mit den Basen vanadsaure Salze, Vanadates, welche eine rothe, KA auch citronengelbe Farbe besitzen, schr zusammenziehend, hernach M! M säuerlich schmecken, ihre Auflösungen sind zuweilen auch farblos, trü- Fr ben sich im neutralen Zustand beim Aufkochen, basische Salze von Pe braunrother Farbe scheiden sich ab. Die Auflösungen werden von Al- HR kalien braun gefällt, der Niederschlag löst sich aber später auf, von F ‚“ Cyaneisenkalium grün, von Galläpfeltinetur schwarzbraun. Die Vanad- Br säure verbindet sich, gleich Wolfram- und Molybdänsäure, in mehrern a{ Verhältnissen mit Vanadoxyd, welche Verbindungen in WVasser löslich, pr theils purpurn, theils grün, theils orange gefärbt sind; ersteres scheint ba- NM sisches vanads. V.oxyd zu sein, das zweite neutrales v,saur. V.oxyd. ulm, Schwefelvanadium, Protosulfure de vanadium, Protosulphide I; of v., nicht durch unmittelbare Vereinigung, aber aus V.suboxyd und Hlpete Schwefelwasserstoffgas in der Glühhitze, wobei sich WVasserdämpfe und nl WV.stoffgas entwickeln. Schwarz, entzündet sich in der Hitze und ver- Aula, brennt, ist in WVasser unauflöslich, auch in Säuren und Alkalien, aulser Sılne in Salpetersäure und Königswasser, löst sich in 4 elektr. Schwefelme- Id Au tallen mit Purpurfarbe, besteht aus 68,02 Vanad, und 31,98 Schwef.— ka Win 1; Schwefelvanadium, Deutosulfure de vanad., D. of v., stellt at au man durchs Auflösen der V,säure im hydrothions. Schwefelkalium dar, Seh wobei die Flüssigkeit sich rothbraun färbt, und mit Salzsäure behandelt desglach das Schwefelvanadium fallen läfst. Ein schwarzer Körper, der ein le-. berbraunes Pulver giebt, in der Hitze% Schwefel und Wasser abgiebt, sich in ätzenden und kohlensanren Alkalien, in— el. Schwefelmetal- len auflöst, besteht aus 58,65 Vanad. und 41,35 Schwef.— Phosphor- vanadıum, Phosphure de vanadium, Ph. of v., nicht durch unmit- telbare Verbindung, aber durch Reduction des phosphors. Salzes; eine bleigraue, poröse Masse, von Farbe und Glanz des Graphits. Chlorvanadium, Protochlorure de vanadium, Pr. of v., hat noch nicht wasserleer können dargestellt werden, auf nassem Weg erhält man.es auf verschiedne WVeise von mannigfaltigem Ansehen; man löst Vanadsäure in Salzsäure auf, erwärmt, wobei Chlorgas entweicht, und das etwa mit erzeugte doppelte Chlorvanadıum zu zerlegen, selzt, um etwas Suboxyd hinzu. Eine blaue Auflösung, welche nicht krystalli- sirt, einen bläulichen Firniis beim Abdampfen hinterläfst, der bedeutend viel basische Verbindung enthält, besteht aus 65,91 Vanad., 34,09 Chlor.— Doppeltes Chlorvanadium, Deutochlorure de vanadıum, D. of v., erhält man, wenn Suboxyd mit Kohlenpulver gemengt einem Strom Chlorgas ausgesetzt wird, bei einer bis zum Glühen gesteigerten Hitze. Das Produkt, eine gelbe Flüssigkeit, enthält überschüssiges Chlor, welches durch einen Strom getrockneter Luft abgeführt wird. Eine hellgelbe Flüssigkeit, stöfst rothgelben Rauch aus, indem die unsichtba- ren Dämpfe durch den VWVasserdampf der Luft in Vanad- und Salz- säure zerlegt werden; sie kocht über 100°, zersetzt sich durch Zusatz von Wasser, der Niederschlag löst sich aber in mehr WVasser wieder 1 che eine rohe, iehend, hernad uch farblos, wi. sische Salze Yo werden von Al später auf, yon aun, Die Vanl saure, In mehren D Wasser löslid ersteres scheint hr saur, Voxyd, n, Protosulphil us V.suboxyd nd Vasserdämpfe un! er Hitze und ve ıd Alkalien, aule Iektr, Schwelm: 31,98 Schwel,- in: of v,, stel -hwefelkalıum dir alzsäure behand per, der en 1 WVasser abgıdı el. Schwefelmilt ‚—_ P hosphu icht durch unn! hors. Salzes; it raphits. r, of v., hat nm ssem Weg erhl insehen; man| as entweicht, un dıum zu zerlegt, ie nicht krystil st, der bedeute! .d., 34,09 Chlor< je vanadium,) er gemengl einen lühen gesteigei® rsl hüssiges Chlu ihrt wird. En m die unsicht* ınad- und Sal h durch Zusili Wasser wieli Salze des Vanadoxyds und der Vanadsäure. 525 auf, Absoluter Alkohol bedingt keine Abscheidung, wird aber in Aether verwandelt, und die Flüssigkeit blau; es verschluckt Ammoniakgas in grolser Menge, und wird zu einer weilsen Masse. Schwefelsaures Vanadoxyd, Protosulfate de vanad., Pr. of v., man löst Vanadsäure in der WVärme in Schwefelsäure auf, welche mit einem gleichen Gewicht WVasser verdünnt ist, setzt etwas reine Sauer- klcesäure hinzu, bis, die Flüssigkeit blau ist; diese giebt beim Ab- dampfen eine blaue Salzrinde, die durchs Üebergiefsen von Alkohol ge- reinigt wird. Es löst sich sehr allmälıg in kaltem Wasser auf, schneller in heifsem, zerfliefst an der Luft, löst sich in Alkohol leicht, kaum in absolu- tem; besteht aus 42,16 Vanadoxyd, 40,25 Schwefels., 17,59 VVasser.— Sälpetersaures Vanadoxyd, Protonitrate de vanad., Pr. of v., durchs Auflösen von Metall, Oxyd, Suboxyd in Salpetersäure, eine blaue Auflösung. Schwefelsaure Vanadsäure, Deutosulfaie de vanad., D. of v., durchs Auflösen von Vanadsäure in wenig verdünnter Schwefelsäure ın der VVärme; rothbraune Krystallschuppen, welche schnell zerfliefsen. Es giebt auch ein% basisches Salz. Sefström über das Vanadium in S. n. Jb, Bd. 2. S.316. Berzelius desgleichen daselbst$. 323.] Seite 2 Zeile 16 Vz ” Druckfehler ın der ersten Abtheilung, welche sinnstörend sind, und kleine Zusätze. - 1. lies Porphyr statt Phorphyr. 20= Bww= Schlemmen st. Schlämmen, was einigemal wiederkehrt. 27 ee 1vo.» Eisenoxydkalı. 39= 1 vo.- Retorte st. Retorten. A022= 2v. u. re öffnet st. öffne. 47«ee 13vu= schmelzen st. Schmelzen. 45 s 16v. o. e Charmotte st. Chamotte, was einigemal wie- derkehrt. 50= 18vwu= nach Mönch, moine, nach Nonne, none. 50= TEnsnuNlge Kig. 8 st. Fig. I 59= ey zo Eytelwein st, Eitelwein. 59 e I2Ev2 0802 3,32344 st, 3,52394. Bere Ne Hydrothionsäure st. Hydrothion. 0» 9 vu. e ın Alkohol st. Alkohol, 13,0% 8vo.- Silicium st. Sicilium. SI- 3 vw u. setze nach„hat” über die Flamme, so geht etc. 9%==. IH vu>= werden: st, werde. 102® O9 v0. 2 st. zersetze, 1093- I6vo« 6,.ste7,snnd: so bıs-10. 10= vo.> conchoidal st. conchoidale. 10» 26v.o.,= Lagen st. Lagern. 1l= I! ww= nach Alaun„ Vitriol”. A 7w. 0.= Stubenöfen st. Stufenöfen. 115= 4 v. u, setze zu: Posen. 10= 5 v. u. setze zu: Daher schützt auch die Kohle gegen das Rosten. 155= 1tv u. lies 1 Vol. Sauerst. st. 0,5 Vol. 1238=» 19v.o.» st. gleichen Vol. 1 Vol. Kstdampf und 2 Vol. Sauerstgas. 129= lv. o.= gelange st. gelangen. 130= 18 vw o. setze zu in China in Soolschächten, 3 v. 0. so auch in China zur Beleuchtung u. zum Salzsieden, 3 v. 0. setze zu„Brenner” ın Privathäusern und 1464 Strafsenflammen. 1465= G v. u. hinter Palmöl Cocosnufsöl. 153= 1 v. u lies Schiefer st. Schieter. 157. 2 v. u. dehnt sich aus, nicht nach Marz. 153 s Ilöw u, setze zu hinter preeipite: Magistere de soufre. rm. ms mM ID VE———— N En= ung—— a N aa nn = Fu Ta TE N RZ Y RS” Druckfehler und kleine Zusätze zur ersten Abtheilung. 527 Seite 163 Zeile 16 v. u. Vitriolstein setze zu: oder auch die Bruchstücke . vom Eisenvitriol, der sogenannte Vitriolschinant. luno» 166= 4 vo. setze zu Pohrsdorf, Krers Hirschberg, Öranienbure, >» 166= 8Sw u. lies chambres st. chhambers. i ätze,- 167» 14 vw. o. Balkengerüst b,b; Pfeilern a, a. R z 168= 13'v..0. statt 2) setze PD). = 50= J2 van.asetzeizu) Breant: - 171 z 16 vo Schenkel b. LET 2:52: Cylinder h,h. x ze 179,= 6 v. u. lies ıst st. ıs. » was einigen; - 191- 3 vu. setze zu zum Actzen lithographirter Zeichnungen. » 194- Wv u. setze zu zur Glasfabrikation. 203= 8 vo. setze zu des Oels zu Scilen, as einigemal y= W= 9 vo, streiche Seide aus, - 213= 3v u. setze zu auch aus A Salzs. und 2 bis 3 Salpeters. Nonne, non,- 214= 4 vu. setze hinter Salpeters. von Ghrom-, Vanadsäure mit Salzsäure: «=» 215«= 3 vlusles 1443 st. 24,78. - 219» I4v. wu. Die jährliche Produktion beträgt ın Frankreich 5 Q“2 Sur= an. 900 Kilogramme. = 23= 24 v. o. man erhält sie wie die Chlorsäure, » 23= 26 v. o. farblose oder röthliche, -e 28= Lv. u. lies Sauerstoff st. Stickstoff. me, so geht ei:- = 239. ,- 11 vo. o820st.% = 2377 ze 6.0. e eiserne st. eiserner., I EN Eisenoxyd st, Eisenoxydul. - 55=- 20 v. 0. e ın langen st. langen. 2 269«= 15v. u.« Baustein’ st.'zu Banst. » 275=- l144vu e Alst.40, indem das Vanadium hinzugekommen. » 277= 6x. o. hinter brunirtes setze browned iron. /» 277* 12 v. o. setze zu: oder man packt sie in Kohlenstaub ein, die Kohle gu=» 2777= 10 v u. Jies Zink st. Zinn, re lv, Desgl. » US- 6vo.lies+ st— el. e 278-e 8vw w setze hinter Alumium zu: Yttrium, Beryllium, Zir- dampf und au konium; die letztern st. beide. »s 78- 7 v,. u. hinter Zink füge zu Kadmium, = 27- 5 w u. hinter Zirkon. füge zu: Magnesium, Alumium, ne Salasıclt= 27-r 7 ww vor werden setze(aber doch in verdünnter). Ai und- 280= 14 v. u. vor Silber setze zu: auch Kobalt, Nickel. usern e 290»- 6 v.u, streiche weg sich. -» 29]= 8v. u. hinter Pocherze setze zu knockings. =» 21 2. Ey un ehocard> stamp- mill. "I ee 6vw* setze zu crusking- machine, e. chats rollers. tere de souft‘- ——- Men u en 528 Druckfehler und kleine Zusätze zur ersten Abiheilung. Druo Seite 292 Zeile 3 v. o. hinter Siebe setze zu Setzsieb, brake- sieve. = 222 e 5v.o. e Schlemmgraben setze zu slime-pits. :» 292 e 6v.o. statt& percussion setze d secousse,| = 292 ss 7v. o. hinter Planheerde setze tables& toiles. ‚3 Jul = 232% ee 9wo.= dormuntess= allemandes.“' 3 2392 2 9,0= balais seiwe nicking- budale,& = 803 e 1l4v. o. lies Potassium st. Potiassium.: 2'832 e 7 vo. setze zu hinter Pottasche 1 Pfd. in 3% Quart. Me #921 0 vu: E s= deren specif. Gewicht . 1,26 oder 30° B. d: rel nach andern nur 6 Pfd, gereinigtes Salz, 5 j = 3535= Tv o. lies Pulversatz st. Pulversalz. r 5 - 340«. 20 v.o. e Kieselerde st. Kalı.; j s 345= 12 v. o. streiche weg Canton de Vaux. e i Ei 345 2 14 v. 0. Sselze hinter Vic Dieuze. y i =» 349» 5v u. lies verengerter st. erweiterter. I- = 352 auf der Tabelle. Hinter 9, gehört das unter 21, fälschlich an- 8 i gegebne Salzwerk Gottesgabe. a» ferner: unter 16, setze in die 3te Spalte 680,| 2 in die die 9, in die Tıe 3,813, ie = 355 Zeile 5 v. u. lies Salsola st. Sasola. Zu = 57= 15v.uw* basische Chlorblei. 2{ - 59= 19 v. u. streiche weg nicht. AN; - 365= 2lv. o. Aus obigen Mengen erhält man 700 Borax. Bü = 31 e 16 v. o. setze zu hinter Bronze zur Feuerversilberung,: = 40%= 17 undvlöey. w. liesÖgaarsst. gar. i Z - 41» 10 v. o. lies der grobkörnige st. aus grobk. IB: = Ald=, 22 3. 0..1amesest.isie; N: - 146= 9w oo.= thonhaltenden st. thonhalten. N: - 46- 16 vw= nehmen st. nehme. - 419= 1lv.o. setze zu auch zur Salmiakbereitung.!D= - 422= 20 v. o. statt Blei lies oxydirtem Eisen. MN. s 422=» 17vw eo spath lies spar.= - 37=» Avw.o.». höher» mehr. N- » 45« 15vo0.». lies schwefels. I- - 46 e 18 v. u. setze hinter anhaltende Salz.| N- - 468 e T7v.o, setze hinter Rösthaufen zu fade. N. » 469- Brvu e. zu Alun de fabriqgue.| ze 490»- 3 v. u. lies Fig.1senkrechter Durchschnitt, Fig. 2Grundrifs. « 491= 1v o. streiche weg F. Verankerungen.| - 493= 20 v. o. lies elliptischen st. parabolischen.| z 501= 28 v. o. setze hinter Geschirr hinzu an.| - 53231=- Ö5v o. lies Steinzeug st. Steingut. : 524= 16 v. o. setze nach Zeit im preuls. Staat. In| Mi | hthei ielung. r es r "5. Druckfehler und kleine Zusätze zur zweiten Abtheilung. 529 me- 91 ri er In der zweiten Abtheilung. ‘oiles. 8, Seite 3 Zeile 9 v. o. lies Arnsberg statt Arnsherg. A- 9= 18v.u. statt der Zink lies das Zink, welches einigemal wiederkehrt. in 3% Quart,- 18= 4v. oo. setze hinter abgetrieben wird. specif. Gewich- 33= 10 v. o.= hinter Schmiedeberg. im Hennebergschen bei Suhl. gereinigtes Sılı- 4&3.= 3v. o. lies Gleiwitzer statt Gleitwizer. ;- 65= 2v.o.= Plattelheben= Blattelheben. z 65= 6.07% darauf dar - 65= 14v.o.= Plattelheben= Bilattelheben. Zu 2 dev us zu wieder= weiter, -= 0)- 5v.w=, Zink=. Zinn. 21, fälschlich an 2198= Buy aaa denen= den. Ale:-105= 1v. o. setze nach Lehmsohle h. h 31. Spalte- 121= 20 v. o. streiche weg nicht. 3,818, 17 2 1A ya: z= sie, welches zweimal vorkommt. "=158= 21 v. o. setze vor bleu etc. chaux metallique. - 172= 5v. o, lies Entbindung statt Entbindungen. -17A= 3vo. z Euskirchen= Lechenich, 00. Bars:- 197,=, 18:v...u:=„_160;st.-186. -193= 3w. uw= geschmolzne st. geschmolze., -%5= 15 v. 0, setze hinter Magdeburg Tangermünde. -23= 2v u. lies 0,5 st. 59. -235=: 1vo= Ee.7std. -35- 13v.o.= Fig. 8 st. 6, Fig. 7 st. 5, und setze zu: und Fig. 9 die Vorderansicht. . setze hinter Zuglöcher n,n. rversilberung. u “-298= 13 v. u. fehlen die Sylben saures. -306= 1lv. o. setze hinter Frankreich und zu Stollberg. -3l2= 16 v. u. lies letzteres st. ersteres. -313= 12v. u.= Iserlohn st. Isersohn. -37= 5v.0.= Kupferoxyd st. Bleioxyd. =4022.=: 10. u. 22..conG, st=c. Fig. 2 Grundnb In ———- EEE EEE EEE SET ER EU he LT ee a Grölsere Zusätze zu dem ersten Band. m Erste Abtheilung. Seite 88 Zeile22 v. o. Der Prozefs im Puddelofen giebt hiezu ein Bei- spiel im Grofsen. s 90= 1x u. setze zu Dana daselbst 1819. Vol. 1. No. A. - 112- 5%.°0. seize zu 1826 25,857,310 Centner Steinkohlen, 5,530,292'°"271° Braunkohlen. ı 1827 27,436,524= Steinkohlen,| 5,729,616= Braunkohlen.| 1829 27,350,994= Steinkohlen,| 6,403,8565=.| N2= 8v.u. Nach Heron de Fillefosse 1825 14 Millionen metrische Centner= 27,211,800 preufs. Gentner, in 32 Departements; die gröfste Förderung im Dpt. de la Loire, sodann du Nord, in beiden fast allein: der ganzen Produktion. 1826 betrug das Förderquantum 15,310,687 metr. Centn.= 29,758,408 pr. Cenin.— Die Braunkohlenproduktion= 98,414 metr. Centner. A. d. M. Tom. 13. p. 451. IIscrie Tom. 2, p. 401. in K. A. f. M.©. etc. Bd. 1. S. 216.| - 115 Torfförderung im Jahr 1829. 91,967 Klaftern und| 20,197,178 Stück. al = 131= 1v. u. Instruction pratique sur Pemploi des lampes de| suret€ dans les mines, in den A. d.M. Tom, 10. p- 3.| = 1239= 20 v. o.‘Gegen das Einfrieren schützt man das Wasser 6 in den Gasometern durch heifse Dämpfe, die man a] durch Röhren in dem Zwischenraum zwischen Behäl- ter und Deckel strömen läfst. - 139= 2v.u. setze nach„durchströmen” zu demselben Zweck| dient auch ein Gasmesser, wie er sogleich wird ange-: geben werden. 143°= Ver. uwonacheecforne oder ın einen dünnen Strahl durch Röhren in die Feuerung einströmen lassen. - 144= 12v.o. In Paris sind 3 Gaskompagnieen, welche 199 Re- torten und 14 Gasometer besitzen, das kleinste von 20, das gröfste von 205,000 Kubikfuls Inhalt; Ver- brauch an Kohlen 147,500 Hectolitres und 279 Kubik- meter Kalk. and. ein Bei 1. 1. No, 4, >» 14 Millonen uls. Center, in ung im Dpt. dı ast alleın; der Förderquantun 3 Pr. Cenin,— metr, Center, Tom. 2, p. ll, % Klaftern und des lampes Tom, 10. p.) n das VWVassr ıpfe, die man wischen Beil mselben Zwik ich wird anf dünnen$trll ıen lassen. velche 199 Re kleinste von Inhalt; Ver- d 279 Kubik Seite 157 Gröfsere Zusätze zum ersten Band. Erste Abtheilung. Zeile 202.)® 20383= 203 264 306= » 34"11 v0 10 v. 0. DBE 1; w:o. läutert, Schwefel, 7 C. grauer Ss, 1% C. S.blumen. 1827 695% C. gel. S., 55 C. gr. S., 13 C. S.blumen. 1829 724 C. gel. S.,% C. S.blumen. 3 v. u Nach Penot mittelst Schwefelbarytium, Bd. 40. S. 142. 1326 sind gewonnen worden: 890 Gentner ge- D.p.J. Chlor benimmt der Wolle die Eigenschaft sich zu filzen, macht sie weich, seidenartg. V. d. G. 1829. S. 274. Raymond rathet, die bei der Papierfabrikation ange- wendeten Filztücher mit Chlorwasser zu behandeln, wodurch sie sich weniger verstopfen, daher länger ausdauern sollen. Durch die neuern Erfahrungen von Serullas ist die Beschreibung der Darstellung und Eigenschaften der Chlorsäure wesentlich abzuändern.— Hier das Nö- tlıgste. 13 v. 0. nach„werden” sie aber dadurch leicht m oxy- dirte Chlorsäure umgewandelt. 16 oder gelbliche 17 im conc. Zustand wie Salpetersäure riechend 22 sie wandelt Alkohol in Essigsäure um, setzt wocknes Papier in Brand 8 v.u. Viel leichter erhält man dieselbe durch Destilla- tion der Chlorsäure. 6 v. u. specif. Gewielit der concentrirtesten 1,65, sie kocht bei 200°, kann in vierseitigen Säulen kıystallisiren, zerflielst. 1 Es ist erfahrungsmälsig, dals sich bei der Anwendung des Eisenkitts eine schädliche Luftart entwickelt, wel- che, wie traurige Fälle beweisen, tödtet. ilv o. der Seifensieder ge- braucht Einsalzen der Häute vor dem Schwitzen. Ueber Salpetergewinnung siehe Scholz in seinem Lehrb. der Chemie Bd. 2, S. 93. 3 v. 0. setze zu: sehr fein gepulverte Kohle sieht wie eine dickliche : des Raums der Kohle Die Unterlauge setze ZU: man zum Waschen ordinärer Tuche. zum Flüssigkeit aus, nimmt nur in Stücken ein, absorbirt sehr rasch Luft, wobeı viel Wärme frei wird, bis 170 und 180°, dabei entzündet sie sich von selbst, und zwar ım Innern der Fässer, bis auf 12 bis 15 Centimetre Tiefe, tiefer ist die Kohle sehr wenig warm."I'hermometer-, Barometer-, Hygro- meterstand haben darauf keinen merklichen Einflußs. 34* A an an Er Ah. nd EEE EU NIEZTIA LUTZ FL ET TEE 532 Gröfsere Zusätze zum ersten Band. Erste Abtheilung. Stark destillirte, schwarze Kohle erhitzt und entzün- det sich weit leichter, als Kohle, welche in Kesseln dargestellt ist, aber immer gehört eine Masse von we- nigstens% Centner dazu. Die Entzündung tritt desto sichrer und rascher ein, jesschneller nach dem Verkoh- len die Pülverung stattfindet.— Salpeter und Schwe- fel mit der Kohle zusammen gepülvert verhindern die Selbstentzündung der letztern, doch wird Luft absor- birt und VVärme entwickelt. Aubert in D. p. J. Bd. 39. S. 121, Seite 339 Zeile 7 v. u. setze zu: Ueber Pulverfabrikation siehe das D. t. u “ 22316 = 385 z 389 = 419 » 425 = 463 = 467 » 468 s 472 Tom.17 Artikel„Poudre& canon”, und Scholz Lehr- buch der Chemie Bd. 2. S. 111, 352 auf der Tabelle setze zu 1827 40,023 Lasten 8% Tonnen weilses Salz, 1329 41,549- 6= e= 175...== gelbes, BAdanser 9= und schwarzes, 46,7643 Scheffel Düngesalz, 394 Centner Chlorkalium. 354 Zeile 16 v. u. zum Einsalzen des Schiffsbauholzes, um es gegen die trockne Fäule, dry rott, zu sichern. 11 v. o. zetzezu: Faraday über die Darstellung eines zum optischen Gebrauch dienlichen Glases in P. A. Bd. 18, S. 515. 15 v. u. Man stellt damit auch das sogenannte Porporino dar, einen rothbraunen Glasflufs. 17 v. o. Eine Abbildung befindet sich in der Edinburgh Encyclopaedia Vol. X. plate 275. Il x. o. Eine gesättigte Auflösung von Chlorcaleium in Wasser kocht erst bei 125 bis 136°, wird zum An- wärmen der Zinkplatten zum Behuf des Walzens ge- braucht werden können. ilv. u. Ist für den landwirthschaftlichen Gebrauch un- auwendbar, da er den Pflanzen schadet. Ueber das Alaunwerk Freienwalde siehe Hollunder’s Tagebuch etc. Seite 195 u,£. 10 v. o. 1826 wurden 6,500 metrische Centner Magma in Frankreich fabricirt, 14 v. u. setze zu 5) auch zur Bereitung von Berlinerblau. 13 v. o. v. Oeynhausen und v, Dechen über die Gewin- nung des Alauns in der Umgegend von Lüttich, in K. A. f.B. u. H. Bd. 10. S. 248. 12 v. o. 1825 36,072 Centner, 1829 37,622 C. Aufser- dem hat Hempel noch an 4,000 C. dargestellt. Die SZ AR: 'hei es; i x Hung, Gröfsere Zusätze zum ersten Band. Zweite Abtheilung. 533 sa entzün- Alaunproduktion Frankreichs betrug 1826 21,118 me- ie ınK.=; © an Kesseln trische C.= 41,045 preufs. C. ASSE von We. ng tritt. desto dem Verkol. und Schw. erhindern di. 1 Luft absor- Seite 491 Zeile 7 v. o. Hinter Schürloch setze zu: 0,0 Oeffnungen, durch welche das Feuer einer zweiten Feuerung einströmt. Fig. 3 Durchschnitt der Feuerung im dritten Ofen C nach der punktirten Linie a’b’; Fig. 4 desgl. für den ersten und zweiten Ofen, nach der Linie c’/d’, - 534= 14v.u. Ueber die Fabrikationsquanta von Gesundheits- geschirr verdanke ich der Güte des Hın. Bergraths Prössel folgende Uebersicht. che das D,& Die Manufaktur hatte im Jahr 1829 6 Brennöfen, Scholz Lehr. jeden von 4 Etagen, ein Brand dauert 23 bis 24 Stun- den, das Brennmaterial sind Steinkohlen, englische und #schlesische gemischt, welche in 5 Feuerungen brennen, Salz, der Aufgang beträgt auf einen Brand 26 Tonnen, oder z 104 Scheffel. Im genannten Jahr wurden 344 Brände gemacht, und 1,350,195 Geschirre gebrannt. Darun- and schwarz; ter befanden sich 827,000 diverse weılse Pfeifenköpfe, 137,840 Stück Teller, 26,660 Stück Kaffeekannen etc. Von obigen Pfeifenköpfen wurden 529,600 Stück be- „UM Cs gegen malt, vergoldet. Es ist hiebei zu bemerken, dafs das Jahr 1829 wegen des Brandschadens im vorhergehens Ing eines zın den Jahre ein ungünstiges zu nennen ist. P. A. Ba. An Porzellanerde wurden verbraucht 7,374 Centner, Feldspath 940 Centr., an Porzellan- und Kapselthon te Porpori 22,927 C., an Masse 10,3573 C. Zur Kapselmasse und Steinen wurden verbraucht 22,152 C. Charmotte, neue er Edinburh Kapseln wurden gefertigt 434,456 Stück. Die Gesammt- zahl der Arbeiter 192; baare Einnahme 108,068 Thaler. lorcaleıum ın vird zum An- WValzens ge Tawset.be in bie beer I unse Gebrauch ur Oo’ . Hollundırs Seite 55 Zeile1l3 v. u. setze zu 1827 892,916% Centner. = 12x. u.= 1827 212,313= er Magma u 3. ER ARE= 1827 657,084%= = 89= U wu= 1827 15,353%= hiebei fehlen Berlinerblau.“ aber die Angaben aus dem westphälischen und rhei- die Gewir nischen Oberbergamtsdistrikt. Lüttich, ıo#9 Bis jetzt ist noch keine Methode bekannt, reines Ei- senoxydul darzustellen, auch die angeführte liefert nur C.: Außser- a4 Eisenoxydul- Oxyd. ‚stellt.. Die a üs= Div. u. setze zu Hattingen. ur WEEZE RZ S a A ind a mei Ben— 55% Gröfsere Zusätze zum ersten Band. Zweite Abtheilung. Seite 154 Die Notiz über das Vanadium ist wegzustreichen, indem im hetzten Kapitel vom Vanadium das WVeit- läuftige mitgetheilt worden ist. = 163 Zeile 8 v. o. Durch neuere Versuche von Wöhler ist ermittelt, dals, wenn sich das Nickeloxyd im Porzellanofen ohne besonders hinzugefügtes Reductionsmittel reducirt hat, dies nur durch das im Ofen vorhandne Kohlenoxyd- gas geschehen sei. P.’Ay-Bd:' 21: S.:584; 257”=.9v. o. Im Jahr 1828: sind in Sachsen 71.,Centner Wis- muth dargestellt worden. Berlin, gedruckt bei August Petsch & Bau L.® Cite Zafel IH. ttelt, hne Maaßtab zu Fiy.1_-©. 4 4 5© 2 4 (MAR, 0 dolalake AA, RAS; IRB, RER Maalstab zu Fig. I_ 22 10 J0Hus [72 74 2 I+ TE se von Dieod. Glalsbrenner »2.son Hoffinann A \M| Uaaltab zu Fig. 8 bis dt. #+35678910 l l S pr-Fubs gest. ron Theod. Glalsörenner. ‚gez. zon Hoffmann, gest.von Theoa und 22 36 BE B zu den# Madals/tab an File. vr J ja L IE, BA l l 22 L gez. For Hoffmann. Fafel I. engl. Fils fig. I 2920 ur Ce PrFUS. 103 6,912 erden 9 8 Lächs EUÜlen. 7 6 Weeeea. DPTTRTDGG, TIERE, Sc uw non DWNR RATE> 0MI2 3 ZB eng LFuß. Il SYB/RSGE RER ORLEDEITHEIEO TO: orFuls. 13 Fuß. Pr 20 ITIIUU RR III gez.ron Hofinann.: Zafel I7 036912 / f£ Fiy.16. Lachs. Ellen: 24 2 3 4 7 6Metre Maalsltab für Fig. 3-12 i IHEHENEN EHI Be Zlel eb ZEE: | ve Nr x 0 1 2 3 4 7} 0[if& 9 10 P/4 22 2 14 25 26° 7 a Be ee re—pr Fuß. gest. on Zfrod Glatsörenner ‚gez. ron Haffinann. 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