—— — N.-Piti. Giessen 4————— ————————— A* — 2 —— —- ‿‿ Er Fabrungen i m Gebiete der Landwirthschaft EIEIIOTHEI Fp. KONICINHEIN IDEal. pES I. KVDDMES I0NOLEIIN/ —— 98 efsa m m e l en 5FYh MXII Aa 4 Wr * *—— weiter Ban d. Leipzig, 181 5. bei Johann Friedrich Gleditsch. —— 2—— 5757* N XV AH x ö 4H 57 774 2 EV I2I 1.5 4 —.—.—.— + + 5 ber r e d e. Der gütige Beifall, mit dem der erste Band dieser Schrift aufgenommen worden ist, macht mich so dreist, nun auch diesen zweiten, viel⸗ leicht einen dritten, vierten und mehr noch folgen zu lassen. Es gewährt mir vieles Ver⸗ gnügen, wenn ich in den Winterabenden mei— ne Erfahrungen niederschreibe und so vielleicht einigen Nutzen stifte. In diesem zweiten Bändchen theile ich meine gemachten Erfahrungen über die Vieh— zucht mit, und da ich sie als die Grundlage einer vollkommenen Landwirthschaft betrackte, so habe ich ihr auch stets meine größeste Auf— merksamkeit gewidmet und deshalb füllt sie auch dies ganze Bändchen aus; ich hoffe aber, daß der lesende Landwirth nicht hierbei er— müden, sondern vielleicht hier und da etwas Interessantes auffinden wird. Im dritten Bande werde ich meine ge— machten Erfahrungen über den Dünger und dessen Behandlung, über die Feldbestel ung und hierzu ndthigen Geräthe, und über den Getrei— de⸗ und Handelsgewächsbau niederlegen. In einem vierten Bändchen gedenke ich die Er— fahrungen und die Resultate der mannichfal— tigen Versuche, welche ich im Gebiete der landwirthschaftlichen Technologie machte und anstellte, mitzutheilen. Die Stärkenfabrik, Zucker⸗ und Syrupbereitung, die Brauerei und Brennerei haben mir vieles dargeboten, was gewiß auch Mehrern interessant seyn wird. * — V— Auch werde ich meine gesamm elten Erfahrungen über die Einrichtung der Wirthschaften in Hinsicht ihrer Arbeitspersonale und über das Directionsgeschäft mittheilen. Neu kann nicht Alles für Alle seyn, es ist mir genug, wenn vieles, was ich in diesem Werke mittheile, für neu und das andere für richtig, so wie dies z. B. in der Jenaischen Literatur-Zeitung geschah, wofür ich dem Herrn Rec., so wie für das von ihm mir und meiner Schrift beige— legte Lob, sehr verbindlichst danke, anerkannt wird. Nur durch das Zusammenhalten der von mehrern practischen Landwirthen mitgetheilten Erfahrungen können möglichst allgemein gül— tige Grundsätze der Landwirthschaft aufgefun— den, und die schon früher aufgefundenen befe— stigt werden. Je mehr die Erfahrungen, wel⸗ che verschiedene Landwirthe über irgend einen Gegenstand machten, übereinstimmen, desto so⸗ lider ist der Grundsatz, der daraus aufgestellt werden kann. Arthur Voung sagt:„Welch eine Masse von Unterricht würde man in dieser Kunst (der Landwirthschaft) erhalten, wenn alle Versuche und Bemerkungen von einem Ende des Reichs bis zum andern gesammelt würden!“ „Experimentalische Gewißheit würde das Resultat davon seyn, die Ursachen der mei— sten anscheinenden Widersprüche würden sich aufklären, und ein harmonisches System an die Stelle der jetzigen Verwirrung treten. Nicht von gelehrten Dissertationen, sondern von einer Sammlung von Thatsachen, kann man dies erwarten.“ Obgleich mein Alter mich nicht berech— tigt, mich für einen sehr erfahrnen Landwirth zu halten, so darf ich mir doch schmeicheln, daß meine Erfahrungen ziemlich geläutert sind, da ich doch schon seit zwanzig Jahren mich . lt der Landwirthschaft ganz widmete und dieses Gewerbe in so ganz verschiedenen Gegenden, un⸗ ter so ganz verschiedenen Verhältnissen, denkend ausübte. Jetzt bin ich über hundert Meilen weit von meinem frühern Wirkungskreis ins nörd⸗ liche Europa versetzt worden, hier soll ich eine Wirthschaft, die ich in einem ganz erbärmli— chen Zustand übernahm, zu einer Musterwirth⸗ schaft erheben; ob ich dies Ziel erreichen wer— de, dies hängt von unser aller Meister ab. Hätte ich, wie der Recensent in der Je⸗ naischen Literaturzeitung fälschlich sagt, die Musterwirthschaft schon übernommen, dann war es ein leichtes, sie als Musterwirthschaft zu er— halten; aber schwer ists, eine erbärmliche Wirth⸗ schaft in eine Musterwirthschaft zu verwandeln. Wie ich verfahre, um diesem Ziele näher zu rüken, und den Zustand, in welchem ich Kus⸗ sen übernahm, finden meine Leser in den von — VIII——— mir herausgegebenen landwirthschaftlichen Be— richten. Je schwieriger mir die Erreichung des ge— steckten Ziels wird, um so mehr habe ich Ge— legenheit, wichtige Erfahrungen einzusammeln; das vorliegende Werk wird demnach in Zu— kunft bedeutend an Vollständigkeit gewinnen können. Schließlich bitte ich, auch diesen Band, so wie den ersten, gütig und mit Nachsicht auf— zunehmen und den guten Willen nicht zu ver— kennen. Kussen, im Februar 1815. Schmalz. ——— — —— *.——.——— —( FSu des zweiten Banden Seite Siebenter Abschnitt. Ueber die Viehzucht. Die Quantität Dünger, welche nöthig ist, um die zu einem Gute gehörigen Felder in Kraft zu setzen und zu erhal⸗ ten, bestimmt vorzüglich, wie viel Vieh zu hal— ten ist... Der Landwirth hat für hinlängliches Futter des nöthigen Viehes zu sorgen. Beispiel einer zur Ausmittelung des Düngerbedarfs eines Gutes angestellten Berechnung. Kann das nöthige Futter auf keine wohlfeilere Art gewonnen werden, so muß ein Theil des Feldes dem Futterbau ge⸗ opfert werden; darum hält der Verf. die strenge Frucht⸗ wechselwirthschaft nur für das Mittel zum Zweck.. Bestätigung der Wahrheit, daß es nicht gut ist, zu schnell den Wirthschaftsplan eines Gutes zu entwerfen Seite Besser ists, zur Verzehrung einer gewonnenen Quantität Fut⸗ ter, zu wenig als zu viel Vieh zu halten.— Das Verfahren, den Düngergewinn nicht nach der Kopfzahl des Viehes, sondern nach der Quantität des Futters und Streustrohes zu berechnen. Das Verfahren scheint noch auf schwankenden Grundsätzen zu beruhen.. Es kann auch Fäͤlle geben, wo Vieh nicht um des Düngers, sondern vorzüglich um des unmittelbaren Gewinns wil⸗ len, gehalten wird. Jede Viehart muß so weit gebracht werden, daß sie den mög⸗ lich höchsten unmittelbaren Gewinn bringt, damit der gewonnene Dünger desto wohlfeiler erzielt wird. 2 a) Ueber die Rindvieh zucht. Rindviehracen, und damit angestellte Berechnungen. Verhälten der Körperform des Rindviehes zur Milchergie⸗ bigkeit. Die Veredlung einer Race in sich selbst ist sehr vortheilhaft. Es ist vortheilhaft, die Thiere nicht zu jung zur Begattung zu lassen.. Vorzüge des Saugens der Kälber gegen das Tränken dersel⸗ ben gleich nach ihrer Geburt. O Mittel gegen den Durchfall der Kälber.. Die Wartung der Zuchtkälber. 10 11 17 19 21 B 1 Seite Bei der besten Pflege bekommen die jungen Kälber zuweilen Ungeziefer; Mittel dafür. 2— Die Sommerstallfuütterung, und die sich entgegenstemmenden Hindernisse bei Einführung derselben.. Benutzung der Kühe zum Zug bringt Vortheil. Arbeitseinleitung der Viehmägde.* Das viele und warme Saufen hat einen vortheilhaften Ein— fluß auf die Milchergiebigkeit der Kühhhe. Das warme Saufen der Kühe darf bei einer kzweckmäßig getroffenen Einrichtung weder eine Kosten- noch Arbeits-⸗ vermebhrung verursachens Selleriekraut ist eine gute Würze im Brühfutter der Kühe. Möglichst genau geführte Fütterungstabellen auf zwölf Mo— nate.„ Reduction der verschiedenen Fütterungsarten auf Hen. Grünes Futter gab im Verhältniß seiner festen Bestandtheile mehr Milch als trocknes. Einige Erläuterungen zu den Fütterungstabellen.. Kartoffelbranntweinspülicht bekommt den Kühen gut. In Hinsicht der milcherzeugenden Kraft der verschiedenen Füt⸗ terungsarten sind wir noch nicht aufs Reine.— Ausmittelung, wie viel in Ponitz ein Morgen Feld an Klee gab.* 9** Das Füttern des noch jungen Klee's bringt Vortheil. Berechnung des Streustrohes.— Berechnung des gewonnenen Düngers.„ 29 Seite Der Milchertrag. 3584 Die Viehpächter bringen selten Vortheil. 84 Die Reinlichkeit ist bei der Viehzucht, besonders beim Milch— wesen, die erste Erforderniß.. 85⁵ Das mehrere Male Melken in einem Tage bringt Vor— theil. 88 Milch- und Rahmverkauf bringt in der Regel mehr ein als der Butterverkauf.. 2892 Die Milchgefäße. 69 Die Milchkammer 23 Versuche, in Hinsicht der zweckmäßigsten Temperatur zum besten Ausrahmen.„ 93 Die Milchschwemmen. ů 2 93 Was Einfluß auf den Wohlgeschmack des Rahmes hat. 103 Die Butterfässer und Buttermäschinen. 105 Das Butterwaschen.„ 108 Die Käsebereitung.. 110 Das Mästen des Rindviehes. 0„ 13 Mit Wurzelgewächsen und Heu. 2515 Mit dem Abfall der Stärkefabriken.116 Mit dem Abfall der Branntweinbrennerei. 116 Die Einrichtung der Kuhställe.. 145 Die erhabenen Futtergänge in den Kuhställen, ihre Einrich— tung und Vorzüge. 1420 Der gesperrte Vieh- und Misthof. 325 —..——.———.———————————..—— —293—2 Seite Das Füttern im Hofe bringt keinen Vortheil, wohl eher Nachtheil. · 126 b) Ueber die Schafzuchti. Die Veredlung der Schafe ist wohl mit die wesentlichste Ur— sache des Wohlstandes, in dem sich Sachsen befand. 127 Gang der sächsischen Schaf-Veredlung. 129 Edle Schafe erfordern keine bessere Abwartung und Fütterung als die Landschafe..„„1256 Jede Race eignet sich zum Veredeln.. 137 Der Ankauf einer edlen Heerde bringt mehr Vortheil, als die langsame Veredlung. 5 138 Aber nicht immer sind in einiger Anzahl edle, noch zur Zucht lange taugliche Mutterschafe zu finden. 140 Auch durch bloße Veredlung kann die möglich höchste Stufe der Vollkommenheit erreicht werden.. 14 Es ist vortheilhafter, aus einer fremdeu Schäferei, die der Vollkommenheit am nächsten ist, käuflich zu wähleu, als selbst sie von einer kleinen edlen Heerde zu ziehen. 144 Auswahl der Böcke und Mutterschafe zur Zucht... 145⁵ Braune Spitzen an den Ohren und braune Augenwimpern scheinen eine besondere Eigenheit einiger Schaffamilien zu seyn. 148 Die braune oder schwarze Farbe der Wolle scheint zwar nicht immer erblich zu seyn, und sie ist es doch wohl.. 149 Seite Bock und Schaf können in einem Alter von 14 Jahre zur Begattung gelassen werden.. 151 Ein kraftvoller Bock, durch kraftvolles Futter kraftvoll erhal⸗ ten, kann bis 75 Stück Schafe binnen einigen Wochen decken. 154 Die Böcke sind immer früh im Bedecken am fleißigsten. 15⁵ Wie lange die Böcke unter den Schafen blieben. 156 Bei der Lammzeit ist große Aufmerksamkeit nöthig. 115 Gute Fütterung veranlasset keine Zwillinge. 158 Das Verfahren nach der Geburt des Lammes. 158 Die Lämmer erhalten gequellte Erbsen. 2 160 Die Lämmer befinden sich auf der Brache, die mit weißem Klee besäet ist, ant. · J60 Vortheilhaft ist es, die Lämmer am Tage getrennt von den Müttern zu lassen. 100 Das Kastriren und Abschneiden der Schwänze. 161 Wahl der jungen Zuchtböcke.„ · 16² Bei einem jungen Bock lassen sich die Hörner biegen. 164 Unter den gehörnten Böcken fand der Verfasser immer mehrere vorzügliche Thiere als unter den ungehörnten. 164 Ueber das Zeichnen der Schafe. 65 Die Orts- und Handelsverhältnisse müssen bestimmen, ob mehrere Hammel oder mehrere Schafe zu halten sind. 166 Die Wolle nimmt so lange an Güte und Quantität zu, als das Schaf noch nicht ausgebildet ist ꝛc.„ 168 Auch die Nahrung hat Einfluß auf die Feinheit und übrige Eigenschaften der Wolle. 1I69 SSIIIII tTTT!Tł᷑ꝶꝓłãÜOQùꝛVdź ͤ—. M Ri DV XV Seite Veredelte Schafe brauchen nicht schlechterdings Körnerfutter zu bekommen. · · 171 Rübsen und Leinkuchen sind ein gutes Futter für Schafe. 172 Der Verfasser hat mit mehrerm Vortheil die Behackfrüchte in das Rindvieh verfüttert. 372 Das Füttern mit Branntweinspülicht verlangt Behutsamkeit, kann aber Vortheil gewähren. 174 Der Verfasser theilt seine für die Fütterung der Schafe angelegten Tabellen mit.„175 Die sämmtliche Fütterung auf Heu reducirt. 2 173 Einige Erläuterungen über die Tabellen.„17 Wie viel ein Stück Futter im Winter erhielt. 1080 Wollertrag der Schäferei..• 181 Mistgewinn derselben.. 181 Vermehrter und verbesserter Futterbau brachte den erhöhe⸗ ten Ertrag der Schäferei. · 182 Die Schäfer und ihre Ablohnung. 184 Ueber die Weide der Schafe.„ 190 Bei anhaltendem Regenwetter erhielten des Verfassers Schafe auch im Sommer Dürrfutter. 191 Ueber die Stallfütterung der Schafe. 191 Ueber die Rochsburger Schäferei. 1I95 Die Stallfütterung der Schafe ist nicht allein ausführbar, son⸗ dern bringt vielen Vortheil. 2 Die Stallfütterung der Schafe kann nicht füglich mit der Stallfütterung des Rindviehes zugleich eingeführt werden. 204 — xVI— Seite um eine auswärtige Trift zu benutzen, kann die Stallfüt terung nur mit einem Theil der Schäferei eingeführt werden.. 205 Die Stallfütterung der Schafe bedarf bei gleichem Verhältniß nicht mehr Futter als die Stallfütterung des Rind⸗ viehes. Wenn die Stallfütterung mit allem Viehe eingerichtet ist, so kann leicht eine Abänderung in Hinsicht der Zahlen der verschiedenen Thierarten statt finden.„ 2006 Das Nachthorden mit den Schafen wird auch bei der einge⸗ führten Stallfütterung räthlich seyn. Das Füttern in Horden auf dem Felde ist nicht anzurathen, dagegen schlägt der Verfasser einen transportablen Stall vor.**— + 208 Die Krankheiten der Schafe. 20 Die Räude ist heilbar. 210 Eine der Räude ähnliche Krankheit ist nicht ansteckend. 214 In den meisten Fällen ist bis jetzt die Drehkrankheit unheil— bar.* Die Oestruslarve in der Nase kann die Traberkrankheit her⸗ vorbringen.. 218 Die Entstehung der Drehkrankheit ist noch nicht ausgemittelt; Beweise..219 Das Aufblähen der Schafe. 2²⁰ Der weiße Klee brachte kein Aufblähen hervor.. 3222 Das Rückenblut.„„223 N MM Seite ö alfüt Seite Der Durchfall. 7 7• 224 Rün Die Stalllähme..„ 225 35 Die Grindmäuler..„ 226 —8 Die Fäule.. 226 60. Das Salzgeben. ‚ 229 — Das Saufen der Schafe. 23N , s Das Verhalten beim Weiden der Schafe. 232 429 Das Hordenliegen der Schafe. 4 233 225 Der Schafstall.. · 8243334 3 Das Durchwintern im Freien.„234 — ueber die Wolle. 235 then, Das Waschen derselben. 235 Stal Das Füttern des Winterstrohes.„ 238 „ 2⁰8 e) Ueber die Schweinezucht. 2¹⁰ òĩ9. 214 Wenn die Ferkel guten Absatz haben, bringt die Schweine⸗ nheil⸗ zucht einen nicht unbedeutenden Gewinn. 2 „116 Die Schweineracen 8 2⁴⁰ t her⸗ Die Wahl der Muttersauen.„ 2⁴42 218 Die Muttersauen wollen keine fremden Ferkel annehmen. 242 tttelt; Einfluß des Hauers auf die Zahl der Ferkel. 243 219 Alter der Zuchtsauen.. 2343 22⁰ Große Fruchtbarkeit der Schweine... 243 222 Wie viel ein Hauer Muttersauen bedecken kann. ͤ244 223 Schmalz, Erf. II. b —2 *———— öSsssSss;;ʒIVI——.——..———— — RERVIII— Seite Erstlinge bringen weniger Ferkel als ältere.. 2344 Trägezeit der Schweine.„ 2243 Gebärzeit der Schweine..„ 245 Muttersauen müssen einzeln gestellt seyn. 246 Viele Streu ist gebärenden Muttersauen schädlich. 2340 Die Mutter fressen zuweilen ihre Jungen. 246 Allzu gute Fütterung der Muttersauen ist schädlich. 247 Futterung der Junge habenden Mutter. 2243 Fütterung der Jungen.— 2⁴48 Fatterung der Hausmastschweine.. 24 Mastung der Schweine zum Verkauf. 5 2349 Stärkeabfall als Mastfutter. 2 Krankheiten der Schweine. 239 Vorbeugungs- und Appetit erregendes Mittel.. 25⁰ Die Bräune ‚ ·„230 Der Klamm in den Füßen der jungen Schweine. 25² Die Läusekrankheit.„ 252 Die Schweineställe.. 252 Das Auslassen der Schweine in einen Hof. 2 254 d) Ueber Haltung des Zugviehes. leber Ochsen- und Pferdeanspannung.» 255 In Preußen sind Pferde den Ochsen vorzuziehen. 26 Die grune Stallfutterung der Pferde ist rathsam— 259 Seite Seite Ueber die Fütterung der Pferde mit verschiedenen Kör⸗ nern.„20 Das Heu sollte den Knechten zugewogen werden• 202 Ueber die Krankheiten der Pferde.„263 Wenn jeder Pferdeknecht zwei Pferde ausschließlich pflegen und damit arbeiten darf, bringt Vortheil. 2064 Ein guter Knecht kann vielen Krankheiten der Pferde vorbeu⸗ gen.„ 2 266 Ueber die Mauke der Pferde.. 267 Ueber die Druse. 2 269 Ueber den Sattel- und Kummetdruck. 221 Das öftere Ausmisten der Staäͤlle ist gut. · 27²2 Es ist vortheilhaft, die Pferde auf Holz stehen zu lasseu.. 272 Das Putzen der Pferde ist gut, doch das Waschen ist nicht bei Arbeitspferden anzurathen. 273 Gute und hinläͤngliche Streu ist den Pferden nöthig. 2274 Auch das Futter der Pferde muß rein gehalten werden. 27⁴ Jeden Mittag die Geschirre abzunehmen, wird sür überflüssig gehalten.—— 27⁵ Achter Abschnitt. Ueber Futtergewinn und Futtereintheilung. Größe und Zustand des Areals, was der Verfasser in Ponitz bewirthschaftete. 440 EE———28822—8822278—..— ——. 2 * 7——.——— FFʒIVIII..8.8-r! — XkX— Seite Was der Verfasser unternahm, um die Felder alle drei Jahr durchdüngen zu können.—* 278 Resultate der eingeführten Fruchtfolge 2 27 Entwerfung eines Fütterungsplans.„280 Das Gewicht des Dürrfutters vermindert sich auf dem Boden. 281 —.———————... 20 zoden. 281 Siebenter Abschnitt. ue der dit RNiehz uch t. §. 262. Bei der bloßen Veranschlagung eines Gutes, wobei ich keine Rücksicht auf die Intellectualität des Bewirthschaf— ters nehmen darf, berechne ich die Zahl des Viehes nach der Quantität des Futters, welches bei den Statt findenden Lokalverhältnissen, und bei dem eingeführten Feldbewirthschaftungssystem, gewounen wird. Anders muß aber der Landwirth, welcher die Wirthschaft eines Gutes auf den möglich höchsten Punkt der Vollkom— menheit bringen will, verfahren; dieser muß zuerst berech⸗ nen, wie viel er Dünger braucht, um seine Felder in Kraft zu setzen, und um diese Kraft auch zu unterhal— ten, wenn er aus den Feldern den möglich höchsten Ge— winn ziehet. Weiß er die nöthige Fuderzahl des Dün— gers, dann prüft er nach den Lokalverhältnissen, welche Viehart ihm den größesten unmittelbaren Gewinn bringtz ist er in dieser Hinsicht mit sich im Reinen, so bestimmt er zuerst die Zahl derjenigen Vieharten, die ihm am wenigsten unmittelbaren Gewinn bringen, die er aber doch zur Vollständigkeit seiner Wirthschaft halten muß. Nun berechnet er die von diesem Vieh gewonnene Fuder— zahl und ziehet diese von dem ausgemittelten Dünger— bedarf ab. Die Quantität Dünger, die ihm nun noch Schmalz, Erf. II. A fehlt, muß ihm die Viehart, welche ihm den meisten unmittelbaren Gewinn gewährt, liefern, denn der Dün— ger ist um so wohlfeiler, je höher die Nebenprodukte, welche die Dünger liefernde Viehart bringt, ins Geld zu setzen sind. Die Zahl der Thiere, welche zur Erzie— lung des nöthigen Düngers gehört, ist leicht auszumit⸗ teln; meine Erfahrungssätze hierüber habe ich im ersten Bande, in den 8o. 58 bis 63 mitgetheilt. 5. 263. Ist die Zahl alles zu haltenden Viehes bestimmt, so hat der Landwirth für das Futter zu sorgen, welches zur reichlichen Fütterung des sämmtlichen Viehes nöthig ist. Auch hier müssen die stattfindenden Lokalverhältnisse bestimmen, woher dieses Futter zu nehmen ist; entweder es sind viele oder wenige, gute oder schlechte Wiesen, oder es ist Brauerey, Brennerey/ Stärkenfabrik oder viele auswärtige Weide und dergl. mehr, vorhanden oder nicht. Das, was er nicht auf solch eine Art an Futter gewinnt, müssen ihm die Felder liefern, und er hat demnach bei der Wahl eines zweckmäßigen Feldsy⸗ stems, besonders hierauf Rücksicht zu nehmen. 9§9. 264. Als Zeitpächter war mir es freilich nicht erlaubt, die Wirthschaft ganz so, als ich wohl wünschte, einzu⸗ richten; doch that ich was ich konnte. Da der unge— mein hohe Preis der feinen Wolle zur möglichsten Ver⸗ größerung und Veredlung der Schafe anspornte, so war es die Schäferei, welche mir am wohlfeilsten den Dünger lieferte, und darum suchte ich auch beides, die Vergrößerung und Veredlung derselben so weit wie möglich auszudehnen. —''—'————— ⏑*0U—ͤ—m;)p;— . — Doch, da auch Milch, Butter und Käse gut ins Geld zu setzen waren, so verringerte ich den Rindviehstand nicht, sondern blieb bei der übernommenen Zahl, und suchte nur die Race, zu meinem Zweck, so viel als möglich zu veredeln. Ponitz hatte die Triftgerechtigkeit mit den Schafen auf den Unterthänengrundstücken; ich konnte mit Sicherheit annehmen, daß auf diesen und den Ritter— gutsgrundstücken den Sommer hindurch 1000 Stück altes Schafvieh, und 300 Stück Lämmer sehr gut er— nährt werden konnten. Diese Anzahl Schafe, das vor— handene Rind⸗Zug- und Schweinevieh konnten, nach meiner Berechnung, auch das vorhandene Feld, durch hinreichenden Dünger, in Kraft setzen und erhälten: Es gehörten nämlich zum Rittergute Ponitz 225 altenburgische Acker oder 5624 Magdeburger Morgen Feld. Wenn jeder Magdeburger Morgen 9 Fuder Mist à 22 Ctl. alle 3 Jahr im Durchschnitt erhält, so ist dies wohl als eine sehr starke Düngung anzunehmen und das Ziel, was ich bei Führung einer Wirthschaft immer zu erreichen strebe. In Ponitz hatte ich jährlich circa 188 Magdeburger Morgen zu bedüngen, hiervon behordeten 1000 Stück Schafe 70 M. Morgen. 1000 Stück Schafe geben im Winter 500 Fuder Dünger, hiermit werden bedüngt 2 2 55· 6— 300 Stück Lämmer geben 50 Fuder 1155 bedüngen— Latus 131 M. Morgen. A 2 Transp. 131 M. Morgen. 33 Stück Kühe, ein Bulle und 12 Stück Jungvieh geben 400 Fuder Mist, hier— mit werden bedünn:444—— 12 Stück Zugvieh geben 72 Fuder, womit zu bedüngen-. 5 85„— 33 Stück Schweine geben 50 Fuder 52 Summa 189 M. Morgen. Hieraus geht hervor, daß ich zu der Düngergewin— nung nicht mehr Schafe zu halten nöthig hatte, als ich den Sommer hindurch auf der Weide ernähren konnte. Demnach bräuchte ich nur für Winterfutter der 1000 Stück Schafe und für Sommer- und Winterfutter des Rind Schweine- und Zugviehes zu sorgen. §. 265. Die angestellte Prüfrung der natürlichen Güte des Bodens, das gute Aussehen des vorgefundenen Klees, der Ertrag der Wiesen und die Hoffnung, daß ich die Brauerei würde stark betreiben können, machten, daß ich es nicht sehr bedauern durfte, wenn ich die vorgefun— dene Dreifelderwirthschaft beibehalten mußte; ich konnte erwarten, daß, wenn ich 3 des sämmtlichen Feldes mit Futtergewächsen bestellte, ich hinreichend Futter für das zur nöthigen Düngergewinnung erforderliche Vieh er— bauen würde, und ich dabei selbst noch von einem Theil dieser Futtergewächse, nämlich von den Erbsen reife Körner gewinnen kann, sobald nämlich der Klee gut geräth; denn nur im Fall dieser mißräth, waren Erbsen und Wicken zum Grünmähen bestimmt. Daher würde gen. des lees, die s ich fun⸗ nnte mit ich bei den in Ponitz vorgefundenen Lokalverhältnissen nicht zur Einführung einer künstlichen Wechselwirthschaft geschritten seyn, wenn ich auch freier hätte händeln kön— nen, wie ich als zeitpächter wirklich handeln konnte. Denn die Wechselwirthschaft, in welcher ein großer Theil, vielleicht die ganze Hälfte des vorhandenen Ackers, mit Futtergewächsen bestellt wird, sehe ich blos als Mittel zum Zwecke an. Der Zweck ist, den Ertrag der Felder nach Möglichkeit zu erhöhen; dies kann ich nicht anders als durch gute Düngung erreichen. Kann ich diese auf keine wohlfeilere und leichtere Art gewinnen, so bin ich genöthigt, so viel Feld dem Futterbau aufzuopfern, als zur Production des nöthigen Düngers erforderlich ist. Mehr hierüber, wenn ich meine über den Feldbau ge— sammelten Erfahrungen mittheile. §. 266. Schon im 99.§.(Ister Band S. 77) habe ich gesagt, daß es nicht gut ist, gleich nach oder wohl gar vor der Uebernähme eines Landgutes, einen festbestimmten Plan zu dessen Bewirthschaftung zu ent— werfen; durch das, was ich in den vier letzten§. ge— sagt habe, wird dieses bestätigt; denn nicht alle Mal kann ein Landwirth nach dem ersten Paar Mal Sehen, wissen, ob ihm die Rindvieh-Schaf- Pferde- oder Schweinezucht mehr unmittelbaren Gewinn bringen wird, nicht wissen, ob sich die Brauerei sehr emporheben läßt, nicht bestimmt beurtheilen, wie viel er Vieh auf der vor— handenen Weide gut ernähren kann, und nicht sicher berechnen, wie viel er Feld dem Futterbau widmen muß, um den erforderlichen Dünger zu erzielen, da er ja selten mit einiger Genauigkeit den Futterertrag der Wiesen und Felder im Anfange ausmitteln kann. Hat er nur ein Jahr ein Gut bewirthschaftet, so läßt sich schon eher und sicherer ein Bewirthschaftungsplan ent⸗ werfen. §. 267. In Hinsicht des Futtererbaues und des Dünger⸗ gewinns hatte ich mich bei Entwerfung des für Ponitz befolgenden Planes in nichts geirrt; ich erbauete auf der dazu bestimmten Fläche mehr Futter als ich er— wartete, ich brachte die Brauerei höher, als ich früher hoffen durfte, und so konnte ich mein Vieh besser füt— tern als ich früher bezweckte; ich hätte daher früher schon, als es wirklich geschah, die Zahl der Schafe ver— mehren können. Aber in Hinsicht des Düngergewinns war es wohl kein bedeutender Verlust, daß ich statt 1000 Stück nur 800 Stück Schafe durchwinterte, denn da die kleinere Zahl dasselbe Futter bekam, mit der eine größere hätte ernährt werden können, so bekam ich nicht weniger Dünger als ich von der größern bekommen ha— ben würde; nur der unmittelbare Gewinn der Schä— ferei wäre durch die größere Zahl der Schafe erhöht worden. Doch immer halte ichs für besser, zur Verzeh— rung einer gewonnenen Quantität Futter lieber zu wenig als zu viel Vieh zu halten. Das knapp ernährte Vieh gibt weniger und schlechten Dünger, wenig unmittelba— ren Gewinn und ist mehrern Unfällen unterworfen, als das reichlichgefütterte kraftvolle Vieh. Letzteres wird sel— tener krank und übersteht viele Krankheiten, an denen das r 7 Lalu ärmlichgefütterte drauf gehet. Drum halte ich es für klüger gehandelt, wenn der Landwirth nach und nach erst die Zahl seines Viehes vermehrt, so, daß er immer versichert ist, daß das erbauete Futter reichlich zureicht. Späterhin, wenn die Wiesen in guten Stand, die Fel—⸗ der in Kraft gesetzt sind, wird der Futterbau sicherer und dann läßt sich erst in Hinsicht der Viehzahl etwas festes bestimmen. Auch kann es manchen Vortheil gewähren, wenn in jedem Jahre etwas Winterfutter bleibt; es kommt zu— weilen ein unvermutheter Nachwinter, wo solch ein Vor⸗ rath sehr willkommen ist. Dann fällt auch oft mitten im Sommer anhaltendes Regenwetter ein, daß es um der Gesundheit der Thiere willen nicht rathsam ist, sie aus⸗ zujagen, oder ihnen nasses grünes Futter im Stalle vorzulegen, und in diesem Falle ist es sehr gut, wenn sich noch altes, ausgeschwitztes Dürrfutter vorfindet, womit man sein Vieh auf einige Tage vollkommen gut ernähren kann. Ja, es kann Vortheil gewähren, einen Futtervorrath von einem Winter zum andern zu bringen, da zuweilen ein solch unfruchtbarer Sommer eintritt, daß kaum halb genug Futter für die etatmäßige Zahl des Viehes erbauet wird, wie dies leider für Preußen im Jahre 1811 der Fall war. Aber zu einem bedeutenden Futtervorrath für den künftigen Winter werden es wohl wenige Landwirthe noch gebracht haben, denn hierzu gehört ein sehr reichlicher Futtererbau, eine sehr richtige praktische (d. h. nicht nur auf dem Papier entworfene) Eintheilung des Futters, hinreichende gutverschlossene Futterbehält⸗ nisse und obendrein viel Selbstüberwindung. §. 268. Es ist vorgeschlagen worden, den Düngergewinn nicht nach der Kopfzahl des Viehes, sondern nach der Quan— tität des Futters und Streustrohs zu berechnen. Es ist z. B. angenommen, daß das verfütterte Heu und einge— streuete Stroh durch den Zutritt der Feuchtigkeit sich um 2, vermehre, und diese Zahl zur Formel gemacht. Wollten wir nun auf diese Weise erfahren, wie viel wir Futter brauchen, um eine gewisse Quantität Feld gut zu bedüngen, so müßten wir folgendermaßen verfahren: Angenommen, es sollten jährlich 1o M. Morgen mit 900 Fudern Mist, à 2000 Pfund, folglich mit 1800000 Pfund bedüngt werden, so müßten wir in diese Pfund— zahl mit 3,3 dividiren, so ergibt sich, daß wir 782610 Pfund Heu und Streustroh nöthig haben. Hiervon nehmen wir 4 als Futter und als Streustroh an; es sind demnach, um 100 M. Morgen zu düngen, 5867574 Pfund Heu, oder anderes, auf Heu reducirtes Futter und Futterstroh, und hierzu 1958524 Pfund Streustroh nöthig. Sollten nun lauter Kühe dieses in Dünger ver— wändeln, und diese sehr reichlich gefüttert werden, so würden 53 Stück dazu gehören, da eine starke Kuh jährlich 11òο Pfund Futter, alles auf Heu reduciret, zur guten Fütterung nöthig hat, und jeder 3650 Pfund jährlich eingestreuet werden muß. Doch es scheint mir, als wenn dies Verfahren noch auf sehr schwankenden Grundsätzen beruhe, denn den von mir gemachten Bemerkungen gemäß, macht es auf die Quantität und Qualität des Mistes einen sehr bedeuten— den Unterschied, ob eine gegebene Quantität Futter we— — nicht Man⸗ Es stt einge⸗ ich um macht. iel wir gut zu ahren: n mit 00⁰⁰ fund⸗ 26¹⁰ ervon u; es 67⁵⁷² Zutter eustroh er ver⸗ n, so Kuh uclret, Pfund noch n von uf die euten⸗ er we⸗ ———— ——— nigem oder vielem Vieh gegeben wird, und ob das Stroh alles eingestreuet oder zum großen Theil verfüttert wird. Dann sind die vorgeschlagenen Formeln blos auf die Fütterung des Rindviehes und der Pferde gegründet, in Hinsicht der Schafe sind meines Wissens noch keine entsprechende Beobachtungen angestellt worden. Wenn ich meine Erfahrungen über die Zucht der einzelnen Vieh— arten mittheile, will ich die sehr genau geführten Fütte— rungstabellen beifügen, und zugleich den Gewinn an Dünger angeben. Vielleicht trage ich dadurch etwas zur Feststellung der Grundsätze in Hinsicht der Düngerpro— duction bei. §. 269. Zwar ist der Dünger in den meisten Landwirthschaf— ten die Hauptsache, warum Viehzucht getrieben wird, wenn auch dies von vielen nicht zugegeben werden sollte; doch kann es allerdings auch Fälle geben, wo der un— mittelbare Gewinn der Viehzucht so hoch ist, daß es lohnt, sie höher zu treiben, als es um der Düngerge— winnung nöthig wäre; ja, es gibt Fälle, wo der Dün— ger gar keinen Werth hat, oder vielmehr keinen zu haben scheint, und dennoch Viehzucht mit Vortheil getrieben wird. So wird z. B. in der Nähe großer Städte eilch und Butter so theuer verkauft, daß dadurch der unmittelbare Gewinn der Rindviehzucht so hoch steigt, daß deshalb ein großer Theil des Getreidebaues aufge— opfert, und dagegen mehr Futter erbauet werden kann. Viele ergiebige Niederungswiesen und vieles Branntwein— brennen kann an einigen Orten, z. B. in kleinen und Mittelstädten, die Viehzucht und Mastung vortheilhaft machen, ohne daß dabei auf den gewonnenen Dünger gesehen wird, wodurch freilich der Werth desselben sehr zu sinken scheint, doch kann er auch da zweckmäßig ver⸗ wendet, einen hohen Gewinn bringen. Selbst eine feine Wolle tragende Schäferei kann, wenn sie auf den höchsten Punkt in sich selbst veredelt ist, und Wolle und Vieh zu einem sehr hohen Preis verkauft wird, einen so hohen und unmittelbaren Ertrag gewähren, daß auf Kosten des Getreidebaues die Anzahl der Schafe mit Vortheil vergrößert, und da, wo sonst Getreide erbauet wurde, Futter erbauet werden kann. Hierdurch wird natürlich viel mehr Mist gewonnen als zur guten Düngung der Felder nöthig wäre; doch braucht er deshalb nicht weggeworfen zu werden, es sind dann solche Gewächse zu bauen, welche vielen Dünger consumi⸗ ren und deshalb gewöhnlich hoch ins Geld zu setzen sind. In Rochsburg wird Raps in solcher starken Dün⸗ gung und hinter diesem Weitzen erbauet; durch immer tieferes Pflügen wird bei einer außerordentlich starken Düngung der Boden nachhaltig verbessert, und der Frucht⸗ und Futterbau um so sicherer und von der Wit⸗ terung unabhängiger. Hiervon ein Mehreres beim Feldbau. §. 270. Wohl habe ich die Viehart, welche mir den höch— sten unmittelbaren Gewinn brachte, in Hinsicht der Zahl begünstigt und diese im Verhältniß der übrigen gehalte— nen Vieharten nach Möglichkeit erhöhet, doch habe ich keine in Hinsicht des Futters hinten angesetzt, und bei allen eine möglich höchste Veredelung bezweckt; damit Ium Ettt Dün bert z Es ah, sih rimt a Rst Ifen unde 9n ünger sehr Noer⸗ kann, eredelt Preis Ertrag Inzahl sonst kann. n als aucht dann sumi⸗ setzen Dün⸗ immer starken d der Wit⸗ beim höch⸗ ö Zahl halte⸗ he ich d bei damit immer jede Viehart den möglich höchsten unmittelbaren Ertrag brachte, und deshalb der von ihr gewonnene Dünger so wohlfeil als möglich wurde. 9. 2/7/1. Um das erbauete Futter und Streustroh in Dünger verwandeln zu lassen, können wir Rindviehzucht, Schaf— zucht, Pferdezucht, Schweinezucht oder Mastung treiben. Es kommt nur, wie schon gesagt, auf die Lokalumstände an, welches von allen diesen den Dünger am wohlfeil— sten liefert, oder ihn wohl gar umsonst darbietet, wenn nämlich der unmittelbare Gewinn Fütterung, Wartung, Zinsen und Risiko schon hinlänglich deckt. Ueber jede dieser Vieh- und ihre Benutzungsarten werde ich(die Pferdezucht ausgenommen, weil ich hier ganz unbedeu— tende Erfahrungen machte) meine gemachten Erfahrun— gen im Nachfolgenden offen mittheilen. a) Ueber die Rindviehzucht. d. 2a. Seitdem ich Landwirth bin, habe ich verschiedene Racen des Rindviehes ziemlich genau kennen lernen, und sogar über 3 separat gewartete und gefütterte Ra— cen zu gleicher Zeit die Aufsicht gehabt und die Rech— nung geführt; daher habe ich sehr interessante Verglei— chungen anstellen können, und wirklich auch angestellt. Große Schweitzerkühe(wahrscheinlich Freiburger) waren ekel im Futter, sie hungerten lieber, bevor sie Stroh fraßen, sie fraßen überhaupt viel, gaben im Ver— hältniß der zugleich beobachteten Friesländer und Voigt— länder Kühen sehr viele Milch, aber diese Milch war butterärmer, jedoch käsereicher als die der beiden ge— nannten Racen. Die Friesländer Kühe waren zwar auch ekel, sie fraßen aber doch etwas Stroh, mitunter auch gern, sie brauchten eben so vieles Futter zum Sattwerden als die Schweitzer, jedoch gaben sie 15 pr. Ct. weniger Milch als die Schweitzer, und 8 pr. Ct. mehr als die Voigt— länder, nur war ihre Milch viel butterreicher als die der Schweitzer; überhaupt gab eine gleiche Zahl Friesländer bei demselben Futter mehr Butter als die Schweitzer, aber etwas weniger Käse. Die Friesländer hatten jedes eal schwere Geburten mit großer Gefahr verbunden. Die Kühe von Voigtländer Race waren gar nicht ekel, sie fraßen gern und viel Stroh, und rücksichtlich dieses konnten sehr gut 2 voigtländische Kühe von star— kem Schlage, mit nicht mehr Kosten als eine Schweitzer⸗ kuh ernähret werden, und doch gaben die 2 Voigtlän⸗ der gegen die Hälfte mehr Butter, folglich ungleich mehr reinen Gewinn als die eine Schweitzer. Daher war die Voigtländerrace jenen beiden vorzuziehen. 9. 273. Auch in Zangenberg bei Zeitz fand ich einen Rind⸗ viehstamm, in dem meistens Blut von voigtländer Race rollte; auch hierunter gab es einzelne Kühe, die viel Ausbeute an Milch gaben. Deshalb auch, und weil ich nicht mit Gewißheit auf eine lange Dauer meiner Pacht— zeit rechnen durfte, wurde dieselbe Race beibehälten. 9. 274. In Ponitz fand ich 33 Voigtländer Kühe, von nicht kleinem Schlage, die nur durch schlechte Pflege in Größe den ge⸗ kel, sie ern, sie als die r Milch Voigt- die der Vländer weitzer, u sedes den. r nicht sichtlich n star⸗ Weitzer⸗ bigtlän⸗ ch mehr war die Rind⸗ Race ie viel veil ich Pacht⸗ en. n nicht Größe — 13— und Milchertrag zurückgekommen waren. Bei besserer Fütterung zeigte es sich, daß mehrere hierunter sehr viele Milch gaben; dies und meine früher gemachten, oben angegebenen Erfahrungen gaben zu dem Beschluß Veran⸗ lassung, daß keine andere Race angeschafft, aber diese Voigtländer in sich selbst veredelt werden sollte; wie hier⸗ bei verfahren wurde, und was ich für Resultate erhielt, werde ich weiterhin mittheilen. §. 275. Die erzgebirgische Race, welche ich bei Freiberg ken⸗ nen lernte, war kleiner und unansehnlich, und gab bei der besten Fütterung wenig Milch; die wohl butterreich war, aber dadurch die fehlende Quantität nicht ersetzte. Die Race, welche ich bei Meißen kennen lernte, glich in Etwas den Voigtländern, aber auch zugleich den erzge— birgischen an Figur und in Hinsicht ihrer Nützlichkeit. In Batzdorf gaben die Kühe dieser Race freilich einen ungemein hohen Ertrag/ doch genossen sie auch eine un— gemein gute Fütterung und ungemein sorgfältige Pflege. Bei Gera lernte ich eine Race kennen, die auch von den Voigtländern abstammte, und bei guter Pflege und Fütterung eine sehr gute Ausbeute gaben. Eine der schlechtesten Racen Sachsens, in Hinsicht der Milchergiebigkeit, fand ich um Leipzig herum; nur durch das viele und schöne Futter, welches die Kühe dort erhälten, konnten sie eine mäßige Ausbeute gewähren, eine bessere Race müßte bei demselben Futter ungleich mehr bringen. Hiervon überzeugt, haben sich auch mehrere dort wohnende denkende Landwirthe veranlaßt gefunden, Versuche mit der Einführung andrer Racen anzustellen; und so trifft man auf mehrern Gütern Friesländer, Schweitzer und Voigtländer Kühe an. Wer unter die— sen Landwirthen am besten fährt, weiß ich nicht, denn jeder ist mit seiner eingeführten Race zufrieden, was wohl daher kommt, weil nicht viel dazu gehört, um die eigenthümliche Race des Leipziger Kreises zu übertreffen, also konnte jede der neueingeführten Racen mehr Ge— winn bringen, als die alte vorgefundene. §. 276. Hier in Preußen habe ich zwar mehrere ganz verschie— dene Racen schon kennen lernen, doch keine von Allen kenne ich noch ganz genau. Was ich davon weiß, will ich gern mittheilen. Die schönsten unter allen sahe ich in Angerapp beim Herrn von Farenheid. Dieser brachte vor mehrern Jahren die Herfordshirer Race und die Suffolk polled cattle nebst schönen Beschälern und Stuten aus England. Die Herfordshirer Race gedeihet bei der dortigen schönen Weide, sorgsamer Pflege und reichlicher Fütterung vorzüg— lich gut; die Kuh hat im Ganzen einen sehr breiten Kör— per, doch vorzüglich zeichnet sich in dieser Hinsicht das Hintertheil aus, sie hat einen niedlichen, doch nicht unver— hältnißmäßig kleinen Kopf und hübsche Hörner; die ganze Figur einer solchen Kuh ist dem Auge sehr gefällig. Die Race besitzt eine große Mastfähigkeit, doch gibt sie nicht die Quantität Milch, welche eine andere Race bei der Angerappschen Weide, Pflege und Fütterung geben würde. Durch die Durchkreutzung dieser Race mit den in Angerapp ustelen; dläner, iter die⸗ t, denn „ was um die ertreffn, ehr Ge⸗ verschie⸗ n Allen „ will p beim nehrern polled ngland. schönen vorzüͤg⸗ n Kor⸗ ht das unver⸗ e ganze Die ie nicht bei der würde. gerapp — 15— früher gestandenen, von der Tilsiter Niederungsrace abstammenden Kühen, ist ein, fast nicht minder schöner Schlag Rindvieh entstanden, wovon die Kühe viele und butterreiche Milch geben. Die Suffolkrace ist ungehörnt, sie ist weniger hübsch von Ansehen, doch größer wie die Herfordshirer, sie eig⸗ net sich nicht so gut zur Mastung wie diese, gibt aber mehrere Milch, und scheint deshalb besser für unsere Ver⸗ hältnisse zu passen. Auch diese ist mit der ehemaligen Angerappschen Race durchkreutzt worden, und die hier— durch entstandene Race scheint nicht übel zu seyn. Noch einen sehr schönen Schlag Rindvieh habe ich in dem Stutamt Trakehnen kennen gelernt; sie zeichnet sich durch eine ungemeine Größe und Milchergiebigkeit aus. Sie stammt von englischer und preußischer Race ab. Vor mehr als 20 Jahren ließ der Oberlandstallmeister von Below, um nicht allein edle Pferde, sondern auch edle Kühe zu erziehen, einen schönen Bullen von einer Milch ergiebigen Race aus England kommen. Wahr— scheinlich war es ein ungehörnter Suffolk, da mehrere Nachkommen ungehörnt sind, und auch im übrigen Theile des Körpers die Verwandtschaft mit der Suffolkrace ver— rathen. Für diesen englischen Bullen wurden Kühe aus der Tilsiter Niederung vom größten Schlage gekauft, und durch diese Durchkreuzung diese schöne Race, welche sich jetzt in Trakehnen befindet, hervorgebracht. Ich kenne eine Kuh von dieser Race, welche ungemein hoch, lang, und wenn sie neumelkend ist, täglich 24 Quart Milch gibt. Die Tilsiter Niederungsrace steht in dem Rufe des Vielmelkens, was wohl hauptsächlich oder gar allein die — 16— reichliche fette Weide, welche die Kühe in jener Niederung genießen, veranlaßt hat. Mehrere Individuen dieser Race sind ziemlich groß, doch nicht vom größesten Schlag, aber sehr unansehnlich; ihr Körper hat für das Auge nichts gefälliges, er ist schmal und eckig, der Hals lang und schwach, der Kopf ist, so wie die Hörner, leidlich geformt und dem Körper allenfalls angemessen; die Füße sind lang und schwach. Zur Mastung eignet sich diese Race gar nicht; ich hatte Ochsen davon auf der Mast stehen, welche bei reich⸗ lichem und guten Mastfutter erst spät Fleisch ansetzten und nicht sehr feet wurden. Zwei Kühe, welche jetzt von dieser Race in meinem Stalle stehen, halten sich bei gutem reich— lichen Stallfutter magerer wie die übrigen von andern Racen, melken aber, trotz daß sie mitten in diesem Som— mer erst sich von der fetten Niederungsweide an die Stall— fütterung gewöhnen mußten, recht gut, jede in Zeit der Neumelke täglich 16 Quart fette Milch. Von der Lithauischen Höherace kenne ich die Familie, welche sich zwischen den Städten Gumbinnen, Insterburg, Tilsit, Pillkellen und Stallupönen befindet; die Kühe hier— von sind von kleinem Schlag, einzelne Individuen davon sahe ich anfangs in einiger Ferne für Kälber an. Magere Weide und frühe Begattung sind die Ursache dieser Klein— heit; kaum ist eine Kalbe 1 Jahr alt, so wird sie schon vom Bullen gleichen Alters begangen. Im Verhältniß zum Futter, was diese Kühe erhalten, melken sie gar nicht übel. Ich habe in meinem Stalle einige der allergrößesten Kühe dieser Race, die sich bei der Stallfütterung, die schon den Zten Sommer mit ihnen eingeführt ist, recht gut machen. Es hat keine hiervon zur Zeit der Neumelke —— derung r Race aber nichts i9 und geformt d lang nicht; reich⸗ en und dieser reich⸗ indern Som⸗ Stall⸗ t der zamilie, erburg, e hier— davon Ragere Klein⸗ schon ältniß nicht yßesten 9, die recht umelke unter 10 Quart, die mehrsten über 14 und eine bis 17 Quart täglich Milch gegeben. Die größeste hiervon ist 3urhn. Zoll hoch und 7urhn. Fuß lang. Zur Mastung eignet sich diese Race zwar auch nicht vorzüglich, doch besser als die Tilsiter Niederungsrace. Auch die podolische Race wurde und wird hier einge— führt; doch haben die Kühe in Hinsicht der Milchergiebig— keit ihr Glück nicht gemacht, und darum holt man jetzt nur noch jährlich eine bedeutende Anzahl castrirter Ochsen zur Mast für Branntweinbrennereien, wozu sich diese Race vorzüglich zu eignen scheint. 5. Ta. Schon seit mehrern Jahren habe ich immer Beobach— tungen darüber angestellt, wie sich die Form, sowohl des ganzen Körpers als auch der einzelnen Theile desselben zur mehrern oder mindern Milchergiebigkeit der ganzen Rind— viehracen sowohl, als auch der einzelnen Kühe einer Race verhält. Zwar bin ich hiermit noch nicht auf etwas Zu— verlässiges gekommen, doch manches hat sich so oft bestä⸗ tigt gefunden, daß ich schon mit einiger Sicherheit darauf rechne. Feine Knochen, besonders dünne Beine haben mir im— mer eine gute Milchkuh angezeigt; die Füße sind daher immer das erste, was ich bei Prüfung einer Kuh, des Bullen oder Kalbes ansehe, und selten bin ich getäuscht worden. Ich habe mir z. B. den Spas gemacht, in dem Stall eines Bekannten oder Freundes zu sagen, ich wolle versuchen die beste Milchkuh herauszusuchen; vorerst suchte ich nach der, welche die dünnsten Beine hatte, besaß sie noch oben— Schmalz, Erf. II. B 18— drein ein schmales Hintertheil, war das Vordertheil gegen das Hintere im Ganzen stärker, doch der Hals nicht zu stark und zu kurz, war das Euter nicht fleischig, sondern feinhäutig und hübsch groß, und die Milchadern dick, so gab ich die Kuh, wo ich alles dieses, oder das Meiste hiervon fand, als die an, welche ich für die beste Milch— kuh hielt, und in der Regel traf ichs. Fand ich bei einer nicht alles vereint, so nannte ich zwei, und da traf sichs immer, daß beide gut und besser wie die übrigen molken. Es sind wohl in der Regel die Individuen derjenigen Rindviehrace, welche sich mehr zur Milcherei eignet, mun— trer, als die von einer Race, welche sich mehr zur Ma— stung eignet. Doch wenn man die munterste Kuh einer Heerde als die beste Melkkuh erkennen wollte, so würde man sehr irren. Gemeiniglich sind solche einzelne sehr muntre Kühe verliebter Natur, die oft den Bullen ver— langen und zum großen Schäden ihres Besitzers selten empfangen. §. 276. Auch den Bullen halte ich für gut, wenn er dünne Beine und einen nicht zu starken Hals hat, und sein Vor— dertheil stärker als das Hintertheil, und letzteres nicht zu breit ist; wohl scheint ein starkes Vordertheil nachtheilig beim Bespringen der Kühe zu seyn, doch da ein schwaches Hintertheil zu einer guten Milchkuh gehört, so ist es auch wohl richtig gehändelt, einen Bullen zu wählen, welcher ein schwächeres Hintertheil besitzt, als sein Vordertheil ist. Uebrigens sehe ich es gern, wenn die Form seines Kör— pers auch dem Auge gefällig ist, doch darf dies nicht auf hel gegen nicht zu sondern dick, so as Maste ste Mich⸗ bei einer dda traf e übrigen erjenigen t, mun⸗ zur Ma⸗ uh einer o würde elne seht ullen ver⸗ rs selten er dünnt ein Vor⸗ nicht zu ichtheilig hwaches es auch welcher rtheil ist. nes Köͤr⸗ nicht auf Kosten des Hauptzwecks, nämlich der Milchergiebigkeit seiner Nachkommen, zu sehr berücksichtigt werden. Beim Bullen, so wie bei den Kühen, steigt der Werth gar sehr, wenn ich gewiß weiß, daß sie von Kühen gebo— ren wurden, die viele Milch, im Vergleich mit andern derselben Heerde, gaben; da ich aus Erfahrung weiß, daß die mehrere oder mindere Milchergiebigkeit in der Regel erblich ist, und dieselbe Erfahrung von vielen andern aufmerksamen Landwirthen gemacht worden ist. 9. 279. Da es eine alte Erfahrung ist, daß mehrere Eigen— schaften der Hausthiere erblich sind, so ist auch eine Ver— edelung in sich selbst bei jeder Thierart und Race nicht allein möglich, sondern auch räthlich. Durch die Verede— lung in sich selbst haben es die Engländer in mehrern Thierarten auf eine hohe Stufe der Vollkommenheit ge— bracht, und dadurch mehrere Landwirthe zur Nachahmung gereizt. Da ich in Ponitz die schon früher als eine Milch-⸗ ergiebige gekannte Voigtländer Race fand, so wurde be⸗ schlossen diesen Stamm in sich selbst zu veredeln. Es sollten jährlich 4 Kuhkälber und ein Ochsenkalb zur Zuzucht abge— setzt werden; zu diesem Zweck wurden von den 33 vor— handenen Milchkühen 8 Stück herausgesucht, welche die meiste Milch gaben, und von diesen wurden die 4 Kuh⸗ kälber zur Zucht gewählt. Nur alle 2 Jahre wurde ein Bullkalb abgesetzt, die übrigen Ochsenkälber wurden zum Zug bestimmt, also castrirt. Das Bullkalb wurde, da gewöhnlich unter mehrern die Wahl war, von der unter B—2 ss;;ss‚s‚ssss⸗sS — 20— den g auserwählten Kühen labgesetzt, welche zugleich mit der vorzüglichen Milchergiebigkeit einen möglichst schönen Körperbau vereinigte. Da nun, wenn alle 2 Jahre ein Bullenkalb abgesetzt wurde, immer noch zu viele Bullen geworden wären, so konnte noch das, was in Hinsicht des Baues seines Körpers nichts gutes versprach, castrirt, und zum Zugochsen bestimmt werden. Unter den 2 übernommenen Bullen war zufällig ein sehr ansehnlicher, gar nicht übel gebauter noch junger Bulle, und dieser allein wurde zum Begatten gelassen, wo— durch schon sehr viel gewonnen war. Weil auch ein großer Schlag Vieh bezweckt wurde, so durfte keine Kalbe früher zum Bullen, als bis sie 24 Jahr alt war; es bekam also keine Kuh das erste Kalb vor völlig zurückgelegtem Zten Jahre; manche wurden 34 Jahr alt, ehe sie zum ersten Male kalbten. Da nun das junge Vieh sehr ängstrich abgewärtet und zweckmäßig gut gefüt— tert wurde, so erhielten die jungen selbst zugezogenen eine sehr ansehnliche Größe. Im 4ten Jahre, nachdem ich Ponitz übernommen hatte, zeigten schon die selbstgezogenen Kühe, daß das Bemühen und die Auswahl der Zuzucht nicht umsonst war; sie zeichneten sich nicht allein durch ihre ansehnliche Größe, sondern auch durch die viele und fette Milch, welche sie gaben, vortheilhaft gegen die übrigen aus. Im éten Jahr, als ich abging, sah sich der ganze Stamm nicht mehr ähn— lich; es waren nun 12 Stück von gewählten Müttern darunter, die sorgfältig erzogen waren, und nach und nach waren die unansehnlichen, schlechtmelkenden aus der genzen Heerde ausgemerzt, und nur die bessern behalten uch mit schönen ahte ein e Dullen Hinsicht Castritt, allig ein junger en, wo⸗ wurde, sie 27 alb vor 2 Jahr 5 sunge t gefüt— ezogenen nommen daß das ist war; Größe, elche sie n Jahr, hr ähn⸗ Nüttern ach und aus der behalten — 21— worden; worunter aber doch die besten, den 12 selbsterzo— genen jüngsten Kühen, nachstehen mußten. Wären nun immerfort die zur Zucht bestimmten Köl— ber so ausgewählt worden, so hätte dies nach mehrern Jahren herrliche Resultate hervorbringen müssen; natür⸗ lich mußte jede Generation vollkommener werden. Doch zweifle ich daß das, was ich begründete, fortgebauet wurde. §. 2380. Schon seit 16 Jahren habe ich die Bemerkungen ge— macht, daß wenn eine Kalbe zufällig zu jung, vielleicht noch ehe sie zwei Jahr alt war, begattet wurde, sie, nach— dem sie das Kalb bekommen hatte, im Anfange mehrere Quart Milch täglich mehr gab, als die meisten, und ge— wiß eben so viel als die besten Kühe im Stalle gaben; aber alle solche zu früh zur Kuh gewordenen Stücke melkten nicht lange so gut, und standen eine viel längere Zeit trocken, so, daß die ganze Quantität Milch, welche. sie von einem Mal Kalben zum andern gab, trotz ihres bessern Melkens im Anfange, dennoch kaum so groß war, als die Quantität Milch von einer der schlechtmelkenden Kühe. Um mehr zu erfahren, fragte ich alle Landwirthinnen über diesen Gegenstand, die meisten hatten dieselbe Erfah— rung gemacht; alle waren einstimmig, daß eine zu fruüh zugekommene Kuh, wenn sie neumelkend ist, in der Regel mehr Milch gibt, als die meisten andern Kühe; einige Landwirthinnen meinten nun, daß man daraus sehe, daß nichts dabei herauskäme, die Kalben zu alt werden zu las⸗ sen, ehe der Ochse zugelassen würde, denn sie fräßen nur um so länger ihr Futter umsonst. Aber doch alle mußten zugeben, daß zeitig zugelassene Kalben in der Regel länger trocken ständen als andere, und so kam es nur drauf an, daß eine genaue Berechnung der ganzen Quantität Milch angestellt worden wäre, um zu erforschen, ob wirklich Gewinn beim Zeitigzulassen war. §. 261. Wenn wirklich, wie meine gemachten Erfahrungen es sehr wahrscheinlich machen, die früh zum Bullen gelassenen Stücke, im Ganzen weniger Milch geben, als andere, mehr ausgewachsene; so scheint mir es doch vortheilhafter zu seyn, die Kalbe erst nach zurückgelegtem 24 Jahre zum Bullen zu lässen, und sie bis dahin gut, doch nicht zu fett zu füttern. Denn ich erhalte so einen starken, kraftvollen Stamm, von dem jedes Märzstück entweder gut vom Fleischer bezahlt wird, oder mehr Fleisch als ein kleines Stück beim Selbstschlachten liefert. Dann ist auch zu erwärten, daß eine zu früh begattete Kuh auch nicht mit den Jahren früher abnimmt, und vielleicht schon mit dem Zten, Aten Kalbe weniger Milch gibt als andere, was wirklich schon einige erfahren haben; wo im Gegentheil eine Kuh, die spät erst begattet wurde, mit dem 4ten Kalbe immer noch im Melken zunimmt. Wenn ich eine Veredelung in sich selbst bezwecke, so glaube ich auch, daß es um der Milchergiebigkeit willen gut ist, wenn ich meinen Viehstamm kraftvoller und größer zu bilden suche; und darum wache ich sorgfältig darüber, daß die Kalben nicht vor einem gewissen Alter dem Bullen Preis gegeben werden. — mußten llänger drauf an, tät Nich b wirlich ungen es gelassenen audere, eilhafter hre zum t zu fett aftvollen gut vom n kleines auch zu t mit den em Zten, wirklich ine Kuh, esimmer ecke, so it willen d größer darüber, u Bullen Bei meinen kraftvoll gefütterten 24 Jahr alten Kal⸗ ben hat das Schwerwerden des Bullen nie geschadet, und ich habe daher auch meinen Bullen nur erst, nachdem er 2 Jahre voll alt war, zum Bespringen gelassen. Ich bin fest davon überzeugt und durch gemachte Erfahrungen in die— ser Ueberzeugung bestärkt worden, daß es auf die Nach⸗ kommenschaft einen sehr vortheilhaften Einfluß hat, wenn der Bulle ein gewisses Alter erreicht hat, ehe er zur Begat— tung gelassen wird, und im Ganzen kraftvoll ist. Eben deshalb habe ich den sonst schönen Bullen nicht zu jung wieder ausgemerzt, sondern ihn immer 4 Jahre und län⸗ ger zum Begatten meiner Kühe behalten; ohnerachtet er, nach dem gewöhnlichen Ausdruck, oft ziemlich schwer wurde. Meine kraftvollen, ausgewachsenen Kühe konnten ihn sehr gut ertragen. Nur durfte er mir nicht zu fett werden, denn ich weiß, daß dies zweierlei Nachtheil bringt; ein zu fetter Ochse wird zu träg, er springt oft nicht gern, und springt er, so legt er sich träg mit ganzer Last auf die Kühe, und drückt sie dann nieder. Ein muntrer Ochse, d. h. ein solcher, der kraftvoll, doch nicht fett ist, springt mit Leichtigkeit und macht sich auf der Kuh selbst leicht. Von solch einem Ochsen, wenn er auch in Verhältniß der Kuh ziemlich groß war, sahe ich nie eine Kuh niederdrük— ken. Dann werden auch oft von einem zu fetten Bullen die Kühe nicht befruchtet, was vielen Nachtheil hervor— bringen kann. Doch oft gefährlich ist's einen Bullen von großer Race auf Kühe von kleiner Race zu lassen, zumal wenn dieser Bulle von starkem Knochenbau ist; gemeiniglich wird dadurch ein schweres, oft gefährliches Gebären der Kühe kleiner Race herbeigeführt. Die Geburtstheile sind nicht für ein starkknochiges Kalb eingerichtet. Es scheint im ganzen Thierreiche die weise Einrichtung getroffen zu seyn, daß sich eine Thierart um so früher aus— bildet, und daher auch um so früher zu einer vollkomme— nen Begattung geschickt wird, je kleiner ihr Körper ist. Das kleine Insect ist im ersten halben Tag ausgebildet und wird begattet. Der Elephant hingegen ist erst im 30. Jahre völlig ausgebildet, und die Begattungszeit tritt, wenn auch nicht erst im Zoten Jahre, doch gewiß sehr spät bei diesem Koloß von Thieren ein. Eben so scheint es sich auch bei einzelnen Thierge— schlechtern unter sich zu verhalten; die größere Race Rind— vieh braucht mehrere Jahre zu ihrer völligen Ausbildung als eine kleinere. Ein Bulle von großer Race wächst bis in sein 7tes Jahr, ein Bulle kleinerer Race hat dagegen schon im 5ten Jahre ausgewachsen. Ich denke nun, daß auch die Mannkraft erst dann ihren höchsten Standpunkt erreicht hat, wenn das Thier völlig ausgewachsen ist; und daß wir deshalb nicht einen Bullen ausmerzen dürfen, bevor er nicht seine völlige Größe erreicht hat, wenn wir unsere Race bis zum höch— sten Punkt der Vollkommenheit veredeln wollen. Wir können und müssen wohl bei unsern Hausthieren etwas von den Gesetzen der freien Natur abgehen, wir dürfen uns aber nicht zu weit davon entfernen, wenn wir ihre Kräfte möglichst benützen wollen. §. 282. Es wurde immer viel von den Vortheilen gesprochen, welche diejenigen hätten, welche ihre zur Zuzucht bestimm— 2— U—U—————— d nicht ichtung aus⸗ llomme⸗ xper ist. gebildet im 30. it tritt, hr spät hierge— Rind⸗ ldung st bis agegen t dann Thier t einen bollige hoch⸗ hieren „wir in wir ochen, stimm⸗ Lalzun 2 W ten Kälber nicht an der Mutter saugen, sondern sie trön— ken ließen. Ich ging häufig in solche Ställe, wo dies Statt fand, aber ich konnte die großen Vortheile gar nicht ersehen. Die Mägde mußten sich viele Tage lang mit den jüngsten Kälbern plagen, ehe solche allein saufen lernten. In Hinsicht der Milch wurde nicht allein nichts gewonnen, vielleicht verloren, denn ehe die Kälber allein saufen konnten, wurde viele Milch vermatscht. Die so aufgezogenen Kälber sahen nicht zum besten aus, lich war in den ersten Tagen ein Abmagern sichtbar. Wahr⸗ scheinlich bekamen sie, da das Selbsisaufen ihnen widernatür— lich war und nicht sogleich dran gingen, in den ersten Tagen nicht volle Sättigung; die ihnen gereichte Milch wurde kalt, der junge Magen war auf warme Milch eingerichtet, wahrscheinlich veränlassete dies einen stärkern oder schwä⸗ chern Durchfall als die erste, unmittelbar von der Kuh weg— gesogene veranlasset haben würde. Denn die jüngsten ge— tränkten Kälber, die ich sah, hatten den Durchfall alle derb. Dann ists auch zu erwarten, daß die Mägde, denen das Tränken der Kälber übergeben war, nicht die gehörige Ordnung beobachteten, und so die armen Thiere leiden mußten. vorzüg— §. 203. Trotz diesen gemachten Bemerkungen wollte ich selbst einen Versuch anstellen. Von 2, in unmittelbar auf ein— ander folgenden Tagen gebornen Kälbern, wurde das eine an der Mutter gelassen, das andere aber sogleich weggenommen und mit großer Sorgfalt zum Selbstsaufen gewöhnt. Um der Magd mehr Lust zu machen, versprach und gab ich ihr ein Trinkgeld, und trotz dem, daß ich nun — 26— eine gute Abwartung von der sonst sehr guten Magd er— warten konnte, wurde die Aufsicht von mir und der Auf—⸗ seherin verdoppelt. Das Kalb, welches gleich zum Sau⸗ fen gewöhnt wurde, machte anfänglich viele Mühe, am zten Tage konnte es erst ordentlich saufen; es erhielt nicht nur vier Wochen lang alle Milch, die seine Mutter gab, son⸗ dern in den letzten Tagen auch etwas Mehl untergemengt. Das andere Kalb saugte nur 3 Wochen lang die Milch seiner Mutter, und dann wurde es binnen 2 Tagen zum Selbstsaufen gewöhnt, wo es mit Mehl und Wasser vermischte lauwarme Milch erhielt. Beide knabberten schon, noch ehe sie 3 Wochen alt waren, an dem ihnen vorgelegten Dürrfutter; das an der Mutter gelassene ver⸗ suchte das Fressen des der Mutter vorgelegten Grummets am frühesten, wozu wahrscheinlich der Mutter Beispiel veranlaßte. §. 284. Das gleich nach der Geburt von der Mutter genom— mene Kalb war zwar nicht merklich kleiner oder schechter als das andre, was 3 Wochen lang die Mutter aussog, doch auch um nichts besser; sie erhielten immerfort einerlei Futter, und blieben sich in Hinsicht der Größe sehr ähnlich. Die Mütter dieser Versuchskälber waren sich in Hin— sicht des Alters und der Größe ziemlich gleich, und im Jahr zuvor hatten beide auch eine ähnliche Quantität Milch gege— ben. Sie erhielten immerfort einerlei Fütterung und Pflege, und gleichwohl gab die, woran das Kalb gesogen hatte, etwas mehr(wie viel, weiß ich nicht mehr genau) Milch, wie die 2te, woran kein Kalb saugte; war der Un— terschied des Milchertrags auch unbedeutend, rührte auch 9d er⸗ Auf⸗ Su⸗ N„ am lt nicht ib, son⸗ mengt. ng die Tagen Wasser berten ihnen e ver⸗ nmets eispiel genom⸗ chechter ussog, einerlei hnlich. Hin⸗ Jahr gege— g und esogen genau) er Un⸗ te auch vielleicht dieser von etwas zufälligem her, so war doch das Resultat dieses Versuchs die Veranlassung, daß ich in meinem früher gehabten Glauben bestärkt wurde, und ich wenigstens keinen Gewinn, wenn auch keinen Nachtheil, vom Tränken der jungen Kälber ersahe. Einen Nachtheil für denjenigen, der es erfahren will, kann es allerdings brin— gen, der wenigstens darin besteht, daß es mehrern Aerger, den jede Neuerung mehr oder weniger veranlasset, und mehrere Aufsicht erfordert, und die Mägde, um der ver— mehrten Arbeit willen, am Ende mehrern Lohn fordern. Nur in der Nähe großer Städte, wo die Milch einen sehr großen Werth hat, kann das frühe Tränken der Kälber mit Mehlsaufen und dergleichen Vortheil gewähren. §. 265. Alle meine Kälber behalten die erste Milch ihrer Mut— ter, und ich halte es für sehr nachtheilig, diese ihnen zu nehmen. Sind unsere Kühe auch nicht mehr im natür— lichen Zustande, so halte ich es doch auch hier, wie bei mehrern Gegenständen der Landwirthschaft, für gut, der Natur so nahe wie möglich zu bleiben. Die Natur hat das Kalb, in Hinsicht seiner ersten Nahrung, unmit⸗ telbar an das Euter seiner Mutter gewiesen, hier findet es die Milch in dem Zustande, wie es die noch schwachen Eingeweide verlangen, sie besitzt die zweckmäßige Wärme, die erste die purgirenden Kräfte, wodurch der Unrath, welchen das Kalb mit vom Mutterleibe brachte, fortge— schaffet wird, ohne das Kalb zu schwächen. Warum wollen wir hier künsteln, wenn uns die Künstelei keinen reellen Vortheil gewährt? §. 286. Wenn ja zuweilen, was aber gar nicht oft geschah, ein Kalb anhaltend Durchfall hatte, der es schwächte, so wurde ihm ein ganzes Ey durch das Maul eingesteckt, was in der Regel die gewünschte Wirkung that; wollte es aber noch nicht helfen, so wurde ein 2tes Ey eingesteckt, und hinterher noch einige Tropfen Arak, oder in dessen Ermangelung starker Branntwein eingeflößt. Wohl nie mißlang diese Kur. 5. 287. Die Kälber bekamen, so bald sie allein saufen konn⸗ ten, erwärmte Molken, worin Kleien gerührt waren, (etwan für jedes aufs Mal 4 Berliner Metze unter 4 Quart eolken) täglich 2 Mal, und dabei so vieles gutes trocknes Grummt, als sie fressen wollten. Hierbei haben sie sich vortrefflich befunden, und sind schnell empor gewachsen. Der Hafer, welchen viele neben dem Grummet als das allein ihnen gedeihende Kälberfutter erklären, war im Altenburgi— schen ziemlich theuer; bald würde ein Kalb für 5 Thaler Hafer gefressen haben. Kleien waren genug, da für viele Menschen gemahlen werden mußte, und Molken gab es auch genug; und so war dies Kälberfutter wohlfeil und sehr gedeihlich. Diese Fütterung erhielten sie etwas übrr ein Viertel Jahr, dann wurde ihnen statt des Grummets grüner Klee, doch dabei immerfort Kleien und Molkensaufen ge— reicht; noch ein Vierteljahr später, gewöhnlich nach Mi— chael, erhielten sie Kartoffelbranntweinspülich statt des Molkensaufens und der Kleien, und dabei wieder schah, te, so estockt, lte 8 esteckt, dessen hla nie konn⸗ aren, Mart cknes e sich ichsen. allein burgi⸗ Thaler viele ab es und diertel rüner en ge⸗ h Mi⸗ wieder Grummet. Im 2ten Sommer erhielten sie grünen Klee so viel sie fressen wollten, und dabei blos kaltes Saufen mit Biertrebern gemischt; im 2ten Winter erhielten sie wieder Branntweinspülich, Stroh und etwas weniges Kleeheu oder Grummet späterhin erhielten sie dasselbe Futter was die Kühe bekamen. §. 206. Obwohl in Ponitz die Kälber nicht auf die Weide kamen, so habe ich doch früherhin die Erfahrung gemacht, daß es ihnen recht wohl bekömmt, wenn sie schon im ersten Jahre in einen Garten gelassen werden; nur finde ich es für gut, wenn sie nicht zu frühe am Tage aus dem Stalle gelassen werden, in dem Stalle noch etwas Grummet oder auch blühenden grünen Klee und den Tag immer so viel Saufen, als sie begehren, erhalten. Nichts ist den jungen Kälbern mehr schädlich, als wenn sie immer in den heißen Tagen Durst leiden müssen; sie fressen dann auch nicht, fallen zusehends zusammen und verkrüppeln. Da sie über— haupt, auch wenn sie Saufen erhalten, in den heißen Tagen wenig fressen, so ist es sehr vortheilhaft ihnen nicht blos Wasser, sondern nährendes Saufen zu geben. Bei mir erhalten sie auch, wenn sie im Garten weiden, Molten mit Kleien gemischt. 5. 280• Trotz aller guten Pflege bekommen doch zuweilen, wenn auch sehr selten, die Kälber Ungeziefer. Seitdem ich selbständig wirthschafte, war es 2 Mal der Fall; beide Lal war es durch zugekaufte Kälber veranlaßt. Sobald die Läuse bemerkt wurden, wurden die Kälber mit starker Holzaschen⸗ oder Hünermistlauge mehrere Tage hinterein⸗ ander gewaschen; bald waren sie verschwunden. Drauf bekamen die Kälber einige Zeit etwas besseres oder mehre— res Futter, um damit sie völlig kraftvoll wurden, und so hat sich auch keine Laus wieder eingefunden. 9. 290. Hinlänglich von dem Werthe der Stallfütterung des Rindviehes überzeugt, habe ich sie auch jedes Mal, so oft ich eine Wirthschaft übernahm, eingeführt, wenn ich sie nicht schon als bestehend, fand. Zuerst mußte natürlich für hinlängliches Futter ge— sorgt werden; war dies da, so war die größeste Schwie— rigkeit gehoben, nur kann es treffen, daß man deshalb ein Jahr mit Einführung der Stallfütterung warten, und in Hinsicht des Futters Vorkehrungen treffen muß. Doch ich habe sie schon auf 3 Gütern, gleich im ersten Jahre nach Uebernahme der Wirthschaft eingeführt, ohne daß im Jahre zuvor Vorkehrungen getroffen, also auch kein Klee gesätt worden war. Ich habe sie blos mit Wick⸗ oder Gemengfutter eingeführt, und hiervon einen Theil so früh im Jahre als nur möglich auf kraftvollen Boden, und dann immer mehr in kleinen Zwischenräumen fortgesaäͤet, so, daß immer junges, zum Grünfüttern herangewachsen war, wenn das früher gesäete schon zu alt wurde. Auch wurde vieler Weißkohl und Rüben gepflanzt, und die vie— len gewonnenen Blätter im Stalle verfüttert. Im 2ten Jahre, wo schon Klee vollauf war, ging es natürlich schon leichter. SSS....2.8 terein⸗ Drauf nehre⸗ und so ng des so oft ich sie er ge⸗ chwie eshalb u, und Doch Jahre daß im ein Klee /oder so früh „und gesätt, vachsen Auch die vie⸗ n ꝛten atürlich 9. 2)r. Eine der größten Schwierigkeiten ist die Einrichtung der Mägde, welche das Vieh füttern. Doch ein kleiner Zuschuß zum gewöhnlichen Lohne und eine gute Behänd— lung beseitigt auch diese Schwierigkeit; wenigstens wurde mir in Sachsen von den Mägden die Einführung der Stallfütterung des Rindviehes nicht sehr schwer gemacht; binnen einem Jahre hatten sich alle eingerichtet. Eine von den Mägden ging in aller Frühe hinaus aufs Kleefeld, und mähete 2 bis 3 derbe Fuder Klee ab, während die andern die Kühe mit dem gestern schon hereingeschafften Futter fütterten. Späterhin ging noch eine aufs Kleefeld, wo beide den gehauenen Klee auf Haufen zusammenrechten. §. 292. Vor mehrern Jahren wurde der Klee gelegentlich mit den pflügenden, eggenden, oder Düngerfahrenden Pfer— den mit hereingenommen. In der Regel wurden ein Paar leere Wagen gleich früh zum Klee gefahren, und diese so— gleich von den Mägden beladen, so bräuchten dann die Pferde am Mittag nur vorgespannt und die Wagen ohne Aufenthalt hereingefahren zu werden. Doch verursachte dies zuweilen Versäumniß, die Pferde arbeiteten vielleicht entfernt vom Kleestück, und mußten daher den oft ziemlich weiten Weg expreß des Klees halber dahin machen. Noch schlimmer war es, wenn die Pferde Heu oder Getreide einfuhren, da versäumten sie oft noch mehr. Ohnerachtet die Stallfütterung dieser klei— nen Aufopferungen werth ist, so freuete ich mich doch sehr, als meine Frau den Einfäll hatte, sich Kühe zum Fahren anlehren zu lassen. Zu diesem Behuf ließ sie nun 2 Kummte machen, und zwei der stärksten Kühe vor den Wagen spannen. Bald war die Lehre beendet, und diese Thiere zogen täglich 3Fuder, jedes zu 17 bis 18 Centner herein, was freilich ein Paar Lithauische Bauerpferde bleiben lassen müssen. Zum Wechsel, damit die hochtra— genden Zugkühe, oder wenn sie ein Kalb bekommen hatten, geschont werden konnten, wurden 4 Kühe zum Ziehen an⸗ gelehrt. Hiermit fuhren entweder die Mägde selbst den Klee herein, oder der Hausknecht that dies. Nun hing es ganz von der Wirthschaftsdirectorin ab, wenn Klee her— ein gefahren werden sollte; früher mußte das Kleeholen im Plan jeden Tages mit aufgenommen werden, was zu— weilen eine kleine Schwierigkeit verursachte. 5. 293· Diese Zugkühe fraßen natürlich um so viel mehr Fut— ter, als sie Kräfte beim Fahren konsumirten; denn während dem Auf- und Abladen wurde ihnen jedes Mal ein Arm voll Klee vorgelegt, und im Stalle erhielten sie alles das, was jede andere bekam. So hatte auch dies Ziehen kei— nen nachtheiligen Einfluß auf die Milchergiebigkeit, und auf ihre Beleibtheit. In mehrern Gegenden Sachsens, nämlich in dem Al— tenburgischen, haben ein großer Theil der Bauern kein anderes Zugvieh als Kühe; und bei gutem Futter, und weil sie wechseln können, hat dies durchaus keinen Ein— fluß auf die Milchergiebigkeit, wie dies mir mehrere ver— sichert haben. Diese Kuhbauern(wie sie da heißen) befin— sh6 Uil un 2 k den diese Lentner upferde ochtra⸗ hatten, en an⸗ n Klee ing es e her— eholen 8 zu⸗ r Fut⸗ ührend in Arm 5 das, en kei⸗ „und em Al⸗ n kein „ und n Ein⸗ re ver⸗ befin⸗ — den sich oft besser als die Pferdebauern; wenn letztere ihren erbaueten Hafer verfüttern müssen, so können ihn die Kuhbauern verkaufen. Ihr Heu in die Kühe verfüt— tert, brachte ihnen noch einen bedeutenden Ertrag von eilch und Butter, und die Arbeit der Kühe war ganz Zugabe. Vorzüglich gut befanden sich die Kuhbauern in den letzten Kriegszeiten gegen die Pferdebauern; wenn letztere Militärfuhren thun, und da oft in der nothwen— digsten Zeit viele Tage ihre Pferde entbehren mußten, konnten die Kuhbauern in Ruhe ihre Feldarbeit verrichten. Dies sollte auch größere Gutsbesitzer und Pächter reitzen, wenigstens einen Theil ihrer Feldarbeit mit Kühen zu verrichten; wie dies auch der Herr Staatsrath Thaer schon vorgeschlagen hat. In mänchen Gegenden muß dies vielen Vortheil gewähren; mehrern Vortheil auf jeden Fall, als die Anspannung mit Ochsen gewährt. Eine gut gefütterte starke Kuh kann auf jeden Fall eben so viel arbeiten, als ein gleichgefütterter Ochse von derselben Race. Hiezu kommt, daß, weil mehrere Kühe gehalten werden, ein Wechsel unter ihnen Statt finden kann, wodurch sie immer Kräfte behalten, und in der Milch nicht abnehmen werden. So könnten z. B. auf einem Gute, wo neben 30 Stücken Milchkühe, 20 Zugochsen gehalten werden, keine Ochsen, sondern zusammen 50 Stück Kühe gehalten werden; hiervon 40 Stück im Wechsel zur Arbeit ge— braucht, so könnten immer noch 10 Stück hochtragende und Kälberhabende ganz geschont, und dieselbe Arbeit, wie mit den 20 Ochsen verrichtet werden. Die 30 Stück früher gehaltenen Kühe werden dabei nicht weniger Milch wie sonst, und die stätt der Ochsen gehaltenen 20 Stück Schmalz, Erf. II. C — 34— 4 so viel als jene noch Milch hinzugeben, was als reiner Gewinn der Zugküheinführung anzusehen ist. Hier in Küssen kann ich die Kühe nicht zur Feldbestel— jung gebrauchen, weil ich überzeugt worden bin, daß ich bei lauter Pferdeanspannung an Arbeitern gewinne, was hier mehr als in volkreichern Provinzen zu berücksichtigen ist. Doch werden einige künftighin wohl auch den Klee für sich und die andern hereinfahren müssen. 9. 294. Die Fütterung der Kühe besorgten 4 Mägde zusam⸗ men, aber eine hiervon besorgte auch die Fütterung einer nicht unbedeutenden Heerde Schweine, die eine reinigte das Küchen- und Milchgefäß und Geräth, und das Milch⸗— gewölbe, und schaffte Holz in die Küche, eine andere be— sorgte das Backen für alle auf dem Gute lebenden Men⸗ schen, bereitete die dann von der Directorin gewaschene Butter, und reinigte das Buttergefäße und Geräth. Alle 4 Viehmägde schafften wöchentlich einige Mal den Mist aus dem Kuhstall, und die Schweinemagd denselben aus den Schweineställen. Der Kuhstall war in 4 gleiche Theile getheilt, wovon jede Magd einen zu reinigen, und die in demselben stehenden Kühe zu putzen hatte. Letztere Einrich—⸗ tung hatte vieles Gute, jede sahe ihre 8 oder 9 Kühe für die ihrigen an. Wollte Gott, ich könnte auch diese oder eine ähnliche Einrichtung in Hinsicht der Fütterung und der andern Geschäfte, die von diesen 4 Mägden verrichtet wurden, hier treffen. Aber zu aller dieser Arbeit würden in Litthauen aum 8 Mägde hinreichend seyn, und diese 8 würden reiner bestel daß ich „ was sichtigen en Klee zusam⸗ g einer reinigte Milch⸗ ere be⸗ Men⸗ baschene h. Alle den Mist hen aus Theile die in Einrich⸗ he für ähnliche andern wurden, tthauen würden immer nicht die Ordnung, Reinlichkeit und Sorgfalt ein⸗ führen, die bei jenen Vieren in Ponitz herrschte, und so leicht einzuführen war. 5. 295. Daß das warme Saufen im Winter ungemein vor— theilhaft auf die Milchergiebigkeit der Kühe wirkt, davon bin ich hinreichend durch Erfahrung und Theorie überzeugt worden. Kühe, welche mit warmen Getränk getränkt wurden, gaben ungleich mehrere Milch, als die mit bloßem kalten Wasser getränkt wurden; dies ist Thatsache. Aber freilich wurde das warme Wasser nicht allein gegeben, son— dern, als es noch heiß war, verschiedene Dinge, z. B. Spreu, Kartoffeln, Rüben, Selleriekraut, Weißkohl— strünke und Blätter, Ueberkehr, klargeschnittenes Heu und Grummet u. dergl. m. damit gebrüht. Hierdurch wurde zweierlei bezweckt, erstens ging schon während dem Brü— hen eine, wenn auch nur geringe Auflösung mit diesen genannten Dingen vor, sie wurden nun nicht allein lieber von den Kühen gefressen, sondern sie waren auch vielleicht leichter zu verdauen; zweitens nahm das Wasser etwas vom Geschmäck der damit gebrühten Dinge an, es schmeckte den Kühen besser als reines Wasser, und sie tranken deshalb mehr. 9.296. Daß grünes Futter, im Verhältniß seiner festen Sub— stanz zum trocknen Futter, mehr Milch gibt, als letzteres, daß z. B. 100 Pfund grüner Klee mehr Milch geben als 20 oder 22 Pfund trockner Klee, das ist eine längst be⸗ kannte Sache; und auch wahr ists, daß 100 Pfund grü— ner Klee mehr als 22 Pfund trockner sättigen. Ersetzen wir aber in Etwas die ausgetrocknete Feuch— C a tigkeit der trocknen Fütterung durch hinreichendes Saufen, so gibt wirklich das trockne Futter mehr Milch, als es mit wenigerm Saufen geben würde. Dies ist eine Wahr— heit, die sich mir oft durch neue Erfahrungen bestätigt hat. 9. 22.7. Je mehr die Kühe durch wohlschmeckende Flüssigkeit zum Saufen neben der trocknen Fütterung gereitzt wurden, je mehr sie wirklich tranken, um desto mehr wirkte dies vortheilhaft auf die Milchergiebigkeit. Lauwarmes Wasser säuft das Rindvieh im Winter lieber als kaltes und so auch das, womit irgend etwas gutschmeckendes gebrüht worden war. Darum ist das Brühfutter für Milchkühe sehr zweckmäßig, und durch keine noch so reichliche trockne Fütterung, wenn daneben nur kaltes reines Wasser als Saufen gegeben wird, zu ersetzen. Aus eben diesem Grunde schon bringt es auch Vor— theil, wenn den Kühen zuweilen etwas Salz gereicht wird, da sie hierdurch zum mehrern Saufen gereizt werden; doch mag auch wohl noch das Salz vortheilhaft auf ihre Gesundheit wirken. §9. 298. Das trockne Futter scheint durch das Trocknen schwerer auflöslich geworden zu seyn, als dies in seinem grünen Zustande der Fall war. Vielleicht liegt im trock— nen Futter der Zucker- und der Eyweißstoff gebundener als im grünen Zustand. Es gehört eine bedeutende Partie Flüssigkeit dazu, um diese Dinge aufzulösen und sie zur Nahrung und Milcherzeugung geschickt zu machen. Bei der Verdauung muß diese nöthige Flüssigkeit zugegen seyn, Saufen, als es - Vahr⸗ tigt hat. lüssigkit wurden, kte dies Vasser und so gebrüht ilchkühe trockne ser als ch Vor⸗ ht witd, werden; auf ihte rocknen seinem trock⸗ ner als Partie sie zut u. Bei en seyn, wenn alles zweckmäßig zersetzt werden soll; ist sie nicht vor⸗ handen, so geht wahrscheinlich ein großer Theil der Nah— rung, der sonst zersetzt werden konnte, unzersetzt mit den Excrementen fort. Die Milch selbst ist flüssig, es muß natürlich auch Flüssigkeit zu ihrer Erzeugung genug vorhanden seyn; trocknes Futter allein kann vielleicht, und wahrscheinlich diese erforderliche Flüssigkeit nicht hergeben, folglich muß eben so wahrscheinlich weniger Milch, wenn diese fehlende Flüssigkeit nicht durch Saufen ersetzt wird, daraus erzeugt werden. 9. 299. Rüben, Kartoffeln und ähnliche Dinge geben des⸗ halb mehr Milch und Fleisch, als sie vermöge ihrer festen Substanz in Vergleich mit Heu geben sollten, weil ihre nährenden Theile auflöslicher und mit Feuchtigkeit um⸗ geben sind. S§. 300. Das Brühfutter macht in großen Wirthschaften, wenn die Einrichtung gut getroffen ist, im Verhältniß auch nicht mehr Arbeit und Schwierigkeit als bei kleinen, und auf den meisten großen Gütern Sachsens ist die Brüh— fütterung zuweilen mit 8o und mehrern Milchkühen einge— führt; die wenige dadurch vermehrte Arbeit wird reichlich durch die gewonnene mehrere Milch ersetzt. §. 301. Noch habe ich keine Schwächung der Kühe, durch das warme Saufen hervorgebracht, bemerkt; meine Kühe ge— ben im Sommer, ohnerachtet sie alle Winter Brühfutter erhielten, sehr viele Milch, wirklich mehr als im Winter/ ohnerachtet sie weniger grünes Futter erhielten als sie im Winter, alles zu Heu reduciret, trocknes erhielten; das heißt, aus der Quantität grünen Futter, was sie im Som— mer erhielten, würde, wenn es getrocknet worden wäre, nicht die Quantität trocknes Futter geworden seyn, die sie im Winter wirklich erhielten. Die Verdauungskräfte schienen bei der Brühfütterung durchaus nicht gelitten zu haben, denn sie konnten den Klee mit seinen fetten Stengeln und saftigen Blättern sehr gut verdauen, sie gaben viele Milch, setzten viel Fleisch an und waren dabei immer munter. §. 302. Fast auf allen großen und kleinen Gütern in Sachsen wird das zum Anbrühen des Kühfutters bestimmte Wasser in dem Ofen der Wohn-oder Gesindestube heiß gemacht, und so also weder Brennmaterial noch Zeit apart darauf verwendet. Gewöhnlich geht lang in den Stubenofen hinein eine verdeckte kupferne Pfanne, die außerhalb der Stube, meh— rentheils in der Küche ihre Oeffnung hat; oder das Wasser wird in etwas mehr als halb in den Ofen eingemauerten kupfernen oder eisernen Blasen oder Töpfen heiß gemacht. Auch in Ponitz fand ich eine lange kupferne Pfanne zu diesem Zweck; ich ließ den Ofen holzersparend und das Ganze so einrichten, daß das kalte Wasser, nachdem nur ein Hahn geöffnet worden war, in die Pfanne, und das heiße Wasser durch Röhren in den Kuhstall bis auf das Brühfaß lief. Das Heißmachen selbst erforderte auch wenig apart angewändte Zeit und Mühe, denn mit dem —. sie im das Som⸗ ware, die sie kterung en den rn sehr ssch an achsen Wasser macht, darauf in eine „meh⸗ Wasser uerten jacht. fanne d das m nur d das fN das auch sit dem Ofen, worin die Pfanne war, mußte außerdem zu glei⸗ cher Zeit und mit derselben Quantität Holz, die Stube fürs Gesinde und zum Molkereigeschäfte geheitzt werden, die ganze Arbeit des Wasserheißmachens fiel daher in ein Nichts zusämmen. §. 303. Früh, so bald die Mägde aufstanden, heitzte die eine, deren Geschäft es ein für alle Mal war, die Gesindestube; nach dem gingen alle gemeinschaftlich an das Füttern der Kühe. So bald das Brühfaß geleert war, so trugen eine oder zwei, während die übrigen vielleicht molken, diejenigen Dinge herbei, welche gebrüht werden sollten, und schütteten sie Schichtenweis ins Brüh⸗ faß; war die bestimmte Quantität darin, so wurde das unterdessen heißgewordene Wasser daraufgelassen, und das Brühfaß mit dem dazu passenden Bretdeckel iugedeckt. L. 304· So blieb diese Brühe bis auf den Abend zur Fut⸗ terzeit stehen, wo sie mit kaltem Wasser oder mit Brannt⸗— weinspülicht verdünnt, und gut umgerührt und ausge— theilt wurde, wobei es auf allen Fall noch lauwarm war; darauf wurde das Brühfaß mit wenigen Umstän⸗ den gereinigt, und nie säuerte das Brühfutter, so, daß es die Kühe nicht gern gefressen hätten. Nach dem Reinigen wurde wieder das angebrüht, was den Morgen darauf gefüttert werden sollte. — 40— War mehreres Branntweinspülicht da, so erhielten es die Kühe noch außer diesem Brühfutter, folglich eine reichliche Partie Flüssigkeit. Wenn Spülicht da war, so hätte wohl das heiße Wasser wegfallen können, denn es durfte nur mit dem heißen Spülicht von der Blase weg angebrüht und beim Futtern mit kaltem Wasser verdünnt werden; da aber das Wasserheißmachen weder Arbeit noch Kosten verur— sachte, so wurde es doch neben dem Spülicht und mit Vortheil angewendet. 9. 305. Eine der besten Würzen in solchem Brühfutter ist das im Herbst abgeschnittene Selleriekraut; sie saufen, ist dieses Kraut darunter, die Brühe ungemein gern und so konnte ihnen mehr Wasser untergemengt werden, was mehrere Milch hervorbrachte. Da nun besonders in dem einen Jahre der Ponitzer Garten sehr vieles Selleriekraut lieferte, so wurde eine bedeutende Partie davon in Tonnen leicht eingesalzen, und davon täglich etwas in die Brühe der Kühe gethan, auf welche Art, fast den ganzen Winter hindurch, sie gewürzt und viel appetitlicher gemacht wurde. §. 306. Es wird wohl den Lesern nicht uninteressant seyn, wenn ich die bei meiner Wirthschaft in Ponitz möglichst genau geführten Fütterungstabellen von einem Jahre hier beifüge; ich wähle die vom Jahre 1811, weil da der — thielten lich eine s heiße mit dem und beim da aber vberur⸗ und mit tter ist saufen, n gern werden, sonders vieles Partie täglich he Art, nd viel t seyn, glichst re hier da der Viehstamm gegen früher sich schon merklich gebessert hatte. Das Jahr 1812 wäre in dieser Hinsicht noch besser gewesen, aber erstens wurden diese Tabellen vom November 1811 an nicht mehr so speciell wie früher geführt, und dann übergab ich zu Johanni 1812 die dasige Wirthschaft. Das in den nachstehenden Tabellen aufgezeichnete Futter erhielten: 33 Milchkühe, 1 Bulle, 4 dreijährige Kalben, 5 zweijährige Stücken und 4 einjährige Kälber. —— //νπιπ⁵μο⁰ — ogunay 3qa NNSNNNNNNANNNNNNNNNNNNNNNSNNNNH 3nvay— SOSSocsOSOSOO— uispa uouuvy übn — 5 II iunas uouuvy — 5———„ 5— ujegunw uduuvy— EE& noidS ½hnn SDDDESHννE-— ununi da T+ π π Hπ πτ π π ⏑ππππ π π r r ν Invay ½ον SSSSNNNNS&N&NS&NSN&NSNNNNNNSNSNSNSNSNNNNSNSNNS8 *„ 4 Tuwaprr unui eegHE882888888 EEEEEE nen o———————.——.—— 46 uzezuns ueuuvy Piain n —— 8 idh dqaον HTVTπTπTÆTÆTHTÆπEÆπ π π π π ππν .—. nogooi qaung nC•‚0181 ESNNNN *. Kraut⸗ strünke. Trabern. Körbe. Kannen. —— SSSSSSSS DDD‚DIDiDiiIIIññs‚‚‚‚‚III — . Vâ VVVVUUnsSsvUHv uUvSSSsesSESRSSESLVLSSS Ein⸗ Abend. 9— Anmerkungen. me. —H21ILIII ⁰ . 4 + In diesem Monate — waren nur 22 Kühe —9—— melkend, hierunter mol— •. 2; S4I 8 ken mehrere nur wenig, denn die meisten waren V 90 hochtragend, und nur D 98 drei waren neumelkend, 9j%— 4— 2 10⁰ 7—— 2 1⁰4 die eine auch schon ön 3äüber zwei Monate. I 03 21898—ʃ4— 2 98 2 94 e 2 2 2 96 2 8⁰ 9— 2 91 294140(—— 2 96 9 569— 2 90 88 9 14—10 2 91 9 9I 2 89 914 6 1010 2 93 9160 10 2 92 91 6 1910 2 91 9 6 10P10 2 2 N.snee 2 90 9 66 108 10 2 88 9 6 10 10 2 86 9 6 10 10 2 9²2 91 610 10 2 87 9 69 10 10 2 86 9 6 10 10 2 84 91 6110 110 2 84 270 1⁰5 53 223 6⁰ 2737 Da⸗ tum. Morgen. Mit tag. — 3. — S( G.— V S HEEEEEREEEENERE FAEHENEEENEEEE⸗ E — 1 A—— ie e 2 4 5IIII4110I 2 2 Ae e„ 3—— 44% sIiannnie 2 4— I5 12 141f 100 2½ 4J 35iis 14f02 5 Aeee n enne 6 A 35 2 1/ 10 24 3„III in 7 55 r 4 5 öI 8= 6 12/ 141/ 2s 4 3Iil 14/— 2 9 enen AI2 10 9˙—[5 12 1410l 10— 4= 11 nne 44 12/ 141—— 12 9 9˙—5 14 1411 101— 41 572 a 13 3 aai 19= N3-— 14 90˙— 5 14/ 14—— 4TI5I 12 141(—— 15 I 16 4/ 2% 14/„ 3— 17 4 2 14 141[—— IU4T5J 12J 141—— 18 9% 4/ 2 140 14—[I4IHU5I 120 14S—— 19—+OI4 14/ 10— 4435]J 12 14100 6— 20 1—6 4 141/ 10— A4J 3J 12 14r0 60— 21 E6 14 141 10— 4J 5 12 141—— 2²2 91W—J6I4 141 10(— 405 III 14—— 2 ·— 6 14 141/0 100— 4 5 IIJI 141—— 2.— 1G 14 140 10— 4 5J III 140—— 25—( 4 141/ 10—4JP 5III 14[—— 22. A= 9 an 414 5/ 10 14ʃ[(—— 27 9—6sI4 141 10 4 5I00 141ʃ— 28 91— 6s 14 14 10 40510 14—— 2 0 6% Tars 10 44 353 10/ 141—— 304—5 14½ 14r 10(—1U45 10 146—— e, S. 279 12 159 7⁵e 18—-Ʒtᷣ. 155 4⁵⁰ 43²¹σ —//m/ñ— mñ—p:—m--e-- — 45— . Aben d. r Anmerkungen— ne. ——*2 S.•. Den 9. Decbr. +—— S. 4 SPGI E wurde das Kräut 6 an G alle. In diesem Mo— +— Milch. 8 nat waren nur 18 IIEUA SE S E Kühe melkend; eine 3 h il Kuh kalbte. — 9 1002 83 41⁰ 2 9 6 9 10 2 84 —40¹⁰02 9 6 W 100/ 2 83 11/102 9 6 94 100 2 85 1102 9J 6%H 0 2 83 110 7 4 49 9 99 6/ 2 84 II7 2 8 + 9 4Z 3 A—— 7 86 22 8⁴ —— 80 3—— 0 6 200—— 82 5—5 39% 41—— 9—— 2 —3313 982 100—— 80 — — 5 + 91 6100—.— 89 IE 9 6 10 26——5 411I—— 6 10 H3R 9 ME 5 6 10 64— 92² 31 6 9— 93 44— ie 9⁰ 4—— 9 6 10 6 2* 91 ——— 9 0 1001 6— 90 — 916110 6— 9⁰0 0—— 99% 6— 9⁰ U— 9 0 9996— 88 —— r 8⁵ —— 8² 1—. 9 5 9 0600— 89 —— 6¹⁰ Morgen. Mittag. t um ——..—.—7727 7—58 2 2½½ n „ n ——.—. 2— 2— sS —————— — ö 4——.———— σ& 1 5 5 iar ios 411 51 3 r 2 9nn 44 50/ 44— 3 9J 5/ 12 r410 41 5/ 194 4 9J 6 12 J141 10 4 5 10/ J4T1 10 5 9J 6/ 12 1½½ 0 40 5„ 141 10 6 osilar 10 44 3/ 10½ i 7 9J½ 6s/%% 41 19 44 54 10/ 44 8 N61? 10 4% 10/ 141. 0 960 2 lar 10 4 5s 14 10 9 6s½si. 141 10 44 4.81 444 11 Y9Hl ar 0 44 9s% 191ʃ 4— 12 n 13 5„ 35/2/%½ 10% 4, 0 in— 14 99 5%72arnie 4.% 6f 189 14 15 94 35ʃ%1 a1 44 0 10f a 16 H9J 51 12i4 4 6ie in— 17 91 6 12141 44 6 10 l41 4 18 94 6/ 12 141 4 44 6 10 141 4 19 916 6/ 12 141 4 40 6/ 10 141 4 20 9J 51 141 Aal 4]4öl h6s/ 100 iti 4 21 91 5 12 J14I 4 44½ 6 10J 141[— 2² 9 4 4J4 6/ 10. 141J— 23 9 512 141 4 4 60 III IAI(— 2 9 3 2 141 4 4 601 114 141— 2⁵ 910 512 41 4 4J4 60 IIJI 141[— 26 99 34 241 4 4J os ůII 1414— 2 594% 3 A 5si 28 9/J% ½% PA4. 4„iis 29 91914141 4 41.( 121 141— 30 9/% 5%½% e e . 30)7J 6 4 i esen— S. 270181f3804371 18 H1½f 17½ 323 474⁰ Trabern. ESuFin Kannen. FIESSNRI ü 4 — 7 Anmerkungen. — Abend.[Einnah⸗ me. S ..„ —* 2 EIWMilch. 2——— —— 2 2.—— 90 65 86 94— 8¹ 9 54 94* 8⁰0 90 6 9 79 21 6 94 2 8⁰ 20 4— 79 9 5 77 9 6/ 9— 78 99 5 2 76 9. 6/ 9— 7² 9—0 1 9*— 73 949609 9.— 8⁰ HR 79 9 6/ 78 9 54 9 77 994 73 9 5½hj 4 2 94 5 104 4 72 916 6/ 104 4 71 916/˙104 74 99 5/ 101 4 7²2 914 64 79 9 60 16(4 70 913 10. 4 67 9 6010(4 68 91 610 4 66 9JNW 04 101 4 62 916/ 10 4 6⁰0 9. NUN 24 63 91 6I 4 61 ,%%„ 63 2798½ 208 18⁴ + ²⁵⁸ ö In diesem Monat ha— ben nur die hochtragenden Kühe Träbern bekommen, weil die andern in die Schweine verfüttert wur— den. Es molken nur 16 Kühe, mehrere gaben sehr wenig Milch. In diesem Monate wurden Versuche zur Aus⸗ mittelung der zweckmäßig⸗ sten Temperatur zum Aus— rahmen und des Butter—⸗ gehalts der Milch ange— stellt. Hiernach scheint eine Temperaturerhöhung zwi—⸗ schen 6 bis 11 Gr. Reau— mür das beste Ausrahmen zu bewirken. Dann gaben 7Quart Milch, von allen melkenden Kühen gewon— nen, 214 bis 22 Loth gute schmackhafte Butter. 3 6 Morgen. Mittag. tum. 2 2 — 9„————— 2 s E S 4 5 E 4 E E 2 1 12 5 25444.— 4 6 2 141— 2 2 6/ 2341 44 35½ 1241— SEn 4% 5/ 4 4— 4 12 523 4 512 4 5 5 12 5 2 1344— 4 5 12 141 5 6 fH 12 2 141 4 14 140 12 2 141 4 15 12 5 2 1414— 4 4 5/ 15 1414 9 262 144— 4 4 6/ 15 14 4 10 12 5 2 4 5 15 141 4 11 2 5 2 14— 3 35 35 a 12 121 5 24 141 4 0 15 1 13 1 12 5* 1a= 5 15 141 14 12 35— 14— 15 15 12 6 24141 44d55( J4 4 10 23 2 141— 4 6 15 al 1½ 2 6 141.— 4 5 15. 14114 4 18 2 5 2 1½* 4 6 15a 19 12 6 2 141— 4 15 ai 20 12 5 24 raR 4 0— 1411 4 2 1 6 E 4J4 6 Ra 2 12—3* Aa in 23 5 ⁰ n 444— IAII 4 24 12 1½ J— 4 4J— li 4 —* 2* 25 1214 6 2 141 4Jf4E r 4 2⁰0(12 3 e 4 Kohlr. Kohlr I 141— 4 5 15 IH1„ 4 23ee S. 336 140 68 348— ri3 148 31⁰ S54sr — pühlicht. 2 räbern. S Kannen. Kanuen. —— uum WWꝓ S.SIIII—— .— — * — 2S Somn, Erf. II. — 40—̃ Aben d n Anmerkungen. mie. In diesem Monat E 5 8. wurde angefangen früh X(an und Abends statt 9 9 U. WMilch. Gebund Kleeheu 12 2 IIIAN. Gebund zu füttern. Den Z26ten Februar ———— 14 050 4 6 wurden die Runkeln 12 6 /%%½9 63 alle, daher wurden 124— 19 4 3— 2— 19 4 4 statt Runkeln Kohlrü— — 0 21— 30 0 ben gefüttert. Eine 2—— 6 20 4 5 5 0 6 01 Kohlrüben 2—2„ wiegt 13 Pfund. 12 5 21* 70 10 121—35P2 95 In diesem Monat 2 21 4 15— 21 4 81 kalbten 7 Kühe. 12—[44214 84 12.— 5 2 4 86 1 4 522 4 80 12.— 6 22 4 2 12.— 6 22 4 86 124.— 6 22 4 80 12— 60 4 81 12—0 20 84 121— 6 2 4 81 121—6/ 4 4 89 12(—l6 2 100 12— 6 2 4 123 12— 6.„ 4// 3 —(Kohlr. 1 124•— 6 12 4 2 12—1 6 1 411 136 356454 501 IIAI 2353 2 Morgen. Mittag. 8—— SSSS E 2 G——— 2 5 1 S S E 65 — 0— 5 4 6=.— EEEEEEEEEEENEE 2— S S 6 5 5 2& 1412 6%25IAEH 4— 4164— 212 6 25 4 4(16 141— 3(2 6 IEH 4(— EH 4(6 41— 412 5 25 lai 4 sli 519 5%2% a 4 46 an 6*% 5% n in 0 70½9— 20 425[141 4 4 46 l41 81 8 ◻2 325[141 4—2 4 5 lai YN S 325 4 5/ 4„5„ 108(— 20 426 41 2 1IUS— 21 4 25 14 4— 15I 44 5fuan 12J]08— 2 4 26 l Tr4IH 4— 1II 4 115 le141— 15 8 ½ 4 n 3 r an 14 8 E1. 2 2514[H 4—2 4 I4 I4II— 15S8S2 2[25IAIEU4 +24 14 I4I— 10 8— 2 3% EN4A 3—i— 17½ 3 3 ½ ai, 4A 3n 18[8 2 324 P14½ 6 4— 2 30- 14¹ 6 19f4 SN ½ 2 in NAe 2—ii— 20 88/% 2—[241 10 4U 4 O 21 5 n 22 8f 3 25 s 23—— 4 26 a 5 l 24 8 4 1 20 1 lA 5 A 5 K 258—426IAIE 5 0 H5-II 26[ 8— 4] 2614W 530EU 51—ʃ 27 8 2 226 14100 50 35 1— 14— 28 8 4 264½[52-15„[ 141 29 8(—— 4] 26111200I[ 5J 72— 5— 41— 3 5— 4 25 3US 4 S. leõ EsI51I5 78⁸⁴⁴½47⁷75 19⁴ 0f183 2³⁰ 3²¹ 0 5* vühlicht. S5 .Erabern. Ein⸗ Abend. nahAnmerkungen. —— 22*— R Q S5 2 ⸗ 2 In diesem Mo— ———— 4 S 3(E anat kalbten 4 Kühe. 3Z 2 SI ——— α 12 4144— 12 6 6 142 2144——fI266 139 12—2 6 6 134 24(———II266 29 9—— 2124 6 136 9——2124 6 141 9— L—21246 32 8——2 2n31 8——I212P46 28 81——I2J1246 124 8.——(212[4 6121 81—— 2 12 4 6 119 8(—— 2 6124 6 12 8ʃ(——I2I 4 6 12 814[⁊—— 2 11 3 6 12 81(— 2III 3 6 12⁰ 8— 2 4J 6 122 81—— 2II I 90%% 125 81—“—J210P4“ 9 120 8 14—— I0 4 9 119 8 1410 1(10J 5 9 112 8— 5 9 113 8 1—IIRir 4 9s rri 8 5 9 115 SIU1II—IPir5 9 1 8 1—— II 5 0 22. 0 8 11—]l— II 5 2 114 8 14——I1 5 9 12 ne 8/ 2—— fI215 9I 114 1682⁴ ů 1033 35² 135 228 5i D 2 —.— — Datum ————— „ 2 25 IaEESTET EE=— Nn. EISIEIS5I % 10UES 2 26 1418 5.— 4 4 14 8 8 2 2 2 14108 5„n 8 3008 14 3 2 1410 8 35J— 14— 4 il5 4⁰ 8 4 2 27 41I 12— 4 a5 5 8/ 2 2 24 l41 125—14— 4 N41— 0 8— I4 2 70111 5 Sers 70 3435— ʃ4— 5 70— i 8S— n Huse 1 5 ii 100⁰8 23 20 70 4 n 11½ 58— 51 70 4—2141—1151—4 70— XA S 1 5 3 r L3H 7004 9 70.— 14½⁰ 2m8—/ 0]70 4 9(T—f4((—[4I 70— 13%% n= 40½. 5 5f i— 171ᷓ?7[—( 070 4[5[— ½4—— 70— 18 2 7004 96— 8—.— 70— 19%½8C[(/il— 2670 16 6—10—— 70 9 20488 4— 26(70 14— 14— 7C 10 21 84— 25 70, 4,6— si 26— 70 19 2284ö— 28[P70 14%—[I426 70C 10 23804— 2870 14 6[—PII 26— 76 10 2h 31 4 26— 10 250 84 2870 146[ 14 26—70 10 260 ⁰œ 8— 287CAHE—14 26— 70(— 27 8/% 2 5r 60—(8—— 70 29 28, 8 2—38 700 14 601——. 29 30 8 3— 38 70 14 6— 8— 70 29 S ²⁵⁰ 154 7½77 455⁷6 ⁶ον 4 392 156 6sH²³rHH⁰νν V Kleehen. Wund. ne. —2 vreu- Spiihlicht. Träbern. Körbe. Kännen. Käanmen. —— Anmerkungen. Ein⸗ Abend. nah me. 2 2 SEEEEE 7— t V 2—„ 4— *—— SESE S 8%2% 2 4r½7s S 2 2 44l S 224½½299675 3% 2% 24s% 1 9 / 2 3ii6 lfr 8/ 2/ 3„„3 lsn S/ 21 3 7, 474 801/J—4½46 141—4124 iIS —— 2 315 4 116 — 2 30163 6 119 n n s 3s⸗ —— 34 2113 25 iir 9 15 9 140 — 5 1—12 24 .— 5 5*—. 5 13²2 —— 3 162 5 5 5 5 2 5 5 5 5 3 0& 0 0 00 ο σ σ οσ οσ οσ σ&σ σ οσ σ σ σ — —39 2 191 — 30 2187 1— 39— 201 2⁴⁰ 10⁴4⁷ 49 287 ũ[ͥQ7½39 In diesem Monat kalbten 8 Kühe. Den 29. und 30. wurden täglich 4 Körbe Luzerne mit 4 Körben Abgerech— tem vermischt den Kü— hen gegeben. Das Abgerechte wur— de vermengt mit der jungen Luzerne und mit dem jungen Klee ver— füttert. ) 2——— Duren ou zäüin.. 1 23 8³½ 3⁰ ENNNNNN&— r. 1 1 nogosnaung TTATNHIIITNH IIE 8— usepa uouuvy e u DDE— = Tueae bu ee etär i e ꝓINDRRRRRR—. ü— SSSSSSSSSSVSSSSS&NNNNNNNNS& 0 Auminr ogay 166 1 + 2² Han Enn Wü —— ssvaT uauuvy NNre 2 sfnagnhon mennoy —„—— n 2 IPo⁴b DHV ͤ ů 11 1 1— ü n mmrm mim mimiimnnn Iuunig Y NN d. ů— DaY 1201 PI n n.. n nivE Av 11⁰¹ iääü ö Abend. dah:Anmerkungen. — me. 22— EI Vom 11. bis zum —.— 5 44, bekamen die Kü⸗ 1 8— I4. bekamen 8*— She täglich früh 60 34 2 S SZ E33 Kannen Spühlicht. 2 N E——*——— ——— V Das Abgerechte 91² 9 3635 und Grummet wur⸗ ö ö—.— 3—— 193 ö —— 33 37—— 189 de unter die Luzerne + n dn s ———— 3 439(— 4 214 emen„7 6025 nr e 5—— 344 59(—7181 4—(L—3“ 439[—“2/6˙7 ——1H34 39—7/83 .—54 4159J04u 7— 2 2 sie82 2 l. 241 2 2 4 6r4— 7 191 3 7 ͤ 2 24 4„429 — 1 2 2——n 11—20—— ir— er +7. 1 S 2—* 10 + 214 ü. xrS„— 2 2*—.+— 197 ——— 1— 1 88 30— 229 ——— 11—1.—.— 30— 225 —— 11—11—-E=zzr —— 14——5———— 240 i 4.45—. 83 * 1 S 2 2 5— 22 231 — EEEEEEE. ——— 14— IETP—.———— 230 — 72— 1 n IU TIIIT49 H 48 25 lior 5 16⁴²8 — 56— Datm¶ Mor gen. Wi86 Abend. Trä⸗ Trä⸗ Trä⸗ —— Klee. bern.— bern. Klee. bern. (an⸗ an⸗ an⸗ 1811. Fuder. ge Fuder. Kein Fuder. Bt 1 I 22 1I 1I 8 2 1 20 1 1 8 3 1 20 1 1 8 4 1 20 1I— 1 8 5 1 20 1— I 8 6 1 30 I— 1I 8 7 1 18 1— 1 8 8 I 19 I— 1 8 9 1 20 1 E 1I 8 10 1 20 1*+ 1 8 11 1 20 I— I 8 12 1 14 1— 8 13 1 14 1— 1 8 14 1I 14 1* I 30 15 1 20 1.. 1 30 16 1 20 1 7 1— 17 1 20 1—.— 1— 18 I 20 I I— 19 I 20 1 19 1— 20 2„2 1 25 1— 21 2 36 1— 1 21 2²2 2 36 1— 1— 2 2 36 1— 1 27 24 2 36 1 25 I—.— 2 2 36 1 24 1— 2 2 36 1I— 1— 2 2 36 1 1— 28 2 36 1. 1— 29(2 36 1 2——— 30⁰ 2 36— U 1— si ein s e — —...2———— * — ** —77.. 2—2—.——pñ77ñ— e:———— *——————— Einnahme. an Milch. ——— Anmerkungen. In diesem Monat kalbten 3 Kühe Zu Ende dieses Monats sollte der Letzte vom ersten Schnitt des Klees zur Grünfütterung gehauen werden. Da aber kein durchdringender Regen kam, so war der ꝛte Schnitt nicht so lang, als er in den Jahren vorher in denselben Monaten war, es mußte demnach alter Klee fortgefüttert werden. Der übrige, ohngefähr auf 30 M. Morgen erwachsene Klee wurde auch in diesem Monat zum ersten Mal zum Dürrmachen gehauen. 7 iS5. 30.5 f• T.56 17 ——.——— NV ö ii uouuvy Wrn n —-Udae SSSSSES 5 nanpo Wüt tbthühtt *½⁰ ½οn EEααρHρ V Unsqpvayh' E e s —— ö,E,.ltrlfl)n ⁰l ½an—ErEIIII 22 ie 9Nꝰe S S. ve& S ‚ Wii SSO V — 89 ̈VVᷓ 11 — AuO F ½ο 0½n&EEinere are univC 4n 1181 ud. Trabern. Sras. karren⸗ Kannen. 4.4. nnn Einnahme. AAA SSS DDAMN nhnnhr r —5 — . — — an Milch. Anmerkungen. Den 6. und 7ten July wurde wegen des durchnässeten Klees Mittags und Abends jedesmal 10 Bund Kleeheu gefüt— teert, also 600 Pfund. Den l4ten July wurde, da aus Ver— sehn zu viel Klee abgeladen und warm ge— worden war, Abends 5 Bund Stroh ge— füttert. In diesem Monat kalbten 3 Kühe. Der im Anfange dieses Monats ein— fallende Regen wirkte vortheilhaft auf den jungen Klee, und es konnte davon ge— hauen werden, aber da er doch immer noch kurz war, so konnte nicht so viel wie sonst verfüttert werden. ——— ö 2— — ö—0 Ajogunnz unn ne —2 gun znvay⸗-Aaan ᷣVP 5350 ———.— S eeeeeeeee N— — Neun uoa D 4— aun mvay Avaqnoo— ö — ö ö 2 eii& ——. ö ö Alezuni uen ö ö— Lun 29558 12918U5 ee υ ν ν 9——— ö —— N ö 2 Pü e e ö .* I — Träbern. Kannen. Einnahme. SIIIII 15⁰ Anmerkungen. ö an Milch. Bis zum 2rsten wurden Runkelrübenblät— ter gefüttert, hernach aber Kraut mitunter, endlich Kraut allein. Schon beim Anfange des Augusts werden Blätter an den Runkel— rüben gelb und fielen ab, welches die Auf— forderung zum Abblatten ist. Doch um der Rübe gar keinen Schaden zu thun, wurde den 1aten angefangen. Vom Z4ten an wurde das eine Fuder Klee nicht mehr so groß geladen. Es hielt statt 17 Centner, circa nur 10 Centner. In diesem Monate kalbte eine Kuh. Datum[Morgen.[Mittag.[Abend. 8 e tembr... 4—— E ———= 1811. 4 2 2 8 8 8 1 1 32 1 1 32 201 2 I 32 1 1 32 202 3 1 36 1I 1 2 198 4 1 36 1 1—— 197 5 1* 198 6*— 1 1—.— 200 7 0 i* 109 8 1— 1 1— 198 9 1— 5 2799 20⁰ 10 1 32 1 1I.— 200 11 1 32 I 1—.— 198 12 I 32 1 1* 199 13 32 1— 198 14 1 32 1 1 196 15 1 32 1 I WW 2 16 1— 1 1— 07 17 1I— 1 1..— 195 18 1—— 1 1— 199 19 1 32 I I E 195 20 1 32 1 1 158 21 1 32 1 1 R 2 2 1—( 106 23 1— 1 1 23 195 2⁴ 1— 1 1 105 25 1 32 1 1— 196 26 1 32 1 1— 194 2 1 32 I 1— 195 28 1 8 + 1— 197 4 1.4— 10 30 1 2.— 1 1— 196 . 5 55 U Anmertungen. ——————— ——— Es wurde zwar jedes Mal Abends ein Fuder Krautblätter hereingefahren, doch in mehrern Mahl— zeiten verfüttert. Bis zum 16ten waren die 2 Fuder Klee, welche nur täglich geholt wurden, noch von gewöhnlicher Größe, nämlich 17 Centner, vom 7ten aber wurden sie merklich kleiner, im Durchschnitte von mehreren Tagen wog eines 12 Centner; vom 25ten bis Zoten wurden sie immer kleiner herein geholt. Es wog eins im Durchschnitt 10 Centner. Es wurden in demselben Verhältniß als die Klee— fuder kleiner wurden, die Krautfuder größer hereinge— holt. Bis zum koten September wog eines circa 10 Centner, bis zum 15ten September 12 Centner, bis zum zoten 14 Centner; bis zum Zoten 18 Centner Vom roten an wurde das Rindvieh auf die Wiesen getrieben. Weil viele Krautblätter gefüttert werden konnten, auch die Kühe viele Nahrung auf den Wiesen fanden, so wurde weniger Klee gefüttert, damit die ein Mal dazu bestimmte Fläche Klee dürr gemacht werden konnte. Zu Ende dieses Monats wurde schon vom Zten Schnitt Klee verfüttert. —„ b d Ein⸗ 2Morgen. Mittag. Abend. E/——— . „, n 5— — ö ——— 2 5— 0⁰0 2 2„ 2— E E .—i 14(141I 1 141———. 141 1 3 14 141— 32— 14 141 192 3 4 32 4 14 141— 32— 1141 5 5 14—141— 32—11II4I I 19²2 0 1 141— 32(—I I4r 100 7 14 141— 32—4 1 r 1R 3323 r „ n 10 1141——— 14(141186 11 14 141 32 Z 1441 135 12 14 1¹— 32—41 141 295 13 14 141— 32—41141 1— 141 1 32 2—s 3 15— I4 1I 32 2(—41 184 10.— I41 1I 32 2— 4 87 l 1 2. 186 1601— 141 1 21—I4T1 18 80 19— II 1 2—f55 298—.4 1 2— 141 187 2— 1. 2—41 18 St. Erbs 22 1 441 1— II4I185 23 14 141 1 32— 41 18⁵ 2⁴ 14 141 1 32 I. s 25 1 41 1 32— 1 41 186 26 1 141 1 32— 1 141 185 27 14 141 1 32 l. 1 6741 184 28 14 141 1 32— 1 41 185⁵ 20 14 141 1 32— 1 41 184 30 144˙1 1 3²2— 1 141 182 31 1614 3²— 141 2 27 2 4— 4427 R796 S.STA5TT serrH 16 23 sel 5⁷⁷ N Anmerkungen. —.. Kraut und Klee wurden auf alle drei Mahlzeiten vertheilt. Die Kühe wurden immerwährend auf die Wiesen getrieben. In diesem Monat kalbten 3 Kühe. Vom 22ten d. M. an wurden Erbsenfutter, wel— ches im August unmittelbar nach dem Abhauen in die umgepflügte Kornstoppel gesäet worden war, verfüttert, es wurde an die Stelle der Runkelrübenblätter, da vom 22ten d. M. an keine hiervon mehr geblattet wur⸗ den, gesetzt, und diesen auch in Hinsicht der Nahrhaf— tigkeit und Milchergiebigkeit gleich geachtet. Von den Kühen, welche im Februar und März gekalbet hatten, molken einige gar nicht mehr, und mehrere davon nur noch wenig, indem alle schon wie— der hoch trugen. Auch die, welche im April gekalbt hatten, nahmen merklich an Milchertrag ab. Schmalz, Erf. II. E — 66— Summarische des Futters und Klee— Grum⸗ Abge— Stroh,[Kraut- Run— N fe Novembe r.50⁰ 0 A. 60⁷— 000 557 0 December. 83²⁰ 186⁰— 79²⁰— 207⁰ 133 13 Januar. 832 186⁰— 856⁰— Kohlr. iSar Februar. 10⁰0³0 169j;— 7⁰⁷2a— 135½—4 März 61²282328 17⁷⁵ 8 Arrill. 7350 2⁰⁷⁰3232 IAH— Nav. 20ʃ0321 2478340 288 10 1096 147550— Juny.— Zulo. 150——— 0— 5 August.—*———— September.—— 23 ö October. October.——— ö Im Jahr 5⁵⁵³⁵ 11⁵⁴⁸⁰ ö 7⁰98 399½0 10370 fe5182 3710 u sam me n si el nu n g. Wr des Milchertrags. Ertrag. 4• Srt. rrten Sr d. MkenWe Pfund. Pfund.—— Pfund. Psund. Pfund. Quart. 0 5 177660 1139²2 2 ö w52030 2737 —0 13300 183582 7648 + 5384¹ ö 267 n— 511302 2258 — 165816 3584— ö 509582 2353 — 18358² 48960*— 53586 3843 3— 5„ 1001⁴ 1235²21440 51373 4439 H 5040[11072136²4⁰ 56035 64²8⁸ — 22⁷⁰ 19635⁵⁰— 570105 65⁵⁰ 14 s— 162⁵5²⁵* 43291 ar Vö 961— 18768— 179⁰0⁴⁵ 9⁵² 5440 6186 * ο 44⁷⁷σε 5028 + 8I 10 25⁰0⁰ομ 5% 121 2—— 85 ee üi ö„) Zur leichtern Berechnung sind hier die großzahligen Brüche in kleinzählige verwandelt, welche jenen möglichst ähnlich sind. E 2 — 66— 9. 307. Zum Behuf der Anlegung dieser Tabellen wurde am Isten November 1810 das Gewicht des vorhandenen Winterfutters ausgemittelt: es ergab sich, daß im Durchschnitt ein Gebund Kleeheu wog 15 Pfund. „Korb Grummet 15— „Korb Abgerechtes 194— Korb Spreu 16— „Gebund Stroh 16— eine Kanne Kohl- und Runkelrüben eine Kanne Spülicht eine Kanne Träbernr 16— A S — NI §9. 308. Im Sommer 1811 wurde das Gewicht des Grün⸗ sutters ausgemittelt, es wog im Durchschnitt ein Fuder grüner Klee 1925 Pfund. ein Fuder Rüben⸗ und Krautblätter ⸗ 187⁰ Pfund. ein Korb aus dem Weitzen gejätetes Gras 55— ein Korb Luzerne und Klee- 255— ein Schubkarrn Luzerne, Baumgarten— gras, Krautblätter-⸗„ I10— §. 309. Bei der Reduction der verschiedenen Futterarten auf Wiesenheu, sind folgende Verhältnisse, dem Gewichte nach, angenommen worden: bvutde handenen duß im terarten hewichte 20 Wiesenheu, 20 Grummt, 20 Kleeheu, 40 Erbsstroh, 80 Gerst⸗ und Haferstroh, 190 Spreu, 20 Ueberkehr. 40 Kartoffeln, 50 Rüben, 80 Krautstrünke, 25 Träbern, 120 Spülicht vom Kartoffelbranntwein, 100 grüner Klee, Luzerne und gutes Gras aus dem Baumgarten 50 Kraut und Rübenblätter. Schon im ersten Bande, im 58.§. sind die meisten dieser Futterarten in Hinsicht ihrer Nahrhaftigkeit verglichen worden, fast bei allen beruht das angenommene Ver⸗ hältniß auf eignen Erfahrungen und Beobachtungen; nur in Hinsicht des Verhältnisses des grünen Futters zum dürren habe ich mich auf die Angabe andrer gestützt, von welchen ausgemittelt wurde, daß 100 Pfund grüner Klee 22 trocknen geben. Dies scheint mir, obwohl ich keine genaue Versuche deshalb angestellt habe, sehr rich⸗ tig zu seyn, nur weiß ich aus vieljährigen Erfahrungen, daß beim trocknen Klee das Gewicht auf dem Boden noch sehr zusammen schwindet, mehr als dies beim Wie⸗ senheu der Fall ist, und darum wird beim Füttern im Winter kaum die Quantität trockner Klee, welcher grün *') Im ersten Bande hat sich S. 56, ein Fehler eingeschlichen, 3. II v. o. muß es, statt 5 Rüben, 22 Ruben heißen. roo Pfund wog, noch 20 Pfund wiegen, und obendrein lange nicht so vortheilhaft auf die Milchergiebigkeit wir— ken als 100 Pfund grüner Klee. In Hinsicht der Kohlrüben bin ich noch nicht völlig aufs Reine gekommen, nach neuern Bemerkungen scheinen 70 Pf. Kohlrüben schon so gut als 20 Wiesenheu zu seyn. §. 310. Auffallend ist es, daß das auf Wiesenheu reducirte grüne Futter im Verhältniß ungleich mehr Milch gab, als das im Winter gereichte Futter; zwar waren im Sommer mehrere Kühe als im Winter neumelkend, und da gehen wohl mehr Futtertheile auf die Milcherzeugung als sonst, wenn sie altmelkend sind; doch waren die Kühe auch nicht magrer, vielmehr feister als im Winter. Daraus geht doch sehr deutlich hervor, daß Klee und Gras nicht allein an Gewicht, sondern an nährenden und milcherzeugenden Theilen merklich verlieren. Dieses wird auch noch durch eine andere Erscheinung bestätigt; früher war ich der Meinung, daß grünes Futter die Zugpferde mehr schwäche als stärke, es war mir von mehrern erfahrnen sächsischen Landwirthen versichert wor— den, und da diese Meinung mehreres für sich zu haben scheint, so gab ich auch bis diesen letzten vergangenen Sommer, in der Regel kein grünes Futter, sondern nur Heu und Hafer; besonders wichtig schien mir es zu seyn, daß die Arbeitspferde nicht so viel Zeit hätten, um so viel grünes Futter zu fressen, daß dessen feste Substanz so viel an Gewicht betrüge, als das wiegt, was sie wäh— rend der Zeit fressen können. Diesen Sommer hatte ich kein Heu mehr, ich fütterte daher grünen Klee für bendrein skeit wir⸗ cht volig n scheinen zu schn. reducirte ilch gab, aren im nd, und zeugung aren die Winter. lee und hrenden Dieses bestätigt; utter die mir von ert wor⸗ u haben angenen ern nur zu seyn, um so Zubstan; sie wäh⸗ er hatte Klee für — 7I— alle Arbeitspferde; trotz dem, daß sie so viel Klee bekamen als sie fressen konnten, so betrug dies doch nicht so viel, daß die feste Substanz dieses Klees das ausgemacht hätte, was sie sonst an Heu bekamen. Da sie demohn— erachtet immer gut aussahen und kraftvoll blieben, so wurde sogar Hafer abgebrochen, und demohnerachtet blieben sie kraftvoll. 5. 31I. Es ist wohl kaum möglich, daß beim Trocknen näh⸗ rende Theile sich verflüchtigen, aber sie werden, wieschon gesagt, wahrscheinlich zum Theil unauflöslich gemacht. Durch vieles Saufen wird wohl, wie die Erfahrung lehrt, mehr, wie ohne dies, in den Eingeweiden der— Thiere aufgelöst, doch nicht so viel, als wenn das Fut⸗ ter im grünen Zustande gefüttert wird, deshalb sind wir wohl genöthigt ein andres Verhältniß der nährenden Theile im grünen und dürren Klee und Gras anzunehmen, und wir dürfen nicht blos beim dürren Futter auf das sehen, was nach dem Trocknen übrig bleibt, sondern wir müssen durch Versuche die wirklich nährende und milcherzeugende Kraft ausmitteln. Es ist dies bei an— dern Futterarten möglich gewesen, so wird es auch hier möglich seyn. Die Sache ist wichtig, und sollte bald genauer un⸗ tersucht werden. In meinen jetzigen Verhältnissen kann ich keine Versuche anstellen, ich muß es vor der Hand andern überlassen; chemische Untersuchungen können wohl uns der Wahrheit näher führen, aber ausgemacht wird die Sache damit alleine noch nicht; es müssen compara⸗ tive Versuche im Stalle angestellt werden. EE. 72 n d. 312. Es haben einige den Vorschlag gethan, allen Klee in Heu zu verwandeln, und auch im Sommer dem Viehe Dürrfutter zu geben. Ein Landwirth in Sachsen wollte so die Stallfütterung der Schafe betrieben wissen, und rieth öffentlich hierzu. Aber nicht allein würde das Trock— nen des Klees viel mehr Kosten verursachen als die Grünfütterung, es würde bei ungünstiger Witterung, auch manches Fuder Klee halb oder ganz verderben, aber den mehrsten Nachtheil würde vielleicht der Verlust eines Theils der nährenden Theile, welche durchs Trock— nen unauflöslich werden, verursachen. In Provinzen, wie z. B. Ostpreußen und Litthauen, wo es an Arbeitern fehlt, und die wenigen daseyenden nicht Lust haben viel zu arbeiten, würde das Dürrfüt— tern der Schafe und Kühe im Sommer noch unräthli— cher, wie in andern Provinzen seyn. d. 313. Der Ertrag an Milch ist den letzten October 1811 trotz dem, daß mehrere Kühe sehr hoch trächtig wurden, doch bedeutend höher als er am ersten November 1810 war; dies kommt erstens daher, weil in diesen Monaten mehr Futter, besonders das viele Milch gebende Spülicht gege— ben wurde; zweitens, weil immer mehrere gutmelkende Kühe von den angezogenen hinzukamen, und der schlechtmelkenden durchs Ausmerzen weniger wurden. Im Sommer wür— den diese Kühe noch mehr gemolken haben, wenn nicht die allgemeine ganz ungewöhnliche trockne Witterung des Jahres 1811 einen bedeutenden, ganz unerwarteten Rück— — Uen KHle V Deche en wolle n, und as Trock⸗ als die itterurg, erderben, Verlust Trock⸗ üthauen, tyenden ürrfüt⸗ nräthli⸗ er J0II vurden, 0 war; n mehr t gege⸗ de Kühe lkenden r wüͤr⸗ n nicht ng des Rück⸗ schlag im Klee verursacht hätte. Der erste Schnitt war schön, und da in der Regel die Jahre vorher der ꝛ2te Schnitt eben so gut, ein Mal wirklich besser als der erste war, so wurde die gewohnliche Fläche des ersten Schnitts dürr gemacht. Aber leider konnte, Trockenheit halber, der Klee nicht wie sonst nachwachsen, es ent— stand daher im Monat Juli fast Futtermangel, und es mußte das Gras aus den Baumgärten, was sonst ge— trocknet wurde, grün verfüttert werden, und demohner— achtet erhielten die Kühe in diesem Monat nicht so viel Futter wie in den übrigen. Ein etwas durchdringender Regen machte, daß im August wieder mehr gefüttert werden konnte. 5. 34. Alle erbaueten Kartoffeln, welche nicht zum Sa— men nöthig waren, oder von den Menschen gegessen wurden, sind auf Branntwein, mit einem kleinen Zusatz an Gerstenmalz benutzt, und hiervon das Spülicht für Kühe und Schweine verfüttert worden. Nie habe ich bei der in den Tabellen angegebenen Maße der Spülicht— fütterung einen nachtheiligen Einfluß auf die Gesundheit der Kühe oder Kälber, noch auf die Qualität der Milch und Butter bemerkt. Letztere schmeckte in Ponitz vorzüg— lich gut, und war sehr beliebt. 9. 315. Die Bierträbern sind immer so gut wie möglich vertheilt worden, doch konnte kein bestimmter Etat ge— macht werden, da das Brauen vom Absatz des Bieres abhing, daher oft unmittelbar nach einander, zuweilen auch in längern Zwischenräumen von einander gebrauet wurde, und auch die Träbern des Säuerns halber nicht zu lange ohne Salz aufbewähret werden konnten, und das Einsalzen Kosten und Arbeit verursacht hätte. §5. 316. Die hochtragenden, die, welche so eben das Kalb noch saugen ließen, und die neumelkenden Kühe, erhiel— ten immer etwas mehr oder besseres Futter als die übri— gen. So bekamen jene immer die mehrsten, wohl gar alle Träbern und alle Rüben. Darum sind in den Mo-⸗ naten Februar, März, April und May alle Kohlrüben, und so reichlich verfüttert worden, weil die Erfahrung es gelehrt hatte, daß die Kohlrüben besonders vortheil— haft auf die Milchergiebigkeit wirken. §9. 317. Obgleich in mehrern Tagen, besonders in Hinsicht der Bierträbern, verschieden gefüttert worden ist, so findet doch an denselben Tagen kein bedeutender Unter⸗ schied in dem Milchertrag Statt. Dies hat aber wohl oft seine Ursache darin, daß einige Kühe immer unter der Heerde waren, die ihrer erhöhten Trächtigkeit halber, nach und nach weniger molken, und daß dann zweitens eben deshalb, weil immer die hochtragenden Kühe vor— zugsweise die bessere und vermehrte Fütterung erhiel— ten, kein Resultat in Hinsicht der milcherzeugenden Kraft des Futters gezogen werden kann. Doch bei ge— nauerer Untersuchung ist der Einfluß der vermehr— ten oder verminderten und der verschiedenen Fütterung in Etwas sichtbar, besonders ist der Milchertrag bedeu— —‚ñ— jchtauet er nicht „ und . as Kal „erhiel⸗ ie üͤbri⸗ ohl gar en Mo⸗ lrüben, ahrung rtheil⸗ Dinsicht ist, so Unter⸗ r wohl unter halber, eitens e vor⸗ erhiel⸗ genden bei ge— mehr⸗ tterung bedeu⸗ bEE3 +A 22*—*.— tend erhöht worden, wenn solche Dinge gefüttert wur— den, die mehr leicht auflösliche Bestandtheile hatten. So ist im Januar und Februar gemäß der angesiellten Re— duction, weniger als in den vor- und nachgehenden Monaten gefüttert worden, und gleichwohl ist gerade im Februar und dem darauf folgenden Monat, der Milch— ertrag bedeutend erhöht. Ein Beweis, daß wir, trotz den angestellten Versuchen, noch nicht in Hinsicht des Verhältnisses der milcherzeugenden Kraft der verschiede— nen Futterarten im Reinen sind. Es müssen noch mehrere comparative Versuche deshalb angestellt werden, und wir müssen besonders hierbei sehr Rücksicht auf die schwer oder leicht auflöslichen Bestandtheile der Futterarten, und der dabei gegebenen Flüssigkeiten, nehmen. Einige von den Kühen, welche zu diesen Versuchen bestimmt sind, müssen Dürrfutter bekommen, und dabei zum vielen Saufen gereizt werden, und auch wirklich vieles Saufen erhal— ten; andere müssen auch Dürrfutter bekommen und nur so viel Saufen erhalten, als sie ohne künstlichen Reiz verlangen; andere, die z. B. Kohlrüben bekommen, müs⸗— sen auch zu vielem Saufen gereizt werden und wirklich viel Saufen erhalten, andere wieder neben den Kohlrüben wenig Säufen bekommen, bei andern muß auch das Dürrfutter gebrüht, und andere noch anders gefüttert werden. So verschiedentlich sind von mir die Versuche zur Ausmittelung der nährenden und milcherzeugenden Be— standtheile nicht angestellt worden, weil ich es früher nicht für nöthig hielt, und jetzt kann ich, wie schon gesagt, solche Versuche nicht unternehmen, weil meine Wirthschaft hierzu nicht vollständig genug ist. Es gehört schon eine größere Heerde Kühe hierzu, als ich besitze, um so viel, als zu diesen Versuchen gehören, möglichst ähnliche Kühe, z. B. in Hinsicht der Race, des Neu— melkens und Alters herauszusuchen. Meine kleine Heerde von 12 Stück Milchkühe besteht aus viererlei Racen; größer wird sie nicht werden, indem ich starke Mastung habe, und diese und die Schafzucht noch sehr ausdehnen will. 9. 316. Nach vorsiehenden Tabellen sind im Sommer 1811 775890 Pfund Klee grün verfüttert worden, welche auf 3 Altenburgischen Ackern, gleich 20 Magdeburger Morgen erwachsen sind. Angenommen, daß 100 Pf. grüner Klee nur 20 dürren geben, so würden diese 775890 Pfund 153178 Pfund gegeben haben, folglich hätte der Mag— deburger Morgen 69 Centner gegeben, was auch mit einer andern genauen Untersuchung ziemlich überein— stimmt; es wurde nämlich ein Magdeburger Morgen mit Klee bestandenes Feld genau herausgemessen, und der auf 2 Mal darauf gewonnene Klee trocken gewogen, er gab zusammen 24 Fuder, wie sie bei mir gewöhnlich geladen werden, beide volle Fuder wogen 49 Centner, und das halbe 13 Centner, folglich betrug das Ganze eines Magdeb. M. 62 Centner Kleeheu; ich habe daher in dem liten Bande der Annalen des Ackerbaues nicht zu viel gesagt, und bin der im rꝛten d. A. d. A. be— findlichen Aufforderung des Herrn Staatsrath Thaer nachgekommen, da ich den Ertrag eines einzelnen Mor— gens in einem Jahre, wo der ꝛ2te Schnitt der trocknen Witterung halber zurückblieb, ausgemittelt habe. Sgchätt bestze, noglichs es Nu⸗ ie Herde Racen; ng habe, u will. er 1811 che auf Norgen + Klee Pfund Mag⸗ ch mit berein⸗ en mit ind der jen, er öhnlich ntner/ Ganze daher nicht A. be⸗ Thaer Mor⸗ ocknen Daß der in dem trocknen Jahr 1811 grün verfüt— terte Klee pro Morgen 69 Centner beträgt, kommt wohl daher, weil immer der Klee zum Grünfüttern im Früh— jahre sehr jung gehauen wird, und so das zum Grün⸗ füttern bestimmte Stück Klee meistentheils 3 Mal ge— hauen werden konnte. S. 319. Daß durch das Jungmähen des Klees der Ertrag desselben nicht vermindert wird, davon hatte ich mich schon längst überzeugt, und wird auch durch obige, auf Thatsachen gegründete Berechnung bewiesen. Aber es ist mir auch mehr als wahrscheinlich, daß durch dies Jungmähen der Milchertrag bedeutend im Ganzen erho— het wird, da alle Mal der junge Klee mehrere Milch, als der schon blühende gibt; denn der erstere wurde in Betreff des Volumens nie so reichlich gefüttert als der letztere, und doch gab der erstere eher mehr als weni— ger Milch. In Hinsicht des Gewichts mochte wohl die Fütterung gleich seyn, denn der mehr sich zusammenfü— gende, fester liegende Klee wiegt dem Ansehen gemäß schwerer, als der grobstengliche ältere Klee. Wie in meiner Wirthschaft beim Füttern des jun— gen Klees verfahren wird, habe ich bereits im Iten Band, im 139.§. gesagt. Es ist so nie ein Stück auf—⸗ geblähet, doch steht zur Sorgfalt in der Regel eine Flasche mit ungelöschtem Kalk vorräthig, um in dem Nothfall dem aufgeblähten Stück einen bis 2 Löffel voll davon einzugeben, was mir freilich, nur wenige Mal gebraucht, gute Dienste gethan hat. Vorfallen kann das Aufblä⸗ hen auch bei der strengsten Sorgfalt, auch wenn in der Regel kein junger Klee gefüttert wird; z. B. es kommt eine Kuh los und geräth über den Futtervorrath, hier frißt sie, um in der kurzen Zeit, die ihr gelassen wird, möglichst viel zu verschlucken, sehr gierig, und da kann auch schon ziemlich ausgewachsener Klee ein Aufblähen verursachen; doch auch dafür, daß dies nicht wohl ge— schehen kann, muß eigentlich gesorgt seyn; nur sind die Mägde nicht immer wie sie seyn sollten.— 5. 320. In Ponitz wurde den 33 Milchkühen, dem Bullen, und den 13 Stück Jungvieh täglich im Stalle 17 Ge— bund Langstroh eingestreuet. Die Kühe standen aber, außer in sehr kalten oder regnerigen Tagen, nur die Nächte, und am Tage so lange, als sie fraßen und ge⸗ molken wurden, im Stalle, äußerdem wurden sie auf den eingezäunten Misthof gelassen. Im Sommer wurden auf diesem Misthof auch noch monatlich etwa im Durch— schnitt, 2 Schock Längstroh eingestreuet, was hier zu sehr gutem Mist bei der sehr guten Fütterung wurde. Es sind demnach im Stalle 103 Schock 25 Geb. und im Hofe binnen 6 Monaten 12—. folglich 115 Schock 25 Geb. eingestreuet worden. Jedes Gebund wog im Duchsthurtt beinahe 21 Pfund; wir wollen aber nur 20 Pf. annehmen, folglich wurde diesem Rindviehe 138500 Pfund Langstroh eingestreuet. S. 2. Da auf dem Misthof in Ponitz nicht allein der Mist von den Kühen, sondern auch von den Pferden, Zugochsen und Schweinen lag, so konnte nicht genau kommt h, hier sa Wurd, da kann lufblähen wohl ge— sind de Bullen, 17 Ge⸗ n aber, nur die und ge⸗ auf den wurden Durch⸗ r zu schr de. Es 25 Geb. — — 23 Geb. Pfund; wurde treuet. ein der Uftrden, t genau ausgemittelt werden, wie viel die Kühe Mist geliefert haben. Doch nach einer ohngefähren Berechnung kam auf die 33 Kühe, einen Bullen und 13 Stück Jungvieh etwan 500 Fuder Mist. Es wurden einige Fuder gewogen, das Durchschnitt— gewicht eines Fuders war 22 Centner, folglich betragen die 500 Fuder 11000 Centner oder 1210000 Pfund. S8. 22. Sämmtliches Rindvieh erhielt laut vorstehenden Tabellen 645520 Pf. Futter, alles auf Heu reducirt, hierzu 138500 Stroh eingestreuet. Summe 784020 Pfund; dieses nach der vorgeschlagenen Formel berechnet, nämlich mit 2, multiplicirt, beträgt 1803246 Pfund, oder beinahe 744 Fuder Mist, welcher von dem gegebenen Futter und Streustroh hätte werden sollen, folglich 244 Fuder mehr als wirklich geworden sind. Der Unterschied des Seynsollens und Wirklichseyns ist zu bedeutend, als daß er nicht auffallen sollte. Die 784020 mit 1s multiplicirt, kommt dem Wirklich— seyn am nächsten. In der Fütterung findet keine bedeutende Unrichtig— keit Statt, dafür stehe ich, denn ist gleich das Futter nicht täglich gewogen worden, so weiß ich doch gewiß, daß nicht weniger gefüttert worden, als angegeben ist, eher etwas mehr, denn alle meine Leute in Ponitz(ge— wiß nur mit sehr seltener Ausnähme) hatten das unter sich habende Vieh lieb, und gaben ihm gern etwas mehr als der Etat gemacht war, und worauf ich auch bei Ausmittelung des Etats rechnen mußte. Als das Ge— wicht der grünen Kleefuder ausgemittelt wurde, wählte man keine großen Fuder, sondern es sind oft Fuder, auch zuweilen von den Pferden hereingeholt worden, wovon eines 20 Centner grünen Klee enthielt. Mit dem Streustroh verhält es sich auch so; auf dem Mist— hof sind auch eher einige Gebund zuweilen mehr als weniger gestreuet worden, als angegeben ist. Doch auch das Mehrere kann weder beym Futter noch der Streu be— deutend seyn, da mit Strenge auf Ordnung gehalten wurde. In der angesetzten Quantität des gewonnenen Mi— stes findet bestimmt auch keine bedeutende Unrichtigkeit Statt, was ich gleich zu beweisen suchen werde. Zu Ende Octobers 1810 wurde der letzte Mist vom Hofe auf die Kleestoppel zur Düngung des Weitzens gefahren, folglich war zu Ende dieses Monats der Mist— hof völlig ler. Vom November an wurden in allem aus diesem Misthofe 165 Fud. auf 5 Altenb. Acker 124 M. Morg. zu Kartoffeln, 200 ͤ 14=35„Erbsen, 100 5 122„Rauhbrache zu Rocken; die übrige Brache wurde behor— det und mit Schafmist gedüngt. 132« 12„E 30 M. Morg. Kleestoppel, die übrigen und das Kraut⸗ und Rübenfeld wurde behordet. V 682 Fuder in Summe. „ wͤhlt dider vorden, dt. Mi dem Mit⸗ mehr als Doch auh Streu be⸗ gehalten enen Mi⸗ richtigkeit * Aist vom Weitzens er Mist⸗ in allem artoffeln, rbsen, Uhbrache je ͤbrige e behor⸗ chafmist estoppel und das übenfeld l. Diesen Mist haben producirt: 11 Zug- und Reitpferde-⸗* 70 Fuder. Die zuweilen dastehenden Pferde der Guts— besitzerin und andere fremde Pferde gaben ciroa 50— Die 2 Zugochsen-ẽ 12—. 30 Stück Schweine, alt und jung, welche viel im Stalle standen 50— Die Kühe, der Bulle und das junge Rindvieh ⸗ 3 500— Summa 682 Fuder. Es muß daher wohl an der Formel, oder vielmehr daran liegen, daß sie nur unter gewissen Bedingungen paßt. In den Berechnungen, wo ich in Schriften diese Formel angewendet fand, betrug die Quantität des ein— gestreueten Strohes ohngefähr den vierten Theil der gan— zen Summe, welche mit 2, multipliciret worden war; ich habe dagegen im Verhältniß mehr gefüttert als ein— gestreuet, indem sich meine Fütterung zum Einstreustroh fast wie 5 zu 1 verhält. Dann habe ich nur sehr wenig Stroh verfüttert, was vielleicht großen Einfluß auf die Menge des Dün— gers hat, denn es ist wahrscheinlich daß vom Stroh weniger dem thierischen Körper assimilirt oder zur Milch— erzeugung verwendet wird, als von besserm Futter. Aber ich habe auch das verfütterte Stroh wie alles an— dere Futter auf Heu reducirt, was der Herr Staatsrath Thaer nicht that, sondern von ihm das verfütterte, so Schmalz, Erf. II. F wie das eingestreuete Stroh im unveränderten Gewicht zum andern Futter addiret wurde. Es ist auch wahrscheinlich, daß, wenn die Kühe we— nig Stroh bekommen, sie es, als etwas seltenes, reiner auf— fressen, als wenn sie viel Stroh erhalten, wo vielleicht ein großer Theil davon unmittelbar in den Mist kommt; und es ist wahrscheinlich, daß es doch wohl einen bedeutenden Unterschied in Hinsicht der Quantität des Düngers macht, ob das Stroh verfüttert oder eingestreuet wird. Wahrscheinlich dürfen wir, um die Düngerproduction auszumitteln, bei der Reduction der verschiedenen Futter⸗ arten nicht auf die Nahrhaftigkeit, sondern nur allein auf ihre trocknen Bestandtheile sehen. Denn so hat das Branntweinspülicht offenbar mehr Nahrhaftigkeit und ilchergiebigkeit als seine festen Bestandtheile betragen, die wir durch das Austrocknen finden würden. So haben auch die Kohl- und Rübenblätter, und selbst die Rüben, besonders die Kohlrüben, mehr Nahrhaftigkeit als die festen Bestandtheile betragen, die wir durchs Austrocknen suchen müssen; denn sie haben viel Eiweißstoff und Zuckerstoff, die, grün verfüttert, in flüssiger Gestalt vorhanden sind, und so das Gewicht bedeutend vermehren. Vielleicht hat auch die viele Flüssigkeit, welche meine Kühe erhielten, das Gewicht und das Volumen des Mi— stes vermindert; es wurde vielleicht um so mehr vom Fut— ter aufgelöset und zu Fleisch und Milch verwendet, und das, was dem Dünger zu Gute kam, vielleicht in leichtere Theile verwandelt. Der Ponitzer Rindviehmist wurde zwar, nicht zu sehr verfault, ausgefahren, doch mochte wohl die viele von den Kühen genossene Flüssigkeit zum Gewicht Hihe w⸗ rtuner auf. lellecht ein mmt; und edeutenden ers macht, roduction en Futter⸗ allein auf hat das keit und betragen, 3o haben e Rüben, die festen uen suchen stoff, die, ind, und he meine des Mi⸗ om Fut⸗ et, und leichtere st wurde hMochte kelt zum schnellen Verfaulen beitragen. Ein großer Theil der wäs⸗ serigen Theile verdunstete während des Gährungsprocesses, denn ohnerachtet der Mist nicht trocken lag, so war beim Ausfahren, der größte Theil zwar speckig, aber nicht be⸗ deutend naß. Wenn mehrere Landwirthe in ihren Wirthschaften, nur so genau als es bei mir in Ponitz geschah, Rechnungen über das gebräuchte Futter und den davon gewonnenen Mist führten oder führen ließen, und solche öffentlich mittheilten, so würde eher zu erfahren seyn, ob sich eine sichere Formel zur Berechnung des Mistes nach einer gege— benen Quantität Futter und Streustroh finden läßt, als wenn nur mißliche Versuche im Kleinen angestellt werden. Ist auch keine Formel ausfindig zu machen, welche unbedingt allgemein gültig ist, was ich mit Grund fürchte, so ist doch vielleicht eine zweite Formel zu finden, nach wel⸗ cher die erste, nach den stattfindenden Verhältnissen, verän⸗ dert werden kann. Wissen wir z. B. gewiß, unter wel— chen Bedingungen die Futter⸗ und Streustrohmasse als Mist mit 2, vermehrt wird; wissen wir ferner, welche Verhältnisse Statt finden müssen, wenn die Futter⸗ und Streustrohmasse sich nur mit 2 zu Mist vermehrt, u. 0 so können wir dann leicht die Formel nach den gegebenen Verhältnissen abändern. Aber ehe wir dahin kommen, müssen noch viele möglichst genau geführte Fütterungs⸗ und Düngerrechnungen verglichen werden, denn die Ver⸗ hältnisse der Fütterung sind wohl in jeder Wirthschaft mehr oder weniger verschieden. F 2 d. 323. Daß der Viehstamm auf dem Gute Ponitz im Jahr 1811 noch lange nicht die Vollkommenheit erreicht hatte, die er erreichen konnte, geht daraus hervor, daß, wenn der ganze Ertrag der Milch auf die 33 Kühe vertheilt wird, auf eine nur 16484 Quart fürs ganze Jahr kommt. Da aber mehrere darunter, besonders die selbst zugezoge— nen, waren, wovon jede bis 20 Quart in Zeit der Neu— melke täglich gab, und da die ganze Heerde im nächst dar— auf folgenden Jahre sich in Hinsicht der Milchergiebigkeit nach und nach sehr merklich besserte, so war große Hoff— nung da, daß sie bald der Vollkommenheit näher gerückt wäre. Leider sollte ich und die Meinigen auch diese Früchte unserer Anstrengungen nicht genießen, und wahr— scheinlich ist auch nicht allein nicht mehr zur Vollkommen— heit des Viehes hingearbeitet, sondern vielleicht gar wie— der verschlimmert worden. Der Eine bäuet und ein Zwei— ter reißt ein, damit ein Dritter wieder zu bauen hat. §. 324. Vom 1. November 1811 bis 24. Juny 1812 ga— ben die 33 Kühe 50252 Quart Milch. Angenommen, daß sie in Verhältniß eben so wie 1811 fortmelken, würden sie bis zum 1. November 1812, bei dem guten und vielen Klee, welchen ich meinem Nachfolger hinterließ, und wenn sie immerfort gut gepflegt wurden, noch 36800 Quart ohngefähr, folglich in 12 Monaten 87052 Quart Milch gemolken haben. Dies auf 33 Kühe vertheilt, beträgt für jede beinahe 2638 Quart, alse fast 1000 Quart mehr als ein Jahr früher. Doch dieser höhere Ertrag kann — nich 5 eine reie vor rei 0 ols teh fe X U Wor im Nhhe icht hatt doß, winn e vertheit hr komnt. zugggog⸗ der Nau⸗ achst dar⸗ giebigket oße Hof r gerüct uch diese d wahr— kommen⸗ gar wie⸗ ein Zwei hat. 312 ga jommen, wüͤrden dd vielen nd wenn d Ouart irt Misch betlögt att mehr ag kann — 85— nicht allein auf die Verbesserung der Race gestellt, sondern es muß auch berücksichtigt werden, daß im Sommer 1811 eine Zeit lang, der trocknen Witterung halber, nicht so reichlich Klee gefüttert werden konnte, als dies die Jahre vorher und den Sommer darauf möglich war; besonders reichlich wurden die Kühe vom May bis Johanni 1812 gefüttert.— Im Jahr 1810 haben sie etwas mehr Milch als 1811 gegeben, wo sie sehr gut gefüttert werden konn— ten, indem der Klee in diesem Jahre besonders üppig stand. Noth gelitten hat zwar das Vieh 1811 bei mir nicht, denn ehe es dazu kam, hätte ein Theil der Erbsen zur Grünfütterung daran gemußt; nur fehlte in einigen Monaten die gewohnte reichliche Fütterung. §. 325. In Sachsen ist es Regel, daß die Frau des Wirth⸗ schaftsdirectors, sey dieser Besitzer, Pachter oder Verwal— ter, auch die Directorin der Rind-, Schweine- und Feder— viehzucht und des Haus- und Molkenwesens ist. Die gebildetsten Damen findet man mit dem Butterwaschen be—⸗ schäftigt. Ist die Wirthschaft sehr bedeutend, so hat die Directorin zuweilen, doch selten, eine Gehülfin zur Auf— sicht und zur Besorgung des Milchwesens. Welchen vor— theilhaften Einfluß dies auf die ganze Wirthschaft, sogar auf den Feldbau hat, dies ist kaum zu berechnen. Da das Vieh hierdurch in der Regel auch einen bedeutenden unmit— telbaren Vortheil gewährt, so wird auch von den Män⸗ nern um so lieber für hinreichendes Futter gesorgt, und so mit auch der Düngergewinn vermehrt, daher der Vor— 356 theil von allen Seiten. Dies bin ich gewohnt, und dar— um kann ich dem Verpachten des Viehes das Wort nicht sprechen. Hierbei findet ein getheiltes Interesse Statt, gewöhnlich wird eine falsche Sparsamkeit beobachtet, und dem Viehpachter durchaus nicht mehr Futter verschafft als ihm in seinem Kontract versprochen worden ist; selten ist dies zur guten Fütterung hinreichend; aber gewiß kann er nie reichlich füttern, sondern die mehresten Viehpächter müssen es äußerst knapp eintheilen, und dann leidet der Feldbau bedeutend. In den mehresten Fällen ist dem Viehpachter aufgelegt, das Gesinde zu speisen, was nie etwas Gutes bewirken kann; er sucht überall zu sparen, und so gibt er, besonders den Knechten, mit denen er übrigens nichts zu thun hat, weniges und mageres Essen, dädurch werden diese verdrießlich und dies wirkt nachthei— lig auf ihre Arbeiten und, hierdurch, auf den Feldbau. Allenfalls bekommen die Viehmägde noch äußer den Mahl— zeiten ihres Gutes Etwas, damit sie das Vieh gut halten und im Nothfall(und wenn es möglich ist) etwas vom Getreideboden oder von einem Futterboden des andern, nicht mit verpachteten Viehes, stehlen. F. 326. Selten wird sich ein Viehpachter finden, der auf eine Veredelung des Viehes mit Eifer hinwirkt, sollte dies ihm auch zur Pflicht gemacht worden seyn; er wird keinen Fleiß auf die Zuzucht verwenden, und auch im Ganzen wenig zur Zucht absetzen, wenn ihm dies nicht zur strengen Pflicht gemächt worden ist, denn das Futter, was er dem jungen Vieh geben muß, bringeeihm, wenn er es melken— ol Auf scht Hus Dae lichk der! füͤhl U 0l ind dar⸗ an nicht se Statt, htet, und chafft dls selten is iß kann er lehpächter leidet der Hist dem was nie aren, euen er 8 Esen, achthei— Feldbau. u Mahl⸗ ut halten vas vom andern, auf eine ies ihm d keinen Ganzen strengen er dem melken⸗ — 87— den Kühen gibt, mehrern Gewinn. Wenigstens wird das junge Vieh immer nur wenig und schlechtes Futter bekom—⸗ men, und so also die Race verkrüppeln. Dies sind nicht nur Vermuthungen, sondern von mir auf mehrern Gütern gemachte Bemerkungen. §. 327. Aus Erfahrungen weiß ich, daß das Putzen der Kühe mit der Striegel ungemein vortheilhaft auf das bes⸗ sere Gedeihen derselben wirkt; aber nicht allen diesen Vor— theil bringt dies Putzen, sondern es hat auch noch das Angenehme, daß rein geputztes Vieh jedem Auge gefällig ist, und obendrein die Reinlichkeit der Milch gar sehr be⸗ fördert; aber welcher Viehpachter wird die Kühe putzen lassen? Er wird dies, wenn es ihm zur Pflicht gemacht würde, nur für überflüßige Arbeit und für Eitelkeit halten. §5. 328. Die Reinlichkeit in Allem ist bei dem Milchwesen die erste Erforderniß, es ist dies nicht um des eignen Genusses der gewonnenen Produkte willen nöthig, sondern diese Produkte werden auch lieber aus einer Wirthschaft, die im Ruf der besondern Reinlichkeit stehet, gekauft, und wirk— lich theuerer bezahlt, als dies der Fall ist, wenn in dieser Hinsicht die Wirthschaft in einem zweydeutigen Rufe steht. Dies sind bekannte Wahrheiten. Wenn man aber diese Rein— lichkeit damit hervorbringen wollte, daß man das Waschen der Euter unmittelbar vor jedesmaligem Melken anbe— föhle, so würde man seinen Zweck schlecht erreichen; we— nigstens ist es in meinem Kühstall nur beim ersten Versuche geblieben. So rein, als wir gewohnt sind, unsere Hände — 38— zu waschen, werden von den Mägden die Euter bestimmt nicht gereinigt, der Schmutz wird größtentheils nur auf— geweicht, um so eher mit herunter in das Melkgefäß ge— strichen zu werden. Sollen die Euter ja gewaschen wer— den, so muß dies so rein wie möglich, und nicht unmit— telbar vor dem Melken geschehen, damit sie wieder ab— trocknen können. Geschieht dies alle Tage, so wird nie vieler Schmutz daran kommen, denn dieser Theil des Körpers hält sich, besonders bei hinreichender Streue, außerdem immer am reinlichsten. Wenn die Kühe täglich ein oder einige Mal bis an den Rücken ins Wasser getrie— ben werden können, und immer trockne Streu haben, so ist dies besser als alles Waschen des Euters. Selbst das Herauslassen der Kühe auf einen oft leicht bestreueten Misthof, trägt zur Reinlichkeit und zur Gesundheit der im Stalle gefütterten Kühe gewiß vieles bei. Frische Luft und zuweilen Regen dient ihnen sehr zur Gesundheit und Reinlichkeit, und dann wählen sie sich immer zum Liegen das reinlichste Plätzchen. Die frischgemolkene Milch wird bei mir jedes Mal aus dem Melkgefäß durch ein übergestülptes reines Leinentuch in die Milchkanne gegossen. Der Rahm wird vor dem Buttern aus dem Rahmfaß durch einen reinen leinenen Sack in das Butterfaß gedrückt. §. 329. Den von mir gemachten Bemerkungen gemäß, trägt das mehrere Male Melken des Tages wirklich zum bessern Absondern der Milch bei; 3 Mal gemolkene Kühe geben mehrere Milch, als 2 Mal gemolkene; aber da ich den ——U———— A aue bestimmt nur auf⸗ gtfoß N. schen Wer⸗ cht uumit⸗ wieder ab— wird nie Theil des r Streue, ihe täͤglih ser getrie⸗ haben, so inen oft und zur iß vieles hnen sehr len sie sich des Mal reines Rahm ch einen 6, ragt m bessern lhe geben wich den Buttergehalt in dieser Hinsicht nicht untersucht habe, so gebe ich zu, daß die durch das 3 Mal Melken mehr ge— wonnene Milch vielleicht nicht viel hilft, da sie weniger Butter enthalten kann. Demohnerachtet glaube ich fest überzeugt zu seyn, daß doch mehr Gewinn beim 3 Mal Melken als beim 2 Mal ist, denn erstens werden bei jenem die Kühe in der Regel reiner ausgemolken, denn leicht wird den Mägden die Zeit bei einer vielmelkenden Kuh zu lang, um deswillen scheint es schon gut zu seyn, das Mel— ken eines Tages auf 3 Mal zu vertheilen, denn, welchen Einfluß das Reinausmelken auf die bessere Milchabsonde— rung hat, ist hinreichend bekannt. Dann wird doch auch ein großer Theil der Milch nicht auf Butter benutzt, und die abgerahmte Milch hat auch ihren Werth, folglich ist auch die minderfette Milch nicht zu verachten, wenn sie durch dreimaliges Melken zu vermehren ist. F. 330. In der Regel ist es vortheilhafter, wenn die Milch und der Rahm gut verkauft werden kann, dieses zu thun, als Butter zu machen. Wenn z. B. 10½ Quart Milch ein Pfund Butter ge— ben, und das Quart gute Milch von der Kuh weg, nur mit 1 Ggr. verkauft werden kann, so muß das Pfund But— ter wenigstens für 8 Ggr. verkauft werden können, wenn aus ihr und der abgelassenen Milch 10E Ggr. gelöset wer— den sollen. Hier kommt noch dazu, daß beim Butterma— chen mehr Arbeit, mehr Gefäße und mehr Raum zur Stel— lung der zum Abrahmen bestimmten Milch nöthig ist. Aber fast noch mehr Gewinn wird es bringen, wenn der Kaffeerahm für einen guten Preis verkauft werden kann; erhielt man z. B. für das Quart 4Ggr., so muß das Pfund Butter schon 9 bis 10 Ggr. kosten, wenn sie und die schlechte Milch den Preis des Rahmes decken soll; denn 3 bis 4 Quart guter Kaffeerahm, so wie ihn ge— meiniglich die Städter kaufen, gibt ein Pfund Butter, und das Quart schlechte Milch kostet immer nur 4 Pf. Noch auffallender fällt der Unterschied, welcher zwi— schen dem Verkauf der guten Milch und dem Verkauf der Butter Statt findet, in die Augen, wenn wir folgende Rechnung anstellen. Angenommen, daß eine Kuh im Durchschnitt alljähr⸗ lich nur 2600 Quart Milch gibt, und davon jedes Quart für 1 Ggr. verkauft werden kann, so würden 100 Thlr. 20 Ggr. dafür eingenommen. Würde aber aus dieser Milch Butter bereitet, so 1 würde hiervon ohngefähr 124 Pfund Butter und 2414 Quart Milch gewonnen; kostet nun das Pfund Butter 6 Ggr., so würden dafür 31 Thlr. und für die abgerahm— te Milchh 332— folglich zusammen 644 Thlr. nur gelöset werden, also 36 Thlr. 8 Ggruweniger wie beim Verkauf der Milch unmittelbar von der Kuh weg. Nun fragt sichs noch, ob die abgerahmte Milch wirklich, und für 4 Pf. zu verkaufen ist, oder magere Käse daraus bereitet werden müssen, wo sie dann nicht so hoch ins Geld zu setzen ist. Als ich in den Vorstädten bei Dresden 2 Rindvieh— wirthschaften dirigirte, habe ich solche Berechnungen ange— stellt. Die Resultate derselben und die erfolgte Wirklich— fit vur herden nuß das sie vnd ccken sol; ie ihn ⸗ utter, und f. scher zwi⸗ kauf der folgende alljähr⸗ Quart 0 Thlr. tet, so d 2414 Butter gerahm⸗ verden, Milch noch, . n werden en ist ndoch⸗ ange⸗ zrklich⸗ keit geboten mir den Milch- und Rahmverkauf, Butter wurde nur versuchsweise verkauft. Y. 334: Auf die Form der Gefäße, worin die Milch aus— rahmen soll, kommt mehr an, als viele glauben werden. Ohne Zutritt der atmosphärischen Luft ist kein Ausscheiden des Rahmes möglich, denn die Milch muß bei diesem Abscheiden einen gewissen Theil Säure annehmen, den sie nur aus der sie umgebenden Luft absorbiren kann. Um ihr dieses Absorbiren zu erleichtern, und die Scheidung zu beschleunigen, müssen die Gefäße so geformt seyn, daß die in denselben befindliche Milch, in Verhältniß ihres Volumens, der Atmosphäre eine große Fläche darbietet. Eine flache Schale scheint dieser Forderung am Besten zu entsprechen; doch hat diese Form das Unangenehme, daß die Gefäße dann gar zu vielen Raum einnehmen würden, was in großen Wirthschaften allerdings ein Uebel wäre. In vielen Wirthschaften Sachsens sind jetzt soge— nannte Milchäsche eingeführt, deren Boden ohngefähr 6 Zoll und die Oberfläche der darin befindlichen Milch 18 bis 20 Zoll Durchmesser enthält, und die Milch von der Mitte des Bodens ab, etwan 5 Zoll hoch steht. Sie sind von Thon, hart gebrannt und die vorzüglichsten ungläsirt. Diese Gefäße habe ich nach einigen entscheidenden Versuchen für die zweckmäßigsten befunden. Das Abrah— men geht in Vergleichung mit Gefäßen, die nicht so viele Oberfläche der Atmosphäre darbieten, bei gleicher Tempe— ratur, schneller und vollkommener vor sich. Sie sind nicht so leicht zerbrechlich, da sie in der Regel gut und hart gebrannt sind; auch kann oben am Rande bequem ein höl— zerner Reifen, der sehr zu ihrer Dauer beiträgt, ange— bracht werden; gemeiniglich wird dieser Reifen dann angelegt, wenn der Asch schon einen oder einige Risse hat, und oft wird dadurch ein schon zersprungener Asch viele Jahre noch beim tääglichen Gebräuch erhalten. 9. 332. In einigen Gegenden sind hölzerne Gefäße zum Ab⸗ rahmen der Milch gewöhnlich; zugegeben, daß sie weniger zerbrechlich, überhaupt von längerer Dauer, folglich schon deshalb wohlfeiler als die thönernen sind, so sind sie doch nicht so zweckmäßig als die thönernen; denn erstens kann ihnen keine ganz zweckmäßige Form gegeben werden, dann ist bei ihrem Gebrauch auch die Reinlichkeit schroerer als bei jenen zu erhalten. Das Holz zieht leicht Säure an sich und theilt sie, wenn sie nicht sorgfältig gereinigt sind, der neu hineingegossenen Milch mit, und setzt diese zu schnell in Säurung; das Reinigen selbst ist schwerer als bei den thönernen, denn, wenn sie auch vom Böttcher noch so glatt verfertigt sind, so wird doch die innere und äußere Fläche des Holzes durch den Gebrauch nach und nach immer rau— her; je schlimmer dies wird, desto schwerer ist das Reini— gen, und deshalb muß schon ein eine Zeit lang gebräuch— ter Milchnapf ausgemustert werden. Auch hängt sich leicht etwas, was nicht darin bleiben sollte, in den Winkel, den die Dauben mit dem Boden bilden, was nur mit Mühe und Sorgfalt herauszubringen ist. Die Mägde sind selten gern so sorgfältig, und darum machen auch die hölzernen Milchnäpfe gegen die thönernen eine ein hol. RN, ange— fen dang Asse hat Ash giek zum Ab— e weniger lich schon d sie doch ns kann n, dann erer als ean sich sind, der zu schnell bei den so glatt e Fläche ner rau⸗ 5 Reini⸗ ebrauch⸗ ngt sich in den was nur t. Die machen mnen eine verdoppelte Aufsicht in Hinsicht der Reinlichkeit nöthig, da die letztern ihrer glatten Oberfläche und ihrer Form hälber mit weniger Mühe und Sorgfalt zu reinigen, und auch leichter in Betreff der Reinlichkeit zu prüfen sind, weil jede Kleinigkeit leicht in die Augen fällt. §. 333. Wichtiger noch als die Abrahmungsgefäße ist der Ort, wo das Abrähmen vor sich gehen soll, indem auf die Temperatur, in welcher die Milch steht, ungemein viel ankommt, und auch bei Wahl und Einrichtung dieses Ortes, der gewöhnlich Milchkammer, Milchgewölbe heißt, sehr die Reinlichkeit berücksichtiget werden muß. Kann bei der Anlegung dieser Milchkammer auch darauf gesehen werden, daß zugleich das ganze Milchereigeschäft erleich— tert wird, so hat dies allerdings einen großen Werth. d. 334. Um zu erfahren, ob wirklich so viel auf die Tempera— tur, in welcher die Milch dem Abrahmen ausgesetzt wird, ankomme, als ich vermuthete, und als schon mehrere Erfahrungen bestätigten, stellte ich einige, wohl ziemlich comparative Versuche an. Da ich glaube, daß es man— chem Leser sehr interessant seyn wird, nicht allein die Resul— tate dieser Versuche, sondern auch das dabei angewendete Verfahren genau kennen zu lernen, so theile ich alles hier— her gehörige umständlich mit. Am 3. Januar 1811 früh um 7 Uhr wurden 4 flache thönerne Aesche, jeder mit 7 Quärt Milch, die kurz vorher gemolken war, gefüllt. Der eine dieser Milchäsche, den wir Nr. I. bezeichnen wollen, blieb im Milchhaus — 94— stehen, welches wenig geheizt wurde, und worin das neben diesen Milchasch gehängte Thermometer 5 Gr. Reaum. stand. Einen andern Asch Nr. 2 brachte ich in ein ungeheiz— tes Zimmer, worin früh das Thermometer 2 Gr. un⸗ ter Null stand. Den Asch Nr. 3 stellte ich im Wohnzimmer nicht weit vom Ofen entfernt, das dabei gehängte Thermometer stand früh 10 Gr. über Null. Den Asch Nr. 4 stellte ich in dasselbe Zimmer, aber nahe ans Fenster, das dabei gehängte Thermometer stand 7 Gr. über Null. ö Da es auch nicht unwichtig ist zu wissen, welche Füt— terung die Kühe, welche die zu diesen Versuchen genom— mene Milch gaben, erhielten, so verweise ich die Leser des— halb auf die Fütterungstabellen der Monate December 1810 und Januar 1811. Am 3. Januar Mittags war der Thermometerstand bei Nr. r, 5 Gr. über, bei Nr. 2, 2 Gr. unter o, doch war die Milch noch nicht gefroren, bei Nr. 3, 15 Gr. über o, und bei Nr. 4, 13 Gr. über o. Den Thermometer— stand konnte ich um so genauer beobachten, da mir 3 sehr gute Thermometer zu Gebote standen. Den 4. Januar Mittags stand bei Nr. 1, das Thermometer wieder 5 Gr. über o, bei Nr. 2, Iunter o, die Milch war stark ge— froren, bei Nr. 3, 13 Gr. über o, und bei Nr. 4, 12 Gr. über o. Den 4. Abends um uhr röthete die Milch in Nr. 3 und 4 das Lackmußpapier bedeutend. Die in Nr. I färbte das Lackmußpapier kaum bemerkbar; das in Nr. 2 unter das Eis gebrachte Lackmußpapier wurde gar nicht gefärbt. bil Worin das ur 3 Gr. ungehei⸗ — Gr. un⸗ nicht wet ermometkr stellte ich das dabei che Füt⸗ genom⸗ eser des⸗ detember leterstand o, doch Gr. ͤbet mometer⸗ ir z seht Jnnuar 5 Er. tark ge⸗ 126t. in Nr. 3 I furbte 2 unter gefürbt. Den 5. früh um 5 Uhr stand das Thermometer bei Nr. 1, 5 Gr. über o, bei Nr. 2, 4 Gr. unter o, bei Nr. 3, 10 über o, und bei Nr. 4, 9 Gr. über o. Es zeigten sich im Asch Nr. 3 die Merkmale, die Statt finden, wenn die Milch ausgerahmet ist; nämlich die Oberfläche wurde mit dem Finger berührt und der Finger blieb trok— ken, dann lösete sich beim Kippen des Asches der Rahm völlig rein an der Seite des Asches ab. Es wurde des— halb ganz behutsam der Rahm abgenommen, er betrug Quart und war sehr dick; dieser Rahm wurde sorgfältig gebuttert, und 214 Loth Butter gewonnen. Ebenfalls früh wurde der Asch Nr. 4 untersucht, aber noch schien das Ausrahmen nicht völlig vorbei zu seyn; doch um zu sehen, ob die gewöhnlich beobachteten Merkmale richtig seyen, wurde der Rahm dennoch sorg— fältig abgeschöpft, er betrug ebenfalls 4Quart, doch schien er noch dicker, als der von Nr. 3 zu seyn. Er wurde sorgfältig gebuttert, und volle 22 Loth Butter davon ge— wonnen. Den 5. Mittags stand das Thermometer bei Nr. 1, 5 Gr. über o, bei Nr. 2, 1 Gr. unter o, bei Nr. 3, 12 Gr. über o, und bei Nr. 4, 11 Gr. über o. Den 5. Abends um 7 Uhr war die Milch in Nr. 3 völlig geschlickert, es war kein Rahm mehr abzuschö— pfen. Die Milch in Nr. 1 färbte nun das Lackmußpapier ein wenig mehr als 24 Stunden früher. Auf Nr. 4 zeigte sich noch ein Rahmenhäutchen. Den 6. früh um 7 Uhr war die Milch in Nr. 4 völlig geschlickert; der noch hiervon gewonnene Rahm betrug sehr wenig, doch würde er noch wenigstens 1 Quent⸗ chen Butter gegeben haben. Den 6. früh waren die Merkmale des völligen Ausrahmens bei Nr. 1 sichtbar, es wurde der Rahm sorgfältig abgeschöpft und gebuttert, die gewonnene But— ter betrug 214 Loth. Erst den 8. schlickerte Nr. 4, es hatte sich noch ein bischen Rahm ausgesetzt, aber es war so wenig, daß kaum 3 Quentchen Butter würde geworden seyn. Die Milch Nr. 2 hatte nur sehr wenigen Rahm abgesetzt, der aber mit der Milch zugleich gefroren war; auch der Asch hatte durch den Frost einen Riß bekommen, das sämmtliche Eis wurde in einen andern Asch gethan, und in das Wohnzimmer gestellt. Es schlickerte nach dem Aufthauen sehr bald, und es konnte nur sehr wenig Rahm abgeschöpfet werden, der 12 Loth Butter gab, die nicht gut schmeckte. ö 9. 335. Aus diesen Versuchen scheint hervorzugehen, daß 9 bis 13 Grad die beste Temperatur zum Abrahmen sey, denn der Asch Nr. 4 gab die meiste Butter; doch muß man annehmen, daß dieser Asch am Fenster der Wohnstube stand, wo die Temperatur in der Nacht schneller und merk— licher wechselte als näher am Opfen. Es ist Schade, daß ich nicht auch in der Nacht den Thermometerstand unter— sucht habe, es ist aber anzunehmen, daß er früh, ehe eingeheizt wurde, bei Nr. 4 nur 4 Gr. über o, dagegen bei Nr. 3 noch 8 Gr. über o stand. Da Nr. 1 etwas mehr Butter als Nr. 3, und Nr. 4 mehr als Nr. 1 gab, so geht daraus hervor, Vent— viligen der Nahm nene But⸗ noch ein enig, daß n Rahm ren wat; ekommen, gethan, jach dem gRahm die nicht „ daß 9 hmen sey, muß man ohnstube nd merk⸗ ade, daß d unter⸗ üh, che „dagegen N.. 3/ 6 helbor, daß Nr. 1 noch zu kalt und Nr. 3 schon zu warm stand. Meinem Ermessen nach würde es däher am vortheil— haftesten seyn, wenn man die Milch zum Abrahmen bei einer Temperaturerhöhung von 6 bis 11 Gr. Reaumur stellte. Da in der Milchkammer Abends ein wenig eingeheitzt wurde, so blieb die Temperatur darin ziemlich gleich— förmig auf 5 stehen. Im Wohnzimmer wurde dagegen Abends nicht eingeheitzt, die Temperatur fiel daher bis am Morgen merklich, doch nicht unter 4 Gr. am Fenster; und dennoch gab Nr. 4 die mehrste Butter, wenn gleich die Temperatur von 4 bis 13 wechselte; dieser Wechsel muß demnach dem Abrahmen nichts schaden. Das Resultat, was Nr. 2 gab, lehrt, daß das Ge— frieren der Milch sehr schädlich ist, daher sorgfältig ver— mieden werden muß. 5. 336: Auch im Sommer in der Milchkammer eine Tempera— tur hervorzubringen, welche nur zwischen 6 und 11 Gr. wechselt, macht mehr Schwierigkeit wie im Winter. Durch unterirdische Gewölbe(Keller) ist vielleicht doch nicht alle— mal dieser Zweck zu erreichen. Sehr oft sind diese Keller zu kalt, die Milch rahmt zu langsam ab, weshalb mehr Raum und mehrere Milchnäpfe nöthig sind, und oben— drein, dem oben angeführten Versuch(Abschn. Nr. 1.)ge— mäß, Verlust an Butter nach sich zieht. Oft sind aber auch diese Milchkeller doch noch zu warm, die Milch säuert zu schnell, wodurch die Butter unschmackhaft wird, und die Milch weniger Ausbeute an Butter gibt. Schmalz, Erf. II. G — Ist auch in solch einem Keller die Temperatur dem Zweck angemessen, so muß doch schlechterdings die Luft durch einen angebrachten Luftzug oft gereinigt werden, und geschieht dies, so wird gleich die Temperatur merklich und mehrentheils nachtheilig verändert. Auch kann in solchen tiefliegenden Milchkammern selten die Reinigkeit beobachtet werden, wie das in der Regel in höher liegenden Statt findet. Erstens sind schon immer die Wände selten rein zu halten, es beschlägt immer, und sieht deshalb oft beim besten Willen sehr unapetitlich aus, da immer manches in die Milch zu fallen scheint. Dann kann nur mit größerer Schwierigkeit der Fußboden gerei— nigt werden, weil selten das Wasser ablaufen kann, denn nur, wenn der Milchkeller in einem Berge befindlich ist, ist das Ablaufen des Wassers möglich. 9. 337. Die im Sächsischen Erzgebirge allgemein üblichen soge— nannten Milchschwemmen haben meinen Beifall sehr erhal— ten; als ich im Erzgebirge wirthschaftete, fand ich eine dergleichen Milchschwemme eingerichtet, und wurde beim Gebrauch hinreichend von den Vortheilen derselben überzeugt. Jeder Erzgebirger, der nur eine Kuh besitzt, hät vor seiner Wohnung einen bedachten Wassertrog ste— hen, den er zuschließen kann und in welchen beständig frisches Quellwasser zuläuft. In diesem Troge schwimmen die gefüllten thönernen Milchnäpfe herum, und die Milch steht so in den heißesten Sommertagen immer frisch. Hier findet immer frischer Luftzug durch die Fugen der breternen Seitenwände der Bedachung Statt, und die kratur den 38 die duff Ht werden, tur mecklich mern settn er Regeln hon immet mmer, und titlich aus, nt. Dann 'den getei— nn, denn indlich is, lichen sogt⸗ sehr erhal⸗ 1d ich eine 1d wurde derselben uh besitzt, ktrog ste⸗ beständig chwimmen die Misch ner ftisch. Jugen der und die — 9— größeste Reinlichkeit kann Statt finden, und findet auch in der Regel wirklich Statt. Bei größern Wirthschaften befinden sich diese Milch— schwemmen gewöhnlich in Gewölben, worin auch große Reinlichkeit beobachtet wird. Die Erzgebirgische Butter ist in Hinsicht ihres Wohl— geschmäcks weit und breit berühmt, und in Dresden kostet sie immer etwas mehr als die gewöhnliche Butter anderer Gegenden; sie hält sich, eingelegt, sehr lange. Alle diese guten Eigenschaften hat sie größtentheils den Milch— schwemmen zu verdanken; in diesen schlickert die Milch nicht, sondern sie rahmet ohnedem gut aus, und dies hat großen Einfluß auf dem Wohlgeschmack der Butter. Die Milchbehälter werden nie dumpfig, da ihnen ohne Nach— theil gehöriger Luftzug verschafft werden kann. Es kann ohne große Umstände in aller Hinsicht eine ängstliche Rein— lichkeit Statt finden, und alles dieses wirkt vortheilhaft auf Milch, Rahm und Butter. 9. 338. Diese gemachten Erfahrungen bewogen mich, in Ponitz die schon mehrere Jahre vor meiner Uebernahme zu einer Milchschwemme getroffene Vorrichtung zu benutzen, das Milchgewölbe um des Raums und der Reinheit der Luft willen zu vergrößern, und überhaupt die möglich zweck— mäßigste Einrichtung zu treffen. Vorerst wurde die dahingehende Röhrenfahrt herge— stellt und darauf hingearbeitet, daß das Wösser möglichst frisch gewonnen wurde. Leider konnte nur Flußwasser G 2 — 100— dazu benutzt werden, doch ging der Fluß immer in dichtem Gebüsch, und so blieb sein Wasser immer ziemlich frisch. Im Milchgewölbe war in der Mitte ein Wassertrog angebracht; dessen Seitenwände einen Fuß hoch waren. Er war so breit, daß man auf beiden Seiten zwischen ihm und den an den Wänden des Gewölbes änge— brachten Bänken bequem gehen konnte. Dieser Trog stand auf Unterlagen, so hoch, daß ein Frauenzimmer mit Bequemlich keit die im Wasser schwimmenden Milch— näpfe dirigiren konnte. Am hintern Ende des Trogs lief das frische Wasser aus einer stehenden Rohre, durch einen sogenannten Pfaffen bis auf den Boden des Trogs. Am vordern Ende lief das Wasser oben ab in einen zwei— ten, dem hintern ähnlichen Trog, und aus diesem lief es durch eine stehende Röhre ab in den Hof. Beide Troge standen knapp an einander, aber der hintere stand so weit von der hintern Wand des Milchhauses ab, daß man bequem zwischen durch gehen konnte. Der vordere stand von dem Eingange des Milchgewölbes ohngefähr 6 Fuß ab, damit um den Eingang herum ein bequemer freier Platz zum Reinigen der Milchnäpfe blieb. Der Fußboden des Gewölbes war nach vorn etwas abhängig, gut mit Ziegelplatten gepflastert, und unter dem Eingange war eine Oeffnung, durch welche alles auf den Fußboden des Gewolbes gegossene Wasser völlig rein ablaufen konnte; wodurch mit Schnelligkeit täglich der Fußboden sehr leicht gereinigt werden konnte. In der hintern Wand des Gewölbes war ein Fen— ster angebracht, welches geöffnet werden konnte; doch ͤ——————— Udr⸗ men zwe—— M lief es de Troge stand so ab, daß Her vordere ohngefäht bequemet . orn etwas und unter elche alles asser vollg keit tählch nte. ein Fen⸗ mte; doch — 101— war die Oeffnung mit einem sehr engen Drathgitter ver— macht, wodurch das Ungeziefer äbgehalten wurde. In der Thüre war eine Oeffnung angebracht, vor der ebenfalls ein feines Drathgitter angebracht war. Diese Oeffnung konnte mit einem gut verschließenden Schie ber zugemacht werden. ö Das hintere Fenster und eines über dem Eingänge angebracht, brachten Licht in das Gewolbe. Die unter dem Eingange befindliche Oeffnung, wodurch das zum Reinigen bestimmte Wasser ablief, diente auch zum Luft— zug, und konnte nach Willkühr geöffnet oder verschlossen werden. Die Breterthür ging nach innen, nach außen ging eine zweite Gatterthütr. Im Sommer war des Nachts die innere Bretthür geöffnet und die äußere mit einem Schloß gut verschlossen; am Tage war die Gatterthür offen und die innere Bretthür verschlossen. Im Winter ward die äußere Gatterthür gut und dicht mit Stroh verhangen, und beide Thüren waren bei strenger Kälte verschlossen. An der einen langen Wand des Gewölbes war in der Mitte ein Ofen angebracht, welcher im Winter ge— heitzt wurde. Alle innere Wände waren so gut wie ein reinliches Wohnzimmer mit Kalk ausgeweißet. Rund um an den Wänden waren Bänke niedrig angebracht, auf denen die Milchnäpfe stehen konnten. Im Winter, wo kein Wasser zulief, waren Breter auf den Wassertrögen angebracht, die auch als Bänke zum Draufstellen der Milchnäpfe benutzt wurden. Vorn am Troge, dem Eingange gegen über, hin— gen außen an die Rahmlöffel, Milchgemäße zum Be— huf des Verkaufs, der Maßstab zum Messen der frisch— gemolkenen Milch, das Sieb und dergl. Da, wo das Wasser aus einem Trog in den an— dern lief, wurden im Sommer wohlriechende und bril— lirende Blumen, um das Apetitliche zu vermehren, ein— gesteckt, die durch das Wasser lange frisch erhalten wurden. Die Wassertröge wurden oft gereinigt, damit der sich etwan einfindende Niederschlag des Wassers 25 nicht merklich anhäufen konnte. 9. 339. Durch dieses Milchgewölbe war alles bezweckt, was nur damit zu bezwecken ist, die Milch rahmte im Som— mer sowohl als im Winter gut aus. Immer hatte man die Temperatur in seiner Gewalt, im Winter vermit— telst des Ofens, im Sommer vermittelst des Wassers und der angebrachten Thüren. Die möglich größeste Reinlichkeit konnte überall Statt finden, und leicht gehandhabt werden. Damit auch die gereinigten Milchgefäße ganz der reinen Luft ausgesetzt werden konnten, war außerhalb des Milchgewölbes, im Hofe ein Repositorium angebracht, worauf die gereinigten Milchgefäße gestürzt wurden. §. 340. Es wurden zuweilen in den heißen Sommertagen einige Näpfe mit Milch gar nicht in das Wasser, son— dern nur auf die Bänke gestellt; hier schlickerten siebsehr , hin⸗ um Be⸗ det sisch⸗ den ax⸗ Und bril⸗ ren, elh⸗ erhalten amit der ssers sich ckt, was im Som⸗ hatte man r vermit⸗ Vaseero e Uberall ganz der wßerhalb gebracht, den. nmertagen sr, son⸗ sisehe schnell, sie gaben auffallend weniger Butter, und diese schmeckte auch nicht so rein als die von Näpfen, die im Wasser gut ausgerahmt hatten, ohne daß ein Schlickern der Milch eintrat. Aber, um ganz ins Reine zu kommen, stellte ich auch einen ähnlichen Versuch im Monat Juli 1811 an, wie ich im Januar desselben Jahres angestellt hatte. Das Resultat fiel sehr günstig für die Milchschwemme aus, in welcher immer eine Temperatur zwischen 8 bis 11 Gr. Statt fand, während die Luft im Milchgewölbe bis über 15 Gr. Temperaturerhöhung hatte. Seitdem wir durch den im Januar angestellten Ver— such überzeugt worden waren, daß 5 Gr. Temperatur⸗ erhöhung nicht genug zum vollkommnen Ausrahmen der Milch war, so wurde ein wenig stärker gefeuert, und so im Durchschnitt 8 Gr. erzielt, was das Ausrahmen vor⸗ theilhaft begünstigte. Eins der splenditsten Milchgewölbe mit einer herrli⸗ chen Milchschwemme ist auf dem herzogl. Gothaischen Kammergute Gleina bei Jena, von Sr. Excellenz dem Herrn Minister von Thümmel, dem großen Ken⸗ ner der Landwirthschaft und Beförderer alles Guten, erbauet und eingerichtet worden. Sie ist im Sturmschen Jahrbuche der Landwirthschaft beschrieben und abgebildet. d. 341. Wenn die Butter einen Wohlgeschmack erhalten soll, darf der Rahm nie zu lange stehen, sondern es muß oft gebuttert werden; doch ist es, wenn besonders der Rahm, noch ehe die Milch geschlickert, war, abgeschöpft N WAu h NNNNN Wt II — 104— und derselbe kühl gesetzt wurde, nicht nöthig, daß alle Tage gebuttert wird. Bei angewandter Sorgfalt schmeckt die Butter noch herrlich, wenn alle drei Tage ein Mal gebuttert wird, doch besser ists wohl, wenn dies einen Tag um den andern geschehen kann. Es scheint auch, als wenn es mit auf das Futter ankäme, ob der Rahm lange stehen kann oder nicht. Wenn z. B. die Kühe läuter, oder doch sehr viel Stroh zum Fressen bekamen, so habe ich bemerkt, daß die But— ter um so bittrer schmeckte, wenn der Rahm 3 Tage oder drüber alt wurde, ehe man ihn butterte. Da aus dem Rahm von hochtragenden Kühen sich die Butter schwer scheiden läßt, oft gar keine But— ter davon werden will, und weil durch das länge but— tern die Butter einen bittern Geschmack annimmt, so wurde immer um so mehr daräuf gehalten, daß stets wenigstens eine neumelkende Kuh sich unter der Heerde befand, wodurch das Buttern schon sehr erleichtert wird und die Butter an Wohlgeschmack sehr gewinnt. Wer auch im Winter Futter genug hat, thut wohl, wenn er es einrichtet, daß das Kalben der Kühe im ganzen Jahre vertheilt ist, so, daß in einem Monate so viel Kälber ankommen wie in dem andern. Hierdurch ist doppelter Gewinn; erstens ist dann zu einer Zeit so viele Milch und Butter als in der andern, und beides steht in der Regel im Winter höher im Preise als im Sommer, weil die meisten Küh— besitzer die mehrste Milch im Sommer gewinnen; zwei— tens ist dann auch nie zu fürchten, daß das Buttern durch den Rahm der hochtragenden Kühe erschwert wird, auch wird die Butter jederzeit gut schmecken. Nur ist e eeeeeeeeetes daß alle schmackt en Mal dies einen as Futit der nicht. sel Sttoh ine But⸗ ige but⸗ mt, so aß stets T Heerde wird und rauch im Unrichtet, theilt ist men wie erstens als in Winter sen Küh⸗ — 105— diese Einrichtung nicht leicht zu treffen, und nur erst bin— nen einer Reihe von Jahren ausführbar. Durch die junge Zuzucht ist wohl am besten der Zweck zu erreichen; diese darf man nur in den zweckmäßigsten Jahreszeiten, zum ersten Male einzeln zum Bullen lassen. Sonst ist's wohl besser, wenn der Bulle immer unter den Kühen ist, dadurch richtet sich das Ganze nach und nach von selbst ein. Ver— suche, die Kühe zur erwünschten Zeit künstlich zur Begat— tung zu reizen, sind mir nicht gelungen. 9. 342. In Sachsen sind stehende Fässer zum Buttern die ge— wöhnlichsten; der in ihnen zum Auf- und Niedergehen befindliche Buttersterl wird gemeiniglich, selbst in den Bäuerwirthschaften, durch eine sehr einfache Maschine in Bewegung gesetzt. An einer zwischen 2 Säulen gehenden Welle ist ein horizontaler und ein senkrechter Arm ange— bracht, am ersten wird der sogenannte Buttersterl befestigt und an den zweiten ist ein schwerer Holzklotz befestigt, wel— cher, nach der zu butternden Menge Rahm, durch eine oder zwei Personen hin- und hergestoßen wird. Es geht dies freilich ungleich leichter, als es ohne diese Maschine geht, doch müssen, wenn 20 bis 25 Pfund Butter auf ein Mal bereitet werden sollen, immer 2 ziemlich starke Personen die Maschine bewegen und dabei noch gewaltig schwitzen. Vor mehrern Jahren machte man Versuche mit Ein— führung des liegenden tonnenförmigen Butterfasses, des— sen leichte Bewegung von einigen sehr gerühmt worden war. Auch meine Mutter ließ sich eines kommen. Es fand sich, daß es zwar leicht in Bewegung gesetzt werden konnte, äber es dauerte länger als bei einem stehenden Faß, ehe Butter ward; und am Ende konnte man mit vieler Mühe die graupenähnlichen Klümpchen But— ter nicht in einen einzigen Klumpen bringen, oft mußten die kleinen Küchelchen mühsam zusammengefischt und im Butterwaschfaß zusammengeballt werden. War das But— tern vorbei, so war wieder Noth, wie das Faß auf eine völlig überzeugende Weise rein gemacht werden sollte; die unzählich vielen Winkel im Innern des Fasses verbar— gen nach mehrmaligem sorgfältigen Waschen, immer noch Milch- oder Buttertheile; und so mußte auf dies Rei— nigen viele Zeit und viele ängstliche Aufsicht gewendet werden. Es sollte schneller und besser gehen, wenn war— mes Wasser in die geleerte Tonne geschüttet, und mit diesem eine Zeit lang umgedreht wurde, aber ohnerachtet dieses immer einige Mal wiederholet wurde, so fanden sich hinterher doch in den Winkeln noch Dinge, die nicht darin bleiben durften. Dies alles machte diese Tonne verhaßt, und sie wurde in die Rumpelkammer geworfen. Späterhin wurde eine Buttertonne empfohlen, die still lag und worin sich ein querlartiges Werk drehte, welches von außen in Bewegung gesetzt wurde. Diese hatte den Vorzug vor jener, daß das Buttern schneller ging, wahrscheinlich weil sie während des Butterns nicht fest wie jene verschlosen zu werden brauchte, also die atmosphärische Luft Zutritt zum Rahm hatte; auch konnte die Butter in derselben leichter in bedeutende Klumpen zusammengeballt werden, zu diesem Zweck t Verden sehenden man mit en ut⸗ ft mußten auf eine n sollte; verbat⸗ mer noch es Rei⸗ jewendet in war⸗ id mit lerachtet fanden ige, die hte diese clkammer n, die drehte, us nicht alo de e; auch (deutende n zwech — 107— durfte nur zuletzt sehr langsam gedreht werden. Aber bei dieser war Unreinigkeit kaum zu vermeiden. Die Oeff— nungen, durch welche an beiden Böden der Tonne die eiserne Welle ging, an der innen der Querl angebracht war, waren wohl, so lange das Ganze neu war, ziem— lich undurchdringlich, aber nachdem eine Zeit lang damit gebuttert worden war, arbeitete sich die Welle und die Büchse, worin jene lief, aus, es konnte nun Rahm hinein; dieser wurde nun auf der einen Seite hinein, und auf der andern, vom Eisen schwarzgefärbt, wieder herausgetrieben. War dies auch kaum bemerkbar, so sahe ich doch, daß es Statt finden konnte und wirklich Statt fand, und dieser Umstand konnte durch eine Menge Tugenden, welche diese Vorrichtung haben sollte, in mei— nen Augen, nicht aufgewogen werden. Zugegeben, daß einige Schmidte die Wellen sehr rund und glatt abdre— hen, und sie genau in die Büchse passen, auch an der Welle eine Vorrichtung anbringen, die das Eindringen des Rahmes anfänglich ganz verhindert, so wird doch mit der Zeit dieses genaue Ineinanderpassen aufhören, sollte dies auch erst spät geschehen, und so würde ich, wenn diese Buttertonne bei mir in Gebrauch wäre, doch stets in Furcht seyn, daß der Rahm durch Eisen ver— unreinigt wüdde. Das Rein gen na jedesmaligem But— tern ist eben so schwierig, wie bei der beweglichen Tonne, denn der Querl hat Winkel in Menge, die so manches in sich verbergen können. Da ich bei dem gewöhnlichen stehenden Vutterfaß immer 2 Menschen geben mußte, und sich diese sehr pla— gen mußten, so sann ich über Erleichterung dieses Ge— — 108— schäfts oft nach, und besah mir auch manche neuerfun— dene und angepriesene Buttermaschine; lange wollte mir es nicht glücken, etwas Erwünschtes zu finden, bis ich mir endlich eine sehr einfache Maschine selbst erfand. In dieser wird die in 2 Säulen gehende Welle, vermit— telst eines zweiten horizontalen Armes bewegt, an welchem senkrecht ein sogenannter Leiermann bis zu einer Kurbel reicht, die durch ein Schwungrad geht, welches durch eine Person gedreht wird. An dem einen Arm der Welle hängt der sogenannte Buttersterl. Durch diese Mäschine wurde von einer schwachen Per— son, ohne große Anstrengung, oft binnen 20 Minuten 20 bis 25 Pfund Butter auf ein Mal bereitet; während diese gewaschen wurde, bereitete dieselbe Person noch 25 Pfund, und so waren in Ponitz oft binnen einer Stunde 50 Pfund Butter fertig. Das Reinigen dieses Fasses ist sehr leicht, indem der Sterl herausgenommen werden kann, und nicht viel Winkel, worin sich etwas verbergen kann, vorhanden sind. Und so leistet diese Buttermaschine alles, was man nur wünschen kann. Sollte sie ein Landwirth oder eine Landwirthin zu haben wünschen, so besorge ich sie entweder selbst recht gern, oder der Böttchermeister, Herr Friedrich zu Ponitz bei Altenburg in Sachsen, besorgt gewiß gern die verläng— ten Modelle oder die Maschine im Großen. 9. 343. Daß die gewonnene Butter sogleich, wenn kein Buttern mehr nöthig ist, aus der Buttermilch genommen, und durch tüchtiges und öfteres Kneten in frischem rei— Hell heft lan Bu helerfun⸗ Ne wollte den, bis st afand. bermit⸗ welchen Kurbel es durch ν Woss er Welle chen Per⸗ nuten 20 vährend n noch en einer n dieses nommen ch etwas stet diese n kann. U haben t gern, Nitz bei Herlang⸗ — 109— nem Brunnenwasser, von allen änhängenden Milchtheilen befreiet werden muß, ist eine allen Landwirthinnen längst bekannte Sache. Jedes noch so kleine, in der Butter zurückgebliebene Milchtheilchen hat einen sehr nachtheiligen Einfluß auf den Geschmack und die Däuer der Butter. Schmeckt die nicht ängstlich gewaschene Butter auch in den ersten 2 Tagen noch leidlich, so er— hält sie doch späterhin einen sauern, bittern und ranzi— gen Geschmack, denn die darin gebliebenen Milchtheilchen werden zu Käse und Molken, und diese faulen am Ende. Einige Landwirthinnen durchkneten die Butter mit einem hölzernen Löffen, und gläuben so apetitlicher zu verfahren, ich ziehe aber das Waschen mit reinlichen Händen jenem Verfahren vor; mit der Hand kann meh— rere Sorgfält angewendet und jedes kleine Theilchen But— ter besser durchknetet werden, auch sind die zuweilen in der Butter befindlichen kleinen Spänchen Holz, Fäden und dergl. m. was vom Butterfaß oder Seihetuch zu— weilen, wenn auch selten, abgehet, leichter mit der Hand aufzusuchen und herauszunehmen. Zur möglichsten Reinlichkeit wäscht die ängstliche Landwirthin kurz vorm Butterwaschen mit eigner Hand und mit reiner Weitzenkleie das Butterwaschfaß und ihre Hände ängsilich, und spült dann alles sorgfältig mit Wässer ab.— Das nothige Salz wird zuvor sorgfältig durchlesen, damit nichts fremdartiges darin bleiben kann, und mit einer Walze, womit sonst die Kuchen äufgetrieben wer— den, möglichst fein gewalzt, bevor es unter die Butter gemengt wird; letzteres geschieht, damit die Vertheilung — 110— und Vermengung des Salzes um so leichter zu bewerk— stelligen st. Die Butter, welche in Fässer oder Töpfe gelegt, und so, entweder zum eignen Bedarf oder zum Verkäuf im Ganzen aufbewähret werden soll, wird etwas stärker gesalzen als die, welche frisch genossen werden soll. Sie wird möglichst fest in die Gefäße eingedrückt und einen Fingerbreit Salz oben aufgelegt, und so die Gefäße an einen trocknen, doch nicht zu warmen Ort hingestellt. Die so in große Töpfe eingelegte Butter schmeckt besser als die in Fässer eingelegte; besonders nimmt sie in neuen Fässern einen Holzgeschmack leicht an. Nur sind Töpfe nicht so leicht zu verfahren als Fässer; wo aber aufs Verfahren keine Rücksicht zu nehmen nöthig ist, wie z. B. beim eignen Verbrauch, sind Töpfe vor— zuziehen. . 344. Ueber die Bereitung fetter Käsearten habe ich keine Erfahrungen gemacht, kann daher auch keine mittheilen; in meiner Wirthschaft sind mehrentheils nur saure magre, doch auch magre süße Käse bereitet worden. Da viel— leicht doch einigen Lesern es interessant seyn wird, so theile ich hiermit das bei mir angewandte Verfahren bei Bereitung der Sauerkäse mit. 9. 345. Um die Milch, wenn sie noch nicht unter dem Rahm geschlickert ist, zur Gerinnung zu bringen, werden die eägen der Kälber angewendet, und hierzu folgender— maßen vorbereitet. In at 15⁰ und End Auf Da bon beberk— Nlagt, U Nraauf das stätkr sol. Ee ind einen Gefäße an gestellt schmeckt uimmt sie 1. Nur ser; wo nothig — pfe vor⸗ ich keine ittheilen; sre magte, Da viel⸗ hird, so ahten bei m Rahm erden die folhender⸗ — III— Der frische Kälbermagen wird ausgewaschen und so gereinigt, daß das Weiße, was innen am Magen hängt, ankleben bleibt, dann tüchtig mit Salz eingerieben, ver— mittelst eines Federkiels aufgeblasen, gut zugebunden und an einem trocknen Ort aufgehangen; hier wird gesorgt, daß er nicht von Fliegen beschmeißt und madig wird. So kann er sehr lange gut gehälten werden. Soll er gebraucht werden, so wird ein Stückchen, vielleicht der vierte Theil eines Magens, abgeschnitten, mit kaltem Wasser, 24 Stunden lang eingeweicht, zur bessern Haltbarkeit und um des bessern Geschmacks willen wird etwas Salz und Pfeffer damit gemischt, und von diesem mit Gerinnstoff geschwängerten Wasser eine Kleinigkeit in die etwas erwärmte Milch gethan. Die geronnene Milch wird nun sammt den Molken in einen leinenen Sack geschüttet, dieser in einen eigens hierzu eingerichteten Korb gethan und mit einem reinge— waschenen Stein beschwert. Dieser Sack wird zuweilen umgeschüttelt und wieder von neuem so lange beschwert, bis alle Molken rein abgeläufen sind. Der Quark-(Klumpst-) Korb ist folgendergestält ver— fertigt: zwei circa 3 Fuß lange, 4 Quadratzoll starke Arme sind mit zwei, 1 Fuß langen und ebenfälls 4 Qua- dratzoll starken Schwingen, welchein der Mitte ohngefähr 1 Fuß entfernt von einander verbunden, so, daß die Arme und die Schwingen ein richtiges Viereck bilden, und die Enden der erstern auf zwei Seiten hervorragen und zum Aufliegen und Tragen des Korbes dienen können; in das Viereck werden aufrecht 1 Fuß lange Stäbe, zwei Zoll von einander so eingebohrt, daß sie am obern Ende auch — 112— ein Viereck von 14 Fuß im Durchschnitt bilden, und durch einen an den Ecken gut verbundenen Kranz vereinigt werden können. Zwischen dem untern Viereck befinden sich auch Stäbe, die den Boden und jene aufrechten Stäbe die Seitenwände des Korbes formiren. Aehnlich diesen Quarkkorbe, nur gewöhnlich viel größer, sind die Laugen— körbe, wodurch in vielen Haushaltungen die Waschlauge filtrirt wird. Ist der Quark(Klumpst) von allen Molken befreit, so wird Salz und etwas Kümmelkörner darunter gemischt, und in längliche, an beiden Enden zugespitzte(Quärge) Käse geformt. So werden sie nun an einem luftigen Ort (hierzu eigends eingerichteter Käsekammer) auf mit Stroh belegten Horden, bei öfterm Umkehren, völlig hart getrock— net. Auch in diesem trocknen Zustande werden sie von einigen gern genossen; doch eingelegte Quärge finden meh— rern Beifall. Zu diesem Behuf werden diese Käse möglichst dicht in ein Fäßchen eingelegt, und jede Schicht mit Bier derb besprengt, und am Ende das Faß gut zugedeckt an einem nicht zu trocknen Ort aufbewahrt. So bleiben sie so lange, bis jeder Käse, den man in der Mitte durchschneidet, nicht mehr quarkartig weiß, sondern durch und durch butterartig und graugelb geworden ist, liegen; was, waren sie vorher sehr trocken, zuweilen ein halbes Jahr seyn kann. Diese Käse besitzen einen sehr zum Apetit reizenden pikanten Geschmack. Sind sie recht gut gerathen, so ziehe ich sie mehrern Sorten Fettkäsen vor; das ihnen feh— lende Fett kann beim Genuß durch frische Butter ersetzt werden. H„ N Laph nere fehl die; nicht Andu Scw den, und uz vreinigt sfnden sich Stͤͤbe de llich diesen die Kugen⸗ Vaschlaun befteit, so gemischt, (Quarge) ftigen Ort mit Sttoh t getrock⸗ sie von uden meh⸗ lichst dicht t Bier derb t an einem eso lange, det, nicht utterartig sie vorher tann. reizenden athen, so ihnen fih⸗ Itter erseht — 1165— §. 346. So vielen Beifall diese Käse auch fanden, so gut sie auch, in Verhältniß ihres Kostenaufwändes, bezahlt wurden; so war es doch auch vortheilhaft, zuweilen einen Theil der abgerahmten Milch den Schweinen zu geben, indem im Altenburgischen die Schweinezucht einen be— deutenden Gewinn abwarf; außerdem wurden die Molken alle in die Kälber und Schweine verfüttert. §. 347. In einigen Gegenden Sachsens, wo keine große Stadt oder bedeutende Fabriken waren, an welche Milch, Butter und Käse hätten können vortheilhaft abgesetzt wer⸗ den, brachte immer die Mastung mehrern Gewinn als die Rindviehzucht; denn das Mastvieh wurde in Dresden, Leipzig und andern Orten theuer bezahlt, indem im Gan— zen wenig gemästet wurde. Bedeutende Branntweinbren⸗ nereien gibt es wenig in Sachsen, den Stärkefabriken fehlt es seit einigen Jahren an Absatz der Stärke, und die Zahl des Viehes, welches die Müller mästeten, war nicht sehr bedeutend. In Hinsicht des Düngers bringt es in der Regel dem Landwirth mehr Gewinn, wenn er Rindvieh und keine Schweine mästet. §. 348. Mit Kartoffeln, mit Kohl⸗, Runkel⸗, Mohr⸗ und Wasser⸗Rüben und Heu lassen sich Ochsen ungemein fett machen, und das davon angesetzte Fleisch und Fett ist un⸗ gleich mehr werth als das von Branntweinspülicht er— Schmalz, Erf. II. 2 19— — 114— zeugte; die Fleischer kaufen deshalb das mit Wurzelge— wächsen und Heu fett gemachte Vieh viel lieber, und be— zahlen es besser, als das mit Branntweinspülicht und Heu gemästete. §. 349. Da die Wasserrüben(weißen Rüben, Turnips, Brassica rapa) in gutem kraftvollem Boden am wohlfeilsten zu er— bauen sind, indem sie in der Regel in Deutschland nicht ge— pflanzt und nicht behackt, sondern gleich aufs Feld gesaäͤet und höchstens gegätet werden, so scheinen sie das beste, zur Mastung geeignete, Wurzelgewächs zu seyn; aber ihrer großen Wäßrigkeit halber müssen sie entweder in größerer Quantität gefüttert werden als andere Wurzelgewächse, oder die damit gefütterten Thiere werden weniger fett, als die mit Kartoffeln und andern Rüben gefütterten. Ich habe täglich einem Ochsen mittler Größe 1 Berli— ner Scheffel weiße Rüben und circa 8 Pfund Kleeheu geben lassen, und dessen ungeachtet war er, nachdem er fünf Monate gemästet worden, noch nicht so fett, als die sonst mit Kartoffeln gemästeten in gleicher Zeit waren. 9. 350. Das Kleeheu scheint in Verbindung mit Kartoffeln sich vorzüglich gut zum Mastfutter für Rindvieh zu eig— nen. Wenn ein Ochs& Scheffel Kartoffeln und circa 11 Pfund Kleeheu bekam, so war er binnen vier Monaten als gemästeter Ochs verkaufsfähig. Ich habe die Bemerkung gemacht, daß gekochte Kar— toffeln viel schneller masten und ein besseres Fleisch liefern NN t Dunehge⸗ bet, und be⸗ nspilcht un ips, Bratsic ellsten zu e⸗ and nicht g⸗ Feld gesät as beste zu aber ihtet in größeter elgewächse, r fett, als en. öße 1 Betl⸗ leeheu geben dem er fünf als die sons . Kartoffeln ieh zu eig— nd circa Il Nonaten als lochte Kat⸗ losch lefern 115 als ungekochte. Angenommen, daß auf einem Magd. eorgen 60 Centner Kleeheu und auf einem M. Mor— gen 160 bis 189 Scheffel Kartoffeln erbauet würden, so würden drei Ochsen von dem Ertrag zweier Morgen ge— mästet werden können, wenn der eine Klee und der andere Kartoffeln getragen hätte. Ist nun der Ochs für 30 Rthl. eingekauft und kann er mit 80 Rthl. verkauft werden, wie dies in Sachsen sonst in der Regel war, so war der Brut— to⸗Ertrag dieser beiden Morgen 150 Rthl., wovon der Same, Bearbeitungs„ Ernte⸗ und Mastungskosten abzuziehen sind. Den Dünger für diese zwei Morgen bringen die drei Ochsen vollkommen, er ist daher weder in Einnahme noch Ausgabe zu bringen. Der reine Ertrag wird immer hoch bleiben, wenn auch das Arbeitslohn ziem— lich hoch zu stehen kommen sollte. Ich habe beim Klee und bei den Kartoffeln einen ho— hen Ertrag angenommen, doch in Ponitz habe ich diesen in den letzten Jahren in der Regel gehabt. Diese Berech— nung habe ich deshalb hier niedergeschrieben, um darauf aufmerksam zu machen, daß es in vielen Fällen vortheil— hafter seyn kann, Vieh zu mästen, als es der Milcherei halber zu halten. Bei minderm Ertrag des Feldes können freilich weniger als drei Ochsen von zwei Morgen gemä— stet, doch auch weniger Milchvieh davon ernähret werden. Auch die Kohlrüben sind ein gutes Mastfutter, doch scheint mir es, als eigneten sie sich besser zum Milchfutter. In Hinsicht der Mastungsfähigkeit der Runkeln habe ich keine eigene Erfahrungen; aber von den Möhren weiß ich es, daß sie schnell fett machen und sehr gut schmeckendes, mit Fett durchwachsenes Fleisch liefern. H 2 * — 21— 9. 351J. Der Abfall der Stärkefabriken eignet sich besonders zum Mästen; das Vieh wird bei hinreichendem Heufutter sehr schnell feet. Ochsen, die Anfangs Decembers von mir aufgestellt wurden, täglich ohngefähr 10 Pfund Klee— heu und so viel Stärkenabfall erhielten als sie wollten, waren im April so fett, daß ich vier Mal den Einkaufs— preis dafür von einem Leipziger Fleischer bekam. Nur lei— der wird jetzt weniger gepudert und weniger gestärkt, folg— lich hat schon seit mehreren Jahren der Absatz der Stärke und des Puders gestockt; letzterer fiel um so mehr im Preise, seitdem das Militär keinen mehr braucht. §. 352. Die Mast mit dem Abfall der Branntweinbrennereien ist hier in Preußen die gewöhnlichste. Sie kann, da nie— mand um des Absatzes des Bränntweins willen verlegen seyn darf, vielen Vortheil gewähren; und sie ist hier wohl als eine Hauptbasis des Feldbaues anzusehen; denn ohne sie würde es auf mehrern der größern Güter mit dem Dreifeldersystem schlecht bestellt sehn. Auf einigen Gütern kann es wohl mehrern Vortheil gewähren, wenn der Abfall der Brennereien nicht zur Mast, sondern ins Milchvieh verwendet wird, besonders mag dies zeither, wo das fette Vieh keinen hohen Preis hätte, und im Gan— zen doch wenig Butter in Preußen gewonnen wird, der Fall gewesen seyn. Wenn aber das gemästete Vieh wie— der sehr auswärts gesucht, und der Verkauf von der Re— gierung begünstigt wird, so mag hier doch wohl die Ma— stung der Milcherei in den meisten Fällen vorzuziehen seyn— Ich Wen Heh b boonders Heusutter nbers von fund Hle⸗ e wolleen, Einkaufs⸗ Nur lii irkt, folh⸗ er Stärke im Preise ennereien da nie⸗ verlegen ie ist hie en; denn Güͤter mit einigen u, wenn dern ins zither, im Gan⸗ vird, dit Vieh vie— der Re⸗ die Ma⸗ hen seyn· Die Erfahrungen und Bemerkungen, die ich in Hin— sicht der Branntweinmästung gemacht habe, sind mit we— nig Worten folgende: Die Ochsen dürfen nicht unter fünf Jahr alt seyn, sonst mästen sie sich schlecht; bis zum sechsten Jahre wächst der Ochs und bis dahin wird wahrscheinlich zu vieles vom Futter zum Wachsthum und nicht zum Fleisch- und Fett— ansatz verwendet. Es ist freilich bei jeder Art von Ma⸗ stung nicht gut, wenn zu junges Vieh aufgestellt wird, doch bei der Branntweinmast ist es doppelt nachtheilig. Mit Wurzelgewächsen habe ich oft sehr junge Thiere ziem— lich schnell fett gehabt; aber junge Ochsen auf Brannt— weinmast gestellt, konnte man nicht satt machen, und bei vielem Futter konnten sie doch binnen sechs Monaten nicht bedeutend fett gebracht werden. Wenn die Mastochsen neben dem Abfall der Brenne— rei noch gutes Heu in nicht unbedeutender Menge bekom— men, so werden sie schneller fett, und Fleisch und Fett wird solider, als wenn sie wenig oder kein Heu, aber desto mehr Spülicht und Stroh bekommen. Ist ja nicht genug Heu vorhanden, so kann es wohl rathsam seyn, wenigstens statt einen Theil Ochsen, Schwei— ne auf die Mast zu stellen. Doch kommt es darauf an, welches sich besser und theurer verkauft, ob fette Ochsen oder fette Schweine, und ob dem Landwirth viel auf den Ochsen-Dünger ankommt. Sollen sa Ochsen mit wenigem Heu gemästet werden, so ist es allerdings rathsam, Stroh zu Hecksel schneiden und diesen mit dem Spülicht brühen zu lassen; sonst bin ich aber nicht für die Heckselfütterung, weder beim Mast- noch Milchvieh, ich lobe mir es, wenn — 116— ich das Vieh mit ungeschnittenem Heu und mit andern Din— gen fett füttern kann. Es kann demohngeachtet dem Vertreten vorgebeugt werden. Es ist zwar gewiß, daß durch das Auf— brühen mehrere Theile des Futters auflöslicher gemacht werden, aber das Heckselschneiden ist doch sehr kostspielig und das Dürrfutter braucht der Landwirth in der Regel nicht zu kaufen, er kann es oft mit leichten Aufopferungen um so viel mehr erbauen, als etwa auf die mindere Auf— lösbarkeit zu rechnen wäre. Muß aber Stroh gefüttert werden, so kann dieses, um es genießbarer zu machen, wenig— stens zum Theil zu Hecksel geschnitten und gebrühet werden. Kartoffelbranntweinspülicht hat, den von mir ange— stellten Beobachtungen gemäß, mehr Mastfähigkeit, im Verhältniß der Branntweinergiebigkeit, als Rocken. So gaben bei mir 3 bis 32 Scheffel Kartoffeln eben so viel als 1 Scheffel Rocken an Branntwein, aber das Spülicht von den 3 oder 3* Scheffel Kartoffeln war mir zur Mastung lieber als das vom Scheffel Rocken; was auch ganz na— türlich zu seyn scheint; 3 Scheffel Kartoffeln haben zusam— men über 90 Pfund trockene Bestandtheile, X Scheffel Rocken aber nur 80 Pfund. Zwar habe ich über diesen Gegenstand keine entscheidende Versuche angestellt, doch kann ich, der darüber gemachten Erfahrungen halber, we— nigstens nicht zugeben, daß das Kartoffelbranntweinspü— licht schlechter als das Rockenbranntweinspülicht seyn soll. 9. 353. Da ich auf mehrern Gütern die Landwirthschaft er— lernte, sie auf mehrern Gütern betrieb, und viele Güter in Sachsen und Preußen besucht habe, so habe ich auch den din⸗ Vumtten das Auf⸗ r gemacht kosspilg der Aaad pferungen dere Nuf— gefüttett n, wenig⸗ t werden. ur ange⸗ keit, im n. So viel als ucht von Mastung ganz na⸗ n zusam⸗ Scheffl er diesen t, doch ber, we— veinspüͤ⸗ eyn soll schaft k⸗ le Gutet ich guch — 119— Gelegenheit gehabt, eine Menge Rindviehställe kennen zu lernen. Fast jeder war anders eingerichtet, und viele waren wesentlich von einander verschieden. In den mehrsten stehet das Vieh mit dem Kopfe nach der Wand zu; einige von diesen haben Raufen, andere keine; einige haben höl⸗ zerne durchlaufende Krippen, andre isolirt stehende steiner— ne ausgehauene Tröge; andre eingemauerte Tröge; wieder andere gar keine Tröge, sondern das flüssige Futter wurde ihnen in Fässern oder Stutzen hingesetzt. In einigen Ställen stehen die Kühe mit den Köpfen nach der Mitte des Stalles zu, zwischen denselben und hinter ihnen ge— hen Gänge hindurch; einige von diesen haben Raufen, andere wieder nur erhabene Futterplätze, in denen entwe— der einzelne Tröge oder durchlaufende Krippen angebracht sind. In einigen Ställen stehen die Kühe der Länge des Stalles hin neben einander, dagegen in andern in meh⸗ rern Reihen quer durch den Stall. In Ponitz war der Stall in vier Theile getheilt, in der Länge ging mitten durch ein verschlagener Gang und quer trennte in der Mitte ein Futtergang die Abtheilungen, in welchen das Futter vom Wagen durch eine Fensteroffnung unmittelbar geworfen werden kann. Dann habe ich auch Ställe mit erhabenen Futtergän⸗ gen kennen lernen, und diese sind es, die mir am vorzüg⸗ lichsten gefallen haben. Ich habe hier deshälb auch in meinem kleinen Kuhstall einen erhabenen Futtergang an— gebracht, doch fehlt deshalb dem ganzen Stall noch man— ches, ehe er volllkommen genannt werden kann. Weil, meinen Erfahrungen gemäß, wirklich viel auf einen völlig zweckmäßig eingerichteten Kuhstall ankommt, und ich mir nach und nach einen zweckmäßigen anlegen will, so werde ich meinen hiesigen Stall, so wie er ist und noch werden soll, möglichst genau beschreiben; denn auch das, was noch daran geschehen soll, beruht auf frü— her gemachten Erfahrungen, und um deshalb will ich über— all die Gründe, die mich zu diesen Einrichtungen veran— lassen, angeben. 9. 354. Diese erhabenen Futtergänge habe ich zuerst in der zweiten Ausgabe von Bergens Anleitung zur Viehzucht, dann von meinem hoch- und innigstverehrten Freunde Schweitzer d. j. ausgeführt auf dem Rit— tergute Mosen bei Weida in Sachsen, und späterhin in der Mark kennen lernen. Ihr Vorzug wurde mir immer einleuchtender und darum war ich froh, hier in meinem Kuh— stall einen solchen erhabenen Futtergang anbringen zu können. Der schon von Feldsteinen aufgebauete Stall ist 39 Fuß tief und 26 Fuß breit; der Eingang auf dem Hofe in denselben ist in der Mitte seiner Länge angebracht. Vier Fuß von diesem Eingange ab, ließ ich in der Mitte, durch die Tiefe des Stalles, bis an die dem Eingange gegen— über befindliche Wand, einen 6 Fuß breiten und 2 Fuß hohen Futtergang von Mauerziegeln aufführen, und in denselben, zu beiden Seiten 3 Fuß von einander entfernt, statt der Tröge, hölzerne Eimer einmauern. Auf die bei— den Seitenkanten dieses erhabenen Futterganges ward ein Baum gelegt und an angebrachte Säulen befestigt. Gerade 8...—— III —— p U voae Ven Hf weld hin ein hier bei Wele m ahlegen We er st Hen; denn t auf frü⸗ lich ibn⸗ jen verag— st in dit Hiehzucht, ehtten em Rit⸗ hin in immer nem Kuh⸗ ingen zu Hist 39 m Hofe t. Vier „, durch gegen⸗ 5 2 Fuß und in entfernt, die bel— vard ein Gerade DNV 121 BS dem Eingange gegenüber und nahe an der hintern Wand zur Seite gehen Stufen auf diesen Gang. Auf diesem Gang wird den Kühen das Grün⸗ und Dürrfutter mit Bequemlichkeit vorgelegt. Entweder, es wird dasselbe unmittelbar vom Hofe herein, die vorder— sten oder hintersten Stufen hinan, aus der neben dem Stalle angebrachten Futterkammer gebracht. Auf diese Art kön— nen die Kühe der Magd, die das Futter bringt, nicht dasselbe aus dem Arm auf den Mist reißen, sie braucht sich auch nicht mühsam zwischen den Kühen mit dem Futter durchzudrängen, wie dies der Fall ist, wenn die Kühe mit den Köpfen an der Wand stehen. Der an beiden Kan— ten des Ganges angebrachte Baum, an den zugleich die Kühe fest gebunden sind, schützt dafür, daß die Kühe das Futter nicht vom Gange in den Mist ziehen. Ich ziehe deshalb die einzelnen Tröge den durchlau— fenden Krippen vor, weil erstens, wenn jede Kuh ihren aparten Trog hat, jede, die zweckmäßig etwas anderes Futter erhalten soll, das ihr dargereichte allein behält, was, besonders bei flüssiger Fütterung, nicht möglich ist, wenn die Krippe durchläuft; jede Kuh kann so leicht, in Hinsicht der Qualität und Quantität, verschieden gefüttert werden, ohne daß nöthig ist, ihr noch ein anderes Gefäß hinzusetzen. Dann fällt es sogleich in die Augen, wenn ein Stück schlecht oder gar nicht frißt oder säuft, denn hier zeigt es der volle oder leere Trog. Drittens kommt bei einer durchlaufenden Krippe das Stück am besten weg, welches am schnellsten säuft; das langsamer fressende be— kommt natürlich immer weniger; bei einzelnen Trogen kann jedes Stück mit Bequemlichkeit seinen dargereichten Theil verzehren. Von diesem hohen Futtergange herab kann man trocknen Fußes leicht die ganze Heerde übersehen und mit einigen Blicken Revüe darüber halten; leicht sehen, wenn dem einen Stück etwas fehlt, es kein Futter hat oder krank ist. Man kann schnell beurtheilen, ob auch das Futter so eingetheilt wird, als befohlen war; ob die, wel— che besseres oder mehreres Futter erhalten sollen, es auch wirklich erhalten. Bei einer andern Einrichtung muß man deshalb bei jeder Kuh einzeln herankriechen. Ohnerachtet fast gar kein Futter bei dieser Einrichtung verloren geht, so werfen doch die Kühe in den Sommer— tagen, wenn die Fliegen sehr arg sind, zuweilen Kleestengel in den Mist, indem sie mit dem vollen Maule die Fliegen verjagen; es scheint wirklich, als wenn sie mit dem Futter, welches beim schnellen Umkehren des Kopfes, um sie her— umfliegt, das Ungeziefer verjagen wollten, wenigstens er— reichen sie diesen Zweck gemeiniglich mit gefülltem Maule um so leichter. Um dieses mehr zu vermeiden, sollen über dem auf der Kante des Ganges angebrachten Baume zwischen jeder Kuh mehrere Latten so angebracht werden, daß die Kühe in der Mitte ihres Standes nur mit dem Kopf durch eine gelassene Oeffnung das Futter vom Fut— tergange holen können, und ihnen dadurch das Umkehren des Kopfes erschwert wird. Diese Latten werden an kurze Säulen genagelt, die mehrere Fuß hoch, vom Futtergange ab, durch einen durchgehenden Baum befestigt und vereinigt werden, über dem man noch besser die Kühe übersehen kann. An diesen Atteichten Eumm man n und mit hen, wum hat de auch das die, wob „es auch muß man nrichtung Pommer⸗ leestengel Fliegen Futter, sie het⸗ gstens er⸗ m Maule ollen üͤber Baume werden, mit dem om Fut, Umkehren gelt, de rch einen , ber N däesen Baum werden Täfelchen gehangen, auf die mit Kanze— leischrift der Name einer jeden Kuh, über welcher das Täfelchen hängt, geschrieben wird. Hierdurch wird jeder neuen Magd der Name, womit jede Kuh im Register ein— getragen ist, um so leichter eingeprägt, denn es ist doch vorauszusetzen, daß jede Gedrucktes lesen kann, und des— hälb muß auch Druckschrift nachgeahmt werden. Daß eine jede Kuh ihren Namen bekommt, hat, mei— ner Ansicht gemäß, viel Gutes; erstens ist es vortheilhaft, jedes Mal es anzumerken, wenn eine Kuh gebullt hat, damit in Hinsicht ihrer Pflege zur rechten Zeit die zweck— mäßigsten Maßregeln getroffen werden können. Alle Mägde sind instruirt, sobald sie dieses merken, anzuzeigen; häben nun die Kühe bestimmte Namen, so kann nicht leicht eine Verwechselung stätt finden. Auch um der Veredelung willen muß der Name einer jeden Kuh und Kalbes im Re— gister aufgeführt werden; zu diesem Behuf muß von Zeit zu Zeit die Milch von allen Kühen einzeln gemessen und die Quantität Milch im Register bei jeder Kuh angemerkt, auch wenn eine Kuh aufhöret zu melken, wenn sie kalbet, oder sonst etwas Bemerkenswerthes mit ihr vorgehet, im Register aufgeführt werden. Um dieses alles willen ist es gut, wenn der Name einer jeden Kuh über ihrem Stand im Kuhstalle hängt. Ueber dem Kuhstall und über der Futterkammer wird das für die Kühe bestimmte Dürrfutter aufbewahret. Zu diesem Zweck wird der Boden gut mit tüchtigen Bretern verspündet und die für die Kühe bestimmte Abtheilung mit Bretern gut verschlagen; aus der Futterkammer führt eine Treppe zum Eingänge des Futterbodens, der mit — 124— Thür und Schloß verwahret ist, und durch den im Winter das für jede Mahlzeit bestimmte Futter in die Futterkammer geworfen wird. Nahe am Eingange ist auf dem Boden eine hölzerne Wage angebracht, womit das gebundene Dürrfutter bequem gewogen werden kann. Die innern Wände des Stalles werden mit Kalk be— worfen, um die Dauer der Mauer zu vermehren und die Reinlichkeit zu befördern. Der Eingang aus dem Hof in den Stall hat zwei Bret— thüren, die im Winter beide zugehalten und zwischen ih⸗ nen Strohschütten gestellt werden; im Sommer wird die innere ausgehoben und verwahrt. Durch hoch in den Wänden angebrachte Oeffnungen kann ein reinigender Luftzug willkührlich hervorgebracht werden, auch wird durch diese Oeffnungen, die im Winter mit Fenstern zugemacht sind, das dem Vieh sehr gedeih— liche Licht in den Stall gebracht. Der Fußboden ist mit, auf der hohen Kante stehen— den, Mauerziegeln so gepflastert, daß er auf beiden Sei— ten, vom Futtergang ab, bis 3 Fuß von den Wänden, etwas abhängig ist; hier ist eine Rinne vom Pfaster ge— bildet, welche abhängig nach hinten ist, in welcher die Gauche durch eine kleine Oeffnung in der hintern Wand, in eine, im Garten, an dem Stallgebäude angebrachte Gau— chengrube läuft, um von hier aus zur Düngung ange— wendet zu werden. Zwei Fuß des Fußbodens ist hinter den Kühen, an den Wänden weg, etwas höher gepflastert, um auch trockenen Fußes hinter den Kühen weggehen zu können. N i Vinter Itteckammer t zwei Brt⸗ vischen ih⸗ wird die effnungen rgebracht m Winter hr gedeih⸗ mte siehen⸗ eiden Sei⸗ Wanden, safter ge— belcher die Vand, in ichte Gau⸗ ung ange⸗ ist hintet ö gepfastet, peggehen zu 9 355• Ganz nahe am Eingänge des Kuhstalles ist der Misthof, auf welchen wöchentlich ein bis zwei Mal der Nist von allem Rindvieh, den Schweinen und Pferden gebracht wird. Dieser Misthof ist vermittelst Säu— len, zwischen denen, gegen zwei Fuß entfernt, übereinander drei Stangen angebracht sind, gesperrt. Zwischen mehreren Säulen sind die Stangen zum Ausneh— men eingerichtet, um so leicht Oeffnungen zum Einlassen des Viehes, zur Ein⸗ und Ausbringung des Mistes und dergl. mehr machen zu können. Auf diesen eingesperrten Platz werden die Kühe im— mer gelassen, wenn sie im Stalle gefressen haben und ge— molken sind. Sie laufen darin los herum, wodurch ich mehreres bezwecke. Das Umherläufen in freier Luft ist ihrer Gesundheit zuträglich, und selbst ein warmer Regen ist ihnen gedeihlich. Es scheint, als habe diese Freiheit einen vortheilhaften Einfluß auf ihre Milchergiebigkeit, so wie die stete Ruhe vortheilhaft auf die Mast eines Stück Viehes wirkt. Der aus den Ställen gebrachte Mist wird von ihnen festgetreten, wodurch das Austrocknen desselben verhindert, und seine Qualität verbessert wird. Dann wird die Arbeit in Hinsicht des Ausmistens, doch nicht der eist selbst, vermindert; denn auch in diesem Misthof wird ihnen von Zeit zu Zeit Stroh untergestreuet. Selbst wenn Mangel an Stroh statt finden sollte, ist es gut, wenn die Kühe nicht immer im Stalle, sondern auf dem gesperr— ten Misthofe stehen können; denn in diesem Falle wird Stroh erspart, ohne daß die Kühe im Moraste stehen müssen; der Mist verliert zwar an der Quantität, gewinnt — 126— aber viel an Qualität, ohne daß dies dem Viehe nach— theilig ist. Auf diesem Hofe wird nach Willkühr, entweder immer, oder nur zu gewissen Zeiten, der Bulle unter die Kühe ge— lassen; hier kann leicht bemerkt werden, wenn eine Kuh bullt, und dies also richtig im Buche angemerkt werden. In diesem Hofe kann den Kühen in einem angebrach— ten Troge, nach Willkühr, zu jeder oder nur zur gewissen Zeit frisches Wasser dargeboten werden. Früher war ich dafür, daß den Kühen auch auf dem Hofe, in angebrachten Raufen, Klee vorgesteckt wurde, um ihnen eine Unterhaltung darzubieten. Aber ich bin von dieser Einrichtung abgekommen, weil hierdurch nichts gewonnen, wohl eher verloren wurde. Hauptsächlich wurde Futter verwüstet, ein Mal beim Hintragen desselben an die Raufe und beim Aufstecken; dann schienen die Kühe das Futter um so weniger zu schätzen, da sie es immer vor sich hatten, sie zogen eine Menge davon auf den Mist und warfen um so mehr, beim Verjagen der Fliegen und Mücken, um sich herum. Wird ihnen aber nur, zu be— stimmten Stunden, Futter im Stalle vorgelegt, so gehen sie desto räthlicher damit um und haben auch keine Zeit zum Herumwerfen desselben, denn sie werden von einem Male Füttern zum andern hungrig, ihr Appetit ist deshalb ge— hoben und sie fressen um so begieriger. Die Zeit, welche sie auf dem Hofe zubriugen, verwenden sie auf das Wieder— kauen, oder sie gehen umher. Hauft Hutt tomi ces bert Wen lch Mdtt hirth IM a sc unbe 1200 Vor 4 * tche lach⸗ eder Iumer, de Khe g⸗ in eme Guh kt werdn angebrah⸗ zur gewsse ch auf den ckt wurde, er ich bin uchh nichts luptsächlich en desselben en die Kühe e es immet f den Mit legen und r, zu be— so gehen e Zeit zum nem Male deshalb ge⸗ „welche se as Veeder⸗ — 127— Es trifft sich auch, daß, wenn die ganze Heerde los läuft, einige Stücken Vieh von den andern von der Futterraufe abgedrängt werden, wodurch sie sehr zuruck— kommen können. Denn natürlich, das Futter, wel— ches im Hofe vorgesteckt wird, ist auf die ganze Heerde berechnet, die Abgedrängte bekommt däher um so viel weniger Futter im Ganzen, als eine andere Abdrängende im Hofe frißt. In Wirthschaften, wo die Stallfütterung eingeführt, aber kein versperrter Viehhof eingerichtet ist, wird oft das Vieh aus dem Stalle in den Hof gelassen, wo es nun den Dünger überall herum verträgt, so daß eine Menge hier⸗ von ganz verloren geht. Dann läuft das Vieh auch oft in die Gärten oder auf die Felder, wohl in des andern Eigen— thum, zu schaden, was alles durch einen gesperrten Vieh- und Misthof vermieden wird. b) Ueber die Schafzucht. 9. 365. In Sachsen waren seit mehreren Jahren durch den ho⸗ hen Preis der feinen Wolle und den guten Absatz der Zucht— böcke und Zuchtschafe, die Merino- und hochveredelten Metisschäfereien die einträglichsten Branchen der Land— wirthschaft. Die veredelten Schäfereien erhoben bis zum Jahre 1811 die Einkünfte mehrerer Güter aufs Duplum, ja sogar einige aufs Triplum. So brachte z. B. eine unveredelte Schäferei von 1o00 Stück 1ooo, höchstens 1200 Rthl. reinen Gewinn; bei einer veredelten hingegen war oft das Stück in Kauf- und Pachtanschlägen mit 4 Rthl. folglich 1000 Stück mit 4000 Rthl. angenommen. — 128— Auf einigen Gütern, die mit Energie bewirthschaftet wur— den, reichten auch wirklich, in den Jahren 1804 bis 1810, 4 Rthl. als reiner Gewinn pr. Stück nicht, man brachte es höher. Der hohe Ertrag reitzte auch zur Vergrößerung der Schäfereien, man bauete mehr Futter, man fütterte auch im Sommer, wenn auch nur einen Theil der Schä⸗ ferei, im Stalle. Auch hierdurch wurde der unmittelbare Gewinn der Schäfereien bedeutend erhöht. Aber der un— mittelbare Gewinn war nicht der einzige, der mittelbare, durch den vermehrten und verbesserten Dünger, war nicht zu verachten, der Feldbau stieg mit den Schäfereien zu— gleich, statt daß man sonst mit dem éten bis 8ten Korn Ertrag, im Durchschnitt, zufrieden war, erntet man nun das 12te bis 4te Korn. Im Weizen habe ich, nach der Aussaat berechnet, im Durchschnitt das 22ste Korn erhalten, was ich meistens der Schäferei zu verdanken hatte. Fest bin ich überzeugt, daß die Veredlung der Schä⸗ fereien, in Verbindung mit dem vermehrten und verbesser⸗ ten Kleebau, die wesentlichste Ursache des Wohlstandes war, in welchem sich Sachsen bis zur Invasion der Franzosen befand. Denn hierdurch wurden die Fabriken und der Handel zugleich mit gehoben, und so der Wohlstand durch die Veredlung der Schäfereien auf mancherlei Art be— gründet. Wenn der Handel ganz frei ist, so werden die Schä— fereien gewiß auch Sachsen von seinem überstandenen Un— glück kräftig aufrichten helfen. U. g. lomm hug, dein lf sin 6 hufttt wur⸗ 498 10, nan brachte rgritu nan füttott [ der Schi⸗ unmittelbare her det m⸗ mittelbatt, „war nicht afertien zu— Iten Korn t man nun ich, nach 2ꝛste Korn verdanken der Schi⸗ d verbesser⸗ andes wat, Franzosen nund der zand durch NVt be⸗ die S c ndenen M⸗ — 120— §9. 358. Gleich nach dem siebenjährigen Kriege führte die ein— sichtsvolle, thätige Regierung Sachsens 200 Böcke, und 1778 abermals 100 Böcke und 200 Mutterschäfe aus Spanien ein. Die mitgebrachten spanischen Schäfer wur— den, in Hinsicht der Behandlung der edlen Race, als Lehrmeister der inländischen angestellt, weil man glaubte, die spanischen Schafe verlängten schlechterdings eine ganz andere Behandlung als die Landschafe und deshalb sehr sicher gehen wollte. Diese späische Heerde wurde mit großer Sorgfalt in Stolpen, ohnweit Dresden, gepflegt, und bald durch Anzucht bedeutend vermehrt. Es war dem Churfürsten darum zu thun, daß die Veredlung der Schafe durch sein ganzes Land möglichst verbreitet würde; deshalb wurden an meh— rere Gutsbesitzer spanische Böcke und an einige auch spani⸗ sche Mutterschafe abgelassen. Es fanden sich mehrere vorurtheilsfreie Gutsbesitzer, die thätig darauf hinarbeiteten, ihre Schäfereien der möglichsten Vollkommenheit nahe zu bringen. Am schnell— sten brachten es folgende Herren zu einiger Vollkommen— heit: der Herr Graf Bünau auf Dählen bei Oschatz, der Herr Baron von Fletscher auf Klipphausen bei Meißen, der Herr Graf von Einsiedel auf Ehrenberg bei Waldheim u. a. m. Späterhin scheint dem höchsten Punkte der Voll— kommenheit der Herr Graf von Schönburg auf Rochs-— burg, vermittelst einer sorgfältigen Veredlung seiner Heer— de in sich selbst, durch die eingeführte kraftvolle Sommer— stallfütterung und eine ängstlich sorgsame Pflege, am näch— sten gekommen zu seyn. Die so gebildete rochsburger Schmalz, Erf. II. 2 ö 35 1 — 130— Race zeichnet sich jetzt nicht allein in Hinsicht der Fein— heit, Weichheit, Länge, Dichtheit und des seidenartigen Glanzes der Wolle, welche völlig frei von Stichelhaaren ist, sondern auch in Hinsicht der Große der Thiere und des hohen Wollertrags, vortheilhaft, vielleicht gegen alle Schäfereien der bekannten Welt aus. 9. 359. Freilich gab es Anfangs auch, wie überall, mehrere Landwirthe in Sachsen, welche die Veredlung der Schä⸗ fereien verwarfen; diese lachten entweder diejenigen, wel— che Kosten und Mühe auf diese Veredlung wandten, aus, oder sie bedauerten sie herzlich.„Denn,“ sagten sie,„kön⸗ nen wir den spanischen Schafen den spanischen Himmel geben? Nicht das Klima, nur die Schafe lassen sich auf unsern nördlichen Boden verpflanzen, und nie werden wir daher in Sachsen, überhaupt nie in Deutschland, spanische Wolle ziehen.“ Andre meinten:„ländlich, sittlich; alle Gegenden und alle Länder können nicht Alles produciren Vielmehr macht das eine dies Product, ein andres jenes zu seinem Hauptgegenstand; daher lasset den Spaniern ihre feine Wolle ziehn, wir wollen Butter, Weitzen, Korn, Flachs, Aepfel, Birnen, Pflaumen und dergleichen in un— serm Sachsen gewinnen.“ Noch andre fragten:„Wenn wir alle feine Wolle erzielen, wer soll sie am Ende kaufen? sollen alle Bauern feines Tuch tragen? wird nicht am Ende die grobe Wolle seltener, daher wohl gar im Preise die feine übersteigen, da sie jetzt schon nicht viel mehr gilt? (sie gält wirklich im Anfange wenig mehr als die grobe; über die Ursache weiterhin.) Werden wir nicht zuletzt du den Sdtmarign Stichlhanrn Hiett und r t gegen al all, nohter g det Echis jenigen, wel andten, aus n sie, oh en Himmi ssen sich a e werden wi md, spanisch „sittlich; all S productel⸗ andres senis en Spanien eitzen, Konn eichen in in⸗ ten:„Wenn Ende kaufeh zird nicht an gar im Iris hiel meht gitl ls die grobe; nicht zulebt — 151— unsere feine Wolle behalten müssen? werden dann nicht alle auf die Veredlung gewendete Kosten verloren gehen?“ Wieder andere waren überzeugt, daß, weil die veredelten Schafe viel zärter als die Landschafe wären, aus einem viel mildern Klima kämen und feinere Wolle trügen, sie auch besser gepflegt und besser gefüttert werden müßten, als unsere einheimischen Schafe, und da würde wohl der reine Gewinn der edlen Schäferei unbedeutend höher, viel— leicht gleich, vielleicht gar unter dem reinen Gewinn einer Schäferei mit grober Wolle stehen, und so solle mans doch lieber beim Alten lassen. §. 360. Diese Herren, die so von der guten Sache dachten, dachten nicht daran, daß auch der Weitzen, überhaupt al— les Getreide, alles Obst und fast alle landwirthschaftlichen Früchte und Gewächse aus wärmern Ländern nach Deutsch— land gekommen sind; manche wußten dies vielleicht nicht, und glaubten, alles, was sie baueten, seyz vom An— fange der Schöpfung der Welt in Deutschland gebauet worden. Hätten unsere Vorfahren alle gedacht, daß für je— des Land, für jedes Klima, unser Schöpfer nur immer ein oder einige Produkte ausschließlich bestimmt hätte, so würde es wahrlich mit uns ungemein schlecht aussehen; wir wür den uns jetzt, wie die alten Deutschen, bloß von Wildpret, von einigen einheimischen Wurzeln und von dergleichen Dingen nähren, und die nahrhaften und schmack⸗ haften mannigfaltigen Produkte, welche wir jetzt aus dem Getreide und andern Früchten, welche unsere Vor— — —2 — — 132— fahren einführten, bereiten, entbehren müssen. Wir wür— den Verzicht auf den lieblichen Genuß eines schönen Apfels, einer saftigen Birne, Pflaume, einer delikaten Pfirsche, Aprikose, Weintraube und dergl. mehr, thun müssen. Wir würden uns heut noch in Thierhäute einhüllen, oder häre— ne Hemden tragen müssen, denn auch der Flachs, die Seide und Baumwolle sind ausländische Produkte. Oder hätten wir das Getreide und alle Früchte, die wir jetzt selbst ziehen, aus, mehrere hundert Meilen weit, entle— genen Ländern herholen und gegen deutsche Eichenbäume, Auerochsen und dergl. vertauschen sollen? Hierdurch würde freilich ein bedeutender Handel und Verkehr unter den Völ⸗ kern statt gefunden haben, nicht allein der Handel zur See hätte ungleich mehrere Menschen wie jetzt beschäftigt, sondern auch der Handel im Lande würde eine große Thä⸗ tigkeit veranlasset haben, denn wahrscheinlich würden große Wagenfabriken zum Transport der Waaren etablirt wor— den seyn. Man bedenke nur, wie viel schon dazu gehörte, wenn alles Getreide, was wir jetzt brauchen, aus dessen Vaterlände hätte hergeschafft werden sollen! Oder hätte vielleicht nur der Reiche und Wohlhabende ausschließlich Getreide, wie noch jetzt die Kakas- und Kaffeebohnen, ge— nießen, und der Arme von inländischen Wurzeln und der— gleichen leben sollen? Dann wehe der Kultur! Fort mit diesen Gedänken; herzlichen Dank unsern thätigen Vorfahren, daß sie zur Erhöhung unsers Lebens⸗ genusses so viel beitrugen, und so Vieles aus entfernten Ländern bei uns akklimatisirten. Wir wollen würdige Nach— kommen unserer würdigen Vorfahren seyn, und das, was wir mit Vortheil selbst erzielen können, nicht mehr von Eih dahe Hen fimn dest 6 dtzie Hat shbe „Vrwik⸗ henen Wflk nten Yftsch, müssen. Di „ oder här⸗ Flachs, N ukte. Odn die wir jtz weit, entl⸗ ichenbäumt, urch wüde er den Dol⸗ Handel zut beschäftigt, hroße Thä⸗ irden große ablitt wot⸗ azu gehott, aus desen Oder hattt Uoschlleßlic ohnen, ge— und der⸗ ank unsem sers Lebens⸗ Sentfernten Irdige Nach⸗ das, was naht von — 133— weiter Ferne holen; es gewöhnt sich vielleicht noch so man— ches an unser Klima, so gut, wie sich Getreide und an— dere Früchte, und nun auch die spanischen Schafe, daran gewöhnt haben, und nun so manchen Genuß und Vor⸗ theil gewähren. Fest bin ich überzeugt, daß es die Pflicht einer jeden Nation ist, Versuche mit dem Anbaue der Dinge, deren Genuß sie kennen gelernt hat, und deren Anbau nur einiger— maßen möglich zu seyn scheint, anzustellen, und findet sie den Anbau wirklich vortheilhaft, auch dabei zu bleiben; deshälb wird doch der Verkehr mit dem Auslande nie auf⸗ hören; jede Nation wird den Genuß mehrerer Dinge, die sie noch nicht selbst erbauet und gar nicht erbauen kann, schon kennen und noch kennen lernen; sie wird daher immer Bedürfnisse haben, die sie sich nicht ohne Verkehr mit dem Auslande verschaffen kann. Es wird auch nach und nach immer mehr und mehr ein schöneres Gleichgewicht unter den verschiedenen Völkern in Hinsicht der Produkte, welche sie liefern, eintreten. So fanden z. B. die Engländer, daß sie mehr mit der Mastung gewinnen, als sie mit der Erzielung der feinen Wolle gewinnen würden, und daß sie daher die letztere ungleich wohlfeiler von andern Natio— nen gegen ihre Fabrikate und Kolonialwaären eintauschen können. Je weniger ein Volk Produkte des Auslandes braucht, desto unabhängiger ist es von andern. Kann es das, was es vom Auslande braucht, durch ein oder mehrere selbst erzielte Produkte eintauschen, und braucht es dafür nicht baares Geld fortzuschicken, so muß sich der Wohlstand des selben schon heben; aber ungleich mehr wird dieser sich heben, wenn es sogar, neben dem Tausch, noch baares Geld vom Auslande gewinnt. So tauschte Sachsen nicht allein gegen seine Wolle englische Fabrikate und Kolonialwaa— ren ein, sondern zog auch noch dafür baares Geld ins Land. Es ist wohl in den neuern Zeiten kein Land so reich an baarem Gelde gewesen als Sachsen, seitdem es feine Wolle ausführte, noch vor kurzer Zeit war, und vielleicht jetzt noch ist. So groß auch die Masse der selbstgeprägten Münze war, so war doch noch eine größere der im Aus— lande geprägten Münzen in Sachsen vorhanden, wovon ein großer Theil für feine Wolle geloset wurde. 5. 661. Einige Jahre nach Einführung der spanischen Schafe in Sachsen, galt wirklich die feine Wolle nicht viel mehr als die gröbere Landwolle. Nur wenige Fabriken hatten früher feine ausländische Wolle zu feinen Tüchern verar— beitet, wobei sie wohl auch ihre Rechnung nicht gleich fänden, indem sie die Appretur dieser Tücher nicht ge— nug verstanden, und die Engländer und Niederländer besseres Tuch wohlfeiler lieferten, als sie dies konnten. Es ent— stand daher sehr bald ein Ueberfluß der feinen Wolle, dies konnte aber weder den Eifer der Regierung noch der hell— sehenden Gutsbesitzer zum Erkalten bringen. Die Fabri— ken wurden aufgemuntert, unterstützt und auf alle Weise für den Absatz des aus sächsischer feiner Wolle bereite— ten Tuchs gesorgt, und so wurde immer mehr und mehr feine Wolle im Lande verarbeitet und den noch weniger veredelten Schäfereien ein guter Absatz und ein höherer Preis als der der Landwolle gesichert. Dies reitzte auch aude U hus d duch s. lande selhe Erns 1 2 W Ihi humts Gd nicht allen Lolonaldgn, edd ins dum, so riich n em es fenz nd vielleigt bstgeprögtn er im Mus, en, wopon en Schafe viel mehr ten hattin hern veras⸗ nicht gleich er nicht g⸗ Ider besserts Es elt⸗ Bolle, dies der hell⸗ Die Fabt⸗ alle Vest le bekett— und noht och wenger tin hoherer tatzte auch — 135— andere Gutsbesitzer und Pächter zur Veredlung ihrer Schafe. Endlich zog dies die Aufmerksamkeit der Engländer auf sich; sie konnten berechnen, daß sie feine Wolle wohlfeiler aus Sachsen, als aus Spanien zogen, darum schickten sie Kommissionärs und ließen fast alle sächsische feine Wolle aufkaufen. Hierauf stiegen die Preise derselben bedeutend. Hierdurch wurden immer mehr und mehr Schäferei— besitzer zur Veredlung ihrer Race aufgemuntert, sie sahen, daß es nun lohnte, und daß man nun selbst bedeutende Aufopferungen deshalb machen könne. Die Quantität der feinen Wolle vermehrte sich gewaltig, der Handel mit derselben ins Ausland wurde immer splenditer und beloh⸗ nender, die Engländer brauchten niemanden mehr deshalb nach Sachsen zu senden, es fanden sich im Inlande Kauf⸗ leute, die das Geschäft des Einkaufens, des Sortirens und des Transports besorgten; so entstanden ansehnliche Wollhandlungen, die ungemein bedeutende Geschäfte mach⸗ ten und vielen Menschen Unterhalt verschafften. Die Fabrikanten schämten sich, das die Engländer aus sächsischer Wolle Tuch verfertigten und dieses wieder an die Sachsen gut verkauften; sie strebten nun darnach, auch so schönes Tuch wie diese zu liefern, und vielen gelang dies. Das Fabrikwesen hob sich immer mehr, die Eng— länder zahlten immer mehr für die Wolle, die Preise der⸗ selben stiegen entsetzlich hoch. So verkaufte der Herr Graf Ernst von Schönburg-Rochsburg die seinige, den Stein zu 22 Pfund für 38 Rthl. sächsisch S403 Rthl. preußisch. Die mehresten Schäfereibesitzer erhielten für den sächsischen Stein 30 bis 36 Rchl. sächsisch. Diese Wolle war bei — 136— weitem nicht so ängstlich wie in Spanien rein gewaschen, sondern nur die Thiere vor der Schur geschwemmt.— Es ging in Sachsen mit der feinen Wolle, wie es dort mit dem Obste ging. Früher fürchteten auch viele, man würde bei den vielen Obstbaumanpflanzungen am Ende das Obst als Viehfutter gebrauchen müssen, um es los zu werden, und jetzt werden große Summen dafür vom Auslände gewonnen, und der Preis desselben ist be— deutend gestiegen, wodurch immer mehr zum Anbau gereitzt wurde. Jedes erzeugte Produkt muß erst in Hinsicht der Quan— tität bis auf einen gewissen Punkt steigen, bevor es Han— delsartikel fürs Ausland werden kann; ist es einmal bis dahin gekommen, dann lohnt die Erzeugung desselben desto reichlicher. 9. 362. Die sächsischen Schafzüchter wurden um so leichter zur Veredlung ihrer Schäfereien geneigt, da sie sahen, daß die Merinos und Metis keine bessere Abwartung, kein besseres Futter und keine wärmeren Ställe verlangten. Sie sahen, daß, wie bei den Landschafen, die Quantität der gewonnenen Wolle fast im gleichen Verhältniß mit dem gereichten Futter und mit der angewandten Pflege steht. Natürlich fanden sie, daß ein höherer Aufwand sich bei feinwolligen Schäfen besser belohne, als bei den Land— schafen, sie wandten demnach auch wirklich mehr darauf; wer es hatte, scheuete nicht die Kosten der Veredlung, er suchte sene Schäfe gut zu füttern und ihnen bessere Weide zu verschaffen; er richtete viel großere Aufmerk— so Hie6 gekaschg, mmt.= ole, wez auch vih, mzungen an ssen, un z Immen daftt elben ist he dbau gereiz t der Qunn⸗ or es Han⸗ enmal bis elben desto so leichtt sie sahen, tung, ken erlangten. Quantität mit dem lege steht. d sich be den land⸗ hr darauf; Veredlung/ en bessete Mfmaerk⸗ samkeit auf diese Branche, wie früher, die Schafe wur— den besser gepflegt, und man suchte sich immer mehrere Kenntnisse in Hinsicht ihrer Wartung und Veredlung zu verschaffen, und so wurde die Stufe erklommen, auf der jetzt die sächsische Schäfzucht steht; und wirklich findet man, nach Aussage mehrerer Fabrikanten, jetzt in Sachsen, als Resultat der darauf verwäͤndten großen Aufmerksamkeit und der Veredlung in sich selbst, schönere Wolle als in Spänien. §9. 363. Nach meinen Erfahrungen eignet sich jede, auch noch so grobwollige Race zur Veredlung; so fand ich noch nie Schafe mit gröberer Wolle, als in Polen, in der Gegend von Posen; die dortige Landrace trug nicht mehr Wolle, es waren starke Haare, gröber und rauher, als ich sie nur auf Hunden sah. Dagegen fand ich auf den Gü— tern des Herrn von Treskow, in Owinks bei Posen, diesel— be Race auf einen hohen Punkt veredelt, und sie lieferte nun eine Wolle, die mancher ächten Merinowolle nichts hinaus gab, und da auch die in Owinks gefundene Me— rinoschäferei eine der herrlichsten Wolle lieferte, die ich nur, außer in Rochsburg, sah, so geht daraus hervor, daß auch das Klima und der Boden um Posen nicht aus— schließlich eine Schafrace mit grober Wolle verlangt. Hier in Litthauen ist die Landwolle, welche ich kenne, viel feiner als die, welche ich bei Posen sah, und doch liegt Litthauen nördlicher als dieses; es scheint sich daher bei den Schafen nich' zu bestätigen, daß die Thiere, wel— che sich von Vegetabilien nähren, in einem kältern, nörd— lichern Klima ein stärkeres und gröberes Haar haben, als in einem heißen südlichern, wie ein beliebter Schriftsteller meint. Daß auch die litthauische Race sich sehr zur Verd— lung eignet, davon bin ich überzeugt worden, als ich die Metis auf den gräfl. Lehndorfschen Gütern in Steinort u. s. w. an Mauersee gelegen, sah. Hier fand ich Thiere von vierter Generation, welche eine schöne, feine und weiche Wolle trugen; und unter der dortigen Merinoheer— de gibt es mehrere Individuen, welche die schönste Wolle tragen, die ich je sah. Diese Lehndorfschen Merino stam— men von der bekannten Merinoheerde des Herrn Herzogs von Holstein⸗Beck ab, und sind aus Lindenau nach Stein— ort verpflanzt. §. 364. Hätte ich Gelegenheit, eine nicht unbedeutende Heerde nicht zu alter Mutterschafe, mit den dazu gehörigen Bök⸗ ken, von der ächten Merinorace, für einen nicht zu hohen Preis kaufen zu können, und besäß ich das hierzu nöthige Kapital, so würde ich mich nicht lange besinnen, was zu thun sey; ich würde, könnte ich so viele Merino dafür be— kommen, alle meine Mutterschafe, besonders wenn es noch reines Landvieh wäre, an den Fleischer für jeden mög— lichen Preis verkaufen, und dafür Merinoschafe einkaufen; ich würde so am schnellsten zum Ziele gelangen, und durch weitere Veredlung der Heerde in sich selbst die möglich höchste Vollkommenheit bald erreichen. Ist der Absatz der feinen Wolle nur einigermaßen möglich— und wo wäre das nicht?— so würde sich das aufgewendete Kapital sehr Wben, als Hristseeher zur Ne⸗ als ich e Steitt ich Mien feine und erinoheet— iste Volle rino sam⸗ Herzogs ch Stein⸗ de Heerde igen Be⸗ t zu hohen ju nöthige „was zu dafür be⸗ wenn es den mög⸗ inkaufen; und durch e möhlch Vsaz de wo vate zpitl schr gut verinteressiren; denn kann die feine Wolle abgesetzt werden, so ist ihr Preis auch höher als der der groben. Wer so vor mehreren Jahren in Sachsen verfuhr, erhielt nicht nur das aufgewandte Kapital sehr gut verinteressirt, sondern auch das Kapital selbst im ten höchstens im Zten Jahre zurück. 3. B. wer 300 Stück Mutterschafe mit grober Wolle an den Fleischer, das Stück für 3 Rthl.— der vor ei— nigen Jahren in Sachsen gewöhnliche Preis— verkaufte, lösete folglich dafür 900 Rthl. Kaufte er nun dafür 300 Stück Mutterschafe von der Merinorace, und mußte er dafür pr. Stück 7 Rthl., folglich für alle 210 Rthl. zah— len, und nahm er hierzu 4 Merinoböcke à 50 Rthl., so brauchte er zusammen noch 1400 Rthl. Veredlungs— kapital. Im zweiten Jahre schor er von diesen 300 Stück ohngefähr 33 sächsische Stein Wolle. Für die Landwolle hätte er pr. Stein etwa 9 Rthl. höchstens bekommen, für die Merinowolle konnte er 36 Rthl., folglich 27 Rthl. mehr pr. Stein erhalten, dies beträgt für 33 Stein 891 Rthl.— Hierzu mehr für die feine Sammwolle 36„ Folglich nahm er von der feinen Heerde 927 Rthl.— mehr ein, als er eingenommen haben würde, wenn er seine grobwolligen Landschafe behielt; hiervon 70 Rthl. Interesse für die 1400 Rthl. aufgewändtes Kapital abge⸗ zogen, bleibt 856 Rthl. als schon zurückgekommenes Kapital. Im Zten Jahre konnte er schon 50 Stein feine Wolle scheren, da die Jährlinge schon dazu beitrugen; diese — 140— werden mit 1350 Rthl. theurer bezahlt als die Landwolle, es ist folglich nicht nur das ganze Kapital schon im Zten Jahre zurück, sondern auch die Revenüen der Schäferei bedeutend erhöhet. Weiterhin nimmt die Einnahme noch zu, weil nun schon Merinobocke verkauft werden können. Auf diese Art konnte jeder Schafzüchter ein Kapital zu 50 pent. Zinsen anlegen. Glaubte er wirklich die Me— rinos besser füttern zu müssen, als früher bei ihm die Land— schafe gefüttert wurden, so bezahlte vielleicht schon der mehrere Dünger das mehrere Futter. 9. 365. Aber wo ist immer die Gelegenheit, junge Merinoschafe kaufen zu können? Immer sind die, welche feil geboten sind, solche, die entweder schon alt, oder sonst fehlerhaft sind. Junge gute Schafe sind äußerst selten, nur in klei⸗ ner Zahl und für einen sehr hohen Preis zu kaufen. Die reinen Merinoschäfereien sind noch sehr selten, die mei— sten und mitunter ganz vollkommene Schäfereien bestehen aus Metis; es darf daher niemand streng darauf bestehen, nur reine Merino kaufen zu wollen, wenn er auf ein Mal eine nicht unbedeutende Zahl auffinden will. Mehrern Landwirthen fehlt es auch an dem nöthigen Kapital, welches dazu gehört, um mit einem Male eine ziemlich bedeutende Heerde Merino oder hochveredelte Me— tis zu kaufen; es gehört schon ein Kapitälchen dazu, um nur möglichst gute Böcke anzukaufen. Aber auch hiermit blos, wenn auch viel später, ist das höchste Ziel zu errei⸗ chen, nur muß um so viel mehr zweckmäßige Sorgfalt auf auf hal udwole, Ran; + U M Iten I„ Well run ein Kapthl lich die M⸗ m die Land⸗ schon der krinoschafe l1 gedoten fehlethaf nur in kle⸗ ufen. D „die mi⸗ en bestehen uf besteheh, f ein Mal nöthigen Male eilt redelte N dazu, M uch hermit hel zu lrrei⸗ Eugfal — 141— auf die Auswahl der zur Zucht bestimmten Thiere, sowohl auf die immer zu erneuernden Böcke, als die zur Zucht be— haltnen Schafe gewendet werden. 9. 366. Den Erfährungen und Beobachtungen gemäß, die ich sowohl in meiner als auch in den Schäfereien anderer zu machen und anzustellen Gelegenheit hatte, ist es wohl möglich, auch durch bloße Veredlung die höchste Stufe der Vollkommenheit, welche mit reinen Merinoschafen er— reicht werden kann, zu erreichen, und die so gebildete voll— kommene Race konstänt zu erhalten; nur gehört hierzu Zeit und sorgsame, zweckmäßige Auswahl. In der vierten Generation finden sich oft einzelne Individuen, welche den höchsten Stand erreicht zu haben scheinen, aber ich will niemand rathen, hiervon Böcke zur Zuzucht zu wählen; denn wirklich habe ich beobachtet, daß die Nachkommen solcher Böcke wieder etwas zurückgeschla— gen und der Großmutter ähnlicher geworden sind. Auch in fünfter und sechster Generation gebe ich noch einen Rückschlag zu und kann deshalb nicht anrathen, Böcke von dieser Generation zur Zuzucht zu nehmen. Unter der Heerde, welche ich in Ponitz übernahm, fand ich einzeln sehr schöne Thiere von sechster und sieben⸗ ter Generation; da aber bei dieser Heerde nie mit Sach— kenntniß und Sorgsamkeit zur Zuzucht gewählt worden war, und schon seit einigen Jahren neben den gekauften Böcken, wovon einige wahrscheinlich auch nur Metis wa— ren, auch Böcke seigner Zuzucht zur Begattung gelassen waren, so war die ganze Heerde gar sehr gemischt. Ich suchte gleich mir die vollkommensten Böcke, welche zu ha— ben waren, zu verschaffen; und wo konnte ich diese anders und näher finden, als in Rochsburg? Ich wählte nun zur Begattungszeit eine kleine Heerde der schönsten von allen Mutterschafen aus und gab dieser, welche einige Zeit frü— her als die übrigen Schafe zur Begattung gelassen wur— den, die vollkommensten von den erhaltenen rochsburger Bocken zu. Die von dieser auserwählten Heerde erhaltenen Läm— mer waren vorzüglich schön, und wohl kein Kenner würde sie unter einer Heerde reiner Merinoheerden herausgefun— den haben. Das Jahr darauf verfuhr ich wieder so, und hatte dasselbe Resultat. Trotz dem, daß die Lämmer der auserwählten Schafe so schön waren, so fiel es mir doch nicht ein, Böcke hier— von zur eignen Zuzucht zu nehmen, denn ich hatte mir fest vorgenommen, so länge keine selbsterzogenen Böcke zur eigenen Zuzucht zu nehmen, als ich noch Böcke kau— fen konnte, die vollkommener als die meinigen waren, und die rochsburger mußte ich allerdings für vollkomme— ner als die meinigen erkennen. Aber schon einige Jah— re zuvor, ehe ich Ponitz übernahm, waren Böcke zur Zuzucht verkauft worden, und diesen Verkauf setzte ich na— türlich fort und wählte hierzu die vollkommensten, und so kamen die Söhne der auserwählten Mütter alle dazu. Späterhin hatte ich lauter rochsburger auserwählte Böcke, ich brauchte demnach keine Mutterschafe mehr aus— zusuchen; aber gezeichnet hatte ich mir alle die Töchter, die von den auserwählten Müttern gefallen waren; die hier— von erhaltenen Lämmer zeichneten sich sämmtlich in Hin— scht übriß volkk durc Sch sein thel wur nem men sicht H tiffn u Ohat rech in u thel die! Im Ind; 9n de Ic su 0 erlo — Voll Voll grn! Id k dche sth— diese udurz ihie nn in en von aln nige Zut fü Relassen pu⸗ rochsbutgt altenen Lg⸗ enner würde rausf⸗ der so, ud lten Schafe Döcke hier atte mit ffs Vöcke zur Böcke ku⸗ Waren, und vollkomme⸗ enige Ih⸗ Bocke ur schte ich na⸗ sten, und so e dazu. auserwäͤhlt fe meht aus⸗ Tochtet, de : de hil⸗ blch u H⸗ sicht der Feinheit und Schönheit der Wolle von meinen übrigen Lämmern aus. Unter den jungen Böcken gab es vollkommen schöne Thiere, besonders der eine zeichnete sich durch seine Figur, durch die vorzüglichste Feinheit und Schönheit und besonders durch die außerordentliche Länge seiner Wolle, auch durch die Dichtheit seines Vlieses, vor⸗ theilhaft gegen die andern aus, und dieser, Paco hieß er, wurde mit zur eignen Zuzucht genommen, da er von kei⸗ nem rochsburger übertroffen wurde. Von alle den Läm— mern, die von ihm fielen, war nicht ein einziges, woran nicht das Veredeln sichtbar gewesen wäre, alle versprachen in Hinsicht der Feinheit ihrer Wolle, ihre Mütter zu über⸗ treffen, mehrere darunter schienen dem Vater gleich kom— men zu wollen, und diese gemachte Erfahrung hat den Glauben, daß auch Metis die höchste Vollkommenheit er— reichen können, und diese Vollkommenheit konstänt bleibt, in mir hervorgebrächt. Leider übergab ich nun die Heerde theils meinem Nachfolger in Pacht als Inventarium und die Lämmer kaufsweise, theils mehrern guten Freunden, um sie mir bis zur Abholung nach Kussen zu unterhalten und zu pflegen, ich konnte daher keine weitern Beobachtun⸗ gen damit anstellen. Paco erhielt einen sehr braven guten Pfleger, aber er ging mir, wie so ziemlich alle meine in Sach— sen gelassenen Schafe, bei dem allgemeinen Schafsterben verloren, und ich muß hier wieder von vorn anfangen. Ich kenne in Sachsen Metisheerden, von welchen die Wolle seit mehreren Jahren um denselben Preis, wie die Wolle von Merinoheerden verkauft wurde; man kaufte gern Böcke aus diesen Metisheerden, bezahlte sie theuer und kein Rückschlag wurde bemerkt. — 144— §. 36/7. Habe ich eine Schäferei in der Nähe, welche im Gan⸗ zen der hochsten Vollkommenheit nahe ist, und darf ich in dieser einigermaßen unter den Böcken wählen, so werde ich von dieser immer lieber die Böcke nehmen, als deshalb mich allein auf eine kleine Anzahl Merinoschafe verlassen, die ich zum Anziehen der Böcke eigends angeschafft habe. Es wird ungemein selten vorkommen, daß mir der Besitzer einer Merinoheerde, von mir ausgewählte Mutterschafe käuflich üͤberläßt; und darf ich nicht auswählen, und erhalte ich nur wenige Stücke, so bin ich schlimm daran, leicht kann es treffen, daß alle nicht einen vorzüglich schönen Bock liefern; unter den wenigen kann ich nicht wählen und dar— um werde ich nie, oder äußerst spät, mit meiner Heerde der Vollkommenheit näher rücken. Kann ich aber, sogleich nach dem Besitzer, in einer Merino- oder höch stveredelten Metisheerde mir unter den Böcken von Zeit zu Zeit einige aussuchen, dann werde ich gewisser etwas gutes erhälten und eher etwas vollkommenes erzielen. Doch finde ichs sehr zweckmäßig, eine, wenn auch nur kleine Heerde Mutterschafe von der Merino- oder der höchstveredelten Metisrace, neben einer größern, die veredelt werden soll, zu besitzen. Setzt man hierauf im— mer möglichst vollkommene Böcke, so kann man allerdings bald zu einem Heerdchen vollkommener Thiere gelangen und wirklich früher sich, wenn auch nur einige, vollkom— mene Böcke anziehen. Aber ich bestehe durchaus nicht darauf, daß dieses Heerdchen Mutterschafe, welches ich mir gleich zuerst mit W. hin se tista⸗ dlun Gene für siebe Zuste daß! dars 0 Hatin Zgbe Föche lch, sien def mehr stlbs hunn: o sst lcheinGg. darf ich n „ so wtde als deshab vetlassen, habe. 6 Besitzer ent hafe kauflich erhalte ic leicht kurn vonen Dock n und der⸗ Heerde der „ in einet heerde mi chen, dann eher etwas wenn auch Oder der Ohern, die ierauf m⸗ allerdings e gelangel „ volkkon daß dieses huastnit den Böcken anschaffe, von völlig reiner Merinorace ist, ich bin sehr zufrieden, wenn es eine höch stveredelte Me— tisrace ist; man verstehe mich aber ja recht, eine höchste Ver⸗ edlung verlange ich. Von vierter, fünfter und sechster Generation nehme ich auch die ausgesuchtesten Stücken nicht für höch ste Veredlung an; auch noch nichts von der siebenten Generation, wenn ich nicht weiß, oder aus dem Zustand der ganzen Heerde mit Gewißheit schließen kann, daß mit Sachkenntniß zur Zuzucht ausgewählte und beson— ders höchst vollkommene Böcke immer genommen wurden. Ich sahe Wolle von Böcken, die in Spanien geboren waren und die ich, dieser Wolle halber, nicht mit einer Zugabe von Geld hätte mögen mit meiner sächsischen Me— tisschäferei begatten lassen.— Daß unter den Thieren eine Bastardrace, die künst⸗ lich, zu einem bestimmten Zwecke, gebildet wurde, kon— stent bleiben kann und bleibt, hiervon werden wir durch die schönen englischen Pferderacen überzeugt, welche aus mehreren verschiedenen Racen gebildet und endlich in sich selbst veredelt wurden. Was mit den Pferden möglich ist, kann nicht allein mit den Schafen möglich seyn, sondern es ist nach den Erfahrungen mehrerer wirklich möglich. §. 368. Aus solchen Schäfereien suchte ich mir Böcke zur Zucht aus, die ich in Hinsicht der Feinheit und Schönheit der Wolle als die vollkommensten erkannte, von mehrern Ken— nern, besonders von den Wollfabrikanten und Wollhänd— lern, dafür ebenfalls erkannt wurden, deren einzelne Indivi— duen möglichst gleich waren und wo man aus dem Ganzen Schmalz, Erf. II. K — 146— erkennen konnte, daß bei der Auswahl mit Sachkenntniß und Sorgsamkeit verfahren, überhaupt ein Veredeln in sich selbst sichtbar ist. Es hat mich nie bekümmert, ob die Race reine Merino oder höchstveredelte Metis war. Bei der Auswahl sahe ich immer darauf, daß die Hinterfüße bis fast an die Schuhe und der Kopf bis an die Stirn mit Wolle— nicht mit Haaren— besetzt wa— ren, und daß die hier befindliche Wolle möglichst fein und der Unterschied zwischen ihr und der Rückenwolle nicht zu sehr bedeutend war. Es versteht sich von selbst, daß besonders auf dem Rücken die Wolle den höchsten Grad der Feinheit erlangt haben muß, und daß sie auch nicht rauch, spitzig, nicht bodensatzig, auch nicht gedreht, sondern nur kraus seyn darf. Stichelhaare dürfen sich in der Wolle durchaus nicht finden. Diese Stichelhäare, auch noch so kurz und selten, sind schädlich und erblich. Die Wolle muß dicht stehen, indem ich das oft erblich gefunden habe; doch geht bei mir die Feinheit und Schönheit der Wolle sehr über das Dichtstehen derselben, indem ich aus Erfahrung weiß, daß sich bei der Nachkommenschaft leichter das Vließ dich— ter herstellen, als die Wolle verfeinern läßt. Immer habe ich den Bock gewählt, welcher unter den übrigen und neben den andern guten Eigenschaften die längste Wolle hätte; denn das Thier mit dichtstehender langer Wolle muß natürlich die meiste Wolle geben, und ich darf ja nicht ganz allein auf die Qualität der Wolle sehen, mir ist es auch mit um die Quantität zu thun. Zwar hat auf Letzteres hauptsächlich die Fütterung und Pflege, doch auch die Natur und die Mutter, Einfluß; fühlt sich Sactemin Redelg in sch sert, oh e war. uf, di R Kopf bis a besetzt uy ichst fin un nwolle nich rs auf dem heit erlangt hitzig, nich kraus seyr e durchaué so kurz u e muß dich ez doch geht le sehr ibt Hrung weß Vleß dih⸗ Immet en übtigen die läggst nder lange und ich duf Wolle scher, hun. Zuat und Mege/ fihlt sich —44,— die Wolle weich und seidenartig an, ist sie sehr elastisch und glänzend, so ist mir der Bock, der sie trägt, um so lieber. Besitzt der Bock neben den schon angeführten Eigen— schaften, eine bedeutende Große; ist er besonders lang; hat er einen starken Hals mit herunterhängender, dicht be— wollter Wamme, ein länges gebogenes Gesicht mit gewolb— ter, auf beiden Seiten sanft abgerundeter Stirn, tiefe, rothe Augendrüsenhöhlen, so halte ich ihn noch für edler; ich weiß, daß alle diese Dinge mehr oder weniger erblich sind, und da ich in aller Hinsicht eine hohe Veredlung be— zwecke, so muß mir natürlich vorzüglich daran liegen, Zuchtböcke zu erhalten, die alle zweckmaßigen und schönen Eigenschaften in möglichster Vollkommenheit besitzen. Daß die Merinorace sich auch durch ihre Trägheit gegen unsere deutschen Schafe auszeichne, habe ich noch nicht bemerkt, im Gegentheil sind immer meine Thiere von dieser Race besonders lustig und munter gewesen. Oft sind der größte Theil der Hammel und alle Jährlinge tanzend zur Tränke geführt worden; immerwährend stoßen sich die Böcke aus Muthwillen und zuweilen auch aus Eifersucht. Selbst die Mutterschafe machen, wenn sie nicht hoch trächtig sind, oft ihren Bockssprung mit. Und darum war es mir auch lieb, wenn der gewählte Bock besonders munter und muthig zu seyn schien und lebhafte Augen hatte. Ratürlich ist mir auch immer daran gelegen, gesunde Thiere zur Zuzucht zu wählen. Die gewöhnlichen Prü— fungsmittel in dieser Hinsicht sind zu bekannt, als daß ich sie hier anführen sollte; besonders sahe ich darauf, daß die H— — 148.— Haut unter der Wolle eine schöne rothe Farbe besaß, und die Wolle nicht bleich, sondern schön weiß aussah. Bei einer besondern Auswähl der Mütter zur Zuzucht sehe ich auch auf alles das, worauf ich bei Auswahl der Böcke sah; die Form des Schafes ist immer etwas von der des Bockes verschieden, hauptsächlich zeichnet sich er— steres an Kopfe gegen letztern in etwas aus; er ist kleiner und selten ist das Gesicht so sehr, wie beim Bock, gebogen. Je mehr dies charakteristische Zeichen der Merinorace, nämlich das gebogene Gesicht, ein Schaf neben den übri⸗ gen erwünschten Eigenschaften besitzt, um so werther ist mir es. §. 369. Es scheint eine besondere Eigenheit der Merinoheerde zu seyn, daß viele Individuen darunter rothbraune Spitzen an den Ohren, oder braune Augenwimpern haben. Selten finden sich braune oder schwarze Flecken an den übrigen Theilen des Körpers, nur zuweilen an Füßen. Die roth— braune Spitze an den Ohren scheint erblich zu seyn; ich bemerkte sie früher nicht an meiner Ponitzer Schäferei; aber die Böcke, welche ich von Rochsburg erhielt, hatten fast alle kleine rothbraune Spitzen an den Ohren, und deren Kinder besaßen alle dies Abzeichen. Ich habe dies auch in mehrern Merino- oder Metisschäfereien bemerkt, aber alle mochten wohl von einer Familie, nämlich alle Nachkommen der nach Sachsen aus Spanien gekommenen Heerde seyn. Da sich diese braunen Flecken nicht auf andere, bewollte Theile des Körpers erstrecken, so halte ich sie für keinen Fehler. ö Lach, uud sh. zur Zuuch luswahl etwas vun hnet sich a⸗ er ist llang k, geboger Merinotat, en den ur⸗ werther st tinoheerde ne Spitze u. Selten en übtigen Die toth⸗ sn i0 fereiʒ abet atten fast ind deren dies auch aber all chkommah erde sihl. 6 bewoltte fir linen — 149— §9. 370. Schwarz⸗ oder braunwollige Schafe hat man in der Regel nicht gern unter den Heerden, ohngeachtet sie, be— sonders die braunwolligen, einen großen Werth haben, wenn die Zahl nicht zu groß ist. Ihre Wolle gibt ein schön melirtes Tuch, welches die Farbe unter allen Umständen hält; daher wundere ich mich, warum einige Fabrikanten diese braune und schwarze Farbe unter der feinen Wolle ganz verwerfen, und oft ein großes Aufhebens machen, wenn sich einige wenige farbige Vließe mit unter einer be— deutenden Quantität Wolle befinden. Die wenigen farbi— gen Vließe, welche sich unter meiner Heerde zuweilen fan⸗ den, sind zu Beinkleidern, welche der Strumpfwirker ver⸗ fertigte, benutzt worden.— Diese schwarze und braune Farbe der Wolle ist oft, doch nicht alle Mal, erblich, denn oft brachte ein braunes Schaf mehrere Jahre hinter einander weiße Lämmer, doch zuweilen auch ein braunes. Oft war auch nicht ein einzi⸗ ges Thier unter der Heerde, was braune oder schwarze Wolle trug, und ganz unerwartet fand sich ein buntes oder ganz braunes Lamm ein, was mich oft gewundert hat. Die Schäfer wissen es gemeiniglich sehr leicht zu erklären, sie sagen, die Mutter des bunten Lammes hat sich an ei⸗ nem schwarzen Hund versehen. Dies ist mir aber nicht einleuchtend, vielmehr glaube ich, daß bei solchen Fällen das Lamm nach der Groß— vielleicht gar nach der Urgroß ⸗ Mutter zurückschlage. 3. B. es brachte ein schwarzes Schaf ein weißes Lamm, die schwarze Mutter wurde viel⸗ leicht fortgeschafft, aber ihr Lamm blieb unter der Heerde; im nächsten Jahr darauf fand sich vielleicht kein einziges schwarzes Lamm; aber späterhin brachte vielleicht das Kind jener schwarzen Mutter ein schwarzes oder geflecktes Lamm, welches der Großmutter ähnelte. Ich glaube dadurch von dieser Meinung überzeugt worden zu seyn, daß ich späterhin, nachdem ich nicht al— lein alle vorgefundenen farbigen Schafe, sondern auch die Mütter, welche bunte kämmer warfen, abgeschafft hatte, kein einziges buntes Lamm wieder erhielt. Wer demnach kein farbiges Schaf unter seiner Heerde haben will, muß nicht allein alle bunte, sondern auch die Mütter abschaffen, welche ein Mal ein buntes Lamm warfen. 9. 371. In der Regel werden in allen sächsischen Schäfereien Bock und Schaf mit 14 bis 14 Jahr zur Begattung ge— lassen, und demohnerachtet ist im Allgemeinen die sächsische Schafrace von ziemlich großem Körperbau. In einigen kleinen Schäfereien, die sehr stark gefüttert werden und entweder die Böcke immer unter den Müttern gehen, oder doch auch die Jährlingsmütter zum Bock dürfen, werden oft junge, 4 Jahr alte Thiere begattet, welche dann nicht allein ein schönes Lamm brachten, sondern auch selbst eine ziemliche Größe erlangten. Selbst in Rochsburg, wo jetzt ein vorzüglich großer Schlag Schafe existirt, wurden die Böcke und Schafe mit 14 und 14 Jahr zur Begattung gelassen, und demohner— achtet wird der Schlag von Jahr zu Jahr großer. Jeder, welcher einen theuern Bock kauft, wͤhlt sich einen jährigen deshalb aus, um ihm desto länger be— nutze fl Mat nigs bei digt lan las meht Eche st/ o drrar W uun M tige star thel dalf H icht ds rd lecktes Lamm, ng übirpent ich nicht a dern auch di schaft hat, seiner Herde en auch de mtes vamm Schäfereien zattung ge⸗ die süchsisch In einigen werden und jehen, oder en, werden dann nicht selbst eine lich großtt Schafe mi demohnee⸗ det. wihlt sh laget be⸗ — 151 beb;ety nutzen zu können; nähme er einen ältern, so würde er um so früher einen andern an dessen Stelle anschaffen müssen. Das Schaf ist um vieles kleiner als das Rind, seine Rannbarkeit scheint demnach auch früher einzutreten, we⸗ nigstens habe ich nie einen Nachtheil davon bemerkt, wenn bei ersterm der Begattungstrieb schon im 124 Jahre befrie— digt wurde. Darum ist es rathsam, die Schafe nicht ein Jahr länger, ohne ein Lamm von ihnen zu ziehen, gehen zu lassen; denn wird auch in etwas das Lamm durch die mehrere Wolle, welche man gewöhnlich von einem gusten Schafe erhält, ersetzt, so verliert man doch. Besonders muß dem, welcher im Veredeln begriffen ist, oder eine kleine Heerde Merinos vermehren will, viel daran liegen, daß die junge Zuzucht so schnell als möglich ihm wieder Lämmer bringt, und diesem kann ich aus Erfah⸗ rung sagen, daß er, wenn er seine Heerde, besonders die Mutterschafe und Lämmer, gut füttert, getrost die jäh⸗ rigen Mütter zum Bock lassen kann. Es werden nur die stärksten sich wirklich begatten und ihm gewiß ohne Nach⸗ theil eben so schöne Lämmer liefern, als die ältern. Nur darf er es nicht an kraftvollem, milchgebendem Futter feh⸗ len lassen. §. 372: So wie die früh im Winter gebornen Kälber zur Zu⸗ zucht besser, als die spät gebornen sind, und immer bes⸗ ser gedeihen, so sind auch die frühen Lämmer den späten vorzuziehen. Mehrere Schafzüchter haben bemerkt, daß frühe Lämmer dichtere Vließe bekommen, und so, bei gleichem Futter, wenn sie ausgewachsen haben, mehrere Wolle liefern, als die spät im Frühjahre gefallenen Läm— mer. Auch ich habe diese Bemerkung gemacht, aber den Grund hiervon habe ich noch nicht auffinden können. Sturm meint in seinem Werkchen:„über die S ch af⸗ wolle,‚“ der Häuptgrund läge darin, daß man früh ge⸗ borne Lämmer noch im Frühjahre, wenigstens im Monat Juni scheeren kann, und daß das öftere Abschneiden der Wolle ihren Wuchs vorzüglich befördere und es also daher käme, daß solche Lämmer sich viel besser anstellten. Und hierin gebe ich diesem mit Scharfsinn beobachtenden Schafzüchter vollkommen Recht, doch gläube ich auch, daß die Kälte den dichtern Wollwuchs des jungen Lammes beför— dert und so die Natur dafür sorgt, daß das noch zarte Thier einen verstärkten Schutz gegen die Kälte erhält; ist so ein Mal das Fell zum dichtern Wollwuchs geneigt ge— macht worden, so bleibt dies vielleicht für die ganze Le— benszeit. Aber auch in Hinsicht der Größe des Körpers zeich— nen sich oft die früh gebornen Lämmer, wenn sie völlig aus⸗ gebildet sind, vortheilhaft gegen die später gebornen aus; es scheint, als wenn sie besonders in der ersten Periode des Lebens stärker, wie die spät gebornen wüchsen. Viel— leicht gedeiht die Milch, von Winterfutter erzeugt, ihnen besser als die von Gras erzeugte. Nach letzterer bekommen sie zuweilen den Durchfall, welcher sie wohl im Wachs— thume aufhalten kann. Vielleicht gedeiht ihnen auch das unmittelbar genossene Winterfutter besser, als wenn sie zu jung auf die Weide gelassen werden. . — Ih ela halt der Füt Roe pett un Hek. Wil. bed f em die lich ra me, unde ban des Pon im Einr 4 b, nahtire fallenin Em, ht, aber den nden fonng. die Schaf man früh g. Sim Monn schneiden d es also dahet tellten. Und eobachtenden ch auch, diß nmes befot⸗ noch zarte erhält; ist geneigt ge⸗ ie ganze d rbers zeich⸗ vollig aus⸗ ornen aus; en Mriode en. Vil⸗ gt, ihnen bekommen m Wachs⸗ auch das wenn sse zu Der Herr Graf von Schönburg hat seit mehreren Jahren immer schon im August die Böcke unter seine Schafe gelassen, und folglich um Weihnachten schon Lämmer er— halten. Dies scheint, neben der sorgfältigen Auswahl der zur Zucht bestimmten Thiere und neben der sehr guten Fütterung und Pflege mit die Ursache zu seyn, daß die Rochsburger Race immer in Hinsicht der Große des Kor— pers, eben so wie in Hinsicht der Schönheit der Wolle, zunimmt. Es ist mir auch wahrscheinlich, daß die frühen Läm— mer in der Regel deshalb vorzüglicher als die spätern sind, weil sie die Frucht des zuerst eingetretenen Begattungstrie— bes sind; spätere hingegen die Frucht des zweiten, nach— dem schon einer übergangen war.— 9. 373. In den ersten Tagen des Octobers habe ich immer die Böcke unter die Schafe gelassen, und habe so vorzüg— lich schöne Lämmer gezogen, da ich den Müttern sehr gutes kraftvolles Futter und auch den Lämmern schönes Grum— met, Heut und Körner reichen konnte. Doch die Erfahrungen, die ich bei einzelnen Thieren und die Bemerkungen, die ich in Rochsburg machte, ha— ben den Vorsatz veranlasset, sobald ich in Hinsicht des Futters wieder auf den Punkt bin, auf dem ich in Ponitz war, die Böcke alle Jahre etwas früher und endlich im August zu den Mutterschafen zu lassen. Reichliches und gutes Futter gehört freilich zu dieser Einrichtung, denn nicht allein müssen die Mütter den gan— zen Winter hindurch sehr gut gefüttert werden, was, kom— men die Lämmer spät, in der Regel bei den meisten Schä— fereien zu Anfange des Winters nicht geschieht. Dann müssen auch sehr lange die Lämmer zweckmäßiges und hin— reichendes Futter erhalten; es ist deshalb wirklich so gut, als wäre bei der gewöhnlichen späten Lammzeit eine stärkere Heerde eingewintert worden. Wollte man daher die Lämmer sehr früh haben, ohne daß man die Futter— masse vermehren und verbessern kann, so dürfte man keine so starke Heerde einwintern. Aber es fragt sich, ob der Vortheil, den das frühe Lammen gewährt, das ersetzt, was die größere Heerde mehr gebracht haben würde. 9. 374. Es wird immer behäuptet, daß ein Bock vorzüglich stark und kräftig seyn muß, wenn er 40 bis 50 Schafe bedecken kann. Hiermit bin ich aber nicht zufrieden gewe— sen. Ich wollte schlechterdings meine Schafe nur mit Rochsburger Böcken belegen lassen; vier Stück hatte ich, aber mehrere, das Stück für 50 Rthl. sächsisch, zu kaufen, war mir doch zu arg; ich wagte es daher und gab diesen vier Böcken beinahe dreihundert Schafe zum Belegen zu. Die Böcke waren alle vier von außerordentlicher Größe, stark, kraftvoll und muthig. Einige Wochen vorher, ehe sie unter die Schafe kamen, erhielteu sie neben ihrer gu— ten Weide, noch Hafer, und diesen alle Tage während der ganzen Sprungzeit fort; sie wurden von diesem Hafer gesättigt, brauchten keine Zeit aufs Zusammensuchen des Futters zu verwenden, und konnten daher ihre Schuldig⸗ keit um so eher thun und blieben dabei doch bei Kräften. Als die Lammzeit anging, sah ich die Beweise, daß lsten Schä⸗ cht. Dun ges und hn⸗ llich U u, mmzeit ege man dahe die Zutt te man kens sich, oh da das ersthh vürde. borzüͤglic 50 Schaft eden gewe⸗ e nur mit k hatte ih, „ zu kaufth gab diesn Belegen zu. her Große/ ther, ehe ihter gu- e während jesem Haftt nsuchen de Echulbg⸗ Kraften. Kwese, v —.— 1355— wirklich meine vier Böcke alles mögliche geleistet hatten. Im Anfange kamen mehrere Male binnen 24 Stunden ei— nige 20, ja ein Mal beinahe 30 Stück Lämmer an. Bin— nen 14 Tagen hatte ich fast 200 Stück Lämmer, die übri⸗ gen kamen nachdem einzeln, und ich hatte vorher nie we— niger güste Schafe gehabt als in jenem Jahr. Die weni— gen güsten waren meistentheils sehr alte Thiere, welche ich um ihrer vorzüͤglich guten Eigenschäften, und weil ich im— mer die ganze Schäferei vermehren wollte, noch behalten hatte, um doch vielleicht noch ein Lamm von ihnen zu ziehen. Ich habe demnach erfahren, daß ein Bock, der kraft— voll ist, und durch kraftvolles Futter kraft— voll erhalten wird, circa 75 Stück Schafe binnen einigen Wochen decken kann. 9. 3/. Ich habe die Bemerkung gemacht, daß immer die Böcke früh, von Sonnenaufgang an, am fleißigsten wa— ren, ich glaube demnach nicht, daß es gut ist, wenn die Böcke nur am Täge unter die Schafe gelassen, aber des Abends wieder herausgenommen werden. Wenigstens würde es, sollen sie nicht die Nacht darunter bleiben, rath— sam seyn, sie sehr frühe darunter zu thun. Eben so würde es, den eben mitgetheilten Bemerkungen gemäß, eben so unräthlich seyn, die Böcke nur des Nachts unter den Schafen zu lassen und sie gleich früh am Tage wieder wegzunehmen. Das letzte geschieht, wenn die Böcke und Schafe nach den Gradationen ihrer Vollkommenheit, in verschie— — 156— denen Stallabtheilungen zusammen gelassen werden sollen; um so die ausgezeichnetsten Böcke mit den ausgezeichnet— sten Schafen in Verbindung und so den Stamm immer höher zur Vollkommenheit zu bringen. Ich sorgte in Ponitz immer für Böcke, die alle möglichst vollkommen waren, und bei denen fast kein Unterschied in Hin⸗ sicht ihres Werthes statt fand. Um dieses möglich machen zu können, hielt ich lieber wenig Böcke, und fütterte diese, besonders während der Sprungzeit, sehr gut. Hatte ich ja ein Mal einen ganz ausgezeichnet schönen Bock, so wählte ich mit Sorgfält etwa 30 Stück der schön⸗ sten und vollkommensten Mutterschafe für ihn aus, und ließ diese mit ihm, etwä vierzehn Tage vor der Zeit, die für die übrige Heerde zur Sprungzeit bestimmt war, allein hüten, und dann kam er mit seinen Frauen unter die übri⸗ gen Schafe und Zuchtböcke. So hatte ich kaum nöthig, diese auserwählten Müt⸗ ter zu zeichnen, die, welche vor der eigentlichen Lammzeit Lämmer gebaren, gehörten zu ihnen. Bei der Geburt der Lämmer dieser auserlesenen Thiere konnte schon eine vermehrte Sorgfalt auch auf ihre Pflege gerichtet werden, da man noch nicht durch viele Lämmer beschäftigt war. Späterhin behielten sie immer ein gewisses Uebergewicht über die Uebrigen, denn sie wa— ren älter und gemeiniglich größer. 8. 376. Weil mir immer daran lag, meine Heerde zu ver— größern, so lag mir auch daran, daß so wenig als mög⸗ lich Schafe güste blieben, und deshalb ließ ich die Böcke derden siln; uusgegechnet. tamm Iumer ale mog schiedin hi Hlich nahn ttette disz net schonn der schen⸗ aus, ind Zeit, de ar, allemn r die übri hlten M⸗ u Lammzet nen Thier auf ihte urch viele sie immet in sie wa⸗ de zu ber⸗ als nch⸗ dle Bocke Laiccg 157 F länger als vier, oft acht Wochen unter den Schafen. Ich habe keinen Nachtheil hiervon bemerkt. Die spät ge⸗ bornen Lämmer wurden nebst ihren Müttern vorzugsweise etwas durch kraftvolleres Futter und verdoppelte Pflege unter⸗ stützt, und diese Spätlinge auch im nächsten Winter dar⸗ auf besonders gestallt und besser als die übrigen gepflegt, und so kamen sie binnen dem ersten Jahre ihren Geschwi— stern in Hinsicht ihrer Größe und Kräfte nach; und ich war um einige Stücken junges Vieh reicher, als ich gewe⸗ sen seyn würde, wenn ich die Böcke nicht so lange bei den Müttern gelassen hätte. 9. 377. In der Lammzeit wurde hauptsächlich es sehr in Acht genommen, daß man Mutter und Lamm zusammen kannte, um beide bald nach der Geburt in eins der hierzu vorgerichteten Ställchen(Kaue nennen es die sächsischen Schäfer) zu bringen. Hat hierauf des Nachts niemand Acht, und es lammen auf ein Mal mehrere Schafe, die keine besondere Liebe zu ihren Lämmern haben, welches oft bei Erstlingen statt findet, so laufen die Mütter von ihren Kindern weg, und man ist dann ungewiß, welche zusam⸗ men gehören, was oft großen Nachtheil hervorbringt, da gewöhnlich nur mit vieler Mühe einer Mutter ein Lamm, was sie nicht gebar, angewöhnt werden kann; mehren⸗ theils bleibt solch ein Lamm sehr zurück. Ein thätiger sorgsamer Schäfer legt sich während der Lammzeit alle Nächte mitten unter seine tragenden Schafe auf den Mist hin, und selten entgeht ihm da die Ge— burt eines einzigen Lammes. Auf den Schäfer, den ich zuletzt mehrere Jahre in Ponitz hatte, konnte ich mich in dieser Hinsicht völlig verlassen, doch oft habe ich ihm ge— holfen. 9. 378. Daß ein Schaf zwei Lämmer bringt, trifft sich nur äußerst selten; und daß hierauf nicht die bessere Nahrung der Böcke und Mütter Einfluß hat, davon bin ich ziemlich gewiß überzeugt, denn da müßten in der Rochsburger Schäferei die meisten Zwillinge geboren werden, was nicht der Fall ist. Und auch in meiner Schäferei in Ponitz hätte es öfterer vorkommen mussen, so aber kam es wirk— lich, trotz der guten Nahrung, kaum alle Jahr ein Mal vor, daß ein Schaf zwei Lämmer gebar. Hier in Kussen, wo ich meinen Schafen noch keine reichliche Nahrung geben kann, und auch die Heerde klei— ner als meine in Ponitz war, ist, haben schon mehrere Schafe zwei Lämmer auf ein Mal gebracht. 9. 379. Mutter und Lamm wurden bei mir jedes Mal in eine Kaue gethan, in welcher die Mutter das beste Heu, so viel sie fressen wollte, bekam. Sah man, daß die Mutter das Lamm nicht freiwillig saugen lassen wollte, oder daß das Lamm sich dumm anstellte, so wurde es täglich einige Mal an das Euter gebracht, und damit fortgefahren, so lange bis das Lamm allein das Euter sucht und sich satt trinkt, und bis die Mutter das Lamm ruhig saugen läßt. In der Regel findet beides bald statt, denn das Alte drückt bald die Milch und das Junge treibt der Hunger an. dann in de Hort mit geth den Mut acht fuder lult sugen luen * bi h die Y Mh ich mich in esch n ⸗ trift seh nu re Mahrm ich Fenlch Rochsburg n, was nich ei in Nut im es wik⸗ hr ein Ml noch kein Heerde kll on mehran Mal das best n. Sah lig saugen n anstellt, gebrach damm alleh die Muttet findit 605 ch und — 159— Wenn das Schaf das Lamm ruhig allein saugen läßt, dann kennen sich beide und finden sich unter der Heerde in der Regel bald wieder. Um aber doch ganz sicher zu gehen, wird noch ein Hordenverschlag gemacht, in dem etwa 20 bis 30 Mütter mit ihren Lämmern stehen können. Darein werden die gethan, welche aus den Kauen genommen werden, um den neugebornen Platz zu machen. Aber zuvor wird jede Mutter mit ihrem Lamme beide equal mit Rothstein ge— zeichnet, um, im Fall sie sich noch nicht recht zusammen finden können, oder die Mutter noch nicht viel Anhäng⸗ lichkeit zeigt, beide zusammen zu bringen, und das Lamm saugen lassen zu können. Späterhin machen sie auch hier neuen Ankömmlingen Platz. Werden die Mütter immer gut genährt, so entsteht bei ihnen ein Andrang der Milch und sie suchen schon, um die Milch los zu werden, das Lamm auf, wenn auch die Anhänglichkeit anfänglich nicht zu groß seyn sollte. 9. 380. Wenn es die Witterung erlaubte, ließ ich die Mütter, sowohl die noch tragenden, als auch die, welche schon der Kaue entnommen wären, auf die Weide gehen, aber die, welche nur geboren hatten, blieben mit sämmt— lichen Lämmern im Stalle. Letztere bekamen ein wenig gu— tes Grummet vorgesteckt, woran sie nach und nach fres— sen lernten. Kamen die Heerden nach Hause, so hatten beide, Mutter nnd Lamm, gleich großes Bedürfniß, einander aufzusuchen. Hier kommt aber der Schäfer immer noch — 160— denen, welche sich nicht finden, zu Hülfe, wozu ihm im— mer noch die gemachten Zeichen mit Rothstift dienen. 5. 361. Hatte ich nicht reichlich Rauchfutter, oder doch kein recht gutes Grummet, so gab ich meinen Lämmern wäh— rend der Zeit, daß die Mütter auf der Weide waren, weich gequellte Erbsen. Anfänglich wurden ihnen nur sehr wenige vorgelegt, weil sie noch keine andere Nahrung als Muttermilch kannten, daher nicht sogleich an die Erbsen gingen. Aber bald versuchten die größern diese Speise, es schmeckte und mehrere folgten nach, bald lernten alle die Erbsen gern fressen. Sie gediehen ihnen sehr gut, sie wur— den dabei groß und kraftvoll. §. 382. Noch später, wenn die Witterung den jungen Thie— ren günstiger und es ziemlich warm wurde, wurden die Lämmer durch einen verständigen Hirten auf dem für sie angesäeten weißen Klee allein geweidet, und des Abends kamen sie wieder mit ihren Müttern zusammen. Der weiße Klee schien ihnen sehr wohl zu bekommen, wiewohl sie anfänglich nicht recht an diese Speise wollten. Sie wurden späterhin fett darnach und blieben gesund und kräftig. 9. 383. Daß Mütter und Lämmer den Tag über von einan— der getrennt leben, bringt großen Vortheil für beide; das Schaf wird nicht vom Lamme beunruhigt, es kann sich tubih so au imme treib getle zuwe Futte gewi lUbbn: schr« unmt ö dlt sz bestn hur; rei gewif ale! datunt Welche 6 wurde than! sen Hoder immer dyu ihn in, dienen. der doch ii mmern nih, Zeide warn, nen nur schr Nahtunz al die Esin e Spese ten alle de l, sie uun— ingen The⸗ wurden de dem füt se hes Abends jen. De wiewohl lten. Sie esund und von ehal⸗ belde/ das Inm sch — 1161— ruhig satt fressen, es gedeihet so selbst besser und gibt so auch viele und kraftvolle Milch. Das Lamm würde, wäre es stets bei der Mutter, immer die letztere beunruhigen, und oft nur zum Zeitver— treib saugen. Wird es von der Mutter den Tag über aber getrennt, so wird es hungrig und wird dadurch und auch zuweilen aus Langweile genosthigt, das ihm vorgesetzte Futter oder die ihm angebotene Weide zu genießen; dadurch gewinnt es mehr, als wenn es bloß von der Muttermilch leben müßte, und saugt doch die Mutter vielleicht nicht zu sehr ab. Es gewöhnt sich allmälig an das Fressen und kann daher um so besser der Milch entwöhnt werden. 9. 384. Wenn die mehrsten Lämmer ohngefähr fünf Wochen alt sind, lasse ich die männlichen, welche nicht zur Zuzucht bestimmt sind, kastriren, den weiblichen und den jungen zur Zuzucht bestimmten Böcken die Schwänze, zwei bis drei Zoll vom Leibe ab, abschneiden. Es scheint bei diesen Operationen nicht viel auf ein gewisses Alter der Lämmer anzukommen; sie wurden bei allen Lämmern in einem Tage vollzogen, wo oft mehrere darunter waren, welche acht Wochen, aber auch mehrere, welche kaum vierzehn Tage alt waren. Von den jüngsten wurden vielleicht nur diejenigen Hammellämmer zurück ge— than und die Operation des Kastrirens verschoben, bei de— nen sich die Testikel noch nicht vollkommen herunter in den Hodensack gesenkt hatten. Aber dies traf selten, da immer erst dann das Werk mit allen unternommen wurde, wenn zu vermuthen war, daß bei allen die Testikel herun— Schmalz, Erf. II, — 162— ter waren; es brauchen demnach nur die einzelnen Spätlinge zurückgethan zu werden. Diese wurden aber gut gezeichnet, damit sie der Operation nicht entgehen konnten. Alle, sowohl die ältern als auch die jüngern, über— standen diese Operation jedes Mal glücklich, und nie ist mir ein Lamm an den Folgen derselben crepirt. 9. 385. Vorher, ehe zur Kastration geschritten wurde, suchte ich junge Zuchtböcke unter denen aus, die von vorzüglichen Lämmern gefallen waren, und ließ ihnen die Schwänze verstutzen. Bei dieser Auswahl berücksichtigte ich Folgendes: Bekanntlich haben alle Merino- oder Metis-Lämmer zwischen der Wolle mehr oder weniger Haare, welche län— ger als die Wolle selbst sind, die sich aber nach und nach ver⸗ lieren. Oft fand ich, daß gerade ein Lamm, was die mehrsten Haäre in früher Jugend hatte, im höhern Alter die feinste Wolle trug; ja ich habe sogar an einigen ge— funden, daß ihr Vließ um so dichter wurde, je dichter frü— her diese Haare standen; nur verloren sich die Haare um so früher, je besser hinterher das Vließ wurde. Wohl verlängte ich nicht, daß gerade ein zum Bock gewähltes Lamm viele solcher Haare hatte, aber ich ver— warf es auch deshalb nicht; aber ich prüfte sorgfältig die darunter stehende Wolle, je schöner diese war, desto lieber wählte ich das Lamm zum künftigen Zuchtbock aus. Vorzüglich sah ich sehr darauf, daß an den Hinterbeinen bis auf die Schuhe sich Wolle unter den Haaren sand; je schöner diese war, desio mehr versprach ich mir von dem hielen ddes l shel; en u Ral als n char reir tigen bong Jus t men war der 6 lid i linem wende 1 u en Cpitlnge n guitn . ngern, ihtr und ni st urde, sucte vorzüͤglchen ie Schwanze gendes: is⸗Lämmet welche lün⸗ ind nach ver⸗ n, was di höhern Mttt Reinigen ge⸗ dichter frü⸗ e Haare um zum Vock ber ich ver⸗ te sorgfält war/, deso üchtbock aus. Hunterbemen gren fand; se nit von den Thier, denn um so mehr hielt dann späterhin die Feinheit der Wolle von den schlechtern Theilen des Körvers aus und näherte sich um so mehr dem Theile, welcher die feinste Wolle trug. Die meisten Lämmer haben aber nur an den Hinter— beinen Haäre und seltener schon Wolle darunter, und diese wählte ich nicht zur Zuzucht aus. Späterhin habe ich mich nie geirrt, ich habe immer Böcke mit vorzüglich schöner Wolle gezogen. Dann sahe ich auch darauf, wenn der junge Bock viele Falten im Felle, besonders am Halse hatte; ich suchte dies nicht bloß aus Eitelkeit, sondern ich wußte aus Er— fahrung, daß Thiere, welche als Lämmer viele solche Fal⸗ ten im Zelle hatten, die meiste Wolle schoren und oft vor— züglich groß wurden. Ein junger Bock(Paco), dessen Fell als Lamm viel solche Falten hatte, gab, als er einige Wo— chen über zwei Jahre alt war, 4 Pfund 4 Loth ziemlich rein gewäschene Wolle, während die andern, weniger fal— tigen, keines 4 Pfund brachte. Paco war am Schurtage vom Maule bis zum Schwanze 3 Fuß 9 Zoll lang und 2 Fuß 2 Zoll hoch, er wuchs späterhin noch bedeutend. Noch kam die Figur des Bocklammes in Betracht, je mehr diese ein edles Ansehen hatte, desto willkommener war es mir. Im Hall ich späterhin sahe, daß bei einem Bocklamm der Erfolg meinen Erwartungen nicht zu entsprechen schien, ließ ich es noch kastriren; aber je später diese Operation bei einem Thiere geschah, desto mehr mußte Sorgfält aufge— wendet werden; die Wunde wurde mit ungesalzener But— ter zuweilen bestrichen, damit nicht zu früh eine harte L2 — 164— Kruste darauf entstand und die Heilung desto schneller er— folgte. 9. 386. An einem jungen Bock, welcher viel versprach, machte ich einen Versuch, ihm seine Hörner nach Willkühr zu bie— gen. Zu diesem Zweck wurden die Hörner tüchtig mit Oel bestrichen, der Bock sehr fest und stet gehalten, und an die Stelle des Hornes, welches gebogen werden sollte, ein glühendes Eisen ganz nahe gebracht, während ein dritter das Horn zu biegen suchte. Der Zweck wurde auch wirk— lich erreicht, und beide Hörner ziemlich nach Wunsche ge— bogen. Diese Operation ist freilich sehr mühsam, sie ver— langt vielen guten Willen und Aufmerksamkeit, damit dem Thiere kein Schäde durch das heiße Eisen geschieht. Es gewährte aber mir und allen denen, die dabei halfen, vieles Vergnügen, daß wir unsern Zweck erreichten und nun wis— sen, daß ein Biegen der Hörner am lebenden Thiere möglich ist. Ich sage aber noch ein Mal, daß es an ei— nem jungen Bock versucht wurde, wo die Hörner noch an und für sich eine gewisse Weichheit besitzen; an einem ältern Bock möchte der Zweck wohl nicht erreicht werden. 9. 38½. Obwohl ich Böcke mit vortrefflicher Wolle gehabt und gesehen häbe, die keine Hörner hatten, so waren doch im— mer bei einer großen Heerde hochveredelter Thiere mehr gehörnte als ungehörnte Böcke, und unter den gehörnten mehr ganz ausgezeichnet schöne und vollkommene Thiere zu finden, wie unter einer gleichen Anzahl ungehörnter W der? Aug ben lin e 8 n merk alles chen Ihr sit, scheler dt. rach, maätt kühr zu he chtig nit d en, und ay n sollte, en eln olitter auch witk⸗ Wunsche ge m, sie ber⸗ damit dem eht. Es Afen, vieles nd nun wi⸗ nden Thlekt es an di⸗ ner noch an nem altern en. gehabtund ren doch in⸗ Wiere maht gehornteh mene Thick Unhchͤrntet — 165— Daher habe ich es immer denen sehr verdacht, welche bei der Auswahl der Böcke nur immer auf die ungehörnten ihr Augenmerk richteten und immer nur ungehörnte Böcke ha⸗ ben wollten. Wer glaubt, daß die Hörner im Stalle dem Bock und seinen Nachbaren schaden, der kann sie ja leicht mit einer Säge abnehmen lassen; doch habe ich mich hier⸗ zu nur schwer entschließen können, nur wenn die Hörner zu sehr ungeschickt gewachsen waren; denn ich habe nie einen großen Nachtheil der Hörner bemerkt und sie immer für eine große Zierde eines übrigens vollkommenen Bok⸗ kes angesehen. Da ich in Ponitz nicht genöthigt war, Rocken⸗oder Weitzenstroh zu füttern, so brauchte und durfte auch kein Thier mit dem Kopfe durch die Sprossen der Futterraufe durchkommen; deshalb waren die Hörner dem Bocke auch in dieser Hinsicht nicht hinderlich; den gewöhnlich allein⸗ stehenden Böcken gab ich immer ein geräumigeres Behält— niß im Stalle, damit sie mit ihren Hörnern bequem an der Futterraufe stehen konnten.— §. 388. um des Betrugs und des Diebstahls willen habe ich kein einziges Stück meiner Schafheerde gezeichnet, da ich es in dieser Hinsicht für unnütz halte. ö Ausgezeichnete, oder mir in irgend einer Hinsicht merkwürdige Thiere, besonders die Böcke, habe ich ohne alles Zeichen stets aus der Heerde mit Leichtigkeit aussu— chen können. Ein guter Schäfer muß, wenn er einige Jahre eine Heerde, wenn sie auch rooo und mehrere Stück hält, unter sich hat, am Ende jedes einzelne Stück der⸗ 2 ————— 55 DN V — 166— selben kennen lernen, und so weit hatte ich es in Ponitz ziemlich gebracht. Doch demohnerachtet fand ich es, um der größern Sicherheit willen, nöthig, mehrere Glieder meiner Schaf— heerde zu zeichnen. Besonders geschah dies zuweilen um der Abkunft willen; Aeltern und Kinder hatten zu diesem Zweck immer egale Zeichen. Die Böcke, welche in irgend einer Hinsicht merkwürdig waren, und Hörner hatten, wurden an dem einen Ohre mit einem Eisen gebrannt, an— dere Thiere ohne Hörner wurden in die Obren durch Ker— ben, Schnitte, Locher und Nummern gezeichnet. Die verschiedenen Generationes brauchten nicht gezeich— net zu werden, indem immer die Zähne, als gewöhnliche Zeichen des Alters, die Generationes andeuteten. §. 389. Gewöhnlich besteht eine Schafheerde, welche schon Zuchtböcke verkauft, aus drei ziemlich gleichen Tüeilen, nämlich einen Theil machen die Mutterschafe, einen Theil der Hammelhaufen und einen Theil die Jährlinge und Bocke aus. Soll die Heerde immer von gleicher Größe bleiben, so können, wenn anders die Zuzucht immer gut geht und die Sterblichkeit gering ist, gewohnlich fast so viele Thiere, als Jährlinge da sind, ausgemarzt und verkauft werden. Aber es fragt sich, welches mehr Vortheile gewährt, wenn entweder nur eben so viele Mutterschafe als Hammel, oder mehrere Schafe, oder mehrere Hammel gehalten werden. Soll die Schäserei verstärkt werden, so ist es na— title damit uwi es d d inentz det grüm neiner Sch⸗ zuweilen un en zu ditsen he in ityah rner hatte, ebrannt, an⸗ durch Klt— t. licht gezeich⸗ gewohnlicht u. welche schos hen Thalet, einen Teel runge und scher Gtoße her gut geht iele Diete, t werden. le gewähtt, als Hamm nel gehalch ist ts na⸗ — 167— türlich rathsam, mehrere Schafe als Hammel zu halten, damit mehrere Lämmer angezogen werden können. Ist aber die Schäferei komplett, soll die Zahl der ein⸗ zuwinternden Heerde sich alle Jahr gleich bleiben, so kömmt es darauf an auszumitteln, was mehrern Geldgewinn, ob die Mutterschafe oder die Hammel, bringt. Könnten die ausgemärzten Schafe vielleicht zur Zucht theuer ver— kauft werden, so kann es allerdings vielen Vortheil ge— währen, wenn man viele Lämmer anzuziehen sucht, folg⸗ lich mehr Mutterschafe als Hammel hält. Ist aber das Märzvieh nur um einen geringen Preis ins Geld zu setzen, so ist es wohl rathsamer, mehrere Ham⸗ mel und nur so viele Schafe zu halten als unumgäng⸗ lich zur eignen Zuzucht nöthig sind; denn in der Regel geben die Hammel bei gleichem Futter mehrere Wolle als die Schafe, und dann kann ich bei einer kleinern Mutter⸗ schafheerde eine strengere Auswahl treffen, folglich schnel⸗ ler der Vollkommenheit näher rücken. d. 390. Meinen Erfahrungen gemäß kann ein Schaf bei guter Pflege recht gut 7 Lämmer ziehen, doch ist es gut, im Durchschnitt nur 4 Lämmer von einem Schaf zu rechnen. Da es mit dem zweiten Jahre das erste bekommt, so ists auch zur eignen Zuzucht vollkommen hinreichend, wenn der sechste, höchstens der fünfte Theil einer für den Win⸗ ter eingezählten Heerde aus Mutterschafen besteht; sie wird, wenn die Sterblichkeit nicht zu groß ist, recht gut vollzählig erhalten werden können. — 166— 9. 391. Wenn die ganze Heerde ein Mal auf eine hohe Stufe der Vollkommenheit gebracht ist, so gläube ich auch, daß man, wenn man die Thiere nicht zu jung ausmärzt, auch an der Qualität der Wolle und Dichtheit des Vließes ge— winnt. Denn meinen Erfahrungen und Beobachtungen gemäß, nimmt die Qualität und Quantität der Wolle ei— nes Thieres so lange zu, als es selbst sich noch ausbildet und noch wächst. Dann bleibt sich die Qualität(bei gleicher Weide und Fütterung auch die Quantität) der Wolle einige Jähre gleich und späterhin, im höhern Alter, scheint sie wieder abzunehmen. Da nun daß Schaf erst im vierten Jahre, wie der Wechsel der Zähne beweist, völlig ausgebildet ist, so hat sich auch erst im vierten Jahre die Wolle völlig ausgebildet, wie ich mehrmals beobachtet habe. Daher steht die Wolle vom vierten bis vielleicht zum siebenten Jähre in der Voll— kommenheit, in der sie, der Individualität des Thieres nach, was sie trägt, nur stehen kann. Deshalb sollte kein Merino- oder hochveredeltes Metis-Schaf vor dem sechsten Jahre ausgemärzt werden. 9. 392. Sturm nimmt in seinem Werk über die Schaf⸗ wolle an,„daß ein feines Haar in seiner Art vollkom— mener ist als ein grobes, diese Vollkommenheit aber ab— hängt von der Vollkommenheit des Ernährungsprocesses der thierischen Natur.“ Ist dieses richtig, woran ich nicht zweifle, so ließe sichs leicht erklären, warum aus— gebüdete Schafe feinere Wolle liefern als noch unausge— bilde dun dun Die genh Femt den, hohe Ethe ch auch, v Smärzt, auc N12 Vließes g⸗ cobachtnn er Volle s ch ausblhe Ualitat(de it) der Volt ter, scheit „ wie der ist, so hat usgebildet, t die Voll u der Voll es Thierts halb solte fvor dem Schaf⸗ t vollkom⸗ aber ab⸗ processs woran ich arum aus⸗ nnausge⸗ — 100— bildete; bei letztern wird noch viele Nahrung zur Ausbil— dung des Körpers verwendet, die dann, ist diese Ausbil— dung vollendet, der Bildung der Wolle zu Gute kommt. Diese wird nun nicht allein feiner, sondern auch länger, überhaupt vollkommner. Es ist längst Erfahrungssatz, daß das öftere Abschnei⸗ den den Wuchs der Wolle vorzüglich befördert und das Dichterstehen derselben veranlasset; es mag hierbei eine ähnliche Bewandtniß statt finden, wie bei verschiedenen Pflanzen, die sich nach öfterm Abschneiden immer mehr und mehr bestäuden und eine großere Zahl Stengel trei— ben; je mehr solche Stengel da sind, je dichter ein Kleefeld mit Stengeln besetzt ist, desto dünner sind diese Stengel. Vielleicht wird eben so durch das dichtere Stehen der Wolle auch eine größere Feinheit derselben hervorgebracht. Je älter nun ein Schaf wird, desto mehr wurde es geschoren, und so vielleicht die Dichtheit der Wolle bei demselben befordert. Nimmt aber endlich, bei höherm Alter, die Lebens— thätigkeit des Schafes, besonders die Verdauungskraft ab, so wird dann auch weniger Nahrung zur Bildung der Wolle verwendet, wie dies früher der Fall war, diese nimmt daher an Quantität und Qualität wieder ab. 9. 393. Den Beobachtungen gemäß, die ich zu machen Gele— genheit hatte, hat wirklich die Nahrung Einfluß auf die Feinheit der Wolle, aber doch einen nicht sehr bedeuten— den, der für viele kaum bemerkbar seyn wird. — 120— Ich habe zu diesem Zweck ein Mal einen kleinen Ver— such angestellt, der zwar nicht völlig entscheidend seyn kann, doch des Mittheilens werth scheint. Es wurde von einem dreijährigen Hammel, welcher immer unter dem Hammelhaufen gefüttert und geweidet worden war, und darum keine so reichliche und gute Füt— terung genossen hatte, eine Probe Wolle aufbewahret und der Hammel gezeichnet. Nach der Schur wurde derselbe Hammel unter den Mutterschafhaufen gethan und mit diesem geweidet; bei der Winteraufstellung wurde er unter die Jährlingshaufen geworfen und mit diesen gut, den ganzen Winter hindurch gefüttert. An dem Schurtag wurde von derselben Stelle des Körpers, wo ein Jahr früher die aufbewahrte Probe Wolle genommen war, wieder eine Probe(Nr. 2.) auf— bewahrt und mit der vorfjährigen Probe verglichen; sie war nach der Beurtheilung mehrerer Sachkenner bemerklich feiner, überdieß länger und weicher. Derselbe Hammel wurde nun wieder unter den Ham— melhaufen geworfen, und mit diesen geweidet und gefüt— tert. Bei dem nächsten Schurtag mußte er wieder eine Probe Wolle von der alten Stelle hergeben, welche mit jenen beiden verglichen wurde. Das Urtheil aller Sach— kenner, die sie sahen, stimmte darin überein, daß die Probe Nr. 2. feiner, länger und schöner als die Nr. 3.3 aber Nr. 3. doch noch etwas feiner als Nr. I. war. Noch muß ich bemerken, daß dieser Hammel, beson— ders unter den Schäfen, als Leithammel diente, und als solcher manchen Bissen Brod erhielt; dann, daß auch der Hammelhaufen nicht schlecht gefüttert wurde. Here Ge lleinen Dur nd seyn iun, nel, Welche ind gewede 1d gute Zit ewahtet un el unter du eweidet; di rte Mobe t. 2.) auf- lichen; sie bemerklch T den Ham⸗ und gefit⸗ wleder eine welche mit. ler Sach⸗ die Robe . 3.3 abet nel, bson⸗ „ und als aß auch der E— Dieser Versuch ist zu einseitig, um etwas entscheiden zu können, aber der Gegenstand ist es werth, daß er mehr untersucht wird. So viel weiß ich wohl, daß sowohl die Wollhändler als auch die Fabrikanten von den Gütern, wo die Schafe reichlich gefüttert wurden, die Wolle lieber kauften, als von den Gütern, wo nur knappe Fütterung statt fand; erstere bezählten sie immer um etwas besser. Aber freilich gewinnt durch die bessere Fütterung nicht allein die Wolle an Feinheit, sondern auch an Elasticität, an Gleich⸗ heit, Weichheit, Haltbärkeit und Länge. 9. 394. Es ist daher eine große Wahrheit, daß sich, wenu die feine Wolle nur einigermaßen abzusetzen ist, in den meisten Fällen eine reichliche kraftvolle Fütterung nirgends besser bezahlt als bei Merino oder höchstveredelten Metis— Schafen. Daß also der zum Feldbau nöthige Dünger am wohlfeilsten durch eine Schäferei, welche feine Wolle trägt, producirt wird. In der Periode, wo der Wollhandel am schönsten blühete, lieferten auf einigen Gütern Sachsens die fein— wolligen Schäfe nicht allein den Dünger ganz umsonst, sondern es blieb, wenn auch alles Stroh in Ausgabe ge— bracht wurde, noch außer dem Dünger ein reiner Ueber— schuß an baarem Gelde. §. 395. Es ist keinesweges nöthig, daß den spanischen oder veredelten Schafen Körnerfutter gereicht werden muß. Sie können, wenn sie hinlanglich Klee- und Wiesenheu bekommen, sehr gut bestehen, sehr kraftvoll erhalten wer— den und sehr viele und vollkommene Wolle liefern. Doch wenn vielleicht in einem Jahre das Klee- und Wiesenheu nicht in reichlicher Maße, oder vielleicht einiges davon nicht in bester Qualität, der Witterung halber, gebauet wurde, so kann sich bei einem hohen Wollpreis auch das Körnerfutter bei den Schafen sehr gut bezahlt machen. In diesem Falle habe ich entweder Hafer oder Erbsen, letztere gequellt, mit Vortheil gefüttert. §9. 396. Doch habe ich auch zuweilen mit größerm Vortheil statt der Körner, Rübsen- oder Leinkuchentrank den Schafen gereicht. Beides, besonders der Leinkuchen, erzeugte nicht allein viele und kraftvolle Milch, denn die Lämmer befan⸗ den sich außerordentlich wohl dabei, wenn ihre Mütter Leinkuchentrank erhielten, sondern es erzeugte auch diese Fütterung viel und schöne Wolle, die gut wog und gern gekauft wurde. Nach den mit den Rübsen- und Leinkuchen ange— stellten chemischen Versuchen und gemachten Erfahrungen haben 100 Pfund Leinkuchen 60 Pfund nährende Bestand— theile, besonders vielen Eiweißstoff und Schleim. §. 397. Kartoffeln, Rüben und dergleichen habe ich nie für die Schafe gefüttert. Ohnerachtet ich glaube, daß die Wurzelgewächse den Schafen sehr gedeihlich sind, und daher es sehr billige, wenn einige Schafzüchter bei den in ihren Wirthschaften statt findenden Verhältnissen und ge— chalten pn⸗ ern. Klee. I licht eingtz ung habe, 1 Volopraß gut bagaht Hafer ohn . theil statt Schafen ugte nicht ner befan⸗ re Mütter auch diese g und gen hen ange⸗ fahrungen Bestand⸗ ich nie fie „daß de ind, und Rund Re⸗ troffenen Einrichtungen, es vortheilhaft finden, ihre Schafe mit Kartoffeln, Rüben ꝛc. zu füttern. In den Ver— hältnissen, in denen ich zeither wirthschaftete, habe ich es vortheilhafter gefunden, die Wurzelgewächse in die Kühe zu füttern, und nicht mehrere anzubauen, als ich für diese, neben dem Dürrfutter, nöthig hatte. d. 398. Im Winter 1843 habe ich hier, zum ersten Mal in meinem Leben, meinen Schafen Branntweinspülicht gege— ben, und späterhin, indem ich in den folgenden Wintern Rauchfutter genug für sie hatte und die Ochsenmast für vortheilhafter hielt, nicht wieder. Trotz dem, daß sie reichlich Spülicht zu trinken be— kamen, habe ich doch weder ein Verlammen noch ein Faulwerden bei meiner Schäferei darnach bemerkt. Die hiesige Schäferei wurde früher zwei Mal im Jahre geschoren, seit einigen Jahren aber nur ein Mal, doch wollte sie sich noch nicht hieran gewöhnen, sondern ihre Wolle steht jetzt immer noch, von Mitte des Winters an, sehr locker. In den Wintern vorher verloren, trotz der guten Fütterung und Pflege, viele Schafe schon von Weihnachten an ihre Wolle, was aber sehr abgenommen hat, und schon vorm Jahre, wo sie doch wegen der im Herbste 1812 eintretenden ungemein nassen Witterung ungesund in den Winter kamen, nur wenige ihre Wolle erst im Früh— jahre verloren. Aber, ohnerachtet ich sehr sorgte, daß die Schafe das Branntweinspülicht nie heiß bekamen, war das Verlieren der Wolle doch nach dieser Fütterung am schlimmsten; und schon deshalb habe ich den Schafen kein Branntweinspü— licht mehr geben mögen. Bei der spanischen Race, die von jeher, oder doch schon lange, nur ein Mal im Jahre geschoren wurde, würde nach der Branntweinspülichtfütterung wohl nicht leicht ein Verlieren der Wolle zu befürchten seyn; doch glaube ich, daß demohnerachtet das heiße Saufen ängstlich vermieden werden muß, denn oft schon häben es viele Landwirthe und auch ich erfahren, daß die Kühe nach heißer Fütte— rung ihre Haäre verloren und zuweilen fast ganz nackend wurden; eben so wird das heiße Säufen das Ausfallen der Wolle bei den Schafen bewirken. Mit Sorgfalt den Schafen Branntweinspülicht ge— ben, muß Vortheil gewähren, weil mehrere denkende Landwirthe bei ihren Merinos und höchstveredelten Metis schon seit mehreren Jähren fortwährend dies thun. So hat z. B. der kenntnißreiche und thätige Landwirth, Herr Kuhn, auf dem ehemals von ihm erpachteten Gute Rem— da bei Rudolstadt, eine hochveredelte bedeutende Schaf— heerde viele Winter fast allein mit Branntweinspülicht er— nährt Seine Schafe und die von ihnen gewonnene Wolle habe ich gesehen, erstere waren vollkommen ge⸗ sund, und letztere war nicht allein fein, sondern zeichnete sich besonders durch ihre Weichheit, Elasticität und Ge— sundheit vortheilhaft aus. Die Spülichtfütterung hat auch ferner noch Herr Kuhn auf seinem eigenen Gute Saal— born bei Blankenhayn und Herr Amtmann Gülke in Rem— da mit Vortheil fortgesetzt. Auch läßt, meines Wissens, der große, allgemein bekannte Ländwirth, Herr Graf von Magias auf auntwori, er, oder d wurde, ity nicht leicht h glaube sh ich vermichg e kandwitth heißer gunn⸗ ganz nackehh 8 Ausfaln splicht 9 e denkende Iten Metis thun. Eo virth, Har Gute Ran⸗ ende Schaf⸗ spͤlicht e— gewonnene ymmen ge⸗ zelchnete it und Ge⸗ Krung hat Gute Saal lte in Ne⸗ „alhhemen agias guf — 75— seinen Gütern in Schlesien den hochveredelten Metis und reinen Merino, seit vielen Jahren schon, mit Vortheil viel Branntweinspülicht geben. Möchte es doch diesen Herren gefällig seyn, dem Publikum ihre über diesen Gegenstand gemachten Erfah— rungen und Bemerkungen gütigst mitzutheilen. . 399. Es wird gewiß vielen Landwirthen interessant seyn, wenn ich auch die Tabellen über die Fütterung meiner Po— nitzer Schäferei hier mittheile. Ich wähle die vom Winter 1842, weil ich schon die in derselben Zeit geführten Ta⸗ bellen der Fütterung des Rindviehes mittheilte, und so eher sich Schluß auf die ganze Wirthschaft machen läßt. 9. 400. Meine Heerde bestand zu Anfange Octobers 1810 aus 295 Stück Mutterschafen, 269— Hammeln, 22— jungen und alten Böcken, und 219— Jährlingen, folglich §. 401. Hammel und Schafe gingen im ganzen Sommer 1810 auf den Grundstücken der zum Rittergute Ponitz ge— hörigen Unterthanen; nur nach der Ernte gingen sie auch auf die Rittergutsfelder und Wiesen. Die Lämmer, welche im vorigen§. schon als Jähr— linge aufgeführt sind, wurden bis zum Juli auf der Bra⸗ ..·.·.·........ IIIIIII.....— — 176— che, welche mit gesäetem weißen Klee bestanden war, und dann bis zur Ernte auf einem kleinen privativen Weideplatz und auf einer einschürigen Wiese geweidet. §. 402. Am 4. December wurde, zur genauen Berechnung des für die Schäferei nothwendigen Futterquantums, das Gewicht der Bunde, wie sie die Schafknechte zu binden gewohnt waren, und auch der Inhalt eines zum Füttern gebrauchten Korbes, bei einer jeden Futterart ausgemit— telt, und zugleich der Fütterungsplan entworfen, nach dem sich aber gerade nicht ängstlich gerichtet wurde. Das Durchschnittsgewicht eines Bundes Gerstenstroh war 13 Pfund. Haferstroh. 164 Erbsenstroh. 14 Kleeheu 4 Wiesenheun. 142 Grummet 15 4* Korbes Grummet 155 Heu yj Abgerechtes —Inn Novem'der Schafe und Hammel Jährlinge und Böcke Beide Heerden ů Morgen Mittag Abend Morgen Mittag Abend. wurden Bemerkungen. Dem Herkommen gemäß mußten jeden Gerst⸗Hafer⸗Gerst⸗Hafer⸗Erbsen⸗[Gerst⸗Hafer⸗ Heu Abge⸗Gerst⸗Gerst⸗(Erbsen⸗Grum⸗ Abge-Erbsen⸗Gerst— Herbst die Schafe und Hammel auf einem Hau— stroh stroh stroh stroh stroh stroh stroh rechtes stroh stroh stroh[met rechtes stroh siroh fen auf den Feldern der Unterthanen abwechselnd, nämlich einen Tag auf dieser, den andern Tag Tage Bund Bund Bund Bund Bund Bund Bund Pfund Pfund Bund Bund Bund Pfund Pfund Bund Bund auf jener Dorfsflur, weiden. Daher fand diese . Vereinigung auf diesen Monat noch statt. 1——————————**———— ausgetrieben Die Witterung war diesen Monat sehr ver— 2————— 30⁰———* R 42 8 Q dd ausgetrieben anderlich, 5 ö 10 —*———— 4 584 634—.—— 8. 5.— ausgetrieben ander ich, daher konnte nicht alle Tage und auch 4—————— 15———————— 8— ausgetrieben zuweilen nur zu halben Tagen ausgetrieben wer— 5 30⁰— 15.—— 30 38 65⁵— 4— 38 65—— nicht ausgetrieben ö GAR.I 0— 124——2— 0 25 65 2 4 5— 4— ansgertsrn den; im letztern Fall wurde den Jährlingen auch 1—....—3— e, 4 ausgetrieben Mittags noch etwas Futter vorgelegt. 8——————————*—** usgetriebe ö 9————————————— Wrddetrichen Das Grummet und Heu wurde mit dem Ab⸗ 10————————————*—— 4 ausgetrieben gerechten gemengt eingefüttert. 11—————— 3⁰ 5564* 4** 42 8— N nicht ausgetrieben 12 30⁰— 15—— uun 30 535384 ud 4—— 42 84 ö1V nicht ausgetrieben 13— 3⁰——— 30— 535 6834*— 4— 42 8⁴**+* nicht ausgetrieben 14 3⁰— 15—— +* 30⁰ 537 84* 4 ̃i 42 8⁴*— nicht ausgetrieben 15—— 3⁰———— 3⁰ 53+ 64 4— 4² 84 m nicht ausgetrieben 16—————— 3⁰ 55784 l 4 d 4² 85 +. nicht ausgetrieben 27————— 2Z d 3⁰ 55754*—0⁰——** 8 nicht ausgetrieben 18————— 30———— 4 Ü**—— 8 ausgetrieben 19————— 30—* uw 4—*— 8 ausgetrieben 2⁰0——.——— 30⁰ Nu* 4 +* ü MN*— 8 ausgetrieben 21————— 30 331——** 4*.——* 8 ausgetrieben 22————— 3⁰— 4———— 8 ausgetrieben 2———— 20— 30 N NN 4**.— NN— 8 ausgetrieben 24————— 30⁰—* VIũ. 4*—***— 8 ausgetrieben 25—————— 30— wo* 4————— 8 ausgetrieben ö 26— s 4— 8 ausgetrieben 2————— 3⁰ +. uN.— 4** o 2 8 ausgetrieben 2⁰———— 3⁰——* 4 u* dl hun o 8 ausgetrieben 2*.— +**.—— 30*———————— 8 ausgetrieben DRRPRCD‚‚ 38— 3⁰——* uN 4———— 8 8 ausgetrieben Summa 90 0 45 s— 60 420(31 5 802 5² x 32— 1412 02 16 28 emin e er 1. * Monat Schafe Hammel Jährl in ge un d Bocke. An⸗ und Bemerkungen. em⸗ n ö Mi 2 bend. N 3 Morgen Mittag Aben d MorgenMittag Abend Morgen Mittag 4 Den 22. wurde den Schafen und Hammeln Salz gegeben, um ihnen bes— zerst rbsen Hafer⸗(G; bsen⸗ 6G Gerst⸗„Grum⸗ Abge⸗ 7 Winterf Gerst⸗Hafer⸗ Gerst. Hafer⸗Erbsen⸗Hafer⸗Gerst⸗Hafer⸗ Gerst⸗Hafer⸗Erbsen⸗Hafer⸗Gerst⸗ Hafer⸗ Heu Abge⸗Erbsen⸗Gerst⸗Erbsen⸗Gerst⸗Hafer Grum Heu sern Appetit zum Winterfutter zu machen; 1 ro ro met rechtes ö 8 stroh stroh strohstroh stroh stroh stroh stroh stroh stroh stroh stroh stroh rechtes stroh stroh siroh stroh stroh sie bekamen bittre Kräuter als Präserva— —.—————— ö tiv darunter. ö nd Bund Bund Pfund Pfun dPfund ö Tag Bund Bund 19 Bund Bund Bund Bund Bund Bund Bund Bund Bund Bund Bund Pfund Pfund Bund Bund Bu Riuid rfun Den 27. wurden die Schafe von den Hammeln abgesondert. 3— Pouw eᷓ̃ R 8 4— 33—— 2— 6⁰—57 a EEFEEEE 3— auus, Jetr. 30* 4**— aus⸗ getr.——* 3⁰— 30 blut. — 2———— 36 60—— 4— 30— 0 ů „ 90** 25— 29——** 30 6⁰*** 6— 30* 6⁰ Den 7. wurde ein drehkranker Jähr— 6 335— aus⸗ getr.-ʒ35——— 35 ling bemerkt, da man keine weiche Stelle 2—. 2 eer. 5 +* N um 3 pm 37—— 0*— I 5 25— 59⸗ 995 2.— 38 00— 4—. 50 39— 69 am Schädel fand, wurde er am 8. ge⸗ 9 33— aus⸗ getr. 35——— 38 6⁰— 4— 4— 30⁰ W 6⁰ schlachtet, und der Kopf secirt. Die 10 34* 42— getr.33——. 00 30— 4* 55—* Wasserblase lag zwischen dem großen und 11 ä— 2— 214— DIR 7 5 inen Gehi 52** e— 6 6— 2 kleinen Gehirn. I 3—.—— 30⁰ 38——— 4⁵⁴ 2 6— 6— 36—— 72 10 9— 2—— 60——— 454 72 6——— 6 36— 72 1040 14. wurden n den Jährlingen 15— 38— 38 42——— 455 73 6—— 6— 36 üd 72 9 Stück etwas zurückgebliebene Spät— 16 34— 28— 3²——— 15, 72 6*—. 6 36 5 766 linge allein gestellt; sie erhielten etwas 7 3s— 015. Satie rali 19— 5— 30 40— 2——— 45½ 7²— 6—— 6 36— 72 Leinkuchen ins Saufen und täglich so 19—55 30—.5— 5——55. 72 6—* 6.— 26* viel Futter, daß es in 3 Tagen 2 Körbe 20 33— aus⸗ getr.. 30— 4.— S—— 45532 6——— 65 5 5— Heu und 1 Korb Grummet ausmachte. a 4—2 3—„ 2„— 22 36— aus⸗ getr. 35— E ⁰— Nö— 457 72 6— 98— 6 36 2* 5%0 Des Morgens und Abends erhielten 5 2 H n ie Jahrli ö 2 32* aus⸗getr. 8³—————— 2 4535— 6——— 6 36— 72 die Jährlinge das Abgerechte unter „.———— l Grummet und Heu gemengt, in Er— 25— 3— 2 37 998— O 8 33³7 2 12— 555 6— 2 3⁵ 7 mangelung des Abgerechten wurde Ha— 27—37, 7ꝰ—** 2 45353— 6— 7 4 ö 28—*— 35⁵ 26—— 15 15— 15—— 3 604ä—— 8— 3 6 48 u— ferstroh beigemischt. 29 106— 17* 20** 15— 15* 45—— 3 6⁰³4—— 8—— 2 48— 96 30 l— 21* 19** 15— 15— 15— Nu 3 606— 8— 5555 20 48 1 9⁰ 351— e, 15* 15 16— 3 60⁰— 7.I——— 9 WDumma 33534 i aos 60 30 4545 60— 6⁰ 16 8 24(12701342684 8⁰ 14 57 4 00— 72555 bod 2 — Hammel 4 Böcke und 14 Spätlinge I Hrlin L 2 + — ——— — hununag SIIDD 3 224 vNS S8 O SEu& 20 aun g9⁰⁴ν⁴ννοα& aunich qunich 8S8 8 ⁰⁰0 00 00 0⁰ O0 0⁰ Mittag Abend Mittag Abd. 5 ö—0 EEEEER SIDSS EE 2 S + 3 8 2 2 22 212 2 2 .— 2= I,. D= 4— 7——— 2 S—. 32.———— 2—— 2 s 2— 2—— 2— ———..—..— h 8 EEEEENEREIEEIEEEENEINEEEEEEEEEREEERENENR 2.. 2•ů 8=3— 2 5 ˙.—— EHELEL8 + TT— KÆE ÆE 2 7 81 8 8 8 8 + ————.....—— — 20 22— 15——115 1[C—PT——PIZI2L—I365/ 8——— PPPP ¶¶ ¶„* 210— zü— 15 E PFPPPPPI ——*——— 15—— 16 I 1 4——„ 2— 3—— 8.— ——— 15——16 1 2 14.— 2 4X.—— 3—— 8— — 16— 6—— 15——16 E 2. 2.—— 3 8——— ————5—— I 2 11— 24 2——83 8——— *—— ͤopü 1I 1—— I. 12——— 3 8——— ————— qVũ—— 12 1 2 T 2 8——— —0— 8—— 12———12„ 1(——— 2 2 2— 3— 8 ——5————— 15 96(——— ——. 8——.————.— 12 T.— 9——— —.— 8 8— 12—— 12. I 4 E—— 8— 8 I. — u—— 4 —————— j 3— 8.—— zoᷓc)——— 5;!ꝰf,—— RVV Z3,..— 12 I— 5 + + α— 8——— ———— 5 n 4. 2 2 2—— — 20——— ßw—— 12 1 2—— 3 8—— 830—————— 8[—(⸗—.— ——— 8————— 1 1 I—.—— — 5. 3 n.—— 2 2 2—— .I— Lueen——— 2 I I I I X IX 8 +— 12.— E 93.— — V— Naũvᷣ ́ßC q;; e ——...2 2 2 2 3— 8—— 36 20 52 240 9⁵24 9⁰ 37 1 36/110% 30 15 1„ 153 251 7 ü12 1 16 24 l 24 2⁰⁵⁷ρ⁷;45897⁶ An-⸗ und Bemerkungen. Den 2. wurden vier Böcke allein gestellt; sie erhielten Morgens und Mittags mit den Spätlingen zufammen jedes Mal 1 Bund Heu, aber Abends Bund Grummet für sich allein. Vom 6. ab erhielten sie Morgens 4 Bund Klee— heu und vom 14. ab auch des Mittags 2 Bund Kleeheu, vom 24. ab auch 4 Bund Hafer— stroh gemengt. Die Spätlinge wurden demnach vom 6. Abends ab allein gefüttert. Vom 21. ab wurde den Mutterschafen 4 Scheffel(Altenburgisches Gemäß) Hafer täglich gefüttert. Das Altenburgische Viertel Hafer wog 35 Pfund. — 8 0 Schaf e Hammel Böck e Jährlinge Spätlinge * V 2 Mor— Mit⸗ 5 Morgen Mittag Abend Morgen ⸗Mittag Abd. Morgen 5 Abend[Morgen Mittag Abend ů— tag Abd. An-⸗ und Bemerkungen. 2—— 2—0 5 1———*— 2——.——30——3—2.— 6 e — 3 2 195 2 1. 2 2 2 2——.=S= S 2 Am 6. wurden noch drei Jahrlingsböcke zu den 2 E..— 2. 2= 1* EE Spätlingen gebracht, sie erhielten mit ihnen außer —. 49 22. 2 44 ö ö 8—— 1—..— RI——.——— dem gewöhnlichen Räuchfutter noch ein Altenburgisches S E LViüertel Hafer wöchentlich. ·½ 7.— 2— 2 5. 4 Am 12. starb ein Hammel am Stickblut 1 5— 2 2 5 36— 15—— 13 15—— 2 63334 o 5 2 2 Da man schon in diesem Monat mit Recht hoffen 5 A 1 ijij 1. 10 55—1 92— 15— 13— 5 5 2 2 2 3. 5356 35 96 19. n konnte, daß im künftigen würde ausgetrieben werden kön— — 631998.—— 73——25— 7——— 4—4—2 168—8—[15——I2f15— 11———2— 83 6— 8— 54 108.— 2 2 2 nen, und der Vorrath an Futter noch bedeutend war, so 5(— 15— 2 2176 8—20— 15—— ff215—TI——— 68 6— 8—54 108— 2 7 6%— 5—-33 3 ,r wurde vom 18. ab den Hammeln Kleeheu mit Stroh ver— Wn nsmengt eingesätterk⸗ 8( 16— 16 8—2015.(—— 1215(— 11( f—— 2 2— 66, 6,4% 8—— 546—100— 2=2 9%½— 15— 16——„2 2—5.————r:„55 ie Schafe erhielten, da sie bald ausgetragen hat— 10- 16— 216 8—20— 16——f 15—— 4— 76 8— 8— 60 120— Die Schafe erh ‚ si getragen h 11.—6—216 8—20—6—3— 15— NP2— I 2ZI— 76 81—88—60 120—ET22 ten, vom 20. ab Abends mehr Kleeheu, und vom 26. 12— 25. s3ns,? sn 8— 36 r2io— 334— 6 26 3 2—— 2 7 5— 3— 60 2—33 ab auch früh Kleeheu mit Stroh vermengt. 14—- 20 2 16 8— 20 18———f2f15———— 76 3.— 8— 120——— 2 2 ö 13— 2 20 r ee e In diesem Monat lammten schon vier Schafe, die 16 ᷣ——20 16 8— 20r18—.—— 2 15—— Z—IZII2Z— 76 8—8 6⁰0 1200—ETI2I 2 Serwä ö B „ erwählt von einem auserwählten Bock früher begangen 17—— 20— 2 16 8— 20 18——— 12 16—— + 2. + 2..— 76 8(—— 8 60 1201— 2 2 2— f 10 20 18— 6—168—2018—(8—I8S[5—IEIUEEZI IZI2Z— 7 89.—— 8 60 1280— worden waren. )— 2 e 20 18 1—3 AE +4 2 20—16—6 8—2418— 8— 8 15—.— ¾—-2—76 8% 6 2 Scheffel Hafer für die Spätlinge verfüttert. 21[— 1— 6 5— 24— 21 8— 3. 15————7 76 5• e 22 e:. 6,8— 24— 1656 38— 8 15—— 24—76 8—]8= 60 1200— 2 2 23—6—(z168—[2 20—8—85—.—2 2 2 2E— 9C 1 0—. 5 72 144—-2 2 2 24—16—2l160 8—2 18—8—85———Z 2— 996 10—— 3 372144— 792 25—16—2 16 8(—24 18—8—[855(————I22— 9i 10o— 8— 72 144— H2 2 2 26 12—fEf16 5— 24 8— 8—85 2.—.— 1 24 2— 5FH 0—..—. 847214— 2 72 2 27 18— 6 168(—24 r18—8—I815 2E——III2— ö 91 101——87214— 2—.———.3————..— a—— L 2 69—— 2 2 +— I 10——.. 0 e 144— 2 2 2 Sa.]4 513 114 14 418 224 6 584 233 23988 52 5 1 1E CS8 7EUCI[14 II I2149½ 210 8 20 96 66 3396l 10 4144 20 18066= 00 n Rn D — 0— Hammel — * —* — — noq goνρ½νιve goauuaog zauriunag SôIPoAn gh³aunν½³³g Ich aunq goauhaog aung auungsd aungz aunsch aung gungd qunð aun O O0 00 O0 O0 00 00 00 0 Etiftiri E n Ausgetrieben „e Morgen Mittag Abend Morgen 2 2 ½ 5 S „ == +*,— — S— S S 5 5 ————E.— S E E E E E E EE S2 8 8 3*8 S ENEEE E + 2.—— 3— + 10/—— 84— 8— 24———*— 8—.— 16—*—18— 24——— 16—8—*— ——68—(24(——(——— 8—**— *—18—-24—————3—.* — 22 8—..2—— 8 2——— dũ. Nu 8——— — 4212— 8 2—— 82——— 8.——— — 12 8—2— 8 2——— 18— 8—— — 12 8— 2 1I 8 2. 11.—((— 18.— 8——— — 2— 9 2 I 8 24 11.—— 18** 8(— 0.0 5— 2 6 22 2—— 18 12—— 83 E 2 6 222 2(—(—— 12 5 2— 822 2———— 12—— 8— — 10— 362 2—8 22 22——* 12—— 8— D—— 12—— 838 3—[f5 223—— ö 12———— 3 4— 20 4—— N S 12 8——. W 4.— 20(—6——* 8——— 4.— 20 4—— 12 8——— 2—— IO 4 10(6(— 12 8——— — 27— 4 2 2 10 20 30 6—.— 22 20 56./—.— —————— 4 2 3— 10 2031014K 1 1ᷣ—4(— 22 20 8—.— 2— 18 2 8 14—— 28 8—— ;; 2(— 10 2J 9 14—. 28——— 2(— 160 2— 4—.— 28 2— 16 5— 28—— 2—563((— 14(—— 28——— — 9.— 9 3—re 3— 28——— ——— 28————** 31—4143—114—..— 45 28 jit— S 14 3 4 28——— ————.—.— 32² 275 57 58 683% 1618[65E 47 178 197 88 72 420 12 56 35] 40 1440112960 20 80[13 An⸗ und Bemerkungen. Die Schafe, welche lammten, wurden mehrere Tage gar nicht auf die Weide getrieben, und diese erhielten Wiesenheu, zu welchem Zweck das blätterreichste und süßeste aufbewahret worden war. Den 20. starb ein Schaf, sogleich, als es ein ge— sundes Lamm gebracht hatte, am Vorfall des Uterus. Am 20. und 21. wurde des starken Regenwetters halber nicht ausgetrieben. Da nach diesem Regen viele Nässe auf der Weide war, so wurde im Stalle gut gefüttert, damit sie dräußen nicht aus Hunger zu viel fraßen. Den 25. wurden 22 Stück güste Schafe unter die Hammel geworfen. Ein drehender Jährling wurde, da man wieder keine weiche Stelle am Schädel entdecken konnte, ge— schlachtet. Am 20. wurden die Jährlinge zu den Hammeln gethan. Die Spätlinge waren gleich zu Anfange dieses Mo⸗ nats unter den Jährlingen. „* RIAIITR“——— —————ebr.fs, Sichafe ani us Jährlinge[Die jungen Lämmer Morgen Rittag Abend Morgen Abend Mittag An- und Bemerkungen. Gerst⸗ r Elee⸗ Klee— Grum⸗ Gerst⸗ Gerst⸗Klee- Erbsen⸗Erb Am 23. starb ein Lamm an der Stalllähme, indem e n stroh Hafer heu 2 heu met stroh en stroh heu stroh Od 2— kein Mittel anschlagen wollte. Am 23. wurden die Zeitschafe von den bisherigen Jähr⸗ Tag Bund Bund Schffl. Bund Bund Bund Bund Bund Bund Bund Bund Bund Metzen Metzen Pfund lingen und die güsten Schafe, zusammen 144 Stück, zu ————j— dem Schafhaufen gethan. 1 8 8 2 9 N 17 3 30 14 33 28———— Es waren nun 218 Stück junge kämmer vorhanden. 2 8 8 2 9 4 17 3* 14— 28——**** ö 3 10 6 2 8 3 19 1 8 14— 28*— w Die Lämmer bekamen die Erbsen gequellt. 2—* 2———— ö ö ö ö 30 3 0 2 0——.———— Ohnerachtet der schönen Witterung, erhielten die aus⸗ 6 10 8 2 8 2 19* 9 14 2 28— 7—— getriebenen Heerden doch noch einige Zeit früh und Abends ö 7 10 9 4 8 2 19— 12 14 m 28——* ö. 8 10 9 2 8 2 19** 12— 20—— 20——— und spät noch, wenigstens Abends Sien im ¹ bor 9 10 9 2 Nd 2 19— 12— 20— 20——* gelegt, damit der Uebergang zum grünen Futter möglichst — 10 9 4— 2— 2 30—— 1————— +2— unmertlich war. 1I 10 9 4————— 12— 20— 20——— ö 12 10 9 4—— 12— 20⁰ 227 2⁰——— Das altenburgische Viertel trockue Erbsen wog 67 13 10 9 4—— W 12— 20 +. 20 1I—. 14 ddor— 4* yn—— 12* + 20 1I** Pfund. 15—* 4** V 12 N— 12 1I 16**— 2* ox— ôäwp 12** I.— 12 1I ¹ m 17*— 2 d**— 12 Rdl— 12 I—— 18* ua 4 Rd——— m 12———— 12 1*— 20* 2 +*—— 12.— m 9 I—— 21— 7 4———— 12 a m— 1 1 38 22—— 4———— 12— m eN a 1 1 38 23——————— 9— m. uN 1 1 38 24—————— 9——— 1I I 38 25——————— 9———— 1 1 38 26*—————— 9 n** ux 1 1 38 9—— +*— 1 38 28————— 2 575——* a 1 I 38 2————————* x* No 1 1 388 —.——..———————— 5— 0 38 Summa 126r07 15 25 ,/, 98 120 196 206 18 10 38⁰ Mai 1811. Lämmer Schafe An- und Bemerkungen. täglich Taglch Am 9. wurden 20Zeitbök⸗ 5ke, s3 alte Böcke und 4 Zeit— = 2 2— E schafe, wovon 2 lahmten, *2 S Sund 2 ärmlich und klein wa— — E 2ren, zu den Lämmern gestellt ——Sund mit diesen zugleich von SIESE E demselben Tage ab, ausge⸗ —— 5 trieben, auf die weiße Klee— S S8 weide. Sie wurdenRachmit— tags um 1 Uhr aus⸗ und um 11313—38 9 4Uhr eingetrieben. Vom 10 213 3— 38⁰— ab wurden sie von 9 bis 12 3 3— 36—Uhr Vormittags und Nach— 43 3 15 19 mittags von2 bis 5 Uhr ge⸗ 5335 19%— weidet. 603315/ 19(C Am 13. Abends wurden 70335 19— beide Heerden(ausgeuom— 8013 35/ 19 /. men die jungen Lämmer) zur 903315/ 19%%— Schur eingeweicht. 10 14( 42 15( 19(C—9 Am 14. Vormittags wur⸗— 1I 14 42/ 1019%—% den beide Heerden noch zwei 121 14 4/—[38½—% Mal geschwemmet. 130 12 42—38—9 Am 16. wurde geschoren, 14 14 4— 38/%— die Schafe erhielten, da sie 15 12/ 4— 38/½%— nicht geweidet werden konn— 160 1ZI 42— 38½%½6 ten, außer dem Stroh, nal— 17—6—38%%— tenb. Scheffel Hafer, die 180 120 42—38/— Hammel 15 Bund Erbsen— 194———38ʃ——H stroh. Die Hammel konnten 200———38ʃ—— an diesem Tage nicht alle ge— 211——- 38—— schoren werden, sie erhielten 221——381—Ham 17. deshalb noch 10 Sa.s 39 6½0%SAIr6 Bund Grummet. Vom 21. ab wurde zum ersten Mal, da die Nächte sehr warm waren, zu Weiß— kohl gehordet. Schmalz, Erf. II. M §. 403. Summarische Zusammenstellung der Fütterung für die Schäferei zu Ponitz. Monate 184 Nov. Dec. Jan. Febr. 8 Lärz April Nai Sum. Gerstsroh haferstoh Erbsen⸗ stroh Kleeheu Wiesenheu Grummet Abgerech tes Pfund Pfund 99⁴⁷7 14560 4849 67⁰08 8048 6461 1521 Pfund 1102 1657 17095⁵5⁴ 12499 4437 2987 1102 Pfund Pfund Pfund Pfund 16489⁷ 212364 289614 7313 412 1116 17⁴3 1908 2415 112 120 1604 34⁷7³⁸ 2976 3396 1296 52⁰094 558004 74⁰⁰⁰ ˙ 7925 12674 Hafer Pfund 77⁰0 2065 2170 2757 722 Erbsen Alles auf Heu re— ducirt Pfund SNVW REöEI3 NSVVVM ν⁰ 301 628 8484 929 . 71962 20835⁵ 4104. 437² 5086 ν ινα ιν — 33 Das Verhältniß des verschiedenen Rauchfutters zum Heu ist schon im ersten Bande, im 58.§. angegeben. Nach Einhofs Untersuchungen, die mit meinen gemachten Bemerkungen übereinstimmend sind, ist ein Pfund Erb— sen gleich 2,*2 Heu und ein Pfund Hafer ist gleich 4,. O Anv S 5 8 nA. W E 9vude ———..— S a unnogudununin S„%ννομνι˙9œr- Succh ne anlvoS 00 au½ sungdzn SO+ 170— 9. 404. Der entworfene Fütterungsplan war auf fünf volle Monate berechnet, da aber im December noch und im März schon wieder auf die Weide getrieben werden konnte, so kann man kaum vier volle Monate annehmen. Darum war es nicht allein möglich, daß zuletzt noch recht gut ge— füttert werden konnte, sondern es blieb auch von allem übrig, was in den regnigten Sommertagen und dem Winter darauf, wo die Schäferei bedeutend stärker war, benutzt wurde. Wie ich bei Entwerfung des Fütterungsplans ver— fahren bin, werde ich in diesem Bande zuletzt mittheilen; hier sage ich nur, daß er so eingerichtet war, daß er klei— ne Abänderungen, die die einfallenden Umstände erforder— ten, erleiden konnte, und im Ganzen nur als ein Anhalt diente. Im Allgemeinen wurde auch festgesetzt, daß, so viel als sichs ohne viele Schwierigkeit thun ließ, immer mit den verschiedenen Fütterungsarten abgewechselt wurde, weil ich aus Erfahrung weiß, daß so ein besserer Appetit bei den Thieren statt findet. Darum ist oft den einen Tag Gerststroh und den andern Haferstroh, am Morgen Erbsenstroh und am Mittag Kleeheu u. s. f. gefüttert wor⸗ den. Daß zuweilen in einem Tage ein oder zwei Gebund mehr als wie den Tag vorher oder den Tag darauf ver— füttert wurde, geschah deshalb, weil entweder es sich zufällig traf, daß läuter große oder lauter kleine Bunde aus den Scheunen genommen wurden; denn es wurde auf mehrern Tennen von verschiedenen Dreschern das Getreide M 2 — 180— gedroschen, und da konnte es nicht fehlen, daß auch Bunde von verschiedener Größe gebunden wurden, und darum mußten auch, um ein möglich richtiges Gewicht auszumitteln, verschiedene Bunde gewogen und das Durch— schnittsgewicht angenommen werden; oder es wurde auch deshalb zuweilen ein Bund Stroh weniger verfüttert, weil es besonders reich an jungem Klee, der unter Gerste und Hafer erwachsen, war. Ein kleereiches Gerststroh— bund ist mir in Hinsicht der Nahrhaftigkeit, fast so gut als das blätterreiche Erbsenstroh, welches ich in Ponitz gewann. §. 405. Wenn wir die 186801 Pfund in 800 Stück einthei— len, so kommt auf ein Stück 25½ Centner Futter, und es bleibt noch gegen 40 Centner für die jungen Lämmer übrig, was auch die 268 Stück wirklich verzehrt haben. Im ersten Bande, im 59.§. habe ich gesagt, daß ein Schaf im Winter 24 Centner(nicht Pfund, wie dort ver— druckt ist) Futter, alles zu Heu berechnet, braucht, aber ich nahm dort Rücksicht darauf, daß man jedes Mal das Tutter für die Schafe auf fünf volle Monate berechnen muß, denn daß das Futter, besonders der trockene Klee, in Hinsicht des Gewichtes, während des Liegens auf dem Boden, noch sehr zusammen rückt, ist bekannt. Wer dies nicht berücksichtigt, kann bei Feststellung eines Futteretats leicht irren und in eine große Verlegenheit gerathen. Noch muß ich bemerken, daß bei der reichlichen Füt— terung es natürlich war, daß meine Schafe nur aus dem daß auch u, und Gewicht 15 Durch⸗ urde auch Krfütter r Gerst erststoh⸗ so gut Vonih nthei⸗ und ammer berzehtt daß ein ort bet⸗ „aher al das rechnen Klo f den r d tellthth — flt⸗ em — 181— Strohe das beste aussuchten, und ein großer Theil von dem, was in vorstehenden Tabellen angesetzt ist, aus den Raufen herausgenommen, als Streu diente; darum wurde außerdem nur weniges Stroh noch unmittelbar zur Ein— streuung des Schafstalls verwendet. Im Schäfereihofe, worauf die Heerden, während ihnen das Futter im Stalle vorgelegt wurde, ständen, und wo ihnen auch der Hafer, Salz und dergleichen in Trögen gereicht wurde, wurde zuweilen Rockenstroh eingestreuet. §. 406. Von 796 Stück Schafen, Hammeln, Jährlingen und Böcken wurden 984 Stein à 22 Pfund Wolle geschoren, welche möglichst rein geschwemmt war. Demnach gaben acht Stück im Durchschnitt ohngefähr 1 Stein Wolle, welches, da mehr Mutterschafe wie Hammel und viel Jährlinge unter der Heerde waren, ein bedeutender Er— trag war. Die 279 Stück Lämmer(es war noch eins hinzuge— kommen) wurden am 2. August 1811 erst geschoren, sie zaben 13 Stein 124 Pfund ungeschwemmte und ungewa— schene Wolle. §. 407. Der Mist wurde aus dem Schafstall und dem Schaf— hof mit den Ernteleitern herausgefahren; das Durch— schnittsgewicht eines solchen Fuders war 203 Centner. Der Düngergewinn der Ponitzer Schäferei betrug vom Juli 1810 bis Juli 1811, 506 solcher Fuder. 9§. 408. Von meiner ersten Schur in Ponitz, im Mai 1807 ge— wann ich nur 63 Stein Wolle von den Schafen, Böcken, Hammeln und Jährlingen, und 5 Stein von den Lämmern. In demselben Jahre lagen nur etwas weniges über 200 Fuder Mist auf der Schäferei. Der mehrere Ertrag an Wolle und Dünger, den ich späterhin aus der Schäferei zog, war die Folge des ver— mehrten Futterbaues; denn was half mir die Trifft, wenn ich die Schäferei nicht hätte konnen im Winter gut durch— füttern?— Im Jahr 1812 schor ich 124 Stein Wolle, und spä— terhin sollte, wäre ich in Ponitz geblieben, die Schäferei noch um etwas verstärkt werden. War endlich die be— zweckte Zahl vollständig, so waren nicht mehr so viele Mutterschafe nöthig; und darum mußte, wenn die Ham— melzahl in Verhältniß der übrigen Häufen sich vergrößer— te, auch der Wollertrag bedeutend hierdurch steigen. Diese Resultate sind wohl geeignet, zur Vermehrung und Verbesserung des Futterbaues aufzumuntern, beson— ders wenn der höhere Preis feiner Wolle noch den Geld— ertrag so bedeutend erhöhen hilft. §. 409. Es ist aber nicht genug, daß zur Veredlung der Schäferei die edlen Böcke angeschafft und für hinreichen⸗ des gutes Futter und Weide für die ganze Heerde gesorgt wird; es muß auch eine gute Pfege derselben statt finden. 18⁰⁷ He⸗ „ Boce,, Lammern. iges Ubn den ich des ver⸗ st, wenn k durch⸗ spä⸗ häferei die be— o vitle i Ham⸗ rgroße⸗ . sehtutg eson⸗ Geb⸗ in N Kchel⸗ gesigt flden. Einer Heerde diese gute Pflege zu verschaffen, ist nicht so ganz leicht. Ist die Schäferei in Hinsicht ihrer Größe von einiger Bedeutung, so hat der Eigenthümer oder Verwalter derselben gewiß auch mit den andern Bränchen der Wirthschaft so viel zu thun, daß er bei dem besten Willen sich nicht immer um das Detail der Schäferei— pflege bekümmern und nicht stets bei den Heerden seyn kann. Im Winter, wo freilich diese Thiere fast die meiste Ab— wartung verlängen, kann wohl eine verdoppelte Aufsicht möglich seyn, aber im Sommer, wo oft die Heerden weit und in verschiedenen Gegenden weiden, da kommt es hauptsächlich auf ihre Führer an. Darum sind gute Schä—⸗ fer und Schafknechte sehr nöthig, aber leider selten zu fin— den; gemeiniglich sind sie voller Vorurtheile, Faulheit und Betrügereien. Einen sogenannten ungelernten Schäfer anzunehmen, ist nicht allein nicht rathsam, sondern auch nicht immer leicht ausführbar; ohnerachtet zu einem guten Schäfer nicht gerade ein sehr kenntnißreicher Mann ge— hört, so ist doch eine gewisse Routine desselben bei größern Schäfereien fast unumgänglich nöthig; bei dem Ungelern⸗ ten muß der Mangel dieser Routine durch vermehrte Auf— sicht seiner Obern ersetzt werden. Dann waren auch in Sachsen die gelernten Schäfer und Schafknechte für und unter sich so eingenommen, daß sie keinen andern, als ei⸗ nen aus ihrer Mitte, auf einer Schäferei angestellt, dul— ten wollten. Der Schäfereibesitzer, welcher es durchsetzen wollte, und einen ungelernten Schäfer annahm, riskirte manches Unangenehme, und darum wollte sich auch nicht leicht einer hierzu hergeben. — 184— 9. 410. Durch die Art der Ablohnung kann allerdings die Auf— merksamkeit der Schäfer und Knechte auf ihre Heerden ver— mehrt und manchen Betrügereien vorgebeugt werden. Früher hatte ich einige Schäfereien unter Aufsicht, wo dem Schafmeister der 5te, 8te oder gte Theil der gan— zen Heerde eigenthümlich gehörte, d. h. er hatte wirklich den ten, 8ten oder 9ten Theil in Natura zur Heerde ge— bracht; und erhielt nun auch denselben Theil vom Ertrag der Schäferei; die Knechte hingegen hatten ihre bestimmte Anzahl Stücke unter der Heerde, die ihnen ausschließlich eigenthümlich gehörten und wovon sie auch den ganzen Ertrag genossen. Diese Einrichtung ist in Sachsen die gewöhnlichste und daher auch die bekannteste. Sie hat meinen Erfahrungen gemäß viel Unangenehmes und nicht zu Empfehlendes. Hierüber und überhaupt über die Ablohnung der Schäfer und Schafknechte, habe ich in der landwirthschaftlichen Zeitung und späterhin in dem Sturmschen Jahrbuche der Landwirthschaft mich weitläuftig ausgelassen, ich will mich daher hier nur kurz fassen, um nicht zu viel zu wiederho— len. Ich will hier nur angeben, wie ich es in dieser Hin— sicht in Ponitz einrichtete, und wie diese Einrichtung den Erwartungen, die ich mir davon machte, entsprach. F. 411. Zuerst ließ ich den Schafmeister 7pEnt. zu dem Wer— the der ganzen von zwei Sachkennern taxirten Schäferei, als Caution, erlegen. Er erhielt nun auch 7 pEnt. vom reinen Ertrag derselben als Lohn. Jedoch war von einer bestin dann feest daß abe Kor lige nun ne/ mer M alen konnte Wotht denn gen halt Kat Ban seine klonn lis 6 fauf dieduf letden ver⸗ den. Aufscht der gm, e wirklch lerde ge⸗ Ertrag estimmte hließlich ganzen ste und rungen Rendes. Schäft aftlicht uche de vlll mich lderho— t Hit⸗ N den 5 5 — 185— bestimmten Fläche Wiesen das darauf gewonnene Futter, dann alles Erbsenstroh und die Hälfte des Gerst und Ha— ferstrohes, der Schäferei ohnentgeldlich geliefert, ohne daß hierdurch der Ertrag geschmälert worden wäre. Was aber überdem die Schäferei noch an Kleeheu, Wiesenheu, Körnern, Salz und dergleichen erhielt, wurde, zu einem bil— ligen Preise angenommen, vom Ertrage abgezogen; was nun übrig blieb, hiervon erhielt der Schafmeister erst sei⸗ ne 7 pCnt. Da ich, wenn der Schäfer Kühe halten durfte, im⸗ mer erfahren mußte, daß er für diese das beste Futter den Schafen und Lämmern entzog, und diese Kühe nicht allein so viel molken, daß noch Butter verkauft werden konnte, sondern sie auch oft fett verkauft wurden, so war natürlich kein bestimmter Etat des Futters zu machen, denn immer wurde zu Gunsten der Kühe des Schäfers dage— gen gehandelt. Darum ließ ich meinen Schäfer keine Kühe halten, sondern gab ihm außer dem Deputat an Körnern, Kartoffel⸗-, Flachs- und Küchengewächsland und dem Baumgarten, noch 60 Rthl. zur Beköstigung für ihn, seine Familie, seine Knechte und Hunde; für dieses Geld konnte er sich Milch, Butter, Käse, Rahmen, was er al— les bei mir für einen bestimmten Preis erhalten konnte, kaufen. 9. 412. Ueberdem hatte ich noch zwei Knechte, wovon jeder 34 pCnt., folglich beide zusammen 7 pEnt. vom Werth der Schäferei als Caution erlegten, und eben so viel als jährlichen Lohn erhielten. — 2666— Der eine hütete den Schafhaufen, der andere den Hammelhaufen und jeder hatte über seine Heerde die spe⸗ cielle Aufsicht, doch lag ihm auch das Wohl der andern Heerden ob. Der Schafmeister sollte die Unteraufsicht äber das Ganze führen, aber die jungen Lämmer unter specielle Aufsicht nehmen und diese auch hüten. Bei dem Abgange eines Jeden wurde die Schäferei durch zwei Sachkenner, die jedes Mal von beiden Theilen erwählt wurden, taxirt, und von dem hierdurch ausge⸗ mittelten Werth der Schäferei erhielt der Abgehende seine „oder 34 pent. zurück, die zugleich der Neuangehende erlegte. Hierdurch war das Interesse eines Jeden an das In⸗ teresse seines Herrn innigst gebunden. Jedem mußte daran liegen, daß die Schäferei den möglich höchsten reinen Ertrag brachte und dabei der Werth desselben möglichst erhöhet wurde. Allen mußte daran liegen, daß die Heer— de den höchsten Punkt der Veredlung erlangte und in Hinsicht der Zahl den möglich höchsten Punkt erreichte. Einer war des andern Controlleur, weil jeder durch des andern Fahrlässigkeit litt. d. 413. In der Hauptsache bestätigte sich gleich im ersten Jahre die Vortrefflichkeit dieser getroffenen Einrichtung; meine Schäferei hob sich merklich empor, und mein Eifer zu ihrer Verbesserung wurde gut belohnt; doch war mir der Schafmeister in manchen Stücken im Wege. Erstens bildete er sich ein, daß er als Schafmeister eine vielgeltende Stimme habe, und sein Alter ihn berechtige, zuweilen an⸗ de L Mus haur lich lostso Rang für! died Sche unter deme Iu E dre den de sye⸗ aldern etaufscht ser untte chäfetn Theilen aus⸗ de seine jehende 6 Jn⸗ daran veinen öglicht je Hur⸗ und in reicht. ich des eksih chtung, in Est vur Gsihs gehende le an⸗ 5 — 187— ders, als ich es haben wollte, zu handeln, weil er sich im Vergleich mit mir einer mehrsährigen Erfahrung be— wußt war. Nur leider waren diese Erfahrungen mit Vor— urtheilen so durchflochten, daß nicht damit fortzukommen war. Selbst in der Eintheilung des Futters hatte ich stets meinen Aerger, denn, so reichlich auch der Futter— vorrath war, so war doch bis zur Lammzeit, trotz alles Redens und trotz aller ängstlichen Aufsicht, das beste Fut— ter verfüttert, und ich mußte zeitiger, als ich berechnet hätte, Futter aus meinem Rückenhalte hergeben, ohne daß die Schäferei dadurch gewonnen hätte, denn oft war so reichlich Futter vorgelegt, daß die Thiere es nicht auf— fressen konnten. Wie es mit dem Futter ging, so ging es in Hinsicht der Veredlung, hier wurde ich sichtlich und heimlich in der Ausführung meines Planes gestört.“ Hierzu kam noch eine gewaltige Faulheit, die sich hauptsächlich in der Pflege der jungen Lämmer sehr deut— lich zu meinem Nachtheil aussprach. Dann war mir die Ablohnung des Schäfers noch zu kostspielig, ich mußte nicht allein ihn, sondern auch eine ganze Familie ziemlich splendit ernähren, ohne daß ich da— für sonderlich entschädigt worden wäre. Vielmehr gab die Familie noch zu mancherlei Verdruß Veranlassung.— Dies Alles erfuhr ich nicht etwa nur an dem einen Schäfer, ich hatte dies schon bei allen Schafmeistern, die unter meiner Aufsicht standen, bei dem einen mehr, wie bei dem andern, erfahren, und sahe das nämliche fast bei al— len Schäfereien, die ich kennen lernte; ich konnte daher durch' die Annahme eines andern keine Besserung er— warten. §. 414. Diese gemachten Erfahrungen waren Veranlassung, daß ich den Schafmeister ganz abschaffte und folgende Ein— richtung traf: Einer der geprüften Schafknechte wurde zum Mei— sterknecht ernannt, und von ihm statt 34pEnt. nin 4pCnt. als Caution verlangt und als Lohn verwilligt. Ein zwei⸗ ter Knecht gab und erhielt 34 pEnt. und zum Lämmerhüten und Füttern wurde für den Sommer ein alter, fast ausge— dienter Schafknecht für fixirtes Lohn gemiethet, und ihm nur, wenn er die Lämmer gut hielt und wenig oder kein Abgang dabei war, ein Geschenk verwilligt und gereicht. Alle drei bekamen ihre Beköstigung aus meiner Kü— che. Der Meisterknecht hatte einige Autorität über die beiden andern, und alle Befehle und Anordnungen gingen durch ihn. Mit ihm wurde der Fütterungsplan entwor— fen, und von ihm die beste Ausführung desselben ge— fordert. §. 415. Hierdurch hatte ich alles erreicht, was ich nur zu er— reichen hoffen durfte. Glücklicherweise hatte ich einen Mei— sterknecht gefunden, der sich in Hinsicht seiner Liebe zu den Schafen und durch seine Thätigkeit, wie durch seine Ge— lehrigkeit vortheilhaft gegen viele seines Gleichen auszeich— nete; dieser guten Eigenschaften halber war ihm wohl hier und da ein kleiner Fehler zu verzeihen. der S 1 0 am b nen! so he unter alles schlg zuwel Mecdl sch denn se witts Hantes winn wäre hoher besteh Ung er⸗ lasurg de Ei m Mi⸗ 4pEft. in zwei rhüten ausge⸗ d ihm r kein eicht. Vr Hü⸗ uber de u gingel entwo⸗ ben ge— ur zu t⸗ en Me⸗ wie He⸗ uchich⸗ pohl Da er schon früher sah, daß ich mir im, bei der Pflege der Schäferei vorfallenden, Kleindienst manche Kenntnisse zu eigen gemacht hatte, und ich ihm von den Wegen, die am besten zur höchsten Veredlung der Heerde führten, ei— nen möglichst deutlichen Begriff beizubringen gesucht hatte, so bekam er eine für mich vortheilhafte Idee von mir, er unterwarf sich willig jeder meiner Anordnungen und führte alles nach meinem Wunsche aus. Wohl ließ ich ihn Vor⸗ schläge thun, und waren diese gut, so wurden sie auch zuweilen ausgeführt. Da er sah, daß beim Gang der Veredlung viel auf des Menschen Willen ankam, so suchte er sich auch die hierzu nöthigen Kenntnisse zu verschaffen, denn sein Gehalt steg, sobald wir in der Veredlung vor⸗ wärts kamen; er betrug zuletzt jährlich über 100 Rthl. baares Geld; ich gönnte ihm diesen gern, denn mein Ge⸗ winn an der Schäferei stieg im gleichen Verhältniß, und wäre dieser nicht gestiegen, so hätte ich in Ponitz, bei dem hohen Pacht und bei den geringen Getreidepreisen, nicht bestehen können.— F. 416. Der andere Knecht lernte sein Interesse bald kennen und pflegte die ihm anvertraute Heerde mit möglichster Sorgfalt. Viel ersparte ich bei dieser Einrichtung am Lohn des Schäfers, ich brauchte nicht mehr eine ganze Familie, die mir wenig nützte, zu ernähren; ich könnte anders über die Wohnung derselben, und über den an dieser Woh— nung gelegenen Obst- und Küchengarten weiter disponi⸗ ren und sie benutzen. Sonst wurden die Lämmer gemeiniglich von den Kin⸗ dern des Schäfers gehütet, denn immer machte sich letzte— rer ein Geschäft, bei dem er seine Faulheit pflegen konnte; bei der neuen Einrichtung wurden sie von einem verstän⸗ digen Manne gewartet und gepflegt; daß dieses wirklich gut geschah, hierauf konnte ich um so leichter sehen und mich davon überzeugen, da ich die Lämmer immer in der Nähe hatte und sie auf keine entfernte Trifft gingen. Herrlich gediehen sie, und immer größer wurde, in Hin⸗ sicht des Körpers der Thiere, mein Schafstamm. §. 417. Ueber die Verbesserung der Weide habe ich schon im ersten Bande gesprochen, hier habe ich nur noch zu sagen, daß in der Benutzung derselben immer eine ängstliche Sorg— falt angewendet wurde. So wurden z. B. die trockensten Stellen immer möglichst bei trockner Witterung geschont, um bei einfallendem Regenwetter sie behüten zu können; dann wurde auch dafür gesorgt, daß nach Umreißung der Brache bis zur Ernte kein Mangel an Weide eintrat; es wurden zu diesem Zweck Stellen, die immerwährend als Weideplätze dienten, oder einschürig als Wiesen benutzt wurden, geschont; auch wurde mancher außergerichtliche Vergleich von Jahr zu Jahr mit verständigen Bauern, auf deren Grundstück ich das Recht der Schaftrifft ausüben konnte, geschlossen, wodurch sie und ich Gewinn hatten. Was ich in Hinsicht des Kleesäens that, sagte ich auch schon im ersten Bande, und gewann so für die sogenannte Hungerperiode der Schafe manches gute Weideplätzchen, aber auch manches andere Plätzchen wurde mir zu diesem —2 dits⸗ Hee sie Etal in E großet Wickli 8 d ich d ich! feln cher u Kün⸗ Hlczte⸗ funtt; erstan⸗ wirlic en md in der Iingeh. n H on im sagen, Sorg⸗ Kensten eschont fonmes; ung det kat; 65 nd als benutzt chtlich ku, auf usübn hatt IX nnlte ihen, Nsem Zwecke vom Eigenthümer geschont, wenn ich ihm auf eine andere Weise in Benutzung seiner Grundstücke mehr Frei⸗ heit ließ, und so haben meine Heerden nie Hunger lei⸗ den dürfen. 448. Fiel anhaltendes Regenwetter ein, so war auf diesen Fall immer einiges Futter vorräthig, was den Heerden im Stalle vor geworfen werden konnte; wurden sie auch noch auf möglichst trockene Stellen nach dieser Stallfütterung ausgetrieben, so hatten sie sich doch fast im Stalle schon satt gefressen, sie fielen demnach nicht mit großem Hunger über das Weidegras her, sie fraßen auch wirklich das Dürrfutter in solchen nassen Tagen lieber als das völlig nasse Gras. In den ersten Jahren, wo ich es noch zu keinem Futtervorrath bringen konnte, nahm ich meine Zuflucht zum Hafer, wo ich mit einigen Schef— feln viel ausrichten konnte. Auf diese Weise wurde man— cher Krankheit und daher manchem Verlust vorgebeugt. §. 419. Ueber die Stallfütterung der Schafe habe ich zwar bei meiner eigenen Schäferei keine Erfahrungen gemacht, doch da ich Rochsburg oft besuchen durfte, von dem er— lauchten Herrn Besitzer immer mit besonderer Güte aufge— nommen wurde und über die Schafzucht von diesem gro— ßen scharfsinnigen Schafzüchter viele Belehrungen erhielt, so kann ich wohl sagen, daß ich die Stallfütterung der Schafe ziemlich genau kenne. Der Klee ist in Rochsburg die Hauptfütterung für den Sommer und für den Winter. Grün wird er, um in Hinsicht des Aufblähens ganz sicher zu gehen, nicht eher verfüttert, als bis die Blütknospen an demselben zum Vorschein kommen. Im Anfange dieser Einrichtung mögen mehrere Thiere durch die Fütterung des jungen Klee's geopfert worden seyn, und dies hat den Herrn Besitzer dieser herrlichen Schäferei mit Recht ängstlich gemacht. Doch, glaube ich, daß, wenn der junge Klee mit Ueberkehr, mit Gerst⸗ oder Haferstroh oder Heu, oder Grummet anfänglich gut ver— mengt würde, er ziemlich früh für die Schafe gefüttert werden könnte. Denn früher fürchtete ich mich auch, den Klee eher für die Kühe zu füttern als bis er Blütknospen hatte, da selbst dann noch zuweilen ein Stück aufblähete, und in mehrern benachbarten Wirthschaften sogar nochStücken star— ben, deshalb immer noch mit großer Aengstlichkeit selbst dieser ältere Klee gefüttert wurde. Späterhin glaubte ich gefunden zu haben, daß es nicht sowohl die Jugend des Klee's allein sey, welche das Aufblähen hervorbringe, son— dern vielmehr das gierige Fressen der ungewohnten delika⸗ ten Fütterung das meiste dazu beitrage. Daher ließ ich den Klee früher zur Grünfütterung abmähen, und zuerst sehr wenig davon unter Ueberkehr mengen, späterhin wur— de immer mehr und mehr Klee und weniger Ueberkehr un— tergemengt. So mußten entweder die Kühe ihr Lieblings— futter, den Klee, mühsam hervorsuchen, wodurch das gie— rige Fressen schon vermieden wurde, oder sie waren ge— zwungen, zugleich mit Ueberkehr zu verschlucken, und nie konnten sie viel Klee auf ein Mal fressen. Nach und nach gewoh rcht i der K selbe nunl! saure auch! ebenfẽ bei di tet ic hoch t ab. telt/ de bigertt uuhe K dohtr: ben, bei de Beson denn d suckel mähen bielme mehr, das K 2 gtigst dete M 8 gese Shn kung für el, um N, nicht uben un re Baan t Worden herlichen aube ich, st⸗ oder ut ver⸗ füttert en Klee hatte, und in en star⸗ it selbt ubte ic end des 96 son⸗ dellks⸗ licß ich zuerst uwut⸗ hr l⸗ blgs⸗ 0 g⸗ 1h g⸗ o nie fach gewöhnten sie sich daran; sie sahen, daß ihnen ihr Leibge— richt immer vorgelegt wurde, wogegen es im Anfange der Kleefütterung scheint, als fürchteten sie, daß ihnen der— selbe nicht sogleich wieder zu Theil würde Sie fraßen nun langsam, die in den Eingeweiden gebildete Kohlen⸗ säure hatte nun Zeit, nach und nach zu entweichen, da auch die Luftröhre nicht mit Kleeballen verstopft wurde, die ebenfalls Folgen des gierigen Fressens waren, und mir ist bei diesem Verfähren nie ein Stück aufgeblähet, ohnerach— tet ich schon den Klee sütterte, wenn er kaum einige Zoll hoch war; in einem Jahr geschah dies schon vom 7. Mai ab. Die Luzerne habe ich noch früher, eben so, verfüt⸗ tert, da sie früher mähbar war. Von dieser habe ich aber bemerkt, daß sie weniger ein Aufblähen veranlasset als der rothe Klee, wahrscheinlich weil sie vom Vieh nicht so gern, daher auch nicht so gierig wie dieser, gefressen wird. Meine Erfahrungen veranlassen mich zu dem Glau⸗ ben, daß der Klee, jung verfüttert, besser füttert, und bei den Kühen mehrere Milch hervorbringt, als der ältere. Besonders ist dies der Fall, wenn derselbe sehr fett steht, denn dann faulen bald die untern Blätter ab, und der starke Stengel wird kraftloser. Daß ich durch das Früh⸗ mähen keinen Verlust bemerkte, habe ich schon gesagt; vielmehr gewann ich bei dreimaligem Mähen noch etwas mehr, und durch das öftere und frühere Mähen wurde das Kleefeld dichter bedeckt. Der Herr Graf von Schönburg wird mir gütigst verzeihen, daß ich meine auf Erfahrung gegrün— dete Meinung in Hinsicht der Kleefutterung hier mittheile; es geschieht dies einzig und allein um der guten Sache Schmalz, Erf. II. N — 194— wellen, denn mancher, der den großen Vortheil der Stall— fütterung der Schafe erkennt, fürchtet sich vor der An— schaffung der großen Menge Dürrfutter, welches wenig— stens vom Ende Oetober an bis in den Juni reichen muß. In Rochsburg ist nun ein Mal die Einrichtung getroffen, es sind Menschen genug zum Trocknen des Klees herbeige— schafft und die Sache gehet herrlich. Aber wer erst die Stallfütterung einführen will, dem wird allerdings der Anfang schwerer, wenn schlechterdings nur Klee mit Blüt— knospen grün verfüttert werden muß. Vielen Landwir— then würde es schwer, die nöthige Menschenzahl zum Trock— nen des Klee's aufzutreiben. §. 420. Außer dem Klee werden auch Wicken grün ver⸗ füttert. Das Futter wird von Ochsen täglich drei Mal zum Stall gebracht und dort auch auf drei Mal in die Raufen eingefüttert. Die Heerden sind den größten Theil des Tages im Stalle, und nur während des Einfütterns wird jede Heerde einzeln in den am Stall verzäunten und mit Stroh be— streueten Platz gelassen, auf dem sie sich herumtummeln; doch gehen sie jedes Mal sehr gern in den Stall zurück, und befinden sich da ungemein wohl. §. 421. Zwar habe ich in Rochsburg das Futter nie gewo— gen, doch glaube ich, daß ich nach dem bloßen Augenmaß die jeden Tag gefütterte Quantität Futter so ziemlich rich⸗ 0 be ehnen töglio wird gefüt feh, auf: froin nebent scht g V Sad Mubte Mänt nothi Ht. B. hyitth, lienen Rößte ausme kenthe Weide eohal amme hr Etal. Hr der M⸗ ihes weniz In nuß. I getroffn, R s herbog wer erst lerdings y ee mit Iliz n Landwi⸗ zum Troc⸗ grüs ver⸗ Mal zun die Mufth —6 Tag d sede Hatd t Ettoh be rumtummehh Wzuräck, ul Uttet fie gebs enlh ich tig beurtheilen konnte, da ich oft grünen Klee in meiner eignen Wirthschaft gewogen hatte; und so habe ich das tägliche Futter eines Stücks auf 9 bis 10 Pfund geschätzt. Ist der Klee ziemlich alt und daher blätterärmer, so wird mehr, vielleicht 12 bis 13 Pfund für ein Stück, ein⸗ gefüttert. Dann lassen sie aber die Stengel in den Rau— fen, die vor jedem Mal Einfüttern herausgenommen, und auf einem, vor dem Schafstall, gegen Mittag gelegenen freien Platz ausgebreitet und hier von den Schafwärtern nebenbei mit getrocknet werden; sie dienen dann als ein sehr gutes Winterfutter für die Zugochsen. 9. 422. In Rochsburg selbst stehen gewöhnlich circa 500 Stück ohne die Lämmer; nämlich die jungen und alten Mutterschafe und die Böcke. Diese Heerde wird von zwei Männern gepflegt und gefüttert und von ihnen auch das nöthige Futter gehauen. Beim jedesmaligen Füttern ist entweder der erlauchte Hr. Besitzer, oder dessen Herr Inspector, oder ein junger Land⸗ wirth, der stets zur Hülfe des Herrn Inspectors und zum Er⸗ lernen in Rochsburg ist, zugegen; und so findet immer die größte Pünktlichkeit und Accuratesse statt. Mehr noch, als die in Rochsburg stehende Heerde ausmacht, stehen auf zwei Vorwerken, die ebenfalls größ⸗ tentheils im Stalle gefüttert und nur, um eine kleine Fläche Weide zu benutzen, zuweilen ausgetrieben werden, doch deshalb immer noch im Stalle ihr gutes Futter be⸗ kommen. ö —— ‚‚ 196 §. 423. Der Stall in Rochsburg steht auf einem sehr erhabe— nen luftigen. Orte, und die Wände bestehen nur aus Fachwerk. Die fünf Thore stehen im Sommer beständig offen und nur Horden sind vorgezogen. Der Dünger wird in der Regel nur ein Mal im Jahre zu Raps und Rübsen ausgefahren; er liegt oft über fünf Fuß hoch im Stalle. Er ist immer sehr speckig und gar nicht, wie der gewöhnli⸗ che Schafmist, trocken, was von der saftreichen Grünfüt⸗ terung herkömmt. Es wird sehr oft Weitzen⸗ oder Rok⸗ kenstroh eingestreuet. Die Mistgauche wird außerhalb des Stalles aufgefan⸗ gen und zur Düngung benutzt. Man sieht, an alles wird gedacht und alles benutzt, nichts geht verloren.— §. 424. Die im Rochsburger Schafstall befindlichen Raufen sind von dem Herrn Grafen von Schönburg selbst er— funden. Sie sind ganz zweckmäßig und die Wolle kann so gar nicht durch das Futter verunreinigt werden, auch kein Futter verloren gehen. Der Herr Professor Sturm hat sie in seinem Jahrbuche genau beschrieben und eine Abbildung derselben beigefügt. Ich bin so von ihrem Werth überzeugt, daß ich künftighin keine andern Schafraufen haben werde. §. 425. In Rochsburg findet keine immer bestimmte Frucht⸗ folge statt, sondern man kann die Bewirthschaftung eine fthe etd nderr rathen Noel, Vlte v Rdöntt hlith Miste pfugt Rühse 4 ie Sd Es wal selben und ni sürchte D * ung b Glege Hethche— d indi on r wirdei nd Rübsi im Stalh gewohnl⸗ Grünfl der Rol⸗ ufgefan⸗ les witd n Rausth selbt es dole fanm „ aulh Eturm und eile em Wult aftanft gucht⸗ hung ine freie nennen. Der Herr Besitzer macht fast alle Jahre, so wie es die stattfindenden Verhältnisse für gut heißen, Ab— änderungen, die immer den Scharfsinn des Directors ver— rathen. Die erste Frucht nach sehr starker Düngung war im— mer Raps oder Rübsen, hierauf folgte Weitzen, dann Klee, hinter dem Klee blieb sich die Fruchtfolge nicht im— mer gleich, sie war aber immer größtentheils auf Futter⸗ bau berechnet. F. 426. Der Hafer, nach dem Raps folgen soll, stand in der Regel sehr üppig, er wurde, wenn er Körner ansetzen wollte und noch recht blätterreich war, gehauen und ge— trocknet; da er gewöhnlich früh gesäet war, so konnte dies zeitig, vielleicht im Juni geschehen. Hierauf wurde der Mist aufgefahren und noch drei Mal bis Mitte August ge— pflügt, wo dann nach der dritten Furche der Raps oder Rübsen gesäet wurde. Dieses Haferheu war ein herrliches Winterfutter für die Schafe; es war kraftreich und sie fraßen es sehr gern. Es war noch der Vortheil dabei, daß das Trocknen des⸗— selben sehr leicht, mit weniger Arbeit von statten ging, und nicht so leicht ein Verderben durch Regenwetter zu be⸗ fürchten war. 9. 427. Die Hauptvortheile dieser eingeführten Stallfütte— rung bestehen in der hohen Benutzung der Felder, in der Gelegenheit, eine sorgsamere Pflege auf die Thiere zu verwenden, sie bei egalem Futter gesund erhalten und zu einer ansehnlichen Größe bringen zu können; ferner, daß der Herr Besitzer die einzelnen Individuen besser kennen lernen konnte, als wenn sie im ganzen Sommer auf entfernte Triften hätten gehen müssen. Es war demnach um so leich— ter, Beobachtungen in Hinsicht der Veredlung anzustellen, und eine möglichst zweckmäßige Auswahl der zur Zucht be— stimmten Thiere zu treffen. Die Wolle wurde nicht allein durch die Veredlung des Stammes in sich selbst verbessert, sondern auch durch das kraftvolle Futter und dadurch, daß die Thiere keiner rauhen Witterung ausgesetzt waren, wei— cher und elastischer. §. 428. Die höhere Benutzung der Felder war in Rochsburg sehr sichtbar; ohnmöglich hätten auf der nicht bedeu— tenden Fläche Feld, die der Herr Graf Ernst von Schönburg bewirthschaftete, so viele Schafe bei der Weidewirthschaft ernährt und dabei noch so viele verkäuf— liche Früchte erbauet werden können, als wirklich bei der eingeführten Stallfütterung ernährt und erbauet wurden. Die auswärtige Schaftrift wurde von einer mit dieser Rochsburger in gar keiner Verbindung stehenden Schäfe— rei, welche den beiden Herren Brüdern, Grafen von Schönburg-Rochsburg, gemeinschaftlich gehörte, benutzt; und die eine Hälfte des zu Rochsburg gehörigen Feldes wurde von dem Herrn Grafen Heinrich von Schönburg bewirthschaftet. Die ungemein schönen Früchte, die in jedem Jahre auf den Rochsburger Feldern standen, mußten um so mehr d— urbod det Uepp angt Vei 9e sindh tenhe 1u A 50 un fl terf beit pflä such Sch oder voll rung Dag noth schot uf nit z und zu , daß Rrgeg dufferntz fsolih gustllg, zucht ds cht allan erbesert, irch, daß N, wai⸗ Hobutg bedu⸗ ust von bei de betfäuf⸗ bii der wurden. t diset Schafe⸗ ubof gehöt chilhe dih don Yhte so mehr die Bewunderung des Unbefangenen erregen, da der Ak— kerboden keine ausgezeichnete natürliche Güte besaß, son— dern sogar schlecht zu nennen war. Um so mehr stach die Ueppigkeit der gräflichen Früchte gegen die Früchte der angrenzenden Felder ab. Aus dem erbaueten Raps und Weitzen wurde eine sehr bedeutende Summe baares Geld gewonnen. 9. 429. Die Rochsburger Schafe strotzten wirklich von Ge— sundheit; es gehörte ein krankes Stück zur größesten Sel— tenheit. Wenn die Weideschafe im Sommer auf einem wei— ten Marsche nach dem Weideplatz sich erhitzen und ermat— ten und vielleicht hinterher wieder Gelegenheit zum Erkäl⸗ ten finden; wenn sie bei rauher ungesunder Witterung un⸗ ter freiem Himmel zubringen müssen; wenn sie zuweilen bei trockner Witterung und nachdem die Brachen umge— pflügt sind, sehr mühsam ein ärmliches Futter zusammen suchen müssen: so können während dem die Rochsburger Schafe entweder in ihrem kühlen luftigen Stalle ruhen, oder das ihnen ein Mal wie das andere vorgelegte kraft— volle Futter mit Gemächlichkeit verzehren. Die Witte— rung kann wenig auf sie wirken; denn für die regnigten Tage liegt immer genug Dürrfutter parat, damit nicht nöthig ist, ihnen das sehr nasse Futter vorzulegen. Erkrankt ja zuweilen ein Stück, was aber, wie schon gesagt, sehr selten ist, so wird es eher, wie dies auf der Weide möglich ist, bemerkt, und schneller und mit mehr Sorgfalt kann eine Kur unternommen werden. 9. 430. Der Feinheit und Schönheit der Wolle war unter den sächsischen Wollfabrikanten und Wollhändlern und von den Landwirthen, die Rochsburg besuchten, allge⸗ mein anerkannt. Erstere bestätigten dies Anerkenntniß dadurch, daß sie den Stein à 22 Pfund der Rochsburger Wolle mit 38 Rthl. sächsisch— 404 Rthl. preußisch be— zahlten, und letztere dadurch, daß sie einen Rochsburger Bock für 50 Rthl. und ein ausgemärztes Mutterschaf für 10 Rthl. sächsisch kauften. §. 431. Es ist von Einigen dieser Schäferei Schuld gegeben, daß die Thiere derselben keine dichten Vließe hätten; vor mehrern Jahren konnte dieser Vorwurf, so wie dies bei den meisten Schäfereien der Fall ist, wohl einzelne Indi— viduen treffen, aber da mit ungemeiner Sorgfält schon ohngefähr 18 Jahr, so lange die Stallfütterung dieser Schäferei schon besteht, bei der Auswahl der zur Zucht bestimmten Thiere zu Werke gegangen wurde, und beson— ders seit mehrern der letzten Jahre die Dichtheit der Wolle berücksichtigt wurde, so war es möglich, daß sich jetzt so⸗ gar auch in dieser Hinsicht die Rochsburger Schäferei vortheilhaft gegen andere auszeichnet. Bei der ungemeinen Länge der Rochsburger Wolle konnte wohl auf den ersten Augenblick das Vließ dünn er— scheinen, aber bei näherer Untersuchung wird jeder Unbe— fangene oft seinen Irrthum gewähr werden. Vielleicht wird auch der Stand der Wolle nicht im gleichen Verhältniß zur Ausdehnung des immer größer ul In u „ dlh kkeming Hebucge Hisch d hoburge Haf fit geben, bvor es bei Indi— t schon 3 diese duht beßoh⸗ Volle eht so⸗ häfttei Wole im Mh t in ͤßte werdenden Körpers des Rochsburger Schafstammes dicht. Aber deshalb wird das größere Rochsburger Schaf bei gleicher Fütterung nicht weniger Wolle als das kleinere aus einer andern Familie geben. Ich habe, besonders in der letzten Zeit, wo ich noch Rochsburg besuchen konnte, nichts von der mindern Dichtheit der Vließe auffinden können. Aber wohl habe ich immer den reichlichen Wollertrag bei der Schur, wo— bei ich mehrere Male zugegen war, bewundern müssen. 9 Pfund Wolle von einem Hammel war keine Seltenheit; freilich war diese Wolle nicht geschwemmt, und viel wog der darin befindliche Schmutz; doch habe ich ausgemittelt, daß von diesen 9 Pfund über 42 Pfund völlig reingewa⸗ schene Wolle, so wie sie der Fabrikar? braucht, gewon— nen wurde. Da nun der Verlust der Wolle, die auf dem Schafe gewaschen worden war, nach der Wäsche, die der Fabrikant anwendet, immer noch wenigstens 25 pCent be⸗ trägt, dies also den 42 Pfund zugesetzt werden muß, so würde ein Rochsburger Hammel immer zwischen 54 bis 6 Pfund geschwemmte Wolle haben. Mehrere Böcke lieferten über t Pfund ungewaschene Wolle. Ich glaube, dieser Wollgewinn ist hoch genug, um daraus zu sehen, daß die Wolle nicht dünn stehen kann. War es wirklich bei einigen Individuen der Fall, daß die Wolle nicht so dicht stand, als man es wünschen darf, so war dies wohl nicht Folge der Stallfütterung, sondern es konnte nur in der Eigenheit der Schaffamilie liegen. Da aber die Mehrzahl dichte Vließe hatte, so werden jetzt schon durch die weise und ängstliche Sorgfalt des Herrn Besitzers keine Thiere mit dünn stehender Wolle mehr zu finden seyn, denn leichter lassen sich die Thiere mit dünnem Vließ ausrotten, als die Güte der Wolle sich auf den höchsten Punkt der Vollkommenheit— dem wohl die Rochs⸗ burger nahe ist— bringen läßt. Auch in meiner eignen Schäferei habe ich nichts von dem dünnen Stand der Wolle bemerkt, ohnerachtet sie zu⸗ letzt größtentheils aus Abkömmlingen der Rochsburger Schäferei bestand. Ich habe von meinen Rochsburger Böcken immer von jedem 5 bis 6 Pfund Wolle geschoren, und im Durchschnitt haben mir immer 8 Stück von mei⸗ ner Heerde ziemlich einen Stein Wolle gegeben. 9. 432. Daß die Stallfütterung mit den Schafen nicht allein ausführbar ist, sondern auch ungemeinen Vortheil ge— währt, dies ist in Rochsburg zur unumstößlichen Gewiß⸗ heit geworden; denn wenn so etwas so viele Jahre lang besteht, und die herrlichen Folgen davon so klar, wie in Rochsburg, vor Augen liegen, dann läßt sich wohl nichts mehr dawider einwenden. Daß die Einführung der Stallfütterung mit den Schafen anfänglich mehrere Schwierigkeiten, als mit dem Rindviehe hat, gebe ich gern zu, doch ohne sie zu kennen. Denn daß, wie audere behaupten, ein gar zu großer Vor⸗ rath an Heu und Stroh, ein größerer wie zur Stallfüt⸗ terung des Rindviehes, dazu gehört, kann ich nicht zu⸗ geben; da es mir nicht nöthig scheint, daß den Schafen länger als dem Rindvieh Dürrfutter gegeben wird. Ist ein Luzernefeld vorhanden, so kann in Sachsen, in den mehrsten Jahren bestimmt schon zu Ende Aprils oder An⸗ — 203— fang Mays Grünfutter, untermengt, gegeben wer⸗ den. Das Untermengen ist nur in den ersten drei Wochen nöthig, späterhin wird, bei einiger Aufsicht, kein Aujfblä⸗ hen auch ohne das Untermengen mehr zu fürchten seyn. Für regnerigte Tage habe ich auch bei der Weide— schäferei etwas Dürrfutter vorräthig gehabt, die Stallfütte— rung würde zu diesem Zweck keine größere Ouantität erfor— dern, denn der hohe Klee trocknet früher ab, als das auf der Erde liegende Gras, was sich das Schaf mühsam auf nasser Weide zusammen suchen muß. Meiner, auf Erfahrung gegründeten, Ansicht ge— mäß, hat es mehr Schwierigkeit, eine Weideschäferei in einen guten Zustand zu bringen und zu erhalten, als dies bei einer Stallfütterungsschäferei ber Fall ist. Denn we— niger kann ich den Schafknecht auf der, oft entfernten, Weide kontroliren, als ich das kann, wenn er die Schafe im Stalle füttert. Auf der Weide kommt alles auf den Schafknecht an, ist das ein unwissender, nachlässiger oder wohl gar schlechter Mensch, so kann er mir binnen weni— gen Stunden eine große Heerde Schafe verderben, und viele davon umbringen, denn er darf sie nur durch starkes Treiben an einem warmen Tag erhitzen, und dann sie sau⸗ fen lassen, oder sie an einer Stelle weiden, die ihnen schäd⸗ lich ist, so ist der Schade geschehen. Alles dieses kann, werden die Schafe im Stalle gefüttert, nicht vorfallen, bei einiger Aufsicht(die leicht statt finden kann, da der Schafstall in der Regel nahe am Hofe oder im Hofe selbst steht, und oft vor demselben vorbeigegangen wird) kann das ganze Fütterungsgeschäft und die übrige Pflege der Schafe in eine sehr große Ordnung gebracht und darin erhal— — 24 ten, und so fast jedem Uebel vorgebeugt werden. Man sehe nur, wie es in dieser Hinsicht in Rochsburg zugeht; da ist keine Spur sichtbar, daß die Stallfütterung nur ir⸗ gend eine Schwierigkeit verursachen kann, es geht da al⸗ les wie an einem Schnürchen. Selbst die kleinen Abän— derungen, die der Herr Graf zuweilen in Hinsicht der Schäferei oder in seiner Wirthschaft überhaupt trifft, wer⸗ den in der Regel ohne die geringste Schwierigkeit ge⸗ macht. 9. 438. Wenn bei dem, in den Jahren 1813 und 1814, in Sachsen allgemein herrschenden Schafsterben, die Rochs⸗ burger Schäferei allein gesund da stand(wie dies wohl der Fall seyn wird, da der Herr Graf in mehrern seiner gütigst an mich erlassenen Schreiben, nicht allein nichts von ei⸗ nem Unfall seiner Schäferei erwähnt, vielmehr immer große Zufriedenheit über den Zustand derselben äußert), so spricht dies gewiß schon einen großen Vortheil der Stall⸗ fütterung der Schafe sehr deutlich aus. Gewiß holten sich die andern sächsischen Schäfereien den Tod auf der Weide, mochte dieser durch Ansteckung oder durch die un— günstige Witterung veranlasset worden seyn. §. 434. Unräthlich wird es wohl seyn, in einem Jahre die Stallfütterung mit einer bedeutenden Heerde Rindvieh und mit einer großen Heerde Schafe zugleich einführen zu wollen; es gehört für beide einzeln nicht allein ein bedeu⸗ tender Vorrath von Futter, sondern auch anfänglich eine Nan hugeht; uur it. t da al⸗ n Min⸗ ssht de st, Hl it g 4, in ochs⸗ der augs au ei⸗ immer t)/ so Ctall⸗ holten uf det die ul⸗ chte di bich M tan I beal⸗ ch ene „ 2035 vermehrte Aufsicht, letztere wenigstens so lange, bis die Wärter sich eingerichtet haben. Gut wird es seyn, zuerst die Stallfütterung des Rindviehes einzuführen, und be— steht diese schon zwei bis drei Jahre, dann kann sie erst mit einem Theil, vielleicht mit den Lämmern, oder zugleich mit den Mutterschafen eingeführt werden. 9. 465. Es versteht sich von selbst, daß es unklug gehandelt seyn würde, wenn ich eine auswärtige, nicht unbedeu— tende Trift habe, entweder auf fremden Grundstücken oder auf einer eigenthümlichen Fläche, die ich nicht besser als zur Weide für Schafe benutzen kann, und dennoch die Stallfütterung mit der ganzen Schäferei einführen wollte; denn da würde zur Erzeugung des Futters, wollte ich die— selbe Zahl Schafe beibehalten, eine große Menge Feld, was vielleicht besser zu benutzen wäre, aufgeopfert werden müssen, oder ich könnte viel weniger Schafe halten; bei beiden Fällen würde ein bedeutender Rückschlag des Einkommens statt finden. Nur kann es allerdings Vortheil gewähren, wenn ich jene auswärtige Trift nur mit einem Theil mei— ner Schäferei, vielleicht mit den Hammeln, benutze, den andern Theil aber im Stalle füttere und vielleicht so grö⸗ ßere Heerden ernähre. Den Theil der Schäferei, den ich auf eigenen nahe gelegenen Grundstücken bei der Weide— wirthschaft ernähren muß, kann ich auf jeden Fall bei ein⸗ geführter Stallfütterung vergrößern, und demohnerachtet den Getreidebau vermehren; denn in den meisten Fällen wird die privative Weide, die sich zur Schafweide eignet, sich auch zu Felde eignen, und ausgemacht bleibt es, daß — 206— auch in den meisten Fällen vermittelst der Stallfütterung mehr Vieh von einer gegebenen Fläche zu ernähren ist, als dies durch das Abweiden möglich seyn kann. 9. 436, Für hinreichendes Sommer- und Winterfutter muß natürlich der sorgen, wer die Stallfütterung seines Vie— hes einführen will, denn wenn es ein Mal Hunger leiden soll, so ist es freilich besser, es leidet diesen auf der Weide, es ist dann weniger für die Besitzer bemerkbar, folglich weniger kränkend, und der unschuldigen Stallfütterung kann da nichts zur Last gelegt werden. Nur, ich sage es noch ein Mal, kann ich nicht zugeben, daß die Stallfüt— terung der Schafe mehr Futter erfordert, als in gleichem Verhältniß die Stallfütterung des Rindviehes. d. 437. Ist mit beiden, mit dem Rindviehe und mit den Schafen, die Stallfütterung eingerichtet, so kann der Di— rector derselben um so leichter, den Zeitkonjunkturen und den Ortsverhältnissen gemäß, die Zahl des einen vermeh— ren und die des andern vermindern, denn in Hinsicht der Fütterung ist es egal, ob er 9 bis 10 Schafe oder statt diesen eine Kuh zu ernähren hat. In Hinsicht der Weide ist dies nicht ganz egal, denn eine Weide, die sich für Schafe gut eignet, ist deshalb nicht zweckmäßig für Kühe, und so auch umgekehrt. Bei der Weidewirthschaft hängt der Ländwirth gemeiniglich von der ihm zu Gebote stehen— den Weide ab, welcher Art Thieren er den Vorzug in Hin— sicht der Zahl einräumen soll. Sogar in Hinsicht der Race tterung den ist, ldeh Vldd, folglic terung ge es llfüt⸗ chem nit den der Di⸗ ren und hermeh⸗ scht de e siatt Vedt sich fit r Kuhe ft hing 4 sth⸗ ist er beschränkt, denn es wird nicht rathsam seyn, auf eine Niederungsweide eine edle Race einzuführen, da in der Regel Schafe auf einer solchen kein hohes Alter er— reichen und vier Jahr alt werden; hierauf gehören nur Fleischer-Schafe. So wird auf einer Höheweide seiten eine Niederungskuh gedeihen. Bei der eingeführten Stall— fütterung bräucht der Landwirth nach allen diesen nicht zu fragen, er kann wählen, was er übrigens für rathsam hält; höchstens hat er den Stall umzuändern und viel— leicht aus einem Kuhstall einen Schafstall oder aus einem Schafstall einen Kuhstall zu machen. Zu diesen Verän— derungen könnten vielleicht gleich bei Erbauung der Ställe Vorkehrungen getroffen werden, damit sie dann bei vor— kommenden Fällen um so leichter ins Werk zu setzen wären. 9. 438. Der Hauptgewinn der Stallfütterung bleibt in Hin— sicht der Schafe in gleichem Verhältniß mit dem des Rind— viehes; der Dünger wird gegen die Weidewirthschaft um das Duplum vermehrt und so die Felder immer um ein bedeutendes verbessert. Um die Ausfuhr des Mistes nicht zu sehr bedeutend werden zu lassen, würde es räthlich seäyn, daß, wenn die Schäferei am Tage im Stall gefüttert wird, sie dennoch die Nächte in den Horden auf den Feldern liegt. Hier— durch würde nicht allein viele Fuhre erspart, sondern man würde auch nicht zu viel Stroh nöthig haben, was beson— ders in den ersten Jahren der Einführung von großer Wichtigkeit seyn würde, da immer im Anfange das Streu— stroh sehr eingetheilt werden muß. Aber auch späterhin, wenn nach der stärkern Düngung mehr und hinreichend Stroh gewonnen wird, wird das Horden mit den Schafen den Vortheil haben, daß den Kühen mehr Stroh unter— gestreuet und so der Dünger vermehrt werden kann. Bei der saftigen Grünfütterung können Kühe und Schafe vie— les Stroh in Dünger verwandeln, der immer ziemlich kraftvoll bleibt. 9. 439. Einige Landwirthe haben es versucht, die Schafe gleich auf dem Felde, mehr bei den Klee- und Wicken— feldern in Horden zu füttern. Hierdurch wird freilich viele Arbeit erspart, und so etwas gewonnen. Denn erstens ist das Futter so nicht weit zu schaffen, zweitens kein Mist hinauszufahren, denn die Horden werden täglich fortge— schlagen, und so in kurzer Zeit eine bedeutende Fläche be— düngt. Aber ich muß gestehen, daß mir dies nicht recht ge— fallen hat. Erstens wurde der Dünger nicht recht gut vertheilt, denn da, wo die Raufen standen, blieben einige Fuß breit ganz ohne Düngung und in der Mitte zwischen zwei Raufen kam der Dünger um so stärker zu liegen; zweitens waren die Schafe in den heißen Sommertagen gar zu sehr den Sonnenstrahlen ausgesetzt, sie ermatteten oft ganz und fraßen dann mit wenigem Appetit, was na— türlich auf ihr Gedeihen einen sehr nachtheiligen Einfluß haben mußte. Auch sind die Schafe jedem Gewitter und starken Regenwetter ausgesetzt. Um aber doch die Vortheile der Arbeitsersparung möglichst zu genießen, werde ich, sobald ich so glücklich hekde; fönnen ner M Schaf dersel weit! daß d auch a wonne denn d letgette Do sthen, Indets Cuncht das z men l. andern bau, cchlafen um R indur für de hinbri Hofe f so oft: nehmen Schng ihend Hhfen Mtet⸗ D e hi Jemlch Schafe Icken— biele stens Mist ᷑tge⸗ e be⸗ ht ge⸗ t u enige vischen legen; tagen atteten na⸗ Enffß tet n tlg Halch — 209— werde, die Stallfütterung mit den Schafen einführen zu können, mir einen Schafstall bauen lassen, der, gleich ei— ner Marktbude, transportabel und zerlegbar ist. Dieser Schafstall wird jederzeit da aufgerichtet, wo der Dünger derselben in der Nähe zu benutzen und das Futter nicht weit hinzuschaffen ist. Recht gut wird es möglich seyn, daß dieser Stall auf dem Kleefelde(in dessen Ermangelung auch auf dem Wickfelde) selbst stehen, und der darin ge— wonnene Dünger auf diesem Felde benutzt werden kann, denn die Kleestoppel muß bei mir in der Regel zu Win⸗ tergetreide gedüngt werden. Doch kann dieser Stall auch auf einem andern Felde stehen, worauf der Mist aufgefahren ist, da ja leicht, be— sonders bei der verbesserten Dreifelderwirthschaft, die Einrichtung getroffen werden kann, daß das Kleefeld und das zu Wintergetreide zu bedüngende Feld dicht beisam— men liegen. Zugleich in diesem Stall, der nur auf einer oder der andern Seite mit Bretern(deren schon, zum leichtern Auf— bau, mehrere an einander befestigt sind) verschlagen ist, schlafen die Schafknechte, und können ein Paar Ochsen zum Anfahren des Futters immer den ganzen Sommer hindurch stehen. Doch können dieselben Ochsen, welche für die Kühe das Futter aüfahren, auch das für die Schafe hinbringen, und des Nachts in einem Stalle auf dem Hofe stehen; wenn sie auf das Kleefeld gehen, können sie, so oft es nöthig ist, daß Streustroh mit zum Schafstall nehmen. Schmalz, Erf. II. — 210— Auf dem Platz, wo dieser Schafstall stehet, braucht kein Mist liegen zu bleiben, es wird da auch ohne Mist üppig wachsen. §. 440. In Hinsicht der Krankheiten beim Rindvieh habe ich glücklicher Weise fast gar keine Erfahrungen machen kön— nen, und dies aus dem simpeln Grunde, weil das Rind— vieh, was ich früher als Verwalter und späterhin als Pachter unter meiner Direction hatte, fast nie krank war. Vielleicht kam ein großer Theil dieses Glücks auf Rech— nung der Stallfütterung; denn nie habe ich die Rindvieh— zucht ohne Stallfütterung betrieben. Ohnerachtet ich auch über nicht viel Krankheiten der Schafe selbst Erfahrungen machte, so betrifft dies doch einige, und was ich wirklich erfuhr und bemerkte, stehe auch hier. 9. 44r. Als ich auf dem Rittergute Batzdorf bei Meißen war, hörte ich zu meinem großen Schreck, daß schon seit meh— rern Wochen auf der benachbarten Schäferei, die oft in nahe Berührung mit der Batzdorfer kam, die Räude recht derb ausgebrochen sey. Ich kannte diese Krankheit nur vom Hörensagen, aber als ein fürchterliches Uebel, und war daher sehr um die schöne hochveredelte Heerde meines Prinzipals besorgt. Ehe ich Lärm machte, veranstaltete ich in Gemeinschaft des Schäfers in allen Ställen eine genaue Untersuchung aller einzelnen Thiere der ganzen Heerde, und da fand sichs denn, daß zwei davon schon —— fam, ten tu Ieck halann. Mfunde Iu ch sihe& aunae line nomn selbst et hä fir s⸗ daß m oder 0 sem u mane bers 0 * schenar hem mi nit ein hnucht Mi habe ih hen koh, 5 Ald⸗ hin dls nk war. Rech⸗ Idpieh⸗ en der doch sehe n wor, t neh⸗ ost in de lecht heit uut H„ Maints Insae W1 oge galhen shon kleine Pusteln hatten und sich schon derb an Thüren, Wän— den und Säulen rieben. Diese beiden Thiere wurden sogleich entfernt vom Schafstall in einen Stall allein gestellt, und die räudi— gen Stellen mit der Feuchtigkeit, welche sich in den Ta— bakspfeifen sammelt, tüchtig gewaschen. Als ich von dieser Operation zu meinem Prinzipal kam, fand ich unsern Nachbar, den Besitzer jener erwähn— ten räudigen Schäferei. Da ich vermuthete, zu welchem Zweck er dies Mal uns besuchte, so machte ich ihm gleich bekannt, daß ich so eben zwei Patienten in unserer Heerde gefunden häe, und daß ich um seiner Verheimlichung wil— len nicht mit ihm zufrieden sey. Er entschuldigte sich, daß seine Schäfer wahrscheinlich durch Betrug fremdes Vieh unter seine Heerden gebracht hätten. Die Krankheit hätte eine Zeitlang schon in seiner Heerde ziemlich überhand ge— nommen, ohne daß man es ihm gesagt, oder daß er es selbst gewahr worden wäre; nur seit kurzer Zeit wisse er es; er hätte es nicht sogleich uns mitgetheilt, weil er es nicht für so schlimm gehalten hätte. Schon hatte ich erfahren, daß mehrere räudige Thiere, wahrscheinlich weil verkehrte oder gar keine Mittel angewendet worden waren, bei die— sem unsern Nachbar krepirt waren. Ein Beweis, daß man nie vorsichtig genug seyn und nicht zu viel Aufsicht über seine Heerden führen kann. Ich reiste nun sogleich nach Meißen zu einem Men— schenarzte, um dessen Meinung zu vernehmen, und zu ei— nem nicht ungeschickten Roßarzte. Beide berathschlagten mit einander, wie die Kur vorzunehmen wäre, und letz— O 2 — 212— terer nahm es über sich, die Kur mit meiner Hülfe zu un— ternehmen. Zuerst wurde Anstalt zur Schwemme und Schur ge— macht, was freilich zu dieser Jahreszeit(es war Septem— ber) bei dieser Schäferei ungewöhnlich war. Sogleich nach der Schur bekam jedes einzelne Stück der ganzen Heerde eine Latwerge, die aus Schwefelblumen und Flie— derbrei bestand. Das Eingeben dieser Arzenei ging folgen— der Art sehr rasch von statten. Vier Personen, der Thier— arzt, meine Wenigkeit, der Schäfer und einer der Schaf⸗ knechte, hatten jeder einen kleinen, anderthalb Zoll brei— ten hölzernen Spatel, mit dem ein wenig Latwerge, etwa von der Größe einer kleinen Wallnuß, aufgenommen und dem Schafe, was durch andere Personen stets herbei ge— bracht wurde, auf die Zunge gestrichen wurde. Zu diesem Zweck nahm ich das Thier zwischen die Füße, womit ich es fest hielt, mit der linken Hand umklammerte die Kinnlade, wodurch der Mund geöffnet wurde, strich die Latwerge auf den hintern Theil der Zunge, und hielt es so lange, bis es hintergeschluckt war, sodann wurde es in einen Ver— schlag gethan. In diesem Verschlag blieben sie etwas enge, gegen Zugluft geschützt, über 24 Stunden lang stehen, und er— hielten Schrot zum Fressen. Den folgenden Tag fand ein allgemeines Reiben unter den Thieren statt, alles drängte sich an die Wände, Raufen, Säulen u. dergl. um sich eine Güte zu erzeigen. An einigen wurden Pu— steln sichtbar, an andern nicht. Den zweiten Tag darauf wurde stärke Aschenlauge mit einer Tabaks-Abkochung in zwei Wännen so hoch ge— Echug schnee Hae sl vono über! thut sern Y väte licht 0 Helurn Ilede an unz durch Ne Po, sinein e die . Mill eu⸗ Shlt. Sctez Soglach r ganie und dle ij fulgn er Dhia Schaf⸗ oll brei⸗ e, etwa jen und bei ge— mZweck Hees fes Hunnlad, Werge auf ange, be nen Vl⸗ e„ egth und er⸗ Iag fad Ut, alis v. dahl urden lu⸗ Thllauge R gossen, daß darinnen bequem ein Schaf über und über gebadet werden konnte; in diesen beiden Wannen wurden nun wirklich alle Heerden, zusammen circa 600 Stück, einzeln gebadet und von Zeit zu Zeit die verbrauchte Badeflüssig— keit durch andere ersetzt; immer wurde sie lauwarm er— halten. Dieses Bad wurde noch ein Mal wiederholt, und die Räude nahm nicht nur nicht überhand, sondern war auch sehr schnell gänzlich geheilt. Bei einigen, wo sich viele Pusteln zeigten, wurde Schwefelsalbe eingerieben, um zu sehen, ob die Heilung schneller ging; so viel ich mich erinnere, fand deshalb keine schnellere Heilung statt. b. 442. Wenn die Räude, so wie die Krätze der Menschen, von Milben herrührt, wie Herr Dr. Walz in seiner Schrift, über die Natur und Behandlung der Schafräude, dar— thut, so sollte man wohl glauben, die Anwendung der äus⸗ sern Mittel, welche zur Tödtung dieser Milben hinwirkten, wäre hinreichend, und die innern überflüssig. Doch hat viel⸗ leicht dennoch die in Batzdorf angewendete innere Kur die Heilung der Krankheit befördert; der Schwefel und das Fliedermuß befördern die Ausdünstung, dies war vielleicht an und für sich schon gut; aber wahrscheinlich wurden durch diese Ausdünstung die Milben in die Höhe getrieben, die Poren der Haut, in die sich vielleicht diese Insecten hinein arbeiten, mehr geöffnet, und so konnte um so leich⸗ ter die Aetzlauge, von außen angewendet, die Tödtung der Milben bewirken. +·— 214— Die innern Mittel reinigten auch das Blut, die Thiere wurden bei der nahrhaften Schrot- und Heufütterung um so kräftiger, die Räude konnte deshalb nicht nachtheilig auf den Körper wirken und wurde um so schneller ge— heilt. Deshalb würde ich, wenn ich eine räudige Schaf⸗ heerde zu heilen hätte, neben einer äußern Kur, mehrere Male den Thieren Schwefel und Fliedermuß eingeben; wäre die Heerde schon lange räudig, so würde ich die Kur im Frühjahr, nach der Schur, vornehmen, sie eine Zeit— lang fortsetzen, die Heerde gut nähren und sie im ganzen Sommer nicht in ihren gewohnlichen Stall kommen lassen; aber sie gegen Erkältung zu schützen und die Ausdünstung, durch einen warmen Aufenthalt, der vielleicht eine Getrei— descheune seyn könnte, zu befördern suchen. Im gewöhnli— chen Schafstall würde ich alle Wände mit Kalk sorgfältig ausstreichen, einige Zoll tief den Fußboden zur Düngung einer Wiese ausfahren und Thüren und Fenster den gan— zen Sommer hindurch offen stehen lassen. Es versteht sich, daß dann gegen jede mögliche Anstek— kung von außen her, wie bei jeder reinen Schäferei, ängst— liche Sorgfalt angewendet werden müßte. 6. 448. Daß es unter den Schafen noch einen der Räude ähn— lichen Ausschlag gibt, der nicht ansteckend ist, davon bin ich durch eigne Erfahrung hinlänglich überzeugt worden. Ich unternahm in einem Winter von Ponitz aus eine Reise, die mehrere Tage währte; als ich zurück kam, fand ich zu— gleich, daß einer der Rochsburger Böcke, welcher sich im⸗ nt an nige l Meiste mich! nische gehab 5 X an di ihn st schmeh sh. Ihnliche hei den Hur, al vardopp Wenig neme 0 V n die mt a eingeri denn id bemaek so wen hatte d Hjtte cahy un achhez delee g⸗ Cchjf mehrere enz wätk Kur in ne Zet— ganzen lassen; nstung, Getrei⸗ wöhnli⸗ orgfaltg Düngung den gah⸗ HeNhstek⸗ angs⸗ znde ähl⸗ dabon bn vordel. aut Nase, dich u⸗ sch in⸗ — 215— mer am fettesten hielt, einen Ausschlag hatte, welcher ei⸗ nige Quadratzoll groß war; ich erschrak und rufte meinen Meisterknecht hinzu. Dieser lächelte, und sagte, ich solle mich nicht ängstigen, diesen Ausschlag hätten mehrere spa— nische Böcke auf den Schäfereien, wo er früher war, gehabt; er sey nicht ansteckend und verginge bald wieder, es wäre die Folge der allzugroßen Fettigkeit. Er habe es an diesem Bocke gleich nach meiner Abreise bemerkt und ihn seit dieser Zeit mehrere Male täglich mit Tabaks— schmergel eingerieben, wonach es schon besser geworden sey. Ich durchsuchte die ganze Heerde und fand nichts ähnliches weiter; ich wagte es demnach, ließ diesen Bock bei den übrigen stehen, und unternahm auch weiter keine Kur, als den Ausfluß aus den Pfeifen der Schafknechte, verdoppelte aber die Aufmerksamkeit. Dieser Bock heilte ab und verlor nur ein ganz klein wenig Wolle auf der ausgeschlagenen Stelle, und bei kei⸗ nem einzigen Stücke wurde etwas ähnliches sichtbar. Im nächsten Winter darauf fand sich das nämliche an diesem und noch einem Bocke, beide wurden wieder nur mit Tabaksschmergel, späterhin mit empyrevmatischem Oel eingerieben, in sehr kurzer Zeit war die Kur vollendet. Dieser Ausschlag war weder ansteckend noch erblich, denn ich habe ihn an keinem der Nachkommen dieser Böcke bemerkt. Das äußere Ansehen desselben war von der Räude so wenig verschieden, daß man nur ein räudiges Schaf hätte dagegen halten müssen, um den Unterschied aufzufin⸗ den. Die Pusteln waren trockner, mehligter Beschaffen⸗ heit. Es ist Schade, daß ich noch kein Mikrostop be— — 216— saß, um das Daseyn der Milben auszumitteln, die wahr— scheinlich zugegen waren. Verschieden war er dadurch von der Räude, daß er immer nur eine kleine Stelle, in beiden an der vordern Schulter, einnahm und sich nicht weiter verbreitete. Auch empfand das Thier weniger Jucken als dies bei der Räude der Fall ist, und dies wenige schien auch nur unmittelbar an der Ausschlägstelle statt zu finden. Sollten es die Flechten gewesen seyn, welche Tessier beschreibt? Ohnerachtet dieser Ausschlag in beiden oben erwähn— ten Fällen nicht ansteckend und erblich war, so rathe ich doch Jedem, im vorkommenden Fall, die möglich größeste Vorsicht an, denn der großen Aehnlichkeit halber könnte so leicht die eigentliche Räude einschleichen und großes Uebel anrichten. L. 444. Immer war ich so glücklich, sehr wenig drehkranke Schafe unter den unter mir habenden Heerden zu sehen. In Ponitz vergingen ein Mal zwei Jahre, in welchen nicht ein einziges sich fand, und ich mußte, weil ich gern diese Krankheit näher untersuchen wollte, mehrere Schafbesitzer bitten, daß sie mir, im Fall bei dem einen oder dem andern sich ein Dreher fände, selbigen auslieferten oder untersu⸗ chen ließen. Auf diese Art nur bekam ich einen drehkran— ken Jährling zur freien Disposition. Vorerst suchte ich an ihm eine weiche Stelle an der Hirnschale zn finden, als dies nicht möglich war, wurde das Thier geschlachtet und der Kopf geöffnet. Offenher⸗ line und K ule)5 haht. „ dgu bolder ete. Juh aude dr telbar an eAůsser rwähn⸗ sthe ich roßeste könnte großes tehktanke zu schen. hen nicht een diese ufbestzt mandert mtersi⸗ drehkrg IX 1 Hulde Ffher⸗ ——— ....... — zig gestehe ich, daß ich hierin aus Mangel an Uebung et— was ungeschickt verfuhr, und daß es demnach wohl mög— lich war, daß die zwei in der Gehirnhöhle gefundenen Ma— den(Oestrus ovis) aus der Nasenhöhle, während der Operation, gekommen seyn mochten; genug, ich fand diese Maden und hielt sie für die Ursache des Drehens. Ich zeigte sie einem benachbarten Thierarzte, der meiner Mei— nung beistimmte, und diese Maden als die alleinige Ursa— che der Drehkrankheit erkannte. Freilich hätte dieser gute eann mehr anatomische Kenntnisse als ich haben sollen, und daher wissen, daß diese Maden unmöglich in die Ge— hirnhohle kommen konnten. Ich sendete eine dieser Maden nach Jena, und der Hofrath Dr. Oken belehrte mich eines andern, und versicherte mir, daß diese Oestruslarven nur bis zu den Hoöͤhlungen in dem Stirnbein kommen könnten, und wahrscheinlich während der Oeffnung des Kopfs zum Ge— hirn gefallen wären. Bald darauf öffnete ich wieder den Kopf eines ge— schlachteten Thieres, an dem ich abermals keine weiche Stelle in der Hirnschale finden konnte. Hier fand ich die Wasserblase zwischen dem kleinen und großen Gehirn liegen. Ich hatte mehr Kenntnisse im Oeffnen der Köpfe be— kommen, die Blase war demnach ganz unverletzt und in der Nase fand sich Oestruslarve. Späterhin fanden sich auch wenige drehkranke Thiere unter meiner Heerde, ängstlich suchte ich nach weichen Stellen in der Hirnschale, aber nie war ich so glücklich eine zu finden, ich konnte demnach die gepriesene Operation und Kur mit keinem vornehmen. Da ich auch keine an— dere Hülfe kannte, so wählte ich alle Mal das Schlacht⸗ messer, um das noch brauchbare Fleisch benutzen zu kön— nen, welches immer sehr gut und ziemlich fett war, indem ich nie den Eintritt der dritten Periode der Krankheit ein— treten ließ. Jedes Mal öffnete ich den Kopf und fand fast alle Mal die Wasserblase zwischen beiden Gehirn. Das eine Mal nur lag sie in dem Vordertheile des großen Gehirns, so, daß ihr durch eine Operation durchaus nicht beizukom— men gewesen wäre. d. 445. Ein Mal fand ich gar keine Blase, wohl aber wieder zwei Oestruslarven in den Nasengängen. Da das Thier, woran ich diese Erscheinung fand, ein sogenannter Traber war, so ist mir es doch auch wahrscheinlich geworden, daß diese Made die Traberkrankheit hervorbringen kann, ohne daß Taenia socialis vorhanden sind. 6. 446. Aus den von mir angestellten Untersuchungen geht hervor, daß die Durchbohrung des Schädels nur in sehr wenigen Fällen anwendbar und heilend seyn wird. Da sich diese Krankheit in meinen Schäfereien nur sehr sel— ten zeigte, so finde ich so lange, als man keine sichere Kur ausfindig gemacht hat, es für das beste, die Dreh— kranken in der rechten Zeit zu schlachten, um doch keinen zu großen Verlust zu haben. ö zächt angs finde schei leich auf d Etich Etoße Isache du ke ucht! siih mein ling wur fernt Ph Läm stoße Wol 9el dern eseh Freßt las fast als Das ein Gehirns, hezukon⸗ wieder Thier, Taber Worden, n kann, gen geht in scht d. Da hr sel⸗ he schtte die Dih⸗ ch bott d. 44/7. Verdienstlich wird es seyn, wenn diejenigen Schaf— züchter, bei denen diese Krankheit häufig vorfällt, sich ängstlich bemühen, die wahre Entstehung derselben aufzu— finden. Ist diese gefunden, so können wir ihr sehr wahr— scheinlich auch vorbeugen, vielleicht auch deren Heilung leichter auffinden. Bis jetzt sind wir wohl der Entstehungsursache kaum auf der Spur, denn alles, was ich darüber las, hält nicht Stich. Am allerwenigsten kann ich zugeben, daß das Stoßen der Lämmer unter sich oder an die Raufen ꝛc. die Ursache dieser Krankheit seyn kann. Ich bin fest überzeugt, daß keine Lämmer muntrer seyn und keine sich einander mehr stoßen können als die meinigen in Ponitz waren und stießen, und demohnerachtet habe ich in den sechs Jahren meines Dortseyns nur zusammen fünf Stück Dreh— linge in dieser Heerde auffinden können. Während dem wurde fast alle Jahr in einer nicht zu weit von mir ent— ö fernten Schäferei in W. wenigstens der dritte Theil der Jährlinge drehend, ohne daß ich bemerkt habe, daß die Lämmer dieser Schäferei sich mehr wie die meinigen ge— stoßen hätten. Nicht, weil ich der Drehkrankheit dadurch vorbeugen wollte, ließ ich in den heißen Sommertagen Mittags eini— ge Stunden lang meine Lämmer im Stalle stehen, son— dern weil sie, waren sie den heißen Sonnenstrahlen aus— gesetzt, so sehr ermatteten, daß sie auf den ganzen Tag die Freßlust verloren. Doch könnte dies zu dem Glauben ver— anlassen, als hätte ich wirklich durch diese zwar zu einem andern Zweck angewendete Vorsorge, wirklich auch der Drehkrankheit unwillkührlich vorgebeugt, da schon Einige geglaubt haben, daß das Drehen von dem Stich der Son— ne herrühre. Nur habe ich bemerkt, daß mehrere Schaf— züchter ihre Lämmer, so wie ich, in den heißen Tagen Mittags im Stalle lassen, und dennoch viele Thiere bei ihnen drehend wurden. Mein Stall wurde weder zu warm noch zu kalt, son— dern nur luftig gehalten, aber doch in der untern Region die Zugluft vermieden. Aber auch in andern Ställen be— merkte ich dies Verfahren, und dennoch fanden sich häufig Drehkränke darin. §. 448. Durch Aufblähen sind mir in Ponitz fünf fast der schönsten Böcke auf folgende Weise krepirt. Zum Läm— merhirten wurde mir ein etliche zwanzig Jahr alter Schaf— knecht empfohlen, der in der Gegend von Halle zu Hause war. Er hütete die Lämmer und die Böcke auf der weißen Kleeweide, die unmittelbar an das Mähekleefeld anstieß. Eines Tages wunderte ich mich, daß meine Lämmer und Böcke zur ungewöhnlichen Zeit im Stalle standen; ich fragte nach dem Lämmerknecht, den niemand gesehen ha— ben wollte. Es blieb mir nichts übrig, als die Lämmer vor der Hand einen Tagelöhner austreiben zu lassen. Alle blieben fast den ganzen Tag über die Abwesenheit des Lämmerknechts in Ungewißheit. Späterhin ward es wohl gewiß, daß er davon gelaufen war, nur konnte sich niemand die Ursache erklären; bis ich endlich Zeit gewann, gegen Abend die Lämmerheerde zu besuchen und da fand, daß I s nach W NM buch her ie derSg, 1 Ccf in Iyn Hhiere b. falt, son uRggion ullen be⸗ haufg fast der um Läͤm⸗ er Schaf⸗ ju Haus et Weißtn anfieß met und den; ich chen ha— Eme ju hss. nheit d 6 al ld MM o, doß nicht, wie gewöhnlich, meine Lieblingsböcke auf mich zu— gelaufen kamen. Sogleich bemerkte ich, daß diese gerade beide und noch drei fehlten. Nun war es aber ungewiß, wo diese Thiere hingekommen waren. Mitgenommen konn— te er sie nicht haben, dies wäre etwas gefährliches gewesen, da er sie nicht schnell genug transportiren konnte, und alle fünf Böcke noch am vorigen Tage von mir gesehen worden waren. Erst den zweiten oder dritten Tag darauf, als ich das Kleefeld umging, wurde ich auf etwas im hohen Klee liegendes aufmerksam, und bei näherer Untersuchung fand ich meine fünf Böcke todt, und alle Spuren einer Auf⸗ blähung. Hinterher erfuhr ich, daß jemand bemerkt hatte, daß sich der Lämmerknecht von der Heerde entfernt und ins nahe gelegene Dorf begeben habe, während dem seyen die Böcke aus der Heerde heraus auf das nahe gelegene rähekleestück gelaufen. Wahrscheinlich fraßen sie auf dem nach dem Mähen wieder etwas herangewachsenen jungen Klee recht begierig, weil es etwas Verbotnes war, und der Hirt fand bei sei— ner Rückkehr diese fünf Stück entweder schon todt oder doch so, daß er ihnen nicht mehr zu helfen verstand; er fürchtete meine Strenge und machte sich aus dem Staube. Viel Kleider hatte er nicht, Kaution auch nicht gestellt, folglich war seine Flucht leicht. Ihn zu verfolgen, war unräthlich, da er außer Landes, im damaligen Westphalen, geboren und zu Häuse war. 9. 449. Ich erzähle diesen Fall zur Warnung für Andere, da er mich selbst belehrt hat. 1) Werde ich keine meiner Schaf— heerden einem Knecht anvertrauen, der weit her ist, den ich vorher nicht kannte, der keine Kaution gestellt und kein Interesse an dem Wohl und Wehe der ihm anvertrauten Heerde hat. 2) Ließ ich nach diesem Vorfall den künfti— gen Lämmerknecht stets ein luftdicht verschlossenes Fläsch— chen ungelöschten pulverisirten Kalk und ein kleines Trokar— etui mit Trokaren bei sich führen. Der Kalk war von meh— rern Landwirthen und Thierärzten, in einer kleinen Por— tion eingegeben, als ein ziemlich sicheres Mittel gegen die üblen Folgen des Aufblähens angerühmt worden, ich lehrte daher meinen Lämmerhirten den Gebrauch des Kal— kes und des Trokars; aber glücklicherweise war der Ge— brauch dieser Mittel künftig nicht erforderlich; ich hatte Knechte, die vorsichtig das Aufblähen vermieden. 3) Erfuhr ich durch diesen Fall, daß ich doch noch nicht oft genug meine Heerden auf der Weide besuchte, was freilich auch nicht öfterer möglich war, da ich auch andere Ge— schäfte zu besorgen hatte, die nicht minder wichtig waren. Noch muß ich bemerken, daß mir nie ein Thier auf der weißen Kleeweide aufgeblähet ist. Die Schafe fressen den weißen Klee nicht so sehr gern, als sie den jungen ro— then fressen; und besonders im Anfange, ehe sie sich dar— an gewöhnt haben, fressen sie ihn sehr sparsam. Demohn— erachtet fressen sie sich späterhin nicht allein recht satt dar⸗ chem weiße einen lassen sterbe heu g d il schnel krankt Epei meng Nasid sie so Focke Ugleit dem A und d Thier, blleb, leß ich huterhe — 28— an, sondern er gedeihet ihnen auch recht gut, und kränk— Rr, liche fressen sich gesund daran. —h Mir wurde schriftlich versichert, daß einer meiner ehemaligen Herren Nachbarn, welcher den Werth des ud in welßen Klee's durch mich hatte kennen lernen, und sogar mun einen bedeutenden Theil habe hauen und dürre machen lunt lassen, bei dem allgemeinen in Sachsen hausenden Schaf— Hh sterben, fast gänzlich die Heerden, welche dieses weiße Klee— Tuobal⸗ heu gefressen haben, beim Leben erhalten hätte.— on meh⸗ en Por⸗ I. 451. 0 Zuweilen stellte sich bei einzelnen Stücken meiner Heer⸗ Kul⸗ den das sogenannte Blut, Rückenblut, Stickeblut, ein; Wch⸗ was in der Regel alle sächsischen Schäfer sehr leicht und ch hitt schnell Luuf solgende Art zu heilen wissen. legen das . 5 an Thier 935 und Aehzen anfänglich min einem mit uiht a Speichel bestrichenen Finger, zuletzt aber 35 einen zusam-— fül mengebogenen arten Strohhalm oder Hölzchen, aus dem ö Masidarm den verhärteten Mist so länge heraus, als 3. sie solchen erlangen können. Gewöhnlich kommen kleine 3 Flocken geronnenes, fast ganz schwarzgebranntes Blut zugleich mit heraus. Nachdem dies geschehen, lassen sie den Patienten unter Her uf, dem Auge zur Ader, womit gemeiniglich die Kur vollendet fe stest und die Krankheit gehoben ist. Bei einem Fall, wo das mgen t Thier, nach Anwendung dieser Mittel, dennoch krank sch dl⸗ blieb, und der Mist sich immer wieder von neuem erhitzte, Duohl⸗ ließ ich diesen zum zweiten Mal herausnehmen und gleich sil du⸗ hinterher ein Klystier von Seifenwasser setzen. Bald dar— auf mistete das Thier, fraß mit Appetit und wurde bald völlig gesund. §. 452. Gegen den starken Durchfall habe ich bei einem mir werthen Bock mit Vortheil rothen Wein angewendet. Ich gab ihm täglich ein halbes Glas ein, und schon den ersten Tag darauf war der Durchfall fast gänzlich weg, doch fuhr ich mit der Kur noch einige Tage fort. Neben— bei bekam er gutes Heu und etwas Harferkörner. Bei andern Thieren, welche am Durchfall litten, habe ich künstlichen Rum, täglich früh und Abends, jedes Mal ei— nen halben Eßlöffel voll eingegeben, mit Vortheil ange— wendet. Vielleicht trug der in diesem Rum befindliche Essigäther das Wesentliche zur erfolgten Heilung bei. Ich sah ein Mal, wie ein Schäfereibesitzer den Durch— fall seiner Lämmer, den sie durch unkluges Weiden auf einem Felde erhielten, worauf Mist in Häufen lag, der anhaltende Regen diesen Mist auslaugte und das Feld mit einer braunen Suppe überdeckte, dadurch heilen wollte, daß er ihnen oft Salz gab. Dieses viele Salz schwächte nicht nur an und für sich die Eingeweide, sondern die armen Thierchen soffen vielleicht nun wirklich das braune Wasser, weil sie nach dem Salz durstig wurden. Der Durchfall wurde immer ärger und es krepirte der größte Theil dieser vorher vorzüglich schönen Lämmer. Salz ist wohl das allerverkehrteste Mittel gegen den Durchfall. ahm, Krank bekam die bo Heilur nit d nichto pstten lchlkke! Wllse! 6 Hilf Mg ith N Hlet en rwün besond Unter! lscher gh b ey ů algewerdg i shnn x hiich uy 1. Nohah t. ltten, habe heb Mal ei⸗ heil ange⸗ bifnndliche gi. dn Duch⸗ Vedden af sen g, Hebn Wult⸗ schächt suden di 0 baust D. D e gift Uu. Duchl §. 453. Einige Lämmer wurden fast alle Jahre nach und nach lahm, ohne daß jemand den Grund auffinden konnte. Die Krankheit, gewöhnlich unter dem Namen der Stalllähme bekannt, scheint von rhevmatischer Beschaffenheit zu seyn, die von einer Erkältung herkommen mag. Oft fand die Heilung von selbst statt, nur hatte man doch viele Arbeit mit den Patienten, weil sie nicht stehen, folglich auch nicht ohne Hülfe saugen und fressen konnten. Zuweilen kre— pirten die Thierchen an dieser Krankheit. Griff wirklich letztere selbst an das Leben, oder krepirten die Patienten, weil sie sich doch nicht recht pflegen konnten, vielleicht auch die Hülfe beim Saugen zuweilen vergessen wurde? dies mag ich nicht bestimmt beantworten. Verschiedene Mittel wurden ohne Erfolg angewendet. Aber endlich wurde mir ein Mittel, welches jedes Mal den erwünschten Erfolg hatte, bekannt. Unter den Schweinen, besonders unter den jungen, existirt eine ähnliche Krankheit unter dem Namen Klamm, gegen diese rieth mir ein prak— tischer Landwirth folgendes Mittel: 3 Unzen Kampfer und & Unze venetianische Seife, aufgelöset in 1 Quart verstärkten Weingeist(Vorlauf). Hiermit die Füße der mit dem Klamm belasteten Schwei— ne so lange täglich zwei bis drei Mal gewaschen, bis das Uebel geheilt ist. Die große Aehnlichkeit dieser beiden Krankheiten ließ mich die gleiche Wirkung des angeführten Mittels schließen; ich wusch deshalb die vier Füße eines mit der Stalllähme befallenen Lammes täglich mehrere Mal mit angeführtem Schmalz, Erf. II. Y — 226 ãeHi Spiritus, und die Heilung erfolgte sehr schnell. Hinter— her habe ich mehrere stalllahme Lämmer auf diese Art ge— heilt, und auch andere, denen ich dieses Mittel nannte, haben gleiche Wirkung erfahren. Der Werth dieses Spiritus wird dadurch noch er— höht, daß er bei mehrern rhevmatischen Uebeln, bei Kräm— pfen und Verrenkungen, selbst bei Menschen, mit gutem Erfolg angewendet werden kann, weshalb man ihn nie ausgehen lassen, sondern immer vorräthig haben sollte. Gut verkorkt, bleibt er, in einer Flasche im Kühlen auf— bewahret, immer gut und gleich stark. §. 454. Die Grindmäuler bei Lämmern habe ich drei Mal unter meiner Heerde, doch nur bei einzelnen Thieren zwei Mal, wie sie schon 3 Jahr alt waren, gehabt. Die Hei— lung erfolgte, ohne daß ein Mittel dagegen angewendet worden wäre, und hatte nie nachtheilige Folgen. §. 455. Gleich im ersten Herbste, den ich in Ponitz verlebte, zeigte sich ein kleiner Anfang zur sogenannten Fäule unter meiner Schafheerde, deren Entstehung ich einem außer Dienst gelassenen Schafknecht, der Nachläsz⸗ sigkeit mit einem schlechten Herzen verband, zuschrieb. Mir war dieser Krankheit halber sehr bange und ich zog einen in der Nähe wohnenden Thierarzt deshalb zu Rathe. Damit wir beide uns von der Art der Krankheit sicher überzeugten, wurde das Schaf, was am mehrsten krank u schn untersu O — daß si! schens angst durchd fott; hingeg IMl aur eine lenbgh/ sthtgen Len veh De blech/ Das V sch ge l sihrx benes K Len Tan des Vet tanwur fir i boll un hren ud eine — 227— —6 zu seyn schien, geschlachtet, und nachher möglichst genau ä A f. untersucht. sal unt, Die Leber war so voller Egeln(Fasciola hepatica), daß sie ganz durchwühlet war und selbst lebendig zu seyn ich wͤh schien. Mit diesen Egeln wurden verschiedene Versuche higi angestellt; sie wurden z. B. mit Salz bestreuet, was ihnen „nt gun durchaus nicht nachtheilig zu seyn schien, sie lebten lange nan i fort; nach einer Bestreuung mit Zucker krümmten sie sich oben sih hingegen konvulsivisch und starben früher wie alle übrigen. uihln af Im lauen Wasser lebten sie viele Tage, trocken hingestellt nur einige Stunden; doch wurden die meisten wieder le⸗ bendig, sobald man läues Wasser auf sie goß. Nur wenn sie gegen acht Stunden trocken gelegen hatten, schien alles ö Leben von ihnen gewichen zu seyn. wu mn ö Das ganze Fleisch des geschlachteten Thieres war hen in bleich, in der Brust und dem Unterleibe war viel Wasser. Die hi⸗ Das Blut war blaßroth. Die Verdauung schien schlecht vor angewe sich gegangen zu seyn. U ö. 45⁵. Alle Heerden bekamen Gerstenschrot, pr. Stück ohnge— U Nit fähr 4 Quart, in welches gestoßene Wachholderbeeren, gerie— ummm benes Kraut und Blumen der gelben Schafgarbe(Rheinfar— Hühu U ren Tanacetum vulgare), geriebenes Kraut und Blumen uu MiH des Wermuth,(Artemisia absinthium L.), gestoßene Gen— shrth 9 tianwurzel(Gentiana lutea L., Rad. gentianae ruhrae) 1 für jedes Stück von jedem ohngefähr ein kleiner Eßlöffel voll und ein wenig Salz gemischt wurde. Dieses wurde ihnen täglich ein Mal und nebenbei gutes Heu dargereicht, und eine Zeitlang damit fortgefahren. Anfänglich wollten P 2 V haltheit hs eak — 2238— sie nicht an die Schrotlecke, aber nachher fraßen sie je— des Mal ihre Portion schnell aus. Als wir merkten, daß die Adern an den Augen und die Haut unter der Wolle wieder eine röthere Farbe an— nahmen, wurde den Heerden zwar täglich Gerstenschrot fort— gegeben, aber doch nur wöchentlich zwei Mal jene Kräu— ter, Wurzeln und Beeren untergemischt, dies späterhin wöchentlich nur ein Mal. Nach einigen Wochen war die völlig gesunde Farbe der Augenadern und der Haut fast bei allen Thieren da, nur etwa 10 Stück hatten noch ein kränkliches Ansehen, welche allein gestellt und mit ihnen die Kur fortgesetzt wurde. Die übrigen bekamen weder Schrot noch Arzneimittel, sondern nur ihr Futter wie ge— wöhnlich. Krepirt sind in allem nur 6 Stück scheinbar an dieser Krankheit, einige gleich anfänglich; 2 von oben erwähnten 10 Stücken krepirten erst nach Weihnachten, ohnerachtet sie immerfort jene Arzneimittel in Schrot erhälten hatten; das Uebel mochte bei ihnen zu weit hinein böse seyn. Eines von denen, die anfänglich am schlimmsten aus— sahen, bekam neben obenerwähntem Schrotfutter und Arz— neimitteln täglich einen kleinen Eßlöffel voll gestoßenen Zuk— ker ein. Dies erholte sich dem Anschein nach schneller wie alle übrigen und nach 12 Tagen sah es wie völlig ge— sund aus. Sollte wirklich der Zucker vortheilhaft gewirkt haben? Wirkte er in diesem Fall tödtend auf die Egeln? oder wirkte er bloß als ein nährendes, folglich stärkendes, oder als ein die Eingeweide reinigendes, oder als ein die Verdau— ung beförderndes Mittel? Diese Fragen mögen Aerzte be— ahttvot Echafel r Gutthl letunl Ensh obacht schenh Eso gehogen shabe V Pat anstan durch H Boden z Rehterch Bndfal) lunden. Madrah Zungen! die se W nige, d stln aus Das henden Herde a 0 0 dun w dnhen, lschut ut ne Kti, 18 spitchh n wat R Haut fi u noch eh nit ihnen hen weder e yie ge— on dieset awähnten ohterachte Iten hattn, scht. msten aub⸗ 10 M Gelcu⸗ Huet wi llg de itk hiba odekwt „o M Ih b⸗ antworten. Ich bedaure es, daß ich nicht mehrern kranken Schafen Zucker gab, um hierdurch zu sehen, ob bei allen der Zucker die Heilung des Uebels beschleunigte. Ueber die Krankheiten der Schafe findet man viel Gutes in dem Werkchen des Herrn St. R. Thaer: An⸗ leitung zu dem Verfahren, welches man sowohl bei der Einführung ꝛc. einer edlen oder veredelten Schäferei zu be— obachten hat. Dann in den Tessierschen und Witte'- schen Werken über die Schafzucht. 9. 57 Steinsalz habe ich dem Quellsalz für die Schafe vor⸗ gezogen, und, war mir es möglich ersteres zu erhalten, so habe ich es folgendermaßen angewendet: In jeder Abtheilung des Stalles wurde an einem Platz, wo die Raufen dieserhalb nicht zu enge an einander anstanden, am Balken ein kleiner Globen angebracht und durch denselben eine Leine, welche zwei Mal fast auf den Boden reichte, gezogen; an das eine Ende wurde ein oder mehrere Stücken Steinsalz, welches ich zuvor mit starkem Bindfaden(Klafterschnure) filetartig umstrickt hatte, ge— bunden. Die Augen der Umstrickung waren fast vier Quadratzoll weit, damit die Schafe bequem mit ihren Zungen hinein konnten. Kleine Stücken Salz, die durch diese Augen hätten fallen können, erhielt ich nur sehr we⸗ nige, die ich zurücklegte und am Ende mit den Ueberbleib⸗ seln aus den Netzen zerstoßen verfütterte. Das andere Ende der Leine ward an einer nebenste— henden Säule befestigt. Das Salz wurde, sobald die Heerde aus der Tränke kam, so weit herunter gelassen, daß ö +— N * 1V0 + x MN 0 NN I N RAIN J,/ * ö I die Schafe es erreichen konnten; aber vier bis fünf Stun⸗ den vor dem Tränkeführen wurde es so weit in die Höhe gezogen, daß es für die Schafe nicht mehr erreichbar war. Ich hielt es nämlich nicht für gut, durch das Salz⸗ lecken eines oder mehrere Schafe zum besondern vielen Saufen zu reizen. Doch habe ich immer es für gut gehalten, wenn bei der trocknen Fütterung die Schafe etwas saufen, was durch dieses Aufhängen des Steinsalzes bewirkt wurde. Da sie es immer hatten, so gingen sie nur selten, vielleicht nicht jeden Tag ein Mal daran, leckten auch nicht zu lange auf ein Mal, und so machte immer das eine dem andern Platz; acht bis zehn Stück hatten auch bequem auf ein Mal Platz an einem Salznetz. Schon um des beigemischten Eisens halber habe ich das Steinsalz vorgezogen, und meine Heerden haben sich bei dessen Genuß besonders wohl befunden; nur Schade, daß ich es nicht immer, wenn mir es ausgegangen war, wieder bekommen konnte. §. 458. Auch als Präservativ, besonders im Herbste, wo die Fäule, meinen Erfahrungen gemäß, am meisten ent⸗ steht, habe ich zuweilen Wermuth, Schafgarbe(Rheinfar— ren) u. dergl. m. unter Salz gefüttert, um die Eingeweide hierdurch zu stärken. Ein stärkerer Appetit war jedes Mal darauf sichtbar. V Schf saufen Kühen dem& Korpet hintii i vo! Da er groß sch ut Cauft krokkne bille Le Es kon in wen fähtl ders he jedes a zu leide der hei Hen dur Ir selteg, ich nicht ne dem beguem Habe ich haben sch Cchad, yn wu, hst„, 0 nesten eht (Hanfe⸗ Eigth N 9. 459. Wie schon gesagt, ich halte es für gut, wenn die Schafe im Winter bei der trocknen Fütterung ziemlich viel saufen; denn ich habe, wie ich auch mittheilte, bei den Kühen bemerkt, daß das trockne Futter sich bei hinreichen⸗ dem Saufen besser auflöset und mehr davon dem thierischen Körper assimilirt, oder mehr Milch erzeugt, als dies ohne hinreichendes Saufen statt finden würde. Deshalb wird im Winter jede Heerde meiner Schäfe— rei wo möglich zu fließendem reinem Wasser getrieben. §. 460. Der Oelkuchentrank mag auch noch, ohne Rücksicht der großen Nahrhaftigkeit der Oelkuchen, deshalb vorzüg⸗ lich nützlich seyn, weil die Schafe dadurch zu mehrerm Saufen gereizt werden, und so das bessere Auflösen der trocknen Fütterung noch mehr befördert wird. §. 461. Im Sommer ist in Hinsicht des Saufens der Schafe viele Vorsicht, ungleich mehr als im Winter, anzuwenden. Es können leicht die Thiere, menn sie sehr erhitzt sind, in wenig Minuten sich den Tod oder doch wenigstens eine gefährliche Krankheit einsaufen. Das Schaf leidet, beson— ders bei einem dichten Wollpelz, mehr von der Hitze, als jedes andere Thier. Noch mehr scheinen die edlen Schafe zu leiden, da ihr Pelz dichter aufliegt, und weniger als der beim Landvieh Luft von außen und Wärme von in⸗ nen durchläßt. Bei heißen Tagen, besonders wenn sie haben gehen müssen, schlagen sie so sehr mit dem Flanken, als dies nur irgend ein Thier thut; und hier möchte ihnen eine ge⸗ ringe Quantität Saufen den Tod bringen, was auch wirk— lich durch einfältige Schafknechte bewerkstelligt worden ist. 9. 462. Auch nach dem Genuß des jungen Grases oder Klee's kann das Saufen sehr schädlich seyn; es wird hierdurch nicht allein das Aufblähen um so mehr hervorgebracht, sondern auch die Eingeweide dadurch geschwächt, und we— nigstens der Grund zu Krankheiten, wahrscheinlich öfters mit zur sogenannten Fäule gelegt. F. 463. Vielleicht wird durch das Beweiden sumpfiger Stellen deshalb oft die Fäule erzeugt, weil die Thiere neben dem Genuß des saftigen, gemeiniglich jungen Grases, auch noch obendrein Gelegenheit zum Saufen haben. Vielleicht ist das Wasser, was sie in Sümpfen genießen, oft mit schwefelsaurem Eisen geschwängert; was, mäßig genossen, Vortheil gewähren, aber häufig, oder in starken Dosen genossen, wohl großen Nachtheil bringen kann.— 9. 464. Als Vorbauung gegen Krankheiten habe ich darauf gehalten, daß die Heerden nie zu früh auf die Weide ge— trieben wurden; daß sie in heißen Tagen einige Stunden des Mittags, wo möglich auf einer schattigen Stelle, ru— heten; und nie schnell getrieben wurden. Was früh und ‚ełbłe hg Nitto brach auf 0 ‚ balt Inde Eint des Hpfam 4 scht K Mine: Mo ů lufti Zee nung dielen ein w wurde det X Hierd dern len au die B. in ghe 0 dith luch utz Wodn sj D.er Klz hurduch gebrach, und we⸗ oftrs Ctelen geben den sco, auch Mlläht „ dst mi Nloseh, In Dosen ih daraf Vde)⸗ Ei Etl„ A 10 VI 233 I,‚ Mittags versäumt wurde, mußte am Abend wieder einge— bracht werden und bis zum Dunkelwerden die Heerden auf der Weide bleiben. §. 465. Wenn in den warmen Sommernächten und nicht so bald nach der Schur die Schafe in den Horden blieben, und bei eintretendem oder befürchtetem Regenwetter, in den Stall getrieben wurden, so habe ich nie einen Nachtheil des Hordenschlags auf die Schafe bemerkt; vielmehr, sie befanden sich besser als in einem eingesperrten Stall. Von dem großen Werth des Hordenschlags in Hin— sicht der Feldverbesserung, werde ich sprechen, wenn ich meine über den Dünger gemachten Erfahrungen und Be— merkungen mittheile. §. 466. Schon habe ich gesagt, daß ich meinen Stall zwatr luftig, doch nicht kalt zu erhalten suchte. Zu diesem Zwecke war stets in einigen Zwischenräumen eine Oeff— nung zwischen zwei Balken, der Mauer und den Boden— dielen gelassen, wodurch in der obern Schicht beständig ein wohlthätiger Luftzug statt fand. Die dicken Dünste wurden auf irgend einer Seite des Stalles, je nachdem der Wind herkam, hinausgetrieben und die Luft gereinigt. Hierdurch gewannen die Thiere nicht nur unmittelbar, son⸗ dern es zogen nun auch diese Dünste nicht durch die Die— len auf das oben liegende Futter, und obendrein litten so die Balken und die Dielen um so weniger. ——— Die Luftzüge, in Form der Schornsteine halte ich für völlig zweckwidrig. 9. 46/7. Die kalten Winternächte wurden die gut passenden Thüren nicht allein gut verschlossen, sondern auch in die Winkel Strohgebund gelehnt; dagegen waren die Thore in der Regel von 1o Uhr Vormittags bis Nachmittags 4 Uhr stets offen. Hohe Ställe, 1o bis 12 Fuß, sind mir die liebsten. Gediehlt oder gespundet verlange ich sie um der Reinlichkeit der Wolle und um des bessern Haltens des auf dem Boden liegenden Futters Willen. 9§. 468. Das Durchwintern im Freien habe ich auf einem Gute mit angesehen. Die Resultate haben mich nicht zur Nachahmung gereizt. Die Thiere fraßen gewaltig viel und gaben deshalb nicht mehrere Wolle. Ihre Fütterung war beschwerlicher, und erregte beim Wärter desselben Miß— vergnügen. Die Lämmer können doch auf keinen Fall in den ersten Lebenstagen im Freien sich aufhalten, und müssen deshalb in die Stube oder warmen Stall getragen werden, was die Arbeit unnöthig vermehrt. Kommen sie nun aus diesem warmen Aufenthalt wieder ins Freie, so ist wieder Risiko mit ihnen. Oft verfällt der Mensch von einem Extrem auf das andere, so auch mit der Durchwinterung der Schafe. Vor wenig Jahren noch wurde fast auf allen Schäfereien ängst⸗ lich für warme Schafställe gesorgt. Sie durften deshalb nicht besch laset schen ofen groß Vet feine durch Mitt st s 2 * Vale natr sche hand nehr ber miges Mof. auf! des! die Echu hasidn ch in de Dyn ittags lebsen. lichkei Boben fewem nicht ur hiclurd ung vir he Mß⸗ Hal n Nflssn verde, um aus st Wihh f R f.A I b — 235— nicht hoch seyn; die Thore wurden größtentheils mit Stroh besetzt und nur eine ganz kleine Thür zum Aus- und Ein— lassen der Schafe und zum Aus-⸗ und Eingehen der Men— schen gelassen, und auch dieser Eingang durfte nie lange offen stehen. Oft konnte man es in solchen Ställen, der großen Wärme und stechenden Dünste halber, nicht eine Viertelstunde lang aushalten. Auf ein Mal will man gar keinen Stall, sondern die Schafe nur in offenen Schuppen durchwintern. Warum gehen doch Manche so ungern die Mittelstraße, die so oft die bequemste, kürzeste und sicher— ste ist?— 9. 469. Da der Herr Professor Sturm so gründlich die Wolle in seinem Werke: Ueber die Schafwolle in naturhistorischer, ökonomischer und techni— scher Hinsichtt, m. 1 K. Jena in der Crökerschen Buch— handlung 1812, bearbeitet hat, so bleibt mir fast nichts mehr zu sagen übrig, indem ich keine neuen Erfahrungen über die Wäsche, Schur und dergleichen machte, und ei— niges, wo meine Erfahrungen von der Meinung des Hrn. Prof. Sturm abwichen, schon hier und da mitgetheilt habe. §. 47⁰. Sehr zu wünschen wäre es, wenn keine Wolle mehr auf den Thieren gewaschen würde, leiden müssen diese je— des Mal viel, so gedeihlich ihnen sonst ein Bad seyn kann. Entweder sollten die Fabrikanten und Wollhändler die Wolle ungewaschen kaufen, oder sie sollte nach der Schur vor dem Verkauf gut gewaschen werden. — 236— Im ersten Fall findet der Nachtheil statt, daß die Wolle von verschiedenen Schäfereien auch verschiedene Quantitäten Schmutz bei sich führt. Eine gut gefütterte Schäferei besitzt mehr Schmutz als eine schlecht gefütterte. Auch nimmt die Wolle um so mehr Schmutz auf, je feiner und krauser sie ist. Die Käufer müßten folglich hierauf sehr Rücksicht nehmen, würden aber bald durch Uebung und Versuche eine befriedigende Kenntniß in dieser Hin— sicht erlangen, und dieses würde am leichtesten einzufüh— ren seyn. Im zweiten Fall würde die Wäsche selbst einige Schwierigkeit verursachen, denn erstens gehört hierzu ein eigner Apparat, Kenntnisse und Fertigkeit, was nicht füglich jeder Schäfereibesitzer haben kann. Aber es könnte in jedem District eine solche Wollwäsche seyn, die ent⸗ weder auf allgemeine Kosten, oder noch besser von Einem eingerichtet würde, und im letztern Fall die Wolle, im Beiseyn ihres Besitzers oder seines Stell— vertreters, ums Lohn gewaschen werden. Nur wird dies schwerlich einzuführen seyn, denn nicht alle würden ihre Wolle nach der Schur waschen wollen, da sie zu sehr ans Alte gewöhnt sind, und der Nachtheil, den das Wa— schen auf dem Thiere bringen kann und oft wirklich bringt, nicht alle Mal augenblicklich sichtbar ist und oft eine an— dere Veranlassung untergeschoben wird, folglich nicht so einleuchtend ist. Die Wollkäufer müßten sich verbinden, keine andere als nach der Schur rein gewaschene Wolle zu kaufen; aber auch dies ist nicht wohl ausführbar.— Ctu votg 0 fase ich! besor en sste linige ei nicht vante Waht⸗ L vol Nl di Etllb ui Wrden scht 5 M⸗ hahgt, N al⸗ nicht s hinden, Wole — §. 471. Für jede Heerde ließ ich immer ein gutes trocknes Weideplätzchen, was auf mehrere Tage hinreichte, bis zur Schafwäsche schonen, um sie hier für die gehabten Stra— patzen und Leiden zu entschädigen. Am Schurtage erhiel— ten sie immer etwas Futter im Stalle, was gewohnlich für die Mutterschafe aus Hafer bestand. So haben sie sich hinterher recht wohl befunden. Wenn sich etwa vor der Schwemme einige Schwäch— linge befinden, so lasse ich diese immer allein waschen, damit sie mehr geschont werden können, als dies beim Schwemmen der ganzen Heerde möglich ist. Nur ein Mal habe ich die Lämmer nicht geschoren, ich thue es aber schwerlich wieder. Nicht allein, daß ich wirklich an Quantität der Wolle verlor, sondern die Wolle verlor im zweiten Jahre wirklich an Qualität, sie hatte rauhe Spitzen, die mir nicht allein einen empfindba— ren Tadel des Wollkäufers zuzogen, sondern auch die Bockkäufer mitunter verscheuchten. §. 472. Ueber die Schafzucht haben wir vom Herrn Professor Sturm nächstens ein Werk zu erwarten, was ich schon im voraus mit Recht jedem Schafzüchter empfehlen kann; ich sah einige Materialien, an welchen der thätige Ver— fasser schon viele Jahre sammlet, und von diesen schließe ich nicht allein auf den großen Werth, den dies Werk, besonders in naturhistorischer Hinsicht, haben wird, son— dern auch, weil ich den Verfasser als einen der scharfsin— nigsten, fleißigsten Schafzüchter, welcher die Gelegenhei— — 2833— ten, die ihm zum Forschen so mannigfaltig zu Gebote ste— hen, trefflich benutzt, kenne. §9. 478. Die Erfahrungen, die ich hier in Kussen über die Schafzucht machen werde, theile ich in den landwirthschaft— lichen Berichten mit. In Hinsicht der Veredlung werde ich viele wichtige Beobachtungen anstellen können. Da die ersten Bogen des Manuscripts schon nach Leipzig sind, fällt mir ein, noch etwas über die Füt— terung des Winterstrohes für die Schafe hier zu sagen. Früher habe ich nie Rocken- oder Weitzenstroh weder den Hammeln noch Schafen vorstecken lassen, da ich Kleeheu, Wiesenheu und Grummet in ziemlicher Menge mir immer verschafft hatte. Hier aber, wo ich noch keinen bedeuten— den Futterbau in der kurzen Zeit meines Hierseyns habe einrichten können, aber doch um der Zukunft willen meine Schäferei nicht allein nicht schwächen, sondern eher ver— stärken will, war ich genöthigt, des Tages ein Mal mei— ner Schafheerde Rockenstroh vorzustecken; sie erhalten aber so viel, daß sie nur das Gras und die Aehren abzufressen brauchen. Ohnerachtet ich dieses Futter nur aus Noth wählte, so halte ich es doch hier, da man trotz aller ange— wändten Strenge und Güte das sächsische Reindreschen nicht erzwingen kann, für vortheilhaft, alles Stroh, was zum Einstreuen aller Viehställe bestimmt ist, erst durch die Schafe ausfressen zu lassen und doch die darin gebliebenen Körner etwas zu benutzen. Schl brach gunch 101 schn nichti imsth 0 Fertls xuten d H0 93 im I Herhy Sthn den Hem großt! ten, U lch, nit e sie di che y wird; Brotst U tuch U. ibee R 0 Wetde on nach Ne Ft⸗ sagen. den leheu, immet Nenten⸗ 0 habe wane chlt du⸗ Ml nl Haten abe Ahuftese 15 Ruth a ang Wunduhen ulh, mucR h e) Ueber die Schweinezucht. §. 474. In Sachsen hat, so lange ich Landwirth bin, die Schweinezucht nur dann einen bedeutenden Gewinn ge— bracht, wenn die Ferkel von der Mutter weg um einen guten Preis verkauft werden können. Sie bis zu& oder 1 bis 2 Jahren aufzuziehen und dann zu verkaufen, hat sich mir, nach mehrmaligen angestellten Berechnungen, nicht so vortheilhaft gezeigt. Doch können freilich Lokal⸗ umstände das Aufziehen der Schweine gebieten. Im Erzgebirge und im Altenburgischen gingen die Ferkel, wenn sie 6 bis 8 Wochen alt waren, für einen sehr guten Preis leicht ab. In Ponitz habe ich Frühjahrsfer— kel, welche 5 bis 6 Wochen alt waren, zuweilen das Stück im Durchschnitt mit 34 Rthl. bezahlt bekommen. Der Herbstwurf war freilich wohlfeiler, doch habe ich auch das Stück für 2 Rthl. verkauft. Sie wurden gewöhnlich von den Voigtländern und Erzgebirgern aufgekauft, nach ihrer He math auf Schubkarren gefahren, und dort wohl größtentheils einzeln an solche, die keine Wirthschaft hat— ten, verkauft. Diese ziehen sich ein Schweinchen gelegent— lich, größtentheils mit dem Abfall der Küche und Kleien, mit einem kleinen Zuschuß von Körnern auf, und mästen sie dann den Winter durch, auch mit dem Abfall der Kü— che und mit Kartoffeln für ihren Haushalt. Anfänglich wird von diesen Käufern gemeiniglich den jungen Ferkeln Brotsuppe gekocht. Um des Düngers willen Schweine zu halten, möchte auch nicht rathsam seyn, da dieser wenigen Werth hat. —*.————————————.—————.— —*——„———————* 2——— 2 1—————.———.——— —————————— DIIHIIICIJIJCHICHCJ22——83——— 2—————..—— ———...———— ·Eü... I—— Sie gehören demnach nur für eine Wirthschast, die eine starke Rindviehzucht hat, welche die Molken und einen Theil der schlechten Milch nicht besser als zu Schweinefut— ter benutzen kann; oder dann, wenn ihr unmittelbarer Gewinn so hoch ist, daß auf den Dünger weniger Rück— sicht zu nehmen ist und dieser auf eine andere Weise ersetzt werden kann; einigen Dünger geben sie doch, der, unter— mengt mit dem übrigen Viehdünger, doch einigen Werth hat. Oder die Schweine werden gehalten, blos um das in der Haushältung nöthige Schweinefleisch und Fett selbst zu gewinnen. Ich war immer auf Gütern, wo ein starker Molken— abfall, starker Kleebau und ein guter Absatz der Ferkel statt fand, und darum war da einige Schweinezucht sehr vor— theilhaft. Nur in Zangenberg war nicht die Aufzucht, doch die Mastung rathsam, weil sie vom Abfall der Stärkefa— brik leicht fet wurden, aber dies geräde den tragenden Müttern schadet. §9. 4/73. In Sachsen habe ich zwei Schweinracen ziemlich ge— nau und zwei Racen weniger genau kennen lernen. Die sonst gewöhnlichste ist ziemlich kurz, und warf immer höch— stens acht Ferkel; es mochte wohl die einheimische Race seyn. Aber die mehrsten Landwirthe suchten sich seit meh— rern Jahren eine andere Race, deren größerer Werth bald bekannt wurde, zu verschaffen. Die Thiere dieser Race zeichneten sich durch eine bedeutende Länge ihrers Körpers, einen geraden Rücken und hängende Ohren nicht allein aus, sondern sie brachten auch mehrere Junge, in der Re— imm . dis nach se D gen R sehen aber zu sich eig ekomm nicht sh famen n Hacht me Kbn f gewöhn Rücken nicht st hochsten lunge si ir und Echmer dDuchaut zufticden Et de icho schon mM nstt s. nihnlich eingh Mhe IN n chdinft, mitteharr iht Rt Lase esch / Mra hn Vuth um dos und Ftt Molken⸗ fl statt ht vol⸗ H.n doch Siddkefs Ragenden sallih ge Hn. M Imnt hich ssch N sit u⸗ Vuth did deht YW h fitt Mn gel immer eine Mutter über zehn, oft bis sechzehn Stück. Wo diese Race herkam, weiß ich nicht, ohnerachtet ich dar— nach sehr geforscht habe. Dann habe ich in Oberweimar noch außer dieser lan—⸗ gen Race, das kleinere schwarze afrikanische Schwein ge— sehen; es soll schnell seine gewöhnliche Größe erreichen; aber zur Mast soll es nicht so gut wie die sächsischen Racen sich eignen. Zugleich sah ich dort einige nicht längst an— gekommene Schweine aus der Champagne. Diese waren nicht sehr hoch, doch ungemein lang und sehr weiß; sie kamen mir vor wie große weiße Wieseln. Sie sollen sich leicht mästen und ein sehr zartes, gutschmeckendes Fleisch haben; sie gefielen mir vorzüglich. 9. 476. Hier in Preußen sah ich drei verschiedene Racen; die gewöhnliche ist sehr kurz, hat einen ungemein krummen Rücken, und ziemlich lange Rückenborsten; sie wächst nicht schnell aus; eine Mutter bringt gewöhnlich 9bis 10, höchstens 11 Ferkel; aber sie sind weniger delikat als die lange sächsische Race, und mästen sich auch ungleich leich⸗ ter und schneller als diese; sie setzen viel Speck und vielen Schmeer an. Ihrer Figur halber fand sie im Anfänge durchaus meinen Beifall nicht; aber jetzt bin ich mit ihr zufrieden. Eine zweite hiesige Race gleicht der sächsischen langen, die ich oben beschrieb; sie ist aber nicht so lang und mag schon mit der gewöhnlichen Race durchkreuzt seyn; sie mästet sich auch leidlich, doch nicht so leicht wie die ge— wöhnliche kurze, krummbuckliche. Schmalz, Erf. II. — 242— Dann habe ich auch eine lange und ziemlich große Race hier gesehen, die wirklich von England herüber ge— kommen seyn soll, was mir mehr als wahrscheinlich ist. Aus eigner Erfahrung kenne ich sie nicht, aber sie ist mir sehr vorgelobt worden. 9. 4/7. Es ist bei der Zucht der Schweine immer gut, Mut— tersauen zu besitzen, welche nicht zu wenig Ferkel auf ein Mal werfen; 10 Stück scheint die beste Zahl zu seyn. In Ponitz besaß ich am Ende Muttersauen, deren immer jede auf ein Mal über 10 Stück, oft 12, sogar eine 16 Stück warf. Was über 12 Stück ist, ist von Uebel, und auf diesen Fall wurden sogleich nach der Geburt die kleinsten, welche über die 122 Stück waren, weggenommen; zum Essen dieser zarten Thierchen wollte sich aber in Sachsen niemand finden. Jedes Ferkel hat seinen Strich, sind mehrere Striche als Ferkel vorhänden, so vertrocknen die übrigen. §. 478. Oft wurde sich schon unsägliche Mühe damit gegeben, um einer Muttersau fremde Ferkel, die fast zu gleicher Zeit mit ihren ächten Kindern geboren waren, anzugewöhnen; aber jede Mühe war umsonst, die armen Thierchen wur— den arg gebissen und am Ende wurde die Alte auch auf die Magd, die ihr die fremden Ferkel aufdringen wollte, gewaltig böse. Für möglich halte ich das Angewöhnen der fremden Ferkel nur dann, wenn die beiden Mütter zu vollig einer geml man et bo! dir N Hau so: wodey meino vitl il die K. Es sch ohnee e in d wenig O Hroßen so schei Scgatth In Mn h gz Zeit gebähren, und man die Mutter während des Gebäh⸗ Rin rens selbst zu betrügen sucht. Aber dies wird sich äußerst shhf selten treffen, und meistentheils ohne Zweck seyn.— be sess m 9. 479. Auf die Zahl der Ferkel hat, meinen Erfahrungen gemäß, allerdings der Hauer(Eber) vielen Einfluß; und 531531 man muß daher bei seiner Wahl sehr darauf sehen, daß 6 er von einer Mutter fiel, die viele Junge auf ein Mal in 0. 7 der Regel warf. mnmer sthe 10 Euuck§. 480. 1. Ist die Schweinerace nicht von einem großen Körper⸗ bau, so ist es nicht nöthig, die jungen Mütter ein Jahr alt eA5 Sachn werden zu lassen, bevor man sie begehen läßt; sie sind in 2 meiner Wirthschaft schon begangen worden, wenn sie nicht viel über ein halbes Jahr alt waren, und dennoch haben die Kinder eine größere Höhe erlangt als ihre Aeltern. Es scheint, als käme es bei Erziehung größerer Schweine, ohne eine größere Race zu nehmen, viel auf die gute Pfle— ge in der Jugend an, und als hätte das spätere Zulassen rghhn wenig Einfluß darauf. Rcher det webchne§. 481. ahn Das Schwein zeichnet sich auffallend in Hinsicht der uahn großen Fruchtbarkeit gegen viele andere Thiere aus, und 2 so scheint es auch die Natur zu wollen, daß es früh zur e Begattung kommt. Früher war ich sehr dafür, die jun— hm gen Muttersauen erst, nachdem sie über ein Jahr alt wa⸗ Q 2 — 244— ren, zum Hauer zu lassen, aber hiervon bin ich nach und nach abgekommen. 9. 482. In Sachsen ist in mehrern Wirthschaften die Einrich— tung getroffen, daß die Muttersauen binnen 2 Jahren 3 Mal Junge zur Welt bringen; wobei sie aber freilich be— sonders gut gefüttert werden müssen; die Ferkel werden ihnen auch nur wenige Wochen gelassen. In meiner Wirthschaft ferkelte jede Muttersau jähr⸗ lich nur zwei Mal, dabei blieben sie gut bei Kräften jund brachten doch einen leidlichen reinen Gewinn. ò§. 483. Ein Hauer kann bei guter Fütterung eine große An⸗ zahl Sauen bedecken. So hielt ich z. B. in Ponitz 2 Hauer, diese haben immer gegen und über 200 Stück Sauen binnen einigen Wochen belegt. Es war nämlich das Her⸗ kommen, daß die Schweinebesitzer umliegender Gegend ihre Sauen aufs Rittergut zum Hauer brachten und für jede 2 ggr. zahlten, welches Geld die Schweinemägde er— halten mußten. Oft haben diese zu einer Sprungzeit zu⸗ sammen 8 Thaler gehabt. Aber freilich pflegten sie dafür auch diese Hauer so, wie nur die Mastschweine gepflegt werden können. 9. 484. Erstlinge bringen selten so viele Ferkel als sie ferner⸗ hin bringen; es ist demnach nicht rathsam(so, wie einige es thun, und wie es im Herzogthum Berg gewöhnlich sh so se dar v theilh tere simm i U schntehn doch su alt veltr Oualtnd rauchelh Dun sondeat s Natenoch ingeng Hen nihe loch ing⸗ die eine q verwandz daß ineg rrägt al lilt hat. doß Sau geng mmer. ebabo ge lus ihrem x Huh m NEnth 2Ihn stllich h, kl nechn Hesau siht, sͤften sunh Noßte W. HNlt, tick Saun ich dad Hr Her Gegedd ten und fir Hemagde t Hulcget z st daft i Rf s smn „ Huge achuch seyn soll), die Muttersauen nur ein Mal ferkeln zu lassen, sie dann zu kastriren und zu mästen. Es ist gewiß vor— theilhafter, eine bestimmte Zahl Mutterschweine meh— rere Jahre zur Zuzucht zu lässen, und die zur Mast be— stimmten gleich anfänglich kastriren zu lassen. Eine Muttersau bringt in der Regel im neunten und zehnten Jahre noch die gewöhnliche Anzahl schöner Ferkel, doch ist es wohl nicht rathsam, sie zehn Jahre und drüber alt werden zu lassen, weil, so wie das Alter zunimmt, die Qualität ihres Fleisches abnimmt und am Ende kaum zu brauchen seyn würde. §. 485. Die Tragezeit der Muttersauen verhält sich, was sonderbar ist, nicht egal; es scheint, als wenn verschiedene Racen auch verschiedene Zeit mit ihren Jungen trächtig gingen. Aber auch Sauen, scheinbar von einer Race, ha— ben nicht völlig gleiche Zeit eingehalten; vielleicht findet noch immer eine Durchkreuzung statt, und vielleicht ist dann die eine mehr mit dieser, die zweite mit jener Race mehr verwandt. Doch ist auch die Bemerkung gemacht worden, daß eine junge Sau, besonders ein Erstling, nicht so lange trägt als eine ältere, die schon mehrere Male gefer— kelt hat. Daher ist es nicht wohl möglich, den Ferkeltag einer Sau genau voraus zu wissen, mehrere Tage differirt es immer. Doch kann man wohl an der Sau bemerken, wenn sie bald gebähren wird; sie wird unruhig und macht sich aus ihrem Streustroh ein Nest zurecht. 9. 486. Es ist oft schädlich, wenn jemand während des Ge— bährens zugegen ist, die Sau wird dadurch unruhig und oft sind so Junge von ihr erdrückt worden. Auch ist das Wegnehmen der Ferkel nicht rathsam; die Mutter nimmt sie dann zuweilen gar nicht, oder doch nur ungern an, sie hält sie nicht für eigne Kinder. 9. 48/7. Aber dringend nöthig ists, daß immer nur eine Mut— tersau in einer Kobe steht; die eine macht nicht allein die andere unruhig, wodurch leicht ein Erdrücken herbeige— führt wird, sondern die eine Mutter beißt oft die Jungen der andern; selbst das Fressen der Jungen ist da um so eher zu befürchten. 9. 488. Wenn das Ferkeln einer Sau bald erwartet wird, darf nie viel Streu im Stalle liegen, und dieser muß immer trocken seyn. Leicht verwirren sich die Jungen im vielen Stroh und werden dann um so leichter von der Alten erdrückt. §9. 489. Die Alte braucht nicht von einem Menschen zum Legen genöthigt zu werden, sie legt sich bald zum Saugen be— quem und nimmt die Jungen gern auf. Frißt eine Sau ihre Jungen, so mag sie wohl zuerst aus Hunger oder wenigstens aus allzustarkem Appetit hier— zu veranlasset worden seyn; denn nie erfuhr ich, daß eine Euw! wurl scho tharth thuld gepshl tyer duag ih hiyt d Wche Mfchhz fihlqh docg Gütyn richh h meinuj Nescg Hschg erlebgn 1 0 bfalg daß f. diser z sugebehz N Sg ud dee G, uhtuhg uy 1 tathsn, Roder doc de line Rut⸗ alein de hathaige⸗ Me o Ntet vith nuß inmet im Hel det Mh umdn Saug l Hlls Hunst hir⸗ „N8 e — 247— Sau die immer gut mit hinreichendem Futter gepflegt wurde, ihre Jungen auffraß, wenn sie anders dies nicht schon früher gethan hatte; denn hat sie es ein Mal ge— than, wurde sie ein Mal aus Hunger dazu veranlasset, so thut sie es mehrere Male, auch wenn sie gut gefüttert und gepflegt wird. Solch eine Sau muß durchaus abgeschafft werden. §. 400. Allzugute Fütterung der Muttersauen während des Trächtigseyns mag wohl schädlich seyn; wenigstens habe ich hierin eine unangenehme Erfahrung machen müssen. In Zangenberg übernahm ich mehrere Muttersauen, welche, wie die übrigen Schweine, mit Stärkefabriken— Abfall gefüttert wurden. Zwar hatte die Magd den Be— fehl, diesen Muttersauen nicht zu reichlich Futter zu geben, doch sie hatte ihr Vieh lieb und glaubte ihnen eine große Güte zu erzeigen, wenn sie alles durch die Bank recht reichlich fütterte. Aber leider verwarfen zwei Mal nach einander alle meine Muttersauen und waren dabei so fett, daß sie dem Fleischer verkauft werden konnten, was auch weislich bald geschah, da ich das Uebel des Verwerfens nicht öfterer erleben mochte. Man versicherte mir allgemein, daß der Stärkefabrik⸗ abfall an und für sich Muttersauen gar nichts schade, und daß früher auf demselben Gute eine alte gute Magd bei dieser Fütterung viele Ferkel gezogen hätte; ich mußte dies zugeben, doch wo fand ich eine so verständige Magd, die die Sache selbst einsah und meinen Befehlen genau nach⸗ kam? Darum zog ich dort keine Schweine mehr zu, son⸗ dern hielt mir Mastung und kaufte hierzu die Schweine. 6. 491. Schrot und Körner den Sauen, die geferkelt haben, gegeben, hat mehrere Male Nachtheil gebracht. Es fand sich darauf bei den Ferkeln eine Verstopfung ein, woran einige sogar krepirten. Saure Milch haben wir als das beste Futter für eine Muttersau, für die ersten Tage nach⸗ dem sie geferkelt hatte, befunden. Unter die saure Milch wird blos ein klein wenig Kleie und ein klein wenig Wasser gemischt. Späterhin haben sich gequellte Erbsen als das beste Futter gezeigt, woran nach mehrern Wochen selbst die Jungen Theil nahmen; nebenbei erhielten die Alten Mol— ken, Spreu und dergleichen, und im Sommer auch grü— nen Klee. §. 492. Die Ferkel erhalten, wenn sie abgesetzt werden, im ersten Vierteljähr saure Milch, lau gemacht, und hierun— ter entweder Kleie, gequellte Erbsen, oder gequellte Gerste. Die andern Schweine erhielten Molken, Biertrebern, Spreu, Klee und dergleichen. Spreu fressen sie aber im Sommer, wenn ihre Weide leidlich ist, nicht, desto lieber den grünen Klee. rln bom 0 schb. bt m M uin I ni ufchi W 7 00 0 (itg vio einhy daum. che cheish bis n 0. gemsh Dor I 100 m⸗ S. 8 baf 103 sl⸗ chh, t hehg, Eosih u, vunn e nach —e MIh Vsser 8 besie UHs die Wen Mol⸗ auch gi⸗ Hden, in ind herun⸗ chuelle Bettiehethz sie det 0 sp sc 8. 493. Die für die Haushaltung bestimmten Mastschweine erhalten gewöhnlich etwas Milch nebenbei, wodurch sie sehr schnell zunehmen, und das Fleisch sehr gut wird. Gekochte Kartoffeln waren immer in meiner Wirth— schaft das Hauptmastfutter; zur Vollendung der Mast, von da an, wo sie nicht viel mehr fressen wollen, bekom— men sie mit Vortheil Erbsen, gekocht oder gequellt. b. 494. Für den Landwirth, welchem an der Gewinnung vie— len Düngers gelegen ist, paßt die Schweinemast zum Ver— kauf nicht. Wer aber nicht so sehr ängstlich auf den Dünger zu sehen hat, oder vielleicht kein Heu hat und doch den Abfall der Brauerei, oder einer Brennerei, oder einer Stärkefabrik auf Mastung anwenden will, kann auch vielleicht mit Vortheil statt Ochsen Schweine mästen. Schon einigen Vortheil kann es gewähren, daß mit Schweinen der Umsatz schneller als mit Ochsen ist. Denn bei hinrei— chendem Mastfutter können Schweine binnen 9 bis 10 Wo— chen vollkommen zum Verkauf fett seyn; Ochsen müssen 4 bis 5 Monate stehen. 9. 495. Daß der Abfall der Stärkefabriken die Schweine un— gemein schnell mästet, habe ich in Zangenberg erfahren. Dort habe ich nach 9 Wochen immer meine Schweine mit 100 pCEnt. Gewinn verkaufen können. So kostete mich z. B. das Stück 10 Rthl. und 9 Wochen nach dem Ein— kauf kaufte es ein Leipziger Fleischer für 20 Rthl. — 250— Der in den Trebern zurückgebliebene Gluten des Weitzens, und der im sogenannten Sauerwasser befind— liche gegohrne Zuckerstoff, brachten wohl beide gemein⸗ schaftlich die schnelle Mast hervor. Hierzu kam, daß in der Regel die Schweine das gegohrne weinsaure Futter lieber wie das ungegohrne fressen; darum fressen sie auch mehr von diesem Stärkenfutter, als sie von jedem andern gefressen haben würden. Nur im Amfange muß man et— was vorsichtig seyn, weil sie leicht sich überfressen. Am besten habe ich es befunden, wenn sie täglich 6 Mal Stär— kenfutter, anfänglich in kleinern, späterhin in größern Portionen bekamen. Von der Mitte der Mastzeit an bekamen sie die Portionen so stark, als sie solche von einem Mal Füttern zum andern auffraßen. §. 496. Als Präservativ, um die Verdauung zu befördern, und um guten Appetit zu erregen, erhielten schon bei mei— nen Aeltern die Schweine öfters gepülvertes Spießglanz. Die jungen abgesetzten Thiere erhielten jedes einen kleinen Theelöffel und die ältern einen kleinen Eßlöffel voll Spieß— glanz in saurer Milch. §. 497. Sobald in unserer Gegend die Bräune sich zeigte, was leider um Ponitz herum sehr oft statt fand, so wurde so— gleich als Vorbauungsmittel allen Schweinen gepülverte Nießwurzel eingegeben. Jedes erwachsene Schwein erhielt einen kleinen halben Eßlöffel voll. Seit Anwendung die— ses Vorbauungsmittels ist mir nie ein Schwein an der . 90 un lalh H 9eoh Mül un Vone her Min 10 de u 93⁴ 0% diche M Uin V h Bräune krank geworden. Alle brechen sich nach 25 Ein⸗ IIII gabe sehr stark, wodurch sie⸗ wenn 45 Nieß⸗ Vü wurzel gut war, sehr angegriffen scheinen; aber sie erho— hmn len sich sehr bald wieder.— ah In Sat wird gegen die Bräune oft geraucherter Fuchs, der stüctweise 10 ihr Fressen gebracht— gewendet. Auch in meiner Wirthschaft wurde früher dies W Mittel angewendet, aber leider gingen demohnerachtet 1 10 Schweine durch die Bräune verloren. Seitdem ich die gute 230 Wirkung des Brechmittels kenne, ist der geräucherte Fuchs 4 verdammt. 0 Einer meiner Nachbarn rettete seine Schweine, als ahem die Bräune schrecklich um ihn herum wüthete, durch jeden Tag zwei Mal wiederholtes Baden. Nur ward vorsichtig dabei zu Werke gegangen, daß keine Erkältung statt fin— den konnte. In heißen Tagen mußten die Schweine jedes fitdu Mal abgekühlt seyn, bevor sie in den Teich gejagt wurden. heme⸗ lihan d Mangel an Saufen in heißen Tagen, und dann das ehh gierige Saufen nach stattgefundener Erhitzung, ist, meinen Beobachtungen gemäß, die Veranlassung zur Bräune. Ansteckend ist diese Krankheit wohl nicht. Aber gleiche ö Witterung, gleiche Behandlung und gleiche Weide kann biy ves und muß auch gleiches Befinden verursachen; und darum purde so sind immer in einem Dorfe sehr viele Schweine zugleich an piben der Bräune krank. Da eine ganze Gegend gewöhnlich die ch Schweine egal behändelt, und Witterung und Weide einer m N⸗ Gegend sich ähneln, so breitet sich auch deshalb die Bräu— N N ne in einer Gegend leicht aus. Wohlthätig für diese Thiere ist es, nach meinen Er— fahrungen, wenn sie in den heißen Sommertagen nur Vor— mittags bis nach 10 Uhr und Nachmittags von 4 Uhr an auf die Weide gelassen werden, und ihnen Mittags über im Stalle etwas Klee vorgeworfen wird. Im Hofe findet sich Gelegenheit zum Saufen, und sie erhielten auch Sau— fen im Stalle, wo sie nach ihrem Appetit den Durst lö. schen konnten. Auf diese Art erhitzen sie sich nie stark, es känn daher um so weniger eine Erkältung statt finden. Sie bleiben auch hierbei in gutem Zustande. Auch dies mag den Ausbruch der Bräune mit verhindert haben. . 499. Gegen den sogenannten Klamm, eine Lähme an allen Füßen, welcher die jungen Schweine zuweilen, doch wohl selten überfällt, habe ich mit Vortheil den im 9. 453 angegebenen Spiritus angewendet. 9. 500. Auch die Läuse suchten zuweilen die Schweine heim; gegen diese ist bei meinen Schweinen die Tabaksaschen— läuge mit Vortheil angewendet worden. 9. 501. Es ist nöthig, daß die Schweineställe warm sind, deshalb kann ich die, welche von außen an ein Gebäude, vielleicht an eine Scheune, angebäut sind, wie das in Sach— sen so oft der Fall ist, nicht für gut erklären. Am besten habe ich es gefunden, wenn im Innern eines Stallgebäu⸗ des die Schweinekoben angebracht sind, und jede Kobe rig] hln c.H diun mij bentl 80⁰9H th son ßi suj g auH ⁰0 Iu. Enst mony — 253— . nicht größer, als es gerade nöthig ist. 36 Quadratfuß ud halte ich für eine Muttersau mit ihren Ferkeln für hinrei— Ata chend. Für ein einzelnes Mastschwein sind gegen 25 Qua— bein dratfuß hinreichend, sollen mehrere Mastschweine zusam— Efldet men stehen, so sind 16 Quadratfuß für einen berechnet, Su⸗ bei kleinern auch nur 12 Quadratfuß hinreichend. ustl Daß die Wände des größern Gebäudes, worinnen die , h Schweinekoben angebracht sind, steinern sind, ist vor— fihden theilhaft; aber die Schweinekoben selbst dürfen nicht mas⸗ Ds sib seyn. Aus Erfahrung weiß ich es, daß in einem gro— ßen Schweinehause, in dem gewöhnlich viele Schweine standen, diese oft Krankheiten, besonders der Bräune, ausgesetzt waren. Wahrscheinlich erkälteten sie sich, wenn 4* sie in den heißen Sommertagen in diese sehr kühlen Ställe u kamen und sich auf das kalte Pflaster legten. Dieselbe Erfahrung haben mehrere Landwirthe gemacht und mir 5 mitgetheilt. Am besten habe ich es befunden, die Schweinekoben von Säulen und Bohlen zusammen setzen und den Fußbo⸗ den in denselben mit schwachem Rundholz(Pflockholz) aus— hin legen zu lassen; durch letzteres ziehet sich die Gauche völlig osha ab, auf den untern gepflasterten Boden des Schweinehau— ses, der so eingerichtet ist, daß diese Gauche in ein au— ßerhalb des Stalles angebrachtes Gauchenmagazin läuft, von wo aus sie zur Düngung benutzt werden kann. 1 sid, In solchen Ställen haben sich die Schweine herrlich chlud, gehalten. 188 Da diese Schweinekoben nicht hoch zu seyn brauchen, aber das Schweinehaus, um der Luftigkeit willen, ge— H wöhnlich hoch ist, so habe ich den Raum über den Schwei— abe neställen zu Hühnerställen mit Vortheil benutzt, doch aber eine Oeffnung aus dem Schweinestall auf der vordern Seite gelassen. Diese Oeffnung bringt Luft uud Licht in den Stall, die Schweine können so darinnen beobachtet werden, und der Dunst kann hierdurch abziehen, wodurch die Schweine und der Fußboden des Hühnerstalles gewinnen. Der Hühnerstall ist nach dem, zwischen den Ställen, durch das Schweinehaus gehenden Gäng hin mit Latten be— schlagen. §. 502. Daß die Zuchtschweine und andere, die noch nicht auf der Mast stehen, nicht immer in ihren Stall eingekerkert bleiben dürfen, hat seine vollkommene Richtigkeit. Aber hieraus gehet noch nicht hervor, daß sie von Michael ab bis in den April fast immerwährend, wie hier in Litthauen, herum laufen und unsäglichen Schaden im Feldbau an— richten müssen. Dieser Schaden ist wirklich oft bedeutend, sie wühlen ganze Flächen Wintersaat herum und vernich— ten so auf einer einzigen Dorfs- oder Gutsfläche mehrere hundert Scheffel in einem einzigen Herbste. Ganze Klee— felder bearbeiten sie so, daß sie wie frisch gepflügt ausse— hen. Wagt es jemand, noch nach Michael seine Rüben oder Kartoffeln im Felde zu lassen, dann kann er der Mühe des Erntens überhoben seyn, denn die Schweine seiner Nachbarn ernten statt seiner. Wie verdrüßlich dies dem gern fortschreitenden Landwirth seyn muß, kann sich wohl jeder Sachkenner leicht vorstellen. Es ist genug, wenn die Schweine in einen einge— schränkten Hof zuweilen gelassen; und hier kann ihnen auch 2 Etfahzn hihes ꝛe wuut& ih ub ich s. 1 eS f ter H l libz des Hg in 6 0 dls n set g nur weit 06 in Lans Wchche Hdan A i Habagkt Woduch Ninng. h, dcch Itten he Haf fetkart Mer all d Hhaaeh, Hau au⸗ deuterd, hich⸗ Uchrar use He⸗ Naubs⸗ àMbn Iu Mihe Ie sit dies do sch hl u lh⸗ — 255— ein Theil ihres Futters vorgeworfen werden. Gut ist es, wenn nicht alle auf ein Mal, sondern jede Sorte für sich, vielleicht halbe tageweise herausgelassen werden. Nur freilich muß ich meine Schweine vom eignen Futter satt füttern, was nicht nöthig wäre, wenn ich sie auf die Hofe und Grundstücken Andrer schickte. d) Ueber Haltung des Zugviehes. §. 503. Da ich nie Pferdezucht betrieb, so kann ich auch keine Erfahrung hierüber mittheilen, doch die Haltung des Zug— viehes bot mir mehreres zum Beobachten dar, und da ich unter so verschiedenen Verhältnissen wirthschaftete, so habe ich wirklich hierinnen mancherlei Erfahrungen gemacht, die ich hier mittheilen will. 9. 504. Es ist ungemein viel darüber gesprochen worden, ob es vortheilhafter sey, mit lauter Zugochsen, oder mit lau— ter Pferden, oder mit beiden zugleich den Feldbau zu be— treiben, und im Ganzen ist wohl noch nichts Entscheiden— des hierüber ausgemacht worden. In Sachsen halte ich es in den meisten Fällen für rathsam, neben den Pferden auch Ochsen zu halten; dort sind Pferde ohngleich theurer als Ochsen anzuschaffen, denn ein gutes Arbeitspferd ko⸗ stet gegen 100 Rthl. und drüber, wenn ein starker Zugochs nur 30 bis 40 Rthl. kostet; das macht, die Pferde kommen weit aus dem Auslande dahin und die Zugochsen werden im Lande erzogen. Daher ist der Unterschied im Anschaf— fungskapital nicht ganz unbedeutend. Ferner ist das Eisen zum Beschlag der Pferde immer in einem ziemlich hohen Preise, so auch das Leder zu den Kummten und dem Geschirr derselben; der Ochs braucht kein Kummet, sondern nur ein hölzernes Joch mit Strängen und ein Mittelband von leinen Gurt. In Sachsen stehen die Köͤrner immer in ei— nem hohen Preise, die Ausfütterung der Pferde kommt da— her im Verhältniß der Ochsenfütterung sehr hoch, indem letztere wenig Körner bekommen; und dann sind Menschen genug um einen nicht zu hohen Lohn zu bekommen. Es ist daher kein großer Unterschied, wenn um der Ochsenhal— tung willen einige Leute mehr gehalten werden müssen; besonders kommt hierzu noch, daß zu den in Sächsen ge— wöhnlichen großen Arbeitspferden nur starke Menschen, zu den Ochsen aber nur Jungen, vom 15ten Jahre ab, er— forderlich sind. 9. 505. Hier in Preußen verhält sich in dieser Hinsicht fast al⸗ les umgekehrt. Für 40 bis 60 Rthl. kauft man ein recht tüchtiges Arbeitspferd; soll es nicht groß seyn, so kann man für 15 bis 30 Rthl. ein sehr brauchbares Pferd, ja sogar für 6 Rthl. bekommen. Hingegen kostet ein starker vierjähriger Ochs auch gegen 30 Rthl. Zur Anschaffung guter Ochsen ist daher fast ein eben so großes Kapital als zur Anschaffung guter Pferde nöthig. Das Pfund Eisen kostet jetzt guten Groschen, höch— stens 14 ggr. Der Beschlag eines Pferdes känn schon des— halb nicht hoch zu stehen kommen; aber noch geringer wird die Ausgabe für den Hufbeschlag dadurch, daß hier keine seiligt wenm biel th e sish sen gu 00 we Cachst: 90 sers soitn bet sehz Sacseß sten wen man ny liner& nehmen der K. kert be gls der doch ni, werden, men. pferde j Schefl daß nit werden! Einmer eingh, Wafn steinigten Wege sind, daher er im Sommer entweder gar ih hin nicht nöthig ist, oder doch ein Hufeisen sehr lange liegt. mossün Das Leder ist hier gegen Sachsen ungemein wohlfeil. dbun m Wenn ich in Ponitz für eine mäßige Ochsenhaut 6, auch awen 8 Rthl. bekam, so muß sie hier schon groß und stark seyn, mai⸗ wenn man mir 2 Rthl. geben soll. Das Roßleder ist noch unmtd viel wohlfeiler. Zudem kommt, daß, weil hier keine Ver— „ iden ge sind, auch das Pferdegeschirr nicht so stark als in Sach— Mascen sen zu seyn braucht. Folglich macht das Pferdegeschirr Eu. Es bei weitem nicht eine so bedeutende Ausgabe, wie dies in Henhal⸗ Sachsen der Fall ist. nüsen, Hier ist der höchste Preis des Berliner Scheffel Ha⸗ sen ge— fers seit meinem Hierseyn 4 Thaler gewesen, ich habe ihn n zu aber selbst schon oft für 6 gute Groschen gekauft. In b„ K⸗ Sachsen hat der Berliner Scheffel, wenn er am wohlfeil⸗ sten war, immer noch 1 Thaler gekostet, I4 Thaler kann man wohl um Leipzig herum als den Mittelpreis des Ber— liner Scheffels, oder 23 Rthl. des Dresdner Scheffels an— tfißch nehmen. Folglich kann hier ein Pferd unter der Hälfte auht der Kosten, die es in Sachsen verursacht, ausgefüt⸗ s hm tert werden; hierzu kommt, daß Wiusens des Man⸗ srd, i gels der Berge balber, auch die Pferde bei vieler Arbeit in sart doch nicht so, wie in vielen Gegenden Sachsens, strapaziret stifun werden, folglich mit Rützer Körnerfutter gut auskom⸗ l dk men. In Sachsen gibt man in der Regel einem Arbeits— 90 pferde jährlich 2 Dresdner Scheffel oder 10IA Berliner Hh Scheffel Hafer. Hier gebe ich, seitdem ich gefunden habe, 6„ daß mit der grünen Kleefütterung hier Körner erspart 2 werden können, meinen Pferden, die im Winter und i Sommer ungemein stark fort müssen, jährllch kaum Schmalz, Erf. II. R 60 Scheffel Hafer, und immer sind sie bei Kräften und se⸗ hen rund und beleibt aus⸗ §. 506. Von größerer Wichtigkeit ist es hier aber, daß es noch im Ganzen zu sehr an Menschen, folglich der Land— wirthschaft an Arbeitern fehlt; daß diese deshalb sehr gut belohnt werden müssen und sparsam bei Anwendung ihrer Kräfte zu Werke gehen; und um deswillen ist es gewiß hier um vieles vortheilhafter, beim Feldbau keine Zugoch— sen, sondern Pferde, und noch dazu starke und rasche und gut gefütterte Pferde zu gebrauchen. Es ist entschieden, daß zwei von meinen Pferden so viel in einer gegebenen Zeit pflügen können, als vier Wei— deochsen. Zu zwei Pferden bräuche ich nur einen Knecht, zu vier Ochsen aber zwei Männer. Folglich erspare ich, wenn ich acht Paar Pferde, die ich gut im Stalle füttere, sie immer bei Kräften erhalte, sie täglich gebrauche und keine Ochsen halte, acht Menschen, was hier wahrlich eine sehr erhebliche Sache ist; denn nicht allein, daß ich bei Bearbeitung der Felder den hohen Lohn dieser Arbeiter erspare, sondern mehr Werth hat es noch, daß ich diese ersparten Arbeiter anderswo besser benutzen kann. Acht Mann können mir viel Getreide abhauen, während meine acht Knechte pflügen. §. 507. Mehr hierüber habe ich in meinen landwir th— schaftlichen Berichten.(In Kommission der Rico— loviusschen Buchhändlung zu Königsberg und in der Gle— N dlasl wolay hug vinat HENM 0 3 W sinch KIw nermnd c. Haumm dies g N . i nähy g gruß I mein nl daß H mehte l Dc — 259— i st ditschischen Buchhandlung zu Leipzig) gesagt; ich mag dem⸗ nach hier nicht wiederkäuen, sondern verweise auf jene Zeitschrift. Wie in Litthauen die gewöhnliche Einrichtung in Be— K, daß c treff des Zugviehes ist, findet man in dem Sturmschen 1 Jahrbuche der Landwirthschaft. ab scht gi sounz ihtr 88* 1 gen Früher glaubte ich, die grüne Stallfütterung wäre Jugog den Pferden mehr schädlich als nützlich. Dieser Glaube nasche und war wohl meist dadurch entstanden, weil es der gegen mich häufig geäußerte Glaube vieler tüchtiger praktischer Land⸗ fetden so wirthe war, und weil wirklich, wenn ich meinen Pferden her Vii⸗ in Sachsen neben der Haferfütterung, statt des Heues, grü⸗ *Hhecht, nen Klee geben ließ, sie durchfällig und etwas kraftloser dspꝛue ich, zu werden schienen. Vielleicht kam dies aber daher, weil lll fittt, sie noch nicht daran gewöhnt waren, und ich nie durchweg Hauce W Klee füttern ließ, folglich sie sich also nie daran gewöh⸗ wahlch il nen konnten. dufic K Ich schloß auch, daß sie in viel kürzerer Zeit bei der st Mith Heufütterung so viel nahrhafte Theile fressen könnten, als ih M. dies bei der grünen Kleefütterung nur möglich seyn könnte, II. l da im letztern, bei einem viel größern Volumen, weniger dad nährende Theile befindlich sind. Denn aus 100 Pfund grünem Klee werden erst 22 Pfund trockenes Heu. Vorm Jahr machte ich hier den Versuch, und fütterte meine Pferde alle mit grünem Klee. Ich hatte erfahren, 100 daß der grüne Klee bei Kühen und Schafen nicht allein ann mehrere Milch, sondern auch mehreres Fleisch und Wolle m als Dürrfutter hervorbrachte. Ich erklärte mir, daß sich R 2 — 2500— das grüne Futter besser in den Eingeweiden der Thiere auflöset, und folglich sich mehr davon dem Körper assimi— liren würde, ich dachte, das größere Volumen werde ja nur durch das dem grünen Futter beigemischte Wasser veranlasset, dies zu verschlucken, dazu gehöre nicht mehr Zeit, als zum Saufen gehört; und das grüne Futter müsse sich doch besser als das Heu kauen lassen, folglich würden die Pferde eben so schnell 100 Pfund Klee als 22 Pfund Heu fressen können. Meine Pferde bekamen so viel grünen Klee und Wick— futter im Stalle, als sie nur fressen wollten, und dazu jedes nur täglich eine Berliner Metze Hafer. Hierbei blieben sie nicht allein, dem Ansehen nach, in dem besten Zustande, sondern sie blieben auch bei Kräften, trotz dem, daß sie Tag für Tag pflügen, egen und fahren mußten, und ich mit wenigen Pferden sehr viel ausrichtete. Sie verdaueten den neben der grünen Fütterung ge— gebenen Hafer vollkommen, und er trug doch wohl viel zur Krafterhaltung meiner Pferde bei. Durch diese Grünfütterung habe ich also Hafer er— spart, aber nicht allein diesen, sondern auch an Arbeitern; denn das grüne Futter hätte ich doch dürre machen lassen müssen. Das Loshauen und Hereinfahren verursachte wenig Schwierigkeit. §. 509. Nach dem, was ich in Hinsicht der verschiedenen Kör— nerfütterung für Pferde beobachtete, bemerkte und erfuhr, bleibt wirklich der Hafer das Veste. Der Hafer hat ent— weder ihm eigenthümliche Beständtheile, die den Pferde heob Krall the 0h erbyn 11 leig)n füt U Eph Soss Mlun ninnn naht J ihn 0 einigbr Auehun retes gew Pfer. 26.— besonders gedeihlich, und vorzüglich geeignet sind, ihnen Kräfte zu geben; oder das Eigenthümliche der Beständ— Rin theile des Hafers macht ihn zum besten Pferdefutter. * Allgemein bemerkte ich, daß alle Arten der von uns nicht nch ö üh bn Aanten Körner und fast alle Aoniene Bukter ten⸗ sich 8 fllh 1984 beseders uid e zu einem gewissen Zwecke uuch eignet. So gibt der Rocken für den Menschen, 98 2 für den, welcher mit der Hand arbeitet, eine kräftigere Speise als der stärkemehl⸗ und glutenreichere Weitzen. 2—8 W So eignen sich die Erbsen gut zum Mastfutter, aber als hse Nilchfutter passen sie durchaus nicht, denn die Milch Herse nimmt, nach meiner Erfahrung, bei der Erbsenfütterung Astn, mehr ab, statt daß sie zunehmen sollte, und so könnte 6 e ich noch vieles zum Beweise anführen. wich nit Nach der Rockenfütterung schwitzen die Pferde bei einiger Anstrengung viel mehr als bei der Haferfütterung. ittiugg Auch nach Erbsenfütterung schwitzen sie leicht, und meh— wahlool rere Pferde sah ich, die nach starker Erbsenfütterung blind geworden waren, besonders trifft dies am meisten junge o haftt t⸗ Pferde. Nach der Erbsenfütterung werden die Pferde chan, wohl gut beleibt, aber die Kräfte haben sie nicht, die sie ruchn ussn besitzen, wenn sie keine Erbsen, aber eine gleiche Anzahl oumsacht. Pfunde Hafer bekommen. Ich erbauete in Zangenberg auf einem Stück Feld, was auf mehrern Seiten von einem Eichenwald umgeben war, Weitzen, welcher sehr durch die sogenannte Lohe ge— Nedtheh litten hatte, und deshalb die Körner unansehnlich waren; afth dies und der niedrige Preis, der späterhin eintrat, auch fft Hl der Hafermangel, den ich in Ponitz, nach der Uebernahme, 3u lade erlitt, veranlaßten mich, diesen Weitzen in meine Ponitzer — 262— Pferde zu füttern; ich gab ihnen, dem Gewicht nach, eben so viel, als sie sonst Hafer bekamen. Sie befanden sich dabei sehr wohl, blieben bei Kräften und völlig gesund. In der Regel wird der Hafer immer das zweckmäßigste Futter bleiben, nur besondere Fälle können eine Abände— rung veranlassen. So kann man oft die Erbsen nicht ver— kaufen, und es kann daher sehr vortheilhaft seyn, sie in die Pferde zu verfüttern. Dann aber halte ich sehr dar— auf, daß sie vielen Heckerling dabei fressen, und für vor— züglich gut habe ichs befunden, niemals lange fort Erbsen zu füttern, sondern zuweilen mit Hafer zu wechseln. Es scheint, als wenn so der Hafer wieder gut machte, was die Erbsen übel gemacht hatten, wenigstens habe ich nichts Uebles und Nachtheiliges bemerkt; aber dann fres⸗ sen sie die Erbsen um so lieber, wenn sie solche nie eine zu lange Zeit nach einänder bekommen. 9. 510. Für sehr vortheilhaft halte ich's, wenn die Knechte das Heu gebunden, nach dem Gewicht, täglich erhalten; so ist eher darauf zu halten, daß der entworfene Fütterungs— plan möglichst richtig ausgeführt wird, als wenn die Knechte das Heu in jeder beliebigen Menge füttern kön— nen. Aber hierzu gehören Heuböden, die gut verschlossen werden können, denn außerdem möchten es die Knechte sehr lächerlich finden, wenn man ihnen das Heu zuwiegen wollte. In Ponitz hatte ich einen alten guten, strengen und getreuen Mann, diesem übergab ich die Heuböden, das Binden und das Vertheilen des Heues. Jeder Knecht Kramn nuth Huscrh bisteng daselll le v RNS Ertä! nach Mferd Kank dem 3 den de seste immer festen los, Yedde nh n erhielt für ein Paar Pferde ein Gebund Heu, welches 17 dfn sch Pfund wog, folglich erhielten 2 Pferde wöchentlich etwas 0 g, über einen Centner Heu und bei gewöhnlicher Arbeit er— walniß n hielt jedes Paar Pferde neben diesem Heu 2 Dresdner iue Pim Scheffel Hafer. in niht ves san, seh schr N Bei keinem Hausthiere haben wir so mannichfaltige ind fir dur Krankheiten kennen gelernt, als an dem Pferde; aber wir fott Eehen muthen auch keinem so viel zu, als diesem armen Thiere. seh Unsere Pferde müssen die schwersten und angreifendsten Ar⸗ achtt, beiten verrichten; oft wird hierbei nicht auf die Kräfte uns hahe derselben Rücksicht genommen, sondern oft das Unmög⸗ dannfre⸗ liche verlangt. Wir strengen sie zu jeder Jahres⸗und Ta— uie ene x geszeit zur Arbeit an, und setzen sie oft den gefährlichsten Erkältungen und jeder noch so nachtheiligen Witterung nach einer Erhitzung aus. Wären wir vorsichtiger in der Behandlung unsrer h Klch Pferde, ich bin überzeugt, wir würden weniger über ahaben s Krankheiten der Pferde zu klagen haben. Aber leider hilft Httrungs⸗ dem Pferdebesitzer, welcher gezwungen ist, seine Pferde 5 wenn di den verschieden gesinnten Knechten anzuvertrauen, die grö⸗ lttan l⸗ ßeste Vorsicht nicht immer; es ist doch nicht möglich, sie It Heschlos immer unter Aufsicht zu haben, oft ist die Pflege zum grö⸗ chsh ßesten Theil den Knechten anvertrauet; sind diese nun lieb⸗ n los, oder dumm, oder gar boshaft, dann wehe unseren Pferden! sumgn b, ds echt Aus eigner, vielfältiger Erfahrung weiß ich es, daß der Landwirth viel, sehr viel gewinnt, wenn er jedem Knecht zwei Pferde gibt, die er ausschließlich füttert, putzt und pflegt und mit denen er nur, außer bei ganz außer— ordentlichen Fällen, stets arbeitet. Die Pferde, die ein Mal ein Knecht unter sich hat, muß man ihm so lange wie möglich lassen und nicht oft tauschen. Er wird bald eine vorzügliche Liebe zu diesen Thieren bekommen, und sie, im guten Sinne genommen, für sein Eigenthum ansehen. Er lernt sie so kennen, er weiß, wie sie behandelt seyn wol— len; er weiß, was er ihnen zumuthen kann. Er wird sie sorgfältig behandeln und gegen jede Gefahr möglichst schützen, denn er hat selbst Freude an ihrem guten Gedei— hen, an ihrer langen Dauer; und er sucht eine Ehre dar— innen, daß seine Pferde gut aussehen, gesund sind und viel leisten können. Jede Lehre, in Hinsicht der zweckmäßigen Behand— lung, ist ihm willkommen, und willig wird er darnach handeln, ist er anders kein schlechter, völlig verdorbener Mensch. Erkennt man, daß er letzteres wirklich ist, so wird wohl das Räthlichste seyn, ihn bald fortzuschicken. Gute Knechte werden, wenn sie eine gute Behandlung und Pflege, neben einem angemessenen Lohn, mit Gewißheit er— warten können, sich genug finden, und die gefundenen auch aushalten, so lange es ihre Verhältnisse erlauben. Die Knechte ziehen lieber an den Ort, wo diese Ordnung herrscht, wo sie stets dieselben Pferde behalten, als an die Ctellen, wo keiner ausschließlich ein Paar Pferde hat, =——3—.9.—99—9———......——7‚—7ßĩͤ.—Y9 6„ M n N fittet uh n lußu⸗ e + hale balh ahe und sse, in Nanscha, shn wol⸗ Wlrd sse noglicht i Odde⸗ Ole dar⸗ siud ind Bchard⸗ datnah Hadotheltt llch ist, so Itthͤhikn. dlung und Aoßhett e⸗ Nfündenth istatlalbez ise Dtdnag uu, h Htz ge, — 265— und jeder sich bei vorkommenden Fuhren oder andern Ar— beiten die Pferde, mit denen er arbeitet, wählen kann. Jedem Menschen thut das Eigenthumsrecht, welches er an Dingen ausüben darf, wohl, sollte es auch nur ein einge— bildetes Recht seyn, und darum macht es auch dem Pfer— deknecht Freude, wenn er zwei Pferde während seiner Dienstzeit sein nennen darf. Wohl thut man, wenn man dies scheinbare Eigenthumsrecht so wenig, als sichs nur thun läßt, beschränkt; die Pferde und die ganze Wirthschaft werden hierbei gewinnen. F. 513. Hätte ich hier nicht die schon längst erprobte Einrich— tung getroffen, und nicht jedem Knecht ausschließlich ein Paar Pferde gegeben, so würden sich meine Pferde, die bei dem mäßigen Futter so ungemein viel arbeiten müssen, ohnmöglich so gut befinden können, als sie sich wirklich immer befinden. In den strengsten und rauhesten Win— tertagen müssen sie schweres Bauholz mehrere Meilen weit herholen; hierbei können die Knechte nicht immer unter strenger Aufsicht seyn; hätten sie keine Veranlassung zur Liebe zu ihren Pferden, so würden letztere der steten Gefahr ei— ner Erkältung, einer zu großen Anstrengung und einer schlechten Pflege ausgesetzt seyn. In dieser Hinsicht ist hier noch mehr Gefahr als in Sachsen, weil der Brannt— wein in hiesiger Provinz ein zu anziehendes, allgemein an— erkanntes Reizmittel für die Knechte ist, diese oft deshalb in die Krüge gelockt werden, und die hiesigen Krugsställe fast alle einen sehr schädlichen Luftzug besitzen, der oft den Pferden tödtlich werden kann und auch wirklich wird. §. 51I4. Der Knecht, welcher Pferde zu füttern hat, die er nicht vorzugsweise sein nennen kann und mit welchen meh— rere arbeiten, wird weniger dem Drang zur Futterent— wendung widerstehen können, als der, welcher nur die Pferde zu füttern hat, mit denen er nur arbeitet. Letzte— rer wird eher für seine Pferde stehlen, so gut dies ihm möglich ist. d. 515. Haben die Pferde einen guten treuen Pfleger an dem Kutscher oder Knecht, der ihnen nicht zu viel zumuthet, und sie ängstlich gegen Erkältungen schützt, so werden sie we— nigen oder gar keinen Krankheiten unterworfen seyn, und man wird weder Drusenpulver noch sonst etwas nöthig haben. Wer solch einen Pferdepfleger gefundeu hat, halte ihn werth, doch beuge man dem Uebermuth auf eine glimpfli⸗ che Weise vor. Siehe im ersten Band§9. 114. §. 516. Ueber die Krankheiten der Pferde habe ich keine wich— tigen Erfahrungen gemacht. Erstens sind wirklich meine Pferde nicht oft krank gewesen, bei vorkommen— den Fällen habe ich mir Rath in Tenneckers Roß— arzt ꝛc. Tübingen in der Cottaischen Buchhandlung 1803— 1804; und in Ammons vollständigem Handbuch der praktischen Pferdearzneikunst ꝛc. Heilbronn am Neckar und Rothenburg ob der Tau⸗ „ Mu shenh, Hutkrat⸗ fut di . Lhht⸗ dies hm an dam h und e the⸗ W Wthig hllte hu Ampfl⸗ fahe rich ch meie okomm⸗ 1s Ros⸗ Whndg Fände alt HN — 267/— ber bei Claß 1804, 1808 erholt und ihn oft recht gut ge— funden, oder, war dies möglich, einen Roßarzt zu Hülfe gerufen. §. 517. Ueber die Mauke habe ich leider traurige Erfahrun— gen machen müssen, weshalb ich jedem anrathen will, diese Krankheit nicht für zu unbedeutend anzusehen; ich verlor an dieser Krankheit kurz nach einander zwei egale Wagenpferde, die mir nicht für 300 Rthl. feil waren. Die Mauke ist, meinen Erfahrungen gemäß, nicht Folge der Unreinlichkeit, denn der Stall, worinnen er— wähnte Pferde standen, wurde stets sorgfältig rein ge— halten. Aber wahrscheinlich ist's mir, daß diese Krank— heit, wie so viele andere Pferdekrankheiten, von Erkältun— gen herrührt. Bei beiden erwähnten Pferden ging die Druse kurz vorher, welche aber bei beiden nicht bösartig aussah und bald geheilt schien. Der Roßarzt, den ich dabei zu Hülfe rufen ließ, verord⸗ nete bei dem einen, was zuerst die Mauke bekam, nichts als das öftere Waschen mit frischem Wasser; aber leider half dies nichts, die Krankheit wurde bösartiger, sie blieb nicht mehr örtlich, sie blieb nicht allein am Köthen⸗ und Fesselgelenk, sondern sie dehnte sich weiter am Körper aus, und das Thier wurde sehr schnell, besonders auf dem einen Hintertheil, völlig mager. Nun wurden andere Mittel gebraucht, welche, weiß ich nicht; nur erfuhr ich wieder, daß sie das Uebel nicht besser, sondern viel schlimmer machten. Den einen Hinterfuß brauchte das arme Thier gar nicht mehr, am Ende bekam es einen Stelzfuß und war nun unheilbar. Späterhin bekam auch der Kamerad dieses Pferdes die Mauke. Ich nahm einen als Thierarzt weitberühmten Schmid zur Heilung an; dieser forcirte es sogleich mit ei— ner Salbe, die unter dem Namen, die scharfe, bekannt war; nach ihrem Gebrauch ging nicht nur Haut und Haare weg, sondern das arme Thier war sehr schnell entkräftet, und ich verlor es wie jenes. 9. 518. Späterhin hat sich die Mauke noch einige Mal an ei— nigen meiner Pferde gezeigt, immer habe ich sie schnell ge— heilt, wenn ich zuerst die maukigen Theile mit Seifenwas— ser gut auswusch und kurze Zeit darauf die Stellen mit spanischer Fliege einrieb. Es entstand hierdurch ein stär— kerer Ausfluß der Feuchtigkeit, der aber nie lange anhielt. Fing es an zu trocknen, so wurden die Stellen abermals mit Seifenwasser gereinigt und bald war das Uebel ge— hoben. ů Nur ein Mal wollte mir auf diese Weise die Heilung nicht gelingen, darum verfuhr ich, wie Ammon in seinem Handbuch vorschlägt. Ich reinigte nach Vorschrift die maukige Stelle, wendete das angeführte Mittel Nr. 24 äußerlich an und gab innerlich das im zweiten Bande die— ses Handbuchs Seite 256, aus Nelkenwurzel, Baldrian— wurzel und Stinkasand bestehende Mittel, worauf das Uebel bald geheilt wurde. Nebenbei erhielten die mauke— kranken Thiere vorzüglich nährendes Futter, gewöhnlich auch Leinkuchentrank. Holant Went Im setn 7* Wolo 9001 ftg h in Jun Pfenl! Repst x/ 1⁰ dinicam die S6 schrg und I0r an, A Kesg und 81 Auf e Hsih u à Huihntn ach nit⸗ „bllanht und Hante eatkräftt an ei⸗ Hellgt⸗ Ruwas⸗ ln Wit au süͤt⸗ Ranhiet. abermals chel ge⸗ Hg sehan shst de UM. 2 dt di⸗ dadral⸗ uuuf d mu⸗ ch — 269— §. 519. Die Druse rührt, meiner Ansicht gemäß, in den meisten Fällen nicht von einer Ansteckung, sondern von Erkältung, vereint mit schlechter Nahrung und zu großer Anstrengung, her. Im Frühjahr, wo diese Kränk— heit am meisten herrscht, werden oft die Pferde in den oft warmen Tagen derb angestrengt, und sie in den oft sehr kalten Frühlings⸗ und Herbstabenden und Nächten nicht gegen die leicht stattfindenden Erkältungen geschützt, deren Folge nun oft die Druse ist. Im Sommer sind die Abende und Nächte wärmer, die Erkältungen sind daher um so seltner und darum ist die Druse auch im Sommer seltner. Bei den Pferden, welche in den Nächten auf der Weide bleiben und am Tage arbeiten müssen, ist die Druse häufiger und bösartiger als bei denen, die im Stalle ge— füttert werden; darum findet diese Krankheit in Preußen häusiger statt, wie in Sachen, und deshalb ist sie auch in Preußen viel bosartiger wie in den Ländern, wo die Pferde im Stalle gefüttert und im Allgemeinen sorgfältiger gepflegt werden. Der hiesige Bauer ist in der Regel froh, wenn es nur einigermaßen im Frühjahr anfängt zu grünen, damit er die Pferde aus dem Stalle los wird. Im Winter müssen sehr oft die armen Thiere mit bloßem Stroh, Abharksel und dergleichen vorlieb nehmen. Kommt das Frühjahr her— an, so sollen sie stark arbeiten und häben hierzu wenig Kräfte, darum erhitzen sie sich leichter als gut gefütterte und sind um desto leichter den Erkältungen ausgesetzt. Auf ein kraftloses Thier wirken alle krankheiterzeugende Dinge leichter als auf ein kraftvolles; bei letzterm geht oft eine Erkältung leicht vorüber, aber bei dem schwachen entstehen hieraus mancherlei Krankheiten, am häufigsten die Druse. Gleichartig behandelte Pferde sind natürlich gleichar— tigen Krankheiten ausgesetzt. In der Regel behandelt hier in einem Dorfe ein Bauer wie der andere seine Pferde; sie haben alle einen gemeinschaftlichen Weideplatz und jagt die Pferde einer hierauf. so thun dies auch alle; darum sind auch in der Regel in einem Dorfe immer mehrere Dru⸗ senkranke, gemeiniglich sind sie es zu gleicher Zeit alle, nur ist sie bei dem einen bösartiger wie beim andern. Dies hat wohl Veranlassung zu dem Glauben gegeben, daß sie meistentheils von Ansteckung herrühre. Ich will es wohl zugeben, daß ein Anstecken möglich ist, aber wahrscheinli— cher ist's mir, daß in den meisten Fällen die Druse nicht ansteckend ist. Späterhin, wenn sie einen sehr bösartigen Charakter annimmt, dann findet das Anstecken leichter statt. Auffallend war mir es, als ich, während dem ich meinen sehr verehrten Freund, den königl. Thierarzt Herrn Dr. Rumpelt, auf seinen Untersuchungsreisen begleitete, immer bemerkte, daß die Druse bei den Pferden solcher Bauern am hartnäckigsten und gefährlichsten worden war, die ihr Vieh schlecht genährt, wenige Pferde hatten und diese wenigen übermäßig anstrengten. Nur selten haben meine Pferde die Druse, und oft ist sie kaum bemerkbar. Früher gab ich ihnen verschiedene det 4⁷ laste A ten J3 lich U. (t. chen inn vott E nit Hun welald ledie + Mol uni Sed gert drüd troc bracy x 10 Bau l husH, Unteggt notsy werksgg ein M. ich im. ngst ot shnun hhin ih gichn hhhardet e frdz und sigt harum snnd lele Oru⸗ At all⸗ fu. Ois daß sie 8 wohl che⸗ Wr vicht bösgttgen ichtt sut 10 Ha raht Hun glätt, u sͤchtt Hedin Wat, An u „ 0 Rasseba —— der angerühmten Drusenpulver; aber seit einigen Jahren lasse ich der Natur freien Lauf und empfehle nur den Knech— ten eine verdoppelte sorgsame Pflege, strenge sie wo mög— lich in der Drusenzeit nicht zu sehr an, lege auch wohl etwas Futter zu; besonders dienlich fand ich den Leinku— chentrank, und so ging die Krankheit gemeiniglich schnell vorüber, ohne daß Arzneimittel gebraucht worden waren. §. 521. Gegen den Sattel⸗ und Krummetdruck habe ich mit Vortheil mich des Bleiwassers allein oder eine Salbe, welche aus Bleiwasser und Bäumöl verfertigt wird, bedient. Das Bleiwasser habe ich mir folgenderweise verfertigt. Ich füllte ein Pfund Silberglätte in eine gläserne Flasche und goß hierauf ohngefähr ein Quart gewöhnlichen Essig. So ließ ich es mehrere Tage unter öfterm Umschütteln di— geriren. Mit der klaren Flüssigkeit wasche ich nun die ge⸗ drückte Stelle. Ist aber die Wunde etwas veraltet, so trocknete mir dies Bleiwasser zu schnell, und zuweilen brach sie nach der Heilung wieder auf. Jetzt mische ich zu einem Theil Bleiwasser etwas Baumöl, wodurch eine Bleikalksäure, die wie Milchrahm aussieht, gebildet wird; nur erfordert es ein tüchtiges Untereinanderreiben, was am besten in einem Serpentin— mörser geschieht, um die Mischung vollkommen zu be— werkstelligen. Von dieser Salbe mache ich nicht mehr auf ein Mal, als ich jedes Mal brauche; aber Bleiwasser habe ich immer vorräthig. Auf die Silberglätte gieße ich so oft Essig, als noch etwas aufzulösen ist, so lange nämlich, als die Silberglätte noch eine braune Farbe besitzt. Nachdem die Wunde einige Tage mit der Salbe ein— gerieben ist, wird sie noch eine Zeit lang mit Bleiwasser ge— waschen. L. 522. Das öftere Ausmisten der Pferdeställe halte ich für ungemein nützlich. Die Ausdünstung des gährenden und brennenden Pferdemistes kann ohnmöglich den Thieren günstig seyn, vielmehr glaube ich, daß sie den innern und äußern Theilen schädlich ist. Die brennende Hitze, die der Pferdemist, wenn er in einiger Quantität auf einander liegen bleibt, verursacht, trocknet den Huf aus und gibt so zu Hufkrankheiten Anlaß. Am vortheilhaftesten habe ich es gefunden, wenn die Pferde im Stalle auf Holz stehen. Auf Steinen ruiniren sie die Eisen und den Huf, und in die bloße Erde hauen sie Vertiefungen. Unter den verschiedenen Arten der hölzernen Fußbö— den für Pferdeställe haben mir die eichnen oder erlenen Klötzchen, welche wie Steine auf das Hoche gepflastert werden, gefallen. Je länger diese Klötzchen sind, je tiefer sie nämlich nach unten gehen, desto dauerhafter sind sie. Sie bilden, sind sie gut an einander gepflastert, einen ebnen, doch nicht zu glatten Boden, der ungemein dauerhaft ist. muhen di HM win H st Minn Wm. UH ihm Ph tiy wisl wII 10 pfig sche schithl ster s kechipyt uh, hth. Sle, dunase g halteichfi anden un I Mren shem und 60% Ner asander 10 gbt s I„ Himn R R runltch W un Rl hn dleneh ghfafer ssor Eetift fir siofs ahn chng, uf — 273— Nach diesem ziehe ich das schwache Rundholz den geschnittenen Bohlen(Pfosten, Plänken) vor, weil es dauerhafter, weniger kostspielig und leichter zu repari— ren ist. 9. 5324. Das Putzen halte ich für die Pferde äußerst vortheil— haft; doch wäre es wohl unklug, bei den Arbeitspferden dieselbe Sorgfalt in dieser Hinsicht aufzuwenden, die ge⸗ meiniglich bei edeln Beschälern oder Luxuspferden statt fin⸗ det. Nicht allein, daß der Knecht nicht füglich hierzu Zeit hat, sondern auch das Pferd würde beim vielen Putzen wirklich mehr verlieren als gewinnen. Denn in der Regel ist in einer energischen Wirthschaft diesen Thieren die Zeit zum Fressen und Ruhen so knapp zugemessen, daß die Sto⸗ rung, deren sie während des Putzens ausgesetzt sind, ihnen immer sehr zur ungelegenen Zeit kommen muß. Ein Mal Putzen des Tages halte ich für vollkommen hinreichend; ein guter, fleißiger Knecht, welcher seine Pferde lieb hat, wird bei einem täglichen Putzen eine große Reinlichkeit be— wirken. Das tägliche Waschen, welches Herr Dr. Gericke em— pfiehlt, halte ich nicht füͤr rathsam; es muß sehr gut ge— schehen, wenn es nicht mehr schaden als nützen soll. Ge⸗ schieht es nur unvollkommen, so entsteht ein wahrer Klei⸗ ster auf der Haut, der mit Schwierigkeit, ist er ein Ma recht trocken, herauszuputzen ist. Trotz diesem unterlie⸗ genden Kleister kann das Pferd rein scheinen und dessen Haare glänzen. Schmalz, Erf. II. S Soll das Waschen vollkommen geschehen, so gehört hierzu mehrere Zeit, als Knecht und Pferde hierzu übrig haben. Neben dem guten Putzen mit Striegel und Kartät— sche halte ich aber das Schwemmen der Pferde für gut, und wohl dem, dem eine Pferdeschwemme zu Gebote stehet. Daß beim Schwemmen mit großer Behutsamkeit zu Werke gegangen werden muß, und die Pferde nie im Ge— ringsten erhitzt in die Schwemme geritten werden dürfen, versteht sich von selbst. 5. 625. Gute und hinlängliche Streu halte ich für wesentlich nothwendig. Für ein Pferd, was die mehrste Zeit am Tage nicht im Stalle stehet, halte ich 8 Pfund Streustroh täglich für hinreichend, aber wenn es viel im Stalle sie— het, sind 12 Pfund kaum genug. In der Regel wird bei mir für zwei Pferde täglich eine Schütte Stroh verstreuet, die 18 bis 20 Pfund wiegt. d. 526. Auch das Futter muß den Pferden möglichst rein von Sand, Steinen, Federn, Haaren und dergleichen gehal— ten und dargereicht werden. eit Sand und Steinen fressen sie sich die Zähne stumpf und zu nichte, und die Federn und Haare können ihnen im Schlunde oder in den Eingeweiden sehr schaden. ab ndi M 0 0 f valg dom se h 0 chet,A „ sughit 11§. 527. 11 ö ihi Den Mittag über alle Mal den Pferden das Geschirr nd Hurtt abzunehmen, halte ich für überflüssig, für zeitversäumend und für Knecht und Thier als lästig. Das Geschirr, sind rde für—— ᷓ— es Kummte, wird nicht dabei gewinnen, denn oft leidet n es mehr beim an-und abschirren, als während dem Zuge. bamnttn Während dem Mittag müssen die Pferde, die sich oft üt wälzen, hoch gehangen werden, damit sie sich nicht mit 8 6 dem Geschirre wälzen können; vom Abend bis Früh haben in hürfn sie hierzu Zeit genug. In der Regel wälzt sich aber auch kein Arbeitspferd eher, als bis ihm das Kummt abgenommen ist. Wasentlich LVNt am Ctteustech Challe st⸗ ugel witd di oh bersteut ch tun voß gaam hob d Ethlt iht ud N . d R N — 276— Achter Abschnitt. ueber Futtergewinn und Futtereintheilung. §. 3238. Da ich die über das Futter des Rind- und Schaf⸗Vie⸗ hes in Ponitz geführten Rechnungen, und zugleich den Ertrag an Milch, Wolle und Dünger mittheilte, so wird es auch für viele Leser interessant seyn, wenn ich angebe, wie ich das nöthige Futter gewann und den Fütterungs⸗ plan eines Jahres entwarf. §9. 529. Schon im ersten Bande, im 17.§. sagte ich, daß ich zu Johanni 1806 die Wirthschaft des Ritterguts Ponitz in sehr zerrüttetem Zustand übernahm, und daß der von mir erpachtete Flächeninhalt 70o Magd. Morgen betrug. Diese 700 Morgen bestanden in ohngefähr 565 Morgen Ackerland 125— Wiesen und 10— Gärten und dergleichen. Die Felder waren von jeher dreifeldrig bewirthschaf— tet worden, doch vom Brachschlag wurden ohngefähr 25 N.9 1oh ln 10 in M 9R 10⁰H stehe welb besti l gems 9fH I Cto Ho flN. 19 denst aber R nicht schlocg Ind 9 fast 9⸗ nur 0 serte Jolglig hes ju licht 9ej M. mit Erbsen, 8 M. mit Kartoffeln, 4 bis 5 M. mit Weiß⸗ kohl und Rüben und circa 15 Morgen mit Klee bestellt. Das Rindvieh wurde bis zur Kornernte sehr ärmlich ů in Stalle mit Klee und mit Gras aus den Baumgärten gefüttert. Es bestand aus 32 bis 33 Kühen und 38 bis 10 Stücken Jungvieh incl. der Bullen. Die Schäferei, im Sommer etwa aus 600 Stück be⸗ stehend, wurde auf den Grundstücken der Unterthanen ge— weidet; und im Winter, wo sie aus 450 bis 500 Stück 20 bestand, mit Gerst⸗, Hafer« und Erbsenstroh, mit weni— gem selbsterbäueten Wiesenfutter und mit erkauftem Heu af Ve⸗ gefüttert. ich da Die Kühe mußten im Winter größtentheils bloß mit 0 wic Stroh vorlieb nehmen; etwas Grummet, wenige Kartof⸗— arged, feln und Rüben wurden als Dessert gereicht. ö Werungs⸗ Die wenigen Biertrebern bekamen die wenig vorhan— denen Schweine. d. 530. 9, dah ih Ich übernahm ein Kleefeld von 15 M. Morgen, was EInh aber größtentheils ein Mal überhanen, und im Ganzen Iout nicht sehr ergiebig war. Die wenigen Kartoffeln schlecht und spät bestellt; die Wiesen nicht sehr ergiebig 0 und das Grummet von einer großen Ueberschwemmung fast gänzlich verdorben. Zum Rüben- und Krautbau war nur eine kleine Fläche gedüngt und vorbereitet, ich vergrö⸗ ßerte sie in Etwas, doch war dies nicht von Bekange. . Folglich war an keine reichliche Winterfütterung des Vie— uihe hes zu denken; aber ich wollte um der Zukunft willen auch 1 25 nicht gern die Heerden vermindern, im Gegentheil, ich be⸗ hielt fast alles übernommene Schafvieh, ohnerachtet noch nicht ausgemärzt war, und winterte daher gegen 600 Stück ein, die ich stark mit Oelkuchen, neben der Stroh— fütterung, tränkte. Erbsenstroh hatte ich mehr als sonst erbauet, da ich mehrere Erbsen säen ließ und zu diesem Behuf schon früher Pferde nach Ponitz schickte, die mit arbeiten mußten. §. 531. Die Felder konnten früher nur alle sechs Jahre durch— düngt werden. Um aber künftig Futter genug zu haben, und um die Felder alle drei Jahre tüchtig durchdüngen zu können, suchte ich vorerst die Wiesen durch Düngung mit Asche und Mistgauche, durch das Ueberfahren humoser Erde und durch das Reinigen von den Haufen und Hü— geln, zu verbessern; und so erntete ich von 50 Morgen sehr trockner Wiesen höchstens 140000 Pfund Heu und Grummet; und dann suchte ich mehreres Futter auf den Feldern zu erbauen. Zu diesem Zweck entwarf ich folgende Fruchtfolge: 624 Magd. Morgen sollte reine Brache bleiben, die theils hehordet, theils mit Mist bedüngt wurde. 6² mit Rocken bestellt. 6²⁴ · Gerste, unter 50 M. Klee. Klee, Kraut, Rüben, Kürbisse und dergleichen, der Klee mit Gips bedüngt, zu Kraut und Rü— ben gehordet und gemistet. Die N u nut ettr ben mij Whem. 3 A. bich. füttert für ei gen wi N. wu heu gen 2 ich nur len me bis 100 Hldlehet Unterf — 2725— aht Kleestoppel im Herbste bemistet H und behordet. Eh 624 Magd. Morgen mit Weitzen, rab s 624 C mit Gerste oder Hafer, Men 622 hiervon 50 Morgen mit Erbsen „ Nni und 125 mit Kartoffeln; beides bemistet. 6²2⁴ 2 mit Rocken, und 6²⁴ mit Hafer bestellt. hte hulch⸗ abeth und ö ö iag Diese Fruchtfolge gab mir bessere Resultate, als ich Wnn nur erwarten durfte und als ich berechnet hatte. 218 2 m. ben mir 20 M. Morgen Kleefeld die sehr reichliche,* W W. Wn Bande schon angegebene Sommerfütterung für oNohn 33 Kühe, einen Bullen und für 12 bis 14 Stüc Jung⸗ Iuin 2—— Ohngefähr 3 bis 4 Morgen Kleefeld gab die Grün⸗ 90 0 Ettite für 2 oder 4 Zugochsen, für die Schteeine und she für ein oder 2 Reit- oder junge Pferde. Von 3 Mor⸗ gen wurde der Samenklee geerntet. Von ohngefähr 25 M. wurden in der Regel 150000 bis 7οοò-ð: Pfund Klee⸗ lcbn, de heu gewonnen. ut M 9. 533. Von dem zu Kartoffelbau bestimmten Felde konnte le ich nur von 1o Morgen selbst ernten, die übrigen erhiel⸗ % Müst ten meine Arbeiter. Ich erntete von diesen 10 Morgen H nt bis 1800 Berliner Scheffel Kartoffeln. Kraut und Rüben wutiud gediehen sehr gut und gaben eine herrliche Herbst⸗ und sst. N Winterfütterung. 9. 534. Auf 1874 Magd. Morgen erntete ich außer der Spreu und Ueberkehr 140000 bis 160000 Pfund Gerst⸗ und Ha⸗— ferstroh. Von 50 Morgen wurden außer der Spreu und Ueber— kehr 5ο0οο bis 60000 Pfund Erbsenstroh gewonnen. Den Gewinn an Weitzen⸗ und Rockenstroh habe ich zwar nie genau berechnet, doch kann ich den ganzen Er— trag von 1874 Morgen auf 360000 Pfund annehmen, wovon freilich 4an Schnitterzehend, Pfarrzehend und dergleichen Abgaben mehr, abging. Auch von den Erbsen mußte ich Schnitterzehend und von einigen Stücken Feld Pfarrzehend, und letztern auch von einigen Feldern in Gerste und Hafer abgeben, aber alles ist schon bei oben angegebenem Ertrag abgezogen. d. 385. Um einen Futterplan zu entwerfen, habe ich mich frei⸗ lich nie auf eine Berechnung in Pfunden eingelassen, son— dern die geernteten Fuder und Schocke vorläufig unter mein Vieh vertheilt. Es sieht mir zu peinlich aus, wenn ich in einem Futterplane Pfunde, wohl gar 4 und 4 Pfun⸗ de stehen sehe. Fest bin ich überzeugt, daß noch nie ein für eine bedeutende Wirthschaft in Pfunden berechneter Fütterungsplan in der Ausführung nur einigermaßen zu⸗ getroffen hat; gewiß betrug der Unterschied in den veran— schlagten und wirklich konsumirten Summen oft tausende an Pfunden. Aber demohnerachtet ists gut, wenn ich das wirklich konsumirte Futter nach Pfunden berechne und eine 0½ Nteyn 0 Uhn⸗ h. abt i Men Er⸗ ehmen, und Ould rauch wabet N. nich fri⸗ u, son ih Mit 6% Weh ihfn⸗ en Kchnett Haßen ⸗ u beral⸗ lsane mih M ů UUII————— — 281— Vergleichung mit dem geernteten Futter anstelle, ich kann dann um so zuverlässiger in Zukunft einen Fütterungsplan entwerfen. §. 336. Das Dürrfutter geht auf dem Boden noch bedeutend in Hinsicht des Gewichts zurück; am meisten das Grum⸗ met und nach diesem das Kleeheu. Aber nicht allein auf dies Zurückgehen, sondern auch darauf muß man bei Entwerfung eines Fütterungsplans Rücksicht nehmen, daß, trotz aller noch so strengen Aufsicht, doch noch mehr, als man bestimmt hat, gefüttert wird. Beim Grummet kann man, meinen Erfahrungen ge— mäß, wohl 3, beim Kleeheu und beim Wiesenheu J auf das wirkliche Eintrocknen und auf das Einwiegen an— nehmen. Daß das Grummet mehr zurück geht als Heu, liegt wohl darinnen, daß im Herbste das Dürrmachen schwie— riger als im Sommer ist; es scheint das Grummet oft ziemlich trocken, und ist es doch nicht. Es wird nun auf einen luftigen Boden geschafft, wo es nicht verdirbt, doch noch bedeutend ausdünsten kann. Das Kleeheu lasse ich nie zu sehr dürre werden, um nicht die Blätter zu verlieren; es verdarb mir demohner— achtet noch nie, ich legte es möglichst luftig, und dann liegt es auch an und für sich nicht so kompakt als Heu, weil die dicken Stengel den Haufen immer locker erhalten. Deshalb dunstet es ebenfalls noch auf dem Boden sehr merklich aus. Mageres Heu, nämlich solches, was auf trocknen — 282— Wiesen erwachsen ist, macht sich leichter dürre und ver— dunstet weniger auf dem Boden, als saftig erwachsenes. 9. 537. Wenn ich daher ausgemittelt hatte, daß ich 140000 Pfund Wiesenheu und Grummet ohngefähr geerntet hatte und beides möglichst gut dürre geworden war, so rechnete ich vom Ganzen ein Fünftel ab, und vertheilte nur 112000 Pfund. Hatte ich 160000 Pfund Kleeheu ohngefähr geerntet, so zog ich hiervon 3ab und vertheilte nur 120οο Pfund. Es ist angenehm, gegen das Ende des Winters zu sehen, daß man weiter reicht, als man reichen wollte; man kann entweder nun noch dem Viehe etwas zulegen, oder einen größern Vorrath aufbewahren. Im Gegentheil ist es höchst unangenehm, wenn der Winter noch nicht zu Ende ist, und das Futter sich wider Erwarten dem Ende nähert. Muß man kaufen, so kostet dies nicht allein bedeutende Summen, sondern man ist auch oft genöthigt, schlechtes, dem Viehe schädliches Fut— ter zu kaufen. U. 538. Zuerst bestimmte ich dem Arbeitsviehe seinen Theil; aus Erfährung wußte ich, daß ein starkes Arbeitspferd, wenn es fast täglich in Thätigkeit ist und oft mit großer Anstrengung arbeiten soll, jährlich 35 Centner Heu nöthig hat. Wenn nun ein Fuder auf der Wiese 25 Centner wog, so nahm ich an, daß es nur 20 Centner wöge, und rechnete aufs Eintrocknen und Einwägen, und so mußte ich auf ein Pferd 134 Fuder, folglich auf 10 Stück 174 Fuder Heu s rechnen. Die herrschaftlichen Pferde, die Gast⸗ und 5 Reitpferde brauchten 6— 5050 Die Zugochsen brauchten neben etwas Stroh hat im Winter bis zur Kleefütterung 4— uh Für Lieferung, Einquartierung und derglei— 45 chen rechnete%᷑Gy 427— Runn Summa 32 Fuder huud welche auf den einen Heuboden, ohnweit dem Pferde- und 0 Ochsenstalle, gefahren wurden; da ich nur 42 bis 50 Fu-— ab; der Wiesenheu erntete, so wurden 10 bis 18 Fuder auf den II Schafstallsboden gefähren. ö Vom Grummet erhielten des Erbaues die Kühe 308 und davon kam auf den Schafstall. Rwdet o bostt. mm Für jedes Schaf rechnete ich für den Winter außer 16 der Strohfütterung 14 Centner Heu, Kleeheu und Grum— met zusammen. Hatte ich nun 800 Stück zu durchwin— tern, so brauchte ich 1200 Centner; 10 Fuder Heu betra— gen 200 Centner, und 6 Fuder Grummet betragen uMl⸗ E ldpftßy, 296 Centner in Summa, folglich fehlten noch 904 t gußn Centner, die in 50 Fuder Kleeheu bestanden, nämlich je— hz des Fuder, rücksichtlich des Eintrocknens und Einwägens, 5 zu 18 Centner angenommen. 00 War aber der Hafer oder die Oelkuchen nicht theuer, 11 so gab ich gern eines oder das andere meinen Schafen, weil die Wolle dadurch sehr ins Gewicht fiel; nur kam es darauf an, ob es vortheilhafter war, den Schafen eini— ge Fuder Kleeheu weniger, und dafür Hafer oder Oelku⸗ chen zu geben. Um dieses zu bestimmen, mußte zuvor ein Ueberschlag des Rindviehfutters gemacht werden. Da die— ses aber erst im Spätherbste möglich war, so wurde der Theil des Kleeheues, welcher in der von mir, nach Krieß— scher Angabe, erbaueten, isolirt stehenden Kleeheuscheune lag, späterhin erst vertheilt. d. 540. Bei Berechnung des Rindviehfutters mußte eine Re⸗ duction statt finden; so nahm ich z. B. an, daß 23 Fuder Rüben, wovon eines 10 Centner wog, so gut wie ein Fuder Kleeheu sind, dann daß 40 Scheffel Kartoffeln auch so gut wie ein Fuder sind. Wenn ich nun 56 Fuder Rüben erbauete und 1400 Scheffel Kartoffeln, außer dem Samen und den zur menschlichen Nahrung bestimmten, zur Fütterung rechnen durfte, so war beides so gut als 57 Fuder Heu. Da ich nun für jede meiner Kühe, außer den Bier— trebern, der Spreu und dem Stroh noch gegen 24 Fuder als Heu berechnetes Futter, für den letzten in Ponitz ver⸗ lebten Winter bestimmte, indem sie in dem besten Zustand aus dem Winter kommen sollten, so mußten für 40 Stück, außer obigen 57 Fudern, noch 43 Fuder Grummet oder Kleeheu für das Rindvieh bestimmt werden. Ich gestehe es offen, daß ich dieses meinem Rindvieh wirklich gegebene Futterquantum selbst für zu hoch halte, und die Kühe es ohnmöglich bezahlen konnten. Aber ich 5 hatte nun ein Mal das Futter und nicht mehr Vieh da— sn zu, warum sollte ichs ihnen nicht geben, da sie es fra— d ßen? Doch hätte ich den Hafer, den die Schafe erhielten, itren ersparen können; aber ich wollte gern viele Wolle, und Hv schöne Lämmer ziehen, und für beides hielt ich den Hafer, ut d der jenen Winter spottwohlfeil war, für gut. Hitz Im ersten Bande habe ich 32 Centner Winterfutter uschune für eine Kuh angegeben; weil ich genug Wirthschaften kenne, wo dies QOuantum, weil man das Stroh, was die Kühe da bekommen, zu Heu reducirt, noch viel zu hoch ist, und ich selbst in Ponitz im ersten Winter bei wei— e tem nicht so viel geben konnte; aber demohnerachtet halte Hudtt ich es für eine schwache Fütterung, wenn das Vieh bis Hen dahin, wo grünes Futter in den Stall geholt werden kann, Wud damit gefüttert werden soll. Für eine Kuh, die früh im Jahre auf die Weide kömmt, mögen 32 Centner eher aus— 10⁰ reichen. Bestehet ein bedeutender Theil dieser 32 Centner dn zu in Stroh, so mögen die Kühe, auch wenn sie auf die unn grüne Stallfütterung warten müssen, recht gut satt da— von werden, aber fett werden sie nicht und noch weniger n RN⸗ wird man sich über große Milchergiebigkeit zu erfreuen D haben. hut be⸗ ö — GEn• Das Erbsenstroh erhielten alles die Schafe zugetheilt. n n Auch wurde das Gerst- und Haferstroh meistens für die Schafe bestimmt, und nur einen kleinen Theil hiervon er— üm hielten die Kühe, das junge Rindvieh und die Zugochsen. 0 0 Es war nur daräuf angefangen, daß aus dem Strohe das beste gefressen werden sollte; je reichlicher nun die Ernte 60—0.—9.—.t.—ß7.—.——— — 260— war, desto mehr konnte davon dem Viehe vorgelegt werden, und um so mehr konnte dieses wählen und das Bessere her— aussuchen. Körner fand das Vieh wohl wenig in dem vorgelegten Stroh, aber desto mehr jungen Klee und blätterreiches Unkraut. Denn unter einen großen Theil der Gerste wurde Mäheklee und unter den Hafer Weideklee gesäet, wo⸗ von jeder in dem durch Dünger kräftig gemachten Acker⸗ boden schon im ersten Jahre unter dem Sommerge— treide eine merkliche Höhe erreichte. Dann ist manches einjährige wenig schädliche Unkraut, wie z. B. die Acker⸗ winde(Convolvulus arvensis), die Folge einer reichen Düngung. Das in den Raufen zurückgelassene Stroh wurde zur Einstreu verwendet. Stroh vom Wintergetreide habe ich früher nie, weder den Schafen noch Kühen, verfüttert, nur die Pferde be⸗ kamen Heckerling von Wintergetreide, wozu ich das Weit— zenstroh für das bessere hielt, obwohl die Pferde das Rok— kenstroh lieber als Weitzenstroh zu fressen schienen. 9. 5½2. War die Futtereintheilung im Ganzen entworfen, so wurde nun die Fütterung jeden Viehes, in Hinsicht der Zeit, vorläufig eingetheilt. Es wurde bestimmt, wie viel und welches Futter in jeder Jahreszeit, täglich dem Rind— viehe gegeben werden sollte. Hierbei wurde immer auf die Trage-⸗, Kalb- und Milchzeit der Kühe Rücksicht genom— men. Kühe, welche hoch trugen oder ohnlängst gekalbt hatten, erhielten besonders reichlich die Rüben; es mußte — 2,— u demnach ausgemittelt werden, wie viel sich zu jeder Zeit ssahn unter der Heerde Kühe im erwähnten Zustande befanden. Zu dieser Ausmittelung diente vorzüglich eine über die Rulun Bullzeit, über das Kalben, Güstestehen und dergleichen lertehes gehaltene Tabelle, durch welche um so leichter eine Vor— 4 Gast ausbestimmung möglich war. sch vo⸗ Ueber die möglichst genaue Ausführung dieses ge— Nn, meinschaftlich entworfenen Futterplans, wachte mit Sorg⸗- nmerge⸗ falt die Eigenthümerin der Kühe selbst. Zur Führung der Ranches Rechnung war ihr einer der sich bei mir aufhaltenden ANet⸗ jungen Landwirthe zugeordnet. tuchen Die Futtervorräthe auf den verschlossenen Böden re— vidirte ich sehr oft selbst. de u 8.56 Wödet Auch für die Schäferei wurde mit Zuziehung des Mei— fede be— sterknechts ein specieller Fütterungsplan entworfen. Hier⸗ us Dat bei wurde vorzüglich auf die Lammzeit Rücksicht genommen; Nol je näher diese kam, um so besser wurde das Futter für das Mutterschaf bestimmt. Auch wurde auf die sich zuweilen unter der Heerde befindenden Schwächlinge Rucksicht ge⸗ nommen, diese allein gestellt und für selbige eine besondere Fütterungsart festgesetzt. 11f Zwar sorgte ich überall selbst ängstlich für die gute Aus— führung jedes speciellen Fütterungsplanes, doch der Schä⸗ 1 ferei nahm ich mich besonders an, ein Mal deshalb, weil ü an und für sich eine bedeutende Schäferei mehr wie jede met auf N andere Branche der Landwirthschaft das Auge des Eigen⸗ Icht 9 thümers oder Directors verlangt, zweitens weil die Schä— ferei meistens auf den Gütern, die ich bewirthschaftete, — 288— entfernt vom Hofe lag, also schon deshalb eine thätigere Aufsicht nöthig war, und in Sachsen gar zu viel auf den Zustand einer Schäferei ankam. Doch hatte ich mir selbst einen der jungen Landwirthe als Unterdirector der Schä— ferei zugeordnet. Der Meisterknecht selbst blieb, als er sie ein Mal kannte und wirklich lieb gewonnen hatte, gern bei der ein— geführten Ordnung und wich nie, ohne vorhergenommene Erlaubniß, davon ab. Um so mehr zu beurtheilen, ob wirklich die bestimmte Quantität Futter gegeben wurde, so wurde nicht allein uweilen ein mehrmaliges Wägen der Bunde und Körbe wiederholt, sondern ich hatte mir auf dem Futterboden immer eine bestimmte Anzahl Fuder in gewissen Abtheilun— gen, wo nur einzelne Sparren die Grenze bezeichneten, machen lassen. Hier konnte ich nun ziemlich genau bestim— men, wie lange solch eine Abtheilung reichen sollte; dem—⸗ nach konnte eine Doppelkontrolle leicht geführt werden. §. 544. Das für die Pferde und Zugochsen bestimmte Heu wurde täglich von dem Heubinder vom verschlossenen Bo— den den Knechten gereicht. Hier konnte am wenigsten eine Unordnung vorfallen. 9. 545. Ich brauche wohl nicht erst weitläuftig aus einander zu setzen, welchen Vortheil mir die Entwerfung und Aus— führung solcher Fütterungspläne brachte; jeder Landwirth wird sie leicht auffinden. Gern entwürfe ich auch hier sol— M Huxre vel auf w II ssi r he Shi se en M 1 ii det ei ecgenonmenr N besiimnte N uicht allen Nnd Ketbe Haterboden n Ulchelun⸗ behichneden, Nn Lfüm⸗ en sollte; dem⸗ suhtt vetden —— 289 che Fütterungspläne, aber leider würde mir die Ausfüh— rung äußerst schwer und fast ohnmöglich werden, da ich vor der Hand noch keine gespündete und verschlossene Futterböden habe. Darum kann ich nur einen Hauptplan entwerfen, muß aber hierbei sehr auf die Folgen verschie— dener Unordnungen Rücksicht nehmen; denn auch die aller— strengste Aufsicht kann die gut verschlossenen Futterböden nicht ersetzen. Da in Ponitz nach einigen Jahren meines Pachtan— tritts alle Jahre der Erdau des Futters in demselben Ver— hältniß sich vermehrte(indem der Boden immer mehr in Kraft kam), als sich die Zahl der Schafheerde vergrößerte, so blieb sich der ein Mal entworfene Futterplan fast ziem— lich gleich, denn das mehr erbauete Rauchfutter wurde den Schäfen zugetheilt, und auch das Kraut und alle er— baueten Wurzelgewächse kamen dem Rindvieh, ohne daß ihm das gewöhnliche Rauchfutter geschmälert worden wäre, ausschließlich zu gute. ( Einige bedeutende Druckfehler, die sich im ersten Bande eingeschlichen haben: Seite 6 und 8 lies überall statt Thomerus, Thamerus. — 9 in der loten Zeile von unten statt Rühlemann lies Kühlemann. — 50 in der Iiten Zeile von oben statt 5 Pfund lies 23 Vfund. Ebendaselbst 19te Zeile von oben statt jedes Pferd lies jedes Paar Pferde. Ebendaselbst in der aten Zeile von unten statt 24 Pfund lies 23 Centner. —— 12 4* A 9 1 k 1 3 iche E 4 9 2 5 3 N ungen eee 0 CI COſour& Grey Gortrol Chart 3322G Blue Cyan Green Vellow Hed Magenta ——— Gey 697.. 1ce