Uniy.-Bioi. Giessen *——— 8 1 ————— — — 1 8 1 5 †2 2 ₰ 45. N* A 8 4 — ——— ———z 2 — — habo orden v /ſen * — ſei 6 7 4 7 ———————————ö—— 2— e 4 der Volkswirthschaft besonderer Beziehung auf Deutschland. Vo n D. Karl Heinrich Rau, ordentlichem öffentlichen Professor der Kameral⸗ wissenschaften und zweitem Universitätsbiblio⸗ 2* thekar in Erlangen. ů* eip/ bei Georg Joachim Göschen. 1821. —.—— 2—— 2—— Oatze fof Hesht Rlichte Weilt NWD Eim sonst ů Herden * Vorre de. Die Wissenschaft des Volkswohlstandes ist ungefähr sech— zig Jahre alt. In dieser Zeit mußte sie nicht nue gegen tief eingewurzelte Vorurtheile kämpfen, die selbst einen Schein wissenschaftlicher Festigkeit gewonnen hatten, sondern sie war in sich selbst entzweiet. Ein Lehrge⸗ bäude, mit jenem Phantasiereiz ausgestattet, der dem Irrthum stets zu Gebote steht, hatte schon hie und da festen Boden gewonnen, und mußte durch ein anderes verdrängt werden, welches nur das schmucklose Licht der Wahrheit bestrahlt. Viele Zeit gieng über den Bestrebungen der Systemsucht verloren, bei der wenig zu gewinnen ist. Denn wenn nur um ganze Lehrge— bäude gestritten wird, deren jedes falsche mit wahren Sätzen gemischt enthält, so ist weder leicht zu Ende zu kommen, weil auf jeder Seite viel für und wider gesagt werden kann, noch durch einen Sieg viel aus⸗ gerichtet, weil nun doch erst die herrschende Lehre weiter gesichtet werden muß. Da ferner eine sehr ab⸗ gezogene Wissenschaft schwer bei einer großen Lesewelt Eingang findet, so mußte auch manche Kraft, die sonst hätte tiefer eindringen können, darauf verwendet werden, das bereits zu Tage Geförderte von den For— ö ö 2 ö IV—..—— men der Schule zu reinigen, es leichtfaßlich und an— ziehend darzustellen. Auf diesem Wege hat Say mehr als jeder Andere genützt, und es ist leicht erklär— lich, daß der Anfänger seinem ersten Führer noch mehr Verdienst zuschreibt, als ihm von materieller Seite zukommt.— Denmnach ist es leicht erklärlich, daß diese Wissenschaft noch von einem Grade der Vollkom—- menheit entfernt steht, der, obgleich keinesweges abso— lut, doch für einige Zeit die öffentliche Meinung be— herrschte und genügende Regeln zur Ausübung darböte. Ist man doch weder um den Namen, noch um die Stellung der Volkswirthschaftslehre(als des theoreti— schen Theiles) und der Lehre von der Wohlstandspflege (des ersten praktischen Theiles, neben welchem die Staatswirthschaftslehre oder Finanzwissenschaft steht) im Systeme der Staatswissenschaften einverstanden! Gewiß sind noch wanche dunkle Seiten ans Licht zu ziehen, manche wenig bekannte Beziehungen zu erfor— schen; Aufforderung genug für den Freund dieser Wis— senschaft, hierauf seine Bestrebungen zu richten. Die gegenwärtigen Abhandlungen sind bloß„Ansich— ten“ überschrieben worden, weil es eher Anderen zusteht zu beurtheilen, ob sie hätten„Beiträge zur festeren Begründung der Volkswirthschaftslehre“ genannt wer— den dürfen. Sie bilden verschiedene Seiten einer und derselben Grundansicht, und stehen daher in genauem Zusammenhange untereinander. Während die erste ein— TTPTCTHTDDTATQTQC — At 50 Eͤtte hhels het bizeh nict f lh,d sen die RR fiser Mlich, Rexen 2 Die heren f Wtdey, Hach W auf c sehentg MI —7777799————————ł1ꝗk leitend zur Literargeschichte des Gegenstandes gehört, und dabet manche Lehren der Alten entwickelt, die noch jetzt mehr beherzigenswerth als beherzigt sind, so stellt die zweite den Versuch einer allgemeinen Uebersicht der Volks⸗ wirthschaft auf; die beiden folgenden schildern die Abhän⸗ gigkeit von gegebenen Umständen, deren Verkennung oft erweislich zu einer flachen Auffassung der Gesetze des Volksvermögens geführt hat. Diesen theoretischen Erörterungen folgen einige, theils kurz angedeutete, theils aus führlichere praktische Anwendungen. Wie aber im Allgemeinen ohne anschauliche Kenntniß der einzelnen Gewerbe der sichere Ueberblick des Ganzen nicht füglich zu erlangen ist, so schien es auch hier dien⸗ lich, durch einzelne Züge aus dem deutschen Gewerbewe— sen die allgemeinen Sätze zum Theil zu erläutern. Diese Züge sind aus dem Tagebuche gezogen, welches dem Ver— fasser die Früchte einer halbjährigen, auf Kosten der Kö— niglichBaierischen Regierung im Jahre 1817 unternom— menen Wanderung durch Deutschland aufbewahrt. Die erste Abhandlung und Manches in den sieben an— deren kann als weitere Ausführung von Sätzen betrachtet werden, die in einigen der Zusätze des Verfassers zu seiner Uebersetzung des Storchischen Werkes kurz berührt worden sind; sonst haben beide Arbeiten keine Beziehung auf einander. Die Zeichnungen erklären sich aus der siebenten und achten Abhandlung. Wer übrigens die Meinung nicht theilt, daß der —7——** 7..—. κάαεπ ꝓPSII I F · ahhM Volkswohlstand sich am besten von selbst mache, und daß die Regierung, wenn sie Hindernisse gehoben, nichts bes— seres thun könne, als nichts thun, wer Anderes zu be— weisen sucht, den wird man hoffentlich deßhalb nicht auch für einen Bekenner des 3wangs- und Verfinsterungssystems halten. Diese Verwahrung ist nur gegen die nöthig, welche überall Extreme sehen; freilich giebt es Eiferer, die den besonnenen Freund des Vaterländes kurzweg als Ari— stokraten verschreien, und Andere, denen Volksvertretung und Preßfreiheit wie Losungsworte verkappter Jakobiner tönen. Das unaufhaltsame Ringen der Völker nach ge— setzlicher Freiheit der Gewissen, der Rede, der Schrift, nach äußeren Schutzwehren' der bürgerlichen Rechte gegen Willkühr und Uebermuth, hat keinen Zusammenhang mit der unbedingten Freiheit aller Gewerbe; diese fallen in das Gebiet des Raumes, der Mitbewerb z. B. kann in ihnen ein Verkümmern und Tödten der dicht stehenden Pflanzen bewirken, während im geistigen Reiche Alles fröhlich aufstrebt, ohne sich zu beengen. Erlangen, im März 1820. K. H. Rau. 1/ 2. 2 0 9. 4. 59 0. 7. 4 5. + 2 * 3 7. 8. Xenophon und Aristoteles Volkswirthschaft— Einfluß der Oertlichkeit auf die ursprüngliche Gestalt der Volkswirthschaft Weitere Entwickelung der Volkswirthschaft durch Le⸗ bendigkeit des Verkehres Folgen für die Staatsverwaltung Ueber die Handelsbilanz(den Handelsabgleich) Ueber große und kleine Landgüter in volkswirthschaft— licher Hinsicht— Beiträge zur Kenntniß des deutschen Gewerbwesens. 1. Von Deutschland üͤberhaupt 2. Von der mecklenburgischen Landwirthschaft — 179 28 5. 6. Marsch- und Geestboden Verschiedenheit der Wirthschaft auf Bergrücken und in den anstoßenden Ebenen * 3. Von der Ländwirthschaft in Westphalen, auf * * Große Güter in der Mark Brandenburg Güter-Anbau an der Bergstraße Verschiedenheit der Pflüge in Deutschland Ausdehnung der Leinenarbeiten in mehreren Gegenden — * * Nathusius'sche Gewerbsanstalt —* S. 224 — 229 232 2 25 — 236 — 2T — 243 5 2 + 23² 2— 3 3 i cht een 93—— e r „ Volkswirthschaft. 243 — Ans. d. Volksw. 4. Ei suchn Ind Aten des 3 tero Eunft sen shaf sey el icklu Sunat den A. Rache Oinnn bu die 3 von mußte son, 2J4J—J—.̃—ßꝛt— I. Xenophon und Aristoteles. Es ist in neuerer Zeit ungewöhnlich geworden, bei Unter— suchungen über wirthschaftliche Gegenstände zu den Lehren und Meinungen zurückzugehen, welche in den Schriften der Alten niedergelegt sind. Während die Ideen des Staats und des Rechts, wie sie sich in Plato's, Aristoteles, Ci— cero's Werken ausgesprochen finden, nicht ohne bedeutenden Einfluß auf den heutigen Zustand der Staatswissenschast gewe— sen sind, begnügt man sich bei der Volks- und Staatswirth— schaft mit dem gangbaren Ausspruch, die Wissenschaft beider sey erst Erzeugniß der letzten Jahrhunderte, durch die Ver— wicklung und Ausbildung der europäischen Staats⸗ und Staatenverhältnisse veranlaßt, unser ganzes Gewerbwesen sey den Alten fremd gewesen und daher keine Ausbeute in diesem Fache von ihnen zu gewinnen. Die Unvollkommenheit in der Staatswirthschaft der alten Freistaaten ist nun eben so offen— bar, als der Abstand ihres und des heutigen Volkshaushaltes; die arbeitende Classe war noch schärfer, als im Mittelalter, von dem Genusse des Erworbenen ausgeschlossen, dadurch mußte die Vervollkommnung der Erwerbswege sehr beschränkt seyn, und jenes unnatürliche Verhältniß zwischen den beiden 4 Ständen der Gesellschaft, nur mit dem härtesten Zwang zu erhalten, nöthiget uns allem Herrlichen, was in der Wissen— schaft, in der Kunst und im Leben unter dem milden griechi— schen Himmel gereift ist, als Schattenseite der Mehrzahl bejammernswürdiger Menschen gegenüberzustellen, in denen auch die Besten nur Mittel und geborne Knechte erblicken. Wenn gleich nicht alle Gewerbsarbeiten in den Händen der Sklaven waren, wie Smith glaubte), sondern, in Athen wenigstens, die Schutzverwandten(Metoikoi) viele Hand— werke trieben, Bürger häufig Unternehmer von Gewerken waren, und die Bewirthschaftung ihrer Grundstücke leiteten, ja ärmere Bürger in den Gewerken mitarbeiteten, so war doch der Unterschied zwischen damals und jetzt noch immer sehr groß, und die Vertheilung des Vermögens unter die ganze Volksmenge höchst ungleich und für die allgemeine Ausbildung hinderlich; unter 100 Menschen in Attika 73, denen Gelegenheit und Hoffnung zu eigenem Wohlstand fast ganz versagt war! 5). Ungeachtet dieser Verschiedenheit läßt sich indeß doch erwar—⸗ ten, daß die griechischen Weisen, in anderen Gebieten Gründer unseres Wissens, den Ideen eben so vertraut, als einer un— getrübten hellen Lebensansicht mächtig, auch in dem genann⸗ ten Gegenstande neben dem Eigenthümlichen, was ihnen die gewohnten Umgebungen aufdrangen, manche tiefgedachte rein⸗ menschliche Wahrheit für alle Zeiten zu Tage gefördert haben werden. Kein Einzelner von ihnen mag getadelt werden für die unvermeidliche Einseitigkeit, die ihm sein Volk mittheilte 1) Untersuch., II. 604. 2) Heeren, Ideen, III. Th.. Abth. S. 280. Bökh, Staatsbaushaltung der Athener, I. S. 10. 3) Bökh, I. S. 40. —————————.—————————— ler, ohne sehse Oune die! liche in Cll lrge Ren! 3 ung. 2 Mn. 9³ Rah: eutt de de C Zwang u Wissen⸗ griechi⸗ Nehrzahl ndenen lblicken. den der in Athen e Hand⸗ Bewerken leiteten, „so war ch immer unter die llgemeine ttika 73, and fast ch erwar⸗ Grunder ner un. genann⸗ znen die hte rein⸗ rt haben erden für würrheilte „Bolh/ (denn wie schwer war es, sich deren zu erwehren, wo nur eine lichte Stelle zwischen rohen oder in Despotie versunkenen Völkern glänzte!); nach dem Geiste unserer Zeit brauchen wir bloß jeden Bewohner des Landes in die Stelle zu setzen, die vor 21 Jahrhunderten nur dem hellenischen Bürger ein— geräumt wurde. Alle das Wirthschaftswesen betreffende Ueberzeugungen bilden zusammengenommen eine der merk— würdigsten und eigenthümlichsten Seiten der Staatswissen— schaft in ihrer ersten Periode). ö Die Griechen bezogen Alles auf den Staat, ordneten ihm leicht und freudig die bürgerlichen Lebensverhaltnisse un— ter, ertrugen des Ganzen willen Beschränkungen jeder Art ohne Widerwillen. Eine Folge davon war, daß sie die Wis— senschaften von der sittlichen und wirthschaftlichen Einrichtung des Privatlebens(Ethik und Oekonomik) mit der Staatswissenschaft(Politik) zusammenstellten, allen dreien die nämlichen Grundsätze gaben und sie mit der gemeinschaft— lichen Benennung Staatswissenschaft belegten, welche in diesem weiteren Sinne nach des Aristoteles bestimmter Erklärung alles dasjenige Wissen begreift, welches in der bürgerlichen Gesellschaft nöthig ist, welches Jeder in ihr ler— nen muß, und soweit er dieß muß 2). Schon dieß deutet I). S. des Verf. Primae lineae historiae politices, Er- lang. 1846. 2) Tivas yap eινν νορρεον πτυάν ëιειπτμr1φν, eν vα˙6 vo- XEO, ai rot⁴αs SπìIgrous uννννεν, Ma ùαερhι τνο, νν& ( τπνιινν,) öiarascet. Ethic. ad Nicom. I, I. So an mehreren Orten.— Durch Anerkennung dieser doppelten Be— deutung des Wortes Politik lößt sich der frühere Streit über die Frage, ob die Ethik zur Politik gehöre. S. Conring, de civili prudentia. Cap. V. S. 95. Piceart, isag. in lect. auf die Meinung hin, daß ein vernünftiges menschliches Leben nur in dem Staate möglich seyʃ. Die Wirthschaft des Einzelnen wird demnach auch stets in Beziehung auf das Ganze betrachtet; sie wird unter sittliche Gesichts- punkte gebracht, welche zugleich die staatlichen sind, und so steht alles in geordneter Uebereinstimmung. Allerdings aber ist auf die Entwicklung der Gesetze, nach denen ein ganzes Volk seine Bedürfnisse befriediget, fast keine Sorgfalt ver— wendet, und man blieb bei den allgemeinen Sätzen über die Bestimmung des Vermögens stehen, die dagegen neuerlich bei dem Forschen nach jenen Gesetzen Ven aus dem Gesichte verloren wurden. Die Grundbegriffe finden sich schon mit ziemlicher Be⸗ stimmtheit bei den Alten, wie sie erst neuerlich wieder auf— gehellt worden sind. Indeß ergiebt sich, einige Schwierigkeit aus der Abweichung zwischen den beiden Hauptschriftstellern, KXenophon und Aristoteles, die es rathsam zu machen scheint, bei scharfen Umgränzungen mehr Gewicht auf die Geisteskraft des letzteren zu legen. Von jenem ist für den gegenwärtigen Zweck der sogenannte Oekonomikus, πνοποπμιροἀꝗ Royos, der eine sehr schätzbare Ansicht des häuslichen Lebens der Griechen giebt), und hin und wieder das Buch von den Einkünften Athens wichtig; von dem letzteren hauptsächlich ein Theil des ersten Buches seiner Politik, weil von der Oeko— nomik das zweite Buch gewiß, das erste vielleicht einen an—⸗ Arist. Cap. 3 S. 167— 160. Buhle, Lehrb. d. Gesch. der Philos. III. H. 322. 1) Es u merkwürdig, daß Cicero diese Schrift, die er in seiner Jugend übersetzte, empfiehlt und auf sie hinweißt. (0ffic. II.) Die Römer kamen also in diesem Gebiete nicht weiter, als ihre Lehrer. dern Iui W abas chige hur 0lA0 möge ttote anhim das l die L und d nach. des gänzu nur e Der Rlich hebt ganabe Philoso derée in det mer schliches ichschaft ue auf lsichts⸗ und so 38 aber ganzes alt ver⸗ ber die ich bei Fesichte er Be⸗ er auf⸗ erigkeit ctellern, machen zuf die für den ohiiios Lebens ich von sachlich er Oeko⸗ inen an⸗ zesch. der ft/ die er hinweißt. biete nicht dern Verfasser hat. Man könnte dieß erste Buch für einen Auszug aus Xenophon, mit Stellen aus der aristotelischen Politik verbrämt, halten, wozu bloß im sechsten Kapitel etwas Eigenthümliches ohne besonderen Werth gekommen ist. Aeußeres Gut, Habe, Xrysis, heißt alles das— jenige, was zum Leben nützlich ist v). Xenophon nennt nur den Inbegriff aller Habe(das Vermögen) Haus, oνos, und die Wissenschaft von der Vermehrung des Ver— mögens Haushaltskunst, Oekonomie, während Ari⸗ stoteles zweckmäßiger im Hause vier Grundverhältnisse annimmt, das des Herrn und des Sklaven, das eheliche, das Aterliche, und den Erwerb 2); Oekonomik ist dann die Wissenschaft von der gesammten Führung des Hauses, und die Lehre von der häuslichen Wirthschaft bildet dem— nach nur einen Theil der Haushaltslehre. Die Bestimmung des Hauses kann keine andere seyn, als die gegenseitige Er— gänzung und Ausbildung der Mitglieder, wobei der Erwerb nur eine untergeordnete Stellung, als Mittel erhalten muß 5). Der scheinbare Widerspruch einer anderen Stelle, in welcher Reichthum für den Zweck der Oekonomik erklärt, wird 4), hebt sich, wenn man hier nur annimmt, daß Aristoteles die ganabare Meinung anführen wollte, mit der auch der minder philosophische Renophon übereinstimmt. Späterhin, wie der erhabene Schwung des Lebens schwächer wurde, mochte in dem Begriffe des Haushaltes die wirthschaftliche Seite immer stärker hervortreten und die anderen verdunkeln. So 1) NrySIY öͤe, rouro cν½μεe Eνar, o ½1 π˙ðοειεσù αενμν ιι Eι 1ν Hιο. Xen. Oec. 6. 2) Politic. I. 3. 5) Politio. I. 13. 40 Ethic. ad Nicom. I. 1. 8 ist in dem angeblichen zweiten Buche der Oekonomik nur von wirthschaftlichen Angelegenheiten die Rede), und die— se selbe Bedeutung hat sich im heutigen Sprachgebrauche erhal⸗ so ten; nur ein seltsamer Mißverstand ist es, Oekonomie für uc einen vornehmern Ausdruck statt Landwirthschaft zu nehmen. rit Wie man indeß über den Begriff der Oekonomik ver⸗ nat schieden denken mochte, so leuchtet doch ein großer Gedanke sud überall deutlich hervor: daß nämlich das Vermögen nicht welch bloß des Genusses willen begehrt werden dürfe, sondern als sis Mittel eines sittlichen und würdigen Lebens, und nur so fitlic weit, als es dieses seyn kann. sonde Suchen wir zuvörderst die einzelnen Ausdrücke dieser den Wahrheit auf, so zeigt sie sich in Platons Werken auf Gd mannichfaltige Weise dargestellt, z. B. in seiner Eintheilung 1 der sämmtlichen Güter 2). Er unterscheidet nämlich die teles göttlichen und menschlichen Güter; jene betreffen Geist und Dust Gemüth, diese die Sinnenwelt, und unter den letzteren nimmt die Al der Reichthum CxRoπο nach der Gesundheit, Schönheit Hetrac —* und Stärke die vierte Stelle ein. Plato leitet mehr Fol— danker I gerungen für die ideale Gesetzgebung des Staates daraus ab; Verke Xenophon aber hat vielmehr den Einzelnen im Auge. l V „Viele Menschen,“ sagt er 5),„sind nicht im Stande,— ö 1) Man könnte schon daraus vermuthen, daß dasselbe sehr ache spat geschrieben worden sey, weil darin die Vorstellung einer nüblich großen Monarchie herrscht; es werden nämlich vier Wirthschaf⸗ verden ten angenommen, erstens des Staatsoberhauptes C(SaSιιι Ion zweitens einer Provinz r, drittens einer Stadt, m Cxolirixy, welches Wort nun nicht mehr staatlich heißt, weil die Stadt nur ein Theil des Staates geworden ist); vier⸗ tens Haus- oder Privatwirthschaft, 10πποτιν vougr 2 Leg. I. 2 39 Oecon. 11. 5— ————————2— —————..—————— omik nur und dier he erhah omie fut ichmen. mik ver⸗ Gedanke en nicht dern als nur so e dieser en auf theilung lich die ist und nimmt hönheit ehr Zol⸗ aus ab; Auge. Itande, lbe sehr g einer thschaf⸗ Vn), Stadt, h heißt, ) birr —— 9 ohne Beistand anderer zu leben; viele sind zufrieden, wenn sie sich selbst genug für ihre Bedürfnisse verschaffen können; solche aber, die nicht bloß ihr Hauswesen erhalten, sondern auch wohlhabender werden, damit sie dem gemeinen Wesen nützen und ihren Freunden beistehen), muß man diese nicht hülfreiche und gewaltige Männer nennen?“ Daher sind auch nur die Arten des Erwerbes vollkommen zulässig, welche keine nachtheilige Wirkung auf Ausbildung des Gei— stes und Körpers äußern. Und da der Erwerb so sehr unter sittliche Gebote gestellt wird, daß er nicht bloß Gränzen, sondern auch seine Leitung aus ihnen erhält, so konnte Xenophon wohl seine ganze Oekonomik auf einen in diesem Grade veredelten und geläuterten Zweck richten. Weit zusammenhängender und ausführlicher hat Aristo⸗ teles diese Sätze entwickelt; sie gewähren uns in seiner Darstellung eine vorzüglich deutliche Einsicht in die Art, wie die Alten die verschiedenen Zweige der Gewerbsthätigkeit zu betrachten pflegten. Die Zusammenstellung seiner Hauptge— danken ist indeß bei der lückenhaften Beschaffenheit seines Werkes, wie wir es besitzen, sehr schwierig und kann nur als Versuch gelten. Der Reichthum(xNovros) besteht aus den Gütern, welche zum Leben nothwendig und dem Staate und Hause nützlich sind; sie können wie Werkzeuge der Künste angesehen werden, und der Reichthum läßt sich daher als eine Menge von Werkzeugen oder Mitteln für Haus und Staat erklä— ren 2). Im Hause aber ist das Vermögen nicht Zweck an V I1) Nere MdH νν νοπεν π⁰—αμteν, ai ous Nous exri- Noορ⁰εEι— 2) O ye Moοντο, hρρνονν κ ννο ëεπν ιι½ιπνονμον mat xorH0ο½. Politic. J. 8. sich und um seiner selbst willen, sondern als Mittel für die Bedürfnisse des Hauses zu betrachten; es entspringt also hier⸗ aus eine Gränze des Erwerbes, jenseits welcher man keine Güter mehr begehren soll*); die gesammte Erwerbs— kunst(+υνrν½) kann folglich nur soweit, als sie in jene Gränze fällt, zur Haushaltslehre(Oekonomik) gehoren. Es giebt zwei Zweige der Erwerbkunst. Der eine ent— hält die selbstständigen Nahrungsgeschäfte, welche, ohne ge— selligen Verkehr zu erfordern, bloß auf der Bearbeitung der Natur beruhen und mit der Art, wie die Thiere sich Unterhalt verschaffen, verglichen werden kann. Hirten, Jäger, Ackerleute, Fischer, üben diese Nahrungssorge Crοον E- VEra), und auch einigermaßen Krieger, sofern die Bemäch⸗ tigung von Menschen, die zur Knechtschaft geboren sind, mit der Jagd in eine und dieselbe Gattung gehört 2); die letztere Unmenschlichkeit hat auf den ganzen Gedankengang keinen Einfluß und kann also füglich unberücksichtiget bleiben. Das Naturgemäße, Einfache in diesen Beschäftigungen war ein Merkmal, auf welches besonderes Gewicht gelegt wurde; sie gehören daher auch von Ratur zur Haushalts⸗ und Staatskunst, und haben in ihren Bestrebungen jene Gränze, welche aus der Unterordnung des Reichthums unter ein höhe⸗ res Ziel, nämlich das vollendete Leben C(Hν½οράν οπ-ν;, ent⸗ springt 5). Der andere Zweig der Erwerbkunst wird Chremati— st ik(xν½ρα³νισεινν) genannt. Was dahin gehöre, ist nur mühsam durch Vergleichung mehrerer Stellen auszumitteln, deren wörtlicher Widerspruch sich nicht wohl anders beseitigen 1) ebend. I. 9. 2) I. 6. 32 a. a. O. läßt ͤbl dlo + gibt Hale wͤth ligen Der hald rissen rend Einfi (voui die& Ihen Kanst sen de hrauch. Vaheh verschi der Ei hicbe Ihne. Ne in ligster für di also hier⸗ an keine werbs⸗ sie in gehöͤren. ine ent⸗ ohne ger tung det interhalt kerleute, OTTuE- Bemäch⸗ n sind, ); die engang bleiben. en war wurde; 5/ und Gränze, n höͤhe⸗ )jNent⸗ mati ist nur mitteln, heseitigck laßt, als wenn man annimmt, Aristoteles habe bald den üblichen engeren, bald den wissenschaftlichen weiteren Sinn des Wortes gebraucht. Diese Zweideutigkeit bemerkt auch Schlosser*), ohne sie jedoch aufzuklären; gewöhnlich giebt er Chrematistik durch Finanzkunst, welches in jedem Falle unpassend scheinen muß, da es sogar an die Staats-⸗ wirthschaft erinnert. Die Vermögenstheile können auf doppelte Weise, zum eigenen Gebrauch und zum Tausche, angewendet werden. Der Tausch ist nothwendig und natürlich, weil die Menschen bald Ueberfluß, bald Mangel an den zu den Lebensbedürf— nissen dienenden Gütern haben. Er kann nun zwar fortwäh⸗ rend in seiner einfachen Gestalt geübt werden; indeß liegt die Einführung eines allgemeinen Tauschmittels, des Geldes (voνινα) sehr nahe, und so wie sie geschehen ist, so entsteht die Chrematistik, welche nicht wie die erste Art, die oben genannte Nahrungssorge, auf die Natur, sondern auf Kunst(Terνν½) und Uebung Ceπναιοια½) gegründet ist 2). Diese Sätze zeigen eine sehr klare Einsicht in das We⸗ sen des Geldes. Die smithische Unterscheidung des Ge— brauchs- und Tauschwerthes lehrt nichts, als jene einfachen Wahrheiten, und es ist ein glücklicher Gedanke, die beiden verschiedenen Gestaltungen der Volkswirthschaft vor und nach der Einführung des Geldes einander gegenüberzustellen. Denn hiebei fällt es sogleich in die Augen, daß man wohl auch ohne Geld gut bestehen könne, und der Einfluß desselben, der immer noch groß und mannichfaltig ist, wird so am rich⸗ tigsten gewürdiget. 1) Uebersetzung d. Pol., I. S. 54.(Lübeck 1798). 29 I. 3. 12— Das Wort xHhuars wird öfters Aleichbedentend ö u. mit xrτνιìμανα für Habe, Güter überhaupt genommen,. im engeren Sinne scheint es die in den Geldverkehr kom⸗ menden Güter zu bezeichnen,„deren Werth durch das 0 Geld gemessen wird“). Die Chrematistik ist folglich die 15 Kunst, in einem durch Geld bewegten Nahrungswesen zu er⸗ ö werben, und dieser Sinn läßt sich nicht genau mit einem hun deutschen Ausdrucke bezeichnen; am angemessensten ist noch l der von Schlosser bisweilen angewendete: Gelderwerb— n kunst. Nur darf man in dieser weiteren Bedeutung keine In Vorstellung von etwas Unwürdigem damit verbinden, denn die 63 Beschäftigungen, welche, einzeln stehend, die Nahrungssorge Wüi bilden, können auch wieder in der Chrematistik vorkommen, Mun doch allerdings mit einer bedeutenden Verschiedenheit, indem Iberh nun Absatz der Erzeugnisse und Erwerb der Bedürfnißmittel ö wunhe durch das Mittelglied, das Geld, gehen muß. Geet Aber die Sucht der Menschen, zu besitzen und körper⸗ nune liche Genüsse zu haben, verführt sie, nach gränzenlosem Er— Rie kl werbe zu streben; Geldmenge ist dann ihr Ziel, sie halten Etir diese für den Reichthum und setzen in sie die Bestimmung Ken der Chrematistik, welche dann, so genommen, keine Bezie⸗ und e hung mehr zu den Bedürfnissen des Hauses hat, und keine dee Schranke mehr kennt. Dieser Zweig der Chrematistik, den N man gemeiniglich mit dem Namen des Ganzen belegt, ist der E offenbar tadelnswerth, während der andere vernünftige der osfekiu Natur gemäß und nothwendig ist, und der Haushaltslehre ö sah se angehört, durch die er eine bestimmte Gränze erhält 2). M; werft 1) Ethic. ad Nic. IIII. Xoνανοετα ðε εhοαexaurd, orr ö n aεια voνμιrϰuμρνι Aerperrar. ö 1 2) I. 9 und 10. bedentesd Dieser ökonomische Theil der Gelderwerbkunst steht der oben henommez, bezeichneten Nahrungssorge(ρονν παιπιααεα näher; beide kehr kon sind den Gegenständen nach gleich, und unterscheiden sich nur duich das durch die Gestaltung, welche sie in Bezug auf das ganze olglich de gesellige Leben haben. sen zu er Schon in dieser Eintheilung weht sichtbar der Geist der nit einem alten Zeit: noch eigenthümlicher aber und den heutigen Ueberzeu— n ist roch gungen fremdartiger ist die Einreihung der einzelnen Erwerb— erwerh— arten unter diese verschiedenen Gattungen. Unverkennbar ung keine spricht sich darin eine gewisse physiokratische Vorstellung aus. denn die Da in der Viehzucht und Landwirthschaft eigentlich Natur— ungssorge kräfte das meiste thun*), und nicht nur die menschliche kommen, Mitwirkung für das minder Wesentliche gehalten, sondern auch indem überhaupt das Naturgemäße von den Alten hoch geachtet siß mittel wurde, so erklärt sich, wie man übersehen konnte, daß auch Gewerke und Handel hervorbringend wirken. Dazu kommt körper⸗ nun hauptsächlich noch der Einfluß dieser Erdarbeiten auf sem Ei⸗ die körperliche und geistige Gesundheit des Menschen, auf e halten Stärke, Gewandtheit, Mannhaftigkeit. Der Landbau, sagt ummung Xenophon 2), scheint zugleich ein Vergnügen zu seyn, Bezie⸗ und eine Vermehrung des Vermögens, und eine Stärkung 1d keine des Körpers zu allem dem, was einem freien Manne ziemt. ik, den x— Andere Erwerbarten zeigten keinen so günstigen Einfluß, t, is der Erwerb schien ihre einzige Frucht, zum Theil mit Auf— inne der opferungen der Gesundheit und des Edelsinns erkauft; man ltelchte sah sie häufig von Sklaven geübt, welches ihnen schon eine hut e) Art von Schimpflichkeit mittheilte. Daher die gänzliche Ver— werfung aller Geschäfte dieser Gatt ung, und der dazu ge 07⁰⁷ 725 1) Veral. Xen. Oec. C. 16. 2) Oecon. 5. 14———— suchte theoretische Grund, daß man in ihnen bloß von anderen M. Menschen erwerben, ihnen abgewinnen, nichts hervorbringen könne, welches nur durch die Natur möglich sey*); ganz n wie die Physiokraten sagen. Eine Gränze des Erwerbes liegt nun in der Absicht eines Landwirthes nicht mehr als des Handwerkers; jener behauptete Unterschied ließe sich also nur insofern rechtfertigen, als in der Erdarbeit die Natur selbst in einem bestimmten Verhältniß zur menschlichen Thätigkeit ihre Früchte spendet, während das Abgewinnen von anderen Menschen unbedingt, ohne eine andere vortheilhafte Wirkung ö auf den Menschen, fortgesetzt werden kann. Uebrigens hält— 4 wenigstens Renophon den Landbau für etwas sehr leichtes, 8 und hat von der Möglichkeit, tiefe Naturkenntniß auf ihn anzuwenden, wie es scheint, keine Ahnung. ken + Dem gemäß rechnet Aristoteles nur die Landwirth— hage 1 schaft zur nothwendigen und ökonomischen Gelderwerbkunst; lin den Gegensatz derselben, den Erwerb aus dem bloßen Tausche, ö Ren der folglich tadelnswürdig ist, nennt er Tauscherwerb— einfa * kun st 1u Cẽ ρντα oder XHαπυρ I. Die A⁴νκνάνει man ist folglich im Deutschen so wenig durch Kaufmannschast zu ö zuhie 0 übersetzen 2), als der lateinische Ausdruck ars cauponaria lele. 4 sie hinreichend bezeichnet; daß aber, wie es scheint, Aristote— 905 x les die beiden griechischen Wörter für gleichbedeutend ge— Gesch ů braucht hat, ist so zu erklären: Kapeleia, den gangbaren den 1 Ausdruck für alle Gewerbe, bei denen man sich etwas Un— andt * rühmliches und Wucherliches denkt, hielt er nicht für deut— schen lich und sprechend genug, und bildete daher den anderen, N 1) OV ye( uëeraHννιινν) nar ονεν, a a aN. NOV ESZv. Aristot. Vol. I. 10. 2) Wie Schlosser gethan hat. manderen olbringe garz bes liegt als des lso nur selbst hätigkeit anderen Wirkung ns hält leichtes, auf ihn dwirth⸗ bkunst; ausche, werb: INNEIA schast zu onaria lristote⸗ nd ge⸗ nabaren as Un⸗ ir deut⸗ anderen, AU/ 15 Metabletik, neu, der auch ohne Nebenbeziehung dem Begriffe ganz entsprach. Die Theile dieser Tauscherwerb—⸗ kunst sind folgende:*) I. Handelschaft Europria. Dazu gehört a2. Seehandel, vοννάννDινα; das griechische Wort bedeutet zwar eigentlich nur Führung des Schiffes, aber es ist bekannt, daß bei den Alten die Kaufleute ihre Waaren über See zu begleiten pflegten; vielleicht war auch die Rhederei üblich, oder große Kaufleute ließen wenigstens auf ihren eigenen Schiffen versenden. b. Land⸗(Fuhr⸗) Handel, opτrννα. c. Kramhandel,&aHaSτα&. „Die Nützlichkeit dieser Gewerbe konnte man nicht ver— kennen. Selbst Plato verbietet nur den Seehandel, der, wegen der häufigen Berührung mit dem Auslande, die Site⸗ ten verderbe, und gestattet das Einbringen fremder Waaren, die man nöthig habe 2). Xenophon dagegen, nur die einfache Wirklichkeit im Auge habend, macht Vorschläge, wie man die Fremden begünstigen solle, um sie häufiger herbei—⸗ zuziehen, und dadurch den Händel zu heben 5). Aristo— teles erkennt die Unentbehrlichkeit der Kaufleute νSos ayopaιοσ im Staate vollkommen an 4), wenn er gleich ihr Geschäft nicht für edel hält. Es ist zu schließen, daß er den Handel der Landwirthe mit ihren Erzeugnissen als Be— standtheil ihres Gewerbes ansah, also mit zu der ökonomi— schen, beifallswürdigen Erwerbkunst rechnete, und daß er sich ihn ausgedehnter dachte, wobei denn der Handel als abgeson— 1) Politic. I. 11. 2) De legibus, L. IV. und VIII. 3) Von den Einkünften, 6. H. 4) Politic. VI. 4. ** x 16 dertes Geschäft geringeren Spielraum haben konnte. Er ö erkannte⸗ auch, wie schon oben bemerkt wurde, daß noch vor hebi⸗ der Einführung des Geldes, vor Entstehung der Chrematistik, — ein Tausch von Gütern vorkomme, durch den man nur ge— naun genseitig seine Bedürfnisse befriedige, wie rohe(barbarische) ahl 9 Völkerschaften Wein und Getraide gegeneinander tauschen 5). uuch Cicero, in der bekannten Stelle 2), sindet den Großhan— mign 9 del, der von anderen Orten her Waaren bringt und vertheilt, 0 hu * für untadelig, und sogar dann für sehr löblich, wenn man hne * dem Erwerb in ihm eine Gränze zu setzen weiß und ihu atist 5 dann auf Ländereien überträgt; der Kleinhandel dagegen ist Mr unedel, weil in ihm nur durch Betrug zu gewinnen ist 5). Hilig —9 Den Dienst, welchen der Kleinhändler in dem Verkleinern und Einzelverkaufe dem Abnehmer leistet, erkennt also Ci— ossen — cero nicht an, sondern bloß die Ausgleichung der Bedürf— ö Gleich nisse zwischen mehreren Orten. Wahrscheinlich unterschied er hsckt l den Begriff des Kleinhandels nicht von den verächtlichen Um— ucherl ständen, mit dem derselbe insgemein verbunden war, z. B. ö oDmil ** niedriger Gastwirthschaft, Betrug, Gelegenheit zu Ausschwei— G 1 ö fungen. ur II. Geldwucher, rorsuos oder oονοεπταρππ nöglich das unnatürlichste aller Geschäfte dieser Art, weil dabei das j die Geld nicht seiner Bestimmung gemäß, zum Tausche, ge— R, i ö braucht wird, sondern bloß, um wieder Geld zu gewinnen, ö lis mit sich selbst zu vermehren. Schon die Benennung des Wuchers, hihe, N 1* 1) Politic. I. g. ma 2) De offic. I. 42. 1 3) Sordidi etiam putandi, qui mercantur a mercatoribus, quod statim vendant; nihil enim proficiunt, nisi admodum ö 1) mentiantur. 2) P.d ———————————f3388—.8—..—————————...——..——.————*8— ——.— 17 zeigt dieß an, da Tokos eigentlich Geburt heißt; das Geld gebiert sich gleichsam von neuem*). Der Begriff eines Vermögens, welches zur Erzeugung neuer Güter wesentlich mitwirkt, eines Capitales(Er— werbstammes), war den Alten, wie man aus Allem sieht, durchaus unbekannt; wenn sie gleich das Erforderniß von Ver⸗ mögen zum Betriebe von Gewerben täglich fühlen mußten, so hatten sie doch wohl von der Art, wie dasselbe wirkt, keine klare Vorstellung. Nur die oben nachgewiesene physio— kratische Ansicht erklärt diesen Widerspruch; wenn nur die Natur etwas giebt, so können alle anderweitige menschliche Thätigkeiten bloß die Vertheilung der Güter ändern. Wer auf Zins leiht, benützt die Noth eines Andern, um sich auf dessen Kosten zu bereichern, zerstört, wie Cato sagt, das Gleichgewicht des Besitzes). Man würde besser durchge⸗ blickt haben, wenn nicht die Darleiher, indem sie wirklich wucherlichen Zins nahmen, nur die Ausartung eines an sich so natürlichen Verhältnisses gezeigt hätten. Ohne ein lebhaf⸗ tes Gewerbewesen, auf der Freiheit aller Stände ruhend, war Bedürfniß, Häufigkeit und Ordnung im Darleihen nicht möglich; die Abneigung der Edleren verschlimmerte nothwen— dig die Sache immer mehr, weil nur Wenigere geneigt wa⸗ ren, zu leihen, und sich für die Unehrlichkeit ihres Geschäf⸗ tes mit bezahlen ließen. Der Zinsfuß war bekanntlich viel höher, als jetzt. Ueberdieß konnte in Volksherrschaften schon der Neid der Aermeren gegen die Reichen die Sache verhaßt machen. Sane vetus urbi foenebre malum, et sedi- tionum discordiarumqué ereberrima eausa, sagt Taci⸗ 1) Politic. I. 10. 11. 2) De re rustica. Ans. d. Volksw. 4 13 tus). Am stärksten drückt sich Cato aus; auf die Frage, quid(expediret) foenerari? erwiederte er, quid homi- nem occideré? 2). Cicero selbst lehrt ganz einfach: Primum improbantur ii quaestus, qui in odia homi- num incurrunt, ut portitorum et foeneratorum 5). Wie weit waren diese Weisen entfernt zu vermuthen, daß nach 2000 Jahren von Zinsen leben eben so edel und anstän⸗ dig seyn würde, als von Grundrenten! Aber auch sie hätten es dafür gehalten, wenn sie es in den Gränzen gekannt hät⸗ ten, die es jetzt einschließen. z. Lohngewerbe, ursSapvιν⁴. Für Lohn eine gemeine Arbeit zu üben, schien eine Art von Dienstbarkeit 4), während die Ausübung einer höheren, zugleich den Geist be—⸗ schäftigenden Kunst ehrenvoll war. Die Lohngewerbe zerfal⸗ len wieder in a. Handwerke, und b. ganz kunstlose Arbeiten, dei denen bloß die Kör⸗ perkraft wirkt 5). Die letzteren sind am meisten sklavisch. Aber auch die Handwerke werden nach einstimmigem Urtheile für sehr un—⸗ rühmlich gehalten, und schon die Benennung:„niedrige, schmutzige Künste(Gaν⁴ονοι πεκνννινι bringt diese Vorstellung mit sich. Nach Platon darf man sie im Staate nicht dul⸗ 1) Ann. VI. 16. 2) Cicero, de offio., am Ende des 2. Buches. 3) Ebend. I. 42. Vergl. Seneca, de beneficiis, VII. 10. 4) Illiberales autem et sordidi quaestus mercenariorum omnium, quorum operae, non quorum artes, emuntur. Eaet enim in illis ipsa merces auctoramentum servitutis. Cie. off. I. 42. 5) Aristot. Polit. I. 11. den, halten zufige Das nacht d die Li Dise L hens ge stand l Unenthe Snnate vollen einem nämlich sie es Thlöhn nur dad AvayRa S5 wa habend, werkesta bar we gab, in sch den Olloven Lenen use, die Frag, id homi. enfag; lia homi OrUm) then, und anstin se hiun ckannt hir Lohn ein ibatkat) Geist he rbe Zersth 5die Kol⸗ Rauch die sehr un⸗ niedrige, orstellung nicht dul⸗ „W. cenariorun luntur. Lit uth Cie. 19 den, weil sie von dem Streben für das gemeine Beste ab⸗ halten). Wie sehr sie dem Körper und Geiste Schaden zufügen, hat Renophon ausführlicher zu lehren gesucht). Das viele Sitzen, im Hause, zum Theil gar am Feuer, macht den Körper schlaff, stumpft dadurch auch den Geist ab; die Liebe zum Vaterlande, zu den Freunden, wird geschwächt. Diese Wirkungen werden dem günstigen Einflusse des Landle— bens gegenübergestellt. Landleute werden dem Feinde Wider— stand leisten, Handwerker aber sich in die Stadt flüchten 5). Unentbehrlich sind, nach Aristoteles, die Handwerker im Staate allerdings, aber ihr niedriges Geschäft macht sie der vollen Bürgertugend unfähig, und sie können deßhalb in einem vollkommnen Staate nicht das wahre Bürgerrecht, nämlich die Theilnahme an der Regierung, besitzen, obgleich fie es in manchen Staaten haben. Handwerker und Taglöhner(Gyres) unterscheiden sich von den Sklaven nur dadurch, daß sie die dienstbaren Verrichtungen(eoya aνανρνν) Vielen, diese aber nur einem Einzigen leisten 4). So war einer der beiden Stände, die jetzt die Völker wohl— habend, die Staaten mächtig machen, der ehrwürdige Händ—⸗ werksstand ungekannt, verachtet. Er mußte auch unschein— bar werden, da es meistens größere Gewerksanstalten gab, in denen der Unternehmer Muße und Mittel hatte, sich den anderen Ständen beizugesellen, der Arbeiter aber den Sklaven näher stehen mußte. Es war eine seltsame, nur in kleinen Staaten mögliche Umkehrung des natürlichen Verhält⸗ nisses, daß die Masse der Bürger, Anderen die Arbeit über— 1) De legib. VIII. 2) Oecon. C. 4. 5) Ebend. C. 6. 4) Polit. III. 5. 20 lassend, nur für Genüsse, schöne Künste und Staatsangele— der genheiten zu leben suchte; von dieser Seite die drückendste Gew Aristokratie. Begreiflich reichte das Erzeugniß der Arbeiten— ihnan den nicht zu, und man mußte nach Oberherrlichkeit über an— Hfihr dere Länder trachten, um von ihnen Zins zu nehmen. Der schen, praktische RKenophon, den man, nach seinen wirthschaftli— 3 chen Schriften, den Justi seiner Zeit nennen könnte, er— Woro kannte den üblen Einfluß des fehlerhaften Nahrungswesens duflr auf die auswärtigen Verhältnisse wohl, und machte Vor— jenes schläge, ihm abzuhelfen, in denen er aber in die Irrthümer nach y des Handelssystemes verfällt*). D08 H Einige Nahrungsgeschäfte wußte Aristoteles in keiner drscl der bisher aufgeführten Gattungen unterzubringen; er nahm 5 daher noch eine dritte Classe, neben der hauswirthschaftlichen Vubi Gelderwerbkunst und der Tauscherwerbkunst, an, welche Drpch zwischen diesen beiden stehen, von jeder etwas an sich haben I B. soll. Hauptsächlich gilt dieß vom Bergbau. Er besteht U dn zwar in einem Bearbeiten der Natur, wie die Landwirth— Warhh schaft, aber seine Erzeugnisse erfordern doch nothwendig die—1 Vertauschung, da sie nicht unmittelbar genießbar sind(wie zichen, die Früchte), aber doch nützlich). Nämlich der Tausch ist hier nicht bloß ergänzend, den Ueberfluß einer Waare mit dem Mangel einer anderen ausgleichend, sondern die ganze 17 Ausbeute muß in dem Umlauf gegeben werden, wie es in einem Gewerke geschieht; ein einzelnes Hauswesen könnte mit diesem Zweige des Erwerbes gar nicht bestehen, daher wurde er auch oben unter den Arten der natürlichen Nahrungssorge nicht aufgeführt. Man sieht, daß die, auf dem Standpunkte— 1) Von den Eink., 1. C. 2)— πάꝗαεοσ uμεν, ½νπενν&e. Polit. I. IT. atsangele⸗ bükendse Arbeiter⸗ über ay⸗ n. Der thschafth inte, er⸗ 36wesens te. Vor⸗ rithümer in keiner er nahm gaftlichen welche ch haben besteht ndwirth⸗ ndig die nd(wie ausch ist ale mit ie gonze ie és in unte mit wurde mgssorge andpunkte 21 der damaligen Zeit freilich sehr natürliche Eintheilung der Gewerbe nach dem Verhältniß, in welchem der Tausch zu ihnen steht, nicht einmal ohne fühlbare Unbequemlichkeit durch— zuführen war; die Irrthümer über die Art, wie Güter ent—⸗ stehen, verursachten diesen Mißgriff. Zu der dritten Classe zählt Aristoteles noch die vorouia, wörtlich: das Holzhauen. Casaubonus ließt dafür) aroa, Steinhauen. Daraus konnte allerdings jenes sehr leicht entstehen, und dem Sinn der ganzen Stelle nach paßt das Steinbrechen eben so gut hieher. Zwar hat das Holzhauen(Schlosser übersetzt Holzzucht) ebenfalls dieselbe Stellung zwischen den beiden früheren Classen, wie der Bergbau; indeß könnte man glauben, daß Aristoteles die Waldwirthschaft schon mit zur Landwirthschaft gezählt habe. Dagegen ist wieder einzuwenden, er habe etwa das Fällen des Bauholzes in großen entlegenen Waldungen gemeint, und das Steinbrechen schon mit unter dem Bergbau verstan⸗ den, welches letztere Conring anführt*). Es ist also schwerlich eine der beiden Lesarten mit Bestimmtheit vorzu⸗ ziehen, und die Verschiedenheit ist ganz unwichtig. 1) In seiner Ausg. der Polit., Helmst. 1663, S. 6o2. 22 II 2. olkswirihschaft. Unter den Banden, welche die Menschen aneinander knüpfen, daß nicht jedes Hauswesen einzeln, abgeschieden, um andere unbekümmert dasteht, nimmt das Wirthschaftswesen eine der ersten Stellen ein; nur äußert es nicht schon im Anfange des geselligen Lebens seine Macht, sondern erstarkt erst mit der Ausbildung desselben, wie auch der geistige Verkehr erst später mächtig genug wird, die abgeschiedene Einseitigkeit der Völker aufzuheben. Betrachtet man die gesammte wirth— schaftliche Thätigkeit in einem Volke, den Wechsel und Zu— sammenhang des Erzeugens und Verbrauchens, und zwar in einem Zeitpunkte, wo schon alle Seiten des menschlichen We— sens angebaut, entwickelt sind, so ist es unmöglich, die ge— genseitige Abhängigkeit im Einzelnen, das Ineinandergreifen und Zusammenwirken zum Ganzen zu verkennen; man wird in dem Gewerbewesen nichts Angehäuftes, sondern eine or— ganische Verbindung wahrnehmen, ein Gesichtspunkt, welcher neuerlich wenig herausgehoben worden zu seyn scheint, doch reich an fruchtbaren Wahrheiten ist. Das Wirthschaftswesen in einem weiten, viele Haus— wesen begreifenden Umfange hat eine gemeinschaftliche Bestimmung, nämlich die Befriedigung aller Bedürfnisse, soweit sie durch äußere Güter, Habe, geschehen kann, also die An mensch Natur gemin it st, dihkat die vets giebt da Thitigk terstübt. solche g aber ni⸗ zligt si stuüͤbunge Die ein heit des lihe De besehen mehr o sse in vo ihne nisse auf es zygr listen A YWecken Wöglich deh, v lung, hestund menes ha fott fat. knüpfes m andete eine der 1 Anfange erst mit rkehr as igkeit de te würth⸗ und Zu zwar in hen Wi die ge— ergreifen nan wird eine or⸗ topunkt, n scheint, ele Haut aftliche edirfniss, am, aso die Anwendung der auf der Erde gegebenen Stoffe für das menschliche Leben. Diese Bestimmung ist nothwendig von der Natur gesetzt, und wenn auch der Zweck des Einzelnen ins⸗ gemein bloß auf seinen eigenen Erwerb und Verbrauch gerich⸗ tet ist, so führt doch das Verfolgen desselben mit Nothwen⸗ digkeit zu einem Zusammenwirken für das Ganze, nachdem die verschiedenen Verrichtungen vertheilt sind. Gerade das giebt dauernd den größten Gewinn, was die wirthschaftliche Thätigkeit der Uebrigen am vortheilhaftesten ergänzt und un⸗ terstüzt. Und da zur Gesammtheit der Bedürfnisse auch solche gehören, die zwar nothwendig sind, deren Befriedigung aber nicht in der Macht derer liegt, welche sie haben, so zeigt sich in den verschiedenen Wohlthätigkeits- und Unter⸗ stützungsanstalten das Streben nach jener höheren Einheir. Die einzelnen Hauswesen endlich haben zwar eine Besonder⸗ heit des Lebens, können sich im Innern auf eigenthüm⸗ liche Weise gestalten, aber nicht füglich nach Außen für sich bestehen, sondern hängen mit einem größeren Ganzen in mehr oder weniger Beziehungen zusammen. Nur dann sind sie im Stande, ganz vereinzelt sich zu erhalten, wenn jedes von ihnen in seinen engen Kreis die Sorge für alle Bedürf⸗ nisse aufnimmt. Auf den ersten Stufen der Gesellschaft ist es zwar so; aber dann bleibt von der Bemühung für die ersten Anforderungen des Lebens sehr wenig zu anderen Zwecken übrig, und ein vielseitiges, veredeltes Leben ist nicht möglich. Der häusliche Verband könnte zwar größer wer— den, viele Genossen in sich haben, so daß schon Arbeitsthei⸗ lung, d. h. organische Form der Thätigkeiten, einigermaßen bestünde; indeß entsteht auf diesem Wege nur ein unvollkom⸗ menes kleines Abbild eines größeren Gewerbewesens, und bei fortschreitender Ausbildung wird es sich von selbst in die 24— Gemeinde oder in noch weitere Kreise auflösen, wie dieß zu⸗ febd gleich des Geistigen willen nothwendig ist. Nur ein größerer 50 Raum, ein Land, kann sich wirthschaftlich geschlossen in eini— mn ger Vollkommenheit erhalten. n Die Häuswesen sind also die Glieder(Organe) des ral Gewerbsorganismus, sie mögen nun einfach, oder wieder or⸗ Hht ganisch gestaltet seyn. Die Menschheit strebt aber durch ver⸗ babl schiedene Gattungen der Thätigkeit nach jener organischen ain f Einheit, die in ihrer Idee liegt, und das Wirthschaftswesen IE 4 kann als die materiellste, aus dem gemeinschaftlichen Boden immel hervorgehende Thätigkeitsgattung betrachtet werden, aus wel⸗ glie cher die einem höheren Leben angehörenden leicht 2 Rennlt sprießen. techi Alle Verrichtungen, welche in dieses organische Gebiet E fallen, liegen näher oder ferner zwischen den zwei Endpunk⸗ i her 0 ten, durch welche die Michnen 3 Ganzen bestimmt wird. Ciuff Sie sinn nidet I. die der menschlichen Gewalt erreichbare Matur/ die Gans Er de, als letzte Quelle aller Habe; 32 0 2 il 2. die menschl ichen Bedürfnisse, füt welche die Habe Pont allein da ist. hne.66 Jeder Vermögenstheil durchläuft zeitlich und räumlich den Eh Zwischenraum zwischen seiner Hervorbringung durch ban Naturkräfte und seinem Verbrauche; dabei müssen aber hat, die letzten, unmittelbaren Bedürfnisse, denen die gesammte Wirthschaft dienen soll, von den mittelbaren unterschieden i0e werden, welche sich nur auf wirthschaftliche Zwecke beziehen; 0 der Erwerbstamm(Capital) ist nur des Verbrauchs⸗ 6 ö vorrathes willen vorhanden. ö Obe ö Jedes Gewerbe, das Erwerbsgeschäft eines Hauswe⸗ En sens, läßt einen ähnlichen, mit jenem allgemeinen gleichlau⸗(! hie dioß in grözerer sen in eist zane) dee wieder at⸗ durch vir organischg schaftswesn chen Bodn „ aus wel cht hervoß sche Gahln i Endpurb immt wizh, Tatüb, d die Hahe mlich den ng durch üssen aber gesammtt aterschieden beziehen; Verbrauchs 5 Hausbe n glichlau fenden Gegensatz in sich erkennen; es hat einen Theil, der der Erdbearbeitung zugewandt ist und der technische ge— nannt wird, und einen, der sich auf den Markt richtet; denn bei dem Markt endiget sich die Wirksamkeit des Ge⸗ werbes, es beginnt der Verbrauch, der dem Erwerbe gegen— übersteht und zu diesem die andere Hälfte des immerwäh⸗ renden Kreislaufes bildet, obschon er auch zugleich wieder für ein folgendes Gewerbe Hervorbringung seyn kann. Wenn ein Stoff durch mehrere Gewerbe nach einander geht, so liegt immer zwischen je zweien jenes Zusammentreffen und Aus⸗ gleichen von Vorrath und Bedürfniß, welches bildlich Markt genannt werden kann. Bei einem Eisenbergwerke hat die technische Bemühung die vortheilhafte Zutageförderung der Erze zum Zwecke; die andere Seite des Geschäftes besteht in der Sorge für den Abfatz; dieß ist die Marktseite. Der Stoff geht zum erstenmal über den Markt, um im Geh⸗Ofen wieder Gegenstand der technischen Arbeit, und als Platte, Gans ꝛc. zum zweitenmale Marktwaare zu werden, worauf er in der Frischhütte verarbeitet wird. Er betritt nun als Platte, Zain, Stange, den Markt, vertheilt sich an die Blechhütten, Drahtzüge, Schlosser⸗ und Schmiedefeuer, Stahlhütten u. s. f. Jeder rohe Stoff ist zu vielerlei Be⸗ arbeitungen geschickt; daher ruhen auf einer Art von Erdar⸗ beit, wie der Bergbau, Holzzucht ꝛc., sehr viele Gewerke: fast bei jeder neuen Stufe der Veredlung sondern sich meh⸗ rere Gewerbe von einander, wie in jenem Beispiel, da das Gußeisen auch, statt in das Frischfeuer zu kommen, als Gußwaare mancherlei andere Bestimmungen erfüllen könnte. Die unzählbare Menge von Gewerken geht von den wenigen Erdarbeiten, wie von ebensoviel Stämmen, in eine unend⸗ liche Verzweigung aus, die sich der eben so grohen Fülle von Bedürfnissen anschmiegt. Je näher ein Gewerbe dem Stamme einer jeden solchen Verzweigung liegt, desto einfacher und leichter pflegt das Marktgeschäft zu seyn, weil um den Stoff um so mehr Bedürfnisse sich bewerben, je weniger er bear— beitet ist. Bei der Landwirthschaft z. B. verursacht der Ab— satz wenig Mühe im Verhältniß zur Erzeugung, während er bei vielen Großgewerken(Fabriken) große Bemühungen kostet. Am nächsten dem Markte stehend und bloß mit ihm beschäftiget ist der Handel, der für einigen Gewinn die Marktseite der anderen Gewerbe übernimmt, und bei dem die technische Seite nur noch als Waarenkunde erscheint. Der Handel ist daher das zum Ganzen verbindende Organ; die Uebersicht des Gewerbewesens, welche er erfordert, ist die vollständigste, die in einem Gewerbe gefunden wird. Das Speculiren des Kaufmanns forscht aus, wo etwas Unverbundenes, Einzelnes ist, ein Ueberfließen(angehäufter Vorrath, wohlfeile Preise), oder ein Bedürfen(Nach⸗ frage). Er nimmt Erzeugnisse für das Ganze in Empfang (Kauf), vertheilt sie wieder an verschiedene Orte(Ver— kauf), und strebt, jede einseitige Stockung auszugleichen; je schwieriger und größer diese ist, desto höher steigt sein Nutzen für Andere und sein Gewinn, daher betrachtet er sie als desto günstigere Conjunetur. In der Exdarbeit waltet die Natur vor, bedingt und beschränkt die menschliche Thätigkeit, welche am Boden wurzelt; in den Gewerken ist der Stoff beweglich geworden, von der Erde getrennt, und die Arbeit hat einen weiteren Spielraum, doch wirken noch Naturkräfte mit, die sich dagegen im Handel nur noch in der Beihülse zur Versetzung der Waaren im Raume äußern. Die Her— vorbringnisse der Erde werden durch diese drei Gewerbe in rohe Stoffe, Gewerkswaaren und Verbrauchsgegenstände vetwe hegeg D sh O E so au Vabral Daschn fur de immer! hne se buen! Mur lin M— Ballie er Het fingl Runche schast; Mulieh heit de IIahen Akemtz Gugen f D U als A licht! linem ber Stamme her und Stoff er hear⸗ der Ab⸗ rend er ühungen mit ihm winn die bei dem erscheint. Organ; dert, ist n wird. o etwas ehäufter (Nach— Empfang (Ver⸗ gleichen; eigt sein sie als altet die ätigkeit, + Stoff e Arbeit turkräfte Beihüle Die Hel⸗ ewerhe in genstinde verwandelt, und bei jedem Durchgange durch den Markt begegnen sie dem Gelde, dem Werkzeuge des Marktes. Die persönlichen Dienste, soweit sie dem Gewerbe hülfreich sind, haben kein eigenthümliches Verhältniß zu dem Stoffe. Der Staat kann aber nicht bloß Wirthschaft seyn; es muß also auch Glieder des Nahrungswesens geben, die nur am Verbrauche, nicht auch am Erwerbe Theil nehmen, deren Daseyn und Wirken mauf andere Zwecke gerichtet ist; nur ist für die Wirthschaft eines Volkes in einem gewissen Zeitpunkt immer eine Gränze vorhanden, über die hinaus sie nichts mehr, ohne sich Abbruch zu thun, für andere Zwecke verwenden kann. Ein freier Organismus wird nicht von jener unmittel—⸗ baren Nothwendigkeit bewegt, welche in den Bildungen der Natur herrschend ist, sondern das Nothwendige geht durch ein Mittelglied, nämlich das Denken; dieß ist nicht bloß ein Begleiter des Handelns, sondern ein wesentliches Glied in der Kette zwischen Ursache und Wirkung. Die äußeren Be⸗ stimmgründe sind gegeben, und wenn bei einzelnen Menschen mancherlei persönliche Verhältnisse, in denen ihre eigene Wirth— schaft steht, und manche innere Bestitumgründe, Neigungen, Vorliebe, Gewohnheiten, auch Vorurtheile, eine Verschieden— heit der Handlungen hervorbringen, so zeigen sich im Ganzen, in einem weitereren Gewerbwesen, die allgemeinen, äußerlich erkennbaren Umstände desto einflußreicher; die Menschen im Ganzen werden sich nach ihnen richten, weil sie begreifend oder nur dunkel fühlend ihre Macht anerkennen müssen. Die belebende Kraft ist das Begehren von Genußmitteln, als Norm zur Gewerbsthätigkeit. Diese Triebfeder braucht nicht erregt zu werden, sie könnte es auch nicht. Was auf einem höheren Standpunkte zu thun scheint, das kann nur in der Entfernung von Hindernissen, in der Leitung und ö Richtung dieser Kraft bestehen, wie ungefähr die Diätetik im Verhältniß zur Lebensthätigkeit, wirksam ist. Bei einem freien Organismus kann indessen das Verhältniß der Glieder zu einander und zum Ganzen mehr verkehrt werden, als bei einem natürlichen; es sind Irrthum, böser Wille, Unbe⸗ dacht möglich, es können wenigstens eingewurzelte Einrichtun—⸗ gen unter einander außer Zusammenhang stehen, und, wenn auch nicht an sich schädlich, doch dem Wirthschaftswesen Stö— rungen und Mißverhältnisse zuziehen. Nur die Regierung, indem sie sich mit der Wohlstandssorge beschäftiget, steht auf dem allgemeinen Standpunkte, wo das Zusammen- und Aus⸗ einanderstreben alles Eigenvortheiles sichtbar ist; wie sie das Ganze anschaut, so ist sie auch und allein im Stande, dem Gleichmaß und Einklang der Theile nachzuhelfen. Daß dieß unter der Gränze des Rechts geschehen müsse, und daß die Selbstthätigkeit der Glieder nur da, wo es nöthig ist, einer höheren Einwirkung unterworfen werden darf, ist ein aner⸗ kanntes Gesetz; wo es nun aber gerade nöthig sey, dieß ist nicht mit wenig Worten zu sagen, sondern darin besteht die Aufgabe der Wissenschaft. Die Menge der äußeren Umstände, welche in jedem Zeitpunkte die Gestaltung des Wirthschaftswesens bestimmen, weil sie bei der Wahl der Erwerbswege nothwendig erwogen werden müssen, lassen sich auf folgende Weise überblicken. Die beiden Endpunkte, von denen Erwerb und Verbrauch eingeschlossen werden, sind die Erde, die als Grundlage der auf ihr ruhenden Gestaltungen Boden heißt, und die Be— dürfnisse. Der Veibrauch, der jenseits des letzten Mark— tes unmittelbar auf Befriedigung der Bedürfnisse geht, und in der Hauswirchschaft geschieht, hängt mit dem Erwerbe zusammen und erhält von diesem seine Gränzen, so daß es sier g chuchi eilom. R I Ve heit, sfoldett Hult d sie könn lerden Z1 kommt Bedürfn schaftih die ab! Du git aus der Nitumst D2 fist Iy dulch Y. iM einem nise hin . 6 Mashe Wädfel v es U 11 hen Din e Dütetk Bli einen er Glicet erden, alt ile, luber Einrichtun⸗ und, wenn wesen Stl⸗ Regietung, steht auf und Aus⸗ ie sie das tande, dem Daß dieß daß die ist, einer ein aner⸗ „dieß ist besteht die in jedem estimmen, erwogen blicken. Verbrauch adlage der die Be⸗ ten Malk ght und m Eiberbe so dß es hier genügen kann, nur den letzteren i 29 us Auge zu fassen, der ohnehin jede Eigenthümlichkeit in den Wmn sich zu einem Ziele nimmt. Mit und nach den Bildekröften „ welche die Natur in den Boden gelegt hat, wirkt die menschliche in der Ar-— beit. Nur jene und diese sind hervorbringend: Die Arbeit erfordert aber schon vorhandene Güt er, die zum Erwerbe neuer dienen, und daher einander gleichsam neu erzeugen, sie können füglich Erwerbstämme werden*). Zu diesen drei Grundpfeilern, auf kommt noch als Richtpunkt viertens (Ca taln 080 denen der Sward uuht, die Gesammtheit der Bedürfnisse. Aber diese vier Beständtheile des volkswirth— schaftlichen Gebäudes stehen unter dem Einfluß der Natur, die das sich gleichbleibende, und der 3 eit, die das Wechselnde dazu giebt, und ihr Zustand in jedem einzelnen Falle muß aus der besonderen Naturbeschaffenheit und den besonderen Zeitumständen erkannt werden. Die Mitwirkung des Bodens zu fast bloß durch die Natur bestimmt durch Menschen, im Laufe der Zeit, in einem engen Spielraume, auf ihm nisse hängen auch großentheils von r Hervorbringung wird „ und Veränderungen sind nur sehr langsam, möglich. Die Bedürf⸗ der Natur ab, daher z. B. Gewerbe für menschliche Nahrung immer die meisten Menschen beschäftigen müssen; auf die Arbeit erstreckt sich gleichfalls die Macht der Natur, wie unter andern die An⸗ zahl der Jahre für Kindheit und des Lohnes aufgenommen werden muß. Alter in die Berechnung Dagegen ändert sich *) Wie man schon langst das Capital im Verhältniß zu den Zinsen, Hauptstämm nennt; auch im Englischen Stooh. —.—— 55„.* .— U—— X 30 mit der fortschreitenden Entwickelung das Maaß und die Be⸗ schaffenheit der Bedürfnisse um vieles, jede Bildungsstufe, jeder Stand in der Gesellschaft hat einen eigenen Kreis der— selben; die Arbeit wird unendlich vervollkommnet, auf neue Zweige hin, von anderen abgelenkt, und der Erwerbstamm endlich ist bloß eine Frucht der Zeit, von jedem Geschlechte dem folgenden vergrößert und verjüngt überliefert. Diese Wirkung der Natur durch die Zeit auf die ge— nannten Bestandtheile des Wirthschaftswesens hat ihre allge— meinen Gesetze, die immer überall, wo Menschen gelebt, sich äußerten. Ihre Darstellung, wenn auch nicht gerade von den obigen Sätzen ausgehend, ist in der sogenannten Natio— nalwirthschaftslehre seit funfzig Jahren mit großem Scharf⸗ sinn von vielen Denkern erstrebt worden. Es scheint indeß, daß man zuweilen das Gebiet der allgemeinen Sätze zu weit ausgedehnt habe. Denn jedes Land hat auch seine besondere Naturbeschaffenheit, jede Gegend sogar die ihrige; die Grund— gesetze äußern sich also in tausend verschiedenen Zusammen-⸗ setzungen; ein Land hat ferner seine besondere Geschichte, in dem gleichfalls die allgemeinen Gesetze für die Herrschaft der Zeit über Gewerbsverhältnisse auf eine eigenthumliche Weise erscheinen. In jeder Oertlichkeit ist eine Besonderheit der Ge— schichte und der Naturbeschaffenheit, die man kennen muß, um die allgemeinen Lehren richtig anzuwenden. Wer in der Ausübung begriffen ist, hat hauptsächlich die Oertlichkeit im Auge; die Theorie aber ist leicht in Versuchung, jene gerin— ger zu achten, als billig. Die genaue Scheidung des Allge— meinen von dem Besondern ist eine sehr dringende, aber auch sehr schwierige Aufgabe der Wissenschaft. Das Gewerbewesen kann nicht so bestimmte Gränzen hib Niil sih glh uld e hidet glil Velb lbitkt daher Land ther bestht such i tiglai in Geb sanbar Fenem it, u sed, Ne i Mir die Bos ingestufe, reis den⸗ uf neue kbstamm schlechte die ge⸗ hre allger lebt, sich rade von n Natio⸗ Scharf⸗ it indeß, zu weit besondere eGrund⸗ Isammen⸗ jichte, in schaft det he Veise der Get en muß, er in der ichkeit im ene gerin⸗ des Alger ude, abet e Guänzen 31 * haben, wie ein natürlicher Organismus, z. B. der thierische Leib. Alle gebildeten und viele rohe Völker der ganzen Erde stehen in mehr oder weniger Gewerbsverbindung; aber ob— gleich solche Fäden überall hinlaufen, so bildet doch jedes Land eine dichtere Masse dieses Gewebes, so daß man es als ein Glied des großen Organismus ansehen kann, welches wieder aus einzelnen Organen zusammen gesetzt ist. Je aus— gebildeter das Gewerbwesen, desto häufiger sind auch die Verbindungen in den Ländern und zwischen ihnen. Nur wirkt auch die Staatsgränze mächtig zur Absonderung; es ist daher höchst wünschenswerth, daß sie nicht mitten durch ein Land gehe, und dasselbe zerreiße. Die Gränzen der Länder aber sind von Natur bestimmt und werden aus der Geschichte bestätiget. Die Besonderheit der Länder und Völker aber ist auch in geistiger Hinsicht nothwendig, um eine Mannichfal—⸗ tigkeit der Denkart, der Sitten, der Volksthümlichkeit, welche alle in Gewerbsbeziehungen verflochten sind, zugleich natürlich zu begründen. Jedes Leiden, welches in einem einzelnen Zweige des Gewerbewesens entsteht, bleibt nicht auf dieses beschränkt, sondern erstreckt sich weiter auf mehrere Theile, die mit jenem zusammenhängen. Die nächste Folge einer Stockung ist, daß Kräfte, welche bisher erzeugend wirkten, nun müssig sind, daß weniger hervorgebracht und mehr verzehrt wird; dieß ist nur dadurch möglich, daß dem einen oder anderen Bedürfniß etwas entzogen, also den Zwecken des Lebens Ab— bruch gethan wird. Es bedarf keines besonderen Nachweises, wie weit jedes Gewerbe, z. B. Tuchweberei, welche nicht nur Wolle und Webstühle, sondern auch Spinner, Krempler, Carden, Kratzen und Scheeren, Seife, Rüböl, Walkerde und Walkmühlen, Preßblätter(Späne), Bindfaden und — .—..———— — — 22 2 Band, Glanzleinwand(Toiletten), Packtuch und dergleichen rfordert, in andere Geschäfte eingreift, wie viele Arbeiten folglich stillstehen, wenn sie aufhört. Dagegen hat das Ge— werbewesen auch eine eigenthümliche Kraft, solche Stockun— gen zu überwinden, so lange sie unbeträchtlich sind; die Eigen—⸗ thümer der außer Thätigkeit gesetzten Kräfte bieten allen Scharfsinn auf, diesen eine andere Wirksamkeit zu geben. In Zeiten, wo das ganze Gewerbewesen. blüht und fort—⸗ schreitet, findet dieß vorzüglich Statt; es giebt aber auch Perioden des allgemeinen Leidens, wenn die Hauptorgane angegriffen sind, welches meistens von einer Störung des auswärtigen Verkehrs herrührt. ö Je ausgebildeter und blühender ein ganzes Gwerbeuer⸗ sen ist, desto leichter gedeihen Erweiterungen desselben, neue Gewerbe, unter dem Einflusse jener Lebenskraft; es findet sich im Allgemeinen mehr Sinn und Theilnahme für neu beginnende Unternehmungen, und die bestehenden bieten jenen mannichfaltige Unterstützung, nämlich Beispiel in sinnreichen Einrichtungen, Werkzeuge und Kunstgezeuge, Absatzwege, die für andere Erzeugnisse schon gangbar sind und die neuen auch leicht mit aufnehmen können; ferner Zutrauen und Vorliebe zu den Hervorbringnissen des gewerbfleißigen Landes. Hiezu kommt der mehr und mehr anwachsende Erwerbstamm und die leichtere Vorbereitung wichtiger Arbeiter. Ein Beginnen, dem alle diese Hülfe fehlte, welches die entgegengesetzten Schwierigkeiten überwinden müßte, würde in zehn Fällen gegen einen mißlingen, es müßte denn das desto stärkere Be— dürfniß jene Umstände aufwiegen. Dieß beweißt, wie unend⸗ lich verschieden die Oertlichkeiten im Laufe der Zeitereignisse werden können. Fehlerhaftigkeit des Gawerbsorgmemus kann sich nicht. ie b siel Ahit sllen uugng Hsnde ager achl dereh. her G Ganzan föhlich D nise du on del Hägt, Rf def Eenvon imethg hald dr A 1 Iget Be Immr De si Me Ge vu v . Getbel Nulkes, lchd Vs v. gleichen lebeitez as Ge⸗ vkun⸗ Eigen⸗ allen geben. d. fort: er auch ptorgane ing des verbewe— „ neue findet für neu njenen mreichen vege, die Uen auch Vorliebe Hiezu um und eginnen, gesetzten u Fällen kere Be⸗ je unend⸗ itereiguse sch nf 33 wie bei einem Naturkörper, durch Zerstörung äußern, aber sie kann das ganze gesellige Leben stören, und Schwäche, Abhängigkeit, Elend, sittliche Versunkenheit oder heftige Er— schütterungen verursachen, und mittelbar allerdings zum Un— tergange führen. Solche bleibende Mißverhältnisse betreffen besonders die Stellung der Organe gegen einander, der Er— zeuger gegen die Zehrer, und bei den ersten wieder die Ver— nachlässigung der wesentlichsten Glieder wegen der glänzen—⸗ deren. Gleichmaß der verschiedenen Organe, Beobachtung der Gränzen, die einem jeden durch das Verhältniß zum Ganzen geboten sind, ist also nothwendiges Erforderniß des fröhlichen Gedeihens. Die vollständige, ja reichliche Befriedigung der Bedürf— nisse durch eine eben so ausgedehnte Hervorbringung wird von dem Mitbewerbe der wetteisernden Erzeuger hervorge— brächt, also von einem Zusammenwirken. Es ist denkbar, daß dieß einer höheren Reglung bedürfe, wenn von dem Eigenvortheile der Einzelnen bald Ueberschreitung der Gränze, innerhalb welcher der Vortheil Aller allein bestehen kann, bald Zurückbleiben hinter ihr, also unzureichende Hervorbrin— gung zu erwarten wäre. Denn eine Mehrheit verschiedenar⸗ tiger Bestrebungen giebt für die höhere Bestimmung nicht immer die nöthige Sicherheit. Die Leitung aus dem höheren Standpunkte ist zumal für das Verhältniß eines Landes und Staates, als eines gan—⸗ zen Gewerbewesens, zu anderen unerlaßlich. Hierin sind drey verschiedene Zustände denkbar: 1. Die gänzliche Abgeschiedenheit und Geschlossenheit des Gewerbewesens. Sie besteht nur in der ersten Kindheit eines Volkes, und ist dann mehr oder weniger hart oder erträglich, je nachdem die Natur ein Land karg oder reichlich ausgestattet Ans. d. Volksw. 3 .—— 34 hat. Die Vereinzelung der Völker ist in keiner Hinsicht der Bestimmung des menschlichen Geschlechts gemäß, und diese wirthschaftliche Stellung wird durch die Fortschritte der Ge— werbe, welche nothwendig vielerlei Berührungen erfordern und wieder erregen, von selbst aufgehoben; mit aller Kunst wäre sie doch nur in einem großen Staate in langem Zeit— raum wieder herzustellen. Die Länder würden dann, ganz unter dem Einfluß ihrer Naturbeschaffenheit, überaus ver—⸗ schiedene Wirthschaft erhalten. 2. Auch bei der gänzlichen Freiheit und Gemeinschaft des Verkehres über die ganze Erde, wo jedes Land nur das erzeugt, was es wohlfeiler und besser als andere auf den Weltmarkt bringen kann, oder was ihm nur mit zu großen Kosten vom Auslande zugeführt werden könnte, gäben haupt⸗ sächlich natürliche Umstände den Ausschlag, wer in dem Mit⸗ bewerbe das Uebergewicht haben würde; späterhin käme noch die Verschiedenheit des Kunstgeschickes hinzu. Bei diesem Zustande, wo die Arbeitstheilung selbst unter den Völkern Wurzeln gefaßt hätte, und die Gesammtheit derselben ein einziges großes Gewerbewesen bildete, möchten sich hin und wieder die Käufer vortrefflich stehen; die Beziehung auf den Staat aber ginge verloren, nur einzelne unzusammenhängende Theile eines größeren Wirthschaftswesens fielen in sein Gebiet, aus denen keine Stärke für ihn entstehen könnte, die Abhängigkeit vom Auslande gestattete kein festes Bestehen des einzelnen Staates, und da doch keine Bürgschaft des ewigen Friedens vorhanden wäre, weil die Abhängigkeit nicht überall gleich seyn könnte, so würden Kriege sogar die Ver— nichtung ganzer Völker nach sich ziehen können, und die Ge— fahr von Unterbrechungen des Verkehrs, durch Naturzufälle, durch Aufkommen von Gewerben in anderen Ländern ꝛc. wäre Loch tung R Shen aug ngiich Mosch sch di Gesch hen w 6 Vlrdij Verbob sinde, und die Dben it uicht genhe. Milel hamaihe N einer shaflsch ud den u N Wache Mavee Gade Rehr uf ss, Regeben Hinscht d „ und uß itte der G n erfuden aller gunf sangem zut dann, n übeaus wur Gemeinscaf and nur das ere auf dey t zu großeh iben haupt dem Mit⸗ käme noch Dei diesem Wkern erselben ein ch hin und ng auf den enhäggende in sein hen könnte, es Bestehen rschaft des Mökeit nigt ur die Dn und die G Muuufil⸗ dem le wite 35 noch größer, als sie schon ist. Weil Bevölkerung und Rich⸗ tung des Gewerbfleißes im Laufe der Zeiten sich schon fest gestaltet haben, der Erwerbstamm seine Anwendeart, der Boden seide Anbauweise erhalten hat, so wäre der Ueber— gang zu diesem Zustande nicht ohne eine gänzliche Umkehrung möglich. Er ist also für unausführbar zu halten, bis die Menschen einmal ein großes Hauswesen bilden, in welches sich die einzelnen Staaten werden aufgelöset haben; und die Geschichte giebt keine sonderliche Hoffnung, daß dieß je gesche— hen werde. Eine große Frage ist noch, ob auch nur das Leben an Würdigkeit und Tüchtigkeit gewinnen würde, wenn die Er— werbsbegier in dem unendlichen Markte einen Spielraum fände, den sie ohne alle Schranken durchschweifen könnte, und die harmlose Ruhe des bürgerlichen Lebens in unstätes Treiben übergehen müßte. 3. Auch der Mittelzustand, in dem alle Staaten stehen, ist nicht ohne Gefahren; doch bedrohen sie nicht so sehr das ganze Gewerbewesen, als nur einzelne Seiten, und dieser Mittelweg ist der einzige, auf welchem der Staat zwei Uebel vermeiden kann, die seinem Wesen gleich widerstreben, auf der einen Seite die Unselbstständigkeit, welche aus den wirth— schaftlichen in die Staatenverhältnisse überzugehen drohen, und den jetzigen Wohlstand auf das tiefste erschüttern würde; auf der anderen die starre Einseitigkeit und Beschränktheit, welche der Mangel alles Verkehres nach sich ziehen müßte. Nicht allen Ländern ist jene Selbstständigkeit in gleichem Grade möglich, einige sind mehr auf den Weltverkehr, andere mehr auf eigene Kraft angewiesen, doch darf die Rücksicht auf sie, bei allem Gewichte dieser Verschiedenheit, nicht auf⸗ gegeben werden. ö e. —— IIFII......— — —— — ———..—— 36 Wie indeß auch ein Volk, zufolge seiner eigenthumlichen Lage, seine Stellung zwischen diesen beiden Endpunkten neh— men mag, so ist immer ein sehr nothwendiges Gesetz, daß es das Gewerbewesen nicht abgesondert, sondern in Beziehung auf das ganze Leben betrachte. Die Wirkung auf dieses offenbart sich aber in den einzelnen Gliedern, den Hauswesen. Das Haus ist Grundlage der Gesellschaft, wie im Entstehen der letzteren, so durch alle Zeiten fort; wenn in ihm nicht der tüchtige Mensch, der an allem Guten mit Liebe hängt, der eifrige, einsichtsvolle und wehrhafte Bürger erzogen wird, so kann kein anderes Mittel ihn hervorbringen. Alle gerühm— ten öffentlichen Erziehanstalten mögen immer gut seyn, die häusliche Erziehung zu ergänzen, zu vervollständigen, beson⸗ ders die Richtung auf das gemeine Wesen zu verstärken, sie werden aber in den jetzigen Verhältnissen nur auf dem Grunde fortbauen, den das häusliche Leben schon in der Ju— gend gelegt hat. Das Gewerbewesen kann nun freilich häus— liche Zucht, Sitte und Tüchtigkeit nicht hervorbringen, doch, wie das Aeußere und Innere ineinander greifen, kann es fördernd oder hindernd einwirken). Der vortheilhafte Einfluß desselben äußert sich auf folgende Weise: 1. Es muß erst häusliches Leben möglich machen, indem es den Arbeiter und die Seinen nährt. Viele einzelne Hauswesen sind unendlich besser als solche große Ge— werke, wo viele ledige Menschen beides Geschlechts bei— sammenleben. 2. Der Gewinn muß so vertheilt seyn, daß vielen Haus— wesen ein reichliches oder doch behagliches sorgenfreies Leben gewährt wird. Große Reichthümer in den Hän⸗ —) Vergleiche das geistreiche Werk: Histoire de l'économi- politique, I. X. atheitu hemerke der nuu uf de sthe de sirtz Mie, Hae, ten h nthümsiche inkten nh seh/ dj Baiehung auf dieses auswesen. Entstehen ihm richt icbe hing jogen wird, lle geühm⸗ seyn, die en, beso⸗ stirken, si auf dem u der Ju⸗ lich häus⸗ Hen, doch, „ Eenn es heilhafte en, indem se einzelte große Ge⸗ hlechts beis ielen Haus⸗ sorzenfteis in den Hit e Lconomi —— 3637 den Weniger tragen zur allgemeinen Wohlfahrt viel schwächer bei. 3. Der mäßige Erwerb soll auch nicht so unsicher seyn, daß der Arbeiter unablässig im Sorgen,„Erlisten, Er— raffen, Wetten und Wagen“ erhalten wird, um„das Glück zu erjagen.“ So übel es wäre, wenn nicht der Erwerb durch seinen Fleiß vermehrt werden könnte, also aller Sporn wegfiele, so wenig wünschenswerth ist es doch, daß jenes ungemessene Spähen nach jeglichem Ge— winn(Speculiren), welches immer die Möglichkeit großer Verluste nahe vor Augen haben muß, herrschend werde; gerade dieß hält von besonnener wirthschaftlicher Handlungsweise ab, führt zum Verschwenden und zum Darben, verscheucht den ruhigen, auf keine Glückszufälle wartenden und rechnenden Fleiß. Begreiflich müssen in einem Lande immer viele Menschen eine solche Erwerb— art haben; aber man darf nur nicht wünschen und An⸗ laß geben, daß sie allgemein werde. Sind diese Sätze richtig, so ist an den mehrsten Be— arbeitungen der Volkswirthschaftslehre eine Einseitigkeit zu bemerken, welche schon von mehreren geistvollen Gelehrten der neuesten Zeit erkannt worden ist). Seitdem Smith auf die rechte Bahn leitete, das Wesen, die allgemeinen Ge— setze des Vermögens zu erforschen, schritt man weit darin fort; doch nur zu häufig bemächtigte sich die mechanische Weise, staatliche Gegenstände zu behandeln, auch dieses Ge— bietes. Was das Vermögen und der Erwerb in dem gesamm— ten menschlichen Leben für eine Stellung einnehmen solle, ) 3. B. Luden, Storch, Graf v. Büquoy, und der Verfasser des vorhin angefuüͤhrten Buches. 38—— blieb dabei unberücksichtiget; zufrieden mit der Wahrheit, daß größeres Vermögen auch größere Wohlfahrt des gemeinen Wesens hervorbringe, überließ man sich dem Bestreben, die Masse der Güter auf alle Weise zu vermehren; daher konnte man den Verbrauch, der jene Masse vermindert, nicht ohne geheime Abneigung betrachten, und, ohne es deutlich zu wissen und zu sagen, wünschte man doch, daß recht viel her— vorgebracht, recht wenig nichtwerbend verzehrt würde; wenig— stens führt die Aufstellung der sogenannten Wirthschafts— bilanz(Wirthschaftsüberschuß) zum Strebeziel der Volks— wirthschaft dahin. Konnte man nicht umhin, die verschiedene Vertheilung des Gewinnes für höchst wichtig zu erkennen, so beschränkte man sich doch nur auf den wirthschaftlichen Einfluß derselben, und hielt sich genau an die Absonderung der Na— tionalwirthschaftslehre, um alle nicht wirthschaftlichen Rück— sichten zu entfernen. Eine Folge dieser abgezogenen Art zu betrachten war, wenn es auf die Ausübung ankam, daß man sich ein gewis— ses allgemeines Ziel dachte, mit welchem man jeden irgendwo gegebenen Zustand verglich. In diesem erblickte man nur die Entfernung von jenem willkührlich gesteckten Ziele, an dessen Güte und leichter Erreichbarkeit man nicht zweifelte; ein einziger Weg zu demselben wurde überall eingeschlagen, man stieß auf verschiedenen Seiten an, und gerieth so in Widerstreit mit den Geschäftsleuten, die alle Seiten des Er— folges zu erwägen gewohnt sind, und durch Würdigung des Bestehenden wenigstens vor Fehlgriffen gesichert waren, wenn sie gleich oft, von demselben zu sehr befangen, jedem Fort— schreiten abhold waren; der Zwist, der die Wissenschaft und Ausübung in diesem Gebiete von einander hält, scheint von beiden Seiten verschuldet zu seyn; doch wird die Wissenschaft den Geh en II shast nuß omme sie o lich shatet Zusam ind de Wos sttei 110 V H ode Zͤden Hudein in De Jiuelt lieten it iine guge wit Mest W bae Mit. gen. 0 hhei, d gemeis reben, aher umt nicht ohye deutlich n ht vil he⸗ de; waniy hschafts der Vllth⸗ erschiedene kennen, so en Einfluß der Na⸗ en Rück⸗ ten tpat, ein gewis⸗ ilgendwwo man nur diele, an zweifelte; jeschlagen, eth so in des Er⸗ igung des wen, wenn edem Fout nschaft und scheit von Visenhaft 39 den Anfang machen und durch Kenntniß der Ausübung ihr Gebäude befestigen müssen, dann werden die Gegner in ihm gerne einheimisch werden. Wenn es erlaubt ist, aus der Einsicht in die Unvollkom— menheiten einer, in rascher Ausbildung begriffenen Wissen⸗ schaft den Weg vorzuzeichnen, auf welchem sie sich bewegen muß und bewegen wird, um der Vollendung etwas näher zu kommen, so lassen sich zwei Richtungen erkennen, nach denen sie noch mehr wird bearbeitet werden müssen. Es wird erst— lich nöthig seyn, die Wohlstandssorge mehr an allgemein staatswissenschaftliche Grundsätze anzuknüpfen, indem man den Zusammenhang des Gewerbewesens, seiner verschiedenen Zweige und der verschiedenen möglichen Gestaltungen auf die gesammte Wohlfahrt genauer zu erforschen sucht, eine Untersuchung, welche unstreitig große Schwierigkeiten hat, weil das wahre Wohl und Wehe der Bürger nicht, wie Ernten und Verzehrung, wäg⸗ bar oder meßbar ist, weil es an vielen körperlichen und geistigen Fäden zugleich hängt, deren verschiedener Einfluß nicht wohl auseinander zu sondern ist, und weil die Staatsgewalt leicht in Versuchung kommen könnte, eine Vormundschaft über alle häuslichen Verhältnisse zu üben, und Zwang in solchen Ge⸗ bieten anzuwenden, welche wesentlich Freiheit erfordern; es ist eine schwere Kunst der Staatsverwaltung, in der Verfol-⸗ gung eines für groß und dringend erkannten Zweckes sich so weit zu mäßigen, daß man keine der anderen nothwendigen Rücksichten vernachlässigt. Um aber diese Grundsätze sicher und gut anzuwenden, ist es Zweitens nöthig, alle gege— benen Verhältnisse sorgfältig zu würdigen, das Allgemeine mit dem Besonderen und Einzelnen in Verbindung zu brin— gen. Die Volkswirthschaftslehre muß von ihren Hülfslehren noch besser, als es bisher geschehen ist, unterstützt werden; .—— LA 46 ιέϰ⁰⁰ʃöä ein Satz, den wir in der folgenden Abhandlung weiter ver— folgen werden. Auf diese Weise fest wurzelnd in dem Be— sondern, und mit ihren höchsten Gipfeln sest in die Gesetze des gesammten geselligen Lebens verflochten, wird die Wis— senschaft des Volkswohlstandes fest stehen, und in dem Wech— sel der Zeiten nicht erschüttert werden, nur mehr Jahre der Reife ansetzen. 1 Guft Due hat ett Geung benn Femntni n geof Hechau sndet, eincs g sihe sol Wbeding lict he N V. Mllihe Ahulche Nhl Eineh shicbe schurge hickoln. weiter vey dem Be die Gsseh die Nf dem Vach Jhre dy 3. Einfluß der Oertlichkeit auf die ursprüngliche Gestalt der Volkswirthschaft. Das Gewerbewesen eines jeden Landes, einer jeden Gegend hat etwas Besonderes, welches bei der Ausübung allgemeiner Grundsätze wohl gekannt und reiflich erwogen werden muß, wenn ein gedeihlicher Erfolg bewirkt werden soll. Die Kenntniß vieler solcher Besonderheiten gewährt der Theorie den großen Vortheil, daß sie die Gränzen des Ausführbaren überhaupt achten lernt, und nicht das, was sich hie oder da sindet, für allgemeine Thatsache hält und zur Grundlage eines eben so allgemeinen Lehrsatzes nimmt; es scheint, daß eine solche Unterscheidung verschiedener Fälle manchem für unbedingte Wahrheit gehaltenen, von den Geschäftsleuten aber nicht befolgtem Satze eine andere Gestaltung geben müsse. Die Wissenschaft wird zuverlässiger, anwendbar, wenn sie die wirklichen Zustände besser würdigen, sich weniger mit will— kührlichen Abstractionen, als mit der Erforschung gegebener Verhältnisse beschäftigen wird; begreiflich kann sie nicht zu jeder Einzelheit herabsteigen, aber es ist möglich, die Hauptver—⸗ schiedenheiten, von denen es nur unendlich viele Zusammen— setzungen geben kann, zu sondern und ihren Einfluß zu ent⸗ wickeln. —*——— Betrachtet man das Besondere in dem ursachlichen Zu— sche sammenhange mit Natur- und Zeitverhältnissen, so erscheint a es als nothwendig. Daraus geht dann hervor, inwiefern wil sich von Seite des Staates darauf einwirken läßt, welche Mittel für das im allgemeinen bestimmte Ziel mit den Um— I ständen vereinbar oder sie abzuändern geschickt seyen; es er— ů scheh 0 klärt sich zugleich zum Theile das Gelingen oder Mißlingen Makhäk ö früherer Maßregeln. Man wird erkennen, daß sich nicht alles en E denkbare beliebig überall hervorbringen läßt, und daß das der 2 Widerstreben der Menschen öfter einen vernünftigen Grund hat, hne als man glaubt. Der Gewerbszustand eines Landes in jeder Wie e Zeit ruht auf den früheren Zuständen, und je richtiger man schriib den gegenwärtigen auffaßt, mit desto mehr Sicherheit lassen ie G. sich auch, von unberechenbaren äußeren Ereignissen abgesehen, sids über die Zukunst Vermuthungen schöpfen, welche die eigen— Ilun thümliche Reihe von bevorstehenden Veränderungen enthüllen. E Doch giebt es weder über diesen natürlichen Gang, noch std,, über die Folgen von Maßregeln der Regierung Gewißheit. schtt Unter den Quellen, aus denen die angedeuteten Kennt— abin nisse geschöpft werden können, nimmt die Statistik jedes Ensen Landes und Bezirkes die ersté Stelle ein. Man ist über die Juthlt Unzuverlässigkeit der allgemeinen statistischen Angaben gewöhnlich ih u einverstanden, und leitet daraus die Unmöglichkeit ab, sichere W 0 zu erhalten. Aber besondere Beschreibungen einzelner Be— Wub, zirke(Special⸗Statistiken), von ganz unterrichteten oust Männern, nach langer Erfahrung mit Benützung aller vor— Win handenen Hülfsmittel entworfen, sind jener Unvollkommen— dit heit wenig unterworfen, und aus ihnen könnten, wenn die Oeffentlichkeit in der Staatsverwaltung immer mehr herr— Ulth schend wird, allgemeine Staatsbeschreibungen von weit besserer Nens Art hervorgehen. Die Mangelhaftigkeit der bisherigen ist V+ elli hlchen Zu⸗ o ershün inwiefern t, welche den Um— es er⸗ Nißlingen nicht alles daß dis Yrund haf, in jeder tiger man heit lassen abgesehen, die eigen⸗ enthöllen. ng, noch vißheit. ten Kennt⸗ stik jedes t Iber die gewöhnlich b, sichere ener Be— errichteten aller vor⸗ olkömmen⸗ „wenn de mehr helt weit besetet ethen i sehr begreiflich, wenn man theils die kärglichen Hülfsmittel erwägt, aus denen sie zusammengesetzt wurden, zerstreute, widerstreitende Nachrichten, flüchtige Beobachtungen von un— kundigen Reisenden und dergleichen, theils aber den Mangel an Kenntniß der zu beschreibenden Gegenstände, in wirthschaft— lichen Dingen insbesondere, den Mangel an Natur- und Ge— werbskenntniß. Ohne beide anzuwenden, erhält man nicht ein lebendiges Bild des ganzen Gewerbewesens, wie es auf der Beschaffenheit des Landes ruht, sondern nur einzelne, ohne Kritik aneinander gereihte, lückenhafte„Notizen““ wie es ungefähr ausfallen würde, wenn Jemand eine Be— schreibung von Gebäuden vieler Länder verfassen wollte, ohne die Grundsätze, nach denen man bauen muß, und die Um— stände, auf die daher zu sehen ist, zu wissen. Für den jetzigen Zustand der Statistik ist es häufig besser, sich an die Statistiken einzelner Landestheile, wo solche vorhanden sind, zu halten; sie haben insgemein die frische Anschau— lichkeit der unmittelbaren Auffassung; jede abkürzende Ver— arbeitung verwischt diese, und ist nur zu oft wegen der Einseitigkeit des Verfassers trocken und unfruchtbar. Manche Irrthümer im Gebiete der Volkswirthschaftslehre sind erweis— lich daraus entsprungen, daß man weder auf die Länder, noch auf die Gewerbe genug Rücksicht nahm. Die Philo— sophie, bei ihrem unendlich wohlthätigen Einflusse auf alles menschliche Denken, hat doch auch das Nachtheilige, daß sie Lücken in der Kenntniß der Gegenstände leicht verbirgt und luftige Brücken von abgezogenen willkührlichen Sätzen über sie erbauet. Eine Geschichte des Gewerbewesens in jedem Lande würde, ihren großen Nutzen für die gesammte Staaten- und Menschheits-Geschichte abgerechnet, auch zum Verstehen der Oertlichkeit vieles beitragen; aber noch ist sie erst zu schreiben. ————.——1— 7 —..: ..... — 0 V W W N 4 In der gegenwärtigen Untersuchung werden wir von der Naturbeschaffenheit der Länder ausgehen, und die verschiedenen, sich daraus ergebenden Formen zuerst in ihrer ursprünglichen Verschiedenheit, sodann(in der folgenden Abhandlung) unter dem Einflusse verschiedener zufälliger Umstände betrachten. Die Natur des Landes muß über die Gesammtheit der Gewerbe eine stärkere Macht üben, als über eine einzelne Hauswirthschaft; wie auch der Einzelne, durch persönliche Beziehungen bestimmt, seinen Erwerb betreiben mag, die Mehrzahl wird, indem sie nach den einfachsten, sichersten und vortheilhaftesten Mitteln greift, von selbst der Naturbe—⸗ schaffenheit gemäß handeln, und die ganze Denk- und Lebens⸗ weise strebt, diesem Anstoße zu folgen, Berührungen mit anderen Ländern und Menschen aber wirken dieser Eigen— thümlichkeit entgegen; wie nun das eine oder das andere überwiegend wird, so entstehen die verschiedenen Mischungen von natürlich-besonderer oder künstlich-allgemeiner Bildung. Man hat Montesquieu's Behauptung, daß die Verschie— denheiten des Klima auch die Menschen verschieden machten, oft widersprochen; schon hierin mag man geirrt haben, aber sehr offenbar ist es, daß die gesammte Naturbeschaffenheit der Länder und die darauf gebaute Gestaltung des Gewerbe— wesens auf alle Seiten des Lebens einwirke, und obgleich der Persönlichkeit noch ein weiter Spielraum bleibt, doch die Richtung der Sitten, der Vorstellungen, der Gefühle, der Bestrebungen bestimme. Nichts kann anziehender seyn, als diese Wechselwirkung des Geistes und der Natur verfolgen; die Würde des menschlichen Wesens aber leidet nicht bei der Betrachtung dieser Abhängigkeit; denn das menschliche Leben kann, auf kurze Zeit beschränkt, doch nur in einem engen Gebiete tüchtig und wirksam werden, die Verschiedenheit in 00 K W. Liu hal, ehilt schl, Velche möglit Das 6 lichen, nungen olsein anthel sih nur at se Len 2 die St⸗ Mseuh shlafg D! feste, U 10 7— 0 ir von de schiedenen lüͤngliche 9) unter ichten. ntheit der Reinzelne persönliche mag, die sichersten Natulbe⸗ d Lebens⸗ ingen mit er Eigen⸗ s andere ischungen Bildung. Verschies mwachten, ben, aber chaffenheit Gewerbe⸗ gleich der doch die ühle, der sehn, als verfolgen; icht bei de hliche Lehen einem engen aschcherhei 4⁵ dieser Gebiete aber bringt Bewegung, Reibung und Reitz in alle Verhältnisse; ohnehin ist jeder Einzelne noch weit mehr in den Fesseln seines Körpers.— Wenn mehrere Völker, die nach einander ein Land bewohnen, oft in ganz verschie— denen Verhältnissen sind, so rührt dieß nur daher, daß der Eindruck, den ihnen der vaterländische Boden gab, zu tief war, um gleich nach einer Wanderung zu verschwinden; er erhält sich Jahrhunderte lang. Es wäre indeß höchst ver— fehlt, die vielen Ursachen von Gewerbszuständen zu verkennen, welche in dem Wechsel der Ereignisse liegen, und denen es oft möglich war, die Einwirkung der Natur ganz zu überwinden. Das Spiel der beiden Kräfte, der natürlichen und der zeit—⸗ lichen, bringt eine unendliche Mannichfaltigkeit von Erschei— nungen dar, bei denen sich zwar hie und da, aber doch nicht vollständig, die Verbindung mit den Ursachen nachweisen läßt. 1. Gebürge. Länder von solcher Unebenheit der Oberfläche, das größ—⸗ tentheils die Steile den Ackerbau ausschließt, können ursprüng⸗ lich nur von Jägern und Hirten spärlich bewohnt werden, so— weit sie noch einen wirthlichen Aufenthalt gestatten; denn auf den Hauptgipfeln und Rücken der Gebürge wird schon durch die Steile der Abhänge, oder doch durch die Kälte und die Unfruchtbarkeit der nackten Felsen fast jede Benützung ausge⸗ schlossen, nur daß wohl kühne Jäger sich dahin versteigen. Der Ackerbau wird, jenachdem der Boden lockerer oder fester, bei 25 bis 35 Abhängigkeit wegen des leichten Ab— schwemmens unräthlich); aber Gras und Krummholzschie⸗ *) Ballois, Annales de Statistique, T. IV. p. 55(Pa- ris, 1903). 46 fer wächst z. B. in den Tyroler Gebürgen noch bei fast 60e. Die Bewohnbarkeit hängt von der Beschaffenheit der Thäler dur ab, welche durch Gewässer in die Berge gerissen worden sind: 6 auf den höchsten Bergen ist das Gefäll so groß, daß sie nur V Schluchten bilden, in den Vorbergen aber, wo der Wasser— s zufluß größer und dauernder, weil mehrere Bäche sich ver— in be einigen, wird früher fruchtbares Land in den Vertiefungen angeschwemmt, es entstehen breitere Thäler, in denen der 3 Hirte mit seinem Vieh überwintern kann, während er den slil, Sommer auf den zugänglichen Bergen hinbringt. Wie die in der Volksmenge zunimmt, ziehen sich die Menschen, denen die awas heimlichen Thäler weit lieber sind, als die weite Ebene, hö— Hrhe her hinauf, dämmen die wilden Wasser, lichten die Urwälder, vel, machen sich Bahn zu den Stellen, wo das Vieh weiden kann; Iur se jedes Hochgebürge ist zunächst mit Alpen(Weiden) umge— werher ben, auf welche weiter hinab Wasser, Wiesen und Wohnungen, ung a und Anfänge des Ackerbaues folgen, der an den sanfteren der inn Abhängen oder in den vor den Wassern gesicherten Thälern Die O getrieben wird. Die blühende Viehzucht giebt reichliche, Zigei sichere Nahrung 5 die anderen Bedürfnisse kann sich jedes docch st Hauswesen in den langen Wintern bereiten. Jedes Thal W kann für sich bestehen, wird oft durch schwer zu übersteigende um un Rücken von anderen getrennt, daher leben die Menschen in 9en, ununterbrochener Stille, in patriarchalischer Ordnung und Ein— D falt. Die großen Naturschauspiele, die Einsamkeit auf den Alpen, giebt dem Gemüthe dichterische Anlagen, die Ent— 49 3 fernung von Wohlleben und geselligen Künsten erhält die Zufriedenheit und bewahrt dem Gebürgsbewohner seine Kraft 20 und Mäßigkeit. Gepflegt von den alten Sagen, die er von 4i Kindheit an hört, wächst die Liebe zum Vaterlande mäch— tig auf; je mehr er an ihm und an jedem Brauch der Vä dum ei fast 6, ber Dilel orden sud. aß sie nur r Waser⸗ sich ver⸗ ktiefungen denen der nd er den Wie die denen die Ebene, hö⸗ Urwälder, iden kann; n) umge⸗ ohnungen, sansteren Whlern eichliche, sich jedes edes Thal sersteigende enschen in und Ein⸗ tauf den „die Ent⸗ echält dit seine Kraft „die er von lande mich uc dr V ter hängt, desto heftiger verwundet ihn jede Beschränkung der Ungebundenheit, an die ihn sein naturgemäßes Leben ge— wöhnt hat; dazu kommt der Muth und die Gewandtheit, eine Folge der gefahrvollen Beschäftigungen; solche Völker sind daher kriegfertig, wie die Geschichte in tausend Beispie— len bewiesen hat. Fortschritte in dieser Lage der Dinge können, wofern aus den ebenen Ländern nichts anderes kommt als das Bei— spiel, nur darin bestehen, daß die nöthigen Handwerke sich in den Dörfern und Flecken absondern, und, wo es angeht, etwas Pflanzennahrung auf Feldern gebaut wird. Doch wird hierbei die Entwicklung sehr unvollkommen bleiben müssen, weil, wie jede, besonders eine solche Gegend in sich selbst nur sehr wenig Erleichterung zu einem mannichfaltigen Ge— werbewesen darbietet. Daher können Menschen Jahrhunderte lang auf gleicher Stufe stehen bleiben, wie die Bewohner der inneren Rheden von Appenzell, fast lauter Hirten. Die Schilderung der Hirten, welche Hannibal auf seinem Zuge in den Alpen fand, mag wohl etwas zu grell seyn, doch sind noch z. B. die Bewohner der wildesten Thäler in den Pyrenäen, wie das von Barèges, rauh, kraftvoll, arm und zufrieden*); sie bauen Buchweitzen an Abhän— gen, wo der Schnitter sich mit einem Seile befestigen muß. Das Anwachsen der Bevölkerung macht sich da, wo noch ) ueberlieferungen, 1818. Nr. 13. **) Tecta informia, imposita rupibus, pecora jumentaque torrida frigore, homines intonsi et inculti, animalia inani- maque omnia nigentia gelu, cetera visu quam dicta foe- diora. Li v. 21, 32. *½) De Carbonidre, Reise nach den Pyrenäen, aus dem Franz. Straßb. 1789. L. Bd. 48— keine besonderen Gewerbs-Zweige ihr eine Beschäftigung für den Verkehr mit anderen Gegenden geben, bald lästig fühl—⸗ bar. Doch liegt auch das Mittel nahe, in andere Länder auszuwandern. Gebirgsbewohner finden wegen ihrer Körper— stärke und Biederkeit leicht Unterkommen; indeß pflegt ihnen das Vaterland so werth zu seyn, daß sie gerne zurückkehren; aus der Gegend von Ap(Pyrenäen) begeben sich viele Leute im Winter, der sehr lang und ohne Erwerb in der Heimath ist, nach Catalonien; die Landleute von Au⸗ vergne(Cantal) wandern jährlich aus, um sich mit aller— lei schweren Arbeiten: Holzsägen, Graben, Schlotfegen ꝛc. Geld zu verdienen, das sie dann im Sommer zu Hause ver— zehren; viele bleiben auch in den Gegenden, wohin ihr Zug geht, besonders in Spanien, zurück, und überall sind sie wegen ihrer Redlichkeit geschätzt. Neuerlich sind sie mehr Gängler geworden, welches schon einige inländische Betriebsamkeit vor— aussetzt. So wandern auch Schotten aus dem Hochlande jährlich herab in die fruchtbaren Ebenen, und eben so die Be— wohner der Apenninen in die Campagna di Roma. Aus einem Theile von Salzburg ziehen viele Einwohner, als Schweinschneider, Weber und Maurer im Sommer aus— wärts*). Verschiedene Ursachen können, aus der Berührung mit nahen ebenen Ländern entspringend, die Gebirgsvölker betrieb— samer und wohlhabender machen. Wenn wir uns mit der Betrachtung dieser Ursachen beschäftigen werden, so darf man dabei immer nur an ein mit vielen Thälern durchschnittenes Alpenland denken. In einem Hochlande liegt der Anstoß von außen zu fern, die Oertlichkeit ist zu starr, verbietet jeden *) Hazzi, Preisschrift über Güter⸗Arrondirung, S. 207. Ruf Kol Sth Hil hle scher auch 5 Bedir itden Die H Lcbenet O ein ange u Wie ab Nyol h. i dek Hanshm (7½75⁰ Heidekh littet. shhurr 6 uun Eurg lofße u en Umt Vüc die M. thal fl sousen, 9 5 1— ifing fl lisip h dele Länder er Körper figt ihnen ükkehren; sich viele erb in der von Au- mit alle⸗ lotfegen nt. Hause val⸗ rZug geh, sie wogen hr Gängler imkeit vor⸗ Hochlande so die De⸗ Dma. Aus ohter, als nmer aus⸗ hrung mii ker betlieh⸗ ns mit der o datf wan Hschrittenes Anstoß vof labictet en uug/ C. W.. 179 Aufschwung des Gewerbefleißes. Auf der hohen kalten Kobi, wo es nur zwei Monate Sommer ist, und häusige Stürme herrschen, wandern nur einige abgehärtete mogolische Hirten, in Pelze gehüllt. Der einfachste Erwerb, den Gebürgsbewohner in Ver— kehr mit der Ebene treiben können, ist der Absatz thieri— scher Stoffe, hauptsächlich des Käses und Schlachtviehes, auch der Butter. Der Eilös daron reicht hin, die wenigen Bedürfnisse fremder Waaren zu befriedigen; Alpenwirthschaft wird mit Eifer und Kunst getrieben, sobald sie Gewinn darbietet. Die Heerdenbesitzer werden leicht wohlhabend, und bei dieser Lebensart erhalten sich die Sitten der Väter am ungestörtesten. So ein Theil der Schweitz; Tyrol, Salzburg, das merkwürdige, lange unabhängige Hirtenland Andorre in den Pyrenäen 17· Wie aber jedes Land sein Eigenthümliches hat, so kommt in“ Tyrol besonders der Obst- und Weinbau und die Seidenzucht in der südlichen Abdachung, in der nördlichen Flachs⸗ und Hanfbau hinzu; das Erzeugniß des mühsamen Getraidebaues (1,750,000 Berl. Scheffel mit Einschluß des Mais- und Heidekorns) nährt nicht die Hälfte der Einwohner. Ver— mittelst dieser Benützung könnte von manchen Berggegenden höherer Ertrag gezogen werden. In den wärmeren Ländern von Europa findet besonders die Schaafzucht in den Gebürgen große Unterstützung; die wandernden Heerden werden in wei— tem Umkreise aus den Ebenen im Sommer auf die hohen Weiden getrieben. In minder hohen Gebürgen, wie z. B. die Ardennen, die Rhön, bietet die Waldweide einen Vor— theil für die Viehzucht, welcher den geringen Ertrag der Forsten, wegen mangelnder Abfuhr, etwas ergänzt. Es *) Ballois, Annal es, V. 6. Ans. d. Volksw. 4 ö ů — 5 würde vergeblich seyn, in solchen Gegenden die großen Wei— degründe unter den Pflug bringen zu wollen/ und et wa an Stallfütterung zu denken; die Viehzucht muß das vorherr— schende seyn, und der Boden kann keinen solchen Preis er⸗ langen, daß es sich verlohnte, an ihm zu sparen*). Der Bergbau kann, ehe Verkehr mit anderen Gegen⸗ den aufkommt, nicht bedeutend werden, weil er in dem ge— ringen Metallbedarfe der Hirten zu schwachen Absatz für die viele erforderliche Mühe findet. Hat man indeß nur die Kunst des Schmelzens einmal gefunden oder gelernt, so setzt sich auch leicht, die Flüsse hinab, ein Tauschverkehr fest, in— dem man z. B. Eisen und Kupfer gegen Getreide hingiebt. Daraus entsteht dann leicht, daß ein Gebürge das ganze um— liegende Land mit Metallen versorgt; bei schwachem Handel wendet man sich natürlich zu den nächsten Erzgruben; erst später treten mehrere Gebürgsländer in Mitbewerb, und viele minder ergiebige oder minder begünstigte Werke blei⸗ ben liegen, wie man in Böhmen alte Gruben findet, die der Sage nach schon im siebenten Jahrhunderte gebaut wurden. Wegen des großen Aufwandes an Kunstkräften haben nur wenige Unternehmer in den Gewerkschaften oder der Staat Gewinn; die Masse der Arbeiter ist ein mäßiges, einfaches, fleißiges und biederes Volk, an seinem Geschäfte mit großer * Auf der Rhön war ehmals Alpenwirthschaft; sie ist in Verfall gekommen, da das Futter nicht ausgezeichnet genug ist, um gute Käse zu geben; daher verlohnt es sich nicht, Sennhüt— ten anzulegen, und man treibt lieber das Vieh täglich wieder herab. Auch ist das Gebürge nicht hoch genug, um den Acker⸗ bau auszuschließen. Doch ist Dammersfeld und Sennerey, und sonst der vielen Weide wegen gute Viebzucht. Jäger, Briefe über die hohe Rhön. Arnstadt 1803. J. 102. II. 31. 97. Lust! derpf Belh 1100 Hhl schen ul ge Htäng tbas ting, Daher hhuzze, Ne Op D. hon delt Ehenen! dhereg slcher L Schwed. Lisen de llnimmt. fihaer:! e nicht fat wilt un De Wichi! roßen Dii nd etxn ay as vorhen Preis az *). Nen Gegh in dem ge sat für de eh nut de nt, so scht hr fest, in e hingicbt, genze um⸗ em Handel Uben; erst und vicle ake blei— sndet, die zut wurden. haben nut der Staat einfaches, mit großer se ist in t genug ist „ Sennhit⸗ öglich wiede im den Aeen ind Senneren, ht. Jäger/ 2. II. N. 7 Lust hängend, daher auch geneigt es in andere Gegenden zu verpflanzen. Die Wenden am Fichtelgebürge haben den— Bergbau am Harze*) und in Sachsen emporgebracht, und Deutsche treiben ihn in Siebenbürgen. Wegen des spährlichen Lohnes, den der Arbeiter genießt, ist er auch in solchen Gebürgen, wo keine milderen Thäler einigen Acker— bau gestatten, in Ansehung des Unterhaltes in einer sehr bedrängten Lage, wenn die Preise steigen, und er kann schwer etwas für das Alter zurücklegen. Der Lohn bleibt aber ge⸗ ring, weil die Söhne nicht gerne zu etwas anderem greifen. Daher sind Anstalten, wie die Knappschaftscasse auf dem Harze, das trefflich eingerichtete Kornhaus in Goslar und die Sparcasse in Clausthal von großem Werthe. Die Erze sind kostbar zu verführen, Hüttenwerke aber von den Brennstoffen abhängig: wo fruchtbare, bevölkerte Ebenen nahe liegen, pflegt das Holz zu theuer. zu kommen. Daher gedeiht der Bergbau am besten in Gebürgen von solcher Lage, wo es dem Holze an Abfuhr fehlt; z. B. in Schweden, Steiermark, woher schon die Römer das meiste Eisen bezogen*), und verschwindet, wie die Berölkerung zunimmt. Auch die Holzverschwendung, an die man sich in früherer Zeit gewöhnte, droht dem Bergbau Untergang, wenn sie nicht durch Einführung sorgfaltiger Forstwirthschaft ent— fernt wird. Deßhalb ist es vortheilhaft, Forsten als Zube— hör von Hüttenwerken zu besitzen. Die Schweitz ist vielleicht das einzige Gebürgsland, welches durch Handelsstraßen aus seinem ursprünglichen *) Daher Frankenscharre, Frankenberg bei Goslar. *) Goldfuß und Bischoff, Beschreibung des Fichtel⸗ gebürges, I. 298. L) PIin. 34 14, —* ———— I BI 7 SI———————3 32 Zustande gebracht wurde. Wo ein, zwischen zwei Ländern hinlaufendes Gebürge der Straße nur einen verhältnißmäßig schmalen Rücken in den Weg stellt, da wird zwar die zu— nächst liegende Gegend durch die dargebotene Gelegenheit zum Geldgewinn betriebsamer werden, aber dieß kann sich nicht weit erstrecken. In den Pyrenäen hat die Straße durch das Thal von Auzun, welche 3 Mill. Liv. kostete und jähr— lich von 15,000 Reisenden überschritten wird, die alten Sit— ten der Anwohner merklich verschlechtert. Die Straße von Venedig nach Augsburg über den Brenner(den niedrigsten Paß, der über die Alpen führt) hat schon mehr Einfluß auf Tyrol gehabt, Insbruck belebt, die Botzener Messen blühend und die dortigen Zölle schon im 12. Jahrhundert be— trächtlich gemacht, und vielleicht den Tyrolern Gelegenheit zu den Wanderungen in fremde Lander gegeben, deren Bewoh— ner sie kennen lernten. Durch die Schweiz aber gieng nicht nur die Straße von Rom, Genua und der Lombardei nach dem Rhein und den Niederlanden, sondern an der Rhone her kam von Lyon auch die Straße von Südfrankreich, mit Marseille, selbst von Spanien hinzu; über Pontarlier führt die Straße nach der nördlichen Hälfte von Frankreich, und das Alpenland stieß an drei große, betriebsame Länder. Viele Reisende zogen nach allen Richtungen durch, es bildeten sich eigene Handelsgeschäfte, Spedition, Niederlagen. Der so erworbene Reichthum ermunterte den Fleiß des Bauern in der Viehzucht, indem er ihm besseren Absatz versprach, wie in anderen Gegenden der Handel den Ackerbau begünstigte. Der merkwürdigste Zweig, der Gebürgsbewohnern ge— wöhnlich Nahrung giebt, besteht in dem Arbeiten für rei— chere Länder, in Gewerken. Die Entstehung dieses Ge— schäftes ist leicht bei Völkern, denen die Alpenweide und die . —ä— strch Um W Wafte Mise lien memm angele e E vo we vͤlkern S0 si der na der auf in der. in dene die seh nebenb. detgleic Hüen, Gschist deg. 00 Hlen. düne e Hen funden sei der H4 zwei under Hälmnimm zwar die zy Gelegerhiz ieß kann sch Straße huch ete und sthy ie alten Oiz Stlaße un en niedlizt mehr Eisß ener Mess hrhundett he elegenheit u eren Verch gieng nich nbardei nah der Rhole nkreich, nit ltarlier fühtt kllich, und der. Viele ldeten sih Der so Bauern in spiach, wit begünfigte wohnern ge iten für dut 3 dieses 65 pide u de 53 strenge Winterzeit viele Muße darbieten, und die durch ihre Umgebungen schon ohnehin flink, ersinderisch, unverdrossen werden. Daher greifen sie gerne nach einem Stoffe, den sie in der Nähe ohne Kosten haben können, und versuchen ihre Krafte daran. Die künstreichen Holzarbeiten sind auf diese Weise von selbst entstanden; vielleicht auch manche Spinne— reien und Webereien; in anderen Verrichtungen werden die unermüdeten und genügsamen Menschen von Unternehmern angeleitet und mit Erwerbsstamm unterstützt. Der Absatz in die Ebenen wird leicht so groß, daß in rauhen Gegenden, wo wenig Pflüge mehr gehen können, doch eine größere Be— völkerung gefunden wird, als in rauhen Getraidegegenden. So sehr kann sich die menschliche Kraft von dem Einflusse der natürlichen Verhältnisse los machen.— Der Vorzug der auf diese Weise entstandenen Erzeugnisse besteht meistens in der Wohlfeilheit; es sind nämlich solche Gewerbszweige, in denen immer die Arbeit das vorherrschende ist; Menschen, die sehr fleißig sind und sehr mäßig leben, zumal, wenn sie nebenbei mit der Viehzucht, dem Bergbau, Holzhauen und dergleichen etwas erwerben, können für geringeren Lohn ar— beiten, als andere. Von der großen Mannichfaltigkeit solcher Geschäfte können hier nur beispielsweise einige genannt wer— den. Holzschnitzen. Hiezu führte die Langeweile beim Hüten. In früheren Zeiten gieng man in der betretenen Bahn weiter, arbeitete kunstreicher, mit vielen Werkzeugen; es entstanden die Schreiner, Drechsler. Aber in den Ber— gen wurde die einfachere ältere Kunst wieder von neuem er— funden, weil man gerade das übrig hatte, was man sonst bei der Vervollkommnung des Gewerbes zu ersparen suchte. In Halhershausen(im Westerwalde, Großherzogthume * N 0 ö Nl 3⁴*—— Nassau,) begannen 1690, drei Bauern, deren Namen nicht vergessen worden sind, auf der Weide Löffel aus Ahornholz zu schnitzen; dieß, von Vielen nachgeahmt, brachte das Dorf in Wohlstand, so daß jetzt achtzig Löffelmacher dort leben*). Längere Zeit und mit weit mehr Kunst werden in Berch— tesgaden die Holzarbeiten getrieben. Die Schachteln, Thiere, die mannichfaltigen Spielwaaren gehen in entfernte Länder, bis nach Amerika. Man scheint das Bedürfniß ge— fühlt zu haben, den Familien, die eine oder die andere Waare erfanden oder verbesserten, den Verdienst davon zu sichern, und zugleich die Theilung der Arbeiten zu befördern; aber das dazu gewählte Mittel, jedem Hause die Verferti— gung eines einzelnen Stückes ausschließend zu erlauben, ist ziemlich unpassend, weil nun dem Talente gar kein Spiel— raum verstattet wird, und Jeder, wie in einer Kastenverfas— sung, nur das Geschäft seiner Vorfahren üben kann. In dem Thale Gröden in Tyrol leben auf der Geviertmeile 3500 Menschen; gegen 25,000 Thlr. werden durch Bild— schnitzen in den Zwischenzeiten und Winterarbeiten vom Aus-— lande erworben; was nicht im Großen, bis Nordamerika und Meriko, abgesetzt wird, tragen über hundert junge Männer als Gängler in andere Länder. Im Thüringerwalde 9 ist Sonnenberg der Stapelplatz für vielerlei Holzwaaren, die in der Umgegend verfertigt werden; dazu kommen Schie— fertafeln, Wetzsteine und dergleichen. Der häufige Ahorn (Acer campestre), und vielleicht die vielen Fuhrleute, die in Thüringen ihre Heimath haben, veranlaßten die Verfer— tigung der Peitschenstäbe, welche auf der Rhön mit wett⸗ eifernder Kunst aus Eschenholz geflochten werden. Die *) Jester, Zugutemachung der Nutzhölzer, Zr. Bd. klei Nuß bipf 00 lichlit Nasc f kleinen dem l Mhie betfet sindet Ocht entsin Insteu Mt. E Rer er die y und hur ei liicht neh Hus an Uild, Asit Wähn Namen niht ö Wouhch te das Dus rt leben v) in Berch Schachteh, n entfernte edüͤrfniß g⸗ die andete st davon befötdem; ie Verfeitt rlanben, it kein Spieb astenverfas⸗ kann. In eviertmeile durch Bild⸗ volm Aus⸗ amerika und 9e Männer gerwalde olzwaareh, men Schie— sige Ahorn hileute, de die Versth n mit Weth Aden. De r. Bd. 33 kleinschmalkaldener Körbe(aus Haseln) gehen bis Rußland. Um Ruhla werden von den Bauern viele Pfeifen— köpfe aus Ahornstammholz oder aus Masern verschiedener Holzarten roh zugeschnitten, und in jenem Orte weiter zuge⸗ richtet und beschlagen; die Köpfe aus Meerschaum, deren Verfertigung seit 1764 dort viele Menschen beschaftigt*), beweisen das Fortschreiten des Kunstfleißes, der aus jedem kleinen Anfange etwas Bedeutendes bilden kann.— Auf dem badenschen Schwarzwalde leben 688 Uhrmacher, die des Jahres über 100,00 hölzerne Uhren für 177,9²οο Thlr. verfertigen*). In Steinseifen an der Schneekoppe findet man gleichfalls Holzschnitzer; nahe dabei aber, in Schreibershau, zeigt sich die höhere, aus jenen ersten entstandene Stufe der Kunst; es werden dort musicalische Instrumente gemacht, wie auch in anderen Gegenden gleicher Art. Ein anderes Feld für die Thätigkeit der Gebürgsbewoh— ner eröffnet sich in der Verarbeitung der Metalle, die unter ihren Augen gewonnen werden; voen den Poch-⸗ und Hüttenwerken ist zu den Hammerwerken und Schmieden nur ein kleiner Schritt. Die vielen Gebürgswasser treiben leicht die Werke, Holz ist im Ueberflusse; man muß daher vielmehr fragen, warum aus manchen Gebürgen alles, und aus anderen wenigstens vieles Metall unverarbeitet verführt wird. Die Ursache hievon liegt bald in dem Mangel an geschickten Arbeitern, der Beschränktheit des Erwerbstammes, weshalb man diesen lieber ganz auf den Bergbau wendet; »)Nemnich, Tagebuch einer der Kultur und Industrie gewidmeten Reise. Tub. 1809. I. Bd. *v. Fahnenberg's Magazin, 2. B. 3. Heft. + 56 bald darin, daß in anderen Gegenden Metallgewerke schon seit lange in großer Vollkommenheit bestehen, deren Mitbe— werb nur mit der Zeit ausgehalten werden könnte. Die in einer Gegend einheimisch gewordene Kunstfertigkeit hat so viel Gewicht, daß sie den Unterschied der Frachtkosten leicht ent— kräftet, und ein Gewerk neben dem anderen leichter auf⸗ kommt, als in einer günstigeren Lage gegen die Stoffgewin-⸗ nung. Unternehmer wohnen nicht im Gebürge, und ziehen vor, Arbeiter um sich her zu beschäftigen. So wird auf der zwei Stunden langen EnnEper-Straße zwischen Hagen und Schwelm(Düsseldorfer Regierungsbezirk), auf der sich Schmieden, Stahlhämmer ꝛc. in kurzen Abständen von einander hinziehen, in den Thälern des Kirchspiels Reim— scheid bei Elberfeld, Eisen und Stahl aus dem Siegen'schen veyarbeitet*), und in der Gegend von Steier im Traun—⸗ viertel(Oesterreich ob der Ens), wo 370 Schmiede und 27 Zainhammermeister wohnen*), stéiermärkisches Eisen. Steiermark aber, Salzburg, Thüringen(Schmalkalden), zum Theile Schlesien, der Hundsrück ꝛc. verarbeiten ihr eigenes rohes Metall. Dieses Gewerbe ist ziemlich sicher, wofern es nicht auf gar entfernten Absatz berechnet ist; je vollkommener die Erzeugnisse, desto dauernder der Absatz, weil die Frachtkosten desto weniger betragen, der Mitbewerb also mehr Schwierigkeiten findet. Die 37 steiermärkischen *) Diese Gegend gehört indeß nicht hieher, weil dort der Acker- und Gartenbau nicht unbedeutend ist, obgleich zur Er— nährung nicht hinreichend. **) André, geogr. statist. Beschreibeng des Kaiserthums Oesterreich. Wien 1813. *) Lichtenstern, Handbuch der neuesten Geogr. des österr. Kaiserstaats, I. S. 200.(Wien, 1817). Sensen guch di guten X Himmt (vis) cles la· ahne neb. Dae in andete Kunstfleiß Weder kei⸗ tunehmer Soff sal fortkommer Aohls wil ah andere ost pesths Bhum das der Strͤt u2 Saen Güc komm fideg, die; N muhn d Mihre i ui 0 Domn von wo m (hatay. 7 4 57 wurt sin Sensenhämmer werden noch lange in Bewegung seyn, wenn en Mih auch die groben schmalkaldener Waaren schon lange nicht mehr Die in guten Absatz werden gefunden haben.— Die höchste Stufe hat so ul der Metallgewerke, die auf solche Weise betrieben werden, leicht aß nimmt die Uhrmacherei ein, von der sich um Bruntrut ichter as(Basel) gegen 8000 Menschen, im Neuenburgischen(Lo- Stoffgersz cles, la- Chaux-de-Fondh) noch mehrere nähren, doch nicht, ind zuchn ohne nebenbei etwas Feldwirthschaft zu besitzen. wird auf Das Weben, die alte Kunst der Hausfrauen, giebt zwischn in anderen Gebürgs-Gegenden, wo kein eigener Stoff den zitk), af Kunstfleiß beschäftiget, den Bewohnern Nahrung, aber eine Abstäkden weder reichliche, weil der Spinner und Weber von dem Un— iels Reim⸗ ternehmer(Fabrikanten) abhängt, in vielen Fällen sich keinen egen'schen Stoff selbst kaufen, oft nicht ohne Vorschuß des letzteren n VNaun⸗ fortkommen kann, daher in die Annahme eines kärglichen ö und 27 Lohnes willigen muß,— noch eine sichere, weil der Absatz 1). an andere Länder von Handelsverhältnissen oft verändert, lkalden), oft zerstört wird; in Tulle(Depart. Correze) hat sich heiten ihr kaum das Andenken an den schönen Zeuch erhalten, der von ich sihhe, der Stadt den Namen trägt!). In der Schweitz blühten et ist; je die Seidengewerke, bis Colbert's Zölle sie tödteten. Zum Absatz Glück konnte man im Strumpf- und Musselinweben Hülfe ö NRitbewerb finden, die aber nicht die Stürme der neuesten Zeit aushielt. närkischen Die rauhen Thäler des Riesengebürges, des zwischen Böhmen und Mähren liegenden Gebürges, des Erzgebürges, des Jura, dort der sind mit Leinen- und Baumwollenwebern gefüllt; in Schlesien zur Er⸗ sind Schmiedeberg, Hirschberg, Greifenberg die Marktorte, von wo aus die Bewohner der Gebürgsdörfer Beschäftigung ö liserthume erhalten. Hier liegt ein etwas vortheilhafterer Umstand darin, Feogt. des *) Ballois, Annales, IV. 2. — — daß der Leinweber den Stoff nicht von dem Unternehmer erhält, sondern die fertige Waare frei zu Markte bringt, welches bei der Wolle und Baumwolle begreiflich nicht an— geht; dadurch wird er nicht so sehr an den Einzelnen gefes— selt; gleichwohl fehlt ihm noch viel von der Lage des lein— webenden Bauern, der zugleich eine Feldwirthschaft treibt. Die Bauern auf der Rhön und dem Vogelsberge stehen schon in diesem Zustande; die schlesischen Weber aber, denen kein anderes Geschäft zu Hülfe kommt, sind dürftig genug, auch wenn der Absatz nach Südamerika nicht stockt. In dem wundervollen Thale Kaschmire, dem„Garten des ewi— gens Frühlings“, bringt, ungeachtet des beträchtlichen Land— baues, die Einschließung durch Schneegebirge gleiche Wirkung wie in anderen Gegenden hervor, ein Ueberwiegen von Arbeit, die sich hauptsächlich auf Gewerke richtet; noch sind von den ehmahligen 40,000, jetzt 16,000 Webstühle in der Stadt Kaschmire,(Sirinagur), für die berühmten Shawls, wozu die Wolle, Monat weit, aus Tibet kommt. Sonst fin⸗ det man hier auch kunstreiche Holzschnitzer und dergl. Weibliche Beschäftigungen in den Gebürgen, wo jedes Glied des Hauses alle Kräfte anstrengen muß, sind das Strumpfstricken, z. B. um Gottesberg in Schlesien*), und das Spitzenklöppeln, wie im Fürstenthum Neuenburg (Neufchatel) auf dem Jura, wo auf den Arbeitstag rtäg— lich nur 8 Sols kommen, im Erzgebürge, im Grödener Thale(Tyrol), im Ellenbogener Kreise(Böhmen): der spährliche Lohn ist hinreichend, und erhält den Geist des Fleißes. *) Adams, Briefe über Schlesien, übersetzt von Fischer, I. 163.(Breslau, 1805.9 ö Hale Iun He auct d Lcbendig gan die Gel Inobhin wenn d den Git Luze, Ceberhah De I Handeltg see Klei eheg bald mi llbag hah, Pa Hudetge Mnen igen G. O⁰ Rahhn Ghun wir dey Mensche liinen Lashaft Uatemnchne kkte bunn, h nicht a⸗ lnen geses e des leitz aft treibt, ehen schon denen kein genug, auch In den n des ewi⸗ lichen Land⸗ he Wükkung von Arbei, nd von dan der Stadt nShaws, Sonst fin⸗ eogl. „ wo jedes „ sind das chlesien D), Neuenbulg heitstag tih n Grödener hmen)) det u Geist de pon gischt. 39 Von der Erfindekraft der Bergbewohner zeugen man— cherlei Erwerbsmittel, die ihrem Wesen nach nur geringe Ausdehnung haben können, z. B. das aus alter Zeit, wo Heilkenntnisse Gemeingut waren, übergebliebene Verfertigen von Heilmitteln im schlesischen Riesengebürge, in Tyrol, die Zucht der Kanarienvögel im Ziilerthale(Tyrol); von ihrer Lebendigkeit und Unverdrossenheit aber giebr das häufige Gan-⸗ geln(Hausiren) ein hohes Zeugniß. Dieß Geschäft erganzt die Gewerke des Landes, erweitert den Absatz und erhalt ihn unabhängig von den Veränderungen des Großhandels, und wenn die Waaren nicht theurer verkauft werden, als durch den Großhandel, so ist es zweckmäßig für ein Land in dieser Lage, daß von dem Einkommen, welches wenige Kaufleute erwerben würden, viele Einzelne sich zu nähren bemühen. Die Auvergner(Depart. Cantal) haben förmliche Handelsgesellschaften, welche sich in die einzelnen Zweige die⸗ ses Kleinhandels theilen. Die Tyroler, Veltliner ꝛe. durch— iehen halb Europa, bald mit eigener Waare ihres Landes, bald mit gekaufter; aus der öden, rauhen Gegend von Win— terberg im kölnischen Sauerlande(Regierungsbezirk Arns— berg, Provinz Westphalen) wandern jährlich die Glieder von Handelsgesellschaften mit verschiedenen zusammengekauften Waaren durch die Länder, und theilen dann redlich den ge— ringen Gewinn. So mannichfaltig gestaltet, und doch im inneren Wesen gleichfdemig und eigenthümlich, ist das Gewerbewesen der Gebürge. So wie wir in die Ebenen steigen, so verlieren wir den Anblick des innigen Zusammenhanges zwischen dem Menschen und seinen äußeren Umgebungen, wir begegnen keinen so bleibenden Zügen, die verschiedenen Bahnen der Beschaftigungen laufen weiter aus einander, und was bisher 60 ausführlicher dargestellt wurde, ist nun mehr in Umrissen zu zeichnen. 2. Ebeneres Land. Denkt man sich dieses nur im Gegensatze der hohen, dem Pfluge wenig zugänglichen Gebürge, so muß es begreiflich nicht gerade eine völlige Ebene seyn; und da, abgesehen vom Klima, besonders das Maaß von Wasser auf die Güte des Landes Einfluß hat, so lassen sich mehrere Formen des ebe— neren Landes unterscheiden, in denen Ebene, Berge und Wasser in verschiedenem Verhaltnisse gemischt sind. In hügeligen Gegenden, wo die Ebenen als Thä⸗ ler verhältnißmäßig lang und schmal sind, pflegen diese von burchfließenden Strömen und von eigenen Quellen und Bächen durchzogen zu seyn. Solcher Flußboden scheint in Europa im Ganzen der häufigste zu seyn. Das unterscheidende ist dann, daß die Höhen, von denen die Thäler eingeschlossen werden, leicht zugänglich und größtentheils jeder Art der Benutzung fähig sind. Da die Thäler früher wahrscheinlich einmal die Betten gewaltiger Ströme waren, so kann man sich aus dem Abwaschen und Fortführen der Erden die ver— schiedenen Bodenmengungen leicht erklären*). Die Strö— mungen fiengen schon auf den Kämmen der Gebürge an, und es konnte folglich am weitesten fort in die unteren Thäler hinaus geschwemmt werden, wegen seines geringen specificier— ten Gewichtes(1,225), ziemlich weit Thon(2,59 Gew.), weil er sich fein zertheilt und dem Wasser leicht beimengt; *) Hausmann, de rei agrariae et saltuariae funda- mento geologico. Gött. Anzei g. 1818. No. 75. Sand Halet heck. schta Ihng M blẽ. nissa f in der L Seiten, bes Hur Defe a wenn sia helden, getött f6 saes buin Halland, iuem u Begstran Weiten 2 Nathe i Haben. uuch der; Nuh wat Mt verdit M gi Mae D lift sch. geif s scgen mn I1 fünden Imrisen f hen, dem begreislich sehen vom Güte des des ebe: derge und mals Ha⸗ diese von d Bächen 1 Europa idende ist geschlossen Art der hlscheinlich kann man die ver⸗ ie Sttö⸗ e an, und en Thäler specifteier⸗ 9 Geb.) beimenht; riae fundl 6 61 Sand mit gröberen Massen von Gestein fiel früher in den Thälern nieder, wurde häusig von den anderen Schichten be— deckt. Höher hinauf an den Hauptgebürgen, wo das Abge— schwemmte schon aufhört, liegt das Verwitterte. An jedem Abhange bewirkt Regen und Schneeschmelze jährlich dasselbe, und wie die Schichten längs der Flüsse auf einander folgen, so müssen sie es auch im Queerdurchschnitte jedes Thales; Sand in der Tiefe, am Rinnsal des künftigen Flusses, Thon an den Seiten, und mit diesem verbunden, wegen der Anziehung, des Humus, welchen dann spätere fortgesetzte Ströme in der Tiefe anschwemmten. Aus dieser Ursache kann späterhin, wenn sich der Fluß gebildet hat, der Sand weiter fortgeführt werden, während der Thon an den Abhängen zur Seite un-— gestört liegen bleibt. Die Menge und das Gefäll des Was—⸗ sers bringen hierin große Verschiedenheiten hervor. Der Kalksand, der in Oberbaiern die Felder bedeckt, deutet auf seinen Ursprung in den Tyroler Gebürgen. Die ungestümen Bergströme, wie Lech und Isar, führen ihn noch in ihren weiten Betten weit mit fort; aus ihrer durchsichtiggrünen Farbe ist zu schließen, daß sie keinen Thon mehr gefunden haben. Dieser ist weiter hinab zu suchen; mit ihm wird auch der Humusgehalt größer und der Boden fruchtbarer. Noch weiter herab, gegen die Donau hin, ist der Humus, mit verwittertem Kalke an mehreren Stellen vorherrschend. Indeß gehört nur die Bestätigung jener Sätze hieher, nicht Niederbaiern, weil es eine große Ebene bildet. Bei welcher Breite eine Ebene noch Thal heißen solle, läßt sich begreiflich nicht sagen; doch scheint es, daß im Be— griff des Thales das Bette eines ehmaligen Hochgewässers liegen müsse, wenn auch jetzt gar kein Rinnsal mehr in ihm zu finden ist, oder sogar mehrere. In welchem Gräde ein 6 solches Rinnsal zur Befruchtung des ganzen Thalgrundes zu— reicht, wie weit dessen Wirkung sich in das nebenliegende Land erstreckt, dieß wird sowohl von der Wassermenge und dem Gefälle, als von der Bodenart des Bettes bedingt. Steingrund hindert am meisten die Verbreitung, Sand ge— stattet sie am leichtesten, Thon weniger. Große, nicht mit hanfigen Hügeln und Bergen unter— mischte Ebenen sind bald trocken, bald bewässert, bald Niederungsland. Trockene Ebenen finden sich seltener in einiger Größe auf Bergrücken, wie die Würtemberger Alp, als in Gegenden, die vormahls Meer- oder Seeboden seyn konnten; sie sind ursprünglich mit nacktem Sande bedeckt, oder mit Haide oder Wald überzogen. Der Mangel an Gefäll, der die Ursache von der geringen Bewässerung durch Flüsse und Bäche ist, bewirkt zwar zugleich, daß hie und da Wasser stehen bleibt, und sumpfige, torfige Stellen bildet; indeß beträgt dieß zu wenig, um das ganze Gepräge zu ändern. Beispiele solcher Gegenden in ihrer uranfänglichen Gestalt, ohne Anbau, finden sich in der Mark-Brandenburg, in Mecklenburg, in Westphalen(Bremen, Lüneburg, Osna— brück, Münster); die französischen Haiden(Landes) in dem davon benannten Departement, und in anderen Gegenden; die großen nur von wandernden Schaafheerden durchzogenen Haiden in Spanien; die ungeheuren Haiden in Ungarn, wie die Ketskemeter nnd Debreczyner, welche 15 Meilen im Durchmesser haben. In Ungarn ist ungefähr 5 der ganzen Flache(200 Geviertmeilen) Flugsand). Viele andere Gegenden dieser Art in allen Ländern sind schon angebaut. *) André, Beschreibung des Kaiserthums Oesterreich. S. 22. 6 se nic sichehs Hule bh Om, Kalichtli Gbüigen Naauf strömen. Ni gioßer die Gest un ihhe haltrise teten du haben, v wohl am nd keite hei dem stens mit see, VV Mae die Ihin dund l, dern Rachfh Miche Mugun De M U r hünte! undes au. enliegende enge und bedingt. and ge— n unter- rt, bald u einiger „als in konnten; oder mit efäl, der lüse und da Wasset et; indeß u ändern. n Gestalt, burg, in „Oona⸗ Rin dem egenden; chzogenen arn, wie eilen im Her ganzen ele andete ngebaut. Oesterreh Gut bewässerte, fruchtbare Ebenen gehen, da sie nicht ganz ohne Unebenheiten sind, ohne eine scharf zu ziehende Gränze in Hügelgegenden über; man kann daher nur von dem Vorherrschen der einen oder anderen Form spre— chen. Solche Ebenen ziehen sich hauptsächlich in der Nähe beträchtlicher Ströme hin, und erhalten ihre Wasser aus Gebürgen; z. B. Niederbaiern, durch welches viele fast gleichlaufende Flüsse aus Tyrol und Salzburg der Donau zu— strömen. Niederungsland, an den Ufern des Meeres oder großer Flüsse, kann durch fortgesetzten fleißigen Anbau ganz die Gestalt solcher Ebenen erhalten, ist aber ursprünglich sehr von ihnen verschieden und wirkt auch auf die Gewerbsver— hältnisse ganz anders. Wir finden es besonders in dem un— teren Laufe der Ströme, wo diese sehr geringes Gefälle haben, weite Strecken mit ihrem Wasser anfüllen, und so⸗ wohl am Rande dieses Bettes, wo das Wasser niedrig stehe und keine Strömung Statt findet, als noch weiter hinaus bei dem periodischen Austreten Sümpfe bilden oder wenig— stens mit dem, unter der Erdoberfläche durchdringenden Was— ser, das Land befruchten. Dieselbe Erscheinung beingt am Meere die Marschen hervor. Es ist ein Mittelzustand zwi— schen Land und Wasser. Beispiele: viele Gegenden von Po— len, deren sumpfige Wälder die beste Vorstellung von der Beschaffenheit Deutschlands vor 1700 Jahren geben können*. Marschen an der Nordsee. Sümpfe und Wasserbecken in Ungarn zwischen Donau, Theiß, Bega, Drau und Sau. Die Niederungen an Oder und Warta sind erst seit Men— *) Silvis horrida, aut paludibus foeda, Tac. Germ. 5. Er hätte wohl von vielen Gegenden et sagen können, 64 schengedenken, die an der Elbe, Weser, Weichsel, zum Theil schon Jahrhunderte angebaut, das Donaumoor in Baiern noch nicht ganz. In der Ebene ist der Feldbau entstanden, haben sich Dörfer, Städte gebildet, hat die Volkswirthschaft ihre mei— sten Fortschritte gemacht. Wieviel indeß hiebei auf geschicht— liche Umstände ankam, so hatte doch die Beschaffenheit des ebenen Landes auch manchen mächtigen Einfluß, der sich bei der Wirkung aller verschiedenen Ereignisse noch herausfinden läßt. In großen wasserarmen Ebenen verbreiten sich bei schwacher Bevölkerung die Menschen leicht über eine große Fläche. Die Viehzucht nöthiget, wenn die Gegend heiß ist, zum Wandern, um immer frische Weide aufzusu— chen, welche die nämlichen Plätze nicht das ganze Jahr durch gewähren. So leben in zwei Drittheilen von Asien die Ein— wohner. Wandernde Hirtenvölker sind in einer anderen Lage, als fest sitzende in den Gebürgen. Diese können eine Zeit lang roher, wilder, ohne alle Ausbildung ihrer geselligen Verhältnisse leben, weil ihre Art der Ernährung sie verein— zelt, während Nomaden in Stämmen beisammen sind, wobei Unterwerfung, stete Gemeinschaft und Wechselwirkung der Mitglieder auf einander manche Fortschritte herbeiführen; das einzelne Hauswesen wäre, von dem Stamme getrennt, zu hülflos. Dagegen können Nomaden sich nicht über eine gewisse Gränze hinaus entwickeln, da sie keinen unbeweglichen und fast nur solchen Reichthum besitzen, der mit ihnen wan— dert, da ihre Reisen schon den Drang der Thatkraft aus— füllen, und den Trieb ersticken, andere Uebungen und Künste sut hensw mit lu Mchlb Mmde shhitge sehen, de Str glätt, Steppe llicht X hienten, nin zur M sande M Vodens ie ek se hlannte, lisch mi Kraste b nehrere nun ihn! h hlach hisen able im sing Guß un ristit, wirthse sh durt Viesen 0 lushwendi hs,. zum Hei in Balun haben sich ihre meit f geschicht⸗ enheit des er sich be rausfden sich hei ber eint ie Gegend aufzusu⸗ ahr dulch die Ein⸗ eren Mge, eine Zeit geselligen sie verein⸗ nd, wobei tkung der beifüͤhren; getrennt, über eine beweglichen ihnen wal⸗ ulkluft au⸗ und Hiuste zu suchen, da nichts sie aus der gewohnten behaglichen Le— bensweise reißen kann. Alpenvölker werden in Berührung mit landbauenden und handelnden leichter zu mannichfaltiger Ausbildung geführt; ohne ihre Nahrungsweise zu verlassen; Nomaden müssen den Feldbau ergreifen, um sich höher zu schwingen.— In Europa konnten Nomaden nicht leicht be— stehen; die Härte des Winters forderte festere Wohnungen, die Strecken waren von Gewässern und Bergen enger be— gränzt, und da es in dem kälteren und feuchteren Klima keine Steppen, sondern Sümpfe und Wälder gab, so war überall leicht Weide zu finden. Neben den Anfängen des Landbaues dienten, Jahrhunderte hindurch, Jagd, Fischerei, wilde Bie— nen zur Ernährung. Nöthigte später der Mangel an Nahrung die anwach— sende Menschenmenge mehr Eifer auf die Bearbeitung des Bodens zu wenden, so nahm Jeder von der weiten Fläche, die er schon leer fand, oder von der er die Bäume äb— brannte, ein großes Stück in Besitz, und ging verschwende— risch mit ihm um, weil man für seinen Umfang wenig Kräfte besaß. Sobald man bemerkte, daß der Boden nicht mehrere Ernten hintereinander ohne Erschöpfung trage, ließ man ihn liegen, beweidete ihn, wenn er sich begraset hatte, und brach ein anderes Stück um. Die vom Hofe am wei testen abliegenden wurden am seltensten bestellt; für die näch— sten fieng man allmählich an, etwas Dünger zu sammeln. Groß war der Viehstand dennoch nicht, wegen der Schwie— rigkeit, ihn zu überwintern. Die sogenannte Koppel— wirthschaft scheint daher für Länder dieser Art ursprüng— lich durch Naturverhaltnisse bestimmt zu seyn. Wo es an Wiesen nicht fehlt, in bewässerten Gegenden, ist sie minder nothwendig, weil man dort weniger Dreeschweide nöthig hat, Ans. d. Volksw. 5 22 6⁵ um das Vieh zu erhalten. Wahrscheinlich war diese Wirth— schaft ehmals in allen nördlichen Ländern herrschend, bis sie bei steigender Bevölkerung von der drei Felderwirthschaft verdrängt wurde, und mit Recht deutet Schumacher auf die be— kannte Stelle des Tacitus: arya per annos mutant et superest ager*). Die folgenden Worte machen dieß deut— licher, indem sie anzeigen, daß man den Boden fast Alles thun ließ und wenig Arbeit auf ihn wendete, wie es die früher genannten camporum spatia mit sich brachten; ja es ist ausdrücklich bemerkt, daß die Wiesen nicht von den Feldern ausgeschieden waren*). Landwirthschaft wird an— fänglich nicht des Gewinnes willen getrieben, weil es dann noch Niemand giebt, der Lebensmittel zu kaufen suchte, son— dern bloß zur eigenen Ernährung; daher war man mit ge— ringem Ertrage des Bodens zufrieden. Die Koppelwirthschaft erhielt sich in neuerer Zeit auf deutschem Boden nur in der nördlichsten und südlichsten Gegend, in Hollstein und Ober— baiern. Hier wird sie auf den rauhen Vorbergen der tyroler Alpen geübt, ohne künstliche und regelmäßige Einrichtungen, und hauptsächlich aus dem Grunde, weil die besseren Wiesen (zweimädige Wiesen heißen dort Anger) bei schwerem Thon— boden feucht und zum Mooswuchse geneigt sind. Deshalb werden sie von Zeit zu Zeit umgebrochen, und man hat kein beständiges Ackerland. Dieser Zustand ist hauptsächlich aus dem rauhen Klima der nördlichen Abdachung zu erklären, in welchem kein Wintergetraide gebaut werden kann. Der Vieh— *) Verhaltniß der Viehzucht zum Ackerbau ꝛc. Berlin, 21774. S. 10. **π) Nec enim cum ubertate et amplitudine soli labore gontendunt, ut pomaria conserant, et prata separent, et hortos regent. Germ. 26. fand! seyn k worah it hie uf dle shn du nit dem gieng u Koppele fühtt, sand, 6 nuch G. fuhten Verhilmn doß se„ Algemein Hitere V hrmigt voch stat witd sie, In der C icn hige Vas Ihuhn wudi du dihe di gute Pi liicht u 7u ditse Dah „ bis suihz st vedinn auf die 9 mutant et n dieß duts n fast M wie ez brachten; icht von dn st wird ar eil es dam suchte, s man mit g/ elwirthsch nur in du und Obey der tyrolh inrichtungn, seren Vilß verem Thun ). Dechal an hat kan sächlich aus eklären, in Der Vieh⸗ I. Berli soli labor. zeperent, 67 stand der Bauern ist in dieser Gegend nicht so stark, als er seyn könnte, da sie häufig Heu von ihren Wiesen verkaufen, woran die Wirthschaftsart keine Schuld hat. In Hollstein ist die Koppelwirthschaft sehr ausgebildet, und hauptsächlich auf die Viehnutzung eingerichtet. Durch den mecklenburgi— schen Landdrosten von der Lühr, der in den Streitigkeiten mit dem Herzoge einige Zeit außer Landes nach Hollstein gieng und dort die Landwirthschaft beobachtete, wurde die Koppelwirthschaft um das Jahr 1720 in Mecklenburg einge— führt, wo bis dahin die drei oder vier Felderwirthschaft be— stand, aber in manchen Bezirken so unordentlich, daß man nach Gutdünken besäete und liegen ließ); das neue Ver—⸗ fahren war, mit einiger Abänderung, die aus den äußeren Verhältnissen nothwendig wurde, dem Lande so augemessen, daß sie, nach einigem Widerspruche, auf den großen Gütern allgemein angenommen wurde. Und sie verdient überall da weitere Verbreitung, wo in großen Ebenen das Land gleich— förmige Beschaffenheit hat, und weder die Bevölkerung groß noch starker Absatz in der Nähe zu finden ist. Im Kleinen wird sie jedoch weniger vortheilhaft, weshalb die Grundhol—⸗ den der Gutsherren sie nicht immer annehmen können, wenn sie auch auf dem Hoffelde besteht, und dann in einer ärm—⸗ lichen Lage sind. Wasserreiche Ebenen geben bei der anfänglichen Besitznahme des Landes schon mehr natürliche Granzen, welche den Gütern kleineren Umfang geben. Die Flüsse und Bache haben zunächst neben sich Strecken, die entweder schon gute Wiesen sind, oder durch Eindammung der Gewässer leicht dazu gemacht werden können; noch weiter hin erstreckt *) Leipz. Samml. V. 432.(1749). 68 sich gewöhnlich eine fruchtbare Decke des Bodens, durch das Austreten der Flüsse erzeugt. Wie hier der Boden schon besser in Kraft angetroffen wird, so kann er auch leichter darin erhalten werden, und man nimmt bald wahr, daß es vortheilhaft sey, mehr Arbeit auf eine kleinere Fläche zu wenden. Dahero nimmt auch die Bevölkerung schneller zu. Da die Wiesen, nebst dem Strohe, schon zur Winterfütte— rung zureichen, wenn für die Pferde noch Hafer auf dem Felde gebaut wird, so braucht man wenig Ackerweide und kann die Aecker öfter bestellen. So findet sich der Landwirth in einer solchen Gegend geneigt, die reine Dreifelder— wirthschaft, mit der Brache, einzuführen, sobald er sie kennen lernt. Nur ist sie, wie die Koppelwirthschaft, an— fänglich sehr unvollkommen*). In Deutschland verbreitete sie sich, vielleicht von den Römern gelehrt, bald allgemein, wie es ihre Zweckmäßigkeit für die Verhältnisse der Bauern erwarten läßt. Ehe jedoch Aufforderung und Vermögen zum Futterbau auf dem Felde vorhanden ist, muß die Gestaltung der Brachwirthschaft ganz von der Menge der Wiesen ab— hängen, die in Ebenen nicht so groß zu seyn pflegt, um einen Viehstand zu unterhalten, wie ihn die Größe der Aek— ker erforderte. Zudem bleibt dort weniger Weideland dem Pfluge entzogen; wo der Boden arm, die Brachweide folglich unergiebig, des befeuchteten Wiesenraumes an den Gewässern wenig ist, da wird nur sechs- oder neunjährige Düngung möglich, und der Ertrag des Feldbaues ist gering. Dieß zeigt sich unter andern häufig auf großen Bergrücken. Wo dagegen das Land mit Gehüͤgeln und Berg— *) Zur Zeit Karls des Großen wurde die Sömmerung sehr nachlassig bestellt. Anton, Gesch. der deutschen Landw. I. 378. rtiht funhdi well i iml 11 W Bihe s h Me llicht, stehende ger Te Nuuchtij Die ein stahlen ren Bel Dfug u inVder e Okine i hn. Y gschven leb himn Alhenten Nüen. üllch. shein und wsht i luht vn n vn lung. —— aange, 0 Hhen a Wem ibe „duh y Boden san uch leihtz hr, dß g e dläce schneltr z Wintersiz er auf x kerweide mn er Landbbith Freifelde sobald erf thschaft, z hverbreülch d allgemeh, der Bauen mögen zun Gestaltun Wiesen a pflegt, in sße der All ideland den deide folglih Gewässen e Düngung Dicß gey und Bet onmenuh sht —— 69 reihen durchzogen ist, nimmt Alles eine günstigere Beschaf⸗ fenheit an. Der Boden hat mannichfaltige Mischung, schon weil in ihm verschiedene, gegen den Horizont geneigte Schich— ten zu Tage auslaufen. In den tiefern Stellen hat vor Alters das Wasser fruchtbaren Moder angeschwemmt; die Flüsse und Bäche sind mit Wiesen eingefaßt, die bis zu den Quellen die Berge hinanlaufen. Wohin die Feuchtigkeit nicht mehr reicht, da findet der Pflug einen guten Spielraum; kein stehendes Wasser zerstört die Saaten, während doch in eini— ger Tiefe der Wechsel der Schichten einen Vorrath von Feuchtigkeit festhält, der bis zu den Wurzeln heraufwirkt. Die eine Hälfte der Abhänge ist wärmer, weil die Sonnen— strahlen senkrecht auffallen und rauhe Winde durch die höhe— ren Berge abgehalten werden. Weiter aufwärts, wo der Pflug nur eine seichte Erdschicht über dem Gestein trifft, in der er nicht mehr fußen kann, oder wo Steilheit und Steine ihn nicht zulassen, ziehen sich Weiden und Wälder hin. Im Iserethal z. B. wird unten in dem reichen an— geschwemmten Boden, Hanf, mit Getraide, Bohnen ꝛc., wei— ter hinauf fast bloß Getraide gebaut; an den Bergen sind Luzernewiesen angelegt, und an den Felshügeln gedeihen Reben. Diese Mannichfaltigkeit ist der Landwirthschaft sehr nützlich. Es kann viel Vieh ernährt werden auf den Weide— angern und in den Wäldern, so daß man wohl hie und da versucht ist, die Brache anzubauen. Die Wiesen können leicht von den vielen Bächen berieselt werden; mehrere Ar— ten von Erzeugnissen gedeihen und geben dem Fleiße Ermun— terung. Sind die Thäler eng, die Abhange von geringer Länge, so sinden sich nicht leicht große Besitzungen, weil die Höhen eine natürliche Abmarkung geben, die man nicht be— quem überschreitet. Hier scheint daher zuerst der sorgfältige 7⁰— Anbau Wurzel gefaßt zu haben, und da sich mehr freie Be— sitznehmer ansiedelten, als Zinsleute eines Grundherren, se entstanden mehr zerstreute Höfe an einzelnen anmuthigen Plätzen Cut fons, ut campus, ut néemus placuit, ILac. Germ. 16), als Dörfer, die dagegen in weiteren Strecken leichter entstanden, wo man anfangs die ganze Flur in die drei Theile theilte, welche die Wirthschaft voraussetzt; eine Einrichtung, die damals die Arbeiten erleichterte, später aber den Fortschritten der Landwirthschaft hinderlich werden mußte. In vielen Gegenden von Deutschland ist sie noch zu finden. Indeß haben die stundenlangen sanften Abhänge, mit kleinen Bachgründen durchzogen, die Vorzüge der Hügel— gegenden meistens in nicht viel geringerem Grade, als die engeren Thäler mit steilern Anhöhen, und sind geschickt, bei entstehendem Verkehre Kornkammern für andere Gegenden zu werden. Beispiele in Thüringen(um Weißenfels, Roßbach, Kamburg, Jena, Weimar, Erfurt, Gotha); Ober-Hessen (um Fulda, Alsfeld, Ziegenhayn, Treißa, Kassel), um Göttingen, Quedlinburg, Osnabrück, am Main ꝛc. Denkt man sich in allen diesen Länderformen das Ge— werbewesen in seinem ursprünglichen Zustande, noch nicht durch Einfluß äußerer Umstände belebt und vervollkommt, so wird es sehr einfach seyn, bloß auf der Landwirthschaft ruhen, und nur sehr langsam einige Aenderung erleiden. Arbeits— theilung, Tausch, Geld, Handwerker und andere Classen, von den Landwirthen gesondert, werden ganz allmählig nach und nach aufkommen, in der Folge, wie es die Volkswirth— schaftslehrer darzustellen pflegen. Die persönliche Urfreiheit der Landbauenden erschwert diesen Fortgang so sehr, daß er nur durch starke äußere Antriebe möglich wird, und über—⸗ huupt rirgen Ei Gamen I Lcht Vei Aanderb Zlit, im Ku Lelen l Hiufer Maht Cs ssid schen de guuhemek Falbbau lihenen lichts umd von llles V. uichsch ine größ ühtng Nit gev Wache in sehs w hicht u den eur uhter d fm fleie By herren, s anmuthin x Placuit in weitemn ganze Iu voraussch, erte, spün lich werdn sie voch g Abhangz der Hugch de, als di eschickt, di egenden zu „Roßbach, her⸗Hessen sel), um 2 n das G0 noch nicht kommt, so aft ruhen, Arbeits⸗ e Gassen, nählig nach Volkswirtz he Mfteihe hr, daß l und iba⸗ haupt ist es schwer zu sagen, wie weit er ohne diese, die nirgends leicht gefehlt haben, kommen kann. Dieser ursprüngliche Zustand des Gewerbewesens vor der Entstehung des Geldverkehres herrschte in der ältesten Gemeindeverfassung der freien Grundeigner; so wie während des Lehnwesens. In ihm ist in beiden Zeiträumen die Quelle des Verhältnisses zwischen den großen Grundeignern und den Landarbeitern zu suchen, welches zum Theil bis in die neueste Zeit, in ganz veränderte Umstände fortreicht. Haben jene im Kriege, oder durch Verleihung der Fürsten ihre Lände— reien erworben, die sie behalten müssen, sowohl weil es keine Käufer geben würde als, weil der Grundbesitz Ansehen und Macht verleiht, so ist es nicht möglich, sie zu verpachten. Es sind keine mit beweglichem Vermögen begüterte Men—⸗ schen da, welche Sicherheit leisten und die Wirthschaft be⸗ ginnen können; es fehlt an Geld, wie an Credit. Der Feldbau wird nicht sowohl für den Verkauf, als für den eigenen Bedarf getrieben, daher kann von seinem Ertrage nichts abgegeben werden, als ein Ueberschuß von Früchten und von Arbeit. Nothwendig mußte also ein zusammengesetz— teres Verhältniß entstehen, als bei schon entwickelter Geld— wirthschaft, wo derjenige, der ein fremdes Grundstück baut, eine größere Rente entrichten kann, weil die Art der Ent— richtung für ihn nichts Lästiges hat. Man ist also in jener Zeit gezwungen, zu einer von jenen Einrichtungen zu greifen, welche im Mittelalter entstanden. Wollte der Grundherr selbst wirthschaften, so mußte er, weil Taglöhner begreiflich. nicht vorhanden waren, leibeigene Arbeiter halten, wie in den europäischen Ländern bis gegen das 13. Jahrhundert, unter den Tscherkassen, wo die adelichen Lehnherren des Für— sten(Uzdänen), jagen, Krieg führen, plündern, und den 72 Knechten die Feldarbeit überlassen*) ꝛc., oder er mußte einen Theil des Landes zur Bezahlung der Arbeiter, gegen Frohnen, hingeben, damit der übrige Theil bearbeitet würde. Wollte er keine eigene Wirthschaft treiben, so konnte er, wie in Italien und Frankreich, Halbmeier(meédietarii, métayers) ansetzen, oder sich einen bestimmten Zins ausbe— dingen. Die Frohnpflichtigkeit fand sich häufig mit der Hö— rigkeit verbunden, weil man durch diese die erwarteten Dienste sich zu sichern suchte. So sind die Zinsbauern der min— grelischen Edelleute unfrei; aber dieß Land hat auch weder Dorf noch Stadt und keinen Geldumlauf**). Niederungsland ist am schwierigsten anzubauen, da die Bezwingung des Wassers einen Kraftaufwand erfordert, der nur durch Vereinigung Vieler aufzubringen ist. Einzelne Niederungen in fruchtbaren Ländern bleiben daher so lange unverändert, bis der allgemeine Wohlstand genug fortgeschrit— ten ist, um die nöthigen Hülfsmittel zu gewähren. Dann geschieht es, daß die Regierung oder Begüterte des Gewin— nes willen sich mit der Trockenlegung beschäftigen, woferne nicht die Sicherung des anstoßenden, schon lange urbar ge— machten Landes früher Bäuten geboten hat, bei denen die. Erweiterung der urbaren Fläche nur eine angenehme Zugabe zu dem Hauptzwecke war. Hier entstehen, da es an Men— schen nicht fehlt, leicht kleine Ansiedlungen, die wegen ihres späteren Ursprunges in keinen drückenden gutsherrlichen Ver— band kommen und sorgfältigen Anbau erhalten. Findet sich jedoch ein größerer Ländstrich in genauer Be— rührung mit dem Wasser, so daß dieses in vielen Armen her— *) Kimmel, Briefe auf einer Reise nach dem Kaukasus Moskwa, 1812. *ι) Chardin, Voyages. I, 137. 148.(Amst. 1711.) iinttit deckt Kebuh I0 N abeil naf; Hümiich Sunt sndens gegeban ische sen l), herauf; M hut pe die tägl n Land nes, un Die De hungen bun Erd Misestr Nh gel haucm Eie —5 Piss Eile v I x Gube Hem d 58 er mußt ter, gyn tet wind konnte g edietani ins gushe der en Dienst der mitz uuch vede bahen, da erfoldert, Einzelnt so lange geschrit⸗ Dann Gewin⸗ „woferne Urbar ge⸗ enen die. Zugabe in Men⸗ en ihres jen Ver— sauer Ber men her⸗ Kaukasus u.) eintritt, und zu Zeiten ganze Flächen von den Wellen be— deckt werden, so scheint der Mensch, wie er in jeder Um— gebung einheimisch zu werden vermag, auch in dieser drohen— den Nähe des trügerischen Elementes gern und behaglich zu verweilen, indem er demselben sein Nahrungswesen anzupassen weiß; hier zeigt sich, wie in den Gebürgen, eine Eigen⸗ thümlichkeit des Gewerbewesens, zu welcher die Leitung der Staatsgewalt nicht reichen kann, die vielmehr ganz dem er— finderischen Geiste und der Genügsamkeit der Menschen heim— gegeben ist. Der friesische Volksstamm ist besonders dieser zwischen Land und Meer schwebenden Lebensweise hold gewe— sen*), da er bis nach Holstein an der Küste der Nordsee herauf gezogen ist. Auf nicht eingedeichtem Lande kann kein Getraide ge— baut werden; denn wenn auch die Lage so hoch ist, daß die tägliche Fluth nur die Gräben füllt, aber nicht über das Land wegspült, so sind doch höhere Fluthen nichts selte— nes, und beständig ist zu große Feuchtigkeit in dem Boden. Die Bewohner solcher Gegenden müssen, um nur ihre Woh— nungen zu sicheren, künstliche Hügel durch Zusammenfahren von Erde anlegen(Warffe), auf denen sie bei hohem Wasserstande wie in Schiffen leben; hier wird schnell das Vieh geborgen, hier sammeln sich in Schaaren die Vögel, deren Eier und Junge die Fluth verschlungen hat, während das Wiesengras, wenn nicht bald Regen folgt, von dem Salze des Meerwassers getödtet wird. Oft führen die Wel— len die ganze Heuernte mit hinweg. Jeder Warff hat eine Grube(Fending), um Regenwasser aufzufangen, mit wel— chem die Brunnen gefüllt werden. Das Land bietet den *)— ambiuntque immensos insuper lacus. Germ. 34. 74—— Bewohnern zu wenig Erwerbsgelegenheit, daher verlassen es die Männer im Sommer, um auswärts so viel zu verdienen; als der Ankauf des Getraides und anderer Bedürfnisse erfor—⸗ dert. Auf der Insel Nordmarsch reisen die Männer im Anfang des März, unter Thränen und Seegenswünschen der Weiber und Kinder, nach Amsterdam ab, wo sie beim Wallfischfang ꝛc. guten Erwerb finden; Trauer herrscht nach ihrer Entfernung, bis Briefe die glückliche Ankunft melden, und bald darauf die Handgelder und eingekauften Sachen von ihnen eintreffen v)). Helgoland, obgleich wegen seiner hohen Lage dem Ueberströmen nicht ausgesetzt und nicht ohne einigen Ackerbau, wird dagegen von dem Wellenschlag unun— terbrochen verkleinert, so daß von den neun Kirchspielen des II. Jahrhunderts nur noch eines übrig ist. Die Bewohner können sich zu Lande nicht erhalten, und die Männer bege— ben sich deßhalb gleichfalls auf die See, als Fischer und Lotsen, von deren Geschicklichkeit jedes nach Hamburg lau— fende Schiff Gebrauch macht. Keiner darf als Lotse dienen, der nicht 23 Jahr alt ist, eine Prüfung über den Elblauf ausgehalten und eine Schaumünze, in der sein Name einge— stochen, erhalten hat. Eine Vorsicht, deren guten Grund man leicht erkennt, weil an der Aufrechthaltung des Zutrauens zu der Kunst der Helgoländer ihr meister Erwerb hängt. Frauen graben das Land um, und besorgen alle Feldarbeit; Kinder säubern Netze und Angeln, heften Köder an ꝛe. uUn⸗ ter tausend Einwohnern sind siebenzig Wittwen ertrunkener Männer*).— In einer solchen Umgebung fällt begreif—⸗ *) Camerer, Nachrichten von merkwürdigen Gegenden der Herzogth. Schleswig und Hollstein. II. 105.(Flensburg, 1762.) *) Camerer, I. Bd.(1758) No. 1 und 4. des G sund se im 17 solcher strand hur zue 3eh Elb 15. dber Rubaiten dulch si narten in Hlite chhe unal lbe scho Ne Uuter lus dem ui he E Dasa v 110 Elstrog derlasen ez berdienen; lisse ersor dnner im schen der sie beim sht nach t welden, achen von gen seiner nict ahne Hag unun⸗ spielen des Bewohner nner bege⸗ ischer und burg lau⸗ se dienen, n Elblauf me einge⸗ n Grund utrauens hängt. eldarbeit; K. Un⸗ Ttruntener t begre à Geherhl (Iunthug. lich alle Wahl der Beschäftigungen weg; aber selbst der spär— liche den Elementen abgerungene Erwerb hat seinen Reitz. Eine alte Wittwe, allein auf einer Insel wohnend, die ganz ihr gehörte, wurde von ihren Verwandten beredet, aufs feste Land zu ziehen. Aber sie konnte nicht gedeihen, fühlte sich bekpjommen, weil sie keine Wellen sah, und zog wieder auf ihren Warff hinaus*). Das Eindeichen sichert zwar nicht gänzlich vor der Wuth des Gewässers; doch vermag die Kunst viel. Große Fluthen sind seltener geworden, seitdem man die Deiche fester baute; im 17. Jahrhundert zählte man an der Elbmündung 36 solcher Ueberschwemmungen, wobei 1634 die Insel Nord— strand ganz verschlungen wurde, im achtzehnten Jahrhundert nur zwölfe, so wie auch die schädlichen Ueberströmungen der gan— zen Elbe im 16. Jahrhundert 45 mal, im 17. nur 27, im 18. aber 24 mäl eintraten*). Den Aufwand der Deich— arbeiten wird Niemand zu machen geneigt seyn, der nicht durch sie den ruhigen Genuß eines sicheren Eigenthums er—⸗ warten kann. Daher bedingten sich Ansiedler dieser Art selbst in Zeiten, wo sonst die Grundherrlichkeit sehr drückend war, eine unabhängige Lage, wie die Niederländer an der Nieder— elbe schon im 13. Jahrhundert, und neuerlich öfter; z. B. die Unternehmer, welche 1652 die Insel Nordstrand wieder aus dem Meere zu gewinnen anfiengen. Der Fleiß, den man auf die Entwässerung wenden muß(denn es dringt immer noch Wasser von unten herein, welches man bald in Gräben mit Wiesenstreifen zwischen den Feldern auffängt und durch Siebe ableitet, bald, wie in der Wilster'schen Marsch, durch Schöpf— *) Camerer, I. No. 3. *) Pötzschens Geschichte der großen Wasserfluthen des Elbstroms. Dresden 1784. 0 FS . — 76 räder mit Windflügeln, bald durch Pumpen oder Wasser⸗ schnecken, wie in Aegypten, entfernt), wird auch im land— wirthschaftlichen Gewerbe fortgesetzt, da er ganz zur Gewohn— heit geworden. Die Nähe des Wassers erleichtert den Ab— satz. Wenn das Feld gleichartig, und jedes Hauswesen sich ein großes Stück durch Besitznahme oder Verloosung(Ka— beln) erwirbt, so findet sich auch hier, wie auf dem höheren Sandboden(Geest) die Koppelwirthschaft beguem; Landbau bleibt vorherrschend, da er immerfort große Gewinnste giebt, man mag nun Pferdezucht und Molkenwirthschaft, in welcher der Fleiß die am meisten emyfehlende Reinlichkeit gebiert, oder den Anbau einträglicher Früchte, die der reiche Boden gestattet, wie Raps und Waitzen, zum Haupterwerbe wählen. Allmählich schreitet die Verkleinerung der Besitzungen fort, wie in Ostfrießland. Zu Gewerken ist schon darum keine Ermunterung, weil es an rohen Stoffen zur Verarbeitung fehlt. Holzmangel ist solchen Niederungsgegenden wesentlich. Ostfrießland hat auf 54 Quadratmeilen nur 878 Morgen Wald, Holland auch sehr wenig, und in Ungarn ist ein gro— ßer Theil des Landes ganz ohne Wald. Städte entstehen daher dort spärlicher, es müßte denn der Handel sie aus dem Boden hervorlocken, der in den Strommündungen und Kanälen große Erleichterung findet. Dann kann auch eine dem Gartenbaue ähnliche Behandlung des Landes Statt finden, die der bloße Absatz über See in andere Länder nicht zulassen würde, weil Getraide, bloß von Menschenhänden gebaut, mit anderem nicht Preis halten könnte. In heißen Laändern haben solche Niederungen oft eine überaus hohe Bevölkerung, wie Aegypten zu Psam— metichs Zeit gegen 11,000 Menschen auf der Geviertmeile in N in 0M Mi shl, Amas e den ind V des ka gasatte Lird gexässe ren, L hilter hͤham Wenig L huche, sandert getmaße in Ohin ftulhare Rhevend I Mei dugen: 9⁰ Rune V — Nost. y 13 von Hü er Visto in li Geuusy t den I6 wesen sh ung(. m höhamz Landhu inste gich, in welche it gehiett, he Boden eũwählen. gen fott, um keine arbeitung esentlich. Morgen ein gro: site denn in den g findet. handlung See in bloß von i8 halten hungen ot u Psan⸗ eiatmeit 77 im Nilthale und im Delta ernährte*); Bengalen, welches im Ganzen 5000 Menschen auf der Quadratmeile, hat in den besten Gegenden gewiß das doppelte, und das chinesische Mesopotamien. Hier nährt nämlich der Landbau mehr Men— schen, weil auf kleiner Fläche viel gewonnen wird, und das gemeinste Nährmittel viele Arbeit erfordert, die nicht, wie bei den Getraidearten Europats, großentheils durch Thiere und Werkzeuge erleichtert wird; die Zerstückelung des Lan— des kann und muß sehr groß seyn. Denn das heiße Klima gestattet zwei Getraideernten in einem Sommer. Der Reiß wird während seines Wachsthums verpflanzt und zweimal gewässert, wozu künstliche und mühsame Verrichtungen gehö—⸗ ren, Lehmdämme in den Feldern, Terrassen und Wasserbe— hälter an Abhängen, Paternosterwerke, um das Wasser in höhern Gräben zu heben ꝛc. Daher kann eine Familie nur wenig Land bestellen. Es scheint auch, daß man wenig Vieh brauche, weil der Schlamm, das Mischen der Erdarten, be— sonders das Kalken, und das Stoppelubrennen den Mist eini— germaßen entbehrlich machen, der Menschenkoth bekanntlich in China mit großer Sorgfalt benutzt wird*), und alle faulbaren Stoffe, selbst die abgeschornen Haare, dem Boden zugewendet werden). Man findet dort weder Wiesen und Weiden, noch künstlich angebaute Futtergewächse oder Brachen 1). *) b. Wiebeking, Einfluß der Baukunst auf das allge⸗ meine Wohl, J. Abth. 1816. **) Krünitz, 46 Art. Koth. *ν) Du Halde, II. 78 fg.— deutschen Uebersetzungen. Rost. 1748). +1) Staunton, Reise der engl. Gesandtschaft; ubersetzt von Hültner,‚ II. 437. 600.(Zürich, 1799.). 3. Verschiedene Luftbeschaffenheit. Die Hauptverschiedenheit des Klima, nach welcher Kör— per und Geist, Bedürfnisse und Beschäftigungen der Men-— schen sich richten, liegt in dem Grade von Wärme jedes Landes. Die Ursachen der Ungleichheit in der Vertheilung der Wärme, besonders der Abweichungen von dem Verhält— niß der geographischen Breite, sind noch nicht hinreichend erklätt; da man indeß angefängen hat, die Erfahrungen über die ganze Erde zusammenzustellen(Humboldts isother— mische Linien), so können die Gesetze nicht mehr lange ver— borgen bleiben. In einzelnen Gegenden ist die Verschieden— heit größtentheils aus dem Streichen der Gebürgszüge zu erklären, indem die nördlichen Abdachungen sehr kalt, die südlichen aber desto wärmer sind, und die naheliegenden Län—⸗ der ähnliche Beschaffenheit annehmen. Daher Polen's Rau⸗ heit gegen Ungarn, die Milde des Küstenstriches von Nizza bis Genua, die Schönheit Oberitaliens. Sonst ist Europa bei gleicher Breite das wärmste Land. Im Meridian von 120 bis 15 östlicher Länge streichen die Linien der gleichen Wärme am meisten nördlich; daher haben England, die Niederlande und Frankreich mehr Warme als Dänemark und Deutschland, und dagegen mehr Ungleich— heit der Jahreszeiten, heißere Sommer, langere und kürzere Tage, als die gleich warmen südlicheren Länder; z. B. Edin— burgh gegen Gttingen. Ebenso ist Amerika bei gleicher Breite kälter als die alte Welt; hat heißere Sommer als gleichwarme europaische Länder; daher die Güte des virgini— schen Tabacks. — I, dl nachen merfr Wachl lelschie in Ron Moden endet. doch di schen,! nuß ger Dungun sud abe vot den belden baucht in Slde suh, D H Baue Ichl vn en ifudet W 2 ium.* igne, P. eit. her Köt— er Men⸗ ne sedes dethellang Veghilt hinteichend ngen uber 5istther lange ve⸗ etschieden⸗ ezüge zu kalt, de uden Län⸗ es Rau⸗ von Min st Europn steeichen daher Warme Unaleich⸗ d kürhete B. Edih⸗ ei gleicher ammer db de nnl — 79 Das Maß der gesammten Wärme und ihre Vertheilung auf die einzelnen Jahreszeiten ist zunächst des Pflanzen⸗ wuchses willen höchst wichtig, weil dieser sich nach nichts so sehr richtet, als nach der Wärme*). Gegen Norden nimmt die Sonnenwärme viel langsamet ab, als die mittlere Temperatur; die strengeren Winter machen hauptsächlich den Unterschied. Daher können Som—-— merfrüchte noch ziemlich hoch im Norden gebaut werden, ihr Wachsthum ist in dem kürzeren Sommer schneller; der Un— terschied zwischen den Wärmegraden im April und Mai ist in Rom 6, in Drontheim 9, und man sieht im hohen Norden das Ausschlagen und Aufblühen in wenig Tagen voll— endet. Diese beschleunigte Thätigkeit der Pflanzen kann je— doch die längere Berührung mit Luft und Boden nicht er—⸗ setzen, die in wärmeren Ländern Statt findet. Der Ertrag muß geringer seyn, wofern man ihn nicht durch sehr starke Düngung und fleißige Bearbeitung erhöht. Alle Feldarbeiten sind aber in kürzere Zeit zusammengedrängt, weil sie nicht vor dem Mai begonnen und nach dem September fortgesetzt werden können, in denen das Wetter zu rauh ist. Man braucht zur Bearbeitung gleicher Fläche mehr Menschen, als im Süden, die aber sieben Monate hindurch unbeschäftiget sind. Dieß verringert den Gewinn des großen Landwirthes; der Bauer kann sich mit Nebenarbeiten helfen. Gleiche An— zahl von Landbauenden kann aber weniger Aecker bestellen, als in einem wärmeren Lande, sie muß mehr Wiesen, um den erforderlichen Viehstand den langen Winter durch zu nähren, und viel Weidegrund halten, sie findet bloß die ebenen, ) Humboldt, de distributione geographica planta- rum. Lutet. Par. 1847.— Annales de Chimie et de phy- ique, par Gay-Lussac et Arrage, V. 102 fg. 8⁰ trockenen Thalgründe zum Ackerbau geeignet, und sie wird sich nicht von der Brache im dritten Jahre oder einer noch schwacheren Nutzung des Landes los machen können. Auf diese Weise bleibt der Ertrag im Ganzen gering, und die Bevölkerung kann nicht fortschreiten. Hierin liegt ein mäch— tiges Hinderniß für die Zunahme der Gewerke, weil die Ar— beitstheilung erschwert wird; auch fehlt es an Erwerbstamm. Der Nordländer kann im Kunstfleiße mit anderen Ländern we—⸗ nig wetteifern, nur die rohen Stoffe, die er dem Boden abge— winnt, in den Welthandel bringen, um sich dagegen mancherlei dringenden Bedarf heimzuführen. Die Natur selbst hat ihm ein Maaß des Genusses gesteckt, an dem nur dann Viele Theil nehmen können, wenn man sich in dem Gebrauch ausländischer Waaren beschränkt, weil die Ausfuhr inländischer nicht erwei— tert werden kann. Z Schweden ist z. B. in dieser Lage. Der südliche Theil zwar, die Landschaften des ehemaligen Königreichs Goth⸗ land, reichen in ein mildes Klima herab, dem von Seeland, Jütland und England gleich; Roggen und Weitzen geben 8— 10 Körner, Hopfen und Taback gedeihen, Obst trägt viel ein). Am Melarsee dagegen(Stockholm, Upsal), unter dem 60. Breitengrad, erreicht die mittlere Jahreswärme nicht 4e, und erst in der Mitte des Junius tritt eine Wärme von 11 ein, bei der die Birke grünt. Umea(Westbotten), bei 634e Breite, hat nur ,70 mittlere Wämme. Bei diesen Umständen kann die schwache Bevölkerung nicht, wie Rune— berg glaubte*), Ursache des geringen Bodenertrages seyn, *) Abhandlungen der schwedisch. Akademie der Wissenschaften, XIX. 195. 200. „) Oekon. Abhandlungen der Tabellencommission. Abh. d. Akad. XXXII. 133 fg. onder Rme aban Wn 4500 4¹⁷ Valast ir Ay Bevͤlkt der 59 Nenge feißiget demm di 2—300 Böchs, Ner Ettta eckt w Ubliter: N. shnit fi l asz 10 Mii Iunnhe W Ult, ge Cule. Reungen woch Gg ) N. 1 8 20 liher i M. Woh d sse nit liner woh 1en. Juf Und die ein mach⸗ die Al⸗ erbstamm. udern wi⸗ oden abye mancherli st hat ihn Ziele Del Hländischer icht ertbei fsüdliche s Goth⸗ Seeland, hen geben tragt vie Upsal), reswärme eWärme thotten)/ li diesen e Rune⸗ ages sey, senschfin, son. W. 8 sondern sie ist nothwendige Folge der natürlichen Verhältnisse. Runeberg berechnete 1760 die Anzahl der erwachsenen Feld⸗ arbeiter beides Geschlechts auf 83 3, 00 oder 5 der ganzen Volksmenge. Nach Angaben von 1815 betrug die Volksmenge 2,46⁰, 0o03, und die Bauern mit Gesinde machten davon 1,417,oοο aus. Dieß ist ungefähr noch eben soviel nach dem Verluste Finlands, als vor diesem Runeberg angiebt, und die Anzahl der Feldarbeiter bestimmt sich aus der angegebenen Bevölkerung des Bauernstandes, durch Abziehen der Kinder, der Hausfrauen ꝛc. noch ungefähr eben so hoch. Dieselbe Menge von Menschen bringt auf dem kleineren Raume, bei fleißigerem Anbau, nicht mehr Getraide hervor, als sonst, denn die Getraideeinfuhr war noch in den neuesten Jahren 2— 300, ooo Tonnen, wie 1760; die freiwillige Frucht des Bodens, bleibt sich gleich. Nur im südlichen Theile konnte der Ertrag so erhöht werden, daß der Bedarf des Landes gedeckt wurde. Nach Runeberg kommen 10 erwachsonl⸗ Arbeiter und 16 geometrische Tonnen Acker-Land zu 4 magd. M.) auf ein Bauerngut(Hemman), wovon im Durch—⸗ schnitt jährlich nur die Hälfte besäet wird; Wiesen beiläufig soviel als Acker, und Weiden gleichfalls soviel. Dieß gäbe 192 Morgen für 10 Menschen. Im Winter ist Alles mit Linnenarbeiten beschäftigt. ö Im höchsten Norden hört der Feldbau auf, und Vieh⸗ zucht, oder an den Küsten auch Fischerei, tritt an seine Stelle. Er wird, selbst wo er noch möglich ist, des zu geringen Ertrages willen aufgegeben, wie in Island, wo noch Gegenden von dem vorigen Feldbau Namen haben und *) Nämlich 11,640 Tonnen auf die schwedische Geviertmeile, die S 2¾4 geogr. ist. Neuerlich wird die Tonne Saat-Land kleiner angegeben. Ans. d. Volksw. 6 ED‚.‚eeeeeEeEEE— 82 ein Gesetz über die Erndte besteht, obgleich jetzt bloß fremdes Getraide verzehrt wird. Der würdige Bischoff Arngrim Jonas deutet aber schon eine Veränderung des Klima an*), die neuerlich genauer erkannt wurde. Die Weidekoppeln wer— den in Island gedungt, mit Erdwällen eingehägt; wer nicht an der See wohnt, schickt doch Knechte hin, um zu sischen. Feuerung giebt der Torf, Baustämme aber das Treibholz*). Fische und Wollenwaaren tauschen vom Auslande den Be— darf ein. ö In den Getraideländern, die weiter hinab gen Mittag liegen, steigt der Ertrag des Bodens, wo eine doppelte Be— nutzung desselben, z. B. mit Stoppelfrüchten, leicht wird. Das mittlere Europa, wo Getraide die Hauptfrucht, die dem Lande nicht ohne viele Arbeit entlockt wird, wo Obst, Hopfen, Taback, Mais in dem längeren Sommer reichlich gedeihen, die Bevölkerung keine übergroße Höͤhe erreicht, der klei⸗ nove Bauer noch in gemächlicher Lage lebt, uner müdete Thätigkeit die Seele von Allem ist, hat einen sehr günstigen Zustand für körperliches und geistiges Wohl des Landmannes. Weingegenden, wo der Weinbauer nicht auch Getraidefeld besitzt, bringen auf gleicher Fläche mehr Werth hervor, aber die Vertheilung ist zwischen den dürftigen Häckern und den reichen Weinhandlern zu ungleich, weil im Norden der Alpen zu viele schlechte Jahre zwischen die guten fallen. Im Süden erschlafft der Körper in dem glühenden Strahl der Sonne; anhaltende Arbeit wird beschwerlicher. Dafür giebt die Erde auch auf kleiner Oberflache viel Er— zeugnisse, die mit geringerer Anstrengung gewonnen werden. *) Crimogaea s. fer. IIsland. Läbri III. Hamb. s. a. S. 32. *πτ) Ebd. 30. Iuch Hhaut! sordel fthe alls l fihe A ie M opa ni bestandi höhee, lleines nicht, I tlockner seltna, daß de Int Nunrheit die euste Misseeg ohhe gio Mchaten Rehungle suo ne L haschen n n V Wkernn uhen E Iberaus Hllmitt der Sult diser sl 5 sinde Arngrin ina an) ppeln wer⸗ wer nicht zu fschen. ibholz“), e den Bo⸗ gen Mittn oppelte B leicht wit ht, die den Ostschopfeh, ch gedeihe, t, der klin nnermüͤdete Rühsigen Landmannei Getraideftd eebor, abet in und dah der Npih 11 oschwerlih jche vieh 6ʃ men veah. Hamb s. —— 83 Auch ist der Lebensbedarf gering; die Früchte für den Tisch⸗ baut leicht jedes Hauswesen selbst, Kleider und Wohnung er— fordern wenig Fleiß, Holz braucht man sehr wenig, um die fehlenden Güter zu erwerben, kann man leicht den Ueberschuß eines oder des anderen Erzeugnisses verkaufen, und die ein— fache Lebensart, zum Theil in vereinzelten Wohnungen, kennt eine Menge von künstlichen Bedürfnissen des mittleren Eu— ropa nicht. Man lebt leicht, bequem, im Freien, ohne in beständiger Arbeit seyn zu müssen. Die Bevölkerung steigt höher, weil man leicht den Unterhalt erwirbt und nur ein kleines Stück Land dazu nöthig hat; Waldungen giebt es nicht, und dieß Raumersparniß macht mehr, als der Abgang trockner Strecken, wo Niemand wohnen kann, weil Wasser seltner, gesuchter, aber auch auf das fleißigste benutzt ist, so daß das Wässern eine wahre Kunst bildet. Unter den Gewerken der südlichen Länder nimmt die Verarbeitung der Seide nebst anderen Zweigen der Weberei die erste Stelle ein, des Stoffes willen, den man in großer Masse gewinnt, und vielleicht auch, weil die Arbeit sitzend, ohne große Anstrengung, verrichtet wird. Zu den härtesten Arbeiten ist es bequem, Sklaven zu haben, und die Vermö—⸗ gensungleichheit artet hier in größeren Druck aus; ohnehin sind die Bewohner zu träge, sich despotischer Gewalt zu wi— dersetzen und nach bürgerlicher Freiheit zu streben. Inländi—⸗ scher Verkehr ist wenig, hauptsächlich nur zwischen den Hand—⸗ werkern und Landwirthen. Auswärtiger Handel mit den rohen Erzeugnissen des Landes, die in anderen Gegenden überaus hoch geschätzt werden, z. B. würzige Stoffe zu Heilmitteln, zum Wohlgeruch giebt große Gewinnste, bei der Seltenheit großer Erwerbstämme, die ein Hauptmerkmal dieser südlichen Wirthschaft zu seyFn scheint. Leihvertrauen 84 muß schon wegen der schlechten Rechtsverfassung unbedentend seyn. Dahin deutet auch die Beobachtung vieler Reisender, daß im Orient die Handwerke mit sehr geringen Vorrichtun— gen getrieben werden, daß z. B. der Schmidt mit seinen Geräthen von Haus zu Haus geht, überall schnell eine Art Esse anlegt.— Dieser geringen Lebhaftigkeit des Verkehres entspricht die Staatswirthschaft, indem der größte Theil der Einkünfte aus dem Ertrage der vielen Krongüter besteht, und auch sonst von den einzelnen Landestheilen Abgaben in verschiedenen Arten von Stoffen erhoben werden). Jener Halbpacht des Mittelalters ist noch in Persien herrschend. Der Grundherr liefert Dänger und bestreitet die Kosten der Wässerung; von der Erndte wird erst die künftige Aussaat abgezogen, und dann erhält jener, nach den Umständen,, das gewöhnlichste, oder 4— des Restes). So ist dort von jeher die Lage des Bauernstandes ohne Grundeigen— thum; der scharffsinnige Chardin bemerkt sehr gut, daß Despotismus und Schlauheit im Betrügen immer verbunden seyen, so daß der Bauer sich sehr oft unter dem Vorwande einer Mißerndte Nachlaß zu verschaffen wisse und in ziem— licher Behaglichkeit leben könne. Wenn die Nordküste von Afrika, Syrien, Kleinasien, Persien ꝛc. ungefähr diese Gestaltung des Gewerbewesens zu haben scheinen, so muß in der heißen Zone, wo Pisang, Kakao, Zucker, Baumwolle und dergl., einen ungeheuern Ertrag geben, der Landbau aber so beschwerlich ist, daß die Begüterten, Sklaven zu erhalten streben, die Entfernung von der Wirthschaft des mittleren Europa noch größer, jeder der *) Von Persien erzählen dieß Herodot und Chardir (VI. 133). *) Chardin, VI. 125. Gesal darbiet so ekkt Manni un Hle Miah en Wrrichn iht mt senng Ruel aie Att de Dakehie ößte Del v Hiter besth en Mbgaben *), Iun zen hensheh die Kosin x Instie Mesz Umstinda, 11). f ue Gundeh schy ut, E mn wboden dem Muwnd nd in „ Klimst libewesens „o Pir u ugeheuen it, V N ffethumz vu er, oe r 1d Ehutdir PDD 7* 85 angeführten eigenthümlichen Züge noch greller werden; in Italien, Spanien, Griechenland und einigermaßen in Süd— frankreich zeigen sich die Uebergänge. Die Lombardei scheint schon alle Reitze des Südens zu besitzen, und doch zugleich an dem höchsten Aufschwung des europäischen Geistes noch Theil zu nehmen. Denkt man sich die Verschiedenheiten, welche aus der Gestalt des Landes entspringen, mit denen, welche das Klima darbietet, in allen möglichen Zusammensetzungen verbunden, so erkennt man schon hierin eine Quelle von fast unendlicher Mannichfaltigkeit in der Volkswirthschaft. 4. Weitere Entwickelung der Volkswirthschaft durch Lebendigkeit des Verkehres. Durch die verschiedene Naturbeschaffenheit der Länder wer⸗ den die Menschen nothwendig auf verschiedene Wege, sich zu nähren, geführt. So lange aber die einzelnen Gegenden ohne Berührung mit einander stehen, vielmehr alle Gewerbe nur auf einen kleinen Umkreis gerichtet sind, muß das ganze Wirthschaftswesen unvollkommen und kraftlos seyn. Niemand kann seinem Geschäfte beträchtliche Ausdehnung geben, weil es an Absatz fehlt; in dem kleinen Betriebe können keine Kunstmittel angewendet werden, denn sie würden sich nicht verlohnen; das Verfahren bleibt auf gleicher Stufe stehen, die Unmöglichkeit, von Erfindungen Gebrauch zu machen, lähmt den Eifer, sie zu machen. Alle Menschen leben so ärmlich oder so reichlich, als es die Natur ihnen vorgezeichnet hat; viele Kraft bleibt ohne Wirksamkeit, weil sie keinen Spielraum findet. Dieselbigen Bestandtheile können aber, unter geänderten Umständen, ein großes, blühendes Gewer—⸗ bewesen bilden, mit tausend Zweigen in einander verschlungen, eine Quelle der Wohlfahrt und mannichfacher Ausbildung. Die Nahrung, welche die Kräfte zu dieser hohen Thätigkeit geschickt erhält, ist der Er werbstamem. Durch ihn wird die wie Vac n, Mu Rulg n zung stamn caeg sich d augese er zu sast Wlfad shtac Heschf Wacche lichen man zhische aitet D liht en u il scithd daen H meiste fiiner uf dug Lͤͤnder yn Vage, schz Gigenden hy e Gebabe x ruß ds gulh hn. Memah g Rcben, wai ehmnen in ben sich nit Stufe stehn I nache hen leben f olgezeichnt l se kenen önnen abe, endes Gebel verschlugga. Jubibuc Diih I1 vch ihn d die Arbeit in den Stand gesetzt, viel Güter zu erzeugen, wie durch Düngung des Bodens die Saaten zu schönerem Wachsthum aufsprießen, und indem alle Arbeiter mehr wir— ken, so genießen sie auch mehr Früchte ihres Fleißes; dem Mangel an Erwerbstamm ist größtentheils die jetzige Läh⸗ mung der Gewerbe zuzuschreiben, die kein einzelnes Bestre— ben lösen kann, weil das Ganze zugleich in stärkere Bewe— gung treten müßte. Die beständige Erneuerung des Erwerb⸗ stammes, damit dieser in steter Bewegung befruchte und errege, wird durch den Absatz hervorgebracht. Je weiter sich dieser erstreckt, desto leichter erhält jeder kleine irgendwo angesammelte Gütervorrath eine werbende Anwendung, indem er zu dem Verkäufer gelangt; und Alle können kaufen, weil fast Alle auch etwas zu verkaufen haben. Der Absatz ver— vielfacht den Erwerbstamm in hohem Grade, treibt jeden schwachen Anfang leicht zum ausgedehnten, viele Menschen beschäftigenden Gewerbe auf. Will man erforschen, durch welche Umstände die Volkswirthschaft sich aus ihrer ursprüng⸗ lichen Einfachheit zu größerem Schwunge erhebt, so muß man nach den Ursachen fragen, aus denen sich der Absatz zwischen Gegenden, Ländern und Erdtheilen anknüpft und erweitert. ö Die äußeren Bedingungen, ohne die der Verkehr nicht entstehen kann, obgleich sie allein, ohne einen Anstoß, ihn nicht hervorbringen, sind: die früher betrachtete Ver⸗ schiedenheit der Länder und Gegenden, zufolge deren mannichfaltige Erzeugnisse gegen einander in den Tausch kommen; und leichte Waarenversendung. In dieser Hinsicht tragen schiff bare Gewässer am meisten bei, das Entstehen des Handels zu erleichtern, da sie keiner künstlichen Zurichtung bedürfen, und die Anwohner der 88———. Fischerei willen mit ihnen vertraut sind; aus den Nachen der Fischer sind die schwimmenden Häuser geworden, welche die Länder verbinden. Meeresküsten geben anfänglich, wo man sich nicht ins hohe Meer wagt, geringern Nutzen als Ströme, die an verschiedenartigen Gegenden vorbeifließen, und mit minderer Gefahr zu beschiffen sind. Bei den gerin— gen Versendekosten kann jedes Gewerbe belebt, erweitert werden, jede Eigenthümlichkeit sich besser entwickeln. Landfuhr ist kostbarer. Je schlechter und länger die Wege, desto weniger der kostbarsten Güter verlohnen die Versendung, und erst, wenn der Wohlstand ziemlich weit gediehen ist, können gute Landstraßen angelegt werden, wenn viele Arbeitskräfte zur Hand sind, und vom Weggelde, der Zehrung der Reisenden, dem Absatze und anderer Aufnahme der Länder Ersatz erwartet werden kann; früher giebt die Bequemlichkeit der Fürsten und der Heerzüge zu ihrer Er— richtung den Zweck. In schwach bevölkerten Ländern, z. B. Scandinavien, sind der Wege wenigere, weil Gebürge, Ge— wässer, Sümpfe, Urwälder, die Formen einer noch unbe— zwungenen Natur, desto häufiger den Zugang hindern. Große Gebürge, über die nur mit ungeheuerm Kraftaufwande, Straßen angelegt werden können, und mit großen umwegen, weil man so lange als möglich den Flußbetten folgen muß, sind daher Völkerscheiden. Durch die Karpathen wird Un— garn von dem Norden abgeschieden, so daß es ihm fast kei— nen Einfluß gestattet. Ohne die Alpen würde Triest für Süddeutschland seyn, was die Hansestädte für das nördliche. China und Rußland haben in der hohen Kobi ein großes Hinderniß des Verkehres.— Auch kleinere Gebürgszüge be— wirken eine, in gleichem Maßstabe geringere Sonderung. In den Steppen von Asien und Afrika, wo an Kunst— siaßen Brunne Hulse! Wofal Hamobe H nuh II Mit Mesen schehlich die Unsid sam mac Maney aunenwes⸗ Die gungen n fnnen vot Naulend, y schluchm sehht M Nschentt lir gicht sein, kohy auf um e Hulhihlt,. uf un g9 suz u M. 111 tüchimzy sch sbit 5 81 Lndon, em Mut den, valh dagih, Nuhen g vrbeisießh i den 9aw „erdeitg in. Alinger uj klohnen R6 miich wal den, wenn gelde, der Aufnahme giebt die ihrer Er⸗ , z. B. lege, Ge⸗ och unbe⸗ m. Große nufwande, Imwegen, gen muß, vird Un⸗ fast kei⸗ HRiest für nördliche. in großes gzůge h⸗ rung. an Kunst straßen nicht zu denken ist, sondern höchstens gemauerte Brunnen, Häuser zum Uebernachten ꝛc. den Reisenden zu Hülfe kommen, würden die Versendekosten übermäßig werden, wofern nicht der Gebrauch der Kameele und die einfache Lebensweise der Menschen den Aufwand wieder verminderten. Hier muß man in Zügen reisen, der Gefahren von Menschen und Naturzufällen willen. Dieß Karavanenwesen macht Messen nothwendig. Die europäischen Messen sind wahr—⸗ scheinlich auch auf diese Weise entstanden, weil wenigstens die Unsicherheit der Straßen das Reisen in Gesellschaft rath⸗ sam machte. Bei der Messe in Makariew(seit 1817 in Nischney-Nowgorod) findet sich das morgenländische Kara⸗ vanenwesen vollkommen. Die Ereignisse, welche den, durch diese Vorbedin gungen möglich gewordenen Verkehr wirklich hervorrufen, können von sehr mannichfaltiger Art seyn; oft sind sie unbe— deutend, verlieren sich in sehr früher Zeit und haben nur den schwachen Anfang des Handels begründet, der dann aus sich selbst Nahrung und Fortgang gewann. Ein verschlagener Fischerkahn bringt zwei Küsten in Berührung; ein Abentheu⸗ rer zieht stromauf- oder abwärts, bringt fremde Waaren heim, knüpft Tausche an; Andere machen es nach; es wird auf dem Schiffe der Handel geschlossen, indem sich Jeder auswählt, und seine Erzeugnisse dafür giebt, wie noch jetzt auf dem Ohio schwimmende Kramläden von einer Niederlas⸗ sung zu der anderen kommen, mit dem Horne die Pflanzer herbeirufen und Mehl, Tabak, Wildhäute, Baumwolle zu⸗ rückbringen). Wenn auf diese Weise ein nach der Länge sich fort erstreckender Verkehr zu Stande kommt, so bewirkt *) Suteliff, Travels in some Parts of North- Am. London, 1847. Monthly Keview 1817, IX. * * ö * ——————— — 9⁰ dagegen das Zusammenströmen vieler Menschen nach einem Orte, daß die Umgegend von allen Seiten daselbst ihren Markt findet und so die Handelsverbindung zwischen Stadt und Land entsteht. Eine Hochkirche, ein stehendes Lager, ein Ritter- oder Fürstensitz, eine Schule, ein Wall— fahrtsort, wo man sich regelmäßig trifft, beredet, bietet alle Bequemlichkeit des Absatzes und Einkaufes, bevölkert sich mit Handwerkern und Kaufleuten. Aehnliches zeigt sich, wenn sich aus kleinen Besitzungen ein größerer Staat bildet, und die kräftige Handhabung der höchsten Gewalt einen in— nigen Verband der Menschen gründet. Der gemeinschaftliche Schutz durch Staatsanstalten, die leichte und sichere Rechts-— verfolgung, das Zusammendrängen nach dem Sitze der Regie— rung, zu welchem allmählich gute Straßen angelegt werden, und wiederum die Reisen der Oberen nach den einzelnen Theilen des Landes, alle diese Umstände führen die Menschen aus ihrer Vereinzelung in ein reges, großes Gewerbsleben, welches, je mehr es durch die Gränzen des Staates zusam-⸗ mengehalten wird, desto mehr diesem Festigkeit und Selbst— ständigkeit giebt, aber auch desto einseitiger und unvollkom-⸗ mener bleibt. Beim Hinzukommen des äußeren Handels, der wichtiger scheint, weil er größere Masse auf einer Stelle versammelt, ist doch immer noch ein sehr vielseitiger Verkehr mit den nöthigsten, gewöhnlichsten Lebensbedürfnissen zwischen den Bürgern jedes Staates zu erkennen, der besonders dann beleuchtet wird, wenn eine Zerreißung des Staates ihn zum Theil unterbricht, wenn z. B. die Getraide- von den Ge— werksgegenden getrennt werden, wie Sachsen 1815, Däne— mark von Norwegen, welches wenigstens nicht genug Ge— traide hat, obgleich auch wenige Gewerke. Solche Wunden vernarben nur langsam. Hechl nsse p U Im M. sen sucht Zunchm onderen Krast 1 der hoh Stantea sten Gl teren, so Wud duftit. tiner E En klichsamt Balchun im Etll ur Blit Lafft der lhag. imaun iir gu g nien) MWMaun Mussasc hiltniß Ulegier Wenstn Oeiten dah ung zvstz ein sthaiz e, ein Nu t, bietet i. Mert schu scch, un taat bilh alt einen i neinschaftitz here Rochtz e der Nagi Igt werdeh, neinzelna Nenschen verbsleben, tes zusam⸗ ind Selbb unpollkon Handelz iner Stelle er Verkehr en zwischen nders dann s ihn zun on den G 16, Dit genug G che Wun — 91 Auswärtige Verbindungen entspringen nicht selten aus Heerzügen(z. B. die Kreutzzüge), Reisen, Staatenverhält— nissen. Besonders häufig aber werden sie angeknüpft zu— folge des Einflusses, den ein reicheres und betrieb— sames Volk auf ein unentwickeltes äußert, indem es bei ihm Absatz seiner Kunstwaaren und Einkauf von rohen Stof— fen sucht. Während der angehäufte Erwerbstamm stets im Zunehmen ist, die Gewerbe von einer Stufe der Kunst zur anderen steigen, leiden die einfachen Beschäftigungen, in denen Kraft und Sinn des Volkes am meisten Nahrung findet; der hohe Lohn, die gesteigerten Bedürfnisse, der ungeheure Staatsaufwand machen es unmöglich, in vielen der wichtig— sten Güter den Mitbewerb jugendlicher Staaten von leich⸗ teren, ungezwungenen Wirthschaftsverhältnissen auszuhalten; so wird der Grund geschwächt, während der Gipfel höher aufsteigt. Es scheint die Natur, die Nachtheile des an einer Stelle ohne Ende wachsenden Reichthums erkennend, die Einrichtung getroffen zu haben, daß jener, durch die Be— triebsamkeit selbst, anderen Völkern zuerst Erweckung, dann Belebung aller Gewerbe gebe, bis sie aus der untergeordne— ten Stellung heraustreten und mit frischen Kräften sich zu der Blüthe des Wohlstandes aufschwingen können, die im Laufe der Zeiten auch von ihnen wieder an andere Völker übergeht. Für die Zwecke, die das reichere Volk bei dem ärmeren zu erreichen sucht, hat man oft Zwang anzuwenden für gut gehalten, indem man Niederlassungen(Co lo- nien) gründete, welche einen erganzenden Theil für das Nahrungswesen des Mutterlandes bilden sollten, wie die Aussenschläge der Koppelwirthschaft das traurige Mißver⸗ hältniß, Länder wie Landgüter mehr zu bewirthschaften als zu regieren, trägt den Keim des Verderbens in sich, dient aber doch, wenn man auf das Ganze sieht, Bildung zu ver— pflanzen. Die Bestimmung eines solchen Ergänztheiles ist, erstens, die Coloniewaaren, die zum Bedürfnisse des verzärtel— ten Europa geworden sind, dem Mutterland umsonst(wenn die Pflanzungen ihm oder seinen Bewohnern eigenthümlich gehören) oder wohlfeil zuzuführen, sowohl für den eigenen Bedarf, als für den Welthandel. Was den Colonien müh—⸗ los abgewonnen wird, muß erschlaffend auf das Mutterland wirken. Zweitens, den Kunstwaaren des Mutterlandes größe— ren Absatz zu geben. Durch diesen Tausch wird wenigstens in dem letzteren Thätigkeit genährt, und die Pflanzländer pflegen wegen des heißen Klimas, des Mangels an Arbei— tern, an Erwerbstamm und Kunstgeschick keine Gewerke zu haben. Aber die Versorgung mit Kunstwaaren dürfte nicht erzwungen, nicht dem Mutterland allein gestattet seyn. Spa— nien suchte diesen Gewinn zu erreichen, ohne nur eigene Ge— werke zu besitzen, so wie es auch seinen Pflanzländern den Anbau von Wein, Tabak und verschiedenen anderen Stoffen sehr beschränkte. Dafür ist aber auch kein Volk durch die überseeischen Besitzungen so sehr der eigenen Anstrengung ent— wöhnt und geschwächt worden, und die jetzige Noth wird vielleicht eher den Staat verderben, als zum Fleiße zurück— bringen. Je freier die Pflanzländer gehalten werden, desto länger sichert man sich nicht nur ihren Besitz, sondern desto weniger untergraben sie auch den Erwerbfleiß des Mutterlan— des, die einzige unversiegbare Quelle des Wohlstandes. Die losgerissenen Pflanzländer befinden sich in demselben jugendlichen Zustande, wie andere, erst in den Verkehr tretende Acker— baustaaten, einen reichen Markt bietet ihnen Europa dar, und sie können aus diesem alle Befördermittel der Gewerbe leicht ziehen, da es ihren Pflanzern an Einsicht und Vermö⸗ gen nit Freih Ibernuß hahe d lur inn härtig De olkethü sam gesa Ie einfor gend, u dürfrise Steldein faglh d Stubt un Bdten, Die dunde la luude hef ksach, e Guße Re Gundher shen Ven nht vil Ifilg, velched z dder der ander R 93 ö u gen nicht sehlt. Wofern nur die Verfassung ihnen Ruhe und 5 Freiheit Mut, so müssen sie die ersten hundert Jahre in einer san überaus günstigen Lage seyn. amhn Die den berührten Anlässen, d ehm welche den Verkehr beleben, ist darin zu 8 daß entweder mm nur innerer Verkehr— Landestheile, oder auch aus— mn wärtiger Abs atz Statt findet. udes güht Der bloße Verkehr im Inneren giebt eine eigene 1 volksthümliche Entwickelung der Gewerbe, welche ziemlich lang—⸗ Pemmshtde sam geschehen kann, und um so unvollkommener bleiben wird, 3n Mbit je einförmiger das Land ist. Besonders in einer ebenen Ge— Vewetke gend, wo wenige Arten von Erzeugnissen sind und wenige Be⸗ Urste nitt dürfnisse angeregt werden. Das Nothwendige wird an jeder pn. Er Stelle ungefähr gleich gut gewonnen und bereitet, und gründet agene G6 folglich die aller Orten gleich bleibende Verbindung zwischen Wüen den Städt und Land; künstlichere Gewerke entstehen in einzelnen u Cuffen Städten, und versorgen das Land. ö rin Dieses Verhältniß, welches nicht wohl in einem großen ö naung ent. Lande lange ohne Störung durch Berührungen mit dem Aus⸗ Hoth wird lande bestehen kann, begründet ein Stilleben des Volkes, sicher, be zurück einfach, ohne viel Regung und Schwung, unveränderlich. den, dest Große Reichthümer können nicht erworben, nur etwa von dern desto Grundherren besessen werden, es fehlt also die von dem beweg— utterlan⸗ lichen Vermögen ausgehende Lebhaftigkeit. Der Staat findet del. Die nicht viele Hülfsmittel zu seiner Verfügung, wird ohne große Herdiihe Anstalten, ohne kriegerische Stärke seyn. Das wenige Geld, ude Aerd welches der schwache Handel erfordert, liefert der Gränzverkehr, Wopn uu, oder der kurze Aufenthalt Reisender, oder der Absatz eines oder Gwat des anderen Erzeugnisses.* n Vumb In einem hügelichen Lande findet sich schon mehr Verschier DS.— 9⁴ denheit der Stoffe und Gelegenheiten, daher kommen dort mancherlei Gewerke leichter auf. Sind vollends ebene, hüge— liche und gebürgige Gegenden von einer Staatsgränze um— schlungen, so kann der sich immer mehr belebende innere Zusammenhang schon blühenden Wohlstand begründen. Gute Straßen, wenigstens zu Lande, entstehen, sobald man das Bedürfniß fühlt; und Wasserverbindungen werden, wenn die Lage sie gestattet, um so leichter hergestellt, je größer die Landstriche sind, welche durch sie in Verbindung treten; in einem Reiche von 70,000 Geviertmeilen ist auch ein Canal von 120 Meilen Länge möglich.(Kaisercanal in China). Jede Gegend braucht füͤr ihre eigenthümlichen Erzeugnisse Absatz, für ihre Bedürfnisse Einkauf, der angesammelte Er— werbstamm vermittelt beide. Getraidegegenden werden blü— hend in der Nähe von solchen, die viele Gewerke haben, oder von Gebürgen; eine bequem liegende Stadt wird der Markt, auf dem sich Alle versorgen. So versorgt die gol⸗ dene Aue zum Theile den Harz, der Pleißegrund das Erz— gebürge; der thüringer Wald hat rings um sich fruchtbare, wohl angebaute Auen; die Wetterau sendet nach dem Wester— walde, der Hellweg in das märkische Gebürge, Baiern und Schwaben nach den Alpen. Getraidemärkte für diese Gegen— den sind und andere, Nordhausen;(wo der Getraidebau auch von der Brandtweinbrennerei, welche Absatz und Mast giebt, ernährt wird, wie im Elsaß); Altenburg; Naumburg, Arnstadt, Erfurt; im Hellwege Dortmund, Unna, Schwirte; Kempten, Lindau. Wo Getraide weniger Abnehmer findet, kann der Flachsbau aufkommen. Wo einmal Gewerke, von den Umständen begünstiget, sich erhoben haben, da siedeln sich leicht neue neben ihnen an. In fruchtbaren Strecken können viele kleine Landstadte und Flecken durch Bierbrauen, Blahdt wohha 2 Enthick Emole! N sh Gburge. Hönnen. Stodt cher und Im gb so wie Schtitte Hasiz fil Hange ul hand, de Gundd ft cher lte teind w Gundsa e Rüch Giheg Woslhätg sung, der Lu Re Hurg. N ud e man dit u besteu nal ang Rlan. ommen it bene, hie egränze un ende imnn den. En da man z „wenn I egrdͤßer i treten; h Dein Ciml in Chinn). Ergengniss mmelte E verden baa Ike haben, wird der tdie gol⸗ das Eiz⸗ fruchtbare, em Westit⸗ aiern und se Gegen- etraidebau und Mast Numburg, Schwirte; ner findet, verke, voh da siedeln en Steckn Bierbraleh, ——————— 95 Brandtweinbrennen, Hopfenbau, Webereien und dergleichen wohlhabend werden. Die verschiedenen Theile des Landes können nicht gleiche Entwickelung der Gewerbe erhalten. In der Nahe der Städte oder der Straßen wird der Landbau viel vollkomme—-⸗ ner seyn, als in entlegenen Gegenden, zwischen Wald und Gebürge, wo große fruchtbare Strecken menschenleer seyn können. Der Kreis der blühenden Landwirthschaft um jede Stadt her hat einen um so größeren Halbmesser, je volkrei— cher und wohlhabender diese, und je besser die Straßen sind. Im größeren Theile des Landes wird der Anbau des Bodens, so wie der große Theil der Gewerke, nicht in schnellem Schritte sich vervollkommnen, da der Absatz eine gewisse, oft lästig fühlbare, Beschränktheit hat. Alte Formen können sich lange unverändert erhalten, z. B. der gutsherrliche Ver— band, dessen Fortdauer in dem schwachen Geldverkehre ihren Grund findet. In den bevölkerteren Gegenden muß er sich eher lösen, und dieß Beispiel kann endlich allgemein ermun⸗ ternd wirken. Sparen und Schonen ist der herrschende Grundsatz, weil man von größerem Aufwande nicht die vol— len Früchte erndten könnte, sondern Alles in einer festen Gränze gehalten wird. Daher fühlen sich die Handwerke wohlthätig gesichert in einer streng geschlossenen Zunftverfa s⸗ sung, deren übermäßiger Zwang noch wenig empfunden wir d. Auch die Regierung ist mit Hülfsmitteln nicht reichlich ver— sorgt. Am meisten bieten ihr die Staatsländereien; da diese und die Hoheitsrechte doch nicht zureichen können, so wird man die städtischen und ländlichen Gewerbe ungefähr gleich zu besteuern streben, und die Nothwendigkeit fühlen, die ein⸗ mal angeordneten mäßigen Steuersätze unverändert beizube, halten. Grundsteuern und Aufschläge vom Verbrauche in den 96 Städten werden am passendsten befunden; ein einfaches Steu⸗ erwesen wird durch die Beengtheit des Gewerbewesens, durch die Unmöglichkeit, überall gleichen Gewinn zu machen und auf gleich ausgedehnten Absatz zu rechnen, verhindert. Jeder Landestheil bleibt nothwendig um so weiter in der Entwicklung der Gewerbe zurück, je mehr er von dem Verkehre mit den anderen ausgeschlossen ist. Solche drük⸗ kende Fesseln haben sich oft sehr länge in den Staaten er— halten, die aus mehreren kleinen sich vergrößerten, wie in Frankreich, Spanien. Deutschlands viele Staaten, die zum Theile zu klein sind, um eine selbstständige Volkswirthschaft zu gewinnen, und auf auswärtige Verbindungen weniger rechnen können, bedürfen daher dringend einer Erleichterung ihres Verkehres, die alle Nahrungswege des Landes stärken und erweitern würde. Wie in einem solchen Zustande, wo keine beträchtliche Berührung mit dem Auslande Statt findet, alle Verhältnisse sich gegenseitig bestimmen und festsetzen, und besonders die Anzahl von Menschen in den verschiedenen Gewerben unter gleichen Umständen genau begränzt seyn muß, dieß läßt sich durch eine mathematische Darstellung zeigen, die natürlich bloß verdeutlichen und abkürzen, nie zur wirklichen Berech—⸗ nung gebraucht werden kann. ö Es heiße die Anzahl der Landbauenden z. B. auf einer Geviertmeile L, der Gewerktreibenden und Handelnden&, der Uebrigen 2. Der Bedarf eines Landbauenden an rohen Boden⸗ erzeugnissen zur eigenen, nicht werbenden Verzehrung, N. Der Gewerksmann verbräuche etwas mehr solcher Lebensmit— tel, der Zehrer noch mehr, welches durch an, aln bezeichnet werden kann. Ebenso der Bedarf dieser drei Classen an Gewerkswaaren wW, bwW, bw. Dann ist der ganze Bedarf XI lingere der He Deh it anhhen Iw +— Abeitel Melagsg Enkomm Einkomn zu geben betrachtet Mrcchhun ind Hülf men. Vi nach der 50/ lalh ⸗ Iu. Die uu js Ullengen, aso. da Her I,. Vol niuttt. ewesens N u muda hinder 0 Raln r e 2I N Celhe v n Erun herten, 201 aten, zolterithtt ingen ra Erleit an * Landes sih ne bettta le Leui besemet x ewerbet dieß Liit i die nxi lichen Zun B. aus ar Anden G/V tohen Bun % Hn Hasa u anje Das 77 en Lebensmitteln(die rohen Stoffe zur Verarbeitung nicht eingerechnet) = Ln— Gan + Za'n der Bedarf an Gewerkswaaren, LwW +E Gbw4w +Æ Ibw; Dieß ist nun das Erzeugniß aller Gewerksleute: auf jeden einzelnen unter ihnen kommt: LwW + Gbw +E Ibr W(L+ Gb + 7b“/) 6 6 Arbeitslohn und Unternehmegewinn, nebst einem Theile des Verlagsgewinnes, gewahren dem Gewerksmann sein reines Einkommen. Der Werth seiner Erzeugnisse, oder sein rohes Einkommen muß aber um soviel größer seyn, als er Andern zu geben hat. Wenn man die beiden gesammten Volksklassen betrachtet, so sind nur jene Ausgaben des Gewerksmannes in Anrechnung zu bringen, welche für verbrauchte Verwandlungs⸗ und Hülfsstoffe an die Unternehmer von Erdarbeitern kom— men. Von 100 Thlrn., die der Handwerker löset, bleiben, nach der Verschiedenheit der Gewerbszweige, bald 50, bald 80, bald nur 40 oder 30 Thlr. in der Classe der Gewerktreiben⸗ den. Dieser Theil des Erzeugnisses sei im Durchschnitt—— E so muß jeder Gewerksmann eine Summe von Gütern her— vorbringen, welche seinem e fachen Bedarf gleich kommen, also bw. e. Setzen wir beide nun erhaltene Ausdrücke für das Hervorbringniß eines Gewerksmannes gleich, so ist W(L+E Gb +E Ib.) 6 b‚et 5e— L* Gb 23— Vb/ 6 Ans. d. Volksn.. 7 Daraus läßt sich finden: L+ 2b“ (Ee— b Demnach ist immer die Menschenzahl der Gewerksclasse durch 5 Größen bedingt. Wäre z. B. L E 1000, E 10oo, 5— 2, 5?— 4, 2, so ergäbe sich 6— 200, die ganze Volkomsenge L +E 6 +E 7 E 1800, worunter man sich Köpfe denken muß. Wegen der nicht im Gewerbe arbei— tenden Weiber und Kinder kommt daher auf jeden Hausva— ter ungefähr das dreifache Erzeugniß zu verfertigen. — Die Anzahl der Erdarbeiter, welche in einem gewissen Zeitpunkte mit der Hervorbringung von rohen Stoffen be— schäftiget seyn können, ist weniger bestimmt, weil der Bauer auf einem größeren oder kleineren Raume wirthschaften, mit mehr oder weniger Absatz bestehen kann, da er in Ansehung der Lebensmittel mindestens gesichert ist. Jene fünf Größen sind aber sehr veränderlich. Beim Fortgange des Kunstfleißes wird im Ganzen é kleiner, der Antheil der Gewerktreibenden an ihrem Erzeugniß größer; 2 vermehrt sich gegen L, und b“ steigt, mit der allgemeinen Ver— mehrung des Vermögens, zufolge des Luxus sehr beträchtlich. In einem Volke können 100 Jahre nach der obigen Bestim— mung dieser Größen die Sätze so anders geworden seyn, daß für gleichen Werth von L nun wohl— 150, b“ 8, e E 2, b& z3 angenommen werden, welches&— 1466, und die ganze Volksmenge— 2616 giebt. Die Landbauenden könnten, wenigstens anfangs, wo die Gewerke noch wenig entwickelt sind, mehr Menschen mit Le— bensmitteln versehen, als sich wegen der Beschränktheit des Absatzes von Kunstwaaren nähren können. det G. Ind e s dber ulttkii uf habe die Besi Du gebak— licht ger aume Hät Füchte blingen, 0Yslr di Nud unt H6s dund die benachb Resammelt Rerstand, s uf sth bins gioßer lie Me an hd apdem Hude, vi ubharsh Warca 1.„ lurch dir Mberhggg suge Halte Essase un +m 7d/ vorunter my ewerhe arlt den Hauddz jen. nem gewissa Stossen be der Mun haften, mi n Anschum ich. Beim klener, der gröͤßerz L meinen Ver beträͤchtlich, jen Bestim⸗ n seyn, dij „— 6—1466 ngs, wo N schen mit x lankehet d 99 Anders wirkt der aus wärtige Absatz, welcher mit der Geschlossenheit das Gleichgewicht aller Gewerbe aufhebt, und einigen ein unbegränztes Feld zur Erweiterung öffnet. Bei ihm ist die Hauptverschiedenheit, ob er in rohen Stof— fen oder in Gewerkswaaren des Landes besteht, oder sich auf vielerlei in- und ausländische Güter erstrecken läßt, und hier⸗ auf haben sowohl die Verhältnisse des eigenen Landes, als die Beziehungen zu anderen Ländern bestimmenden Einfluß. Den ersten Anstoß giebt der auswärtige Begehr. Sind gewerk- und handeltreibende Völker in der Nähe, welche nicht genug Lebensmittel selbst erzeugen, oder kalte, boden— arme Länder, so werden sie dem getraidebauenden Lande Früchte abkaufen und dadurch dessen Landwirthschaft empor— bringen, um so mehr, je fruchtbarer dasselbe und günstiger es für die Abfuhr liegt. Beispiele: die südlichen Küsten der Nord- und Ostsee, und der Barbarei. Ist dagegen ein sol— ches Land in seinem Gewerbewesen weiter gekommen, als die benachbarten, hat es schon beträchtlich viel Erwerbstamm gesammelt, Künste ausgebildet, besitzt es einen freien Bür— gerstand, so wird es auch bei eigener Fruchtbarkeit doch mehr auf Absatz von Gewerkswaaren bedacht seyn. Im Inneren eines großen Landes ist nur dieses zu wählen; dagegen giebt die Lage an Gewässern, verbunden mit Vorrath von Holz und andern Bedürfnissen, eine natürliche Richtung auf den Handel, welche, wenn dieser sehr günstige Gelegenheit findet, so vorherrschend werden kann, daß die eigene Hervorbringung vernachlässigt wird. 1. Absatz von Lebensmitteln. In Ländern. durch die ein starker Handelszug geht, wo mehrere Straßen, Niederlagen ꝛc. aufkommen, kann sich Getraideausfuhr nicht lange halten; es bildet sich bald städtisches Wesen und eigene 100 Theilnahme am Gewerks⸗ und Handelsfleiß. Die eigentlichen Getraidegegenden sind oft Nebenländer, von einfacher, unent— wickelter Volkswirthschaft, die nur für diesen Zweck, etwa wie Pflanzländer, behandelt werden: Sicilien, Aegypten bei den alten Römern. Athen hielt zur Zeit des Perikles Eu— böa in Zinsbarkeit, doch bezog es das meiste Getraide vom schwarzen Meere. Die allgemeine Folge dieses Zustandes ist das Bestreben, das Hervorbringniß an rohen Stoffen immerfort zu erwei— tern, um von der Möglichkeit des ausgedehnten Absatzes Ge— brauch zu machen. Liegt das abnehmende Land in der Nähe, so daß der Landmann dessen Markt selbst besuchen könnte, oder wenigstens viele ausländische Käufer herbeikommen und die Frachtkosten wenig betragen, so erfolgt ungefähr dasselbe, was wir oben bei dem Verkehre verschiedener, sich mit ihren Erzeugnissen ergänzender Landestheile fanden. Auch können dann schon mehrere Erzeugnisse mit Nutzen abgesetzt werden, die sich zu weiter Verführung gar nicht eignen, namentlich Molkenwaaren. Die große Verschiedenheit zwischen mecklen— burgischer und holsteinischer Landwirthschaft beruht hauptsäch— lich darauf, daß Holstein in Hamburg, Altona und Lübeck 160, oo städtische Zehrer in der Nähe hat, durch welche die Viehzucht einen hohen Ertrag abwirft, während Mecklenburg seine meisten Ueberflüsse in Wismar und Rostock einschiffen muß. Ist dagegen das getraidebedürfende Land entfernter, so müssen Kaufleute in die Mitte treten, um den Aufkauf und die Versendung zu besorgen, und dieß Geschäft kommt, der erforderlichen starken Auslagen willen, da man einen klei— nen Vorrath nicht mit Nutzen versenden kann, in die Hände weniger Großhändler. Der Landmann findet kein so drin—⸗ gendes Bedürfniß, von ihm abzukaufen, als wenn er für linen keine Rn lblele m die 1 döe den Dor au, G Mblit! velgröße viel get mehe ne herten auch hel wall kein gen Sttt Stufe ste Mrufen. Hälte fe Bauem, lch behel Hachlg, diufg. U 1 Hhe. N Rahe i, Senbef Muren lbendet; eahensthz sher, unn weck„tth Legppten) Derikles Gi etrade un Besiichn t zu erne Absaßes 6 der Rih, chen kömmt, ommen un ihr dasseh, mit ihin luch können ht werden, namentlich en meckler haurtsah Ind Abeck welche die ecklenburg einschiffn entferntet, u Austau st komm, einen ku die Hiltt in so did em er ft 101 einen starken inländischen Verbrauch arbeitet; er hat daher keine Gewalt, die Preise so zu setzen, wie es seinen Ver— hältnissen entspricht, sondern er muß sie bloß von dem Mit— bewerbe der Kaufleute annehmen. Diese suchen durchaus um die niedrigsten Preise einzukaufen, weil sie Gewinn machen und doch auf dem fremden Markte noch durch Wohlfeilheit den Vorzug davon tragen wollen. Alles kommt also darauf an, Getraide so wohlfeil als möglich hervorzubringen. Viel Arbeit darf nicht dazu angewendet werden, weil sie die Kosten vergrößert. Von einer kleinen Grundfläche durch großen Fleiß viel gewinnen zu wollen, wäre hier ganz unzweckmäßig, viel⸗ mehr neigt sich Alles zu großen Besitzungen. Große Grund— herren verderben den Bauern die Preise, wenn diese nicht auch beträchtliche Ländereien haben. Die Bevölkerung bleibt, weil keine Verkleinerung der Güter, keine neuen Ansiedelun— gen Statt finden können, nothwendig auf einer niedrigen Stufe stehen, bis andere Umstände vielen Gewerksfleiß her— vorrufen. Der gutsherrliche Verband kann hier in ziemlicher Härte fortbestehen, sofern neben den Gutsherren nur kleine Bauern, Köthner, Häusler ꝛc. vorhanden sind, die sich kärg— lich behelfen müssen, und lieber mit Arbeit als mit Geld bezahlen. Für mittlere Bauern sind die Umstände nicht günstig. Große können in Wohlstand leben und einer Anzahl von Städtern, die für ihre Bedürfnisse arbeiten, Nahrung geben. Wo aber die Scheidung der verschiedenen Stände größer ist, und dem reichen Gutsadel nur arme Bauern ge— genüberstehen, da findet ein starker Luxus in ausländischen Waaren Statt, der dem Inlande keinen Erwerbstamm zu— wendet; z. B. Polen. Bei einer besseren Vertheilung verschafft sich der begüterte Bauer weisere Genüsse, dauerhafteren Schmuck, gute Kleider; Pferde statt der Ochsen zu führen, 102 ist Ehrensache; eine Art von Majorats- oder Minorats- Ein⸗ richtung kommt nicht selten hinzu, um den Wohlstand in wenigen Händen beisammen zu erhalten. In dieser behag— lichen Lage hängt der Bauer am festesten an altem Herkom— men, Tracht der Väter ꝛc., und es fehlt mehr an Flecken, in denen Dorf- und Stadtsitte sich vermischen. Für die aus⸗ gehenden rohen Stoffe, Getraide, Vieh, Malz, Unschlitt, Wolle, Flachs, Hanf, Leinsaamen ꝛc. werden vielerlei Ge— genstände des Lebensgenusses eingeführt, auch Geld ist will— kommen, weil der Landmann es gerne in großen Summen bei sich liegen hat. Der Landbau wird mit Wetteifer getrieben. Die gro— ßen Güter lohnen es, sehr einsichtsvolle Verwalter aufzu— stellen, und der große Bauer selbst sindet mehr Aufforderung und Gelegenheit, sich mit Verbesserungen zu beschäftigen, auch bilden sich leicht Vereine zur Vervollkommnung des Ge— werbes. Urbärmachung öder Landstriche kommt dagegen wenig vor, da die Begüterten schon Land genug, die Aermeren nicht den dazu erforderlichen Erwerbstamm besitzen; ausgenommen, wenn der ausländische Absatz erst seit kurzem im Gange ist, wie die Umgegend von Odessa seit dem reichen Absatze von 1817 im Anbau rasche Fortschritte macht. Für die Gewerke pflegen diese Umstände nicht günstig zu seyn. Es fehlt in einem weiten Getraidelande an mannich— faltigen rohen Stoffen, so wie an Sinn und Eifer für die Gewerkskunst und eben sowohl an Geschicklichkeit, als an Bestreben, sie zu erwerben. Nur die gemeinen Handwerke, für die einfachsten Bedürfnisse arbeitend, finden einen so gro— ßen als vortheilhaften Absatz; die verhältnißmäßige Schwäche des höheren Bürgerstandes bewirkt, daß feinere Kunstwaaren nicht in großen Massen begehrt werden, die man daher wohl— sliler genrih Hri Eab m ih Hie die er Dal Geback Die er votzügl Mecklen Ausfaht Pollan Schaf. chtgtgcht Dolggih lleineten, Vule s dem St Wole i Rohlseile Ruade in ind Peb siel ol Iie Hehgt R ge Lhl. Gogl. flhun Inter 20 9 Mnoratt Vohlsan; dieser lchs km Hath an Flen Für dieau „ Unchst vielexlei G ld ist wl n Summee Die guz Ilter aufhy ufforderug eschäftige, 9 des Ge, gen wenig neren nicht genommen, Gange ist Ihsatze von t günsti mannich⸗ für die „als ar dundwerk, nen so gwy Ochwich zunstwaulch aher uahb 103 feiler aus der Fremde nimmt. Die Feldarbeiter sind nicht geneigt, in Gewerke überzugehen; auch wenn es ihnen die Hörigkeit nicht erschwert, nnd die Begüterten finden in der Erdarbeit oder in dem auswärtigen Handel bessere Anwen— dung ihres Vermögens. Alte Einrichtungen im Gewerbewesen, wie die Zwangs- und Bannrechte, die übermäßige Beschränkung der Dorfhandwerke ꝛc. können sich lange erhalten, weil den Gewerken der Schwung fehlt, der jene lästig fühlbar macht. Die erste Verarbeitung der gewonnenen Stoffe beschaftiget vorzüglich die kleinen Städte; Bierbrauen, welches daher in Mecklenburg jedem Bürger zusteht*), Fleischerhandwerk mit Ausfuhr von Unschlitt, Rothgerben, Branntweinbrennen, Wollenarbeiten, denen die gute Gelegenheit zur inländischen Schaafzucht, wegen des schwachen Anbaues des Landes, sehr entgegenkommt. Wie das Flachsspinnen und Leinweben eine vorzüglich passende Nebenarbeit der Landleute, besonders der kleineren, bildet, so erfordert dagegen die Zurichtung der Wolle schon mehr Vorbereitung und Erwerbstamm, ist also dem Städter mehr angemessen. Schon der Einkauf der Wolle ist dem Landvolke zu lästig, während der Flachs ein wohlfeilerer Stoff ist, den Jeder selbst bauen kann, weil gerade in einem solchen getraidebauenden Lande der Spinner und Weber wenig für den Arbeitslohn rechnet. Zum Bei— spiel Polen hat in seinen Städten starke Wollengewerke, die bekanntlich ein mehr wohlfeiles als sehr feines Erzeug— niß geben. Das Großherzogthum Posen hat 2832 Stühle. In 21 von Demian(Handbuch der neuesten Geogr. des preuß. Staats. Berlin 1818.) einzeln aufge⸗ führten Städten, von denen nur über 3000, 10 aber unter 2000 Einwohner haben, befinden sich über 1700 Stühle, *) Erbvergl. v. 1755/§. 235. deren Gesammterzeugniß gegen 1, 70ο οο Thlr. beträgt. Für seine ungemein große Ausfuhr an rohen Stoffen kauft Polen ungarische und französische Weine, Coloniewaaren und Gewerkswaaren, welche letztere es aus England, von der Leipziger und Frankfurther(an der Oder) Messe(nun auch von der Warschauer) und aus Schlesien bezieht. Der auswärtige Handel muß nicht nur frei von Lasten seyn*), sondern auf alle Weise befördert werden, weil von ihm die Blüthe des Feldbaues abhängt. Mäßige Zölle an den Ein- und Ausfuhrorten, eine nicht starke Grundsteuer, welche die kleinen Landwirthe schont, und die Ertragnisse der Staatsgüter, sind auch noch hier die Hauptquellen des Staats—- aufwandes. 2. Absatz von Gewerkswaaren. Der stärkste Grund desselben ist der Besitz roher Stoffe, die in anderen Ländern nicht gewonnen oder gebaut werden, verbunden mit kunstfleißigem, erfinderischem Sinn des Laltes den die rauhe Beschaffenheit des Landes am leichtesten weckt und der Han⸗ del nahet. Ist nun im Verhältnisse zu anderen Ländern grö— ßerer Kunsteifer einmal wirksam geworden, so wird der Vor— zug leicht immer weiter ausgedehnt, der Absatz größer und mannichfaltiger. ö Die Rückwirkung auf den Land bau besteht zuvörderst darin, daß ein starker Begehr von Lebensmitteln aller Art entsteht, der die Preise schnell steigert und dem Landmann Gelegenheit giebt, mit geringem Erwerbstamme von vielen Seiten Gewinnste zu machen, indem er jeden kleinen Vor— rath zu Markte bringen kann. Kleine Wirthschaften mit sorgfältigem Anbau können sich sehr gut erhalten, die Brache ) Wofür man auch im Mecklenburgischen Erbvergleich gesorgt hat, 8.365. 65. versch gung hinnu Gans ass lh Hahter gäfere, stze hil in dab! snd. Hie für den zen, di⸗ Sie elfo nam deßh⸗ lignen si Helk seint De in de Maplchke kit es; nit solchg se uur au Mhebaut n g it, u l lächte hänlihen Ebo Audrih Volfih aheht, I Vhgar, hle bin ᷑offen ba waaren un o„ von du (uun auh von Laster I„ weil vm ge Zöle g Srundfeun, ragnise de des Statz er stirkt in anderen unden mit die rauhe der Han⸗ indern grö del Von rößer und zuvörders aller Art Landmann on vielen inen Don⸗ aften mit die Buuhe eich gesort 106 verschwindet leicht und wird durch stärkere Arbeit und Dün— gung ersetzt, welche letztere über die Größe des Viehstandes hinaus von der Menge des städtischen Düngers verstärkt wird. Ganz nahe an den Gewerksstädten findet sich mehr Garten-, als regelmäßiger in eine bestimmte Wirthschaftsform ge— brachter Feldbau. Etwas weiter von jenen gedeihen sehr gut größere, mit Kunst betriebene Wirthschaften, denen die Land— sitze reicher Gewerksherren, und das Streben der älteren, in das ruhige, sichere Landleben überzugehen, sehr förderlich sind. Hiezu kommt für den mittleren und kleinen Bauer und für den Bürger der kleinen Städte die Gelegenheit, Pflan— zen, die zu den Gewerken dienen, mit Gewinn anzubauen. Sie erfordern im Allgemeinen viel Sorgfalt und Fleiß, kön— nen deßhalb nicht füglich im Großen gewonnen werden, und eignen sich nicht gut für denjenigen Bauer, der nicht vollig Herr seiner Zeit ist; dagegen belohnen sie die Arbeit reichlich. Die in der Nähe befindlichen Gewerke geben nicht sowohl die Möglichkeit, sie zu bauen, denn diese ist wegen der Leichtig⸗ keit des Verführens viel ausgedehnter, als die Bekanntschaft mit solchen Gewächsen die Veranlassung. Unstreitig können sie zwar auch schon für den inneren Bedarf von Gewerkswaaren angebaut werden, aber doch, wenn dieser nicht schon sehr groß ist, nicht ohne Schwierigkeit, da Versendung und Absatz viel leichter geschieht, wenn viele Menschen sich mit der nämlichen Hervorbringung beschäftigen. Erweitern nun diese beiden Umstände den Erwerb des Landwirthes, so wird dagegen durch die größere Menge und Wohlfeilheit von Kunstwaaren aller Art auch sein Genuß erhöht, und er nähert sich in demselben mehr als bisher dem Bürger, nachdem es ihm gelungen ist, die Fesseln seines Gewerksfleißes abzulösen, die jetzt ungleich drückender als vor⸗ her auf ihn wirken, weil er eine vielseitige, von dem ein— fachen Wirthschaftssysteme abweichende Richtung der Land— wirthschaft annimmt. Die Gewerke selbst können, wenn das Ausland ihren Erzeugnissen einen Markt eröffnet, sich nach drei verschiedenen Formen ausbilden, welche zwar auch in einem früheren Zu—⸗ stande erscheinen mögen, aber sich nicht in allen ihren Eigen— thümlichkeiten entwickeln können. Nämlich: erstens in Ver—⸗ bindung mit dem Landbau, zweitens als Handwerke, drittens als große Gewerke, Fabriken und Manufacturen. Dieser Unterschied ist eigentlich geschichtlich, indem diese drei Formen in der Zeit aufeinander folgen. Aber nicht bei einem jeden Gewerke muß dieselbe Folge Statt finden; einige sind fortwährend mit der Landwirthschaft vergesellschaftet, andere bleiben bei dem Handwerke stehen, und wenn schon eine Mannichfaltigkeit derselben vorhanden ist, so entstehen viele sogleich als Hand- oder Großgewerke. Hierin entschei— det aber nicht allein das Technische jedes Gewerkes, sondern auch der Bedarf und die Vertheilung des Vermögens. Der Landwirth, dem die Bestellung eines kleinen Feldes viel Muße läßt, wendet sie bequem auf Gewerke, wenm diese: a. nicht ununterbrochen fort getrieben zu werden brauchen, b. geringe Auslagen erfordern; am besten, wenn er den Stoff selbst gewinnt und die Werkgeräthe sich selbst ver— fertigen kann; c. wenn sie einfach sind, nicht die Hülfe anderer Gewerbe ün der Nähe erfordern und sich leicht erlernen lassen; 1 Halham Glcke h se guen E siche Ei meland liegen in Behandl ter Mus Nite un den hl Hundel, Ind Sa (H‚hef des Vass nahe Ge Hensiurc Cthonlf Mochm e Balich in Eihtng u d sunan( hsen i schirhege 2 lus, Byn etac, h ender agz, von dem iy 3 der dm usland ihn verschieden srüheren z ihren Eihw tens i d. erke, utnen indem dies er nicht k tatt finden, eselbschafte, wenn schon so entstehen in entschei es, sonden enẽ. nes kleinen fGewerks, brauchen, venn er da ch selhst x rer Ghth nen lasez; d. wenn auf sicheren Absatz an Kaufleute in den nahen Städten zu rechnen ist. Die Leinenarbeiten vereinigen alle diese Erfordernisse am vollkommensten. Sie liefern zugleich eines der wichtigsten Güter für den eigenen Bedarf jeder Hauswirthschaft, wes— halb sie vorzüglich weit verbreitet sind, besonders in entle— genen Gegenden, in denen für mannichfaltige landwirthschaft⸗ liche Erzeugnisse kein guter Absatz zu finden ist: Polen, Er— meland*), Schlesien, Westphalen, Schwaben. Unterschiede liegen im Boden nicht sowohl, als in der landwirthschaftlichen Behandlung, guter Düngung, Jatung und Behackung, dich— ter Aussaat, Ausziehen vor der Reife des Saamen, guter Röte und sorgfältiger Reinigung der Fasern. Manche Gegen— den bringen daher gröbere Leinen, manche sehr feine in den Handel, manche finden es am einträglichsten, mehr Pack- 2 und Sackleinen zu verkaufen; z. B. Göttingen, Lauterbach (Oberhessen). Bei dem Bleichen ist zwar die Beschaffenheit des Wassers bedeutend, doch findet sich wohl in jeder Gegend nahe Gelegenheit dazu; die sogenannte Härte(starker Koh-⸗ lensäuregehalt des Wassers) läßt sich schon durch längeres Stehenlassen desselben in einem großen Becken heben. Das Bleichen erfordert indeß, um recht gut zu geschehen, einigen Betrieb im Großen, wobei Auskochen, Walken und andere Einrichtungen weniger kosten. Eine beträchtliche Ausgabe für den Landwirth besteht in dem Ankaufe des kurländischen Lein— saamens(Tonnenlein), der vielleicht durch längeres Liegen— lassen des Saamens und Austausch desselben zwischen ver— schiedenen Landestheilen(wie Lausitzer Leinsaamen nach Böh— *) Danzig führte 1815, 38,949 Schock polnische Leinwand aus, Braunsberg in Ermeland im Jahre 1816 an Garn 28,321 Schock, an Flachs 28,235 Stein. Demian. —. ——— ö ö + — 108* P„DS men geht*), erspart werden könnte. Damit die Leinwand so wohlfeil als möglich seyn könne, muß die Landwirthschaft das vorwiegende Geschäft seyn; dann wird durch Verbindung beider Gewerkszweige eine größere Bevölkerung erhalten; Kossaten, Taglöhner, können sich leichter ansiedeln, und der Wohlstand des Landvolkes wird erhöht, wie sich dieß z. B. in der Gegend von Osnabrück auf den ersten Blick aus— spricht. In dieser Gegend ist sehr zweckmäßig das Weben ein Geschäft der Frauen und Mädchen, und die Braut er— halt zur Ausstattung einen Webstuhl mit. Rechnet man, nach Podewills, auf den magdeb. Morgen 36 Pf. Flachs und 114 Werg, welche roh 13 Thlr. und 12 Thlr. 16 Gr. kosten(worunter vom Jäten bis zum Brechen 64 Arbeitstage zu 3 Gr.), aus dem Pfd. Flachs 2 Stück oder 7200 Ellen Garn, und aus dem Pfd. Werg Stück, aus dem Stück flachsenem Garn 4 Ellen, aus dem Stück hedenem 7 Ellen Tuch; so giebt der Morgen 72 Ellen flachsene und 171 Ellen hedene Leinwand. Spinnen tählich 2 Stück, zu 7 Gr., Weberlohn für das Stück 3 Groschen. Die Vertheilung von einem Morgen ist folgende: V N Flachs. Werg. Zusammen. Rohe Einnahme des Landwirthes 12 thl.— gr. rz thl. 7 gr. 25 thl. 7 gr. Spinnen und Garn-⸗ arbeit 6—— 8 2 14 2 Weben 3 18 8 21 12 15 21 18 30 6 52 rd *) Pohls Archiv, Apr. 1812. S. 300.— Die Bewohner der Würtemberger Alp treiben starken Flachsbau und holen ihren Leinsaamen theils aus der Rheingegend, theils auch aus der 6 Tecklen wild: Mhe Cuim Wabet Auland Dae seschästi uge; 3 Nahrung der uli man im Herlernme 110 646 6 shn. D— ergieht si sud, un fder, Baum lcuen, f han, er icht legen Men 1—3 201, 0 Hi Fankf 17⁰ — Lufleute die Lenmn undwithsht Lerbinon 10 echalta cla, und v dieß 3. u Blick auh das Vehh die Bnaut a den magdel roh 13 M. aten bis zun Pb. Flach Pfb. Wap Ellen, aus der Morgen „. Syinnen das Stüͤck ist folgende Zusammen. ithl. 79 die Berahne u und heln auch u. U 109 Holsche*) rechnet von dem Scheffel Saatland im Tecklenburgischen 2 Stück Linnen, deren Preis so bestimmt wird: Rohe Einnahme des Landwirthes 20 thlr. 14 Gr. Spinnen, Kochen 15— Weben 4— Kalandern und Leggekosten. NœG 18 4⁰ 8 Den Spinn- und Garnarbeitstag zu 2 Gr. angenommen, beschäftiget der Morgen Lein 169 Spinn- und 60 Webe— tage; 5 Morgen geben einem Weber das ganze Jahr durch Nahrung. Wieviel Menschen das Spinnen ernähre, läßt sich der übrigen Arbeiten willen nicht wohl berechnen. Setzt man im Durchschnitt 200 Spinntage, so finden, wenn auf der Geviertmeile 1ooo Morgen Flachsland sind*), 200 Weber und 845 Spinnerinnen ꝛc. Nahrung, zusammen 1045 Men-⸗ schen. Der Umfang des ganzen Gewerkes in Deutschland ergiebt sich daraus, daß Leinen der stärkste Ausfuhrgegenstand sind, und in allen außereuropäischen Pflänzländern Absatz finden. Baumwollenarbeiten sind für die Landleute viel weniger bequem, weil sie einen Aufwand für den rohen Stoff erfor—⸗ dern, der es gewöhnlich nöthig macht, mit einem Unterneh—⸗ nahe liegenden Ebene, viele Bauern lassen auch nur ihren Saa— men 1—3 Jahre ruhen. Allgem. geogr. Ephem. VIII. 291. *) Histor. topogr. stat. Beschr. der Grafsch. Tecklenburg. Frankf. 1788. S. 128. ) Das Weben ist aber zu niedrig angesetzt, weil die Kaufleute das Biergeld bezahlen. 110. mer in genauere Verbindung zu treten. Die Spinnmaschie— nen haben neuerlich den bisherigen Spinnlohn in einen Ge— winn verwandelt, welcher den Unternehmern, den Maschie— nenbauern und den Kaufern des Garnes zufließt; nur das Weben bleibt also für Landbewohner. Wenn aber diese den rohen Stoff nicht eigen besitzen können, sondern ihn von dem Verleger erhalten, so sind sie auch in Ansehung der Zeit an diesen gebunden und müssen arbeiten, wenn dieser will. Da— her wird eine solche Gewerksarbeit mehr zur Hauptsache, und man kann nur nebenbei einige Zeit auf Bestellung einer klei— nen Fläche mit Nährmitteln oder Futtergewächsen wenden, welches beim Leinenweben zwar auch, doch nicht so häufig, als das entgegengesetzte Verhältniß, Statt findet. Anders ist es bei dem bengalischen Bauer, der, jenachdem sein Feld unter Wasser steht oder nicht, Webstuhl und Pflug mit gleicher Leichtigkeit gegen einander vertauscht. Jenes Ver— hältniß zeigt sich z. B. bei den Webern im Baireuther Oberlande, welche für Unternehmer in Baireuth, Hof und Münchberg baumwollne Tüchlein fertigen; ihre Waare hatte ehmals nach Frankreich und Italien so starken Absatz, daß das jahrliche Erzeugniß auf 3 Mill. Fl. geschätzt wurde. Der Weber hat im besten Falle ein Häuschen und etwas Kartoffelland, welches ihn wenigstens in den theuren Jahren vor der größten Noth schützte, während der gar nicht Begü— terte fast unterlag. Handwerke entstehen zunächst bei Waaren, die in der Nahe leichten Absatz in kleinen Abtheilungen finden, und erhalten sich auch bei diesem am leichtesten. Sie begründen einen Gewerbsbetrieb im Kleinen, so daß mehr Unternehmer im Verhältniß zu den Lohnarbeitern vorhanden sind, als bei Fabriken; daher erfordern sie eine stärkere Vertheilung des ihtt gehit Oclaft nich Fuim de denen Vakkes Be Gesellen mer, wi thümlh Sande, Bauhemn Ugalges nuch vo nehwer f forthauen eschlhen Mser gem Gssle n Eohn des sch an de limchnen biben de sene En Algepaste scligen u ssher Eymmih in cinmn gh den Mashiy eßt; nut V ber dise dy ihn vun in der Zät n r will. de Nptsache, un ng einer kld hsen wandeß, ht so hiusz et. Ahat achdem sah hPflag nit Jenes Vau Baireuther „Hof und Vanre hatt Absab, d ibt wurde und etwel ren Jahin hicht Behl⸗ en, die u finden, e begründg Untemehna Iud ae Ahlug V 111 Vermögens. Wenn ein Gewerk sehr viel Erwerbstamm vor— aussetzt, so ist der Gewinn um so größer, in je weiterer Ausdehnung es betrieben wird, weil die Kosten der Anlagen ich t in gleichem Verhältniß zunehmen, eine vom Wasser getriebene Welle z. B. eben so leicht 8 als 2 Drehlräder, Schleifsteine ꝛc. umtreibt. Aus dieser Ursache gehen die künstlichsten, zusammengesetztesten Gewerke am ehesten in die Form der Fabriken über, diejenigen aber am wenigsten, bei denen die Geschicklichkeit der Hand einen großen Theil des Werkes zu verrichten hat. ö Bei großen Gewerken können zwar auch Meister und Gesellen vorkommen, aber jene sind nicht zugleich Unterneh—⸗ mer, wie die Meister im Handwerke. Dieses hat die Eig en⸗ thümlichkeit, daß Unternehmer und Lohnarbeiter von gleichtm Stande, von gleicher Bildungsstufe sind, und in der innigsten Berührung mit einander, in der Gemeinschaft des häuslichen Umganges stehen. Dieß Verhältniß muß schon seinem Wesen nach von dem vortheilhaftesten Einflusse auf die Nichtunter— nehmer seyn, auf welche die erfahrenen Meister mächtig und fortdauernd im Stillen einwirken, wenn auch keine äußeren gesetzlichen Einrichtungen(Zunftwesen), auf die Erhöhuns dieser gemeinnützigen Vortheile berechnet, hinzukommen. Der Geselle und Lehrling ist als Glied der Familie, wie eitt Sohn des Hauses, vor Nahrungssorgen geschützt, und kann sich an der Aussicht, auch eine selbstständige Stelle künftig einnehmen zu dürfen, immer erfreuen. Er und der Meister bilden die Glieder eines wichtigen, geachteten Standes, der seine Standesehre und seine eigene, den Verhältnissen fest angepaßte Lebensweise hat, der eine der festesten Stützen der geselligen Ordnung bildet. Der geschicktere Geselle, wenn er sicher den Unterhalt erwirbt, findet auch schon Gelegen⸗ heit, sich an eigenem Heerde anzusiedeln, aber die Mehrzahl bleibt doch ledig und beweglich, um immer sich dahin ziehen zu können, wo das Gewerbe im besten Gange ist. Wenn nur im Ganzen ihre Zahl nicht übergroß ist, so gleicht sich durch das Wandern von selbst Begehr und Angebot aus. Ist das Erzeugniß, welches ein Handwerk liefert, für entfernten Absatz bestimmt, den der Meister nicht aufsuchen kamm, so muß dieser mit dem Großhändler in Verbindung treten. Das Verhältniß zwischen beiden ist ursprünglich ein ganz gleiches, auf Unabhängigkeit und gegenseitigen Vortheil gebaut; Jeder kann, wenn der Andere unbillige Forderungen macht, zu einem Dritten gehen. Die Handwerke gelangten, als diese Verbindung ganz ohne lästige Zuthat war, zu schö— ner Blüthe; die Meister mit vielen Gesellen oder mit rei— chein Erwerbe konnten für die Förderung der Kunst, Kraft und Geld aufbieten, und je kunstvoller sie arbeiteten, desto mehr wurden sie gesucht. Daraus erklärt sich, wie im 16. Jahrhundert das Handwerk die schöne Kunst so nahe be— rührte, bisweilen selbst in sie übergieng; so entstanden jene herrlichen Werke, die wir z. B. in Nürnberg mit wehmü— thigem Blick auf die Gegenwart bewundern v). In jedem Falle suchte der Handwerker in küchtiger Arbeit seine Ehre, indem er dem Kaufmann die Speculationen überließ. Der große Wohlstand mußte zwar abnehmen, wie die Gewerks— kunst sich mehr und mehr verbreitete und das Angebot schnell zunahm; aber möglich ist es, daß auch Arbeitstheilung und *) In dem aus Messing gegossenen Grabmal des heiligen Sebaldus, vielleicht dem größten Kunstwerke Nürnbergs, hat sich der treffliche Kunstler, Peter Vischer(4 1530 selbst abgebildet, bescheiden mit dem Schurzfell, also ganz als Meister des Handwerkes. Auw einig einan lihen ssher sch N sille/d Nechsel hen dl doktiger D gpliese Meil v Oillähe Reiche d genheit u Prauchch sine Fan der Mei in das 6 lihen, h Gehorkemn i dr M ie Rhe reu de ic n v sezun de Vilhschst Vosf li nigt h hogt, 0 n Ralkz die Wchch dhiů sihz ge ii. Imn so gleicht V. gebot aus. kk lissett, licht aussutg in Derbn rsprunglch itigen Vunthl e Zordirunn erke gelngn war, U h oder mit u Kunst, un eiteten, den wie im u so nahe tstanden jin mit wehn In jehh seine Ehii, kließ. Du ie Gewerks gebot schnel Heilung un des heilun rnberge/ u 153⁰Ql 10 al Misse 113 Anwendung von vielem Erwerbstamm mit dieser Form ver-⸗ einigt werden, wenn die mehreren Meister sich verbinden, einander in die Hand zu arbeiten und den Gewinn nach bil—⸗ ligem Maßstabe zu theilen. Dieß ist in Nürnberg in ziem— licher Vollkommenheit eingerichtet. Unter andern verstehen sich verschiedene Handwerke sehr gut mit einander, die Ab— fälle, die sich bei dem einen ergeben, z. B. beim Elfer ein⸗ drechseln, an ein anderes abzulassen, welches kleinere Stück⸗ chen brauchen kann; ein Hauptgrund der Wohlfeilheit der dortigen Waaren. Die Gleichheit unter den Menschen, jener mit Necht gepriesene Zustand, der den Erfolg nur der Bestrebung zu Theil werden läßt, und keine Belohnungen für das bequeme Stillsitzen kennt, hat im wirklichen Leben weniger als im Reiche der Ideen einen festen Boden, weil es zuviele Gele— genheit und Neigung giebt, Uebergewicht zu erlangen und zu gebrauchen. Das so eben beschriebene Handwerkswesen findet seine Feinde bald in den Kaufherren, welche den Gewinn der Meister neidisch betrachten und nach einer Einmischung in das Gewerbe begierig sind, um doppelten Vortheil zu ziehen; bald in der Ansicht der Regierungen, daß große Gewerksanstalten auf alle Weise zu begünstigen seyen; bald in der Neigung wohlhabend gewordener Handwerksmeister, ihre Lage zu verändern, nicht mehr selbst zu arbei⸗ ten und desto mehrere Menschen zu beschäftigen; bald end—⸗ lich in der Anzahl von Meistern, welehe übermäßige Be—⸗ setzung oder eintretende Stockung des Gewerbes oder schlechte Wirthschaft in Dürftigkeit gebracht hat. Wohlfeilheit entscheidet für den Absatz bei gleicher oder bei nicht beachteter Güte. Ist nun irgendwo die Aenderung erfolgt, daß statt 6 Unternehmer mit 18 Lohnarbeitern nun Ans. d. Volksw. 8 114 SWWWWsasmm, 34 Lohnarbeiter unter einem einzigen Unternehmer stehen, der ihnen kärglichen Lohn abdingt und bei großem Gewinn doch die Waaren noch etwas wohlfeiler liefern kann, so ist überall den Handwerkern das Spiel verdorben; sie arbeiten mit Schaden fort, bis auch sie in Abhängigkeit gerathen. Es lassen sich in dieser verschiedene Stufen unterscheiden. Wenn eine Waare in vielen Gegenden haufig hervor— gebracht, nicht stark gesucht wird, oder wenn wenigstens der Pertrieb in die Entfernung ein schwieriges, nur im Großen einträgliches Geschäft ist, dem sich Wenige unterziehen mö— gen, so ist schon das Mitbewerbsverhaltniß den einzelnen Handwerkern ungünstig. Die wenigen Kaufleute setzen be— liebig die Preise, und so gering, daß die Arbeiter nur eben bestehen, nichts erübrigen können, und gerade dadurch außer Stand gesetzt werden, die Waaren einige Zeit zurückzuhalten, während der Kaufmann gar wohl dem einzelnen Verkäufer, wenn dieser sich nicht bequemen will, Trotz bieten kann. Bei einem Unfall muß dieser seine Waare um jeden Preis an— zubringen suchen, oder er ist genöthiget, von dem Kaufmann Vorschuß zu nehmen, und dieß macht ihn um so stärker von demselben abhängig. So bleibt dem Handwerker nur wenig mehr, als der Lohn seiner Arbeit, und nichts kann ihm aus dieser Lage helfen, als ein steigender Absatz, der ihm die Gewalt giebt, die Bedingungen zu bestimmen. Eine Einrichtung, welche mit dem Zunftwesen entstand, und eines ganz anderen Zweckes willen gestiftet wurde, die Schauanstalten, hat bei einigen Gewerben nebenbei zu— gleich die Wirkung erhalten, dem dürftigen Handwerker ge— gen den reichen Kaufmann einigen Schutz zu verleihen. Sie dienten zunächst zur Sicherung und Bequemlichkeit der Käu— fer, indem sie ihnen die Mühe der Besichtigung und des Msse durch Waur Mit sihhi, weil se Lanwan seezu Y sisten u Tecklen Rhthund tingisch Lagge⸗In ast shs Gaddecz, Lchhen, Elen irg huc h. deu, gnz shabin r Ilh zu e missh, an luser, Runn Mlle, y kemnen mei ir um en ehmer schh, odem Gabin kann, s 6 sie atben gerathen.. heiden. hauffg harh wenigsters l ur im Grtn nterzichen m den einzen cute schen h heiter nur ehn dadurch ausa zurüctzuhath 1en Verkaun n kann. Bi u Preis u em Kaufman so starker w ker nur wen kann ihm e der ihm sen entsin et wurde,“ nnebenbai Hundtwerke verlihen. E. Hteit de d hung un Messens ersparen und eine vorzüglich genaue Untersuchung durch Kenner veranlassen. Das Zurückweisen aller schlechten Waare erhält den guten Ruf der Gewerbe einer Gegend. Mit der Zeit sind sie oft ausgeartet in eine unnütze Förm-⸗ lichkeit, die oft bloß wegen des Schaugeldes fortbestand, und jetzt bleibt es meistens dem Käufer überlassen, sich vorzu⸗ sehen. Es ist hier nicht der Ort, dieß in Untersuchung zu ziehen; gewiß aber sind die Schauanstalten fur Leinwand (Leinwandleggen) schon deßhalb von wesentlichem Nutzen, weil sie zwischen dem Leinweber, der oft den Preis seiner Leinwand ein halb Jahr früher bezahlt erhalten hat, als er sie zu Markte bringt, und dem Großhändler eine Vermittlung stiften und zur Festsetzung billiger Preise beitragen. Die Tecklenburger Leggen sind schon in der Mitte des 124 Jahrhunderts entstanden, die Hamelnsche 1638, die Göt— tingische 1774 ꝛc. Im Königreich Hannover sind zwei Legge⸗Inspectionen, Osnabrück und Göttingen. Letztere be— greift sechs Grubenhagische(Göttingen, Münden, Adelepsen, Gladebeck, Uslar, Eimbeck); 3 Lüneburgische und 3 Hoya'sche Leggen, in denen das Messen der Stücke(auf einem sechs Ellen langen Tische), das Aufrollen, Zuheften und Auf⸗— drücken zweier Stempel, welche Ellenzahl und Güte be zeich⸗ nen, ganz unentgeldlich geschieht; zugleich werden die herr— schenden Preise angeschrieben, für welche die Aufkäufer so⸗ gleich zur Stelle von den Webern(meist Bauern) kaufen müssen, ohne davon abweichen zu dürfen; will aber Niemand käufen, so wird der Preis herabgeschrieben. Bei den fünf Leggen der Osnabrücker Inspection(Osnabrück, Iburg, Melle, Ostercavppeln, Bramsche) müssen die Kaufleute die Leinen meistbietend erstehen; hier bezahlt auch der Käu— fer vom Stück 1 Gr. Bindegeld, und der Verköufer 23— 3 116 Groschen, jenachdem das Stück unter oder über 75 Ellen ist. Die Leggen des platten Landes sind zweimal die Woche, die städtischen 5— 6 mal geöffnet. Alle Täuschungen über Stärke oder Schwäche des Angebotes, alle Irrthümer in Ansehung der üblichen Preise, und der Mißbrauch der Lage des Verkäufers werden hiedurch vermieden. Die preußischen Leggen in Bielefeld, Tecklenburg, Ibbenbühren, Rhaden, Versmold, nehmen von den Preisen keine Kenntniß und beschauen bloß die Güte, wie die Beschauer in der großen Tuchhalle in Leeds. Auf ähnliche Weise be— zweckte die Nürnberger Eisenschau, daß den in Eisen arbei— tenden Handwerkern nicht von den Kaufleuten brüchiges Me— ta verkauft würde*). Größer ist die Abhängigkeit, wenn der rohe Stoff nicht dem Meister gehört, sondern von dem Kaufmann der nun schon als Unternehmer anzusehen ist, hinzu gegeben wird. Durch das Unvermögen, sich bis zum Verkaufe der fertigen Waare ganz selbststadig zu erhalten(Folge der ungleichen Vertheilung), wird die Wahl zwischen mehreren Arten von Arbeit aufgehoben, man kann nur arbeiten, wenn und wie es der Verleger(Fabrikant) will. Der Erwerb der arbei— tenden Classe kann daher auch ohne Uebermaß des Angebotes von der Gewinnsucht der Unternehmer geschmälert werden, und er wird um so mehr sinken müssen, wenn jenes Ueber— maß noch hinzukommt. Jede Stockung des Absatzes trifft ihn, ohne daß er die Vortheile einer günstigen Wendung in vollem Maße genießen kann; doch sichert ihm, wenn diese eintritt, der Besitz des erforderlichen Erwerbstammes(Webe—, trumpfwirkestuhl, Schmiede, z. B. auf der Enneper Straße bei Hagen, Hammerwerk, Werkstätte irgend einer *) Roth, Gesch. des nürnb. Handels. IV. 212. Mt: von U hreth wdd. wendiz nung, zoen welleh jeht, kinkauf Vethel U. O starnise Machien Ve nüblich sohes lee von ltesch de hilt sch! ahdctes gle d Mteur Miset Hr ͤscht sbetbes x Iruhümez auch der gu, Ne picbsg denbühnn, Prassc kin die Beschun liche Vase in Eisen aht brüchigr M. he Euff nit ann, der nu gegeben witk der fertign er Ungleichg àRWten vor wenn und wi Ib dek alheh 6E Angebott lelt werdet, jenes Ueba, Ihsabes tlif Vendung il wenn dil Imes(Dih⸗ der Enhix ügend de 222. Art) immer einigen Gewinn, den die Beschränkung der Zahl von Meistern noch erhöhen kann, wie z. B. in Nürnberg an den Mühlen zum Messingdrechseln nur 27 Gänge(Kam⸗- mern genannt, weil jeder Gang in eine solche eingeschlossen ist) besindlich sind, deren jeder mit etwa 200 Thlrn. erkauft wird. Die Bezahlung für geleistete Arbeit geschieht noth— wendig stückweise. Bei rohen Stoffen, die aus der Entfer— nung, also im Großen, mit kaufmännischem Verfahren, be— zogen werden müssen, ist dieser Zustand schwerer vermeidlich, weil hier der grotze Unternehmer auch den Kaufmannsgewinn zieht, indeß der Handwerker den Stoff um soviel theurer einkaufen muß; auch läßt er die Vortheile, die aus dem Verhaltniß des Meisters zu den Gesellen entspringen, noch zu. Der Lohn ist jedoch schon meistens zu gering, um Er—⸗ sparnisse möglich zu machen, welche zur Verbesserung der Maschienen, Werkzeuge ꝛc. angewendet werden könnten. Wenn der Unternehmer berechnet, daß es ihm weniger nützlich ist, seinen reinen Gewinn auf Erweiterung des Ab— satzes zu richten, als auf die Erlangung eines größeren Thei— les von dem gesammten Ertrage des Gewerbes, so verschafft er sich den sämmtlichen stehenden Erwerbstamm eigen, und hält sich darauf Lohnarbeiter, deren Einkommen gar nichts anderes als Lohn enthält. Er hat nun Gewinn und Gefahr der Unternehmung allein, die er im vorigen Falle mit dem Meister theilte und im ersten diesem fast allein überließ. Hier steht bei dem stillen Kampfe des beiderseitigen Mitbe— werbes dem Arbeiter nichts zur Seite, worauf er sich stützen kann, als seine Geschicklichkeit, wenn diese schwer zu erlan—-⸗ gen oder ausgezeichnet ist. Der starke Mitbewerb mehrerer Unternehmer, wenn das Gewerbe in gutem Fortgange ist, oder ihre wackere Gesinnung kann wohl den Arbeiter in eine 118 gute Lage bringen, wie z. B. ein Feilenhauer, Schmied ꝛc., in Remscheid(bei Elberfeld) täglich 60 Stüber(13 Gr. 4 Pf.) verdienen kann, wovon ihm nach Abzug der Kosten für Geräthe 55 Stüber() Gr) bleiben, und der Meister, der einen Gesellen und einen Lehrling hält, des Jahres für seine Familie, nach Bestreitung der Kosten für jene, gegen 2058 Thlr. verwenden kann. Aber dieß ist der seltnere Fall; häusiger ist der Zudrang Arbeitslustiger wenigstens so stark, daß man ihnen nur gerade den nöthigen Unterhalt zu geben braucht; wer bloß für einfache, unschwer zu erlernende Hand— dienste bestellt ist, muß in steter Besorgniß schweben, außer Brod gesetzt zu werden, weil sich vielleicht ein wohlfeileres Kunstverfahren darbietet oder etwa noch wohlfeilere Arbeiter, z. B. Kinder, angewendet werden könnten. Daher jenes niedrige Kriechen, selbst gegen die Bediensteten des Eigenthü— mers, die bleichen, holen Gesichter der Arbeiter, der Schmutz, in dem sie leben, die Verschwendung und Schwelgerei vieler Fabrikbesitzer, denen ihre Gewerksanstalt ein reiches, mühe— loses Einkommen abwirft. Für das Sittliche und Wirthschaftliche ist es noch weit besser, wenn die einzelnen Bestandtheile des Großgewerkes von einander getrennt sind und jeder von einem Meister mit Untergebenen verwaltet wird. Bei Schmieden, Hammer— und Hüttenwerken, Schleifmühlen ꝛc. bringt dieß das Wesen des Geschäftes schon von selbst mit, und da solche Anstalten, des Wassers oder Holzes willen, meistens in entlegenen länd— lichen Gegenden sich befinden, die der Gesundheit des Arbei— ters eben so zuträglich sind als seiner Hauswirthschaft, so muß ihnen ein viel weniger schädlicher Einfluß zugeschrieben werden, obgleich doch immer Geschicklichkeit und rastloser Fleiß eine zu schwache Belohnung erhalten. Am nachthei— sigste lung ceftth I h e stintete saderti haster der, Ind dit Rehr dert DO tigt; ei in Ee Foulard sollenben seht, n Wͤckmn Leben Mazung Histikt al ulhcheref füͤhzäh, hum, geben wüdgn hakket de Reböͤhnste Achait I Himner, chmied. ber(3 0 9 der Host der Meisn 6 Jihres f. jene, gaaz seltnere Fal 1. ft halt zu geha Inende Han deben, aufa wohlfeilere ere Nblitg, Daher jene s Eigenthh er Schmut, lgerei vieler ches, müͤhe loch wei roßgewerkes Neister mit Hammer das Vesen e Anstalteh egenen lidd t des Nͤz uthschmt, escnih Ind tallgg Im moth ligsten erscheinen dagegen die Fabriken, welche die Versamm— lung vieler Arbeiter in einem Raume unter Werkmeistern erfordern, weil die Verrichtungen mehr gleichzeitig als nach einander geschehen müssen, oder das Verführen der bearbei— teten Stoffe zu beschwerlich ist. Beispiele, eine Maschienen— spinnerei, Drahtzieherei, Spiegel-, Pfeifen-Fabrik, Zucker— siederei; eine Kattunmanufaktur, die je größer desto vortheil— hafter ist, weil dann auf Coloristen, Modelschneider, Calan—⸗ der, Trockenböden und dergl. mehr gewendet werden kann, und die dann(z. B. die Gössel'sche in Plauen und die Nehrungsche im Agathofe bei Kassel) leicht ein Halbhun— dert Drucker oder soviel Malerinnen in einem Saale beschäf— tigt; eine Seidenmanufaktur(bei Peter Simons Erben in Elberfeld, wo die bekannten gedruckten Seidentüchlein, foulards, gemacht werden, giebt eine Welle gegen 10. spulenden Weibern und Mädchen, deren jedes 6 Spulen ver—⸗ sieht, zu thun), eine Porcellan⸗, eine Nadelfabrik, Leder— Tabakmanufaktur ꝛc. Dabei wird nothwendig das häusliche Leben überaus gestört, das Beisammenseyn verbreitet böse Neigungen. Die Unsicherheit des fortdauernden Unterhaltes erstickt allen Eifer, etwas zu sparen, daher lebt der Fabrik— arbeiter stets von der Hand in den Mund. Er heirathet frühzeitig, was die Obrigkeit dem Einzelnen nicht wehren kann, da die ganze Classe keine Gewißheit des Unterhaltes zu geben im Stande ist, und gerade in diesem bedauerns— würdigen Stande ist, wie die Erfahrung bezeugt, die Frucht— barkeit der Ehen besonders groß. Die Vervollkommnungen der Gewerbskunde beziehen sich gewöhnlich hauptsächlich oder nebenbei darauf, menschliche Arbeit mehr entbehrlich zu machen. Man führt statt der Hämmer, auf denen Blech geschlagen wird, Walzwerke ein. stellt die Zange am Drahtzuge auf eine geneigte Fläche, da⸗ mit sie sich von selbst öffnet und faßt; man gießt die Köpfe der Nadeln, so daß sie mit einem leichten Handgriffe nur von dem angegossenen Stücke abgebrochen zu werden brau—⸗ chen, und man beschleunigt das Einstecken in Briefe vermit— telst eines künstlichen, darüber geschlagenen Rahmes; man vertauscht die Messingsäge, welche nach jedem Schnitte müh— sam ausgefeilt werden muß, bald mit einer Scheere, welcher die Messingplatte entgegenrückt, bald mit einer stählernen gereiften Walze; man läßt das Scheeren und Rauhen der Tücher von einem Wasserrade bewirken zꝛe. Hiedurch wird zugleich mittelbar gewonnen, weil jede dieser Einrichtungen das Angebot von unbeschäftigten Arbeitern vergrößert und zur Herabfetzung des gesammten Lohnes beiträgt. Um die so hervorgebrachte Wohlfeilheit der Waaren rich⸗ tig zu würdigen, darf man Cohne des Umstandes zu geden— ken, daß Fabrikwpaaren häufig nur sehr flüchtig auf den Schein gearbeitet sind, also im Verhältniß zu ihrem Preise zu kurz dauern) nicht übersehen, daß dabei nur der Unter— nehmer einen Theil der Ausgabe, die er eigentlich zu bestrei— ten hätte, unterläßt, an deren Stelle zur Hälfte Elend, zur Hälfte Allmosen und andere Leistungen der ganzen Gesell—⸗ schaft treten müssen, weil der Arbeiter Verpflegung in Krank— heiten und im Alter, Erziehung seiner Kinder und ähnliche Ausgaben von seinem Lohne nicht mehr bestreiten kann. Diese Betrachtung bewegt Simonde*½ zu dem Vorschlage, der Staat solle die Gewerksherren verpflichten, für das Schicksal ihrer Arbeiter eine Sorge zu übernehmen, welcher sich hie und da wohlgesinnte Unternehmer von selbst unterziehen. Simonde verlangt, daß bloß für diesen Zweck eine Nouveaux principes d'économie politique, II, 360. Ihen mlilbet mulbste Basorg Lahnatt Vaslfei Dig anst Rngchind mit Sc sen Mi Eltitte lig Hglig len, dene Berihem kelter, z nicht ay Lenigseng Mtanghe, ruc aigen uPEschet Unige fitlih n spount, Diel l bedingt siiberhet bemise sso Hliche, 00 eßt di Wh andgrife 1 werden hia niefe humt ahmes; ny ochnitte nit eere, weshg er stähleng Rauben da iedurch win Limrichturgn rößett m Daaren rith zu geden. auf den dem Preise der Unter⸗ 3u bostrei Elend, zur n Gesell in Krank⸗ Wäͤhnliche ten kann. Lorschlage, „für da u, welcher Mierzjchen Zveck ae II, 550. 121 Zunfteinrichtung getroffen werde. Dieser dürfte man indeß die Sorge für ihre Armen nicht allein anvertrauen, da sie, beim Mangel eines anderen Bandes, unmöglich Gemeingeist haben kann. Die Regierung, oder, wo bereits gute Ge— meindeverfassung besteht, die Gemeinde würde also die ge—⸗ naueste Aufsicht führen müssen, und vielleicht besser die ganze Besorgung übernehmen, gegen eine nach der Anzahl von Lohnarbeitern jedem Gewerksherren aufgelegte Steuer. Ist irgendwo bei der Verfertigung einer Waare diese Wohlfeilheit erreicht worden, so wirkt das Beispiel nothwen⸗ dig ansteckend, indem in jedem Lande, wohin diese Waare ungehindert geführt wird, die Unternehmer nach folgen oder mit Schaden arbeiten lassen müssen. Könnte ein Volk, des—⸗ sen Wirthschaft in blühendem Zustande ist, sich von dem Eintritte dieser Gewerbsform frei halten, so wäre es unstrei— tig nützlich, darnach zu streben. Für die europäischen Staa— ten, denen dieß nicht möglich ist, weil sie in der genauesten Berührung mit einander stehen, ist die Aufgabe viel verwik— kelter, die Folgen eines Uebels zu mildern, welches man nicht an der Wurzel angreifen kann. Hemmen läßt sich wenigstens sein Fortgang, damit der Bürgerstand nicht ganz untergehe, und die noch bestehenden festen Handwerke nicht auch eingerissen werden; an Reitz dazu fehlt es nicht, denn der Ehrgeitz des reicheren Vürgers wird durch den Gedanken, als Unternehmer aufzutreten, viele Arbeiter zu halten und stattlich zu prunken wie ein Kaufmann, schon zu stark ge⸗ spornt. Die Lage eines Landes gegen andere, die von dem Han— del bedingte Beschaffenheit des Absatzes, und auch die Ver— schiedenheit der einzelnen Gewerke in Ansehung ihrer Erfor— dernisse sind die Ursachen, aus denen die eine oder die andere der drei betrachteten Gewerksformen mehr angeregt wird. Den Fortgang bestimmt aber zuagleich im Allgemeinen der vor— handene Erwerbstamm, im Besondern der Vorrath von Stof⸗ fen solcher Art, wie sie zum Betriebe eines Gewerkes erfor— dert werden; dieß ein natürlicher, jenes ein geschichtlicher Umstand. Wie mit dem Zunehmen des Erwerbstammes in einem Volke die Behandlung aller Gewerbe sich ändert, ist von Mehreren öfter ausgeführt worden. Man muß anfänglich solche Beschäftigungen wählen, die im Kleinen betrieben wer—⸗ den können, wenig Hülfsmittel erfordern, den Stoff in der Nähe haben, schnellen Absatz finden ꝛc. Allmählich steigt die Arbeitstheilung, die Vervollkommnung der Kunstmittel, der Umfang der Geschäfte. Man wird aus diesen Zeichen, nicht aber aus der Menge von Schulden, die Ausdehnung des in einem Volke angelegten Erwerbstammes leicht erschlie— ßen können; eine Maschienenfabrik deutet eben sowohl auf Reichthum, als ein Handelsgeschäft in andere Erdtheile. In Ansehung der rohen Stoffe, die besonders im Anfang des Gewerksfleißes den stärksten Bestimmgrund bei der Wahl des einzelnen Zweiges darbieten, giebt es Ge— werbe, welche durchaus an ihre Nähe gebunden sind, andere, bei denen allein Geschicklichkeit und Erwerbstamm entscheidet, und endlich solche, bei denen die Stoffe einen mehr oder weniger bedeutenden Einfluß äußern, der aber durch andere Umstände entkräftet werden kann. Im Allgemeinen sind die mechanischen Gewerke weniger durch die Oertlichkeit bedingt, als die chemischen. Eine Strumpf-, Band 5, Kattunmanu— faktur kann aller Orten angelegt werden, eine Sal,-, Alaun—⸗ siederei nur nahe an der Quelle, dem Bruche, eine Por— cellan⸗, Steingutfabrik um so weiter von der Thongrube, je aurzü dern lch Euft i am al Spielta metalii reren d der H5 Minnbe an seine bei dene Mie de llithe G. lin gesch Elbe. 59 bansoffen Rekeverkeß Inpen un smmte G hotʒ e webl dur Drittel de weil gub! De Schu in gunz t helt ez 15 ime.( angeregt uig neinen der u rath von Sl ewerkes afy geschichliht mes in che dett, it w ruß afindt betrieben vu⸗ Suoff 0. hlich stigt l istmittel, x iesen Zuihg Ausdehnun licht erschle sowohl af Atheile. besonders in nmgrund hi ebt eo G. sind, andert, entscheiddt, mehr ode durch anden inen sind N keit bedimz Kattunmant Zalx, Vun e, ane Ju Hangale, vorzüglicher die Erde ist, die mehrsten Metallgewerke erfor— dern zugleich Nahe von Brennstoff. Doch kommt es immer noch auf das Verhältniß zwischen dem Volumen des rohen Stoffs und der fertigen Waare an. Wenn beide von einan— der wenig verschieden sind, so daß nicht viel bei der Berei— tung abfällt, so hat man in der Wahl des Ortes weiteren Spielraum; so ist z. B. ein Messingofen, zumal wenn man metallisches Zink statt des Galmey braucht*) wie auf meh— reren deutschen Werken seit Jahren geschieht(unter andern auf der Hegermühle bei Neustadt Eberswalde und auf den Nürnbergischen Werken), überall, wo Kohlen wohlfeil sind, an seiner Stelle, so wie eine Zuckersiederei, während die Erze, bei denen sehr viel in die Schlacken fällt, durchaus in der Nähe der Grube gepocht und geschmolzen werden müssen. Die reiche Grube Carolina bei Klausthal hat im gepochten und geschlämmten Erze erst 80 Procent Blei und 5 Procent Silber. 3. Handel. Zwar ist der auswärtige Absatz von Land—⸗ banstoffen und Gewerkswaaren nothwendig auch mit einem Han— delsverkehre verbunden, aber dieser wird dadurch nur in der— jenigen untergeordneten Stellung hervorgerufen, die der ge— sammte Handel auf der Erde zur gesammten Hervorbringung hat; er ist dann einfacher, beschränkter, häufiger passiv als *) Dieß vergütet die Kosten der Reduction des Zinkes so— wohl durch Ersparung an Fracht, weil man ungefähr nur ein Drittel des Gewichts braucht, als durch die Güte des Messings, weil aus dem Galmey oft etwas Eisengehalt in dasselbe kommt. Die Schwierigkeit liegt aber in der Flüchtigkeit des Zinks, die ein ganz besonderes Verfahren nothwendig macht. Beckmann hielt es 1302 bloß für möglich, daß dieses noch erfunden werden könnte.(Technol. S. 451.) 124 Dμιινπιπι activ. Dagegen kann unter anderen Umständen der Handelsge⸗ winn auch seiner selbst willen erstrebt werden, ohne bloß Mittel zu den Gewinnsten der Erd- und Gewerksarbeit zu seyn, wenn nämlich Völker vorhanden sind, welche die zu ihren anderen Gewerben erforderlichen Handelsgeschäfte nicht selbst betreiben; es sey nun, daß sie nicht genug Geschicklichkeit dazu besitzen, oder daß ihre Sitten und Neigungen sie abhalten, oder daß sie ihren Erwerbstamm nicht von der Erdarbeit oder den Gewerken abwenden wollen, oder daß sie vielleicht den Handel nicht so leicht und wohlfeil, als ein anderes Volk, führen könnten. So kann es geschehen, daß sich einem Volke bei mehreren anderen Absatz verschiedener Erzeugnisse eröffnet, sowohl eigener als fremder, und daß es folglich, nach einer Theilung der Arbeiten, außer seiner einheimischen Hervorbringung zu— gleich als der Kaufmann für ardere Länder auftritt. Der so erworbene Reichthum kann dann wieder, wie S mith gezeigt hat, dem gewöhnlichen Gange entgegen auf die Hervorbringung zurückwinken. Die Lage ist demnach Hauptgrundlage des Handels; ein in der Nähe mehrerer, verschieden entwickelter Länder lie— gender Platz, der zugleich gute Gelegenheit zur Versendung von Waaren hat, wird leicht von selbst handelnd werden, indem entweder das auf andere Weise erworbene, wenn auch noch so geringe Vermögen auf den Handel gewendet wird, oder andere Plätze daselbst Niederlagen ꝛc. errichten und so den ersten An—⸗ stoß geben. Nähe von rohen Stoffen für den Schiffbau ist zwar für eine Meer- oder Stromgegend überaus nützlich, doch nicht gerade unentbehrlich; die englischen Schiffe werden aus russischem, schwedischem, norwegischem Holze, die holländischen aus deut— schem vom Fichtelgebürge, Schwarzwald und Odenwald gezim— Hekt. huch! der M ftüher Huholh D Vukhles e sik venige k Aandverst shthett⸗ Küsten, Phönicier Kalthago dig„ Am deklandisch, Musd/ un sud ablin ah den St durch die Inan em größ Ioem Schd Vann der afn, V der hnages Uchen Un Etic W selbt st à Hioße So schon, Bl der Hndu hne baß M zu sen, n ihten andgz selbst betaahz it dan hestz , oder daß den Gepah Handel nict! konnten.& hreren auden ffnet, saal einer Ballg rbringung V utt. Der s nith gegeit aworbringunz Handels; ein Länder li⸗ Versendum erden, inden auch noch s oder andal en ersten Y it zwn i ch nicht geltk us lussichen hen aus deh nwald gezld 125 mert. Entkräftet oder geschwächt wird der Einfluß der Lage durch widerstrebende geschichtliche Verhältnisse, z. B. Armuth der Umgegend, despotische Regierung oder Reichthum eines früher aufgeblühten und begünstigten, wenn gleich minder vortheilhaft liegenden Ortes. Die günstigste Lage, welche die größte Ausdehnung des Verkehres zuläßt, ist die Berührung des Meeres, die ein— zige starke Verbindung für sehr entfernte Länder, denn nur wenige kostbare Waaren, Gewürze, Thee ꝛc. vertragen weite Landversendung durch Caravanen. Ein weitoffenes Meer fördert aber den Handel weniger als die Nähe mehrerer Küsten, wie sie die alten Handelsstaaten im Mittelmeer, Phönicien, Kreta, Korinth, Athen, die jonischen Städte, Karthago, Massilia, Alexandria, Byzanz, und später Vene— dig, Amalfi, Genua ꝛc. fanden, wie sie die englischen, nie— derländischen, deutschen, dänischen Städte am Canal, der Nord- und Ostsee genießen. Sichere Buchten zu Häfen sind dabei entscheidend. Nun finden sich diese am häufigsten an den Strommündungen, welche zugleich die Pforten sind, durch die der auswärtige Handel mit den Verzweigungen des inneren zusammen tritt; daher ist der vortheilhafteste Platz in einem größeren Lande, dessen Binnenhandel schon beträcht— lichen Schwung hat, in der Nahe einer solchen Mündung. Wegen der schlechten Landwege und der Unwirthbarkeit der Küsten, selbst ihrer Gefahrlichkeit, und der Entfernung von der inneren Betriebsamkeit, bisweilen auch aus bloß geschicht— lichen Ursachen, sind viele der größten Handelsstädte ein Stück Weges stromaufwärts angelegt, und an der Mündung selbst ist dann um so weniger Betriebsamkeit, je leichter große Schiffe bis zur Stadt gelangen können. London, Lis⸗ sabon, Bordeaux, Calcutta, Hamburg, haben diesen Vortheil 126— behalten, letzteres zum Theile deßhalb, weil das Einschließen der Alster dem Versanden entgegenwirkt; Bremen, Lübeck, Nantes, Ronuen, haben ihn im Laufe der Jahrhunderie durch das Seichterwerden der Ströme verloren. Große Ausdehnung und Sicherheit des Seehandels durch eigene Schiffahrt kann indessen nicht bloß eine Frucht der Bestrebungen Einzelner seyn, sondern sie setzt eine schützende Seemacht voraus. Deßhalb steigt und sinkt die Blüthe solches Handels mit den Staatenverhältnissen, Kriegs- und Handelsschiffahrt unterstützen sich wechselseitig. Wie diese der ersteren eine Menge geübter Seeleute bildet, so bedarf sie ihrer, um nicht von der Uebermacht eines anderen Staa— tes gehindert, gedemüthiget, ausgeschlossen zu werden. Die europäischen Städte handelten sicher, so lange noch keine Staa— ten auf der See mächtig waren, und besonders, so lange sie im nördlichen Europa sich in ein Ganzes vereinigten, dessen zerstreute Glieder durch Land- und Wasserstraßen verknüpft wurden. Die Hansee war mächtig genug, mit Königen Feh— den zu bestehen. Deutschland hat noch dieselben Küsten, aber sein Handel leistet nicht, was er könnte, weil die Städte und Staaten an der Nord- und Ostsee in keiner solchen Ver— bindung stehen, um eine hinreichende Gesammtkraft aufzu— bieten, und doch muß ein Gewerksland ohne Schiffahrt und Actiphandel stets in Gefahr schweben. Der Handel der drei Hanseestädte(deren Schiffer doch in England falsche Schiffs— papiere mit einem nachgemachten Barbareskenpaß kaufen müssen, wenn sie ganz sicher seyn wollen), ist theils bloßer Zwischenhandel, theils führt er eine ungeheure Menge aus— ländischer Waaren nach Deutschland, ohne dessen Gewerbe so zu versorgen als seinen Verbrauch. Die zweite Stelle nimmt die Lage an einem schiff⸗ aten Stelle Hyn, Minde Obal H alb Enpel, Hasigen, Die Eit cheil ar Rrotrit bungen Ettom furt, A . Mant Ind Brer Banbag Maa, U sie de Umfmes wälts geh hile micht Eie lich ane hideftaße shn drust Idere. DO ausgehchnn ·) hi bersendet x berwech 6 Eialchz remen, dhse ch, rhundemn n kehandele Iut ne Fruct eine shuhah nkt die Blz Klege/ u . Wie ll et, so hehn anderen Stu werden. D keine Iiur so lange f. igten, dessa i velknü lönigen Feh Kästen, aber die Städte solchen Vai kraft aufzy Iffahet un del der dri sche Schiffl daß kauft Mle baf Nenge al Gewerbe in sf 127 baren Strom ohne Berührung mit dem Meere ein. Die Stellen, wo Flüsse sich in den Strom münden, z. B. bei Lyon,(Rhone und Saone), Mainz, Coblenz, Passau, Münden, oder wo lebhafte Landstraßen von diesem ausgehen, oder wo das Gewässer eine andere Beschaffenheit annimmt und andere Fahrzeuge erfordert, begründen einen natürlichen Stapel, der eine Stadt blühend machen kann ohne jenen lästigen, aus dem Mittelalter herstammenden Zwang*). Die Ein- und Ausladeorte nehmen allmählich größeren An— theil am Handelsgeschäft; wie sie einen immer größeren Landstrich versorgen, so knüpfen sie auch ausländische Verbin—⸗ dungen an, und überspringen zum Theil die größere, den Strom beherrschende Stadt, wie z. B. Köln und Frank— furt, Maadeburg, Münden auch unmittelbar aus England itc. Waaren beziehen, nicht erst von Rotterdam, Hamburg und Bremen. Auch die Gränzpuncte der Flußschiffahrt, wie Bamberg für den Main, Kannstadt und Heilbronn für den Neckar, Ulm für die Donau, Wanfried für die Werra, Kassel für die Fulda besinden sich in sicherem Besitze eines gewissen Umfanges von Verkehr, obgleich der gesammte stromauf— wärts gehende Waarenzug, ehe er jene Gränze erreicht, schon viele mächtige Zweige seitwärts abgegeben hat. Eine Stromstadt ist um so betriebsamer, wenn sie zu⸗ gleich an einer lebhaften, den Strom durchkreutzenden Ver— bindestraße der Länder liegt, wie Köln und Straßburg zwi⸗ schen Deutschland und Frankreich; Regensburg, Magdeburg und andere. Diese Lage kann auch ohne Wasserverbindung einen ausgedehnten Handel veranlassen, der sich allmählich aus den *) Hiermit ist indessen eine auf Stückgüter, weiche weit versendet werden sollen, beschränkte Beurtschiffahrt nicht zu verwechseln. ꝑ PPꝓ I IIIIIIIII — 7 128 n, Niederlagen, Reisen, Afasäfen 238 nin i Augsburg, Leipzig, 107. 08 . 0ü 0 zugleich durch den Smuggel, der 10— int iller Frieden mehreren Plätzen Win d ett 0 Goar, wo die Oertlichkeit gunsin .. ab⸗ und durch den jetzt Saarbrück war) gr e ens schon Stromstädte wenige 9.5 Han Lande fremden Zwischenhandel Kn ni tüte dist i den Städten der letztgenannten Art vo fä ö weg. H0l Di vo 3. Ind hrer E einen sel wallung Ihlem in Mahthel wekden di Lönnen, Reich gut 5 f Rahiltsse Ruffe khrre Uitden ghe under gg Hanat dmn linfacez suchung in sthlen. . Um ies G M.. Mitz Heshiftn Braunsharz hel de u. en am Mhp ichkeit guũ t Saurhiit e Gelegenhi el fuden, àt wͤlag ——̃̃— 129 5. Folgen für die Staatsverwaltung. Die verschiedenen Gestaltungen der Gewerbe, welche in dem 3. und 4. Abschnitte nach den Ursachen und Bedingungen ihrer Entstehung betrachtet wurden, müssen nothwendig einen sehr mächtigen Einfluß auf den Gang der Staatsver⸗ waltung äußern; es ist undenkbar, daß Zustände, die in ihrem innersten Wesen von einander verschieden sind, ohne Nachtheil auf gleiche Weise von der Regierung behandelt werden dürften. Die verschiedenartigsten Maßregeln aber können, auf diese oder jene Lage der Dinge angewendet, gleich guten Erfolg nach sich ziehen. Es ist offenbar höchst schwierig, alle möglichen Gewerbs— verhältnisse auf einige Gattungen zurückzuführen. Im Be— griffe können sie zwar bequem gesondert werden, in wirklichen Ländern aber findet man sie bis ins Kleinste hinab unter einander gemischt und in einander übergehend, so daß nur kleinere Landesbezirke, wie Kreise, Aemter, ein entschiedenes einfaches Gepräge besitzen. Indeß läßt sich für die Untert suchung im Allgemeinen Alles auf einige Bestandtheile zurück— führen. ö 1. Unabhängigkeit von Außen, ein geschlossenes, selbsiͤ ständiges Gewerbewesen, welches bald roh mit schwacher Ver— Ang, d. Volksw. 7 130 bindung der einzelnen Theile, bald entwickelt mit inniger Durchdringung derselben seyn kann. 2. Vorherrschender Landbau, Absatz von Lebensmitteln ins Ausland, Gewerke und Handel unzur eichend oder nur den Bedarf des Landes deckend. 3. Haufige Gewinnung anderer roher Stoffe für aus⸗ ländischen Absatz, welche nicht zu den Lebensmitteln gerech— net werden können, und nicht den Landbau beschaftigen, hauptsächlich Holz und Metalle. Der Unterschied von zwei liegt offenbar darin, daß hier zugleich Abhängigkeit von Ge— traideländern Statt finden kann. 1.4 4. Gewerke für das Ausland, mit der Verschiedenheit, ob der eigene Landbau hinreichend ist, oder nicht. 5. Vorherrschender auswärtiger Handel. Billig sollten in jedem Gegenstande der Wohlstands— pflege, Regeln nicht ohne Rücksicht auf diese Verschiedenheiten aufgestellt werden. Dieß erfordert aber eine Durcharbeitung der ganzen Wissenschaft. Einige Beispiele werden hinreichen, um zu beweisen, daß diese Ansicht nicht zu den unfruchtbar— sten gehöre. In Ansehung des Getraidehandels muß die Auf⸗ gabe der Regierung so gefaßt werden, mit der geringsten mög— lichen Störung des freien Verkehres doch die übermäßige Theu— rung oder den völligen Mangel der Lebensmittel zu verhüten. Dieß muß begreiflich überaus schwer seyn bei einem Gegen— stande, dessen Ertrag sehr ungleich ist. Die gesammte Her— vorbringung muß sich mit dem gesammten Bedarfe ungefähr so in Verhältniß setzen, daß dieser in mittleren Jahren ge— deckt ist. Wie aber bei sehr reichen Ernten der Erzeuger um den Absatz des ungewöhnlich großen Vorrathes verlegen ist, so ist in schlechten Jahren einige Bedrängniß unvermeid— sch, ls si dͤrff Ahie asihab anwac Euffertu oae h Muag zu tung de Mill: 1) 2) 3) 4. slelemitte Zur die Vilkn gih ducch sid fuhn 17—2 Eseuga 92 nishe Pre ) 2 Rachun v ung um zußersin dellen, gr Die; um hen elt mit Ini Lebenemütth odet nur da offe für aut mitteln gerech beschaftign shied vun zy Ngkeit von G Verschiderhei icht. der Wohlsint⸗ HDerschiedenhait Durchurbeitn eden hinteicher den unfluchtha nuf die N geiinasten ni Hetmüfige B Icl zu verhüt Henem Gan smme darfe Ag Len Ihen udet Exlh nathet vu uif u lich, und die Preise müssen in diesem Falle mehr steigen, als sie im ersteren sinken, weil bei einem Mißjahre das Be— dürfniß der Zehrer, einzukaufen, stärker ist, als im guten Jahre das Bedürfniß des Landwirthes, seinen ganzen Ertrag alsobald zu verkaufen. Auch müssen die Preise schon sehr angewachsen seyn, bis es sich verlohnt, Getraide aus weiter Entfernung kommen zu lassen, und einige Vertheuerung ist sogar höchst wünschenswerth, weil ohne sie keine Aufmunte— rung zur Sparsamkeit mit Getraide entstünde. Zur Verhü— tung des drohenden Mangels giebt es überhaupt folgende Mittel: 1) Einfuhr. 2) Gehemmte Ausfuhr. 3) Vorräthe. ö 4) Ersparung und stärkere Anwendung von Stellver— tretemitteln. ö Zur Verhütung einer Vertheurung, welche noch über die Wirkung des Mangels hinaus oder von diesem unabhän⸗ gig durch Unternehmungen der Getraidehändler bewirkt wird, sind folgende Mittel möglich: 1) Befreiung und Beförderung des Mitbewerbes der Erzeuger. 2) Verkauf auf öffentliche Rechnung für bestimmte mäßige Preise. 3) Zwangsmaßregeln, nämlich gesetzliche Tare, Auf— zeichnung der Vorräthe, Haussuchung, Befehl zur Abliefe— rung um bestimmte Preise. Diese Mittel könnten nur im äußersten Nothfalle, um Menschen vor dem Verhungern zu retten, gerechtfertiget werden. Die Auswahl der Maßregeln, die aus diesen sieben in einem besondern Falle angewendet werden sollen, muß nach — —.2.——....— ————— DAR DSerr—— ———— 2—— EE— SS 13² Maßgabe der Oertlichkeit geschehen, mit der Rücksicht, daß immer, wo der Erfolg nicht leidet, das weniger zwingende den Vorzug verdient. 231 ö Ist ein ganzes Land getraidebauend und getraideausfüh⸗ rend, und hat es zugleich wenige Gewerke, also eine schwache Bevölkerung, so ist die Regierung aller Besorgniß überhoben. Ein Mißwachs wird nicht leicht so groß seyn können, daß nicht der eigene Bedarf wenigstens reichlich gewonnen würde, auch fehlt es nicht an Kaufleuten, die Vorräthe liegen haben. Unbedingt freie Ausfuhr gehört nothwendig zu dieser Lage der Dinge, und ist in keiner Hinsicht bedenklich. Daher wurde 1772, als von einer Reichssperre die Rede war, an— erkannt, daß Pommern, Mecklenburg und Holstein davon ausgenommen werden müßten. „Je hmehr Gewerke ein ackerbauendes Land besitzt, desto größer ist seine Bevölkerung, und desto kleiner folglich der Ueberschuß, der insgemein zur Ausfuhr gelangt. Unstreitig kann daher bei ihm schon leichter der Fall eintreten, daß in einem Mißjahre nichts über den Landesbedarf hervorgebracht wird. Dann ist die Ausfuhr nachtheilig, woferne nicht eben so leicht wieder auf einer anderen Seite Einfuhr zu erwarten ist. Daß man aufhört auszuführen, sobald die Vorräthe dem Inlande nöthig sind, ist eine unrichtige, von der Erfah— rung öfters widerlegte Behauptung; es können, noch ehe man über das Erzeügniß des eigenen Landes im Reinen ist, in einem Nachbarstaate, der entweder reicher ist, oder offen— baren Mangel hat, die Preise so hoch gestiegen seyn, daß die Ausfuhr noch lange Zeit einträglich bleibt. Die Wieder— einfuhr kann begreiflich die Folgen einer zu starken Ausfuhr nicht ganz gut machen, denn sie kostet wenigstens viel, erfolgt nicht so schnell, als es Noth thäte, und wird bisweilen noch dulch strom hen d mohrt M huich gl den. A Imond von eit schern Moaßlez Hiufg 6 die Aue sthe E angewend rises hei in I M gen vöthi schen, si für hinkel müsen.; hiht gepo Escheun Muithen n Mame Unter gle; Eu Ind Holh stts Vort Besuguß Ein Rlesh, uget winga Hetraidenuest oeine schun niß überhoh können, V vonnen wü e liegen hain zu dieset Lu klich. Dun jede war, z Holstein dapn bestzt, des jolglich de Unstreitiz eten, daß i hervorgebrach ine nicht eln zu erwann die Vorrath u der Erfah n, noch ah u Reinen ij „oder offn n sem, Die Wichin Ahen Mue I Hewalen —— 133 durch besondere Ursachen erschwert, wie z. B. Versendungen stromabwärts viel leichter sind, als aufwärts. Vorräthe kön— nen dann nichts nützen, sondern die inländischen Preise nur mehr unter die auswärtigen herabdrücken. Eine Erschwerung der Ausfuhr durch einen verhaltnißmaßigen Zoll kann daher durch gegebene Umstände mit Nothwendigkeit gefordert wer— den. Allerdinzs leiden hierunter die fremden Abnehmer; aber Jemand muß die Kargheit der Natur empfinden, und wer von eingeführtem Getraide lebt, muß sich durch Vorräthe sichern oder auf höhere Preise gefaßt seyn; auch wird die Maßregel Niemand unvorbereitet treffen, wenn es schon vor— läufig bekannt ist, daß bei einer gewissen Höhe der Preise die Ausfuhr höher besteuert wird. Die allgemeinen Grund— sätze des freien Handels können auf den Getraidehandel nicht angewendet werden, weil die Unausweichlichkeit des Bedürf⸗ nisses bei ungünstigen Umständen eine gefährliche Ungleichheit in den Mitbewerb bringt. Zunächst werden Markteinrichtun— gen nöthig seyn, die den inländischen Verzehrer in den Stand setzen, sich vor dem Ausländer zu versorgen; kann nicht dieß für hinreichend gehalten werden, so wird man Zölle anordnen müssen. Wäre man überzeugt, der Bedarf des Landées sey nicht gewonnen worden, so müßte man zeitig an Einkauf, Erschwerung des Brandtweinbrennens oder an Verkauf von Vorräthen denken, weil dann die gehemmte Ausfuhr wohl den Mangel im Ganzen vermindern, aber die Vertheilung unter alle Bedürftigen nicht erleichtern könnte. Ein handelnder Staat, wie z. B. die drei Hanseestädte und Holland, dem Getraide eine Waäre ist, von welcher er stets Vorräthe hält, ist wie ein reinackerbauender von aller Besorguiß frei. Ein Gewerksland, welches im Durchschnitt nur seinen 134 Getraidebedarf bauet, schwebt in Mißjahren in stärkerer Ge— fahr. Hemmung der Ausfuhr ist dann meistens unnöthig und unnütz, und es muß wirksamere Hülfe geschafft werden. Vorräthe, Sorge für jede mögliche Ersparung und Gebrauch unschädlicher Ersatzmittel reichen kaum hin, und man wird Einfuhr veranstalten müssen. England ist in dieser Lage, und sie hat sich gefährlich gezeigt, obschon die dortigen hohen Getraidepreise die Einfuhr stärker als anderswo ermunterten. Hier liegt zugleich viel daran, daß der Getraidebau im Lande selbst zunehme, um die Lage der Dinge etwas umzuändern. Die bekannte Ausfuhrprämie der Engländer hat sich in mehr als 60jähriger Erfahrung als nützlich erwiesen, aber gerade nur für ein Land, dessen Landwirthe außerdem mit den Aus— ländern nicht füglich Preis halten könnten. Noch bedenklicher ist der Zustand, wenn ein Land insge— mein auf Einfuhr von Lebensmitteln bauen muß; starkbe— völkerte Gebürgsländer und nordische Erdstriche, die andere rohe Stoffe, z. B. Holz, Metalle, in den Handel bringen. Hier kann die Regierung nicht umhin, für die Versorgung der Einwohner selbst mitzuwirken, Verträge deßhalb zu schlie— ßen, große Vorräthe anzulegen, Einkauf und Herbeischaffung zu leiten. Besteht ein Land aus verschiedenen Theilen, so wird die Aufgabe der Regierung insoferne verwickelter, als nun jene Maßregeln zum Theil mit einander verbunden werden müs⸗ sen; dagegen wird aber durch den freien Verkehr der Lan— destheile manche Sorge beseitigt, weil der Mißwachs selte— ner allgemein ist und der größere Mitbewerb nicht nur die Bedürfnisse leichter ausgleicht, sondern auch den Landbau emporhebt. Je größer die Fläche, desto mehr kann auf die ligene maasteh Küͤsten Hlichr stlie int I M Renden in Heezu tt aber doe nicht sch tein zu wenn m Mute d zulckbi hhert d stens im! guffa licht und sedoch, si schnell un Hiallber k thschon dor in End, lih gerhge dizeth Meidey mu Di denen Ch aus dem gen dieser u stirketer 6/ stens unnüh schaft werden und Gebraut nd man wird u dieser Vagt, dertigen hehr dermuntertn debzu im Am as umzuirden at sich in nih n, aber ga n mit den Il ein Lund itth muß; inth liche, d n Handel kangn die Masuun deßhulb ush d Hedashrjn eilen, Vaid R A den rade 00 gerkehr de u Mippach Ah nit uu ben bam as eigene Kraft des Verkehres gerechnet werden. Indeß liegen meistens die Getraidegegenden naher an den Strömen und Küsten, als die Gebürgs⸗- und Gewerksgegenden, so daß jene leichter ins Auslaud senden, als in diese, welchen also der freie innere Handel in diesem Falle wenig nützt; es sind also Maßregeln unvermeidlich, welche die getraidearmen Ge— genden in den Stand setzen, vor dem Ausländer einzukaufen. Hiezu tragen schon gute Land- und Wasserstraßen vieles bei, aber doch machen sie die Versendung durch ein großes Land * nicht schnell und wohlfeil genug, um Kaufleute dazu ermun⸗ 2— tern zu können. Ausfuhrerschwerung ist nicht gerade nöthig wenn man nur auf den Fall des Mangels anordnet, daß eine Quote des Erzeugnisses für billigen Preis von der Ausfuhr zurückbehalten werde, um auf Kosten der Bedürftigen ins Innere des Landes geführt zu werden, oder wenn man wenig⸗ stens in den Platzen, von denen die Ausfuhr geschieht, zei⸗ tig aufkaufen laßt. Wäre die Versorgung vom Auslande leicht und sicher, so fiele dieß Alles weg. Die Nothwendigkeit jedoch, sich um das Ergebniß der Ernte zu bekümmern, und es schnell und glaubhaft ausmitteln zu lassen, ist sehr dringend; hierüber kann uns China's und Japan's Beispiel belehren, obschon dort die Gefahr der Hungersnoth weit stärker ist als in Europa.— Sonst lassen sich für große Länder nicht füg— lich genügende Regeln aufstellen, weil das Verfahren nach der eigenthümlichen Mischung der Landestheile abgemessen werden muß. Wie in jedem besonderen Gewerbszustande die verschie— denen Classen von Gewerben zu behandeln seyen, dieß geht aus dem Wesen dieser Zustände leicht hervor. Manche Fole gen dieser Verschiedenheit verdienen um so eher hervorgeho— ———— 53 ben zu werden, je weniger sie von selbst deutlich ins Auge fallen, z. B. die Münzfuße. In einem Getraidelande muß fremdes Geld umlaufen, wegen der Getraideausfuhr, für die man nicht immer gleich unmittelbar ausländische Waa— ren eintauscht; so findet man schwedische und dänische Münze in Mecklenburg, österreichische in Baiern. Gesetzliche Wür— digung ist dazu dienlich, und, weil nur gröbere Sorten her— einkommen, nicht schwierig. Daher mag das Prägen eigener Münzen ohne Nachtheil ausgesetzt werden. In einem Han— delsstaate muß die Schätzung fremder Sorten dem Privat— verkehre überlassen werden, doch bedürfen besonders freie Handelsstädte einer schützenden Einrichtung, wie Umschreibe— banken. Von dem auswärtigen Handel hängt es aber ab, welche Stückelung der Münzen die bequemere sei, wie dieß in Deutschland nachgewiesen werden kann. Bei dem bekannten Streite, ob die verschiedenen deut— schen Münzfuße Ursache oder Folge der verschiedenen Preis⸗ verhältnisse sind, hat Büsch wohl Recht, das letztere zu be— haupten; der Münzfuß kann nicht soviel Einfluß haben, die Waaren beträchtlich wohlfeiler zu machen, wo er leichter wird, und wenn auch einige Zeit lang für den Thaler, nach— dem dieser leichter gemacht worden, aus der Unwissenheit über seinen Gehalt noch soviel Waaren gegeben werden, als zuvor, so wird dieß bald aufhören, wenn man findet, daß derselbe in anderen Gegenden weniger gilt, und man wird die Preise verhältnißmäßig erhöhen. Es muß vielmehr an— genommen werden, die edeln Metalle seyen im Norden des thüringer Waldes und am Niederrhein wohlfeiler gegen die Waaren, also diese theurer, und deßhalb sey kein so kleiner Maßstab nöthig. Daher ist im südwestlichen Deutschland die Hauptrechnungsmünze der Mark Silber(Gulden), im adöt nördli nordz Wusi Guhen Mihen rij) de hlit die gluubt, binge b Lande E botes vo aber da Kunst te Wuren bes Untet Ind Gůd. hur die; andere 2 sud gher nict anda Juctlatk Ne glbexe wentgen sh sih hi 0 vaschrden inen, ua dauhnm den Nhi Male is Hagtegel eutlich inz le m Garadihgz Gamdrunsth Iilindiche Au dinisch W Hechliche i dre Sokten 00 NPripen eger In einem 0⁰ n dem Prin besonders sin vie Umschul gt es gher t sei, pir schiehenen den hichenen Mleit lhtene zu be uß haben, E 2o er keichn Hnler, uut & Munisenhu n pedden, A am fndet, di und man vit 5nielncht v m Modau x Alet gege kein so la deutsalam u Guder // —* lüdöstlichen Theile schon 5, in der größeren Hälfte des nördlichen Theiles 5 oder e(preuß. Thlr.), und weiter nordwärts sogar e; die Hauptscheidemünze ist in ähnlicher Abstufung ror, 5(Kreutzer nach dem 24 und dem 206 Guldenfuße), oder desselben Thalers, und die kleinste Münze ist hier 324 oder 325(Heller), dort 23(Pfen— nig) des Thalers. Woher rührt aber die größere Wohlfeil— heit der Münzmetalle im nördlichen Deutschland? Büsch gläubt, von der verschiedenen Fruchtbarkeit. Nun wird aller— dings bei gleichem Zufluß edler Metalle im fruchtbareren Lande Getraide und alles Andere wegen des größeren Ange— botes von Waären gegen Geld etwas wohlfeiler seyn; wenn aber das minder fruchtbare Land wieder an Erzeugnissen der Kunst reicher ist, so kann leicht die Menge der umlaufenden Waaren in beiden wenigstens gleich seyn, und so die Ursache des Unterschiedes ganz wegfallen. Dieß findet zwischen Nord⸗ und Süd-Deutschland ohne Zweifel Statt. Es könnte also nur die Wirkung fühlbar bleiben, daß Lebensmittel gegen andere Dinge, welche zum Theil ausländischen Ursprunges sind oder viel ins Ausland gehen, und daher ihren Preis nicht ändern, wohlfeiler sind. Ferner ist der Unterschied der Fruchtbarkeit auch nicht sehr beträchtlich; die Pleißegegend, die güldene Aue, die lange Börde, Thüringen ꝛc. stehen wenigen süddeutschen Gegenden nach. Dagegen känn füg—⸗ lich die ganze Art des Verkehres mit dem Auslande für verschieden gehalten werden, und man wird nicht sehr irren, wenn man zwei verschiedene, in nicht vielfacher Berührung stehende Nahrungswesen annimmt, die durch den Rhein einigermasien verknüpft werden. Im südlichen Theile ist Landbau vorherrschend; Getraide, Wein, Obst, die Haupterzeugnisse. Der Handel nach außen ist schwach, wegen 138.—....——8 der Entfernung vom Meere, und würde ohne die Donau und deren Zuflüsse(Inn, Isar ꝛc.) noch schwächer seyn. Der Landbau erfordert wenig Geld, da ein großer Theil des in ihm angelegten Vermögens höchst selten den Besitzer wech— selt, und der eigene Bedarf der Arbeiter nicht in den Um— lauf kommt. Für verkauftes Getraide wird zwar aus Oester— reich und der Schweitz Geld eingebracht, aber den Einkauf von Colonialwaaren und norddeutschen Gewerkswaaren nimmt dasselbe sogleich wieder in Anspruch. Nehmen wir nun Oesterreich, welches, hauptsächlich aus Ungarn und Sieben— bürgen, viel eigenes edles Metall erhält, aus, so erhellt, daß das übrige Süddeutschland überhaupt einen langsamen Umlauf, wenig Bedürfniß und Zufluß edler Metalle haben müsse. Zugleich ist hier die ganze Lebensart einfacher, es finden wenigere gesuchte Genüsse so wie wenigere große Ge— winnste Statt. Norddeutschland dagegen handelt lebhaft mit anderen Ländern; die Hanseestädte, zumal Hamburg, sind große Märkte, auf denen Geld in Fülle umläuft, wie in London und Amsterdam Dem regeren Umsatze entspricht ein ö starkerer Verbrauch aller Arten von Gütern, eine von den Britten gelernte Lebensart, und dieß Alles erstreckt sich von der Nord- und Ostsee an, soweit ins Land, als Waaren auf Kähnen verführt werden können. Die Preise richten sich mehr, als im südlichen Theile, nach den in anderen Ländern statt findenden Sätzen. Die größere Wohlfeilheit der edlen Metalle ist folglich einem stärkeren Zuströmen derselben zuzu— schreiben. Ein Gleichgewicht zwischen beiden Theilen von Deutschland läßt sich deßhalb nicht herstellen, weil der nörd— liche in dem südlichen nicht viel zu kaufen findet, wofür er Geld dahin senden könnte. Die in der Mitte liegenden Berg⸗ reihen machen die Versendung zu kostbar, weßhalb z. B. in Neode hrauch 6a el icht dl Im Oal saltung gunze R Hufen! von den eine dii filtiz ʒ tlefeh, ist in de Seite de schen, den, der Etnnte. nathulche Das auden Vl hisem Ge fat, wel hesiftete⸗ Durt ist! Wsch l der mast Daher ff sn werde hne die dum schpicher san. oßer Theil Besher wich t in den Um⸗ ar aus Oester⸗ den Einkauf Wadren nimmt men wir yn nund Sichen⸗ us, so ethelt, inen ngsamen Metalle habe einfacher, sete große G. It lebhaft mit amburg, sind Wit, wie in Rantspricht ch eine von da ueckt sich vu Wauren au lichten sich Lren Länden heit der edleh erselben hug Theilen n Weil der vͤtz det, vofll Iugenden Bh Hub z. d. 139 Niederdeutschland mehr französische als deutsche Weine ge—⸗ braucht werden. Die Bestrebungen der Regierung dürfen, wenn sich ir— gend eine einseitige Richtung der Gewerbsverhältnisse zeigt, nicht bloß deren Vervollkommnung zum Gegenstande haben. Im Laufe der Zeiten ändert sich nothwendig die ganze Ge— staltung, wenn auch nicht, wie Smith es darstellt, die ganze Reihe der verschiedenen Zustände von jedem Volke durch—⸗ laufen werden muß. Soferne nun der jedesmalige Zustand von dem Verhältniß zu anderen Ländern bedingt wird, ist es eine dringende Aufgabe, den hierin vorgehenden Wechsel sorg— fältig zu beobachten und die Maßregeln dergestalt darnach zu treffen, daß er keine störenden Folgen äußern kann. Daher ist in den meisten Fällen gerade die am wenigsten entwickelte Seite der Gewerbe am sorgfältigsten von der Regierung zu pflegen, z. B. der Gewerksfleiß in einem getraideausführen— den, der Landbau in einem gewerk- und handeltreibenden Staate. Dieß fällt aber insoweit nothwendig hinweg, als natürliche Umstände im Spiele sind. Das Armenwesen pflegt der Regierung bei landbau— enden Völkern keine große Beschwerde zu verursachen. In diesem Gewerbe findet die Ungewißheit der Ernährung nicht statt, welche es in anderen zweifelhaft macht, ob eine neu— gestiftete Familie ihr Unterkommen werde finden können. Dort ist weder die Erzeugung werthvoller Stoffe noch deren Absatz leicht unsicher, Verschiedenheiten der Geschicklichkeit, der menschlichen Launen und Neigungen haben keinen Einfluß. Daher findet die Anzahl der Ehen, die ohne Gefahr geschlof⸗ sen werden können, von selbst eine natürliche Gränze; man 14e trifft mehr unverehelichte Menschen(Knechte, Mägde) und wenig verarmte. Nur wenn die Anzahl derer, welche bloß von Tagelohn zu leben gedenken, zu sehr angewachsen ist, könnte das Gegentheil eintreten. Ist aber irgendwo ein Miß— verhältniß zwischen der Volksmenge und den Erwerbswegen eingetreten, so fällt es auch viel schwerer, den Nahrungslos⸗ gewordenen Beschäftigung zu verschaffen. Bei den Hand⸗ werken wird durch die Anzahl der Gesellen und Lehrlinge dafür gesorgt, daß, wenn sich in dem Absatz eine beträcht— liche Veränderung ereignet, doch nicht sogleich ganze Familien außer Brod gesetzt werden; jene leicht beweglichen Arbeiter folgen bequem der Blüthe jedes Gewerbes nach, selbst außer Landes, wenn es nicht eine falsche Politik zu sehr erschwert. Beim Fabrikbetriebe ist Uebervölkerung durch keine Bemü— hung der Regierung zu vermeiden. Kein Fabrikarbeiter kann leicht eine beträchtlich stärkere Wahrscheinlichkeit seines Fort—⸗ kommens nachweisen, als alle Uebrigen; seine jetzige Beschäf— tigung durch einen Unternehmer und seine Wichtigkeit für denselben ist die Grundlage aller seiner Hoffnungen. Es kann aber heute im Vortheile des Unternehmers liegen, die Zahl seiner Lohnarbeiter zu verdoppeln, während er übers Jahr es vielleicht ebenso nützlicher findet, sie auf I zu ver⸗ mindern. Dieß kann selbst dann von ihm beschlossen werden, wenn sein Absatz derselbe bleibt; wie also erst bei einem Wechsel desselben, den er an jedem Posttage befürchten kann?— Wie nun große Gewerke und Handel hohen Ertrag abwer— fen, so muß man auch zugleich bedenken, daß die Kosten der Armenversorgung eine größere Quote von demselben ansmachen. Künstliche Armenanstalten sind den Handels⸗ und Fabrikorten eigen, weil sie in ihnen am stärksten Bedürrniß sind. Es ist aber auch minder schwer, den Armen, welche noch arbei— tun ke ders heschi 4 Hol ainem K Schbin lichen 2 ziemsich nicht di beichen. am mei von Oi Nimand hitzu, souden e diset A mchr eil ligenthyn die Guun Uingebetech eerki G. hote gur nöger sh se in ang Ausgedehn an, Hsn gemese, Wechslung ummen M „ welche 05 noewachse i dwo ein M Erwerhirnn Maugeht ei den Hul und kchriz Veine Hertht anze Funiit lichen Whaih „ selbi uin schr ashhet keine Bent kurbeiter km Rseines Foit bi0 Boschäf Ahtigkät süt unhen. Ei Hiegen, dit der Ubers u ver⸗ sen werden, bei einem ukann?— Nag abwer Kosten der mnomache Fablikolth 144 ten können, Gelegenheit zum Erwerbe zu verschaffen, beson— ders wird der Landbau immer noch viele arbeitende Hände beschäftigen und lohnen können. Auch die Staatswirthschaft steht mit der Gestalt der Volkswirthschaft in mannichfaltigem Zusammenhange. In einem landbauenden Volke wird das Steuerwesen wegen der Schwierigkeit, von dem. Naturaleinkommen einen beträcht⸗ lichen Theil in Geld umgesetzt der Staatscasse zuzuwenden, ziemlich unvollkommen bleiben. Man wird sich an allgemeine, nicht drückende Sätze halten und nicht leicht von ihnen ab— weichen. In den Städten wird mit Hausersteuer und Accise am meisten ausgerichtet werden. Die Regierung kann aber von Staatsgütern und Regalien eine besonders nützliche, ö Niemand lästige Aushülfe erwarten. Kommen viele Gewerke hinzu, so wird dann nicht bloß eine Gewerkssteuer lohnend, sondern es kann auch von dem Landbau, welcher zufolge dieser Aenderung nothwendig höhere Gewinnste giebt, mehr erhoben werden. Mit der Zerstückelung des Grund— eigenthums, welche dieses Fortschreiten bezeichnet, kann daher die Grundsteuersetzung sorgfältiger eingerichtet, auf Er— tragsberechnungen gebaut werden. Es wäre verfehlt, einerlei Grundsteuersystem unter allen Verhältnissen für das beste zu erklären; die Kosten einer Landesvermessung z. B. mögen sich in einem Lande einigermaßen verlohnen, wahrend ö sie in einem anderen sehr übel angewendet seyn können. Für ausgedehnten Fabrik- und Handelsfleiß sind indirecte Steu— ern, besonders auf Gegenstände des Wohllebens, sehr an⸗ gemessen, weil die Gewerbssteuer den verschiedenen Ab— wechslungen des Ertrages der Gewerbe nur höchst unvoll— kommen folgen kann und genaue Nachforschungen darüber etwas Gehässiges haben. Einfuhrzölle können sich in land⸗ bauenden und rohe Stoffe anderer Art gewinnenden Län⸗ dern nur auf Besteurung des Lurus beziehen; wenn die inländischen Gewerke emporkommen, so werden jene zugleich die Bestimmung erhalten, diese zu befördern. In reinen Handelsstaaten müssen Zölle so gering seyn, daß sie den Ver— kehr nicht beengen: sie werden dann wegen der Ausdehnung der Geschäfte um so ergiebiger seyn. 5 De 8 hettift Ausehun dlu Bil gebenen die Fagt welchen Ein u schaft? trrsuchum un huft Her großen hern Wh Iem der vansep welhe st werden Hal ihn der Natie Dagchen schn lh inneader di n wem jene Iunlat Iu uenn se In du r Murhun 5. Ueber die Handelsbilanz (den Handelsabgleich). Die Lehre von dem Handelsabgleiche, richtig gefaßt, betrifft überhaupt das Verhältniß eines Landes zu andern in Ansehung des zwischen ihnen statt sindenden Verkehres. In der Bilanz wird die ganze Masse, der von beiden Seiten ge⸗ gebenen Güter und Geldmengen verglichen. Faßt man nun die Frage, auf deren Lösung es überhaupt ankommt, so: welchen Einfluß hat das Verhältniß zwischen Ein- und Ausfuhr auf die gesammte Volkswirt h⸗ schaft?, so ergiebt sich, von welcher Wichtigkeit diese Un— tersuchung für die Staaten seyn muß, welche in vielfachen und häufigen Verkehr verschlungen sind, und deren Einwoh⸗ ner großentheils in Verbrauch und Absatz von anderen Län— dern abhangig sind. Dieß ist aber mehr oder weniger von jedem der europaischen Staaten zu behaupten. Von den Er— gebnissen dieser Betrachtung wird die auswärtige Politik, auf welche stets wirthschaftliche Rücksichten viel eingewirkt haben, werden Zollwesen, Handelsverträge, Coloniewesen, einen Theil ihrer Richtung erhalten; nach ihnen wird die Leitung der Nationalkraft auf lange Zeiten bemessen werden müssen. Dagegen wird aber auch die Sache sehr schwierig durch den *+* 15 2— ———— Widerstreit der Meinungen und der Systeme. Indem die Einen auf das Herkommen sich berufen, von welchem kein Staat entschieden vollständig abgewichen ist, suchen die An— deren aus theoretischen Gründen das Fehlerhafte des bishe⸗ rigen Verfahrens darzuthun und widersprechen der Beweis— kraft der gemachten Erfahrungen. Theoretisch ist längst das Mercantilsystem, wie es sich darstellte, scharf widerlegt worden, und es fehlte ihm durch— aus an Waffen, um sich gegen Smith's und der Physio⸗ kraten Angriffe zu halten. In der Ausübung konnte es aber nicht zur Befolgung dieser Ansichten gebracht werden, zu—⸗ nächst aus staatswirthschaftlichen Gründen, denen aber ein dunkles Gefühl des Paßlichen und Schädlichen kraftvoll zur Seite stand. Unterdessen ist jene neuere Theorie, obgleich sie mit der allgemeinen Sehnsucht nach bürgerlicher Freiheit zusammenzuhängen schien, und von der lauten Stimme der gewandtesten und unterrichtetsten Classe von Gewerbtreibenden‚ den Kaufleuten, eifrig vertheidiget wurde, doch sehr erschüt⸗ tert worden. Wenn Willkühr, Unbedacht und Selbstsucht mancher Regierungen eine allgemeine Abneigung gegen jede von der Staatsgewalt ausgehende Beschränkung des bürger— lichen Lebens erzeugten, so ist dagegen durch viele Noth der neuesten Zeit die öffentliche Meinung wieder mehr jener äl⸗ teren Ueberzeugung zugelenkt worden, und die Regierungen finden sich durch laute Klagen von beiden Seiten auf eine verwirrende Weise eingepreßt. Die Bauern und Handwerker werden wenig berücksichtiget, weil sie wenig zu sprechen wis⸗ sen, die Fabricanten und Kaufleute aber suchen wetteifernd das Urtheil der Mehrzahl auf ihre Seite zu ziehen, und die Käufer als solche stimmen den letzteren mehr bei. So ge— schieht es, daß kaum eine Maßregel in diesem Gegenstande 25 05 fe sact, Ucblise nach s mossen V Vanchr wilthsch Augen, nie ein es Wb Wüken kh Richen a Erbigun Ind dent iu, das dalehre tt st, ene g uf die ez Ged, ga nich f lcht githi kist an uum Fort hut aber uher woh N. N0 Iwen ut weschem ken Hen die Iu E des bithn der Beweit wie es sich e ihm durch d der Physz onnte ei abg werden, Ir Men gier a kustal sr hrie, ahhsah licher Jrihel 1Sunne verbnaberber, hi XIIA 4½ bgn lle Mth der dcht sener ii Mierumga um uf ein 1 rehen u. Meitd chn„ u N G —— 145 getroffen werden kann, der nicht von einer Seite Unzufrie— denheit entgegentritt. I. Das Geld muß vor Allem die Betrachtung, welche aus festen theoretischen Gründen jenen Zwiespalt zu lösen sucht, beschäftigen, weil man um seinetwillen einen Ueberschuß der Aus- über die Einfuhr erstrebte, weil man nach seiner Menge den Grad von Reichthum eines Volkes messen zu können meinte. Wenn man an den steten Wechsel von Erzeugen und Verzehren denkt, aus welchem eigentlich die ganze Volks-— wirthschaft besteht, so fällt es höchst einfach und hell in die Augen, daß, wo Geld in die Mitte tritt, mit demselben nie ein Geschäft beendiget werden könne, weil Geld als sol— ches weder verbraucht werden, noch zur Hervorbringung mit— wirken kann; daß es immer bloß als Vertreter, als Werths-— zeichen anderer Güter angesehen werden müsse. Bei dieser Erwägung könnte man sich verwundern, wie nur erfahrne und denkende Männer in so groben Irrthum gerathen moch— ten, das Geld selbst als Ziel anzusehen. Allein im Privat— verkehre tritt wirklich, nachdem das Geld eingeführt worden ist, eine gewisse Abhängigkeit von demselben ein; die Güter, auf die es zuletzt allein ankommt, verstecken sich hinter das Geld, gegen welches sie übertragen werden, und obgleich nicht zu sagen ist, wie weit wohl ohne alles Geld der Ver— kehr getrieben werden könnte, so ist doch, wenn man sich erst an dasselbe gewöhnt hat, eine gewisse Quote von ihm zum Fortgange der Volkswirthschaft unentbehrlich. Niemand hat aber noch diese Quote auszumitteln gewußt, und es ist daher wohl erklärlich, wie man sich über die Gränzen täu⸗ Ans. d. Volksre. 10 146 schen konnte, bis zu welchen der Nutzen des Geldes reichen kann. Es giebt in diesem ganzen Gebiete keinen verworrene— ren und verwirrenderen Gegenstand, als jenes räthselhafte, in undeutlicher Schnelle unablässig erscheinende und wieder verschwindende Element des Verkehres. Es ist aber selbst in allgemeiner Hinsicht, für die Geschichte des menschlichen Geistes, lehrreich zu sehen, wie achtbare Forscher, von rich— tigen Grundlagen ausgehend, sich auf Abwege verirrten. Wilhelm v. Schröder*), einer der ältesten deut— schen Schriftsteller, die das Handelssystem vortragen, geht in der Verirrung am weitesten, indem er sagt:„dieweilen ex communi consensu gentium gold und silber das allgemeine pretium ist aller dinge, und der werth dersel— ben an allen orten in der welt nach dem werth des gol— des und silbers geschätzt wird, als um welches alles kann erkauft werden; so muß man den reichthum eines landes nach der menge des goldes und silbers in demselben ästimi— ren.“— Allein es läßt sich doch zeigen, daß Schröder den Reichthum an edlen Metallen nicht für das einzige Wün— schenswerthe hielt; nur deßhalb soll, seiner Meinung nach, der Fürst auf diese Güter großes Gewicht legen,„damit er viel in seinen schatz legen könne.“ Der Fehler lag in der falschen Ansicht, als bestünden die Staatseinkünfte und die Quellen, aus denen dasselbe fließt, in denjenigen Gegenstän— den, in denen sie entrichtet werden.„Durch handel und wandel im lande“, heißt es ferner,„ernähret sich wohl ein land und wird mächtig, aber darum nimmt es dadurch an reichthum nicht zu'.— Man sieht, daß der Geldreichthum von dem wahren Wohlstande zwar unterschieden, aber nur auf Kosten des letzteren zu hoch angeschlagen wird. Bei der ») Fürstliche Schatz- und Rentkammer, 29. Cap. S. 109. Gerint spiel. nicht inam! nle fi Wunm eh Die Unt fühlbor, lihen E lüuft, g. 60 scht prak Soche, den vers⸗ Gob⸗ u Opaniens an Land meinen D net sey d em Bast stliti 1 hHurch die! Ged in de an whun H5 uswi In Mune aluft gr nd dempa kete Stel 1 zu sch 2 E Geles luthn eh verworrej rithseshaß und wiede ist aber selh menschlichn her, von rih verirrten. r iltesten den oktragen, R Iat:„dieweite ind silber werth dass verth des g es alles km 1 eines lunde emselben asim Conber de einsize Din Manung nut en,„damit! 1 Ug in l Inste und v n Gegensti handel un sich wohllt 5 dadutch d Geloreiathn en, abet iud. Bii N Cap. 8. 10. —— 147 Geringschätzung des inneren Verkehres finden wir das Bei— spiel eines mit Perlen besetzten Kleides angeführt, welches nicht kostbarer werden würde, wenn man die Perlen von einem Theile auf den anderen setzte, wohl aber, wenn man noch neue hinzukaufte. Ebenso werde das Geld nicht vermehrt, wenn es aus einem Beutel in den anderen gesteckt werde. Das Unpassende dieser Bilder war Schrödern nothwendig un— fühlbar, weil er aus jenem mißverstandenen staatswirthschaft— lichen Grunde die Gegenwerthe, für welche das Geld um— läuft, gar nicht beachtete. Gottlob Heinr. von Justi, dessen Schriften noch jetzt praktisch lehrreich sind, blickte schon etwas schärfer in die Sache, als er erklärte, der Reichthum bestehe eigentlich aus den verschiedenen Gütern, ohne die man, auch bei vielem Gold⸗ und Silbervorrathe, nothwendig arm sey, wie dieß Spaniens Beispiel beweise). Da aber, schloß er weiter, kein Land alle Waaren besitze, so bedürfe man einer allge— meinen Tauschwaare, zu welcher das Geld am meisten geeig⸗ net sey; der Reichthum beruhe also heutiges Tages bloß auf dem Besitze der edlen Metalle. Diese Folgerung paßt un-⸗ streitig zu dem Vordersatze sehr schlecht, und wird wenig durch die nachträgliche Bemerkung gebessert, daß nur das Geld in den Gewerben, aus einer Hand in die andere gehend, den wahren Reichthum bilde, weil später unten gesagt wird, bloß auswärtiger Handel mehre den Reichthum und verdiene den Namen Commercien.(§. 158.). Justi hatte nicht Kraft genug, um auf seine Principien standhaft fortzubauen und demnach das Geld völlig in die von ihm schon angedeu— tete Stellung als eines Mittels zur Erlangung anderer Gü— ter zu setzen. *) Staatswirthschaft. I.§. 126. 127. 145.—. von Bielfeld, der Freund Friedrichs, dessen Mei— nungen einigermaßen als die zu seiner Zeit gangbaren genom— men werden dürfen, unterscheidet noch genauer als Justi den Reichthum von dem Gelde*). Daher ist auch der Uebergang zu dem Grundsatze des Mercantilsystemes noch ge— zwungener und auffallender; der Gewinn beim Tausche müsse in ein unveränderlich dauerndes Gut verwandelt Créeduit) werden, sonst werde er bald zerstört; er könne nicht in Waa—⸗ ren bestehen, weil diese nicht lange dauern, auch sey es nicht wohl thunlich, allen Gewinn zum Ankaufe von Grundstücken anzuwenden. Dazu sey nur das Geld nothwendig). Diese Wendung ist besonders schwach, da offenbar nur we— nig Vermögen unter der Form des Geldes aufbewahrt wird. Indessen ist es eine, den älteren Schriftstellern gemeine Vorstellung, im Reichthum besonders bleibende Güter zu suchen, und die unaufhörliche Erneuerung aller seiner Theile zu ver— kennen. Das smithische System lehrte, bei dem Gelde bloß auf dessen Bestimmung für den Verkehr zu sehen, also nicht nach einer unbegränzten Vermehrung desselben zu streben. Seine Gründe dagegen, aus denen die Geldmenge eines Lan—⸗ des einigermäßen gleichgültig erscheinen sollte, sind: . die Abhängigkeit des Geldbedarfes von der Geschwin— digkeit des Umlaufes, so daß jener abnimmt, wie dieser be— schleuniget wird; 2. die Ersetzbarkeit der edlen Metalle bis zu einem ge— wissen Grade durch Gebrauch verschiedener Creditmittel; 3) der Umstand, daß sich bei gleicher Geschwindigkeit des Umlaufes die Geldpreise der Dinge nach der Geldmenge 29 Ensitwtions politiques, I. Ch. XI. H. 1 und 15. ) Ebend. XIV. H. 8. 9. lichten. wie amm k 0 0 E Gsc nit der hängende und dies iel hesch nit einer einander sonst and lasse, ch Exsegung dee Rehier Eshtunge 1 hsam Umbaufsm gelnacht, t ebt hoßn Hatkr aste im Lude 6 Rchen und weden. D baaf w daung de Oihnnn südiz 3 *) Ver Jurt mihe iu „ des M mngbaxen 9 uer als Juj ist auch stemes wo Tuusche delt(red) e nicht in x uch sey ez it Grundsthez thwendi) fenbar nut sbewahrt wl llem gemin uter zu suchn Heile zu vr u Gelde bloj en, asso nh zu sticha. ge eines Lun öb: er Geschänt ie dieser he zu einem umittel; eschvindiglt er Gebbnah Ind 15. — 149 richten, weßhalb folglich ein kleiner Geldvorrath eben so gut wie ein großer dem Bedürfnisse des Verkehres genügen kann*). egen die unbedingte Anwendung dieser, an sich rich— tigen Sätze kommt aber Manches in Betracht. So ist schon die Geschwindigkeit des Geldumlaufes etwas ziemlich Festes, mit der ganzen Beschaffenheit des Gewerbewesens Zusammen— hängendes. Der Geldumlauf ist zugleich der Waarenumsatz, und dieser kann unter bestimmten Verhältnissen beliebig nicht viel beschleuniget werden, wie etwa mehrere Menschen sich mit einem einzigen Ellenmaße behelfen könnten, indem sie es einander öfter liehen. Man wird durch die Erwägung, daß sonst andere Geschafte stocken könnten, sich nicht bestimmen lassen, eher einzukaufen, schneller zu verbrauchen ze.— Die Ersetzung der Münzen durch Creditmittel könnte zwar von der Regierung leicht bewirkt werden; aber werden die vielen Erfahrungen, die uns die neueste Zeit hierüber darbietet, es je rathsam machen? Münzen sind allerdings ein kostbares Umlaufsmittel. Aber der Aufwand ist immer darin schon gemacht, wenn von seiner Ersparung die Rede ist, und diese giebt bloß einen unerwarteten Gewinn, der wenigstens nicht weiter erstreckt werden soll, als daß man noch Münzen genug im Lande behält, um den Creditpapieren festen Preis zu geben und zum Wirken in das Ausland nicht ohnmächtig zu werden. Die Einrichtung der Preise nach der Geldmenge bedarf vorzüglich noch einer helleren Beleuchtung; eine Abän— derung der Preise, zufolge der vermehrten oder verminderten Geldmenge, ist weder unter allen Verhältnissen bald noch voll⸗ ständig zu erwarten. *) Vergl. Simonde, Rich. commerc. I. 127. Rau, Zusätze zu Storch, Z. 10. Die Bestimmung des Geldes und seine nächste Wirkung besteht darin, alle anderen Güter so beweglich zu machen, daß Jeder leicht im Stande sey, seinen Besitz in diejenigen Vermögenstheile umzuwandeln, die er gerade begehrt; Jeder soll das Geld wie einen Magneten gebrauchen, um damit aus der Masse dasjenige zu ziehen, was ihm am wichtig— sten ist. Für gegebene Umstände, in denen auch die Bestimmung einer gewissen Umlaufsgeschwindigkeit liegt, wird eine Quote der sämmtlichen Güter dazu erfordert, die übrigen auf jene Weise leicht und schnell zwischen den Menschen zu vertheilen. Beträgt der Geldvorrath nicht einmal diese erforderliche Quote, so kann das vorhandene Capital nicht seine Bestimmung ganz erreichen, und die Volkswirthschaft hat nicht die Lebendigkeit, welche ihr sonst möglich wäre. Wie groß diese Quote seyn muß, dieß hängt von den Preisen der edlen Metalle ab, und in einem abgesonderten Lande, ohne Zufuhr oder Abfluß der— selben, würde jede Metallmenge für diesen Zweck hinreichend seyn, weil dann immer nur Gold und Silber verhältniß— mäßig theuerer werden würden; nur könnte dann das edle Metall, wenn es sehr theuer würde, nicht mehr bequem ge— nug kleine Werthe vertreten. Indeß erforderte dieß einen ziemlichen Zeitraum, bis die Preise sich ganz eingerichtet. So wie aber mehrere Völker in Verkehr treten, so daß sie einander bald Geld zuführen, bald Waaren, nach Geldpreisen angeschlagen, so ist die Geldmenge weder etwas Festes, noch ändert sie sich gleichförmig nach gewissen voraus erkennbaren Regeln. Die Hervorbringekosten der edlen Me— talle bilden dann für die Preise eine stärkere Richtschnur, und es ist leicht möglich, daß des Geldes zu wenig oder zu viel vorhanden ist. bewo Crba UQAAA I E Gil eue Kl heleben zehrt u Gabyre eblen 9 klbeite dem Zu delschit kann in so sahge günsige Gebvort fasen ka Ine Si nicht aler Duse Ue auspungt Glächgen Hsgih, Menlen ges eine 0 f geshche it sei in der nichse Dhn hich u nuch sth in ejnin bagehtt; y en, um h hm am uitz die Besinmn birdee ine Q Rigen auf sy zu verthiin derliche Aun stimmunz anj e Lbendigli se Quote sh kalle ab, un Abfluß de⸗ E hiureichen er verhiltn dann das ede beguem g e dieß einn ngerichtet. r treten, Baaren, u. weder elns ewissen votul der eolen M NRichtsahu N V 151 In diesem Falle, welcher zugleich der gewöhnliche ist, beweißt sich folglich der Geldbedarf, ohne welchen nicht alle Erwerbstämme gut angelegt, alle Güter nach ihrer Bestim—⸗ mung angewendet werden können, zugleich nach dem bestehen— den Satze der Gold⸗ und Silberpreise. Jede Vermehrung der Geldmenge bis zu diesem Betrage hin erweckt offenbar neue Kräfte in der Volkswirthschaft, wirkt auf allen Seiten belebend; neue Gewerbe können entstehen, es wird mehr ver— zehrt und mehr erzeugt. Ein solcher Zuwachs kann auf die Geldpreise keinen Einfluß haben, weil mit dem Angebote von edlen Metallen zugleich die Gelegenheit ihrer Anwendung sich erweitert. Je weiter nun die Wirthschaft eines Volkes von dem Zustande der vollen Entwicklung entfernt ist, in jeder der verschiedenen Gestaltungen der Betriebsamkeit, desto mehr Geld kann in ein Land strͤmen, ohne die Preise zu erhöhen, und so lange dieß nicht erfolgt, wird der Geldzufluß eine äußerst günstige Wirkung auf die Gewerbe äußern. Je näher der Geldvorrath derjenigen Masse kommt, welche der Umlauf fassen kann, desto eher wird auch eine Vermehrung derselben jene Sättigung hervorbringen, bei welcher man fühlt, daß nicht alles vorhandene Geld nützlich angewendet werden könne. Diese Ueberfüllung ist jedem Geldbesitzer lästig. Daraus entspringt das Bestreben, durch Abfluß ins Ausland das Gleichgewicht wieder herzustellen, bis aber dieß vollständig geschieht, muß nothwendig der Preis der Güter gegen edle Metalle etwas steigen. Demnach ist dieß Steigen keineswe— ges eine nothwendige Folge jeder Geldvermehrung, und wenn es erfolgt, so muß es nicht gerade in demselben Verhältniß geschehen, in welchem das Geld zugenommen hat, vielmehr ist sein Eintreten als ein Zeichen des erreichten Maximums in der Betriebsamkeit anzusehen, und seine Stärke deutet 15² an, wieweit der Bedarf von dem Vorrathe überschritten wird. Auch kann das Steigen nicht immer ganz gleichförmig ge— schehen, weil der Geldzufluß oft nur einen Ort(3. B. eine Handelsstadt) oder eine Gegend trifft, und sich nicht also— bald über das ganze Land verbreiten kann. Wird ein so entstandener Ueberfluß, der sich durch ge— sunkene Metallpreise ankündiget, ins Ausland geführt, um dort angelegt oder gegen Waaren, die man einführt, hinge— geben zu werden, so ist dieß im Ganzen nützlich. Nur in dem Falle könnte es eine ungünstige Folge nach sich ziehen, wenn die Geldausfuhr, durch Zufluß von Colonien genährt, so stark und dauernd wäre, daß sie das Volk der eigenen Arbeit entwöhnte und verleitete, sich dringende Bedürfnisse von anderen Völkern befriedigen zu lassen.(Spanien.) Dieß ist bei dem Gelde, welches auf dem Wege des Han- dels gewonnen wird, nicht zu besorgen. Betriebsamkeit und Geschicklichkeit im Erwerbe sichern die einträgliche Benutzung der ausgehenden Metalle. Wird aber durch Geldausfuhr der Geldvorrath vermin— dert, welcher für die gegenwärtige Ausdehnung des Gewerbe— wesens Bedürfniß geworden ist, so kann dieß nicht ohne störende Folgen bleiben, und es muß offenbar schlimmer seyn, als wenn eine größere Geldmenge noch nicht vorhan⸗ den war. Die nächste Wirkung ist, daß Kauflustige die gewohnten Einkäufe nicht vornehmen können, weil sie die erforderlichen Tauschmittel nicht besitzen. Hierin liegt zu— gleich eine Unterbrechung des Absatzes; das Capital wird langsamer erstattet, findet also einen engeren Spielraum zur Anlegung. So ereignet sich eine Stockung in der Volkswirth— schaft, die man im Ganzen deutlich wahrnehmen kann, ob gleich es schwer ist, sie im Einzelnen zu verfolgen. Die Meisten zuvor u Unhaufe Mach Dise sje uhe de Gildat uch hur d deh Vellu hill, daß! det Dinge lust, den debe seinen des eigeng meinen Ve Iud kile Herner kom audthe gehe lande gelten Das Sille s/ als d scht den Eiz rur kiem 3 sch Gebin H, ohre Rund für d m guihys Wulen Amähig af astelen den U hiemli eishriten i glichfhemi (z.. sch nicht i sch dutch/ gefühtt, 10 nführt, H dich. Ruri ich sich zichn onien genißt k der aiheng e Bedürnis (Spanich ge des Hn lsamkeit um e Benußun luth vermit⸗ es Gewerhe nicht ohne schlimmer icht vorhar⸗ Iflustige di eil sie di legt zu apital wid ielraum zu Dolkewich n knm, Igen. D 153 meisten Unternehmungen finden Schwierigkeiten, von denen zuvor nichts zu bemerken war, und mit der Lebendigkeit des Umlaufes muß sowohl die gesammte Hervorbringung als die Verzehrung abnehmen. Diese Verlegenheit kann ziemlich lange dauern, während ihre wahre Ursache vielleicht nicht bekannt ist, wenn nämlich die Geldausfuhr selbst im Stillen geschah; wenn sie aber auch zur allgemeinen Kunde gelangt ist und Jeder laut über den Verlust klagt(wie es zu geschehen pflegt), so fehlt doch viel, daß man auch sogleich auf die Abhülfe denkt, die Preise der Dinge gegen Geld herabzusetzen. Kein Einzelner hat Lust, den Anfang zu machen, weil es ungewiß ist, ob An— dere seinem Beispiele folgen werden, er schlägt die Gefahr des eigenen Verlustes höher an als den entfernteren allge— meinen Vortheil. Auch Gesetze vermögen hierüber nichts, und eine freiwillige Uebereinkunft kann sich nicht bilden. Ferner kommen oft Waaren in das Land von außen, und andere gehen hinaus; in beiden Fällen dienen die im Aus-— lande geltenden Preise mit zur Bestimmung der inländischen. Das Sinken der Preise erfolgt daher viel weniger zuverlas⸗ sig, als das Steigen bei zunehmender Geldmenge, denn dieß setzt den Erzeuger, der zuerst mehr fordert und erhält, nicht nur keinem Verluste aus, sondern giebt ihm sogar anfangs einen Gewinn, bis allmählig alle anderen Erzeuger nachfol— gen. Ohne das Sinken der Preise ist aber kein Beweg— grund für den Kaufmann vorhanden, einem Lande, wider den gewöhnlichen Gäng des Handels, Geld zuzuführen und Waagren abzukaufen. Mit der Zeit wird zwar diese Wirkung allmählig eintreten, auch wird man zum Theil durch Credit— anstellen dem Geldmangel abzuhelfen suchen, aber beides kann doch ziemlich lange unterbleiben und unterdessen viel Scha— 154 den geschehen. Es ist nicht leicht zu unterscheiden, wenn man irgend ein Bedrängniß der Gewerbe gewahr wird, ob die Geldrnenge, oder das Vermögen zu kaufen, eine Minde— rung erlitten habe, und vermuthet man auch jenes, so liegt doch die Vorstellung nahe, es sey nur etwas vorübergehen— ö des. Die Vermengung beider Umstände, die allerdings auch oft in Verbindung mit einander vorkommen, zeigt sich in der Meinung des Volkes und älterer Schriftsteller sehr häufig). Aus diesen Sätzen erläutert sich unter anderen die Be— ziehung, welche zwischen der Geldmenge und dem Zinsfuße Statt findet. Im gemeinen Leben hält man dafür, beide stehen in der engsten Verbindung, und der Zins, als der Preis einer geliehenen Geldsumme, richte sich genau nach dem Geldvorrathe. Das Mercantilsystem mußte hierauf großes Gewicht legen. Dagegen bewiesen Hume, Smith, und die Neueren, daß das Geld bloß zur Uebertragung des Er— werbstammes diene, und daß man bei jenem immer erst nach der Menge von diesem fragen müsse, die man dafür erhalten könne. Das Geld als solches kann auf Hervorbringung und Verbrauch nicht unmittelbar wirken. Dieß ist so einleuchtend, daß man ganz natürlich zu der Folge übergehen mußte, der Geldvorrath habe auf den Zinsfuß gar keinen Einfluß, son—⸗ dern bloß die Größe des gesammelten Capitals.— Bleibt dieses gleich, während das Geld sich vermehrt, so wird, nach dieser Ansicht, der Geldpreis jedes Gutes steigen, also muß man mehr Geldstücke erwerben, um über dieselbe Capital⸗ *) So z. B. Gottlieb Wahrmund(Schwefer), Geldmangel in Deutschland und dessen gründliche Ursachen... Baireuth, 1664. Hier werden mit vieler Breite 22 Ursachen angeführt, deren manche allgemein sind, andere die Folgen des dreißigjährigen Krieges bilden ꝛc. menge Quote D in Gimh gamlinen Asammen gen des vob/ wel zgeschii mische& das 16. wenn cihe Dieconto Wechsel! Opial hiltniss Dizse Ccte ur halpt, so hann auf lch nicht! N Vekeht 2 Wükun Rggt ve nutung der addulch gue mit schual kömmende muß ofegt den und! karigtich eschadn, 0 ewusr nith en, eine M. +XI jenes, sy I. s vorlhanch eSallerdug a zeigt sch in schr hühe anderen di d. d den Zuesß an dafür, hen Zins, al v genau nuch du hierauf g Smith, u gung des Ei mer erst nit fr erhaltn ebrinzung un einleuchtech mußte, Eifuß, su Gleh so wird, ul n, also m cselbe eni Schweftt Ursachn ite 2 Uisitt die dage x 155 meenge zu gebieten, und der Zins kann zu keiner größeren Quote steigen. ö Die Erfahrung stimmt hiermit nicht ganz überein. Obgleich im Ganzen der Gang des Zinsfußes mit den Veränderungen des gemeinen Wohlstandes, folglich des gesammten Erwerbstammes zusammentraf, so brachten doch einzelne, schnelle Vermehrun— gen des Geldvorrathes auch ein Sinken des Zinsfußes her— vor, welches einem gleichen Anwachse des Capitals unmöglich zugeschrieben werden konnte. Beispiele bietet schon die rö— mische Geschichte, wie nach der Eroberung von Korinth, und das 16. Jahundert; ja noch täglich können wir sehen, wie, wenn eine plötzliche Veränderung in der Geldmenge eintritt, der Disconto steigt oder sinkt. Hier wird von Jedem, der einen Wechsel discontiren läßt, stillschweigend angenommen, das Capital stehe fortwährend mit dem Gelde in gleichem Ver— hältnisse. Diese Erscheinung ist aber leicht mit dem früheren Satze zu vereinigen. Nicht der gesammte Erwerbstamm über— haupt, sondern nur der durch Geld in Bewegung gesetzte, kann auf den Zinsfuß wirken. Ist nun der Geldvorrath noch nicht so groß, daß er die größte mögliche Lebendigkeit des Verkehres erregen kann, so wird ein Zuwachs von Geld die Wirkung haben, daß mehr Erwerbstamm ausgeliehen und angelegt werden konn; er wird nicht nur eine bessere Be— nutzung der schon vorhandenen Güter veranlassen, sondern eben dadurch auch eine reichlichere Erzeugung, so daß das Capital mit schnellem Schritte steigt. Soferne nun das neuhinzu— kommende Geld auch einen solchen neuen Spielraum findet, muß offenbar das Sinken der edlen Metalle verhindert wer— den und dagegen der Zinsfuß herabgehen. Bei einer sehr beträchtlichen Verinehrung werden beide Wirkungen zusammen— —.— —..— 156——— treffen, in einem Verhältniß, wie es die gegebenen Umstände mit sich bringen. Je schwerer und später aber nach einer Derminderung des Geldes auch die Preise der Güter ge⸗ gen Geld herabgehen, desto eher muß in diesem Falle der Zins steigen, weil dann wirklich um so viel weniger verleih— barer oder durch Geld bewegter Erwerbstamm vorhanden ist. Da ferner an einem einzelnen Orte nicht leicht die Preise bedeutend von den in dem ganzen Lande bestehenden abwei— chen können, so muß eine örtliche Anhäufung und Verminde— rung augenblicklich auf den Zins wirken, wie dieß eben der Disconto beweiset. Gesetzt, die Metallmenge eines Landes wachse um 25. Kann Jemand, der 100 Thlr. besitzt, mit denselben noch so viel kaufen, als vorher, so muß der Zins fallen, weil das Angebot, nämlich Capital und Geld zugleich, stärker zuge⸗ nommen hat, als daß der Begehr nachfolgen könnte; weil nun Jeder öfter und leichter 100 Thlr. zu leihen antrifft, ohne daß doch ihr Werth abgenommen hätte. Es kann also geschehen, daß der Preis einer verliehenen Summe, wenn er bisher 6 war, nun um 2 niedriger wird, also 285 oder 44 v. H. Wäre dagegen die Volkswirthschaft bereits mit Geld gesättiget, so daß alle Dinge schnell um E im Preise stiegen, so wären erst 110 Thlr. so viel werth, als zuvor 1oo, und jene Summe würde man nicht leichter zu verleihen tref—⸗ fen als bisher 100 Thlr., weßhalb sie auch nicht wohlfeiler als für 5 zu erlangen seyn würde. Es sey O das ganze, durch die Geldmenge G in Be— wegung gesetzte Capital. Dieses werde in einer gewissen Zeit im Durchschnitte m mal, das Geld aber nmal um— gesetzt; muß nothwendig eine Menge von Geldeinheiten bezeichnen. llutern. 1. sogleich d fuhlic h —1 6 und mo mit e 2. K hle huß. Rlichhleibt sind die ei 3. K. Leglößent beben Woii u un n len herben de 6 Hen wedd Schulden ri n n Unsitz Uer woh ain der Ger sem Rile niger vuleh vorhanden cht die Preis henden abggtz und Vaminde dieß ehen de uchse un, enselben noc stirker zuge nnte; wal hen antriff, Li kann also imme, wenn so 285 Der bereits mit im Preis zuvor 105 Aleihen ttefß t wohlfeile G in V. ner gebisn n mal u Galdenhein — 15 2 Bezeichnet man die Geldsumme, mit welcher eine ge— wisse Waareneinheit zu kaufen ist, durch, so kann man setzen: 6—— 6 — A N An dieser Formel lassen sich leicht die verschiedenen Fälle erläutern. . Ist die Geldmenge so groß, daß bei einem Zuwachse sogleich die Geldpreise der Dinge um gleichviel steigen, daß folglich wenn sich G in 6 verwandelt, auch in —.—. K übergeht, so heben sich diese Cofficienten von G und im Zähler und Nenner auf, C bleibt ungeändert und mit C der Zinsfuß. 2., Kann aber der Verkehr noch viel Geld aufnehmen, ohne daß die Preise sich ändern, so steigt G während gleichbleibt, und C wächst um eben so viel als G. Beides sind die einfachen Extreme. 3. Kannen, die Umlaufsgeschwindigkeit, bei einerlei G vergrößert werden, so ist die Wirkung eben so wie in den beiden vorigen Fällen. Dagegen kann durch diese Verstär⸗ kung von n einer Abnahme von G das Gleichgewicht gehal⸗ ten werden u. s. w. 11. Die Güter, welche zwischen Völkern hin und her gege— ben werden können, sind Geld und Waaren. Mit Schulden kann man nicht zahlen, kein Geschäft beenden; aber in einzelnen Zeitabschnitten vertreten sie doch die Stelle 158—— eines körperlichen Gegenwerthes und müssen in Rechnung gebracht werden, weil sonst keine Gleichheit der vertauschten Gütermengen gefunden werden könnte*). Außerdem wer— den aber auch zwischen Völkern beträchtliche Summen ohne Gegenwerth gegeben und empfangen, in Privat- wie in Staatsverhältnissen, meistens in Geld, doch bisweilen auch in Gütern. Endlich entstehen ohne vorgängige Leistungen zwischen Völkern Schulden, z. B. als Kriegsschatzung, welche nur insofern für unseren Gegenstand Bedeutung haben, als aus ihnen künftig einseitige Zahlungen ohne Gegenwerth ent— stehen. Das Handelssystem berücksichtiget weder die Schulden, noch die einseitigen Zahlungen, sondern nimmt an, die von jedem Volke ausgegebene Geld- und Waarenmenge(W, G) sey der empfangenen(W, 6) gleich, W + W& 6 daraus folgt denn VW— W 6— G, der allgemeine Ausdruck für den Handelsabgleich, welcher um so gün— stiger seyn soll, je größere bejahte Zahlen beide Seiten der Gleichung geben. V— W ist der Unterschied der Aus- und Einfuhr. Auf die Größe von Weund Wan sich, wurde nicht geachtet, nur im Verhältnisse beider suchte man W' gegen W so groß als möglich zu machen. Selbst nach die— ser Ansicht aber war es unpassend, durch Ausfuhrverbot des baaren Geldes den erwünschten Zustand herbeiführen zu wol— len, denn in der Gleichung W W 6— G muß man durchaus annehmen, daß die rechte Seite durch die linke bestimmt wird, denn das Geld wird zur Vergütung der *) Diese Gleichheit muß objectiv immer angenommen wer— den, weil der Gewinn, den jeder tauschende Theil zufolge seiner subjectiven Werthansicht macht, nicht äußerlich erkennbar ist. Vaaten als nit Hindelt sanh, Lolll. Hsagen d lulch heh Kaufmann schwägzen hat mn Vebot, E Munzen! On auf seine ind Stor I. A Ind Hetgeh Miisen der und diese, wie se tha 9966 2. Süubin gi SSV Ulet d dieg Dise de shent 6, se HRalgt. sah nt, le man b rahuung n in Rthn er vermushih lubeden y Summen r livat ⸗ gie U bisweilen au. ige Lasiugg hatzung, welh 3 hebem, d6 egenperth en die Schulba an, die voh allgemein um so gůͤn Seiten det Nd: und sich, wutde te man V t nach die⸗ kverbot des ren zu wos — G nui rch die inte rgütung& jommen Vl⸗ Theil guflle lich krkanrtt ————— 159 Waaren gegeben, wenn man es nützlicher sindet, mit ihm als mit einem änderen Gegenstände den Einkauf zu bezahlen. Hindert man also die Waareneinfuhr nicht, so ist es wider— sinnig, das Hinausgehen des Gegenwerthes verhindern zu wollen. Spaniens Geld-Ausfuhrverbot wurde bald durch die Licenzen der dort wohnenden Genueser durchbrochen, und neu— erlich bewirkt es, wie man weiß, nur, daß der spanische Kaufmann wegen der Gefahr der Entdeckung bei dem Aus— schwärzen 2 v. H. an den Piastern verliert. In En gland hat man sich bereits 1663 dadurch geholfen, daß man das alte Verbot, Geld auszuführen, nur auf die in England geprägten Münzen beschränkte. Smith und diejenigen, welche in diesem Gegemistande auf seine Lehren fortgebaut haben, besonders Simeonde und Storch erinnern nun 1. daran, daß der freie Handel von selbst das Hin— und Hergeben des Geldes ausgleicht, indem er sich) nach Preisen der edlen Metalle in verschiedenen Ländern richtet und diese, wie eine andere Waäre, zuführt oder weg bringt, wie sie theurer oder wohlfeiler sind. Daher sey es gleichviel, ob G— G bejaht oder verneint sey. 2. daß auch die entstandenen und stehen bleibenden Schulden hinzugerechnet werden müssen, also W + G* S W + 6 + 5§, wenn man unter S die passiven, unter 8§ die activen Forderungen versteht. Diese beiden Sätze sind zwar einigermaßen richtig, doch scheint es, als habe man ein etwas zu großes Gewicht auf sie gelegt. Die Ausgleichungen der Völker untereinander er— folgen nicht auf eine so einfache und gleichförmige Weise, als man zu glauben versucht seyn könne. Die einzelne Be— trachtung der verschiedenen Fälle wird dieß deutlich machen. 160⁰0—— Wenn die Kaufleute zweier Länder hin und her Waa— ren versenden, ohne an die Vergleichung der ganzen Massen zu denken, und es sich am Ende des Jahres zeigt, daß ein Land beträchtlich mehr erhalten als gegeben hat, wie wird der Unterschied gedeckt werden können? Ist dieser Unterschied nur ein oder das anderemal vor— handen, so wird man meistens im Stande seyn, das nachste Jahr etwas mehr Waaren hinzugeben. Der Bedarf für die eigene Verzehrung ist in einem ganzen Lande keinesweges als unabänderlich und genau bestimmt zu denken. Nur bei den unentbehrlichen Dingen, ist er es einigermaßen; aber in Allem, was den Lurus betrifft, bietet sich ein weiter Spielraum des mannichfaltigsten Wechsels dar. Wenn auch die Menge der überhäupt zu kaufenden und zu verbrauchenden Güter eine feste Gränze hat, so bleibt doch die Wahl der einzelnen Ge— genstände frei. Den Reichen kümmert es wenig, ob er ein— heimische oder fremde Waare kauft; die letzteren, als kost⸗ barer und ungewöhnlicher, haben sogar einen besonderen Reitz, und für so viel, als sie betragen, werden leicht weniger Lan— deserzeugnisse verzehrt, oder weniger als bisher aus einem dritten Lande bezogen. Die Kaufleute werden daher oft zu— frieden seyn, mit Waaren für ihre Forderungen befriedigt zu werden, an denen sie noch gewinnen können. Es könnte aber der Ueberschuß der Einfuhr bleibend seyn, ohne sich durch Erweiterung der Ausfuhr aufheben zu lassen. In diesem Falle wird man häufig Geld zur Bezah—⸗ lung anwenden können, wie dieß auch bisweilen selbst dann geschehen wird, wenn es möglich wäre, den Unterschied mit Waaren zu bezahlen. Bei der Wahl verschiedener Zahlmittel bestimmt nur die Aussicht auf Gewinn die Uebereintunft bei— der Theile. Ist nun irgendwo noch nicht so viel Geld im Umlau so gat hebalf HE Ocha Vlcatel Bgiehun Einsihr kann die wenn au der entge Ieifel a Handelsal Oele En den. Oun sinden H lihtet wilt Mader gutz Den hezissen, lt vlde! scher werden Hadogen sih hahg cken d shten Ewabfann damit I ie der thn ö 8 0 di⸗ in in den Iu v Nte und her Iu ganzen Mmh zeigt, duß z hat, wie V uderemal voy „das nächst. Dedarf für/ keiverwegrz 6 Nur hal Hel 00 waber in Alan, V NyIil Ve Colckkaum dee Beziehung auf das erstere Land, welches den Ueberfluß sei Einfuhr mit Geld vergütet, gleichviel. Am größten aber .—.. 161 Umlaufe, als derselbe aufnehmen kann, so wird man nichts so gerne, als gerade Geld nehmen. Auch über den Landes⸗ bedarf hinaus kann man dieß vortheilhaft sinden, wie man eine Waare kauft, um sie mit Gewinn wieder zu verkaufen D. Sei es auch, daß das über die eine Gränze hereinkommende Geld wieder über die andere ausgeführt wird, so ist dieß doch in mer kann diese aus dem Handel entspringende Geldzählung seyn, wenn aus anderen Ursachen zwischen den Völkern Geld in der entgegengesetzten Richtung bezahlt wird. Die häufigen Zweifel an der Richtigkeit der öffentlichen Angaben über den Handelsabaleich verschwinden zum Theil, wenigstens von Seite Englands, wenn diese Leistungen zugleich erwogen wer⸗ den. Dann ist es so anzunehmen, als ob die dem Handel fremden Zahlungen zum Theil in ausländischen Waaren ent— richtet würden, weil das für diese hingegebene Geld— wieder zurückströmt**). Den Ueberfluß der Einfuhr schuldig zu bleiben und zu verzinsen, geht lange fortwährend nicht an. Die Schulden—⸗ last würde unerschwinglich und dem Gläubiger-Volke zu un⸗ sicher werden. Man wird sich daher hauptsächlich dann hiezu bewogen fühlen, wenn man glauben darf, das borgende Land werde eben durch das Leihen wohlhabender und betriebsamer. Dieß setzt voraus, daß das eine Volk an mannichfaltigen Erwerbstamm reicher sey als das andere, und daher dieses damit unterstütze. Begreiflich muß das Leihen abnehmen, wie der eigene Erwerbstamm des borgenden Landes anwächst, Say, übers. von Morstadit, 1. 232. **5 Dieß ist in Beziehung auf England näher gezeigt wor⸗ den in den Zusatzen zu Storch, Z. 126. Aus d. Volkow, 32— ———— —.— ———.————.—— —— — —— — 162 und durch steigende Ausfuhr werden allmählich die Vorschüsse abgetragen. Diese Tilgung wird am leichtesten in Waaren zu bewerkstelligen seyn; es steht jedoch auch nichts im Wege, daß sie zum Theil mit Geld vorgenommen werden könnte. Wenn für ein gewisses Land die entgegengesetzte Vor— aussetzung, nämlich eine überwiegende Ausfuhr, eintritt, so ist nach dem Bisherigen leicht zu beurtheilen, wie 5— vergütet werden könne. Ein natürliches Bestreben der Handelnden ist darauf ge— richtet, auch die Einfuhr soweit zu erweitern, daß sie der Ausführ gleich kommt; denn wenn dieß geschieht, so macht der Kaufmann zwei Handelsgeschäfte, während er, abgesehen von den Wechselunternehmungen(Arbitragen), welche etwa die Uebermachung der Geldsummen veranlassen könnten, bei baarer Zahlung nur ein Geschäft vollzieht. Er wird daher keine Anreitzung unterlassen, um seine Mitbürger zum Ein— kauf ausländischer Waaren zu bestimmen. Diese größere Einfuhr muß nicht eben unmittelbar durch Tausch gegen die ausgeführten Waären bewirkt werden, sondern es kann ge— schehen, daß man Geld einnimmt, um es wieder anderswo— hin zum Einkauf zu senden. Was von eingehendem Gelde der innere Umlauf noch fassen kann, wird von selbst in denselben gezogen. Geht aber ein Theil dieses Geldes wieder hinaus, um in anderen Län— dern angelegt zu werden, z. B. als Darleihe an Regierun— gen oder an Einzelne, oder zum Ankauf von fruchtbringen— dem Besitzthum, zu einträglichen Unternehmungen, so ist dieß Alles unter den Begriff von Forderungen zu bringen. Dem Erfolge nach ist es vollkommen gleich viel, ob die Waaren dem Ausländer geliehen werden, oder ob das von ihm dafür bezahlte Geld andere Ansprüche an das Ausland hervorruft. d. — A-ν M I auch schuß mi anthält. sacheneu wild det samkeit! Die Ausful wordeh. fihtt vir andeker de firen Voh Rtwandte die Unstche keit kmm We asch Hͤshhageg ices Lnde⸗ Ibihns i wllde. die LX ensich ud Einsuhr 0 ilindishen ur Vemhn urd. Di ich de Lusti testn n Dun nichte im DN werden kännt, Hahengesche gy fuhr, altit, ilen, gi Rascch den if kmij y tern, uß se u schicht, si nah end er, asch u), welche aa ssen könnten, K Er wird x hütger zum E Dise gujn ausch gegm in es kann g ucber anderet Umlauf nut n. Geht aln n anderen d an Regillb ftuchthunm agen, 0 brngen. I oh die Vun un ihn d d haunas 3.8 Eine unzweifelhafte Folge dieser Betrachtungen ist es, daß die Mehreinfuhr an edlen Metallen mit dem Ueberschusse der Ausfuhr keinesweges nothwendig zusammenhängt, und daß auch, soweit dieß wirklich statt findet, ein solcher Ueber— schuß nicht unter allen Umständen etwas Wünschenswerthes enthält. Ist nun bei dem Handelsabgleiche aus beiden Ur— sachen nicht die Beziehung auf das Geld das Wichtigste, so wird der Einfluß großer Aus- und Einfuhr auf die Bettieb— samkeit um so mehr Aufmerksamkeit versienen. Die Wirkung des auswärtigen Absatzes, der Ausfuhr, ist aber schon oben(4. Abschnitt) dargestellt worden. Der Gewerbszweig, dessen Hervorbringnisse ausge⸗ führt werden, wächst zu einer Stärke an, die das Ebenmaß anderer Landesgewerbe überschreitet; er erlangt mit dem grö— feren Wohlstande auch mehr Achtung und Einfluß. Mehrere verwandte Gewerbe nehmen Theil an der Blüthe, und nur die Unsicherheit der auf solche Weise erweiterten Betriebsam- keit kann als Schattenseite in dem sonst sehr erfreulichen Bilde erscheinen. Diese Sicherheit kann aber nie allein den Ausschlag geben, denn sonst müßte man alle Abhängigkeit eines Landes von anderen abzuschneiden suchen, welches doch übrigens in vielen Rücksichten höchst unvortheilhaft seyn würde. Die Wirkung einer großen Einfuhr ist weniger einfach und leicht anzugeben. Es kann geschehen, daß die Einfuhr größtentheils in Erwerbstamm besteht, welcher die inläͤndischen Gewerbe beschäftiget und durch ihre Thätigkeit zur Vergrößerung des gesammten Erzeugnisses verwendet wird. Dieser Fall tritt offenbar dann ein, wenn man Weik— 164 zeuge, Maschienen, rohe Stoffe, die erst durch Verarbeitung brauchbar werden, einführt; er ist auch, aber weniger in die Augen fallend, vorhanden, wenn Güter eingeführt werden, welche verschiedene Bedürfnisse der inländischen Arbeiter be— friedigen, damit die Kräfte einträglicheren Anwendungen vor— behalten bleiben; so ist es nützlich, Getraide von außen ein— zukaufen, wenn man mit dem Wein-, Oel⸗, Seidenbau ꝛe, mehr erwerben kann. Die Einfuhr von Verbrauchsgegenständen, welche ohne Mitwirkung zur Entstehung neuer Güter zerstört worden, ist ganz anders zu beurtheilen. Sie giebt für den ganzen Preis der eingekauften Waaren fremden Arbeitern Beschäftigung, fremden Unternehmern Ersatz ihres angewendeten Erwerbstam— mes, und Gewinn. Der hiezu hinausgehende Theil des Volks— einkommens würde aber, wenn er inländischen Unternehmern Absatz gegeben hätte, dem eigenen Volke denselben Vortheil gewährt haben. Nun ist die nothwendige Folge, daß das Landeserzeugniß um soviel kleiner wird, dab Arbeiter ohne Unterhalt, Capitalien unbenützt bleiben, also das Vermögen zum Einkauf fremder Waaren sich vermindert, und dieß immer stärker. Eine solche, die eigene Hervorbringung über— steigende Verzehrung ist daher unwirthschaftlich und den Fort— schritten des gemeinen Wohlstandes entgegen, selbst in dem Falle, wenn die eingeführten Gegenstände im eigenen Lande noch nicht hervorgebracht und mithin keine Gewerbsleute un— mittelbar beeinträchtiget werden, denn die gesammten Her— vorbringekräfte sind doch auf das gesammte Einkommen ange— wiesen; das reine Einkommen der Begüterten muß wieder zum rohen für verschiedene Gewerbsarbeiter werden. Dieß Verhältniß bleibt nachtheilig, es mag durch Ausfuhr des un— entbehrlichen Geldes, welches män durch Borgen sich wieder delsch sehen) Vost an l aM am, un gunge teher eit Wäkes l wise s0 Ifcgt. die Rlic auf Kost 65 nicht Ucheischn sille sch. Aund yor, Hshitzt u Ind Linn Mil. th Halch dn Ubamis (Schvede Melen Mhlih auf sühd Vͤtan I Vuren d lweiflhyt Nuse krn e che Dantlin lbeniger in y efühtt werg u Mbeitkr endungen w on außen Seidenbau „ welche h ört worden, ganzen Pyet Beschiftzn en Erwerhsen heil des Vulz Unternehman llben Vahi ge, daß di Nabeiter ohn a Vermöge t, und di lingung ube nd den Font elbst in de igenen Lin verbeleute d. ammten n kommen az nuß niht raden. Di ufuht d u sh uir —/-— 165 verschaffen muß,(das überflüssige ist wie eine Waare anzu⸗ sehen) öder durch Schulden dauernd erhalten werden. Ein Volk muß sehr reich und betriebsam seyn, wenn es jährlich einen Ueberschuß erzeugen soll, der ohne üble Folgen als Luxus zum Ankaufe ausländischer Waaren verbraucht werden kann, und zum mindesten sind dann doch die Fortschritte um so geringer. Luxus in eigenen Hervorbringnissen erreicht sel— tener eine schädliche Größe, weil er nicht nur Mitglieder des Volkes beschäftiget, sondern weil auch die herrschende Lebens⸗ weise sich nach Natur- und Erwerbsverhältnissen einzurichten pflegt. Da indeß bei ungleicher Vertheilung des Vermögens die Reichen noch lange fort im Stande sind, ihre Neigungen auf Kosten der Dürftigen um sie her zu befriedigen, so ist es nicht zu bezweifeln, daß ein Land durch fortwährenden Ueberschuß der Einfuhr wirklich sehr verlieren könne, Man stelle sich z. B. ein von der Natur nicht reich ausgestattetes Land vor, dessen jährliches Erzeugniß auf 128 Mill. Thlr. geschätzt wird, welches nicht viel Anderes als Holz, Eisen und Leinwand auszuführen hat, dagegen aber schon für 45 Mill. Rihlr. Getraide einführt. Leicht kann hier der Ver— brauch von Colonialstoffen und auswärtigen Gewerkswaaren so ubermäßig werden, daß er das Volkseinkommen schmälert. (Schweden). Viele erwarten in einem solchen Falle, es werde, wenn der Abgleich durch Geldausfuhr gedeckt wird, durch die dar— auf folgende Wohlfeilheit der Waaren gegen Geld anderen Völkern Veranlassung gegeben, ihr Geld herbeizusenden, um Waaren einzukaufen. Dieser Trost ist schon um deßhalb, zweifelhaft, weil, wie oben gezeigt worden, das Sinken der Preise keinesweges für unfehlbar gehalten werden darf; er ist es aber auch aus einer änderen Ursache. Man muß näm— —.—.— — 1 66-vßpü-l....:wʒ„ · lich voraussetzen, daß das Ausland bei dem Volke etwas zu kaufen finde. Bringen aber Natur und Arbeit nicht Güter hervor, welche auswärts stärkeren Verbrauch sinden können, als bisher, so ist an jenes Herbeiströmen edler Metalle nicht zu denken, und der einmal bestehende Zug des Handels wird sich schwer ändern können. Wahr ist es jedoch, daß im Allgemeinen die Handels⸗ verhältnisse ein Streben zu dem Gleichgewichte der Aus- und Einfuhr haben. Denn Forderungen, wie sie immer entstehen, sind mit Waaren am besten abzutragen; durch große Ausfuhr wird ein Volk in den Stand gesetzt, viel zu kaufen; Schiffer und Fuhrleute läßt man nicht gerne leer zurück gehen. Auch der niedrige Wechselcours giebt einen Beweggrund. Daher hüten sich die Kaufleute meistens, Viel aus einem Lande zu holen, in welchem sie nicht auch wieder Etwas absetzen können. Dieses Gleichgewicht ist auch durchaus der zuträglichste Zustand für die Dauer, und erhält sich am leichtesten. Alle jene Folgen der überwiegenden Einfuhr fallen hinweg, wenn die Ausfuhr bis zu ihrem Betrage anwächst, weil dann der Vortheil gegenseitig ist, zugleich aber jedes Volk gerade das hervorbringt, wozu es die beste Gelegenheit hat, und wobei es am meisten gewinnen kann. Der Wohlstand macht die schnellsten Fortschritte, je größer Aus- und Einfuhr zugleich werden. Der Unterschied beider ist auch im natürlichen Gange des Verkehres meistens nicht groß; man muß nur die Handelsberührungen eines Landes nicht bloß gegen irgend ein anderes, sondern gegen alle übrigen ins Auge fassen und den Betrag des Schleichhandels mit berücksichtigen. Wo man dennoch die eine von beiden Größen beträchtlich von der Wweit einem oc u aln N . suect; ahete, Meise: D schon d werden, stele, d elleichen dem eine Ufließt. licgen, abhienge Hlcburch Basamme Reh das Acgemamn chyschen sch.,si fie s fen und kächtich in Vaih lahrer; hͤte ewaz nch Gin inden kümn Nenulle niz Handels wi die Handel ewichte de derungen, ni N ahhutingeß Stund gisch an nicht gem elcouts gich eute meistent, se nicht aut Rtrͤglichst htesten. Alé iuweg, wen il Imm del gerade dat und wob d macht d juhr zuglat natärlihn muß nur N en ilgend i asen und x Vo nn ich vu N. 167 zweiten verschieden findet, da wird man die Ursache leicht in einem der erörterten Umstände entdecken können, nämlich: 1. wenn ein schnell im Wohlstande fortschreitendes Land noch nicht Geld genug hat; 2. wenn Bergwerke im Lande oder in Colonien die edlen Metalle im Ueberflusse wie eine Waare liefern; 3. wenn ein reicheres Land dem ärmeren Waaren vor— streckt; 4. wenn solche Darleihen in Waaren zurückbezahlt oder andere, den Handel nicht betreffende Leistungen auf diese Weise vorgenommen werden. Die Lehre des Handelssystems von der Bilanz muß schon aus dem allgemein-politischen Grunde für irrig erklärt werden, weil sie einen ganz ungeselligen Zweck auf⸗ stellt, den unmöglich mehrere Staaten nebeneinander zugleich erreichen könnten; denn die Geldmenge ist endlich und muß dem einen Volke entzogen werden, wenn sie dem anderen zufließt. Es kann aber nicht in der ewigen Weltordnung liegen, daß die Wohlfahrt der Völker von einem Umstande abhienge, der nicht allen zugleich zu Statten kommen kann; hiedurch würde die Möglichkeit des vernünftigen, ungestörten Beisammenlebens der Staaten vernichtet. Wird aber dage— gen das Gleichgewicht der Aus- und Einfuhr als das im Allgemeinen zu erstrebende Ziel aufgestellt, so hat dasselbe, abgesehen von seiner Richtigkeit in volkswirthschaftlicher Hin— sicht, schon das Vernunfterforderniß der Allgemeingültigkeit für sich. Es ist dabei auch einleuchtend, daß man nicht hof— fen und trachten darf, sich durch Gewinnste von Außen be— trächtlich zu bereichern, daß vielmehr aus der eigenen Arbeit, in Verbindung mit den Naturkräften im Boden, zuletzt allein wahrer Wohlstand stammen kann. 168—— XV. Die Regierung ist nicht im Stande, dem auswärtigen Handel genau die Richtung und Ausdehnung zu geben, welche sie für die vortheilhafteste hält; sie würde bei dem Versuche dazu ihn eher ganz zerstören, weil er nicht bestehen kann, wenn nicht der Kaufmann freie Wahl der einträglicheren Zweige und Gegenstände hat. Der Streit über volle Han⸗ delsfreiheit und Beschränkungen derselben im Allgemeinen kann aber füglich unberührt bleiben, wenn man nur für ge⸗ gebene Verhältnisse die Nothwendigkeit einer oder der anderen Art von Beschränkungen erkennt, und dieß wird bei den Einfuhrerschwerungen am leichtesten geschehen. Findet man,/ daß in einem Lande ein schädliches Uebergewicht der Einfuhr besteht, so ist es freilich am besten, wenn man es durch zwanglose Emporbringung der einheimischen Gewerbe entfer— nen kann, indem man bloß den Beweggrund aufzuheben sucht, der zum Gebrauch ausländischer Waaren bestimmt. Allein die Erfahrung ist diesen Versuchen nicht sehr günstig. Einfuhrzölle haben den allgemeinen Grund gegen sich, daß es fehlerhaft sey, künstlich, durch Zwang, die Her⸗ vorbringekräfte auf Gegenstände zu lenken, welche minder vortheilhaft seyen als andere, und daher bei voller Freiheit nicht würden gewählt werden. Die Zehrer tragen den Scha— den von den so bewirkten Gewinnsten; die Inländer erhalten ein Monopol durch⸗ Ausschließung der fremden Waaren; wür den diese frei zugelassen, so würde man sich gerade zu den Gewerben wenden, welche allseitige, reine und gröhere Gewinnste geben. ö Man kann aber Folgendes erwiedern: die Voraussetzung, daß man immer noch Anwendungen genug für Erwerbstamm Id A ver winhh volladde sit sac glach do guade di Lerdollton authelfen stehen di %0 kmn't Ind vert drükende wenden. ins Nge, aus hesond niht zu he akichlch wird der Eömnen. L iem klii in dinem n Eiben d 9 scht lchiste D bis Ancte gpar. 10 angllegt: di auf de ahne Gang Sith ö aubwittn gben, woch em Versuch etehen kam inträglicherg volle Hur Algemen nur für ge der anderg hird bii ga Andet mm der Einfuh an es durt Herbe eufeh aufzubebn bestimmt. hr günsig. und gegen „ die Her⸗ he minder er Freiheit den Scht er erhallen Waareh; gerade nd gihhar rauéschunh, werhiamn 169 und Arbeit finden werde, um im auswärtigen Handel nicht zu verlieren, ist keinesweges allgemein begründet; schon bloß wirthschaftliche Verhältnisse können sie unstatthaft machen, vollends aber geschieht dieß, wenn bereits einige Staaten ein, solches System angenommen haben. Sind alle Länder gleich von der Natur begünstiget? Sind in jedem Lande gerade einige, und zwar überall andere Gewerbe am meisten vervollkommnet, so daß man sich gegenseitig und gleichmäßig aushelfen kann? Laäßt sich aber beides nicht bejahen, und stehen die obigen Sätze über das Handelsgleichgewicht fest, so kann man auch nicht bezweifeln, daß die Regierung befugt und verbunden sey, das in jeder Hinsicht am wenigsten drückende Schutzmittel der inländischen Betriebsamkeit anzu⸗ wenden. Faßt sie nur die Herstellung des Gleichgewichts ins Auge, oder diejenige Abweichung von demselben, welche aus besonderen Oertlichkeiten nützlich erscheint), so hat sie nicht zu befürchten, daß die Ausfuhr zufolge ihrer Maßregeln beträchtlich abnehme, denn bis auf den Fuß der Gleichheit wird der Handel immer ohne Schwierigkeit gebracht werden können. Von Monopolen des Inländers ließe sich zwar in einem kleinen Staate von wenigen Geviertmeilen, nicht aber in einem mächtigen Reiche sprechen, welches mannichfaltige Gaben der Natur besitzt und innerhalb seiner Gränzen einen sehr lebhaften Mitbewerb gestattet. Die bisherigen Einfuhrzölle erscheinen aus diesem Stand— puncte zwar als nöthig im Allgemeinen, aber nicht als zweckmä⸗ big angelegt; das Handelssystem führte zu einer Ueberspannung, die auf die Urheber zurückspringen mußte. Während dasselbe ohne Gränze die Ausfuhr über die Einfuhr hinaus anwachsen zu *) Siehe Seite 167. lassen wünscht, richtet eine geläutertere Staatskunst ihre Be—⸗ strebung nur auf Herstellung des Gleichgewichtes, und auf seine Erhaltung, wo es schon von selbst eingetreten ist; sie verwirft also den fehlerhaften Grundsatz jenes Systemes, alle Gewerks- waaren im eigenen Lande hervorbringen zu lassen, indem alle fremoe durch hohe Zölle fast unzugänglich gemacht werden. Sie nimmt aus dem jedesmaligen Zustande der ganzen Volkswirthschaft, zumal aus der Ausdehnung und den Ge— genständen der Ausfuhr, die Regeln, von welchen Waaren die Einfuhr nachtheilig und die inländische Erzeugung beförderns⸗ werth sey. Um besonders die Verschiedenheit der Einfuhrge— genstände sorgfältig zu erwägen, so können etwa rogande Ab⸗ theilungen gemacht werden. ö +. Waaren, die im Lande entweder gar nicht, oder doch entschieden nicht in der Güte und so wohlfeil hervorgebracht werden können, daß an eigene Versorgung zu denken ist. Hier kann gar keine Berücksichtigung der Landesgewerbe ein— treten. Der Verbrauch kann zwar, wenn Güter dieser Art keine wichtigen Zwecke des Lebens zu unterstützen dienen, als Luxus erscheinen, und insofern einen Zoll als Verbrauchssteuer rechtfertigen. Doch kommt es noch darauf an, inwiefern dieser Verbrauch in Beziehung auf das ganze Volkseinkom— men für übermäßig zu halten ist. Und bei sehr werthvollen Dingen, z. B. die zur Gesundheit dienen, darf die Ver— branchssteuer nicht so hoch seyn, daß sie die Einfuhr hindern könnte. Demnach verdient z. B. der baierische Zolltariff v. 22. Juli 1819 den Vorzug vor dem Preußischen v. 26. Mai 1318, wenn jener den Sporco-Centner Kaffee mit 3 Fl. 20 Kr., dieser den Netto-Centner mit 5 Thlr. 4 Gr. be— steuert. In Ansehung des Weines enthält der preußische Miiff gung abar sht In Valhe i laten, G. 40 Xl., 2. W eheugt! vorhande beschäfti lande he Fraze se Scub de in zutei De Eah siht auf lindischer Gewerbe ben. Pin Iie Jit d im Garzen uuhin, dn Nmmnen dut gaug uunz Hesin durch de! Alaakigs uchr Geh Gawerkelg an hud dafsu stz se mmij „alle Gerach sen, uden d emacht rerdg de der hue à de hen Wannn ung testrdant der Einühtg o8 silhane I icht, der x herworgebu zu denken s Voewerbe eit tel dieser Y nR dienen, a erbrauchssten uu, inwiefen Vutseinkor N werthoöln darf die Iu infuhr hinde ———— 171 Tariff für den westlichen Theil des Reiches eine Begünsti— gung der deutschen Länder, die der bairische nicht kennt; aber dieser belegt den Eimer nur mit 5 Fl., der preußische für den östlichen Theil mit 44 Thlr. Fremde Tabaksblatter, welche in den deutschen Tabaksgewerken nie entbehrt werden können, bezahlen in Baiern 5 Fl., in Preußen 3 Thlr. 3 Gr., also ungefähr gleich viel. Speiseöle geben dort 1 Fl. 40 Xr., hier mehr als das Doppelte, 2 Thlr. vom Centner. 2. Waaren, die zwar jetzt noch nicht vollkommen gut im Lande erzeugt werden, zu deren Hervorbringung aber gute Gelegenheit vorhanden ist, so daß man füglich erwarten kann, die mit ihnen beschäftigten Gewerbe zu einer Blüthe zu bringen, die dem Aus— lande bald wenig nachstehen wird. Es kann kaum mehr die Frage seyn, ob der aus Einfuhrbeschränkungen entstehende Schutz der Gewerbe vor dem freien Mitbewerbe der Ausländer ein zureichendes Mittel sey, um jenen Zweck zu erreichen. Die Erfahrung beweiset es unwiderleglich. Ohne die Aus— sicht auf baldigen und ausgedehnten Absatz kann es kein in— ländischer Unternehmer wagen, auf die Vervollkommnung der Gewerbe den erforderlichen Fleiß und Erwerbstamm zu wen— den. Wird aber diese Aussicht gegeben, so zeigt sich in kur— zer Zeit die Zauberkraft des Erwerbseifers, und durch eine im Ganzen sehr unbedeutende Beschränkung kommt man bald dahin, dem Auslande sogar einen Vorsprung abzugewinnen. Ist man nur von den Erfordernissen eines Gewerbszweiges gut genug unterrichtet, um den Erfolg einer Einfuhrerschwe— rung bestimmt vorhersehen zu können, so lasse man sich nicht durch die Unzufriedenheit des Großhändlers irre machen, der allerdings bei dem häufigen Gebrauche ausländischer Waaren mehr Gewinn zu genießen hat, als wenn die inländischen Gewerksleute ihre Erzeugnisse selbst zu Markte führen. Ein 172 Verbot der ausländischen Gewerkswaaren können nur unmä⸗ ßige Anhänger des Handelssystemes für nützlich halten). Vielmehr ist es die Regierung den Zehrern schuldig, die Zölle nicht höher zu machen, als die Berücksichtigung der inländi⸗ schen etienur de. England hat sich Inch diese N Nahregel überaus große Vortheile errungen. Vor Eduard III.(1327— 1377 war in diesem Reiche, welches jährlich über 250,000 Cent— ner Schaafwolle den flandrischen Wollengewerken zuführte, noch gänzlicher Mangel an diesen. Man lockte nun durch ansehnliche Belohnungen flandrische Wollenarbeiter herbei, um diesen Erwerbszweig in England einheimisch zu machen; in— dessen würde dieß schwerlich hinreichend gewesen seyn, um den Niederlanden einen Vorrang abzugewinnen, da die vielen Hülfsmittel, welche sich daselbst jedem einzelnen Gewerks— manne zur wohlfeilen Erzeugung guter Waaren darbieten mußten, wahrscheinlich mehr betrugen, als die Ersparung an den Frachtkosten. Das Ausfuhrverbot der rohen Wolle(1338) konnte nicht fortbestehen, weil es die Landwirthe zu sehr be— drückte; es wurde daher nicht vollzogen, und konnte erst un⸗ ter Karl II. ohne Nachtheil wieder verfügt werden. Aber das Einfuhrverbot fremder Tücher, in demselben Jahre (1333) gegeben, erhielt sich ununterbrochen fort. Zufolge desselben machten die Wollengewerke in England solche Fort— schritte, daß ihre Tücher bald mit den flandrischen wetteifer— ten, und wie diese von den Kaufleuten der Hansee verführt wurden. Unter Elisabeth gaben die letzteren die Anzahl der Stücke Tuch, die sie jährlich aus England führten, schon auf *) Z. B. von Hor neck, Oesterreich über Alles, wenn es nur will, XXIII. und—.— 40/0⁰⁰ 0e etwaẽ g sh Wil Ralch! Bxlahung sen Baare Dies⸗ Endlande Geberke; heberb, Vauken z Frankreich Hefolgte, eine Eher Is. Olster äkbern auc die Auffuhr keit zu eil tlieh, Mab⸗ Erbach um i5 en eur st; ein Siu dilt Ees Ded Merh Mun gaule dise Mischt ) La (Leyz. 1770 seuishen h ldiz die. der illih Ibemnt guf 327½— u½n 50 000 Cuh erken uiht kte un duh ter herhe, in machch, i scyn, un d. da die Rllg en Gewakz en darbieth Easporung en Vale(M339 ezu scht de nte erst un⸗ Den. Aber ben Ichu rt. Zufolhe solche Rath n wettäft see Rfüht Imahl a snu le, vena 4⁰,000 an, und die niederländischen Gewerke sanken*). Hohe Zölle auf fremde Gewerkswaären werden in England als etwas ganz Natürliches und sehr Rützliches betrachtet, an des— sen Vortheilhaftigkeit Niemand zweifelt. Die Abgaben von deutschen Leinen wurden neuerlich im Parlamente nur in der Beziehung als schädlich geschildert, daß sie den Handel mit die— sen Waaren den Engländern aus den Händen spielen könnten. Dieselbe Mahregel, während der Festlandssperre gegen England angewendet, brachte mehrere deutsche und französische Gewerke zu einer solchen Blüthe, daß sie nicht mehr den Mit— bewerb, bloß die absichtliche Verschleuderung der englischen Waaren zu fürchten brauchen, wie z. B. die Kattundruckereien. Frankreich nahm am frühesten die Lehre an, welche England befolgte, und bereitete sich dadurch in seinen Seidengewerken eine Erwerbsquelle, die bis jetzt immer fort reichlich geflossen ist. Oesterreich zeigte dieselbe Erfahrung. Wenn in diesen Ländern auch manche ungünstige Erscheinungen eintraten, z. B. die Ausfuhr abnahm, so ist dieß leicht aus der Rücksichtslosig⸗ keit zu erklären, mit der man ein an sich gutes Mittel über— trieb. Nord⸗-Amerika, ein Staat, der sich hauptsächlich den Erwerb zum Ziel gesetzt hat, und in dessen Verfolgung weniger als ein europäischer Staat durch andere Verhältnisse gehindert ist; ein Staat ferner, in welchem der Landbau noch überaus viele Erwerbskräfte beschäftigen kann, hat doch die Grundsätze des Mutterlandes auch in diesem Gegenstande angenommen. dan glaube nicht, daß nur Einzelne, etwa Staatsbeamte, diese Ansicht hegten; die Bürger selbst haben Vereine gebildet, *) Taube, Gesch. der engländischen Handelschaft he. (Leipz. 1776.) S. 18. fh.— Sartorius, Geschichte des han⸗ seeatischen Bundes. II. 441. 626. III. 343. 174 um den inländischen Gewerken durch verminderte Einfuhr eng— lischer Waaren aufzuhelfen. Der Bericht des Präsidenten Monroe vom December 1818 spvricht die Unentbehrlichkeit der Einfuhrzölle aus. Auch wird schwer Erhebliches dagegen zu sagen seyn. Ein landbauendes Volk ohne alle Gewerke, also mit schwacher Bevölkerung, hängt bloß von den anderen Völ— kern ab, die ihm seine rohen Stoffe abkaufen, und muß noth— wendig mit der Zeit diesen Absatz beschränkt und unsicher finden. Der Zolltariff, welcher am 30. Juni 1816 in Wirkung trat), enthält schon beträchtlich hohe Sätze; z. B. Baumwollenwaa—⸗ ren, mit Einschluß des Twistes, und Wollenwaaren bezah—⸗ len in den drei ersten Jahren, auf americanischen Schiffen ein— geführt, 25, auf fremden 272 prCt., nach 3 Jahren 20 und 22 vom Hundert; ꝛc. Metallwaaren, Fußdecken, Galanterie— und Lederwaaren, Hüte, Mützen ꝛc. 30 und 33 von Hundert. Uebrigens macht es die Lage des amerikanischen Staates mög— lich, Zollsätze von dieser Höhe ohne Gefahr des Schleichhan— dels, also mit geringen Erhebekosten zu handhaben. In Deutschland fehlt es den meisten Staaten auch nicht an solchen Zöllen, denen man nichts weniger Schuld geben kann, als daß sie zu niedrig seyen; wie z. B. Wollentücher in Baiern 20 Fl. vom Sporcocentner, in Preußen nach Verschiedenheit der Breite und Feinheit sogar 244 und 43 Rthlr. vom Netto-— centner entrichten. Nur werden dabei deutsche und ausländische Gewerksleute zugleich getroffen! ö In einem größeren Lande kann man auf diesem Wege man— chen Gewerbszweig blühend machen, der in einem kleineren nie dahin gelangen wird, ausländischen Mitbewerb auszuhalten. Für einen beschränkten Absatz verlohnt es sich nicht, beträchtliche *) Die deutsche Uebersetzung kam 1817 in Bremen bei Schünemann heraus. ö Juslagen hoher d Stunt ha Mpluget 3. M Muscllihet ushnlten ki sigung durd ländischen Gumbezitk bohlfeier; dͤrste man die Handelet Hall, eehalt die mun unn ailen noctha drenden zur! gen, so ist e dise Gegehs Zehrum auf; Meeshun tn ilinate Eten hinmm Mu Ruhagchenen semie su. Dem u dur Kritit Lerbraugz e Be fleheun — Ripiiz Erhr 0 es Prisonnd nertkehhigt bliches hupn Geverk, n anderen d und muß nuß unscher frhg diakunz uut Faumwal nwaum hihh n Scifen dh Jahren 2 „ Gunnnit von Hunden Staatee na Oghliichhn u. ten auch nith geben km er in Baietn Ischiedenhei vom Nettu ausländish⸗ Vigem kleineren auszuhn „ beträcht Bunn I 8*—— 17 5 Auslagen zu machen, große Vorrichtungen anzuschaffen, nach hoher Vollkommenheit der Erzeugnisse zu streben; ein kleiner Staat hat schwerlich Aussicht auf ein selbstständiges, festes Nahrungswesen. ö 3. Waaren, die bereits im Lande so gut und so woh lfeil verfertiget werden, daß sie den ausländischen Mitbewerb leicht aushalten köͤnnen. Diese bedürfen in der Regel keine Be gün⸗ stigung durch Einfuhrzölle, weil schon die Frachtkosten den in— ländischen Gewerksleuten einen Vorzug geben. Nur in den Gränzbezirken eines größeren Landes können fremde Waaren wohlfeiler zu stehen kommen, und diese kleine Erleichterung dürfte man den Einwohnern billig verstatten, wenn nur sonst die Handelsverhältnisse günstig sind. Ist aber dieses nicht der Fall, erhalten durch jene begrifflosen Launen der Mode, über die man unmittelbar nichts vermag, auswärtige Erzeugnisse einen nachtheiligen Vorzug, muß man besondere Kunstgriffe der Fremden zur Vernichtung der inländischen Betriebsamkeit besor⸗ gen, so ist es vollkommen zu rechtfertigen, wenn man alich diese Gegenstände mit einem Zolle belegt, der offenbar den Zehrern auf keine Weise lästig ist. Auch staatswirthschaftliche Rücksichten kommen hinzu und machen es rathsam, gerade da indirecte Steuern anzulegen, wo sie am wenigsten drücken können. Niedrige Sätze verdienen aber bei dieser, wie bei der vorhergehenden Waarengattung immer empfohlen zu werden, so weit sie nur irgend mit der Rücksicht 2 die Gewerbe vereinbar sind. Wenn auch der(unbekannte) Verf. der An deutungen zur Kritik der neuesten Preußischen Zoll- und Verbrauchssteuer-Gesetzgebung*) nicht mit Recht die Beförderung der inländischen Industrie ein Trug⸗ *) Leipzig, 1819. S. 63. 176 bild nennt, so verdient doch die Behauptung:„Hohe Steuer— sätze auf Fabrikwaaren heißt immer, mit Verläugnung des nächsten Casseninteresses, für den schlechten Dank einiger Fa— bricanten das Bedürfniß der ganzen Nation daran geben“ vol— len Beifall, und seine Schrift ist reich an den schätzbarsten Bemerkungen, welche zu einer so schwierigen Arbeit, als die Entwerfung eines Zolltariffes ist, eine doppelt verdienstliche Vorbereitung bilden. 4 Ob das Bestreben der deutschen Kaufleute und Gewerks— herren, deren Verein noch kein volles Jahr besteht, und schon seltener Theilnahme sich erfreut, gelingen wird, ob der Handel in Deutschland so frei werden wird, als er in ande— ren europäischen Ländern seit lange ist, und ob die deutschen Gewerbe einen Schutz gegen andere Länder, nur als Ver— geltung, zu hoffen haben, ist noch zweifelhaft(December 1819). Gewisser aber ist, daß nur die ungünstigen politi— schen Verhältnisse Deutschlands jene Einrichtung verhindern könnten, welche in volkswirthschaftlicher Hinsicht unter die größten Wohlthaten gehört, die Deutschland von seinen Für—⸗ sten erwartet. Sie wird leicht zu treffen seyn, wenn für sie nur halb so viel Eintracht und Eifer erwacht, als die Aufhe— bung der Preßfreiheit gefunden hat. Die eine der beiden vorgeschlagenen Aufhebung der Zölle im Innern von Deutschland, ist in so hohem Grade Bedürfniß, daß die andere, die Bildung eines deutschen Bundeszollsystemes gegen andere Länder, schon darum die größte Aufmerksamkeit verdient, weil ohne sie der Ausfall in den Staatseinkünften nicht gedeckt werden kann, den die erstere verursachen muß. Wenn das Drückende der Zolllinien, die kleine Länder, von Bürgern gleiches Stammes bewohnt, unter gleicher Bundesverfassung stehend, gegen Maßregeln, die ). L Hlaben, wen sahin Du 6 licht wollen, set bosteht, lichen, nicht Hegtiffen gla Muer im 3 führen,- Hondcleverhil lud nerbeauch Ebnaltanrn, Iln, naoch ann Mil. Rihll.) Roßentheis B Immen aso i slhet x/ Mie iiden dulche 6 liner shleßen ö Ilaaus Wgrrom Wdie 0 te einer M thurt huringer Dadde Iin deutschen 9 I 1510. 33 —2 Veher Vt Ry g „Hhe Cal alnugnn unk linger Nan gehen* den schühtun Aibeit, n, lt berdienfi te und Gehen e hsiht, z n wüd,xgey/ als er in aj die dasth nur als A st(Orenh. Nastizen wst ug vethinden icht unter di on seinen ir venn fur st h die Aufhe Fregelg, N. d„ ist in ildung en ander, shn ohne sse x werden k Drückende x i Qum „ einander fast abschließen, von jedem Freunde des Vaterlan-⸗ des längst empfunden und weggewünscht wurde, so sind nun die Folgen für einzelne Gewerbszweige mit trauriger Unwi— dersprechlichkeit genau bis zu Zahlenangaben bekannt gewor— den*). Wie konnte der Verfall der meisten Gewerbe aus— bleiben, wenn Consumtionssteuern von solcher Höhe den Ab— satz beschränkten? Den Gegnern, die eine Zollgränze um ganz Deutschland nicht wollen, die also entweder die Staaten, aus denen die⸗ ses besteht, bloß in der allgemeinen europäischen völkerrecht— lichen, nicht in einer besonderen staatsrechtlichen Verbindung begriffen glauben, oder dafür halten, es sey besser, die Mauer im Zickzack durch das Feld als rings um dasselbe her zu führen,— darf man nur einen Ueberblick der deutschen Handelsverhältnisse mit dem Auslande anstellen. Deutsch-⸗ land verbraucht des Jahres ungefähr sür 50 Mill. Rthlr. Colonialwaaren, für 70 Mill. Rthlr. englische Gewerkswaa— ren, nach amtlichen Berichten aus England, und gegen 29 Mill. Rthle. Waaren aus Frankreich, Italien ꝛc., worunter großentheils Bodenerzeugnisse, wie Weine, Früchte ꝛc. Zu⸗ sammen also werden gegen 190 Mill. Rthlr. Güter einge— führt*). Wie wenig geht aber dafür hinaus! Fast nirgends finden deutsche Gewerkswaären ausgedehnten Absatz, viele Länder schließen sie gänzlich aus. Die Leinwandausfuhr hat überaus abgenommen, mit den Getraideländern an der Nord⸗ *) An die hohe d. Bundesversammlung. Vorstellung und Bitte einer Anzahl Handwerker, Fabricanten und Kaufleute des thüringer Waldes ꝛc. 1819. S. Iifg.— Und im Organ für den deutschen Handels- und Fabricantenstand, seit dem 10, Juli 1819. *) Weber, im 1. Stücke des Organs. Ans. d. Vollsw. 12 178 ostsee wetteifern Dänemark, Polen und Rußland, und die deutsche Wolle wird bereits in England mit einer hohen Steuer belegt. Der Ueberschuß der Einfuhr kann nicht als Vorschuß von Capitalen angesehen werden, denn es sind fast bloß Verbrauchsgegenstände. An einen Ueberfluß von Geld ist eben so wenig zu denken, wie sich leicht zeigen läßt. Nach Villefosse's*) Angaben werden in Deutschland jährlich 114,525 Mark Silber gewonnen. Rechnet man nun die Mark ungemünzt zu 13 Rthlr., so macht dieß 1,488,825 Rthlr. Die Geldmenge sey nur 150 Mill. Rthlr., so be— trägt dieser Zuwachs nicht den hundertsten Theil derselben, also nicht so viel als der jährliche Abgang durch Abnützen, Verlieren, Vergraben ꝛc., die anderen Verarbeitungen gar nicht zu erwähnen. Der Zufluß von dem nicht deutschen Theile Oesterreichs ist in keinem Falle beträchtlich. Andere Zahlungen, von Regierungen z. B., kommen nicht mehr vor. Wie kann demnach der Abgleich, in welchem wenig— stens 100 Millionen Ueberschuß der Ausfuhr sind, anders bezahlt werden, als mit Schulden, die man unmittelbar durch den Empfang der Waaren erhält, oder die man eingehen muß, um den empfindlichen verminderten Geldvorrath wieder zu ergänzen? Diese Schulden aber sind unstreitig von der schädlichsten Art, weil sie nicht auf die Hervorbringung wir⸗ ken. Ein solcher Zustand kann nicht fortbestehen, ohne auch die letzten Spuren des ehmaligen Wohlstandes in Deutschland zu zerstören. *) De la richesse minerale. Paris 1810. J. Llcck gto De vekschi wiscn, mehl Eenn nnm al d, sfem hisuderen di von ihr, we r Eiskomme Luwat er der R Gahse dr an se gh V LEinschen, Uichshrlichen han ez udere stühenn dun ber chllchn shaftmn, E aon Gasch In lu nun eublic ußlart, pi nit anr fi, rkum nih denn es sih erfuß vn g icht Reigen in Duush Nechnet nund ht dieß I5 I. Mhl., f Deil kersh durch Wnlz Rrarbeiturgn; nicht dentt kͤchtlich. W. men nicht u welchem ir he sind, n mmittelbat x e man eim Hvorrath nd streitih von orbringung en, ohne u in Deutscht 7. schaftlicher Hinsicht. Ueber große und kleine Landgüter in volkswirth— 1. Die verschiedene Größe der Flächen, auf denen ein Haus— wesen, mehr oder weniger zahlreich, Landwirthschaft treibt, kann man als Folge, und auch als U rsache betrachten. Jenes, soferne eine Menge zusammenwirkender Umstände in besonderen Fällen diese Größe bestimmt; dieses, weil wieder von ihr, wenn sie festgesetzt ist, die Lage der Landwirthe, ihr Einkommen und die Art ihrer Thätigkeit, bedingt wird. Soweit es der freien wirthschaftlichen Erwägung gestattet ist, die Größe der Landgüter vorzuschreiben, ist die Erforschung der an sie geknüpften Folgen entscheidend, und sowohl für den Einzelnen, als für die Regierung, als Befördererin der! wirthschaftlichen Zwecke, praktisch lehrreich; oft aber verhin— dern es andere Umstande, dieser Rücksicht nachzukommen. In früheren Zeiten war dieß noch mehr der Fall; Stammaüter der adelichen Familien, Besitzungen der geistlichen Körper— schaften, Staatsgüter und gebundene Bauerngehöfte wurden von Gesetz und Herkommen unzertrennbar zusammengehalten, bis man endlich, theoretisch von der Schädlichkeit dieser star— F— ——— 180 ren Versteinerung des bisherigen Besitzstandes überzeugt*), eine größere Beweglichkeit zu gestatten und selbst anzuregen für gut fand. Hauptsächlich war die herrschend gewordene Bevölkerungstheorie dieser Aenderung günstig, und wirkte in dieser, wie in anderen Beziehungen vortheilhaft, wenn gleich ihre Grundlagen, das Bedürfniß junger Mannschaft für die Heere und die Erwartung, die Steuern würden im Verhält— niß der Volksmenge einträglicher werden, nicht die lautersten Der Erfolg bewieß fast überall den Nutzen der Gleichwohl scheint es waren. Verkleinerung der Grundbesitzungen. nicht überflüssig, die Bedingungen, unter denen diese Maß— regel allein nützlich werden kann, einer sorgfältigen Unter— suchung zu unterwerfen, da es einerseits unbezweifelt ist, daß nicht unter allen Verhältnissen die Vortheile kleinerer Be— sitzungen gleich groß seyn können, andererseits aber auch offen— bar die Thätigkeit der Naturkräfte eine Gränze hat, und da— her die fortgesetzte Verkleinerung am Ende zu einem Zustande wo die auf den Boden gewendete Arbeit keine Von der Beschassenheit dieser Ueberschreitung wird es Maßregeln zum führen muß, Frucht mehr geben kann. Gränze und der Leichtigkeit ihrer abhängen, ob der Regierung zu rathen ist, Schutze derselben aufzustellen, oder den wirthschaftlichen Verstand der Einzelnen ganz unbehindert schalten und walten zu lassen. Was unter einem großen und kleinen Gute verstanden werde, läßt sich im Allgemeinen nicht durch Angabe eines *) Siehe besonders Winkler, Preisschrift über die will— kührliche Verkleinerung der Bauerngüter. Leipz. 94.— Ueber große und kleine Guter. Annalen des Ackerbaues, Juli 1806. No. I. S. 1— 34. Zusätze von Thär, S. 35— 8I.— Sinclair, Grundgesetze des Ackerbaues, übersetzt von R. v. Schreibers, Wien, 1819, S. 67 fg. histimmte einen du anderch a Mu Ils aum ahentl Juscnd vor Glichaltges Mhaltzpune Oertlichket Fiagt man Guteglöße, Hulfe zu n⸗ nann, so wů sch gerode h die den Zuft dahallni z Ramie Beze Ueg, wenn w Iunmnttehz pät Leoattische) Ralles i G10 Micdil audete! Rue die Wochl sinem Atearn 4 Rhe schließ e Kne du Huren gd alderen Ctele ö Herod af 2750 Gebier lenhns selbs Raum chend reraz und with aft, wem e) annschyst si rden im L WI cht die Hurnn den 9 Muha hwohl schent; chen dise Y of fltigen Uin e 5. 5 aber auch oft e hat, un einem Zustth te Abeit ki hossenheit di eitung witd hen Du alten zu has zute verstath Angabe u tüber dit u⸗ 94.— l Laerbret, 6.50 V erscht Yhl ——— 181 bestimmten Flächeninhaltes bestimmen, weil, was in dem einen Lande mittelmäßig oder klein genannt wird, in dem anderen als groß erscheinen kann, zufolge der verschiedenen Arten des Bodens und seiner Behandlung. Dagegen müßte man eigentlich immer bei diesen Ausdrücken einen gegebenen Zustand vor Augen haben, um, wie es sich geziemt, nur Gleichartiges in Vergleich zu stellen, auch giebt dieß allein Anhaltspuncte für die Ausübung, die sich in einer gewissen Oertlichkeit für das größer oder kleiner zu entscheiden hat. Fragt man in verschiedenen Gegenden nach der geringsten Gutsgröße, von der ein Hauswesen, ohne Nebenerwerb zu Hülfe zu nehmen, noch eben seinen dürftigen Unterhalt finden kann, so wird man diese Größe sehr ungleich finden, und da sich gerade hierin die Wirkung aller der Umstände ausspricht, die den Zustand des Landbaues bedingen, so könnte man im Verhältniß zu diesem veränderlichen Maße noch die beste all— gemeine Bezeichnung für die Größe eines Landgutes gewin— nen, wenn nur dieses Maß überall leicht und bestimmt aus— zumitteln wäre. Ohne eine solche Nachweisung ist die bloß geometrische Angabe durchaus so leer, wie die Anführung eines in Geld ausgedrückten Preises ohne nähere Kenntniß, wieviel andere Güter für denselben Preis zu erwerben sind. Nur die Nachrichten, die wir von dem Klima Aegyptens, seinem älteren und neueren Feldbau besitzen, lassen uns auf die Lage schließen, in der sich vor Alters ein Krieger aus der Kaste der Hermotybier befunden haben mag, dem 12 Aruren Land zum Anbau steuerfrei, aber alljährlich an einer anderen Stelle, angewiesen waren). Wenn Kraus a) *) Herodot, II. 168.— Girard giebt die alte Arura auf 2756 Geviert-Meter an(Description de I'Egypte, Livrais. ͥIIDEEeeEEEERRIRR eR‚I‚‚DRDREDDDDDDDDDDDDSEEEERR 2 ———— 2.————2—.———— ———...—————*———. S— **— 25—5———————.— 5 ————————— ———..‚ 182 nach Vo ung, 45 magdeb. Morgen eine kleine, 32 eine mittlere, 132 eine große Wirthschaft nennt, so paßt dieß ebensowenig auf manche stark angebaute Gegenden Frank— reichs und Deutschlands, wie z. B. die Bergstraße*), als auf den nördlichsten Streifen Deutschlands, Polen, Ungarn ꝛc., wo Güter von 1— 2000 Morgen nichts Seltenes sind. Mit eben soviel Recht für seine Gegend erklärt ein Schriftsteller in der Kurmark**) 3— 600 Morgen für ein kleines, 600— 1000 für ein mittleres, über 1000 M. für ein großes Gut, Sinelair aber Güter unter 100 Acres(156 magdeb. M.) für klein, von 100— 300 Acres für mittelmäßig, über 30o für groß. Auch aus dem Stande des Eigenthümers und den Rechts—- verhältnissen des Gutes kann eine Verschiedenheit herrühren, denn ein Rittergut, von dessen reinem Ertrage eine gutsherr— liche Familie einen, ihren Bedürfnissen angemessenen Unter— halt erwartet, kann schon für diesen Zweck klein genannt werden, während dieselbe Fläche im Besitze eines mitarbei— tenden Landwirthes von einfacher Lebensweise, als Bauern— gut, wohl für mittelmäßig oder groß zu nehmen seyn kann. Demnach scheint Alles hierin relativ zu seyn, und wir gehen am sichersten, wenn wir nur das Größere und Kleinere gleicher Art gegeneinander halten, ohne uns an die Betrachtung einer bestimmten Größe zu binden. Diejenige Untersuchung, deren Ergebnisse unstreitig den ganzen Gegenstand aufhellen müssen, besteht in dem Forschen III. Part. 1. No. 5), welches mit dem magdeburger Morgen ziemlich übereinkommt. 4) Staatswirthschaft V. 74. *) In Handschuchsheim besitzen 1500 Menschen 2000 Mor⸗ gen Land. Gugenmus. **) Annalen des Ackerbaus, g. a. O. gach deh Kosteh, den Mad miiner 0r Bisch e Gilcgen haheit der lülthschnst den nicht Ceuguise Rubungee des Anbau trag voch es in alde lich lanne u jichen. ische Bchar Geselschaft Gundlge, die Porndf ) Die r wr0 eingeluf Ouamm 0 raditus er Opamm, 6 laboris is; zoliam tern catur, ahib quin aded auch datuf bint nig kline, g. n k, so paßt l igenden int gstraße“ 5„4 len, Ungarn z tenes sind. Y. Schriftstelaz kleines, 600 ein goßer O 56 mudeh. M. fig, Iber 300 c und den Rache nheit herruhn ze eine gutehnn emessenen Unn E klein ganmn kines mitatt⸗ e, dls Bauan hmen seyn kan und wir geh Kleinere gleiz ctrachtung ei unstreitiz V àdem Hust eburger M in a/ —— 183 nach den Aenderungen des rohen Ertrages, der Kosten, und folglich auch des reinen Ertrages, die mit den Aenderungen der Größe der Landgüter wesentlich zusam— menhängen. Der Ertrag und die Kosten sind indeß bei glei⸗ cher Beschaffenheit der Ländereien nicht immer dieselben, weil die Gelegenheit zum Absatz, die Bevölkerung und Wohlha— benheit der Umgegend ꝛc. viele Verschiedenheiten in der Be— wirthschaftung nach sich ziehen. Wo von dem kleineren Bo— den nicht durch Verstärkung der Arbeit und Auswahl solcher Erzeugnisse, die mehr Fleiß erfordern, eine einträglichere RNutzung gezogen werden kann, wo folglich die ganze Art des Anbaues dieselbe bleibt, da wird offenbar der reine Er— trag noch schneller als der rohe abnehmen müssen, während es in anderen Fällen möglich seyn wird, von einem beträcht— lich kleineren Landgute gleiche Rente wie von dem größeren zu ziehen. Aus dieser Ursache fehlt es für eine mathema— tische Behandlung, wie sie die Preisfrage der kopenhagener Gesellschaft der Wissenschaften fordert*), an einer festen Grundlage, und man muß sich, ehe man rechnen kann, über die Voraussetzungen verständigen, die in der Verschiedenheit *) Die Frage, deren Beantwortungen am letzten December 1819 eingelaufen seyn mußten, heißt so: Quanam portione crescit proventus solidusque agri alicujus reditus crescente laboris vi in éiusdem cultu adhibita? Optamus, heißt es dabei, talem tractioni formam dari, ut laboris vis, quae ad fundum certae magnitudinis, v. c. iuxta zolitam terram laborandi rationem 50 agri tonnarum appli- catur, adhibita consideretur ad minores, fundi portiones, quin adeo ad hortulani sollicitudinem. Aber dabei kommt es auch darauf an, welche Fruüchte man anbauen kann, und dieß hängt nicht bloß von der Größe des Feldes ab. 184 des Bodens, der Lage, der Freiheit oder Belastung ꝛc. ge⸗ gründet seyn können. Da die Verzeichnung abgezogene Sätze um Vieles deut— licher machen kann, als ein bloß algebraischer Ausdruck, so mag hier jene zu Hülfe genommen werden, aber nur bei— spielsweise, so daß die Länge aller Linien ganz willkürlich angenommen worden ist. Wenn man irgend eine beträchtliche Gutsgröße mit G bezeichnet, die landwirthschaftlich nutzbare L Oberfläche eines ganzen Landes mit L, so ist 6 die Menge der Landgüter gleicher Größe, welche in jenem vorhanden seyn können. Um die fortgesetzte Verkleinerung von G in einer —— 1 Abseissenlinie anzudeuten, denke man sich fortwährend—. III abgezogen, so daß die abnehmende Gutsgröße folgende ist: m— I m— 2 m—(Cn— I) 6„p— 666— 6— 6 1II III III dann wird die Anzahl der vorhandenen Güter in dieser Reihe zunehmen: I.. m L m L ö‚ m L 6(m— 1)(m— 2) 6(m—(u— 1) 6 diese Zahlen sollen zu Abseissen genommen werden. Zu einer jeden derselben, z. B. pa, gehört eine größere Ordinate he, welche den rohen Ertrag, und eine kleinere hd, welche die Kosten ausdrückt, und der Unterschied de bezeichnet den rei, nen Ertrag. Die Curve ea zeigt die Veränderungen des rohen Ertrages, die dg die Veränderungen der Kosten. Beide müssen begreiflich der Abscissenlinie sich stets nähern. Mul— tiplicirt man aber irgend eine Ordinate mit der zugehörigen Abscisse, so zeigt das aus beiden gebildete Rechteck den rohen und reinen Ertrag und die Wirthschaftskosten des ganzen, in Güter theist mn Aufzebo! welcher R Oumit ma Im Haltb Haer vetkleir Puneie aus aus der O kanntlich ei sseissenlinie! dinie des r werden; si Punete ang naten des se vonsäuftg fol 77— 2— P N2 (wobei fx, sinte Giösan de uße Ichen Gutes Hißte, o Rhntk pine Essters fll shaftung, v mcstherbenn Hlane G V Det B, Uahfg. 26 IOeh , aber gur en gunz pil R will Vahe dirachtl ‚ia H — Iahtlch Mbhz Vch Tden. Iu ehe Oidinate l d, pasche lichnet den l Raen des wͤe VM Vosten. nihan. d gachl let d uhn I „N antet, R4s R 185 Güter von der bestimmten Größe getheilten Landes. Beur— theilt man nun Alles nach dem reinen Ertrage, so besteht die Aufgabe darin, diejenige Abseisse und Ordinate zu finden, bei welcher das Rechteck dee oder ygaa ein Maximum ist. Damit man sogleich anschaulich beurtheilen könne, wie bei dem Herabsenken der Curve sich die Rechtecke vergrößern oder verkleinern, so ist es bequem, von einem bestimmten Puncte aus diejenige Curve zu ziehen, bei welcher das Rechteck aus der Ordinate und Abscisse sich immer gleich bleibt, be— kanntlich eine Hyperbel, bei der die eine Asymptote zur Ab— scissenlinie genommen ist. Eine solche Curve kann sowohl zur Linie des rohen Ertrages, als zu der, der Kosten gezeichnet werden; sie ist in der Figur 7 nur bei der letzten durch Punete angegeben. Nennen wir die Abscissen, die Ordi— naten des rohen Ertrages y, der Kosten 2, so ergeben sich vorläufig folgende Bestimmungen: 771—. 2— ES=: y SFr: X ER; v— 2— 9 X (wobei fE, FX, exX, Functionen von&, und C, o, coön⸗ stante Größen bedeuten.) 11. Der rohe Ertrag, zwar mit der Verkleinerung des ein— zelnen Gutes auch abnehmend, wird doch im ganzen Lande größer, so daß beim Herabsinken der Curve éa immer jedes Rechteck pbaa größer ist als jedes frühere und höhere phee. Ersteres fält, bei der Voraussetzung gleichartiger Bewirth— schaftung, von selbst in die Augen, letzteres aber folgt aus nachstehenden Gründen. Kleine Güter ernähren mehr Arbeiter auf eigene Rech— 186 nung, als große. Die Thätigkeit eines Menschen, der für sich, für Weib und Kind die Kräfte braucht, ist bekanntlich weit wirksamer als die Arbeit, die immer gleichhoch, oder doch nicht um soviel höher gelohnt wird, als man sie etwa sorgfältiger einrichtet. Dieser Unterschied ist schon merklich bei den Arbeitern, die nicht faul oder untreu sind und es mit dem Lohnherrn redlich meynen; wie viel mehr nun bei denen, welche einer beständigen Aufsicht bedürfen, wenn sie ihre Pflicht thun sollen! Wendet man aber die erforderliche Auf— sicht an, so nimmt sie wieder auf einem großen Gute einen oder einige Menschen in Anspruch, die man vielleicht aber— mals unter höhere Aufsicht stellen muß. Vollends wird von Fröhnern Alles schlecht verrichtet. Der einzige Knecht eines Bauern aber, wenn nur irgend gut gehalten, kann wie ein Glied der Familie angesehen werden, weil er mit sorgt und aus eigenem Antriebe handelt. Die Thätigkeit des Unterneh— rners, den Gefahr und Gewinn allein treffen, dem das Aus— sunnen und Anwenden aller wirthschaftlichen Maßregeln, aller Erwerbswege, allein obliegt, wird begreiflich um so wirk— samer seyn können, auf je kleinere Fläche sie sich beschränken kann; die Aufmerksamkeit des Beobachtens wird gesteigert, jede örtliche Beschaffenheit, z. B. die Mischung des Feldes, die Lage der Abhänge, das leichte oder schwere Gedeihen jeder Art von Gewächsen, die beste Zeit, jede Arbeit vorzu— nehmen,— kann schärfer aufgefaßt und besser benützt wer— den. Daher muß selbst bei gleicher Zahl von Arbeitern in kleinen Gütern dem Boden mehr abgewonnen werden*). *) Gerade die entgegengesetzte Meinung hat Simonde: Le grand fermier épargne beaucoup deée tems, qui est perdu 8 8 12 9 P pur le petit. La direction d'un ouvrage demande à peu près 1 e méme degré d'attention et de fatigus, sur quelque échelle 3 auf di 3* dl st gelllh Bahandla Hsin, vale auc wid stattüng) Interesss dem lnt Inschlog o zuf Cinfa suchen, sol Bancheilut mittel zue zur Duith higucht wer lmaschiene trages mind Interloßt d Nalikhewig Meagäthn sagar di Nie lchfen Out Gurdegeth Wuldufsh nachhift, und dag, Juil oit en went, gque en, dy is Hekammg lichoh, mun se U schon neult nd und N zun bei dg wenn se ih, brderiche I. en Gur ain vielläct aher nds uird von Knegt ac kanmn wie mit sotgt un des Untennth em das Nu iegeln, all um so wih beshükh O gesteigai des Feldet e Gedeiha rbeit worh, henützt vn Arbeitern! Iden 1 Simonde. u ebt it pe Ique cbell 2 187 Zugleich ist aber die Menge von Arbeitskräften, die man auf das Feld wendet, bei großen Gütern nothwendig kleiner. In den Häänden der größeren Gutsherren findet sich nicht oft genug Erwerbstamm vereiniget, um alle die sorgfältige Behandlung des Bodens durch Lohnarbeiter vornehmen zu lassen, welche eine Familie auf kleinem Raume leicht ausübt; auch würde die Aufsicht zu unsicher und kostbar, und die Er— stattung zweifelhaft werden; bei dem Mangel des eigenen Interesses bleiben viele kleine Vortheile unbenützt, welche bei dem Unterhalt eines kleineren Bauernhaushaltes wohl in Anschlag gebracht werden dürfen. Daher muß man in jenen auf Einfachheit bedacht seyn, lieber die Kosten zu vermindern suchen, solche Früchte nicht wählen, die eine besonders fleißige Bearbeitung erfordern, oder diese durch mechanische Kunst— mittel zu erleichtern trachten. Bessere Ackerwerkzeuge, welche zur Drittwirthschaft gehören, aber auch füglich ohne sie ge— braucht werden können, Oresch?, Futterschneide-, selbst But— termaschienen, werden zum Theil den Ausfall des rohen Er— trages mindern, nie aber ihn ganz aufheben können. Man unterläßt den Anbau der Möhren, des Mais, verschiedener Fabrikgewächse, welche keine Anwendung von künstlicheren Ackergeräthen gestatten, den Obstbau; man verpachtet vielleicht sogar die Viehnutzung, wie bei den Holländereien im nörd— lichsten Deutschland, während bei großer Zerstückelung des Grundeigenthums nach Bedürfniß überall Gräben gezogen, Maulwurfshaufen geebnet werden, die Handhacke dem Pfluge nachhilft, der Saamen gelesen, das Unkraut gejätet wird und dergl. Der umlaufende, auf Arbeitslohn gewendete qu'il soit entrepris, et l'on conduit 40 onvriers aussi facile- ment, que 4. Nouveaux principes diéconomie politique, I. 230. 188—— Erwerbstamm ist daher bei den kleinen Gütern beträchtlich größer. ö Auf welchen Gütern können mehrere Bodenverbesserun⸗ gen(Meliorationen) vorgenommen werden? Daß sie wirk— lich auf größeren häufiger geschehen, ist nicht in Abrede zu stellen, aber man darf bezweifeln, ob dieß nothwendig so seyn müsse, indem die Abneigung der Bauern gegen das Neue, die Ueberzeugung von der Güte des Verfahrens der Väter, durch den Anblick mancher mislungenen Versuche der Theoretiker bestärkt, die Unbekanntschaft mit den tieferen Gründen des Gewerbes und den auf sie gebauten Regeln, zum Theil auch die Unsicherheit des Besitzes, die durch guts- herrliche Verhältnisse eingeengte Lage— nur zufällige äußere Abhaltegründe sind, deren Gewicht doch nicht zu verkennen ist. Der Landmann nimmt daher lieber Nebenerwerbszweige zu Hülfe. Man denke sich aber jene Hindernisse gehoben, die Umstände auf beiden Seiten gleich. Solche Unternehmungen, die Gespann erfordern, wie die Mengung der Erdarten, las— sen sich zwar mit Pferden besser ausführen, als mit Ochsen, allein auf einem kleineren Bauerngute, wenn es ein Pferde— gespann hat, werden sie sich leicht bewerkstelligen lassen, wäh⸗ rend auf großen nicht selten die vorhandenen Arbeitskräfte in Verhältniß zur Bodenfläche zu gering sind. Wenn die Er— öffnung einer Mergelgrube und manche ähnliche Arbeiten, nur im Großen bequem geschehen können; so hat dagegen bessere Bedüngung jedes Feldes, Entwässerung, Urbarma— chung, Kalkung, Vertiefung der Krume, auf kleinen Be— sitzungen weniger Schwierigkeit. Man ist bei letzteren nicht in Versuchung„entlegenere Stücke als Halbland zu behan— deln, sie öfter unbestellt zu lassen und ohne förmliche Koppel— wirthschaft als Weide zu benützen. Die erfinderische Sorg— salt det Lhne nicht flt Glbade 90—ν1⁰⁰ Wanbung ii gloßen na und ein k nachgeben. lau der g lifer insg liehmast, einen Tee darauf Fit die einteg Dieeg batkklͤste. ͤlthelhaft müsen, w. gen des. Hultg, die. . mͤssen Wehn sie ch Rassen Güt Hie muchv In gl Authele der bie Gatten wenig oder mit dem 8 r Sanme n lenittt endabsan aß sie wirh in Abiede othwerdi u gegen gz erfihiene Dersuche zy den tieseng ten Raehz e dlch gut⸗ lür dijn U vetk chnen Holan, die hmungan, aten, las⸗ sit Ochsen, im Pferde⸗ seh, wah⸗ Räfte in die Er⸗ Arbeiten, t dagegen Urbatm inen B. eren nigt hehn e Koppeh * falt der kleinen Landwirthe wird auch mit einem geringen Lohne einer versuchten Verbesserung zufrieden seyn, den man nicht für hinreichend hält, wenn man ihn nur mit einer Geldausgabe herbeiführen kann. Ein mittleres Gut, von 50— 100 Morgen, steht schwerlich in der Gelegenheit zur An— wendung irgend eines landwirthschaftlichen Kunstmittels einem großen nach, hat aber zugleich manche vor diesem voraus, und ein kleineres Gut wird dem mittleren wenig oder nichts nachgeben. Auf großen Gütern ist selten gleichmäßiger An— bau der ganzen Fläche zu finden, vielmehr geht der Erwerbs— eifer insgemein darauf hinaus, von der Schaafzucht, Rind— viehmast, Molkenwirthschaft große Gewinnste zu ziehen, oder einen Theil des Landes in vorzügliche Kraft zu setzen und darauf Früchte zu bauen, die nach den örtlichen Verhältnissen die einträglichsten sind. Die größere Menge der dem Boden zugewendeten Ar— beitskräste zeigt sich unter andern in solchen Fällen besonders vortheilhaft, wo Verrichtungen in kurzer Zeit vollendet seyn müssen, wegen der Witterungsbeschaffenheit. Das Einbrin— gen des Heues und der Garben vor Regen oder Ueberschwem— mung, die Herbstbestellung, die Bearbeitung thoniger Felder ꝛc. müssen oft in wenige Tage zusammengedrängt werden, wenn sie ohne Verlust vor sich gehen sollen; hiebei wird auf großen Gütern die verhältnißmäßige Minderzahl arbeitender Hände nothwendig fühlbar werden. ö Am höchsten wird der rohe Ertrag steigen, wenn die Antheile der Oberfläche so klein geworden sind, daß man sie wie Gartenland behandelt. Es wird dann vom Arbeitsvieh wenig oder kein Gebrauch mehr gemacht, weil das Umgraben mit dem Spaten den Boden viel besser bearbeitet, es wird der Saame gesteckt(wie in China, Japan, einigen Gegen— 190—.z den von England), die aufgegangene Saat verpflanzt, in heißem Sommer das Feld bewässert oder begossen, die Frucht abgeschnitten ꝛc. Wie weit diese Steigerung des rohen Er— trages überhaupt gehen könne, läßt sich im Allgemeinen nicht bestimmen, auch wird sie durch die Schwierigkeit, für alle Erzeugnisse vortheilhaften Absatz zu finden, gewöhnlich sehr weit unter der Gränze gehalten, die in der Hervorbringekraft des Bodens liegt. Dieses aber läßt sich erkennen, daß die Curve des rohen Ertrages sich nicht in ganz gleichförmiger, stetiger Bewegung der Abscissenlinie nähern könne, sondern wellenförmige Biegungen machen müsse. Der rohe Ertrag eines einzelnen Gutes nimmt nämlich stärker ab, wenn bei der Verkleinerung desselben die ganze Art der Bewirthschaf— tung dieselbe bleibt, schwächer dagegen, wenn bei einer ge— wissen Kleinheit neue Kunstmittel anwendbar werden, die auf einer größeren Fläche nicht passend waren, wenn folglich die verstärkte Kraft auf kleinerem Raume fast ebensoviel ge— winnt, als die schwächere auf ausgedehnterem Raume. Be— greiflich würde sich, wenn man von kleineren Verschieden— heiten des Bodens, der Lage ꝛe. absieht, für die landwirth—⸗ schaftlichen Verhältnisse jeder Gegend eine solche besondere krumme Linie ziehen lassen, und es ist unmöglich, im All— gemeinen Zahlenbestimmungen für sie auszumitteln. Bei— spielsweise mögen hier einige Sätze zur Vergleichung stehen: A. Ein ganz kleines Bauerngut von 75 magdb. Mor-⸗ gen Acker und 3 Morgen Wiese, beides in einer trefflich an— gebauten Gegend Frankens, ohnweit Nürnberg. Das Vieh weidet im Sommer auf einer für unvertheilbar erkann— ten Gemeinweide. Die Nähe mehrerer volkreicher Städte erleichtert den vortheilhaften Verkauf des Getraides; sie ge— stattet auch ohne Zweifel manche Nutzungen, welche in dem, bon belf schlage l fhmie nlsir. 170 Scock zu 94 71 9) Ernnte toe geschatz. 59* fel Mogget der Eentne Katofftn an Bulter, 30 Hs. dn 26 N B.( Molpen 9 Hoft, Naym, z; Lasftl gn Ruhunen, Mug, ge Es i ahl Nach wog wüthschth ber gifen *) Die g 6. H0, repfungt,; , die Juc es when d. emneinen nit lit fͤͤr ol vͤhnlich sch vorbringckenj nen, daß v Rleichförmige, nne, sonden rohe Emnth ab, wenn he Bewitthschy hei emer gr rden, die auf solglich de nsoriel ge Veschieder e Undwith besondete h, im Alh ein. Dei ng stehen: Nb. Mon⸗ tefllich dr g. D Ibar eimm her Släte ; se y che din, 191 von verpflichteten Wirthschaftverständigen entworfenen An—⸗ schlage keine Stelle gefunden haben und folglich der Gleich— förmigkeit willen ebenso, wie bei B, eingeschaltet werden müssen. Roher Ertrag: 1) 6 Morgen mit Roggen, zu 134 Schock Garben, das Schock zu 5 berl. Scheffel, geben 45 Scheffel Roggen. 2) Stroh für 3 der vollen Garben gerechnet, 7 Schock. 3) 15 Morgen Kartoffeln, zu 1os Scheff. 4) Schmalsaat, indem ein Theil des Feldes nach der Ernte noch mit Nachfrüchten bestellt wird, auf 13 Thlr. geschätzt. 5) Heu, 10 Centner, Grummet, 8 Centner, den Schef— fel Roggen zu 1 Thlr. 20 Gr., das Schock Stroh 5 Thlr., der Centner Heu und Grummet zu 16 Gr., den Scheffel Kartoffeln zu 8 Gr. gerechnet, giebt dieß, wenn der Ertrag an Butter, Mastschweinen, 1 Kalb, Gänsen, Eiern ꝛc. zu 30 Thlr. angeschlagen wird, 208 Thlr., also auf den Mor-⸗ gen 26 Thlr. B. Ein Colonistengut im Oderbruch, mit 15— 19 Morgen Land, worunter 34 Morgen Roggen, 2 Gerste, 7½ Hafer, 14 Kartoffeln*). Der Ertrag begreift 30 Scheff. Roggen, 32 Scheffel Gerste, 144 Scheffel Hafer, 192 Scheffel Kartoffeiln zu 12 Gr., nebst anderen kleineren Nutzungen, in Geld gegen 425 Thlr., 233 Thlr. auf den Morgen, wenn man im Durchschnitt 18 Morgen annimmt. Es ist einleuchtend, daß beide Anschläge A und B keinen Ver— gleich nach den obigen Rücksichten zulassen. Denn die Be— wirthschaftung des kleineren Gutes zeugt von keiner Benützung der größeren Menge von Arbeitskräften, wenn man den *) Die ausführliche Berechnung s. in den Annalen des Ackerb. V. a. O. 192 Anbau von Stoppelfrüchten ausnimmt. Der Anbau von Taback, Gemüse und ähnlichen Gewächsen, welche bei kleiner Fläche um so leichter möglich wird, müßte den rohen Ertrag bedeutend zum Vortheile des Gutes A erhöhen. Beide Wirthschaften zeigen aber das Eigenthümliche kleiner Güter, z. B. die jährliche Düngung und Bestellung mit Halmffrüch— ten; B muß das fehlende Futter kaufen, durch Jäten ꝛe. erwerben. C. Ein Gut von 108 magdb. Morgen, im Königreiche Sachsen, in 12 Schläge getheilt, worunter 2 Schläge Rüb— sen*). Die veredelten Schaafe tragen allein 356 Thlr. für Wolle ein. Zu dem rohen Ertrage, den man aus den angegebenen Sätzen auf 1850 Thlr. berechnet, muß noch der gesammte Strohgewinn geschlagen werden, der, wenn auch nichts davon zum Verkaufe übrig bleibt, doch unstreitig wenigstens 300 Thlr. ausmacht; zusammen folglich 2150 Thlr., oder 20 Thlr. auf den Morgen. D. Ein großes Gut von 1100 Morgen, im Oder— bruche, nach einem 10 schlägigen Fruchtwechsel bewirthschaf— tet, mit ein Jahr Dreeschbrache und zwei Weidejahren*). Roher Ertrag 16.617 Thlr., vom Morgene15 Thlr. XII. Wie die Kosten der Bewirthschaftung jedes einzelnen Gutes mit der Verkleinerung desselben nothwendig abnehmen, so müssen sie dagegen zugleich im Ganzen, bei allen Gütern zusammen, immer größer werden, weil mehr Aufwand auf den Anbau gerichtet wird. Nur dieß ist hiebei weiter aus— „) S. Pohl, Archiv der deutschen Landwirthschaft. März, 1812. **+) Annalen des Ackerb. a. a. O. Aumitt ttärker Ertrggl sch gl oisschen U hen toht Gebium rungen, ners, sof Eigenthüt elbst the gar keine hellt, de Snatsdie leine Eitr I. de 2. dei Veignägur lilhettetun Olser Her werden, nachen, s lcnn ud ded allät aue dem M Kunf de Mil ab Vukun Ui Boden nb Mihirng, Rus. d, Nltz Wbu he bi Hehz rohen Eunn hen. Sih einer Gitn Halmflih ch Iten Y u Koniprich Schlige Rub Nh. man aus day „muß rot der, wen ch Unstratt Hlich 215 im Odet; erirthshuf Ihren*) H½. einzelnen wnehmen, N Gilern wand auß beitet dus Ift. Munj 193 zumitteln, ob die Zunahme dieser ganzen Menge von Kosten stärker oder schwächer erfolgt, als die Zunahme des rohen Ertrages, ob daher der reine Ertrag aller Güter steige, sich gleich bleibe, oder abnehme; denn daß er bei jedem einzelnen sich vermindert, versteht sich ohnehin. Unter reinem Ertrage versteht man den Ueberrest von dem rohen, welcher bleibt, nachdem die sämmtlichen, zur Gewinnung des letzteren erforderlichen Ausgaben und Verzeh— rungen, also auch der nothwendige Verbrauch des Grundeig— ners, soferne er selbst arbeitet, abgezogen werden. Wenn der Eigenthümer an den landwirthschaftlichen Geschäften nicht selbst theilnimmt, so hat sein Unterhalt mit der Wirthschaft gar keinen wesentlichen Zusammenhang, wie schon daraus er— hellt, daß er füglich eine andere Erwerbsquelle, 3. B. Staatsdienst, sich durch seine Arbeit eröffnen kann. Der reine Ertrag 1. dem Eigenthümer eine Landrente, 2. dem Landwirthe einen Unternehmegewinn, den er zu Vergnügungen, zum Vortheil seiner Familie, zu Gewerbs— erweiterungen ꝛc. bestimmen kann. Dieser reine Ertrag scheint nun, wie die Landgüter klei— ner werden, eine immer kleinere Quote des rauhen auszu⸗ machen, so daß er im Ganzen langsamer zunimmt, als der letztere, und über eine gewisse Gränze hinaus wieder abnimmt. Dieß erklärt sich schon ohne tieferes Eingehen in die Sache aus dem Umstande, daß, je höher durch landwirthschaftliche Kunst der Gesammtertrag gesteigert wird, ein desto größerer Theil als Frucht der verstärkten Arbeit anzusehen ist, deren Wirkung viel kostbarer ist, als die der natürlichen Kraft im Boden und des zu Hülfe genommenen Erwerbstammes von Maschienen, Geräthen ꝛc. Von letzteren ist bei kleinen Gü— Aus. d. Volksw. 13 194 tern wenig Gebrauch zu machen, weil die vorkommenden Ver— richtungen von jeder Art nicht soviel betragen, daß solche Verbesserungen einen Gewinn geben könnten, der die Zinsen des hineingesteckten Vermögens beträchtlich überstiege; daher muß die Menschenhand, mit einfachen Geräthen bewaffnet, in Verbindung mit dem Arbeitsviehe alles ausrichten. Gleich— wohl aber muß man für mehrere von einander verschiedene Wirthschaften ein größeres Betriebscapital an Gebäuden, Werkzeugen verschiedener Art und selbst an Vieh halten, um alle Arbeiten bestreiten zu können, als für eine einzige Große, daher betragen die Zinsen verhältnißmäßig mehr. Der Viehstand beträgt bei D, 5330 Thlr., bei B aber 250 Thlr., letzteres macht 14, ersteres nicht ganz 5 Thlr. auf den Morgen, also, wenn die Zinsen und Erhaltekosten auf 10 v. H. geschätzt werden, eine Ausgabe von 1 Thlr. 10 Gr. und 4 Gr. 10 Pf. für den Morgen. Nach Sinelair*) kann bei der Ackerwirthschaft das Betriebscapital von Acre(1, Mor— gen) zwischen 45 und 10 oder 12 Pfund Sterl. wechseln. Besonders machen die Gebäude einen beträchtlichen Unter— schied, weil schon dieselbe Anzahl von Menschen und Vieh in einem größeren Gebäude weit wohlfeiler beherbergt werden kann, als in mehreren kleineren, und nun die größere Anzahl bei den letzteren hinzukommt.— Auch die Vortheile der Arbeitstheilung vermindern bei größeren Gütern die Kosten; sie ist wenigstens in einem Theile der Verrichtungen anwend— bar, wenn gleich andere, die nur in einzelnen Jahreszeiten vorkommen, oder nicht die Zeit eines Arbeiters ganz ausfül— len können, keine Abtheilung zulassen. Erwägt man die be— kannten drei Ursachen, aus welchen nach Smiths Darstel⸗ lung die Arbeitstheilung den Erfolg verstärkt, so muß man *). a. a. O. S. 80. sgestch großen Oosen u auf mchl V kliile 9lh utd Matithun Mnausgeset Zit unun mas fihl 260—28 nehr Loh Umsand wogen, abe Wil kleiner Lohn und! sih baträcht mile des L Mad, sih lunz, Veig tinbgket z Gade sbf n fiende Wbetf shapg is Diean Ahfand den be, oglel D. von den lan Glle. 19 fir N umendex „ d sh er die Zing stiege; dhn bewaffnez eh. Gleich Lerschicden Gebauder, holten, un inzie Groß, der Vihlad hle, Kcttans Norgen, as, H. geschit d 4 G.. 1 kunn bei da (½%% Mun ll. wechseh ichen Unte⸗ nnd Nich in dot wetden ere Mnzahl utheile der ie Kosten, en anwende ahretzeun anz auefl nun die ks 5 Dustl w uu 195 zugestehen, daß eine gewisse Menge von Arbeit auf einigen großen Gütern von wenigeren Menschen und Pferden oder Ochsen mindestens eben so gut ausgeführt werden kann, als auf mehreren kleinen.— Hiezu kommt endlich noch, daß der kleine Bauer nicht selten zwischen seinen Geschäften in Feld und Haus Muße hat, die er meistens mit dem„ suüͤßen Nichtsthun“ hinbringt, weil ihn nicht gerade die Noth zu unausgesetzten Fleiße anspornt, denn an Gelegenheit, seine Zeit ununterbrochen anzuwenden, wird es ihm sicherlich nie— mals fehlen. Ein Arbeiter aber, der des Jahres etwa nur 260— 280 Tage in Thätigkeit ist, kostet verhältnißmäßig mehr Lohn, als ein anderer, der 300 Tage arbeitet. Dieser Umstand wird allerdings durch einen anderen wieder aufge— wogen, aber ohne jenen würde man aus dem letzteren auf einen viel kleineren Unterschied der Kosten schließen müssen. Der Lohn und die Kost des Gesindes auf großen Gütern ist näm⸗ lich beträchtlich hoch, während auf kleinen die genügsame Fa— milie des Landwirthes, etwa mit einem Knechte und einer Magd, sich in allen Dingen spärlich behilft, in Kost, Klei— dung, Vergnügungen gerne entbehrt. Der Reitz der Selbst— ständigkeit vergütet diese Versagung bis zu einem gewissen Grade selbst in dem Falle, wo man freie Wahl hätte, sich in fremde Dienste zu begeben. Aus dieser Ursache kann der Arbeitslohn nicht in gleichem Verhältniß mit der Men— schenzahl in den Kosten höher angerechnet werden. Die Curven des rohen Ertrages und der Kosten, deren Abstand den reinen Ertrag ausdrückt, nähern sich also einan— der, obgleich so, daß der letztere im Ganzen noch steigt. Da von den bisher entwickelten Gründen des Vorzuges gröt ßerer Güter, daß sie weniger Kosten verursachen, viele auch noch für Mittelgüter gelten, so darf man annehmen, daß 196 beide Curven anfangs ein Stück Weges gleichlaufend sind, und daher der ganze reine Ertrag ziemlich stark zunimmt. Die Figur zeigt bequem, wie bei dem Fortrücken beider Linien, der reine Ertrag zunimmt, er bildet ein immer niedrigeres aber breiteres Rechteck. Wenn aber die zwei Curven sich merklich näher kommen, so muß es ein Maximum geben, jenseits dessen die geringere Höhe nicht mehr von der zuneh—⸗ menden Breite überwogen wird, also der Gesammtertrag, wie der des einzelnen Gutes, abnimmt, und in dieser Reihe ist ein Ziel denkbar, bei dem er ganz verschwindet, indem die Rohertrags- und die Kostenlinie zusammenfallen. Die Abseissen für welche dieses Maximum des Reinertrages und das gänz⸗ liche Aufhören desselben eintritt, würden leicht gefunden wer—⸗ den können, wenn man für eine besondere Wirthschaftsart Angaben genug gesammelt hätte, um die Gesetze beider Cur⸗ ven vollständig zu finden. Wie aus dieser Betrachtung die Folge hervorgehet, daß es Landgüter geben müsse, die wegen ihrer Kleinheit fast keinen Reinertrag abwerfen, die also nur von dem unver— schuldeten Eigenthümer angebaut, nicht gepachtet werden kön— nen, so zeigt dieß auch die Erfahrung, selbst bei sorgfältiger Grundsteuersetzung geräth man auf diese Wahrheit, und wenn man nicht die Grundstücke ganz einzeln, mit einem Durch— schnittsanschlage der Kosten, sondern in Beziehung auf den Besitzstand der Eigner besteuert, so ist es anerkannt, dab man von manchen kleinen Gütern nur durch die Ungerech— tigkeit, Feudallasten nicht in Abzug zu bringen, zu einem steuerbaren Ansatze gelangen kann. Der Steuerpflichtige ver—⸗ mag sich dann bloß dadurch zu erhalten, daß er Nebenarbei— ten zu Hülfe nimmt, und sich der härtesten Entbehrung un—⸗ kerwirft. Nach der Verschiedenheit der Umstände wird diese Gränhe Odl, Hgteif in miͤt sul Da auf den gegen 9e im E A, woft läht nac hen Uebe oder Lan haut wer nuch Ihz D nicht! vom Mun Mhe gen müss yan shr Die einen Reine genommen! nitt aber d d Znsen! wird wrg *) handlung handel w sihrlch gu werden, z subiel. Haufchd 0 nit guinn beider On niedrizen Curven st mum gahn der zunh smmtenm diser Rß et, indem Die Aheessa nnd dos gij efunden tun zthschasten beider e⸗ Hhehet, du Henheit f dem unde rerden lar sorgfältigt „und wenn um Durt⸗ g auf d. nnt, d Ungenh „zu eing lichtize l Moemi hehtutz L vd Ait 127 Gränze früher oder später erreicht werden; wo der Wein-, Oel-, Reisbau ꝛc. von dem Klima gestattet wird, da sind begreiflich die Verhältnisse ganz anders, als beim Anbau der im mittleren und nördlichen Europa gewöhnlichen Getralde— sorten. Das Gut D trägt 7757 Thlr. 14 Gr. rein, wobei auf den Morgen 7 Thlr. 1 Gr. kommen. C im Ganzen gegen 900 Thlr.), oder 8 Thlr. 8 Gr. vom Morgen, B im Ganzen 120 Thlr., also 63 Thlr. vom Morgen*. A, wofür ein Kaufslustiger 1277 Thlr, zu geben bereit war, läßt nach der Berechnung der Sachverständigen gar keinen rei—⸗ nen Ueberschuß erwarten, und kann, wenn der Landwirth Zinsen oder Landrente entrichten muß, nur mit großer Zubuße ange— baut werden. Nach dem obigen rohen Ertrage aber, und nach Abzug der gutsherrlichen Leistungen, weil diese auch in D nicht vorkommen, findet man 40 Thlr, rein, also 5 Thlr. vom Morgen. Abgesehen von den Ungleichheiten, die daraus entsprin— gen müssen, daß hier Güter aus verschiedenen Gegenden und von sehr verschiedenen Verhältnissen zusammengestellt worden *) Die Berechnung in Pohl's Archiv a. a. O. giebt zwar einen Reinertrag von 1500 Thlr., der aber nicht als solcher an⸗ genommen werden kann, weil bloß die verbrauchten Naturalien, nicht aber die anderen Ausgaben, wie Dienstlohn ꝛc., auch nicht die Zinsen und dergl. in Abzug gebracht sind. Dieß zusammen wird wenigstens fur 6o Thlr. zu berechnen seyn. ) Beim rohen Ertrage, wie er in der angeführten Ab— handlung berechnet ist, sind zwar 30 Thlr. Gewinn im Pferde— handel weggelassen worden; dagegen können auch 15 Thlr. jährlich gutsherrliche Lasten der Gleichheit willen nicht angesetzt werden, und 70 Thlr. für die Kleidung von 3 Menschen sind zuviel. ö — E S— —— — — B————— 198 ö sind, sieht man, wie der Reinertrag einen immer kleineren Theil von dem Rohertrage ausmacht, also die Kosten einen immer größeren; jener ist nämlich: bei D ,7 des Rohertrages C„** B 0/,3 A 2———5 Das Marimum des reinen Ertrages scheint zwischen B und CO zu liegen, aber es wird ohne Zweifel näher an B, als an C fallen. ö Auf nichtlandwirthschaftlichen Nebenbeschäftigungen ist bisher keine Rücksicht genommen worden. Gleichwohl würde es sehr erwägenswerth seyn, wenn eine oder die andere Art von Gütern vorzügliche Leichtigkeit darböte, durch sie das Einkommen zu erhöhen. Bei den großen Gütern ist es sogleich einleuchtend, daß die beträchtlichen Vorräthe, die man von dem Boden gewinnt, manche Verarbeitung zulassen können, welche I. die Erzeugnisse besser nutzen läßt, als es beim Ver— kauf möglich wäre, 2. eigene Bedürfnisse wohlfeiler, als durch Einkauf, be— friediget, 3. leichtere Ernährung des Viehes möglich macht. Bei der Bierbrauerei und Branntweinbren— nerei finden sich diese drei Vortheile vereiniget, am wichtig— sten aber ist dabei der dritte, indem er sowohl die größte Begünstigung der Mastung, als die Möglichkeit giebt, einen der Ackergröße völlig angemessenen Viehstand zu halten. Die Verbindung mit diesen Gewerben ist schon bei einem mittle— ren Gute leicht ausführbar, und dasselbe gilt von der Käse— bereitung. Butter und Sauermilchkäse können wohl im Kleinen tiguhg Gofßhu In aint à, M-. lud voh Celhst o wenn mi Gefiße, He Mibsen/ eine eig fottwihr kaufen n so ist n schläht, mehlunz Zieget— wͤthschz Wboung gen, auch Dichschf Mfer doch mehr fiche ur lcheum auug dii De unbeträcht sosche Nul Hline G. mmer llänn Hstn arz nt gwvischxů niher m! istzunn ichwohl wüll ie andete I. urch sie zu Huchtend, du n getbinn, beim Der inkauf, he⸗ acht. einbrer— m wichtig⸗ die gͤßte iebt, enn Uten. Di em mitl⸗ der Kiso n —— 129 Kleinen ohne Schwierigkeit bereitet werden, aber die Verfer— tigung der Süßkäse, wie sie aus vielen Gegenden in den Großhandel kommen und weit verführt werden, gedeiht nur bei einiger Ausdehnung. Die Bereitung des Lab, das Sie— den, Pressen, Trocknen erfordert Sorgfalt und Uebung, und wird von einem Ackerknechte nicht gut verrichtet werden. Selbst aus der Butter ist ein höherer Gewinn zu ziehen, wenn man alle auf ihre Güte einwirkenden Anstalten, z. B. Gefäße, Gewölbe, kunstmäßig einrichten kann. Oelbereitung aus dem Saamen des Leins, Mohns, Rübsen, ist sehr einträglich, wenn auf einem großen Gute eine eigene Oelmühle sich befindet, doch wird man, um sie fortwährend zu beschäftigen, auch dann noch Saamen hinzu— kaufen müssen. Sind aber in einer Gegend schon Mühlen, so ist man freilich in dem Anbau dieser Früchte nicht be— schränkt, als durch den starken Düngerbedarf, zu dessen Ver— mehrung dann die Oelkuchen wieder einigermaßen beitragen. Ziegel- und Kalkbrennereien stehen mit der Land— wirthschaft in lockererem Zusammenhange; doch dienen sie, Waldungen gut zu benutzen, Lebensmittel werbend anzule— gen; auch das Gespanu, welches sie erfordern, kommt der Wirthschaft zu Statten. Außer diesen Gewerken ist auch die Pferdezucht, und noch mehr der Verkauf von Saamen auf einer kleinen Acker⸗ fläce nur von sehr beschränkter Anwendbarkeit, wenn auch wiederum ganz große Güter zu dem letzteren Geschäfte nicht genug Zeit übrig zu lassen pflegen. Die meisten dieser Erwerbszweige erfordern einen nicht unbeträchtlichen Erwerbstamm; oft muß man wählen, ob eine solche Anlegung oder eine Bodenverbesserung zuträglicher sey. Kleine Güter lassen mehrere Wege zu, wie man die Arbeirs— kräfte benutzen kann, und fordern ebenso zu der Wahl zwi— schen verschiedenen Hand- und Gewerksarbeiten und der flei⸗ bigeren Feldbestellung auf, wie dieß schon oben(4. Abschn.) berührt worden ist. Während jene technischen Erwerbszweige einen äußeren Anbau der Wirthschaft bilden, greifen diese Beschäftigungen, z. B. Holzschnitzen, Spinnen, Weben ꝛc. ins Innere ein, und da etwa nur die halbe oder Zweidrittel— kraft der Menschen dem Boden zugewendet zu werden braucht, so kann auch das kleinste Gut, objectiv betrachtet, noch einen reinen Ertrag geben. Wenn man bei dem Gute A, für welches drei erwachsene Glieder der Familie und eine Magd angenommen sind, die Kosten für deren Unterhalt um ein Viertel erniedrigt, so sinken die gesammten Kosten auf 140 Thlr. und der reine Ertrag steigt auf 60 Thlr., oder 72 Thlr. vom Morgen. Begreiflich muß aber auf diesem Gute, etwa bei drei Stück Rindvieh, im Winter wirklich viele Zeit übrig seyn.— Indeß ist in vielen Gegenden die Arbeitslust der Landbewohner keinesweges so lebhaft, daß sie ihre Zeit mit solchen Nebenarbeiten ganz auszufüllen sich bestrebten. Die Erfahrung zeigt, daß in den meisten Fällen ein kleineres Gut verhältnißmäßig mehr Pacht giebt, so wie auch durch Zerschlagung größerer Güter in mehrere kleinere ein höherer Kaufpreis zu erhalten ist. Hierin liegt ein vollgül— tiger Beweis für die aufgestellte Behauptung, daß bis zu einer gewissen Gränze hin auch der Reinertrag mit der Ver— kleinerung vergrößbert werde. Denn wenn es auch aus dem größerem Mitbewerbe der Pachtlustigen zu erklären ist, daß diese bei einer kleineren Pachtung den Morgen höher bezah— len müssen, als bei einer größeren, so wird doch hiebei schon vorausgesetzt, daß sie es ohne Schaden thun können. Bliebe der Reinertrag derselbe, so mühten die Pachter großer Güͤter v des Mi wiͤllich helben, Hscbarie keinen vem diee dber abnin Nü hett Gul sen dder selfetand großes G beträchtlt ist, nde den Stan schen sch lin betrach fulgich d Husmacht. vur Moth Ind allen geben, so hem dh auch dler! hs so 0 lleinen G buarden hin Rageben u. nimmt, neshe mi Vasi und der si 4 Whhn wabezun greifen diñ Veben. Weidritte den hrauch b„ roch eun ue A, fl eine Muh halt um eu ien aus 1 „oder 7 iesem Gutt viele Zui Irbaitsluf e ihre Zit strebten. Jilla ei Mie auch inere ein u vollgil 5 bis der Vei⸗ aus den ist, d her bach doch hih können, Hr ausn ——— 20 Güter vermöge des Vortheils, den ihnen dieses Verhältniß des Mitbewerbes gäbe, schnell reich werden, was doch nicht wirklich wahrzunehmen ist. Indeß muß wenigstens zugegeben werden, daß das Zunehmen des Pachtzinses von verkleinerten Ländereien in stärkerem Grade erfolgt, als die Vergrößerung des reinen Ertrages, und daß es selbst dann noch fortdauert, wenn dieser schon sein Maximum überschritten hat, d. i. wie— der abnimmt. Die Ursachen davon sind folgende: Jeder Taglöhner, Ackerknecht ꝛc., der nur einige hun— dert Gulden besitzt, hegt große Lust, ein kleines Gut zu kau⸗ fen oder zu pachten, weil er die unabhängige Lage und die selbstständige Ernährung äußerst hoch anschlägt. Für ein großes Gut sind der Bewerber weit weniger, da schon das beträchtliche dazu erforderliche Capital nicht in Vieler Händen ist, und ein Theil der Capitalisten lieber auf Hypotheken, an den Staat leiht, oder ein Gewerk unternimmt. Daher setzen sich die Pachtzinse so, daß von einer großen Pachtung ein beträchtlicher Gewinn für den Unternehmer übrig bleibt, folglich die Landrente nur einen Theil des reinen Ertrages ausmacht. Bei kleinen Gütern aber läßt sich der Pachter zur Noth gefallen, nur den nöthigen Unterhalt zu gewinnen, und allen Reinertrag an den Grundeigner als Pachtzins zu geben, so daß er lediglich durch die Selbstständigkeit sich von einem Lohnarbeiter unterscheidet; ja er unterwirft sich wohl auch einer härteren Entbehrung, als dieser, wenn der Pacht— zins so hoch steigt, daß er suchen muß, von einem recht kleinen Gute zu leben. Nebenarbeiten, Taglohn, und dergl. werden hinzu genommen, damit nur die Pachtung nicht auf— gegeben werden muß, und welche Wagniß man dabei unter— nimmt, zeigt sich in der Menge von solchen kleinen Pachtern, welche wir verderben sehen. Mit Recht bemerkt Sin— clair*),„es sind daher oft ihre Zinsen höher, als sich mit dem wahrscheinlichen Ertrage der Cultur vereinbaren läßt“, und nichts könnte irriger seyn, als wenn man glauben würde, der Gewinn des Pachters sey immer eine ungefähr gleiche Quote des Zinses, den er entrichtet. Dennoch nimmt das bekannte, im Ganzen zu rühmende sächsische Steuer— regulativ v. 12. Novbr. 1313 an, der Pachtgewinn be— trage im Durchschnitt 4der Pachtsumme(Art. 35), doch so, daß von diesem Gewinne noch die Unterhaltskosten des Pachters und seiner Familie zu bestreiten sind. In England wird vollends der Gewinn des Pachters dem halben Pacht— zinse gleich gesetzt*).— Was bisher von dem Pacht— zinse bemerkt wurde, das gilt auch auf gleiche Weise von den Preisen kleiner Landgüter, und die Eigenthümer derselben denken und handeln nicht anders als diejenigen Landwirthe, denen ihre Geldkräfte nur eine kleine Pachtung zugänglich machen. Die Preise nehmen immer zu, eine je kleinere Län— derei feilgeboten wird, und stehen bei dem einzelnen Acker, der einzelnen Wiese am höchsten, daraus dürfte man jedoch nicht die Folge ziehen, daß auch der reine Ertrag immer zu— nehme, denn das einzelne Grundstück kann von großen wie von kleinen Gutsbesitzern gesucht werden, um sich ihrer Be— sitzung einzuverleiben, und bloß die Ausgedehntheit des Mit— bewerbes macht es theuer. Ein sehr kleines Gut, beträcht— lich weit unter der Größe, bei welcher der Reinertrag sein Mayimum erreicht, wird von einem besonnenen Käufer nur dann hoch bezahlt werden, wenn er schon andere Ländereien hat, oder auf Nebenerwerb rechnen kann. *.) a. a. O. Seite 75. *) Craig, Grundzüge der Politik, übersetzt von Hege— wisch, III. 23. e , en G klaile. gͤßete, haltnise zene Gie genthei uscht t der Reit sowohl b ter schth. Der nen Voh d nine simmung mit wert mittels, ber Beröt dem, in ui en von Le Iltasachu de g haun waiden, i ninnt as Und es fi ht, Lacälmi höhe, 6 ur paruhun man glulh emne unesh Nunoch m che Steun achthewinn g lit. 5, chaltihhsen u NEnh haba Dach on den Pgt Vesse vmn x mer gersehh en dandtith ing Ruginpit klanne di hlhen Aert enm spt inmer zu gioßen wie hihrer Be⸗ it des Mit t, betlägt nertraz sit Küufer uu e Vnderein bon Hege ILV. Es darf, nach III., als feststehend angenommen wer— den, daß bis zu einer Gränze hin, welche aus sehr einfa— chem Grunde(s. No. V.) nur selten überschritten wird, das kleinere Gut einen größeren Reinertrag abwirft, als das größere, daß aber diese Zunahme doch nicht in gleichem Ver— hältnisse mit der Verkleinerung erfolgt, und besonders gegen jene Gränze hin immer schwächer wird. Wenn oft das Ge⸗ gentheil behauptet worden ist, so scheint man dadurch ge— täuscht worden zu seyn, daß bei wenigeren großen Gütern der Reinertrag in beträchtlicheren Massen erscheint und sich sowohl bei seiner Entstehung als in seinen Aeußerungen leich— ter sichtbar macht. Der Einfluß einer Wirthschaftsform auf den allgemei— nen Wohlstand kann jedoch keinesweges allein aus der Größe des reinen Gewinnes beurtheilt werden. Besteht die Be— stimmung der Landwirthschaft in der Versorgung der Menschen mit werthvollen Bodenerzeugnissen, hauptsächlich mit Lebens⸗ mitteln, so verdient auch die Masse derselben, von welcher der Bevölkerungsgrad zum Theile(soferne man nämlich von dem, in vielen Fällen schwierigen oder zu kostbaren Einfüh— ren von Lebensmitteln absieht) bedingt wird, eine besondere Untersuchung. Die ganze Menge von Bodenerzeugnissen, welche über— haupt zur Beförderung menschlicher Zwecke hervorgebracht werden, ist der schon früher betrachtete Rohertrag selbst; sie nimmt also bei der Verkleinerung der Güter beständig zu, und es finden zugleich immer mehrere Menschen ihren Unter— halt. Findet man es indeß nicht gleichgültig, in welchem Verhältnisse die verschiedenen Volksclassen zu einander stehen, 204 so geräth man natürlich auf die Frage, welche Art von Land— gütern einen größeren Ueberschuß von Erzeugnissen nach Ab— zug des Verbrauchs der Landwirthe übrig lasse, oder, bei welcher mehr Stoffe verkauft werden können. Daß der Land—⸗ wirth wieder von dem Erlöse Gewerkswaaren kauft, ändert in der Sache nichts und ist nothwendig, um die Handwerks—⸗ classe gehörig zu beschäftigen. Diejenigen, welche dem soge— nannten relativen auf Gewerke gegründeten Ackerbausysteme (Systéme d'agriculture relative fondé sur un systéme de manufacture) anhängen(Herrenschwand), wie die Bekenner des Handelssystemes, werden lediglich die Größe dieses ueberschusses zum Prüfsteine der vortheilhaftesten Land—⸗ wirthschaftsart machen. Die Stoffe, welche den Reinertrag eines Landgutes aus⸗ machen, werden in vielen Fällen, wenn nämlich der Eigen— thümer nicht anwesend oder in der Nähe ist, ganz verkauft, sonst wenigstens immer der größere Theil von ihnen, da der Pachtzins in Geld entrichtet wird und auch die anderen Ver— wendungen in diesem geschehen. Ob nun Steuern, gutsherr— liche Lasten ꝛc. den Reinertrag schmälern oder nicht, so kommt doch, so lange nur derselbe zunimmt, von dieser Seite eine immer größere Menge von Lebensmitteln zum Verkaufe. In den Kosten aber wird bei dem kleineren Gute der verkäufliche Vorrath eine geringere Quote einnehmen, als bei dem größeren, weil dort alle Ausgaben außer dem Arbeitslohne schwächer sind, und auch dieser, mehr auf das nothwendige eingeschränkt, hauptsächlich in selbstgewonnenen Stoffen abgetragen wird. An Kleidung, Wohnung, Geräthe legt der Landwirth sammt seinen Hausgenossen selbst Hand, um weniger auszugeben, daher braucht man auf Erwerbstamm verschiedener Art weniger zu wenden; die Arbeiter leben spar⸗ 1 samer/ cheren! den C Mochl. Im; ber, he „364½%0 auf den Vetthm ab Ren bir in den L schon die als det Iberhaupt den Iisc Gchiude: Nahtit st der Mbii uung aufh nise villn Iud man de lichte: fircgten Citan auf aicht sh in i NR. an dh nissen ug Ij lase, grr, g. Dip da duh knust, iy die Hmhunth elche dn + Ackethausiim ur vn Hytene wand), gi diglih he Gih ihostin dud Lundgutts lic der Einn gan, vertuuf um, da de anderen Ver um, guteher⸗ V nicht, s. Rvon dilser mitteln zum ineren Gutt einnehmez außer don chr auf x. stgewonnenn m, Gai selbt Huh Erdechiamn lchen sou⸗ samer, und die Ernährung derselben nimmt einen beträchtli⸗ cheren Antheil in Anspruch; die Bevölkerung in der landbauen—⸗ den Classe wächst auch beträchtlich, obgleich langsamer als die Anzahl der Güter. Nach Moung leben in 1 Mill. Landgü— tern zu 30 Acres, 2 Mill. Menschen, auf derselben Fläche aber, wenn sie in Güter zu 88 Acres getheilt ist, nur 1,364,000 Menschen.— Wenn in D das Verhältniß der auf dem Gute verbrauchten zu der gesammten verkauften Werthmenge S I: 2, ist, so ist es in B schon 1: 1,, in A aber 1: ,* geworden. Aber im Ganzen genom— men wird dennoch bei der Verkleinerung der Landgüter die in den Verkauf kommende Gütermenge absolut größer. Ob— schon die eigene Verzehrung der landwirthschaftlichen Arbeiter, als der Haupttheil der Kosten, beständig steigt, so wird doch überhaupt auch eine größere Menge von Bedürfnissen durch den Zwischentritt des Geldes befriedigt; Kleidung, Geräthe, Gebäude ꝛc. betragen wegen der größeren Menschenzahl, un— geachtet sie sich knapper behilft, mehr, denn die Sparsamkeit der Arbeiter kann auf keine Weise die Folgen ihrer Vermeh— rung aufheben. Unstreitig müssen dieser erweiterten Bedürf— nisse willen mehr Lebensmittel aller Art zu Markte kommen, und man hat die Verkleinerung der Güter in Hinsicht auf die leichte Ernährung der Gewerks- und Handelsleute nicht zu füchten. Untersucht man, wieviel in den genannten vier Gütern auf den Morgen verkäufliche Erzeugnisse kommen, so ergiebt sich in D 10 Thlr. C 135,— B 15— A 15 W Aus der Vergleichung der beiden letzten Zahlen sieht 4 ö * — * man, daß es auch für den verkäuflichen Theil der Erzeug— nisse ein Maxrimum gebe, und ganz einfach erhellt aus dem Obigen, daß dasselbe mit dem Maximum des Reinertrages zusammenhänge, wenn es gleich etwas später als dieses ein— zutreten scheint. Ist ein Gut so klein geworden, daß ein Pachter sich nicht mehr darauf fortbringen kann und der Eigenthümer, wenn er es bebaut, auf einen Theil der Land— rente verzichten muß, der zu den Unterhaltskosten geschlagen wird, so wird die hieraus entspringende Verminderung der zu Markte gebrachten Waarenmenge bald dem Ueberschusse gleich kommen, den die Erweiterung des Rohertrages und der Menschenzahl verursacht, es nimmt also die verkäufliche Summe wieder ab. Arthur YVoung erklärt es für einen Nachtheil der kleinen Güter, daß sie mehr Pferde nöthig haben, also ö der menschlichen Nahrung um soviel mehr entzogen wird. Dieß ändert jedoch in den bisherigen Sätzen gar nichts. Was als Viehfutter verwendet wird, geht für den Menschen nicht verloren, da die Kraft der Thiere und ihr Mist den rohen Ertrag erhöhen, es ist eine fruchtbare Anlegung von Erwerbstamm. Findet man gerade den Verbrauch von Kör⸗ nerfutter unvortheilhaft, da allerdings aus dem Hafer ein überaus zuträgliches Nährmittel, die Grütze, bereitet werden kann, so ist zu bedenken, daß alles Vieh leicht mit anderem Futter erhalten werden kann, und daß zugleich auf sehr klei— nen Gütern nothwendig die Ochsen den Pferden vorgezogen werden; es kann sogar nützlich werden, die Kühe mit zur Arbeit zu gebrauchen, weil die Ersparniß am Futter der Zugochsen mehr betragen kann, als der Verlust an Milch. In der, zur Verdeutlichung entworfenen Figur könnte, wie nun von selbst erhellt, noch eine Curve des eigenen Verbul bis zun tuag 3u nihat s saßen gl sche fott Heit v uden sin Die C D: stelen: ————— ) Rhe ) Reine Der trag vom huf Rugniss Die ver Vathne herigt y erhtzut Bai sube nez el x E Verbrauches gezogen werden, über welcher auf jeder Ordinate chelt uz bis zum Durchschnitt der Rohertragslinie der verkäufliche Er— Nendtigg trag zu sehen wäre, diese Curve läuft unterhalb der Kostenlinie, als diesez er nähert sich ihr aber allmählich, ohne doch mit ihr zusammen den, daß ah stoßen zu können. Alle diese Curven darf man sich nicht ins Unend—⸗ kam und ⁰ liche fort verlängert denken, weil dieß Güter von einer Klein⸗ Miil dr un heit voraussetzte, wie sie in der Wirklichkeit nicht mehr zu dsen eshlan finden sind. Inindenng k. Die Ergebnisse von II.— IV., an den Gütern A, B, em Uusust C, D verdeutlicht, lassen sich in folgende Tafel zusammen— Rhanut un stellen: die vallush⸗ 4 5— 4 (8 Morgen)(1s M.)(18s M.)(I100 M.) ö Mashal y 1) Rohertrag, ‚ halmn, al. rthlr.. 26 22³ 20 15 enthagen wit, 2) Reinertrag, Ngr nicht. rthlr. 3 63(87 77 den Mensche 3) Der Reiner⸗ ihr Mist de trag beträgt ö Mscgunz iu vom rohen 0,* 0/,38 0,** 0„, ö ö 0—* 50 4) Verkaufte Er⸗ ö e zeugnisse, rthl. 15 15(JI3,7 10 **—6 5) Die verkaufte 40— Werthmenge uf sch 0 beträgt von der nd verbrauchten———— 2,5 Fulter N V. Mi Bei der Beurtheilung dessen, was dem allgemeinen Wohl⸗ Vaur Hnt, ö 76 izur lin stande eines Volkes förderlich oder hinderlich ist, muß neben der des ahanen ———————— — — 1291 208 Masse des Vermögens auch dessen Vertheilung unter die Volks— glieder erwogen werden. Wie nun aber bei kleineren Gütern der ganze Roh- und Reinertrag größer wird, so vertheilt sich auch unstreitig derselbe auf eine weit nützlichere Weise. Es näh— ren sich viele Hauswesen selbstständig, mit wenigeren Lohnar—⸗ beitern; die kleinen Gewinnste verbreiten in einer großen Anzahl von Menschen Mittel zum Genusse und zur Veredlung des Le— bens, und während hiedurch die Veranlassung zu dem ungemes— senen, Geist und Körper entnervenden Wohlleben, wie ihn die Versammlung großer Reichthümer in wenigen Händen herbei— führt, wegfällt, so sorgt auch der Gewerkseifer der kleinen Landwirthe für die fleißigste werbende Anlegung der meisten Ersparnisse. Zwar betragen auch die Kosten mehr, aber, sie tragen selbst wieder bei, nützliche Menschen zu ernähren. Die ländliche Bevölkerung, gewiß die nützlichste im Staate, nimmt in raschem Fortgange zu, und alle schlummernden Kräfte des Lan—⸗ des werden erweckt; zugleich aber können die anderen Volks— classen immer zahlreicher werden, weil ihnen mehr rohe Stoffe zur Verarbeitung und Verzehrung überliefert werden. Alle diese Vortheile sind offenbar um so größer, wenn die Landwirthe selbst Grundeigner sind, weil dann auch der reine Ertrag nicht einer anderen Classe zur müssigen Verzehrung dient, sondern der Landwirthschaft zu Statten kommt. Dieser Zustand läßt sich indeß, wo er nicht besteht, nicht sogleich herstellen, weil die Eigenthumsrechte aller Stände gleich heilig sind, und auch das bewegliche Vermögen oft in unbewegliches umgesetzt wird, um Statt der Capital- lieber eine Landrente zur Unterhaltsquelle zu machen. Man führt zum Lobe der großen Güter an, daß sie die Gefahr des Mißwachses und Mangels minderten. Nun kann offenbar das Natur-⸗Uebel darum nicht gröber oder kleiner wer— hen, fleifihe klaihen sih ., ds unel. dem eigtt fugich Mißwac ben, wi dieß nich in kleine heteigt D Qudte d glachblah Mal nicht Eulchun gemeinen ehhas wen lden M Whamn Eigener 3 Rh. d. A. untet de W kleineren Glin so ertheih 6 Veise. Cz 0 nigeren duhnn großen I redlung deh u dem ungeng en, wie ihn R Häkder herhn ist dæ Hg ng der meist nehe, aba, s knäͤhun. D. Smate, mm Ruafte bes du dberen Vulli uhe Luft deden. M N dandwüfhe Ertrag nit ent, sondenn Zusand liß ler, valn und auch d t Wid, a berhalenu „ daß sel Nun Hliner xal 209 den, weil die Ländereien Wenigen gehören; vielmehr bürgt die fleißigere Bestellung und die beständige Aufmerksamkeit des kleinen Landwirthes, der bald Gräben zum Abflusse des Was⸗ sers zieht, bald Blößen der Wintersaat nachsäet und nachpflanzt ꝛc., dafür, daß Unglücksfäle von ihm besser verhütet werden können. Allerdings wird von den Gütern im Verhältniß zu dem eigenen Verbrauche mehr verkauft, als von den kleinen, folglich muß bei gleicher Minderung des Rohertrages durch Mißwachs auch verhältnißmäßig mehr zum Verkauf übrig blei— ben, wie Zeile 5 der obigen Tafel angiebt. Aber absolut kann dieß nicht behauptet werden, weil der rohe Ertrag zugleich auch in kleineren Gütern größer ist. Die verkäufliche Werthmenge beträgt vom rohen Ertrag ungefähr gleichviel, nämlich: bei A 0,7 B 0,6²¹ C 0/,68 1 j,66 Daher wird, wenn der Rohertrag um eine bestimmte Quote abnimmt, z. B. um 10 v. H., nach Abzug des gleichbleibenden eigenen Verbrauches auch der verkäufliche Theil nicht viel verschieden seyn, nur daß in solchen Fällen die Entbehrung der kleinen Leute noch höher steigt, manche im All— gemeinen nöthige Ausgaben unterlassen werden, und insofern etwas weniger zu Markte geführt wird. Denkt man sich über— all den Rohertrag um z kleiner, so erhält man A B C— Rohertrag 17½ th. 14 th. 173 5 th. 18 th. Eigener Verbrauch II 7 5 6 6 5 Verkäuflich: 65 6 7 7 5 Ans. d. Volkow. 14 —— 210 Es ist also wenigstens kein Nachtheil für die anderen Volksclassen von den kleinen Gütern zu besorgen. Bei großen findet sich der verkäufliche Betrag in wenigen Händen beisam⸗ men, und die Wohlhabenheit der Besitzer macht es ihnen leicht, Vorräthe lange liegen zu lassen, um höhere Preise nicht bloß abzuwarten, sondern selbst zu bewirken, und dieß ist mit Recht als Wucher von der öffentlichen Meinung verrufen. Kleine Landwirthe verkaufen schneller, weil sie die Wirthschafts— kosten nicht lange vorschießen können. Wenn durch diesen bal⸗ digen Verkauf einem Aufkäufer Gelegenheit gegeben wird, sich Vorräthe anzulegen und die Preise zu beherrschen, so kauft er doch nur auf dem Markte neben dem Zehrer, der sich selbst ver⸗ sorgen will, also ist in jedem Falle das Uebel geringer. Statt der Vorräthe, welche die großen Landwirthe besitzen, deren gute Verwendung zu rechter Zeit höchst zweifelhaft ist, werden Magazine des Staats, der Bezirke und Gemeinden weit besser wirken. In Beziehung auf die landbauende Classe selbst wird indeß die Ansicht der Sache anders werden. Den Pachter, der nur kaum seinen Unterhalt neben dem hohen Pachtzinse erübrigen kann, oder, was ungefähr dasselbe sagt, den hoch verschuldeten Eigner, der mühsam die Zinsen aufbringt, so wie den kleineren, wenn gleich schuldenfreien Eigenthümer, der in gewöhnlichen Jahren nur noch gerade leben kann, wird ein Mißjahr in die traurigste Lage versetzen; der größere Landwirth büßt freilich auch ein, verliert Gewinn oder Reinertrag, erhält sich aber doch ohne Sorgen und Entbehrungen. Selbst abgesehen von der Gefahr solcher Unfälle, die doch unvermeidlich von Zeit zu Zeit eintre— ten, ist das Daseyn einer Menge von landwirthschaftlichen Hauswesen, die beständig so nahe an der unteren Gränze des Auskommens stehen, die eine Krankheit oder sonst ein häusliches Uglück! Wohläin des Slan schhelbel Buuehgl ahnimmt il Ian deimag Ien H 1 Die theile, de hiufg aus dernisse in sththumen licht, d Frankkeich schaften, belden in Michet imn schgebmg die Gefal bosen und U beflichte Mimnum din ) Un nuch nöglit lungen dei de's 9.6 40 die gan geben, ale den, daß ö Ile Weide * sür di aa gen. Bai upßg 1 Hälden hisen ht es ihnen leh, Mreise nicht 0 u, und dieß 0 deinunz verrufg. die Vüthshst durch Rsen bah cgebeg vih, si chn, 6 kust e der sch sahst pr heuinger. Stu bestze, dun haft it, waggn inben wait lase lbst vitd ideß uchter, der uu Hhinse Rübetge lrschulbetn den kleinereh, gewöhnliche Nißsahr in de t freilichaut ber doch ote on der Gesih zu Ziit alte uthschoffin Glithe l ain hiuishe Unglück sogleich ziu Boden wirft, die von den Sennungen des Wohlstandes keine genießen und zur Kraft ihres Standes, wie des Staates, nichts beitragen können, auf keine Weise wün— schenswerth; dem Ganzen wäre es am nützlichsten, wenn kein Bauerngut die Gränze erreichte, bei der der Reinertrag wieder abnimmt und ein Pachter sich ohne Nebenerwerb nicht zu erhal—⸗ ten vermag. Dieß wird in manchen Gegenden bei 6, in ande— ren bei 12— bis 20 Morgen der Fall seyn. Die Verkleinerung bietet dem Unternehmer so viele Vor— theile, daß sie beim Fortschritte des Wohlstandes von 6ut häufig ausgeführt werden wird, wenn nur keine gesetzliche Hin— dernisse im Wege stehen; selbst reiche Grundeigner, die ihr Be— sitzthum nicht zu veräußern Lust haben, entschließen sich doch leicht, dasselbe in kleinen Pachtungen zu vertheilen, wie in Frankreich sehr häufig geschieht 22 Einzelne große Wirth— schaften, die als Muster den besten Nutzen gewähren können, werden im Besitze des Staates und landwirthschaftsliebender Reicher immer bleiben, im Ganzen ist aber, woferne die Ge— setzgebung nicht hinter den Forderungen der Zeit zurückbleibt, die Gefahr, welche viele große Besitzungen dem Nahrungs— wesen und der gesetzlichen Ordnung drohen können, nicht mehr zu befürchten*). Der Staat hat folglich nicht nöthig, ein Maximum des Grundbesitzes gesetzlich zu bestimmen. *) Simonde, nouvezux principes d'écon. pol. I. 529. **) Unter besonderen Verhältnissen wäre dieß jedoch immer noch möglich. Als ein merkwürdiges Beleg zu den Bemer⸗ kungen des Grafen v. Soden bietet die Erzählung Simon⸗ de's(a. a. O. I. 232) von den großen Pachtern, deren etwa 40 die ganze campagna di Romana besitzen, 4weil sie mebr Pacht geben, als kleine Landwirthe, und die darin ihren Nutzen fin⸗ den, daß sie den Boden schlecht bestellen, zum Sheile iodar ihn als Weide liegen lässen. Sie nehmen der Wohlfeilheit willen 4 9 ——— — — 2* — 212 Ist aber dagegen ein Minimum zu verordnen nothwendig? v. Benzel*) und der Graf von Soden**) haben die Noth-⸗ wendigkeit dasselbe darzuthun, gesucht. Allerdings hat der Vor— schlag Vieles für sich. So gewiß es eine Gutsgröße giebt, bei welcher der Landwirth nicht mehr die Aussicht auf ein behag— liches und gedeihliches Auskommen genießt, so gewiß kann man auch behaupten, daß die Menschen, sich selbst überlassen, sich vor diesem Zustande nicht immer ganz hüten werden. Außer dem bekannten blinden Vertrauen auf das gute Glück kommt noch Täuschung über die Umstände hinzu, und die Begierde, ein eigenes Hauswesen zu gründen. Die Zerstückelung, und die mit ihr gleichen Schritt haltende Bevölkerungszunahme kön— nen zu weit gehen. So hört man in Frankreich klagen, daß 4 der kleineren Bauern in der schlimmen Lage sind, die Wirth— schaftskosten von Jahr zu Jahr borgen zu müssen, und daß Güter von 130 magdeb. Morgen in 80, ja 100 Theile zerstückt werden. Dieß macht, daß sehr viele Menschen leben können, aber ohne Freuden, ohne Nothpfennig. In dem kälteren Deutschland könnte es wegen der größeren Menge von Bedürf⸗ nissen und der geringeren Ergiebigkeit des Bodens zu einer sol⸗ chen Kleinheit niemals kommen. Taglöhner aus den Apenninen zur Hülfe, und das schöͤne Land verödet mehr und mehr. Hieraus erklart sich denn leicht die bekannte Verschlechterung der Luft um Rom, von der Koreff eine sehr lebhafte Schilderung gemacht hat. ) Gedanken über die willkührliche Verkleinerung der Bau⸗ erngüter. Erfurt 1793. *) Das agrarische Gesetz, Augeb. 1797.— Staatsnatio⸗ nalwirthschaftslehre(National- Oekonomie VI. Bd.), S. 83 fg. Hier räth der Verfasser zugleich, wie v. Benzel, die Verkleinerung bis auf ein gewisses Maximum zu befördern; in der ersteren Schrift hatte er ein Marimum als Gesetz gefordert. Hstigee e au dehse ul eben o Ien Wenigen nuch der d nan num e cine unnöͤt Ule Güte * Koseten, ind Tlol lichtn. guch ohne⸗ Disen halten, um t fir Iber wehij Nnd OT l mam dicß in ule der klei chlchteng E Wifl fig ain Unsinde klehag Dise! um uihih Rihe sehe uus. Mal kithe ven ruchwarh hahn hedu, 196 V de V Röhe gieht auf em 0 heuiß famn berlasen, ů verden. Ah Gluck Eom d di Bant tüͤkthu, un Hgezunhme kiz klagen, un: u, de Vin sen, und i Thelse zensͤt cher Fönne dem kälterch von Bedüͤs⸗ zu einer sh schöne Lanh nn leicht de der Kotef, g der Bu⸗ Staatinnti, R.0/ 6.16 enzel, N. forden; i Hfothen. Gegen das Minimum ist folgendes einzuwenden: 1. Eine allgemeine Bestimmung desselben, die nichts Lästiges enthielte, ist auch in dem kleinsten Lande nicht möglich, weil derjenige Gutsumfang, von welchem sich ein Hauswesen nur eben noch sorgenfrei ernähren kann, oft auf einer Strecke von wenigen Stunden, nach der Nähe oder Ferne einer Stadt, nach der Lage auf Gebürg oder Ebene ꝛc. sich ändert. Setzt man nun ein für viele Fälle zu großes Minimum, so ist dieß eine unnöthige Beschränkung; setzt man ein kleines, so geht für viele Güter die Absicht des Gesetzgebers verloren. 2. Man würde durch diese Maßregel den Stand der Kosseten, Söldner, Häusler ꝛc., die nur wenig Land haben und Taglohn, Gewerksarbeit ꝛc. zu Hülfe nehmen, ganz ver— nichten. Für sie paßt gar kein Minimum, weil sie zur Noth auch ohne alles Grundeigenthum bestehen könnten. Diesen Umstand hat man bisweilen für wichtig genug ge— halten, um alle Einmischung des Staats in die Größe der Gü— ter für überflüssig zu halten. Besitzt Jemand, sagt man, so wenig Land, daß er nur höchst kümmerlich davon leben kann, so wird er es lieber verkaufen und ein größeres pachten, wie man dieß in England sehr oft gesehen hat; der Pachter aber, wie der kleine Grundeigner, kann sich wenigstens in keiner schlechteren Lage befinden, als ein Taglöhner, weil ihm stets die Wahl freisteht, dieses zu werden. Auf diese Weise liegt in den Umständen selbst eine Schutzwehre gegen übermäßige Ver— kleinerung. Diese Schlußfolge ist indeß aus der einzigen Ursache nicht ganz richtig, weil der Landwirth nicht in jedem Falle in der Nähe seines Wohnortes als Taglöhner unterzukommen hoffen darf. Viele Dörfer, besonders die unter adelicher Gerichtsbar— keit stehenden, sind dergestalt mit Häuslern überfüllt, daß diese —— b‚.I.,......eeeeeseeeeeeeeeeeeeeess... ————————— III.... 214—,,; zu den seltsamsten Erwerbswegen ihre Zuflucht nehmen müssen. Wo die Frohnen noch bestehen, da finden vollends auf den gro- ßen Gütern Taglöhner wenig Beschäftigung, überhaupt aber ist die Menge von ihnen, welche sich erhalten kann, durch An— zahl und Umfang der größeren Wirthschaften ziemlich genau bedingt. Da nun auch Geschicklichkeit und Gelegenheit zu an— deren Nebenarbeiten nicht überall vorhanden sind, so folgt, daß es dem Staate nicht gleichgültig seyn dürfe, mit wieviel Mor— gen Landes ein neues Hauswesen sich zu ernähren versucht. Es verhält sich hiermit, wie mit den Gewerken und dem Handel; die Regierung kann auch nicht billigen, wenn sich in einem klei— nen Städtchen mehrere Porzellanhändler, ein Dutzend Wagner oder Sattler ansässig zu machen Lust hätten; die Gemeinde darf widersprechen, wenn sie den Beweis führen kann, daß der neu angehende Meister oder Bauer unfehlbar zu Grunde gehen wird, denn ihr fällt er als Verarmter zur Last. Die Verkleinerung der übergroßen Landgüter ist aber nicht bloß der Verbesserung der Wirthschaft willen, sondern zugleich als ein Mittel für den Landwirth, Schulden abzutragen, oder sich vor ihnen zu hüten, wie hei Erbtheilungen, von der größ— ten Wichtigkeit. Dieß ist zu anerkannt, um noch einer beson— deren Ausführung zu bedürfen, und selbst von den Regierungen ausgesprochen, z. B. vortrefflich in 9. 1des Preußischen Edic⸗ tes zur Beförderung der Landescultur(v. 14. Septb. 1811). Ist nun in einem Staate die Lage des Landbaues so, daß eine übermäßige Zerstückelung noch lange nicht zu fürchten ist, so wird es fürs erste auch keine nachtheiligen Folgen haben, wenn Erwerb und Veräußerung von Grundstücken völlig frei gegeben werden. Unter anderen Verhältnissen könnte gleichwohl diese unbedingte Freiheit die oben angedeuteten Folgen haben, und es ist daher nicht rathsam, sie in einem Staate, dessen manche Gedende wie z. X V. r d aun d R 1 th Hde sch lulg der dem Gut Oteuer- Umschtei gen die algemein ber Re! ten Heil ruhl die hesonderen ses Deisn thel. D schofte ba Lchmabe. Rufe am e inden sie! lußten un drͤkte, R waht a 90 Zusamme S. 265. 5 ᷑ung desz hehneh hh, ds auf dyn berhuunt kann, dutch) dlemlich g lcgenhät I Ud, so solg j mit wieriel h en beksucht. nd dem Hash sch in enen l Dutbend Dp e Gemeinde in, daß derk inde gehen k er ist aber n sondern zugli Iutragen, r von der gi h einer bas⸗ n Regierun Aßischen Ei epth. 1811 so, daß chten is, habet, ⸗ flei 900 ihrohlN hber, W ose unsz 215 Gegenden eine starke Hinneigung zu jenem Mißverhältniß haben, wie z. B. Baiern, einzuführen*). Während früher die alte Gebundenheit der Güter mehr oder weniger streng aufrecht erhalten wurde, fiengen in neuerer Zeit die Regierungen an, die Erlaubniß zur Zerschlagung leich— ter zu ertheilen. In jedem einzelnen Falle muß indeß eine Be⸗ hörde schon deßhalb nothwendig mitwirken, weil die Verthei— lung der Hypotheken, der gutsherrlichen und Staatslasten nicht dem Gutbefinden der Einzelnen überlassen werden darf. Die Steuer- und gutsherrlichen Beamten sind wegen der Mühe des Umschreibens und der vielfachen Zahlungen in der Regel ge— gen die Zerschlagung. Es wurde daher, im Mangel einer allgemeinen Bestimmung, ein Gutachten des Polizeibeamten über die wirthschaftliche Unschädlichkeit einer in Antrag gebrach— ten Theilung unerlaßlich. Um sicherer zu gehen, wurde auch wohl die Meinung mehrerer Wirthschaftsverständiger über den besonderen Fall zu Rathe gezogen*). Wie wohlgemeint die— ses Verfahren war, so zeigte sich doch ein unvermutheter Nach— theil. Da nämlich der Bauer nicht sehr geschickt ist, solche Ge— schäfte bei den Gerichten zu betreiben, so bemächtigten sich unter⸗ nehmende Köpfe, größtentheils Juden, denen alle ähnliche Kunst— griffe am geläufigsten zu seyn pflegen, des Theilungsgeschäftes, indem sie das Gelingen desselben bei den Behörden durchzusetzen wußten und dem Bauer, den vielleicht eine Geldverlegenheit drückte, nur wenig von dem Gewinne zufließen ließen, sie zogen wohl auch demselben ganz, wenn sie Capital oder Credit genug *) Entgegengesetzter Meinung ist von Closen, kritische Zusammenstellung der bair. Landesculturgesetze. München 1818. S. 265. Dieß schreibt z. B. die Instruction der baier, Regie— rung des Retzatkreises(Anspach) v. 7. Jun. 1817 vor. —— —— — XX. ö —.— —— hatten, um Güter für sich zu kaufen, die sie sodann zerstuckelt wieder veräußerten. Die Ausschließung der Juden vom Güter— handel konnte diesen Uebelstand nicht verbessern, weil es nicht an Christen fehlte, die ganz in ihrem Geiste handelten, und auch ihre heimliche Einmischung auf keine Weise zu verhindern war. Nur davon ist eine durchgreifende Abhülfe zu erwarten, daß die Landwirthe in den Stand gesetzt werden, auch ohne Beistand Anderer ihre Güter selbst zu verkleinern. Ein Versuch, die verschiedenen angegebenen Rücksichten zu vereinigen, ist folgender Vorschlag gesetzlicher Deiinnden über diesen Gegenstand: 1. Es wird für jede Gegend, nach Erforderniß der Um— stände selbst für jeden Amtsbezirk oder dessen einzelne Gemein— den diejenige Gutsgröße ausgemittelt, auf der sich ein Hauswe— sen, ohne Nebenverdienst, noch gerade sicher ernähren kann. Die Verhandlungen über Gutszerschlagungen müssen hiezu schon reichliches Material liefern. Wenn aber auch neue örtliche Erkundigungen erforderlich sind, so verlohnt sich doch die hierauf gewendete M eühe reichlich, weil nun bei den meisten vorkommenden Fällen Alles höchst einfach wird. Damit die verschiedene Güte der Ländereien keine Schwie— rigkeit mache, kann man dieses Minimum in Grundstücken der besten Classe jedes Bezirkes ausdrücken und nach einem, überall besonders auszumittelnden Ansatze das schlechtere auf besseres reduciren, wozu schon die Kaufpreise gute An⸗ haltspuncte geben werden. Der Einwand, daß die Be— rechnung dieses Mininum's etwas Schwankendes und eißliches habe, hebt sich aus der Betrachtung des davon zu machenden Gebrauches. 2. Bis zu dieser Gutsgröße herab kann jeder Grund⸗ cierhů ůthiz W. ch line Mes b der Umst. odhet in werden. durch die: schiebene den Mung der Mgel Hiude ge 4. soshen Be srdem u Van/ und 1n Weg Sst und 1114 die mit e Auzise giebt gher shoftlchen Bi sodamn Hees Iud Iuden Wom Ghl in, wi c u. hanag, 0 ise zu Lerhrg llfe bobuin aden, u hern. Hen Michuhtn ee Bmnuge orderniß der yn eigzehe Genth sch ein Huunz Räͤhten kamn. en missen hi her guch ner so velohht st weasl nun ie lfach with ine Schtvil Grundstüken uach einem, schlechtete ise gute A. daß die B. akendes ug Des Her Gund eigenthümer seine Besitzung verkleinern, ohne nur Erlaubniß nöthig zu haben; er braucht bloß die Anzeige zu machen. Wenn alle Ansatze bekannt sind, und die Schätzung jedes Grundstückes schon in den Steuerkatastern mit hin— reichender Zuverlässigkeit zu finden ist, so kann sich gar keine Schwierigkeit erheben. Daher genießt der Bauer die Vortheile der Zerschlagung ganz allein, ohne den Anwalden oder anderen Menschen etwas davon abgeben zu müssen. 3. Nur wenn eine Zerstückelung unterhalb dieses Maßes beabsichtiget wird, muß eine besondere Untersuchung der Umstände und eine Vermehrung Sachverständiger ange— ordnet und von der Behörde über das Gesuch entschieden werden. Die Genehmigung desselben kann begründet werden durch die erweißliche Leichtigkeit des Nebenerwerbes, durch ver— schiedene Beschäftigungen und dergl.; sie wird erschwert durch den Mangel besonderer Umstände, die eine Abweichung von der Regel rechtfertigen können, durch die Gröbe der Ge— bäude ꝛc. 4. Das gesetzliche Maß findet keine Anwendung bei solchen Benutzungen des Bodens, welche sehr viele Arbeit erfordern und einen vorzüglichen hohen Ertrag geben, wie der Wein- und Gartenbau. In der Nähe volkreicher Städte, in Weingegenden ꝛc. kann daher eine unbedingte Freiheit im Kaufe und Verkaufe der Grundstücke Statt finden. Auf diese Weise sichert man sich vor den Nachtheilen, die mit einer sehr weit getriebenen Zerstückelung nach dem Zeugnisse der Erfahrung verbunden zu seyn pflegen; man giebt aber zugleich einer folgenreichen Verbesserung der wirth— schaftlichen Verhältnisse die gebührende Erleichterung. Bei der Besteurung der einzelnen(walzenden) Grund— 2158 stücke, die nicht Bestandtheile gebundener Güter sind, wird bekanntlich auf die persönlichen Verhältnisse des Eigenthumes, seinen Besitzstand ꝛc. nicht Rücksicht genommen. Um jedoch ihren Reinertrag auszumitteln, muß man die Bestellkosten ö anschlagen, und dabei nothwendig von einer gewissen Guts— größe ausgehen. Für sehr kleine Güter wird aber dieser Anschlag unpassend, man erhalt einen größeren Reinertrag— als den wirklichen. Zur gerechten Schonung der kleinen Leute ist es daher rathsam, von dem in jeder Oertlichkeit ausge— mittelten Minimum an einen geringeren Theil des Reiner— trages als Steuer zu erheben, als bei den anderen Gütern. Der große Gutseigner kann auf eine ähnliche Begünstigung Daitt ———— —————————————————* mmccmm‚‚cpßnmm‚m‚‚p‚‚p‚hph)‚)‚cth‚ h...::. „————*—.——.— 4—————————— .—— 22————— —— —— 2 5—.—— keinen Anspruch machen, weil es nur von ihm abhängt, seine Ländereien höher zu nutzen, und weil deren Menge seine Weant Beitragsfähigkeit erhöht. 61 6 ustlbe; i Wedeh ei filchte u Gbfug Nedene Ctlämen * ö st dem —— ihet in N Wechem Wöpehse Olahl Hatz, d sch schön nd Kitz — 4—— tct subd, 0 ö Ehnhnt ö un sh e Besthz gewissen G d aber uh 0 Nam Beiträge zur Kenntniß des deutschen fleinen In— ö llchit auhz 3394. II Des Mind deren Ghten Bcintun ö abhingt, seh I. Mage san Wenn man'nach der Gestalt forscht, welche die Natur Deut sch— land aufgedrückt hat, so bemerkt man unverkennbar, daß dasselbe zur Hälfte in dem 2., zur Hälfte in dem 3. der 4 Streifen liege, die ganz Europa enthalten. Es hat weded einen so rauhen Theil, daß darin Obst und Winter— früchte nicht gediehen, noch einen so warmen, der die edleren Südfrüchte im Freien trüge. Aber es hat zuförderst im Nerden eine große Ebene, ein Flachland, durch welches vier Ströme ungefähr gleichlaufend ins Meer gehen. Dasselbe ist dem Feldbau günstig, doch größtentheils nicht von vorzug⸗ licher Fruchtbarkeit, mit viel schlechtem Lande durchmengt und für die Rebe zu kalt. Hierauf folgt ein breiter Streif, in welchem Ebenen und Berge mit einander in bunter Mischung abwechseln; oft ist die Gebürgform vorherrschend, wie in Oberschlesien, dem Erz und Fichtelgebürge, Thüringer Wald, Harz, der Rhön, dem Westerwalde, der Eifel, bald ziehen sich schöne Flächen hindurch, wie die Wetterau zwischen Lahn und Kinzig, und andern. Doch kann man diese bis zu dem 220 Maine herab für weitere Thäler annehmen, so daß der ganze Bezirk bergig erscheint. Weiter unten finden wir größere Ebenen, wie besonders die bairische von der Donau bis an die oberbairischen Gebürge, die fränkischen am Main und Rednitz, die oberrheinische, das Ries ꝛc. Hier sind verein— zeltere Bergreihen, wie die an der Donau und Altmühl, der Odenwald mit dem Hartgebürge zwischen Enz und Kraich, der Schwarzwald zwischen Rhein, Donau und Nek— kar, weiter unten die Alp zwischen Neckar und Donau.— Der nördlichere Theil dieses Streifens, durch die mittlere Berggegend geschützt, trägt reichlich Wein. Weiter südlich wird das Klima immer rauher, weil hier die hohe Gebürgs— wand der Alpen, an oder auf der Deutschlands Gränze liegt, einwirkt. Diese kann als der vierte Streif angesehen werden. Die Gränzen des zweiten sind nicht leicht anzugeben, weil das Verflachen in allmähligem Uebergange geschieht. Sie laufen an dem Maaßufer hin, die Eifel vorbei, bei Godes-— berg über den Rhein, durch Berg, Mark und Tecklenburg; bei Minden setzen sie über die Weser, am nördlichen Saume des Harzes vorbei. Nun reicht die Ebene weiter herab, bis an die Unstrut und Saale, wo die thüringischen mit den erzge— bürgischen Bergen zusammenstoßen; sodann jenseits der zwik— kauischen Mulde an die Elbe durch die Oberlausitz, nach Schlesien. Diese ganze nördliche Abdachung ist durch die Wasserverbindung mit dem Meere ausgezeichnet. In der Nähe desselben findet ein Heineigen zum Seehandel Statt, und die Landwirthe suchen durch ausgedehnten Absatz roher Stoffe an ihm Theil zu nehmen. Gewerke sind nicht zahlreich. Hier haben alle geselligen Verhältnisse sich später entwickelt, weil keine Einwirkung von den früheren Sitzen der Bildung aus, Italien, Konstantinopel, Statt fand. Geethe Iu 5 H d siol E Lippi Cas. 6.. ken sind verlohnt gen. 3 aber er De Donau chell, v wobei a sclig sah eines daher vef vesens, De Nohl Heuscht Huda linnal y set benjr ger Horch mic. O. Kloser Man sind un und Au en E nau und 10 Dumu.— die nitla Valtr shlih ohe Gchüig Grinze ligz sehen ndez t auhugehe schleht. bei Gobes Lakklenburg; hen Saum Hanb, hi den erzge der zwit isth, ma durch dit I din del Statt bsab ust t phlant Iuttvift ö 0 1 Bibih ————— 221 Nach dem zweiten Streifen zu und in ihm herrscht re—⸗ gere Betriebsamkeit; Gewerke und Erdarbeit wechseln mit einander ab, stehen in der vortheilhaftesten Wechselwirkung. Wie aber die Abdachung, so scheidet sich hier auch Sitte und Gewerbewesen. Die Strecke von 45 deutschen Meilen hat nur 5 Hauptstraßen, als so viele Verbindungen des nördlichen und südlichen Deutschlands: 1. Von Frankfurt über Gießen und Cassel. 2. Von Frankfurt über Fulda und Erfurt nach Leipzig. 3. Von Nürnberg über Meiningen und Gotha nach Cassel. 4. Von Nürnberg über Koburg und Gera nach Leip— zig. 5. Von Nürnberg über Hof nach Leipzig. Die 4 letzte⸗ ren sind durch Gebürge sehr beschwerlich, so daß es sich nicht verlohnt, rohe Stoffe von geringem Werthe über sie zu brin—⸗ gen. Zwar kommt der Rhein nebst Main und Neckar hinzu, aber er geht nur zu dem nordwestlichen Ende Deutschlands. Der dritte Streifen, mit dem das Stromgebiet der Donau beginnt, hat von diesem Flusse nur beschränkten Vor— theil, wegen seines langen Laufes durch ungesittete Länder, wobei auch noch, wenn sich dieß einst ändern sollte, in An— schlag zu bringen ist, daß das schwarze Meer der letzte Fort— satz eines tiefen Busens ist. Dieser Theil Deutschlands ist daher wesentlich zu größerer Selbstständigkeit des Gewerbe— wesens, zu geringerem Handel und Geldreichthum bestimmt. Die Verbindung mit Italien, die ihn zweimal(unter der Herrschaft der Römer und bei der Blüthe der italienischen Handelsstaaten) belebte und bereicherte, wird schwerlich noch einmal wiederkehren, weil der Norden sich des Welthandels fest bemächtiget hat. Das Gewerkswesen hat in ihm weni— ger Fortgang gemacht, als zu seinem Vortheile zu wüͤnschen wäre. Dagegen ermunterten schon früh die vielen Straßen, die Klöster, zu besserem Anbau des Landes. Wasserverbindung zwischen der nördlichen und südlichen Hälfte ist nicht herzustellen. Da aber beide durch regeren Verkehr ungemein gewinnen würden, so sollte billig auf Ver— besserung der genannten Landwege alle Anstrengung gewendet werden. 2. Die Mecklenburgische Landwirthschaft hat für den Reisenden, der aus stärker bevölkerten Gegenden kommt, viel Auffallendes. Wenn die schönen, mit dichten Hecken umzäun⸗ ten Koppeln, wie man sie z. B. zwischen Schwerin und Lü⸗ beck allgemein findet, das wohlgenährte, große, Tag und Nacht auf der Weide bleibende Vieh, die prächtigen Ge— spanne der Gutsherren, die Fußsteige, welche alle 50o0 Schritt durch eine Hecke mit Fußtritten unterbrochen sind, neu und anziehend erscheinen, so trübt ein Blick auf die Lage der Bauern den freundlichen Eindruck sogleich wieder. Zwar sind die Dienste meist nach sehr mäßigem Anschlage in Geld ge— setzt, die Pachtzinse gering(gegen 2 Mark vom Scheffel), alle einzelnen Bauerngüter aus der alten Gemeinschaft*9 ausgeschieden und verkoppelt, und sehr begüterte, selbst reiche Bauern nichts Seltenes. Aber die bloße Möglichkeit, vom Hofe entfernt zu werden, und das auch noch so sehr gemil— derte Leibeigenschaftsverhältniß hält die Bauern von der Be⸗ triebsamkeit und dem behaglichen Selbstgefühle des auf eige— nem Erbe sitzenden Landwirthes ab. Die schwache Bevölke— rung(Schwerin 1570, Strelitz 1850 Menschen auf der *) Die Schumacher für nöthig hielt, weil der Leibeigene an Vorschriften gebunden werden müsse, wenn er fleißig seyn solle. Verhältnisse der Viehzucht zum Ackerbau ꝛc. Berlin, 1774.§. 458. 468. Gediettt Wirhsch Hinden munen a En Hte, a würden v tungen weke m Hloß auf Des Wüthsch zu dem Gebiette 5 Morg Sclige, Miergit haben f Gabchus 2004m 2) Vt 7, HYM . Hl. yie in del I H Ibaasg meclenb, 10 Kiht 92 Iumglen und sthy Hung gepach jt hit sith den bommt, u. Hecken Impup Herm ud El oße, I un prächty G/ le 500 Scht sind, nen f die He 4. Jon st ain Geld 9 um Shefth emanschaft e/ selbt uit Hlichkeit, v so scht gahl von dek des auf di ache Bell schen uf er Hban er seiũ W u K. 223 Geviertmeile), wird allgemein als Ursache der gewählten Wirthschaftsart angegeben, indem es sowohl an arbeitenden Händen als an reichlichem Absatze für Fleisch und Molken— waaren fehle*); aber sie ist wiederum. Folge der bestehen— den Standesverhältnisse. Bei einer Anzahl freier und begür⸗ terter, also wahrscheinlich auch unternehmender Landleute würden unfehlbar die großen Güter bald in kleinere Pach⸗ tungen zerfallen; wahrscheinlich würden dann auch die Ge— werke mehr Zuwachs erhalten und die Gutsherren nicht mehr bloß auf Absatz über See angewiesen seyn. Der Scheffel Land enthält nach der Instruction für die Wirthschaftsverständigen ꝛc. v. 1751,§. 9.(IV. Beilage zu dem Erbvergleiche v. 1755) bei dem besten Boden 75 Geviertruthen, deren 300 einen Morgen bilden. Dieser ist a2, magdeb.— x1,“ bair. Morgen. 12 Scheffel oder 3 Morgen machen 1 Drömt. Ein Bauer besitzt leicht 8 Schläge, zu 2 Drömt, oder 115 magdeb. Morgen. Die Rittergüter, außer dem, was den Bauern überlassen ist, haben oft eine ungeheure Größe. Vid lübb z. B. ohnweit Gadebusch hat 8 Schläge, zu 30,oo Geviertruthen, das ist 2044 magdeb. Morgen. Die Fruchtfolge ist 1) Mistbrache, 2) Winterung, 3, 4) Sömmerung, 5,(6) rother Klee. 7, 8) weißer Klee zur Weide.— Waitzen trägt das 6. bis 7. Korn. Die Schläge sind seit kurzem gemergelt worden, wie in der dortigen Gegend sehr häufig geschieht. Der Vieh⸗ stand besteht aus 100 Kühen, an einen Pachter(Holländer) überlassen, der für das Stück 12 Thlr. 22 Gr.(II Thlr. mecklenb.) bezahlt, wobei er freie Wohnung genießt. Ferner 16 Kühe zur eigenen Nutzung, 4 Gespann Pferde und 6 ) Vergl. z. B. den sehr gut geschriebenen Aufsatz in den Annalen der mecklenburg. Landwirthschaftsgesellsch. II, S. 78 fa. 224 Wechselhanken, zu 6 Ochsen. Auch der Mist von 30 Dorf⸗ tühen kommt dem Gute zu Statten. Da die Kühe im Winter bloß Stroh erhalten können, so wird man wohl nicht über 150 Centner Mist auf eines der 152 Stücke Vieh rechnen dürfen, welches 116 Centner auf den Morgen ausmacht. Die Brache wird von 500 spanischen Schaafen beweidet, zum Theil aber auch mit Kartoffeln und Lein be—⸗ stellt. Jeder Schlag bildet eine weit ausgedehnte Strecke, ohne Einhägung. Die Rundung der Ländereien ist deßhalb ganz vollkommen, weil in dem ganzen Dorfe keine Bau— ern, bloß Taglöhner wohnen, denen man immerfort Arbeit giebt. Im Falle der Verpachtung würde das Gut, glaubt man, 4110 Thlr. Conv. tragen, also nicht ganz 2 Thlr. vom Morgen, die dabei befindliche Waldung ungerechnet. Klei⸗ nen Brütz hat sogar 77 Last, zu 96 Scheffeln Aussaat, in 7 Schlägen, und trägt 11760 Thlr.— Die Bauern haben ungefähr dieselbe Fruchtfolge; bei 9 Schlägen sind 3 Jahre hinter einander Sommerfrüchte, nämlich 3) Gerste, 4, 5 Hafer. Wiesen sind in dem ganzen Lande selten an⸗ zutreffen, bloß in den kleinen Thälern, von denen die großen Breiten unterbrochen werden. Manche große Güter haben eine angenehme und bequeme symmetrische Lage, wie z. B. Löwitz bei Rhena, wo die Hecken zwischen den Schlägen von dem Hofe wie Halbmesser eines Kreises auslaufen, und jeder Schlag eine fächerförmige Gestalt hat. Der Schlag soll gegen 3 Last, zu 8 Drömt, also gegen 180 magdeb. Morgen enthalten. 3. Eine Meile von Bremen nach Osnabrück hin, bei dem Dorfe Brinkum, gränzen zwei verschiedene Gestaltungen ——...———. der A bis de komme Vasse gchut, Vehlut abwitst Siiei Ind b befruc tlägt. flekter im Fr sie zu zum? sst stat Rerande Zeschy soltth leteitt SOao schlint Wlgar Vlelen Rauc Ruch odeke urch bem Stofe lichte Nhf z, un 30 Nu, die HKihe ud mn H Eith uf den Mun ichen Scah Nund hin! dehnte Eint den ist dehl e keine Ba mersott Nrhs àGut, gul 2 H. vn echnet. Kll ffeln Russat Die Baulx! hligen sind; 9 3) Gerste nde selten d ien die giofn Güter hale „ wie 3. 5u Schlihn elaufen, M Der Schh 180 Wh hin, d N Gaulage 225 der Ackerwirthschaft an einander. Voin Norden herab reichen bis dahin die Marschgegenden, welche wegen der unvoll— kommenen Deiche an der Weser im Winter nicht selten unter Wasser stehen. Daher werden Winterfrüchte auf ihnen nicht gebaut, sondern sie dienen hauptsächlich als Fettweiden, da Viehnutzung wegen der nahen Städte den größten Gewinn abwirft. Zahlreiche Gräben trennen die erhöhten schmalen Streifen Weide von einander; doch bricht man bisweilen um, und baut Sommergetraide, welches auf dem durch Weide befruchteten Boden ohne weitere Düngung das 8. Korn er— trägt. Die großen, fast durchgängig weiß und schwarz ge— fleckten, kurzbeinigen, dünngehörnten Marschkühe übernachten im Freien; die Mägde ziehen mit reinlichen Gefäßen hinaus, sie zu melken. Der Marschpflug(s. die Zeichnung 1), zum Aufbrechen des Weidelandes, von 4 Pferden gezogen, ist stark gebaut, und hat statt des Sechs ein eisernes, scharf gerandetes Rad; unstreitig wird durch dessen Umdrehung das Zerschneiden leichter gemacht, als es bei einem bloß gerade fortrückenden Sech geschehen kann. Südlich von Brinkum betritt man das höher liegende Geestland, in welchem Sand und Torf mit einander abwechseln. Hauptsächlich scheint Thon dem Boden zu fehlen. Die Heide(Erica vulgaris und die schönere, großblütige tetralix) bedeckt an vielen höheren Stellen eine graue, mürbe Erde, welche nur Feuchtigkeit brauchte, um mit dem Gestrüppe in Torf über— zugehen. In den Vertiefungen findet man stehendes Wasser oder Gräben, und vielen Torf. Vielleicht bildet sich dieser durch eine besondere chemische Wirkung gewisser Wurzeln bei dem Zutritte von Feuchtigkeit, denn von einem harzigen Stoffe, der etwa aus der Erde käme, ist keine Spur. Der leichte Boden kann mit einem leichteren Pfluge, als der oben Ans, d. Vo ksw. 15 ——— —— ——ß—ß——— 2—— ———— 2—.— — E ö 2 226..ꝙ—— genannte, bestellt werden; daher ist bei dem Geestpfluge die Form zwar dieselbe, aber Alles dünner ausgearbeitet, das Sech wird von keinem Rade verdrängt und zwei Pferde reichen hin, ihn zu führen. Die Güter sind hier von mittlerer Größe; die schwache Bovölkerung, die wenigen Städte, gestatten keine hohe Nutzung des Ackerlandes; dagegen sind in dieser Gegend bekanntlich Freibauern seit sehr langer Zeit, zufolge der niederländischen Ansiedler, und wenig Rittergüter. Die weiten Heidestrecken, die der Gegend ein trauriges, ödes Ansehen geben, wie in der Lüneburger Heide, gewähren doch den Wirthschaften einige Aushülfe. Das Vieh beweidet sie, unter andern die zottigen Heideschnucken. Die abgeschälten Stücken die— nen auf mehrsache Weise zur Befruchtung des Bodens, in—⸗ dem man sie bald verbrennt, bald zur Streu, bald zum Mengedünger anwendet. Das Schälen zum Einstreuen ge— schieht oft mit einem Rasenmesser, einer Art Haue, deren breiter Handgriff sich genau an den rechten Arm legt und die Festigkeit der Bewegung bewirkt; die Linke hält zugleich eine kleine eiserne Harke, um das Gehauene umzurollen. Der Mengedünger wird in Haufen von etwa 3 Breite und 4* Hoöhe, schichtenweise aus Plaggen(Rasenstücken) oder Schollen, die der Pflug umgeworfen, und aus unverfaultem Miste errichtet, bereitet; sie sind oft vor dem Stalle, oft auch auf dem Felde selbst. Nach etwa drei Wochen ist die Erhitzung vorüber und die Masse kann untergepflügt werden. Im Herbste werden auch bisweilen die Stoppeln auf dem Felde verbrannt, indem man sie, mit Erde und Gewürzel, in Zeilen, ungefähr 2* von einander und à*, aufharkt, oben auf den Kamm einen dünnen Streifen Torfmoder streuet und diesen anzündet. Die Pflanzentheile verglimmen dann mit hieser, nüchte schr f 0l O qhe; sißig als ande Dierf Winten len inde ind T Humten Himten wofhr der G (3t ungefih lch V Ne an vligen tet Ei Vidch Vohun dge cchlht DW Hau Geut Erde hangt ich u Gershfln ienleun, b Spai Pfeh e; die shuuh ie hohe Mh zend banntt niedeihidsc n Hedͤosrahh geban, He! 1 Vehhschaft iter ayban! u Stücken 5 Bodns, leu, hadd z Einstreuen Hale, den kegt und lt zugleih ar Urollen. dr reite und l ucken) odn upverfaulta Stule, ochen ist l flüht werhn peln auf u 0 Geuihl ufhatk steul m demn i. 227 dieser, obgleich ohne lichte Flamme. nächsten Jahre Heidekorn folgen, Hierauf läßt man im welches in dieser Gegend Der größte Theil des Feldes wird, als Sandboden, jährlich gedüngt, nur das reichere alle zwei Jahre; daraus wird begreiflich, daß das Ackerland verhältniß— mäßig einen kleineren Theil der Oberfläche einnehmen müsse, als anderwärts. Die Fruchtfolge ist hin und wieder eine Vierfelderwirthschaft, nämlich: 17 Brache. 29 39 Winterung. 4) Sömmerung; die meisten Landwirthe bestel— len indeß die Brache. Wiesen sind selten. Um Bassum und Twistringen sollen die meisten Güter gegen Himten Aussaat haben. Dieses macht, da der hannöverische Himten o,5 68 berl. Scheffel ist, gegen 85 Scheffel, wofür man etwa 75 magdeb. Morgen annehmen kann. In der Grafschaft Diepholz giebt es Bauern von 30 Molt Ezu x2 Scheff.), gegen 128 Morgen; die meisten besitzen sehr stark gebaut wird. 170 ungefähr 22 Molt, 31 Morgen. So trübe und unerquick—⸗ lich auch die Gegend ist, so giebt ihr doch ein Umstand Reitz, die anmuthig zerstreute Lage der Bauerngehöfte. Dörfer zeigen sich selten, die Häuser sind oft hinter einen Kranz al—⸗ ter Eichen versteckt, den der Wanderer von weitem für ein Wäldchen hält, Wohnungen ankündiget. Mauern aus Rasenpläggen oder leben— bis das Hundegebelle ihm die Nähe von dige Hecken umfassen das Gehöfte; ein Sperrbaum ver— schließt den Zugang. Die Häuser sind sehr breit, mit hohem Dache, Der Hausplatz(Diele) ist sehr geräumig, und dient, nach der dessen Bodenraum alle Vorräthe aufnimmt. V Gewohnheit der Vorfahren, zum Aufenthalte; fast zu ebener Erde unter dem Rauchfange brennt das Feuer, der Kessel hängt an einem eisernen Haaken herab, und man sitzt trau⸗ lich um die Flamme her. Der hintere Theil der mit Estrich 228 oder Thon beschlagenen Diele dient als Scheune und Futter—⸗ gang, denn nur durch Stäbe geschieden blickt das Rindvieh neugierig zur Familie herein, so daß ein Dach Alles um— schließt à2— 3“ vor den Viehständen ist der Fußboden gebret— tert, und hier wird das Futter vorgeworfen. Stuben und Kammern sind klein, und öffnen sich alle auf die Diele, welche daher den Mittelpunct des häuslichen Lebens bildet. Diese Schilderung gilt von der ganzen Strecke bis an den Dümmersee, wo viele bewässerte Wiesen sind. Nach dieser Unterbrechung bleibt das Gepräge des Landes und der Wirthschaft, mit Ausnahme der Hügelreihen um Osnabrück, sich bis jenseits Münster ziemlich gleich. Nur wird der Lein— bau häufiger, und allmählig, wie man sich den weitragenden Bergen der Grafschaft Mark nähert, findet man mehr Wie— sen und Laubgebüsche, Felder und Wiesen mit Laubhecken umgeben(Kämpe); während auf dem Geeste Waitzen und Gerste nicht fortkommen, erscheint hier, wie der Thon mehr beträgt, Waitzen, auf Klee folgend. Alles hat in diesem Lande der Eichen ein frischeres Ansehen, als in dem Geest— lande. Im Hellwege, einem etwa drei Stunden breiten und vierzehn Stunden langen Landstriche, der sich von Paderborn über Dortmund und Unna hinzieht, ist fleißiger Feldbau seit langer Zeit. Viel Getraide wird in das Bergische, das Markische Gebürge ꝛc. verkauft, wozu in mehreren Orten, z. B. Schwerte, beträchtliche Märkte sind. Das Land, ein reicher Thonboden, bleibt selten brach liegen; das Vieh bleibt Tag und Nacht in Weidekämpen oder auf den weiten Ge⸗ meinweiden. Ohne gleichförmige Fruchtfolge ist doch eine Abwechslung zwischen Halm- und Hülsenfrüchten, auch Som— merrübsen, ziemlich allgemein; z. B. um Hörde(be Dortn Wickt ein 5 gunp, lobe. 3 zun lager? so wie V ihnen und we und be Nm& anzutt. WN en hin i Ahn, Buche hu hul, Man, det: beg nicht Nur als g ome ud ih, ickt dus MW u Dach Vs Jußboden Reh seh, Suuban y auf die Iu uLbens libe⸗ n Stlakt i dicsen s, N Landezud uum Henhalh ur wird A den weitn man mehr! mit Laubhe ste Wuhen i ber Zhan mi u n Meß in dem Gah hleiten u u Paderbon Felobau si ergische, x hreren Ml. as Land 5 Vich H wein ist doh l auch 00 rde K Dortmund).) Gerste, gedüngt. 2) 3) Roggen. 40 Wicken oder Erbsen.§) Roggen. 6) Erbsen.— Oder ein Dreifeldersystem, ohne Brache, mit dreijähriger Dün— gung, im dritten Jahre Hafer. Außer dem rothen Klee(hier Clover genannt, wie in England, weiter nördlich Clever), der zum Winterfutter der Pferde dient, ist auch seit nicht langer Zeit der nützliche weiße Klee in Gebrauch gekommen, so wie auch Spergel(spergula arvensis) gebaut wird. 4. Wo sich Bergrücken von solcher Höhe finden, daß auf ihnen ein merklich anderes Klima herrscht, als in der Tiefe, und wo sie eine hinlängliche Ausdehnung haben, um bebaut und bewohnt werden zu können, da ist es möglich, nach kur—⸗ zem Steigen, eine ganz verschiedene Art der Landwirthschaft anzutreffen. Hievon zwei Beispiele. Auf der Straße von Stuttgart nach Ulm überschreitet man von Urach bis Blaubeuren den über sechs Stunden brei— ten Rücken der Würtemberger rauhen Alp. Bis Urach hin ist im Südwesten dieser Bergreihe der Boden ein reicher Lehm, auf welchem Dreifelderwirthschaft mit besömmerter Brache, mit Anbau von Klee, Luzerne, Rüben ꝛc., getrie— ben wird. Da man im Stalle füttert und viele Wiesen hat, so ist man im Stande, jährlich zu düngen. Obst und Wein, auch Flachs werden häufig gebaut; die vielen Dörfer und die ansehnlichen Marktflecken zwischen dem Neckar und der Alp zeugen von der starken Bevölkerung. Indeß scheint wegen der gutsherrlichen Verhältnisse das Grundeigenthum nicht sehr zertheilt zu seyn, da sechs Morgen Feld in jeder Flur und sechs Morgen Wiese, zusammen z2r1 magdeb. M., als das kleinste Besitzthum angegeben werden. In der Nähe 230— der hohen Pfotte, welche zwischen Neuffen und Urach von den sähen Kalkfelsen gebildet wird, rauschen frische Bäche durch die Wiesen. Hat man aber hinter Urach die Höhe er— klommen, so zeigt sich ein überaus steiniges, festes Land, welches einen starkgebauten Pflug(Zeichnung 5) nöthig ge— macht hat. Die Wirthschaft ist hier durchaus ärmlich, wie die Gegend rauh, kahl, einsam, mit wenigen Dörfern. Die vielen unbebauten Strecken bieten dem Viehe reichliche Weide, dagegen sind der Wiesen desto wenigere. Der lange Winter bietet manche Schwierigkeit, da die Ernten oft schon wieder von der schlechten Witter ung gestört werden, wie z. B. am 11. October 1817 noch viele Gerste stand, während schon am 4— 6 Oetbr. Schnee gelegen hatte. Waitzen gedeiht hier nicht. 15 Morgen Feld in jeder Flur(zusammen 54 magdeb. M.) soll das gewöhnliche Gütermaß seyn, bei wel—⸗ chem aber nur 3 Ochsen und 2 Kühe gehalten werden. Ein ähnlicher Abstand erscheint dem Beobachter in der Streitberger Gegend, die zwischen Bamberg, Baireuth und Erlangen ungefähr in der Mitte liegt, und sowohl wegen ihrer romantischen Schönheit, als wegen ihrer Naturmerk— würdigkeiten, besonders der vielen Tropfsteinhölen, in Deutsch— land mit Recht berühmt ist. Die Wiesent ergießt sich bei der kleinen Festung Forchheim in die Rednitz. Eine Stunde auswärts trifft sie aus einem, nach Südwesten lau— fenden Thale, welches an dieser Stelle über eine viertel Stunde breit ist, aber bei dem 4 Stunden weiter oben lie— genden Streitberg, bis zu welchem es gerade fortläuft, kaum einem schmalen Wiesenstreif zu beiden Seiten des Flus— ses Raum giebt. Hohe belaubte Berge mit Felsenzinnen schließen es ein und geben ihm, so wie das ganze nordöstlich liegende Gebürge, Schutz. Daher gedeiht auf einem Theile des k Stun weif. eif Ocsll Pissat mit N viel de bi fl Icl Der:“ gehen. Reger ren, uf 9uns lommn Wlß M M/ auf numd luh hen fisthe S0 Lach die Hihe, ges, feste 9˙5 nthg; us ämsich, Dörfemn. keichlice Vin der atge Dun oft shn viehe tbie z. B. wähnund shy Waigen gaß (zusammy 0 seyn, H u werden. hachter in herg, Brirois sowohl wegn er Miurmech in Daussh Rst sch l ednitz. En Idwasen 6 eine vin iter oben l ade fottlas ten de fl hesenint 6 ordö Huem M ——— 231 ‚ des mittäglichen Abhanges sogar die Rebe, wie die eine Stunde lange Reihe von Weinbergen bis an Forchheim be— weißt. Die Wiesen am Flusse sind auf das sorgfältigste bewässert; alle z— 6 Schritte haben die zuleitenden Gräben Oeffnungen zum Ueberrieseln, und man sieht selbst hölzerne Wasserrinnen über den Fluß laufen; auch werden die Wiesen mit Mist, Jauche ꝛc. gedüngt, und da sie im Ganzen nicht viel betragen, so wird der ansbach-baireuthische Morgen wohl bis für 550 Thlr.(30 Thlr. der magdeb. M.) bezahlt, Ackerland aber bis für 300 Thlr.(174 Thlr. der magdeb. M.). Der Pflug kann nur bis an den Fuß der steilen Bergwinde gehen. Der Boden ist ein sehr fruchtbarer Thon, dem die Regengüsse unaufhörlich Kalktheile von den Anhöhen zufüh⸗ ren, und der, je weiter man in das Thal eingeht, immer häufiger mit kleinen Kalksteinen durchmengt ist. In dieser günstigen Lage konnte die Landwirthschaft sich leicht vervoll⸗ kommnen. Gemeinweiden sind vertheilt, die gebundenen Güter gelößt, Stallfütterung ist eingeführt, Brache besömmert. Nan düngt alle 3 Jahre reichlich. Daher kann auch ein Mittelertrag von 5 bair. Scheff. Roggen(10 berl. Scheff. auf den magdeb. M.) erzielt, und viel Hanf gebaut wer⸗ den, von dem sowohl die Stengel als die Saamen, zum Oelschlagen sehr gesucht, viel einbringen. Als Stoppelfrucht nach der Ernte wird die weiße Rübe gebaut, nur mit der Nachlässigkeit, daß man das Verdünnen und Behacken ganz unterläßt. Die Rüben des Dörfchens Gaiseldorf bei Streitberg sind von vorzüglicher Güte und Größe, bis zu 9 Pfd. Schwere; daher wird auch der Saame weit umher ver— führt; man verwahrt die Rüben den Winter durch in Keller— sand und steckt sie dann im zweiten Jahre so frühe, daß sie, schon im Anfange Mais blühen. Die reinlichen Dörfer sind —————————— 8** / ‚ U SIEISISe.‚..— —wzu ·:- CICCJ———————2—..—— 7.. ———— ——— — PIFI— 2 1 ——........ mit einem dichten Kranze von Obstgärten umgeben, deren Boden zugleich als Grasland benützt wird; frisches und ge⸗ trocknetes Obst, vorzüglich Pflaumen, wird in beträchtlicher Menge versendet. Diese Züge beweisen unstreitig, daß dieses Thal, wie es von vorzüglicher Schönheit ist, auch in land— wirthschaftlicher Hinsicht fast nichts mehr zu wünschen läßt. Von 10 magdeb. M. Feld lebt der kleine Bauer zur Noth noch; der einzige große in der Gegend von Streitberg besitzt 54 M. und gegen 15 M. Wiese. Hiezu hält er 4 Ochsen und 4 Kühe. Pferde werden fast gar nicht gefunden. Auf den langen, stundenbreiten Bergrücken, die von den romantischen Thälern dieser Gegend durchbrochen sind, ist der feste Thonboden ärmer an Moder(Humus). Der Mangel an Wiesen und das rauhere Klima, welches oft nur kurze Zeit zur Bestellung des schweren Bodens gestattet, bestimmen zur Beibehaltung der Brache; künstlicher Futterbau wird nicht versucht, obschon der in der ganzen Gegend fast nicht bekannte Esparklee hier von entschiedenem Nutzen seyn würde. Daher ist die Wirthschaft ärmlich, das Vieh klein, das schlechtere Aussehen der wenigen Dörfer verkündiget beim ersten Anblick den schlechten Zustand. Große gutsherrliche Schaafheerden ziehen auf den Brachfeldern umher, und die Weideberechtigten nehmen auch Schaafe von den Thalbewoh— nern für mäßige Vergütung auf, um so ihre Befugniß zu benützen; dieß sind indeß lauter deutsche Landschaafe. 5• In der Mark Brandenburg bestehen, wie in Mecklen— burg, grobe Güter. Das Eigenthümliche der Wirthschaft auf dem nicht reichen Sandboden, in welchem Wiesen höchst selten sind, besteht darin, daß alles Land dem Pfluge unter⸗ vorfen Ineff nicdetg⸗ der Hach tunes ode sust neht der Bet werken e Wiesen, hlicht u Vorwerk ten und srüchten. ör einer k keich an Milgen, uu 50 J summen im Bn voaus Din Did uy fitruu Dasse N st in u nennen. den 90 Bedarfe uschn, amhebn,, fishez mn in Herihhth keitig, daß Ri d, auch in 0 wͤnschen sj Druer aun R Streitbag V t Resundgz Een, die WM ce suh Hyl . Du D ost ny 10 ttet, Hefhyg Fhu gil Hnh fst nit u sch hche sch Ke, v klirdit han gulehurlihe Her, und dit Mberoh Beshn ufs in Mall Vunsu disen Ht fuge 233 worfen ist, ohne bleibende Weiden. Der bessere Acker wird ungefahr nach dreijähriger Bestellung auf 2 Jahre zur Weide niedergelegt, wobei der fleißige Landwirth weißen Klee säet, der nachlässigere das Land sich selbst überziehen laßt. Schlech⸗ teres oder entlegeneres Feld wird als Außenschlag behandelt, mit mehr Weide- als Erntejahren. Die Güter in der Mähe der Oder haben an den, im Oderbruche liegenden Vor— werken eine treffliche Aushülfe. Hier sind die fruchtbarsten Wiesen, die man zum Theile ein Jahr um das andere um⸗ bricht und bestellt. Der Futter- und Düngerertrag dieser Vorwerke kommt den Feldern„auf der Höhe“ zu Stat-— ten und erleichtert dort den häufigeren. Anbau von Halm— früchten. ⁰ Frankenfelde z. B., ohnweit Wrietzen, der Sitz einer königlichen Stammschäferei von Merinos, die aus Frank—-⸗ reich angekauft worden sind, hat 11 Binnenschläge zu 119 Morgen, worunter 6 Getraideschläge; dazu 5 Außenschläge zu 30 M., von denen nur eine Ernte genommen wird, zu— sammen 2559 Morgen und 300 Morgen einschürige Wiesen im Bruche.— Die Kossaten haben hier gegen 60 Morgen, worauf sie 3 Ochsen und einige Kühe halten. Hievon reicht der Dünger nicht einmal zu, alle 9 Jahre zu düngen. Das Vieh nährt sich im Sommer auf der Weide; zur Winter— fütterung miethet sich der Bauer etwas Bruchwiese gegen Dienste. Das von Jena'ische Gut Köthen bei Freienwalde ist in mancherlei wirthschaftlichen Einrichtungen musterhaft zu nennen. Die Gebäude schließen in der beguemsten Ordnung den großen Hof ein. Eine Vorrathskammer ist mit allem Bedarfe von Eisen⸗, Holz-, Seiler-Waaren und dergl. so versehn, daß das Zerbrechen, oder Verderben keines Gerä— ——— DSDSDꝑDꝑS‚SDqDSSeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee ö ö thes Aufenthalt verursacht; alle diese Dinge sind nummerirt, verzeichnet, und werden im Frühling ergänzt. Hinter den: Stallen läuft ein langer Gang fort, der unter andern einer aus der Brandtweinstube herkommenden Rinne Raum giebt, und von dieser wird durch eingelegte Querrinnen das Spü— licht sogleich dem Viehe zugeführt, und dergl. Das Gut Köthen enthält 7 Binnenschläge zu 1900 Morgen in der Folge: 1) Brache, gedüngt mit 8 vierspännigen Fudern auf den Morgen.— 2) Roggen. 3) Erbsen. 4) Roggen. 5) Kartoffeln, gedüngt. 6) Gerste mit weißem Klee. 79 Klee. Hiezu 4 Außenschläge zu 40 Morgen: 1) Brache, mit Hordendüngung. 2) Roggen. 3) Hafer mit Klee. 4) Klee.— Das mit Köthen ein Ganzes bildende Gut Dannenberg besteht aus 7 Binnenschlägen zu 110 M., bei denen Statt der obigen Fruchtfolge 5) Hafer mit Klee. 6) 7) Kleeweide eintritt. Fünf Außenschläge, worunter drei Jahre Weide, und 7 Mittelbinnenschläge, mit drei Jahren Weide, dann Brache mit Hordenschlag, Roggen, Sömme— rung, Roggen mit Klee. Bei diesen etwa 2200 Morgen Feld befinden sich 600 Morgen Wiesen im Niederoderbruch, deren Heuertrag in mehreren hundert Feimen auf der Wiese selbst aufbewahrt wird. Diese ungeheure, aber wohlgeordnete Wirthschaft wird mit 5 Gespannen Pferden und 8 Gespan— nen Wechselochsen(zu 6 Stücken) betrieben; außer 22 Kühen und 2500 Schaafen werden vom September bis zum Junius 50 Ochsen gekauft und gemästet. Die Schaafzucht scheint immer mehr die Hauptnutzung dieser großen Güter⸗ massen zu werden. Die Lage der Bauern ist in diesen wenig bevölkerten Gegenden der Mark nicht günstig. Ein Beispiel giebt die Berechnung eines, zu dem Uckermärkischen Dorfe Bred Miile 1 ussn h. Iie d muf din ein Klan Viehson Schnftt unge ge Knechtes König Erbvoch Ind An Ochmid N lundwit Boolk son on Whrrgt in De Ihten ue Eie Iu, tlantt Achaut mus, Huu is um J, e sid ummn ugt. Snr inter andan enj une Mum h ruinnen diz dergl. Du g Porgen ij mnigen gihen: sen. 1) Myp Vaißem le. gen: 1) O Haser mi A nzes bihx g ligen zu un j ) Hafet m H ischlige, uunn mit u hn Rogga, Lum a 22⁰0QW u Mdarbdathut. n auf N Vil her Wohheotong⸗ und 5 Gs hen; außir 71 mber his zum *2 Sähufut giaßen Gitn enih loket lipitl glt! ischen M Bevölkerung daselbst ihr Auskommen findet. 233 Bredereich, ohnweit der mecklenburgischen Gränze eine 4 Hufen zu 13 Morgen, nebst einer einschierigen Wiese, die etwa 10 zweispannige Fuder Heu trägt. Bei der üblichen Dreifel⸗ derwirthschaft kann man nur einen Theil des Feldes alle 6 Jahre düngen, einen Theil gar nicht. Begreiflich wird dabei auf dem mageren Sande nur das 3. Korn geerntet, und nur Meile von Fürstenberg, gehörenden Bauerngutes. ein kleiner Theil der Brache kann besömmert werden. Der Viehstand besteht aus 15 Stück Rindvieh, 2 Pferden, 60 Schaafen. Aussaat 14 Wispel Roggen. Von dem rohen Er— trage gehen ab außer den Wirthschaftskosten, dem Lohne des Knechtes, des Jungens und der Magd, Dienstgeld an den König als Gutsherren 44 Thlr., Grundsteuer 18 Thlr., Erbpacht von einem Theile des Gutes 13 Thlr., Zehnten und Amtsabgaben 5 Thlr., Abgaben für Prediger, Küster, Schmidt, Hirten, Feldhüter 182 Scheffel Roggen. 6. An der Bergstraße kommt die Milde des Klimas dem landwirthschaftlichen Fleiße so sehr zu Hülfe, daß eine hohe Das Land kann sogar dreimal genützt werden, wenn man nach der Ernte des Wintergetraides Tabak pflanzt oder Rüben säet, und hierauf im September noch Winterrübsen säet. Seit einigen Jahren ist die Stallfütterung ganz herrschend, wozu für die Strecke von Weinheim nach Heidelberg der Umstand bei— trug, daß eine Ueberschwemmung 13816 viele Weiden er— tränkte. Klee, Luzerne, Runkelrüben, Mais werden häufig gebaut, eine bleibende Frucht der Bemühungen eines Gugen— mus, Medicus und Anderer, die hier wirkten. Der Wein— bau ist hier weniger mißlich, weil er in Verbindung mit dem Ackerbau und fleißiger Obstzucht getrieben wird. Die 235 Ebene des Rheinthals, das Ried, beurkundet schon durch seinen Namen, daß es ehmals unter Wasser gestanden haben müsse. Es ist mit üppigen Wiesen bedeckt, von denen der rheinländische Morgen wohl mit 800— 10⁰00 Fl.(der magdeb. M. 280— 350 Thlr.) bezahlt wird, während gu— tes Ackerland gegen 6— 900 Fl.(210— 315 Thlr. der magdeb. M.) gilt. Man düngt alle 3— 5 Jahre, 8— 12 zweispännige Fuder auf den rheinl. Morgen. An die Regeln des Fruchtwechsels bindet man sich wenig, auch klagt man über nachlässige Pflugarbeit, deren Folge das viele Unkraut im Lande sey. Mit 8 Morgen magdb. kann sich eine Fa⸗ milie erhalten, kleine Güter enthalten gegen 16 Morgen, und mit 48 ist man schon reich. 7. Deutschland besitzt eing große Verschiedenheit von Acker— werkzeugen. Erst seit einem Menschenalter hat man ange— fangen sich theoretisch mit der Verbesserung derselben zu be— schäftigen, und von diesen Bestrebungen hat noch wenig Wir— kung, außer den Wirthschaften unterrichteter Landwirthe, auf die Masse der bloß nachahmenden und am Alten fest hängen—⸗ gen Bauern Statt gefunden. Einzelne denkende Köpfe, ohne von einander zu wissen und mehrere Erfahrungen zu vergleichen, bloß die örtlichen Umstände, und hauptsächlich die Art des Bodens erwägend, mußten nothwendig auf mannich— faltige Wege gerathen. Unstreitig ist aber aus dieser Ver— schiedenheit Manches zu lernen, weil mehrere Erfindungen sich oft mit einander verbinden lassen. Beschränken wir die Betrachtung zunächst auf die Pflüge, und setzen wir die allgemeinen mechanischen Regeln für sie als bekannt voraus, so ist wohl die merkwürdigste Beobach⸗ lung/d ren, hit ged 110 Bol Iu lll , fit Casreie sch, chn die Beh bon der Vinkel nahr od gesteten 1. dir Met in einmn hulber, sbR R am Ctt Einkehl nachen, Dge —0 fraße, N Döb M ehglich Etliih Bechl sch gi Gc ndet san Iud gestanden 0 von deney rooo Fl.(% d, wihrem 315 Vlx. Vhre, 5— i de Rh auch klagt ny 1 viele Unkr un sith ene; den 16 Munn nheit vun Re hat man ang deselben zu b uch wenig V dandwuthe, in sost hange nlende Köp kfahrungen nuptsichlih di auf mannich u5 dieser d⸗ e Erfnduna fDe Pfshh Ragehn 4 use Buih 237 tung, daß die Verbesserung des Streichbretts in mehre— ren, weit von einander entfernten Gegenden schon ziemlich weit gediehen ist. Bekanntlich haben die Pflüge Small's und Bayley's ein Streichbrett von Gußeisen, welches vorne unten vorsteht, um sich desto leichter in die Furche einzuschie⸗ ben, hinten aber oben überhängt, um den losgetrennten Erdstreifen desto vollkommner umzulegen; die Wölbung schließt sich, ohne eine Ecke zu bilden, an die Schaar an, wodurch die Bewegung weit gleichförmiger und leichter wird, als wenn von der fast wagerechten Schaar in einem nicht sehr stumpfen Winkel das Streichbrett aufsteigt. Aehnliches sindet sich mehr oder weniger vollkommen bei den in der Zeichnung dar— gestellten Pflügen 1, 2, 5, 6. 1. Der schon oben(2) erwähnte Marschpflug aus ö der Niederwesergegend. Schaar und Streichbrett haben eine in einander übergehende Krümmung, sind mit Nägeln ver—⸗ bunden. Bei dem leichteren Geestpfluge geht die Schaar selbst höher herauf, wie a zeigt, und die eiserne Schiene am Streichbrett nicht weiter vorwärts bis zur Schaar. Die Einkehlung ist jedoch zu tief, um den Gang ganz leicht zu machen, auch fehlt das Ueberhängen des hinteren Theils. Das Vordergestelle ist der gewöhnliche Schemmel mit der Leier. 2. Ein vorzüglicher wohlgebauter Pflug von der Berg— straße, gezeichnet zwischen Weinheim und Heidelberg. Da die Wölbung sehr zweckmäßig angebracht ist, so wird hiedurch an der Länge des Streichbretts erspart, wie denn auch die englischen Pflüge verhältnißmäßig sehr kurz erscheinen. Das Streichbrett ist bloß von Holz, daher würde ein eiserner Beschlag das Werkzeug noch vervollkommnen; indeß legt es sich gut an die etwas weit heraufgehende Schaar an. Das Sech hat ein Knie und ist ganz geradlinig. Alle Theile 238 sind derb. 2 a zeigt die Ansicht von oben. Der Pflugbaum liezt auf einer leichten Vertiefung des Schemmels frei auf; eiserne Stangen bilden einen hohen Pfluggalgen mit 2 Rin— gen für die Stränge. Die Zucht von Eisen. Zu Sterzen (Röhren) dient ein Gabelast. 5 Ein großer, schwerer Pflug, dem festen Boden der Würtemberger. Alp entsprechend, bei dem Dorfe B öh⸗ ringen gezeichnet. Die Wölbung schwaächer, Schaar und Streichbrett nicht in stetigem Uebergange, auch keine eiser— nen Schienen, dagegen die, auf schwerem Boden in meh— reren Gegenden übliche eiseine Stange vor der Griessäule, zu welcher von dem Streichbrette eine besondere hölzerne Sprosse geht, wie bei 5 a zu sehen. 6) Pflug aus dem Münsterlande, bei dem Wall— fahrtsorte Telgte gezeichnet. Er ist langgestreckt, mit einem einzigen Sterz. Das Streichbrett beträchtlich dick, so daß die Wölbung aus dem Holze gearbeitet werden kann, ohne ein Brett zu krümmen; ein eiserner Beschlag schützt es ganz vor Reibung. Von letzterem geht ein gekrümmtes Band an die Griessäule. Das Sech stark conver*). *) Man behauptet gewöhnlich, die beste Form für die Schneide des Sechs sey die gerade Linie, als die kürzeste. Al— lein dieß ist unrichtig. Eine Bauchung in derselben senkrechten Ebene vermehrt den Widerstand nicht, weil dieser bloß von der Tiefe des zu zerschneidenden Erdstreifens bedinat wird. Man stelle sich die krumme Linie vor als aus unendlichen kleinen gera⸗ den, treppenförmig zusammengesetzt; hier wird es deutlich, daß nur die kleinen verticalen Linien die Schwierigkeit machen, und es ist gleichviel, ob die in jedem Augenblicke zu zerschneidenden Erdklumpen lothrecht oder schief über einander liegen. Schnei— den wir doch einen Kuchen ebenso leicht bei schiefer als bei senkrechter Führung des Messers! Auch müßte sonst die Zahn⸗ sterlan stlekt au. 2 Hchl. Aucgea winde, Die V gastelle D sorgfält Sturt Streich breitet — ein bef Hgogen von ein Diente lauten Frniche Kaln de au INO Hh, V lbicher schel ze Ghne 9 rafl. Der 5 + Muchi, emmels fi u Igen mu: . Zu On sesten Boden em Dorse Bll her, Schun in auch kinge gsz Boden in nah I der Guitsl esondere Hllen 0 „bei dem A. streckt, muha lich dick, ir den kunn, oh schitz es gu mmtes Vand ⸗ Form für e lürzeste. Y. Üben senkreittn r bloß von d gt wird. Mu n kleinen ge⸗ es deutlich it michen, W zerschreidee liegen. Eir schiefet a N sonst di I 239 53 Der Pflug der Grafschaft Mark hat mit dem Mün— sterländischen Vieles gemein, nur ist die Schaar länger ge— streckt und legt sich völlig an den Beschlag des Streichbrettes an. Der Grindel ruht auf dem Galgen oder der beweglichen Lichte. Statt der Stecklöcher ist auf seinem Rücken eine ausgezackte eiserne Stange, etwa wie von einer Wagen— winde, eingelassen, in die ein eiserner Ring eingehackt wird. Die Länge des Grindels und die vielen Ketten des Vorder— gestelles geben ein fremdartiges Ansehen. Der Thüringische Pflug, bei dem besonders das sorgfältig ausgebildete Vordergestelle merkwürdig ist, hat nach Sturm's Verbesserungen ebenfalls die vortheilhafte Lage des Streichbrettes, ist aber in dieser Gestalt noch nicht ver— breitet*). Die Pflüge am Mittel- und Unterrhein haben ein bewegliches Streichbrett, welches, so oft eine neue Furche gezogen werden soll, umgestellt wird. Daher ist es klein und von einfachem Bau, so daß es nur in mürbem Boden gute Dienste thun kann. In diesem schon von den Römern be— bauten Boden von seltener Fruchtbarkeit und Mürbe ist es hinreichend. Das Umstellen des Streichbrettes und das Um— keilen des Sechs auf die linke oder rechte Seite, welches durch ein zwischen zwei Pflöcke gesperrtes Holzstück geschieht, wird bei der Wendung des Gespannes so schnell vorgenom⸗ men, daß es wenig Zeit kostet. Daher ist der Vortheil, gleich neben der gezogenen Furche wieder hinab pflügen zu können und weder einen Umweg neh— sichel der gewöhnlichen um Vieles nachstehen. Schneide wirkt vielmehr einigermaßen keilformig. *) Sturm, Lehrbuch der Landwirthschaft. I. Tafel I. Fig. 2. Die krumme Jena, 18179, — 34⁰ men, noch auch eine bleibende Furche und ein schmales Bret hervorbringen zu müssen, überwiegend. Der niederrheinische Pflug(3. 39, unterhalb Coblenz, ist ganz haakenartig. Die Schaar(3 b), schmal und spitzig, ebenso das vorne mit Eisen beschlagene Streichbrett 03 a), welches so befestiget wird, das man die vordere gekrümmte Spitze in ein, vorne neben der Schaar befindliches Oehr, eine hinten angebrachte Sprosse aber in das Loch steckt, welches am Sterze zu diesem Zwecke mit eisernem Beschlage gefüttert ist. Der Sterz ist ein starkes, ausgeschweiftes Brett. Das Vordergestelle hat einen sehr hohen Galgen mit einer beweg— lichen Lichte. Im Bergischen, wo der Boden uneben und fest, wird dieser Pflug zum Häufeln der Kartoffeln ꝛc. ge⸗ braucht, zum Umbrechen aber ein anderer. Ersterer scheint besonders nützlich zu seyn zur Zerstörung des Unkrautes. Der Rhein gauische Pflug(3. 40, gezeichnet in Eltville, ist weniger abweichend von der gewöhnlichen Form. Das Streichbrett(4 a und b) hat einen oder zwei Haaken zur Befestigung an der Griessaule. Große Schaar. Bei diesem Pfluge sind die beiden Flügel derselben nothwen— dig, während bei den bairischen und fränkischen der linke durchaus überflüssig ist. Die Sterzen ein Stamm mit zwei Aesten, daher unten ein und dasselbe Loch zum Einstecken der Streichbrettsprosse von beiden Seiten. In diesem großen Garten von Rüdesheim bis Wahl ist neben dem Weinland weniger Getraide-, mehr Klee-, Lüzerne und Gemüseland. Die Beweglichkeit des Streichbretts setzt sich jenseits des Maines fort, aber nicht mehr im Rheinthal, sondern über den Odenwald bis nach Würtemberg. and Cne gen b seiler diged geble gegen Kaufr Fit. Zum homm. Wische stand stand d steistes, simmi. färhen gend we Mee d schveige hohen Rufen Ibsaz luche un Hs.. en shhut z „ 39 U 6 b), styl agene Suth, vordere gehin Wliches Och, steckt, vihez z Beschlax Win istes Bnt. du mit ein hu Boden mehaz Kartoffen; Erstixer str Unkrauttt. , gefeichnet der gewöhrlich. einen oder Iu Goße Oaun kselben nothtte schen der dih tamm mit zun Einstecken diesem großt dem Weinla nd Gemusen sich siseut „ em l —— 241 8. Die Ulmer Kaufleute treiben beträchtlichen Leinwand— handel. Sie kaufen die Leinwand von den Webern in der Stadt und Umgegend, geben sie auf die beiden großen Blei— chen bei der Stadt, deren Gebrauch die Städter noch wohl— feiler haben als Andere, und versenden sie dann. Sachkun— dige Männer berechnen, daß im Durchschnitte jeden Sommer gebleicht werden gegen 10, οo Loden Haustuch, zu 68 ulm. Ellen 6890,οο E. Kaufmannstuch, etwa 3 mehr 85⁰0,„ο— zusammen 1,5 30, 00 E. Auf der Bleiche hat man zum Besprengen gar keine Zeit. Jedes Stück wird etwa sechsmal gesotten und gewalkt. Zum Sieden wird bloß Lauge aus gesiebter Buchenasche ge— nommen. Lauterbach in Oberhessen(Großherzogthum Hessen), zwischen Fulda und Gießen liegend, hat beträchtlichen Wohl— stand durch Leinwandhandel erworben. Der Hauptgegen— stand desselben ist das sogenannte Blau- und Weiß, ge— streiftes, dichtes Zeuch zu Betten, Vorhängen, Kleidern be— stimmt. Die Unternehmer kaufen das Garn, bleichen und färben es, lassen es von den Webern der Stadt und Umge— gend weben und versenden das Zeuch auf die frankfurter Messe oder auf Bestellung. Das beste Garn ist das Bräun— schweiger, welches aber die Engländer einige Zeit lang zu so hohen Preisen bezahlten, daß es von hier aus nicht mehr zu kaufen war; nächstdem liefert die Wetterau Garn. Der Absatz hat abgenommen wegen der wohlfeilen Baumwollen— zeuche und wegen der Bedrangniß der unteren Stande, als Ans. d. Volksw. ‚ 16 der stärksten Abnehmer. Von hier aus wird zwar noch ein großer Theil Deutschlands versehen, aber der Vertrieb nach America hat aufgehört. Das Gewerbe hob sich in der Mitte des vorigen Jahrhunderts, als ein Unternehmer den Indigo statt des Blauholzes einführte, welches keine haltbare Farbe giebt. Noch haben die Rachkommen dieses Mannes die Hauptgeschäfte. Die Stadt hat gegen 3400 Seelen, worunter 250 Webermeister mit vielleicht eben so vielen Gesellen. Ehmals, bei größerer Ausdehnung dieses Gewerbes, wurden jährlich an 33,300 Thlr. Arbeitslohn an die Weber in und außer der Stadt bezahlt. Nimmt man im Durchschnitt an, daß das mit 6 Thlr. bezahlte Garn 1 Thlr. zu weben koste, so macht der Preis des Garns 200,000 Thlr., also die ganze umgesetzte Summe 233,300 Thlr. Ein Weber ver— dient jährlich gegen 84 Thlr., also ernähren sich an 4000 Menschen von jenem Lohne; die Weber auf dem Lande trei— ben zugleich Landwirthschaft. Außer jenem Blau- und Weiß lassen die Unternehmer auch gröbere Leinwand verfertigen, die man hier wohlfeiler als irgendwo liefern kann. Man ver— sendet sie von der Bleiche weg ohne weitere Zurichtung. Grobe Pack- und Sackleinen weben die Bauern aus eigenem Garne, und bringen sie den Unternehmern zum Verkaufe. Schwaben, Frankfurt a. M., beziehen ihren Bedarf großen— theils hieher, und die höheren Frachtkosten hindern den Mit— bewerb anderer Gegenden.— Auf der Rhön weben die Bauern grobe Handtücher und dergleichen, womit Gängler bis Italien und Amsterdam wandern.— Das Bleichen ge— schieht zum Theil der Wohlfeilheit willen ohne Besprengen, doch findet man auch einige Bleichen nach holländischer Art, mit flachen Beeten, Zwischengräben und Sprengschaufeln. Im Königreich Hanno ver ist die Leinenweberei vorzüg⸗ .——..— ²e wird sun uth t. der Deanig n lich ausgedehnt. Die Leggen dienen zugleich, hierüber Nach— b schh in du NI richten zu sammeln, indeß kann durch sie nur bekannt werden, mehmer der I was zur Ausfuhr aufgekauft wird, außer dem für den eige— eine hultbne nen Verbrauch bestimmten Erzeugniß. Auch kommt zu dem duses Num Preise, den der Verkäufer auf der Legge erhält, noch der Gewinn des Kaufmannes, den man mindestens auf 10 Thlr. von Hundert anschlagen kann. oo Seclen, wun so villen G6 ses Gewerbes, v Verkaufte Summe im Jahre 1816 im Fürstenthum i die Vchuk Göttingen und Grubenhagen T220,201 Thlr. an im Durchscht Lüneburg D 157,6024— M.. u r Mi. 98205 1815 nur 416,615 Thlr. ernihren sich v Die Ellenzahl war im Göttingischen 5,514 im J. cber auf dmn En ö . 1816, wovon hedene Leinwand, zu Säcken, über 14 Mill. — Ellen. Das Bleichen geschieht in Solingen so wohlfeil, daß Hie a 10 Stiegen zu 20 Ellen nur 11 Thlr. geben, wobei noch lefam kan. der Bleicher das Abholen und Bringen übernimmt. ahne weunt Außerdem versenden Calenberg und Celle für mehrere en die Duumm u 100,οο Thlr. Garn nach Elberfeld. Iumehmen sn ů Im Osnabrückischen wurden 1816 auf den Leggen uchen ihrn N 2,000 Stück Leinwand verkauft, im Durchschnitt zu 90 El⸗ adh in gn len um 30 Thlr., es werden nämlich hier meistens mittel— Jui i. W feine Leinen verfertiget. Die Leggeellen, in denen dieß aus— Wl nhit gedrückt ist, sind indeß so groß, daß ihrer 100 175 bra⸗ m.- U. banter Ellen— 182 berl.=— 145 bair. Ellen. MIi Lit uin 10 9. ihen ud Run d Die größte Gewewerbsanstalt auf deutschem Boden ist 0 unstreitig die Nathusiussche, wenn auch nicht gerade der 424....— Menschenzahl nach, doch nach der Mannichfaltigkeit und Aus— dehnung der Geschäfte. Es gehört eine ausgezeichnete Gei⸗ ste kraft dazu, eine solche Anstalt anzulegen, in Fortgang und Zusammenhange zu erhalten. Daher ist großes Vermö— gen allein noch nicht hinreichend, sie hervorzurufen. Das Allgemeinwerden dieser Form der Gewerke würde dem Wohle der arbeitenden Classe wenig zusagen, aber es ist bei der Sel⸗ tenheit des Talentes auch nicht zu befürchten; sehr große Fa— briken haben wie große Monarchien ein beständiges Streben zum Zerfallen, und die Natur der Dinge sorgt von selbst, daß das Gesetz des Gleichgewichts nicht häufig überschritten werde. Um so merkwürdiger ist aber der Anblick einer An— stalt, die eigentlich ein Inbegriff vieler Gewerbe ist, die mehr einem kleinen Gewerbsstaate als einer Privatunternehmung ähnlich sieht. Das Technische zu beschreiben erforderte ein eigenes Buch. Es soll daher hier nur eine allgemeine Ueber— sicht gegeben werden. 2 An der Spitze der Anstalt steht ein Centralbureau mit einer Centralcasse, aus welcher die einzelnen Abtheilun— gen sich die zu ihrem Betriebe erforderlichen Gelder erbor— gen. Diese, so wie die Grund- und stehenden Capitalien werden ihr mit 5 von Hundert verzinset. Man hat eine solche Absonderung der einzelnen Zweige für dienlich gefunden, um so Gewinn und Verlust eines jeden leichter ausmitteln zu können. Daher wird kein Erzeugniß eines Zweiges an den andern ohne Bezahlung abgeliefert; um aber hiezu nicht Münze brauchen zu müssen, sind 10,00 Thlr. Papiergeld, Cassenscheine genannt, im Umlauf. r. Tabaksfabrik in Magdeburg, zum Theile aus selbstgewonnenen Blättern. Rauch- und Schnupftabak. Zum Schneiden war im Sommer 1817 noch ein Pferdegöpel in 245 Gebrauch, der aber mit einer Dampfmaschiene vertauscht 40 65 werden sollte. Schöne Verrichtung zum Mahlen des ganz Ru feinen Tabaks, in einem flachen Keller. Walzwerk, um das ohes Iug zu den Kästchen erforderliche Blei zuzurichten. ufen. Nn 2. Maschienenfabrik zu Hundisburg, 62 Stun-⸗ dem Vsie den von Magdeburg, in einem großen, vormals adelichen bei der Al Schlosse. Hier werden Maschinen aller Art verfertigt, ihr gust si⸗ Dampf-, Dresch-, Fegemaschienen, hydraulische Pressen ꝛc. iget Euikn Unter den Arbeitern sind mehrere Engländer. Kupferham— t un schh, mer und Eisengießerei sind wenige Schritte entfernt. Koh— berchiihn len werden aus den vielen Waldungen wohlfeil bezogen, ick alxr A schwedisches Eisen kommt bis Magdeburg zu Wasser; man ist, x ahr kann daher ohne große Kosten das Eisen mehrmals schmelzen Intemhnufz und reinigen. kfodan in 3. Steingutfabrik zu Althaldensleben, 6 mim l⸗ Stunden von Magdeburg, ein halbe Stunde von Hundis— burg, und eben so weit von dem Städtchen Neuhaldens-— Ialburesu leben, in einem weitläuftigen Klostergebäude. Der geschmack— M Wohalh- volle Zeichner und Mahler weiß immer neue und schönere Vlber all Formen aufzufinden. Das Schlämmen geschieht in einem Onitn großen hohlen Rade, welches jetzt nicht mehr ganz umgedreht, teine solhe sondern nur gerüttelt wird. Zum Brennen ein freistehender, mit Eisenbändern zusammengehaltener Ofen. Verbunden sind noch mit dieser Anstalt eine Ziegelei, um die nöthigen Bau— junden, Im amiteh u in in stoffe, eine Töpferei, um allen Bedarf von Geschirren, z. B. Hep uht die Kapseln zum Brennen des Steingutes, die Zuckerformen, puii, zu verfertigen. 3. Landwirthschaften in Althaldensleben, u TDhbaus Hundisburg und Schricke. Eine große Menge Lände— reien; Dreifelderwirthschaft mit besommerter Brache. In tabal. Zm der ersteren Wirthschaft 48 Stallkühe, von friesischem Schlage,‚ cgnlsin —— ISI“ S FPFIFFF IIIIIII SSSSSeSeeeeSSS — DSDDSSe ö ö 1 —.— e, * S... 2—.—..—.—— ——3——3————————— 246— welche täglich in Abtheilungen auf den großen Hof herausge— lassen werden. In Althaldensleben und Schricke sind Brandt— weinbrennereien, um Getraide, Kartoffeln und Syrup zu benutzen; auch verschiedene Sorten feiner Brandtweine(Li— queure) werden verfertiget. Eine Pottaschensiederei, die noch Asche zukauft. ö Käse wird in Hundisburg gemacht. Zwei Schmieden und eine Wagenwerkstätte. 5. Landwirthschaftliche Gewerbe. Zuckersie— derei aus Runkelrüben, auf deren Fortsetzung aus der ge— wiß richtigen Voraussetzung, daß es der chemischen Kunst ge⸗ lingen müsse, solchen Zucker zu liefern, welcher dem Rohr— zucker weder in der Güte noch in der Wohlfeilheit nachsteht, besonderer Werth gelegt wird. Der Rückstand dient als roher Stoff für die Essigsiederei. Mahl-, Oel-, Gyps-, Walk— mühlen. Bierbrauerei. Böttcherei. Selbst die Pröpfe werden hier geschnitten. Zugleich ist aber eine Kleinhandlung vorhanden, welche ein Waarenlager von kleinen Vorräthen jeder Art der Erzeugnisse hätlt. Sie erkauft alles von den anderen Gewerbsanstalten und setzt es an die Umwohner ab. 6. Forsten, unter einem Förster, einem Unterförster und einem Forstaufseher. Sie liefern nicht mehr als den Brenn— holzbedarf sämmtlicher Anstalten; daher wird in der Regel nichts verkauft. 7. Plantagen und Gärten zu Althaldensleben und Hundisburg. Im ersteren Orte sind 50 Morgen hiezu be— stimmt. Am meisten werden Runkelrüben und Tabak gebaut, den man in einer dazu errichteten großen Trockenscheune trock— net, indem man jedes Blatt spaltet und über die Schnur hängt. Sonst etwas Hopfen, und mancherlei Anderes. Auch Versuche mit fremden Getraidearten. 8. Damit dem Ganzen immer neue Nhrung aus der Hos heuth ke sind Imh 1 Syrup andtweine(j betei, die noch macht. Zwei be. Zuckessh⸗ 9 ahs her g, schen Lu 60 her den Nahl iheit nthh, dient ass nher Gyps// Pulh Kleinhandlun en Vorräthen alles von den Umwohner ab. utolförster und den Brenn⸗ n det Regel cnelben und en hiezu be. Tubat gedaut, ascheune tich er die Sanut nderes. Ng runz aut de — 247 Quelle der Wissenschaften zufließe, ist für deren Pflege ge— sorgt durch Laboratorium, Bücher-, Kunst-, Naturalien-, Gemählde⸗, Kupferstich⸗ und Instrumenten-Sammlung. 9. Zum Vertriebe sämmtlicher Erzeugnisse im Großen ist die Niederlage in Magdeburg, als Commissionsanstalt für die einzelnen Zweige, bestimmt. ö Man sieht leicht den genauen Zusammenhang dieses un— geheuren Werkes, welches außer fremden Tabaksblättern und rohen Metallen nichts im Großen zu kaufen braucht, sondern Selbstgewonnenes verarbeitet. Jeder Zweig ist nach so ge— läuterten Regeln eingerichtet, daß schon mancher angehende Technologe sich bei Nathusius gebildet hat. — 23222—“˖' 2——————.—— ————————————————————— 248—— Nachtrage: 1. Erst nach der Beendigung des Druckes wurde dem Verfasser folgende Schrift bekannt: Jo. Paul. Felwinger, Tractatus duo I. De arte xoyu⁴risriν sive ratione ditescendi. II. De iudiéce. Ed. 3. Altdorfi, 1671. 8.— Die erste der beiden Abhandlungen ist ein historisch— juridischer Commentar über die von Aristoteles aufgeführten Zweige des Erwerbes, worin indeß zur Lösung der Schwie— rigkeiten geringe Beihülfe geboten wird. Felwinger nimmt auch einen ganz weiten Sinn von Chrematistik an, in wel— chem die Nahrungssorge zugleich mit begriffen werde.— Unter àorouia versteht er die Zimmermannskunst. 2. Zu S. 51. Daß der Bergbau am Harz durch fränkische Bergleute aufgekommen ist, erzählt schon Theodo- rus Engelhusius, bei Leibnitz, Scriptor. Brunsvic. Ob aber die Slaven oder die Deutschen früher Bergbau ge— trieben, ist noch ungewiß. Viele Ausdrücke in der Kunst— sprache der Bergleute sind im Deutschen und Böhmischen ähnlich, aber man streitet darüber, aus welcher Sprache sie ursprünglich herstammen. Alte Sagen und die deutschen Kunstwörter in dem lateinisch geschriebenen mährischen Bergrecht von 1248 geben Vermuthungen für das höhere Alter des deutschen Bergbaues, vergl. Dürrschmidt, Beschreibung des Kirchspiels Goldkronach, Baireuth, 1800. S. 115. 116. Nach Tacitus, Germ. 43. gewannen die Gothini, wurde den Felwinges, sive Iatione dorfi, 1671. t ein hiswrihr es aufgrfihtter 9 der Schwit⸗ lwinger nimmt an, i W en weide.— nst. Herz durch bon Theodo⸗ H+. Brunsyi Bergbau g n der Kunst⸗ VBohmischen Syrache si dle Neulschen mögdrischen das höhen ürrschnidt, ureuth, 150 gewannen Guha, 240 Gothint, ein Sarmatischer Stamm, Eisen. Der Böhme Hage cE von Liboczan erzählt, daß 677 in seinem Vater— lande die ersten Eisenbergwerke angelegt worden seyen; Sla— ven wohuten unstreitig im Fichtelgebürge, und die Wörter, welche Reinhard(de vera metallifodinarum circa montem piniferum origine, Erlangae, 1770. S. XV.) auch Körners Schrift de antiquitate metallifodinarum Bohemicarum, 1758, anführt, sind mehr für den früheren Betrieb der Böhmen beweisend, z. B. Kux, von dem böhmi—⸗ schen kus, pars, portio, Schacht von Lachoditj, intrare, Schicht von Ssichta, opera, labor.— Im sächsischen Erzgebürge kommen viele Ortsnamen vor, die mit fränkischen übereinstimmen. 3. Zu S. 66. Bei dieser oberbairischen Bewirthschaf— tung, die man an Ort und Stelle Eggertenwirthschaft nennt, wird das Land in drei Abtheile gebracht. 4) Solche Grundstücke, auf welchen der Pflug gebraucht werden kann (gesträngtes Land). Sie werden abwechselnd als Wiesen und Felder behandelt; man bricht sie um, wenn der Graswuchs schwächer wird, verbrennt entweder die einge— pflügten Streifen, und streut die Asche aus, oder düngt die umgebrochenen Stücken, und bestellt sie einige Jahre mit Getraide, bis der Graswuchs, der auch ein alljähr— liches Jäten der Felder erfordert, stark genug wird, um die abermalige Niederlegung zur Weide rathsam zu machen. 2) Wiesen, die wegen ihrer Steilheit oder Entlegenheit nicht unter den Pflug zu bringen sind. 3) Waiden. Vergl. Gebhard, gekrönte Preisschrift über Güter⸗Arrondirung. München, 1817. S. 6— 10. ————— Druckfe hler. Außer den hier angezeigten sinnstörenden Druckfehlern finden sich mehrere Unrichtigkeiten der Interpunction, die von selbst ins Auge fallen. Beide Gattungen möge der Leser mit der Entfer— nung des Druckortes von dem Wohnorte des Verfassers entschul— digen. Seite 4. Z. 4 von oben ließ die statt der— S. 5. Z. 6 b u. l. voesi st. oAEi— S. 5. Z. 5 v. u. l.&orriny st. NαNITIH— S. 10. Z. 12 v. o. l. πιπμενειια st. oπιιιεεε½— S. 12. Z. 3 v. u.(. 6ν st. rοα— S. 14. 3. 3 v. u. l. Ov st. Oy)— S. 15. Z. II v. o. l. Poprννre st. ohπννν— S. 20. Z. I v. u. l. ααπρανον st. aπαορρ⁷τν— S. 25. Z. 16 v. o. l. Hohofen st. Geh-Ofen— S. 27. Z. 4. v. u. l. Sporn st. Norm— S. 30. Z. 8 v. o. l. und der st. durch die— S. 32. Z. 8 v. u. l. tuchtiger st. wichtiger— S. 45. Z. 3 v. u. l. Krummholzkiefer st. Krummholzschiefer—. 3: 15. Rhoden st. Rheden— S. 30. Z. 3 v. u. l. Doch ist noch auf dem Dammersfelde eine Sennerey— S. 51. 3. 4 v. u. l. Frankenscharrn st. Frankenscharre— S. 56. Z. 13 v. o. l. Remscheid st. Reimscheid— S. 6o. Z. 5 v. u. ist nach: folglich— einzuschalten: der Humus— S. 60. Z. 5 v. u. l. spe⸗ cifischen st. specificierten— S. 6r. Z. 10 v. o. l. der Humus st. des Humus— S. 66. 3. 3 v. o. l. Dreifelderw. st. drei Felderw., ebenso S. 67. Z. 10 v. o.— S. 7. 3.6 v. o. l. Lühe st. Luhr— S. 75. Z. 5 v. u. l. Siele st. Siebe— S. 77. 3. 5 v. u. muß hinter 46 ein Komma stehen— S. 77. Z. 4 v. u. l. Uebersetzung st. Uebersetzungen— S. 91. Z. 3. v. u. l. Kop⸗ pelwirthschaft. Das— S. 94. 3. 9. v. u l. unter anderen st. und andere— S. 94. Z. 7 v. u. l. Schwerte st. Schwirte— S. 99. Z. 13 ist nach,„ und“ einzuschalten:„jes— S. 105. Z. 12 v. u. nach Hals“ einzuschalten„durch“— S. 106 Z. I.l. Gewerbs— G. 109 gehört das Zeichen“) zu Z. 8. st. 15.— S. 119. Z. 9. l. Gessel— S. 126. Z. 1. l. Einfließen— S. 130. Z. 9. l. zwei— S. 138 3. 7. l. der st. den— S. 148. Z. 11 l. nun— S. 151. Z. 2. l. bemißt— S. 153. 3. 2 v. u. l. anstalten— S. 154. Z. 5. b. u. l. Schwe⸗ fer— S. 137. 3. 9 und 10 l. q st. 9— S. 159. Z. 2 v. u. ä 3. I V. i. könnte— S. 164. Z. 10. l. werden u. l. hanseatisch— S. 185. l. 2 st. 2 und V st. v1— S. 187. Z. 16. l. Drill— S. 193. 3. 16 setze„verschafft“ nach„Ertrag“— S. 2II. 3. 6. v. u. l. dient— S. 213. 3. 12. l. Kossaten— S. 226 Z. 3. v. u. ist nach 2“ einzu⸗ schalten„boch“— S. 228. Z. 4 setze nach„schließt“ ein; — S. 230. Z. S. v. u. l. iritt S. 233 3. 3. l. ein⸗ schurigen— S. 240. 3 5 v. u. l. Walf. ßDv◻0hss),Ü:Diꝓ NNN Wv. HMMMMIWIII. l N S88888 + * WMyppyyn WIAee///// *.—————————————*9————————— *——————— — ———— —— 6 —- 8 . 8 3 5 2 4 * † 8 3 * 3 3 L 9 duu 1,L Je! ſe7JL,nnlhng nssAanahrund LLNINILTL endnanidant daber Mnraranrnnanbanauundl A TTIInTnTnnTmnnmunnTrunmuupauan Oem 1 4 5 6 8 9 10 Soiour& Grey Controſ Chart 2G Cyan Green Vellow Hed Magenta —— Grey 2— Grey 3 SGey4 8— 3 4 8 1 1 .. 8*„9 8 — 4* 3 2 —————