— 4 4 N 2 beht bai von n Ne Glesseg .— Victors de Riquetti, weyland Marquis von Mirabeau, 2 Grafens von Beaument, Vicomte de St. Mathieu, Erbherrn von Negreau, Saint-Ang ille und andern Orten, des Wasa⸗Ordens Graßkreuzes, Landwirthschafts Philosophie, oder Politische Oekonomie der gesammten Land⸗ und Staats-Wirthschaft, gebaut auf die unwändelbare Ordnung physischer und moralischer Gesetze zu sicherer Beförderung des Wohlstandes der Länder. W- + 4 I 4335 ö — Aus dem Französischen frey übersetzet, und. mit Anmerkungen versehen von—Q Christian August Wichmann. TVNN Zweyter und letzter Band. Liegnitz und Leipzig, bey David Siegert, 1798. 235 4 + Hhil An dudd hioßt R Molen ge I Dedde Nul der Him simmmy ö V duf UQU lusun xMhse y Hunh Vhnthäß MWy ESM Egh V Nuayjh, Muntg Innhalt der Capitel und der Materien, die in diesem Zweyten Bande vorkommen. Neuntes Capitel. Verhältnisse der Ausgaben zur Landwirthschaft. In der Landwirthschafts⸗Regierung besteht die Verfassung grober Reichhe ů—ꝝ᷑1:D g. Mangel an Kenntniß der natürlichen Ordnung ist die Quelle des Verderbnisses der Regierungenn. Aus der Kenntniß der natürlichen Ordnung fließt die Be⸗ stimmung des natürlichen Rechteiñðsrss In der natürlichen Ordnung ist einem jeden sein Auspruch an die gemeinsame Masse der Güter, und der Vortheil eines zeden gesicherttiete 35 Verhältnisse der Ausgaben bey der Bodens-Cultur zu den Geschenken des Bodennnse 2 Rech mäßigkeit des Anspruchs auf die Zinse vom Capital, und von den Auslagen zu den Cultur Kosten. 9 Die Schätze der Völker erhalten sich nur durch den Fond der Schatze der Landwirthe bey beständiger Fort— dauer,——*.— 10 Der Landwirth kann sich bey seinen Geschäfften bloß von der Natur leiten lassen eb. des. 8 Die A V 1 1 4 * 4 82* — 2 10 Innhalt. 2 e + E 2 Wullnh Die suveräne Macht unterstützt mit ihrer schützenden Ge⸗ walt die Landwirthschaft, die hinwiederum selbst der m schützenden Gewalt zur Stütze dientt,— S. 11 0 V 9 Ausschweifung der Regulirungs⸗Gewalt, wenn sie sich über ‚ dan die Landwirthschaft verbreite,,,,. sul, Was sür Beraubung eine zwingende Ober⸗Gewalt in der Mutni Landwirthschaft anricht/ /). sich Listige Prätexte zu dem heillosen Verhalten des Monopo⸗ Dunahs liums im Getraid⸗Handeirl... N Wiin Die Angst, welche der Monopolist im Publicum erregt, Im dient zur Beförderung ruinöͤser Regulative wider das Micht sun Monopolium.,. m Mlen, Zwiefaches Verderben, welches aus dem in Schwung ge⸗ Das h brachten Monopolium entsteht; Verderben der Provin⸗ ö e uüin zen, die der Hungers-Neth preis gegeben sind, und u Verderben derer, die durch Stöhrung des Handels mit Witn ihren Vorräthen diese in Unwerth fallen sehen,—— 22 an ud Zusammen⸗treffen der mancherley Zerstͤhrungs-Ursachen, Winit die durch das Getraide-Monopolium vereiniget werden, ⸗ Whupe Verfängliche Gründe wider die Freyheit des Getraide⸗ Lans Handels,—————————— eb. das. slch Andre nichtige Einwürfe gegen diese Freyheit, O.—— 28 Iculimitfnt Erschlichene Gegenstände der Regulative, welche das Mono⸗ dy fhntin polintnr an sich reift, ͤ„ 353 VnR Ruinöse Aufsicht über die Stutterehen.. eb. das. S E⸗ Widersinnige und schädliche Inspectionen über den Handel rn an mit den Producten der Landwirthschaft und der Industrie, hihe dr zu Beförderung eines vermeyntlichen Gleichgewichtes, henij upsh welches zwischen diesen Producten erhalten werden soll, 40 Whnn Scheinbare Gründe für dieses erzwungene und ruinöse uig Gleichgewicht,——— bz 5— Anh Erwei⸗ Ihig * — 1 Innhalt. v Erweiterung des Handels mit Waaren der Hand-Arbeit, zum Nachtheile des Handels mit Producten der Land— wirthschaft,——— S. 46 Widersinnige Meynungen vom wechselseitigen Ausfuhr⸗ Handel, x——— 5 Ausschweifende Inspection über die Nutzung der Grund⸗ stucke,—— 8———— 60 Widerspruch gegen den Wein⸗-Bauj... 6232 Die Verhältnisse der Ausgaben zur Landes⸗Cultur und zum Handel lassen sich nicht durch Gesetze reguliren, 6⁴ Unächte, statt der Landwirthschaft angenommene Hebungs— Quellen,———— 65 Das ächte und eigentliche Einkommen eines Reichs kann keine andre Quelle haben, als das Territorium, 66 Tabelle der verschiedentlichen Verhältnisse zwischen den Aus⸗ gaben und den Einkünften,—— 67 Verhältnisse der Erhöhung des Einkommens zu der Er⸗ höhung des Getraide-Preises,—— 107 Mangel an Kosten zur Melioration unfruchtbarer Grund⸗ stücke,— N d 112 Unzulänglichkeit der Cultur⸗-Kosten.. ns Die theureste und ärmlichste Cultur ist diejenige, die auf Kosten der Grundstücke getrieben wird,—— 123 Kleine Cultur⸗Unternehmungen sind nach Proportion minder einträglich, als große,— 7/ Einbuße bey Verwendung der Grundstücke zu Erbauung wenig geltender Producte,——— 15² Vom Preis hängt die Wahl der Producte ab, welche ge⸗ baut werden müssen,— 155 Schwierigkeiten, die Produete zu transportiren; ausschlief⸗ liche Privilegien, und Besteuerungs-Rechte auf die — Lebens⸗ * VI ö J nuun U 0 ͤů t. ö ů ö.— W Ih Lebens-Mittel, welche die Regierung den Provinzen, 3 Stadten, u. s. w. einräumt,— S. 356 gal e 646 Steuern, wodurch das Einkommen des Suveräns und Zumnilche? der Nation vernichtet wird,——— 164 ö Ossepshft Ursiche der zerstͤhrenden Steuern..16 N MW Regelmaßige Einrichtung des öffentlichen Einkommens D Isf eines Ag icultur⸗Staates,— 170 ö O R⸗ Den Städten bewilligte Rechte zu mittelbarer Besteuerung, 180 Hun Me Beraubende Auflagen,——— 182 O Mul⸗A U ordnung des Prunk-Luxus, u—— 21¹9 ung w Verarmung der Menschen durch übermäßige Menschen⸗ Auleds u. Mense in dem Verfalle der Länder,——2242 ö ö Il llkurm Unfruchtbarkeit der Schätze, die der Reproduetion der IWaffhe Schatze en zogen werden—— 22 ä N Muh Unordnung der unächten Einkünfte,—— 225 arrn ö—— E Klägliche Folgen von der persönlichen Bedrückung der hin 0 Landleute,—— 227 ö N Gschh General-Maximen der ökonomischen Regierung.,—236 ar Würderung der Einkünfte aus den Ländereyen nach dem NHA Zehndten von den Aerndten,—— 264 f6 Ishn slunhkt Zehntes Capitel. Win ů ö Mihethr“ Verhältnisse der Ausgaben zur Industrie. Aunn Eig N Umfang und Vorzüge der Industrie,——— 265 Rünn ö ö W Die Wissenschaften beschleunigen die Fortschritte der In— dustrie, und die Industrie erleichtert die Fortschritte Wl un der Wissenschaften,—*—— 27⁰ Rhfaf. Speculativische Wissenschaften, 271 Gabigre Aechte ——p———— 22 Wichtigkeit ächter Wissenschaft, Innhalt. Aechte und unächte Wissenschaften, I--eeTT‚‚— —— *— 2 —— VII S. 271 eb. das. Summarische Darstellung der natürlichen Ordnung der Wissenschaften,— Die Mathematik, Die Physik, Das Natur-Recht, Evidenz dieses höchsten Gesetzes, 272 eb. das. eb. das. eb. das. 27³ Das Natur-⸗Recht läßt sich nicht anders, als in Ver⸗ bindung mit der Natur-Ordnung, begreisen, Quelle des moralischen Pyrrhonismus, eb. das. eb. das. Jede vollkommne Regierung läuft auf Theokratie hinaus, und auf der Theokratie beruht das natürliche Recht Die Metaphysik oder Ideen-Wissenschaft, Die Grammatik, oder die Wissenschaft, Gedanken mit⸗ Die Geschichte, oder Rückerinnerungs-Wissenschaft ver⸗ zutheilen, j gangener Vorfälle, Die höhern Künste, Die praktischen Wissenschaften, » 275 eb. daf. 276 eb. das. 277 eb. das. Unentbehrlichkeit der speculativischen und der praktischen Wissenschaften zum Gedeihen der Staaten, Wichtigkeit der Industrie in der ökonomischen Ordnung, Gränzen des Nutzens der Industrie, Mißbrauch der Industrie in der okonomischen Ordnung, eb. das. Prekäre, unzuverläbige Industrie, Sie läuft auf republicanische Regierung hinaus, Sie wird zur Schmarotzerinn, 278 279 28² 283 eb. das. eb. das⸗ Sie An Innhalt. sche! Sie ist vergänglich, 2 S. 283 10 Klägliche Irrthümer in Ansehung des Nutzens der prekä⸗ ö Rndrd —— 7 nen det ren Industrie, 84 Hub Unachte Hebungs⸗Quellen der ausstudirten und veränder⸗ Kan lichen In ust ie,—— 287 ö n. ö R Ausschweifung solcher täuschenden Industriex.. 288 10 Die Prunk⸗Industrie erregt Luxus,— 290 560 Was Luxus sey,—— 29¹ ö nih, ile Verderbliche Werkungen desselben,— eb. das. Wesrcherd Unachte Vertheidigung des Luxus, u 294 am * Beweis der verderblichen Wirkungen des Lurus,— 297 hn d Erlauterung der ökonomischen Tabelle durch ein alltäg⸗ Rhmn liches Beyspiel, 7 306 fihe Vge Die rohen Materialien des übermäßigen Decorations⸗ Riiniche Luxus machen selbst eine Vermehrung schädlicher Kosten Ru bnt aus——— 310 W Vortheile vom Anwachse der Ausgaben zum Lebens⸗Unter⸗ Wpitke halte,——— 31. Mun Schablichkeit der unächten Einkünfte von Capitalien⸗ Re ——— Manssair) Renien oder Geld-Zinsen,— 316 Die Vertheilung der Ausgeben des Einkommens der Güther⸗ 6——H— Besitzer hält sich immer nahe zur Ordnung, da sich hin⸗ Wunt. gegen die Vertheilung der Ausgaben der Finanz-Leute Hathcht und Rentenierer davon entfernt,— 31⁸ Icv d. Der Luxus ein Schleyer für die Dürftigkeit eines in Ver⸗ lun fall sinkenden Volkes, 230 Der Ausfuhr-⸗Handel mit Waaren der Hand-Arbeit ist dem Ausfuhr⸗Handel mit Lebens-Mitteln und rohen Materien von einheimischem Gewächs untergeordnet, 722 Industrie kann nur durch Landwirthschaft gedeihen. 223 Der —— ́— IIsIsIies 7 N***—*— Ittt..—— —————————— 8———————— Innhalt. Der einheimische und der auswärtige Handel mit Industrie⸗ Werken sind ganz gleichförmig,— S. 326 Worinnen der Nutzen des Ausfuhr-Handels mit Waaren der Hand-Arbeit bestehe,— 328 Gemünztes Gold und Silber ist nur ein Schatz zum Um⸗ setzen, der bloß durch Umsatz erlanget wird, und lediglich zum Umsetzen dient. Ein Volk kann dadurch, daß es Geld durch Umsatz bezahlt oder kauft, weder 291 reich, noch arm werden,—— 329 das. ... 306 310 3li 316 8 — ———————————— ⁰ Widersprechende Begriffe in dem Vorzuge, welcher dem Handel mit Waaren der Hand-Arbeit vor dem Han— del mit Produeten von einheimischem Gewachse ge— geben wird, N 334 Der Handel mit Waaren der Hand-Arbeit kömmt in gar keine Vergleichung mit dem Produeten-Handel von innländischem Gewachs,— Mit der Consumirer-Menge ist Producten-Menge un⸗ zertrennlich verknüpfet, 341 338 Verfängliche Vorstellung von dem Meynungs-Preis eini⸗ ger Waaren der Hand-Arbeit,— 343 Widersinnige Inconsequenz des Mercantil-Systemz,— 348 Handels-Leute, Fabrik-Unternehmer, und Arbeiter an Waaren der Hand⸗Arbeit werden von der Landwirth⸗ schaft bezahlet, 354 Nothwendige Bedingungen, unter welchen der Handel mit Natur-Produeten und mit Waaren der Hand— Arbeit blühend seyn kann,— 363 Elftes Innhalt. ö Elftes Capitel. Verhältnisse der Ausgaben zum Handel. Quelle der Vorurtheile vom Handel,— S. 3⁶9 Bey demselben ist eine Menge von Gegenständen und Ver⸗ hältnissen in Betrachtung zu ziehen, 370 Dle verschiednen Handels-Arten,— 354 Uénterschiedliche Arten von Aufkauf⸗ und Wiederverkauf⸗ Handel,— 2— 377 Der Wiederverkauf⸗Handel ist lohnsüchtig und kostspielig, 378 Die Spesen des Handels mit Waaren der Hand-Arbeit fallen auf den Käufer,— eb. das. Die Spesen des landwirthschaftlichen Handels gehen auf Kosten des Einkommens,— 379 Handel des Verkäufers oder der ersten Hand. 380 Dieser Handel ist weder lohnsüchtig, noch kostspielig; Vorzüge desselben, und Mittel, ihn zu vergrößern, eb. das. Vortheile vom Wohnen der großen Proprietäre auf ihren Güthern,— eb. das. Die Kosten des landwirthschaftlichen Aufkäufer⸗Handels fallen theils auf die Güther-Besitzer, theils auf die kaufenden Consumirer,—— 385 Mannichfacher Nutzen von der Consumtion auf dem plat⸗ ten Lande,— 386 Der Aufkäufer⸗Handel nimmt immer mehr zu, je ge⸗ ringer dabey die Spesen werden,— 389 Vortheile des landwirthschaftlichen Handels im Großen, 392 Vortheile der Freyheit des Ausfuhr⸗ und Einfuhr⸗Handels mit den Ausländern,——— 394 Zwiefacher ut Lath I Hadis Famaßh chi, Watlittf NN f Esc the I Rusun Gii Monehum Rünmt, Esoscen⸗ N. auf vn M dn hudwitth Rucsen, al Maan in Amn dn Haen gh Hliygn Hh, Arrtet um Husnumn Rteg eangut! V stz N hn u HH2. Innhalt. XͥI Zwiefacher Vortheil, der aus der Freyheit des auswärti⸗ gen Handels einer Nation in Hinsicht auf das ver— hältnißmäßige Vermögen der verschiednen Völker er— wächst, 5 2 2 25 S. 396 Wichtigkeit der Freyheit des landwirthschaftlichen Handels ö und der Ausdehnung desselben,—— 40⁹ Was für Gesetze das Privat-Interesse wider die Frey⸗ heit des landwirthschaftlichen Handels erschlichen hat, 406 Täuschende Gründe des Monopoliums, womit es dem 8 Monopolium vorbeugen zu wollen, die Miene an— nimmt, q——5— 4¹4 . Erschlichene Verordnung, Getraide nirgend anders, als auf dem Markte, zu verkaufen, 436 4 Der landwirthschaftliche Handel beugt so wohl Miß⸗ 50 preisen, als Theurungen vor, und dient immer dem Ackerbau und den Einkünften zur Stütze,—„446 ·l. Es kann aber dieser Handel nur mit starken Geld-Aus— lagen getrieben werden,— eb. das. l. Handel bey gangbarem Absatz erfodert wenig Auelagen an Gelde,——— 447 Handel mit eigenthümlichen selbst gezogenen Produeten ist vom kaufmannischen Handel, der um's Lohn dient, zu untersche den,— 44³ 6 Einkommen nach Maaßgabe des Getraide⸗Preises, 365 99 Was für Verderben durch niedrigen Getraide-Preis an⸗ gerichtet werde,—— M 4⁵² 39² Irrige Vorstellungen von den Nutzungen des Handels und 394 der Manufaeturen,— 454 iche Bey ö‚S SISJꝗIsIFASISASISI‚IISEee. xII Innhalt. I Bey dem wechselseitigen Handel mit dem Auslande gedeiht der Handel jedes Landes durch das Verkehr mit dem andern Lande,—— S. 457 Der auswärtige Handel darf dem Handel in der ersten Hand nicht nachtheilich werden, 1 4⁵² Handel im Kleinen,—— ů 463 Unrichtiger Begriff von diesem Handel... eb. das. Wie er dem Publieum schädlich werden kͤnne,— 464 Was für Ursachen den Anlaß zu diesem Schaden geben, 4³ Dieser Handel würde wieder in Ordnung kommen, so bald die Menschen die Freyheit, sich der Ordnung gemäß ö einzurichten, und dabey Sicherheit hätten,— eb. das. Handel der Colonien mit dem Mutter⸗Land, und des Mutter-Landes mit den Colonien, mit Ausschluß andrer Völker, E— 468⁸ Wie eine Colonie im Wohlstande das Ihrige zum Staats⸗ Einkommen beytragen könne,— 476 Entlegene, gewissen Gesellschaften zuständige Factoreyen, die einen privilegiirten Handel treiben, sind nicht mit Colonien zu vermengen,—— 457 Erste natürliche Hülfe, die Stiftung einer Colonie zu erleichtern,— 479 Von dem Wesen, der Entstehung und der Vermehrung des Reichthums,———— eb. das. Dreyerley wesentliche Reichthums-Bedingungen, Er— zeugung, Umsatz und Genuß,— 6430 Handel der Ost⸗ und West⸗-Indischen Compagnien.— 407 Zwolftes Hahlhise Assaht V Wchn flln DR NO N Ist kr U M, Müuud vn OMunh, HAAA Shurg hin sinde, Mos is Iudetardeil Hah, wio I⸗ Ed⸗R A N epheug liumig R 0 Ecarn Mpphg Innhalt. XIIi Zwölftes Capitel. Verhältnisse der Ausgaben zu der Reichthums⸗-Masse einer Nation. Wissenschaft in der vorzüglichsten Bedeutung des Wortes, gelehret von der unveränderlichen und in die Sinne fallenden Ordnung der göttlichen Gesetze, S. 493 Die Evidenz dieser höchsten Gesetze vertreibt die Finster⸗ nisse der Unwissenheit, und bringt das Verbrechen an den Tag,; eb. das. Mißbrauch der Freyheit entfernt den Menschen von der Ordnung, zerstöhrt aber nicht die Ordnung selbst. Unordnung ist das Werk des verderbten Menschen, Ordnung hingegen das Werk des vollkommensten Ver⸗ standes,————— 495 Der Mensch ist von der Wahrheit und Gerechtigkeit der unveränderlichen und ewigen Ordnung innig über— zeugt, eb. das. Unterschied zwischen Gütern und Reichthumm... 495 Meynungs-Reichthum,— 498 Grund-Reichthum,——— 300 Wesentliche Reichthums⸗-Bedingungen,— 503 Eigenthum an Gütern und Reichthum,— 506 Unzuverläßiges Eigenthum an den Grundstücken,— eb. das. Wer die jährlichen Schätze zu nichte macht, der vernichtet das Eigenthum an den Grundstücken, x 35082 Entziehung des Geldes verursacht Vernichtung der Schätze, 308 Schützende xIV Innhalt. Wh atot Schützende Regierung für die Schätze,— 8S. 505 8u. Si Worinnen gute Regierung H— 309 Fapishe En Die mannichfaltigen Regierungs- Formen, welche die W5 Menschen erdacht haben, find nicht mit dem Wesen Ruuhg des der eigentlichen Regierung zu vermengen Die eigent— ö Sgiheel liche Regierung ist kein Werk menschlicher Anstalt,— 512 Duhin Falscher Anschein vom Reichthume der Staaten.— 513 sen Mt Aus Geld oder Münze ist nicht auf den Reichthum der Dl Volker zu schließen,—— 515 Nach den willlührlichen Einkünften der Suveräne lassen sich die Macht und der Reichthum ihrer Staaten nicht beurtheilen,—— 5¹8 2„ 2 0 Geld st ein sehr veränderlicher und unregelmäßiger Maaß⸗ 22500 stab des Preises der Schatze, 52¹ ö 1641 Was sür Combinationen zwischen dem Preise des Geldes aug und dem Preise der Schatze in verschiednen Jahr— dut i hunderten zu beinerken sind,; eb. das. dyyley M Erörterung der Valuta des Silbers nach dem Preise der in O Lebens⸗Miitel in den verschiednen Jahrhunderten der Mule W französischen Monarchie,— 5²25 Lhnn ilbers unter Carl ůr— 6 Valuta des Silbers unter Carl dem Großen, 32 mn Preise der Lebens-Mittel von Carl des Großen Zeiten Eith r bis auf heutigen Tag,—— 2 9080 b6 1. eu 128 Eithnx sed Verhältnisse der itzigen Munze zu der Münze der ver⸗ Iufsmy ganzenen Jahrhunderte, 909— 529 Rshg Valuta des Silbers unter Ludwig dem Heiligen. 530 S Militärischer Sold unter der Rigiernng dieses Königs, eb. das. Bthnny Ludwig des Hesligen bkonomische Regierun. 5317 R Valuta des Silbers unter dem Koöͤnige Carl dem Fünften, 532 51„, N xschiehy Valuta des Silbers unter Ludwig dem Elften... 334 Rshshhen Königliches —..mTĩ—— Innhalt. xv Königliches Einkommen unter Ludwig dem Elften,— S. 334 Valuta des Silbers unter Ludwig dem Zwolften.— 335 Königliches Einkommen unter Ludwig dem Zwölften,— 336 Valuta des Silbers unter Franz eim Ersten,— eb. das. Königliches Einkommen unter Franzen.. eb. das. Durchgängige Theurung oder Seltenheit des Silbers macht keinen Unterschied in dem Vermögens⸗Zustande der Völker,— 337 J»̃„issss Kurze Wiederholung. Ehe Reichthum entstehn kann, muß Lün gemacht werden,— 540 Stufenweises Fortschreiten des der Schätze durch die Ausgaben, eb. das. Dreyerley Aufwand im vollständigen Zustande der bürger⸗ lichen Gesellschaften,— 541 Quelle der Ausgaben,— 4.— 54² Auslagen zu den Ausgaben, eb. das. Zweyerley Auslagen an Schätzen zur Reproduction der Schätze,—— bb. das. Einkünfte sind ein Fond von jährlichen Schätzen, der zur Verfassung der Agrieultur⸗Staaten schlechterdings und wesentlich gehört,— 344 Vertheilungs⸗Reihe der jährlichen Schätze, 54⁵ Wirkungen der Ausgaben,— 546 Reproduetion der Ausgaben durch die Ausgaben.„547 Die verschiedentlichen Verhältnisse der Ausgaben zu den verschiednen Bestand⸗Theilen der Agricultur⸗Staaten, 348 Verhält⸗ XVI Innhalt. Verhältnisse der Ausgaben gegen einander und gegen die jährlichen Schatze, S 5748 Verhältnisse der Aus gaben zur Bevölkerungz.649 Ve hältnisse der Ausgaben zur Landwirthschast—— 8355 Verhältnisse der Ausgaben zur Industrie eb. das. Verhältnisse der Ausgaben zum Handel, 5 Verhältnisse der Ausgaben zu den Total⸗Schätzen einer Nottion, u 55² Die Menschen sollten der unwandelbaren Ordnung der physischen und moralischen Gesetze, wodurch das Ge⸗ deihen der Länder gesichert wird, unverbrüchlich an⸗ hangen,-——— Politische — cb. das. Hap o0 Hen W Mang ysend, yuicht 1 ascht mstk! alche , 00 M in, Huo Ruen 0 U Heu dun. Politische Oekonomie der gesammten Land⸗ und Staats⸗ Wirthschaft. Neuntes Capitel. Verhältnisse der Ausgaben zur Landwirthschasft. Vuwe sagt:„die Natur weist uns zweyerley In der Laud⸗ „Wege an, es in der Landwirthschaft wei wirthschafts 14—. Regierung bes »zu bringen; Erfahrung und Nachahmung. Die steht die Ver— »ersten Landwirthe machten Versuche, und es fassung großer „gelang ihnen. Ihre Kinder begnügten sich mei— Reiche »stens, den Vätern nachzuähmen; das ist aber »nicht hinlänglich, sondern wir müssen beides »thun. Auch wir müssen uns befleißigen, Ver⸗ „suche zu machen, ohne jedoch darüber die Bahn „Unserer Vorgänger aus dem Gesichte zu ver— »„liehren,“( u. s. w. Varro sprach mit Land— wirthen, oder wenigstens mit einer Nation, die ö ö ihre () Bivium nobis ad culturam dedit natura, experien- tiam, et imitationem Antiquissimi agricolae ten- tando pleraque constituerunt, liberi eorum magnam partem imitando. Nos utrumque facere debemus, et imitari alios, et aliter ut faciamus experientia ten- tare quaedam; sequentes non aleam, sed rationem aliquam. M. T. Varro de ve rustica I. I. c. 18. W. A. P. 2. B. A Neuntes Capitel. Verhältnisse. ihre ganze Stärke und den erstaunlichen Erfolg 110 ihrer Unternehmungen der glücklichen Verfassung 0 zu danken hatte, welche ihr von dem großen Wsh Ruma, ihrem eigentlichen Stifter, gegeben wor— uucget den; einer Verfassung, die auf Landwirthschaft Rhne) gegründet war, welche in Rom allein das Recht WMi gab, zu dienen, zu regteren und zu schützen. Lae Mangel an Was uns anlängt, die wir unter allen den Vhl Kenntniß der adoptirten Gesetzen, woraus unsre Vorurtheile, Heruß, Srünung. unsre Gebräuche und Gewohnheiten zusammen⸗ an die Quelle des gesetzt sind, nur einen Schatten von jenen wei⸗ ö Nlkr⸗ der ssun⸗ sen Verfassungen bekommen haben, einen Schat— Rhln gen. ten, der so schwach ist, daß es beynah einer Un⸗ X möglichkeit gleicht, ihn nur zu erkennen, und i der noch dazu bey den Vorurtheilen der Städter, welche den Monarchien der Agricultur-Völker Mll! zum Verderben gereichen, vollends ganz ver⸗ i schwindet;— was uns anlangt, sage ich, so Hathh haben wir, wenn die Landwirthschaft bey uns Wrsch wieder in ihre rechte Stelle eingesetzt werden shagt soll, nicht so wohl eine Wiedergeburt zu veran— zssel stalten, als vielmehr erst eine Einrichtung zu ch gründen. Es hat zwar dermalen das Ansehen, als ob der Geschmack der Nation, oder vielleicht* noch mehr das Gefühl ihrer Bedürfnisse, und sm in die Erkenntniß ihrer bisherigen Verirrungen ihre ehn Aufmerksamkeit auf diesen wichtigen und noth— wendigen Gegenstand gelenkt hätten: allein die Hhn Landwirthschafts-Gesellschäften, die aus eifri— Mum gem Patriotismus in allen Gegenden zusammen⸗ ö treten, müssen wohl einsehn, daß sie auf den Wegen, die uns Varro anweist, nun und nim— 05 mermehr zum Zwecke gelangen werden, weil die Fuus vorläufige Bedingung des Zwecks, die zu seiner Im Zeit und bey seiner Nation gegründet und ein— geführt war, zu unsern Zeiten und bey unsrer 6 Nati 1 * Nation 65 n⸗ ud ler, lker r⸗ so uns den ran⸗ then, eicht und ihre oth⸗ die eifti⸗ men⸗ den nim⸗ die einer ein⸗ nsrer tion Nation gänzlich fehlt. Das Studium des Ein— zelnen und der Unterricht darinnen, sammt allen Versuchen, die wir machen können, sind nicht vermögend, die Landwirthschaft wieder in Auf⸗ nahme zu bringen. Noch viel weniger können Nachahmung fremder Versuche, oder gar gewisse kleine Erfindungen und Entdeckungen, deren Vortheile uns von ihren Urhebern angepriesen werden, bedeutenden Nutzen schaffen— in sol⸗ chen Zeiten, in denen die Haupt-Quellen des Völker⸗Gedeihens offenbar den Menschen ganz unbekannt sind(0).— Es giebt indessen einen dritten Weg, der jedoch erst noch geöffnet werden muß: dieß ist der Weg, der zu den Mitteln, und zur Sicherheit der Mittel führt, und dessen Entdeckung, oder we— nigstens dessen Errichtung zu einer demonstrativen, berechneten, und über die herrschenden Irrthü⸗ mer siegenden Wissenschaft unsern Zeiten vorbe— halten war; ich meyne die Kenntniß der Verhält⸗ nisse aller Werkzeuge und Arbeiten des menschli⸗ chen Lebens zur Landwirthschaft. Dieser neue und lichtvolle Weg ist so groß und so weit, daß er alles umfaßt. Dieser Weg, sage ich, er— spart uns das ganze mühselige Studium des Einzelnen; oder, bestimmter zu reden, er über— läßt dieses Studium den reinen und arbeitsamen Händen, die zur Praxis bestimmet sind, und denen wir es auch am sichersten überlassen kön— A 2 nen. ( Hierinnen liegt der Grund, warum nicht bloß in Frankreich, sondern überhaupt in gauz Europa alle ökonomische, patriotische und dergleichen Gesellschaf⸗ ten, alle dergleichen Akademien, alle Oekonomie-⸗ und Commercien⸗Collegien, ja so gar Orden, wie z. E. der schwedische Wasa Orden, keinen den Rede werthen Nutzen haben schaffen können. U⸗ der Ausgaben zur Landwirthschaft. 3 * 1 2 V ö 4Neuntes Capitel. Verhältnisse nen. Die Sorge ist nur, sie zu entbinden, diese Hände; sie von den Fesseln, mit denen die falsch⸗ 151 berühmte Wissenschaft sie überladen hat, zu be⸗ 1 freyen: und das Mittel ist, diesen Aermen wie— Rbl der Freyheit zu geben, und ihnen wieder zu Kräften 0ü zu helfen. Ihr Versorger der Menschheit, euch un kömmt es zu, sie wiederum in Thätigkeit zu sez— zen! Euch, ihr patriotischen und fleißigen hh Staats-⸗Bürger, euch liegt es ob, zu forschen, ö Lun zu erkennen und zu unterrichten. hhin Nae tibi erunt artes; hush und dieß ist dermalen mein Geschäffte. hasth ennt⸗ Wir kommen hier zur Haupt⸗ Basis mensch⸗ sct natürlis licher Existenz. Alle die genießbaren Güter, die aluod *rn n zu Bestreitung der Bedürfnisse des Menschen die⸗ I1eh r des nen, werden aus der Erde, die seiner Arbeit Stuld. lichen übergeben ist, bezogen. Pe dürfniß nöthigt Wath 338— ihn, darinnen seine Nahrung zu suchen. Be— O gierde bringt ihn dahin, daß er Müh' und R, N. Arbeit anwendet, sich diese Nahrung zu verschaf— 0 fen. In diese Laufbahn aber drängt sich domini— Ron rende Habsucht ein, und überschwemmt sie mit shhef den Folgen gestöhrter Ordnung und Beraubung. alba Däher die Anarchie(, dieß heißt, das Ge— sih u setz des Stärkern, welches in allen Arten II von Eigenthum eingeführt worden ist. Das 0 I natürliche Recht, das die Menschen so sehr, ge— ulstt trennt von seiner Basis, der physischen Ordnung, wuh, studiret dllum ( Man gebe wohl Achtung, was hier der Verfasser pobr im eigentlichsten Verstand als ursprüngliche Anarchie Meun charakterisirt. Die Anarchie, die hernach durch gewalt Vkten same Volks⸗Emporung entsteht, ist die endlich unaus⸗ In bleibliche Folge von jener ersten Haupt ⸗Auarchie, und 1—0 eine bloße Frucht des unausweichlich gewordenen Be⸗ Ne strebens einer großen unterdrückten Menschen-Masse, ͤ l sich des unerträklich gewordenen Joches zu ent⸗ Rh schütten. u. .H*E * —n.t=e...DTDT..———— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 5 studiret haben, und das eben deßwegen so ohn— mächtig ist und so ganz ohne Nutzen gelehret wird, begünstigt um kein Haar weniger die Gerechtsa— me der Mächte, als die Rechte der Unterthanen; und gleichwohl sehen wir allenthalben den Saa— men und die Spur der umgestürzten Ordnung, da indessen die Philosophen gänzlich versäumet haben, der natürlichen Ordnung— die doch de— monstrativisch entscheidend ist, die allein uns die höchsten Gesetze vorschreibt, und der tyrannischen Herrscherey unübersteigliche Schlagbäume entge— gen setzt, sie in ihre Schanzen sperrt, und sie schlechterdings zwingt, Halte zu machen, und entweder menschlich zu werden oder innerhalb ih— rer eignen Stallung umzukommen,— auf den Grund zu forschen und sie ans Licht zu bringen. Allenthalben haben wir gesehen, daß der Stär— kere die leichtesten Lebens⸗Unterhalts⸗Portio⸗ nen, die Fischerey, die Jagd, die Schätze und die Güter, die alle Menschen mit einander ge⸗ mein hatten, an sich gerissen und sie sich aus— schließlich zugeeignet hat: aber wir sehen denn auch allenthalben, daß die Menschen gensthigt sind, mit diesen, der Commun geraubten Früch— ten den Handel, und folglich die Freyheit, und so gar die Concurrenz zu vereinbaren; alle sind zu dieser Anstalt durch die physische Ordnung ge— zwungen, die es dem Menschen unmöglich macht,‚ allein genießen zu können, und die ihn, durch Noth und Abhängigkeit, von den gefräßigen Wirkungen unbändiger Gierigkeit und Tyranney zu retten bestimmet ist. Vermöge dieses Contrastes wurden die Räu⸗ 84——ꝰ—.— „ chen rd⸗ ber, die vom Anfang an geneigt gewesen sind, 12115 iheiden sich allen Grund und Boden nach dem Erobedieden sein An⸗ rungs⸗Rechte zuzueignen,(denn Eroberungs⸗ A 3 Recht „ spruch auf die gemeinsame F —— 8 8 28— — — ——..— — —— ö 6Neuntes Capitel. Verhältnisse NN le der GůRecht ist der Fundamental⸗Satz vom in Vorthei enes Tyrannen⸗Rechte des Stärkern,) hin⸗ 51 ieden gesichert. terher genöthigt, dem Besitze des Grundes und im Bodens zu entsagen, sich nur ein kleines Ober— 0 herrn⸗Recht darüber vorzubehalten, und ihn.re dem Eigenthume zu überlässen— als einem Ti⸗ Nahit tel, welcher unumgänglich nöthig wurde, wenn shnm die Menschen von ihrer Neigung zum Auswan— niel dern abgehalten werden, und sich bewegen lassen ff sollten, ihre jährliche Arbeit und Mühe der Hoff⸗ Wal nung des Wieder-auflebens der Früchte des Bo— iten dens zu widmen(). Kaum ist das Eigenthum bu. mit einer Art von Freyheit bekleidet, so trachtet i L es ebenfalls nach dem ausschließlichen Genuß: auc gy allein es sieht sich gezwungen, entweder selbst ein lshjs ziemlich beschränktes Gebiete zu bearbeiten, oder Hrihel auf Ochihe! u (*) Der Lehns-Despotismus hat seine eben so tyran⸗ st gen nische als klugheitswidrige Habsucht noch viel we iter Ncnah getrieben, als der Verf. hier erwähnt: er hat den Anführer räuberischer Horden zum Ober⸗-Eigenthums⸗ 5 Herrn aller eroberten Ländereypen, und die mitver⸗ farn schwornen Gehülfen desselben zu Lehns⸗Herren ge⸗ Mihlh macht, die den unterjochten Eigenthümern nicht ein⸗ U-U— mal ihr Eigenthum, ja so gar die persönliche Frey⸗ Al heit nicht ließen, sondern sie zu frohnbaren Dienst⸗ e Leuten, und meistens gar zu leibeignen, an die ge⸗ raubte Erdscholle gebundenen Knechten machten, wel⸗ stachitt che für die Wast ihrer Tyrannen schwitzen, und sich vh von ihnen willkührlich schinden lassen mußten, so e du daß sie nicht einmal auswandern durften, soydern den Galeeren-Selaven gleich, zum rudern lohnlos 46555 getwungen wurden.— Daher denn natürlicher I W Weise der immer tiefere Verfall eines so erpreßten, e Rig und durch den Unberstand der Lehns⸗-Tyranney noch h 5 obendrein auf hunderterley Weise freventlich ge⸗ W N bemmten und thöricht vereitelten Ackerbanes, und 50 der ewig kränkelnde Zustand der ganzen Landwirth⸗ IMus schaft. u. Weh der Ausgaben zur Landwirthschaft.* auf den Besitz des Benutzungs ⸗Rechtes, auf ei⸗ ne Zeitlang wenigstens, Verzicht zu thun, sich für dieses Recht eine freye Portion vom Ertrage vorzubehalten, und das Uebrige dem Cultur⸗ Unternehmer zu überlassen. Das Dichten und Trachten nach Tyranney ist und bleibt im Men⸗ schen immer lebendig; aber er wird doch immer mehr und mehr menschlich gesinnt, je mehr ihn sein Zustand dem Bedürfnisse der Verbindung mit andern Menschen, und der Gemeinschaft des recht-verstandenen gemeinsamen Interesse nahe bringt. Der Cultur-Unternehmer macht zwar seine Bedingungen bloß für sich: aber er ist doch auch genöthigt, sich bey seiner Arbeit helfen zu lassen, und zur gemeinsamen Mittheilung seiner Früchte den Handel zu Hülfe zu nehmen. Sein Gehülfe möchte wohl ebenfalls gern sein Dienst⸗ und Arbeits⸗Lohn für sich allein behalten; aber er ist genöthigt, es auszugeben. Hat der Han⸗ delsmann einmal bezahlet; so möchte er nicht gern anders, als mit Wucher, wieder verkäu⸗ fen: allein er sieht sich gezwungen, sich nach den Mitteln und Bedürfnissen des Käufers, und be⸗ sonders noch mehr nach der Concurrenz andrer Verkäufer zu bequemen. So nach arbeitet zwar jedermann nach seinem Wunsche für sich; aber er arbeitet doch auch, vermöge der Verkettung der wechselseitigen Bedürfnisse, zugleich für an⸗ dre Leute. So nach bezwingt die natürliche Ordnung den Hang zur Tyranney in seinen eig⸗ nen Wällen, und giebt dem natürlichen Recht alles wieder, was sie ihrem Feind entreisen kann. Je mehr sie ihm nun wiedergiebt, desto besser gedeiht die Gesellschaft: je mehr er hin— gegen an sich reißt und behält, desto mehr wankt die Gesellschaft und sinkt; desto mehr wird die 4 Tyran⸗ ö Neuntes Capitel. Verhältnisse ö Tyranney verächtlich, und desto eher muß sie unterliegen. Unter der Herrschaft und Regie⸗ ö 65 rung der natürlichen Ordnung entstehen die Ein⸗ künfte, die zu Bestreitung der Staats- und bunt Privat FJonds, und zu Unterstützung der suve⸗ ränen Macht bestimmet sind. Dieß ist das e Rad, in dem sich die ganze Verzapfung des 90 Sparewerkes 1 ind der Knoten der Gesellschaft Iin bewegt. Lasset uns zuförderst das Centrum die⸗ habe ses ades bezeichnen, so dann zu den Speichen l schre ten, und hernach mit dem Umkraise be— ullv schließen. l der en Für itzt kömmt es auf Entwickelung der 66— r Oe. in Verhältnisse der Ausgaben zu der Landwirthschaft ND dens⸗Cultur an. Zu dieser Absicht brauche ich weiter nichts U ö 3 d Eu⸗ zu thun, als daß ich die zerstreuten, und in dem u dens. ganzen Verlaufe des gegenwärtigen Werkes oft ackht wiederholten Währheiten in ihre Ordnung zusam— u menrücke. Ausgaben sind die Quelle der Schätze, die 55 mittelst der Landwirthschaft wieder aufleben. t Wenn ich nun Getraide verzehre und verthue, ö da ich selbst keines habe; so muß ich es bezah— u len. Das Geld, welches ich dafür biete, giebt h½ ihm die Reichthums-Eigenschaft, die es nicht ö 1915 häben würde, wenn es nicht bezahlet werden 110 müßte: denn das Wasser im Flusse, welches Wf eben so unentbehrlich ist, als das Brod, ist d wohl ein GZut, aber kein Reichthum, indem es nichts kostet, dasselbe habhaft zu werden. Also Caph ömmt aller Reichtt hum aus den Händen des 10 l Landwirths; und er muß auch diesem wieder in kiah die Hände kommen, um 9— Ausgaben, und durch sie eben diese Schä e sortdauer nd zu ma⸗ hnh chen, Ischt ** — —————— S——————— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 9 chen, aus denen 1) das Einkommen des Su⸗ veroäns, des Proprietärs und des Zehndt—* Herrn, 2) das Lohn der Arbeitsleute bey der Landwirthschaft, 3) der Ersatz der Ausla⸗ gen, und 4) die Zinse vom Capital dieser Aus⸗ lagen erwachsen. Von diesen vier Gegenständen sind die drey Rechtmäßig. ersten bereits bewiesen und umständlich aus ein⸗ ruche auf die ander gesetzt worden; nur der vierte bedarf Zinse vom Ca⸗ noch einiger Erläuterung. Die Zinse vom Ca Ben Aelnen pital der Auslagen ist ein Schatz zum Vorra⸗-zu den Cultur⸗ the, den der Cultur-⸗ Unternehmer schlechter⸗ Rosten. dings nöthig hat, wenn er im Stande seyn soll, die Einbußen und den Abgang, durch die aus⸗ serdem die Instrumental-Auslagen bey der Landwirthschaft vernichtet werden würden, wie— der zu ersetzen. Die jährlichen Auslagen wer⸗ den zwar jährlich wieder ersetzet; aber doch mit der Ungewißheit, die aus der Ungleichheit der Aerndten erwächst, und die gänzlich auf die Gefahr des Pachters ist, welchem immer die Last obliegt, unausgesetzt für das Einkommen, worüber er mit dem Proprietär einig geworden ist, zu haften. Ohne einen solchen Präcauti⸗ ons⸗Schatz würde also weder zuverläßiges Einkommen, noch Vergütung der Auslagen, oder sichere Benutzung Statt finden. Dieser Vorrath, dessen Eigenthum dem Cultur-Un— ternehmer gesichert seyn muß, ist die Zinse vom Capital seiner Auslagen. Er ist nicht minder, als alle andern, ein öffentlicher Schatz; ein Schatz, durch den das Lohn der Arbeits-Leu— te bey der Landwirthschaft, und die Ein— künfte der Nation so wohl, als des Suveräns gesichert sind. A 5 Benu⸗ 10 Neuntes Capltel. Verhältnisse Ri 0 Die Schä der Water er⸗ rin win des Grundes und Bodens zum inds Palch fic nar War ist freylich kein Schöpfungs⸗Werk, wo⸗ Habud gunds— 92— die Dinge aus dem Nichts gezogen wür⸗ Hana Se den, sondern bloß eine Wiedergeburts⸗Forde⸗ Nen bnändrne⸗ bey, wozu wir den Reproductions⸗Fonds her⸗ + Fortdauer. ahat müssen, damit derselbe jährlich zum Un— de E terhalte der Menschen wirke: wenn dieser Wschalt in Verfall ko eser Fonds Wsh nh rfall kommt; so wird die Reproduction zu HiNR V 77, hänters—— 1 Menschen entgeht der Lebens⸗ units We 9. ‚ Dol der Erhaltung dieses Fonds, D Ei her in dem Wieder-Eingange der A N Des Culent ⸗Ant 9 uslagen 5 Cultur⸗Unternehmers besteht, hängt also Fech dn n ba ge Wahrheit ist die 3 3 Wissensch 0 die Basis der ökonomischen h pelder 93 jeder Agricultur⸗Staat, hlsin cher mit che dwir 0 it, wi Landwirthen stark bevölkert fl d wohlhabend seyn: und es be⸗ duch she fün lrn—5 ů solchen Staate sein Wohl⸗ üte⸗ ö er gesichert sey, weiter nichts„ —½m— L EE 2„ als daß U dem glücklichen Fortgan otae ü. ö 255 g und Erfolge der Land wirthschaft keine Hindernisse in den Weg gel ö 10 werden; daß dem Ackermanne d 165 9 egt Iin oiner B N. 2 da Sigenthum V seiner Benutzungs⸗Schätze gesichert ist und bleibt; 0 und daß man ihn die Erde ungehindert Hach 2.— dem Erfordernisse seines Interesse, Hanen ant⸗ 99 0 Michin beliuft sih. alles, was von Seiten der—. Regierung hierbey zu thun ist, lediglis Ha mstult daß 0 hun ist, lediglich darauf, 3 750 aß sie ihm Sicherheit und Freyheit gewährt; Ragef so wird Er dagegen von seiner Seite der Narion fusn d und dem Staate für die stärksten Einkünfte, die Raat Der Landwi 92— 248 Territorium entstehn können, haften ö ann uß der Die immerwährende Thätigkeit dieser 910—5 woerth * I Reir dieselr grs ö 7.67 b6nbikunde sen Maschine, die von ihren eignen Feder 55 HDy 5 2 7• 7 Naur iitten tan belebet und regieret wird, welche in ih⸗ allsche e lassen. rer Bewegung sehr sicher und sehr frey sind unssht, Ran keiner fremden Leitung. Die Phfiiche n, 11. Ag nd moralische Verfassung dieses Ganzen beruht ö bn auf ——..—— 8————————FHIDIr—*—.—1 — ———————— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 11 auf einer natürlichen und allgemeinen Ordnung, deren Gang durch oberherrliche Gesetze, die nicht übertreten werden dürfen, reguliret ist. Die Strafe, die mit Uebertretung dieser Gesetze verbun— den ist, besteht schon in dieser Welt in dem Ruin und der Erniedrigung der tyrannischen Mächte, die sich erkühnen, Hand daran zu legen. Sicher— heit der Anwendung der Benutzungs⸗Schätze zur Landwirthschaft ist zum Gedeihen und zur Dauer, der Staaten eine unumgänglich nöthige Bedin⸗ gung. Wie der reine Ertrag, oder das Ein⸗ kommen, der Nation und dem Surerän gesi⸗ chert ist, so müssen auch die Schätze, wodurch sie erzeuget werden, dem Landwirthe gesi⸗ chert seyn. Der Pachter macht keinen Anspruch auf das Einkommen, und er selbst bürgt so gar, durch seine eingegangenen Verpflichtungen, dem Guths⸗Besitzer und dem Staate für dasselbe. Die Gültigkeit dieser Bürgschaft kann aber nicht anders gesichert seyn, als durch die Sicherheit und Immunität der bey ihm wieder einkommen⸗ den Cultur⸗Auslagen, durch die gänzliche Frey— heit seiner Benutzungs-Geschäffte, und durch den Verkaufs⸗Werth seiner Producte. Diese Einrichtung ist auf keine Weise der Ad⸗Die suberäue ministration menschlicher Mächte unterworfen: Kütt mit ibrer vielmehr ist sie ein wesentliches Zubehör der na-schützendenSe⸗ türlichen Oidnung, der Ordnung der Rath-wathschaf die schlüsse des Schöpfers; und es ist auch diese hinwiederum Ordnung so augenscheinlich, daß sie so gar von Renden Genai der verkehrtesten und verblendetsten Gottes-Ver— ur Stütze gessenheit unmöglich verkannt werden kann. Die dient. göttliche Gerechtigkeit, welche den Boshaften widersteht, hat den Mächten, von denen die Völker beherrschet werden, bloß eine Besch üz⸗ zer⸗Gewalt eingeräumt. Ueberschreiten sie nun —— ——I 12 Neuntes Capitel. Verhaltnisse nun die ahande der Gerichtsbarkeit ihrer Ein— setzung; so hande in sie wider die natürliche Ord— nung des hochsten Gesetzes, und sind dann wei⸗ ter nichts mehr, als Werkzeuge des allgemeinen Unglücks und ihre⸗ eignen Schädens, welcher jederzeit mit dem Schäden des Publicums ver⸗ bunden ist. Die Gerechtigkeit ist göttlichen We— sens; sie ist unter allen erhabnen Eigensihaften diejenige, deren Strahlen am tiefsten ins mensch⸗ liche Herz dringen und sich demselben aufs festeste einprägen: sie ist die Basis der Regierungs-Ge— walt, und der Bestallungs⸗Titel zu der Herr— schaft der Mächte, die durch das Gesetz, und zu folge des Gesetzes, über die Völker eingesetzt sind, um die Beobachtung des Gesetzes selbst sicher zu stellen; eine verehrungswürdige Anstalt, die, gerade eben darum, desto besser in unserm Verstände zu weilen geneigt ist. Alle Menschen sind von den Gerechtsamen dieser geheiligten Ge— walt unterrichtet; und die Billigkeit ihrer Staats⸗-Verwaltung wird durch die Evidenz, durch das Licht selbst, welches die Menschen er⸗ leuchtet, durch die Schönheit und Würde der wesentlichen Ordnung reguliret, welche die mo— ra liche und physische Verschlimmerung des De⸗ positums, das ihr anvertrauet ist, verbietet. Die Sophistereyen der sind nicht vermögend, diese wesentliche Wahrheit, die al⸗ len Menschen von der höchsten Weisheit einge⸗ haucht ist, und die überall die Wege der göttli⸗ chen Vorsehung, überall die zuvor verordnete Mitwirkung aller, der allgemeinen Ordnung un— terworfenen Ursachen, überall die von frey und verkehrt wirkenden Ursachen herrührenden Ord— nungs⸗Zerstͤhrungen, welche davon abweichen, erkennt, zu verdunkeln. Was ist denn nun, in — Bezie⸗ Wen Whgnd h m hh si hen N ich m Haigte I Hd ihi uug&l Inn d t Ischet Wid 0—0 Rl Re Wi 7 ö W chthit Wl ihh 90 dlkb/ D utts Ilen vn! ly R Wuc sid ir vun dum er N RR N M x Iu f NMs Hsthe a⸗ 4952 u laten Rhstr E scht se xth K der Ausgaben zur Landwirthschaft. 1 Beziehung auf die Menschheit, der physische Ge⸗ genstand dieses erhabnen Gesetzes? Die Lands wirthschaft. Es haben alle Artikel der Landwirthschaft, so wie alle diejenigen, die mit ihr in Beziehung stehen, um so mehr einen nothwendigen und un— bedingten Zusammenhang mit einander, weil die Landwirthschaft selbst zu der wesentlichen Ord— nung der Ursachen gehört, wodurch die Erhal⸗ tung und Fortdauer der menschlichen Gesellschaft gesichert wird. Das Verfahren der Menschen bey der Leitung und den Geschäfften der Land— wirthschaft leidet schlechterdings keine Art von willkührlicher Handlung: alle Entschließungen derer, die damit beschäfftiget sind, dürfen nichts andres seyn, als Anschlöge, die einzig und allein von der Natur abhängen, dieß heißt, solche, die vom recht verständenen Interesse an⸗ gegeben sind. Die Natur der Dinge weist von selbst dem Landwirthe das Verfahren an, bey mi. er in Hinsicht auf den Profit, als seinen nzigen Zweck, am meisten intereßiret ist. An diese Gesetze muß alle oberherrliche Di— rection auf das strengste gebunden seyn, indem diese Gesetze verbindlicher und unbedingter sind, als die Gesetze der Direction selbst: denn ohne vorläufige Beobachtung dieser Grund-Gesetze würde alle Direction in Unordnung und Unge— bühr ausarten. Mit einem Wort, eins von beiden: wenn sich die Regierung ins Landwirth⸗ schafts⸗Wesen mischen wi ill; so thut sie es ent⸗ weder, um dasselbe nach den Gesetzen der Na— tur zu leiten;— in diesem Falle befaßt sie sich mit einer Sorge, die ganz überflüßig ist, und gar leicht schädlich werden kann; überflüßig, sage ich, in so fern, daß die Geschäffte, wenn sie Ryhaad 14 Neuntes Capitel. Verhältnisse N sie von dieser Prätension auf ewig absteht, von h selbst in Schwung kommen werden, ohne daß du sich die Staats⸗Administration damit zu be— 5. mengen braucht;— eine Sorge, die gar leicht ö 26. 5 S‚. ö 4— ln in so fern schädlich werden kann, in wie fern nur E ein Universal-Verstand fähig ist, alle Arten von us 1 Interesse in ihrer Verknüpfung zu übersehn, und solcher Universal-Verstand nur unserm Herrn 150 0 Gott eigen ist, der sich in Absicht auf die Regie⸗ Zän rung der physischen Ursachen auf die Unwandel⸗ barkeit der Gesetze verläßt, die er ihnen aner— b schaffen hat, und die sie unfehlbar befolgen.— ö IIH Oder wenn im Gegentheile die Regeln, welche fi W die Regierung statt der natürlichen Ordnung ein— hm führen will, willkührlich und irrig sind; so kön— u dn nen sie nur dienen, die Organisation zu zerrüt⸗ Hm ten:»dadurch wird denn so gleich die natürliche ihzuh Bewegung gehemmt, und die Menschen werden an N von ihrer eigenthümlichen Thätigkeit abgehälten. Mie Dergleichen vermeyntliche Regeln werden auch Autathawe gar nicht anerkannt, und können keinen Er— Im ui folg haben; denn sie würden, so fern die Men⸗ sosheht schen sie befolgten, alles verderben und sich selbst lizt sch aufheben. Mit einem Worte, die Einführung der Landwirthschafts-Gesetze ist eine Sache, die Iihh, den schwachen Einsichten der Menschen nicht an⸗ Hng d vertrauet werden konnte. Hierinnen ist alles h u vom Urheber der Natur vorgeschrieben; und Inm ö hierinnen beläuft sich alle menschliche Regierung s, Rh —0 auf bloße Manutention. Jeder andre Schritt Wla der regierenden Macht kann zu weiter nichts die— Ruach munz nen, als darinnen Verderbniß, Rauberey, Unter⸗ m, 1201 des Suveräns und seiner Unterthanen anzu— lsfinfte richten. ö ber Moun⸗ Was verstehen wir aber unter der politischen 50 rungs⸗Gewalt, Regierung der Landwirthschaft? Etwan dieje⸗ un nige ö E *8 * der Ausgaben zur Landwirthschaft. 13 nige Regierung, die den gedeihlichsten Erfolg ner sie sich der Landwirthschaft selbst zum Zweck hat, und mripsthoft ver die von den Gesetzen der Natur in sehr enge breitet. Gränzen eingeschränkt ist; oder vielmehr dieje⸗ nige, deren Absicht wäre, die Fiscus⸗Einkünfte des Suveräns durch Beraubung der Benutzungs⸗ Schätze zu vergrößern? Letztere ist so widersin⸗ nig und verkehrt, daß man glauben sollte, sie hätte nun und nimmermehr einen aufgeklärten Minister blenden können, weil es offenbar nicht möglich ist, daß Vermehrung der Steuer mit⸗ telst einer Auflage, welche für die Einkünfte und für die Menschen grundverderblich ist, gelingen könne: denn es ist ein großer Unterschied zwi⸗ schen einer gezwungenen übermäßigen Auflage, die bey dringenden Bedürfnissen unumgänglich nöthig werden kann, und einer grundverberbli⸗ chen, die mittelst einer regellosen Contribution die Radical⸗Schätze des Suveräns und der Unterthanen wegnehmen würde. Mit der er⸗ stern möcht' es wohl, über kurz oder lang, eben so schlecht ablaufen, wie mit der letztern: aber sie läßt sich doch eine Zeitlang aushalten, ohne eine Beraubung zu bewirken; da hingegen letztere nichts ist, als Unglück und Zerstöhrung, die den Gang des Verderbens verdoppeln und die Steuer selbst durch Vernichtung der Quelle alles Ein— kommens vernichten. Sollte es auch wahr seyn, daß dieser Rauberey da oder dort gewisse Völker preisgegeben gewesen wären; so würde doch nun und nimmermehr bewiesen werden kön— nen, daß es den Suveränen gelungen sey, ihre Einkünfte durch ruinöse Auflagen, welche die Landwirthschaft in Verfall stürzen, die Benuz⸗ zungs⸗Schätze wegnehmen und das Einkom— men vernichten, wirklich zu vermehren. Sollte sich die Land⸗ 16 Neuntes Capitel. Verhältnisse W sich ja ein Beyspiel von solcher Unordnung fin⸗ R den; so wird man doch, wenn man die Ein⸗ J fl. nahme und den Schaden dadurch berechnet, daß Halbeble man eine Vergleichung zwischen der regelmäßi⸗ Isch O gen und den Güther-⸗ Einkünften angemessenen ö 1 W Steuer im gedeihlichen Zustand, und einer un⸗ Ihlet R 0 glückschwangern und täuschenden Steuer an⸗ * stellt, und von dieser Steuern Gattung, welche Iht die Einkünfte des Suveräns selbst auffrißt, das 10 damit unzertrennlich verbundene Wieder-aus⸗ u Alsch pumpen abzieht; so wird man, sage ich, nichts n Mf beßres finden, als Einbuße für den Suverän, M Ruin seines Staates, und eine schreckliche Aus⸗ ucti 9e. uht sin sicht in die Zukunft. Also muß man eine Ver⸗ ö wüstung nicht mit einer Regierung vermengen: 0 wir reden hier bloß von der politischen Regierung iici der Landwirthschaft und von deren Verirrungen, e 0 so bald sie sich über die Schranken ausdehnt, 1 welche ihr die Natur vorschreibt; so bald sie un⸗ ö nau. ternimmt, 1) die Cultur und den Producten⸗ nin Handel zu reguliren; 2) so bald sie sich zum n Geschäffte macht, ein widersinniges Gleichges ö e ö wicht zwischen der Landwirthschaft und der In— ö 5 61. dustrie zu unterhalten; 3) so bald sie, in einem ö 00 ö Agricultur⸗Staat, einen Handel mit Waaren e der Hand-Arbeit zum Nachtheile des Handels ö mit Lebens-Mitteln und rohen Materien von an eignem Zuwachse befördert; 4 so bald sie sich hnch anmaaßt, den wechselseitigen Handel mit Le— N. bens-Mitteln und Waaren zwischen ihrem Volk ö ö bl und dem Äuslande, von Regulativen abhöngig Rife zu machen; 5) so bald sie sich herausnimmt, zu uuch entscheiden, ob ein Stück Landes zur Wiese die⸗ x Unn U nen, oder mit Holze, mit Weinstocken, mit ai Maulbeer ⸗Bäumen bepflanzet, oder mit Ge⸗ Hr traide besätt, ob es zur künstlichen Wiese ge— Wal macht,„ W09 ö Alpa **.——————————— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 17 macht, oder zum Rüben-Bau, u. d. gl. genutzt werden soll. In solchem Fall entsteht alsdann unausbleiblich die Folge, daß die ganze ökono- mische Ordnung umgekehrt wird; die Regierung setzt das Interesse, das dem Landwirthe zum Führer dient, aus den Augen, und vergißt, —————— ü—— daß ihre unausführbaren Verordnungen nur ö Trägheit und Zerrüttung erzeugen können. Der ö Landwirth richtet alle seine Ausgaben auf Profit und Absatz; und man darf ja nicht glauben, 14 daß derjenige, der es in seiner Gewalt hat, diese Ausgaben zu machen oder nicht zu machen, V nicht für seinen Theil eben so gut, wie die Re⸗ ö gierung, rechnen und entscheiden sollte; daß er ů ö also, um nicht wider Befehl zu handeln, ganz und gar inne halten, oder sich genöthigt sehn ö werde, seine Plane zu ändern, den Weg, der für ihn am vortheilhaftesten war, zu verlassen, und der Nothwendigkeit nach eigner Wahl nach—⸗ ö zugeben, eine Aenderung entweder mit seiner ö Praxis, oder auch wohl mit seinem Stande ö zu machen, um einem noch größern Uebel aus— ö zuweichen, welches ihn treffen müßte, wenn er zu seinem Schaden, was ihm befohlen ist, thun, und nach dem Belieben des Cabinettes, und gar bald zum Besten des Monopoliums, das Land bauen wollte. Die fünf Stücke,‚ die wir so eben angeden⸗Was für Be— tet haben, betreffen die hauptsächlichsten Nit⸗ Auungende griffe der neumodischen politischen Methode, Ober-Gewalt wodurch die Landwirthschaft bey den gesitteten Wrtölhaft an⸗ Völkern zu Grunde gerichtet wird, und diese Völ— richte. ö ker folglich in Verfall und Verderben gestürzt wer⸗ ů 7 den. Ob wir nun gleich weiter oben schon die Ungereimtheit der mehresten darunter dargethan x ö haben, und die übrigen ihre Stelle noch ander— M. I. P. 2.. B wärts 16 Neuntes Capitel. Verhältnisse wärts finden müssen: so geschieht es doch von Rechts wegen, daß wir sie in dem Capitel von der Landwirthschaft bestreiten; und Wiederho— lungen in so sehr interessanten Dingen können uns schwerlich übel gedeutet werden. 1. Den Anbau der Producte, und den Handel mit Producten zu regu⸗ liren, ist ein Eingriff in die natürliche Ord— nung, den man bey den mehresten Völkern, die in den neuesten Zeiten das Unglück gehabt haben, von der Wuth der Regulir-Sucht ange— steckt zu werden, unternommen, und, was noch schlimmer ist, so gar ins Werk gerichtet hat. Die hauptsächlichste und unseligste Hydra, welche diese Wuth erzeuget hat, heißt Getraide⸗ Policey; ein Wort, das den Völkern, die es kennen gelernt haben, noch nachtheilicher geworden ist, als Pestilenzen, Kriege, Metzeleyen und Pro⸗ scriptionen jemals den Gegenden werden konn⸗ ten, die ihnen zum Schauplatz haben dienen müs⸗ sen, indem daburch noch bey weitem mehr Men⸗ schen umgekommen sind. Dieses Wort deutet an, daß sich die Regierung, und unter ihr die klein⸗ sten Mägistrats⸗Collegien, die geringsten Civil⸗ und Municipal-Beamten, die Ausreiter, die Schaar-Wächter, das schlechteste xumpen⸗Ge— sindel, die Manufactur-Arbeiter, das gemeine Volk, zusammen rottirte Bettler, ja wohl gar die Ratzen, die Ameisen und die Korn-Würmer, der Inspection über den Anbau des unentbehr—⸗ lichsten Productes für die Menschheit, und über den Händel damit angemaaßt haben(D. ö So⸗ () Was den Anbau selbst, und die Wahl der Produete betrifft, welche erbauet werden sollen, so ist mir auber dem Vaterland unsers Autors bis iht WI Gbide Ihrt I 6 0a bindo Ne sfodette fie ushl Ntunct! m armt uosul Waint Wil. DR schg un Rhen Mgliha fih lhg lchucht, d. Ichn, Es W fuftt Wird Raht, N IM IMen Het yy g In mpin i5 ssuul! Miuhyů Rlun her Rn I Han l UU Hleh, lu fiy d lulng 14 6 R der Ausgaben zur Landwirthschaft. 19 So bald einmal dieses ehrenwerthe und kluge Listige Pratex⸗ Departement gestiftet, und so gescheut besetzet losen Derhn⸗ war, so bald fehlte es auch nicht an scheinba- ten des Mono⸗ 8 voliums im ren Gründen, geradehin zu behaupten, daß Getraide⸗Han⸗ das gemeinsame Beste niedrigen Getraide⸗Preis del. erfoderte; und am Ende wurden diese Gründe für entscheidend gehalten: denn eine solche An⸗ stalt macht nothwendig alle Menschen arm. Da nun arme Leute auch leben müssen; so müssen sie wohlfeil zu leben haben.— Nichts in der Welt könnte billiger seyn, wenn es nur ihr Nuz⸗ zen wäre.— Vermöge eines hieraus nothwen— dig folgenden Schlusses mußte nun die Concur⸗ renz gehemmt werden: denn, sagt man, ob die Ausländer gleich nicht viel an Bettler verkau— fen können; so sind sie doch, da sie Geld haben, bedacht, desto mehr Nutzen von den Vettlern zu ziehen. Es ist da, denken sie, ein Land, wo das Getraide gezwungener Weise wohlfeil ver— kaufet wird, und wo es folglich nur arme Lente giebt, die es kaufen. Diesen also müssen wir 2— ihre itzt noch kein ander Land bekannt worden, wo sich die Regierung angemaaßt hätte, dem Eigen thü— mer der Grundfüücke hierüber gesetzliche Vorschrif⸗ ten machen und aufdringen zu wollen; und so weit ist also, meines Wissens, die Tyranney des Desyo⸗ tismus in diesem Stücke noch nirgend gegangen, wie in Frankreich seit des monopoliensüchtigen Klein—⸗ Krämers Colbert Finanz⸗Minister- Amt unter der Regierung der drey letzten Ludwige Was aber den Handel mit Getraid anlangt, so ist lei⸗ der! ganz Europa mit den widersinnigen Grillen ie⸗ nes Klein⸗Krämers angesteckt worden, und hat durch sein unkluges Beyspiel so gar die Mächte der Barbarey mit dem Unsinn angesteckt, daß sie den Ausländern die Erlaubniß, Getraid in ihren Häfen zu laden, zur Begünstigung anrechnen, und sich diese Begünstigung theuer bezahlen lassen. U. —— —— 2 —. ᷣᷓRIFII añ 20. Neuntes Capitel. Verhältnisse I ihre ganze Aerndte wegholen: und wenn sich un dann bey ihnen der Mangel spüren läßt; so kön⸗ up Knen nen wir ihnen solche mit Behutsamkeit wieder zu— W5 Ms führen, und alsdann müssen sie, mögen sie doch iu hsen auch wollen, oder nicht, den Ueberrest von ihren AUliehn! Geräthen verkaufen, um nur Brod zu haben. 18 g Allein die Policey erräth ihre Anschläge, und uhdnde kömmt ihnen damit zuvor, daß sie ein Verbot auf die Ausfuhr des Getraides legt, und hinter— RN her den Handel damit zwischen den Provinzen im Innern des Landes untersagt(. sh In der That, da wir uns bloß vor den sden sch Ausländern hüteten, wurden wir nicht inne, Hnge daß sich die Gränz⸗Provinz mit der, die erst in Kusel der zweyten Linie liegt und an jene stößt, vollig%M in gleichem Falle befinde. Wenn es auf Brod Ih gl ankömmt, heißt es; so kann dabey nicht scharf Rune genug Rh dad I Mi ( Von der seltsamen Tyranney, die Ausfuhr der Pro⸗ ung ducte aus einer Provinz des nämlichen Staates in Wön die andre zu verbieten, oder nur vorsätzlich zu er— 10 schweren, hat bisher außer Frankreich wohl kein an⸗ schraln der Land viel gewubt— das einzige Hungarn aus⸗ duohcht genommen, dem von je her die Ausführ in die deut— sin schen Yrovinzen des Hauses Oestreich aufs gehäßigste est erschweret worden ist.(Man sehe Josephs v. Weinbrenner patriotisch gemeynte Vorschläge, mnittn wie dem gehemmten Ausfuhr-Händel aus den hun— WI garischen und deutschen Provinzen des Hauses Oest⸗ Mihaf ieich aufgeholfen werden köunte; Wien, 1792. 8vo.) Hbrpns Lewer aber begegnen in Ansehung des Getraide Han⸗ Ir dels die Provinzen des deutschen Reichs, oder viel— mehr deren verschiedne Regierungen, ihren Nachba— st He 6 ven in vorkommenden anscheinenden Noth-Fällen ur Mth. noch häufig nicht als freundbrüderlichen Nachbaren, hhn 05 sondern als feindseligen Ausländern— zum gegen— seitigen Schaden aller Einzelnen, und zu immer mnehrerer Entkräftung der sonst so starken und mäch⸗ ligen Connnun des ganzen Reichs. U. E hg — πκìϰ— ses Monopoliums, eine vor der andern, in Sor— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 2r genug zum Rechten gesehen werden, und es giebt dann keinen Einwohner mehr, dem ein so theu— res Interesse nicht am Herzen läge. Die Trup⸗ pen lassen Geld in solchen Provinzen sitzen; es entstehen da Kaufleute oder Monopolisten, wel—⸗ ches ganz einerley ist. Dergleichen Kauftleute würden die Getraide-Vorräthe der innern Pro— vinzen aufschütten: und da ich Administrator dieser Provinz insonderheit bin; so will ich für meine Probinz sorgen. So entstehen dann Ver— bote zwischen Provinz und Provinz; aber nun finden sich in jeder Provinz wiederum Unter-Ab⸗ theilungen in Electionen und Cantone(oder Krais⸗ und Amts⸗Bezirke), die wegen eben die— gen gerathen können und müssen(D. Nun erregt nicht mehr die Regierung, son ⸗Die Angst, wel⸗ dern das Volk erregt Unruh, indem es bey sei holistim pable⸗ nem Mangel mit Recht in Sorgen geräth, und eum erregt, so wenig Geld auf seinen Lebens-Unterhalt zutörderung—1 wenden hat, daß es immer vor dem Tag er⸗nöser Regula⸗ EoE E II. tive wider das schrecken muß, wo ihm sein weniges Geld ganz Monopolum⸗ ausgehn wird. Die Präcautions-Mittel, die es von seinen höhern und niedern Obrigkeiten anwenden sieht, haben es argwöhnisch, und auf unrechte Art sorgsam gemacht. Es schwebt ime mer in Furcht, daß auf dem benachbarten Markte das Getraide fehlen werde: und so bald— in der angränzenden, verstohlner Weise erschöpf⸗ ten Provinz die Preise steigen, widersetzt es sich selbst der Getraid-Ausfuhr aus seinem Cantons⸗ oder Amts⸗Bezirke. Nun erhebt sich das Ge⸗ schrey; das Schrecken bemeistert sich der Gemü⸗ V 3 ther, —* ( Diesem Unsinn hat die Revolution rom J. 1787 ein Ende gemacht. U. 22 Neuntes Capitel. Verhältnisse u ther, und es erfolgt ein Auflaunf. Man klagt, Wch ses und fällt nicht nur die Getraide⸗Händler, son— 0 bn dern auch wohl die Bäcker, die Pachter und die Re Güther-Besitzer an, die nur eine Jahres-Aerndte, in ihren Speichern haben, welche bloß auf den uldet Augenblick wartet, wo sich solche ohne Schaden binnz verkaufen läßt. Man hält das Getraide auf den e Straßen an. Man zwingt die Obrigkeit, regel— shn mäßig einzugreifen, die häusliche Freyheit zu ver— urj letzen, und die Getraide-Böden zu visitiren. Ht u Man häuft öffentlich Schimpf und Schande, Vant Fluch und Verwünschung auf einen jeden, der I u den unglücklichen Einfall gehabt hat, einer NS Waare, die dem Menschen-Geschlechte zur Nah— 1 vöh rung dienen soll, das Gast-Recht angedeihen s zu lassen. ö Eiliufen Zwiefaches Wie kann es nun dem Landwirthe mitten un⸗ III welhhe ter diesem, zur Gewohnheit gediehenen Getüm— Iuther! dem in mel von Schwärmerey und Verblendung ergehn; Iu ut Schmung ge ihm, der zu seiner Arbeit, wie wir erwiesen ha⸗ brachten Mono⸗ Euan polium ent⸗ ben, bloß durch den Verkaufs-Werth der Pro— Indlamt bem der. Pres ducte, die er sich mit schweren Kosten erwirbt, suhn! vinzen, die der die ihm seine dabey gehabten Ausgaben, die* Hungers⸗*. giug 1— ö Noth dreis ge⸗ Zinsen von seinen Auslagen, die Steuer-Lasten, 110v6 geben sind und und den Belauf dessen wieder einbringen sollen, rer, die durch was er, außer und über seinem eignen Lebens— Stoöbrung des Unterhalte, dem Proprietär zu leisten sich ver⸗ ühren Porra⸗ bindlich gemacht hat, aufgemuntert werden then diese in kann? Wenn es itzt, nachdem er seine Fonds halt · Phu. und seine Mühe an die sämmtlichen Arbeiten der unn Cultur und der Aerndte gewändt hat, darauf u ankömmt, daß er mit dem Ersatze, dessen er I dringend bedarf, die Geschäffte wieder von vorn umoh anfangen soll, wozu er nicht einen einzigen suuse y Tag zu verliehren hat; so meldet sich kein hher Mensch, der ihm für seine Waare, so unent⸗ m behr⸗ Hnten der Ausgaben zur Landwirthschaft. 23 behrlich sie auch aller Welt ist, nur einen Kreu⸗ zer zu bieten wagt, weil die Verordnung, als Patroninn der öffentlichen Märkte, verboten hat, auf den Getraide-Böden einzukaufen; weil die Wege mit Mörder-Gruben, für den Getraide-Händler allein, unsicher gemacht sind, da indessen ein andrer, welcher Arsenik ver⸗ führte, nichts zu befürchten hätte. Also mußte denn der Pachter, entweder er selbst, oder seine Knechte mußten ihre Arbeit liegen lassen, und die Waare zu Markte bringen oder schicken. Auf dem Markte nun bot man ihm nur einen Niß⸗Preis, bey dem er Einbuße leiden sollte; und wollte er dafür sein Getraide nicht hinge— ben; so ward ihm dasselbe von unbekannten Einkäufern weggenommen, welche mit dem nie⸗ drigen Preise, der alsdann auf den Märkten gangbar war, über den Kauf-Preis entschie— den; mit dem niedrigen Preise, der aus einem erzwungenen Ueberfluß entstand, weil man den Landleuten aufs nachdrücklichste einschärfte, daß sie ihre Vorräthe nirgend anders, als auf den Märkten, verkaufen sollten, wo auch nicht ein⸗ mal die Concurrenz der Käufer frey war(D. B 4 Indes⸗ (6) Eine solche widersinnige Verordnung ist auber Frankreich wohl nie und nirgend erhöret worden. Ueberhaupt sind die tyrannischen Anstalten zur Un⸗ terdrückung der Landwirthschaft und des landwirth⸗ schaftlichen Interesse nirgend in der Welt grausa⸗ mer gewesen, als in Frankreich seit Colberts krä⸗ mermäßiger Prädileetlon für das vermeyntliche In⸗ teresse der Manufacturen und des Handels. War es daher wohl zu verwundern, daß das platte Land und der Bauerstand die Revolution, so bald sie aus⸗ gebrochen war, nicht bloß annahm, sondern mit Händen und Füßen an sich riß? U. V 24 Neuntes Capitel. Verhältnisse 0 Zusammen⸗ Indessen erleiden die Pachter, die Güther⸗ 10n —— Besitzer, und die Güter unaufhörlich die Wir— ic Fden„ungen solcher öffentlichen Calamitäten; die Fol—* Wahun Lurch da Ge Ge⸗gen davon, und das Verderben, welches daraus 661 traide⸗Mono-entsteht, bleiben; und die verarmten Länder sind ö vahson Higeß werden um so weniger im Stande, Weizen, Fleisch, nübn Wein, und andere gute Producte zu verzehren. ö n. Die Einkünfte sinken; die Proprietäre ziehen sich RN ins Enge; das gemeine Volk entschließt sich, von uch c geringen Producten zu leben; der Aufwand ö W nimmt ab, und nach Maaßgabe dieser Abnahme R geräth denn auch die Landes-Cultur, weil sie ö l durch Miß-Preise und Mangel an Absatze zu 6U Grunde gerichtet wird, immer mehr in Verfall. dit dre Die Benutzungs-Schätze werden zu nichte; mit— Huhunse telmäßige Grundstücke bleiben ungebaut liegen, ef und die besten werden nur schlecht gebaut und dricteb ärmlich genutzt; alles verfällt in die Halbpach— och, K ter⸗Wirthschaft im Kleinen, wird in Absicht auf Ruionen das Einkommen zur Null, und geräth für den uau Staat in Caducität. Auf solche Weise würde.t denn ein fruchtbares, mit dem Thau des Him⸗ Nie Der mels und mit der Fettigkeit der Erde, mit den run und Vortheilen der Lage und den leichtesten Wegen I zum Vertriebe gesegnetes Land, unter den Hän⸗ NRut. den von Einwohnern, die von Natur thätig, IIaht arbeitsam, und über ihr Interesse aufgeklärt sind, Ruk in: ein Land, das durch die Entfernung und Si⸗ Iumeh cherheit seiner Gränzen vor feindlichem Einbruche vn gesichert, gesund, lachend von Natur, und in hnley einem gemäßigten Klima belegen ist, durch die Mlull Proceduren einer widernatürlichen Staats-Ad⸗ Wur ministration versenget. u, Re. Verfängliche Träfe sich bey einer großen Nation der Fall, unsin Dagrenbeitdes daß see, zumal in ihrer Nachbarschaft, eine an— rs delz. n dre 9 dation, die ihr in natürlichen Vorzügen von Ii ** allerley — — der Ausgaben zur Landwirthschaft. 25 allerley Art nicht gleichkäme, sich erhalten, ge— deihen, es ihr in den Künsten des Friedens zu⸗ vorthun, ihr im Kriege furchtbar seyn, und aus einer immer thätigen und blühenden Land⸗ wirthschaft, als der Mutter von dauerhäften und unermeßlichen Einkünften, immer wieder neue Kräfte schöpfen sähe; daß diese Nation die Methode hätte, die Ausfuhr ihres Getraides durch allerley Mittel zu befördern, und daß sie dabey gleichwohl selbst nie Mangel litte: so wür⸗ den bey der, mit Gewalt arm gemachten, Nä⸗ tion endlich doch wohl die Köpfe aufwachen, und es würde sich von allen Seiten das Geschrey nach der Freyheit des Handels erheben. Allein das Gesumse der Insecten, die es einmal gewohnt worden sind, von dem Haufen der überflüßigen Früchte des Monopoliums zu schwelgen, würde doch, in dieser Hinsicht, die Begriffe und Ope— rationen der wackersten Staats-Administrato⸗ ren zu verwirren suchen. Die Collegien, würden manche sagen, denen die Ober⸗-Policey aufgetragen ist, würden sich nun und nimmermehr gefallen lassen, daß man ihnen dieses Stück ihrer Gerichtsbarkeit entzöge. Die Markt-Plätze zum Absatze sind einmal im ganzen Reiche nicht offen genug, daß das Ge— traide frey circuliren könnte. Wäre der unbe⸗ dingte Handel mit Getraide einmal erlaubt; so würden die geldreichen Leute, die itzt ihr Geld heimlich versteckt halten, weil sie kein sicheres Mittel zur Anwendung desselben vor sich sehen, unermeßliche Magazine von einer Waare anle— gen, die über kurz oder lang begierig gesucht werden wird. Ihr verlänget, daß das Getrai— de theuer verkaufet werden soll, damit das ge— meine Volk reich werde. Aber es muß doch mitt— B 5 lerweile 7 ö h 26 Neuntes Capitel. Verhältnisse. hte lerweile, bis es reich wird, zu leben haben: i und wenn es sein Getraid aus dem Lande gehn Indagt sieht; so wird es Aufstand erregen.— Wir bapn + müssen erst ein gutes Jahr abwarten, würden mn andre sagen, damit wir uns versichert halten uchim können, daß das Land reichlich versorget sey. Wi V Soll man denn gleich zu Anfange freye Circula— X tion im Innern, gleich zu Anfange freye Ein⸗— x 6nth fuhr aus fremden Ländern, und nicht zugleich riii auch Ausfuhr gestatten? Würden dadurch nicht„ die Ausländer bereichert, das Geld im Vater⸗. land erschöpfet, und der Fortgang des Verfalles ufti unsrer Landwirthschaft beschleuniget werden?— a Mit einem Worte, man vergrößert die Incon⸗ 6 e venienzien; man giebt vor, es wäre die gefähr— aumt l lichste Operation von der Welt, zur Ordnung uimg zurücke zu kehren, und stürzt dadurch die Obrig⸗ aust keiten von der besten Gesinnung in Unschlüßigkeit voalg und Unthätigkeit— gerade in einem Zeit— weh Puncte, worinnen die Rettung eines Staates Sruc d die kräftigste und dringendste Hülfe erfodert; so ut und in solchen Fällen ist Unschlüßigkeit nicht min⸗ sth so der schädlich, als absolute Unthätigkeit: denn be wenn eine nothwendige und dringende Operation w aufgeschoben wird, schlägt sie sicherlich fehl. uug vr Die flüchtigste Prüfung dieser nichtigen Ein⸗ Issa she würfe würde hinreichend seyn, die Unredlichkeit Iuz wl oder gänzliche Unwissenheit zu zeigen, aus der 11 sie fliehen. Die Collegien thun Recht, wenn sie ö bu hin ihre Gerichtsbarkeit behaupten; wohl zu ver— Freshoh stehn, so fern sie es mit der Ueberzeugung thun, Anathz daß diese Gerichtsbarkeit dem Publicum nützlich s, Iun sey. Wenn aber der Suverän einmal selbst für Wlpma sich und seine Nachfolger urkundlich Verzicht um, auf dieses Stück seiner Regenten-Gewalt gethan fla, hat, weil er es für widernatürlich und verderb— Ralit lich der Ausgaben zur Landwirthschaft. 27 lich erkannte; welcher Gerichts Hof wird es wohl wieder an sich zu ziehen begehren? Die Druiden hatten zu ihrer Zeit ein Recht, Men⸗ schen zum Opfer zu schlachten; die Priester unse⸗ rer Zeiten, die nicht minder eifrig über ihre Ge⸗ rechtsame halten, würden ein solches Opfer mit Abscheu verwerfen. Die Menschen werden im— mer aufgeklärter. Heut zu Tage würden sich die Gerichts⸗Höfe schämen, eine Rechtfertigung durch Zweykampf zu gestatten.— Nun denn! die Getraide-Policey ist noch schädlicher, noch monströser, noch gottloser, in wie fern sie un— endlich mehr Menschen vernichtet, als bie Opfer des Saturnus, des Teutates und der Mexi⸗ caner jemals gethan haben. Sie ist noch wi⸗ dersinniger, als der Richter-Spruch nach dem Ausschlage der Waffen. Entweder bestreite und widerlege man diese schon so vielmals öffentlich, und bisher noch immer ohne öffentlichen Wider⸗ spruch behauptete Wahrheit, oder man richte sich doch darnach. Entscheidet einmal das Ge— setz; so werden die Bewahrer und Ausleger dessel— ben die ersten seyn, die den Wiederhersteller der natürlichen Rechte segnen, und ihm die Huldi⸗ gung der dankbaren Welt darbringen. Sie wissen schon ohne unsre Grundsätze, deren Wen⸗ dung vielleicht etwas Neues an sich hat, deren Entwickelung aber die Einsicht keines einzigen von ihnen übersteigt; sie wissen, sage ich, daß Freyheit die Seele alles Handels, und kein Han⸗ del nöthiger ist, als der Handel mit dem köstlich⸗ sten, unentbehrlichsten Lebens-Mittel: und wer das einmal weis, der weis genug, um Verord— nungen, die dem Getraide-Handel hinderlich fallen, als einen Eingriff in die Rechte der Menschheit zu betrachten. Mit einem Wort, es — —— — —— — — — Andre nichtige Einwürfe. 23 Neuntes Capitel. Verhältnisse es giebt nicht einen einzigen würdigen Policey⸗ Meister, der sich nicht sehnte, seine Gerichts⸗ barkeit in diesem Stück überflüßig werden und ohne Geschäffte zu sehn. Wer einem obrigkeitli— chen Beamten eine andre Denk-Art beymißt, der giebt ihm Pflicht-Vergessenheit schuld. Was die übrigen Einwendungen betrifft, so sind sie nicht einmal einer Antwort werth. Wenn die Markt⸗Plätze zum Absatz im Lande nicht frey sind; können sie wohl dadurch geöffnet wer— den, daß man sie versperrt? Was begehren wir denn sonst, als diese Freyheit? Lasset doch die Getraide-Händler ungehindert paßiren; so wer— den die Straßen gar bald voll von ihnen seyn. Es giebt ja in den entbehrlichsten einzelnen Han⸗ dels ⸗Zweigen überall der Kaufleute und feil⸗ habenden Verkäufer die Menge. Also dürfet ihr auch nicht sorgen, daß es dem nothwendig⸗ sten Handels-Zweige, der am wenigsten Lehr⸗ Jahre nöthig hat, daran fehlen werde. Leute, die Geld haben, werden Magazine halten; und das ist alles, was ich verlange. Wenn die Beutel einmal zum Besten der Landwirthschaft aufgethan werden; so wird sich Grund und Bo— den unerschöpflicher an Schätzen beweisen, als Gold-Bergwerke: und indessen, daß euch euer Territorium doppelte Aerndte im nächsten Jahre bringt, werden euch ausländische Getralde-Vor⸗ räthe, mittelst der Concurrenz, zu gutem Preis in Sicherheit setzen.— Aber das gemeine Volk, meynet ihr, wird ein Geschrey erheben?— und ich sage euch, das wird nicht geschehn. Das arme Volk wird Arbeit und Verdienst finden; es macht überhaupt nicht eher Lärmen, als wenn ihm Lügner und Betrüger, die hinter dem Vor— hange stehen, den Ton angeben. Es wird aber auch I 60 V Iuwüch hunen; x hfte Iich 8 allgt Vnn zu Htdnstt I/ MR Humn eh! dlenEt N shnal Dau s ahvunte M-I Ichat ni⸗ n maliht? frnlich w Cule v Ucht chr del nicht ehemn aun dun U KHitt ih shlantt hß in dn DMl louitt; Iunnn i3 vI — der Ausgaben zur Landwirthschaft. 29 auch keine Noth zu leiden haben: denn wenn die Landwirthe nur wieder Geld in die Hände bekommen; so werden sie auch auf der Stelle ih⸗ re Geschäffte erweitern. Der Ausländer wird, eingeschränkt durch die Concurrenz, den Preis des allgemeinen Märktes wieder bey euch in Gang bringen. Die Güther-Besitzer werden einen Zuwachs an Einkünften bekommen; also werden sie auch mehr Werke der Industrie erkau⸗— fen, und werden den Handwerks- und Arbeits⸗ Leuten ein besser Lohn geben. Die Freyheit wird alles in Schwung bringen, und jedermann wird die schnellen Wirkungen davon empfinden.— Dazu, saget ihr, müssen wir ein gutes Jahr abwarten, in dem wir versichert seyn dürfen, daß das Land gut versorget senß)— Das ge— mahnt mich nicht klüger, als wenn ihr itzt, da der Boden ungebaut läge, vom bloßen Regen reichliche Aerndten erwarten wolltet. Es kann freylich wohl regnen, ohne daß ich mich von der Stelle rege: aber reichliche Aerndten kann es nicht ohne Cultur und guten Preis, ohne Han⸗ del nicht guten Preis, und ohne Freyheit nicht Handel geben. Was ihr ein gutes Jahr nennet, ist bloß eine Stille der Luft, der gewöhnliche Vorbote und Vorläufer eines Sturmes, eine Stockung der Circulation. Das sind aber keine guten Jahre, indem sich die Landleute davor eben so sehr fürchten, als sie solche wünschen. Hätte ich die Wahl: so würde ich gerade ein schlimmes Jahr wählen, alle Wege zu öffnen, weil dieß in der That das einzige Rettungs-Mittel im Mangel ist; weil starke Nachfräge guten Absatz bewirkt; weil guter Absatz den Menschen zur Auf— munterung gereicht und Kaufleute herbeylockt; kurz, weil dieß das einzige Mittel ist, dessen sich —————————— 30 Neuntes Capitel. Verhältnisse sich in Frankreich vormals der große Sülly bediente, das Getraide, dessen Preise durch die bürgerlichen Kriege dermaaßen in Unordnung ge— rathen waren, daß das Land immer häufigen und ausschweifenden Theurungen bloßgestellt war, wieder auf eine stehende Taxe zu bringen. — Ihr wollet vor allen Dingen den Anfang mit der Freyheit im Innern machen? Und wie, unter was für Bedingungen, oder vielmehr, mit was für Einschränkungen? Freylich wird euch wohl das gemeinsame Interesse dergleichen nicht eingeben; desto stärker aber werden sie euch vom Privat-Interesse eingegeben werden: denn mischte sich dieses nicht ein; so würde an keinen Wider— spruch gegen allgemeine Freyheit im Innern, ja nicht einmal im auswärtigen Hädel zu denken seyn. Solltet ihr euch wohl durch diese oder jene blendende Vorstellung, selbst dann noch ab— halten lassen, wann die Finsternisse schon ver⸗ schwunden sind und ihr dem Lichte nachgehn wollet? Wäret ihr wohl geneigt, mit einer in— nerlichen, gemäßigten, veränderlichen und un— gewissen Freyheit anzufangen? Aber wenn ihr so vorsichtig und sorgsam seyd; wie könnet ihr vermeiden, denen, die vor euren Regulativen erschrecken müssen, noch viel mehr Vorsicht und Sorgsämkeit einzuflößen? Wenn ihr damit an⸗ fienget, daß ihr die Erläubniß zu einer völligen Frehheit des Getraide-Handels im Innern des Landes bewilligtet; wie würden die Leute wohl diese halbe Freyheit ansehn, die eben deßwegen, weil sie keine völlige Freyheit wäre, nicht die geringste Wirkung thun, und noch obendrein allerley Inconvenienzien mit sich bringen müßte, welche eines und das andre Regulativ, das euch von neuen Vorurtheilen eingegeben wäre, nach sich —— „* VII asi I⁴ M, Ve! ah bt I., sch aleen, tteht ⸗ t der n Nt shti Hrnid u cht, 1 dy α E o habt latt, fufen sel UI undet! Vnn di! clchen i ls dis! och 11⁴ f lufn: uuut laste i, Rhn kun Wlet iy ihtg dur Wn⸗ Uhchat ARul der Ausgaben zur Landwirthschaft. 32 fich ziehen würde? Was ist nicht alles von einem so schwankenden Gange zu befürchten? In der That, wie meynet ihr wohl, daß die Provinzen an der Gränze, zum Beyspiel, einwilligen wer— den, sich zum Besten der innern Provinzen zu entblößen, wenn sie keine Hoffnung haben, mittelst einer wechselseitigen Handels-Freyheit mit den Ausländern im Noth-Fäll etwas von ihren Nachbaren zu bekommen?— Wir geben zu, saget ihr, daß im Noth-Fall ausländisches Getraid ins Land kommen darf; aber wir wol— len nicht, daß unser Getraid ohne Sach-Kennt— niß ausgeführt werde. Das sind ja schon herr— liche Einschränkungen für beiderley Fälle! Allein wo habet ihr wohl Märkte gesehen, auf denen die Leute zwar einkaufen dürfen, aber nicht ver— kaufen sollen? Doch ich will einmal annehmen, daß dergleichen monströse Sache möglich wäre; so werdet doch nur einmal mit euch selbst einig. Wenn die Rede von verarbeiteten Waären, von niedlichen kutzen Waären und andern Armselig— keiten ist, die weiter keinen Profit einbringen, als das Arbeits-Lohn der Fabricanten; alsdann möchtet ihr, nach den Gebräuchen eurer Mer— cantil⸗-Politik, an die Ausländer lieber von al— lem verkäufen, nur aber nichts von ihnen ein— kaufen: so bald hingegen die Frage von dem Product ist, welches zum Verkauf am unentbehr— lichsten ist, weil es hundert Pro-Cente Profit geben kann; ändert ihr euer System: alsdann wollet ihr es zwar von ihnen einkaufen, aber nichts davon an sie verkaufen. Wohlan, tretet aus eurem Elend heraus; so werden sich die Bertler ⸗Bekümmernisse für euch verliehren. Reiche Leute schweben nicht in der Furcht, daß sie Mangel an Brode leiden werden. Seyd doch endlich —— — 36 Neuntes Capitel. Verhältnisse endlich einmal bedacht, Menschen zu werden' Alle Kriegs⸗Listen der Lebensmittel-Policey schaf— fen kein sicher Brod. Das wisset ihr selbst; und jedermann weis es so gut, wie ihr: nur der Handel verschafft es; aber die Kriegs⸗-Listen des Monopoliums vernichten das Brod und den Handel. Mithin ist nur völlige Handels-Frey— heit vermögend, der Ungleichheit der Aerndten in den verschiednen Ländern zu begegnen. Dessen ungeachtet würde uns eure Policey diesen öffent⸗ lichen Dienst untersagen. Allein die mächtige Hand des Ackermannes soll nicht bloß Brod, son⸗ dern, wie ich euch schon gesagt habe, sie muß auch Einkünfte für die Städte, sie muß Künste, Handwerke, Besoldungen, sie muß Gold, Silber, Zinn, Gewürze, Edelgesteine, Pelzwerke, Thee, Caf⸗ fee, Zucker, Indigo, Rhabarber, Cassia, Man- na, Gummi, und so mancherley andre auslän⸗ dische Waaren; sie muß Tempel, Paläste, Schif— fe, Armeen, Obrigkeiten, Fürsten, und Tu⸗ genden säen.— Ja, Tugenden, sag' ich. Wenn ihr solchen und so nichts-sagenden Einwürfen nachzugeben die Miene hättet; so würde uns eure Beurtheilungs-Kraft am wenigsten gegen den Ungrund und die Ungereimtheit derselben sicher setzen. Aber was für Schwierigkeiten würden euch wohl Einhalt zu thun vermögen? Etwan ein Ueberrest von jenen herrschenden Vor— urtheilen, die euch von einer ausschweifenden Vorliebe zu den Lurus-Manufacturen unter den Fuß gegeben würden, welche für den Staat und für sie selbst so verderblich durch den blinden und ruinosen Schutz geworden sind, der ihnen, wie wir im folgenden Capitel darthun werden, zu der Zeit bewilliget worden ist, wo die Mer— cantil⸗Seuche ganz Fränkreich verheerte? Ob — Aun Ashaftb⸗ 3N N mfin de Unbidt nisen ab dum de fir sin Nos Viftin Ruchenn Chite 4 N. uung au sillen, f H suun sther u d ssein dan sn H Uxschn aun hat: naht reht x fir s echuß Hamstan der Ausgaben zur Landwirthschaft. 33 Ob nun wohl das Getraide unter allen Land— wirthschafts-Artikeln gerade derjenige ist, wel⸗ chem die Regulir-Sucht den mehresten Schaden zugefügt hat, indem er der unentbehrlichste, der ausgebreitetste, von der natürlichen Ordnung am meisten abhängige ist, und daher dem Monopo⸗ lium das weitläufigste und anziehendste Feld für seine Speculationen darbietet; so hat doch das Monopolium auch keinen einzigen von den Artikeln verschonet, die es von sich abhängig machen konnte: und noch immer werden in der Sphäre des Monopoliums oder der Erpressung die Regulative unter dem Vorwande, die Ord⸗ nung aufrecht zu halten oder sie wieder herzu— stellen, erfunden und vervielfältiget. Einem jedem steht es frey, Hunde und Katzen, so viel ihm beliebt, zu halten und zu füttern; und noch ist man nicht auf den Einfall gekommen, Auf⸗ seher zu bestellen, welche die Einwöhner nöthig— ten, ihre Hunde und Katzen bey der Obrigkeit zu melden und sie mustern zu lassen. Wäre die Katze ein unumgänglich nöthiges Thier; so wür— de sie in diesen Regulativen nicht vergessen wor— den seyn: wenn aber die Menschen dieses Arti— kels wegen beunruhiget werden sollten; so könn— ten wohl Fallstricke und Ratten-Pulver die Stel— le desselben vertreten. Mit den Stuttereyen hin⸗ gegen hat es eine andre Bewändtniß; diese sind nicht zu entbehren, und das Privat-Interesse reizt die Menschen von selbst auf das stärkste, da— für zu sorgen. Hieraus hat man denn auch den Schluß gezogen, daß letztere gar füglich zum Gegenstand eines Regulativs dienen könnten. Der gemeinsame Dienst einer Nation erfodert Pferde von allerley Art; und die Pferde-Züch— ter finden ihren Gewinn bey allen Pferden, die W. A. P. 2. B. C sie Er schlichene Gegenstände der Regulative, welche das Mo⸗ nopolium an sich reiht. Ruinöse Auf⸗ sicht über die Stuttereyon. 34 Neuntes Capitel. Verhältnisse 10 sie ziehen, mögen doch dieselben seyn, von wel— Haen cher Art sie wollen. Hiervon müssen wir die wͤthur Vermehrung derselben erwarten; und die Ver— inne mehrung liefert denn auch die auserlesensten Ar— 5e ten. Interesse und Freyheit befördern diese Ver⸗ sche. mehrung.— Aber man wird die Nothwendig— R der keit vorwenden, bloß schöne Racen zushaben; ⸗ih und von alle dem wird das Resultat kein andres Zustin de seyn, als daß dieser Artikel, der vom Anfang die Menl an mit allen den Kosten belastet wird, die zur Rhu ue Unterhaltung der Werkzeuge des Regulativs be— bicnak i stimmet sind, denen, die sich mit der Pferde— d des D Zucht beschäfftigen, den Profit zuschanden ma— d dervrl chen, und daß, zu folge dessen, die Zucht in allbet x Verfäll gerathen und eingehn muß. Je mehr gurtmn st alsdann die Klaue fühlt, daß ihr die Beute ent— Hubzrüstt. schlüpfen will, desto hitziger wird sie zugreifen, aon de um sie festzuhalten. Nun kömmt denn das Mo⸗ is Sit nopolium, als Bruder und treuer Begleiter des M ut Regulativs, auch an die Reihe; nun kommen Unfsrmlichkeit und Privilegien über die Zucht-⸗ Har unt Hengste, und eine ärgerliche Parteylichkeit bey ncht wni den Musterungen auf; es kommen Contributio⸗ gche nen, Geschenke an die ganze Zauberer-Gilde auf, KH. und es wird so arg verfahren werden, daß man Ar Hiw, weiter nichts mehr zu sehn bekommt, als einige iunchhe elende Kracken— in einem Lande, welches vor— ünhih diesem so fruchtbar an dieser allernützlichsten und 6 4 nöthigsten Zucht gewesen ist; und daß sich der ½½ Staat, der ihrer unermeßlich viele für seine Y N. m i shin Truppen und Armeen bräucht, so wie die Pri— vat-Leute, welche Liebhaber von Pferden sind, + genöthigt sehen, sie aus fremden Ländern holen—1 zu lassen. 1 Nicht auf diese Art, sondern vielmehr durch ein ganz entgegen-gesetztes Verfähren ist es einer reichen W der Ausgaben zur Landwirthschaft. 35 reichen Nation, welcher die Natur die Mittel versaget hatte, schöne Racen zu Hause erziehen zu können(, glücklich gelungen, durch eben die⸗ ses Gewerbe selbst die stärksten Summen in ihr Land zu ziehen. Sie hat den Geschmack am Wett⸗— Rennen der Pferde befördert; sie hat den Gü⸗ ther⸗Besitzer, den Eigenthümer der Weiden und Triften bey dem Wohlstand erhalten, der ihm die Mittel in die Hände gab, treffliche Zucht— Hengste aus allen Ländern anzuschaffen. Dieser Geschmack ist bis zur Wuth getrieben worden, und diese Wuth ist zum Vortheile des Publicums und der Privat⸗Leute ausgeschlagen. Man hat erlebet, daß einige Güther-Besitzer zusammen⸗ getreten sind, und mit einander ein Fahrzeug ausgerüstet haben, welches bestimmet war, einen Sklaven des maroccanischen Kaisers, den sie auf ihre Seite gebracht hatten, damit er ein Paar Pferde aus der Stuterey dieses Fürsten entführ— te, aufzunehmen und abzuholen. Diese beiden Thiere machten in Einem Zuge einen Weg von nicht weniger als 50 Stunden weit, und kamen glücklich an Ort und Stelle. Der Henast brach— te denen, die ihn gestohlen hatten, nach Abzug aller Kosten, nah an die 80,000 Franken ein; und wer eine Stutte von ihm belegen lassen woll⸗— te, mußte für den Liebes-Dienst nicht weniger als 25 Guineen() bezahlen. Unterdessen aber, daß ein solcher Aufwand gemacht wird, um zu schönen Pferden zu kommen, steht doch immer einem jeden frey, einheimische Klepper, oder andre geringe Pferde aufzuziehen, wie er es für gut und nützlich befindet; zumal in einem C 2 Lande, ) Den Englädern. ö u. () Nah an 160 Rihlr. Conv, Geldes. U. 1 ** —— ————————————— ————.—— S———— ——.———...— 2——————————— **—...———9— ——— —.—.— — —. 36 Neuntes Capitel. Verhältnisse aa Lande, wo eine reiche Landwirthschaft eine star⸗ I. ke Fortpflanzung von Pferden erfodert. Frey— W heit und Immunität sind die besten Staats⸗-Ad⸗ Wn Sh ministratoren, so wie Privat-Nutzen der sicher— H wge ste Wegweiser für die Menschen ist. Dieß ist 0 Hahun eine bekannte Sache, die jedermann weis; und u Vuu⸗ mir bleibt hierbey weiter kein Verdienst, als daß Walinn ich sie hier niederschreibe.— Aber freylich, was ö umm N sollte dann wohl aus den Herren General⸗ und Is Privat⸗ Inspectoren, und aus dem ganzen Hee— re der Regulativs-Creaturen werden? Und so nach müssen wir es wohl dabey bewenden lassen, umiid daß das Last-Thier unter der Bürde umkömmt, N oder daß wir ihm die Last, unter der es erliegt, gulher abnehmen(52* ö Auch* chat u ů Eullete )„Man hatte in Frankreich ehedem“, sagt Le⸗ fln: Trosne(im Lehrbegriff der Staats-Ordnung S. Alh 73 f.)»Zucht⸗Heugste und Mutter⸗Pferde, und u u hatte deren viel mehrere, als man ihrer heut zu Iu. Tage hat; man zos auch Pferde von jederley Größe mi und zu jederley Gebrauch auf, bevor die Stutte- ö 3* reyen-Volicey Zwangs- und Verbots-Gesetze über die Erzielung dieser nöthigen Thiere ertheilte. Die Franche-Comté, zum Exempel, war in dem Besitz, einen großen Theil der Remonte-Pferde, und viel dergleichen Thiere zum Ackerbau zu liefern; und die Frucht von der Inspection, die man neuerlich darüber zu bestellen für gut befunden hat, ist keine andre gewesen, als diese: die Besiz⸗ zer von Stutten sind dermaaßen belästiget worden, An daß der beste Entschluß, den sie fassen konnten, kein IU andrer war, als keine Stutten mehr zu halten*. 1 Ungefähr wie die Bauern da, wo sie in Deutschland u ungemessen frohnen müssen, wie sie bespannt sind, unt an wo möglich die Pferde gar abschaffen, und ihre Fel—⸗ er der lieber ums Lohn pflügen lassen, oder sie allen⸗ Wcche falls mit Kühen ackern, um nur der unerträglichen ncs Pferde„Frohne überhobhen zu seyn.)„Daher hat ö Auhn manche Hanu, Gesetze lhellte. dem ferde/ fern; „die unden Besi⸗ orden, kein ten&. hland sind/ Fel⸗ ollen⸗ lichen r hat anche —————.———— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 37 Auch das Holz ist für die Augen des Mo⸗ nopoliums ein Haupt-Artikel geworden. Es mußten Schiffe gebaut, Häuser und andere Ge⸗ bäude aufgeführt, es mußte für die Feuerung und Heizung der Städte, der Privat-Leute, der Brau⸗Pfannen, der Färbe-Kessel, der Werkstätten zu allerley Läuterung und Verfeine⸗ rung in Manufacturen und Fabriken u. s. w. gesorgt werden. Nun wäre es viel zu kurz ge⸗ 3 wesen, manche Gegend, die vordiesem jährlich funfzehn hun⸗ dert Pferde lieferte, seitdem nicht hundert mehr her— gegeben. Zum wenigsten standen die Sachen damals so, als der Graf von Laubersack, ein Mann voller Redlichkelt und Einsicht, nach selbigen Gegenden ge⸗ schickt ward, Erkundigung über den Zustand der Stuttereyen einzuziehen. Ueberhaupt kann es nicht sehlen: der Anschlag, den man gemacht hatte, nichts als feine Pferde zu Zucht⸗Heugsten zu haben“, (den unser Mirabeau oben im Terte vor Augen hatte,)„und jedweden Eigenthümer von Stutten zu zwingen, daß er diese bloß von dem Zucht⸗Hengste belegen lassen muß, dessen Gestalt gerade zu der Gestalt der Stutte paßt, mußte zweyerley große llu⸗ gelegenheiten nach sich ziehen. Die eine bestand dar⸗ innen, daß zum Fracht Fuhrwesen, und so gar zum Pfluge starke und schwere Pferde erfoderlich sind, lan denen es von der Zeit des seltsamen Regulativs an immer mehr und mehr sehlte;)„da man hingegen bloß feine Pferde zu erzielen suchte, als wenn nur Pferde von einerley Art gebrauchet würden. Die andre war diese: es ist nicht möglich, daß alle Stut⸗ ten von Einer Gestalt sich mit dem Zucht Hengste paaren ließen. Nun mußten aber aus der Vermi⸗ schung eines feinen Zucht ⸗Hengstes mit Stutten von jeder Art von Wuchs und Gestalt nicht selten übel gebildete Pferde herauskommen. Aber so wollte man es besser, als die Natur, machen, und in die Werke der Natur eine Einförmigkeit, die sie nicht annimmt, ejinführen“.— U. ———— 38 Neuntes Capitel. Verhältnisse Wern de wesen, das ganz natürliche Räsonnement zu ma— 1 chen: wir wollen den Verkaufs-Werth des Hol— U zes lassen, wie er ist, und wollen dabey weiter Raunn 3. dane. nichts thun, als daß wir bloß die Wege zum Absatze bahnen und frey machen, damit der M htr danz Preis, den der Käufer dafür geben würde, ufhe nicht unter Weges auf den Straßen hängen i:h bleibe, sondern vielmehr den Eigenthümern zum 4.0 Profit gereiche: so werden wir gar bald sehn, Rusfa daß die Güther⸗Besitzer auf ihren geringern Län— hunt:N dereyen Holz ansäen, ihr junges Gehau umgra—. ben, einschließen und ausputzen. Die reichsten IuN·MN Landeigner werden es sich zum Vergnügen ma— Reen e) chen, Holzungen, so wohl wegen der Anmuth vibde und des edlen Ansehens, welches diese Art von Iuun( Eigenthum hat, zu unterhalten, als um eine en guten Birne für den Durst, oder sonst eine gelegentli— Iit hunm che Hülfe zu haben. Man wird die Ränder der c, N Straßen mit Baum⸗ Pflanzungen besetzen: und Ich de v wenn da oder dort jemand seine Holzung ab— Hathen treibt; so wird er es bloß darum thun, weil er Rn ude versichert ist, daß er aus seinem Grund und Run Hau Boden mehr Nutzen ziehen könne, wenn er ihn I1 Vit auf eine andre Art baut, und daß er uns folglich eine andre Gattung von Producten liefern wer— de, welche einträglicher, und überhaupt besser 0½ d zur Cultur angewandt ist. Die mehresten aber werden mit einer Art von Eigenthume, die nicht viel Unterhaltung und Kosten erfodert, und noch weniger Unfällen unterworfen ist, zufrieden seyn, und werden sich recht viel auf ihre Holzungen zu Gute thun. Wenn das Holz viel gilt; so werden die Verwüstungen desselben ohnehin aus Nothwen— digkeit unterbleiben: man wird sich angelegen seyn lassen, Torf, Stein-Kohlen und andre, für uns in der Erde vergräbene, und unsern Nach⸗ ö e—— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 39 Nachbaren so nützliche Schätze ausfindig zu ma⸗ chen; und dieser neue Schatz wird zur Versor⸗ gung unsrer Kessel, unsrer Schmelz-⸗-Oefen, u. s. w. dienen. Eine solche Manier, zu räsonniren, wäre ganz einfach gewesen; eine solche Art, zu verfahren, würde gedeihlich seyn: aber dabey würde denn freylich das theure Regulativ nichts zu thun haben. Viel schöner wird in seinen Au⸗ gen seyn, die Besitzer um die vornehmsten Eigen⸗ thums⸗Rechte, die aus der Freyheit fließen, zu bringen; es wird sich für verbunden achten, Ober⸗ Forst⸗Aemter, Wasser⸗ und Waldungs⸗-Kam⸗ mern(5, Wildmeister-Aemter, Advocaten, An⸗ wälde, Bewahrer von Anweisungs-Häm⸗ mern(6*), u. s. w. zu bestellen, lauter Leute von gutem Appetit, bekleidet mit Aemtern, die mit baärem Gelde gekauft() sind, und mit Rechten, die der Sache zur Last werden— ohne noch die unerlaubten Sporteln zu rechnen, die bey einem Volke, welches ohnehin oben und un⸗ ten und auf allen Seiten ausgesogen wird, ei⸗ nen Haupt-Artikel ausmachen. Das wird denn die Wirkung thun, daß man künftighin keine C 4 Wal⸗ (*) Chambres d'Eaux et Foréts. () Gardes-Marteaux.— Mit Hämmern pflegten vor der Revolution in Frankreich die verkauften Däu⸗ me gezeichnet zu werden. u. ( Por der Revolution wurden bekanutlich in Frank⸗ reich alle, große und kleine Aemter, wenn sie auch noch so klein waren, verkaufet; und die Finanz⸗ Miniter errichteten, bey jeder noch so geringen Ver⸗ anlossung, der Aemter die Menge, um durch Ver⸗ kauf derselben neue Einkünfte in den immer hungri— gen und nie ersättigten königlichen Schatz, der von allen Seiten bestohlen und beräubet wurde, zu bringen. U. ———*** * ꝗFAꝗACIIIIIIIII‚III‚I‚I‚‚.— — Widersinnige und schadliche Inspectionen über den Han—⸗ del mit den Produeten der Landwirth⸗— schaft und der Industrie, zur Beförderung eines ver⸗ 40 Neuntes Capitel. Verhältnisse Waldungen mehr zu sehn bekömmt; daß, wenn man ja noch in den nächsten Gegenden um die Hauptstadt her Bäume pflanzt, sonst überall die Holzungen eingehen; daß die Güther-Besitzer selbst die Abnahme ihrer Holzungen beschleuni⸗ gen, um sich der ruinösen Gerichtsbarkeit des Forst-Amtes zu entziehen, und auf eingereich— tes Ansuchen und zu Protokolle genommene Be⸗ sichtigung die Erläubniß zum völligen Abtrei— ben zu erlangen: denn dem einmal irre gemach— ten Gemüthe wird dergleichen Ausrodung, die Vorläuferinn der Auswänderung, noch als die letzte Hebungs-Quelle eines nothleidenden Vol⸗ kes erscheinen. Sollte man nicht an den Wein-Bergen, und an so vielen andern, minder beträchtlichen, aber diesem Nagen durchgängig ausgesetzten Gegenständen, der Natur nach, die unscligen Folgen haben sehn können, die aus der Grille entstehen, die Cultur der Producte und den Handel damit reguliren zu wol⸗ len? Die Gränzen eines Werkes, das nicht weitliufig werden darf, verbieten uns, mehr dergleichen Gegenstände einzeln vorzunehmen; und überdieß sind auch die Wege der Natur ein— förmig, allgemein, und erstrecken sich über alles. Sind wir aber einmal über die Grundsätze ein⸗ verstanden; so werden wir sie auch auf alle Arti⸗ kel ohne Unterschied anwendbar finden. 2. Wenn sich die Handels⸗Inspec⸗ toren angelegen seyn lassen, ein widersinniges Gleichgewicht zwischen Landwirthschaft und Industrie zu un⸗ terhalten; so besteht dieses Gleichgewicht nur darinnen, daß zwischen dem Preise der Lebens— Mittel, die zur Consumtion der Arbeiter dienen sollen, — * XI 11 0 uum v en W nihsehge uun sscht Nz sef n He aal l Etudum Ahl, de W Dnhe. Iust n nun ichtt Iet I bersh WN Wde du 6 2 àfn m m gna v o u deh, it, N. Dher alt lit, au Muidef lMsia, I Iinstinir der Ausgaben'zur Landwirthschaft. 4 sollen, und dem Preise, den sie durch Erleich, meyntlichen terung des Absatzes aus ihren Kunstwerken zie— be, Aenbes hen können, ein Ebenmaaß erhalten werden soll: zwischen diesen und der Zweck dieser Speculation, der um so halten ge in mühseliger zu erreichen steht, je weniger er ei⸗ soll. nen sichern Ruhe Punct haben kann, ist bloß, daß sie sich bey dem Privilegium der Manufactu⸗ ren behaupten wollen. Damit wir uns mit ein⸗ mal von diesem vergeblichen und ermüdenden Studium losmachen, und den Mißbrauch so wohl, als die Inconvenienzien desselben in der Kürze übersehn können, dürfen wir, wie in je⸗ der andern Laufbahn, nur auf die Natur der Dinge zurücke gehn, den Fundamental-Punet in unserm Kopfe festsetzen, und dann von die⸗ sem Punct ausgehn, ohne ihn jemals aus dem Gesichte zu lassen. Alle Güter kommen aus der Erde; der Han⸗ del verschafft ihnen die Reichthums-Eigenschaft, und die Industrie richtet sie zum Gebrauche des Handels zu. Dieß ist die genealogische Reihe der Gegenstände menschlicher Arbeit. Dieß macht der Landwirthschaft den Handel, und dem Händel die Industrie nothwendig. Kömmt es nun bey dieser Lage der Dinge darauf an, daß zwischen diesen drey Dingen ein Richtmaaß gezogen werden soll; so fragt sich, aus wel⸗ chem von diesen Puncten muß es gezogen wer— den, entweder aus dem, der allein vermögend ist, die andern zum Wachsthume zu befördern, oder aus denen, die, gebohren zur Abhängig⸗ keit, nur durch Verlust wieder zu ihrem Maaße zurückeführen können? Wo soll man den Baum ö begießen, an der Wurzel, oder an den Aesten? Der ganze Zweck der ökonomischen Staats-Ad⸗ ministration muß, glaub' ich, keinhandrer seyn, —— als 42 Neuntes Capitel. Verhältnisse als Vermehrung der Schätze zu befördern. Die— ses kann nicht anders geschehn, als durch Ver— mehrung der Producte von eignem Zuwachse, die allein vermögend sind, uns zu bereichern, und uns zwar so weit zu bereichern, als die Früchte den Vetrag der Kosten übersteigen. Diese Vermehrung kann, wie wir erwiesen haben, bloß aus dem guten Preise der Lebens⸗Mittel ent⸗ stehn. Also lasset uns doch einzig und allein nach diesem Ziele streben. Dieß ist das Maaß, das wahre, das einzige Maaß; und damit ist die Sache gethan.— Scheinbare Aber gerade damit, wird man sagen, erstik— Diees erkwuu⸗et ihr die Industrie, indem ihr derselben ihre geue und rui⸗ Profite entziehet. Ihr räumet ein, daß sie nö⸗ Uht. hs sey, und gebet zu, daß sie einer Menge von Arbeitern den Lebens-Unterhalt verschaffe, durch deren Consumtion euer Territorium bele— bet wird: das würde aber nur eine überflüßige Consumtion, und einer Verbrennung der Lebens— Mittel gleich seyn, wenn die Arbeits⸗Löhne die⸗ ser Leute nicht von den Ausländern bezahlet wür— den; das werden aber diese überdrüßig wer— den, und werden euch dadurch, daß sie selbst Fabricanten werden, um die Kundschaft brin⸗ gen, wenn der hohe Preis der Consumtion der Arbeiter auf den Preis eurer Waaren geschlagen wird, und diese ihnen dann viel zu hoch zu stehn kommen.— Da gerathen wir abermals wieder auf die Profite der Industrie von den Auslän⸗ dern, und auf den politischen Plan, den Aus⸗ ländern die Hände zu binden, damit sie uns da⸗ für bezahlen, daß wir ihnen ein Trink⸗Geld geben. Ich habe diesen Artikel schon im Vor— beygehn ziemlich stark berühret, und werde ihn in dem Capitel von der Industrie noch näher in Betrach⸗ Artehtun uch, 1 R Gahe thhu! N ve M vrthj miß shaft um eie Ittt de In det ut e huch a 0 f 1„ U I hen HAU W der Ausgaben zur Landwirthschaft. 43 Betrachtung ziehen. Vor der Hand begnüge ich mich, zu sagen, daß der Urheber der Natur, da er uns hienieden auf die Erde setzte, dabey nie die Absicht gehabt hat, daß das Menschen— Geschlecht mit seiner Industrie sollte Genuß und Nutzen haben, ohne zu arbeiten. Der wenig— sten Arbeit ist von der Natur auch der wenigste Profit zugestanden. Der größten Arbeit ist auch der größte Profit zugestanden. So lautet der Text, und es ist dieses das unveränderliche Ge— setz der Natur und ihres Urhebers. Dieses vor— ausgesetzt, lasset uns nunmehr zusehn, welcher von unsern beiden streitenden Theilen, der Land⸗ wirthschaft und der Industrie, wohl die gesetz— mäßigste Foderung mache. Die Landwirth— schaft fodert einen stärkern Profit; aber bloß, um eine desto stärkere Arbeit zu verrichten, und unter der ausdrücklichen Bedingung, daß sie ei— nen desto stärkern Ertrag geben will. Sie will nicht allein selbst mehr arbeiten, sondern will auch allen Andern, dem Handel, der Industrie, und so gar der Landwirthschaft ihrer Nachba— ren, mehr zu thun geben, als sie bisher zu thun hatten: denn ihr ist daran gelegen, daß ihre Nachbaren im Stande seyn sollen, zu kau— fen. Sie hat Concurrenz, gemeinsame Markt— Plätze, und beständigen Genuß der Consumtion ihrer Lebens-Mittel so wohl außer Landes, als zu Hause nöthig. Sie verlangt jedoch bloß den gemeinschaftlichen Preis der Märkte in Europa; und je reicher ihre Nachbaren sind, je mehr sie verzehren und kaufen, desto besser wird es ihr selbst in allen Stücken ergehn. Die Industrie hingegen nimmt bloß Rücksicht auf Profit, und einzig und allein auf ihren Profit. Sie will wohl mehr arbeiten; aber nur unter der Bedin⸗ gung, 44 Neuntes Capitel. Verhaltnisse gung, daß sie davon desto mehr Profit habe: und da sie wohl einsieht, daß ihre Geschäffte beschrän⸗ ket sind; so begehrt sie vor allen Dingen, daß auf alle Weise die Concurrenz Andrer gehindert werden soll, und veranlaßt, so gut sie immer kann, Tyranney. Dieser auszeichnende Punct kann schon allein zu Entscheidnng der Frage die— nen. Bereichert also nur die Landwirthschaft; erweitert sie, und condenstret die Industrie da⸗ durch, daß ihr sie nöthiget, sich anzugreifen, um ihren Profit zu Hause zu finden. Wenn ich sage, condensiret sie; so ist die Meynung nicht, euch zu rathen, daß ihr im mindesten da— zu mitwirken solltet: nein, es bedarf dazu weiter nichts, als daß ihr die natürliche Ordnung wir— ken lasset; daran hangen das ganze Gesetz und die Propheten der Staats-Administration. Die Indu— strie soll zu thun haben; aber nur nach Maaßgabe der Einkünfte der Nation. Diese Einkünfte können zur Erweiterung der Industrie gereichen; aber alle Industrie ist nicht vermögend, die Einkünfte auf Kosten der Einkünfte zu vergröͤßern. Untersuchet nur, erörtert und rechnet, wie ihr wollet; alle eure Untersuchungen werden und müssen euch am Ende auf diese Wahrheiten führen. Das gänze unermeßliche Detail der gewöhnlichen und im⸗ mer abgängigen Consumtion bezieht sich zuför— derst auf die Industrie der Gegend. Kein Mensch läßt sich einfallen, seine Schuhe in Pe— rigord, wo das Paar nur einen halben Laub— thaler kostet, zu bestellen, um sie in Paris zu tragen, wo es mit einem ganzen Laubthaler bezahlet wird. In der Folge wird sich die In⸗ dustrie wohl von selbst bis zu Meisterstücken em⸗ porschwingen, weil dann die Mittel, Meister⸗ werke zu bezählen, da seyn, und sich dann auch wohl H bl Wbt Rahla Iir Det hurmn V. Miß diN r sur X stl urch N Junlt: uht R , Iunft aleg Mattl sig d lchten Mht durin das 10 WI REhiß Htd⸗ Iin it bahn vit uu gere IN lskr x gh Vstn. Rubnt ic 40 der Aus gaben zur Landwirthschaft. 45 wohl Liebhaber finden werden, welche sie gern bezahlen. Bey einem reichen Volke giebt es für Werke der HandArbeit gar keinen gang⸗ baren Preis, sondern es wird da alles nach Maaßgabe der Vortrefflichkeit eines Werkes und der Phantasie des Käufers geschätzt: und müsset ihr ja noch auf eure Wuth zurücke kommen, den Ausländern das Fett abzuschöpfen; so könnet ihr sie wohl mehr durch die Liebhaberey, als durch das Bedürfniß, locken: denn was diesen Punct anlangt, so findet ein jeder, was er braucht, in seiner Heimath; oder er kann doch, was ihm abgeht, auf mancherley Art ersetzen. Kehren wir hingegen die natürliche Ordnung um, und suchen die Landwirthschaft im Eben— maaße mit den Consumtionen der Industrie zu halten; so wird letztere den Preis der Lebens— Mittel nie niedrig genug finden. Je mehr in⸗ dessen die Lebens-Mittel an ihrer Valuta ver— liehren, desto niedriger wird und muß auch das Arbeits⸗Lohn werden: denn es ist eine un— veränderliche und ganz natürliche Regel, daß das Arbeits⸗Lohn sich immer nach dem Preise der⸗ bens-Mittel richten muß. Verringerung des Preises der Lebens⸗Mittel ist Verringerung an Schätzen im Staat, ist Verringerung am Ar⸗ beits-Lohne, Verringerung am guten Auskom⸗— men für den Arbeiter; das alles ist erwiesen und berechnet. In was für Einrichtungen würden wir uns stürzen! Mageres Arbeits-Lohn, ma— gere Arbeit und schlechte Dienste! Die guten Ar⸗ beiter werden uns sitzen lassen, und anderwärts hin gehn, wo sie größere Vortheile zu finden wissen. Mit ihnen werden uns die währe Su— periorität der Hand-Arbeit, und der eigent— liche Absatz entgehn. Unsre Manufacturen wer— 5 den F ERIIIR. 2 46 Neuntes Capitel. Verhältnisse den von Tage zu Tage mehr in Verfall gerathen, und unsre Fabricanten werden uns dadurch, daß sie sich durch schlechte, überhin gesudelte Arbeit zu helfen suchen, um den Credit bringen. Woll— tet ihr nun an dem Preise der Lebens Mittel von eignem Zuwachse verliehren, um nur, wenn das möglich wäre, die Profite der Industrie in ihrem Handel mit dem Auslände zu vermehren; so fragt sich, ob dieser einzelne Gegenstand, durch den euer Erbtheil zu nichte gemacht wird, wohl vermögend seyn würde, die Nation für eine allgemeine Einbuße zu entschädigen, die sich über die ganze Masse der Consumtion von Pro—⸗ ducten erstreckt, aus der doch eure Einkünfte er— wachsen? Also lasset doch ja den Gedanken von einem solchen phantastischen Ebenmaaß auf im— mer schwinden; die natürliche Ordnung giebt selbst das Ebenmaaß. Seyd ihr nur bedächt, die Landwirthschaft in guten Zustand zu setzen, sie darinnen zu erhalten, und ihre Profite zu verstärken. Je mehr ihr diesen HauptArtikel verstärket, desto mehr werdet ihr dadurch ma— chen, daß alle andern Artikel mittelst des Auf⸗ wändes reicher Güther-Besitzer in blühende Um— stände kommen. Erweiterung 3. Wenn sich in einem Agricultur⸗ In Kabaaren Staate die Regierung angelegenseyn der Hand⸗Ar⸗läßt, einen Handel mit Waaren der kbeile des Han⸗Hand⸗Arbeit, zum Nachtheile des dels mit den Handels mit Lebens⸗Mitteln und ro⸗ Landwiih⸗ ben Materialien von eignem Zuwach— schaft. se, zu befordern; so ist dieß eine falsche Rechnung, die aus einem Mißgriffe fließt, von dem ich mit Schonung zu reden genöthigt bin(9. Ein () NB. weil der Herr Verfasser in seinem ältern Werke, LAmi des Hommes, selbst in diesen 2* —— II wü W yff uih Hlers, Fufis NIM . II 0 un. M R. 1 E luut Ra uu ilt ů en . U M. Rn ss W Hs Herhe imi. U um Ne + Irsn frun sr Hu n 1 Aw. Nre 60 600 H der Ausgaben zur Landwirthschaft. 47 Ein gewisser Mann, vor dem ich mich keines Vorzugs anmaaßen kann, hat zuerst diesen Miß⸗ griff gethan. Er hatte in dem Werke Can⸗ tillon's, eines mächtigen und viel⸗ umfassenden Kopfes, dem aber die rechten Grundsätze ent⸗ gangen waren(D, gelesen oder zu lesen geglaubt, Nanu⸗ gefallen war, den er aber hier sehr gründlich be⸗ richtigt. U. () Wer dieser Cantillon war, weis ich nicht zu sagen. Unser Autor charakterisirt ihn(im ten Ca⸗ pitel des isten Theiles seines Ami des Hommes pag. 120.) als den einsichtsvollesten Schriftsteller in der vorliegenden Materie, den er vor der Erfin⸗ dung des physiokratischen Systems kannte, und be— klagt nur, daß unter dem Haufen von Schriften, welche die Mode seiner Zeiten über diese Materie erzeugte, das Werk dieses Mannes nicht, wenig— stens in Frankreich nicht, bekannt genug gewor⸗ den sey. Dieses Werk ist, wie Mirabeau sagt, nur der hundertste Theil von den Schrifien dieses berühmten Mannes,(den doch weder Jöcher noch Adelung kennen) welche durch einen eben so son⸗ derbaren, als unglücklichen Zufall mit dem Ver—⸗ fasser verlohren gegangen sind. Das Werk selbst, von dem die Rede ist, führt den Titel eines Versuchs über das Wesen des Handels überhaupt. Es ist aber dasselbe bloß ein ver⸗ stümmeltes Buch, in wie fern daran das Supple⸗ ment fehlt, auf welches der Verfasser seinen Le— ser zum öftern verweist, und worinnen er alle seine Rechnungen vorlegte. Er selbst hatte nur den ersten Theil davon aus der Englischen Sprache, worinnen es ursprünglich abgefaßt war, zum Gebrauch eines guten Freundes in die französische übersetzet; und aus die⸗ ser Handschrift ist dasselbe, über zwanzig Jahr nach dem Tode des Verfassers, abgedruckt worden.— Ob das Original dieses Essai sur la Nature du Com- merce en général,(traduit de l'Anglois. à Londres, chez Sletcher Gyles, dans Holborn, 1756. kl. 8vo.) iemals 4 10 43 Neuntes Capitel. Verhältnisse Manufacturen müßten den Zweck haben, die ö m Producte der Ausländer, zum Tausche für unsre I verarbeiteten Waaren, ins Land zu ziehen, da⸗ n mit diese Producte zur Consumtion eines Ueber⸗ siut 10 schusses von Bevölkerung über diejenige Bevöl⸗ Msa kerungs-Masse dienen könnten, welche das Ter⸗ anl ri⸗ Iagte d ö zhent jemals gedruckt worden sey, habe ich, nach vieler Isel, beßhalb angewandten Mühe, nicht erfahren, also Fea noch weniger dasselbe habhaft werden können. Iu . Ueberhaupt haben die Gegner der physiokratischen ue Lehre, und darunter insonderheit die Englischen, WIst namentlich der berufne Arthur Young, bald erg anfangs dem Erfnder und den ersten Verbreitern* derselben schuld gegeben, sie hätten die ersten Grund⸗ V Begriffe ihres Systems aus den Schriften der drey Goß: Englander, John Locke, Sir Matthias Dek⸗ Hdn ker und Cantilon,(dessen Name wohl eher stu einen Franzosen, als einen Engländer anzukündi⸗ ae gen scheinen sollte,) geschöpft, und es habe also das Vls darauf vom Dr. Quesnay gebaute System wenig⸗ Lrbeig stens nicht den Werth der Neuheit— welches, N vod auch als buchstäblich wahr angenommen, seinem mora⸗ Ihn lischen, politischen und ökonomischen Werthe wohl nicht viel benehmen möchte. In der That kommen Wi in Locke's Consideratiens on the Consequences of Auhi the lowering of Interest, and raising the Value o Amnunn Money,(London 1695 8vo), in Decker's Essay on ö Rih, the Causes of the Decline of the foreign Trade, con- ö hm sequently of the Value of the Lands of Britain, and 5 n on the Means to restore both,(London, ad. Edition, fulc 1750, Izmo), und in Cantillon's schon gedachtem Essai sur la Nature du Commerce en général, viele ö Grund-⸗Begriffe der Physiokratie vor: aber zu dem 2 zusammenhängenden Regierungs Staatswirthschafts— 0 Steuer und Finanz System, welches Quesnay auf ll diese Grund-Begriffe gebaut hat,(auf die er viel⸗ shos leicht eben so natürlich gekommen ist, wie diese un g Schriftsteller) findet sich doch bey keinen von allen 100 dreyen nur die entfernteste Anlage.— Runn Wenn* V der Ausgaben zur Landwirthschaft. 49 ritorium allein ernähret haben würde. Unser Mann, der damals ein stärker Bevölkerungs— Verfechter war, faßte diesen Gedanken auf, und hätte lieber auf alle Wildlinge seines Cantons anufacturen gepfropft. Was noch mehr ist, er predigte so gar freywillige Enthaltung, und sagte einem jeden, der sich eine Mahlzeit ent⸗ ziehen würde, um sie seinem Nachbar zu über— lassen, Ablaß zu. Zu gutem Glücke noch traf er auf seinem Wege einen andern Propheten, der ihn umlenkte und wieder auf den rechten Weg brachte, welchen er auch seitdem nicht wieder verlassen hat. Dabey bleibt er denn; und so müssen wir's auch machen. ö Was nennt man denn verarbeitete Waaren? Gewiß nichts andres, als Werke von Menschen— Händen. Wohl! so begehrt die Landwirth— schaft vor der Hand bloß als Manufactur an⸗ gesehen zu seyn; und das kann ihr doch nicht verweigert werden. Unter den drey Stücken, die bey einer Manufactur in Betrachtung zu ziehen sind, und die in dem Preise des rohen Materials, in dem Preise des Lohnes für die Arbeits⸗Leute, und in dem Preise, den die Meynung des Käufers auf den Werth der Waa— re setzt, bestehen, gereicht zuverläßig nur das dritte zum Gewinn oder reinen Ertrag: aber freylich zu einem reinen Ertrage lediglich für den Han⸗ Wenn übrigens der Schriftsteller, von dem un⸗ ser Autor oben im Texte sagt, daß er aus Can⸗ tillon's Werke die von ihm erwähnten Ideen ge⸗ schöpft zu hahen glaubte, nicht der Herr Marquis von Mirabeau selbst(in seinem Ami des Hom- mes war; so muß ich gestehn, daß ich ihn meinen Lesern nicht namhaft zu machen weis. U, WM. L. P. 2. B. D 50 Neuntes Capitel. Verhältnisse Ry Handelsmann. Diese drey Stücke finden wir e bey der Landwirthschaft ebenfalls: Preis der in N ö jährlichen Auslagen, Preis des Unterhaltes für Wnl den Landwirth, und endlich reinen Ertrag, aus Raasheh dem das Einkommen erwächst; reinen Ertrag ö W für den Suverän, die Güther-Besitzer und den hit Zehndten. Auf beiderley Seiten macht der ö u. reine Ertrag den Profit vom Absatz aus; und* aus diesem Gesichts-Puncte läßt sich auch ein 90 Agricultur⸗Staat als kaufmännischer Staat be⸗ trachten. Nun aber belehrt die natürliche Ord⸗ 165 nung jeden Kaufmann, daß er hauptsächlich Ab⸗ 0— satz in dem zu machen suchen müsse, woran am—12 meisten zu gewinnen ist. Nun kömmt es also einzig I und allein darauf an, daß wir unter den bei⸗ n derley Gegenständen den zu erwählen wissen, für Hn den wir uns erklären, und zu dem wir uns ent⸗ 40 schließen sollen; es kömmt, sage ich, darauf I dun an, daß wir das auszeichnen, woran am mei⸗ 01 sien zu gewinnen ist. Nun frage ich nur, ob 60 dieses noch etwas problematisches sey? Wie nd hn viel Manufacturen würden wohl erfoderlich hug u seyn, die jährlich aus der Erde wieder aufleben⸗ den Producte, und den reinen Ertrag aufzuwie— sld 3 gen, den die Erde giebt, um Einkünfte, einen Ahn Staat, und den Lebens-Unterhalt einer Nation duntt zu gründen? Mit einem Worte, kann wohl bei⸗ des mit einander in Vergleichung kommen? Für hen K das eine arbeitet die Natur; das andre erwar— veut tet alles lediglich von der Kunst und dem Ar— de beits⸗Lohne. Kurz, schon die bloße Frage 1 würde ein Gespötte seyn. Also haltet euch doch 4 an den reellen und unermeßlichen Profit, und icels lasset die Nachlese denen, welchen die Vorsehung Alteln das wahre Eigenthum der Ouelle aller Schätz Uulnn ur ö versaget hat. Befördert den Handel mit Lebens⸗ Ulitne Mit⸗ I v ——— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 51 Mitteln und rohen Producten von eignem Zu⸗ wachse, der euch einen Vortheil von hundert Pro-⸗Centen einbringt, indeß er zugleich allen Menschen den Lebens-Unterhalt gewährt: denn selbst der Handel mit Waaren der Hand-Arbeit kann nicht weiter gehn, als der Handel mit Le— bens-Mitteln reicht.— ö Aber kann man denn nicht außerdem, wer— det ihr sagen, ohne dem Händel der Lebens— Mittel von eignem Zuwachse zu nahe zu treten, auch mit dem besten Erfolge den Handel mit Waaren der Hand-Arbeit befördern und erwei— tern?— Was kann man alsdann wohl beßres thun, ihn zu befördern und zu erweitern, als daß man die Leute, die sich damit abgeben, un— gehindert thun läßt, was sie für gut befin— den?— Das kömmt denn auf unser General— Axioma heraus, die Dinge ihren Gang für sich allein, dieß heißt, nach der natürlichen Ord— nung hingehn zu lassen, welcher sie, in Bezie— hung auf einander und auf den größten Vor— theil des menschlichen Geschlechts, unterworfen sind. Dann rechnet der Eigennutz; und die Rechnung thut den Ausschlag über eine unver— änderliche Ordnung, die euch der Müh über— hebt, eine Ordnung von eurem Machwerk einzu⸗ führen, die nur so weit taugen könnte, als sie die nämliche wäre; nur so weit, als sie sich nach den in der Rechnung erwiesenen Realitäten rich⸗ tete. — 4. Wenn man sich anmaaßt, de Widersinnige wechselseitigen Handel mit Lebens bommehhrlter Mitteln und Waaren zwischen seinentigen Ausfuhr⸗ Nation und den Ausländern von Re⸗ gulativen abhängig zu machen; so ist dieses der Trennungs-Punct zwischen den ge— — 2 sittes andel. ö 52 Neuntes Capitel. Verhältnisse I sitteten Völkern, und der Grund zu dem heim⸗ ift lichen Kriege, von dem ich schon oben erwiesen aulhe habe, daß er grausamer und anhaltender sey, uslih⸗ als förmliche, offenbare Feindseligkeiten. Bloß wmd de der kaufmännische Heißhunger hat diese schreck⸗ 10 schn! liche Plage über den Erdkrais gebracht. Die harached erste Regung dessen, der etwas zu verkaufen hat, leben, ist die Begierde, den vortheilhaftesten Absatz zu HIIU machen. Die zweyte, die als ein Anhang zur ren d ersten gehört, ist die Begierde, seine Concurren⸗ Id H Er ten zu verdrängen. Selbst in den Zeiten der shlt ud Unwissenheit verstanden die Kaufleute schon die I e dut Kunst, sich die Begünstigung der Regierungen shist u zu erkaufen; in den Zeiten der Verfeinerung bashaffn aber verbanden sie mit ihrer antiken und noch I Hnn probatern Methode so gar Sophistereyen, mit fI NB denen sie alle Welt auf ihre Seite zu bringen sth wußten. Die Regierung begriff ohne Schwie— bhblde M rigkeit, wie leicht es war, all den Tribut, den Iu Nuthe ihr das Kaufmanns⸗Gewerbe vormals für ihre fißteumn Begünstigung bewilliget hatte, in bestimmte Ab⸗ De Nune gaben und regelmäßige Vorschüsse zu verwan⸗ wudd, deln. Die Güther-Besitzer, die so gern ver⸗, um kaufen und so gern kaufen, und denen der In⸗ ã6F stinet die Meynung eingab, alles, was dem Lun an N Handel abgenommen würde, gereiche den Län⸗ unfe dereyen zum Ersparnisse; die Städte, die ihre Wühn Haus⸗Miethen, u. d. gl. im Preise steigen sa— Ftht hen; endlich auch der Pöbel, den der Handel zu m Nu seinen Diensten braucht; kurz, Niemand von ssitht. allen erkannte die Seite, von welcher der Han— Il b ö del wahrhaftig nützlich für jedermann ist, wie Kuf ö fern er den Producten zur Reichthums-Eigen⸗ ⁷ schaft verhilft, und die Einkünfte sicher stellt, inn durch deren Vertheilung alles in Gang gebracht nnn und im Gang erhalten wird. Dieser Begriff ist 64.—, viel arihs der Ausgaben zur Landwirthschaft. 33 viel zu einfach, als daß der Mensch, den ein unglücklicher, angebohrner Dünkel immer dem Künstlich⸗zusammen⸗gesetzten, dem Ausstudir⸗ ten und dem Wunderbären geneigt macht, da⸗ bey stehn bleiben sollte. Gleichwohl wär' es hinreichend gewesen, lediglich dabey stehn zu bleiben, um einzusehn, daß jedweder Handels— mann ohne Unterschied, er möchte einheimisch oder ein Ausländer seyn, dem nämlichen Dienst, und der Ersparniß an dem Lohne, der ihm be— zahlet wird, Genüge thun könne; und daß der eine so gut, wie der andere, tauge, die Gesell⸗ schaft zu beleben, und das Natürlich-Gute zu beschaffen; daß dieses Gute nach Maaßgabe der Concurrenz zunehme; daß auf den Vor⸗ theil des Kaufmannes nur in so fern Rück⸗ sicht zu nehmen sey, in wie fern er den Vor⸗ theil der Nation befördert; daß man immer nur den Vortheil der Producte, aus denen die Ein⸗ künfte erwachsen, vor Augen haben müsse; daß die Reproducten, die zum Verkauf ausgeboten werden, bloß durch die Concurrenz derer, die darauf bieten, im Preise steigen können; und daß man unter diesen Bietern nicht etwan den Einen ein Vorrecht vor den Andern einräumen, sondern sie vielmehr sammt und sonders nur durch die anziehenden Kräfte der Billigkeit und der Freyheit herbeylocken dürfe, und dabey zu kei⸗ ner Zeit vergessen müsse, daß der Handel wech⸗ selseitig sey; daß er verkaufe und kaufe, und daß alle Staats⸗Bürger ebenfalls Verkäufer und Käufer seyen; daß sie in diesem Sinn alle⸗ sammt Handels⸗Leute oder Mit-Negocianten vermöge einer gegenseitigen Concurrenz zwischen händelnden Mitbürgern oder Ausländern ohne Unterschied seyen; daß daher beide, die einen D 3 wie üð;hhbbud:llee* 74 Neuntes Capitel. Verhällnisse wie die andern, um so mehr Ursach haben, ein—⸗ ander keinen Eintrag zu thun, und ihren ganzen Verkauf, so wie ihren ganzen Einkauf gegenseitig zu begünstigen; daß hierinnen ganz eigentlich das negotium suum agere bestehe; daß, mit einem Worte, der Kaufmann, der nur einkauft, um wieder zu verkaufen, bloß eine thätige Mit— tels⸗-Person rbey ihrem Handel sey; daß er ih— nen um so mehr lästig werde, je stärker das Lohn ist, welches er für seine Dienste fodert; daß seine lohnsüchtige Beschäfftigung weder Vater⸗ land, noch Mitbürger kenne, und daß ihn da⸗ her auch weder das Vaterland, noch die Bür⸗ ger desselben für einen patriotischen Mitbürger, so wenig wie für einen Ausländer, erkennen dür— fen; daß dergleichen Prädilectionen überhaupt für den Handel ganz heterogen, und für Agri— cultur⸗Völker ohne allen Nutzen seyen; dieß heißt, für solche Völker, die, nach der Strenge zu reden, die wahren Verkäufer und die wahren Käufer, kurz, allesammt wahre Mit-Negocian— ten sind: denn dieß sind die Völker unter sich selbst; und zwar entweder geradezu durch sich selbst, oder durch Vermittelung der Kaufleute oder lohnsüchtigen Handels-Agenten, die, wie gesagt, nur einkaufen, um wieder zu verkaufen. Was diese Leute anlangt, so haben die Völker deren insgemein so viele unter sich, als es ihr Land verträgt; und sie können auch diese wechselseitige Uebereinkunft nicht anders über— schreiten, als auf ihre Kosten und zum Nach⸗ theile des natürlichsten und einträglichsten Gan— ges ihres Handels. Bloß aus Mangel an die— sem ganz einfachen Räsonnement hat man sich be⸗ reden lassen, der einheimische Kaufmann wäre der Freund, und der ausländische Händelsmann der xficbi d and u mmschs! hiffe na aadetg i unsign Haen tunsiht ght Iup sel nahtiz he I d det her Iun sr Rucke vio wuanat H Nalrider Handell Dun Miio, Een thn se 1gahn, Fmin s lshumnze Kufrat uu sh u bhupmn numsaten Muntbehrig M I Huuttn, o i He a der Ausgaben zur Landwirthschaft. 55 der Feind; der eine machte den Staat reich, und der andre machte ihn arm; und folglich müßte man sich's zum politischen und ökonomischen Ge⸗ schäffte machen, den einen zu fördern, und den andern zu hemmen, den Mit-Unterthan zu be⸗ günstigen, und den Fremdling zu drücken. Hiermit war denn dieses herrliche Principium eingeführt und befestiget: indem es aber in den gelehrten Köpfen keimte, widerstanden den Wir— kungen solcher neumodischen Wissenschaft zwey mächtig herrschende, obwohl sehr verschieden— artige Triebräder. Diese zwey Triebräder wa— ren 1) die natürliche Ordnung, und 2) der Heißhunger des Fiscus. Die na⸗ türliche Ordnung, die der vollständigen Wir— kung jeder Ungerechtigkeit mit größtem Nach— drucke widersteht, und bey der es einmal für allemal beschlossen ist, daß die Menschen nur durch Verbrüderung, nur durch gemeinsame Mit⸗ Handelschaft gedeihen sollen; die natürliche Ordnung, sage ich, will entscheidend, daß eine Nation, welche die Concurrenz ihrer Nachba— ren von sich stößt, isolirt seyn, und einer Fami⸗ lie gleichen soll, die eine Feindinn aller andern Familien ist. Der patriotische, oder sich patrio⸗ tisch nennende Kaufmann sucht die ausländischen Kaufleute nur in der Absicht zu verdrängen, um sich bey dem Monopolium über die Nation zu behaupten. Nun sind aber Verkehr und Com- municationen zum Dienste für das Publicum unentbehrlich: wollen wir uns aber bey denselben in dem Verhältnisse gegen unsre Nachbaren be— haupten; so müssen wir sie ihnen auch in dem Verhältnisse gegen uns zugestehn. In Absicht auf den Handel sind uns unsre Nachbaren eben so unentbehrlich, als wir es ihnen sind: woll— D 4 len ———5—*— * 56 Neuntes Capitel. Verhältnisse ten wir demnach mit ihnen nicht gänzlich bre— chen; so mußten wir uns diesen wechselseitigen Gang, wenigstens einiger Maaßen, gefallen lassen. Nächstdem widersteht auch der Fiscus, der seine Gerechtsame gern beybehalten, und sie, so viel möglich, erweitern will, mittelbarer Weise den ausschließlichen Absichten der Han— dels⸗Leute, und thut daher, was er kann, um einen ganz entgegen-gesetzten Effect zu bewir— ken: denn da er vom ausländischen Handels⸗ Manne keine Einwohner-Abgabe zu erheben hat, und damit nur den Einheimischen belasten kann; so vergrößert er die Factur und die Spesen des letztern mit alle dem, was er ihm hierinnen ab⸗ nimmt, und veranlaßt folglich dadurch die Con⸗ currenz, oder doch wenigstens den Schleich-Han— del der Ausländer. Da nun alles im Han⸗ del dem, der das meiste und beste anbietet, zu Gebote steht; so kann der Handels-Mann, der unter dem Regimente des Fiscus steht, nichts er⸗ kaufen: denn er kauft doch immer nur ein, um am Wieder⸗ Verkaufe zu gewinnen. Gewinn aber kann er nur erst nach Abzuge seiner gehab— ten Spesen rechnen; und bey diesen, durch die Steuer gehäuften Spesen findet der Wieder— Verkäufer seine Rechnung nicht mehr, so bald ein andrer, mit Spesen minder gedrückter Kauf⸗ mann die nämliche Waare wohlfeiler zu Markte bringen kann. Die natürliche Folge von diesem häufigen Gegen⸗-einander⸗-streiten war zuförderst, daß man den ausländischen Handels⸗Mann belastete, damit er empfände, wie nachtheilich es wäre, nicht Einwohner zu seyn; nächstdem, daß man ihn willkührlich belastete, um ihn mit unserm inn⸗ I adiche I hu Rolith U Mfe Rodule RN itt tai en de 1 val st Ruol gel am hute n Manv dehtrdin un filt siche UM senaf s Un Mue yn, de ihn uf Hanm. I sl Launn giht vr MWuu u x nn Y. nachscht Yn I Mast Wapcttunge Aulinder, vm flih finn. der Ausgaben zur Landwirthschaft. 57 innländischen Handels-Manne, welcher der Fi⸗ nanz ohnehin wohl haften muß, auf den Fuß der Gleichheit zu setzen; und dann, daß man ihn dreyfach belastete, damit er nicht mit seinen Producten den unsrigen den Vorsprung abgewin⸗ nen mochte. Alle dergleichen Ueberlasten finden, so bald sie nur vorgeschlagen werden, auf Sei⸗ ten der Regierung um so weniger Widerspruch, weil sie dem Fistus, dem Anscheine nach, zum Nutzen gereichen. Indessen sind sie alle zusam⸗ men lauter Vermehrung der Spesen, wodurch der Landes-Ertrag, und das Einkommen der Nation und des Suveräns auf zwiefache Weise degradiret werden. Diese Art von Deteriora⸗ tion fällt also doppelt auf die Nation zurück, die solche Spesen fodert; sie trägt also allein an dem, was sie verkauft, und an dem, was sie einkauft, die Deterioration, an der sie schuld ist: denn es ist immer gewiß, daß ein Handels⸗ Mann, er mag nun Einwohner oder Ausländer seyn, seine Spesen und jede Steuer, die man ihm auflegt, im voraus wegnimmt, ohne seinem Gewinn Abbruch zu thun. Mithin bezahlt die Nation selbst die Steuer, die sie auf die Güter und Waaren legt, welche bey ihr aus- und ein⸗ geführt werden; und zwar bezahlt sie bey dieser Besteurungs⸗Art das Vierfache: gleichwohl wird doch diese unsinnige Deterioration in we— niger Zeit zwischen den verschiednen Völkern wechselseitig. In der That, nirgend in der Welt leiden die Menschen leicht Unrecht, ohne das Wieder— vergeltungs⸗-Recht auszuüben. Sehen nun die Ausländer, daß ihnen in den Höfen ihrer Nach⸗ baren so feindselig mitgespielt wird; so vergelten sie ihnen zu Hause Gleiches mit Gleichem: als⸗ D 7 dann ——— —————— — 58 Neuntes Capitel. Verhältnisse dann findet das wahre Kaufhandels⸗Gewerbe weiter nicht mehr Statt, als unter den Benen— nungen von verbotenem und Schleich- Handel oder Contrebande; und nun ent⸗ steht gar bald zwischen den Völkern eine Art von Cartel oder Fehde-Brief, in kraft dessen es, gleichsam mittelst öffentlicher Abrede, erlaubt ist, diejenigen, die den einen und den andern in die Hände fallen, um die Wette zu schinden. Auf solche Weise degradirt jeder Theil seinen eignen Landes⸗Ertrag, um seinem Nachbar wehzuthun; und in dieser Laufbahn widernatürlicher Verirrun⸗ gen wird die Nation, die dem Absatz ihrer Lebens— Mittel den mehresten Schaden thut, am ersten er— schöpfet. In der That finden die Völker, welche eine durchaus, oder doch halb-kaufmännische Ver— fassung haben, immer noch einige Rettungs— Mittel in der Ferne, wie auch in der haushäl— tigen Einrichtung ihrer Schiffahrt, u. s. w. Da aber das hauptsächlichste Unglück zuförderst den Ertrag trifft; so empfinden die mächtigen Agri— cultur⸗Völker den Schlag in der Nähe und un— mittelbar, verfallen in der Geschwindigkeit, und sinken gar bald in Kraftlosigkeit. Wie nun die— ses Unglück nach und nach immer mehr und mehr fühlbar wird, so wird auch immer der rui— nöse Fiscus mehr und mehr lästig, indem er sich gezwungen sieht, von Tage zu Tage mit größe— rer Schärfe die Abgaben einzutreiben und die Tarife zu erhöhen; seinen Handel durch das an— gebliche Hülfs-Mittel zu ersticken, daß er die Ausländer belasten müsse, um das Gleichgewicht mit ihnen halten zu können; hierdurch die De— gradation der Producte und die Vernichtung der Einkünfte und der Staats-Kräfte zu vermeh⸗ ren, I 1 1I M alln Diser sih o ad Wllicheh W UU. ⸗Enn Idchne unt; A Nlt, di kelachtr 0b 9 5 H-UUL uu dn stehen! Une thitg u stht. d witd,A E Ing! In geiß a lichr vude. A difen Eit cprwitdg durch! Is Hin nunm M —————— der Ausgaben zur Landwirthschaft 39 ren, und in diesem fehlerhaften Cirkel bis zur gänzlichen Erlöschung zu beharren. Dieser Herrschaft von Unglücksfällen, wel⸗ che sich auf widersinnige Principien gründet, wird anders kein Ende werden, als wenn die weltlichen Mächte zur Basis ihrer Politik die un⸗ veränderliche Wahrheit annehmen, daß keine Nation anders, als nach Maaßgabe ihres Lan⸗ des⸗Ertrages, wahrhaftig reich sey; daß sie ohne Verkaufs⸗Werth keinen Landes-⸗ Ertrag, und ohne Handel keinen Verkaufs-Werth haben könne; daß es folglich das Interesse Aller erfo⸗ dere, dem Handel die Wege auf alle Weise zu erleichtern; daß es hierzu kein besser Mittel gebe, als den Handel frey zu lassen und frey zu machen, ohne ihn auf irgend eine Art zu besteuern,— nach dem Beyspiele der Frey⸗ Häfen und freyen Meß⸗Plätze; daß aber dieses einzi⸗ ge Wort alles blühen, und alles auf eine Art thätig mache, welche alle Welt in Erstaunen setzt. Die erste Nation, die den Einfall haben wird, handels-frey zu seyn, wird die Bewun⸗ derung ihrer Nachbaren durch ihren Wohlstand erregen. Alsdann wird das Beyspiel vom Gu— ten gewiß eben so geschwind befolget werden, als bisher das Beyspiel vom Bösen befolget wurde. Mithin wird der erste Fürst, der in diesem Stücke das Signal zu Wieder⸗Einfüh⸗ rung der natürlichen Ordnung giebt, der Sa— lomo und Herkules seines Jahrhunderts, der ehrwürdige Wiederhersteller ihrer Macht und der durch die unselige Seuche des Zoll-Mäuth— Accise⸗ Licent⸗ und Handelsverbots⸗Wesens zer⸗ rütteten Menschheit seyn. 5. Wenn GRA—————.—— * V 606 Neuntes Capitel. Verhältniss Ausschweifen⸗ 5. Wenn man sich anmaaßt, be— I—.— ů ö über die Rurfehlsmaßig zu entscheiden, ob ein zung der Grundstück zur Wiese dienen, oder Grundsücke. mit Holze, mit WVein⸗Reben, mit Maulbeer⸗Bäumen bepflanzet, oder ob es mit Getraide besäet, zur künst⸗ lichen Wiese, oder zum Rüben⸗Bau, u. s. w. genutzt werden soll; so sieht der verirrte Wanderer die Abgründe sich vor sei⸗ nen Schritten häufen. Aus dem Verderben, welches aus der falsch⸗ gepriesenen Einsicht ent⸗ standen ist, erwächst der Einfluß der falsch⸗ ge⸗ priesenen Einsicht und des ganz ausnehmend verderblichen Regiments. Je mehr Mühe sich die Regierung giebt, die natürliche Ordnung zu vereiteln, dieß heißt, ihr entgegen zu handeln, desto fühlbarer werden die Unordnung und die Riedergeschlagenheit; und dann meynt die Re— gierung desto mehr verbunden zu seyn, für alles zu sorgen, und belädet sich mit Bemühungen und Policey-Aesten, die ihr aller Augenblicke unter den Händen brechen. Die Folge von den gehäuften Verirrungen, die ich oben aus einan— der gesetzt habe, war keine andre, als daß man bey den Agricultur-Völkern den Anhau der Lände⸗ reyen binnen weniger Zeit in Verfall gerathen sah. Diese Deterioration zog dann alle die mannichfaltigen Inconvenienzien nach sich, die aus der Armuth entstehen. Nun wurden meh— rere von diesen Inconvenienzien gewissen phan⸗ tastischen, und bloß den herrschenden Vorurthei⸗— len angepaßten Ursachen beygemessen; aber es fanden sich deren auch andre, die so sichtbarlich der Sache selbst anklebten, daß es nicht möglich war, sie zu verkennen und die Augen darüber zuzudrücken. Man sah zum Beyspiele, daß die 4. I E lha, W W⸗Ade hmuad⸗ I Vehf N. feßl un vh Hit Hsft nihts uut Iuphe Ru Hih au d aursu Worun snt hn um er onkun Nu. S WW e Lberad deh auur Aun R Nast Mn u Runhe Ri f nise mu WI Nafal N Hachen! uhder hurr halh R V —.67.—.*————*———————————— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 61 die Braach-Felder allenthalben ungebaut liegen blieben, und die Folgen von Unterlassung der Acker⸗Arbeit häufiger Mangel, Theurung und Hungers⸗Noth waren. Nun gerieth man auf den Wahn, die Schuld hiervon auf Rechnung des fleißigen Wein-Baues zu schreiben, indem man wahrgenommen zu haben glaubte, daß sich die Güther⸗Besitzer zu stark des Wein⸗Baues befleißigten. Eigentlich wäre wohl, glaub' ich, nichts natürlicher gewesen, als auf den Gedan⸗ ken zu kommen: da Riemand das Feld anders baut, als um Nutzen daraus zu ziehen, um Geld aus den Früchten des Feldes zu lösen, und der Landmann bey dem Feld⸗ Bau, wegen des gar zu niedrigen Getraide-Preises, nicht seine Rechnung fand; so habe er seine Acker-Wirth— schaft hintangesetzt und sie schwinden lassen. Da nun der Proprietär lediglich von seinem Guthe leben kann; so habe er sich genöthigt gesehen, Wein⸗Gärten anzulegen, weil das Product da— von, so viel auch die Abgaben, mit denen es uberladen ist, aufzehrten, wenigstens doch nicht dem Fluche des Publicums ausgesetzt wäre, und einigen Absatz bey den Ausländern, denen kein Wein zuwächst, fände. Wenn man es folglich den Menschen gleich aufs äußerste erschwerte, viel an den Getränken zu gewinnen; so könne man sie doch damit noch nicht zwingen, am Ge— traide schlechterdings einbüßen zu müssen. Also müsse man dieses letzte Rettungs-Mittel eher seg⸗ nen und befordern, und ihm keinesweges den Verfall des Ackerbaues, der aus ganz andern Ursachen herrührt, beymessen, sondern müsse lie⸗ ber beiderley Cultur-Artikel zugleich pflegen und warm halten, indem sie einander wechselsweise die Hand bieten, die Producte, mit denen sich Handel ——. ———7 —.. —*—— — — * — —.— ————— —————— +. — ** Widerspruch gegen den Wein ⸗Bau. 62 Neuntes Capitel. Verhälknisse Handel treiben läßt, schon mannichfaltiger, eins gegen das andre den Ueberfluß minder überschwänglich machen, und schon deßhalb ei— nen zuverläßigern und vortheilhaftern Absatz versprechen; wobey denn alles durch das Pri— vat-Interesse geleitet und sorgfältig genug in einander gepaßt wird. Statt dessen aber schloß man, daß unge— achtet des verlässenen Zustandes, worinnen so viele Ländereyen ungebaut liegen gelassen, und zu Lehden wurden, dennoch der Anpflanzung der Wein ⸗Gärten noch mehr abgewehrt werden müsse. Das Regulativ und seine Ober-Beam— ten ergriffen diesen Einfall mit heißer Begierde, weil sie dadurch das Gebiete der Vergünstigung an sich ziehen konnten, und es wirklich an sich zogen. Dazu trugen denn auch der Heißhunger gewisser privilegiirten Gegenden, und einiger an— gesehenen und mächtigen Güther-Besitzer das Ihrige bey; ——— Quid non mortalia pectora cogis, Auri sacra fames? Und nun kam es nicht nur dahin, daß das Ei— genthum in seinen heiligsten Gerechtsamen ange⸗ tastet, und der Proprietär schlechterdings gehin— dert wurde, sein Feld nach seiner Weise zu bau⸗— en, sondern es wurde so gar,(unsre Nachkom— men werden's nicht glauben,) es wurde, sage ich, die Grausamkeit so weit getrieben, daß Verordnungen zur Zerstöhrung ergiengen, und der Winzer in der That gezwungen wurde, seine Pflanzen im vollen Wachsthum aus der Erde zu reißen. O! nährende Mutter Erde, das hast du erdulden können? O Probus! o Carl der Große! 1 50 18 0 s N ¹ veroft Whutel! Aarhundet venn el vht ud vludeif vuld Rinmalch, I Wign Wundte a D taud Wördene aus ung! rschu, dut Habe; uus sulhe, vott Hyatbred. Rnd dur Ren, Was au Einlon sin künnt, tuts ihubsn i Run it. Ern 1 wu j st, nuu beruhmt hen Insez r f hesne fistEnton unnn d V 19 ————— ———.— ....... iP‚DSD‚iiEieieieeie eeeeeeeeeeeeeeeee der Ausgaben zur Landwirthschaft. 63 Große! das hat in eben den Gegenden geschehn dürfen, in die ihr diese köstlichen Geschenke der Natur verpflänzet, und in denen ihr sie vermeh— ret hattet? War es vielleicht unser verblendetes Jahrhundert, das der Prophet vor Augen hat— te, wenn er ausrief():»das Feld ist verwü⸗ „stet, und der Acker steht jämmerlich; das Ge— „kraide ist verdorben; der Wein steht jämmerlich, »Und das Oel kläglich. Die Ackerleute sehen „jämmerlich, und die Wein-Gärtner heulen um »den Weizen und um die Gerste, daß aus der „Aerndte auf dem Felde nichts werden kann. „Die Freude der Menschen ist zum Jammer ge— „worden“?— Der Leser wird weiter unten aus einer kleinen erfahrungsmäßigen Rechnung ersehn, was es mit dem Weinstocke zu bedeuten habe; was er der Nation in dem kläglichen Zu— stande, worein ihn die Steuer-Lasten und äller— ley andre Bedrückungen versetzet haben, eintra— ge: und daraus wird man dann urtheilen kön— nen, was er für die Nation und den Suverän an Einkommen vom Grund und Boden abwer— fen könnte, wenn er dem Handel in seinem na— türlichen Zustände der Freyheit und Immunität überlassen würde; und was er noch überdieß zur Belohnung des Wirthschafts-Unternehmers ein— trägt. Er wird alsdann das Einkommen, wel— ches durch diese Cultur aus der Erde zu ziehen ist, mit dem vergleichen können, was sich aus jeder andern Cultur auf einem Gebiete von glei— chem Umfang erzielen läßt: denn die reichste Cul— tur ist diejenige, die aus Grund und Boden das stärkste Einkommen erzeugen kann; und näch dem Einkommen aus dem Grund und Boden muß das () Pel 1, 19. u. 12. 64 Neuntes Capitel. Verhältnisse 3 1 das Einkommen eines Agricultur-Volkes ermes⸗ c sen werden, so wie man die Bevölkerung dessel⸗ Inhme ben aus dem Total-Ertrage beurtheilen muß. i Ne Läßt man diese Principien aus dem Gesichte; so un vie geräth man in Unordnung und Ausschweifung. Rg Es würde viel zu langweilig, und, wie mich WMhen dünkt, auch wohl ohne Nutzen seyn, wenn ich mich über die Folgen des ökonomischen Attentats Rron⸗N siltat xe ——— ausbreiten wollte, daß eine Regierung über die ruhchlch Gattungen und Arten der Cultur entscheiden, seun und solche durch gesetzliche Verordnungen zu lei⸗ W- x ten suchen will. Man sieht eine Uebereilung die— iurn u ser Art in Zeiten der Wiederherstellung, wenn schapt ein Verbot ausgeht, Buchweizen zu sänn We⸗ uullcheh nigstens kannten doch die Schöpfer einer solchen Heste n Verordnung die nachtheilichen Folgen von der Ennihan Cultur solcher Producte, die keinen Werth ha— Wachfl ben; aber zum Vergnügen schränkt sich wohl kein hen hent Mensch auf dergleichen Producte ein, sondern ein vmj s jeder säet, wie und was er kann: und wird ihm Ranan vollends dieses verwehret; so säet er am Ende latm, gar nichts. Der große Fürst, der sich einstmals Hsm en verleiten ließ, eine solche Verordnung zu unter— Vuhun schreiben, erwählte in der Folge einen zuverläs⸗ 1 ½ sigern Weg, das Getraide geringer Art aus sei— ½½ nem Gebiete zu verbannen, indem er Ordnung, lummn Sicherheit und Freyheit in seinem Staate wie— ün. dah der einführte. ö Wuhshn Die Verhält⸗ Lasset uns, mit einem Wort, auf immer 2—— nisse der Aus, Hrundsatz annehmen, daß der Landwirth 18 gaben zur Lan ⸗ zum Grundsatz annehmen, daß* 97 Imnsthn des Cultur der Guths⸗Besitzer und der Staat bloß von dem ab 6 56l lsen sih Ueberschusse des Ertrages, den der Grund und 0 3 nicht durchGe⸗ Boden über die Cultur-Kosten abwirft, Nutzen vin sebe reguliren. haben können. Dieser Nutzen beruht auf dem Wult Verkaufs⸗Werth, auf dem Absatz, und auf Eüte. dem Zustande des einheimischen und auswärti⸗ Run ——— Ulchen Nr gen If RApa) — der Ausgaben zur Landwirthschaft. 65 gen Producten⸗Handels. Alle diese Combina⸗ ö tionen können nicht von dem Ansehen der Gesetze abhängig gemacht, können nicht durch Specula⸗ tionen veranstaltet werden, welche eben so we— nig vermogend sind, die einzelnen Umstände der V . N . „ N * V — * +I I ö‚ physischen Ursachen und des verschiedentlichen Privat-Interesse, woraus das allgemeine Re⸗ 6 sultat der für die Nation vortheilhaften oder* nachtheilichen Wirkungen entsteht, zu umfassen, aals sie zu reguliren. Es ist die Sache des Pri⸗ W vat⸗Interesse, sich nach Verschiedenheit der Ab⸗ V 8 sichten und der Umstände mit den physischen Ur⸗ W. sachen zu vertragen. Denn nur in diesen verän⸗ derlichen, ins Unendliche modificirten, und durch en Gesetze gar nicht bestimmbaren Anstalten und det Einrichtungen bestehen die Erfolge der land— a⸗ wirthschaftlichen Unternehmungen. Noch oben— in drein hängt von diesem, seinem Wesen nach noth⸗ ein wendig freyen Gange der ganze Nutzen ab, den ùm die Nation von dem Ueberschusse des Ertrags ha⸗ ide ben kann, welchen die Erde außer den Cultur— 6 als Kosten einbringt. Aber nur aus der Erde,(diese er· Wahrheit lasse man nie aus den Augen,)nur aus der las⸗ Erde läßt sich ein Profit über die Kosten erlangen: sei— alle übrigen Arbeiten der Menschen können bloß den ing, Lohn eintragen, der für die Arbeiten bezählet wie⸗ wird. Daher kann die sterile Industrie nicht durch sich selbst und allein bestehn. umer Diese Wahrheit, welche die Basis der öko- Unächte, statt irth/ nomisch- politischen Wissenschaft ausmacht, muß ihußt angg⸗n. dem auch der ökonomischen Regierung der Agricultur——U1 und Staaten zur Fundamental-Regel dienen. Wie bungs⸗ 52 utzen viel Unheil ist nicht schon dadurch, daß die Re⸗ ö dem gierungen mit einem so wichtigen Principium zu auf wenig bekannt waren, gestiftet; in was für ärti⸗ kläglichen Verfall sind nicht dadurch die Länder gen W. L. P. 2. B. E und *———————————————— i—— 66 Neuntes Capitel. Verhältnisse und Reiche gestürzt worden, die unter den Ver— Vuunn irrungen solcher Mächte erlagen, welche sich von 11 der täuschenden Hoffnung auf das Gedeihen ei— Wͤtts nes Handels mit Waaren der Hand-Arbeit ha— e hen verblenden lassen! Wie viel eben so belachens— werthe, als grundschädliche Kriege sind nicht d n unternommen, und wirklich geführt worden, um E den Foktgang jenes sterilen Handels zu erwei— ac ul tern, der nur zum Luxus reizt, der nur zur RNmiln Vervielfältigung der Manufactur-Unternehmun⸗ Cblschn gen, zum Nachtheile der Cultur-Arbeiten, dient, ů Woa! und der so wohl die Einwohner, als die Schätze des Bodens wegnimmt, um sie zu bloßen Fabri⸗* caturen, und zu einer Krämerey anzuwenden, N welche doch immer, zu Verringerung der wieder— Na auflebenden Früchte, von den sterilen Ausgaben ae abhängen; woraus denn, statt des Anscheines htlt von Reichthume, Luxus und Dürftigkeit entste— hen, und hinterher der Wucher-Geist,(der im— ö In u mer nach Gelegenheiten hascht, unächte Ein— Rhth künfte auf dergleichen Handels-Unternehmungen, le auf Industrie⸗Geschäffte und auf Finanz⸗Ope⸗ fudef rationen zu gründen,) vollends die jährlichen sishest Benutzungs-⸗Schätze eines Landes auf bloße Schmarotzer-Schätze herunter bringt, die wech— Aun selsweis an einander nagen und einander wech⸗ selsweis aufreiben! aufu x Das ächte und Wir haben, wie mich dünkt, zur Genüge Herwn eigentlicheEin⸗ ö—62— ů kommen eines erwiesen, daß in einem Staat einzig und allein aunne y Reichs kann durch das Einkommen alles einen regelmäßigen oh sun keine andre ö Quelle haben, Gang bekommen und behäupten könne: und wenn sehn, x als das Terris die Circulation ihr völliges, freyes und gedeih⸗ tahssly rorium liches Spiel haben soll, daß der reine Ertrag Ahl, oder das Einkommen bey der Güther-Besitzer⸗ Rpfihn Classe eingehn müsse, von welcher aus dasselbe unter die beiden thätigen Classen vertheilet wird, ö die N 0 àh II der Ausgaben zur Landwirthschaft. 6/ die es einander wechselsweis und dergestalt wie⸗ der zuwenden, daß die Wirkung dieses Gleich— gewichtes keine andre ist, als Reproduction des Einkommens, beständige Fortdauer der Circula— tion, und dasjenige Leben ber Gesellschäft, wel— ches in immer fortwährender Bewegung besteht. So wie diese Circulation gestöhrt wird, werden auch nach Proportion die Reproduction, die Verhältnisse zwischen den verschiednen Classen der Gesellschaft, und die Total-Masse der Schätze und der Kräfte einer Nation deterioriret. Wir haben in der ersten Erläuterung der ann Oekonomischen Tabelle, die sich am Schlusse des chen Verhalt⸗ Menschenfreundes( befindet, die Folgen bent Audo. von verschiednen Zerrüttungen der Tabelle dar- und den Ein⸗ gestellt. Jedoch sind die Rechnungen, mit denen kunften. wir dort schon der Einsicht des Lesers in einem jeden von diesen Artikeln zu Hülfe zu kommen gesucht haben, bloß Gemälde von einer immer weiter fortschreitenden Deterioration; und ich finde füe nöthig, hier in einem kurzen Abrisse den festgesetzten Zustand einer Nation, bey der, we⸗ gen dieser und jener Cultur-Gebrechen, die pro—⸗ ducirenden Auslagen ein Einkommen abwerfen, welches geringer ist, als der gedeihliche Zustand, auf den die Rechnungen der Tabelle gebaut sind, hier darzustellen und zu berechnen. Ein solcher Zustand der Deterioration kann eine Zeitlang ohne succeßive Degradation der Cultur selbst be— stehn, weil die beiden thätigen Classen einander wechselsweise den Belauf ihres Lebens-Unter— haltes, zum Nachtheile des Einkommens, wie— der zuführen, und weil ein solcher Zustand von E 2 Schwä⸗ (5* In der Suite de la VI. Partie des Ami des Hom- mes der Avignoner Ausgabe von 1761 pag. 65 f. U. 6sNeuntes Capitel. Verhältnisse Schwäche und Entvölkerung wohl gar bey ei— nem festen Puncte stehn bleiben könnte, wenn die Nation nicht etwan einen oder den andern Stoß von auswärts her bekäme. Man wird aber sehn, was für eine ungeheure Degradation die— ser Zustand abnehmender Kräfte über die Masse der Schätze einer Nation bringe, und was für eine Verringerung an Kräften, an Macht, an Bevölkerung, kurz, an physischer und politischer Existenz, aus den geringsten Mißgriffen in ei⸗— nem Stück entstehe, von dem bisher noch immer so wenig Menschen haben die Folgen erkennen wollen. Regeln zu Formirung der abgekürzten Tabelle in al⸗ len den verschiednen Fällen, wo die Ausla— gen der producirenden Classe mehr oder weni⸗ ger als hundert Pro-Cente reinen Ertrag ge— ben, und wo sonst keine Ursachen des Verfal—⸗ les oder des Wachsthums in der jährlichen Reproduction anzunehmen sind. Lasset uns, zum Beyspiele, den Fall setzen, daß die Auslagen der producirenden Classe nur 20 Pro⸗Cente reinen Ertrag geben; so muß die producirende Classe 2,000 Franken Ausla— gen aufwenden, um ein Einkommen von nicht mehr als 400 Franken zu erzeugen. Die 2,000 Franken Auslägen und die 400 Franken Einkommen machen zusammen 2,40⁰0 Franken aus. Die Auslagen der sterilen Classe müssen sich immer der Hälfte von der Einnahme eben dieser Classe gleich finden. In dem vorliegenden Falle wird die sterile Classe 1,200 Franken bekommen; so nach werden die Auslagen dieser Classe 600 Franken ausmachen. Lasset uns demnach diese drey ersten Summen folgender Maaßen ansetzen. Jähr— — fulln I Hs Iun N N. sim UNNII Wt Mitdꝛ Auslag dumtu uu. R Ennnn Surre e Wuilst u du iain Lasepy Mdaanan Baltuun Wuen Wabafern ase. de Mim E Csb uthen, Sinne ———j55—iß7—ß7—ßi—ß—ß5——————— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 69 Jährliche Ausla— Jährliche Ausla— gen der produci— gen der sterilen renden Classe Einkommen Classe 2,000 Franken. 400 Franken. Goo Franken. Diese drey Summen machen zusammen eine Sum⸗ me von 3,000 Franken. Die Anwendung des Einkommens wird auf glei— che Art zwischen der producirenden und der sterilen Classe vertheilet. Also bekömmt die producirende Classe davon 200 Franken, und die sterile Classe auch 200 Fran⸗ ken. Die producirende Classe giebt an die sterile die Hälfte von ihren Auslagen aus, dieß beißt, 1000 Franken. Mithin bekömmt die sterile Classe vom Einkom⸗ men und von der producirenden Classe zusam— men 1,200 Franken.— Nun lasset uns die Tabelle fortsetzen. Jährliche Jährliche Auslagen Auslagen der produei⸗ der sterilen renden Classe Einkommen Classe. 2,0⁰00⁰0 Franken. 40Frank. 600 Franken. Hälfte des Hälfte des Einkommens... 0Elntommens. Summe der 3. umme der Rückflüsse von ückflusse von der sterilen 6 Woade der produeiren⸗ Classe zu der den Classe zu produeirenden.) ö(der sterilen. Bleibt von den Auelagen der prot ducitenden ö Classe, die den vr, 200 Franken, die keinen reinen Ertrag Suisenant er geben. Classe vollstän⸗ dig machen, *——— Sum me 2,000. Summe /½200. E 3 Von ——— FIIIYYE*——————.——— 19——.—.— WW 50 Neuntes Capitel. Verhältnisse 3 V HHe Von der Total-Summe der 1,200 Franken, Hün die an die sterile Classe kommen, behält diese Classe 1060 600 Fränken zum Ersatz ihrer Auslagen, und 01 giebt das Uebrige, nämlich 600 Franken, an die producirende Classe für den Lebens-Unterhalt ihrer Arbeiter aus. Wenn nun diese 600 Fran—— ken an die producirende Classe kommen; so sieht WW. man, daß dieselbe von dieser ganzen Vertheilung uunia nicht mehr, als 800 Franken, bekommen habe,———* und, wenn sie den Wieder-Eingang ihrer Aus— ö unn lagen von 2,000 Franken erlaugen soll, daß sie RN zur Cultur den Rest von eben diesen Auslagen R verwenden müsse, welcher 1,200 Franken be— 15 trägt, die keinen reinen Ertrag geben, und die + bloß aus ihrem eignen Aufwände wieder auf— leben. D um glic Die Ausgabe der Auslagen der sterilen Classe Pnn an die producirende trägt ihres Theils und in HIliulch gleicher Proportion, wie die Ausgabe der Aus— x lagen der producirenden Classe, und wie das Ein— RNt kommen, das Ihrige zur Total- Reproduction bey. Lasset uns die Tabelle, jenen Regeln ge—** mäß,(welche die nämlichen sind, die der Leser Re bereits am Schlusse des vierten und des sechsten an Capitels gesehen hat,) vollenden. me Neum suüln i d M Ohewar in M danben, Jäheliche 3 uche —————‚— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 71 Jährliche ö Jährliche luslogen Auslagen der prodeiren⸗ der sterilen den Classe Einkommen Classe 2/0⁰⁰0 Franken. 400 Frank. 600 Franken. 57— 200. 200 der Adepense 4 25 Faunage der er Rückflüsse u e von von der sterilen 2 ö 9— der produci⸗ Classe 3 lrenden Classe Bleibt von den) Auslagen, wel⸗ 20 drener Clen⸗ 5, 200 Franken, die keinen reinen Ertrag se vollständig geben. machen, Summe 2,000. Summe 1½00. Die Total-Reproduction ist allen den Sum⸗ men gleich, die bey der producirenden Classe zusammenkommen und ausgegeben werden nämlich: Die Auslagen der producirenden Classec. 2,000 Franken. Der Antheil vom Einkommen, wel⸗ cher unmittelbar an die produ⸗ cirende Classe kömmt,. 20o Franken⸗ Die Summe der Rückflüsse von der sterilen Classe an die produci⸗ rende,, w 600 Franken, Die Auslagen der sterilen Classe, angewändt zum Ankaufe der ro⸗ hen Materialien bey der produ⸗ eirenden 608 Franken. 4—9C.—.— Summe. 3,400 Franken. E 4 Mithin — —————— F——. e 52 Neuntes Capitel. Verhältnisse V Mithin beträgt die Reproduction 3,40⁰0 Franken. 30 * VWA Wovon der Landwirth für sei⸗ Ain ne gethanen Auslagen wieder Ilde de einzieht, 3/088 Franken. I Schn Bleiben also zum Einkommen„. 400 Franken. mun Summe.. 3,00 Franken. Iean vith 46 Wl Ma sse der auf der Tabelle vorkommenden fi Schätze. ö Gunn Die Reproduetion 3,/400 Ibih Hee Geld des Einkommens 4600 u Nan Auslägen der sterilen Classe 600 ui den Summe 440 rin Ein solcher Erzeugungs⸗Etat, auf die An⸗ wendung eines Pfluges von beynah 120 franzö⸗ sischen Morgen Landes herunter gesetzt, würde muahn sehr geringe seyn: der Zehndte würde dann allein u de schon 290 Franken wegnehmen; für den Suve— su rän und für die Güther⸗Besitzer zusammen wür⸗ aus! den nur 110 Franken übrig bleiben, wovon der N Suverän, wenn er, nach Abzahlung des Zehnd— 45 ten, das Dritthel bekömmt, in der Summe 42 1 Franken, oder 7 Sols vom Morgen haben W würde. Sollte mehr davon gefodert werden; so würde hieraus Einbuße für den Cultur⸗Un⸗ Iosrie ternehmer entstehn. Die Benutzung würde in n die halbpachtermäßige Güther⸗Bewirthschaftung unalit im Kleinen verfallen, die mit Ochsen getrieben g wird, die einen geringern Ertrag giebt, die mit n schwerern Kosten geschieht, die aber nur nicht so nuh öt? beträchtliche Inventarien-Auslagen erfodert, ö, daß wie die Inventarien⸗Auslagen der Güther-Be— INI wirthschaftung im Großen. Wnnft Wenn ö cherc der Ausgaben zur Landwirthschaft. 73 Wenn aber dieser Erzeugungs-Etat bey ei⸗ nem Wein-Bau vorfiele, der sich nur etwan über 15 französische Morgen Landes erstreckte; so würde derselbe bey weitem einträglicher seyn. Der Zehndte, wie er gemeiniglich von Weinber— gen zum 5osten Theile vom Total-Ertrag erho— ben wird, würde nur 80 Franken wegnehmen; es würden also an reinem Ertrage von den 15 französischen Morgen 320 Franken, für den Suverän und den Guths-Besitzer zusammen, übrig bleiben, ohne die Abgabe zu rechnen, die der Wein-Gärtner an die Tranksteuer-Einnah⸗ me bezahlt, welche wir vor der Hand mit zu den Cultur-Kosten rechnen. Zu folge dessen würde in diesem Erzeugungs-Etat der französi⸗ sche Morgen Landes bey'm Wein-Bau dem Su— verän und dem Guths-Besitzer 17 mal so viel eintragen, als ein Morgen Landes beym Getraide— Bau, der mit Pferden getrieben wird, und unge— fähr 14 mal so viel, als ein mit Ochsen gut ge— bauter Morgen Getraide-Landes, bey dem der Morgen alsdann dem Guths-Besitzer ungefähr 1 Franken, und dem Suverän 10 Sols eintrü⸗ ge. Folglich findet sich, in diesem unglücklichen Fall, etwas weniger Einbuße bey starker Gü⸗ ther-Bewirthschaftung im Kleinen, als bey eben so starker im Großen: daher sinken auch alsdann alle die Grundstücke, die sich zum Getraide-Bau nutzen lassen, in die kleine Güther Bewirthschaf— tung; oder sie bleiben gar ungebaut liegen. Wollte man diese Bemerkungen auf den Er— trag der Wiesen ausdehnen; so würde man fin— den, daß ein reiner Ertrag von 20 Pro-Centen von den Kosten dabey äußerst niedrig wäre, und daß ungefähr 200 französische Morgen Wiesen erfoderlich seyn würden, ein Einkommen von E 5 4⁰⁰ ————————————— 74 Neuntes Capitel. Verhältnisse 400 Franken zu geben. Das würde auf den Morgen 10 Livres an Kosten betragen, welche 2 Franken drüber an reinem Ertrage gäben. Dieser Ertrag ist gemeiniglich von der Abzehnd— tung frey; so nach würden 2 Franken dergestalt getheilt werden, daß der Suverän ein Dritthel, oder 13 Sols und 4 Deniers, und der Guths— Besitzer zwey Dritthel, oder Franken, 6 Sols und 4 Deniers bekäme. Die Wiesen, die dann so wenig eintrügen, würden dem Abweiden ge— radezu überlassen werden, weil dabey ziemlich eben so viel Profit herauskäme. Wir haben anfänglich den Wieder-Eingang der Auslagen des Landwirths auf 3,250 Fran— ken vom Pfluge geschätzt; nämlich 2,000 Fran— ken für seine Auslagen, und 1,250 Franken für die Zinsen seiner Inventarien- und jährlichen Auslagen: aber ein Land-Guth faßt beynah im— mer auch Wiesen in sich, die bey weitem nicht so viel Kosten erfodern, als der Pflug; deßwe— gen haben wir auf der Tabelle den Wieder-Ein⸗ gang der Cultur-Auslagen des Pachters statt 3,250 Franken auf 3,000 Franken, zu Vergü— tung der verschiedentlichen Kosten der Artikel sei— nes Unternehmens, heruntergesetzt. ur-e. IR anfsihe .o·En aride Iuslagen Wnue Oose 3unut Iun de In Tümt dice ase m nachd Cirttl HA Iun glich H Rnch: Eunchm dast Molan (Or n ahalbt h An Mm Mithnähn huchtn, bondetk Egam uu r uba Hso der Ausgaben zur Landwirthschaft. 77 Abriß der Tabelle vom festgesetzten Etat des reinen Ertrages zu 50 Pro-Centen von den producirenden Auslagen. Jährliche ů Jährliche Auslagen Auslagen der produeiren⸗ der sterilei. den Classe ö Einkommen Classe 2,000 1,0⁰0⁰0 75⁰0 8———. —— 5⁰⁸ 5⁰⁰ Hier kömmt)*. ö nur die Ein⸗* nahme dieser ö Classe vor; 675⁰ 79— welches genug ist. ‚ —— Einnahme 1,250. Einnahme 1½00. Die Total⸗Reproduction ist allen den Sum— men gleich, die bey der producirenden Classe zusammenkommen und an sie ausgegeben werden; nämlich: Einnahme der producirenden Classsf 1,½25 Stanten: Auslagen der producirenden Classe 70909 Auslagen der sterilen Classe, an⸗ gewändt zum Ankaufe der ro— hen Materialien bey der pro— ducirenden Classe 750 BRL‚r; Summe.. 4/000 Franken; Mithin beträgt die Total-Repro— duction 4,000 Franken, wo— von der Landwirth zumWieder⸗ Eingange seiner gethanen Aus⸗ ö lagen zurücke nimmtm 3/000 * Bleiben also zum Einkommen. 17000 2—9.—.——.— Summe.. 4.000 Franken. ——— Total⸗ 56 Neuntes Capitel. Verhältnisse Total-Masse der auf der Tabelle vor— kommenden Schätze; nämlich: .. 4,%00 Franken. Geldd. 1,099 Auslagen der teril en Saff 750 Summe /%½3e Anmerkungen. Auf der Tabelle, wo die Auslagen der pro⸗ ducirenden Classe hundert Pro-Cent Einkommen oder reinen Ertrag abwerfen, hat man dieses Einkommen selbst bey der Vertheilung der Aus⸗ gaben der producirenden Classe mit in Rech⸗ nung gebracht, obgleich selbst die Auslagen dieser Classe an sich zu diesen Ausgaben zureichen müssen. Weil aber in diesem Ertrags-⸗Zustande das Einkommen den Auslagen der produciren— den Classe gleich kömmt; so ist es in Absicht auf das Detail der Vertheilung des Aufwandes die— ser Classe ganz gleichgültig, ob dazu das San kommen oder die Auslagen selbst angewandt wer den. Da es jedoch alsdann einfacher und nicht so schwierig ist, der Circulation dieses Aufwan⸗ des auf der Tabelle bey dem Einkommen nachzu⸗ gehn, als bey den Auslagen; so hat man diese letztere Form gewählt, immer mit der darunter verstandenen Bedingung, daß die Auslagen zu Ausgaben angewandt werden, und daß das Geld zum Ankaufe dessen, was an diese Classe theils vom Einkommen, und theils durch die Rückflüsse von der sterilen Classe ausgege⸗ ben werden muß, bey den Güther-⸗Befitzern, als jährliche Zahlung des Einkommens, wie⸗ der eingeht.— Mit Ra It a heh W Hase eften Ast. Da n ucht etee Mutfsh! 110. l HW dur⸗A Eirkonne 9 Dl l Manthen! Ustllr. iht Alan iin H Hse Raen sih dert Hrꝛ⸗ HV n in Mes x M n eue der Ausgaben zur Landwirthschaft. 77 Mit den Ausgaben der sterilen Classe hat es eine ganz andre Bewandtniß: denn das Ein— kommen und die Auslagen der producirenden Classe liefern zusammen die Ausgaben der sterilen Classe. Da nun das Einkommen das Seinige zu diesen Nusgaben beyträgt; so kann man sich nicht entbrechen, dasselbe bey den wechselseitigen Rückflüssen der Ausgaben zwischen der sterilen und der producirenden Classe mit in Rechnung zu bringen. Eben deßwegen hat man sich, um die Form der Tabelle einfacher zu machen, ent⸗ schlossen, den Gang der Ausgaben eines Agri⸗ cultur-Volkes bloß durch die Circulation des Einkommens abzubilden, so bald und so lan— ge dieses allein hinreichend ist, den Gang dieser Ausgaben und ihrer wechselseitigen Rückflüsse darzustellen. So bald aber das Einkommen nicht zulangt, läßt man die Hälfte von den Auslagen der producirenden Classe an die ste— rile Classe übergehn, wie der Leser auf den Ta— bellen sieht, wo diese Auslagen nicht mehr hun⸗ dert Pro⸗Cent reinen Ertrag abwerfen. Wenn die Auslagen der producirenden Clas⸗ se keinen reinen Ertrag gäben; so würde der Abriß der Resultate der Tabelle folgender Maaßen aussehn: Jährliche 18 Neuntes Capitel. Verhältnisse Jährliche Jährliche Auslagen Aus lagen der produeiren⸗ der sterilen den Classe Einkommen Classe 2,000 Franken o 500 Franken — V— 0 0 *. 4 I. bn— Rackauss: o. ückflüsse von(500 1/½00 Räckflüsse v. der sterilen—9 der produci⸗ Classe an die renden Classe Produeirende au die sterile +———— 2 Einnahme soo Eitznahme 1„50⁰⁰ Auslagen der(Diese 3,000 reproduciren, wenn sie sterilen Classe 300]bey der produeirenden Classe wieder Auslagen der eingehen, 3000; der Landwirth 16— nimmt 3,000 für seine Auslagen, Cast 2,000und als Zinse von seinen Juventa⸗ —.— rien und jährlichen Auslagen zu⸗ Summe 3/00 rücke. Bleibt zum Einkommen o. Will man die große Tabelle der umständli— chen und einzelnen Vertheilung der Ausgaben construiren; so muß man, in solchem Falle, gleich anfänglich von der producirenden Classe eine Summe ausgeben lassen, welche doppelt so stark ist, als die Summe der Auslagen der steri⸗ len Classe, und muß diese Summe,⸗unter der Null des Einkommens, nach folgender Formel aufstellen: —. VRh IM wölattu Inhuctewe Lase 0⁰⁰ an bur ———— de L 1000 FN. man e Lagek, vo huln der Wunda sinig vet WI Machen, producir nun aln Fun Eit IRR ast vn Ei dubraan, Eum M sogan n der Ausgaben zur Landwirthschaft. 79 Jährliche ö Jährliche Auslagen Auslagen der produciren⸗ der sterilen den Classe Einkommen Classe 20⁰0⁰% Franken 0 50⁰0 Davon kommen hieher 1, doo, welche getheilt werden. +——— 4 30⁰ 5⁰⁰ 25⁰0 25⁰ u. s. w u. s. w. .:— Die Summe zur Vertheilung wird hier 1000 Franken ausmachen. Hierzu rechne man die andern 1000 der producirenden Aus— lagen, wodurch die Ausgaben und die Repro— duction der 2,000 Franken Auslägen der pro— ducirenden Classe zusammen-kommen und voll⸗ ständig werden. Will man die nämliche Tabelle in dem Falle machen, wo die 2,00 Franken Auslagen der producirenden Classe nur 400 Franken Einkom⸗ men abwerfen; so muß man unter die 400 Franken Einkommen einen Theil von den Aus— lagen der producirenden Classe bringen, welche, nebst dem Einkommen, zusammen eine Summe ausmachen, die doppelt so stark isi, als die Summe der Auslagen der sierilen Classe, nach folgender Formel: Jähr⸗ 30 Neuntes Capitel. Verhältnisse Jährliche Jährliche Auslagen Auslagen der produelren⸗ der sterilen den Classe Einkommen Classe 2, 00 Franken. 400 60⁰ Davon kommen hierher 8oo 1„20⁰0 — 60⁰0 60⁰ 5— 309 30⁰ u. s. w. u. s. w. Die Summe zur Vertheilung wird hier 1,200 Franken betragen; die Auslagen der productren⸗ den Classe legen noch 80 zu, wodurch die Aus⸗ gaben und die Reproduction von 2,000 Fran⸗ ken Auslagen dieser Classe zusammenkom⸗ men, und vollständig werden. Die nämliche Procedur gilt für alle die Fälle, wo die jährlichen Auslagen der producirenden Classe nicht hundert Pro-Cente reinen Ertrag einbringen. Wenn sie, zum Beyspiele, nur 5⁰0 Pro⸗Cente eintrügen; so würde die große um— ständliche Vertheilungs-Tabelle der nämlichen Regel unterworfen seyn. Auslagen Auslagen der produelren⸗ der sterilen den Classe Einkommen Classe 2,0⁰0⁰ 150⁰⁰ 750 Davon kömmt hierher 5oo 1j„5⁰0⁰0 4—— 78 790 377 37⁵ u. s. w u. s. w. .t;!;t—Z)——.— Hier III Wunid len 0 Oadeß Wende 6 an Nan 1u u u We t5 l Imh o funde ton Ehulgtien S⸗D wiisan b Yittt v daß snnt huusad A Hle l Funken, Hundert un st. Ge duile, den sohch bile don su 5 Eihumen sissig Hi Halun tun bolads gj finf und Muimjt ighgn sthe nach In, und shn, Me el Sn u Hlthschgt Rtumt NAr 2. der Ausgaben zur Landwirthschaft. 84 Hier wird die Summe zur Vertheilung 1,500 Franken betragen. Die Auslagen legen noch überdieß 500 Franken zu, wodurch die Aus— gaben der 2,000 Franken Auslagen dieser Clas⸗ se zusammen⸗Komwen und vollständig werden. Man sieht aus diesen deutlichen, berechne— ten und mit Ziffern ausgedrückten Inductionen, wie es zugehe, daß ein armes Volk bey seiner Armuth doch noch besteht, und sich in einem Zu— stande von abzehrender Krankheit mittelst einer Circulation erhält, welche in den thätigsten Le— bens⸗Theilen gestöhrt ist, aber doch immer noch wirksam bleibt und in den untern Zweigen fort— gesetzt wird. Nichts desto weniger sieht man, daß statt 8,000 Franken, dieß statt acht tausend Millionen, die auf der Wohlstands-Ta— belle cireuliren, diese Summe hier auf 5,750 Franken, dieß heißt, auf füuf tausend sieben hundert und funfzig Millionen heruntergesetzt ist. Es ergiebt sich aus dieser Einkommens— Tabelle, nach dem Fuße von 50 Pro-Centen von den jährlichen Auslagen, verglichen mit der Ta⸗ belle von hundert Pro-Centen; es ergiebt sich, sage ich, daß durch tausend Millionen weniger Einkommen zwey tausend zwey hundert und funfzig Millionen jährlicher Reichthums-Ver— theilung vernichtet werden. Wie würde es nun vollends ergehn, wenn das Einkommen auf fünf und zwanzig Pro-Cente herunter fiele? Man kann sich die Tabelle hierüber nach Belieben in gleichen Proportionen, wie diese sind, leicht selbst machen. Man kann so gär noch weiter gehn, und das Einkommen auf Nichts heräb— setzen, wie es sich in dem größten Theile solcher Gegenden wirklich findet, wo die Güther-Be— im Kleinen herrschend ist, wie M. L. P. 2. B. 5 wei⸗ 32 Neuntes Capitel. Verhältnisse weiter unten erwiesen werden wird. Wenn es in Ansehung des Ackerbaues mit einem ganzen Königreiche dahin käme; so würden die Wein⸗ berge, die Weide-Plätze und die Holzungen, in Ansehung des Einkommens, ebenfalls auf nichts herunter sinken. Binnen weniger Zeit würde ein solches Land bloß noch aus Weilern von Vieh-Hirten, und aus einigen großen Rarkt-Flecken von Fischern oder Handels-Leu— ten bestehn, die sich unter einander zerrissen, sie müßten denn durch eine oder die andre politische Condensation, von der man hin und wieder Bey⸗ spiele gesehen hat, zusammen-gehalten werden; oder die physische Lage eines solchen Landes, wie zum Beyspiele Spanien ist, müßte das Gebiete desselben, so wüst es auch wäre, gegen die An⸗ fälle auswärtiger Mächte schützen. Für itzt lasset uns die Dinge aus einem an⸗ dern Gesichts-Puncte betrachten. Wir haben den gedeihlichen Zustand der Landwirthschaft auf den Punct festgesetzt, wo die Cultur hundert Pro⸗Cente von den jährlichen Auslagen ein⸗ bringt; und von diesem festen Punct ist unsre Tabelle ausgegangen. Gewiß würde sich die Menschheit sehr glücklich zu preisen haben, wenn die Sachen bey den gesitteten Gesellschaften auf diesem Grade des Gedeihens stünden.— Da⸗ mit soll jedoch nicht etwan gesagt seyn, als könnten sie nicht mittelst öhkonomischer und poli⸗ tischer Bedingungen, welche das Widerspiel von denen wären, aus denen die Degradation der Landes⸗Cultur herrührt, noch viel weiter gehn; ja, es läßt sich so gar unmöglich voraussehn, wie weit sie gehn können. Um aber in dieser. Speculation bey einem, in Absicht auf unsre Vergleichungs-Kenntnisse möglichen Puncte stehn zu II fi Ia Von ithe ein Artulatie l betrat Ien gest r nn on eile 1 1j0 Wils, N auCs⸗ 20⁰ d Cuse E Funkendder N²e Woo Rntuit lhgen. bun⸗ Sn un glic, eunn n ninle HN Muhn Euse A Mthel Vachr 0 Ruwgl der Ausgaben zur Landwirthschaft. 33 zu bleiben, nehmen wir ein Territorium an, wo der festgesetzte Cultur-Zustand 150 Pro⸗ Cente von den jährlichen Auslagen der Land— wirthe einträgt, und legen hier diese abgekürzte Circulations-Tabelle aus den nämlichen Ansich⸗ ten betrachtet und auf die nömlichen Proportio⸗ nen gesetzt, wie die vorhergehende, dem Le— ser vor.—— Abriß der Ta belle von einem festgesetzten reinen Ertrags⸗-Etat zu 180 Pro-Centen von den producirenden Auslagen.. 88 Auslagen Auslagen der produeiren⸗ der sterilen den Classe Ein kommen Classe ö 2/000 Franken. 3/⁰⁰ 1/250 —* V Diese Classe! Fräurenuder ranken uber 190 2000 60½5σ 1„50⁰0 Franken Aus⸗ 2 lagen. 2 1/250 I,οο ——— S umme 2,750 Sum me 2,500 Die Total-Reproduction ist allen den Sum— men gleich, die bey der producirenden Classe zusammen-kommen und an sie ausgegeben wer— den; nämlich, Die Auslagen der producirenden Classe—*————* 2,000 Franken. ů Der Antheil vom Einkommen, welcher so gleich wieder an die producirende Classe gelangt, 1,500 F2 Die —— **———————— VI ö ½ * ö 4 Neuntes Capitel. Verhältnisse I Die Summe der Rückflüsse von Ahf der sterilen Classe an die pro— nt u Die Auslagen der sterilen Classe,. die zu Erkaufung der rohen 25 Materialien von der produci— Rst renden Classe angewandt wer⸗ Uonn den, sinnndd 1259 schehnn huha ö Summe.. 6,000 Franken. MWu So nach beträgt die Total-Re— Autn production 6,0⁰ Franken, Hru. wovon der Landwirth als NIsan, Wieder-Eingang seiner getha— 0 nen Auslagen zurücke nimmt 3,000 Franken. Lroun Bleiben also zum Einkommen. 3,0⁰09 —. mn Summe 6,00o Franken. ah ö 5 N Total⸗Masse der auf der Tabelle begriffenen R Schätze; nämlich N Die Reproduction 6000 Franken. mn Geid 438898. Auslagen der sterilen Classe. 1,250 —.— ch Mal ö Summe.. 10,250 Franken. Hus hl Will man sich richtige Begriffe von diesen Fcoin Jodo Na Verhältnissen machen; so muß man sie nothwen⸗ dig nach den verschiedentlichen Tabellen, die wir bisher entworfen haben, untersuchen. Das III Ruulin gi Ruugr Einkommen kann auf zweyerley Art zunehmen; Khüssth u nämlich, durch die Menge der Producte mittelst Eifenmn der Melioration der Ländereyen und einer guten un 8 Cultur, oder durch den hohen Preis der Pro⸗ uidt, K ducte. Wir gehen, um unsre Vergleichungen lumn dee anzustellen, immer von der Tabelle aus, auf AIlnnt, f der die Auslagen hundert Pro⸗ Cente reinen Er⸗ Uumin n e trag . der Ausgaben zur Landwirthschaft. 35 krag abwerfen weil dieses gleichsam den Central⸗ Punct ausmacht, auf welchen der in den Ta— bellen vorgestellte Gang der Vertheilung gegrün⸗ det ist. ö Lasset uns itzt die verschiedenen Etats des Einkommens und des Aufwandes nach den ver—⸗ schiednen Producten-Quantitäten, ohne Erhö⸗ hung oder Erniedrigung des Preises untersuchen. Diese Quantitäten zu bezeichnen, müssen wir die Quoten durch die Benennung von Maaßen er⸗ klären. Statt, zum Beyspiele, 1ooo Franken zu sagen, wie wenn man Geld zählt, sagen wir 1000 Maaße, mehr oder weniger, um die Producten-Quoten nach gleichen Partien zu zäh— len, und die Verhältnisse und die Proportion der Summe der jährlichen Producte von allen Arten zu dem Gelde, das in den Classen circulirt, und des Aufwandes zu finden, den sie mit dem Gelde, welches diese Classen einnehmen, an Producten machen können. Auf der Tabelle, wo 2,000 Franken jährli⸗ che Auslägen 2,000 Franken reinen Ertrag ge— ben, ist die Summe der Producte der Werth von 5,000 Franken, und kann nach Maaßgabe von 5/%000 Maaßen, von denen ein jedes einen Franken gilt, in Rechnung kommen. Die pro— ducirende Classe, deren Auslagen 2,000 Fran⸗ ken sind, kann 2,000 Maaße verzehren; das Einkommen, welches 2,000 Fränken ist, wo—⸗ von es der producirenden Classe die Hälfte zu⸗ wendet, kann dieser Classe 1,899— Maaße ab⸗ kaufen; die sterile Classe, die 2,000 Franken einnimmt, kann 2,000 Maaße käufen. Alle diese Partien machen zusammen 5,000 Maaße, die von der Summe der jährlichen Producte des 3 Lan⸗ 36 Neuntes Capitel. Verhältnisse ö ö Landes, welche ebenfalls 5,990 Maaße ist, ge⸗ l ö liefert werden können. nd Eben so wird man die nämlichen Propor⸗ tionen zwischen der Summe der jährlichen Pro— 301 I ducte und dem Geld, und zwischen dem Auf⸗ 0 I wand an Producten, den jede Classe mit dem 1 Gelde, welches sie einnimmt, machen kann, in u 1 ö allen den Fillen finden, wo die Auslagen weni⸗ U * ger einbringen, als hundert Pro-Cente reinen 7 Ertrag, so gar in dem Falle, wo sie gar keinen A⁰0⁴ reeinen Ertrag geben, und wo kein Verkehr wei— ter Statt findet, als zwischen der produciren— 0 3 den und der sterilen Classe. Denn in diesem W I letztern Falle, wo der Cultur-Unternehmer bloß ö 700 ½½ den Wieder-Eingang seiner 3,000 Franken Cul⸗ +* 7 tur⸗Auslagen zieht, beträgt die Total Repro⸗ 60f duction nur 3,3000 Maaße, jedes für einen 2 3—— Franken, wovon die producirende Classe 2,000 Maaße, und die sterile Classe 1000 Maaße,— der oben auf der Tabelle dargestellten Verthei⸗ Sin lung gemäß, ausgiebt: allein dieser Zustand kann bloß bey einer angehenden Colonie, die von einem mächtigen Monopolium unterstützet wird, Statt finden. Wenn die Auslagen 50 Pro-Cente ab— V werfen, so daß, zum Beyspiele, 2,000 Fran—. ken Auslagen ein Einkommen von 1,000 Fran— I ken geben; so hat die Total-Reproduction eine fl Valuta von 4,000 Franken, oder besteht aus V 4,000 Maaßen, wovon jedes einen Franken gilt. Davon verthut die producirende Classe 2,000; die Classe des Einkommens kauft 6 ö davon 500; und die sterile Classe, welche 1,500„Sun einnimmt, kann davon 1500 erkaufen. Alle 50 diese Partien zusammen sind der ganzen Summe 10 der Reproduction gleich, welche 4,½000 Maaß NI beträgt. der Ausgaben zur Landwirthschaft. 87 beträgt. Mithin ist, in diesem Falle, der Auf⸗ wand an Producten, den die drey verschiednen Classen nach Maaßgabe des Geldes, welches sie einnehmen, machen können, der Summe der jährlichen Reproduction der Nation gleich. Lasset uns diesen Aufwand nach der Ord⸗ nung der Tabelle vorstellen, wo die Auslagen 150 Pro⸗Cent eintragen und bloß den Aufwand in Beziehung auf die Summe der Producte des Landes anzeigen. Auslagen Auslagen der produeiren⸗ der sterilen den Classe Einkommen Classe. 2,0⁰⁰0 Franken. 3/0⁰⁰ 1,250 500 Fr.f. 5%ο Mß. 00 Fr. f. J500 Mß. Czum Loh⸗ Ine für Dienste ö und Ar⸗ 1, 250 Fr. f. 1,250 Mß. 1,000 Fr. f. 1,Hο Mß· beiten. 9 S. 2, 750 Fr. f.2,750 Mhß. S. 2/500 Fr. f. 25½%0 Mß. Das Einkommen erkauft von der produciren— den Classe für„ 1,500 Fr. 1,500 Mß. Die sterile Classe erkauft, zu ihrem Lebens-Un⸗ terhalte, von derselben fuurr 1,250 Fr. 1,250 Mß. Die sterile Classe kauft bey eben derselben, um sich mit den rohen Mate— rien zu versehn, für. 1,250 Fr. 1,250 Mß. Sum me, vier tausend Franken für vier tau— send Maaße. 4,000 Fr. f. 4,000 Mß. Bleiben also f. d. Pachter 2,00 r. f. 2, 90 Mß. § 4 Der .———————2 F I F ä————— zyNeuntes Capitel. Verhaltnisse Der GuthsBesitzer giebt 3,900 Franken aus für 3,000 Maaße, statt 2,000 Franken für u000 Määße. Die Vermehrung seines Aufwandes beträgt ein Drittheil mehr, als in dem Falle, wo die Auslagen 100 Pro⸗Cent abwerfen; und die Vermehrung des Erzeugnisses beträgt nur ein Drittheil. Die sterile Classe verthut 1,250 Franken für 1,250 Maaße an Erkaufung der rohen Mate— rialien; sie verthut 1,250 Franken für 1,250 Maaße an Producten zu ihrem Lebens-Unter⸗ halt; in allem 2,500 Franken für 2,50 Maaße. Die Vermehrung dieser Classe beträgt ein Fünf⸗ theil. Die Summe der Reproduction ist 6,000 Maaße, welche 6,000 Franken gelten. Die Summe des Aufwandes ist 6,00 Maaße, welche mit 65000 Franken bezahlet werden. Der Wieder-Eingang der Auslägen des Pach— ters beträgt 3,000 Franken oder 3,000 Maaße. Bleiben also zum Einkommen 3,000 Franken oder 3,000 Maaße. Nan sieht aus allen diesen Rechnungen, daß die Völker keine Producte von eignem Zuwachs. um Schätze zu sammeln, sondern nur über— flüßige Producten Portionen von eignem Zu⸗ wachs haben, um sie mit den Ausländern gegen andre Producte oder Waaren, die ihnen abge— hen, umzusetzen; welches bey der Untersuchung der Producte und der Ausgaben an Producten immer mit darunter verstanden wird: denn die⸗ ser Tausch-Handel, mittelst dessen unsre über. flüßigen Producte in andre Producte, die wir verzehren, verwandelt werden, vergütet sie, und stellt sie uns in gleicher Valuta auf der Ausga⸗ ben⸗ I 0 A ige 0 0 Ness Iadung! ugt d Val iv Rih Kr III hauft 66 l0 IId nht sti ũR888 0 fen de H tunmn Im Rahnn I Nu gaug he I l ducte Hasonden Hand. I- Nusp der Ausgaben zur Landwirthschaft 89 ben⸗Rechnung über unsre eignen Producte dar: deßwegen dürfen wir uns auch durch die Wirkun⸗ gen dieses Handels, welche bloß dienen, die An⸗ wendung unsrer Producte vollständig zu machen, nicht in unsern Rechnungen irre machen lassen. Was aber den Vorurtheilen der Völker, die in den Gedanken stehen, daß man anders nicht reich werden könne, als wenn man immerfort an die Ausländer verkauft, ohne ihnen etwas abzukaufen, aufs entscheidendste entgegen steht, ist d das zwar seltsame, aber auf Rechnung ge⸗ gründete Parador on, worinnen erwiesen wird, je stärker ein landwirthschaftliches Volk seine Producte und sein Einkommen vermehrt, desto mehr habe dasselbe nöthig, Producte von den Ausländern zu erkaufen, und desto weniger ha— be es nöthig, dergleichen an sie zu verkaufen; und je mehr dieses Bedürfniß zunimmt, desto mehr steige ein solches Volk zu einer hohen Stu⸗ fe des Wohlständes. Unterdessen muß man nicht beyz dem Gedan⸗ ken des Einkaufes der Producte von unentbehr⸗ lichem Bedürfnisse stehn bleiben: denn ein Land, worinnen diese Producte reichlich vorhanden sind, kann deren jederzeit zur Consumtion seiner Ein⸗ wohner, in Hinsicht des Aufwandes, den sie nach Maaßgabe ihrer Schätze machen können, genug hergeben, wenn sie diese Producte lieber zu Hause kaufen, und den Ausländern nur Pro⸗ ducte von minder dringendem Bedürfniß, und besonders nur rohe Materialien zu Waaren der Hand⸗Arbeit abkaufen wollen. Die Summe des Aufwandes, den sie machen können, wird allerdings vermehret, so bald die Auslagen mehr als 100 Pro⸗Cent, abwerfen: aber es giebt § 5 unter 90 Neuntes Capitel. Verhältnisse H unter der ganzen Masse der Producte doch meh⸗ 56 rere, welche die Consumtion, die sich, zumal an 51 Getraide, in einem Lande machen läßt, welches ein* großes und gutes Territorium hat, übersteigen: 01 denn dieß ist gerade die Art von Producten, die in einem gut⸗gebauten Agricultur-Staat am meisten im Ueberflusse zu haben ist. Lasset uns aus einem andern Gesichts-Puncte den Fall untersuchen, wo die Auslagen mehr als 100 Pro-Cent abwerfen, wo, wie in dem vorhergehenden Beyspiel, eine Total-Repro— in duction von 5,000 Franken um den sechsten Theil IEI zunähme, mit dem Unterschiede, daß diese Zu— nahme einzig und allein durch die Preis-Erhö— 23⁹1 hung der Producte, ohne alle Vermehrung oder 417 Verminderung in der Quantität derselben, be— 4910 wirket würde, so daß immer nur 5,000 Maaße von Producten vorhanden wären, die aber, nin statt zu einem Franken für das Maaß verkaufet— zu werden, einen Franken, drey Sols und vier Sasu Deniers gölten. Alsdann würden die 2,000 Maaße, die der Pachter selbst verzehrte, 2,333 Franken statt 2,000 Franken werth seyn; folg— ö lich sind 333 Franken von den 1,000 Franken 0 der Preis⸗Erhöhung abzuziehen, und bleiben N 2,667 Franken für das Einkommen übrig. Mit diesen 2,667 Franken aber würden sich nur 2,286 Maaße Producte erkaufen lassen; also würden auch nur 286 Maaße Profit zu Ver⸗ mehrung des Einkommens Statt finden, wel— ö ches 2,667 Franken beträgt, wovon in der That„ nur ungefähr der dritte Theil dem Guths-Besiz—⸗ zer zum reinen Profit gereichen würde. Nichts 5⁰ desto weniger werden wir weiter unten sehn, daß Ro sich dieser Profit viel weiter erstrecken müsse, in⸗ e dem die sterile Classe in den, was ihr abgekauft 1i wird, die Entschädigung für den erhöhten Preis bekommt, der Ausgaben zur gandwirthschaft 91 bekömmt, den sie in ihren Ausgaben tragen muß; und wer zu verliehren glaubt, gewinnt, nach den Resultaten der großen obigen Tabelle, ein Fünf— thel. Man kann sich, diesen Compensationen gemäß, in dem gegenwärtigen Gesichts-Puncte, welcher in dem Fall auswärtiger Handels-Frey⸗ heit der unvortheilhafteste mögliche ist, die Ord— nung der Ausgaben in diesem Fall Va folgender Tabelle vorstellen. Auslagen Auslagen der produeiren⸗ der sterilen den Classe Einkommen Classe 2,667 Franken für 2,286 Maaße. 2/333 Franken für 2,000 Maaße. 1,250 Franken. X —— 223½ U f.. 1334 Kr. f. 143 Mh.) Nzum Lohne vfür Dienste Fund Arbei⸗ 1,280 Fr. f.)071 Mß. in6 Fr f. voe Nh.) ten. — S. 2,a r. f. a.iA Mh. S. 2.500 Fr. f. 145 Mh. Der Landwirth verzehrtt. 2,000 Maaße. Das Einkommen kauft ihm ab 1,143 Maaße. Die sterile Classe kauft ihm thells zu ihrer Consumtion, und theils zum Ersatz ihrer Aus⸗ lagen Aäb. 2,142 Maaße. Summe.. 5,285 Maaße. Die ganze Masse der Reproduction beträgt 5,000 Maaße; mithin würde der Aufwand an Producten die ganze Masse der Aerndte des Lan— des um 285 Maaße übersteigen, welches anders nicht Statt finden könnte, als durch Erkaufung dieses —*—————3—..—F4—.—22—2———..—. 92 Neuntes Capitel. Verhältnisse dieses Ueberschusses von Ausländern: man kann aber den Auslöndern ihre Waare nur nach Maaß— gabe dessen abkaufen, was man an sie verkau⸗ fen, oder ihnen mit Waaren oder Gelde bezah— len kann. Das Verkehr, welches die sterile und die producirende Classe mit einander treiben, könnte sich, wie man aus der Tabelle sieht, von bei— den Seiten mit den Ausländern bis ungefähr zu der Summe des Einkommens, das ist, bis zu 2,286 Maaßen, erweitern. Das Verkehr der producirenden Classe erstreckt sich hier auf 2,214 Maaße; also fehlen nur 72 Maaße daran, daß es nicht zulangt: und das Verkehr der sterilen Classe beläuft sich auf 2,143 Maaße; es weicht also nur um 143 Maaße ab. Das macht zu— sammen 215 Maaße, die sich, in der angenom⸗ menen gewöhnlichen Ordnung der Tabelle, wo die Auslagen hundert für hundert eintragen, zwischen diesen beiden Classen finden könnten, ihr Verkehr zu vervollständigen, und den Ankauf der 285 Maaße, um die unser Aufwand unsre Äernd— te übersteigt, bey den Ausländern zu verringern. Diese 285 Maaße würden, auf den Theil der Preis⸗Erhöhung, 327 Franken ausmachen: es muß also die Preis⸗Erhöhung von 1,000 Fran⸗ ken mit 327 Franken auf die Ausländer fallen; sonst würde die Zunahme von 327 Franken Äuf⸗ wandes der Nation auf sie selbst zurücke fallen. Also kann für die Nation bey Erhöhung der Preise ihrer Producte kein Profit anders Statt finden, als durch freyen Handel mit den Aus-— ländern, so wohl zur Ausfuhr, als zur Einfuhr, und durch die Nachfrage, die im Handel über den Preis der Lebens-Mittel und Waaren ent⸗ scheidet: I te R I nag zu Heei Rhem ic ir Rhrung W Hudel Iun AAIA Indeld umn ser Nn N hust; Rufht desed s, un Riotgger Handeld Athe Raht i Wigtb Wenig: R5 Mohr sshet Nunn,! Ruft g Ghihmn n den f Mon durt lhoit d Ruln, un btn lh Umnpnsit I —=e————— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 93 scheidet: denn es würde einer Nation eben so wenig möglich seyn, die Valuta ihrer Producte durch Preis⸗ Erhöhung nach ihrem Belieben und zu ihrem Profit zu vermehren, als es ihr mög⸗ lich wäre, die Valuta ihres Geldes durch Ver— mehrung des Zahl⸗Werthes zu vergrößern. Nur also durch wechselseitige Freyheit zum Handel mit Ausländern kann eine Nation den Preis ihrer Producte erhöhen, in wie fern sie Theil an dem Preise nimmt, welcher unter den handelnden Völkern gangbar ist. Dann aber kann sie an der Erhöhung des Preises der Pro⸗ ducte gewinnen, die sie an die Ausländer ver— kauft, ohne darum diejenigen, die sie ihnen ab— kauft, theurer zu bezahlen. Denn, erstens, wür⸗ de sie dieselben nicht minder theuer bezahlen müs⸗ sen, wenn sie zu Hause die ihrigen zu einem niedrigern Preise verkaufte, als der unter den handelnden Volkern gangbar ist; und, zweytens, hat die Erhöhung des Preises der Landes-Pro⸗ ducte keinen Einfluß auf die ganze Masse der Ausgaben. So hat sie, zum Beyspiele, sehr wenig oder gar keinen Einfluß auf den Preis des rohen Goldes und Silbers, oder auf den Preis der Edelgesteine, der Gewürz- oder andrer asiatischer, africanischer und americanischer Waaren, die nach Enropa gebracht und da ver— kaufet werden. Eben so wenig erstreckt sich die Erhöhung des Preises auf dasjenige Ersparniß an den Kosten der Menschen-Arbeit, deren Stelle man durch Hülfe der Maschinen, durch die Vor— theile der Schiffahrt auf Seen, Flüssen und Ca⸗— nälen, und durch alle die mechanischen Mittel ersetzen läßt, welche keine Entschädigung zur Compensation der Erhöhung des Preises der des Territoriums erfodern: denn diese Ent⸗ 2 94 Neuntes Capitel. Verhältnisse Entschädigung gereicht nur bey dem, was die Menschen und das Arbeits-Vieh im Lande kosten, zur Compensation. ö Mithin giebt es eine Menge von käuflichen Dingen, durch die der Profit, welchen eine Na— tion von der Erhöhung des Preises ihrer Pro— ducte, die sie ans Auslanmd verkauft, ziehen kann, auf keine Weise verringert wird. Es läßt sich also leicht aus dieser Entwickelung be— greifen, wie eine Nation, mittelst der Erhöhung des Preises ihrer Producte, ihren Reichthum durch ihren wechselseitigen Handel mit andern Völkern vergrößern könne. Mittelst dieses Han— dels kann sich demnach der Profit von der Preis— Erhöhung viel weiter erstrecken, als derjenige, der aus der Rechnung auf der Tabelle erwächst,‚ wo, eins gegen das andre gerechnet, eine gleiche Preis⸗Erhöhung bey allen Arten von Producten, Waaren und Arbeiten angenommen ist. Denn wenn die Producte, die man an die Ausländer verkauft, zu der Zahl von denen gehören, deren Preis am meisten erhöhet ist, und die Nation den Ausländern mehr von denen abkauft, die nur geringen Theil an der Preis⸗Erhöhung ha— ben; so wird der Profit, den sie von der Preis⸗ Erhöhung auf Kosten der Ausländer zieht, viel beträchtlicher seyn, als der auf der Tabelle an— gegebene. Lasset uns an dem Beyspiele der Cultur, wo die Auslägen mehr als hundert Pro-Cent Er⸗ trag abwerfen, nicht hängen bleiben, weil die⸗ ser Fall schon selten ist: der Cultur Stand, nach dem wir streben müssen, und zu dem wir es in einem gut- regierten Staat, in dem die Markt-Plätze zum Vertriebe der Producte leicht sind, bringen können, ist der, wo die Auslagen hundert ———..— I un ho⸗ Iun N anns du un nachd Meapn ü hsse uunzen du sird, N sjj bon Me Racs de e . a h uyn di die Nxg cheh r⸗ Rum Linder HhKMeis uts und de s wief Irrdnren, nens un nah virz vosimu vu I G I In W Iu n ruß xr uun Ithilhuß Ni derjnn Wuthailen, N sasch 600 1000 Na. der Ausgaben zur Landwirthschaft. 95 hundert Pro-Cent einbringen. Wenn wir uns in unsern Rechnungen über Vermehrung des Ein⸗ kommens durch die Preis-Erhöhung der Pro⸗ ducte nach der Tabelle gerichtet haben, wo die Auslagen über hundert Pro-Cent einbringen; so ist es bloß darum geschehen, weil diese Rech— nungen durch Bemerkungen vorbereitet gewesen sind, die zum Verständniß der Tabelle selbst no—⸗ thig waren. Aber es giebt einen Vortheil, der mit dem Anwachse des Einkommens durch den hohen Preis der Producte unzertrennlich verknüpfet ist, und der gar sehr unsre Aufmerksamkeit verdient; ich meyne die Vermehrung des Einkommens durch die Menge der Producte selbst, welche durch den hohen Preis immer bewirket wird. Alle bau— bare Ländereyen werden beurbaret, so bald der hohe Preis den Eigennutz des Cultur-Unterneh⸗ mers und des Guths⸗Besitzers rege macht. Durch diese zwiefache Vermehrung, am Preis und an Producten, steigt die Vermehrung des Einkom— mens um mehr als drey Vierthel an Profit. So nach würden die Rechnungen, die sich bloß auf Bestimmung des Profits von derjenigen Vermeh— rung des Einkommens einschränkten, die der hohe Preis verschafft, schon unrichtig seyn. Denn wenn Vermehrung des Einkommens durch hohe Preise bewirket wird; so findet sich immer, daß der Total-Profit im zusat umen-⸗gesetzten Verhältnisse mit dieser Verinehrung selbst und mit derjenigen stehe, die aus der Menge er— wächst. Lasset uns, um hiervon noch genauer zu urtheilen, zum Beyspiel, annehmen, daß vor einer solchen Vermehrung des Einkommens die Total⸗Reproduction nur 4,000 Franken oder 4,000 Maaße, jedes Maaß für einen Fran⸗ ben, 96 Neuntes Capitel. Verhältnisse 6601 ken, betragen hätte, welche ein Einkommen von—90 1,000 Maaßen abwürfen, und nun nähme diese Fuit Total⸗Reproduction um 1,000 Maaße zu; so für 1— wird die TotalReproduction, die alsdann hihnmen 5,009 Franken oder 57,009 Maaße beträgt, ein Deset Einkommen von 2,000 Franken oder 2,00 Ruet wordt V Maaßen geben, wie man auf der Tabelle sieht, RVm dab I wo die Auslagen hundert Pro⸗Cente reinen Er⸗ zm ni trag geben. EI 74 Findet sich nun aber, daß zu dieser Repro⸗ 111 ductions⸗Vermehrung noch eine Preis? Erhö⸗ Ruatdihtl hung kömmt, und diese Erhöhung ebenfalls Inanid 1,000 Franken beträgt; so wird die Total-Re— mr production 6,5000 Franken ausmachen, welche Wirhal 0 nach der Tabelle, auf der die Auslagen 150 88Hlon V. Pro⸗Cente reinen Ertrag abwerfen, ein Ein— 7½ 4 kommen von 3,000 Franken geben zu sollen schei⸗ nen würden: allein so ist die Tabelle, die im übahrt gegenwärtigen Fall entscheidet, diejenige, welche Nit die Resultate von der Vermehrung der Valuta psir der Total-Reproduction durch die bloße Preis⸗ Erhöhung der Producte angiebt. Denn die Fälle, von denen gegenwärtig die Rede ist, passen aufs Elet genaueste in die Ordnung dieser letztern Tabelle, H wo man ebenfalls annimmt, daß der Verkaufs⸗ i Werth der Total- Reproduction von 5,000 fihun seh; Maaßen, wenn er durch die Preis⸗ Erhöhung Iso ni um 1.000 Franken vermehret wird, diese Re— Ich riz! production auf. 6,008 Franken hinauftreibe, wel— di wülh che auf den Zuwachs von 667 Franken am Ein⸗— emn u . kommen einen reellen Profit von 300 Maaßen um un h N. geben, der so viel werth ist, als 350 Franken. xI Ralt Hierzu lasset uns die 1,000 Franken Vermeh⸗ rheihaft rung an Producten setzen, welche durch die Preis⸗ ütr du Erhöhung veranlasset wird, die den Ueberfluß untun g bewirkt; so wird die Vermehrung des Einkom⸗ an mens Rap 2 4 der Ausgaben zur Landwirthschaft. 97 mens 1,667 betragen— und dann würde sich finden, daß der reelle Profit 1,35½, oder un⸗ gefähr drey Vierthel von der Vermehrung des Einkommens ausmachte. Dieser Profit muß aber, wie bereits erin⸗ nert worden ist, bey weitem beträchtlicher seyn, wenn das, was an die Ausländer abgesetzt wird, zum größten Theil in solchen Producten besteht, die den mehresten Antheil an der Preis-Erhö— hung haben; dergleichen sind die Producte von unentbehrlichem Bedürfnisse, weil durch deren immerwährende und allgemeine Consumtion im— mer der Preis derselben im auswärtigen Handel unterhalten wird. Je theurer, zum Beyspiele, das Oliven-Oel in Provence ist, desto mehr Vor⸗ theil zieht diese Provinz von diesem Producte, welches seine hauptsächlichste Aerndte ausmacht; desto mehr kann sie ihren Einkauf in andern Le— bens⸗Mitteln oder Waaren erweitern; und de—⸗ sto stärker kann sich die Bevölkerung eben dieser Provinz mehren. Gleiche Bewandtniß hat es mit einem Rei⸗ che, welches Ueberfluß an Getraide, an Weinen, u. d. gl. hat, wenn diese Producte leicht auszu— führen sind: denn je theurer diese Producte sind, desto mehr gewinnt ein solches Reich an diesem hohen Preis in seinem wechselseitigen Handel mit den Ausländern. Wir haben, um den Nutzen, den eine Nation von dem hohen Preise der Pro⸗ ducte von ihrem Zuwachs hat, zu zeigen, gera— de den Fall erwählet, welcher der am wenigsten vortheilhafte ist, der sich denken läßt, wie der Fall einer durchgängigen Preis-Erhöhung, damit man hieraus von der Zunahme des Pro— fits in andern, vortheilhaftern Fällen urtheilen WM. L. P. 2. O. G könne, .1.——. 99 Neuntes Capitel. Verhältnisse könne, wo es gerade Producte vom höchsten Preis, und solche sind, die sich am leichtesten ausführen lassen, welche man an die Ausländer zu verkaufen hat. Die Einwohner der Städte, die in den Ge⸗ danken stehen, daß durch niedrigen Preis der Pro⸗ ducte zum unentbehrlichen Bedürfnisse die Ver— mehrung der Manufacturen, der Künste und Handwerke in ihren Städten befördert werde, können sich gar leicht ihres Irrthumes durch die ökonomischen Tabellen überzeugen, aus denen sie sehn werden, daß die sterile Classe nothwen— dig immer mehr abnehmen müsse, je mehr das Einkommen abnimmt; und daß sie eben so noth— wendig immer mehr zunehmen müsse, je mehr das Einkommen zunimmt. Immer haben die Men— schen blindlings geglaubt, der gute oder schlech— te Fortgang der Landwirthschaft wäre eine Sa— che, die weiter Niemanden etwas angienge, als die Landleute; da doch eigentlich der ganze Wohl— stand der Reiche und Länder einzig und allein auf den Arbeiten der Landleute, und auf den Schätzen derselben beruht, in wie fern gerade diese Schätze und Arbeiten jährlich die Schätze, von denen die Menschen ihren Unterhalt haben müssen, und aus denen der Reichthum und die Macht der Völker erwächst, zum Wieder-auf— leben bringen. Anmerkung. Es ist nicht nöthig, zu erinnern, daß in dem Falle, wo die Auslagen mehr als hundert Pro⸗ Cent abwerfen, die große umständliche Tabelle über die Verwendung des Einkommens keineswe⸗ ges bey der producirenden Classe die nämliche Ordnung I uulg bes . vo d nicht weht dunbes sch slͤden, N der d 15⁰⁰ I sitht Rhe⸗ HHιπνν HMllle RH4 N erik den Rule, f0 II Fran al Maerchnl Vummn en N sterie L 1j⁰⁰ dre Franken stere Ir Iunns gl Hahh hie dus nchr ld hy Min n Rens, mn Heh chenfat Rüse Megeh 6 Ekom Iste Her uf ding 60 Iuttluns. Ast dem hro⸗ belle wes liche ung 18 der Ausgaben zur Landwirthschaft. 93 Ordnung befolge, die auf der Tabelle beobach— tet ist, wo die Auslagen der producirenden Clas⸗ se nicht mehr als hundert Pro-Cent eintragen. Denn befolgte sie eben diese Ordnung; so würde sich finden, daß sich die Ausgaben oder die Rück⸗ flüsse der producirenden Classe an die sterile auf 1,500 Franken beliefen, da doch diese Ausgaben nicht mehr als 1,000 Franken, dieß heißt, der Hälfte der Auslagen von 2,000 Franken bey der producirenden Classe gleich sind; welches mit der gewöhnlichen Regel zusammen⸗stimmt, wo diese Clässe immer die Hälfte von ihren Auslagen an die sterile Classe ausgiebt. In dem vorliegen— den Falle, wo die Auslagen, die nur 2,900 Franken betragen, ein Einkommen von 3,000 Franken abwerfen, giebt der Guths-Besitzer, wie gewöhnlich, die eine Hälfte von diesem Ein— kommen an die producirende, und die andre an die sterile Classe aus. Da nun diejenige Hälfte, welche die producirende Classe einnimmt, aus 1,500 Franken besteht; so übersteigt sie um 5 o Franken die Ausgabe, welche diese Classe an die sterile Classe macht. Denn diese Ausgabe ist nur den zwey Drittheln von der Hälfte des Ein— kommens gleich, die sie einnimmt; da hingegen, wenn die Auslagen der producirenden Classe nicht mehr als hundert Pro Cent einbringen, die Ausgabe dieser Classe der Hälfte des Einkom— mens, und zugleich auch der Hälfte der Ausla— gen ebenfalls gleich ist. Wenn wir demnach diese Ausgabe nach der Vertheilung der Hälfte des Einkommens, oder nach der Vertheilung der Hälfte der Auslagen berechnen; so kömmt das auf Eins heraus. Man hat jedoch lieber die Vertheilungs⸗Reihe des Einkommens gewählt, weil sie in so fern bequemer ist, in wie fern da⸗ 8 2 bey —— X—3———— —————— 7 100 Neuntes Capitel. Verhältnisse bey die Einrichtung der Tabelle desto einfacher und natürlicher ist. Will man aber im vorlie⸗ genden Falle, bey Formirung der umständlichen Ausgaben Tabelle, die nämliche Einrichtung befolgen; so muß die producirende Classe auf jeder Staffel thel weniger, als die Hälfte von der Summe, die sie einnimmt, der sterilen Clas⸗ se zufließen lassen; die sterile Classe hingegen muß fortfahren, auf jeder Staffel die Hälfte von ih⸗ rer Einnahme wieder an die producirende Classe auszugeben. Alsdann würde der Gang der umständlichen Ausgaben ⸗Tabelle folgende Gestalt bekommen: Jährliche Jährliche Auslagen Auslagen der produeiren⸗ der sterilen den Classe Einkommen Classe ö 2,0⁰⁰0 3/0⁰⁰ 1,25⁰ 1,5⁰⁰ 1/,5⁰⁰ 75⁰ 528 u. s. w. u. s. w. Die Summe Nß wird seyn 2,750 Die Summe wird seyn 2,500 Oie Verhältnisse des Einkommens zum Getraide⸗-Preise. Die jährlichen Auslagen zum Getraide-Bau werfen mehr oder weniger Einkommen oder rei— nen Ertrag ab, je nachdem der Preis des Ge⸗ traides und die Quantität der Aerndte mehr oder weniger groß ist. Lasset uns annehmen, daß im Stand einer guten Cultur jeder, mit Ge⸗ traide x Hiet II Rrechn Ryn des 33 Uultnt In bodet Auswachen Dun 9n Gtrolde dl W Eiton Cihs il dis rodockig Enshanen Euht! Hinude l. NM Daxuus sra i, Renij ꝓ Hhl E anastrit Iu Ri U u WI dalem p leit du z ud dit Ruden M. uishen z WO hesi Iel 10 Rla der Ausgaben zur Landwirthschaft. 10r traide besäete Morgen Landes, einen in den an⸗ dern gerechnet, sechs franzosische Malter(nach Abzuge des Saamens) trägt, und die jährli— chen Cultur-Auslagen im Lande 2,000 Fran— ken(oder vielmehr zwey tausend Millionen) ausmachen. Wenn der reine Ertrag von diesen Ausla⸗ gen zu 150 Pro-Centen steigt; so steht das Getraide auf 21 Franken und 12 Sols(O; die Total-Reproduction ist 6,00 Franken, und das Einkommen 3,000 Franken. Steht der reine Ertrag auf 100 Pro⸗Cente; so gilt das Getraid 18 Franken; die Total⸗Re⸗ production ist dann 5000 Franken, und das Einkommen 2,000 Franken. Steht er auf 50 Pro⸗Cente, so gilt das Getraide 14 Franken und 8 Sols; dann ist die G 3 Total⸗ ( Dieß ist so ziemlich der gewöhnliche Preis des Weizeuns in England, wo die Ausfuhr des Getraides frey ist, und wo es, aus diesem Grunde, nur sehr wenig Veränderungen im Preise des Getraides giebt. Bey diesem Preise nimmt der Zehndte ungefähr ein Siebenthel vom reinen Ertrag hinweg.(So ganz unbeschränkt frey ist der Getraide⸗Handel der Brit⸗ ten wohl nie, weuigsteus in neuern Zeiten nicht, gewesen; und selbst die Ausfuhr Vergütung(Beunty) hat dem Interesse der Landwirthschaft im Grunde mehr geschadet, als genützt. Seil dem toten November 1791 aber ist in Groß⸗Britannien vollends ein Gesetz geltend gemacht, das mit Rechte für die größte Albern⸗ heit der neumodischen Getraide⸗Policey gelten kann, und das den Bewohnern einzelner, von der gesetzge— benden Macht ganz willkührlich begränzter Distriete, (zwischen denen die Natur keine Gränzen gemacht hatte, desonders in Schetland, unendliche GSchwie⸗ rigkeit macht, ihr Getran Bedürfniß in gewissen Fällen nur habhaft zu werben. U.) 9SS* — A 53—.————...————:————————..— 102 Neuntes Capitel. Verhältnisse Total⸗Reproduction 4,000, und das Einkom— men 1,000 Franken. Steht er auf 25 Pro⸗Cente; so gilt das Getraide 12 Franken und 15 Sols(D; die Total⸗ () Damit hört die Güther-Bewirthschaftung im Großen schon auf. Die Güther-Wirthschaft im Kleinen würde um die Hälste weniger Aerndte vom Morgen Landes eintragen; die jährli⸗ chen Auslagen sind so ziemlich ebenfalls um die Hälfte geringer auf den Morgen: denn es werden dann die Auslagen auf Kosten des Grundes und Bodens besiritten, welcher den Acker-⸗Ochsen zur Weide überlassen wird. Mit den Inventarien⸗Aus⸗ lagen nach dem Pflug hat es so ziemlich gleiche Be— wandtniß. Eben deßwegen wird alsdann auch die Guther⸗Bewirthschaftung im Kleinen für vortheil⸗ hafter gehalten, als die Wirthschaft im Großen. Man rechnet aber nicht, daß dabey am Ertrage des Territoriums eine Minderung um die Halfte vor— geht, welche schlecht gebaut, und großen Theils völlig lehde wird. Zwölf Franken sind so ziemlich der ge⸗ wohnliche Preis des Malters Weizen in den franzö— sischen Provinzen. Der Zehndte nimmt alsdann die Halfte vom reinen Ertrag hinweg. Der Zehndte wird nach dem Total-Ertrage der Aerndte reguliret, ohne daß man dabey die Cultur-⸗ Kosten, den Saamen, u. s. w. mit in Rechnung brächte: je weniger reinen Ertrag daher die Beschaf— fenheit des Grundes und Bodens, oder der Preis der Producte abwerfen, desto schwerer drückt dieser Erb-Zins das Guths⸗-Einkommen— welches nicht selten so weit geht, dab er mehr wegnimmt, als der reine Ertrag selbst beträgt. Die ses giebt dann Anlaß, daß die Güther Besitzer alle Gedanken schwinden lassen, Ländereyen, die nicht Ertrag ge⸗ nug zu Bestreitung einer solchen Ueberlast geben, fernerhin zu bauen. Es ist zum Erstaunen, daß ver⸗ standige Menschen haben den Vorschlag thun können, die Besteurung nach dem Muster eines Erb⸗Zinses zu reguli⸗ VAe VHe 50 Rablitt miüh/ IHEI Guenn Na Mid aige O ö III fui sshen Y Hts u mumiit I WMil R Hai Aldben Lal, de Iri, g Aiscen 1 Rin, ö R der Aus gaben zur Landwirthschaft. 103 Total-Reproduction ist 3,500, und das Ein— kommen 500 Franken. G 4 Steht reguliren, bey dem die Contribution so unregel⸗ mäßig, und so schädlich ist. Zu Zeiten der Regierung der beiden Könige, Heinrich des Vierten und Ludwig des Dreyzehnten, da die Getraid⸗-Ausfuhr erlaubt war, stand der gewöhnliche Preis des Weizens ungefähr auf 24 Franken itzigen Münz⸗Werthes, und der Ertrag auf 200 Pro-Cente; dieses betrug sieben mal mehr Einkommen vom Getraide-Bau, als heut zu Tage. Unter diesen Regierungen fiel auch weder Hungers— Noth, noch Unwerth des Getraides vor, wohl aber einige mal kleine Abwechselungen im Preise. Der Abbe“ de Vigeois berichtet, im J. 118s hätte es im Gouvernement Limosin einen großen Ueber⸗ fluß an Getraide gegeben, und der Preis des franzö⸗ sischen Malters Weizen hätte auf 5 Sols und s De— niers gestanden, welches etwan 20 Franken itziger französischer Währung beträgt. Dieß ist ein Be⸗ weis, daß sich der hohe Preis durch Freyheit des Händels innerhalb und außerhalb des Landes eben so wohl in abgelegnen Provinzen, als in der Nähe der Hauptstadt erhalten könne. Unter Carl dem Großen stand das Getraide in eben dem Preis. Im zwölften Jahrhunderte waren die Vermö⸗ gens⸗Umstände der großen Vasallen, wie der eben gedachte Schriftsteller sagt, uuermeßlich Er erzählt von der Pracht ihrer Turniere, und von der ver⸗ schwenderischen Lebens⸗-Art in dem alltäglichen Zu⸗ stande des Innern ihrer Häuser und ihrer Tafel Pro⸗ ben, die für uns itzt unbegreiflich sind. Man sehe die Mémoires de la Chevalerie, par M. de la Curne de Sainte⸗Palaie, Tomes II. pag. 76 78.(oder D. J. L. Klüber's Uebersetzung dieses Werkes unter dem Titel, das Ritter⸗Wesen des Mittel Al⸗ ters, nach seiner politischen unb milita⸗ rischen Verfassung S. z3. 178 f. und 223 ff. des isten, S. 19 ff. und besonders S. 2147218 des aten Bandes. H.) 8 104 Neuntes Capitel. Verhäͤltnisse V Steht er auf 10 Pro-Cente; so gilt das kme Getraide 11 Franken und 7 Sols, und die Gü⸗ VDs ther werden dann mit der Wirthschaft im Klei— Eime nen verwaltet. Die Total-Reproduction des W . Territoriums ist um die Hälfte verringert, ohne ud. noch die Grundstücke, die dann ungebaut liegen huaen N I bleiben, nur mit in Rechnung zu bringen. Diese n Reproductions-Hälfte würde 1,680 betragen. ur a + Der Zehndte nimmt beynahe den ganzen reinen Rcan ö Ertrag weg, und für die Pachtung der Grund— fi enft V stücke bleibt fast nichts übrig; daher ist denn Hiorgun 0 auch das Capital zu Erkaufung der Grund— ui da 4 stücke zu so niedrigem Preis in einem solchen a V Lande, wo die Güther wegen des gar zu niedri⸗ Hhi 10 gen Getraide⸗Preises mit der Wirthschaft im Ib. un 4 Kleinen behandelt werden. Der ganze Ertrag Rsm A dieser Bewirthschaftung erstreckt sich, so zu sa— Dune gen, bloß auf den Lebens-Unterhalt und die n n i Cultur⸗Kosten des Proprietärs, dem aus Man⸗ Rrehn gel an Pachtern die Last einer solchen Cultur—. Unternehmung selbst auf dem Halse liegt, welche Hsa, er durch arme Bauern bauen läßt, die wir hruhhn Meyer oder Halb-Pachter(9 zu nennen n Et pflegen, weil sie die Aerndte zur Hälfte mit dem Im Proprietär theilen, der, wenn seine Grundstücke H in nicht braache liegen und gar zu Lehden werden it, sollen, alle Inventarien-Auslagen selbst herge— Int ben muß. die Win Man könnte hier einen Rechnungs-Fehler i aufmutzen, welcher darinnen besteht, daß man Drn die Erniedrigung des Getraide-Preises auf das s Ganze des Einkommens, welches einer Nation t 1) zugeschrieben wird, fallen läßt, so bald die fil Rechnungen des Katasters über dieses Total— Hü Ein⸗ umam (Mdẽétayers. suln mr ne Ren Mase gen. inen ind⸗ enn und⸗ (hen iedri⸗ ft im trag u sa⸗ die Nan⸗ altur⸗ weche ie wit nennen t dem stücke erden herge⸗ Fehler aß man auf das Nation ald die Total⸗ Ein⸗ der Ausgaben zur Landwirthschaft. 1o5 Einkommen, im siebenten Capitel gegenwärti⸗ gen Werkes, nur etwan die Hälfte von dem Einkommen setzen, welches durch die Arbeit des Pfluges an Getraid-Aerndte erzeuget wird. Es würde etwas Leichtes seyn, die Wir— kungen dieser Erniedrigung bloß auf die Hälfte des Ganzen vom Einkommen zu bringen. Ehe wir aber hierinnen die geringste Reduction an⸗ nehmen, müssen wir vorher untersuchen, was für Einfluß die Wirkungen von eben dieser Er— niedrigung auf die übrigen Quellen des gesamm⸗ ten Einkommens haben. Denn damit ich die— ses voraus sage, die Summe des Einkommens hängt gar sehr von dem Einkommen des Pfluges ab: und wenn es mit der Erniedrigung, die diesem Artikel wiederfährt, bis zu einem gewis⸗ sen Puncte kömmt; so erstreckt sie sich so ziemlich in dem nämlichen Ebenmaaß über das Ganze. Deßwegen haben wir auch kein Bedenken getra— gen, alles zusammen auf einerley Fuße gehn zu lassen, mit Vorbehalt einer hinlänglichen Un⸗ tersuchung, durch die wir zu einer umständli— chern Entwickelung gelängen können. Wenn von der Tabelle von 150 Pro-Cen⸗ ten der Preis des Malters um ein Sechsthel, dieß heißt, von 21 Franken auf 18 fällt; so nimmt das Einkommen um ein Dritthel ab, und die Auslagen und der reine Ertrag sind dann 100 Pro⸗Cente. Wenn von der Tabelle von 120 Pro-Centen der Preis des Getraides um ein Fünfthel, dieß heißt, von u8 Franken auf 14 Franken und 12 Sols fällt; so nimmt der Belauf der Total— Reproduction um ein Fünfthel, und das Ein— kommen um die Hälfte ab, und wird statt 2,060 Franken nur 1,000 Franken betragen; alsdann G 5 ver⸗ W 106 Neuntes Capitel. Verhältnisse 2 Ha si verhalten sich die Auslagen gegen den reinen 4101 Ertrag, wie 100 gegen 50. fhl 3. Wenn von der Tabelle von 50 Pro⸗Cen⸗ lrhn ten der Preis des Getraides um ein Achthel, oder K4 von 14 Franken und 12 Sols auf 12 Franken 0 und 15 Sols fällt; so nimmt der Belauf der Hbetiade Total⸗Reproduction um ein Achthel, und das 4 Einkommen um die Hälfte ab: es wird dann wt statt ,0οο Franken nur 500 Franken betra— 0 f gen. Die Auslagen werden sich gegen den rei— Ium nen Ertrag verhalten, wie 100 gegen 25. Hlcbenden Wenn von der Tabelle von 25 Pro--Centen Rrdu der Preis des Getraldes um ein Neunthel, oder MWhddl von 12 Franken und 15 Sols auf 11 Franken 6 n und 7 Sols fällt; so nimmt der Belauf der 111 Total⸗-Reproduction um ein Neunthel ab. M⸗ Alsdann findet kein Einkommen mehr Statt; dieß heißt: wenn der Pachter seine gehabten Auslagen aus dem Ertrage wieder eingezogen cuith hat; ist nichts weiter übrig. In diesem Zu— ae stande des Verkaufs-Werthes, wenn man ihn R. als feststehend annimmt, giebt es keine Pro⸗ 11 prietäre, keine Steuer, keine Landes-Vertheidi— 2 gung, keine Nation mehr; es werden auch dann I weder Bauern, noch Ackerbau weiter Statt fin— I, den: denn die Pachter, denen während des Ver— RI laufes ihrer Pacht⸗Zeit die Last auf dem Halse 0 V liegt, eine Pacht-Zinse zu bezahlen, werden 2 durch die unvermuthete Erniedrigung des Prei— 1—5 ses ihrer Lebens-Mittel am ersten zu Grunde gehn(½. ö 1114 Man gen weil dit () In Frankreich darf man den gewöhnlichen N nun Preis des Getraides für den Landwirth nicht anders shen rechnen, als auf 30 bis 40 Sols unter dem gemei⸗ Ilatmon nen Preise, der aus den Preisen der Markt,Plätze Nhass ent⸗ * — + der Ausgaben zur Landwirthschaft. roꝛ Man sieht also auch aus dem entgegenge— Verhaltnisse setzten Grunde von dieser Erniedrigungs-Reihe, der Erhöhung daß, wenn dem Wieder-Eingange der Cultur⸗ nem zu: Ler Auslagen bey dem Landwirthe vollständige Ge⸗Erhöhung des nüge geschehen, und der Verkaufs⸗Werth des ge. Getraides, zum Beyspiel, um einen Franken im stehenden Preise gestiegen ist, das Einkommen der Güther⸗Besitzer um 2 Franken zunimmt; dieß heißt, daß der Zustand des Einkommens immer in dieser Reihe mit dem bleibenden Zustande des 2 Verkaufs Werthes der Producte sieht. Wahr ist freylich, daß die Pro⸗ prietäre,(und wenn ich von Proprietären rede, so begreife ich unter dieser Benennung den Su⸗ verän selbst mit,) die Lebens-Mittel und das Arbeits⸗ 2927 nach Maaßgabe von 1 Franken Erhö⸗ entsteht, wegen der äußerst großen Veränderungen dieser Preise in einem Lande, wo die Ausfuhr ver— boten ist. So läßt sich, zum Beyspiele, der gewöhn— liche Markt Preis von 14 Franken, in Absicht auf den Landwirth, nicht höher anschlagen, als auf 12 Franken und 10 Sols; und der gewöhnliche Markt— Preis von 12 Franken und 10 Sols ist für ihn nicht mehr, als 11 Franken. Den Beweis von dieser Würderung hat der Verfasser des Artikels Srains in der Encyclopédie umständlich geliefert. Mau findet ihn auch in Pat ull o's Anweisunglzur Ver⸗ besserung des Ackerbaues,(Frankfurt am Mayn, 1763. 8vo) Wir haben bey diesor Eenehroun⸗ der Preise ümmer den Wieder⸗Eingang der Cultur⸗Ausla⸗ gen für den Pachter als unverkurzt beybehalten, weil diese Auslagen in allen solchen Fällen immer die nämliche Basis zur Berechnung der Verhältnisse zwischen den Kosten und dem reinen Ertrage, so wie überhaupt aller Verhälinisse sind, die in der ganzen ökonomischen Vertheilung daraus entspringen. 40os Neuntes Capitel. Verhältnisse ul * ö Erhöhung des Verkaufs⸗Werthes vom Getraide, 10 selbst um ein Quart theurer bezahlen: allein die an Erhöhung ihres Einkommens beträgt 2 Fran⸗—⁰x ů ken, und sie gewinnen auch noch außerdem an e allen den Ausgaben, die durch Erhöhung des in i Verkaufs-Werthes des Getraides nicht zuneh— maism men; an allen den Waaren, die von den Aus— Vüen ländern erkaufet werden; und an allen Arten von 6 festgesetzten Lasten und Erb⸗Zinsen, die vom Ge⸗ Wuunt traide Preis unabhängig sind. DM Oeffnet die Augen, ihr Regierer der Sterb— e lichen; höret, ihr Könige, und mer⸗ Rr K ket; lernet, ihr Richter auf Erden; neuder nehmet zu Ohren, die ihr über viele ude herrschet(0, und sehet, ob es einen Bund, luhu einen Vertrag, eine Allianz, einen Friedens⸗ 1111⁴³ Schluß, u. d. gl. gebe, mit einem Wort, ob es asibt auf Erden irgend eine Macht gebe, die euch Ith) nur den hunderten Theil von dem Guten oder It ihtn Bösen, das in und unter euren Händen ist, er— une weisen könnte; ob es einen Zustand von Kram— D N pfe, von Zerrüttung, von gehäuften Schulden, Wagen, kurz, von politischer Unordnung irgend einer Art sue gebe, über dem ihr den Muth verliehren müßtet, ECelspin so lange euch das Territorium bleibt, und so u Er fern ihr die rechten Wege, die Wege der Ein— F l falt und Natur, zur Wiederherstellung einschla— gen wollet! Das alles hängt vom Pflug, und von der Freyheit des Handels mit den Pro⸗ ducten des Pfluges ab. Dieser Haupt⸗Artikel N kann und wird alle andern aufs neue beleben; sen und die Einkünfte werden dann mit einer Ge— 1 schwindigkeit wieder aufleben, deren Progressen 90 euch in Erstaunen setzen müssen. Aber ihr müs⸗ Eu set urme (0 B. d. Weish. 6, 2.3. 0 der Ausgaben zur Landwirthschaft. rog set die Augen aufheben und eure Aussichten er⸗ weitern; müsset endlich einmal aufhören, unbe— deutende Parcellen eines kleinlichen, vermeyn⸗ ten Profits von 20, von 12 oder 15 Millio⸗ nen Franken als Gegenstände, die unsrer Auf⸗ merksamkeit würdig sind*), zu betrachten. Die Regierung eines großen Agricultur-Staates muß nach hunderten, ja nach tausenden von Millionen rechnen. Wir stellen euch an den Fuß der Mauer solcher Berechnungen hin, damit ihr vor den Augen aller und jeder entscheiden kön— net, ob unsre Inductionen hyperbolisch seyn. Lieber, lies das(), ruft euch die Stim— me der Natur zu; lieber, lies das, lies und rechne: und wenn die Feinde des gemeinen Be— sten weder uns eines Irrthumes überweisen, noch sich selbst anders dem Licht entziehen können, als dadurch, daß sie aus dem Schlamme, der un— ter ihren Schritten häust, Nebel erregen, und mitten aus ihren Finsternissen heraus schreyen, die Rechnungen wären falsch, ohne daß sie es wagen, eine einzige geradezu anzugreifen, um sie zu berichtigen; so wollen wir sie in ihren Sümpfen immerhin quaken lassen, und wollen ganze Ströme von Licht über die Nester solcher Lästerer selbst ausgießen. Dar⸗ ( Man vergesse nicht, daß die Rede von einem gros⸗ sen Agricultur⸗Staat und hier ganz eigentlich von Frankreich sey, dessen Staats⸗Einkommen vor der Revolution 600 Millionen Franken überstieg, und doch nicht zulangte. Für einen kleinen solchen Staat wären freylich 10, 12 bis 5 Millionen Frau⸗ ken eine sehr beträchlliche Summe. U. r) Jes. 29, Ii. 110 Neuntes Capitel. Verhältnisse Darstellung der Ursachen von der Abnahme der Einkünfte. Nachdem wir dem Leser die Tabelle von dem Verderben, welches aus dem Verfalle der Ein— künfte in einem Staat entsteht, vor Augen ge— legt haben, so wird es zu unserm Zwecke nun— mehr unumgänglich nöthig, daß wir in der Kürze die vornehmsten Ursachen darstellen, durch welche die Erniedrigung der Einkünfte bewirket wird. Diese Musterung ist nothwendig, um die ganze ökonomische Organisation auf einfache und beständige Regeln zu setzen, wie auch die Anwendung der bereits erwiesenen Wahrheit, daß Verringerung der Ausgaben jederzeit Ver— fall der Einkünfte nach sich ziehe, den einzelnen Vorfällen und Umständen näher zu bringen. Was wir aber noch genauer untersuchen müß— ten, sind die Verhältnisse des Aufwandes auf die Cultur-Arbeit zu der Veränderung der Pro⸗ ducten⸗Preise, durch welche diese Ausgaben ver— mehret oder vermindert werden zu müssen schei— nen, je nachdem der Preis der Producte steigt oder fällt. Denn der Benutzungs⸗Aufwand bey der Landwirthschaft besteht hauptsächlich in der Consumtion dieser Producte selbst.— Auf was für eine Hypothese bauest du nun, wird man fragen, einen Aufwand, oder Auslagen, die trotz einer oder der andern Erniedrigung der Producten-Preise, welche du in ihren verschie— dentlichen Progressen aufstellest, gleichwohl im⸗ mer einfͤrmig sind, ohne an den Auslagen des Landwirthes eine allmähliche, oder den Abwech⸗ selungen der Producten-Preise angemessene Ver— mehrung oder Verminderung anzunehmen?— Um diesen Einwurf, worinnen alle die Fälle übergangen sind, in welchen erzwungene, und mit W hsn! 1 Mus Hatw dustelur Doprop Wägdhe Verden, snfte MWo Eatz, N Wagen Eoun N Mn n Zu abhar Doer sch „ m Mt sh, W bihuschr Eutonn gaben i Hauh Ypufy Maurh All⸗Muah IN W. Diangin af hn Uutann lan; 5 0 uithrig A udun b. Eiun Wlgtiong 2 der Ausgaben zur Landwirthschaft. 111 mit diesen Veränderungen nicht⸗zusammenhän⸗ gende Ausgaben Statt finden können, gehörig zu beantworten, müssen wir in die umständliche Darstellung der hauptsächlichsten Ursachen der Disproportion zwischen den Einkünften und den Ausgaben, die zur Cultur-Arbeit angewandt werden, der Disproportion zwischen den Ein— künften und diesen Ausgaben auf einer, und der Anwendung der Grundstücke auf der andern Seite, und der Disproportion der Inventarien— Auslagen zu den jährlichen Auslagen und zum Einkommen hineingehn; lauter Mißverhältnisse, die unmittelbar von dem guten oder schlech⸗ ten Zustande der Landwirthschaft einer Nation abhängen, und die bloß Folgen von der guten oder schlechten politischen Staats-Abministra— tion, und von dem Preise der Ländereyen⸗Pro⸗ ducte sind. ů Um mich auf die hauptsächlichsten Zweige einzuschränken, will ich die Verringerung des Einkommens, in wie fern dasselbe mit den Aus— gaben im Mißverhältnisse steht, hier aus zwölf Haupt⸗Ursachen ableiten. Diese sind 1) schlechte Beschaffenheit des Bodens, und Mangel an Melioration; 2) Unzulönglichkeit der Inventa— rien-Auslagen in Hinsicht auf den bessern Er— trag, der durch eine reichere Cultur aus dem Boden gezogen werden könnte; 3) Cultur-Arbeit auf Kosten der Grundstücke; 4) kleine Cultur⸗ Unternehmungen, kleine Pachter⸗Wirthschaf— ten; 5) geringe Beschaffenheit der Producke; 6) niedriger Preis der Producte; 7) Mangel an earkt-Plätzen zum Absatz, und schwere Kosten des landwirthschaftlichen Händels; 3) mittel— bare Steuern, und beraubende Auflagen; 9) Decorations⸗Lurus; 10) Uebermaaß der Be⸗ völle— * —....—‚.:‚w'“'eeeeee —* .— . 3 V —— 112 Neuntes Capitel. Verhältnisse w völkerung; 41) unrechte Verwendung der Schätze WEiN zu unfruchtbarem Gebrauch; und 12) persönli⸗ Iegende N. che Bedrückung der Landleute.— Ein Theil miirde, von diesen Ursachen ist bereits weiter oben in stemd Betrachtung gezogen worden; andre werden in Wadn. den beiden folgenden Capiteln noch tiefer erfor— Agk Wit + schet werden müssen; einige davon endlich sind ai Den WMWA in der ältern Erläuterung der Oekonomischen 15 umn ö Tabelle, von der ich hier nur ein schwacher Nach⸗ suntin m schreiber seyn werde, gründlich genug erörtert. uuh tasch Damit wir nun nicht in gar zu häufige Wieder⸗ o Reten V A holungen verfallen, wollen wir die hauptsächlich⸗ H tt e V ‚ sten schlimmen Folgen von jeder dieser Ursachen WMrte 6 nur in der Kürze anmerken. don nͤ 1. Schlechte Beschaffenheit des* I tenzur nelio Bodens, und Mangel an Melioration. a ration un⸗ Als Varro auf die Frage, was der Proprietär dig Grundine. eines schlechten Grundstücke zu thun bätte, am es zu verbessern, zur Antwort gab,»er müsse „es verkaufen, und sich dafür ein gutes kaufen“; so sagte er das als bloßer Landwirth, und als SRerd si un de M. Bürger eines Staates, den der Luxus und die 15 . 5½6 5 politischen Anschläge, die er voraussetzt, schon 3 sehr in Verfall zu bringen angefangen hatten, Minun und in dem folglich die Verpflanzung von einer an 7 9365 Stelle zur andern gleichsam zum Lebens-Unter— aln Rugn halte nothwendig wurde. Menschen-Arbeit be— a u siegt die Widerspänstigkeit der Natur selbst; Rohfet he lach dbachg ——— Iabor omnia vineit wllg an Improbus. ö mthost — sintion ode Dieses ist so wahr, daß, wenn es Grundstücke in giebt, die von Natur schlecht sind, unter diesen 01 11 doch nur wenige gefunden werden, die nicht Wig ö durch die Kunst gut würden; und daß daher bey el⸗ den Wofn NApe der Ausgaben zur Landwirthschaft. 113 den Taxen, welche die Menschen unter einander über liegende Gründe machen, mäncherley Ge⸗ genstände, die dem Grundstück an und für sich ganz fremd sind, mit in Rechnung gebracht werden. Ein Morgen Landes von mittelmäßi— ger, oder wohl gar schlechter Beschaffenheit vor den Thoren einer volkreichen Stadt oder sonst ei⸗ nes guten Markt-Platzes, wo man sich der Con-⸗ sumtion und des Verkaufs⸗Werthes seiner Pro⸗ ducte versichert halten darf, wird melioriret und bey weitem theurer verkaufet werden, als das beste weit abgelegne und isolirte Grundstück.— Also hier ein Beweis, daß ein solcher schlechter Boden nichts desto weniger tragbar und frucht— bringend sey: denn trüge er nichts; so würde er zuverläßig nichts gelten. Deßgleichen ein Beweis, daß die Consumtion durch Reflex ein noch wirksameres Beförderungs-Mittel für die Reproduction sey, als es die Beschaffenheit des Bodens selbst ist, aus dem die wirkliche Sub⸗ stanz der Producte gezogen wird. Im Grunde muß unterhessen ein solches Feld doch tragen; und das kann nicht anders geschehn, als durch Melioration. Diese Melioration setzt Kosten voraus: und da sich Niemand gern Kosten ohne allen Nutzen machen mag; so muß doch der Ertrag, um dessen willen man solche Kosten auf—⸗ geopfert hat, die Kosten aufwiegen, und muß noch überdieß den Profit einbringen, um dessen willen allein man sich zu Bestreitung der Kosten entschlossen hat. Dieses kann nur durch die Con⸗ sumtion oder den Aufwand geschehn, welcher den Producten ihren angemeßnen Verkaufs⸗Werth giebt. Auf solche Weise entscheiden die Kosten über die Güte und den Werth der Grundstücke, und verschaffen ihnen die Melloration. Je mehr M. A. P. 2. B. nun 114 Neuntes Capitel. Verhältnisse nun die Ausgaben oder Kosten verringert wer— den, desto schlechter werden die Grundstücke; desto mehr hören die Meliorationen auf; desto mehr nehmen die Producte ab; und mit ihnen werden denn auch die Einkünfte immer geringer. Ein Pachter, der einen Boden von mittelmäßi⸗ ger Güte zu bauen hat, der nicht die Kosten, die zu Vergroßerung des Einkommens erfoderlich sind, daran wendet, und der sich so ziemlich mit der jährlichen Reproduction dessen, was er als seine Auslagen aus dem Ertrage zurücke zu nehmen hat, begnügt, wird bey einer Cultur stehn bleiben, bey der es nur Kosten, und we— nig oder gar kein Einkommen giebt: indessen kann ein solcher Pachter hierbey seinen Privat⸗ Vortheil, zum Nachtheile des Proprietärs fin— den, welcher mehr Einkommen aus seinem Guthe würde ziehen können, wenn es von einem andern Pachter gebaut würde, der mittelst eines stär— kern Aufwandes eben so gut seine Auslagen wie— der aus dem Erträge ziehen, und noch überdieß ein stärkeres Einkommen geben könnte. Allein dieses kann nur in solchen Ländern geschehn, wo der gedeihliche Zustand der Landwirthschaft die Ländereyen kostbar macht, und den Pachtern Anlaß giebt, sich begierig um Pachtungen zu be⸗ werben. Dieß ist also einer von den Fällen, in denen sich ein großes Mißverhältniß zwischen den Ausgaben und dem Einkommen finden kann. Nun hängt aber dieser Fall von den Ursachen des Gedeihens oder des Verfalles der Landwirth⸗ schaft in einem Staat ab; und unter diesen Ur⸗ sachen ist der hohe oder niedrige Preis des Ge⸗ traides ohne allen Zweifel eine der vornehmsten. Der Fall, von dem wir hier reden, ist ein Haupt⸗ Gegenstand, indem er sich über alle mittelmäs—⸗ sige IA n t. 2. U tien⸗A hessern Herr E Vetden sthim Rwalbt u n de he Dass ah sod und nüfs Zuntm iN H albte in d Iwahst. Iunte ber H-set uelo ldetn, br Wich s anschn, man uI, HLT d, aen Non d hum danh! nd so gn irthes hez ords, mi Hefiumt gnrz gen Hau schl NEtnd sthe 1n h. W —— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 115 sige Grundstücke vom Territorium eines Landes erstreckt. 2. Unzulänglichkeit der Inventa-Umulänglich⸗ rien⸗Auslagen in Hinsicht auf den Koen Wur, bessern Ertrag, der durch eine rei— chere Cult ur aus dem Boden gezogen werden könnte. Der Ertrag des Bodens ist bloß nach Maäßgabe der Kosten, die daran gewändt worden sind, stark oder schwach. Wir haben bewiesen, daß die Inventarien-Auslagen die Basis dieser Kosten ausmachen. Diese Aus⸗ lagen sind die Wurzel der jährlichen Auslagen, und müssen aus zweyerley verschiednen Gesichts— Puncten betrachtet werden, von denen der eine. in der Kraft und Ausdehnung derselben, und der andre in der Ersparniß besteht, welche daraus erwächst. Aus dem ersten dieser beiden Gesichts— Puncte betrachtet, besteht die Unzulänglichkeit dieser Auslagen in ihrer Wenigkeit. Aus dem andern, besteht sie in ihrer Unschicklichkeit, wenn ich mich so ausdrücken darf. Man mag sie nun ansehn, von welcher von diesen beiden Seiten man will, so wird man immer finden, daß sie durch Verminderung der Ausgaben so wohl im Fond, als in der Form geschwächt werden. In der That, was den Fonds anlangt, so kann derselbe bloß aus dem guten Auskommen, und so gar aus der Wohlhabenheit des Land⸗ wirthes herkommen. Je beträchtlicher dieser Fonds, und je besser er beschaffen ist, desto hö⸗ her kömmt er unfehlbar seinen Besitzer zu stehn; und ganz gewiß muß sich dieser durch seine Hand— thierung schon bereichert haben, wenn sie ihn in Stand setzen kann, dergleichen Auslagen zu machen: denn zu allem Unglücke für die Volker, H 2 die 116 Neuntes Capitel. Verhältnisse RI die dermalen gesittet heißen, ist bey ihnen die umen Handthierung des Ackermannes nie so sehr in Eh⸗ 10 N5l ren gehalten worden, daß ein reicher, im Müs⸗ hsst siggange gebohrner Mann aus Ehrgeiz auf den W Einfall kommen könnte, sie zu ergreifen. Nur afNe eine glückliche Angewöhnung also ist vermögend, Ruen u einen wohlhabenden Mann bey einem an sich so sher M ehrwürdigen, und gleichwohl so sehr verkannten nit dre Stande zu erhalten. Soll er aber zu dieser An⸗ le gewöhnung gelangen; so muß die Handthierung für ihn gedeihlich seyn: und soll er sich bewo⸗ chastanh gen fühlen, auf solche Weise große Einrichtungs⸗ Nhiade! Fonds an ein Unternehmen zu wagen, welches In vi doch ungewiß und immer mißlich ist, ehe es ein⸗ Mama träglich wird; so muß ihn dazu eine sehr gegrün⸗ d N dete Hoffnung auf Profit bewegen. Dieser Pro⸗ Mre fit kann ihm bloß aus dem Preise seiner Lebens⸗ RN Mittel und rohen Materien zuwachsen; und die⸗ Mt se landwirthschaftlichen Waaren häben nur Preis RIee nach Maaßgabe der Consumtion, durch welche Ihen u die Nachfragen vermehret, und so mit die Pro⸗ andercit ducte gesteigert werden. Mithin entscheidet die En Consumtion so wohl über den Fond der Ausla⸗⸗ ⸗I gen, indem durch dieselbe der Reichthum des mI6 Landwirthes gesichert wird, als über die Cultur, uns hn indem durch die Consumtion die Hoffnung des fthnh, Landwirthes nicht nur rege gemacht, sondern auch s Htu⸗ erfület wird. Dabey muß aber auch das Ei⸗ R genthum gesichert seyn: denn ohne diese Sicher⸗ Hictchn heit würde er das Herz nicht haben, solche starke uldesch Auslagen, wie sie zu einer reichlichen Bodens— Imhenz Benutzung erfoderlich sind, in hinlänglicher Men⸗ A a ge zu wagen. Je unzulänglicher nun derglei⸗ b0 in s schen Auslagen sind, desto beträchtlicher sind her⸗ Wstheg nach die jährlichen Anslagen in Hinsicht auf das„ ach Einkom⸗ Wuhehh V X 5 — nkom⸗ ———— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 117 Einkommen, welches in solchem Falle nicht an⸗ ders, als sehr mittelmäßig, ausfallen könnte. Lasset uns aus eben diesem Gesichts-Puncte die Unzulänglichkeit der Auslagen in Beziehung auf die Quantität der Grundstücke, die man zu bauen unternimmt, betrachten. Ein französi— scher Morgen Landes erfodert, wenn man ihn mit der Bewirthschaftungs-Art im Kleinen baut, welche mit Ochsen getrieben wird, nur 20 Fran— ken Aufwänd, da er hingegen mit der Bewirth— schaftungs-Art im Großen gebaut, die mit Pferden getrieben wird, 60 Franken kostet. Mit— hin wird der Aufwand auf einen französischen Morgen, in letzterm Falle, dem Aufwand auf drey Morgen im erstern gleich seyn: allein dieser einzelne Morgen wird dem Proprietär 10 Franken Einkommen, und die drey andern Mor— gen werden ihm, zusammen, nicht mehr als 3 Franken einbringen. So nach werden die jähr— lichen Ausgaben im erstern Falle, wie wir bereits anderwärts dargethan häben, hundert Pro— Cent, und im letztern nur fünf und zwanzig Pro⸗Cent eintragen; und in diesem wird drey mal so viel Grund und Boden gebrauchet. Se— hen wir das Einkommen von dieser Seite an; so finden wir, daß vermöge des Unterschiedes die— ser Cultur-Arten ein Morgen Landes zehn mal mehr einträgt, als ein andrer Morgen, der viel— leicht eben so guten Boden hat; und noch dazu würde letzterer, nach einer Reihe von mehrern Aerndten, aus Mangel an Düngung nöthig ha— ben, einige Jahre nach einander braache zu lie— gen, um sich nur zu erholen. Mithin würde ein solcher Morgen, nach Verlauf einiger Jah— re, nicht den zwanzigsten Theil von dem Ein— kommen abwerfen, welches ein reichlich gebauter 33 Mor⸗ ———. 1—— ⸗.eeeteeee —. — — ö ö 118 Neuntes Capitel. Verhältnisse Morgen giebt: und diese reichliche Cultur trägt in Ansehung der Kosten das Vierfache ein. Durch geringe Inventarien-Aus⸗ lagen werden demnach die jährlichen Auslagen vermehret, und wird mit⸗ hin auch das Einkommen vermindert. Dieser Ursach ist folglich das Mißverhältniß, welches sich zwischen den jährlichen Auslagen und dem Einkommen, so wie das Mißverhältniß, welches sich zwischen diesen Ausgaben, dem Ein⸗ kommen und der Anwendung der Ländereyen findet, und überdieß auch noch das Mißver⸗ hältniß zwischen den jährlichen, den Inventa⸗ rien⸗Auslagen und dem Einkommen beyzumessen. Die Verminderung der jährlichen Auslagen rich⸗ tet sich also nicht nach der Verminderung des Einkommens; vielmehr nehmen im Gegentheile diese Auslagen fast in allen den Fällen zu, in denen das Einkommen abnimmt. Also müssen wir den Zustand eben dieser Auslagen und den Zustand des Einkommens einzeln unter⸗ suchen und kennen, ehe wir das Verhältniß die— ser Ausgaben selbst zu dem Einkommen oder rei⸗ nen Ertrag auf entschiedene Art kennen lernen können. Was die Form dieser Anwendung, dieß heißt, der Ersparniß, die daraus entspringt, anlängt, so werden wir wiederum finden, daß sie sich auf das nämliche Principium beziehe. Die Landwirthschaft, die in ihrem ursprüngli— chen Zustande kein ander Triebrad hat, als das Bedürfniß, bleibt lediglich bey dem Zwecke stehn, dem Landwirthe seinen Unterhalt zu ver⸗ schaffen. In diesem Zustand ist sie für den Mann, der sie als Handthierung treibt, hinlänglich, und kann für die Gesellschaft nichts wirken. Soll sie M V de Uöel Ertta 1d del Vbi Wfar Bigit Nsch I fib scht shihite W al Iunit Aulaf M mißst Hahroche hahoche 3n V hadohy Fit um sch mir nj Iaht l Eyn hasgyr Du sn e Win sunn y Ußhot, Ruf ustareg: ön 0 si E sahr der Ausgaben zur Landwirthschaft. 119 9 sie aber der Gesellschaft nützen; so muß sie Ein⸗ ö künfte liefern, welche nichts andres sind, als ein Ueberschuß von der Erzeugniß, oder der rei⸗ nne Ertrag über die Kosten. Diesen Ueberschuß ⸗ aus der Erde zu ziehen, muß der Landwirth sei⸗ . ne Arbeit, seine Industrie und seinen Kosten-⸗ a Aufwand verdoppeln. Hierzu kann ihn bloß die nd Begierde bewegen; und diese Begierde grün— niß det sich auf die Gewißheit, seine Pacht bezahlen, Emn⸗ und seinen Fonds von Benutzungs⸗Schätzen Hen für sich verstärken zu können. Diese Gewißheit er. schöpft er aus der Erfahrung des Vergangenen, Wa⸗ und aus der Aehnlichkeit desselben mit dem Ge⸗ Nsn. genwärtigen, welche ihm zur Bürgschaft für die Irich⸗ Zukunft dient. Das alles kann bloß Wirkung • der Ausgaben und einer immerwährenden Regel⸗ thele mäßigkeit derselben seyn. So bald die unun⸗ Iin terbrochene Reihe der Ausgaben für die unun⸗ üsen terbrochene Reihe der Nachfrage, und diese für und den Verkaufs⸗Werth der Lebens-Mittel bürgt, unter⸗ verdoppelt auch der Landwirth von Stund an iß de⸗ seine Industrie, und verstärkt den Aufwand, r um sich den Ueberschuß so stark, als es ihm im⸗ lernen mer möglich ist, zu verschaffen. Diese Industrie ist eigentliche Ersparniß. Landwirthschaft ist dieß keine Sparerey am Fonds: denn der Ackermann ringt, weis gar wohl, daß es die ruinöseste Verschwen⸗ „daß dung seyn würde, wenn er an der Arbeit, an bech. der Ackerung, Pflügung, Düngung, u. d. gl. unl sparen wollte. Nur Mangel, oder die Unge— l di wißheit, ob er seinen Aufwand werde wieder Zueck herausziehen können, kann ihn zwingen, hieran zu sparen: dagegen aber sucht er an der Zeit 2 101 dädurch zu sparen, daß er seine Wachsamkeit, 4—— seine Ordnung und Thätigkeit verdoppelt; an . den jährlichen Kosten dädurch, daß er H9 4 mixg 120 Neuntes Capitel. Verhältnisse mit Hülfe der Thiere zu verrichten sucht, was er sonst hätte mit Menschen-Händen verrichten müssen, die ihm weit mehr verzehret haben wür— den; an der Anzahl der Thiere, die er braucht, durch die Wahl derselben, indem die stärksten und raschesten doppelt so viel Arbeit ver⸗ richten, ohne eben mehr zu verzehren; indem er ihnen stärkere, geübtere und wachsamere Führer zugiebt, die sich zwar besser bezahlen lassen, die ihn aber doch dessen ungeachtet weniger kosten, in wie fern ein einziger die Arbeit von dreyen ver— richtet, und in wie fern nicht so wohl ihr Lohn, als vielmehr ihre Consumtion,(ein lästiger Auf⸗ wand,) in Betrachtung zu ziehen ist, welcher immer mit dem laufenden Preise der Lebens-Mit— tel im Ebenmaäße steht; indem er sich endlich mit allen den Maschinen hilft, die zur Erleichte— rung der Arbeit seiner Werkstatt dienen; indem er alles nutzt; mit einem Worte, durch alle Mit⸗— tel von Ordnung und Sparsamkeit, die in solchen Ländern angewändt werden, wo durch den Auf— wand der Einkünfte der Preis der Lebens-Mit⸗ tel und die gute Cultur unterhalten wird, und wo durch den Preis der Lebens-Mittel das Ein— kommen und die Ausgaben unterhalten werden, da man hergegen anderwärts nichts beßres sieht, als Trägheit, Unwissenheit und Armuth. Irret euch nicht daran, würdige Mitbürger, die ihr aus reinem Eifer für das Vaterland und für die Menschheit zusammenkommet, und euch gemeinschaftlich mit der Sorge beschäfftiget, den Landleuten ein Licht über ihre Arbeiten aufzustek⸗ ken. Weder eure Lectionen, noch selbst euer Beyspiel werden bey uns die nährende Kunst zur Wiedergeburt fördern, da es nichts weniger als Unwissenheit der Landleute war, was diese Kunst zum I 2 H Hshidi ufe Hht u Ii Heff u man aun, R h fht⸗he fit hiit Nethsche Wnur land kope! sid Re Eftöur msud à ule Meltgen Euttt d En Mͤr und a shr⸗ II Inind en. Einde g Mucher mpn Iu. E un de l E uu 2—2—2—.2—.——————— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 121 zum sinken gebracht hat. Aufmunterung und Entschädigung sind allein föhig, sie zum Wie⸗ der⸗aufleben zu befördern; Ruf e s aber heißt und ist nichts andres, als wohl gegrün⸗ dete Hoffnung auf Profit. Nu ur erst seit der Zeit, daß man in England die rechten Wittel gefunden hat, die gesetzgebende Macht für die Immunität der Cultur⸗Kosten, für den Ausgang und Aus⸗ fuhr⸗Händel des Getraides zu intereßiren, nur seit dieser Zeit erst, sage ich, haben wir die Land⸗ wirthschaft in diesem Königreiche blühen gesehen; und nur erst seit dieser Zeit hat Eng⸗ land eine so ungeheure Rolle in Eu⸗ ropa gespielt. Nur erst von jener Zeit an sind die Anweisungen, die Entdeckungen, und die Erfindungen in diesem Lande gehäuft worden— und sind auch gelungen, weil durch den Profit die Cultur⸗Auslagen gemehrt, durch die starken Auslagen die Kosten gemindert, und durch die Concurrenz des Ueberflusses mit dem hohen Preise die Einkünfte erhöhet worden sind. Der be⸗— glückte Einfluß hiervon hat sich auch über Ire⸗ land erstrecket(). Kaum ist eine Landwirth— schafts⸗Gesellschaft aufgetreten, so hat sie auch zur Unterstützęung ihrer Speculationen so gleich Beystand bey der gesetzgebenden Macht ge— funden. Jedes Glied der Gesellschaft ist im Stande gewesen, das Beyspiel selbst geben, die Versuche unterstützen und befördern zu können, und zu den Kosten beyzutragen. Handel und 9 3 3 Indu⸗ ( Nur einiger Maaßen, dey weitem nicht im Gros⸗ sen. Wie weit dieser Einfluß bisher wirklich reiche, kann der Leser, der sich näher hiervon unterrichten will, aus Sam. Crumpe's Preis⸗Schrift über die besten Mittel, dem Volk Ardeit und Verdiens zu verschaffen,(Leipzig, 1796) ersehn. U. 122 Neuntes Capitel. Verhältnisse Industrie zusammen sind im Gefolg einer mäch⸗ tigen Landwirthschaft, die auf starken und gut unterhaltenen Auslagen ruhte, herbey gerufen worden, und haben die Wege zu den Markt-Pläz⸗ zen, die von den Gesetzen geöffnet wurden, geebnet. Nun hat man das Territorium wieder- oder besser zu sagen, man hat es gebohren, und zum ersten mal aus seiner antiken Barbarey hervor⸗ treten, seine Producte ausfließen lassen, die Kosten weit aus der Ferne holen, und sie in die Nähe ihrer Quellen bringen gesehen. Aus dieser glück— lichen Wiedergeburt hat man den Einfluß der Landwirthschafts⸗Gesellschaft, unstreitig mit Rechte, sehn wollen, indem sie für die Kosten der Versuche sorgt, und ihr hauptsächlichstes Geschäffte seyn läßt, Dolmetscherinn der Land⸗ wirthschäfts-Ordnung und der öffentlichen Be⸗ dürfnisse bey der Regierung zu seyn, und sie bey der Regierung auch Gehör findet: allein die Ge⸗ stalt des Landes ist nicht so wohl durch ihre Leh⸗ re, als vielmehr durch ihre präktischen Anweisun— gen, und durch ihre Unterstützung verändert wor— den(5). Lasset uns nur dafür sorgen, daß die Landwirthe vor allen Dingen ihr gutes Auskom⸗ men häben; alsdann wird sie die Lockspeise eines ehrlichen Profits gar bald alles Uebrige lehren, was ihnen zu wissen dienlich seyn kann. Sie werden ihr gutes Auskommen anwenden, sich starke Inventarien-Auslagen anzuschaffen, und werden diese mit Beständigkeit und wirthschaft—⸗ licher Emsigkeit anwenden; und damit wird der Zweck () ohne ein solches Ansehen bey der gesetzgebenden Macht eines Landes kann keine ökonomische oder patriotische Gesellschaft dem Lande, worinnen sie subsistirt, bedeutenden Nutzen schaffen. N. I Ah Iha am u I Wlder sinfte un u Heße 3 6 Geupot ostnabz affof ulg d deL du Mi die tiz fihrn⸗ ghel, Wft i E ges W WMiff ale de Rrann W Mlt tafchn s t Ahuht on iu t Hun voj ern als Uhrges Ibonf tuodgt ghe w snun g der Ausgaben zur Landwirthschaft. 123 Zweck erreichet seyn. Dieses gute Auskommen kann ihnen aber nicht anders verschaffet, und es können auch die Einkünfte nicht anders vermeh⸗ ret werden, als durch die Ausgaben der Ein— künfte und durch den Verkaufs-Werth, welcher der beste Sporn zur Arbeit ist. ————— 3. Cultur⸗Arbeit auf Kosten der die theverste Grundstücke. Es sind in diesem Stücke schon Euttur ip aues oftmals Zweifel und Bedenklichkeiten über Dinge lendde⸗ die au aufgeworfen worden, die längst durch Erfah⸗ Kosten der a 4— Grundstücke rung dargethan waren, bloß weih man es hat getrieben wird. an der Bemühung fehlen lassen, die Kenntniß der Vortheile des Landwirthschafts-Wesens auf die eigentlichen Principien desselben zurücke zu führen. Hätte man gleich anfangs deutlich ein⸗ gesehen, daß der ganze ökonomische Gang in der Aufwendung des Einkommens, und folglich in der Existenz und Ausdehnung des reinen Er— trages bestünde; so würde man sich vor allen Dingen einen richtigen und genau angemeßnen Begriff von der Quotität der Kosten, und von alle dem zu machen gesucht haben, woraus sie zusammen⸗kommen, da sie in der Circulations— Ordnung für Unterhalt an Kosten gelten sollen. Man würde bey dieser Untersuchung bald haben wahrnehmen müssen, daß jedweder Boden, der etwas tragen kann, ökönomisch angewändt, und genutzt werden müsse, einen Ertrag von irgend einer Art zu geben; daß folglich jedwede Por— tion von Grund und Boden, die zu einem an— dern als diesem Zweck angewandt wird, ein ver— lohrnes Grundstück sey, so bald daraus keine Art von freywilliger Nutzung, die mit der Cul— tur producirender Grundstücke zusammen-hängt, gezogen wird; und daß hingegen jedwede Por— tion von Grund und Boden, so bald sie eine oder die 124 Neuntes Capitel. Verhältnisse die andre Art von Subsidiar-Anwendung für die producirenden Grundstücke bekömmt, ein Grundstück sey, dessen etwaniger Ertrag und Gebräuch in den Ertrag der cultivirten Lände— reyen mit eingerechnet wird. Kosten⸗Vermehrung ist, von allen Seiten. beträchtet und in jeder Lage der Sache, reeller Schade und Verringerung des Einkommens; und je höher die Kosten Vermehrung steigt, desto größer ist der Schade. Untersuchen wir aber diese veränderliche Proportion umständlich und im Einzelnen; so läßt sie sich in der vorliegenden Angelegenheit überaus schwer bestimmen. Denn um genau zu wissen, wie viel man verliehre, wenn man Grund und Boden verliehrt, müßte man vor allen Dingen erst wissen, welcherley Art von Fruchtbarkeit und Ertrage dieser Boden mittelst der Cultur, des Handels, der Markt⸗ plätze uum Absatz, und endlich des öffentlichen und Privat⸗Wohlstandes fähig sey. Hat eine Landwirthschafts⸗Gesellschaft, zum Beyspiel, einen Preis für einen von zween oder mehrern Landwirthen ausgesetzt, der auf einem Morgen Landes den mehresten Weizen von der besten Qua⸗ lität erbauet haben würde; so sieht sie bey der Schau bloß auf eine Wirkung, die von allen an⸗ dern Beziehungen und Verhältnissen isoliret ist, und kann im Grunde nur die eigentliche Schaale der Cultur, im Verhältnisse gegen den Zweck der⸗ selben und was damit zusammenhängt, beloh— nen: denn es wird hierbey platterdings nur das Total⸗Product in Ansehung seiner Menge beur⸗ theilet, ohne alle Rücksicht auf die Güte des Bodens, auf die Kosten, auf den Verkaufs— Werth, auf die Wahl bey der Anwendung des Bo— dens, und auf den reinen Ertrag. So wird einer I h WAuf 0 Nle Mendt Hehlau, tbett; wut! uls Nhrst Ithiut, r dl Ru d Ieu im ib den Et WI stn Rit Eh N„ U 48 dod gen mit wo diston Mahh, Ishrl sun s h ti, uuderh sonshn bor lichen! gunge Mit⸗Nn md is E N aupf afmnm der Ausgaben zur Landwirthschaft. 125 einer belohnet für eine starke Getraid-Aerndte, die er auf einem Stücke Landes gebaut hat, wel— ches vielleicht eine weit reichere und einträgliche⸗ re Aerndte von Flachse, von Hanfe, von Vitz⸗ Bohnen, von Wiese-Wachs, von allerley Kräu⸗ terwerk, u. d. gl. hätte tragen können. Und so mit würde der Preis eigentlich zur Belohnung eines Fehlers in der Landwirthschaft dienen. Wahr ist es, Peter hat mehr schönes Getraid erbauet, als sein Nachbar Jakob: hat er sich aber aus Wetteifer, oder aus Begierde, den Preis davon zu tragen, dessen Werth alle Kosten, sie mögen seyn, wie hoch sie wollen, bey wei— tem übersteigt, verleiten lassen, die Erde mit dem Spaten zu bearbeiten, und sie, wie Gar— ten⸗Land, 15 bis 18 Zolle tief umzugraben; so ist nichts gewisser, als daß ihn seine Aerndte mehr Spesen gekostet haben wird, als sie werth ist, und daß folglich der andre mehr Profit, wel⸗ ches doch der Zweck der Ländwirthschaft ist, ge— zogen habe, als er. Imgleichen, wenn er zwar mit weniger Kosten den Boden bearbeitet, aber desto mehr Düngung angewandt hat, einen Bo— den von geringerer Güte zu melioriren, um ihn zu seiner bestmöglichsten Anwendung zu bringen, und nun seine Aerndte zwar nicht den Preis da— von trägt, gleichwohl aber die ergiebigste ist; so wird er hinter dem andern zurücke geblieben zu seyn scheinen, da er doch wirklich den Vorsprung vor ihm gewonnen hatte. Es sollten also der— gleichen Wettstreite unter durchaus gleichen Be— dingungen angestellt werden, wie es bey dem Wett⸗Rennen auf den Renn-Bahnen zu Paris und in England gehalten wird: dann würden die Kampf-Richter über weiter nichts mehr zu erkennen haben, als über die Geschicklichkeit dessen, 126 Neuntes Capitel. Verhältnisse dessen, der die Pflugscharr geführt, oder den Saamen ausgestreut hat, über seine Klugheit oder sein Glück in der Wahl des Tages und der Stunden. Auf diese Art sollten im Moralischen, wie im Physischen, unsre Aussprüche immer be— dingt, und stückweis angegeben und ausgedrückt seyn. Deßwegen lauten denn freylich die Aus⸗ sprüche des Allsehenden immer so ganz anders, als die Richter-Sprüche der Menschen. Wir müssen uns billig begnügen, den Erfolg der Cultur nach den Einkünften aus den Ländereyen, und nach dem Pacht Preise, den die Cultur⸗ Unternehmer den Proprietären freywillig geben können, zu beurtheilen: dieß ist die Basis zur Berechnung des Reichthumes der Länder, und der Probir-Stein zur Prüfung und Berichtigung der Berechnung selbst. Das stärkste Einkommen, mag es auch erlanget werden, durch was für Auslagen es will, entscheidet über die gute An⸗ wendung der Ländereyen, so wie über die rechte Anwendung der Cultur-Kosten, und zwar aus dem Grunde, weil es das stärkste Einkommen ist, welches sie zu erzeugen vermögen; und die Quantität der Auslägen, sey sie auch noch so ee Wal darf keine andern Schranken ha⸗ ben, als diejenigen, die das stärkste Einkommen selbst Lordhreit. Die Preis-Austheilungen, deren wir so eben bey Gelegenheit unsrer irrigen Begriffe von den Früchten und dem Ertrage der Cultur ge— dacht häben, können von gutem Nutzen bey ei⸗ nem Volke seyn, das durch seine Armsel gkeit zu schlimmen Gebräuchen gewöhnet worden ist, und das also nöthig hat, daß es wieder zu rechte gerückt und gespornt werde, so bald sich ihm übrigens Freyheit und die nöthigen Mittel dar— bieten, waglich Vsot xM Aoit lihte Cued runer lasct! she M dunt i Ihten: rirepiu ale w dar Lan nd u Fust⸗ Mih xon Mulltt. Heurdfik U Madde der Ausgaben zur Landwirthschaft. 127 bieten, die Frucht seiner Arbeit zu ärndten, ihr einen gehörigen Preis zu setzen, und dem Volke da— durch Lust und Muth zu machen, es vor allen Dingen der reichen Cultur großer Pachter in der Praxis nachzuthun. Hernäch erst kann man sich angelegen seyn lässen, diese und jene noch ein⸗ träglichere Methode zu erforschen, die Leute zu Versuthen aufzumuntern, u. s. w. Bey alle dem ist dieß noch lange nicht das Mittel, die Landwirthschaft gehörig in Flor zu bringen, oder tüchtige Richter zu bilden, und die Gräde der Cultur⸗Progressen zu bezeichnen. Reiner Ertrag, reiner Ertrag vor allen Dingen! Auf diesen lässet uns unsre Prätensionen, unsre Trium⸗ phe und unsre Tugenden einschränken; und damit ich mich nicht von meiner Materie ver— irre, lasset uns unsre Arbeiten auf dieses Ziel hin richten: denn reiner Ertrag ist der Vater, das Principium, der Mittel-Punct und der Zweck aller unsrer Arbeiten(D. So bald man bey Würderung der Producte der Landwirthschaft diesen Zweck vor Augen hat, und zu folge dessen mit sich selbst einig ist, vom Frucht⸗-Ertrage die Kosten abzurechnen, so bald wird man auch einsehn, daß der stärkste Abzug, der unter allem zu machen ist, den Werth der Grundstücke treffen werde, deren Deserirung oder Ueberlassung zur bloßen ärmlichen Vieh— Weide ein unausweichliches Annexum von der Bear— * ( Hier, ihr ökonomischen und patriotischen Gesell⸗ schaften, ist euch euer Geschäfft angewiesen. Diesem Ziele strebet nach. Nur auf dieser Bahn könnet ihr Nutzen schaffen und verdiente Achtung erwerben. Alles andre, was ihr thun könnet, ist, gegen die— sen Zweck gerechnet, der Rede kaum werth. U. —z.——:— ——— ꝗSIEIEe———— 5 —— N—5 II.. V .— * 123 Neuntes Capitel. Verhältnisse Bearbeitung derer ist, die noch schlecht und jämmerlich genug gebaut werden. Ich will mich bestimmter erklären. Hanns ackert mit Pfer— den; seine Pferde werden immer im Stalle gefüt⸗ tert; das Futter wird ihnen trocken vorgelegt, und dabey verliehren sie weder Zeit, sich satt zu fressen, noch Dünger. Jakob hingegen pflügt mit Ochsen, welche er, so bald ihnen das Joch abgenommen ist, auf die Braach-Felder und Lehden laufen läßt, sich zu weiden. Die Fel⸗ der, die zu solcher Weide genutzt, mit den Füs⸗ sen des Viehes festgetreten werden, und dem Vieh im Grunde mehr zum spazieren-gehn, als zur nahrhaften Fütterung dienen, sind für Jako⸗ ben ohne allen wahren Nutzen, und würden von Hannsen nutzbar und einträglich gemacht wor— den seyn; erster Abgang durch Verlust an der Benutzung der Grundstücke: denn ich erwähne nur dieser. Jakob ist gleichwohl genöthigt, sei⸗ nem Vieh im Stalle das Heu von seinen Wiesen zu geben. Dagegen findet Hanns in seinen Scheuern und auf seinen Böden für seine Pferde, Kühe und Schaase das Futter, das ihm ein starker Feld⸗ und Wiesen⸗Bau liefert, und durch dessen Aufzehrung den Grundstücken die Dün⸗ gung, durch die sie befruchtet werden sollen, wiedergegeben wird. Er hält seine Pferde gut, und sie ernähren sich selbst durch die Früchte ihrer Arbeit. Alle seine Felder sind tragbar, und er verkauft das Heu von seinen Wiesen, welches Jakob ohne allen Profit verzehrte, in⸗ dem er es abweiden ließ; ein zweyter Abgang für Jakoben. Letzterer überläßt seine Schaafe, die er in geringer Anzahl hat, und die weder gut gehütet, noch sonderlich gepflegt werden, sich H1 hiz I Hätldn un seeih Acbuhber sit durh Ehifet! liht vo uut Haft sc Futr,dt IN Pult SEe⸗H Cchuer Mahe t er Hh Eun hahl Eyg Hteh Ved Vlabn we ustinden an Doden Risen, d antsiht A schsy & bihe⸗ W llahaut y stz Wlcht Hase x HAf lualton, gacht u Zuschin ssg hirfn , p2, der Ausgaben zur Landwirthschaft. 129 ö sich selbst; und so mit laufen sie denn ungestöhrt auf weitläufigen Lehden und Haiden herum, in denen sie ihren Mist verzetteln, da indessen sein 6 Mitbuhler eine starke Schäferey mit vieler Sorg⸗ 0 falt durch einen erfahrnen und verständigen 5. Schäfer hält, der sie auf den Feldern pferchen 0 läßt, wo die Düngung sich so gleich ohne Trans⸗ port⸗Kosten an Ort und Stelle befindet. Er . läßt seinen Schaafen im Pferch selbst Gräser, 8 Futter⸗Kräuter, Heu, u. d. gl. vorlegen; und ich den Winter hindurch läßt er sie auf dem Schä⸗ i ferey⸗Hofe das Futter verzehren, das die a⸗ Scheuer liefert, und von dem er eine große enge trefflichen Düngers für etwas kalte Fel⸗ 10 der bezieht. Er beurbart Lehden, ohne sich die 31 Sorge ans Herz kommen zu lassen, ob er auch 146 wohl Spazier⸗Gänge für sein Vieh übrig be— 47 halten werde(D. Auch dieses alles fällt für —4 Jakoben weg. Aus allen diesen vereinigten Ge⸗ * genständen der Degradation und des Verlustes dun an Boden, an Dung, und an ruinösen Erspar⸗ d nissen, die wir hier vor Augen haben müssen, 42 entsteht hauptsächlich der ungeheure Unterschied, 23 der sich in Absicht auf den reinen Ertrag zwischen 2200 der Güther-Bewirthschaftung im Großen und olle, der im Kleinen findet: ein Unterschied, der, hul, überhaupt genommen, wie alles gegen nichts ticht ist; welches auch aus dem Pacht- und Verkäuf— agbat, Preise der Grundstücke in den Ländern, wo die Jieseh, eine , U ang( In Frankreich scheint man also, auch vor der Re⸗ haf, volution, keinen Begriff von einer Einschränkung gehabt zu haben, unter der in so manchen Gegenden yder— Deutschlands die Wirthschaft gemeiner Landleute den, seufiet, daß sis nicht einmal Schaafe halten sich durfen. U. m. A. p. 2. B. J —————— ———IEEIIII—.. PFPFIFIIFFIFFFFF*t ͥů¶— 130 Neuntes Capitel. Verhältnisse eine oder die andre Bewirthschaftungs⸗Art herr⸗ schend ist, augenscheinlich erhellt. Diese bereits in vortrefflichen Fragmenten(0 angedeutete, entwickelte und berechnete Wahr— heit ist viel zu wichtig/ als daß man noch län⸗ ger versäumen dürfte, sie aus allen Gesichts⸗ Puncten in Schriften, die einzig und allein die⸗ sem Gegenstande gewidmet sind, zu demonstri⸗ ren. Das gegenwärtige Werk ist ein zu kur⸗ zer Abriß, als baß wir darinnen diesem Haupt⸗ Gegenstande ganz auf den Grund forschen könn⸗ ten. Da wir aber doch in demselben, so wie es ist, sprechende und berechnete Beweise von allen den summarischen Wahrheiten, die darin⸗ nen angedeutet, und der Demonstration fähig sind, zusammen-zu bringen gesucht haben; so wollen wir hier den uns mitgetheilten umständ⸗ lichen Bericht von ein Paar Pachtungen einrük⸗ ken, die nach diesen beiden verschiednen Cultur⸗ Arten bewirthschaftet werden, damit der Leser darüber eine Vergleichung anstellen, und dann selbst urtheilen könne. Beyspiel von der Güther⸗Bewirth-⸗ schaftung im Großen. Pacht⸗Guth Lisoir in der Generalität Amiens und der Election Saint⸗Quentin. Dieses Pacht⸗Guth enthält 360 Morgen, welche in drey Feld⸗Arten getheilt sind, und mit (0 Man sehe in der Eneyslopedie die beiden Artikel Fermiers und Grains. V Rü R Vh Hei , nd cemmu d Gehhl uutsehe Hit urth aum dll gygnd Rrsit Außrufe 8 Rct8⸗ ghheftt, Wet Iözbe Schach Vathsch Mrumn lulhr. Hachn Suumg⸗ Eumut Nindt Man Möhthene 15 Non Hulcfg dite Mrn hint gg — N—2————— ——————ę 5 der Ausgaben zur Landwirthschaft. 131 —3* —.————————.— — err„ mit drey Pflügen gebaut werden. Wiesen giebt ö ö es da gar nicht. Der Boden besteht beynah aus — reiner Kreide; die Grundstücke liegen auf Hü⸗ ahr⸗ geln, und sind den Verwüstungen der Ueber— län⸗ schwemmung unterworfen, welche aus den in ihtss der Gegend häufig vorfallenden Regen-⸗Güssen udi⸗ entstehen. Aus diesen Grundstücken wird der usrl⸗ hier unten umständlich bemerkte Ertrag lediglich kur⸗ durch vielen Mist und eine so schwierige Arbeit upt⸗ gezogen, daß zu einem nicht gar großen Pfluge nn⸗ vier starke Pferde gehören, die noch dazu aufs Wie äußerste angestrengt werden. Den Etat dieses obn Pachts⸗-Guthes hat uns ein erfahrner Landwirth daril⸗ geliefert, welcher es im Pachte gehabt hat. fähiz so Inventarien⸗Auslagen. änd⸗ Irb Acker⸗Pferde, Schaafe, Kühe ltur⸗ und Zubehör, Stuten, Zucht⸗ Ust Schweine, u. s. w. 12,775 Franken Wirthschafts⸗Geräthe,. 1,oeoo Instrumente, Maschinen und Cultur⸗Geräthe, Pferde— „irth Geschirre, u. s. w. 2,000 Saamen⸗Getraidm 2,500 Summe des Wirthschafts— ö Bestandes an Inventarien— Ktiog Auslagen18,275 Franken. Ausgaben an Auslagen binnen otgeh, 18 Monaten während der ö ind vorläufigen Arbeiten, ehe die nit erste Aerndte kömmt, zu folge ö des Etat der unten bemerkten amtel jährlichen Ausgaben von 2 6,760 ——ß7— —————— ——2 IE——....ͤ—— Auv.— 2...———.—————— —— N ———.— ————————— 28 + 7 13² Neuntes Capitel. Verhältnisse Transpot 138,275 Franken 6,760 Franken im Jahr. Auf 18 Monate 10,140 Ausgaben zum Lebens-Unter⸗ halte des Pachters und sei— ner Familie während eben dieser Zeit, an Mobilien, U. 1. w.%3/799 νπ½⁰ϰ⁰ι⁰⁰⁵tuν½π⁰ιο⁰i⁰⁰i/ πñìππ⁷⁰ππe Summe der sämmtlichen In⸗ ventarien⸗Auslagen. 32, 115 Jährliche Auslagen. Fütterung der Arbeits⸗Pferde, bloß an Haferr. 2,250 Dienst⸗Lohn der Kärrner oder Acker⸗Knechte, des Gesindes vom Hühner⸗Hofe, der Mägde, Hirten, u. s. w. sammt deren Unterhalte,. 2000 Drescherr, m ,ose Hufschmidt, Wagner, 4.5 SeilerrrW, 500 Aerndte⸗Kosten 600 Einscheuerung des Getraides und Hütung desselben vor der Aerndte, verlohrne Ko— sten und widrige Zufälle 300 Sum me der jährlichen Aus⸗ lagen 984650 Irππ⁰π⁰⁰π⁷⁰⁰⁰9dππ Ertrag Wl 18 6 Whtt Eunnz ö Ahliche ungft geshlz H gumili Insi don sht Ahts AmliEtt Di t 0 fl 9n F M Ue r Ilin eunh Dr bömt ge silet gufe liitnit z 0 dher sen hir: Hh. V 00 fumn ö der Ausgaben zur Landwirthschaft. 133 ken Ertrag. O V [Pacht⸗Geld 45⁰⁰0 Güther⸗Steuer (Taille). 720 960 Reiner Kopf⸗Steuer 240 Ertrag. Zehndten, wel— 5,666 cher hier zum ö 24sthel erho— ben wird. Vvoo — 3 Jährliche Kosten, die Beloh⸗ 3 nung für den Pachter mit ein⸗ geschlossen, zum jährlichen Aufwande für sich und seine Jamilie(Eo 7,496 F1r,246 Zinsen von den Inventarien— und jährlichen Auslagen des Pachterrs rn Total· Ertragz 3694 —....— Die jährlichen Auslagen, welche sich auf 8,560 Franken belaufen, werfen, trotz des Man— gels an Freyheit des Getraid⸗-Händels, un⸗ gefähr 70 Pro-Cente reinen Ertrag ab. Ueber das Einkommen kann der Pachter allein entscheiden: denn Er macht die Rech— 3 2 nung; () Der Aufwand des Pachters und seiner Fämilie kömmt hier nur mit 736 Franken in Rechnung. Bey einer guten Cultur-Ordnung wird er unter der Ar⸗ beit mit drey Pflügen guf Oo Franken gerechnet, wobey aber der reine Ertrag vom Nutz-Viehstande, dessen hier nicht gedacht ist, den Abfall ausfullen muß. In diesem Falle müssen sich die Auslagen auf 8,360 Franken belaufen. trag 134 Neuntes Capitel. Verhältnisse nung; er compensirt die Kosten mit den Früch⸗ ten; und von den Resultaten seiner Rechnung müssen wir ausgehn, wenn wir nicht nur die jährlichen Schätze einer Nation, sondern auch die jährliche Vertheilung dieser Schätze ausrech— nen, und uns der Webroduetien derselben ver⸗ gewissern wollen. Etat der Früchte dieses Pacht-Guths, so wie sie in ihre wechselstitigen Verhältnisse gestellt, und in die Ordnung der Tabelle gebracht worden. & Idhrliche Jährliche Auslagen Auslagen der produeiren⸗ der sterilen den Classe Ein kom men Classe 8,560 Franken. 5/660 3,55 3— 83 2,830 2,830 3,855 4/280 *—*— Einnahme 6,385 Einnahme 7,11⁰ Die Total-Reproduction ist den Summen gleich, die an die producirende Classe ausgege⸗ ben werden und bey ihr zusammen ⸗kommen; nämlich, Die Einnahme der produci⸗ renden Classe6ʒ385 Die Auslagen eben dieser Classe 8/,369188/½9 Die Auslagen der sterilen Classeeesess r„„737/3 0⸗l iuds H E NO Rund H9 de MWe 651 uch du bit N fir si somig 1l N gulhn Rabact Dasy Wure ol 66ff In Gin Rcuup Rssche en uh der Ausgaben zur Landwirthschaft. 133 Wieder-Eingang der Ausla⸗ 0 gen des Pachters. 12,840 518, 5⁰⁰ i⸗ Reiner Ertrag65.,560) Miasse der auf der Tabelle begriffenen ⸗ Schätze. del⸗ Reproduction 18,50⁰0 Geld des Einkommens.. 5,660527,75 -,E Auslagen der sterilen Classe„3,555 lt, Es ist dieß ein Particular-Fall, der hier nach der General⸗Ordnung behandelt wird: aber die Ausgaben der Privat-Leute, einzeln für sich betrachtet, richten sich nicht nach ein⸗ 1en förmigen Regeln, sondern werden über Bausch EEn und Bogen nach der bleibenden Ordnung der ganzen Summe der allgemeinen jährlichen Re⸗ production berechnet. Beyspiel von der Güther⸗Bewirth⸗ schaftung im Kleinen. Generalität Limoges, Election Brive, Kirch⸗ spiel Concezes, Dörfer Roussalie und Ley— ö cüras. mumet Es finden sich da zwey Güther von sehr gu⸗ 2n tem Grund und Boden, welche zu der großen umen; Pachtung Pompadour gehören, und 71 fran⸗ zösische Morgen enthalten, von welchen 21 Mor—⸗ gen aus Wiesen bestehen. 879⁰⁰ ů I n⸗ Wi⸗ 34 136 Neuntes Capitel. Verhältnisse Inventarien⸗Auslagen. Ochsen, Kühe, Schaafe, Stu⸗ ten, Schweine, u. s. w. 1,035 Franken. Pflüge, Karren, Acker-Geschirre und andre Geräthcfc, 300 Mobilien und Wirthschafts— Geräthe, 380 Saamen⸗Getraide 200 Sum me dieses Capitals von Inventarien-Auslagen. I,835 Hierzu ist nun noch ganzer 8 Monate lang der Aufwand an jährlichen Auslagen zu den Ar⸗ beiten zu rechnen, die vor der ersten Aerndte ver— richtet werden müssen. Dieser Aufwand beträgt, nach folgender Schätzung der jährlichen Kosten, auf die 8 Monate 309 Franken. So nach beträgt die Summe der Inventarien-Auslagen 2,144 Franken, wovon die Zinse, nur zu 20 Pro-⸗Cent angeschlagen, 197 Franken und 14 Sols beträgt. Die jährlichen Auslagen bestehen in Erhal— tung der Pflüge, der Karren und Wagen, der Wirthschafts-Werkzeuge und Geräthe, und in dem Aufwande, den die Nahrung für 11 Per⸗ sonen erfodert, welche sich nicht über 19 Fran⸗ ken für jede Person belaufen würde, weil, wie der Leser sehn wird, nach Abzuge des Pacht⸗— Geldes, der Steuer und des Zehndten, nicht mehr als 206 Franken und 9 Sols übrig bleiben, wovon auch noch die Unterhaltung der Acker⸗Geräthe bestritten werden muß. Er⸗ Wel 100 g Nfh Hiy U U shle fich igs n Futtu s 1 der Ausgaben zur Landwirthschaft. 137 ö Ertrag. ö Der Total Ertrag dieser beiden Meyereyen . x ist zu folge des hoch-getriebenen Anschlags, den die Taxatoren bey der General-Ausmessung dieser Provinz gemacht haben, 740 Franken: und wenn dazu noch 53 Franken für den Zehnd⸗ ten gerechnet werden, der von den zehndtbaren Artikeln hier zum wirklichen Zehnthel erhoben wird; so kommen in Summa 798 Franken her— aus, welche folgender Maaßen vertheilt werden. Aufwand der Meyer und 7 ihrer Familien zu einer ang K⸗ Anzahl von 1 Perso⸗ 91 nen, die, bloß auf Was⸗ ser und Brod und die schlechtesten Kleidungs— ftu stücke eingeschränkt, we⸗ uch Nnigstens doch jede in al⸗.450 Wn lem 30 Franken kosten, 330 225 Futter für 4 Acker-Och⸗ 914 sen, von denen ein jeder jährlich vierzig Cent— hal⸗ ner Heu, den Centner der ö zu 15 Sols verzehrt, in in gallin•nm 120 u⸗ Zinsen nur zu 20 Pro⸗Centen von au⸗ den Inventarien⸗Nuslagen, die ni der Proprietär bestreitert„107 Fr. 14 S. acht⸗— b Summa des Wieder⸗Eingan⸗ hrig ges der gemachten Ausla⸗— * gen 33 Jr4. welche vom Total-Ertrage von 798 Franken abgezogen werden müssen, so daß ein reiner Er⸗ Er⸗ 8..—:———⏑— 138 Neuntes Capitel. Verhältnisse Ertrag von 240 Franken übrig bleibt, welcher folgender Maaßen vertheilet wird: Güther⸗ Steu⸗ ern. 85J. 195 S. Futter zur Ha Steuer Wirth⸗ schafts⸗ Geräthe 31F. 28. ů Kopf⸗ Ertrag⸗(Steuer 36F. 1O0S.) 240§.¶ Zum Zehndten Zum Einkommen des Pro⸗ bPrietärs. 8 ssssN 240 F.— 5153 F. 11S. 98—— Die Steuer bezieht von jedem Rorgen 275Fr. 38. 6 Den. der Jehndee— 16 S. 1 Den. der Proprietao.— 388.— 3Fr. 7 S. 7 Den. So steht es um die Resultate der auf den Total-Ertrag der 71 Morgen von 798 Fran⸗ ken gebauten Taxe. Will man den Ertrag der 50 Morgen Lan— des, die hier mit der Güther⸗Bewirthschaftung im Kleinen behandelt werden, genau wissen; so muß man ihn von dem Ertrage der Wiesen tren— nen. Der Zehndte, welcher 58 Franken be— trägt, wird bloß von der Aerndte des Acker— Landes erhoben, und nimmt hier den zehnten Theil vom Total⸗Ertrag hinweg. Mithin zei⸗ gen 6 5˙ 90˙50 ma Funken Wesen Hette Lesen Gultg 0E. 5060 shmih vm Hn 18 ldes Mise Wohr dnd Rger Wh U Ein —tFtd—.— ar““r;r*eee— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 139 her gen die 8 Franken an, daß der Total⸗Ertrag der 50 Morgen Acker-Landes 5 80 Franken be— trage: und zieht man diese Summe von 798 Franken ab; so bleiben, als Total-Ertrag der Wiesen, 218 Fränken übrig, von denen der vierte Theil, oder ungefähr 55 Franken, an 10. Kosten aufgeht. Es bleiben demnach als reiner Ertrag 163 Franken, auf welchen 133 Fran⸗ ken Steuern haften, wodurch das Einkommen des Guths-Besitzers auf 30 Franken zusammen⸗ schmilzt. Dieses macht 4 Franken und 9 Sols vom Morgen Wiese-Landes für den Grund— — Herrn; und die Steuer bezieht 6 Franken und 1I Sols vom Morgen. Der Total-Ertrag von 50 Morgen Acker— — Landes beträgt 580 Fränken, welche folgender Naaßen vertheilet werden: 6 Wieder. Ein[Jahrlche zuslagen 395 Sr. — gang Maen Zinsen, nur zu 20 — lagen für den Pro-⸗Centen ge⸗ 2355 Oen. Wirth. rechneet06 Der Zehndte... 58 Fr.) det Reiner Die Steuer.15 Al Ertrag. Das Einkommen des + Grund⸗Herrn. 6 En⸗ 580 tung— 0 —* Der reine Ertrag beträgt vom Morgen 2 ⸗ Franken 11 Sols und 5 Deniers, da er hinge— gen bey dem Pacht⸗Guthe Lisoir 17 Franken ck⸗ und 19 Sols beträgt. t Pi⸗ gen DOavon 140 Neuntes Capitel. Verhältnisse Davon nimmt der Zehndte hinweg 1 F. 3 S. 2 D. st. I F. 19 S.(H Die Steuer bezieht— 6S.— st. 3F.— Bleibt zum Einkommen— 2 S. 3 D. st. 13 F.— + * 117 7 17⸗ 19 Der Total⸗Ertrag von 360 Morgen Acker⸗Landes, wie obgedacht, würde hier nicht mehr be— tragen, als 3750 F.) statt 18,00 F. 550 F. reinen Ertrag statt 5,660 F. Unterschied wie 2 zu 10 2 Zu dem Ertrage der Grundstücke, die mit der Güther⸗Bewirthschaftung im Kleinen behandelt werden, muß man, heißt es immer, auch den Betrag von dem Verkäufe der Ochsen rechnen, die, (4) Der Zehndte wird bey dem Acker-Lande dieses Pacht⸗Guthes nur zur zasten Garbe erhoben; er würde ungefähr 4 Franken betragen, wenn er, wie in dem andern Beyspiele, wirklich zum zehnten Theil erhoben werden sollte. (*³) Dieses beträgt ungesähr 23 bis 24 Franken zur Va⸗ luta der wechselsweisen Aerndte von einem Braach Jahr und einem Aerndte-Jahr auf jeden Morgen. Dieß ist so ziemlich der gewöhnliche Er⸗ trag der Güther Bewirthschaftung im Kleinen, wie beht aus dem Artikel Erain in der Encyclopédie er⸗ ieht. I Wahl scheh vrhande l etfe auf u, di du shl cl. gu hn IMn Wel Wetth Düsen Dfag h0.. Mih Mr⸗ Aalen nhyn, Klinen voy 3 Herch ch/ E 27 f Hs v hu den! wachts: nd ich Disea And⸗ 5r Nih Ral ha wangsen Ernrsi Moen t der Ausgaben zur Landwirthschaft. 14 die, wann sie einige Jahre den Pflug gezogen haben, gemästet, und dann an die Schlächter verhandelt werden: allein dieser Nutzungs-Ar-— tikel erfodert auch seine ganz eignen Spesen, wel⸗ che auf eine besondre Rechnung gehören. Och⸗— sen, die im Pfluge gedient haben, kann ein je⸗ der, wenn er Gräsereyen oder andre Früchte zu solcher Mastung hat, kaufen und fett ma⸗ chen. Also ließe sich denn doch bey Rechnun⸗ gen über die Güther⸗Bewirthschaftung im Klei⸗ nen weiter nichts in Anschlag bringen, als der Werth und Preis der abgemergelten, magern Ochsen, wie sie sind, wenn sie so eben aus dem Pflug⸗Dienste kommen. In diesem Zustande der Zug-⸗Ochsen aber verliehrt man beym Verkauf an dem Preis, um den man sie zur Acker⸗Arbeit erkaufet hatte.— Unterdessen be⸗ zahlen die Pachter der gedachten zwo Meye⸗ reyen, die mit der Güther⸗Bewirthschaftung im Kleinen behandelt werden, doch eine Pacht-Zinse von 380 Fränken: allein dieses Pacht-Geld verschlingt die Zinsen von ihren Auslagen, wel⸗ che, zu 10 Pro⸗Centen gerechnet, wie auf dem Etat der Güther-Bewirthschaftung im Großen, 212 Franken seyn sollten. Das Uebrige wird theils von einigen Castanien-Aerndten, theils von dem Profit aus dem Nutz-Vieh erhoben, welches auf den Wiesen-Gründen, Braachen und Lehden heran gezogen und ernähret wird. Dieser Artikel von Vieh-Nutzung verleitet die Land-Leute zum öftern, nutzbare Grundstücke zur Vieh-Weide ungebaut liegen zu lassen, zu⸗ mal da dieselben bey der bloßen Vieh-Weide wenigstens eben so viel Ertrag geben, als die Grundstücke, welche unter dem Pfluge gehalten werden. Eben deßwegen bleibt denn auch in den Gegen⸗ ..— 142 Neuntes Capitel. Verhältnisse Gegenden, wo die Güther⸗Bewirthschaftung im Kleinen getrieben wird, zumal auf solchen Güthern, wo keine Wiesen sind, die das nö— thige Heu zur Fütterung der Acker-Ochsen den Winter hindurch hergeben könnten, immer ein großer Theil von den Grundstücken ungebaut liegen. Man wird uns vielleicht den Einwurf ma— chen: man könne auf der Stelle, ohne sich in ei— ne so große Rechnungs-Umständlichkeit einzu— lassen, leicht einsehn, daß die 798 Franken To⸗ tal⸗Ertrag, zu denen man noch die 168 Fran⸗ ken Gewinn am Vieh, u. s. w. zählen kann, welches zusammen eine Summe von 966 Fran— ken giebt; man könne, sage ich, mittelst einer simpeln Addition einsehn, daß diese 966 Fran⸗ ken ein Einkommen von 533 Franken lieferten, welche zwischen dem Grund⸗Herrn und der Steu⸗ er getheilt würden; nämlich Zür den Grund⸗Herrn... 380 Zur Steuer 133 Vleiben zu den Kosten 433 Allein lasset uns diese Rechnung in die Spe⸗ sen⸗Ordnung bey der Güther-Bewirthschaftung im Großen bringen; lasset uns dabey die 11 Personen, die es mit der Bewirthschaftung der beiden Meyereyen zu thun haben, nicht nach der Strenge auf bloßes Wasser und Brod ein⸗ schränken; lasset uns einer jeden von ihnen, über Bausch und Bogen eine in die andre gerechnet, wenigstens 50 Franken,(damit wir sie doch be— halten und sie nicht endlich gar aus dem Lande laufen,) also in allem 5 50 Franken zugestehn; lasset uns dem, der die Inventarien-Auslagen trägt, die 212 Fränken Zinsen erstatten, da⸗ mit V Hu slänte: ahdte Wee die rusy , z sannen N dehn do Hiche ft für d nß Ousth Hchih Hungt u sch u M llabg: haet sil hahaitt Hach wol 9⁰MW 580 frrn der Ausgaben zur Landwirthschafst. 143 mit er doch dergleichen Auslagen forthin bestrei⸗ ten könne: und dann lasset uns 58 Franken zum Zehndten, und 120 Franken zum Aufwande für die Acker-Ochsen abziehen. Nun aber lasset uns diese Summe addiren, die von den 966 Franken abzuziehen sind: 770 212 78 35 120 9⁴⁰ So würden hier, zu folge der Spesen⸗Ord⸗ nung bey der Güther⸗Bewirthschaftung im Gros⸗ sen, zur Steuer und für den Grund⸗Herrn zu⸗ sammen, in allem 26 Franken übrig bleiben. Allein, wird man einwenden, dieses beweist denn doch, daß in Ansehung der Kosten bey der Güther-Bewirthschaftung im Kleinen mehr Pro— fit für den Proprietär und die Steuer sey, als bey der Bewirthschaftung im Großen. Man muß indessen freylich wohl über die klägliche Dürftigkeit der Bauern bey der Bewirthschaf— tung im Kleinen die Augen zudrücken; aber das bringt nun einmal die Lage dieser Leute so mit sich, und sie widmen sich ja diesem Stande selbst. Meinethalben mag man sein Herz gegen den elenden Zustand, zu dem diese Bauern verdam— met sind, oder in den man sie vielmehr stürzt, verhärten, so viel man will: aber bedenkt man auch wohl, daß der Total-Ertrag eben dieser 50 Morgen Acker-Landes 2,600 Franken statt 580 Franken, daß der reine Ertrag zur Steuer, zum Zehndten, und für den Guths⸗Besitzer zu⸗ sammen ———— n —— .. ö 144 Neuntes Capitel. Verhältnisse sammen do Franken statt 79 Franken, betra⸗ gen sollte; daß dieser reine Ertrag, recht und gesetzmäßig vertheilt, dem Guths⸗Besitzer statt kähler 6 Franken seine zehel oder 450 Franken, der Steuer statt 15 Franken hre zthel oder 225 Franken, und dem Zehndt Herrn statt 58 Fran⸗ ken sein volles thel oder 125 Franken eintra⸗ gen würde;(ja, daß diese Vermehrungen bloß in Ansehung des Acker-Landes, wie der Leser so eben gesehen hat, noch bey weitem beträchtlicher seyn würden;) daß die Wieder⸗Einnahme der Cultur-Auslagen für den Landwirth nicht 502 Franken, sondern 1700 Franken betragen müß— te; daß diese wieder eingehenden Auslagen, mit⸗ telst Vertheilung derselben durch den Aufwand, der ganzen Nation zum Vortheile gereichen würden; daß endlich das Final der Güther⸗Be⸗ wirthschaftung im Kleinen in nichts besserm be— steht, als daß die Land-Leute die Acker⸗Felder braache liegen, sie gar zu Lehden werden und verwildern lassen, woraus denn gänzliche Ver⸗ nichtung der Einkünfte, gänzliches Verschwin— den der Bevölkerung in den Städten und auf dem platten Land entsteht, welches endlich den wahren Sinn des zweydeutigen Fiscalitäts— Spruchs bestätigt, je mehr dem Thier aufgepackt wird, desto besser geht es;— dieß heißt, desto besser läuft es davon, um sich der Last zu ent⸗ schütten? Die Producte der Güther-Bewirthschaftung im Kleinen lassen sich gar nicht in die Ordnung der Oekonomischen Tabelle bringen, weil die jährlichen Auslagen zum Unterhalte der arbei— tenden Menschen und der Acker⸗Ochsen keine Vertheilung oder Communication mit den übri⸗ gen x N D sa V. umig se Halong Hchtragel hile gat Weccel Hthe/! RabgeA sct s, Ruchmaa sch dem IunN! herede Richthgt, aand b 0615 E Hit roch d Ind Mbel tin Ste Hzwth Of 0 f. nh Rischeeh shn Rohn Mt⸗ — ert Mser R las, lls din hyn Ruun gie Vpe der Ausgaben zur Landwirthschaft. 145 gen Menschen⸗-Classen von der Nation gestatten. Da die Bauern dabey im strengsten Verstand auf bloßes Wasser und Brod beschränket sind; so können sie nicht das mindeste zu der Güter-Ver— theilung, von der die sterile Classe leben soll, beytragen. Mithin leidet die Ordnung der Ta— belle gar keine Anwendung auf diese Cultur-⸗Art, welche bloß den jämmerlichen Zustand solcher Land— wirthe, u. s. w. andeutet, die auf eine so uner⸗ giebige Anwendung der Grundstücke herunter ge⸗ setzt sind. Nach Düpre' de Saint-Maur's muthmaaßlicher Rechnung( indessen befinden sich dermalen nicht weniger als athel vom Gan— zen der Landwirthschaft in Frankreich zu der Gü⸗ ther-Bewirthschaftung im Kleinen dergestalt er— niedriget, daß er das Pacht⸗-Geld vom Morgen Landes über Bausch und Bogen auf nicht mehr als 15 Sols rechnet(), wovon der Proprie⸗ tär noch die Last übernehmen muß, das Nutz⸗ und Arbeits⸗Vieh unter dem Titel eines to d⸗ ten Stammes(0, dieß heißt, ohne Zinse, herzugeben;— ein Haupt⸗Punct, den ich den Land⸗ (*) In seinem Essai sur les Monnoies, pag. 28. (◻ Pag. 26 des gedachten Werkes in der Note. (*r) Cheptel mort— ein Vieh Stamm, oder eine gesetzte Anzahl von Viehe, von dem die Zuzucht zwi⸗ schen dem Grund⸗Herrn und seinem Meyer oder Pachter getheilt, der Stamm aber nach Ablaufe der Pacht⸗Zeit in gleicher Anzahl zurucke gegeben wird — vermöge eines Contraetes, nach welchem der Meyer dem Grund-Herrn eben so viel Stücke Vie⸗ hes, als er empfangen hat, wieder abliefern, und dem Herrn währender Pacht⸗Zeit die halbe Nutzung davon geben muß. U. W.— P. 2* 2. K —————........— 2.— 146 Neuntes Capitel. Verhältnisse Landwirthschafts⸗Akademien weiter ins Licht zu setzen, hiermit empfohlen wissen möchte. Ich überlasse dem Leser, zu urtheilen, was aus einem Lande werden würde, in dem der Feld⸗ Bau durchgehends zur Güther- Bewirthschaf⸗ tung im Kleinen heruntersänke; zu urtheilen, ob es nicht ein Anliegen von Wichtigkeit sey, den Landwirth in Stand zu setzen, daß er sich zu der Höhe eines reichen Pachters emporschwingen, sich mit reichen Inventarien⸗-Auslagen, die zu Be⸗ streitung der Wirthschaft im Großen, und zur besten Benutzung der Grundstücke hinreichen, ver— sehn könne, und sich die jährlichen Auslagen, die für einen vand⸗Bau, wo alles reichlichen Unterhalt und starkes Dienst⸗Lohn erfodert, desto mehr zu kosten scheinen, um so weniger gerenen zu lassen brauche, da er das alles in kurzem bey der Aerndte wiederbekömmt, die ihm den Wie⸗ der⸗Eingang der Auslägen, die Zinsen davon, und noch obendrein starke Einkünfte für die Gü⸗ ther⸗Besitzer, oder vielmehr für die Nation in die Hände giebt? Es steht dem Leser frey, mir entgegen zu setzen, daß ich hier ein Paar Bey— spiele gewählt habe, die gerade von beiden Ex— tremitäten hergenommen sind. Die Beschuldi⸗ gung würde zwar ungegründet seyn: aber ich will mir gefallen lassen, daß sie für gegründet gelte, und will gern zugeben, daß sich zwischen den an⸗ geführten zwey Beyspielen eine große Anzahl von verschiednen, mehr oder weniger einträglichen oder vernichteten Cultur ⸗Classen befinden mag. Immer wird es wahr bleiben, daß diese beiden Beyspiele vorhanden sind; und daß das eine so gut, wie das andre, so zu sagen allgemein wer— den, und den Wohlstand des Staates begrün⸗ den, oder ihn in einen Grad von Verfalle stürzen kann, W U*² % Hite iht auf immet da Nter L Igsen? Rrchn di M sin dus ub den sumtin d M audw om f r sh l! fch 6 4 gen, schunen Wir sos Fans With lmh Hutheß l fm eng Hie acht bine n nchrn. gehalten Cahe af Aucblck; Rel H h 6 Rlach shachngj „. der Ausgaben zur Landwirthschaft. 147 kann, der ihn vernichten würde. Man ersieht also hieraus, wie viel daran gelegen sey, Rück⸗ 9 sicht auf die Kosten und auf die Einbußen,(die immer das erste sind, was abzuziehen ist,) und ö unter letztern insonderheit auf die von der wich⸗ tigsten Art, die sich am schwersten taxiren lassen, zu nehmen. Also lasset uns vor allen Dingen d den Werth des Grundes und Bodens gehörig sich schätzen, und den Vorzug unter den Cultur-Ar— ⸗ ten derjenigen geben, die den größten Nutzen ur aus dem Boden zieht. Die Ausgaben, die Con⸗— N⸗ sumtionen, die Gelegenheiten zum Absatz, und , der Verkaufs-Werth sind die Dinge, die den chen Landwirth belehren, wie er Grund und Boden oeth am nutzbarsten anwenden könne. Was für Werth Hen der Boden habe, kann man aus dem guten Ab— bey satze der Lebens⸗Mittel in einer volkreichen Stadt die sehn. o, 4. Kleine Cultur⸗ Unternehmun⸗Kleine Cultur⸗ a⸗ gen, kleine Pachter⸗ Wirthschaften lnternehmun⸗ scheinen auf den ersten Anblick zu dem Zwecke, den Proportton m wir so eben angedeutet haben, zu führen. Eine mrantde ein⸗ Dh Familie, die nur ein kleines Pacht-Guth zu be— Lpe. als Cr⸗ wirthschaften hat, benutzt alles, was da ist, uli⸗ und kann die Cultur aller Artikel ihres kleinen will Guthes leichter abwarten. Auf diese Weise ylt, kann ein großes Pacht-Guth, wenn man es in al⸗ vier Pachter⸗Wirthschaften zertheilt, statt daß es hloan eine einzige Familie ernähren sollte, deren vier Hichn ernähren; und das Guth wird dabey desto besser 11 gehalten. Dieß ist die Seite, von der sich die Haden ö Sache auf den ersten Anblick darstellt: aber ein hu so Rückblick auf die einförmige und beständige Re— Wr⸗ gel des reinen Ertrages kann uns den Irrthum mh⸗ so gleich benehmen. Ganz gewiß werden die ob— ützen gedachten vier Familien, bey gleich emsiger Sorg⸗ kann/ 9 2 61 148 Neuntes Capitel. Verhältnisse falt, einen stärkern Total⸗Ertrag ziehen; das geht aber nicht so weit, daß man sagen könnte, diese Bewirthschaftungs⸗-Art wäre auch vortheil— hafter für das Einkommen, welches der einzige Zweck für den Proprietär, für den Staat, und für die Gesellschaft ist. Die Bewohner der Städ— te, die in den Gedanken stehen, daß die Bauern selbst die Grundstücke, welche die Aerndten tra— gen, bearbeiteten, haben sich sammt und sonders für kleine Pachtungen und kleine Cultur-Unter⸗ nehmungen erkläret, weil dabey eine größere Menge von Menschen zu thun haben, und eine desto stärkere Bevölkerung ernähret, folglich auch ein desto größerer Vorrath von Früchten erzeuget werden würde, welche denn wegen der Concur— renz dieser Bauern desto wohlfeiler zu bekommen seyn müßten, indem sich die Bauern gezwungen sähen, zu verkaufen, um die Steuern, die ih— nen zu Lasten fielen, und die schon an und für sich ein Sporn wären, der sie zur Arbeit nöthig⸗ te, bezahlen zu können. Auf diese Weise meynt der Städter seine Sklaven beständig unter dem Joch, in der Unterdrückung und im Elende zu halten; aber er würde für diese verabscheuungs— würdige Unbarmherzigkeit sehr hart gestraft seyn, wenn sein Schicksal wirklich von diesem widersin— nigen Landwirthschafts System abhienge, wel— ches bloß auf die Menge von Menschen gebaut wäre, die zur Acker-Arbeit angestellt würden. Es bedarf weiter nichts, ihn aus dem Irrthume zu reißen, als daß wir hier ein Beyspiel anfüh— ren. Ein Pflug, der von vier Pferden gezogen, und von Einem Manne geführt wird, äckert eben so viel Feld um, als drey Pflüge, die von zwölf Ochsen gezogen, und von sechs Männern geführt werden. Nun erzeugt aber diese letzter Arbeit It u amen R Namne Sem Iu Landere hunder Rieb U II M dele 1 Rum h Ettrag Bwoht Wrhsth Rass pl nit Rumal v Henbett nN Hurnch lasitt W H IN wumische uund e. Haselhin agon Ober Wel 9en 30 0 Hr Etttg 0½ G mn ogel, alkett ie voll innern lehter Rbeit der Ausgaben zur Landwirthschaft. 19 Arbeit kaum den zehnten Theil von dem Ein⸗ kommen, welches die Arbeit des einzigen, von vier Pferden gezogenen, und von einem einzigen Manne geführten Pfluges abwirft. Nach die— sem Fuße würden zu der Bewirthschaftung eines Ländereyen ⸗Gebietes, die sich mit fünf mal hundert tausend Menschen ausführen läßt, und die über tausend Millionen Einkommen einbrin⸗ gen kann, bey der Güther-Bewirthschaftung im Kleinen mit Ochsen nicht weniger als ganze drey Millionen Menschen erfoderlich seyn, von deren Anstellung die Güther⸗Besitzer vielleicht kaum hundert Millionen Einkommen oder reinen Ertrag hätten. Nun müssen aber die Städte⸗ Bewohner gerade vom reinen Ertrage der Land— wirthschaft ihren Lebens-Unterhalt ziehen. Das ganze platte Land könnte voller Menschen seyn, die mit der Bodens⸗Cultur beschäfftiget wären, zumal wenn sie selbst mit den Aermen das Land bearbeiteten; und dennoch würden bey derglei— chen Arbeiten die Städte-Bewohner, diese so vornehmen Menschen, nicht bestehn können. Doch lasset uns den nämlichen Gegenstand aus einem andern, nicht so lächerlichen, und dabey zugleich liebreichern Gesichts-Puncte betrachten. In der oben schon erwähnten, an die Oeko⸗ nomische Gesellschaft zu Bern gerichteten Abhand⸗ lung(3), worinnen die wahren Grundsätze auf⸗ gestellt und bewiesen sind, wird ein Wiesen⸗Land angenommen, welches 100 Franken an Heu oder Weide trägt. Die Aerndte Kosten betra⸗ gen 30 Franken; also bleiben 70 Franken rei⸗ ner Ertrag. Auf der andern Seite wird wie— ö K& 3 derum (4) Sie macht den zten Theil der Ausgabe des Ami des Hommes von 1761 aus. U. 150 Neuntes Capitel. Verhältnisse derum angenommen, daß dieses Grundstück an Getraide 150 Franken tragen könnte, dabey aber die Cultur⸗ und Einärndtungs-Kosten 100 Franken ausmachen würden. Mithin würde nicht mehr, als 50 Franken, reiner Ertrag übrig bleiben; und es wird dort erwiesen, daß unter diesen beiderley Arten, das Grundstück zu nutzen, die erstere für den Proprietär, für den Pachter, für den Staat, und für die Bevölke⸗ rung am vortheilhaftesten seyn würde. Was bleibt nun zu folge dessen übrig? Insgemein be— finden sich kleine Pachtungen, in Vergleichung gegen große, gerade in dem Falle, worinnen sich das obige Getraide⸗Feld gegen die Wiese befindet. Wenn auch das auf solche Weise ge— baute Grundstück mehr Total-Ertrag gäbe; so würde sich doch zuverläßig weniger reiner Ertrag finden. Dergleichen gehäufte kleine Landwirthe verzehren selbst den größten Theil vom Total⸗ Ertrag, und verkürzen um so mehr den reinen Ertrag, das Einkommen, die Ausgaben, die Consumtionen kostbarerer Artikel von Lebens⸗ Mitteln, den Verkaufs-Werth, und folglich auch die Frucht-Erzeugniß und die große Land⸗ wirthschaft. Folglich gereichen große Pachtun⸗— gen und starke Cultur⸗Unternehmungen allen und jeden zum Vortheil, und befördern das ge— meinsame Beste. Wahr ist freylich, daß diese Wirthschafts-Art nicht wohl überall Statt fin⸗ den kann. Es giebt gebirgige, und mit Grä— ben u. d. gl. durchschnittene Gegenden, wo alles in Parcellen zertheilet ist, die durch eine Art na— türlicher Gränzen von einander abgesondert sind: und wo dieses der Fall ist, da müssen die Besiz⸗ zungen nothwendiger Weise den Fügungen der Natur assimiliret werden. Allein dergleichen Gegenden Hyden RWH.el I6 das l cht d Dug schaft Bass H M Mterge Dta daf schg ir E Halheh mn s Hacsen lihts sch in wel er dursel landty unsl Wühh filde dr rschhh Wür Lung d Laaugt, chten! hamr Hutt Arh tir gothg 000 ahhe ae 90 den Hles as be⸗ ng W Diese ö 9e⸗ so trag rthe tal⸗ nen die dbeus; Aglich Land⸗ lun⸗ allen 8 ge⸗ diese tt fn Gra⸗ alles t na⸗ t sind: Bush⸗ en der eichen Renden der Ausgaben zur Landwirthschaft. 151 Gegenden bringen auch, in Vergleichung gegen die Gegenden, wo sich der Pflug weiter ausdehnt, als das Gesicht reicht, wenig Einkünfte: und sie würden gar nicht gebaut werden, wenn sie nicht durch ihre politische und physische Verbin⸗ dung mit Gegenden, in denen die Landwirth⸗ schaft im Großen üblich ist, und die wirklich die Basis des Reichthums und der Erhaltung der HGesellschaften ausmachen, das Leben bekämen. Mit einem Worte, große Landwirthschafts— Unterneymungen sind schlechterdings nöthig. Da kann der Pachter nicht saumselig seyn, oh— ne daß ihn das Gewicht der Masse, die er auf sich geladen hat, erschüttern, und bald von sei⸗ ner Stelle verdrängen wird. Da beseelen und beleben die Einsichten des Cultur-Unternehmers, wenn sie dem Umfange des Unternehmens ge— wachsen sind, eine ganze Gegend. Er spart nichts an den Inventarien-Auslagen, weil er sich im Stande befindet, sie zu bestreiten, und weil er die und den großen Nutzen derselben kennt. Im Ganzen und Einzelnen des landwirthschaftlichen Handels nothwendig un⸗ terrichtet und einsichtsvoll, lenkt er die ganze Thätigkeit einer großen Maschine auf die Gegen⸗ stände der nützlichsten Consumtion. Immer wird er sich hüten, seine Grundstücke zu mißbrauchen, daß sie bloß geringe Lebens„Mittel zu Ernäh⸗ rung der Hand⸗Arbeiter, deren Dienste er braucht, tragen müßten. Er arbeitet zu dem ächten Absatze, der ihm Geld einbringt, mit dem er stärkes Dienst⸗Lohn bezahlt, welches ihm gute Arbeiter in den Zeiten verschafft, wo er ih— rer nöthig hat. Diese Arbeiter sitzen ihm nicht das ganze 22— über auf den Hacken, wie dem kleinen Halb-Pachter* Familie. Wann die K 4 Zeit * Einbuße bey Verwendung der Grundstük⸗ ke zu Erbauung wenig⸗gelten der Producte. 2*— 152 Neuntes Capitel. Verhältnisse Zeit der Aerndte, welche für sie eine Lohn-Aernd— te ausmacht, und sie wieder in eine Art von Wohlstande setzt, einmal vorüber ist; so gehen sie wieder an ihre Geschäffte bey andern Arbei— ten auf ihren kleinen Gütern, bey der Gärtne⸗ rey, bey den Weinbergen, bey den Holzungen, u. s. w. Kurz, sie schaffen anderwärts Nutzen, und fallen ihm dann nicht mehr durch Kosten bey der Cultur, zur Verringerung der großen Einkünfte, zur Last. Mit einem Worte, die reichen Pachter und Landwirthe sind die Seele des ganzen Landwirthschafts⸗Wesens: sie sind ein Segen für die Gesellschaft; sie sind das Heil, der Reichthum, die Kraft und die Macht land— wirthschaftlicher Völker.— Hoffutlich wird Niemand hieraus den Schluß ziehen, daß in ei⸗ ner Provinz nur Eine Pachtung seyn müßte: nein, alles hat seine Gränzen, vom Küchen⸗ Garten an bis zu ganzen Ländern und Reichen. Aber lasset uns immer bemüht seyn, die edle In⸗ dustrie, das Talent, das Genie, und den Ein⸗ fluß der Häupter des Erden⸗-Baues, der näh⸗ renden Genien der Gesellschaft und des Staa⸗ tes, lieber zu erweitern, als sie zu beschränken. 5. Geringe Beschaffenheit der Producte. Wir haben im vorhergehenden achten Capitel bewiesen, daß Anwendung der Grundstücke zu geringen Producten, durch all— mählich erfolgende Nothwendigkeit, die Verar— mung und das Verderben einer Nation nach sich ziehe. Es wäre unnöthig, hier zu wiederholen, daß aus dem Verkaufs⸗Werthe der Producte des Grundes und Bodens die Einkünfte erwachsen, und daß einzig und allein durch die Einkünfte die Ausgaben, als die Universal⸗Unruhe der Cir⸗ shyäct de Ctt uird d tun; f Hel⸗ dit ih aust HA d alhrtn Haße. scheh, Ihn wich llle, den Ranh duch R deseehe hftg, , sten Fen dle lele sind Mi land⸗ chird nei⸗ ißter hen⸗ chen. In Cine hah⸗ Etaa⸗ en. der Relden 0 dit al⸗ Veal⸗ sih sholel, dis achsel, slaste der Cir⸗ der Ausgaben zur Landwirthschaft. 153 Circulations-Maschine und das unumgänglich nöthige Band der Gesellschaft, in Bewegung gesetzt werden, daß also auch jede Portion von Grund und Boden, die zu Producten von gerin⸗ ger Beschaffenheit gebrauchet wird, ein Verlust für den Staät sey. Dieß ist eine ausgemachte und erwiesene Wahrheit. So nach sind also die Zeichen von der Gesundheit oder Krankheit des Staates sichtbar und augenscheinlich. Schon der Anblick der Grundstücke reicht hin, beides mit Zuverläßigkeit zu erkennen. So bald man sieht, daß die Ländereyen überall mie geringen Früchten bewachsen sind, die bloß dienen, ar⸗ men Bauern eine schlechte und jämmerliche Nah—⸗ rung zu verschaffen, nicht aber zu Schätzen zu werden, so bald kann man auch versichert seyn, daß alle Schnell-Kräfte der Gesellschaft ge— schwächt seyn. Armen Bauern, sage ich; denn die Städte-Bewohner leben vom Einkommen: wird den Städten das Einkommen äbgeschnit— ten; so werden sie zu nichte. Was aber das ö Heil-Mittel anlangt, so frage ich: was wür— ö det ihr wohl von einem Arzt halten, dem ein Patient, welcher durch die Schwäch ung aller Feder⸗Kräfte seiner Leibes⸗ ⸗Maschine in Ermat⸗ tung und Ekel vor aller Nahrung gesunten ist, anvertrauet wäre, wenn er sich angelegen seyn ließe, ihm Ragouts von neuer Erfindung vorzu— setzen, um nur seinen Appetit zu reizen, und ihn wieder in Bewegung zu setzen? Gerade nicht klüger, als ein solcher unwissender Doctor, wür⸗ den Landwirthschafts-Gesellschaften seyn, welche durch Versuche, die sie anstellten, durch Recepte, die sie herausgäben, durch Säe⸗Kästen, die sie erfänden, u. d. gl. die Landwirthschaft wieder K 5 in ISISISISeeeeeeeeeees 154 Neuntes Capitel. Verhältnisse in Aufnahme zu bringen gedächten(. Gu⸗ te Herzstärkungen, die der Arzt, wenn er seine ganze Cur bloß auf die sichtbaren Sym⸗ ptomen beschränken will, eingäbe, würden eine Art von kleinem, bald überhingehenden Erfolg haben können: aber im Ganzen würden sie zu weiter nichts helfen, als die Kräfte des Patien⸗ ten bald zu erschöpfen, und die Ermattung des⸗ selben zu vermehren, wenn der Erfolg dieser Methode nicht durch eben so fruchtbare Bemü— hungen vorbereitet würde, die zu Wiederherstel— lung der ganzen Lebens Ordnung, der Auslee⸗ rungen, der Circulation und der Freyheit der Organen wirkten. Auf gleiche Art würden auch reelle, den Landleuten zugestandene Unterstätzun— gen, Schutz und Degünstigung, oder Verwen— dung des Ueberflusses einiger Wohlhabenden zu Meliorationen des Territoriums, der Landwirth— schäft ein überhingehendes Ansehen von Erneue— rung geben können. Allein die ächte und eigent⸗ liche Wiederherstellung derselben beruht auf Ur⸗ sachen von viel größerer Ausdehnung; sie beruht auf ihrer ganzen und völligen Handels⸗Freyheit, auf ihren in Rücksicht auf die Industrie vollig freyen Verhältnissen, auf der Simplicität ihrer Policey und Harmonie in Beziehung auf die Ge⸗ rechtigkeits-Pflege, auf ihrer regelmäßigen Ue⸗ bereinstimmung mit der Finanz, und durch diese mannichfaltigen Mittel auf ihrer natürlichen und gedeihlichen Thätigkeit. Kurz, wenn nicht end— lich (OQUnd von noch kaum so wichtigem Gehalte sind die Verdienste, die sich manche Landwirthschafts⸗Akade⸗ mien oder ökönomische Gesellschaften bisher um das Publieum, dem sie zu dienen vorgeben, gemacht haben. U. 1 n f ihet wi u, R 9al Hal hudartt MWochn tnun Horth N N Kti haben wht Mhan el ch Rahi m el goß u 6.1 st gera mübe haben durch 60 sst Glh ssht ver siaftezi Rent in En M vi, si ir nicht chn.“ Ructe hih her Vert nihlch der Ausgaben zur Landwirthschaft. 15 3 lich einmal wieder politische Diät„ natürliche und einfache Ordnung in allen Stücken einge⸗ 3 führt wird; so werden die vergeblichen Bemühun⸗ 0 gen, der Landwirthschaft wieder aufzuhelfen, gar bald in eine bloße Ueberladung des Magens 00 ausarten. Die guten Producte, die durch der⸗ . gleichen ephemerische Ausgaben erzielet werden, 40 treten auf einem Markte, der an sich schon un⸗ dur vortheilhaft ist, mit in die Concurrenz; und 1950 die Folge hiervon kann keine andre seyn, als daß isel der geringe Verkaufs-Werth, der dem, was u⸗ davon noch vorher da war, einen Lebens⸗-Hauch du zuwehte, immer noch tiefer herunter finkt. Die wh Anhänger der Mode werden ihrer Versuche durch stituu⸗ den schlechten Erfolg bald müde, lassen sie fer⸗ nerhin unterweges, und der Staat wird sich den zu nach einer solchen Krisis, wann sie ersticket ist, Mirth⸗ gewiß nur noch schlechter befinden. cneue⸗ 6. Niedriger Preis der Producte Vom Preis iznt. ist gerade das Uebel, welches aus dergleichen der Prodncle f l/ unüberlegten Versuchen entstehn würde. Wir ab, welche ge⸗ Herußt haben zur Genüge dargethan, daß alles Hloß müsen haiß, durch die Ausgaben seinen Gang bekomme; daß volig es keine andern Ausgaben gebe, wodurch die ihrer Circulation in eine vortheilhafte Bewegung ge— Ge⸗ setzt werden könnte, als die Ausgaben der Ein⸗ Kle⸗ künfte; und daß der Belauf der Einkünfte im— dese mer mit dem Tarif der Producte und deren Preis n und im Ebenmaaße stehe. Hs⸗ Diese Fundamental ⸗-Wahrheiten haben lih wir, sage ich, so umständlich entwickelt, daß wir nicht weiter darauf zurücke zu kommen brau⸗ schdie chen. Bloß vom Verkaufs⸗Werthe der Pro⸗ a ducte hängt, in Rücksicht auf die Gesellschaft, 00 der Werth und Preis derselben ab. Wäre es möglich, daß Schierling mehr Geld eintrüge, als 156 Neuntes Capitel. Verhältnisse als Weizen, Wein und Flachs; so müßte man Schierling bauen, und Andern die Sorge für Anschaffung der Producte zum unentbehrlichsten Lebens⸗Bedürfniß überlassen: denn alsdann würden uns unsre Grundstücke doch mehr Wei— zen, mehr Wein, mehr Flachs, u. s. w. ver⸗ schafen, als wenn sie geradehin zum Bau die— ser Producte gebrauchet würden. Das giftige Kraut, welches in Virginien gebaut wird(D, hätte vor hundert Jahren eben so wenig Ver— kaufs⸗Werth, als der Schierling; und doch hat in diesem Land heut zu Tage ber Tabaks-— Bau den Vorzug vor dem Getraide-Bau. Die eigentliche Bestimmung der kändereyen ist, daß sie Lebens⸗Mittel von gutem Preise tragen. Diese Bestimmung aber kann, daß ich's aber⸗ mals wiederhole, keinen andern Wegweiser haben, als das Interesse des Landwirthes selbst, der durch sein Vermögen in Stand gesetzt ist, den größten Nutzen aus seiner Wirthschaft zu ziehen. Jede andre Anwendung kann nicht anders als zweckwidrig ausfalen, und muß ihm nachtheilich werden. So hat es unwieder— ruflich die natürliche Ordnung, der Ausfluß und das unsterbliche Gesetz⸗-Buch der Vorsehung entschieden, welche unsre Dankbarkeit in den verlassenen Tempeln jener Gottheit der Alten, des Verhängnisses, aufstellen soll. Schwierigkeit, 7. Mange lan Ma rkt⸗Platzen zum Ab⸗ die Producre zu sa tz und schwere Kosten des landwirth⸗ ansschleßliche sch Laahn.n Handels. Nähme man den Urtoilegten, Polaken die Weichsel; so würde man ihr Land and Be⸗ in kurzem zur Wüste machen. Da di 2 Strom dem () Tabak. U. 44 0 h Whl I. N shaft er EMadt sih in sung, heit! Rl Iberth Hidn hheh 0¹ 1 1 Vse Hm Rusla Nast Hl Aeln Nahz, Ba Hichn H hing Ho ltfen sns, Ingem 2 W E — der Ausgaben zur Landwirthschaft. 157 dem Getraide, welches die weitläufigen Gefilde geuerung von Pohlen tragen, einen Markt⸗Platz zum Lebeng Wi Absatze nach Norden*) hin darbietet; so ver⸗tel, welche die n Oi Einku o•n Regierung den schafft er ihnen den Zweig von Einkünften, den Ruopinten, die Magnaten unter sich theilen, und mit dem sie Städten, u. f. sich begnügen, weil ihnen bie politische Verfas⸗w. einräumt. sung, die sie in Ab sicht auf sich Frey⸗ heit nennen, mehr am Herzen liegt, als die Vortheile, die ihnen, wenn sie ihre Verfassung änderten, andre Handels-Zweige einbringen würden(). Wir finden allenthalben, daß sich ö zahlreiche Völkerschaften an Strömen und ö See⸗ ( Auch wohl häufig uach Weslen und Süͤden. II. ( Dulch die endlich im J. 1796 erfolgte dritte und letzte Theilung dieser bisherigen Aristokraten-Repu— blik zwischen den drey benachbarten Mächten, Oestreich, Rußland und Preußen, scheint die bisherige politische Verfassung des Landes,(die ein des Namens Ver⸗ fassun g ganz unwürdiges Chaos war, um so mehr völlig aufgehoben und vernichtet zu seyn, da dos Land nunmehr so gar seinen vormaligen Namen verlohren hat. Hoffentlich wird der bisherige klägliche Zustand der Unterthanen, die vorher fast lediglich unter der höchst willkührlichen Herrschaft von größten Theils tyrannischen Ragnaten standen, durch die geschehene Theilung merklich, freylich wohl in einem Dritthel mehr, als in dem andern, gebessert werden. Ob aber das Land bey dieser Theilung überhaupt viel ge⸗ winnen ob darinnen die Menschheit überhaupt so bald merklich zufriedner und glücklicher werden werde, hängt von der Weisheit oder Unweisheit der Anstal⸗ ten ab, die von den theilenden Mächten werden ge— troffen werden. An Freyheit des Handels wenig⸗ stens, der bisher unter allen diesen drey Mächten ungemein beschränket gewesen ist, hat das ehema⸗ lige Pohlen bisher noch auf keiner Seite viel gewon— nen, wo es nicht vielleicht gar noch mehr daran ver— lohren hat, als es vor der Theilung hatte. U. 158 Neuntes Capitel. Verhältnisse See⸗Häfen niederlassen, und fragen wir nach den Ursachen und Absichten, warum die Men⸗ schen vorzüglich diese Lage erwählen; so werden wir allenthalben die Antwort bekommen, es ge⸗ schehe wegen der bequemen Gelegenheit zum Ab⸗ satze der Producte: und zu gleicher Zeit werden dergleichen Ackerleute doch immer am ersten Privilegien begehren oder behaupten, wodurch ihnen diese Vortheile, deren Werth sie so gut kennen, so viel möglich, ausschließlich zugeeignet seyn und bleiben sollen; eine Verblendung des Hanges zur Tyranney, und der Empörung wi⸗ der die natürliche Ordnung. So will Bor— deaux, zum Beyspiele, durchaus nicht gestatten, daß die Weine von Ober⸗Guyenne vor dem Sanct⸗Andreas⸗Tage(3osten November) nach seinem Hafen gebracht werden dürfen. Wird earseille gezwungen, zu dieser oder jener Zeit den Weinen aus der Provinz einen Durchgang, den man Tranfito nennt, zu lassen; so schreyt es, daß die Stadt dadurch zu Grunde gerichtet, und ihre Privilegien umgestoßen würden. Wenn ich hier diese beiden Städte nenne, denen ich vielleicht für meinen Theil die mehreste Zuneigung und Erkenntlichkeit schuldig bin; so habe ich da— bey keinesweges die Absicht, sie vor andern zu beschuldigen, oder gar sonst die noch stärkern Spuren von Tyranney anzudeuten, welche hin und wieder selbst von denen verkannt werden, die sie ausüben. Nein; allenthalben, wo das Privat-Interesse dem Rechte des Stärkern in den Weg kömmt, kann es sich versichert halten, bey demselben den Schaden der Menschheit, und diesen so gar mit Gewaltthätigkeit, zu finden. Daß verblendete, und auf ihr kleinliches Privat⸗ Interesse concentrirte Menschen sich weigern, und 2.. I 10t ei Fullbatt“ as ii Hbe wi ut RNemen en denket NR thitt der Ingll Aang Hl, lichen d Iun Etkth senpoh. mchtge Gechift be deL eissamen Moht mac harshen zu Churen des uichen ih si damit das unent Welches s mer mir 9 Cuulen hon Afgelät n H„Msth von ehn hn hunpen ent r Oednm Herde.. baln Gest Hf af Ei r d u ö Aunm der Ausgaben zur Landwirthschaft. 159 und nicht einmal den Versuch machen, ihre mittelbare Abhängigkeit vom allgemeinen In⸗ teresse einsehn zu lernen; daß sie sich die Vor⸗ theile, welche die gemeinschaftliche Mutter Na⸗ tur gemeinsam machte, allein zueignen zu kön⸗ nen denken, ist eine Folge des Irrthums und des thierischen Instinetes. Das größte Uebel der Ungerechtigkeit ist, daß sie, wenn sie durch Länge der Zeit alt wird, zu einer herkömm⸗ lichen Observanz gedeiht, und die ar⸗ men Sterblichen sie am Ende gar zum Rechte stempeln. Wenn es aber eine autorisirte und mächtige Regierung nicht als ihr vornehmstes Geschäffte betrachtet, ihren Unterthanen Licht über die Wichtigkeit und Nothwendigkeit des ge⸗ meinsamen Rechtes zu geben, dieses gemeinsame Recht mächtig über die vorsätzlichen Blinden herrschen zu lassen, und, mit einem Wort, alle Spuren des Ausschließlichen und der T Tyranney zwischen ihren Unterthanen zu vertilgen; so thut sie damit zuverläßig nichts beßres, als daß sie das unentbehrlichste und dringendste Geschäffte, welches ihr zu verrichten am meisten obliegt, im- mer mehr verzögert. Die Dauer und das Fortwähren solcher Spuren von Barbarey in Zeiten, die übrigens aufgeklärt sind, rührt, glaub' ich, bloß davon her, daß sich das Willkührliche, ein andrer Ast von eben dem Stamme, so gar in die Bemü— hungen einschleicht, die auf Wiederherstellung der Ordnung und Ruhe des Innern gewendet werden. Das Regulativ und die Verordnung wollen Gesetze erschaffen, da sie sich eigentlich bloß auf Entscheidung der vorkommenden Fälle nach den ursprünglichen Gesetzen, der natürli— chen Ordnung gemäß, einschränken sollten. Als⸗ I]I* 160 Neuntes Capitel. Verhältnisse Alsdann hat das ausschließliche Interesse der Privat⸗Leute seine Sache nur noch vor dem aus— schließlichen Interesse der Ober-Häupter zu ver⸗ fechten, und man kömmt dann in kurzem mit alle dem auf Kosten des gemeinen Wesens und der Gesellschaft zu Stande. Im Innern entsteht dann ein geheimer und hartnäckiger Krieg, der immer tiefer einwurzelt. Ein jeder beruft sich seiner Seits auf die Regulative vorgängiger Ungerechtigkeit oder Unwissenheit, als auf Ge— setze; man führt die ehemalige Verfassung des Staates an, ohne sie zu kennen oder zu ver— stehn. Man sieht sich nach angeblichen Funda— mental⸗Gesetzen um; man tauft auch wohl ge— wisse herkömmliche Mißbräuche zu Fundamental⸗ Gesetzen, und kein Mensch hat das Herz, den— selben die mächtigen und unverjährbaren Rechte der natürlichen Ordnung entgegen zu setzen. Da— her werden dann die geringsten Veränderungen, die kleinsten ernstlichen Bemühungen, die man zu Erhaltung und Wiederherstellung der Ordnung anwendet, durch Unwissenheit in den Principien, und durch Mangelhaftigkeit derselben schädlich. Daher tragen alle Versuche bieser Art den Keim zu ihrer eignen Vergeblichkeit in sich. Daher wird man sehn, daß eine und eben dieselbe Re⸗ gierung mit der einen Hand die alten Geleit⸗ Steuern, Brücken- und Wege Zölle aufhebt, und sich zugleich mit der andern auf die neuen Abgaben steift, die noch bey weitem lästiger sind; daß sie mit der einen Hand die gebräuchlichen Ausgaben der Städte ausstreicht, und ihnen mit der andern lästige Anleihen befiehlt; daß sie mit der einen Hand dem Landwirthschafts Wesen ihren Schutz zuwinkt, und es mit der andern er⸗ stickt, indem sie den Producten desselben die Wege 111 ö D n hilen 0 ded d sch hehhũt v Hantäten uy M shyt 5 f ih ahalt ment un Huntaiß d Bobachtu abt Re Mlkrsch Hins⸗I ul gsht M bh iige she Mopet e das h herers mat eine Etod ih, vr N Spatr MH Lommaneang Ii Erahun E hattz ame. bacheng Eumurg, In anre UW ee s ö Wheshummm hahnr I V4p 2, 35 ke 8. 1⸗ le r ht dir s iger Ge⸗ des Hr⸗ Wae ntab den chtt Da⸗ gej hn ung ien, dlich, Reim Jahet Re⸗ elits shebt, neuen Tsind; hlichmn hnen duñ se Vesen n el⸗ V die Vege ——— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 161 Wege zum Absatze versperrt. Daher widerspricht sich alles; alles streitet, selbst in der Verwal— tung des gemeinen Wesens, wider einander; und die schützende Macht der Einförmigkeit, der Freyheit und der innern Sicherheit muß Irregu— laritäten weichen, welche Stockung nach sich zie— hen, und den Weg zur Auflösung des Gesell⸗ schafts-Bandes bahnen. ö Es giebt nur Einen Leuchten-Thurm, der uns abhäͤlten kann, auf diesem Meere von Irr— thümern und Klippen zu scheitern: dieß ist die Kenntniß der Grundsätze, und die gewissenhafte Beobachtung der daraus fließenden Regeln. Ich habe gesagt, der Sitz der Niederlassung starker Völkerschaften diene zum Beweise, daß der Le— bens⸗Unterhalt der Menschen durch nichts so gut gesichert sey, als durch bequeme Gelegen— heit zum Absatze desselben. Als Alexander mit einer einzigen vernünftigen Frage das phantasti— sche Project jenes Baumeisters lächerlich machte, der das Athos⸗Gebirge zu einer Statüe des Ero— berers machen, und dieser Statüe in eine Hand eine Stadt geben wollte; als dieser Fürst, sag' ich, zur Antwort gab, wovon sollten denn die Einwohner leben? so hatte er dabey nicht etwan Tangel an Territorium, sondern Abgang der Communication in Gedanken. Und als hernach der Eroberer selbst, nachdem er alle fruchtba— ren Ebnen von Asien durchzogen und bezwungen hatte, eine Stadt bauen, und sie mit seinem Na— men beehren wollte, so erwählte er dazu den See— Strand und die Mündung eines großen Stromes. Man ändre nur die Mündungen eines Flusses, wie es einstmals der Stadt Bayonne durch eine Ueberschwemmung begegnete. Die Städt kam in Abnahme, und wurde gar bald zu einem ver⸗ M. A. P. 2. B. lasse⸗ 48 162 Neuntes Capitel. Verhältnisse lassenen Dörfchen, ob sie gleich immer noch ihr altes Territorium hatte. Aber ein neues Unge— witter brachte den Adour⸗Strom wieder in sein erstes Bette, und gab damit der Stadt ihren alten Hafen und das Leben wieder; und noch immer erinnert sich diese Stadt des beglückten Vorfalles, dem sie ihre Wiederherstellung zu dan— ken hatte. ö Wollet ihr euer Gebiete voller Städte sehn: so säet Flüsse und Straßen drauf; räumet alle Schwierigkeiten und Hindernisse der Communi⸗ cation aus dem Wege. Dann wird die Consum— tion, von allen Seiten neben die Frucht-Erzeug— niß hingestellt, dieser zur Beförderung dienen, und wird ihr Gelegenheit geben, Wunder der Fruchtbarkeit zu thun. Der landwirthschaftliche Handel, als der erste von allen, oder, deutli⸗ cher zu reden, als die unumgänglich nöthige Wurzel aller Arten von Verkehr, besteht lediglich in der Mäckeley und Communication zwischen der Frucht⸗-Erzeugniß und der Consumtion. Je größer der Zwischen⸗-Raum ist, der sich zwischen diesen beiden Stücken findet, welche einander nothwendig genähert werden müssen, desto be⸗ trächtlicher werden die Kosten, die es erfodert, sie zusammenzubringen; diese Kosten aber wer— den von der Sache erhoben, und müssen vom reinen Ertrag oder Einkommen abgezogen wer— den. Dergleichen Zwischen-Räume bestehen nicht allein in Entfernung der Communication, sondern auch in allerley Verhinderungen dersel— ben. Felsen, Moräste und Sümpfe trennen die Menschen noch mächtiger, als große Zwischen⸗ Räume; das weis ein jeder. Brechet und ebnet diese Hindernisse; errichtet die Communicationen zu Wasser, so gut ihr es immer vermogend seyd, da M yN E I d Cchekt e AWgaber Hinfte se buch gat funste, tinem L Ruch l Halkeiche Gundfel .e Tafe boten in Mamn h nac gje, 50N HA Ind die& t denen! Hage Iue Comn tur aus r a/ Ehs Alese Hllits,N 6 Wuhh Hasst, an Etibtn en sonderg V oan Maono⸗ Sühfß iniher uir dihn, mi⸗ ul ug⸗ ehen, det licht lutlis thige hlich schen wischeg nander sto be⸗ fodert/ wer⸗ W Wel⸗ Oestahen Hicatiog, N dersch⸗ aulen die zuschen⸗ ud ibnet Wcatihnen d stho/ da * der Ausgaben zur Landwirthschaft. 163 da diese Communicationen größere Lasten tra— gen, und doch weniger kosten, als jede andre. Scheuet euch nicht, diesem Zwecke die stäͤrksten Ausgaben, so gar bey der Anwendung der Ein— künfte selbst, zum Opfer zu bringen: sie werden euch gar bald, durch Verdoppelung eurer Ein— künfte, wieder ersetzet werden. Richtet es, mit einem Worte, so ein, daß alle eure Ländereyen, durch Leichtigkeit der Communications— Wege Theil an dem Vortheile der Nachbarschaft mit volkreichen Städten haben, wo die schlechtesten Grundstücke, wie ihr sehet, zu einer übermäßi— gen Taxe, in Vergleichung gegen den Preis der besten in der Entfernung, verkaufet werden. Wenn ihr aber das alles thut; so vergesset dem⸗ nach nie, daß ihr der Freyheit und Leichtigkeit des Absatzes diese Opfer bringet— und machet also den Anfang damit, daß ihr den Schutt und die Steine des Anstoßes hinweg räumet, mit denen die unächte, falsch-gepriesene Staats— Klügeley und das Privat-Interesse die Wege zur Communication versperren, die euch die Na— tur aufs freygebigste zugetheilt hatte, oder die ihr euch selbst durch Arbeiten bahntet, wodurch die Schwierigkeiten überwunden worden sind. Blaset sie hinweg, die lästigen Abgaben, die Geleits die Brücken- und die Wege-⸗Gelder, die verhaßten Zoll-Steuern, durch die eure Flüsse, eure Straßen, und die Thore zu euren Städten versandet und verstopfet werden; be— sonders blaset die betrüglichen Räsonnements, die vorgeblichen Schrecknisse, die vorgewende— ten Inconvenienzien weg, durch die ihr euch die Vergünstigung abdringen lasset, die gehei— ligte Freyheit eurer LebensMittel, der Producte eurer Arbeit, zu beeinträchtigen. ö L 2 L. Mit⸗ ———* 2 AN ———.— H—— E—. I——— 164 Neuntes Capitel. Verhältnisse 12 Steuern, wo⸗ 8. Mittelbare Steuern und berau⸗ 0 n das Ein Hende Auflagen. Dieß ist der Haupt-Punct, dhen ommen des ö An d Suveräns und durch dessen gute oder schlimme Richtung alles Y der Nation ver⸗helebet oder ertödtet wird; der Punct, durch shaftn 3 dessen Ausschweifungen alle Staaten zu Grunde dur in gerichtet, alle Reiche zerstöhret, alle ehedem be⸗ Mch f. standene Gesellschaften zerstreuet worden sind; de MI der Punct, der die Trümmern der Hauptstädte scrst mit Brombeer-Sträuchen übersäen könnte, wie himz; er die Ruinen von Susa, Ekbatana und Antio— gunt, chien mit Haide⸗Kraut übersäet hat. Wir be⸗ hanh trachten ihn dermalen hier bloß von Seiten sei⸗ hät; w nes Einflusses auf die Landwirthschaft, weil er, ben, W. die Wahrheit zu sagen, bloß von dieser Seite alg alles angreift und wankend macht. Seine Aus— tumde schweifungen in diesem Stücke sind hier aus zweyerley Gesichts-Puncten zu betrachten, von j le denen der eine so wichtig ist, als der andere. urgth Wir müssen sie also beide,(ohne jedoch unser Ab— Iur du sehen besonders auf diese oder jene beniemte Re⸗ 2 n gierung zu richten,) eine nach der andern, nach si W ihrem Wesen und in ihren nachtheilichen Wirkun⸗ Nu da gen untersuchen. Emlg ö ö bop A Die mittelbaren Steuern haben ihren Ur— i sprung von den politischen Bemühungen der Re— ot Ne 2 5 Et gierungen, die sich gern der Ober Herrschaft mught über die Unfolgsamkeit der Magnaten oder der mi verschiednen einzelnen Stönde, welche die Glie— h 3 der des Staats⸗Körpers ausmachen, bemei— ö ünri stern wollten, und die zu dem Ende die Mittel ö iinnn an sich rissen, neben den Immunitäten und Pri⸗ ö 6 vilegien, welche solchen Corvorationen und sol⸗ sichot chen großen Privat-Leuten gleichsam zur Schutz⸗ wehr dienten, das Uebergewicht in der Macht 0 25 zu gewinnen, und es vielleicht dahin zu brin⸗ dn gen, An Re⸗ shaft der Elie⸗ hemei MMI l⸗ dsol⸗ huß⸗ Huht rina e, 7 ..*— ————— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 165 gen, daß sie dieselben mit der Zeit zu Grunde richten könnten. ö In den ersten Entstehungs-Zeiten der Gesell— schaften durch Vereinigung und Zusammentritt, oder in Zeiten der Revolution der Gesellschaften durch feindlichen Einbruch und Eroberung, ist der Muth eines jeden feurig und erhaben; ein jeder ist bereit, der öffentlichen Sicherheit eigen⸗ händig zu dienen, dabey aber nicht sonderlich geneigt, ihr irgend ein Opfer von andrer Art zu bringen. Ein jeder athmet da bloß Frey— heit, und würde derselben Abbruch zu thun glau⸗ ben, wenn er der beschützenden Macht ein Recht beylegte, die Bürger einen Beytrag zu Erhal— tung des gemeinen Wesens steuern zu lassen, wel⸗ ches in den Augen Aller immer nur durch Bre— chung des Muths, und durch Unterdrückung der Freyheit gefährdet werden kann. In dieser Lage der Dinge sind die Regierungen, da es ihnen am Herzen lag, die Einkünfte des Fiscus für die Bedürfnisse des Staates zu vermehren, nach den damaligen rohen Begriffen auf den Einfall gerathen, mitten im Frieden eine Art von Anfall auf die Ausländer, ungefähr von der Art zu thun, wie es die Haverey Rechte, oder die Strand-Rechte sind, wovon die Spu— ren noch heutiges Tages da und dort obwalten, obwohl der Gebrauch dieser vermeyntlichen Rechte durch die Civilisirung so ziemlich verban— net worden ist. Sie haben, sage ich, Steuern vom Handel, dieß heißt, vom Oden-holen der Gesellschaft, ein geführt(). Diese Steuern L 3 wur⸗ ( Der erste Einfall war vielleicht eine Frucht von der RäuberSitte, an die sich im Mittel-Alter die Ritter gewöhnten, reisende Kräͤmer und Kauf⸗ leute ö I 166 Neuntes Capitel. Verhältnisse ohtht wurden gar bald wechselseitig bey den Nachba— 300 ren eingeführt, wurden als Majestäts-Rechte Eu anerkannt und festgesetzt, und nicht selten zwischen auid den Städten und den Magnaten getheilt. Wie 1 nun ein Hinderniß gar bald ein andres erzeugt; so verbreitete sich diese Methode binnen weniger 350 Zeit auch im Innern. Tabulett-Krämer haben Ri weder Nachbaren, noch Freunde, weder Kirch— 0 spiele; noch Gevollmächtigte zu ihrer Verthei— Ealt⸗ digung: sie wandern, im Vertrauen auf öffent⸗ faß liche Treu und Glauben, von einem Orte zum an⸗ Ratt dern; es war also nichts leichter, als sie ihre hit N Sicher⸗ hugu lignem leute mit gewaffneter Hand auf den Straßen zu oNrr l überfallen, und sie mit Gewalt um einen Theil ih⸗ ngs rer Waaren und sonstigen Habe zu plündern. Die 19 6 friedlichen Kaufleute, die sich der Gewalt solcher x kriegerischen Straßen-Räuber nicht erwehren konn— Hugs⸗ ten, erboten sich vermuthlich da oder dort selbst, un⸗ haht, d ter dem Titel einer Geleits- oder Zoll⸗oder Htioh. Brücken⸗oder Wege⸗Steuer, zu einem Löse⸗ D Gelde pro avertenda vexa. Und da den Regenten 0 an Herstellung der Ruh und Ordnung in ihren Lan⸗ thun den gelegen seyn mußte: so war es wohl kein Wun⸗ lgn der, wenn ihnen nicht nur Krämer, Kauf⸗ und samte Fuhr⸗Leute, sondern auch überhaupt alle andern Un⸗ Hussh terthanen zu dem rühmlichen Zwecke, den ritterli⸗ 3 ö chen Räubern das Handwerk zu legen, die Hände ͤ fin boten, und sich zu dem. Ende lieber einer oder der lchs n andern regelmähiger scheinenden Fürlen ⸗Steuer Ihuntich unter ähnlichem Titel unterwarfen, wodurch die A 0 Fürsten in Stand gesetzt werden sollten, dem m dn Publieum die nöthige Sicherheit gegen die eben so öů 0 gewaltsame, als willkührliche Beraubung von Sei⸗ 36 ten ihrer bewaffneten Mit-Unterthanen zu schaffen. Enatea In der Folge mag denn bald auch die ähnliche Be⸗ hiht eine. steuerung fremder Schiffer, Krämer, Kauf⸗ und W Fuhr-⸗Leute eingeführt worden feyn, welche frey⸗ unhe lich bis dahin eben bergleichen Beraubungen ausge⸗ 146 setzt gewesen waren. u. h der Aus gaben zur Landwirthschaft. 167 E Sicherheit erkaufen zu lassen. Dabey ließ man ite sich auch gar nicht einfallen, zu erkennen, daß n diese Leute eigentlich nichts bezahlten; und, WSR wenn man auch noch so viel von ihnen zöge, daß An doch alles mittelbar von den Lebens-Mitteln ,R und der Waare, und mithin von den Güther— habn Besitzern erhoben würde. Diesen hingegen war Hirh. es genug, daß sie keinen Gerichts-oder krthas Steuer-Boten vor ihrer Thüre sahen, um sich sfent⸗ frank und frey zu dünken; und indem noch man⸗ manche Völker des verfassungsmäßigen Rechtes siEhre ihrer Niederlässung und ursprünglichen Einrich⸗ Eiche tung zu genießen, den Staats-Bedürfnissen, nach eignem Gut-befinden, Subsidien zu bewilligen irchen oder abzuschlagen, bloß etwan durch ein frey⸗ 9— williges Geschenk u. d. gl. zu steuern vermeyn⸗ 11 ten, ließen sie dem Fiscus das willkührliche He⸗ n Honn, bungs⸗Mittel der mittelbaren Steuern, dieß un⸗ heißt, die unbedingte Herrschaft über die Circu— Iader lation. n He Diese Zerrüttungen müssen wir den Unter Ursache der zer⸗ Vauunt thanen selbst, und nicht den Suveränen zur Laß Wueden 0 legen. Keine Nation, die nicht ein genau be⸗ und stimmtes, völlig zulängliches, immer stufenweise dern lln⸗ wachsendes, und dem wirklichen, fortschreiten⸗ uitterli⸗ den Zustand ihrer Einkünfte angemessenes öffent⸗ e hinde liches Einkommen hat, kann in der That, und er de eigentlich zu reden, für eine Nation gelten. ain Denn das öffentliche, hinlängliche, reichliche, 10 und den Kräften einer Nation angemessene Ein⸗ ten, N die cben kommen ist wesentlicher Bestand⸗Theil eines un Sch Staates. Unterdessen kennen wir doch beynahe su shafen. nicht eine einzige Nation, die bey der Stiftung huliche Me— ihrer Regierung einen bestimmten und hinrei⸗ 4966 chenden Theil ihrer Einkünfte ausgemacht hätte, anu der entscheidend und für immer ein eigentliches L4 Staats⸗ 168 Neuntes Capitel. Verhältnisse Staats⸗Einkommen, ich meyne ein der Total⸗ Nasse der Einkünfte des Territoriums angemes⸗ senes und verhältnißmäßiges Einkommen vorstel— len sollte, obgleich alle Völker augenscheinlich die Nothwendigkeit eines solchen Einkommens erkannt, und sich derselben wirklich unterworfen haben; freylich aber nur auf eine unbestimmte und dunkle Art, unter dem widersinnigen Be— griff einer allgemeinen Contribution; und dieß immer mit unruhiger Sorge wegen je— der, von der Regierung gefoderten Steuer— weil dergleichen Steuer kein deutlich erkennba— res bestimmtes Maaß, keine mit der Masse der Einkünfte der Nation, oder mit dem Zustande des Einkommens jedes Unterthans im Eben⸗ maaße stehende Regel hat. Man hat nicht einmal den Willen gehabt, die Steuer genau nach dem Einkommen zu re— guliren, sondern hat sie bloß nach der willkühr⸗ lichen Meynung angelegt, welche man von den Schätzen heegt, die jeder Privat-Mann besitzt. Dadurch wird aber die Contribution nicht allein unregelmäßig, sondern sie wird auch überhaupt der Nation und dem Staate nachtheilich: denn was der Nation schädlich ist, schadet auch dem Staat; und was dem Staate schädlich ist, scha⸗ det auch der Nation. Nun ist aber in einem Agricultur⸗Staat alles Staats⸗Einkommen, welches nicht unmittelbar vom Einkommen des Grundes und Bodens erhoben wird, verderb— lich. Diese Wahrheiten sind so augenscheinlich erwiesen worden, daß sie keiner Erläuterung zeiter bedürfen. Zudem sind alle Kenntnisse der politischen Oekonomie an sich selbst entscheidende Beweise davon. Das Staats-Einkommen darf demnach in allen Agricultur-Staaten we⸗ der I 112 Wat Iuj ile 4 Hloß schg Ibe d durche Hlch stoht. sit E t En mäßig 8 Hannt sllbst! u die sge albhann lilt Her Etttt; sine N thum y und er! die Not Mis Mpi naßen lirshf Rris, schuhl dumet. Malr g ler itg Ehenthin Heualt g. h Etgt 2 M 22— ** 6—**—— E——.:...————— eeeeeeeeeeeeeee der Ausgaben zur Landwirthschaft. 169 der Contribution, noch Auflage, sondern es . muß eine festgesetzte starke Portion von der Masse der bloßen Einkünfte aus den liegenden Grün— den seyn; und zwar eine solche Portion, daß sie 6 jede andere Art von Staats-Einkommen, die in durch keine andre Besteuerungs-Art ohne nach⸗ W theiliche Folgen erhoben werden könnte, über— Dr steigt. Der Suverän wird alsdann immer das 470 stärkste mögliche Einkommen haben, welches ihm s6e das Land, ohne Deteriorirung der Total-Masse +* der Einkünfte der Nation, beständig und regel⸗ ba⸗ mäßig geben kann: und es ist dasselbe auf das ö det bekannte Verhältniß gegründet, welches an sich nde selbst die Rechte und Ansprüche des Suveräns ben⸗ an die Schätze seiner Unterthanen auf eine an— ständige Art bestimmt. Sein Einkommen ist abt, alsdann ein ausgemachtes Eigenthum, und nicht te⸗ eine verworrene, unbestimmte und ruinööse hr⸗ Steuer; jeder Staats-Bürger genießt dann den seine Reichthums-Portion mit völligem Eigen— estht. thum und in völliger Freyheit von allen Lasten; alen und er kann diese Portion nicht vermehren, ohne Haupt die Portion des Suveräns mittelbar oder un— demn mittelbar zu verstärken. Dieser, der wesentlichen dem Verfassungs-Ordnung der Staaten so sehr ge— scha⸗ ö mäßen Theilung sind, wie es scheint, die Völ⸗ inem ker selbst, in ihrem Ursprung und in ihren Pro⸗ umeh, gressen, immer ausgewichen; deßwegen findet dis sich auch bey keinem Volk eine regelmäßige Fun⸗ derb⸗ damental-Anstalt des Regierungs-Wesens. Die lich Völker haben, wie es scheint, bey Errichtung tung einer regierenden Gewält zur Sicherheit ihres sseder— Eigenthums gar nicht daran gedacht, daß diese Iidnde Gewalt nothwendig die Kräfte zu Bestreitung ammen der Staats- Bedürfnisse aus dem Eigenthume In ue⸗ der Völker selbst schöpfen würde und schöpfen der L 5 müß⸗ — V 170 Neuntes Capitel. Verhältnisse n müßte; vielmehr haben sie sich im Gegentheile U bloß angelegen seyn lassen, streitige Formen 3 E erdenken, um dem Ueber⸗ treten der regierenden fsoct Gewält aus ihren Ufern einen Damm zu sez⸗ ⸗We zen— lauter unzulängliche und widersinnige Daum Formen, weil sie von der zur Sicher⸗ Ekdttf heit der fahrenden und liegenden en ssh Habe, und zuröffentlichen Ruhe selbst G l unentbehrlichen Bedingung entblös⸗ Htbott set sind. H Negelmäsige Allenthalben hat das übel verstandene In— Werd P3t öentel teresse der Völker selbst, wie man sieht, bey der um. h.n Einkom⸗ Einrichtung der Gesellschaften anfangs den Vor— NN M Aatzenlkur⸗ sitz geführt; und die Regierung hat sich auch an⸗ Wugge Staates. fangs die irrigen Maaß-⸗Regeln der Völker ohne u Hl Umstände gefallen lassen. In der Folge aber Dt un muß die Regierung, sie mag sich nun in den ahr l Händen eines Einzigen oder mehrerer befinden, Elht freylich die Nation nöthigen, für die vollstän⸗ Wurdeni dige Ausübung der Macht, und für die nöthige NW Vertheidigung des Staates auf eine oder die udue andre Art zu sorgen. Nun wollen denn die rei⸗ U chen Güther⸗Besitzer ihre Einkünfte gern steuer— Nöhl frey wissen; also werden die mittelbaren Steu⸗ 7½% ern gehäuft, und alles, was in die Augen fällt, ů ö ů ts, He oder nur sichtbar ist, wird nach und nach mit. O. solchen Steuern beleget. Die besteuerten Bür— 22— 40 1 Stuats 6 ger tragen, vermöge der Form und des Wesens sls dieser Steuern, das Doppelte, ja das Drey— Wh und Vierfache von dem, was bey dem Fiscus eingeht; und die ganze Last hiervon fällt, durch 36 Rückprall, auf das Einkommen aus den lie— auni genden Gründen, zum Nachtheile der Güther— 6 El Besitzer, zurücke. Dieser Gang dehnt sich, ohne 10 vi Ordnung und ohne Maaß, immer weiter aus, vu weil er auf keine Proportionnal-Regel zwischen mn und die⸗ RHs heile zu den sh uge N den Abs os Iu⸗ det Vot⸗ Uch au⸗ ohhe aber den ndek, Hsäl⸗ hige die dir L⸗ stelet⸗ Eten⸗ fallt, it Vur⸗ Ksens Drey⸗ Jisus ducch Mle⸗ ithe⸗ ohne aus, sschen die⸗ der Ausgabenl zur Landwirthschaft. 171 dieser Art verworrener Contribution und den Schätzen der Nation gegründet ist. Alsdann findet aber auch für die Nation weder Mobi⸗ liar-noch Ländereyen-Eigenthum weiter Statt. Denn wo kein gesichertes Mobiliar-Eigenthum Statt findet, da giebt es auch eben so wenig ein sichres Eigenthum an Grund und Boden. So bald nun das Staats⸗Einkommen auf eine verworrene und willkührliche Art von den sicht⸗ baren Mobiliar-Schätzen erhoben wird, so bald werden auch den Landwirthen die Auslagen ent— zogen. Der Suvrerän und die Regierung wer— den durch falsche Berichte hintergangen und auf Abwege geführt. Endlich müssen die Nation und die Staats-Macht unter der Last erliegen. Die Unterthanen verarmen und zerstreuen sich außer Landes überall hin; und die Kräfte des Staates werden zu nichte. Die Philosophen werden in ihren politischen Speeulationen irre. Die Weisen gerathen durch alles, was vorgeht, außer Fassung; und nun schmieden sie Maxi⸗ men, und thun den Ausspruch, es sey keine Möglichkeit, zwischen Suveränen und Unterthanen Einrichtungen zu tref⸗ fen, welche in die Länge bestehn könn⸗ ten. Die Stifter der weltlichen Reiche führen Staats⸗Gesetze ein, wodurch die Banden der Gesellschaft geknüpft, und die Regierungs⸗Form reguliret werden: allein ihre Sorge für die Zu⸗ kunft erstreckt sich nicht entschieden und unver⸗ anderlich bis auf die regelmäßige Einrichtung des Staats⸗Einkommens, welche gleichwohl das wesentlichste Fundamental⸗Stück der weisen und dauerhaften Verfassung einer vollkomme⸗ nen und unveränderlichen Regierung ist; sie halten sich an den schwankenden Begriff einer durch⸗ 172 Neuntes Capitel. Verhältnisse durchgängigen und unbestimmten Contribution, welche dann Saame zur Zerstöhrung des Gebäu— des wird. England ist ein Schauplatz der unseligsten Revolutionen gewesen, die von der Steuer her— rührten; und so viel man uns auch heut zu Tage zum Lobe der Englischen Regierung vorsagt, so gründet sich doch diese Regierung, trotz ihres gegenwärtigen Wohlstandes, auf eine grund— verderbliche Verfassung. Das Steuer-Cataster dieses Königreichs ist auf die Unbeständigkeit des Capital-Preises der Grundstücke gebaut, und richtet sich weder nach den Progressen der Cultur, noch nach dem Anwachs ihrer jährli— chen Einkünfte. Daher ist dieser Staat in die gräulichste Ausschweifung mittelbarer Steuern und unermeßlicher Staats⸗-Anleihen gerathen; eine Unordnung, die ohne alle Rücksicht auf die Zukunft und ohne alle Gränzen immer weiter über⸗ hand nehmen, und trotz aller politischen Vorsichts— Mittel dieser unruhigen Nation, endlich in Eng⸗ land eben die Unruhen nach sich ziehen wird, de— nen jedes Agricultur-Volk ausgesetzt ist, so lange es nicht nach Proportion seiner jährlichen Ein— künfte ein Staats-Einkommen hat, welches geradezu auf Grund und Boden fundiret ist. Also male man uns doch ja die Englische Regie— rung nicht als das Muster einer in ihrer Verfassung vollkommenen Regierungs⸗Form vor. Man sehe vielmehr, nur mit flüchtigen Augen, die Geschichte dieses Landes durch; so wird man finden, daß sie ganz und gar das Radical-Gebrechen der Regie— rungen derjenigen Reiche an sich trage, die durch die Verwüstungen der mittelbaren Steuern, und immer durch das übel verstandene Interesse der Völker, oder vielmehr der Eigenthümer der Län⸗ derey⸗ ——— IWM. Aflm Ihum u Deith nuchen, Ruttomi Vsst un durch in Ensiaft 1 9d 65 fl Hroducteg uit den Uursehm und einen bon E siht Hl khen, sch gutet K iben digi Rn, di ind wöt kätk, x ind mit y Hnm, fi IuA Mitt Reh, den deh deH Wus n nan ap Hak, an: Magn N hj ihn de Hon ggr h Uucaan 10 bunp é nrn der Ausgaben zur Landwirthschaft. 173 V dereyen umgekehrt worden sind, weil diese Ei⸗ E genthümer immer mehr bedacht waren, sich des ö Eigenthums ihrer Güter zu vergewissern, als in den Besitz ihrer Einkünfte dadurch zuverläßig zu W, machen, daß sie das Staats-Einkommen pro— W ö portionnirlich und regelmäßig festaesetzt hätten.— N KLasset uns zu dem Beweise zurücke kehren, daß ihres durch indirecte oder mittelbare Steuern die tund⸗ Einkünfte des Suveräns und der Güther-Be— laseer sitzer geradehin beraubet werden. ihit Es giebt Länder, die zu gewissen schätzbaren aut, Producten-Arten gleichsam privilegiiret, und N mit den besten Lagen zu Vertreibung derselben sht⸗ versehen sind, die ein Peru unter der Hand, i de und einen immer wieder neu-auflebenden Strom lulth von Schätzen haben, so lange es nicht ihnen nihen selbst beliebt, die Quelle des Stromes auszu⸗ I di trocknen. Die nordischen Völker, die vorzüg⸗ Aher lich guter Getränke benöthiget sind, würden die⸗ schtz selben begierig, und zu einem guten Preise von E denen, die sie ihnen liefern könnten, annehmen, W und würden desto lieber ihre erkünstelten Ge— Pmh tränke, welche ihrer Gesundheit nachtheilich sind 1710 und mit dem Weine gar nicht in Vergleichung wace kommen, fahren lassen. Und welcher Händel in der Welt kann den ungeheuren Profit aufwie— 90 gen, den der Handel mit Wein eintragen wür⸗ ssm de? Weis man auch wohl, wie viel Schäden usth man einem Staate thut, wenn man durch Ver⸗ 4 bote, oder übermäßige Steuer-Lasten, einen ihun Morgen Weinberg-Landes von gutem Ertrage, 10 wie ihn die Nachfrage und die starke Consum— 1905 tion gar bald bewirken könaten, wenn dadurch Wuuh die Wachsamkeit, die Industrie und der Fleiß I des Landwirthes belebet würden, erstickt? Um 10 dem Leser einen Abriß von diesem Gegenstande l 60 vor ——————————— 7 ****.. EEtF—————— 174 Neuntes Capitel. Verhältnisse vor Augen zu legen, rücke ich hier, als Beyspiel, die Rechnung von dem Ertrag eines Morgens Landes zu Saint-Cloud ein, der mit Weine be⸗ pflanzet ist. Dort muntert die Consumtion von Paris und den umliegenden Gegenden den Win— zer zu einer Cultur-Art auf, die man ander⸗ wärts gar nicht kennt. Er bearbeitet seinen Weinberg vier mal im Großen und sechs mal im Kleinen. Er bezahlt alles, was er dazu braucht, reichlich, seine Arbeits-Leute, das Holz zu den Gebinden, die Wein-⸗-Pfähle, das Stroh zu den Bändern, den Dünger, die Kosten der Wein-Lese, des Pressens, der Unterhaltung der Kufen und des Gewölbes; er setzt den Verkaufs⸗ Werth aller dieser Dinge in Circulation, und dieser Morgen bringt doch bey alle dem einen reinen Ertrag von 60 Franken für den Grund— Herrn, 10 Franken zum Zehndten, und 90 Fran⸗ ken zu den mancherley alten Steuer-Arten ein, ohne hierzu die pariser Einfuhr⸗Steuern zu rechnen, die nach dem Fuße, wie sie dermalen stehen, noch außerdem über 900 Franken ein⸗ tragen würden. Ohne jedoch diesen Artikel in dem Etat, welcher an Ort und Stelle gemacht worden ist, mit in Rechnung zu bringen, liefert der Morgen Landes einen Total⸗ Ertrag von 500 Franken, und einen reinen Ertrag von 160 Franken; und der Wein würde, nach diesem Fuße, nicht auf völlige 3 Sols die Flasche zu stehn kommen. Nun sehe man aber einmal, und urtheile über den Schaden, den die mittelbaren Steuern, mit denen dieser Artikel belastet ist, anrichten; nun sehe man nur, was der Nation und dem Staate dadurch entzogen wird; nun kommet nur her, ihr, die ihr unternommen hattet, diese Weinberge zu zerstohren, und die ihr Vuch e Adung Ishtt do au W 6 huch d V Se Rl wie uud ahe Hnme, K Hlhat d u die Cetrag der Ausgaben zur Landwirthschaft. 175 el ihr burch eure Regulatibe die Richter über die 18 Anwendung der Ländereyen geworden waret, e⸗ kommet nur her, und rottet sie aus. Aber on warum untersuchtet ihr denn nicht im voraus, ob n⸗ es auch irgend eine so ausgebreitete Erzeugniß— Art gebe, vermöge deren ein Morgen Landes so viel reinen Ertrag, als ein Weinbergs-Morgen, aln und einen so starken Total-Ertrag einbringen uchh könne, welcher für die Nation durch den Un⸗ den terhalt der Menschen, die ihn erbauen, und ch u durch die übrigen Kosten so einträglich wäre. 24 Ertrag des Morgens Wein-Landes zu Saint— Cloud(9. huuß, Tage⸗Lohn der Winzer.104 Fr.] Wein⸗Pfähle47 W Soh 3 rund Dänger 768 rn DeinLese24 . Kosten 9 Unterhaltung der Kufen und— des Gewolbes 15 34 maln Presti 2 fenih⸗ unterhaltung der Setz⸗ leli Pflanzen von Reben. 9 rnaht nen:: 69 3 lstt Pacht⸗Zinse Wel Steuer 38 ů9160 chndten148 LL Oirag Wein Steuer vom Faß, Er— 7⁴6⁰ she höhung, Visirung, Mäkel⸗ ů Geld, welches sich bis zum lhant Seibenthel des Verkaufes belaust,60 7 m ö Total⸗Ertrag. 500 Fr. 100 Die I 01 ö(D Aus einer Schrift von den Weinbergen zu die Saint Cloud bey Pais, die dem Verfasser iht mngetheilt werden. 176 Neuntes Capitel. Verhältnisse Die 60 Franken, welche zur Trank-Steuer zu bezahlen sind, werden so gut, wie der Zehndte, vom Weine genommen; und zwar mittelst einer sehr kostspieligen Besteuerungs-Form, bey wel— cher der Suverän, dem der Weinbergs⸗Mor-— gen noch außerdem 30 Franken zu steuern hat, nur etwan den dritten Theil von dem bekömmt, was jene Steuer den Eigenthümer kostet, so daß die Steuer-Belastung in allem für den Su⸗ verän eine Summe von 50 Franken ausmacht. Die Pacht beträgt, für den Proprietär des Grundstücks, 60 Franken; dieß ist ein Sechs⸗ thel mehr, als der Antheil, den der Suverän daran hat. In dem Falle, daß die Wein-Steuer auf— gehoben wäre, würde es noch 40 Franken mehr für den Suverän und den Proprietär zu thei⸗ len geben. Würden diese 40 Franken unmit⸗ telbar vom Grundstück erhoben, und zwischen dem Suverän und dem Proprietär nach eben der Proportion getheilt, wie wir sie so eben bemer⸗— ket haben; so würde der Suverän davon 17 Franken bekommen, die, mit den obigen 70 Franken, 67 Franken ausmachten. Der Pro— prietär würde davon 23 Franken erhalten, welche, mit den 60 Franken, die er wirklich bekömmt, 33 Frauken ausmachten. Also ziehen die 60 Franken Steuer vbom Wein einen Schaden von 40 Franken, oder ungefähr ein Viertheil Ein⸗ buße, für den Suverän und den Proprietär nach sich. ö Von den übrigen Abgaben, die vom Han— del mit diesem Product erhoben werden, ist hier noch nicht einmal die Rede; diese gehören in eine andre Berechnung. Hier IMe hrb n 10 Vthnd When! W Woiktt bom I en be sunhat. Min Wae Hihe! der ahd guh/ Hlfl Vall Henen nein borfom und gen dißser l dem den Gurm H Ehet d Nn sit sl der B. schoft. tre de leherl (chap, 60 Ieng e vinal vpe H p⸗ 7*•*———— n——*— — FFfFFF———— ů—.— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 177 let Hier beträgt der reine Ertrag 49 Franken , gegen 100 Franken Auslagen; im Verhältnisse er zu Grund und Boden aber macht er auf hundert Ruthen 160 Franken aus. Nehmen wir nun an, daß bey der Güther⸗ m Bewirthschaftung im Großen der reine Ertrag 0 vom Pflug hundert Pro-Cente von den Ausla⸗ GI. gen betrage: so kommen nur 18 Franken auf . hundert Ruthen; mithin macht es ungefähr acht 1 mal weniger aus. 98⸗ Was die Kosten anlangt, so kömmt die eine Wün Hälfte davon auf Tagelöhne der Arbeiter; von der andern Hälfte geht ein Drittheil für Dün— gung, ein Drittheil für Pfähle, und ein Drit— 1 theil für Gebinde auf(0. 2 t. Wollen sich die Eigenthümer der Grundstük— nit⸗ ke, denen ein solcher Ertrag in dieser Gegend Hen bis zu einer nur eingebildeten Höhe übertrieben ber vorkömmt, selbst an Ort und Stelle begeben, In und genauere Erkundigung über die Wahrheit 1 dieser Umstände einziehen; und wollen sie nächst⸗ 50 dem den Umständen von der besten Getraide— ro Cultur nachgehn: so werden sie zwischen diesen sche, ver⸗ 55() Eine ähnliche genaue Berechnung des Ertrages 00 der Weinberge in einer Provinz, die von der Haupt⸗ von stadt schon weiter abgelegen ist, hat der Verfasser Ein- der Bemerkungen über die Landwirth⸗ Fitthi schaft in Guienne(Observations sur la Cul- ture de la Guienne, tom. I. chap. 33), über die Ueberlädung der Weine mit Abgaben, Han⸗(chap. 46), und über die Ursachen des Fal— her lens der Wein⸗Preise in dieser Yro⸗ 25 vinz geliesert, welche in seinem Werke nachgesehen 6nt werden kann. u. Hier W.&. P. 2.. M 173 Neunles Capitel. Verhältnisse verschiednen Producten⸗ Arten gleiches Mißver⸗ hältniß finden. Zuverläßig werden sie den Grund dieses Reichthumes nicht in den Eigenschaften des Territoriums finden. Die Hügel zu Saint⸗ Cloud haben eine Lage, die nichts weniger als vortheilhaft, und einen Boden, welcher von dem, den der Weinstock erfodert, fast das Wi⸗ derspiel ist: aber die Consumtion in der Nähe, und die Sicherheit des Absatzes machen, daß sich alles da erzwingen läßt. Also würde es bloß darauf ankommen, daß man nur überall Absatz verschaffte. Der Absatz, der sich zu Pa⸗ ris trotz der Abgaben, womit er überladen ist, aufrecht erhält, rührt bloß von der Schläfrig⸗ keit des Handels mit diesem Product in den an⸗ dern Provinzen her, die von dieser Hauptstadt, wo die stärkste Consumtion ist, weiter entfernt sind. Nichts desto weniger würde auch da die Wein⸗Consumtion doppelt so stark seyn, wenn die Ueberladung mit Steuern nicht Statt fän⸗ de: allein so verbietet sie da den Genuß dieses Getränkes dem gemeinen Volke, welches außer Stand ist, den Aufwand damit zu machen, und zwingt so gar die Reichen, in der Consumtion der Lebens⸗Mittel zu sparen, lieber dem Decora⸗— tions⸗ Luxus, welcher durch Leute von großem Vermögen, die in dieser großen Stadt beysam⸗ men leben, rege gemacht wird, nachzuhängen, und die Moden sammt der Raserey des Prunkes, wenigstens von fern, nachzuahmen; eine Aus⸗ schweifung, welche sich nach und nach bis auf die Arbeits-Leute von allen Arten ausbreitet, die ihres Arbeits-Lohnes nie versichert, den Grillen der Mode unterworfen, auf der übel⸗ gegründeten Basis eines guten täglichen und regelmäßigen Lebens⸗Unterhaltes immer schwan⸗ kend ynlde Hchh udihe In Mb Hlche d in Iun Mlam Rutitl E . Hlb! Doppelt dasd solhe; wacs sch hu Hl/ Vithsch nihts h 4u8. sden; ben sin ahhehob ⁴ OHH add. 5 d& Wile bio Nil mane Hl Mis, Mhlck 1 Ehtecho nich nit 0% H 8 der Ausgaben zur Landwirthschaft. 179 40 kend und ungewiß sind, und es sich deßhalb zur ö 0 Gewohnheit gemacht haben, den gewöhnlichen ö ten Fonds ihrer Consumtion enge einzuschränken, um 1 ö den Ueberschuß zum Nachtheil ihrer Familie, welche bloß Theil an der sparsamen Lebens-Art 10 im Innern des Hauses nimmt, in wenigen Stun⸗ 1 den mit Schwelgereyen verprassen zu können. —h Bekämen die Lebens-Mittel wieder einmal ihren daß natürlichen Preis: so würde die ganze Commun 0 der Einwohner aufs neue belebet; es würde da aal in der täglichen ökönomischen Ordnung das hr⸗ Doppelte verzehret werden, und der Boden wür⸗ %½ de das Doppelte an Producten geben. Eine W solche Wiedergeburt, die gar bald einen Zu⸗ wachs von Bevölkerung oder Consumirern mit stabt, sich brächte, würde eine weit kräftigere Wir— farnt ö kung auf alle übrigen Theile des Territoriums die thun, wo nach der gegenwärtigen Staats⸗ Venn Wirthschaft alles weggenommen wird: denn wo fun⸗ nichts hinfließt, da fließt auch nichts wieder Nests aus. Die Consumtionen würden überall Statt ußte finden; und überall würden die Producte zu ha⸗ d ben seyn, deren Ueberfluß von den Ausländern on der abgeholt werden, und alle Hügel im Lande mit kora⸗ Weinreben anfüllen würde, welche ziemlich eben ohem so viel eintragen könnten, wie die zu Saint— sam⸗ Cloud. Das wird auch geschehn, so bald es Rgen, der Wille der Menschen seyn wird: denn Got⸗ mes/ tes Wille ist es. Ich für meinen Theil hefte Rus⸗- meine Blicke auf diese Wahrheiten nur, wie der auf Weise, der die Gestirne anschaut und über diesem hattt Anblick ausruft: die Himmel erzählen die din Ehre Gottes(D! Das göttliche Licht erfüllt übel⸗ mich mit Bewunderung und Ehrfurcht. 115 M2 Dieser Wanls lend Ps. 19, 2. — 180 Neuntes Capitel. Verhältnisse Dieser gegen die Consumtionen vom ersten nfij bewiligtedtech Range gethane Aechtungs⸗Schritt wurde gar ba te zu mittelba sald auf alle übrigen ausgedehnt, und that Rsau 1 auf jeden Artikel die nämliche Wirkung. Die mi Habsucht, welche gegen ihre eignen Feuer⸗Herde astit noch feindseliger, als gegen die Herde der Aus-— Aher, länder, zu wüthen geneigt ist, bot alle dem, wo⸗ ahen durch sie in ihren Raubereyen unterstützet werden konnte, eigne Lockspeisen dar; sie fand auch aschtt Mittel, sich aller der Artikel, die zu Erhaltung der Gesellschaft geeignet sind, zu bemeistern, Eitk und dadurch nach ihrem Wunsch und Willen zur Eeuunsun Zerstöhrung der Grund-Feste der Gesellschaft, Mae zur Erstickung des Territoriums zu gelangen. Rr de Man erlaubte den Städten, an ihren Thoren Gi die Consumtion zu belasten, so fern dabey nur lerden der Fiscus entschädiget wurde. Man verpach⸗ r tete den Mehl-Händel, die Schlacht-Häuser, H6• den Butter- und den Eyer-Händel. Man woll— uuf M te gern, wie es hieß, Matrosen haben; und snr doch belegte man die Fische mit ungeheuern Ab⸗ Dund gaben, ohne daran zu denken, daß es dabey R kein Mensch der Mühe werth finden könne, zu Raultth fischen, um von den etwan gefangenen Fischen fumin entsetzliche Steuern zu bezählen, bey denen nicht Iurf einmal die Kosten, sie habhaft zu werden, ver⸗ E gütet würden. Man wollte Zucht- und Nutz— luche Vieh für das platte Land und die Dörfer haben; mttur aber man privilegiirte Vieh-Händler, um ein u Monopolium mit dem Fleische zu treiben, um. das Fleisch zu zwingen, in die Städte zu kom⸗ ambe men, wo das öffentliche Monopolium solches u bis zum Zwiefachen belasten sollte: und hierbey ntthr behauptete man, es wäre gewiß, daß dieser Cründen Preis von dem Consumirer bezahlet werden wür— blt ö de— als ob er nicht eher vermögend wäre, sei⸗ 6 Ben 6En ———— sten gar hat Die äde ld⸗ ⸗ herden auch tung stern, t schaft, langen. Thoten ey nur rpach⸗ äuser, woll⸗ d Ern M⸗ à e nne, Hsh en licht ber⸗ dWoh⸗ haben; um en en, um bon⸗ sosches hierbey aß dieser deh wür⸗ vyn/ sei Ren der Ausgaben zur Landwirthschaft. 181 nen Fleisch⸗Topf kleiner zu brauchen, als der Landwirth, seinen Hammel und seinen Mast— Ochsen unverkauft zu lassen. Mit einem Worte, man überlud alles; man schnürte alles ein; man erstickte alles: und doch wunderte man sich hin— terher, zu sehn, daß Brombeer-Sträucher in einem Garten wuchsen, dessen edlere Pflanzun⸗ gen dem Eigenthümer nicht die Cultur-Kosten ersetzten. Alle die mittelbaren Steuern, die von der Seite her durch Rückprall den Handel und die Consumtion treffen, werden nach einerley allge— meinen Regeln vom Verkaufs-Werth erhoben, der doch das einzige ist, wodurch die Frucht— Erzeugniß erreget, und die Einkünfte gegründet werden. Der Staat kann die Steuer unmittel⸗ bar und zur Genüge aus den Händen der Gü⸗ ther⸗Besitzer einnehmen, und seinen eignen Ge— nuß und dessen Wirkungen nach dem Zustande seiner Schätze abmessen, et imperium et fiscus abundabit utens subjectis locupletibus; da hin- gegen die mittelbaren Steuern, die von den Pro⸗ ducten, ehe und bevor dieselben noch Einkünfte „ formiren können, erhoben werden, zum Fiscus nur auf solchen Wegen gelangen können, die dem Suverän eben so nachtheilich sind, wie den Unterthanen. Nam caeteris in rebus cum ve⸗ nit calamitas, tum detrimentum accipitur. At in vectigalibus non solum adventus mali, sed etiam metus ipse affert calamitatem. Kurz, man braucht nur einen einzigen Grund zu wis⸗ sen; und dieser ist, daß die directen, oder un⸗ mittelbar auf die Einkünfte aus den liegenden Gründen angelegten Steuern nicht einmal ei— gentliche Steuern, sondern ein wahres und rei— nes Einkommen, welches keiner Mittels-Person ö M 3 zwischen 182 Neuntes Capitel. Verhältnisse zwischen dem Fiscus und den Unterthanen be— darf, dägegen aber die mittelbaren Steuern, H3 ihrem Wesen nach und vermöge ihrer ungeheu— mn ern Einhebungs⸗Kosten, äußerst lästig sind. fts Und so bald man dieses weis und erkennt, fin—*e M det gar keine Bedenklichkeit mehr Statt, wel— Defüg che von diesen beiden Methoden den Vorzug ver— m diene, da, wie Tacitus sagt, neque sine pu- 2705 blicano exerceri potest vectigal, et ubi pu- Ih blicanus est, ibi aut jus publicum vanum, sahen aut libertas nulla. bpfe Rendeg Beraubende Die beraubenden Steuern sind eine Folge Eun Auflagen. von eben dem Principium, welchem die mittel— baren Steuern ihren Ursprung zu danken haben. hl, Da die Einkünfte aus den liegenden Gründen Rult nicht zwischen dem Suverän und den Güther— vah! Besitzern getheilt wurden; so nahm man seine ani ö Zuflucht auch zu derjenigen willkührlichen Steuer, 5 U0 3 ů welche auf die Personen, zu folge einer auf Ge— Chun rathewohl hin gewagten Würderung ihrer Mo⸗ Iin N biliar-Schätze, angelegt ward. Um die Kosten 22 V. der Regierung, und die Vertheidigung der Na— sch! 0 tion zu bestreiten, verführte man die Obrigkei— Wile + ten und den Stand der Landes⸗Vertheidiger aahn durch tänschende Privilegien, diese neue Metho⸗ i * de zuzugeben: und da sich die vornehmsten und großten Güther-Besitzer durch das persönliche Hare ö Interesse blenden ließen; so erkannte kein Mensch Wi das unzertrennbare Band, wodurch die Kleinen RH an das Vermögen der Großen, und die Großen Ruchth noch weit mehr an das Vermögen der Kleinen sier gebunden sind; oder man wollte auch wohl die— Luse, ses Band nicht erkennen. Auf diese Weise schlich He inst sich denn der Fiscus überall ein, wo er nur ein Loch machen konnte: und da die Ländleute unter allen 0% MI 7 der Ausgaben zur Landwirthschaft. 183 be⸗ allen Classen von Unterthanen gerade diejenige duerh, Classe ausmachten, die von außen das wenigste ahen Ansehen hatte, und der, weil sie am meisten be⸗ f. schäfftiget war, auch am meisten die Zeit und fl⸗ die Mittel sehlten, Einspruch gegen dergleichen % ule Verfügungen zu thun, die aber eben deßwegen uhvn um so mehr unter der Obhut der Nation und des s. Staates hätte gesichert seyn sollen; so wurden p- ihnen(den Landleuten, meyn' ich,) fast allent⸗ uun, halben willkührliche Lasten aufgewälzt, und sie empfiengen an ihrer Person den zu Boden schla⸗ genden Stoß, der hinterher alle Classen von deHn Staats-Bürgern getroffen hat. in Die erste Erklärung der Oekonomischen Ta⸗ Rüchn belle, welche im Menschenfreund(½ ein⸗ Güthe gerückt ist/ enthält ein auffallendes, eben so 65 wenig in Zweifel zu ziehendes als widerlegliches 0 60 Gemälde von dem schnellen Ueberhand⸗- nehmen Ha des Unglücks, welches aus den beraubenden ü Steuern, die den Pflug drücken, entsteht. Wenn W. man dieses Gemälde mit dem zusammenhält, was efn ich oben von dem ungeheuern Unterschiede gesagt er habe, den das Plus oder das Minus vom Ertrage, hl welches aus Anwendung der zu einer guten oder eidͤlger zu einer mittelmäßigen Cultur gemachten Inven⸗ lthjs⸗ tarien⸗ oder jährlichen Auslagen erwächst, in ren und der Circulation nach sich zieht: so wird sich dem sul Verstande fast alles, was sich über diesen Ge— Nusch genstand sagen läßt, augenblicklich von selbst 4 darbieten; und es würde daher unnöthig seyn, Etßn es hier zu wiederholen. Um aber doch eine Ken Sache, die so hochwichtig ist, daß sie alles an⸗ nni dre in sich faßt und nach sich zieht, von allen shl W4 Seiten uuein le unter(*) Die Suite de la VI Partie der Original Ausgabe allen voll 1761 macht diese Erklarung aus. N. 184 Neuntes Capitel. Verhältnisse Seiten darzustellen, habe ich mich für verbun⸗ den geachtet, durch einige Etats von einfacher, und aus den Principien und entscheidendsten Rech⸗ nungen sich ergebender Degrädation zu zeigen, was es mit den Folgen des geringsten Fehlgrif⸗ fes, der hierinnen gethan wird, zu bedeuten habe. Man wird hieraus schließen können, was für eine Menge von Kenntnissen und wechselsei— gen Beziehungen ein Mensch im Kopfe beysam-— men haben müßte, der kühn genug wäre, sich in Steuer-Angelegenheiten seine eignen Wege vorzuschreiben, und von den Wegen der Natur abzugehn. Ach! das Resultat von dergleichen Combinationen würde doch nie ein andres seyn, als wie es hier ist, sich lieber nach der natür⸗ lichen Ordnung zu richten, eine Menge von rui— nösen Bemühungen lieber lediglich der Natur der Dinge anheim zu geben, und ihr allein die Sorge für die Bereicherung des Suveräns und der Unterthänen zu überlassen. Einfache Berechnung einer fort⸗ schreitenden Degradation, die aus dem natürlichen Gange der Berau⸗ bung während des Verlaufes ei⸗ ner neunjährigen Pacht entsteht. Erstes Jahr. 100 Fran⸗ ken, die einem oder mehrern Landwirthen, durch berau— bende Steuer, von den Cul-— tur⸗Auslagen entzogen werden, vernichten noch außerdem 100 Franken an Reproduction,.. 1oo Franken. Einbuße —' 4⁵— ihhh N. x˖ Eubil 5 Eish + *. + ͤ Eschaße Si 0 Enhuß Enbaß M der Aus gaben zur Landwirthschaft. 185 m Einbuße 200 Franken. Hierzu + kommen noch 100 Fran⸗ ec ken, die auf gleiche Weise gh im folgenden Jahr, und so 0 fort in andern nachherigen un Jahren an den Fiscus ent— v richtet werden. slsi. Zweytes Jahr. 300 Fran⸗ Hu ken, die dem Landwirth ent— sch zogen sind, vernichten eine Vige Reproduction von.. 30o Franken. uurr Einbuße 600 Franken. lahm Drittes Jahr. 700 Fran⸗ Sschn, ken, dem Landwirth entzo— hatut⸗ ö gen, vernichten eine Repro⸗ uun⸗ duction voon r70o Franken. Natur Einbuße 1,400 Franken. des Viertes Jahr. 1,500 Fran⸗ und ken vernichten.. 1,500 Franken. Einbuße 3,000 Franken. ö Fünftes Jahr. 3,100 Fran— ů fott. ken vernichten.. 3,10o Franken. 1 au.. Einbuße 6,200 Franken. ra Sechstes Jahr. 6,300 Fran⸗ 59 e ken vernichten.. 6,300 Franken. hᷣpfü— t% Einbuße 12,600 Franken. Siebentes Jahr. 12,7⁰0⁰0 Franken vernichten. 12,7o0 Franken. Einbuße 25,400 Franken. Achtes Jahr. 25,500 Fran⸗ ken vernichten. 25,5Oo Franken. Einbuße 51,0⁰00 Franken. Neuntes Jahr. 5,1o0 Franken vernichten„ 5 1, 100 Franken. . Einbuße 102,200 Franken, die dem Fiscus in allem nicht uhise M 3 mehr 786 Neuntes Capitel. Verhältnisse u mehr eingebracht haben, alls 900 Franken. Hunt Was durch Beraubung der Cultur⸗ sufft fi Schätze nach den verschiednen, von bull den Auslagen erhobenen Steuer⸗ sch die Ansätzen, binnen neun Jahren am Wagen: Einkommen vernichtet wird. ö uyt Binnen neun Jahren werden durch eine solche ghJohn Steuer von 5 Fr. vernichtet 5, 100 Fr. welche binnen eben um diesen neun Jahren N. dem Fiscus nicht uche mehr einbringen, schit als 5. lit 10 F. vernichten 10, 220 Fr. 90 W 45 Or. 15,3 135 W 20 Ir. 20,44e 1380 1u 2— scle 25 Ir. 25½58. 225 i 395r. 30,6088 270⁰0 WI 35 Ir. 3 315 öhj 40 IVr. 40,880 300 Rand 45 Ir. 45/,99ax; 405 W 5 Or. 5½06„43 shat 35r.. 36,8 495 0 60 Ir.. 61,320 65640 4 65 Fr 66/430 585 9. 2 2. ö Wumn 70 FFr. D 630 hahth 266sS3 D in 80 5Tt. 8,70 720 Yn qn 283 Ht. 80,8 765 uß un 9501r. 91,980 816 auch dit 95Ir. 92,255 an 100 Ir. 182,200b 3200 ütt Leset 32 ö ———————565—————— ö der Ausgaben zur Landwirthschaft. 187 Leset diese Principien; leset sie mehrmals; kommet zum öftern auf dieselben zurücke; durch⸗ laufet sie bis zur Demonstration, und sehet zu, ob wir die Sache übertreiben.— Aber wenn sich die Sache wirklich so verhielte, wird man sagen: so würde binnen wenigen Jahren nichts mehr auf Erden übrig bleiben; so würde ein großer, nach den Grundsätzen, die du falsch⸗ gepriesene Wissenschaft nennest, verwalteter Staat kaum zwo neunjährige Pachten aushalten.— Ja, ohne allen Zweifel würde ich hierinnen mit euch einig seyn, wenn sich die schnellen Fort— schritte des Ganges einer solchen Beräubung zu gleicher Zeit über alle Landwirthe erstreckten; wenn diese schnellen Fortschritte nicht selbst durch den Bankerott derer unterbrochen würden, die vor dem Ablauf ihrer Pacht-Zeit, durch den schnellen Fortgang der Vernichtung ihrer Aus⸗ lagen, zu Grunde gehen. Bemerket nur, daß diese Beraubung hier auf die(in Frankreich) ge⸗ wöhnliche Däuer der Güther-Pachtungen ge— gründet ist; daß die Pachter ihre Contraecte mit den Proprietären nach Maaßgabe des eben ob— schwebenden Zustandes der Besteuerung schlies⸗ sen; und daß alsdann der Proprietär die neue Last, die währendes Verlaufes der vorigen Pacht aufgekommen ist, übernehmen muß. Wenn nun die Beraubung wiederum dem neuen Pachter zur Last fällt; so wird die Fortdauer des proportionnirlichen Ganges seiner bisheri— gen Progressen gestöhrt: und die Beraubung muß wieder bey der ersten Staffel anfangen, auch diesen letztern Pachter in dem Verlaufe sei— ner Pacht ⸗Zeit zu Grunde zu richten; sonst würden die 102, 200 Franken Beraubung, die binnen neun Jähren durch eine Steuer⸗-Vermeh⸗ rung 188 Neuntes Capitel. Verhältnisse rung von 100 Franken verursachet wären, in + der That durch die Fortsetzung des nämlichen mt Gänges von Beraubungs-Progressen binnen uuc de weniger Zeit auf Millionen und Milliarden an— ½ v wachsen. Ueberbieß thut die Beraubung ihre ucun unseligen Wirkungen bloß an den Cultur-Un⸗ aa ternehmern, so fern sie sich gezwungen sehen, VUeil die unvermuthete Steuer-Vermehrung, die ih— chl nen während ihrer Pacht-Zeit über den Hals sii kömmt, auf Kosten ihrer Auslagen zu bezahlen. qpiht Denn wenn sie im Stande sind, durch Verkau— II fung ihrer Betten, oder andrer zu ihrer Gemäch— Heen lichkeit dienenden Mobilien, die Bezahlung der o 900 Franken glücklich auszuhalten; so bleiben auf: 4 sie binnen den neun Jahren vor der Beraubung sit + von 162,200 Franken gesichert. m⸗ 0 ö H + Lasset uns also, um alle diese Fälle genau ymn V zu unterscheiden, annehmen, daß ein Zusatz von 1 0 +4 2/000 Franken willkührlich aufgelegt, oder auf Ede * die Pachter, welche verbunden sind, die Güther— Wiß Steuer(la taille) und andre, den Ländereyen, der U 4* die sie gevachtet haben, bereits aufgelegte Steu— den ern zu bezahlen, repartiret würde; so wird diese 10%6 0 neue Belastung dem Fiscus binnen neun Jahren HU * 18,000 Franken eintragen. Lasset uns ferner annehmen, daß von diesen 2,000 Franken neuer fir de Belastung nur ein Zehnthel, oder 200 Franken, ö Grund durch jährliche Erhöhung auf die Pachter falle, lch de die nicht vermeiden können, daß diese Steuer— t. Vermehrung nicht von den Auslagen ihrer Wirth⸗ 9—— schaft genommen werden müßte; so werden also she durch diese 200 Fränken binnen neun Jahren hüt, 102,%j00 Franken Benutzungs-Schätze und Eun 102,00 Franken jährliches Einkommen, wo— 1* von die zwey Siebenthel oder 30,000 Franken R zum au on auf hle h teu⸗ iese ren ner uer fe, alle, Rek⸗ th⸗ also rel und vo⸗ en u DN. der Ausgaben zur Landwirthschaft. 189 zum Einkommen des Suveräns gehörten, ver⸗ nichtet werden. Wenn ich demnach wirklich auch der entsetzlichen Voraussetzung beypflichte⸗ te, daß sich die Direction des Fiscus die Ver⸗ nichtung des Einkommens der Güther-Besitzer, den Untergang der Pachter, und den schnellen Abfall der Bevölkerung, dieß heißt, die Ver⸗ nichtung des Lebens-Unterhaltes, den die Ko⸗ sten und der Ertrag der Cultur den Menschen gewähren, wenig oder gar nicht zu Herzen gehn zu lassen brauche; so würde ich doch in dieser kleinen Probe von Ausschweifungen der Berau⸗ bung immer finden, daß 1,800 Franken, die auf eine so unüberlegte Art binnen neun Jahren für den Suverän weggenommen werden, diesen um 30,000 Franken seines jährlichen Einkom— mens bringen. Möchten also doch diejenigen, denen die Sorge für das Interesse des Suve— räns anvertrauet ist, zum wahren Besten des Suveräns richtig rechnen; sie würden dann ge⸗ wiß auch eben so richtig zum wahren Besten der Unterthanen rechnen Denn alles, was dem Suverän wirklich vortheilhaft ist, ist auch für die Unterthanen vor⸗ theilhaft; und man kann un möglich unter dem Anschein eines Profits für den Suverän die Unterthanen zu Grunde richten, ohne zugleich wirk⸗ lich den Suverän zu Grunde zu rich⸗ ten. Das Interesse beider Theile ist, vermö⸗ ge der unwandelbaren Ordnung der göttlichen Gesetze, so wesentlich und unzertrennlich ver⸗ knüpfet, daß die Erhaltung des Interesse's des Einen, nothwendig und demonstrativisch, von der wechselseitigen Erhaltung beider adhängt. Ist 190 Neuntes Capitel. Verhältnisse Ist es wohl möglich, so augenscheinliche und so wichtige Wahrheiten zu verkennen? Wenn ihr den Ve rfall der Länder, die einer so berau— benden Staats⸗ Wirthschaft preis gegeben sind, nicht einsehet; sollte die Schuld nicht vielmehr an euren Augen, als an der Sache liegen? Wol⸗— let ihr euch aber von diesen Wahrheiten recht auffallend überzeugen lassen; so durchwandert nur einmal die ungebaut liegenden Lönderehen, die kein Mensch kaufen will. Wären eure Ein⸗ sichten wohl so eng und beschränkt, daß ihr eine Summe von 15, von 20 oder von 25 Millio⸗ nen Franken für einen Gegenstand ansähet, der eurer ganzen Aufmerksamkeit werth wäre, da doch die Administratoren eines großen Staates nur nach Hunderten von Millionen und nach Milliarden zählen sollten? Aber bemeistert euch, wo möglich, des wahren Maäßes der Dinge, und vergleichet sie dann unter einander. Damit ihr jedoch nicht vor den Distanzen erschrecket, so lasset uns vor allen Dingen einen Blick auf die Zeiten unsrer Väter thun: ihr werdet da zusam— men vier mal hundert tausend Mann regulirter Truppen sehn, die auf einmal in Bewegung ge⸗ setzt werden konnten, und für deren Unterhalt so zuverläßig gesorgt war, daß schlechterdings kein Mensch vorhersehn konnte, wo sie am ersten einen Haupt⸗Schlag thun würden. Ihr werdet nah an die zwey hundert Kriegs⸗-Schiffe von allerley Rang in allen Gegenden der Welt zu gleicher Zeit wirksam, und, wenn sie ja einmal einen oder den andern beträchtlichen Stoß erlit— ten hatten, in Einem Winter wiederhergestellt sehn. Ihr werdet finden, daß sich diese Macht allenthälben zu gleicher Zeit furchtbar bewies; daß Abraham Dü-Quesne die Corsaren von Tripoli A fiz des d diese hlähnte, sanzisj Rlangt anem ommen wihe ban silt Ru, M t0 w uhen licht u Naior schthe Etdesen h allnE 4Hofsal in Kbihette Was alle mah seg als on 2 h hginh hlt, nit ih Hanz nitz ag Runadun gah nicht y boß Haboy holh.— 0 + In der Ausgaben zur Landwirthschaft. 191 Tripoli unter den Canonen von Scio, einer Fe⸗ stung des Großherrn, in den Grund bohrte, und diese Festung beschießen ließ, weil sie sich erkühnte, Feuer auf ihn zu geben; daß der französische Gesandte vom großherrlichen Hofe verlangte, der Admiral Seiner Hoheit solle zu einem bloßen Schiffs ⸗Hauptmann an Bord kommen, und ihn wegen einiger Beleidigungen, welche die türkischen Soldaten wider die Leute von seiner Schiffs Mannschaft begangen hat⸗ ten, um Vergebung bitten— und daß er die⸗ ses erzwang. Und zu eben der Zeit, wo ein hochherziger Fürst, welcher aber Vater von nicht minder hochherzigen Söhnen war, der Nation in der Ferne überall Respect verschaffte, sehet ihr unermeßliche Paläste gleichsam aus der Erde hervor steigen, und Festungen in Menge an allen Gränzen entstehn; sehet eine( verbann⸗ te Hofhaltung, auf seine Kosten, königlich un⸗ terhalten; sehet überall Naturalien- und Kunst⸗ Cabinette eröffnet, Akademien, und wer weis/ was alles, gestiftet!— Aber das alles, wird man sagen, hat nicht anders geschehn können, als dadurch, daß zugleich der Staat zu Grun⸗ de gerichtet ward.— Und was thut denn ihr gegenwärtig? und thut ihr etwan, was ihr thut, mit euren Einkünften?— Alles, was ich hieraus habe folgern wollen, ist weiter nichts, als dieses: wenn ihr die demonstrirte Anwendung von unsern Degradations-Rechnun⸗ gen nicht vor eurer Nase findet; so rührt es bloß davon her, daß ihr nicht darnach sehn wollet.— Eben () Aus Grob⸗Britannien.— U. 192 Neuntes Capitel. Verhältnisse Eben diese Rechnungen und eben diese Auf⸗ merksamkeit wären sehr nützlich und nöthig für eben den Fürsten gewesen, der so groß und so hoffärtig war, und der unausgesetzt hätte be⸗ mittelter und mächtiger seyn, und eines Einkom⸗ mens weit über seine Ausgaben genießen können, wenn sich seine Rent-Meister nicht vom rechten Wege verirret hätten; wenn sie nicht von der natürlichen Steuer⸗Ordnung und der regelmäs⸗ sigen Staats⸗Administration abgewichen wä— ren. Er würde alsdann selbst eingesehen ha⸗ ben, daß, wenn auch gleich die überhingehende Explosion seiner Kräfte etwas Prächtigeres und Auffallenderes an sich hatte, dieses doch ein Un⸗ glück für ihn selbst war; daß ihn die Berau⸗ schung seines Zeit⸗-Alters, und der zerstöhrende Gang der Administration seiner Einkünfte ver⸗ leitet hatten, sich selbst und Andern ein unseli— ges Blendwerk zu machen. Indessen ergiebt sich daraus nichts desto weniger, daß unsre Rech⸗ nungen richtig sind, daß sie von den natürlichen Grundsätzen ausgehen, und daß sie bloß das Resultat und der Ruhe⸗Punct unfehlbarer Fol⸗ gerungen sind. Die Landleute erschrecken, ohne diese Prin⸗ cipien durch Rechnungen tief erforschet zu ha— ben, dennoch darüber dermaaßen, daß sie die kleinste Steuer-Vermehrung, die ihnen wäh— rendes Verlaufes der Pacht ⸗Zeit über den Hals kömmt, als den Saamen zu ihrem Verderben betrachten. Also darf es sich Niemand Wun— der nehmen lassen, wenn sie lieber eine mittel— mäßige Cultur-Benutzung unternehmen, als sich in eine beßre, die sie sonst wohl ausführen könnten, wagen: denn wenn es den Anschein bekäme, WIIA N N si si hl aner u de f hinut 100 gr un dud: un N Iun Hel die sbel den, de vauf sah Nitth ay Vichr gr miso dergt FirdieW Hrdop u wirth eir tragen, Kurny wacs, b allem uc sin v es d ssun H.heybe hanm nah! venn eg us Fnem Doh munm eann N. M9cen/ Eh H½15a der Ausgaben zur Landwirthschaft. 193 f. bekäme, daß sie sich im Wohlstande befänden; so ir würden sie sich gerade durch diesen Anschein die so Geißel einer willkührlichen Besteuerung zuziehen, be⸗ durch die sie gar bald noch tiefer, als ihr vori— m. ger Zustand war, erniedriget, und endlich gar , zu nichte werden würden.— din det Aus deiner Hypothese folgt aber, setzt man nas⸗ hinzu: wenn du einem Landwirth alljährlich wä⸗ 100 Franken schenkest, und er dieses Geld in sei⸗ ha⸗ nen Land⸗Bau verwendet; so werde er binnen ende neun Jahren 102, 200 Franken haben.— Ja, nd ganz gewiß, so bald wir voraussetzen, erstens, daß nun⸗ die oben verlangten Bedingungen erfüllet wer⸗ trau⸗ den, damit die Frucht-Erbauung ihren freyen rende Lauf haben könne; und zweytens, daß mein Land⸗ here wirth den Ertrag von diesem Geschenk alljährlich nscli wieder zur Vermehrung seines Cultur-Unterneh⸗ sch mens dergestalt anwende, daß das Ganze eine voll⸗ ah⸗ ständige Wirthschaft ausmacht. Wollet ihr euch Aün hiervon überzeugen; so gebet itzt meinem Land⸗ cu wirth ein Weizen⸗Korn, und lasset ihn Sorge 0 tragen, von Jahre zu Jahr alle die Weizen⸗ Körner, die ihm von jenem ersten Korne zu⸗ wachsen, wieder auszusäen, ohne davon nur Bum· das allermindeste, weder zu seinem Unterhalte, noch zu seinen Wirthschafts⸗Kosten zu verwenden, 30 wie es die Progressions Reihe, von der hier die 1 Rede ist, nur aber in einem entgegengesetzten Sin⸗ a ne, bey der Beraubung mit sich bringt: und kommet n dann nach Ablaufe der neun Jahre, und zählet, wenn es euch möglich ist, die Weizen⸗Körner, die 1 0 aus jenem einzigen entstanden seyn werden.— 55 Doch warum soll ich den Gedanken heegen, daß Inin ihr einen Widerwillen hättet, der Evidenz nach⸗ L zugeben? Sollte ich mich wohl darinnen versün⸗ an m. L. p. 2. B. N digen, 194 Neuntes Capitel. Verhältnisse digen, daß ich von irgend jemandem, wär' er auch, wer er immer wollte, den häßlichen Vor⸗ satz argwohnte, sich schlechterdings wider die ehrwürdigsten, und für das menschliche Ge— schlecht wichtigsten Wahrheiten zu setzen? Wir erforschen ja diese wichtige Materie nicht etwan, um nur zu widersprechen, oder um eine Probe von unserm Witze zu geben, oder um mit einer Gabe zu neuen Erfindungen zu prahlen, son⸗ dern einzig und allein zum allgemeinen Besten der Menschheit; und mit eben diesen durchaus brüderlichen Gesinnungen muß eine solche Un⸗ tersuchung angestellt werden. Sind wir mit unsern Grundsätzen auf einem Irr-Wege; wohl⸗ an, so setze man mir bessere und gewissere ent⸗ gegen, und ich werde den Urheber einer solchen Erfindung immer als einen Vater und Wohl⸗ thäter der Menschheit verehren. Man kann nicht allein die Steuern, die vom Ackersmann erhoben werden, und deren Belauf er von seinen Auslagen zu nehmen gezwungen ist, beraubend nennen, sondern es zieht überhaupt jede Steuer, die, wenn sie auch eben nicht will— kührlich ist, nur außerhalb ihrer natür— lichen Gränze erhoben wird, durch den un— ausweichlichen Rückschlag eine beständige und allmählich immer weiter einreißende Degrada— tion für die Masse der Einkünfte nach sich, und wird selbst hierdurch zu einer beraubenden Steu— er. Wir dürfen, um unsre Leser von dieser Wahrheit zu überzeugen, hier nur wieder eine abgekürtte Tabelle von der Wirkung solcher Steuern, den unstreitigen Regeln der großen Tabelle gemäß, hersetzen;— und man wird dar— aus klärlich sehn, was für Wirkung eine noch ö so Mh⸗R h fltun Whn Rraänd Y. Et ei W Do 8 N. V N 8 die R ö Iud 25 eiln Hen⸗& ul gh Hsun El Rt dneih Ee zin Int thum un Hesng Han dgs Winn oher sbhttl cbatge Wechgeng et f⸗ die He⸗ Oir , robe liher son⸗ Fen alls un⸗ it bohl— ell⸗ lchen ohl. e lcher Hhel habs Hoch 0 der Ausgaben zur Landwirthschaft. 193 so einfache Steuer, die neben ihrem natürlichen Ruhe-Punct angelegt ist, eine Kopf- oder Per⸗ sonen⸗Steuer zum Beyspiele, die man zu Be— streitung der Staats-Bedürfnisse für nöthig hält, wenn sie auch so gar ohne Kosten und Miß⸗ bräuche erhoben wird, nach sich ziehe. Von der Degradation, die aus der Steuer entsteht, welche auf die Ar⸗ beits⸗Leute von der producirenden und vondersterilen Classe unter dem Vorwande gelegt wird, daß man es den liegenden Gründen bey der Repartition einer Steuer⸗Vermeh⸗ rung(leichter machen woll e.) Wir setzen den Fall, daß 50 Millionen Fran⸗ ken Personen-Steuer von den Arbeits-Leuten aus diesen beiden thätigen Classen erhoben wer⸗ den; nämlich 25 Millionen auf der einen Seite, und 25 Millionen auf der andern. Diese Ein⸗ theilung ist bloß hypothetisch, weil die Perso— nen⸗Steuer selbst nicht anders als willkührlich und ordnungswidrig seyn kann, indem nicht die besteuerte Person selbst der Schatz ist, der die Steuer entrichten kann, und das Vermöögen eines Privat Mannes, welches nicht in liegen⸗ den Gründen besteht, sich nur nach einer willkührli— chen Schätzung würdern läßt, ohne daß dabey ein Unterschied zwischen dem wirklichen Reich— thum und den Paßiv-Schulden der steuerbaren Person gemacht würde. Eben so wenig würde man das Vermögen der Person nach dem Ge⸗ winn oder nach dem Lohne, welcher der Arbeit gebührt, beurtheilen können: denn was man vom Arbeits-Lohn erheben wollte, würde denen wie⸗ der abgenommen werden, die diesen Lohn bezah⸗ N 7 len/ — — SSSIIII— . N 6 —— —.—— ..T 196 Neuntes Capitel. Verhältnisse len, welcher keinen Abzug erleiden kann, ohne daß der Abzug zum Nachtheile der natürlichen GesellschaftsOrdnung, und zum Verfälle des National-Vermögens ausschlagen müßte— in— dem derjenige, der ums Lohn dient und arbei— tet, so bald er um einen Theil seines Lohns ge— bracht wäre, gezwungen seyn würde, entweder sein Vaterland mit dem Rücken anzusehn, oder so viel, als ihm vom Lohne genommen wird, sei— nem Lebens⸗Unterhalt abzusparen. Im ersten Falle würde die Concurrenz der Arbeits⸗Leute abnehmen; das Arbeits-Lohn wür— de gesteigert, und so nach die Steuer von denen selbst, die dieses Lohn zu bezahlen häben, entrich— tet werden. eithin würde nicht die besteuerte Person die Steuer bezählen, sondern das Ein— kommen oder die Auslagen der Arbeits Leute von den beiden Classen würden sie, zum Nachtheile dieser Auslagen selbst, bezahlen, welches hernach als Abgang auf die Reproduction und auf das Einkommen zurücke fallen, und einen zwiefachen Abfall an den Schätzen der Nation nach sich ziehen würde. Im zweyten Falle, das ist, in dem Falle des Absparens am Lebens-Unterhälte der Arbeits— Leute, würden die Folgen davon noch schädlicher seyn: denn es findet sich zwischen dem Einkom— men, dem Arbeits⸗Lohne, dem Aufwand und der Frucht⸗Erbauung eine physische Wiedergeburts— Ordnung, welche die Menschen nicht verändern können, ohne eine Veränderung in der wechsel— seitigen und wesentlichen Verbindung aller die— ser Artikel zu verursachen, die sich einer durch den andern wiedergebähren, und die zusammen die Masse und die Fortdauer der Schätze eines ö Agricul⸗ Wpalt HDol IN D ne Haeht; shne Wid, Volk! I U sud tt n M Rhf Wer i seh de yit de Ehn Vsshe hlch Ilsthen au ei solgen! chelle ussch . Ml, schesch Hachle, dah u den, x doch imn scher gn durufg en Imn siht der Ausgaben zur Landwirthschaft. 197 ohne Agricultur-Volkes ausmachen. Eines Agricul⸗ chen tur⸗Volkes, sage ich: denn es hat eine ganz dis andre Bewandtniß mit einem bloß kaufmänni⸗ in⸗ schen Volke, welches nur aus einer einzigen Classe thi⸗ besteht; einer sterilen Classe, die von dem Arbeits— Lohne, welches ihr von andern Völkern bezahlet Hlde wird, ihren Lebens-Unterhalt hat. Ein solches od Volk kann mit Nutzen an den Ausgaben spa⸗ Hsl⸗ ren, weil es gar keine producirende Classe hat, und seine Sparerey nicht ihm selbst, sondern bloß den Agricultur⸗Völkern, die von seinem Aufwan⸗ an. de profitiren würden, nachtheilich werden kann. Humn Aber in einem großen Reiche, welches aus Clas⸗ Wach sen besteht, die durch den Aufwand der einen, Aunt wie der andern, leben und gedeihen, würde die 47 Sparerey am Lebens-Unterhalte nothwendiger ⸗ Weise eine Verminderung der Consumtion, und 1 0 folglich einen Abgang an der Reproduction ver⸗ — ursachen, woraus denn nothwendiger Weise 45 auch eine Verminderung des Einkommens er⸗ folgen müßte, die nicht anders, als zum Nach⸗ theile der Güther⸗Besitzer und des Suveräns, sc ausschlagen könnte. ts Iͤyr werdet vermuthlich sagen, die Lebens⸗ tb⸗ Mittel, die wegen der Sparsamkeit, auf die man ichtr sich einschränken müßte, um nur die Steuer zu lon⸗ bezahlen, nicht im Lande verzehret werden wür— de den, könnten von den Ausländern erkaufet wer⸗ Huts⸗ den, wodurch der Absatz dieser Lebens-Mittel Idern doch immer, zur Erleichterung des Landwirthes, cl sicher genug wäre. In der That ist auch der Verkauf an die Ausländer ein Hülfs-Mittel füt die⸗ ö— ch den Ueberfluß einer Nation; aber doch nur für nn denjenigen Ueberfluß, der sich leicht transporti— 16⸗ ren läßt, und nicht für den Ueberfluß an andern aul⸗ R 3 Arti⸗ 193 Neuntes Capitel. Verhaltnisse Artikeln von Lebens-Mitteln, die bloß im Lande genossen werden können. Ueberdieß erfodert der Handel nach dem Ausland auch Transport-Spe⸗ sen und Profit für die Handels⸗Leute. Nun fal⸗ len aber diese Spesen auf den Preis in der ersten Hand zurücke; woraus denn folgt, daß der Land— wirth, durch dieses erzwungene Hülfs⸗Mittel, keinesweges für die Degradation, welche die Steuer, von der die Rede ist, verursacht, entschä⸗ diget werden würde. Also müssen wir uns im⸗ mer erinnern, daß bey Agricultur-Völkern die Sparerey kein Reichthum, sondern im Gegentheile vielmehr Reichthums⸗Zerstöhrung ist. Man könnte wohl meynen, es würde den Fort⸗ schritten dieser Zerstöhrung des Einkommens durch Aufwendung der Summe von der hier bemerkten Besteuerungs-Art selbst Einhalt gethan, indem diese Summe wieder in Umlauf gebracht würde, wodurch sie denn wieder an die Arbeits⸗Leute lä⸗ me, und ihnen den Antheil vom Arbeits⸗Lohne, der ihnen entzogen wird, wieder in die Hände brächte. Allein sie haben ja jene funfzig Mil⸗ lionen Franken, welche ihnen die Steuer ab— nimmt, durch den Verkauf ihrer Kunstwerke oder ihrer Arbeit, welche mit den Kosten ihres Le— bens⸗Unterhaltes unzertrennlich verknüpfet waren, erkaufet oder bezahlet: denn es ist gerade so viel, als wenn man ihnen einen Theil ihrer Kunstwerke oder ihrer Arbeit abfoderte, ohne ihnen solche zu bezahlen. Es wird ihnen auch mit bem, was man ihnen übrigens abkaufen könnte, der Verlust dessen, was man ihnen ge— nommen hat, auf keine Weise wieder ersetzet. Denn es hat mit jenen funfzig Millionen, wodurch die Menschen um die Frucht ihrer Aebeit oder ihrer Kunst⸗ Hr Rr Econn shaben sehyns ioz in Rerges lung 10 fl Huch Rutden uinr se seh id! dant ben ih Hen suihm fenr seshche 6o nac Hed W halle Disser muß er r² Il filt u fir du harn danit wj %0 bi Aher. hedtr Nt Ihn schi) —.——— Lande t der Spei fal⸗ asten Wand⸗ Mah che N eulschi⸗ l5 in⸗ u die un im g is. Mgort Höllch Herlti indem Urde, lä⸗ sahne, Hdde MG Ier ab⸗ odtt K⸗ habell, grade ihen ohnl auch Hhhufth Re histht wodech htek gns⸗ — TTT der Ausgaben zur Landwirthschaft. 199 Kunstwerke gebracht werden, eine ganz andre Be— wandtniß, als mit 50 48 die von dem Einkommen, welches die Natur um sonst giebt, erhoben werden, die selbst nur ein Theil vom freyen Einkommen wären, und die unter der Na⸗ tion in eben der Ordnung, wie das Einkommen, dergestalt vertheilet würden, daß diese Vertheis lung immer einerley Wirkungen für die Ration und für die Reproduction thäte, mochten doch auch die Eigenthümer, von denen sie vertheiled werden, seyn, wer sie wollten, sey es der Suve⸗ rän, sey es der Besitzer des Grundstücks, oder sey es der Zehndt⸗Herr. Die funfzig Millionen Franken hingegen, die den Arbeits⸗Leuten von den thätigen Classen abgenommen werden, kön⸗ nen mittelst der Circulation doch nicht wieder an sie kommen, ohne daß sie solche wieder erkau⸗ fen: denn um nichts und wieder nichts werden sie solche doch sicherlich nicht zurücke bekommen. So nach können sie durch das Steuer⸗-Geld, wel⸗ ches wieder an sie kömmt, keinesweges wieder— erhalten, was ihnen die Steuer genommen hat. Dieser Artikel ist fur sie reine Einbuße: folglich muß er aus der Circulations-Ordnung, welche die Compensation im Kaufen und Verkaufen zum Zweck hät, völlig ausgesirichen werden. Denn es fällt in die Augen: wenn man einem Schuh⸗ ster das Geld für ein Paar Schuhe genommen hat; so wird ihm dieser Verlust auf keine Weise damit wieder gutgethan, daß man ihm für die⸗ ses Geld ein ander Paar Schuhe abkauft. Aber lassen sich nicht, wird man sagen, jed⸗ weder Art von Steuer eben solche Folgen zur Last legen? und müßte man nun nicht daraus schließen, daß jedwede Steuer zerstöhrend sey?— N 4 Rein, 200 Neuntes Capitel. Dechältrisse Nein, gewiß nicht: denn wir dürfen nur nicht aus der Acht lassen, daß in dieser Hin⸗ sicht ein großer Unterschied zwischen der Steu— er, die unmittelbar vom Einkommen erhoben wird, und derjenigen sey, die auf die Ar— beits⸗Leute von den thätigen Classen angelegt wird. Die erstere ist, wie so eben gedacht, eine Portion von dem Einkommen selbst, welche durch den Aufwand des Fiscus so gut, wie das Einkommen andrer Proprietäre, nach der ökono⸗ mischen Ordnung zum Genuß oder Aufwande der Menschen von allen übrigen Classen, und zur Wieder⸗Erzeugung des Einkommens durch diesen Aufwand vertheilet wird, wie aus der Verthei— lungs⸗Reihe selbst, welche die ökonomische Tabelle darstellt, erwiesen ist; da hingegen durch die Steuer, welche auf die Arbeits-Leute von den thätigen Classen selbst angelegt wird, jene Ver— theilung und jener Genuß, wodurch das Einkom⸗ men und die Benutzungs-Schätze zum Wieder⸗ Aufleben befördert werden sollen, gestöhrt und vereitelt werden.— Die Wirkungen dieser Besteuerungs-Art hahen mich zu einer etwas umständlichen und genauen Untersuchung veranlasset, weil sie bey allen Arten von mittelbaren Steuern immer einerley sind, bloß mit dem Unterschiede, daß die Steuer, von der wir gegenwärtig reden, noch die einfachste, die sichtbarste in ihrem Ertrag, und in ihrer Be— hebung am wenigsten kostspielig ist: und da sie doch gleichwohl den Güther⸗Besitzern und der Na— tion schwer genug zur Last fällt; so kann man daraus schließen, was für eine fürchterliche Berau— bung vollends diejenigen Besteuerungs-Arten mit sich bringen, die schon an sich verworrener, ihrem Ertrage nach minder bekannt, in der Einhebung kostspie⸗ hl lh i etllt! fih We WA Ntt Wabe Rüf Rerf Caas 00. U Hlden Mubla rodr den Mol fril WI U Notod Wider W en de Withe Etenet illich Maß. Eun Ilihey. —*——.————.—— 8—** ——————— e der Ausgaben zur Landwirthschaft. 201 ö ů nuu kostspieliger, in der Verwaltung und Beytrei— Hin⸗ bung, und noch außerdem in dem Rückflusse der eu⸗ Steuer selbst, den sie dem Suverän zuführen oder oben zuzuführen scheinen, durchaus schädlicher sind. ö Ar⸗ ö ö Rgt Tabelle der Degradation, welche die indirecte ahe Besteuerung nach sich zieht. 1 200⁰ 2.0⁰⁰ 10⁰⁰ ie da— Davon nimmt Stener welche dedet die Steuer weg 5 Die Steuer nimmt 5„dieser Classe zur— weg— 25 Dietuuf ö iben übri vom Verkaufe distn bleiben ubrig 977 bleiben übrig. 97⁵ Ir Wanke der reren Und an Sala— uthüi der sterilen* ö Classe hier⸗ rien derselben lt her 987⁷ 1,000 entzieht, auf die——— 387 herunter dben 1,975eseüt werden. Dar Einnahme der produci⸗ om⸗ renden Classe 1,9622 der⸗ Auslagen der produciren⸗„ 4,950, welche an die den Classe 2,0⁰0⁰0 producirende Classe schn Auslagen der zurücke kommen. ahn sterilen Classe, heruntergesetzt Men anf 9877 ind ö— 33 n Reproduction 4,950 statt 57,000; Deficit 30. Ihst, Wieder einge— B⸗ zogne Ausla⸗ se gen desLand⸗ M⸗ wirthes 3,0⁰0⁰ N Steuer, die er — E1[. entrichten nit muß. 50 n Summe 3,050 bung Bleiben also zum Einkommen 1 Hoostatt 2, ooo. ö Mit⸗ sipie⸗ 3 ö Neuntes Capitel. Verhältnisse Mithin beträgt die Verringerung am reinen Er— trag 100 Millionen Franken weil die Steuer von 50 Millionen gänzlich auf die produci— rende Classe zurückefällt, und dadurch die jähr⸗ lichen Auslagen derselben um 50 Millionen verringert werden, welche 50 Millionen we— niger reinen Ertrag geben. 20 9 Da sehe man also, wie der Gang der Wirkun— gen dieser Steuer in einem Lande zu betrachten ist, wo es keine Erhöhung im Preise der Cul⸗ tur⸗Producte giebt, durch welche der Abfall der 50 Millionen an den jährlichen Auslagen der producirenden Classe, wodurch§0 Millionen Einkommen vernichtet werden, vergütet würde; da sehe man, sag' ich, was für eine Veränderuug eine solche Steuer in der Ordnung der Ausga— ben und der Reproduction nach sich zieht. Tabelle Ei + Gllg oöl Case Mbla prod Caf Pol W Hass. Aald Woder Wo Igen! Aundv Gteun elEute huß. Eum der Ausgaben zur Landwirthschaft. 203 Er⸗ Tabelle der Folgen von der Degradation, welche EH die indirecte Besteuerung nach sich zieht. lli⸗ ih Jährliche Auslagen Ren der producirenden Jährliche , Classe 2,000, nach Einkommen Auslagen Abzuge der indirec⸗ von 2,000, der steri⸗ ten Steuer auf fällt her⸗ len Clas⸗ slun⸗ 1,950 herunter ge- unter auf se hten setzt. 5 1„9 70 Cul- 1j„970 Wettem. 1„95⁰ 1500⁰0 det— der 25. 9275⁵ Inin—— irde. 1,0⁰0⁰0 15⁰⁰0⁰0 LSer 25 Eingang der Steuer 27 00⸗ 2*——— Einnahme der 2,0⁰0⁰0 producirenden Classe.—7 Auslagen der producirenden Classe 1,950 Auslagen der sterilen Clase 873 Reproduction 4,950 statt 5,5½οο Deficit 50 Wieder einge⸗ zogene Aus⸗ lagen des Landwirths 2,950 statt 3,000. Einbuße 70 Steuer, die er entrichten muß Summe 3/000 ...... 1 54/90, die bey der pro⸗ ducirenden Classe wie⸗ der eingehen. Bleibetz 304 Neuntes Capitel. Verhältnisse Bleiben zum Einkommen, nachdem die Steuer auf Kosten des Cultur-Unternehmers bezah— let worden, 1,950. é Noch fehlen überdieß 50 am Einkommen, wel— che, nebst der Einbuße von 50 an dem ge⸗ bührenden Wieder-Eingange der Cultur— Auslagen, zusammen einen Abfall von 100 ausmachen, die anfangs von dem Cultur-Un⸗ ternehmer bis zum Ablaufe seiner Pacht⸗Jahre getragen werden müssen. Masse der auf der Tabelle begriffenen Schätze. Reproduetion„4,50 Geld des Ein⸗ kommens.. 1¾,980 Geld der Steuer 350 Auslagen der sterilen Classe 1,00⁰0 Summe 7,950 statt s,ooο De ficit 0 welche die Steu⸗ und 50 er wegnimmt. (welche eine in⸗ Summe 1004 directe Steuer (von zo kostet. Wenn der Pachter, dessen Einbuße gleich anfangs 100 beträgt, vermöge seines Pacht⸗ Briefes verbunden ist, fernerhin, wie zuvor, 2000 Pacht-Zinse zu bezahlen: so wird seine Einbuße im zweyten Jahre schon 200 betragen; seine Auslagen werden also auf 1, 800 Franken, und seine Zinsen von den Inventarien⸗-Auslagen auf 900 Franken herunter sinken. Die Ver⸗ ringerung des reinen Ertrages, von welchem die Pacht⸗Zinse bezahlet werden muß, wird von Jahre zu Jahre mit dem Fortgange dieser Degra⸗ dation gleichen Schritt halten. Mithin kann eine + lt Mi W n d aß N Etkr schen gesh gende Nrög dun E dulch del. HI Heffhen Hauntet bhgfal I0Bao Hetrög als g Agte sammra Kercge sihthchn HinnW feinme lanen; ur isre hafth. zen Ettu verden f6 Husend teutr hah. Hel⸗ ges Adur⸗ 100 U⸗lu⸗ Jahte Eleh⸗ mi. il dlelet Met. Hach icht⸗ bot, ee 30 anten, Hogen Nr⸗ hen 000 M. Hann tihe ————————— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 205 eine solche täuschende Besteuerungs-Art unver⸗ merkt, binnen wenigen Jahren, einen großen Abfall in der ganzen Ländwirthschaft einer Nation verursachen. Die Ursache von den zerstöhrenden Wirkun⸗ gen dieser Besteuerungs-Art liegt darinnen, daß die Summe, welche der Total-Summe der Steuer gleich ist, weggenommen, und den jähr— lichen Auslagen der prsducirenden Classe völlig abgeschnitten wird. So erleiden in dem vor⸗ liegenden Falle, wo die Steuer 50 Millionen beträgt, die jährlichen Auslagen der produciren⸗ den Classe einen Abfall von 50 Millionen, wo— durch 50 Millionen Einkommen vernichtet wer— den. Die Auslagen der producirenden Classe, die vorher zwey tausend Millionen stark waren, befinden sich nun schon auf 1,950 Millionen herunter gesetzt; und das Einkommen, welches ebenfalls zwey tausend Millionen stark war, fällt also auch auf 1,950 Millionen herab: mithin beträgt der Total⸗Abzug, so wohl an Steuer als an Abfall im Ertrag, 100 Millionen. Legte man nun eine solche Steuer von 50 Mil— lionen auf andre Art an, und erhöbe man sie gerades Weges vom Einkommen: so würden die jährlichen Auslagen der producirenden Classe keinen Abzug erleiden; es würde sich finden, daß sie immer wieder zu ihren zwey tausend Millionen kämen; und so mit würden sie unausgesetzt im⸗ mer ihre zwey tausend Millionen Einkommen ab⸗ werfen, von denen die 50 Millionen der gedach⸗ ten Steuer natürlicher Weise leichter bestritten werden könnten. Dieses Einkommen von zwey tausend Millionen träte dann, die Steuer mit eingeschlossen, dadurch wieder in die Circulation, daß 206 Neuntes Capitel. Verhältnisse daß es zu gleichen Theilen zwischen der produci⸗ renden und der sterilen Classe vertheilet würde. Auf diese Weise fände sich keine Verringerung in den Einnahmen dieser Classen, keine Verrin— gerung in der jährlichen Total-Reproduction. Wäre also das Einkommen, welches zwey tausend Millionen betrüge, geradezu mit der gedachten Steuer von 50 Millionen belastet: so würden doch, nach Abtragung dieser Steuer, immer 1,950 Millionen übrig bleiben— da hingegen bey der andern Besteuerungs⸗Form zwar gleicher Maaßen nur 1,95 Millionen Einkommen übrig sind, aber außerdem noch ein Verlust von 50 Mil⸗ lionen an dem Wieder-Eingange der Cultur-Aus⸗ lagen für die Pachter entsteht. Diese zwo Sum— men machen zusammen 100 Millionen, wovon 50 Millionen durch die Steuer hinweggenom— men werden, welche sie den producirenden Aus— lagen abkürzt, wodurch diese auf 1,950 Mil— lionen herunter gesetzt werden, die denn nun nicht mehr, als 1,950 Millionen Einkommen reproduciren können;— und so mit sind 50 Millionen vernichtet. Nunmehr werden die Eigenthümer des Güther⸗-Einkommens gezwun⸗ gen, diese Classe für die ganze Summe der Steuer, die sie auslegt, und für die 50 Millionen Er⸗ trag, die durch diese Steuer vernichtet sind, von Jahre zu Jahre zu entschädigen: denn außer⸗ dem würde eben diese Steuer, so lange sie von Jahre zu Jahre wiederum gegeben werden muß, einen immer weiter gehenden Verlust an den producirenden Auslagen und am Einkommen nach sich ziehen. Dadurch würde denn der Ver⸗ fall der producirenden Classe und des Einkom⸗ mens immer mehr und mehr in einer eben solchen Reihen ⸗Folge überhand nehmen, wie der Ver⸗ ö Iasl, h Het shiht. N— Wlige cteh Iund Ethch ie raf 1000 Wbeg Ehih W shb/e fil vih sthtn won der K duech, Il sllehn, huci⸗ rde. tung tin⸗ lon. Hosend hochteg vurden immer Hegen licher brig lun Sum⸗ vobol enon⸗ Mus⸗ Mil⸗ h ommen ind 50 die wun⸗ Ellch/ NEH sd/ außtt⸗ s vh fußj N delk men M slhoh⸗ Wchen dek Ver⸗ der Ausgaben zur Landwirthschaft. 207 Verfall, den die Beraubung, von der wir weiter oben geredet haben, nach sich zieht. Das ge— schieht aber darum nicht, weil sich der Pach— ter— der sich bey der Pacht-Zinse, die er be— willigen kann, nach der Vermehrung der Kosten richten muß, welche für ihn aus der Vertheu⸗ rung der Werke der Hand⸗Arbeit und aus der Erhöhung des Arbeits-Lohns entsteht, wovon die gedachte Steuer der Grund ist,— gar nicht darauf einläßt, dem Guths⸗-Besitzer mehr als 1,900 Franken Pacht-Zinse statt 200 Franken zu bezählen, wo fern nicht zu gleicher Zeit eine Erhöhung im Preise seiner Producte eintritt. Landwirthe, die in der Kenntniß der Kosten und des Ertrages der Cultur gehörig erfahren sind, entschließen sich nach der Verschiedenheit der Fälle gar leicht über den Pacht-Preis, den sie während der in ihren Pacht-Briefen festge— setzten Zeit den Proprietären bezahlen können. In dem vorliegenden Falle nun vermeiden sie, wo möglich, gleich anfängs die Degradation, von der wir bisher geredet haben; und zwar da— durch, daß sie mit den Proprietären einen Ver— trag nach den Verechnungen folgender Tabelle schließen. Tabelle 308 Neuntes Capitel. Verhältnisse I Tabelle der Entschädigung, welche die Grund⸗ ö erren übernehmen, um den Fortgang der 1 U Degradatien durch indirecte Steuer Eitbo zu hemmen. Steu Jährliche Jährlichs 115 Auslagen der Auslagen un producirenden der sterilen I Classe Einkommen Classe an statt welche durch 0 2,000 1„900 2/0⁰0⁰ 17000 V 44‚26. V 2— 2— rung de 0 1 —7ã 96 Eiakom⸗ . 239 mens auf bibet —* 98 und 4 shla, herunter 0 9872 15000 sinten. 05 i aub N Portion der Eteuer, die d uder in dlar⸗ Maan wieder in Um⸗ 2. ö ‚. f lauf kömmet. 25 lauf kömmt 25 in ———. W ů 1,975 statt 2,⁰σ ichele Einnahme der produeirenden 3 Claue 15622* ‚ Auslagen der prodneirenden +40 suuefte Slofe Auslagen der sterilen Classe 9874 Total Reproduction.. 4,950 statt 5/ Wieder⸗Eingang der Aus:0 lagen des Pachtenrs 3,000 3,50 Die zu entrichtende Steuer 700 Bleibt zum Einkommen üͤbrig 1,504 Nach Abzuge der é SGleuer vom Ein⸗ kommen, sind außerdem noch Jo vernichtet. Masse der auf der Tabelle begriffenen Schätze. Total⸗Reproduction 4/95 Geld der Steuunr 50 Geld des Einkommens. 1,909 Auslagen der sterilen Classe 987 Summe 7,887 statt d,οο Bleiben 2 .——— *————...—./——— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 209 3 Bleiben an Einbuße von den Auslagen der steri⸗ len Classe 124, welche, verbunden mit 50 Einbuße am Einkommen,(ohne die 50 zur Steuer,) zusammen einen Verlust von 623 ausmachen, der nicht Statt finden würde, wenn die Steuer unmittelbar auf's Einkom⸗ men angelegt wäre. hedurh— ö ö 1.—— siche⸗ Wir finden hier, statt zwey tausend Millio⸗ 10 nen Franken, nur noch 1,950 Millionen an Lauf Gelde wieder. Die 50Millionen Geldes, welche n3 fehlen, werden keinesweges vernichtet: denn m das Geld wird nicht zerstöhret; aber es geht aus dem Lande. Es tritt in den Ausgaben für Waaren oder Lebens-Mittel, welche außer Lan⸗ des erkaufet werden, unvermerkt an die Stelle des Abfalles vom Einkommen, welcher eigent— lich eine Verminderung des Aufwändes erfoder— te, auf die sich eine Nation eben nicht aufs ge— naueste einschränkt. ö 1 hye der n Eil⸗ d Loch hlet. W 9%000 ö ö Aabe Mm. L. p. 2. B. Tabelle Jährliche Jährliche Auslagen der Auslagen producirenden ö der sterilen Classe Einkommen Classe ö 2,090 2,0⁰0⁰0 150⁰⁰ Hälfte des——— 5— Einkommens 1,0⁰0⁰0 Hälfte des Einkommens 1,0⁰0⁰0 Nach von er fterilen—— Rückfluß von der vrodueiren⸗ Classe.. 1,0⁰0⁰0 den Classe 1. OS0 3————5 Einnahme der Einnahme der sterilen Classe 2, produeirenden ö Classe 2,0⁰⁰ ö Auslagen der 5,050, welche bey der produeirenden producirenden Classe wieder einkommen. Classe 2.0⁰⁰ Auslagen der 210 Neuntes Capitel. Verhalknisse Tabelle der Aufhebung der von der indirecten Steuer verursachten Degradation, durch Verwandlung dieser Steuer in eine directe. sterilen Classe 1,0⁰⁰ Total⸗Repro⸗. duction„ 5/,0⁰0 kein Defieis. Wieder-⸗Eiu⸗ gang der Cul⸗ tur⸗Auslagen des Pachters Die zu ent⸗ richtende Steuer —— Bleiben zum Einkommen für die Güther⸗Be⸗ sitzeer 3,0⁰0⁰ 37 70 1,930. Millionen, außer der Steuer, welche von dem Total⸗Ein⸗ kommen der zwey tausend Mil⸗ lionen ohne Beraubung abge⸗ tragen wird⸗ ö Masse st si l6 fl GHe d E Der fichn H such u I iyte YN hurch Wl vetur auf öi 9E Hls Eilonn Esͤhe Ghalh Echihe xunimm HResert Hiirect Ind En Ind e sirgrge ecken 2⁰⁰⁰ Mass ö der Ausgaben zur Landwirthschaft. 211 Masse der auf der Tabelle begriffenen Schätze. Total Reproduetion 5/⁰⁰⁰ Geld zum Einkom⸗ men für die Guther⸗Besitzer 1„,950 Geld zur Steuer. 50 Auslagen der sterilen Classe 1,000 Sum me 8,00, mithin keine Beraubung⸗ Die indirecte oder mittelbare Besteuerung ist für den Suverän nicht minder nachtheilich, als für die Nation, in wie fern er der Ober⸗ Eigenthümer des Territoriums im Land ist, und die Einkünfte davon mit den Besitzern der Län⸗ dereyen zu theilen hat; was nun aber zu Ver⸗ nichtung der Benutzungs-Schätze, und zu Er— stickung der Reproduction dient, dadurch wird auch unausbleiblich sein Einkommen zerstöhret. Also läßt sich die durch indirecte Steuer zerrüt— tete Ordnung nicht anders wiederherstellen, als durch vollständige Vergütung des sämmtlichen Verlustes, den diese Steuer den Landwirthen verursacht; und es muß dieser Verlust immer auf die Eigenthümer des Einkommens, und auf den Suverän selbst, nach Maäßgabe des An—⸗ theiles zurücke fallen, der ihm vom Güther— Einkommen gehört, und der durch glücklichen Erfolg einer gut unterhaltenen, und mittelst der Erhaltung und des Anwachses der Benutzungs⸗ Schätze verstärkten Ländwirthschaft nicht nur zunimmt, sondern ihm auch gerades Weges ver⸗ gewissert wird. Denn die ersten Wirkungen der indirecten Steuer sind Zeihrung dieser Schätze und Erstickung der jährlichen Reproduction; und diesen Schäden müssen die Pachter der Ländereyen gänzlich und unwiederbringlich 8 2 6 212 Neuntes Capitel. Verhältnisse so lange tragen, bis der Termin der Pacht— Erneuerung wieder eintritt, bey welchem als— dann die Anstalt zur Entschädigung der Pachter, für die Zukunft, auf Kosten des Einkommens der Proprietäre getroffen wird. Ehe es jedoch zu dieser Einrichtung kömmt, gerathen die Aus⸗ lagen der Pachter in Abnahme; und die neue Einrichtung wird alsdann ohne Ersatz des Ver⸗ gangenen, und zwar nach dem Zustande des obschwebenden Verfälles, getroffen. In der That kann die Abnahme der Repro— ductions⸗Schätze mit der Zeit in einem Lande vergütet werden, wo die Cultur-Auslagen mit Hülfe des Ausfuhr-Händels der Producte von innländischem Zuwachse, wie in England, mehr als 100 Pro⸗Cente reinen Ertrag einbringen können. Denn alsdann reicht, wie der Leser oben in den Anmerkungen zu der Tabelle von 150 Pro⸗Centen gesehen hat, das Einkommen zu einem Ueberschusse von Aufwand hin, durch welchen sich, bis zu einem gewissen Grade, die Abnahme der Cultur-Auslägen, und der Ver— fall der Reproduction, die aus einer indirecten Steuer entstehn können, verhüten läßt. Bis zu einem gewissen Gräde, sag' ich: denn durch die Erhöhung des Preises der Producte, welche den Cultur⸗-Unternehmer während des Verlau⸗ fes seiner Pacht-Zeit entschädigen kann, wird allerdings der Degrädation der Reproduction vorgebeugt: aber bey der Erneuerung des Pacht⸗ Contractes wird eine solche Preis-Erhöhung, die eigentlich zur Verstärkung des Einkommens gereichen sollte, immer mit der Kosten-Vermeh— rung, die aus der Steuer entständen ist, in Compensation treten. Mithin wird der Pro— prietär I Rllt il M f Was⸗ Etow I N l iefa der E wansgt Gatrage Htth hmmen Hlagt! N boh un rchuc IM hen des hon d Ihhndte gabe de Maßh Etlutt/ hoshst Slrum h Diit Den und v Mahi k Hanzean hurchaus Nch anf aun der r Mast sick j N Hope ö der Ausgabe zur Landwirthschaft. 213 Pacht— prietär immer, durch diese Steuer selbst, um alo⸗ den Profit von der Vermehrung des Preises der achter, Lebens-Mittel gebracht, durch welche sonst sein umens Einkommen verstärket werden sollte und würde. Woch Und genau zu reden, trifft es sich immer, daß NU eine solche Steuer, wäre sie auch noch so mäßig, de uu zwiefach auf die Güther-Besitzer zurücke fällt; . der Suverän aber zieht zugleich bey weitem de des weniger Einkommen, als die sthel vom reinen Ertrage, die er zu seinem Antheile beziehen konnte, wenn die Steuer geradezu auf das Ein— Wyro⸗ kommen der reichlich gebauten Grundstücke an⸗ 1Une gelegt wäre. Ren nit Man wird vielleicht einwenden, es würde* Icte bol von uns, in der Rechnung auf der Tabelle, die „ nahe producirende und die sterile Classe mit der ganzen Henen indirecten Steuer belastet; nun bezahlte aber kest die Proprietär-Clafse, dieß heißt, das Einkom⸗ men des Besitzers vom Grundstücke, nachdem bon n schon die Steuer vom Grundstück und vom u Zehndten erhoben wäre, ihren Theil nach Maaß— Re, N gabe des Aufwandes, den sie macht, und nach M⸗ Maaßgabe der aufgelegten Kopf- oder Personen⸗ Rirecth Steuer; und was sie bezahlten, käme aufs 3 wenigste einem Dritthel von dieser indirecten Be— hurch steuerung gleich; also blieben denn nur noch zwey Dritthel, die wirklich von der produciren— n den und von der sterilen Classe erhoben würden. i Mithin könne die Rechnung, nach welcher das 1 Ganze auf diese beiden letzten Classen fallen soll, Ah durchaus nicht richtig seyn. Folglich müsse man 0 gleich anfangs den Antheil, welcher unmittelbar ni von der Proprietär⸗Classe bezahlet wird, von ür der Masse des Total-Einkommens der Grund— Lan stücke abziehen.— Wahr ist es, daß die Portio⸗ nen von diesem Einkommen, welche auf der n 40 3 Labelle 214 Neuntes Capitel. Verhältnisse Tabelle ohne allen Abzug an die producirende und an die sterile Classe kommen, nach Maaß⸗ gabe des Abzuges von dem, was unmittelbar von der Proprietär⸗Classe bezahlet wird, gerin⸗ ger ausfallen würden; und daß mithin, ver⸗ möge dieses Abzugs, ungefähr ein Drittheil von der Entschädigung oder Vergütung, die bey der producirenden und der sterilen Classe wieder ein⸗ kommen soll, wegfallen würde. Man muß demnach darauf Acht haben, daß die indirecte Steuer, die von der producirenden und von der sterilen Classe bezahlet wird, bey diesen Classen einen Schaden stiftet, der, wie wir oben er⸗ wiesen haben, zwiefach aufs Güther⸗Einkommen zurücke fällt; da hingegen der Antheil von dieser Steuer-Art, den die Eigenthümer des Einkom⸗ mens selbst unmittelbar entrichten, bloß den Proprietären schlechthin abgezogen wird, ohne übrigens die geringste Entschädigung gegen die übrigen Classen nach sich zu ziehen: mithin er⸗ streckt sich die Folge von dieser Entschädigung, welche die producirende und die sterile Classe wieder einziehen, nur auf diejenigen Antheile von dieser Steuer-Art, die von diesen Classen selbst bezahlet werden. Also fallen bloß diese letztern Antheile zwiefach auf die Proprietäre zu⸗ rück. Und mithin würde die Rechnung auf der Tabelle die zwiefältige Wirkung der Ueberlast, welche die indirecte Steuer verursacht, die auf einer Nation liegt, bey der diese Besteuerungs⸗ Art die Benutzungs⸗Schätze verringert und die Einkünfte vernichtet, hier um 10 bis 12 Mil⸗ lionen zu hoch ansetzen. Muß man nun hieraus nicht schließen: wenn wir die Berechnungs— Form, die auf der Tabelle angenommen wird, als die einfachste und bequemste beybehalten Wollen; Rso Iunchtr It d chen xN D Milie D G R l Rheh, I un de dad Du fhum abt uuh dos Iadlat unhit theld immet Hen W siff elbat. Ctunden odůnt Elfamn lien e 1 Vitliche Iher ein feuru Rn Hent Wauisccht tende Naaß⸗ tllbar rin⸗ VRte l beh du der eil, muß bibecte on det Hasen Hen e⸗ kommeg diet inkon⸗ ß den ohne u die H et⸗ didung Case Anthelz Casen 5diise are zu⸗ auf der bellaf, dieauf uug Ind di 12 MNl⸗ hieraus Hugs⸗ I vird hehalten gln de Ausgaben zur Landwirthschaft. 213 wollen; so wäre dabey wenigstens im voraus zu er⸗ innern, daß von dem Resultate der 570 Millionen Vernichtung am Einkommen die 10 bis 12 Mil⸗ lionen, die, wie wir so eben gesehen haben, über⸗ schießen, erst noch abgezogen werden müßten, und diese Beraubung also auf höchstens etwan 40 Millionen herunter zu setzen wäre? Diese Verbesserung sollte in der That zur Genauigkeit der Rechnung nöthig zu seyn schei⸗ nen: allein wir haben noch eine andre Einbuße vor Augen, welche mittelst eben dieser Besteurungs— Art durch den Abgang, den das Total⸗Einkom⸗ men der Grundstückc erleidet, unvermeidlich auf das Einkommen des Suveräns zurücke fällt. Der Suverän gehört ja selbst mit zu den Eigen⸗ thümern dieses Einkommens. Nehmen wir nun aber an, daß er seine thel davon beziehen soll, und das Total-Einkommen gleichwohl, ohne al⸗ len Nutzen, nur um etwan 38 Millionen abgenom— men hätte; so wird der Suverän, für seinen An⸗ theil der zthel vom Abfall am Total⸗Einkommen, immer 11 Millionen verliehren; ein Verlust, den er vermeiden würde, wenn die Steuer, von der die Rede ist, zur Vervollständigung der§thel, die er für seinen Antheil zu beziehen hätte, un mit⸗ telbar auf das Einkommen aus den liegenden Gründen angelegt wäre. Diese 11 Millionen, addirt zu der Vernichtung der 38 Millionen am Einkommen aus den liegenden Gründen, machen einen Schaden von etwan 50 Millionen; mit⸗ hin ist in der Rechnung auf der Tabelle der wirkliche Verlust, den die indirecte Besteuerung über eine Nation bringt, bey welcher diese Be⸗ steurungs⸗Art einen unvermeidlichen Abgang an den Benutzungs⸗Schätzen und am Einkommen derursacht, keinesweges zu hoch angesetzt.— O 4 Lasset 216 Neuntes Capitel. Verhaltnisse 1661⁴ Lasset uns hier eine andre indirecte Steuer uht annehmen, die noch weiter um sich griffe, noch r kostspieliger, und noch verworrener wäre, die,* zum Beyspiele, von dem Handel mit Lebens- 3 Mitteln oder Waaren 300 Millionen aufbrächte, h welche folglich ganz und gar der producirenden hüen! und der sterilen Classe aufgelegt wären, und von Eilh der ein Drittheil an den Suverän,(so viel, und dhm mehr nicht, nehme ich nach den Berechnungen. des Herzogs von Sül lylan,) bezahlet, die beiden dun übrigen Drittheile aber von der Regie und den n Einhebungs⸗-Spesen, u. d. gl. aufgezehrt würden. ö maign Man kann leicht sehn, was für Wirkungen dar⸗ Ru aus entstehn müßten. E Auslagen der Auslagen l producirenden der sterilen ih Classe Einkommen Classe l ———.— famez —— 0 1,00⁰0 150⁰0⁰0 ö 4 U welche vomPro⸗ ö welche vom Waa⸗ Aalbiith ducten⸗Han del ren⸗Handel an den Indn an den Fiscus Fiscus bezahlen andth bezahlen 15⁰0 150 shllch bleibt bleibt Ruufe 85⁰ 85⁰ Inar Mi * uethl — 17003. DWun 15 malche e Sue D. Summe 1,67 5 dainen Er⸗„73 Summe 1, 850 hegsse ö trag geben bolluc FVE statt statt statt f bel . 2/7000 2,000 2/½0⁰⁰ Hs 4 WoEh Wer noch weitere Belehrung über die Resul⸗ WE kate dieser Rechnung nöthig hat, der kann sie mohh nach der Ausgaben zur Landwirthschaft. 217 teuer nach der Form der vorhergehenden Rechnungen hoch vervollständigen. Wir selbst haben keine Neigung, di, ů uns ins Umständliche hierüber einzulassen. ous⸗ Es finden sich noch außerdem allerley Schä⸗ icht den, die sich gar nicht berechnen lassen. Wir haben das Beyspiel, welches uns der Herzog von 100 Sülly liefert, nicht einmal in seiner ganzen Aus⸗ nd ö dehnung angenommen. Er selbst fand die ungn Steuer⸗Anlage fünf mal so stark, als der Steuer⸗ heiben Betrag war, der dem Könige wirklich zufloß; den und man sieht eben nicht, daß die Leute in da⸗ irden. maligen Zeiten große Zweifel über die Rechnun— NM⸗ gen dieses Ober⸗Finanz⸗Aufsehers geheegt hätten. * Man sieht aus allen dergleichen allgemeinen Demonstrationen, und aus allen einzelnen Rechnun— 90 ů gen über die indirecten Steuern, wie wenig die llen Vorsehung zugiebt, daß dem Lohne, das der Arbeit gebührt, ungestraft etwas abgezogen werden — konne; oder, welches auf eins hinaus läuft, daß 90 die Consumtionen der Menschen, oder die Be— arbeitungs und Benutzungs-Ausgaben der Landwirthschaft, der Industrie und des Handels 150 schlechterdings nicht ungestraft besteuert werden hlibt dürfen; und daß also lediglich der reine Ertrag, 350 ö den der Grund und Boden den Bemühungen der Menschen umsonst gönnt, den Staats-Lasten Ge— nüge thun müsse. Dieß ist die unwandelbare 000 Ordnung, die wir unabläßig vor Augen haben, — und nach der wir uns richten sollen; dieß ist die 650 höchste Weisheit, die dem menschlichen Geschlechte vorleuchtet; dieß ist das göttliche Gesetz, das set wir beobachten sollen und verehren müssen; und dieses schreibt uns jene Regeln vor, von denen 000 or, das Schicksal der Reiche, die Weisheit und Ehre Msl der Suveräne, und das Glück ihrer Untertha— se nen abhängen. ͤ rach 55— Kein 218 Neuntes Capitel. Verhältnisse Kein Mensch soll die Steuer bezahlen: der Gedanke von einer allgemeinen, auf die Menschen anzulegenden Contribution ist nicht mehr und nicht weniger, als Irrthum einer regellosen Habsucht der Güther⸗Besitzer, die sich selbst ein Blendwerk machen. Der Mensch hat den Saamen des Reichthums keinesweges an sich; seiner Natur nach von allem entbloßt, findet er bey sich nur Bedürfnisse zu befriedigen. Von ihm seibst also läßt sich keine Steuer erheben.— Zu folge des⸗ sen aber muß man nun wohl eine Contribution von seinem Lebens⸗-Unterhalte, von seinen Ge⸗ schäfften, von seinem Dienst⸗ und Arbeits ⸗Lohn erheben? Nein: denn wenn man Arbeit zur Steuer zieht: so vertheuert man ja die Arbeit; man verkürzt die Arbeit selbst; man greift das Capital der producirenden Auslagen an; man mächt es zu nichte. Tributs-Ankage läßt sich anders nicht sicher gründen, als auf Schätze, die in die Augen fallen, immer wieder aufleben, und sich verhan⸗ deln lassen. Diese Schätze liefern die Einkünfte für den Suverän, welcher auch in denselben noch überdieß zuverläßige Hülfs⸗Quellen in drin⸗ genden Staats-⸗Bedürfnissen finden kann. Der reine Ertrag aus den liegenden Gründen wird zwischen drey Eigenthümern getheilt, zwischen dem Staate, den Besitzern der Ländereyen, und den Zehndt⸗Herren. Nur der Antheil des Guths⸗ Besitzers kann veräußert werden; und er wird bloß nach Maaßgabe des Einkommens verkau⸗ fet, welches er trägt: denn nach diesem Ertrage richtet sich der Kauf-Preis; weiter erstreckt sich also auch das Eigenthum des Besitzers nicht. Folglich bezahlt auch nicht Er die übrigen Ei⸗ —thü⸗— %0 W. Ihahav auch d Geund de st Et 6 0n Kl ae 6 hren l de Sol ml fl I henEt dun E Unge Hoß voh! choh aup Sshe 9. Wabt orher fichit Cbitel uie bon dit ben Rihtl der Ausgaben zur Landwirthschaft. 219 genthümer, welche Theil am Guthe haben, in⸗ niht dem die Anthelle dieser ihm nicht gehören, da t er sie nicht an sich gebracht hat, und sie auch Runl überhaupt unveräußerlich sind. Mithin darf R auch der Besitzer des Guthes die ordentliche Run Grund⸗Steuer nicht als eine Last betrachten, Wll die seinem Antheil auferlegt wäre: denn nicht 0 Er bezahlt dieses Einkommen, sondern der Theil vom Guthe, den er nicht an sich gebracht hat, mä und der ihm nicht gehört, bezahlt es dem, dem es zukömmt. Jedoch können in Noth-Fällen 101 alle Güther Besitzer, so gar ohne Beraubung an h ihren Antheilen vom Einkommen, das Ihrige lit W zu der überhingehenden Noth-⸗Steuer beytragen, lhi, welche dann und wann einmal die dringenden ftöns Bedürfnisse des Staates etwan erfodern. So mal mit finden sich bey landwirthschaftlichen Völ— kern, wo die Landwirthschaft bemittelt ist, für ö den Staat immer zuverläßige Hülfs⸗Quellen in niht den Einkünften der Grundstücke, an denen sie so Run lange keinen Abfall verursachen werden, als sie ahn„/ bloß unmittelbar vom reinen Ertrag, und nicht shantt von den Personen, oder von den Cultur-Kosten silbe erhoben werden, von denen sie unfehlbar zum bult Zwey⸗ zum Drey⸗fältigen, u. s. w. auf die Güther⸗ 1 Besitzer und den Staat zurücke fallen würden. woit ichet 9. Decorations⸗oder Prunk⸗Luxus. Unordnung des M Was Luxus überhaupt sey, haben wir bereits in den Munt⸗Luxut⸗ Huths⸗ vorhergehenden Capiteln erkläret; und die haupt⸗ Hd sächlichsten Wirkungen davon werden wir in dem hul⸗ Capitel von denVerhältnissen deruusgaben zur In⸗ Hlahe dustrie beschreiben, in welches wir das Umständliche Ict sch von dieser Materie, so sehr es auch mit unserm nh itzigen Gegenstande zusammen⸗hängt, und so bi wesentlich es zu demselben gehört, verweisen wüs⸗ sen 220 Neuntes Capitel. Verhältnisse N2 sen— bloß um die gar zu weite Ausdehnung dieses ohnehin schon lang genug gerathenen Ca. afdnn pitels zu vermeiden. Ueberhaupt bezieht sich Ru x unser ganzer Plan, der nichts weniger als will⸗⸗ Hß d kührlich, sondern vielmehr im Gegentheile nach Eeinge dem Plane der Natur selbst gezeichnet und gemo⸗ wh delt ist, in allen seinen Theilen auf den ursprüng⸗ sh lichen allgemeinen Haupt⸗Zweck, die Land⸗ Whh wirthschäft, von dem wir gegenwärtig han— V deln. Daher kömmt es denn, daß die einzelnen I Stücke, die damit in wesentlicher Beziehung ste— ů N ff hen, auf jedem Schritte, selbst in solchen Capi⸗ dhser teln vorkommen, deren Gegenstand und Innhalt schd von diesem am meisten verschieden und getrennt die zu seyn scheint. In der politischen und ökono-, mischen Oronung liegt nichts außer dem Kraise hihii dieses Gegenstandes; vielmehr steht damit alles in Verbindung. Wir müssen aber mit einem je— ö gfß den die Sprache reden, die ihm eigen ist; müssen einem jeden zeigen, woher er kömmt, wovon er Uuttit abhängt, und wohin er gehört. Auf diese utur Idee, die leichter zu begreifen, als darzustellen HVnn ist, und auf die Ausführung dieses Plans, der Rnach sich leichter ausdenken, als ins Werk richten läßt, 1111 laufen alle in unsern verschiednen Capiteln ver— theilte Entwickelungen hinaus. Die Verbindung Irthe des Ganzen zu fassen, wird vermuthlich unsern AUhag Lesern leichter werden, als es uns geworden ist, et dasselbe zu entwerfen, und es in Abschnitte, Ab— nch theilungen und Folgerungen zu ordnen.— Ge⸗* setzt indessen, daß es ihnen da oder dort im— Hst mer noch schwer würde, ungehindert fortzu— h, schreiten; so kann ich doch weiter nichts thun, ä als ihnen meine Kunst mittheilen. Den Faden 8 einfacher und natürlicher Grundsätze zu lieben, Rihch ihn zu ergreifen und fest zu halten; sich bey der Sln Ent⸗ nung Ca. sch will⸗ uch snt srind Lonb⸗ han⸗ anen se— Cabie hal ttennt lono⸗ Fraise alles n e. isen t Nt ssleg 5„ de laht, her⸗ ung sern Niss M. He. tt in⸗ rhl⸗ hun, W Ichen e. Elt⸗ der Aus gaben zur Landwirthschaft. 222 Entdeckung des ökonomischen Labyrinthes, und auf dem Wege in demselben unverrückt an diesen Faden zu halten,— indem dieser gerade Weg bloß durch die Menge von krummen Seiten⸗— Gängen, mit denen ihn schiefe und witzige Köpfe durchschnitten haben, so labyrinthisch geworden ist; überall das Einfache zu suchen; überall dem Wahren nachzugehn; in dem Buche der Natur selbst, und nicht in jenen fehlervollen Nachdrücken zu lesen, die das Vorurtheil, die Unwissenheit, die hinterlistige Falschheit, die mißbräuchlichen Observanzen, der Kaufmanns⸗Geist, das ver— schiedne da und dort prädominirende Interesse, die Politik einzelner Zeit⸗-Puncte und einzelner Orte, u. s. w. herausgegeben haben; in dem höchsten Gesetz-Buche der Menschheit, sag' ich, zu lesen, worinnen alles zuvor verordnet, alles gewiß, alles gerecht und nutzbar ist; wo das In⸗ teresse des Suveräns selbst zum Interesse der Unterthanen, wo jedes Privat-Eigenthum der Güter gesichert wird, und wo gleichwohl alle Güter gemeinsames Gut sind; wo es ausge—⸗ macht ist, daß die Eigenthümer der liegenden Gründe nie reich seyn werden, so lange die an⸗ dern Menschen arm sind, und daß vermöge die⸗ ser erhabnen Ordnung die Menschen, die keine liegenden Gründe besitzen, die aber doch dabey weder unnütze Leute, noch Müßiggänger sind, nicht in Armuth leben dürfen. Sehet da, das ist mein Zweck; das ist meine Kunst; und ich biete sie denen unter meinen Brüdern an, die, wie ich, Kinder seyn wollen. Sey indessen dem, wie ihm wolle, so glau be ich oben zur Genüge bewiesen zu haben, daß der Decorations⸗ oder Prunk⸗Luxus den Ausga⸗ ben V. 222 Neuntes Capitel. Verhältnisse ben eine Richtung auf das Gesuchte, auf die kleinste Anwendung roher Materialien, und folg⸗ lich auf den wenigsten Nutzen der Ausgaben ge⸗ be; da hingegen die nützliche-Wirkung der Ausga⸗ ben darinnen besteht, daß die Consumtionen ver⸗ vielfältiget, der Verkaufs-Werth warm ge— halten, und die Frucht⸗-Erzeugniß vermehret werden. Also richtet der Decorations-Lu— xus eine Unordnung in den Ausgaben, und eine Zerrüttung derselben an, durch welche die Landwirthschaft in ihrem Centrum, in dem Brenn— Punct ihrer Thätigkeit, angegriffen wird. Berarmung 10. Uebermaaß der Bevölkerung. Dunhüber⸗ Was diesen Punct anlangt, habe ich weiter nichts mäßige Men⸗ zu thun, als daß ich den Leser auf das vorher— ludem Berfal⸗ gehende Capitel zurücke weise, worinnen ich schon le der Lander. dargethan habe, 1) daß die Bevölkerung jeder⸗ zeit da übermengt sey, wo es an hinlänglichem Dienst⸗ und Arbeits-Lohne fehlt, um dem Ueber⸗ schusse der Volks⸗Menge starken und gemächlichen Unterhalt zu verschaffen; 2) daß das gemeine Volk, so bald ihm sein gutes Auskommen abgeht, gezwungen sey an seinem Unterhalte zu sparen, und sich an der Consumtion von Lebens-Mitteln von geringer Güte, oder wohl gar von schlechter, und der Gesundheit nachtheilicher Beschaffenheit zu begnügen; 3) daß, so bald die Consumtion des großen Haufens in solche Abnahme gerathen ist, die ganze zu dessen Unterhalte gewidmete Por— tion vom Territorium in der Caducität für die Einkünfte, für die Proprietäre, und für den Staat liege, oder besser zu sagen, daß diese Lan— des⸗Portion, wo nicht bloße ungebaute Braache, wenigstens doch für den Staat von eben so ge⸗ ringem Werthe sey; 4) daß, wenn die hierdurch in X hil lith ßh clad Ibethe W müser eruht Rashe N d Wj schi M du WI ah Meon Ungent md und z u sh F Hh Hhtes; nd nit Schah Osser. hinger der gus merkt a he M uf die ibfosg⸗ n ge⸗ Woga⸗ Hir⸗ W RNe demchrg One u H, und sche die VBrenn⸗ 0 ketung, Ir uichts borhet⸗ chschos det— Huchem Ubber⸗ Whlchen Rune rabgcht soanchj Mittel lechtet, Hit zu an dis chn ss„ Hot⸗ fll die fir deß Hn⸗ raache e scbuch — der Ausgaben zur Landwirthschaft. 223 in Abfall gerathenen Einkünfte zu Bestreitung des nöthigen Dienst⸗ und Arbeits⸗Lohnes für den großen Haufen nicht mehr zulängen, Mangel und Elend in diesem fehlerhaften Cirkel immer mehr überhand nehmen, und die Nothleidenden von Tage zu Tage unnüͤtzer und überlästiger werden müssen; und daß folglich, je mehr die Bevöl⸗ kerung in einem Staate durch Mängel abnimmt, der übrig bleibende Rest noch immer eine über⸗ mäßige und schädliche Volls-Menge ausmache. Aus diesem Cirkel von Folgerungen fließt, daß die ganze Kunst, die Volks-Menge zu vermeh⸗ ren, auf den besten Mitteln beruhe, die Men⸗ schen nützlich zu machen; daß aber die Volks— Menge nicht anders nützlich werden könne, als durch Vermehrung der Einkünfte, durch deren Vertheilung in Dienst- und Arbeits-Löhnen unter alle arbeitsame Köpfe das Volk zu seinem guten Auskommen gelangt, und in Stand gesetzt wird, zu consumiren, mit seinem unermeßlichen Con⸗ tingente zur Erhöhung des Verkaufs⸗Werthes, und eben dadurch zur Verstärkung des Ertrags, und zur Vermehrung der Einkünfte beförderlich zu seyn. Nur auf diese Weise hört die Bevöl⸗ kerung auf, übermäßig zu seyn: und je mehr Lebens-Unterhalt vorhanden ist, desto mehr Volk giebt es; desto mehr blüht die Landwirthschaft, und mit ihr der Staat. 11. Unrechte Verwendung der Schätze zu unfruchtbarem Gebrauche. Dieser Punet scheint von dem vorletzten abzu— hängen, wo ich die Ursachen von dem Verfalle, der aus dem Decorations-Luxus entsteht, ange⸗ merkt habe. Er erfodert aber eine umständli⸗ chere Aus-einander-setzung, und faßt mehrere Unfruchtbar⸗ keit der Schae, die der Repro⸗ duction der Schäte entis⸗ gen werden. wichti⸗ 224 Neuntes Capitel. Verhältnisse wichtige Gegenstände in sich, die in keiner un⸗ mittelbaren Verbindung mit dem Lurus siehen. Ganz gewiß machen die Manufacturen, die für den Luxus arbeiten, in Vergleichung gegen dieje⸗ nigen die nur Waaren zum einfachen und unent⸗ behrlichen Bedürfnisse verfertigen, einen Abfall und Unterschied, worüber ein wahrer Patriot nicht anders als seufzen kann. Es läßt sich unmöglich verkennen, was für einen Nutzen es für den Absatz unsrer Land⸗—Wolle und unsers innländischen Leders, folglich auch für die Dün⸗ gung unsrer Felder, für unsre Aerndten, für unsre Einkünfte und für den Staat haben würde, wenn jeder französische Bauer so gut, wie die Bauern in England und im deutschen Reiche, sein schwarzes Tuch⸗Kleid für Sonn- und Ehren⸗ Tage, sein grobtuchnes Kleid für Werkel-Tage, und seinen Ober⸗Rock wider Regen und Kälte; wenn er seine Schuhe, seine Stiefeln, und gute Wäsche hätte. Wie viele Millionen guter gan— zer Kleider, die dermalen durch den Mängel und das Elend unsrer französischen Bauern auf bloße Hadern und Lumpen heruntergesetzt sind, wür— den nicht den Handwerks-Leuten und Fabrikan— ten zu thun vollauf, und was für Verkaufs— Werth würden sie nicht den Lebens Mitteln ge— ben! Noch mehr muß man seufzen, wenn man dieses alles mit dem Profit vergleicht, der an seidnen Zeuchen, an Gold- und Silber-Stoffen, wozu das rohe Material nichts ist und von aus⸗ wärts herkommt, an zerbrechlichen Spiegeln und Porcellanen, deren ganzer Grund weiter nichts ist, als Sand und Thon, gemacht wird. Aber die Capitalien-Renten, der Geld-Handel, der Wucher, die Schatz-Sammlereyen, u. d. gl. sind Gegenstände von verkehrter Anwendung der Schätze 2⁰ Ri i + nch I· Inda, di ud N Uauc surst L V2 2 I tehrglit sumt auf V Eenihr he Aur tl gesa Heupten, Rrundt unt der durch N siin de ton F Lae in aueẽ laht de! kezen Anleh Iud. ker ihin Erkinf Riulies, fit u Hap, ———— ———e——mh— ö* se der Ausgaben zur Landwirthschaft. 225 het un⸗ Schätze zu unfruchtbarem Gebräuche, welche stehen. um so mehr die großte Aufmerksamkeit verdie— die füt nen, je mehr sie, ihrem Wesen nach, geradezu di⸗ dienen, die Landwirthschaft zu Grunde zu richten, Nunat⸗ und je mehr eine Nation dadurch unvermeid—⸗ QWal lich auch in Wucher und Decorations⸗Luxus ge⸗ Natrt stürzt wird.— lit sh ni⸗ Wir haben in den vorhergehenden Capiteln Unordnung 9 4 den Mißbrauch und die Ungerechtigkeit der Ge⸗ Einkansten Dih⸗ wohnheit, Capitalien-Renten zu beziehen(D, hpa dut fin sammt der Unordnung, die daraus entsteht, in⸗ Hüne dem sie Tag vor Tag auf Untergrabung der N ganzen Ordnung alles Eigenthums, und endlich Rich⸗ auf den Umsturz desselben hinaus läuft, zur bEher Genüge aus einander gesetzt. Es ist so wohl in H Tagt der Moral, als in der ökonomischen Sprache Kalle, alles gesagt, was sich sagen läßt, wenn wir be⸗ ud gute haupten, daß die unächten, auf Geld-Verborg hat gane gegründeten Einkünfte nichts beßres seyen, als kaud eine der Nation aufgelegte Steuer, und daß auf boße durch diesen Mißbrauch der Müßiggang auf Ko⸗ nd, wül⸗ sten der Arbeit genährt werde. Eine Folge da Fabrifan⸗ von ist der Geld-Händel, als Agio betrachtet. erkaufs⸗ Wucher und Schatz⸗Sammlerey werden wohlnie tteln ge⸗ etwas beßres seyn, als die seltnen Wirkungen aun wan emer „ de al vCtoffn,(5) Die Rede ist bier haupt sächlich von Borge⸗ pohaus⸗ reyen der Regierungen oder so⸗ genannten Staata⸗ Soapth unleihen, von Creditoren an die Staats⸗Cassen, Haltt und von den Folgen, welche dieses Unwesen auf in den ökonomischen Zustand der Volker hat. Unächte i vid Einkünste sind bloße Zinsen von ausgeliehenen Ca⸗ .onh pitalten, dev deren Genuß ein Mensch ganz unnud Llfd sür die Gesellschaft im Müßiggange leden kann. N⸗ 4 M. A. p. 2. B. P .——.— ——————— 326 Neuntes Capitel. Verhültnisse einer verächtlichen, versteckten, einstedlerischen dei⸗ denschaft, die bey Völkern, wo die Geld⸗Ren⸗ ten vorzüglich angenehm sind, keinen Nächsten kennt. Denn so bald es vermöge der Gesetze erlaubt ist, daß man Proprietär unter bloß nutz— barem, und nie lastbarem Titel, Nutznießer ohne producirende Fonds, ohne ungefähre Unfälle, ohne Gefahr eines Abfalles, und ohne Mühe der Unterhaltung seyn kann, so bald werden auch die Menschen weiter nichts mehr für Schätze er⸗ kennen, als das Geld, den schädlichen Gegen— stand der ökönomischen Unordnung. Dann wer— den Agio⸗Handel, Wucher, Schatz— Sammlerey, Leib⸗Renten auf verlohren Capital, und alle andern Verläugnungen der ursprünglichen Gesellschafts⸗ Verträge im Schwange gehn, und die natürliche Frucht der herrschendenLebens⸗Art, und der mensch⸗ lichen, durch diese Lebens⸗Art irre geführten Af⸗ fecten seyn. Indessen ist der Zweck und die Wir⸗ kung von allen dergleichen feindseligen Praktiken und Kunstgriffen bloß, den prekären Stand auf Kosten des Grund⸗Standes zu mästen, und auf Kosten des Fonds unächten und augenblicklichen Genuß einzuführen; obgleich der Fond um so weniger zum Wieder⸗Eingange der Ausgaben hergiebt, je mehr er selbst deterioriret wird. Zu folge dessen befindet sich die kleine Anzahl von Zinsen⸗Besitzern, Geld⸗-Wucherern und Geiz— hälsen, die sich der noch übrig gebliebenen kla— ren Einkünfte bemeistert haben, gewisser Maaßen durch ihre eignen Plünderungen in dem Genuß ihrer Früchte beschränket. Der producirende und nährende Fond bleibt aus; also stürzen sie sich wieder auf den sterilen Decorations-Fond: und da die ganze Nation mit der Seuche des Luxus behaftet ist; so entzieht sie den wenigen Auf⸗ 12 Asbald sihtt R ogsuw % dod hutzun Nes se ohist Mone 06R 1H ung d Rersth harbch Nlschr hehde schot; uh el sahsf Nhnan Cheuth tur geho Hescher nicht i Vohn sih sty Hg am wa ung wei dersch M Wge Her M. r lche 12. anl V Wrihlch *ee s⸗ der Ausgaben zur Landwirthschaft. 227 — 0 210 Aufwand, den sie noch etwan zu machen vermag, 9 seiner natürlichen Bestimmung, dieß heißt, der nan Consumtion der Producte— und verwendet ö 1— ihn dagegen zu Decorations-Fratzen, und zu An⸗ lug putzung des Gerippes mit dem Bettel⸗Staat ei— fnin nes solchen sykophantischen Wohlstandes durch in leonische Flinkern. Auf diese Art erzwingen der Mhe det Mangel und die politischen Unordnungen, die aeh ac aus den Staats⸗-Anleihen und Privat-Borge— chite ⸗ reyen entstehen, nicht nur die unrechte Verwen— uGcgen⸗ dung der Ausgaben, sondern auch den Verlust dun wet⸗ derselben, und tragen so wohl durch einen sicht— aunlrey barlich erpreßten Verfall, als aus einem, dem allearden Anscheine nach freywilligen Irrthume das Ihrige selschaft bey, die Einkünfte zu vernichten und die Landwirth⸗ matürlhe schaft zu verdrängen. Allein eine solche Zerrüt— r mensch tung entsteht nicht ohne Ursach; und diese Ur— hrten A⸗ sach ist sehr bekannt, indem dadurch die Willens— die Vir⸗ Meynungen ihre Richtung bekommen. Das Maltken Eigenthum der liegenden Gründe und der zur Cul— Ind auf tur gehörigen Benutzungs ⸗Schätze ist nicht mehe 1 WW af gesichert; es ist auch den Menschen alsdann nbliliche nicht einmal mehr vergönnet, auf dem Lande zu ND um so wohnen; alle Güter verderben da. Und kön— Ausgaben nen sie dann wohl Gegenstand des Vermögens tt Wrd, der Bürger seyn?— Siehest du nicht ein, Mqhl kann man mich fragen, daß alle diese Zerrüt— nd Gah⸗ tung weiter nichts seyn würde, als ein Strom, henen ka⸗ der sich nach einem erzwungenen Abhange stürzt? Mn— Also müßten nur die Hindernisse aus dem um Gruß Wege geräumt werden, damit er wieder in sein roletede natürliches Bette treten könnte. sten se n⸗dolt 12. Per sönliche Bedrückung aran von de Zuthe ds Landleute. Unsre Vorfahren, sagen unsreersonlichen Vogen untrüglichen Gesitteten, sind Barbaren gewesen. Bedrückung P2— Las. der Landleute. 228 Neuntes Capitel. Verhältnisse — Lasset uns aber nur hören, wie sich diese Barbaren über die Sicherheit der Land⸗Leute, und über die unverletzliche Immunität aller der Men⸗ schen, die mit der Landwirthschaft zu thun, und aller Werkzeuge erklären, die den geringsten Theil daran haben.„In dem ganzen Umfang Un⸗ v sers Reichs/ heißt es in den Constitutionen (oder Verordnungen) des Kaisers Friedrich des Zweyten(5),„sollen die Ackerleute und all ihr „Gesinde, sämmtliche Bewohner des platten Lan⸗ „des, kürz alle und sede, die mit der Landwirth⸗ „schaft in einiger Verbindung sind, der gestalt »unter Unsrer kaiserlichen Obhut stehn, daß sich „Niemand, sey er auch, wer er sey, vermessen „mag, weder die Personen, noch die Ochsen, we⸗ „der die AÄcker⸗Geräthe, noch mit einem Wort „irgend etwas, das zum Landwirthschafts- „Wesen gehort, von ihrem Geschäfft abzuhalten, „sie darinnen zu stöhren, etwas davon heimlich „wegzunehmen oder gewaltsam zu rauben. Und „wäre jemand frevelhaft genug, dieses Gesetz zu »brechen; so soll derselbe den Schaden vierfach Hersetzen, in Rechten aller Ehren und Wür⸗ „den verlustig, und nichts desto weniger mit „den Strafen, welche ihm Unsre kaiserliche Ahn⸗ ö dung ) Agricultores et cirea rusticitatem occupati, dum vil- lis insident, dum agros colunt, securi sint quacun- que parte terrarum: ita ut nullus inveniatur tam au- dax, qui personas vel boves, agrorum instrumenta, aut si quid aliud sit, quod ad operam rusticalem per- tinet, invadere, capere, aut violenter auferre prae- sumat. Si quis autem hujusmodi statutum ausu te- merario violare praesumserit, in quadruplum ahla- ta restituat, infamiam ipso jure ineurrat, imperiali animadversiene nihilo minus puniendus. 10 MR adin sshur achthu Maat hunde sth lich al alah! nt He Hhn sachen Rhrle ibun Krics Einf Auigs l I utdet Rannich hätte x 9 0 suny. schen W WIl Dassto — c vie man he der M l obe Hereast Nubltum that hl 4 9 diese e, und Mn⸗ Und IR sung ⸗ Itutionen orich des all'ihr n kan⸗ Wwikth⸗ Nugesalt dß sch bermesin Hset wi⸗ i Wort schafts Uhalten, Heimlch V. Und Hest u Hur und Vi niger mt liche xy busg l, Luaul fit Qur iatut umd- insrugente, ullalen pel. aubelte vrie⸗ nun aulu te huplan Wl⸗ „ apmil der Ausgaben zur Landwirthschaft. 223 „dung zuzuerkennen für gut befindet, angesehen „werden“. Diese Verfügung traf ein kriege⸗ rischer Fürst, welcher der großte Eroberer seines Jahrhunderts war. Was würde dieser große Monarch gesagt haben, wenn er in einem Jahr⸗ hunderte, welches sich vor allen andern gesittet zu seyn dünkt, hätte Landleute wegen willkühr⸗ lich aufgelegter Vermögen⸗-Steuer(taille) nicht allein ins Gefängniß werfen, sondern ihnen auch mit Gewalt alles Acker ⸗Geräthe wegnehmen, wenn er hätte auf tausendfältige Weise in That⸗ sachen Sklaverey, Personen- und andre wills kührliche Steuern, gewaltsame Soldaten⸗Aus⸗ hebung, Classen- und Cantons-Zwang zum Kriegs⸗Dienste zu Wasser oder zu Lande, Bau⸗ Straßen⸗Jagd⸗ und andre Frohnen, unbezahlte Kriegs⸗ und Magazin Fuhren, über die Bewoh⸗ ner des platten Landes verhängen sehen? Was würde er gesagt haben, wenn er unter diesen mannichfaltigen Tortur-Arten bald die einen hätte willkührliche Geld-Bußen und Einkerkerun⸗ gen, bald die andern wiederum Landes⸗Verwei⸗ sung, und wohl gar Todes⸗Strafen nach sich ziehen— und dieses alles unter dem Vorwan⸗ de des öffentlichen Dienstes,(welches im⸗ mer so viel heißen soll, als eines nothwendigen Dienstes für das Publicum, Neinführen sehen — als ob dem Publicum,(oder dem Staate, wie man es zu nennen beliebt,) nur auf dem Wege des Zwanges, der Ungerechtigkeit und der Menschen⸗OQuälerey gedient werden müßte; als ob nicht, Lebens⸗Unterhalt zu erbauen⸗ der erste und nothwendigste Dienst für das Publicum wäre, und dieser unentbehrliche Un⸗ terhalt von andern, als von den Land⸗Leuten, P 3 geliefert V 230 Neuntes Capitel. Verhältnisse geliefert werden könnte?— Und wir dürfen uns unterstehn, die Zeiten roh zu nennen, wo man, wie Plinius sagt, den Acker⸗Ochsen als heilig und unverletzlich betrachtete, und mit ihm in einer Art von Bunde zu stehn dachte? So- cium enim laboris agrique culturae habemus hoc animal, tantae apud priores curae, ut sit in- ter exempla damnatus a populo Romano, die dicta, qui concubino procaci rure omasum edisse se negante, occiderat bovem, actusque in exsilium, tamquam colono suo interemp- to). Lasset uns doch nicht uns selbst ver— blenden: die wahre und eigentliche Barbarey beruht auf dem Grunde der Sitten, und nicht auf der Form derselben. Wo Habsucht den Armen und Ohnmächtigen drücken darf; wo Menschen⸗Quälerey den Menschen immer nah, und wohl gar gesetzlich ist; wo das Geschrey darüber dem Richter kaum zu Ohren kömmt, oder wohl gar als sträfliches Queruliren angesehen wird; wo sich Ehre und Redlichkeit mit Kalt— sinne gegen das Schicksal der Geringern vertra— gen zu können meynt— da ist allemal die wahre und eigentliche Barbarey in jure et in facto zu Hause; da herrscht immer eine Unord— nung und Regellosigkeit, die der Nation, und mit ihr dem Suverän, im höchsten Grade nachthei— lich ist, mögen doch auch die abscheulichen Men⸗— schen, die der Meynung sind, eine Obrigkeit könne nicht anders regieren, als mit ber eiser— nen Ruthe, schwatzen, was sie wollen. Ueber die unseligen Wirkungen, die aus solchen mörderischen Proceduren entstehen, will 9) PLIN. hist. nat. I. 3. e. 45. 4. 70. VALER. M.A X. I. 8. e I. u. 2 N nohahe wlch hesth 1 6 9 hl Im Warun H Pumn ö 0 6 on ul Namen ae da wungs schen Nahht Eimch ballonm soc nich A Isache Mfalle uhme hungt m U Hlanhes 0 aftho Lͤrfen d, vo W als t ihm H⸗ ö Wum Un nano, die omalum aclusque nterem p· sihs e⸗ Dubare Vnd sicht Hlacht dy darf; e ner nah, Heschry mt/ oder auggschen ut Hal⸗ deh vertta⸗ allmal de Ise et i e Motdo lon, und ehachtheis hen Meh⸗ Derigtät der est⸗ , M a ischn, vll der Ausgaben zur Landwirthschaft. 231 ich mich hier nicht ausbreiten. Die mehresten fallen dermaaßen in die Sinne, daß bloß Ge⸗ wohnheit und Herkommen, die Reihe der nach einander aufgekommenen Mißbräuche, und die vielfältige Menge von Reformations-Gegen⸗ ständen, von denen immer der eine so dringend ist, wiel der andre, die einzigen Gründe sind, welche man gegen die Aufhebung derselben nam⸗ haft zu machen sich getraut: denn gar oft dient der Conflict zwischen mehrern Gebrechen, und die gar zu überhäufte Vielfältigkeit derselben, dem schwachen Blödfinne zu einem Grunde, warum er die Unternehmung der Cur eines ein⸗ zigen von allen abschlägt.— Die übrigen Puncte sind schon anderwärts, und zwar um⸗ ständlicher und gründlicher abgehandelt worden, als es hier geschehn könnte: und wenn einem von unsern Lesern nicht gleich bey dem bloßen Namen dieser Dinge alle die schlimmen Wirkun⸗ gen derselben in den Gedanken schweben; so kann er es in der Kenntniß der unwandelbaren Ord⸗ nung der höchsten Natur⸗Gesetze und der physi⸗ schen Fundamental⸗-Verfassuns des Staats⸗ Rechtes, der Gesetze, die vermode natürlicher Einrichtung, und ihrem Wesen nach, Gesetze der vollkommenen Regierung weltlicher Rerhe sind, noch nicht weit gebracht haben. Dieß sind so ziemlich die vornehmsten Haupt⸗ Ursachen ber Verringerung der Einkünfte, des Verfalles der Agricultur-Völker, und der Ab⸗ nahme der größten Reiche und Länder. Ver⸗ langt man hiernach von mir noch Aufzählung der Ursachen des starken Einkommens, und des Glänzes und Gedeihens der Völker; so könyte ich antworten, es sind dieß diejenigen Gesetze P 4 des 332 Neuntes Capitel. Verhältnisse des höchsten Wesens, die uns einen Gang vor⸗ schreiben, welcher denen, die von uns so eben umständlich beschrieben worden sind, gerade ent⸗ gegen gesetzt ist. Nach dieser Darstellung der ruinösen Ur⸗ sachen, wodurch die nutzbaren Geschäffte der Landwirthschaft zerstöhret, und die Einkünfte vernichtet werden, ist es gar nicht schwer, den Einwurf zu beantworten, nach welchem man annimmt, daß die jährlichen Auslagen um so unbeträchtlicher werden müßten, je mehr der Getraide-Preis fiele und der reine Ertrag ab⸗ nähme. Vielmehr hat der Leser im Gegentheil einsehn müssen, je tiefer der Getraide-Preis fällt, und je mehr das Einkommen abnimmt, desto mehr schwinden die Inventarien-Auslagen, und desto beträchtlicher werden die jährlichen Auslagen oder Bewirthschaftungs⸗Kosten in Vergleichung gegen das Einkommen; und es kann sich dieses Mißverhältniß so weit erstrecken, daß nach Abzuge der Kosten gar kein reiner Er⸗ trag übrig bleibt. Um also die Verhältnisse zwischen dem Einkommen und den Kosten nach dem Verkayfs⸗Werthe richtig bestimmen zu kön⸗ nen, moß man immer ein Kosten⸗Maaß an⸗ nehmen, welches man bräuchen kann, alle die mannichfaltigen Verhältnisse zwischen dem reinen Ertrag und eben diesem Kosten-Maaß bemerk⸗ lich zu machen. Aber es findet sich auch noch ein ander Maaß, wonach sich der Zustand des Einkom— mens eines Landes beurtheilen läßt; dieß ist das Maaß des Gebietes, gegen die verschiedent⸗ lichen Quantitäts ⸗Verhältnisse des Einkom⸗ mens, welches das Gebiet abwirft, gehälten. Zum X 20 50 u hin bol H h don d baut Ml WII Iuh n Hetg ausch Eilt ahdet brun ulln Ruh, Ihn ln Ruk Ento . Man Man Moch fasts tuhsun Roue * , 10 Ii MI U lund OH se ug bor⸗ so ehen dade ent. Hasg I⸗ hift du Enkünft ver, den hem man um so uchr der Aag ab⸗ Gaehel ie⸗Yris ahnimnt, Molagen, sahtlichn Kosten in Ind es se, nner Er⸗ Herhältuse dosen nac n ju an Noaß an⸗ Hall die den runen Hineks Heil be des Enlim⸗ t; 0 K ushidnt 3 lahn⸗ n ö I der Alsgaben zur Landwirthschaft. 233 Zum Beyspiele, bey dem Etat des Einkommens von hundert Pro⸗Centen der Auslagen, beträgt es von hundert Ruthen Bodens 18 Franken: und wenn es nur dreyßig Pro⸗Cente der Aus⸗ lagen beträgt; so liegt schon ein großer Theil pon den baubaren Grundstücken im Land unge⸗ baut und braach, und ein andrer beträchtlicher Theil wird so schlecht gebaut, daß alsdann das Verhältniß zwischen dem Einkommen und dem Territorium des Landes nicht Einen Franken von hundert Ruthen des Grundes und Bodens beträgt. Nach dieser Regel muß man wohl einsehn, daß sich die Verringerung des Güther⸗ Einkommens aus dem Getraide⸗Bau über alle andern Quellen von Einkommen aus dem Terri⸗ torium erstrecke. Denn das Land wird ent⸗ völkert; die Consumtion der Producte von allen Arten, und der Verkauf-Preis derselben wer— den nach Maaßgabe der Degradation der Pro⸗ ducte des Territoriums, und der Abnahme des Einkommens vom Getraide-Bau immer gerin ger. Aus dem Mangel an Einkommen entsteht Mangel an Dienst⸗ und Arbeits-Lohn; aus dem Mangel an Dienst⸗ und Arbeits-Lohn entsteht Mangel an Consumtion, und Unwerth des Ueber⸗ flusses derjenigen Producte, die bloß im Lande consumiret werden können; dergleichen sind die Producte der Holzungen(D, der Wiesen, u. s. w. V ö Dieser ( Diese möchten wohl auszunehmen seyn, besonders da, wo die Wälder nah an schiffbaren Strömen liegen. Norwegen, Schweden, und besonders Ame⸗ rica führen bekanntlich ungemein viel Holz, viel Masten, Planken, Pipen⸗Stäbe, Breter, Bau⸗ und so gar Breun⸗Holz aus. Auch werden in Deuisch⸗ land auf dem Rhein, auf der Elbe, und auf der Oder iäbrlich—c..5 Holz⸗Quantitaten ver⸗ flößei. 234 Neuntes Capitel. Verhältnisse I. Dieser Ueberfluß macht dann so gar den Ver⸗ +* kaufs⸗Werth des Nothwendigen von der näm⸗ lichen Art zu nichte. Daher denn eine unge⸗ heure Einbuße am Frucht-Bau und am Getraide⸗ N Preis, und ein gar großer Abfall an den Ein⸗ V. künf ten, wodurch der Verkaufs⸗Werth der übri⸗ gen Producte, die bloß im Lande consumiret werden können, und das Einkommen davon im⸗ mer mehr sinkt. Mithin ist der Verfall des Einkommens vom Getraide-Bau als Maaßstab des durchgängigen Verfalles der Einkünfte eines Agricultur-Staates zu betrachten. Um aber in einem Capitel, das den Central⸗ Punct, in dem alle die übrigen zusammentreffen, ausmacht, und das übrigens bereits viel zu lang gerathen ist, als daß ich es ganz vervoll⸗ ständigen dürfte, nichts Wesentliches unberührt zu übergehn, kann ich nicht besser thun, als daß ich die vier und zwanzig Bedingungen(d, ohne die das freye Spiel der Wohlstands⸗ . Maschine nicht statt findet, so hierher schrei⸗ be, wie sie im siebenten Capitel der ersten Er⸗ läuterung der Oekonomischen Tabelle, die am Schlusse des Menschenfreundes abgedruckt ist(*), eingerückt stehen. Diese vier und zwan⸗ zig flößet. Freylich aber fält diese Nutzung in einem Lande weg, wo der Ausfuhr-Handel durch Regie⸗ rungs⸗Regulative eingeklemmt ist. U. (0 Die erste Ausgabe mit Anmerkungen und der Ta⸗ 3 belle haben wir dem Patriotismus eines hohen Gön⸗ ners,(des Ministers Marquis d' Argen son,) zu danken, der sie mit größter Genauigkeit abdrucken ließ: aber diese Ausgabe ist überaus rar geworden. (Diese Ausgabe ist 1758 zu Versailles erschienen. U.) (³) S. PAmi des Hommes, Suite de laVI. P. p. 57·64. U. E 6 Rse n schrt Kusddett Hald budte t(7. Inhri al hel ehin d88 L Fun! dius 1 ——.———,—,fFcF“t“eset—— se der Ausgaben zur Landwirthschaft. 235 n Ver⸗ zig Bedingungen sind eben so unveränderlich, nam⸗ wie die Grundsätze, aus denen sie fließen und uunge⸗ die sie in sich fassen: sie enthalten alles, was zu Hurride⸗ sicherer Gründung des Wohlstandes der Staaten Iun Ein⸗ erfoderlich ist; und ich würde mit frevelhafter dul Ubll Hand diesen Schatz ökonomischer Wissenschaft opsumjret verderben, wenn ich nur daran rühren woll⸗ abon im⸗ te(D. Dieß ist das Buch der Augurien, der; fal unveränderliche Coder der Agricultur-Völker, aaßfab und aller der bürgerlichen Gesellschaften, welche ftreines den hochsten Gesetzen getreu sind, die das Ge— deihen der Staaten zuverläßig befördern, und das Band der Bruder-Liebe zwischen allen Völ⸗ 0 19 kern knüpfen, folglich auch das wahre Palla⸗ 145 dium der Menschheit ausmachen. herbol⸗ General⸗ berühtt als daß Achte(5 Der Urheber dieser vier und zwanzig allge⸗ sands⸗ mein en Maximen hat dieselben in der Folge um 10 sechs neue vermehret, und hat späterhin noch vier⸗ 6 sl zehn desondre Maximen, bloß in Rucksicht auf kesen Eis Industrie und Handel, angehängt. Ich habe beide die am schon 1787 unter dem Titel, die allgemeinsten Hehluk Oekonomischen Regierungs⸗Maximen Hwab⸗ eines Agrieultur⸗Staates, und Oeko⸗ zwai nomische Regierungs⸗Marxrimen eines 10 Agrieult ur⸗-Staates in Rücksicht auf National-Industrie und Handel, deutsch ch mit einigen Erläuterungen,(Leipzig, bey J. G. uch W⸗ Muller) hergusgegeben. Wer sich die Mühe nehmen 9. will, beiderley Ausgaben zu vergleichen, wird boffent— u lich seine Mühe nicht bereuen Ich habe zur Er⸗ Ryrbün leichterung dieses Geschäfftes, da der Verfasser für al) U nöthig befunden hatte, die Reihe derselben ganz an⸗ 1 ders zu ordnen, als sie ursprünglich geordnet ge— m wesen waren, bey jeder Maxime hier die Numer n derselben in der vollständigern Ausgabe mit der 115 Seiten ⸗Zahl von dieser angegeben. U. 336 Neuntes Capitel. Verhältnisse General⸗Maximen der ökonomischen Regierung. „Man sieht aus der Staats⸗Wohlstands⸗ Tabelle, daß in der regelmäßigen Circulations⸗ „Ordnung der Summen des jährlichen Einkom— »mens, die wieder in den Umlauf treten, durch neben diese Summen alljährlich bey der produci⸗ »renden Classe die Auslagen zu der Reproduction »des nämlichen Einkommens und der nämlichen »»Auslagen wieder eingehen. Soll also diese vNeproduction immer fortdauern; so wird hier⸗ vzu erfodert: 009. „Daß der ganze Betrag der Sum⸗ »men des Einkommens wieder in die »jährliche Circulation trete, und die— „selbe in ihrer ganzen Ausdehnung „durchwandere; daß keine Geld⸗-Sammle⸗ »reyen entstehen, oder daß doch wenigstens „Compensation zwischen den Summen, die noch „gesammelt werden, und denen Statt finde, die »wieder in den Umlauf kommen: denn außer⸗ „dem würde durch dergleichen Geld⸗Schätze die „Vertheilung einer Portion vom jährlichen Ein⸗— »kommen einer Nation gehemmt, und die eigen⸗ »thümliche Baärschaft oder Finanz des Landes, »zum Nachtheile des Wieder⸗Einganges der „Auslagen, des Arbeits⸗Lohnes der Handwerks⸗ „Leute, und der Consumtion unter den verschied⸗ vnen Menschen ⸗Classen, welche dieses oder jenes v in⸗ () S. in den Allgemeinsten Oekonomischen Regierungs⸗ Maximen eines Agricultur⸗Staates die 7te Maxime S. 28 ff. V. W 98 ysciti vbell osh! 0-ehen vhst d 0 de „Denn „Hand Reihen! lcht 20N i schtin H8 · e 10 6080 f 00)3 iint G. s⸗ der Auegaben zur Landwirthschaft. 23 6„einträgliche Gewerbe treiben, aufgehalten; und »es würde, durch solche Unterschlagung der RMunds⸗»eigenthümlichen Baarschaft, die Reproduction gtang,„der Einkünfte und der Steuer verringert wer⸗ Welim⸗„den. h duch 2(. produtz** obuchen„Daß von der Summe der Ein. ümlicher»künfte nichts ins Ausland hinaus Iso diee»„gehe, was nicht an Geld oder an lird hiet⸗„Waaren wieder herein kömmt. 3.. 2. „Daß die Nation in ihrem wechsel— »„seitigen Handel mit den Auslän⸗ 1Eun„dern keine Einbuße leide; wenn auch in die vschon dieser Handel noch so vortheilhaft für no die»die Handels-Leute wäre, die sich bey dem Ver⸗ Hnung„kaufe der Waaren, welche sie wieder mitbrin— Lanmle⸗„gen, doch nur an ihren Mitbürgern bereichern. ss„Denn der Vermögens⸗Anwachs bey solchen „de„Handels-Leuten verursacht alsdann immer fldy de einen Abgang in der Circulation der Einkünfte, un außet⸗„welcher so wohl der Vertheilung im Staat, als chahe di uder Reproduction schadet. hen Ein⸗ + e Ugen⸗ ö 1 2* Iamdi»Daß man sich nicht durch einen nnn»scheinbaren Vortheil vom wechsel⸗ d⸗ n() S. in den Allgem. Oekonom. Regterungs⸗ Manmen o es die 1ote Maxlme S. 38. U. ö ů 0(6½) S. in den Oekonom. Regierungs⸗Maximen die 2zste Maxime S. 69. U. Reh rmgl 44½&.% ö 40(ι)&. in den Regierungs⸗Marimen die zaste Ma⸗ rime S. 69 f. U. 238 Neuntes Capitel. Verhältnisse 0 „seitigen Handel mit den Auslän⸗ aat „dern blenden lasse, indem man ihn ler Hase „diglich nach der Bilanz der Geld-Summen be⸗ Held⸗ „urtheilt, ohne den mehr oder minder großen Voreal „Profit, der so wohl aus den Waaren selbst, Da »„die man verkaufet, als aus denen erwächst, wid. »„die man eingekauft hat, gehörig zu unter⸗ „suchen. Denn zum öftern ist der Verlust ge— ö„rade auf Seiten der Nation, die einen Ueber— »schuß in Gelde empfängt; und hinterher findet »es sich, daß dieser Verlust zum Schaden der Wths „Vertheilung und der Reproduction der Ein— unas »„künfte gereiche. Bey dem wechselseitigen Han— ded „del mit den Lebens-Mitteln, die man von den Wit „Ausländern einkauft, und mit den Waaren der RVn „Hand⸗Arbeit, die man an sie verkauft, ist der. „Schade gemeiniglich auf Seiten der letztern, olt „weil vom Verkaufe der Lebens-Mittel und obhl! »„rohen Producte von eignem Zuwachse bey wei— Mattl. „tem der stärkste Profit zu ziehen ist. ch u 5(H. ö ott/ »„Daß die Güther-Besitzer, und ö Wͤul »diejenigen, die eine einträgliche sacht »Profeßion treiben, keinen unfrucht⸗ 15 „baren Ersparnissen nachhängen, wo⸗ Hei »durch ein Theil von ihren Einkünften, oder aß st »von ihren Profiten, der nöthigen Circulation 110 „Uund der Vertheilung im Staat etdegen wer⸗ Aar »den würde. schaf 6(½. vals en „»Daß die Administration des 0 vanan Wesens weder bey der Ein⸗ Mde „nahme Hhfte ( S. in den Regierunge⸗Maximen die ꝛiste Maxime am S. 67. UI. X ( 4.G. 76 die adste Maxi⸗* 4 8.30 se usläh, ihn les en be⸗ hloßen Nl slbs, eächß, i untet⸗ erlust g n lleber— Herffndet Nden der der Ein⸗ figen Han. an von den Hagren de sh, ist dit Aehtern, ittel und hey hi⸗ er/ d vgliche Frucht— eu, wo⸗ / odet oblation Wet⸗ t des dit Ein⸗ „hahne Ile Mi der Ausgaben zur Landwirthschaft. 239 „nahme der Steuern, noch bey den „Ausgaben der Regierung, Anlaß zu „Geld⸗Sammlereyen gebe, wodurch der „Circulatson, der Vertheilung und der Repro⸗ „duction ein Theil von den Einkünften entzogen v wird. 7 09. „Daß die Steuer eben so wenig „ruinös, als der Masse des Einkom⸗ »mens der Nation unangemessen sey; »daß sich die Vermehrung derselben „genau nach der Vermehrung des „Güther⸗-Einkommens richte; daß sie „unmittelbar auf den reinen Ertrag „der Grundstücke angelegt werde— „und nicht etwan auf den Sold oder das Arbeits⸗ „Lohn der Menschen, oder auf die Lebens⸗ „Mittel und Waaren— weil auf diesem Wege »doch nur die Einhebungs⸗Kosten vervielfälti⸗ „get, dem Handel und allem Verkehr überall „Abbruch gethan, überäll Aufenthält verur⸗ »sachet, überall Hindernisse in den Weg gelegt, „und dadurch alljährlich ein Theil von den „Schätzen der Nation vernichtet werden würden. „Daß sie ferner,(die Steuer,) eben so wenig »von dem Vermögen der Güther-Pachter er⸗ »hoben werde: denn die Auslagen zur Bewirth— „schaftung der Ländereyen eines Staates sind „als ein unbewegliches Guth zu betrachten, wel— »ches zu Gewinnung der Steuer selbst und des »grundherrlichen Einkommens aufs gewissen⸗ „hafteste erhalten und unangetastet gelassen wer— „den muß. Sonst artet die Steuer in Berau— obung . in den Regierungs⸗-Maximen die zte Maxime S. 1524. U. 3240 Neuntes Capitel. Verhältnisse „bung aus, und verursacht einen Verfall der „Landwirthschaft, der in weniger Zeit den Ruin »des Staates nach sich zieht. „Daß die Auslagen det Pachter „und Landwirthe zulänglich seyen, „damit die Cultur⸗Kosten zum wenig⸗ „sten hundert Pro⸗Cente reproduci⸗ „ren. Denn wenn die Auslagen unzulänglich „sind; so fallen die Bewirthschaftungs-Kosten »nach Proportion desto höher aus, und geben »desto weniger reinen Ertrag. 9(. „Daß sich die Kinder reicher Land— „wirthe auf dem Lande niederlas⸗ „sen, damit auf demselben die Acker⸗ »leute beständig fortgepflanzt wer⸗ „den. Denn wenn sie durch diese oder jene „Plackereyen veranlasset werden, das platte „Land zu verlassen; wenn es bey ihnen einmal »„zu dem Entschlusse kömmt, sich in die Städte »zu wenden: so nehmen sie alsdann auch die „Schätze ihrer Aeltern, die bisher bey der Land⸗ »wirthschaft genutzt worden sind, mit in die „Städte. Nicht so wohl Menschen, als viel⸗ „mehr Schätze muß man aufs platte Land zu »ziehen suchen: denn je größer die Schätze sind/ »die in die Landwirthschaft gesteckt werden, desto „weniger Menschen brauchen damit beschäfftiget „zu seyn; und je besser die Landwirthschaft ge⸗ »deiht, () G. in den Regierung'⸗Maximen die oste Max ime S. 2428. U. (0%) S. in den Regierungs⸗Maximen die rate Maxime S. 33. 41. U. ö I vihnl usle odenn vgröß Wach 0 0⁰ URHVe Hlich h „Wurhel 960 6. 008 8. Hl. 06. se G.6 H b. 7. ssse erfall der den Ruin hachtet schen, M wenig yroduch ulanglich 6⸗Kosten ud geben et Laßh ederlaß eAcken jt wer⸗ odlt sene a hatte en unmal Etidte auch di der land⸗ hit in die als biel⸗ n ci sud erden, Wo bishäftget thshist ge yhaht, 4 Nui der Ausgabe zur Landwirthschaft. 241 »deiht, desto mehr Einkommen wirft sie ab. Spnhr en sich ein gar wichtiger Unterschied 5500 der Güther⸗Bewirthschaftung reich 1 ter im Großen, und der kleinen Wi 50 i er e Halb-Pachter oder— 25 er nie mit Pfe Hanen, 5 ihn mit Shsin, uund Mohr ami „Kühen pflügen müssen. 10(HD. „Daß die Auswan derung d 2 1—4.——— verhüthet werde 456 Ein⸗ „Schätze mit aus dem Land e ihre „würden. e nehmen 11.. „Daß der Han i del mit Leb , ebens⸗ umtänpüthen Materialien n A ischem Zuwach se nach Dem e rer gehindert Werder 2 256 je stärker der Absatz ist, d 0 „größer wird auch der jhrli„Nah „wachs. ö 3 12(0. „Daß der Preis der Le Mi Laahede dag wn gesetzt werde: Dyun sen 1• as wechselseitige Verkehr mit den 0s. —.—„ländern *) G. in den 6.. die Irte Maxime () S. in den Regi ö i e erungs⸗„Maximen die 16te Maxime (5 S. in den Regi ö me S.6i ff. u die rote Mazi⸗ W. L. P. 2. B. 242 Neuntes Capitel. Verhältnisse »ländern zum Nachtheile der Nation ausschla⸗ „gen. Je besserer Verkaufs⸗Werth, »desto größeres Einkammen für die „Güther⸗Besitzer und den Landes⸗ „Fürsten. Ueberfluß und Mißpreis nist nicht Reicht hum. Mangel und „Theurung ist Elend. Ueberfluß und ũHhoher Preis ist gutes Volks⸗Aus⸗ okommen, ist National⸗Wohlstand. 13367 „Daß man sich nicht bereden las⸗ »se, als gereichte Wohlfeilheit der »„Lebens-Mittel zum Vortheile des »gemeinen Volkes: denn bey niedrigem „Preise der Lebens-Mittel fällt das Arbeits⸗— »„Lohn des gemeinen Mannes. Dadurch wird Hihm sein Auskommen verringert; er kann dann »nicht mehr so viel Arbeit, wie vorher, nicht »so viel einträgliche Beschäfftigungen finden; „Und überdieß wird dadurch das Haupt-Ein⸗ „kommen der Nation vermindert. 1*— „Daß das gute Auskommen der ö»gemeinen Leute nicht verringert „werde: denn sie würden alsdann nicht genug »zur Consumtion derjenigen Lebens ⸗Mittel, die „nicht anders, als im Lande, consumiret wer— „»den können, beytragen; welches nothwendig „Verringerung des jährlichen Nachwachses, und „mithin (5) S. in den Regierungs⸗Maximen die 8te Maxime S. 63 ff. U. (⁷ S. in den Regierungs⸗Maximen die zoste Maxi⸗ me S. 65 ff. U. vIull 0lb IIN 50. bL Aedit ybe hlehe M. Moch! zund d osich 960 8. fu. 0061 6.61 (y 6 0. sse der Ausgaben zur Landwirkhschaft. 243 ausschla. ozmithin auch BVerringerung des Einkommens der d⸗„Nation nach sich ziehen würde. sür die Undes, 43 ö Möneis„Daß die Vermehrung des Vieh⸗ Reh und vst andes befördert werde: denn vom fluß nd„Viehe bekommen die Ländereyen den Dung, der 6605»zu Erzielung reicher Aerndten erfoderlich ist. Istand. 16. „Daß dem Prunk⸗ oder Decora⸗ „tions⸗-Luxus keine Nahrung gege⸗ mu„ben werde, weil sich derselbe nicht anders, ihei dut Hals zum Nachtheile des Luxus mit Lebens⸗ heile de„Mitteln, ausführen läßt, durch die letztere nichrgin„Luxus-Art hingegen der gute Preis und Absatz Abele„der Lebens-Mittel von innländischem Zuwachs, Ulch wid»und der jährliche Nachwachs der Einkünfte 10—„der Nation unterhalten wird. ö Her, nich u fden; 17(1 7. un En„Daß die ökonomische Regierung »„lediglich bedacht sey, den producti⸗ „»„ven Aufwand und den Handel mit „Lebens-⸗Mitteln und rohen Materia⸗ men bet„lien von einheimischem Zuwachse kilgert»nach dem Auslande zu befördern, ucht Ruug d»und die unfruchtbaren Ausgaben Ritoh di»sich selbst zu überlassen. umiret wis Q 2 18 nothwandg I vacheh Md( S. in den Regierungs⸗Maximen die rate Maxime ulthn E. 5m 37. U. (½ S. in den Regierungs⸗Maximen die aaste Maxime In Mun S. 68 f. U. (⁷ G. in den Regierungs ⸗Maximen die Ste Maxime S. 30·34. U⸗ —————— ⏑πε—hr.iII————— —*...—————————sEFEF————— 244 Neuntes Capitel. Verhältnisse 15(½. „Da ß Hülfs⸗ Quellen für außer⸗ „ordentliche Staats⸗Bedürfnisse nur „vom durchgängigen Wohlstande der „Nation, und nicht vom Credit der »„inn⸗ und aus ländischen Wechsler „und Capitalisten erwartet werden: „denn Geld⸗Reichthum ist ein ver⸗ „steckter Schatz, der weder Fürsten, »noch Vaterland anerkennt. 19(½. „Daß sich die Regierung vor Geld— „Anleihen hüte, woraus nur Capita⸗ »listen⸗Renten entstehen, durch die der „Staat mit Schulden be lastet wird, die das „Land auffressen, und die durch das Eindringen vverkäuflicher Papier ⸗Gelder eine Finanzial⸗ »Mäkeley, oder, wenn man will, ein Capita⸗ „listen⸗Gewerbe(*) veranlassen, wobey nur „die unfruchtbaren, fur das Beste des Staates „überall nichts⸗wirkenden Geld⸗Schätze durch „das Discontiren immer mehr und mehr ver— „großert werden. Durch dergleichen Geld— „Schätze werden die Finanzen immer mehr und »mehr von der Landwirthschaft getrennt, und „die Ländereyen immer mehr und mehr um die— »jenigen Schätze gebracht, die zur Melioration „liegen— (9 S. in den Regierungs Maximen die a9ste Maxime S. 78. U. ( S. in den Regierungs Maximen die 3oste Maxime S. 78. U. (αν) stock-jobbing nennen's die Engländer— welches ein Ungenannter nicht unschicklich durch Staatsschuldenpapier Gaunerey ver⸗ deutscht. U. —*7* vlecht V * U 009 II venöt Wen: atos vOtben yuhd vlehmu — 2711————— ⸗m s der Ausgaben zur Landwirthschaft. 245 „liegender Gründe, und zur Benutzung der waußet⸗„Ländereyen durch die Cultur unentbehrlich usse nut vsind. inde der ö ö Lrdit dit 282.7. ů Vechiler„Daß eine Nation, die ein großes Werdin„Territorium zu bauen, und dabey ein yen,»leichte Gelegenheit hat, einen Han⸗ Hͤrsten,„del mit Lebens⸗Mitteln und rohen „Materialien von eignem Zuwachse »zuntreiben, von ihrem Geld und von »ihren Menschen nicht, zum Nach⸗ it Hild»theile der Geschäffte und Ausgaben Uch de de„auf Luxus⸗Manufacturen und Han⸗ 9„ de di„dil mit Luxus⸗Waaren verwen de: „denn vor allen Dingen muß der »Staat mit reichen Land wirthen »recht stark bevolkert seyn. Eindringen Finanzal⸗ n Cabita⸗ vbey nur 21(7⁷0). Ii Ciates ö ö Schößt Muh„Daß die Ländereyen, die man »zum Getraide⸗Bau benutzt, so viel „möglich, in große Pachtungen zu⸗ „sammen⸗gezogen, und von reichen nahr het⸗ schen Geb⸗ V ů ö nn„Landwirthen bewirthschaftet wer⸗ 0„den: denn der Grundherr hat dabey weniger 30 si„Unkosten zu Unterhaltung der Wirthschafts— W„Gebäude und zu den Reparaturen derselben; pllgi»und überhaupt sind bey großen Cultur-Unter⸗ Mm„»nehmungen nach Proportion bey weitem weni⸗ 3 ger n 4%) S in den Regierungs⸗Maximen die ↄte Maxime 35 38. U. 0045(½ S in den Regierungs⸗Maximen die azte Maxime 2605 0 G. 57 f. u. 246 Neuntes Capitel. Verhältnisse „ger Ausgaben, und es kömmt dabey ein bey „weitem stärkerer reiner Ertrag heraus, als bey »kleinen Pacht-Wirthschaften. Bey letztern »sind ohne Nutzen, und auf Kosten der Ein⸗ »künfte vom Grund und Boden, eine größere F„Menge von Pachter-Familien beschäfftiget, vdie kaum ihr leidliches Auskommen haben, und vderen Terrein und Vermögens⸗Kräfte viel zu »beschränkt sind, als daß sie eine ergiebige Cul⸗ ytur treiben könnten. Eine solche Menge von »kleinen Pachtern ist so gar der Bevölkerung, »„und dem Anwachse der Einkünfte nachtheilich: »denn die zuverläßigste Bevölkerung, die sich am »leichtesten zu den verschiednen Beschäfftigungen Hund mannichfaltigen Arbeiten, wegen deren sich odie Menschen in verschiedne Classen getheilt „haben, brauchen läßt, ist gerade diejenige, die o»bom reinen Ertrag unterhalten und ernähret owird. Jedes Ersparniß, welches sich bey den »„Arbeiten, die durch Nutz-Vieh, durch Maschi⸗ »nen, durch Flüsse, u. s. w. verrichtet werden »können, mit Profit machen läßt, gereicht der „Bevölkerung und dem Staate darum zum Vor⸗— »theile, weil den Menschen durch stärkern reinen „Ertrag ein größerer Gewinn zu andern Dien⸗ ysten und Arbeiten zuwächst. 22(½. »Daß jedwedem Landwirthe frey „stehe, auf seinem Grundstücke die⸗ »jenigen Producte erbauen, die vihm sein eignes Interesse, seine „Vermögens⸗ Emande, und die Be⸗ »schaffenheit seines Bodens und Ter⸗ nreins () S. in den Regierungs-Maximen die zte Marime S. 415. U. lis⸗ Mein beh lls bey . Uhtem n Ein. il grißett sshäftigt, Mben, und hist vil n Wllbige Eul I von Rrilh 1 Nüchch: 0% M schan shaftizungn gen deren sh Isen gethol Yisenige, di nd ernahret sch ey den luch Mschis schtet werden gnklicht det um zun von Irkern reinen sdern Oen⸗ irtht fteh dstüche die bauth, I sse, sen und die L 13 uudet 19900»9 III‚ 900 MWI I der Ausgaben zur Landwirthschaft 247 „reins zu bauen rathen oder verstat⸗ „ten, um daraus den größten mög⸗ „lichen Vortheil zu ziehen. In der „Cultur der Grundstücke darf durchaus kein „Monopolium begünstiget werden: denn jedes „Monopolium ist dem allgemeinen Einkommen „der Nation nachtheilich. Wenn man da und „dort aus Vorurtheile den Ueberfluß an den „nnentbehrlichsten Lebens⸗Mitteln vorzüglich, „und mit Zurucksetzung andrer Producte, zum „Nachtheile des Verkaufs-Werthes der einen »oder der andern zu befördern beflissen ist; so „rührt dieses bloß von einem kurzsichtigen Eigen— »nutze dererjenigen her, deren Einsichten sich „nicht bis auf die Wirkungen des wechselseitigen „Handels mit den Ausländern erstrecken; eines „Handels, durch den ganz zuverläßig für alles „gesorgt wird, und auf dem wahrhaftig der »Preis der Lebens ⸗Mittel so wohl, wie der „Preis andrer Producte, die jede Nation mit. »dem größten Nutzen erbauen kann, beruht. „Nächst den Auslagen zur Cultur-Benutzung. »machen die grundherrlichen Einkünfte und die „Steuer ganz gewiß diejenigen unentbehrlichen „Schätze in einem Staat aus, die zu Sicherung, „der Unterthanen vor dem Mangel, und zu Be⸗ „schützung derselben gegen den Feind, so wie zu. „Behauptung der Ehre und Macht des Fürsten, „und zum Wohlstand und Gedeihen des Volkes »erfoderlich sind. 23(. „Daß sich die Regierung nicht so »„sehr die Sorge, zu sparen, als viel⸗ »mehr die Operationen, die zum Ge⸗ O 4„deihen (S. in den Regierungs⸗Maximen die aꝛste Maxrime. S. 77. u. FEFEI.F]FFFF—— 2 3— 4 R * —.— 246 Neuntes Capitel. Verhältnisse »deihen des Staates nothwendig »sind, angelegen seyn lasse. Denn »wenn die Schätze des Staates anwachsen; so »sind alsdann auch ungemein große Ausgaben »nicht mehr übermäßig, so fern sie nur zweck⸗ »„mäßig zu gedachter ubsicht angewandt werden. »Nur aber sind mit den bloßen Ausgaben nicht »etwan diese oder jene Mißbräuche, z. E. Unter⸗ »vschleife der Beamten, zu vermengen: denn Miß⸗ »bräuche können leicht alle Schäge der Nation „und des Landes-Fürsten verschlingen. 24(0. „Daß man sich nicht so wohl Ver— »mehrung der Volks⸗Menge, als viel⸗ »„mehr Vergrößerung der Guther⸗ „Einkünfte, angelegen seyn lasse. „Denn das reichlichere Auskommen, welches »Hstarke Einkünfte den Eigenthümern des Grun⸗ »des und Bodens gewähren, ist besser, als der »„Anwachs dringender Unterhalts-Bedürfnisse, »die bey einer Volks-Menge, welche das Ein— »kommen übersteigt, natürlicher Weise entstehn »müssen; und es finden sich auch, wenn das „Volk im Wohlstande lebt und sein reichliches »Auskommen hat, nicht nur desto mehr Hülfs— „Quellen für die Bedürfnisse des Staates, »sondern auch desto mehr Mittel, die Land— »wirthschaft in eine gedeihliche Verfassung zu osetzen. „Ohne diese Bedingungen wäre die „Landwirthschaft, die, wie auf der Oekonomi— „schen (8. in den Regierungs⸗Maximen die 26sle Maxime G. ½7. U. (½ In der vollstandigern Ausgabe dieser ökonomi⸗ schen Regierungs⸗Maximen eines Agri⸗ eultur⸗Staates finden sich noch 6 Mäximen, die in der neuen Reihe No. I. 2. 3. 4. 17. und 25. sind. U. I nt un e waton - Irang cht u 1N o odit& wW 00 0 . DM . ch vMu Wt ydeetl 200 III uffehn odte oDie d8 L Dol das vMs vsite odié“ ybolyni ohulg se der Ausgaben zur Landwirthschast. 249 1* v schen Tabelle angenommen wird, hundert Pro⸗ 30»Cent einträgt, nicht mehr und nicht weniger, Wabn„als ein Gedicht: aber die Grundsätz selbst sind uül„darum nicht minder gewiß und nicht minder Wan i die wahren Grundsätze der ölönomischen Regie⸗ hi„rungs-Wissenschaft, welche man hier nur ja dlant»nicht mit der Alltags-Kunst jener scheinbaren ir„Finanz„Operationen vermengen mag, die wei⸗ 10„ter keinen Zweck hat, als den Geld⸗-Erwerb Nuin„der Nation, und das Hin⸗ und Her=treihen „des Geldes mittelst einer Mäkeley, bey welcher »der Credit, die Lockspeise der Zinsen, u. dergl. ühl Vet.„weiter nichts wirken, als eine unfruchtbare als vieh„Circulation, wie im Spiele. Die okonomische Guthen„Negierungs⸗Wissenschaft eines Landes beruht lasse. H„auf der Kenntniß der wahren Reichthums⸗ welches„Quellen und der Mittel zu deren Vervielfälti⸗ VGrun⸗„gung und immerwährender Unterhaltung. als den„Eine ökonomische Regierung öffnet die Murfnise,„Reichthums⸗Quellen. Reichthum zieht die W En.„Menschen an sich. Menschen und Schätze tutschn„machen die Landwirthschaft gedeihlich, beför— pom dad„dern die Erweiterung des Handels, beleben die Nchlches vIndustrie, vermehren den Reichthum, und E hulso„machen ihn dauerhaft. Aus diesen reichlich Staates„fließenden Quellen entspringt auch das Gedeihen de Lund ·„der übrigen Stücke der Landes-Verwaltung. fasiug u„Die ökonomische Regierung befestigt die Macht „des Staates, erwirbt ihm die Achtung andrer Wir Ne„Völker, macht das Ansehen des Fürsten und dihun⸗„das Glück seiner Unterthanen gewiß. Ihre chen„Aussichten umfassen alle die wesentlichen Grund⸗ „sätze der vollkommenen Regierung, bey denen Ru„die Oberherrschaft immer eine wohlthätige, enent„vormundschaftliche, liebens⸗ und verehrungs⸗ 61„würdige Schutzgöttinn ist. Sie ist keiner Miß⸗ 1103 Q 5 vgriffe⸗ 250 Neuntes Capitel. Verhältnisse »griffe, keiner Irrwege, keiner Uebereilungen »fähig; sie kann sich nicht zu weit ausbreiten; vsie unterstützt überall das Interesse der Nation, »die gute Ordnung, das wahre Staats-Recht, „die Macht und die Herrschaft des Fürsten 4, Fortgang der Wiederherstellung der Landwirth⸗ schaft durch Abschaffung der Ursachen ihres Verfalles. Einer Landwirthschafts⸗Gesellschaft zur Prüfung vorgelegt. Dermaliger Ertrag des Getraide-Baues in einem großen Staate, wo sich die Land— wirthschaft in verfallenem Zustande befän⸗ de(D. Zehndten 50 ö Hrund⸗Steuer. 38—* .. E Ekemmen der WMillionen. Güther-Besitzer 76 Summe. 164 Millionen. ODie jährlichen Auslagen be⸗ laufen sich auf ungefähr„450 Millionen. Damit werden 164 Millionen ö reiner Ertrag erzielet; mit⸗ hin beträgt der reine Er— trag ungefähr 35 Pro-⸗ Cente von den jährlichen Auslagen. Der Total-Ertrag des Ein⸗ kommens und der jähr— lichen Auslagen macht„ 614 Die () Man sehe im Dictionnaire Encyclopédique den Artikel Grains. ö Ih Vnl. hh. 6%0 I5 K * XIII—px ö 0 der Ausgaben zur Landwirthschaft. 251 l Wn; Die Inventarien⸗-Auslagen Ru, machen das Vierfache der aht jährlichen Auslagen, und— Hinn, betragen folglich.. 1,800 Millionen. Der obige Total⸗ drith. Ertras 614 ihen Die Zinsen von den Inventa⸗ ö rien⸗ und jähr⸗ Hüurg lichen Ausla⸗ gen sind unbe⸗ trächtlich, weil N. Mus B dergleichen nur h6 5 in den Ländern, befän. wo die Land⸗ ů wirthschaft im Jährlicher Großen betrie— Total⸗Er⸗ ben wird, be— lionen. trag. zogen werden, — und die Ent⸗ 8 2 schädigung Mlons. wegen der in⸗ directen Steu⸗ ern, Straßen⸗ Frohnen, u. d. gl. dazu zu rechnen ist, wel⸗ ches alles zu⸗ sammen ge— würdert wer⸗ den kann auf mehr als. 646(0 Summe 1/,260 Millionen. Oi Jähr⸗ (0 Der größte Theil von der Eutschädigung, welche 10 den die Landwirthe ium Ersatze der indirecten lumo Honen. 252 Neuntes Capitel. Verhältnisse Summe der Jährlicher Total— Schätze 15 Ertrag— 1,260 beym Ge⸗ 3 Inventarien⸗ ö traide-Bau] Auslagen— I, 800 1 0 i —p'⅕ Summe 3,060 Million. Stiege nun, durch Handels⸗Freyheit, der Preis des Weizens um etwan 4 Franken im französi⸗ schen Malter; so würde der jährliche Total⸗Er⸗ trag einer solchen Preis-Erhöhung ungefähr 360 Millionen, oder etwän den vierten Theil mehr ausmachen, als der dermalige Ertrag von ein tausend zwey hundert und sechzig Millionen ist. So mit würde sich dieser Ertrag auf ein tau— send sechs hundert und zwanzig Millionen, statt ein tausend zwey hundert und sechzig Millionen, belaufen. Gleichwohl würden die jährlichen Auslagen immer nicht mehr als fünf hundert sechs und zwanzig Millionen ausmachen. Denn die sämmtlichen Kosten des Landwirthes würden durch die Preis-Erhöhung von 4 Franken um nicht mehr als thel vermehret werden.— Diese Rechnung gründet sich auf das Aequivalent von 90 Millionen Maltern Weizens zu etwan 14 Fran⸗— ken für den Malter, eins ins andre gerechnet, oder ander Getraide nach Proportion(. Durch die — bekommen sollten, findet vielleicht gar nicht Statt; denn er mag sich wohl auf bloße Ersparniß belaufen. Nun zieht aber das Sparen an den Cultur⸗Kosten natürlicher Weise Vernichtung des Ertrages, und immer mehr und mehr überhand nehmenden Verfall nach sich. ) Die Getraid-Aerndte ist eigentlich bey weitem nicht so beträchtlich, als sie hier angenommen wird. 2* N . RW V 0 Raser Mülin Wighn cbet! du 139 duu Mög De A. M 6 bhl f 1 esz dan Dit 50 Mlan. —— del hreis framsos Total.Et⸗ chr 350 Vul ncht von en Iionen ss. ein tau⸗ un, stat Hullionen, htliche hundert Wu. Dann ts Virden ranken um — Disst Alent von 4Fran⸗ Nrichnet, . Durch de Udt Slatt; Helufeh. Hur-Hfth Hugt, u Den Dasil alem filt IMd. Dann I der Ausgaben zur Landwirthschaft. 253 die Preis⸗Erhöhung von 4 Franken im Malter steigt es auf etwan 18 Franken; und zu dieser Preise machen die 90 Millionen Malter 1,600 Millionen. Um die Hauptstadt herum würde der Weizen-Preis nur um ein sehr Weniges steigen; aber in abgelegenen Provinzen würde er, wenn er durch Ausfuhr⸗Händels⸗-Freyheit überall auf 18 Franken stiege, um ein Großes mehr, als 4 Franken, erhöhet werden. Auslagen———— 50o Millionen. Die Zinsen von den jährlichen und Inventarien-Auslagen, die nur in den Ländern und Gegenden, wo der Ackerbau stark und im Großen betrie⸗ ben wird, bezogen zu werden pflegen, würden durch die Preis⸗Erhöhung des Getrai⸗ des zunehmen; aber es kömmt dazu auch der Ersatz der in- directen Steuern, der Stras⸗ sen⸗ dey einem verfallenen Zustande der Landwir thschaft wird die Güther Bewirthschaftung im Kleinen, wo, bey man mit Ochsen pflügt herrschend. Nun bestehen aber die jährlichen Auslagen bey dieser Cultur-Art größten Theils in der Consumtion des Wiesen⸗ und Viehweiden⸗Ertrages, der zur Nahrung für die Acker— Ochsen bestimmet ist, und der also von der Getraid Ein⸗ nahme in der Summe des Ertrages von 1,64 Mil⸗ lionen abgezogen werden muß. Nächstdem giebt es auch andre Produete, bie von der Cultur mit dem Pflug abhängen, als da sind Hauf Flachs Erdbirnen, Dick⸗Rüben, Steck⸗Rüben, u d. gl. so daß in der That die Getraide⸗Aerndte bey dem Total⸗Ertrage von 1,264 Millionen nicht mehr, als etwan 0 Millionen Malter, ausmacht: welches in der Rochnung auf eius hinaut lauft. 254 Neuntes Capitel. Verhaltnisse Transport 530 Millionen..l sen⸗„Frohnen, u u. s. w. wel⸗ Inn che sich, ohne nach Maaß⸗ 90 gabe der Preis-Erhöhung RN des Getraides zuzunehmen, ct mit der Zinse belaufen kön⸗ uind uen auf 7 0 Das Einkommen nebst dem sirh Zehndten und der Grund⸗ Sl Steuer——— 418 Summe 1,644 Million. Die Wieder⸗-Einnahme der Cultur⸗Kosten der Pachter Iumn würde betragen 1,260 Mill. statt 1,096 Mill. lt die Zehndten 124— statt 50— 70 Das Einkommen Whe der Proprietäre 172— statt 76— Mllen Die Grund⸗Steu⸗—45 E R 0 uch Summe 1,644 Mill. statt 17860 W if. Humn nitzur Der Getraide-Händel im Innern des Lan— in des und nach dem Auslande würde, auch in aller Au Sicherheit und Freyheit bewilligt, doch nur stu— Wn fenweise binnen Zeit von 5 bis 6 Jahren zu sei⸗ Wühn ner völligen Wiederherstellung und gänzlichen Wen Wirksamkeit gelangen können. 4 Würden die indirecten Steuern, Straßen⸗ und andre Frohnen, u. d. gl. aufgehoben; so K würde binnen einigen Jahren alles wieder in die Lin natürliche Ordnung der Ausgaben bey der Land— in wirthschaft und des Ertrages derselben kommen. Die RWichtet 2—.— FFFEFI. 9——*————meg sse lilione, der Ausgaben zur Landwirthschaft. 25 5 Die Auslagen der Cultur-Unternehmer würden dann betragen— 2—0 Die Zinsen von ih⸗ Wieder Ein⸗ ren Inventarien⸗ und onahme der jährlichen Auslagen Cultur⸗-Un⸗ würden seyn— 482ternehmer 1,447 Die Summe des Einkommens für die Proprietäre und zur Grund⸗ Steuer würde betragen—— 786 Der Zehnde——— 179 Mlliox. ö Summe 2,142Mill. DDDN sin Nun gehören aber zwey Dritthel vom Ein— kommen, nach Abzuge des Zehndten, den Pro— 596 Ml. prietären, und das übrige Dritthel dem Suve— — rän. Also würden die Proprietäre von 786 Nillionen zthel, oder 524 Millionen statt 172 76— Millionen bekommen. Die Grund-Steuer für den Suverän würde 264 statt 88 betragen, ohne * noch den Territorial-Antheil von den übrigen l. Grundstücken, als Weinbergen, Wiesen, u s. w. —.— mitzurechnen, welcher alsdann, ohne Abfall, eine unmittelbare oder directe Steuer gäbe, die bey des lan⸗ weitem alles überstiege, was die dermalige in aller Steuer, die gegenwärtig fast gänzlich durch in— vur stu⸗ directe und zerstohrende Auflagen erhoben wird, jusi⸗ welche zwiefältig, dreyfältig, vierfältig, ꝛc. auf ganzoche die Einkünfte aus den Ländereyen fallen, dem Suverän einbringen kann. Es ist auch erwie— sen, daß dasjenige, was der Suverän bey dem Einnen Abfalle der Einkünfte aus den Grundstücken an Hhn seinem Theile verliehrt, bey weitem alles über— Der i N steige, was er von den indirecten Auflagen, wo— der kad⸗ durch die Eigenthümer der Ländereyen zu Grunde nnn. gerichtet werden, wirklich bezieht. Jedoch wür⸗ D de ———— 296 Neuntes Capitel. Verhältnisse de dieser uwachs am Einkommen, der den er— sten Betrag des Einkommens, welcher nach Ab— zuge des Zehndten nur 114 Millionen ausmacht, um 672 Millionen übersteigt, den Proprietären und dem Suverän nur stufenweise, binnen einer Zeit von 9 Jahren, zufallen, binnen welcher nach und nach die gänzliche Erneuerung sämmt⸗ licher Pacht-Briefe über die verpachteten Güther erfolgen müßte. Denn mittlerweile würde jed— weder Pachter, bis zum Ablaufe seiner Pacht-Zeit, den Nutzen von der Vermehrung des reinen Er— trages ziehen; und durch diesen Gewinn würden denn auch nach Proportion die Benutzungs-— Schätze bey der Wirthschaft wieder vergütet wer⸗ den. Es würde aber Jahr vor Jahr mehrere Pachtungen geben, Rae zu Ende liefen. Neh— men wir nun an, daß in ieden Jahr ein Neun— thel von den Pacht-Briefen erneuert werde; so würde folgen, daß binnen neun Jahren die eine Hälfte von der Vermehrung des Einkommens den Proprietären und dem Suverän zufallen, die Pachter aber die andre Hälfte, einige mehr davon und andre weniger, gewinnen müßten, je nachdem der Ablauf ihrer La früher oder später einträte. Da die Summe dieses Zuwachses am rei— nen Ertrage nach Abzuge des ersten Fonds von Einkommen, welcher, mit der Steuer, 114 Mil— lionen war, in jedwedem Jahre 672 Millionen beträgt; so würde dieser Zuwachs von 672 Mil— lionen Einkommen binnen den 9 Jahren 6,048 Millionen geben, wovon 3,024 Millionen an die Proprietäre und den Suverän fielen, und eben so viel auch den Pachtern bliebe. Dadurch würden denn die Benutzungs⸗Schätze zur Cultur um 3024 Millionen Maln N j 00 0 ZM dieß Imn oh Culliyt⸗ Mo stitkt! lich m Machr hit seeil ttst mas g stlh, siß hes Haheh de ioh wif Wchen! Ecie N hen det 6½ Mi Ran dad wachse d Hunnt, .a UW obuchet: ligerder z Re did eu Mulagn denen Nuhn bof lung bon: Mu she Aulurlt RAh, ise den er/ nuch Ab, Asacht, hiitären Imna tner uun wicher ung sünnt ten Gutha wur de sb lachtigeit, rinen Er⸗ um würden dautungs⸗ Hegütetwa ahr mehrer sen. Nah⸗ ein Neun⸗ werde; so n die eine Wommens Waleu, nige nht müßten, früher odie an vii⸗ Zynds vuß 1 114M0 2Mihn 720 zuhtm hols Hlonn udt en, 0 n Durthnithe lurunzert Maunn der Ausgaben zur Landwirthschaft. 25/ Millionen vermehrt seyn. Es würde aber, mit⸗ telst der jährlichen und allmählichen Anwendung dieses Zuwachses von Benutzungs⸗Schätzen, noch überdieß ein neuer Zuwachs von reinem Ertrage dazu kommen, durch den so wohl die Schätze der Cultur-Unternehmer, als das Einkommen für die Proprietäre und die Steuer noch mehr ver— stärket werden müßten. Um uns diese allmäh⸗ liche und sich immer mehr häufende Reichthums⸗ Vermehrung nur begreiflich zu machen, müssen wir sie hier in einer, auf die 672 Millionen des ersten Fonds zum Wachsthume des Einkom— mens gebäuten arithmetischen Progreßion auf stellen, damit uns diese Progreßion zur Kennt— niß des Total-Wachsthumes der jährlichen Aus— lagen der Pachter bringe, die durch Accumula— tion während der 9 Jahre entstanden sind, in welchen die Pachter jährlich ihre Benutzungs— Schätze durch den Profit vermehret haben, den ihnen der erste Fonds von Gewinns⸗Erhöhung an 672 Millionen verschaffet hat. Denn so bald man das Resultat von dem fortschreitenden An— wachse der jährlichen Auslagen der Landwirthe kennt, kann man leicht auf den wirklichen Be— trag des Einkommens schließen, welches in jed⸗ wedem Jahre durch die jährlichen Auslagen re— produciret wird. Demnach ist der Zweck bey— liegender Rechnung, zu der Kenntniß der Sum⸗ me des cumulativen Anwachses der jährlichen Auslagen während der 9 Jahre zu gelangen, in denen die Pachter jährlich immer mehr und mehr Nutzen von dem ersten Fonds der Profits-Erhö— hung von 672 Millionen ziehen. Man sehe neben an die Tabelle der Progreßion des Cultur⸗Unternehwers. M.. P. 2. B. R Von —————ß——— 258 Neuntes Capltel. Verhältnisse Von diesen 1,481 Millionen würden, nach Abziehung des Zehndten, zwey Dritthel oder 988 Millionen auf die Besitzer der Ländereyen, und 493 Millionen Einkommen auf den Suverän fallen, ohne noch die übrigen Artikel des Ein— kommens aus dem Territorium mitzurechnen. Allein dieser Zuwachs von 1,481 Millionen ist, in der Realität, bey weitem noch nicht so beträchtlich, als er nach der arithmetischen Pro— greßion, die der Leser so eben gesehen hat, er⸗ scheint: Erstens, weil in dieser Progreßion angenom— men wird, daß die jährlichen Auslägen jährlich hundertpro⸗Cente reinen Ertrag während des Ver— laufes von 9 Jahren geben, wie in d die seit langer Zeit durch hinlängliche Düngung gehörig melioriret sind, in der That geschehn würde: hier aber befinden sie sich anfangs in einem Zustande, der davon ganz das Widerspiel ist; in einem Stande der Degrädation und Er— schöpfung, welcher aus einer kränkelnden Bewirth— schaftung herrührt, die aus der Dürftigkeit der Cultur⸗Unternehmer entständen war. Nun setzt aber die Haupt-Basis obiger arithmetischen Pro— greßion voraus, daß sich die Ländereyen gleich anfänglich im besten Stande der Cultur befinden, welches doch nicht eher der Fall seyn könnte, als nach 8 bis 9 Jahren; dieß heißt, gegen das Ende der angenommenen neunfährigen Progres— sion, wo nur noch wenig Pacht-Contracte mehr zu erneuern übrig seyn würden. Mithin ist leicht einzusehn, daß sich diese Progreßion nicht einmal bis auf die Hälfte dieses anscheinenden Zuwachses erstrecke, Zweytens I 0 Hh ale 5 Ei Iten thil ar send Reh dart R so Chseh Nuger not x wahs netssh Hierttr O. Halkgel fick, a Molgger rung dir Ren und richtun den, v Mpile G dr Eite WMit ich efth spile, Rh⸗N ung/ 10 10 hliche sthl 1 k si in dfchestn dhise nithn, lu dhlakr ggg Wohg, nn In Eibnin Hltl WEi hurichnn. T Miliynn och nicht s lischen ro⸗ en hat, er⸗ bn Augrnon⸗ lagen sihech Rnddesdu⸗ HLandereyez 2. Dümun at geschehn anfangs in WMapiel Hon ud Er⸗ Wndeunh⸗ urftiglet de Nun sttt ellschen ro⸗ Uhen gleih bul bifnden, lunte, dls „ gegeh 0 Igen Itonn⸗ anttat ht Mh it oarthen nit anshinna un —* der Ausgaben zur Landwirthschaft. 259 Zweytens setzt diese Progreßion die Aufhe— bung aller indirecten Steuern voraus: soll aber das Einkommen des Suveräns in den ersten Zeiten so lange vollständig bleiben, bis sein An⸗ theil am Wachsthume des reinen Ertrages wenig— stens hoch genug gestiegen ist, um sein bisher gewöhnliches Einkommen auszufüllen; so erfo— dert dieß eine indirecte Ausfüllungs-Steuer, die so einfach, so unverworren, und so wenig mit Spesen belastet ist, als möglich. Nichts desto weniger wird eine solche Steuer immer noch, trotz dieser vortheilhaften Bedingungen, den Zu— wachs an reinem Ertrage, der aus unsrer arith— metischen Progreßion entsteht, um mehr als den vierten Theil, verringern. Drittens, weil die Verbesserungen der unge— baut gelegenen und zu Lehden gewordenen Grund— stücke, außer den Inventarien⸗ und jährlichen Auslagen, noch vorläufige Kosten zur Beurba⸗ rung der Felder und zur Reparatur der verlasse— nen und verfallenen Gebäude, wie auch zu Er— richtung neuer Wirthschafts-Höfe in den Gegen— den, wo sie ganz eingegängen sind, erfodern. Diese unumgänglich nöthigen Kosten verzögern den Gäng der Progreßion des Wachsthumes an rei⸗— nem Ertrage noch um mehr als ein Achthel. Viertens, die zu dieser Progreßion wesent— lich erfoderlichen Bedingungen,(als, zum Bey⸗ spiele, Vermehrung des Arbeits⸗ des Zucht⸗ und Nutz⸗Viehstandes, und Anwachs der Bevölke⸗ rung,) können mit dieser Progreßion nicht völ— lig gleichen Schritt halten; also kann es nicht fehlen, sie wird auch durch die Unzulänglichkeit dieser unumgänglich nöthigen Bedingungen noch aufgehalten werden. Mithin ersehen wir aus ö R 2 allen 260 Neuntes Capitel. Verhältnisse allen den Hindernissen und Schwierigkeiten, die bisher aus einander gesetzt worden, daß der An⸗ wachs der Inventarien- und jährlichen Auslagen, in den 9 Jahren, nicht über ethel von demjeni⸗ gen steigen würde, der aus unsrer arithmetischen Progreßion zu erwachsen scheint, welche sich mit dem Termin der gänzlichen Erneuerung der Pacht⸗Contracte der Pachter schließt: denn als⸗ dann erst trägt der Anwachs des reinen Ertra⸗— ges nichts mehr zu Vermehrung der Benutzungs— Schätze der Pachter bey. Mithin hat das fort— schreitende Wachsthum dieses Ueberschusses von reinem Ertrag, und der Benutzungs-Schätze sei⸗ ne Endschaft und seinen festen Stand⸗Punct erst mit der gänzlichen Erneuerung der Pacht⸗Briefe erreichet. Wendet man jedoch den raschen Gang der obigen einfachen arithmetischen Progreßion auf starke Colonien eines großen Territoriums an, welches durch Arbeit mit Viehe gebaut wer— den kann,— auf Colonien, die mit starken Vor⸗ schüssen, welche ihnen ein reiches Vaterland dar— bietet, unterstützet werden; so sieht mman wohl ein, daß dergleichen Colonien, binnen weniger Zeit, sehr große Fortschritte thun können: er— stens, weil Neu-⸗Brüche, die itzt erst beurbaret werden, schon an sich einen starken Ertrag ge— ben; zweytens, weil da wenig oder gar keine Steuern gegeben werden; und drittens, weil da die Cultur-Unternehmer selbst Proprietäre sind, und folglich alle Profite von der Cul⸗ tur unabläßig und immerfort zur Vermehrung der Benutzungs⸗Schätze angewändt werden. Denn es fällt wahrhaftig wohl in die Augen, wenn die Pacht⸗Coutracte der Pachter, die wir hier V 9r, sylchd hhch! Ieh tu di d es unste Mh fhu, Srmnhen ftalent Rahuu lchn! Hinder Daut, (anat gute Ion hascoft Mste dri We so& Phlla sühtlch I89 lch at M 0 0 ö shunurd R une Rn ahsm von den tur im h higlche Ien wͤͤrde bfobelch hhen Vi udah z nise hiten, di h der An⸗ hlager, ah demseni⸗ lichntischen ich sih mit Auerung du dann alh inen Erten. enutzungz dad fott schusis ven Sdiis ⸗Munten u Lacht riß hen Gang Vrogreßios Kiideriums Vant r 4satten Der⸗ aterland da⸗ H in vl Hen wenihe fonnen: ei⸗ A burbate Ettrag de au iin orittens/ 10 Iunntie von N ih r Vun uudt wean I ie Ioh achte, N V ———— 2.— der Ausgaben zur Landwirthschaft. 36 hier von neunjähriger Dauer annehmen, von achtzehnjähriger Dauer wären,(welches alsdann freylich den Proprietaren und der Steuer nach⸗ theilich seyn würde;) es fällt, sage ich, in die Augen, wenn die Hindernisse und Schwierigkei⸗ ten, die wir hier aus einander gesetzt haben, in den ersten 9 Jahren gänzlich verschwänden, daß unsre arithmetische Progreßion während des Verlaufes der folgenden 9 Jahre wirklich Statt finden, und sich so gar merklich weit über die Gränzen des Gebietes eines großen Reichs er⸗ strecken würde. Aber wir müssen uns bey unsrer Rechnung nach der in Frankreich bisher gewöhn⸗ lichen Dauer der Pacht⸗Contracte, und nach den Hindernissen richten, durch die, während dieser Dauer, die Progressen unsrer Landwirthschaft, (ungeachtet der großen Vortheile, welche eine gute Administration, wie wir gesehen haben, zu verschaffen fähig ist,) verzögert werden würden. Unsre arithmetische Progreßion würde demnach, wie so eben erinnert worden ist, wenigstens um Zothel aufgehalten werden. Der Anwachs der jährlichen Auslagen, welcher, nach des Rechnung, 1,518 Millionen stark scheint, würde sich wirk⸗ lich auf 151 Millionen beschränken, die, verbun— den mit 965 Millionen jährlicheruuslagen, welche schon vor diesem letztern Zuwachse vorhanden wa— ren, eine Auslagen-Summe von 1,116 Millio⸗ nen ausmachen würden. Man kann die Tabelle von dem Zustand ansehn, worinnen sich die Cul⸗ tur im zehnten Jahre, dieß heißt, zu Ende der gänzlichen Erneuerung der Pacht⸗Briefe, befin⸗ den würde; aber es würden vorher sechs Jahre erfoderlich gewesen seyn, um nur zur vollstän⸗ digen Wiederherstellung des freyen Getraide— Handels, und zur vollkommenen Wirkung bessel⸗ X 3 ben 262 Neuntes Capitel. Verhältnisse ben zu gelangen, welches zusammen 16 Jahre ausmacht. Jedoch sind diese 16 Jahre keines⸗ weges eine Zeit der Unterbrechung des Genusses der zunehmenden Schätze: denn die Pachter wen⸗ den alle Jahre ihre jährlichen Auslagen auf; sie machen auch Aufwand auf ihre Inventarien— Auslagen: und das Einkommen der Grund-Her⸗ ren, welches immer mehr zunimmt, je nachdem allmählich die Pacht⸗Briefe wieder erneuert wer⸗ den, tritt ebenfalls in die jährliche Vertheilung der Ausgaben der Nation. Kurz, die Tabelle der Ausgaben würde,(alle unvorhergesehene Zu— fälle abgerechnet,) bey dem Termin der Vermeh— rung der jährlichen Schätze, am Ende der gänz⸗ lichen Erneuerung der Pacht-Briefe, so stehn: Jährliche Jährliche Aus⸗ Auslagen der lagen der steri⸗ produeirenden len Classe nach Classe beym Maaßgabe des Getraide⸗ Ertrags vom bau Einkommen. Getraidebau 14,116 1,/ 146 558 — — Erkauftes 1558 53 Erkaufte Lan. an diese an diese Classe be⸗ Classe be⸗ zahlt. 1558 5578 zahlt. Einnahme der yrodu⸗ 1116 Einnahme der 1116 cirenden sterilen Classe Classe Die Total⸗Reproduction des Getrai⸗ des ist allen den Summen gleich, welche jährlich an den Bau dieses Produetes ge⸗ wandt werden: nämlich ö den Auslagen der produeirenden Classe 1,116 Millionen der Einnahme eben dieser Classe 1,16 den Auslagen der sterilen Classe zu Er⸗ kaufung der rohen Materialien von der produeirenden Classe 8 Summe 2½90 Milllonen. Mithin Ralt b 0 H fir ihte ut und Nr N shche ac U Haben Hundei Gunn W2AU NshuK 5 El Hel N en D I Hr fucr Phn die fomm 9om Buu, lshee vbey E thel fl Ol Af h uane hethel, WMr uu M I thte x Henthel Rer Il A DulErh Helo e Milcgen! den Athe Mlen sh sich das Hsse der Ausgaben zur Landwirthschast. 263 16 Mhn Mithin beträgt die gesammte Repro⸗ 5 duction an Getraide zwey tausend le keines⸗ sieben hundert und neunzig Millio⸗ Imusss nen, wovon die CulturUnternehmer . für ihre Auslagen ein lausend hun⸗ adar wen. dert und sechzehn Millionen ziehen 1,116) uf se Für die Zinsen ihrer Juventarien⸗ und 6 nune jährlichen Auslagen fünf hundert Idemtarien⸗ acht und funfzig Millionen.. 533. Gtundeher Bleiben zum Einkommen ein tausend Iahhm hundert und sechzehn Millionen /16 srr un Summe, zwey tausend sieben hun⸗ muint bid dert und neunzig Millionen 2,790 Herthelung Mithin beträgt ö de Dbelle das Einkom⸗ ma men von die⸗ chene zu⸗ sem Theile e Vunch⸗ Kere Ill in.. stücke I116 Millionen, statt 166 dur ganze Von diesem Ein⸗ so schn: kommen, bloß vom Getraide⸗ Wrliche A Bau, würden en der fih auf die Steuer Caosse uh zwey Sieben⸗ ufgabe de thel fallen,** Hht vom oDer statt 38. uuabebal auf den Zehnd⸗ ten ein Sie⸗ benthel, 2 5 Wü voder: 235ö statt e and. auf die Proprie⸗ Wle Lent 94„ Sie⸗ e⸗ enthe h bde. 6. t 7e 9 Summe 1,114 Millionen statt 164 1 Total⸗Masse der auf der Tabelle begriffenen Getraide⸗-Schätze. Total„ErtraoaW+g. 2/72 Millionen. Geld des Einkommens116 ö Auslagen der sterilen Classe, welche von ö den Arbeits Leuten dieser Classe unter⸗ 1. balten werdven muu hlun Summe 4,44 Millionen. 1„10 ö Obschon in diesem festgesetzten Etat, wo 0 sich das Einkommen des laufenden Mucael. Jahres — R 4 Jahre Mhi * 264 Neuntes Capitel. Verhältnisse Jahres dem Einkommen des vorher⸗ gehenden gleich befindet, die Proprie⸗ täre, die Steuer und der Zehndte den gesamm— ten reinen Ertrag wegnehmen; so giebt es doch außerdem noch Mittel, freylich aber viel lang⸗ samere Mittel, der Landwirthschaft neue Pro⸗ gressen zu verschaffen, wenn die Eigenschaften und die Ausdehnung des Territoriums eines Reichs deren fähig wären(). Diese Mittel sind 1) Minderung des Prunk⸗-Luxus, wodurch die Ausgaben an die producirende Classe um so stärker vermehret werden würden; 2) gute An⸗— wendung der Zinsen von den Inventarien⸗ und jährlichen Auslagen der Pachter, wodurch diese noch mehr ihre landwirthschaftlichen Unterneh— mungen zu verbessern im Stande sind; 3) der Fortgang der Melioration der Ländereyen, der noch außerdem von sich selbst zu einem bessern Zustande gelangen könnte; 4) die Profite bey der Cultur, welche leicht neue und reiche Land⸗ wirthschafts-Unternehmer aus den Städten aufs platte Land locken könnten; 5) die Melioration und Erhöhung des Einkommens von andern Arten der liegenden Gründe, die allesammt wechselsweise zum gemeinsamen Gedeihen bey⸗ tragen würden; 6) die Proprietäre, welche durch die Vermehrung ihres Einkommens selbst ö zur Der reine Ertrag vom Getraide-Bau in Frank— reich, wo die jährlichen Auslagen hundert Pro⸗Cent abwürfen, könnte sich doch kaum über 1,200 Millio— nen erstrecken. Dieses setzt ungefahr drey kausend Millionen jährlichen Total⸗-Ertrag, die Kosten mit eingerechnet, voraus: mithin kann man, alle Be⸗ dingungen vorausgesetzt, durch Rechnung so ziemlich ermessen, wie viel Zeit dazu gehören würde, es so weit zu bringen. X ulhitke N— Ho thse ut de chemg von W 6 n den einiz Hohe Ehm hen Wokan W. eh, U H naus sehj, 0u d ulch Hesche klgn die Ga schten wurde Vrthe er⸗ + je⸗ m⸗ och Ng⸗ Iro Ifun eines Nittel HArch m so An⸗ und Ddise V nah/ ) der „det sern bey and⸗ aufs tation andern summt beh⸗ welche stlbst ur Fennb „Eent Mlllo⸗ Hausend n unt le Be⸗/ emlich so der Ausgaben zur Landwirthschaft. 265 zur Reparatur und Melioration ihrer Güther mitwirken könnten. Aus dieser Entwickelung der Progreßion der Wiederbelebung des Land— wirthschafts⸗Wesens läßt sich ohne Schwierig— keit der rasche Gang des beglückten Erfolges der ehemaligen Staats⸗-Administration des Herzogs von Sülly begreifen. Würderung der Einkünste aus den Läͤndereyen nach dem Zehndten von den Aerndten. Es werden gegen die Art und Weise, wie man sich von dem Einkommen der Güther aus dem Pacht-Preise derselben zu vergewissern hat, einige nicht viel bedeutende Bedenklichkeiten er⸗ hoben; 1) weil es viele Güther giebt, die von ihren Eigenthümern selbst bewirthschaftet werden, bey denen folglich keine Pacht-Briefe vorkommen, woraus sich das Einkommen erkennen ließe; und 2) weil in Ansehung der Pacht-Bedingun— gen, sagt man, auch wohl Unterschleife gemacht werden könnten. Ob es gleich eben nicht schwer ist, diese Be⸗ denklichkeiten zu heben; so würde es doch, falls man's für gut befände, noch immer möglich seyn, des Einkommens mittelst des Zehndten von den eingeärndteten Früchten, dieß heißt, durch die Anzähl der Garben gewiß zu werden, welche die Ländereyen jedes Wirthes alljährlich trügen, so fern man die Schnitter verpflichtete, die Garben, so viel möglich, nach einem festge⸗ setzten Gewicht oder Maaße zu binden. Man würde alsdann die Valuta der Aerndte jedes Wirthes aus der Quantität von Garben, die R 5 jährlich 266 Neuntes Capitel. Verhaltnisse jährlich zum Malter erfoderlich sind, und aus dem Preise des Malters Körner in dem Laufe des Jahres erkennen, woraus denn die Summe des Ertrages, zu Geld angeschlagen, genau genug erhellen muß. Wenn demnach die Aus— lagen, die der Wirth zu Gewinnung der Aerndte gemacht hat, nach der in jeder Gegend bekann— ten Schätzung abgezogen wären; so würde der Ueberrest die Total-Summe des Einkommens oder reinen Ertrages andeuten, wovon denn ein Dritthel dem Suverän gehörte, jedoch mit Vor— behalte der Rücksichten, die auf die außerordent⸗ lichen Kosten zu rechnen wären, welche die Eigen⸗ thümer zur Melioration ihrer Güther ange⸗ % wandt hätten. Man könnte zu dieser Anstalt die gewöhn⸗ lichen Zehndt-Knechte brauchen, die von den Zehndt-Herren bezahlet würden, und die in jedem District unter der Ober-Aufsicht eines landesfürstlichen Inspectors stünden, welcher von der Commun bezahlet würde. Die Zehndt-Knechte müßten eine Schnell— Waage, um, im Fall eines Zweifels über das Gewichte, die Garben zu wägen, und ein Ver⸗ zeichniß zur Hand haben, auf dem die Namen der Landwirthe geschrieben stünden, welchen sie denn die Anzahl der Garben, die sich, nach Abzuge des Zehndten, auf jedem Grundstücke fänden, beyzuschreiben hätten; und der Inspector müßte am Ende der Aerndte, im Beyseyn der Zehndt-Knechte, und in Gegenwart jedes Wir— thes, die Total-Summe der Garben⸗Quantität ziehen, die ein jeder geärndtet hätte. Man würde diese Anstalt auch auf Wiesen, auf Wein ⸗Berge, auf sieuerbare Holzungen, auf 0f Lun. Do gaut w 90 die M RWgife MWoalt Eihon Zun de Hfimne Aldea schaft ndeeh dahtt d. Ei gshit ‚.d H schat V soche L mit di Uch silshe. Wichsh alf filhe Whiern Ingtleg Hlibeh Euhert Ocsand Einkom almahl pamg, der Ausgaben zur Landwirthschaft. 267 auf verpachtete Zehndten, u. s. w. ausdehnen können. ö Wo in einem Lande die Grundstücke schlecht gebaut werden, und zum Theil ungebaut, braach und lehde liegen, da läßt sich, wenn auch schon die Regierung gern die Landwirthschaft wieder⸗ hergestellt sehn, und gern die wahre Ordnung in der Repartition der Steuer einführen möchte, das Einkommen der Ländereyen keinesweges nach der Taxe des Werthes von Grund und Boden richtig bestimmen: denn die Ländereyen häben keinen andern Werth, als den ihnen die Cultur ver— schafft, und ihr Preis ist mithin eben so ver⸗ änderlich, wie der Zustand der Cultur selbst; daher kann denn auch ein Cataster, in welchem das Einkommen nach der Tare der Grundstücke geschätzt wäre, in einem Lande, wo der Zustand des Landwirthschafts-Wesens nicht fest und ge⸗ sichert ist, schlechterdings nicht von Bestande seyn. Immer würde die Steuer, auf eine solche Basis gegründet, außer aller Proportion mit der Realität des Einkommens stehn. Folg— lich wäre ein Cataster in solchem Fall eine ganz falsche Richtschnur in Beziehung auf die Land— wirthschaft, auf das Einkommen des Suveräns, und auf die Einkünfte der Proprietäre. Zu folge dessen giebt es in einem Lande, wo die Regierung sich die Wiederherstellung der Cultur angelegen seyn läßt, keine andre Regel, den bleibenden Zustand des Einkommens für den Suverän gewiß zu machen, als diejenige, welche beständig entweder den allmählichen Verfall des Einkommens aus den Grundstücken, oder das allmähliche Wachsthum desselben anzuzeigen vermag. Zehntes Umfang und Borzüge der Industrie. 2683 Zehntes Capitel. Verhältnisse Zehntes Capitel. Verhältnisse der Ausgaben zur Industrie. Wir haben die Basis des Menschen⸗Lebens entdecket, haben die Wurzel derselben ge— pflegt, und den Stamm des ökonomischen Bau— mes belebet. Nunmehr lasset uns diese herrliche Pflanze an ihren Aesten betrachten; lasset uns die Abhängigkeit, den Zweck und die Verhält⸗ nisse dieser Aeste zu den nährenden Theilen er⸗ forschen. Lasset uns sie von dem Schmarotzer⸗ moose, welches sie aussaugt und abdörrt, befreyen; lasset uns dem Ueberfluß ihrer Wildlinge, welche ohnehin zu weiter nichts dienen können, als daß sie einer den andern durch ihr In-einänder— wachsen gegenseitig ersticken, abhelfen. Lasset uns, mit einem Worte, den wahren Gang der Ratur, dieser bleibenden Mutter der physischen und moralischen Vollkommenheit, von der die politische Vollkommenheit nur ein abgeleiteter Bach ist, ausfindig zu machen suchen. Bisher sind wir den Gesetzen und der Anweisung dieser wohlthätigen Mutter nachgegangen, und haben mit einer ganz einfachen Methode die stärksten Trieb⸗Räder des Menschen-Lebens in den Be— zirk unsrer Erörterung gezogen, welche nur Ei⸗ nen, dem Anscheine nach beschränkten Zweck hat, den Zweck des Lebens⸗ Unterhaltes: aber auf diesen Zweck zielt alles ab, so wie alles daraus fließt; und die Fortsetzung unsrer Spe⸗ culationen wird dieses beweisen. Menschliche Industrie ist hienieden alles: sie hat den Menschen über den Rang des unver— nünftigen Thieres erhoben, indem sie Wissen⸗ schaften 0 H In Ein an E R Odt 1. sN un. chef ur N hillt/ 1 hi6 dibe Ihgett Run Nochm dokt/ er 50 U Lon Wbet! ise Lo darum n mahren wrdel. shih w h dust Mteschie idnn Woschn der V. Memed Nit erft dem Gen ben Fust bentung 0 l der Ausgaben zur Industrie. 269 schaften und Künste erzeugte; sie allein entfaltet unsre Sinnen-Werkzeuge, erweitert die natür⸗ lichen Einsichten, und leitet uns zur Kenntniß der Ordnung, des ewigen Gesetzes, der Moral, und so gar des Vergnügens unsrer eignen Sen⸗ nen. Ohne sie würden wir nichts genießen; ohne sie würden wir nicht einmal wissen, worauf wir die Mäßigung, welche die Moral uns ge— bietet, die wechselseitige Willfährigkeit, welche uns das höchste Gesetz befiehlt, die Dankbarkeit, die Liebe und die Hoffnung, Tugenden, welche unzertrennlich mit der Ordnung verbunden sind, hauen sollten. Menschliche Industrie, daß ich's nochmals sage, ist alles. Die wenigen, da und dort zerstreuten Menschen, die den Vortheilen der Industrie entsagen und ein herumschweifen— des Leben führen, haben beynahe gar keinen Vorzug vor den wilden Thieren, welche die Wälder bewohnen. In der That kennen sie diese Vorzüge nicht; und sie achten dieselben nur darum geringe, weil sie sie nicht kennen: aber sie können sich auch in diesem Zustande nicht mehren und zu großen und mächtigen Völkern werden. Und hier findet sich immer der Unter⸗ schied zwischen dem Zustande des Entbehrens und dem Zustände des Genießens; ein sehr reeller Unterschied zwischen den Stufen des Wohlbe— findens und der Zufriedenheit; zwischen dem Ausstehn des Ungestüms der Witterungen und der Beschwerlichkeiten des Lebens, und dem Vermeiden beider; zwischen der Unbekanntschaft mit erfreulichen Gütern, und der Kenntniß und dem Genusse derselben; zwischen dem Bleiben in den Finsternissen der Unwissenheit, und der Aus⸗ breitung der Vernunft⸗Einsichten. Mit einem Worte, die Industrie ist dem Menschen gegeben, damit 270 Zehntes Capitel. Verhältnisse damit er sich die Vorzüge und Hülfs⸗Mittel verschaffen könne, deren er zu Verrichtung der Geschäffte, welche zu den Bedürfnissen des Lebens, und zum Wachsthume der einander wechselsweis unterstützenden Künste und Wissen⸗ schaften unentbehrlich sind, unumgänglich nöthig hat. Die Mpostel oder Mißionnarien, die unter wilden Völkern die Lehre Jesu predigen, sind sehr zu loben, daß sie, nächst dem Lichte des christlichen Glaubens, ihren Neubekehrten auch die Gaben der Industrie mittheilen. Allerdings ist die Ankündigung der Gnade Gottes in Christo eine Hülfe, die den Wilden nothwendig war: aber es ist sehr gut, wenn dabey der Geist des Menschen zugleich fähig und geneigt gemacht wird, die erhabnen Wahrheiten anzunehmen; und es sind auch von je her die Stifter der Volks-Industrie als die ersten und vornehmsten Wohlthäter der Menschheit betrachtet worden. Die Wissen⸗ Betrachtet man die Industrie aus diesem Etenuten bir det und wahren Gesichts-Puncte: so begreift Fortschritte sie zuförderst die Wissenschaften und die höhern Ind dir O Künste, die den wichtigsten Einfluß auf den dustrie erleich⸗Unterricht, die Veredlung und die Würde des .——70 8 Menschen haben, und nächstdem auch die mecha⸗ Wissenschaf⸗ nischen Künste unter sich, die dem Unterhalt ten. und der Gemächlichkeit des Menschen dienstbar sind. Die vornehmsten von diesen Gegenständen, die der Mensch, wie alles andre, zum öftern ge— mißbräucht hat, haben so viele verkännte, nicht selten selbst von denen, die sich drauf legen, ver— kannte Vortheile und Vorzüge an sich, daß die Aufzählung derselben nach der Ordnung, und die Darstellung ihres Umfanges, woraus auch die Bestimmung ihrer Gränzen fließt, nothwendig zu Im nr d E Darg aufach Duge dit de r sahn de Hatdish verden schaft theth Co 100 Wl schtsc shhth, al Hhten Di sensc aller Hiegal A l allt M lach hah, Mahti A lie, schn s an Ef Ion a ktel der des deb sen iz mier sind des auch IHs Risto Vat: t bed nacht uen; ded Hsten n. sem Mift Ohern denn des cha⸗ halt bat nden, n ges icht bet⸗ aß di „O ach endig der Ausgaben zur Industrie. 271 zu dem Plane des gegenwärtigen Werkes ge⸗ hören, dessen Zweck das allgemeine Beste, und die Erforschung aller Mittel ist, zum größten Vorzuge der Menschheit zu gelangen. Da nun einfache, richtige und genaue Vorstellung der Dinge das Widerspiel von allem Irrthum, und die Basis unsrer Arbeit ist; so muß sie uns auch hier zur wesentlichen Richtschnur unsers Ver⸗ fahrens dienen. Die Wissenschaften müssen theils als specu⸗ Ele Wiurh⸗ lativische, und theils als praktische betrachtet shosten e Wissen⸗ werden. Die speculativischen Wissen⸗Aechte und un⸗ schaften sind entweder reelle, oder hypo— Thahen“ thetische. Letztere sind 5 wenig, als die Sophisten, die uns damit anstecken, etwas beß⸗ res werth, als die größte Deruchtanß Es läßt sich von denselben unmöglich so viel Böses sagen, als sie in der öffentlichen Ordnung an⸗ richten(. Die reellen speculativischen 4l Wichtigkeit senschaften hingegen sind die Facke In. aller Operationen des Geistes im bürgerlichen und politischen Verhalten, und in der Ausübung aller präktischen Wissenschaften, und aller der Künste, zu denen lichtvolle Kennt— nisse () Unter den hypothetischen Wissenschaften, die der Verfasser hier erwähnt, versteht er, allem Ansehen nach, die Grillen der Astrologie, der geheimen Cab— bala, der Horosköpie, der Aèromantie, der Pyro-⸗ mantie, der Hydromantie, der Geomantie, der Chiromantie, der Physiognomonik, der Nekroman— tie, u. dergl. und nächstdem alle die metaphysisch seyn sollenden Grillenfängereyen jener dogmatisiren⸗ den Skeptiker, die den Grund aller Moral und Reli⸗ gion wankend zu machen suchen. U. Summarische Darstellung der naturlichen Ordnang der Wissenschaf⸗ ten. Die Mathematik. Die Physik. Das Natur⸗ necht. 2742 Zehntes Capitel. Verhältnisse nisse gehören. Diese Wissenschaften begreifen unter sich: I. Die Mathematik, welche die untrügliche Wegweiserinn in allen präktischen Wissenschaf⸗ ten, und in allen den Künsten ist, in denen es zu rechnen und zu messen giebt; unter andern die Rechen⸗Kunst, die Geometrie, die Mechanik, die allgemeine und besondre Oekonomie, die Erd— beschreibung und die Feld-Meßkunst, die Stern⸗ Kunde und Messung der Zeiten, die Schiffer⸗ Kunst, die Optik, die Hydraulik, die Statik, die bürgerliche und Kriegs-Baukunst, die Ge⸗ schütz-Kunst, und alle Handwerke, die mit eini— ger Genauigkeit verrichtet werden müssen. 2. Die Physik. Unter dieser Benennung verstehe ich nicht etwan, wie die grillenfängeri— schen Philosophen, die Wissenschaft der ursprüng— lichen Ursachen, sondern die Verkettung der Wirkungen und der unmitelbaren und in die Sinne fallenden Dinge; dieß heißt, die Kennt— niß der Natur-Ordnung, oder derjenigen Natur⸗ Gesetze, an die alle productive Geschäffte der nenschen, die ganze ökönomische Ordnung, und alle physische und praktische Wissenschaften ge⸗ bunden sind. 3. Das Natur⸗Recht, welches wesentlich an die natürliche Ordnung gebunden ist, und bloß in der natürlichen Ordnung selbst Statt findet. Lasset uns bey diesem Principium stehn blei⸗ ben, welches die Basis aller Regel, der Weg— weiser der Vernunft, und der Fundamental— Titel aller Rechte der Menschheit ist. Es giebt keinen Irrthum, in dem sich der täuschende Stolz des menschlichen Geistes nicht verliehren könnte/ ht K houfhet + Ds u bbt wunger schaftn die de apdenn, Oen e st stattien D Ründii fit ‚0l 9n hs mattn el, He! n Nal iige V Rotalhch Hibbacht Reral⸗ hiegger; ganmit s ss ben Hekorren geföhrs ustach t efiht fcheg i n gl Millein i gegchn; en N ch W H4r der Ausgaben zur Industrie. 273 sen könnte, wenn er seine Räsonnements auf die Gewißheit concreter und offenbarer Wahrheiten he zu bauen versäumt. . Das natürliche Rechts-Gefühl, welches in Evidenz die⸗ uns lebt, hat zu allen Zeiten die Menschen ge— Seres zwungen, über sein Wesen und seine Eigen⸗—6 Natur⸗ h schaften zu dissertiren. Scharfsinnige Köpfe, uch ucht Eix die den Einfall hatten, diese Laufbahn, wie alle anders, als in rn⸗ andern, durchzuwandern, und zu dem Ende dem wit der Nann 5 ffr⸗ Faden abstracter General-Begriffe nachzugehn, Ordnung, be⸗ uüß haben sich in der Schlinge ihrer eignen Ab, greifen. 65⁵ stractionen verwickelt und gefangen, und sind 1—1 von der lichtvollen Straße, welche sie auf gründliche Art zu der nothwendigsten Kenntniß für das menschliche Geschlecht führen konnte, rurz ganz abgekommen. Sie haben aber bey dem Quelle des Heri⸗ matten Licht einer hyvothetischen Logik entschie moralischen ing⸗ den, ehe und bevor sie das Ganze, die beson. Wrrhonismus. b-e dern Realitäten, deren wesentliche und wechsel— die seitige Verhältnisse, und deren physische und unt⸗ moralische Verknüpfungen fühlen, sehn und lt· beobachten konnten. Da sie im Ernst an Ge— N neral-Begriffen, an vermeyntlichen Kategorien „ hiengen; so haben sich ihre ganze Vernunft, ihre g gesammte Wissenschaft und alle ihre Deductis-⸗ nen in dem finstern Abgrunde der selbst-erdachten, verworrenen und widersinnigen Idee des Un— ihn gefährs verlohren. Sie sagen euch ganz ernstlich vor, die Thiere hätten Odem, weil ein e. Ungefähr ihnen Lungen gegeben; die Vögel l flögen in der Luft herum, weil ein Ungefähr Vg⸗ ihnen Flügel gegeben; die Fische schwämmen, auttl weil ein Ungefähr ihnen Kiefern und Floßfedern h gegeben; die Thiere sähen, weil ein Ungefähr une ihnen Augen gegeben hätte; die Menschen, die hen nach den Einsichten ihrer Vernunft handeln, die ynte/ M. L. P. 2. B. S da 274 Zehntes Capitel. Verhöltnisse da säen, um ärndten zu können, oder Stoffe weben, um sich drein zu kleiden, u. s. f. würden burch die verworrene Bewegung eines Chaos von Atomen gebildet und unterrichtet. So gar Verstand, Urtheils-Kraft, Anschläge, Ent— schließungen, Auswahl der Mittel, u. s. w. wer⸗ den dem Ungefähr zugeschrieben. Daher denn auch nicht der mindeste deutliche Begriff vom Ungefähr, vom Verstande, von bestimmten Ur⸗ sachen und Wirkungen. In dieser Verwirrung, in diesem Stande der Thorheit haben sie alle Spuren der allgemeinen Vernunft, der höchsten Intelligenz, allen Begriff von unbedingtem Recht und Unrechte, von Ordnung und Unordnung, von moralischem Guten und Bösen verlohren, indem sie alle diese Dinge bloß aus dem Gesichts⸗ Puncte der Phantomen abstracter, allgemeiner, verworrener, und dem Wesen der Dinge, den deutlichen und evidenten Kenntnissen, ja der Un⸗ wissenheit selbst widersprechender Ideen ange— sehen, und auf dieses Chaos den Thron des Unglaubens gebaut haben. Doch lasset uns dergleichen widersinnige Dichtungen nicht auf Rechnung der Philosophie schreiben, und solche ausschweifende Grillenfänger nicht mit den Philosophen, mit den einsichtsvollen Männern vermengen, die den Mißbräuch hypothetischer Wissenschaften veräbscheuen. Auf solche Tollheiten und verkehrte, frevent⸗ liche Unternehmungen wäre man gar nicht ges fallen, wenn man nur die Frage aufgestellt und bestimmet hätte, was ist natürliches Recht? Der moralische Pyrrhonismus kann die metaphysische Realität des natürlichen Rech— tes nicht bestreiten, ohne zugleich die evidente Realität 0 altit W If nebe uche di lt vo Heͤuche Hectuele stuut! Arhnan Nc Rutthil Aln Michte welches Reddenst se nuel naen n Ihusche siastn, o n der den, sor Gschtd hrem he in fu Iunss ri ud ektanet i 0 H 4. H blennicht I imize lisen und her dollon ih hochfen HUle M⸗ dnN bom Ulre ing, alle sten Acht unn hren, chto⸗ inet, den IM⸗ Oe⸗ d²R W t auf jolche den nern scher ent⸗ ht ge⸗ tund ihe un Rah⸗ bente altt der Ausgaben zur Industeie. 275 Realität der physischen Ordnung zu läugnen. Also gründet sich das unbedingte natürliche Recht Jede volkom⸗ auf reelle, evidente, unwandelbäre Verhältnisse, mene Re nie⸗ rung lauft auf welche die genau bestimmte Fundamental-Regel Theokrätie aller positiven Gesetze und der regelmäßigen Ge⸗aufder Toen, bräuche aller Volker ausmachen. Diese intel⸗-kratie beruht lectuelle, auf den Menschen sich beziehende Regel das natürliche ist nur der Vernunft zugänglich; und nur dieses unveränderliche, wohlthötige, verbindliche, von der höchsten Weisheit gegebene Gesetz sichert den Unterhalt der Menschen, und bestimmt, nach Zahl und Maaße, die wechselseitigen Rechte und Pflichten derselben. Streitet nun dieses Gesetz, welches wir so strenge-gerecht finden, wider die Leidenschaften verkehrter Menschen; so mögen sie nur darüber nicht mit uns zanken, sondern mögen mit Gotte, mit ihrem unumschränkten Beherrscher, der es uns ins Herz geprägt hat, streiten, oder mögen vielmehr zittern. Zweifeln sie an der Sanction eines so ernstlich gebieten— den, so evidenten und so bewundernswürdigen Gesetzes; so wird solcher Zweifel, der bloß aus ihrem verkehrten Sinn entstehn kann, sie selbst in Furcht setzen und martern: denn in diesem Punct ist das Zweifeln selbst schrecklich. Suve— räne und Minister, denen diese Theokratie an— vertrauet ist, mögen hieraus schließen, wie wich⸗ tig ihr Beruf, und wie gefährlich derselbe sey. 4. Die Metaphysik, die den Verstand, zwar sir oder Tpor eben nicht zur anschaulichen Evidenz, aber doch Wissenschast. zur innigen Ueberzeugung von der Existenz der ersten und allgemeinen Ursache, des Wesens in der vollkommensten Bedeutung, der nothwendi— gen höchsten Intelligenz, und des unumschränk⸗ ten Willens einer unendlichen Macht führt, welche über 276 Zehntes Capitel. Verhältnisse über das Welt-All herrscht. Nimmt man nicht Ill 0 die Demonstration dieses so gar nach den physi⸗ ö0 schen(D Ursachen nothwendigen Wesens an; so nath ist die Metaphysik weiter nichts mehr, als eine sagt. hypothetische und gefährliche Wissenschaft. 7. uuche Die Gramma⸗ 5. Die Grammatik, die in Entfaltung, Aus⸗ Wil s seuschast, 20065 sprechung, Eröffnung und Mittheilung unsrer Kamn danken mitzu⸗ Gedanken besteht. Dieß ist die Kunst, die Ge⸗ Mynt/ 40. danken zu erforschen, sie zu zergliedern, zu gene— Mobel ralisiren, zu specificiren, zu verknüpfen, zu ord— Narscht nen, abzubilden. Ohne die abstracten, concre— Hante ten und zusammen-gesetzten Benennungen der Ruden Formen, der Eigenschaften und der Würderun⸗ schnn gen der Dinge; ohne die Aus-einander ⸗setzung hn und methodische Ordnung der Gedanken durch Hn Aussprache und Schrift würden keine Metaphy— vhi, sik der Begriffe, keine bestimmten Kenntnisse von 17 den Operationen des Verstandes Statt finden. hn A Mithin ist die Grammatik nicht bloß eine an Zuchta Vorschriften und Regeln gebundene Kunst, son— bdchs dern eine vorläufige, contemplativische, sehr du weitläufige, sehr lehrreiche, und zur Vervoll— uh, kommnung des menschlichen Verstandes unent— Gscht behrliche Wissenschaft. Sie ist die Dolmetsche— AIn rinn aller andern Wissenschaften, der Gedanken—* Mittheilung zwischen Mensch und Mensch, aller Akt un wechselseitigen Verpflichtungen und Belehrungen. Isdh uu ö ö ů hf Die Geschichte 6. Die Geschichte, die uns, aus der Er— Macha oder Rückerin⸗ nerungs⸗Wis⸗ fahrung, von den Thaten der Menschen, und unr⸗g senschaft ver⸗ von den Vorfällen, welche sich vor unsern Zeiten eh . Vorz ereignet haben, unterrichtet; die uns warnt, atllstt vor den Ausschweifungen der Menschen auf l unsrer s () Mehr wohl noch nach den moralischen. U. n Ren Ns⸗ Rste Gu hene⸗ ord⸗ hete⸗ àder derun⸗ dhung dllech ꝑphy⸗ von den. an son⸗ scht ervol⸗ ment⸗ elsche⸗ mken⸗ aller neh. der Et⸗ 9, d 3e warnt, f uster ————————————— 28 der Ausgaben zur Industrie. 0 72 unsrer Huth zu seyn; und die uns von dem be— ständig einformigen und wohlthätigen Gänge der natürlichen und physischen Ordnung über— zeugt. 7. Die Logik, die Rhetorik und die Poetik, rn höhern ünste. welche nicht Wissenschaften, sondern Künste sind, weil sie zum unmittelbaren Gegenstande nicht Kenntnisse, sondern eine Fertigkeit im Räsonne— ment, und im überredenden und anmuthigen Ausdruck haben, welche sich auf Regeln und Vorschriften gründen, die den Witz und das Genie wecken, bereichern und leiten. Eben so muß man die andern höhern Künste des Ge⸗ schmacks und des Prunks ansehen, die den Völ⸗ kern zur Zierde dienen, und durch die sie sich die Achtung und Hochschätzung andrer Völker er— werben. ö Aus diesem flüchtig gethanen Blick auf die Die prakti⸗ Fruchtbarkeit und den Einfluß derselben auf das Gedeihen und die Erhaltung der Staaten, auf die Fortschritte der Industrie, auf den Unter— richt, auf den Genuß, auf die Sitten, auf die Gesetzgebung, auf die Policey, auf die Rechts— Kunde, auf die Arztney- oder Heil-Kunst über— haupt, auf die Politik, und auf die Ruhe der Völker beurtheilen. Stellet euch einmal Men— schen vor, denen es an diesen Intellectual— Mitteln fehlt; so werdet ihr einsehn, daß solche Menschen zu dem Range der wilden Thiere her— unter⸗gesetzt, von aller Sicherheit des einen vor dem andern, und von allen den Einsichten entblößet seyn müssen, die dazu gehören, wenn sie jemals zum Genusse der Menschen-Rechte, und zur Existenz der größten Menge von Men⸗ schen gelangen sollen. ö 35 Die ————2— höhern Wissenschaften und Künste kann man die scaf Wissen⸗ aften. 278 Zehntes Capitel. Verhälknisse Die Menschen müssen sich in ihrem Verhalten nicht bloß nach ungefähren Kenntnissen richten; vielmehr müssen sie sich von den Wissenschaften, dieß heißt, durch Entwickelung der Kenntnisse leiten lassen, von den Wirkungen zu den Ur— sachen, und von den Ursachen zu den Wirkungen fortzuschreiten. Ohne diese Einsichts-Erweite— rung können sie weder in der bürgerlichen, noch in der ökonomischen Ordnung das geringste mit Verstande bauen oder bessern. Nun dehnen sich aber die bürgerliche und die ökonomische Ord— nung, von der allgemeinen Regierung einer Nation her, bis auf die Privat-Regierung jeder Familie, und bis auf jedes Geschäffte des Staats⸗ Bürgers aus. Nur also durch die Wissenschaf⸗ ten wird der gute Erfolg des Verhaltens der Menschen, der glückliche Fortgang ihrer Ge— schäffte, und das Gedeihen der Länder gesichert. Vor den Wissenschaften fürchten sich auch nur diejenigen, denen alles Mögliche daran gelegen ist, daß der Schleyer, der jeden Unterschleif und Betrug verhüllt, nicht aufgedeckt werden möchte. Unentbehrlich. Dieß ist die Höhe, aus welcher ächte Politik latiorshen und den ersten Aufflug, den Gang, die Fortschritte, der praktischen und die Anwendung der Wissenschaften und Wissenschaften Kunste betrachten muß. Aus diesem Gesichts⸗ zum Gedeihen der Staaten. Puncte wird man deutlich einsehn, daß die Mensch⸗ heit mit Rechte das Andenken derjenigen Für— sten und Minister verehrt, welche die Beförde⸗ rung der Wissenschaften und die Begünstigung der Künste als eine ihrer ersten Amts-Pflichten betrachtet haben. Freylich haben zum öftern Hoffart, Ruhmsucht und Behagen an Schmeiche— ley diese väterliche Sorgfalt dadurch verunehret, daß sie dieselbe mit einem Firniß von Bestechung, Ver⸗ —***—.— ——22—2222 Rübe x V Cab Iiden nüdto⸗ in Wl chend ͤ sl H Hn Iich hett.! rannr aber ber fl ll V hen N lacht al Hiten t Dn⸗ lass Ibewi shft sealt Elhet Echah c d! Kunset Gsht Nad Ipustr seem i Hlojo der Ausgaben zur Industrie. 279 lin Verschwendung und Ausschweifung beschmitzten: h aber wenn Mißbräuche nothwendig Verwerfung 20 der Sache mit sich brächten; wo ist wohl hie⸗ uise nieden die Sache, die nicht verworfen werden AE. müßte? Die Mißbräuche liegen in dem Menschen un und in seiner Frepheit; aber das Gute und die vatze Tugend liegen auch darinnen, und sind da noch ah obendrein an ihrer natürlichen Stelle. Alles, et was der Mensch aussinnen und ausführen kann, nsh hat seine Stelle und seinen natürlichen Rang in drb den Handlungen der Tugend und in deren Fülle. untt Alle Verwechselungen hierinnen rühren bloß aus der Irrthum und Einsichts⸗Mangel, aus Verkehrt⸗ aatd heit, aus übel⸗verstandenem Eigennutz her. Man Hschaf⸗ kann nicht anders gehn, als mit Hülfe der Beine; 5 det aber auch mit den Beinen ist man nicht sicher 6 vor Fehltritten. Wolltet ihr nun wohl, um cHt. nur dieser Gefahr auszuweichen, jenen skepti— nur schen Reformatoren Gehör geben, welche viel— Igen leicht alle Hülfs-Mittel ihrer Beredtsamkeit auf⸗ schlif bieten könnten, euch von der Nothwendigkeit der voden kaonn sih ünn überzeugen? Die Menschen lassen sich sammt und sonders von einem un⸗ Polit überwindlichen Hange zur Glückseligkeit leiten: hritt, schaffet ihnen Licht auf dieser Bahn; so werden 1 Und ö sie alle mit einander die gleichste und geradeste schts⸗ Straße erkennen, und werden auf derselben mit Nusgjß Sicherheit fortwvandeln. Eine Regierung, wel⸗ u. che die Wissenschaften geringe schätzt und die dfd⸗ Künste verschmäht, ist Feindinn der menschlichen iun Gesellschaft, und Dienerinn des Chaos. Hchin—. Räfm Nach diesem auf die Eüs der aufgeklärten b.r Bau aulths Industrie gethanen Blicke müssen wir uns, un in ber Fron, 1 serm Plane gemäß, auf die Betrachtungen über mischen Ord⸗ sün die ökonomische Industrie einschränken;— ein⸗ nung. Yu S 4 schränken, 280 Zehntes Capitel. Verhältnisse schränken, sag' ich: und doch wird ein Blick der Wahrheit, auf diesen Gegenstand gethan, deut— lich entdecken, daß alles, was menschliche In⸗ dustrie noch so Erhabnes an sich hat, den be— ständigen und festgesetzten Regeln unterworfen sey, an die auf den ersten Anblick bloß die ein— fachen und mechanischen Künste des unentbehr— lichen Bedürfnisses gebunden zu seyn scheinen. Betrachten wir die Industrie in ihrem gan— zen Umfange, den Bedürfnissen der Menschen, und der Proportion gemäß, wie sie der Auf— wand, von dem sie in der ökonomischen Ord— nung eines Agricultur-Staates ihre Nahrung hat, mit sich bringt und leidet; so faßt sie in der Regel von selbst Fuß, und zwar nach Maaß— gabe und in der Proportion des Einkommens vom Territorium— so fern ihr natürlicher Gang nicht von der Staats-Regierung gestöhrt, oder mit Gewalt getrieben wird. Dieß ist das Principium, von dem ein weiser Staats-Wirth, der die Industrie gern erweitern möchte, aus— gehn muß. Dem zu folge sieht er vor allen Dingen zu, was das Bedürfniß erfodre: den District desselben überläßt er lediglich der Natur; er selbst nimmt einzig und allein den District der Begierde über sich. Hierüber muß ich mich näher erklären. Ich habe hier, zum Beyspiel, ein Terrein vor mir, das von Natur reichhaltig, und mir zum Beleben anvertrauet ist. Das erste, was ich zu thun habe, besteht in den Bemühungen, von denen im vorigen neunten Capitel gehandelt wurde; nämlich, Wege und Marktplätze zum Absatze zu öffnen, um den Verkaufs⸗-Werth zu bewirken, der das Land mit Bauern bevölkern, und N. Wcs N Hauh uf u ich vot didi scher füt 0 Hbh d 4 Nerdel Ral W i lihet plum Ichen WI WU ull Haen Mach fünft impf⸗ ssh H Sruen t ih RIIN Hach! sie bi Ueher si in Gagen Rehr; und g der Ausgaben zur Industrie. 28r ber und diesen Bauern Anlaß geben wird, ihre ul Arbeitsamkeit zu verdoppeln. Hiermit ist schon ⸗ die Hauptsache gethan. Komme ich nun hier⸗ le⸗ auf zu dem, was die Industrie angeht; so sehe A ich vor allen Dingen zu, was vor das Fach des in⸗ Bedürfnisses gehöre, indem ich mich ver⸗ bH sichert halten kann, daß die Natur von selbst . für diesen Artikel sorgen werde. Neine Bauern n haben nöthig/ mit Wohnung, Dach und Fach, 11 und Kleidung versehen zu seyn. Ganz gewiß M werden sich, so bald sie zu einigem Vermegen W gelanget sind, um sie her Menschen ansiedeln, 2 die im Stande sind, ihnen Hütten von irgend uu einer Art, unförmliche Schuhe und Strümpfe, 095 plumpe Kleider, und zwar alles dem unentbehr⸗ *, lichen Bedürfniß entsprechend, zu machen. Alles, nn ö was mir also noch zu thun übrig bleibt, besteht darinnen, daß ich bey ihnen die Begierde er— 0 wecke, die Kunst an sich zu ziehen, damit diese ab 4 ihnen gesündere Wohnungen, bequemere Schuhe heth und Strümpfe, und vollständigere Kleidungen 4235350. mache. Mit einem kleinen Theile von den Ein⸗ us künften, die ich von den Früchten des Bodens be empfange, trage ich zu den Vorschüssen, zu den lalu ersten Kosten der Einführung dieser neuen In⸗ 2— dustrie unter ihnen bey, damit sich meinen neuen nich Bauern die Waaren in einer Art von Ebenmaaße mit ihrem Vermögen darbieten. Nunmehr wacht Zundn die Begierde bey ihnen auf; ein jeder sehnt sich und m nach dem Genusse dieser neuen Bequemlichkeiten; se, u sie verdoppeln ihre Arbeitsamkeit, um sich einen Ihumn, ueberschuß von Vermögen anzuschaffen, welcher l sie in Stand setzen soll, zu dem Besitze solcher 1090 n Gegenstände ihrer Begierde zu gelangen. Nun⸗ Rub; mehr fassen die Leute, welche Industrie treiben ulmn und nun hinlänglich Sold und Arbeits- Lohn und S 35 vere * i/— —— Gränzen des Nutzens der Industrie. Mißbrauch der Industrie in der öͤkonomi⸗ schen Ord⸗ nung. verdienen, festen Fuß in der Gegend. Ihre Consumtion verstärkt den Absatz, und erhöht den Verkaufs⸗Werth der Lebens⸗-Mittel, und eben dadurch die Einkünfte, aus denen sie für ihre Arbeit besoldet werden. Mein Volk wird reich, und fängt an, Aufwand zu machen: es consumirt; es arbeitet; es producirt; und dieß ist der Zustand, den man Wohlhabenheit und Gedeihen nennt. Findet sich nun etwan unter der Anzahl von Gegenständen der Begierde, die ich meinen Bauern anzubieten für nützlich ge⸗ halten habe, einer oder der andre Artikel, dessen Fabricatur mehr Kosten nach sich zieht, als der Reichthum der Gegend an Grund und Boden zu bezahlen vermag; so wird dieser Artikel, und mit ihm die Manufactur, die ihn zu Markte brachte, von selbst fallen; und an diesem Ver— fall ist auch nichts weniger, als großer Schade, sondern vielmehr wahrer Gewinn: denn der Ehrgeiz, eine solche Manufactur besitzen und beybehalten zu wollen, würde ohnehin meine Bauern in weniger Zeit zu Grunde gerichtet haben. Wir werden dieses so gleich näher er— örtern. Sey indessen dem, wie ihm wolle; genug, dieß ist die wahre und einzige Manier, Industrie auf unserm Territorium zu säen, sie zu pflanzen und bekleiben zu machen. Wollte ich hingegen so denken und schließen: »da ist mir eine Nation anvertrauet, und diese »will ich reich und mächtig machen. Es ist »weltkundig, daß Handel und Verkehr die Völ— »ker reich macht; also will ich sie zum handeln— »den Volke machen. Der Nutzen eines Händels— „Mannes beruht darauf, daß er verkauft; hier⸗ »„aus folgt, daß mein Volk ein verkaufendes „Volk V dahe Dnie 3undet U 0 HdIs ohs U ahleh Raser Mie Nh Hi zun dabl slsee WII Hlcde llchti Mas dott, sarli W M6 M, m. in M Hemdd —L—h—I———— 2— X——————*, 4 der Ausgaben zur Industrie. 283 bre„Volk werden muß. Was sich am meisten mit He„Vortheile verkaufen laßt, ist das, was im 0„Verkauf am theuersten gilt. Dieser Vorzug „findet sich an den Industrie-Arbeiten; und er 0 Hist jederzeit um so größer, je kostbarer der— 0„gleichen Dinge sind. Folglich muß ich In⸗ M„dustrie unter meinem Volk einführen; und die »beste Industrie wird die ausstudirteste seyn“3—— ner so würde mich ein solches, in allen seinen Prin⸗ die cipien, und in allen seinen Folgerungen falsches e⸗ Räsonnement, im Grunde, himmelweit von sen meiner eigentlichen Absicht verschlagen; es wür⸗ * de mich verleiten, auf Sand zu bauen, rollende 1 Kiesel über einander zu thürmen, sie mit Asche Ind zu mauern, ein Gerüste von Pappe zu errichten, Prekäre, um irkt das Ganze mit Flittern einzudecken;— und der zuperlabige ö 5 Industrie. er⸗ erste Wind⸗Sturm würde so gar die Trümmern abe, von meinem Gebäude zerstieben. Denn, erstens, der würde ich ein handelndes Volk, dieß heißt, eine 5 kechtische, überall in der Welt herumstreichende Menschen⸗Legion bilden, die ihre Schätze da und Hhtt dort, weit und breit zerstreut hat, überall per— tte sönlich frey, zu Hause bloß dem Anscheine nach Sie kauft auf oll, unterthänig, und im Grunde doch überall frey, Meenang Hier und nirgend an etwas gefesselt ist; mit einem hinaus. sr Wort, ein Volk, welches nie eine Nation seyn ö kann. Zweytens, eine Legion von Aufkäufern Sie wird zus im Ausland, indem der zu Hause vernachläßigte In,3 Grund und Boden viel zu wenig abwerfen wür— MN 98 de— und von Verkäufern zu Hause; woraus 5 denn folgt, daß eine solche Aufkäufer⸗Legion Hll ihre Profite auf Unkosten des Wenigen machte, was mir noch üͤbrig bliebe. Drittens, je mehr b. also diese industriosen Menschen verkauften, desto hir⸗ großer würde für mich der Schade werden. Sie it ver⸗ 11 Viertens, würden mir aller Augenblicke meine ganalich. Federn Klägliche Irr⸗ thüͤmer in An⸗ 284 Zehntes Capitel. Verhältnisse Federn zur Beförderung und Unterstützung ihrer Industrie unter den Händen springen: denn andre Völker, welche mehr Sorge für ihr Terri— torium trügen, und folglich besser im Stande wären, Industrie zu besolden, würden mir sie ohne große Mühe gar bald abspänstig machen. Niedriger Preis der Lebens-Mittel freylich wür— de mich, da er immer dem niedrigen Preise des Soldes der Arbeiter zum Maäßstabe dient, wohl in Stand setzen, einigen Vorzug in der Concur— renz zu hoffen: allein dieser scheinbare Vortheil, der von so unseligen Folgen ist, in wie fern er die Ursach und die Frucht von dem Verfalle mei— ner Einkünfte ist,— der so unzuverläßig ist, in wie fern wahre und bleibende Industrie nur Tochter des Ueberflusses ist; dieser vermeynt— liche Vortheil, sage ich, verschwindet wieder im nämlichen Augenblick, in wie fern sich die In— dustrie armer Völker genöthigt sieht, die Con— sumtion ihrer Werke weit außer Landes in der Ferne zu suchen, da hingegen die Industrie rei— cher Völker die Consumtion ihrer Werke zu Hause findet. Mit einem Wort, es wird mir alles, der Fond so wohl, als die Form, unter den Händen sichtbarlich verdorren; und ich werde mich mit einmal nicht nur arm, indem es mir an allem fehlt, sondern auch noch obendrein gänzlich zu Grunde gerichtet befinden. Gleichwohl hat man auf eben diese Grund— sätze, im vorigen Jahrhunderte, die Industrie eines großen und blühenden Agricultur-Volkes zu gründen vermeynet. Man richtete damals bey der Industrie sein Absehen lediglich auf den Vortheil, ausländisches Geld ins Land zu zie— hen; aber man verdämmte zugleich die währen Canäle HatR Ftha Ahn e rised uht. alen di d fhhj Ml R N habe 0 husth haln I 10 w Vat. Werarn immet n W Mol U Hsst i Musst Mhen Huns. ossteck suchten Nabricg nit Ein Har halh 57 U der Ausgaben zur Industrie. 283 hrer Canäle zur Verstärkung dieses unächten und un⸗ enn fruchtbaren Fond's, der bloß durch ein Arbeits— ri⸗ Lohn erzielet wird, welches auf dem niedrigen de Preise der Früchte des producirenden Fond's be⸗ e ruht. In der That, da man sich einzig und n. allein angelegen seyn ließ, der Hand--Arbeit des vir⸗ Landes den Vorzug auf dem Universal-Markte dis der Phantasien des ganzen Europa zu verschaf⸗ wohl fen; that man alles Mögliche, die Lebens⸗ rut⸗ Mittel zum unentbehrlichen Bedürfniß in niedri— heil gem Preise zu halten, damit der wohlseilere Ret Lebens⸗Unterhalt der Arbeits-Leute die Arbei⸗ Mi⸗ ten derselben desto wohlfeiler machen sollte. Ich st. in habe schon weiter oben so vollständig dargethan, nux was für Verderben aus einem solchen Mißgriff ynt. entstehn mußte, daß ich's hier nicht zu wieder⸗ in holen brauche. Eine solche Maschine im Gange Iu- zu erhalten, ward allmählich um so schwieriger oh- und mühseliger, je unfester sie zusammen⸗gesetzt d war. Da die Nation von Tage zu Tage mehr verarmte; so wurde sie auch von Tage zu Tage tii⸗ immer mehr unfähig, ihre eignen Manufäcturen Naase 10 zu unterhalten, und mußte sich's gefallen lassen, den daß ihre Erfindungen zur Belehrung und zum ö erde Modelle für ihre Nachbaren dienten, die zwar mn von Natur nicht so industrios, aber dafür desto dan besser im Stande waren, der Bedürfniß⸗ Industrie zu thun zu geben, und dieß so gar zum Rutzen des Absatzes der Fruchte des Territo— IINN riums. Da wir aber diese Nachbaren mit der umt ansteckenden Seuche unsers Luxus zu vergiften W suchten; ö so mußten wir nunmehr aus unsern ml Fabricationen Geheimnisse machen, mußten uns — mit Einfuhr-Verboten,(in denen uns jedoch . gar bald Gleiches mit Gleichem vergolten wur⸗ 0 de,) wider ausländische Nachahmung waffnen, l und 386 Zehntes Capitel. Verhältnisse und mußten am Ende gar die politische Einrich⸗ tung, die Gewaltthätigkeit und die Waffen in das Interesse der Erhaltung einer Industrie zie⸗ hen, welcher um so mehr daran lag, ausschließ⸗ lich zu werden, je weniger sie sich einer nahen und vortheilhaften Consumtion versichert halten durfte. Die Wirkung von allen diesen vielfältig angewandten Bemühungen fiel gerade so aus, wie sie ausfallen mußte— gänzlich wider ihren Zweck. Die Nation wurde durch die Einfuhr⸗ Verbote, und durch die dazu kommenden Kriege, nur noch ärmer. Alle zu ihrer eignen Con⸗ sumtion bestimmten Mannfacturen fielen, weil sich die Nation bereits außer Stande befand, zu consumiren; und nun mußte das politische Phantom der Industrie wieder auf die Manu— facturen des rafinirtesten und frivolsien Luxus verfallen, um nur die Begierden der Ausländer zu reizen, da sie itzt nicht weiter mit dem, was sie vorher beburft hatten, versorget zu werden brauchten. Galanterie-Kram, Spiegel, Tape⸗ ten, Porcellan, Seiden-Waaren in ausstudirten und vergänglichen Desseins, Gold- und Silber⸗ Stoffe wurden nunmehr die Zierden des Schlan— gen⸗Stabes dieses neuen Wegweisers zum Flusse der Vergessenheit. Man erregte bey dem regie— renden Herrn die Neigung zur Pracht, erhob damit eine dürre und kleingeisterische Neigung zur Würde einer Staats-Maxime, und machte eine Niederlage von Schnörkeleyen, kurzen Waa. ren und Moden-⸗Veränderungen zur Nahrungs⸗ Quelle für eine Nation, welche von der Natur mit dem Thau des Himmels und mit der Fettig⸗ keit der Erde verschwenderisch gesegnet worden war. Wie 0 Wsst abtd uiune chdg, ö diß wit Woten; diget L f H Sriot dtti wonit behtal berml thuf, 10˙ 0 sh get! hit hole ryg, W in der 2 Rung, Sallen unh, ij .W lb hiht! schtgho: NM Vo zuf dad3 24 M e Einh hug) Lerden,, Gangen I1o W Wahekn der Ausgaben zur Industrie. 287 rich Wie sollte gleichwohl eine schon dürftige und zu Grunde gerichtete Nation zu alle dem gelan— sier gen köͤnnen? Gesetzt auch, sie brächte es weit iche genug, um im ganzen Ernste zu glauben, daß N dieß wirklich Schätze von jährlichem Einkommen Wun wären; so befindet sie sich doch immer nothwen— Ralz diger Weise in dem Falle von Virgils Thieren, auz Sic vos non vobis.——— hrer Sie muß folglich in aller Demuth dem Galla- Unächte He⸗ fuht⸗ Luxus Deutschlands, und den öffentlichen Hof⸗ lan Ler at/ iith, Cärimonien Englands fröhnen. Unsre Stoffe, udirten und Eel im Preis hinauf getrieben durch alle die Abgaben, Wil womit der Fiscus die Industrie einer Nation, die fnd, beynahe gar keine andern Fonds mehr hat, un⸗ Hshe vermeidlich überladen muß, werden nicht nur anl theuer, sondern auch noch obendrein geringhal— Rus tig: und da sie bey allen reichen Völkern ohne— * hin gar bald nachgemacht werden; so würden 8 wir vollends um diese noch übrigen Mittel kom⸗ In men, wenn nicht unser Geschmäck in Desseins, W⸗ in der Anordnung der Farben und deren Wir— kung, in den bald geraden, bald gewundenen Iben Säulen, in den Blumen-Ranken, in der Glät⸗ llan⸗ tung, in den Zacken, in Chenillen, in Fransen, lust M. s. w. so unnachahmlich wären, daß sie durch⸗ 1 aus nicht ihres Gleichen haben. Hierinnen be— 10 steht also nunmehr die ganze Industrie und der ganze Wohlstand einer großen Nation, gebaut i auf das Talent einiger jungen Leute,(Cnicht über 0 24 Jahr alt; denn wenn diese vorbey sind, ist in die Einbildungs-Kraft schon nicht mehr lebhaft n genug,) welche in die großen Städte geschickt „n werden, etwas zu lernen, und auf den Spazier⸗ Gängen den Effect der Farben am Tages⸗Licht, a und den Wiederschein derselben beym Scheine der Wachskerzen und Lampen in den Schauspielen zu 90 studiren, Ansschweisung solcher täu⸗ schenden In⸗ dustrie. 288 Zehntes Capitel. Verhältnisse studiren, um hernach in einem Cabinette, wel— ches mit allen Schattierungen, die aus Newton's Prisma kommen, versehen ist, neue Desseins und wunderbare Zusammenstellungen auszusinnen.— Ich muß nur lachen, ob ich wohl eher geneigt wäre, es dem Heraklitus nachzuthun, wenn ich ein Bruder-Auge auf die Irrthümer der Mensch— heit, dieß heißt, auf die traurigen Schicksale derselben werfe. Indessen läßt sich so gar ein solcher Schat— ten von Reichthume nicht einmal behaupten, ohne daß dadurch die noch etwan übrigen Früch— te eines kränkelnden Staates vollends verschlun⸗ gen würden. Die Vornehmen wollen sich, nach dem Beyspiele des regierenden Herrn, durch glänzenden Außenschein und Prunk-Luxus aus⸗ zeichnen: und wenn nun diese Verarmungs— Quelle noch zu derjenigen kömmt, die vorher schon aus dem Verfall ihrer Güther entstanden ist; so können sie hernach nicht anders mehr be— stehn, als im Solde des Fiscus, oder durch schänd⸗ liche Kunstgriffe der Unterschlagung öffentlicher Gelder, und durch niedrigen Handel mit dem Cre⸗ dit, in dem sie bey Hofe stehen. Dieser Credit, die Frucht der Intrigue und unabläßiger Aufwar— tung bey Hof, erfodert beständige Gegenwart an dem Wohnsitze des bleibenden Monopoliums, und folglich unaufhörliche Selbst-Verbannung aus den Gegenden, wo ihre Besitzungen liegen. eithin werden diesen die Salvegarde ihrer Ge— genwart, und die Vortheile von dem Rückfluß ihres eignen Aufwändes entzogen, der, wie wir oben gesagt haben, überall so nothwendig ist. Statt dessen suchen dergleichen Güther-Besitzer vielnehr aus ihren Besitzungen so viel, als mög⸗ lich, herauszuziehen, und sie möglichst in Contri— bution ulh Fhihet s he en M In fian HWhu den a gld⸗ W Sclun Rem Ibels te M tiih in N ru i f Muflhge, RMshtte Ind al werden tine N Ivaigt vusug Mss silecher ale soch (bondé r Sed Ind zu! Wninss bon reick bon vetb und doc isen. 45 un Nasd Hickalt Schat— Upten, Hrüch⸗ schun⸗ H vach Ddurch 8 aus⸗ jungs⸗ vorher unden e be⸗ Hand⸗ Wchee dem Ere⸗ edit, di lufwat⸗ Hart ant Hlums, n⁰eng eyn. cet Oe⸗ Vütfß i it undiz R. .Dh abut⸗ Halllis Hulion —̃— —⸗— der Ausgaben zur Industrie. 289 bution zu setzen. Da findet kein ehrlicher und nützlicher Umgang in den Gegenden des Wohn— sitzes ihrer Vorfähren, keine Verbindung zwischen ihnen und ihren Pachtern, keine Barmherzigkeit gegen die kleinen Unter-Pachter, keine Unter— stützung der armen Bauern mehr Statt. Die Holzungen werden ausgehauen; die Häuser wer— den abgetragen, oder fallen ein; man hilft fast geradezu selbst mit zur Verwüstung seines Fonds, und am Ende dürfte sich wohl alles in den Schlund der Hauptstadt verliehren. Da werden denn, in solcher Lage der Dinge, alle Reichen unbekannte Menschen seyn, und alle unbekann⸗ te Menschen können sich da Hoffnung machen, reich zu werden. Alsdann wird die Wirthschaft in Luxus, der Handel in Monopolium, die Regie— rung in fiscalische Gesetzgeberey, der Fiscus in fruchtlose Steuer, die Contribution in indirecte Auflage, in Beraubung, in Plünderung an dem gestöhrten Handel, an der gestöhrten Industrie, und an den Consumtionen ausarten. Alsdann werden alle Arten von Beraubung zusammen eine Nation anfallen. Die Administrations⸗ Zweige werden sich vervielfältigen, um die Er⸗ pressungen des Fiscus allenthalben und auf alle Weise zu erweitern. Jeder solche Zweig wird seine Gierigkeit in eignen Schindereyen auslassen; alle solche Schindereyen werden ihre Pachter (abonnés) finden, und werden gemeinschaftlich zur Bedrückung und durchgängigen Verwüstung, und zu den Mißbräuchen einer ruchlosen Unter⸗ Administration mitwirken. Die Stadt wird don reichen Müßiggängern schwellen, die sich von verbotenen, keiner Nachrechnung fähigen, und doch zuverläßigen Profiten nähren und mästen. Diejenigen Reichen, die vermöge ihres W. A. P. 2. B.* Standes Die Prunk⸗ Industrie er⸗ regi Luxus. 290 Zehntes Capitel. Verhältnisse Standes und der Beschaffenheit ihrer Habe weder gegen die Gesellschaft, noch gegen den Fonds des Territoriums an irgend etwas gebunden sind, würden nicht einmal glauben, daß sie ihrer Schätze genössen, wenn sie solche nicht miß⸗ brauchten. Sie stürzen sich also um so hitziger in alle Mißbräuche des Gesuchten und Ausstudir⸗ ten, je weniger sie zu Regeln der Mäßigkeit und des Schicklichen erzogen worden sind. ö Die Leute, die für den Luxus arbeiten und mit Luxus⸗Waaren handeln, legen solchen Men⸗ schen, so viel sie können, alle ersinnliche Schlin⸗ gen des Prunks. Planue quiqam villas opipare exstruunt, et domos ditissime exornant, et familias numerosissime comparant. Sed in iltis omnibus, in tanta affluentia rerum, nihil est indignum praeterquam dominus aedium. Auf diese Art stürzt sich eine zu Grunde gerichtete Nation durch ruinssen Luxus vollends ganz ins Verderben. Wir wollen uns bemühen, die wichtige Streit-Frage vom Luxus nach den Principien, obwohl nur summarisch, von Grund aus zu erörtern. Vorher aber lasset uns jene Fundamental-Maxime gesunder Oekonomie, mit der wir oben angefangen haben, wiederholen. Betrachten wir die Industrie inihrem ganzen Umfange, den Bedürfnissen der Menschen, und der Proportion ge⸗ mäß, wie sie der Auf wand, von dem sie in der ökonomischen Ordnung e i⸗ nes Agricultur⸗Staates ihre Nah⸗ rung hat, mit sich bringt und leidetz so faßt sie in der Regel von selbst Fuß, und zwar nach Maaßgabe und in der Proportion des Einkommens + vom 997 scet Fgie getti — W es D , ml U Rißihen Minb dan Mte Nprd lultur⸗ Lohhb⸗ Hhenss ihr is wieder Preis das de Ols Rx velce d laten n Ihnö der Ausgaben zur Industrie. 291 oder vom Territorium— so fern ihr natür⸗— des licher Gang nicht von der Staats⸗ syd, Regierung gestöhrt, oder mit Gewalt hrer getrieben wird. un Der Luxus, der diese Industrie belebt, müsi und der nicht über die Gradationen des Stan⸗ N 10 des und der Vermögens Umstände der Staats⸗ ö Bürger hinaus geht, ist kein schädlicher Luxus; ja, nach der Strenge zu reden, ist er nicht ein⸗ mal eigentlicher Luxus. Dieses erfodert eine Nund genaue, auf Principien gegründete Unterschei— Hi dung; und die Demonstration des Unterschiedes Laln⸗ nöthigt uns unausweichlich, unsre ökonomischen W Haupt-Maximen in der Kürze zu wiederholen. At, e 90 Luxus ist überflüßiger, der Repro⸗ 56 Luxus nili duction nachtheilicher Aufwand. Jun. Will man die verderblichen Folgen des über— Verderblich ichtete mäßigen Decorations⸗Luxus, durch den die iekungen ins Ausgaben bey der sterilen Classe vermehret wer— esselben. „ Nr den, ohne Mühe begreifen; so darf man nur du Acht auf das Fundamental⸗Principium der Nsrund Reproduction der jährlichen Schätze eines Agri— ius sne cultur-Volkes haben, welches dieses ist: die nie, mit Landwirthschaft macht nicht nur den rholn. Lebens-Unterhalt derer, die sich mit ihten ihr beschäfftigen, sondern auch den issen wieder aufleben, den sie zu gutem on ge Preis an diejenigen verkauft, die ou den das Land nicht bauen. u Diese Totalreproduction erfodert also vorläu⸗ 9— 10 fig drey Bedingungen: die erste, daß die Menschen, —930 welche die Landwirthschaft treiben und daran ar— 1 beiten, im voraus während ihrer landwirthschaft⸗ U lichen Geschäffte und Arbeiten ihrenUnterhalt zu Be⸗ amnens n 2 friedigung 3— 292 Zehntes Capitel. Verhältnisse friedigung ihrer Bedürfnise haben; die andre, daß ihnen der Unterhalt der Consumirer von den andern Classen abgekauft werde, damit sie sol⸗ chen zum Wieder⸗aufleben bringen, und Ein— künfte für die Grund⸗Herren und den Suverän aufbringen können; und die dritte, daß ihnen dieser Unterhalt zu einem Preise bezählet werde, der nicht nur die Kosten der Cultur⸗-Geschäffte zu ersetzen, sondern auch starke Einkünfte zu liefern hinreicht. Der Reproductions-Theil, von dem die Menschen, die das Land nicht bauen, leben sol⸗ len, macht das Einkommen der Eigenthümer der Ländereyen, und das Dienst⸗ und Arbeits-Lohn derer aus, die mit den Arbeiten und Diensten der sterilen Classe beschäfftiget sind. Dieses Ein— kommen und dieses Dienst⸗ und Arbeits-Lohn gehören keinesweges den Arbeitern von der re— producirenden Classe, indem sie den Fonds des Unterhaltes für die andern Menschen ausmachen. Damit aber eines so gut, wie das andre, seinen ununterbrochenen Fortgang habe, muß dieser Fonds reproduciret werden, und zu dem Ende der reproducirenden Classe wieder zu Händen kommen. Dieses geschieht durch den Verkauf der Producte, die diesen Fonbs vorstellen, wel— cher gänzlich an den Cultur-Unternehmer zurücke kömmt, damit ihn dieser zum Wiederaufleben fördern könne: denn alle Ausgaben, die an die Landwirthschaft bezahlet werden, müssen von der Landwirthschaft wieder ersetzet werden. Aber der Unterhalt der Leute von eben dieser Classe muß ihnen gänzlich eigen seyn: sonst würden die Landwirthschafts⸗ Geschäffte in Verfall kommen, und die Reproduction oder der Nachwachs end— lich zu nichte werden. V Wenn Da etut itt,al HN somwer 8 arbeit Case , ausit. 50 abiith Ren muns Ein Makerid ptoduri in; s Uchen! wachs: vurnmn MI. dun ur Ul Errauff Zuwat Rann an Epurae eine iur lloßt Zushabg abern bre, den sol⸗ din⸗ ean U Hede, häfte te zu die sol⸗ r der Lohn ensten Ein⸗ Lohn ke⸗ bes chen. wunen Mer Ende unden ruf yel⸗ wücke Riben n die in boll . Iber Case den die ammie ⸗ Wann der Ausgaben zur Industrie. 293 Wenn also die Güther-Besitzer oder die Steuer ein Einkommen bezögen, welches stärker wäre, als der reine Ertrag, den die Cultur über die Kosten ausliefert; so würden sie ihr Ein⸗ kommen selbst zerstöhren. Folglich gereicht alles, wodurch den Be— arbeitungs⸗-Kosten, welche die producirende Classe an den Grund und Boden zu wenden hat, etwas entzogen wird, zum Verderben der Nation. Folglich dient jeder Zuwachs zu den Be⸗ arbeitungs⸗Kosten, der eben dieser Classe zu⸗ gewändt wird, zur Vermehrung des Einkom— mens der Nation. Wenn also durch den Prunk-Luxus die Aus. gaben bey der sterilen Classe, zum Nachtheile des Einkaufes der Lebens-Mittel und rohen Materialien vom innländischen Zuwachse bey der producirenden Classe, vermehret werden woll— ten; so würden dadurch die landwirthschaft— lichen Benutzungs-Arbeiten, und der Nach⸗ wachs der jährlich wieder-auflebenden Schätze verringert, und die Nation in Armuth gestürzt werden. Nun fällt aber wohl in die Augen, daß durch Uebermaaß des Decorations ⸗-Luxus das Einkaufen der Lebens-Mittel vom innländischen Zuwachse verringert werde: denn dieser Luxus kann anders nicht Statt finden, als durch Sparerey an eben diesem Einkauf, indem man, bey einer bestimmten Reichthums⸗Quantität, zur bloßen Beraubung nicht auf einer Seite die Ausgaben vermehren kann, ohne sie auf der andern zu mindern. +3 Wenn 294 Zehntes Capitel. Verhältnisse Unächte Ver⸗ Wenn aber der Luxus, wird man sagen, aun. dessolbst zu Vermehrung der Schätze diente; so würde er wohl dadurch bestehn können, daß er die Ausgaben der sterilen Classe vermehrte, ohne sie bey der producirenden Classe zu verringern— indem die Ausgaben der erstern wieder an die letztere, und so nach wechselsweis und unabläßig von einer zur andern kommen. Alsdann würden wir freylich nichts gegen die Totalität dieses wechselseitigen Wieder-Ein⸗ ganges zu erinnern haben: aber es würde doch immer drauf ankommen, ob sich das wunder— liche Paradoxon beweisen ließe, daß über— mäßiger Prunß⸗Luxus selbst eine Reichthums⸗Quelle sey, durch welche die Menge der Leute von der sterilen Classe, und deren Unterhalt vermehret werden könnte. Denn hierzu würde eine Unterhalts-Vermehrung er— foderlich seyn, welche diejenige, die jährlich aus den Arbeiten und Ausgaben der producirenden Clässe wieder auflebt, überstiege. Sonst kann dieser Luxus, daß wir's nochmals wiederholen, anders nicht Statt finden, als durch Sparerey am Einkaufe der Lebens-Mittel vom innländi— schen Zuwachs; einer Sparerey, wodurch die Geschäffte der producirenden Classe vermindert, und dagegen die Geschäffte der sterilen Classe vermehret werden. ö Will man sagen,(und man sagt es in der That,) eine solche Sparerey vertrüge sich nicht mit dem Decorations-Luxus, nicht einmal mit diesem höchst ausschweifenden Luxus, weil die Zunahme an Arbeitern und Unterhalte bey der sterilen Classe, durch das Einkaufen eben dieses Unterhaltes bey der producirenden Classe, immer fort⸗ sirit ag Re Rutod De ded M Miihe susds em A gue Ruul⸗ Iung u 9 f Mitte ohned nihtẽ Landyr Ehthen R Mar duch W mihch auffebe Ponct: nan gs sttht xn Ein lelbare shitht, sterile bleibt s˙ I besche duttio! wande6 gemacht voN gen, so f er ohne — e Hlß gegen Ein⸗ doch uder⸗ übet. kihe elche „unde Demn jet⸗ aus Nden n chobgh, Hretty Hndi⸗ de dert, Case in det ncht Il mit il die 0 dil bls nmer fott⸗ der Ausgaben zur Industrie. 2953 fortwährt, und mithin der völlige Wieder-Ein— gang dieses Aufwandes, bey der sterilen Classe, der producirenden immer gesichert bleibt? Das kann wohl seine Richtigkeit in Ansehung des Aufwändes zum Ankaufe derjenigen Luxus-— Artikel haben, welche auf die Ordnung der Wohl— stands⸗Tabelle beschränket sind: allein von die⸗ sem Aufwand ist hier die Rede nicht, sondern gerade von dem Aufwande derer, die einem Prunk ⸗Luxus, welcher jene ökönomische Ord⸗ nung überschreitet, nachhängen, und sich deß⸗ halb zu einer Sparerey am Einkaufe der Lebens⸗ Mittel von innländischem Zuwachse gewöhnen, ohne die dergleichen ULebermaaß von Prunk⸗Luxus nicht Statt finden könnte, und mittelst deren die Landwirthschaft immer mehr und mehr von den Schätzen entblößet wird, mit denen die Kosten der Bearbeitung des Bodens bezahlet werden, durch welche die Schätze, die von den Menschen täglich consumiret werden, jährlich zum Wieder⸗ aufleben gelangen sollen. Denn der mysteriöseste Punct der besten Vertheilung der Ausgaben, den man gehörig verstehn und nie vergessen muß, be⸗ steht darinnen: je mehr die Aufwendung der Einkünfte einer Nation unmit⸗ telbar an die producirende Classe ge⸗ schieht, ohne erst durch die Hände der sterilen Classe zu gehn, desto mehr bleibt davon der producirenden Clas⸗ se, zum Vortheile der landwirthlichen Geschäffte und zum Besten der Repro⸗ duction der Einkünfte. Je mehr Auf⸗ wand hingegen an die sterile Classe gemacht wird, desto mehr entgeht da⸗ von den Geschäfften der produciren⸗ & 4 den 296 Zehntes Capitel. Verhältnisse den Classe, und desto mehr nimmt der jährliche Nachwachs ab. Dem bloßen Räsonnement ist dieses nicht so leicht begreiflich; aber den entscheidenden Ausspruch hierüber zu thun, gehört für die Rechenkunst. Sollte man nicht überdieß noch sagen kön⸗ nen, daß Uebermaaß im Decorations-Luxus nur solchen Völkern schaden werde, die keine leichte Gelegenheit zum Handel mit Lebens— Mitteln von eignem Zuwachse nach dem Aus⸗ land haben, oder denen die Freyheit zu diesem Handel geradezu abgeschnitten ist— weil der— gleichen Völker dem Absatze der Producte, der in ihrem einheimischen Handel gerade durch das Uebermaaß des Luxus gehemmt wird, nicht mit dem Verkäuf ihrer Lebens-Mittel ans Ausland zu Hülfe kommen können? Aber reichen denn leichte Gelegenheit zum Ausfuhr-Handel und durchgängige Freyheit dieses Handels nicht hin, dieser Zerrüttung abzuhelfen? Ein solcher Aus— fuhr⸗Handel würde doch vielleicht die Fort— schritte der verderblichen Wirkungen des Ueber— maaßes vom Prunk-Luxus um ein Großes ver⸗ zögern.— Allein dieser Handel selbst erstreckt sich nicht auf die Ausfuhr aller Arten von Lebens— Mitteln von innländischem Zuwachse: denn die mehresten können nur in dem Lande, worinnen sie gewachsen sind, verzehret werden. Ueber⸗ dieß kann sich solcher Ausfuhr-Handel selbst nur so weit erhalten, als er gegenseitig ist. Selbst der Handelsmann will ausführen und einführen, um seine Spesen zu verdienen und sich Profit zu machen. Nun sage man mir aber, durch was für Einkauf eine Nation, die sich dem Prunk⸗ Luxus ergeben hat, mit den Ausländern den Verkauf⸗ Mlif⸗ unc bn ut abl⸗ Rerdh a Mitel Eiat Mihk Hanhon shnin I Rarauf Hand mitt wege Gh In8 N ssten lal vohle uicht a tertßit alen W Moon iher ale W wit thun, dirr Dans, roduei Scade am Ein Berauh urc der Ausgaben zur Industrie. 297 Verkauf⸗Handel der Lebens-Mittel von ihrem ohen Zuwachs unterhalten soll? Den Ausländern lch selbst kann sie nicht Lebens⸗Mittel von dieser Art abkaufen: denn ihr Luxus hat sie zur Spa⸗ rerey an der Consumtion ihrer eignen Lebens⸗ 1 Mittel genöthigt. Soll es also gar noch durch in fu Einkauf von Waären des Prunk⸗Luxus geschehn? Aber dann würde solcher Handel mit den Aus— Eeine ländern zu weiter nichts dienen, als die Fort⸗ bens⸗ schritte zu ihrem Untergange noch geschwinder Aus⸗ zu beschleunigen. Nächstdem müssen wir immer diesem darauf Acht haben, daß überhaupt aller dl der⸗ Handel bloß ein kostspieliges Hülfs⸗ 1„ de mittelzum Absatze der Schätze, keines⸗ ich das weges aber Quelle von Schätzen ist. cht mit Setzen wir auch den Fall, daß die Ausländer Iland uns Waaren der Hand-Arbeit abkäuften; müs⸗ denn sen sie nicht einige andre Waaren verkaufen, um Uund' nur kaufen zu können? Ueberdieß würde das hin, wohl Bezug und Einfluß auf ihren Luxus, aber We⸗ nicht auf den unsrigen haben. Nun aber in⸗ Huil tereßirt uns nur der unsrige, und von diesem 5 Ube⸗ allein ist hier die Rede. bet t Wenn der Prunk⸗Luxus einmal bey einer Beweis der , Nation herrschend wird; so verbreitet er sich verderdlichen Rhhens ö Wirkungen om de über alle Menschen-Classen, und man kann ihm, des Luxus. armn wie wir bewiesen haben, anders nicht Genüge Uhe⸗ thun, als durch Ersparniß an der Consumtion schiut der Producte des Bodens, zum Nachtheile des G Dienst⸗ und Arbeits-Lohnes der Leute von der usshe producirenden Classe, und folglich auch zum 11 Schaden der Arbeit an der Reproduction und lich v am Einkommen. Die verschiednen Grade dieser Ber aubung sind leicht zu überrechnen, und zwar n den durch die veränderte Ordnung der Ausgaben, Ratu 25 welche 393 Zehntes Capitel. Verhältnisse welche auf der Tabelle dargestellt werden kann. Lasset uns also setzen, daß die Güther⸗Besitzer, die Menschen von der producirenden, und die von der sterilen Classe, um solchen Prunk⸗Luxus zu befriedigen, der sterilen Classe ein Zehnthel mehr von ihrem Aufwande zuwendeten; was für eine Verminderung würde nicht eine solche Ver⸗ änderung in der jährlichen Reproduction des Einkommens nach sich ziehen, und wie groß wür⸗ den die allmählichen Fortschritte dieser Vermin— derung seyn? Man kann auch eine ähnliche Operation vornehmen, die vortheilhaften Wir— kungen des entgegen-gesetzten Falles zu über⸗ rechnen, wo eine Nation am Decorations⸗Luxus sparte, um ihre Ausgaben auf die Consumtion der Lebens⸗Mittel von ihrem Zuwachse zu ver— mehren; man würde dann sehn, daß in letzterm Falle die Reproduction in eben dem Maaße zu— nähme, wie sie im erstern abnimmt. Wenn die Vertheilung eines Einkommens von 2,000(oder zwey tausend Millionen) Franken zwischen den beiden Classen zu gleichen Theilen geschieht, und die Auslagen der produ— cirenden Classe hundert Pro-Cente reinen Er⸗ trag abwerfen; so beträgt die Total-Repro⸗ duction 5,000 Franken. Diese Summe von 5,000(oder fünf tausend Millionen) Franken ist gleich den Summen von 2,000 Franken Aus⸗ lagen der producirenden Classe, 2,900 Franken Einkommen, und 1,000 Franken Auslagen der sterilen Classe, welche zusammen 57000 Franken machen. Die Ausgabe von 2,000 Franken Auslagen der producirenden Classe reproducirt eben diese 2,000 Franken Auslagen. Die I U nunhe uh. W2 i seeil Iu ol Rgrn de aufehez D titler, Mahto Ous alel v 6 des 6 Auelage M. sin Hhlth Hches we Echäten der O N Mehgen d nroda⸗ autndeg dse 2 ann. her, dit us hel zoft M. dis j wůt. rmin⸗ nliche Vir⸗ ber⸗ us umtiop bet⸗ hterm 2 u⸗ Wels n) Rläche produ⸗ n Et⸗ Rehto⸗ e bon Franten I Ms⸗ Irnn Heh 0b 5ami Wlagth ol Die der Ausgaben zur Industrie. 299 Die Ausgabe der 2000 Franken Einkom— mens reproducirt diese 2,000 Fränken Einkom⸗ mens. ö Die Ausgabe der 1,000 Franken Auslage der sterilen Classe befördert die 1o000 Franken Zinse von den Inventarien- und jährlichen Aus⸗ lagen des Cultur-Unternehmers zum Wieder⸗ aufleben. Die Masse der Schätze, die auf der Tabelle circuliren, ist 8,000 Franken; nämlich: Die Reproduction.. 5/000 Franken— Das circulirende Geld, oder das Geld zur Bezahlung des Einkommens 2,oo Auslagen der sterilen Classe. I.ooο Summe 8,000 Franken. Nun lasset uns die Beraubung sehn, die ein Zehnthel von dem Aufwand einer Nation, welches mehr an die sterile Classe kömmt, in den Schätzen einer Nation nach sich ziehen würde. Erste Tabelle der Degradation, die durch ein Fünfthel an Vermehrung des Luxus entsteht. Auslagen Auslagen der produ⸗ der cirenden sterilen Classe Einkommen Classe 2,000 2,000 15000 die durch —— Wachs⸗ 800 1,200 thum des . 4 Luxus quf 90—. 1,320 stei⸗ —— E 4 1,080 1„2⁰0⁰0 23 —— 175880 2,40⁰ Die 300 Zehntes Capitel. Verhältnisse Die Total-Reproduction ist den Summen gleich, welche an die producirendeClasse ausgegeben werden und bey derselben zusammen⸗kommen; nämlich: Die Einnahme der producirenden Classe, herunter⸗ aesetzt auf„1/,880 statt 2, o0 Die Auslagen dieser Classe, durch die Zu⸗ nahme des Luxus bey ihr herun⸗ tergesetzt auf 1, Soo statt 2, 0⁰0 Die Auslagen der sterilen Clas. se, die wieder an die produci⸗ rende Classe zu⸗ rücke kommen, und die durch Zunahme des Luxus gestiegen sind von 1,0⁰0⁰ aunfs 1,320 Summe 5/⁰ Wovon 320 wieder an die sterile Classe Bleiben 4/680 deretwen b leben, we Wovon der Cul⸗ die Auslagen dieser Clas⸗ se, die, wenn der Luxus tur⸗Unterneh— nicht Woenon hät e mien 5 mer für seine te, bey 1,80 stehn ge⸗ gethanen Aus⸗ blieben waren, um 320 lagen zuru cke vermehret haben. nimmt 3,000 Bleiben also zum Einkommen„ 1,680 statt 2,0⁰⁰ Summe 4,680 Wenn V dun d Ih Kee suft ·0 rdd echeit Fauba. det Mi uf nan th. W nuß del heechnet Mach velgesen Case a daß st uu II5 A Wabgen; , W Mehin u dn Jih witderfi dulch che Ihte duucd Hyse stnlle shent, Hiet Lupns nic hlllegar Röglich f sihche duch Ie Ruchah sung N —*2————— FFFFFFFFFFFF der Ausgaben zur Industrie. 301 mmen geben Wenn der Verlust von 320 Franken, welcher men; nach der Rechnung gänzlich das Einkommen trifft, zu gleichen Theilen zwischen den Auslagen der producirenden Classe und dem Einkommen getheilt wird; so beträgt er für jeden Theil 160 Franken. Damit wird nun die Reproduction der Auslagen von Seiten der producirenden Classe auf 1,840, und von Seiten des Einkom⸗ meus ebenfalls auf 1,840 herunter gesetzt. Nach dieser gleichmäßigen Verringerung muß denn, im folgenden Jahre, die Abuahme berechnet werden, die aus dem fortwährenden Anwachse des Luxus entsteht; wobey man nicht vergessen darf, daß die Auslagen der sterilen Classe auf 1,320 Franken gestiegen 1—55 statt daß sie nur dem vierten Theile vom Einkommen und dem vierten Theile von den producirenden Auslagen zusammen-genommen gleich seyn soll⸗ ten, wie sie vor dem Luxus⸗Anwachse waren. Mithin muß sich diese Vermehrung, im folgen⸗ den Jahre, gänzlich bey der sterilen Classe wiederfinden. Man wird aber sehn, daß sie durch eben den fortgesetzten Lurus⸗-Anwachs von Jahre zu Jahre mehr abnimmt, we il die Schätze durch dieses Uebermaaß von Luxus, wodurch die sterile Classe anfänglich bereichert zu werden l scheint, auf allen Seiten abnehmen. l Hieraus ersieht man, daß Uebermaaß des Vote bene. Luxus nicht nur der sterilen Classe nie zum Vor⸗ icn theile gereichen könne, sondern daß es auch nicht I 3⁰ möglich sey, diese Classe zum Nachtheile der jährlichen Reproduction zu bereichern; weder durch Vermehrung der Rückflüsse oder Wieder— Ausgaben an diese Classe, noch durch Verringe⸗ rung der Wi der Lebens⸗Mittel von einheimi⸗ schem Wenn 302 Zehntes Capitel. Verhältnisse schem Zuwachse, damit die Fabricanten, auf Kosten der Einkünfte der Nation, um so wohl⸗ feiler zu leben haben können; weder durch Zu⸗ rückhalten der rohen, zu den Fabrications-Arbei⸗ ten dienlichen Materialien im Lande, wenn hier⸗ aus Einbuße für die producirende Classe an dem Verkauf⸗Preise dieser rohen Materien in der ersten Hand entsteht, noch durch Steuer— Anlagen auf die Einfuhr ausländischer Waaren von Hand-Arbeit ins Land:—(denn der Aus⸗ länder bezahlt nie die Steuer, die in einem frem⸗ den Lande auf den Handel gelegt wird; vielmehr muß er bey dem Verkehr immer seine Rechnung finden, indem sonst der auswärtige Handel ganz zu nichte werden würde;)— am wenigsten end⸗ lich dadurch, daß den Arbeitern von der produ— cirenden Clässe, zur Erleichterung derer von der sterilen Classe, die Staats-⸗Lasten aufgehalst werden, u. s. w. läuter Hülfs-Mittel, die ei⸗ nem ländwirthschaftlichen Volk äußerst nachthei— lich sind.—— Tabelle Inpes zt Mianen Aadueter Ase 17 5 E Oe Hlich de Wlden u umlih: DieEinn Dl 000 HMio I Wahn 13²⁵f il Wobon hisse un g Hufrdg der Ausgaben zur Industrie. 303 auf ö Tabell 01 vom zweyten Jahre der Zuee eines Fünf⸗ thels im Anwachse des aurus. ů 0 sie Auslagen der Auslagen ¹ν produeirenden der steri; an Classe Einkommen len Classe N 15840 1,940 1,320 die sich auf 2,2143 heruntergen am⸗ 2 setzt befinden. ü 736, 1o4 Diese Classe nimmt in diesem Haren Jahre 2,208 ein. Davon giebt 95—* sie nur 9933 an die produei⸗ ö 1—2 rende Classe aus. Es bleiben en⸗ 1,104 alsdo hier zů den 7 die⸗ meht 1,/729 2205 ses Jahres 1,4144 übrig nz Die Auslagen dieser an Classe sind von 1,32 hehd⸗ duf 1„414½ herun⸗ tergesetzt, und sind odha so nach um 106 ver⸗ n det ö ringert. hasst Die Total-⸗Reproduction ist den Summen 34—07 ö gleich, die an die producirende Classe ausgegeben thei werden und bey derselben zusammen ⸗fließen; nämlich: 3 Die Einnahme der producirenden Classe 1,7293 Die Auslagen dieser Classe, welche durch das Uebermaaß ihres Luxus von 1,840 herunter sinken auf. 1,656 Die Auslagen der sterilen Classe von 1,320, von welchen in diesem Jah— re nur 1,214 ausgegeben werden, wovon 106 von den 1,320 eben dieser Auslagen genommen sind; unb zu folge dieses Zurücknehmens befinden sie sich heruntergesetzt auf.1,2142 Summe 4,600 ———————— cbelle Wovon 304 Zehntes Capitel. Verhältnisse Wovoen 454 wieder an die sterile Bleiben. 3•6 Classe gekommen Der Culturunter⸗ 0 Auslagen 3,49 sind, und von der⸗ nehmer zieht zur. selben inne behalten Fortsetzung seiner ⸗ ů werden, bey der sie Wirthschaft wie⸗ auch die Auslagen der ein, an Zinsen 92—2 aueahzerhui 1„21¹4 aufrecht erhalten Summe 2,760 welche, ohne das Uebermaaß von Luxus, nur 920 stark, dieß heißt, dem vier⸗ len Theile von den Summen der produ⸗ eirenden Auslagen und desEinkommens, zusammen genom⸗ men, urde gewesen seyn würden. Bleiben also zum reinen Ertraagg. 1/½46 statt 1,840 S umme 4,306 Wird dieser Abfall von 294 zwischen den Auslagen der producirenden Classe und dem Ein— kommen getheilt; so kommen dadurch beide auf 1,703 herunter. Auf solche Weise beträgt, in zwey Jahren, der Abfall an den Auslagen der producirenden Classe 307, und eben so viel am Einkommen; in der Summe 614. Die Auslagen der sterilen Classe, die durch den Anwachs des Luxus anfänglich zunehmen, nehmen hernach, selbst durch die Fortdauer eben dieses Luxus, in der Geschwindigkeit wieder ab. In dem Falle des Zunehmens des Luxus, der hier angenommen wird, nehmen sie schon im zweyten Jahr um 106 ab; und diese Abnahme ist eine bloße Vernichtung, wie der fortschrei— tende Abfall, den die andern Classen erleiden, und der sich nach Proportion von Jahre zu Jahre über die sterile Classe verbreitet. Das V Daa W In Hforder Muuf dabeh. tung sinde Nt DI en Rian radehin ftehl Aunts Zablnn SWelen! Vikuagr Hisen, duhandr ren ane in G Hlessno gahe Re Hganer Vroyresen Iunihalt vudenf ichfe de dubschhyn bon Vern deglichn derblche Np ebesen den Eis⸗ auf chten, kelden n; il durch men,, eben t ab. % de on im nahne. schei kleiden, Hh Das der Ausgaben zur Industrie. 3558 Das Uebermaaß des Luxus ist also ein, der sterilen Classe selbst höchst nachtheilicher Bufwand. Wenn wir demnach den Luxus in Schutz neh⸗ men, oder ihn zum Besten der Manufacturen befördern; so stürzen wir eben dadurch die Nanufacturen, und den Staat selbst ins Ver⸗ derben. Luxus und spärliche Haushal— tung in einem Agricultur⸗Staate sind Vater und Mutter der Staats⸗ Armuth. Wir haben hier die Resultate der Rechnung ihren Gang unverkürzt nach der Strenge neh— men lassen: jedoch sind wir nicht willens, ge— radehin zu behaupten, daß die Progressen der freywilligen Ausgaben bey einem Anwachse von Luxus wirklich die succeßive Reihe der beiden Tabellen befolgten; sondern wir haben diese Tabellen nur entworfen, um die verderblichen Wirkungen eines ausschweifenden Luxus zu be— weisen, der, wenn er in diesem fortschreitenden Zustande wirklich existirte, binnen wenigen Jah— ren eine Nation vernichten könnte. Vielmehr ist im Gegentheile nichts gewisser, als daß die Pro— gressen von solchen Luxus-Ausgaben, nach Maaß⸗ gabe der Verminderung der Schätze, von selbst längsamer werden müssen: denn sollten die Progressen in der Verminderung der Kosten zum Unterhalte von Jahre zu Jahre fortgehn; so würden sie sich bald gar bis auf das unentbehr— lichste Lebens⸗Bedürfniß erstrecken. Der ganz ausschweifende Luxus kann daher nur bey Leuten von Vermögen vorkommen; je zahlreicher aber dergleichen Leute sind, desto schneller und ver— derblicher sind auch die Fortschritte desselben. m. A. p. a. B. u Allein, Erläuterung der ökonomi⸗ schen Tobelle durch ein all⸗ tägliches Bey⸗ spiel. 306 Zehustes Capitel. Verhältnisse Allein, wird man sagen, wo sind denn nun die Summen, die von der sterilen Classe absorbi⸗ ret wurden, geblieben?— Wer so fragen kann, dessen Blick erstreckt sich auf weiter gar nichts, als auf das circulirende Geld; und er besinnt sich nicht, daß das Geld selbst mehr oder weni⸗ ger die Wirkungen von Schätzen hat, je nach— dem es mehr oder weniger an die producirende Classe kömmt. So fern nur die Masse desselben nicht abnimmt, meynen gewisse Leute immer ihre Rechnung wiederzufinden. Man würde es ver— muthlich schwer finden, ihnen begreiflich zu machen, daß der Fond der Schätze einer Nation in einem Strome von Consumtion und Reproduction be⸗ stehe, und daß von der Vermehrung oder Ver—⸗ ringerung dieses Stromes auch die Vermehrung oder Verminderung dieser Schätze abhänge. Nun wird aber auf den Tabellen nicht das Geld, sondern eben diese Vermehrung oder Verminde— rung berechnet. Damit unsre Leser sämmtlich wieder in eben diesen Gesichts-Punct gesetzt wer— den, will ich ihnen selbst eine Frage vorlegen; und ich känn wohl auf die Fässungs-Kraft eines jeden so weit zählen, daß ich auf ihre Antwort nicht zu warten brauche. Ich habe einige Jahre daher jährlich vier Männer, jeden mit 200 Fränken, besoldet. Zween von diesen Männern bräuchte ich, die Alleen in meinem Garten zu reinigen, und die andern zween ließ ich zwey Felder voll Arti— schocken bauen, von denen mir ein jedes 400 Franken, in Summe 800 Franken, einbrachten. Diese Summe wendete ich an, die vier Männer zu bezahlen; und diese verthaten ihr Geld im Lande, sich Lebens⸗Mittel dafür zu schaffen. Itziges Wett: Ween bal Mse wit d Eih fons ichl 563 Mm Lande dunn nich 0 Helttr alch Mammn vi bor Itn de Enon derme Ret 6 xngn V, x IM Frl Nic hil gaben sand y Hultt: urg ni Uungzt. Das Poptio der Ausgaben zur Industrie. 367 nun Itziges Jahr habe ich mein Verfahren ge— abi⸗ ändert: ich brauche drey von diesen Männern, ann, Alleen zu reinigen, und nur einen, Artischocken his, zu bauen. Nun fragt sich, was für Folgen sunt diese Veränderung für mich haben werde? Wird wosse mir der Artischocken-Bau nun wohl das vorige nach⸗ Einkommen bringen? Werde ich mit diesem Ein— e kommen die nämliche Summe, die ich den ge— Fben dachten vier Männern bisher bezahlet habe, die— rihte ses Jahr auch bezahlen können? Werden diese ber⸗ eänner auch im Stande seyn, eben so viel im chen, Lande zu verthun, als sie in den vorigen Jahren unen darinnen verthan haben? Das Problem ist, wie u be⸗ mich dünkt, nicht schwer aufzulösen. Vu⸗ Im nächstkommenden Jahre will ich ein aug beßrer Wirth seyn; ich will nur Einen Mann 4 brauchen, meine Alleen zu reinigen, und drey d Männer, Artischocken zu ziehen. So werde ich, ib wie vorher, im Stande seyn, diesen vier Män⸗ lich nern 800 Franken Lohn zu bezahlen; und mein Wir⸗ Einkommen wird noch überdieß um 400 Franken , vermehret seyn; um so diel wird auch mein eig— iss ner Genuß durch Vermehrung des Aufwandes wolt zunehmen, den ich, ohne Abgang an irgend et— was, werde machen können. biet Also müssen wir nicht unser Geld, sondern it. die Früchte von der Anwendung des Geldes, di dieß heißt, die Früchte von Anwendung der Aus⸗ e gäben müssen wir berechuen, wenn wir den Zu⸗ It stand unsrer Schätze recht kennen lernen wollen. 400 Hütet euch aber ja wohl, daß ihr in eurer Rech⸗ len. nung nicht Geld und Früchte mit einander ver⸗ unr menget. 0 i0 Das Geld ist ein gemeinsames Capital von Adoptions⸗Schätzen, das nicht consumiret wird, 9 ö dal EFF::=:/=xxxxxtx??:—êÿ—ͤò̃P——.— 2 308 Zehntes Capitel. Verhältnisse das auch nicht wieber⸗auflebt, das unaufhörlich in der Zwischen⸗Zeit aus den Händen der Käufer in die Hände der Verkäufer übergeht, in denen es, der Reihe nach, eine unzöhlbare Menge von Summen Geldes vorstellt, ob es gleich in einem Lande, welches sich im Wöhlstände befindet, in Substanz und Quantität immer so ziemlich das nämliche ist: und wenn dessen in einem Lande. mehr oder weniger zu seyn scheint; so liegt es daran, daß in demselben die Circulation mehr oder minder ungleich oder unregelmäßig wird, oder daß der Verkaufs-Werth der Producte zer— rüttet, oder die Quantität derselben vermindert oder vermehret ist. Hiervon hängt der Zustand eurer Finanzen ab. Also seyd nur deßhalb außer Sorgen; denn eure Finanzen werden immer dem Zustand und dem Preis eurer Producte gemäß seyn. Geld ist bloß ein conventtonneller oder Meynungs-⸗Reichthum, welcher nicht mit den Schätzen zum Genusse vermenget werden darf, die alljährlich wieder-aufleben sollen, und die allein den physischen Gegenstand des Glücks und der Bekümmerniß der Menschen ausmächen. Wenn ich demnach sage, mein Artischocken— Feld bringe mir 899 Franken ein; so will ich weiter nichts sagen, als daß es mir einen Schatz einbringe, dessen Maaß 300 Franken sind, und daß mit diesem Schatze, mittelst verschiedner Umsetzungen, das Arbeits-Lohn von vier Män⸗ nern bestritten werde. Dieses Lohn dient zur Bezahlung ihres Unterhaltes, und in diesem Unterhalte selbst bestehen alsdann die Repro— ductions⸗Kosten. Wird nun aber der vierte Theil dieser Ausgabe von 890 Franken mehr, auf eine Art angewandt, die keine Frucht trägt; so Re, vlden V 5 u Welig Aat u barhhe auh Hyft dn Vol nd don bbN Ol Hagtun sichtte o u W Fcchr Mal glͤchens Enkinft rils N d o wenden, wache n berkaufe lamte, ————————=—*r der Ausgaben zur Industrie. 309 lich ö so nimmt eben dieser Schatz um die Hölfte, dieß sufer heißt, um 400 Fränken ab. Dafür wird er Wnen im Gegentheil um die Hälfte, oder um 400 von Franken mehr, zunehmen, wenn jener vierte Aun Theil mehr, auf dem producirenden Wege ange— NM N legt wird. Dergleichen Verminderungen und Vermehrungen von Schätzen ereignen sich wirk— Lande lich immer in der nämlichen Proportion, je nach⸗ t es dem wir unsre Ausgaben auf dem produciren⸗ meht den, oder auf dem unfruchtbaren Wege ver— wird, wenden. zer⸗ Was demnach das Geld anlangt, so kann indert uns nichts daran liegen, ob es dessen viel oder Iand wenig in der Welt giebt, indem wir davon jeder⸗ aufer zeit unsern Theil nach Proportion unsrer genieß⸗ dem baren Schätze, die wir verkaufen können, und Maß nach Proportion unsrer Handels-Freyheit hab⸗ Oder haft werden können. n Wollet ihr die Anwendung von dieser Regel f, und von dem alltäglichen Beyspiele, welches ich VN oben aufgestellt habe, auf die kostspieligen Auf⸗ Imd lagen machen, mit denen eine bey weitem schäd⸗ lichere Art von Alleen⸗Kratzern beschäfftiget ist; so werdet ihr deutlich einsehn, daß diese Kosten oder Ausgaben auf gleiche Weise unter der un⸗ . 495 fruchtbaren Classe verlohren gehen, und nach at Maaßgabe ihrer Anwendung am unrechten Orte in gleichen Schaden und gleiches Verderben in den antt Einkünften der Güther⸗Besitzer und des Suve⸗ NWl. räns anrichten. ö 1. In deinem Beyspiele von Alleen-Kratzern ün und kostspieligen Auflagen, wird man mir ein⸗ 110 wenden, ist doch die Rede nur von Ausgaben, 6 welche nichts von Werken übrig lassen, die man 650 verkaufen, und noch dazu theurer verkaufen. 10 könnte, als was sie gekostet haben. 0 u 3 In —— 9——33————— — 2——2——. ß7.———— 310 Zehntes Capitel. Verhältnisse ö In der That, nimmt ein Manufactur⸗ . Unternehmer nicht aus den Luxus⸗Stoffen, die er fabriciren läßt, mehr heraus, als er den VN Fabricanten bezahlet hat?— O! lieben Leute, . ich habe, ihr könnet mir es sicherlich zutrauen, wohl eingesehen, daß der Manufactur-Unter⸗ ö nehmer dergleichen Aufwand nicht auf seine R2 Kosten, sondern auf Kosten derer macht, die 4 dergleichen Luxus⸗Stoffe zu ihrem Gebrauche kaufen wollen. Nun saget mir aber, haben —+* diese Leute wohl weiter etwas von ihrem Auf— wand, als den Genuß dieser Stoffe, so wie der 444 Besitzer des Gartens ebenfalls zur Entschädigung VI 3 für seinen Aufwand den Genuß von seinen abge⸗ 94 kratzten Alleen hat? Wollet ihr aber genau rech⸗ 140 nen; so werdet ihr immer finden, daß dergleichen ö Ausgaben, auf beiden Seiten, einmal so gut wie das andre mal, der Reproduction zum Nachtheile gereichen. cal rohen Die Rechnung auf den beiden obigen Tabel— des ubernät len über den Anwachs des Luxus ist auf die Vor⸗ gen Deco⸗ aussetzung gebaut, daß alle rohe Materialien machen felta zu den Arbeiten der sterilen Classe im Land ein— eine Vermeh⸗ gekäuft werden: allein die rohen Materialien rung schäd⸗ licher Kosten eines ausstudirten Prunk-Luxus sind meistens aus. ausländisch, und vom wechselseitigen Ausfuhr⸗ Handel mit den gewöhnlichen Producten so gar Edelgesteine, seltne Metalle, Producte weit ent— fernter Länder, zu denen man nur durch einen bloß paßiven Handel ganz offenbarer Beraubung gelangen kann, welcher um so mehr herrschend wird, je ausgelaßner der Prunk-Luxus ist. Alsdann überwiegt der Aufwand an dergleichen rohen Mäterialien die Kosten des Unterhaltes der abgesondert. Es sind kostbare Materien, Rh 6 ehl M dicher! migu scht Ngt hah s ul gifßt 0 Hage Usen dir x hen ll hst x Beit Iushabe une W maht!! Bodehe shh sonh Rah 51 Uchtte. FF der Ausgaben zur Industrie. 321 zü. Wogatl als der u n uhe der sterilen so wohl, als der producirenden Classe. dut, Nächstdem ist auch noch zu erinnern, daß sich Nun,. dieser verderbliche Luxus vorzüglich an das Ver⸗ luns mͤgen derer hängen würde, die der Landwirth⸗ sin schaft die Schätze entzögen; wodurch denn die „ dit Progressen des Verderbens eines Staates dop⸗ auche pelt beschleunkget werden würden. Da nun die— haben ser ruinöse Luxus immer um so größer ist, je Nuf⸗ größer dergleichen ruinöse Vermögens-Umstände it der bey einzelnen Familien sind; so halten auch die Wung kläglichen Wirkungen beider gleichen Schritt, und abht⸗ lassen sich in den muthmaßlichen Berechnungen Ueh⸗ der Ursachen des Verfalles der Völker, die sol⸗ lichen chen Unordnungen ergeben sind, die einen mit⸗ gut telst der andern überrechnen. zum Betrachten wir aber die Vertheilung der Vortheile vom Ausgaben in einer umgekehrten Ordnung, wo Ausgeben 22 eine Nation am Prunk⸗Luxus sparte, um desto Lebens⸗Unters mehr die Ausgaben zur landwirthschaftlichen balte. Voii Hicle Bodens-⸗Benutzung zu verstärken; so wird man ab⸗ sehn, daß eine solche Nation ihr Einkommen um jalien so mehr verstärken würde, je mehr sie ihre Aus⸗ sens gaben an die sterile Classe sparte, und dagegen sch⸗ ihre Ausgaben an die producirende Classe ver⸗ mehrte. HNelen, iit ent⸗ eg ubung Ischend 0 lacht chults— r u Umge⸗ RWRWDDDNDDTCSECECSC CSESSEEEE˖—— 312 Zehntes Capitel. Verhältnisse Umgewandte erste Tabelle der Vermehrung des lLuxus um ein Fünfthel, welche dagegen eine Verminderung der Aus⸗ gaben an die sterile Classe um ein Fünfthel vor— stellt, welches der producirenden Classe mehr zugewandt wird. Erstes Jahr. Iöchrtper Aus⸗ Jährliche agen der pro⸗ dueirenden Auslagen Classe, die der sterilen durch das Classe, die rben der ebermoot ersten Tabelle des Luxus vorgestellt von 1½00⁰0 wurde, von Einkommen, 2,00⁰ gefallen von 20⁰⁰ gestiegen sind auf gefallen auf sind auf 1,840 1j„840 I,3 20 welche sich auf —— 2 Kelent üen 1,105 ᷓ gesetzt finden Bi 35 werden. 0 735 1 36 Ersparniß dieser Classe am Luxus, und mehr ver⸗ wandt an die Cultur. Einnahme der sielilen Classe 1,47⁰ Einnahme —2—2 — Mhes W dun Gost U sicgen 0⁴⁷ ishel, Us. bobe se auf ulter⸗ en thme 8—2 ————— der Ausgaben zur Industrie. 3 13 Einnahme der den Elasse den Classe 2,239 an die ö ů p.odu⸗ Auslogen die⸗ cirende Cusse ser Classe. 1,840] zurück Auslagen der men. kom⸗ sterilen— ö Classe— 735 —— Reproduetion 4,814. Was der Cul⸗ tur⸗Unter⸗ nehmer an Auslagen und Zin sen wieder aus dem Total⸗Er⸗ trage nimmt 2,760 Bleibt zum Einkommen 2.05 4 statt 1,840 Zuwachs 214 welcher, zu gleichen Theilen zwischen den Auslagen der producirenden Classe und dem Einkommen getheilt, beide, auf beiden Seiten, auf 1,94/7 hinauf treibt. — Da das, was der sterilen Classe ab⸗ Smummen, die gekauft wird, nur ,½⁷ beträgt z so hat dieselhe nur 735 zu Aus⸗ lagen nöthig: aber die Menge der Arbeiter von dieser Classe wird hierbey nicht sehr verringert seyn. Mithin wird ungeachtet der Er⸗ sparnih, welche diese Arbeiter ebenfulls am Luxus machen, ihr Aufwand zum Lebens Unterhalte wenigstens 950 betragen, die aus der Einnahme von 1,470 genom⸗ men werden, wovon zu den Aus⸗ lagen nur 520 übrig bleiben. Diese Auslagen müssen 735 stark seyn. Hierzu mussen die Aus⸗ lagen des vorigen Jahres, welche 1.320, und hier um 385 stäkker sind, 214 zuschießen, wodurch sie auf 1,106 herunterkommen, wo⸗ bey sich noch immer ein lleber⸗ schuß finden wird, welcher in den folgenden Jahren nach und nach gleicher Maaßen zu Vervollstän⸗ digung der Auslagen dieser Classe angewandt werden kann, dis ihre Einnahme zureichend wird, die Auslagen und den Aufwand der Arbeiter von eben dieser Classe völlig zu bestreiten. Zweytes Jahr. Jährliche Aus⸗ lagen der pro⸗ ducirenden Einkommen, Classe die nun welches von von 1,840 ge/ ½84 gestie⸗ Jährliche Aus⸗ lagen der steri⸗ len Classe die nun von 1/320 gefallen sind stiegen sind auf gen ist auf auf 170 2594/ 1,10(welche sich auf 835 her⸗ +—.——5 werden, befinden 1,168 779 werden, so daß nur .* 56 lleberschuß ver⸗ S.· bleiben. 950 772 195 Er sparniß dieser Classe am Luxus, mehr angewandt zur Cultur. *— Einnahme 1/78 u5 Einnahme ————— 314 Zehntes Capitel. Verhältnisse Elnnahme der 2 Die sterile Classe giebt produelren⸗ Summen, die zum Lebens⸗linter⸗ den Classe. 2.313 Auslagen eben dieser Classe 4„94ꝰ/ Auslagen der stetilen W Classe 8 7 77⁰— Reproduction 5,039 Was der Cul⸗ tur Unter⸗ nehmer an Nus lagen und Zinsen aus alt die brodu⸗ hult ihrer Arbeiter crende Slasse 250 von ihrer Ein⸗ zurücke kon⸗ nahme aus, welche Hien. 1/SS beträgt. Zu ih⸗ ren Auslagen bleiben ihr nicht mehr übrig, als 08, welche der Hällte ihrer Ein⸗ nahme von 779 aleich seyn mussen. Dazu müssen die Auslagen vom vorigen Jahre, welche 1,5106 sind, und hier um 327 dem Total⸗ Erträge zu⸗ überschießen, 271 zu⸗ ücke nimmt 2,920 schlehen, wodurch der ——— Ueberschuß auf 56 zu Pleiben zum stehn kömmt. Einkowmen 2,119 Die Einnahme dieser Classe nimmt um vs zu. Auf solche Weise wird sie nach und nach stärker, da sie hingegen im Uebermaaße des Luxus, wie wir oben gesehen haben, von Jahre zu Jahre abnimmt. Zuwachs 172, welcher, zu gleichen Theilen zwischen den Auslagen der producirenden Classe und dem Einkommen getheilt, beide, auf beiden Seiten, auf noch 203 höher treibt. Durch dieses Ersparniß am Prunk⸗Luxus hat die Landwirthschaft binnen zwey Jahren einen Zuwachs von 386 Millionen Franken ge— wonnen, wodurch das Einkommen der Nation um 193 Millionen erhöhet wird. Da sehe man nur die ganz unausbleiblich verschiednen Wirkungen von den verschiedent⸗ lichen Reihen der Aufwands⸗Vertheilung. Daraus kann man schließen, ob ein Anwachs von Pflügen nicht mehr beytrage, eine Nation reich zu machen, als ein Anwachs von prächtigen Manu⸗ Rynstl 0 üg vuldung Chähe di St und d nuns nthge De tah so dit W wit du ist, de dabogs wache! Mofth Nhtung Du Hu WO allen N der N. sir Han chehst Aost t nacht, d Iahen M uine g Reütt dr Be Ulkechte shast uine it ihclo⸗ Mihung. der Ausgaben zur Industrie. 315 Uue Manufacturen, durch welche die Nation nur thelte zum Luxus gereizt, und die Landwirthschaft um 11 die Ausgaben gebracht wird, deren üble An⸗ i wendung bloß dient, die Reproduction der 0 Schätze zu ersticken, die Quelle der Einkünfte Uite des Suveräns und der Nation auszutreugen, 0— und die Staats⸗Administration des Ministe⸗ . Du riums der ökonomischen Regierung selbst zu er⸗ 1905 niedrigen und zu schänden. J 30 Der Absatz unsrer Luxus⸗Fabricate, sey er 11 auch so blendend, als er immer wolle, entschä⸗ U digt uns auf keine Weise für die Beraubung, die wir durch Uebermaaß von Luxus erleiden. Besser Hase ist, dem Uebel ausweichen/ als in der Ursache ö lch davon selbst eine täuschende Entschädigung suchen, 10 r welche bloß Kaufleuten vortheilhaft ist, deren 21 Profite, wie man uns bereden will, zu Ver⸗ bon mehrung der National⸗Schätze dienen sollen. 1 Der Handel dieser Leute blendet das Ministerium, l und verleitet es, sich auf tausenderley Weise, ohne Gast allen Nutzen der Variation, der Anordnung und hudez der Modification desselben zu unterziehen. Die⸗ ser Handel giebt so gar Anlaß zu Kriegen, die eben so täuschend in ihrem Zweck, als durch die uuud Kosten, welche sie verursachen, ruinos sind. Er iheh macht, daß der Handel mit Lebens⸗Mitteln und N rohen Materien von einheimischem Zuwachse ge— tien ringe geschätzt, gemartert, und in Verwirrung gestürzt wird; er giebt Anlaß zu Verwendung 6 der Benutzungs⸗Schätze für die Grundstucke am bl unrechten Ort; er erregt Ekel an der Landwirth— 100 schaft, und Verachtung dagegen; die Städte sind ihnd eine Zeitlang mit Fabrik⸗Arbeitern, mit Hand⸗ uahe werks⸗ und Kauf⸗Leuten, welche durch die Be— sann mühungen und die Präͤdilection der Regierung, Hlihen auch Wanu⸗ Schädlichkeit der unachten Einkunfte von Capitalien⸗ Renten oder Geld⸗-Zinsen. 316 Zehntes Capitel. Verhältnisse auch wohl durch Wollust herbey gelockt werden, vollgepfropft, Wohl denen, die in der Stadt wohnen, sagt Salomo(); und so mit werden denn unsre Ländereyen zu Lehden. Daher das Sprüchwort: Nock von Seide, und Kleyen im Magen(*. Die auf das landesfürstliche Einkommen an⸗ gewiesenen, und dieses Einkommen drückenden Renten(4) thun eben die Wirkung, die das Uebermaaß des Luxus thut, indem sie eine lästi⸗ ge Portion dieses Einkommens ausmachen, wel⸗ che ebenfalls mehr an die serile, als an die producirende Classe übergeht: denn die Leute, die diese Portion beziehen, sind nicht Landwirthe. Gleiche Bewandtniß hat es mit allen andern Renten an Geld-Zinsen, die eben so wenig an Ankauf von Grundstücken, als an directe oder indirecte() Bearbeitung derselben verwendet ö werden; () Wo er das sage, finde ich nicht. U. () Habit de soie, ventre de son. Das Sprüchwort ist wohl eigentlicher: ventre de son, robe de velours, unb gilt immer von denen, die dem Maul abbrechen, was sie an Kleider wenden,— oder in Pracht-⸗ Zimmern wohnen, und ihren Gästen, wenn der— gleichen zu ihnen kommen, Salat ohne Oel gemacht vorsetzen. U. (νν) Zinsen von Staats-Auleihen. U. (Vνι) Directe oder unmittelhare Benutzung der Grund⸗ stucke besteht darinnen, daß sie gebaut, gepflegt und bewirthschaftet werden; mittelbare oder indireete Be⸗ nutzung besteht in der Zurichtung der Proßnete, und in dem Handel mit denselben. Geld⸗Ausleihen hin⸗ gegen, welches eigentlich nur ein liebreicher oder pflicht mäßiger Beystand in Nöthen seyn sollte, und unerlaubtes Geld⸗Verborgen, wodurch Verschwen⸗ dung Iuh an N al) I Ruherbe hoiden. W. fommes aus den Met, N h Hied guthin der dl der Olr duction moglih⸗ Mil s he Mis Ir Ach Luhg 10 N WAAV 4 Lachu aiunder Ouen Ar maßz Iunds Mleihe san I lehen Mhun I2 He 05 E e . — EE—*———— s der Ausgaben zur Industrie. 317 rder werden; sie gereichen nicht minder der Repro⸗ il der duction der Einkünfte einer Nation zum Nach⸗ d so theil, und sind auch deßhalb von je her für Whden. wucherlich, dieß heißt, für ruinös geachtet eide worden. Aber würde man nicht eben das vom Ein⸗ kommen selbst sagen können?— Nein, gerade Wictnda aus dem Grunde nicht, weil es Einkom⸗ die das men, dieß heißt, reiner, oder freywillig, jähr⸗ uine last⸗ lich wieder⸗auflebender Ertrag ist, welcher aus⸗ Hay Web gegeben werden soll, damit er reproducirt wer— un de de: nur muß aber die Verwendung desselben in d Rt der Ordnung geschehn, durch welche die Repro⸗ nobbitthe duction nicht nur gesichert, sondern, so viel andern möglich, gemehrt wird; dieß ist die von der g 0n Natur selbst vorgeschriebene Ordnung, welche oder der Weisheit ökönomischer Regierungs⸗-Gesetze Wendet zur Richtschnur dient.— derden; Ange⸗ Rüthut dung befoördert wird⸗ können keine Zinse ziehen, ohne rebun, in der ökönomischen Privat⸗ oder öͤffentlichen Ord⸗ Hhleche, nung reellen Schaden anzurichteu. Diese ganz ver— Ruachl schlednen Fälle werden in den Schriften über den un det⸗ Wucher immer nicht so genau unterschieden und aus einander gesetz', daß sie den Leser zu richtigen, auf wuht Gewinn oder Schaden gegründeten Urtheilen führten, wonach-die Zinsen von erborgten Geldern für recht⸗ mäßig oder unrechtmäßig erkläret wüͤrden.(Wie rnlt⸗ ruinös fur ein jedes Land die so genannten Staats⸗ Anleihen(oder eigentlich Regierungs⸗Borgereyen) l bs seyn, und was für schreckliche Folgen sie nach sich b u0 ziehen können, davon hat Frankreich im achtzehnten Ib Jahrhundert ein merkwürdiger Beyspiel aufgestellt und vielleicht erreicht Groß Britannien kaum noch n 0 das Ende dieses Jahrhunderts, um einen nicht min⸗ 225 der auffallenden Beweis dadon zu geben. U.) dudg INEEEE — 318 Zehntes Capitel. Verhältnisse Die Verthei. Angenommen, daß an statt jenes ungeheuern gaben des Ein eene von Rentenierern(D, die ohne alle kommens der Mühe, wie ohne alle Unterhaltungs ⸗Kosten, Hunt uch wnter vor ungefähren Unfallen, kurz, ohne nahe zur Ord⸗ein einziges von den natürlichen Verhältnissen nung, da sich zwischen den Fonds und dem reinen Ertrage, der Wertbelung die Einkunfte cioillsirter Volker ausmacht, im der Ausgaben Genusse leben; angenommen, sag' ich, daß die Lende und men⸗Tinknafte unter denselben, nach der naturlichen tenierer davon Ordnung, in die Hände zuförderst der Güther⸗ enifernt. Besitzer vertheilet werden, von denen hernach die Vertheilung derselben unter die beiden arbeit⸗ samen Classen geschieht; so wird man in der Natur der Dinge die determinirende Regel der Sitten und Gebräuche, und das Principium der Regelmäßigkeit dieser Vertheilung finden. Um sich hiervon zu überzeugen, darf man nur die Augen auf den größten Güther⸗Besitzer und auf die höchste Classe der Ausgabe, ich meyne, auf den Aufwand des Staates, heften: von dieser Seite betrachtet ist der Landes-Fürst nicht anders anzusehn, als wie ein großer oberlehnsherrlicher Güther⸗Besitzer. 1. Der Wohnsitz ist ihm mit⸗ ten in seiner Domäne bestimmt vorgeschrieben; und so wunderbar auch zur Zeit das Carneval zu Venedig, dieses oder jenes andre Fest, diese oder jene Gelegenheit in einem fremden Lande gewesen seyn möchte, so ist es doch seiner Würde entge⸗ gen, das weis ich, aber noch mehr streitet es wider ( Rentenierer(rentiers) sind die Leute, die zum Theil oder gänzlich von den Zinsen der Gelder leben, wel⸗ che sie der Regierung bey öffentlichen Staats⸗Anleihen geborgt haben. In Frankreich waren dieser Leute vor der Revolution eine unerhört große Menge. S. die Anm. S. 136 des isten Bandes, und unsern Ver⸗ fasser S. a3/ f. ehen des Bandes. UH. ö ö uh 0 f e cdef N Scl u Hlei Nen ant hurus, die. tathon gliht auf sol uf ut vun all bey di die toh⸗ Halte t durch R S0„ N H Rodobite 3. Del Lihtö⸗ die arha schate, fil, e ns 1TRn iit wird, K uf und d ur Delch lßer di shwalicht sheine nao sendeg Hy Vern sl in xy se shehenen rchhe ahe .Hostl, Auß ahhe Waisa Ew ur Ronact in ich, diñ x natatlihn er Gutha eu hernach deh arbeit⸗ on ih det Magtl de Hapium de den. Un Nnur die und auf e, auf on dieser cht Inders Nhirrlher st ihn nit schritheh; arnebal zu diose bder Ne wesen etge⸗ 11 wdet „Nepndf N W v —— Rlt dult K Ip Imn Lo 6 der Ausgaben zur Industeie. 319 wider das Wesen seines Vermögens, anderwärts hin zu gehn, und da seinen Aufwand zu ver⸗ schwenden. 2. Fände er auch noch so viel, durch die Schmeicheley aufgeschwellten Geschmack an den Kleinodien, Edelgesteinen, Mobilien, Kleidun⸗ gen und andern Kostbarkeiten des Decorations⸗ Luxus, und erfoderte auch in diesem Stücke selbst die bey seinem Stand unvermeidliche Repräsen⸗ tation noch so viel und mancherley;— so ver— gleichet nur den Theil von seinem Aufwande, der auf solche Dinge gemächt wird, mit dem, der auf Unterhaltung von Menschen, von Pferden, von allerley Geräthen aufgeht, und der geradezu bey der producirenden Classe consumirt, oder die rohen Materialien zu ihrem taglichen Unter⸗ halte von derselben bezieht: und ihr werdet durch die Vergleichung deutlich überzeuget wer— den, daß die Pracht und der Aufwand des Für⸗ sten den schädlichen Lurus verkennen, und der producirenden Classe zum Nutzen gereichen. 3. Die Menge von Raths⸗Collegien und Ge— richts⸗-Höfen, von denen der Fürst umgeben ist, die anhaltende Emsigkeit in seinen täglichen Ge— schäfften, seine snmri wegen aller der Zu⸗ fälle, die den abgelegensten Stücken seines Domi⸗ niums nachtheilich werden können, und von denen der Regierung immer regelmäßig Bericht erstat— tet wird, können euch zum Beweise von dem Be— ruf und den Geschäfften des Proprietärs, und zur Belehrung dienen, ob ein müßiger Nutz— nießer dieses Namens werth sey. 4. Die Be— schwerlichkeit der Etiquette, der er sich dem An— scheine nach freywillig, im Grund aber um guten Anstandes willen und nothgedrungener Weist (bey Vermeidung der Unordnung und Regellosig— keit in dem Spiel aller der Triebräder, die von ihm 320 Zehntes Capitel. Verhältnisse ihm ausgehen,) unterwirft, kann euch zum Be— weise dienen, daß in der natürlichen Geseuschafts— Ordnung der Zwang, in dem der Reiche lebt, der mühseligen Arbeit des Armen die Waage halte. Von dannen aus dürfet ihr nur, von Stufe zu Stufe, alle Proprietär⸗Classen durch⸗ gehn; so werdet ihr, zwar in einer unermeß— lichen Disproportion, aber doch in einer unter eben denselben Regeln stehenden Ordnung finden, daß, wenn die Großen eines Staates, und die Proprietäre von allen Arten, wirklich von ihren Einkünften, und nicht von Besoldungen oder Finanz⸗Geschäfften lebten, wenn die Einkünfte den Eigenthümern der Fonds, nicht den Capita— listen und Rentenierern zufielen, welche nicht sel— ten kaum den Namen ihrer Hypothek kennen, die Reichen die Nothwendigkeit guter Unterhaltung ihrer Besitzungen erkennen, und derselben häufig ihren Aufwand zufließen lassen; daß sie weit mehr auf edlen Anstand und reichlichen Lebens⸗ Unterhalt, als auf Luxus und Prunk wenden; daß sie üͤber Ordnung auf ihren Güthern und Wohnsitzen, über Reparatur derselben, über Verzierung und Wiederaufbauung ihrer Woh— nung halten; kurz, daß sie sich um guten An⸗ standes willen, und aus Achtung für diesenigen, die von ihnen abhängen, zu einer regelmäßigen Ordnung im Lebens⸗-Wandel, und zu einer Regelmäßigkeit im Aufwande verpflichtet achten würden, von welchen alle Rentenierer oder von Zinsen schwelgenden Capitalisten nicht einmal den mindesten Begriff haben. Der Luxus ein Je mehr ein Staat in Verfall geräth und Zie Dürt sateit derarmt, und je fühlbarer in demselben die ames in Wer⸗ Dürftigkeit wird, desto mehr sieht man darin— fall finkenden nen den anstößigen Lurus seine Grimassen und Volꝛies· Reich⸗ x Nc n unnten Haheo Raligne 9nz Miwo aufalb dem i n l hlt ch hiit hu 1 Vfriu habez. sichh, so fill Hmund! Mubade Hatz Hi Rli d Minder o hab WII Gsh Vmn r ctz sof An in hiwlich Mgtacht Hamuth Hret Gl Hut Hoch Ithenden Dauer du 41.5 s zum Be, shafts. dalt lebt, Waage von asc durch. uhernch⸗ eintr uttt ung finden , und die bon ihren gen oder Emlanfte den Cohiin⸗ he icht st⸗ fennen, di terhaltung hen häuftg ste weit N Lbens⸗ K venden; Ithern und n, übet ster Bah⸗ guten M⸗ diesenigen, lmähigen N ainer Het achten L oder vol einnal den Nrit ub mstben Ne man da⸗ muisu u ch der Ausgaben zur Industrie. 321 Reichthums⸗-Phantomen häufen. Der Grund hiervon ist ganz natürlich. Die Classe der unbe— kannten, überfirnißten, und von den Leiden des Publicums gemästeten Reichen vergrößert sich darinnen in ihren Verhältnissen mit allem Uebri⸗ gen; und ihr Wild-Lager, der Schauplatz ihres Aufwandes, conträstirt von Tage zu Tage immer auffallender, durch seine verhaßte Wollust, mit dem über das ganze üͤbrige Territorium verbreite— ten Gemälde der Dürftigkeit und des Elendes: aber eben dieses Symptoma der Staats-Krank— heit verschlimmert die Zufälle derselben von Tage zu Tage immer mehr durch die fortwährende Wirkung der Regeln, die wir so eben aufgestellt haben. Wollet ihr nun schädlichen Luxus er⸗ sticken, und zugleich gute Sitten wieder einführen: so stellet nur das Einkommen des Fiscus vom Grund und Boden wieder her; thut dem be— raubenden Capitalien- und Zinsen-Anwachs Ein⸗ halt; bestrebet euch unabläßig, die auf den Staat angewiesenen Capitalien-Renten zu tilgen, und die Zinse von den Schulden der Privat-Leute zu mindern,— welches sich von selbst geben wird, so bald der Staat aufhört, zu borgen; und gebet den Gesetzen, die zur Ausrottung des Wucherer— Geschmeißes bestimmet sind, ihre Kraft wieder. Wenn ihr dieses gebeihliche Mittel gehörig brau⸗ chet; so wird man gar bald nicht weiter über den Luxus in eurem Staate zu klagen haben. Die nämlichen Prunk-Ausgaben werden zwar dessen ungeachtet noch immer im Staate bestehn, und vermuthlich gar in größerer Menge und mit meh⸗ rerer Gleichheit bestehn: allein sie werden dann nur noch Anwendung eines immer wieder-auf⸗ lebenden Ueberflusses seyn, dessen Basis und Dauer durch eine fruchtbare Circulation, welche W. L.P.. K durch 322 Zehntes Capitel. Verhältnisse durch die Ausgaben zum Unterhalt, und durch das freye Spiel des Handels unterhalten wird, desto fester gegründet sind. Alsdann wird der Luxus die Stufen⸗Leiter der verschiednen Stände und der regelmäßigen Glücks⸗Umstände der Staats⸗-Bürger befolgen; und dadurch wird er der Industrie so wenig zum Nachtheile gereichen, daß er sie vielmehr beleben, sie dauerhaft machen, und ihr zum Sporne, so wie der ganzen Gesellschaft zum Glanze dienen wird. Der Ausfuhr⸗ Der Ausfuhr-Handel mit Werken der In⸗ Handel mit dustrie ist von Natur dem Ausfuhr-Handel der Waaren der 67 Hand⸗Arbeit Lebens⸗Mittel und rohen Materien von einhei⸗ üuhr⸗ Hudel mischem Zuwachs untergeordnet, und bedarf kei⸗ mit Lebens⸗ ner andern Leitung, als der Leichtigkeit, der Mitteln und Treue und der Freyheit des Handels überhaupt. rohen Mate⸗ 6 ö ö rien von ein⸗ Daß der Verkauf der Werke der Industrie an die heimischem Ausländer an und für sich dem Verkaufe der Entepreardnrt. Lebens-Mittel und rohen Materien von innländi— schem Gewächs untergeordnet sey, ist ein Satz, der sich aus allen den Grunbsätzen ergiebt, die wir in dem ganzen Verlaufe gegenwärtigen Wer⸗ kes aufgestellt, erörtert und bewiesen haben. Zu— dem ist dieß eine Frage, die noch mehr in das Capitel vom Handel, zu welchem wir demnächst kömmen werden, zu gehören scheint, als in das gegenwärtige: aber sie ist doch auch so wichtig, wird so sehr verkannt, und es wird ihr von den gangbaren Vorurtheilen, und, was noch ärger ist, zum öftern von der Staats⸗Administration, die eine Folge von diesen Vorurtheilen ist, so sehr entge⸗ gen gehandelt, daß sie nach allen einzelnen Um⸗ ständen und von allen Seiten durchräsonniret zu werden verdient, und daß sie überhaupt in mei⸗ nem I IM Voh Habin g W Zwick Mense Moch tung aateg he NIm stseu Ed ug Muf audtes Ind tof lich st nsß inti Uhtt deun nuy Wyin! d dee Oder sin D J Hchen, f i He Wulit Mudagen Nechnun Lhsch de Hagen unt htangen. Vulh,, hesecbe nugse, 0 ———.——— der Ausgaben zur Industrie. 323 in nem Werke, welches einzig und allein den bleiben⸗ den Wohlstand der Völker zum Zweck hat, allent⸗ halben am rechten Ort ist. ih.Auttr Haigg Was ist denn ursprünglicher Fundamental⸗ Industrie kann Hscgn Zweck der Industrie?— Nichts andres, als den Landieth venig un Menschen ihre Bebürfnisse, Gemächlichkeiten und shaitgedehen hlibez Annehmlichkeiten mittelst zweckmäßiger Zurich— porne, s ö tung der Lebens-Mittel und rohen Materien zu u2 biegen deren verschiedentlichen Absichten zu verschaffen.— Ist denn nun Industeie Vor- oder Nach-Arbeit? ist sie unabhängige oder untergeordnete Arbeit?— de I⸗ Es ergiebt sich aus der Definition selbst, daß Industrie nur Nach-Arbeit sey, indem sie nichts boh enhei andres leisten kann, als daß sie die Lebens-Mittel hebanf lin und rohen Materien bereitet und zurichtet, aber at, de nicht sie selbst erzeugt. Sie ist also der Erzeug⸗ herhaubt, niß untergeordnet, welche ihr allein das Material itan di zu ihrer Arbeit zu liefern vermag.— Sind Fuft der denn nun in dieser Abhängigkeits⸗Ordnung die Wulaldi⸗ Regeln des Gedeihens der Nach-Arbeit andre, n Sah als die Regeln des Gedeihens der Vor-Arbeit, giebt, die oder sind sie einerley?— Ganz uud gar einerley. ligen Vio Die Industrie nimmt eben den Weg, und bräucht Hel. Zu⸗ eben die Mittel; nur kann sie nicht eben den Zweck in das haben, indem sie nicht reproducirt: und eben emnächt dieß beweist vornehmlich ihre Nach-»Arbeits⸗ 6 das Qualität. Dieses abgerechnet, hat sie jährliche Wchi Auslagen, die auf der Tabelle gewürdert und in r von dig Rechnung gebracht sind; und ihr Zweck ist, durch Häghr sß Absatz den Wieder-Eingang der jährlichen Aus— hr Rehe lagen und den Ersatz der Bestand-Auslagen zu scheutge erlangen. Auf diese Art bewirkt sie den Verkauks⸗ u Um Werth, erweitert ihn, befördert die Circulation Kont desselben, und trägt so nach zum jähriichen Nach⸗ fMle wachse, so weit es die Sache betrifft, und zur Ri* 2 An⸗ 326 Zehntes Capitel. Verhältnisse Anwendung desselben, so weit es die Form an⸗ langt, das Ihrige bey. Dieses beweist, daß die RegeIn und der Gang dieser beiderley Arbeits⸗ Gattungen einerley seyen.— Folgt denn nun aber nicht hieraus, daß sie nur ein einziges, und zwar eines und eben dasselbe Interesse haben?— Ganz unstreitig: und wer sich besser von dieser Wahrheit überzeugen will, darf diese Frage nur von zweyerley Seiten ansehn; in der Ordnung der Industrie, zuförderst einzeln für sich betrach⸗ tet, und nächstdem in der Vereinigungs-Ordnung dieser beiden Zwecke, in wie fern sie verbunden und dazu gemacht sind, daß sie gemeinschaftlich an dem Haupt-Planue des Gesellschafts-Bandes arbeiten sollen, welcher kein andrer ist, als die Menschen nützlich und glücklich zu machen. Nach der ersten von diesen beiderley Ansichten wird man finden, daß die Ausgaben, die Con⸗ sumtion, der Verkaufs-Werth und der gute Preis der Arbelt und Waaren dem Interesse der Industrie gemäß sey, so wie der gute Preis der Lebens-Mittel dem Interesse der Landes⸗-Cultur gemäß ist; hier ist also Gleichheit des Interesse bey beiden Parteyen, wenn sie als isolirt betrach⸗ tet werden. In der andern Ansicht, das ist, in der Ver⸗ einigungs⸗Ordnung dieser beiderley Zwecke, wird man finden, daß aus eben der Ursache, warum ein Baum mit der Wurzel gepflanzt, und an die⸗ ser gepflegt werben muß, die Industrie durch den Grund der Landes⸗Cultur unterstützet werden müsse, indem diese die eigentliche Wurzel der In⸗ dustrie ist, in wie fern sie nicht allein das Mate⸗ rial zu der Arbeit der Industrie hergiebt, sondern auch, in wie fern ihr die Landes⸗Cultur einzig und — ll Iudt Ctheugt Lbeno: wenn sol, den u wabh l Mlhe Inlch u si W Ekl Mah Cassn f 5 Hon ahe f. Miauf Gif Moals Dieß j lsch N Auhat W sch. N st wile s u blatind Entomn Handet! un Wenden, gaben, id grg arm ah⸗ st baß Mbijts Iun nun 05 W haben!— bon diest Frage nur Ordnung balr ach⸗ Ordrung itbunden iuschaftlih 3⸗Bandes „ als di . Ansichten die Con⸗ del gute hucse der Pi de 8 ⸗Lultt ànanst t hellach⸗ hr V ⸗ Witd , ogkug und an di⸗ Durch den t Huldel lde NM. D08 Mob ht solden I -U —7:———7——..—— der Ausgaben zur Industrie. 325 und 0 336 und Nahrung zu geben vermag. In der That haben wir hinlänglich erwiesen, daß Erzeugmiß genießbarer Güter die Basis alles Lebens⸗Unterhaltes ausmache! daß diesen Gütern, wenn die Reprodi iction derselben befordert werden soll, die Reichthums⸗Eigenschaft verschaffet wer⸗ den müsse; daß dieser Vortheil nur durch den Auf⸗ wand, der ihnen zum Verkaufs⸗Werthe verhilft, zu erlangen stehe; 50 mittelst des Verkaufs⸗ Werthes der reichliche jährliche Nachwachs zu Unterhältung der Inr Lenrarien⸗ und zu Ersetzung der jährlichen Auslagen diene, und noch außer⸗ dem einen reinen Ertrag ausliefere, woraus die Einkünfte entstehen; daß die Verwendung und Vertheilung dieser Einkünfte allen arbeitenden Classen der Gesellschaft zu leben gebe, die denn, jede für ihren Theil, durch ihre Ausgaben von der Portion vom Einkommen, welche ihnen zum Lohne für ihre Arbeit zuflleßt, das Ihrige zum Verkaufs⸗Werth, und zur Reproduction der Einkünfte beytragen, durch deren Austheilung ihr Arbeits-Lohn unausgesetzt fortwähren muß.— Dieß ist die ganze einfache, und zwar unveränder⸗ liche Maschine des allgemeinen so wohl, als des Privat⸗Interesse. Dieser einförmige Cirkel faßt die Industrie aller Art, so wie alles Uebrige, in sich. Von der gesammten Masse der Reproduction ist weiter nichts disponibel, als das Einkommen; alles Uebrige ist zur Wieder⸗Erstattung der pro— ducirenden Sache bestimmet. Also kann nur das Einkommen an angenehme Industrie-Werke ge⸗ wendet werden. Je mehr Einkommen da ist, desto mehr wird man auf verarbeitete Materien wenden. Hieraus ergiebt sich denn, daß die Aus⸗ gaben, die Consumtion, der n und der gute Preis der Industrie⸗Werke, wie wir &* 3 so ————— I—t., 326 Zehntes Capitel. Verhältnisse so eben sagten, ihr isolirtes Interesse bey der Vermehrung des Einkommens haben. Diese Demonstration enthält, wie mich dünkt, den unwidersprechlichsten Beweis von der, in der natürlichen Ordnung ausgemachten Subordina—⸗ tion der Industrie unter der nandwirthschaft. Da aber in einer so verworrenen, und von eingewur⸗ zelten Vorurtheilen so ungemein verunstalteten Materie kein einziger Umstand außer Acht ge⸗ lassen werden darf; so müssen wir die Frage aus dem anfangs einzig und allein vorgestellten Ge⸗ sichts⸗Puncte debattiren, um diesen Artikel völlig abzuthun. Wir haben zuförderst gesagt, der auswärtige Handel mit Werken der Industrie müsse dem aus⸗ wärtigen Handel mit Lebens-Mitteln und rohen Matrien vom einheimischen Gewächse nachstehn. Es sollte wohl, scheint es, hinlänglich seyn, die⸗ sen Satz unwidersprechlich zu machen, wenn man dargethan hätte, daß diese beiderley Dinge nur eines und eben dasselbe Interesse haben, welches sich in dem ursprünglichen Interesse des einen von beiden vereinigt und concentrirt: aber ich will mich doch die Mühe nicht verdrüßen lassen, auch noch diese Frage besonders aus einander zu setzen, als ob sie nicht aus den andern folgte. Der einhei⸗ Der Nutzen der Ausfuhr ist, meines Erach⸗ ansurttat tens, bloß ein subsidiarisches Vorspiel zu dem Hamdel mit Nutzen der Ausgaben, der Consumtionen, des Werten und Verkaufs⸗Werthes und der Reproduction. Jeder ganz gleich⸗Verkauf ist eine Ausfuhr. Der Landwirth, der förmig. sein Getraide an seinen Nachbar verkaufk, führt dasselbe von seinem Speicher aus; und von Privat⸗ Ausfuhren zu Privat⸗Ausfuhren kömmt es endlich zur * Uld— 9uz u Hloß 6 6 f val veldt Mon N nht Rufih Ramna vuht Min den Osste th. Hponb, fir Haß det J ner y vurhrü lullt⸗ Webe, Ihrsh fiülr h shuß is Wbafaß Mbfuhr und hli Hieine Mhosst! Eigugn dhhem ff achint e sinton der Ausgaben zur Industrie. 327 beh de zur National-Ausfuhr oder Ausfuhr ins Aus⸗ land— welches in Absicht auf das Getraide ganz und gar keinen Unterschied macht, und sich 0 bloz auf Herrscherey-Verschiedenheiten bezieht. Unln Es ist vortheilhaft, ans Ausland zu verkaufen, weil schlechterdings nöthig ist, daß verkaufet 23 werde; und es würde so gar viel besser seyn, daß 4. man an seinen Nachbar verkaufte, als an den Hstaltehn Ausländer, weil von dem Getraide selbst desto dch ge mehr unter Weges verlohren geht, je weiter es rage aus verführet wird. Das einzige Interesse der Sache han 0 demnach ist die Consumtion derselben, die ihr zu b voortheilhaftem Absatze verhilft; und das sichersts Mittel, diesen Vortheil zu erlangen, ist, daß wir den Nachbar in Stand setzen, zu consumiren. ini. Dieses ist in den vorigen Capiteln dargethan wor⸗ den. Hieriunen liegt das große Geheimniß jenes nd rohn Axioms, das bis auf heutigen Tag vermuthlich racsthn für bloß moralisch gehalten worden, nämlich: sehn, A der Fürst ist reich im Reichthume sei⸗ Deun ui ner Unterthanen, das aber völlig und un⸗ dunge u verbrüchlich physisch ist. Wenn in einem Agri⸗ wh cultur⸗Staate dereinst alle Menschen consumiren einen werden; so werden sie auch alle reich, und der Hng jährliche Nachwachs wird alsdann immer noch buchroh stärker seyn, als die Consumtion. Dieser Ueber⸗ schh schuß ist eben dasjenige, was bey der Nation ein Ueberfluß seyn würde, eben dasjenige, dem die dith Ausfuhr nach auswärtigen Orten zu einem sichern 1 und bleibenden Verkaufs⸗Werthe verhilft; und hierinnen besteht der Nutzen von der Ausfuhr⸗ r Also ist der Nutzen der Ausfuhr dem Nutzen der il i Erzeugniß untergeordnet, in wie fern jener aus 105 diesem fließt, und nur darinnen für nützlich ge⸗ 5 achtet werden kann, daß er ein Zuwachs zur Con⸗ sumtion ist. Nunmehr lasset uns wieder auf den à 4 Artikel u 40——**.— EENEEEEEE SSSSSISIIII 3as Zehntes Capitel. Verhaltnisse Artikel von der Industrie kommen, und zusehn, oß sie hierinnen den Banden entgehe, mittelst deren sie in allem Uebrigen an den Artikel der Erzeugniß im Interesse verknüpfet, und mit demselben eins ist.—* Worinnen der Wir haben eingesehen, daß das Interesse der Adeinbr⸗ Industrie auf dem Aufwand, auf der Consumtion, Hondels mit auf dem Verkaufs⸗-Werth, und auf dem guten Hand: te Preis ihrer Werke beruhe. Die Consumtion in bestehe. eit der nächsten Nachbarschaft bekömmt ihr, unter übrigens lauter gleichen Umständen, aus eben dem Grund am besten, aus dem wir diese Consumtion nur so eben dem Erzeugniß der Producte bey⸗ legten. Soll nun Consumtion vor sich gehn; so müssen Einkünfte vorhanden seyn: und wenn es Einkünfte geben soll; so müssen wir auf allen den Bedingungen bestehn, die zu Erzielung der Ein⸗ künfte, wie wir gesagt haben, nöthig sind. Je mehr man sich nun angelegen seyn läßt, diese Bedingungen zu melioriren, desto mehr werden die Einkünfte wachsen, und desto mehr wird auch bey Aufwendung dieser Einkünfte die Industrie gewinnen. Ist einmal die Basis der Industrie⸗ Profite fest auf die Censumtion ihrer Nachbaren gegründet; so wird alsdann der zunehmende Pro⸗ fit die Industrie in Stand setzen, einen Ueberschuß von ihren Werken zu machen und zu liefern, der hernach Ueberfluß bey der Nation seyn würde, und dem folglich Ausfuhr ins Ausland die Reich⸗ thums⸗Eigenschaft ertheilt, wodurch dann der wechselseitige Handels⸗Umsatz vermehret, und mittelst solches Handels-Anwachses der Genuß eines bemittelten Volkes erweitert wird. Hierin⸗ nen, hierinnen allein, sage ich, besteht der Nutzen und Vortheil von der Ausfuhr der Industrie⸗ Werke nach auswärtigen Ländern. „Wenn We 24 icd H odaß n Mi N l EM ohe vt Wibt „DN Mit s Mh l, h ostn L oIan vabel vM M yfb! Mh olchl vselten vibin sn vyisii 2 Out „Ml Rhen Ma „Ve 10 We/ 0 * 4— D———. —*.. der Ausgab en zur Industrie. 329 inn ö„»Wenn aber Geld an sich kein Schatz ist, Goid uino Site Imm ö wird man sagen; vso giebst du doch wenigstene per ist nur ein Ihn„zu, daß es die Stelle eines Schatzes vertrete; Schatz dun W0„daß es die bewegliche Materie sey, wodurch die hlos dun thn⸗ „Circulation in Schwung gebracht, der Verkaufs⸗ sotz erlar get Mnistvr„Werth eingeführt, und so mit allen Dingen die hird. un Lolsuntan Reichthums⸗Eigenschaft zugetheil Umheer 2 ö 357 sch getheilt worden ist. Umsetzen Dm gun„Geld ist, mit einem Worte, die Folte an dem Nolki kein sumtin f„Spiegel, welche die Valuten dadurch, daß es durth, 506 2n iht, unter»ihre Stelle vertritt, vervielfältigt, und mithin Geld dur 0 Veben dem„der ganzen ökonomischen Maschine das Leben Wher ann Aufuntion„giebt. Geld ist alles, was der Landwirth zur weder renghe Wute be„Vergütung seiner Mühseligkeiten, als Tausch Werden, ch ghn;„Mittel für seine Producte verlangt, weil er sich ind wenn„bersichert halten darf, daß er für Geld alles alen du„Andre bekommen werde. Also ist es wohl et⸗ der Ein⸗„Was, ja, es ist alles, Geld in ben Staat zu sind. J»ziehen; und es auf den kürzesten und ergiebig; ßt, diese„sten Wegen zu ziehen, ist ein Zweck, der unsre ht Werden„ganze Aufmerksamkeit verdient. Finden wir nun ultd auch„aber, daß die artigsten und feinsten Werke der 2 MWusti„Industrie, mittelst unsers Uebergewichtes in der Mustt„Industrie der Hand-Arbeiten, beständigen Bey⸗ Nchbatel„fall bey den Ausländern haben, und daß alle nendẽ Mio⸗„reiche Leute ihren Ueberfluß anwenden, sich der⸗ lcberschuß„gleichen Industrie⸗-Werke anzuschaffen; warum spin, der„sollten wir uns nicht ganz ausnehmende Mühe n wirdt„geben, ihr Geld zu erwerben, und uns bey die⸗ ddedah⸗„ sem Weg, es habhaft zu werden, als dem kür Humde„zesten und vortheilhaftesten, zu behaüpten?— ihtt, ud„Du willst bey unsern Werken der Hand-⸗-Arbeit Er„nur zweyerley combinirte Preise in Betrachtung Han„ziehen; nämlich, den Preis der rohen hWun„Materie in der ersten Hand, und den »„Belauf des Arbeits-Lohnes derer, „welche diese Werke verfertiget haben. —„Das Musth⸗ „Venn 330 Zehntes Capitel. Verhältnisse „Das kann vielleicht, und noch dazu nur mit »einiger Einschränkung, bey der groben Hand⸗ „Arheit hingehn, welcher du bey deinen, auf den „Pflug ausschließlich begränzten Aussichten den „Vorzug zu gehen beliebest. Allein bey der arti⸗ »gen und ausstudirten Hand-Arbeit findet sich »noch eine dritte benion. die eben so reell, und »viel stärker ist, als die beiden andern; und dieß »ist der Meynungs Preis. Diese Portion »macht den Profit; und diese entspricht dem, „was du bey der Landwirthschaft reinen Er⸗ b„lrag nennest. Denn wenn du vorgeben woll— »test, an der Galanterie-Arbeit eines Lempereur, »an der Uhrmacher Arbeit eines Leroy, an der „Goldschmidts⸗Arbeit eines Germain, u. dergl. »fände sich weiter nichts, als der Preis der Edel⸗ »gesteine, der Materialien an Golde, Silber und „Schmelzwerk, und nächstoem der genaueste Preis »„des Lohnes, der ihrer Arbeit und ihren Talen— »„ten zukömmt, und der ihnen ein so gutes Aus⸗ »kommen verschafft, wie es der Superiorität ihres „Erfindungs⸗„Geistes und ihrer Bearbeitungs⸗ „Geschicklichkeit, wie auch der Zeit und dem Auf⸗ „wande, den es sie gekostet hat, sich biese Supe⸗ »riorität zu erwerben, gemäß ist; so würdest du »damit weiter nichts thun, als daß du uns mit »Parodoxien betäubtest. Also kömmt dieser Profit »oder reine Ertrag, der die Einkünfte aus den »Ländereyen, wenn auch diese schon aufs reichste »angebaut, und noch obendrein mit der Handels⸗ „Freyheit, auf die du so hitzig dringest, begünsti⸗ „get werden, immer übertreffen muß, an Geld Hins kand. Dieses Geld wird, wie alles andre „Geld, ausgegeben: und wenn das Zeichen an⸗ „gewandt wird; so ist dieß Beweis genug, daß ubie Sache, die es vorstellt und deren Stelle es * ver⸗ —.7———.—— Iht, It unt N S U u al 20h l WIll 0ll Wöl II vthe vHh0n pll0 WI M Mbe I oh Whs WI HIII ybaʒ AIMSt vxfN vlehng lh oshen 0 hts oMn s naht) isse nur mst Hond⸗ 0 auf ben schin den du drt fudu sch tecl, und diß se Pottion licht bem, nen Er— sben Wol Lmperrul, 99/ ah del „ l. dergl der Ebel⸗ Iber und iste Preis Talen⸗ Mos⸗ Itihres khetungs⸗ bem Juf. se Eupe- Itdest bu uns mit Proft aus den d richst Handels beglat 0 Hl lls adte lschen al II Elle s Nl⸗ der Ausgaben zur Industrie. 337 »vertritt, ebenfalls angewandt werde. Dieser „Profit belebt also die Erzeugung der genieß⸗ „baren Producte durch alle die Cascaden hindurch, „die du geschildert hast; und du würbest gewiß Heine ungeheuer große Masse Getraides brauchen, Hum auf Einen Zug den Profit zu machen, den „wir an allen den mannichfaltigen Zubehörden zu »einer einzigen Vermählung vornehmer Personen »in Deutschland machen. Zudem hat jedermann „das Privilegium, Getraide zu erbauen, wenn „er nur Boden hat, der dergleichen tragen kann; „conditio sine qua non. Ein jeder hat die „Lebens⸗Mittel, die aus der Erde kommen, zu »„Hause; und diese Lebens⸗Mittel können also, „(etwan einige Wein-Arten von Bordeaux, aus »Champagne und Bourgogne vielleicht abgerech⸗ »net,) nun und nimmermehr einen Phantasie⸗ „Preis haben, da uns hingegen die Herrschast „des Luxus und der Moden, welche immer und „unabläßig zu unserm Vortheile gebietet, für „einen beständigen Tribut von Seiten andrer Völ⸗ ker bürgt. In der That geben wir auch eben „deßwegen den District des Pfluges auf, weil „dieser bloß für den Unterhalt der Nation zu »niedrigem Preis hinlänglich sorgen darf. Wenn „wir nun der Policey des Pfluges ihre Richtung „geben; so thun wir dieses lediglich, um in die⸗ „sem Stücke, wie in allen andern, zu verhüten, »daß der Reiche nicht den Armen erdrücke. Wir »können aber unsre Landleute nicht als Heloten „betrachten, die zu einer unermüdeten Arbeit ver⸗ „sehen wären, um nur Ausländer zu füttern. „Was wir den Ausländern senden müssen, ist Inichts andres, als was sie theuer bezahlen, was „uns wenig kostet, und doch viel einbringt: das »macht denn eine hohe Valuta in einem kleinen vUmfang, 332 Zehntes Capitel. Verhältnisse „Umfang, und bringt unter uns viel Geld in 61 „Umlauf, welches wir nicht gerade aus den Erz⸗ Kh „Gruben zu holen die Mühe gehabt haben. ö hush audan Da hat man, glaub' ich, eine ganze und het vollständige kleine Abhandlung vor sich, welche in der Kürze alle mögliche Argumente ber Krämerey⸗ In MuI Patrone in sich faßt. Einigen von diesen Argu⸗ Hn bl menten ist bereits in verschiednen Stellen gegen⸗ wärtigen Werkes zum voraus begegnet, und es Aihh sind dieselben völlig eutkräftet worden. Freylich REthi aber haben wir eine so wichtige Haupt⸗Arbeit, Rde wie dieses Werk ist, nicht unternommen, ohne 1111 uns zum voraus in das ganze mühselige Ge⸗ Al schäffte der augenscheinlichsten und mehrmals zu** wiederholenden Demonstration zu ergeben. Wenn W ich indessen dann und wann gegen die Irrthümer, ů si wider die ich zu kämpfen habe, den Ton der Ver⸗ n wünschung anstimme, und dieses vielleicht zu oft geschieht; so ist doch Er, der mir die Stimme ge⸗ 5 u geben hat, mein Zeuge, daß ich nie jemanden be⸗ Ahln d sonders wegen seiner Meynung angegriffen habe: dun aber auf der Laufbahn, die ich durchwandern hsh muß, sind Irrthümer gar zu nachtheilich für die ultin Menschheit, als daß ich sie mit gelaßnem Blick Rghhal herrschen sehn könnte. Ich entscheide über nichts, b als was ich gründlich durchgedacht und erforschert R habe. Auch erschaffe ich nichts, sondern predige ua bloß bas Reich der natürlichen IOrdnung, welches hn von dem höchsten Wesen am Tage der Vollendung I seiner Werke gestiftet ward, und streite nur wider 6j u diejenigen, die sich über seine unwandelbaren Hh Rathschlüsse erheben gewollt, die aber durch die sheih, angestrengtesten Bemühungen ihres Stolzes weiter chung nichts zuwege gebracht haben, als Verwirrung iht a der Sprachen und Zerstreuung der Völker. So völlig — *—— hist der Ausgaben zur Industrie. 333 6 biI Hehh völlig aber ich selbst von der Wahrheit überzeuget, 16n Eny so gewiß ich derselben seyn muß und wirklich bin, slae so darf ich doch nicht vergessen, daß ich zu meinen Brüdern, und zum Besten meiner Brüder rede; iud daß keiner von allen, die mir an Einsichten gleich shmian oder überlegen sind, bloßen Zeugnissen und dür⸗ bHintn ren Machtsprüchen, sondern lediglich der eyiden⸗ lsn uy testen Gewißheit nachzugeben schuldig sey; und Rlen g sie zu dieser evidenten Gewißheit zu führen, darf let, Ad eh ich weder Arbeit, noch Mühe sparen. Dieß war „ crehsch der Grund zu obigem Einwurf; und er legt mir aubt⸗Achii die Verbindlichkeit auf, alle Puncte, die dieser Iuin, Che Einwurf in sich faßt, zwar einzeln, jedoch so nihfihe kurz, als es mir moglich ist, zu beantworten. 00 In der That hat das Geld alle die Eigen⸗ 6—0 schaften an sich, die ihm in dem Einwurfe bey⸗ Dauun gelegt werden: allein man erinnere sich nur, daß 0 10 das Geld bloß diene, zu circuliren, und in der *. ö Ordnung, die wir dem Leser vor Augen gelegt Edn haben, durch alle Classen der Gesellschaft zu wan⸗ Ane dern; daß dieser Nutzen des Geldes seine Gränzen Rifen sl. habe, außerhalb welcher ein Ueberschuß an Gelde non d nicht mehr Reichthum, sondern vielmehr im Ge⸗ lich fir N⸗ gentheil ein Reichthums ⸗Abfall ist. Denn die snen Ist Schätze, mit welchen Geld erkaufet wird, sollen he nichts, unabläßig durch die Circulation des Geldes selbst defrihet wieder aufleben. Leben nun diese Schätze nicht n pröe wieder auf; so entsteht ja Reichthums Erlöschung 7Wachs Hoder Verarmung bey der Nation: also ist müßi⸗ Dalendu ges, und in Haufen beysammen liegendes Geld e urt ein verderblicher Schatz. Man erinnere sich, Waabne sage ich, dieser oben durch Räsonnement und Be⸗ her dulch de rechnung erwiesenen Wahrheiten, und lasse sie h wilt nicht aus dem Gesichte; wir werden ihrer in der Da Folge weiter nöthig haben. — E0 V 00 Daß — 9RRSSSSSWVXV eeeeee............———— 334. Zehntes Capitel. Verhallnisse Daß Ausfuhr⸗Handel und Absatz der aus⸗ studirtesten Waaren von Hand-Arbeit der kürzeste und vortheilhafteste Weg seyn sollen, das Geld der Ausländer ins Land zu ziehen, ist ein Satz, den ich geradezu läugne. In der That gebet ihr doch zu, daß die Consumtion solcher kostbaren Artikel nur für reiche Leute seyn könne: und da unter jedweder Nation die reichen Leute, in Ver⸗ gleichung gegen alle andern Classen zusammen— genommen, in ungemein geringer Anzahl sind; so müsset ihr nothwendig mit mir darinnen einig seyn, daß die Consumtion der Waaren⸗Gattung, der ihr den Vorzug gebet, nicht anders als sehr enge begränzet seyn könne.— Aber diese kleine Anzahl der Reichen, werdet ihr sagen, begreift gleichwohl diejenigen unter sich, die alles Geld beysammen haben.— Auch hierinnen irret ihr euch: und ihr würdet so was gar nicht behauptet haben, wenn ihr die Tabelle, die alle mögliche Circulation bey jeder Nation darstellt, mit auf⸗ merksamem Blick angesehen, und mit gehörigem Widerspre Fleiße studiret hättet. Reich nennet ihr doch ohne in dem Vor, Zweifel wohl die Classe der Eigenthümer der Ein⸗ zuge, welcher künfte, welche offenbar allein disponible Gelder mif Laanden besitzt: wenn aber eure Policey in Absicht auf die der Hand⸗ Producte des Pfluges überall beobachtet werden hndel veit sollte; so würde keine einzige Nation reich, keine Produeten von einzige würde im Stande seyn, euch die köstlichen Gemüchse ge⸗ Industrie⸗Werke, durch die ihr euch zu bereichern geben wird. denket, abzukaufen. Gesetzt indessen, daß andre Völker sorgfältiger auf die Vermehrung ihrer Schätze mittelst des Verkaufs⸗Werthes der Pro⸗ ducte ihrer Territorien bedacht wären; so müsset ihr dann doch wohl einsehn, daß in der Circula— tions⸗Orduung das Geld dem Schläge der öko⸗ nomischen Unruhe nachgehe, und daß es bey den .— UKE Aftledre Ritit uie Ilpm Oasn uhhnai ind ut Euunn heh Dounn ul De ubt R Dlh Euen ztd Vn dunt e an Wd hrlch n Httn, sozn 5un Wn b uiaßte Nasihchg Rtagnt Wt Luth a i irn Rith lds in ½½ Ihu het aus, N fiist Gelh sin Ech Nughhht Ebueg ne: und , il M zusammen. ahl syd; anen einig .Gattung, dld sch diiseklige eu, begrast abtes Gil en üret iht behaubtit e nuglche mit auf⸗ (chirigem rdoh che ner der Eit nuble Gibet H auf di et Verbelt lich, keine föslichen ubrthyrt „daß adte htunz ihtt heñ dr hio 6 6 Hüsst. 04 Etle age de o 6 V 0 der Ausgaben zur Industrie. 335 den Eigenthümern der Grundstücke bloß einkom⸗ me, um hernach ungesäumt zu seinem Krais⸗Lauf in den beiden Dienst-Classen zurücke zu kehren, oder um, durch den wechselseitigen Ausfuhr⸗ Handel, zwischen mannichfaltigem Kauf und Ver⸗ kauf eine Compensation zu bewirken, wodurch dem Abfalle der Schätze vorgebeugt wird. Die Pro-⸗ prietäre nehmen nicht mehr Geld ein, als die andern Classen. Wahr ist wohl, da sie in gerin⸗ gerer Anzahl sind, daß sedes Individuum von der Proprietär⸗Clässe stärkere Summen auf ein⸗ mal und mit einander bekömmt; allein diese Summen haben doch ihre, in der Circulations⸗ Ordnung vorgeschriebene Anwendung: und wenn der unbedächtige, durch das Auskramen eurer Raritäten angeköderte Proprietär einen Theil von diesen Summen zum Vortheil eurer theuren In⸗ dustrie verwendet; so trocknet er um eben so viel die Quelle seiner Einkünfte aus, und vermindert die Quotität eurer Kundleute. Mit einem Wort, entweder wird die Nation, die euch abkauft, nach der natürlichen Ordnung regieret, oder sie hat ähnliche Zerrüttungen, wie die eurigen sind, er— litten. In dem ersten von diesen zween Fällen sind die Eigenthümer der Einkünfte bey einer sol⸗ chen Nation zugleich Eigenthümer der Fonds; und dann gilt auch von ihnen das Sprüchwort, an große Thuren schlagen starke Win⸗ de: sie haben starke Ausgaben zu bestreiten, theils viel Leute zu ernähren, theils auch überhaupt in dem äußerlichen Ansehen zu leben, welches ihr Stand mit sich bringt; mithin beträgt der Theil von ihren Einkünften, der jene Ausgaben der Pflicht, und jenen Aufwand dessen, was Gewohn⸗ heit und Wohlstand erfodern, überschreitet, in Vergleichung mit dem Ganzen sehr wenig; und ö dieses 336 Zehntes Capitel. Verhältnisse dieses Wenige wird eine sehr unergiebige Quelle für die Profite, auf die ihr eure Ansprüche be— schränket. Uiberdieß werdet ihr von bemittelten Völkern nicht viel baares Geld ziehen: denn be— mittelt sin Völker nur in so fern, als sie in ihrem Handel mit andern eine Compensation zwischen ihrem Einkauf und Verkaufe finden. Also werdet ihr bey ihnen nur eure Waaren gegen ihre Waaren umsetzen; und mithin wird es sehr wenig oder gar kein Geld zu übermachen geben. Ueberhaupt ist der Handel mit Ausländern selten ein Handel zu bedeutender Geld Ausfuhr: in unsern Gegen⸗ den treiben bloß die Ost-Indischen Handels— Compagnien einen solchen Handel, der denn auch gewiß nicht zum Vortheile von Europa gereicht. Nur Leute, die nicht den geringsten Begriff vom Händel nach dem Ausland haben, sagen uns un— aufhörlich vor, wir müßten an die Ausländer ver⸗ kaufen, um ihr Geld zu bekommen, und dürften ihnen nichts abkaufen, um nur zu verhüten, daß sie nicht unser Geld wegtrügen. Wir, die wir uns zur handelnden Nation haben aufwerfen wol— len, sind noch immer von dergleichen lächerlichen Maximen bethöret; noch immer kennen wir die Vortheile des Handels mit den Ausländern bloß aus dem, was wir Handels⸗Bilanz nennen; und so sieht es auch noch dermalen um euch selbst. So stehet doch lieber vom Handwerk ab: denn ihr würdet nur den Kaufmann reich machen, und euch selbst zu Grunde richten. Unterdessen wollen wir doch dem Wege, den ihr nehmet, ein wenig nachgehn. Ich habe nur so eben erinnert, wie wenig ihr euch bey dem Absatz eurer Raritäten an Völker, die im Handel erfahren sind, Rechnung auf baares Geld machen dürfet. Nunmehr lasset uns zusehn, ob IIII Vht R öhl n de n sde und h unn di Ir Iel RuhtenE Ire Mhi sh bey In ihten I ue WSu Elinf den, in Lalgeh: us. sch y Aaun n kürn Ruche u bon hur Myeu halensh sler nog lchn, un nus, n Iasih H45 FFFFFFFFFF — der Ausgaben zur Industrie. 337 2010 ob es euch vielleicht besser bey andern Völkern, i I die mit keiner okonomischen Ordnung bekannt waheg wären, glücken werde; lasset uns annehmen, um be daß bey den Völkern, an die ihr verkaufen wollet, siuun eben die Irrthümer gangbar wären, und bey pscheg ihnen eben die Wirkungen thäten, wie bey euch: Wont so sind alsdann die Eigenthümer der Fonds arm Uunn und zu Grunde gerichtet; und es kann dann, henig obr wenn die Rede von reichen Leuten ist, am wenig⸗ chachaun sten die Frage von ihnen seyn— sondern die n Handel wahren Eigenthümer der Einkünfte sind alsdann, n Gigmn⸗ gerade wie hier, Capitalisten, Rentenierer oder Hudils Nutznießer. Was nun diese anlangt, so häuft denn au sich bey ihnen freylich wohl das Geld, und lauert, gekech. in ihrem Kasten, auf die erste Gelegenheit, durch Hif bom schändlichen Wucher die Liste von ihren Einkünften ns un zu vergrößern. Mithin ist es hier abermals nur der ber eine sehr geringe Portion von diesem Gelde, die ddͤͤrsten euch zufallen knn. Zudem begeben sich die Rei⸗ h, daß chen eines Staates, der sich auf solchem Wege W wit zu Grunde richtet, so fern sie bloß an disponibeln derfe wöl Einkünften reich sind, welche sie an nichts bin— Hicheriche den, in Städte zu wohnen, wo sie ziemlich ver⸗ wft de borgen und unbekannt leben. Wegen der Profite Hern Llah nun, die aus ihrem Aufwand entstehen, drängen nemmen sich da eine ungeheure Menge von unversorgten Ich sels Menschen zusammen, die bloß von ihrer Industrie ab: denn leben können. Unter solchen Industriösen leben n ud mänche vom Spielen, von Intriguen, oder auch ssen wolln von Hurerey und Kuppeley; aber die größte Menge von dergleichen Leuten, die solche Vor⸗ theile nicht zur Hand haben, sinnt auf Erfindung oihih aller möglichen Arten von Luxrus und Schnonke⸗ Mn, leyen, um die Phantasie reicher Müßiggänger zu hurs reizen, und die Profite, die aus dem Aufwande Iit derselben entstehen, an sich zu ziehen. Mithin ö W. E. P. 2, B. V wird 338 Zehntes Capitel. Verhältnisse wird der National⸗Luxus immer zu Hause schon Befriedigung seiner Neigungen, seiner Abneigun⸗ gen, und so gar selner Narrheiten finden; und seine Handwerks⸗Leute werden euch weiter keine Kunde lassen, als zu einigen Raritäten. Hierauf also, nur auf diese kleine, dürftige Handels⸗ Rinne, bauet ihr die sämmtlichen Profite von eurer Ausfuhr, um die Manufactur⸗Innhaber eines Landes zu bereichern, welches durch eine scheinbare Staats-Administration um die Ein⸗ künfte aus seinem Territorium gebracht wird? Setzet nun einmal dieses täuschende Idol auf einen Augenblick bey Seite, und lasset euch herab, dem Gange der natürlichen Ordnung nachzugehn, und mit uns zuzusehn, ob ihr nicht gerade dem Profite, den ihr suchet, den Rücken zukehret. Der Handel Zu folge der natürlichen Grundsätze, die wir der 99550 oben vorgetragen haben, und die ihr nicht ab— Arbeit kömmt läugnen könnet, beruht der eigentliche Profit der Wercleichund Industrie auf starker Consumtion. Ihr könnet mit dem Pro⸗ nicht in Abrede seyn, daß die Lebens Mittel und ducten⸗Handel rohen Producte, die ich als Materialien zur Aus⸗ von innländi⸗ ö ů wach Ge⸗ fuhr, statt eurer Wunder ⸗Dinge, liefern will, wächs. den Vorzug der greßen Menge von Consumirern auf ihrer Seite haben: denn ein jeder ißt und trinkt, da hingegen sehr wenig keute, vergleichungs⸗ weise, Kanten tragen.— Allein, werdet ihr sagen, erstens sind alle diese Consumirer arme Leute; zweytens, wenn sie das auch nicht wären, so bezahlt doch keine Seele für Brod einen Phantasie⸗Preis, oder das mindeste über den gangbaren Preis; und drittens ist überall Brod zu haben; in der Regel hat man gemei— niglich nichts weniger nöthig, als so weit her Brod kommen zu lassen: und wenn es ja von aus⸗ I HII Udin durun Rih al U 300 00f%— Rreis u shn Hurn gale, Raf nisse mic Haft ö s use schot Ihhligun, m und Ah künt MMf Hmhl Duftz un . Inhaha burch a N Ei. acht wad? wuchhrah, acpge. gerade din Hfhng, 96, die we nicht ab⸗ Hroft der Iy annet Mitte wd en zut Ml liefern vih Lonsum der ift u rlichrs on i sumstn un auc BuN ast it d l uu gm vt se 9us. der Ausgaben zur Industrie. 339 auswärts herkömmt; so fallen die Transvort⸗ Spesen, die denn nach Maaßgabe des großen Raumes, den die Lebens⸗Miteel erfodern, in Vergleichung gegen den Preis, den es gilt, be⸗ trächtlich sind,— diese Spesen, sage ich, fallen auf den Verkäufer: denn das Brod muß doch immer in niebrigem Preise zu haben seyn, wenn anders nicht die Consumtion desselben abnehmen soll.— Hierauf ist meine Antwort erstens, daß ich keine reichen Leute zu Kunden brauche. Ich verkaufe das tägliche Brod; und das wird mir von dem Tage-⸗Lohne bezahlet, ohne welches der Arme nicht leben könnte. Ein kleiner Profit, der sehr häufig vorkömmt und dreyhundert fünf und sechzig mal im Jahre wiederholet wird, ist hundert mal mehr werth, als das Hundertfältige eines hundert und achtzig mal größern Profits an dem zufälligen Meynungs⸗ oder Phantasie⸗Preise, der nur ein einziges mal im Jähre gewonnen werden könnte. Mit einem Worte, gerade darum, weil meine Kunden arm sind, habe ich deren eine große Menge; daher denn aus einer beträchtlichen Vielheit kleiner und immer wieder⸗ kommender Profite ein großer Profit erwächst. Zweytens hat es freylich wohl seine Richtig⸗ keit, daß keine Seele für Brod einen freywilligen Phantasie⸗Preis bezahlt, der eurem Meynungs⸗ Preis,(auf den ich so gleich zu reden kommen werde,) gleichkäme; sondern man zahlt dafür einen Preis des Bedürfnisses: aber, o! meine Herren, ich frage euch in jedem vorkommend en Falle, welcher von diesen beiderley Antrieben zum Kaufen, der Pbantasie oder dem Bedürf⸗ nisfe— welcher von beiden, sage ich, ist der mächtigste? Wir, unsers Ortes, suchen unsern Profit nicht in einem Abenteurer⸗Preis. Ein 2 solcher ——————————— 340 Zehntes Capitel. Verhältnisse solcher Preis kann nicht von Dauer seyn; und uns ist an einem beständigen und dauerhaften Preise gelegen. Aber ihr, die ihr die Gewinne, welche aus dem Absatze der Lebens⸗Mittel er⸗ wachsen, für geringschätzig achtet, wisset ihr auch wohl, was dieser Profit auf sich habe? Wisset ihr, wie viel tausend Millionen Schätze die Nation jährlich erwecken kann? Thut doch einmal der Landwirthschaft auf einen Augenblick die Ehre an, sie in euren Speculationen zu der Würde einer Manufactur zu erheben; in der That ist sie eine Manufactur, die so gut, wie jede andre, ihren Grund, ihre Werkzeuge, ihre Materialien, und ihre Arbeiter hat: allein sie steht in dem Besitz eines ihr ganz eignen Privilegiums; dieses be— steht darinnen, daß ihr Fond von selbst produ⸗ cirend ist; daß der Schoos der Natur selbst den Saamen, die Düngung und den Schweiß des Arbeiters aufnimmt, welche denn in der Stille, und mit Hülfe des Einflusses aller vereinigten Elemente, alles hundertfältig vergelten. Thut einmal dieser Bemerkung zu folge, deren Richtig⸗ keit kein Mensch in Abrede seyn kann, einen Blick auf die Tabelle; sehet die erstaunlichen Profite, die aus dieser Arbeit, von der alle Andein zu leben haben, erwachsen; und rechnet einmal aus, wenn ihr es könnet, welch ein Gewinn aus dem Absätze der Waaren einkommen könne, die aus der Arbeit einer Manufactur quellen, welche un⸗ erschöpflich ist, und um so viel mehr reinen Er⸗ trag giebt, je stärker die Consumtion ihrer Pro⸗ ducte ist, an denen der Käufer nicht bloß die Form der Waare, sondern auch die von der Natur um⸗ sonst erzeugte Sache selbst bezahlt, Brod 1 K al x MN He Rel H I ssl U sn i! IU oleh MM sust Ium RM Me In R R Nn j ush, Imh de RR ron nide em f Iu, gahin deY Ib. der Ausgaben zur Industrie. 341 . u Brod ist überall zu haben, saget ihr? Recht Mit der Con⸗ Rhaftn gut, wenn dem so ist: denn alsdann wird es 69 19 Wo⸗ Vuonm, überall Consumtionen, und eine Fruchtbarkein ducten Menge Hl er geben, welche die Consumirer an sich zieht, und uh die Menge derselben häuft; und so mit wird das 2— Mt Gebot des Schöpfers, seyd fruchtbar und Hn mehret euch, erfüllet werden: denn sein Zweck caanalle ist nichts weniger, als Vermehrung der Gold⸗ cehrt an, und Silber-Stücken. Ein Geschöpf, welches de einer seine Aus⸗ und Absichten darauf beschränkt, kehrt ststtaie die natürliche Ordnung ganz um. Sollte auch W., ihren schon wirklich, wenn ihr so wollet, die Fruchtbar⸗ hen, und keit des Erdbodens bis zum Ueberflusse gehn kön⸗ dem Bish nen; so wird doch gewiß die Bevölkerung, die dieses ha allenthalben nur auf den Anwachs der Unterhalts⸗ N probu Mittel wartet, gar bald einen Zuwachs von Con⸗ selbst den sumirern verschaffen. Ueberwiegt nicht in China, veiß des jenem so weitläufigen und so fruchtbaren Reiche, t Stllle, die Menge der Consumirer manchmal so gar die uahigten Renge der Producte? Neuerdings angelegte Colo⸗ N. M nien haben in wüste gelegenen Ländern Getraide Nihih⸗ in Menge erbauet; und findet sich nicht dieser anen Bl Producten-Zuwachs immer, wie vorher, der Reofth Qu antität von Consumirern angemessen, die sich dern zu in jenen Ländern, welche vormals unbewohnt nal aus, waren, ebenfalls gemehrt haben? Die Bevölke⸗ aus dem rung der Landleute ist die ergiebigste Pflanzschule I au von Menschen, weil sich die jungen Leute, so bald vuce w sie mannbar geworden, verheirathen, indem sie Iunen Et./ von der Zeit an im Stande sind, sich häuslich sher lu⸗ niederzulassen und ein Gewerbe zu treiben, von ö dem sie die Kosten der Haushaltung bestreiten kön⸗ 5 Meerm ö ů. gumm⸗ nen, indem diese Kosten selbst producirende Aus⸗ gaben sind. Mit der häuslichen Niederlassung des Städters hat es eine ganz andre Bewandt⸗ 90 niß. Dieser muß eine Profeßion erlernen, muß 3 sich 342 Zehntes Capitel. Verhältnisse sich dariunen eine Fertigkeit erwerben, und muß den günstigen Zeit-Punct abwarten, wo er den Kosten einer Familien⸗Haushaltung, die ihm doch nur zur Last gereichen wird, Genüge thun kann. Drey Vierthel von seinem Leben gehen also hin, bevor er zu einer so beunruhigenden Einrigtung seines Hauswesens gelangen kann. Mithin erzeugt die Landwirthschaft die Consum⸗ tionen nicht nur, sondern sie ist auch zugleich der hauptsachlichste Brenn⸗Punct der Vermehrung der Consumirer. Daher giebt denn auch diese Classe so ziemlich drey mal so vielen Menschen zu thun, als die Industrie. Je mehr die Völker am Grund und Boden reich sind, desto mehr werden sie auch große Städte haben; desto mehr Gesellschaften werden entstehn, die in solchen Gegenden zusammen— kreten, welche von eignen Aerndten entblößet sind und ihre Nahrung nur subsidiarisch haben, als da sind Holland, Malta, u. dergl Wein⸗Bergs⸗ Districte, Weide-Länder, Völkerschaften, die sich mit der Fischerey, mit dem Dienste des aus⸗ wärtigen Handels, u. dergl. abgeben, die denn willig und bereit sind, den Ueberfluß der Güter, mit denen die Mutter Natur den Schauplatz un⸗ sers Aufenthaltes hienieden mannichfaltig gemacht hat, an euch zu verkaufen, und folglich auch eben so willig, euch euren Ueberfiuß abzukaufen. Das, das ist's also, was ihr unabläßig zu verkaufen suchen müsset: denn je mehr ihr verkaufet, desto reichlicher wird bey euch die Materie, die ihr zu verkaufen habet; aber mit eurem Galanterie⸗ Kram hat es diese Bewandtniß nicht. Die Transport⸗Syesen, saget ihr, sind nach Maaßgabe des großen Umfanges der Lebensmittel⸗ Masse, 2——..—.——— M Ruf h UU Ml I Wiju R „5 Nf U MN I M sh Msih 0l. I habur scs A U Rreit der Ausgaben zur Industrie. 343 uud nuß Masse, verglichen gegen den Preis derselben, be⸗ bn trächtlich?— Ey! was liegt euch daran, wo fern nur der Landmann bey dem Absatze seinen n Profit findet? Doch was sage ich, was euch ghn daran liege? selbst dieß ist noch ein Vortheil mehr muhindn für alle Gattungen von Producten. Die Handels⸗ n han, Spesen sind freylich wohl Spesen, die von der Cohsun- Masse des reinen Einkommens abgezogen werden ihlich het müssen, und die man folglich, so weit es sich mehrung thun läßt, unter übrigens gleichen Bedingungen dach dies und Umständen einzuschranken bedacht seyn muß; laschen zu aber von eben diesen Spesen hat doch auch eine Nenge von Consumirern zu leben, die mit ihrem Aufwande, dem großen Haupt⸗Hebel alles Ge⸗ 3 deihens, das Ihrige zum Verkaufs ⸗Werthe bey⸗ ö ii tragen. Die Geräthe der Fuhrwerke von allen Arten sind Producte, denen der Handel eine 1 0 Paluta verschafft. Von dieser Seite die Sache bßit st betrachtet, sage ich: je mehrern Menschen die H Ausfuhr zu thun giebt, und je mehr Materialien Wdhi⸗ sie braucht, desto mehr Gutes schafft sie, so fern asin N es, durch häufigen Absatz, der Erzeugung zum Profit gereicht. Alles kömmt hierbey darauf an, ö daß der Landmann bey dem Absatze seiner Lebens⸗ Git, Mittel und rohen Materien seinen Profit finde: hlah ur⸗ ob das nun dadurch geschieht, daß diese Producke yaht vor seiner Thüre verzehret, oder daß sie nach Cadix achcbe verführet werden, kömmt für ihn auf eins her⸗ fen. Dad, aus. Das giebt ihm die Mittel in die Hände, oauftt ungesäumt an der Reprobuction zu arbeiten, und ujtt, dio dadurch das größte Staats⸗Beste, welches in be⸗ dieiht he ständiger Erhaltung und Vermehrung der Staats⸗ Galltat Einkünfte besteht, zu bewirken. ö ö ᷓ‚ Aber was ihr haben wollet, ist Meynungs⸗ Verfängliche ö me Preis; dieß heißt, Preis der Phantasie und des Vorsteluns ö 23 2 4 Zu⸗ 6 —- nungs⸗Preis eintger Waa— 344 Zehntes Capitel. Verhältnisse von dem Mey⸗Zufalles. Auf diese Ehre, das ist freylich gewiß, haben unsre Lebens-Mittel und rohen Materien ren der Hand, keinen Anspruch; und gerade der, mit ihrer natür⸗ Arbeit. lichen Valuta verbundene Mangel hieran macht ihren hauptsächlichsten Werih und Vorzug aus. Das Klima von Frankreich erzeugt von Natur die besten Getraid-Arten und die gesündesten Weine in Europa. Hierinnen findet weder Phantasie, noch Meynung Statt; die Valuta derselben ist durch das Bedürfniß entschieden; sie werden im⸗ mer ihren sichern Preis haben, der auch nicht zu befürchten hat, daß er ihnen werde abgewonnen werden. Ihr werdet, denk' ich, wohl gestehn, daß ich mich nicht bey dem Wort aufhalte, wenn ich euren Meynungs⸗Preis mit dem Phan⸗ tasie⸗Preise für gleichgeltend erkläre: denn wenn Lempereur Edelgesteine faßt; so wird doch durch seine Arbeit, ob man sie gleich stärker sucht, als die Arbeit eines andern Künstlers seiner Art, weder das Gewicht, noch die wirkliche Schönheit dieser Edelgesteine vermehret, sondern es wird nur der in die Augen fallende Schimmer derselben er⸗ höhet. Eben so geht es mit der Brauchbarkeit und dem innerlichen Werthe des Silber-Geschir— res eines Germain;— das sage ich, ohne die Trefflichkeit der Arbeit, die nur ein eigner Vorzug sehr weniger Künstler ist, zu verkennen oder sie geringe zu schätzen. Eure dießjährigen Stoffe haben nicht mehr reellen Werth, als die vor— jährigen oder noch ältern; bloß die Veränderung der Moden verschafft ihnen itzt den Vorzug. Folg⸗ lich beruht das alles auf Phantasie: und das wis. set ihr auch wohl, da euer ganzes Bestreben ist, heute anders auszusehn, als gestern. O! ist das nicht ein überaus gesicherter reiner Ertrag, der bloß auf dem Beytritt und Wecker der Phantaste beruht, 1 ult, d 0e dumöy dh en Siact, obet d a uM H h N schea, hit Rr r h ehen l uph⸗ Heshet hte K Mi v Ounde Wach sulin H U Im mh Gim Nuhi hir hin Huch na Iee dieet H. l Hr b ussh sch geriß Mierin har tlt aht Lung ub. H desen Dimn Ihmnnss Wrshen it verden im. h nicht Wgwonnen V Hatehj halle, ven Helh Wha U site: benh chird doch Ht sucht, diner Art, Shönhit id eut Ruselben ee. Huchbarkit Gaschis ohne di Vonsug oder sie Staff die dor⸗ randerung uh. Rih dab ls I Suda Inag/ de yast Hauht, der Ausgaben zur Industrie. 345 beruht, der den Profit des Künstlers ausmacht, und weiter nichts? Der Landmann kann wohl auch, durch seine Kunst und Geschicklichkeit, sein Vermögen vergrößern: allein er macht noch über⸗ dieß ein Einkommen für den Proprietär, für den Staat, und für den Zehndt⸗Herrn gewiß. Theilt aber der berühmteste Künstler wohl mit irgend jemandem die Frucht seiner Arbeit und den Prosit vom Meynungs⸗Preise, so gar von dem, den er sich von seinen Mitbürgern bezahlen läßt? Also ist solcher Phantaste⸗Preis bloß Aufwand für eine Nation; und was daran die Ausländer be⸗ zahlen, ist bloß ein dem Künstler allein vorbehalte⸗ ner Profit. Mache mich boch zu lachen, sagt der entfesselte Prinz Ferocel in dem Lustspiele, das Leben ist ein Traum, zum Harlekin; und der arme Teufel erschöpft sich in Lazzi's und Fratzen⸗Gesichtern, um seinen gebieterischen Be⸗ herrscher zu lachen zu machen, kann aber weiter nichts bewirken, als die verächtliche Frage: da— mit willst du mich zu lachen machen? Gerade nicht anders gemahnt mich ein Fabricanten⸗ Völkchen, wenn es seine schönen Stoffe vor dem satten und höhnischen Reichen, re. rc. rc. aus⸗ kramt.— Aber kurz, der Meynungs-Preis, der in euren Rechnungen so viel Platz einnimmt, kann meines Erachtens weiter nichts seyn, als eine Lockspeise, die bloß dem Absatz und Privat— Gewinne des Künstlers in Luxus-Werken zum Vortheile gereicht; eines Künstlers, sage ich, den wir hier, trotz seiner Geschicklichkeit, wäre sie auch noch so schätzbar, mit unsern Alleen⸗Kratzern in eine Reihe stellen müssen. Zudem kann so gar dieser Profit selbst, diese Frucht der Phantasie einiger reichen Leute, in meinen Augen nicht an⸗ ders erscheinen, als wie eine Armseligkeit, die be⸗ V 5 ständig 346 Zehntes Capitel. Verhältnisse stänbig in ihrer Basis schwankt, und die ich um so weniger für reell zu erkennen weis, je kleiner verhältnißweise die Anzahl der Künstler, die sich solchen Meynungs ⸗Preis verschaffen können, und die Anzahl der Leute ist, die unter jeder Nation im Stande sind, nach ihren Phantasien zu kaufen und zu bezahlen. Folglich sehet ihr euch, in eurem System, auf den Privat⸗Gewinn von höchstens ein Paar Millionen Franken für die Künstler herunter-gesetzt; und dieß mit ⸗Aus⸗ schlusse der Tausende von Millionen, die der Acker— bau aus dem Territorium fördern kann, und bey deren Ausförderung eure Bevölkerung, euer Han⸗ del, eure Manufacturen, so gar eure Künste, eure vorzüglichsten Künste, sammt eurem Meynungs⸗ Preise, durch den Anwachs eurer Einkünfte viel besser gedeihen würden.— Lasset uns dieses kleinliche System noch in seinen Folgen betrachten, damit wir uns nicht vorwerfen dürfen, daß wir elwas aus der Acht gelassen hätten. Soll euer Meynungs⸗-Preis in der That mit unserm reinen Ertrag in Vergleichung ge— stellt werden können; so muß er, wie dieser, starke Einkünfte und bleibende Glücks-Umstände be⸗ gründen. Ihr nennet euch in diesem Stüͤcke privilegiirt, und meynet im Besitze dieses sonder⸗ baren Uebergewichtes zu stehn; also müßtet ihr doch vermuthlich schon recht viel dabey gewonnen haben. Aber lasset uns doch diesen Profiten ein⸗ mal auf die Spur gehn. Euer Meynungs⸗ Preis, der, nach eurem Vorgeben, dem reinen Ertrage der vollständigen Landwirthschaft in ei— nem großen Territorium die Waage hält, muß in die Hände, welche die Proprietäre vorstellen, kom⸗ men; dieß heißt, er muß Ueberschuß des Fabri⸗ canten n ibr aand ahl V U Iu Mer sung denn ul fir gi Dioth XI Ralx u MN l, alet s Reunih W ss Hahl Nhe the uf Hirdn u 10 du f Hunth fin WAI Int Runic vunn h sh, slt ußshte Vsen. dub Etke ballg y nen shuy ö 1 is der Ausgaben zur Industrie. 347 Hihen ten über seine Kosten und übe das seinen Ai canten er 185 Koster 3 über das seinem Wush Stand angemessene Arbeits⸗Lohn seyn; er muß⸗ im 8 sag ich, ein jährlich n. und Ruu den Proprietären, oder der Nation, jährlich um⸗ W sonst zufalendes Einkommen seyn. Wo sind W denn nun die Proprietäre, die ihn für sich, oder lah, für die Nation einnehmen?— Ohne diese Be⸗ n un dingung giebt es kein wirkliches Einkommen für 0 f 6 die Nation, oder für den Staat. Wolltet ihr ldus⸗ wohl die Steuern, die vom Handel erhoben wer⸗ der dcker⸗ den, bey denen kein Unterschied zwischen den Wer⸗ % d b ken vom Meynungs⸗Preis und andern gemacht 1 wird, und die wir in dem vertheueeten Preis Fünstt, et aller solcher Waaren bezahlen müssen, Einkommen Mynunps nennen? Und ist etwan dieß ein reiner Ertrag? Hinste hil Wo sind also wenigstens die glanzenden Ver⸗ ns dieseh mögens⸗Umstände der Fabricanten unter uns? die Hrachten, Vermogens⸗Umstände, die wenigstens eben so aß wir sehr auf unsre Kosten, als auf Kosten der Aus⸗ länder entständen sind? Das vorige Jahrhundert hat Beyspiele von großem Vermögen gesehen, wel⸗ EIU ches durch Handel zur See erworben wurde. Das schung g itzige sieht, re. re. re. re. und einige Aufkäufer und hs, sat Handwerks⸗Leute, die bey guter Zeit ihre Pro⸗ finbe be feßion aufgeben, und sich Häuser und Gärten auf Ctlcke dem Lande zulegen: aber ich kenne keine großen soldes Land⸗Güther eines Lempereur oder Germain: und Ut hr wenn ich auch dergleichen zu sehn bekäme; so omn würde ich dech immer noch den Grundheren bit⸗ dofth ten mir sein deutsches, oder Englisches, oder uum rußisches, oder portugliesisches Lehn⸗Guth zu In weisen. Aber ach! wenn sie auch ihre Güther ath auẽ Erkenntlichkeit mit dem Namen der Gegenden „ uhi betiteln wollten, woher ihnen der Profit gekom⸗ k men ist, der den neuen Grundherrn in Stand ge⸗ l setzt hat, sie an sich zu bringen: so würde doch iß 348 Zehntes Capitel. Verhältnisse V gewiß das eine Quartier Richelieu, ein u andres Platz Vendome, ein drittes der hlds Hof, ein viertes, auf dem wohl noch Hypothe— IWales ken haften, Vorstadt St. Germain heißen; thd und man würde dann sehn, wie wenig der Profit med vom Auslände dazu beygetragen hätte.— So Sale e sind denn die Leute, die den Grünspan, das Oper⸗ huitesst ment, die Silberglätte und die Gifte bertiten, im— ale HN mer die ersten, welche die Folgen von ihren gefähr⸗ Ihb, lichen Specertyen erfahren; und so wird immer umm i aufs neue das alte Sprüchwort bestätiget, welches ihtNe ich hier füglich wiederholen kann: AIliltt Wenn mancher meynt, den Andern zu betrügen, u Betrügt er oft sich selbst. 423— ih ahj Wie dem auch seyn mag, so kann wohl Mey⸗ Wml nungs⸗Preis zuweilen durch einen von den W n Anfällen des Wahnsinnes, wie sie die dicke Luft Rd verderbter Städte erzeugt, einen und den andern Iuh,eu Fabricanten oder Handwerks⸗Mann reich machen, f der denn hierinnen eben so glücklich ist, wie es in I Nl unsern Tagen der Erfinder der Pantine, Ram⸗ Wn ponneau, bie komische Oper, u. dergl. waren: Ahmm aber es ist dieß denn doch ein fehlerhafter, trüg⸗ luhm licher, nichtiger Handgriff, der in allen Rück— H sichten die Ehre nicht verbient, von der Staats— Austth ö Administration großer Reiche,(welche doch ein so fump ganz ander Ding ist, als die Administration einer Wdas Factorey oder eines kleinen fabricirenden und 5 ů trödelnden Handels⸗Staates,) gekannt und be— Ithm merket, und noch viel weniger werth ist, für et⸗ u was gerechnet zu werden. felu Mlen u Widersinnige Losset uns demnach dieser Armseligkeit vor Uskem 5.6 Mercentil allen Dingen die Rein-Ertrags-Eigenschaft be— Hunfi S Systes. nehmen. Saget ihr nach alle dem dennoch, der n Profit, i0 M 7 lose hilieu, g. utles her uhchych, Tuamhstg, nhu Altk.—. Oh, das W Helll, hren gfihj vird imma 9, welchts betdger, ohl Meh⸗ au bon dey bicke luft den andern h wachen, WM Uint, Aul rgl. Hang: Ifter, ttz olen Rück r Stoatz⸗ doch ein so tadon eintr Renden Wd unt und b i stt Rtget sha vroch de huft der Ausgaben zur Industrie. 349 Profit, der hieraus erwächst, komme an Gelde ins Land; dieses Geld werde im Land eben so gut, wie alles andre, ausgegeben; wenn das Zeichen ausgegeben würde, so sey dieses ein Merkmaal, daß die Sache, die das Zeichen vorstellt und deren Stelle es vertritt, ebenfalls ausgegeben, und mittelst dieses Profits die Frucht⸗Erzeugniß durch alle die Casenden hindurch, die wir geschildert haben, belebet werde: so ist doch selbst dann, wänn ihr durch eure Lebens⸗Mittel-Policey die Arbeit des Pfluges lediglich auf den Nutzen ein⸗ schränket, daß durch sie der Nation ihr Lebens⸗ Unterhalt in hinlänglicher Quantität, und zum niedrigsten Preise geliefert werden soll; so ist selbst dann, sag' ich, wann diese geheiligte Portion dem Monopolium preis gegeben wäre, wenigstens das noch immer Thatsache, daß sich diese Portion wechselsweise bald auf Nicht-Geltung oder Un— werth, und bäld auf Hungers-Noth herunter— gesetzt befindet: und so mit verfallet ihr wieder in die Nebel, die in unsern neuesten Zeiten die ganze neumodische Politik verdunkelt, und alles in ein Labyrinth von Widersprüchen verwickelt haben, bey denen das Lied vom Ende nichts beßres war, als Verderben der Menschen, Deserirung der Grundstücke, Vernichtung der Einkünfte, Ent⸗ fremdung zwischen Volk und Volke, zwischen Dorf und Dorfe, zwischen Stadt und Stadt, zwischen Familie und Familie, zwischen Individuum und Individuum, und das natürliche Resultat von alle dem, Erschütterung aller Staaten, indem sie allesammt ihrem Ruin entgegen giengen. Wollen wir unter dem göttlichen Lichte, da dasselbe von den Wolken des Irrthumes, von dem dunkeln Schleyer der Ungerechtigkeit verfinstert wird, durch diese Verwirrung noch hindurch drin⸗ ö gen; * 350 Zehntes Capitel. Verhältnisse gen: so müssen wir uns der unwandelbaren Ver⸗ ordnung der Rathstlüsse der ewigen Weisheit unterwerfen, die verfälschten Begrffe zu zerlegen, und müssen die evidenten Wahrheiten, die keine denkende Creatur verkennen kann, wieder auf ein⸗— fache und natürliche Principien bringen. Lasset uns bemnach die Maaße unsrer Tabelle auf das Ganze von eurem angeblichen Profit, und auf die verschiedentlichen Parcellen eben dieses Profits an⸗ wenden. Ich will euch einstweilen die drey Stücke, von denen wir dasjenige von den dreyen, welches in euren Hoffaungen den mehresten Platz einnahm, schon so ziemlich zu nichte gemacht haben, auf eine Weile zurücke geben. Diese drey Stücke waren, erstens, der Preis der rohen Materialien; zweytens, der Meynungs⸗ Preis; und drittens, der Preis des Lohns für die Arbeiter. In unsrer dermaligen Voraussetzung, bey der wir auf eine Weile ge— schehn lassen, daß eure Gleichheits Prätensionen realisiret wären, stimmt das erste von diesen drey Stücken mit der productirenden Classe, das andre mit der Proprietär⸗Classe, und das dritte mit der sterilen Classse zusammen. Und nun lasset uns einmal zusehn, wo viese drey Profits- Portionen bleiben, damit wir urtheilen können, ob sie die vollstänoige Circulations⸗Reihe, die allein vermögend ist, den Ueberfluß immer wieder ⸗auflebend und immer fortdauernd zu machen, wirklich durchwandern. Um mit dieser Untersuchung zum Zwecke zu kommen, müssen wir einer jeden von diesen Profits⸗Portionen auf ihrem Wege und in ihrer Anwendung nachgehn. Die D. 00 0 nt U 085 IWMeial het/ di Aeich dulti e uit N. U Indat! aua We die dud trabtn! nf HV Ha H Hie n haft Ihen du mißte y augflht sauty nih Iy. usthak , Ral Auihmn Mupn Ian hiüß ton posch Heln, y g us 0 Ralf u Vete shest llegen, keine tin⸗ Ustt auf dnz auf di its an. dreh rehen, Mag emacht st deih rohtt Ings/ ohns Aligen ge— ionef Waey asse, 6 Uld nmen. breh hellen leihe, mumet dissen mihtte Ole der Ausgaben zur Industrie. 351 Die erste, der Preis der rohen Materialien, geht uns gleich anfangs in alle dem, was wir kuxus⸗ und feine, künstliche Waare nennen, ge⸗ rabehin aus den Händen: denn die Edelgesteine, die Metalle, die Materialien von Gold und Sil⸗ ber, die schönen Seiden⸗-Jeuche, u. dergl. sind gar nicht Früchte unsers Klimats, gar nicht Pro⸗ ducte des französischen Bodens. Ueberall müssen wir Verzicht auf diese Portion thun. All das Geld, das zu dieser' Portion gehört, durch⸗ wandert so wenig bey uns den ganzen Umläufs⸗ Krais, daß es vielmehr weiter nichts ist, als ein Ueberläufer, der gleich drauf aus einer Hand in die andre geht, und neue Materialien aufzu⸗ treiben bestimmet ist. Auf diese Portion können und müssen wir also gleich anfangs eine Null an⸗ setzen. Was nächstdem die Portion anlangt, woraus der Meynungs⸗Preis besteht, so macht die⸗ selbe, wie schon gesagt worden, den überschießen— den Profit des Fabricanten aus: und sollte durch diesen die Frucht⸗Erzeugniß belebet werden; so müßte vermöge aller der Ursachen, die von uns angeführt worden sind, der Fabricant seinen ge⸗ sammten Profit nicht nur verthun, sondern er müßte ihn auch an Ausgaben für den Lebens⸗ Unterhalt verwenden. Dieses aber erwartet ihr doch, glaub' ich, nicht von ihm; und ein solches Verfahren würde auch mit den großen Luxus⸗ Neigungen, die eurem System so günstig sind, ganz und gar nicht zusammen⸗stimmen. Also eins von beiden: wenn er große Profite macht; so verschwendet er sie wieder mit modischen Thor— heiten, dieß heißt, mit Luxus, mit Prunk, u. dergl. wozu ihn die Staars⸗Verwaltung reizt und die Nachahmungssucht nöthigt: alsdann aber macht 352 Zehntes Capitel. Verhältnisse macht er gar bald Bankerott, und seine Industrie ist für den Staat verlohren;— oder er ist, wenn wir euch Glauben beymessen dürfen, bedacht, sein und der Seinigen Glück auf festern Grund zu bauen, und sammlet seine Profite zu Haufen. Aber ihr wisset doch auch, daß all das Geld, was todt da liegt, im Staate gerade nicht mehr werth ist, als ein Stein. So hald nun sein Schatz so welt angewachsen ist, daß er ihn zinsdar belegen kann, wird er zum Rentenierer oder Staats⸗ Gläubiger, dieß heißt, zum Wolf in der Gesell⸗ schaft; oder er wird Eigenthümer eines Lust⸗— Gartens, eines Hauses zum Ausruhen von der Arbeit, oder eines einsamen, stillen Platzes für sein hohes Alter, wo er seine unächten Einkünfte, die er sich in Geld-Zinsen gemacht hat, hernach verzehrt. Also ist die Portion, die den Mey⸗ nungs⸗»Preis vorstellt, ebenfalls unfrucht⸗ bar; ja, sie wird so gar der Circalation entrissen, und verfehlt alle die Belebungs⸗ Cascaden, deren wir oben gedacht haben. Endlich ist noch die letzte Portion übrig, ich meyne der Preis des Arbeits⸗Lohnes. Dieser dient zu Unterhaltung der Arbeiter, und muß folglich in Consumtion aufgehn. Aber gebet wohl Acht auf den Haupt⸗Umstand, daß ein Arbeiter, der des Tages 10 Franken bekömmt, gerade nicht mehr, und vielleicht gar noch weni⸗ ger reelle Bedürfnisse hat, als ein andrer, der des Tages 20 Sols oder I Franken verdient. Folglich fallen da neun Zehnthel von seiner Mit⸗ wirkung zu der Circulation, zu der Reproduction, zum Ueberflusse, zum Reichthum und zum Ge⸗ deihen hinweg, und werden eben so, wie bey dem Fabricanten, entweder zu überflüßtgem Prunk⸗ Aufwande Md f W en, Rdu D0 ures a dra he W Mlih: Duaß Woheh Habeh, Rlich Manhß Hast ‚ 6 R M Sgt Rhllen wichs Rahtez; Mahru schwidde 0 fhsth, Roahn l E M alf sch buh x u 0 U HH—½ ustrie wenn sein 0 Wftn. VM chah f helegn taatos Gesell⸗ àfuse n det 18 fig nlünft, herlach Mey⸗ rucht— liseen, deten 5 ohnes, / he u ein Kmnt, 0 Wel „ N herdent. UH Mi⸗ htiol, am 90 0M Hanl. spalde V der Ausgaben zur Industrie. 333 Aufwande verthan, oder zu unfruchtbaren, und so gar sür die Gesellschaft schälichen Sparereyen angewandt. In dem allen finden also weder Ein⸗ kommen, noch wieder⸗auflebender Zuwachs, oder producirende Ausgaben Statt. Da sehet ihr demnach nicht nur die Maaße eures angeblichen Profits, sondern auch noch oben— drein die Anwendung desselben bestimmet, und die Vortheile, die ihr davon erwartet, zum größten Theil in Schäden für die Nation verwandelt.— Darauf, daß ihr saget, die vebens-Mittel und rohen Materien könnten keinen Phantasie⸗Preis haben, ist schon oben geantwortet, und dabey zu⸗ gleich bewiesen worden, daß bleibender Nutzen nie Phantasie zur Basis haben könne.—Ihr über⸗ lasset, saget ihr, den District des Pfluges dem ge⸗ meinen Volke, welches sich davon ernähren muß, und dirigiret die Policey des Pfluges nur, um zu verhüten, daß der Reiche nicht den Armen erdrücke. Und ich sage euch, der Pflug muß jedermann er⸗ nähren; wo der Pflug aufhört, da hört auch die Verehrung des höchsten Wesens auf; da ver— schwinden die Fürsten, die Gesetze, die Reiche, sa so gar die Völker selbst: denn die Handels⸗Gesell⸗ schaften, die nicht das Land bauen, bestehen und gedeihen bloß durch den Ackerbau andrer Völker. Eure schlaue Policey kann den Reichen so wenig hindern, den Armen zu erdrücken, daß sie viel⸗ mehr Haupt⸗Stütze des Monopoliums seyn wür— de, welches nichts andres wäre, als die himmel⸗ schreyendste, freylich aber verkappte Tyranney. Dieses alles ist zur Genüge erwiesen worden. Ich sage euch, eure Vergleichung mit den Heloten teifft um so weniger zu, weil die Heloten gebieterische und müßige Herren, die sich auf die bloße strenge M. L. P. 2. B. 3 Lebens⸗ 354 Zehntes Capitel. Verhältnisse Lebens ⸗Nothdurft einschränkten, zu ernähren hatten; da hingegen der Landwirth, wenn er nur unabhängig ist und ihm die Freyheit unbenommen bleibt, seine Lebens⸗-Mittel ungehindert zu ver⸗ kaufen, wenn, wohin und an wen er will, selbst Herr über die Miethlinge ist, die sie ihm abkaufen, und die sich genöthigt sehen, in allen Stücken zu arbeiten, um durch Tausch und Umsatz die Pro⸗ ducte zu erlangen, die sie zu ihrer Lebens⸗Noth— durft, und zur Befriedigung ihres verschiedent— lichen Appetites so unumgänglich nöthig haben. Kurz, ich sage euch, daß unter allen Manufactu⸗ ren diejenige, die nach Maaßgabe dessen, was sie einbringt, am wenigsten kostet, und die folglich den stärksten reinen Ertrag abwirft, ohne allen Widerspruch der Ackerbau ist; eine Manufactur von göttlicher Anstalt, bey welcher der Fabricant den Urheber der Natur, den Erschaffer aller Güter und aller Schätze, selbst zum Gehülfen und Mit⸗ Arbeiter hat. Die zeugende und belebende Kraft, mit der er diese Manufactur gleich bey ihrer Stif⸗ tung segnete, hat ihr vor allen andern Arbeiten der Menschen ausschließlich Fruchtbarkeit zuge— sichert. Folglich sind es diese, zur Befriedigung unsrer Bedürfnisse immer wieder⸗auflebenden Pro⸗ bucte, die uns nicht viel kosten und doch viel ein— tragen; diese Producte also, sage ich, sind es, die wir vor allen andern, nach eurer eignen Absicht, ins Ausland versenden müssen. Handelsleute, Was dieses betrifft, fahret ihr fort, so müs⸗ nehnes, und sen unsre Versendungen eine große Valuta in ei⸗ Arbeiter an nem kleinen Umfang ausmachen.— Vermuth⸗ Hund⸗ Arben lich rechnet ihr auf die Entdeckung eines neuen werden von der Peru, aus dem die Reisenden in den ersten Zeiten shast bmiet für einige Hand⸗ und Taschen⸗Spiegel, für et⸗ liche K hechl 001 U n 0 tlads uls Chacht Did Iun ant⸗ n Ri W umun Mache! Cchih ass seo 10 M6 bult dah H oag. RN Duum Wanme in vud Rhheniher lchsen 50 Sithahn Dc V 0 Isn. S e si Ei hun Uchefhst ufsitte, lusit mag lahgt ve lab, i I U l, IqIITTFTFTTTFTT ⅛¼vw6́———————————————‚II————— der Ausgaben zur Industrie. 355 m liche Scheren, Messer und Pfeifen ganze Tonnen Goldes zurücke brachten. Ein solches neues Imen Land, sage ich, bildet ihr euch ein; denn das erste ber⸗ ist bereits erschöpfet, und die unglückliche Mensch— slbf heit erkauft heut zu Tage sehr theuer in tiefen ufth, Schachten jenes Gold, das siedend-heiße Gesöff an des immer durstigen Wassersüchtigen, und den h Zank-⸗-Apfel zwischen den Völkern. Ihr hoffet in Roh jedem Jahrhundert eine neue Entdeckung dieser Art thent wiederholet zu sehn, und zwar ohne Verringerung sahe, des Preises: denn solltet ihr außerdem jedem Volk, Hachh⸗ einem um das andre wechselsweise, die Augen der— vaß sr maaßen verblenden, daß sie euch eure Meynungs⸗ ogich Schätze bis zur Uebermaaße theurer bezahlten, la als sie werth sind; so würdet ihr sie gar bald, ei— faclut nes nach dem andern, ausgesaugt haben, und icant euer Kampf um das Interesse würde gar bald, Hur aus Mangel an Streitern, von selbst ein Ende Mi⸗ nehmen. Aber das geht so nicht; und warum?— rast, Darum, weil die Völker, die euch die Luxus⸗ Etf⸗ Waaren eurer arbeitsamen Miethlinge am theures dhüten sten und anhaltendsten abkaufen könnten, gerade uhe. diejenigen sind, die am anhaltendsten und reich— digung lichsten die Lebens-Mittel und Producte ihres Pro Territoriums, die Früchte einer auf ihren Markt⸗ el ein⸗ Plätzen zum Vertriebe freyen Landwirthschaft, ver— „ die käuften. Folglich haben auch nur diese Volker sscht, eine solide Basis von Schätzen; nur sie haben be⸗ ständige Einkünfte, und eine zuverlößig wie er⸗ kommende Geld⸗Einnahme, die, mit Hülfe ihres Ueberflusses, Gesetze vorschreibt, und die eure in ii rafinirte, mühsam arbeitende und kostbare In—⸗ muth⸗ dustrie nach dem Maaße des wenigen Arbeits⸗ end Lohnes, womit sie dieselbe zu besolben die Gnade zun hat, in ihrem Sold und in emer reellen Knecht⸗ sire⸗ schaft hält, und sie zwingt, alle ihre Kräfte an⸗ lche 3 2 zuspan⸗ 356 Zehntes Capitel. Verhältnisse zuspannen, um doch einiger Maaßen die Aufmerk⸗ samkeit solcher übermüthigen Herren auf sich zu ziehen. So steht es um den kargen, niedrigen und abhängigen Ueberläufer-Dienst, gegen den ihr die Proprietär⸗Würde und den Rang eines mäch⸗ tigen Agricultur-Staates vertauschet habet. So steht es um die filzigen, unzuverläßigen und wider⸗ rechtlichen Gewinnste, um deren willen ihr Ver— zicht auf den Thau des Himmels und das Fette der Erde gethan habet, welches euch die Natur ohne Maaß zugetheilt hatte. Noch dazu schwin⸗ den diese elenden Gewinnste, wie sie nun sind und seyn können, unter euren Händen von Tage zu Tage immer mehr, und stehen schon im Begriff, euch gänzlich zu entgehn. Das erbettelte Arbeits⸗ Lohn, das bey euch die Stelle der wahren Wohl— habenheit unter dem Titel eines Schatzes einge— nommen hat, kann sich nicht über alle verschied⸗ nen Menschen-Classen einer Nation verbreiten. Da die Staats⸗Bedürfnisse von Zeit zu Zeit zu⸗ nehmen, weil es schwerer wird, einen Tribut von einem Volke zu erheben, wesches in Dürftigkeit lebt, und folglich mit keinem einzigen Band am Vaterland und an der Suveränetät hängt, als von einem Volke, welches reich an den Einkünften des Territoriums, und folglich seinem Vaterland und dem Staate patriotisch ergeben ist; da die Staats⸗ Bedürfnisse, sag' ich, ihre Einnahmen nicht auf eure zu Grunde gerichteten Einkünfte bauen können: so bauen sie solche auf eure ver— meyntlichen Profite, auf Taxen, auf Eingangs⸗ Rechte, auf Zölle, u. dergl. halten die rohe Raterie an, vertheuern die Consumtibilien und dadurch die Hand-Arbeit, versperren die Wege zum Absatze mit Hecken, und stürzen eure Manu⸗ facturen Don vahss W Hr H fll, x HAl Ferm Iich, dl Voblh luch E ullshh H allth IdnEn Wllschen muag dt Hhste Hn Gehhh, If Ohhlount Iin hlaß chit duf lonnept Fichtung Henußt u 2BͤGerh shihht s rihtgsen Wüchrah nexk⸗ 7⁰ und iht hich⸗ Cl Wider Vii Fette atur Wi; dund 9 u lif, heith⸗ Cohl⸗ inge⸗ hied⸗ iten. u⸗ t von iglet 1d am „als Isten land die men fünfte Äbel⸗ angs⸗ rohe Vhhe Mlle uren der Ausgaben zur Industrie. 357 facturen darnieder. Vermuthlich ist es gerade dieß, was ihr die Einkünfte und den reinen Er⸗ trag der Industrie nennet. Ihr ziehet uns aus, und preiset die Einkünfte von der Nacktheit. Was ihr mit dem Solde der Industrie, und mit dem reellen Einkommen eines freywilligen Zu— wachses vermenget, ist der reine Ertrag der so genannten Finanz⸗Arbeit. Eure mit Steuern und Abgaben überladene Industrie weicht von selbst aus ihrem Vaterlande, geräth schnell in Ver⸗ fall, und verschwindet sichtbarlich; ihr verliehret auf einmal bie Sache, und zugleich auch die Form. Kommet doch endlich einmal, wo mög⸗ lich, aus der allerbetrüglichsten und ruinösesten Verblendung wieder zu euch selbst, und besinnet euch. Lernet, daß Industrie sich nirgend anders dauerhaft fest setzen kann, als neben den Ein⸗ künften, und nur nach einer reellen Proportion der Einkünfte; dieß heißt, nach Maaßgabe der Portion von den Einkünften, welche der Industrie in der öko⸗ nomischen Vertheilungs- und Circulations-Ord— nung der Einkünfte zugewandt werden kann. In dieser Ordnung vermehrt Industrie den Genuß, der durch das Einkommen er⸗ langet wird, und überwiegt so gar das Einkommen, in wie fern das Einkom⸗ men bloß zum Genusse gut ist. Nur aber darf der Genuß nicht das Ein⸗ kommen vernichten: denn durch Ver⸗ nichtung des Einkommens würde der Genuß vernichtet werden. So bald aber der Genuß auf die ökonomische Ordnung be— schränket ist, entsteht die Fundamental- oder die⸗ jenige Industrie, welche zur Befriedigung der wichtigsten Bedürfnisse des großen Haufens dient, und verbreitet sich rings um euch her nach Maaß⸗; 3 3 gabe 358 Zehntes Capitel. Verhältniss gabe des Aufwandes eines unzählbaren Volkes, welches von den Früchten einer unerschöpflichen Landwirthschaft er nähret, nach Proportion der vervielfältigten Arbeiten besoldet wird, und sich im Stande befindet, seine Bebdürfnisse in reichem Maaße zu bestreiten. Diese erste Classe macht alsdann die dauerhafte Basis einer andern In⸗ dustrie-Ordnung aus, welche schon erfinderi— scher bedacht ist, die Gemächlichkeiten und An⸗ nehmlichkeiten des Lebens zu vervielfältigen, und durch die Consumtion, so wie durch häufigen und freygebigen Einkauf roher Materien, zum Wachs⸗ thume der Einkünfte der Reproductions-⸗Kosten, und folglich zu ihrem eignen Unterhalte dient. Die Industrie von der mittlern Art, welche schon für rafinirte Bedürfnisse, dieß heißt, für die Ge⸗ mächlichkeiten des Lebens sorgt, kömmt hinterher, und breitet sich immer mehr nach Maaßgabe der großen Anzahl von Wohlhabenden aus, die in einem Staate leben, der durch eine starke und mächtige Landwirthschaft, als die Mutter bestän⸗ diger Einkünfte, bereichert wird. Diese In⸗ dustrie wird von Güther⸗Besitzern, die im Ueber— flusse leben, und die daher weder an der Sache, noch an der Form zu sparen genöthigt sind, unterhalten, und fängt dann schon an, ihren Ruhm auswärts zu verbreiten. Die Industrie, der Verstand und die Oekonomie der Arbeiter, die Güte der Stoffe, die Erfindung, Dauerhaftig⸗ keit und Bequemlichkeit der Mobilien erregen bey bemittelten Ausländern die Begierde, sich mit dem, was sie brauchen, bey einer Nation zu versorgen, deren Arbeiter in ihrem Vaterlande fest gegründet, und eben so redlich, als erfinde⸗ risch und geschickt sind; und was bey euch nur für Mittel⸗Leute gut genug ist, wird nun schon Luxus Rulslt m d IM nd⸗M. Deal Kuffethr Währnt Has Dlb aft gaht u in i 9. N niitt, hat, I M E Hah hat, ss„ M Dlen h bij in W AMhhg H4 it Iin sht 96 RM ˙ Moe nuß nit das der Echoeh, x Hia nl e ————7—2:2——————.——————* *—..———.— der Ausgaben zur Industrie. 339 sles, kuxus für reiche Ausländer. Ueber dieser zwey⸗ schen ten Lage des in Pyramiden-Form emporsteigen⸗ Rder den Industrie⸗Gebäudes erhebt sich endlich die sih Hand⸗Arbeit einer ausstudirten und prächtigen schen Decoration, welche der Spitze desselben die Krone uaht aufsetzen soll. Wohlhabenheit und immer fort⸗ u währende Reproduction ziehen dauerhaften und indert beständigen Anwachs der Einkünfte nach sich. M⸗ Daraus entstehen reiche Güther⸗Besitzer, wahre „und große Herren, und insonderheit ein drey mal Nund großer und mächtiger Suverän, der immer rei⸗ Bachs⸗ cher wird, je mehr Aufwand er macht, und der Loste, im Frieden, mit Weisheit, und fast ohne Sor⸗ dient. gen, unter dem Schirm einer eben so gut discipli⸗ schon nirten, als gut besoldeten militärischen Macht Ge- regiert; der, sag' ich, mit dem ganzen Glanze Irhe, des Ueberflusses und der Macht über ein großes der Volk regiert, das um so getreuer und folgfamer in ist, je glücklicher es ist, und je mehr es vollauf zu und thun hat, das auch um so leichter zu vertheidigen i ist, je weniger sonst jemand das Herz oder den W Willen hat, solche friedliche, wohlthätige, und lhit bey ihren Pracautionen und zur Vertheidigung uch, unerschöpflichen Mitteln furchtbare Menschen an⸗ s zufallen. Viel Volk macht dem König Hen Ehre, und weniger Pöbel ist dem Für⸗ si, sten eine Schande. 90 Es giebt keine von Haus aus militärische 0 Nation aus eigenthümlicher Verfassung; denn 9* jede Nation, die ein Erbe zu vertheidigen hat, 0 muß militärisch syn. Der Spanier, der Englän⸗ lande der, der Franzose, der Deutsche, der Däne, der ih Schwede, der Hungar, u. s. f. sind in gleichem 910 Grade militärisch, und unter ber Anführung 0 tuchtiger Befehlshaber, glaub' ich, in gleichem —.. 3 4 Grade —3——— 360 Zehntes Capitel. Verhältnisse Grade beherzt; jedoch können nicht alle Natlonen ö aln nach ihrer Lage, und nach der Weisheit der Für⸗ huun sten, von denen sie beherrschet werden, in gleichem Grade kriegerisch seyn. Ueberhaupt muß sich eine dr große Nation bey vollem Gedeihen immer mächtig mdi im Vertheidigungs⸗Stand halten, um Kriege Kalle dadurch zu vermeiden, daß sie durch Stärke ihren DN Nachbaren furchtbar wird; den Eroberungs⸗ R Unternehmungen aber darf sie nicht nachhängen: denn hitzige und oftmalige Kriege können nicht nur dienen, sie zu entkräften, sondern sie werden dlahh ihr auch noch überdieß höchst verderblich durch ö Inn die Zerrüttung, die sie fast unfehlbar jedes mal in Hang der Regierung anrichten, indem sie, unter dem hen scheinbaren Vorwande der Staats⸗Bedürfnisse,. allen Kunstgriffen und Verderbnissen einer heiß⸗. hungrigen Staats⸗Administration zu Statten ö hhn kommen. Alsdann steht so gar die moralische ö Rgste Unordnung so mächtig der Wieder⸗Einführung physischer Ordnung im Wege, daß die Fort⸗ Ru schritte der Verwüstung nicht eher Stillstand y machen können, als mit der unseligen Vollendung WMill des gänzlichen Unterganges der Nation 2.0 ö Reiche Leute endlich, die Großen, und in⸗ 05 sonderheit der Suverän werden ihren Ueberfluß* würdig anwenden, das Genie zu wecken, ihm mt seine Richtung zu geben, und es zu belohnen, hit die Künste zu befördern und blühend zu machen, W den Händel zu erleichtern, und zu dem Ende alle R Wege zum Verlriebe durch öffentliche Arbeiten zu In eröffnen, 1 (Oder wenigstens der bisherigen Regierungs⸗Form huu einer solchen Nation— wie die Revolution, die N im J. 1789 das Vaterland des Verfassers getroffen S hat, klärlich beweist. u. ö Riaf der Ausgaben zur Industrie. 361 20 eröfnen, bey denen eine Menge von Menschen dür ihren Unterhalt verdient, und die den Ueberfluß chen nach allen Provinzen hin verbreiten. Die An⸗ ae lage von Brücken und Canälen, die Schönheit mi und Bequemlichkeit der Straßen, die Pracht der Hi öffentlichen Gebäude, die Producte des Witzes, hrn die Wunderwerke der Kunst, und besonders der uungs⸗ Reichthum der Aerndten, die Menge der Vieh⸗ ngen: Heerden und der Früchte des Landes, die Wohl⸗ hicht habenheit und Fröhlichkeit der Einwohner werden berben allenthalben die Größe und den Ruhm des Für⸗ durch sten, die Vortrefflichkeit der Regierung, den malin Glanz des Reichs, und das Glück der Unter⸗ m thanen verkündigen. fise, heiß— Man würde sich sehr irren, wenn man uns tatten in den Verdacht zöge, daß wir in dieser Hinsicht lische ö gothische Vorurtheile heegten und predigen woll⸗ rung ten. Nein, um des Besten der Industrie selbst Holt⸗ willen erklären wir uns wider unrechte Anwen⸗ Nand dung der Industrie, weil solche Anwendung den dung Verfall derselben nach sich zieht. Industrie ist —3 ein Geschenk des Himmels, und die höchste und seltenste Industrie ist, in dieser Hinsicht, die u0 in⸗ glänzendste seiner Gaben. Allein die Künste kön. erfluß nen anders nicht wahrhaftig befördert, ermun⸗ Ihm tert und belohnet werden, als durch Aufwand, hnen, dieß heißt, durch Erkaufung ihrer Zaubereyen achen, und Wunderwerke; und solcher Aufwand wird,— de ale als Folge vom Reichthume der Nation, den vor⸗ Hn zu nehmern Ständen im Staate, so weit dergleichen isfnen, in der Gesellschaft nöthig sind, zum würdigen Schmucke dienen. Das Beyspiel einer Nation, drn die ein Uebergewicht vom Grund aus hat, und „RR die aus so mancherley Ursachen vor allen andern n mit Recht ausgezeichnet wird, kann die Ausländer 3 5 zu 362 Zehntes Capitel. Verhältnisse zu einem rühmlichen Wetteifer begeistern. Als⸗ ürtl dann erst werdet ihr von Rechts wegen den frey⸗ sl willigen Scepter der Industrie führen, weil ihr Mschue dann das Uebergewicht in reellen Gütern be— d hauptet. Euren Gelehrten und Männern von Kenntnissen wird dann ein verdientes Opfer der ö sh Huldigung gebracht, Künstler und Handwerks⸗ 9 Leute werden bey euch gesucht werden. Ihr Bsh werdet dann so wenig Lust haben, eure vermeynt⸗ 6 th, lichen und verderblichen Künste so geheim zu hal— uftl ten, wie ihr itzt thut, daß ihr vielmehr keinem Mlh Fremden etwas vorenthalten, und eure besten H Künstler gar gern euren Nachbaren zuschicken 32 d werdet: da aber die Nachbarschaft der Wohl— sumtt habenheit, des Geschmacks, der Höflichkeit und sahr der Freude nicht mit dem Genie solcher Auswan⸗ aubpmn derer fortgeht; so werden sich eben diese Künstler II auswärts mit einmal von ihrer Höhe herunter R, I gesunken finden, und es wird wieder dahin kom⸗ si men, daß man der Industrie des wohlhabenden AUlschr und reichen Landes, diesem Ganzen, dessen Brenn⸗ W han Punct sich weder subdividiren, noch nachkünsteln he läßt, freywillig huldigt. Man wird euch bitt⸗ I 0 lich und wiederholentlich um eure Hand-Arbeit schlt! angehn, und wird sich nicht mehr, wie itzt ge⸗ Wj schieht, einfallen lassen, sie als unbedingt dienst⸗ UU bar zu behandeln. So mit werdet ihr alles zu⸗ Reishh gleich, in dem Maaße wenigstens haben, worin— I5 nen es anständig und erlaubt ist, alles haben zu is wollen; und nun werdet ihr es ohne Mißgunst, Iu dy ohne Krieg, und ohne euren Nachbaren zu scha⸗ eutt den, haben. Eure Schätze selbst werden ihrem usk Handel gedeihlich werden, und so gar ihr Handel HEhm wird zur Erhöhung eures Wohlstandes gereichen. I Ihr werdet, sag' ich, alles haben, was nur Ree zusammen⸗treffen kann, die Schätze eures Erb— Wiarh theiles *———— 28— 2 ————————————..—“ — SꝗꝗYꝗEꝗYꝗꝗSeE—.— 1———.—— der Ausgaben zur Industrie. 363 — theiles vollständig zu machen. Ihr werdet, sag h ich, alles haben, nicht bloß auf eine Weile, nicht i verstohlner Weise und durch den Tribut der Thor⸗ heit, sondern gründlich, bleibend, und in der i 795 einer anhaltenden und ergiebigen Aus⸗ ͤ uhr. 65— Vergesset aber nicht, daß die unveränderliche Beincungen 00 Basis dieses Gedeihens, welches durchaus eben r l so reell, als leicht zu ue e keine andre mit Nafcr⸗ i nn könne, die Quelle der nt Diese Producten und Quelle zu verstärken, giebt es kein ander Mittel, mit Waaren usten als Vermehrung des Aufwandes. Soll aber Abei Uuhend Hceh der Aufwand vermehret werden; so muß die Con⸗· seyn kann. W sumtion der Producte vermehret werden. Aus⸗ ů n fuhr hat weiter keinen Zweck, als Consumtion on⸗ auswärts zu suchen, und Theil an dem zwischen sster den handelnden Völkern gangbaren Preise zu neh⸗ ter men, um den Verkaufs-⸗Werth der Producte om⸗ beständig und sicher zu machen: also müsset ihr den Ausfuhr der Producte, oder die völlige Freyheit un⸗ des Handels fest gründen und beständig auftecht san erhalten; diese Freyheit wird alles Uebrige pflegen litt⸗ und nähren. Das Interesse der Industrie er— chiit fodert die Consumtion der Waaren von Hand⸗ 4“.· Arbeit, so wie das Interesse der Frucht-Erzeug— nst niß die Consumtion der Natur⸗Producte erfodert. ju⸗ Die einheimische Consumtion der Industrie⸗Werke Hin⸗ wird,(das haben wir bewiesen,) immer um so 9— stärker seyn, je stärker die einheimische Consum⸗ unss tion der Producte ist. Ausfuhr hat in diesem schn ö Stücke so gut, wie in jenem, keinen andern Zweck, als eine stärkere Consumtion zu suchen. Wel Sie kann demnach nicht anders, als an die näm— . lichen Regeln gebunden seyn. Also wird sich u die Ausfuhr der Werke von Hand-Arbeit immer b mit der Aus fuhr der Produete, und mit der Ein⸗ E fuht ö 364 Zehntes Capitel. Verhältnisse fuhr der Lebens⸗Mittel und Waaren andrer Völker im Ebenmaaß und Gleichgewicht halten: 1 denn wenn ihr den Ausländern ihre Waaren bbd n kaufet; so wird dadurch der Absatz der eurigen l befördert, und es bleibt diesen immer der gang— Va bare Preis des allgemeinen Marktes gesichert. D Aus dem allen folgt, wie ich glaube, nach einer. Erörterung, die vielleicht etwas zu umständlich deng gerathen ist, die ich aber für nothwendig geach⸗ If tet habe, weil herrschende Vorurtheile zu bestrei— u ten waren; es folgt, sag' ich, aus alle dem, daß ö Il der Ausfuhr⸗Handel mit Industrie⸗ ö An Werken natürlicher Weise dem freyen 00f Handel mit Lebens⸗Mitteln und rohen hofh Materien von einheimischem Gewächs Wf un tergeordnet seyn müsse. 105 f Diese Ausfuhr bedarf keiner Direction wei— 1 5 ter, als der Redlichkeit, der Leichtigkeit, und der Uu. durchgängigen Freyheit des Handels. hün Unter diesen drey Bedingungen finden sich hach ihrer zwo, die auf der Handhabung der Regie⸗ Imn, rung beruhen; nämlich, erstens, die Redlichkeit. V Ich verstehe unter diesem Triebrade nicht etwan vssa die Policey, die für Treue und Zuverläßigkeit der Hiun Fabricatur sorgt. Dieses Stück der unseligen shs Verordnungs⸗Sucht hat, wie jedes andre, wei⸗ ihq ter keinen Nutzen, als daß es Zwang, Monopo⸗ ö Wann lium, Erpressungen, und Verderben der Sache An u mit sich bringt. Auf diesem Wege belästigt man zfhn die Industrie über alle Maaßen mit Inspections⸗ hu d Spesen, mit Aemtern und Bedienungen, die her⸗ r N nach der begünstigten Untauglichkeit, Unwissen⸗ ht u heit und stolzen Einbildung von großen Einsich⸗ ten ertheilet, ja, was noch mehr sagen will, zum ö öftern gar dem Heißhunger nach Meisterrechts⸗ 215 Kosten, j brer llen; ab. lihen ugi schnr. ene och Rach⸗ strei⸗ daß irie tyen ohen Ichs heir der sch gie⸗ lei Wah der 9 el⸗ yo⸗ ache nan Hel⸗ sch⸗ n 10 I der Ausgaben zur Industrie. 365 Kosten, nach gerichtlichen Verboten, nach Diffi⸗ cultäten⸗macherey aus hämischer Gesinnung preis gegeden werden; lauter Erfindungen, wodurch die Freyheit und die Sparsamkeit, die das Wesen der Industrie ausmachen, vernichtet werden. Wir haben zu folge einer Verordnung auf dem platten Lande die Weber⸗Stühle der armen Leute, die nicht im Stande waren, sich andre wieder an⸗ zuschaffen, zerschlagen sehen, weil die Leinwand nach dem Ellen-Maaße so und so breit, und so und so lang gemacht werden sollte— als ob das Ellen Maaß in der Länge und in der Breite nicht eben so gleich und sichtbarlich für den Käufer, wie für den Verkäufer entschiede, und als ob der Miß Credit, in den jene altväterischen kLeinwand— Arten fielen, nicht schon von selbst eine solche Reform der Stühle nach sich ziehen müßte, gesetzt auch, daß sie schlechterdings nöthig gewesen wäre. ÄAllein das Cabinet, das yerwünschte Cabinet(), das immer und ewig nur Gelegen⸗ heit sucht, von der sauren Arbeit der Armen zu leben, und sie, was noch ärger ist, tyrannisch zu meistern, maaßt sich an, besser, als wir, wissen zu wollen, wovon wir leben sollen und können; da es doch hierinnen so kläglich unwis⸗ send ist, daß es sich von einem Jahre zum andern genöthigt siebt, andre Verordnungen zu geben und andre Inspectoren anzusetzen, und diesen von Jahre zu Jahre wieder andre Untersuchungen an— zubefehlen. Von solchen Einbrüchen in das Ge⸗ biete der Industrie also rede ich nicht, wenn ich der Regierung die Sorge für Treu und Redlich⸗ keit der Fabricatur zumesse. Diese Treu und Redlich⸗ ( Von was für einem Cabinet hier eigentlich die Rede sey, ist schwer zu errathen. U⸗ — 366 Zehntes Capitel. Verhältnisse Redlichkeit läßt sich nicht anders gründen und einführen, als durch die Sitten, durch Wohl⸗ habenheit, durch den guten Ruf und ehrlichen Namen der Handwerks⸗-Leute. Man geht nur betrüglich zu Werke, wenn man's nicht besser machen kann. Der Betrüger weis selbst recht gut, daß er immer in Furcht schweben müsse, er⸗ tappet zu werden, und daß er doch bey allem möglichen Glücke schwerlich mehr, als ein Jahr, eine Lieferung zu thun haben werde: denn die Leute, die einmal mit seiner schlechten Arbeit übel angekommen sind, werden zuverläßig nicht wieder kommen, Bestellung bey ihm zu machen: aber itzt, da ihn die Noth dazu drängt, kann er's nicht anders machen. Sitten also, und Redlichkeit hängen von der Wohlhabenheit ab. Was nun diese anlangt, so haben wir weiter oben zur Genüge beschrieben, worauf sie beruhte; und das alles steht in den Händen der Regierung, und die Regierung braucht beynahe weiter nichts zuthun, als daß sie sich der Mühe überhebt, irgend etwas zu thun. Je mühsamer sich die Staats⸗Administration mit der unnöthigen Aufsicht über das Umständliche und Einzelne be⸗ faßt, desto mehr verschäfft sie dadurch der tyran⸗ nischen Amts⸗Untreue günstige Gelegenheiten. Sicherheit des Handels ist noch außerdem eine gute Bürgschaft für die Treu und Redlichkeit der Hand-Arbeit; und was diesen Punct anlangt, so ist es gänzlich die Sache der Regierung, wie⸗ wohl ein gar leichtes Geschäffte, die Herrschaft der Billigkeit sicher zu stellen. Zweytens, die Leichtigkeit bezieht sich eben⸗ falls auf diese Sorgen; und dafür sorgt die Regierung MWulg I Fisca u yune/ v Watze ⸗ Huder l V muß le Rmme n tt In H 5 N Mise E Rheit 51 Thultt, U QAlt shckccheh ch L Muchor Mqhh In Wc tl riaeh I W Rew su, ö goffer I mmen d sche, u Magla W Hehlg , Uund Vohli lichen fut hsse Nuht Ise dt. alen 1 Jhht, un die at ubel Wlder ber ihl lcht hon det 9t, so lieben, den tung thun, th eht/ mer ssch Ithigen e bi⸗ htan⸗ heiten. m eine keit der nlangt, 6„ hit⸗ ushat 9 chel⸗ d der Ausgaben zur Industrie. 367 Regierung dadurch, daß sie Anstalten zu Anwen⸗ dung der Arbeiten an Straßen, an Canälen, an Flüssen und Häfen zur Erleichterung der Trans⸗ porte, und zu Oeffnung der Markt-Plätze zum Absatze der Lebins-Mittel und Waaren trifft; lauter Arbeiten, die in der That einträglich sind. Die dritte Bedingung, ich meyne die Freyheit, muß der Scharfsicht der Arbeiter, der Unter— nehmer und der Handels⸗Leute überlassen bleiben, deren Pribat-Interesse, vermittelst der allgemei⸗ nen Concurrenz⸗Freyheit, allemal zum Vortheile des Publicums wirkt. Durch eine solche allge⸗ meine Concurrenz⸗-Freyheit, in allen Arten von Arbeit und Ausförderung, wird natürlicher Weise die Thätigkeit aller Triebräder der Maschine reguliret, deren Vielfältigkeit, so wie ihre Ver— knüpfungen unter einander, und das Detail der determinirenden Ursachen, aller Einsicht und Ge⸗ schicklichkeit einer autoritätischen Direction un— endlich überlegen sind. Es kann auch dergleichen Direction weiter nichts wirken, als daß sie Anlaß zu Mißgriffen, zur Unordnung, zur Degradation, zur Verblendung und zur Verkehrtheit giebt. Es wäre unnöthig, wenn wir uns noch wel— ter über eine Materie ausbreiten wollten, die wir bereits umständlich genug erörtert haben, auf die wir doch noch abermals zurücke kommen müs⸗ sen, und die zu folge der öhönomischen Ordnung großer Völker, welche das größte mögliche Ein⸗ kommen aus ihrem Territorium zu ziehen ver— stehen, und kleiner Völkerschaften, welche aus Mängel an Territorium dem Einkommen, so viel möglich, durch die Gewinnste zu Hülfe kom⸗ men, die ihnen die Fabricirung der Waaren von Hand⸗ 368 Zehntes Capitel. Hanb-⸗-Arbeit und der Aufkäufer⸗Handel ver⸗ schaft, wohl von selbst gehn muß. Letztere leben von dergleichen prekären Mitteln durch ihre Gewinnste, und erstere genießen ihrer durch ihre Ausgaben, so weit solche ihren Einkünften an— gemessen sind. Auf diese Weise geht es zu, daß mittelst des wechselseitigen Verkehrs zwischen die— sen Einkünften und diesen Gewinnsten, wie der Leser weiter unten wahrnehmen wird, diese Ein⸗ künfte und diese Gewinnste einander immerfort gegenseitig, und zu beiderseitigem Profit erhalten. Es wird Zeit, zu der Entwickelung dieser Wahrheit zu schreiten, und unsre Grundsätze auf dieses allgemeine Trieb⸗Rad, das so stärk ge⸗ brauchet, so häufig gesucht, und doch so übel gekannt wird, Handel genannt, anzuwenden. Man wird daraus ersehn, daß in dieser ange— deuteten Verbindung zwischen den Einkünften und den Gewinnsten, einander gegenseitig zu repro⸗ duciren und immerfort zu erhalten, alles, wie überhaupt, durch die Ausgaben gehe, und daß die Haupt⸗Regeln der natürlichen Ordnung, die alles umfaßt, eben so beständig und einförmig seyen, wie die Natur, aus der sie stammen, und in deren Schoos sie, in der Reihe nach einander, zurücke kehren müssen. ö Rahiln 1 Hser d lenr est ich Gt= chiht, Habunden Hafen liht schl rüßen hat, ghh fulgchh ab Hldl HbH Inm sint. Iuidacte Halt Wan Ie Mutn et N er o s I en llt chet, W I h st heRu lpin ff Iud allx He sh a auf ale y huc Ran bet, Ihtere Hihre ihte Wn⸗ , dih Hen d Wwie di osc Einn nerfott halten. II sitz au tt g⸗ UH henden. ange⸗ Nund repro⸗ , Wie W Ng/ d nformg , und nber/ ö 369 Elftes Capitel. Verhältnisse der Ausgaben zum Handel. Tiuend ist hier nichts andres, als Wahrheit; Laster nichts andres, als Irrthum. Der Irrthum entspringt aus dreyerley Quel⸗ len: erstens, aus der Unachtsamkeit des mensch⸗ lichen Gemüthes; zweytens, aus dem Stolze der Selbst⸗Verhlendung; und drittens, aus der Habsucht, die aus der Unordnung der Sinnen, verbunden mit den beiden vorhergehenden fehler— haften Principien, entsteht. Aus Unachtsamkeit läßt sich das menschliche Gemüth die Mühe ver⸗ drüßen, die Güter, die der Mensch zur Hand hat, gehörig kennen zu lernen, und bringt sich folglich hierburch um den reinen Genuß und um das natürliche Empfindungs⸗Vermögen: dieses thut denn hernach die Wirküng, daß der Mensch von seiner eignen Glückseligkeit, und von der Dankbarkeit gegen den, von dem sie ihm zuge⸗ theilt ward, abgezogen wird. Der Stolz sei⸗ ner Natur spornt ihn immer zu dem plus ultra; einer Regung, die freylich wohl ihren Ursprung der Hoheit seiner Bestimmung zu danken hat, und die denn um so weiter von ihrem rechten Wege abkömmt, je länger ihn seine Unachtsam⸗ keit abhält, seine Dürftigkeit und Abhängigkeit zu erkennen, und den Nutzen von alle dem, was ihm gegeben ist, einzusehn. Kurz, die Habsucht ist die Aeußerung, die aus diesen beiden Prin⸗ cipien fliißt, eine Feindinn aller Gerechtigkeit und aller Wahrheit; die Aeußerung des Herzens, die sich auf alle unsre Anschläge und Absichten, auf alle unsre Handlungen anwenden läßt, und folglich den Irrthum vollständig macht. Quelle der Vorurtheile vom Händel⸗ M. R. P. 2. V. Aa Wet 370 Elftes Capitel. Verhältnisse Beym Handel Wer demnach dem Irrthume zu Leibe gehn ist eine Menge will, der muß ihn bey diesen drey Principien an⸗ sanden und greifen: er muß die Unachtsamkeit des mensch⸗ Verhaltnissen lichen Gemüthes fixiren, und es bey der Be⸗ tung an iichen,trachtung unster wahren Vortheile, die uns zur Hand liegen, festhalten; er muß nächstdem den Stolz desselben zu Boden schlagen, und ihm zu dem Ende das Blendwerk und die klägliche Dürftig⸗ keit aller der Gaukeleyen, die es ausheckte, das Linkische und Falsche aller seiner Maaß⸗Regeln sichtbar machen; endlich muß er auch der Hab⸗ sucht des menschlichen Gemüthes die gebührende Richtung auf das öffentliche und allgemeine Beste geben, weil in diesem allein das Privat⸗ und Individual⸗Beste anzutreffen seyn kann.— Dieß ist bie Methode, die ich mir zu befolgen vorge⸗ nommen habe, weil sie mir bon den Gesetzen der Natur selbst, durch die unwiederruflichen Rath⸗ schläge der göttlichen Vorsehung vorgeschrieben wird, welche für alles zum voraus gesorgt, und alle Anstalten für die Bedürfnisse der Menschen im voraus getroffen hat. Ich habe mir keines— weges selbst eine Bahn gebrochen; ich habe kein ökonomisches Regierungs⸗System selbst ausge⸗ dacht, sondern bin bloß den Wegen der höchsten Weisheit, die allen Menschen deutlich angewiesen sind, nachgegangen; und ich darf dreist sagen, daß ich sie mit guter Gesinnung so gewissenhaft, als es mir möglich war, in dem ganzen Verlaufe dieses Werkes befolget habe, dessen Gegenstand die ganze physische und moralische Laufbahn des Menschen auf Erden umfaßt; und eben diesen lichtvollen und unfehlbaren Wegen bin ich auch bis ans Ende um so mehr mit Eifer und Stand⸗ haftigkeit nachzugehn verbunden, je mehr ich die derschtedentlichen Stücke derselben mit Spänen, Abrgum hem u Ihle N h Hangti Iute geri K Juft E Wumhof H if boß vn Nobia lcher ui nich st alies Mun Ibalgg, Rnl e R, W Mäthale, schärdarn aufh hanhil⸗ Mpnn Hhn ahg. HtRr (Wicsche danichen; h W in Muuu HVHpft uf ne in daß de Eunm Wt! sffhse 0 ‚ 0e Rn jen ah⸗ mensch⸗ dir Be⸗ uns zur dum den ihn u Dursig fle, dis Regelh er Hab⸗ hͤhrende ine Dest val⸗I — Dis bothi⸗ en der Rath⸗ HHeben l/ und aschen WMes hche kin st aubg⸗ hochsen emsesen tsagen, senhaft, Wuause censtand sbahn des ven dises oStal⸗ cht ih R Ghath, Ihdun der Ausgaben zum Handel. 371 Abraum und Schutte, den Ausgeburten der Vor⸗ urtheile, des übel verstandenen Eigennutzes und der Falschheit ungerechter Menschen, unwegsam gemacht finde. Unter diesen verschiednen Stücken giebt es gewiß keines, bey welchem das Bestreben, alles aufs Einfache und Wahre zurückzuführen,(das vornehmste Haupt⸗Mittel gegen die Unachtsam⸗ keit des Gemüthes,) für die Geistes⸗Kräfte eines an Erfindungs⸗Gabe nur mittelmäßigen, und bloß von der Liebe zur Wahrheit und zu seinen Nebea⸗Menschen unterstützten Mannes fürchter⸗ licher wäre, als gerade dasjenige, woran ich mich itzt wage. Unsre neuesten Zeit⸗Alter haben alles durchräsonniret, alles ausgerechnet, alles überleget, Krieg über alles geführt, alles abge⸗ handelt, erörtert, und in Druck gegeben; Han⸗ del, Tarife, Anfangs⸗Gründe, Vortheile und Nachtheile, u. s. w. Mitten in dieser Fluth von scheinbaren, meistens sudblimirten, kindischen, und auf das Echo kurzsichtiger oder eigennütziger Handels⸗Leute, und flüchtiger, unachtsamer Adepten gebauten Meynungen hat es hin und wieder einen und den andern Schimmer, ja, es hat so gar einzelne helle Lichtstrahlen gegeben, die ein redliches Herz und einen richtigen Verstand verriethen: aber so lange die fehlerhafte Basis der Voructheile des Zeit⸗Alters, der beunruhig— ten Natur Gewalt thut, so länge führt sie auch die hauptsächlichsten Wahrheiten immer wiet er auf jene unächten Systeme zurück, und macht, daß die geradesten Köpfe, die vielleicht mit dem Stempel der Wiedergebährer bezeichnet wären, wider ihren Willen auf Irrwege gerathen. Der trefflichste Kopf unsers Jahrhunderts, der sa Aa 2 manchen 372 Elftes Capitel. Verhältnisse manchen Feuer⸗Topf auf die Renn⸗Bahn des Staats-Rechtes geworfen hat, ein Licht, welches er vermuthlich in eine hellere und besser zusammen⸗ hängende Ordnung zu stellen, nicht beherzt genug war, hat in diesem Stücke nicht einmal den Versuch gemacht, nach der Wahrheit zu forschen und sie nur zu bekennen(5). Er hat, wie so viele andre, das Wort Handel über Bausch und Bogen gebrauchet: und wenn er irgend et⸗ was, das seiner unwürdig ist, geschrieben hat; so ist es unstreitig bey dieser Frage geschehen, die ihrem Wesen, ihren Trieb-Rädern, ihrem Ein⸗ fluß, und der traurigen Fatalität ihrer epidemi⸗ schen Irrthümer nach so äußerst wichtig ist. Wie kann ich nun wagen, mich einer Materie zu unterziehen, an der so mancher große und be— rühmte Mann gescheitert ist? Anders kann ich's nicht, als wenn ich, nach der Vorschrift des Evangeliums, werde, wie die Kinder; anders nicht, als dadurch, daß ich mich an die allge⸗ meine und unveränderliche Ordnung binde, nach der sich alle Menschen, um ihrer eignen Sicher⸗ heit und Glückseligkeit willen, richten müssen. Der ganze Zweck der Arbeit des Menschen ist sein Unterhalt und seine Bequemlichkeit. Beide kann er nicht anders erlangen, als durch seine Arbeit. Da aber seine Bedürfnisse vielfach sind, und seine Arbeit mit der Arbeit seiner Neben— Menschen ( Der Verfasser redet hier, allem Ausehen nach, von Niemandem anders, als Montesqui eu, in dessen berühmtem Werke de l' Esprit des Loix das ganze aoste Buch, welches zu der hier vorliegenden Materie gehört, nicht Einen deutlichen Begriff, nicht Einen festen Grundsatz enthält. Es ist ein bloßes Frieasses von schwankenden Meynungen. UII. Ru In l RIHM gune ft Hej Dis Handg: aupsun Ihs IbK9 t Ul der Hit 0 lchhos shastn Russht,, ch W Idunet t; oi Handil Ds Maß. WIII. Asshetolg au e lh 01 18 K shitshge dun Nung Sen chnt M n E aus hisen Wsmg alssr n d welches ammen⸗ Inug M den Rfuse t„ W so Mush hhend t hen hat; hen, die tem Ein. eyldeni⸗ ss.. e Iterie y Ind bi⸗ nn ichs Hift des alers VVallge⸗ Ne/ nach eicher· ls. Hschen i Beibe sch seine ach sind, Mbioh⸗ Maschen pch. Hn + hessn „Dh gahe iu Mi nicht Eel Nhaste Ner der Ausgaben zum Handel. 373 Menschen zusammen ⸗stimmen soll; so müssen sie alle mit einander gemeinschaftlich zu dem allge⸗ meinen Zwecke wirken, wodurch sie der, zur Be⸗ friedigung ihrer Bedürfnisse nöthigen Güter theil⸗ haft werden. Dieser Vereinigung also hat die Natur eigen— händig ihr Siegel aufgedrückt; und die Menschen empfängen die Früchte davon mittelst Tausches und Umsatzes. Diesen Tausch oder Umsatz nen— nen wir Handel. Hieraus folgt, daß Handel der Zweck und das Band der Gesellschaft ist; daß er eben so alt ist, als die Gesellschaft; daß er um so mehr zur Vereinigung und Condensation der Gesellschaft beyträgt, je näher er ihr ist, und je lebhafter er wird; und daß dagegen die Gesell⸗ schaft um so mehr zerfällt, schwach wird und sich verliehrt, je mehr er abnimmt und schläfrig wird. Haben wir diese einfachen und bekannten Fundamental-Principien einmal zum Grunde ge— legt; so kömmt es nur darauf an, daß wir den Handel an sich selbst betrachten— dieses Wesen, das man immer als isolirt von einem Ganzen, von dem es doch nur ein Theil seyn kann, hat ansehn wollen; das man durch Einpfropfung von außen in die Länder ziehen zu können geglaubt hat, da es doch nur aus dem Schoose der Gesell⸗ schaft selbst entstehn kann;— ein Irrthum, der dem Betruge jener Quacksalber ähnlich ist, die einen abgelebten Körper durch Einspritzung des Blutes von einem Jüngling in dessen Adern wie— der zu verjüngen sich vermaaßen! Wollen wir aus diesem Steinbruche von Zauberwerken, aus diesem entblößten Reiche glücklich herauskommen; so müssen wir zusehn, was vor unsern Füßen Aa 3 liegt, * 374 Elftes Capitel. Verhältnisse liegt, und müssen einen einfachen und umständ⸗ lichen Grundriß zu unserm Gange nah an der Erde aufnehmen. ö Oie verschied⸗ Alles, wie ich bereits gesagt habe, ist Han⸗ nen Handels⸗ Arten. del; alles geht durch den Handel: und wenn wir uns in Ansehung des Wesens der verschiedent⸗ lichen Tried⸗Räder des Handels nicht irren, und den Handel selbst nicht mit dem Gewinne des Lohn- und Miethlings-Dienstes beyn Handel vermengen wollen; so müssen wir die verschied⸗ nen Stücke desselben genau aus einander setzen und erörtern. Vor allen Dingen ist ein Unterschied zwischen dem Handel mit Eigenthum oder aus der ersten Hand, und dem Gewerbe des Lohn- oder Auf⸗ käufer-Handels zu machen. Jener wird lediglich zum Profit des Einkommens, und ohne Spesen für den Käufer geschlossen, so bald und so lange sich ein solcher Handel auf den Verkauf aus der ersten Hand, zum Vortheile desjenigen einschränkt, ber zu eigner Consumtion an Ort und Stelle kauft. Dieser hingegen macht einen öffentlichen, kostspieligen, mehr oder minder lästigen Handel aus, je nachdem er mehr oder weniger Trans⸗ port-Spesen erfodert, und das Verkaufen und Ankaufen mehr oder weniger gehäuft wird. Lasset uns einen seden von diesen so verschiednen Gegen— ständen besonders in Betrachtung ziehen; lasset uns sie, sag' ich, in Hinsicht auf die unveränder⸗ lichen Grundsätze der öönomischen Ordnung und des Gedeihens, welches bloß daraus fließen kann, betrachten. Die Basis dieser Grundsätze ist, daß alles in der Gesellschaft durch die jährlich neu- auf⸗ lebenden Schätze in Gang gebracht und darinnen ö erhalten 1 ö Hlh usid m Iwan vunsch vachs dm g l vacll, Rrot Ian st, N M Rchilt S f Arut H Klsnndu ehne Ihnn di sbirdt Mol unnn⸗ Etan sut II HWla Lizent und den Aufchhr nist, Enlomnt Iasto Ishn; stand. i der ö Han⸗ n wir MWüt. I M nne des Handel Ischied. sthen Wwischn stn der Muf lebiglh Spesen longe 6 der hräkt, Cille Alüchen, and TCrons⸗ fen und lasset Gegen⸗ laset Rrönder⸗ ung und n fann, als z⸗f hatinse scholten der Ausgaben zum Handel. 375 erhalten wird; je mehr man Einkommen hat, desto mehr macht man Aufwand; und je mehr Aufwand man macht, desto mehr Einkommen verschäfft man sich durch den jährlichen Nach⸗ wachs. Diese Fundamental⸗Wahrheit ist in dem ganzen Verlaufe des gegenwärtigen Werkes so vollständig aus einander gesetzt und erwiesen worden, daß es überflüßig seyn würde, mehr davon zu sagen. Man muß sie aber unabläßig in Gedanken behalten, weil sie die einzige Fackel ist, die das Labyrinth aufhellen kann, welches menschliche Meynungen vor den Eingang zu dem geheiligten Tempel der Wahrheit gebaut haben. So bald es demnach ausgemachte Sache ist, datz der lohngierige oder Wiederverkäufer⸗Handel ein zwar nöthiger, aber doch auch kostspieliger öffent⸗ licher Dienst sey, so bald ist auch gewiß, daß die Kosten dazu vom Einkommen, oder auch von den Auslagen, die das Einkommen zum Wieder⸗-auf⸗ leben bringen sollen, genommen werden. Doch selbst dieß geschieht noch immer auf Kosten dieser Auslagen: denn aller Aufwand wird davon ge⸗ nommen; also wird durch diesen Aufwand das Einkommen um so viel verringert. Aus dieser simpeln Induction folgt, daß von diesen zweyer⸗ ley Handels⸗Arten, deren Unterschied wir an⸗ gegeben haben, nämlich, dem Handel mit Eigenthum oder aus der ersten Hand, und dem Lohn⸗ oder Aufkäufer⸗Handel, unfehlbar ersterer dem letztern vorgezogen werden müsse, in wie fern er keine Art von Abzuge vom Einkommen zur Bezahlung irgend eines Zwischen⸗ Dienstes mit sich bringt. Bey dieser ersten Wahrheit lasset uns stehn bleiben: auf sie werden wir immer unsre Specu⸗ Aa 4 lationen 376 Elftes Capitel. Verhältnisse lazionen über die andern Zweige des Handels zu⸗ rücke führen müssen; Zweige, die um so nützlicher seyn werden, se einfacher sie selbst, und je weni⸗ ge Hände da sind, durch die sie gehen; da sie hingegen allesammt um so weniger einträglich ausfallen, je mehr Wieder⸗Verkäufer dazu ge⸗ bräuchet werden, und je mehr Verwickelung von Kosten sie folglich mit sich bringen. Nach dieser einfachen Vorstellung von dem Wesen und den Vorzügen der ersten von diesen beiden Handels⸗Arten, welche allen Staats— Schiffern in diesem Stücke zum Leit⸗Sterne die⸗ nen muß, könnte man uns vielleicht auffodern, daß wir hier die Mittel angeben sollten, diesen Handel in Schwung zu bringen. Diese Mittel bieten sich in dem Gedeihen des Volkes und der Unterthanen von selbst dar; aber darauf werden wir in unsern Beschreibungen von dem Wesen und den Wirkungen des lohngierigen Händels zu reden kommen. Wir haben gesagt, die andre Handels⸗»Art wäre ein öffentlicher, mehr oder weniger kost⸗ spieliger, mehr oder weniger lästiger Dienst, je nachdem er mehr oder weniger Transport— Spesen erfoderte und das Verkäufen und Ankaufen mehr oder weniger gehäuft würde. Zum Beyspiel, ein Faß Wein, welches aus der Ferne gebracht, und nach und nach von zehn Kaufleuten verhandelt wird, enthält in seinem Preis am Consumtions⸗Ort alle Kosten des Transportes und des Arbeits-Lohnes aller der Kaufleute, durch deren Hände der Handel damit gegangen ist, ohne übrigens noch den zufälligen Verlust oder Gewinn, der durch Erniedrigung oder Erhöhung des ursprünglichen Preises der Waare Due angen. Rdeid Cpitel Asseh un E 0r d I Dunth Mia II. Hade Auche Nst. Mhien 110 fh! Nn V Iu Noote nit N Wif I0. hsl, I n Ih I l Ife, sche v⸗ Nse Hͤgsh u ger 10 bon dem ditsen Raats, eue dit⸗ fobert, diesen Nittel d der kden und eiden ⸗Act +lost Nanst, port⸗ und Würde. u det Nfhe stiem u bes Uer det Udannt fillge 10 Paake 1 der Ausgaben zum Handel. 377 Waare selbst entstehn kann, mit in Rechnung zu bringen. Diesen lohngierigen Aufkauf⸗ oder Wie⸗ derverkauf⸗Handel müssen wir in gegenwärtigem Capitel, in welchem die Rede von den Verhält⸗ nissen der Ausgaben zum Handel ist, in allen sei⸗ nen Schattierungen betrachten; und ich hoffe, das Resultat unsrer Inductionen werde deutlich beweisen, in was für einem Irrthume die Acker⸗ bau⸗treibenden Völker schweben, wenn sie die Vorurtheile der Handels-Factoreyen oder kleinen Völkerschaften von bloßen Kaufleuten annehmen, und diesen so kostspieligen und so sehr beneideten Handel als eine Reichthums-Quelle für große Reiche betrachten, weil er die Quelle des Ge— winnstes ist, den die Kaufleute auf Kosten der Völker machen, von denen sie bezahlet werden; und wie widersinnig es sey, die so ganz verschie⸗ denen Verfassungen der Staaten, die Verfassung jener kleinen See-Staaten, die weiter nichts als Factoreyen und Niederlagen von Aufkäufern sind, mit Agricultur-Reichen, die eigentlich Staaten verkaufender Völker sind, zu vermengen. Um den Faden, der uns auf unserm Gange leiten soll, nicht zu verliehren, müssen wir diesen Lohn-Handel der Auf- oder Wiederverkäufer noch überdieß in drey Classen theilen; diese sind, erstens, der ländliche oder landwirthschaftliche Händel; zweytens, der Handel im Großen oder Ganzen; und drittens, der Handel im Kleinen oder Ein— zelnen. ö ö Der ländliche oder landwirthschaft⸗ liche Handel kann mit den Wurzeln des Bau— mes, der Handel im Geoßen mit dem Stamm, und der Handel im Kleinen mit den Aesten und Zweigen verglichen werden. Bey dem ersten Aa 3 kommen Unterschied⸗ liche Arten von Aufkauf⸗ und Wieder⸗ verkauf-Han⸗ del. — —— 378 Elftes Capitel. Verhältnisse kommen die kleinen Theile zusammen, und nehmen durch ihre allmählichen Vereinigungen immer mehr und mehr zu. Hieraus entsteht der Stamm, oder der Handel im Großen oder Ganzen; dieß heißt, der Handel, der die Waaren in star⸗ ken Partien zusammen⸗treibt, und der auswärtige und wechselseitige Handel, der sie ausführt, der aus einem Reich ins andre einführt, der hernach seine Waaren unter den Völkern durch allmäh⸗ liches Verkaufen und Einkaufen in Diossionen und Subdivisionen vertheilt, und dessen letzte Vertheilungen unter die Käufer, von denen die Der Wieder⸗Waaren consumiret werden, den Handel im verkauf⸗Han⸗ bel ist lohn⸗ Wpii und Lostspielig. Die Spesen des Handels mit Waaren der Hand⸗ Arbeit fallen auf den Kau⸗ fer. Kleinen und Einzelnen ausmachen. Hier— aus fällt in die Augen, daß alle diese verschiednen Stockwerke läuter Staffeln zu Vermehrung der Kosten sind, welche bloß denen zum Profit ge— reichen, die diesen Handel zu Lasten derer treiben, welche die Kosten tragen; dieß heißt, zum Nach⸗ theile der Verkäufer in der ersten Hand, oder der consumirenden Käufer, oder insgemein beider. In dem Handel mit Waaren der Hand-Arbeit, zum Beyspiele, fallen die Kosten des Aufkäufer⸗ und Wiederverkäufer-Handels dem Consumirer zu Lasten, weil der Verkauf⸗Preis aus der ersten Hand immer in richtiger Proportion mit dem Preise der Fabricatur solcher Waaren steht; einem Preise, welcher selbst durch die Concurrenz der Handwerks⸗Leute andrer Länder, wo dergleichen Handwerks-Leute bey solcher Fabricatur ihren sichern Lebens⸗Unterhalt haben können, begrän⸗ zet wird. Hiermit soll jedoch keinesweges gesagt seyn, daß die Spesen, die den Consumirer tref⸗ fen, und die diesen zwingen, desio weniger zu consumiren, so wie sein Sparen an seiner Con⸗ sumtion, sins, I M wn Iun Bal Epioll xybil Mlin shhste Ii N D.8 M 0 ghf Sl nm 0 IM W R ne Natttt Lurheh U huss RMan Aunthut N ud Hid u Iuse,! Mulhn Ira h Ml un un Nch sichg 0 =FFEFEEEF der Ausgaben zum Handel. 379 sumtion, nicht immer noch auf den Verkäufer in der ersten Hand zurücke fielen, in wie fern ihm n desto weniger rohe Materie abgekauft wird. Aber mer man kann doch, bey der vorliegenden, ganz eignen n Speculation, sagen, daß außer dem bestimmten hn Arbeits⸗Lohne der Handwerks-Leute aller Auf⸗ ü wand des Handels mit Waaren der Hand-Arbeit vom kaufenden Consumirer getragen werden müs⸗ „ det se; sonst würde das Lohn der Arbeiter, da es mnach doch immer durch die Concurrenz beschränket wird, mäh⸗ unzulänglich werden, und sie würden ihre Ge⸗ jonen schäffte aufgeben: denn jedes Handwerk muß sei⸗ lahte nen Meister ernähren. Der angemessene Preis en die des Arbeits⸗Lohnes würde dann unausbleiblich lin so gleich, und ohne Rücksicht auf alle Kosten des Hit Handels mit solchen Waaren, wieder in Ordnung önen kommen; und mithin wird das Dienst-Lohn des der auf⸗ und wieder⸗verkaufenden Handels-Mannes ge⸗ immer unfehlbar und schlechterdings vom kaufen⸗ e, den Consumirer bezahlet werden müssen. uh⸗ Eine andre Bewandtniß hat es mit dem ein⸗ Die Spesen WUU heimischen Handel mit Lebens⸗Mitteln und rohen 11 sacen d der. Materien von innländischem Gewächse, die in Handels gehen verschiednen Gegenden des Landes, mehr oder Eineomme des cbeih minder weit von denen Gegenden gezogen werden, Wintent⸗ Hset⸗ wo sie consumiret werden. Denn der Preis derer, Uigtr die am nächsten wachsen, begreift nicht so viel isen Transport⸗Kosten in sich, als der Preis derer, dem die aus entferntern Gegenden kommen. Mithin anen wird durch Abziehung dieser, Spesen von dem Preise, den der Kaufmann aus seinen Lebens⸗ hn Mitteln und rohen Materien löst, der Verkauf⸗ en Preis der von weitem herkommenden Lebens⸗ Mittel und rohen Materien in der ersten Hand. zum Nachtheile des Einkommens aus den Grund⸗ 17 stücken reguliret. 10 Je Col⸗ lion, 380 Elftes Capitel. Verhältnisse Handel des Je mehr also die Provinzen, worinnen die oder der eohen Güter belegen sind, von reichen Einwohnern be— Hand. wohnet sind, oder mit solchen Einwohnern be⸗ völkert werden, die im Stande sind, an Ort und Stelle, und so zu sagen aus einer Hand in die andre zu consumiren, desto weniger nehmen da die Handels⸗Spesen vom Einkommen weg.— Dieser Handel Man empfindet bieses, ohne die Ursachen erfor⸗ Rerg, noc. schet zu haben; gemeiniglich aber hört man doch kostspielig. die Leute darüber klagen, daß sich die reichen ben, uu Mit⸗ Zäthsr„Besitzer von ihren Güthern entfernen, tel, ihn zu und sich in die Stadt und an den Hof zu wohnen vergrönern. begeben.— Seyn-wollende Staats-Kluge wenden hierwider ein, daß die Macht der Großen, wenn sie ihren Wohnsitz auf ihren Güthern auf⸗ schlügen, nicht nur den Einwohnern der Provin— zen zur Last werden, sondern auch noch überdieß gerechten Argwohn bey der Regierung erregen Vottheile vom könnte. Gewisse Minister, denen daran gelegen aurhen Wio. war, die Nation so tief herunter zu setzen, daß prietäre auf von ihr nicht der Suverän, sondern bloß sie selbst ihrenGüthern. angebethet werden sollten, und vielleicht die Dör⸗ fer von einer willkührlichen Unter⸗Administration abhängig zu machen, wußten diese Politik, zu Unterstützung ihrer Vorsichts⸗-Mittel, geltend zu machen, um die angesehensten Männer zu zwin— gen, daß sie nach Hofe kämen, um in ihrem Vor⸗ zimmer Langeweile zu haben und Grillen zu fan⸗ gen: hinterher rühmten sie sich, die Provinzen von einer Menge kleiner Tyrannen befreyet zu haben; und die alberne Stadt⸗Bürgerey, von der man sich immer versichert halten darf, daß sie eine Sprache reden werde, die von der Natur nie verstanden wird, und der denn auch die Natur zu widersprechen sich nicht die Mühe nimmt, hat mit ihrem Echo, in Versen und in Prosa, N Ihats Eil le dshei orn v0 hult Rh Irönt une W3 vak, auf x Hy WL HM uun d Rher Ruhen SWn e Alh h2 sh UW N l Iude Rhh Hae Q W Hellit hse l 966 06 60%h die e be⸗ und U N 9.— lfot boch lichen eehen, ohnen Aluge Hroßet, auf Fobin⸗ rdieh rgen legen baß Weost Dir⸗ ratiot lk, R nd ru win⸗ Vot⸗ smn ohitpn chet Y j/ W kf, ah Mitut uh die Mh I Ios der Ausgaben zum Handel. 381 Prosa, das Lob der klugen Maaß⸗Regeln jener Cabinets-Alciden nachgesungen. Allein, Erstens, ist nichts ungegründeter, als die angebliche Tyranney, die den großen Gäther⸗ Besitzern beygemessen wird; und ich fodere einen jeden auf, daß er aus den ächten Jahrbüchern von Frankreich etwas vorbringen soll, was dem ähnlich wäre. Will man sich gegen diese meine Behauptung auf die Zeiten und Jahrhunderte der Barbarey und Leibeigenschaft(½) berufen; so könnte ich leicht antworten, dieß wären eben so wenig Zeiten der fränzösischen Monarchie gewesen, als es das Jahrhundert eines Dumnorix(0 war. Noch dazu, wenn man der Sache tiefer auf den Grund gehn will, wird man sehn, daß der Anfang in den Kriegen der Kinder Chlo⸗ dowigs über die Theilungen gemacht worden sey: und wenn man den tumultuarischen Erschütte⸗ rungen der Nation in den Zeiten, da die Haus⸗ Meyer(vVuu) ihre Herrschaft auf die Trümmern der Herrschaft ihrer Herren gründen wollten, und in den Zeiten der berufenen Zänkereyen zwischen den Kindern Carl des Großen, der Verrücktheit der letzten Könige vom zweyten Stamme, der Usur⸗ Der Verfasser hat wohl nicht Unrecht, wenn er die Zeiten der Leibeigenschaft mit den Zeiten der Barbar ey für einerley rechnet. So weit noch Leibeigenschaft gilt, so weit herrscht auch Barbarey, heiße das Land, wie es wolle. Ueberall, wo sich die Grundherrschaften aus der Barbarey herausteißen, hort die Leibeigenschaft auf; und üherall, wo sie auf⸗ geklärt werden, fallen auch die Frohndienste, diese Ueberbleibsel der Barbarey, vollends weg. U. () S. Caesar de bello Gallico, I. I. c. 3. 9. I. IV. L. 6. 7. II. (47) Maires du Palais— Majores domus. 382 Elftes Capitel. Verhältnisse Usurpationen der Statthalter in den Provinzen, und des Blödsinnes der ersten Könige vom dritten Stamme nachgeht; so wird man sehn, daß die Barbarey der Nation, und die Verwirrungen, die daraus auf allen Seiten entstanden, bloß von den Stürmen am Hof, und von der Anarchie der Regierung herrührten. Die Unglücks ⸗Fälle jener Zeiten waren auch bey weitem im vierzehn⸗ ten Jahrhunderte noch nicht gut⸗gemacht; und wir treffen doch während desselben nichts desto weniger auf Spuren von einer unermeßlichen Einwohner⸗Menge,— die von uns bereits oben in dem Capitel von der Bevölkerung(9 ange⸗ führt worden sind. Jene kleinen Tyrannen waren also doch Bevölkerer. Bestanden etwan die Jacobiterey(), die Maillotins, oder der heilige Bund aus nothleidenden Unterthanen des Königreichs? Kurz, war es der Hof, der sie aus⸗ geheckt hatte, oder waren's die kleinen Dorf⸗ Tyrannen?— Der große Mann, der Frank⸗ reich wieder in Ordnung brachte(, er, der mehr, als irgend ein andrer Mensch, von dem Uebermuth einiger Großen erlitten, die bey Hofe durch die Begünstigungen und Machinationen, welche die vorherige Regierung ausgeheckt hatte, verzogen worden waren, schickte sie gleichwohl, so bald er Herr war, einen jeden nach Hause, ohne ) S. 455 des rsten Bandes. Eα) Ein berufner Bauern⸗Aufstand unter der Regie⸗ rung des Könias Jo hann des Guten in Frank⸗ reich gegen den übermüthig tyrannisirenden Adel, von welchem sehr viele verschuldeter Maaßen todtge⸗ schlagen wurden. Jedoch machten der Herzog von Orleans und der König von Navarra dem Aufstande mit Gewalt in weniger Zeit ein Ende. U. (eve) König Heintich der Vierte. U. WII Rht 9 sth adeh shht De .8 L R al fc Re U nich t berdti audte⸗ shyn! 1 III HI MWcchtey Ren, l se 11 N. vohhg U unee Wssent macg aue M gutb Hanglhn 9u⸗6 In gils honnnn, nissa 1 Hhsap iseh, litten UUE ugn, M chdt . Nl sehn⸗ und Rdisto slichen obeh ahhe nnth sban H+ dir di dus/ dorf⸗ Val AN did 0 ‚ Honen, halli/ wohl, Hule, hM her Niin in F Den Mel Hdthe⸗ von Wuishe der Ausgaben zum Handel. 383 ohne zu fürchten, daß er durch ihre Burgvogts⸗ Macht gehindert werden möchte, seine Staaten gesitteter zu machen,— weil er sich auf die ent⸗ scheidenden Ansprüche der suveränen Ober⸗Herr⸗ schaft und der National-Gerechtsame, und auf die Behauptung seiner Macht mittelst der Schätze des Landes verlassen durfte. Dieß, dieß ist der gebietende Gang wahrer Monarchie; und dieß war auch wirklich der Gang, den der Monarch selbst gegen die Großen einschlug. Ziebet ihr sie wieder an den Hof, sagte er zu seinen Ministern; so werden sie euch tausendfältigen Verdruß machen: mich werden sie plündern, und euch werden sie verdrängen.— Möchten doch die Fürsten, wie andre, den alten Irrthum ablegen, daß die Men⸗ schen uneigennützig handelten! möchten sie nur zu der Erkenntniß kommen, daß Niemand um nichts und wieder nichts diene! Man wird ihnen für Ehre und Ruhm dienen, wenn sie rühmliche und ehrenvolle Dienste fodern. Man wird ihnen dienen, um sie zu hintergehn, wenn sie geschmei⸗ chelt seyn wollen. Man wird ihnen für Ansehen und Macht dienen, wenn sie Favoriten haben wollen. Man wird ihnen für Besoldungen und Profite dienen, wenn sie Miethlings⸗-Dienste ver⸗ langen: und erfodert die Hoheit ihres Ranges, baß sie mit gedungenen Leuten von diesem Stand umgeben seyen; so taugt in dieser Hinsicht der arme Adel so gut zum Zweck, als der reiche— und gerade der arme Adel muß von den lebens⸗ länglichen Wohlthaten des Suveräns an seinen Haus⸗Genossen leben. Die Großen müssen bey dem Fürsten die Aemter, die ihrem Range zu⸗ kommen, mit Uneigennützigkeit verwalten; sie müssen ihm bey gesetzten Gelegenheiten ihre Ehr⸗ erbietung bezeigen, und ihm übrigens damit dienen, 384 Elftes Capitel. Verhältnisse dienen, daß sie ihr Erbtheil pflegen und dasselbe I in gutem Stand erhalten. Aber ö i Zweytens: wenn ich auch zugeben wollte, An N was ich ausdrücklich läugne, so bald man die A Güte haben will, bey der Lage dieser Streit— r Frage einen Unterschied zwischen den Großen, die Pu zu den Zeiten der aristokratischen Monarchie selbst Btlt Suveräne waren(), und den großen Güther⸗ uu Besitzern in der reinen Monarchie zu machen; wenn ich, sag' ich, zugeben wollte, was ich im n Zustande der Monarchie ausdrücklich läugne: so nn wiederhole ich doch die Behauptung, der Aufenthalt 3 dieser großen Güther⸗Besitzer auf ihren Güthern hat—* der öffentlichen Ruhe nie geschadet. Sollte man 9 nun wohl heut zu Tage, mitten unter den viel⸗ Dshe leicht gar zu übereilten Wirkungen der städtischen Uchen Civilisirung, bey der durchgängig herrschnden bH Policey, bey dem überall eingeführten Post⸗ i Wesen, bey den stehenden, über das ganze Ter⸗ h ritorium verbreiteten regulirten Truppen; sollte nlinste man, sag' ich, wohl itzt noch solchem Argwohne, i duu wie damals, Raum geben müssen? Fürwahr, M WII wenn es in der Welt irgend ein Land giebt, in Wäches! dem die widerrechtlichen Privilegien der Großen Grophet aufgehoben worden sind; so ist es England, wo Osth! doch die militärische Gewalt lange nicht so mächtig Nash ist, wie die Gesetze. Gleichwohl ist England ge— sunsn rade dasjenige Land in Europa, wo der Adel ei⸗ ihchy ne mehreste Zeit auf dem Lande, und dieß sehr w une ruhig, zubringt.— Man verzeihe mir diese sch sit Digreßion, zu der ich wider meinen Willen nache durch den Zusammenhang, in dem sie mit meiner 1900 Materie ö* i gen (9 Wie es dermalen z. E. die Fürsten und Stände in fent, Ee der aristokratischen Monarchie des deutschen Reiches Isshn noch sind. U. uur Hah der Ausgaben zum Handel. 385 sslh Materie steht, hingerissen wurde. Nichts ist bey wolte, Fürsten gefährlicher, als Staats⸗Mißtrauen. on de Man getraut sich nicht, ja man darf es nicht Ehat einmal wudun, dasselbe heben zu wollen. Wehe In M aber jenen Subalternen fifcalischer, illegaler und Hfß widersinniger Staats ⸗Verwaltung, welche die Gühh natürlichen Hirten der Menschen so gern zu kowen aheh machen möchten! Unser ökonomischer Gang hak ian gar nicht nötig, die Axiomen einer unächten, I: l 5 und binterlistigen Policey vor sei⸗ Wndut nen Füßen zu finden. ö ühunhel Aus den ökonomischen Gründen also, die Solle nar wir oben angegeben haben, und die wohl höchst den dle dringend wären, zumal in einem zu Grunde ge— sisthn richteten Lande, ist es nützlich, es ist von äußer⸗ rrschyhn ster Wichtigkeit, ja es ist unumgänglich nöthig, ten I daß die Reichen, die großen Güther⸗Besitzet anze L. ihren Wohnsitz in der unmittelbaren Nähe ihrer I; sch Einkünfte halten, welche durch ihre Consumt on Icgwohn an Ort und Stelle wieder ⸗aufleben sollen. Aber Suwaß die Wirkung des Reihthums in einem Lande, gebt, 6 welches in völligem Gedeihen ist, muß Genuß und er Gtofn Freyheit seyn. Zudem können Freyheit des Rand, al Debits/ und Leichtigkeit der Gelegenheiten zum onih Vertriebe, welche die Staaten einander berschaf⸗ Eund g⸗ fen müssen, gar sehr dienen, de Kosten des land⸗ di Wull wirthschaftlichen Handels merklich zu verringern, W n e e sc uW lich für die Einkünfte aus den Grundstücken zu nn R machen. ö III. Je weiter sich indessen der landwirthschaft Die Kosten ö iche ö des landwirthe Mulllle liche Handel nach und nach ausdehnt und ent⸗ schaftlichen 07 fernt, desto mehr findet es sich, daß die Spesen Aufkaufer⸗ nran besselben ziemlich zu gleichen Theilen auf den Ver heits auf die. hun käufer in der ersten Hand, und auf den consumi Gütherbesitzer, M. A. P. 2. B. BVb renden ——————— 1 386 Elstes Capitel. Verhältnisse theils auf die renden Käufer fallen. Die aus den Transport⸗ Iü Wn-. Kosten entstandene Erhöhung des Preises muß Ilsin allemal von der Sache genommen werden. Ohne dan Entfernung würde jener sie theurer verkaufen, Ruuh und dieser sie wohlfeiler kaufen können; dädurch RenN würde der Absatz, und folglich auch die Nach⸗ Iuse frage und der Verkauf in der ersten Hand ver⸗ Juf mehret werden. Mithin würde sich die Exemtion X von den Spesen zum Vortheile des Verkäufers 1 in der ersten Hand und des kaufenden Consumirers W zwischen beiden compensiren; so wie aus entgegen R gesetztem Grunde die von den Spesen verursachte W Kosten-Ueberlast nicht anders als beiden zum nicht Nachtheile gereichen kann. 11 glech Mannichfachet Lasset uns jeboch nicht vergessen, daß dieser H Comumuten zwiefache Nachtheil auf einen einzigen wichtigen Kbil auf dem plat⸗Nachtheil, auf den allgemeinen Nachtheil eines uh ten Lande. Agricultur ⸗Staates, hinausläuft: denn der Han Consumirer oder Verzehrer, der nach unsern 0 Gil Principien, wie wir erwiesen haben, so unent⸗ Ol behrlich ist, ist dieß doch nur, in wie fern er dem Ubeid Producirer oder Erbauer zum nothwendigen Wär⸗ W mer gereicht. Alle diese Verhältnisse stehen einan⸗ mt h der, recht verstanden, so wenig im Wege, daß Dyun vielmehr jedes dem andern gegenseitig zu Statten sahhn kömmt, so fern nur ein jedes an seiner rechten Hhah, Stelle ist. Der Leser müßte sich in unsre Be⸗ whlch griffe und Inductionen gar nicht finden können, 0—0 wenn er uns im Verdacht hätte, daß wir die lahl Kosten des Transportes, und folalich auch des Luhh! Handels gar unterdrücket wissen wollten: aber Musin hier ist ihre Stelle. Vor allen Dingen muß der ünee Handel in der ersten Hand, so viel möglich, unter⸗ Mumthh stützet und gesichert werden; und das kann ge⸗ Fabal schehn, wenn der Unterhalts⸗Lurus an den Otten und *** ꝑIIssssssssssssseeFeeeFeeFeeee—.— 60 der Ausgaben zum Handel. 387 nopott⸗ und in den Gegenden der Frucht⸗Erzeugniß nuß selbst unterstützet und in Schwung gebracht wird. Ohne Denn wenn ich ein Kalb zu meiner Consumtion Wuufen, brauche; so kann ich dasselbe geradezu von mei⸗ aduch nem Pachter, auf Abrechnung von seiner Pacht⸗ d Moe Zinse, zu dem Preise bekommen, den das Kalb Hand bun auf dem Markte gelten würde; und dabey werde Cxeltion ich einen beträchtlichen Profit gegen den Preis Nrtäufers haben, den mich das Fleisch, wenn es erst hätte Rsumlrers durch die Hände der Vieh⸗Händler und des Fleisch— entgegen hauers gehn müssen, kosten würde. Die Haut Krurfachte und andre Abfälle, die zu meiner Consumtion uden zum nicht dienen, werden ebenfalls ihren Absatz zur Versorgung der Fabricanten finden, welche der— gleichen Abfälle zu brauchen wissen. Wenn ich haß ditst aber alsdann zu einem Buch einen Einband von wichlgen Kalb⸗Leder haben will; so kann ich diesen von hel eines meinem Pachter anders nicht beziehen, als durch denn der Vermittelung des Kaufmannes, des Fleischers, Wuusern des Gärbers, und ich weis nicht, wie vieler wun Handwerks⸗Leute mehr, die dieses unbedeutende un dih Ueberbleibsel zurichten. Noch dazu müssen alle Nann Wi, diese Leute ebenfalls, mittelst unsers Verkehrs n hane mit ihnen, von der ursprünglichen Valuta unsrer 90, dh Producte zu leben haben. Ist nun der Unter⸗ Statten halts Luxus bey einer Nation einmal in Schwung i techten gebracht; so wird es mit den Güther⸗Besitzern Uaste De⸗ natürlicher Weise wohl dahin kommen, daß sie n bmm, sich's in ihren Domänen gefallen lassen. Denn K oi N so bald ich mein Vergnügen und meinen kleinen 98 Ruhm in dem natürlicher Weise vergnügenden ni Amphitryons⸗Zustande zu finden weis; so bald mä ich mir es zum Vergnügen mache, meine Freunde, 1 10 6 meine Nachbaren, meine Domestiken, u. s w. mit sch u Freuden und Ueberflusse zu bewirthen,— werde 191 ich eine Menge Arbeits Leute zu, einträglichen 101 0 Bb a Arbeiten —— 2. R— — 338 Elftes Capitel. Verhältnisse Arbeiten anstellen, durch die mein Erb. Guth melioriret werden kann; ich werde, durch meine Gegenwart und mein Beyspiel, die Arbeiten mei⸗ ner Pachter und der Einwohner der Gegend be— leben; ich werde auch gar bald inne werden, daß es mir bey weitem leichter wird, einen großen Staat auf meinem Dorfe zu führen, als in der Stadt: erstens, weil ich da fast alles aus der ersten Hand bekomme, da hingegen in der Stadt alle Lebens⸗Mittel viel theurer bezahlet werden müssen; zweytens, weil alle die Prunk⸗Aus⸗ gaben, die im Grunde beynahe bloß dem ein Vergnügen machen, der die Augen der Vorüber⸗ gehenden auf sich ziehen will; weil das Geld, das an Schnupftabaks-Dosen, an Lakirer-Arbeiten, an Spitzen, an schöne Stoffe, u. s. w. gewandt wird; mit einem Worte, weil der gesammte eitle Decorations⸗Aufwand an solchen Orten, wo jedermann einander kennt, und wo man zwar hoch, aber doch zugleich einfach lebt, durchaus ersparet wird, und der Ausfall dieser grundver— derblichen Ausgaben dem Unterhalts Luxus, dem Anwachse der Einkunfte und des wahren Lebens⸗ Genusses zu Gute kömmt: und da, drittens, die Freyheit, die Freude und die gesunde Luft des Land-Lebens diesen hauptsächlichen Gründen zu Hülfe kömmt; so wird man gar nicht nöthig haben, die Güther⸗Besitzer zu zwingen, daß sie einen guten Theil vom Jahr auf ihren Güthern wohnen bleiben. Wenn demnach der Handel in der ersten Hand auf diese Weise begünstiget, und durch ein einfaches, mildes und natürliches Mit⸗ tel zu seiner ganzen möglichen Ausdehnung ge— bracht wird; so wird die Wirkung davon ein Ueberfluß von Producten seyn, dem der Aufkänfer⸗ Handel unentbehrlich wird. ö Dieser W 1 n nh uil line al Vuh Gihih Rch oosn ete Hudi hanlt! so nht Hin be Hahl belght HA Ahth sn dn Juhtbot dn6 uEn Higchg WI W ltan HihLin HMun y Rihden sth gi fielntch 4Unstt D. fl achssunn N 10 üt ö der Ausgaben zum Handel. 389 b. Gu Dieser Handel wird folglich um so stärker, Der Auf— nae ficherer und gedeihlicher werden, je mehr mon täutnt Lamer iu mi⸗ ihn abzukürzen bedacht ist. Hierüber muß ich mehr zu je d be⸗ mich näher erklären. Der Aufkäufer⸗Handel hat die Spe M keine andre Basis, als die Frucht⸗Erzeugniß werden. Rchn Je mehr Producte es giebt, desto mehr Handels⸗ 0 in x Gegenstände wird es geben. Sollen aber die dus da Pooducte vermehret werden; so muß man die +Stobt Consumtionen vermehren: und sollen die Con— berden sumtionen vermehret werden; so muß man die ⸗Mo⸗ Handels⸗Spesen verringern, durch die sie ver⸗ dem ein theuert werden, und durch die folglich auch um Vorübu so mehr die Consumtion verringert wird. Mit— ald, dus hin besteht das wahre, eigentliche Mittel, den Rhasth, Handel der Aufkäufer und Wieder⸗Verkäufer zu ewardt vermehren, darinnen, daß den Spesen dieses Han— le eitl dels so viel, als möglich, abgekürzt wird. Dieß , o geschieht durch glimpfliche und einfache, aus der war ersten oben festgesetzten Ordnung fließende Mittel. chaus Fruchtbare Dörfer, welche durch die Bewohnung undoit⸗ und den beständigen und unmittelbaren Rückfluß 15 ven der Einkünfte reicher und bemittelter Grundherren Rbbens⸗ ergiebig gemacht werden, tragen von Jahre zu in, Ri Jahre reichlichere Aernoten. Die Nachbarschaft Ift bis des ueberflusses ist nothwendiger Weise die Be⸗ 2n volkerung. Diese Bevölkerung, welche mit man⸗ vthig cheriey Diensten, mancherley Arbeiten, mancher⸗ n ss ley Arten von Industrie zum Gebrauche der Be⸗— Zuhm mittelten beschäfftiget ist, und dafür unterhalten andil il wird, giebt ihre Werke und Arbeiten zum Tausche l für Unterhalts-Mittel; und der Dolmetscher sol⸗ e cher Umsätze ist der Handel der Wieder⸗Verkäufer. 0 Das ist aber noch lange nicht alles: denn die n 5 arbeitsamen und erfinderischen Leute ziehen nach 95 1 und nach häufig in die Nachbarschaft der Güther— sfilte Besitzer; sie können da das mehreste, was sie zu O.le Bb 3 ihrem 2—4 2 ————————— 390 Elftes Capitel. Verhältnisse ihrem Unterhalte nöthig haben, aus der ersten Hand bekommen. Wenn die Aufkäufer willkom⸗ men seyn wollen, ihnen diese Mühe zu ersparen; so ist dieselbe alsdann von wenigen Kosten, und folglich sind die Handels⸗Spesen noch sehr ge⸗ ring. Aber genug, daß dieses Ersparniß ein Profit für die Consumtion und das Erzeugniß ist; es gereicht schon dadurch zum Vortheile für den Handel, und dieß folgender Maaßen. Die Profite von der Erzeugniß schlagen zur Vermehrung der Producte aus; und dieser neue Zuwachs muß nun die Consumtion weiter in der Ferne suchen. Diese Ferne muß dem Handel bezahlet werden; und eben dadurch wird er vergrößert. Denn dieser, bloß der Erzeugniß⸗Masse proportionnirliche Ueberschuß wird nach Maaßgabe dessen, daß die Masse zu⸗ nimmt, ein immer größerer Ueberschuß. Um ihm nun diesen Vortheil zuzusichern und in seinen Händen zu vermehren, muß man das nämliche Verfahren, dem Anscheine nach wider ihn, im⸗ mer weiter treiben, und durch alle Mittel auf Verminderung seiner Spesen los arbeiten. Mau bahnt Wege und Straßen; man gräbt Canäle; man macht Flüsse schiffbar, u. s. w. und alle der⸗ gleichen, dem Handel verschaffte Erleichterungen sind lauter Artikel, die abermals zum Profit aus⸗ schlagen: denn im Grunde würden diese ver⸗ meyntlichen Artikel, zu jedermanns Nachtheil, unter Weges bleiben. Aber ohne uns bey die— sem, schon anderwärts erörterten Punct aufzu⸗ halten, ergiebt sich, daß diese am Handel ge⸗ machte Ersparniß immer eben die Wirkung, wie oben, thue; Vermehrung der Consumtion, der Frucht⸗Erzeugniß, der Vorräthe, und folglich Anwachs von disponibeln Schätzen, wodurch die Macht des Staates, das Glück und die Sicher⸗ heit chtda hahadi I shust u d der WHn und de usd e Im W WI aufdad ins Git,Y HAU alahabe WI Rbshe Wbech Wül rut usi um Nun ligeh/ Inft H uon h Mh fir HEd, Wuthufh R bea Sihut R u Escht z Hud d ds yssa h der Ausgaben zum Handel. 391 llsten heit der Nation vermehret werden. Dieß ist der Ilkom belebende Geist für alle Bewegungen, und für alle syuren; freye Operationen des soliden Körpers der Gesell— chaft und der politischen Ordnung. Alsdann siy zy wird der Handel des Aufkäufers unsrer Producte Inid die Charte der Straßen, der Canäle, der Flüffe niß i und der Meere bald auswendig lernen. Alsdann fir hen wird er es, gereizt von einer Concurrenz, welche Mofite immer eine gewisse Frucht des thätigen und reellen Ung der Ueberflusses ist, unterrichtet durch eine Radical⸗ ß run Oekonomie, bereichert durch einen immer wieder⸗ Diss auflebenden Strom von Mitteln, zu wirken und Wdthn zu trausportiren, glücklich dahin bringen, daß , b er unsern Nachbaren Producte von auserlesnerer Heschuß Güte, und diese noch dazu eben so wohlfeil, als ihre eignen sind, liefern kann. Er wird uns Ln allenthalben Consumirer zu unsern überflüßigen 130 Producten verschaffen, und uns zum Tausche ge⸗ mich gen dieselben diesenigen von ihren Producten, die 1. il zur Abwechselung unsers Genusses dienen können, au die Werke ihrer Industrie, kurz, alles, was uns i1* nur anständig seyn kann, zuführen, und immer Cmälz zum Vortheile des Ersatzes unsers reinen Er⸗ trages, und des Wieder⸗Einganges unsrer Ein⸗ Hüi künfte. Dieß ist der Gang des ums Lohn arbei⸗ utn tenden Handels; und dieß muß er auch wohl ft aus⸗ seyn. Nur in diesem Verhalten allein können sich 6 11 seine Basis, seine Stärke, seine Dauer und seine achel Nutzbarkeit finden. Nur dadurch, daß wir im⸗ b N. mer bedacht sind, ihn auf seinen unentbehrlichen ttuft Gebrauch zu beschränken, wird es uns gelingen, a 4 ihn zu verstärken und immer bleibend zu machen. Ih Vie So steht es, mit einem Wort, um den Rang des Iuh, de Handels in der natürlichen ͤͤkonomischen Ord⸗ f nung. Lasset uns in allen Stücken unnöthige hut 9² Spesen meiden. Je mehr es Transport⸗Spesen 501 B b 4 giebt, ———777˖Q:.:..——I——— Vortheile des landwirth⸗ schaftlichen Handels im Groben. Elftes Capitel. Verhältnisse giebt, desto mehr übertheuren uns die Kaufleute, und oesto lästiger wird für uns der Handel. 322 Es giebt noch einen andern Fall, der beym landwirthschaftlichen Handel in Betrachtung zu ziehen ist; dieß ist der, wo der Handels-Mann in Zeiten, da die Lebens-Mittel in niedrigem Preise stehen, dergleichen einkauft, um sie auf⸗ zuheben, und mit dem Wieder⸗Verkaufe zu war⸗ ten, bis sie zu einem höhern Preise steigen. Als⸗ dann lassen sich die Spesen dieser Art von Handel nicht so gar genau von dem ungewissen Preise, den der Kaufmann daraus lösen wird, abziehen. Also muß sich dieser bey seinem Einkaufe bloß nach dem gangbaren Verkauf-Preis in der ersten Hand richten. Immer aber wird doch dieser Preis, in den verschiedentlichen Gegenden, die Kosten, die nach der Abgelegenheit der Consumtions-Oerter zu bestreiten sind, voraussetzen. Die Frucht von dieser Rechnung gereicht, mit Rechte, dem Handel zum Profit. In diesem Stücke kann nichts in der Welt rechtmäßiger, und zugleich, so weit die Rede von der Entschädigung und Freyheit des landwirthschaftlichen Handels ist, nützlicher seyn, als daß der kaufende Handels⸗ Mann in Zeiten, die dem Absatze der Lebens⸗ Mittel nicht günstig sind, Vorräthe davon ein⸗ speichert. Je mehr er hierbey geschützt wird, desto mehr wird er sich selbst, durch seinen eignen Einfluß, jene unerlaubten Profite entziehen, vor denen die Blinden, die Albernen, und besonders die eigentlichen Monopolisten so große Furcht heegen, oder zu heegen sich stellen. In der That wird das Einkaufen der Lebens⸗Mittel um so häufiger werden und um so stärker zunehmen, je mehr dieser Handel begünstiget wird. Häufiger Einkauf Ihfde HE un v Maspi wundig; r A Zütn WM HWI Mi⸗6 Ve u Wae Iri baß du Mnil nilhe Hlt 110 HN ln d u e N Woun Wundifg He Mh Hchl Ewohnn dunsig Vulh! Ias in Nunn doso U Kuft K uftch, ehs yn eht g Ifleutt, . Wbehn uuz iu 3.Nun Hichrign staufe spat⸗ 1. Mos Handel Preise, abhichen. Hloß nac Ien Hald Hiss, lun, die Dut dktich, Men M„ und Hädigun Hondels andelb⸗ ebens⸗ on ein⸗ vd, eigen en, vot Hesoldets Hucht Thal u ö urh, Hafhe Ggauf der Ausgaben zum Handel. 393 Einkauf der Lebens-Mittel ist die wahre, eigent⸗ liche Saat, durch die unfehlbar die Frucht-Er⸗ zeugniß verstärket wird: und da Ueberfluß das Widerspiel von Dürftigkeit ist; so folgt noth⸗ wendig, daß durchs Einkaufen zum Aufheben für etwanigen Noth-Fall der Ueberfluß für alle Zeiten unterhalten, und das Verderben des Ge⸗ traides auf den Böden verhütet wird, welches sonst bey überhandnehmendem Miß⸗Preise, bey Nicht⸗-Geltung und Mangel an Absatze, dem Viehe zum Futter überlassen zu werden pflegte. Wenn ein Handel mit Lebens-Mitteln auf solche Art getrieben wird; so thut dieses die Wirkung, daß der Handels-Mann, so gar an dergleichen Vorräthen, nie anbre als erlaubte und regel— mäßige Profite zu machen vermögend seyn wird. Folglich ist dieser Handel für die Landwirthschaft und die Nation so vortheilhaft, daß er zu Ver⸗ hütung des Verderbens des Getraides, und der gar zu großen Veränderungen im Preise desselben, nie genug erweitert und vermehret werden kann. Also mag er doch immerhin zur einträglichen An⸗ wendung der Ersparniß, oder des müßigen, sür vorhergesehene oder auch nicht vorhergesehene Noth ⸗Fälle klüglich an den Einkünften, an den Gewinnsten, an den Arbeits⸗Löhnen, von den Einwohnern in allen Ständen, bis selbst auf die Domestiken herunter ersparten Geldes gereichen. Je mehr es Käufer glebt, welche in Zeiten des Ueberflusses und niedrigen Preises Lebens-Mittel im Vorrath auf mögliche Noth-Fälle hinlegen, desto mehr wird durch die Concurrenz solcher Käufer der Preis und Absatz der Lebens⸗-Mittel aufrecht, und die Thätigkeit der Landwirthschaft, nebst den Ausgaben derselben unterhalten. Je mehr es dergleichen Magazine giebt, desto reich⸗ Bb 5 licher ———ßv———— ———m—————L[—!%g:v'om— Vortheile der Freyheit des Ausfuhr un Einfuhr⸗Han⸗mehret und ausgebreitet werden. dels mit den Ausländern. 394 Elstes Capitel. Verhältnisse licher finden die Menschen ihren Unterhalt so gar in den Zeiten schlechter Aerndten; und desto mehr wird der Preis der Lebens-Mittel durch die Con— eurrenz der Verkäufer ermäßigt. Mittelst eben dieses Handels werden die Frucht⸗Erzeugniß, die Consumtion, der beständige Verkaufs⸗Werth und die Einkünfte immer gesichert, ohne daß man jemals in einem Agricultur Staate nöthig hätte, seine Zuflucht wegen der Bedürfnisse der Nation zum Auslande zu nehmen. Der Handel mit Lebens⸗Mitteln von einhei⸗ d mischem Gewächse kann nicht stark genug ver⸗ Wir haben bey den häufigen Gelegenheiten, die sich in dem ganzen Verlaufe des gegenwärtigen Werkes dar⸗ geboten haben, diese Frage zu berühren,— eine Frage, welche durch die Ränke des Monopoliums unter dem tückischen Vorwande, das Monopo⸗ lium selbst unmöglich zu machen, zu einer der allerwichtigsten und verwickeltsten geworden ist; wir haben, sag' ich, zur Genüge bewiesen, daß dieser Handel in unverbrüchlichem Zusammenhange mit der allgemeinen und unbeschränkten Freyheit des Ausfuhr⸗ und Einfuhr⸗Handels mit Lebens⸗ Mitteln, und mit dem Gedeihen der Agricultur⸗ Völker stehe; daß dieser letzt- geuännte Handel alle Vortheile in sich vereinige; besonders aber, erstlich, den, daß er uns, in Absicht auf unsern Lebens⸗Unterhält, des zwischen den Völkern gangbaren und einförmigen Preises theilhaftig macht; zweytens, daß er die Verhältnisse des relatiben Vermögens zwischen den Völkern, so wie die Verhältnisse des wechselseitigen Handels auf immer gründet und auftecht erhält; drit · tens, daß dadurch ben armen gemeinen Leuten ihr hl hl W suste de 6 What daß, d grl ulse I H fuuft Hen sal on n it v Hyh, G lmh, Ircle Raht berr WN, oda, Ind ag flum N1 U Rign Runnn N. Eg Hol, ur 5en Euft n Däor d MW 0 gat mehr Con⸗ chen uud di D he R nothiz sse der inh u br haben in dem 1 dal⸗ eine sums nobo⸗ der sst; X Rhange hhit bens⸗ Meul andel abet, uusern ͤltenn haft se d UU 0 bdils dlst⸗ W ihe der Ausgaben zum Handel. 395 ihr Unterhalt und ihr gemächliches Einkommen gesichert wird; viertens, daß dadurch die Ein⸗ künfte der Güther⸗Besitzer und des Staates, und der Wieder-Eingang der Cultur⸗Auslagen des Landwirthes auf einem bleibenden und vor⸗ theilhaften Fuß erhalten werden; und fünftens, daß, durch eine beständige Gleichheit des Preises, so gar die Gleichheit des Preises von Seiten des ver⸗ kaufenden Landwirthes mit dem Preise von Seiten des kaufenden Consumirers unterhalten wird: denn ob es gleich nach der Geld Summe, die für den Ver⸗ käufer eben die ist, wie für den Käufer, schei⸗ nen sollte, daß der eine von seinem Getraid eben den Preis bezöge, den ihm der andre bezahlt; so ist doch gewiß, daß diese Preise sehr verschieden werden, wann mit dem gangbaren Preise des Getraides nach und nach große Veränderungen vorfallen, und der Unterschied, der ein Funf⸗ zehnthel, oder ein Zehnthel, und zuweilen noch mehr beträgt, reiner Verlust für das Einkom- men, und ohne allen Profit für den Käufer ist; so daß, wenn aus mehrern ungleichen Aerndten und einem unbeständigen Preis ein gemeiner Preis formiret wird, und dieser gemeine Preis auf 18 Franken für den Käufer kömmt, er doch nur un⸗ gefähr 16 Franken für den Verkäufer betragen wird(; ein Verlust, der, wie bereits oben im Reunten Capitel erinnert worden ist, doppelt auf das Einkommen fällt. Die Scheu, zu wieder⸗ holen, was ich schon gesagt habe, verbietet mir den Einfall, diese mannichfaltigen Gegenstände don (◻V Man findet die Demonstration dieser Rechnung im Dictionnaire Encyclopẽdique unter demArtikel Grains, und in Patullo's Anwelsung zur Verhesserung des Ackerbaues. 396 Ellstes Capitel. Verhältnisse von neuem vorzunehmen, ob sie gleich einem Kopfe, der von den wahren Principien durch⸗ drungen ist, immer neue Licht⸗Massen vor die Augen führen. Der Leser erlaube mir nur eine einzige Bemerkung aus einfacher Berechnung über den zweyten der obigen Puncte: sie verdient hier um so mehr einen Platz, weil sie Beziehung auf alles, und besonders auf das gegenwärtige Haupt-Interesse Frankreichs hat. Zwiefacher Ueberhaupt beläuft sich gegenwärtig der all⸗— Vortheil der 4 ö aus der Frey⸗ gemeine europäische Händel mit Getraide ungefähr heit des aus⸗ auf zehn Millionen französische Malter, die von wärtigen Han⸗ dels einer den nordischen Ländern, von England, von den Nation in Englischen Colonien(5), von der Barbarey, von Hinsicht auf das verhältniß⸗ Sieilien, u. s. w. geliefert werden. Sollte nun mähige Ver⸗ Frantreich mit in diesen Händel treten; so würde die ( Den nunmehr Vereinigten Staaten von Nord—⸗ America.— England hat seit vielen Jahren kein Getraide mehr aus- wohl aber hin und wieder viel davon eingeführt.— Ueberhaupt verliehrt der Ackerbau in England schon seit einiger Zeit immer mehr von seinem ehemaligen Ansehen und Einfusse, seitdem die Nation immer mehr und mehr zum bloß kaufmännischen Völkchen herabsinkt, und die Geld⸗ Besitzer und Staatsschüulden Papier-Gauner immer mehr und mehr das ganze Vermögen der Nation an sich reißen. Auch ist in England durch die welt—⸗ kündig bestochene Pluralität des hrittischen Unter— Hauses im J. 1791 eine Parliaments-Aete zu Stan⸗ de gekommen, die dem Interesse der Landwirthschaft, und mithin dem Besten der Nation zum gußersten Nachtheile gereichen mub. Jakob Thomson Callender hat diese Fehler in einem Werk aus einander gesetzt, das den ikonischen Titel führt, Groß-Britanniens Fortschritte in der Staatskunst. Man sehe dieses, in vielen Be— Arachtungen merkwürdige Buch S. 156170. U. N Wareh h sh ushin I Wen Da strs Fumt 10H hill Ihih N ol N U di Haschtt. str H. ch in E HI schn 6) M 0 thä fißiy· EI h-beg H HU. 0⁰6 I UU (0 shind l 650 9j DN 85—2——————.——.—.—— der Ausgaben zum Handel. 397 een die Concurrenz nothwendig so gleich die Folge mögen 55 W⸗ nach sich ziehen, daß der bisher gangbare Preie ar ewehs,. zwischen diesen verschiedentlichen Völkern anfangs 3 10 ein wenig herunter gienge: und durch diese Preis⸗ mni Verminderung würden die dermaligen Schätze danther dieser Völker verringert werden. Zugleich würde m e Frankreich dadurch seine Schatze auf zweyer⸗ scallge ley Art vermehren, nämlich von Haus aus, und verhältnißweise; von Haus aus durch Er— b. al. höhung des Verkauf-Preises seiner Producte, dusth und verhältnißweise durch Verminderung des ö Verkauf⸗Preises der Producte andrer Staaten. die von Um dem Leser die Wichtigkeit dieses Gegenstandes 166560 leichter begreislich zu machen, wollen wir, in die⸗ 2. ser Hinsicht, eine Vergleichung zwischen Frank⸗ uin reich und Engländ anstellen. bi Da England der Getraide⸗Handels⸗Freyheit ö keinen Zwang anthut und sie auf keine Weise Wod stöhrt(5, sondern sie vielmehr im Gegentheile fün durch Mittel aufmuntert, die bey einem ohne— vl hin thätigen und industriösen Volke ganz über⸗ unt flüßig(* sind: so ist da der Preis des Getrali⸗ efse, des immer ziemlich einförmig und beständig; und im bloß die Einwohner wissen und empfinden da gar nicht G jene niederschlagenden Veränderungen, deren Fol⸗ mmer gen so verderblich sind(). Wir sehen an den n an Aus⸗ hat⸗ 4—8(6) Daß dieß seit der Getraide⸗Handels⸗Aete vom ein J. 1791 nicht mehr wahr sey, ist so eben erinnert worden. u. ulgtn(%) Und im Grunde mehr schädlich, als nüzlich, wie ohs schon Dr. Adam Smith in seinem bekannten Wer⸗ 100 ke vom Völker⸗Vermögen sonnenklar dargethan 086 hat. U. (*r) Das ist schon seit Jahren nicht mehr der Fall. 23 Was der Marquis von Mirabeau von dem be⸗ glücken⸗ —— 393 Elstes Capitel. Verhältnisse Auszügen aus den Zoll-Registern, binnen einer langen Reihe von Jahren, und nach angestellter Berechnung der Maaße und Würderung der Mün⸗ zen, daß sich in Holland und in England das französische Malter Weizen von 240 Pfunden am Gewicht in der Regel wenigstens zwischen 19 und 23 Franken hält, welches in solchem Fall einen gewöhnlichen Mittel-Preis von 21 Franken so wohl für den Landmann, als für den Käufer giebt; also einen Preis, bey dem die Einkünfte der Nation und des Staates, der Wieder⸗Ein— gang der jährlichen Auslagen einer reichlichen Cultur, die Zinsen von diesen Auslagen, und das Arbeits⸗Lohn für den Ackersmann gesichert sind; einen Preis, der das Gedeihen des Ackerbaues in einem Land immer aufrecht erhalten kann, und der ihm immer wieder⸗ääuflebende Kräfte ver⸗ schafft, welche in den Staats⸗Rechnungen derer, die bey einem angehenden Kampfe zwischen zwey Völkern sagen, es ist dieß ein Krieg, der sich glückenden Zustande der Englischen Agricultur rühmt, gilt in der That nur von den Zeiten vor der Er⸗ scheinung seines Buchs Der bekannte Thelwall sagt(in seinen Rights of Nature, against the Usur- pations and Establis hments) ausdrücklich, ohne daß ihm bisher von jemandem öffentlich widersprochen worden wäre:„in einem Durchschnitte von 19 Jah⸗ „ren, die sich mit 1765,(also ein Jahr nach Er⸗ scheinung unsrer Mirabeauschen Landwirthschafts⸗ Philoophie)„endigten, gab das von England aus⸗ „gefuhrte Getraide einen reinen Gewinn jährlich von „651,000 Pfunden Sterlings: aber im Durchschnitte „der 18 Jahre, die mit 1788 zu Ende giengen, hat „England jährlich für Korn⸗-Zufuhr nicht weniger „als 291,000 Pfund ans Ausland bezahlet; welches „einen jährlichen Unterschied von 942, ο Pfunden, zu Englands Nachtheile, macht. u. shnit el Ilgr l R-U O ui Wdet: Lhheb Q Ih: shin 0 gußtt Micathe sch m⸗ Iuwah bst E asblt, Ib fch nste de Imdit Iudune RMh n R Dahn H Hla xN QA i Gsth absks Ran 29 * nen eingg Hestllter Mun⸗ land das sudn an 10 5 Jal apgz ranken s Kaufer inlünfte der, En⸗ lichlichen und dos hett shz dbaues n In, und ste bar⸗ derer, scoy huder sch turruhnt, r dr Ein Helthall Hhe Usur⸗ ohne daß tshrochen 9 Mh⸗ nah Er⸗ khshafts. Rlahd aubs ahrlh un Urchshtt Ien, Hl ht veiger 1; Lelche IL der Ausgaben zum Handel. 399 sich mit dem Vorzuge des letzten Gul⸗ dens endigen wird, billig hätten erwogen werden sollen. Auf diese Weise endigen sich alle Kriege(*): habe ich aber ein jährliches Einkom⸗ men von 1000 Franken und nur 10 baare Louisd'or in der Tasche, womit ich einen Proceß wider einen Tabulett⸗Krämer führe, der 300 Louisd'or vorräthig hat; so wird zwar mein Geaner schneller, und ich werde langsamer fort⸗ kommen: aber am Ende werde ich ihn doch er— schöpfen und zwingen, daß er abstehn muß. In einem Lande, wo die Wege zum Absatz außer Landes versperret, wo so gar die Commu⸗ nicationen im Innern gehemmt werden, findet sich unabläßig Theurung neben Ueberfluß und Unwerth; ein Paar Extremitäten, von denen die eine eben so traurig und schädlich ist, als die andre, indem sie auf der einen Seite, aus aller⸗ ley Ursachen, die Landwirthschaft und die Ein⸗ künfte der Nation vernichten, und zugleich den Landwirth an den Bettelstab bringen, auf der andern Seite aber das gemeine Volk der Hungers⸗ Noth durch unvermuthete Theurungs-⸗-Jahre, oder dem Mangel und Elende durch häufigen Un⸗ werth der Producte preis geben, wodurch die Arbeiten und Arbeits-Löhne vernichtet werden. Die Verbote, daß kein Getraid ausgeführt wer— ö den (0 Ob der letzte Gulden aus den eigenthümlichen Mit⸗ teln des Volkes selbst, das den Krieg führt, oder aus den Eroberungen und Geld⸗Erpressungen, die ihm glucken, fließt, scheint hierinnen keinen Unter⸗ schied zu machen;— wenigstens erhellt es aus den Erfahrungen der neuesten Kriege zwischen der Re⸗ publik Frankreich und den Gegnern ihrer Verfassungs⸗ Revolution. U⸗ 400 Elftes Capitel. Verhältnisse den soll, bringen unausbleiblich auch Verhin⸗ derungen im Innern mit sich: und wenn die Zu— fuhr aus einer Gegend des Landes nach der an⸗ dern untersaget wird; so kann es nicht fehlen, daß es desto schwieriger werden muß, einen ge— meinsamen Preis einzufühten. Denn wenn wir auch nicht auf die ausschweifenden Veränderungen sehn wollen, die sich zwischen den Preisen beym Mangel und den Preisen in Zeiten des Ueber— flusses ereignen; so sind doch die Preise in den verschiednen Provinzen und Districten so verschie⸗ den, daß es schwer hält, aus biesen so sehr ver⸗ schiedentlichen Puncten ein Ganzes zu formiren. Bey alle dem kann man jedennoch den gemeinen Preis für den kaufenden Consumirer in den mehre⸗ sten Provinzen von Frankreich, wo er gar weit vom pariser Preis abweicht, auf 13 Franken das französische Malter von 240 Pfunden am Gewicht anschlagen, welches für den Landwirth ungefähr I Franken und 10 Sols beträgt. So steht es dermalen(1764) bey uns, in Vergleichung mit England. Und nun lasset uns überlegen, was für Wirkungen auf diese beiden nebenbuhlerischen Reiche ein Edict, wodurch der Handel mit unserm Getraid in und außer Landes verstattet und auf ewig frey gegeben wäre, thun würde. Wir haben gesagt, durch Frankreichs Eintritt in die Concurrenz würbe der gangbare Preis auf den europäischen Märkten anfänglich von 21 Franken so wohl für den Verkäufer, als für den Käufer, auf 18 Franken herunter kom⸗ men. Anfänglich, sag' ich: denn der An⸗ wachs der Bevölkerung, welcher der Vermehrung der Schätze auf dem Fuße folgt, würde den Preis gar bald wieder allenthalben zum Steigen bringen. er all sung Run Iutn Iad ruche Aelthe des mi Ihuh hu Hchn 6 llt uin, M H Reher in huut habg; hilh U h WO huriste flt hes hal, W ISten un ihei Ohne sch sumerhez Ny der Ausgaben zum Handel. 409 Verhh bringen. Nun ist aber ein solcher gangbarer IEI und beständiger Preis, in dieser Hinsicht, der aer an⸗ Maaßstab der Einkünfte von England; mithin HWfhleh, würde ein solches Edict in Absicht auf England n g die Wirkung thun, daß in den ersten Zeiten der II Belauf ber Einkünfte aus der dortigen Land⸗ IIbemmn wirthschaft um ein Drittheil herunker sänke. Auf lisir ben der andern Seite würde dieser gangbare und be⸗ 15 Ueben ständige Preis auf der Stelle uns eigen, und es ein den würden folglich die Einkünfte unsrer Ländereyen ooltshit wenigstens um das Dreyfache verstärket werden. eschr ver Ueberdieß würde bey diesem Verhältnisse Frank⸗ sermir reichs Vortheil mittelst der Vermehrung unsers genthg Ackerbaues, den der freye Absatz unsers Getrai⸗ des mit einer Geschwindigkeit, die sich gar nicht den mehre ger uut überrechnen läßt, in gedeihlichen Zustand ver⸗ mͤen dos setzen müßte, gar bald verdoppelt seyn. Mithin ö würden beiderseitige Völker dadurch wieder in Geicht ö 444 4— ö ihre natürlichen Verhältnisse und Proportionen 66½7 treten, welches eben so wenig von den Waffen, als von Tractaten zu erwarten ist, die gleichwohl W8 bisher in Frankreichs politischen Absichten immer Isas bauptfächlich den Handel zum Gegenstande gehabt e bideh haben; aber, gütiger Gott! welchen Handel! hurch de welche Politik! und welcher Erfolg! Darüber bndes mögen euch der Handels⸗Rath und die Getraide⸗ Policey weitere Auskunft geben. thun 6 Das alte Arioma, wer Herr zur See ist, Laun der ist auch Herr zu Lande, war ganz gut 9 für die See⸗Räuber in den Zeit⸗-Altern der Kind⸗ 0 heit, wo die Schiffahrt noch eine neue Kunst und mo ohne Steuermann war, und wo die dand-Armeen Wa, nur überhin gehend, ohne Kriegs⸗Kunst und mmbhn ohne schweres Geschütz waren. Damals galt W immer die Vermuthung, daß eine herum streifende 901 W.. P. 2. B. C 6 ö See⸗ Hhel ö 402 Elftes Capitel. Verhältnisse See-Macht von einem Schwarme fürchterlicher Räuber verstärkt würde: aber heut zu Tage,— wenn man sich unsrer Principien und unsrer Demonstration auch nur einiger Maäßen erin— nern will,— heut zu Tage wird man mit bey weitem mehrerm Grunde sagen: wer Herr zu Lande ist, der kann auch Herr zur See seyn. Allein dieses Herr-seyn zur See ist nicht mehr und nicht weniger, als die ungerechte Ge— walt der Straßen-Räuber: denn die Schiffährt gehört von Rechts wegen einem jeden, der etwas über See fortzuschffen hat. Lasset uns doch mit der Sprache geräde heraus gehn: was heut zu Tage eine Nation der andern streitig macht, ist weder die See, noch der Handel, sondern bloß die Fuhrmanns-Handthierung, oder allen— falls das Käufmanns⸗Gewerbe; und die Natio⸗ nen bilden sich alberner Weise ein, selbst die Kaufleute zu seyn. Die portugiesischen Kauf— leute haben ihren auswärtigen Handel in allen Theilen der Welt ausgebreitet; ist denn aber nun die portugiesische Nation darum wohl reicher und wohlhabender? ö Ey! so lässet uns doch lieber zu den ewigen, von der Natur-Ordnung unveränderlich und un— widerstehlich vorgeschriebenen Principien zurücke kehren. Nur auf dem wechselseitigen Verkehr zwischen den Völkern beruht das Gedeihen der Völker. Frankreich kann keine Handels-Steuern anlegen, ohne den Handel der Engländer zu drücken, und sich selbst zu schaden. England kann keine Staats-Anleihe machen, ohne die Circulation in Frankreich zu verkürzen. Wenn England den Handel der Franzosen zu Grunde richtet; so richtet es damit zugleich seinen eignen Handel zu Grunde. Wenn Frankreich einen Hafen 500 0 sine Im Wruch und er sih n L HI I Ius Ime IM ist dos Naht thueh m0 f uh h. 6 h an n Roch n U W sog, Umn.— Mith Rif nb Bp H2 Such Chahen Isau bbn gf Hamng ——.——— ——————*——.—— —* der Ausgaben zum Handel. 403 htelichn he,— Hafen in England abbrennen wollte; so würde Wunster es seine eignen Niederlagen verbrennen. Es fällt eii⸗ in Frankreich nicht ein einziger Bankerott vor, ul ey der nicht einen oder den andern Wechsler in Eng⸗ land erschütterte. Sollten nun diese Verbindun— zur it gen gänzlich zerrissen werden; so würden beider⸗ s sich seitige Völker in Unthätigkeit und Dürftigkeit sin⸗ Lachte H ken. Wie lange werden wir uns noch von unsern Schifehtt blinden Leidenschaften die Waffen wider unser du ewas eignes Jiteresse in die Hände geben lassen? Das in doh Interesse der Individuen ist das Interesse der as hel Familien; das Interesse der Familien ist das ig Interesse der Staaten; das Interesse der Staaten „ suan ist das Interesse der Nationen überhaupt. Der Wralen Reichthum einer Nation hängt von dem Reich⸗ 1 Rat thume der übrigen ab. In diesem einzigen Grund⸗ sibst M satz ist die Basis einer gesunden, freymüthigen 1 und unwandelbaren Staats⸗-Kunst zu finden. il allen— 1 intin Folglich baben die Engländer, ungeachtet ö ihrer anmaaßlichen Herrschaft zur See, so wenig ihn u einen wahren Nutzen davon, wenn sie uns hin⸗ dern wollen, wieder zu dem natürlichen Eben⸗ maaß unsrer Einkünfte zu gelangen, daß es viel⸗ Hulhu⸗ mehr im Gegentheil ihrem Interesse bey weitem ullce vortheilhafter ist, wenn unser Territorium alles Halehe erzeugt, was es für uns und für sie erzeugen dihen der kann.— Aber alsdann, heißt es, würde unsre .Stebern Macht bey ihnen Mißtrauen erregen.— Welch gländer zu ein Räsonnement! Argwöhnische Vermuthungen Elad und Besorgnisse sind bloß Begleiter der Raubgier; ohnt de die Sucht, Schaden zu thun, erzeugt die Furcht, U. Venn Schaden zu leiden.— Allein, wird man sägen, Hrutde lässest du nicht selbst in dem Beweise, den du so nen eune eben geführt hast, durch Vermehrung des Ein⸗ hich d kommens von deinem Ackerbau ums Dreyfache fh Ce 2 das —.. *——.— — — ———— 2— l —ę— 404 Elstes Capitel. Verhältnisse das Einkommen der Englischen Landwirthschaft um ein Drittheil fallen? und ist denn das nicht ein reeller Schade?— Ja; aber dieser Schade darf dem, der ihn erleidet, keinen großen Kum⸗ mer machen, weil es bloß vorübergehender Scha⸗ de auf eine kurze Zeit seyn kann. Denn auf der andern Seite wird es wiederum Vermehrung des Einkommens geben: es wird sich gar bald eine Vermehrung an Volks⸗Menge und Consumtion finden, die den gemeinen Preis wieder zu seinem vorigen Stand hinauf, und zum Profit aller Concurrenten noch höher treiben wird; indem der wechselseitige Händel der Völker immer mehr zunimmt, je mehr die Völker gedeihen.— Aber, werdet ihr sagen, so wird England wenigstens doch den Vortheil des Uebergewichtes im Preise seiner Lebens⸗Mittel verliehren.— Dieses Uebergewicht hat England bloß durch unsre fehlerhafte Policey bekommen; und es hat alle Ursache, zufrieden und froh zu seyn, daß es seine ökonomische Staats-Administration besser einge⸗ richtet hat. Allein mit was für Rechte könnte wohl England andre Völker hindern wollen, aus dem guten Beyspiele, das es gegeben hat, zu lernen, und sich auf dem nämlichen Wege die nämlichen Vortheile zu verschaffen? Ganz un⸗ streitig hat es dazu kein Recht; oder es müßte auch wohl geradezu einräumen, daß alle Men⸗ schen, die auf einerley Markt kommen, ihre Waare zu verkaufen, Pistolen mitbringen, und damit ihre Mitwerber vom Markte vertreiben sollten. Die menschliche Gesellschaft würde zu einer fürchterlichen Wildniß werden, wenn die Gesetze den Einzelnen verstatteten, was sich eine ausgelaßne Politik anzumaaßen erfrecht, oder besser zu sagen, wenn der einfältige Mensch nicht eher W Wshe W In au O in W WII an f hen Haltn welde I n Iun. Ih Hett 9 G0 WWo¶ den V. ld dů detsh, AII xs uf e u Nom llnun g Hlclich a Venhr! Hlalkn Wnigst ———„————————t. ö der Ausgaben zum Handel. 405 thschaf ö—0 17 u niht eher ein redliches Herz hätte, als der erkünstelte Eohade Mensch einen richtigen Verstand. ö — Aber der erste Schritt, welcher gethan wer⸗ Wichtigkeit iadn Sthe⸗ ö ö der Freyheit maln en müßte, um es in Frankreich zu einer Höhe des landwirth⸗ hund der Belebung zu bringen, welche bisher eben so Hafdele und 45i gänzlich verbannet gewesen, als sie vortheilhaft der Aus, un ist, besteht darinnen, daß der landwirthschaftliche dekunna 7% Handel— nicht etwan gar abgeschafft/ und, desseben. uft alr wie man es bey den zu Grunde gerichteten Völ⸗ H id kern findet, mit dem Bann⸗Fluche beleget, son⸗ Wn dern vielmehr daß er auf das sorgfältigste unter⸗ ö ana nit halten, beschützee, und auf alle Weise befördert , werde. Dieser Handel erfodert ein großes Capi— wanhsen tal von Schätzen, weil damit alle Auslagen zu in hnst vielfältigem Ankaufe bestritten werden müssen, Dists und man sich dabey keinesweges nach einem gang⸗ ch unt baren Absatz einrichten kann. Daher ist es unge⸗ hat ale mein vortheilhaft, wenn sich ein jeder, der müßi⸗ h fine ges Geld liegen hat, mit diesem Handel abgiebt, ssu dag⸗ und durch diese Art von Gewerbe selber Theil an n linnte den Vortheilen nimmt, die dadurch dem Ackerbau dlen, aud und der Nation zuwachsen. Zu dem Ende muß hat, u derselbe auch mit völliger Freyheit und Sicherheit Woge die getrieben werden. O! wie sehr sind die Völker ant un⸗ in diesem Puncte, dem wichtigsten unter allen, wußte auf Jerwegen einher gegangen bis zu der Zeit, Ma⸗ wo England unter der Regierung eines Suve⸗ , hre räns, welcher der scharfsichtigste und erfahrenste en, und Mann seiner Zeiten war, die Augen aufthat, und Hurtrthhe einen entgegen gesetzten Weg einschlug, dessen wid i glückliches Gelingen alsbald hätte für Frankreich vhn W um so mehr zur entscheidenden Lehre dienen sollen, sch in je mehr vormals Frankreich selbst bereits die be⸗ / 6 glückten Wirkungen davon unter der Staats⸗ ah int Administration eines Ministers erfähren hatte, e Cic 3 der *— 406 Ellftes Capitel. Verhältnisse der durch seinen Patriotismus, und durch die Obermacht seines Geistes, über den Ruinen des Königreiches die gesunkene Macht des Monarchen und den ganz verfallenen Wohlstand der Nation von neuem gründete(). Was für seltsame Mißgriffe, und welch einen Schwindel-Geist entdeckt man nicht in den französischen Gesetzen über diesen Punct, seitdem wir durch unsre Blind⸗ heit auf den Einfall gerathen sind, die natürliche Ordnung umzukehren! Darf man sich aber wohl darüber wundern?— Nein; die politische Oeko— nomie hat erst zu unsern Zeiten angefangen, sich zur Wissenschaft zu erheben; und wir haben zu unserm Unglücke viel zu lange gezögert, die Grund⸗ sätze, die Ursachen und die Wirkungen derselben zu erforschen, und sie aus der einfachen positiven Gesetzgebung zu entwickeln. „Was für Ge- In Frankreich ist der Getraide⸗-Handel im del: g⸗ Innern der Provinzen von Formalitäten abhän⸗ teresse wider gig gemacht worden, welche durch die Edicte von 2 den Jahren 1567 und 1577, und so gar vom schaftlichen Jahr 1599 eingeführt wurden,— also in einer ühlchen 5. Zeit, die, wie uns die Geschichte berichtet, vor⸗ züglich fruchtbar an sonderbaren Regulativen war, deren klägliche Folgen aber der Suverän erkannte, und deren Reforme er dem eben so berühmten als tugendhaften Sülly anvertraute, der denn auch Ueberfluß und Reichthum im Lande wiederherstellte. Vermöge dieser täuschenden Regulative wurde verordnet, daß das Getraidehändler-Gewerbe bloß von denen sollte getrieben werden dürfen, die vom Richter die E laubniß dazu bekommen, und in die Hände desselben den Eyd geleistet hät⸗ ö ten. () Der Herzog von Sülly. U. 50 WR D he Hat d 0 tit, Us lch nk Rahen nde trich ind hh Wf Msn e; Iie N I Rast Mage stheh haih It hhut a habg, Mal 90 lutch d unen des Muarchen Un sie seime öndal⸗Sis Her Gishn InsteBlnd „halürlche aber vohl sche lo⸗ Mgen, sch hiben y die Gund in herschg N posiben unbef im u abhän⸗ Men von o gt vonn Nlo in eintt shlit, bo, Hiben war,— etkanntt, ten als denn auch eehersecle be wulde Oidethe düffl Helenmel, Ilchtthis fll. ————————— der Ausgaben zum Handel. 407 ten. Insonderheit ward es den Edelleuten und den Ländleuten untersaget.— Bey diesen ersten Bedingungen lasset uns einen Augenblick stehn bleiben, um die Ungereimt⸗ heit derselben zu erwägen; ja, die ungereimt⸗ heit, daß ich's wiederhole. Ich weis wohl, was für Ehrfurcht den Gesetzen gebühre; ich weis, daß dieselben den Unterthanen die Ver⸗ bindlichkeit, sie pünctlich zu beobachten, unum— schränkt und gewissenhaft auferlegen: aber aus diesem Gesichts⸗Puncte sehe ich sie hier nicht an, sondern von Seiten der Absichten, aus denen sie errichtet werden. Nun sind aber die Absichten und Bewegungs-Gründe zu Errichtung der Ge⸗ setze eher, als die Gesetze; und dann sind sie an und für sich selbst nur in so fern verbindlich, in wie fern sie dem natürlichen Gesetze gemäß seyn können; und ob sie dieses sind, zu untersuchen, ist jedermann berechtiget; ja, es ist dieß so gar die erste Pflicht der Menschheit. Die beste Positiv-Gesetze sind doch immer nur unvollkom⸗ mene Copien von den höchsten und ewigen Ge⸗ setzen der Theokratie, welche die bleibende und unveränderliche Richtschnur aller vollkommenen Regierung ist. Alle Gesetze, die von dieser Richt⸗ schnur abweichen, sind ungerechte, von diesem oder jenem Privat-Interesse erschlichene, mit einem Worte, schädliche und verstohlne Gesetze, welche das Licht wieder in ihr Nichts zurücke fal⸗ len heißen muß. Wer dürfte wohl die Wieder— herstellung jenes Gesitzes begehren, durch welches in den Zeiten derer, die wir so eben genannt haben, der Preis von jedem Artikel der Lebens⸗ Mittel festgesetzt, der Preis des Pfundes Lichte, des großen und des kleinen Hühnchens, einer Ce 4 Henne, ———— ä 408 Elftes Capitel. Verhältniss Henne, eines Kapauns, einer Taube, eines wil⸗ den und eines Haus⸗-Caninchens, eines Reb— huhns, einer Walb- und einer Wasser⸗Schnepfe, einer Wachtel, einer Holz-Taube, eines Kram⸗ mets⸗-Vogels, eines Dutzends fetter Lerchen, eines Wasser⸗Huhnes, einer Krück- einer wil⸗ den und einer Hof-Ente, eines Tausends Dach⸗ Ziegel, eines Schragens Brenn⸗Holz, eines Hunderts Reis⸗Bunde, eines Hunderts Knüppel⸗ Holz, eines Paares Schuhe, u. s. w. taxiret war? Auch das Futter des Kapauns, des jungen Huhns, der alten Henne, u. s. w. mußte damals taxiret werden. Ja, was noch mehr ist, es mußten nach eben diesem Gesetz auch die Landwirthe, die Jäger, die Aufkäufer der Lebens-Mittel gezwun⸗ gen werden, für Anschaffung hinlänglicher Vor⸗ räthe an dergleichen Producten zu sorgen, die denn, zum Besten der Verzehrer, mit dem Scha⸗ den der Verkäufer taxiret wurden: denn außer⸗ dem würden Mangel und Theurung unfehlbar die Folgen eines so ungereimten Gesetzes seyn, welches bloß als eine Unter-Abtheilung der öffent⸗ lichen Ordnung, des Wohlstandes eines Landes, des Güter⸗Eigenthumes, betrachtet werden kann. Alles natürliche Recht wird aufgehoben, alles wird umgekehrt, wenn die Cultur der Ländereyen, die Quelle der Einkünfte des Territoriums und der Schätze der tion, das Arbelts⸗Lohn, oder wohl gar die Ei enz der Menschen auf eine so unselige Art angerastet wird. So steht es um die Unordnungen solcher Ge⸗ setze, die unter dem schlauen Vorwand erschlichen wurden, den Bewohnern der Städte ihren Lebens⸗ Unterhalt zu niedrigem Preis auf Kosten ihres Unterhaltes selbst, dieß heißt, zum Nachtheile der —— r 61 Hald V II le! Iu R N Mih dih! Nih W isch Il Rafe) sue un Uloti Eun RE K R1on! sce slherg Iem R 6 Elhin M Iltang lung 90 Iies us Reh. Supf, W Vum. lugn, liee un nds Dahe 6, eines Kalypel et warꝰ Huhus, 18 tafirt 8 mußen virthe/ de Hggwun. schir Von— gen, die Gcha⸗ außet⸗ Wufehlbar 9.0 sehuj du Hfs. 16 Hand, den kann. , abes Ndereyen, ums und ohn, oder if aine so socht bs Kaschichen run bbens⸗ Mey Hu Nucl e der Ausgaben zum Handel. 409 der Reproduction der Schätze, und der Einkünfte, von denen sie doch leben sollen, gewiß zu machen. Die Zuverläßigkeit der Verproviantirung ei⸗ ner so volkreichen Hauptstädt, wie Paris, heißt es, läßt sich mit der Freyheit des Getraide— Handels nicht vereinbaren.— Aber sieht man wohl ein, was für eine verhaßte Beschuldigung hiermit der Hauptstadt, und der Administration ihrer Policey aufgebürdet wird? Also ist bloß Paris die Ursache zur Vernichtung der Einkünf⸗ ste der Nation und zum Verderben des ganzen Reichs? Was wird denn nun aber wohl aus dem lieben Paris selbst werden, wann das ganze Reich vollends zu Grunde gerichtet seyn wird? Wie es der Stadt Rom ergieng, nachdem sie das römische Reich zu Grunde gerichtet hatte, ist be⸗ kannt genug.— Giebt es nicht eben auch eine große Hauptstadt in England? aber sperrt wohl die Hauptstadt dieses Königreichs den Producten seiner Landwirthschaft die Wege zum Absatze? Vernichtet sie wohl damit die Einkünfte des Ter⸗ ritoriums? Nein; die Regierung weis, daß die Einwohner von London einträgliche Verzehrer fuüͤr den Staat seyn müssen; und der Policey dieser Stadt, welche so gut, wie die pariser Policey, für den Unterhalt ihrer Bewohner zu sorgen hat, fehlt es gar nicht an Mitteln, den Unterhalt der⸗ selben zuverläßig zu machen, ohne daß sie darum dem Einkommen der Grundstücke, welches selbst die eigentliche Quelle des Ueberflusses in den Städten ist, Abbruch thun müßte.— Man hat auch zu verstehn geben wollen, der Unterhält der Armeen des Landes habe die Regie⸗ rung densthigt den Getraide⸗Handel zu hemmen. Ce 5 Aber 410 Elsftes Capitel. Verhältnisse Aber ist es denn nicht bekannt genug, daß die Brod-Consumtien gerade das Wenigste vom Kriegs-Aufwand ausmacht?— Folglich darf man sich gar nicht einfallen lassen, zu glauben, daß es ein gutes Hülfs⸗Mittel wäre, den Armeen ihren Unterhalt zu verschaffen und die Macht des Staates äufrecht zu halten, wenn man das Ge⸗ traide im Lande in Unwerth und Nicht-Geltung fallen läßt. Nein; aus dem vortheilhaften und beständigen Preise der Producte des Landes kann man die Dauer der Kräfte einer Nation schließen: denn die Menge dieser Producte selbst, und die offnen Wege zum Absatze derselben bilden einen blühenden Handel, beleben die Landwirthschaft, und stützen die Macht des Suveräns. Jede Nation, die diese Vortheile besitzt und auf deren Erhaltung bedacht ist, wird immer im Stände seyn, ihre Nachbaren im Respect zu halten. Es bleibt uns also weiter nichts mehr übrig, als daß wir die Ungereimtheit des Systems zei⸗ gen, den Getraide-Handel zu verbieten, um da— durch den Lebens⸗Unterhalt der Nation gewiß zu machen. Wem ist am Absatze wohl am meisten gelegen, dem Verkäufer oder dem Käufer? Wenn letzterer nicht kauft; so genießt er nicht, was er hätte kaufen können: wenigstens wird er doch für diesen Mangel an Genusse durch Ersparniß entschäbiget, indem er sich, einige Monate hin⸗ durch, auf einen Unterhalt von geringerm Preis, als Getraid, einschränkt, oder auch dergleichen von Ausländern erkauft, die ihm dagegen andre Waaren abkaufen werden. Wem es hingegen an Gelegenheit fehlt, zu verkäufen, der verliehrt das Product, zu dem er keinen Abnehmer mehr findet, oder für das er doch nicht mehr den an⸗ gemesse⸗ Iut M lirfe Id el Ubeh Ion 80 U ch U Vii uich VDen Uiß i MI U Icll l Hachle Mihh ducte an cn 57fl UQWAAA Waadlch In dr a N Mhrh IWII Birge uchen Haf de Gigal baß de Re bon Ih durf guben, üuuun Rahrdd das Hy Gillung sten und des kann schlleßen: und die Iben eineg usthshi 9. M auf beren Gtande En. Rühriz sennd vůe mdu gtbiß Y n massen Wenn wab er doch Aarniß date han IIl Rra gbiche Hen aldt hhehen Hlllihtt it me hl gagsse der Ausgaben zum Handel. 411 gemessenen Preis betkömmt; er verliehrt den Auf⸗ wand, den er sich's kosten lassen, und die Ein⸗ künfte, die er an den Proprietär zu zahlen hat: und es wird auch sein Product nicht wieder auf⸗ leben, weil davon nicht der Aufwand herausge— kommen ist, welcher dazu erfoderlich war, daß es zum Wie er⸗Aufleben gefördert werden konnte. Hieraus entsteht also eine Erlöschung am jähr— lichen Nachwachse, welche in der Folge nicht nur dem Käufer nachtheilich, sondern auch für den Verkäufer grundverderhlich ist, und zur Ver⸗ nichtung der Schätze für die Nation ausschlägt. Wenn nun aber bey dem Verkäufer das Bedürf⸗ niß am größten ist, Absatz, oder, welches auf eins hinaus läuft, Käufer zu suchen; wenn zu Verhütung des Abfalles der Schätze einer Nation alles Mögliche daran gelegen ist, daß er seine Producte zu einem Preise verkaufe, mit dem er dem Proprietär und dem Suverän ihre Einkünfte bezahlen kann, und der zugleich ihm selbst die Auslagen erstattet, die er braucht, um die Pro— ducte zum Wieder⸗Aufleben zu fördern und be⸗ ständigen Ueberfluß zu unterhalten, durch wel⸗ chen dit Concurrenz der Verkäufer zum Vortheile der Käufer vermehret wird: zu was Ende macht man denn Gesetze, die den Verkäufern, der Re— production der Schötze, dem Ueberflusse, durch den der Genuß der Käufer vermehret wird, und den Mitteln, sich diesen Genuß durch die Ver— mehrung der Schätze selbst, oder der Einkünfte zu verschäffen, die unter alle Classen der Staats⸗ Bürger vertheilet werden, zum Nachtheile ge— reichen? Warum zerreißt man denn diesen Krais— lauf des Gedeihens durch einen so zerstöhrenden Gewalt⸗-Schritt? Eben 41½2 Elstes Capitel. Verhältnisse Eben weil wir den Gesetzen des Suveräns gewissenhaft unterthan sind, können wir weder vermeiden, noch uns enthalten, den Schaden zu erkennen, der mit solchen Gesetzen gestiftet wird, welche durch die künstlichen Schliche des mißver⸗ standenen oder des bloßen Privat-Interesse aus⸗ gewirkt werden: denn wir können dem Lichte der natürlichen Ordnung, welche das göttliche Haupt— Gesetz, die Mutter und das Muster aller einzel⸗ nen Gesetze ist, nicht ausweichen; jenes göttliche Haupt⸗Gesetz erwärmt und verstärkt diese letz⸗ tern, und stellt die Herrschaft derselben sicher, indem es zugleich das Unkraut auf dem frucht⸗ baren Acker menschlicher Gesetzgebungen erstickt oder ausrottet. Ohne Zweifel verachteten die Regierer vergangner Zeiten die Gesetze, welche die Zweykampf⸗ und Feuer⸗Proben verordneten; Gesetze, die gleichwohl für sie eben so gebieterisch waren, als sie an sich selbst ungereimt sind. Kaum war das Verbot wider den Getraide— Handel ergangen, so war es auch zu gutem Glücke bey uns veraltet: aber eine scheinbare und thätige Policey hat diese lächerlichen und grund⸗ verderblichen Gesetze aufs neue belebet, und hat sie vor weniger Zeit zur Grundlage ihrer unseli⸗ gen Operationen gemacht; und die immer weiter fortschreitende Verwüstung, welche sie damit an⸗ richtete, hat uns endlich in völlige Entkräftung gestürzt. Der hieraus entstandene Schade ist so groß, daß nunmehr das Heil-Mittel dagegen kein andres seyn kann, als unbedingte Verban⸗ nung für einen jeden, er sey auch, wer er wolle, der sich gelüsten ließe, den landwirthschaftlichen Handel erschweren, oder ihn auf irgend eine Art und in irgend einem Falle leiten und lenken zu wollen. Ehe und bevor wir jedoch über die Strafen Cst Hahh U W Im Vn Hunde hundern Wolttt dul 1 Ihtn Rlbn! dui Hinde ilüht siym, ufff shohn/ In vin Iuy HN NUM w Rap ch! ohet xs mun a u Her E Y, W l Musty am In Igemn chr f Auihueg buthasth srganj se der Ausgaben zum Handel. 413 euhgth Strafen erkennen, wollen wir noch das Ver⸗ M i brechen untersuchen; nicht in seiner Fülle, da WStant uns diese Materie bereits zu mehrern malen in Wfiftatz dem Verlaufe gegenwärtigen Werkes durch die anün Hände gegangen ist, sondern bloß nach den be⸗ 920 nlaest u sondern Verfügungen. bey denen wir so eben ver⸗ lchte weilet haben, und die mit unserm dermaligen sch Haunn Zweck in Beziehung stehen. ler einseh Lgöttlche Man muß also, nach dem Innhalte der be⸗ Nese leh rührten Gesetze, bevor man Getraide⸗Handel bin shh treiben kann, erstens Erlaubniß dazu beym Rich⸗ em fiucht ter ausgewirkt, und zweytens einen Eyd in seine en elsch Hände abgelegt haben.— Und solche Edicte HHen d erkühnt man sich unter Völkern wieder einzu⸗ „welch führen, bey denen es Mode geworden ist, un⸗ Hontten; aufhörlich von den Vortheilen des Handels zu Hattrisc schwatzen? Aber nun frage ich nur, warum hat ut snrd. man denn dieser Handels-⸗Art eine Bebingung, die, wie man durchgängig zugiebt, unter allen 9900 die unentbehrlichste für den Handel überhaupt ist, bmeud ich mepne, die Freyheit, versagen wollen? Hat o gund⸗ man es darum gethan, weil man es für schädlich, ind hit oder weil man es für vortheilhaft hielt? Achtete unseln man es für schädlich; so folgt, daß man alle die wete Bücher, welche alle die Resultate des Nachdenkens unl an⸗ und der Erfahrung enthalten, aus denen sich er. in giebt, daß der Handel allen Dingen einen Werth gebe, schlechthin verbrennen, und die köstlichste rssts Materie unter allen, folglich diejenige, welcher nin einen Werth zu geben am nöthigsten ist, von der 10 allgemeinen Regel ausnehmen müsse. Hält man 65 es aber für vortheilhaft, sich diesen Händel zu⸗ Haln zueignen und ausschließliche Privilegien dazu zu de i0 ertheilen; so würde es wahrhaftig die himmel⸗ 901 schreyendste Tyranney, die grausamste Invasion 256 des Clagfen E Täuschende Gründe des Monopoliums, 4¹4 Elftes Capitel. Verhältnisse des Rechtes des Stärkern in das gemeinsame Territocium in die Quelle der National⸗Schätze, in den Wohlstond in die Arbeit der Landwirth⸗ schaft und der Industrie seyn. »Allein“, könnte man sagen,„eben weil »dieser Handel im höchsten Grade vortheilhaft wonit es dem»ist, glaubt man, daß derselbe des Schutzes und Monopolium vorheugen zu wollen die Miene an⸗ Mmmt. »der Wachsamkeit des Staates mehr bedürfe und »deren würdiger sey, als jeder andre Handel; »und eben weil er durch das Monopolium schäd⸗ »lich werden kann, darf man ihn nur getreuen „Händen anvertrauen, die dem Publicum für sei— »ne Aufrichtigkeit bürgen. Ihr verlanget beson⸗ „ders, daß der Handel in der essten Hand, so „viel möglich, unterstützet und erweitert werden »soll. In der That eignen wir auch eben diesem „Handel gerade die Waare oder das Lebens⸗ „Mittel zu, welches unter allen am besten taugt, »bloß durch diesen einzigen Betrieb rechtmäßig »und einträglich zu circuliren. Getraide ist von „Rechts wegen keinesweges eine Materie, die „sich gut verführen ließe, oder die es nöthig »hätte, ihre Consumtion weit in der Ferne zu »suchen. Jedermann verzehrt Getraide; jeder— mann fraßt darnach, und es ist allen und jeden »unentbehrlich. Wenn wir nun mitten in einer »solchen beständigen und alltäglichen Gelegenheit »zum Absatze gleichwohl Magazine und große „»Haufen von dieser nährenden Waare entstehn „sehen, die sich der täglichen Nachfrage der Dürf— »tigen entziehen; was, meynet ihr wohl, sol— „len wir von dieser widernatürlichen Operation »anders denken, als daß es die Frucht einer „Speculation der Reichen wider die Armen sey? »gweifelsohne finden dergleichen veute das gegen⸗ »wärtige oD 110f N Iumnta oldet Wusse oDaß d vliuft IIl I M N 50%0 vuhen Ulb ff vin ss Mlh, R Rst Mhes e usst u W iden W-olen vll ssh ichs ah Ane —M at all Wasünt Mah vabbbann! libenf Mah sscht vüfe W MMg Heinsae Shh, shunth⸗ 5 Ithalhat hes und iuse und Handel; shid⸗ Hetteuen fhr st get hio⸗ nd, herden Ddiesem Htheng. laugt/ nßig on Me, die pöiß Nirne u Njlbin fiden in einer cnheit große anisthn Dli ohl sl v t nne sc heln inhe ———— der Ausgaben zum Handel. 415 „wärtige, Bedürfniß noch nicht dringend genug, »da sie nicht verkaufen? Sie warten also ein »noch dringenderes Bedürfniß ab, welches den »„Armen zwingen soll, sein tägliches Bedürfniß »über sein Vermögen zu bezahlen; und hierwider »müssen wir Rath schaffen. Meynet ihr wohl, »daß dergleichen Magazine bestimmet sind, ihren »Profit in der Ferne zu suchen? Wo wäre denn »die Wahrscheinlichkeit hierzu? Der Preis dieses „Getraides steigt, je weiter es reist, durch alle „die Kosten, die der Transport verursacht, im— »mer höher. Leben die Ausländer im Mangel; »so werden sie gleiche Vorsichts⸗Mittel, wie wir, »anwenden, ihr Getraide zu Hause zu behalten: »und sind sie selbst noch obendrein arm; so wer⸗ „den sie nicht einmal im Stande seyn, zu be⸗ »zahlen, was so weit herkömmt. Das weis ja „der Kaufmann wohl: aber sein wirklicher Zweck »ist, von der Erschöpfung des Landes selbst, »„welches er aussaugt, Nutzen für sich zu ziehen. »„Lasset uns den müßigen Vortheil nutzen, welcher »in jedem Stücke dem, der nur warten und von „seinen Fonds leben kann, gewiß ist; er macht Heine sichere Speculation. So viel nur Getraide »zu niedrigem Preise zu haben ist, so viel zieht er »„davon aus der Circulation und aus der Con⸗ »sumtion: und geschähe es auch bloß damit, daß »er die ersten sechs Monate vom Jahr hindurch »alles zu jedem Preis aufkaufte; so kann er sich vbersichert halten, daß er in den übrigen sechs „Monaten allein zu verkaufen haben werde, und valsdann dem Hunger des Volkes den Preis nach „Belieben setzen könne, wie er selbst will. Wird »ein solches Monopolium gestattet; so werden »die Maskopeyen der Reichen binnen weniger »Zeit an Macht dem Belaufe der besten Aerndten vin —— —— — ————— ———.. — —. —— 2— SDSNSNE— 8 ———— 416 Elstes Capitel. Verhältnisse »in der Menge überlegen seyn, und die magern „Kühe in Phargo's Traume werden die fetten „Kühe eures Territoriums auffressen. Gerade „deßwegen wollen wir diesen häklichen Händel „nur sichern, zuverläßigen, bekannten Händen „anvertrauen, welche uns für die Mißbräuche »„haften, die aus ihrem Zusammentritt entstehn »könnten“. Da haben wir denn, Meister Hanns Pud⸗ ding, alle die Vorurtheile der Straßen beysam⸗ men, die deinen angeblichen Sorgen für den Lebens⸗Unterhalt der Armen zum Vorwande dienen. Indessen muß ich bekennen, daß diese schöne Schutz⸗Rede nur eine Hypothese ist: denn man kann sich völlig versichert halten, daß es heut zu Tage, bey der Unter»Administration, keinen Menschen mehr gebe, der eine so verhaßste und so durchgängig am Tage liegende und verabscheute Sache zu verfechten willens wäre(). Um in⸗ dessen das ganze Blendwerk der Sophistereyen, die den Anlaß zur Wieder⸗Einführung solcher ver⸗ () Bey der Unter⸗Administration, d. i. bey den Obrig⸗ keiten der Dörfer und der Städte, besonders der kleinern und Mittel⸗Städte, giebt es wohl nicht leicht jemanden mehr, der der hin und wieder ein⸗ geführten Getraide⸗Handels⸗Policey noch das Wort zu reden Lust hätte, er müßte denn selhst ein mono⸗ poliensüchtiger Korn⸗Jude seyn. Nur in den höhern Lander-Collegien finden sich noch da und dort hart⸗ näckige Verfechter der Getraide Handels⸗Einschran⸗ kungen, die es theils aus eingesognen Vorurtheilen, weßhalb sie Bedauren verdienen, theils aus Eigen⸗ nutz, oder darum sind, weil sie entweder selbst ein heimliches Getraide⸗Monopol ium treiben, oder weil sie sich von monopolistischen Getraide⸗Händlern durch diese oder jene unächten Bewegungs ⸗Gründe leiten und leuken lassen, N. Va Hc l a schin. D Yͤhst polum i h Gan IIle I ult H¹¹ chn? 0Ygn aunde lost 10 H en H Wudschlch Euf ahe sti Umy Dlseg I e Hauc, u R0 Ohe I Hund oh nt san gt thun sgz, Huustj y se der Ausgaben zum Handel. 417 6 nann verderblichen Gesetze gegeben, und damals die 518 Regierung durch fälsche Berichte getäuscht haben, ktade zu zerstöhren, wollen wir die hauptsächlichsten hndel Puncte darunter von neuem in Betrachtung un in ziehen. MWratt Du sagest, dieser Handel sey an und für sich Hutt aisth höchst vortheilhaft, und könne durch das Mono⸗ polium höchst gefährlich werden.— So viel auns D ich sehe, verstehest du dich nicht zum besten auf en beysam/ Geneaglogie, und siehest das Monopollum selbst fir den für ein Glied von eben der Familie an, zu welcher Vorwarde der erlaubte und freye Handel gehört: aber du daß dis kännst dich versichert halten, daß es keine mora⸗ sest hux lischen Wesen gebe, die von so ganz verschiedner, daß hat so ganz einänder widerstreitender, und gegen Hn, kung einander so feindlich gesinnter Dynastie wären, rhaßte uub als sie. Handel ist nichts andres, als Einkauf trabscheut des höchsten Bieters bey freyer und allgemeiner Um ss⸗ Concurrenz, und Verkauf an den, der das höchste Hslerehe, Gebot gethan hat; Monopolium hingegen ist n dche ausschließlicher, durch Ober-Macht unterstützter e Einkauf und Verkauf. Mit einem Worte, der eine ist weiß, und das andre schwarz; beide hey benohii können schlechterdings nicht zusammen bestehn. lasnben d. Völlige Freyheit und allgemeine Concurrenz sind ohl ni0 die wahren Eigenschaften(Attribata) des erlaub⸗ ten Handels, und das specifische Gegen-Mittel Wunma für alles Monopolium. Nun urtheilet einmal umihen hiernach, ob sich euer seyn⸗sollender Schutz und don hut eure unselig⸗ wachsame Fürsorge wohl besser auf 3:Eusht den Getraide⸗Händel anwenden lassen, als auf Nununhelc, den Handel mit Heu, mit Bau- oder Brenn⸗ 6 min Holze, mit Spießglase, mit Bernstein und Grün⸗ .. span; oder ob sie wenigstens eine andre Wirkung Wan thun sollen, als daß sie jedem Einkauf und jedem Omde Verkaufe für völligen und freyen Zutritt zuver⸗ W. A. P. 2. O. Dd läßig e, ee———— 2 418 Elftes Capitel. Verhältnisse läßig bürgen, und jedweden Handels⸗Zweig sich II mit so viel Unternehmern und Agenten versehn MN lassen, als sein Gegenstand vertragen mag.— l Ihr wollet, saget ihr, dem Handel in der ersten vin Hand den Absatz des Getraldes vorbehalten. Wm Wahr ist es, ich habe gesagt, dieser Handel wäre der vortheilhafteste unter allen, in wie fern er keine Unterhandlungs⸗ oder Vermittelungs⸗Kosten erägt, in wie fern er hauptsächlich auf den Preßt des Verkäufers, und nicht etwan, wie ihr durch 60 euren Kunstgriff zu bewirken meynet, darauf ge⸗ 5 gründet werden muß, daß die Preise herunter⸗ 0 gesetzt, und die Einkünfte verringert werden. bn Zugleich habe ich bewiesen, daß dieser Handel,* vermöge einer ununterbrochenen Kette, auch jeden shn andern Handel nach sich ziehe; daß letzterer dem⸗ 11 selben unumgänglich nöthig sey, in wie fern er 1 f dem Ueberflüßigen einen Werth und eine Valuta n verschafft, und auf solche Weise denjenigen Reich⸗ Uung thum mit sich bringt, ohne den sich der Handel 0 der ersten Hand unmöglich behaupten, unmöglich ume die Reproduction und die Einkünfte immerfort huan unterhalten kann. Ihr stürzet eben dieses Volk hune in Mangel und Elend, indem ihr euch stellet, als shihn wolltet ihr ihm seinen Lebens⸗Unterhalt gewiß 1 machen: denn arme Leute haben nichts unter s/ einander umzusetzen; sie können anders nichts be— ußihr zahlen, als mittelst des Arbeits⸗Lohnes, welches Wah ihnen den Mitgenuß der Schätze des Territoriums ünt gewiß macht. Ich habe gesagt, wenn man reich Mut werden solle, müßte man mit Profit verkaufen, muit, und der einträglichste Verkauf wäre der Verkauf Nsch der Lebens⸗Mittel, zu deren Wachsthume die baßalab Natur mehr als drey Vierthel von den Kosten disch hergegeben hat. Wenn ihr nun die Kaufleute Rhüth n drücket; so erschweret ihr ja den Handel. Je ngenff mehr 10 Gi sse der Ausgaben zum Handel. 419 weig n 0 mehr ihr aber dieses thut, desto mehr verarmen un.— wir; desto mehr verfällen wir durch Armuth in aWusn Mangel und Elend, so daß wir die Ländereyen wöhün braache liegen, sie zu Lehden werden lassen, und hullniz das Land mit dem Rücken ansehn müssen. le sin ö IugsHufn Jedermann, fahret ihr fort, begehrt und ver⸗ Fnunf zehrt Getraide; und mithin braucht dasselbe sei⸗ iduh nen Preis gar nicht erst anderwärts zu suchen.— Wuug Ey! freylich, jedermann möchte auch wohl gern 4— 6 Schuhe/ einen Rock und einen Reise⸗Mantel iiin haben; ja, man möchte auch wohl manche andre br Hall Dinge mehr gern haben: allein ich bleibe dabey Wäimin stehn, daß ein jeder nur so viel kaufen kann, als imi er zu bezahlen hat, und so weit das Einkommen zu Bestreitung aller Bedürfnisse reicht; aber b Mangel an Einkommen ist Mangel an allem. i l Warum verbietet ihr denn nicht auch Niederlagen er d von allerley Leder, Tuchen, u. dergl. um diese l Waaren einzig und allein dem Handel der ersten mmisih Hand in den Manufacturen vorzubehalten? Wie Mnlet kömmt es denn, daß sich eure Absichten und An⸗ RHN Ml schläge noch nicht bis dahin erstrecket haben, da ftlle, 6 es doch mit euren Begriffen so sehr überein— chalt gwß stimmt?— Arme Leute, werdet ihr sagen, kön⸗ ichts untt nen solcher Waaren entbehren:— aber sie kön⸗ 6 nichts be nen auch des Weizens entbehren; sie begnügen 18, wilchs sich mit Roggen, mit Buchweizen, mit Castanien, Tkritzrung mit Cartoffeln, u. dergl. und das ist eben das n manh Unglück, das größte Unglück, nicht nur für die ft rkuit Menschheit überbaupt,(dieser Gegenstand liegt der Maaf außerhalb gegenwärtiger Erörterung, weil er Huhun R wirklich nicht zu dem Zwecke der Sophistereyen n gehört, mit denen wir es hier zu thun haben,) 4 Huflt sondern für euch selbst, für eure Einkünfte, für u das Einkommen des Staates, für die Armen, 1 Dd 2 deren ——...————:.—.—— 420 Elftes Capitel. Verhältnisse ö deren Dienst⸗ und Arbeits-Lohn ihr vernichtet, Mil und die ihr so weit herunter bringet, daß sie aun d sich mit Lebens⸗Mitteln, die sonst verachtet wer⸗ f N den und fast nichts gelten, behelfen müssen; und vdR an diesem Unglücke sind gerade eure scheinbaren MWiiib Vorsichts⸗Mittel schuld. Ihr habet den Han— efih del, der allein vermögend war, das Einkommen llh, eurer Ländereyen zu vergroßern und eure Pro⸗ Mil ducte in Menge zu erzeugen, untersaget, erschwe⸗ use ret und verbannet. Das hat denn die Wirkung hah gethan, daß der Anbau der Ländereyen hintan⸗ Hñi gesetzt wird, die Einkünfte zur Null werden, und die Arbeits⸗Löhne immer mehr verschwinden: Enfch folglich kann sich das gemeine Volk nicht einmal Fucht das Brod erzeigen, selbst zu einer Zeit, wo das shn Brod in niedrigem Preise steht; in einem ruinösen venn s Preise, der hinterher zu noch einem andern ruinö⸗ phg sen Preise, zum Theurungs-Preise, führt. Wenn Duntg ihr nun für eben dieses Volk, da es kein Arbeits⸗ llun Lohn zu verdienen hat, Weizen nach der Taxe sei⸗ Heh⸗V ner Blöße und Dürftigkeit zu haben begehret; so ue lasset nur euren Weizen im irdischen Paradies Den ul ansäenn, wo alles ohne Mühe und ohne Kosten vahuun wuchs: oder, da euch so sehr am Herzen liegt, H„ ein dürftiges und nothleidendes Volk zu haben, 4 l damit es desto geschmeidiger und unterthäniger Wa sey; so gebet nur den Anschlag auf, dieses Volk Ahn din mit Brode zu ernähren, und behaltet den Ueber⸗ Ihn Ei rest von eurem Getraid im Vorrathe für die ah Leute, die sich auch Schuhe und Kleider schaffen shihnn können: sonst werdet ihr selbst diesen Rest oben⸗ i drein verliehren, und werdet es bald gar so weit shreifgh bringen, daß ihr auf das Manna vom Himmel nift, warten müsset. I, I Ich habe euch zur Genüge erkläret, und habe vi es auf tausendfältige Art dergestalt wiederholet, ih Iyn daß —. se der Ausgaben zum Handel. 421 Hii⸗ daß es wohl jedermann verstehn konnte, außer mn 06 etwan die Freywillig⸗tauben: je mehr große und in kleine Magazine angelegt werden, desto mehr isn nd werden dergleichen Magazine zum Beweise der run Vielfältigkeit des Ankaufes dienen. Solcher n h vielfältige Ankauf hat, wie in allen andern Arti— Eihlonnn keln, die Kraft, der Waare oder dem Lebens— aure M, Mittel den Verkaufs-Werth zu geben; der Ver— s enschme kaufs⸗Werth verhilft der Waare zur Reichthums⸗ HWikung Eigenschaft; und dieß dient dann, den Anbau zu I hintan, befördern, und große Vorräthe zu erzielen. Allein Ruden, d ihr heeget trotz dessen, daß so gar die Getraid— schwinder: Einfuhr ins Land frey ist, immer noch eine nicht innal Furcht, die mich ebenfalls nicht ohne Sorgen It, wo ds seyn läßt. Denn ich kann nicht in Abrede seyn, om tunda wenn sich eine Mascopey von reichen Leuten, die Hrn Luins⸗ einen Fond von fünf bis sechs hundert Millionen . Wemn Franken zusammenschösse,(welches zum Mon o⸗ Mbeits⸗ polium in Compagnie eine Masse von Dp i⸗ Geld-Vermögen ausmachen würde, die im gan⸗ zen Lande nicht vorhanden ist,) mit einmal auf Hachntz so ö ö dem platten Lande in der Absicht verbreitete, iadies n währender Monäte October, November, Decem⸗ lih ber, Januar, Februar und März alle Dörfer, habeh, es koste auch, was es wolle, von Getraide enhnige zu entblößen, wobey sie sich denn völlig ver sichert W Val hälten dürfte, daß ihr nach solcher durchgän— n Ube⸗ gigen Entblößung, die trotz aller Communi⸗ 1 fit de cations⸗Freyheit dem Verkehr zwischen den ver⸗ saft schiednen Provinzen keine Hülfs ⸗Quelle mehr 5 1 übrig ließe, das nämliche Getraide zu einem aus⸗ Hi schweifenden Preise wieder abgekauft werden 15 müßte, damit die Menschen hernach nur im Äpril, orhun May, Junius und Julius leben könnten; so 606 würde dieses eine sehr sichere und sehr nachthei⸗ + liche Operation seyn. Wahr ist indessen, es ul, Dd 3 würde —————————— 7.— —————————————————— ——. ö HM 8 Elftes Capitel. Verhältnisse würde anfänglich recht angenehm zu sehn seyn, daß eine bloße landwirthschaftliche Handels⸗ Speculation das Mittel fände, die Geld- Kästen solcher Herren zu öffnen, da dieselben gegenwärtig so fest verschlossen sind, daß keine Art von Wen⸗ dung, Fährte und Grimasse jenes Fuchses, Cre⸗ dit genannt, die Riegel daran aufzuziehen ver— mag. Ihr Geld, welches auf diese Weise zu— förderst in die Hände steuerbarer Armen käme, würde gar geschwind und ohne Schwierigkeit in die landesfürstlichen Cassen gelangen, und würde da die Fonds zum nächsten Feldzug hergeben. Allein bey alle dem müßten denn die Menschen doch zu leben haben; und nun würde man gar bald finden, daß sich dieses leichte und reichliche Auskommen in Mangel und unbedingte Abhängig— keit von jenen Monopolisten verwändelte. Es ist auch noch überdieß wahr, wenn durch den Aus⸗ fluß die an der See gelegenen Landschaften, welche in solchem Falle keine Schlagbäume mehr haben würden, so gar trotz des Krieges, welcher es gegen unfehlbaren Profit nicht aushält, von ihrem Ueberfluß entladen wären; so würden Ge⸗ traide⸗Vorräthe aus dem Norden, aus der Levante und aus Africa durch den Stoß der all— gemeinen Fluth unsre Häfen anfüllen und unsre Flüsse bedecken. Selbst unsre Feinde würden sich angelegen seyn lassen, uns Ueberfluß zuzuführen; und wir haben schon oftmals von ihnen Ammu— nition für unser schweres Geschütz bekommen, wo— mit wir gegen sie fechten konnten(). Würden aber (&Q Eine bekannte Thatsache, daß holländische Kauf⸗ leute die Franzosen zu eben der Zeit, da Frankreich Krieg wider Holland führte, für gute Rimessen mit allen Kriegs⸗Vorräthen, die nur verlanget wurden, ohne Bedenken versorget haben. U. a ö Hal l he, varde nde .n g slsit Il N I nihu MSich vache! sussha II W I I Mong Imde Rfal M hem , 0 ntu n h Wchelsg e, der Ausgaben zum Handel. 423 ö Lane aber eure Monopolisten nicht in solchem Falle zu Andels⸗ bedauren seyn? Denn den Verkäufern ist, wie . Hea aur wir bereits gesagt haben, am meisten daran ge⸗ ie⸗ legen/ daß ihre Waaten abgesetzt werden. Also 0. würden sie sich eifrig dazu halten, mit den Aus⸗ 0 ländern in Concurrenz zu treten, um sich mit ihnen ihihn 6 in die Käufer zu theilen. Würden sie nicht so Vs Iu gar Ursache genug haben, die Regierung um ö nen fam, Gratificationen oder Entschädigungen dafür an⸗ sengkeit in zugehn, daß sie Schätze über das Territorium und würde verbreitet hätten, die in demselben eine unermeß⸗ hegbbn liche Fruchtbarkeit bewirkten, welche gar füglich 1Manschn all das Geld vergüten könnte, das man an die de man gr Ausländer dafür bezahlte, daß sie die Getraide⸗ n tichsh Vorräthe jener großen Magazin-Innhaber auf Whängih den gangbaren Markt-Preis, und gar bald bis 1. Es fs tief unter den Preis der Ausländer herunter brach⸗ den Ms ten? Die neue Aerndte, die nach ein Paar Mona⸗ eh, welche ten bevorsteht, wäre eine Aussicht, die ihnen Ahr hoben mächtig zusetzen würde, den Verkauf jener uner⸗ wchhr iö meßlichen Quantität Getraides zu beschleunigen, shit, vn welche bey weitem alles überstiege, was zur Con⸗ würden Gv sumtion der Käufer erfoderlich wäre.— Mit⸗ „aus de hin haben die Verkäufer, so lange kein wirklicher 5 ber all Mangel obwaltet, mit dem Absatz ihrer Waaren und unste immer viel mehr zu thun, als die Käufer. Das Hicder sich hat alles seine Richtigkeit; aber so viele hundert hsthru; Millionen—— O! ihr möget, glaub' ich, hen Mu ganz Recht haben; es darf reichen Leuten nicht Runn u gestattet werden, sich mit einem solchen Handel, Winn mit dem sie sich doch nur zu Grunde richten wür⸗ ö den, zu befassen. Freylich hat die Landwirth⸗ lhe schaft wohl Gold vonnöthen; und sie allein hat st uf das Recht, Gold zu erzeugen und es wieder aus⸗ uhu zutheilen: aber armen Leuten kömmt es zu, sich Rimesea nt zu regen, um Gold zu machen. Sie mögen also nuben Dd 4 nur 424 Elftes Capitel. Verhältnisse nur Kohlen verbrennen, um den Stein der Wei— sen, wo möglich, zu finden; noch dazu müssen dergleichen arme Leute auch zuverläßige und ge— wissenhafte Menschen seyn.— Das ist nun wohl eine Seltenheit: aber, wenn man recht sucht; so konn man finden, was man sucht— und nur solchen Leuten ausschließlich darf der Richter die Erlaubniß geben; jedoch auch so gar sie muß er den Eyd darüber in seine Hände schwö— ren lassen. Nur die Eydes⸗Formul setzt mich in Verlegen⸗ heit. Aber lasset uns einen Versuch machen.— »Ich, N*, der ich weder Edelmann, noch „Ackersmann bin“,(denn wir werden so gleich sehn, daß man dergleichen Gezüchte nicht haben will,)„gebürtig aus dem und dem Kirchspiel, er⸗ »zeugt von einem ehrlichen Vater und gebohren vvon einer ehrlichen Mutter, wenigstens sagt »man's, der ich in meinem Stamme weder Geiz⸗ »hälse, noch Wucherer, weder einen Gehenkten, »noch eine Buhlschwester, weder einen Edelmann, »noch einen Ackersmann habe, von unbescholte— »nem Lebens-Wandel, guten Sitten, und der »„katholischen, apostolischen und römischen Reli— „gion zugethan, gelobe Gotte, dem König und »„der Gerechtigkeit in die Hände des königlichen »Richters N***** zu N“**XX, eines in allen „Dingen, die den landwirthschaftlichen Handel » betreffen, als da sind Regen, Hagel, Wind, »Ungewitter, Ueberschwemmungen, Seuchen an »Menschen und Vieh, u. s. w. erfahrnen Ge— »schwornen, den Getralde-Handel dem Gesetze „gemäß, und als ein redlicher Mann in dem und »dem Krais ausschließlich zu treiben, um nicht »die Gränzen der Gerichtsbarkeit zu überschreiten, »in welcher mein Patent gesetzlich anerkannt und vgültig Wchalt ft Mufen, M —or Il ollhn ausc Mchg Masihe in W vooch u vult I achtl W fh OAd, fhy Wy oichid vlchen 3uo hy. 10, I V I MI N Wufprih; 6h hams un Wsent 0 U Issu 6 der Ausgaben zum Handel. 425 Wüht vgůltig autorisiret seyn könnte; mich in alle dem, ir 0„was besagten Handel betrifft, als ein recht⸗ W e⸗»schaffener Mann zu verhalten; nur dann zu 90 uun„kaufen, wann Niemand an mich verkaufen will, 11„und nur dann zu verkaufen, wann Niemand üünn„bon mir kaufen will,— oder, besser zu sagen, h us u»bloß zu niedrigem Preis einzukaufen und zu ver⸗ buchso yu ä„kaufen; keine Magazine anzufüllen, und mich inbe sho»gleichwohl bereit zu halten, in Theurungs— „Zeiten unter dem Preise zu verkaufen; keine be⸗ Datlyn⸗„trüglichen Mascopeyen, nämlich mit keinem machen.—„Güther ⸗Besitzer, Edelmanne, Pachter und Nann, voch„Landwirthe, weder mit andern Vornehmen, dim so glac„noch mit reichen Leuten von irgend einer Art usht habn»einzugehn; kurz, mein kleines Verkehr so zu Ichshiel, er„treiben, daß mich Niemand von denen, welche Hebohten„Hunger leiden und bey mir Getraide sehen, um steng sagt„dasselbe beneide; meinen kleinen Vorrath immer eer Gez⸗„auf den nächsten Markt zu bringen, und da den Gcakten,„Sack, es sey nun mit Schaden, oder mit Pro⸗ Wdümam, fit, aufzuschnüren; kurz, mich in allen Stücken Ubeshbt ö„bescheidentlich zu betragen, so wie allen ehr— 9, u de»lichen und vertrauten Dienern des Publicums schen Mle„und der Justiz, als Zeugen der Gerichts⸗Die- Konng und„ner, Bettel⸗Vögten, Exequirern, u. dergl. Fauiliche»„zu thun gebührt. So wahr mir Sott helfe, 5 Malln„und mir die Gnade anthue, zu halten, was ich n Hil vverspreche!— Nu, Did Es hat mich Schwei. hat mich Schweiß gekostet, diese Eydes⸗ aurh, Formel zu fabriciren; jedoch schmeichle ich mir, schn daß sie nicht mißrathen sey(). Nunmehr lasset di bishe Dd 5 uns End N, wilt( So unsinnig war die Getraide-Handels⸗Policey Ihiuschtll in Frankreich, besonders unter der Finanz-Admi—⸗ famlind nistration des General⸗Controlleurs La verdy, daß IIl sie 426 Elstes Capitel. Verhältnisse uns weiter gehn, und einen Versuch machen, die übrigen Verfügungen jener erleuchteten, wiber den landwirthschaf lichen Handel ergangenen Ver— ordnungen ins Licht zu setzen. Es ist dieses eine langweilige und ermüdende Erörterung: aber der Leser muß sie mir zu Gute halten, weil da die Rede von Regulativen wider das unentbehrlichste Handels⸗Verkehr ist. Regulatibe hierüber, sie mögen auch beschaffen seyn, wie sie wollen, kön⸗ nen durchaus nicht als unbedeutend übersehen werden, weil sie mit landesfütstlicher Autorität bekleidet sind, und man sie daher, wo nicht aus Vernunft⸗Gründen, wenigstens doch gezwunge— ner Weise immer vollstrecken läßt(). Eine Prüfung solcher Regulative kann denn freylich nicht anders als unangenehm und verdrüßlich seyn; aber es kömmt dabey alles auf ihre Wir⸗ kung, sie diese absurde Eydes⸗Formel, als den wahren Ausdruck dessen, was aus ihren Anstalten natüͤrlich folgen mußte, für die bitterste Satyre erkannte, wegen deren sich der Herr General-Controlleur mit der Einkerkerung des Verfassers in der Bastille rächen zu müssen glaubte. Veritas odium parit. Aber so weit, als in Fränkreich, ist die Ungereimtheit der Getraide⸗Handels⸗Policey, meines Wissens, noch in keinem andern Lande getrieben worden. U. ( Letzteres geschieht in der That nur da, wo den unter Obrigkeiten selbst an der Vollstreckung dieses oder jenes Gesetzes gelegen ist, oder sie auch, im entgegen gesetzten Falle, nicht auswelchen können, sondern mit oder wider ihren Willen ein Gesetz zu vollstrecken gezwungen sind. Sonst kennt man der Ediete, Mandate, Regulative und Patente in man⸗ chen Ländern satt und genug, die von den Obrig⸗ keiten schlendriansmäßig publieiret, affigiret und, ehe ein Monat umläuft, von den Unter hanen so wohl, als von den Obrigkeiten, vergessen werden. H. 16 IW 6 Wà id a Ilen, Gattett; Du Gnsih Rhael I Ne Cullahe Iat daß ich ufse f Racht Is In laben In Win Wpige in sͤcht und albi , ss Mpcfa shun 10 Rh, H Rusit z Edt u Ognpnn in stenta, Dun nih aun, n Vuuf i vahny in der Ausgaben zum Handel. 427 0 x Wan kung, und auf die Wichtigkeit des Gegenstandes Wannd, an. Ob nun gleich die Materie bereits von Wuie, Grund aus, und zu verschiednen wiederholten ath malen, in dem Verlaufe gegenwärtigen Werkes ain erörtert worden ist; so müssen doch die Irrthümer 30 und Vorurtheile, welche die Beweg⸗-Gründe zu Hntbehrigf Einführung derselben hergegeben haben, im Ein⸗ Hlaihx,f zelnen umständlich und mit genauer Aufmerksam⸗ Ealn, fu, keit dargethan werden. Wüherschn ö lt Oer Getraide-Handel ist darinnen vorzüglich Wonscht at Edelleuten und Landwirthen untersaget. In der Rsen That, wer hätte sich jemals vorstellen sollen, b% E daß ich meine Kinder unter diese Rubrik würde domm ftolh bringen müssen? Ein Edelmann ist dazu versehen, auflh daß er Zeit seines ganzen Lebens schlagen, oder Fse Vr⸗ geschlagen werden— ein Landwirth, daß er im⸗ U mer seine Pflugscharr in der Faust halten soll; und beiden kömmt auf keine Weise zu, ihre Zeit Muhhet zum Verkauf ihrer Producte selbst zu wählen.— nu Vergebens würde man mir den Einwurf machen, n ein solcher Edelmann, der auf seinem Guthe lebt, 1 und aus demselben zu ziehen sucht, was er nöthig Mplle uchn ö 8 ul f hat, seine Söhne im Dienste zu unterstützen, Hthit müsse mit allen Händen und Füßen arbeiten, um Hsis, so schwere Unkosten auszuhalten; solglich passe . das zu Geld angeschlagene feste Guths-Einkom⸗ WAü men, das den reinen Ertrag vorstellt, nicht so nu Ws gut für ihn, wie für manchen andern, der in der r Stadt wohnt oder am Hofe lebt, oder dessen Ichen börger Gegenwart wegen aufhabender Amts-Geschäffte 9 Onwt an fremden, von seinem Erb-Guth abgelegenen Iukbnt Orten nöthig ist. Letzterm liegt alles Mögliche IDM Hhl daran, genau zu wissen, auf was er rechnen fant w dürfe. Ersterer hingegen, der an Ort und Stelle Hiath wohnt, und der mehrere Muße und weniger Zer⸗ streuungen —————— 3——— ————————————————— ——.— 2———— 428 Elstes Capitel. Verhältnisse streuungen hat, kann seinen Antheil von den Guths⸗ Früchten in Natura beziehen, welches wahrhaftig der erste Haupt⸗Ast des Handels der ersten Hand ist. Die Vortheile, die aus dieser Communication er⸗ wachsen, gehen zwischen dem Pachter und dem Grund⸗Herrn in gleiche Theile. Der Pachter ist der Sorge überhoben, den ganzen Antheil vom Total-Ertrage, welcher dem reinen Ertrag ent⸗ spricht, mühsam ins Geld zu setzen, und ver— richtet in der Zeit, da er dieses thun müßte, et⸗ was andres. Der Grund-⸗-Herr hingegen kann seine Zeit dazu nutzen, daß er mit Klugheit seine Vorräthe zu Gelde macht, und damit sein Ein⸗ kommen verstärkt, ohne daß es darum seinem Pachter theurer zu stehn käne.— Aber nein, sagt die Policey; es ist gar zu gefährlich, den ehrlichen Leuten, denen das Getraide von Haus aus gehört, zu gestatten, daß sie mit dem Ver⸗ kaufe desselben zögern dürften: denn wenn sie auf den Einfall geriethen, dasselbe aufzuspeichern, und Niemandem etwas davon anders, als zu selbst⸗ beliebigen Bedingungen, abzulassen; so müßten sie sich hierbey auch darein ergeben, daß sie Wein, Holz, Fleisch, Schuhe, Hut, kurz, a alle übrige Lebens-⸗Bedürfnisse, welche sie nicht anders, als durch Umsetzung ihrer Lebens-Mittel habhaft werden können, entbehrten, und müßten zugleich den Ratten, dem Korn-Wurm, und anderm Ungeziefer wehren, zum Haufen zu kommen und davon zu zehren. So würden's dergleichen Edelleute sicherlich machen; und dadurch wären sie unfehlbar leicht im Stande, Gesetze vorzu⸗ schreiben. Dem muß also vorgebeugt werden. Gegen das alles läßt sich gleichwohl noch eine Exinnerung machen, nämlich diese: wenn weder RR E ind beß in& 1 in N rund! Hu halalse I n V cht sun sa Hel ⸗ dutr IX Hathut— In H Eli u an uin S iht uc hittt tuch xy HI Huun mn n Hr d Imidne Ich dunn hach sen Hale r ( uS t Ne sehrni n Hwah g der Ausgaben zum Handel. 429 din weder der Grund⸗Herr,(denn kurz, der Adels⸗ 155 stan d besteht, in jedwedem ursprüng⸗ miäi lichen Gesellschafts»Zustande, wei⸗ Rug ter in nichts, als in dem Besitze von 0 Grund und Boden,) wenn weder der Grund⸗ 2 Ian Herr, sag' ich, noch der Pachter ihr Getraide Ralea verkaufen; so wird es immer und ewig im Haufen Een m liegen bleiben, außer so weit die ersten Verkäufer 0 bun ihres eignen Futters benöthiget sind. ulhte, e⸗ hen kann Aber, heißt es, so was hat auch das Gesetz Hushet fin nicht sagen wollen. Es steht einem jeden frey, iit sin Ei⸗ sein Getraide zu verkaufen: aber nur das Ge⸗ un sing traid-Händler-Gewerbe— das ist, zu folge Vr Hiid deiner eignen Erklärung, das Gewerbe dessen, slsch, din der mit einer Hand einkauft und mit der andern n Haus verkauft— ist den Edelleuten und Landwiethen hm Vet⸗ verboten. Ey! so verzeihe es euch der gütige Gott, sie auf Schöpfer und Regierer über alles, daß ihr euch n und habet einfallen lassen, zu glauben, es könne nach shhe seinen Gesetzen nichts in der Welt gehn, wenn o nißtn ihr euch nicht drein mischtet. Wahrhaftig! H hätte er, da er uns die zehn Gebote geben wollte, iir euch zu Rathe gezogen; so würde diese göttliche rg, dl Gesetz⸗Tafel viel weitläufiger gerathen, und es Kahhas würde darinnen fůͤr eine große und mannichfalti— uulach ge Menge von Dingen mehr gesorgt seyn. Aber dandern sebet ihr denn nicht ein, daß nothwendig eins Rmen ud von beiden Statt finden muß? entweder die natür⸗ audln liche Oronung befiehlt und schreibt vor, was ihr 9 vin nach ihrem Vorgange befehlet; und in diesem i 100 Falle war euer Beytritt um kein Haar nöthiger, 0 als der Beytritt der Fliege auf dem Heu-Wagen: miit oder die natürliche Ordnung verbietet euch, sie zu stöhren; und in solchem Falle thut ihr der Natur ö—— ö n Gewalt; ihr tyrannisiret, und die Wirkung von hder eurem ———————————————————.——— ————— 430 Elftes Capitel. Verhältnisse eurem Irrthume gereicht euch selbst zum Scha⸗ den.— Der Punct, mit dem wir es hier zu thun haben, gehört zu dem ersten von diesen zween Fällen. Natürlicher Weise ist ein Güther⸗ Besitzer wohl von selbst nicht sonderlich geneigt, sich zum Krämer aufzuwerfen, weil das Kauf— manns⸗ oder Krämer-Gewerbe im Grund ein eiethlings-Stand ist, der sich in die Dienste des Publicums,(dieß heißt, in die Dienste der producirenden Verkäufer und der consumirenden Käufer,) begiebt, und von einer personlichen Knechts-Arbeit lebt. Nun kann sich der Guths⸗ Besitzer, der unabhängig zu leben glaubt, und dem es, wenn er sonst fleißig seyn will, bey der Unterhaltung und Besserung seines Erb-Guthes nie an Beschäfftigung fehlt, eben so wenig zum Händler oder Krämer erniedrigen, als er Lust dazu hat. Auf gleiche Weise ist ein Landwirth an eine tägliche Arbeit und Aussicht gebunden, die ihm verbietet, sich in Handels⸗Speculationen zu zerstreuen.— Indessen soll dieses bloß in Beziehung auf sie selbst gesagt seyn; und wir würden keinesweges im Ernste behaupten können, daß der Handel, von dem hier die Rede ist, an und für sich ein Ansehen der Person oder des Standes gelten ließe. Dieser Handel, der sich lediglich auf eingespeicherte Vorräthe einschränkt, ist weder ein eignes Gewerbe, noch eine persön⸗ liche Knechts-Beschäfftigung im Einzelnen; denn die Arbeit, die babey vorkömmt, wird, wie beym Großlerer⸗Händel, von bezahlten Fuhr⸗ und andern Arbeits-Leuten verrichtet. So nach war also eure Vorsicht ganz überflüßig, und folglich belachenswerth; was aber das schlimmste ist, so ist sie gar beleidigend. Und für wen?— für die ersten und wichtigsten Menschen⸗Classen im Staate. G N Runl n Hahigt dochd IDDe Rarachti Wabl, Muate, Mphohhe Mi Oh un t ir ahdie! rur Ne sondern a dih Wlra ach 6 Hlr HM M n Niin Mhachgrn u gn Emichng fitbawg daß h, gsh ehitt, u Ru, N u Uuchal sihen in, 10 lhee 30 Heh 0 Eitabk,gn Nf ⸗ um Scht, W Hisen bihe⸗ lich witz a h Hund Dinst Sxnst de Hunterden Hasohliche HR Huhh Rlaubt, u hil, bey ke t⸗Huthe ensg zun et ust lundwirth Nbunden, dationen Nh iu ½ W pten kötet, e sst, x obtk des der ssch jnschnkt, he hison Hen daut „ We bihm Fuht⸗ud 0 nach bar und ihsch umft st. 0 f ö Casen 0 Gmn. der Ausgaben zum Handel. 431 Staate. Nehmet ihr euch nun heraus, Erlaubniß⸗ Patente zu ertheilen, und denen, die ihr damit begünstiget, einen Eyd abzunehmen; so erweiset ihr doch diese Gnade hoffentlich nicht Räubern und Betrügern, die ihre Schwüre als einen Spaas betrachten: und gleichwohl wollet ihr von der Wahl, die ihr zu treffen habet, und von dem Versuche, der damit zu machen ist, namentliche Ausnahme machen? Und wen schließet ihr aus? Menschen, die schon Standes halber Männer von Ehre, redliche Leute von Profeßion sind. Gesetzt nun aber, daß unter diesen Menschen einer oder der andre Geistes-Kräfte genug hätte, um nicht nur die Geschäffte der producirenden Oekonomie, sondern auch zugleich die einzelnen Verrichtungen des landwirthschaftlichen Händels zu bestreiten; warum achtet ihr euch denn, mit eurer Erlauh— niß, für berechtiget, ihm den völligen Gebrauch seiner, zu dem gemeinen so wohl, als auch seinem eignen Privat-Besten brauchbaren Talente zu untersagen? Giebt es wohl irgend etwas, das zu einer gerechten, vernünftigen und einträglichen Einrichtung mehr beytrüge, als unabläßige Be⸗ förderung des Aus⸗ und Einfuhr⸗Handels? Doch das ist noch lange nicht genug; und wir werden so gleich sehn, wie weit uns der erste fehlerhafte Schritt, und die Wuth, in einer unbekannten Materie, welche in der Ausführung des Einzel— nen ganz zu übersehn keine Möglichkeit ist, zu urtheilen und zu verordnen, auf Irrwege ver— führen könne. Als eine Folge von den nämlichen Verfügun⸗ gen ist den obgedachten Beklagten verboten, keine Getraide-Vorräthe zu sammeln, und weiter keine Magazine zu halten, als so weit es zur Nahrung des — —— — 5* — 432 Elstes Capitel. Verhaltnisse des Guths-Besitzers und seiner Familie, und zwar nur auf zwey Jahre, nöthig seyn kann. Dieß heißt, man mißt mir zu, was ich, meine Familie, die Ratten und die Korn-Würmer ver— zehren dürfen, und was ich davon den Armen geben, zur Aussaat vorstrecken, oder sonst weg⸗ leihen, zum Bedürfnisse der Familien in meinem Kirchspiel und in meiner Nachbarschaft aufheben darf, welche meistens einen Theil des Jahres über genöthigt sind, ihren Lebens-Unterhalt zu bor⸗ gen; zumal in Wein⸗Ländern, und in solchen Gegenden, wo die Männer nach andern Provin⸗ zen wandern, Arbeit zu suchen, und bis zu ihrer Wiederkunft ihre Weiber und Kinder in der Noth⸗ wendigkeit lassen, Getraide bey den Güther⸗Be⸗ sitzern und Pachtern im Kraise zu erborgen. Da sehet nur, wie barbarisch eure Regulative sind! und saget mir einmal, welches Lebens-Mittel, welches verkäufliche)Gut in der Welt liegt so sehr unter der drückenden Hand des Gesetzes? Maaßt sich die Policey auch nur an, die Kohl⸗Köpfe in meinem Garten zu zählen? Verbietet man mir et⸗ wan darum, weil Getraide das unentbehrlichste Lebens⸗Mittel unter allen ist, etwas davon im Vorrath aufzuheben? Verbietet man darum einem jeden ohne Unterschied, Getraide aufzu⸗ schütten und im Vorrathe zu halten, das heißt, nur von heute für morgen zu kaufen? Und wie d Nein ehrlicher Pachter hat kein Geld, und seine Früchte haben keinen Preis; er ist mir 1,260 Franken Pacht⸗Geld schuldig, und ersucht mich/ 90 französische Malter Weizen zu dem Mittel⸗ Preise von 14 Franken, auf den wir die Berech⸗ nung seiner Cultur-Kosten angesetzt haben, anzu⸗ nehmen. Nehme ich sie an; so muß ich hernach auf der Stelle ein Dritthel, oder wohl gar die Hälfte 0 Hisetoh Hahi Hta stj Wdel Wadung N- Iu scherl unn R Whr Mashi chd gheiche, Uuhahal Rashth WM RWt Redttigte Iaht a Rhuhen soon, Me H/ sahngau UDan R ter GNe M Ryhn un llg l ch n Halag Hld„ ů an 6 Ieg H ulie, W Iram, V mine Wuup len + Mahsch staufhen ahrer ahn It bob. in solche n Proohg⸗ 5 zu hen 1der Noth hther⸗By H9. V Hlihe snd! 6⸗Mitteh gt so scht Maßt Hein nun uir fthehth baboh an dath Ube auf dad hoßl mnet in sin min 100 dsuct ch dem Ml Mdach Haben M ihhen W Histe der Ausgaben zum Handel. 433 Hälfte von meinem Einkommen verliehren, weil ich genöthigt bin, zu einer Zeit zu verkaufen, wo das Getraid auf gar zu niedrigen Preis gefallen ist, indem mir nicht vergönnet wird, zu Ver⸗ meidung dieser Einbuße einen vortheilhaftern Zeit⸗Punct abzuwarten; und das alles ohne Ur— sache: denn kein Mensch verliehrt etwas dabey, wenn ich mein Getraide zu einer Zeit, da es nicht gilt, unverkauft lasse; und so hat auch kein Mensch davon den mindesten Schaden, daß ich es hernach zu einer Zeit verkaufe, wo der Preis gestiegen ist. Vielmehr sieht man im Gegentheile, daß ein solches Verfahren allen und jeden zum Vortheile gereiche, und so gar zu Erhaltung des Lebens— Unterhaltes, und zur Rettung der Einkünfte des Landes nothwendig sey. Doch diese letzt⸗erwähnten Verfügungen wer⸗ den nicht immer nach der Strenge vollzogen; und die Obrigkeiten, denen die Besorgung dieser Ange⸗ legenheit aufgetragen ist, drücken über die Ver— gehungen dawider, so bald es die Umstände er⸗ fodern, ein Auge zu(0, behalten sich aber im⸗ mer vor, nach der Strenge der Gesetze zu ver⸗ fahren, um in Zeiten des Mangels wirkliche oder angebliche (0 Beweis genug, daß erfahrne und natürlich denken⸗ de Unter-⸗Obrigkeiten nicht selten viel weiser sind, als die Staats Regierung, die sich vom Winde der Meynung und des versteckten Privat⸗Interesse bald dahin und bald dorthin drehen läßt Sollte sie nicht billig über jede neue Polieey Verfügung, ehe sie solche träfe, vor allen Dingen die Stimme des Publieums zu hören beflissen seyn? Gar nichts ver— ordnen, ist in neun und neunzig Fällen unter hun⸗ derten besser, als willkührlich auf Gerathewohl regu⸗ liren. u. W. L. P. 2. B. Se 434 Elstes Capitel. Verhältnisse angebliche Mißbräuche zu verhüten.— Hierin⸗ nen ist also alles erschlichen, alles willkührlich: mein Getraide und ich sind unaufhörlich in reatu, und einem obrigkeitlichen Beamten, der nach Belieben die Augen aufthut oder zudrückt, auf Gnade und Ungnade preis gegeben. Gewinne ich ihm nun im Piquet sein Geld ab, oder bespritze ich, durch einen unglücklichen Zufall, die Frau seines Secretärs; so thut er die Augen auf, er⸗ tappt mich auf Unterschleifen, und findet mich des Monopoliums in factis im höchsten Grade schuldig und überwiesen. Unter solchen Be— dingungen kann ich mein Getraide nicht aufheben. Doch er verspricht mir, nicht eher aufwachen zu wollen, als in Zeiten des Mangels.— Die erzwungenen Zeiten des Mangels treten indessen in einem Lande, welches von eurer Policey ver⸗ waltet wird, zum öftern, und aufs wenigste alle vier bis fünf Jahr einmal ein. Also wird man aufs längste alle vier bis fünf Jahr einmal Zeter über meinen Speicher schreyen, ehe und bevor ich die nöthige Zeit gehabt habe, meine Vorräthe allmählich, so wie mir es die Wege und die Ge⸗ schäffte auf meinen Güthern verstatten, auf den Markt zum Verkaufe zu bringen; und ich bleibe der Sanction des Gesetzes immer bloßgestellt, bis mein gänzer Vorrath rein verkaufet ist. Aber zu wessen Bestem will man mich denn nöthigen, mei⸗ nen Getraide-Boden auszuleeren? Wär' es zum Besten der Armen; so darf ich's nicht einmal an⸗ stehn lassen, bis ich dazu gezwungen werde: wenn ich's kann; so ist es ein Werk der nöthigsten Barmherzigkeit, und die Barmherzigkeit legt sich im Einzelnen zu Tage. Hier aber findet sich in der That gerade das Gegentheil: der Arme ist nicht einmal vermögend, den Markt⸗Preis, der beh *V E c 0 Man Ang Mnnn, ded M vuha Ruuche, In Imd Rschn V Prast h E Ius si olct u ststsch. Aachlen Wuham: Ichet hen den, U Nobshe Iaung, hahanhen Io dhje Iysfe, WI- h, E K Harbt unt hinte, H. M hsse! boh Mhh shen, 5 se Hlri Hlihrich Wnten, V Muach Rch,uf Hehlnich obet Hahnt „ de Rtu auf,. findet mich HWen Grad achen d iht aufhehn uftacah .— N ten ish er Hllay 5 vuhfe Mpth h rN i N Nh und N Ieu, ufk V ssch H shesel, 56 F. Wer i mů Wir ed n cht emdle ö wekde⸗ I der mihg 0b 0 fü sh h1 M N + 6 der Ausgaben zum Handel. 435 bey den sonderbaren Anstalten und Bemühungen der Staats-Administration immer für ihn viel zu hoch ist, aufzubringen. Was aber die Zeiten des Mangels aus unfruchtbarer Witterung an⸗ langt, so ist davon, selbst in Absicht auf die Armen, wenig zu befürchten: denn solche Zeiten des Mangels treffen sich höchst selten; und wir würden uns noch viel weniger davor zu fürchten brauchen, wenn eure Policey nicht die Entstehung der Vorräthe hinderte, die uns bey schlechten Aerndten zu Statten kommen, und den Ausfall ersetzen könnten. Die Jahre der Nicht-Geltung oder der Miß⸗ preise bringen den Armen um sein Arbeits-Lohn. Er hat in denselben zwar, bey dem niedrigen Preise seiner geringen Lebens-Mittel, immer schlecht und kümmerlich hingelebt: aber im Vor— schusse steht er doch so weit nicht, daß er Weizen bezahlen könnte; und die Märkte würden also mit behutsamer Klugheit nur zum Besten ausschließ⸗ licher bevollmächtigter Monopolisten besetzet wer⸗ den, welche es unternommen haben, aus der Provinz alle Lebens-Mittel unter dem Vorwande zusammen zu raffen, daß man die Provinz ver⸗ proviantiren wolle. Wären hingegen die Bemit— telten im Besitze der Handels⸗Freyheit; so wür⸗ den diese den Landleuten, bey vortheilhafterm Preise, die Zahlung des Pacht-Geldes und den Wieder-Eingang ihrer Kosten haben liefern kön— nen, die denn wiederum zur Acker-Arbeit ange— wändt werden sollen. Eben dieses gemeine Volk könnte, wenn es fleißiger zur Arbeit ängestellt und besser bezählet würde, immer in einer Art von Wohlhabenheit, wie sie seine Lage erfoderte, leben; so gar der Bauer, der sich in bürftigen Ee 2 Umstän⸗ 436 Elftes Capitel. Verhältnisse 0 ö 166 Umständen befände, würde doch immer aus Mild⸗ 5 thätigkeit, theils mit Geschenken, theils auch mit einem Vorschusse, den er zur Aerndte⸗Zeit wieder⸗ zugeben hätte, unterstutzet werden; und gerade diesen Dienst würden ihm eine Menge von ehr⸗ lichen Arbeitern geleistet haben. Vita rustica maxime disjuncta est cupiditate, et cum offi- cio conjuncta. Allein so bindet ihr ihnen gegen dieses Werk der Bruder-Liebe die Hände: denn ihr wollet bis auf den Scheffel wissen, was auf ihren Getraide⸗Böden liege; und alles, was armen Leuten geliehen worden wäre, würde vor eurem Richterstuhle für gesetzwidriger und betrüg⸗ licher Weise verkauft gelten; ein Bann⸗Fluch uber das heiligste Werk der Menschen- und Bruder⸗ Liebe! Kurz, ihr wollet dieses Lebens⸗Mittel gemein⸗ nützig machen, und gebet die Leute, die durch ihren Einkauf und durch ihr Aufschütten den Ab⸗ gang desselben zu verhüten suchen, dem Haß und der Verfolgung des Publicums preis. Also wollet ihr mit dem Winde des Gesetzes eigentlich nur den Hang zur Rauberey anblasen, und die⸗ sen mit der Unruhe vermischen, welche die natür⸗ liche Gefehrtinn jener Mangel⸗Jahre ist, die so häufg ohne physische Ursachen eintreten. Erschlichene Ein Decisum endlich,(so wird es betitelt,) Verordnung, gom J. 1723 erneuert alle obige Verfügungen, Getraide nir⸗ gend anders, und fügt noch den Befehl bey, alles Getraide, Tartte zu was man verkaufen will, auf den Markt zu brin⸗ verkaufen. gen, nebst einem Verbote bey den härtesten Stra⸗ fen, Getraide auf den Korn-Böden und in den Speichern zu verkaufen. Wäre ein solches Regu⸗ lativ das Werk einer überhingehenden, und von den Umständen in einer Zeit des Mangels er⸗ heischten Hl, anasen 0 vas EI WW sl Bacchn nuhot Ihth n ucR. d Iint di Dartiog, s fll sih WE hun„ ag 0 1 At e Moht uae dn Muf fine N dulch gi! Mish I W Hstt un, I geh Auhlng, sode uub duu ah, z Hfrn, R dalt ingf Hanb uf 2 Hün s Hubh Huhnt UMgche Ne u e V3n nln etcunch. hnen gin ilde: da as 6 ales, Wutde tr und behih Hlac ir 0 Yln ll gahe de dülch 0 Rn Ub⸗ d . M 1 W % 0 d ltle ist, dee ahtteten Heith Rrfügupgez 6 6ll ar l Helnem d de Kthe „ Wte uunth l⸗ shie der Ausgaben zum Handel. 437 heischten Vorsicht, und zwar ohne das Verbot er⸗ gangen, in Speichern oder auf Korn⸗-Böden zu verkaufen,(da immer Verkauf, er geschehe auch, an was für einem Ort er wolle, gerade das ist, was in solchem Fall auf alle Weise befördert wer⸗ den sollte;) so würde man doch dazu noch einen Bewegungs⸗Grund, der sich hören ließe, ver⸗ muthen können. Allein da dieses Regulativ ver— bietet, in Speichern und auf Böden zu verkaufen; da es in einem Jahre gegeben worden, wo der Preis des Getraides nicht höher stand, als in einer der Baarschaft an Geld angemessenen Pro⸗ portion; und da es in Form eines beständigen Gesetzes eingeführt worden ist: so kann man es für nichts beßres halten, als für ein Gesetz, welches durch unrichtige Vorstellungen erschlichen wurde, die keinen andern Zweck haben konnten, als gewisse, schwerlich zu errathende Absichten. In der That wurde man auch gar bald inne, daß die Gestissenheit, mit der man den Leuten zur Pflicht machte, ihr Getraid einzig und allein auf dem Markte zu verkaufen, dem Publicum auf keine Weise zum Nutzen gereichte; auch ist sie durch die Wirkungen, welche sie gethan hat, der Nation höchst nachtheilich geworden. Man zwang also den Landwirth, mit seinen Lebens⸗Mitteln selbst hausiren zu gehn. Dadurch tastete man, erstens, den Handel in der ersten Hand geradezu und mit gewaffneter Hand an. Zweytens, hielt man den Landwirth, sein Ge⸗ sinde und seine Pferde von der Arbeit am Felb⸗ Bau ab, und stürzte ihn dadurch in beträchtliche Kosten, die er das ganze Jahr über zum Trans⸗ porte seiner sämmtlichen Getraide⸗Vorräthe auf⸗ wenden mußte. Drittens, versperrte man ihm alle Wege zum Absatz, und ließ ihm nur den ein⸗ Ce 3 zigen 438 Elsftes Capitel. Verhältnisse zigen übrig, welchen er gerade am wenigsten ge— wählt häben würde, weil es kein andrer war, als derjenige, den die Staats⸗-Administration erwählet hat, ihn zum niedrigsten Preis um sein Getraide zu bringen. Was, viertens, noch viel unmenschlicher ist, vielleicht ohne daß man es weis,(denn man weis bey der Regierung nicht immer, wie groß der Schade sey, den man an⸗ richtet,) so giebt man, wie bereits erinnert wor⸗ den, die armen Familien auf den Dörfern dem Verderben dadurch preis, daß man ihnen die Zu⸗ flucht zu den Speichern und Korn⸗Böden der Edelleute und Pachter in ihren Kirchspielen ab⸗ schneidet, welche ihnen Getraide vorstrecken, da⸗ mit sie so lange zu leben haben, bis die Zeit der Aerndte ihres wenigen Getraides, oder der Lese auf ihren Wein⸗Bergen eintritt, welche sie mit diesem Beystande bauen. Fünftens, verfügte auch die Policey damals, wie bekannt, mit so willkührlicher Gewalt über die Märkte, auf denen das Getraide gekauft und verkaufet werden sollte, daß sie dabey nicht einmal Freyheit der Concur⸗ renz verstattete.— Lasset uns diese Erörterung mit den läppischen Erinnerungen eines Auslän⸗ ders beschließen, die nach aller Wahrscheinlichkeit seinem Vaterlande kein großes Blendwerk machen werden. Auszug aus einem Schreiben an ein Englisches Parliaments⸗Glied, welches auf einige Ab⸗ änderungen in den Gesetzen, den Getraide⸗ Handel betreffend, angetragen hatte(½. „Es ist von je her“, sagt der Verfasser, „wenigstens stillschweigend verboten gewesen, Ge⸗ „traide (0 Geschöpft aus dem Journal économique vom August⸗ Monat 1762. ai 0 1— Haftu. aheht „Ralt: Mahen Er dl vsinft vlh I I A en shlh .l h „Dahl 6„ 00 oE ashbnl phicbuct vlch W va Afldit v9elh Hli⸗ III IIII U Mlche f When vihnst r 0 vHss vott Gtl I Hih vMlhhft oscht, A stn ger e war, sation i sein oh wl II ing nicht ah an ert wot⸗ in dem die Zu⸗ Ren de Nelen ah⸗ icen, do Hat de der Lis sie mit herfügte mit so denen solle, Coheut/ Föͤrttrung Ruslil, lichkel machen Wliche 9e M haide⸗ Dufast weseh, 60 adt + ah der Ausgaben zum Handel. 439 »kraide in den Pacht⸗Häusern, oder sonst irgend⸗ „wo, als auf den öffentlichen MarktPlätzen, zu »kaufen. Die Aufmunterung, welche die Par⸗— „liaments-Acte dem Verkaufe von allerhand Pro⸗ „viant-Arten in festen Plätzen und auf öffent⸗ »lichen Märkten gönnt, beweist es zur Genüge&. Er beruft sich auch„auf die Statuten aus dem „fünften und sechsten Regierungs⸗Jahr Edwards, „welche von den Getraide-Käufern im Großen „handeln, und auf das Statut aus dem fünf⸗— „ten Regierungs⸗Jahre der Königinn Elisabeth, „worinnen die Eigenschaften reguliret und be— »schrieben sind, die jemand besitzen muß, wenn „er ein Recht haben soll, Anspruch auf besondere „Vergünstigungen zu machen. Jedoch“, sagt er,„ist es etwas Leichtes, der Absicht dieser „Statuten auszuweichen, theils wegen der Be⸗ »schwerlichkeiten und des Aufwandes, welche die „Producte in gewissen Fällen verursachen, theils „auch wegen der Geringfügigkeit der Geld⸗Bußen, „welche wider die Uebertreter verordnet sind. Es „findet sich auch noch überdieß eine andre Unge— »legenheit, welche darinnen besteht, doß die „Klein⸗Händler, die Bäcker und die Factoren „(der Kaufleute) gar leicht Erlaubniß⸗Scheine „bekommen, und zu folge derselben bey den Pach⸗ „tern große Quantitäten von Getraid einkaufen, „welche sie so dann aufschütten. Sind ihre »„eignen Vorraths⸗Speicher schon voll; so ver⸗ ystehen sie fich mit dem Pachter, daß er das Ge⸗ „traid aufheben soll, bis sie es bey ihm abholen »„lassen. Daher kömmt denn bey weitem weni⸗ „ger Getraide zu Märkt, und der Preis geht in »die Höhe. Bringen nun andre Pachter und „Landwirthe viel Getraide zu Markt, in der Ab⸗ vsicht, Nutzen von solcher Preis⸗Erhöhung zu Ee 4»ziehen; — 440 Elftes Capitel. Verhältnisse Hziehen; so sind alsdann dergleichen Getrald⸗ „Händler auf der Stelle besorgt, so viel von »ihten Vorräthen zuzuführen, daß der Markt »damit überladen wird. Dadurch fällt denn an »einem solchen Markt⸗Tage der Preis mit ein— vmal wieder um ein Beträchtliches; und dabey »halten sie bestellte geute, die, wenn der Markt »zu Ende gehn will, wenigstens eben so viel „wieder einkaufen, als sie selbst haben verkaufen plassen; welches denn macht, daß sie nichts ein⸗ vbüßen. Alsdann laufen sie von neuem auf den »Dörfern herum, Getraid aufzukaufen; und » die Pachter verlangen auch nichts beßres, als »ihre Vorräthe loszuschlagen, so bald ihnen da⸗ »für ein Preis geboten wird, der nur um ein „Weniges höher geht, als das Getraid am letz⸗ »ten Markt⸗Tage gegolten hat. Da nun also »diese Getraid-Händler durch das Getraide,‚ »welches sie einkaufen, machen, daß es in ge— o„wisser Quantität nicht vu Markte kommen kann; „so sind sie auch im Stande, die Preise zum stei⸗ »gen und fallen zu bringen, nachdem es ihr vInteresse erfodert. Er erinnert ferner,„wenn man zugäbe, daß »die Bäcker ihr Getraide und Mehl im Kleinen »wieder verkaufen dürften; so sey dieses ein »Hoffenbares Vergehen wider die Absicht der Ge— »setze die Brod-Taxe betreffend: denn da die »Obrigkeiten an keine andre Richtschnur gebunden »wären, und keinen andern Wegweiser hätten, »diese Taxe zu machen, als den auf den Märkten „gangbaren Preis des Getraides; so setzten im »Grunde die Bäcker den Preis des Brodes fest, vund dehnten so gar den Gewinn, den sie machen „wollen, selbst nach Belieben aus, so bald sie veinmal aithl ld i Aiten shit UN valt ydel vu 0l IIId l ¹ N et K Iun A. L obsil Mhatt ollaat BDuni WMane sihe DM 0 *H W W ouohsfl M I vibaft ↄhlh„ I V olhez shanhe „at, uhj ftalh⸗ hon hurkt MII hch Mhit 0 bil kaufen ein⸗ If den „ dl un da Im ein mlh⸗ also libe, ge⸗ ann; V ht 5 daß leinen à ein Ge⸗ da di bundin Häte Harten n in 5 fis, mochth 900 s mal der Ausgaben zum Handel. 441 „einmal den Preis des Getraides bestimmen, oder „doch Einfluß auf die Bestimmung desselben haben „könnten.— Die Verbindlichkeit, fährt er fort,„die in England den Käufern von Getraid „und Mehl auferleget ist, beides binnen Monats⸗ „Zeit wieder zu verkaufen, kann nicht Statt sin⸗ „den, so bald man das Getraid eingekauft hat, „Um damit ins Ausland zu gehn: und wenn man „es in der einen Landschaft des Königreichs ein⸗ „kauft, um es zu Wasser in eine andre abgelegne „Gegend zu versenden; so kann es kaum eher, „als nach Ablaufe des Monats, in die Hände „der Käufer gelangen. Wenn die ausgeführte „Quantität nur fünf hundert Scheffel beträgt; »„so muß der Käufer verpflichtet werden, das 5„Getraide einen Monat drauf, nachdem er es »empfangen hat, wieder auf offenem Markte zu „verkaufen. Wenn sie sich aber höher, als fünf »hundert Scheffel, und doch noch unter tausend „beläuft; so können ihm zween, und wenn die „Quantität tausend Scheffel übersteigt, drey „Monate zugestanden werden, sich davon zu ent. »ledigen; jedoch muß er in jedem Monat nicht „weniger als fünf hundert Scheffel verthun. „Der Grund, warum vermöge der ersten „Acte Wilhelms und Mariens das Getraide für pwohlfeil geachtet wurde, wenn das QOuarter »nach Winchester Gemäße nicht 48 Schillinge Hüberstieg, lag“,‚ wie der Verfasser sagt,„darin⸗ 5nen, daß alle Getraid⸗Arten, und besonders »„der Weizen, damals, da diese Acte ergieng, »überaus theuer waren, und mehrere Jahre nach „einander so theuer blieben, daß im Herzogthume »Kent, im J. 1693, die weißen Rüben(oder „Turnipse) einen beträchtlichen Theil von dem Ce 5 Brod 442 Elftes Capitel. Verhältnisse „Brod ausmachten, welches damals gegessen „wurde, da sich hingegen dermalen kein Mensch, „und selbst nicht die Leute, die bey dem Verkaufe „des Brodes intereßiret sind, einfallen lassen, „dasselbe für zu wohlfeil zu halten, wenn der „Scheffel vier bis fünf Schillinge gilt. Folglich »können die Gründe, weßwegen jenes Gesetz die „Ausfuhr des Getraides verstattete, itzt nicht »„mehr gelten. Da nun der Preis des Getraides »in einer Provinz mäßig, und in andern hoch „seyn kann; so thut der Verfasser den Vorschlag, »zu verordnen, daß das Getraide, gemahlen oder „»„Ungemahlen, nicht weiter soll ausgeführt wer— »den dürfen, so bald der Preis des Scheffels in „den vornehmsten Markt-Städten über 5 Schil— »linge steigt: und damit man im Publicum den „Preis des Getraides ohne Mühe wissen könne, »vschlägt er vor, daß bie Mayors oder andre »hauptsächliche Magistrats-Personen gehalten „seyn sollen, alle Monate einmal Certificate dar— »über an die Zoll-Amts-Commissarien einzusen⸗ »„den, welche dann in die Zeitungen eingerückt „werden müßten. Endlich erinnert er auch noch: »obgleich der Güther-Besitzer bey dem über— „mäßigen Preise des Getraides für einmal ein „Mehreres gewönne; so würde doch sein Gewinn „weiter nicht von Dauer seyn, wenn sich ein »solcher Preis in die Länge hielte, weil dann »nach Proportion alle Provisions-Artikel im »„Preise steigen würden. Zugleich würden die „Armen⸗Steuer, und zu folge dessen auch das „Dienst⸗Lohn und der Arbeits-Preis in die Höhe „gehn; welches alles nicht so leicht wieder her⸗ „Unter gehn dürfte, wenn auch gleich das Ge— »traide hernach im Preise wieder fiele“. Antwort. He chel Rmn yn, Wö 0us! H N 961 Iun da D dist IW Ruh 110 f Sft N Wau nds uedi se h llschh, glh itd v El Ilu mitth Huchn fimnt, ennte W inmy Hessn tusch, laufe hser, 0 Nr W isch N nicht lalbes hoch chlag, oder t. Wer⸗/ fils n ben fonne, andte alten dar⸗ hase· hackt hoch: üb. aen winn lil dann In die 9 D06 ehhe hel⸗ H⸗ Halt, e*n 8 der Ausgaben zum Handel. 443 Ant wort. Alle die kleinen Schliche, die hier den Leuten, welche mit Getrald und Mehl handeln, schuld ge⸗ geben werden, können nur höchst selten vorkom⸗ men, werden auch immer bald überhin gehend, und bloß local seyn: und gesetzt, sie wären durch⸗ aus gegründet; so könnten sie doch auf keinen Fall so viel Schaden stiften, wie man sich einbil⸗ det. Es ist dieses gerade ein solcher Fall, in dem das Beste dem Guten feind ist: denn in einem Lande, wo der Getraid-Handel frey ist, ereignen sich sehr wenige und nur unbedeutende Veränderungen im Preise des Getraides. Unter⸗ dessen gehört doch ein wenig Abwechselung in den Preisen dazu, wenn der Handel belebet werden, und die Händler einen Gewinn haben sollen, wo⸗ durch dem Landwirthe der Absatz seiner Producte, und der Nation ihr Einkommen gesichert wird. Eine solche geringe Preis-Veränderung kann bey einer Nation, bey welcher der Handel völlig der Concurrenz der Handels-Leute, sie mögen inn⸗ ländisch oder ausländisch seyn, überlassen ist, weder beträchtlich, noch schädlich werden. Wenn sie ja zuweilen eine unbedeutende und bald über⸗ hin gehende Erhöhung des Brod-Preises ver— ursacht, die durch den freyen Gang des Handels so gleich wieder ins Gleiche gebracht wird; so wird doch die Nation durch den Anwachs und die Erhaltung ihrer Einkünfte, die alljährlich unter alle Menschen-Classen vertheilet werden, mittelst deren ein jeder nicht nur Brod, sondern auch noch außerdem alle übrigen Bedürfnisse be⸗ kömmt, und durch die so gar die Kräfte des Staates verstärket werden, gar sehr entschädiget. Wäre und bliebe der Preis der Lebens-Mittel immer völlig einerley; so würde weiter gar kein ö Handel I ———— 444 Elftes Capitel. Verhältnisse Handel damit Statt finden können, als Verkauf aus der ersten Hand an Ort und Stelle. Es würde keine Kaufleute geben, die zu verschiednen Zeiten und an verschiednen Orten einkauften, um zu andern Zeiten und an andern Orten wieder zu verkaufen. Dieser Handel, durch den der Absatz der Producte der Landwirthe gefördert, und zur gelegensten Zeit für die Zahlungen ihrer Pacht⸗ Gelder und ihrer gehabten Cultur-Kosten gesorgt wird, würde zu nichte werden; er würde auf den Klein⸗Handel mit der käglichen Consumtion der umliegenden Gegend eingeschränkt bleiben; die mehresten Landwirthe würden sich durch ihren Zahlungs⸗Termin gedrungen sehn, in der Ge⸗ schwindigkeit, und noch obendrein zu gleicher Zeit, zu verkaufen, und würden also zu ihrem Scha⸗ den, und zum Nachtheile der Cultur und der Ein⸗ künfte mit ihren Producten die Märkte überladen. Wenn dieß der ganze Nutzen ist, den der Ver⸗ fasser des Schreibens durch den Zwang, das Getraide zu Markte zu bringen, beschaffen will; so erstrecken sich seine Einsichten in das Interesse der Güther⸗Besitzer und in das Gedeihen der Nation nicht weit. Eben dieser vermeyntliche Nutzen hat schon oftmals dienen müssen, ganz andern Absichten der Policey bey den Regulativen, auf die hier an⸗ getragen wird, eine Farbe anzustreichen. Daher gerathen aber auch alle dergleichen täuschende Regulative, so bald das öffentliche Geschrey den versteckten Zweck derselben ans Tages Licht bringt, wieder in Abgang, und verfallen. Soll der Kaufmann einkaufen; so muß er Magazine an⸗ legen, muß Getraide nach allen Gegenden ver⸗ führen, h u Halcher dt ssn. Rt den vudeh ctreh, Moc Wf u WII Hachut V d W Mas⸗ h 0 uc& iy x Uabemon gänsht ungal. HI , vot ult den NMha vaf u bilgit s, Mf! Ualhtat Imue, Mss Hel Donean V Es Inen h n W g Nachh. Hsogt den dee Die Ihrn 66 at, Scha⸗ Ein. ̃ben. Her⸗ das W; Hlese he Hoh ten ah⸗ her de Iugl, det ahe oll⸗ 0 der Ausgaben zum Handel. 445 führen, und sich Profit von seinem Unternehmen versprechen dürfen: denn wäre dieß nicht; so würde er sich mit solchem Handel gar nicht be⸗ sassen. Also müssen ihm alle Gelegenheiten, sich mit dem Landwirthe zu vergleichen, erleichtert werden. Dieses dient zu Beförderung der Con⸗ currenz, welche gewiß besser, als alle Policey⸗ Verordnungen, jedem Mißbrauch abhilft; und nur auf diese Weise läßt sich der landwirthschaft⸗ liche Handel, durch den der Ackerbau gedeiht, und der so wohl Agricultur-als Handels⸗Völker bereichert, in Aufnahme bringen. Lasset uns, denn es ist Zeit, von diesen Un⸗ ordnungen, die mit der Regulir-Sucht immer unzertrennlich verbunden sind, abbrechen. Die Regulir⸗Sucht drängt sich immer zu, Eingriffe in das Gebiete der natürlichen Ordnung zu thun, und den Gang derselben umzukehren. Vielleicht ist auch eine solche Umständlichkeit so gar über⸗ flüßig zu einer Zeit, wo die Evidenz und das Uebermaaß der Mißbräuche, und besonders die gänzliche Zerrüttung den Regierungen die Augen dergestalt aufgethan haben, daß sie sich endlich vor den künstlichen Machinationen zu hüten an⸗ fangen, womit die Habsucht bisher alle Producte unter dem scheinbaren Vorwande des gemeinen Besten verstricket hat. Ist dieß wirklich der Fall; so wird man sich alsdann wundern, daß ich so viel Zeit und Müh angewandt habe, zu bewei⸗ sen, daß der helle Tag nicht finstre Nacht sey. Wenigstens werden doch andre, die nach uns kommen, in dieser Arbeit die Quellen und Folgen unsers bisherigen Elendes, die Epoche unsers Wieder⸗aufkommens, und die Salvegarde wider die 446 Elftes Capitel. Verhältnisse die Unternehmungen einer neuen Corrosion ent⸗ wickelt finden(D. Der land⸗ Lasset uns wieder zu unsern Grundsätzen kom⸗ uchv Heu Imen.— Es giebt keinen Handel, welcher der beugt so wohl Landwirthschaft, und folglich der Nation vor— 41e Ldemnn theilhafter wäre, als der Handel mit Producten gen vor, und von eignem Zuwachse. Je mehr sich Käufer fin⸗ dem Acrerban den, die in Zeiten des Ueberflusses und niedriger und den Ein⸗ Preise dergleichen Producte aufkaufen und auf—⸗ Saner. zur schütten, je besser in Zeiten des Ueberflusses der Absatz durch die Concurrenz solcher Aufkäufer ge— sichert wird, desto mehr wird es hernach Maga— zine und Verkäufer in unfruchtbaren Jahren geben; und je mehr Magazine und Verkäufer alsdann vorhanden sind, desto weniger Theurung wird Statt finden. Dieser Han⸗ Dieser Handel erfodert aber starke Capitalien, deß nmen weil man dabey die Vorschüsse zum Einkaufe thun Geld Aus⸗ muß, und sich nach keinem gangbaren Preise Ien u iden. richten kann. Deßwegen ist ungemein viel daran gelegen, daß sich ein jeder, der müßiges Geld liegen hat, sey er übrigens, wer er wolle, auf diesen Handel lege. Auch ist es eben so billig, als nöthig, daß ein jeder, der es thut, Theil an ( Der schreckliche Ruin der Landwirthschaft in Frank⸗ reich vor der Revolution, und die Verzweislung der Landleute über ihr Schicksal dabey trug offenbar das meiste dazu bey, daß alle Bauern auf der Stelle dem Ausbruche dieser Revolution beytraten; und das Andenken an das Elend der Dörfer und ihrer Bewohner vor diesem unumgänglich nöthig gewor—⸗ denen Umsturze der alten Verfassung wird es aller Wahrscheinlichkeit nach, binnen einem halben Jahr⸗ hunderte wenigstens, nicht dahin kommen lassen, daß der Gedanke an die französische Königs⸗Würde den Landleuten nur wjeder erträßlich wůrde. U. 0 R Hahnu u Wh w Schehhi ei ieKdig hu z susoft Heuhi⸗ auh M gachiht seen z hiadbch, H UUUU H luh std! sul Aunet Waure Haufenden Uhtt. E atebg hyrgane IVurg t hirdn ssh W Ruceu, rͤdt. Hrade de Hlhin, th su, eihn E Rurn seih 4 U der Ausgaben zum Handel. 447 in an den Vortheilen habe, die dieser Handel dem Ackerbau und der Nation verschaffen hilft. Deß⸗ Ihn, wegen muß derselbe auch mit völliger Freyheit und u he Sicherheit getrieben werden können. un vy ö ii Keine von allen den andern Handels⸗Arten, Rinmn bey Lafrff die lediglich auf gangbaren Absatz gegründet sind, sas erfodert nargn hat zu den Auslagen ihres Einkaufes einen so wenig Aus⸗ a starken Fonds von Schätzen vonnöthen, wie der Gelden ists de Getraide⸗Handel. Der Grund hiervon ist, weil ufe g diese Auslagen häufig wieder einkommen, so wie HWMoz auch der Einkauf dabey fast gänzlich auf Credit geschieht. Denn der Handelsmann macht sich zu 00 seinen Zahlungen nur zu solchen Terminen ver⸗ 0 bindlich, von denen er vorher weis, daß zu den⸗ selben durch den Verkauf eines Theils der Waaren, die er vertreibt, seine Fonds wieder eingegangen Hale seyn werden; und bey einer so bequemen Einrich⸗ thun tung sind dergleichen Kaufleute, so zu sagen, Mas nur immer einer der Commißionnär des andern: Hun die Waare selbst ist der Fonds, der sich nach dem 1 000 laufenden Credit und nach den Verfalls⸗Terminen I, af richtet. Eben deßwegen sind auch auf der Tabelle blh keinesweges Auslagen angesetzt worden, welche „ D den Fonds der Waaren angemessen wären, indem 900 die Waaren immer durch Wechsel⸗Briefe verhan⸗ delt werden, welche eigentlich Credits-Urkunden ugunl⸗ sind, und gleichsam die Handels-Münze aus⸗ um d machen, die sich auf den Gang des Absatzes ahnn gründet. Auch sehen wir in der That, daß sich 5 n gerade die Völker, die diesen Handel am stärksten 900 treiben, eben nicht übermäßig angelegen seyn las⸗ sen, erworbene Gelder zusammen zu scharren; Wle denn mittelst der Handels⸗Correspondenzen dispo⸗ n 0 niren sie über die Baarschaften aller andern Völ⸗ ker: und da ihr Handel gegenseitig ist; so wird 005 dabey —*—— P PI III—. — — Handel mit eigenthüm⸗ lichen, selbst gezogenen Producten ist vom kaufmän⸗ nischen Hau⸗ del, der ums Lohn dient, zu Unterscheiden. 448 Elftes Capitel. Verhältnisse dabey gleichsam die eine Waare mit der andern bezahlet. Mithin ist das Geld keinesweges, wie der große Haufe glaubt, der Abgott solcher han— delnden Völker, selbst derer nicht, die am meisten bemittelt sind. Es ist also ungemein viel daran gelegen, daß jeder Staats⸗Mann, und jede aufgeklärte, folg— lich auch dem Händel und den Vortheilen desselben ergebene Nation vor allen Dingen zweyerley Arten von Handel unterscheide, die so wohl dem Fond, als dem Vortheil oder Ertrage nach sehr verschieden sind; ich meyne den Handel mit Pro⸗ ducten von eignem Zuwachs, und den Handel mit Waaren der Hand⸗-Arbeit. Jenes ist ein Händel mit Natur-Erzeugnissen, und dieses ein Handel mit Dienst⸗Lohne von Arbeits⸗ und Handels⸗Leuten. Jener verkauft Schätze, die er von der Natur geschenkt bekommen hat; dieser verkauft bloß Kosten von Arbeits-Lohn, und ist nur Wieder⸗Verkäufer der rohen Materialien zu den Waaren der Hand-Arbeit, von denen so wohl die Fonds, als die dazu angewandten Spesen von den kaufenden Consumirern vergütet werden. Zithin beläuft sich dergleichen Verkauf im Grunde bloß auf Spesen von Seiten des käufenden Con— sumirers, und auf Ersetzung des gemachten Auf— wandes von Seiten des wieder verkaufenden Händlers. Soll demnach letzt⸗ gedachter Händel seinen Fortgang haben; so müssen dem Kaufman⸗ ne die Schätze, die er ursprünglich aufgewandt hat, mit neuen Schätzen, welche aus einer andern Quelle zu schöpfen sind, vergütet, und es muß ihm zugleich sein Dienst Lohn, sammt dem Arbeits⸗ Lohne der Handwerker, welche die Waaren fabri⸗ ciret haben, bezahlet werden. Hieraus ist leicht einzu⸗ 0 a, an che Maldte Hascht Im at chn deingen! von M Rust s Met e an ihn dinen se W U v00 Aln If N . Mffn Hudln ludsyr! Hahtse Nnpe d Ichty un bihun, R dia in Kan,N vuh H WWä an f ne sh sistr anh D2 hund rihe shogfnn Hy r andem Reges, bie schen han⸗ in muisteg llgez a lte fehh M desselben weherley wohl dem nach seht Unit hio, n Hundel ist ei ieses en Its⸗ unh Ihe, die j dieser und ist Ralien zu hl Chisen t werden. NGrunde den Con⸗ ten Auf⸗ aufenden handel Kaufwan⸗ Igeranbt Iet andern mußihm Wbits⸗ rin fabtz istligt schh⸗ der Ausgaben zum Handel. 449 einzusehn, daß dieser Handel keinesweges durch seinen eignen Fonds, durch seine eigne Waare, ohne andre Schätze, womit ihm seine Kosten völ⸗ lig ersetzet werden, bestehn könne. Daher kömmt denn auch, daß diese andre Handels-Art nicht eher zu Völkern, die in Wüsten wohnen, hindurch dringen kann, als bis in denselben die Ländereyen von diesen Volkern beurbaret und tragbar ge⸗ macht sind. Also ist der Handel mit Waaren der Hand— Arbeit bloß eine Schmarotzer⸗Pflanze, die sich an einen Baum hängt, welcher die Säfte, von denen sie sich nährt, aus der Erde zieht. Wäre die Rede hier bloß vom innländischen Handel mit Waaren der Hand⸗Arbeit; so ließe sich noch überdieß erinnern, daß diese Schmarotzer⸗ Pflanze den Baum, so bald er damit überladen ist, aussauge, wo fern sie ihn nicht, durch den Handel ins Ausland, auf Unkosten andrer aus— ländischer Bäume entschädigt. Indessen ist und bleibt sie doch dessen ungeachtet eine Schmarotzer— Pflanze, die ihren Saft aus verschiednen Bäumen zieht; und hierbey könnte die Vergleichung stehn bleiben. Herrscht aber dieser Händel in einem Lande auf Unkosten der Schätze der Nation selbst; wird er zum Nachtheile des Handels mit den Lebens⸗Mitteln und Producten von eignem Zu⸗ wachse begünstiget; werden ihm, mittelst dieser widernatürlichen Einrichtung, die Einkünfte des Landes aufgeopfert: so findet in einem solchen Lande selbst das Gleichniß seine Anwendung in seiner ganzen Ausdehnung; denn alsdann könnte der Handel mit Waaren der Hand Arbeit für nichts beßres erkannt werden, als für einen ause schweifenden und ruinösen Handel. m. A. p. 2. B. öf Wir nach Maaßgabe ——.— 7—.— — —— — ——— —— 450 Elftes Capitel. Verhältnisse Wir haben aus den oben beygebrachten Bes rechnungen gesehen, daß das französische Malter Weizen den Landwirth in dem Falle, da indirecte Steuern eingeführt sind, an die 11 bis 14 Fran⸗ ken zu erbauen koste— und zwar nach folgen⸗ dem Ansatze der Preise des Weizens, durch welche die Cultur⸗Kosten mittelst der Erhöhung oder Verringerung des Arbeits-Lohnes, welches nach Maaßgabe des Getraide⸗Preises bezahlet werden muß, gemehrt oder gemindert werden. Allein der Weizen und andre Getraid⸗-Arten machen nicht leicht mehr als den dritten Theil vom Auf⸗ wand einer Nation aus: und je reichlicher bey derselben das Land gebaut wird, desto weniger stellt sie nach Proportion Menschen dazu an, und desto mehr erspart sie in dieser Hinsicht am Dienst⸗ und Arbeits⸗Lohne der Menschen. Wenn das Malter Weizen mit 30 Franken bezahlet werden müßte; so würde es 14 Franken zu erbauen kosten: alsdann würden 16 Franken reiner Ertrag zum Pacht-Gelde für das Grund— stück, zur Grund⸗Steuer und zum Zehndten übrig bleiben. Die Rede ist hier nicht von einem zufälligen, bald überhin gehenden, sondern von einem stän⸗ digen Preise. ö Wenn das Malter Weizen mit 27 Franken bezahlet werden müßte; so würde es 13 Franken und 10 Sols zu erbauen kosten; oder, welches auf eben das hinaus liefe, der Landwirth würde 13 Franken und 10 Sols als Vergütung seiner Cultur-Auslagen wieder einziehen: und dann würden 13 Franken und 10 Sols reiner Ertrag übrig bleiben. Würde das Malter Weizen mit 24 Franken bezahlet; so hätte der Landwirth für seine ge⸗ machten Wn Hu sht nll W istt dal Ent hhn suft Rult ů Hleh; lust 10 Ell WSIl HW Mschtel Duhschtt I vin YN e Erragte M Raluft HMeath I0eth H ucn N U ö 00 I N andoh, Hhlch uißen! duc m ss chlen Ba VMalter uoditkcte Ahunn⸗ 0 urch puch umg ehe cts nat berben Alein Machen vom Juf⸗ licher hey o wefge ah, und i Dinst⸗ Franken Franfen Franken Gund⸗ n ibt zufalge, inem fii anlt 3 Fanlen „ Wlches ih withe unh sllr und Rann Ettag ö ranfo se gi⸗ Hch en der Ausgaben zuvm Handel. 45 machten Auslagen eine Wieder⸗Einnahme von 13 Franken: an reinem Ertrage würden dann nicht mehr, als 11 Franken, übrig seyn. Wenn das Malter Weizen 21 Franken gilt; so kostet es zu erbauen 12 Franken und 10 Sols: und dann bleiben 8 Franken und 10 Sols reiner Ertrag zum Pacht-Gelde, zur Steuer und zum Zehndten. Wenn das Malter für 18 Franken ver⸗— kaufet wird; so muß der Landwirth 12 Fran⸗ ken für seine Cultur⸗Auslagen wieder einziehen, und es bleiben nur 6 Franken reiner Ertrag Wird das Malter für 15 Franken ver⸗ kaufet; so muß der Landwirth 11 Franken und 10 Sols für seine Cultur-Auslagen beziehen, und es bleiben nur 3 Franken und 10 Sols rei⸗ ner Ertrag übrig. Der Zehndte, welcher den dreyzehnten Theil von 15 Fränken, und den Dreyzehnten von dem Strohe des Malters Wei⸗ zen wegnimmt, beträgt ungefähr den dritten Theil von den 3 Franken und 10 Sols reinen Ertrages. Wenn das Malter Weizen für 12 Franken verkaufet wird; so betragen die wieder eingehen. den Cultur⸗Kosten beym Landwirth 11 Franken, und es bleibt nur 1 Franke zum reinen Ertrage, welchen der Zehndte völlig wegnimmt, so daß weder zur Pacht⸗Zinse, noch zur Grund⸗Steuer das mindeste übrig bleiöt. Alsdann arbeitet der Landwirth, nach Abzuge der indirecten Steuer, lediglich für sich und den Zehndt⸗ Herrn; sonst müßte er die Cultur gar aufgeben. Ist er nun durch einen Pacht⸗-Contract verpflichtet, Pacht⸗ Geld und Grund⸗Steuer zu entrichten; so kann er dieser Verbindlichkeit nicht anders, als auf Ff2 Kosten Was für Ver⸗ derben durch niedrigen Ge⸗ traide⸗-Preis angerichtet werde. 45½2 Elftes Capitel. Verhältnisse Kosten seiner Benutzungs⸗Schätze, und zu seinem Verderben, nachkommen: dann geht aber auch die Cultur der Ländereyen durchaus und un⸗ wiederbringlich verlohren. Sollte der Weizen von der Regierung auf diesen letzt⸗genannten Preis heruntergesetzt wer— den, um die Schrecknisse der Policey wegen der Zuverläßigkeit der Verproviantirung von Paris zu heben, welche allem Ansehen nach schwieriger und mühsamer zu heben seyn dürften, als die Schrecknisse ganzer Armeen, die zwar eben so zahlreich seyn könuten, als das pariser Volk, die aber doch immer unstät sind; so würde man ein gar zu großes Mißtrauen in die Einsicht der Obrigkeiten setzen, denen die Besorgung dieser Sache anvertrauet ist: deßwegen wollen wir auch hier im Ernste nichts davon erwähnen. Geschähe es zum Besten der Manufactur-Arbeiter, daß man das Getraid in so niedrigem Preis hielte; so würden diese Manufacturen das gesammte Ein⸗ kommen des Territoriums zu Wasser machen, den Staat zu Grunde richten, und sich selbst zerstöhren. Geschähe es hingegen zum Vortheile des gemeinen Volkes; so würde diesem Volke nur Anlaß ge— geben, davon zu laufen: denn wo es in einem Lande keine Einkünfte giebt, da giebt es auch kein Dienst⸗und ArbeitsLohn zu verdienen; und wo es weder Einkünfte, noch Dienst⸗ und Arbeits⸗ Lohn giebt, da giebt es auch kein Brod für das gemeine Volk. Bekannter Maaßen bekömmt der Hand⸗Arbeiter sein Tage⸗Lohn nach Maaßgabe des gewöhnlichen Preises vom Getraide; und nach Maäßgabe des Einkommens, welches man aus dem Grund und Boden zieht, giebt man auch mehr oder weniger Hand⸗-Arbeitern zu thun. Also RWile sh, Rasch suleae Pooin Hf 0fich dithtl! Hl Chsah Nuumn it Eu nahrn sench Rt W n Hi Ir Hnd WI Dolile III D bn ff Iu Ha alung Wtt RE Hubchin 0ud u den f her U huun U son K MWfnnp K⸗bah — stiem ber duch Iud un⸗ m a sscht rir. hegen dir Mans wltriger als die cen s Vll. de ah en Hscht e odlste hir auch jschahe bab hilleʒ Eh hen, den ssöten. Feinen laß ge esnem uch kein uud woo Nbůͤt · fit 18 mnt ke Nunshabe ½ 0 chth al Hah 10 l. E —' ̃'————————— —2———— der Ausgaben zum Handel. 453 Also haben die Hand-Arbeiter im höchsten Grad Ursache, vor dem niedrigen Preise des Getraides zu erschrecken. Und zu welch einer Dürftigkeit sinken nicht wirklich die Hand-Arbeiter in den Provinzen herunter, die von Paris weit abge⸗ legen sind, und in denen der Preis des Getraides so niedrig steht, daß sie kein Tage-Lohn zu ver⸗ dienen haben, wovon sie sich Getraide kaufen könnten! Denn es müssen da noch überdieß die Spesen davon bezahlet werden. Also sind sie ge⸗ zwungen, sich mit Buchweizen, mit Castanien, mit Cartoffeln und andern geringen Speisen zu nähren, welche sie sich mittelst einer Arbeit, die sie nicht gelernt haben, und mit der sie auch kein Lohn verdienen können, zu verschaffen suchen.— Aber, wird man sagen, warum erhaut sich denn der Hand-Arbeiter nicht seinen Weizen mit eignen Händen?— Darum, weil bloße Arbeit der Hände zum Weizen-Bau nicht hinreicht. Hätte man zu diesem Frucht-Bau nicht andre Beyhülfe mehr; so würden die Bauern nicht ein⸗ mal Weizen genug erbauen, daß sie selbst davon leben könnten. Die andern Menschen⸗Classen, und darunter selbst diejenigen, die solche Ver⸗ ordnungen wider die Freyheit des Getraid— Handels erdenken, würden nichts zu leben haben. Die Güther⸗Besitzer würden weder Einkommen aus ihren Grundstücken ziehen, noch ein Capital aus dem Verkauf ihrer Güther lösen: aber diese Herren sterben, ohne es selbst inne zu werden, an einer ehronischen Krankheit, indem sie ihr Ver— trauen steif und fest auf empirische Heil-Mittel setzen. Endlich aber entzieht ihnen die Diät die Nahrungs-Mittel, und mergelt sie aus; ihr Erb⸗Guth verfällt in Unwerth; und ihre letzte Ff 3 und gemacht! und wie ist es gekommen, daß derselbe Irrige Vor⸗ stellungen von den Nutzungen des Handels 454 Elftes Capitel. Verhältnisse und äußerste Hülfe ist, daß sie das Mobiliar⸗ Vermögen ihrer Pachter, welche durch die Miß⸗ griffe der Policey und durch fehlerhafte Steuer— Anlagen zu Grunde gerichtet sind, in Beschlag nehmen, und dadurch den Ackerbau vollends ganz zu nichte machen. Wie viele verderbliche Pro. gressen hat nicht dieser Gang der Dinge bereits der Kenntniß des Staats-Ministeriums so lange hat entgehn können, da wir doch in eben derselben Zeit durch das Verfahren unsrer Nachbaren so gut unterrichtet wurden?— Ey! der Grund hier⸗ von war bloß, daß wir dem Gelde nachliefen, und die Valuta eines Laubthalers besser kannten, als den Werth eines Schaafes: aber der Laub— thaler erzeugt im ganzen Jahre nichts; da hin⸗ gegen das Schaaf im Preise steigt, noch dazu jährlich seine Wolle hergiebt, den Boden befruch⸗ tet, u. s. f. Nunmehr, dem Himmel sey Dank! ist die Regierung aufgeklärter, und läßt sich auf die erhabenste Art angelegen seyn, die Ordnung wiederherzustellen, und der in Verfall gerathenen Landwirthschaft wieder aufzuhelfen, weil sie die⸗ selbe für die wahre und einzige Quelle unsrer Schätze erkennt(D. Manufacturen und Handel sind in den Augen mancher Leute ebenfalls eine Quelle von Schätzen; aber ste existiren bloß mittelst der Ausgaben oder and der Manu⸗Kosten, welche die Völker, die mit einander han⸗ facturen. deln, wechselsweis und in gleichem Grade bezah⸗ len und gewinnen, wobey denn die Manufactur⸗ Arbeiter ( Daß die damalige Hoffnung des Verfassers irrig war, hat der Erfolg bewiesen. Die Regierung war und blieb unaufgeklärt, und siel endlich ganz ins Verderben. U. M Wdi n st Hunduct vd. diset E vom gl Ochulh I N Hl e Ha llag, dbcf den a Grulbe W aHHHHN l M K Isad N aamdn glich, H1² Rr gr REt Iauckeh U lat, x b gog IN Hum Nauhe,G Hulfg an shr Eh obilias die Piß⸗ Steuer⸗ chg ladt u lhe do He bingtz f derschz longe erselben so gut Und hier⸗ Huchiiefez, lannten, der kaub⸗ ds hiln och dalh beftuch⸗ Dank! sih auf Odnung erathenen Hlsie de⸗ e unster Mugen Haten; hen odet det han⸗ de bgah⸗ sufaall⸗ AMbeiter sserd iu ung 9fl —..“.———•*————— der Ausgaben zum Handel. 455 Arbeiter und die Handels⸗Leute immer ihr Dienst— und Arbeits⸗Lohn um so gewisser verdienen, da ihnen solches von den Völkern selbst, die ihre Producte gegen einander verhandeln, bezahlet wird. Dieses Dienst- oder Arbeits-Lohn, oder dieser Gewinn, der immer nur Aufwand ist, wird vom großen Haufen für eine Reichthums-Quelle gehalten. Für Manufactur-Arbeiter und Kauf⸗ leute, die dabey profitiren, kann es dafür gelten; nicht aber für die Völker, die wechselsweise die Kosten davon mit einer solchen Compensation tragen, daß ein jedes wiederum seine Rechnung dabey findet: denn kein Volk handelt, einen oder den andern Mißgriff abgerechnet, um sich zu Grunde zu richten. Also hat der Handel bey dem Absatze, den er macht, keinen andern Zweck, als den Völkern zu dem sichern Verkaufs-Werth ihrer Producte zu verhelfen; einem Verkaufs— Werthe, der immer auf beiden Seiten ein Com⸗ pensations-Werth zwischen Producten und Waa— ren der Hand-Arbeit ist, welche die Völker an einander verkaufen: und den Völkern selbst gilt es gleich, wer die Manufactur-Arbeiter, und die Kauf⸗oder Fuhr⸗Leute seyen, so fern nur der Handel gleichmäßig den handelnden Völkern zum Nutzen gereicht. Die Natur-Producte machen also die Schätze der Völker aus, indem eben diese Producte die Einkünfte, das Dienst⸗ und Arbeits⸗ Lohn, und die Kosten der Landwirthe, der Kauf⸗ leute, der Fabricanten, der Handwerks⸗Leute, der gedungenen Lohn⸗Diener, u. f. w. hergeben. Die Patrone der Manufacturen und des Kauf⸗ manns⸗Gewerbes mögen sich den Kopf zerbrechen, so viel sie wollen, um darinnen eine Reichthums⸗ Quelle ausfindig zu machen; ste werden da nie andre Schätze finden, als Schätze des Grundes Ff4 und 45⁶ Elftes Capitel. Verhältnisse und Bodens. Sie werden vielleicht sagen, die gescheutesten Völker können bey ihrem Handel, zum Nachtheile der andern, gewinnen. Das kann sich auch wohl eine Weile treffen; und in der That schmeicheln wir Franzosen uns, bey dem kleinen Handel mit unsern Moden profitiret zu haben: aber man muß auch gestehn, daß wir bey dem Handel mit unsern Producten desto mehr zu kurz gekommen sind. Die Vortheile des wechselseitigen Handels zwischen den Völkern, welche sammt und sonders, eines wie das andre, für ihr Interesse sorgen, beruhen keinesweges auf einem Hazard⸗Spiele. Nur aber müssen wir nie vergessen, einen Unterschied zwischen dem Handel der Volker und dem Gewerbe des Kaufmannes zu machen: denn nur durch diese Distinction können wir die unrichtigen Begriffe und Vorstellungen, welche uns die Kauf— leute zum Besten ihres Gewerbes beygebracht haben, zu nichte machen. Ich erinnere mich, in der Vorrede zu Savary's Handels⸗Wörter⸗ buch( eine Untersuchung des Lyoner Manu— facturen-Handels gelesen zu haben, worinnen erwiesen ist, daß nach Abzuge des Einkaufes der rohen Materialien, der Fabrications-Kosten, der Zinsen und des Gewinnes der Manufactur-Unter— nehmer, und der Kosten und Profite der Handels⸗ Leute, welche die fabricirten Waaren transpor⸗— tiren und vertreiben,(ohne noch auf die Zoll— Steuern zu sehn, die auf die Käufer, besonders auf (0 Dictionnaire universel du Commerce des quatre parties du Monde, d'Histoire naturetile et des Arts et Métiers, par Jean Savary, avec des Supplé- mens de Jacques et Philemon Louis Sava- ry, wovon es vielerley Ausgaben in Fol. und in 4to giebt. u. HH Imuste Iusfetd Dr. fl hale; sir x N 0 UNU n Ihnd sch N Vnh i Oansil ch 0 Imich Ful Wavv Iun di oltz sch f UW Ihnd Wm afM l bem N virigg nhset lsbe lt Homp sh ——— der Ausgaben zum Handel. 457 R auf die einheimischen Käufer fallen.) die Lyoner Hundeh Manufacturen und deren Handel nichts über die D Ausförderungs⸗ und Arbeits⸗Kosten einbringen. u in Das fällt auch offenbar in die Augen; denn die 5. ·N Leute, die damit beschäfftiget sind, sorgen bloß nst für die Consumtion, und arbeiten auf keine Weise aben an der Reproduction. V le ü Jedoch läßt sich der Handel, wenn man ihn Nalen, an und für sich betrachtet und von den Spesen daß andtt des kaufmännischen Gewerbes unterscheidet, aus af einem doppelten Gesichts⸗-Punct ansehn, wovon sannt sich der eine auf das Produet, welchem er den ünen Verkaufs⸗Werth verschafft, und der andre auf Gewetbe die Consumtion bezieht, zu deren Genuß er den Consumirern verhilft. Die erste Wirkung darf sini nicht von der Landwirthschaft getrennt werden, WK weil sie bey den Berechnungen der Producte der Wbuct Landwirthschaft selbst in Rechnung kömmt, und ů sie also zwey mal in Rechnung gebracht werden 20 1 würde, wenn man sie auch noch in den Rechnun⸗ Dite gen der Früchte des Handels wieder aufführen l Maul wollte. Was die andre Wirkung anlangt, die wonun sich auf die Consumtion bezieht; so findet sich an hauses de dem Handel so wenig, wie an den Manufactu⸗ ofen, da ren, weiter ein Vortheil, als der Dienst, der lr.untt von den Consumirern bezahlet wird, und der aus Hndel diesem Gesichts⸗Puncte gänzlich und lediglich 1080 auf die sterile Classe beschränkt bleibt. fdie Zolle n Betrachtet man bloß den Ausfuhr Handel in Bey dem einem Agricultur⸗Staate, der einen starken aus HandMü wärtigen Handel mit Producten von eignem Zu dem Auslande Ruule wachse treiben kann, welcher doch gewiß mehr, Samtt epes s s als jeder andre Handel, befördert zu werden ver Landes durch 0 155 dient; so wird man nothwendig zugeben müssen. Tm an⸗ 18 6 wenn sich ein solches Agrieultur-Volk alsdann dern Lande. Ff5 noch 475 Elftes Capitel. Verhältnisse noch angelegen seyn läßt, selbst einen starken aus— wärtigen Handel mit Waaren der Hand⸗Arbeit zu treiben, daß dieser Handel unfehlbar seinen Handel mit eigenthümlichem Zuwachse, der die Einkünfte aus seinem Territorium sicher stellen soll, und der durch wechselseitiges und reichliches Verkehr mit dem Auslande befördert werden muß, nicht anders als zu großem Nachtheile gereichen könne. Denn ein Volk, welches alle Arten von Handel und Verkehr an sich risse, wür⸗ de mit seinen Nachbaren nur einen sehr enge be— schränkten Handel treiben können. Alle Völker haben es nöthig, zu verkaufen, damit sie auch kaufen können; mithin kann ihr Handel nicht an— ders bestehn, als durch wechselseitigen Kauf und Verkauf. Jedes andre Handels⸗System ist chimärisch. Also muß ein Volk den Handel, der ihm selbst am vortheilhaftesten ist, dadurch in seinen Einkauf rbey andern Völkern den Handel dieser andern befördert. Es darf sich eben so wenig gelüsten lassen, sie um ihren Handel brin— gen zu wollen, als es sich von der völligen Aus⸗ übung seines eignen Handels und von den Vor— theilen desselben,(eines Handels, der ihm seine Einkünfte und das Lohn der Arbeits-Leute, welche der Frucht-Bau erfodert, gewiß macht,) abwendig machen lassen muß, um sich auf andre Handels⸗Zweige zu legen, die weiter nichts ab— werfen, als das Dienst⸗ und Arbeits⸗Lohn. Es darf den letztern, sage ich, nicht unter dem Vor⸗ wande nachhängen, daß durch dieses Dlenst⸗ und Arbeits-Lohn, welches die Ausländer bezählen, bey ihm die Consumirer und die Volks⸗Menge vermehret werden. In der That werden durch die Landes Cultur und den Producten⸗ 2* ie Aufnahme zu bringen bedacht seyn, daß es durch x R Dos U E andab⸗ chnr W Werdeh, in uhl humft Rhe Hachen vohuen Ichwen Rise K Wah V Rföhg Kchs den I W W fust⸗ H p H stshen Warn! iuth sc shy in Gung Ei S anhye EV Rashnt der Ausgaben zum Handel. 459 n auß, die in einem großen Staate bey weitem mehr cbet Dienst⸗ und Arbeits⸗Lohn, und bey weitem mahr sinen starke Einkünfte gewiß machen, als alle andern di Handels-Zweige, Consumtion und Bevölkerung 0 scln ohne allen Vergleich mehr vergrößert. Die bacht Handwerks-Leute, die in einem Lande gebrauchet t vedn werden, für das Ausland zu fabriciren, verthun uchthel in eben diesem Lande das Arbeits⸗Lohn, welches 6e all sie von den Ausländern bekommen. In so fern se wlt können sie bloß als Kostgänger betrachtet werden, uuge bee die bey Fremden wohnen, wo sie ihren Aufwand Valke bezahlen, ohne daß man in dem Hause, wo sie auch wohnen, darnach fragt, woher sie das Geld nicht n nehmen, mit dem sie ihre Kost bezahlen, oder ob Kauf und diese Kostgänger überhaupt arbeiten, um ihren ffem i Aufwand zu bezahlen. Idel, der ö Urch in Was für sonderbare Absichten könnte also ein burch großes Agricultur-Volk dabey haben, daß es sich Handel selbst den Ausfuhr⸗Händel mit den Lebens-Mit⸗— ben so teln und Producten von einheimischem Zuwachs dtl bin⸗ untersagte, und durch Heruntersetzung des Ver— n Mus⸗ kaufs⸗Werthes seiner Producte seine eignen Ein⸗ den Mr- künfte vernichtete, um nur Handwerks-Leuten m seine und Manufactur⸗Arbeitern ihren Lebens-Unter⸗ Hulte, halt zu niedrigem Preise geben zu können, damit naght sie sich eines herrschenden Ausfuhr-Handels mit Ifandte Waaren der Hand ⸗Arbeit bemeistern? Sollte Hts db. eine solche Nation nicht einsehn können, daß sie 65 sich selbst zu Grunde richte? sollte sie nicht ein⸗ Vor⸗ sehn können, daß sie durch Mißpreis und Nicht⸗ mũ Geltung ihrer Producte, durch Verkümmerung Hohez ihrer Einkünfte, selbst das Arbeits⸗Lohn ihrer Handwerks Leute, Manufactur-Arbeiter und 10 du andrer mit diesem Gewerbe zusammenhängenden Menschen bezahle— mit einem Gewerbe, welches nichts 460 Elstes Capitel. Verhältnisse nichts weiter zum Zweck haben kann, als den hhl, Aufwand des Arbeits-Lohnes dieser Arbeits⸗ und n Gewerbs-Leute selbst? Sollte sie sich von dem ini Beyspiele des schimmernden Handels-Glücks irni kleinen See⸗Staaten blenden lassen, die ii 30 Dadien und mithin weiter keine Mittel. aullde uz haben, als die Gewinne, die lunpfe! ihnen das Aufkäufer-Gewerbe und das Verkehr 40 mit dem Lohne der Hand⸗Arbeit, mittelst der A Schiffahrt, verschaffen kann?— Es würde nyvulnte d etwas Leichtes seyn, sie handgreiflich zu über⸗ 1 Mit führen, daß Lebens-Mittel und rohe Producte htr N. in dergleichen Niederlags⸗oder Stapel-Plätzen sagte u, des Handels selbst zu einem gangbaren, einför⸗ spruch migen, und wenigstens eben so hohen Preis, als habet, sonst irgendwo, bezahlet werben. Gleichwohl den; u lockt die Menge der Gelꝛgenheiten, zur Arbeit tutt Sch angestellt zu werden und Arbeits⸗Lohn zu ver⸗ der Engl dienen, darum weder mehr noch weniger Men⸗ Irqheit schen dahin, weil die Menschen überhaupt nichts geg ist te andres verlangen, als einzunehmen und auszu⸗ dets aus geben; da es hergegen in den Gegenden, wo die und Do Lebens⸗Mittel in niedrigem Preise stehen, weder nicht vi Einkünfte, noch Arbeits⸗-Lohn zu verdienen, und ö mithin auch desto weniger Consumirer giebt—5 Man würde aber die gründliche Macht enes untjog, Agricultur⸗Staates beschimpfen, wenn man sie in irgend einem Stücke mit den kleinen Staaten 144 die von den veränderlichen und unsichern Presiten an en des bloßen Aufkauf⸗ und Wiederberkauf⸗Handels—121 leben, in Vergleichung stellen wollte. Ein solches 8 Gewerbe kann wohl dienen, eine Stadt, oder auch u, Hf wohl einen kleinen Staat zu bereichern: allein uue von den Schätzen solcher kleinen Staaten, die 4 5 wir Handels⸗Staaten zu nennen Pitegen und 3 deren Reichthum die Geschichte so stockbumm ge⸗ sün Heft priesen abon. st als hin Hatb⸗ und bon dem 6„ Hlͤks hssa, di Ml Winhe, die Vurhr Mittast de Es hůrde het⸗ Imduck NI-Mlihn „ essn Maic, dl Heichtvohl Mbeit 3u her⸗ Mea⸗ uchts dudyu· o di „ Wder h, und gidbt. eines nan sie Maaten, Rroftes Hardis socchs Rruuh alein u, de „ M ym go anisen der Ausgaben zum Handel. 461 priesen hat, muß sich nicht die Regierung großer Völker verführen lassen: denn große Völker wür⸗ den, wenn sie sich auf solche Hebungs-Quellen beschränken wollten, in Dürftigkeit umkommenz und die Regierung derselben würde die wahre Quelle des Gedeihens großer Monarchien auf die plumpste Weise verkennen. Zu folge dieser r t verstandenen Grundsätze negoclirte der Abgesandte des Königs Heinrich des Vierten von Frankreich mit den Holländern. Aber diese Herrschaft über die See, sagte er, in die ihr euch ohne Wider⸗ spruch mit den Engländern getheilt habet, wird euch streitig gemacht wer— den; und ihr wisset wohl selbst, daß eure Schätze so gut, wie die Schätze der Engländer, bloß durch Handels⸗ Freyheit bestehen. Frankreich hinge⸗ gen ist reich an eignen Mitteln, beson⸗ ders an dem, was es in seinem Grund und Boden erzeugt, und macht sich nicht viel aus solchem Profit. Kriegs ⸗Flotten können leicht kleine Inseln unterjochen; sie können sich auch wohl wüster und unangebauter Länder bemeistern: aber nim⸗ mermehr werden sie große Reiche bezwingen, die ihnen eine überlegne Macht entgegensetzen kön⸗ nen. Wenn die Schiffs⸗Heere der Römer die Karthager besiegten; so lag die Schuld an die⸗ sen, daß sie einzig und allein dem Handel nach⸗ hiengen, und ein unermeßliches Territorium ver⸗ nachläßigten, welches ihnen nicht nur große Schätze, sondern auch mächtige Kriegs-Heere hätte liefern können. So aber befand sich die Karthager Republik auf eine bemittelte Stadt, ö auf 46² Elftes Capitel. Verhältnisse auf eine Factorey von Kaufleuten beschränket, denen ihre Privat⸗-Schätze mehr am Herzen lagen, als das Interesse des Staates. In der Folge kam die Reihe auch an die römische Republik, daß sie, nachdem sie von den Anführern ihrer Kriegs-Heere besieget, und mit einem Despo— tismus, der alle Schätze der abendländischen Provinzen des Reichs in die Stadt Rom zusam⸗ men⸗gescharrt hatte, verheeret worden war, von den nordischen Straßen⸗ und See-Räuber⸗ Völkern angefallen und bezwungen ward. Also ist ein Volk, das über die Meere herrscht, nur solchen Völkern, die zu Lande schwach sind, furcht⸗ bar: denn jedes andre, mit der See benachbarte Volk, welches durch die Schätze oder Einkünfte seines Territoriums mächtiger ist, als jenes, wird immer, wenn es Noth thut, im Stände seyn, eine größere Menge von Schiffen bauen zu lassen und mächtigere Schiffs⸗-Heere im Solde zu halten. Mithin herrscht die Land-Macht über die Meere, und keine See-Macht kann große Län⸗ der bezwingen und unterjochen. Die Römer, die in der Meynung gestanden hatten, wenn man Herr zur See wäre, müsse man auch Herr zu Lande seyn, haben erfahren, daß man nicht mehr Herr zur See sey, so bald man nicht zu Lande mehr Herr ist. Der auswär⸗ Niemals muß eine Nation, bey ihrem aus⸗ darf dem Han⸗ wärtigen Händel mit Waaren der Hand-Arbeit, del in der an dem Preise der rohen Materien bey dem Ver⸗ ——— unch⸗ kauf in der ersten Hand etwas, zum Vortheile der theilich wer⸗ Anwendung dieser Materien in den Manufacturen den. des Landes verliehren. Denn ein solcher Verlust gereicht den Einkünften aus den Grundstücken zum Nachtheil; und dieser Verlust kann nicht anders — 8 91006 I0 f Vobhcht loft,d flgen g Vusnahl außer eh durch ve Rern, Vo Iurd. A Ichen E Zusande, andern g nicht einn das ainzi venen A. W usen gte Handidd y sigheif den Hd lastiger i schen hat, daboy Hht der Ehen dies a Saats bablerdef 00 bor d. schaftsche in Ganzn lschm Trt rey huur 9 rhem z H d der Ausgaben zum Handel. 463 chrict, anders als auf die Nation fallen, es müßte sich in lagn, denn treffen, daß derselbe einen Absatz an andern dee Producten bewirkte, deren Preis dadurch, mit Wolllh Profit, bey dem Verkauf in der ersten Hand zum uin ie steigen gebracht würde. Der Fall einer solchen Ds Ausnahme kann nur höchst selten vorkommen, Hirdson außer etwan bey dem Ertrage der Eisen⸗Hammer, in susio durch welchen der Preis des Holzes in den Län⸗ waß, dern, wo Holz wenig oder nichts gölte, gesteigert Ruuber würde. Allein das rohe Material der Arbeit in . Mso solchen Eisen⸗-Hammern gehört, in seinem rohen iht, uu Zustande, nicht unter die Dinge, die von Aus. „fusch, ländern gesucht werden; und mithin macht auch hachhatt nicht einmal dieses Beyspiel, welches vielleicht lnt das einzige ist, eine Ausnahme von der allge⸗ Gsenth meinen Regel.— Stonde ö auen 6 Noch ist uns übrig, das Nöthige von dem Kbendel im Solbe dritten Unter⸗Abtheilungs⸗Stücke des Aufkäufer⸗ leinen. stüher Handels zu sagen, welches unstreitig das aller— WWn lästigste ist; dieß ist der Handel der Krämer, die sher, e den Hand ⸗-Verkauf treiben, der immer um so I mn lästiger ist, je mehr Leute damit, wie es das An⸗ H sehen hat, beschäfftiget sind, und je mehr ihrer HHehh davon leben. Nur in diesem Hand-Verkaufe Bearis voer aahe meynt der große Haufe den Handel zu sehn. Nesem Hau⸗ Eben diese Partie des Handels hat zum öftern del. der Staats⸗Administration die Augen am meisten aus⸗ verblendet, und sie verleitet, derselben den Vor⸗ Woh, zug vor der Landwirthschaft, vor dem landwirth⸗ Ml⸗ schaftlichen Handel, und kurz, vor dem Handel n: im Ganzen zu geben, der anfänglich in den poli⸗ Hüun tischen Träumen der Völker, wenn sie die Barba⸗ Dl rey ihrer Väter zu verlassen, und sich mit den hut Federn des Aufkäufer-Handels, oder vielmehr uch mit dem Gewerbe des Kaufmanns im Kleinen zu ats schmücken ..*.—9+*9ꝗ—2——2——..—.———— Wie er dem Publieum schällich wer⸗ den könne. 464 Elstes Capitel. Verhältnisse schmücken vermeynten, vergöttert worden ist. Wenn ein weiser Mann in eine Stadt kommt, wo er alle Stockwerke an der Erde mit Kram⸗ Läden ängefüllt sieht; so erkennt er daran mit dem ersten Blicke die Méenagerie des Luxus, ohne sich weiter zu erkundigen, was darinnen zu häben sey: denn er weis schon vorher, daß eine einzige Gasse zulangen würde, alle die Kaufleute zu be— herbergen, welche erfoderlich sind, ein Volk, das dem ruinösen Aufwande weniger ergeben wäre, mit allem Nöthigen zu versorgen. In der That wird ihn auch eine umständlichere An⸗ sicht gar bald überzeugen, daß der herrschende Geschmack der Zeit und die Mode das Monopo— lium über die gangbarsten Waaren ausübe; daß die Affen-Spiele der Künsteley und des Gesuchten bis ins Kindische und Lächerliche getrieben; daß in allen übrigen solchen Behältnissen die Vapeurs und die Nerven-Schwächen in wohlriechende Salben und Firnisse verwandelt, und alle mora⸗ lische und physische Entbehrlichkeiten zu Waaren erhoben werden. In den Häfen und an den Kayen, auf den Markt-Plätzen, in den Gahr⸗ Küchen und Brod⸗Bänken wird der Weise die große, die bemittelte Stadt suchen. Mancher ehrliche Bürgers-Mann meynt treuherziger Weise mehr Handel auf den Sälen des pariser Palais und in der Sanct⸗Honorius-Straße zu erblicken, als auf und an der Seine. Gleichwohl ist nichts leichter, als zu beweisen, daß dieser vermeyntliche Wohlstand nichts beßres sey, als ein Ueberfluß an Lappereyen, die einem Agricultur-Staate sehr lastig sind. Die überflüßige Menge von Krämern ist dem Publicum überaus lästig: denn 1) sind dieß lau⸗ ter Köpfe, die von der Sache leben, und sich von den dN E I0 N fl Hater och Win Lͤn Ium M᷑l Ichen slche W beilg zu g mit! henh herm⸗ III MWaufl Inlet e gadern oD gur Oegen chechs henn z 0000 Mhhet guabe d su, U shscht das ef Eugit! sin Um Mt Rrof wohfs hamngen NI. se vohen sj lünmt, I Hras⸗ n nif kunh ce Nen zu hibg ehp lule zu. a Mi ergeben Hn. In lchere Mu hertschelbe SMooohoe Hlbe; Gesuchtn ben; daß Lapeuls llechende N wora⸗ Den d ah det den Gahl Wast N Moche iget Vis set Ius Uehlcke, HRnt meynich Ubufiß Enale am is den Nf lu en —— 8—11—.———..: 2——7.m der Ausgaben zum Handel. 465 den Spesen, welche zwischen dem Producenten und dem Consumirer vorfallen, nähren sollen; 2) sind dergleichen übermengte Klein-Händler lauter unnütze Einwohner, die sich gleichwohl noch obendrein von der Nation einen Lebens-— Unterhalt bezahlen lassen müssen, wie ihn die Lebens-Art der Städter erfodert, welche doch immer prächtiger und kostbarer ist, als die Lebens⸗ Art der Land⸗Leute, die gleichwohl eine viel nütz— lichere Arbeit verrichten; 3) macht die Existenz solcher prekären und müßigen Menschen, welche man ganze Tage an der Thüre ihres Ladens zu⸗ bringen sieht, immer bereit, die Vorbeygehenden zu grüßen und die Käufer zu haranguiren, diesen mit Klein⸗-Krämern so sehr überladenen Handel betrügerisch, in wie fern dergleichen Krämer un— vermeidlich von künstlichen Griffen leben müssen. In diesem Stücke wird so gar die Menge von Kaufleuten zum Monopolium; sie hungern sich unter einander aus; sie zwingen sich einer den andern, die Waaren zu vertheuern, und dieselben so gar zu verfälschen. Das gemeine Volk hin— gegen bildet sich ein, sie nöthigten einander wechselsweise zur Heruntersetzung der Preise: aber wenn man ihnen nur ein klein wenig nachrechnen will; so sieht man wohl ein, daß biese überhäufte Menge von Kaufleuten doch leben müsse; daß gerade die unbemitteltesten unter ihnen genöthigt sind, den schlechtesten Handel zu treiben und den schlechtesten Einkauf zu machen, weil sie weder das erfoberliche Vermögen, noch den nöthigen Credit häben, die rechte Zeit, die vortheiihafte— sten Umstände und Gelegenheiten zum Einkaufen mit Profit zu nutzen; daß sie folglich keinesweges wohlfeiler verkaufen und gute Waare zu liefern vermögen, sondern sich vielmehr an der verpfusch⸗ W. A. P. 2.. G g ten 466 Elftes Capitel. Verhältnisse ten Arbeit und schlechten Beschaffenheit der Waa— ren erholen können. Ihre Concurrenz treibt so gar die Valuta schlechter Waaren in die Höhe; diese Tax⸗Erhöhung fällt denn auch, durch Rück⸗ schlag, auf die andern; und der große Krämer, der es abwarten kann, profitirt ebenfalls ruhig von dem Monopolium, welches alle diese Mücken, auf Unkosten des Publicums, in der Waare ein⸗ geführt haben; 4) können zehn Krämer mit Leichtigkeit, mit mehrerer Treue, und mit weni— ger Kosten die Geschöffte von zwanzigen verrich— ten, die doch nur überflüß'g sind. Es ist der größte Irrthum, zu glauben, daß dergleichen Uebermaaß den Absatz befördern sollte. Gerade diese Klein Krämer thun nothwendiger Weise gegentheilige Wirkung, indem sie den Absatz nach Maaßgabe der übermäßigen Menge von Familien solcher Krämer mit Kosten überladen, wodurch eben die Spesen dieses Absatzes gehäuft werden. Nun findet aber nur ein festes und gesetztes Maaß dieses Absatzes Statt; es ist nämlich durch den Fonds des Einkommens bestimmet. Giebt es 300 Millionen Einkommen; so giebt es auch 150 Millionen Absatz in den Städten, die nur so vielen Menschen, als zu vollständiger Bestrei— tung dieses Dienstes für das Publicum erfoder— lich sind, zu thun geben sollten. Ihr habet nur eine einzige Manier, den Absatz zu verstärken; und diese besteht lediglich darinnen, daß ihr das Einkommen vermehret. Nun vermindert ihr aber den jährlichen Nachwachs um so viel, als ihr davon durch Einwohner, deren Dienste dem Publicum lästig sind, verzehren lässet. Das haben wir schon— nicht nur gesagt, sondern auch bewiesen; 5) fehlen in der That und wirk— lich alle diese geschäfftigen Einwohner sammt ihrem I fin; R 0 Re kltha der. ffeh Ah uut l dels, dis unde wandt sahe h 10 fih WI Wurch 0N V U ihr, 0 sehd dacht. Partie! d uffnz nnian ur se vun funt ss daß se! Vas on Hetden m vmte Wit f Handelg sJugn 0 sse der Ausgaben zun Handel. 467 ö ani⸗ ihrem Vermögen und ihren Kräften auf den Dör⸗ t ch; fern; und das alles ist bloß Folge und Sympto⸗ utdich ma von der durchgängigen Zerrüttung. d In der That sind die Krämer und die Kram. Was für lit⸗ sals ufg Läden in den Städten übermengt; und dieß nich sachen den An⸗ se Müchl, ö lab iu diesem etwan, weil sich der Mensch gern und freywillig Schaden gez Hunn en der Knechtschaft und Erniedrigung unterwürfe, den. antr offnes Wirths⸗Haus für die Grillen andrer Leute t weni⸗ zu halten; sondern nur Bedrückung der Dörfer, hauch⸗ nur Untersagung des landwirthschaftlichen Han— dels, nur der gefährliche und gräusame Zustand Whlichn des Landwirthes, die Unsicherheit der Personen Gun und der Schätze, die an Grund und Boden ge— her Vast wandt, und daran sichtbar werden— das alles, satz uach sage ich, zwingt den Einwohner, sich in die Stadt Famillen zu flüchten, sich auf einem dürren Pflaster einzu⸗ toburch quartieren, und sich den Unterhalt, wo möglich, wurden. dadurch zu erwerben, daß er mit einer neuen Art Hschtes von Brillen oder Calendern handelt. Kurz, wol⸗ lcch durg let ihr, daß jede Art von Handel gedeihen soll; . Gikt so seyd auf Minderung der Kosten besselben be— dacht. Jedoch muß bey dieser Speculation jede dem Partie des Handels mit den Mitteln des Reizes, r Hfl die der natürlichen Ordnung gemäß sind, änge— m ast griffen; jede Partie, sage ich, muß in diese Ope— hattu ration um so eher eingeschlossen werden, je weiter vuft sie von der Erzeugniß der rohen Producte ent⸗ W fernt ist: denn dieß ist das sicherste Merkmaal, niput K daß sie um so lästiger durch die Kosten werde. th Was vermöge dieser Regel zuförderst berkürtet Ararde wn . werden muß, ist der Handel der Krämer, nächst⸗ der in Ord⸗ 6 dem der Handel im Ganzen, und dann der land, 0 Lald die 1 n wirthschaftliche Handel; alles zum Vortheile des Menichen die tt Handels in der ersten Hand, und beyläufig auch der Ore sich 290 zum Nutzen alles Aufkäufer⸗ und Wiederverkäufer. üüt 4 90 69 2 Handels. 468 Elstes Capitel. Verhältnisse gemaß einzu⸗ Handels. Dadurch wird sich das Landes⸗Er⸗ bwo Suchez zeugniß verdoppeln; der Ueberschuß davon wird heit hatten. den Handel in der ersten Hand vergrößern; der Ueberschuß von diesem wird reichliche Lieferungen für den landwirthschaftlichen Handel, so wie der landwirthschaftliche Handel dergleichen für den Handel im Ganzen thun, welches nicht wenig zu Verstärkung des Einkommens beytragen wird, so wie dagegen Verstärkung des Einkommens wie⸗ derum Anlaß zu häufigem und beständigen Absatze geben muß. Mittelst dieses zuverläßigen und immer fortwährenden Kraislaufes werden alle Arten von Handels-Verkehr auf ihre natürliche Basis gebaut, werden reichlich, werden immer fortdauernd seyn, und werden sämmtlich zum Vortheile des Centrums und Brenn⸗Punctes von allem Gedeihen, dieß heißt, zum Vortheile des jährlichen Nachwachses ausschlagen.— Handel ber Noch ist uns übrig, einer Art von Handel dem Mufter⸗ zu gedenken, der für den allerinteressantesten unsrer Land, und des Zeiten gehalten wird, in denen die Völker bloß den Per umt Wen Wiederhall von den Gaukeleyen machen, welche Colonten, mit die Aufkäufer⸗Classe, Handels⸗Leute genannt, auhrer Pter aufs Tapet gebracht hat, und in denen sich die Regierungen, nachdem sie von eben dieser Seuche befallen, und durch das Uebergewicht der Reichen gleichsam unterjochet worden sind, über dem Be⸗ streben nach Realisirung solcher Phantomen er⸗ schößpfen. Der Colonien-Handel ist der Gegenstand, von dem ich zu reden habe; heut zu Tage der Zank⸗Apfel zwischen den Völkern, die darauf versessen sind, einander die ausschließ⸗ lichen Mittel zur Bereicherung ihrer Kaufleute aus den Händen zu reißen. Dieser Handel hat es so wohl in Absicht auf die Verladung nach den Colonien U Intu chen R il Geh amn Maße Mel Hindi hume „ bomet dbef au sudal 0j h f n m Rel I, s Ihn suth IRnhy nlsh Hess hien in bahe n und rden ale nallelch en inmte lich zu tts bon iile es Wdͤl ue hoß dn Wache enantt scch di „Stuche Nachen um W⸗ Roen e del s xN e HWl W R uh f lh I A PI—.——:———sc.:ö —ę EAE——.——————— der Ausgaben zum Handel. 469 Colonien, als in Ansehung der Retour⸗Ladungen, hauptfächlich mit dem Umsatze der Producte vom Zuwachse solcher Erd⸗Striche zu thun, die einander gänzlich fremd sind. Es ist also hier der rechte Platz, davon zu reden; und es läßt sich dieser Artikel um so weniger mit Stillschwei⸗ gen übergehn, weil die Irrthümer und Mißgriffe, mit denen dieses Stück der Europäer⸗Politik ver⸗ webet ist, solche Folgen nach sich gezogen haben, daß sie Miene machen, auf dem kürzesten Wege verschiedne Colonien zu erschöpfen, zu verwüsten, und sie in eben den Zustand des Verderbens und der Deserirung zu versetzen, worinnen wir gegen⸗ wärtig ——— campos, ubi Troja fuit, erblicken. Nichts ist seltsamer und der natürlichen Ord⸗ nung widersprechender, als die Bedingungen, unter denen die europäischen Mächte, wie es scheint, ihren Colonien ihr Schutz⸗ und Suverä⸗ netäts⸗Recht angedeihen zu lassen geruhen. Ich will hier nur Eine solche Bedingung, welche den Gegenstanb unsrer Speculationen gänzlich trifft, bemerken; sie besteht darinnen, daß der Colonist in den nöthigen Verhältnissen mit Europa der— maaßen im Zügel gehalten wird, daß er lediglich Verkehr mit dem Kaufmanne von der mutter⸗ ländischen Nation in Europa, und sonst mit kei⸗ nem andern haben darf— welches eben so gut ist, als wenn man ihm zum Gesetze machte, alles vom theuresten Verkäufer einzukaufen, und alles an den, der das Wenigste bietet, zu verkaufen. Zur Vollziehung dieses widernatürlichen Gesetzes sind alle die so ziemlich despotischen Oberhäupter, die ihnen aus Europa zugeschiekt werden; die Gg 3 Kosten 47⁰0 Elftes Capitel. Verhältnisse Kosten zu Unterhaltung der Küsten-Bewahrer⸗ Schiffe, die National-Kriegs-Rüstungen, die wirklichen Kriege, u. s. w. bestimmet. Ich bleibe inbessen bey der bloßen Darstellung dieses Mono— poliums stehn, und enthalte mich vorläufig alles Urtheils. Vermuthlich wird man mir einwenben, der Handel der Colonien eines Landes sey aus einem andern Gesichts-Puncte zu betrachten, als der wechselseitige Händel zwischen verschiednen Völ⸗ kern und zwischen den verschiednen Provinzen eines und eben desselben Reichs, welche zusammen das Ihrige zum Besten des Staates beytragen; da hingegen, heißt es, gerade von dem Handel zwischen dem Mutter-Land und der Colonie der Suberän ein Einkommen von der Colonie bezieht, und folglich eben dadurch die Colonie dem Mutter⸗ Land einträglich wird. Zu folge dessen untersagt man ihr alles Verkehr mit andern Völkern, und allen Anbau solcher Producte, die ihr das Mutter⸗ Land verkaufen kann, so daß sie nur von diesem kaufen darf, welches sich dadurch Absatz für seine Probucte verschafft; und die Colonie darf auch die Producte, die sie selbst erbaut, nicht an andre verkaufen. Mittelst dieser Fesseln hat man den gesammten Handel und alle Waaren der Colonie in seiner Gewalt, und belastet diese Waaren mit Abgaben, wodurch die Colonie ein Einkommen für den Suverän abwirft. Alle diese herrlichen Mittel erscheinen, das ist freylich wahr, in den Augen der Regierung und der Gewalt unter einem betrüglichen Außen— scheine, welcher ein Monopolium verbirgt, das dem Mutter-Land eben so nachtheilich ist, als der Cosonie und dem Suverän. Was das Mutter⸗ Land W Ihmn saht ahe aase M sch nad sii b Mat H de h Rt, theil 0 b daß Mum shh V desr daß Frank fir MRl Ichtle slhn E ilhas ducke er Multe Mular dad iste shaut. dah ber. gucfihn dtbahte Ich, de Ihlhe M6hun. elbeh, R. 0u einen alb hir E Vol. Wobingen Msammen htiagen, m Hudl Wnie der Vhsiht Muttir⸗ lelsagt XIl Merrr⸗ ùWin firi datf uuc ah abte nan den Colonie Hen mit Iommen h/ Dii ag Mfe j N.s I dl Molel V ——————— RR———— der Ausgaben zum Handel. 471 Land an die Colonie ausführt, wird dieser zu übermäßigen Preisen verkaufet, welche sie anders nicht bestreiten kann, als dadurch, daß sie ihre eignen Producte ebenfalls weit über ihren Werth anschlägt. Das läßt sich denn auch der Handels⸗ Mann um so leichter gefallen, je mehr er sich ver⸗ sichert hälten darf, daß er bey seiner Rückkunft nach Hause die Ueberlast von diesem Monopolium seinen Mitbürgern, und zum Theil auch den Aus⸗ ländern wieder auf den Hals wälzen kann. Dem Mutter⸗Lande, welches nun diese Producte über Gebühr bezahlen muß, macht man weiß, es wer⸗ de dafür durch den ungeheuren Gewinn entschädi⸗ get, den der Handels-Mann auch von dem An⸗ theile zieht, den er an andre Völker absetzt; und es beharrt auch wirklich bey der Ueberzeugung, daß es bey dem Gewinne, den der Handels⸗ Nann von ihm und von den Ausländern zieht, selbst profitire. Um ihm die Augen in diesem Stücke noch besser zu verblenden, legt man ihm Beweise vor, daß man der Colonie nur für 60 Millionen Franken Waaren zuführe, und dagegen von ihr für 150 Millionen Franken Colonie-Producte mit nach Hause bringe; woraus denn offenbar zu erhellen scheint, daß dieser Handel, den man mit seiner Colonie treibt, in der That überaus vor⸗ theilhaft seyc. Freylich gelten wohl diese Pro⸗ ducte erst bey der Rückkunft aus der Colon ie ins Mutter-Land, und zwar auf Unkosten dieses Mutter-Landes, 150 Millionen Franken; aber das ist ein Geheimniß, welches man nicht durch⸗ schaut. Das Mutter⸗Land sieht ganz einfach, daß der Handels-Mann wenig nach der Colonie ausführt, und doch viel zu Hause einführt. 6g 4 Nur ————— 472½ Elstes Capitel. Verhältnisse Nur ihm, dem Handels⸗Manne, fällt der Profit m zu, den ihm die Nation bezahlt; und sie meynt E doch, er kalle ihr zu. Die Handels⸗Leute, die l da einkaufen, um wieder zu verkaufen, erwerben 1 0 sich damit großes Vermögen, und scharren Schätze zusammen, die der gemeinsamen Masse entgehen, W da man zu eben der Zeit im Gegentheile meynt, sie flössen in der gemeinsamen Masse zusammen, und wüchsen in derselben unaufhörlich an. Eben 1 das große Vermögen solcher Handels-Leute über⸗ D redet uns, daß der Handel, und so gar das ö b0 Monopolium, wovon die Last auf uns selbst zu⸗ rücke fällt, eine Reichthums⸗Quelle für uns sey, t zumal wenn die Ausländer, wenigstens zum Theile, ö 10 das Ihrige dazu beytragen. Denn, sagen wir, ö 110 jenes große Vermögen bleibt dann doch in un— ö 10 serm Lande; folglich vergrößert es unsern Reich⸗ thum.— Aber warum denken wir denn nicht ö eben so von dem mächtig ⸗-großen Vermögen W menschenschinderischer Beamten, Leute-Presser, 40 Wucherer, Geld-Juden, u. dergl. welches doch h ebenfalls im Lande bleibt?— Bloß darum, waül 80 jenes große Vermögen durch den Handel, wie man ö sagt, erworben wird; weil wir für den Handel, ö den unsre Mitbürger treiben, so ungemein einge⸗— nommen sind; und weil wir besonders in den Gedanken stehen, wir dürften uns nicht so seht schig für das Vermögen ausländischer Handels⸗Leute de intereßlren, wenn uns auch gleich der Handel, aud den sie mit uns treiben könnten, viel vortheil⸗ Ettt hafter wäre, als das Verkehr mit unsern ein⸗ brknt heimischen Handels⸗Leuten. Diese Grille, deren bherm Irrthum bereits anderwärts zur Genüge darge⸗ Ibet than worden ist, hat wirklich weiter keinen Grund, schen⸗ als weil die ausländischen Handels-Leute nicht IN Leute von unsrer Nation sind. Dieser so klare 0 und r Hoft meynt— sut, die he Heth hg lle vt, Isummq . Chen ule uhet⸗ Hr das sbs runds, Im Tell, sagen s, u NReich in ncht slchen sse, HN um Wil Wie was Handes lingte. in den o scht Hute Hndel bonhhil sern fl e, Heg Nlge⸗ Stund I ust U 1 —— —————— — der Ausgaben zum Handel. 473 und so trefflich versteckte Grund hat von je her die Oberhand über unser eignes Interesse behal⸗ ten, und hat Anlaß zu häufigen Kriegen gegeben, die wir, zum Besten unsrer einkaufenden und wieder⸗verkaufenden Handels⸗-Leute und ihres Monopoliums, bis zur eignen Entkräftung und Erschöpfung führen.— Aber du hast, wird man sagen, den Artikel von dem Profit, den unsre Kaufleute von den Ausländern mittelst des ausschließlichen Ver⸗ kaufes der Producte aus unsern Colonien machen, nur wie im Vorbeygehn berühret. Gleichwohl ist dieß der interessanteste Punct an diesem Handel; der Punct, den wir für den wichtigsten halten, und durch den wir alle die Summen wiederbekommen, die wir bey den Einbußen an andern Handels⸗ Zweigen unwiederbringlich verliehren müßten, wenn wir dieses Entschädigungs⸗ und Erholungs⸗ Mittel nicht beybehielten. Kurz, eben diese wichtige Portion von dem Vermögen unsrer Handels⸗Leute bewegt uns, zu gläuben daß dasselbe vortheilhaft für uns, und von ganz andrer Beschaffenheit sey, als die andern Portionen, mit denen du sie verglichen hast.— Fallen wir denn immer wieder auf die über⸗ sichtige Meynung von Profiten, die an den Aus⸗ ländern gemacht werden müßten, als wär' es ein am Teufel begangner Raub?— Ich habe diese Streit-Frage oben schon so durch und durch er⸗ örtert, daß es mir Ueberdruß erwecken würde, sie abermals vorzunehmen, wenn mir bey meiner Arbeit nicht einzig und allein Absichten der Men⸗ schen⸗ und Bruder-Liebe zum Antriebe dienten; und diese Regung ermüdet nicht. Ich weis, daß es Leset giebt,(und zu allem Unglücke sind deren Gg 5 nicht ——..——ssͤ e. eeeeeeee —.= 474 Elstes Capitel. Verhältnisse nicht wenig,) die alles, wie den Wind, wehen hören, bis die Rede auf den Punct kömmt, der ihe Interesse trifft, oder der der Meynung, welche sie sich auf Treu und Glaub en einmal in den Kopf gesetzt haben, wider splicht. Auch für solche schreibe ich; und die Begierde, ihnen zu⸗ zureden, überwindet bey mir die verdrüßliche Mühe, mich zu wiederholen.— Die Ausländer werden an diesem Zweig eures Handels nichts verliehren, was sie nicht an irgend einem andern Zweige wieder gewönnen: oder sollten sie sich ja genöthigt sehn, z. B. eures Zuckers zu entbehren; so werden sie sich mit dem Honig ihrer Bienen begnügen.— Allein sie ge— winnen in der That auf andern Seiten: was ihr also Entschädigungs⸗ oder Erholungs Mittel nennet, ist vielmehr im Gegentheile gerade die Quelle der Einbußen, wegen deren ihr euch zu entschäbigen suchet.— Wollet ihr euch hierbon üͤberzeugen; so lasset nur die Tarife eurer Bilan⸗ zen aufschlagen: denn ich weis, daß ihr der⸗ gleichen haltet. Ihr werdet finden, daß eure Kaufleute nicht mehr und nicht weniger von den Ausländern gewinnen, als die Einbußen be— tragen, die sie eure Colonien erleiden lassen; nicht mehr und nicht weniger, als was ihr selbst ein— büßet, indem ihr ihnen den ausschließlichen Han⸗ del mit euren Producten einräumet, deren Ver⸗ trieb lediglich auf den Handel mit diesen Colonien beschränket ist, wodurch euch so gar zu Hause die Concurrenz von Käufern, durch die der Absatz und Verkaufs⸗Werth eurer Producte gesichert werden könnte, abgeschnitten wied. Da nun euer Handel auf solche Weise nothwendig dem Monopolium in die** fällt, und dieses sich auf uM U Jutodi Puden e ih Rhen kurtn weh 90 Nstte stll. Rrody iht u statt d ten, wite sonber soht n 0n gah Wolfen? VMärt! nht d suntio doppel st, u uud Os sufer,! Hafgen usstger 3½ nach U Nunct Hst une W — „ Hehh mt, het yolsche H din 0 fi hun aißich tores luitgend u; odit B. tunt mit den n ss ge wvas iht Mdhl ade di uch 1U selboh Man⸗ r Rel ß eure pon dal In bo nicht V Han Vur⸗ Vonen uuse de Ihsah scht III. eh ösh If * 2———————.——————— der Ausgaben zum Handel. 475 auf eure Kosten bereichert; so ziehet ihr aus die⸗ sem Handel keinesweges die Vortheile, die zur Reproduction erfoderlich wären. Noch obendrein werden eure Erzeugnisse mit den Abgaben belastet, die ihr von den Producten eurer Colonien zu ziehen vermeynet, die aber im Grunde bloß von euren Lebens-Mitteln und rohen Producten, welche ihr zum Tausche gegen jene Retour⸗Ladun⸗ gen liefert, gezogen werden, und die mithin von dieser Seite her, wie von allen andern, auf euch fallen. Ueberdieß findet ihr euch doch genöthigt, Producte von den Ausländern zu beziehen, weil ihr Zucker an sie verkaufen wollet: wenn sie euch statt dessen euer Getraid und eure Wolle abkauf⸗ ten, und hingegen Zucker an euch verkauften; so würde der Profit der Handels-Leute nicht euch, sondern den Ausländern, zu Lasten seyn. Aber saget mir nur, ist dieses Product nicht ebenfalls den gemeinsamen Regeln aller Producte unter⸗ worfen? Wenn ihr die Ausländer nicht mit eurem Zucker übertheuertet; würden sie euch nicht desto mehr davon abkaufen? Würde verdoppelte Con⸗ sumtion nicht verdoppelte Erbauung und ver⸗ doppelten Handel, und, was noch viel wichtiger ist, würde sie nicht den Anwachs eurer Colonien und die Vermehrung der Consumirer, der Ver⸗ käufer, der Unterthanen und der Kräfte mit sich bringen?— Also würde für weiter nichts mehr zu sorgen seyn/ als daß eine gute Art aussindig zu machen wäre, wie die Einkünfte des Suve⸗ räns zu beziehen seyn möchten. Auf diesen Punct werden wir unverzüglich kommen. Itzt lasset uns unsre Untersuchung fortsetzen. Ist es wohl für die Colonisten vortheilhaft, *————— daß die Ausländer, durch das Monopolium des Auf⸗ SSDSDSS.. Wie eine Colonie im Wohlstande das Ihrige zum Staats⸗ Einkommen beytragen könne. 476 Elftes Capitel. Verhältnisse Aufkäufers und Wiederverkäufers, mit den Pro⸗ ducten der Colonie übertheuert werden? Würde es für sie nicht einteäglicher seyn, wenn sie einzig und allein der eigenthümlichen Valuta ihrer Pro⸗ ducte genießen, und den Absatz derselben durch einen mäßigern Preis befördern könnten, der für sie selbst geradezu vortheilhäfter seyn müßte, zu⸗ mal bey völliger Handels Freyheit, welche ihnen zu einer Concurrenz von Handels⸗-Leuten aus allen Ländern verhölfe, die ihnen zuführten, was sie nöthig haben, und ihnen dagegen ihren Ueber— fluß abkauften? Sind dieß nicht die Haupt⸗ Mittel, die Colonien, wie alle Territorien von der Welt, in gedeihliche Umstände zu versetzen?— Aber das Mutter-Land, wird man einwenden, braucht sich für die Colonien weiter nicht zu in⸗ tereßiren, als so weit sie für dasselbe einträglich werden können. Bloß mittelst des ausschließ⸗ lichen Handels, den es mit ihnen treibt, bezieht der Suverän gewisse Abgaben, die er auf die Waaren legt; bloß durch biesen ausschließlichen Handel zwingt das Mutter⸗-Land die Colonien, ihm seine Lebens⸗Mittel und Producte abzu⸗ kaufen, und profitirt allein von dem Handel mit ihren Producten. Lasset uns diese drey Streit⸗ Puncte, einen nach dem andern, summarisch untersuchen. Der erste betrifft die Erhebung der Abgaben für den Suberän. Das Fundament der Ein⸗ künkte des Fürsten ist der Reichthum seiner Unter⸗ thanen. Also beruhen die Profite, die der Fiscus an Colonien machen kann, darauf, daß große, reiche und starke Colonien gegründet werden; aber die Mittel, die ihr zu dieser Absicht ergreifet, taugen einzig und allein, gerade die gegentheilige Wirkung zu thun. Deun wenn man diese Mittel recht I 0l Il N so Aschin, sir sich Hundes Wis dde, gliche Hlele Shat 10j1 Rhe shte d muß d Cohket Mogle gusn 0l d Wocböthr Rh hüch oot hen Eit Ggenth dettyen nitn xr Inotn 0n prihi Rin gett lich ethe Muonf Er uoll alen 306 hhllhast Mn Hachey ö ö der Ausgaben zum Handel. 477 recht untersucht; so wird man ganz deutlich inne, Whnh daß sie bloß zum Profit einiger Privat⸗Leute ge⸗ anh reichen, welche dieselben auf eine tyrannische Art Kau für sich allein, zum Nachtheile des Mutter⸗ io, Mit Landes, des Suveräns und der Colonien, nützen. rihy, Was ist eine Colonie andres, als eine Provinz, hehn die, wie andre Provinzen eben besseiben Staates, iie gleicher Rechte, wie alle andern, zu genießen, und, b wie alle andern, das Ihrige zu den gemeinsamen uh Staats ⸗Lasten beyzutragen hat? Sie muß, sage 0 ich, gleicher Rechte zu genießen haben, wenn sie umh gedeihen, ihren Reichthum, ihre Bevölkerung und lothen gn ihre Beyträge zur Steuer vermehren soll. So bin— muß die Regierung und die proportionnirliche bunenn Contribution der Colonien beschaffen seyn. Die Progressen der Colonien hängen von den Pro⸗ Hragch gressen ber Cultur ihres Territoriums ab; und Haschlih⸗ aus diesen Progressen entspringt das allmähliche hatht Wachsthum der Colonie und ihrer Contributlon, Aff die dieß heißt, ihre Zunahme an Volks-Menge, an Mäachen Consumtion, an Reproduction, und an dem rei— alenfh, nen Ertrage, an welchem der Suverän das Mit⸗ 1e hu⸗ Eigenthum mit dem Besitzer der angebauten Län⸗ andel ut dereyen hat. Denn ich unterscheide hier Colo⸗ Entlegne, ge⸗ Etlein nien von bloßen entfernten Factoreyen, die kein shatten u, smanisch Territorium haben, und bey denen der Handel ständige Facto⸗ von pribilegiirten und ausschlleßlichen Compag- nen piidile- Waben nien getrieben wird, die sich durch ein oberherr⸗girten Handel Eil⸗ lich ertheiltes Monopolium,(welches sie über die uichemtt Ele 2 Met⸗ Nation so wohl, als über die benachbarten Völ⸗ nien zu ver⸗ sfat ker ausuben,) bereichern, und die im Grunde zu Wengen. guh, allen Zeiten mehr für nachtheilich, als für vor⸗ Hadtt; theilhaft zu halten sind.; Ihift nlhelhe Man wird uns vermuthlich bie Einwendung WM machen, es lasse sich die Contribution der Colonien licht nicht . 479 Elstes Capitel. Verhöltniss nicht gleich zu Anfang auf den Ertrag der ange— bauten Ländereyen anlegen, weil die Cultur vor allen Dingen erst gegründet, und die anfäng— lichen Kosten einer solchen Anlage den Colonisten in den ersten Jahren durch die Producte der Cul⸗ tur selbst erst ersetzet seyn müssen, bevor ein reiner Ertrag Statt findet, von dem die Contribution bestritten werden kann. Nun würde aber in die⸗ ser Erwartung, sagt man, der Suverän gar kein Einkommen zu beziehen haben; und mithin würden die Colonien diese Zeit über, für den Staat nicht einträglich seyn. Freylich, nein: wenn ihr euer Korn⸗Feld vor der Zeit abmähet, könnet ihr natürlicher Weise keine Körner ärndten; ihr müsset Geduld haben, bis das Korn reif ist. Aber die Erwartung des ökonomischen Gedeihens wird bey der begierigen Thätigkeit der Colonisten, bey dem günstigen Klima, und besonders bey völliger und uneinge⸗ schränkter Freyheit des Handels gewiß von sehr kurzer Dauer seyn. Wenn ihr nun, an dessen Statt, lieber gleich auf der Stelle genießen wol— let; so werdet ihr die Colonie ersticken, und wer⸗ det das Mutter-Land in gleichen Zuständ, euch selbst aber in die Umstände setzen, daß ihr eure Abgaben im Mutter-Lande selbst nur auf die Art beziehen könnet, deren ihr euch feindseliger Weise bedienet, eure Colonien in der Kindheit, dieß heißt, durch Handels-Steuern und Gewichte aufs Odemholen, auszusaugen. Schlaget ihr aber den natürlichern Weg ein; so wird euch die⸗ ser zeigen, daß die Colonisten selbst den Anfang ihres Wesens mit Ausgaben, und nicht mit Arbeits⸗ oder Dienst-Lohn und Einkünften machen; und daß diese Ausgaben bey ihnen wieder hichkt'e et E nathil dikhl. UAA 0 9i M hann? rrdut lagen, werden besch schaf, Ruspnn Ho che bon dem e HaneWg so wüͤde es sch helcher 06 b6r fas, der Eobogie sh und du nit dem! 1... v. bij Wsatz er! den Grund bänt.M dient und! Hcht. M lumum der Ausgaben zum Handel. 479 I ah wieder einkommen müssen, ehe sie Profit von dlar dor ihrer Cultur haben. Ist es nun nicht bllig, daß nsiig⸗ sich der Fiscus ebenfalls gedulde, bis ihm Grund Whsn und Boden jährlich das Einkommen, welches HeMl ihm gebührt, bezahlen können? au Finden sich nicht, wird man sagen, so gar Erste natür⸗ mnibutn in den Einoden, wo eine Colonie ankömmt, die Sufthng Hr in die natürliche Produete, als Jagd, Fischerey, u. einer Colonie srun gat dergl. an die der Suverän vom Anfang an so du erleichtern. Nullthin gut, wie an die erworbenen Schätze, ein Recht st dn hat, und von denen er folglich einen Tribut ziehen kann?— Nein, ist meine Antwort: denn diese Producte gehören zu den Niederlassungs⸗Aus⸗ 5h eu lagen, welche von den Colonisten angewandt her Vls werden müssen, die ersten Fortschritte der Cultur hh zu beschleunigen. Derjenige Theil von der Völker⸗ ing de schaft, der sich nicht geradezu mit dem Anbau der Hinen Ländereyen beschäfftigt, sondern sich der Jagd hlthen und Fischerey befleißigt, und ein Gewerbe treibt, Wihe von dem er lebt, kann der Regierung der Colonie on sit keine Abgaben entrichten: denn sollte er das thun; Nsa so würde dieses nichts andres seyn. als Anlegung u eines schädlichen Tributs auf die Arbeit, von i welcher derjenige Theil der Colonie leben muß. ö der die Auslagen zur Cultur nicht aufbringen 2. kann, der aber doch das Seinige zum Fortgange der Colonie durch sein Gewerbe, durch seinen Um— 3. satz, und durch seine Consumtion beyträgt, welche h er mit dem Erträge seiner Jagd, seiner Fischerey, 7 0 u. s. w. bezählt. Diese Consumtion bewirkt den cht Absatz der ersten Cultur-Erzeugnisse, und legt M den Grund zu Errichtung eines Handels mit uh⸗ Lebens⸗Mitteln, der zu Belebung der Colonie usehg dient, und durchaus zum Nutzen der Cultur ge— reicht. Man würde folglich die Fortschritte der Von dem bint Gründung der Colonie aufs äußerste verzögern, Wesen, der l und Ht Lle wtlkn 480 Elftes Capitel. Verhältnisse Entstehung und sie so gar hemmen, wenn man einen ange— Dehrug vs henden Handel, der erst anfängt, den Producten Reichthums. eines Landes, zu dessen Beurbarung seine noch neuen Bewohner erst den Anfang machen, einen Verkaufs-Werth zu geben, mit Auflagen be— lastete. Ein solches Land und sein Handel kön⸗ nen zur Bereicherung des Staates, zu dem sie gehören und der sie unterstützt, nicht anders bey⸗ tragen, als nach Maaßgabe dessen, daß sie zu ihrem vollen Grade von Bevölkerung und Ein⸗ künften gelangen. Dreyerley So bald es in einem Lande eine Anzahl Renhthins Menschen von verschiedenen Ständen, Landwirthe, Bedingungen, Handwerks⸗ und Kauf⸗Leute, u. s. w. giebt, so umas und bald sind auch Schätze vorhanden: denn als⸗ msatz und ö ů ö Genuß. dann findet sich da Tausch und Umsatz, zum Bey⸗ spiele zwischen den Arbeiten des Handwerks⸗Man⸗ nes und den Producten des Landwirthes; und bey solchem Tausch oder Umsatze richtet man sich wenigstens nach einem verkäuflichen Compen- sations⸗Werthe, der durch eines oder das andre gemeinsame Maaß ausgedrückt wird, welches Schriften, oder Gold⸗ oder Silber⸗Stücken, oder andre verabredete Zeichen darstellen. Dadurch wird der Verkaufs-Werth eines jeden ODinges im Tausch und Umsatze nach Zahl und Maaße speci⸗— ficiret; und dergleichen bestimmte Preise bezeich⸗ nen die Quoten von Reichthum an den Gütern, die ein jeder besitzt, und deren er sich zu seinem Unter⸗ halt und zu seinen übrigen Bedürfnissen, Gemäch⸗ lichkeiten und Annehmlichkeiten bedient. Als— bann hat alles, was zu solchem Gebrauche dient, einen Tausch-Preis; und alles, was einen Preis hat, ist Reichthum. So nach haben Menschen, die in einem fruchtbaren Lande mit Sicherheit und I 0 f uuhh⸗ shafn, nachen. dehn wachs Woct glich ihnn! Whch Hel Sattn allnat Schih dern Erser Masch ußöthe Hase UU 10 L En, di dürffi wan n Vͤn gafnq Onglich sils Lin Haben bn, v Lossen j st, ut der bmen! mn ast loch sch N Miis Huhissth 00 + Iohun g für h g, Afun h 0 Mih 6„ stanhers 0 „ d se i 0 Eih tine Mchl Lundwach, b. geht, s henn alh un Sh⸗ fb⸗Man⸗ lhes; und nan sch EOpen⸗ das andte d„ Wachth tücken, ode Oudͤlch Mges in un spti⸗ Wule bipih⸗ Rihah, emnth Iss Hriß Walt, m vl Wabüm. be n 1 990 * 8—88———————— ——— der Ausgaben zum Handel. 481 und Freyheit beysammen sind, weiter nichts nöthig, als sich selbst, um sich da Schätze zu schaffen, sie zu vermehren und fortdauernd zu machen. Wenn sich nun ihr Verkehr bis zu an⸗ dern Volkern erweitert; so wird dasselbe den An⸗ wachs ihrer Schätze bloß durch zuverläßigern Absatz, und durch den beständigern, sich selbst gleichern Stand des Verkauf-Preises, den er ihren Producten zusichert, erleichtern: denn im Uebrigen wird sich ein solcher auswärtiger Han⸗ del, der immer gegenseitig seyn muß, auf beiden Seiten anders nicht erhalten, als mittelst der allmählichen Consumtion und Reproduction. Schätze haben also bey den Menschen keinen an⸗ dern Ursprung und weiter keine Existenz, als Erzeugung, Umsatz und Genuß durch die Menschen selbst. Allein diese Menschen haben zuförderst Vorschuß⸗Güter vonnöthen, um sich in einem wüsten, unangebauten Lande niederlassen zu können: denn sie müssen während der Zeit, da sie den Boden beurbaren und auf die Aerndte war— ten, doch ihre Nahrung und ihre übrigen Be— dürfnisse befriedigen können. Dieß ist nicht etz wan nur den Colonien eigen; vielmehr ist diese Bedingung eben so nothwendig im Innern eines großen Reichs allenthalben, wo sich Lehden finden. Dergleichen unangebaute Gegenden sind eben— falls Länder für Colonien, die immerfort Lehden bleiben werden, so lange sich keine Colonisten fin⸗ den, welche im Stande sind, die Beurbarungs⸗ Kosten zu bestreiten, und so lange kein Nutzen da— bey ist, daß sie angebaut werden. Eine Nation, mit der es zu einer solchen Tiefe des Verfalles ge— kommen ist, darf sich weder in die Gedanken kom⸗ men lassen, Colonien in fernen Landen anzulegen, noch sich an der Form der Colonien so vergreifen, m. A. p. a. B. Hb daß 432 Elftes Capitel. Verhältnisse daß sie sich dieselben als selbst über den Hals ladet. Summa, ein Mensch, der keine Auslagen in seiner Gewalt hat, welche stark genug sind, daß er damit eine Beurbarung zu Stande bringen, und es abwarten kann, bis das beurbarte Land seine Saat trägt, so daß daraus eine Frucht ge— zogen wird— der nicht einmal die Freyheit des Absatzes, noch die Wahl hat, was er säen und erbauen will— begeht eine große Unbesonnen— heit, wenn er so was unternimmt. Colonien sind schlechterdings nichts andres, als Neu⸗— Brüche oder neue Beurbarungen. Da die Colo— nien, die in der alten Welt anwuchsen und ge⸗ deihten, sich selbst überlassen waren, und Nie— mandem zur Verantwortung stehn durften; so machten sie in ihrem Anfang ohne Zweifel, wie es das französische Sprüchwort nennt, die Erde zum Feld⸗Graben(HD. Nach und nach nahmen sie zu, und gewannen durch ihre Arbeitsamkeit, wuchsen zu vollständigen Gesell⸗ schaften, und einige davon zu großen Reichen empor. Die Colonien unsrer Zeiten würden noch größere natürliche Vortheile haben, erstens, in der Vollkommenheit der Schiffahrt, von der sie zuerst erzeuget wurden, die gleich anfangs die Aeste und Zweige ihrer Verhältnisse mit schon be⸗ stehenden Gesellschaften gründete, und ihren sämmtlichen Producten, die von der Natur dem Klima von Europa versaget waren, und die doch den Europäern unentbehrlich geworden sind, ei— nen Verkaufs⸗Werth ertheilte; zweytens, wegen der ( faire de la terre le fossé; d. i. sie wirthschafteten so sparsam, als möglich. U. Er s ¹ Esnh b u Whert Mahr Vat; 95 W Uodhin ute u stale in allg hen ahr Hr Unst Mauln bon ane Meh/ Wsen chss fle Wulagn in huhsth, duß hatheingn, Hachahnh ile gruch r Fehhot d sien unk Unbesonnen, „Chlanien 0 Mi⸗ Da dieoh. chsen und g⸗ R, und M urflen; f6 3eifel, w nnt, di Nach un 1 durch ihn digen Gash Pen Räche wuüͤrden u „erstnns oo anfmns N 6 l 6 ber sth,K⸗ h H ö uulhrint der Ausgaben zum Handel. 483 der Adoption, mit der ihnen die angesehensten Völker eine Wohlthat zu erweisen gedacht haben, und die diese Völker bewegt, das Wachsthum der Colonien zu gehöriger Zeit mit Kosten und Vorschüssen zu unterstützen. Wenn aber diese Adoption zum Kauf und zur Knechtschaft wird; so ist es nicht der Mühe werth, Kosten daran zu wenden, und mit seinen Nachbaren in beständigen Zänkereyen zu leben, um sich Sklaven zu erhalten, die man weder ernähren, noch brauchen kann. Stehen wir in Vorschüssen, und haben wir kei— nen Platz mehr, sie nützlich zu brauchen; so lasset uns doch Beurbarungen unternehmen, daran thun wir wohl: aber wir müssen uns dann auch gedulden, bis diese Neu-Brüche völligen Ertrag geben, daß sie uns unsre Vorschüsse wieder— erstatten können. Haben wir hingegen Fonds, Ertrag und Einkommen nöthig, um von täglicher Einnahme leben zu können; so lässet uns doch das nicht so weit in der Ferne suchen: lasset uns unser Geheege beurbaren, und Abenteurern die eühe preis geben, nach Abenteuern in die weite Welt zu rennen. Die zweyte Frage betrifft die Vortheile, welche das Mutter-Land darinnen findet, daß es die Colonien zwingt, seine Lebens-Mittel und Pro⸗ ducte zu consumiren. Was tyrannisch ist, das ist alles zugleich widersinnig. Dieses würde sich in allen Stücken und allenthalben finden; hierin— nen aber fällt die Sache von selbst auf. Müssen wir unsern Colonien verbieten, europäische Lebens⸗ Mittel und Producte zu säen und zu pflanzen, und von andern, als von uns, dergleichen anzuneh⸗ men? Schon die Frage ist Fräge eines albernen und hämischen Kindes. Wenn Sieilien, welches Hh 2 von —————— ——— 2 ——. ———————— 484 Elftes Capitel. Verhältnisse von Natur so fruchtbar an Getraid, an Wein und Oel ist, heute oder morgen eine Colonie von Frankreich würde; müßten wir nun wohl den Einwohnern dieser Insel befehlen, ihre Wein⸗ Stöcke und Oel-Bäume auszurotten, und ihnen verbieten, Getraide zu säen, um sie zu zwingen, daß sie unser Getraid, unsern Wein und unser Oel kauften, und ihnen dabey verwehren, der— gleichen von Fremden anzunehmen, damit wir nur das unsrige theurer an sie verkaufen können, als wir es bey freyem auswärtigen Handel an unsre Nachbaren verkaufen würden? Sind denn die Colonien weiter nichts, als fremde, von Räubern bezwungene Völker, die als Feinde be⸗ handelt werden müssen?— Wenn man sie aber als Provinzen eines und eben desselben Reichs be— trachtet; weis man denn nicht, daß jede Provinz an und für sich selbst und aus eignen Mitteln reich seyn muß, so fern sie zum Gedeihen des Staates das Ihrige beytragen soll? Weis man nicht, daß immer ein jedes Land nach Maaßgabe seiner Schätze bevölkert ist, und daß seine Schätze nicht anders unterhalten werden können, als wenn die Einwohner die Producte, die sie erbauen, auch selbst consumiren? Was für ein Interesse habet ihr denn dabey, daß ihr eure Lebens-Mittel an die Colonien verkaufet? Weiter keines, als, wie bey jedwedem andern Verkaufe, das Interesse, Consumirer zu finden: je weniger ihr sie nun mit euren Producten übertheuret, desto mehr werden sie davon consumiren können. Je mehr sie dann von euch dergleichen fodern, desto mehr werden sie euch von ihren Producten in mäßigerm Preise zum Tausche geben, desto mehr werden sie der⸗ gleichen erbauen; je mehr sie aber erbauen, desto mehr unmittelbare Steuer werden sie— gerade so/ 6 H N vade sehn. in N sish, wohf Igt virdr durch Aasst det h berkal diß Suhe Handef, Gchahn H witths andert Hobat diesege W HaleR V ule wit In schsh I voßl N shmakgl luc; un Idie 00 MWuhts, sch se Miit Uhnm oon M bn M⸗ „ 1Uspge und unse lhten, dat damit wir n kömnen, Randel an Eind denn Hende, bon Farde hr nan sse abtt Rlichs he Prohint Hleln teich Stagtes uicht, ade sannt Häht nicht 6wenn de Iin, auch Isst habil Mitel an dals, wie Iniess, uua nit chr Wedel r sit dall tht Wdel m dtie si den lel, 0 der Ausgaben zum Handel. 485 so, wie eure andern Provinzen— von ihrem reinen Ertrage zahlen. ö Was sie aber alsdann zu verkaufen haben, werdet ihr sagen, das wird am wenigsten für uns seyn. Unsre Nebenbuhler in der Schiffahrt, die in bieser Kunst geübter und überhaupt verwägner sind, werden ihnen die europäischen Producte zu wohlfeilerm Preise zuführen, und zugleich die ihrigen zu höherm Preis annehmen; und so mit wird uns dieser Markt zum Absatze des unsrigen durch ihre Thätigkeit abgeschnitten seyn.— Lasset uns doch deutlich reden, damit wir einan⸗ der verstehen: sind es die Profite vom Wieder⸗ verkaufe, was ihr einzubüßen befürchtet? Wenn dieß der Fall ist; so redet ihr da von einer andern Sache, von welcher wir so gleich mehr sagen werden; vor der Hand ist die Rede bloß von dem Gedeihen des ganzen Landes. Wenn nun aber die Bedingungen, die zu dem Gedeihen der Land⸗ wirthschaft erfoderlich sind, und die wir schon anderwärts aus einander gesetzt haben, bey euch beobachtet werden; so werden ganz gewiß eben diese geübten und verwägnen Trödler besorgt seyn, gerade keine andern, als eure Producte nach der neuen Welt zu verführen: denn in gedachtem Falle wird kein ander Volk mehr, als ihr, ergie⸗ bige Aerndten, oder Producte zu billigerm und sich selbst immer gleicherm Preis, und von beßrer Beschaffenheit zu geben haben. Folglich sind ja wohl die Thätigkeit, die Uebung und die Uner⸗ schrockenheit dieser Seefahrer ein Vortheil für euch; und für euch ist es ganz einerley, ob sie— oder ob eure Handels-Leute die Werkzeuge des Verkehrs zwischen der alten und der neuen Welt sind. In der That sind wir darüber längst ein⸗ Hh 3 ver⸗ Elftes Capitel. Verhälknisse verstanden, daß alle Spesen bey dem Handel und Verkehr zwischen dem Producenten und dem Con— sumirer einem von beiden, oder auch allen beiden zu Lasten fallen, und einen Abgang an der Sache, an der Reproduction derselben, und am Reich— thume mit sich bringen. Zu folge dessen ist also derjenige Fuhr⸗ oder Handels-Mann, der sich am besten auf Minderung der Spesen versteht, gerade der, den ihr am besten mit Nutzen für euch selbst brauchen könnet. Und was thut ihr dagegen 486 durch euer barbarisches ausschließliches System? Ihr seyd Patrone plumper, ungeschickter und furchtsamer Fuhr⸗ und Kauf-Leute, denen ihr verstattet, die Spesen nach eigner Willkühr zu häufen; und um diese Leute unfehlbar reich und mächtig zu machen, tyrannisiret ihr eure Colo⸗ nien, verringert eure Fonds, und begegnet euren Rachbaren als Feinden; und dieß bloß unter dem Vorwande, daß diese Fuhr- und Kauf-Leute eure Lands⸗-Leute sind. O! wahrlich, wenn dein Auge dich ärgert; so veiß es aus: und wel— ches Aergerniß kann größer seyn, als wenn man in allen Stücken dem natürlichen Recht und der natürlichen Ordnung Gewalt anthut— und das alles thut, um sich selbst zu schaden und zu Grunde zu richten, welches freylich das unfehl— bare Ende, das unvermeidliche und berechnete Ende aller Tyranney ist? Die dritte Frage endlich hat es mit dem Vor⸗ theile zu thun, daß wir den Profit von dem Han⸗ del mit den Producten der Colonien allein ziehen wollen. Was es mit diesem Profit sagen wolle, und was für Antheil wir an den Profiten unsrer Handels-Leute, und am Vermögen derselben nehmen sollen, haben wir bereits oben erörtert, und IWn I Len Indel uchen laus stinme dalnde ditsen Hoblat Iihltle oldhn Hapdd vix beh seh, il ruuns Rachthu de oh ölech ficdizt vnden v Imet i Haldel! auch, v Erfinf uůh sine ff. d d seRiadut U naht ver bohtragn 6 6 Ins von wachr oo werhep, di oaa mnan„. —p.eeeee der Ausgaben zum Handel. 487 Rinh ah und damit also diesen Punct beantwortet. Weis Ihhn man deunn aber nicht, daß kein beträchtlicher lahäch Handel anders Statt sinden kann, als zwischen nubß. reichen und bevölkerten Läundern; daß der Ver⸗· Mseh kaufs⸗Werth der Producte burch den Preis be⸗ % Mshe stimmet wird, über den man zwischen den han⸗ delnden Völkern einig worden ist; daß sich nach x jesem Preise j 5 der C in Fahsth diesem Preise jedes Land bey der Cultur sein er Rn Producte richtet; und daß es zu Erhaltung dieser WU natͤrlichen Ordnung weder Policey, noch Ver⸗ Mn 1 ordnüngen bedarf? Also lasset uns doch bey dem , Wai Handel unsrer Colonien auf eben das sehn, worauf Halot wir bey dem Handel des ganzen Reichs sehn müͤs. Kahn sen, ich meyne, auf den Vortheil des Territo— fi riums und der verschiednen Provinzen, deren Reichthum der Handel da durch bewirkt, daß er Haen den Producten derselben den Verkaufs⸗Werth, uutt In und durch biesen die Reproduction, und die be— Is bat ständige Rückkehr der Einkünfte verschafft. So werden wir bald inne werden, daß unsre Colonien immer in blühendere Umstände kommen, je mehr u Handel sich bey ihnen einfindet, komme derselbe H1R auch, woher er wolle; je mehrere und gewissere Einkünfte sie sich erwerben, von denen der Suve⸗ sch sl rän seinen Antheil bekommt,(welches der Punct nsch⸗ ist, der den Staat intereßirt,) desto mehr werden Hlachnete sie Producte consumiren; und je mehr folglich ihre Existenz und ihr Handel zunehmen, desto mehr werden sie zur Vertheidigung des Staates hDl beytragen. h Hl Es würde vielleicht nicht übel seyn, hier et⸗ Handel der Hin scht was von jenen Handels⸗Factoreyen zu sagen In bole welche von privilegiirten Compagnien gehalten Compagnien. ls werden, die wir in unsern Untersuchungen über die hushn Colonien so eben ausgenommen haben.„Wenn ⁰„man“, sagt ein Engländer,(der Verfasser des 8 Hh 4 Send⸗ ö 2——72772——— **— ——* — DIIII.....——— 1— ——.—.8 2—.— 10 EE——— SSSSSSIS—————— e 2—————— —.———*————.—.——— ——— 488 Elstes Capitel. Verhältnisse Sendschreibens an den Lord Bute,)„die dermali⸗ »ge Verfassung unsrer ost⸗indischen Compagnie »untersucht; so stiht man, daß es überaus schwer »halt, zu entscheiden, ob die Nation oder der „Privat-Mann die mehresten Vortheile von »unsern Eroberungen in Ost⸗Indien ziehen v müsse 25 Das Beyspiel kleiner Völkerschaften, die sich durch den Kauf-Händel ein glänzendes Ver⸗ mögen erworben, und bey denen einige Ver⸗ brüderungen von Kaufleuten mit gutem Erfolg einen Versuch gemacht haben, sich Niederlassungs⸗ Plätze an den äußersten Enden der Welt zu ver⸗ schaffen, um von dannen her einige leicht fort— zubringende Producte, und insonderheit seltene Waacen, die leicht unsre Liebhaberey reizen konn⸗ ten, nach Hause zu bringen; dieses Beyspiel, sage ich, hat hernach in den Zeiten der Handels⸗ Schwärmerey große Völker auf den Einfall ge⸗ bracht, mit diesen in Concurrenz treten zu wollen. Hierbey haben sie denn nicht einsehn wollen, daß bey dem Volke, von dem sie das Beyspiel nah⸗ men, der Profit, den seine Kaufleute machten, darum Profit für den Staat war, weil der Staat bloß aus einer Verbrüderung von Kaufleuten be⸗ stand, die ihren Profit von andern, an Pro⸗ ducten reichen Staaten ziehen, an die sie ihre Importen absetzen. Dergleichen Gesellschaften sind, in großen Reichen gegründet, ebenfalls kleine Staaten für sich, deren Handels-Gewerbe mit dem Verkauf ost⸗indischer Waaren nicht das mindeste mit dem natürlichen Handel des Landes gemein, nicht das geringste wechselseitige Interesse mit der Nation hat, welche in Rücksicht auf der⸗ gleichen privilegiirte Verbrüderungen im Lande doch immer Käuferinn mit Verlust, und nie Ver⸗ fäuferinn fun ch aule habd Mi die Mon glih I ald Hal ungt dlück aub fasch 6 W Husst 1 Waare Halen 0 0 lißig dem, Ruhmn hagist Atirse I8 Zicher VDaru llijchen Ubet Ne hn firige sill, Aaahs 2.—.m—ͤ— N——— ———....—.———————— I n ö au käuferinn mit Profit ist; und sie werden einer sut solchen Nation selbst noch schädlicher, als die der Ausgaben zum Handel. 489 ät⸗ ausländischen Verbrüderungen gleicher Art, so dahen bald sie bey derselben vom Staat ausschließliche I 5 x 1 Privilegien erhalten, welche in der Nation, wider die Nation selbst, ein hartes und unmenschliches sin Monopolium errichten. Man kann also der⸗ ö 5 gleichen innländische privilegiirte Compagnien nicht 6 anders betrachten, als wie Truppen, die der Nation mige Jar feind sind, die die Concurrenz des Schleich⸗ un Sih Handels zum Verbrechen machen, die ein Plünde⸗ Waasung rungs⸗Monopolium treiben, bey dem sie Unter⸗ Pan drückung, Verhaftung und Mord, als ein Recht, V lct ausüben. whe Es ist in Handels⸗Angelegenheiten eine unsrer lgen fomn falschesten Rechnungen, wenn wir glauben, daß 0 Hppoi, es ein Vortheil für uns sey, unsre äußersten . Halbal Kräfte anzustrengen, um ebenfalls unsre eignen nfab g⸗ Factoreyen und Niederlagen von ost⸗ indischen Ru volen. Waaren zu bekommen. Wenn uns unsre Nach⸗ Wan, v baren, die Kaufleute, etwas von dem, was sie WMMil uh so weit herholen, verkaufen; so ist dieß ein zuver⸗ Iie nachn läßiger Beweis, daß sie uns dagegen auch von HdrEit dem, was unter unsern Füßen und auf unserm sfhaln he Boden wächst, abkaufen. Lasset uns nur nicht an Mo⸗ vergessen, daß es ein Hirngespinnst ist, alles ohne st hie Unterschied zum Verkauf haben zu wollen. Lasset Rschnten uns lieber bestreben, zu kaufen; das wird ein „e Zeichen seyn, daß wir viel zu verkaufen haben. 9. Gehich Warum sollte Frankreich nicht die Einsicht des u reichen Landwirths haben, der ohne Bedenken die 6 des Arbeit seiner Domestiken, der Handwerks⸗Leute, die ihm die Sachen, deren er benöthiget ist, ver⸗ Huf fertigen, der andern Arbeits⸗Leute, die er an⸗ n due stellt, und so gar der Pferde erkauft, um gute Uerndten an Getraide zu erhalten, welches er an sun Hh 5 einen —— —* ——— 490 Elftes Capitel. Verhältnisse einen jeden, der dessen bedarf, verkauft, ohne nur darnach zu fragen, ob er es gerade an die Leute verkaufe, denen er ihre Arbeit abkauft. Kaufet mit Profit, um zu verkaufen; und ver⸗ kaufet mit Profit, um einzukaufen: der Aus⸗ länder wird's eben so halten; denn darinnen be⸗ steht das Verkehr. Denket aber immer daran, daß Genuß der Zweck des Verkehrs ist, und daß durch Genuß ohne Luxus die Schätze, die ihr durch den Händel zu erwerben wünschet, nicht nur vermehret, sondern auch fortdauernd ge. macht werden. Wie es das Ansehen hat, so ist es nur Geld, was ihr durch den Handel zu erlangen wünschet. Sey es; aber ihr werdet darum nicht mehr dabey gewinnen: denn in der ökönomischen Ordnung eines landwirthschaft— lichen Volkes muß sich das Geld in Genuß, und der Genuß in Schätze verwandeln. Also kömmt es immer auf eins heraus, ob ihr Geld mittelst des Handels kaufet oder verkaufet, ob ihr mit—⸗ telst desselben Waaren verkaufet oder einkaufet. Wie meynet ihr es denn nun, wenn ihr von allem verkaufen, und nichts einkaufen wollet? Denn verkaufen ist einkaufen; und einkaufen ist verkaufen. Lasset uns abbrechen; es ist Zeit: dieß soll nur summarisch seyn. Der Leser kann aus dieser Darstellung erkennen, daß sich der Handel mit eignem Zuwachse ganz genau auf die Wähl des Umsatzes einschränkt, welcher den bloß genieß— baren Handel ausmacht; daß der lohngierige oder Wiederverkauf-Handel nicht mehr und nicht weniger ist, als ein kaufmännisches Gewerbe, dessen Dienst⸗ und Arbeits-Lohn die Waaren zum Nachtheile derer vertheuert, die dieses Lohn bezahlen; daß dieses Lohn immer mittelbar oder unmittel⸗ Iuntl In Hlt audel sit x. 9 di ebin wand mͤss Hulch. huch ins, Kauf schet, Hand schaf. Hän die Ey Oie sch yn nan a dmn Mter durch riibuf V Narmnpn hud se ich, v 3u so und h lirdisch caeteriz wngst wie m Honbalt M Huga h. harch, dh H iht „ ucht d g hat, Nut X Hitdt sn in het chast. „ Ind ont Utelt W Whlft. iht Hol uollld ss sel distt nit .s galth ih Wicht ulthe Harten RN +0H4 slche 2 :‚ V der Ausgaben zum Handel. 491 unmittelbar, auf Kosten des Einkommens von den Grundstücken bezahlet wird; und daß das Handels-Gewerbe nichts weniger, als ein Schatz für die Völker, welche die Grundstücke besitzen und die Producte erbauen, sondern vielmehr für eben diese Völker bloß ein Gegenstand von Auf⸗ wand ist, den sie so viel, als möglich, beschränken müssen. Und sie können ihn beschränken, erstens, durch Eröffnung bequemer Wege zum Absatz, und durch Erleichterung der Fracht⸗Fuhren; zwey⸗ tens, durch die größte mögliche Concurrenz der Kaufleute, so wohl einheimischer, als ausländi⸗ scher, die den landwirthschaftlichen und Ausfuhr⸗ Handel im Ganzen treiben; drittens, durch Ab⸗ schaffung der übergroßen Menge von Klein-— Händlern, welche zu weiter nichts dienen, als die Spesen doppelt und dreyfach zu vermehren; (die Abschaffung ihrer überflüßigen Menge ließe sich ganz natürlich dadurch bewerkstelligen, daß man andre Geschäffte anziehender machte, und den Menschen vergönnte, mit Freyheit und Nutzen auf dem Lande zu wohnen;) viertens, durch den Fall solcher Manufacturen, deren Be— treibung für die Nation keinen Nutzen haben kann. Ersparniß an den Kosten des Handels besteht darinnen, daß man beym Verkauf in der ersten Hand seine Waaren zu so hohem Preis, als mög; lich, verkauft, und die Waaren des Auslandes zu so niedrigem Preis, als möglich, einkauft, und bey dem Handel, bey dem Einkaufe der aus⸗ ländischen, und so gar der innländischen Waaren, caeteris paribus, allemal dem Dienste, der am wenigsten theuer ist, den Vorzug giebt. Denn wie man die Kosten der Fabrica'ur und des Handels durch Maschinen, Canäle, Flüͤsse, u. dergl. 492 Elftes Capitel. dergl. zu sparen bedacht seyn muß, so muß man auch so wohlfeil, als möglich, ein⸗ kaufen, und so theuer, als möglich, verkaufen, um nicht auf einer Seite zu ver⸗ liehren, und übrigens an dem ganzen Verkaufs⸗ Werthe seiner Waaren zu profitiren. Und so giebt es denn immer zwischen den Völkern und den Kaufleuten ein entgegen-gesetztes Interesse, über welches die freyeste Concurrenz entscheiden muß. Wir können uns aber bloß unter den vier so eben namhaft gemachten Bedingungen ein Ersparniß an den Kosten des Handels machen, und das Einkommen und den Genuß des Ein⸗ kommens einer Nation vermehren, wesche die Grundstücke, die Quelle der Schätze, besitzt, und sich billig der Cultur derjenigen Schätze befleißigen muß, die für sie durch den Handel am einträg⸗ lichsten sind. Zwolftes übirl hl,! E uchtig Wiss hur u und u wurde sib, das Mrd sf Hanmh 0 wan vai schenh schon! oder a rn us Hofseh bergfit und wi artet sf Iu Sat Hlund ur %Ou Ril Hbr I Wiusz n. U Whm un 16 Munst hschben lt den bier Muhgen eln Ne nachy 5 V U vlsh de hshy w en Nastrij 3ust 493 Zwölftes Capitel. Verhältnisse der Ausgaben zu der Reichthums⸗ Masse einer Nation. Wir nähern uns den Gränzen unsrer Lauf,- Misenschalt bahn, dem Ende unsrer Betrachtungen lichsten Bedeus über das Werk der ewigen und unendlichen Weis⸗ 6 ie Wor⸗ heit, und, wie ich mich zu behaupten getrane in E uher, dem Ende des Werkes der Wahrheit und Gertänderlichen 1 ö d in di rechtigkeit. Hätten unsre Talente möglicher Sinne zulel⸗ Weise der Wichtigkeit der Materie, oder auch den Ordnung nur unsrer Einsicht hierinnen, unsrer Gesinnung Ge und unserm Muth angemessen seyn können; so würde dieses Werk, nächst dem höchsten Gesetze selbst, welches uns zum Wegweiser gedient hat, das erste der Bücher für die Menschen seyn. Es wird indessen eine Zeit kommen,(und gebe der Himmel, daß diese Zeit nicht lange mehr säume!) wo man uns beschuldigen wird, daß wir uns zu weit über gewisse einzelne Umstände von augen⸗ scheinlichen Mißbräuchen ausgebreitet haben, die schon mit dem bloßen Ausdrucke der Principien, oder auch mit der unfehlbaren Folgerung aus den ursprünglichen Wahrheiten, zur Genüge ver⸗ worfen waren, ohne daß wir uns erst die Mühe zu geben brauchten, sie aus einander zu setzen und zu bestreiten. Man wird uns vorwerfen, wir hätten durch Die Eviden⸗ dergleichen umständliche Vorstellungen, die hin dieser höchsten ů ö ů ö Gesetze ver⸗ und wieder zu eigentlichen Digreßionen ausge treibt die Ki Finsternisse artet sind, manchen von unsern Lesern die Lust der 0 zur Sache verderbet, und hätten die Aufmerksam heit, und keit und das Nachdenken Andrer, die änfänglich, HBeror das ů erbrechen durch die Neuheit der Grundsätze rege gemacht, den Tag. so dann von der Deutlichkeit und Wichtigkeit dieser 494 Zwölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben dieser Grundsätze angezogen, ihre Vernunft und Urtheils-Kraft von freyen Stücken angestrengt hatten, um dem Zusammenhang und den Folge⸗ rungen derselben nachzugehn, von dem Faden der Sache abgezogen: da sie aber von uns selbst wie⸗ der auf den Weg der Mißbräuche und des Her— kommens gebracht würden; so befänden sie sich von neuem auf der Laufbahn der Einbildungs— Kraft und des Gedächtnisses, auf der sie noch immer ihre Verblendung und ihre alten Vor— urtheile abermals musterten.— Möchte uns doch die Menschheit bald solche Vorwürfe zu machen haben! Glücklich, ich wiederhole es, glücklich, und drey mal glücklich das Jahr— hundert, wänn die Leser in gegenwärtigem Werke bloß die Kindheit der wiederauflebenden natür— lichen Ordnung erkennen werden! Eben so billig gesinnt, wie es die französischen Cläßiker des ver⸗ gangenen(17ten) Jahrhunderts waren, die sich einem Montagne und Amyot für die ersten Schätze einer Sprache verpflichtet erkannten, welche nach— her noch mehr ausgebildet und vervollkommnet worden ist, möge uns ein solches glückliches Jahrhundert gegenwärtigen, nach dem Leben ge— zeichneten Abriß Dank wissen, und unser Gedächt⸗ niß damit ehren, daß es seine Glückseligkeit, die uns nicht wenig gekostet hat, weislich genießt. Aber dann werfe es uns auch nicht weiter vor, daß wir wider die gangbaren Quellen des itzigen vielfältigen Elendes zu weirläufig gestritten haben. Wie? wollte man daraus, daß die Kämpfe der Klopf-⸗Fechter aufgehört haben, den großen Män⸗ nern, die diese barbarische Sitte, dieses grausame Vorurtheil ihrer Zeiten, mit wiederholten Schlä— gen angriffen, ein Verbrechen machen? Selbst die Empfindung, die heut zu Tage von hn eu 1 c uid/ i Münmer a Ewach der mi der w Hertse geiftz G Nht d t sene Ind ul es, dei alles a deht wanh h Mwlt I U Oarchtig and allel sebs gu dem ung er seinen Einn sihtr Aalch f OM daß bauct, Nhen seg chum und IU1 E Mudhet; D nihtt aph Vohh, dugh Wunft W Streng M ge WhRe össhn uld N NW. er s 0 Lbibunz s Hten Von ͤn uns Wu u Reholech das Ih h Dah den nallh in so Hz des het sich WShihe chr noch ltonnnat Rlachs REbnge VOtdacht lat, ole Rnießt. ltet vot, H un habet. dayf: jn Min ahane S I sc 2—— — zur Reichthums-Masse der Nation. 495 scheu vor dergleichen Kämpfen so lebhaft erreget wird, ist die durch das Wort jener ehrwürdigen Männer gesäete Frucht. Auf gleiche Weise kann die aus der Einfuhrung der natürlichen Ordnung erwachsende Glückseligkeit vielleicht eine Folge von der mühsamen und verdrüßlichen Arbeit seyn, mit der wir alle die Unordnungen, welche ihr ihre Herrschaft streitig machten, Fuß vor Fuß ange— griffen haben. Und ist es denn nichts, zu dem Geist und Herzen seiner Zeit-Genossen zu reden? Nicht der Mensch weicht von der Ordnung, weil Mißbrauch er seines Gleichen lasterhaft, verstockt, ungerechtertsoarne den und übermüthig findet; nur der Hochmuth ist Menschen von es, der keinen Widerspruch leiden kann, und dazersohrt aber alles auf die Nachkommenschaft hinaus schiebt, nicht die Ord⸗ die itzt noch stumm ist, und die erst sprechen wird, manritnin ist wann wir verstummet seyn werden. Nein, das das Werk des Innwendige des Menschen ist von andrer Weosthen, er ist ein Wesen, das von Natur durchaus zur Ordnung hin— Gerechtigkeit und Menschen-Liebe geneigt ist; Zerk 816 und alle die Leiden, die er erduldet, und die er sich vollkommen— selbst zuziebt, rühren bloß von der Blöße und Ken Verstan⸗ dem Unglücke seines Zustandes her, in welchem er seinen Begierden und einem falsch verstandenen Eigennutze nachhängt, und sich durch Mißbrauch seiner Freyheit vom rechten Wege verirrt. Der Der Mensch ist von der Mensch, sage ich, liebt das Licht und die Tugend. Wahrheit und Ohne daß er seine Geistes⸗Kräfte anzustrengen Gerechtigkeit braucht, erkennt er durch bloße Nachgiebigkeit derlichen und gegen seine eigne innere Empfindung, daß Irr-ewigen Ord— thum und Kaster nichts andres sind, als Elend und Seuche; Verstockung nichts andres, als Blindheit; Ungerechtigkeit nichts andres, als Ausschweifung; falsch verstandener Eigennutz nichts andres, als Verblendung, Verirrung und Wahn. Das sagt uns allen unser Herz, wenn wie Anterschied zwischen Gütern und Reichthum. 496 Zwölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben wir uns nur die Mühe nehmen wollen, ihm in— der Stille unsers Innwendigen Gehör zu geben. Ihm, dem von der Hand seines Schöpfers so ge— bildeten Menschen, bringen wir unsre Arbeit, als ein Opfer der Liebe und Gerechtigkeit dar, und zeigen ihm den Weg zu seiner eignen Glück⸗ seligkeit in der Kenntniß seines wahren Interesse. Es ist nöthig, dieses Werk mit einer Anzeige der Verhältnisse der Ausgaben zu den Schätzen einer Nation zu beendigen. Mit einer Anzeige, sage ich, indem dieses Capitel weiter nichts ent⸗ halten soll, als eine flüchtige Darstellung der Natur und des Wesens des Reichthums, und der wesentlichen Abhängigkeit desselben von den Ausgaben; einige Wahrheiten juris et facti; kurz, einige Regeln über die Art und Weise, sich diesen blendenden Gegenstand mit gehöriger Rich⸗— tigkeit vorzustellen. Umständlichere Approxima— tions⸗Stücke würden doch weiter nichts gewesen seyn, als eine Wiederholung dessen, was hier⸗ über in der Erläuterung der Oekonomischen Tabel⸗ le, am Schlusse des Werkes des Menschen⸗ freundes(, gesagt worden ist. Der Leser findet da,(und im yten Capitel gegenwärtigen Werkes,) eine umständliche Darstellung der Ver⸗ hältnisse der Ausgaben und des jährlichen Ein⸗ kommens zu der Total-Masse der Schätze einer Nation; und dieser sichern und proportionnir— lichen Ventilation weiter etwas Lehrreiches noch hinzu zu setzen, wären wir nicht vermögend. Es ist also genug, dieses hier anzuzeigen, und uns übrigens an die Vorstellung der mit Factis und dazu gehörigen Umständen unterstützten Grund⸗ sätze zu halten. Güter () S. Suite de la VI. Partis de'Ami des Hommes- u. 6 Mthr Hesich! der Me schwint dͤͤtfu schen f genicß Gu; has lhen, schust UO schen d ser is, Runn ah⸗ 0 hu Moss, Huns, u Urnise. 4l Moih haben di auf diee gaben o Hmge Ien e dulalss⸗ dla de dün Boirfri r oder ge Hüge Rr ht um d ben grist U sussi ö N Ruggg , Inz geheg, Ws 0 U Wih, lacho, ani, Hn n Reht I Stihe elt ühi, W nich g duslluz x Iuns, u schen n Ini et Hi 0 Mal, 0 hsiher Nh⸗ Mpropla. esn ½ WM hitt⸗ michndcl Maschen Di A Henpamtn 0 ber Nn dhchen Eil⸗ cihe elkt Rhottonniz reiches V nöhed E , W It Hath Ihr Bul slt ih lalts *2** zur Reichthums⸗Masse der Nation. 497 Güter sind der Fonds des Reichthums; der Reichthum selbst aber ist eine flüchtige Eigenschaft, die sich mit den Gütern bloß durch den Verstand der Menschen verbindet. Der Reichthum ver— schwindet, so bald die Menge der Güter die Be⸗ dürfnisse der Menschen übersteigt, oder die Men⸗ schen sich außer Stande befinden, der Güter zu genießen. Deßwegen müssen da, wo es viel Güͤter giebt, auch viel Menschen vorhanden seyn, die das Vermögen besitzen, dieser Güter zu ge⸗ nießen, um ihnen dadurch die Reichthums-Eigen⸗ schaft zu ertheilen. Güter sind nur so weit Schätze, als die Men⸗ schen darnach fragen und sie suchen. Das Was⸗ ser ist, seinem Wesen nach, eines der ersten Güter, kann aber nur Reichthum an solchen Orten seyn, wo es durch seine Seltenheit einen Preis bekömmt. Also sind die Menschen der erste Grund des Reich— thums, und das sind sie bloß durch ihre Be— dürfnisse. Die Bedürfnisse sind nichts andres, als Nothwendigkeit, Ausgaben zu machen; also haben die Ausgaben die unmittelbarste Beziehung auf die Schätze eines Volkes. Schaffet ihr Aus⸗ gaben dahin, wo es Güter zu consumiren giebt; so bringet ihr eben dadurch Reichthum dahin: denn die Ausgaben werden diesen Gütern zu einem Verkaufs⸗Werthe verhelfen, dessen Verbindung allein die Güter in Schätze verwändelt. Die mehrere oder mindere Befriedigung der Bedürfnisse eines Volkes, dieß heißt, sein größe⸗ rer oder geringerer Aufwand, ist also das zuver⸗ läßige Maaß seines Reichthums. Vergrößert ihr nun das Maaß; so vergrößert ihr zugleich den gemessenen Punct. Vermehret ihr die Be— dürfnisse; so vermehret ihr zugleich die Schätze. W.. P. 2. B. Ji Dieß Meynungs⸗ Reichthum. 498 Zwölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben Dieß ist der politische Punct, wo so gar die Künste, die zur bloßen Anmuth zu gehören scheinen, und selbst die moralischen Wesen, in dem ökönomischen Gebäude und der ökonomischen Masse, zu ihrem Platze gelangen. Hierüber muß ich mich erklä⸗ ren.— Es giebt natürliche Bedürfnisse; noch mehr giebt es aber Bedürfnisse der Meynung: zu folge dessen giebt es Reichthum an Grund und Boden; es giebt auch Mobiliar-Reichthum; endlich giebt es so gar moralischen Reichthum. Dieser letzt-genannte Punct gehört jedoch nicht zu unsern Speculationen, ob es wohl im Grun⸗ de nichts giebt, was diesen Speculationen ganz fremd wäre, und dieser Punct noch weniger, als mancher andre: allein wir berechnen bloß das Physische. Die Mobiliar⸗Schätze, die den Bedürfnissen, welche wir Meynungs-Bedürfnisse nennen, entsprechen, haben doch bey alle dem einen Grund⸗ Preis, der sich auf die Valuta des Materials und der Arbeit, die zu Verfertigung derselben an⸗ gewandt worden sind, oder, besser zu sagen, auf den Werth bezieht, welchen der Verstand, die Concurrenz und das Einverständniß der Menschen auf dieses Material und diese Arbeit gesetzt haben. Nichts desto weniger bezieht sich aber der reelle Preis derselben doch auf Meynung, in wie fern die Menschen ohne dergleichen Schätze bestehn können, und dieselben, ohne die Meynung, die Güter⸗Eigenschaft verliehren würden. So setzte die Meynung der Saracenen den unermeßlichen Werth, den die gesitteten Völker mit der Biblio⸗ thek der Ptolemäer verknüpften, auf die Valuta der Reis⸗Bündel herunter, die zur Heizung der Bäder gebrauchet wurden. So hatten die Ge— schmeide des Herzogs Carl des Kühnen von Bur⸗ gund Iue 9und n Hhiste u es L wuno Nohde schäht! die In duschen aun de Gechme andern! Etick Meynur Grusde in Cgle Geamihe HN Mlen fl Dan Echizt fude sch mit eian shn gn Rgihife die Ruste bhagt de t nacht Dec Schahn Ooch Mur und und Mynn hls, smnn ———— un—— an zur Reichthums⸗Masse der Nation. 499 aulz ö Rich, u gund in den Händen der Schweizer nicht den Wnuuhn mindesten Werth mehr. Wdün Zu folae dessen beruhen die Mobiliar-Schätze n eines Volkes nicht nur auf seiner eignen Civilisi⸗ bitffse uh rung, sondern auch auf der Civilisirung seiner Mcuup Nachbaren: denn daß Gemälde in Italien ge⸗ in Guund ud schätzt werden, würde nicht hinlänglich seyn, um Masthun die Italiäner für reich an Gemälden zu halten. Mischthun. Zwischen einem Privat-Mann und dem andern doc nicht kann das wohl gelten, so bald alle beide einerley lim Srue Geschmack haben, und beide in einem Cirkel von Wctioger guz andern Menschen leben, deren Neigung in diesem Wenigr, 46 Stück eine solche Meynung zur herrschen en hnen baaß Meynung in der Gegend macht. Aus gleichem Grunde müssen aber Gemälde auch in Frankreich, den Bauftsz in England, u. s. w. geschätzt werden, wenn die rfnis urt Gemälde in Italien zu einem Mobiliar⸗-Schatze Imehted der Italiäner werden sollen, der auch von andern 12. Völkern für einen Schätz geachtet wird. dui He Wenn ich sage, die Mobiliar-⸗Meynungs⸗ isi win Schätze hängen von der Civilisirung ab; so Mch finde ich den Zusammenhang dieser beiden Dinge Wdu mit einander in der Natur und dem Wesen der— cbatgßhi selben gegründet. Civilistrung ist Erweiterung h K der Fäbigkeiten und Freuden der Menschheit durch u,Hie die Kräfte und Mittel der Meynung. Nichts EIII behagt dem Menschen, was nicht seine Neigung M rege machte und ihm seine Bedürfnisse andeutete. In, E Die Meynungs⸗Bedürfnisse geben den Meynungs⸗ I u Schätzen ihr Daseyn und ihren Werth. N Le Doch es ist hier nicht unsers Amtes, die Natur und das Wesen der Meynungs-Bedürfnisse 0 und Meynungs⸗Schätze metaphysisch abzuhan⸗ deln; sondern es kömmt bloß darauf an, daß wir 1 ö 9— 60 32 di m. 300 Zrwölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben die Verhältnisse der Ausgaben zu diesen Schätzen ausfindig machen; und diese Verhältnisse sind ganz einfach und deutlich. Die Meynungs⸗Bedürfnisse sind einer indi⸗ viduellen Erlöschung fähig; die natürlichen Be⸗ dürfnisse hingegen können nur mit dem Menschen selbst ihre Erlöschung finden. Hierüber muß ich mich erklären. Ich kann zu meinem Vergnügen nicht nur einer zahlreichen Bibliothek, sondern auch zugleich zwey großer Luststücke im Garten, und zwey schöner Zimmer zum Baden bedürfen; unmöglich aber kann ich an einem und eben dem⸗ selben Tage zwey mal Mittags-Mahlzeit zu hal—⸗ ten nöthig haben. Wenn ich zwo Portionen consumiren will; so muß ich noch jemanden mit mir speisen lassen. Wenn wir aber gleich darüber einverstanden sind, daß die Vermehrung der Schätze von der Concurrenz und Vielfältigkeit der Bedürfnisse abhänge; so hindert doch dieser erwiesene Vortheil nicht, daß die Meynungs— Bedürfnisse nicht in völliger Abhängigkeit von den natürlichen Bedürfnissen stehn sollten. Das Nöthige geht immer dem Entbehrlichen vor; dieß weis ein jeder, und es ist nicht nöchig, es müh⸗ sam aus einander zu setzen. Meynungs-Bedürf⸗ nisse regen sich erst, wann die natürlichen Be— dürfnisse ersättiget sind; jene müssen als Aeste be⸗ trachtet werden, diese sind der Stamm. amnd Keic Von der Quotität des Grund⸗Reichthums also hängt die Quotität des Mobiliar⸗-Reichthums ab. Wir haben, in dem Verlaufe gegenwärtigen Werkes, bewiesen, daß der jährliche Nachwachs der Grund--Schätze, und die immerwährende Fortdauer derselben von den Ausgaben abhänge; daß die Quotität der Ausgaben der Maaßstab von der WIbt Iaahm uhme! Reraden ürgest Inteth und de Wohal aaf Iun, M Lant wicktlur Schah Vahthe berechne dete M balißgh vaha/ · VEiheh Marn de Fastan schs nh durch. lung Rr. Mos N 6 zun sch Gusse burtilt, inm Vun fianen sh dub auc yon Et auffthenden Esst fll 1 Ileung echin Hl ssh Iih H Ratitchn N den Mush lahe nuß Iahn fe, sordern in Guthh, n bidiisn; Id ehmnd uhheit ahl. 04 Nrlunn Fmanden n Hlih hnhhe Rhtung de Mafalligkit dh diase Nhnge⸗ ohtet tut Mlen. Du iu bot; % 0 nih. 64.Bchl⸗ Ulchen Bes Wale U Mathun „Rähthahs Rnühe Imamihuh n thiw Rußsihe 609 zur Reichthums⸗Masse der Nation. 5 01 der Quotität der Schätze sey; daß Zunahme oder Abnahme der Ausgaben auch Zunahme oder Ab— nahme der Schätze nach sich ziehe; daß aus der geraden Richtung, welche die Ausgaben, auf dem kürzesten Wege, zur Consumtion und zum Lebens⸗ Unterhalte nehmen, Zunahme der Schätze entstehe; und daß aus einer falschen Richtung, welche die Ausgaben, abwärts von jener einfachen Bahn, auf Irrgänge in den Umwegen der Spesen neh⸗ men, Minderung der Schätze fließe. Mit einem Wortes, dieses ganze Werk hat es bloß mit Ent⸗ wickelung des Einflusses der Ausgaben auf die Schätze zu thun gehabt; und die Resultate dieser Wahrheit sind nicht nur bewiesen, sondern auch berechnet worden. Richtige und gehörig begrün⸗ dete Rechnungen sind entscheidend; von der Zu⸗ verläßigkeit derselben ist leicht jedermänn zu über⸗ zeugen; selbst der Bauer setzt keinen Zweifel in die Sicherheit und Gewißheit, mit welcher Rech⸗ nungen den Moment einer Sonnen⸗ oder Mond⸗ Finsterniß vorhersagen können. Also darf man sich's nicht Wunder nehmen lassen, wenn wir es durch Berechnung des Pfluges bis zur Aufzäh⸗ lung der Grund⸗ und Mobiliar-Schätze einer Nation zu bringen vermögend sind. Bloß von dem Ueberflusse seiner Einkünfte kann sich ein Volk einen Ueberfluß an Freuden des Genusses verschaffen. Die Gebäude, die Kost⸗ barkeiten, die Bildsäulen, die Gemälde, mit einem Worte, die Mobiliar⸗Schätze aller Arten können sich freylich wohl in einem Lande durch Raub und Plünderung häufen: aber sie sind denn auch von Stund an nicht mehr Quelle von wieder⸗ auflebenden Schätzen; vielmehr werden sie zum Gifte für ihre Besitzer, so bald diese der Neigung 3 3 nach⸗ 502 Zwölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben nachhängen, ihrer zu genießen, oder zu einer wenigstens unnützen und gefährlichen Last, wenn die Besitzer den Nutzen und Gebrauch derselben nicht kennen und sich nichts draus machen. Rom beraubte, aus heißhungriger Begierde nach sol— chem Genusse, die ganze Welt; und Rom wurde, nachdem es durch den innerlichen Krieg, den die⸗ ses Gift in seinem Schoos entzündet hatte, ent⸗ kräftet war, mittelst der Unfruchtbarkeit der Schätze selbst eine Beute der Barbaren, denen es nicht das geringste Mittel übrig gelassen hatte, dergleichen Schätze zu kennen und zu begehren. Die Hunnen schleppten hernach, in ihrem Panno⸗ nien, die Beute des verwüstenden und verwüste⸗ ten Roms zusammen, und nutzten sie weiter zu nichts, als daß sie wußten, sie hätten Schätze. Die kriegerischen Völker wußten es auch; sie nahmen die Verschanzungen der Hunnen mit Sturm ein, und fanden jene kostbaren Spolien in Haufen geschichtet, die aber nicht zu einer ein⸗ zigen Palissade das Holz hergegeben hatten. Nichts kann weiter für Reichthum gelten, als so weit man es wirklich genießt, oder so weit es zwischen den Menschen durch Handel vertrieben wird. Diese beiden Bedingungen sind den Früch⸗ ten zusammen-gehäufter Erpressung versaget. Zu folge dessen kann also eine Nation anders nicht reich seyn, als in ihren Einkünften; und sie kann auch an Mobiliar-Schätzen nur so weit zunehmen, als diese von der Anwendung ihrer Einkünfte herrühren. ö So steht es um die Verhältnisse der Ausgaben zu den Schätzen, so gar zu den Mobiliar- oder bloßen Prunk⸗Schätzen einer Ration. Dieß sind die Tendenzen, die uns berechtigen, zu sagen und mit R e Ilio; ound! duSe Shit der d gchin ab H and he N gae wegen. ummit Enthe hes l Iam, Ruoduate Wuahlaß läßig e tung is die wi venn n W ud riht shistn, der pfeg woben s Nt heh Dagi Git Aunhen, Wadnn, vur duih ——̃— 1— 6 Rlagtn zur Reichthums⸗Masse der Nation. 503 l lier mit einer Art von Gewißheit zu berechnen: eine un Nation, die so und so viel an Einkünften, oder Huhn so und so viel an jährlich immer wieder-aufleben⸗ autn I den Schätzen hat, muß so und so viel an Mobillar⸗ aünl, Schätzen haben; denn von dem Verkaufs Werthe an der Dinge, die zum vnentbehrlichen Bebürfnisse Hig dn hj gehören, hängt der Verkaufs ⸗-Werth der Schätze latt, a ab, die zur Annehmlichkeit dienen— nicht allein Whallul der wegen der natürlichen Abhängigkeit dieser letztern, 1. dehen es und wegen des Preises der Lebens-Mittel und Haftn hat, des Arbeits-Lohnes für die Menschen, die daran begchrg. gearbeitet haben, sondern auch noch mehr deß⸗ Hrenhm⸗ wegen, weil nach Maaßgabe der Vorräthe zum iu Herxihe unmittelbaren Bedürfnisse die Hochschätzung des st vule Entbehrlichern, und die Würderung seines Wer— Iin Echlh. thes wächst und zunimmt.— Für itzt lasset auch ss uns auf die Verhältnisse der Ausgaben zu dem Imnen nik kommen, was wir Grund-Reichthum, das ist, NEpolen producirenden Reichthum genannt haben, welcher unabläßig wieder⸗auflebt, so fern er nur unab⸗ Ninn d⸗ 00 läßig consumiret wird. Bloß in dieser Bedeu⸗ tung ist die Grund-⸗-Reichthums⸗ Eigenschaff, Rahnl die wir ihm hier beylegen, zu verstehn: denn 00 so o wenn man aus dieser Benennung folgern wollte, HWunn daß es Schätze wären, die von selbst existirten un giiche und nicht in Abgang kommen könnten,(Eigen⸗ Hsogt. schaften, die den Grundstücken beygelegt zu wer⸗ un endas den pflegen;) so würde man sich irren: und wir Rftenz ud wollen so gleich beweisen, daß es keine einzige I spt Art von Reichthume gebe, die nicht von Natur Mbunh He vergänglich wäre. Güter, die bloß durch Menschen-Arbeit er⸗ Wesentliche Ruth. worben, oder zum Wieder⸗aufleben gebracht Vehingungen. ö hsa werden, sind an und für sich Schätze, weil sie ö—v9 nur durch Schätze zu erlangen stehen, dieß heißt, ushnn Ji 4 nur nit 304 Zwölftes Cap. Verhäͤltn. der Ausgaben nur durch Ausgaben, gegen welche die Güter, die dadurch beschaffet werden, einen solchen Com— pensations-Werth haben müssen, ohne den dieses ursprüngliche Verkehr der Menschen mit der Erde gar bald aufhören, und der Grund und Boden ungebaut liegen bleiben würde. Also ist alles, was einen Compensations⸗ oder Tausch-Werth hat, ein Schatz oder Reichthum. Wäre aber die Valuta oder der Werth eines solchen Schatzes bloß auf den Aufwand zur Reproduction begränzet; so würde derselbe dem Grundstücke, dem Boden selbst, der die Repro⸗ duction trägt, keine Reichthums-Eigenschaft ge⸗ währen. Mithin würden in solchem Falle die Grunostücke keinen Verkaufs-Werth hahen, und den Besitzern solcher Güter kein Einkommen als Ueberschuß einbringen können, wenn die Repro⸗ ductton oder der jährliche Nachwachs nicht mehr werth wäre, als die Kosten. So wie die Zeiten für eine Nation schwer werden, dieß heißt, so wie eine Nation in die Armuth sinkt, die entweder aus den Steuern und Abgaben, welche ihr die Benutzungs-Schätze wegnehmen, oder aus Mangel an Gelegenheiten zum Absatz und zur Consumtion ihrer Producte entsteht, so sieht man auch den Preis der Grund— stücke bey ihr nach Maaßgabe der Fortschritte, die ihre Dürftigkeit macht, immer mehr und mehr sinken. Dieser Preis könnte als ein zuver⸗ läßiger Compaß von dem Zustand einer Nation dienen, wenn die Producte und die Valuta der unentbehrlichsten Lebens-Mittel nicht schon selbst Maaßstab genug für den Preis der Grundstücke wären. So wie allmählich die Menschen ver— armen, verarmt auch Grund und Boden. Ein harter —————— EEEm. zuN 9— 10 efuufe iuße N un Ichen bis dil ten, V nen Ut Q² Ihh, Hrbarf uche x. dir M ist: du hergibe und gie ohne L 6 irssh, sict; W Rin fnnen, lchten tine tich and deh, Asf. Ran Hihmg, t glich: stätkr, kinen Der nnthin 90 en De st. S6 di Eidz i6 ann s H Hunn n W umywfg nd A Ao tat Lush⸗A Vth eng Auswand i derselbe y det de Jm Ehensagtgs hem gale R he Lommen d Num Hicht miht Wer swy an in di Etiuern ud 6⸗Chiß Hlcenheten Rduck dir Grund. duschrlt Uht Aee Iuer M Muuu Rr shusht Hunic! hushen b 0n, d alr zur Reichthums⸗Masse der Nation. 30z ha ter und wil kührlich herrschender Fürst, der im funf ehnten Jahrhunderte mit Härte über eine große Nation regierte, war der erste, der durch ein unwiederrufliches Gesetz gewissen grundherr— lichen Rechten oder Einkünften, welche die Bauern bis dahin an ihre Grund-Herren bezählet hat⸗— ten, unter dem Vorwande, daß diese Rechte sei⸗ nen Unterthanen gar zu lästig wären, eine andre Gestalt gab. Die Leute, die uns die ursprüng⸗ lichen, aus ber Belehnung fließenden Rechte als barbarische Rechte streitig machen und das natür⸗ liche Recht verletzen, wissen unfehlbar nicht, daß der Mensch nicht an Grund und Boden gepflöckt ist; daß man Grund und Boden heut zu Tage vergebens um nichts anschlägt, und Privilegien und Freyheiten zu Beurbarungen dazu andietet, ohne daß sich ein Mensch melden will, der nur Lust bezeigte, Grundstücke, die von Natur frucht⸗ bär sind, zu besetzen. Vormals wurden sie ge⸗ sucht, ob sie gleich mit Erb⸗Zinsen belastet waren, deren eigentlichen Preis wir itzt nicht wohl wissen können, weil es in unsern Urkunden an Nach⸗ richten fehlt, die uns in Stand setzen könnten, eine richtige Vergleichung zwischen dem reellen und dem Zahl-Werthe jener entfernten Zeiten an⸗ zustellen. Also müssen doch die Erbzins-Männer damals ihre Rechnung dabey zu finden geglaubt haben. Also mußte doch Grund und Boden, ob er gleich den Verheerungen und andern Zufällen stärker, als itzt, bloßgestellt war, gleichwohl einen Werth haben, den er itzt nicht mehr hat; mithin hatten damals die Früchte des Bodens einen Verkaufs⸗Werth, der ihnen itzt verboten ist. Sey indessen dem, wie ihm wolle; genug, die Erde selbst käͤnn weiter keinen Werth haden, als einen solchen, der mit dem Ueberschusse, wel⸗ Ji 5 chen Eigenthum an Gütern und Reich⸗ thum. stücken. Unzuverläßi⸗ ges Eigenthum an den Grund⸗ 506 Zwölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben chen sie außer der Erstattung der zu ihrer Be— fruchtung erfoderlichen Ausgaben abwirft, im Verhältnisse steht; und ohne solchen Ueberschuß giebt es weder viel Menschen, noch viel Geld. Die Grundstücke, die man als Fundamental⸗ Reichthum, als die Fund-Grube der Schätze eines Staates betrachtet, können also nur in so fern Schätze seyn, in wie fern die Valuta ihrer Früchte die Valuta der Kosten übersteigt. Alles, was daher den Verkauf-Preis der Producte und der Ausgaben angreift, wodurch die Producte er— zeuget werden, greift das Eigenthum an, und läßt den Besitzern weiter nichts, als den leeren Titel von Eigenthümern, welcher durch schein— bare Gesetze eingeführt ist, die nicht für die Sicherheit des wirklichen Eigenthums an den Gütern, durch Sicherheit des Mobiliar-Eigen— thums, gesorgt haben. Eine so beschränkte und unaufgeklärte Gesetz— gebung giebt nur eine täuschende, unzuverläßige Landes⸗Verfassung: denn wo Irrthum oder Privat⸗Eigennutz die Kosten zu Erbauung der Producte und den Verkaufs-Werth derselben zu nichte machen, da verschwindet auf der Stelle aller Reichthum der Nation. Also ist nichts vergänglicher und unzuver— läßiger, als der Reichthum einer Nation, indem derselbe weiter nichts ist, als eine Art zu seyn, die mit den Grundstücken bloß durch äußerliche Ursachen zusammenhängt, welche nur gar zu leicht dem Irrthum und der Rauberey preis ge— geben seyn können, wodurch die Benutzungs⸗ Schätze vernichtet werden. Lasset uhtllen Gundst wöchl die di sen dur lnste) tihiche Ii s vache d e, di uN V nen Me Wagnim Hypothe Hemm Mattt Lach tate slen Gurten catons nyn/ Maschn MWl Suu fe pni, nach ken hifthlt Ren sye Echite Rodutt, shen, i gur d W Bse n Mg zur Reichthums⸗Masse der Nation. zo/ RII 1 Lasset uns bey diesen Grundsätzen stehn blei⸗ hren Nanide W ben/ und nach denselben den Irithum derer be⸗zu nigte tz Wgh. urtheilen, die in den Gedanken stehen, daß die macht, der ver⸗ Grundstücke,(ob sie gleich nach dem Sinne der Sigeuthung al Jrdappgt weichlichen und verderbten Sitten einer Nation, an den Grund⸗ ule he Eihh die den ephemerischen, vergänglichen und ruino⸗ stucken. Maso nk 0 sen Vortheil der Geld⸗Renten oder unächten Ein⸗ A sn künfte genossen hat, ein mühseliges und unein⸗ htg. s trägliches Eigenthum ausmachen,) wenigstens u eine sichere und bleibende Hypothek gewährten, ucr welche durch nichts wankend gemacht werden kön ihmn m ne, die aber bierbey nicht einsehen, daß Grund di Eg und Boden ohne die Schätze, welche ihm erst lei⸗ luch sth nen Werth geben, nichts sey. Wer diese Schötze nih ftt wegnimmt, der vernichtet den Fonds und die i 14. Hypothek des Rentenierers. ersten Grund⸗ Hl,Eh Herren und Eigenthümer der Inseln unter dem Wind hatten ganz gewiß schöne Ländereyen; und doch traten sie dieselben an den König um wohl⸗ Hlächtöst⸗ feilern Preis ab, als sie zu Paris einen bloßen Garten verkaufet haben würden. Die Demar⸗ WWen cations-Linie zertheilte diese verlassenen Lände⸗ Etaum ie reyen, ohne allen Widerspruch von irgend einem scbah Menschen, ungefähr zu eben der Zeit, da seder Gl Zoll breit Landes in den Niederland en einen Strom 1 Blutes kostete. Folglich haben die Staaten eben so wenig, wie Privar⸗Leute, Ursach, ihre Macht Mflbea⸗ nach dem Umfang ihrer Gränzen, oder die Dauer⸗ h, Wun haftigkeit der selben nach der Güte ihrer Besitzun— D 3 messen. Wer ihnen die Benutzungs⸗ 0 fllt Schätze verkümmert, der verkümmert ihnen die un. Producte, die Einküͤnfte, das Geld, die Men⸗ I schen, die Suveränetät, das Eigenthum, und Suuz⸗ so gar die Existenz. Alle diese Dinge beruhen demnach auf dem Besitze der Benutzungs⸗Schätze: aber wie unge⸗ * Entziehung 94 des Geldes verursacht . Vernjchtung der Schätze. * Schützende ů Regierung für die Schätze. 5089 Zwölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben mein viel liegt nicht daran, daß wir in der wah⸗ ren Kenntniß dieser Schätze keinen Fehlgriff thun, und in dieser Hinsicht den Fußtapfen der Natur nachgehen! ö So bald es Schätze in einem Staate giebt, ist auch Geld da: allein das Geld kann, als Valuta aller Arten von Schätzen, zum Vehicu⸗ lum der Beraubung der Schätze werden, so bald sich die schützende Macht, oder die Unwissenheit der Nation durch falschen Außenschein vom ge— meinen Besten verleiten läßt, sich einer schlauen und verzehrenden Unter⸗Administration anzuver⸗ trauen, die das Geld auf die Seite schafft, und weder die Ordnung in Ehren hält, noch die Schätze, von denen die beständige Erzeugung der Schätze abhängt, verschont. Der allgemeine Zweck jeder Regierung, sie habe Namen, wie sie wolle, muß seyn, der Natur, wo möglich, zu Hülfe zu kommen; zu welchem Ende sie besonders dafür zu sorgen hat, daß dem Gange der Natur, so wie ihn die Gesetze der Be⸗ wegung selbst vorher geordnet und vorgeschrieben haben, nichts in den Weg treten darf. Zu folge dieser Gesetze ordnen sich die Consumtions-Aus⸗ gaben dergestalt von selbst, daß sie immer zu gleicher Höhe mit den Producten steigen. Diese Arbeit nimmt nach Proportion immer mehr zu; und der jährliche Nachwachs, als Frucht der Arbeit, übersteigt das Maaß der vorhergehenden Ausgaben, und erschafft so mit neue Ausgaben, die gar bald eine noch stärkere Reproduction be— wirken werden. Auf diese Weise richtet sich der Mensch nach der Verordnung des Schöpfers, und nimmt gewisser Maäßen Theil an der Macht desselben. Er wächst und vermehrt sein Ge⸗ schlecht/ 3N schh, Ne d. t athi hilt diel de u höhun eh O shhsche H die t M pepem Räbt,! Fonm so burgerlc Im O.n bonbunr Hachch Uche, de autwortet Maglerug Etörtern vist de Dir 0j h sh l sich dhr sc a Wacher de Mt von o thume fih hfigtit; fisung un si G 0on I Enn, p—=— 2— —. Wagn zur Reichthums⸗Masse der Nation. 09 unhrvh schlecht, seine Schätze, seinen Freuden-Genuß, lpithn und die Früchte des Landes ins Unendliche. Er Mfngun lebt arbeitsam, nützlich, glücklich, und unter⸗ hält die unermeßliche Kette der Werke Gottes, in meumgh der er selbst, als denkendes Wesen von einer m, höhern Classe, denn jede andre Thier-Art, mit n W eingeschlossen ist. rum, Fl Der politische Pyrrhonismus hat der philo⸗ Worinnen Waug, sophischen Speculatlonen über die Vortrefflichteit eang dehehe ö einer vollkommenen Regierung,(Speculotionen, 660 shhaun die er mit der nichtigen Begierde vergleicht, das wlun un perpetuum Mobile zu erfinden,) zu spotten ge⸗ shuf u glaubt, wenn er fragte, was für eine Regierungs⸗ 1½ K Form sollte wohl unter allen denen, die von den hupx bürgerlichen Gesellschaften erdacht worden sind, um den Mißbräuchen der oberherrlichen Gewalt suuh, vorzubeugen, den Vorzug verdienen— die I l monarchische, die aristokratische, die republica— Ruùun nische, die demokratische, u. s. w Der Weise u d In antwortet frostig, um die Realität einer guten Mn Regierung zu beweisen, ohne sich in bergleichen mstutn Erörterungen einzulassen/»die beste Regierung „ sch»„ist die Regierung eines angehenden Staates, „nna»der zu einem hohen Grade von Macht gelangt, 84„und sich dabey behauptet“. Ich sage, der 1105— sich dabey behauptet, indem jedwede Art, 1. au zu seyn, an und für sich und vermöge des Reizes, 0t welcher der Neuheit natürlich ist, gleichsam eine aht A Art von Central-Kraft hat, die ihr zum Wachs⸗ Hahhrn thume förderlich, und eben dadurch der Dauer⸗ „binn haftigkeit zuwider ist. Rom besaß in seiner Ver⸗ aulal fassung und in seinen Vorurtheilen den Grund antst seines Glücks und seiner Eroberungen; es besaß ecasß so gar den Grund zu einer innerlichen Stärke, die hl den Staat, so zu sagen, unerschütterlich gegen fin K ö Anfälle schn 310 Zwölftes Cap. Verhöltn. der Ausgaben Anfälle von außen machte: allein seine Verfassung war doch in ihren hauptsächlichsten Einric tungen roh und bloß zufällig, und enthielt die nagenden Gebrechen, die seinen kunftigen Untergang von der Stunde an, da ihm nichts weiter zu erobern übrig blieb, nothwendig machten. Nichts ist seltner, und in der Geschichte würde vielleicht nichts so neu seyn, als eine Gesetzgebung, die den Grund zur Dauerhaftigkeit legt. An dem Grund⸗ und Eck⸗Steine fehlt es immer bey der Stiftung aller Regierungen. Immer lassen sich die Unterthanen mehr ihr Privat-Bestes, als das gemeinsame Interesse des Staates angelegen seyn; und sie würden daher, wie bereits erin⸗ nert worden ist, immer die Nothwendigkeit ver— kennen, auf die Grundstücke ein Staats⸗Ein⸗ kommen anzuweisen, welches hinlänglich, reich⸗ lich, genau bestimmet, und immer dem Einkom— men der Güther proportionnirlich wäre, um den Ausgaben der Regierung, und dem Schutze der Nation,(ihrer Macht und ihren Kräften ge— mäß,) Genüge zu thun, und das Interesse des Suveräns mit dem Interesse des Volkes mittelst einer ganz klaren Theilung des allgemeinen Ein⸗ kommens zu verbinden, an dessen Erhaltung und Wachsthume der Nation alles liegt, für die sich aber alsdann beide, in gleichem Grad, auf eine unveränderliche und genau bestimmte Art in⸗ tereßiren würden. Der Suverän würde sich da⸗ für eben so geradezu intereßiren, wie die Unter⸗ thanen, weil ihm eine solche Theilung ein stärke— res und unfehlbareres Einkommen zusichern müß⸗ te, als irgend ein andres seyn kann, welches ihm aus einer indirecten und willkührlichen Contri⸗ bution, wäre sie auch noch so überspannt, zu⸗ fließen könnte. Man hat diese Nothwendigkeit wohl u Wil I la hfe m ameßli nd sie sine so zulang ein un aherl Iuhen Iudi, 5 f in G Hanen lich ka haren h sonst d Gaall! 1 Oahin w Ior dhn Untertha wenn er lichen riumo s. hassf 6 % 50 D vdie hist handen 00N Mot Uahrihene Wn Hunscha Gursun dutt, Inh inse Walg subyisig montuiger HN unden ö laham n hatt uug 1• Moth f virh uilch bhhchu, x . Möm anet beh det uet lusen sich „Ditd, dH Ilis angelge bitets aine vndigket du Shlts⸗Eh lhlch, tich Vn Einlon⸗ 0 um dar TChode der Hihen gv Mlis d s nit maen Eie Hotung ulh fir de sch D„ au ae fie Mt i issh do die Mil⸗ 0 bi salhn sschenniß⸗ welche hn m sahnt Hendshe U zur Reichthums ⸗Masse der Nation. v11 wohl bey verschiednen Völkern eingesehen, in⸗ dem man durch Gesetze, an denen die Gerichts⸗ Höfe mit Leib und Seele hängen, große und un⸗ ermeßliche Domänen mit der Krone verknüpfet, und sie für unveräußerlich erkläret hat: allein eine solche Einrichtung konnte nur bey den Incas zulangen, die unter einer gedeihlichen Regierung ein unermeßliches Volk vereiniget hatten, das überall von bloßen Wilden, von Wüsteneyen und unbekannten Meeren umgeben war, das weder Handel, noch andre Bedürfnisse weiter kannte, als solche, denen die Früchte seines Gebietes ohne⸗ hin Genüge thaten, und das folglich auch weiter keinen Tribut bezahlte, als Gehorsam. Unmög⸗ lich kann ein großer Monarch, wenn er Nach⸗ baren hat und über civilisirte Völker regiert oder sonst bey ihnen im Ansehen steht, ohne Ober— Gewalt über die Landwirthschaft seyn; Tu regere imperio populos, ete. Dahin müssen alle seine Sorgen und Bemühun⸗ gen abzwecken; denn er muß den Zustand seiner Unterthanen und seine eigne Macht kennen: und wenn er seinen bestimmten und proportionnir— lichen Antheil an dem Einkommen des Territo⸗ riums selbst hat; so wird das Thermometer zu⸗ verläßig seyn. Sey indessen dem, wie ihm wol— le, der Weise, ich wiederhole es nochmals, sagt: „die beste Regierung ist die Regierung eines an⸗ „gehenden Staates, der zu einem hohen Grade vvon Macht gelangt, und sich dabey behauptet*. Uebrigens sieht er ein, daß der Reichthum einer Nation die Habsucht derer, denen die Ober— Herrschaft anvertrauet ist, rege macht und sie zur Erpressung reizt; und er zieht hieraus, mit einem Worte, den Schluß, daß die schlechteste Regie⸗ rung unter allen diejenige sey, die sich durch ihre ö Gewalt 512 Zwölstes Cap. Verhältn. der Ausgaben Gewalt selbst zu Grunde richtet, und das wech sel⸗ seitige Band zwischen dem Suverän und den Unterthanen zerreißt. Dieser letzt-erwähnte Punet ist den Verhält⸗ nissen der Aus gaben zum Reichthume keinesweges fremd. Die Ausgaben befinden sich, so weit die Rede von Verwaltung der Staats-Wirthschaft ist, in den Händen des Suveräns, und die Be⸗ nutzungs⸗Schätze sind in den Händen der Unter⸗ thanen. Jedwede Regierung, bey der sich ein streitiges, getheiltes Interesse findet, und die sich um die moralischen Verhältnisse zwischen diesen beiderley Besitzungs-Arten,(welche dazu gemacht waren, daß sie in einanber greifen, sich mit einander verstehn, und sich einander unabläßig nähern sollten,) unbekümmert läßt, schlägt, viel— leicht ohne es zu wissen, den Weg zum Grund⸗ Verderben und zu Ertödtung aller Bewegung ein. Carl der Große ließ es nicht daran fehlen, die Stände seines Reichs zu versammeln, selbst zu einer Zeit, da er seine Herrschaft erweiterte, und die vom Feinde gemachte Beute unter seine Unterthanen austheilte, um den Ackerbau zu be— reichern und die Einkünfte seines Reichs zu ver⸗ mehren. Die mannich⸗ Sollen wir das Muster einer guten Regierung kungb-For. etwan in den mancherley Regierungs⸗Formen men, welche suchen, die von Menschen erdacht wurden, welche acht boben bloß nach einem übel⸗verstandenen und mit sich sind nicht mit selbst nicht übereinstimmenden Privat-Interesse dem Wesen zu Werke giengen? Liegt uns denn das Original der eigentli⸗ ö ů ö chen Regierung der vollkommensten Regierung nicht offenbar in zu vermengen. der unwandelbaren Ordnung der Natur-Gesetze ie eigentliche „— 11 vor Augen, worinnen alles, was den Unter⸗ kein Werk thanen und der über sie gesetzlen beschützenden Gewalt zu Gewat a M Lastio 08 die sto Des Duse! pbollkolh runz b. Nl ID Hianen daran ve Maugkt Men h Mten, einem 46 schifte, schen ssf i g tut Mw auf den Ordnung Do s des Vaf Wihryg kltr Ruth i Sadten agdch die das N. Vemann, lünste dn f0„als, Hauthelln Mahs Ronsst N Ny W ö Mh zur Reichthums Masse der Nation. 713 MM woch ä ö 4 Gewalt am besten zu Statten kommen kann. nach menschlicher Maaß und Zahl er wiesen ist, unb worinnen die Anstalt. üns, Positiv⸗Gesetze weiter nichts zu seyn brauchen, mnihng als die aus der vollständigsten und entscheidend⸗ sch fosh—0 Demonstration fließenden Resultete dessubenk a⸗Vrhhhn Diese Theokratie, und nur sie allein macht die volltommene Regierung, die eigentliche Regie— ö ö V— 2 es rung bürgerliher Gesellschaften, die wesentliche d Regierung aus. Vollkommene Regierung ist Vashn kem Werk menschlicher Stiftung; die Men chen masc können ihr nichts hinzusetzen, können auch nichts isdn ut daran verbessern. Wir müssen siin ihrer ganzen .dgu Rnat Rernigkeit, in ihrer ganzen Vollkommenheit vor ssa, st ut Augen haben, und dürfen an alle die Regierungs⸗ sber mabli Arten, die von Menschen, welche si h immer von slhn u einem regellosen Interesse, von tyrannischen Leiden⸗ m Gh schaften, von Jirthum un Verblendung beherr— XI schen ließen, eingeführt und verborben worden iind, ganz und gar nicht denken. Verbannet durn fthlet, nur Unwissenheit und Trug; schaffet Licht Iumdly, sabg auf den Wegen, so wird sich alles wieder zur haft erwitett Ordnung wenden. ö m uslit st Wie sollte man zur Zeit der Unordnungen und Falscher Ant Gthan s he des Verfalles der Reiche im Stande seyn, die geichrhume Vc n du wahren Verhältnisse der Ausgaben zu den Schätzen der Staaten. einer Nation richtig zu erkennen? Die Leute, die n Ragierang in Städten wohnen, beurtheilen das Vermögen Ns⸗Dormg eines Reichs nach dem Schimmer des Luxus derer, urden, welt die das Reich zu Grunde richten; nach dem Geld⸗ uud uitsth Vermögen, welches der Wucher in unächte Ein⸗ u⸗Mhs künfte verwandelt, die im Grunde nichts beßres hut Druin sind, als eine der Nation aufgelegte Abgabe; sie ofolu 0 beurtheilen das Gedeihen eines Staates nach dem Hsth Anwachs ihrer Capitalien-Renten. Die Stadt Iul Rom zeigte sich nie blühender, als gerade zu der 440— 0 Zeit, da der Verfall des römischen Reichs bereits 1140 m. A. p. a. B. Kt auf ————————————— 574 Ztvölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben auf dem Wege war; gerade zu der Zeit, da diese Hauptstadt die Schätze des platten Landes an sich gerissen hatte, und da bald hernach die ausge⸗ sogenen und ihrer Kräfte beraubten Provinzen den Einbrüchen der Nachbaren preis gegeben, und Rom selbst, ohne Gegenwehr, der Plünde⸗ rung, dem Blut-vergießen und dem Abbrennen überlassen wurde. Der unfruchtbare Reichthum dieser Stadt, der weiter nichts war, als die Niederlage der Spolien aus den Provinzen, hat der Nachwelt weiter nichts zurücke gelassen, als prächtige Denkmäler von ihrer ehemaligen Herr— lichkeit und von ihrem Untergange. So gar die Geschichtschreiber haben diesen unächten Reich— thum mit dem Stande des größten Gedeihens dieser Nation vermenget, die vorher die andern Nationen untersochet hatte, und die nunmehr von diesen andern Nationen angefallen werden konnte, ohne ihnen nur den geringsten Wider stand zu leisten. Dergleichen oberflächliche Geschicht⸗ schreiber sehen Staaten um nichts klüger an, als wie es reisende Ignoranten thun, die von dem Prunk der vornehmsten Städte, in denen sie ver⸗ weilen, und von der Pracht der Gebäude darin⸗ nen einen Schluß auf den Reichthum der Natio⸗ nen machen. 2 ö Solche Reisende dünken sich, England zu kennen, so bald sie London, und Frankreich, so bald sie Paris gesehen haben. Wer aber mit natürlichern Grundsätzen vertraut ist, urtheilt hierüber ganz anders. Er schätzt an einer Stadt nur ihre Verhältnisse zu ihrem Territorium und zu dessen gegenwärtiger Fruchtbarkeit. Ueber— schreitet sie diese Verhältnisse; so sieht er sich um, wo das andre Territorium liege, welches ihrem großen Umfange zu Statten kömmt. Ist es das ein⸗ Iu home In uchrittt u, V gt siy pflaggut knn, bersohrt haht xr/ schit hu Nupache aus het eluer so Unstcher, enthickt Poömenn ewige Mer WI kruth un! Ind Uuterg Das! der Rer mesten mancher vor e uul, u tin u Man uir hey dr mit und ie Eund ig nahs von Mashnsoh Lunnguh 0 dun 5 Ardugd II, 00 R nlgf Rnah he Mgi duhin Auungn ul Rjn u, y Rh hem Ahummp hn Ruchhhn lat, 9s6 dy tohngen, ha Rlssw, Iahgn Han I. Go gn R näͤhtn Noh slun Glbchyn 4r He auhen lit nunnch salin werhin Dbersand Iche Shicht⸗ lger au,de die don des hhn sseohz thaube kum in ber Mi Gand Rnich s Her cbit ut st, mhal meit Ek EIDHun ld t lh, t sch Ul wihtt hin Ms UU 0 zur Reichthums Masse der Nation. 515 einheimische Territorium; so erkennt er in einer solchen Masse weiter nichts, als Verpflanzung mehrerer andern Städte oder ländlichen Wohnun⸗ gen, die bey weitem nützlicher anderswo ange⸗ legt seyn könnten. Er sieht, daß diese Ver— pflänzung doch nur auszugsweise Statt haben kann, indem darüber der ganze Nahrungs⸗Saft verlohren gegangen ist, der sich auf den Wegen, bevor er zur Hauptstadt gelangen konnte, einge⸗ sickert hat. Wird sener Ueberschuß durch den Aufenthalt des Handels herbeyg schofft, der ihn aus beuachbarten Staaten zieht; so erkennt er einen solchen Ueberschuß für falsch angelegt, fůr unsicher, veränderlich und vergänglich. Und entdeckt er endlich, daß derselbe die Frucht der Plün zerung und Rauberey sey; so sieht er das ewige Mene, mene, teckel, upharsin(0 auf dergleichen verhaßte Mauern geschrieben, und erräth zum voraus ohne Mühe deren Zerstöhrunz und Untergang. Was dem Volk, und so gar denen, die mit Aus Geld der Regierung einer Nation beliehen sind, am oder Nünze ist nicht auf meisten die Augen verblendet, ist das Vermögen den Reichthum mancher einzelnen Bürger an Gelde: denn um der Völker zu von den Schätzen und der Macht der Natton zu urtheilen, richten sie immer ihre Aufmerksamkeit einzig und allein aufs Geld. Man wird sich vermuthlich wundern, daß wir bey der umständlichen Untersuchung, mit der wir uns über die Schätze einer Nation in dem Stand ihres Gedeihens abgegeben, noch gar nichts von Gelde gesagt haben, diesem den Menschen so werthen Schatze, der immer für den Extract und die Quintessenz des Wohlständes an⸗ Ke 2 gesehen ) Dan. 5, 27. schließen. 516 Zwölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben gesehen wird. Sollte nicht dieses Metall, wel⸗ ches allein den Namen von Reichthum zu ver— dienen scheint, vielleicht der erste und vornehmste Gegenstand unsrer Aufmerksamkeit seyn? Sollten wir nicht hauptsächlich auf Mittel bedacht seyn, das Gold und Silber andrer Völker an uns zu ziehen, und den Staat mit dem Schatze selbst zu bereichern, der ein Volk, wie man glaubt, glüͤck⸗ lich, und seinen Nachbaren furchtbar machen kann?— Man könnte uns dieses in der That zum Vorwurfe machen, wenn wir einen alchy⸗ mistischen Tractat schrieben, ohne ein Wort von der großen Arbeit am Steine der Weisen zu sagen: allein dieses Hirngespinnst ist in der Reihe der Realitäten, die wir untersuchet haben, nicht an⸗ zutreffen. Geld läßt sich nicht anders ansehn, als wie ein Schatz, der durch andre Schätze er⸗ worben wird, und der nur so weit nützlich ist, als er dient, Schatz gegen Schatz zu erstatten. Geld kann uns also nicht bereichern, indem es uns eben so viel kostet, als es gilt, und wirklich nie mehr erstattet, als es werth ist. Dabey findet immer nur Tausch oder Umsatz, und kein Erzeugniß, kein wieder⸗auflebender Reichthum, kein Profit Statt. Sorget nur dafür, daß ihr immer Vorrath zu verkaufen habet; so wird es euch nie an Gelde gebrechen. ö Englands Baarschaft belief sich bey dem Aus⸗ bruche des Krieges 1740, wie man sagt, auf nicht mehr als 11 Mill. Pf. Sterlings; bey der Been⸗ digung dieses Krieges befand sich diese Baarschaft um 5 Millionen Pfunde Sterlings vermehret, und aus eben dieser Vermehrung selbst erkannte die scharfsichtige Englische Nation, was für Schaden ihr der Krieg gethan hatte: denn diese Zunahme ihrer Baarschaft rührte bloß von den Handels⸗ ö ů Sonds Unschen vogen j sch oss b tgen 1nd wue sürden. nacht abz tine Liie wüderho siny Nn In Micl hm n; 5is Geh W Rin Geh, hen o Vle, 0 shhfin ge oan dausc OH Wal zur Reichthums⸗Masse der Nation. 517 hub, gs Fonds her, die damals eben erst wieder einge⸗ Alng n gangen, und die wegen der Fesseln, welche dem mn Wungypse Handel dieses Königreichs durch den Krieg und bsnena die Abgaben von den Lebens⸗Mitteln angelegt Hil Huhi.worden waren, müßig gelegen hatten. HlnMub Ausgemünztes Silber ist an und für sich bloß Shs ein Handels⸗Geräth, bloß ein Unterpfand und Dal giß Maaß für den Verkaufs-Werth andrer Schätze, n Hacn die zu unserm Genusse dienen. Ausgemünztes dr Thn Silber, sag' ich: denn dieses ist von dem rohen d Silber zu unterscheiden, welches als Waare zu n Dattun allerleyh Werken zum Genusse gebrauchet wird, Lasn usahn: und dann in der That ein genießbarer Schatz ist; h x da hingegen das ausgemünzte Silber durch seine ahen, ngt u festgesetzte, und auf den bloßen Gebrauch zum andas anshz Umsetzen beschränkte Anwendung dem Genuß ent⸗ Schaht zogen wird, und nur so weit gut ist, als man uuglh ip sich dessen entschlägt, um sich den wirklichen Ge⸗ Vasatte nuß irgend eines andern Gutes zu verschaffen, bin, Wen es und neue Schätze zum Wieder⸗aufleben zu be⸗ „Wwlic fördern. Es ist bloß ein bleibender Schatz, der f. W nicht abgenutzt wird, der weiter nichts wirkt, als noh ud t eine Circulation, mittelst deren er sich dermaaßen Rachhun wiederholt, daß eine kleine Quantität hinreicht, Mt, daj K seine Anwendung erstaunlich zu vervielfältigen 3 0 td'& und Wechsel⸗Briefe zwischen reichen Bürgern thun dem Zwecke noch viel bequemer als HnUs das Geld selbst. Iauff Die nord⸗americanischen Colonien haben de Erl kein Geld, und haben doch, mittelst Papieres, IBunh eben so viel Reichthum und Genuß, als andre Rumth u Völker, bey denen der größte Ueberfluß an Baar⸗ alante schaften herrscht. Wäre nun auch der Reichthum üst. an Baarschaften in Europa noch so übermenat; WN Zu so würden wir doch darum nicht reicher an Gelde n Hall K 3 seyn, 5ondi nicht beurthei⸗ len. 518 Zwölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben seyn, wenn wir keine Producte zu verkaufen hät⸗ ten, oder unsre Producte durch eine regellose Poli⸗ cey oder ausschweifende Steuern in Unwerth ge— stürte, und der Handel damit ersticket wäre. Hätten wir aber viel Producte von gutem Preise zu verkausen, und dabey freyen und unermeß— lich ausgebreiteten Handel; so würde es uns auch nicht an einer großen Quantität Geldes fehlen, andre Schätze zu erkaufen, welche einträglicher und befriedigender wären, als Geld. Dieser Erkel führt uns also immer wieder zu den Producten, und zu der Freyheit und Immu⸗ nität des Handels, welche den Wohlstand der Agricultur-Völker bewirken, und die Glückselig— keit, die Stärke und die Macht derselben dauer— haft machen; und wir haben bereits oben erin— nert, daß die Total-Masse der unter den Völkern circulirenden Baarschaft bloß dem Einkommen von einem Jahr aus den Grundstücken ungefähr gleich zu seyn braucht. Geld, sagt man, ist die Spänn-⸗Ader des Krieges; aber Krieg erschöpft des Geld, so bald er durch Steuern und rutnöse Anleihen die Einkünfte vernichtet. Nath den Die Geographen und die Geschichtschreiber, Eintuottenn die uns Bericht von dem Reichthun und den der Suveräne Kräften der Staaten geben, urtheilen hierüber Wicht und der gemeiniglich nach der Steuer, welche die Suve— Reichthum räne von ihren Unterthanen erheben, ohne zu ih er Ktaaten antersuchen, wie die Steuer angelegt sey. Dieses zweydeutige Zeichen von dem Gedeihen »oder Untergang einer Nation macht aber der Politik der Nachbaren keinen blauen Dunst, und sie merken gar wohl, daß die erzwungene Ver— mehrung der Einkünfte des Suveräns weiter nichts zuwege bringe, als den Verfall seiner Staaten und seiner Mächt. Wenn + Holsen sclli uun lot hufte Staat mache einer ahr sr ohelnt schiih Kieges berdoby Kͤrach fucht shohfin dungs⸗ Hrund in fily 0 hatroche änliche grift sch sch sihs dlete gro die Ehor Hdev Hatid Eulnf Ind v0 Ga leden e t Nl Lummen in Mr Hihn Mue seij in —— Müu 0— zur Reichthums⸗Masse der Nation. 3 19 Wu 4 Wenn sie das auch nicht berechnet haben; so Ratg, beweisen doch die Folgen gar bald die Unzuläng⸗ h in lichkeit. Itzt wird ein Krieg angekündigt; und inpaii nun können diese ruinösen und trüglichen Ein⸗ X mu künfte, die selbst während des Friedens den Ih Staat und den Fiscus auf keine Weise frey zu he fn machen vermocht haben, weil die Regierung mit 0 uh einer Hand ihren Pachtern in allen einzelnen Arti⸗ 4 keln ihrer Ausgaben wiedergab, was sie mit der —2— andern von ihnen einnahm(); diese Einkünfte, n 0 sag' ich, können zu keiner Art von den Kosten des Yun. Krieges hinreichen. Nun muß also die Steuer Wlsi verdoppelt, und durch erdrückende Abgaben auf⸗ ü Giakgh gebracht werden. Die Regierung muß ihre Zu⸗ waflba dun flucht zu Anleihen nehmen, welche durch die Er— lit en uj schöpfung einer Baarschaft, die von der Einbil— rE Lalen dungs ⸗Kraft vervielfältiget wird, und die im L Grund immer sehr mäßig in einem Lande aus⸗ uhefth fällt, wo der Ackerbau kränkelt, gar bald selbst uu s de vertrocknen. Das alles verliehrt sich in dem Wier endihf nämlichen Schlund, und der entnervte Staat n und unh greift sich im Grunde weiter nicht an, als wider sich selbst. Selbst aus der öffentlichen Schau thichschebe, dieser großen Einkünfte des Fiscus kann der Feind Im und die Schwäche und den nahen Untergang seines u H⸗elublt HKe 4 Feindes We(0 Die Rede ift hier offenbar, wo nicht lediglich, doch , ohne hauptsächlich von solchen Staaten, wo die Staats⸗ gelegt seh. Einküͤnfte zum Theil, oder gänzlich verpachtet sind, Gdehn und wo die Regierung, und durch sie das Land, mit . chn de Staats⸗Schulden gedrückt ist. Jedes von diesen beiden Stücken ist verderblich genug, um ein Land, Dunf ud das Volk und seinen Fürsten, zu Grunde zu richten. ummm da Kommen nun vollends beide zusammen, wie der Fall rins Nittt ö im Vaterlande des Verfassers war; so können die vufl sing Folgen davon kaum anders, als schrecklich, mit einem Worte, sie können nicht erfreulicher aussallen, als sie in Frankreich endlich ausgefallen sind. U. ——— SSISISSIIee —————.— SISSI....... 520 Zwölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben Feindes vorhersehn(). Die Politik be— rechnet heut zu Tage nicht mehr das Geld der Völker, oder das Einkom⸗ men der Suveräne; sie berechnet die Einkünfte der Völker und deren öko⸗ nomische Ordnung: denn das Geld lebt nach Maaßgabe der Einkünfte immer wieder auf. Man sieht aus der umständlichen Erläuterung der Oekonomischen Tabelle, auf die wir uns so eben berufen haben, in was für Verhältnissen die Ausgaben einer Nation mit der Total⸗Masse ihrer Schätze sthen. Diese Schätze werden auf derselben nach dem Einkommen des Territoriums, das Einkommen nach dem Preis und der Quan-— titöt der jährlichen Erzeugnisse von den Grund— stücken, und der Verkaufs„Werth der Grund— stücke und andrer unbeweglichen Güter nach dem Einkommen gewürdert. Mithin ist es immer der Preis der jährlichen Producte, und deren dem Umfange des Territoriums angemessene Quanti⸗ tät, was über den gegenwärtigen Zustand der Total⸗Masse der Schätze einer Nation entscheidet; über den gegenwärtigen Zustand, sag' ich, weil Reichthum, damit ich es abermals wiederhole, bloß eine vergängliche Eigenschaft aller Arten von Gütern Dieß war mit Frankreich augenscheinlich der Fall, der denn auch die endliche Revolution unvermeidlich herbeyführte. In Groß-Britannien findet nun zwar keine Verpachtung der Staats Einkünfte Statt: aber fast zwey Dritthel dieser Einkünfte sind bereits, als Zinse von den Anleihen, welche die Regierung gemacht hat, ein Eigenthum der Copitalisten, Ren— tenierer und Staatsschuldenpapier-Gauner— bis diese Kette hricht, welches vielleicht nicht viele Jahre anstehn wird. U. 1I U Ioa Unwert Eprül gahn zum sch 0 Oulh et M hun Volt Metie Gde 6 genli se W4 uchen siunig mscht scht ‚ den W Hundert Nallt. 30 andre; schiche Hedes Enten Muta Huhth nunsqz ———— SIYꝗSSDSDSDSDISSSSSSSDSDSSSSSSS———“—————.—— N Mgtg zur Reichthums⸗Masse der Nation. gan IRNNN Rapt⸗ Gütern ist, welche überall, wo die jährlichen Wlen, Producte eines landwirthschaftlichen Volkes in birchmg Unwerth fallen, verschwindet; daher das gemeine 10 dnh Sprüchwort, der Preis macht alles. I vas Sh Allein der Preis bezieht sich auf die Aus⸗ Geld ist ein euthn gaben, wodurch die Producte jährlich mit Profit nher wud mne zum Wieder⸗aufleben befördert werden; er bezieht Maahlab de⸗ Wälhtmm sich auch auf das Geld, welches dem Verkaufs⸗ Wenes der n u Werthe dieser Producte zum Maaße dient; und Schätze Whüisn der Verkaufs ⸗Werth des Geldes wird durch sei⸗ Lal⸗ Mas 1— Preis bestimmet, der zwischen den handelnden nnf Völlkern ganabar ist. Deßwegen hat es keine in Nation fůr sich in ihrer Gewält, den Preis des 90 U Geldes willkührlich anzusetzen. In dyn Gruld⸗ Gleichwohl ist es bey den Suveränen eine 1h ber Grunh⸗ ziemlich gewöhnliche Prätension, daß sie meynen, Hler noch hen sie könnten sich des Rechtes bedienen, den Preis amme der des Geldes nach Will ühr zu taxiren; und sie u W richten auch dadurch, daß sie sich dieses wider⸗ Masie un sinnigen Rechtes wirklich anmaaßen, in der ökono⸗ n usend x mischen Ordnung eine Verwirrung an, die sich Hlon enlschchtz, sehr schwer aus einander wickeln läßt, zumal in s, il den Untersuchungen, die den Zustand der Schätze 0 Mbethol, oder der Macht einer Nation in verschiednen Jahr⸗ Wln Miervon hunderten betreffen, welches in der Geschichte der Hitnt Völker und Reiche das interessänteste Stück ist. Rnl de Rl Zu dieser Schwierigkeit könmt noch eine Was für son memoll) andre; ich meyne die Schwierigkeit, in den ver— Len achiien hien fdot unt schiednen Zeiten die eigentliche Real⸗Valuta des dem Preise des enkiniel Geldes im Verhältnisse gegen die durchgängige dem reiseder uft seo Het, Seltenheit dieses Reichthums und gegen die Schätze in ver⸗ sche e Mhltutz Valuta der Producte in den Jahren gewöhnlicher schiednen Jahr⸗ Mplulfen, Nuh hunderten zu Sr Fruchtbark it, und bey völliger Freyheit und Im bemerken sind. Wh munität des Handels aus findig zu machen. Diese K 5 letztere 22.—38..— III———.—— 2 522 Zwölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben letztere Bedingung ist durchaus uothwendig, wenn der eigentliche gangbare und durchgängige Preis des Geldes zwischen den handelnden Völkern aus dem gangbaren Preise der Lebens-Mittel erkannt werden soll: denn wenn sich eine Nation den Ausfuhr⸗Handel mit den Producten von eignem Zuwachse versagte; so würde sie aus dem Preis ihrer Producte nie die eigentliche Valuta oder Theurung des Geldes zwischen den handelnden Völkern erkennen. Sie würbe dieselbe nicht anders erkennen, als aus dem Preise der Waaren selbst, die sie von den Ausländern kaufte: denn im Paßiv⸗Handel kann sie inne werden, wie viel Einbuße sie an dem Preis ihrer eignen Producte durch den Preis der Waaren leide, die sie von andern Völkern kauft. Doch wir setzen hier die blinden Jahrhunderte, die dieser unseligen Wirth— schaft preis gegeben sind, auf einen Augenblick bey Seite, und reden von dem unter den Völkern gangbaren Preise des Geldes, so wie solcher nach dem Preise der mit Gelde bezahlten Waaren und des mit Waaren bezahlten Geldes gewürdert wird. ů ö Die gemeine Real⸗Valuta der Mark Silbers im Verhältnisse gegen den Preis der unentbehr— lichen Lebens-Mittel, des Lohns gemeiner Arbeits⸗ Leute, und der Pacht von Ländereyen, ist die Valuta von drey französischen Maltern Weizens von 240 Pfunden am Gewichte für eine Mark Silbers; die Valuta des zwanzigsten vom Preis eines Malters Weizen für den Preis des Tage— Lohns eines Hand-Arbeiters; in Absicht auf das Einkommen eines Morgens Landes von 100 Ruthen,(die Ruthe zu 22 Fuß, und von mittle— rer Güte,) ist dieses Einkommen, mit Innbegriffe der Pacht-Zinse, der Steuer und des Zehndten, dem vn Mdet Marf 11 I andet fann dehhl der 06 V.ist lann et K hat g tt Mrtal U M Itü S nach u Ncger % hitl 15 M 566 Holdin, de Val e fol Maer! itsh Ins ii 100 R MI Mahgiz dg hey ö Nugtth nUhn 0 Wannt IM Mug dan voß ghre ds den ut Wd a Rsolhag ftle nh da Daarin Hufter urn In, viebij hun Pudack die sse don shen her e 0n Viih⸗ Myahlk Volkern socht vuch Hahren W wiwat ItkEibis lunnthaht +b „ M de Wiiers bihe Matk vom Mres did Tohe scht a 0N 100 0n Hllle ubhife Ihudiin U zur Reichthums⸗Masse der Nation. 523 dem Preis eines Malters Weizen ungefähr gleich. Jedoch bemerkt man, daß in ziemlich nah an ein⸗ ander gränzenden Zeiten die Real-Valuta der Mark Silbers 10, und 12, und so gar 15 Mal—⸗ ter Weizen, in andern Zeiten wiederum 6, in andern 4 Malter, u. s. w. gewesen sey. Mithin kann man den eigentlichen Verkaufs-Werth, oder den wirklichen Preis des Geldes, und die Schätze der Völker in verschiedenen Jahrhunderten bloß aus dem Tausch-Verhältnisse des Silbers zu dem Preise der Producte in jedem Jahrhundert er— kennen. Von Pipin's Zeiten an bis gegen das Ende der Kriege Ludwigs von jenseit des Meeres( hat die Real-Valuta des Silbers ziemlich unver— rückt in ihrer gewöhnlichen Proportion gegen den Verkaufs-Werth des Weizens auf dem Fuße von drey Maltern für eine Mark Silbers geständen. Nach diesen Kriegen aber ist die Real-Valuta des Silbers bis zu Ludwig des Elften Zeiten nach und nach immer mehr gestiegen. Unter der Regierung dieses Königs gait eine Mark Silbers so viel, als die ganze Summe des Preises von 15 Maltern Weizen. Hernach ist sie allmählich bis zu Heinrich des Zweyten Regierung geringer worden, in welcher die Mark Silbers wieder auf die Valuta von drey Maltern Weizen, und unter den folgenden Regierungen gar bis auf zwey Malter zu stehn kam. Wir reden von der Valuta, die sich nach dem gewöhnlichen Preise des Wei— zens richtet, so wie solcher dermalen in diesem Theile ( Louis d' Outremer, Ludovicus ultramarinus, in der Reihe der fränzösischen Könige Ludwig der Vierte. N. 1———.———.— ———— 74 2—3— S —.— aa * 524 Zwölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben Theile von Europa zwischen den handelnden Völ⸗ kern gangbar ist; nach dem Preise, sag' ich, der zwischen den handelnden Völkern gangbar ist: denn in Frankreich ziehen das Ausfuhr-Verbot des Getraides, und die Stöhrung des Getraid⸗ Handels zwischen den verschiednen Provinzen des Reichs solche große und klägliche Veränderungen in den Preisen des Getraides zu verschiednen Zei— ten und an verschiednen Orten, so wohl in Hin⸗ sicht auf den Käufer, als in Hinsicht auf den Verkäufer nach sich, daß es bey einer solchen Un⸗ ordnung gar nicht moglich ist, die Getraide— Preise auf einen gemeinen Preis, der ein Ver— hältniß zwischen den Erbauungs-Kosten und dem Ertrage bestimmte, zu reduciren, oder eine Anwendung davon auf die Real-Valuta, dieß heißt, auf die Wechsel-Valuta des Silbers zu machen. Unter Carl dem Großen machte die ausge⸗ münzte Mark von sechzehn Loth feinen Silbers funfzehn Sols; mithin enthielt der Sou damals beynah ein Loth feines Silbers. Damals stand der gemeine Preis des Malters Weizen auf unge⸗ fähr 5 Pence Sterlings und einige Heller, mehr oder weniger. Der Pence Sterling galt so viel, als damalige 4 Sols tournois. Unter der Regierung Ludwig des Jungen(0 hielt sich der Preis des Malters Weizen noch wenigstens bey der Valuta eines Dritthels von der Mark Silbers, dieß heißt, 5 Pence und eini⸗ ge Heller Sterlings(). Der Zähl-Wertb der Mark (Aoder des Siebenten. U— () Man sehe den Eslai sur les Monnoies, ou Ré- flexions sur le rapport entre Pargent et les denrées, (par Mr. Ric hebourg, à Paris, 4. 1766) pag. 80. Mi einan Uhir an ucht! chen ditsel untt men halte aten Mih W hib fuh Jhih worim Rehme Resamt hem yn Man; Iwird d Me I sst che Iche ge unn eh Mell i In mit an N onN) Wrgg l zur Reichthums ⸗Masse der Nation. 525 asche Ha 10— Mark Silbers stand damals noch ziemlich eben n wünst so, wie unter Carl dem Großen; mithin kann ufh man sich nach der nämlichen Rechnung richten. H Heg yj 1 Ich will die verschiedentlichen Gewichte ber der Dauta D Münzen, die man unter einerley Benennung mit des Silbers Washehn d einander vermenget hat, und die biele 2 lebens u 90 über die Real⸗Valuta der Lebens-Mittel in den Mittel un den M af vergangenen Jahrhunderten übrig lassen, hier verschiednen nicht untersuchen, sondern mich auf eines und Jahrhunder⸗ sicn b Ibe Gewicht, und auf eine und eben önntgen Ms⸗ I Harn 14.—— dass 3 9— E zosischen Mo⸗ u h dieselbe Reihe von Münzen einschränken, die narchie. 9 60 unter den beständigsten Benennungen bekannt sind, um mich an eine allgemeine Zählungs⸗Manier n, d halten zu können, die sich auf die verschiedenen 7910 6 Zeiten anwenden, und mit unsrer gegenwärtigen 6Ubas Münze und der dermaligen Valuta der Lebens⸗ Mittel vergleichen läßt. Seitdem die Gewohn⸗ M auche⸗ heits⸗Rechte des Königreichs um die Mitte des I Sihs funfzehnten, und zu Anfange des sechzehnten Ee m Jahrhunderts,(welches gerade die Zeit war, Dmn sud worinnen der Preis der Lebens⸗Mittel ganz aus⸗ fu nehmend veränderlich gewesen zu seyn scheint,) HAn, ni gesammelt und in Ordnung gebracht sind, seit⸗ Hasb o dil dem haben diese Gewohnheits⸗Rechte das Malter Weizen zu einem Zwölfthel von der Mark Silbers I) gewürdert; ein Beweis von der Einförmigkeit Wi h des Preises der Lebens⸗Mittel in den verschiednen Nthth un Provinzen des Reichs zu damaligen Zeiten. Nun U Uh ist aber das Gewicht der Mark Silbers das näm⸗ •Oun V. liche geblieben, was es damals war: mithin kann es wenigstens dienen, die Valuta der Lebens⸗ ö Mittel in den damaligen und nächstfolgenden Zei⸗ ten mit der Valuta unsrer Tage zu vergleichen; nis, Mi und diese bekannten Verhältnisse zeigen deutlich ts ken genug die Valuta der Lebens⸗Mittel in den vor⸗ 200)pu hergehen⸗ ——————— ———.— *—— ———.27——— ———— —.—.—.——— ————— *.— —— Valuta des Silbers unter Carl dem Großen. 526 Zwölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben hergehenden Jahrhunderten an: denn man er— kennt ohne Schwierigkeit, ob die Abwechselungen im Preise von dem Gewichte der Münzen und von der Valuta der Lebens-Mittel, oder ob sie von beiden zusammen abhängen. Wenn man die Unterschiede im Zähl-Werthe der Mark Silbers von Heinrich des Zweyten Regierung her bis auf gegenwärtige Zeit mit einander vergleicht; so findet man, daß die Valuta der Lebens-Mittel so ziemlich unverrückt einerley sey. Allein von den Zeiten der Kreuz-Züge her bis zu Heinrich dem Zweyten findet sich diese Einförmigkeit nicht mehr, und es ist auch in den ersten Jahrhunder⸗ ten der Monarchie keine solche Veränderlichkeit in den Preisen zu spüren. Von den Kriegen der Kreuzfahrer an hat diese Veränderlichkeit bis auf Ludwig den Elften nach und nach zugenommen; und hernach hät sich die Einförmigkeit binnen sehr weniger Zeit in eben dem Zustande, wie unter der Regierung Carl des Großen, und unter den folgenden Regierungen bis auf den König Philipp August, gegründet. Unter Carl dem Großen betrug das Pfund⸗ Gewicht Silber ungefähr elf Unzen, die Unze acht Quentchen, das OQuentchen 72 Gran. Das Pfund⸗Gewicht Silber ward in zwanzig Sols getheilt; mithin kamen ungefähr funfzehn Sols auf die Mark Silber von acht Unzen. Unter Ludwig dem Heiligen(oder Neunten) war die Mark Silbers 58 Sols tournois werth. In zwo Verordnungen Ludwig des Heiligen heißt es, der Penny Sterlings solle nicht höher angenommen werden, als zu 4 Sols tournois. Nun 597 aber die 58 Sols(oder ungefähr 3 Franken I 1 1N dd Sie cbin die! Dier die! unht hlth lud Malt 150 15 6 Eatl! de 5 ur! Huand Du Iud u Ings, untet x 17& deh bien Einsh D nile, Rangbat rung bud The⸗ Iim b rat, den an Vahn, ö Mm + W Warllg zur Reichthums⸗Masse der Nation. 27 . ni Franken— ein halber Laubthaler) von dem Preise hhanm.. der Mark Silbers unter Ludwig dem Heiligen, Wühser und die etwan 15 Sols von dem Preise der Mark In u Silbers unter Carl dem Großen mit einander in ii ant eben der Proportion, wie die Sols tournois und uneh die Pence Sterlings, von denen ein jeder das vuh H Haf Vierfache vom Sol tournois betrug. Also waren blhlachtz die 15 Sols, die den Preis der Mark Silbers lchng Mul unter Carl dem Großen ausmachten, 60 Sols „WWun don tournois gleich; und die 3 Franken, die unter uu hän) Ludwig dem Heiligen ungefähr den Preis der rmgent igh Mark Silbers ausmachten, waren also ebenfalls Aihure 15 Pencen Sterlings gleich. Mithin waren die Mimdabch 15 Sols vom Preise der Mark Silbers unter din Hritger Carl dem Großen wirklich Pence Sterlings; und sschlit HS die 58 Sols von dem Preise der Mark Silbers Ihenomm unter Ludwig dem Heiligen waren, aus gleichem nafit bim Grunde, Sols tournois. w unt Der Preis des französischen Malters Weizen Preise der stand unter Carl dem Großen auf 5 Pence Ster⸗Lebens⸗Mittel Kn Pyip lings, einige Heller(deniers) mehr oder weniger zGroßen Zeiten unter Ludwig dem Heiligen stand er ungefähr aufhentigen d 15 Sols rournois, und folglich ungefähr um h den vierten Theil geringer in der Valuta an Silber⸗ 6 28 Gewicht, als unter Carl dem Großen. mih S Wir haben aus jenen Zeiten her keine Denk⸗ syhn Els mäler, welche hinreichend wären, uns über den gangbaren Preis des Weizens während der Regie⸗ rung Ludwig des Heiligen zu vergewissern. Das Tage⸗Lohn des Hand⸗Arbeiters, das sich nach mnis weit dem beständigsten gemeinen Preise des Weizens richtete, und das mit ziemlicher Regelmäßigkeit b6 Hlut den zwanzigsten Theil vom Preise des Malters nh 5 Weizen, nach pariser Maaße, beträgt, ist ein sumn Mittel, welches so ziemlich den gangbaren Preis ů Iigtfihf des ⁰ —— .I—— .——— ́—— bers 10 Franken oder 200 Sols tournois. Der 528 Zwwölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben des Weizens andeuten kann. Nun ersieht man aber aus einer ab gelegten Rechnung, daß in Languedoc, zu den Zeiten des heil. Ludwig, der Arbeits-Mann mit einem Tage⸗Lohne von sechs Deniers tournois bezahlet worden ist, welches den zwanzigsten Theil von 10 Sols stournois aus— macht, die ein Master Weizen damals gekoßet haben müßte; aber es ist nicht angemerkt, ob es zur Winter⸗oder zur Sommers⸗Zeit war, welches den Mittel-Preis des Tage-Lohnes genauer ent⸗ scheiden würde. Es heißt bloß: pro 40 jorna- libus hominum 20 turn.(H. Ueberdieß könnten in einer so abgelegnen Provinz die Preise auch wohl geringer seyn, als mitten im Reiche, wo die Provinzen mehr Verkehr mit einander haben. Zu folge dessen läßt sich aus allen diesen Gründen die Vermuthung schöpfen, daß der gemeine Preis des Weizens, unter der Regierung Ludwig des Heiligen, ungefähr auf 15 Sols gestanden haben müsse; und dieser Preis trifft ziemlich gut mit den Preisen der vor⸗ und nachherigen Zeiten über⸗ ein. Unter dem Könige Carl dem Fünften galt die Mark Silbers 5 Franken oder 100 Sols tournois. Der Zahl-Werth des Sou tournois war also von 3 auf 5 gestiegen. Der Weizen galt unter Carl dem Fünften 20 Sols tournois. Das machte 5 Malter für eine Mark Silbers; und folglich hatte der Weizen beynahe die Hälfte weniger Valuta an Silber-Gewicht, als unter Carl dem Großen, wo 3 Malter eine Märk Silbers galten. Unter Ludwig dem Elften galt die Mark Sil⸗. Sou —0 S. Essai sur les Monnoies, Variat. pag. 4. Iu Souü Orhel (arl den Suthn Matt K6 13 von de Wethen Gigt 0 Cole, tounots Gewscht bon Em Zit der aMol Sletz W u sehtc Hatingerd lodbsen bosteg, ludoig hin wak! Saß/ 90r 60 El Haundis ur 16 Fraxkn Eshsz WI is hen e Walechn ubsieht uterl let Myn g v Ru⸗ Mey. zur Reichthums ⸗Masse der Nation. 529 Sou tournois war um drey Vierthel und ein Ahn Driethel am Silder-Gewichte berringert. Unter Wn r Carl dem Großen galt das Malter Weizen 5Pence ash Sterlings, oder den dritten Theil von einer innn Mark Solbers. Unter Ludwig dem Elften galt 16 en 13 Sols tournois oder den funfzehnten Theil Numns ghig von der Mark Silbers; und folglich galt der Rnkt, dbig Weizen damals vier mal weniger an Silber⸗ at, wycheg Gewicht, als unter Carl dem Großen. genalet ent Itzt gilt die Mark Silbers 54 Franken und .0 40 fornn. 6 Sols, oder 1086 Sols tournois. Der Sou udich körnte tournois ist um siebzehn mal weniger an Silber— Mrsu Gewichte verringert. Der Sou tournois wär MNäche, vo: von Carl des Großen bis zu Ludwig des Heiligen nunder hohg, Zeit der 58ste— oder, damit wir die runde h Gruhbin Zahl voll nehmen, der 60ste Theil von der Mark Wmnt Puis Silbers, und der Penny Sterling der 15te Theil. Hw ds Heut zu Tage befiudet sich der Sou tournois Wden haben um siebzehn mal weniger an Silber. Gewichte W den verringert; er enthält also dermalen nur den Jun Un 1086sten Theil von der Mark Silbers, statt des osten, den er unter Carl dem Großen bis auf Ludwig den Heiligen ausschließlich enthielt. Mit⸗ ssngittt hin war in damaligen Zeiten ein Sou tournois Htburnnb. 18 Sols tournois itziger Zeiten, und ein Thaler also don von 60 Sols tournois 18 Thalern von 60 Sols unn Latl tournois unsrer Zeiten gleich. Der Weizen gilt Das wochtt 18 Franken oder den dritten Theil von dber Mark und solglich Silbers; und so nach befindet sich die Valuta lste welihe des Weizens an Silber-Gewicht heut zu Tage er Eall dn in eben dem Stande, wie unter Carl dem Großen, Ibers golen ohgleich unser Zahl-Werth dermalen ganz anders aus sieht. el Unter Ludwig dem Heiligen wurde das Mal. Verhältnisse umnh, di ter Weizen ungefähr für 15 Sols tournois, und Aühnit zn der Ei heut zu Tage wird es für 18 Franken tournois Manze der —33 WM. A. P. 2. B. 9*71 ver⸗ 530 Zwölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben vergangenen verkaufet. Mithin war der Sou tournois, Jahrhunderte. unter Ludwig dem Heiligen, ungefähr 20 Sous tournois unsrer Zeiten gleich. Unter dem Könige Carl dem Fünften galt das Malter Weizen 20 Sols tournois; folglich war der damalige Sou tournois 18 Sols tournois itziger Zeiten gleich. Unter Ludwig dem Elften wurde das Malter Weizen für 13 Sols tournois verkaufet; mithin war ein Sou tournois damals 26 Sols tournois itziger Zeiten gleich. Unter Carl dem Neunten stand der Preis des Malters Weizen auf 23 Franken; bey diesem Preis hat es sich so ziemlich auch unter den folgenden Regierungen gehalten; und noch itzt steht es auf diesem Fuß in England, wo der auswärtige Getraid-Handel frey ist 9. Dieser Preis kömmt auf die 5 Sols und einige Deniers heraus, welches die Valuta des Weizens unter Carl dem Großen und den folgenden Regie— rungen bis gegen die Regierung Ludwig des Hei⸗ ligen war. Valuta des Wir haben bemerket, daß unter Ludwig dem Eudmig bem Heiligen ein Sou tournois 20 Sols tournois Heiligen. unsrer Zeiten gleich war; folglich war ein da⸗ maliger Denier tournois 20 Deniers tournois unsrer Zeiten, und ein Franke tournois 20 Fran⸗ ken tournois unsrer Zeiten gleich. Dem zu folge kann man aus dieser Rechnung erkennen, wie es, Militarischer zum Beyspiele, mit dem militärischen Sold unter Ludwis vm der Regierung Ludwig des Heiligen gestanden Heiligen. habe. Der Sold des Panner-Herrn(, mit Innbegriffe der an seiner Seite bewaffneten Reisi⸗ gen(Knechte, Knapen, Wapenen,), betrug an gewöhn⸗ ( Dermalen lege, gewe sen is. U. (π) Chevalier Banneret. Man sehe den Abbẽ Velly in der Histoire de France, Tome V· pag. 30. giin U Hilen vat, D Süll Rers 108 80 D 6Nu Cx D (2N0 +2 Dannt ( Da Fant (In 6 8 en e hussch⸗ Re 6 vutde Olad ( f 0 f. H Oen s0 dez Hrh Etd llrth 8 — Redz zur Reichthums⸗Masse der Nation. 531 ů ö anhne gewöhnlichem Solde täglich 20 Sols(20 Fran⸗ 2—— ken); und an erhöbtem Solde, der in gewissen Rund e Fällen bräuchlich, und um ein Drittheil stärker I 0 war, 30 Sols(3 Franken) täglich. ur unsyen Soh günst Der Sold eines bloßen Ritters mit einem d dus Mutz Schilde(½) und des Knapen oder Schildträ⸗ llfust nihe gers der Wapenen() war gewöhnlicher Weise E 10 Sols(10 Franken), und der erhöhte Sold I N 15 Sols(15 Franken). Dape auf 25 Der Sold des gemeinen Ritters(πνα 5 Sols Sschse Renl(5 Franken), der erhöhte 7 Sols und 6 Deniers Ingen ghhglen(7 Franken, 11 Sols und 6 Deniers). Juß in Es ö rinr Der Sold des Junkers zu Fuße(ρ) 2 Sols Wn 5(2 Franken), der erhöhte 3 Sols(3 Franken). I WIn Der Sold des Knapen zu Fuße(It) 12 Hshen dgh Deniers(1 Franken), der erhohte 16 Deniers 00 Hen(I Fränken und 10 Sols). Der Sold des Schützen(Ett) 15 Deniers ungut( Franken und 5 Sols), der erhöhte 22 Deniers Eo uros(1 Franken, 11 Sols und 4 Deniers). 0 vt ein d ö ö 3 uumei Die sorgsamen Bemühungen dieses Monar. Ludwig des 2ofü chen erstreckten sich über alle Dinge. Zum öftern 11. W verschickte er Commissarien(tttt), nächzusehn, gierung. Oal g felhe 3. 3 Mch daß die Flüsse schiffbar gehalten würden. Kurz, Weibort es wurde nichts aus der Acht gelassen. Durch n Hsnde Ll 2 seine rn)( Bachelier. wuftein Aiß() P'Ecuyer Banneret. ) bang(%) Ecuyer simple. aht(τ) Gentilhomme à pied. (F) Sergent à pied. ö(Eft) Arbalétrier. 15(tttt) S. Velly a. a. O. pag. 301 ff. „P Valuta des 532 Zwölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben seine fleißige und vielfältige Fürsorge ward Ord⸗ nung im Staate gegründet, Ruh und Zufrieden⸗ heit gesichert, und Ueberfluß im ganzen König⸗ reiche verbreitet. Was noch mehr sagen will, es wurden eben dadurch so gar die Einkünfte der Krone vermehret.„Das kann man“, sagt der Geschichtschreiber,„als ein Meisterstück der Poli⸗ otik betrachten: denn in der That bereicherte sich „der Monarch“, wie Velly sagt,„durch nichts „weniger, als außerordentliche Auflagen; wie „man denn dergleichen in jenen ältern Zeiten kaum „kannte 4.—„Ludwig“, sagt Joinville,„sah „bollkommen ein, daß dem Fürsten unmöglich »etwas zum Vortheile gereichen könne, wenn es vdem Unterthan lästig ist; und er hütete sich da⸗ „her jederzeit vor Erpressungen. Am Ende nahm „das Königreich durch die gerade Redlichkeit, die „man darinnen herrschen sah, dermaaßen zu, daß »die Landes⸗Einkünfte, die Zinsen, die Rente »und das königliche Einkommen jährlich um die „Hälfte wuchsenn. Der König war aller Ge⸗ waltthätigkeit feind, und immer willig und be— reit, seine Ansprüche, so bald sich nur ein Schat— ten von Zweifelhaftigkeit zeigte, schwinden zu lassen. Diese edle Billigkeits-Liebe veroffenbarte sich bey jeder Gelegenheit, wo ihm vernünftige Vorstellungen gethan wurden. Unter Carl dem Fünften galt die Mark, im Silbers unter Verhältnisse gegen den itzigen Zahl-Werth, wie dem Könige Carl dem Fünften. auch im Verhältnisse mit ihrem Preis im Umsatze gegen die Lebens⸗Mittel,(diese beiden Valuten mit einander verbunden,) 90 Franken und 10 Sols unsrer Münze. Mithin gält in damaliger Zeit ein Franke 18 itzige Franken; ein Denier galt 12 Deniers, ein Sou 18 Sols. Die Geschicht⸗ schreiber Iu. schlt I His aiten Habenn! estaune das lar damals doch, Mn, Vuhes, Unstte Mo⸗ Me Mi bon din! Rsammel Fintn! die Mocht. ind de Iu, due il liche Firs lt gebrach lch:Schi und apdez d.r Hs, Raet fisfs Hahin hutt Ihn sine D Ma yn aurroch i aufbn hoß b6 Olheez Mit dam Il Hhenher. Rhgn I zur Reichthums⸗Masse der Nation. 533 ugien schreiber machen ihre Leser auf die Geringfügigkeit ynh der Besoldungen und des Aufwandes in jenen WEn Zeiten bloß darum aufmerksam, weil sie vergessen Wtthun haben, diesen Umstand zu untersuchen. Sie hune, un erstaunen über die Simplicität der Kleider, weil if 0 das lange Amts-Kleid eines Parlements-Raths damals nicht mehr als 18 Franken kostete, die hnrich nier doch, durch 18 multiplicirt, 720 Franken geben. 06 Mithin findet sich zu folge des damaligen Zähl⸗ Rüpi Werthes, und der Valuta des Geldes bey dem Umsatze jener Zeit gegen Waaren, daß ein solches Nndl, h ö iu W Amts„Kleid 720 Franken unsrer dermaligen 0514 Münze werth war. Hitte schdv Nach diesen Principien kann man die Valuta Ebench von den 17 Millionen(dermalen 306, 00, 0ο) Weschlat R gesammelter Spar⸗-Gelder, die sich bey Carl des n deh Fünften Ableben im königlichen Schatze fänden, die Macht und die Ursache des Waffen⸗Glücks, die Aunte huh mde und die Politik dieses weisen Monarchen beurthei— üah E. len, der überdieß durch Acquisitionen unterschied⸗ rlhudt liche Fürstenthümer oder große Lehen an die Kro⸗ 23%%. ne gebracht hatte, und außerdem noch unermeß⸗ hua liche Schätze an Silber⸗Geschirr, Edelgesteinen, amsebl und andern Mobiliar-Effecten hinterließ, trotz Hanlt der Kosten, welche ihm die Kriege verursachten, die er fast seine ganze Regierung hindurch auszu⸗ halten hatte und sieghaft aushielt. Es ward l ihm seines Reichthums wegen ausdrücklich die Benennung Carl der Reiche beygelegt. Veuh H Unsth Allein unsre rechnenden Geschichtschreiber men— Iben Mkt gen noch überdieß in ihren Rechnungen, die sie Hn 10 auf den bloßen Zähl⸗-Werth reduciren, den Preis bnulgt des Silbers, als Waare oder roher Materie, WD l mit dem Preise des ausgemünzten Silbers unter NO einander. Auf solche Weise wird dieses Funda⸗ sschr LI 2 mental⸗ 534 Zwölstes Cap. Verhältn der Ausgaben mental⸗Stück der Geschichte so nachläßig behan⸗ delt, daß es nicht anders aussieht, als ob die Geschichtschreiber keinen andern Zweck hätten, als daß sie die wunderbaren Vorfälle eines Hazard⸗ Spieles erzählen wollten. Valuta des Unter der Regierung Ludwig des Elften war Lihung dn in Europa das Silber äußerst selten. Man be— Elften. kam damals für eine Mark Silbers funfzehn ö Malter Weizen; die Real⸗ oder Tausch-Valuta * der Mark gegen Lebens-Mittel betrug ein wenig mehr, als das Fünffache von ihrer gegenwärti⸗ j gen Valuta im Umsatze. Der Zahl-Werth der Mark stand auf 10 Franken, dieß heißt, unge⸗ fähr wie 2 zu 11 von dem, was sie dermalen ist. Das Einkommen des Suveräns betrug, auf den Umfang seiner Herrschaft und auf die damalige ö Münz⸗Taxe der Steuern reducirt, 4 Millionen und 70⁰0,000 Franken, die, wenn wir sie so gleich auf unsern dermaligen Zahl-Werih her⸗ ö unter setzen wollen, 26 Millionen ausmachen ö* Königliches würden. Diese Summe würde, nach der Real— 777⁴70r᷑ ö Einkoomen oder Umsatz⸗Valuta des Geldes gegen Lebens⸗ unter Ludwi ‚ ö dem Eisten. Mittel zu damaliger Zeit, heut zu Tage ungefähr 49 ö 128 Millionen unsrer Münze betragen. Der damalige Denier würde 26 Deniers, der Sou ö tournois 26 Sols, und der Franke 26 Franken ö seyn. Ein französischer Morgen Landes zu 0½ Marly an der Marne, unweit Paris, ward um WMM 16 Sols verpachtet; dieß ist 21 Franken unsrer 7½* gegenwärtigen Münze(). Die Grund-⸗-Steuer betrug, ( Die Ländereyen wurden damals nicht sonderlich ; mit Steuern beleget; daher mußte der Pacht Pris . natürlicher Weise höher seyn, als er heut in Tag ist. ö 1 blah, ahan de Das von der 9on&⁰ ditset E Ren ihe gllient W Kebrnud ID dawals warene Chuern nures; W mit hr f luttt Daih vo die Valnt Mitel v denn zu damale my su hun gche Dis Maltr Mark El Ghun UU Mn Leigne Prnce! Chu LIVycI 777. 00 Mixo: tgz zur Reichthums⸗Masse der Nation. 335 I ünn betrug, wie es scheint, damals nicht mehr, als Rhn etwan den zehnten Theil vom Einkommen. 4 4 l n Das Einkommen, welches der König damals von der Normandie bezog, war, nach Philipps von Comines( Berichte, 950,0⁰00 Franken; h Estn zy dieser Ertrag belief sich so ziemlich auf 26 Millio— In. Mun h nen itziger Münze. Die Steuer ward ihm ein— I finfich geliefert, ohne daß General Pachter zu Mittels⸗ ush⸗Wunt Personen zwischen dem König und seinem Volke ua in vng gebrauchet worden wären: denn eine Abgabe von t Ryrmit 12 Deniers auf drey Scheffel Salz(6, welches Ml⸗Anh y damals Kaufmanns⸗Gut war, ausgenommen, waren weder Lebens-Mittel, noch Waaren mit Steuern beleget. Unter Ludwig dem Elften waren nur erst zwey Dritthel der Provinzen von der ge⸗ genwärtigen Herrschaft des Königs unmittelbar mit der Krone verbunden. sch hußt, u⸗ sttdemalen ug, dufbn ot domos Mꝛslona m wir sse s Unter èLudwig dem Zwölften stand der Zähl⸗ Eutbers unrer l⸗Wuch dur Werth der Mark Silbers auf 11 Franken, und Ludwig dem Im auöpachn die Valuta derselben im Umsatze gegen Lebens⸗Zwölften. nuchdr Poit Mittel war vier mal so hoch, als heut zu Tage, S denn zu folge der Gewohnheits-Rechte, die in Zungft damaligen Zeiten, und derer, die unter der Regie— Iugen, Du rung Carl des Siebenten gesammelt und in Ord⸗ 5, du Soh nung gebracht worden waren, wurde der Preis 2 26 Ftmntn des Malters Weizen zu einem Zwölfthel von der Mark Silbers geschätzt. Unter Ludwig dem Endes 2 ö Elften war er, wie wir gesehen haben, um ein His, Haid M 71. Framn inft 5 5 Suuftbel and,Etlt(„ Memoires de Philippe de COMINES, seigneur d'Argenton, contenant'fistoire de France sous le regne de Louis XI, et Charles VIII. III bueh depuis 1464— 1498, augmentés par l' Ab bẽ Mh LENGLET du FRESNOV, 4 Vls, 4. à Paris, N 17⁴7. () Minot de sel. 336 Zwwölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben Fünfthel mehr gefallen; und unter Ludwig dem Zwölften finden wir ihn schon wieder um ein Könialiches Fünfthel gestiegen. Das Einkommen dieses anter obi Monarchen belief sich in alem auf 7.65οοο dei Zwölften. Franken; eine Summe, die 143,.0⁰0⁰0 œοο qFran⸗ ken nach gegenwärtiger Währung gleich kam. Der Sou verhielt sich damals gegen itzt, wie— zu 20. Unter der Regierung des Königs Franz des Ersten wurde die Valuta des Silbers im Umsatze gegen Lebens-Mittel in der Geschwindigkeit ge— ringer, und fiel auf die Hälfte von dem, was sie unter der vorigen Regierung gewesen war. 34 Die Mark Silbers stand auf 13 Franken. .— 7 Das Einkommen des Königs betrug 15,730,0⁰ο rsten. Franken, mit Ausnahme der Noth-Steuern, die von der Nation zu außerordentlichen Bedürfnis⸗ sen aufgebracht wurden. Diese Summe von 15,730 000 Franken war 128,840 000 Fran⸗ ken itziges Geldes gleich; der damalige Sou ver— Könialiches hielt sich gegen den itzigen, wie 1 zu 84. Das buterarnn: Einkommen des Königs scheint, verglichen mit r Franzen.— ů den Total-Summen damaliger Zeiten, ungefähr doppelt so stark gewesen zu seyn, als das Ein⸗ kommen Ludwig des Zwölften; und die Unter⸗— thanen Franz des Ersten konnten wohl, wenn sie auf den Zähl-Werth und die Umsatz⸗-Valuta des Geldes gegen die Lebens-Mittel nicht Acht hat— ten, in den Gedanken stehn, daß sie eine große Steuer⸗ Vermehrung zu tragen hätten, da sie doch wirklich beynahe den achten Theil weniger, als unter der vorigen Regierung, bezahlen durf— ten. Die Geschichtschreiber bleiben aber nur an der Vermehrung der Millionen-Zahl kleben, und lassen uns daher glauben, haben auch vermuth⸗ lich Valuta des V c b shetth schbtte ss es b hungt war/ Spake Wan glich 1 de bon d mutip Quart filg; Eibns das mf 001 20 Hah wu Sdhv Vuth Funtt Wesche Grund I, N 0 ss. wigtd ar Mlches ö D05 Eil hundes Hrasts dann lir Iu Scht 00 D0 Hn, Wdlu zur Reichthums ⸗Masse der Nation. 337 U 22—— lich seibst geglaubt, Franz der Erste hätte seine umn Unterthänen bey weitem mehr mit Steuern be⸗ af i⸗ schweret, als Ludwig der Zwölfte. Gleichwohl Liin ö ist es bekannt genug, daß Franz eben nicht geld⸗ l hungrig, und so gar nicht minder ökonomisch R war, als Ludwig der Zwölfte, dem man doch ath, vi: Sparerey zur Last legte. Franz dem Ersten hat man diese Eigenschaft nicht zugeschrieben, ob er iseszun des gleich im Grunde weniger Einkommen gehabt, n Unsche und bey seinem Ableben eine ersparte Summe wundig g von 800,000 Gold-Gülden,(welche mit 832 on dam, wah multipliciret werden müßten,) und noch ein chs uot. Quartal von seinem jährlichen Einkommen, als ö fällig gewordnen Rückstand, hinterlassen hat. 1250 Durchgängige Seltenheit oder Theurung des Durchgängige , Silbers kann dem Vermögen der Staaten nicht Tbeurung oder Etelern, di Seltenheit des AEn das mindeste benehmen, indem die stärkste Real Sien untere Eunn, ut oder Tausch-Valuta desselben zu allen Zeiten, sch 129 1 in dem m u, bloß unter andern Benennungen, den übrigen Bermögens⸗ H Schätzen das nämliche Maaß von Verkäufs Dolter der 220 Werth ertheilt. Mithin ist der Abgang an Silber h 6 keinesweges ein Mangel an Schätzen in Staaten, 1 welche fruchtbar an Producten sind, die im un uui Grund immer eben den Verkaufs-Werth behal— A bß Eiß ten, der zwischen den handelnden Völkern gang— UeI ba ist. Wir irren uns in dieser Rücksicht keines⸗ w uß weges an der Valuta des Goldes zum Beyspiele, 1 welches ungefähr vierzehn mal so theuer ist, als HutWih das Silber(. Sollte aber in künftigen Jahr— n hunderten das Gold um die Hälfte seines itzigen n hithn, Preises geringer werden; so würde man sich als⸗— D dann leicht einen falschen Begriff von unsern itzi⸗ 0 Wfauf gen Schätzen mächen können. Iihen Grut 10 5 Die üla(%) Dermalen ist Gold bekanntlich funfzehn mal so uchen theuer, als Silber. U. —————— —..8————— 2 5 ů 538 Ztvölftes Cap. Verhältn. der Ausgaben Die völker in unserm Welt-Theile sind also durch die Entdeckung der americanischen Gold— und Silber-Gruben keinesweges reicher gewor⸗ den, als sie vorher waren. Diese Bergwerke haben uns bloß mehr rohes Material an Gold und Silber zu den Werken der Gold- und Silber⸗ Schmidts-Arbeit geliefert; ein Material, welches wir gegenwärtig zwar wohlfeiler, als vorher, aber doch immer nur in der wechselseitigen Pro⸗ portion der Verkaufs-Werthe ändrer Schätze, die sich verhandeln lassen, bekommen können. Folglich ist jene größere Quantität von Werken der Gold-Arbeiter-Kunst eben so wenig ein Reichthums-Zuwachs. Zu Ludwig des Elften Zeiten war der Reichthum einer silbernen Schüssel von 6 Mark dem Reichthume von 5 silbernen Schüsseln, deren jede das nämliche Gewicht von 6 Mark hat, gleich. Also dürfen wir uns heut zu Tage von unsrer Pracht an Silber-Geschirre kein Blendwerk machen lassen. Wohlfeilheit und Mode mögen uns verleitet haben, Aufwand in solchen Dingen zu machen, und uns damit einen Anschein von Wohlhabenheit zu geben, den man in vorigen Jahrhunderten nicht kannte, wo doch die Nation im Grunde wirklich reicher war, als sie es itzt ist. Der Schimmer der Vergoldungen, der uns heut zu Tage so sehr blendet, beläuft sich in der Rechnung auf eine Wenigkeit; und diese Rechnung könnte uns wohl noch außerdem belehren, daß der Geschmack an Aufwand in Gold-⸗ und Silber-Schmidts-Arbeiten ein Aus⸗ wuchs ist, der die Säfte im Baume zurückhält. Uebrigens dürfen wir uns auch selbst nicht ver⸗ heelen, daß Gold und Silber eine ausländische Waare sey; und daß wir diese Metalle, wenn wir unsre Lebens⸗Mittel und rohen Producte in niedrigem Mge Kauft Undet! hnen! Nedtig dem 8 Waare Haldůl H W ö E zur Neichthums⸗Masse der Natlon. 339 niedrigem Preis halten, im Umsatze sehr theuer einkaufen, da wir hingegen alles, was die Aus⸗ länder bey dem, was sie in dem Kaufe, den wir nilah ihnen mit Gelde bezahlen, von uns beziehen, zu Ie niedrigem Preise verkaufen, und dieß so gar in l dem Falle, wenn sie dieses Geld wieder anlegen, 45 Waaren bey uns einzukaufen. Wir sehen beym uh Handel bloß aufs Geld, und sind gleichwohl sehr 1805 kurzsichtige und ungeschickte Handels⸗Leute. Shahe, ffmnen. IN Malh Wenig eh Dil Esn Echise schenen Hscht bol uns helt ö— Gichitt H u ö waw i ö amtteneg deh wah h hoch ar, als Hunhel, Heluft t l Nubaden wand it n Mo Rückhit sicht da⸗ ghe % Whh Urze I 98 M 910 anshj Ih egan d Kurze Wiederholung. Ehe Reich⸗ Da eigentliche Grund der Schätze kann nur in Zini hugß ö den Producten bestehn; Vermehrung der Aufwand ge⸗ Producte aber können wir nicht anders erlängen, macht werden, als durch Vermehrung der Ausgaben: denn durch Ausgaben oder Aufwand kömmt alles in Schwung. Der erste Aufwand wird mit den freywilligen, wild wachsenden Producten der Natur gemacht, unter welchen der Mensch diejenigen ausgewählt hat, die ihm vorzüglich zusagten. Diese erste Wahl gab die erste Valuta; und die Valuta be— wog ihn, die Erde zu befruchten, die ihm neue und gleiche Producte, zum Tausche für seine Arbeit und seinen Aufwand, wiedergab. So lange diese Producte nicht die Summe der Arbeit, die immer unzertrennlich mit Aufwendung von Lebens⸗Unterhalte verknüpfet ist, überstiegen, so lange ernährte die Erde bloß noch die landwirth⸗ liche oder producirende Classe und deren Ge— hülfen. Stufenweises Diese Classe hatte außer dem bloßen Lebens⸗ des Auwachier unterhalte noch andre Bedürfnisse, durch welche der Schatze sie genöthigt wurde, die Mitwirkung der Industrie 6aben die Aus⸗ zu Hülfe zu nehmen, und diese durch Umsatz mit —— Lebens-Mitteln zu bezahlen. Wegen der Noth— wendigkeit dieses Zusammentretens fieng man an, Reichthum den Ueberschuß an Erzeugnissen zu nennen, der nunmehr zu Reichthume wurde, weil er von Stund an einen Tausch-Werth gegen die Industrie hatte. Die beiden Valuten, Valuta der Unterhalts⸗Mittel und Valuta der In dustrie, verhalfen durch ihre Vereinigung mit einander der Frucht-Erzeugniß zu neuen Kräften. Da nun einmal Grund und Boden für W hit;e Nuttte Erttag Wetth Eie murde gbe IX nuche, Hume 1 chten d wit Eil lich G. beherh Cltat MWgtbel h46 a Don die Iun Dil Wendung Rverdt uihung, Ma is Rthe h bunihet h Han, ihr sinmin im ihret! Hssersses wicdl 90 Kouf, zuwagnn, ahhun Kurze Wiederholung. 5341 ü.,. für eine reichliche Quelle von Gütern anerkannt Phan war; so bekam er von diesem Begriffe selbst eine Wün dritte Valuta, welche sich auf den Anwachs des 4in. Ertrages gründet, der mittelst des Verkaufs· in Werthes die Kosten übersteigt: dieß ist die I Eigenthums⸗Valuta. Diese dritte Valuta Imt alez g wurde bey Vermiethung der Grundstücke in Tausch gegeben, und ermunterte den Landwirth, sich jähr⸗ ftholg, lich eines Ueberschusses und Zuwachses gewiß zu mhach, machen, um nicht nur seiner, gegen den Eigen⸗ uegwist thümer eingegangenen Verbindlichkeit nachzukom⸗ Dae ast men, sondern auch zugleich seinen Profit i0 ver⸗ Ruln mehren. ihm nen Diesen letzt⸗genannten Ueberschuß nennen Dreyerley sie 10 wir Einkommen. Nunmehr war die bürger— Lunleodtgen A. 6 liche Gesellschaft vollständig, und drehte sich in Zußtande der Nethel, dreyerley Aufvands-Arten, in Ausgaben der Geselschasten don Cultur⸗Auslagen, Ausgaben der Industrie, und 94 0u, 6 Ausgaben des Einkommens, die unter einander udwuch⸗ das ausmachen, was man Circulation nennt. n S Von diesen drey aus Grund und Boden gezoge⸗— nen Valuten sind die beiden erstern an ihre un. Ehbth⸗ wendung gebunden und verknüpfet; und diese— ch Wcht Anwendung kann durchaus eben so wenig Unter⸗ Rnastt brechung, als Abbruch vertragen. Die dritte ch ul Valuta ist bie einzige, worüber sich, wie es das hut⸗ Ansehen hat, frey verfügen läßt. Nichts desto weniger hat auch sie so gut, wie die beiden an⸗ 00 u dern, ihren von der natüͤr lichen Ordnung be— Ide/ vel stimmten Gang. Die Eigenthümer müssen sie, gehen d um ihrer Bedürfnisse willen, vertheilen. Daher Dalute lassen sie solche den beiden Classen zufließen, welche 1n r sie wiederum eine der andern, durch wechselseiti⸗ ut ges Kaufen und immer fortgesetzten Aufwand, un zuwenden. Auf diese Weise quillt also aller Reichthum aus der Frucht⸗Erzeugniß. Die Producte N 3 542 Kurze Wiederholung. * Producte selbst sind nur darum ein Schatz, weil ½ ihnen die Nachfrage einen Werth, eine Valuta 1 4 giebt; und die Nachfrage ist bloß eine Reihe von I. Ausgaben. Mithin wird die ganz okonomische Maschine durch die Ausgaben in Bewegung ge⸗ * V setzt und därinnen erhalten. V Quelle der Vermöge dieses wohlthätigen Cirkels ist die Ausgaben. Quelle der Ausgaben der Aufwand selbst, wo— 160 durch die producirende Arbeit belebet wird. Diese Nai Quelle hat ihre genau bestimmten Canäle, mit⸗ R— telst deren sie erst alles beleben, und dann in sich selbst zurücke fließen muß. um die Bewegung und 4441 das wachsende Leben, das Nahrungs-Mittel des V animalischen Lebens und das Principium der Nothdurft, des reichen Vorraths und des Ueber— flusses, immerfort zu unterhalten. Auslagen zu Soll nun diese Quelle dahin gebracht werden, den Ausgaben. daß sie sich ergieße; so gehört hierzu ein Capital von Vorschüssen, womit die Ausgaben der Er⸗ wartung, und die Kosten der Arbeit bestritten Zweyerley werden können. Die Natur giebt anfänglich den Scen zue Fond zu diesen Auslagen her, indem sie, wie ge⸗ Reprobuction sagt, eine freywillige, wild wachsende Frucht der Schatze. darbeut. Allein diese wenige Frucht konnte nur für eine kleine Anzahl armer Menschen zulängen, die auf armselige Art mühsam um die zukünftige Fucht arbeiteten. Da indessen diese Frucht all⸗ mählich zunahm; so nahmen auch nach Propor⸗ tion die Be dürfnisse und die Nachfragen zu, und erfoderten einen stärkern Vorrath von Früchten. Dieser aber erfodert einen starken, mit Hülfe von mehrerley Thieren und Geräthen zur Ersparniß eingerichteten Anbau. Der Fond zu alle dem macht den Fond der Wirthschafts- Bestand⸗ oder Inventarien⸗-Auslagen gus. Die* ů diese Miü Hlen, um sthcle Hagen einemn verat Waur Iun! H Daser Consu als d gauisg venig hem dl gihh, NWI uun lel lch vel höllch und di⸗ nuß, Oll fir heben a Rs Uo NMentgen si gihe H igge Ren Iuht dieser u Echußn n belbe WErhal sttr gal yr j ů ö ö Kurze Wiederholung. 74³ Stt. 10j0 diese Auslagen in Thätigkeit zu setzen, sie zu er⸗ h Eden halten, und den immer fort gehenden Aufwand n zum Lebens⸗-Unterhalte zu bestreiten, erfodern Wöa jäͤhrliche Auslagen.— Es glebt auch Aus⸗ Wy. lagen bey der sterilen Classe, welche theils in einem Vorrathe von rohen Producten, die sie h W verarbeiten muß, und von schon fertig gemachten 10 sihs, Waaren, theils in dem vorläufigen Aufwande O zum Lebens-Unterhalte, der vor Eingange des nlli, mtz Arbeits⸗Lohnes gemacht werden muß, bestehen. Wumush Dieser Fond trägt das Seinige mit Nutzen zur RWung un Consumtion bey: und ob er gleich eben so wenig, ö. Ml als die Arbeit, die ihn in Bewegung setzt, das Wthun i. geringste producirt; so ist er doch nichts desto Ie Uih weniger nach Maaßgabe des Werthes zu schätzen, den der Aufwand diesen Materien und der Arbeit 90 giebt, wodurch sie für unsre Bedürfnisse zugerich⸗ ruht wenh tet werden; einer Arbeit, die mit dem Aufwande Cahe zum Lebens⸗Unterhalte des Arbeiters unzertrenn⸗ ahmn dir e⸗ lich verknüpfet ist. Dieser Fond muß unauf⸗ hat htn hörlich erneuert werden, je mehr der Aufwand Rfangi und die Nachfrage den Absatz mit sich bringen; ss. er muß, sag' ich, erneuert werden, indem er das eahe t Oel für die Lampe der Industrie ist. Dagegen Hunst uit haben aber die producirenden Auslagen eine bey W weitem vorzüglichere Eigenschaft, in wie fern sie finüge diejenigen sind, durch die alles erzeuget wird: Fugt al sie ziehen aus dem Grund und Boden, erstens, og hrupt ihre eigne Erneuerung; zweytens, die Zinse von gen/ M den Inventarien-Auslagen zu den Reparaturen ughüghn. dieser Auslagen selbst und zur Ersetzung zufälliger hiseur Einbußen; drittens, alles, was zum Unterhalte Ethanß der beiden andern Classen, zur Circulation, und 0 l bn zu Erhaltung der Gesellschaft dienen soll. Je „ inr stärker diese Auslagen sind, desto mehr Ueberschuß H Hn giebt der Ertrag; je mehr sie hingegen verarmen, N dests * ———..—— +* .——....— —.— ———.— ——————————— ......... 5⁴ Kurze Wiederholung. desto mehr kehrt der Vorrath zur Erde zuruck, und die Gesellschaft geräth desto mehr in Verfall. Es ist unwandelbares Gesetz der Natur, daß sie Kosten und Ausgaben von uns fodert, ehe und bevor sie uns etwas zugesteht; Aus gaben an allerley Consumtion, Ausgaben an Arbeits Kosten, und Ausgaben an Auslagen. Haben wir ihr aber dieses Opfer einmal gebracht; so vergilt sie uns nach Proportion und mit Wucher. Immu⸗ nität, Thätigkeit und Hartnäckigkeit der Aus⸗ gaben ist der einzige Weg zum ökönomischen Ge deihen. ö Einkünfte Die Vertheilung der Ausgaben geschieht in sind ah Ihen der Ordnung, wie wir sie oben entworfen haben. GCchaden, der Die Gesellschaft ist nicht eher vollständig, als D.o Nerlitur⸗ wenn die Cultur einen Ueberschuß giebt, den man Staaten Einkommen nennt, welches der Antheil der schlechterdings Proprietär⸗Classe ist. So lange dieß noch nicht gebdrt. oer Fall ist, läßt sie sich bioß wie eine Verbin- dung von Menschen betrachten, welche armselig das Land bauen, und eine kleine Anzahl von Miethlingen nach sich ziehen, die ihnen ihre dringendsten Bedürfnisse, die Werkzeuge, die Kleider, u. s. w. liefern, und die mit den Ueber⸗ bleibseln eines dürftigen Erttags ernähret wer⸗ den. Eine solche Gesellschaft, wo jedwedes Glied, bey Strafe, Mangel am Lebens⸗-Unter⸗ halte zu leiden, an seine tägliche Arbeit gepflöckt ist, besitzt keine einzige von den Bedingungen der Sicherheit, der Freyheit und des ruhigen Ge— nusses, keine disponibeln Schätze, und kein Ge⸗ schäffte für dispönible Menschen, die einen wohl⸗ habenden, dauerhaften und mächtigen Staat ausmachen. Alle diese Dinge sind schlechterdings anders nicht, als im Einkommen, zu finden. Das Einkommen vervollständigt die Bevölkerung, erweitert U Rl Int Beh ur RNid I lch sand Recbi beye den! Und⸗ „ Malde W shsen Ich He Udene hon n bütire Uher 0 Wenden IUVUh Hiuchc Drnster Mechan llten u hen ibr ‚. Et I Iushis gabin I + llatz 14. *α —0 + Kurze Wiederholung. 545 ö erweitert die Arbeiten der Industrie, giebt alles Is, Nöthige zur Vertheidigung des Staates, zur pn,A ö Unterhaltung des öffentlichen Gottesdienstes, zur Unug Behanuptung der Gesetze und des Eigenthums, unshin zur Erschaffung der Wohlhabenheit und des Heh u reichen Ueberflusses her. 4 herht. 77 n—0 Die Vertheilung des Einkommens ist dem Waeder sahr Aot ö N na der Reihe der jährs s dus Anscheine nach freyer, als die Anwendung dei lichen Schähe. nu übrigen Theile vom Ertrage, welche sammt und nshn sonders ihre, auf ihren unmittelbaren Zweck anu⸗ gshicht ö gewiesene Bestimmung haben; aber sie hat doch bey alle dem ihre Regeln, die nicht übertreten wer— busn abg, den dürfen, wo fern die Maschine nicht gehemmt Müng l und aufgehalten, der Frucht Bau nicht begrän⸗ It Eunn zet, und folglich das Einkommen nicht zerstöhret e werden soll. Indessen findet sich, daß eben slese Huoh nch Regeln durch den Antrieb der Bedürfnisse von ine Nrhin⸗ selbst nicht nur angedeutet, sonbern auch wink⸗ n lich beobachtet werden. Das Bedurfniß meines Mahl vun Lebens⸗Unterhaltes nöthigt mich, einen Theil n ihn von meinem Einkommen gerades Weges det pro⸗ heuge, He ducirenden Elasse, welche mir die Materien des It hen U. Unterhaltes aus der ersten Hand anbietet, zuzu⸗ nähett ver wenden. Die Bedürfnisse an Kleidungsstücken, shpebes an Wohnung, an Mobilien, an Geräthen, an Ind⸗Untet⸗ häuslicher Bedienung, an öffentlichen und Staats⸗ t Ryflct Diensten, an wissenschaftlichem Unterricht, an Ngungen de mechanischen Erholungen und andern Rothwendig⸗ hgen G. keiten und Gemächlichkeiten des Lebens, ziehen in den übrigen Antheil von meinem Einkomien auf Ien vohl. die Seite der sterilen Classe, welche die verarbeite— 2 Sngt ten, diesen Beyürfnissen geeigneten Sachen lieferk. chhdis Auf diese Weise fängt sich der Cirkel vön Aus⸗ ufd, gaben und Umsätzen an, den man Kraislauf odet blm. Circularion nenmt, der die Gesellschaft in Be⸗ llt W. E. P. 2.. M M wegung .——— —** SSISIIIII.....r 8*— —————* 546 Kurze Wiederholung. wegung setzt, der allen Individuen die Arbeit gebietet, und der ihnen zum Tausche für diese Arbeit den Unterhalt zutheilt. Hat nun eine jede von den beiden arbeitsamen Classen ihren Antheil vom Einkommen erhalten; so wendet sie die eine Hälfte davon an sich selbst, ihre Bedürfnisse von der Art, wie sie ihre Einrichtung erfodert, zu be⸗ itsteeiten, und läßt der Seiten ⸗Classe die andre Hälfte, zum Tausche für die Lieferungen zu⸗ fließen, die ihren Bedürfnissen gemäß, und von der Art sind, wie sie diese Classe verschaffen muß. Auf solche Weise bekömmt eine jede von diesen Classen das Einkommen gänzlich, halb aus der ersten, und halb aus der zweyten Hand. Wenn nun das Einkommen so nach durch wechselseitiges ů Kaufen wieder an eine jede von den drey Classen ganz kömmt; so thut es allenthalben seine be⸗ . lebende Wirkung, und scheint sich sichtbarlich zu ö vervielfältigen nach Maaßgabe der Menge von Händen, durch die es geht, ohne daß es lange in denselben verweilte, und nach Maaßgabe der Quotität der Güter, denen der Aufwand eine Valuta giebt, welche von dem conventionnellen Zeichen der Valuten repräsentiret wird; einem Zeichen, welches die Circulation immer wieder an den Proprietär bringt, damit die nämliche Cir⸗ culation unabläßig wieder von vorn anfangen könne.* Wirkungen Auf diese Weise wird durch den Aufwand das der Ausgaben. unabläßige Hand⸗ändern unterhalten. Die erste und Haupt⸗Bedingung, welche dasselbe er⸗ fodert, ist, daß das Einkommen ausgegeben werde. Der erste Zweck der Aufwendung des Einkommens ist Belebung aller Aeste und Zweige der Gesellschaft; aber der Definitiv⸗ Endzweck davon, zu welchem der erste nur als ein Vehieu⸗ lum 3——— . Ig di duttio Biftte broch jum Wikkl cllati Hulhe Ielh Mhfn seie Y foih Mashe Rehmen at, yt Hlh,l Me sidert a Hische al Dunchn Dit Nͤrodue Maschen ar Hr hg W sinst wee Hrlawg Hebot sie niht lahn Men sse gn Runger n huch, gu nihen soh xyey U. Us Kurze Wiederholung. 547 hun h Tuchsins lum dient, ist kein andrer, als durch die Repro⸗ Hunn duction die Substanz des Aufwandes, die zu dsa Hmuh Befriedigung der Bedürfnisse, und zur ununter⸗ an s V brochenen Erneuerung des Einkommens dient, E—— Wieder ⸗aufleben zu befördern. Diese nson uh Wirkungen unterhalten beständig diejenige Cir⸗ dst Nan culation, mittelst deren jeder Mensch, der mit 1* Hülfe seiner Arbeit etwas füͤr die Bedürfnisse der eWon Andern Brauchbares anzubieten hat, seine eignen ishrffn uf. e zu Tage legen, und zum Tausche für 0 v Ni seine Arbeit die Befriedigung dessen, was er abe fodert und nöthig hat, erlangen kann. Diese halb aus de ö Hünn Menge von Foderungen, welche immer mehr zu⸗ nehmen, je mehr wahrscheinliche Hoffnung man hachssüig hät, ihnen Genüge thun zu können, erschafft z ö · zu⸗ hse gleich, und von natürlichen Rechts wegen, eine 50 1 Menge von Compensations⸗Valuten, und be— saclanch u fördert eine Menge von wechselseitigen Arbeiten, Wze bon welche allesammt durch Rückprall wiederum zu Wng Vermehrung der Arbeiten gereichen. Mafgche de ö Wpad gse Deer ganze Real⸗Zweck dieser Arbeit ist di— Reproduction Wbtomndt Reproduction, der Central Punet aller Mühe der durch die Ar, vidz an Menschen, mittelst dessen allen die Arbeiten und gaben.. nir nicet a der Genuß der Menschen durch das Wieder⸗auf⸗ ränlche Ei leben und die cirkelförmige Fortdauer der Ein⸗ n anfeagn künfte wieder⸗aufleben und fortdauern. Je größer der Umweg ist, den die Aus gaben zu machen haben, usoad de bevor sie zu diesem Central-Puncte gelangen, desto ö hutlen. A mehr nehmen sie an Unkosten zu; desto mehr neh⸗ hr hstbee men sie an Profit ab, und desto schwächer und tgöt geringer wird ibre reproducirende Wirkung da— su d8 durch, daß sie zu Erhaltung einer Menge bon e müßigen, ober doch solchen Menschen dienen müss b⸗Hat sen, deren Arbeit nur Prunk, oder wenigstens un⸗ II nütz ist. Je mehr hingegen bey den Ausgaben lun M m 2 die 48 Kurze Wiederholung. die unnsthigen Kosten abnehmen, desto mehr nehmen diese Ausgaden an Profit zu; desto ges schwinder und reichlicher leben die Schätze wieder auf, und desto leichter geben sie einen Ueberschuß von Einkünften, die einzige Quelle alles Ueber⸗ schusses von allen Arten, den man Wohlhaben⸗ heit und Ueberfluß nennt. Auf diese erwiesene Quelle sind die Verhält⸗ Die verschie⸗ ö——ẽL dentlichen nisse aller Art zurücke zu führen, mittelst deren Rr Aben die Gesellschaft durch die Ausgaben zusammenge⸗ stand⸗-Theilen der Agrieultur⸗Fortdauer geleitet werden. Wenn man viese Staaten. Verhältnisse subdividirt und nach Classen ordnet; so findet man, daß die Ausgaben 1) Verhältnisse gegen einander, 2) Verhältnisse gegen die Be⸗ völkerung, 3) Verhältnisse gegen die Landwirth— schaft, 40 Verhältnisse gegen die Judustrie, 5) Verhältnisse gegen den Handel, und 6) Verhält⸗ nisse gegen den Reichthum der Nation haben. Alle diese Verhältnisse sind gemessen, regulirt und festgesetzt durch ursprüngliche, unumschränkte und unberänderliche Gesetzt; und in ihnen besteht die ganze ökonomische, den Menschen vorgeschriebene Ordnung. Verhältnisse Die Verhältnisse der Ausgaben unter einander der Ausgaben stiften die angemessene nährende Vertheilung der 3ud Hegen Ne gemeinsamen Güter der Gesellschaft, und ver⸗ löͤdrlichen helfen uns zu der anatomischen Kenntniß der Ge⸗ Eent; fäße und Ader⸗Aeste aller Arten, durch welche sich die flüßigen Theile der Circulation ergießen, die der Gesellschaft ihre Nahrung bis in die klein⸗ sten Theile zuführen. Hieraus lernt man ein· sehn, was Verstopfung, Auswuchs, 200 wi 0 bem ö was il daß vo Dell Iumg Mosch st buch 6 Moyprod fluß au Han de sud/ j bo6 se! vnd sse baß se 0 Haldej. Höd ut Gl duß sig Werden f am Gi Gehuß, Unchnt, wade. Lupen Rustn auf, sii Hsh sen, le ffi lchurg 6 du dubar wurbanehz Kurze Wiederholung. 949 1140 wild Fleisch, Ausschlag, u. s. w. sey, was zu Sihet jedem Thelle gehöre, was ihm bekomme, und n 10 was ihm genüge; und insonderheit sieht man, 2rh daß vollkommene und freye Circulation die wahre Leln Quelle der Gesundheit und des Lebens sey. VDhhn Die Verhältnisse der Ausgaben zur Bevölke⸗ Verhältnisse rung beweisen, daß man eben so wohl auf die der Ausgaben Hl Menschen, als auf die ganze ök é ann. ganze ökonomische Maschi⸗ rung. Allthun ne zu speculiren habe, und daß die Menschen asmma durch ihren Aufwand und durch ihre Arbeit die usilhg un Reproductlon befördern, und eben dadurch Ein— Hfhgn fluß auf das Gedeihen des Staates haben kön⸗ um sise nen; daß folglich die Menschen um so nützlicher Iser ordhot; sind, je mehr sie Aufwand machen können, und Mhilnise daß sie um so unnützer werden, je weniger Auf⸗ N N Di⸗ wand sie machen können; welches so weit geht, danbwůth⸗ daß sie am Ende durch Armuth so gar schädlich Nstie, 5) werden. Hierinnen veroffenbart sich die Güte 0 Whilb. des höchsten Wesens, welche alles so vollkommen Rian hahn zur Glücksligkeit der Menschen veranstaltet hat, Hulnn daß sie gerade durch ihren starken Genuß nützlich Huanfeud werden können, und daß sie alle reichlich Theil 2 helcht de am Geuusse nehmen müssen, damit für alle der Rscsha Genuß, und besonders der Unterhalts-Genuß vermehret, fortdauernd gemacht und gesichert ö werde. Hierinnen liegt also das Gesetz und die Wihndr Propheten. Alles fsselt uns auf das genaueste hn u an unsern höchsten Wohlthäter; alles fodert uns Id auf, seine Wege hierinnen zu verehren und sie ußm zu befolgen; zu der Glückseligkeit unsers Näch⸗ u sten, wie zu unsrer eignen, mitzuwirken, und 0 fest an der Ordnung zu hängen: denn die Be— 1 lohnung ist, schon hienieden, unzertrennlich mit 40. 0 der Beobachtung dieses verpflichtenden und be— ö‚ 5 ö wundernswurdigen Gesetzes verknüpfet, welches 6 Dal 0 ö WMm 3 940 l0 Verhältnisse der Ausgaben zur Landwirth⸗ schaft. Verhältnisse der Ausgaben zur Industrie. 35⁰ Kurze Wiederholung. das natürliche Licht ist, das alle Menschen er⸗ leuchtet,— in diese Welt kommen. Die Verhältnisse der Ausgaben zur Land⸗ wirthschaft stellen, im Einzelnen, die Entfaltung des Brenn-Punctes der Gesellschaft, dessen Sinn⸗ bild bey den Alten der Phönix war, und die Auf⸗ findung jenes Central-Punctes dar, in welchem die Reproduction vor sich geht. Man sieht darinnen, daß die Ausgaben bloß in so fern alles in Bewegung setzen, in wie fern sie Nachfragen erregen; in wie fern durch die Nachfragen der Verkaufs⸗Werth vermehret wird, wovon die Folge keine andre ist, als Vermehrung der Arbeit, welche immer mit Wucher durch den, aus dem unerschöpflichen Schooße der Natur geschöpften Ertrag belohnt wird; in wie fern diese verschie— dentlichen Räder dermaaßen in einander greifen, daß ein einziges Getriebe sie zum gehn, und ein einziges Hinderniß zum stehn bringt; in wie fern alles, was einem davon schaden kann, alle andern stöhrt; in wie fern folglich starke Ausgahen, zahl⸗ reiche Nachfragen, hoher Verkaufs⸗-Werth und die anhaltendste Arbeit die Triebwerke des Ge— deihens sind; so wie auch alles, wodurch die Ausgaben, die Nachfragen, der Verkaufs⸗Werth und die⸗-Arbeit gehemmt, und die Benutzungs⸗ Schätze verringert werden können, den Ruin der Gesellschaft nach sich zieht. Die Verhältnisse der Ausgaben zur Industrie beweisen, daß Industrie eine untergeordnete Neben⸗ Arbeit sey, die nicht anders gedeihen kann, als durch das Gedeihen der producirenden Arbeit; daß vermöge der Regel, welche macht, daß der geradeste und nächste Ausfluß an die producirende Classe co i Auptod Hefötde Wöflu Fucht Ia schicht Nufa v W ge uchiese im Grn Mhl dise N polt dim dlo und dan 50 Hund VNusch! Chtugn Rbracht Hndßz Haum oo 0 waht ltrteh! uund gu u such f Meel) Hi, dur Rhimt Eamm siht nit llh asban, ‚ Müfn 0 ů. b wz . Euscn HNsnEn, In R, i wulch Mn scht fs alts Mochfrayn Magen du Wobon di Hötr Mhet, I% dhs den gisheyfte sse baschi⸗ Her grefft, „ Ind ein Rdie fetn Alandun Rheh, gahl Vuth und Ile dis H⸗ podurh di , Vuth Autugs⸗ Runn de Ihf pen Rehen Halh, l Iden Whtt h Haß det Rbbitd V Kurze Wiederholung. 75 Classe just derjenige ist, durch welchen auch die Reproduction am geschwindesten und kräftigsten befördert wird, nothwendig folge, daß durch den Ausfluß an die sterile Classe um so mehr die Frucht⸗Erzeugniß verzögert und geschwächt wird, je entsernter er von der producirenden Classe ge⸗ schieht. Folglich ist der gesuchteste und unnützeste Aufwand am schädlichsten für die Reproduction, in wie fern er der entfernteste und unfruchtbarste, und gerabe derjenige ist, dessen Tribut durch die mehresten, bloß in gesuchten Dingen arbeitsamen, im Grund aber sterilen Hände geht. Kurz, diese Verhältnisse beweisen, daß der Einfall, durch diese Arbeit gedeihen, oder gar oben schwimmen zu wollen, um nichts klüger sey, als wenn man dem öökonomischen Baume die Blüthen nehmen, und damit die Frucht ersticken wollte. Bey dem Verhältnise der Ausgaben zum Handel sieht man wohl, daß Handel eigentlich im Tausch und Umsatze bestehe; daß er die Frucht⸗ Erzeugniß um so mehr belebe, je näher er ihr gebracht wird; daß das Zwischeneintreten der Handels-Leute vom Handwerke bloß einen Schlag⸗ baum vor dieses Näher⸗bringen ziehe; und daß das wahre und einzige Mittel, dieses Zwischen— eintreten nützlich, zahlreich und immer fortwäh— rend zu machen, kein andres sey, als daß man solches für feindlich hält, und es durch alle die Mittel, die zur Verminderung seiner Spesen die⸗ nen, durch die dem Handel in der ersten Hand gegönnte Begünstigung, durch Erleichterung der Communications-Wege, u. dergl. verkürzt. Man sieht mit einem Worte, daß es mit diesem Ver⸗ hältniß eben die Bewandtniß habe, wie mit allen andern, die, nach dem politischen Plane, sammt Mm 4 ——————————————— und Verhältnisse der Ausgaben zum Haudel. Verhältnisse der Ausgaben zu den Total⸗ Kurze Wiederholung. ö und sonders dem Vortheile des Central-Punctes, der Reproduction, werden müssen; und daß auf diesem einzigen Wege jeder von ihnen für sich seine Ausbreitung,‚ seine Festigkeit und seine Dauer finden werde. 352 Die Verhältnisse der Ausgaben zu den Schätzen der Völker beweisen endlich, daß es hienieden kei— Schatzen einer nen Reichthum, keinen Schatz gebe, der nicht ver⸗ Nation. dieser Hauch bringt alles in Gäng. Die Men⸗ schen sollten gänglich wäre. Aller Reichthum ist bloß Ver— kaufs⸗Werth, indem nichts in der Welt anders, als durch die ihm eigne Brauchbarkeit, einen Verkaufs⸗ oder Compensations-Werth bekömmt; nichts in der Welt eine andre Brauchbarkeit hat, als die aus einem Bedürfniß herrührt; und daß derjenige, der an diesem Circular⸗Rade, welches aus lauter einzelnen Stücken, wie eingelegte Arbeit, zusammengesetzt ist, ein einziges Stück ausbricht, alle übrigen Stücke zur Zertrümmerung verdamme. Das Leben ist nur ein Hauch; aber Die Quelle der Gesellschaft besteht in der natürlichen und regelmäßigen Ordnung aller Theile des politischen Körpers: aber die Landwirthschaft und die Re— production, die für die Nachfrage nach den Be⸗ dürfnissen, und für deren immer wieder⸗aufleben⸗ den Zuwachs sorgen, sind das Leben dieses Kör⸗ pers, welches jedem erschaffenen Dinge seine Brauchbarkeit, mittelst der Brauchbarkeit seinen Werth toder seine Valuta, und durch das Bieten darauf die Reichthums-Eigenschaft ertheilt; eine Eigenschaft, die der Arbeit des Menschen ihren Gegenstand und ihre Belohnung anweist. Auf diese Weise regt sich, in der natürlichen, her vor⸗ und vom ersten Augenblicke der Schöpfung zum Opfer gedracht ansch Hesten Wase vorge umier den. Ium& sst dos Ms dl hehzet U Es seh urs ge HU W HI u dih Ebl 16. thele! sinn nen, d mittuin hon Sd UQU I RMubar sbem h sche ar boh Enne: luste Achrockn. hocket Wun ö Kurze Wiederholung. 553 Wälnh. W Wahl vorgeschriebenen Ordnung, die ganze Natur zum daren 58. *8 dü ö Besten des privilegiitten Geschöpfes. Auf diese nung der Ay⸗ kaun Weise erfüllt der Mensch das Tagewerk der ihm moral und ii vorgeschriebenen Arbeit, woran hienieden sein Gesehe, wo Wätt Unterhalt und seine Glückseligkeit gebunden Wedeihe 0 Ge⸗ 1 den. Auf diese Weise findet sich der Plan zu sei⸗deihen der hnetin nem Daseyn vor seinen Füßen. Ain rn Eühert und, Halnt—— ist das allgemeine Gut der Menschheit. Der unverbrüchlich R Mensch kann das Flüßige und das Feste, er kann hangen. lch du⸗ das Fleisch und die Knochen in Schätze verwan⸗ Mtamdt, deln; er kann aber auch an der Brust seiner dlit, ann säugenden Mutter kränkeln und verschmachten. h blim Es steht bey ihm, ob er der Stimme seines Leh⸗ lakath rers gehorchen, oder taub gegen sse seyn will; Iti Uhah aber die ursprüngliche Natur-Ordnung zu än⸗ ab„ Wcht dern, vermag er nicht. Vermöge dieser Ordnung Siglee ist der Erdboden die einzige Quelle aller Güter; hes Etl und dieß ist die gemeinsame Ouelle. Der ganze tümmerung Erdkrais ist Erbtheil des menschlichen Geschlech⸗ Wahncber tes. Jede durch häusliche Einrichtungen ge— Du Dulle theilte Familie sucht sich die Säfte derselben zu⸗ Uilche ud zueignen. Möchte doch eine jede von ihnen ler⸗ 6 polsche nen, daß die Quelle, um deren zarte Zweige sie Ind die A. mit einander sireiten, ein unerschöpflicher Strom uch kn&. von Schätzen sey, die gar leicht zu finden sind, Halffhen⸗ ö wenn ihm das Bette geoffnet wird. Wenn aber dists hir im Gegentheil eine jede von ibnen den Bach ihres Duhr süge Nachbars zu verschütten sucht, weil sie aus dem⸗ Aukis ine selben deßso mehr in den ihr gehörigen Bach zu 1 ö ziehen vermeynt: so wird der Läuf des Wassers Iihell; ue gar bald gestöhrt; üderall werden die Fälle im Rsan Uy' Strome ver schüttet, und in kurzem werden durch unfre muttermöederischen Bemühungen die aus⸗ getrockneten Ländereyen bloß noch mit Knochen nallche bedecket seyn. Das Gold und die Geid⸗Schache⸗ uh rer haben das Angesicht von Europa eben so sehr 5 Mm 5 zum 355⁴ Kurze Wiederholung. zum Gräuel vor Gott gemacht, wie es ehedem das cananäische Land war. Unwissenheit ist in den Augen des Allmächtigen nur Fehler; aber freywilliges Beharren auf dem Irrthum ist ein Verbrechen. ö Und wer von uns kann die Abscheulichkeit des Verbrechens, wenn er es nur als Empörung des Unendlich-Kleinen wider den Unendlich-Großen betrachtet, ansehn, ohne sich zu entsetzen?“ Men⸗ schen von allen Religionen und von allen Sinnen, das physische Gesetz der Natur ist euch vor Augen gelegt; die Zeit ist nun vorbey, wo ihr euch noch damit entschuldigen konntet, daß ihr es nicht kanntet; das wesentliche Verbrechen ist ange⸗ deutet. Wenn euch die Stumpfheit eurer Sin-— nen mit einer Freystatt in den Hefen der Materie schmeichelt; so suchet sie euch wenigstens während des kurzen Zeit⸗Raumes, binnen dem sie in euch gähren soll, geneigt zu machen. Der Mensch ist nur in so fern ein privilegiüirtes Geschöpf, das den Vorzug vor allen andern auf Erden hat, in wie fern er ein verständiges Wesen ist, und vermöge seines Verständes alle die Vortheile erkennt, die er aus der Beobachtung der ewigen und unwandel—⸗ baren Ordnungs⸗Gesetze schöpfen soll; und bloß mit diesem Verstande selbst kann er Anspruch auf das natürliche Recht machen, dessen er genießen soll, wenn er sich nach der Ordnung richtet, die selbst Regel des natürlichen Gesetzes ist. Der Mensch ist frey geschaffen, weil zu seiner Bestim⸗ mung wesentlich Freyheit gehört. Aus der Freyheit fließen Laster und Tugend. Die Aus⸗ schweifungen der Menschheit löschen das Licht, das ihr leuchtet, nicht aus: also kann der un⸗ ů Mensch vor Gott nur Wegwurf und Fluch/ ——3—.. WId flen Miseih Volker licht: nichts Musc Die M Vi s„ ö ich en vid. hit di Aöt, Hungen und der sths Indin scbstan ud hat Isen w Dingten Vllen hirhj dim une Ms Muschn si In Her das Ne Ruh ch Rahan ug s shen aj Düe Haschg Mghn sahg U Iche Er dchn Hulchfit he wirung d Ich⸗Hih / Me⸗ inCanez, bor Muyn tch noch 2 fhf isauge hunt Eil⸗ 1 Mahiti Soihrerd siin duch Musc it doddea i we Hme iunt, di unwundil Hl spuch af Rfifßen schte, E st. de D I D M l lch Iu det M⸗ wonf 00% Kurze Wiederholung. 555 Fluch, und bloß der gerechte Mensch in den Ab— sichten seines Urhebers eingeschlossen seyn. Die Missethaten und Ausschweifungen, wodurch die Völker umgekehrt werden, erschüttern den Weisen nicht: er sieht deutlich, daß der Allmächtige nichts verliehren könne, und das Verderben des Nenschen nur den treffe, ber sich selbst verderbt. Die Menge derer, die mit Wissen und Willen auf Jrrwegen gehen, dünkt uns unermeßlich; ach! es ist, in der Ordnung der ewigen Gerechtigkeit, bloß ein Schlamm, der seiner Fäulniß überlassen wird. Die Vorsehung hat alles zur Glückselig⸗ keit ber Menschen veranstaltet: sie giebt ihnen Licht, zwingt sie aber nicht; sie will bloß Hand⸗ lungen der Wahl, der Würde, des Gehörsams und der Liede. Nur in diesem Gesichts⸗Punct ist das Werk des Schöpfers in Beziehung auf ihn, und in Beziehung auf uns, vollkommen und sich selbst genug: er hat den Menschen frey geschaffen, und hat ihn, um seiner Ehre willen, frey seyn lassen wollen. Er ist aber, vermöge seines unbe— dingten und unwandelbaren Wesens, von dem Willen und den Grillen seiner Geschöpfe unab⸗ hängig; jede Unvollkommenheit ist und bleibt mit dem unendlich vollkommenen Wesen nothwendi— ger Weise unverträglich und unvereinbar. Der Mensch muß dem Gesetze gehorchen; das erfodert sein Zustand, und darauf beruht sein Werth: wer das Gesetz übertritt, ist straffällig; das sind die Rathschlüsse des HErrn; das ist das unver⸗ änderliche Gebot, welches allen Menschen kund gethan ist; das ist das Licht, das uns leuchtet; das ist das Ebenbild der Gottheit, das den Men— schen auszeichnet, das seine Vernunft und seine Würde ausmacht, und außer dem zwischen dem Menschen und dem Viehe kein Unterschied Statt hat. 356 Kurze Wiederholung. hat. Jene unzählbare Menge von ernledrigten, und den thierischen Begierden ergebnen Menschen macht mich in meiner Ueberzeugung von der eben so augenscheinlichen, als dewundernswürdigen Ordnung der göttlichen Vorsicht eben so wenig nur einen Augenblick irre, als die erstaunliche, auf dem Erdkraise verbreitete Menge, von Thie— ren aller Art, welche einzig und allein den physi⸗ schen Trieben und einem wilden Instinct unter— worfen sind. Der aus dem Nichts gezogene, zum Tode verurtheilte Mensch, der in der Meynung steht, als wäre alles für ihn geschaffen, ohne die Frage an sich selbst zu thun, wozu denn wohl er selbst geschäffen, und was seine Pflichten seyen, ist un⸗ sinnig. Gleichwohl erregen die Verkehrtheit und die Missethaten seiner Neben-Menschen bey ihm nichts, als Verachtung und Unwillen gegen sie; und dabey wird er nicht inne, daß er sich selbst das Urthel spricht. Kann denn dem Menschen unbekannt seyn, daß er nur durch die Vernunft ein Mensch, und ohne Vernunst nichts beßres sey, als ein Ungeheuer, das seinen Ausschweifungen nachhängt, ein verachtungs⸗ und verabscheuungs⸗ würdiges Wesen nach seinem eignen Urtheil; einem Urtheile, welches er weder abläugnen, noch wieberrufen kann, weil es mit einer Evidenz von Vergehung und Unwürdigkeit abgefaßt ist, der er nicht auszuweichen vermag? Umsonst sucht er, um sein sträfliches Verhalten selbst zu rechtferti— gen, die Begriffe von Recht und Unrechte zu verdunkeln; sein Abscheu vor den Boshaften, und das natürliche Licht führen ihn immer zu der vorigen Entscheidung zurücke; selbst seine Incon⸗ sequenzen sind eine fortwährende Demonstration von 900 ih chte 1 T00 danken sennt!! uun s lchja I Hel um sh bαW ahsract Ichen! aubtes Hleg, Mor al Remeint roch am h, shnt Ihabn delg der Hiast dof Der Hil M ianun rnh sch un Illkerich Hte h 6 M Hüttr 1 Hatiil bi Ql had yr U . Kurze Wiederholung. 757 ri ö von seiner Blindheit und Verkehrtheit. Ich nn m richte hier die Menschen⸗ nicht; wir kennen bloß itit ihr Thun und Lassen; Gott allein sieht ihre Ge— dasg danken und Entschließungen entstehn; Gott allein 10 h kennt deren Werih und Unwerth; Gott allet ‚ asauh, kann sie richten. Seine Gerichte sind unerforsch⸗ n lich; aber sein Gesetz ist unser Wegweiser. Lasset ilh. uns nicht über das Vermogen streiten, dasselbe siag at zu erfulen; Er, der uns richtet, kennt es, und ö känn sich in seinen Urthetlen nicht irren; er ist die Wahrheit und Gerechtigkeit selbst. Alle unsre n Lod abstracten Räsonnements, die von diesen wesent⸗ ö tunp stih, lichen Wahrheiten abweichen, können nichts I andres seyn, als Irrthümer und Ungereimt— Altsht heiten. Mich für meinen Theil, der ich bereits , Isa mehr als die Hälfte von dem Leben, welches uns Ithet nd gemeiniglich verliehen ist, erfüllet habe, und mich noch am Geist und Herzen unversehrt fühle; mich, 2 Vyen ss sage ich, würde schon allein dieser Grund, wenn schslti ich sonst unglücklich genug wäre, weiter keinen Maschn zu haben, nöthigen, meine Schaale als die Win— HUunmst deln der Kindheit meiner Seele zu betrachten, die I einst von dieser vergänglichen und überhingehen— Visochn den Hülle entkleidet, mittelst des unüberwindlichen Haulnhs Reizes ihres Unterhaltes, zu einer höhern Be— hln stimmung hingehn wird. Ich muß einen edlen „ W Ehrgeiz fůͤr die Zukunft nähren; und man kann sich von seinem endlichen Berufe nicht zu früh Men unterrichten, und sich nicht zu früh dazu bilden. H Hätte ich hienieden einen höhern Ehrgeiz gekannt, Rachtettl als den Ehrgeiz, meinen Neben-Menschen nütz— 10 lich zu seyn, großen Uebeln vorzubeugen, große dan Güter anzuzeigen, mit einem Worte, das Organ bn der natürlichen Ordnung, des göttlichen Gesetzes, 5 der menschlichen Verbindlichkeit und des Gedei⸗— 10 J. hens der— zu seyn; ich würde ihn zu⸗— 2 1360 verläßig 22 e-e—— 558 Kurze Wiederholung. verläßig erwählet haben: so aber glaubte ich den offnen Weg zur besten Anwendung meiner Zeit und meiner Kräfte vor mir zu sehn; und dieten habe ich eingeschlagen. Ich glaubte, so weit meine Einsicht reichte, das mögliche Gute zu sehn, und das hab' ich gethan. Möchte es der⸗ einst Andern nützlich seyn! Doch mein Gewissen, mein wahrer itziger Richter, verspricht mir da— von eine Art von Werth am Fuße des großen Gerichts⸗Stuhls. Gutes Brod, und gutes Gewissen. Haec meta laborum. Verbesse⸗ huiht. ½ M bte 6 ch Hu Rohteth/ amnHos iht n u gesen osse Vabes⸗ Verbesserungen, Zusätze und Druckfehler. Im ersten Bande. Selte XX letzte Zeile, lies: G. 2 seiner Vorrebe. — XXX Zeile 4 von unten l. Wasser, und— — XIIV— 10o statt dem l. den Tod 2——— — Ul letzte Zeile st. 214 l. 211 f. 3 — 27 3. 10 5 —116—8*—8 — 156— 15 l. Melioration— — 165— 23 — 260— 3 v. u. 4½ 66— 7l. Instrumen tal⸗Auslagen— 74— 26 l. Karren, von:᷑:“ 148— 23 st. dieser aber l. diese Vermehrung aber— — 212 Zu der Note gehört noch Folgendes. Vom ö Amindes Hommes ist in den F. 1761 u. 1762 noch eine dritte Ausgabe in 7 Duodez⸗Bänden erschienen; und von dem, im Text oben ge⸗ nannten Mémoire sur l' Agriculture findet sich eine Uebersetzung im rsten Bande der Schrif⸗ ten der Oekonomischen Gesellschaft iu Bern. — 2Iis 3. 6 st. Punct l. Gipfel— 325— 27 st. zum l. zu— — 336 Zur Note gehört noch Folgendes: sie acht von der Avignoner Ausgabe des Ami des Hommes den yten Band aus. — 350 3. 16 l. Land mitbegriffen“. — 357 st. Lancester l. Lancaster. — 359 3. 9l. fischreich,— — 432— 3l. vertheilet, und zu— Im Im zweyten Bande. Seite 48 Zeile 14 v. u. statt Interest l. Interest— 103— 7— st. Tomes l. Tome— — 130 Zur Note gehört noch Folgendes Diese Raril Berechnung findet sich auch in der Schrift: Flor und Verfall der känder, als natuürliche Folgen der Begünsti⸗ gung oder Bedrückung der rand⸗ wirthschaft dargestellt, ꝛc. Züllichau, 1798. 148 3. I v. u. st letzter l. letztere— 175— 1— st werdenel worden. ——)——. Siebenthel— 177——— del. U. 195— 14 del, Pareuthesin. 213— 2J st. bezahlten, I. bezahlte, 398 Zur Rote gehört noch Folgendes. In dem Anhange zu dem Eirst Keport from the Committee on Waste Lands, ete. ordered to be printed 27th April 1797, findet sich eine Berechnung des Unterstbiedes zwischen der Ein⸗ und Ausfuhr an Getraide in den letzten 28 Jahren, woraus sich ergiebt, daß die Valuta der Einfuhr binnen dieser Zeit die Valuta der Ausfuhr um nicht weniger, als 8.551,000 Pfunde Sterlings, überstiegen hahe. Dabey wird noch eine Uebersicht (Estimate) von der Quantität Landes gege— ben, die, wenn man sie angebaut hätte, so viel Getraide geltefert haben könnte, daß es dem Ueberschusse der Einfuhr die Waage ge⸗ halten haben würde. Die reellen Ausgaben für Getralde, welches bloß im J. 1796 ein⸗ geführt wurde, betrugen laut der Rechnung über 4 Millionen Pf. Sterl. 489 3. 9 v. u. l. Lasset uns lieber uns be⸗ streben, ö 495— 3—— st. Ausschweifung l. Wahn⸗ sinn; 529— 10 statt Silber Gewichte l. Silber⸗ Gewichte—. b 4 lln. b Tont— ladt d der Stſt. Ander, als Jegünſe der dand k. Jillhu, Rh. ſe vnds It ort from the ordered t9 det ſich eine wſchen der den legten t, daß de iſer zat de veniget, al üherſiegen i Ueberſcht kandes gegt⸗ uf hitte, ſo R daß es Paage gt⸗ n Auegaber . 17)6 dir z Necaung bet uns b g Ph ke 1. Elle 1 3 1 ——— —— —,,, Soiour& Grey Sortrol Chart Blue Cyan Green Vellow Hed Magenta White Sfer Gro- 2— Grey 3 Grey 4 Black