9* — — N — ——— Krir . „ Victors de Riquetti, Grafens von Beaumont, Vicomte de St. Mathieu, Erbherrn von Negreau, Saint-Anguille und andern Orten, des Wasa⸗Ordens Großkreuzes, Laᷣandwirthschafts⸗Philosophie, oder Politische Oekonomie der gesammten Land⸗ und Staats-Wirthschaft, gebaut auf die unwändelbare Ordnung physischer und moralischer Gesetze u sicherer Beförderung des Wohlstandes der Länder. —— Aus dem Französischen frey übersetzet, Liegnitz und Leipzig, ö bey David Siegert, 1797 1 weyland Marquis von Mirabeau, 2. und a.— mit Anmerkungen versehen VSisn von N X WGVV — II +.— Erster Band.—.— 280 V hihe s tishe Reh schrithen ichn Eil her Hupt Duesnay Kanner von Res Vefast Troste's nd desen! tetessen dusgegehen ausauf ari Regen jene Physiokrati Stgatswir War mir eh daß ich's fr llr, noch sch siron lie HagMani te Rflagt ha vegen gat OEf, —— — * Vorrede des Uebersetzers. SDh übergebe hiermit dem Publicum die Uebersetzung eines der wichtigsten Werke, die über das physiokra— tische Regierungs⸗ und Staatswirthschafts System ge— schrieben sind; ein Werk, das vornehmlich der umständ⸗ lichen Erläuterung der berühmten Wirthschafts⸗Tabelle, bder Haupt⸗Erfindung des verewigten Dr. Franz Quesnay, gewidmet ist. Dieses Werk, welches die Kenner von je her für die vollendetste Geistes⸗Arbeit sei⸗ nes Verfassers erkannt haben, unterscheidet sich von Le— Trosne's Lehrbegriffe der Staats⸗Ordnung und dessen Elementar-Werke vom Staats-In⸗ teresse, welche ich im J. 1730( verdeutscht her— ausgegeben habe, wesentlich darinnen, daß es durch⸗ ausauf arithmetische Demonstration gebaut ist, da hin⸗ gegen jenes mehr eine räsonnirende Entwickelung der physiokratischen Begriffe, Grundsätze, Regierungs und Staatswirthschafts-Mäximen enthielt. Le-Tr osne war mir ehedem zu übersetzen nicht leicht; Miraheg u, daß ich's freymüthig gestehe, ist mir, siebzehn Jahre spä⸗ ter, noch schwerer geworden. Ein großer Theil der Schuld hiervon liegt an der dem Verfässer eignen schwierigen Vor— trags⸗Manier, über die schon vom Anfang an seine Landsleu— te geklagt haben; und ich habe mich eben dieses Vortrages wegen genöthigt gesehen, mit dem Styl so frey umzu⸗ a 2 gehn, ( Leipzig, bey F. G. Jacobder, 2 Bände in gr. 2. 10 Vorrede des Uebersetzers. gehn, als es die Haupt-Pflicht des Uebersetzers litt, den Ideen seines Autors getreu zu bleiben, um das Buch nicht vielen deutschen Lesern eben so schwer⸗verständlich in die Hände kommen zu lassen, wie sehr viele Franzosen das Original gefunden haben. Ich schmeichle mir aber, mit der Mühe, die ich darauf zu wenden mich für ver⸗ pflichtet hielt, es dahin gebracht zu haben, daß deutsche Leser, wenn sie auch gleich der französischen Sprache sehr mächtig sind, den Sinn und die Meynung des Verfas⸗ sers faßlicher in meiner Uebersetzung finden werden, als sie oft in der eignen Sprache desselben sind. Jedoch muß ich dessen ungeachtet bey diesem Werke wiederholen, was ich schon ehedem bey Gelegenheit des Le⸗Trosne gesagt habe, daß die Beurtheilung eines solchen Werkes durchaus keine Sache für Anfänger, und die Prüfung des darinnen vorgetragenen Systems über— haupt nicht Sache für Leute ist, die es nur flüchtig über⸗ laufen können oder wollen. Wer nicht schon ein systema⸗ tisches Werk aus diesem Fache studiret hat, und das vorliegende nur obenhin liest, wird es nicht verstehn. Wer es mit Vorurtheilen, mit Voraussetzung falscher Be— griffe liest, die er ungeprüft und treuherzig für wahre Begriffe hält, wird es nicht verstehn. Wer es in der Ab⸗ sicht liest, nicht um sich daraus zu unterrichten, nicht um physiokratische Begriffe, Grundsätze, und deren Ve— weise erst zu fassen, sondern um kunstrichterliche Macht— sprüche über den Autor zu thun, wie so mancher in ge⸗ wissen literarischen Blättern über Bücher und Schriften thut, die er zu verstehn, selbst viel zu geringe Präliminar— Kenntnisse besitzt, wird mit seinem Urtheile sicherlich den Bloßen schlagen, und der Verachtung der Kenner, auch wohl hl der ahtg Dat Verdtut und de de dte bolutig liicht er des then dehlscht! uch, C gagen de pfuöl hat, ug vorinnen: 9 des sto, des ten, und handelten shysokra Insinnige nisch na pfe, daß Rgeben h. Hl, Iuier tuhure, nls Am sie 07 heu ö Vorrede des Uebersetzers. v 65 wohl der offentlichen Ahndung seiner Verwägenheit schwer⸗ 6. ö lich entgehn. i Das Original dieses Werkes ist itzt, da ich mit der abn, Verdeutschung desselben auftrete, nicht weniger als drey 3. ö und dreyßig Jahr alt(D, und scheint in dem Vaterlan⸗ usche de des Verfassers, besonders seit dem Sturme der Re— esch n beynah in Vergessenheit gerathen zu uft⸗ leicht erscheint meine Uebersetzung itzt ch den Stürmen ls des eben so schweren, als vergeblichen Krieges, den das deutsche Reich so, wie alle andre Nachbaren von Frank⸗ Lert reich,(die einzige Schweizer-Republik ausgenommen/) 4 gegen die neu⸗aufgekommene Franken-Republik mit den ö empfindlichsten Einbußen an Volk und Schätzen geführt 45 hat, zu gelegnerer Zeit für Deutschland und die Länder, —8 worinnen Deutsch gelesen wird, um Nutzen zu schaffen, 100 als das Original selbst für das Vaterkand des Verfaf⸗ 90 sers, dessen Große seinen menschenfreundlichen Rath haß⸗ —5 ten, und den Verfasser deßhalb selbst verfolgten und miß⸗ 30 handelten, erschienen ist. Vielleicht erregt überhaupt das 65 physiokratische System, dessen Vertheidigung gegen die 4 unsinnige Anklage einiger Bösewichter, und gegen die dä⸗ asee misch nachgebethete Beschuldigung mehrerer Hohl-⸗HKö— b⸗ pfe, daß dasselbe den Anlaß zur französischen Revolution niht gegeben habe, neulich so gar von einem aufgellärten Für⸗ a 3 sten acht⸗ ö ge⸗ Es ist, ohne Namen des Verfassers, unter dem Titel, Philo- * sophie rurale, ou Economie générale et politique de P'Agri- ten eulture, reduite à l'ordre immuable des Loix physiques et mo- nar⸗ ö rales, qui assurent la prospérité des Empires, im J. 1764 zu hen Am ster dam, cheꝛ les Libraires associés, in drey Groß⸗Duo⸗ ö dez⸗Bänden erschienen, aus denen ich zween Groß/ Oetav⸗Bän⸗ 0 de zu machen für hieulich befunden habe. 0 vů Vorrede des Uebersetzers. sten geführt worden ist(0, wenn es itzt wieder in Erin⸗ nerung gebracht wird, da der bisherige schreckliche Krieg die Länder und Völker sehr an Menschen und Mitteln er⸗ schöpfet hat, und die Niedergeschlägenheit vieler Tausen— de, die diese weit-verbreitete Calamität noch üͤberlebet haben, in mehrern Ländern sichtbarer, als jemals, un⸗ gemein hoch gestlegen ist, um so ernstlichere Aufmerksam⸗ keit bey denen, unter deren Obhut die Völker stehen, je untrüglicher die Mittel sind, die dieses System lehrt, ge⸗ sunkenen Staaten wieder aufzuhelfen, und je mehr man allenthälben die Nothwendigkeit empfindet, durch baldi— ge wichtige Reformen in den bisherigen inconsequenten Regierungs- und Staatswirthschafts-Systemen künfti⸗ gen gefährlichen Erschütterungen noch in Zeiten vorzubeu⸗ gen und sie durch weisere Einrichtungen eben so unmög— lich, als unnöthig zu machen. Hätte der unglückliche König Ludwiig der Sech— zehnte den ehrwürdigen Türgot, den er bald nach dem Antritte seiner Regierung eben so sehr seiner unver— brüchlichen Redlichkeit, als seiner ungemeinen Einsichten wegen zu seinem Finanz-Minister erwählet hatte, mit standhaftem Ernste gegen die Ränke seines Hofes und al— ler ei zensüchtigen Feinde der Staats Ordnung geschützt; hätte er dem Rathe dieses menschenfreundlichen Weisen, welchen er, sich selbst überlassen, für gut, heilsam und wohlthätig zu erkennen sich nie entbrechen konnte, mit Ent⸗ schlossenheit gefolgt, und den Mann unabänderlich bey den Von dem Fürsten D. von Galiezin, in dem Wer ke de PEsprit des Fconomistes, ou les Economistes justifiés d'avoir posé par leurs Principes les bases de la Révolution Frangoise, à Brunsvick, 1796 gr. 3. IUNt ung u Rut wänn Wicthshf Wiedethet vorfenhe Rensclich als det betheste, Ruslidet • Wt i ommenhei de Vit 13 würden hiele andte hile Nuse Hule Hun schh. Man sther vetn hoch noch lie; und d aine Auwer etulatibi Lusführun ohl nehn Nnn einer kint Staa tiefeRaun Hetzvefeh Ihen inme — ——— L Vorrede des Uebersetzers. vII den Reformen, die er in allen Aesten und Zweigen der Re— gierung und Staats-Wirthschaft einzuführen begonnte, mit männlichem Math unterstützet; wäre er dem Staats⸗ wirthschafts⸗-Plane, den der vortreffliche Minister zur Wiederherstellung der gesunkenen Kräfte des Reichs ent— worfen hatte, unerschütterlich treu geblieben: er würde, menschlichem Ansehen nach, noch itzt leben, und würde als der mächtigste, glücklichste, von seinem Volk ange— bethetste, und von allen vernünftigen und gutdenkenden Ausländern verehrteste König des blühendsten Reichs von der Welt im vollen Besitze wahrer königlicher Macht-Voll⸗ kommenheit leben; die entsetzlichste Revolution, von der die Welt jemals gehöret hat, würde unterblieben, und es würden dadurch nicht, wie leider! geschehen ist, so viele andre Staaten in ihrer Grund-Feste erschüttert, so viele Tausende von Menschen schmählich umgekommen, so viele Hundert⸗Tausende höchst unglücklich geworden seyn. Allein das physiokratische System, wird dieser oder jener vermeyntliche Praktikus sagen, ist und bleibt denn doch noch immer weiter nichts, als eine schöne Theo— rie; und die herrlichste Theorie leidet zum öftern nirgend eine Anwendung, und gemeiniglich wird jeder Versuch, speculativische Lehrsätze auf Staaten anzuwenden, in der Ausführung als chimärisch befunden.— Ich sollte aber wohl meynen, ehe man bey dem hergebrachten Schlen⸗ drian einer regellosen und willkührlichen Regierung, und einer Staatswirthschaft, durch welche die Länder immer tiefer herunter gebracht, der Zustand der Völker immer verzweifelter, und eben dadurch das Schicksal der Mäch— tigen immer ungewisser gemacht werden, mit gähnendem a 4 Steif⸗ —... E-....— * 4 43 44 V V* vIII Vorrede des Uebersetzers. Steiffinne beharrte, und mit diesem Verhalten am Ende gänzlichen Umsturz der Staaten wagte, wäre es immer klüger,— obwohl freylich ungemächlicher,— Versuche mit Anwendung einer Theorie, die iee machen. Wenn man freylich unter Theorie bloße schwankende Hypothesen versteht; so ist ein Versuch damit allerdings kaum der Mühe werth. Ist aber die Theorie eine con— seguente Reihe von richtigen Schlüssen aus der bekannten Natur und dem vor Augen liegenden politischen und öko— nomischen Zustande der Menschen; so muß alles, was eine solche Theorie für wahr erkennt und erklärt, noth⸗ wendig anwendbar, und alles, was sich schlechterdings nicht anwenden läßt, kann nicht wahr, sondern muß durchaus falsch seyn. Man erlaube mir aus den mechanischen Künsten ein Gleichniß, dessen sich, wo mir recht ist, schon irgendwo ein bekannter Englischer Schriftsteller bedienet hat. Die Geometrie verhölt sich zu der Mechanik ziemlich eben so, wie abstractes Räsonnement zu der Staats⸗ und Regie⸗ rungs⸗Kunst. Die moralischen Kräfte, die in der Staats⸗Kunst angewandt werden, sind die Leidenschaf⸗ ten der Menschen, und darunter besonders das wahre oder eingebildete Interesse derselben, deren Wesen zu leh⸗ ren und deren Stärke zu berechnen, eben so sehr die Sa⸗ che der Moral⸗Ph losophie ist, als die Mathematik das Wesen und die Stärke der mechanischen Kräfte be⸗ stimmt. Nimmt man nun an, es sey mathematisch er⸗ wiesen, daß durch eine gegebene einfache Veränderung in dem Bau einer Maschine die Wirkung derselben doppelt, drey⸗ vier⸗ oder zehn⸗fach stärker werden müßte, als sie in n d uolse ssi uhl Deeit schl se, uf auhniht! shm nt Raru uel dem hub echtacgi nund Sr Ruumt mar I gen e deH Huam t Hendthi 4en I decsche schu. J eellütetx lichts we neu⸗holl Harstüͤnde Deß und Stac Luropa f neht, al àn Unter h dentliht u der Vorrede des Uebersetzers. E in ihrer bisherigen, unnöthig verwickelten Composition—* gewesen ist; würde sich dann ein vernünftiger Mechani⸗ kus wohl bedenken, die Veränderung zu versuchen? Wür⸗ de er sich davon wohl durch den Gedanken abschrecken las— sen, daß die Vorfahren, die doch, wie man sagen will, auch nicht im Gehirne vernagelt waren, die gleiche Ma— schine nicht längst so simpel gebaut haben? Würde er darum wohl seinen eignen Vortheil verkennen, und ihn dem halsstarrigen Widerspruch unwissender, und nur im Schlendrian erfahrner Praktiker, die zum Rechnen, Mes⸗ sen und Denken selbst zu träge sind, aufopfern?— Nimmt man ferner an, daß alle mechanischen Künstler ei⸗ ner ganzen Nation auf diese Art jede Verbesserung, wel⸗ che die Theorie vorgeschlagen hätte, verwürfen; so könn— te man es bey einer solchen Nation in der Mechanik, als Handthierung, ungemein weit gebracht, man könn⸗ te darinnen die größte Fertigteit haben, und doch würde in derselben, als Kunst, die roheste Ignoranz herr— schen. Archimedes und Euklides könnten in den Schulen erkläret werden, da indessen die Baukunst des Volkes um nichts weiter vorgerückt wäre, als daß die Einwohner neu⸗holländische Hütten und Eskimaux⸗Kähne zu bauen verstünden. ö Dieß ist ungefähr, in Rücksicht auf ächte Regierungs⸗ und Staatswirthschafts⸗Wissenschaft, bisher der Fall in Europa zum allergrößten Theil, ob wohl in einem Lande mehr, als in dem andern, gewesen— mit dem wichti⸗ gen Unterschiede, daß die Mechanik doch immer gern wis⸗ senschaftlichen Verbesserungen nachgiebt, weil diesen or⸗ dentlicher Weise keine Leidenschaft, kein Interesse, dem an der Fortdauer der Mißbräuche gelegen ist, in den a ö Weg EEE——————— —— 89...— 7*—.—*— —— ́FF ———— x Vorrede des Uebersetzers. Weg tritt, da sich hingegen die unächte, verdorbene Staats⸗— Kunst, aus entgegen-gesetzten Gründen, allen ächten und wahrhaftig gemeinnützigen Verbesserungen wi— dersetzt. Giebt es jemals ein Interesse, oder sonst eine Leidenschaft, um deren willen gewisse Menschen die Lehr— sätze der Arithmetik oder Geometrie bestreiten könnten; so werden auch in Absicht auf sie verschiedne, und viel⸗ leicht gar widersprechende Meynungen behauptet werden. Und was war im Grunde wohl andres die Widersetz— lichkeit der fränzöͤsischen Großen und so genannten Edlen gegen Türgot's Finanz⸗Reforme, die sich auf arith— metische Demonstration gründete? Widerlegen konnte man sie nicht: und weil ihr auf diesem einzigen natürlichen und rechtmäßigen Wege nichts abzugewinnen stand; so verspottete man sie als träumerischen Un⸗ sinn, verlästerte den tugendhaftesten Mann, den redlich— sten Freund seines Königs und der Nation, und ver— drängte ihn von seinem Posten, auf dem er, wenn er ihn so viel Jahre bekleidet hätte, als er ihn nur Monate be— kleiden durfte, den Staat gerettet haben würde. Was ist aber die Folge davon gewesen? sie liegt nun aller Welt vor Augen.— Wird es in andern Staaten, wo man dem Guten, Wahren und Gemeinnützigen eben so unversöhnlich feind ist, wie es in Frankreich der Hof, die Großen und alle Creaturen des Mißbräuchs waren, bes⸗ ser ergehn? Die Zukunft wird's lehren. Einmal für allemal hat wahre Fundamental⸗-Po-⸗ litik lediglich das gemeinsame Beste der Be⸗ herrschten zur Maxime; und recht verstanden, be— weist die Festigkeit dieser Maxime, daß alle Politik, die ihr nicht untergeordnet ist, nothwendiger Weise wandel⸗ ö bar d den Ian l Ralhauben o hangeh, len, mogn Iit ErfR Eyjim f nabvegts 9 vn hothostge Iud etrech Ie beal et icht Erfahri W 0. rol thn u. 0 Leginges aher in de nun fmals et Erfal Resch, ligtt Dag⸗ e Neuet Ichoh. De Rrans⸗An sch iicht! thun, daß Luhhit ne Vnu 1 Vorrede des Uebersetzers. xI bar und dem Wechsel unterworfen sey. Die vermeynt— lichen Praktiker, die sich Ausnahmen von dieser Maxime erlauben oder den Abweichungen davon herkommlich an— hängen, mögen nur ja nicht gegen die Theoretiker prah— len, mogen doch ja nicht gegen die Oekonomisten von ei⸗ ner Erfahrung reden, an deren Prüfung es ihrem System fehlen soll. Die Oekonomisten verwerfen kei— nesweges die Leitung der Erfahrung, hängen keineswe— ges den Täuschungen einer willkührlichen, auf bloße Hy— pothesen gebauten Theorie nach, opfern das wirklich große und erreichbare Gute keinesweges glänzenden Chimären einer idealischen Vollkommenheit auf. Nur streite man aber nicht um Worte, sondern verstehe sich. Erfahrung kann so wohl in Künsten, als bey dem Verhalten im menschlichen Leben Statt finden; sie kann eben so wohl Grundsätze, als Modelle zur Vollkommen⸗ heit bringen. In der einen Bedeutung läßt sich der Künst⸗ ler, der seine Maschine genau nach dem Modell seines Vorgängers zusammensetzt, von der Erfahrung leiten: aber in dieser Bedeutung ist auch jede Verbesserung, die man jemals vorgenommen hat, eine Abweichung von der Erfahrung, eine Neuerung gewesen. Der er— ste Mensch, der sich eine Hütte baute, um nicht mehr in einer Berg-Höhle zu wohnen, machte in diesem Sinn eine Neuerung, indem er sich über die Erfahrung erhob. Wer ihn deßhalb tadelte,(und an trägen Schlen⸗ drians⸗Knechten, die ihn tadelten, wird es vermuth— lich nicht gefehlt haben,) konnte es nur in dem Sinne thun, daß er sich selbst und seines Gleichen aus neidischer Trägheit zum unverbesserlichen Zustande der Thiere, die oh⸗ ne Vernunft bloß nach Instinct handeln, herabwürdigte. Um 171 66 . IN I 4 9 18 * 4 * V • 10 7 4 M V + ‚—— 5.———— XII Vorrede des Uebersetzers. um kein Haar weislicher räsonnirt ein jeder, der den Fortschritten der Menschheit in irgend einem Stücke will— kührliche Gränzen setzen, oder ausdrücklich Hindernisse in den Weg legen zu müssen glaubt.— In der andern Bedeutung kann man aber ebenfalls sagen, es lasse sich ein Künstler durch Erfahrung leiten, wenn er dadurch, daß er eine Maschine von allen Seiten betrachtet, auf Grundsätze kömmt, welche ihn lehren, die Maschine zu verbessern, oder wenn er durch Vergleichung mehrerer Maschinen von ähnlicher Art die Vorzüge und die Mängel von einer jeden erkennt, und durch diese Ver⸗ gleichung in Stand kömmt, eine neue vollkommnere Ma⸗ schine zu erbauen, die sich vor denen, welche er untersu⸗ chet hat, durch Vereinigung der Vollkommenheiten aller, und durch Vermeidung aller Mängel derselben auszeich— net. In dieser Bedeutung haben die Oekonomisten, so weit sie bisher entweder bloß speculiret, oder auch wirklich zu handeln Gelegenheit gefunden haben, immer die Erfahrung genutzt. Leider haben ihnen nur die Geschichtschreiber viel zu wenige der Erfahrungen, die vor dieses Forum gehörten, überliefert. Denn von je her hat es den mehresten Ge— schichtschreibern an eigner Kenntniß der ökonomisch-poli⸗ tischen Srundsätze, von denen die Stärke und Däuer der weltlichen Reiche abhängt, gefehlt. Daher haben sie uns von je her fast weiter nichts berichtet, als einen zusam⸗ mengerafften Schwall von allerhand Vorfällen, von de⸗ nen immer am Ende bloß ein verworrenes Bild im Ver— stande zurücke bleibt, und von denen das mehreste nicht einmal der Ehre werth war, daß es erwähnet wurde; weiter nichts, als Erzählungen von Kriegen, von Bela⸗ gerun⸗ hha, 01 aun u Hie Hr A Rber den g Mech run Wir kne her belkhet Ns Epiel Rhrien nmg dr Ideftnals 1. Kutz, e Dateh! nichts bo! ti; Hang o o den Ute nt Rezit Wahsthun Ein Vot waltung d ihrer don Zusand ii der Einheb von dem U Ren, von benden ode er dandto RMeit, i Rnamih und dem v ein Bott .. Vorrede des Uebersetzers. XIII gerungen, von Schlachten, kurz, immer nur die Hand⸗ lungen unruhiger und ungestümer Menschen, die zum Un⸗ glück ihrer Neben-Menschen gebohren waren, und die sich lieber den grausamen Eroberer-Titel, als den edlen Na⸗ men von Wohlthätern der Menschheit erwerben wollten. Wir erkennen in ihren Berichten nur die Triebfedern ei— ner verkehrten Ehr- und Herrsch-Sucht der Mächtigen, das Spiel ihrer ungebändigten Leidenschaften, und die geheimen Ränke der Höfe; die schimmernden Unterneh⸗ mungen der Großen, den glänzenden Erfolg derselben, und oftmals eine ruinöse Anstrengung der National⸗Kräf⸗ te. Kurz, wir finden bey ihnen fast bloß das Leben und die Thaten oder Unthaten der Fürsten; aber wenig oder nichts von dem Zustande der Völker, die unter ihnen leb⸗ ten; wenig oder nichts von:dem Reichthume der Nationen, von den Unterhalts⸗Quellen derselben, von der Weisheit ihrer Regierungen oder von deren Verirrungen, von dem Wachsthum oder der Abnahme ihrer Bevolkerung; fast kein Wort von den Grundsätzen der innern Staats⸗Ver⸗ waltung der Völker, von den Vorzügen oder Mängeln ihrer ökonomischen Gesetze, von der Einrichtung und dem Zustand ihres Steuer⸗ und Finanz-Wesens, und von der Einhebungs-Form ihrer Steuern; wenig oder nichts von dem Umfang ihres Territoriums und ihrer Besitzun— gen, von der Anzahl der Einwohner und deren wohlha benden oder armseligen Umständen, von dem Zustand ih— rer Landwirthschaft, und von der Leichtigkeit oder Schwie— rigkeit, ihren Ueberfluß ab- und umzusetzen, von dem ökonomischen Ertrag ihrer Ländereyen, von der Menge und dem verhältnißmäßigen Preis ihrer Prodnete; ja, kein Wort, das uns in Stand setzte, zu folge solcher Ver xiv Vorrede des Uebersetzers. Vergleichungs-Puncte den Zustand der einzelnen Völker in ihren verschiedentlichen Zeit-Altern, und die Stufen ihrer Macht, im Verhältnisse gegen die Macht andrer Völker des nämlichen Zeit-Alters, zu beurtheilen. Bey dieser mangelhaften Beschäffenheit der Nachrich— ten aus den vorigen Zeit-Altern sind also freylich die Er— fahrungen, auf die sich die Oekonomisten zu berufen ha— ben und auf die sie bauen könnten, nichts weniger als zahlreich: denn eigentlich werden wir durch sie nur da und dort im Großen belehret, daß gewisse Anstälten und Einrichtungen laut der Erfahrung als heilsam, andre hingegen als unbezweifelt verderblich erkannt worden sind, wieder ändre theils gute, theils schlimme Folgen gehabt haben. Da nun die Erfahrungen, welche uns die Ge— schicht⸗Bücher liefern, allein nicht zureichen, ein zu— sammenhängendes und vollständiges Regierungs⸗ und Staatswirthschafts-System darauf zu bauen; so kön— nen die Oekonomie-Philosophen, wenn sie ein solches System gründen wollen, nicht anders verfahren, als daß sie, wie der ächte Mechanikus, auf allgemeine Grund— sätze zurückegehn, nach diesen die vorhandenen Erfah— rungen beurtheilen, und daraus Mäximen und Regeln 41 die Gesetzgebung und Staäts-Administration ab— eiten. Die menschliche Natur, die Bedürfnisse und die Rechte derselben sind für den Gesetzgeber eben das, was die all— gemeinen Eigenschaften der Materie für den Mechaniker sind. Also ist freylich Erfahrung wohl die Basis aller Dauer und Sicherheit eines Regierungs und Staats— wirthschafts Gebäudes; nur aber nicht die kleinliche, auf⸗ 70 uhesht situn vun Banderung Morhangeen ne/ in dit f uutdn sd 1sfel meinn Grt nie aus den umd Miwal un Etnitz 6e u d Ene wi unm Sründt haß drum u richte Mitrn ind Neginten shift aigttn verwocht ha det zwey hat, ist in: Vesen und sehn berdien neen des unse gaz die ihm Vhaber sch⸗ au Hände Suntsmänn ftr⸗Oharsc herzigen und N Vollir Vorrede des Uebersetzers. xV aufgehaschte Erfahrung der alltäglichen Staats-Admini— stratoren vom Handwerke, die bey der geringsten Veränderung in den Mitteln, worinnen sie von ihren Vorgängern unterrichtet wurden, oder in der Routi— ne, in der sie sich herum zu drehen nun einmal gewohnt worden sind, in Schrecken gerathen, sondern die freye und aufgeklärte Erfahrung, welche nach wahren allge— meinen Grundsätzen, die sie sich eigen gemacht hat und nie aus den Augen läßt, die Begebenheiten der Vorwelt und Mitwelt beurtheilt, um, mit beiden in der Hand, den Staats⸗Mechanismus in ein systematisch geordnetes Ganzes zu bringen— Eine wichtige Haupt-Erfahrung von der unverrück— baren Gründlichkeit der physiokratischen Lehre ist bisher bloß darum unvollendet geblieben, weil der weise und ge— rechte Unternehmer dieses philanthropischen Gesetzgeber— und Regenten-Versuchs mitten aus seinem großen Ge— schäfft abgerufen ward, ehe er dasselbe ganz auszuführen vermocht hatte. Was der unsterbliche Kaiser Leopold der Zweyte, als Großherzog von Toscana, gethan hat, ist in Europa nicht unbekannt, ob es wohl, seinem Wesen und seinen Wirkungen nach, noch viel bekannter zu seyn verdiente, und bisher vielleicht nur unter den Stür— men des unseligen französischen Revolutions-Krieges nicht ganz die ihm gebührende Aufmerksamkeit auf sich gezogen zu haben scheint. Sein Governo della Toscana ist in den Händen vieler Fürsten und einer guten Anzahl von Staatsmännern. Gebe der Himmel, daß es diese Völ⸗ ker⸗Beherrscher auch vor Augen haben, studiren, be— herzigen, und in der Ruhe des allgemeinen Friedens, dem die Völker itzt mit hoffender Sehnsucht entgegen sehen, nach —..— 2.—— ů —— 9 3½ XVI Vorrede des Uebersetzers. nach seinem Beyspiele durch ernstliche Reformen zum gemeinsamen Besten der Beherrschten bald zu wirken anfangen mögen! Hierbey wünschte ich nur, daß sich Niemand durch den Mißverstand irre ma— chen lassen möchte, den der deutsche Herausgeber der Staats Verwaltung von Toscana unter Leopold dem Zweyten begeht, wenn er(D, we⸗ gen des in Toscana bestehenden, aber doch nicht von Leo⸗ pold eingeführten, sondern nur noch übrig gelassenen Zoll- und Accise-Wesens und einiger andern ebenfalls noch besteh onden mittelbaren Steuern, dem inconsequen⸗ ten, und sich auf allen Seiten widersprechenden Arthur Poung übereilter Weise das seichte Urtheil nachschreibt, als habe Leopold bey dem, was er that, oder zu thun verschob, oder nicht thun wollte, etwas andres, als das physiokratische Regierungs⸗ und Staatswirthschafts— System, vor Augen gehabt. Ich wünschte, daß der Herr Regierungs-Rath Crome, da er das Governo della Toscena verdeutscht herausgeben und mit einem Commentar versehn wollte,(welchen Leopold von einem Gelehrten, der itzt auf der Katheder des berühmten theo— retisch praktischen Oekonomisten Schlettwein sitzt, wahrscheinlicher Weise nicht so wohl mit vielfältigen hi⸗ storisch-statistischen Nachrichten ausgestattet, als viel⸗ mehr aus eignen ökonomisch⸗politischen Ent⸗ wickelungen der Gründe seines Governo bestehend erwartete,) lieber das physiokratische System selbst hätte studiren, als sich an das Urtheil und Zeugniß eines solchen ökonomisch⸗-politischen Halbsehers, wie Ar— thur Poung ist, hätte halten wollen. Wie (7 8. 268 der Uebersetzung. Re! hushe dla sin chrin deten e flar de Dehn sen& Theile Verthel ½ zuma Nentat a Ret dird⸗ nahr sit Etnats⸗ ther, Kin Reschf de Rüde so veroe sten gera halb. Y. Ler Mete Nicher P mierꝰ) m sunde der runherge ji sch E DN Polriw ille. Vorrede des Uebersetzers. Xvit Wie wenig dieser einäugige Führer selbst das physio⸗ kratische System gefaßt und eingesehen habe, erhellt aus allen seinen Schriften, und besonders aus seinem hierher gehörigen Hauptbuche, der Politischen Arihmetik, deren Seichtigkeit der Oekonomist Freville*) sonnen⸗ klar dargethan hat. Voung rechnet, wie nach ihm Dohm und sein Nachbether Rehberg, zu diesem Sy— stem Sätze, die es gar nicht hat, ja von denen es zum Theile gerade das Gegentheil statuirt. Z. E. von einer Vertheilung der öffentlichen Ländereyen in kleine Thei— le, zumal auf Erbzins, welche in Herrn Crome's Com— mentar ausdrücklich zum physiokratischen System gerech— net wird, sagt die Physiokratie nirgend ein Wort. Viel— mehr statuirt die Physiokratie gar keine öffentlichen oder Staats-Ländereyen, gar keine Kammer- und Tafel-Gü⸗ ther, keine Regalien, kein vom Zustande der Staatsbür⸗ gerschaft unabhängiges Staats-Einkommen; und was die großen Landes⸗Portionen der Güther⸗Besitzer anlangt, so verwerfen die ursprünglichen französischen Oekonomi— sten geradezu die Bewirthschaftung der Landgüther durch Halb⸗„Pachter oder Meyer im Kleinen,(la petite culture des Métayers), welcher sie die Cultur-Unternehmungen reicher Pachter im Großen(la grande culture des Fer- miers) mit Gründen vorziehen, die aus dem elenden Zu— stande der Landwirthschaft in Frankreich vor der Revolu— tion hergenommen waren. Es ist aber dieses nicht an und für sich Grundsatz der Physiokratie, sondern bloß Local— Anwen⸗ *) Bey der französischen Uebersetzung dieses Werkes, Arithmetique politique par Mr. A. Voung, trad. de l' Anglois par Mr. Fre- ville. à la Haye 1778. 2 Vls, gr. 8. b XVIII Vorrede des Uebersetzers. Anwendung des eigentlichen Grundsatzes, den hochsten möglichen reinen Ertrag aus den tragbaren Grundstücken zu ziehen, und zwar eine Anwen⸗ dung, die fast lediglich auf die französische Landes⸗Ver— fassung vor der Revolution paßte. Wahr aber ist indessen und unläugbar, daß man keinesweges mit Rechte sagen könne, das physiokratische System sey bey Leopolds Abgange von der unmittel— baren toscanischen Regierung wirklich schon gänzlich eingeführt gewesen: denn in der That fehlten daran noch mehrere sehr wichtige Stücke; aber eine Menge vorberei— tender Anstalten zu dessen vollständiger Einführung hatte Leopold in fast allen seinen Verfügungen getroffen. Die Abschaffung des Lotto, der Zölle, der Fleisch-der Stem— pel- und andrer mittelbaren Steuern, und die Einführung der einzigen Grund⸗Steuer vom reinen Ertrage der Län⸗ dereyen konnten nichts andres, als die Krone des von ihm so entschlossen angefangenen, und schon ziemlich hoch aufgeführten Gebäudes werden; und Leopold mußte von seinem erhabnen Baumeister-Geschäfft abtreten, bevor er seinen edlen Bau vollenden konnte. Den Grund mußte er nothwendiger Weise erst fest legen, ehe er sich einfallen lassen durfte, einen Palast für die Ewigkeit drauf zu sez— zen: jenes hat er redlich gethan, und es kostete ihn die— ser Grund⸗ Bau um so viel mehr Zeit und Mühe, je tie⸗ ser der Triebsand-Haufen war, den seine Vorgänger an der Regierung über den Boden hatten häufen lassen, der den Palast tragen sollte. Die richtigste Theorie kann den weisen und gerech— ten Staats⸗Administrator nie der Pflicht überheben, dey Anwendung ihrer Grundsätze auf die Praxis sorgfäl⸗ tige 0 W lres sfan M heliche Schadel Schidins Murdet muj et sc dilet, di scherx Hsth if Läddetthen hsse und Ren Mar versen hat Vast gle unden, v Bafrurun; Vemehro ihrer us tine solche hern auch gen. Ni suf ihre t udd dabe daß eine s I Mitio vor Schul von Chagt on bum hracht v Vorrede des Ulebersetzers. IN hsten tige Rücksicht auf die Umstände zu nehmen. Um dieses aren oder jenes wichtiges Gute sicher und auf die Dauer zu 953 stiften, muß er so lange anstehn, bis er es ohne nach— theiliche Folgen unternehmen kann. Er muß nicht einen Schäden eher heilen wollen, als bis er der Ursache des nnr Schädens abgeholfen hat; und bevor er eine gegebene dishe Veränderung, auf die er bedacht ist, ins Werk richtet, ittel muß er schon bedacht gewesen seyn, die Schadloshaltung blich. derer, die dabey unverschuldeter Weise verliehren könnten, noch sicher zu stellen. Ob es daher gleich in der Theorie er— herei⸗ wiesen ist, daß die Steuer bloß auf den reinen Ertrag der hatte Ländereyen angelegt werden müsse; so wird sich doch der Die weise und gerechte Staats-Administrator, wenn er einen tem. neuen Plan zur Anlage und Einhebung der Steuer zu ent— ung werfen hat, sorgfältig hüten, die Grundsätze übereilter län- Weise gleich anfangs in ihrer ganzen Ausdehnung anzu⸗ von wenden, und den Proprietären auf der Stelle die ganze hoch Besteurung aufzulegen, ehe und bevor für sie, in der don Vermehrung ihres Einkommens und in der Verminderung er ihrer Ausgaben, auch die Mittel ausfindig gemacht sind, ußte ö eine solche Grund-Steuer nicht nur ohne Ueberlast, son⸗ llen ö dern auch so gar mit einem ansehnlichen Vortheile zu tra— sez⸗ gen. Nur stufenweis und allmählich wird er die Steuer die⸗ auf ihre wahre Basis zurückezubringen beflissen seyn, und lie⸗ wird dabey nicht versäumen, sein Publicum zu belehren, an daß eine so wichtige Reforme, von welcher der gemeinsa— DtiH me National-Wohlstand, die Befreyung des Staates von Schulden, und das gute Auskommen aller Classen ech⸗ von Staatsbürgern abhängt, mit Klugheit ohne Convul— , sion binnen einer mäßigen Reihe von Jahren zu Stande il⸗ gebracht werden können. He b 2 Nur S T—......... XX Vorrede des Uebersetzers. Nur Mangel an Rücksicht auf diese nothwendige Weisheit des Staats-Administrators konnte den Herrn Reg. Rath Crome verleiten, die Grundsätze des ver— ewigten Leopolds, und die Verfügungen, die dieser vor⸗ treffliche Fürst in der toscanischen Staats-Verwaltung traf, bloß darum in der östreichischen Monarchie, oder in andern europäischen Staaten für minder anwendbar zu erklären, weil sie Leopold nicht so gleich— vielleicht schon von Florenz aus durch ein Ediet— in den östrei⸗ chischen Erblanden angewandt hat(3). Die Grundsätze selbst sind überall der Anwendung fähig; nur aber wird jedes andre Land nach einem andern Proceduren-Plane reformiret werden müssen. Von einer Vergleichung aber zwischen Leopolds vier⸗und-zwanzig⸗jähriger Regierung in Toscana und seiner kaum zweyjährigen Regierung in den östreichischen Erblanden läßt sich kaum weiter etwas sagen, als daß es widersinnig seyn würde, ihn tadeln zu wollen, weil er in den Erblanden seines Häuses nicht auf einmal that, was er in Toscana binnen vier und zwanzig Jahren gethan hatte. Vor allen Dingen mußte der weise und wohlwollende Fürst erst Frieden haben, ehe er Operationen anfangen konnte, die sich unter Kriegs⸗ und Aufruhrs-Unruhen nicht ein— mal anfangen, geschweige ausführen ließen. Und wie lange lebte er denn, nachdem er Frieden, und diesen nur erst noch auf Einer Seite, erlanget hatte? Ließen ihm die Pfaffen in den Niederlanden, in Hungarn, in Oestreich, und selbst die hinter seinem Rücken in Toscana wohl die geringste Nuhe zu friedlichen Operationen? Er erlebte die Zeit ( S. seiner Vorrede. ——— siht; Iutenehme Run MWit trefft, 0 Etbladder hundet k chen f tr sinen Our virthsch hat, wur 5 Erfde ͤss Eur N Eischl Ran⸗Nun in de Tas l vach D⸗ Er war! tihnt gen licht, wet hurch die: Hommen iu Rathe! sheint— uhenkö balh,zur chen diz e werden dige Herrn un. sit hr daltung „, odet barzu elleicht östrei— lsahe wied Hlane aber rung in vas zu licht dier allen erst ntt, ———— Vorrede des Uebersetzers. XXI Zeit nicht, die er brauchte, dergleichen Operationen zu unternehmen. Er starb, da er kaum hatte anfangen kon⸗ nen, Anstalten zum Grund-legen eines solchen Baues zu treffen, wie die wiederhergestellte Staats-Ordnung in den Erblanden werden sollte: er hätte noch ein halbes Jahr— hundert leben müssen, um das große Ziel ganz zu errei⸗ chen; je länger er aber gelebt hätte, desto näher würde er seinem Ziele gekommen seyn.— Genug hiervon. Der Marquis von Mirabeau, dessen Land— wirthschafts⸗Philosophie der Leser hier vor sich hat, war einer der ersten Schüler des Dr. Quesna y/ des Erfinders des physiokratischen Systems; und es ist dieses Werk gerade dasjenige, wegen dessen er, bald nach der Erscheinung desselben, auf Anlaß des damaligen Fi— nanz⸗Ministers Laverdy, durch eine Lettre de cachet in die Vastille gesetzt ward, aus der er auch nicht eher, als nach der Thron-Besteigung des gutmüthigen und billig-gesinnten Ludwig des Sechzehnten, wieder loskam. Er war der Vater des nachmals in der Revolution be— rühmt gewordenen Grafen von Mirabeau, der viel— leicht, wenn er länger gelebt hätte, dieser Revolution durch die Macht seines Geistes eine andre Gestalt, als sie bekommen hat, gegeben haben würde— welches aber im Rathe der Wächter anders beschlossen gewesen zu seyn scheint— aus Ursachen, die wir itzt noch nicht sicher er— rathen können, die sich aber in der Folge, und vielleicht bald, zur Ueberzeugung aller derer, welche auf die Zei— chen der Zeit zu achten gewohnt sind, näher veroffenba— ren werden. b 3 Ich XXII Vorrede des Uebersetzers. Ich habe nur noch zu erinnern, daß ich bey den Rechnungen, die in diesem Werke vorkommen, die Livres— oder Franken Münz⸗Rechnung wohlbedächtig darum beybehalten, und sie auf keine Art von deutschem Münz⸗ ße reduciret habe, weil in den mancherley Ländern, Deutsch gelesen wird, eine solche Verschiedenheit des — Zußes herrscht, daß ich keinen darunter auszu⸗ »n nich getraute, und weil es dem Leser in jedem hen Land etwas Leichtes ist, die Franken auf Land⸗ Munze zu reduciren. Leipzig, am 1sten April 1797. Vorrede 6 Nu den la ur das u Hnach zum ther Vsen de Chath Daume de sückweist lrtr hatf Rterstüher doch ein tung nat Nusts hat n die Nb auu gnut hat sein dem eite Auffige Harholen ustetbliche e αιππ⁰ìπì⁰π⁰⁰9ⅎʃi.—— 6———.7.————— 5˙ Vorrede des Verfassers. Hoc opus, hoc studium par vi properemus et ampli Si patriae volumus, si nobis vivere cari. HORAT. Hp. 3. L. I. Er Mann hat die Tabelle, die den Augen die Quelle, den Lauf und die Wirkungen der Circulation vor das Auge malt, zuerst erdacht und erkäutert, und sie hernach zum Innbegriff und zur Grundlage der ökonomi⸗ schen Wissenschaft, und zum Compaß für die Regierung der Staaten gemacht. Ein andrer hat die Frucht vom Baume des Lebens zergliedert, und sie den Menschen stückweise zum Anschauen und Genusse dargeboten. Letz⸗ terer hat sie aufgefodert, daß sie ihn in seiner Bemühung unterstützen möchten, mit den Worten: sie mochten doch eine Probe machen, und eine Erkäute⸗ rung nach ihrem Sinne zu geben ver suchen. Dieses hat ein dritter zu versuchen wirklich gewagt; er hat die Arbeit seiner Vorgänger als ein Gerüste zu seinem Bau genutzt; er hat sich ihre Schriften zu eigen gemacht; er hat sein eignes Studium hinzugesetzt, und hat aus alle dem eine neue Erläuterung gemacht; nicht aus einem Auffluge der Eigenliebe, die ihre Waffen hierbey sehr weit herholen würde, sondern aus Ehrerbietung gegen jenes unsterbliche und preiswürdige Meister-⸗Werk, und aus b 4 Pflicht⸗ 4 X. I 7 v +I 14 * — xxiv Vorrede des Verfassers. Pflicht⸗Gefühl gegen seine Zeit-Genossen und die Nachwelt. Ganz gewiß läßt sich der ersten Erläuterung von Seiten des Umfänges der Resultate, und des Lichtvollen der Aussichten, die das gesammte ökonomische Regierungs— Wesen und die ganze politische Wissenschaft umfassen, nichts hinzusetzen. Aber es lassen sich, glaube ich, die erstern entwickeln, und die andern um so mehr bestärken, je besser sie taugen, alle Kundschaften, die uns seitdem zugekommen sind, in Ein Bündel zusammen zu fassen. Die Währheit hat, wann sie einmal eingesehen und er— kannt worden ist, den großen Vorzug, daß ihr jede neue Entwickelung mehrere Deutlichkeit und mehrern Glanz verschafft. Jeder Schößling wird ein neuer Zweig, der den Stamm schmückt und die Einärndtung seiner Früchte bereichert. Soll ich mehr sagen, so hat ein Lichtstrahl, der an— fangs verworren vor meiner Seele erschien, nachmals aber durch Nächdenken genährt, und durch aufmerksames Bestreben, diese allgemeine Leuchte nicht aus dem Gesichte zu lassen, entfaltet ward, in mir den Gedanken erzeuget, daß es möglich sey, mittelst dieser beständigen Regel alles Ungewisse der Meynungen, womit der menschliche Ver— stand bekämpfet wird, aufzulösen, durch Entwickelung der physischen Wahrheiten zum Hafen der moralischen Wahrheiten zu gelangen, und durch bloßes Anschauen des Umrisses der materiellen Werke des Ewigen endlich die ganze und erwiesene Vortrefflichkeit seiner Gesetze zu zu erkennen. Und wärum sollte eine solche Hoffnung ver— wägen seyn, da das Ziel derselben bloß ist, desto demü— thiger und dankbarer zu werden? Dieser ö Disset ws ih di h daf holfeh biger Hel Hesthe de siuses/ u hess d Forn, 110 sut, Glaf i Unendl Ind Nitl Vunder u Renschlche Hssn Het Miur, aus Wn Beg Mymonn D maschlic lley Vit saben. henden za Gläckstig Hlckseigl Rs Scht Mhrheit Knnochge 90, trshor such shon shmeichel er ——— Vorrede des Verfassers. xxv Dieser einzige Gedanke hat mir Flügel gegeben; und daß ich diesem ersten Triebe getreu gewesen bin, hat mir, ich darf es wohl sagen, zur Schärfsicht der Sphinx ver— holfen. Ich bin überzeuget worden, daß uns unser gü— tiger Herr und Meister bloß Treue gegen die physischen Gesetze der Natur, Einwilligung in die Gesetze des Ge— nusses, und Beytritt zu den Gesetzen des Wieder-aufle— bens und Gedeihens geböte. Mithin kann das Weizen— Korn, ein eben so sprechender Spiegel der göttlichen Weis— heit, Größe und Güte, als die Gestirne und die Welten im Unendlichen, dem, der es demüthig, mit Nachdenken und Beständigkeit anschaut, die Laufbahn der Natur— Wunder und ihres Urhebers eröffnen, da hingegen der menschliche Verstand, wenn er seinen eignen Kräften über— lassen bleibt, und seine einzige würdige Führerinn, die Natur, aus dem Gesichte läßt, nur abstrarte und allge— meine Begriffe erzeugt, und sich in dem Schwarme der Phantomen seiner Einbildung verliehrt. Dieses war der Ursprung der Verirrungen des menschlichen Verstandes; eine fruchtbare Quelle von al— lerley Widerwärtigkeiten, welche die Menschheit betroffen haben. Mitten in einer Wolke von immer wieder aufle— benden zauberischen Blendwerken entfernt sich der nach Glückseligkeit hungernde Mensch um so mehr von der Glückseligkeit, je mehr der Schwung, den er nimmt, bloß Schwung der Einbildungskraft ist: er meynt, die Wahrheit zu suchen, indem er nur Lügen gebiert und Lü— gen nachgeht. Ungewiß und zweifelhaft auf seinem We— ge, erschöpft er seine Kräfte, wird müde: und wenn ihn auch schon sein sinkender Muth zum stillstehn bewegt; so schmeichelt ihm doch noch sein Stolz mit dem Gedanken, b 5 daß 0 —— —————.2— 2 ——— .——.— 44 xXXVI Vorrede des Verfassers. daß er seine Hölle selbst gewählt habe. Er stürzt sich in das finstre und unbeständige Meer des Pyrrhonismus, und ersäuft darinnen; er entsagt dem Gebräuche seiner Sinnen, will sich des umständlichen und genauern For— schens überheben, und seine Einbildung reißt ihn in das unermeßliche Leere metaphysischer Visionen hin. Mitten in diesem Ocean von zauberischen Blend⸗ werken, die den geistigen Gottesdienst noch mehr verun— stältet haben, als vordiesem alle Lügen des Heydenthums den positiven Gottesdienst verunstalteten, sind große und hell-leuchtende Meteoren erschienen, die aus dem natürli— chen und unauslöschlichen Lichte, welches vom höchsten Wesen ausgeflossen ist und in unsern Herzen unterhal— ten wird, geschöpft waren. Die Menschen haben zu al⸗ len Zeiten aus ihren Tugenden und Lastern, aus ihren Neigungen und Gewissens-Vorwürfen erkannt und em— pfunden, daß das moralische Gute und Böse existirte, und daß es mit dem physischen Guten und Bösen aufs ge⸗ naueste zusammenhieng. Es hat große und erhabne Gei— ster gegeben, die diese Empfindung zergliedert, die Prin— cipien und Regeln derselben entwickelt haben, und die zwar Lehrer für die Menschen, aber doch nur Führer einer klei— nen Anzahl von Nachfolgern geworden sind. Und warum das? Darum, weil sie selbst nicht sehr nach der Natur studirten, nur a parte mentis, et non a parte rei dach— ten und urtheilten; sie haben nur nach dem Gang ihres Verstandes, nicht nach den wirklichen Gegenständen ge— graben, begriffen und gelehret; sie haben nur zur Seele und zu ihren Begierden, und nicht zum Menschen und zu seinen wirklichen Bedürfnissen gesprochen. Sie konnten nicht nur die Menschen nicht auf bleibende Art an die Fiction haft sh. Oul nuan une (bitdern; Kughet,e dn it hi Ruen der de 3 Vos ihet en o Kagheit K Wotss G schtidende Großmutt Dankbark Hurgangen Zuf diese wjssn ma dad Gef Asunden Mo berdu ahhnfange zichn und daß vr der Vaht 2 1 Vorrede des Verfassers. Xxvit Fiction der Uneigennützigkeit und Unempfindlichkeit fes⸗ seln, sondern tonnten auch selbst nicht über zeuget seyn, daß sie die unumstößliche Basis ihrer Speculationen wirk— lich hätten: denn Menschen-Verstand und Erfahrung bewiesen ihnen unaufhörlich, daß die Schwärmerey übel ausgedachter Abscheidung und Fühllosigkeit höchst tadel—⸗ haft sey. Du denkest und empfindest so, wie du sprichst, kann man einem Moral-Philosophen, ja dem Sokrates selbst erwiedern; aber ich empfinde und denke anders: Stärke, Klugheit, Großmuth, Dankbarkeit dünken dich Tugen⸗ den; ich hingegen finde an der Stärke bloß ein Ueberströ⸗ men der Lebens⸗Geister, welches um so gewifsser gegen das, was es nicht kennt, anstoßen muß, je mehr es sich über jeden gewohnten Widerstand erhaben dünkt; an der Klugheit bloß ein aus Ansichten von Ungelegenheiten ge— webtes Gegengewicht, und ein Hinderniß für das ent— scheidende Urtheil, wer es sey, der hier wirkt; an der Großmuth bloß Schwulst und Trotz; an der pralhaften Dankbarkeit bloß Einfalt, die über dem Andenken an ihr vergangenes Interesse ihr dermaliges Interesse vergißt. Auf diese Weise kann ein jeder, der sich kein großes Ge⸗ wissen macht, sich und andre zu belügen, Sachen, die für das Gefühl eines reinen Herzens, für das Urtheil eines gesunden Verständes völlig entsthieden sind, verwirren und verdunkeln. Was ist denn nun mit der Menschheit anzufängen, wenn wir sie unter das Panier der Vernunft ziehen und darunter behalten wollen? Nichts andres, als daß wir sie durch mächtige Banden bey der Entdeckung der Wahrheit festhalten. Ich müßte mich sehr irren, wenn xXXVIII Vorrede des Verfassers. wenn dieß nicht das rechte Mittel seyn sollte, sie am Ent— weichen zu hindern. Ordnung ist lange von allen ächten Philosophen für den Central- und Vereinigungs-Punct wahrer Weisheit geachtet worden. Ich habe nicht ohne Rüh⸗ rung und Bewunderung lesen können, was einer der be— sten Köpfe Frankreichs, der Pater Malebranche, über diese Materie gedacht und geschrieben hat; und so nachtheilich es auch für mich seyn mag, wenn man die Schͤnheit seines Vortrages mit der Nachläßigkeit des meinigen vergleicht, so ist doch der Bewegungs-⸗Grund, aus dem ich handle, viel zu weit über dergleichen klein— denkerische Regungen erhaben, als daß ich nicht die Ge— legenheit nutzen sollte, meinen Lesern das Bild der erhab— nen Einsichten dieses großen Mannes vor Augen zu legen. Lasset uns ihn selbst reden hören(D. „I. Ordnungs⸗Liebe ist nicht bloß die vornehmste »der moralischen Tugenden, sondern eigentlich die einzige »Tugend: sie ist die Mutter-die Fundamental- und Uni— »versal-Tugend; die Tugend, welche allein die Angewöh— »nungen und Reigungen der Gemüther tugendhaft macht. »Wer aus Eitelkeit, oder aus natürlichem Mitleiden sein »Gut den Armen giebt, ist nicht freygebig, weil ihn we— »der Vernunft leitet, noch Ordnung führt; es ist bloß »Hoffart oder maschinenmäßiger Hang. Stellen sich „Kriegs⸗Befehlshaber freywillig Gefahren bloß; so sind „sie, wenn Ehrgeiz sie antreibt, eben so wenig großmü— vthig/ als gemeine Soldaten, die vom Ueberflusse der »Lebens⸗Geister und von der Gährung des Blutes ge— ö„spornt ( s. Traite de Morale, I. Partie, Chap. 2. 0 at nlllit ddet In wng „Vashinff yhiͤdehn „Eiin di sast „Uber sile oschiuemmii vtes Vlan aust alen L Mbez sost „Misens, Ragt und! hhat, auf al Dee Beschaff osi dichtʒ v Und uun I odrige Eer herz. E ose wole, Rͤechtscha ftl. Nic wichten. WMahts ist: Randhaft, wat vHNh farn, vder Jun oihr nict ⸗ , anh. Vortede des Verfassers. xxix »spornt werden. Diese angeblich edle Hitze ist bloß Ei— »telkeit oder Maschinen Spiel: es bedarf zum öftern nur »ein wenig Wein, um hierinnen viel zu wirken. Wer „Beschimpfungen, die ihm angethan werden, ungeahndet »hingehn läßt, ist oft weder gemäßigt, noch geduldig. „Seine Trägheit macht ihn unthätig; sein lächerlicher, »stoischer Stolz tröstet ihn, und setzt ihn in Gedanken »über seine Feinde hinweg: das ist ebenfalls nur ma⸗ »schinenmäßige Neigung, Armuth an Lebens⸗Geistern, „kaltes Blut, Melancholie. Gleiche Bewandtniß hat es »mit allen Tugenden. Ist ihre Quelle nicht Ordnungs⸗ »„Liebe; so sind sie unächt und nichtig, eines vernünftigen „Wesens, welches das Ebenbild Gottes selbst an sich »trägt und durch die Vernunft mit ihm Gemeinschaft »hat, auf alle Weise unwürdig. Sie entspringen aus »der Beschaffenheit des Körpers; der Geist Gottes bildet »sie nicht; und wer sie zum Gegenstande seiner Wünsche »und zum Innhalte seines Ruhmes macht, hat eine nie— »drige Seele, einen kleinen Geist, und ein verdorbenes „Herz. Sage aber auch eine emporte Einbildung, was „sie wolle, so ist es doch weder Niederträchtigkeit, noch »„Knechtschaft, sich dem Gesetze Gottes selbst zu unterwer— »fen. Nichts ist billiger, als sich nach der Ordnung zu »richten. Nichts ist größer, als Gotte zu gehorchen. »Nichts ist großmüthiger, als der Partey der Vernunft »standhaft, getreulich und unverbrüchlich anzuhangen; »und zwar nicht bloß, wenn man ihr mit Ehren anhan— »gen kann, sondern hauptsächlich, wann die Umstänbe »der Zeiten und der Orte so beschaffen sind, daß man »ihr nicht anders, als mit Schimpf und Schande be— odeckt, anhangen kann. Denn wer dabey, daß er der „Ver. xxx Vorrede des Verfassers. „Vernunft anhangt, für närrisch gilt, der liebt sie wahr⸗ »haftig. Wer aber der Ordnung nur anhangt, wann „sie in den Augen der Welt schimmert, der sucht bloß „Nuhm: und schiene er auch alsdann in den Augen der „Menschen selbst über und über glänzend; so ist er doch „vor Gott ein Gräuel. 5„2. Ich weis nicht, ob ich mich irre; aber mich „dünkt, es gebe eine Menge Leute, die von wahrer Tu⸗ „gend gar nichts wissen; ja, ich glaube, daß so gar die— „jenigen, die über Moral geschrieben, nicht immer sehr „deutlich und sehr richtig geredet haben. Ganz gewiß nerregen alle die großen Namen, die den Tugenden und „Lastern beygelegt werden, in dem Gemüthe mehr ver— „worrene Empfindungen, als deutliche Vegriffe. Da aber „diese Empfindungen einigen Eindruck aufs Herz machen, „und die abstracten Begriffe, wenn sie gleich an sich deut— »lich sind, nur in aufmerksamen Höpfen ein Licht aufstek⸗ „ken; so begnügen sich die Menschen fast immer recht gern „an solchen Worten, die den Sinnen und Affecten schmei⸗ „cheln, und den Verstand im Dunkeln lassen. Sie gläu⸗ „ben, eine Rede oder Schrift sey um so grändlicher, je „lebhafter der Eindruck ist, den sie auf die Einbildung „macht, und betrachten dergleichen strenge Räsonne⸗ „ments als Gespenster und Erscheinungen, welche ver— „schwinden, so bald es uns an Aufmerksamkeit fehlt; wie ö „Kinder, die über die Dinge nach dem Eindrucke, den sie „auf ihre Sinnen machen, urtheilen, und daher glauben, „Eyß enthalte mehr Materie, als Wasser und Gold oder „andre schwere und harte Wennh mehr, als die Luft, von „der sie umgeben sind, ohne daß sie solche beynah em⸗ „pfinden. 23 Uebri— 33˙ W ant vas wan uuteff „‚adz dut u vandit sad ruhtt 6 ylld dell viuntt un 5dunllet u vsch schint da Hilgegen vdatigheit e pld ihn pMA Hrun odaß die vWorkelstn odirum für! Helensten vdie Viden ren, Ba „hochmu vUnd wenn vieh, und Ren lUaster wurde na ussß dorar Bunmsen vahschunde vnman di 6 yift hihn Vorrede des Versfassers. xũXXI „3. Uebrigens wundert man sich über nichts, wo⸗ »mit man bekannt ist; man setzt kein Mißtrauen darein; zman untersucht es auch nicht. Man glaubt immer „ganz gut zu verstehn, was man mehrmals gesagt, oder »andre sagen gehöͤret, wenn man es gleich nie un— »tersuchet hat. Hingegen machen die gründlichsten »und deutlichsten Wahrheiten, wenn sie neu sind, »immer ein Mißtrauen rege. So vieldeutig auch ein „dunkler und verworrener Ausdruck seyn mag, so deut⸗ »lich scheint er doch zu seyn, wenn er einmal üblich ist; »da hingegen ein Ausdruck, der nicht die mindeste Zwey⸗ »deutigkeit enthält, dunkel und gefährlich scheint, wenn »man ihn nicht hat von Leuten brauchen hören, für die »man Freundschaft oder Achtung heegt. Dieß ist schuld, »daß die Ausdrücke der Moral die dunkelsten und ver⸗ „worrensten sind; und darunter besonders diejenigen, die »darum für die deutlichsten gehalten werden, weil sie die „gemeinsten sind. So meynt, zum Beyspiele, jedermann »die Bedeutung der Worte, lieben, fürchten, e h⸗ »„ren, Barmherzigkeit, Demuth, Großmuth, »Hochmuth, Neid, Eigenliebe völlig zu verstehn. »Und wenn man so gar deutliche Begriffe mit diesen Wor⸗ »ken, und mit allen den Namen, die den Tugenden und »den Lastern beygelegt werden, verbinden wollte; so »würde man doch,(ungerechnet daß dieses mehr Kennt— „niß voraussetzt, als man glaubt,) zuverläßig den ver— »worrensten und beschwerlichsten Weg nehmen, die Moral ů „abzuhandeln. Denn man wird in der Folge sehn, daß »man die Grundsätze dieser Wissenschaft schon deutlich ge— vfaßt häben, und in der Kenntniß de Menschen so gar „ein xxxin Vorrede des Verfassers. „ein erfahrner Mann seyn müsse, um diese Worte gehö⸗ Ihin »rig definiren zu können. Aftn „J4. Einer der größten Mängel, die in den mora— Ellahat: »lischen Schriften gewisser Philosophen wahrzunehmen ob. „sind, besteht darinnen, daß sie die Pflichten mit den Tu⸗ der Zint „genden vermengen, oder doch bloßen Pflichten den Na— die Mos „men von Tugenden beylegen, so daß sie der Tugenden vhalg „eine unzählbare Menge zusammenbringen, da es doch vMigung »eigentlich nur Eine Tugend giebt, OrdnungsLiebe. vhubel: „Dieß erregt allenthalben Verwirrung, und macht diese„ln s „Wissenschaft so verwickelt, daß ziemlich schwer abzusehn Aast, uu »ist, was man zu thun habe, um ein vollkommen recht⸗ udle „schaffener Mann zu seyn. ů„ott⸗ un „5. Sichtbarlich muß die Tugend den, der sie be⸗ IanSlat „sitzt, tugendhaft machen; gleichwohl kann ein Mensch un an „»seinen Pflichten nachkommen, und mit Leichtigkeit demü— f „thige, großmüthige, freygebige Handlungen ausüben, Rundhi »ohne wirklich Demuth, Großmuth und Freygebigkeit zu 00 h „besitzen. Ohne Ordnungs-Liebe also ist die Neigung,„bat/ k „dieser oder jener von unsern Pflichten nachzuleben, nicht chene „eigentlich Tugend. Wenn man seinen Pflichten nach⸗ ylahe zu „kömmt; ist man in den Augen der Menschen tugendhaft: Wansche „wenn man seinen Freund Theil an seinem Vermogen oshn, m »nehmen läßt; wird man für freygebig und großmüthig un u »geachtet: aber man ist darum nicht immer, was man n „zu seyn scheint; und wer die äußerlichen Pflichten der mi „Freundschaft nie unterläßt, so fern ihn nicht die Ord⸗ n „nung, die allein unser unverbrüchliches Gesetz ist, daran Her „verhindert, der kann zwar zuweilen ein ungetreuer Freund h „zu seyn scheinen, ist aber ein desto ächterer und getreue— Aaen „rer Freund, oder wenigstens ist er tugendhafter und An „liebens⸗ ö »liebenswürdiger, als die heftigen Freunde, die den v»Affecten ihrer Freunde ihre Aeltern, ihr Leben, ihre ewige „Seligkeit aufopfern. »6. Man muß Tugend nicht, durch Gleichförmigkeit »der Benennungen, mit Pflichten vermengen. Das täuscht »die Menschen. Es giebt Leute, die der Tugend anzu⸗ »hangen glauben, da sie doch bloß an der natürlichen »„Neigung hängen, die sie zur Erfüllung gewisser Pflichten »haben: und da sie sich keinesweges von der Vernunft »leiten lassen; so sind sie im Grund ausschweifend laster⸗ »haft, wenn sie sich gerade Tugend⸗Helden zu seyn »dünken. Aber die mehresten lassen sich eben durch diese „Wort⸗ und Begriffs⸗Mengerey und durch den schimmern— »den Glanz der Namen täuschen, setzen ein großes Ver⸗ »trauen auf sich selbst, dünken sich ohne Ursache gut und »groß, und urtheilen zum öftern sehr nachtheilig über die »tugendhaftesten Menschen— weil es nicht möglich st, »daß rechtschaffene Leute dem, was ihnen Ordnung ge⸗ »beut, lange sollten anhangen können, ohne, dem An⸗ »scheine nach, einer oder der andern wichtigen Pflicht zu »nahe zu treten. Denn kurz, um in den Augen der »Menschen klug, höflich, liebreich und barmherzig zu »seyn, muß man manchmal das Laster loben, oder doch, »wenn man es loben hört, fast allemal dazu schweigen. „Soll man uns für freygebig halten; so müssen wir Ver— »schwender seyn. Ist man nicht tollkühn; so gilt man vfür keinen beherzten Mann: und wer nicht abergläubisch, »oder wenigstens leichtgläubig ist, sey er auch noch so »gottselig, wird bey abergläubischen oder gar zu leicht— »gläubigen Leuten ohne allen Zweifel für einen Freygeist vgelten. „. Ganz Vorrede des Verfassers. xXXXIII „ —* ——— 2 82 — —.— ——— I— 2——— A. SSSS‚e— — — —— .2 2——— + **•9— xxxiv Vorrede des Verfassers 5„7. Ganz gewiß ist die allgemeine Vernunft unverän⸗ „derlich; und gleichwohl ändert sich die Moral nach Ländern „und Zeiten. So ist, trinken zu können, Tugend bey den „Deutschen: und wenn man sich nicht mit ihnen berauscht, „kann man mit ihnen kein Verkehr haben. Nicht Ver⸗ „nunft, sondern Wein knüpft bey ihnen die Gesellschaften, „schließt die Vergleiche, und macht die Contracte. Bey „den Edelleuten ist es Großmuth, das Blut dessen zu ver⸗ „gießen, der ihnen einen Schimpf angethan hat. Zwey⸗ „kampf hat da lange für eine erlaubte Handlung gegol⸗ „ten: und gleichsam, als ob die Vernunft nicht der Ehre „werth wäre, unsre Zwistigkeiten beyzulegen, beendigte „man sie mit Gewaltthätigkeit: statt des Gesetzes Gottes »richtete man sich lieber nach dem Gesetze der unvernünfti— „gen Thiere, oder ließ das Loos entscheiden. Und man »darf nicht glauben, daß dieser Gebrauch nur unter „Kriegs⸗Leuten gegolten hätte; nein, er war fast allge— »mein: und wenn sich die Geistlichen aus Achtung für »ihre Würde nicht selbst schlugen; so hatten sie Vorfech⸗ „ter, die ihre Stelle vertraten, und ihr Recht durch Ver— „gießung des Blutes der Gegen-Partey behaupteten— „Ja, sie bildeten sich so gar ein, als billigte Gott ihr „Verhalten: und es mochten nun ihre Händel durch den „Zweykampf, oder durch das Loos ausgemacht werden, „so glaubten sie nichts zuversichtlicher, als daß Gott da⸗ »bey zu Gerichte säße, und den, der das Recht auf seiner „Seite hätte, seine Sache gewinnen ließe. Denn ange⸗ »nommen, daß Gott durch Privat-Willens-Meynungen „handelte, wie der gemeine Mann glaubt, wie gottlos „ist dann nicht die Furcht, daß er Unrecht begünstigen, voder seine Vorsehung sich nicht über alles erstrecken sollte! 5„8. Ohne 8· chth vachtt obey x vnh hlt vol „ vschha WI vuld6 phiit f6 oditsib . 2 „De E W voult Tuht y„den vTuge „Saft osolhe Welche And; Me T 99. Dhl vuh, vman! nicht 5 — Vorrede des Verfassers. xxxv „8. Ohne aber sträfliche Gebräuche aus vergangenen »Jahrhunderten herzuholen, mag ein jeder nach dem »Lichte der Vernunft über die Gebräuche, die dermalen »bey uns beobachtet werden, urtheilen, oder mag viel⸗ »mehr nur Acht auf das Verhalten selbst derer haben, „welche dazu gesetzt sind, die andern zu führen. Zweifels⸗ nohne wird man zum öftern finden, daß ein jeder seine »besondre Moral, seine eigne Andacht, seine Lieblings⸗ „Tugend habe; daß mancher bloß von Buße und Casteyung »schwatze, ein andrer nur Pflichten der Barmherzigkeit vschätze, und noch ein andrer endlich bloß über Andacht »und Gebeth halte. Woher kann aber diese Verschieden— »heit kommen, wenn die Vernunft des Menschen immer »dieselbe ist? Ohne Zweifel daher, daß man unterläßt, vsie zu Rathe zu ziehen; daß man sich von ihrer Feindinn, »der Einbildung, leiten läßt; daß man sich, statt die un⸗ »beränderliche Ordnung, als ihr unverbrüchliches und »natürliches Gesetz, vor Augen zu haben, Begriffe von 2 Tugend macht, die zum wenigsten einiger Maaßen mit »den Neigungen gleichstimmig sind. Denn es giebt »Tugenden, oder vielmehr Pflichten, die mit unsern „Säften zusammen⸗hängen; glänzende Tugenden, welche »stolzen und hoffärtigen Seelen, niedrige und demüthige, »„welche schüchternen und furchtsamen Gemüthern eigen »sind; und so zu sagen weichliche Tugenden, die sich mit vder Trägheit und Unthätigkeit vertragen. »9. Man ist zwar darüber ziemlich einstimmig, daß „Ordnung das unverbrüchlichste Gesetz für die Gemüther, »und, was ihr nicht gemäß ist, unregelmäßig sey: aber »man behauptet ein wenig zu stark, daß die Gemüther »nicht vermögend wären, sich nach diesem Gesetze zu rich— 2 nen XXxvr Vorrede des Verfassers. „ten: und ob es gleich dem Menschen ins Herz gegraben. vist, und wir bloß in uns selbst hinein zu Wanen brau⸗ au „chen, um es zu erkennen; so gläubt man doch, wie die ane „dummen und fleischlichen Juden, es sey eben so schwer, sch 0 vdasselbe zu erkennen, als hinauf gen Himmel, oder hinab ruust »in die Tiefe zu fahren, wie es in der Schrift heißt(½. vhes 5 9 h räume jedoch bey alle dem gern ein, daß 00 „es nichts weniger als leicht sey, zur unveränderlichen nimi „Ordnung zu gelangen: sie wohnt zwar in uns; aber 36 „wir sind immer zu sehr außer uns zerstreut. Unsre Sin⸗ ftsth „nen zerstreuen unsre Seele in alle Theile unsers Leibes; vun Hunsre Einbildungs⸗Kraft und unsre Affecten zerstreuen f il „sie in alle Gegenstände, die uns umgeben, und so gar hul „zum öftern in eine Welt, die eben so wenig Realität Danunf vhat, als die eingebildeten Räume: dieß ist unwider⸗ vsihe »sprechlich. Wir müssen uns aber angelegen seyn lassen, Wt id „unsre Sinnen, unsre Einbildungs-Kraft und unsre v. sibf „Affecten zum Schweigen zu bringen, und dürfen nicht pHpsfapaye »„meynen, daß wir vernünftig seyn können, ohne nach vDeruu „dem Grunde der Ordnung zu fragen, die uns besser ylich, u „machen** Freylich ist es eine viel zu abstracte Form,„Oott s vas daß sie plumpen Gemüthern zum Muster dienen die Aug »„könnte; das gebe ich zu. Man verkörpere sie demnach, sen ult »mache sie sinnlich, und kleide sie auf allerley Art ein, Rlem fi »um sie fleischlichen Menschen angenehm zu machen; man h, b0 »fleische sie gleichsam ein, jedoch so, daß sie immer noch riin „kenntlich bleibe. Män gewöhne die Menschen, zwischen iir Hächter Tugend und Laster, Schein⸗-Tugend, bloßen 119 ö 2 het „Pflichten, denen sich oft ohne alle Tugend leicht Genüge In gl „»thun läßt, einen Unterschied zu machen; man stelle ihnen ii vigne l »nicht Rom. 10, 6. 7. H¹ ————— ü— Lam——— Vorrede des Verfassers. RXVII »nicht Phantomen und Idolen vor Augen, die durch den »sinnlichen und majestätischen Glanz, der sie umgiebt, „Bewunderung und Ehrfurcht von ihnen fodern und an „sich ziehen. Denn kurz, wenn wir nicht von der Ver⸗ „nunft geführt werden und nicht von Ordnungs-Liebe »beseelet sind; so mögen wir unsern Pflichten auch noch⸗ »so treulich nachkommen, tugendhaft werden wir 285 „nimmer seyn. „II. Aber die Vernunft, sagt man, ist verdorben; »sie ist dem Irrthum unterworfen; sie muß dem Glauben »unterthan seyn. Die Philosophie ist nur Magd; man »darf ihren Einsichten nicht trauen.— Ewige Zwey— » deutigkeiten! Der Mensch ist keinesweges sich selbst seine „Vernunft und sein Licht. Religion ist die wahre Philo⸗ »sophie; sie ist, das gebe ich zu, weder die Philosophie „der Heiden, noch der Schwätzer, die da plaudern, was »sie selbst nicht begreifen, die gern Andern allerley vor⸗ „sagen, ehe die Wahrheit zu ihnen selbst geredet hat. Die »Vernunft, von der ich rede, ist untrüglich, unveränder— »lich, unvergänglich. Sie muß immer Herrscherinn seyn; „Gott selbst folgt ihr. Mit einem Worte, wir dürfen »die Augen nie vor dem Lichte verschließen; aber wir müs⸗ „sen uns auch gewöhnen, sie von der Finsterniß oder »allem falschen Scheine, von den verworrenen Empfindun— „gen, von den sinnlichen Bildern zu unterscheiden, welche »denen, die sich nicht gewöhnet haben, das Wahre vom „Wahrscheinlichen, Evidenz von Instinct, Vernunft von »ihrer Feindinn, der Einbilduüng, zu trennen, lebhafte »und glänzende Einsichten zu seyn scheinen. Evidenz und »eigne Einsicht ist mehr werth, als Glaube(). Denn 8 5„der (0 s. Augustin. de lib, Arbitrie, I. II, c. 2. XXXVIII Vorrede des Verfassers. „der Glaube wird aufhören; aber Verstand und Einsicht e „werden ewig bleiben. Glaube ist wahrhaftig ein großes 307 „Gut; aber nur deßwegen, weil er zur Einsicht in ge— sl „wisse nothwendige, wesentliche Wahrheiten führt, ohne el »die man weder zu gründlicher Tugend, noch zur ewigen „Seligkeit gelangen kann. Nichts desto weniger kann »Glaube ohne Verstand,(von Geheimnissen, wovon man wuus „sich keine deutliche Vorstellung machen kann, rede ich b »hier nicht,) Glaube ohne alles Licht, sage ich, wenn er 50 »„möglich ist, kann nicht gründlich tugendhaft machen. vdn „Nur Licht vervollkommnet das Gemüth, und bringt das ne „Herz in Ordnung: und wenn Glaube nicht den Menschen au »erleuchtete, wenn er ihn nicht zu einigem Verständniß vder Wahrheit, und zur Erkenntniß seiner Pflichten führ— shlt Hte; so würde er die Wirkungen, die ihm beygemessen nia »werden, zuverläßig nicht thun. Aber das Wort Glaube Iuschthat »ist eben so vieldeutig, wie die Worte Vernunft, Philo⸗ vuade »sophie, menschliches Wissen. W „22. Ich will daher recht gern zugeben, daß Men⸗ vund „schen, die nicht Einsicht genug haben, sich selbst zu lei⸗ vnnd ge »ten, sich eben so wohl Tugend erwerben können, als loch t „andre, die aufs beste in sich selbst hinein zu schauen ver⸗ vim Ge „stehen, um die Vernunft zu Rathe zu ziehen und die vahet de „Schönheit der Ordnung anzuschauen; weil Reiz der Wings: „Empfindung oder zuvorkommendes Wohlgefallen bey RWeuugt v ihnen die Stelle der Einsicht vertreten, und sie fest an bsi h vihre Pflicht gefesselt halten kann. Ich behaupte aber, Ahin. verstens, daß caeteris paribus derjenige, der am meisten vussn, vin sich selbst hinein schaut und der innern Wahrheit unter„sstd »einer größern Stille seiner Sinnen, seiner Einbildungs⸗ vin sih »Kraft und seiner Affecten Gehör giebt, am gründlichsten »tugend⸗ ——I....———————2— —— * R———— Vorrede des Verfassers. xxxix »ktugendhaft sey. Zweytens behaupte ich, daß Ordnungs- „Liebe, die mehr Vernunft, als Glauben, ich meyne, mehr „Einsicht, alsEmpfindung, zurlrundlage hat, gründlicher, „verdienstlicher und schätzbarer sey, als eine andre Liebe, »die ich als gleich groß annehme. Denn eigentlich müßte „das wahre Gute, das Gute des Verstandes aus Ver— „nunft, und keinesweges aus Antriebe des Vergnügens „oder Wohlgefallens, gewählt und geliebt werden. Allein »„der Zustand, worein uns die Sünde versetzet hat, macht »den Reiz des Wohlgefallens nothig, um dem unaufhör⸗ „lichen Streben unsrer bösen Begierde das Gegengewicht »„ zu halten. Endlich behaupte ich drittens, daß demjeni⸗ „gen, der niemals, niemals sage ich, in sich selbst hinein schaute, sein angeblicher Glaube ganz und gar nichts „nützen würde. Denn das Wort( ist bloß hörbar und »sichtbar geworden, um die Wahrheit verständlich zu „machen. Die Vernunft ist Fleisch geworden, um die „Menschen durch die Sinnen zur Vernunft zu führen; „und wer thun und leiden wollte, was Christus gethan. „und gelitten hat, würde weder ein vernünftiger Mensch, »noch ein Christ seyn, wenn er es nicht im Geiste Christi, »im Geiste der Ordnung und Vernunft, thäte. Es hat »aber damit gar keine Gefahr: denn es ist eine schlechter⸗ »dings unmögliche Sache, daß der Mensch abgeschieden „genug von der Vernunft seyn sollte, um gar nicht in sich »selbst hinein zu schauen und sie niemals zu Rathe zu »ziehen. Denn obschon viele Leute vermuthlich gar nicht »wissen, was es heiße, in sich selbst hinein schauen; so „ist es doch nicht möglich, daß sie sich dieses Schauens »in sich selbst immer enthalten, oder trotz des unaufhor⸗ c 4 ylichen (9 s. Augustin. Confess. I. XI. e. S. R—8 x Vorrede des Verfassers. »lichen Tumultes ihrer Sinnen und Affecten hin und 12 ĩ»wieder einmal der Stimme der Wahrheit Gehör geben 0 0 „sollten. Es ist nicht möglich, daß sie nicht einigen Be⸗ „griff von Ordnung, nicht einige Liebe dazu haben soll— x Wfl »ten, welche sie ganz gewiß nur von der haben können, r »die in ihnen wohnt, und die sie hierinnen billig und ver— e »nünftig macht. Denn kein Mensch ist sich selbst weder vessh, „das Principium seiner Liebe, noch der Geist, der ihn nidt »begeistert, belebt und leitet. 1h l 5„I13. Jedermann will gern für vernünftig gelten; vodhist »und doch handelt jedermann vernunftwidrig: dieses ö vshnih »scheint sich zu widersprechen, ist aber darum nicht min— voftchun »der wahr. Jedermann will für vernünftig gelten, weil vlfthla »es jedem Menschen tief in sein Wesen gegraben ist, daß„dn »es ein wesentliches Recht der menschlichen Natur sey,„agen »Theil an der Vernunft zu haben. Aber doch handelt phur/ »jedermänn vernunftwidrig, weil man sich nicht mit der nicht u „Vernunft vergleichen, und Licht und Einsicht von ihr ö N. »nicht ohne eine Art von Arbeit bekommen kann, welche »um so weniger angenehm ist, je weniger sich dabey et—„Recht was findet, was den Sinnen schmeicheln könnte. DBcIu„ber »es nun unüberwindlicher Wunsch und Wille der Men⸗ athote »schen ist, glücklich zu seyn; so lassen sie die Mühe der vihren! »Aufmerksamkeit, die sie vor der Hand unglücklich macht, vmime »lieber bleiben; geben aber dabey gemeiniglich vor,„Isch k »wenn sie diese Müh' unterlassen, geschehe es aus ver— WIi f »nünftigem Grunde. Der Wollüstling denkt, die gegen— Mxirrtt »wärtigen Lustbarkeiten müßten ihm doch immer mehr Ir »werth seyn, als ein dürrer und abstracter Anblick der ohnm »„»Wahrheit, der gleichwohl auch nicht wenig Mühe kostet. 1 »Der Ehrsüchtige meynt, der Gegenstand seiner Leiden— fh yschaft — D 2 Lum.————— 22.———.—.—ß—.—.———— —.———————— Vorrede des Verfassers. XII „schaft sey etwas Reelles, da hingegen die intelligibeln „Güter bloße Blendwerke und Phantomen wären: denn »gemeiniglich beurtheilt man den Werth und die Dauer— »haftigkeit der Güter nach dem Eindrucke, den sie auf „Einbildungs-Kraft und Sinnen machen. Es giebt so »gar fromme Menschen, die mit Vernunft-Gründen be— „weisen, daß man der Vernunft entsagen müsse, daß „nicht sie, sondern Glaube allein das Licht, das uns lei— »„ten soll, und blinder Gehorsam die Haupt-Tugend der »Christen seyF. Die Trägheit der Niedern, und ihre »schmeichlerische Denk-Art bequemen sich oftmals zu die— „ser vermeyntlichen Tugend; und der Stolz derer, die zu „befehlen haben, ist damit immer sehr zufrieden. Daher „werden sich auch vermuthlich Leuhtd finden, denen es zum „Aergernisse gereicht, daß ich der Vernunft die Ehre an— »thue, sie über alle Mächte hinauf zu setzen, und die „»nicht anders glauben werden, als daß ich mich wider »„die gesetzlichen Autoritäten empörte, weil ich die Pärtey „der Vernunft nehme, und geradehin behaupte, das „Recht, zu entscheiden und zu regieren, stehe ihr zu. „Aber mögen doch Wollüstlinge immerhin ihren Sinnen „gehorchen; mögen sich doch Ehrgeizige immerhin von »ihren Leidenschaften hinreißen lassen; mag doch der ge— „meine Haufe der Menschen nach Meynung leben, oder „sich leiten lassen, wohin ihn seine eigne Einbildung führt: „wir für unsern Theil wollen uns bestreben, dem ver— „wirrten Tumulte, den die sinnlichen Gegenstände in uns Herregen, ein Ende zu machen. Wir wollen in uns selbst »hinein schauen, und die innere Wahrheit zu unsrer Rath— „geberinn brauchen. Nur aber lasset uns dabey sorg— fältig auf unsrer Huth seyn, daß wir die Antworten, 6 5„die xiir Vorrede des Verfassers. „die sie uns ertheilt, nicht mit den geheimen Eingebungen Eulte „unsrer verdorbenen Einbildung vermengen. Denn es st d al „bey weitem, ja es ist unendlich besser, den Affecten derer Ud „gehorchen, die das Recht haben, zu befehlen und zu unm d »leiten, als einzig und allein sein eigner Herr seyn, nach Wallitt „seinen eignen Afferten handeln, sich freywillig blind zu Rnon V „machen, und sich im Irrthum eine Miene von Zuver⸗ »sicht zu geben, welche derjenigen gleicht, die lediglich der Gabshe „Anblick der Wahrheit geben soll. Ich habe die Regeln, 9eg fich »„die zu beobachten sind, wenn man diesen Fehler ver⸗ Oucg „meiben will, anderwärts vorgetragen, werde ihrer aber i i „noch in der Folge gedenken: denn man kann außerdem goyf„ »nicht gründlich und aus Vernunft tugendhaft seyn&. Echmttt Der vortreffliche Mann, von dem wir dieses Frag⸗ unt die ment entlehnet haben, hat die Vortheile und die Ober— sts Herrschaft der allgewaltigen Ordnung eingesehen, und unst, af hat sie mit einer Geistes⸗Stärke, mit einer Kühnheit der Ehus Empfindung dargestellt, der man ehrlicher Weise schwer— IM lich widerstehn kann. Dessen ungeachtet nehme ich den Ruunp! Fall an, daß einer von den hinterlistigen Menschen, oder Oile auch nur ein schiefer Kopf auf den Einfall geriethe, Aus⸗ Et usch flüchte gegen ihn zu machen. Du setzest die wahre und sch sihh einzige Tugend, könnte er sagen, in die Ordnung, und hn weisest uns die Vernunft als untrügliche Wegweiserinn ö Rd zum Aufsuchen und Entdecken des Punctes, wo diese Wane Ordnung ihren Sitz haben soll, und solglich als den Com— Hhan paß auf der Straße der Pflichten an. Allein diese Ver⸗ anm, nunft sagt hier eins, und anderwärts etwas andres; einem Numa sagt sie weiß, und einem Tarquinius schwarz.„ 5 Insgemein glaubt ein jeder der Vernunft zu folgen und 10 seine Vernunft vor sich zu haben, nach der er in allen shnn Schrit⸗ lpab e SSSTITITIeeeeee=——————— 2———. Vorrede des Verfassers. XLIII Schritten, die er thut, zu Werke geht. Wo ist denn nun die allgemeine Vernunft? Führe mich doch nicht in das Land der Intelligenzen; das ist das Reich der Visio-⸗ nen, und ich frage nach einem Führer auf dem Wege der Realitäten.— Diesem Einwurf ist der Verfasser, wie man gesehen hat, zuvorgekommen. Ich unternehme es, einen solchen Menschen mit dem Grabscheit in der Hand zu widerlegen. Vor allen Din⸗ gen frage ich ihn, ob er an das Daseyn einer Natur⸗ Ordnung glaube. Läugnet er mir diese ab; so brauche ich ihm weiter nichts zu antworten, als: Stroh⸗ Kopf, mache doch ein Grabscheit von Schmetterlings⸗Flügeln. Aber er stockt; er kennt die Materie, und kennt sie nur zu gut; damit ist er also an die Realität, an die Währheit, an die Ver— nunft, an die Aufrichtigkeit gebunden. Ein in den Schoos der Erde geworfenes Weizen-Korn, das immer um die nämliche Zeit wieder-auflebt und sich vermehrt, zwingt ihn, Bewegung zu erkennen und einzugestehn. Will er auch hinterher noch widerspänstig seyn, und wei— ter nichts zugeben, als was er nicht läugnen kann, ohne sich selbst zu läugnen; will er sich nicht einlassen, weiter zu gehn; und will er in der regelmäßigen, vielfachen, periodischen und ergiebigen Bewegung nicht das höhere Wesen erkennen, welches der Materie dergleichen Eigen— schaften ertheilt; so frage ich alsdann weiter nicht viel darnach: es ist ein Blinder; aber er ist mein Bruder, und ich muß ihn im Dunkeln für sich allein tappen lassen. Er ist ein Tauber, und ich muß ihm vergönnen, zu schreyen. Mir ist genug, daß er doch dem nachgiebt, was er mit Händen greift; so kann er sich von selbst zum Gehor⸗ xiiV Vorrede des Verfassers. Gehorsam, zur Natur⸗-Ordnung, zum Mitwirken bey der Vollstreckung ihrer Gesetze bequemen. Ich zeige ihm sein physisches Glück in den beständigen Regeln der Bewe— gung, die der Materie eingedrückt ist. Ich räume ihm nicht nur ein, daß er eine Portion davon sey, sondern be⸗ weise ihm so gar, daß er selbst, eingeschlossen in den Krais dieses großen Gesetzes, sich nicht entbrechen könne, seine Rolle in dem Universal⸗Concerte zu spielen, ohne sein Individuum und sein Geschlecht, so weit es auf ihn an— kömmt, in die Empörung, das Elend, dem Tod und das Chaos hinab zu reißen. So mit führe ich ihn, Schritt vor Schritt, von handgreiflichen Wahrheiten zu folgen— den und nützlichen Wahrheiten, und von sichtbaren That— sachen zu wiederholten, gemeßnen und berechneten That⸗ sachen. Ist er einmal ein gutes Stück Weges auf dieser Straße fortgegangen; so wird es ihm vielleicht so gut, wie mir, begegnen, sich zu wundern und darüber zu er— staunen, daß jene Gesetze der Verehrung, jene Gebote der Verpflichtung, die ihm,(als einem freyen Geschöpfe, wel— ches der Ehre werth war, sich seines Schöpfers würdig zu beweisen,) gegeben wurden, im Grunde nichts andres seyen, als die nothwendigen Gebräuche, welche die Be— wegung ausdrücken, die seiner Materien-Portion befoh— len ist, daß sie mit dem Ganzen das Ihrige zur Existenz und Fortdauer beytrage. Vielleicht wird er sich dann besser gestimmt finden, jene höchste, so sprechende, so sicht⸗ bare Intelligenz zu erkennen, die seine gewaffnete Stirne als einschränkend, gebietend, furchtbar und rächerisch zu⸗ zugeben sich weigerte, und die er künftig bloß als bewe— gend, wohlthätig, alles im Schooße der Natur erwär— mend, und weiter nichts verwerfend sehn wird, als was von R U Hel wil. erwund würdij u wahnn Muschm Hen Mte algeneh cpium ul Hlchen. Rler Ri Mtedel, Sadnung! une d Mh lich dos Ordnung Ind die! Rene Ra Maschen shen, ne urten b R Au shhe6 unh de sorge Drönump se Men Vorrede des Verfassers. xiv von der unermeßlichen Bahn seiner Wohlthaten abwei— chen will. Vielleicht werden ihn endlich sein Verstand, überwunden von der Evidenz, und sein Herz, erwärmet von Dankbärkeit, der Verehrung aus Liebe minder un⸗ würdig machen. Aber es kömmt Gott selbst zu, seine währen Anbether zu erleuchten: wir begnügen uns, die Menschen durch die Erkenntniß und Erwägung ihres eig⸗ nen Interesse dahin zu bringen, daß sie das Ihrige zum allgemeinen Besten, zur Natur-Ordnung, als dem Prin⸗ cipium und der Basis des natürlichen Rechts und des na— türlichen Gesetzes, beytragen.— Abert, wird man uns einwenden, ist es auch unter einer Regierung, in der die Ordnung umgekehrt ist, wohl möglich, Ordnung zu befolgen?— Nach der Strenge zu reden, kehren schlimme Regierungen keinesweges die Ordnung um. Die Ordnung ist unwandelbar; Suve— räne und Unterthänen können sich davon anders nicht, als zu ihrem Nachtheil, entfernen. Unordnung ist frey⸗ lich das Werk unwissender oder verkehrter Menschen; Ordnung hingegen ist das Werk der höchsten Weisheit und die wahre Regierung der Gesellschaften. Vollkom⸗ mene Regierung ist kein Werk menschlicher Anstalt; die Menschen können dieser Theokratie weder etwas zu⸗ setzen, noch etwas davon nehmen. Die Regierung des Fürsten besteht nicht, wie man im gemeinen Leben glaubt, in der Kunst, die Menschen zu leiten, sondern in der Kunst, für ihre Sicherheit und für ihren Unterhält durch Beobach— tung der natürlichen Ordnung der physischen Gesetze zu sorgen, welche das natürliche Recht und die ökonomische Ordnung ausmachen, wodurch die Völker und jeder ein⸗ zelne Mensch ihres Lebens und Unterhalts gesichert seyn ů sollen. .+‚———————————————————— XIVI Vorrede des Verfassers. ö sollen. Wird dieser Zweck erreichet; so ist die Leitung La der Menschen fesigesetzt, und jeder Mensch leitet sich selbst. s Diejenigen, die von der Regel abweichen, sind kranke oder verdorbene Glieder, welche man heilen, oder, wenn Lurlh sie unheilbar sind, ablösen muß. Aber der gesunde Kör⸗ custt per, der von der Natur an die vorgeschriebene, und vom 0 Arzte geleitete Diät gebunden ist, thut, kraft seiner Con⸗ 1N stitution selbst, den zu seiner Erhaltung erfoderlichen an Ei Functionen Genüge. Nun ist aber diese Constitution n nicht das Werk des Arztes, sondern es ist eine physische Holtk. Organisation, die er zu studiren hat, um sie in regel— de mäßigem Gänge zu erhälten. Deßwegen erkühnen wir Lusthe uns, die Demonstration zu unternehmen, daß sich das nonftat Privat-Uebel mit der Ordnung, außer der kein Gutes für keinen noch so kleinen Theil der erschaffenen Dinge vus de Statt finden kann, nicht vertrage. Dieses Geschäfft ist ö vu, He groß, lichtvoll und nützlich; es ist in der That sehr groß Dden für uns: aber ich lasse doch die Hoffnung nicht sinken, Smd demselben unter der Obhut und dem Paniere der ewigen dd al Vorsehung und der unwandelbaren Wahrheit, die immer der Y der Demonstration fähig ist, Genüge zu thun. Im sein Die ökonomische Tabelle ist die erste arithmetische mische! Regel, die man ausgedacht hat, um die Elementar⸗Wis⸗ higruünt senschaft jenes Rathschlusses Gottes, du sollst dein si inm Brod im Schweiße deines Angesichts essen, AHehun und die beständige Vollziehung desselben in genaue und be— un stimmte Rechnung zu bringen. Der brüderlich gesinnte W0 l Mann, dem wir die Idee davon zu verdanken haben(D, schdg hat ben, ( Dr. Franz Quesnay, Ritter und erster königlich⸗fran⸗* zösischer Leiharzt. Er ist am i6ten Sept. 1774 gestorben. U. uUpiöůt ET= FE —— Vorrede des Verfassers. V vIi hat die Laufbahn eröffnet, und sie bis ans Ende durch— wandert; eine Ehre, die nur ihm, als dem ehrwürdig— sten Wohlthäter der Menschheit, vergönnet war, und ein Vorzug, der auch aus der Beschaffenheit seiner Arbeit entsprang: denn wer so was ausdenkt und ausführt, von dem läßt sich wohl sagen, er habe mit Lebhaftigkeit und Verstande die Säulen des Herkules erreichet, und den Sterblichen durch die Kräfte des Herzens die Thüren zum Garten der Hesperiden eröffnet. Die okonomische Politik ist also, von nun an, an Berechnung gebunden: denn man kann nicht Zeugen genug zur Prüfung der Wahrheit, nicht Adepten genug zum Unterrichte, zu de— monstrativischen Wissenschaften auffodern. Rechnungen sind für die ökonomische Wissenschaft, was die Knochen für den menschlichen Leib sind. Ner— ven, Gefäße und Muskeln beleben ihn und ertheilen ihm Bewegung; die Knochen vertheidigen und tragen ihn. Ohne die Knochen der Schenkel und Beine könnte er we— der auf die Füße treten, noch gehn; ohne die Knochen der Aerme könnte er weder Lasten heben, noch arbeiten, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. So wird die ökono— mische Wissenschaft durch Untersuchung und Räsonnement ergründet und entwickelt; aber ohne Rechnungen würde sie immer eine unbestimmte, verworrene, allenthalben dem Irrthum und Vorurtheil unterworfene Wissenschaft seyn. Je weniger die Rechnungen in ihrer Basis, ihrer Reihe und ihrem Ziele zu erschüttern sind, desto eiliger halten sich diejenigen, welche ihr Interesse dabey zu finden glau⸗ ben, die Explosion des Lichtes zu hindern,— weil sie auf die Saumseligkeit der mehresten Leser zählen, in die unwiderstehlichen Hieroglyphen, die wir Ziffern nennen, einzu⸗ — S— — SSSSSSISI * ö ðVI Vorrede des Verfassers. einzudringen,— dazu, geradehin zu behaupten, die 4 Rechnungen wären falsch. Der große Haufe, der mehr aschde geneigt ist, nachzubethen als zu lernen, wird das Echo e Wi dieser Beschuldigung, die jedoch verächtlich wird, so bald finz 1 ihr die Beweise abgehen. Rechnungen können nicht an⸗ Mashn ders wankend gemacht werden, als durch Rechnungen; Ihwid so wie Urthel nicht anders reformiret oder confirmiret wirdald werden können, als durch Urthel: und obgleich darinnen lasig d häufig Fehler begangen werden können; so sind und blei— ds/ ben sie doch der einzige Weg, der uns zur Gewißheit füh— Guschl ren und uns darinnen befestigen kann. Wem jemals da— Mir ran gelegen gewesen ist, zu wissen, wie es um seinen Zu— hgen ch stand stünde, der hat ihn immer berechnet; das wird auch Rglistet v. immer ein jeder thun, und Rechnung wird auch jederzeit chtn unwidersprechlich darüber entscheiden. Jeder Rechner schit kann sich irren; aber ein andrer Rechner muß den began— thmn Here genen Fehler berichtigen: außerdem ist jede Beschuldi— u. Di gung, daß eine Rechnung falsch sey, nicht mehr und ddhichh nicht weniger, als Trompeten-— Geräusch. Die Vernünf— zu tigen bedenken sich, und wärten es ab, daß die streitige nichts, Frage abgeurthelt werde; und bis dieses geschehen ist, Ween u gilt bey ihnen immer die Vermuthung, daß derjenige, irhels, der gerechnet hat, die Sache besser wisse, als der, der, Läblle ohne zu rechnen, ein Urthel darüber fällt. Männer von Rüinl Genie endlich, die sich begnügen, eine Masse von großen Wahrheiten mit einem Blicke, der ihnen eigen ist, im ünen Bausch und Bogen zu übersehn, versäumen immer gern, dsl sich bey der mit Außenwerken vergitterten Grundlage, die Munn ihren raschen Geist erschrecken, und deren Festigkeit sie Wunit gern voraussetzen, länge aufzuhalten. Dergleichen Köpfe sh shn haben von einer solchen Lectüre weiter keinen Nutzen, als 2ü daß ——————— DD— —— Vorrede des Verfassers. xXLIx daß sie in ihren Principien nur mehr bestärket werden, und sich desto weniger die Mühe nehmen, auf den Meeren der Unwissenheit und des Widerspruchs herum zu schif— fen; und so mit wird alles zusammen dem Streite der Menschen preis gegeben, und kömmt dadurch um den un⸗ überwindlichen Glanz der Wahrheit. Minervens Aegide wird verdunkelt; und die Göttinn wird sich nicht herab— lassen, den Schleyer zu zerreißen, und ihre Feinde an⸗ ders, als in den Augen künftiger und unparteyischer Geschlechter, zu versteinern. Wir sind den Menschen alle die Dienste und Bemü⸗ hungen schuldig, die von wahrer Liebe nur gefordert oder geleistet werden können; besonders sind wir sie ihnen, als geliebten Kindern unsrer Zeit-Genossen, schuldig. Unsre Pflicht ist also, den glücklichen Fortgang der gegenwär— tigen Generation aus allen unsern Kräften zu beschleuni— gen. Dieß ist der Zweck meiner Arbeit; und der Weg, den ich hierzu eingeschlagen habe, besteht darinnen: Zur Auseinander-setzung der Rechnungen habe ich nichts, oder doch fast nichts hinzu zu thun; aber das Wesen und den Innhalt derselben vorzustellen und zu be⸗ urtheilen, habe ich mich für verbunden geachtet. Die Tabelle in ihrem Frontispiz hat mir ganz natürlich die Liste der Gegenstände, die ich abhandeln konnte, und die Bestimmung derselben an die Hand gegeben. Mein Plan ist überhaupt, über die Tabelle viel mehr zu räsonniren, als sie bloß vorzulegen; imgleichen sie da, wo es die Materien erfodern, durch kleine Tabellen in der Kürze dergestalt zu zergliedern, daß diese Hierog lyphe, vor der sich schon so manche Leser entsetzet haben, endlich dem Ge— sicht und dem Verstande bekannt werde. Mein Plan ist d im . Vorrede des Verfassers. „—— 0 im Einzelnen, den zwölf Artikeln von den Gegenstän⸗ 0 den, welche zu betrachten sind und an der Ile da Spitze der Tabelle namhaft gemacht werden, nachzugehn. Rfante Diese Entwickelung erfodert freylich einige Umständlich— die ich m keit: aber heut zu Tage, da Landwirthschaft, Handel hhabe n und Industrie den eigenthümlichen Beschäfftigungs⸗Gegen⸗ dahh h stand mehrerer in unserm Vaterland errichteten Gesell— Hllhlle schaften ausmachen, in welchen alle diese Zweige der okono— verhiml mischen Wissenschaft in allen ihren wesentlichen Verhält— nelen nissen und wechselseitigen Beziehungen untersuchet werden bulheltag sollen, haben diese weisen und wichtigen Absichten bey Hlche ve mir den Eiser entzündet, mit meinen Landsleuten das R„ fu Meinige zur Erörterung einer Wissenschaft beyzutragen, Wssensche von der das Gedeihen der Staäten und die Glückseligkeit Nabicklt der Völker abhängt(. Udt Ho Ich Juße von; Rahe Eun ( Die zͤkonomischen, pattiotischen und andre, zu dlesem Zweck in Ind uudi Frankreich gestifteten Gesellschaften haben bekanntlich ihrem schuge großen Stiftungs Zwecke gar keine Genüge zu thun, sondern. bloß im Einzelnen und Kleinen da und dort eine oder die an⸗ Oemohst dre wenig bedeutende Verbesserung zu bewirken vermocht; daß tesantt sie aber nicht mehr thaten, daran war die verworrene Landes V⸗er⸗ D5 Huf fassung, und das gänzlich zerrüttete Finanz⸗Wesen schuld. Wir 5 haben auch in Deutschland dergleichen Gesellschaften satt und und man genug, ohne bisher davon einen bedeutenden Nutzen gespürt zu u um 0 haben. Ja, es giebt so gar Leute von Einsicht, die manche sol⸗ che Gesellschaft dem Lande, worinnen sie subsistirt, mehr für H„Ns schädlich, als für nützlich zu halten geneigt sind; und es wäre lj der der Mühe schon werth, das Ja oder Nein über diesen Zweifel gründlich zu untersuchen. Sollen und wollen sie dem Vaterlan⸗ Funde de wahren Nutzen schaffen; so ist ihnen hier von unserm Au⸗„undchl tor der Gegenstand ihrer Beschüsstigungen vorgezeichnet. Ohne rohlan diesen vor Augen zu haben, und ihm stracks nachzugehn, wer⸗ den sie wohl nie etwas beßres seyn, als eine wenigstens unn ütze Decoration. U. funt ———————.— 2 .— 5522..2...——..————„— Vorrede des Verfassers. I Ich nutze die Materialien, die mir würdige Schrift⸗ steller dargeboten haben, wie mein eigen Gut, und ver— pflanze in meine zwölf Capitel alle die Ideen von ihnen, die ich mir in den verschiednen Abschnitten der Erläuterung habe zueignen können. Diebstahl war zu Lacedämon nur dann schimpflich, wann er entdecket wurde; Plagiat oder gelehrte Dieberey hingegen ist nur schimpflich, wenn sie verheimlichet wird. Ich gestehe unverhohlen, daß ich meinen Vorgängern alles verdanke, was in der Reihe vorgetragen ist, die auf der Tabelle dargestellt wird, welche weiter nichts ist, als eine Formul zu Berechnun⸗ gen, erfunden, um alle Fälle, die in der okonomischen Wissenschaft vorkommen können, wenn sie auch noch so verwickelt sind, zu combiniren und zu entscheiden. Ich ändere bloß die Quotitäten der Tabelle, die ich auf dem Fuße von zwey tausend Millionen Franken vorstelle. Zu dieser Summe ist in einigen neuern Schriften das mögliche und natürliche Einkommen eines großen Staates ange⸗ schlagen worden; und je näher man in einer solchen Demonstration, wie diese ist, einem bekannten und in⸗ teressanten Principium kommen kann, desto mehr Muth und Kräfte fühlt man zur Arbeit bey sich. Uebrigens wird man wohl sehn, daß ich zur Abfassung dieses Wer⸗ kes um so weniger einer großen Gelehrsamkeit bedurft ha— be, da es eigentlich bloß eine methodische Zusammenstel— lung der ökonomischen Abhandlungen des Menschen— Freundes( ist: da aber jene Abhandlungen nach und nach herausgekommen sind; konnten sie freylich nicht wohl an einen allgemeinen und zusammenhängenden Lehr⸗ D 2 Plan ) s. unten die Anmerkung S. ara. — I Vorrede des Verfassers. plan gebunden seyn. Ich habe darinnen alle die Prin— cipien und Begriffe gefunden, die zu Bildung einer stren— gen und vollständigen Theorie erfoderlich waren; ich habe sie in eine Ordnung zu bringen gesucht, wodurch der Zu— sammenhang und die Entwickelung der wesentlichen und evidenten Kenntnisse der ökonomischen Wissenschaft erleich— R tert werden könnte. Ich bin nicht Schriftsteller vom Handwerk. Wenn es mir aber bey meinem Unternehmen gelingen kann; so wird meine Arbeit unfehlbar Rutzen haben: denn die Materie, die den Gegenstand derselben ausmacht, ist sehr wichtig, und noch sehr unbekannt. Mo⸗ dreyelt gen Andre thun, wie ich that: es giebt wohl keinen Kopf, der nicht, wie die Menschen-Alter, in eine Art von Classe einzureihen sünde. Sucht ein jeder seiner Classe die öko⸗ Ruvbn. nomische Tabelle begreiflich zu machen; so wird er zu dem Wpung! heiligsten und hier auf Erden nöthigsten Geschäffte mitwir— Wum! ö ken, welches kein andres ist, als den Feuer⸗Herd der fä— Aein belhaften Vesta, und der immer gegenwärtigen, den Men— 450 schen immer vom göttlichen Licht eingehauchten Menschen⸗ Emht und Bruder-Liebe unabläßig brennend zu erhalten. Ltrag! Besh,L Drepetlg schafts Ruundl Aufvan Wrliufz Boorn Innhalt. Innhalt der Capitel und der Materien, die in diesem Ersten Bande vorkommen. Erstes Capitel. Dreyerley Ausgaben in der ökonomischen Ordnung, so wie solche auf der ökonomischen Tabelle an⸗ gegeben sind. Ausgaben sind in der ökonomischen Ordnung das allererste, S. Ursprung der Gesellschafteen.. Ursprung des Handelldss. 7 Entstehung der Völker und Staatenn 2 Einführung der Münzen zur Erleichterung des Handels, 9 Ertrag der Aerndte,———— 1 Besitz, Verkäuflichkeit, und Pachtung liegender Gründe, eb. das. Dreyerley Ausgaben in Beziehung auf die drey Gesell. schafts ⸗Classen; nämlich, auf die frucht ⸗zeugende, die grundherrliche, und die unfruchtbare Classe—— 13 * Zweytes Capitel. Die Quelle des Aufwandes. Aufwand entspringt aus Aufwand,— 17 Vorläufiger Aufwand der Hülfsmittel zur Benutzung des Bodens,——— 18 d 3 Ein⸗ ———— — EEE— ———*—— SSSEEEE — *.. IX SS...— — — .— IIV Innhalt. e—— S. ö 28 Schützende Macht,—— 2— 21 Eigenthum,— 22 ö Noh Der Pachter ist, vermöge seiner Benutzungs⸗-Schätze, ven N Mit⸗Eigenthümer des Guths⸗ Be sitzers,— 25 ö wondi „ Der Stand des Pachters ist nicht Stand des Tagelöh⸗ ö Oa Dn ners, nicht abhängig von dem Befehl oder Lohn eines 1 0 Andern, sondern Mit Eigenthümers des Einkommens, eb. das. Immunität der Benutzungs⸗Schätze, eb. das. Die Einkünfte des Suveräns müssen vom reinen Ertrage der liegenden Grunde erhoben werden,—— 2 Jede Steuer, die auf eine Benutzungs⸗ Art, sie sey, welche sie wolle, angelegt wird, zieht einen großen, Hsche d und immer weiter sortgehenden Verfall der Einkünfte Kurten einer Nation nach sich,—— eb. das. shn In Ländern, wo es an Schätzen fehlt, leidet das Volk ö Dnh Mangel an Brode mitten unter Ueberfluß an Getraide; und wo die Producte des Landes nicht gelten, da fehlt Disude. es an Schätzen,—— 32 Vahyn Wo es an Schätzen sehlt, da bleibt auch die Bevölkerung Ient zurück,—;— 33 Ihllic Das wichtigste, wofür die Regierung zu sorgen hat, ist Eulln Erhaltung und Vermehrung der Benutzungs⸗Schätze, eb. das. Wun Der Benutzer ist dem Staate nichts schuldig, als gute An⸗ I wendung der Arbeit und seiner Schätze,—— 34 ö Durch Absatz des Ueberflusses wird das Nöthige verschaf⸗ Wui fet, die Frucht ⸗Erzeugung und der Aufwand belebet, und die Bevolkerung verstärket,— Aufwand ist Quelle von Aufwand, und durch Aufwand wird Reichthum erschaffen und dauerhaft erhalten, 43 Haupt⸗Mittel zur Erleichterung und Regulirung der Com⸗ Ruh munications⸗Geschäffte unter der Gesellschaft, 4² l ö Gemünz⸗ 455 D———* 4⁰ 6 8—————— *EEII———— Innhalt. 11 Gemünztes Geld ist bloß ein vertauschbarer Reichthum, der bey wechselseitiger Mittheilung genießbarer Güter jedem dieser Güter gleichgilt,— S. 50 Nothwendigkeit des Umsatzes genießbarer Güter zwischen den verschiednen Völkern, zur Vermehrung des Auf⸗ wandes, der Schätze und der Volks-Menge,— 3 Der Benutzungs⸗Aufwand kann nicht weiter reichen, als die Handels⸗Freyheit und der Absatz,—— 33 Drittes Cavpitel. Von den Auslagen zum Aufwand. Ansicht der ökonomischen Tabelle,——— 59 Worinnen die Auslagen zum Benutzungs⸗Aufwande be⸗ stehen,—— 6⁴ Dreyerley Eigenthums⸗Arten,—— eb. das. Bestand⸗Mund jährliche Auslagen,—— 66 Auslagen der Güther⸗Besitzer⸗Classe, 68 Inventarien⸗Auslagen der producirenden Classe, 72 Jährliche Auslagen der producirenden Classe, und deren Ertrag,—— 76 Auslagen der steriken Classe, 77 Warum diese Classe steril heiße,—— 78 Allgemeine Bemerkungen über die Auslagen,— 85 Viertes Capitel. Vertheilung der Ausgaben. Nach was für physischen Gesetzen sich die Menschen in der Gesellschafts Ordnung bey der r Mittheilung zu richten haben,—— 90 d 4 Drey LVI Iunhalt. ö a Rn Dreyfache Ordnung des Handels Verkehrs, welches zwi⸗ n schen den drey, auf der Tabelle bemerkten Classen ge⸗ trieben wird,———— S. 94 Immerwährende Fortdauer der Ausgaben-Vertheilung, 102 Resultat dieses Capitels, 107 2 90. Nyptedi Fünftes Capitel. Wier nich „ Hutgaben Iu. Die Wirkungen der Ausgaben. ö 96 Uu seh Oie Grundsätze mussen wegen der mancherley Schlüsse, Io2 zochts 9 ihs Klleg die daraus gefolgert werden, unter mancherley Gesichts⸗ RWUil wenget. Puneten wieder zum Vorscheine kommen,— 113—0 Ratürliche Ordnung der gemeinsamen Thätigkeit der Men⸗ uuft a ö schen zum allgemeinen Besten der Gesellschaft,- eb. das. IEi il Oekonomische Ordnung der Ausgabe des Einkommens, 114 fi ch Huf Jede Stöhrung der moralischen Ordnung ist eine Folge Whn abn von Stöhrungen der physischen und ökonomischen Ord— surelgch, nung,—— 120 N dy u K Nichtige Spculationen der Moralisten, die bey den mo⸗ wun i. lul ralischen Regeln, und bey dem natürlichen, von der, Mhhmsätawe natürlichen und ölonomischen Ordnung getrenntenRechte shs, stehn bleiben,——3 NMMn in Oekonomische Ordnung der Ausgaben bey der produciren⸗ iht Mit den Classe,—**— 3 5 snsthen läßt, Sklaverey ist Umkehrung der natürlichen Ordnung, eb. das. Wyuchlihen Oekonomische Ordnung der Ausgaben der sterilen Classe, 5 Mupolunt ö Oekonomische Ordnung der Ausgaben des handelnden Thei⸗ Wsth uf N. les der sterilen Classe,— eb. das. ide nac Richtiger Begriff vom Handels⸗Verkehr, eb. das. V.eun ihn Oekonomische Ordnung der Ausgaben des industriosen Wu H Theiles der sterilen Classe, 135 Oeko⸗ —‚I—— πρ— Iiii‚iIiIiIi‚i‚i‚D‚iiéñ——‚—‚—‚ — +.n S—— Innhalt. LVII Oekonsmische Ordnung der Sitten bey den Ausgaben, S. 156 Oekonomische Ordnung der Regierungs⸗Ausgaben,- 165 Sechstes Capitel. Von der Reproduction der Ausgaben,— 179 Die Volker richten sich allemal durch Unterlassung der Ausgaben zu Grunde,— 185 Was Luxus sey,——— 186 Wie ruinds Krieg durch Unterlassung der Ausgaben sey, 193 13 Wie viel weniger ruinds Vertheidigungs⸗Krieg sey, als Angriffs-Krieg,——— 195 das. Alle Stände in der Gesellschaft sind als Verkäufer, und 14 nicht als Käufer zu betrachten,— 102 Reichthum verbannt den Handel nicht, sondern vergrös⸗ sert ihn vielmehr,——— 212 2⁰0 Hoher Preis der Lebens⸗Mittel zieht Reichthum, und dadurch die Ausländer herbey,—— 213 Wohlhabenheit erweckt Tugenden, und Dürftigkeit ver— treibt sie,.——— 2¹4 12I Die Menschen in Ruh und Ordnung zu halten, giebt es kein besser Mittel, als daß man sie ihr Wohlergehn ö u2 empfinden läßt,— 217 . Die gewöhnlichen Mittel zu Verhütung des Getraide— 125 Monopoliums befördern geradezu die Entstehung desselben, 219 Ließe sich auf diesem Wege dem Monopolium glücklich „das. ein Ende machen; so würden auch die Einkünfte und der Staat ihre Endschaft erreichen,— 222 ö Ursprung der Capitalien-Zinse und der Capitalisten, 226 ¹1 d 3 Der OKlo⸗ LVIII Innhalt. Der Borger kann unmöglich Land über den Verleiher ge— winnen, und es dahin bringen, ihn zu entbehren, S. 230 Diel Zwischen diesen beiden, an Eigenschaften so verschiednen Menschen-Arten das Gleichgewicht zu erhalten, ist. Sun keine Moglichkeit, 231 55 Pil Beweis aus der Erfahrung, daß Capitalien-Zinse dem Vahsti Empfänger zum Gewinn, und dem Zahler zum Scha— den gereiche,——— 238 ö 1. Uhl Rechtmäßige Titel, eine Vermiethung zu begründen, 240 Runn Geld kann nicht Eigenthum seyn,— eb. das. + Lebens⸗Nothdurft giebt kein Recht zur Zinse vom Gelde, 242 Shlhe Unter dem Titel der Abnutzung kann Zinse vom Gelde ö Hakuiß nicht Statt finden,—— 243 Muß Unablosliche Geld⸗Zinse ist dem Handel nicht nur nicht Dkan nothwendig, sondern so gar schadlich, E 2347 Runntt Der Profit von der Anwendung des Geldes muß sich auf Lkt, Arbeits⸗Lohn, oder auf Frucht Ertrag einschrän⸗ 43 a 8 4—— 35 W u Zinse vom Gelde richtet die Gesellschaft zu Grunde, 254 Mh In was für Fällen die vom Gelde bezogene Zinse billig Iypr und dem natürlichen Rechte gemäß, und in was für aude welchen sie das Gegentheil sey,— 23 17 MN Von ächten und unächten Einkünften,— 265 Ruch Verschiedenheit der unachten Einkünfte,* 269 s Was für eine Bewandtniß es mit dem Privilegium der Imab Steuer⸗Freyheit der adlichen und der Kirchen⸗Gü⸗ 4 m ther habe,—— 282 ii dun ——— 30 Dhe Sieben Innhalt. Siebentes Capitel. Die Verhältnisse der Ausgaben unter einander. LIX §. I. Summarische Vorstellung dieses Capitels,— S. 297 §. 2. Präliminar⸗Begriffe,—. 299 Verhältziß der auf der Tabelle aufgestellten Ausgaben und Nutzungen,——— eb. das. An Erhaltung der Benutzungs Schätze zur Cultur ist der Regierung und den Eigenthümern der Grundstücke eben so viel gelegen, als den Benutzern selbst, denen diese Schätze gehoren,——— 301 Verkaufs-Werth macht die Güter zu Schätzen,— 303 VerkaufsWerth an Geld ist das gemeinsame, von den Velkern angenommene Maaß des Reichthums,- 304 Wesentliche Eigenthums-Bedingungen für Agricultur⸗ Volker,——.—5—— 306 5. 3. Vom Handel, in Beziehung auf seine Ausgaben, und auf die Einkünfte aus den Grundstücken be— trachtet,——— 309 Abzug eines Theiles von Einkünften, den die Kosten des landwirthschaftlichen Handels aufzehren, und der auf die Masse des Ertrages der Grundstücke fällt,— 31 Mittelst der Ausgaben dauert die Reproduetion, und mit⸗ telst der Reproduetion dauern auch die Ausgaben un⸗ unterbrochen immer fort,— 314 §. 4. Umsländliche Erläuterung der auf der Tabelle vor⸗ gestellten Verhältnisse zwischen den Ausgaben und den Nutzungen,——— 31¹6 §. 5. Verhältnisse zwischen den Kosten des Getraide⸗ Baues und den Nutzungen davon,— 62 Schätzung IxX Innhalt. Schätzung der Nutzungen vom Getraide⸗-Bau nach Gel— de, mit Beyseitesetzung der Nutzung von dem zu die⸗ ö Heche sem Bau gehorigen Viehstande,* S. 322 ö Ertrag des Viehstandes der Ackerleute,— 323 Duluf Darstellung der Verhältnisse zwischen den Ausgaben beym 7 Lontal Getraide-Bau und den Nutzungen davon, 326 uhn —§. 6. Verhältnisse zwischen den Ausgaben und den Erzeug— Di nissen andrer Artikel bey der Landwirthschaft,— 331 Mũ Darstellung der Verhältnisse zwischen den Ausgaben beym Lofnff Wein⸗Bau und den Nutzungen davon. r℔dgh. das. ö Ric Andre landwirthschaftliche Nutzungen,*— 335 unt Darstellung der Verhältnisse zwischen den Ausgaben bey nthanz Holzungen und den Nutzungen devon,— eb. das. Vushice Darstellung der Verhältnisse zwischen den Ausgaben beym ö x aufnemn ö Wiesen⸗Bau und der Nutzung davon, 377 Mnt Andre Nutzungen, bey denen die Arbeits-Kosten so ziem⸗ AMulhir⸗ lich dem Ertrage gleichkommen, und die wenig reinen le De Ertrag oder Einkommen abwerfen,—— 339 N Daü Darstellung der Verhältnisse zwischen den Ausgaben für Y Hß das Zucht⸗ und Nutz-Vieh und der Nutzung davon, Mo die, wenn Nutzungen und Kosten gegen einander eom— Mitt pensiret werden, keinen reinen Ertrag, kein Einkom— O S men abwerfen, u——— 340 Inn Berechnung der Kosten des landwirthschaftlichen Handels, Ruthn die, mit Ausschlusse des Einkommens, aus dem Ertrage der Grundstücke genommen werden,— 341 ani Allgemeine Resultate aus den Berechnungen der Verhält⸗ in nisse zwischen den Kosten und den Nutzungen, 343—— Einkünfte des Territoriums von England, 447 6565 §. 2. Erinnerungen über den Gebrauch dieses Capitels,— 370 ö 9 I„ sihn in N nagsan ö Achtes ISSSSeeee———jñ—— ——* ————————.. 2 1 I V Innha lt. +1 Achtes Capitel. Verhältnisse der Ausgaben zu der Bevölkerung. Vorläufige Erklärung,——— S. 379 Lebens⸗Unterhalt ist als Wurzel der Menschheit zu be— trachten,————— 386 Die Beschaffenheit der Regierung beruht lediglich auf physischen Ursachen, 387 Bedürfniß und Begierde, ein Paar entgegengesetzte Triebräder. Wahre Politik besteht in der Kunst, sie einander zu nähern,——— 300 Errichtung der verschiednen Gesellschafts⸗Arten,— 392 Verschiedne, den verschiednen Völkern eigne Regierungen, 396 Kausmännische Gesellschasten sind bloß ein Anhang der Agricustur⸗Gesellschaften,—— 402 Agricultur⸗Gesellschaften sind die Quelle aller Güter und aller Bevölker ung,—— 40⁷ Die Bevölkerung ist selbst ihre eigne Feindinn. 4⁰9 Die Kraft eines Volkes zum Kriege beruht nicht auf der Menschen⸗Menge, sondern auf den Unterhalts⸗ Mitteln,—————— 4¹² Die Schäd ichkeit des Krieges ist von Seiten seiner dko⸗ nomischen Widerwärtigkeiten anzusehn,—— 4¹4 Menschen vermehren, ohne die Unterhalts⸗Mittel zu vermehren, heißt, sie dem Hunger-Tode weihen, eb. das. Sollen Arbeit und Arbeits⸗Lohn den Menschen gewiß seyn; so müssen die Schätze gemehrt werden,— 4¹6 Um mehr Menschen zu bekommen, muß man die Con— sumtion nicht verengern, sondern vielmehr erweitern, 47 Ueberall, wo die Einkünfte abnehmen, gerathen auch An⸗ stellung der Menschen zur Arbeit, und Arbeits⸗Lohn in Verfall,„——— 424 Unachtsamkeit der Geschichtschreiber,—— 4²⁷ ö Die ö IVII Innhalt. Die Macht eines Staates ist nicht nach der Menschen⸗ ö Menge, sondern nach dem Wohlstande“ worinnen die ö Einwohner leben, zu beurtheilen,— S. 429 Es ist hauptsächlich nöthig, daß das gemeine Volk im Stande sey, Producte von gutem Preise zu ver⸗ zehren,—— 45⁷ Es ist nöhig die Bevölkerung zu erweitern; aber auch 9. nothig, ihr Gränzen zu setzen,— 442 ö Bevölkerung läßt sich nicht anders erweitern, als durch Erweiterung ihrer physischen Gränzen,— eb. das. Wenn eine Nation in Verfall geräth; so überschreitet bey derselben die Volks⸗Menge jederzeit das Ver⸗ W mögen,————— 443 Hung Einheimischer bkonomischer Krieg ist noch schlimmer, als ausländischer,——— 452 G Ausfuhr„Verbote ersticken die Bevölkerung,— 456 1 Jede Cultur, welcher der Absatz im Auslande versperret shg wird, ist eine elende Cultur, die ihrem Verderben i entgegen geht,————— 46² sv ö malg rechti ürfn umseh blesche 0ls Er Di Ibent 1 ueit het. ah schf die, IuInd st ö Politische N. DD!!Fe————. 42 62 7 Politische Oekonomie der gesammten Land⸗ und Staats⸗Wirthschaft. Erstes Capitel. Dreyerley Ausgaben in der ökonomischen Ord⸗ nung, so wie solche auf der ökonomischen Tabelle angegeben sind. V+ nder ursprünglichen Ordnung, die der 11 der dle sind Schöpfer zam Besten seines geliebten Ge⸗mischen Ord⸗ schöpfes einführte, waren die Mittel zur Be-nuns das aller⸗ friedigung der Bedürfnisse schon vorhanden, ehe'ste. sich die Bedürfnisse selbst regten. In der nach— maligen Ordnung, die von der höchsten Ge— rechtigkeit beschlossen ward, häben sich die Be— dürfnisse nach den Mitteln zu ihrer Befriedigung umsehn, und diese Mittel den Lebens-Unterhalt verschaffen müssen, welcher nichts andres ist, als Erwartung neuer Bedürfnisse. Dieß ist die Ordnung, auf der das Menschen⸗ Leben vom Anfang her beruhet hat. Bedürfniß ist die Seele aller unsrer Arbeit; Gesellschaft ist nur ein Mittel, und ihr Zweck ist Lebens-Unter⸗ halt. Kaum ist ein Kind gebohren, so fängt es an, Ausgaben zu machen, ehe es arbeiten kann, sich seinen Unterhalt zu verschaffen. Menschen, die, entblößt von allem, in eine Wüste kommen und sich darinnen niederlassen, leben anfänglich W. E. P. 1. B. voon 2 Erstes Capitel. Sgtio von den wild-wachsenden Früchten, die sie da l finden, ohne daß sie selbst erwas dieser Art mit⸗ ri telst ihrer Arbeiten erzielen könnten. So nach h müssen allenthalben Ausgaben gemacht werden, distn ehe eine Reproduction oder ein Nachwachs der Vih⸗ Ausgaben, welcher von den Menschen erst durch 2 Arbeit aufs neue erzeuget und fortdauernd ge— Dem macht wird, Statt findet. Denn vor allen ihn d Dingen muß der Mensch Tag vor Tag zehren, lan um zu leben, und muß arbeiten, um seinen geobe Unterhalt zu mehren und ihn fortdauernd zu mo sol machen. Zu folge dessen ist Ausgabe, Aufwand Nait oder Aufgang, wie man es nun nennen will,— Eb das erste, was in der Entwickelung der ökono⸗ N mischen Ordnung zu betrachten vorkömmt: und s.v. geht man dem Faden nach; so findet man immer O⁰ wieder die nämliche Aufgangs-Reihe, weil der shon d Unterhalt des Menschen ein immerwährender und hawahtt unvermeidlicher Aufwand oder Aufgang ist. Rhls il Ursprung der Hunger und immer fortwährendes Unter— d Oesellschaften. halts⸗Bedürfniß also nöthigt den Menschen zu dDdes W der Arbeit, durch die er den Nachwachs seines WMbeit Unterhaltes erzielt. Allein sein Unterhalt er⸗ die ig streckt sich über mehrerley Bedürfnisse zugleich; Case, und er kann nur einer einzelnen Arbeit auf ein⸗ Gsels mal obliegen. Deßwegen hat er sich mit andern Hede Menschen verbunden, damit die Vielfältigkeit itt zy der Bedürfnisse durch Gemeinschaft der Arbeiten 66 befriediget werden könne. Dieß ist der Zweck Wi der Gesellschaft; dadurch wird sie in Schwung Iln gebracht, und kömmt in Gang. Unsre Sätze durch Beyspiele faßlicher zu an machen, lasset uns die Gesellschaft in ihrer Ge⸗ In burt anschauen und eine isolirte Familie be— wal trachten. Vater und Mutter, abgelebt vom I Arbeiten, führen forthin bloß die Aufsicht und Direction f. S. ———— Ausgaben. 3 Direction bey den Arbeiten, mit denen sie vor⸗ her selbst beschäfftiget waren. Die Arbeit selbst beruht nun gänzlich auf den Kindern. Von diesen arbeiten die einen an der Erde, hüthen die Vieh-⸗-Heerden, und erzielen daraus die nöthigen Vorräthe zum Unterhalte der ganzen Familie. Die andern, getrieben durch ihr Geschlecht, durch ihre Schwäche, durch ihre Industrie oder Wahl, liegen den Geschäfften ob, die denen, welche die grobe Arbeit verrichten, zur Erquickung dienen, und sorgen für Erhaltung und Verwahrung der Vorräthe, für Zurichtung der Speisen, für das Spinnen der Wolle, und für Bereitung der zu Kleidern und Schuhen bestimmten Felle, u. s. w. Da giebt es nun in einer solchen Familie schon drey Classen. Die eine ordnet an oder verwahrt die Aerndte, und führt die Aufsicht, theils über Aufbewahrung der Vorräthe, theils über gute Ordnung und vernünftige Sparung des Aufganges der Producte, welche durch die Arbeit erzielet worden, u. s. w. Die andre ist die eigentliche frucht-zeugende oder producirende Classe, indem durch ihre Arbeit am Guthe der Gesellschaft alle genießbaren Güter entstehen. Die Arbeit der dritten, industriösen Classe produ⸗ cirt zwar nichts; aber sie erhält und bearbeitet die Güter der zusammen-gehörigen Gesellschaft, und richtet solche zum Genuß und Gebräuche der⸗ selben zu. Von diesen drey Classen ist die erste den andern nöthig, Ordnung und Einigkeit zwischen ihnen aufrecht zu halten. Die zweyte ist die unentbehrlichste, indem sie allen dreyen die Näh⸗ rung verschafft, welches das erste und dringend— ste Bedürfniß ist; sie allein würde der andern A gewisser 4 Erstes Capitel. gewisser Maaßen entbehren können, wenn sie sich auf das schlechterdings Unentbehrliche ein⸗ schränkte. Die dritte ist ebenfalls höchst nützlich, in wie fern sie die Gemächlichkeiten verschafft, und die Güter zu den mäncherley Arten des Ge⸗ brauchs und Genusses im Leben zurichtet. Sie trägt zu den unentbehrlichsten Arbeiten das Ihri— ge dadurch bey, daß sie den Arbeitern von der frucht-zeugenden Classe die Zeit erspart, die sie außerdem hätten anwenden müssen, für die nöthigen Bedürfnisse vom zweyten Range zu sorgen. Mit einem Worte, sie vervollständigt das Menschen-Leben, und bringt die Gesell— schaft zur Vollkommenheit. Schon aus dieser ursprünglichen Beschrei— bung eines solchen Gesellschafts-Anfanges im Kleinen läßt sich leicht einsehn, 1) daß die erste Classe eines freyen und unabhängigen Unter— haltes bedürfe, indem sie bestimmet ist, zu zeh⸗ ren, ohne etwas zu produciren, und ohne zu dem Unterhalt, oder zu den Gemächlichkeiten weiter einigen Beytrag zu thun, als lediglich dadurch, daß sie die Geschäffte leitet, und Unter⸗ richt darüber ertheilt; 2) daß die zweyte Classe eines starken Unterhaltes, einer beständigen Unter— stätzung, und einer großen Sorgfalt für Erhal— tung der nöthigen Kräfte und Mittel zu Volls ziehung der Cultur des Erbguthes bedürfe, in⸗ dem ihre Bestimmung ist, allen drey Classen den Unterhalt zu verschaffen; und 3) daß die dritte Classe, die alle obigen Geschäffte versieht,(aus— genommen, daß sie mit Anschaffung des Unter⸗ haltes nichts zu thun hat,‚) eben dadurch höchst nützlich ist, und nicht minder durch gemächlichen Unterhalt so wohl, als durch allerley Aufmun⸗— terungen zu ihrer ökonomischen und schätzbaren Arbeit, —— Rt I Ma Heil ruhen. ihte l zusam und de deßgle zur M anspat osto vegen Huht: sudet d Ggens Ausealte Udlch Iufri nächl derd, Dient der gr die B⸗ N. iebt: Sacht lheit Iaut RA fugt duct Caast gricht so foh fi ich st, 00 Ei Mii u det die r die 9e zu ndigt esell⸗ hrei⸗ à im erste nter⸗ ö jh⸗ N Reiten diglich Mter⸗ Elase unter⸗ Echal⸗ Volh se/ in⸗ sen den dritte „aus⸗ eert⸗ Hich noclos . shiu Wh, Ausgaben. 5 Arbeit, an die Gesellschaft gefesselt werden müsse. Man sieht ferner deutlich ein, daß alle diese Theile wechselsweis einer auf dem andern be— ruhen. Je wachsamer und sorgfältiger die erste ihre Aufsicht führt, desto mehr hängt die Arbeit zusammen, dests ordentlicher wird sie verrichtet, und desto ergiebiger fällt sie aus. Man sieht deßgleichen, je mehr Mittel die zweyte Classe zur Arbeit hat, und je mehr sie dazu ihre Kräfte anspannt, desto reichlicher wird der Unterhalt; desto mehr beruhigt Ueberfluß die Gesellschaft wegen ungefährer Unfälle, die der läufenden Frucht⸗Erzeugung schaden könnten; und es findet dann auch die dritte Classe desto mehr Gegenstände ihrer Arbeit, ihrer Dienste, ihrer Anstalten, ihrer Zurichtung und Fabricatur. Endlich sieht man auch ein, je arbeitsamer und industriöser die dritte Classe ist, desto mehr Ge⸗ mächlichkeiten des Lebens genießen die beiden an⸗ dern, und haben also hierinnen desto nützlichere Diener. So vollkommen dieses Räderwerk in einan⸗ der greift, so erkennt man doch deutlich, woher die Bewegung komme. Die Erde ist die Quelle der Production oder Frucht-Erzeugung: sie giebt aber die Früchte nicht anders nach dem Begehren unsrer Bedürfnisse her, als mittelst der Arbeit und des Vermögens derer, von denen sie gebaut wird. Mit gutem Fug also nennen wir die Ackermanns⸗Classe die producirende oder frucht⸗zeugende. Hernach werden die Pro⸗ ducte oder Früchte von der industriösen Classe bearbeitet und für unsre Bedürfnisse zu⸗ gerichtet: aber so nöthig auch diese Classe ist, so können wir sie doch nicht producirend oder A 3 frucht⸗ 6 Erstes Capitel. frucht⸗zeugend nennen; 1) weil ihr die Industrie nicht ausschließlich eigen ist, indem auch die Acker— leute industrios zu seyn nöthig haben; und 2) weil es hierbey auf Unterscheidung des Eigen— thums am Grund und Boden von den Sachen ankömmt, und der Zustand der Werke des Fabricanten⸗ und Manufacturisten-Fleißes in neuern Zeiten die Augen der Menschen dermaaßen bethöret hat, daß darüber die Ackermanns⸗ Classe nicht nur hintangesetzt, sondern so gar unterdrücket worden— und uns deßhalb haupt— sächlich an Berichtigung der irrigen Rechnungen in diesem Stücke gelegen ist. Wir nennen sie also die sterile, nichts-zeugende oder un⸗ fruchtbare Classe, weil sie das wirklich ist. Es macht nichts aus, daß man sagen will, sie producire doch die Form: denn die Form produ⸗ ciren, heißt nichts produciren— in dem eigent— lichen Sinne, der diesem Wort hier beyzulegen ist, und in der Realität der Sache. Doch das alles wird in der Folge noch besser aus einander gesetzt werden. Hier haben wir es vor der Hand nur noch mit Unterscheidung der Classen zu thun, und unser Augenmerk zuförderst auf die Classe zu richken, die das Erfoderliche zu den Aus⸗ gaben anschafft. Lasset uns, um darauf zurücke zu kommen, in der Kürze einen Rückblick auf die Entstehung der Gesellschaft thun. Zu jener ersten Familie kömmt eine andre, welche sich neben derselben niederläßt, und die An⸗ stalten zu ihrem Unterhalt auf dem benachbarten Gebiete trifft. Die wechselseitigen Gränzen werden abgestochen, und ein Vergleich darüber geschlos⸗ sen. Eben das Gesetz der Neigung, und, was noch mehr ist, der Nothwendigkeit, welches Frieden und wechselseitigen Beystand zwischen ö den ahel Richliht Rit Rch zun maß Cheh elhaft vn deh Vulbo R f ten da stines sibst er seil seuz so sthert, fuct⸗ Rlllt Rnenth Ausgaben. 7 ireii den beiden ersten Menschen gestiftet hatte, ent⸗ 2—8 scheidet über die gleiche Verbindung zwischen den 2 beiden ersten Familien. Die eine nimmt die I Ebne, die andre nimmt die Hügel ein; jene be— hn sitzt die Felder und die Weide-Plätze, diese die ö d ö Weinberge und die Obst-Gärten. Hier bietet 8 h sich der Umsatz zum Dolmetscher der Bedürf⸗ aaßen nisse, und zum Siegel der Verbrüderung von mo selbst an. iR In der That ist es dem Besitzer eines frucht⸗ Ursprung des aurt⸗ baren Feldes viel vortheilhafter, seinem Nach⸗ Handels. Hen bar, dem Wein-Särtner, sein Getraide zum t sie Tausche für das ihm zuwachsende Lebens-Mittel un⸗ zu geben, als wenn er sein Feld, welches ihm st. reichliche Getraid-Aerndten ausgeliefert hätte, sie mit Reben bepflanzte, die ihm doch nur Trauben Du von mäßigem Werth einträgen könnten. ent⸗ Eben so würde der Winzer, der in einer vor⸗ gen theilhaften Lage arbeitet, seine Getraid⸗Aerndten das von den nämlichen Strahlen, durch die seine ndert Trauben zur Reife gedeihen, versenget sehn: Hand da er sich aber wegen der Zukunft versichert hal⸗ thun, ten darf, daß er seinen Antheil von der Aerndte Case seines Nachbars bekommen werde, so fern er gus⸗ selbst nur genug einsammlet, um ihm auch von rücke der seinigen, was er braucht, zukommen zu las⸗ f die sen; so treibt er die Arbeit, die sein Boden er⸗ fodert, mit Emsigkeit. Auf diese Weise hat die Hore, frucht⸗zeugende oder producirende Classe ganz An⸗ natürlich in Ansehung ihrer Nachbaren auch die arten Vortheile der andern Classe: denn der Ackermann RI kömmt dem Winzer dadurch zu Hülfe, daß er, chlo⸗ ohne es selbst zu wissen, den nöthigen Proviant KET für ihn anschafft. OW Hieraus folgt, daß Umsatz den Ueberfluß n unentbehrlich macht. Denn habe ich nur so viel li⸗ A 4 Getraide, — Entstehun der Völker und Staaten. 8 Erstes Capitel. Getraide, als ich selbst brauche; so kann ich nichts davon umsetzen: und habe ich nichts um— zusetzen; so muß ich Mangel an allem Uebrigen leiden. Wer nun bey so vielfoältigen Bedürf— nissen nur Eins hat, der leidet beynahe Mangel an allem. Mithin wird so gar zwischen Men⸗ schen von eintrkey Classe schon das der Ausgaben nothwendig. Aus einer gewissen Anzahl von an einander gränzenden Familien bilden sich Gesellschaften; aus einer Anzahl von Gesellschaften entstehen Staaten. Staaten sind nichts andres, als eine Menge von Familien, die durch einerley politische Ge— setze verbunden sind, die einen gemeinschaftlichen Vereinigungs-Punct haben, und im Staats-⸗ Recht unter einerley Regierung leben. Eine solche Verbindung kann durch Gewalt bewirket werden; aber sie erhält sich in der Negel nicht anders, als mit gutem Willen. Die Gesell⸗ schäft erwirbt neue politische und ökonomische Vortheile durch ihre weitere Ausdehnung— wenigstens bis dahin, wohin es die Gränzen der Natur verstatten; dieß heißt, so weit die ver— schiedentlichen Glieder eines und eben desselben Gesellschafts-Körpers einan er wechselsweise beystehn können, so weit die verschiedentlichen Stücke des Staats-Gebietes einander entweder durch ihre Producte von jederley Art, oder durch ihre Industrie, oder durch ihre Markt-Plätze den übrigen Stücken wechselseitige Hülfe zu leisten und zu erwiedern vermögen. In diesem Zustand einer großen Gesellschaft und unter der Staats⸗Form betrachten wir die Ordnung der okonomischen Regierung eines landwirthschaftlichen Volkes oder Agricultur⸗ Staates. eitted. Heleg! Rdge 0 möge U senen! lichen + rist i Gilli Staat verde Thit ur Ell dient z jütdett schen ft Metale n, du Hechlo NVoche u geget herge nicht. her ei Vielm zuf sicht den Rem wie des; Ausgaben. 6 ich Staates. In der That ist in den bebölkerten im⸗ Theilen der Welt alles Staat, entweder ver— un möge seiner eigenthümlichen Stärke, oder ver— u möge der Verhältnisse, in denen ein jedes mit l seinen Nachbaren steht, und ihrer verschiedent⸗ WMil. lichen politischen Verbindungen unter einander. Durch die vielföltig nothwendigen Verhöll⸗ Sinsührung A, nisse sind die Familien einander genähert, die Erleihträng astez ö Gesellschaften mit aander verkm pfe; und die des Handels. shn Staaten——5 worden. Diese Verhaltnisse werden mittelst häufigen Umsatzes in beständiger 20 Thätigkeit und Bewegung erhalten. Alles, was 66 zur Erleichterung des Umsatzes beytragen kann, dient zur Erleichterung der Verhältnisse, und 15 fördert den Zweck der Gesellschaft. Die Men⸗ —. schen sind unter einander einig geworden, gewisse Ene Metalle als eine gemeinsame Materie zu betrach— biket ten, durch welche diese Leichtigkeit befördert und nicht beschleuniget wird. Das Zeichen ist selbst ein l Reichthum, der der Sache werth ist und ein Ae⸗ wische quivalent derselben darstellt. . Wir wollen deßhalb die Dinge nach ihrem I1 gegenwärtigen Zustand abhandeln; nur aber stben vergesse man die eigentliche Wurzel derselben weise nicht, so wie solche in obigem Beyspiele von ei⸗ lchm ner einzelnen Familie ins Licht gesetzt ist. üvtdet Hier beruht alles auf der Ausg a be, oder duch vielmehr auf dem Aufwande; dieß heißt, Wlttze auf der Consumtion. Denn es läßt sich hier Use nu nicht zeitig genug im voraus sagen, um den herrschenden Begriff von gemünztem Geld aus Gschrß ö dem Wege zu räumen— daß wir unter der Be— en W. nennung Ausgaben oder Aufwand nicht, wie das gemeine Volk, Anwendung des Gel⸗ salur⸗ des zu Erkaufung der Dinge, sondern Anwen⸗ ates. A 3 dung 0 ser Güter vermengen werde, zumal so lange nicht die Rede von deren Ankauf, oder vom Umsatze derselben gegen Geld ist. — 2— ——p—II— 10 Erstes Capitel. V dung der genießbaren Güter selbst verstehen, die 103 von den Menschen verzehret werden, und deren 6 sie sich zu ihrer Nothdurft und zu ihrem Vergnü⸗ m. 0 gen bedienen. Zu folge dessen sind hier Auf— ln wand und Consumtion beynahe gleichbedeutende Wörter;— beynahe, sag' ich, weil es Dinge Weane giebt, die man gebraucht, ohne sie zu consu— ö sen d miren und zu zerstöhren, und deren Gebrauch Ka folglich nicht genau zu dem Worte Con su m⸗ schit tion paßt. Jedoch kann dieses Wort, in ei— te nem allgemeinern Sinne genommen, zur Bestim— Ehe⸗ mung dessen, was man unter Aus gaben oder D3h Aufwande zu verstehn hat, und zur Weg⸗ Dt räumung des herrschenden Begriffes von An⸗ Söf wendung des Geldes selbst dienen, welches zum D6 Ankaufe der genießbaren Dinge gebrauchet wird, w. del die, nach der Strenge zu reden, immer Gegen⸗ thietn stand der Ausgaben sind. Die Englischen und hgrch französischen Colonien in America, die ihr Ver⸗ hat du kehr nicht mit Gelde treiben, sind darum nicht Dl minder wohlhabend, und machen darum nicht dan geringern Aufwand auf den Genuß genießba⸗ dddi rer Güter; auch haben diese Güter darum bey ches ihnen nicht minder einen Verkaufs-Werth, schla nach welchem der Aufwand durch den Preis ge— würdert wird, den die genießbaren Güter, die sie aufgehn lassen, bey dem Umsatze gegen ge— ö V münztes Geld gelten würden. Dieser Erläute⸗ rung zu folge ist vermuthlich zu hoffen, daß man hier weder die Benennungen dieses Geldes, noch dieses Geld selbst, welches die Preise der genieß— baren Güter bezeichnet, mit dem Aufwande die— ö Der 1 Ausgaben. 11 Der Ackersmann muß nicht nur ärndten, da⸗ mit er seinen Unterhalt habe, sondern auch, da⸗ mit er der Erde wiedergeben könne, was sie er⸗ fodert, um im solgenden Jahre wieder eine ernd⸗ te ausliefern zu können, welches wir Saat nennen— und damit noch überdieß alle die Claf⸗ sen der Gesellschaft, die nicht das Feld bauen, zu leben haben. In der schon ausgebildeten Gesell— schaft stellen die Landeigner, Proprietä⸗ re oder Güt her⸗Besitzer, dieß heißt, die Eigenthümer des Feldes, den Aufsicht⸗führen⸗ den, anordnenden, oder, wenn man will, müßigen Theil vor, dessen wir oben gedacht haben. Die Bedürfnisse haben sich durch den Wetteifer, durch die Bevölkerung, durch das Nachgrübeln, u. s. w. dermaaßen gehäuft, daß dädurch die Hand⸗ thierung des Ackermannes erweitert worden, und zu großer Vollkommenheit gediehen ist. Dieser hat den Voden nach Maaßgabe der Arbeiten und Bemühungen, die er an ihn gewandt har, frucht— bar gefunden. So gar auf den Besitz des Zel⸗ Ertrag des Aerndte. Besitz, Ver⸗ oi sotrt Rech äuflichkei u. des ist ein Preis gesetzt; und das Recht, Rei wachunng ches zu bauen, wird versteigert, und dem zuge-gender Bründe. schlagen, der darauf das höchste Gebot thut(. Den Was bhier gesagt wird, setzt schlechterdings die Ver⸗ haltnisse voraus, in denen sich der Ackerbau so ziem⸗ lich in allen großen europͤischen Reichen und Lan⸗ dern, mit weniger Ausnahme, beündet. Grund und Boden sind nämlich sast allenthalben lediglich Ei⸗ genthum der mehr oder minder großen Güther⸗Be⸗ sitzer; und was man daher in Frankreich, in Groß⸗ Britannien, in Spanien, in Italien,(besonders in Sicilien,) in Dänemark, in Pohlen, in Rußland— in vielen Nrovinzen unsers Vaterlandes, z. E. in Böhmen, in Schlesien, in der Lausitz, in Mecklem⸗ burg, in Pommern, in Holstein, u. s. w. Bauern nennt, ——dͤ:ͤd 12 Erstes Capitel. Den Preis, um den das Bau-Recht am Grundstücke dem Pachter überlassen wird, nennt man Guths⸗-Rente oder grundherrliches Ein⸗ kommen. Dieses Einkommen ist in der That ein Ueberschuß von dem Ertrage, welchen das Grundstück außer dem hergiebt, was davon an Bau⸗ oder Cultur-Kosten zu Erzielung der fol— genden Aerndte aufgewandt werden muß. Die⸗ ses Einkommen ist, in den Händen des Empfän⸗ gers, dem Anscheine nach so frey, daß er damit nach Belieben gebahren kann. Jedoch werden wir so gleich sehn, daß die ganze ökonomische Maschine bloß durch Wieder-ausgeben solcher Rente in Bewegung gesetzt, bloß durch diesen Rück⸗ nennt, besteht alles, wo nicht aus loibeignen, dem Grund und Boden anklebenden(glebae adscriptis). mit der Erdscholle als Pertinenz⸗Stücke verkäufli⸗ chen Menschen, wenigsten doch aus lauter unan⸗ säßigen Leuten, die höchsten einiges Mobiliar⸗Ei⸗ genthum, welches noch dazu hin und wieder ziemlich precdr ist, haben dürfen, und die also, da sie kein eigen Feld haben, alles, was sie bauen, ent⸗ weder als Knechte für Rechnung der Proprietare, oder als Pachter eines großen oder kleinen grund⸗ herrlichen Guthes bauen. Eigenthum an Grund und Boden in Händen des Bauers ist eine Au s-⸗ nahme von der Regel, die sich nur in eini⸗ gen Ländern findet.— Das vorliegende Werk legt durchgängig die her⸗ kömmliche Regel, als das gemeinhin herrschende, zum Gruade. Dieses mubte hier vorläufig um der Leser willen erinnert werden, welche in ihren Wohn⸗ Gegenden die Ausnahme von der Regel, Ei⸗ genthum der Bauern an Grund und Boden, vor Augen zu haben gewohnt, und diese natürlichere Verfassung, eben weil sie natürlicher ist, als die fast überall hergebrachte Regel, für nothwendig an⸗ zusehn geneigt sind. U. Alld Fhalbod 45 Meusch dieß se fests Rehth ducch! ion o te l N geiff, aundg I Nat Ei Mlsch Heiter 2 Gtl uce uzu nicht diese am unt in⸗ Mt 58 0 fol Die— fän⸗ amit ᷑Iden scht cher sen ck⸗ en ). si I E V lelg Ausgaben. 8923 Rückfluß die Circulation bewirket wird, die zur Erhaltung eines Staates eben so nothwendig ist, als der Umlauf des Blutes zur Erhaltung des Menschen-Lebens. Wir werden auch noch über— dieß sehn, daß dieses Wieder-ausgeben seine festgesetzten Regeln hat, und daß, wenn diese Regeln nur im mindesten verrücket werden, da— durch die Maschine wandelbar, die Reproduc⸗ tion oder der Nachwas, gehemmt, und die Ren⸗ te verringert wird. Nach dieser kurzen Entwickelung der Be⸗Dreyerleydlus⸗ 21 2 gaben in Be⸗ griffe, von denen wir ausgehen, ist es vor der zichunn auf die Hand genug, zu sagen, daß die Ausgaben ei⸗drey Gesel⸗ ner Nation auf drey Classen beschränket sind: En, Tnchnhch Erstens nämlich, auf die Belohnung der zeuhende, die Menschen, die mit den frucht-zeugenden Ar-grundherrliche, beiten, dieß heißt, mit der jährlichen Benutzung 12u tbare der Grundstücke beschäfftiget sind, welche Grund⸗Classe. stücke) selbst den Lohn für die mit solcher Be⸗ nutzung beschäfftigten Menschen hergeben, und nicht nur alle übrigen Aufwands-Arten, die diese Benutzung jährlich erfodert, wieder ersez— zen, sondern auch noch überdieß eine Rente für die Proprietäre erzeugen, denen die Grund⸗ stücke gehören. Zweytens, auf die jährliche Anwendung des Einkommens, mittelst deren die Proprietäre dieses Einkommen dadurch genießen, daß sie dit Lebens-Mittel und Waaren, deren sie bedür⸗ fen, erkaufen, und mit solchem Erkaufen die Dienste und Arbeiten derer bezahlen, die theils mit Erzeugung dieser Schätze, welche selbst den Lohn und das Einkommen ausliefern, theils mit Zurichtung derselben beschäfftiget sind. Drit⸗ 14 Erstes Capitel. YMfald Drittens, auf den unfruchtbaren Aufwand, Iu Nl der von denen, welche mit den Diensten und Ar⸗ helden beiten beschäfftiget sind, gemacht wird, und der nicht nur keine Rente, sondern auch nicht ein⸗ mal den Lohn erzeugt, welcher den damit be— J schäfftigten Menschen gebührt. In der That ö inn kann ihr Lohn anders nicht bezahlet werden. als n von den Schätzen, welche durch die Arbeiten der Menschen von der frucht-zeugenden Classe jähr⸗ 4 lich aus dem Erdboden erzielet werden. 0 Die Handwerksleute, welche die Stoffe fa⸗ Hnne briciren, die Kaufleute, welche mit diesen Stof— di dle fen handeln, die Fuhrleute, welche dieselben von yn de einem Orte zum andern bringen, die Schnei— gthör der, welche daraus Kleidungen bereiten— ein Jufv Advocat, der eine Rechts-Sache führt, der r d 4 ů Bediente, der ihm aufwartet— alle diese Men⸗ ufti schen können nicht anders Aufwand machen, als nach Maaßgabe der Belohnung, welche ih— Dche nen von denen bezahlet wird, die ihre Dienste Id brauchen, oder ihnen ihre Arbeit abkaufen. shhn, Denn ihre Arbeiten und Dienste bringen ihnen dieß weiter nichts ein, als diesen Lohn, welcher an cb⸗ und für sich selbst ein Aufwand auf Seiten de⸗ sch rer ist, von denen er bezahlet wird. Man sehe Rainet 4 sich nur nach der Quelle dieser Bezahlung um, Mllio und spüre dem Gange des Umlaufes der Mün⸗ ö zen, die den Reichthum vorstellen, in den ver— 0 schiedentlichen Händen nach, durch welche sie g! ö gegangen sind; so wird man finden, daß sie, hus ö(diese Bezahlung,) einzig und allein aus der uId Erde komme, die allein alle die Güter, welche Ds wir brauchen, hergiebt. Diese Wahrheit, die so ganz einfach ist, 65 2 und die doch dessen ungeachtet dem menschlichen 2 — Ver⸗ —.— —— ———— Ausgaben. 15 Verstand oftmals entgängen zu seyn scheint, muß nach allen Umständen vor Augen gelegt werden, um die Evidenz derselben zu erhärten. Hiermit wären denn die dreyerley Arten von Ausgaben oder Aufwande wörtlich ausgedrückt: nunmehr lässet uns das Resultat dieses Anfan— ges von Entwickelung auf die Tabelle anwen— den, die bisher dargelegt worden ist, und de⸗ ren summarische Erläuterung den Zweck unsrer vorliegenden Arbeit ausmacht. Anf der ersten Linie() und an der Spitze des Ganzen erscheinen die dreyerley Aufwands-Arten. Zur Linken ste⸗ hen der befruchtende, zum Ackerbau gehorige Aufwand, in der Mitte der Aufwand des Guths⸗Einkommens oder der Rente, und zur Rechten endlich der unfruchtbare, zur Industrie gehöri— ge Aufwand. Man wirb in der Folge die Vertheilung dieser verschiedentlichen Ausgaben, und die Anwendung derselben sehn; man wird sehn, wie gleich der Antheil einer jeden ist; dieß heißt, wie es zugeht, wenn die Proprie— tär⸗Classe sich im Stande befinden soll, jähr⸗ lich zwey tausend Franken,(unter denen man sich meinetwegen, wenn man will, zwey tausend Millionen denken mag,) auszugeben, daß auch die frucht-zeugenbe Classe eine gleiche Summe ausgeben muß. Die Erläuterung und Erhär⸗— tung dieser Wahrheiten darf nicht zur Unzeit hier schon gegeben werden: wir gehen Schritt vor Schritt; genug, daß wir im Vorbeygehn die Aufmerksamkeit auf die Präliminar-Grund⸗ Wahr⸗ ( Man sehe die bey diesem Bande befindliche ökono⸗ mische Tabelle. 16 Erstes Capitel. Wahrheiten geheftet haben. Lasset uns wieder an die Reihe unsrer Erlöuterung der zwölf Ge⸗ genstände treten, die an der Spitze der Tabelle ö dargelegt sind. ö W. Wir haben bisher wörtlich angegeben, wor⸗ flff innen die dreyerley Aufwands Arten einer Na⸗ tion bestehen, und haben erkläret, in was für ö Messt Verhältuissen sie alle zusammen mit einer ein⸗* zigen Quelle stehen. Nunmehr lasset uns zu⸗ ö Uln sehn, was für eine Quelle das sey. h saulgth cHe sih Hith f vld get chr n I En sd, sch staffn. Wise habt Vatht Wlopt Lmus, s den Krner Lichen, Run ste! siben be Ruc r nist den salbn, Hulle auflche lauffnd Ne Juk. Zweytes m 17 10 Zweytes Capitel. He Die Quelle des Aufwandes. Wir fragen, welches die Quelle der Ausgaben Aufwand ent⸗ , oder des Aufwandes sey: der Aufwand Aufwand. M. selbst ist es, und das werden wir sehn. 5 fle Es kommen, wie bereits bemerket worden ist, ei, Menschen in eine Wüste; sie sind, so bald sie er⸗ * wachen, Bedürfnissen des Unterhältes unter— worfen, gleich einem Kinde, das aus Mutter⸗ Liebe kommt, und das vor allen Dingen zu saugen begehrt. Sie müssen zu leben haben, ehe sie thätig seyn können: und wenn sie nun thätig sind; so bietet ihnen der Erdboden einige wild gewachsene Früchte, Wurzeln, Wildpret, Fische, u. dgl. dar. Sie zehren dieses uranfäng— liche Einkommen auf, ehe sie noch im Stande sind, sich durch neue Mittel ein andres zu ver⸗ schaffen. Mit ihrer Anzahl mehren sich ihre Be— dürfnisse. Nun wird schon ein stärkerer Unter— halt erfoderlich; nun müssen Gewandtheit und Werkzeuge gebräuchet werden, den Fisch und das Wildpret, u. s. w. zu erhäschen. Ein Tripto-⸗ lemus, ein Mango-Capac belehren sie: wenn sie den Erdboden pflügen, und die Saamen— Körner von den Pflanzen, die zu ihrer Nahrung dienen, in den Schoos desselben senken; so kön⸗ nen sie dadurch die Menge und den Ertrag der⸗ selben vergroßern. Schneidende Steine, hartes, durch Feuer geschliffenes Holz, sind die Geräthe, mit denen ihre Industrie, in der Kindheit der— selben, ihrer Nothdurft und ihrer Arbeit zu Hülfe kömmt. Sie sehen den Unterhält wieder aufleben, dörren ihn, verwahren ihn zu den läufenden Bedürfnissen und zum Vorrathe für die Zukunft, und lassen keinen Augenblick ver⸗ Hehth. A. P. 1. d. B streichen Vorläufiger Aufwand der Hülfsmittel 18 Zweytes Capitel. streichen, ohne ihre nützlichen Arbeiten immer wieder von neuem anzufangen. Die Beyhülfen sind um so fruchtbarer, je m ehrere Hände dazu mitwirken, und je geübter diese mitwirkenden Hände sind. So nach geht die Consumtion der Aerndte, das ist, der Aufwand, vorher, ehe die folgende Aerndte kömmt; und von Aufwande zu Aufwande, von Aerndte zu Aerndte erweitert sich die Reproduction oder der Nachwachs, bil⸗ det sich die Gesellschaft immer mehr aus, faßt Wohl dabanui immer festern Fuß, gedeiht In⸗ dustrie zu gleicher Höhe, und tritt alles in den Schwung des Kraislaufes, welcher immer näher zu dem Gipfel seines Wohlstandes gelangt, je länger es so fortgeht, und je emsiger die Arbeit getrieben wird. Auf solche Weise ist der Aufwand eher ge— wesen, als das Einkommen, welches doch gleich— wohl allein das Ziel und der Zweck des Auf⸗ wandes ist. Die Quelle des gegenwärtigen Auf⸗ wandes ist der vorhergängige Aufwand, auf den sich allein die Möglichkeit der Arbeit gründen kann, welche immer unzertrennlich mit Aufwan— de verknüpfet ist. Aus dem Ueberschusse des Er⸗ trages der Arbeit, welcher das erste Bedürfniß überstieg, ist der erste Reichthum, dieß heißt, ein Ertrag erwachsen, der zur nächsten Consum— tion nicht unumgänglich nöthig war. Diese Schätze:sind allein vermögend, die Reproduction durch Erleichterung derjenigen Arbeit zu ver— stärken, welcher sie ihre Existenz zu verdanken haben. Ob nun gleich die Schätze aus der Erde entstehen, und unaufhörlich immer wieder von zur Benutzung neuem entstehen, und nirgend sonst her entstehn des Bodens. können; so ist doch die Erde ohne die Arbei— ten 10 ache chen H den S glech a den Va silhon Sth, Waumen mit den er sch Hunaal u bift Nben⸗V I38 Mitt h sind, sischel Ne dee E Iu voche Wd alh dahet, der Fru dig an! Dungun Nlln, z hhotgtg R Tief Mer e uche u N dur Ele g der MM Miga, reelle& en, id Quelle der Ausgaben. 19 ten der Menschen nichts weniger als ergiebig. Gleichwohl ist auch ein Mensch mit seinen natür⸗ lichen Kräften noch nicht vermögend, der Erde den Schoos zu öffnen. Vielmehr hat er sich gleich anfänglich Beyhülfe von einem schneiden— den Werkzeuge verschaffen müssen. Die Acqui— sition eines solchen Werkzeuges ist schon ein erster Schatz, ohne den ihm die Erde nichts einträgt. Wenn nun aher auch ein solcher Mensch gleich it dem Arme sein Werkzeug braucht; so kann er sich doch damit noch immer kaum den bloßen Unterhält für sich und seine Familie erarbeiten, und befindet sich dabey noch immer von allen Neben-⸗-Bedürfnissen entbloßt.— Er hat also das Mittel ausfindig gemacht, Thiere, die stär— ker sind, als er, zu Hülfe zu nehmen, daß sie sein schneidendes Werkzeug ziehen, und geschwin— der die Erde aufreißen: diese Thiere sind für ihn noch ein Schatz mehr.— Allein der Boden wird allmählich erschöpfet, und es muß ihm daher, was er an Oelen und Salzen im Schooße der Frucht-Erzeugung aufgewandt hat, bestän⸗ dig an Düngung wiedergegeben werden. Diese Düngung ist Mist in Masse, den man zu sam⸗ meln, zu pflegen, zu mischen, und aufzulösen besorgt gewesen ist;— Mergel, den man aus der Tiefe der Erde heraus gegraben hat;— Asche, Gemenge, u. dergl. abermals Schätze, welche zusammen-gehalten werden müssen.— Die Düngungs-Mittel mußten an Ort und Stelle geschafft werden; und hierzu mußte sich der Mensch eben solche Hülfsmittel, wie zum Pflügen, verschaffen. Alle diese Dinge sind reelle Schätze, die aus der Erde geschöpft wur⸗ den, indem alles aus ihr herquillt. B 2 Alle — —7 ——— 20 Zweytes Capitel. 0 l Einkommen. Alle diese Schätze sind die Frucht der be— glttl harrlichen Arbeit des Menschen, der einen Vor— dus N. rath von nöthigen Dingen sammelt. Arbeit ist Wnde also die Quelle der Schätze, und des Anwachses bin 0 der Ausgaben, mittelst deren sie erworben wor— ö aueh den sind. Diese anwachsenden Schätze haben 0 ö weiter keinen wahren Zweck und keine weitere 0 Anwendung, als daß sie sich erneuern, den Auf— 90 wand erweitern, und ihn immer fortdauernd—— machen sollen. 6 Erneuern sollen sie sich, sage ich, weil auf mn Erden alles der Vergänglichkeit unterworfen ist. ö i⸗ Deßwegen muß alles wieder ersetzet werden. ö 40 Das tägliche Bedürfniß meines Unterhältes kün— bn digt mir ein Bedürfniß der Verproviantirung, Ne Hoth dieses letztere ein Bedürfniß der Schätze, die mir ö N0 Mft Beyhülfe zu meiner Arbeit gewähren, und diese sch Schätze das Erwarten meiner Mitwirkung, dieß fhn heißt, die Belohnung meiner Arbeit an. 1 Däher das Wort Einkommen; das heißt, WM der jährliche Wieder-Eingang der zuwachsenden hricb Schätze, oder der Vorräthe, von denen der sulhe tägliche Unterhalt bestritten werden soll. Die dcjie klösterliche Portion eines Carthäusers ist sein Ein⸗ Sih kommen, so wie die Rente des größten Güther— aun Besitzers das seinige, und wie der Fiscus des Euft größten Fürsten ebenfalls das seinige ist. Harieh Es giebt unfehlbar einen Unterschied darin— fi u nen, daß der eine bloß Verzehrer ist, indem da— nnthe gegen die andern bloß Ober-Aufseher und An⸗ 6 ordner der Geschäffte sind. Hiervon wird aber imet in den folgenden Abschnitten die Rede seyn. In ANucl diesem gegenwärtigen begnügen wir uns, festzu— 11435 setzen: 1) daß hienieden Aufwand den Anfang Gebit zu allem macht; daß er die Quelle der Arbeit, berscht Arbeit die Quelle des Reichthums, Reichthum sch dur die Quelle der Ausgaben. 21 be⸗ die Quelle des Einkommens sey, welches die r⸗ Mittel zur Fortsetzung des Aufwändes hergiebt: das ist es, was wir mit diesen wenigen Worten angedeutet haben; 2) wie diese Quelle fließen, vot⸗. und wie sie geleitet werden muß, wenn sie nim⸗ ubm mer versiegen, und nimmer verschlemmet werden eittte soll. Die verschiednen Entwickelungen, die wir uf⸗ uns zum Ziele gesteckt haben, werden allmählich lernd die vollständige und gesammte Demonstration dieses letzten Satzes herbeyführen. Hier aber auf müssen die Präliminar„Grundsätze aufgestellt Hist. werden. den. Zuförderst lasset uns den ersten von diesen ün⸗ beiden Puncten vor die Hand nehmen; ich meyne ng, die nöthigen Mittel, zu verhüten, daß die Quelle nir des Aufwändes nicht versiege. Wir haben ge— ese sagt, das Einkommen bestünde in demjenigen dieß freyen, disponibeln Ueberschusse von den Gütern, die aus der Cultur entstehen, welcher nach Ab— dßt, zuge dessen, was die Cultur selbst verzehrte, den zurückbleibt. Wir haben dargethan, daß ein der solcher Ueberschuß anders nicht aus dem Boden Die erzielet werden könne, als durch Anwendung der Cil⸗ Schätze und durch Mitwirkung der Arbeit. Man ther, kann daher die Fruchtbarkeit als einen köstlichen des Stoff betrachten, zu dem die Erde den Einschlag hergiebt, dessen Gewebe die Benutzungs— Schätze rin⸗ sind, und zu dessen Verfertigung der Ackermann dg⸗ unentbehrlicher Arbeiter ist. ¶M⸗ Eigenthum an Grund und Boden ist be— nh aber kannter Maaßen die Basis aller Gesellschaft. .N Bloß hierauf gründet sich physisch die Suverä⸗ sso netät; und die Unter-Abtheilung des Staats⸗ lufng Gebietes in Privat⸗Eigenthum, worüber den verschiednen Familien die Gewähr unwiederruf— shun lich durch die Gesetze geleistet wird, ist ein noth— W B 3 wendi⸗ Eigenthum. 22 Zweytes Capitel. wendiger Ast von diesem Stamme. Wollte man auch hierwider einwenden, daß gleichwohl einige Gesellschaften in der Güter-Gemeinschaft lebten; so macht das doch nichts aus: es sind bloß Räuber, die weder Territorium, noch Vater— land haben; oder wilde Völkerschaften, die noch in dem dürftigen Zustande leben, worinnen wir die ersten, in einer Wüste angekommenen Men— schen geschildert haben. Die Spartaner, die in Gemeinschaft von den Früchten eines Territo— riums lebten, welches sie von Sklaven bauen ließen, sind, von dieser Seite betrachtet, in Griechenland nicht anders anzusehn, als wie man in einem großen Reich unsrer Zeiten eine Communität von Mönchen ansehn würde, die in ihren Kloster-Mauern einer völligen Immu⸗ nität genossen, und von dem gemeinschaftlichen Erbtheile der Abtey lebten. In diesem Sinne ge— nießt jede Familie eben so ihr Erbtheil; Aeltern und Kinder, Herrschaft und Gesinde, alles, was zur Familie gehört, theilen sich mit einander in die Früchte davon, und genießen sie gemein— schaftlich. Macht sich gleich eine Familie nicht selbst ihre General-Gesetze; so genießt sie doch des Nutzens von denen, wodurch die Gesell— schaft, zu der sie gehört, zusammen-gehalten wird. Genießt sie auch nicht eben einer voll⸗ ständigen Immunität; so erkauft sie doch mit dem, was sie zum Besten der Commun beyträgt, ihre eigne Sicherheit. Mit einem Wort, ohne Eigenthum an Grund und Boden findet keine Gesellschaft mehr Statt; ohne lacedämonisches Gebiete giebt es keine Spartaner. Das Eigenthum an Grund und Boden ist unter den drey Stücken, die wir oben angegeben haben, hleh, sihftt f ude/ ten nunmeh die Seh Non an O lül sit aus jr besi Schaz ung den N dand shtt be W nhtt, Iu sii Lothig u wit dritten Rnig Chitze fchtb. Egenth noch wit Nen⸗ ie in ito, ahen Iin yie eine die mu⸗ hen ge⸗ tern Was r in mnein⸗ licht doch lstl⸗ alten boll⸗ mit lägt, ohne keine isches t . beh, —.—————jß— Quelle der Ausgaben. 23 haben, und die unvermeidlich mit einander ver⸗ knüpfet sind, das einzige unwandelbare, das einzige, was dem Staate für alles Uebrige haf⸗ ten muß. Hieran haben wir den Einschlag: nunmehr lasset uns auf das Gewebe, ich meyne die Benutzungs⸗Schätze, kommen. Dieß ist unter den drey Stücken das wich⸗ tigste, und gleichwohl gerade dasjenige, das bisher am wenigsten in Obacht genommen wor— den ist, und dessen unverbrüchliche Immunität man am wenigsten erkannt und eingesehen hat. Da wir hier alles und jedes in seiner Simplici⸗ tät aus einander zu setzen haben; so müssen wir bestimmen, was wir unter Benutzungs⸗ Schätzen verstehen. Wir legen diese Benen⸗ nung dem Capital von vorläufigen Auslagen bey der Landwirthschaft, und von Schiff und Ge⸗ schirr bey, mittelst deren der Boden, mit Hülfe der Arbeit des Ackermannes, bearbeitet, ge— nährt, gepflegt und aufgegraben wird, und die zu seinem Unterhalts-Aufwand unumgänglich nöthig sind. Das Wesen derselben, und wie sie zu würdern sind, werden wir weiter unten im dritten Capitel umständlich erörtern. Für itzt begnügen wir uns, sie bloß anzudeuten. Diese Schätze, ohne welche der Erdboden für uns un⸗ fruchtbar ist, kleben nicht nothwendig an dem Eigenthume des Grundes und Bodens. Viel⸗ mehr erfodert die verwickelte Ordnung einer schon gebilbeten Gesellschaft, daß der Proprietär ein stehendes und disponibles Einkommen ge— nieße, und bey demselben bloß mit dem zur Er⸗ haltung des Guths erfoderlichen Aufvand, und mit der Sorge belastet sey, dem Publicum so wohl mit seiner Person, als mit einem Antheile B 4 von — 24 Zweytes Capitel. von seinem Einkommen zu dienen(D. Die ver— gänglichen Benutzungs⸗Schätze, die eine unab⸗ läßige Sorge und Aufmerksamkeit, nicht nur zu ihrer Erhältung, sondern auch zu ihrem täg— lichen und stündlichen Gebrauch erfodern, müs⸗ sen dem Landwirthe selbst gehören, der die Be— nutzung des Guths unternimmt, und den wir Pachter nennen(). Alsdann ist der Pach— ter, Wenn der Proprietär ein Amt bekleidet und dadurch im Dienste des Rudlicums,(oder des Staates, wie man es nennt,) steht; so kann er freylich sein Guth nicht selbst verwalten. Außerdem erfodert die Oronung einer schon gebildeten Gesellschaft nicht eben noth— wendig, daß er sich diesem natürlichen Beruf ent— ziehe, und sein Guth blob zu dem Ende verpachte, damit er desto ungehinderter müßig gehn könne. Denn nur der Hang zum Müßiggehn, und die Nei⸗ gung zu den Lustbarketten, die in Residenzen und andern volkreichen Städten häufig zu finden sind, verleiten so manche Güther Besitzer, die gar keinen Beruf haben, ihr Einkommen an solchen lustigen Orten zu verzehren. Wo an den Höfen ein großer. Luxus herrscht, und die Eigenthümer und Erben großer Landguther in dem Geräusche der großen Welt zu leben, d. i müßig zu gehn, gewohnt werden, da schämen sich die mehresten ihres Standes so gar, ihre Güther selbst zu verwalten, ohne daß die verwickel— te Ordnung der gebildeten Gesellschaft an sich Schuld hatte. In Frankreich kamen vor der Rebolution zu dem Hänge der Guther-Besitzer, in der Hauptstadt zu vegetiren, noch andre Ursachen, die ihnen so gar den Ausenthalt auf ihren Güthern widerlich mach—⸗ ten, und die sie selbst nicht wohl aus dem Wege zu räumen vermochten. U. ( In Deurschland nennen wir, wie bekannt, auch die minder veichen Landwirthe, die kein Eigenthum am Wirchschafto⸗Inventarium haben, welches auf sedr vielen deutschen Kammer⸗und Ritter⸗Guthern den Grundherren eigen ist,) doch noch Pachter. Nach 1 0 Huner d IMed Masss der dine Shizt hen; M der bbet nen der Ind st wil, Iommmen lht, H. Hlakh shleht! f ber T I den uz nit Rt Dut Riry dig; tͤͤc ande. 66 wo Rngs⸗ sur zu V Haung uas Di n Hach⸗ tet, lechin ugn Richt Muung llh⸗ fet⸗ Ite, ohe. Nal⸗ U siad, teigen Wfiden hhhet. Gheo VWlt , hre sckel⸗ ld 0h hsadt 0 gat mach⸗ he I „ atha 5f I Het. WO Quelle der Ausgaben. 25 ter, in der ökönomischen Ordnung, dem Eigen— Dervachter is. thümer des Grundes und Bodens gleich. Bei— B.uner seiner de schließen mit einander einen wechselseitigen Gens tten Maskopey-Vertrag über die Cultur-Producte. 4— des der eine giebt sein Feld, und 5 andre seine 208. b6: Vesti⸗ Schätze her, die allein das Feld befruchten kön⸗ nen; und so mit vergleichen sie ch mit einan⸗ der über die Artikel ihrer Gemeinschaft, in de— nen der Eigenthümer, der über seine Person und seine Zeit gern frey schalten und walten will, gegen ein gesetztes und bedungenes Ein— Der Stand kommen den Total⸗Ertrag dem Pachter über— Eiuich Luund läßt, welcher auf seine Gefahr, und auf gut des Tagelöh— Glück hin, die Zufälle, sie mögen nun gut oder hangisnon dem schlecht kommen, übernimmt. Beglückt und 5n oder in der That mächtig ist das Volk, wo der Pach— Lerh. sendern ter den Guths ⸗Besitzer höflich grüßt, seine Rech⸗ Mit⸗Eigen⸗ nung mit ihm berichtigt, und nach emrfange— Eickemmene ner Quittung sagt: für itzt, gnädiger Herr, bin ich Ihnen nichts mehr schul— dig; und nun lassen Sie ein Früh— st ück bringen, daß wir eins mit ein⸗ ander trinken. Sey es jedoch hiermit, wie es wolle; genug, so steht es um die Benuz⸗ zungs⸗Schätze, deren ausnehmende Wichtigkeit nur zu oft verkannt wird. Wenn die Benutzungs⸗Schätze durch Ver— Immunität der Benuz⸗ heerungen im Krieg, oder durch Rauberey dem zungs⸗Schatze Land⸗ Nach den Begriffen der Franzosen und Britten gelten solche Güther-Bewirthschafter nicht für eigentliche Pachter, sondern nur für Meyer oder Halb— Pachter. Im Texte gegenwärtigen Werkes liegt unter dem Namen Pachter durchgängig der fran⸗ zösische Begriff zum Grunde. U⸗ — ——.* ++— 1 ————— 7———— 2 N 26 Zweytes Capitel. Landwirthe mit Gewalt weggenommen worden sind; so mag das wohl immer für eine Cala— mität und Ungerechtigkeit angesehen worden seyn, welcher die Kriegs-Gesetze selbst, so weit es möglich ist, vorbeugen. Wenn aber diese pri— vilegirten Schätze durch gesetzliche oder herkömm— liche Mittel, zum Beyspiele durch eine Steuer— Anlage auf dergleichen Dinge, oder auf die Per— sonen, denen das Eigenthum daran zusteht, oder die damit handthieren— beräubet oder ver— mindert werden; wenn Gesetze die Bedingungs-⸗ Artikel beschränken, wodurch die Sicherheit ih— res Gebrauchs festgesetzt wird; wenn die schätz— bare Menschen⸗Classe, die sich mit dem Ge— brauche derselben beschäfftigt, verächtlich ge⸗ macht wird; wenn eine falsche Politik die Gü— ther-Besitzer abhält, bey diesen ehrwürdigen Cultur⸗„Unternehmern in der Nähe zu woh— nen(; wenn sie den reichen Staats-Bürger vom Landwirths⸗Stande vertreibt; wenn sie die Verwendung der Ausgaben des Güther⸗Be— sitzers auf unfruchtbare Dinge erzwingt, und ihn durch Mangel an reichen Pachtern, so zu sagen, nöthigt, die Benutzung seiner Lände— reyen bloßen gemeinen Bauern, die von den nöthigen Vermögens-Kräften zu Erzielung rei— cher Aerndten und stärker Renten gänzlich ent— blößet sind, preis zu geben, und die Erschaffer der National-Schätze so gar mit Verachtung anzusehn, weil man die Leute, denen ein so er— habnes und wichtiges Geschäfft anvertrauet wer⸗ (H Wie der Fall in Frankreich seit der Minister⸗Epo⸗ che des Cardinals Richelien war, der alles that, was er konnte, die Güther⸗Besitzer in die Haupt⸗ stadt zu ziehen. VU. —— vden l hullicher vie her ben sondern man d ollafte Daf 9l bed sey, Umfang harer G. Mesch, 19d hoe Hinde hurde, ö cuch auf Grand un Rcts si NIR L ltte Echitz und B Landes bon —so t Rem biet Het ber xhr M — Quelle der Ausgaben. 27 werden soll, unrecht wählt(H: so sind alle dergleichen Unordnungen, und viele andre, die wir hier aufzuzählen weder Zeit, noch Platz ha⸗ ben, lauter Eingriffe, die nicht nur geduldet, sondern so gar geschützt werden, die aber, wenn man die Folgen davon kennte und einsähe, das allerstrengste Verbot verdienen würden. Daß Ländereyen⸗Besitz, isolirt von den obi⸗ gen beiden andern Classen, in der That nichts sey, ist eine Sache, die aus dem unermeßlichen Umfange wüster, und doch von Natur frucht— barer Gegenden, wo der ärmste und näckteste Mensch, wenn er wollte, König seyn könnte, und wo er, wenn er sich plötzlich dahin versetzt befände, vor Schrecken und Mängel umkommen würde, zur Genüge am Tage liegt. Daß aber auch auf der andern Seite die Menschen ohne Grund und Boden und ohne Schätze ebenfalls nichts sind, haben so viele unglückliche Leute, die in belagerten Städten Hunger und Kummer litten, nur zu klärlich dargethan. Benutzungs⸗ Schätze hingegen sparen nicht allein am Grund und Boden, indem sie einen einzigen Morgen Landes mehr zu tragen nöthigen, als eine Strek⸗ ke von täusend Meilen ohne sie tragen würde, — so wie sie auch an den Menschen sparen, in⸗ dem vier Pferde in einer Woche mehr Acker⸗Ar⸗ beit verrichten, als vier Menschen mit viel mehr Aufwand in einem ganzen Monate verrich⸗ — ö ten ( Gehet da in wenig Worten die kurz zusammen ⸗ge⸗ faßte Geschichte des Verfalles von Frankreich, wie dieses herrliche Land durch Mibgriffe in der Staats— Wirthschaft und Staats-⸗Administration nach und nach an den Abgrund geführt ward, in den es end⸗ lich durch eine Revolution, wie sie noch nie erhöret worden ist, stürzen mußte. U. 28 Zweytes Capitel. ten würden— sondern sie können auch, in so fern sie bewegliche Güter sind, ihre wahre nutz⸗ bare Anwendung anderswo suchen, so bald ih— nen dieselbe an den Orten ihrer natürlichen Be— stimmung versaget wird. Die Einkünste Diese Eigenschaft, welche sie mit den Men⸗ muüssen vom schen gemein haben, macht denn, daß unter je— reinen Ertrage nen dreyerley Einwohner-Classen das Land und Geitihe erdor der Eigenthümer des Landes, die auf den er⸗ ben werden. sten Anblick freye Herren zu seyn scheinen, der Wahrheit nach am meisten gebunden sind. Da— her müssen auch die Lasten des Staates allesammt auf diese Classe fallen; 1) weil sie sich denselben nicht entziehen kann, und 2) weil alles, was die andern trifft, das Grundstück oder Capital selbst angreift, statt daß es nur die Früchte tref⸗ fen sollte. Doch dieser Gegenstand wird weiter unten näher erörtert werden. Jede Steuer, Eben wegen des Umstandes, daß es nicht die auf eine zalich——. Benutungs; moglich ist, den Besitzern der so unentbehrlichen Art, sie sey, Benutzungs⸗Schätze die ungebundenste Freyheit ene zur Anwendung derselben auf ein ander werben— wird, zieht ei⸗des Unternehmen zu beschneiden, ist die Immu⸗ Tndeh wehte; nität derselben desto mehr unumgänglich nö⸗ fortgehenden thig: denn zwischen herrschender Gewält und be— Suraufe ei⸗ herrschter Nothdurft kann kein Vergleich Statt ner Nation finden. So lange Gewalt empfängt, und Noth⸗ nach sich. durft zahlt, geht dem Anscheine nach alles sei— nen ordentlichen Gang. Wenn aber diese Zah— lung nicht von einer Portion desjenigen dispo— nibeln Theils von Früchten, den wir Ein kom— men nennen, herkömmt, sondern an dessen Statt von einer Parcelle der Benutzungs-Schätze des Grundstücks bloß darum erhoben wird, weil sich diese Schätze absondern und fortschaffen lassen; so ist dieß um nichts besser, als wenn man die Men⸗ Huschen AIlsete 11 D 5 H Eedeth fur den Fehl Eheath aufb u seyn u Capita 0 t 9⁰ vidd hunt 6 Hethei Halche b Htget: yn Ent 0 de W Eo de M der M den ge Hrund slben Mr di ums dautz e A Alheh fanhß Geber Zucht an der Bschaf in V sub. 0 Dũ n Nun ter s nd und den kie H, del Oa⸗ ammt ben was ital kef⸗ iter icht Hen heit ben⸗ mut no⸗ he— tatt th sti⸗ ah⸗ spo⸗ om⸗ tatt t9 ssh 15 die 16 — ————— Quelle der Ausgaben. 29 Menschen erwürgte, und das Territorium ver— wüstete: kurz, es ist ein Verfahren, welches Auflösung der Gesellschaft, und Verwandlung des Landes in eine Wüste nach sich zieht. Das Eigenthum am Grund und Boden wird dadurch für den Besitzer und für den Suverän zur Null. Folglich ist das frucht⸗zeugende Eigenthum, das Eigenthum, welches in einem Agricultur-Staat aufs unverbrüchlichste durch die Gesetze gesichert seyn muß, kein andres, ols das Eigenthum am Capital der Benutzungs-Schätze. Denn wo die— ses active bewegliche Eigenthum zerstöhret ist, da wird auch alles paßive Güther-Eigen— thum zu nichte. Mithin wird die festeste Si— cherheit des Eigenthums am Grund und Boden, welche bisher die Aufmerksamkeit der Staats— Bürger am meisten auf sich gezogen hat, für den Staat und für die Besitzer unergiebig, so bald die Benutzer nicht mit gleicher Sicherheit das Eigenthum der Schätze genießen, wodurch die Ländereyen befruchtet werden Es wird ja der wüste Zustand der Ländereyen, die zu Leh⸗ den geworden sind, so gar zum gültigen Rechts— Grunde, die Eigenthümer aus dem Besitze der— selben zu setzen. Folglich dürfen die Eigenthü⸗ mer die Sorge für die Sicherheit des Eigen— thums derer, die ihre Güther bauen, an den Benutzungs-Schätzen zu keiner Zeit und in kei— nem Fall aus den Augen lassen. Diese Schätze dem Grund und Boden zu entziehen, ist um so gefährlicher, weil es an— fangs fast eben so unmerkliche Wirkung für den Geber, als für den Empfänger thut. Das Zucht- und Arbeits-Vieh nimmt nur allmählich an der Anzahl, an der Zuzucht, und an guter Beschaffenheit ab. Alle die Schätze, die aus dem ——— ———————.———.— 4 XX D +* 30 Zweytes Capitel. dem Daseyn desselben, aus seiner Arbeit, u. s. Wö w. erwachsen, nehmen stufenweis ab, und ver⸗ Im m schwinden nach und nach: und wenn der Schade whr endlich so fühlbar wird, daß er sich nicht län⸗ Ila Or ger in Zweifel ziehen läßt; so weis man als⸗ det dann kaum, woher er rühre, und will es sich a 0 ö uch wohl selbst nicht einmal gestehn. Man m N schiebt an Statt des wirklichen Grundes erdich— Duuh ö tete Wesen unter; man verwechselt die Wirkun⸗ sudchh ö gen, und giebt sie für Ursach aus. Dann sind i u Colibat, Trägheit der Landleute, Unwissenheit Relttel in dem gehsrigen Verfahren bey der Landwirth⸗ umg dn schaft, und andre, von städtischen Speculatio— U1 a nen erdachte Wirkungen die Gespenster, wider g Hels die man hernach dieses und jenes Mittel brau— Enats⸗ chen will, welches eben so ersprießliche Wirkung uin thut, wie einstmals ein Pech-Pflaster bey ei— Vblich u nem armen Patienten that, der an einem hart— e näckigen und eingewurzelten Durchfalle starb. Dlhe K Also müssen die Benutzungs-Schätze aller uaaie Arten unverbrüchlich frey seyn, und dürfen afllt nicht angerührt werden; 1) weil sie nur eine gasetett! einzige, für sie allein gehörige Anwendung lei— m sch den, außer welcher sie zu nichts nützen; 2) itls weil sie zum Capital, und auf keine Weise zum hupten Einkommen gehoren, und weil derjenige, der doc von seinem Capital zehrt, den Tag berechnen WMathu kann, wann er damit sertig seyn wird; und uih. 3) weil sie nicht nur der schätzbarste Theil des Capitals, sondern auch zugleich derjenige Theil Hüshe davon sind, der sich am leichtesten aus Irr— rnin thume verringern läßt, ohne daß man selbst in⸗ than ne wird, was für unersetzlichen Schaden man asth sich damit thue. ey w Es ist nicht genug, daß man sich, wie vor 1407 einem Verbrechen wider die Gesellschaft, hütet, n die 3. s. het⸗ ade Wh⸗ Il sch Mu dich⸗ kun⸗ sind sheit th⸗ lio⸗ der u⸗ ng Quelle der Ausgaben. 31 die Benutzungs⸗Schätze nicht anzugreifen, son⸗ dern man muß auch noch überdieß ganz vor⸗ zugliche Sorgfalt anwenden, diese Schätze von allen Orten und Enden her in den Brenn⸗Punct der Reproduction zu ziehen, und das Seinige auf alle Weise zur Versicherung des Eigenthu— mes, der Immunität und der unversehrbaren Dauerhaftigkeit dieser Schätze beyzutragen. In⸗ sonderheit muß man dem Eigenthümer derselben die ungebundenste Freyheit ihres Gebrauchs zur eintröglichsten Cultur nach der natürlichen Ord⸗ nung der Dinge verbürgen, und muß den rei— chen Ländwirthschafts-Unternehmern die Ach— tung verschaffen, die dem Stand eines reichen Staats-Bürgers, und der freyen und preis— würdigen Anwendung seiner Schätze zukömmt. Endlich muß man auch nie die Wahrheit aus den Augen lassen, daß die Schätze solcher Staats— Bürger bloß mittelst des Absatzes und der Va⸗ luta im Verkaufe der Producte, die durch sie erzielet, und durch die sie selbst alljährlich wieder ersetzet werden, Reichthums-Eigenschaft haben, und sich bey dieser Eigenschaft anders nicht, als mittelst jenes Absatzes und jener Valuta, be— haupten können. Luft ist das erste aller Güter; und doch ist sie kein Reichthum: Wasser ist nur Reichthum an den Orten, wo man es käufen muß. Aus dieser eben so wichtigen, als einfachen Wahrheit folgt, daß es der erste Eingriff in die Benutzungs-Schätze ist, wenn man den Eigen— thümer derselben hindert, sich mit Anwendung derselben gänzlich auf Geld-Erwerb einzurich— ten, weil Geld das Maaß seiner Schätze ist und die Stelle derselben vertritt; weil es durch häu— figen Absatz der Producte erworben wird; weil der — 32 Zweytes Capitel. der Pachter damit, was er selbst erkauft, das Dienst- und das Tage-Lohn seiner Arbeits Leu— te, die Einkünfte der Grund-Herren und des Staates bezahlt, und dadurch der Circulation einen ungezwungenen, sich selbst immer gleichen und beständigen Schwung giebt. Dieß ist die Quelle aller Wohlhabenheit, und die Stütze der Bevölkerung eines Staates, indem beide zu— gleich auf reichlichem Vorrath an Producten, und auf dem höchsten möglichen Preise dieser Pro⸗ ducte beruhen. In Ländern, Auf diese beiderley Vortheile müssen alle (Schäben fehit, Absichten einer weisen Regierung gerichtet seyn. leidet das Voll Man wird immer finden, daß ein solcher wohl⸗ n 1 ehabender Zustand an und für sich die Sicherheit unter Ueber des Brodes mit sich bringe, die der Unterhalts— Pes un u Policey, welche die Engländer den Minister die Producre Hanns Pudding), und die Franzosen des Landes Hanns Mehl*n) nennen, so viel Noth und dn deolt esan Mühe zu machen scheint. Die Erde, die alle Schaätzen. zur Bestreitung der Bedürfnisse der Menschen und des Staates nöthige Schätze erzeugt, muß nicht bloß darauf beschränket werden, daß sie weiter nichts geben darf, als Brod. Die Erde, sage ich, muß durch die Schätze, die aus ihr bezogen werden, eine Kriegs⸗-Macht zu Land und zu Wasser erzeugen; sie muß allen Aufwand der Regierung und der Nation herbeyschaffen, und alle Bedür fnisse der Menschen, wären sie auch noch so verschieden, befriedigen. Run können aber die Producte der Erde ihre Reich⸗ thums⸗Eigenschaft nicht erlangen, wenn sie ih⸗ ren Verkaufs-Werth verliehren. Wer Geld hat/ ( Jack Pudding. (απ) Jean Farine V tsh 35 D. andern Drode lebt! Ech Mas man il abet f Et det h Magel Moö g lchtr A Abeit“ Resen a + H0 Mt shuft e wachen auf N dutch gen L Enkon shts R hlise u Mht muntt dut nit x digen dieser de Be falten. W dad hu⸗ 0 D.ö Aaag Rachn hih uhe d 0 0 Nucteh o Nall sthh bohl— Kheit olts⸗ nistet sen und ale uschet W daß st Erdt ud iht Land Ifrard Hafth, iren sie Mun Neich⸗ 0 si 0 Hu E 6 n Quelle der Ausgaben. 33 hat, erschrickt nicht sonderlich über die Theurung des Brodes; und wer kein Geld hat, leidet in Ländern, wo es an Schätzen fehlt, Mängel an Brode mitten im Ueberflusse. Der Mensch lebt nicht allein vom Brode, sagt die Schrift; und auf solchem Wege werden die Menschen nicht gemehrt: sie mehren sich, wenn man ihnen Arbeit und gutes Arbeits-Lohn giebt; aber nur Reichthum kann ihnen dieses geben. Es ist lächerlich, wenn man in der Verfassung ho es an der Gesellschaften immer nur die Brod-Diät vor Schatzen fehlt, Augen hat; und ungereimt ist es, Ueberfluß an d.e Bepülte. Brod anders woher zu erwarten, als von reich- rung zutück— licher Arbeit und Geschäfftigkeit der Menschen; Arbeit anders woher, als vom Reichthum; und diesen anders woher, als vom Verkaufs-Werthe der Producte. Grundverderblich ist es vollends, die Betreibung und das Verkehr der Landwirth— schaft eines Staates von Planen abhängig zu machen, die sich kaum für bettelhafte Häusler auf dem Dorfe schicken, welche isolirt leben, und durch ihre Dürftigkeit beynahe zu unvernünfti— gen Thieren geworden sind. Dadurch werden Schätze, Arbeitsamkeit, Industrie, Handel und Einkommen der Nätion, und gar bald die Nation selbst vernichtet. Also vergesse man doch nie, daß es sich eine Das wichtis⸗ weise und gedeihliche Regierung zur vornehmsten Nahrang Pflicht machen muß, vor allen Dingen die Im-sorgen hat, ist munität, den Anwachs und die beständige Fort— and Verh⸗ dauer der Benutzungs-Schätze zu gründen, und tung der mit der strengsten Aufmerksamkeit über vollstän⸗ Siase, dige und unversehrbare Freyheit der Anwendung dieser Schätze zu derjenigen Cultur, welche für die Besitzer derselben am einträglichsten ist, zu halten. M. E. P. 1. B. C Ist PWPPJ‚—‚‚‚‚‚‚“. ——.———.— —— é ö * + 74. 4 1½ + 5 . * V. ů —— ———:::7 ——— 34 Zweytes Capitel. Ist die unbedingte Immunität der Be⸗ nutzungs⸗Schätze, die dem Wesen und der Be— stimmung derselben anklebt, einmal erwiesen; so muß hiermit auch wohl die Immunität der Arbeit, dieß heißt, die Immunität des Arbeiters oder Landwirthes selbst, für erwiesen gelten. Wir werden in diesen beiden Gegenständen das wahre Mittel finden, zu verhüten, daß die Quelle des Aufwandes nicht versiege; und da— mit geschieht unsrer aufhabenden Obliegenheit Genüge. Der Benuter Die Erde ist an und für sich unbeweglich Uchie rndin und unthätig, wenigstens in Absicht auf unsre als gute An⸗ Bedürfnisse. Ihre freywillige Fruchtbarkeit be⸗ Arbeit undfe, zieht sich auf eine Ordnung der Dinge, an der ner Schatze. uns nicht anders Theil zu nehmen vergönnet ist, als mittelst unsrer Arbeit, und zwar einer vollen und anhaltenden Arbeitsamkeit. Eben diese Be— wandtniß hat es auch mit dem, was wir Be— nutzungs⸗Schätze nennen. Die abgeleitete Be— nennung derselben beweist schon, daß sie, um Schätze zu seyn, den Beytritt des Benutzers er⸗ warten. An sich selbst sind sie zerstreute Pro⸗ ducte der Natur, und werden anders nicht zu Schätzen, als wie fern sie sich in der Hand dessen befinden, der ihnen ihre Anwendung zu geben weis. Fleisch und Messer würden immer ohne Nutzen da liegen, wenn keine Hand dazu käme, die beide gebräucht. Also ist zu Erzielung der Producte der Land— wirth unumgänglich nöthig; das weis ein jeder. Was man aber nicht zu wissen scheint, ist, daß man von ihm weiter keinen Tribut, weiter kei— nen Dienst, als das Geschäfft, an das er ge— bunden ist, fodern könne, ohne die Frucht⸗-Er⸗ zeugung in ihrer Wurzel anzugreifen. In der That .8...——— W llleð deda ist) Gtu In delg und sch hag nicht gchj, lan spuch Mote W Mule Rutik M iste hic ffs gus Ma andt bs Iinm Nese I Dlt M tben der Esff Be⸗ ⸗ n; uN deerd Heltez R dad af die da⸗ Anhiit Heglich unste it be⸗ uder t ist ollen Be⸗ Be⸗ M un ers er⸗ Rro⸗ cht zu Hand Rg zu immer dazu Land⸗ edet. h daß ter k⸗ el gi⸗ 1 G⸗ der Hat 4 ——— Quelle der Ausgaben. 35 That erzeugt er durch sich selbst nichts; und alles, womit er durch seine Arbeit—(außer dem, was zu seiner eignen Consumtion nöthig ist)— das Erzeugniß vermehrt, giebt er dem Grund⸗Herrn wieder. Mithin ist es nicht nur ungerecht, Foderungen an ihn zu machen, son— dern es ist ihm auch nicht möglich, sie einzugehn, und noch obendrein für euch selbst grundverderb— lich, sie von ihm zu erlangen. Dieser letzte Punct scheint dem gleich vor— hergehenden zu widersprechen. Denn wenn ihm nicht möglich ist, dergleichen Foderungen einzu— gehn; so werdet ihr sie von ihm sicherlich nicht erlangen. Aber eben die Vereinbarung wider— sprechender Dinge richtet in allen Stücken, im Moralischen und im Physischen, alles zu Grunde. Der Macht ist es freylich nicht unmöglich, die Quelle des Aufwandes umzukehren und ihren natürlichen Lauf zu dämmen, wenn sie der Werk— statt den nimmt, der sie besetzt halten soll. So ist es auch dem unverständigen Guths⸗Besitzer nicht unmöglich, dem Landwirthe die Hand zu fesseln, so lange die natürliche Scheu vor der Auswanderung aus dem Vaterlande noch einige Macht über ihn hat— und an seiner Statt eine andre Benutzungs-Anstalt einzuführen, die auf Erschöpfung und Ausmergelung des Bodens binnen sechs Jahren hinaus läuft: man sieht dieses nur zu häufig, und man kennt nur die Ursache davon zu wenig. Am Ende aber ge— längt man zum völligen Untergang, und zur platten Unmöglichkeit, sich wieder aufzuhelfen. Man muß also verderben, oder muß wieder zu eben den Arbeiten und eben den Leiden mit eben der Dürftigkeit umkehren, welche die ersten Stifter der Cultur aushalten mußten, bevor sie C2 jenes V V. „ * *9 1 + % * IPIA 1½/ ö WIXAV V V 1 WX. * * 7 . XII +4 XI 3 2 4 W 7 44 158 EI 47 17 X. —.———— 36 Zweytes Capitel. jenes unentbehrliche, schwer-wiegende Capital von Auslagen zusammen-gebracht hatten, von dem wir so gleich mehr sagen werden, und aus dem jene unermeßliche Ausbreitung von Gütern erwächst, die alle Aeste und Zweige der In— dustrie, durch diese aber die Menge unster reellen und selbst⸗gemachten Bedürfnisse, und jene ganze wunderbare Kette versorgt, von der heut zu Tage die Gesellschaft ausgesteuert wird, die wir ge— nießen, ohne den Werth und die Quelle der— selben zu kennen, und von der wir vermuthlich meynen, sie habe sich selbst gemacht. Was ich bisher gesagt habe, ist hinlänglich, zu beweisen, daß es für euch selbst grundver— derblich sey, vom Landwirthe zu erlangen, was er nicht geben kann; aber ich will auf einen Augenblick annehmen, daß er es könne. Gesetzt also, er behält einen beträchtlichen Theil von seinem Profit für sich, den er dem Grund-Herrn verschweigt, und den ihr folglich nirgend anders suchen könnet, als wo er steckt. Ach! dieses Gewebe von Meynungen, die sich auf Irrthum und Mißtrauen gründen,(eine wahre Strafe, die sich von der Strafe der Zerstreuung der Sprachen herschreibt,) rührt bloß her von der Unwissenheit, und von der Scheidewand, welche das Sitten-Verderben der Gesellschaft und der stolze Müßiggang zwischen den Pflege-Vätern und ihren Zöglingen aufgeführt haben. Aber gesetzt auch, die Sache wäre wahr; was machen denn die Landwirthe mit ihrem Profit? Worin— nen besteht denn die Anwendung davon, die sich ihren Wünschen darbietet, und die ihnen zur Hand ist? Was können sie denn endlich auch zusammen⸗bringen?— Weiter nichts, als eben die Benutzungs⸗Schätze, die, wie wir so eben er⸗ wiesen habt/ hftg fonnte N Nitd; nachn ale ahern Moi Unt⸗ wohl hen; iet seme Rati hu Hi bed zu miß ser é schied tal ooh 8 M llleg ganze DR ́q,. der⸗ hhlich lich, ber⸗ vas Hn bon ern ders Wꝛses thun trofe, Rdet der ö elche ö der iterñ Wer achen orin⸗ sich ufur Huch h Al⸗ sen —7 Quelle der Ausgaben. 37 wiesen haben, so nöthig, so ergiebig und uner— meßlich sind. Wer von uns kann ihnen den Gränz⸗Punct vorschreiben, über den hinaus dieser Vorrath überflüßig, und bloß lästig wer⸗ den würde? Sie haben in diesem Stücke weiter keine Herren und Meister, als die Erde und ihre eigne Erfahrung. Noch ist es mit der Erde bey weitem nicht so hoch gekommen, daß sie alle die Schätze, welche sie der Arbeitsamkeit, und zwar der größten Arbeitsamkeit vorbehält, bereits entfaltet hätte. Auch hat Erfahrung noch nie den ganzen Umfang des Vermsgens, der Fähig— keiten und der geschwind wirksamen Freyheit ge⸗ habt, von dem sie bey ihren Versuchen wahr⸗ haftig belehret, und richtig geleitet werden könnte. Mit einem Worte, wenn der Pachter reich wird; so bessert er durch den Aufwand, den er machen kann, das Grundstück, um daraus einen stärkern Ertrag zu ziehen, und schreitet von einem geringern Unternehmen zu einem größern. Nächstdem kann ein reicher Pachter aus seinem Unternehmen mehr Rutzen ziehen, als ein minder wohlhabender thun könnte; und dieß, ohne sei— nen Reichthum auf Kosten der Rente des Pro⸗ prietärs zu vermehren. Vielmehr gereicht die— sem alles zum Gewinn, in wie fern die Ameli— oration des Guths eine Folge davon ist, und ihm dadurch gar bald ein stärkeres Einkommen zuwächst. Der Vortheil des Guths-Besitzers bringt den Vortheil des Staates mit sich; und beide handein ihrem eignen theuersten Interesse zuwider, wenn sie dem Pachter seinen Gewinn mißgonnen, oder ihm denselben entziehen. Die— ser Grund gilt für jeden Landwirth ohne Unter— schied, er mag nun selbst Cultur-Unternehmer, C 3 oder I ö xů 42 A N 40 40 4 —————— 38 Zweytes Capitel. oder auch nur bloßer Arbeitsmann bey der Wirth⸗ schaft seyn. ö Also ist es grundschödlich, dem Landwirthe seinen Ueberfluß zu beneiden, und onders irgend eine Anfoderung an ihn zu machen, als durch den Vertrag mit dem Güther⸗Besitzer. Aber noch viel nachtheilicher ist es vermöge der Leichtig— keit seines Abtrittes aus der irthschaft, wenn sich die Benutzungs⸗Schätze haben aus dem Lande gar entfernen, sich der Cultur entziehen, aus dem Territorium flüchten, und der Nation so gar entkommen können. Am allerleichtesten wird es dem erfinderischen und mißvergnügten Manne, dieses zu thun. Die Vorsehung hat den Menschen so ge— schaffen, daß er aus Neigung ein Vagabunde, und nur aus Noth stätig ist; jedoch hat uns diese wohlthätige Mutter keine Nothwendigkeit auferleget, die nicht ihre Annehmlichkeit bey sich führte. Der Mensch gewinnt das Grundstück lieb, das er gebaut hat, und kömmt, gleich dem Hirsch, immer wieder zu seinem gewohnten Stan— de, so lange er nicht mit zu vieler Hitze verjaget wird. Dieß ist für den aufgeklärten Menschen, der gern über seine eigne Empfindung nachdenken mag, der Grund von dem dulcis amor patriae, und für den gemeinen Mann die Ursache vom Heimweh. So bald aber dieses natürliche Band,— welches, gleich der Sehne, um so weniger wieder zusammengeheftet werden kann, je schwerer es sich zerreißen läßt,— einmal zer⸗ rissen ist, hat der Mensch tausenderley Mittel, sich zu nähren, und tausenderley Quellen, sich zu beschäfftigen, die ihn dann an die Gegenden, wohin er seine Zuflucht genommen hat, fesseln, und es ihm leichter machen, seinem Vaterlande, welches uchs haben abad Moch ihn et fol Imn. Nulo Hehn schen dos Ionmen V Michü lunge nd B. Pg Mahe uhs *0l sst E Vef sand nn fumn hiln 1 6 berk I 1 voh leit! habet den II h· W urch We tiz⸗ venn dem chen, ation lsten eht ge⸗ de, ins keit ruck łö⁸m u⸗ Ht schoh, ö aken tliae, vom lliche m so fann/ Wr⸗ httel, sch nden fisth Hoe Vhes 5 2252—— Quelle der Ausgaben. 39 welches ihm bloß das Bild der Widerwärtig⸗ keiten, die ihn zu Verlassung desselben gezwungen haben, darbietet, zu entsagen. Er hat noch überdieß die Lockspeise der Hoffnung, und den Abscheu der Verzweiflung vor sich: diese stößt ihn zurück, und jene zieht ihn an sich; also eilt er fort— und kömmt vielleicht auf dem Weg um. Leider! kömmt er um; und nur diesen Verlust haben wir Ursach ernstlich zu Herzen zu nehmen, nicht nur als Brüder und als Men⸗ schen, sondern überhaupt als Wesen, die des Beyständes von ihres Gleichen nicht entbehren können. Und wem kann übrigens unbekannt seyn, daß zum durchgängigen Wohlstande die Mithülfe der Menschen unentbehrlich ist? So lange demnach ein Staat durch seinen Grund und Boden an Reichthume noch zunehmen kann, so lange hat er auch nöthig, daß sich die Volks⸗ Menge zum Land⸗Bau und zur Consumtion mehre, die zusammen den concentrischen Krais der Wohlhabenheit und Macht bilden. Mithin ist Entvölkerung das untrüglichste Zeichen des Verfalles einer Nation: und wenn man den Zu⸗ stand der Bevölkerung eines Landes in verschied⸗ nen Jahrhunderten gegen einander hält; so kann man darnach ein Urtheil über den ver— hältnißmäßigen Stand seiner Abnahme oder sei— nes Gedeihens in den verschiednen Zeiten, und über die Einsicht oder Untüchtigkeit seiner Regie⸗ rung fällen. Wir müssen jedoch die Auswanderung der Landleute nicht bloß in der völligen Trennung vom Vaterland, in der gewaltsamen Abtrünnig⸗ keit von allen National⸗Verbindungen vor Augen haben. Nein, so bald man in einem Staate den Schätzen eines namhaften Standes eine 5 55 15 Soegen —. Seel gen 40 Zweytes Capitel. Gelegenheit darbietet, wo sie auf eine nicht so mühselige Art angelegt werden, und dem An— scheine nach gleichwohl eben so einträglich seyn konnen; so bald läßt der Mensch den Landbau schwinden, drängt sich zu jenem andern Ge— schäfft, und nimmt seine ganze kleine Habselig— keit dazu mit.— Doch diese Gegenstände, die so vielerley ruinöse Aeste und Zweige darbieten, welche in baufälligen Gesellschaften eingeführt, und so gar geschützt werden, würden uns zu weit von unserm Zweck abführen. Wir begnügen uns demnach, hier in der Kürze bewiesen zu haben, daß man, um die Quelle des Aufwandes in gehörigem Stande zu erhalten, vor allen Dingen die Sicherheit und Immunität der Benutzungs-Schätze dauerhaft und unverletzlich gründen müsse. Dieß ist eine unumgänglich⸗ nöthige Präliminar⸗Bedingung. Aber es giebt noch einen andern, zur Unterhal— tung der Aufwands-Quelle eben so wesentlichen Punct. Dieser besteht darinnen, daß auch die Verschlemmung derselben verhütet werden muß. Durch Absatz Das kann uns nunmehr zum Beweise die— wirh ter esnen, daß der Aufwand selbst Quelle des Auf⸗ Nöthige ver⸗ wandes sey. Ich muß hierbey wiederum den Meihtbn oben angenommenen Fall der isolirten Familien vermehret, die hervorsuchen, dessen ich mich im vorhergehenden Frucht⸗Erdeu⸗ Capitel zur vorläufigen Erläuterung bedienet gung und der ö Aufwand be⸗ habe. Wir nehmen nunmehr drey Familien an, Sepitterung von denen die eine die Felder, die andre die verstäͤrket. Wiesen und Weiden, die dritte aber die Kohl— und Obst⸗Gärten besitzt. Hält sich eine jede an ihre eignen Producte; so verzehrt die eine bloß Getraide, die andre nur Milch-Speisen, und die dritte nichts als Garten⸗Früchte: und dabey leiden sie alle drey Mangel beynah an allem, t so M⸗ Whn bor 1 60 bslh de, di bieten, füyrt, ns in er Hdie de zu und khaft eine ung. thal⸗ lchen ch die muß. st dit 5uf⸗ i den millen henden dienet in an, e die Kohl⸗ jedi die eine plseh te! M An glem, — 5———9———ßtß—ß7— Quelle der Ausgaben. 41 allem, was zum frohen Lebens-Genusse nöthig ist. Was noch mehr sagen will, ihre Arbeit kann nicht einmal anders ergiebig seyn, als durch wechselseitigen Beystand. Die Felder be⸗ dürfen des Dunges vom Vieh, und der Arbeit des Viehes selbst zum Feld-Bau. Das Vieh hat den Winter hindurch dürres Futter von— nöthen, welches ihm der Feld-Bau allein ver— schaffen kann. Der Wein-Bauer muß, wann er mit seinen Geschäfften fertig ist, seinen Lebens— Unterhalt in dem Aerndt-Antheile finden, der ihm für die Beyhülfe, welche er bey der Aerndte geleistet hat, zum Lohne dient, ohne welchen es ihm, zur Zeit der Ausgaben bey der Lese auf seinem Weinberg, an allen Mitteln fehlen wür⸗ de: und wollte er die Consumtion seines Weines bloß auf sich und die Seinigen einschrönken; so würde er Mangel an Brod, an Fleisch, an Milchwerk, an Kleidern, u. s. w. leiden. Hier⸗ aus ergiebt sich Nothwendigkeit wechselseitiger Aushülfe, Nothwendigkeit der Güter-Mit— theilung. Hierbey lasset uns einen Augenblick stehn bleiben, und zusehn, ob nicht Aufwand hier zur Quelle des Aufwandes werde. Wenn der Acker⸗ mann weder Milchwerk, noch Wein und Garten— Früchte; wenn der Vieh-Hirte weder Getraide, noch ein Getränk, als Wasser, verzehren; wenn der Winzer kein Brod, kein Fleisch und keinen Käse ißt: so hat keiner von allen diesen drey Proprietären einen Nutzen davon, seinem Grund⸗ stück einen stärkern Ertrag seines Nahrungs⸗— Mittels abzunöthigen, als er selbst zu eigner Consumtion braucht. Denn was könnte er da⸗ mit machen? Er würde seine Kosten und seine Mühe weggeworfen haben. Da ihm nun gleich— C 5 wohl ———————.'—— 42 Zweytes Capitel. wohl sein Ueberfluß zu dem, was er weiter be— darf, behülflich sehn, und seinem Genuß eine größere Ausdehnung verschaffen soll; so muß nothwendig der Aufwand, dieß heißt, der Ge— nuß selbst die Erzeugung dieses Ueberflusses, der fast immer wahre Nothdurft ist, befördern. Wer Hühner aufzieht und Capaunen mästet, ver⸗ zehrt insgemein davon am wenigsten. Also ist ihm daran gelegen, daß er etwas an seinen Nachbar zu verkaufen habe; das weis ein jeder: aber warum liegt ihm daran, daß er an ihn verkaufen könne? Bloß darum, weil er gern im Stände seyn will, zu kaufen. Wolltet ihr nur verkaufen, und nicht einkaufen; so würdet ihr bey euch und bey ihm die Aufwands-Ouelle stopfen: denn so bald er keinen Aufwand mehr machen will, wird er euch nichts abkaufen; und so bald ihr nichts an ihn mehr verkaufet, wer⸗ det ihr mit eurem Ueberflusse nichts machen kön⸗ nen: so mit wird denn die Aufwands-Quelle durchaus versiegen, und Dürftigkeit einreißen. In der ökonomischen Natur führt uns alles mit Gewalt zu der unbedingten Güter-Gemein— schaft mit denen zurück, die uns am Klima, an Meynungen, am Geschmack, an Planen, an Vorurtheilen, und so gar an Sympathie ganz fremd sind. Die ganze ökonomische und belebende Thä— tigkeit, der ganze phyfische Knoten der Gesell— schaft beruht auf einem einzigen Punct, auf Verwandlung des Ueberflüßigen in Nothdurft. Dieß ist der Haupt-Knoten der Gesellschaft; dieß ist der Innhalt des so häufig gebrauchten und so wenig bestimmten Wortes Handels⸗Verkehr: es ist nicht bloß Wir⸗ Hun ruh Miet usches (v. S del aus, derwät daberhi ynd l der M veugul wandes h Wuschde Polt b uis M Dut Iqht, Cigag e 9u Inter und und d liche Das ASksdde shlich Rub Hr ils seine 5E gusch min⸗ X „ an gaz Hi⸗ esel⸗ auf in Ruoten ded mil lß Mi⸗ Quelle der Ausgaben. 43 Wirkung, sondern auch Grund und Ursache jeder menschlichen Handlung. Peters Ueberfluß an Weine wird mittelst Aufwand iß Umsatzes zu seiner Nothdurft an Getraide, u. Ausvond, und s. w. Solcher Umsatz macht eigentlich den Han- durch Aufwand del aus, dessen Wesen und Eigenheiten wir an— wird Reich⸗ ——— thum erschaf⸗ derwärts zu entwickeln gedenken. Da wir es sen und dauer⸗ aber hier mit der Quelle des Aufwandes zu thun, baft erhalten. und nunmehr erwiesen haben, daß diese Quelle der Auftoand selbst sey, welcher die Frucht⸗Er— zeugung belebt, die zu Bestreitung neuen Auf⸗ wandes bestimmet ist; so ist schlechterdings nö⸗ thig, daß wir bey Darstellung der Mittel, die Verschlemmung dieser Quelle zu verhüten, ein Wort von dem sagen, was zur Erleichterung ihres Ausflusses dient. Durch Umsatz, alias Handels-Verkehr ge— nannt, werden der Aufwand und die Frucht⸗ Erzeugung für die wechselseitigen Bedürfnisse herbeygeschafft. Handels⸗Leute sind die mühseli⸗ gen Arbeiter, die gegen ein Lohn, das ihnen ihren Unterhalt gewährt, und mit dem sich Verkäufer und Käufer die Abmüßigung von ihrem Geschäfft,‚ und den Zeit-Verlust ersparen, jenes unaufhör⸗ liche Zusammen-bringen übernommen haben. Das Interesse dieser Leute, und zugleich durch Rückprall das Interesse der ganzen Gesellschaft erfodert, daß ihr Geschäffte durch alle Mittel erleichtert und befördert werde. Das nutzbar— ste von diesen Mitteln, welches auch eben seiner Nutzbarkeit wegen mit dem allgemeinsten Ueber⸗ einkommen begünstiget worden, ist die Auswahl eines gemeinsamen Materials, welches wegen seiner gemeßnen Seltenheit, und wegen andrer zur Erleichterung des Umsatzes förderlichen Ei— genschaften mit allgemeiner Einwilligung, und mit ——— 44 Zweytes Capitel. mit einer so ziemlich einstimmigen Preis-setzung versehen worden ist. Dieses theilbare Material, welches zugleich verschiedne Metalle unter sich begreift, ist nichts andres, als was wir unter der generischen Benennung Geld verstehen. So mit ist Geld durch allgemeine Einwilli— gung, wegen der Leichtigkeit, dasselbe zu trans⸗ portiren und in Umlauf zu bringen, und ver— möge seiner erfoderlichen Valuta, zum Stell— Vertreter aller Bedürfnisse der Gesellschaft, und zum Mäkler aller Nachfragen geworden: es hat die Eigenschaft, die Bedürfnisse zu vervielfälti— gen, und folglich die Ausgaben zu vermehren; und dieß ist nichts andres, als die Quelle zu verstärken, und sie zu leiten. Ran sehe nur, wie es damit zugehe. Ich habe bloß Getraide; meine Nachbaren haben bloß Milch, Getränke und Garten⸗Früch⸗ te. Dinge, die dem Verderben unterworfen sind, kann ich anders nicht umsetzen, als in meiner Nachbarschaft; andre würden unter We⸗ ges verderben. So mit ist also mein Aufwand lediglich auf Gegenstände des ersten, unentbehr⸗ lichen und unbedingten Bedürfnisses einge— schränkt; so wie meine eigne Frucht-Erzeugung, in Absicht auf Ueberfluß, lediglich auf so viel eingeschränkt bleibt, als ich bräuche, meine Nachbaren mit ihrer Nothdurft zu versehn. Entferntere Völker, Länder und Gegenden, die fruchtbar an solchen Produeten sind, welche meiner Consumtion noch einen Zuwachs an Ge— machlichkeit, an entbehrlichen Dingen, an tau⸗ senderley Bequemlichkeiten, die das Leben voll⸗ kommener machen und der Gesellschaft einen Reiz geben, verschaffen würden,— können zwar ihre Güter so zurichten, daß sie bis zu mir ge— langen; — ttFtFtttt H wucher Lomit hebaß andte auche sich abgch Läͤnde wo t Haufel fall 1 Ht nuch d. en an u is; ů ubetet m si RMut Dolo sidet Etie nithi hedüt fogli ung: Hß a Ral Uahe ug! schsit und! die A uög erunt zung riah f Mir ch. Hil rans. Nl⸗ Stel⸗ Aund es hat falti⸗ n, zu nur, aren üch⸗ kfen Sn Ve⸗ wand theht⸗ ange⸗ jung, biel heine sehn. die elche 6t⸗ tau⸗ vol⸗ N uur 2 hen; Quelle der Ausgaben. 45 langen; sie können mir Indig, Zucker, Cacao, Räucherwerk, Caffee, u. s. w. bringen. Aber womit kann ich ihre Waaren bezahlen? Ich ha— be bloß Getraide, da indessen sie tausenderley andre Dinge haben müssen: und wenn ihnen auch an meinem Getraide genügen sollte; werden sich die Mäkler, die sich mit dieser Waaren⸗Art abgeben, und die zum Umsatze mit entfernten Ländern nöthiger sind, als zwischen Nachbaren, wo es dazu keiner großen Abmüßigung von dem laufenden Geschäffte bedarf,— werden sie sich gefallen lassen, ihren Lohn bloß an der Waare zu beziehen, und zu leben, wie die Kärrner, die nach Belieben aus der Tonne zechen, welche ih⸗ nen an Ort und Stelle zu bringen aufgetra— gen ist? Das geht nicht an. Noch viel schlim⸗ mer würde es seyn, wenn dergleichen Umsätze in verarbeiteten Dingen zu saldiren wären, in⸗ dem sie genöthigt seyn würden, zu Bezahlung ihrer Zeche auf dem Wege von ihrem Waaren⸗ Ballen zu geben. Mit einem Wort, ohne Geld findet zwischen entfernten Völkern in keinem Stücke weiter Umsatz und Communication Statt; mithin unbedingtes Versagen dessen, was wir bedürfen, und Verengerung der Consumtion, folglich auch Verminderung der Frucht⸗Erzeu⸗ gung und der Arbeiten. Der Mensch würde sich bloß auf strenge Nothdurft, und zwar einzig und allein für sich selbst einschränken: hiermit würden alle die Arbeiten, wödurch die Bevölke⸗ rung mittelst der Communication und des wech⸗ selseitigen Umsatzes der Producte, der Waaren und der Dienste erweitert wird, vernichtet seyn; die Menschen würden auf eine so geringe Anzahl, und auf einen so isolirten und so rohen Zustand herunter gesetzt seyn, daß auf dem Erdboden nut I ö .!.“.....— —5 —— — ————. ———— e-.⸗ee.:. 46 Zweytes Capitel. ů25 e bonnt nur einige unförmliche Trümmern vom menschli— t. chen Stamm übrig blieben. Also ist Entvol— nn kerung in den Staaten eine unausbleibliche Fol— Ua ge von der Stöhrung des Handels⸗Verkehrs; aachr und folglich ist jedes Verbot, das den inn⸗ n und den ausländischen Handel mit den Produc⸗ i ten eines Landes trifft, jede schwere Steuer von hehn Lebens⸗Mitteln oder Waären ein tödtlicher An— fall auf die Bevölkerung. f Geld ist in Hinsicht auf menschliches Be— wie dürfniß, seinem Wesen nach, nichts, oder doch Dosl so gut, als nichts; aber in Hinsicht auf seine id di Brauchbarkeit ist es alles. Nach gemeinschaft— fitktd licher Uebereinkunft wird damit jeder Verkauf Mlbe saldiret, und es tritt unaufhörlich durch jeden Ryne Ankauf wieder in die Circulation. Ich kann die f Lebens⸗Mittel und Waaren von Ost- und West— 6 Indien, alle nützliche oder angenehme Producte O beider Hemisphärien ohne Schwierigkeit habhaft Wuihl werden, so fern ich nur Geld habe. Geld aber H kann ich bekommen, so bald ich einen Ueberfluß dung an Producten zu verkaufen habe; und je mehr n d solchen Ueberfluß ich habe, desto mehr kann ich ug Geld bekommen. Dadurch bin ich also zum Ge⸗ wey nuß aller Arten von Gütern eingeweiht. So n⸗ mit wird mein Aufwand vergrößert, und meine Rihe Bedürfnisse werden vervielfältiget; ein Haupt— ml Sporn, den das Geld meinem Arbeits-Fleiße N gegeben hat! Lasset uns nunmehr zusehn, auf 4 was Art und Weise durch das Geld die Güther⸗ ht Benutzung erleichtert wird. hit Ich habe Menschen vonnöthen, die mir bey Nht der Cultur hülfliche Hand leisten; und diese unste Menschen bedurften meines Getraides nicht, wel— Mfol ches doch das einzige war, was ich ihnen anbie⸗ e N ten Quelle der Ausgaben. 47 ten konnte. Aus unsrer wechselseitigen Verle— genheit hilft uns Geld: dieses wird in den Hän⸗ den meiner Gehülfen zur Bürgschaft für das, was sie bedürfen und bey mir nicht finden; und auch mir verhilft es in einem kleinen körperli⸗ chen Umfange zu dem, was ich bedarf, wobey ich zugleich der Last und des Transports über⸗ hoben bin. Also ist Geld, oder jedes andre ver— glichene und leicht fortzubringende Zeichen in so fern das nothwendige Band der Gesellschaft, in wie fern es die Stelle des eigentlichen Bandes derselben, des Tausches oder Umsatzes, vertritt, und diesen erleichtert und befördert. Es ver— stärkt die Aufwands-Quelle, und macht, daß dieselbe rasch zu ihrer nöthigen Richtung, ich meyne, zu der Erzeugung hinfließt, deren Früchte die Kosten zu neuem Aufwand hergeben. Es geschieht also mit Fug und Rechte, daß Haupt⸗Mittel die Oekonomische Tabelle die Cieculation nur zur Lelgchte, ö rung und Re⸗ durch Geld betrachtet und darstellt. Drey große gulirung der Haupt⸗Erfindungen haben zu dauerhafter Grün⸗ ühnd⸗Gelthu dung der Gesellschaften, unabhängig von so vie⸗ te unter der len andern gedient, durch welche sie hinterher Gesellschaft. ausgesteuert und verzieret worden sind. Diese drey sind, erstens, die Erfindung der Buchsta⸗ ben⸗Schrift, die allein der Menschheit das Ver— mögen giebt, ihre Gesetze, ihre Verträge, ihre Annalen und ihre Entdeckungen unverfälscht auf die Nachkommenschaft zu bringen; zweytens, die Erfindung der Münze, die alle Verhältnisse zwischen den gesitteten Gesellschaften zusammen— hält; und die dritte endlich, die wir unserm Jahrhunderte zu danken haben, und von der unsre Enkel den Nutzen ärndten werden, ist ein Abkömmling von den beiden ersten, und wirkt zur Vervollkommnung beider in gleicher Maaße dadurch, 48 Zweytes Capitel. dadurch, daß sie den Zweck und Gegenstand der— selben erhoht. Es ist dieß die Erfindung der Oekonomischen Tabelle, welche in Zukunft zum allgemeinen Dolmetscher werden, und dadurch alle correlätiven Antheile oder Quoten, die mit in die General-Rechnungen der okonomischen Ordnung kommen müssen, in sich faßt und sie mit einander in Verbindung bringt. Besäße ich doch Geistes-Kräfte genug, daß ich alle die po⸗ litischen, aus diesem Studium fließenden Wahr— heiten, die mir vor den Sinnen schweben, aus— führen,— doch, was sag' ich, ausführen? — daß ich sie nur alle andeuten, und in or— dentlicher Reihe aufstellen könnte(! Die Folge des gegenwärtigen Werkes wird einige davon darstellen; je tiefer man aber die Tabelle erforscht, desto mehr wird man sich verwvundern, da, wo man vor Paradoxien in Sorgen stand, Gewiß— heiten zu finden, und die erhabenste Politik ganz einfach, untrüglich, den Vorschriften des Evan— geliums und des Sitten-Gesetzes gleichstimmig zu (7 Es hat Leute gegeben, die über den hohen Werth, welcher hier der Oekonomischen Tabelle beygelegt wird, gespöttelt, und sie für eine bloße Deelamation des Enthusiasmus zu verschreyen gesucht haben: wer sich aber im Ernste mit derselben bekannt zu machen, Geist und Herz genug hat, wird bey tieferer Unter— suchung finden, daß das ihr beygelegte Lob nichts weniger, als übertrieben sey— wird vielleicht er— staunen über die Licht-Massen, welche sie über alle die wichtigern Angelegenheiten der ganzen Menschheit ausgießt.— Denen freylich, welche die Finsterniß mehr lieben, denn das Licht, kann frey⸗ lich das Lästern so lange nicht gewehrt werden, als es noch ein Schatz in den Händen weniger Einge— weihten bleibt welches jedoch hoffentlich nicht gar lange mehr währen dürfte. U. Wfhh ha niched wund Geld eigen Holt Ind ded geht San AIch lcht⸗ m Ranf pt u Hg N f Rn auf ches vol het; des, hes W u, yn U fel erte dern Ind 60 det⸗ Rder um W die mit ischn ind si fe ich E oo⸗ Vahr⸗ „dus⸗ Ihten? or⸗ folge abon scht, wo wiß⸗ ganz Van⸗ umig u Weth, chgelegt Ration bel hachen, Unter⸗ Bnichts cht er⸗ se bet hanzen elche di un fel den, 10 El ht l Quelle der Ausgaben. 49 zu sehn, und ihr wahres, eigentliches Ziel, die Glückseligkeit des menschlichen Geschlechts, zu er⸗ reichen. Eine der nützlichsten Wirkungen dieser be— wundernswürdigen Erfindung ist, daß sie dem Gelde seine währen Eigenheiten bestimmt, seine eigentliche Bestimmung anweist. Es ist, als Ab⸗ gott der Völker, zur Quelle aller Missethaten und aller Leiden der Gesellschaften, als wirken⸗ des Wesen, die bewegende Kraft der Circulation geworden; es ist die Seele des Gesellschafts— Bandes, und der Beförderer alles Guten. Folg⸗ lich ist äußerst viel daran gelegen, daß es zu letzt-⸗gedachter Anwendung, der einzigen, die ihm zukommen kann, fest⸗gehalten werde; und man kann wohl füglich sagen, daß dieses der häuptsächlichste Zweck der ökonomischen Tabelle sey. Sie bemeistert sich desselben, klärt seinen Gang auf, und begleitet es auf seinem Wege; sie setzt alle Fußsteige desselben ins Licht; sie bringt alle diejenigen, die es auf seinem Weg auffangen, und es der Circulation, oder, wel— ches eben so viel ist, der Gesellschaft rauben wollen, an das helle Sonnen: Licht der Wahr⸗ heit; sie würdert alle Gegenstände des Aufwan⸗ des, den Aufwand selbst, und die Anwendung des Aufwandes; sie setzt, mit einem Worte, so gar Kinder in Stand, Zeter über den Räu⸗ ber, den Gierigen, den Geizhals, den Syko⸗ phanten, und den Blinden zu schreyen, die da⸗ durch zu gewinnen glauben, daß sie es auf un⸗ rechten Weg bringen. Dieß ist ihr Zweck; und sie hat ihr Amt würdig verwaltet, wenn sie ihn erreicht. Ihr zu folgen, ihre Absichten zu för⸗ dern, die Wichtigkeit derselben zu entwickeln, und die Ausdehnung derselben zusammenzu⸗ M. L. P. 1. B. D rücken 50 Zweytes Capitel. rücken, das ist unsre Pflicht.— Lasset uns weiter gehn. Gemüünztes Es dürfen also dem Gelde die Eigenheiten 4in bertrüsh n dem, was es vorstellt, nie entrissen wer⸗ barer Reich⸗ den. Dieser Wahrheit zu folge ist nichts ge⸗ Wuchiehier wisser, als daß es in der Hand dessen, der es Mittheilung hingiebt, Ueberfluß, und in der Hand, die es genießbarer empfängt, Nothdurft ist. Hierüber muß ich Dieer Gner mich deutlicher erklären. Peter bedarf der Ar— sleich⸗gilt. beit Pauls. Nun hat Peter zwar Getraide zu verkaufen; aber Paul hat kein Getraide von— nöthen. Das schadet jedoch nichts: ein andrer wird Getraide begehren, und wird es bezah— len; und das Geld, welches Peter statt dessen an Paulen bezahlt, vertritt nicht minder einen Antheil von dem Getraide, das zu seiner Con— sumtion überflüßig, und das einzige ist, was er loszuschlagen hat. Paul empfoängt seiner Seits als Nothdurft dieses Geld, welches den Wein, dessen er bedarf, vorstellt, und ihm im Umsatze denselben verschaffen wird. So bald aber Paul dieses Geld hingiebt, wird er es als Ueberfluß weggeben: denn hätte er ein dringender Bedürf— niß, als dasjenige, dem er es widmet; so wür⸗ de er es zu diesem Bedürfnisse behalten. So nach nimmt das Geld eben den Weg, den die Dinge nehmen, deren Stelle es vertritt. Wir haben bewiesen, daß Aufwand die Quelle der Frucht⸗Erzeugung, und eben hierdurch Quelle der Erneuerung des Aufwandes sey. Eben so macht Geld erstlich den Anfang, überflüßig zu wer— den, und beginnt so dann, zur Nothdurft zu gereichen, um gar bald wiederum Ueberfluß zu werden: denn es hat weiter keinen Nutzen und Werth, als so fern es zum Umsetzen eines Schatzes gegen einen andern Schatz gebrauchet wird. Hier⸗ halun rin 6 Nf inav llich die h die l Harn D d Win. Fuch ů10 9 Müy sesh Rdar Oren strebe ihnen gerem uns Rn Wir 15 det tz die ez uß ich EE Ar⸗ uide zu boh⸗ noet HBah⸗ dessen linen Con⸗ 8 er eits Hein, Ysatze Paul delfluß ürf⸗ Wur⸗ S5 die Vir e der leder nacht ber⸗ ft nu uß 6 an u chhs 0 Ht— — Quelle der Ausgaben. 51 Hieraus folgt, daß die ganze Kunst und der Stein der Weisen der bürgerlichen Gesellschaft, wie wir schon gesagt haben, auf der Verwand— lung des Ueberflusses in Nothdurft beruhe. Um— satz ist der Feuer-Herd, und Geld ist das Amal-— gama, das die Haupt-Materialien, welche im Schmelz-Tiegel der Gesellschaft im Zerfließen begriffen sind, mit einander verbindet. Je thätiger der Herd ist, desto schneller gedeiht der Stein der Weisen. Er kann aber nicht anders in Thätigkeit kommen, als durch die Nachfrage, welche die Kosten hergeben muß. So steht es um das Getriebe, durch welches unsre Quelle zu einem Mäander wird, der unaufhörlich in sich selbst zurückfließt. Nur durch Güter-Mit— theilung geht alles, es sey im Moralischen, oder im Physischen, seinen gedeihlichen Gang. Gesetzt nun, von den fünf ersten Familien, Nothwendig⸗ die sich, in dem gegebenen Beyspiele, neben Ren moih⸗ einander niederließen, hätte sich die eine Frank-barer Güter reich, die andre Deutschland, die dritte England, Deenhlsenen die vierte Spanien, die fünfte Italien genannt; Völkern zu die erste hätte Getraide, Weine, Flachs des Buwats Garne, die andre Waldungen und Mineralien, des, der die dritte Zucht-Vieh und Wolle, die Dierttp, Polks⸗ Wein⸗Berge und Seide, die fünfte Baum-Menge. Früchte, Oele, Kohl-Gärten, Fische, Gewürze und Metalle gehabt: wenn sie nun alle zusam— men mit einmal vom Ausschließungs-Teufel be⸗ sessen worden wären, und eine jede bey sich selbst gedacht hätte, die Leute da neben mir sind Fremde, sind Ausländer; unser einziges Be— streben muß seyn, daß wir ihrer entbehren, und ihnen unentbehrlich werden; so würde diese un— gereimte Absicht,(die an sich zu erreichen un— D 2 möglich, 32 Zweytes Capitel. ade möglich, und so gar gottlos ist, indem nur ö 0 Gott allein in der Natur umsonst giebt,) mit Rgac' ö einmal das Gesellschafts-Band zwischen diesen fufe verschiednen Familien aufgehoben, und vier bate Fünfthel des Ueberflusses einer jeden von ihnen verschlungen haben. Ob ich sage, Entstehung 18 hindern, oder Ueberfluß verschlingen, ist ganz n einerley: denn wenn ich meiner Nachbaren ent— 5 behre; so werden sie auch meiner entbehren—** und so mit muß der ganze Ueberschuß von mei⸗ 120 nen Vorräthen, denen ihre Nachfrage einen Preis verschaffet hätte, unterbleiben. m Es giebt ein Kaufmanns-Volk, das sich Hahb durch alle erdenkliche Mittel, so viel möglich, vaden bey dem ausschließlichen Privilegium der Kauf— flbsn + fahrerey zu behaupten sucht, und das es durch Hed ½ verschiedne kostspielige Bemühungen dahin ge— schnn +. bracht hat, daß es in Europa ganz allein eine ai Sorte von Gewürz⸗Waaren einführt, deren daan . Consumtion bey weitem geringer ist, als sie das v 4 Land, worinnen sie wachsen, natürlicher Weise ent erzeugen würde. Diese Fruchtbarkeit zu hem— il men, hat die Compagnie, die diesen Handel treibt, die Pflanze in allen Gegenden, welche mit einer einzigen benachbart sind, über die sie 2 ö vornehmlich nach Belieben gebieten kann, aus— I N. 11 rotten lassen müssen. Da sie nun, dieser grau⸗ it fe V samen und unnatürlichen Behutsamkeit unge— Wchl achtet, genöthigt ist, die sämmtliche Frucht von uft dieser Art, die sie noch wachsen zu lässen ver— danne stattet, aus dem Lande mitzunehmen, damit er nicht etwan ein Ueberrest davon anders wohin bens⸗ gelangen könne; so verbrennt sie selbst in Europa ihten den Rest ihrer Vorräthe, so bald da die Con⸗ gert h⸗ sumtion geringer wird, als sie vermuthet hatte. Verth Geräde Quelle der Ausgaben. 53 mun Gerade so, und von völlig gleichem Werth, ist nit das Verfahren einer Regierung, die an ihre n Nachbaren nur verkaufen, von ihnen aber nichts v kaufen will: sie muß die Producte bey den Nach— ihun baren ausrotten; außerdem werden diese ihrer chunz entbehren: und wenn man die Sache recht an⸗ gan fieht; so sind nicht nur unsre Präcautionen, das nent⸗„Geheimniß unsrer Manufacturen zu verheelen, U— sondern auch unsre Zoll-Rollen, unsre Tracta⸗ mei⸗ ten und unsre Kriege nichts beßres, als Schleich⸗ linen Wege zu einem solchen verderblichen Monopo— lium. Aber ich will annehmen, wir erreichten unsre Absicht; so werden uns alsdann unsre scch Nachbaren nicht viel mehr abkaufen: denn sie lich, werden arm seyn. Hernach würden wir eben⸗ auf⸗ falls nicht viel erzeugen können: oder da unsre urch Producte nothwendig einen Verkaufs-Werth ge⸗ haben müssen; würden wir selbst genöthigt seyn, sine unsre Aerndten zu verbrennen, damit sie nicht zu deren einem gar zu niedrigen Preis herunter sänken; das das erfolgt dann von selbst. Weniger Producte, Vis weniger Aufwand; so mit tritt dann in die ha⸗ Stelle des Cirkels des Wohlstandes der Cirkel Idel der Dürftigkeit. 0 Mitten in diesem Cirkel der Dürftigkeit wird Ugs⸗ 10 1ů0 der Nahrungs⸗Vorrath im Innern der Familie wand kann mit jedem Tag unsicherer. Denn da man die nicht weiter 60 zahl derer, die darnach fragen, um vier dirantels 1 Anzahl derer vir darna gen, wer die Handei. 115 Fünfthel verringert hat, und die Landwirthe, Frevheit und denen Niemand einen Wink von den Präcautionen der Absas. h der eingehalfterten Politik, welche ihnen den Le⸗ 655 bens-Unterhalt abschneidet, vorher gegeben hat, 10 ihren Benutzungs⸗Aufwand nicht pro rats verrin⸗ 7 gert haben; so haben sie mit einmal den Verkaufs⸗ 10 Werth ihrer Producte fallen sehen, haben ihre 10 8 2 Kosten 5⁴ Zweytes Capitei. Kosten nicht wieder herausziehen, ihre Auslagen nicht wieder aufbringen, die Renten nicht be— zahlen können, und so mit einen ruinösen Stoß bekommen, der ihnen nunmehr eine Lehre giebt, welche um so leichter zu befolgen steht, weil ihnen die Kräfte entgehen, es von neuem auf ein sol⸗ ches Unglück hin zu versachen. Cultur und Be⸗ völkerung nehmen auf diese Weise von Jahre zu Jahre immer mehr ab, und am Ende tritt Mängel ein. Alsdann hemmt eine Policey von der Classe jener, über die dort das Gebeth des göttlichen Versöhners gethan wurde, Vater, vergieb ihnen, denn sie wissen nicht, was sie thun, unter dem Vorwande, für den Lebens-Unterhalt zu sorgen, den Absatz; das heißt, sie schränkt das Umsetzen ein. Da— mit machen wir uns denn selbst vollends arm, und heben die Bevölkerung auf, um, wie es heißt, Mangel und Hungers-Noth zu ver⸗ hüten. Dieser Unfall, der Anfang und das Ende aller andern, die wir an ihrem Orte näher nam⸗ haft machen werden, trifft dann alles zusammen auf einmal. Nunmehr werden Schlag-Bäume, wie in Pest-Zeiten, angelegt; jede Provinz, jedes kleine Ländchen scheidet sich von seinen Nachbaren; jeder District empört sich gegen die Einkäufer; jede Städt verproviantirt sich mit Gewalt und von Amts wegen: und da der Landes⸗Cultur von denen, die ihr Ehrfurcht und Beystand schuldig waren, Gesetze vorge— schrieben und Zwang angethan werden; so er⸗ mattet sie, zehrt sich ab, geht ein, und reißt den immer weiter gehenden Verfall aller Ein⸗ wohner-Classen nach Proportion, und den Untergang der Nation mit sich hin. ö Alle Rled 900 ö Dorthe ahet d Vahe nauer: yns, jiche md 5 die be well a niseni shen il , de V nahr he Haun gt HNI Ma Pou desto: u m die C Iste Vhens such i uschwe Ahler siht, dgen baast berbln Vrodu 0 2 Ren be⸗ Gß Hh hhet in sch ud Be Jahrr titt Ry von eth des atel, licht fůr batz; Da⸗ arm, hie es vel⸗ 8 Ende t nam⸗ sammen Mlume, Itobint, stinen cen dit sch nit da der gfurcht vorge⸗ soet ud uus aber Ei Ind YN Il Quelle der Ausgaben. 55˖ Alle diese Unfölle sind eine unvermeidliche Fol— ge von dem Irrthume, daß man durch einen Vortheil in häufigem Verkaufen die Oberhand über die Nachbaren zu gewinnen sucht. Diese Wahrheit werden wir zu seiner Zeit noch ge— nauer entwickeln. Vor der Hand begnügen wir uns, aus dem Obigen folgende Schlüsse zu ziehen: 1) Völker können wohl durch Gesetze und Regierungen, durchaus aber nicht durch die Consumtionen fremd unter einander seyn— weil alle Menschen von Natur einerley Bedürf— nissen unterworfen sind. 2) Je mehr die Men⸗ schen in eine Gemeinschaft der Bedürfnisse tre⸗ ten, desto mehr erweitern sich die Bedürfnisse. 3) Je vielfacher die Bedürfnisse werden, desto mehr nehmen Aufwand, Reichthum und Be— völkerung zu. 4) Je mehr der Aufwand zu⸗ nimmt, desto häufiger wird das Einkaufen. 5) Je mehr Käufer sich einfinden, desto mehr Anlaß geben sie zur Wieder⸗-Erzeugung der Producte. 6) Je mehr Producte wir haben, desto mehr Mittel geben uns dieselben, Aufwand zu machen. Daraus ergiebt sich; wenn wir die Consumtionen ausländischer Güter, und unsre eignen Consumtionen an ausländischen Lebens-Mitteln oder Materialien, es geschehe auch, in was für einer Gattung davon es wolle, erschweren; so schneiden wir uns damit die Kehle ab, indem ein jeder, der den Verkauf stöhrt, zugleich auch den Einkauf hindert. Wer die Consumtion ausländischer Güter mit Steuern belastet, der öffnet sich die Adern, um selbst zu verbluten. Wer die Consumtion seiner eignen Producte besteuert, stößt sich selbst das S Oat ins Herz. S4. rni 36 Zweytes Capitel. ö aus Dieß sind so ziemlich die hauptsaäͤchlichsten ö nn Wege, auf welchen die Aufwands-Quelle durch ö r Verschlemmung versiegen kann. Immunität der 4000 Ausgaben, aus welcher auch Immunität des Einkaufes und des Verkaufes folgt; Immunität ö der Benutzungs⸗Schätze; endlich auch Immu⸗ N nität der Person und des Standes der Acker⸗ 00 leute() sind drey unentbehrliche Bedingungen, 0 nicht nur des Gedeihens, sondern so gar des ö O Bestehens der Gesellsthaft, und der Einkünfte des Suveräns. 08 Die Tabelle stellt uns weiter keine nament⸗ am liche Bezeichnung der Quellen vor Augen, als ö die Ausgaben-oder Aufwands ⸗Ordnung selbst sch zwischen den verschiednen Classen. Das Ein⸗ kommen ist auf derselben, wie man sieht, an die Spitze des ganzen Schwunges der Circu⸗ lation gestellt; wodurch dem Auge die Wahr⸗ heit vorgemalt wird, daß alles seinen Anfang mit Aufwande macht: und unten findet sich wiederum die nämliche Quota eines von neuem durch Aufwand erzeugten Einkommens, ohne welchen weder Reproduction des Einkommens für die Güther⸗Besitzer, noch Reproduction des Lebens-Unterhaltes für die Menschen Statt finden würde. Ehe wir aber den Beweis hier⸗ von aus der Tabelle selbst führen können, müssen wir erst den Gang der Sache völlig entwickeln. ö Das Einkommen, welches auf derselben ange— geben wird, ist nur zwey tausend französische ö Franken, unter denen man sich nach Belieben 1—h Es ist hier immer die Rede bloß von solchen Land⸗ ö wirthen und Ackerleuten, die ein fremdes, kein ö Shnen eigenthümliches Grundsücz hauen. U. schsen Eutch litttdr litit x umuniih Inm r Acken ngunger, gar des Einkünft nament⸗ eu, als 9 slbs 0 Ein⸗ ht, an Circu⸗ Vahr⸗ Mfang udet ssch on Heuem 6, ohne ommens Ohuction Etatt tis hier⸗ müssen twickeln, en ange⸗ anzoösiche Belibg 0 alud e/kil 0 —+——— äe—— Quelle der Ausgaben. 37 zwey tausend Millionen vorstellen kann— bloß um die Häufung der Ziffern, und die gar zu weite Ausdehnung der Unter⸗Abtheilungen zu vermeiden. Wir haben bisher bloß den Weg zum Ver⸗ stehn dieser Tabelle bahnen können; nunmehr wollen wir anfangen, näher in die einzelnen Theile ihrer Zusammensetzung hinein zu gehn, und wollen zuförderst von den Auslagen oder Vorschüssen zum Aufwand oder zu den Ausgaben handeln. In der Folge dieser Entwickelung werden wir uns angelegen seyn lassen, in das Gänze zu dringen, und es von allen Seiten ins Licht zu setzen. D 7 Drittes 58 Drittes Capitel. Von den Austagen zum Aufwand. Raddemichen 5s kann zwar die Rede hier noch nicht von der eigentlichen Erläuterung der Tabelle Tabelle. ö seyn, welche erst in dem Ganzen der angekündig⸗ ten zwölf Capitel vollständig entwickelt werden wird; aber ich habe sie doch dem Leser hier vor das Auge legen zu müssen geglaubt, damit ihm die Mühe ersparet würde, sich darnach umzu— sehn, wodurch nur die Aufmerksamkeit zerstreuet und vom Zweck abgezogen wird. Sie bietet hier dem Auge drey Columnen dar: X) Die Columne des aus der Production oder Frucht⸗ Erzeugung fließenden Einkommens, welches durch sein Wieder⸗-ausfließen den Arbeits⸗Leuten, oder der unfruchtbaren Classe das Leben, und dem Nachwachs, oder der frucht-zeugenden Classe den Schwung giebt; dieses macht an und für sich die ganze ökonomische Operation der Gesell—⸗ schaft aus. 2) Die Columne der produciren⸗ den oder frucht-zeugenden Classe, welche die Summen der Quoten jedes Schlages der ökono⸗ mischen Unruh an die Wände der Reproduction darstellt, und zwar bis in die äußersten Unter⸗ Abtheilungen, die hier stufenweis und auf einan⸗ der folgend erscheinen, die aber alle zusammen nur eine einjährige Vertheilung aus⸗ machen. Diese Vertheilung geschieht zuförderst im Ganzen, und geht hernach in einzelnen Unter⸗ Abtheilungen fort bis zum letzten Pfennig, ob sie wohl in der Realität noch bey weitem mehr ins Einzelne und Mannichfaltige geht; es ist aber eben so wenig möglich, als nöthig, dieser unzählbaren Mannichfaltigkeit des Einzelnen nachzugehn und sie darzustelen. Man hat bey 2 einer an Ra adi uchet d Rhah WU q— )D so gut, andern hitrdn der bll 6 s darin wieder und vachsl Hich A0 iuihte ud es uucheg au U W8 Gl vNe in fi st ts theill be Rrodu undn eu u bn Ein an das Lcu 0 tun 4 Tülh igtkösdh It werdg hur hy damlit ihn a imp rstreue Ne hiettt ) H Fruct⸗ Kurch / oder dem Casse ud füͤr Gastl⸗ dudren⸗ liche die rto⸗ Hbloliog Untet⸗ fssah ammnen us⸗ tders Untet⸗ j uaht 8 is Rdiist I 0-6 t Von den Auslagen zum Aufwand. 59 einer erdichteten Reihe stehn bleiben müssen, bey welcher diese Vertheilung einen einfachern, kür⸗ zern und leichter zu übersehenden Gang bekömmt. 3) Die Columne der unfruchtbaren Classe, welche so gut, wie die vorige, einen Theil verzehrt, den andern aber so gleich wieder ausfliesten läßt, und hierdurch in der Gesellschaft gleiche Wirkung mit der producirenden Classe zu thun scheint. Allein es ist da ein großer Unterschied, welchen man darinnen vor Augen sieht, daß die letztere alles wieder-erzeugt, und die erstere nur durch Reflexe und aus der andern Hand, bloß durch die wechselsweise Fluth und Ebbe, und durch die Geschwindigkeit, die sie der Circulation giebt, zur Reproduction nützt. Sie ist ebenfalls bis in ihre kleinsten Unter-Abtheilungen vorgestellt, und es wird ihr bis in ihre feinsten Ader-Gefäße nachgegangen. Auf solche Weise stellen wir die ganze Anatomie der Gesellschaft dar, und gehen in Gedanken dem ganzen wirksamen Gange der Circulation auf dem Fuße nach. In das Ein⸗ zelne dieses Ganges werden wir uns jedoch erst im folgenden Capitel einzulassen beginnen. Hier ist es genug, den Faden der ersten Haupt⸗-Ver⸗ theilung des Geld-Aufganges vom Einkommen zu bemerken, welches zu gleichen Theilen der producirenden und der sterilen Classe zufließt, und mittelst des wechselseitigen Verkehrs im Kau— fen und Verkaufen zwischen diesen beiden Classen, durch Wieder-Ausgaben, von einer Classe an die andre übergeht. Man muß demnach außer dem Gelde des Einkommens, das von der producirenden Classe an die Güther⸗Besitzer bezahlet worden ist, und das hier von den Güther-Besitzern wieder in die Circulation gebracht wird, auch noch die auen aren 11 6⁰ Drittes Capitel. 2 baren Schätze, die in beiden Classen mit dem 00 En Gelde, welches unter ihnen circuliren soll, ge⸗ bsem kauft werden, in Gedanken behalten. Denn llce wenn man bloß an das Geld und dessen Gang hielben dächte; würde man keine Idee von der Total⸗ dden Masse der Schätze bekommen, die auf der Tabelle solgen im Spiele begriffen sind, wo jede Wendung, die rütturg das Geld zu dieser oder jener von den beiden Etud Classen nimmt, bey derselben einen Ankauf an Solhn Lebens⸗Mitteln oder Waaren voraussetzt, wel— der gal ö cher der Summe Geldes, die dazu gebräuchet. NA wird, gleich ist. Die ganze Masse der Ankäufe dler b0l * ist auf diese Weise der ganzen Masse der Sum⸗ a Ne men gleich, welche die Circulation zwischen den Rudd in * beiden thätigen Classen hinüber und herüber nend 17½ laufen läßt; und man sieht bald ein, daß durch Ij Hege V solche Eirenlation die ganze Masse dieser Sum— Iunicht 70 men doppelt so stark wird, als die ganze Masse anl des circulirenden Geldes ist; daß folglich die Nuc ganze Masse der Ankäufe ebenfalls doppelt so hulcgd stark ist, als die ganze Masse dieses Geldes, das MN welches mittelst aller Wendungen endlich wieder gewot ů ganz von der producirenden Classe zusammen⸗ der X 4 gebracht wird, die es aufs neue den Proprie⸗ suß d + tären zur Zahlung ihrer Rente wieberbringt, da— Iutio mit die Ankäufe der neuen Producte, die von 115 d der producirenden Classe wieder aus der Erde J Et gefördert worden sind, durch die Circulation umd wieder aufs neue ihren Anfang nehmen können. WE Es ist hierbey wohl zu merken, daß es mit AUlt dieser Circulation des Geldes vom Güther⸗ bo v Einkommen eben die Bewandtniß habe, wie mit firsi der Circulation des Blutes. Alles muß unab⸗ ug läßig circuliren; der geringste Stillstand würde Sache eine schädliche Anhäufung der Säfte mit sich nick; bringen. Deßwegen darf man die hier vorge⸗, i legten ——————— ut de dl, . W Rsydy nu Fπ labuny In ln Muf o u Hnut f V Eun⸗ hen deh hübe Wuhurh Ein⸗ Na ihsc de Wl Wioch ch voe sslug⸗ Mx Wu R N Hl N. Thtn nn IR Hts nt l H⸗ nt Il n f 0 41 Von den Auslagen zum Aufwand. 61 legten Summen nicht so zusammen⸗rechnen, als ob sie in den verschiedentlichen Puncten, die uns solche vor Augen stellen, einen Ruhe⸗-Stand hielten: nein, es sind bloße Puls schläge, deren Klopfen eben so rasch, als regelmäßig er⸗ folgen muß, indem die Maschine sonst in Zer— rüttung gerathen würde; und sie ist hier im Stande der Thätigkeit und des gedeihlichsten Fortganges, im freyen— Spiele der ganzen Maschine vorgestellt. Von den Summen, die auf jede Station der beiden thätigen Classen fällen, scheinen diese nur die Hälfte wieder herauszugeben, und die andre im Vorrathe zu behalten: allein diese an⸗ scheinende Vorraths-Portion darf eben so we— nig liegen bleiben, als die andre; sie fließt bey Verrichtung der Cultur-Geschäffte selbst, und zur allmählichen Abzahlung der dente wiederum durch Canäle aus, die man unmöglich hätte dar⸗ stellen können, ohne die Tabelle so verwickelt für das Auge zu machen, daß der Leser dadurch irre geworden wäre. Hier muß also dem Gesichte der Verstand zu Hülfe kommen, und den Rück⸗ fluß dieser, dem Anscheine nach verschluckten Portion voraussetzen. Von dieser Partie geht, was die producirende Classe anlangt, die Hälfte zur Consumtion für sie selbst, ober zu Erneue⸗ rung der jährlichen Auslagen und andrer Wie⸗ der⸗Eingänge des Landwirths auf. Eben so geht es auch bey der sterilen Classe: die Hälfte, die bey derselben zu ihrer Consumtions⸗ Ausgabe für sie selbst, und zur unaufhörlichen Erneue⸗ rung des Ankaufes roher Materialien zu den Sachen, welche bey ihr fabriciret werden, zu— rücke zu bleiben scheint— diese Hölfte, sage ich, unterhält bey ihr das Capital der jährli— chen ————ß—— — AHgnuun 11 6² Drittes Capitel. ö xizt N chen Auslagen, welches immerfort zu der Men⸗ 5 Widd ge von rohen Materialien gebräuchet wird, die I Wei aus der Producten-Masse der Nation, oder d dot auch wohl der Ausländer bezogen werden; und Wi he mittelst des unaufhörlichen Ankaufens dieser Ma— RIsg terialien läßt diese nämliche Hälfte, welche zu⸗ Naut rücke behalten zu seyn scheint, eben so wenig Fehn nach, zu circuliren, und zu der producirenden——8 Classe, welche die Quelle alles Reichthums ist, 08 zurücke zu fließen. an der Dieß ist der erste Blick, den man auf die sachmn Tabelle thun muß, um sich einen summarischen Rungad Begriff davon zu machen, und zu folge dieses Winl Begriffs einem jeden von den unzählbaren Ma— Rvbhage terialien, die immer gehäufter vor das Auge ö whung treten, je weiter man in der Erläuterung fort⸗ hpögen! geht, seine Stelle anzuweisen. Die Wahrheit, Sen diese so seltne Gefehrtinn menschlicher Wissen⸗. de schaften, trägt bey dieser kunstmäßigen Darstel— Redaet lung einen so lichtvollen und fruchtbaren Cha— Wahih räkter an sich, daß sich für den, der sich ein— Tobils mal auf ihrem Wege befindet, alles in Grund— röthig sätze verwandelt. Da werden die Zahlen zu be— Nerlar seelten Gemählden; da bieten Ursachen und Wir— koduct kungen einander wechselsweise die Hand, und N. Nu legen einander eins um das andre die gleichen Mashin Eigenschaften bey; da werden die Resultate üu. D und Folgerungen zu entscheidenden Aussprüchen au dere ö und Grundsätzen. Alles ist simpel; alles ist auf— schin d fallend; alles hat in die Augen leuchtenden Vrchut Zusammenhang; alles geht in gleicher Linie; nochey alles macht Masse, und zwar eine lichtvolle wir nid Masse. Die ganze Arbeit besteht daher nicht im angege Aufsuchen der Materialien, sondern im Aus⸗ Cxculg wählen und Ordnen derselben. Dieß ist der schts l Zweck meiner gegenwärtigen Arbeit. Wir kom⸗ meu ————————————* —...——————— N E— F+—“——‚C ttt..— Von den Auslagen zum Aufwand. 63 IM Myp, men itzt zu der Entwickelung der Auslagen 1ud d des Aufwandes, einem Gegenstande, der durch⸗ , N aus wesentlich, vor allen Dingen auszumachen, rdmj eh und doch bisher gar sehr verkannt worden ist. ese. Wir haben ein Wort von der Wichtigkeit dieser Auslagen gesagt; aber wir müssen nunmehr die welche 0 ‚ 53— Natur und das Wesen derselben aus einander so waß dutitendg setzen. thuws ij Die ersten Reichthums⸗-Portionen, die wir an der Spitze der Tabelle bemerket haben, be— auf Oe zeichnen die jährlichen Auslagen zu den Benuz⸗ natischen zungen oder Ausförderungen aller Arten, und e dieses die im laufenden Jahr ausgegebene Rente vom eR Ma⸗ vorhergehenden Jahr. Ausförderung oder Be⸗ 5 Auge nutzung geht voran, ehe Verkauf der Producte j fort⸗ erfolgen kann: mithin müssen die Ausförderer hrheit, oder Benutzer selbst die jöhrlichen Kosten bestrei⸗ Vissen⸗ ten, die ihnen hernach durch den Verkauf der Dorsiel⸗ Producte wieder ersetzet werden. Mit diesem R Cha⸗ vielfältigen Verkauf haben wir das Spiel der sich en⸗ Tabelle zu beobachten angefangen. Dieses war Gtund⸗ nöthig, um zu zeigen, daß durch Aufwand das ö b Verkäufliche, und durch den Verkauf die Re⸗ uo Vr⸗ production oder der Nachwachs bewirket wer— 1 d, und de. Nunmehr haben wir die ersten Getriebe der Hlachen Naschine, die jährlichen Auslagen, zu betrach— Isultate ten. Die Quoten derselben sind auf der Tabelle Prüchen an der Spitze einer jeden von den thätigen Clas⸗ st auf⸗ sen in der Proportion bemerket, welche sie zu den * V V. htenden Producten halten sollten. Es findet sich aber uRn noch eine andre Gattung von Auslagen, von der ichtbab wir reden wollen, und die auf der Tabelle nicht angegeben ist, weil sie außer der vorgezeichneten nicht i ö ö—— u W5 Circulations- Reihe liegt, und weil es weiter nichts bedarf, um den Nutzen und die Noth— fom⸗ wen⸗ meu — ä——————— S IIIIIIII—.——————— 4565. Worinnen die 64 Drittes Capitel. wendigkeit derselben einzusehn, als daß wir den Leser mit ihr bekannt machen. Mit der Arbeit sind Ausgaben unzertrenn⸗ Auslagen zum lich verknüpfet; um aber Ausgaben machen zu Benutzungs⸗ Aufwande be⸗können, müssen Schätze da seyn, die sich ausge⸗ siehen. Dreyerley Ei⸗ genthums⸗Ar⸗ ten. ben lassen: und wenn solche Ausgaben immer fortgesetzt werden sollen; so müssen die Schätze unabläßig wieder aufleben. Sie leben auch wie⸗ der auf, entweder freywillig, oder mit Hülfe der Menschen-Arbeit. In Ländern, worinnen die Menschen sich mehren, reicht der freywillige Nachwachs der Schätze nicht hin, das Bedürf— niß der Menschen zu bestreiten: aber die Men⸗ schen können durch ihre Arbeiten auch die Schäz— ze vervielfältigen, so fern sie nur im voraus Schätze haben, von denen sie währender Erwar⸗ tung derer leben können, welche sie durch ihre Arbeiten wieder aufleben heißen. Also sind Schätze selbst die Quelle von den Schätzen, wel⸗ che durch die Arbeit der Menschen wieder auf⸗ leben. Wenn einige Menschen, entblößt von Schäß⸗ zen, in wüste Gegenden kommen und sich darin⸗ nen niederlassen; so leben sie anfänglich, wie bekannt, von den Producten, die da natürlich wild wächsen, und die ihnen zum Lebens⸗Un⸗ terhalt unentbehrlich sind: so wie sich aber diese Nenschen mehren, und diese natürlichen Pro— ducte des Landes zu Bestreitung ihrer Bedürf— nisse nicht mehr zulangen wollen, vermehren sie solche selbst durch den Anbau des Landes; und sie bringen's auch wohl dahin, daß sie allmöh⸗ lich mit den mancherley Manieren bekannt wer⸗ den, diese Producte zu nützlicherm, gemächli⸗ cherm und lieblicherm Genusse zuzurichten. Als⸗ dann widmet sich ein Theil dieser Menschen der Indu⸗ F— Von den Auslagen zum Auswand. 63 r x Industrie, da indessen die andern beym Acker⸗ bau stehn bleiben. Die letztern sind, vermöge Vum⸗ des natürlichen Rechts und eines nothwendigen man u Uebereinkommens, Besitzer und Herren der Län— ch, dereyen, die sie urbar gemacht, und immer en inne mehr anzubauen fortgefahren haben. Hieraus e Schiß entstehen denn dreyerley Eigenthums-Arten: auch wis Eigenthum des Bodens, Eigenthum der Be— hit Hüt nutzungs⸗ und Reproductions-Schätze, und Wokinnen Eigenthum des Dienst- und Arbeits-Lohns, reywillge oder der Industrie-Arbeiten. Vdü⸗ Die Menschen können sich ferner in das Ei— Mel⸗ genthum des Bodens und in das Eigenthum der Echaz⸗ Schätze zur Cultur-Benutzung theilen, und sich boraus auf beiden Seiten ihr Recht an den Nachwachs Erwar⸗ vorbehalten. Hieraus ist die Eintheilung in Ei— ch ihre genthümer des Bodens und des Einkommens, so sind oder des Theils, den der Eigenthümer vom Näch— , wel⸗ wachse bezieht, und in Pachter, als Eigenthü— N avfs mer der Auslagen oder Benutzungs-Schätze, und des Theils, den der Pachter am Nachwachs NSchiz⸗ hat, entstanden. 0 hrh⸗ Die zur Cultur des Bodens erfoderlichen ich, e Auslagen sind die Schätze, welche der Pachter Ratillich oder Landwirth zu Verrichtung der Arbeiten ber⸗ eu⸗Unn wendet, die dazu gehören, wenn die Schätze her dis zum Wieder⸗aufleben gebracht werden sollen. Reo⸗ Diese Auslagen sind von zweyerley Art; die Bdli⸗ einen jährliche, die andern aber Bestand⸗-In⸗ shrin st strumental- oder Inventarien-Auslagen. 0 05 Nunmehr, nachdem wir gesehen haben, wor— Hirii innen diese drey Eigenthums-Arten bestehen, 0 müssen wir die Auslagen betrachten, die jedes bn Eigenthum zu machen hat, wenn es zum Ge— 11 nusse mit der sichern Erwartung gelangen will, + vi daß die Quelle dieses Genusses nimmermehr ver⸗ ü m. A. p. 1. B. E siegen —————r DSDSSSDSSIiI‚IY-ieee 6⁵ Drittes Capltel. siegen werde; indem dieslbe eben sovergänglich ist, wie auf Erden alles seyn soll, und daher nur dadurch, daß sie immer wiederholet wird, dauern, und nur daduich dauern kann, daß sie reproduciret wird. Diese Reproduction beruht auf Auslagen von zweyerley Art, wovon die ei— nen Bestand-oder Instrument-Auslagen, die andern aber jährliche Auslagen sind. Bestand und Die Bestand- oder Inventariums-Ausla⸗ n. gen bey der Landwirthschaft sind das erste Reich— thums⸗Capital, welches man zusammen-ge— bracht hat, um die Arbeit in Schwung zu brin⸗ gen. Die jährlichen Auslagen bestehen in den jährlichen Arbeits⸗-Kosten, und in den Vorrä⸗ then, welche bestimmet sind, wieder zu ersetzen, was die nägende Zeit alle Jähre an dem Capital der Instrumental-Auslagen zerstöhrt. Lasset uns nun die Auslagen der drey obigen Classen, einer nach der andern, aus diesen zween Ge— sichts-Puncten untersuchen und sie umständlich aus einander setzen. Wir gehen von einem gegebenen Punct aus. Dieses ist der mögliche und natürliche Werth Frankreichs, den wir zum Beyspiele nehmen. Unter allen Einrichtungen von Gesellschaften und Staaten, die das Schicksal, seitdem wir die Welt kennen, in Verbindung mit einander ge— dracht hat, scheint nicht eine einzige bey weitem alle die Vorzüge und Vortheile des Beysammen— seyns, der Proportion, der Fruchtbarkeit, der Temperatur, der Markt-Plätze zu Vertreibung ihrer Producte, der Verbindung, kurz, aller physischen und moralischen Gaben besessen zu ha— ben, wie sie dieses Land besitzt. Nächstdem sind sein Zustand, seine Ertrags-Quellen und sein Umfang auf eine ganz ausnehmende Art in einem ilih Woher W„ VW I on bllh on diete hen, di „WMola⸗ seRech⸗ men⸗ge⸗ zu bein⸗ in den Vorrä⸗ rstten, Gobital Lasset Hassen, en Ge⸗ zäddlich aet aus, Vih Hehmen. sun und Hir die ͤdet ge⸗ Metem ammen⸗ hit, der dreibung / aller sen gu V Wahsdes EI RN eh H*....—————————— Von den Auslagen zum Aufwand. 67 einem neuern Werk entwickelt worden, das viel zu durchgängig wahr ist, als daß man es hätte hingehn lassen sollen, ohne ihm zu widerspre— chen, das man aber viel zu wenig hat der Un⸗ richtigkeit zeihen können, als daß nicht alle Be— denklichkeiten des Verfassers hätten desto tiefere Wurzel schlagen sollen, und das also auf ewig ein merkwürdiges Denkmaal der Wahrheit blei⸗ ben wird(). Auf das Verhältniß und den Ertrag, dessen Möglichkeit in diesem herrlichen Lande der Verfasser dieses Werkes erwiesen hat, wollen wir unsre Berechnungen bauen. An dem Plus oder Minus einer solchen Hypothese liegt im Grunde nicht viel: aber man findet in die⸗ sem Stücke doch immer eine Art von Befrie— digung, wenn man von einem bekannten, und als wahr eingestandenen Punct ausgehn kann. In der angenommenen Hypothese hat man ein Land vorausgesetzt, welches in seinem voll⸗ ständigen, durch die freye, völlige und rasche Thätigkeit aller Theile der ökönomischen Ma⸗ E 2 schine () Was für ein Werk bier eigentlich gemeynt sey, kann ich mit Gewißheit nicht sagen. Meiner Ver⸗ muthung nach aber ist es eins von den beiden, ent⸗ weder die Remarques sur les Avantages& Desavan- zes de la France& de la Grande-Bretagne, par rapport au Commerce& aux autres sources de la Ppuissance des Etats; traduit de'Anglois du Che- valier Nickols, à Lyon(eigentlich Leyde) 1754. 12. die bekanntlich von Dangeuil herrühren und nicht aus dem Englischen übersetzet sind; oder les Intérêts de la France mal- entendus, dans les bran- ches de P'Agriculture, de la Population, des Fi- nances, du Commerce, de la Marine& de L' Indu- strie, par un Citoyen(Namens Goudard), Amsterdam(eigentlich Paris) 1756, 3 Vol. 12. U. 2 2—— +—— u...— ————.—..——— ttteEE/ DDeeEEE.—— 4 *4 7 * —— 5 12.n—— * Oh 68 Drittes Capitel. tintnd schine belebten Ertrag ein Einkommen von zwey se tausend Millionen geben könnte. Mit dieser lao Hypothese vor Augen, muß man die Tabelle je⸗ sundn des mal betrachten. Es ist nicht möglich, daß 34 in dem gewöhnlichen Läufe der Dinge die mora⸗ 8 0 lischen Principien, die allein fähig sind, der ö 2 Landwirthschaft auf bleibende Art zu schaden, 65 nicht eine oder die andre Abänderung erleiden sollten, wodurch der Gang der Tabelle, der auf daut die natürliche Ordnung, mit Beyseite⸗setzung der sibi moralischen Unordnungen gebaut ist, auf die sich Dodl nichts Regelmäßiges und Zuberläßiges bauen kr läßt, gestöhrt wird. Deßwegen müssen wir auf auch eine unstreitige Basis fußen, um den Augen und Hulah dem Verstand eine feste Aussicht auf das Ge⸗ hinf deihen einer Nation darzubieten, die ihr Terri— 0 lb torium in gutem Werth erhalten kann,— da— hult! mit in jedwedem sinkenden Staate die Einwoh— Lun ner nicht nur nach dem Wieder-aufkommen stre⸗ rustig ben, sondern auch das Ziel und die Mittel zu ba dessen Erreichung kennen lernen, und damit sie saicn deßgleichen die Gebrechen, die den Sturz des Staates bewirken können, entdecken, und sie vn dergestalt zur Kenntniß des Publicums bringen, Vihn daß denselben abgeholfen werden kann. an Auslagen dee Von den drey obigen Eigenthums⸗-Arten buhe Güther⸗Be⸗ setzt das Eigenthum am Grund und Boden kei⸗ Iahle! nzer⸗Hlass⸗ nesweges Nothwendigkeit starker Bestand⸗, und u der noch weniger jährlicher Auslagen voraus, weil es genug ist, wenn sie einmal bekannt, und un⸗ RI ter den einzelnen Stücken der Wiedergeburt, der fuulie Vertheilung, und der immerwährenden Consum⸗ aubn tion der Schätze überall mit⸗verstanden werden; nomm und gerade deßwegen wird auch deren gar keine Lenhden Meldung in der Tabelle gethan, die im Grunde lung e bloß eine summarische Darstellung der Consum⸗ NMnen tion — 15.— ——— IRCEIEI————ů—3— Von den Auslagen zum Aufwand. 69 oon gthey tion und der Wiedergeburt der Schätze enthält, M dieser ob sie wohl die ganze Seele der tiefsinnigsten, Alh ⸗ nothwendigsten, und bisher unbekanntesten Wis⸗ Wögsj dtz senschaft in sich faßt. Wahr ist jedoch, daß sich die nom als Inventarien⸗Auslagen beym Ländereyen⸗ sind, de Eigenthume die Gebände betrachten lassen, die u schade) ein nothwendiges Pertinenz⸗Stück des tragba⸗ ng erleider ren Grundes und Bodens sind, welches noch liy der af dazu viel kostspieliger ist, als das Grundstück ustzung de selbst, zumal an Orten, wo man die Cultur des auf die sc Bodens hat in Verfall kommen lassen. Die Un⸗ terhaltung derselben im baulichen Wesen kann es bauen NWt auf auch, bey dieser Classe, die Stelle der jährlichen ugen und Auslagen für diejenigen vertreten, denen sie zu das Ge⸗ Lasten fällt. Man hat aber den ersten von die— sen beiden Gegenstönden als die gesammelte Terri⸗ da⸗ Frucht der Arbeiten und der Oekonomie unsrer Einwoh⸗ Väter, und den zweyten als einen viel zu unbe⸗ wen ste⸗ weglichen Gegenstand betrachtet, der auf dem Woil z beweglichen Gemälde der ökonomischen Organi— Imit si sation nicht vorgestellt zu werden brauchte. Etuz de Bey alle dem sind jedoch die Gebäude in ei⸗ , W st nem Staat ein Gegenstand von der größten Hlger, Wichtigkeit. Ich rede hier nicht von Tempeln, . von öffentlichen Orten, von Wohnungen der mE⸗MMn Großen, oder von den Eigenthümern der Ma— gazine und militärischen Festungen; nicht einmal doden ki⸗ 0— von den Wohnungen, die dem ganzen unermeß⸗ n lacchen Theile der serilen asse gewidmet snd. W. Alle diese Gegenstände, die zusammen eine er⸗ 0 0 staunliche Menge von gehäuften Reichthümern un 0 ausmachen, die aber unwirksam sind, ausge⸗ Easmn nommen daß sie jedes Jahr von der produci⸗ annen renden Classe einen Antheil zu ihrer Unterhal⸗ ahn tung erfodern; alle diese Gegenstände, sag' ich, mbn dienen lediglich zu weiter nichts, als den Men⸗ 5 ö E 3 schen — ä——————2 7⁰ Drittes Capitel. ů ö udg schen an seinen Aufenthalt zu fesseln, und ihm 11•NA denselben bequemer, angenehmer und sicherer zu Wane machen, gehoren aber nicht in unser Thema, 9 welches sich bloß auf Berechnung des Ertrags aaae einschrönkt. Folglich rede ich bloß von den min Wohnungen, die zur Benutzung der Grundstücke ö 66 nöthig sind. Hierinnen zeigt sich, wie in jedem andern 0 Stücke, dem aufmerksamen Auge ohne Mühe die Nothwendigkeit der Verbindung und Vermi⸗ ha schung der verschiedentlichen Gegenstände der Cultur. Unstreitig sind die großen und starken Vohn Landwirthschafts-Werkstätten die Basis eines Hhli starken Ackerbanes und des Gedeihens eines Md Staates, in wie fern sie,(wie wir weiter un⸗ supflir ten darthun werden,) den höchsten reinen Er⸗ He trag ausliefern. Zu Anlegung solcher großen R ö Werkstätten muß jedem Wirthschafts-Hof eine Rhth Ländereyen-Portion zugetheilt seyn, die so stark Rsch ist, daß eine starke Benutzung dabey zu thun, RS und immer zu thun genug findet. Wenn indes⸗ sun, sen die Länder, die dieser Cultur-Art fähig sind, W. f nicht in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft Orte, Gel oder eine größre Anzahl von Wohnungen haben, 0 x die einer stärkern Bevölkerung zum Obdache die⸗ Hum nen; so würden die Pachter aus Mangel an ih Hülfe nicht zu rechter Zeit ärndten können, und Rnd würden von Völkerschaften abhängig werden, l welche sie aus der Ferne müßten zu sich kommen h lassen. Glücklich ist das Land, wo die Natur 121 das Klima, den Boden, die Ansichten und die I Gattungen der Bedürfnisse männichfaltig macht, zf und dadurch gleichsam mit der Hand die ver— f schiedentlichen Cultur-Arten austheilt, die ein— 295 ander die Hände zu bieten bestimmet sind. Die Enh Weinberge, zum Beyspiele, die bloß mit der Hand ——— πð½ìπ ν—̃v— FFI———— Von den Auslagen zum Aufwand. 71 und ihn Hand gebäut werden können, erfodern eine grös⸗ lhait zu sere Menge von Wohnungen, in wie fern der àIym, Weinstock dem Winzer, wenn er die Cultur von n mehr Weinbergen, als ein Mann bestreiten kann, n unternähme, desto weniger eintragen würde; rundsitz und dieser Volks-Ueberschuß bietet der großen ö Güther⸗Bewirthschäftung in den Zeiten der am anderd. Aerndte, wo ein Landmann, der bloß mit der ue Mühe Hand arbeitet, wie der Winzer, nichts zu thun ud Vermi⸗ hat, eine Hand, die ihn nicht viel kostet. stände der eberhaupt ist die Menge von ländlicher b starkn Dene lichen Wohnungen der sichtbarste Beweis von einem 10 an beglückten Volk und einem gedeihlichen Staate. 10 eants Man darf sie nicht einmal als die Casematten wiir un⸗ simpler, eng eingesperrter, und in ihren Mit⸗ d teln beengter Ackerleute betrachten, die folglich Roßen in der Landes-Portion, an der sie mit⸗gearbei⸗ hof ine tet haben, allen reinen und disponibeln Ertrag se stark aufzehren. Denn außer dem Umstande, daß chun, die Savoyarden, die Auvergnaten, die Limou⸗ un indes siner, die Leute aus der Grafschaft Foix, u. s. sihiz sud w. mittelst ihrer einträglichen Wanderschaften caft n, Gelegenheit finden, ihr Cultur-Unternehmen un hihn, bey weitem über die Gränze ihres kleinen Eigen⸗ hhahe die thums zu erweitern; außer diesem Umstande, sa⸗ Rugl an ge ich, verrichten die Bauern, die nur einiger nn, nd Maaßen ihr Auskommen haben, und ihre Wei— welden, ber, durch ihre sitzende Arbeit in den schlimmen bnmen Jahres-Zeiten und den langen Winter⸗Nächten, u MAtud(wie man in mehrern Gegenden sieht,) einen Rund die Theil der zahlreichsten Vorbereitungs-Arbeiten lig macht zur fernern Verarbeitung der unfruchtbaren d die h⸗ Classe, als Garn-Gespinnste von allerley Art, E deth⸗ und andre Arbeiten, gestrickte Sachen, gemeine sud. Ye Spitzen, kurze Waaren, u. d. gl. oh 6 Also Hand ö —*————— 73 Drittes Capttel 0 Also ist es eben so nützlich, als der Mensch⸗ oI lichkeit gemäß, daß sich die Häuser in einem Ter⸗ her ritorium mehren: aber das kömmt von selbst, als eine Folge des Wohlstandes und der freyen 39 100 Circulation in allen Stücken;— woraus denn den folgt, daß es gar nicht nöthig ist, sich umständ⸗ ussh lich über diesen Gegenstand auszubreiten. d Lasladen dr„Die Auslagen der frucht⸗zeugenden Classe productrenden müssen mit vorzüglicher Aufmerksamkeit in Be⸗ h0n Lasse. trachtung gezogen werden, weil sie die Seele W.i und die Wurzel von allem sind. Lasset uns zu⸗ Rel förderst bey den Wirthschaftsbestand-Auslagen wil anfangen, und nur den Pflug berechnen, der das schöpferische Werkzeug des reinen Ertrages, der luss⸗ Guths-Rente, und beynahe des ganzen Reich⸗ uun thumes der Agricultur-Völker ist. un 1 Nan hat, um die Rechnungen auf einen: gegebenen Punct zu gründen, einen angenom- vafat menen Münz⸗-Fuß zum Grunde legen müssen. viche! Jedermann sieht von selbst ein, daß eine solche H Valuta nie etwas andres, als eine verabredete a Proportion, seyn könne; daß man der Mark at Silbers, zum Beyspiele, bald die eine Valuta, e und bald wieder eine andre gegeben habe, indem sie unter der Regierung des Königs Ludwig des es! Zwölften von Frankreich 11 Franken und 8 Sols, AIldi unter Ludwig dem Dreyzehnten 23 Franken und Obhif 5 Sols, und unter Ludwig dem Funfzehnten 54 Franken galt: so fern nur der Preis der ilhe Lebens-Mittel und Waaren ein Verhältniß zu ws solcher Valuta hat, oder sich bey seiner propor⸗ Hal tionirlichen Taxe erhält, ist das alles gleich— gültig. Bloß die sieberhafte Abwechselung der N Preise verursacht Verlust und Wucher, und rich— fur tet alles zu Grunde; zumal alsdann, wann sie uf die unentbehrlichsten Lebens⸗Mittel trifft, aus Illule denen I — e — 88 ä———ñ Von den Auslagen zum Aufwand. 73 dasth denen die Renten quellen, und durch die die Er⸗ Itt⸗ haltung der Schätze, aus denen sie selbst entstehn Nhs, müssen, gesichert wird. Man hat sich demnach, fon was Würderungen oder Schätzungen betrifft, so uun ö ziemlich an den dermaligen Preis gehalten, der Unstn. zischen den handelnden Volkern gangbar ist, . und der, gleichsam von Rechts wegen, die Frey⸗ n Cast heit des Ausfuhr-Handels mit den Producten tin B. von unserm eignen Zuwachse voraussetzt, der die Selk diesen Producten,(von denen nothwendig ein m0 Theil ans Ausland gegen andre Schätze, durch Iuslagen welche die National⸗Schätze vervollständiget wer⸗ ber has den, umgesetzt werden muß,) einen sichern Ver⸗ /, det kaufs⸗Werth verschafft. Mittelst dieser Be⸗ Mich⸗ dingung, die dem Getraide einen stehenden Preis von 16 bis 20 Franken, oder ungefähr vom feinen dritten Theile der Mark Silbers, für die Valuta Renom⸗ des pariser Malters von 240 Pfunden am Ge⸗ mussen. wichte giebt, hat man den Ertrag eines Pfluges hHe bey der großen Güther-Bewirthschaftung des abtedete wohlhabenden Landwirthes gewürdert. Nach e Ml den verschiedentlichen Verhältnissen dieses Preises Valut, berechnen wir den Belauf der Auslagen. % en Die Bestand-Auslagen zur Versoegung ei⸗ h0 des ö nes mit vier starken Pferden bespannten Pfluges 9eals, und dessen Zubehörs, bestehend aus Zucht⸗-Viehe, Iind Schiff und Geschirre, Dung-Mitteln, dürrem chn Winter⸗Futter und andern unentbehrlichen Vor⸗ Ris den räthen, aus dem im voraus aufgewandten Lohn Ha u und Brode für Gesinde, Tagelöhner und Arbeits⸗ haper Leute, nebst dem Aufwande zur Nahrung und glich Kleidung des Pachters und seiner Familie, um 0 die erste, vor den Producten vorhergehende Cul⸗ und h tur zu unternehmen und auszuführen, sind hier Wuf auf 10,o Franken angesetzt. Viele erfahrne 195. Leute haben diesen Ansatz zu stark gefunden, und —08 ö E 3 haben —Eeeee— 7⁴4 Drittes Capitel. haben behauptet, man könnte so gar in Ländern, die in diesem Stück aufs beste ausgerüstet wären, für etwan 5,oo Franken die ganze zur Benutzung eines Pfluges erfoderliche Ausrüstung haben; und es mag dieses auch gar wohl in unglück— lichen Ländern zutreffen, wo der gar zu niedri— ge Preis der Lebens-Mittel verstattet, eine matte Cultur zu wohlfeilem Preise dürftig anzu— legen:— aber gewiß trifft es nicht in Provin— zen zu, wo der Absatz die Lebens⸗Mittel bey gutem Preis erhält, und wo sich eine starke Cul⸗ tur mit größern Kosten bey höhern Profiten be⸗ hauptet. Man muß auch nächstdem darauf Acht haben: wenn dergleichen Anschläge gemacht wer— den; so gilt es nicht Fälle, 1o es bloß auf die Fortsetzung des Ackerbaues auf einem Pacht⸗ Hofe, den der Landwirth schon inne hat, oder auf Verlegung der Wirthschafts-Werkstätte auf einen andern Hof ankömmt, da wir in unsrer Hypothese bey dem Arbeits-Anfange den Ankauf von vier starken Pferden, von einer Schäferey und anderm Zucht-Viehe, von Saamen-Ge⸗ traide,(diese ersten Ankäufe kosten allein schon 5/000 Franken,) von Wirthschafts-Geräthen, Schiff und Geschirr, Acker⸗Instrumenten, Wagen und Karren; von Vieh-Futter, von Nahrung und Lohne der Dienstboten, von Nahrung und Unterhalte des Dienst-Herrn und seiner Familie auf anderthalb Jahr, ehe die geringste Nutzung herauskoömmt, annehmen. Werden alle diese Ausgaben, die ein bemittelter Cultur-Unter— nehmer vollständig macht, richtig berechnet; so wird man finden, daß wir uns in den Ländern, wo sich die Cultur vermöge des guten Preises der Lebens⸗Mittel in blühendem Zustände be— findet, keinesweges von der Wahrheit verirren. Ueber⸗ Von den Auslagen zum Aufwand. 75 Ueberhaupt tragen die Bestand-Auslagen, wie man sehn wird, um so mehr ein, je stärker sie sind. Und in diesem Zustande betrachten wir sie hier; in diesem Zustande müssen sie sich aber auch befinden: denn was an diesen Auslagen gespart wird, das geht an der Unternehmung verlohren. Eine solche gezwungene Ersparniß findet in der That auch nur darum Statt, weil der Cultur⸗-Unternehmer nicht bemittelt genug ist, den Aufwand einer reichen Cultur zu erschwingen, und weil es ihm zu schwer wird, es darinnen zur Vollständigkeit zu bringen. Da nun diese Instrumental-Auslagen vielen verderblichen Zufällen und einem immerwähren— den Abgang unterworfen sind; so müssen sie 9 bis 10 Pro⸗Cent Zinse vom Anschaffungs⸗Capi⸗ tal einbringen, die denn von dem jährlichen Er— trage, welcher mit ihrer Hülfe erzielet wird, zurücke zu nehmen sind. Sie bringen auch nächstdem, verbunden mit den jährlichen Aus⸗ lagen,(von denen wir so gleich mehr sagen wer— den,) den gesammten Belauf des Einkommens, welcher an den Proprietär, an den Suverän und an den Zehendt-Herrn bezahlet wird, und den vollen Ueberrest des Ertrages ein, durch den der Cultur-Unternehmer seine gemachten Aus⸗ lagen wieder einzieht.— Lasset uns nun zu den sährlichen Auslagen fortgehn; jedoch nicht, ohne die Wichtigkeit der Inventarien-Auslagen immer sorgfältig vor Augen zu behalten, weil sie die Basis der jährlichen Auslagen, dieß heißt, der Cultur selbst, und durch sie aller der Güter sind, deren die Menschheit zum Unterhalt und zur Freude, zur Nothdurft und zur Gemächlich⸗ keit genießen kann. Die 76 Drittes Capitel. Jͤheliche Die jährlichen Auslagen bey einem Pfluge b 925ri end) bestehen in den Fonds, welche in jedwedem Jahr D Classe und angelegt werden, sich einen Ertrag zu erzeugen,—42* deren Ertrag. und sind, nach Verhältniß obiger Schätzungen und in Beziehung darauf, zu 2,100 Franken ben angesetzt. Diese Fonds zur Anwendung und man Wieder-Erneuerung der Bestand-Auslagen so 14 wohl, als der Arbeits⸗Kosten, die zu Ver⸗ galt richtung der jährlichen Geschäffte bey einem a Pflug angewandt werden, müssen, in Verbin⸗ fill dung mit dem Capital der Bestand-Auslagen, D 4 nehl mittelst einer guten Cultur, welche immer eine gleichmäßige Eirculation, und freye und leichte ö isde Gelegenheiten zum Absatze voraussetzt, einen Laf + reinen Ertrag von etwan hundert Pro-Centen, sel 49 welcher an die drey obgedachten Eigenthümer Hüth I vertheilet wird, ausliefern: dieß heißt nämlich, Vitl einen reinen Ertrag von 2, 100 Franken; nächst⸗ Rui N dem den Ersatz eben dieser Auslagen, welche vise unausweichlich mit jedwedem Jahre von neuem WI gethan werden müssen, das ist, abermals 2, 100 4 Franken; imgleichen die Zinse davon zu 9 bis II +4 10 Pro⸗Centen, so wie wir sie den Insirumental⸗ ö Auslagen ausgeworfen haben, in wie fern der— vl jenige, der sein Geld vorschießt, außer dem Pro⸗ she ö fit vom Räderwerk einen guten Ueberschuß, wel⸗ sin cher auch selbst dem Risicv angemessen ist, daraus ch erheben muß. Dieser dritte Artikel beträgt 210. Hierzu setze man die ooo an Zinse, welche oben fi den 10,00 Franken an Bestand-Auslagen zu⸗ 9 erkannt worden sind. Diese vier Summen zu⸗— sammen gerechnet, ergiebt sich, daß der jähr⸗* liche Ertrag eines Pfluges, nach der gegebenen Hypothese, ungefähr 5,500 Franken ausmachen müsse, wovon 2,200 Franken zur Guths⸗Rente, 60 und etwan 3,300 Franken zum Wieder⸗-Ein⸗ 900 gange —— ———..—.. Von den Auslagen zum Aufwand. 77 gange der Auslagen des Landwirths gehören. Das älles ist bloß von der Cultur mit Pferden zu verstehn. Es trifft in der That zu, und ist dieß nichts weniger, als eine idealische Rechnung. Nimmt man den Preis des Getraides auf dem Fuß an, wie er festgesetzt ist; so ist dieß der Ertrag der guten Güther⸗Bewirthschaftung im Großen: und sollte der geringste von diesen Puncten weg⸗ fallen; so würde zuverläßig das Einkommen ab⸗ nehmen, oder der Pachter würde zu Grunde gerich— tet seyn, und vom Guthe verschwinden. Dieses ist das schlimmste unter allem, indem es den Verfall eines Staates, das unheilbare Verderben desselben, und sein allmähliches Hinsinken in die Güther⸗Bewirthschaftung im Kleinen, in die Wirthschaft der Meyer oder Halb Pachter, in genießbare Producte von niedrigem Preis, in wüste liegende Fluren und Lehden, in Deserirung der Grundstücke, und am Ende in den Einbruch benachbarter Völker, oder in eine Wildniß an⸗ kündigt. Es kann dieses bloß kurzer Abriß seyn. Auch würde es keinen Nutzen haben, und vielleicht gar schaden, wenn wir hier die lichtvollen und um⸗— ständlichen einzelnen Stücke, die in ihrer ordent⸗ lichen Reihe nach einander erscheinen sollen, so wie die ungeheuern Resultate, und die daraus fließenden Folgerungen zur Unzeit im voraus an⸗ geben wollten. Lasset uns zur Entwickelung der Auslagen der sterilen oder nicht-producirenden Classe kommen. Wir haben oben wörtlich angegeben, was Auslagen der die sterile, unfruchtbare oder nicht ⸗erodueirendener Qasse. Classe sey, der wir hier das Eigenthum an den Belohnungs⸗ Vergütungs⸗ oder Besoldungs⸗ Schätzen ——— — 78 Drittes Capitel. Schätzen beylegen. Hier haben wir also auch 4— der Auslagen zu gedenken, die zu dieser Eigen⸗ ö Ien thums-Art erfoderlich sind. Dabey müssen wir 145 nothwendig auf die Demonstration der Grund——435 sätze zurücke kommen, aus denen wir diese Classe nich steril oder unfruchtbar genannt, und sie Keine auf das Eigenthum der Vergeltungs⸗ Schätze hob beschränket haben. kamn Cease ben Ohne den Beystand derer Menschen, die nih helhe. unter der sterilen Classe begriffen werden, wür⸗ den wir die Güter, welche die Leute von der auch producirenden Classe erzeuget haben, beynahe esh nicht genießen können; und die letztern selbst U würden außer Stande seyn, ihre Geschäffte un⸗ usch gehindert zu treiben, wenn die erstern sie nicht 100 der Mühe überhöben, sich mit andern Arbeiten fi und andern Diensten, die doch zur Befriedigung V ihrer Bedürfnisse nothwendig sind, abzugeben. AE Gleichwohl müssen die Geschäffte der Leute von d der besoldeten Classe nichts desto weniger als bloß 0 kostspielig und unfruchtbar, und dagegen die 6 Geschäffte jener als nicht kostspielig, sondern wed als einträglich betrachtet werden, damit in der reit ökonomischen Ordnung desto deutlicher erkannt fun werde, daß die Thätigkeit der Menschen durch U die rechte oder unrechte Vertheilung, welche mit su dem Ausgeben der Güther-Einkünfte vorgenom— uf men wird, so wohl nützlich angewandt, als auf sch nachtheiliche Art gemißbraucht werden könne; I ein Punct, den wir im folgenden Capitel näher erörtern werden. RI Wenn ich einem Manne dafür, daß er mir I ein Feld voll Erdbeeren baut, aus dem ich 40 Franken lösen kann, 20 Franken bezahle; so In bringt mich dieser Mann nicht um die 20 Fran⸗ betre ken Arbeits⸗Lohn, die ich ihm, als Auslage von erde Seiten —..——.————— 9„3 WlWW..— Von den Auslagen zum Aufwand. 79 Seiten meiner, gegeben habe, und die mir aus der Frucht seiner Arbeit wieder zuwachsen, welche mir noch obendrein andre 20 Franken reinen Ertrag einbringt. Dieser Mann ist also für mich nicht kostspielig, in wie fern mir die Frucht seiner Arbeit den Lohn, den ich ihm bezahlet habe, wieder einbringt, und er zugleich ein Ein— kommen von 20 Franken, zum bloßen Profit für mich erzeugt. Er ist also producirend, indem er nicht nur seinen Lohn selbst erbaut, sondern auch noch überdieß ein Einkommen für mich erschafft. Webt mir hingegen ein Handwerks— mann einen Zeuch zu meiner Kleidung; so läßt er sich von mir nicht nur das rohe Material sei⸗ nes Stoffes, sondern auch den Lohn, der ihm für seine Arbeit zukömmt, welche immer unzer⸗ trennlich mit Aufwande verknüpfet ist, bezahlen. Ich bekomme zwar den Stoff; aber ich bezahle ihm dafür auch die ganze Valuta. Also hat er mich wieder um eben so viel Schätze gebracht, als er mir geliefert hat. Also hat dieser Mann weder für sich seinen Lohn, noch für mich einen reinen Ertrag erzeuget. So nothwendig mir es nun auch seyn mag, diesen Mann zu brauchen, so kostspielig und steril ist er also doch.— Er ist nothwendig, sage ich, so länge seine Arbeit auf unsre Bedürfnisse eingeschränkt ist: wenn er sich aber auf die Fabricatur von Stoffen zur Pracht in einem ausschweifenden Grad aus— dehnte; so würde sein Geschäffte dem Gedeihen der Nation zum Nachtheile gereichen— welches wir an einem andern Orte darthun werden. Wenn ich nächstdem diese beiden Männer in Hinsicht auf ihre Ausgaben zu ihrer Consumtion betrachte, durch die sie beide als Käufer nützlich werden, indem sie die Schätze ihres Lohns und den 8⁰ Drittes Capltel. den Schatz des Preises der rohen Materien, die der eine von ihnen zu seinen Werken angewandt hat, wieder in die Circulation bringen; so werde ich inne, daß der Handwerksmann nur so viel wiedergiebt, als ihm für seine Waare und zum Lohne seiner Mühe bezählet worden ist, der Acker⸗ mann hingegen durch das, was er erzeugte, sei— nen Lohn selbst zuwege gebrächt hat; daß die Ausgabe des letztern zur Vermehrung oder wirk— lichen Wiedergeburt in der Circulation dient, und die Ausgabe des erstern hingegen nur Ersatz in der Circulation ist. Jener bringt den Nutzen der Ausgabe noch höher: denn er erzeugt noch außerdem ein Einkommen für mich, durch wel— ches ich ebenfalls Käufer werde; und meine Aus⸗ gabe wird, so wie die seinige, von Niemandem bezahlet: denn beide entstehen gänzlich aus sei— ner Arbeit, da hingegen der Fabricant gar keine Ausgabe würde machen können, wenn seine Aus⸗ gabe selbst nicht von andern, die dieselbe durch die Reproduction beommen, bezahlet würde. Wenn die Äerndte von meinem Erdbeeren-Felde mißräth; so wird mir freylich der Lohn, den ich dem Gärtner bezahlet habe, eben so wenig wieder— gegeben werden, als der, den ich demjenigen Gärtner, der die Alleen in meinem Blumen⸗ Parterre vom Unkraute reinigt, habe bezahlen müssen. Alsdann ist es auf beiden Seiten das, was der gemeine Mann weggeworfen Geld nennt, dieß heißt, Geld, welches zu keinem Profit angelegt worden ist. Ja, man kann so gar gestehn, daß es in der That weggewoor⸗ fen Geld sey: denn sollte der Gebrauch, der— gleichen Ausgaben zu machen, in einem Land allgemein werden; so würden alle Schätze der Nation verschwinden. Hieraus folgt noth— wendig: —— 0 uuldi 9n d ded so U steht der Wert nah uns stank H Nanl Vage, R ft ucht b0 E f. Mb line um adu flizt e Re W I werd unen durch Aufm Rn lr ster R Von den Auslagen zum Aufwand. 81 die öt wendig: wenn der Ertrag des Lohns der Leute von der producirenden Classe durch die Abnahme des Kaufens bey dieser Classe selbst abnähme; Im so würde daraus ein Abfall an Reichthum ent— Wal stehn, welcher mit keiner Vermehrung des Lohnes, 1 der an die sterile Classe bezählet würde, vergütet N werden könnte. Dieses werden wir weiter unten Wih näher darzuthun verbunden seyn. Für itzt lasset dint uns von den Auslagen dieser Classe reden. Eh Es ist bey ihr die Frage gar nicht von Be— uhn stand ⸗Auslagen, man wollte denn hierbey die 12 Häuser, die zum Fond der Anlegung großer i Manufacturen gebäuet, und die kostbaren Werk— lus⸗ zeuge, die zur Erleichterung ihrer Arbeit ein— mal für allemal angelegt werden, mit in Be— dem ö fi trachtung ziehen. Das letzt erwähnte von die— sen beiden Stücken ist nützlich, in wie fern es zur Ersparung größerer jährlicher Kosten dient; 0 es ist aber dieses ein gar geringer Gegenstand in einem Staate, da er bloß zu Manufactur— ude. 38 Arbeiten von hohem Preise nützen kann, die für nih eine Nation am wenigsten eintragen, und die ihr ⸗ zum öftern höchst schädlich werden, indem sie n dadurch leicht in den Decorations-Luxus ge⸗ men⸗ stürt wird. Was das erste Stück, ich meyne thlen die Gebäude, anlangt, so ist es fast immer ohne 918 Nutzen, so bald man damit nicht beym Noth— ld wendigen stehn bleibt, und wider seinen Zweck n in so fern wirkt, daß andre Völker durch solchen in in die Augen fallenden Glanz benachrichtiget wot⸗ werden, man wolle ihrer entbehren, ihnen aber unentbehrlich werden, und hiernach trachte man 1 durch eine Sache, die sich ein jeder mit ein wenig Aufmerksamkeit zueignen kann. Also ist hierbey h⸗ ganz und gar nichts auf die Bestand-⸗ Auslagen W. der sterilen Ausgaben zu rechnen, weil sich die M, A. p. 1. B. F Unter⸗ 82 Drittes Capitel. Unternehmer der Arbeiten von dieser Classe bey satd dem Verkaufe solcher Arbeiten ohnehin schon zu ahte entschädigen wissen, und dieser Verkauf auch der bereits auf der Tabelle in Rechnung gebracht Wat ist. meht Die jährlichen Auslagen zu den Ausgaben lage der Arbeiten der sterilen Classe, oder besser zu Faht sagen, was wir als solche zu betrachten haben, nach bestehen in den Vorräthen von allerley Materia— lien, welche fabriciret, oder zu Waären ver— blick arbeitet werden sollen, um der immer fortwäh— dem renden Nachfrage der Nation und der ganzen hetha Menschheit zu entsprechen. Der Fabricant hat Ibeit in seiner Niederlage Vorräthe von allerleyh Wol— I110 le, Seide und goldnen Materialien, die er zur s Verärbeitung braucht. Der Gärber hat Felle Hingt in seinen Gruben, so wie der Krämer allerley Wig Stoffe in Stücken, und der Schuhster einen Vor— n, rath von völlig zugerichtetem Leder hat. Dieser 68 dle Vorrath muß unabläßig erneuert, und darf WI nicht abgängig werden, weil die Nachfrage be— odet ständig vor der Thüre ist; und diese im Ver— Dab laufe des Jahres immer wieder vervollständigte ie d Erneuerung macht den Belauf der jährlichen her ee Auslagen aus. Diese Auslagen sind, was den Racht Fond anlangt, unwirksam, indem sie keinen Ge— Ihhf winn bringen; es müßte denn vielleicht eine oder die andre Eigenheit der Dauer seyn, die der lan— I 6 gen Verwahrung gewisser Mäterialien, wenn sie n zu einem gewissen Gebrauche bestimmet sind, zu— Rucht geschrieben wird(). Da aber doch diese Eigen⸗ öan heit Mel ( Zum Beyspiele, den verschiednen Holz-⸗Arten, die alln zur Verfertigung musikalischer Instrumente gebrauchet aus! werden sollen, und die zu dieser Absicht viele Jahre uhrt lang wohl ausgetrocknet werden müͤssen. U. leno⸗ beh u zu uch Wugt IShahn essr x haben, haterin⸗ ken vet⸗ orthaß⸗ hashen ut hat Vol⸗ r zur Felle llerley Vor⸗ Dieser d daff rage be⸗ im Ver⸗ Hfäldizt ihrlchen vas den iuen Ge⸗ eine dder der lan⸗ wenn sie sud, R⸗ e Gol⸗ hit Urleh, lekhutt halte Von den Auslagen zum Aufwand. 83 heit durch den Abgang der mehresten andern während ihres Liegen⸗bleibens gar sehr viel wie— der verliehrt; so bekommen sie anders keine Wirksamkeit, als durch die Form: und nun⸗ mehr treten sie aus der rohen Masse der Aus⸗ lagen heraus, so wie sie allmählich in der Fabricatur angewandt, und durch den Absatz nach und nach hinweg genommen werden. Diese Bemerkung scheint auf den ersten An⸗ blick unnütz zu seyn; jedoch ist sie es nicht, in⸗ dem sie noch überdieß ein überaus starkes Miß⸗ verhältniß zwischen den Benutzungs- und den Arbeitslohns-Auslagen beweist. In der That ist es eine ausgemachte Sache, daß Thätigkeit alles ist, was die ölonomische Maschine in Gang bringt. Run werden aber die Benutzungs⸗ Auslagen großten Theils aus dem Viehe ge⸗ zogen, dessen Einfluß nie unwirksam ist, indem es alle Tage, selbst zur Zeit der Ruhe, consumirt und düngt, welches sich von einem Ballen Seide oder Wolle in den Niederlägen nicht sagen läßt. Das Arbeits-Vieh hat an sich selbst, auch ohne die Richtung, welche ihm die Hand dessen giebt, der es gebraucht, eine bewegende Kraft, welche macht, daß es geht, und unser Treiben ver— zehnfältigt. Die Werke der Kunst hingegen sind todt, und haben keine andre Wirksamkeit, als die wir ihnen leihen. Mit einem Worte, bey dem pro— ducirenden Theile giebt die Arbeit so wohl bey den laufenden Ausgaben, als in Absicht auf die Auslagen bloß die Richtung; und die Natur allein producirt. Nur aus diesem Bunde, nur aus diesem mit der Natur geschlossenen Vertrage rührt die ausschließliche Eigenschaft des produ⸗ cirenden her. Dieser Unterschied ist keiner Be— F 2 rechnung 84 Drittes Capitel. rechnung eines Facit fähis; was den Gegen⸗ nöst stand, von dem wir hier reden, anlangt, so ge— fuln hört er in die Rechnung der erstaunlichen Vor⸗ desend theile zuter Cultur; er darf aber der Berech— Rschn nung des Nachdenkens nicht entgehn, welches sen bl zur Würderung des wahres Werthes der Dinge Mbes äußerst nöthig ist, und doch so äußerst selten m und so wenig angewandt wird. ů den& Die jährlichen Auslagen der be⸗ Roume soldeten Classe sind dem Vierthel stzurg der Summen der producirenden Aus⸗ wie lagen and des Güther-Einkommens, dr V. beide zusammen genommen, gleich. N Dieß ist der Fond jährlicher Auslagen zu Er— alge kaufung der rohen Materialien zu den Werken Heenden oder Waaren der Hand-Arbeit, die bey dieser simen Classe fabriciret werden. Diese Auslagen, die WCil mit dem Einkommen, und mit den jährlichen Ihcche Auslagen der producirenden Classe im Eben⸗ II dir maaße stehen, befinden sich keinesweges in glei⸗ Ieulh chem Falle mit den jährlichen Auslagen, die bey Disid der producirenden Classe gemacht werden, die Vahlt beständig von neuem wieder aufleben, und die trae alle Jahre von den Menschen, welche mit der 0 ge Wieder⸗Erzeugung beschäfftiget sind, consumiret r ei werden müssen, in wie fern sie alle Jahre von Hither der Erde wieder ersetzet werden. Jene hingegen vun uu müssen immer erhalten, oder, besser zu sagen, shn. sie müssen so, wie sie ausfließen, von dem Preise N- S der Waaren von Hand-Arbeit, welche bey der. N sterilen Classe verkaufet werden, wieder ange— dayr schafft und ergänzet werden. Mit einem Worte, lagenn diese Classe muß ihre jährlichen Auslagen immer im 6t in Masse beysammen behalten, weil sie dieselben die Fi nicht durch ihre Arbeiten wieder aufleben lassen Yrige kann. So wie sie demnach ihre Werke verkauft, IHs. muß — Von den Auslagen zum Aufwand. O 85 Ngen⸗ muß sie die Valuta des Preises der rohen Mate— ge⸗ rialien bey Seite legen, um diejenigen, die zu RNr. diesen Werken verwandt worden sind, wieder an— Dadd zuschaffen. Die Menschen von dieser Classe dür— wilg fen bloß den Lohn verthun, der für die Hand— r RR Arbeit bezahlet wird. Dieser Lohn beträgt, eins st selin ins andre gerechnet, ungefähr die Hälfte von den Summen, die bey eben dieser Classe ein⸗ het be. kommen; und die andre Hälfte wird zu Er— ietthel setzung des Fonds der Auslagen aufgehoben, 1Nus⸗ wie wir bald weiter unten in dem Artikel von mens der Vertheilung sehn werden. leich. Lasset uns die bisherige Erörterung in der Allgemeine zu Er⸗ Kürze zusammen-fassen und sagen: die produ⸗ fher die 4s, Perken cirenden Bestand-Auslagen in einem Staate lagen. dieset können überhaupt auf die fünfmalige Valuta „ die des Einkommens der Güther-Besitzer, und die tlichen jährlichen producirenden Auslagen auf eine Sum— Cben⸗ me, die der Valuta eben dieses Einkommens so in gli⸗ ziemlich gleich kömmt, angeschlagen werden. die bey Dieses würde eine durch Berechnung entschiedene dm, di Wahrheit seyn, wenn sich der Preis des Ge— Ind N traides bey dieser Proportion behauptete, und nit det das gesammte Güther„Einkommen eines Reichs sunitt oder einer Provinz vom Pflug, oder von der hre don Güther⸗Bewirthschaftung im Großen herrührte: denn nur diese können wir hier in Betrachtung hingegen ö ̃ detrachtt sagen, niehen. Es finden sich freylich Varietäten üͤber Iraise diese Sache, in wie fern Weinberge, Gärtnerey, 60 der u. dergl. bey weitem weniger Bestand-Auslagen, 95 dagegen aber bey weitem mehr jährliche Aus— . lagen erfodern, als die Güther⸗Bewirthschaftung dani im Großen: aber die Holzungen, die Wiesen, b. die Fisch-Teiche, u. s. w. die gleichfalls das 2 00 Ihrige zum Belause des Total-Einkommens 0 eines Landes beytragen, erfodern bey weitem 5 F 3 weniger —'Wä— tꝛ(—— 86 Drittes Capitel. ö m weniger jährliche Auslagen. Wenn wir sie so nach über Bausch und Bogen zusammen⸗ neh⸗ 100 men; so können sie mit einander, eins ins an⸗ bah dre gerechnet, für diese verschiedentlichen Artikel 13 zusammen genommen, ungefähr auf den Fuß 1— der Artikel von der Güther⸗Bewerthschaftung 300 im Großen geschätzt werden. se Die jährlichen Auslagen der sterilen oder 100 besoldeten Classe können in dem oben bemerkten 170 Verhältnisse stehn, weil es von der Anwendung fül des Einkommens und der producirenden Ausla⸗ mi gen abhängt, wie viel oder wie wenig der steri⸗ 0 len Classe in einem Agricultur⸗-Staat abgekäuft 4001 werden, und wie groß oder klein folglich die uib Quantität von Waären seyn kann, die darin⸗ ⸗. nen fabriciret werden. Lasset uns gegenwärtig 100 zur Betrachtung des Ganges aller dieser ge⸗ al nießbaren Valuten, und des Weges, den sie 108 nehmen, schreiten. lnn Es ist ungemein schwer, die verschiednen W6. Materien, die wir abzuhandeln haben, völlig aufd zu isoliren, und ungemein schwer, sie nur in ei⸗ 0 ner succeßiven Ordnung dergestalt an einander sih n zu reihen, daß das Verständniß durch eine pünct⸗ Lich lich»methodische Stellung erleichtert würde. findi Sie spielen alle mit einander zugleich; sie exi— stiren und wirken nur eine durch die andre, und hcht ihre Beziehungen unter einander find so man⸗ nichfaltig und so sehr unter einander vermischt, Gaf daß es nicht möglich ist, sie dergestalt von ein— Ned ander zu trennen, daß man sie recht verständ⸗ stm lich in einer succeßiben Ordnung an einander siad reihen könnte. Die abstractesten, oder wenig⸗ angeg stens diejenigen, die am meisten mit Rechnun⸗ lekt gen gespickt sind, machen die Grundlage zu den fodert übrigen aus. Nun muß aber doch zu jedwe⸗ nan ge dem so uah⸗ M· Mit I aftuz odet heckten endung Musla⸗ stni⸗ lauft h die darin⸗ Hattig t ge⸗ en sie Ndnen völiz r in ei⸗ ander hintt⸗ wtde. se tti⸗ d ½ man⸗ mischt, oon ein⸗ hersüdd⸗ einander er Well⸗ Nechll Hhn se⸗ dem Von den Auslagen zum Aufwand. 87 dem Gebäude der Anfang mit der Grundlegung gemacht werden. Auf der andern Seite sollte man wohl, um sich leichter verständlich zu ma⸗ chen, mit der ausführlichen Darstellung und dem Räsonnement anfangen, und mit der De⸗ mönstration und den einzelnen Rechnungen schlies⸗ sen. Dieses habe ich denn bey jedem Capitel unternommen, wo die Rechnungen, die dazu gehören, so zu sagen für sich besonders aufge⸗ stellt werden müssen, damit sie nicht die Auf⸗ merksamkeit des Lesers theilen und überladen, und sich im bedürfenden Fall auch desto leichter wieder auffinden lassen. So nach finde ich mich genöthigt, ein Gewölbe aufzuführen, des⸗ sen Schlußstein mittelst des Ganzen seine un⸗ erschütterliche Festigkeit bekömmt, statt einer Säule, welche bloß der Linie der Richtwaage unterworfen ist. Die Dimenfionen der letztern können bloß ihrer Direction gleichförmig seyn; das Gewölbe hingegen hat Dimensionen, die sich auf das Streben und die verschiednen Tenden⸗ zen aller seiner Theile beziehen. Zu folge des⸗ sen muß ich mich hiernach richten, um zu dem Einzelnen aller Theile, und zur ganzen und voll⸗ ständigen Entwickelung zu gelangen. Lasset uns bey der Tabelle, in der alles fest⸗ gesetzt und in seiner Ordnung ist, stehn bleiben, und da die Stelle unsrer Auslagen aufsuchen. Sie findet sich da unterhalb der Linie, welche die Ausgaben darstellt. Die Bestand- oder In⸗ strumental-Auslagen der producirenden Classe sind auf derselben nicht im Einzelnen umständlich angegeben, weil diese Partie, wie bereits erin— nert worden ist, eine besondre Columne er— fodert hätte, durch welche die Tabelle, die man gern so einfach hat machen wollen, als es 8§ 4 ö möglich 88 Trittes Capitel. möglich war, ohne Noth würde verwickelt aus— gefallen seyn. Die jährlichen Auslagen der pro⸗ ducirenden Classe finden sich auf derselben zur Linken in einerley Linie mit der Güther-Rente, welche in der Mitten steht, und die jährlichen Auslagen der sterilen Classe zur Rechten. Der Leser darf nur beständig in Gedanken behalten, daß dieses ein Gemälde der gebildeten, vollstän— digen Gesellschaft in dem eigentlichen Stand— Punct ihres vollkommenen Wohlstandes ist. Man findet Pünetchen gezeichnet, die von den jährlichen Auslagen ausgehen, und sich bey der Güther⸗Rente endigen,— um zu zeigen, daß durch diese Auslagen die Rente erzeuget werde. Sie sind der Rente gleich, weil voll— ständige jährliche Auslagen, angewändt auf eine gute und starke Cultur, außer ihrem eignen Ersatz und der Zinse von den Auslagen des Pach⸗ ters, hundert Pro-Cente reinen Ertrag oder Rente ausliefern müssen. Auf der andern Seite haben die jährlichen Auslagen der sterilen Classe keine in die Augen fallende Spur von Zusam⸗ menhange weder mit den Auslagen der produ— cirenden Classe, noch mit der Güther-Rente: unterdessen müssen wir sie doch jährliche Ausla⸗ gen nennen, weil sie jährlich gebrauchet, abgesetzt, und wieder angeschafft werden müssen; aber der ursprüngliche Bestand der dazu gehörigen Vorräthe ist nach und nach aufgebracht und ver⸗ vollständiget worden, so wie die Gesellschaft nach und nach zu gedeihlicher Verfässung gelan⸗ get ist. In so fern haben sie denn, was ihr Zu⸗ sammen ⸗bringen anlangt, viel von dem Wesen der Bestand⸗-Auslagen, und was den gewohn⸗ lichen Gang ihres Verbrauchs und ihrer Wie— der-Anschaffung betrifft, eben so viel von dem ö Wesen H de R06 laht Imeg hat vn Mi 9or A Ordhl der v sintt men! dere( mel/ Heral⸗ vendu und de er d Ocse. t aus. Vpro⸗ ur W hhllchn 1. D chaltn, holsteh, Stand⸗ Hes is von del sch be Fgen, euget l voll⸗ t auf lignen ach⸗ Voder Etite Case Zusam⸗ produe Nanle: Malae gescht, aber höigen lld ber⸗ ilschaft elan⸗ ahr Zu⸗ nn Wisi Nwhl⸗ r M. 90lHl 99j½½ Hst Von den Auslagen zum Aufwand. 89 Wesen der jährlichen Auslagen an sich. Allein das letztere geschieht durch doppelte Reflexe und Umwege im Einzelnen, welche die Tabelle nicht hat umfassen dürfen. Es ist hinlänglich, die Auslagen derselben nach dem Schätzungs-Fuße vor Augen zu stellen, der in der gegenwärtigen Ordnung der Tabelle, wie wir erwiesen haben, der wahre ist; ich meyne, nach dem Belaufe zu einer Summe, welche dem Vierthel der Sum— men der Auslagen der producirenden Classe und der Güther-Rente, beide zusammen-genom— men, gleich kömmt. Diese Regel ist eine Ge⸗ neral⸗Regel, weil sie sich auf die jährliche Ver— wendung der Auslagen der producirenden Classe und des Güther⸗Einkommens gründet, von wel⸗ cher die Existenz und das Maaß der sterilen Classe abhängt. § 3 Diertes 9⁰ Viertes Capitel. Die Vertheilung der Ausgaben(). Mach was fur Das Vermögen, Leben und Bewegung zu ge⸗ ieben ich 998 ben, ist eine göttliche Kraft, welche der Menshen in Schopfer sich selbst ausschließlich vorbehalten unn⸗ Od. hat. Der Mensch ahmt alles, fast bis zur Voll⸗ nung bey der kömmenheit nach: nichts fehlt ihm, als der an— Güter⸗Mit⸗ gebliche Ranb des Prometheus; nichts, als das theilung u einen Werken ei Lebe richten haben. Talent, seinen Werken eignes Leben und eigne Bewegung zu geben, um jenen Wunsch des bo— sen Geistes zu erreichen, und es dem, der durch sein eigen Wesen ist, an Macht gleich zu thun. Das Werk der lebendigen Bewegung zeigt sich an ein Paar Unruhen, die einander an Kraft und immer fortwährender Wirksamkeit gleich sind; ich meyne, an der Zerstöhrung und an der Wiedergeburt. So ist der Gang an der ganzen Maschine der Natur: nur der Urheber dersel— ben allein schließt Bleiben und Ewigkeit in sei⸗ nem Schooß ein; und Aufhoren der Wirksam— keit ist, so bald es ihm gefällt, die Gränze des Daseyns für die kleinen Theile seiner Werke. Mitten in diesen ununterbrochenen Krais gestellt, als ein Punct, kann sich der Mensch dem allge— meinen Gesetze nicht entziehen, und muß sich den kurzen Zeit-Raum über, der ihm in seinem kleinen Reiche gegeben wurde, nach der allge— meinen Regel bequemen, die ihn von allen Sei— ten umringt, die innwendig in ihm, für und wider ihn, befolget wird, die ihn, so weit es die Materie betrifft, wieder dahin stellen wird, wo sie ihn gefunden hat, und die ihm den Weg bezeich⸗ (O Auch bier muß die Tabelle dem Leser vor Augen liegen. Helihn hir du tue U Walde shen, Gott alles besoh das! — ynch A er B Hler! hur e I daß he Ru vach ihte dad und dadi der! trK sie Rurc n sob i UU Sy nen Huf * ; cht d Nhaln 2 Wo⸗ der an⸗ als das deigne des bos⸗ durch han. Feigt Kraft hleich Rder anzen eksel⸗ n si⸗ Esam⸗ dis Verk. gastll, alge⸗ sch Inem algge⸗ Eei⸗ und it es wird/ Wehg Ieich Vertheilung der Ausgaben. 91 bezeichnet, den er einschlagen muß, wenn er hier auf Erden nach den Vorschriften der Na⸗ tur, und nach den Befehlen seines Schopfers wandeln will. Vornehmlich liegt den Regierern der Men⸗ schen, den zeitlichen Stell⸗Vertretern einer Gottheit, die alles in Bewegung erhält und für alles sorgt; den Statthaltern, welche über die besondern Menschen-Gesellschaften herrschen, wie das höchste Wesen über die ganze Natur herrscht, — ihnen, sage ich, liegt vornehmlich ob, sich nach den unwandelbaren Regeln, die uns Gott zur Richtschnur gegeben hat, zu richten, und in der Befolgung dieses Gesetzes die reelle Frucht ihrer Bemühungen, und den gesegneten Erfolg ihrer Staats⸗Verwaltung zu suchen. In dem Verbrauch und der Wiedergeburt, dieß heißt, in der Consumtion und der Repro⸗ duction besteht die lebendige Betoegung, durch welche die Gesellschaft zusammen⸗gehalten, und ihre fortwährende Dauer gesichert wird. Eben dadurch ertheilen die Ausgaben den Producten und der Erzeugung derselben das Leben; eben dadurch erhält die Frucht⸗Erzeugung den Ersatz der Ausgaben, die sie hat machen müssen. Die⸗ ser Kraislauf hat, wie jede andre Circulation, seine festgesetzten Regeln von Ebbe und Fluth, durch welche eben so wohl die Erschöpfung der Canäle, als die Verschlemmung derselben ver⸗ hütet wird. Diese Regeln, an deren Kenntniß so viel gelegen ist,— nicht, damit der Mensch eine verwägne Händ an den Gang und die Rich⸗ tung der Röhren legen könne, deren natürliches Spiel einzig und allein von dem Triebe, der ih⸗ nen eigen ist, abhängt, und die keine fremde Hülfe von irgend einer Art leiden, sondern da⸗ mit 92 Viertes Capitel. mit alles, was ihnen schaden kann, verhütet wah werde;— diese Regeln, sage ich, an denen sud so sehr viel gelegen ist, und die gleichwohl noch so stey; sehr wenig bekannt sind, wollen wir zergliedern. mA Wir haben die verschiedenen Gattungen der nes Ausgaben von einander unterschieden; wir ha⸗— sie x ben die Quellen derselben erkannt; wir haben 1 die Auslagen dazu festgesetzt: nunmehr lasset dist uns die Vertheilung derselben betrachten. Gan Hier wird der Anfang mit der Anwendung wilt des Güther-⸗Einkommens gemacht, obgleich das⸗ halle selbe in der That nur ein Schößling von der Frucht-Erzeugung ist. Allein das Schlagen der voass ökonomischen Unruhe nimmt im vollständigen Zu— ö stande der Gesellschaften seinen Anfang nirgend ꝑi le anders, als bey dem Einkommen und durch das WI Einkommen, welches durch die Arbeit der Men— sseh d schen errungen worden ist. Mithin geht in der Han, Wiedergeburts⸗-Ordnung das Einkommen, ob be d es gleich aus der Reproduction herrührt, doch dü dieser Reproduction vor. Alles hat seinen An— sud fang mit den Gütern genommen, welche die Na⸗ M tur den Menschen zuerst umsonst gewähret hat; uf das waren die freywilligen, ohne Menschen-Ar⸗ eine beit gewachsenen Früchte, oder das uranfängli— Hulib che Einkommen. Indeß die Menschen dieses uf mäßige Einkommen verzehrten, arbeiteten sie Hahd daran, dässelbe zu vermehren, und der genieß⸗ baren Güter mehr zur künftigen Consumtion Hh durch die folgende Aerndte zu erhalten. Dieser 10 Ueberschuß diente ihnen zur Erleichterung ver— M mehrter Arbeit. Die Menge der Menschen mehr— N te sich immer stärker, je mehr sich der Unterhalt en mehrte. Auf diese Weise haben sie von Jahre der zu Jahr, und von einem Fortschritte zu dem wp andern, eine freywillige Frucht oder einen neuen s/ Zu⸗ Vertheilung der Ausgaben. 93 W 6 Zuwachs, einen reinen Ertrag errungen der W nunmehr ein Einkommen ausmacht, womit sie fte frey gebahren können. Nun macht aber alles unnn mit Aufwendung der Auslagen und des Einkom⸗ W h mens den Anfang wirksam zu seyn; und durch 110 mͤ sie wird mittelst der Menschen⸗Arbeit alles re⸗ 1 produciret. Hier haben wir die Vertheilung Uün dieser Ausgaben zu betrachten. Das folsende mü Capitel soll die Entwickelung der Wirkungen, un welche die Vertheilung der Ausgaben thut, ent⸗ chh halten, und die Ordnung bezeichnen, in welcher 0 das Einkommen auszugeben, nothwendige öko⸗ ehnt nomische und politische Pflicht ist. siahnzi Wir haben eine Nation angenommen, de— N ren liegende Gründe jährlich ein Einkommen von Ds zwey tausend Millionen eintrügen, welches zwi⸗ H schen den Zehndt⸗Herren, den Güther-Besiz⸗ schtude zern, und der Steuer getheilt würde. Die Ta⸗ un 0 belle bildet, wie oben bereits gesagt worden ist, dihu, voh den festgesetzten Punct eines vollkommenen Wohl⸗ sn standes ab. Man sieht auf derselben, daß die WcgRM Proprietär⸗Classe, welche in der Mitte des Krais⸗ Miht d laufes, und auf einer höhern Stufe sitzt, die II eine Hälfte des Einkommens wiederum der pro⸗ Whl ducirenden, und die andre der sterilen Classe Ruhe Nit zufließen läßct. So mit kömmt in dieser Auf⸗ uhhast wands⸗Ordnung von einem Einkommen von Hhn zwey tausend Millionen das eine Taufend Mil⸗ Vn lionen an die producirende, und das andre Tau⸗ 0. Dür send Millionen an die sterile Classe: dieß ist die nm u Quelle, und von dieser geht die Circulation aus. W Wenden wir uns nun von dieser Columne, de— Iuh ren Richtung und Anwendung sichtbar, und auf I der Tabelle bemerket sind, einen Augenblick hin⸗ ae weg, und kommen zu den beiden andern Clas— H sen; so werden wir sehn, daß die Leute von die— dernn sen ———— ü——— 94 Viertes Capitel. sen Classen in der ihrer Ausgaben Ruu mit den Propietären einerley Ordnung befolgen. uie Untersuchen wir aber den Einfiuß, den diese 998 Ausgaben haben, genauer; so ergiebt sich hier⸗ Neht aus der Beweis, daß obiges reelles Wieder⸗ müft Ausgeben, was seine Wirkungen anlangt, mit⸗ N telst des Reflexes und des wechselseitigen Ausge⸗ Cach bens verdoppelt werde: denn jed der Kauf nin oder Tausch setzt doppelten Reich⸗ 910 thum voraus. ö* Die producirende Classe, nunmehr als ein n neuer Mittel⸗Punct betrachtet, hält mit der 1002 großen Maschine einerley Drehung des Rades. Sie vertheilt ebenfalls mit beiden Händer das äs. d. Tausend Millionen, welches sie empfängt. Die 360 Gütherbesitzer-Classe giebt die eine Hlfte des mn Einkommens an die producirende Classe aus, um Hn zu ihrer nn die Producte, die von die⸗ aan ser Classe zu beziehen sind, zu erkaufen, und die R andre Hälste an die sterile Classe, um von ihr n die Waaren, die sie liefert, zu bekommen. Eben so macht es auch die producirende Classe. Mit m der einen 23— giebt sie die Hälfte von ihrem sen ge Tausend Millionen an die sterile Classe aus, um und di von ihr die Werke oder Waaren der Hand-Ar⸗ 10 beit, die sie von dieser Classe bezieht, zu er⸗ würde kaufen. Die andern fünf hundert Millionen in den werden von den Leuten selbst, die zu ihrer Classe shen gehören dazu angewandt, daß sie einander N wechselsweise zu ihrem Unterhalte die Produete W abkaufen, die ein jeder von ihnen erzengt. Rem Dreyfache Ord⸗ Auf der andern Seite bekommt die sterile dels⸗ Vertehre, Classe, dermalen als ein neuer Mi ittel⸗ Punet m welches zwi⸗ö von Reflex und Vertheilung betrachtet, ihre tau⸗ ac schen den deey, send Millionen, und giebt hiervon auf der Stel— fünm ie le die Hälfte wieder an die producirende Classe die u ö aus, ö Vertheilung der Ausgaben. 95 ö ö ö Rber aus, um die Lebens⸗Mittel, das Brod, den Engerrtedr Fch 57 r 9— schn Wein und das Fleisch zu erkaufen, die von den und. — 7 zu ihr gehörigen Menschen töglich verzehret wer⸗ den. Die andre Hälfte wird von den Leuten 1 dieser Classe dazu angewandt, daß sie einander 90 f wechselsweis, ebenfalls zu ihrem Gebrauche, die Waaren der Hand ⸗Arbeit, Tuch, Leinwand, Lauf ö Schuhe, u. s. w. die ein jeder von ihnen fabri⸗ Keich. cirt, abkaufen, und folglich einander gegen⸗ seitig den Lohn, der ihnen für ihre Arbeit zu⸗ als e köömmt, und von dem sie ihre Bedürfnisse be⸗ mit der streiten müssen, bezahlen, nächstdem auch die Aades. rohen Materialien, welche durch die tägliche I das Consumtion aufgezehrt werden, wieder anschaf⸗ . Die fen, dieß heißt, ihre Auslagen unausgesetzt ste des wieder heestellen. Da haben wir also eine drey⸗ 8) um fache Ordnung des Handels⸗Verkehrs, aus der on die⸗ sich das ganze Räthsel der Tabelle auflösen läßt; und dit Verkehr der Proprietär⸗Classe mit den beiden von iht andern Classen; wechselseitiges Verkehr zwischen V. Cben diesen beiden; und Verkehr zwischen den Leuten se. M. selbst, die zu jeder von den beiden letztern Clas⸗ on ihren sen gehören. Die Circulation, die Ordnung und die Proportionen dieser dreyfachen Art von Verkehr sind auf der Tabelle verzeichnet und ge— würdert; und hiervon hängt die ganze Einsicht in den zusammen-gesetzten Gang der konomi⸗ schen Ordnung ab. Man sieht auf derselben, daß durch das wechselseitige Wieder-ausgeben einer Classe an die andre, wie es in dieser Tabelle aufgestellt ist, die gesammte Verwendung der zwey tausend Millionen Geldes an Einkommen, einzeln und wechselsweise, von einer Classe an die andre aus um and⸗N⸗ i l Miliohen r Hasse inandet hroduete ugt. stel l⸗Tu ihre il ö ö„ 100 kömmt, so daß die producirende Classe wirklich 5 die zwey tausend Millionen empfängt, und die WIAi 7 sterile ö 96 Viertes Capitel. sterile Classe sie ebenfalls empföngt. Der ganze Unterschied besteht darinnen, daß die erste alles, was sie empfängt, und die andre nichts wieder— erzeugt. Doch die Untersuchung und Demon⸗ stration dieses Artikels sind für das Capitel von der Reproduction aufgehoben. In dem gegen— wärtigen haben wir es bloß mit den drey Arten von Verkehr zu thun, deren wir gedacht haben; und wir erinnern hierbey nur, daß die Erklärung der Tabelle hauptsächlich auf dieser dreyfachen Ordnung des Verkehrs beruhe. Dieses zu er— innern, finden wir um so mehr für nöthig, weil wir wahrgenommen haben, daß dieß geräde das⸗ jenige Stück der Tabelle ist, welches man zu verstehn, die mehreste Schwierigkeit gefunden hat. Wenn man sich jedoch nur einmal einen General-Begriff von dieser dreyfachen Ordnung des Verkehrs gemacht hat; so ist leicht auf den bloßen Anblick der Tabelle einzusehn, daß eine jede von den beiden Classen wirklich die ganze Summe der zwey tausend Millionen empfange. Dieser Ueberblick scheint mir,(daß ich es sage, ohne in die Ein— sicht Andrer ein Mißtrauen zu setzen,) noch einer genauern Aus-einander-setzung zu bedürfen, da— mit er einem jeden ganz ddutlich vor die Augen des Verstandes gelegt werden könne. In der That würde die Tabelle zu einer unerklärbaren, für das Auge peinlichen, und für den Verstand auf lächerliche Art hypothetischen Hieroglyphe geworden seyn, wenn man auf derselben hätte alle Aeste und Zweige der Circulation anbringen und sichtbar machen wollen. Gleichwohl würde ein solches Gewebe von durch einander geschlun— genen und wiederholentlichen Linien im Grundt nichts hts v schabt! Rchte wuicht lassn, den e flechtl Und werden ter na malbe aus si Haten, dern e Rul die sauhen g sir Ge Rense ch als Du a ue M lashn vor di horaus Voers Sete! se dest Sande Aufh Rah, fomnte nicht ein: den Iuflie M gahhe dles, n Dumn ittl vn Mgegeh⸗ h Mtn t haben; tung Hyfache t⸗ 10, Well de das⸗ nan zu Munden einen dnung uf den eine irklich gusend Uberblck d Eh⸗ ch eintr e da⸗ Hugen N det Harbaren, Vasand oglhohe m hätte aubringe hl hurh 1 Huscht u —— ————————.————— Vertheilung der Ausgaben. 97 nichts weniger, als etwas Erdichtetes, an sich gehabt haben. Allein der Erfinder hat sich mit Recht enthalten, seine Tabelle so verwickelt ein⸗ zurichten; er hat es vielmehr dabey bewenden lassen, daß er lediglich die Quelle des Stroms, den Lauf seiner Haupt-Aerme, und die Ver— flechtung derselben unter einander darstellte. Und nun überläßt er denen, die nach ihm kommen werden, die Mühe, den einzelnen Aermen wei— ter nachzugehn, sie, wenn sie ein ähnliches Ge— mälde davon nöthig haben, auszumalen, und aus jenen Aermen die mancherley Canäle abzu⸗ leiten, die etwan zur Befruchtung ihrer beson— dern Gegend zu brauchen sind. Habet ihr ein⸗ mal die Wasser⸗Fälle dieses mächtigen Stromes kennen gelernt; habet ihr einmal die Richtung seiner Gewässer, und den Rückfluß derselben zum gemeinsamen Behälter übersehen: so wird es euch alsdann etwas Leichtes seyn, euch den Durst am Laufe desselben, weiter oben oder wei⸗ ter unten, wie ihr ihn am nächsten habet, zu löschen. Wenn aber das Gesicht auf der einen Seite vor der mündlichen Aussprache den Vortheil voraus hat, daß es festhält und mit minder Widerstand überzeugt; so hat auf der andern Seite die Vernunft den Vorzug darinnen, daß sie desto tiefer erforscht, desto genauer aus einander setzt, und desto umständlicher entwickelt. Zu folge dessen müssen wir uns hier in das Ein⸗ zelne, was die Tabelle nicht wohl darstellen konnte, näher einlassen. Ich verstehe dich nicht, wendet man mir, zum Beyspiel, hierbey ein: du hast einer jeden von den bei⸗ den Classen ein Tausend Millionen zufließen lassen; eine jede von ihnen W. A. P. 1. B. G giebt ————— 8—4 98 Viertes Capitel. giebt der andern die Hälfte wieder, und bekömmt von ihr ebenfalls eine Hälfte von dem, was sie empfängt. Das nennt man im gemeinen Leben Zug um Zug; und ich kann nicht be— greifen, wie hieraus folge, daß am Ende eine jede von den beiden Clas⸗ sen das Doppelte von dem, was ihr zuerst gegeben wurde, bekommen ha⸗ ben soll. Ich sehe wohl, daß mir es deine Ziffern unten auf der Seite in Addition vorrechnen: allein du ad⸗ dirst eben so wohl die Summen, die eine jede Classe ihrer Nachbarinn giebt, als die, die sie empfängt. Wenn dieß nicht heißen soll, eine und eben dieselbe Summe zweymal zählen; so weis ich nicht, wo man sonst hiervon ein Beyspiel finden würde.— Lasset uns diesen Einwurf unter— suchen; denn er ist mir wirklich gemacht worden. Ich will ihn so gar von der vortheilhaftesten Seite, die er hat, vertreten. In der That ist derselbe, dem Anscheine nach, am leichtesten zu beantworten, wenn man auf die Seite der pro— ducirenden Classe tritt, von der alles herkömmt: aber wie läßt sich beweisen, daß die sterile Classe, die von der producirenden so wohl in Ansehung der rohen Materialien, als in Absicht auf alle ihre Bedürfnisse abhängt, die von alle dem, was consumiret wird, nicht das mindeste aus der ersten Hand hat, gleichwohl die zwey tausend Rillionen, dieß heißt, die Total-Summe des Einkommens, dessen dringendste und unausweich— lichste Anwendung in Producten geschieht, welche sie nicht einzuärndten hat, wirklich einnehme? Die De Atie Izide durch sst, unseh Iuit flt sthn uyf Mhei das 6 Bshe mit eß sche ih Wuth! A Mat oer vi⸗ ay M D W Sun Häst Hlase Hält sihe g ie Tbel Ahl. Dophnn Racg seli auf auf e das ben E Vertheilung der Ausgaben. 99 —:—:— dber Die ganze Schwierigkeit, die man sich dieses 00 Artikels halben macht, rührt bloß aus einem 900 einzigen sehr plumpen Irrthum her, der aber 40 durch lange Gewohnheit dermaaßen eingewurzelt ist, daß er nunmehr, so zu sagen, ein Stück von 4—18 unsern angebohrnen Ideen ausmacht. Dieser 1 Irrthum besteht darinnen, daß wir das Zeichen. as ihi für die Sache, das Geld für den Schatz an⸗ hen has sehen. Wollte ich sagen, die sterile Classe Irt empfienge all das Heu, was vom Zucht⸗ und Ceitt Arbeits⸗Viehe verzehret werden soll, und all duah das Getraide, von dem so wohl die Güther— len, N Besitzer, als die Landwirthe zehren; so würde Hbarinn mir es zuverläßig Niemand glauben: allein so apfänt. sage ich, all das Geld, welches den Verkaufs⸗ Il, fit Werth dieser Dinge vorstellt und überhaupt unter veynd der Nation circulirt, ist den drey obigen Classen, Wo nan einer wie der andern, und folglich auch der sieri⸗ finben len, durch die Hände gegangen. hurf n Wahr ist es, die Proprietär⸗Classe wendet ht Wodgk. dieser Classe anfänglich nur die Hälfte dieser Kilhaftstn Summe zu: aber was thut sie mit der andern 1 I Hälfte? Sie läßt dieselbe der producirenden chtsen Classe zufließen. Diese trägt gleich anfangs bie H⸗ Hälfte hiervon der sterilen Classe zu; dieß ist Hakennt: eine ausgemachte Sache. So mit haben wir, Ib Es wie man gleich von der zweyten Staffel der Mhulg Tabelle an sieht, bereits drey Vierthel von der auf ale Total-Summe, welche die sterile Classe einge⸗ Wad nommen hat. Nunmehr lasset uns dem Reste uu der nachgehn: durch die Fortsetzung ihres wechsel— imsod seitigen Verkehrs kömmt noch ein Vierthel davon ume d auf jede Seite, weil bey jedwedem Kaufe, der ubbath auf einer und der andern Seite geschlossen wird, Vi das Geld seinen Herrn ändert, und in den bei⸗ den Classen durch allmähliche Subdivisionen/ O-e 2 die ———— ——. 4— nr 0 1 100 Viertes Capitel. ö die sich mit dem letzten Heller endigen, hin und n V her fließt, wie dieses auf der Tabelle zu sehn ist. 100 1 Und so mit kömmt dieses Vierthel Geldes in der 6 uir ö That durch zwiefältige Anwendung in die Hände Hast V einer jeden von diesen beiden Classen. Durch mam dieses wechselseitige und succeßive Verkehr kömmt Lanl die ganze Summe des Geldes auf diese und auf nais jene Seite geflossen. Während dieses wechsel— sibe! seitigen Verkehrs zwischen den beiden Classen rachů wird aber, wie wir bereits angemerkt haben, mit dem nämlichen Gelde noch ein ander Ver— naighel kehr zwischen den Leuten von jeder dieser beiden weou Classen getrieben, wo es sich bis ins kleinste Ein— uerbi zelne vervielfältigt; und im Grunde geht es chege eben so bey dem wechselseitigen Verkehr zwischen woduel den beiden Classen, welches auf der Tabelle, so W zu sagen, nur im Ganzen vorgestellt wird, ob— u gleich in der That die Total-Summe Geldes, 0 welche in diesen verschiednen Verkehrs-Rei— auudi hen circulirt, in denselben immer äußerst getheilt W ist. Es fällt, zum Beyspiele, Georgen, der itzt ms Wein verkäufet hat, ein Stück Geld zu; Georg hat Getraide von Jakob gekauft; Jakob hat ein fich f Pferd gekauft; Peter, der das Pferd verkaufte, sit hat Holz gekauft; Lorenz, der das Holz verkauf— sej s te, hat seine Holzschläger bezahlet. Diese Leute Eunn theilen ihren kleinen Verdienst wiederum zum e/ v Ankauf eben so verschiedner Bedürfnisse, wie muz- oben der Staats-Schatz auch vertheilet worden ise ist: die eine Hälfte dient, Brod, und die andre, a Kleidungsstücke, Geräthe und Werkzeuge für die ue sterile Classe zu kaufen. Die Leute, von denen diese Dinge gekäuft wurden, bezahlen nun wie— derum ihre Handwerks-Gesellen; diese Gesellen Hergif kaufen Brod, Wein, Schuhe, Strümpfe, Hüte, Getra V. s. w. Die Kaufleute, welche verkaufet haben, ner s⸗ kaufen ——————————— —— ‚‚‚H‚H‚.—99...——————————— Rund chist Iudre ehnd Duch öwrt nd aj wechseh Cassu habeß, 1V hetben Ein⸗ cht es lischen le, so ob⸗ eldes, Ni⸗ theäͤlt det iht Geolh I ekkauft, Hattuf⸗ shute m zum se wie worden andte, fir de on denel uun vi⸗ Hs of, 0 rxl fh Verthellung der Ausgaben. 101 kaufen Tuch, Leinwand, Gewürze, Zucker, Wein, Getraide, u. s. w. So mit befinden sich die verschiedentlichen Verkehrs-Reihen jeder Classe, und der Classen unter einander, der— maaßen eine in die andre gemischt, und die Total-Summe von circulirendem Gelde der— maaßen vertheilet, daß die Einbildungs-Kraft selbst nicht vermögend ist, dem Einzelnen davon nachzugehn. Aber man kann sich doch immer eine allgemeine Vorstellung davon machen, ver— möge deren man so ziemlich begreift, daß die An⸗ wendung des Geldes zwischen denselben äußerst vervielfältiget ist. Folglich ist der doppelte Uebergäng der ganzen Summe des Geldes in die producirende und in die sterile Classe nichts weni⸗ ger, als ein unbegreifliches Geheimniiß. Man darf nur nicht vergessen, daß hier alles Verkauf und Kauf ist, und daß es hierbey nicht allein auf die Vertheilung des Geldes, sondern auch auf die Vertheilung der Schätze ankömmt, die mit dem Geld erkaufet werden, und deren Preis, zu Geld angeschlagen, wohl doppelt und drey⸗ fach so starke Summen beträgt, als die Quan— tität Geldes, die auf der Tabelle circulirt; daß sie, sage ich, Summen ausmacht, die nicht Summen Geldes sind, sondern bloß die berech— nete, und in Geld ausgedrückte Valuta der Waa— ren;— so wird man gar bald finden, daß die jeder Classe zugetheilten Summen keinesweges die Realität der Schätze übersteigen, welche dem auf der Tabelle vorgestellten Verkehr Genüge thun. Wenn ein Landwirth seine Aerndte zu Fran⸗ ken(oder französischen Pfunden) anschlägt; so vergißt er nicht, daß es nicht Geld, sondern Getraid ist, was er berechnet. Wenn ein Krä⸗ mer seine Laden⸗Vorröthe in Gelde würdert; G 3 so Immer wäh⸗ rende Fort⸗ dauer der Ausgaben⸗ Bertheilung. 102 Viertes Capitel. so verliehrt er nicht die Waaren, woraus die⸗ selben bestehen, aus den Gedanken. Hingegen kann wohl ein Guths-Besitzer, der seine Rente jedes mal in bäärem Gelde 3 bekömmt, die Producte seines Guths aus dem Gesichte ver⸗ liehren, und bloß Acht auf das Geld haben, welches er bey seinem Aufwand aus der Börse nimmt: allein mit dieser herrschenden Idee vom Gelde, wird er die Verwendung der jährlich wieder auflebenden Schätze einer Nation weder zu begreifen, noch zu berechnen vermögend seyn. Das Leben, und folglich auch die Circu— lation, würden nicht länger dauern, als ein Jahr, wenn die verzehrbaren Güter nicht wäh— rendes Jahrs-Verläufes reproduciret würden. Aber indem die producirende Classe den Preis der Lebens-Mittel, die sie aus der Erde gefördert hat, empfängt, setzt sie ohne Unterlaß die näm⸗ lichen Arbeiten fort, und bereitet sich dadurch neue Schätze. Sie bringt der Proprietär⸗Classe das 6 Geld, welches endlich in ihre Hände zurücke gekommen ist; sie bringt es, sage ich, als Tribut, als Abzahlung ihrer Pacht-Zinse, als Stell⸗ Vertreter des Einkommens oder des disponibeln Theiles vom Ertrag: und hiermit kömmt die Bewegung von neuem in Schwung; oder richti— ger zu reden, sie dauert unabläßig fort. So steht es um den Gang des Kraislaufes, durch welchen die sichtbare Wirkung der Münze, und die täuschende Vielheit derselben darinnen ins Unendliche vervielfältiget wird, daß sie,(die Münze,) überall, wo Bedürfnisse, und Mittel zu deren Befriedigung vorhanden sind, erscheint, und daß die Leute auf Rechnung der Quantität der Münze schreiben, was bloß von der Ge— schwindig— shuidi 1 seltet: Gebis der d Ersche wiklle neine Kaask der E Mittl Thaltg dalen siuige/ j andr ttuben, ihr Rtltlch dunn da Ihle Khemn von d den 6 nicht: dem G or di saty! sch we R il Rung! alaath kauffh pergi. wie d herfall euthieh bit⸗ X Ru N habgz Borse bon Welch heder gind Hu⸗ ein bäͤh⸗ den. der delt am⸗ Rurch Gase wrück Hbul, El scheln die ihti⸗ ufes, lüze⸗ rinnen ,(ie Miit schent uunt V 6 19 Vertheilung der Ausgaben. 103 schwindigkeit ihres Umlaufes herrührt. Wo die Consumtionen abnehmen, da wird das Geld seltner; und man wird da über Seltenheit des Geldes klagen, zweifels ohne mit einigem Grun— de: denn in solchem Fall ist Verminderung des Erscheinens des Geldes das Symptom einer wirklichen Reichthums-Abnahme; aber das ge— meine Volk, welches das Symptoma für die Krankheit hält, klagt bloß über Schläfrigkeit der Circulation, und meynt, das Heil— Mittel bestünde bloß in Wiederherstellung ihrer Thätigkeit. Finden sich nun unter den verschie⸗ denen Theilhabern an einer von den drey Classen einige, welche die Schuld-Foderungen, die sie an andre zu machen haben, mit Gewalt ein— treiben, und von den andern Classen mehr fodern, als ihrer Classe der Gang der Circulation natürlicher Weise einbringen muß; so wird als⸗ dann das Geld in seinem Laufe desto mehr auf⸗ gehalten, und die Circulation wird desto mehr gehemmt. Wenn eine solche Unordnung bloß von dem Geiz eines oder des andern unbedeuten⸗ den Güther⸗Besitzers herrührt, der die Macht nicht in Händen hat, und sich begnügen muß, dem Geld im Vorbeygehn aufzulauern, um eine oder die andre Portion davon, welche die Knau⸗ serey durch Aufwand in Circulation zu setzen sich weigert, zu verheimlichen; so wird eine sol⸗ che, in gewisser Maaße kaum merkliche Unord— nung durch das auswärtige Verkehr, welches allenthalben den Cours im Kaufen und Ver⸗ kaufen bey einerley Gleichheit unterhält, wieder vergütet. Wenn aber die großen Proprietäre, wie der Staat, u. s. w. über die Circulation herfallen, und den Händen eines jeden das Geld entziehen wollten, um nur damit gewisse poli⸗ G 4 tische 104 Viertes Capitel. tische Bedürfnisse u. dergl. bestreiten zu können; 0 i so würde alsdann durch den Verfall der Repro⸗ Snn duction der Güther-Renten, und durch das 100 Mißtrauen, welches unter dem Warten, bis are das Ungewitter vorbey wäre, unausbleiblich den Benutzungs-Aufwand hemmen müßte, das ö glihe Geld wirklich verschwinden: mit einem Wort, auch in solchem Falle würde das Geld außen bleiben, Y und nichts mehr zur Belebung aller Theile, als Zwischen-Reichthum, beytragen. Dann wür— wach den die Leute mit Recht über Seltenheit des ö jih Geldes zu klagen haben. Wer nun aber als— ö lach. dann unteesuchen wollte, was für Wirkung diese ö m Seltenheit auf die reellen Schätze thäte, der ö tsch a würde wohl inne werden, daß sich die nämliche il Seltenheit zugleich über alle Arten von Reich⸗ c thum, über die rohen Materialien, über die ver— hfil arbeiteten Waaren, kurz, über alles erstreckte; u d daß die Entkräftung mit dem Todtenschlafe völ— hlih lig gleichen Schritt hielte, und daß der Staat mit Riesen-Schritten dem Aufhören aller Be— D wegung, welches Tod ist, entgegen eilte. W Wir haben schon mehrmals gesagt, und Eun können es nicht oft genug wiederholen, daß die Tabelle die Ordnung der Dinge, der Ausgaben uer und der Einkünfte in ihrem Wohlstands⸗Gipfel um vorstelle. Es wird daher oben die Bilanz ver— RNe zeichnet, welche die Vertheilung der Ausgaben audt hat beobachten müssen, ehe der Staat zu ö wutt einer solchen Höhe der Fruchtbarkeit, und die ut Gesellschaft zu einer solchen Höhe des reichen 0 Auskommens gedeihen konnte. Dieß ist die Ord— af nung, welche in den Ausgaben aufrecht erhalten kit werden muß, wenn der Staat von Dauer seyn, ht und keinen Abgang erleiden soll. Die geringste Res. Stöhrung dieser Ordnung darinnen ist gefähr— sch. lich, Vunz leibeß „ ls X it dis Hals⸗ se der liche lich⸗ ber⸗ kte; vol⸗ aat &De⸗ ha de Rben Sppfl ber⸗ Raben at zu die nichmn Did⸗ chalen it sef umt ssho⸗ h —9—————ß————— Vertheilung der Ausgaben. 105 lich, und zieht, durch unausweichlichen Zu⸗ sammenhang, die unseligsten Folgen nach sich. Wir werden dieses in den fernern Fortsetzungen dieser Untersuchung darzuthun beflissen seyn. Ob nun aber gleich diese Wissenschaft ledi⸗ glich auf Grundsätzen ruht; so erfodert sie doch auch, daß sie durch Rechnungen erhärtet werde. In Rechnungen ist alles Demonstration; und die Wichtigkeit der Sache ist schon der Mühe werth, daß man sich dem kleinen Zwang unter— ziehe, diese Rechnungen, die übrigens ganz leicht und einfach sind, zu studiren. Es ist auch in den Ansätzen derselben weiter nichts hypothe— tisch, als die Summe, die gleich anfänglich als fest angenommen und zum Grunde gelegt wird: aber die Regel ist die nämliche für eine Million, wie für tausend Millionen, ausgenommen darin⸗ nen, daß ein großer Strom eine stärkere Wirkung thut, als ein kleiner Bach. Dieses abgerechnet, sind die Vertheilungs⸗Regeln in gleichem Grade fest und beständig. Die Tabelle malt sie dem Auge in ihren ersten Subdivisionen vor: es kömmt hierbey einzig und allein auf Grundlegung an, und der Grund kann weder dauerhaft, noch unerschütterlich genug gelegt werden. Wollte man aber die Dauerhaftigkeit desselben in allen Puncten demonstriren; so müßte man sich in andre Einzelnheiten einlassen, die doch nur durch muthmaaßliche Rechnung erforschet und erörtert werden können. Die Rechnungen sind das Knochen⸗Gebäude der ökönomischen Wissenschaft, auf welchem allein die Kraft und Dauerhaftig⸗ keit derselben beruht. Von Oekonomie zu reden ohne Rechnungen, ist, wie ich schon anderwärts gesagt habe, nicht möglich. Wer Wirth⸗ schaft nennt, nennt Rechnungen. G 5 Jedwedes ..-.. I.—————— —* — ——— 2 **— w 106 Viertes Capitel. Jedwedes Haus hat sein Rechnungs⸗Buch; je⸗. der Wirthschafts-Verwalter spricht mit seinem aah Herrn in Rechnungen. Montagne sagt in waßtbe der naiven Sprache seiner Zeiten: wären die Für⸗ niet x sten auch noch so groß; sie können sich doch nicht ö 1. D anders auf ihren Hintern setzen, als wie andre adbe Menschen. Mit Fug und Rechte können wir wihe also sagen, die Ausgäben und die Einkünfte ei— Ruumsli nes großen Staates müssen so gut berechnet visset werden, wie die Einkünfte und Ausgaben einer dinst Familie. Ziffern, mit einem Worte, sind Name wicde und Sprache der Quotitäten. Die Vernunft wshe setzt sie aus einander; aber sie allein geben der Echn Vernunft eine bestimmte Richtung, und halten nlsche sie fest. Ohne sie können wir uns mänchmal kathioe nach Verlauf eines halben Jahres in den Stük— hiice ken, die wir aufs genaueste erforschet und be— nscheN rechnet haben, und von denen uns das Anden— shhuna ken entwischt, weil uns die darüber gefertigten Rfundo Rechnungen nicht zur Hand sind, gar nicht wie— Waun der zu rechte finden; und die unwidersprechlich— W sten Wahrheiten können durch das Räsonnement autst eines sophistischen Kopfes leicht verworren wer— ser A den. Hesc Dieses hat der Erfinder der Tabelle eingese— Rehte hen. Zu folge dessen hat er denn für nöthig nn 68 befunden, das Capital eines Staates, und die ud Ausgaben desselben zu berechnen, die Quelle da— Hhsr von wieder aufzusuchen, das Fuß-Gesimse je— E ner Ausgaben zu gründen, und der Vertheilung derselben nachzuspüren, um den Cirkel ihres Gan— ges bis zu ihrer Reproduction zu entfalten. Da— gif durch hat er an der ökonomischen Welt wirklich u gethan, was die Naturforscher an der physi⸗ lich schen Welt zu thun umsonst versuchet haben. fnde Die letztern haben die Eingeweide der Erde durch— Eint wüh⸗ —*.——————————F———— — ,,,:... DDI s⸗ Iun WI Wu 1 ahdte e ti echet eiher Name unft ber sten nal i⸗ be⸗ Vertheilung der Ausgaben. 107 wühlen wollen, um den Gang der Gewässer zu entdecken, die unaufhörlich aus dem Schooße derselben strömen, um sich in das weite Welt— meer zu ergießen. Einige haben behauptet, je⸗ ne Wasser⸗Menge führte ihren Ueberfluß durch andre Canäle zurück, die dann über der Erde wieder zum Vorscheine kämen. Andre haben die unabläßige Wiedergeburt der Quellen den Ge⸗ wässern beygemessen, die nach geschehener Aus— dünstung verdicket, und durch Regen und Thau wieder hergestellt würden. Dergleichen Unge⸗ wißheit ist das Erbtheil der menschlichen Schwachheit in alle dem, was nicht zum mo⸗ ralischen und physischen Verhalten auf Erden nothwendig ist, und in dem, was sich weder berechnen, noch ausmessen läßt. Die ökono⸗ nische Physik hingegen ist, so erhaben sie auch seyn mag, von einem einzigen Manne gesucht, gefunden, und demonstriret worden. Und warum? Darum, weil diese Wissenschaft, die wir unumgänglich nͤͤthig haben, allenthalben entscheidender Demonstrationen fähig; weil die— ser Mann dadurch in Stand gesetzt worden, das Geschäffte mehrerer arbeitsamen Männer, und mehrerer Generationen von solchen Männern in Gründlichkeit und Fleiß allein zu verrichten; und weil alles, was wir nöthig haben, dem beharrlichen Fleiße des Menschen verheißen, und Er damit begnadiget worden ist. Der Artikel von der Vertheilung begreift auf der Tabelle das ganze Labyrinth der Circu⸗ lation unter sich, und stellt dasselbe in einer leichten Berechnung vor Augen. An der Spitze findet man die Gütherbesitzer⸗Classe, die ein Einkommen von 2,000 Franken genießt, wel⸗ che — ——— * — .... Resultat dieset Capitels. —.————— DE. *2—0*— x 108 Viertes Capitel. che hier an Statt der zwey tausend Millionen, über die wir mit unserm Leser bereits einverstan— den sind, figuriren mögen, damit wir der Men⸗ ge der Ziffern, und der gar zu großen Ausdeh⸗ nung der Tabelle überhoben seyn können. Diese Classe giebt 1,0o Fränken an die produciren— de, und 1,O00 Franken an die sterile Classe wieder aus. Eine jede von diesen beiden Clas⸗ sen läßt auf der Stelle wiederum der andern die Hälfte von dem zufließen, was sie empfan⸗ gen hat; und diese Reihe von Subdivisionen geht auf solche Weise fort bis zum letzten Hel— ler, mit dem sich der jährliche Aufwand schließt. Man muß nicht vergessen, was wir schon etliche mal gesagt haben, daß, was auf der Tabelle abgestufft, und auf Leiter⸗Sprossen zu gehn scheint, nichts andres sey, als eine erdich— tete Reihe, die zur Aus⸗einander-setzung er⸗ funden wurde, weil sie nöthig war, die ent— scheidenden Resultate der wirklichen, freyen und verworrenen Reihe aus einem regelmäßigen und festen Gesichts-Punct aufzustellen. Ich habe diese Erinnerung wiederholet, weil ich Leser, und noch dazu fleißige Leser gefunden habe, die sich die Vorstellung in den Kopf gesetzt hatten, jede Zeile solle ein Jahr vorstellen; welches sich, ih— ren Gedanken nach, darauf gründete, daß eine jede die Reproduction ausdrückte. In diesem Falle würde die Reproduction, mit Beystim⸗ mung der Tabelle, von Jahre zu Jahr um die Hälfte geringer werden, wobey wir denn unsre Rechnung so schlecht, als möglich, fänden. Hier ist es die Tabelle von Subdivisionen der Summen, die gleichsam durch eines und eben dasselbe Getriebe in die unzählbaren Canäle der Circu⸗ 0 grrllti Rhuian. uderd W N ö shaft; gebeh! HDit Nste i ddek al *38* vonn der H Hucgcb N zu Eitwic Iu muß Walung whn and upoe sichts motij —— Men, Mun Mn. Wah W Mairaz Clast Cas. dern Pfah⸗ sosen ͤ Hale H. ——————.———.———:— Vertheilung der Ausgaben. 109 Circulation wieder ausgegossen und vertheilet werden. Diese Subdivisionen hat man nicht anders darstellen können, als in einer einfachen und einformigen Reihe. Alle Partien der Baar⸗ schaft, die an die producirende Classe kommen, geben der Menge der Mitwirkungen Leben und Thätigkeit, und beseelen diesen Theil; und diese Menge vereinigter Arbeiten heißt die Sum— me der Reproduction für das Jahr dräuf wie— der aufleben. Dieses werden wir in Betrachtung ziehen, wann wir an diesen Artikel gedenken. Vor der Hand ist es genug, daß wir den Gang der Ausgaben-Vertheilung, und die nützlichen Re— geln zu dieser Vertheilung gesehen haben. Diefe Entwickelung wird, wie sich in der Folge fin— den muß, noch mehr durch das Anschauen der Wirkungen der Ausgaben bereichert. Es scheint jedoch nützlich, dieses Capitel von der Verthei⸗ lung durch Aufstellung der Resultate aus einem einzigen, einfachern, und mehr vereinigten Ge⸗ sichts Punct, in einer abgekürzten, und sum— marisch erläuterten Tabelle zu wiederholen. Abriß Abriß der Re sultate aus der Vertheilung, so wie solche auf der Tabelle vorgestellt ist. Du Auslagen Auslagen Ir dis ö der producir. Classe. Einkommen. der sterilen Classe. is hir 2000 200⁰0 1000 Dieses ———* 2 Halfte der—3 8(Hälfte der Cente vom Ein⸗—— om Ein⸗. kommen. 2.— kemmen. ist du umme der) Summe der Suhn Rückdüsse— Rüͤckflüsse von der ste⸗— ö von der pro⸗. rilen Classe ducirenden samme zu der pro⸗ 1000, die rein repr. 1000 1000 Classe zu der O5 ducirenden. Usterilen. 95— Megeb. Summe 2000 Summe 2000 Summe 2000 Ks V 1 Die gesammte Reprodustion ist allen den Sum— Sf men gleich, die bey der producirenden Classe zusam⸗ 0 menkommen und an dieselbe ausgegeben werden. ö M Nämlich, 30 N N Die Auslagen der producirenden Classe 2000 I R Der Antheil vom Einkommen, der so gleich l der producirenden Classe wieder zufließt,„1000 D Summe der Rückslüsse von der sterilen Classe Pabn an die producirende„1000 Die Auslagen, welche die sterile Classe zu Er— lagel, kanfung der rohen Materialien von der produ-⸗ Huut, cirenden Classe verwendeii.„1000 Summe 5000 So nach beträgt die gesammte Reproduetion Maah. 5000, wovon der Landwirth für seine jährli⸗ hon de chen Auslagen, und zur Zinse von seinen In— strumental⸗Auslagen zurücke nimmt 30⁰0⁰ umi Bleibt also zum Einkommen- 3 2000 U Summe 5o 170 ö ö Total⸗Masse der in der Tabelle begrißsenen ije x Schätze. deltn Die gesammte Reproduction„ 5000 se fir Die Seld⸗ Rentem;ꝗ_ìN13 2000 und! Die Auslagen der sterilen Classe, die von den Leuten dieser Classe beständig unterhalten werden 100⁰ schen! Summe 8000 Fahydi An⸗ .————— —— Fĩq‚ↄꝙ.ꝗ.ꝗ...........———— ———— EI'l!rö!:‚:— Heh Hast, Hlste de tsgabe Eis⸗ pmen. ume der Wdüss derpi⸗ irenden en der . Vertheilung der Ausgaben. III Anmerkungen. Der reine Ertrag, der aus dem Aufwande der producirenden Classe jährlich wieder auflebt, ist hier den Auslagen eben dieser Classe gleich. Dieses nennt man alsdann hundert Pro⸗ Cente geben. Die Summe der Auslagen der sterilen Classe ist dem vierten Theile des Ganzen der beiden Summen, der Auslagen der producirenden Clas⸗ se und des reinen Ertrages oder der Rente, zu⸗ sämmen genommen, gleich. Die Summe der Rückflüsse oder Wieder⸗ Ausgaben der producirenden Classe an die steri⸗ le ist der Hälfte der Auslägen der produciren⸗ den Classe gleich. Die Summe der Rückflüsse der sterilen Classe an die producirende ist der Hälfte der Einnah— me der sterilen Classe gleich. Die sterile Classe nimmt 2,000 Franken ein, wovon 1,00o zu Wieder-Anschaffung ihrer Aus⸗ lagen, und 5000 zum Lebens-Unterhalt ihrer Leute, angewändt werden. Die Leute von der sterilen Classe sind der Anzahl nach etwan halb so stark, als die Leute von der producirenden, deren Aufwand 2,000 Franken beträgt. Die producirende Classe wendet ihre sämmt— lichen Auslagen von 2,000 Franken auf, die ihr durch die Reproduction gänzlich, und außer denen ihr noch überdieß 1,9000 Franken zur Zin⸗ se für ihre Bestand-Auslägen ersetzet werden— und bezahlt 2,000 Fränken als Rente, die zwi⸗ schen dem Grundherrn, dem Suverän und dem Zehndt-Herrn getheilt werden. Dieses macht zusam⸗ 112 Viertes Capitel. zusammen die Anwendung der sämmtlichen jähr⸗ lichen Revroduction von 5,000 Franken aus SSSSI.. H ö Der jährliche Aufwand beläuft sich auf 5, 000 ö V Franken, und die gesammte Reproduction nur NM +* auf 5,000 Franken; so mit übersteigt der Auf⸗ 0 wand die Reproduction, weil ein Theil von dem bun Aufwande, der an die sterile Classe gelangt, nicht Gun zum Producten⸗ Ankaufe gehört. X I. Die Materialien zu den Werken, die der— sterilen Classe abgekauft werden, sind bloß Rück⸗ cus kauf der nämlichen Producte, welche die pro⸗ mt! ducirende Classe an sie verkaufet hat. recht 2. Die Ausgaben zu bem Lohne für die Hand— Arbeit, welcher an die sterile Classe bezahlet lba. wird, sind kein Ankauf an Producten, sondern fend eine Lohn-⸗Zahlung für die Arbeit der Leute von dieser Classe. Rbm 3. Daher übersteigen die jährlichen Ausga— hsimn ben die Summe der jährlichen Reproduction; sian allein dieser ULeberschuß an Ausgaben ist im Grun⸗ V de bloß eine succeßive zwiefache Anwendung des Oal Geldes, welches unter der Nation circulirt. be auf thun lchen ohhe sch d flht hdit * Reich aunt prod Din ODdtd die? Fünftes N scht⸗ ul. 980 Hin du e N voh du g, mit die der 0 dt die pro⸗ Hand⸗ Hahlet ondern e bon lusga⸗ ction; Grua: nN des ltt. sts 119 Faünftes Capitel. Die Wirkungen der Ausgaben. Maun lasse sich's nicht Wunder nehmen, wenn Die Gennd⸗ man in den verschiedenen Theilen gegen Wehenn wärtiger Erörterung zum öftern die nömlichen mynherley Grundsätze wieder zum Vorscheine komenen sieht. Paruus g sie machen die Basis dieser ganzen Wissenschaft fonert wer⸗ aus. So wie ein Gebäude sich nach und nach nunchrried aus dem Grund erhebt, muß man immer wieder Gesi mit der Bleyschnur nachsehn, ob es auch loth Per er War⸗ recht stehe. scheine kom⸗ Alles Thun nimmt seinen Anfang mit Aus⸗ men. gaben. Selbst der menschliche Leib fühlt gleich anfangs, und so bald er zur Welt gebohren ist, ein Bedürfniß, seine Nahrung zu finden. Wir haben bey der Erläuterung dieses Grundsatzes bestimmet, warum das ganze Spiel auf der Tabelle seinen Anfang mit den Ausgaben nimmt. ö Die Dinge, die zu unserm Gebrauch und Natürliche Genusse dienen, sind ihrem Wesen nach Güter; Leanehurnen aber bloß der Aufwand ertheilt ihnen einen Ver Tharikenn der kaufs⸗Werth und die Eigenschaft eines Reich alenenen thums, entweder zur Nahrung, oder zum öußer Benn ber lichen Gebrauche: denn ohne Bedürfniß, und Geselschaft. ohne die gewünschte Nutzung der Dinge, deren sich die Menschen bedienen, würden die Dinge selbst weder gesucht, noch gekauft, weder repro⸗ duciret, noch durch die Arbeit der Menschen zu— gerichtet werden. Die allgemeinen Wirkungen der Ausgaben sind also Verkaufs-Werth, Re⸗ production und Zurichtung der reproducirten Dinge. Die Ausgaben thun in der okonomischen Ordnung verschiedne Wirkungen, je nachdem die Ordeung oder Reihe dieser Ausgaben selbst, M. A. P. 1. O. 5 so 114 Fünftes Capitel. so wohl bey der Anwendung des Eigenthums, ahgi als bey der producirenden, und bey der steri— tr len Classe verschieden ist. Für itzt müssen wir det E die Reihe dieser verschiednen Wirkungen be— RNig trachten. ö silbe Oekonomische Ehe und bevor wir uns in die umständliche Hien Augaate dn Untersuchung der Aufwands⸗Ordnung bey den Rcht Einkommens. drey Classen in Absicht auf die Wirkungen dieses 0 Aufwandes einlassen, müssen wir vor allen Din⸗ ssche gen, um jene Grundsätze gehörig festzusetzen, Halt das natürliche Recht, auf das die Gesellschaft m sich gründet, und das alle Maaß⸗Regeln des Id be positiven Rechtes unter sich begreift, zur Basis Rhre annehmen. Das Eigenthum, welches durch sce d Arbeit mittelbar oder unmittelbar erworben hvitde! wird, muß gesichert seyn, wenn anders die Arbeit gesichert, befördert, und ununterbrochen Allj fortgesetzt werden soll. Die Menschen müssen ein⸗ ander gegenseitig beystehn, und zu den Bedürfnis⸗ hubn sen der Gesellschaft wechselsweise das Ihrige bey— Hltv tragen. In der täglichen Erfüllung dieser bei⸗ uud den Pflichten fließen das Beste des Publicums He und das Beste der Privat⸗Leute zusammen. Em Lasset uns zum physischen Beweise dieser Wahr⸗ D heit, und zur Erörterung der Art und Weise Sust kommen, wie ihr Genüge geschieht. iu; ö Wir haben oben dreyerley Eigenthums⸗* Arten anerkannt, das Eigenthum an den Grund⸗ stücken, das Eigenthum an den Benutzungs⸗* Schätzen, und das Eigenthum am Arbeits-* Lohne. Werd Das Eigenthum am Grund und Boden rührt, seinem Ursprunge nach, von der Arbeit 5 und dem Aufwande derer her, welche verlasse⸗ 5 ne und ungenutzte Ländereyen nutzbar machen. 60 Man nimmt dieses zu allen Zeiten an den d6 Colonien thut si⸗ isa en h ständhei bey de n diese llen Din⸗ shlthe, sllschaft el des Basis durch vorben die rochen en ein⸗ rfais⸗ ö bey⸗ cher bii⸗ ablicuno sammen. Vahr⸗ Vise thuns⸗ Hrund⸗ hungs⸗ sbeits⸗ Bodel Vbot halst machn. öl soen ——— bꝑDSDꝗDSDDDDDDDDD‚S‚SES Wirkungen der Ausgaben. 115 Colonien in wüste liegenden Gegenden wahr; jeder Colonist bekömmt vom Suverän, oder von der Commun, einen Sicherheits-Brief über die Zueignung des Gebietes, ehe und bevor er dem— selben seine Arbeit und seine Kosten widmet. Hierinnen besteht das uranfängliche Erwerbungs⸗— Recht; es gründet sich auf das natürliche Recht, so wie sich dieses natürliche Recht auf die ohy⸗ sische Ordnung selbst gründet. Das Grunostück hatte keinen Preis, weil es keinen Werth hatte: nun hat es Werth und Preis durch die Arbeit und den Aufwand desjenigen gewonnen, ber es urbar gemacht und angebaut hat; das ist natür⸗ liche Ordnung. Ohne Sicherheit des Besitzes würde der Landwirth weder seine Arbeit, noch seine Ausgaben an das Grundstück gewendet haben; und mithin würde dasselbe so wohl für ihn, als für die Gesellschaft im Unwerthe ge— blieben seyn. Folglich ist die moralische Sicher— heit des Eigenthums eine Bedingung, die noth⸗ wendig dazu erfodert wird, wenn liegende Gründe einen festen und bleibenden Werth be⸗ kommen sollen. Dieß ist natürliches Recht. Das Eigenthum kann durch Verkauf und Kosten⸗ Entschädigung an einen Andern abgetreten wer⸗ den; alsdann macht derjenige, der es durch den Ankauf an sich bringt, den Aufwand oder die Ausgabe für den Werth des Grundstückes, wel⸗ ches ihm verkaufet wird. Das Eigenthum kann auch durch Schenkung einem Andern überlassen werden: in diesem Fall hat der Verschenker zu⸗ reichende Gründe, die ihn zum Verschenken be⸗ wegen; und diesen Gründen nachzugeben, dient ihm für Entschädigung. Endlich kömmt das Eigenthum durch Erbschaft an die Verwandten des Besitzers, und wird zu einem Patrimonial⸗ 2 Guthe, 116 Füͤnftes Capitel. Guthe, so fern im Lande nicht etwan Gesetze gelten, die, aus Gründen eines größern Vor⸗ theiles für die Gesellschaft, dem entgegen stehen. Eines größern Vortheiles, sag' ich: denn das Erb⸗Recht selbst ist der Gesellschaft vor⸗ theilhaft, weil der Besitzer, der seiner Familie zugethan ist, durch diese Prärogativ zur Arbeit und zum Aufwande für die Unterhaltung, Ameli⸗ oration und Vergrößerung seines Guths aufge⸗ muntert wird. Nun sind aber Arbeit und Auf⸗ wand die Quellen des Reichthums und Wohl⸗ standes der Völker. Also fällt in die Augen, daß jedes Glied der Gesellschaft, welches auf eine gerechte Art für sein Privat⸗ Interesse sorgt, zugleich damit zum gemeinen Besten wirksam sey. Lasset uns demnach aus diesem Gesichts-Puncte die Arbeiten und Ausgaben der zur Gesellschaft vereinigten Menschen untersuchen. Wir machen den Anfang mit der Anwendung des Einkommens, indem damit, wie bereits ge— dacht worden, der Gang der Tabelle seinen An⸗ fang nimmt. Das Einkommen oder die Guths⸗ Rente ist der einzige Antheil vom Frucht⸗Er⸗ zeugnisse, mit dem sich frey gebahren läßt; und von der Art, wie damit gebahret wird, hängt das ganze Getriebe der Gesellschafts⸗Maschine ab. Vor allen Dingen muß das Einkommen angewandt und ausgegeben werden: denn es giebt außer demselben nichts, was in eigent⸗ lichem Sinne verwendet würde;, alles Uebrige ist bloß Consumtion, und nicht Aufwand. Hier⸗ über will ich mich deutlicher erklären. Wenn Peter mit seiner Familie das Getraide, welches er eingeärndtet hat, verzehrt; wenn seine Pferde sein erbautes Futter auffressen; wenn er sich mit den rohen Fellen seiner Schaafe kleidet, und sich mit fit den les E schih ‚ Mittih schaffn nisse ge DaE e gth betkäuf genöth ur bon de Mgel Hithe⸗ shst I Vet i. Boal sid. Eiß Staatez, u N. van Hune Mbau Vortt lsche u der M Ius de Srind Ethate irNat Hsthe Rrun kehts, haft ‚ Rase Ih eite OR W, Rshn. ½ M aft hu⸗ Famili 2 Arbeit V Mel⸗ Vaufg⸗ und Auf⸗ Vohl Mugah, 18 auf esorgt, im seh. uncte schaft Rdung ats ge⸗ Wen M⸗ Guths⸗ icht⸗Er⸗ st; und „hingt hashine ommen denn es igent abrigt R Hir⸗ Wihl Rll 997 shmt sc it Wirkungen der Ausgaben. 117 mit dem Fleische derselben nährt: so ist dieß alles Consumtion, und kann dieses alles ge— schehn, ohne seinen Lebens⸗ und Kleidungs⸗ Mitteln den mindesten Verkaufs-Werth zu ver⸗ schaffen, und ohne ihn zu irgend einem Verhält⸗ nisse gegen die übrige Gesellschaft zu verpflichten. Das Einkommen hingegen setzt Verkaufs⸗Werth der Früchte voraus: denn außerdem würde kein verkäuflicher Ueberschuß da, sondern ein jeder genöthigt seyn, eigenhändig zu arbeiten, um nur zu leben, oder kümmerlich von der Portion von Früchten zu leben, die bey jeder Familie für Abgelebte und Unvermögende zurücke gelegt wird. Güther⸗Einkommen setzt voraus, daß die Gesell⸗ schaft gebildet, die Verhältnisse bestimmet, Kauf und Verkauf schon bräuchlich, und über Münze und Baarschaft bereits Uebereinkünfte getroffen sind. Ein stärker Guths⸗Einkommen setzt große Staaten, offne Heer⸗Straßen, schiffbare Flüsse, freye Meere, vervielfältigte Bedürfnisse, zu ei⸗ nem hohen Grade der Vollkommenheit gebrachte Künste, und einen durch guten und reichlichen Anbau befruchteten Boden voraus. Mit einem Worte, das Güther-Einkommen ist das mora⸗ lische und physische Thermometer der Gesundheit, der Macht und des Gedeihens eines Staates. Aus dem Güther⸗Einkommen kann man die Gründlichkeit der Verfassungs⸗ Grundsätze eines Staates, die Wohlanständigkeit der Sitten ei⸗ ner Nation, die Kraft und Dauerhaftigkeit ihrer Gesetze, die Weisheit und den Werth ihrer Re⸗ gierung, die Nutzbarkeit ihres Handels-Ver⸗ kehrs, den blühenden Zustand ihrer Landwirth⸗ schaft, den Umfang ihrer Bevölkerung, die Masse ihres Reichthums, die Menge der unter ihr circulirenden Baarschaft, und ziemlich sicher •*. die I 118 Fünstes Capitel. ö die Valuta ihrer Schätze erkennen und beur⸗ Ids theilen. Was ich über diesen Punet hier be— kum. haupte, wird in der Folge dieses Werkes er— ö W wiesen werden. ö uen d Zu folge dessen ist das Güther⸗Einkommen de O. die Grundläge der eigentlich so zu nennenden. Ausgaben. Daß dieses Einkommen aufgewandt uir u und ausgegeben werde, daran ist sehr viel ge⸗ ö Derest legen: denn jedes Ersparniß vom Einkommen hiht zieht Verringerung des Aufwandes, und, was Gbht eine unausbleibliche Folge hiervon ist, Verringe— hage/ rung der Frucht⸗-Erzeugniß und des Einkom⸗ andol ens nach sich. Wer an seiner Consumtion b1ů spart, der kann wohl auf Kosten und zum Scha⸗ ö Halke den andrer Leute seine eignen Fonds vermehren: gehelt aber je mehr er daran spart, desto mehr entzieht lan von er dem Besten des Ganzen. Daher der Fluch, Huuhen der, wie wir sehen, gewöhnlicher Weise die umifat Güter verfolgt, die durch schäbigen Geiz zu— ddßhift sammen⸗gescharrt werden, welcher ein ganz Wümmtt ander Ding ist, als die weise Sparsamkeit, die We im voraus für mögliche Unfälle sorgt, bey wel— darimne chen man zu ungewöhnlich starken Ausgaben ge— das N nöthigt werden kann, die, wenn man nicht vor⸗ linfte her darauf bedacht gewesen wäre, ruinös aus⸗ Danst. fallen würden. Wir mächen hierinnen einen Iacter wichtigen Unterschied zwischen der schäbigen itken Sparerey und dem gemächlichen Auskommen uum tt der Privat-Leute, welches durch Anwendung Hsen seiner Schätze immer mehr zunimmt: denn bey Raung letzterm trägt so gar derjenige, der vielleicht nuiuslst bloß für sich selbst zu sorgen meynte nicht weni⸗ Eikon ger zum gemeinen Besten bey, als wenn er sich allnv das gemeine Beste ausdrücklich angelegen seyn richtin ließe. Der Knauser hingegen thut nothwendi— derman ger Weise dem Publicum und der Gesellschaft so hoben viel bit⸗ X 6 had er Rlomnen mendan ewatbt dil g Lommen d„ Vas Nringe⸗ Entom⸗ Imfiov Scha⸗ chen: thicht huch, die u⸗ Ranh ½ de 2 Wil hen ge⸗ t hl⸗ Faub⸗ eilet Ibigen mmen nbung in bey bbächt weti⸗ et sch in sch ben⸗ II 0 l Wirkungen der Ausgaben. 119 viel und so weit Schaden, als sein Laster reichen kann. ö Also ist daran gelegen, daß das Einkom⸗ men ausgegeben werde; es muß dieses aber in der Ordnung und Richtung geschehn, die auf der Tabelle bemerket ist, deren Verrückung, wie wir aus den Veränderungen der Tabelle selbst beweisen werden, die unseligsten Folgen nach sich zieht. Der reine Ertrag, oder die zur freyen Gebahrung bleibende Portion vom Total-Er⸗ trage, die nach Abzuge der jährlichen, vom Landwirthe zurücke zu nehmenden Auslagen übrig bleibt, wird hierbey, nach der Sitte der Völker neuerer Zeiten, gleichsam in drey Theile getheilt. Diese sind 1) der Zehndte; eine Por⸗ tion vom Total⸗Ertrage, die nach Local-Ge— bräuchen im voraus abgezogen wird, und die zum öffentlichen Gottes⸗oder Kirchen-Dienste, dieß heißt, zum Unterhalte der Kirchen-Diener, bestimmet ist;— 2) das Einkommen der Güther⸗ Besitzer, die ebenfalls ihre Thätigkeits⸗Pflichten darinnen haben, daß sie die Ober⸗Aufsicht oder das Regiment über die Güther führen, die Ein⸗ künfte ausgeben und anwenden, und durch ihre Dienste, nach Maaßgabe ihrer verschiedentlichen Aemter im Staate, zum gemeinen Besten mit⸗ wirken;— und 3) die Steuer, oder der Theil vom reinen Ertrage, der zu Bestreitung der Kosten des Policey⸗-Wesens und der Verthei⸗ digung des Staates beygetragen wird. Der moralische Zweck der Anwendung des Güther⸗ Einkommens ist, den mancherley Leuten, die zu allen diesen, der Gesellschaft unentbehrlichen Ver⸗ richtungen bestellet sind, ihren Lebens-⸗ Unterhalt dermaäßen zu gewähren, daß sie der Mühe über⸗ hoben seyn konnen, ihre Versorgung mit dem, 9 4 was Jede Stöh⸗ zung der moralischen Ordnung ist eine Folge von Stöhrungen 120 Fünftes Capitel. was sie bedürfen, bey einer mechanischen Arbeit zu suchen, bey der sie von ihren öffentlichen Ge⸗ schöfften, welche keine Stöhrung leiden dürfen, abgehalten werden würden. Die physische Ver⸗ theilung ihrer Ausgaben muß dem moralischen Zwecke derselben angemessen seyn; dieß heißt, sie muß nicht nur ihren Unterhalt bewirken, sondern ihnen auch die verschiedentlichen Hülfsmittel ver⸗ schäffen, die ihr Stand, welcher ihre Pflichten mit unter sich begreift, nothwendig erfodert. Dieß ist die natürliche, dem Aufwande vor— geschriebene Ordnung; eine simple Ordnung, die ihren Gang von selbst in ihrer natürlichen Rich⸗ tung nimmt: aber die Zwangs-Ordnung, die eine unnatürliche und vernunftwidrige Stöhrung verursächt, schlägt dem Moralischen, und der Fundamental⸗Verfassung der Gesellschaft un⸗ heilbare Wunden. Wir betrachten mit Rechte die Sitten als die Aegide einer Nation; aber die Cultur, dieses Füllhorn, leitet und regiert die Sitten. So bald die Cultur durch die politischen Specula— der physischen tionen einer Nation in Unordnung gestürzt ist, und ökonomi⸗ schen Ord⸗ nung. so bald wird auch dadurch das Capital derselben verringert, und die Sitten werden eitel. Die Bedürfnisse zwingen alsdann die Menschen, ihre Zufiucht zu den ausgelassensten Rettungs-Mit⸗ teln zu nehmen; denn die politische Unordnung bringt die Menschen aus ihrer Fassung. Hier⸗ aus erwächst denn Armuth; und nun nehmen Hartherzigkeit und Rauberey in den Sitten über⸗ hand.— Wie geht das zu?s— Ey! wo jedermann Bedürfnisse hat, und nur Wenige arbeiten, da kommen die Räuber empor, und reißen endlich Mangel und Elend ein. Alsdann ist alles Kunstgriff, unordentliches Leben, Un⸗ gerechtig⸗ chiike He und der! 6 n fügen si die wote lichen g der Ht sn m auf die so war himdti Eynpto hit nic Sittt Ursar 6nd ni⸗ 1 Uld! Ild Eihs Wol R cuns! bonih denen herden sud sc in Jris luch v Wordn Dunr kcht fiyden, politj halten N V*. an die Weit hmn Gi, 0 duft, sschevn. Roralschg heißt,si sonden nittel vet⸗ Pfichte fodert. Aande bbl⸗ ung, die n Sch⸗ ng, die lhrung ind der st un⸗ ten als Neses V. So Specula⸗ stezt i haflben . Die Ws ihte ⸗Mi⸗ tdnung Hier· nehmtt ten übek⸗ Eyl 00 Veanh po/ 10 Wbelt M. h⸗ Wirkungen der Ausgaben. 121 gerechtigkeit, Zänkerey, Feindseligkeit und Partey. Finden sich hernach die Früchte des Eigenthums, und der Lohn, der dem Arbeiter gebührt, wieder ein, und werden von neuem sicher gestellt; so fügen sich auch die Menschen von selbst wieder in die moralische Ordnung. Dieses sind die eigent⸗ lichen Fundamente des natürlichen Gesetzes und der bürgerlichen Ordnung. Bauen die Morali-Nichtige Spe⸗ sten und die Politiker ihre Wissenschaften nicht Moraltten,dig auf die ökonomische Ordnung, auf den Pflug; bey den mora⸗ so werden ihre Speculationen immer eitel und lischen Regeln, chimärisch seyn: sie sind dann Aerzte, die nur die nnthihhen, Symptomen wahrnehmen, die aber die Krank— lächen und. heit nicht kennen. Die Schriftsteller, die uns bkonomischen die Sitten ihres Jahrhunderts schildern, ohne Benuten dien den Ursachen nachzuspüren, warum die Sitten 15 hezn ech⸗ so und nicht anders waren, sind bloße Speculi⸗bleiben. rer, und keine Philosophen. Die Reformatoren und Censoren, die einem Strom entgegen arbei⸗ ten wollen, ohne ihm eine andre Richtung zu geben, stellen sich selbst dem Gelächter des Publi⸗ cums bloß. Die Sitten sind natürliche Folgen von ihren Ursachen. Eben die Ursachen, von denen die Staats-Fonds zu Grunde gerichtet werden, richten auch die Sitten zu Grunde, und sind schuld, daß dieselben in Unwissenheit und in Privat⸗Eigennutz ausarten,— welche her⸗ nach wiederum zur Salvegarde und Stütze der Unordnungen und der Sitten-Verderbniß dienen. Wenn man den Zustand der Völker mit recht unter⸗ richteten Augen ansieht; so wird man immer finden, daß die moralischen Unordnungen mit den politischen Unregelmäßigkeiten gleichen Schritt halten, daß sie mit ihnen steigen und fallen. Welches sind denn nun die Bedingungen, an die das Einkommen gebunden ist? Diese 95 ld 122 Fünftes Capitel. sind es: 1) daß dasselbe aufgewandt; 2) daß Hain es in Hinsicht aufs Moralische nach der natür— he lichen Ordnung aufgewandt; und 3) daß es, van de! was das Physische betrifft, nach der Ordnung 6 wöent des Gedeihens, die auf der Tabelle vorgeschrie⸗ nen ihre ben ist, aufgewandt werde. Für itzt lasset uns stand unt die Wirkungen, welche die Ausgaben in einer und st K jeden von den beiden thätigen Classen thun, be⸗ Dicß sst trachten, und den Anfang bey der produciren⸗ witthsch den Classe machen. ö sen dand Oekonomische Diese Classe arbeitet zuförderst für sich selbst; Nahthel Ordanung der 4—. ‚ Nuszaben bey krotz der grßten Konige auf Erden wird der Snatts den CGag letzte Scheffel Korn gewiß vom letzten Landwir— Frchu 1. alt the verzehret werden. Folglich kann es uns nicht sithott, u um Mittel und Wege zu thun seyn, ihm seinen Huckeg Unterhalt zu entreißen, sondern um Mittel und sil hat d Wege, ihn zu bewegen, daß er für den Unterhalt lafunden andrer Leute arbeite. Die Barbarey des Alter huchde thums hatte zu dieser Absicht den Sklaven-Dienst g ds W ersonnen; ein widernatürliches Hülfsmittel, des⸗ schdoh d sen Untauglichkeit zum glücklichen Gedeihen gros— Waun Wr ser Landwirthschafts⸗Unternehmungen durch die stes mt Erfahrung bewiesen worden ist. Der Verlust nen Best awunder an den Producten eines großen Gebietes, wel⸗ Dae Latartiher er hes lediglich durch Arbeit der Aerme gebaut tin Ge Ordnung. wird, die Menge von grausamen Präcautions⸗ für andre Mitteln, welche die Gesetze alter Zeiten zur Si⸗ Heten gl cherheit der Herren einführten, das gezwungene mmeh Wesen und der Unbestand des Wohlbefindens der dun, u Grund Herren in den Gegenden, wo dieses Her— slnt ve kommen noch bräuchlich ist, so gar unter klei— daß hid nen Völkerschaften, die zur Erzeugung gewisser Gundse auserlesener Artikel von Lebensmitteln privile— Gott, h giret sind, und die dessen ungeachtet beynahe igiong⸗ tein dauerhaftes Glück nur auf drey Genera⸗— Es tionen verschaffen; alle diese Dinge, sage ich/ stije N. dienen Wirkungen der Ausgaben. 123 dienen zum Beweise, wie vergeblich alle noch so angestrengten menschlichen Bemühungen sind, Wih wenn die Natur widersteht. In der That ist Wu es widernatürlich, ein Paar ähnliche Wesen, de— m, nen ihr wechselsweiser und gegenseitiger Bey— se stand unentbehrlich ist, als Feinde anzunehmen, in en und sie verfassungsmäßig zu Feinden zu machen. in, b Dieß ist eine verkehrte und erzwungene Land— Weirer wirthschafts-Ordnung, welche in einem gros— sen Lande nicht anders bestehn kann, als zum stb; Nachtheile der Nation und zum Verderben des Her Staates. soht⸗ Freyer Handel, durch den der Aufwand be— nicht fördert, und die Wirkung desselben an die Or-⸗ sihen te zurückegeführt wird, wo sie Frucht bringen und soll, hat das einzige leichte und gedeihliche Mit— chalt tel erfunden. Er leitet und belebt die Arbeiten lter⸗ durch die Lockspeise des Gewinnes, durch die Wir— Nenst kung des Willens. Jedermann ist da, oder dünkt dis⸗ sich doch da frey in seiner Sphäre, und ijeder⸗ grod⸗ mann wird von der Aussicht auf sein eignes Be⸗ ich di stes mit hingerissen, das Seinige zum allgemei— W nen Besten beyzutragen. Hl Das ganze Zauberwerk der gut eingerichte⸗ shat ten Gesellschaft beruht darauf, daß ein jeder lö⸗ für andre arbeitet, indem er nur für sich zu ar⸗ Si⸗ beiten glaubt. Dieses Zauberwerk, dessen Zu— Ugne sammenhang und Wirkungen durch das Stu⸗ b der dium, mit dem wir es hier zu thun haben, ent⸗ a⸗ faltet werden, ist ein deutlicher Beweis, daß uns ll das höchste Wesen, als Vater, ökonomische wosse Grundsätze der Eintracht gab, da es uns, als Gott, die Gnade anthat, uns dieselben als Re— —0 ö ligions-Gesetze anzukündigen und vorzuschreiben. aun Es ist nothwendig, daß der Landwirth durch u seine Arbeit alles erringe, was zur Ernährung aller IIL 124 Fünftes Capitel. aller Classen der Gesellschaft erfodert wird. Zu dem Ende aber ist nothwendig, daß er willig mnh und bereit sey, so viel Früchte, als möglich, aus hin seinem Grundstücke zu ziehen. Ueberdieß ist auch d i0 nothwendig, daß er in Stand gesetzt sey, sein damtt Grundstück mit so wenig Ausförderungs⸗Kosten, ind 10 als möglich, zu bauen. Denn nicht der stärk⸗ Zuactd ste Total⸗Ertrag ist der Gegenstand, welcher der f Gesellschaft den größten Nutzen gewährr, so bald 20 und so lange dieser stärkste Ertrag durch desto ai ü stärkere Cultur⸗Kosten aufgezehrt wird. Frey⸗ nibe f lich würde es in solchem Falle wohl mehr Men⸗ nun iu schen auf dem platten Lande geben können: aber 0 es würde dagegen auch desto weniger Einkom⸗ A men Statt haben; diese Menschen würden auf slshas, keine Weise disponibel seyn, und es würde der⸗ 1h den gleichen große Volks-Menge keine reiche und br l mächtige Nation ausmachen. Denn die Macht hadisr einer Nation erfodert andre Mittel, als bloße Lahlt Menschen⸗Kraft: und diese Mittel lassen sich 54n nur durch Schätze erlangen. Die Zeit und der urkit Schweiß einer solchen großen Menschen⸗Men⸗ i a ge würden lediglich der Arbeit derselben anheim haltniß fallen und ihr unentbehrlich seyn. So bald dele⸗ man eine Partie von ihnen anderwärts und zu aß cb einem andern Zwecke brauchte, würde ihre Ar— shung beits⸗Portion unterbleiben; folglich würde der nd Ua Frucht⸗Ertrag, der aus dieser Arbeits ⸗Por⸗ fsesch tion für den Unterhalt erwächst, aufhören; der Wlm Staat würde des Einkommens beraubet, und miind mithin außer Stande seyn, ihnen für den Lohn N ihrer neu⸗aufgetragenen Geschäffte zu haften. ein di Nun würde aber eine solche Gesellschaft, wenn dakin auch ihr Gebiete noch so fruchtbar wäre, keine Mitte Art von Verhältnissen mit ihren Nachbaren un⸗ den, terhalten können; sie würde keine Ausgaben zu kauft, machen, dof sun Wirkungen der Ausgaben. 125 „ Ju llg machen, und in keinem Stück einigen Ueberfluß bus haben; sie würde allen Gefahren bloß gestellt, Wh und zu demjenigen Mangel an allem Guten ver⸗ 07 5 dammet seyn, der aus einer unvollkommenen Kft, und unfruchtbaren Gemeinschaft entsteht. Der r siͤt Zweck der Ausgaben der producirenden Classe scher de muß also der stärkste reine Ertrag nach Abzuge so bih der Kosten, und die Wirkung dieser Kosten muß ich deß das stärkste Einkommen, oder der größte dispo⸗ fil nible jährliche Reichthum seyn.— Lasset uns 2 Man nun zu den Ausgaben der sterilen Classe kom⸗ aber men. ö inkom⸗ Die sterile Classe hat ihr Seyn in der Ge⸗ Oekonomische auf sellschaft, und ihren Einfluß auf dieselbe ledig⸗ Bpteten der det⸗ lich dem Handels-Verkehr zu danken. Ehe und sterilen Classe. und bevor wir demnach die Wirkungen der Ausga. Nacht ben dieser Classe untersuchen, wird es, meines Hloße Erachtens, nöthig seyn, daß wir hier vorläu⸗ sch fig etwas von der Quelle ihrer Existenz und Reg⸗ nd de samkeit sagen. Der Leser wird weiter unten Datauts de⸗ . M. ein eignes Capitel finden, worinnen das Ver— Ausnadin des aen hältniß, in welchem die Ausgaben mit dem Han⸗ Ebeies de 3 dels⸗Verkehr stehen abgehandelt wird. Es Drunlen Classe udu muß aber diese große bewegende Kraft in Be⸗ eN⸗ ziehung auf ihre hauptsächlichsten Eigenschaften ide de und uranfänglichen Bedingungen bestimmet und . Ur festgesetzt werden, um andre Gegenstände mit hellem Lichte zu beleuchten, ehe wir von diesem W umständlich und im Einzelnen handeln. w Der eigentlich so zu nennende Handel ist Richtiger Be— n Leh ein Dienst für das Publicum, welcher Deir Dobehr. f darinnen besteht, daß man Lebens⸗ 7 Mittel oder Waaren in den Gegen⸗ den, wo sie erzeuget werden, ein⸗ hun kauft, sie nach den Gegenden, wo sie R consumiret werden sollen, transpor⸗ Inheu tirt, 126 Fünftes Capitel. tirt, und sie da wieder verkauft. Der Kauf- oder Handels⸗Mann ist Käufer und Verkäufer von einerley Waaren mit jeder Hand. Dieses macht den Unterschied zwischen ihm und dem Bauer und Handwerksmann oder Künstler, die bloß Verkäufer ihrer Lebens-Mittel oder Arbeiten sind,— und dem Verzehrer, der bloß zu eignem Gebrauche kauft. Die letztern können, was sie haben, transportiren und ver⸗ kaufen, oder, was sie brauchen, da holen, wo es zu haben ist, ohne darum für Kauf⸗ und Handels-Leute geachtet zu werden. Zu folge dessen hat eine Nation das Kauf⸗ handels⸗Gewerbe bloß als einen Dienst für das Publicum zu betrachten, für den sie de⸗ nen, die ihn verrichten, den Lohn bezahlt, und von dem sie nicht den mindesten reinen Ertrag an Güter-Zuwachse zieht, indem sie dem Han⸗ delsmanne nicht nur die Waaren, die sie von ihm kauft, sondern auch noch überdieß den Lohn für seinen Dienst bezahlt. Dieser Lohn ist das, was der Kauf-Handel aufzuwenden hat; und die Wirkung von dieser seiner Ausgabe ist, daß dadurch der Verkaufs-Werth der Producte un⸗ terhalten, und der Genuß der Schätze weiter ausgedehnt wird. Ob nun gleich der Kauf⸗ oder Handels⸗ Mann mit einem so nützlichen und nöthigen Dienste beschäfftiget ist; so ist er folglich doch nur ein steriler, ums Lohn dienender Mann, der nicht einmal Mitbürger zu seyn braucht, oh⸗ ne daß er doch darum aufhörte, der Nation nützlich seyn zu können. Der Ausländer kann so gar nützlicher werden, wenn er sich seinen Dienst minder theuer bezahlen läßt, als es der im Lande lebende Handels⸗Mann thun würde. In⸗ ——— 3 NM hon dend Handele saß odtt tel nu trag hen Ho nicht Boden ducte fl und ofn vend w Macthuf Der. shfen, u Ry uire j und 6 u det He Rissa di D zun u seht, u theile d gebiß. ind Dür silt dad ar das N ritht Shite! Aclthau baßen i werbet Nbeit räth in Consumt Cchage; lüft. Wnd Ruhyh, dihw Kunsi ittel r rer, R lehtm und her⸗ holah uy Uf⸗ unb Rauf⸗ sst fut sie de⸗ und örtrag Han⸗ von he ist das, ; i- st W lh un⸗ Heittr andels⸗ lithigen doch nut N„ d t ⸗ ö WMaih nder inn sch sue 16 HNe hlth. V Wirkungen der Ausgaben. 127 Indessen ist der Handel selbst, wenn wir ihn von dem käuflichen Dienst oder dem Lohne des Handelsmannes unterscheiden, und ihn als Um⸗ satz oder Tausch don Schätzen, und als Mit— tel zu Vermehrung der Schätze durch den Er— trag des Absatzes der Lebens-Mittel und ro— hen Producte von eignem Zuwachse betrachten, nicht minder fruchtbar, als der Grund und Boden. Ohne diesen Händel würden die Pro— ducte zwar Güter, aber nicht Reichthum seyn; und ohne die Producte des Grundes und Bo⸗ dens würde uns der Hädel weder Güter, noch Reichthum verschaffen. Der Handel kann dadurch, daß wir ver— kaufen, unsre Schätze vermehren; und dadurch, daß wir einkaufen, verschafft er uns Genuß. Ehe und bevor aber an den mindesten Genuß, den der Handel verschaffen kann, zu denken ist, müssen wir verkaufen, um kaufen zu können. Die Policey, die sich dem Verkaufe der Producte zum unentbehrlichen Lebens-Bedürfnisse wider— setzt, um den Unterhalt des Volkes, zum Nach⸗ theile der Kosten und Lasten des Landwirthes, gewiß zu machen, stürzt die Nation in Verfall und Dürftigkeit. Ohne Handels⸗Freyheit ver— fällt dadurch, daß der Ueberfluß nichts gilt, so gar das Nothwendige in Unwerth. Producte, die nichts gelten, sind für die Nation keine Schätze mehr. Die Bauern geben alsdann den Ackerbau auf; die Güther-Besitzer und der Staat büßen ihr Einkommen ein; die einträglichen Ge— werbe kränkeln; dem Handwerksmanne fehlt es an Arbeit und Verdienste; die ganze Nation ge— räth in Mängel und Noth; Bevölkerung und Consumtion verschwinden; die Benutzungs- Schätze gehen verlohren, und das Territorium bleibt 128 Fünftes Capitel. bleibt ungebaut liegen. Bekömmt aber der den Handel wieder Leben unter einer Nation; so den A wird allmählich alles wiedergebohren— nach Rermenge Maaßgabe der Benutzungs-Schätze, mit denen Reffs⸗ die Nation das Ihrige dazu beytragen, und nach Vuthi Proportion der Lebens⸗Mittel und rohen Ma⸗ se sch! terien, die sie verkaufen kann.— dso Je stärker sich die angrönzenden Nationen gliichth bevölkern, und je reicher sie durch ihre Consum⸗ mes/ so tion und ihren Handel werden, desto mehr brei— der Pro tet sich der Handel aus; desto mehr befördert er loßigkel die Wohlhabenheit; desto mehr bringt er den ga d. Verkaufs⸗Werth der Producte in die Höhe; de⸗ sto mehr vergrößert er den Reichthum, und ver⸗ Ders vielfältigt desto mehr den Genuß der Schätze. Wheit br Je mehr die Politik einer Nation den Han⸗ In Hreis del ihrer Nachbaren begünstigt, desto mehr nimmt am Ne der Aufwand derselben zu; desto mehr häufen fit deu sich die Käufer; desto mehr gewinnt sie von fitd dem Reichthume derselben, und desto reicher 3n wird sie selbst. Je mehr wir uns hingegen die⸗ Muft, sem Zusämmen ⸗treffen nachbarlicher Wohlha— Ind ri benheit in der Absicht entziehen, daß wir die thels; Ausländer arm machen wollen, desto mehr rich— Uulcirm ten wir uns selbst zu Grunde; desto weiter wei— Hloft! chen wir von den Absichten der Vorsehung ab, uirc, die den allgemeinen Wohlstand der Völker durch ahns den redlichen und wechselseitigen Handel der Adung Völker gründen und befestigen wollte. Die Völ⸗ augh ker sind nur verschiedne Portionen von einem t und eben demselben Ganzen, welche sich unter den M einander durch die verschiedentlichen Säfte be— Alltd leben, die sie erzeugen, und die ein Volk dem Me andern mittheilt. ä uhte Je mehr sich die Völker mit einander we— mindeft gen des Handels⸗Gewerbes streiten; je mehr Handel. sie 70. ———— 8— —.——..———*. ——8— 422......——‚Ä‚———— ˙ — t der un Mun ubu Ohen Mo Nationg Honsun⸗ haht Hit⸗ fföbattt 1 Me/ be⸗ ond bet⸗ Hähe. han⸗ Himmt hlufen e von Lachet ¹ du⸗ Vahhha⸗ 5 M nhrh⸗ uull i⸗ hug ah, I Hucch adel der D Dib ah eieh sch Wud Eise u D Wirkungen der Ausgaben. 129 sie den Lohn des Handelsmannes mit dem National-Profit vom Handel vermengen; je mehr sie, zu folge dieser Be⸗ griffs-Mengerey, den Handel und dessen übrige Vortheile einschränken und verringern; je mehr sie sich wider die Concurrenz der Käufer setzen; — desto mehr Eintrag thun sie dem Absatze, der gleichwohl die wirksame Quelle des Reichthu— mes, so wie der Ackerbau die wirksame Quelle der Producte ist, so lange er durch die Zuver— läßigkeit des Absatzes, und den glücklichen Fort⸗ gang desselben belebet wird. Der Ausfuhr-Handel mit Waaren der Hand— Arbeit bringt der Nation weiter nichts ein, als den Preis der rohen Materialien— außer et— wan die Zahlung des Lohns für den Arbeiter, für den Fabrik- oder Manufactur-Innhaber, und für den Handelsmann; und die Nation hat von diesem Mercantil-Verkehr weiter keinen Profit, als durch Verkauf der Lebens-Mittel und rohen Materialien, die dergleichen Arbeiter theils zu ihrer Consumtion, und theils zur Fa⸗ bricirung ihrer Werke im Land erkaufen. Dieser Profit würde sich indessen, wenn sie auch nicht wären, mit dem Verkaufe der Producte von eignem Zuwachs aus der ersten Hand, die von allen Kaufleuten, welche mit dergleichen Pro— ducten handeln, erkaufet und ausgeführt wer— den könnten, ersetzen lassen. Mithin wird durch den Ausfuhr⸗Händel mit Waaren der Hand— Arbeit der Absatz der Lebens-Mittel und rohen Materialien um nichts besser gesichert, und es trägt also der Nation dieser Handel nicht das mindeste mehr ein, als der einfache Ausfuhr— Handel mit den natürlichen Producten des Lan⸗ W. L. P. 1. B. + des, 130 Fünftes Capitel. des,— so lange der Handel damit frey, un⸗ gestöhrt und leicht ist. Wenn die Markt-Plätze zum Absatze zu viel Schwierigkeit machen; so kann freylich die Aus— fuhr von Waären der Hand-Arbeit, die im Lan⸗ de fabriciret werden, wegen der Consumtion der Lebens⸗Mittel, welche die Fabricanten im Lande kaufen, und wegen der Anwendung der rohen Materialien, welche sie auf einen kleinern Um— fang herunter setzen, der solche desto leichter zu transportiren macht, den Vorzug verdienen. Alsdann vereinigt dieser Handel, bey dem Ab— satz ans Ausland, den Preis des Arbeits⸗-Loh⸗ nes für den Fabricanten mit dem Preise des ro⸗ hen Materials. Allein dieses unzuverläßige Hülfsmittel, welches einer Nation durch die In— dustrie ihrer Nachbaren, oder durch die Auf— wands⸗Gesetze derselben mit jeder Minute ent⸗ rissen werden kann, ist nur als eine zufällige Neben⸗Nutzung zu betrachten, welche dem Vor⸗ theil eines schnellen und leichten Vertriebes, der dem Verkaufe der Producte mit einmal einen vortheilhäften Preis verschafft, bey weitem nicht beykömmt; und es würde also eine blinde und widersinnige Politik seyn, wenn man die Pro⸗ ducte von eignem Zuwachse vorsätzlich in niedri— gem Preis hielte, um nur den Fabricanten und Arbeits-Leuten ihren Unterhalt zu erleichtern. Obgedachter Nutzen ist der einzige, der sich bey dem Mercantil-⸗-Gewerbe zeigt, welches für eine Nation, die zur Ausfuhr ihrer Producte freye und leicht zugängliche Markt-Plätze hat, überhaupt ziemlich uninteressant ist. Auch darf sich eine solche Nation nicht einmal diesem Ge— werbe ergeben: denn es befördert den Decora— tions⸗Luxus, und würde binnen weniger Zeit sie 0 sibt! nachen. deses E tns⸗ werden wird/ Nachhe sat N bald de Cs galt 18 hens ten, de v⸗Cf sheint.! shhillih Wunseeh! ftlan f unz unde 1 Mn Me vethr W durch de auf kei suxen) daten b der untet Mindig Ma, di mit mnser lin use allin x bestͤrdi haupten portion Zusland burch de RHr ⸗ eih NH. die M umtiony im danz det rohn Rhern Un lichtee herdient öem M⸗ Holth loße h to⸗ Helaßige 0 Ju⸗ Af⸗ ute enta ufallige Vor⸗ cbedy der Nl einen tem nich linde und de Mo⸗ u lidri Hten und ichthen. dr sch lches fur Hroduitt lagt hun u dn vNsen ⸗ Du BNN se Wirkungen der Ausgaben. 131 sie selbst ihren eignen Arbeits⸗Leuten zinsbar machen. Ueberdieß gereichen alle Wirkungen dieses Gewerbes, bey welchem der Reproduc⸗ tions⸗Aufwand, wie wir in der Folge darthun werden, durch den lästigen Aufwand ersticket wird, alsdann der fabricirenden Nation zum Nachtheile, weil durch dieses Gewerbe der Ab⸗ satz det Natur⸗Producte verringert wird, so bald dasselbe den lästigen Aufwand vergrößert. Es gereicht dem Ackerban zum Nachtheile, so bald es denselben durch die Menge von Arbeits-Leu⸗ ten, die es auf Kosten der übrigen Staatsbür⸗ ger⸗Classen beschäfftigt, so gar zu vermehren scheint. Alle diese Wirkungen zeigen sich augen⸗ scheinlich bey den Agricultur-Völkern, die sich in unsern neuern Zeiten vom Glanze der Manu⸗ facturen haben verblenden lassen. Die Exörte⸗ rung und Entwickelung dieser Sätze werden wei⸗ ter unten vorkommen. Betrachten wir endlich das Mercantil⸗-Ge⸗ werbe bloß als auswärtigen Handel; so kann es durch den Absatz, den es im Innern verschafft, auf keine Weise die Stelle der Vortheile des freyen Ausfuhr-Handels mit den Natur-Pro⸗ ducten vertreten, bey welchem allein denselben der unter den handelnden Völkern gangbare Preis beständig und regelmäßig gesichert seyn kann. Dieß, dieß ist der ganze Nutzen, auf den wir mit unsern Lebens-Mitteln und rohen Materia⸗ lien unser Absehen zu richten haben. Durch ihn allein werden die Schätze der Landwirthschaft beständig unterhalten; durch ihn allein be— häupten sie sich immer in einer gesetzten Pro⸗ portion mit denen, die der nämliche Handel dem Auslände verschafft. Dahin können wir es aber durch den Ausfuhr⸗Handel mit Waaren der 32 Hand⸗ 132 Fünftes Capitel. Hand⸗Arbeit nicht bringen, weil dieß nur ein kleines, unzuverläßiges, veränderliches und überhin gehendes Gewerbe ist, welches seinen Wohnsitz vorzüglich bey Völkern, die kein be⸗ deutendes Territorium haben, aufschlagen kann, und so gar aufschlagen muß; da es hingegen in einem großen Reich immer schwankend und un— gewiß ist, wenn da die Unbeständigkeit des Prei⸗ ses der Lebens-Mittel und rohen Materialien unaufhörlich den Bestand und die Ordnung der Ausgaben eines solchen gebrechlichen Ausförde⸗ rungs⸗Gewerbes stöhrt. Die Erhöhung des Preises der Lebens-Mit⸗ tel und rohen Materialien, welche durch die Freyheit des Ausfuhr⸗Handels bewirket wird, ist etwas ganz andres, als die Theurung, die von unvermuthetem Mangel der Producte her— rührt. Diese ist eine Calamität, jene hinge⸗ gen ist ein Vortheil. In der Thät kann eine Nation nicht anders als Nutzen von der Er— höhung des Preises ihrer Lebens⸗Mittel und rohen Materialien haben, in so fern dieselbe durch das wechselseitige Verkehr mit dem Aus⸗ land entsteht: denn da der erhöhte Preis kein andrer ist, als der unter den auswärtigen Völ— kern gangbare; so kann der Aufwand, den wir, zum Beyspiel, an dem Verkaufs-Werth unsrer eignen Lebens-Mittel und rohen Materialien machen, die wir selbst consumiren, in keinem höhern Preise stehn, als der Aufwand, den die Ausländer mit den ihrigen machen. Man könn⸗ te alsdann das Brod nimmermehr in Paris theu⸗ rer, als in Lyon, in Nantes, in London, in Amsterdam, u. s. w. bezahlen: denn die Völ— ker, die so eben mit Ueberflusse gesegnet sind, finden nun Gelegenheit, denen, die Mangel ha⸗ ben, en, ihi ftiren und dit Wũiisei Lenseit allgene bebůst der M sen dl besch einerlh rath an Ilen de N, f Melguf Nhn yshe der thfeh De hhbe D=e& Rein be utbeht Hlichen Miteelte seh: ab Heillen Masche Chitz, Grndt volhgds I lehtern Frephei sallen 1 Wirkungen der Ausgaben. 133 0 ben, ihren Ueberfluß zu verkaufen. Heide pro⸗ Halm fitiren wechselsweise von einerley Vortheilen; dethh and die Lebens-Mittel behaupten sich auf diese Whnhn Weise immer im Ebenmaaße. Durch diese ge— ai genseitigen und wechselsweisen Wirkungen des haggan allgemeinen Händels wird, wie die Erfahrung aer beweist, die beständige Gleichheit des Preises n der Producte, und besonders der unentbehrlich— n sten Lebens-Mittel, deren auf das Bedürfniß Wum un beschränkte Consumtion zu allen Zeiten ziemlich ft einerley ist, dermaaßen gesichert, daß der Vor⸗ rath an Producten dem Landwirthe jederzeit in t=Mi⸗ allen den Ländern, wo sich Vorrath daran fin⸗ lurh di det, für einen reellen Reichthum gegen den lkt vird Verkauf seines Ueberflusses an die Völker bürgt, uug, die die ihn nöthig haben. Dieß ist eine Sicherheit, icte her⸗ elche der Aufvand auf entbehrliche Dinge nicht hinge⸗ schaffen kann: denn dieser hat kein Maaß. aun eine Die Waaren des Bedürfnisses vom zweyten Ran⸗ de Er⸗ ge haben gar keinen zuverläßigen Ueberfluß. üttel und Die Consumtion derselben hat keine Regel und dieselbe kein beständiges Maaß, eben weil solcher Ueberfluß demt Ms entbehret werden kann. Die Vorsehung hat der⸗ Mais kein gleichen Ausgaben der Verschwendung der be— then ul⸗ mittelten Völker überlassen, die dieselben kau⸗ „da wit, fen: aber nicht selten befinden sich dieselben den th uuster Grillen der kleinen Anzahl von vermögenden Rteialhen Menschen preis gegeben, welche die wenigen inem Schätze,(die von dem ehemaligen Reichthume zu , du di Grunde gerichteter Völker noch übrigen Brocken,) Mun köh vollends durchbringen. 18 thel rirn. Indessen sieht man, daß in Absicht auf letztern Punct so wohl, als auf erstern, die Freyheit des Handels nach dem Ausland in allen Fällen den Verkäufern zum Vortheile ge⸗ 3 reiche de M. dsehht sch n h 134 Fünftes Capitel. reiche, und nicht weniger auch den Käufern al⸗ lemal nützlich sey. Durch die Freyheit des wechselseitigen Aus⸗ fuhr⸗Handels wird der Verkaufs⸗Werth der Produete, und insonderheit der unentbehrlichen Lebens⸗Bedürfnisse so wohl bey'm Verkauf, als bey'm Einkaufe dermaaßen gesichert und compen⸗ siret, daß keine Nation etwas dabey verliehrt, weder am Preise der Producte, die sie verkauft, noch an dem Preise derer, die sie kauft. Dieß heißt: wenn sie den Preis ihrer Producte zu Hause nicht durch die Fesseln des Zoll⸗Wesens und der Verbote selbst herunter drückt; so be⸗ zieht sie die gesammte Valuta davon in dem, was sie vom Auslande kauft. Denn niemals leidet eine Nation bey dem hohen Preise des Ueberflusses ihrer Producte, die sie verkauft, wenn auch gleich die Producte, die sie selbst verzehrt, eben den Preis gelten, an welchem sie denn weder Verlust, noch Profit hat, weil sie solche selbst verbräucht, und bloß auf den Preis von denen rechnet, die sie verkauft. Eben die⸗ se Bewandtniß hat es auch im Einzelnen bey dem Privat⸗Interesse. Jeder Landwirth rech⸗ net gleichfalls nur auf den Preis dessen, was er verkauft; und dieß ist der Preis, der den Preis der Producte der Nation ausmacht. Das Interesse der Nation erfodert demnach, daß sie ihre Lebens⸗Mittel und rohen Materien bestän⸗ dig zu so hohem Preis, als möglich, verkaufe. Es ist lächerlich, hierwider Einwendungen zu machen, welche auf die Eintheilung der Nation in Verkäufer und Käufer gebaut werden. Die Käufer, die weder Landwirthe, noch Proprie⸗ täre sind, verkaufen doch ihre Arbeit und ihre Dienste nach Maäßgabe des Preises der Pro⸗ ducte, — * hcte/ x wung d sen unteus Reicht sten Culeu die X besen gulel nem! Ind e amn fl llibt, In suchn shreit shn, D DD thellg and if be dis ger⸗ zen w unnott fen,. Wirkungen der Ausgaben. 135 t mnah ducte, die sie kaufen; und die Uebereinstim⸗ mung des stehenden Preises bey diesem Verkau— Waer fen und Kaufen von ganz verschiedener Art ist VDahpe 7 ö‚ untrüglich. So nach beruht der allgemeine tbehrü— 70—— din. Keuf h Neichthum einer Nation immer auf dem höch⸗ Dbamm sten Preis ihrer Producte, weil bey einer guten 3n. Cultur die ganze Producten-Masse bey weitem hün die Ausförderungs⸗Kosten übersteigt, und ein L. beständiger hoher Preis der Producte immer die N gute Cultur befördert und unterstützt. Bey ei⸗ Hact g nem Ueberschusse der Producte über die Kosten, A und einem beständig hohen Preise der Producte s be kann sich also eine Nation, die den Ackerbau dam, treibt, jederzeit eines reichlichen Einkommens llnals und disponibler Schätze versichert halten, die lase des dann auf alle Unterthanen vertheilet werden brkauf, und die Macht des Staates ausmachen. sie selbst schem sie Nach dieser Art von Fingerzeig über SHinendere Val sie das Wefen und die Wirkungen des Handels, Ausaaden des a welche wir im Elften Capitel umständlicher aus indussridsen. Cbch die einander setzen und beweisen werden, lasset zuen Cße. hen H uns nunmehr zul der summarischen Unter⸗ wirh tech suchung der Wirkungen des steriken Aufwandes stu, Has schreiten, denen das Händels⸗Gewerbe sein Da⸗ „xNr deh seyn, sein Leben und seine Thätigkeit giebt. aht. Das sit Die sterile Classe ist, in einer allgemeinen In besühe Ordnung angesehen, in zwo Gattungen einzu⸗ halauf. theilen; ich meyne nämlich, in die industriose, dungen und in die besoldete, sterile Classe. Man könn⸗ r Müet te diesen beiden wohl gar noch die Müßiggän⸗ Dtl. de ger⸗Classe beyzählen, wenn anders die unnüz⸗ h ht zen und ruingsen Bedienten oder Beamten, die Wi unnöthigen und dem Staate lästigen Capitali⸗ IN/ sten,(die bloß von den Zinsen der Capitalien le⸗ WMW 2 1 ben⸗ ö——.— *——3—————. 136 Fünftes Capitel. ben, welche sie dem Staate geliehen haben(CE),) as die Spieler, die Possenreißer, die Freuden- e Nädchen und die faulenzerischen Bettler, als ö Hrüch müßige Menschen betrachtet, in der natürlichen—4 Ordnung der Dinge das Recht der Existenz und vib Mitbürgerschaft verdienten, und nicht als Aus— des würfe einer ausgearteten und extravasirten Ge— H0 sellschaft beträchtet würden. Lasset uns die Hd Wirkungen der Ausgaben bey den beiden Abthei— haft lungen dieser Classe betrachten. ch. Die industriöse und arbeitsame sterile Classe ist derjenige Theil derselben, der in der Tabel⸗ ö ö le wegen der Waaren⸗Fabricatur aufgeführt a wird; derjenige, der bey der producirenden 010 Classe die rohen Materien zu seinen Werken ein⸗ ö shel kauft, und durch diesen beständig fortwähren⸗ um! den Einkauf ein Capital von jährlichen Ausla— 201 gen unterhält, welches der Hälfte des Güther⸗ daauh Einkommens an Valuta gleich kömmt; der der Valuta des rohen Materials durch seine Arbeit ö wud den Preis, welchen Bedürfniß oder Phantasie d seinen Werken geben, zusetzt, und der von die— ö Dl sem Preis-Ueberschusse, welcher ihm zum Loh⸗ 06 ne für seine Arbeit dient, leben muß. ö 40 Diese Classe lebt und eristirt lediglich durch* das Handels⸗Verkehr, indem sie keinen ursprüng⸗ 10 lichen Anspruch auf die Frucht-Erzeugniß, kei— ö ů nen Schlüssel zu den unentbehrlichen Lebens-Be— n irf⸗ ö s dürf ö 8 (0 Rentiers. Was für ein Schicksal diese Leute in Frankreich seit der Revolution gehabt und noch ha⸗ in ben, ist so bekannt, daß es uns sast Wunder nehmen Nf muß, zu hören, daß die gleichen Leute in Groß— Britannien durch dieses Schicksal, wie am Tage liegt, 10 noch immer nicht gewarnt sind, noch immer nicht 11 weiser werden. U. bou De————..—— Wirkungen der Ausgaben. 137 ay dürfnissen hat, und sie selbst bloß für Bedürf⸗ 99 nisse vom zweyten Nang arbeitet, welche nur Früchte des Verkehrs und des Genusses sind. min Ihr Interesse, welches ihr, wo möglich, noch lud viel näher am Herzen liegt, als das Interesse als der andern Classen, erfodert also Belebung eines seten G. Händels⸗Zweiges: und da der unentbehrlichste t uns dr Handel zuverläßig auch der dauerhafteste, leb— adbthel hafteste und ficherste ist; so erfodert ihr Interesse, daß sie mehr für die Nothdurft der Menschen, rile Cast als für den Ueberfluß arbeite. ö *Lhl Hieraus folgt, daß die Industrie, die des Iuführt Putzes und Zierraths wegen gemeiniglich am lükenden meisten geschätzt wird, gerade am wenigsten ge⸗ In ens schätzt werden sollte, in wie fern sie am meisten nührens vom Ueberfluß abhängt, und daher auch am Ausla unzuverläßigsten ist. Es giebt einen wichtigen hither⸗ Punct, den die Menschen bey der Erhöhung des der dek Verkaufs⸗Werthes, einer Wirkung des Auf⸗ Wbeit wandes, aus einander zu setzen und gehörig zu Hantas scheiden nur zu sehr vergessen: dieß ist die Grund⸗ von die Valuta der Sache in Vergleichung mit der Valuta Im U. des Arbeits⸗-Lohns; ein Paar höchst verschied⸗ ner Valuten, die in dem Preise der Waaren der Hand⸗Arbeit beide zusammen-fließen, und die uth ö man auch in der Meynung unter einander ge⸗ stuh⸗ mengt hat. Diese Mengerey hat Anlaß zu der uß, Vorstellung gegeben, weil ein Klöppel-Mädchen aus funfzehn Sols(oder Kreuzern) Zwirn eine all Spitze macht, die für funfzig Laubthaler ver⸗ kaufet wird, so sey nun aus diesem Zwirne selbst 399 ein Schatz von funfzig Laubthalern geworden. W Auf solche Weise ist in den Köpfen der Menschen ö i 6 alles unter einander geworfen worden; und die URR Lel widersinnige Begriffs⸗Mengerey hat eine Menge unn n vou Hohl⸗Köpfen zu den gröbsten Irrthümern 3 in WINRASASASASSSeeeeeee—. 138 Fünftes Capitel. t in Absicht auf das gemeinsame Interesse bey der ö i. Administration der Staats-Wirthschaft hinge⸗ 2 rissen. Addiret doch nur zu den funfzehn Kreu⸗ 00 zern für Zwirn die Valuta von dem, was das Kloppel⸗Mädchen während ihrer langwierigen Arbeit daran zu ihrem Lebens-Unterhalt(an Speise und Trank, an Wohnung und Kleidung,. an Licht und Feuerung) gebrauchet und ver— i zehret hat; so werdet ihr alsdann erst einsehn, h0 was bey dem Umsatze dieses Zwirnes gegen funf⸗ 10 zig Laubthaler an reellem Ertrag übrig bleibe. 0 Es ist wahr, daß durch den? Han des 10 Arbeiters der Verkaufs-Werth eurer Producte 10. mittelst des Einkaufes der Dinge, die er con⸗ l sumirt, einen Zuwachs bekömmt, und daß also i. der Gewinn von der Arbeit zwar kein Ertrag, +* kein Product, kein Zuwachs an Substanz, kein Hal Zuwachs an Gütern, aber doch eine Folge von heß Reichthums⸗Erzeugung, ein Zuwachs an Güte chel im Verkaufs⸗Werthe, kurz, ein Zuwachs von Genuß ist. Deßwegen habe ich auch nie die Nothwendigkeit des Zutrittes der sterilen Classe zu der Gesellschaft zu läugnen begehret, indem 10 sie einer von den Aermen des Handels ist, mit—* telst deren alles an einander hängt. Indessen 0 ist doch dieser Zuwachs zum Verkaufs⸗Werthe uht die Folge von dem Aufwande des Arbeiters, und nicht Wirkung seiner Arbeit. Denn der Müßiggänger, der nicht arbeitet und doch auch x Aufwand macht, thut in dieser Hinsicht die näm⸗ 0 liche Wirkung. Aber, werdet ihr sagen, wenn er nicht arbeitet; so wird er auch keinen Lohn 0 bekommen, und aus Mangel an Lohne wird er nicht im Stande seyn, Aufwand zu machen: N da hingegen die obgedachte Arbeiterinn,(das 90⁰ Klöppel⸗Mädchen,) aus ihrer Arbeit den Lohn R6 dafür ö Wirkungen der Ausgaben. 130 agr dafür auf Kosten dessen bezieht, der ihre Kante s hsh kauft und sie trägt; und so nach macht sie ihren ihnd Aufwand, und die guten Wirkungen, die daraus erfolgen, sicher und zuverläpig.— Wir müs⸗ Hwethg sen einander verstehn lernen. chalt sn Es hat seine Richtigkeit: wenn der Müßig⸗ Klidmz gänger weder als Proprietär ein Einkommen, und vet noch als Söldner einen Dienst⸗Gehalt hat; so ehschn kann er nicht anders bestehn, als durch Dieberey Hen fuls oder Betteley, wodurch er, die Sache bey'm hlibe Lichte besehen, geraubte oder gestohlne Portio⸗ vand hes nen vom Güther⸗Einkommen oder vom Arbeits⸗ Mobuck Lohn an sich bringt: und ist das nicht; so kann recon⸗ er keinen Aufwand machen, und muß umkom⸗ Wfalo men. Was thut der obgedachte Arbeiter andres? rtrag, Er arbeitet, bekömmt, zum Tausche gegen sein kein ö Werk, eine Portion vom Güther⸗Einkommen, bon die ihm der Liebhaber zum Lohne für seine Arbeit Gate abtritt, und verzehrt endlich diesen Lohn, wel⸗ ven cher den Fond ausmacht, aus dem er seinen Iie die Aufwand bestreitet. Mithin ist zwischen ihm Cast und dem Dieb oder Bettler, in dieser Hinsicht, ubn weiter kein Unterschied, als der morqsische, und s ms die Zufriedenheit des Käufers der Unterschied, hsse der zwischen der freywillig bedungenen Abtretung Bah und dem Raub oder Diebstahl obwaltet. Was ahnh aber Berechnung und Ertrag anlangt, so ist m de beides einerkey. ö Das könnte zutreffen, werdet ihr sagen, uil⸗ wenn wir alle Spitzen, die unsre Klöppel⸗Mädchen machen können, kauften und consumirten: aber 41 so verkaufen sie auch davon ans Auskand, und h beziehen so mit von diesem ihren Lohn, der nun⸗ W mehr bey uns verzehret wird, wo er zur Er⸗ mate höhung des Verkaufs⸗Werthes unsrer Producte 4. dient, und Ursache zu allen hieraus oben herge⸗ leiceten U 2.2—..—— 140 Faüͤnstes Capitel. leiteten Wirkungen wird.— D! so kommen wir also wieder auf den Plan zurück, uns einen Vortheil vom Auslände zu machen. Sollen wir denn immer und ewig den unstreitigen Grunds satz wiederholen, daß die Masse von dem, was die Ausländer bey uns enkanzen, durch die Masse dessen, was wir bey ihnen 8 d in der Gleich— heit schwebend bleiben müͤ sse? Außerdem würden wir ja die ÄAuslonder, wenn sie nicht so hell sähen, als wir, zu Grunde richten; und in dieser chimärischen Voraussetzung würden wir durch Lückschlag unsern gegenseitigen und hintennach doiceneen Untergang unausbleiblich machen. Wenn es sich eine Regierung zum Geschäffte machte, durch den Handel ein Uebergewicht über das Ausland zu erringen, und ihr ihre Absicht gelänge; so würde ihre Operation um kein Haar gescheuter seyn, als wenn ein Privat⸗-Mann sein Vermögen auf verlohren Capital hingiebt, und sich dädurch auf eine Weile in Stand setzt, doppelt mehr Staat und Aufwand zu machen. Es ist schon vielmals gesagt worden, und muß wohl unabläßig wiederholet, ja, es möchte wohl gar, wenn sich's nur thun ließe, mit goldnen Buchstaben überall angeschlagen werden, damit sich die falschen Münzer mit dem Handels⸗Ge⸗ werbe darüber streiten, aufgeklärte und tugend⸗ hafte Menschen hingegen sich in der Praxis dar⸗ nach richten lernten: der allgemeine und besondre Wohlstand der Völker läßt sich nur durch redliches und wechsel— seitiges Verkehr der Volker fest⸗ gründen. Hiermit tritt demnach unser obiges Klöppel⸗ Mädchen wieder in die gemeine Rei he der sterilen Classe überhaupt, dieß heißt, als eine Person, die ie von Ifenh in det Nihe Dil iht was; Chst die in iht stht dadlte der Zt fitdert Iem nann at Rels d ih mi WSNI du ichgl und. e Hand es 6 Hucht Olo Must 2N G nem liche Nut RNug zum Wirkungen der Ausgaben. 141 n Publicum Ind von einer Portion des Alanz öffentlichen Einkommens lebt. Wir werden sis r in der Folge wieder zu der besondern Unter⸗ sh Abtheilung in dieser Classe, die den industriösen un Theil derselben ausmacht, bringen müssen. Für u Ms itzt liegt uns ob, zuzusehn und zu bestimmen, Glh⸗ was für einen Rang sie in derselben habe. würde Wir haben bewiesen, daß die ganze sierile 0 Classe überhaupt in gleichem Grade nützlich für in dist die Gesellschaft von einer Haupt⸗-Seite ist, die M burch in ihrem Aufwand und ihrer Consumtion be⸗ stennach steht, welche den Verkaufs⸗Werth bewirkt, und nachen. dadurch Frucht-Erzeugniß, die einzige Quelle shaft der Zunahme des gemeinsamen Reichthums, be⸗ tber fördert. Jedoch ist auch das wahr, daß es in hscht einem Agricultur Staate keinen Handwerks⸗ Haar mann anders, als nach Maaßgabe des Einkom⸗ Nann mens der Nation, geben kann. Daher kann giebt, ich mich denn trotz der Vortheile, die ich den scht Ausgaben der Handwerksleute zugestehe, doch hachen. durch dieselben nicht so weit blenden lassen, daß 0 uuf ich gläuben sollte, als könnten diese Vortheile an t osl und für sich selbst den Unterhalt dieser Leute wei⸗ hung ö ter ausdehnen, als das Einkommen reicht. Die anit Handwerksleute tragen freylich zur Vermehrung 9. des Einkommens das Ihrige bey; aber das d reicht nur so weit, als ihre Anzahl mit dem har⸗ Einkommen selbst im Ebenmaaße bleibt. Der und industriöse Theil, so lange er sich in dem Stan⸗ läßt de der Proportion hält, worinnen er mit dem sel Einkommen, oder, wenn man so will, mit sei⸗ fes nem Handel stehn soll, hat indessen ein natür⸗ liches Privilegium, welches einem ausgemachten ledl Nutzen, der ihm eigen ist, entspricht. Dieser 11 Nutzen besteht darinnen, daß er Materialien 2 zum Handel liefert, und die Bedürfnisse so 0 wohl, 142 Fünftes Capitel. wohl, als die Ausgaben vervielfältigt; daß er den Verkaufs-Werth zum steigen bringt, die Freuden des Lebens vermehrt, und den Frucht⸗— Bau immer mehr und mehr befördert. Also ist es billig, daß wir ihm, beym Einreihen jedes besondern Tributs der Arbeit in der industriosen Classe, seinen Rang um so hoher oder niedriger anweisen, je mehr oder je weniger nah er dem wesentlichen Zwecke des allgemeinen Privilegiums der ganzen Classe kömmt; dieß heißt, daß wir jeden Handwerksmann um so höher oder geringer schätzen, je mehr oder weniger er zum Kauf und zum Verkaufe liefert, und je mehr oder weniger er rohe Materialien verbräücht. Längnet man mir diesen Grundsatz ab; so müssen wir alles für ungewiß halten, und wie— der in den Pyrrhonismus des Egoisten fallen, der an der Existenz seines Leibes und aller andern Creaturen zweifelt, und der gleichwohl ißt, trinkt, sich ankleidet, sich bedienen läßt, sein Geld zählt, u. s. f. Da er aber wenigstens an diesem Verhalten im Ernst hängt, werden ihm nicht immer noch unsre Resultate ganz wunder— lich vorkommen? Wenn er sie nicht zugiebt; so wird er ganz natürlicher Weise finden, daß der Begriff, den wir von den verschiednen Gattun⸗ gen der Manufacturen-Industrie heegen müssen, nd die Achtung, in der eine jede davon bey uns stehn soll, der gemeinen Meynung schnur⸗ stracks entgegen laufe. In der That giebt es mehr Füße, denen es Bedürfniß ist, Schuhe zu tragen, als Faustgelenke, denen es Bedürfniß, ich rede hier von einem wahren Bedürfnisse, seyn sollte, Kanten zu tragen; mehr Oberflächen von Leibern, denen es Bedürfniß ist, mit Wolle be⸗ deckt zu seyn, als es ihrer giebt, denen es Be⸗ dürfniß * Wfnß Rerd. ind N N Stofe Debolei Fiden l verbtan dn u danitz fömneh, che trab Ale henbet hundkt umal l ur Prof dun! Henalls Hulsane Hediede Wand Hältte Hälste in dem rur zwe und A sir Sd haler r halen rahesN schiddi auf&• Msgal das N ster zu geben. dehg iih, R² in duuh Mi hen sut Dustiofz sedeihn uh ir den rbilepunt , daß hie Reumger Huuf unh nshe hy so Isd Wies fallen, andern MH ißt, t, sin Hstend ag rden ihsz % wundee hict/ 6 „ oM det Gatluh⸗ nussaz abon bey schnur gebt es chühe d dürfnißz üsse, seß achen voh Wile H. Het 5 ftl Wirkungen der Ausgaben. 143 dürfniß wäre, ihre Blöße mit Goldstoffe zu decken. Es wird also mehr Schuhe zu kaufen und zu verkaufen geben, als Spitzen und reiche Stoffe von großer Arbeits⸗Geschicklichkeit. Deßgleichen werden mehr Felle, als Zwirns⸗ Fäden und Materialien von Seide und Golde, verbrauchet werden; und unsre Ländereyen wer⸗ den uns mehr Profit eintragen, wenn wir Vieh damit ziehen und füttern, als wir davon haben können, daß wir Cattune, Zitze und seidne Zeu⸗ che tragen. Allein der Profit von der Hand-Arbeit, wendet man ein, beträgt au der Kante drey hundert für eins, und an den Schuhen nicht einmal hundert für hundert.— Also immer nur Profit an Kosten? Und von wem nehmet ihr denn diese Art von Profit? Wir haben so eben alles zusammen unwiderleglich auf eine ge⸗ meinsame General-Masse herunter gesetzt, und bewiesen, daß wir bey unserm Verkehr mit dem Ausland unvermeidlich von jedem Verluste die Hälfte tragen, und von jedem Gewinne die Hälfte bekommen. Wir haben bewiesen, daß in dem Preise der Waaren und Kunst⸗Arbeiten nur zwey Dinge enthalten sind, rohe Materie und Arbeits⸗Lohn. Zu funfzig Laubthalern für Schuhe wird für fünf und zwanzig Laub⸗ thaler rohes Material, und zu den funzig Laub— thalern für Kanten wird nur für funfzehn Sols rohes Material verarbeitet; ein wichtiger Unter— schied in Hinsicht auf viel oder wenig Ankauf, auf Consumtion, auf Verkaufs⸗Werth, auf Ausgabe und Frucht-Erzeugniß. Was nun das Arbeits-Lohn anlangt, so muß der Schuh— ster zu leben haben; außerdem würde es keinen geben. Auch lebt er, und verzehrt wenigstens su ————— 144 Fünftes Capitel. so viel, als die Spitzen-Klöpplerinn. So nach würde in dieser Rücksicht alles gleich seyn, wenn es so viel Spitzen-Klöpplerinnen gäbe, als es Schuhster giebt. Dieß ist aber eine unmögliche Sache— wegen des unermeßlichen Unterschie— des von beiderley Bedürfnissen, von Consumtion und von Nachfrägen zwischen diesen beiderley Waaren-Arten. Ich wünschte mir— um alle die scharfsinnigen Erfindungen und Präcautionen der Völker, mit denen sie einander gegenseitig Geheimnisse aus ihrer Industrie machen und sie einander wechselsweis aus den Augen zu rücken suchen, dem verdienten Gelächter preis zu ge— ben— weiter nichts, als daß ich ihnen allen einen Vorschlag zu dem nächsten Handels-Tractate thun dürfte. Ich wollte ihnen, zum Beyspiele, mit Freuden die gesämmte französische Pracht⸗ Industrie, die Porcellan⸗Fabricatur, die Spiegel— Fabriken, die pariser Scharlach-Färberey, alle Lyoner Fabriken, den ganzen Kram von nied— lichen kurzen Waaren, sammt der Veränderlich⸗ keit der pariser Moden, mit einem Wort, alle Prunk⸗-Manufacturen abtreten, so fern sie mir zum Tausche dafür bloß das ausschließliche Privilegium überließen, ganz Europa mit Schu— hen, Stiefeln, Sätteln und gemeinem Pferde— „Geschirre zu versorgen. Würde der Kauf treu und redlich gehalten; sie sollten mich gar bald um Wieder-Aufhebung desselben angehn: und ich würde sie ihnen auch bewilligen— weil es wider meine Grundsätze wäre, sie zu Grunde zu richten; und weil mein Wunsch und Wille ist, daß sie uns bereichern; daß sie unsre Weine, unsre Oele, unser Salz, unser Getraide, unsre Pferde, u. s. w. kaufen können, und daß wir alle diese Dinge in Menge haben. Auf diesen vons l diset A lchn 3 l das Ses Iunet u v05 bisg füe u den und so gerad ein M in die sein u Hiit haben de M. Whun etbas Vhe dunst in un Kuns perhu N. ran. an i Hsg gih tg eme umi hen lntriß, n Consuntz Resn hadeh ir imn WPrätnuthnz Der Ragest ochen und y 0 Rucky llnid ge⸗ Uhmm alen lle⸗ Tuckate Napiele, e Rracht⸗ Epiegel⸗ betey, alle von nied⸗ eraderlch⸗ Vort, all firn st mr Ioshlaflcge atechu⸗ m Hade⸗ fauf treu hald hn ud — Weil es Grunde zu VWile ss se Vun · mů ud d — —ͤ—————————— Wirkungen der Ausgaben. 145 Auf ein solches System also müssen wir die Arbeit des industrissen Theiles von der sterilen Classe einer Nation hinzulenken beflissen seyn; dieß heißt, auf das gemeinste Bedürfniß, welches den geschwindesten Absatz, die stärkste Nachfrage nach den rohen Materialien, das pünctlichste und gleichmäßigste Arbeits⸗Lohn, den zahlreich⸗ sten Aufgang, und folglich die vollständigste Frucht⸗-Erzeugniß nothwendig macht. Uuch ist nicht wenig daran gelegen, daß der Aufwand des Güther⸗Einkommens seine Richtung auf diesen Punct hin durch die Sitten nehme— wenn wir anders wollen und wünschen, daß dieser Aufwand nützlicher Weise zu seinem eigent⸗ lichen Zweck ausschlage, welcher kein andrer ist, als das Güther-Einkommen zu reproduciren. Auf diesen immer wiederholentlich durchdachten Punct müssen wir die Entscheidung über alles, was bisher immer so schwankend und unbestimmt für und wider das Gesuchte in dem Aufwande, den man Lupus nennt, gesagt, und geschwatzt, und sophistisiret worden ist, zurückführen. Der gerade und natürliche Menschen-Verstand, der ein Antheil von dem Licht ist, welches der Schöpfer in die Seele des Menschen gelegt hat, und der sein natürliches Denk-Gesetz ausmacht, geht hierinnen nie fehl. Sitten⸗Strenge und Tugend haben von je her wider den Lurus geeifert; und die Menschen im Großen haben die Reden und Abhandlungen der Verfechter desselben nie für etwas beßres angesehen, als für das Spiel des Witzes eines wollüstigen Kopfes, oder für Aus⸗ dünstungen eines verdorbenen Herzens. Allein in unsern neuesten Zeiten hat die falsch⸗berühmte Kunst oder— wenn man will— Wissenschaft, verhüllt von den Hecken solcher sophistischen In⸗ M. L. P. 1. B. K ductio⸗ 146 Fünftes Capitel. ductionen(D, die Materie vom gemeinsamen Interesse dermaaßen unter einander geworfen und in einander gewirrt, daß diese widersinni⸗ ge Meynung nicht nur abermals zur streitigen Frage, sondern so gar zur Quelle unglückseliger und unmenschlicher Kriege geworden ist. Die Fackel der ökonomischen Tabelle setzt diese Materie ins vollkommenste Licht, und die Ordnung der— selben macht sie zur Rechnungs⸗Sache. Luxus ist der Aufwand, der auf die gesuchteste Arbeit, dieß heißt, auf das geringste Bedürfniß, auf die seltenste Consumtion, auf die ungewisseste Nach— frage, auf das ungleichste Arbeits-Lohn, welches noch dazu die einzige Frucht dieser Arbeit ist, auf die kleinste Anwendung roher Materialien und arbeitender Leute und Gehülfen, und folglich auf die kleinste Real-Ausgabe und die einge⸗ schränkteste Frucht-Erzeugniß gemacht wird. So bald man dieses gesagt hat, ist die Debatte für einen jeden abgeurthelt, der nicht von den gemeinen Vorurtheilen, die wir noch zu be— kämpfen haben, verblendet ist. Wir wollen den Artikel vom industriösen Thei— le der sterilen Classe mit der Rück⸗Erinnerung an das Fundamental-Principium beschließen, daß nämlich der sterilen Arbeit keinesweges die nützliche Wirkung zugeschrieben werden dürfe, als bekämen dadurch die Verkaufs⸗-Valuten ei— nen Zuwachs; eine Wirkung, welche lediglich dem Aufwande der Arbeiter zuzuschreiben ist. So gar die producirende Arbeit hat dergleichen Nutzen nicht, ob sie gleich in der That die Mut⸗ ter (7 Das seinste Meisterstück von diesem Gepräge sind ohne Zweifel des Abtes Galiani Dialogues sur le sommerce des bleds. I. ber vod Rakläter Wir Mbiit tur ei mit Lohh! Fbe Lohn eben gewß Huter wab( r etbe Echihe Kinesw Eisfuß Mf thut si Wath Vaht h, berse Eoh ser E aus wand et A DW0 hle Ithen 6 fl neh welt fluß Liitet Wirkungen der Ausgaben. 147 Wa ter von allem ist. Hierüber muß ich mich näher usen—* In erklären. ö si Wir haben an einem andern Orte gesagt, ein wülgh Arbeitsmann, dem ich 20 Franken für die Cul⸗ tur eines Artischocken ⸗Feldes bezahlte„welches mir 40 Franken eintrͤͤge, bekäme sein Arbeits⸗ Munnn Lohn eigentlich nicht von mir, sondern von dem rdunm dy Felde, dessen Total⸗Ertrag mir zuforderst den h bns Lohn des Arbeitsmannes, und nächstdem auch haft ch eben so viel an reinem Ertrag einbröchte. Ganz iß ouf di gewiß ist dieses Arbeits⸗-Lohn ein Zuwachs an ss goc Gütern, die Frucht der Arbeit dieses Mannes: H eshes was er aber von dem Producte selbst, welches lls auf er erbauet hat, verzehrt, ist kein Zuwachs an alen und Schätzen, in wie fern diese Consumtion, die fohlich keinesweges gekauft wird, nicht den mindesten je einge⸗ Einfluß auf den Verkaufs-Werth hat. Nur t wird. der Aufwand eines solchen Mannes im Ganzen Debatte thut seine Wirkung zu Erzeugung eines Verkaufs— von den Werthes. Er giebt den Fond seines Lohnes zur c uu de⸗ Rechten und zur Linken aus, und wendet ihn an, sich seine verschiedentlichen Bedürfnisse zu ridsen dh ⸗ verschaffen. Damit giebt er also in seiner Ermnneng Sphäre der Maschine den Schwung: aber die⸗ Heshlehen, ser Schwung, diese Bewegung entsteht nicht de aus seiner Arbeit, sondern aus seinem Auf⸗ N Rrft wande. Denn wenn der Ertrag, der aus sei⸗ Hltn ei⸗ ner Arbeit entsteht, bloß zu Bestreitung seiner Adhlh Bedürfnisse, und nur für ihn allein hinreichte, raben i. ohne daß er irgend etwas davon verkaufte, und mlihe irgend etwas dafür wieder einkaufte; so würde Mu⸗ es freylich hiermit einen Mann und ein Product mehr geben, aber doch nur ein isolirtes Product, welches nicht den mindesten mittheilbaren Ein⸗ gethe s fluß auf die Gesellschaft hätte.— Dieses leitet uns ganz natürlich zu dem besoldeten 4 K 2 e 148 Fünftes Capitel. le der sterilen Classe, dessen Existenz gar keinen Zweck, weder zum Frucht⸗Erzeugnisse, noch zur Hand-Arbeit hat, und dessen Dienst und Auf— wand gleichwohl eben denselben Einfluß auf die Ordnung der Dinge und auf die Reproduction hat. Es ist nicht möglich, hierinnen verständlich genug für Leute zu reden, die nicht recht Achtung geben, und zum Nachdenken zu flüchtig, oder zu träge sind. Ich empfinde dieses hin und wieder mit Bekümmerniß: denn wenn es jemals nöthig war, Allen Alles zu werden; so hat es ohne Zweifel derjenige nöthig, der diese, für jedermann so wichtige Wissenschaft zu demon⸗ striren hat. Gleichwohl sind die Anfangsgründe derselben um so schwieriger, je mehr sie bisher ein Feld gewesen sind, welches lange Zeit braache gelegen hat. Aber dieses Feld ist stark, hat tiefen Boden und große Fruchtbarkeit: nur also noch ein wenig Aufmerksamkeit; so wird alles plan und deutlich werden. Für itzt lasset uns zum Grundsatz annehmen: Verkaufs-Werth ist die Basis alles Reichthums, und Vermehrung dieses Werthes ist Vermehrung an Reichthume, dieser aber eine Folge von der Concurrenz der Producten⸗Käufer, nicht von der Concurrenz der Verkäufer von Lebens-Mitteln und rohen Materien oder Arbeit, welche so gar zum öftern das Gegentheil mit sich bringt und die Preise herunter drückt; und aus dem allen folgt, daß die Wirkung vom Anwachse des Reichthumes durch den Aufwand nicht anders als wie eine sol⸗ che betrachtet werden darf, die von Seiten des Producten-Käufers herrührt; dieß heißt, daß die Menschen, wenn sie auch noch so viel In— dustrie hätten, dennoch der Gesellschaft, ökono⸗ misch nisch x mehrar Fern Brode rodt schil Heh hahht kecht wider othi⸗ daball die Me nehr hn is chren, hltlon obitft chaft d En chen Reid Hat Rroß 8 ett dell! uche dles sum, siütz Hlon bot Gna fille V——— u—* RRR ———————————————— e=ee=fe=:=...———.— Wirkungen der Ausgaben. 149 Ir n misch zu reden, in Absicht auf Reichthums⸗-Ver⸗ 1102 mehrung weiter keinen Nutzen schaffen, als wie s 10 fern sie Käufer von Unterhalts ⸗Mitteln, von Brode, Weine, Fleisch und allerley andern broduciin Producten-Arten sind. 005. Man lese noch einmal nach, was ich ge— basindlg schrieben habe; so wird man sehn, ob ich hierin⸗ ihttun nen das geringste auf bloße Hypothesen hin be⸗ ihti, od haupte. Ich sage es nochmals, man lese nur ste s 115 recht; so ist es nicht möglich, daß man mich es sema widerlegen kann. Ist man aber einmal ge⸗ ö 0 hat eb nöthigt, diese Grundsätze zuzugeben; so werden Yist, ir daraus nothwendig die Sätze fließen: je mehr u demon⸗ die Menschen zu verzehren im Stande sind, desto megtünde mehr Nutzen schaffen sie; je stärker das Arbeits— se hiher Lohn ist, desto mehr sind sie im Stande zu ver⸗ tbtaache zehren; und das alles findet sich in der Repro⸗ ark, hat duction wieder, die nun desto stärkere Einkünfte uut also abwirft, die so gar mehr Arbeits-Lohn ver— Wird aled schafft, als die Industrie verschaffen kann, und haset uns die es auch selbst bezahlt. In Wahrheit, diest „Wuth i Einkünfte müssen ausgegeben werden: dieß ist Vurmshuung eben so nothwendig in der Armuth, wie im Vctham, Reichthume; sonst würde alles ein Ende haben. Wunns de Hat man aber starke Einnahme und macht ondutemz großen Aufwand; so geht alles gut. Und ist Ind uhm es etwan nichts, die Menge der Menschen, nach ger pun dem Gebote der göttlichen Vorsehung, zu ver⸗ nd di mehren? Ist dieß in der Staats⸗Kunst nicht IUln fogt alles? Ist es nicht reichliches Auskommen, Froh⸗ wchthumtes sinn, Redlichkeit, Tugend, Glückseligkeit, Unter⸗ Wche sl stützung der Armen, die in der christlichen Reli⸗ n 5 gion so sehr empfohlen wird, worinnen diese Ge⸗ n böte der Bruder-Liebe mit dem Beystande der 6ahe Gnade ihres göttlichen Stifters so würdig er⸗ 0 Hil füllet werden können? Wer viel einzunehmen Uf, ah K 3 ‚ sucht, 150 Fünftes Capitel. sucht, und wenig ausgeben will, gehört in die Classe jener Geizhälse, denen die Vorsehung flucht, deren blinde Habsucht die unveränder⸗— lichen Einrichtungen Gottes stöhrt. Gott läßt ihnen, wie dem Satan, zu, das irdische Para— dies in eine Wüste zu verwandeln; aber die Wirkungen ihrer Raserey dienen nur zur Ver— mehrung ihres Heißhungers und ihrer Martern. Lasset uns für itzt die Wirkung der Aus⸗ gaben an dem besoldeten Theile der sterilen Classe betrachten. Grund und Boden ernähren die ganze Gesellschaft; den Landwirth vom Total— und alles Uebrige vom reinen Ertrage. Der Zehndte, der zur Unterhaltung der Kirchen und Kirchen-Diener bestimmet ist, wird, was sein Quotum anlangt, ebenfalls vom Total-Ertrag im voraus erhoben, indem der Zehndt-Herr, allem Ansehen nach, ganz und gar keine Rücksicht auf die Cultur⸗Kosten, und folglich noch weni— ger auf den Wieder⸗Eingang der Auslagen nimmt. Indessen haben doch Local-Observanzen bey der anfänglichen Einführung des Zehndten in jedweder Gegend einige Rücksicht auf die Lasten, die auf den Grundstücken haften, und auf die Unterschiede der Fruchtbärkeit genommen. Je mehr nun die Cultur in Verfall kömmt, oder je mehr sie an Kosten aufzehrt, desto lästiger muß unfehlbar der Zehndte werden, wenn er von der Aerndte in Natura erhoben wird. Wer einer Strickerinn ein Paar Strümpfe von einem Dützende nehmen wollte, der würde ihr offenbar mehr nehmen, als wenn er dem Strumpf⸗Wirker zwey Paar nähme. Der reine oder von der Natur freywillig geschenkte Ertrag, der das Güther-Einkommen ö aus⸗ autmal shaft. chümn Eigdent Staat Enlko scheit wenig alb i selben Gesel zuben Zabell Hest nichts: afth hilt, Wssch wandes 90 2 Au delt, bey habel Iinfa eben het ss de lit! best fast solhe suche hr ns Lushug Underingg Gott lß dsche t, aber de zur Vit, Mortteh 0 det Mas⸗ rlln Cas nhren di om Lolal. . Der chnn und vas sein Exttag t⸗hert, Rͤckicht och Meni⸗ Wolagen Herbanfen Ichrben ht af de fth, Id Muonmen. umst, odet lsiger venn et Id. Det von einen oftubat uj.Wite fpnil an s⸗ Wirkungen der Ausgaben. 151 ausmacht, unterhält die ganze übrige Gesell⸗ schaft. Er wird zuförderst den Privat⸗Eigen⸗ thümern der Grundstücke, und dem Universal⸗ Eigenthümer des Territoriums, welches der Staat ist, zugestellt. Diese beiden Theile vom Einkommen, die in ihrer Bestimmung dem An⸗ scheine nach verschieden sind, haben nichts desto weniger in der ökonomischen Ordnung so wohl, als in der moralischen, nur einen und eben den⸗ selben Zweck, welches kein andrer ist, als die Gesellschaft zusammenzuknüpfen, sie zu vereinigen, zu vertheidigen und ihr zu dienen. Die ökönomische Tabelle überzeugt uns von der Wahrheit: wer der Gesellschaft nichts giebt, darf auch von derselben nichts erwarten; und so gar derjenige, der seine Existenz für höchst gleichgültig und unabhängig hält, wirkt dessen ungeachtet mit seiner ganzen physischen Schwere durch die Folgen seines Auf⸗ wandes im ökonomischen Krais auf die Bewegung des politischen Räderwerkes. Wir haben anfänglich von der Ausgabe oder Anwendung des Einkommens überhaupt gehan⸗ delt, indem wir die Wirkungen der Ausgaben bey der Proprietär⸗Classe betrachteten. Wir haben bey selbiger Gelegenheit gesagt, und ganz einfach bewiesen, daß das Einkommen ausge⸗ geben werden müsse, und zwar in der Ordnung,/ wie es auf der ökonomischen Tabelle vorgestellt ist. Itzt scheint es, als kämen wir wieder auf die Anwendung des Einkommens zurücke, da wir beynah alles, was, auf den ersten Anblick besehen, Aufwand zu seyn scheint, zusammen⸗ fassen; aber es ist doch in der That nur der be⸗ soldete Theil der sterilen Classe, den wir unter⸗ suchen wollen. ů K 4 Alles, ——8.——.— 152 Fünftes Capitel. Alles, was vom Staat oder von den pro⸗ prictäre en bezählet wird, geschieht an Solde, Gebühren, Gehälten, u. s. w. welches eben das ist, was bey dem industriosen Theile Lohn oder Bezahlung für geleistete Arbeit heißt. Jene erstern Artikel sind das, was den besoldeten Theil ausmacht. Der besoldete Theil muß nothwen⸗ dig in der Gesellschaft immer mehr zunehmen, je mehr sich die Gesellschaft ausdehnt, je mehr sie verschönert, und je zusammen⸗gesetzter sie wird. Doch es ist dieß eine Sache, die mit ungemein vieler Delicatesse ins Klare gesetzt werden muß, indem sie uns zur Regel dienen kann, von dem gesunden oder kränkelnden Zustande der Gesell⸗ schaft zu urtheilen. Zur Erläuterung dieser Wahrheit ist es nöthig, die besoldete Classe noch in zwo Portio⸗ nen zu subdividiren, von denen die eine frey, und die andre dependent ist. Nach Maaßgabe dessen, daß die freye Portion gewinnt, geht alles gut. Nach Maaßgabe dessen, daß die dependente Portion anwächst, wird alles immer mehr und mehr schlimm. Lasset uns für itzt er⸗ klären, was wir unter dieser Subdivision ver— stehen; und hernach wollen wir beweisen, was wir so eben, den Gang dieses Thermometers be— treffend, behauptet haben. Freye Portion nenne ich alles, was nach eigner Wahl und Willkühr ohne festgesetzten Lohn, es sey nun Tag- oder Unternehmer— Lohn(D, arbeitet. Diese Portion begreift unter sich alles, was im innländischen und aus⸗ wärtigen ( Wer eine Arbeit überhaupt um ein gesetztes Ge⸗ dinge übernimmt, den nennt man bekanntlich Unter⸗ nehmer(Entrepreneur). I. Gealtte fehe. nahrl yir be Hanbel üt/ als dekkt d Haolbe ah luh lintt f de Wö un den d so, V auft ganz ger E wenn Waar afac Hlrb uun s sol, ich i lich Veff der 5 len h uu—ꝛ....——.——.—.————..—.—.———* Wirkungen der Ausgaben. 153 1 tuen. wärtigen Handel arbeitet, vom Wasser⸗Träger 0 äi an bis zu der höchsten Stelle beym Handel; wie Hehhn auch alles was außer der producirenden Clas⸗ 1 b se zu öffentlichen oder Privat⸗Arbeiten gebrau⸗ ühirhen chet wird.— Dependente Portion hingegen Uw nenne ich alles, was von Besoldungen und Jahrs⸗ o oder Monats⸗Gehalten lebt, vom Minister und zuthnen General an bis zu den Trommelschlägern und La⸗ senchrs keyen. Dieß ist die Definition von ihnen: nun⸗ her se vit mehr lasset uns zum Beweise dessen schreiten, was nit ungemeß wir behauptet haben. burden nuß Wir haben oben bewiesen, wie nützlich die vos bem Handels⸗Leute, als Dolmetscher der Bedürfnis⸗ r Gestl. se, als Veranlasser der Ausgaben, als Beför⸗ derer des Verkaufes und des Einkaufes, als it ist es Herolde des Verkaufs⸗Werthes, und folglich Portio⸗ als Urheber der Frucht- Erzeugniß und der Ein⸗ ule frey⸗ künfte sind. Fallen nun die Consumtion und Naaßgabe die Ausgaben auf entbehrliche Dinge und Luxus; Int, giht so nimmt unwidersprechlich die Anzahl ab, in⸗ daß die dem die Nachfrage seltener wird: und gerade ales inmet so, wie ein einziges Schiff den Kanten⸗Vorrath süt ihee⸗ auf ein ganzes Jahrhundert zur Consumtion für Wbisa ttr⸗ ganz Europa tragen könnte, würde ein einzi⸗ Hsec, vas ger Committent im Stande seyn, alle vier(oder, onets be⸗ wenn man will, fünf) Welttheile mit dieser Waare zu versorgen.— Mich dünkt, dieser Vos nach einfache Lichtstrahl sey, nächst alle dem, was fsheshten hierüber oben bereits gesagt worden ist für ei⸗ lltuchmet⸗ nen so kurzen Abriß/ als der gegenwärtige seyn U behrest soll, hinreichend, die Wahrheit von dem, was und aul⸗ ich in dieser Hinsicht behauptet habe, begreif— Wärte lich zu machen. Wir sehen in den Zeiten des Verfalles der Agricultur-Staaten die Anzahl geegts ds der Klein⸗Händler in den ansehnlichsten Städ⸗ oasshle⸗ ten haufenweise zunehmen; und diese Kaufleute K 5 selbst ——————— 2—— ö—.—— * 1 154 Fünftes Capitel. selbst sind dann nichts beßres, als Buden⸗Krä⸗ mer, die nur Phantasien auszulegen haben: aber das Auge des Verstandes sollte zugleich einsehn, daß, wenn die Dörfer gedrückt und wüste wer⸗ den, alle Welt, wie vor dem Feind, in die Städte flüchtet, weil dieß das einzige Obdach, und die Vorraths-Kammer von den wenigen, noch übrigen Lebens- und Unterhalts⸗Mitteln ist. Der auf ein dürres Pflaster geflüchtete Mensch hat dann, wenn er seinen Proviant nicht mitbringt, weiter kein Mittel mehr, da seinen Unterhalt zu finden, als daß er seine Zeit und seine Haut an den verkauft, welcher glück⸗ licher war, als er. Däher kommen denn so viele Buden, worinnen man die Moden und die Desseins eben so mannichfaltig und verän⸗ derlich wechselt, wie die Mädchen im Schäu— spiel⸗Hause und auf den Spazier⸗Gängen ih⸗ re Grimassen und Zierereyen wechseln. Jeder— mann bewirbt sich um Kundleute; das ist die Loosung. Aber wie viel ehrliche Heirathen ma⸗ chen diese elenden Creaturen krebsgängig! wie viel nützliche und fruchtbare Gewerbe zerrütten und verdrängen dergleichen Pompons in der Gesellschaft! Das erkennt nur der Kopf, der mit den Grundsätzen bekannt ist; und ein sol⸗ cher würde es auch ohne Schwierigkeit berech⸗ nen können.— Je mehr also der Aufwand sei⸗ ne Richtung auf Schnörkeleyen und entbehrliche Possen nimmt, desto geringer werden die Han⸗ dels⸗Leute an der Zahl, an der Art, und an der Güte der Eigenschaften; und so mit wer— den der Vortheile, die ihr Einfluß hat, immer weniger. Die andre Unter ⸗Abtheilung der freyen Portion von dem besoldeten Theile der sterilen Classe * haseuat Ret der — icht er furt des Bed verkeuft sen Oase L haupt 6 turnchme an der! Inen v liege/ V halkeit, a hselt wer Huben, Hans, Sthi wgen et vutet de ur dem h die Gis Portion I0 Abeit d seher M iden 6 u auf er Jhee hser setn He ein Form, ther⸗S Bodens wendung 6Dungt, u habgz get hgsochec, und vist vn. Hend, u iuzige Oldit den weniggz helts⸗Mitth sr gefüchtt inen Probiaft ittelmeht, A aß er sune zut wacher glick⸗ imen denn so oden und ind berän⸗ im Schau⸗ Hängen ih⸗ lu. Mder⸗ das is die Niralhen nne Sängig! W vbe Rrttn Wpons in der her H, det und alt sl rchit berch⸗ Ifnand si⸗ Denthehelch? n die Hau Vt, und al 0 mit u iu 9 br fil 1 b. full Hse Witkungen der Ausgaben. 155 Classe machen die Arbeits⸗Leute und Unterneh⸗ mer der öffentlichen und Privat-Arbeiten aus; — nicht diejenigen, die ihre Werke, das im⸗ mer fortgesetzte Product ihres, der Großmuth des Bedürfnisses gewidmeten Arbeits⸗Fleißes, verkaufen; denn diese gehören zu der industriö⸗ sen Classe— sondern diejenigen, die sich auf Tage⸗Lohn verdingen, oder die Arbeiten über— haupt nach dem Ruthen⸗Maaß im Ganzen un⸗ ternehmen. Man sollte nicht glauben, wie viel an der Richtung ihrer Arbeit auf diesen oder jenen Zweck, und folglich an ihrer Vertheilung liege, daß sie lieber zu Gegenständen der Nutz⸗ barkeit, als zu Absichten bloßer Phantasie an⸗ gestellt werden. Man sollte, sage ich, nicht glauben, wie viel daran dem Gedeihen des Pu⸗ blicums, so wohl der Form, als der Sache selbst wegen liege. Lasset uns erklären, was wir hier unter Sache und Form verstehen; so wer— den wir in dieser Vorstellung den Beweis von dem finden, was wir behauptet haben, daß die Gesellschaft um so mehr leide, je mehr diese Portion abnimmt. Ich nenne hierinnen Sache den Zweck der Arbeit des Hand Arbeiters, und Form die Art seiner Arbeit. Lasset uns den ersten von diesen beiden Gegenständen näher betrachten; er wird uns auf den Weg zu dem andern bringen. Ist der Zweck der Arbeit, das tragbare Grundstück zu bessern; so thut sie einen Beytrag zum beso sern Gedeihen des Publicums. Ist es hingegen ein Zweck bloßer Phantasie; so gilt bloß die Form, aber die Sache fehlt. Wenn ein Gü⸗ ther⸗Besitzer Schanzgräber zum Umgraben des Bodens bräucht; so ist dieß eine nützliche An⸗ wendung seines Ueberflusses, in wie fern sie auf die 156 Fünftes Capitel.— die nächste Consumtion abzweckt, wie wir wei⸗ ter unten sehn werden. Es ist aber nichts de— l sto weniger ein großer Unterschied in Absicht Woihläh auf die Sache, ob jene Schanzgräber eine Ter⸗ hen Na rasse zur Verschönerung, oder einen Fahr-Damm e beh e bey einem Weyher anlegen; ob sie die Erde aus— ich, Em graben, um ein Wasser⸗Baßin, oder einen Gra— lang ah ben zum Austrocknen eines Sumpfes zu ma⸗ Rechhunz chen. Man sieht an dieser Probe auf Einen dem ich l Blick, wie viel Schaden dem tragbaren Grund sagt hab⸗ und Boden durch die Sitten wiederfährt wenn thalet de der Geschmack der Güther-Besitzer in dieser Art Eihe zu. von Aufwande seine Richtung auf Prunk und Ei— Nst Hut telkeit nimmt. Wenn man statt dessen, daß man slln, N die Arbeiten zur Amelioration und Cultur, die sattban immer fortdauern, immer interessant und nutz⸗ dem bar sind, befördern sollte, den Geschmack u iht dr an Decorationen, an Parks, an Gärten mit Hüsun bunten Gesträuchern, an Springbrunnen, u. d. Luchisod gl. rege macht; so ist dieß ein Aufwand, der Wchuh wohl der Form zu gute kömmt, aber in Absicht Run s auf die Sache ist es weggeworfen Geld. Das bin hab war es, was wir in Ansehung des Zwecks der Wegesf Arbeit des Hand-Arbeiters von der Sache zu e grob sagen hatten; nunmehr lasset uns denselben von ght. 2 Seiten der Form betrachten. it det Form nenne ich, wie gedacht, die Art der Rlstehen 2 Arbeit. In der That folgt aus den oben un— Etunden widersprechlich festgesetzten Regeln, daß der Auf⸗ NM wand um so mehr gerades Weges zu seinem wah⸗ e ren und nutzbaren Zwecke führe, je kürzer der chin iNn Weg ist, den er zur Consumtion nimmt. 9es verh Oekonomische Ich gieng eines Tages mit einem guten dieserg Ordnung der Freund in die Oper, bezahlte für ihn und für ten nich Awsanben. 90 mich die beiden Plätze im Amphitheater, und 1 — überlegte nun bey mir selbst, daß ich itzt Leute unil sty vor Wie U hei⸗ dün nöng hid n V Mt täber eit V n Fahtam die Erde uu⸗ der einen Guz upfes zu obe auf Ein Wrg Guut rfahtt, ven +in otser Nt Hrunt und Ei⸗ sih, daß man Cultur, die t und nutz⸗ Heschmack Häͤrten mit amen, u. d. fWand. der N in Msiht Geld. Dat awcs du der Suche u afshen von it Nt der IN oben Un⸗ m de Ms⸗ seem wah⸗ kürzt& jsumt. em gute Ihn und fl hhalt, 10 ich l Halt ot Wirkungen der Ausgaben. 157 vor mir hätte, die für zehn Sols(oder Kreu⸗ zer) des Tages arbeiteten. Sie würden in dem gedeihlichen Zustand, in dem wir die Sachen se— hen, zwanzig Sols gehabt haben; und ich wür— de bey weitem reicher gewesen seyn. Dafür, sagte ich, könnte man dreyßig Menschen einen Tag lang arbeiten lassen. Hätte ich damals meine Rechnung auf den Gegenstand ausgedehnt, mit dem ich mich itzt beschäfsstige; so würde ich ge— sagt haben: es gehören hier fünfhundert Läub— thaler dazu, um so vielen Zuschauern bequeme Sitze zu geben, als ihrer da seyn müssen, wenn diese Leute ihr Tagelohn unverkürzt bekommen sollen. Von diesen fünfhundert Laubthalern ha— ben etwan aehtzig Gäukler oder Arbeits-Leute, die zu dem Spiele dieser Maschine gebrauchet wer— den, ihr Brod; und nächst diesen wird davon die Consumtion dieses Hauses an Talg, an Wachsstock, an Schminke, an Puder und an Handschuhen bestritten: statt dessen könnten da⸗ von sechs tausend Menschen auf einen Tag zu le⸗ ben haben, deren Lohn auf der Stelle gerades Weges für Brod, Fleisch, Salz, Getroänk, und die gröbste Wolle zu ihren Kleidungsstücken auf⸗ geht. Was also caeteris paribus die Nutzbar— keit der Folgen anlangt, die aus ihrem Lohn entstehen, so lasse ich mein Geld statt der drey Stunden, die es zu reisen brauchte, um sein Ziel, welches die Reproduction ist, zu erreichen, eine Reise von ganzen drey hundert Stunden ma— chen in einem Lande, welches dadurch unter We— ges verwüstet wird. Nun schließe man nach dieser ganz einfachen Induction, ob an den Sit— ten nicht eben so viel um des Physischen, als um des Moralischen willen gelegen; ob es gleich⸗ viel sey, daß zum Zeitvertreib unsers jungen Vol⸗ —..———— — 4 2—— 158 Fünftes Capitel. Volkes, und um unsers dramaturgischen Schnick⸗ schnacks willen, die Spectakel, die Schauspie— ler und Schauspielerinnen, deren Luxus und ge— suchter Aufwand ihren ganzen Reiz und Brod— Erwerb mausmachen, über alle Maaßen gemehrt werden,— oder daß man sich eine Ehre daraus macht, schöne Pferde zu halten und sie gut zu reiten, schönes Gewehr zu haben und es mit Ge⸗ wandtheit zu brauchen, sich in den Leibes-Ue— bungen vorzüglich auszuzeichnen, jeder in sei— ner Art ganz Meister seiner Wissenschaft, Kunst oder Handthierung zu seyn, und brave Solda— ten, oder berühmte Gelehrte, oder erfahrne Landwirthe zum Umgange zu haben; ob es gleich⸗ viel sey, daß man seine Fuhrwerke wie Minia-— tur⸗Gemälde bemälen läßt, seine Zimmer-Dek— ken mit Bildner-Kunst überladet, seine Wände mit Golde von dreyoder viererley Farben, seine Kamine mit niedlichen Porcellan-Figu— ren, seine Fuß Böden mit Tapeten, die wohl zur Möblirung der Königs ⸗-Zimmer gemacht wären, ausputzt,— oder daß man in räumlichen, auf die Dauer gebauten, und nach der Lehre der Alten,(kein Haus ohne Acker, sag⸗ ten sie, kein Acker ohne Haus,) angeleg⸗ ten, auf dauerhafte Art ausmöblirten Häu⸗ sern seine Nachbaren, seine Verwandten, seine Freunde empfängt, sie einfach, reichlich und mit wechselseitiger Freude bewirthet; daß die Nahrung der Leute, die zum Dienst und zu den Arbeiten auf dem Guthe gebrauchet werden, zu Erhaltung ihrer Kräfte und Munterkeit, zu Be⸗ lebung ihres Wohlwollens, ihrer Wachsam— keit, ihrer sorgfältigen Bemühungen, ihrer Ar⸗ beiten gut und reichlich ist. Nun entdecke man nur, ja man greife mit den Händen, warum auf 1 f urnd flge; wn doch die pfen hatt fonnte/ ob die de Heitsum sten doh mahr suchte un weniger! Hust denn ich bershto hnhr A Hndes be Ahnimnt. Venn v f de Ett Schbi thn N rungen dii den Riht wie seder daß wit Calculato hien auff. so chrwüt lasen, sie Ie. z stej langt, d Wotfeg f der Molg se dis w lleiden, gen zu te Heseh der Rhsündtht, N Erusi, un diniz wy a un vy, Wasn nt ie Ehte dun nund st gut Rind ez nith, der Lbegl, iu, stber j ssnshyt, Aun blhe Elbu hir Afthene Mohtzglich— 4 0. Minia⸗ Immt⸗Del⸗ stist Vände leh Farben, Ullan⸗Figu⸗ U„ dee wohl met gemaht äumlichtz ach der Löht Aett, sag⸗ 5% mlg⸗ hlctet Haäu⸗ aden, sine ihlch ud t; daß di st und zu di werden, hukit N r Vacssuß Hyn, ihttt E adehe u Ile/ ꝑmn af Wirkungen der Ausgaben. 159 auf Luxus hinterher so gar geschwind Mangel folge; warum der Luxus des alten Roms, der doch die ganze damals bekannte Welt auszuschö⸗ pfen hatte, nicht zwey hundert Jahre dauern konnte,— und thue endlich den Ausspruch, ob die Form am Gegenstande der Arbeit des Ar⸗ beitsmannes nicht ein Ding von den wichtig— sten Folgen sey. Es ist, glaub' ich, erwiesen, je mehr der Aufwand seine Richtung aufs Ge⸗ suchte und überhäupt auf Eitelkeit nimmt, desto weniger Arbeitern giebt er Arbeit.— Dieses läuft denn auf die Demonstration hinaus, die ich versprochen habe, daß die Gesellschaft um so mehr Verlust leide, je mehr die freye Por— tion des besoldeten Theiles von der sterilen Classe abnimmt. Wenn wir hier von den Sitten in Beziehung auf die Grundsätze reden; so wird der Leser ohne Schwierigkeit einsehn, daß wir diesen Ar⸗ tikel, der in Absicht auf die äußerlichen Wir⸗ kungen der allerwichtigste, aber in Hinsicht auf den Richterstuhl in unserm Innwendigen so gut, wie jeder andre, an Gesetze gebunden ist;— daß wir ihn, sage ich, nur als Rechner(oder Calculatoren) behandeln, die lediglich Princi⸗ pien aufstellen, und die den Moralisten das eben so ehrwürdige als hochnöthige Geschäfft über— lassen, sich auf die heilsamen Folgen des Gesez— zes zu steifen. Was aber die Bedürfnisse an⸗ langt, denen die Menschen auf Erden unter— worfen sind, so ist unsre Moral einerley mit der Moral des Evangeliums, welches bey Stra⸗ fe des ewigen Fluchs gebeut, die Nackenden zu kleiden, die Hungrigen zu speisen, die Dursti— gen zu tränken, u. s. w. weil diese Moral das Gesetz der göttlichen Vorsehung selbst ist, die sich allent⸗ 160 Fünftes Capitel. allenthalben in der unveränderlichen Ordnung der Rathschlüsse des Urhebers der Natur zu Tage legt, der an dieses vornehmste Gebot im Gesetz unsre ewige Seligkeit( gebunden hat. „Kommet her“, sagt unser ewiger König, der Herr und Richter der Lebendigen und der Tod⸗ ten(*),„kommet her, ihr Gesegneten meines „Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet Hist vom Anbeginn der Welt. Denn ich bin »hungrig gewesen; und ihr habet mich gespeist. „Ich bin durstig gewesen; und ihr habet mich „getränkt. Ich bin ein Gast gewesen; und ihr »habet mich beherberget. Ich bin nackend ge⸗ +„wesen; und ihr habet mich bekleidet. Ich bin „krank gewesen; und ihr habet mich besuchet. 0 V.„Ich bin gefangen gewesen; und ihr seyd zu mir — ů„gekommen. Wahrlich, ich sage euch: „was ihr“(an dergleichen Werken der Barm— herzigkeit)„gethan habet einem unter diesen „meinen geringsten Brüdern, das habet ihr mir „ gethan“. Die Religion stimmt demnach in der Mo⸗ ral wesentlich mit der Evidenz der natürlichen Ordnung überein, in der alles zu unsrer Glück⸗ seligkeit eingerichtet, in der jede Handlung der Menschenliebe, jedes Werk der Gerechtigkeit wech⸗ selseitiger Beytritt, Bund und Lohn ist. Man erinnere sich, wie nöthig oben der Un⸗ terschied zwischen der Sache und der Form war: die Sache, sagen wir, ist der Zweck und Gegen⸗ stand der Arbeit; die Form ist die Ärt dersel— ben. Wohlan! der nämliche Unterschied findet sich auch in der Speculation über die Sitten, und Lue. 10, 2528. ( Matth- 25, 3436. und V. 40. Ind ber wüͤrden: gaubt! fluse, schaft! selbs Summe für gu (de/ K Geschel des und menschli herden wuschreih Hhorsan lhn sei niht d Rnug, Hel t Mhd en di aus det aus, v und en I get hilig⸗d Mekes Rle all rub sde xl füchen derlcche ten nic allgeme Subera hat: d hen Gr N *————* . Wirkungen der Ausgaben. 161 Ruhn Mn bud d Wun n und über die Nutzbarkeit dieser Form: aber wir Ruchnst Eunh würden uns von unsrer Materie zu verliehren ge— Rumt glaubt haben, wenn wir von dem großen Ein— Wher Kahh flusse, den die Sitten auf die Sache der Gesell— und de N schaft haben, hätten handeln wollen. Gott ecgrenn min selbst hat die Gnade gehabt, uns die Haupt⸗ t duh hun Summe dieses Artikels zu offenbaren. Er hat Dum ih K für gut befunden, uns Verhaltungs ⸗Regeln, t uc Ru(die, wie er wohl wußte, von jenen physischen Wür it ub Gesetzen abhiengen, welche bey Strase des To⸗ aulh 1—3 des und der Erloschung der Gesellschaft und des Ahndch menschlichen Geschlechtes nothwendig befolget n 0 werden müssen, als freywillige Verehrung vor⸗ ũ zuschreiben, und sie von uns als verdienstlichen ahscht Gehorsam zu fodern. Uns hierinnen zu Aus⸗ 4 legern seiner Gesetze aufzuwerfen, kömmt uns stge vuc: nicht zu. Er giebt uns Verstand und Einsicht h Saen genug, den unverbrüchlichen Zusammenhang die— antt Msen ser Verhaltungs-Regeln mit den physischen Ge— hibet he ur setzen des Universums zu erkennen. Alles, was aus der Tabelle folgt, läuft auf Resultate hin⸗ Hin r W. aus, von denen sich ein jedes in wenige kurze Mig und entscheidende Worte zusammen ⸗fassen läßt. ustr Gldl Ich getraue mich, zu sagen und zu behäupten, Hanag Lr billig-denkende Menschen werden, von ihrem Wlhthtcech⸗ Interesse selbst geleitet, an der ökonomischen Ta— s. belle alles finden, was sie nöthig haben, sich chen d aus jedem Zweifel heraus zu wickeln, ihrer Sa⸗ uen vat; che völlig gewiß zu werden, und allen den Aus⸗ und Gegd⸗ flüchten zu begegnen, mit denen sie der verän⸗ e U deisl derliche Hang zu Meynungen und zum Strei— Wischied fide ten nicht selten in Ansehung der Wahrheit vom M Eithi allgemeinen Interesse der Gesellschaft und des 10 Suveräns vom rechten Wege abgebracht hat: denn je tiefer man dieser Wahrheit auf den Grund gehn will, desto mehr wird man WM.. P.. O. L über⸗ 162 Fünftes Capitel. überzeuget werden, daß der Eine nicht zum Schaden des Andern gewinnen könne, und daß hiervon das Gedeihen oder Verderben der Staaten abhänge. Die Wissenschaften, in denen dieses höchste und wichtige Gesetz vorgetragen und demonstri⸗ ret wird, erwarten von unserer Stimme keine Vergötterung, die ihr ohnehin nur von schiefen Köpfen und barbarischen Herzen versaget werden kann. Es ist bekannt, daß Meynung die Be⸗ herrscherinn der Fürsten, und so gar der Ty⸗— rannen der Welt ist. Es ist bekannt, daß die Menschen, die zu regieren glauben und sich unumschränkte Herren über das Schicksal der schwächen Sterblichen zu seyn dünken, eigent⸗ lich nur einen Posten, der noch viel gebunde— ner und bindender ist, als jeder andre, an der Spitze einer Colonne einnehmen, von der sie selbst mehr fortgezogen werden, als sie dieselbe anführen, und die sie auf die Straße hin drängt, welche von denen, die vor ihnen gewesen sind, angegeben, durch die Fehltritte ihrer Vorgän— ger und durch ihre eignen irrigen Schritte vom rechten Wege seitwärts geleitet worden, und durch den reißenden Strom der Meynung vol— lends in Unordnung gerathen ist. Nun lasse man nur die Depositarien alles Wissens und der Macht-Vollkommenheit auf einen Augenblick ei— nen Versuch machen, den Strom zum Zurücke— laufen zu bringen; so werden sie alsdann er— fahren, was es mit ihrer Macht zu bedeuten habe. Der Sultan kann in seinem Serrail al— len seinen Sklaven vor seinen Augen die Köpfe abschlagen lassen: aber nun gebe er einmal plötz— lich den Befehl, daß man die Moschee entwei— hen, und zum Bethen in die griechische Kirche gehn gehn 0l wopäisch — doe KHlidu chn e und l geh/ deh. nunge Gede I der 9 hothige ter ihre r Gl gh, M smg i Enscht: Wpn WNN sahr, Utert Mlder Mus sch i der haber den i hinp Wsse nitt un M, Audabn dieses hith ind demorstz Etimme kin von schifh rsaget wahn ynung die S gar der iy annt, daß di Hen und sh Schickal der Een, eihent— I gebunde⸗ le, an der on der sie sie dieselbe hin drängt, Nwesen sind rrr Vorgi Cchrittt dof wotde, ind Wehug bol⸗ um lase ssend und det HUnbläk ti⸗ In Zurck⸗ glsdann et⸗ bideutn Ceral I die Kaß enmnlul oshr 1 V hsch 0 Wirkungen der Ausgaben. 163 gehn soll; oder er lasse sich einfallen, nach eu⸗ ropäischer Sitte eine Gemahlinn zu nehmen, — doch, was sage ich?— nur eine europäische Kleidung anzulegen; so werden ihn die nömli⸗ chen Sklaven, die ihren Hals unter das weit und breit um sich her wüthende Schwerdt beu— gen, augenblicklich, als einen Unsinnigen, bin⸗ den. So weit reicht die Herrschaft der Mey— nungen! Doch die Geburts⸗Helfer der Gedanken, sagte Sokrates, sind die wah— ren Hirten der Sterblichen, der rechte Arm der ostensibeln Macht, die unumgänglich nöthigen Vorläufer der Wahrheit, die Verwah— rer ihrer Archive, die Bürgen für den Bestand der Glückseligkeit des Publicums. Ihnen liegt ob, Weisheit in das Herz der Fürsten, Mäs⸗ sigung in die Seele der Mächtigen, Resignation, Einsicht und Ruhe in die Köpfe der Schwachen zu pflanzen. Die Wichtigkeit ihrer würdigen und beständigen Mitwirkung zur Ordnung und zum Besten der Gesellschaft— ist ein Text, der über meine Geistes⸗Kräfte erhaben ist. Was hab' ich zu sagen? Was geht über die Worte der erhabenen Weisheit, die wir oben gehöret haben? Aber die reellen Wissenschaften, die der Ge⸗ fahr, alles unter einander zu mengen, weniger unterworfen sind, als die Meynung, treten wieder in meine Materie ein, in wie fern sie der Industrie einen vortheilhaften Beystand, der sich überrechnen läßt, gewähren. Alle Theile der Physik, alle Theile der Mathematik, u. s. w. haben der Industrie Flügel gegeben, und wer⸗ den ihr dergleichen auch fernerhin geben, so wie hinwiederum die Industrie dem Fortgange der Wissenschaften unabläßigen Beystand leistet. L2 Die ———————— — N SISISISII..e.e..ee— j —.—————————— 164 Fünstes Capitel. Die berühmtesten Gelehrten gestehen, daß sie nur noch die Morgenröthe des künftigen Ta⸗ ges⸗Lichtes sehen. Gottes wohlthätige Gna— de ist, wie seine übrigen Eigenschaften, unbe⸗ gränzt; und die Früchte, die sie unserm Schweiße verheißen hat, sind der Unermeßlichkeit theilhaft. Der Schweiß des Gelehrten ist sein Studium. Die allgemeine Frucht, die er von demselben bricht, ist das gemeine Beste: aber der Privat⸗ Nutzen, der Lohn, der ihm ohne Ungerechtig— keit nicht versaget werden kann, ist, daß er als Wohlthäter der Menschheit in Ehren gehalten wird. Nur in verdorbenen, und für das In⸗— teresse des Publicums fühllos gewordenen Ge— sellschaften zieht sich ein jeder in seine Klause zu⸗ rück, und macht sich aus der Geringschätzung dessen, was er nicht versteht, ein Palliativ wi⸗ der das nagende Uebel des Gefühls seiner eignen Nichtswürdigkeit. Da werden Pickelhäringe und Sänger ein ephemerisches Glück machen, bey dem sie sich mittelst der Klugheit, aller Au⸗ genblicke ein ander Auditorium zu suchen, ein Leben versprechen dürfen, das aus lauter Bey⸗ fall⸗zuklatschen gewebt ist; der nützliche Gelehr⸗ te hingegen lebt in der herrschenden Gesellschaft, als ein unbekannter Fremdling, und sieht nichts vor sich, was ihm nur Hoffnung machen könn⸗ te, noch unter den Verstorbenen zu leben.— Von der speculativischen Moral steht die Ab— stellung dieser grundverderblichen Fehler nicht zu erwarten; diese Abstellung kann nur von der Wieder⸗Einführung allgemeiner Ordnung, nur von der Berechnung, nur vom Wieder⸗aufle⸗ ben der Schätze und der Bedürfnisse zu hoffen seyn. Wenn jedermann zu seinen Angelegen⸗ heiten zurückekehrt; dann wird er den nützlichen Mann 8 Nann sh den Rua wenigen lasst h nen kom df ler und! tel/ ti Negth; so graße die Mib namlich Hcums vort, Rt Ruine Va sudern a meinet nihunge, 15 Dchl n Mih if Werths der Reg Mbeiter die eine s wied In duld Uthäti Cnats⸗ mnst f die Neo und ihr auf di beits⸗ deten T Nußbar h w finftgn W9 Hlhehg uw hasten, uf, rm Shrz kit theilhg in Studun on demselbg der Puihnt Ungerechth, st, Nñ erah huun gehalnn fir his n⸗ orbenen Ge⸗ Kahse zu⸗ nschitzung iatib wi⸗ iner eignen tkelhäringe E machen, dlet W⸗ wuchen, ein Hauter eh⸗ blch Hehh Hschaf, schtuhts nachm fonn. ben.— ilt de W⸗ Fher richt It bon dir drung lul Hede ⸗auf ise u hoft MM Ribdtn Most Wirkungen der Ausgaben. 165 Mann schätzen, und dem beliebten Pickelhäringe den Rücken zukehren lernen.— Nach diesen wenigen Worten über einen so wichtigen Punct, lasset uns wieder zu der Reihe unsrer Inductio⸗ nen kommen. Oeffentliche Arbeiten sind beträchtlicher, stär— 83— ker und zusammenhängender, als Privat-Arbei⸗ Nagleruns⸗ ten, richten sich aber doch nach den nämlichen Ausgaben. Regeln; nur mit dem Unterschiede, daß sie um so größern Einfluß auf das Ganze haben, weil die Privat-Arbeiten nicht anders, als auf die nämliche Weise, und nach der Richtung des Pu⸗ blicums vor sich gehn können. Das Sprüch⸗ wort, Regis ad exemplum, ete. ist eine allge⸗ meine Wahrheit, nicht nur der Erfahrung nach, sondern auch aus Noth. Was können meine und meiner Nachbaren noch so angestrengte Be⸗ mühungen, Getraide zu erbauen, weiter wirken, als Beschleunigung unsers eignen Verderbens, wenn uns die Regierung keine Markt⸗-Plätze zum Absatz öffnet, die allein unsern Producten einen Werth geben können? Also würde die Schuld an der Regierung liegen, wenn alle Ameliorations⸗ Arbeiten unterblieben. Nimmt man nun aber die eine Art(Species) für das Ganze(genus); so wird man sehn, daß die Sitten in allen Stük⸗ ken durch den unglücklichen Zusammenfluß von Unthätigkeit, Unanständigkeit, oder verkehrter Staats-Künsteley erzwungen, und vom Stro-— me mit fortgerissen werden. Richtet hingegen die Regierung, bey der Anwendung ihrer Macht und ihres Aufwandes, ihr Absehen dergestalt auf Beschäfftigung der größten Menge von Ar⸗ beits⸗Leuten aus der freyen Portion des besol⸗ deten Theils der sterilen Classe, daß dieselbe die Nutzbarkeit des Bodens zum Gegenstand ihrer L 3 Arbeit 166 Fünftes Capitel. Arbeit macht: so wird alles mit einmal gedei— hen; es werden sich überall Markt-Plätze öff— nen; die Wege werden geebnet, die Berge wer— den durchgehauen, und das Territorium wird mit nützlichen Canälen, welche Communication zwischen den Flüssen verschaffen, durchschnitten; es werden die kleinen Flüsse, die zu den großen führen, schiffbar gemacht; das Einkommen aus den Holzungen wird, ohne daß es theurer an die Consumirer verkaufet zu werden brauchte, aufs Doppelte und Dreyfache erhöhet; die Han⸗ dels-Kosten, die so schwer auf der produciren— den Classe liegen, werden vermindert werden; und nach Maaßgabe des Anwachses der Einkünf— te durch Erleichterung der Transporte, inson— derheit der Transporte zu Wasser, die nicht viel kosten, und die ein Ersparniß am Territorium geben, weil durch sie die Vervielfältigung der Heerstraßen vermieden wird, muß unfehlbar auch die Bevölkerung zunehmen. Solche Ar— beiten, die das Handels-Verkehr herbey locken, weil dädurch die Handels-Spesen verringert werden, sind für die Frucht-Erzeugniß die nütz— lichsten, und thun geradezu die Wirkung, daß sie zu Erhöhung des reinen Ertrags und des Güther-Einkommens dienen. In der That werden die Handels-Spesen so gut, wie die Cultur-Kosten, unvermeidlich im voraus vom Total⸗Ertrag abgezogen, ehe und bevor von demselben ein reiner Ertrag erhoben werden kann. Ein Faden Brenn-Holz in Paris, zum Beyspiele, kann den Käufer immer 34 Franken kosten, es mag nun das Holz aus der Nähe, oder aus der Ferne, mit leichten oder schweren Kosten gekommen seyn. Wenn indessen nur 4 Franken für das Fuhr⸗Lohn, und 2 Franlen für — das keagt de Cigentho Kostt 0 ur Stil meht/ E Min N. Stlußen Consunt zum Mu und mat men die Gtact ch 1 ben Vi aß man Rber⸗Stt Whard⸗ Mischin l nach L Nlane⸗ WHurbt, Commiß belirttf suchung füllt er hm nich Ihn nicht Uufehlba e dio AIielle, Wurdig bacht belle i und die ist, wem se nicht! 7* and t u⸗Nit. 6 day Wa⸗ ritorun iß Smmuniauin urchschuite zu den großt Rnlommen ad theurer a den braucht, het diehan produciren sbett werden; der Enlnf⸗ bortk, inson⸗ die licht biel Trritorium lltgung der ; unfehlbar Solche M⸗ erbey dͤͤrt, Iun vertinger unniß di niz Verul, U Rags u des Iu IN HMet gub, yn die bernus vont ind bebot von bn wüdn halis, 10 34 M I der Nh ddil shthel un indisu. Flt ind 4 Wirkungen der Ausgaben. 167 für das Lohn des Holzschlägers abgehen; so bringt denn doch ein solcher Faden Holz dem Eigenthümer ein Einkommen von 28 Franken ein. Kostet es ihn hingegen 30 Franken, das Holz zur Stelle zu schaffen; so wird es für ihn nicht mehr, als 2 Franken an Einkommen abwerfen.— Allein diese 30 Franken, sagt man, die auf den Straßen verzehret werden, dienen doch zur Consumtion des Hafers, des Heus, u. s. w. zum Nutzen der Güther⸗Besitzer an der Straße, und machen so nach eine Portion vom Einkom⸗ men dieser Güther⸗Besitzer, welches für den Staat eben dasselbe ist.— O! da gerathen wir in den Wirrwarr, der vordiesem den Anlaß gab, daß man die Wasser-Mühlen und die Strumpf⸗ weber⸗Stühle nicht dulden wollte, weil von den Hand-Mühlen und von der Strickerey mehr Menschen leben konnten,— und der auch nach⸗ her noch den Zweifel rege machte, ob nicht der Orleanser⸗Canal schädlich wäre, da er einige Kärrner, und außer diesen auch noch die kleine Commißionnär⸗Post entbehrlich machte. Immer verirrt sich der menschliche Geist in jeder Unter⸗ suchung vom natürlichen Wege, und immer ver⸗ fällt er wieder auf seine alten Grillen, wenn ihm nicht die Fackel der Grundsätze vorleuchtet, ihn nicht der Faden der Schlüsse leitet, und die Unfehlbarkeit der Rechnungen unterstützt. Ge— rade diese Nothwendigkeit macht die ökonomische Tabelle, wenn sie gehörig gefaßt wird, zu dem würdigsten Opfer, welches der Menschheit ge— bracht werden konnte. Lasset uns, mit der Ta⸗ belle in der Hand, die Frage, die hier entsteht, und die nicht so ganz leicht ins Klare zu setzen ist, wenn man die obigen Grundsätze und Schlüs⸗ se nicht vor Augen hat, näher untersuchen. L4 Wir 168 Fünftes Capitel. Wir haben gesagt, die Wirkungen der Aus⸗ gaben wären Verkaufs⸗Werth, Frucht⸗Erzeug⸗ niß und Güther-Einkommen. Imgleichen ha— ben wir gesagt, die fruchtbasten Ausgaben wä— ren diejenigen, die der Consumtion am nächsten benachbart sind. Von dieser Seite betrachtet, haben die Handels⸗ die Fracht-Spesen, u. d. gl. welche ganz zuverläßig förmliche Ausgaben und Consumtions⸗Aufwand sind, die guten Wir⸗ kungen, welche in dieser Induction dargelegt sind. Wir haben aber auch gesagt, und als ökönomisches Haupt-Gesetz behauptet, daß al⸗ les bloß durch Aufwendung des Einkommens, oder des reinen und disponibeln Ertrages seinen freyen Gang zum Vortheile des Staates, sei— ner Kraft und seiner Macht hätte, und daß folg⸗ lich alles auf den größten reinen Ertrag oder das stärkste Güther⸗Einkommen abzwecken müß⸗ te, von welchem der Staat, als Universal⸗ Proprietär, einen der ganzen Summe propor⸗ tionnirlichen Antheil bezieht. Wollen wir uns nun nicht gleich anfänglich in unsrer Haupt— Speculation verirren; so müssen wir, nach den Regeln der Tabelle, den Räng zwischen dem Consumirer, dem Geld und dem Proprietär be⸗ stimmen. Demnach ist es weder der Proprie⸗ tär, noch der Staat, der das Geld anwendet, und der dem Consumirer z. E. Brenn-Holz giebt. Zuförderst wendet der Consumirer das Geld an, indem Er es dem Proprietär zum Tau⸗ sche gegen ein Feuerungs-Material anbietet. Wäre dieses nicht; so würde aus dem ganzen Handel nichts werden. Wo kein Handels-Ver⸗ kehr ist, da haut sich ein jeder so viel Holz, als er nöthig hat; und damit ist die Sache gethan. Wir haben also zuförderst auf das Interesse des Consu⸗ DRWSSDSDEDTDESSSE 1 Kumit Müit in Deoeg was er dem, We gen kul vun M kommeh. olttich i 0⁰0 bringen und daß s/ d lung des sondan shlet w niht bi I Nli Hirken d Nuh. vaher w. aud M Mroftt 10 En sst das hebölke hes J it une Rgchn legen iht O er zu zt m syůrde solche brauch dhn der dut uchaengg, mleihn gs Ausgaberui. on am nächtn ite betrachtz hasez, U..N. Iusgaben und e guten Wi⸗ an datgilgt sagt, Ind als Iptet, daß al⸗ Einfonmeng, trages sinen Snagtto, sei d daß folg⸗ ttrag oder vecken müß⸗ Uuivetsal⸗ ume propor⸗ Lenzwir uus lustet Maupt⸗ wir, nach da Wwichen x Irupntti k⸗ Hiopte⸗ 0 alerdet, R⸗Hols asumter das un Du⸗ Lial ubitttt. m gabhn andi⸗V. DlH Saht ¹ Ms gl Wirkungen der Ausgaben. 169 Consumirers zu sehn, weil aus diesem alles an⸗ dre Interesse fließt. Er setzt den Handelsmann in Bewegung; er macht den Propietär zu dem, was er ist: denn man ist nur Proprietär von dem, worüber man frey und ungehindert verfü⸗ gen kann; und es giebt bey der Frucht⸗Erzeu⸗ gung weiter nichts Disponibles, als das Ein⸗ kommen. Die ganze ökonomische Baukunst des politischen Gedeihens besteht darinnen, daß wir den Consumirer und das Product zusammen⸗ bringen. Dieß ist das, was der Handel thut; und daß eben deßwegen Handel so nothwendig sey, haben wir bewiesen. Allein diese Mitwir⸗ kung des Handels darf nicht mit Verschwendung, sondern sie muß mit möglichster Ersparniß be⸗ zahlet werden: denn dergleichen Spesen sind nichts beßres, als ein nothgedrungener Lohn zur Verkürzung des Güther⸗Einkommens. Sie wirken Zeit⸗Verlust und Aufgang am Producte. Je mehr wir sie also vermindern können, desto näher werden einander die Profite im Einkaufen und Verkaufen gebracht: und je mehr wir diese Profite vergrößern können, desto mehr wird es Einkauf und Verkauf geben;— dieses aber ist das wahre Gedeihen. Wenn die ganze Welt bevölkert, gesittet und über ihr gemeinschaftli⸗ ches Interesse einverstanden wäre; so würden wir uns nicht einfallen lassen, nach Asien hin zu gehn, und z. E. Thee für Frankreich auf be— ladenen Maulthieren, Pferden und Kameelen uber Dänemark, Rußland, Persien, u. s. w. her zu holen, sondern würden unfehlbar jeder⸗ zeit mit Schiffen dahin gehn; und kein Mensch würde fragen, warum? Gleichwohl würde eine solche Caravane unter Weges viel Proviant brauchen, viel Consumtion machen, vieles be⸗ L 5 leben: 17⁰ Fünftes Capitel. leben: aber bestünde auch die Ladung am Ende in Diamanten; sie würde doch der Fracht-Kosten nicht werth seyn. Nun denn! die nämliche Regel gilt auch von den Fracht-Kosten zwischen Paris und Orleans. Können wir die Transport— Spesen dadurch verringern, daß wir die Wege frey machen und die Communicationen erleich— tern; so werden die Lebens-Mittel, die von den Kärrnern unter Weges, und zu niedrigem Preise verzehret wurden, weil sie bisher keinen andern Markt-Platz zum Absatz hatten, und die Kärr⸗ ner selbst so viel, als ihnen möglich war, an den Kosten sparten, die sie im voraus von ihrem Lohn abzuziehen hatten,— diese Lebens— Mittel, sage ich, werden der Consumtion, der Nachfrage, u. s. w. um so viel näher gebracht werden. Der Verkaufs-Wert) wird so gleich um die eine Hälfte des Belaufes der weggefalle— nen Spesen zum Vortheile des Güther-Besitzers höher steigen, und um die andre Hälfte zum Besten des Consumirers herunter sinken. Da nun letzterer weiter nichts begehrt, als zu con— sumiren; so wird er seine Consumtion vergrößern und seine Nachfrage vermehren. Er wird sie, sage ich, um so viel vermehren, als er an dem Preise seines ersten Einkaufes gewinnt. Hieraus entsteht so gleich Vermehrung der Consumtion, des Aufwändes, des Verkaufs-Werthes und der Frucht⸗Erzeugniß; dieß heißt, Gedeihen und Bevölkerung. Mit einem Worte, die Handels— Spesen sind so gut, wie die Cultur-Kosten, so weit sie reichen, ein Abzug vom reinen Ertrag und vom Güther-Einkommen, dem einzigen disponibeln Reichthume, der an und für sich selbst die ganze Maschine in Gang bringt. Mit— hin führt alles, was zur Verminderung dieser Kosten ten, u tet Vi Rasth thilge lůhtt, Nolk bo Etaat h. hruum, Cemente d W Wgch Rct Mach als dN schwa Dien diesen tlage heteut tuthen W Wach aud noth was nann Han Ende chthfn 2Buinch ien zushn Nansyen, de Vr sen erleich e von der igem Prait nen anderg die Kart⸗ war, ap raus bop cbns⸗ io, det gebtacht glich Hefalle⸗ desizers ste hun u. Da S con⸗ ergroßtrn vitd st, a dm Haanus sutioh, hes md h und undels⸗ sn, so Exttag einzigen für sih . Mit⸗ 0 Dos. Foff Birkungen der Ausgaben. 171 Kosten dient, gerades Weges zum Gedeihen und zur Macht der Völker. Dieß ist der Zweck der öffentlichen Arbeiten; und mithin ist alles Mögliche daran gelegen, daß diese Arbeiten zu ihrem wahren Zwecke geleitet werden. Vielleicht ist in der ganzen Welt noch nie, außer etwan vor Alters in Aegypten, und zu unsern Zeiten in Holland, ein Versuch gemacht worden, wie viel Nutzen die offentlichen Arbei— ten, wenn sie von einer weisen Regierung gelei⸗ tet würden, der Circulation und den Wirkungen derselben schaffen könnten; welches immer ein thätiges, von dem Lohne, der seiner Arbeit ge— bührt, und dem nichts unmöglich ist, beseeltes Volk voraussetzt. Wenn der letzt⸗ genannte Staat hat Mittel finden können, sich ein Terri⸗ torium, welches der Herrschaft widerstehender Elemente entrissen werden mußte, zu erschaffen; was würde nicht ein großer Agricultur-⸗ Staat möglich machen, der eines weitläufigen und fruchtbaren Territoriums genießt, und dessen Macht eben so sicher und dauerhaft seyn müßte, als die Macht jenes kleinen Staates unsicher und schwankend ist, wenn er, statt vom Arbeits⸗ und Dienst⸗Lohne der Unterthanen zu leben, und diesen Lohn zu besteuern, vom freywilligen Er⸗ trage lebte, und nur das Güther-Einkommen besteuerte?— Diese zwar ein wenig lang ge— rathene, obgleich kurz⸗gefaßte Deduction über den Theil der jährlich auflebenden Schätze, welcher unter die Portion von freyen Arbeitern aus der sterilen Classe vertheilet wird, war nöthig. Lasset uns nunmehr zu dem kommen, was wir die dependente Portion dieser Classe ge⸗ nannt haben. Ich 172 Faünstes Capltel. Ich habe gesagt, dependente Portion nennte ich alles, was von Dienst-Lohne, von sixer Be⸗ soldung, von Jahr⸗ oder Monats-Gehalten lebt. Wir haben in diesem Stücke bloß das Wesentliche der Dinge vor Augen. Personen, Amts⸗Würden, hoher und niederer Rang, Vor— gesetzter oder Nachgesetzter zu seyn, macht hier— bey nichts aus. Die Mischung der Qualitäten, welche die verschiedentlichen ökönomischen Classen der Tabelle, auf generische Begriffe zurücke geführt, ausmachen, ist ein unumgänglich nöthiges Werk der in einander verflochtenen Gesellschafts-Kette. Aber um es nochmals zu sagen, es ist lediglich das physische Wesen der Dinge, was wir zum Augenmerk haben. Je mehr diese dependente Portion anwächst, je mehr sie an Menge und an Emolumenten ins Große geht, desto mehr nimmt die Verschlimme— rung des Gesellschafts ⸗Zustandes überhand. Man kann diesen Grundsatz schon durchs Nach— denken für wahr erkennen; aber er läßt sich auch durch die Demonstration klar machen.— Er läßt sich durchs Nachdenken erkennen. Hierzu bedarf's weiter nichts, als daß ich sage: die Natur des Menschen macht ihn zur Freyheit ge— neigt. Dieß ist eine Folge von seiner freyen Willkühr; eine Laufbahn, welche der mildthätige Vater aller Geister dem Menschen gönnen wollte, um ihm das Verdienst zu lassen, daß er sein Glück selbst baute; ob er ihn schon zugleich in der That und auf unüberwindliche Art in die, dem Anscheine nach schwebende Kette seiner großen und unveränderlichen Gesetze einflocht. Mit einem Worte, der Mensch will, von Haus aus, Freyheit; aber die Nothwendigkeit, seinen interhalt zu haben, bindet ihn und legt ihm Fesseln gsch 0 Ren Wenn e Votzug zu näht ihm 20 wünsch fyn befohlh lät st Besoldi nur bel sich der st, und Itten Y Vertt Ilt dat Hsllschn Rwt Hnd Wihwe dies abgtzo sie nich ntion, hnCon st mit räntät Möhli Losun Sitte Ordnu einer j lwas, lanmmte fn d0 .hun blaß dis Hersong, ang, Dar⸗ nacht hiet. Walitateh hen Caasn Kgfuht, ies Var sth Hett, Kohlch vir zum wöchs, en ins limme⸗ khand. Nach⸗ ich guch — Et Hiergu age: de sheitge stchen Hhalte hollte t sein lich in in die, seinit flocht N hals see III 1 Wirkungen der Ausgaben. 173 Fesseln an. Natürlicher Weise kann er sich sei⸗ nen Unterhalt durch seine Arbeit verschaffen. Wenn er nun dem Bande der Dependenz den Vorzug vor diesem natürlichen Mittel giebt, sich zu nähren; so ist etwas da, was der Ratur in ihm Zwang anthut, und was ihm die Sklaverey wünschenswerther macht, als den Edelmuth, frey zu handeln, und den Widerwillen gegen an— befohlne Arbeit.— Auch durch Demonstration läßt sich obiger Grundsatz ins Helle setzen. Wer Besoldung bekömmt, kann dieselbe in der That nur bekommen, damit er demjenigen, was an sich der Pflicht jedes Staats-Bürgers gemäß ist, und was die natürliche Ordnung in den Sitten zu einem Werke der Wahl und freywilli— ger Verrichtung machen würde, Genüge thue.— Aber damit bekommen wir schon wieder andre Gesellschafts-Spesen, die eben derselben Regel unterworfen sind, wie die Cultur-Kosten und die Handels-Spesen: sie sind nämlich eben so nothwendig, wie diese; sie müssen so gut, wie diese, zum voraus vom Ertrag und Einkommen abgezogen werden; und es ist also äußerst nöthig, sie nicht größer zu machen, als sie unvermeidlich seyn müssen. In diesem Stücke geht die nämliche pe⸗ ration, die so eben mittelst des Handels zwisch n den Consumirern und dem Proprietär vorgegangen ist, mittelst guter Ordnung zwischen der Suve— ränetät und dem Eigenthume vor. Es ist alles Mögliche daran gelegen, daß sie mit so wenig Kosten, als möglich, vor sich gehe. Sind die Sitten einfach, mild und züchtig; sind die Rang⸗ Ordnungen vorgeschrieben, und die Gerechtsame einer jeden auf gute Gründe gebaut: so ist dieß etwas, das sich mit den offnen Markt-Plätzen zum ———tt::ee::e:::— 2 I ———— T 174 Fünftes Capitel. zum Absatze, mit den eingeführten leichten Com— municationen vergleichen läßt: eine Kleinigkeit bringt die Maschine in Gang, und erhält sie darinnen. Fassen hingegen Hoffart, Raubgier, Geiz, Unzucht und allerley Prätensionen festen Fuß in der Gesellschäft, und schlagen darinnen Wurzel; so sind dieß lauter Dorn-Hecken, Moräste, Gebirge und Abgründe, die den Com⸗ municationen die Wege versperren. Die Regie— rung erhält und behauptet sich alsdann bloß durch große Kosten eines politischen Kauf-Han—⸗ dels mit der Justiz, mit der Policey, und mit der Landes⸗Vertheidigung; lauter Schäden für den reinen und disponibeln Ertrag; lauter Nagen und Fressen am Fonds; läuter Verringe— rung am Staats⸗-Capital. Diese Verringerung vertreibt unausbleiblich die Menschen von der producirenden Portion, und jagt sie zu der Portion der Dependenz. Damit bekommen wir denn das Privat-Interesse der sterilen Partey von Lohn-Dienern über den Hals, welches nun oben schwimmt. Was für eine Wendung ist Kes denn auch, zu der die Ver⸗ schlechterung des Landes-Capitals, wie wir so eben gesagt haben, den Handel herunter drückt? Sie besteht, um es mit ein Paar Worten zu sagen, darinnen, daß sich der Handel auf das Auftreiben nichtsbedeutender Dinge befleißigt; daß er die Schnörkeleyen vervielfältigt, die Phantastereyen rege macht, und die Sitten ver— giftet. Und wie geht es weiter? Der nämliche Krais zieht die nämlichen Verderbnisse im poli— tischen Handel nach sich. Die Policey stürzt sich in eine Menge willkührlicher Verordnungen und Regulative über einzelne Verhältnisse, die eini— gen Schein für sich haben— und setzt sich damit 17 Jait s gechts⸗ sch in Patet! erdie von M und sof und ihr dann ul te/ um noch l unm Ii de Oien n Mrib s preis shn, iyv Hhegt, a Auns des Woihet u l Wam Zcht⸗N Kyoche N. sin gedi Id Han hhe di⸗ wisse aung der aud Rer sucht; Nuy Vurze Lebens immer Kumatt Wirkungen der Ausgaben. 175 11. damit selbst in die größte Verlegenheit. Die 4:96 ö Rechts⸗Pflege wird verworren, und verliehrt idüt sich in ein Labyrinth von Formalitäten. Die Rulhn Aemter und Bedienungen werden ohne Gränzen manln ffn vervielfältiget, und verschlingen viele Tausende n darma von Menschen. Diese Menschen wollen sammt un ⸗Hell und sonders Rang haben und prächtig leben; om ein und ihr Nang und ihre Pracht betteln als⸗ DieRag dann um Gnaden-Bezeigungen und Emolumen— ledann bo te, um Expectanzen zu Stellen, die erst künftig Kauf⸗Han noch erlediget werden sollen, um Privilegien, , und mi um Immunitäten, u. s. w. Unterdessen werden chaben für die Dienste, für den Staat so wohl als die für 9/ luter den Privat-Mann, der Raubsucht und Hinter— Muinge⸗ list preis gegeben; ein jeder läßt sich angelegen seyn, üppig zu leben, und die Arbeit, die ihm Shleiblich obliegt, auf Andre zu wälzen, bis der schnelle Vortion, Krais des Mangels, der aus einem solchen ependenz. Regimente durchgängig herrschender Sorglosig— Jlilost keit entsteht, alles mit einander in ein Bündel wͤbet den zusammen-drängt, und eine solche Wolke von Was fit Zehr-Würmern auf den schon ausgetrockneten der de vur Knochen der Proprietäre umkommen läßt. u u o Ist es denn mit den Proprietären endlich da— intt duct? hin gediehen; so fangen sie alsdann an, Ackerbau Wouun su und Landwirthschaft wieder hervorzusuchen— Iauf das ohne die Verkettung derselben zu kennen; ohne bßlt; zu wissen, auf was für Bedingungen der Fort⸗ Iint, de gang derselben beruhe. Alsdann vertiefen sie sich⸗ Zun vu⸗ aus dem nämlichen Grundsatz, ins mühsam Ge⸗ ninlit suchte; und nun erscheinen Abhandlungen vom sen al Ray⸗Graase, von Turnipsen und von der Krapp— sürt s Wurzel— in einem Lande, wo der Anbau der u Lebens-Mittel zum unentbehrlichsten Bedürfniß Aiü immer durch die Beschaffenheit des Bodens, des 47 0 Klimats und der Markt-Plätze zum Absatze . privile⸗ 176 Fünftes Capitel. privilegiiret bleiben wird;— weil sich ein jeder astande durch eine oder die andre Speculation aufzu⸗— 1 brng helfen sucht, so bald es am Fonds mangelt: usonle dieß heißt, wann die Benutzungs-Schätze ver. Gahimt nichtet sind; so meynen wir, den Abgang der— werden! selben durch diese oder jene Erfindung der In⸗ und füt dustrie zu ersetzen.— So helfen sich Kinder, und den die keine Pferde haben, damit, daß sie auf Veilt Stecken reiten.— Wer sind denn aber die nit alen Leute, die uns Hülfsmittelchen oder neue Ver⸗ Nation suche in der Landwirthschaft vorschlagen? Städ— inem V ter sind es. Ohne Kenntniß von den Eigen⸗— uutheile schaften der mancherley Erd-Arten,(eine Kennt⸗ stehen. niß, die sich nur durch lange Erfährung er— luthell, werben, und nimmermehr aus Büchern erlernen uhen fit läßt,) werden die Speculationen solcher an Er⸗ II„ u. findungen fruchtbaren Köpfe von Kennern und Sum aust in der Landwirthschaft erfahrnen Männern nicht uhle, U anders angesehen, als wie Romane, die nicht Mordaune übel zum Zeitvertreibe für andre Bürger taugen; audche für Leute, die noch in dem Wahne stehen, es fuhrMet bedürfe weiter nichts, das Land zu bauen, als den Gitt gesunde Aerme; die keinen Begriff davon haben, doch an was der Ertrag der Grundstücke sey, welche mit V Ben gelehrter Oekonomie in Ländern gebaut werden, WEhkt x die mit reichen Landwirthen bevölkert sind, gegen ud an ö welche alles, was im Cabinett ausgedacht wer⸗ hld den könnte, weiter nichts seyn würde, als kin⸗ dische Einfälle. Meynet ihr denn, ihr Herren aif dn in unsern Städten, weil ihr selbst mit Ackerbau itd u und Landwirthschaft unbekannt seyd, daß es erst Mathe noch nöthig wäre, sie zu erfinden, um sie in den kert hes Ländern, wo sie gesunken sind, wieder empor zu sumtiont bringen? Nichts weniger. Gebet euch dafür und Der lieber die Mühe, durch eure Untersuchungen, wo ckt, möglich, binter die Ursachen dieses gesunkenen sust gn Zu⸗ 9 shiir luiar j, uos nanhh Sciz H⸗r Wam v ung det y sih Kindg, daß sse af aun aber de et neue Vnr Hen? Ste. dom Eigen. lint Hinnt⸗ thrung er⸗ Hetlernen an Ers nern und ern nicht dis nicht t⁰ι⁹n; sehen, es Hauen, als won hobeh, hesch nit Hlden, i gegen hucht ver⸗ Fals kin⸗ hr Herren 1Weerban daß ed iu u sse in du enbot f duch drt ungeh 90 galan 3 Wirkungen der Ausgaben. 177 Zustandes zu kommen, und sie dann an den Tag zu bringen. Und beschäfftiget ihr euch ja selbst persönlich mit der Praxis dieser Kunst, deren Geheimnisse bloß in der Natur selbst entdecket werden können; so thut es doch nur, um sie an und für sich selbst, den Aufwand, den sie fodert, und den Profit, der dabey herauskömmt, um die Verhältnisse, worinnen sie mit dem Staat und mit allen den verschiednen Menschen⸗Clässen einer Nation steht, gehörig kennen zu lernen: mit einem Worte, treibet sie, um uns von den Vor⸗ urtheilen, die uns blind gemacht haben, zu be— freyen. Sind es nicht eben dieselben Vor⸗ urtheile, welche überdieß die Pompons, die artigen kurzen Waaren, die Moden, und den ganzen, ungeheuer weit verbreiteten Tändel— Kram ausgeheckt haben;— eben die Vor⸗ urtheile, welche deßgleichen ganze Haufen von Verordnungen, Regulativen, Gnaden- Briefen, ausschließlichen Privilegien, Einfuhr- und Aus⸗ fuhr⸗Verboten, und weitläufigen Anstalten wider den Getraide-Mangel erzeugen, die im Grunde doch an dem Mangel des Lebens Unterhaltes, der Benutzungs- oder Ausförderungs- Schätze, der Einkünfte, des Dienst- und Arbeits„Lohns, und an der Entvölkerung die mehreste Schuld haben?—.— Reichthum und Bevölkerung bieten einander auf dem Gange der Politik die Hand; alles wird durch das Dreh-Rad der ökonomischen Maschine gedrungen und gezwungen. Erleich⸗ tert ihr den Handel, die Ausgaben und die Con⸗ sumtionen; so werdet ihr dadurch das Kaufen und Verkäufen befördert, die Arbeitsamkeit er— wecket, die Producte vermehret, und die Ein⸗ künfte gesichert haben. Dieß ist Macht; dieß ö W.. p. I. V. M ist —— — 8—8;—————*.————— 178 Fünftes Capitel. ist Staats⸗Glück und Staats⸗-Ruhe, die aus ihrer wahren Quelle, aus unablößiger Arbeit, fließen: diese Arbeit ist immer unzertrennlich mit Aufwande verknüpfet; und daher die Sitten. Dieß ist, wie wir nochmals erinnern müssen, das Gesetz, welches uns Natur und Religion gegeben haben: denn Dank und Liebe gegen den Vater des Lichtes, von dem alle gute und alle voll⸗ kommene Gabe von oben herabkömmt, ist des Gesetzes Zweck und Erfüllung, und eine Folge vom Genusse dieses vielfältigen Guten. Der schwache, von dringenden Bedürfnissen gepreßte Mensch hat schwerlich Kräfte genug, sich mit vollem Fluge zu den Ergießungen der reinen Liebe bis zum Fuße des Thrones des Vaters der Ewigkeiten empor zu schwingen. Liebt er aber seinen Nachbar, seinen Vater, seine Obrigkeit, seinen Fürsten; so sind dieß lauter Stufen, die seiner Schwachheit zu Huülfe kommen, daß er immer höher hinauf steigen lernt. Das höchste Wesen, dessen Unermeßlichkeit alles umfaßt, nimmt das Opfer der Ordnung an; und mir sagt mein Herz, daß es das Opfer meiner Arbeit zum Besten der Menschheit mit Wohlgefallen an⸗ sehn werde. Doch es ist Zeit, zu andern Gegenständen fortzuschreiten. Die Materie von den Wirkun⸗ gen der Ausgaben hat mich etwas weit fortge⸗ rissen: aber sie ist so hochwichtig, daß ich sie doch noch bloß oben abgeschöpft ju haben glaube. Nunmehr lasset uns auf den Punct von der Reproduction kommen. Sechstes son zu oder E gabeh heschri Hie Den Ei hölicht syn. L h groß uuc diẽ f Im Vohl ale. siumt elg Hesen fbrt Wderg Eishef in Msh auch in wab un Dthürfn Vun er nuch den solle, sei und siche so stot! alles vir alles pur Diese b0 Ausschte mische d lethejle; Hey Maus ihn Wit, Itramich uit die Cttnn. müssu, do gion gigchn u den Valh d alle vol umt, ist des Weine Fohe Intn. De ssen gyreßt 60, sch mt der keinen Malls der iht E aber „Ohligkeit, hfen, die U, daß er Das höcse is ufaft n; und nn mliher Mbet ohhfal W Gchultinden dm Dikun⸗ boittfortge⸗ „ v ich st hubin gaab. unct von d ¹ ö 0 179 Sechstes Capitel. Von der Reproduction der Ausgaben. ö Wir haben es hier mit der Vollendung des ö ökonomisch-politischen Steines der Wei⸗ sen zu thun; dieß heißt, mit der Reproduction oder Wieder-Anferweckung der gemachten Aus⸗ gaben, so wie dieselbe auf der Tabelle vorgestellt, beschrieben und geleitet wird. Hier auf Erden ist alles nur Ein Cirkel. Den Cirkel immer fortsetzen, und ihn unauf⸗ hörlich von neuem anfangen, würde Ewigkeit seyn. Diese ist einzig und allein das Vorrecht des großen Urhebers von Allem, was ist, der auch die kleinen Theilchen seiner Werke nach sei⸗ nem Wohlgefallen modelt und erhält. Sie sind zwar alle vergänglich, haben aber doch alle— sammt einen Antheil von diesem Hauche, von diesem fortwährenden Wesen, einem Keime der Wiedergeburt. Der Mensch, sein Lieblings- Geschöpf, ist mit diesem Geschenke nicht allein in Absicht auf sein eigen Geschlecht, sondern auch in Ansehung des größten Theiles von dem, was unter den erschaffenen Dingen zu seinen Bedürfnissen dienen kann, begnadiget worden. Wenn er nun statt dessen, daß er dieses Geschenk nach den Absichten seines Wohlthäters nützen sollte, sein natürliches Erbtheil schwinden läßt, und sich eines selbst⸗ erdachten Erbes anmaaßt; so ist die Folge von seinem Ungehorsam, daß er alles verwüstet und alles zerstöhrt, indem er alles zu rauben glaubt, um sich alles zuzueignen. Diese barbarische Verblendung, diese gottlose Ausschweifung ist es, worüber uns die ökono⸗ mische Tabelle die Augen aufzuthun, die Vor⸗ urtheile zu bestreiten, die ausstudirte Barbarey M 2 zn 18⁰ Sechstes Capitel. zu zernichten, die Regierung der Asträn— oder, besser zu reden, die thätige Verehrung des höchsten Wesens, den Gehorsam gegen die unwandelbaren Gesetze, die dieses Wesen der Natur gab, und die Mitwirkung dazu, den Genuß ihrer Güter, die Liebe zu ihrem Urheber, und zu unsern Brüdern und Gehülfen wieder⸗ herzustellen unternommen hat. Wir stehen an den Gränzen der Erläuterung derselben. Wir haben gesehen, daß alles mit den Ausgaben seinen Anfang nimmt, und haben erkannt, was, und von was für Art, diese Ausgaben sind. Wir haben die Quelle derselben entdecket, haben ihre Auslagen bestimmet und gewürdert, sind ihrer Vertheilung nachgegangen, und haben ihre Wirkungen betrachtet; und nun wollen wir ihre Reproduction ausfindig, und uns damit bekannt machen. Dieser Zweck führt uns bis ans Ende der Tabelle; dann wird die große Vereinigung vollständig seyn: es wird dann auf weiter nichts mehr ankommen, als daß wir am Ende wieder zu den hauptsächlichsten Umständen zurücke kehren, um vollends dem Werke seine Politur zu geben, die Erfahrung vollständig, und das Thermometer zuverläßig zu machen. Lasset uns vor der Hand wieder unsre Grundsätze vornehmen, deren Fackel uns bis zum Ende führen soll. Wir dürfen sie nicht bloß flüchtig übersehn, dürfen sie nicht bloß fassen und eingestehn, sondern wir müssen sie uns auch eigen und geläufig machen, müssen uns damit nähren, und sie in unser eigen Fleisch und Blut verwandeln. Erster Grundsatz. In der ökonomischen Ordnung wird alles durch die Aus⸗ gaben und zu den Ausgaben erzeu⸗ get. zet. Daum: Schun durch Mensc beauch dunge nelers Cs s nicht d und gee ale va rht M. Uirthen stube we niht higg Rhithen d Euihe⸗ Late voh vrd Hie Wachtds mit ssh unwidet Soe gaben Hüter produt großen Dij hei die gis der d Auftay Kosin, lebe, zu so muß nache, N— O Ichung Rsum gepn dscs Vife dn ing dahu, d ihrem Utht' chülfeg wich, du Etlauteun XI ni umt, und hab für Nt, dist Aull hestlhen Hsimmet und hachgtgangen, Het/ und nun fndig, und zwek fuhtt Nun wird die Rnr nd umen, als daß wuptsechüchtn bollnds dan de Efchtuth Rehr zbetlaßf hand wieder I Fackl In6 Hrsen st uih si nicht 005 nir müssn f müsthn igen 000 ashu Reproduction der Ausgaben. 181 get. Getraide⸗-Bau, Wein-Bau, u. s. w. Baum⸗Pflanzung, Futter für Rinder⸗ und Schaaf⸗ Heerden, u. dergl. liefern Schätze nur durch Ausgaben; und diese Schätze sind für die Menschen nur darum Schätze, weil sie dieselben brauchen und anwenden. Nur durch Anwen— dung ihrer Schätze bewirken sie die Wiedergeburt neuer Schätze: dieses alles ist erwiesen worden. Es ist, sage ich, demonstriret worden, daß wir nicht darum Brod essen, weil Getraide gesäet und geärndtet wird; sondern weil wir essen, und alle nach Brode fragen, wird Korn gesöet. Je mehr Menschen da sind, die bey unsern Land⸗ wirthen nach Brobe fragen, desto mehr Ge— traide werden unsre Ländereyen ausliefern; je mehr hingegen die Nachfrage bey unsern Land— wirthen dadurch beschränket wird, daß wir die Speicher-Thüren sperren, um nur Brod für die Leute vom Hause übrig zu haben, desto mehr wird hierdurch der Getraide-Bau eingeengt— welches denn am Ende die Vernichtung desselben mit sich bringen muß. Dieses ist, wie gesagt, unwiderleglich erwiesen. Zweyter Grundsatz. Durch die Aus⸗ gaben wird die Reproduction der Güter bewirket, und durch die Re⸗ production müssen die Ausgaben mit großem Ueberschuß ersetzet werden. Dieß heißt, die jährliche Total-Reproduction, die aus der Cultur erwächst, muß den Fonds der dreyfachen Aufwands-Arten vergüten; des Aufwandes der Guths⸗-Rente, der Cultur— Kosten, und der Industrie-Ausgaben. Ich lebe, zum Beyspiele, von meinem Land-Guthe; so muß die Aerndte, die ich auf meinem Guthe mache, die Kosten des Ackerbaues und des Ein— M 3 ärndtens, 22— — — ... 182 Sechstes Capitel. ärndtens, die ninn meiner eignen Consumtion, den Unterhalt meiser Domestiken, und das Lohn für alle die Arbeits. Leute, die uns allen unsre Bedürfnisse liefern, wieder in meine Speicher bringen. Das alles muß ich wieder-bekommen, und noch dazu mit großem Ueberschusse, damit ich ungefähren und unvorhergesehenen Zufällen begegnen, einige Kosten zur Erziehung meiner Kinder, zur Versorgung meiner Familie, u. s. w. bestreiten könne. Das weis ein jeder. Ueber⸗ dieß muß meine Wirthschaft auch ein Einkom⸗ men zuwege bringen, durch welches der Unter⸗ halt der übrigen Classen der Nation, und die Vertheidigung unsrer Besitzungen gesichert wird. ö Dritter Grundsatz. Die Güter, die in einem Agricultur⸗Staate durch die Ausgaben erzielet werden, gedeihen nur dadurch zu Schätzen, daß die Ausgaben durch Handels⸗Verkehr und Industrie erleichtert werden. Güter nennen wir, was der Erdboden entweder⸗ freywillig wild wachsen läßt, oder was er durch unsre Arbeit trägt, und was zu unserm Ge⸗ brauch und Genusse dient. Diese Güter werden aber anders nicht zu Schätzen, als wenn uns der Ueberfluß, mittelst des Umsatzes, zu An⸗ schaffung unsrer übrigen Bedürfnisse behülflich seyn kann. Soll aber jedermann beym Umsetzen seine Nechnung finden und Nutzen davon haben; so müssen die Früchte oder Waaren einen regel⸗ mäßigen Compensations⸗Werth gegen einander haben, vermöge dessen sich der Eine mit dem Ueberfluß an seinen Schätzen, zur Vergeltung, den Ueberfluß des Andern, der nun auch für diesen zum Schatze wird, und dieß Vice ver sa, nach N. nach9 Ratiens schaft mittel Schn jt. Mohe lauf Meylt der Spah schné uiß am Slation slation r sor H d Bodc K hat I1 W W Geund macht wohl! auffe Natior is Acl uschg d2 w/ halby genom wird: Mitti fnd; 1 60 Eunsunth und dad doch all u e Cheich 2⸗bekomnn chusse, dunh uen Zufiln hung mint nle, u. Rdek. Mahl⸗ ein Eiltop der Unm⸗ Nnin, und hen gischert k/ dit in utch die gedeihen daß die „Verteht 1 verdei oden ehttee u rburh uMsein 661 Guun werden 10 Hhn uns 65 U Mp- s bülfih ahn Uusch oabon habn, elnen l he sinande Eige mit da Vaglla, hl 0 i selh hach 0 Reproduetion der Ausgaben. 183 nach Maaßgabe dieses wechselseitigen Compen⸗ sations-Werthes zwischen den Schätzen, an⸗ schaffen kann. Dieses Umsetzen wird durch Ver⸗ mittelung eines Intermediat⸗ oder Zwischen⸗ Schatzes erleichtert, den wir Geld oder Mün⸗ ze nennen. Den immer fortgesetzten Gang der Ausgaben nennt man Circulation, Krais⸗ lauf oder Umlauf. Der Geizhals freylich meynt, die Circulation habe nur Beförderung der Geldschatz⸗Sammlerey zur Folge, und Sparerey zum Zweck; das ist aber im ökonomi⸗ schen Gang ein Widerspruch: denn jedes Erspar⸗ niß am Aufwand ist Verminderung an der Cir-⸗ culation. Wenn wir also Eingriffe in die Cir— culation thun, und am Aufwande sparen wol⸗ len; so thun wir damit nichts beßres, als daß wir die Quelle des Bachs, der den Grund und Boden wässern soll, verstopfen. Das gemeine Volk hat, für seinen Theil, bey der Eirculation für weiter nichts Augen, als für das Geldz und ohne zu wissen, ohne zu untersuchen, ob Grund und Voden die Schätze wachsen lasse, macht es sich immer Hoffnung, daß das Geld wohl wiederkommen, und die Circulation wieder aufleben werde— zu eben der Zeit, wo die Nation durch Mangel zur Sparsamkeit gezwun⸗ gen ist, oder doch bald gezwungen seyn wird. Es giebt indessen weiter kein Mittel, so manchen unsrligen Irrthum ganz auszurotten, als daß die wahren Grundsätze deutlich bewiesen, allent⸗ halben ausgebreitet, und in allen Köpfen auf⸗ genommen werden. Wenn das Geld selten wird: so rührt es davon her, daß keine Lebens⸗ Mittel und rohen Materialien zu verkaufen da sind; davon, daß sich der Baum⸗Saft nicht in Gold verwändelt, und das Güther⸗Ein⸗ M 4 kommen —————— 184 Sechstes Capltel. kommen durch Unwerth und Nicht- Geltung der Producte des Bodens, oder durch Verminderung derselben zunichte wird. Wenn es nicht viel zu kaufen und zu verkaufen giebt; so rührt dieses davon her, daß es nicht viel nutzbaren Aufwand giebt. Durch Minderung des Aufwandes wer— den die Schätze, und gar bald alle Güter zu⸗ nichte. Man würde sich vergehliche Rechnung machen, durch freywillige Sparsamkeit alles aufs neue beleben, die Güter aufs neue repro⸗ duciren lässen, den Ueberfluß daran in Reich⸗ thum verwandeln, Kauf und Vertauf wieder— herstellen zu können— welches zummmen den stufenweisen und stätigen Gang zu Wieder— bringung des Geldes, oder wenigsters zu Er⸗ setzung desselben ausmacht— weil gräde er⸗ zwungene Sparsamkeit alles zu Grunde grichtet hat, und weil gerade das Sparen an den Auf⸗ wande zur Frucht⸗Erzeugung,(geschehe es uch, auf was für Weise es wolle,) immer einerey Wirkungen auf die producirenden Ausgaben, unn auf alles das thut, was hieraus erfolgt. Viel⸗ mehr muß im Gegentheil erst die Consumtion wiederhergestellt werden, wenn die Producte vermehret werden sollen. Da nun der erschöpf— te Körper nicht viel zu solcher Wiederherstellung thun kann; so müssen wir ihm durch alle mög⸗ liche Erleichterungen des Handels die Ausgaben des Auslandes zu Hülfe rufen. Wer läßt sich auch wohl einfallen, den Patienten, dem er gern wieder zu Odem helfen, dem er gern freye Luft schaffen möchte, zwischen verschloßnen Fenstern und Thüren einzusperren? Wären wir noch im A⸗B⸗C; so könnte man mir die Einwendung machen, wir lebten dermalen gerade in einer Zeit, in der die Volker ö en 6 bar ede hiermit Thals Eintoe mithl e e,W. antibe und Vorn 3un R als M lichtete . 6 0 Ind red Y hen he die M vdisse Hassan turla DieL Kueg durch dͤrfz inand en mpeer Ha stah sichr nem Luxi der 6 Sahn le Wenmng ucty tolg rühtt x ren Mfwg wandes un le Giter y Nachmm Ranfeit als 5 nuhe hy un in Nh Nchuf ihr Ruanmn d n Mc istr su t l Rde unde geihlt dent gyf hehe uh, dmer einttt Ugaben, cfogt. Ml⸗ Cohsumsit die Hobucte Washo chlrstlung Hale nͤg⸗ 2lusgaben * lßt sich dem et geeß fye lit Hen Fensten bnt „ Pir H Ruh l Reproduction der Ausgaben. 185 den größten Aufwand machen, und sich offen⸗ bar— dur ch ihren Aufwand erschöpfen; und hiermit würden also meine Grundsätze durch die Thatsachen widerleget. Auf diesen läppischen Einwurf, der in den Augen aufmerksamer, und mithin schon besser belehrter Leser gewiß der Eh⸗ re nicht werth ist, in einem so summarischen Wer⸗ ke, wie das gegenwärtige, erwähnet zu werden, antworte ich— weil unendlich mehr Schonung und Geduld dazu gehört, Köpfe, die durch Vorurtheile zum Schief-denken verwöhnet sind, zum Natürlichen und Wahren zurücke zu führen, als man anzuwenden bräuchte, um Ununter⸗ richtete nicht abzuschrecken, Einfältige vernunft⸗ mäßig urtheilen, Taube und Stumme hören und reden zu lehren. Ich antworte also: wenn es auch das An⸗ sehen hat, als erschöpften sich die Völker durch die Ausgaben; so ist doch im Gegentheile nichts gewisser, als daß sie sich eigentlich durch Unter— 6• lassung der Ausgaben, ich meyne, durch Un⸗ terlassung der nutzbaren Ausgaben, erschöpfen. Die Völker erschöpfen sich in Ausgaben nur durch Krieg, oder durch Uebermaaß des Luxus, oder durch Erpressungen.— Diese Wahrheiten be— dürfen einer unverweilten und bestimmten Aus⸗ einander⸗setzung, wenn sie nicht, wie die tau⸗ ben Augen am Weinstocke, in der Fassungs⸗-Kraft unsrer Adepten zurücke bleiben sollen, da diese Herren jeden unächten Schimmer für ächte Licht⸗ strahlen zu halten gewohnt sind. Ran darf sich's nicht Wunder nehmen lassen, daß in ei⸗ nem Werke von der Art des gegenwärtigen der Luxus zum öftern in unsern Erörterungen wie⸗ der vorkömmt. M 7 Die Die Völket richten sich alle⸗ mal durch Un⸗ terlassung der sgaben zu Grunde. — ö Was Luxus sey. 186 Sechstes Capitel. Die Natur geht in ihren Wegen nicht irre; aber der Witz des Menschen ist der Verirrung in seinen Meynungen, und dem Unrechtverstehn in seinen Begriffen unterworfen. Daher kömmt es, daß der Luxus immer ein Gegenstand der Flüche des Publicums gewesen ist, bis man hat sagen und erklären wollen, was denn Luxus ei— gentlich sey, und worinnen er bestehe. Ohne mich in moralische Speculationen, die außer meinem gegenwärtigen Zwecke liegen, einzulas⸗ sen, nehme ich hier nur Einen Luxus an; nur den, der dem Nachwachse der Früchte, oder der Reproduction schädlich wird: nur diesen will ich erklären, um ihn von der Verschwendung zu unterscheiden, die eine Ausschweifung in der Privat-Haushaltung ist, und die zum öftern mit dem Luxus vermenget wird, die aber doch einer Nation an und für sich nie Schaden thut, ob sie gleich häufig dem Verschwender schadet. Ich definire demnach den Luxus,(ein Wort, das von je her nur gar zu vieldeutig ge— wesen ist,) als einen Ueberfluß an sol⸗ chem Aufwande, welcher dem Nach⸗— wachse der Schätze einer Nation zum Nachtheile gereicht. Ich sage, Ueber⸗ fluß, um ihn von andern Ausgaben, die kei⸗ ne Frucht tragen, die aber doch nothwendig und unausweichlich seyn können,(wie zum Bey⸗ spiele, der Krieg, und die sterilen Ausgaben zum Bedürfnisse sind,) zu unterscheiden. Ich sage, dem Nachwachse nachtheilich, um ihn von der Verschwendung der Kleinen, und von der Vergeudungssucht der Großen, die vielleicht keinesweges unfruchtbare Ausgaben sind, und überhaupt von den Ausgaben zum Lebens⸗Un⸗ terhalte zu unterscheiden, welche dem Nach⸗ wachse vachse ühm so Dase habs wab: Rerl untel hat⸗ cher! Walt Sch der2 gussc uung e sch al Meie Iufmn 60 Rl Vre Rel V V Ien h nen aber Nt om uchir; Witnunin t⸗vrthn aher kinmt estand de 18Dman hy Lurus t. DhM die außt „ eizulch an, kur odel er esen vill Wendung g il der moftern her doch Schaden chwender US,Ceid Hebtig ge⸗ an sol⸗ en Nath tion zun „ Uebt⸗ h/ Ml rothwerdg n S Sgaben t 0 il „ W0 ½ M Hellt suhj u 92— 5 Reyroduetion der Ausgaben. 187 wachse nicht nur keinen Schaden thun, sondern ihm so gar im Gegentheile zum Besten gereichen. Diese Erläuterung kann hier füglich ihren Platz Hab um einmal für allemal zu bestimmen, was Luxus sey.— Noch kann es vielleicht fer⸗ ner heißen, man müsse auch den relativen Luxus unterscheiden. Allein dieser ist bloß für Pri— vat⸗Leute, und nicht für eine Nation, bey wel⸗ cher jeder überflüßige und unregelmäßige Auf⸗ wand, der dem Nachwachs ihrer Schätze zum Schaden gereicht, Luxus, und, wenn er das auf der Tabelle vorgestellte Gleichgewicht übersteigt, ausschweifender Luxus ist. Unter Voraussez⸗ zung eines Agricultur-Staätes hingegen, der sich auf dem Gipfel des Gedeihens befindet, und in einem Reiche, wo die Cultur in dem ganzen Umfange seines Gebietes so vollständig ist, daß es durch die Arbeiten der producirenden Classe seine Schätze weiter nicht mehr ausdehnen kann; in einem solchen Staate, sage ich, vertheilt die Tabelle die Ausgaben des Einkommens gleich— mäßig zwischen der producirenden und der steri⸗ len Classe, weil durch diese ökonomische Auf⸗ wands⸗Ordnung immerfort einerley Einkom⸗ men unfehlbar bewirket wird. Dagegen würde aber in einem Staate, worinnen die Cultur aus Mangel an Benutzungs-Schätzen herunter ge⸗ kommen ist, auch schon diese gleichmäßige Ver⸗ theilung des Anfwandes ein ausschweifender Luxus seyn. Denn in solchem Falle müßte der Aufwand, um der Landwirthschaft wieder auf⸗ zuhelfen, so lange mehr der producirenden, als der sterilen Classe zugewandt werden, bis die Nation zum höchsten Gipfel ihres Wohlstandes gelanget wäre. Wir werden weiter unten die Demonstration dieses ökönomischen Grundsatzes bey⸗ . — 2 F....—..— ———.—— 183 Sechstes Capitel. beybringen. Erst muß sich der Verstand in sei⸗ nen Untersuchungen mit dem Pro und Contra über diese Materie recht bekannt machen: er kann auch darüber nicht eher mit sich selbst recht einig werden, als bis er gemessen und gerechnet hat; und die Anfangs-Gründe dieser Rechnung wird uns die Tabelle klärlich vorlegen. Die schlimmen Folgen von dem Luxus einer Nation dehnen sich bis auf die Rachbaren der— selben aus. Deßwegen könnte man das Ueber⸗ maaß des Luxus füglich auch wohl aus län⸗ dischen Luxus nennen: allein diese Benen⸗ nung dürfte leicht Anlaß geben, denselben mit der Consumtion ausländischer Lebens⸗Mittel oder Waären zu vermengen. Ich habe aber erwiesen, daß mittelst der Freyheit, die zwischen den Völkern aufrichtigen und wechselseitigen Han— del gründet, unser Einkauf bey den Ausländern das Gleichgewicht mit unserm Verkauf an sie hält; daß er zur Vergroßerung der Einkünfte der Ausländer dient, welche denn das Gleichge⸗ wicht mit unsern Einkünften halten; daß er An⸗ laß zur Vermehrung der Ausgaben der Auslän⸗ der giebt, die denn das Gleichgewicht mit un⸗ sern Ausgaben halten; daß er die Reproduction der Ausländer befordert, welche denn das be— ständige und bleibende Gleichgewicht mit unsrer Reproduction hält. Je mehr wir demnach von den Ausländern kaufen, desto mehr verkaufen auch wir an sie; und kein Ast von Adams Nach⸗ kommenschaft kann anders beständig profitiren, als nach Maaßgabe dessen, was die andern Ae⸗ ste der ganzen Familie profitiren. Also sind wir auf einmal fertig mit alle dem, was unsre fal⸗ schen Münzer mit dem Handels⸗Verkehr auf den yn etst 5 c‚ V aber ka ihtigeh Veuf thigt! mit al nuß f. halten mich g dalf ki die Mat herschit nenschs sasen. A4 gulel uussr Hah shn ul ben V N auf d kingtt Virku shlag den A Ren, ungb iv Gtt Hangen Wrhn in Wenig der U rach! E cherley nd sti uud Cntz nachen r e sthhruch u gerechnt 2Nechnug ch. Luxus eint Hharen det⸗ das Hhůtz aus lan⸗ VöBllef slben nit „ Mitel ah aber wischen en Han⸗ ändern uf an sit Enkunfte Gliichg⸗ daß er M⸗ e Mälhh t u M⸗ Irddeln m das he nit unstet mnach bon Hachaufen Rah⸗ Proftirch andten ME. 1 nst Iht 1 Reproduction der Ausgaben. 189 den ersten Anblick unter dem Ausdruck aus län. discher Luxus verstehn möchten. Unmöglich aber kann meine Sprache so sehr weit von der ihrigen abweichen, als meine Begriffe von ihren Begriffen: und gerade diese Unmöglichkeit nö⸗ thigt mich zu vielen einzelnen Erörterungen. Wer mir also darinnen mit Glücke folgen will, der muß sich bey weitem mehr an meine Grundsätze hälten, als an meine Ausdrücke: und will er mich gegenwärtig hier nicht uurecht verstehn; so darf er die Gemeinschaft des Interesse, welche die Natur, wie ich erwiesen habe, zwischen den verschiedentlichen Aesten von Adams Nachkom— menschäft gestiftet hat, nicht aus dem Gesichte lassen. Da nun diese verschiedentlichen Aeste die guten Folgen mit einander gemein haben; so müssen ihnen die schlimmen wohl ebenfalls ge⸗ mein seyn. Ich habe im vorhergehenden Ca— pitel bewiesen, daß der National-Luxus ein Volk zu Grunde richtete, weil er die Ausgaben auf die geringere Consumtion, und auf die ge— ringere reproducirende Ausgabe lenkte. Diese Wirkung wird durch den unausweichlichen Rück— schlag, den wir so eben erwiesen haben, auch den Ausländern fühlbar. Wir fragen bey ih— nen, wie es uns unser verdorbener Geschmack eingiebt, nach schönern Sachen: weil wir aber im Grunde schon minder reich werden; so ver— längen wir desto weniger von ihnen. Nunmehr verlangen auch sie, zu folge des proportionirli— chen Ganges des wechselseitigen Verkehrs, destb weniger von uns; und so mit greifen denn der Luxus, und der Verfäll, den dieser Luxus nach sich zieht, Platz in der ganzen Familie. Es ist seltsam, zu sehn, auf was für man⸗ cherley alberne Manieren die After-Politik zu Werke 19⁰0 Sechstes Capitel. Werke geht, und wie sehr sie ihren eignen Be— rechnungen ohne ihr Wissen und Wollen gerade⸗ zu entgegen handelt. So stritten sich im vorigen Jahrhundert ein Paar geschickte Minister mit der äußersten Erbitterung um die Gunst eines großen Monarchen() dermaaßen, daß die Leu⸗ te von ihnen sagten, sie giengen einander un⸗ aufhörlich mit Dolchen zu Leibe, indem der Staat zwischen ihnen stünde, und al⸗ le die Wunden, die sie einer dem an⸗ dern beybringen wollten, bekäme. Der Eine(), dem das Kriegs-Wesen aufge— tragen war, zerarbeitete sich unaufhörlich, sei— nen Heren auf diese Seite zu ziehen; dem An⸗ dern(*) waren die ökonomischen Angelegen— heiten, der Handel und die Künste des Friedens, woran dem Herrn, als einem großen Für⸗ sten, sehr viel gelegen war, anvertrauet. Wie gieng nun das? Der eine von diesen beiden Män⸗ nern, die in ihren einander entgegen stehenden Planen so standhaft, und dabey so geschickt wa— ren, dieselben glücklich auszuführen, stiftete die Posten und das Wechseln der Pferde auf den Stationen— eine friedliche Erfindung, wie es nur jemals eine gegeben haben mag, die so gar mittelst dessen, womit sie dem Kriege zu Hülfe kömmt, mittelst der Erleichterung eines sehr ordentlichen Briefwechsels, u. s. w. noth— wendiger Weise den Krieg selbst durch die über⸗ mäßige Explosion, welche sie seinen Zurüstun⸗ gen und seinen Ausgaben ertheilt, nothwendi— ger Weise sehr vorübergehend macht. Der an⸗ dre (5 Konig Ludwig der Vierzehnte von Frankreich. U. (½) Louvois. U. ( Colbert. UV. I hrach Hundeb Landische underso einet/ K gen. ste it 1 fl die ihr Ericht Manuf sie siht Ran i. fihreh. Nsr Hi Hothvend Hichen d Gisl kzte El e M Wübbh; ded D saze ic Vehäl cutrenz stie des and au Hämnih Iit ein⸗ heßtes ah eh. des 9 und n Mitte ther. ihuen Fe⸗ Rade⸗ n vontgeg dst uit Zunst E aß die u jander mp dem det Bund al dem an⸗ hekäne esen aufze Hlich, sii hem An⸗ Hygelgen⸗ Hridens, gür⸗ Wie NMan⸗ shenden Rt wa⸗ Wftte die N auf det dunh/ 5 / Reb Kulthe l ng ines 9. Hoth⸗ M ibeis zuisun⸗ chwndi⸗ Dir au l Rührth Reproduction der Ausgaben. 191 bre brachte dagegen die Zoll⸗Register und die Handels-Verbote in die Mode, drückte die aus⸗ ländischen Kaufleute, und machte seinem Herrn unversöhnliche Feinde. Auf diese Weise handelte einer, wie der andre, seinem eignen Zweck entge— gen. Auf gleiche Weise wirken tagtäglich un⸗ sre eignen Vorsichts⸗Mittel nothwendig wider uns selbst. Daher erstäunt manche Regierung, die ihren ganzen Fleiß und ihre größte Mühe auf Errichtung und Vervollkommnung der Luxus⸗ Mänufacturen wendet, ganz ungemein, wenn sie sieht, daß sich ihre Nachbaren einen gleichen Plan machen, und denselben auch glücklich aus⸗ führen. Sie sieht aber so wenig ein, daß in dieser Hinsicht das Niederhängen des einen Astes nothwendig auch die andern Aeste zum Nieder— hängen biege, und daß wir, so bald wir in das Gesuchte bey den Ausgaben, und in die ge⸗ ringere Consumtion verfallen, eben dadurch un⸗ sere Nachbaren veranlassen, sich nach unsern Grillen zu richten, oder aller fernern Fortsetzung des Verkehrs mit uns zu entsagen; sie sieht, sage ich, die unumgänglich nöthige Kette dieser Verhältnisse so wenig ein, daß sie bloß die Con⸗ currenz derselben zu hemmen sucht, die Indu— strie des Auslandes belastet,(damit das Aus⸗ land auch die unsrige belasten lerne,) das Ge— heimniß unsrer Manufacturen einkerkert, und, mit einem Worte, durch alle Mittel auf nichts beßres losarbeitet, als sich selbst um die einzige Zuflucht, die sie sich vorbehalten hatte, zu brin⸗ gen. Alle diese Mittel dienen nur, die Spesen des Handels und der Verhältnisse zu erhöhen, und noch überdieß die Consumtion der Lebens⸗ Mittel und rohen Materialien, sammt der Gü⸗ ther⸗Rente und dem Staats⸗Einkommen zu verrin⸗ 192 Sechstes Capitel. verringern: und auf diese Weise arbeitet man ohne Unterlaß, sich arm und elend zu machen— mit einer Sorge und Mühe, die nicht bloß dop⸗ pelt, sondern wohl hundert mal so groß ist, als die Müh und Sorge, die man nöthig haben würde, unter Befolgung der von der Natur vor⸗ gezeichneten Bahn die höchste Stufe von Ueber— fluß und Wohlstände zu erreichen. Abgewiesen von den benachbarten Ländern, so bald dieselben in der Kunst, sich auf dem kür⸗ zesten möglichen Wege zu Grunde zu richten, ebenfalls gelehrt worden sind, sucht nun der Handel die Mittel und Wege, sein Gewerbe zu treiben, in der Ferne: und da es den Grillen der Phantasie eigen ist, sich aller Augenblicke zu ändern; so findet er hierinnen seine Unterstüz⸗ zung durch den Cours der kleinen Anzahl von Phantasien, die von nun an alles, was noch gekauft wird, ausmachen. Je unbekannter ei⸗ ne Waare ist, desto mehr ist sie bey Leuten von dem verdorbenen Geschmacke, der bey den Nach— fragen das große Wort führt, mode, und de— sto theurer ist sie. Je weiter indessen eine Waare herkömmt, desto mehr Transport- und Han⸗ dels-Spesen kostet sie; desto weniger Profit können davon die Verkäufer haben, und desto theurer muß sie die Käüfer zu stehn kommen. In weit von einander entfernten Fortschritten vom Gesuchten zum Gesuchten wird nichts desto weniger der Handel bis nach China, nach Ost— Indien, u. s. w. zurücke gewiesen; und nun ha— ben wir eine kränkelnde Circulation, welche im Mittel-Puncte zur Null wird, an den Extremi⸗ täten verworfen ist, und der Art vom Leben gleicht, das in Leichen obwaltet, an denen die Bart⸗ und Kopf⸗Haare noch einige Tage lang fort⸗ wachse Hu⸗Witt haben. Lurus Völler d laßt sh Unteras glůck deu ast pon dem Dulll x sobert no l viff gaben, und hierau huptsichl udbs wich lhd uf N Rist Nuih Wihben Iassn 1.8 unsre Hos Schäte Irt um Rren die H hingt Paductiot hakdett da lih d K Raufs⸗W. seden hu Unterhlik Was wir sagt hab daß die o M. L. Reproduetion der Ausgaben. 193 dbeitt an fortwachsen, da indessen das Herz und die Wain— Puls⸗Adern weder Leben, noch Bewegung mehr oß dw⸗ haben. Das ist es, was ich ausländischen Luxus nenne; und auf diese Art werden die Rroß Sf. atz 15 w Ithig h Völker durch denselben zu Grunde gerichtet. Es Natuth läßt sich ohne Mühe begreifen, daß er durch von U Unterlassung der wahren Ausgaben dieses Un⸗ glück bewirke. Lasse ů men, Wie ruinös Lasset uns nunmehr auf den Krieg kommen, Lich durh en Länden— ö ö von dem wir gesagt haben, daß er die andre Unterlassung bän Quelle des känder-Verderbens sey. Krieg er⸗ 16.——— 1h dr fodert nothwendig allerley Ausrüstungs⸗Anstal 1 ten, vielfältigen Einkauf, kurz, eine Menge Aus⸗ arnti gaben, wodurch die Regierung erschöpfet wird; Eulln und hieraus zieht man nun den Schluß, daß er ablke u hauptsächlich durch Vermehrung der Ausgaben lterfüh⸗ ruinös würde. Wollen wir aber einen Augen⸗ zahl von blick auf die Grundsätze zurückegehn; so wird bus roch dieser Irrthum verschwinden. Nicht durch die aunter ei⸗ Ausgaben wird Krieg ruinos, sondern durch huret voß Unterläsung der Ausgaben wird er es. den Nachj⸗ 1. Krieg, zumal ein solcher, den wir auf / uld di unsre Kosten im Auslande führen, und der die ihe Wogte Schätze erschöpft, nöthigt uns auf zwiefache nd Halh Art zum Ersparniß an den Ausgaben, mittelst iher Noft deren die Schätze wieder aufleben sollen: denn ind dsto er bringt die Nation, zum Nachtheile der Re⸗ humen. production, um den Genuß ihrer Schätze. Er Hulschitten hindert das Handels-Verkehr, und stöhrt folg⸗ nihts deso lich das Kaufen und das Verkaufen, den Ver⸗ nach Of⸗ kaufs⸗Werth und die Reproduction. Er spannt 1 tun he⸗ jeden Handels⸗Ast in unsrer Heimath ein, und ulhe unterbricht die Verhältnisse mit den Ausländern. Ethn Was wir oben gesagt, und schon mehrmals ge— l l sagt haben, beweist, glaube ich, zur Genuge, hunt W daß die okonomische Tabelle in ihren untrügli⸗ 20 00 M.. P. 1. B. N chen Hl e 19⁴ Sechstes Capitel. chen Regeln Europa und die ganze Menschheit umfasse,— und daß der allgememe Wohlstand an eben die Gesetze gebunden sey, woran der Wohlstand eines einelnen Volkes gebunden ist. Je mehr das Reich der Tabelle erweitert wird, desto allgemeiner wird das Gedeihen werden; desto mehr Kraft und Vestand wird auch der Privat⸗Wohlstand haben. Diesem gedeihlichen und wechselseitigen Einfluß entreißt der Krieg die feindlichen Völker; und nun wird die Ta⸗ belle einheimisch und zur Privat-Sache. Lasset uns nunmehr zusehn, ob sie in diesem Zustande bestehn könne. 2. Die ökonomische Tabelle ist nun beschränkt, und die Nation findet sich genöthigt, von ih— rem eignen Fleische zu zehren, und in der Dürf— tigkeit zu leben. Und es ist noch Glück für sie, wenn sie bey der Verkürzung ihrer Geschäfftig⸗ keit eine solche Diät bis zu dem Zeit-Punct aus⸗ halten kann, wo die Ordnung und das Ver— kehr mit ihren Nachbaren wieder hergestellt wird, und sie wieder Leben und Unterhalt bekömmt. Zu dem Ende müßte man das Segel einziehen, und sich so nah, als möglich, am Wind halten; man müßte, wie ich schon gesagt habe, eine pünct⸗ liche Mäßigung beobachten, müßte sich im In⸗ nern aufs genaueste an die Beobachtung der Regeln der Tabelle binden, und es so machen, daß die Ausgaben wenigstens ein beständiges Gleichgewicht zwischen den beiden Classen hiel— ten— nicht in der Hoffnung, die Einkünfte, (die zweifelsohne um die ganze Erhöhung von Verkaufs⸗-Werth, welche die Nächfragen der Aus⸗ länder den Producten verschaffen, erniedriget sind,) wieder aufleben zu sehn, sondern um. ei⸗ nen Theil davon mit Zuverläßigkeit beyzubehal⸗ ten, .—*—.— Reproduetion der Ausgaben. 195 Nuht Hn ten, und sie zum wenigsten mit einiger Regelmäs⸗ 9, Mum dn ů sigkeit abnehmen zu sehn. Allein diese so nö⸗ hhmiah thige Vorsicht ist vermoge dern des Krie⸗ erbefttun ges selbst eine Unmöglichkeit. Hrieg ist das Land ů 5 der ungefähren Zufälle. Die Dispositionen, die 0 in den Ländern des Zufalles erfodert werden, wird auc ö ün sind, viel zu hoffen, viel zu fürchten, und für 10 ne eben so viel im voraus zu sorgen. Es müssen ö 0 also die Zurüstungen, die Rathschläge und das wuird de A ö ganze Benehmen Theil an der Natur der Sache ah f haben. Mithin muß schon hierinnen dem Un⸗ ssin And gefähr viel überlassen werden; ein Gebrauch, der den Gesetzen der ökonomischen Tabelle gänz⸗ mmlesthrink, lich entgegen steht, in welcher, wie man sieht, hch, Hen ij⸗ alles berechnet, alles an bestimmte Regeln des Nr Dütf Gedeihens oder des Verfalles gebunden ist. Der hlac für f Krieg erztöingt die Verwendung der Einkünfte Heshafth und die Versetzung der disponibeln Menschen, Munct aus⸗ auch wohl solcher, die nichts weniger als dispo— d dis Der⸗ nibel sind, in andre Gegenden. Da wird alles Weltwe in Spesen derjenigen Portion vom bürgerlichen haht Häcnnt Verkehr aufgezehrt, welche den Angriff und die Scglehg, Vertheidigung ausmacht; zu der Reproduction Mp halah, kehrt nichts zurück. abynint⸗ Wenn ich hier einen Unterschied zwischen Wie viel we⸗ sh sch in I⸗ dem Angriffs⸗ und dem Vertheidigungs⸗ Derthet, Whachtung dir Kriege mache; so geschieht dieses nicht ohne ei⸗ gungs⸗Krieg h nacheh nen wichtigen Grund, dessen Entwickelung die Htändigs Unrichtigkeit der Meynungen, die das gemeine Essn gis Volk so gar über die Dinge heegt, die dasselbe di Elinf, zunächst intereßiren, deutlich beweisen wird. Ge⸗ Hheh Hung R rade der Krieg, den das Volk für am wenigsten andrh nachtheilich hält, ist es in der That am allermei⸗ , amicnht sten. Dieses zu beweisen, werden wenige Worte an hinreichend seyn. Die Menschen, die sich ge⸗ won wöhnet haben, weiter nichts zu denken, als was lh N 2 ihnen 196 Sechstes Capitel. ihnen von Andern vorgeschwatzt worden ist, ha⸗ ben zu folge der Meynung der Zeiten, wo die Kriege weiter nichts waren, als Einbrüche, und die Kriegs-Operationen weiter in nichts bestan⸗ den, als daß man plünderte, sengte und brenn⸗ te— haben, sage ich, geglaubt, daß nichts vortheilhafter wäre, als den Krieg in Feindes⸗ Land und in entsernte Gegenden zu spielen; und das haben sie genannt, auf fremde Unkosten le⸗ ben. Man sieht aber gar wohl, daß gemei⸗ niglich das Land, welches das Theater des Krie— ges ist,(ich meyne den Krieg, der zwischen den Suveränen geführt, und in dem das Völker⸗ Recht nicht verletzet wird,) von dem Kriegs-Auf⸗ wande des jedesmaligen Eroberers den mehre⸗ sten Nutzen habe; daß dieser, wann er außer⸗ halb seiner Staaten seine Kräͤfte erschöpfet hat, beym Friedens⸗Schlusse keine Entschädigung für seine gemachten Eroberungen bekomme, wo fern er sich nicht, mit Ueberschreitung der Kriegs⸗ Regeln, unglückseligen Repressalien bloßstellen, und politische Kriege in barbarische Kriege aus⸗ arten lassen will. Die ökonomische Tabelle kann einen jeden überzeugen, daß der Krieg, wenn er zu Hause consumirt, auch zu Hause reprodu— cire, und daß folglich Vertheidigungs-Krieg vortheilhafter sey, als Angriffs-Krieg. Sie kann einen jeden von dem belehren, wovon ihn die Erfahrung, auch ohne die Tabelle, hätte überzeugen sollen: wie es, zum Beyspiele, zu— gegangen sey, daß die furchtbaren Heere eines Xerxes, nachdem sie nach Griechenland überge— schifft waren, weiter keinen Erfolg hatten, als daß sie das weitläufige und fruchtreiche Asien erschöpften, und ihre Schätze und Macht in al⸗ len Stücken auf den unfruchtbaren Felsen Grie— chen⸗ SSS haladd duß siä hunder ꝑfl Hernn sent nien! gegal hunde Hlend bis f te/ 0 guhme E sihe/ WW das s c Whe We bel herna Ner a W sh i A Hsang ugt e K laute stahh lasst 00¹ 74 Weh i hg, Iu, i di lͤbtüch w nichts Hm e und hen daß nichs in gendez spiclen; uh Unkosten k⸗ daß genni⸗ ee des Hei⸗ hjschn du dad Nlll⸗ Krigeeauf⸗ N Uchte⸗ l außer⸗ hfet hat, hung für o fernt Hess⸗ Hohpobe, Aueg aus⸗ Aubille ang Flithg/ l Ms tünb un⸗W Ig. Sie obi ihn hlle, hätte Hspitle/N H en land öbetz⸗ halteh, Hracht N Wuitn H 2 Hl Reproduction der Ausgaben. 197 chenlandes sitzen ließen; wie es zugegangen sey, daß sich ein großer Konig( im vorigen Jahr— hunderte mit einem glänzenden Ansehen wider die Anfälle des ganzen Europa behauptete, und hernach dennoch in seinem letzten Kriege, wo ihm seine Alliirten Italien, Deutschland und Spa⸗ nien preis gaben, unterliegen mußte; wie es zu⸗ gegangen sey, daß zu Anfange des itzigen Jahr⸗ hunderts ein furchtbarer Krieger(, der, ver⸗ blendet von seinen Siegen, seine Eroberungen bis in die Wüsten der Tatarey ausdehnen woll— te, sein Reich zu Grunde richtete, und seinem Ruhme durch ein unwiederbringliches Unglück ein Ende machte. Alles, und selbst das Unge— fähr, die Mittel, die Tapferkeit, die Fähigkeit und das Schicksal der Helden, alles, sage ich, ist den Regeln der ökonomischen Tabelle, die nichts andres sind, als die Regeln der Natur, unterworfen. Wenn die erstaunlichen Thaten einiger Eroberer der Unbedachtsamkeit einer Men— ge von Suveränen gewisse Beyspiele gegeben ha⸗ ben, die sie haben nachahmen wollen; so haben hernach die widrigen Schicksale dieser Nachah— mer alle übrigen belehret, was für klägliche Fol— gen dergleichen tollkühne Unternehmungen nach sich ziehen. Also richtet Krieg ebenfalls durch Unter⸗ lassung der producirenden Ausgaben, und nicht durch Vergroßerung dieser Ausgaben, die Länder zu Grunde.— Nach diesen Er⸗ läuterungen, die zur Entwickelung und Be⸗ stätigung unsrer Inductionen nöthig waren, lasset uns nunmehr zu der Reihe unsrer Be— N 3 weise (Ludwig der Vierzehnte. U. () König Carl der Zwölfte von Schweden. I. 198 Sechstes Capitel. weise zurücke kehren, und wieder auf die Aus⸗ einander-setzung der Reproductions-Gesetze kommen. Vierter Grundsatz. Was von der Re⸗ production nach Abzuge der Cultur⸗ Kosten übrig bleibt, nennen wir das Einkommen oder die Guths-Rente. Man muß nur dieses in den einzelnen Umständen recht verstehn: denn das Einkommen besteht nicht in dem, was die Aerndte über die nothwendige Consumtion der Landwirthe ausliefert. Es wür⸗ de dem Anscheine nach diese Bewandtniß haben, wenn die Cultur der Löndereyen auf die Güther⸗ Bewirthschaftung im Kleinen eingeschränkt wäre, welche so gar durch die Arbeit von Sklaven oder gemietheten Dienst-Knechten verrichtet werden könnte: denn so bald man das Getraide, wo⸗ von dergleichen Leibeigne oder Knechte wirklich im Jahres⸗Verlauf, und bis zur künftigen Aernd⸗ te leben müssen, im voraus bey Seite gethan hätte, würde, wie es scheint, der ganze Ueber⸗ rest zum Einkommen des Guths⸗Besitzers zu rechnen seyn. Indessen würde doch der Belauf der Kosten, die zur Bestreitung der übrigen Be⸗ dürfnisse solcher Sklaven oder Knechte, an Klei⸗ dern, an Schuhen, u. d. gl. für sie erfoderlich wären, nicht minder in die Rechnung der Ko⸗ sten, die im voraus abgezogen werden müßten, kommen, und würde auf keine Weise disponibel seyn, indem diese Arbeits⸗Leute aus Mangel an Rahrung und Bedeckung Blöße die größte Noth leiden, darüber unkommen, und folglich weiter nicht arbeiten würden. Man müßte fer⸗ ner auch das Futter für die Arbeits⸗ und Fracht⸗ Pferde, die zu den Transporten gehalten wer⸗ den, die zur Unterhaltung und Ausbes⸗ serung V nnd vos dern E 90U alon Deneh uu wieu babde Ren. einzich sen von ratureh Heileel M Hi Nauft ommen⸗ Hüth . 2 silt, x Ruashe Iuud M auchu schaft der G Ind sien Rcant Isin Müpo liht t Ente tr E Meud ins Mang Vidde W 5.H det An Cultur. wit des ute. Mar unden iegt iht nicht n Hothwendge . Eo in chiß haben, Y Hülher⸗ Hanht wire, lahnn ober werden ide, wo⸗ Vikklich n Nernd⸗ 1 Heihag Mnr Mitzerd z der Btlaf Ihigen 6 Nla⸗ shalch 0 b Lo⸗ L hhten, Weubt Hapgel au M Reaßte und foglc rüft fi und Fach⸗ dhag n⸗ 110 M lg Reproduetion der Ausgaben. 193 serung von Schiff und Geschirr, von Acker⸗ und andern Wirthschafts-Geräthen, u. s. w. kurz von allen den Dingen, die wir oben unter der Benennung jährlicher Auslagen zur Cultur und zum Getraide⸗Handel namhaft gemacht haben, wie auch die Unterhaltung der Wirthschafts⸗Ge⸗ bäude und der Inventarien⸗Nuslagen abrech⸗ nen. Folglich ist erst nach geschehener Wieder⸗ einziehung aller dieser Auslagen, und der Zin⸗ sen von diesen Auslagen zu den zufalligen Repa⸗ raturen, welche sie erfodern, der Ueberrest ein reiner Ertrag oder eine wirkliche Guths-Rente. Auf diese Weise ist es also nicht der ganze, zum Verkaufe bestimmte Ueberfluß, was das Ein⸗ kommen ausmacht, da ein Theil von dem, was der Güther-Besitzer, der Ackermann, der Win⸗ zer, der Vieh-Hirt, u. s. w. verkauft, ihm zu⸗ fällt, um ihm seine unentbehrliche Nothdurft zu verschaffen, die einen Theil von seiner Con⸗ sumtion ausmacht, welche nichts weniger als disponibel ist. Eben diese Bewandtniß hat es auch mit der Ordnung der bürgerlichen Gesell⸗ schaft, in der ein jeder sein Eigenthum behält ꝛ der Guths⸗Besitzer das Eigenthum an Grund und Boden; der Landwirth das Eigenthum an seinen Ausförderungs⸗Schätzen; und der Fa⸗ bricant das Eigenthum an seinen Auslagen und an seiner Arbeit, welche immer unzertrennlich mit Aufwande verknüpfet ist. In dieser Lage der Dinge läßt sich der Belauf des freyen Ertrags oder des Einkommens keinesweges nach der Schätzung der Cultur⸗Kosten und des Total⸗Ertrages der Aerndte bestimmen. Diese Untersuchung, die ins nendliche veränderlich ist, würde durchaus mangelhaft und unzulänglich ausfallen. Zum Wieder-Eingange der Auslagen des Landwir⸗ N 4 thes 20⁰0 Sechstes Capitel. thes gehören von Rechts wegen nicht allein alle die nicht zu bestimmenden Artikel, die wir weiter oben angegeben haben, sondern auch der Belauf seiner Präcautions⸗Mittel gegen ungefähre Zu⸗ fälle; der Betrag des Unterhaltes von derjeni⸗ gen Portion seiner Familie, welche keine Kräfte zur Arbeit hat, als Kinder, Greise, und er selbst, wann er krank darnieder liegt, u. s. w. Er allein kann über alle dergleichen Bedürfnisse ur— theilen; und man darf sich auf die Concurrenz der großen Menge von seines Gleichen, welche eine Pachtung suchen, um eben diese Bedürfnisse bestreiten zu können, schon verlassen. Es erfodert demnach eine Regel, über den Belauf der Ein⸗ künfte etwas Gewisses zu bestimmen; und diese Regel ist nirgend anders zu finden, als in den Contracten, worinnen die Pacht-Bedingungen festgesetzt werden. In diesen hält das Interesse des Guths⸗Besitzers, mit Sach-Kenntniß, dem Interesse des Pachters die Waage. Je höher die Früchte im Preise stehen, desto höher kann der Pachter das Pacht-Quantum steigern. Nun mögen aber die Producte in gutem Preise stehen, oder nicht, so müssen doch die Pachter alljähr⸗ lich ihre Kosten, ihr Arbeits-Lohn, und die Zinse von ihren Auslagen wieder einziehen; und auf diesen Wieder-Eingang, der nach ihrem Stan⸗ de bestimmet wird und demselben angemessen ist, schränken sie auch in jedem Fall ihre Ansprüche ein. Mithin entscheiden die Vortheile des ho⸗ hen, oder die Nachtheile des niedrigen Preises der Früchte über den Pacht-Preis, und fallen also gänzlich und lediglich auf die Rechnung der Güther-⸗Besitzer. Aus dem allen folgt, daß sich der Zu⸗ 5 der Einkünfte einer Nation nicht anders bestim⸗ E 11 5 A0 Vhens⸗ ganstage der un eider I alle Gi Hgende nicht d Veschtt süchs! 16 Ei Hachlu sines& hꝛund⸗ Ettragch Wuten IM MW MWf, Whn Wib Md. Freg glich bon d aus d bet i so W wache MI dern berbi Miis wohl, scha Reproduction der Ausgaben. 201 5—— bestimmen läßt, als nach dem Preise der Pachtun⸗ Hndin gen; 2) daß durch hohen Preis der Früchte und Wfin Lebens⸗Mittel nothwendig die Pacht-Bedingun⸗ Hi in gen steigen müssen; und 30 daß dieser hoöhe Preis, Iii 5 der zum Vortheile der Güther ⸗Renten gereicht, keinem Menschen nachtheilich ist: denn es müssen Alle Stande ise, ud alle Stände in der Gesellschaft, aus dem vor— Tast End uls 0 liegenden Gesichts-Punct, als Verkäufer, und Verkaufer, dürffist n nicht als Käufer betrachtet werden. Der Guths⸗ danter zu bez Cnunn Besitzer verkauft die Fruchtbarkeit seines Brund-trachten. ihen, wih stücss zu dem und dem jährlichen Preise, der trffs das Einkommen festsetzt. Der Landwirth oder Es efobat Pachter verkanft seine Arbeit und die Nutzung auf d Ei seines Wirthschafts⸗Geräthes, welches ihm der öle Grund⸗Herr durch Abzug vom Ueberschusse des alß in den Ertrages bezahlt. Der Fabricant, der Hand⸗ ingungen werksmann, u. dergl. verkaufen ihre Zeit und Ifteresse ihre Industrie nach der Pro-fata des Preis⸗— uuß, dem Larifs, auf dem die Lebens-Mittel zu ihrem I hihet Unterhalt, und die Waaren zu ihrem Kleidungs⸗ aher kann und übrigem Bedürfnisse stehen. Die besoldeten Hern. Nut und um Lohn dienenden Leute verkaufen ihre huist sehn Freyheit, ihre Talente, und ihre Arbeiten nach Herrcheh gleicher Taxe. Jedermann ist Verkäufer; und ane von dieser Seite sind alle die einzelnen Menschen, auf aus denen die Gesellschaft zusammen ⸗gesetzt ist, um Etan⸗ zu betrachten. Da nun die Verkäufer sammt Imsch is und sonders ein gemeinschaftliches Interesse bey prche dem guten Preise der Produete haben, durch des ho⸗ welchen nicht allein die Besoldungen, und die In Rrise Verkaufs ⸗Preise in allen Stücken erhöhet, son⸗ 1n filn dern auch zum Vortheile sämmtlicher Verkäufer ahnug u vervielfältiget werden; so folgt, daß der hohe Preis der Lebens-Mittel dem allgemeinen so s Hed/ wohl, als dem Privat-Interesse der Gesell⸗ t schaft gemäß ist. H N 5 Hoffent⸗ 202 Sechstes Capitel. Hoffentlich wird man mir hierwider nicht einwenden, I) dieser ganze angebliche Krais von hohen Preisen, bey dem alles nach Proportion des beständigen Ständes eines stärkern Einkom— mens vertheuert wird, liefe im Grunde bloß auf Benennungen hinaus: denn wenn wir in einem Land eine Caroline brauchen, um das zu bekom⸗ men, was wir vorher für einen halben Laub— thaler bekamen, da wir uns eben so gut des Geldes, das wir einnehmen, entschlägen müssen, um uns unsre nöthigen Bedürfnisse zu verschaf⸗ fen; so besteht diese ganze Reichthums-Ver⸗ mehrung bloß in Häufung der Last an Metallen: dieses Uebermaaß brächte mehrere Inconvenien⸗ zien mit sich, in wie fern dadurch 2) eine Nation in Ansehung des wechselseitigen Verkehrs mit ihren minder bemittelten Nachbaren aus dem Richtmaaße fiele; 3) würden dadurch die Aus⸗ länder von den Reisen zu uns und vom Wohnen bey uns abgeschreckt, indem sie, da ihre Ein— künfte in einem Lande von relativem Miß-Preise gegründet wären, in einem Lande, wo hohe Preise gelten, nicht leben können, ohne sich durch einen im Grunde ganz alltäglichen Aufwand zu erschöpfen; 4) wenn der große Vorrath an Metallen allen Dingen einen Verkaufs-Werth gäbe; so würden die thätige Christen⸗Liebe, die Gast-Freyheit, die Reichlichkeit der wechselseiti— gen Consumtionen, und andre, in wohlfeilen Gegenden übliche gesellige Tugenden in der Ge⸗ schwindigkeit verbannet seyn, indem sich Niemand einfallen ließe, sonderlich viel über dasjenige zu halten, wofür ihm in demselben Augenblicke Geld geboten wird; 5) da das Geld ein Mobi— liar⸗Schatz ist, der immer eirculirt und leicht von einem Orte zum andern gebrächt wird, so macht Pent ngt d glden ¶ shift sr W Weitlähf nach Eid tlalt al uische xN gfed Mheit! Vioolde noth LN aPbern! Hatendef sll dies , ‚a Iiln 90H het Hunefl We Hmn doby sosch hab en, d u u Rupfl 6 Reproduction der Ausgaben. 203 in macht die Leichtigkeit, dergleichen habhaft zu ii werden, ö daß Niemand mehr seinem bestandiden ö Wm Geschässte treu bleibt; daß sich die Güther⸗Be⸗ n Ehn, sitzer nach den Städten, die Landwirthe nach ö e weitläufigern Werkstätten, der Handelsmann„ in eun nach Erweiterung seiner Lage und nach dem Aus⸗ ben tritt aus derselben umsehen; daß der erfinde⸗ lhin Luh⸗ rische Arbeiter nach der Vervollkommnung seiner so gut deo Profeßion strebt, welches Vernachläßigung seiner gen müser, Arbeit und seines Einflusses mit sich bringt; der berschf Besoldete und der für Gehalt Dienende sehen sich ums⸗Ver⸗ nach Veränderung ihrer Stelle und nach einem Mealln: andern Herrn um, und ergeben sich dem Meist⸗ Hahein⸗ bietenden.— Es würde etwas Leichtes seyn, ation alle diese Einwürse zu beantworten, und zu zei⸗ 610 mit gen, daß die mehresten darunter von dem Rück⸗ us dem fall in die Vermischung der Valuten mit dem die Aus⸗ Geld herrühren, und die übrigen aus dem Irr⸗ Vohnen thume fließen, die Schuld von den Unordnungen, hre Eue⸗ welche aus der Armuth entspringen, dem Reich⸗ Ur Prase thume beyzumessen. Aber lasset uns, bevor wir W hohe davon abbrechen und uns zu dem Gesichts⸗Kraise schduch solcher, sich selbst widersprechenden Einwürfe Isthond. herablassen, hier von neuem die Grundsatze dar⸗ rrath ah legen, um wenigsteus den entwöhnten Köpfen 6„ A die umftändliche Weitläufigkeit zu ersparen, zu ch, H der uns die brüderliche Liebe gegen die andern lht⸗ Werpichren.* ühfila Aller Verkauf und Einkauf ist weiter nichts, 150 6.⸗ als Umsatz von Waaren, der durch Vermitte⸗ W lung des Geldes geschieht. Der Verkäufer setzt —0 Waaren gegen Geld bloß in der Absicht um, bsdii damit er dieses Geld wieder gegen andre Waaren Wabht umsetzen könne. Dieser zwiefache Umsatz läuft MNb im Grund auf einen einfachen Umsatz hinaus, ondft auf einen bloßen Tausch von Waaren gegen v/ andre ust V 2 SRSCRA, ———*——ͤ—ͤ—.— N 2⁰⁴ Sechstes Capitel. ö 100 he andre Waaren, die man kaufen will. Wer sich Rndhde nun auf solche Weise mehr Waaren anschafft, W Wüt der verschafft sich dadurch mehr Schätze und ann. mehrern Genuß. Wenn ein Franzose mit einem I Mses pariser Malter Getraide, welches er für 20 Fran⸗ ö Wft ken verkauft, von einem Holländer 20 Pfunde 4 s Pfeffer kauft; so bekömmt er für sein Malter Khnt Getraide noch einmal so viel Pfeffer, als wenn Rulht er dieses Mälter Getraide für nur 10 Franken ur verkaufte. Dieses Beyspiel ist völlig hinreichend buln zu dem Beweise, daß sich eine Nation, die ihre 0 Waaren vorsätzlich in niedrigem Preis halten wollte, durch ihren wechselseitigen Handel mit n dem Auslände zu Grunde richten würde. Wird Ruhn man wohl sagen, eine Nation, die alle die Pro⸗ n ducte, welche sie zu ihrem Lebens-Unterhalte Wunh nöthig hat, auf ihrem Grund und Boden zieht, an hätte gar nicht nothig, mit den Ausländern zu an N handeln? Wer das sagen kann, der versteht in nicht einmal recht, was eigentlich die Worte ün heißen, was eine Nation zu ihrem n Lebens⸗Unterhalte nöthig hat, da sich 30 keine von allen gegen die Unternehmungen ihrer— Nachbaren anders wehren kann, als mit Hülfe +. ihrer Schätze. Wie kann eine Nation wohl zu ban einem solchen hohen Gipfel der Macht anders 0 gelangen, als durch den Verkauf ihres Ueber— 0— flusses ans Ausland? Wie kann dieser Ueber— di fluß zum Reichthume werden, und dauerhafter Wals Reichthum bleiben, wenn er diese Reichthums— ö 100 Eigenschaft nicht durch Verkauf ans Ausland 0 erwirbt? Wie kann der relative Zustand ihres aa Einkommens und ihrer Macht zu dem Eben— D maaße gelangen, worinnen er dem Zustande des HMt Einkommens und der Macht seiner Nachbaren nuß die Waage halten muß, wenn die Nation den lLontin Preis ll. M sch Hen usthf, Ccihr un ose uit ine fit ꝛoi 20 Vfunh sein Ma k/ als wun 10 Fraffi hinreichegd son, e hht Whais haltn Handel mit de. Vid heo⸗ lchalte Hen fieht, ndern zu bersteht Ne Worte wihten at de sch ungen ihre nt hi 0rf IIUL Hied Ube⸗ Ubet— Nlthafttt lchthums⸗ luslnd Fand ihnts Nm Cl⸗ Munde de W Nachhateh Nn dl h Reproduction der Ausgaben. 205 Preis ihrer Producte unter dem zwischen den handelnden Völkern gangbaren Preis hält? Und wie würde sie diese Macht anders unterhalten kennen, als selbst durch den Genuß der Schätze, die sie sich dadurch verschaffen kann, daß sie ihren Ueberfluß an andre Völker verkauft; durch die⸗ sen Genuß, sage ich, der die Schätze wieder⸗auf⸗ leben heißt?— Alle dergleichen Mißgriffe sind viel zu plump und widersinnig, als daß wir unsre Leser hierüber mit lächerlichen Erörterungen auf— halten dürften. Lasset uns wieder in das Innere von Frank⸗ reich hinein blicken. Dieses Reich besteht aus vielen Provinzen, die mit einander ein Handels⸗ Verkehr auf eben die Art treiben, wie es ver⸗ schiedne Reiche unter einander treiben. Einige Provinzen tragen Oel, andre Holz, andre Wein, andre Getraide, andre liefern Pferde, wieder andre Mast⸗Ochsen, u. s. w. Alle diese Pro⸗ ducte müssen einen Compensations-Werth haben, der mit dem Cultur-Aufwand und dem Ein⸗ kommen, welche die Ländereyen, die diese Güter erzeugen, einbringen sollen, im Ebenmaaße steht. Nun muß sich aber eine jede von diesen Provinzen die Producte, woran es ihr fehlt, durch den Verkauf ihres Ueberflusses an denen, die sie selbst zeugt, verschaffen. Dieser Verkauf muß also dem Landwirthe seine Kosten, sein Arbeits-Lohn, und die Zinse von seinen Aus— lagen wieder einbringen. Er muß ihm also auch Einkünfte für den Grund-Herrn liefern, durch deren Verwendung den andern Menschen⸗Classen, die weder Landwirthe, noch Güther⸗Besitzer sind, ihr Arbeits- und Dienst⸗Lohn gesichert wird. Er muß ihm noch überdieß das nöthige Steuer— Contingent zu den Ausgaben der Regierung und zur — 206 Sechstes Capitel. zur Landes⸗Vertheidigung liefern. Folglich müssen, um es nochmals zu sagen, zu Bestrei⸗ tung deß allen die verschiedentlichen Producte der verschiedenen Provinzen unter einander einen Compensations⸗Werth häben, welcher mit allen diesen Bedürfnissen im Ebenmaaße steht. Setzet nur den Preis derselben mit dem Wieder-Ein⸗ gange der Auslagen des Landwirths auf gleichen Fuß, wenn ihr euren Vortheil bey dem niedri⸗ gen Preise der Producte des Bodens zu finden glaubet; denn das sage ich euch vorher, zu noch niedrigerm Preise könnet ihr sie nicht bekommen, weil der Landwirth außerdem die unentbehr— lichen Ausgaben zur Erzeugung derselben nicht würde aushalten können. Aber wie werdet ihr nun, wenn ihr nicht selbst Landwirth seyd, in einem Lande bestehn können, wo die Nation eben so wenig, als der Staat, ein Einkommen haben würde; in einem Lande, sage ich, wo der Preis der Producte weiter nichts ausliefern könnte, als was der Ländwirth aus dem Total— Ertrage wieder einheben muß, wenn er anders im Stande seyn soll, die Wirthschaft fortzu⸗ setzen?— Was bey der Lehre vom niedrigen Preise der Producte am meisten Verwunderung erregt, ist der Umstand, daß es immer nur Städter geben wird, die an solchen ungereimten deynungen kleben konnen, wie diejenigen sind, die wir in den oben angeführten Einwürfen zu⸗ sammen⸗gestellt haben. Aber diese Leute sehen also nicht einmal ein, daß es nach ihrem System weder Städter, noch Proprietäre, weder Capita⸗ listen, noch gedungene Bediente, weder Staats— schuldenpapier-Gauner, noch Künstler, weder Gelehrte, noch Soldaten, weder eine Land⸗ noch eine See⸗Macht, und kurz, daß es weiter nichts geben ——— it KNute daß N d U Fönht ren Herll Ch Lnd aan ber witt sr gungb Hste Wst n y N Ine R N U Odlt gem delg ink r ebi Hih Whr l. lim, zlst mn, R ihwhrod ennnder oj welcher mth aht seht. Ez em Wikder⸗ iths auf goi bey dmm nh dodens zu ffy bother, ng licht beamms bie umnhehn hersibe nicht h Herdet ihe bth styd, in Nation eben Einkommen sage ich, w Hts ausfiefe us dem Tonn Wenn er aheg Ithschaft sorh vom hihel uWbndtung er nur Ien Mteimten Mielgeh sind Einürfeg g Nse Hute sthn WenS % Wöer binds dmr Etot Kunsle 0 eMHd 1 l Reproduction der Ausgaben. 207 geben würde, als Landwirthe und ihre Arbeits— Leute— wo fern anders zu vermuthen stünde, daß in einem Lande, welches ohne Schutz wäre, die Ländereyen mit Sicherheit gebaut werden könnten. Also lasset euch doch sagen, ihr Her⸗ ren Städter, die ihr den Landmann so gern heruntersetzen möchtet, daß ihr ohne Güther— Einkommen gar nicht leben könnet; daß die Ländereyen weiter kein Einkommen ausliefern können, als so weit sich der Preis der Producte über den Wieder⸗Eingang der Auslagen des Land⸗ wirths erhebt; und daß dieser Preis der höchste seyn muß, der zwischen den handelnden Völkern gangbar ist. Nur dieser Preis giebt das meh— reste Einkommen, und verhilft den übrigen Menschen-Classen, die das Länd nicht bauen, zu dem mehresten Dienst- und Arbeits-Lohne; kurz, nur nach diesem Preise richten sich die rela⸗ tiven Schätze der verschiednen Länder und Reiche. Ihr könnet also auf den wohlfeilen Preis, den ihr verlanget, anders nicht Anspruch machen, als wenn ihr selbst Verzicht aufs Leben thut: oder wenn ihr doch leben, und noch obendrein gemächlich leben wollet; so thut Verzicht auf dergleichen guten Kauf, der euch so schrecklich blind macht.— Wollet ihr noch etwan sagen, ihr könntet nicht begreifen, wie dabey viel zu gewinnen seyn soll, daß jemänd mehr Einkom— men hat, oder mehr Arbeits-Lohn bekommt, wenn er doch alles, was er kauft, um so theurer bezahlen muß? so ist meine Antwort: wenn ihr rechnen gelernt habet; werdet ihr dieses Geheim— niß ohne Schwierigkeit enträthseln: erstreckt sich aber eure Gelehrsamkeit so weit nicht: so rathe ich euch, haltet euch an den Glauben, und strei— tet nicht wider Wahrheiten, die euch so wesent— lich 2⁰08 Sechstes Capitel. lich intereßiren.— Ich könnte mich leicht der Mühe überheben, Einwürfe zu beantworten, die bloß eine Folge von dem Irrthume sind, dessen Ungereimtheit der Leser so eben erkannt haben wird. Um aber wenigstens die Wiederholungen zu ersparen, würde ich es dabey bewenden las— sen, daß ich sie mit eben so gemeinen Räsonne⸗ ments bestritte, wie dergleichen Einwürfe selbst trivial und lächerlich sind: und da sie denen, die sie machen, nicht alle bloß von der Unwissen⸗ heit eingegeben werden, sondern es einige dar— unter giebt, die etwas mehr Anschein haben, und die von einem gewissen Privat-Interesse ausgesonnen sind, welches sich durchaus vor⸗ genommen hat, auf keine Vernunft⸗Gründe zu hören; so werden wir sie in der Folge dieses Werkes mit ihrem ganzen blendenben Schein ins helle Tages-Licht setzen, damit die Leser auf ihrer Huth seyn lernen vor einer Rauberey, die einer Nation mehr Schäden thut, als Simsons Füchse der Aerndte des Philister⸗ Volkes. Hier wollen wir uns darauf einschrän⸗ ken, daß wir die Irrthümer zerstreuen und die Schwierigkeiten heben.— Man glaubt, ein stärker Einkommen würde durch die Steigerung der Ausgaben aufgezehrt werden; mithin wäre es gleich-viel, wenn man auch ein geringeres Einkommen hätte, bey dem man sich durch die Verminderung der Ausgaben des nämlichen Ge⸗ nusses, oder des nämlichen Fonds von genieß⸗ baren Schätzen versichert halten dürfte. Auf ein so oberflächliches Räsonnement könnte ich antworten, es sey dasselbe aus dem Archive der Geizhälse geborgt, deren wir weiter oben ge— dacht haben, die in den Gedanken stehen, die Circulation habe die Beförderung der Geldschatz— Samm⸗ Mlo hh ob ff„ Ma hch, chst Wind U H mah kinke Hlich Frank Hrunt Vel Wuird sthn lomn Dn im Men erf en M. * uichtacke Haltbo dy V sij sg erkannt hiin Vihnrhohmn hewenden hy inen Nasom Euwörft sh da sie delhg der luwist, 1 einige dy schen hy but⸗Jntrrss Urchgus hor⸗ ust⸗Hrüͤnde ae Folge hlndenden u, damit u vor einer Haden thut, 1 WHber⸗ duf onschrij Ruen und N u gaubt, en di Etigeung miin ir I geitts sh Nrh di mnben G. om genifß ist. Wauntkimt on Rchth Witn dben) sunsthen,& bil Gcshhz Eimh Reproduction der Ausgaben. 209 Sammlerey zum Zweck, und ihre Folge sey Sparerey. Ganz gewiß wird ihre Hoffnung in einem reichen Land eben so gut in den Brunnen fallen, als in einem armen, und wohl noch eher: ich habe aber bewiesen, daß eine solche Hoffnung sich selbst widerspricht, und lauter Ver⸗ derben nach sich zieht. Nicht etwan, als hielte ich viel von der großten Quantität der circuli⸗ renden Geld-Masse, und noch weniger, als machte ich mir etwas aus der höchsten Benen⸗ nung seiner Valuta, die gemeiniglich ein alber— ner Kunstgriff des Mangels ist. Ob in einer gegebenen Gegend zwey hundert Millionen Mark gemünzten Silbers circuliren, oder ob dessen nur funfzehn Millionen Mark da ist, macht sicherlich nicht den mindesten Unter— schied, so fern nur die Waage der Ausgaben so gleich steht, daß das Geld regelmäßig und überall die Valuten beym Umsatze bezeichnet, und be— dütfenden Falles durch alle Hände geht, in kei— ner Hand verweilt und in keiner mangelt, oder man die Stelle desselben durch schriftliches Ueber einkommen vertreten lassen kann. Noch viel gleichgültiger ist es, ob eine solche Mark 27 * Franken oder 54 Franken heißt, so fern nur die Grund-Bedingungen ihrer Vertheilung nach den Regeln der Tabelle beobachtet werden. Man wird mich nun und nimmermehr recht verstehn, so lange man immer und ewig nur auf den un⸗ seligen Götzen Moloch, das Geld, zurücke kommen will. Werfet den Götzen in den Schmelz⸗ Tiegel, und gießet daraus Gefäße zum Dienst im Tempel des lebendigen Gottes, welcher in Menschen⸗und Bruder⸗Liebe besteht; dann wirb er erst recht nützlich werden. Alsdann werdet ihr mich verstehn, werdet wissen, und werdet M. L. p. 1. B. O mit 210 Sechstes Capitel. mir versprechen, nicht wieder zu vergessen, daß ich unter Circulation nichts andres verstehe, als Mittheilung der genießbaren Güter; daß das Geld zu dieser Mittheilung unentbehrlich ist: aber da mir nicht viel daran liegt, hundert Paar Schuhe auf zwölf Jahr in meiner Kleider— Kammer vorräthig zu haben, indem ich recht gut weis, es werde an Schuhstern nicht fehlen, daß ich mir eben so wenig Kummer darüber machen werde, ob ich das Geld, welches die hundert Paar Schuhe vorstellt, im Vorrath habe, so bald ich nur wissen kann, daß das Geld immer nach Maaßgabe meines Einkom— mens oder meiner Emolumente wieder eingehn werde; daß ich bloß Ordnung, und kein zurücke gelegtes Geld nöthig habe, um mich meines Genusses täglich versichert halten, oder ihn auch wohl gar durch itzige und fruchtbare Anwendung vermehren zu können. Geiz macht sicherlich alles zu nichte: wenn es aber viel Geißzhälse giebt; so sind die schlimmen anti-ökonomischen Einrichtungen daran schuld. Wenn die Ein— nahmen ungewiß sind; so ist es nicht nur recht, sondern auch der Klugheit gemäß, auf Vorräthe für die Zukunft bedacht zu seyn. Alle Ge⸗ brechen einer in Verfall gerathenden Gesellschaft, die sich uns aus so vielerley Gesichts-Puncten zeigen, sind nichts andres, als Geiz; und der Geiz selbst ist weiter nichts, als die behutsame Sorge für die Zukunft, welche der Lauf der Welt, wie er eben ist, den Menschen eingiebt. Wenn man sich hingegen des beständigen Wieder— Einganges seiner Einkünfte oder Emolumenten, nach Maäßgabe der guten und immer fortge— setzten Anwendung der Ausgaben, versichert hal— ten kann; so ist alles Ordnung, alles ist Ruhe. 22 Die 2 die g Cubi gulg x glach krant mittel rl Gheh Rtin dis Rapro alls thalte Vhinb⸗ 0 Nn slag! Wans! WU uurj ve NI N Iuin Rrodr Vost hen Vl habet, Uurch Schrif husche Uuh, schen Hunn i nnns rth g Olle llnthhch h Nsigt, Meiner Klh ildem ich it sfimngiht U Hunutr danth Hib, Wche Ile, in Jumth m, R h Mseg Ethn⸗ Hr ahehi Io sin ricke nc mines ceihn auch intendung iht scherlih wul Gähjle öinomicen Dem de Ei nicht uur nch, fLnhe V H⸗ ondeflshas, 06 uscten 0150 und de pWchtsu M dulf d asheh inyeh ahn 11 d nm bel an „ al 2 Reproduction der Ausgaben. 211 Die gewöhnliche Volks-Oekonomie ist keine Selbst⸗Beraubung. Läßt mancher aus Nei⸗ gung seine Schuhe mehrmals besohlen, ob er gleich weis, woher er neue bekommen könne; so kränkt es ihn doch sehr, wenn er dieses Hülfs⸗ mittel darum brauchen muß, weil er wegen sei— ner künftigen Einnähme in Ungewißheit schwebt. Eben die Sicherheit hierüber giebt die Circu— lation; dieß ist die nützliche Wirkung des Gel— des: denn hiervon gehen alles Verkaufen, alle Reproductionen, alle Arbeit, und überhaupt alles aus, wodurch die Circulation im Gang erhalten wird. Beständiger guter Preis der Lebens⸗-Mittel bewirkt beständige gute Arbeit des Landwirths, und gute und beständige Er⸗ zielung der Einkünfte. Haltet nur darüber; und das Uebrige lasset gehn, wie es selbst will.— Ich beantworte hiermit nicht geradezu den Ein— wurf von der Erhöhung der Ausgaben, durch die, wie man sagen will, die Vermehrung des Einkommens, die aus dem hohen Preise der Producte erwächst, zu nichte werden soll: diese Vorstellung wird sich durch die Folge der einzel⸗ nen Umstände, welche wir noch zu durchwandern haben, von selbst verliehren; sie ist auch bereits durch entscheidende Demonstrationen in andern Schriften, und besonders in einer an die ökono⸗ mische Gesellschaft zu Bern gerichteten Abhand⸗ lung, welche in dem Fünften Theile des Men⸗ schen-Freundes(Deingerückt steht, wider⸗ O 2 leget ( TAmi des Hommes, ou Traité de la Populationz 4 Liege, 5 Tomes, 8. 17623 ein alteres Werk von unserm Verfasser, als das gegenwärtige, von dem auch schon 1759 eine deutsche Uebersetzung in 3 Oetau⸗ Banden zu Hamburs erschienen, die jedoch 25 11 Reichthum verbannt den Handel nicht, I ver⸗ größert ihn vielmehr. 212 Sechstes Capitel. leget worden: aber je weiter wir der Ordnung der Ausgaben und ihrer e gegen das Einkommen nachgehen, desto mehr wird uns die Tabelle allenthalben und in allen Fällen, durch Rechnung und Messung, von der Gewißheit die— ser Verhältnisse überzeugen. Auf den zweyten Einwurf würde ich antwor⸗ ten, es sey nicht wahr, daß Reichthum ein Volk aus dem Richtmaaße bringe, so weit die Rede von dem wechselseitigen Handel mit seinen min— der bemittelten Nachbaren ist. Der Beweis hiervon liegt darinnen, daß die reichsten Völker immer den stärksten und weitläufigsten Handel treiben.— Man wird mir vielleicht vorwerfen, ich verwechselte die Wirkung mit der Ursach, und die Völker wären eben deßwegen reich, weil sie starken Handel trieben. Ich könnte indessen augenscheinlich beweisen, daß ich im Unterschei— den zwischen Wurzeln und Aesten so wenig ein Neuling bin, als ein Andrer. Aber es ist hier der Ort nicht, mich mit dieser Erörterung zu befassen. Wenn ich diesen Artikel auch hingehn lasse; so läuft doch das, was den vorliegenden Punct anlangt, immer auf das Nämliche hinaus, indem die Völker zu gleicher Zeit reich sind und Handel treiben, so bald sie ihre Producte zu hohem Preis absetzen. Ueberdieß ist in meinem Plane zu beständigem und reellem Wohlstande, den ich auf das redliche und wechselseitige Gleich— gewicht ersten Ausgabe des Originals, à la Haye, 1758, 1759 3 Tomes, gemacht worden, und daher, in Vergleichung gegen die neuere Original-Ausgabe in 5 Bänden, unvollständid ist. Die Abhandlung, deren der Ver⸗ fasser bier im Texte gedenkt, findet sich nur in dieser neuern Original-Ausgabe, fehlt aber in der altern Haager, und mithin auch in der Ulebersetzung. U. N. shicht! uet d. ö G0 vird al isn Feihe U. den* in E danke datam darllber Di sch⸗Hl N⸗Et N der Vnmists ich„ 40 Whn Modd In, d Nad err bekracht then so Pnm Iu Volt be mid duwind erz, de xih theil ver Grdeff den dir auch ro auch hu l Erl Reproduction der Ausgaben. 213 rchr uüdn das Geld gein so dar den Seneent aeh d s das Geld geht so gar den Schätzen nach, und 0 Jilh, u K. also durch wechselseitigen Handel ein ge— r Gtbißhiih, Meinsames Gut werden. Alsdann wird auch 0 kine Ungleichheit weiter Statt finden, als in 1 ich anty den Benennungen. Ob aber das Wort Pfund ů ihthum ein d in England einen Schild⸗Louisd'or, und in so teit de d Frankreich nicht mehr als zwanzig Sols bedeute, niit seinen ñ, daran liegt um so weniger, weil jedermann Dr Bh darüber verständiget ist. Hlchlen Voltr Der dritte Einwurf vertieft sich ins Unend⸗ Hoher Preis Ifhfen ndel lich-Kleine, d. i. in den Favorit-Charakter der Müttel zteht Icht vorwerfen, Trug⸗Schlüsse falsch-gerühmter Wissenschaft. Reichthum, ů imli Und dadurch ellsich und Nach der eigenthümlichen Sprache dieses Ge dle Aunstander nuih, wel sie heimnisses war die Begierde, Ausländer an sich herbey. intt indesen zu ziehen, im Grunde nichts beßres, als Be— Mterschi⸗ gierde, in den Taschen derselben zu wühlen, um Wenig ein die Abschnittsel von den Nägeln des Gottes r es Rhet Moloch heraus zu holen. O! ich muß beken⸗ Hürterung u nen, daß andrer Leute Geld bey mir noch nie 0 zud Higch Neid erreget hat, und daß ich, von dieser Seite betrachtet, kein Staatsmann bin. Da ich nun eben so wenig zu den Menschen-Fressern gehöre; so kömmt mir der physische Unterschied zwischen den Völkern gar nicht in den Sinn, und ich habe mich daher noch nie weniger als Bluts-⸗ Verwandten eines Deutschen oder eines Englän⸗— vorlegende ümbchehnaus, FTach s and l Arcducte iu it Remen Wohssande. ö Ichebl ders, denn eines Franzosen, den ich nicht kann⸗ 4 h te, gefühlt. Aber lasset uns über obigen Nach— theil vernünftig sprechen: er gilt in gleichem N N Grade für den Bürger des einen kandes, wie für den Bürger des andern. Gäbe man dem Handel in, auch noch so viele Freyheit, und verschaffte man „ barvit auch den Markt-Plätzen zum Absatze noch so —117 viel Erleichterung; so hat doch. die Natur in Ghasthoah E D 3 ü 214 Sechstes Capite. dieser Hinsicht einmal für allemal Ungleichhetten 410 beschlossen, und es werden also Gebirge nun und mnnn nimmermehr zu Ebnen und See-Häfen werden. Kd Folglich wird der Proprietär in einem weit ab⸗ hüf gelegnen Lande seine Früchte immer minder theuer 565 verkaufen, als der, der vor dem Thore wohnt: an will ich aber selbst hingehn, und fie an Ort und 5—— Stelle verzehren; so werde ich freylich alles, b was die Händels⸗Spesen weggenommen haben 50 würden, profitiren. Statt dessen lebe ich in 35 Paris, wo alles theuer ist, und wohin ein jeder 0 so gut, wie ich, rennt.— Aber, wird man 156 sagen, da hat man doch Geschäffte; da kann uhn man doch Gesellschaft, kann man Lustbarkeiten,*D u. s. w. haben.— Sey das auch; so sagge 40 ich, in reichen Ländern wird es der Geschäffte, ö 16 der Gesellschaften, und der Lustbarkeiten noch 10 mehr, und folglich auch des Zulaufs mehr 20 geben. ö W din wahhen Der vierte Einwurf würde von der größten* ugenden, Wichtigkeit seyn, wenn er reell wäre; aber er ist u und Dürstig durchaus grundfalsch. Das Sprüchwort, wo Zeit vertreibt Armuth an die Ha„.& AAS fen d sie. muth an die Haus⸗Thüre klopft, da springt die Tugend zum Fenster ustt hinaus, ist nur allzurichtig, nur zu sehr ein An wahres Wort. Man setze mir ja nicht die Ver⸗ brd minderung des Beystandes entgegen, welcher Dals der reellen Armuth, und zugleich der wachsamen alh Bruder⸗Liebe gebührt. Freywillige Armuth ist d keine Armuth sie ist vielmehr Reichthum, indem RWst sie keinesweges im Verzichtthun aufs Nothdürf⸗ Hln tige, sondern bloß darinnen bestehn kann, daß ling man einem kindischen Aufwand, einem bloß ver⸗ era meynten Ueberflusse, gegen einen größern Reich⸗ Vat thum von Meynung und erregter und herrschen⸗ daß der Begierden entsagt. Der Mensch ist nichts Mlut weniger, — V ö DE—2— —1————————————————3—3——————— Ambthen chchenand zHifn vnn einem weat tz er minderthen Tyure wohn fean dit ftchich akh Nuommen hich ssn lebe ich wohin en shr lher, wird mn Hifte; da lum Lustharkeien, luch; so sige Heschäfft, arkeiten noch Uauss mehr u dee Rraßte Wie; ber er f Mchwott, vo 125 flopff jun Faft u su sht ei ht V Wen wiche 5 Wrchamt 0 umh Hchthum, indn f ündn sin un U e Hc ngißn R Woin M 00 Ilg UO Reproduction der Ausgaben. 2153 weniger, als eine verkehrte Brut. Wir sind ein Stamm von Ehre und Empfindung. Das innwendige Gesetz treibt uns, so gar ohne Bey— hülfe des Nachdenkens, zum Guten. Wir in⸗ tereßiren uns für das Schicksal andrer Leute, so bald wir unsers eignen Schicksales wegen ruhig und ohne Sorgen sind. Mildthäätigkeit und Gast⸗Freyheit, ja, was noch mehr sagen will, Edelmuth und Freygebigkeit haben ihren Wohn— sitz nur unter bemittelten Völkern: denn die Freystätten der Scherenschleifer⸗Schätze mögen in einem Lande, dessen Einwohner nur noch magere Gerippe sind, noch so reich aussehn, so können sie uns doch wohl weiter nichts aufzu⸗ weisen haben, als die Tempel des schäbigen Ge⸗ winns oder des Götzenbildes des Geizes, welche von der Unruhe und ängstlichen Sorge für die Zukunft aufgestellt worden sind. Wenn nun aber dieß der Fall ist; so schauet nur den Grund an: ihr werdet finden, daß es bloß Denkmäler des Kummers und Mangels sind.— Man wird uns auch wohl noch die freygebigen Sit⸗ ten der alten Deutschen und der alten Franken, unsrer Vorfahren, wie auch die Hartherzigkeit der reichen Leute unsrer Zeiten entgegen-setzen. Aber darauf läßt sich leicht antworten. Die alten Deutschen kannten keine andern Schätze, als ihre Gezelte, ihre Waffen und ihre Vieh-Heerden. Das hatten sie alles im Ueberfluß; und sie waren gafifrey, weil sie gründlich reich waren. Die alten Franken, unsre Väter, hatten auf der einen Seite Theil an diesen Vortheilen, und auf der andern auch an den Vortheilen des Verkaufs⸗ Werthes. Es ist der Ort nicht, zu beweisen, daß nur erst seit zwey hundert Jähren her die Valuten der Lebens⸗-Mittel, und mit diesen die O 4 Valuten V 216 Sechstes Capitel. Valuten alles Arbeits-Lohnes, alles Soldes, aller Jahr-Gehalte, Monats⸗-Gelder, u. s. w. 150 9on gefallen sind: dieß ist aber eine Sache, welche die 0 0 alten Preis⸗Register, verglichen mit dem itzigen Iun Münz⸗Fuße, deutlich beweisen; man muß nur M l eine wesentliche Bemerkung in Absicht auf die ö 14 0 Schätze nicht aus der Acht lassen, ich meyne, 7 daß es bey Agricultur⸗Völkern, bey denen sich lur der Verkaufs⸗Werth der Producte in Unordnung 10 18.. keine zuverläßigen Schätze giebt.— urdi Wir haben, wird man uns einwenden, die Be⸗ A nennungen in die Höhe getrieben, und dagegen itruhn das Wesen der Dinge verringert. Ach! so gar 16901 in unsern Tagen hat der Herr von Vauban ge⸗ d schrieben, wenn in den südlichen Provinzen von an sth Frankreich der Landmann bestehn, und jedermann halaish sich wohl befinden solle, so müsse das Getraide Vl d 20 Franken die Last gelten. Das sagt man auch„ noch itzt. Gleichwohl stand die Mark Silber zu Hh seiner Zeit auf 37 Franken. Itzt steht sie auf W 54 Franken: wollte man aber diesen Maaßstab Wüdt wieder hervorsuchen, um genauer zu bestimmen, 166 0 wie hoch der Sold des Kriegsmannes zu den Hotte Zeiten Ludwig des Neunten, oder die Löhnung rde des Musquetiers zu den Zeiten Franz des Ersten Durft gestanden habe; so würde man sich über unsre Grund itzige Dürftigkeit entsetzen. Was die Hartherzig⸗ h ihr feit unsrer reichen Leute betrifft, so denke man XI nur daran, daß bey ihnen von der Unbeständig⸗ keit in ihrem Einkommen, von ihren Grund⸗ uch. sätzen, und von den Mitteln ihres Vermögens Muhn alles herrührt, was ich von den Wohnsitzen der 5N Scherenschleifer gesagt habe. Da ist nichts IuInd Gründliches an der Sache, nichts Ehrliches an ö Hen, der Form; allenthalben Unruhe bey der Unge⸗ mitt wöheit der Grundzinsen und der Emolumente. R Was ö ö öSDSDSDS/DSDSSSSSSe . A 90 the Niy Et nit hen yn man maj Ahsht auf su, ich un 0 Hthhn hihe gibt.⸗ unden, di, I und dayen /sogur NMagan ge⸗ Hiabsnen von I scbermann ab Getraide Atman auch Eilher zu seht e w n Waaspah I bisimm Hannes zu deh dirkihruth um de Efn sch ste utt Mhatthagth⸗ e nan Mhhindig⸗ en Hrunde Dn Wohsthen A m nih 10 htiche bey d 0 El hl, 5 Reproduction der Ausgaben. 217 Was läßt sich davon wegnehmen? Und nächst⸗ dem, wenn ja noch eines oder das andre Phäno⸗ men von Freygebigkeit erscheint; werdet ihr es wohl von dieser Seite her kommen sehn?.— Mit einem Worte, man lasse uns reich werden, und zwar so reich an wahren, an bleibenden Schätzen, wie wir weiter unten sagen wer den; so werden auch die Tugenden unter uns auf— leben: denn überall, wo es an der Ordnung mangelt, sind die Menschen zu unregelmäßigen Rettungs-Mitteln genöthigt. Die reine Moral ist Ordnung; und sie kann nicht anders bestehn, als bey der Ordnung. Der fünfte Einwurf ist bloß ein Blendwerk Die Men⸗ von schiefem Räsonnement, welches auf die und Sronung barbarische Politik derer hinaus läuft, die das zu balten, Volk, damit es keine Klagen und Beschwerden beser Mallcl erhebe, dumm gemacht; damit es fleißig arbei⸗ 0 daß man te, mit Arbeit überladen; damit es gehorsam gedrückt wissen wollen; andrer, den Sohn Got⸗ tes ermordender Grundsätze, die, wenn die Rache Gottes nicht zögerte, mit dem Blitze geahndet werden würden, zu geschweigen. Nicht durch Dürftigkeit muß man die Menschen bey ihrem Grund und Boden, bey ihrem Tagewerk und bey ihren Geschäfften erhalten, sondern durch ihr wirkliches Wohlseyn, durch die Sicherheit ihres Eigenthums und der Frucht ihrer Arbeit, durch die Hoffnung zur Vergrößerung ihres Nutzens und Wohlergehens. Alsdann werden die Menschen in ihrer Pflicht ihre Geschäffte, in dem Vortheil, ihre Geschäffte recht zu verrich⸗ ten, ihr Vergnügen, und in der Verbindung mit ihren Gehülfen ihre Gesellschaft finden. Auf diese Weise tritt alles wieder in die natür⸗ 9 7 liche sie— Sußb ergehn empfine⸗ werde und bleibe, mit Frohndiensten zu Boden den läht. 218 Sechstes Capitel. ů liche Ordnung, von welcher alles durch das Ge⸗ U a suchte, und durch die falschen Begriffe abwen⸗ um Peie dig gemacht worden ist. Auf diese Weise arbei⸗ uV dap tet und lebt jedermann für das Publicum, in⸗ ucht dem er für sich zu leben und zu arbeiten glaubt; welches der eigentliche Punct des Wohlständes vValuh! ist. Dieses alles findet sich in dem hohen und vinzn beständigen Preise der Producte, aus welchem wbatt die starken und zuverläßigen Einkünfte, das star⸗ Hrest! ke und zuverläßige Arbeits⸗Lohn, der starke und se n pünctlich bezahlte Sold, u. s. w. entstehen— 9 Helt unter der Voraussetzung, daß übrigens alle an⸗ Ven Pr. dern Bedingungen der Vertheilung der Einkünfte hort: durch die Ausgaben nach den Vorschriften der vem Unt. Tabelle beobachtet werden. theur Fünfter Grundsatz: Das Güt her⸗Ein⸗ Heb kommen gewährt unterschiedlichen Iltt Menschen⸗Classen, besonders den t disponibeln Menschen voneinem Volk, WN M ihren Unterhalt, und liefert die I zu den Staats⸗Ausgaben erfoderli⸗ Ium chen Schätze. Wenn sich die Regierung ge⸗ Von lüsten läßt, für die Produete zu sorgen; wenn + sich's die Obrigkeiten angelegen seyn lassen; ah, wenn die Stadt⸗Räthe sich darum bekümmern: r so thun sie dabey, als dächten sie weiter an Hcet nichts, als an das Getraide, an die Bäckerey, En und an die Furcht vor Brod-Mangel. Wie es In scheint, wissen sie gar nicht, daß der Weizen, x‚ der in meinen Acker gesäet ist, zu Ammunition, ün zu Artillerie, zu Kriegs⸗Schiffen, u. s. w. kei. W men und aufgehn müsse. Was soll der Staat 111 wohl ohne alle diese Dinge machen? und wo sol⸗ Wut len sie herkommen, wenn sie mein Feld nicht sih trägt?— Statt dessen ist man ausdrücklich 10 bloß des Getraides wegen in Sorgen, und läßt 4 ö sich Hcht . 16 Hurh Rah Drif U diese Wiseath, àhablram, arbeiten glach .8 Vohlsat un hehen m „ aus wehn sirfte, deöse, 1„ der starkeu v. eutsehen— egens allen. HEnuse olhrsttn het — . sek Ein⸗ hiedlichen ders den nem Voll, efert die Reddetli⸗ Mferunz g⸗ sorgen, ern syn ls Im Hümnemt: st HWt a N Hy Ryl Mees ihe Miis, Immunitiot, v. ftn sil ve Eint Wo l Iin H it bu Toeh, Reproduction der Ausgaben. 219 sich angelegen seyn, den Preis desselben nach eig⸗ nen Privat-Absichten zu lenken; welches gera-Die gewöhnli⸗ de dazu führt, daß man in kurzem gar keines Derbbtean des mehr hat, nicht einmal zum Lebens„Unterhal⸗ Getraide Mo⸗ te. Gern möcht' ich fragen, meine Herren, siedern aerodes warum wollet ihr doch in den mehresten Pro- zu die Entste⸗ vinzen unregelmäßiger Weise das Getraide im hung desselben. Unwerth, und in andern in einem übertriebenen Preise halten?— Damit das Volk, würden sie mir antworten, zu leben habe.— Ich fra⸗ ge weiter: wollet ihr denn das Volk an man⸗ chen Orten im Müßiggang ernähren?— Ant⸗ wort: Nein; aber sein Verdienst würde zu sei⸗ nem Unterhalte nicht zulangen, wenn das Brod zu theuer wäre.— Frage. Wo kömmt denn das Geld her, das der gemeine Mann verdient? — Antw. Von denen, versteht sich, die ihm Arbeit geben.— Fr. Und wie kommen denn die, die dem Volk Arbeit geben, zum Gelde?— A. Unfehlbar aus ihren Einkünften.— F. Wo kommen denn aber die Einkünfte her?— A. Vom Preise der Lebens-Mittel.— Nun denn, so lasset also den Preis der Lebens⸗Mittel stei⸗ gen, damit die Einkünfte zunehmen, und durch Anwachs der Einkünfte auch das Dienst⸗ und Arbeits⸗Lohn zunehme, wodurch das Volk in Stand gesetzt wird, das Brod zu dem erfoder⸗ lichen Preise zu kaufen, damit die Einkünfte all⸗ jährlich durch ihre Rückkehr in die Hände des Ackermannes wieder aufleben können. Davor, daß letzterer mit seiner Waare wuchern sollte, dürfet ihr euch nicht bange seyn lassen. Das Wuchern rührt bloß von der Seltenheit der ge⸗ suchten Sache, nach Proportion der Menge von Nachfragen darnach her, und kann von sonst nichts herrühren. Eine solche Seltenheit kann hey 220 Sechstes Capitel. bey gutem Preise nicht Statt finden, weil alle baubare Grundstücke zum Getraide-Bau tau— gen; weil sich alles Getraide in der Welt von einem Orte zum andern, aus einem Land ins andre transportiren und zu Brode machen läßt; und weil die Brod-Verzehrer durch die allge— meine Concurrenz der Ackerleute vor dem Mo— nopolium gesichert werden. Ihr hingegen füh— ret durch eure eben so blinden, als himmelschrey— enden Maaß⸗Regeln dergleichen Monopolien ein, indem ihr Seltenheit bewirket: denn ihr setzet das Brod nach der Taxe eurer laurenden Policey an, indem ihr den Transport des Ge⸗ traides hemmet, damit dasselbe nicht etwan an⸗ derwärts, wo das Volk im Mangel lebt und darbt, seinen natürlichen Preis suchen und fin⸗ den könne. Hier gebe ich AÄcht auf euer Thun: und werdet ihr mir wohl noch immer vorsagen, daß eure Schliche die Absicht hätten, dem Volk unfehlbar seinen Unterhalt zu wohlfeilem Preise zu verschaffen? Wenn man den Preis des Ge⸗ traides in den Provinzen herunterdrückte, die mit einer großen volkreichen Stadt benachbart sind, welche nah an die zwölf mal hundert tau⸗ send Malter Getraide verzehrte, die denn in die— sen, unter einer so herrlichen Policey lebenden Provinzen zur Verproviantirung dieser Stadt um 12 bis 13 Franken das Malter erkäufet würden, und sich dann bey einer Vergleichung des Getraide-Preises mit dem Brod-Preis in eben dieser Stadt ein Rechnungs⸗Fehler von sechs bis sieben Millionen fände; würden wir wohl den eifrigen Patriotismus einer solchen, für das gemeine Beste so herzlich bemühten Policey sehr erbaulich finden? Hierbey möchte denn wohl eines von den Mährchen der Tau⸗ send⸗ —— de Wolt an sch naur auf Gettad Gend Waake. Haute, vershe hen, d du ml Ir ů n ö um bas Hestlen Hitd, N Enfi sht nad isthes e gen ue Rh Hlit uu wird d darnac Gettal Iß.. lch das N. Vu 1hn Dhilh los d schids falche gabe i in die venigß . ihn, Wal dl dade⸗Vau uun Vt un etem kand st nachen iz ucch die alh⸗ bor dem My⸗ hilgegen fiz ö hinmeschtr n Monopol st: demn ih Mrer laurerben Pokt ⁰ G. t ethat al⸗ lbt und hen und fin⸗ lur Thun: botsagen, dem Volk dlon Prog vd Oe⸗ Hräu, di t hnachbat hundett tu⸗ venn n e⸗ L lbade ANst Eudt Hahr ahaufet hichung Weleis i0 shlr wun uldden vi euut sochen ich benihtn Ibe nitt hen de dl solbe Reproduction der Ausgaben. 221 send-⸗ und einen Nacht seine Anwendung auf die Policey der Lebens ⸗Mittel finden. Indem man sich also die Miene giebt, als sähe man nur auf das Brod und den niedrigen Preis des Getraides, weis man doch gar wohl, daß das Getraide nicht bloß Brod, sondern auch eine Waare sey, auf deren Verhandlung sich gewisse Leute, wie man wohl bemerken kann, recht gut verstehen. Kann man überdieß auch wohl glau⸗ ben, daß sich die Policey begnügen werde, in den mehresten Provinzen, zum Nachtheile der übrigen, den Getraide-Preis herunterzusetzen, um das Arbeits⸗Lohn, das dem Handwerks- Gesellen und andern Hand⸗-Arbeitern bezahlet wird, zu erniedrigen? Aber so würde sie ja die Einkünfte der Nation und des Staates zu nichte machen; und die unentbehrlichen Bedürf— nisse des Staates ziehen dann die Nation vol— lends ganz aus. Niemand kann mit Schaden arbeiten; also läßt jedermann aus Unvermo⸗ gen, aus Mißvergnügen, und so gar aus Klug— heit nach, Getraide weiter zu bauen. Folglich wird das Getraide selten, indem die Nachfrage darnach bleibt, wie sie vorher gewesen ist: denn Getraide ist das unentbehrlichste Lebens-Bedürf⸗ niß. Hieraus würde denn wohl unausbleib— lich das Getraide-Monopolium und der Getrai— de⸗Wucher erfolgen, wenn nicht mit den Aernd— ten und mit den Güther-Einkünften auch die Bevölkerung abnähme: denn es lassen sich nicht bloß die guten Dinge, sondern auch die aller— schädlichsten, selbst die Henkers ⸗Knechte, die falschen Zeugen, und die Wucherer, nach Maaß— gabe ihrer Seltenheit theuer bezahlen. Doch in diesem Stück ist es die Theurung so gar am wenigsten, was uns Sorge zu machen brauch⸗ te, 222 Sechstes Capltel. te,(denn die Theurung würde den Anban von neuem beleben,) sondern der gänzliche Verfall der Güter, die Verarmung und das Aussterben der Menschen. Dieß, dieß ist gerade die abzeh⸗ rende Krankheit, welche den Staat allmählich durch alle Stufen der Entkräftung und des Ab— sterbens hindurch führen. Liche sich auf Wir wollen uns gern euer falsches Colorit den Monvps⸗ gesallen lassen, und also annehmen, daß es euch lium glͤcklich glücklich gelänge, die Lebens-Mittel in niedri— Go n⸗ gen Preisen zu halten, und ihrer gleichwohl hab— den auch die haft zu werden. Aber alsdann, das wieder— Einkünste und der Staat ihre hole ich nochmals, werden die Einkünfte nach Endschaft er⸗ Hroportion der Erniedrigung der Frucht⸗Preise reichen. fallen; dieser Degradation wird auch das Lohn fur jede Arbeit nachfolgen; und ihr werdet euch genöthigt sehn, den Brob-Preis noch tiefer her— unter zu setzen. Von einer Verfalls⸗Stufe zu der andern werden die Einkünfte endlich bis auf gar nichts herunter sinken. Alsdann wird die Bevölkerung nothwendiger Weise bloß auf die Menschen, die unmittelbar an der Reproduction arbeiten, und auf die Handwerks⸗Leute einge— schränkt seyn, die mit Fabricirung der Geräthe, deren die Landwirthe nicht entbehren können, beschäfftiget sind. Uebrigens wird es zum Dien— ste der Nation und des Staates an allem feh— len; oder besser zu reden, es wird weder Nati— on, noch Staat weiter da seyn. Dann gute Nacht den Städten, den Obrigkeiten, der Land⸗ und See⸗Macht, den Landwirthen selbst und ihren Ar⸗ beits⸗Leuten, endlich auch der Regierung und dem Fürsten! Denn das alles kann bloß von den Güther⸗Einkünften, und anders gar nicht bestehn. Also sorget doch lieber einzig und al⸗ lein für das stärkste Güther⸗Einkommen, wel⸗ ö ches ————————‚߂߂—‚ N 406 0 vr Les het al Ctaatt! volttt; seh schd/ wande, Menh Hindeg EI sst: die Agrich um H⸗ Rerung! uf di fi Ahr Ichen. L iu Aande 0 Dd M xlt/ d Verk a st g. diese wofte 16 deo Uhge lhsi L Hithe. ald die gehig, omme N daß m then oe l. Mu l Rinlch l 1o das Rubit eheih Etaat alihth ung und da flsches Coch man, daß erah Mitel in nide gleichwohl e iu, das witer Eislinste nac Hrncht bteise cuch daß lohn ewadt duch och liefer her⸗ lo⸗Stufe zu Idlich bis auf ann wird de a auf die LNeproductig lis⸗ Hute eihn⸗ u der Haath, Ithehen bneh, 10 h m Dien⸗ allm sch⸗ Icd Hat Matt⸗ dim guteNaht ur dund und t mdihren Rr Nuiermnp un um bloß d andtts Rr uit er einNh I/ M⸗ inlonm 70 1 Reproduction der Ausgaben. 223 ches lediglich aus dem beständigen höchsten Prei⸗ se der Lebens⸗Mittel quellen kann: oder beken⸗ net, daß ihr unter dem Vorwand, Ordnung im Staate zu halten, den Staat selbst niederreißen wolltet; so wie ihr nur eben gezwungen gewe— sen seyd, einzuräumen, daß ihr unter dem Vor⸗ wande, das Volk mit der Frucht seiner Arbeit zu ernähren, dasselbe ausgehungert und ihm die Hände gebunden habet. Ein sechster Grundsatz, der hieraus folgt, ist: die Reproduction hat dey einem Agricultur⸗Volke das Einkommen zum Haupt⸗Zwecke. Die skonomische Re⸗ gierung muß demnach ihr Absehen nicht bloß auf die stärkste mögliche Reproduction, sondern vielmehr auf das stärkste mötliche Einkommen richten. Wir müssen freylich wieder aufs A⸗ B⸗C zurücke kommen, wenn wir die Natur und das Wesen der Einkünfte erörtern sollen: aber die fal⸗ schen Begriffe in dieser Hinsicht sind, in kactis und durch Angewöhnung, so fest eingewur— zelt, daß man in einem methodisch abgefaßten Werk aus diesem Fache, wie das gegenwärtige ist, gar nicht voraussetzen darf, daß alles, was zu diesem Puncte gehört, gehörig bekannt sey, so oft auch schon alles gesagt, und so bündig es demonstriret seyn mag. Wer kann auch im Uebrigen zweifeln, ob es die einfachste, natür— lichste Wahrheit von der Welt sey, daß das Güther⸗Einkommen keine andre Quelle habe, als die Ländereyen, da diese allein einen Ertrag geben, aus dessen Verkaufs-Werthe das Ein⸗ kommen erwächst? Man widerspricht dieser Wahrheit damit, daß man Handels⸗Factoreyen mit ganzen Rei⸗ chen vermengt, und uns die Beyspiele von Län⸗ derchen ——————— 2— — — 224 Sechstes Capitel. derchen entgegen-setzt, die nur ein gar kleines Territorium, und nichts desto weniger jährliche Staats⸗Einkünfte haben, welche sich höher be⸗ laufen, als sich der Werth des Grundes und Bodens ihrer sämmtlichen Ländereyen, wenn sie auch zum höchsten Preis angeschlagen werden sollten, belaufen würde. Diese Staats⸗Ein— künfte werden von den Consumtionen erhoben: und da die Handels-Geschäffte, und andre wich⸗ tige Vortheile der Sicherheit vor aller Verfol— gung, und der persönlichen, bürgerlichen, Re— ligions und Gewerbs⸗„HFreyheit, einen sehr starken Zulauf von Menschen in dergleichen Sta— pel-Plätze ziehen; so unterstützt die Consumtion einer solchen Menschen-Menge dergleichen Staats⸗Einkünfte mit vieler Regelmäßigkeit. Wenn es in einem ernsthaften Werke von wich⸗ tigem Innhalt erlaubt wäre, mit Worten zu spie⸗ len; so könnte man dieses Ueberladungen, und nicht Einkünfte nennen: denn es sind nur unzu⸗ verläßige, unächte Einkünfte, die auf einer feh— lerhaften und unfesten Basis ruhen, welche mit jedem Augenblicke durch die Thätigkeit und Wach⸗ samkeit andrer handelnden Völker erschüttert wer⸗ den kann; wie denn der Sitz eines solchen Ge— werbes von je her veränderlich und unstätt ge⸗ wesen ist. Die Natur dieses Einkommens selbst ist so beschaffen, daß durch Vermehrung dessel— ben der Boden, der es erzeugt, selbst ausgeso— gen wird. Jede Steuer, die von Consumti— bilien erhoben wird, thut dem Handel damit Abbruch, daß sie den Profit verringert; und eine solche Steuer, ein solches Einkommen, wä⸗ re es auch gleich bey einer Factorey, oder in ei⸗ nem kleinen kaufmännischen See-Staate noch so erstaunlich groß, würde doch in einem gros⸗ sen ——— Wäd Ctaat v und 0 sot ern/ d so U Rößen ‚.r Ml ser di der ki wachs Iach I+ Vilt fl. Ni ulichen 0 fr sih schth Vir Ian N Wda de Sin gngo Ertrage 15 unse Aandels Hdels ur Ver Mihten In sih det, dad die Und dal l. arein gar ih Wwenigt sitht blchesch che 6 des Gundez derehen, unnn Rechlagen weh s Etath,j sstiggen erhoth und andrenh bor alle Vaft Htherlchen, v. Heit, ene sch herglaihen Et, de bosuntion He dagliichen WVgelnähigkeit eele bon wich⸗ horten zu spie adungen, und sud wür vou aaf enet h⸗ Hen, Wuche nl n e Ashithitv Inte sithn mussitt ge Mum siht Iung b Rssch li Ririi im mnun Ondl unt unhit; u S hrryytdeh⸗ HeEalt l e ll⸗ il 0 Reproduction der Ausgaben. 225 sen Reiche kaum zu spüren seyn, weil da der Staat weit boträchtlichere, weit unschädlichere, und weit zuverläßigere Einkünfte nöthig hat, als solche enge-beschränkte Consumtions-Steu— ern, die am Capitale nagen, und die sich um so mehr selbst zerstöhren, je mehr man sie ver⸗ größern wollte. Vielmehr sist im Gegentheile der Anwachs derjenigen Staats⸗ Einkünfte gros⸗ ser Länder und Reiche, die aus dem Ertrage der Ländereyen quellen, eben so gut, wie der An⸗ wachs der Privat⸗Einkünfte, eine Folge vom Anwachse der Producte, und gereicht mithin al— ler Welt zum beständigen und zuverläßigen Pro⸗ fit. Mit einem Wort, es giebt weiter keine ei— gentlichen Einkünfte, als von den Ländereyen; und nur diese Einkünfte haben eine feste Basis, sind sichtbar, und für den Staat zuverläßig. Wenn wir Holland in Gedanken wieder mit der übrigen Menschen⸗Familie des ganzen Europa verbinden; so sehen wir augenblicklich ein, daß die Steuern dieses Landes so gut, wie die Ein— gangs Steuern an den Thoren von Paris, vom Ertrage der Ländereyen erhoben werden, und daß es unser eignes reellestes Interesse erfodere, diese Handelsleute keinesweges durch Bedrückung ihres Handels, der uns selbst zum Vortheile gereicht, zur Verstärkung ihrer Staats⸗ Einkünfte und zu ihrem Verderben zu zwingen: so wie bey ih⸗ nen selbst ein ander dringendes Interesse erfo⸗ dert, mit diesem erzwungenen Hülfsmittel— das die Profite von ihrer Industrie verschlingt, und das dieser Industrie um so mehr zur Last fällt, je mehr sie unter dem Drucke desselben zum Nutzen der Völker, mit deren Producten sie händeln, mit ihren Concurrenten um den Preis der Kundschaft zu kämpfen haben,— M. L. P. 1. B. P aufs 326 Sechstes Capitel. aufs behutsamste zu schonen. Das untuver⸗ läßige Kaufhandels⸗-Gewerbe ist, seinem Wesen nach, ein republicanischer Staat, der seine zer⸗ streuten Schatze bey aus värtigen Völkern siehn hat, wo sie von der Ober⸗Macht, die einen solchen Staat regiert, ganz unabhängig sind. „ Die ordentliche Steuer kann in einem solchen Staate nur eine Art von freywilligem Geschen⸗ ke seyn, welches von den steuerbaren Bürgern selbst, die allein ihre Kräfte und den Zustand ihres Handels am besten kennen müssen, bewil⸗ liget wird(). Je mehr demnach eine Monar⸗ chie die Benutzung ihrer Ländereyen hintansetzt, und je mehr sie sich dem unzuverläßigen Kauf⸗ handels⸗Gewerbe ergiebt, desto mehr richtet sie ihre ökonomische Verfassung zu Grunde; de⸗ sto mehr entkräftet sie sich: je mehr sich diese Gewerbs-Art zum Nachtheile der Landwirth— schaft ausbreitet, desto mehr schlägt das Be⸗ sieurungs⸗Wesen aus der Art, und verliehrt sich in verworrenen Auflagen.— ursprung der Durch die unzuverläßige und grundverderb⸗ Hufen und Eo⸗ liche Existenz der erdichteten Einkünfte ist in der pitalisten. okonomischen Ordnung alles in eine widernatür⸗ liche Lage gerathen. Man hat die Grundsätze in Vergessenheit gestellt, und darinnen das Ober— ste zu unterst gekehrt; dadurch sind die Ausga⸗ ben der Staaten und der Privat-Leute über⸗ span⸗ ( In der That ist auch der bloße Commerz⸗Staat selbst nie reich, und sein Staats⸗-Einkommen nie groh, wenn gleich viele einzelne Glieder desselben ungeheure Capitalien besitzen. Der holländische Bür⸗ ger überhaupt genommen ist, oder war bisher, un⸗ läugbar vorzuüͤglich reich; aber der Staat der Verei⸗ nigten Niederlande war und blieb immer arm. U. sannet Fanden (indem Zuun hat di liger⸗ deken Ged, Iur I che va Mast 5th Ol III uren v Mta! n das un Mitt uodn fl Rutachn ne v Kur& dem si ules z Volthe uird, Gisti Hint tlan, Witt Daude tn Wheft dem En sthet ꝑ 65 . . Dad mic est, sigm WW huat, der sin Ien Pöhm Nacht, Mn mabhängiz. in einent soth WWlligem Grsth luchatm Vünn und den usg n nüsen, d nach aine Nonn IiRn Hihtanseh Herläßigen Kauf. s neht kichtet H Hlunde; de ehr sich dith It kandwirth⸗ chlägt das V. d Nebehrt fh und gtundtabre Enkünft st in eihematle sat Re Hundsite Wunhlendis Ober⸗ chsnd Rr Rv nt⸗Kute h oů Ich Lonme 20 hub Ettommg I Mie Wl Der Rlndste 0 oder dr lhh 0 n Eun v Ich iung in Reproduction der Ausgaben. 227 spannet worden. Daraus sind die Anleihen ent— standen; und dieser widernatürliche Mißbrauch, (indem borgen nichts andres heißt, als für die Zukunft, die für uns so ungewiß ist, gutsagen,) hat die nagende Capitalisten und Staatsgläu⸗ biger-Classe ausgeheckt. Diese Menschen-Classe, deren Existenz sich darauf gründet, daß das Geld, welches seinem Wesen nach Wirkung war, zur Ursach, und, da es vorher nur Neben⸗Sa⸗ che war, zur Haupt⸗Sache geworden ist; diese Nenschen-Classe, sage ich, hat die Herrschaft des Geldes eingeführt, und alle blödsüchtige Au⸗ gen auf die Seite des Geldes gezogen. Seitdem hören wir, ohne die Achseln zu zucken, von Mitteln händeln, wodurch zu verhüten seyn soll, daß das Geld nicht aus dem Lande gehe,— von Mitteln, wodurch Geld ins Land gezogen werden könne,— und andre armselige Klein— denkereyen mehr, welche die Leute sagen und immer wiederholen, ohne zu wissen, daß es ein leerer Schall sey, über den sie grübeln und mit dem sie sich herumtreiben, ohne sich des Schick⸗ sales zu versehn, daß jeder Schritt, der zum Vortheile dieses aberwitzigen Systems gethan wird, geradezu seinem Zweck entgegen laufe. Es ist in diesem Stücke so weit gekommen, daß wir Länder() gesehen haben, in denen es an allem, an Producten so wohl, als an Hand— Arbeit fehlte, die aber doch dabey Gold— Bergwerke besaßen, und in denen die streng⸗ sten Gesetze, zu verhüten, daß kein Gold ausgeführt werden sollte, eingeführt, und zu dem Ende die Häfen mit Wachen, u. d. gl. be⸗ setzet worden sind. Man kann leicht urtheilen, P wit 4˙) B. E. Epanien. U. 228 Sechstes Capitel. wie es um den Gehorsam gegen dergleichen Ge⸗ sat ls setze aussehn konnte. Der heißhungrige Fiscus, S den immer und ewig nach dem Gelde der Nation Hang gelüstete, hat bey Einführung solcher belachens⸗ Eib werthen Gesetze nicht einmal darauf Acht gehabt, sclten; daß Geld ein leicht zu verbergender Schatz, und sich uu folglich an und für sich selbst steuer⸗ und zoll⸗ fat frey sey; daß dieser Schatz dem Ausländer kei⸗ cben N nesweges für nichts und wieder nichts hingege— disseͤ ben, daß er vielmehr immer gegen andre Schätze, des f die zum Genusse tauglicher und sichtbarer, und ditb a mithin der Visitation und Ranzion der Zoll- lint Eig Aemter, bey Einhebung der Steuer, wo fern* sse b sie nicht pünctlich entrichtet werden wollte, dem sommwen Wegnehmen mehr ausgesetzt sind, umgesetzt snet un werde. n Hand Nachdem der Götzendienst des Geldes einmal hunsh d aufgekommen war, hat die Staats-Policey in Hele diesem Stücke die nämlichen Fehler begangen, Hücktz. die von der bürgerlichen Policey, wie wir oben N dargethan haben, mit dem Getraide„Handel be⸗ ausid gangen worden sind und noch immer begangen ur ex werden. Man hat das Monopolium mit dem ü dir! Getraide gegründet, indem man das Getraide, uung de (unter dem Vorwand, es für sich zu behalten,) g einkerkerte. Mit dem Geld ist es denn eben so Whem gehalten worden.— Wenn ihr nun das Geld md dus ö anhaltet; so hemmet ihr ja die Ausgaben, die Iu es vorstellen, den Handel, den es erleichtern soll, Hnlh und folglich die einzigen wahren Mittel, das ydht Geld durch die im auswärtigen Handel wechsel— Oin seitige häufige Circulations- und Umsatz⸗-Rück⸗ Hütett kehr an euch zu ziehen. Die Anhänglichkeit Hatin an den Metallen, welche die gezwungene Zurück⸗ terese: hältung derselben bey den Völkern erregt, ver— siü in schafft ihm einen Anschein von höherer Kostbar⸗ eht keit, . Ien derglihhgz, heißhungih 1 n Gelhe de dug solcher blatnz rauf Acht gßh der Schatz u stuer⸗und den Muolanderz der nichts hing egen andte Shiz id sichtbarer, i Rampen der 38 EHul, v fin Kiden volle, den sthd, ungesetz 5Geldes einnul nts⸗Policey u chler begangen, „ e wir ober U⸗Hadil inmer biganhe ropclun nit dn un due Htade sih x lchllteh/ st ts dll chen si it Ein N Heh Mehtbeh, N hetlachtetn sh iun Mitl; hede wrcsh InstN D Whimlh Mn enn 3.* Ml⸗ hchan 2* Reproduction der Ausgaben. 229 keit, als sein Compensations-Werth gegen an⸗ dre Schätze hat, und erweckt eben dadurch den Hang zu dem heimlichen Feinde des Fiscus, dem Geld-Geize. Zu folge dessen wird denn das Geld selten; und nunmehr muß man es kaufen, um sich nur den Gebrauch desselben zu verschaffen, statt daß man es im Tausche bekommen, und auf eben diese Weise wieder weggeben sollte, weil dieses Umsetzen die eigentliche Function des Gel⸗ des ist. Ein solcher Geld-Kauf kann nicht an⸗ ders als lästig seyn, weil dabey an einer Waare eine Eigenschaft, die sie selbst gar nicht hat, und die sie bloß durch gemeinschaftliches Ueberein⸗ kommen vorzustellen berechtiget ist, gleichwohl taxiret und bezählet wird. Hieraus ist eine Art von Handel und Markt-Preis entstanden, bey dem sich der Profit von einem der contrahiren⸗ den Theile auf den Verlust des andern Theiles gründet; eine widernatürliche Monstrosität, die gegen das Wesen des Verkehrs und Umsatzes anstößt, dessen Basis respectiver, wechselseiti⸗ ger oder gegenseitiger Profit ist. Daher nun in der Gesellschaft die Gründung und Einfüh— rung des schmuzigen Geld⸗Geizes, dessen Zweck, wie gedacht, kein andrer ist, als die Circulation zu hemmen, um nur die Geldschatz⸗Sammlerey, und das Ausleihen auf Zinse zu vermehren. Nun arbeitet also der gesammte Theil der Gesellschaft, der schon geldreich ist, oder es noch werden will, auf Geld⸗Sammlerey und Geld— Sparerey los. Der andre Theil freylich ar— beitet aufs Ausgeben und Wieder ⸗in-⸗Circu⸗ lation-bringen los. Folglich würde das In⸗ teresse der Gesellschaft, die nun getheilt ist und sich in zwo Parteyen trennt, erfodern, daß die zweyte von diesen beiden Parteyen, ich meyne P 3 dieje⸗ 230 Sechstes Capitel. diejenige, die aufs Wieder ⸗-in ⸗Circulation⸗ bringen losarbeitet, die Oberhand über die an⸗ dre behielte. Lasset uns nunmehr zusehn, ob die Sache möglich sey. Der Borger Der eine borgt Geld nur, um es anzuwen⸗ ich Land uber den. Sollte nun das Erborgen vortheilhaft den Perleiher für den seyn, der es anwenden will; so müßte s bahin brin es mehr Geld, als mögliche Anwenduns des gen, ihn zu ent⸗Geldes geben: und in diesem Falle würde das hehren. Geld nicht erst erkaufet werden dürfen, sondern sich vielmehr von selbst zum Gebrauche darbie⸗ ten. Gesetzt aber auch, die Masse der im Staate vorhandenen Baärschaft wäre gerade so groß, daß dieser Bedingung völlige Genüge geschehn könnte; so würden doch die Geizhälse bald ihr Möglichstes thun, es dazu nicht kommen zu las⸗ sen: denn wenn das Geld einmal nicht nur zur vorzüglich beliebten Waare, sondern auch gar noch zur Renten-Quelle geworden ist; so haben. alsdann diejenigen, denen die Gelegenheit und, die Mittel offen stehen, dasselbe an seiner Quelle aufzufangen, weiter nichts mehr zu thun, als daß sie dieses hinterlistige Gewerbe treiben, in⸗ dem sie sich versichert halten dürfen, daß sie sich Einkünfte ohne weitere Kosten, ohne weitere Sorge und Mühe, ohne alle weitere Arbeit ver⸗ schaffen können, als daß sie ihr Geld verkau⸗ fen, und die Gesellschaft mit Tribut⸗Schulden belasten, wodurch alle Arbeiten andrer Leute in Contribution gesetzt werden. Diese Contribu⸗ tion drückt nunmehr den Preis der Waaren, fällt als Last auf die ganze Nation, und es wird die⸗ ser Mißbrauch zu einem in der Geschwindigkeit um sich fressenden Krebs⸗Schaden, dessen Fort⸗ schritte durch kein Wittel weiter zu verhüten stehen.* Die N Die x Hlichgel Ind den Staate Roßen! Vhhol Ru. enem g Glante! er gel zn Do 300 le 00 den Im nicht Mwa hlte.( sw d mau d Want de balle, Een M thu⸗ sckess N- Hs glichwo Haggest Uishe d helt miin f in gcht bleht! dit It i fit ui seth hi (700 . , Eiktchthn thand iber Rr inihe gishy, un g afn hen borthelht ö l 0 Mih 1 Male würdet hurfen, suden Snuuche duh, st HinSt Ree so goß, Gantz gcn Has hah ihy ammen zu las⸗ lcht nur zur den auch gar isi so haben Wgeohdit und ou säher Dulle Huh 90 Rbe traheg, N Uifehj daß f 6 Iu, Ihn balere ate Nlt bere II Hatgu⸗ DEchlden addm Lute in D. Euti Wuker, fll dtd wiow aden, Ws 0 Iter N le Olr Reproduction der Ausgaben. 231 Die vermeyntliche Speculation, das rechte Zwischen die⸗ Gleichgewicht zwischen dem Capitalisten-Orden 2 amichaf an und den übrigen Menschen⸗Classen in einem so getiebtednen Staate zu gründen, verleitete einstmals einen Menschen⸗Ar⸗ 47 61 ten das Gleich⸗ großen und aufgeklärten Minister vom vorigen gewicht zu er⸗ Jahrhunderte(D, sich auf Jrrwege zu vetlieh⸗ halten, ist teine ren. Er hielt den Capitalisten⸗Orden bis zu Roslihrit⸗ einem gewissen Puncte zur Erhaltung und zum Glanze der Hauptstadt, die er als Nahrung sei⸗ ner geliebten Klein Krämerey mit niedlichen kur⸗ zen Waaren betrachtete, für unentbehrlich. Er zog die Capitalien-Zinsen aufs Rath⸗Haus, als den pariser Koch-Topf. Es war ihm nicht unbekannt, was für eine Verwüstung der Anwachs dieses Ordens im Staat anurichten müßte. Eben so wenig könnte ihm unbekannt seyn, daß die Zahlung solcher Capitalien Ren⸗ ten aus den Einkünften der liegenden Gründe, und aus der Benutzung der Güther, die alles bezahlen, erhoben werde; daß das Reizende eben dieser Renten die Oberhand über das Gü⸗ ther⸗Eigenthum und den Anban der Grund⸗ stücke selbst gewinnen mußte, indem auf diefe die Last fiel, diese Renten zu bezahlen, da sie gleichwohl zu eben der Zeit allerhand Einbußen bloßgestellt blieben; und daß folglich die ökono⸗ mische Ordnung dadurch umgestürzt ward: aber er hielt diese Unordnung für nützlich, in wie fern er sie, nach seiner chimärischen Hypothese, in gehörigen Schranken zu halten dachte, und bildete sich ein, sie an eine Bilanz zu binden, die er immer im Schweben erhalten zu können fur wöglich hielt. Die Folge hat es ausgewie⸗ sen, wie gefährlich seine Speculation war. Wir 9 4 woller (Colbert. V. üP———+————— ͤH—————— 232 Sechstes Capitel. wollen den Ungrund und die ausschweifenden Wirkungen derselben darthun, und zu dem Ende beweisen, daß ein solches Gleichgewicht nicht möglich, und noch obendrein widersinnig sey. Um ein richtiges Gleichgewicht zwischen dem Einkaufe des Geldes, welches man Erborgung gegen Zinse nennt, und der Anwendung desselben zu stiften, müßte man dabey nach einer sichern Messung des Profits zu Werke gehn, der durch solche Anwendung bewirket werden kann. Jede Anwendung von Gelde muß an einem oder dem andern Gegenstande der Industrie, des Handels oder der Cultur geschehn. Führen wir nun ein jedes von diesen Dingen nach den unwidersprech— lichen Regeln, die wir unsern Lesern vor Augen gelegt haben, auf seine Quelle zurücke; so findet sich, daß aller Profit lediglich aus dem Güther⸗ Ertrag erhoben werden müsse. Wenn ich nun aber von Ertrage rede, so ist da nicht die Rede vom Total⸗ sondern vom reinen Ertrage;— nicht von demjenigen, welchen wir als den be⸗ trachtet haben, der das simple Einkommen aus⸗ macht, sondern von dem reinen Ertrage, den nach vorläufigem Abzuge der ersten Consumtion des Landwirthes alle Arten von Arbeits-Lohne mit einander gemein haben. Wollte man nun das richtige Gleichgewicht, das wir suchen, be⸗ stimmen; so müßte man nicht nur wissen, was die Cultur⸗Kosten betragen, was der Ertrag der Cultur sey, wie es um die Anstalten der Re⸗ gierung zu Gunsten der Gewerbs⸗und Handels⸗ Freyheit, der Sicherheit für die Autwoendung der Auslagen, und der Immunitat aller Auslagen stehe; von was für Schlage die Sitten seyen, und ob die Geschwindigkeit der Ausgaben mehr eder weniger an die Regeln der Tabelle gebun⸗ den ᷓ u seh— sicht allo serdern Rchden 51 der Fah der ha de Vothe In. Hannte Helle Mo/ Hagl⸗ sschn sul geh hurdig Ht s‚ N RM Hanne sch! uide In tche UWIU Enh filig R V scho sch on her l. V mschwefthn 9 den Glachruchit Mihersmng 6 hicht svische len ih wndung dish h nerst bacht, dr n Krden kann. u an enen obethe ine, de Ha hren nir uun inmihesorch Hsen hor Mgen nuckz so fidt 16 dem Hüther⸗ Venn ich fun nicht de Rede 1Etttag— Wr ds den de⸗ Elommen aus n Erttage, da Rusen Eunsuutt oon M.att lahne Ws umt sun Ht sihn, de⸗ I Ws, was d itl Maler de N 5d Hundts H Dndung de t ilt Wü die Sitte + r Münchat er Zabell o Reproduction der Ausgaben. 233 den sey— dieses alles, sage ich, müßte man nicht allein für's Gegenwärtige genau wissen, sondern es auch für's Künftige errathen, be⸗ rechnen und vorhersagen können; man müßte das Geheimniß von Krieg und Frieden, das Herz der Favoriten, der Minister und der Fürsten in der Hand haben; mit einem Worte, man můßte die Gabe der Weißagung, oder vielmehr Gottes Vorher-wissen dessen, was zukünftig ist, besiz⸗ zen. Findet nun aber dieß nicht Statt; so kann es nicht fehlen: da die Waage, wie sie heute steht, morgen vielleicht nicht mehr so stehn wird, und ein Platz⸗Regen, ein Ungewitter, ein Hagel⸗Schlag, ein Todes⸗-Fall, der hypothe⸗ tischen Rechen⸗Tafel auf einmal eine andre Ge⸗ stalt geben kann; so bekömmt die Waage noth⸗ wendig den Ausschlag auf Seiten desjenigen, der vor allen dergleichen ungefähren Zufällen gesi⸗ chert ist, und aller Schade und Verlust fällt auf den andern. Es würde umsonst seyn, wenn man hierwider einwenden wollte, die Zukunft könne eben so wohl Vortheile, als Nachtheile mit sich bringen. Dieses vorauszusetzen, streitet wider die Natur und das Wesen der ungefäh⸗ ren Zufälle. Man frage den kurzsichtigsten Con⸗ trahenten, ob er jemals unter dem Ausdruck ungefähre Zufälle die Profite, statt der Einbußen, verstanden habe. Es giebt keine zu⸗ fälligen Profite, außer etwan in der Lotterie: je⸗ der mögliche Profit in der Landwirthschaft wird so ziemlich durchaus vorhergesehen, und tritt schon bey dem zwischen dem Proprietär und dem Pachter zu schließenden Contract, als gemein⸗ schaftlicher Preis, mit in die Rechnung. Nun kömmt aber alles auf Erden aus der Eultur her, deren Profite durch vorbereitende, mühselige⸗ fost 234 Sechstes Capitel. kostspielige und berechnete Ursachen herbeygeführt werden. Dagegen hängen die widrigen Zufälle oder unvermutheten Einbußen von unzählich vielerley Ursachen ab, die alles, was Men⸗ schen vorhersehn können, übersteigen. Mit⸗ hin ist keine Möglichkeit, das obige Gleichge⸗ wicht zu treffen; keine Möglichkeit, dasselbe zur Basis des Geld-Händels auf Zinse zu machen— eines Handels, der dem Interesse des Güther⸗ Besitzers und des Pachters völlig fremd ist, und der das Einkommen des Güther⸗Besitzers auf⸗ zehrt; und mithin kann die Ungewißheit, die bey diesem Handel immer bleibt, nicht anders, als zum Schaden des Geld-Käufers gereichen. Mit einem Wort, es ist keine Möglichkeit, daß es zwischen Dingen, die kein Gegengewicht Statt finden lassen, ein Gleichgewicht geben sollte; und dergleichen einänder widerstreitende Dinge sind Einkommen und Beraubung des Einkommeus. Will man nunmehr alle die Ursachen und alle die Inductionen, die wir bisher vorgelegt haben, auf einen Blick zusammen⸗nehmen; so wird man einsehn: so bald der obige Markt, (der Geld⸗Handel,) seine völlige Freyheit bey einer Nation hat, ist es nicht möglich, zu ver⸗ hüten, daß der geld⸗reiche und müßige Theil nicht aller Augenblicke mit seinen Klauen den arbeitsamen Theil packen, und daß nicht die ganze Thätigkeit einer Nation, alle Anstalten und Bemühungen der Regierung, ihre Unter⸗ thanen zur Industrie aufzuwecken, zum Profite des unfruchtbaren Capitalisten ausschlagen soll⸗ ten. Man wird mir vielleicht das Beyspiel von Völkern, bey denen die Menge der Arbeit und der Profite niedrigen Preis der Zinse vom Gelde bewirkt, Y sehickt/l u Capitad Ntdye der M Den. nicdrht susss ansev Nindet daß th Uunde! sh ue Ind zu sen o Wbe Ih us Riht sud u gto wunn Wü vch Hloß Ins⸗ bom. Hlich suuft um: ahatgi in dul Vm unh 1208 dschn n obge Hh, fül wslhen nachen— is 18 Hithy Aftend i. un ·Hasnz aj rgewißheit, Y „uichtanaz Raas gereihg, Ihlcheit, j Ggagewiht Wust gebe Hestreitende ubung des Rachen und N vorglgt chmen se Elize Moth, dryhet i Hlch, A. mig Del un den sict die Mfalten he Wiet⸗ zun Profte gen sl Sepil on Nbit ud v0n + 1⁰ Reproduction der Ausgaben. 235 bewirkt, und von andern entgegen ⸗setzen, bey denen die Heruntersetzung dieser Zinsr von den Capitalisten selbst, als konomisches Gesetz, an⸗ geordnet worden ist. Hierauf kann ich aber mit der Antwort dienen: das erste von diesen bei⸗ den Veyspielen deutet keinesweges an, daß der niedrige Zinsen⸗Preis eine Frucht des Ueber⸗ flusses, sondern bloß so viel, daß eine niedrige Zinse von ausgeliehenem Gelde dem Ueberflusse minder schädlich sey, als eine hohe Zinse; und daß ein solches Volk keine eigentlich so zu nen⸗ nende Nation, sondern nur eine freye Factorey sey, wo die Geld„Verträge bloß überhin gehend, und zu einem Gebrauche von kurzer Daner sind. dessen Gang ein jeder kennt, wo alle Einwohner der Arbeit ergeben, und aus Neigung so wohl, als aus Gewohnheit müßigen Einkünften abge⸗ neigt sind. Nirgend in der Welt sind die Kauf⸗ leute große Contractmacher; sie lassen sich alle⸗ sammt hauptsächlich ihren Handel und die Er⸗ weiterung desselben angelegen seyn. Das Geld/ welches durch Borg in ihr Gewerbe kömmt, ist bloß ein flüchtiger Umsatz, und dem Waaren⸗ Umsatze ziemlich gleich; ein Umsatz, den die Leute vom Handwerke leicht zu taxiren wissen. Der⸗ gleichen Handelsleute sind immerwährende Ver⸗ käufer und Einkäufer. Es trifft sich bey ihnen zum öftern, daß sie schon wieder einkaufen, ehe sie verkaufet haben/(dieß heißt, ehe das Geld für das, was sie vorhin gekauft hatten, wieder bey ihnen eingegangen ist,) und daß sie dann. genöthigt sind, durch Erborgung einer Summe auf kurze Frist diese umgekehrte Ordnung, die darum nicht minder eine Einrichtungs⸗Ordnung in ihrem Gewerbe ist, auszugleichen. Eben dergleichen Umstände treffen sich auch außerdem zum ———..—————————:—— 0 236 Sechstes Capitel. ö ö D N zum öftern in Ansehung der Verfalls»Termine u zu Bezählung der Wechsel-Briefe und andrer NMd Verbindlichkeiten, welchen pünctlich Genüge ge— 143 schehn muß. Daher ist bey dergleichen Handels⸗ ö Rhe Factoreyen dieser Geld-Umsatz unvermeidlich: er wird auch da öffentlich an der Börse getrieben, WU wie der Waaren-⸗Handel auf einem Markt; und iü die Concurrenz der Käufer und Verkäufer ent⸗ 10 scheidet da über den Preis. Hieraus läßt sich n aber kein Schluß ziehen, der eine Anwendung m auf Agricultur-Völker litte. Handelsleute bor⸗ 18 gen zu ihrem Ankaufe Geld, das wenige Zeit in hernach, durch ihren Verkauf, wieder bey ihnen ab einkommt, und das sie also bald zurücke⸗ n geben können. Mit dem Erborgen auf ständige, 3 fortlaufende Zinsen zu einem solchen Gebrauche, n bey welchem das Capital aufgezehrt wird, hat Büe es eine ganz andre Bewandtniß. Wollte ein 100 Ackermann Geld auf Zinse borgen, um damit 88 seine Wirthschaft einzurichten; so würde er aus 5 diesem Gelde bloß den jährlichen Gewinn seiner ö Cultur ziehen, der ihm dann vom Vorleiher ent⸗ zogen werden würde. Er kann nie so viel ge⸗ 0 winnen, daß er das Capital abzustoßen der 90 möchte, weil ihn die Zinse um den Nutzen hon seiner Arbeit bringt; mithin würde er mit einer 0 immerwährenden Grund⸗Zinse belastet bleiben. u Folglich läßt sich zwischen den zinsbaren Anleihen bilen eines Agricultur-Volkes und dem Geld⸗Auf⸗ nehmen einer Handels⸗Factorey schlechterdings In keine Vergleichung anstellen.— Unterdessen, u sagt man, ist doch die Zinse in solchen handeln⸗ En den Ländern hergebracht, und zwar zu einem Ett Fuße, der nur nach Proportion dessenigen Zins⸗ fus Fußes niedrig scheint, welcher heteh wner 5 aren geboten wird. Grunde gerichteten Nachbaren g Di⸗ Mur wsß nd on tlch Onih llcher gyntz Unhermechh Baist gnen an Markt; u Retifr en las laßtf ue Mwendg andelslegte ho⸗ vang dt Ic Hey Pun hab fuuck— af finge uche, ruid. hat Voltte ein um damit Rde& aud Nhinn senze VWlahhe ant sje so hil ge Hustoßen ge⸗ n Ruten gn NHtt Hlft Raben. Hiruaglahen b⸗Muf⸗ cltdms IMhedese, Ichen handih uat len gynigen 3l. bey he boin aun Y — Pee Reproduction der Aus gaben. 237 Die Reichen belegen ihr Geld bey diesen Nach— baren; und die Gegend, wo diese Reichen den Luxus einführen, sieht ihre Sitten und ihren Handel immer mehr in Verfall gerathen.—. Ich antworte abermals: das zweyte von diesen Beyspielen, wo die Zinse abnimmt, ist die Frucht des Nachdenkens der Capitalisten in einem Lan⸗ de, wo die Geld-Masse zum öftern die mögliche Anwendung des Geldes zur Nutzung übersteigt; in einem Lande, in dem jedermann nachdenkt, und in dem man, so bald man sieht, daß man das Capital wiederbezahlt zu bekoinmen befürch⸗ ten muß, lieber einwilligt, die Zinse herunter zu setzen, um das Capital nur zinsbar zu be⸗ halten. Eine solche Operation ist nicht viel anders, als die Operation, daß man sich einen Arm ablösen läßt, um den übrigen Leib zu retten. Es ist eine Folge von der natürlichen Unregel⸗ mäßigkeit des Ganges beym Höker⸗Gewerbe, wo die Anhäufung des Geldes dem Besitzer müßiger Summen zur Last wird. Wenn es außerdem ja noch ein Land giebt, das aber nicht bloß kaufmännisch ist, in dem vielmehr die Landwirthschaft noch blüht, obschon der Capitalisten-Orden darinnen eben so reich, und wenigstens eben so stark ist, als sonst irgend⸗ wo; so muß man dieses Land betrachten, wie einen Handelsmann, der seinen Staat auf sei⸗ nen Credit, mittelst der reellen Einkünfte seines Territoriums, unterstutzt. Seine Tafel ist durchgängig gut besetzt; seine Häuser in der Stadt und auf dem Lande werden in gutem Stande gehalten; alles schwimmt im Ueber⸗ flusse— so lange die reellen Einkünfte nicht in Verfall gerathen und die National-Schulden ertragen können. Dieses gepriesene Land, 960 ches —— 238 Sechstes Capitel. ches seine Ländereyen so trefflich umrührt und dungt, belebt dieselben so nach durch seinen rei— chen auswärtigen Handel, und blendet folglich andre Völker bloß damit, daß es mit vollen Händen von sich selbst borgt, um seine Macht auszuüben. Sollten aber die Staats-Schul— den zu einem solchen Uebermaäße steigen, wo der Capitalisten-Stand zum wählenswerthen und vorzüglichern Stande würde; dann gute Nacht Aufwand! gute Nacht Staats⸗-Gläubiger und Capitalisten! gute Nacht Händel! gute Nacht Landgüther! Dann wird alles veräußert, alles wird in gestürzt seyn, alles wird in Ruinen stürzen(D. Beweis aus Wo giebt es ein redliches Haus, in welchem Nasntatten⸗ es nicht für den vornehmsten Gegenstand häus⸗ Siulen den licher Sorgen angesehen würde, die Hypothek⸗ Empfanger Scheine, die dem Hause zu Lasten fallen, ab⸗ and Dum daf⸗ zuthun? Wo ist ein Hausvater, der sich seines ler zum Aufwoandes wegen nach einem unabhängigen bechen. ge⸗ Vermögen, und seines Aufenthaltes wegen nach einem müßigen Leben sehnt, den man nicht, seit der Verbreitung dieses unseligen Gebrauchs, hin und wieder hätte sagen hören, wenn man sich wohl befinden solle, müsse man zum wenigsten ein Drittheil von seinem Vermögen auf Hypo⸗ theken stehn haben? Also Beweis genug, daß ein jeder gern Capitalien-Zinsen ziehen, und Niemand gern dergleichen bezahlen möchte; Be⸗ weis genng, daß solche Renten dem Empfänger zum Gewinn, und dem Zahler zum Schaden ge⸗ reichen; mithin auch ein Beweis, daß das auf Zinsen England! England! haben daran deine Regierung, deln 9120.— und deine Staats⸗Gläubiger nicht gedacht? N zusen Rachthel Int abet F andtts, rern de Famle Etuct! Wai chen 9 Nalion Mo nl das gel En Men hettt der sluan go Mhhen lfich W ud. I die A Mas hen de hlangt Wdie I Wi ud im Wachsch R Zausch unter! der N is, fh Folhen ——. ll, Reproduction der Ausgaben. 239 ic Iuriy h—.5— ö Puc tun Zinsen ausgeliehene Geld denen, die es erborgen, 0 Hateft nachtheilich sey. Was dem Interesse einer u i Familie entgegen steht, das steht dem Interesse I in 96 aller Familien entgegen. Ein Staat ist nichts Shz⸗ andres, als eine große Familie, ie ans meh⸗ esehen i rern verbundenen Familien besteht. Was die Anah 0 Familien zu Grunde richtet, das richtet den i 1 Staat und die Nation zu Grunde. Die ganje ö d Welt ist nichts andres, als ein aus vielen sol⸗ 8 sliubgen chen großen Familien, die sich Völker oder gut dt Nationen nennen, zusammen⸗gesetzter Staat⸗ waußit, dlt Was nun zum Verderben einer Nation gereiche, ales pith das gereicht alsd der ganzen Welt, der gesamm⸗ ö ten Menschheit zum Verderben. 10 in Hn Zu folge dieses einfachen Grundsatzes ver⸗ nsasd heus⸗ bietet der allgemeine Vater der Menschen, in Hppothel⸗ seinem geoffenbarten Gesetz, alle Zinse vom Geld⸗ filln, ab. Verleihen als Wucher. Wir sind alle durch scch sines die Pflicht der Bruder⸗Liebe, dieß heißt, des Habhängigen unentgeltlichen Beystandes, mit einander ver— OWegen nach bunden. Dieser Beystand kann nicht lange un⸗ han nicht, sit entgeltlich seyn. Gott allein, das Wesen und Nehrauche g die Quelle aller Güter, kann umsonst geben. wenn man ssch Was hingegen uns schwache, und von den Hän⸗ zum wyafen den der Natur in Gleichheit gesetzte Sterbliche af Mhpo⸗ anlangt, so bedürfen wir allesammt Beystand; g/ daß und die Bruder-Liebe, die durch uneigennützi⸗ h, u gen Willen gereinigt werden kann, ist zwischen nchez Dt⸗ uns im Grunde nichts andres, als solchet Empjärge wechselseitiger Beystand. Jede Communication Schaden ge zwischen uns geschieht unter dem Titel von u d Tausch, oder unter dem Titel von Ersatze. Was unter dem Titel von Tausche vorgeht, wird von der Minute an, so bald der Handel geschlossen Nae Rteih ist, für abgethan geachtet, und hat weiter keine lhrraht Folgen. Was uns unter dem Titel von Ersatzt geliehen — *———— He E—— S SSI..... Titel, eine Geld kann nicht Eigen⸗ hum seyn. Rechtmäßige Vermiethung ů 65 zu begründen. begründen, um zu urtheilen, ob sie sich auf 24⁰ Secchstes Capitel. geliehen wird, das setzt voraus, daß es nur bis zu der Zeit geliehen werde, da wir es wieder entbehren können: und es heißt nicht mehr lei⸗ hen, sondern vermiethen, wenn man durch den Reflex des allgemeinen Nutzens vom Leihen, welches umsonst geschehn sollte, einen Ertrag von dem bezieht, was man leiht. ö Lasset uns nunmehr zusehn, welches die rechtmäßigen Titel sind, die eine Vermiethung Verborgung des Geldes anwenden lassen. Die Titel der Vermiethung sind, glaub' ich, 1) daß dasjenige, was man verborgt, einen Nutzen von wirklichem Genuß oder Ertrag hat; 2) die Nothwendigkeit, von dem Ertrage dessen, was man verborgt, zu leben; 3) die Nothwendig— keit, das Eigenthum, welches durch die Zeit und den Gebrauch abgenutzt wird, in gutem Stande zu erhalten. Lasset uns untersuchen, ob diese Bedingungen aufs Geld anzuwenden sind. Kann Geld ein Eigenthum seyn? Man muß hierinnen bey dem Wesen der Dinge stehn bleiben. Eigenthum läßt sich im Physischen bloß auf das⸗ jenige gründen, was genießbares Gut, dieß heißt, tauglich ist, den natürlichen Bedürfnissen des Lebens zu Statten zu kommen. Wenn Fürsten, Gemeinden, Güther-Besitzer, u. s. w. Anspruch auf das Eigenthum über einen Fluß machen; so verstehen sie hierunter entweder die Schiffahrt, oder die Fischerey, oder das Was— ser, um es abzuleiten, oder das Bette, um es auszutrocknen. Niemand macht Eigenthums⸗ Anspruch auf die Nebel, auf den Schaum, auf die Feuchtigkeit, und auf die Aussicht. Besitze ich ein Haus, so gewährt es mir Obdach gegen ö den I ght! selle, Uher ot gemünte genitß⸗ wie fih Eiheith nicht du Meppun Gabraul liauch l bersch e is beret ul Hu dargt Vhn nuch Racht ihe uhinz o badea, e Vh Ke tlaiht Wer bor Lohn ode I nichte Eiegel d t cbbilbe Hihen Grt sahht Et in NrEire und gu Bringt Vallen, die Stl fihet s Egenthit l. aans d ur ez nn iitniht uths in man dut u bom h „ einen Ein 9D , welchee ine Vermien 0 sue ssch Den lasen. A. aub'ih, h XILI tag hat; 7)N Hesen, yas Mofshpendig⸗ uch die Zet „in guten untersuchen, HRerden Nun ui 1he sihn blahg bloß aufdes teh Gut, i un Hhünfuise Ouheh. Vat Hshn ᷑.seh, Ihr n Fuß ubedtt d rr das Eij Ditt/ un iht Ernthumé ö lit OHachpht I Reproduction der Ausgaben. 241 den Ungestüm der Witterung;— ein Pferd, so zieht oder trägt es mich;— ein Bett-Ge— stelle, so dient es mir zum Geräth;— eine Uhr, so richte ich mich mit der Zeit darnach. Aber gemünztes Silber hat keine Art von nutz oder genieß⸗baren Eigenschaften. Es hat sie alle, wie fern es die Stelle von allen vertritt: aber Eigenthum gründet sich auf die Natur, und nicht auf ein Verhältniß, welches bloß in der Meynung beruht, die lediglich zum offentlichen Gebräuch eingeführt worden ist, wie der Ge— brauch der Pfähle an Scheide-Wegen, welche die verschiednen Straßen anzeigen: jeder Reisen— de ist berechtiget, sie zu befragen; aber Niemand hat ein unbedingtes und ausschließliches Eigen⸗ thum daran. Gold und Silber sind, ihrem Wesen nach, Metalle, wie Eisen und Bley. Machet ihr sie zu Geschirren und Haus-Ge— räthen; so sind sie euer, und ihr könnet sie ver⸗ borgen, wie jedes andre Geräth. Was für eine Vergütung bey dem Verborgen solcher Din— ge erlaubt sey, werden wir so gleich untersuchen. Aber von ihrem Stellvertretungs-Wesen einen Lohn oder eine Vergütung zu ziehen, ist an sich um nichts natürlicher, als wenn man in einem Spiegel die Figur sucht, die er vor einer Minu⸗ te abbildete. Auf solche Art hat Eigenthum keinen Grund. Ihr habet eine gewisse Anzahl solcher Stücke, die allesammt ihren Werth nur in der Circulation, aber in eurer Schatulle ganz und gar keinen Werth haben, eingekerkert. Bringet einmal diese Schatulle voll zu fremden Völkern, bey denen das Uebereinkommen über die Stell-Vertretung der Münze nicht einge— führt ist; so werdet ihr sehn, ob ihr wirklich Eigenthümer(eines genießbaren Gutes) seyd. W. L. P. 1. B. Q Bringet von Gelde. Sechstes Capitel. 242 Bringet ihr aber sonst etwas wirklich Brauch— bares oder Genießbares mit, es habe Namen, wie es wolle: so wird es auf der Stelle, wenn der Nutzen und Gebrauch davon erkannt seyn wird, seinen Preis haben; und die Natur deutet diesen Nutzen an, da sie hingegen vom Nutzen und Gebräuche des Goldes keinem Menschen ein Wort sagt. Also ist man keinesweges Eigen⸗ thümer des Geldes, als Münze betrachtet; also kann man auch mit und unter diesem Titel nicht für einen wirklichen Besitzer gelten: hiermit ällt die erste Bedingung hinweg. ö burtt ch kein Die zweyte Bedingung, die auf der Noth⸗ Rehnonduß durft des Lebens-Unterhaltes beruht, kann auf den ersten Anblick der Prätension der Geld— Verborger näher zu kommen scheinen; sie ist es aber eben so wenig. Ich bekomme, werdet ihr sagen, von meinen Aeltern eine Summe Geldes; darinnen besteht mein ganzes Vermögen. Nun besitze ich weder Talente, noch Arbeits-Fleiß, bin auch nicht recht gesund, muß aber doch wohl zu leben haben, und lebe also von der Rente, die mir ein andrer, der alle diese Dinge besitzt, von meinem Gelde bezahlt, in wie fern er seine Talente und seinen Fleiß mit meinem Capitale nutzbar und einträglich macht.— Was die Abwesenheit der ersten beiden Stücke, womit du dich selbst beleihest, anlängt, so ist deine seltsame Prätension, antworte ich, gerade eine Folge davon, daß die Unordnung, wider die ich streite, in der Gesellschaft aufgekommen und eingerissen ist. Ich brauche dich aber, diesen Punct be⸗ treffend, nur zu fragen, was du wohl in aller Welt gethan haben würdest, ehe und bevor dieser Mißbrauch eingeführt war? Da du nun doch nicht das einzige Menschen⸗Gesicht von deiner Art N it bist 3us⸗ Rudende denn in wilchef 9. 00 das He sicht s! Rsätt, en zu v deln,— von hein so sthr du nahst, me udr ju Rch en hem du e Iur Möeih Mit uch V N N MM n baten H Riethurg line erlat hen Geld Ialsday lchn. de uche 0 Linze de gehuzt wo sst gundi des Vuh sch, daß Hlinder,, das nath wiflchdy ul 1. ü lun f N Enhn dabon ekannt 0 10 die Natur h iaten vom um Messcha inesveges Gin ieherachttril diesem Titlt ilten: hiemnttst N auf de Mt heuhs Emn Hlsay der Gld heen, se istel nme/ werdet is Zumme Geldes Emogen. Nun Mbuts⸗Faß 5 abet doch wol on det Au duse Dinge demz in wie fern e f it Menm Eehtt Reproduction der Ausgaben. 243 Art bist; so muß es in den Ländern, wo der Zins⸗Fuß niedrig ist, bey weitem mehr Norh⸗ leidende geben, als in denen, wo er hoch ist: denn in jenen ist die einzige Nahrungs⸗-Quelle, welche sie haben, um zwey Zünfthel maerhrent⸗ ger. Gleichwohl beweist die Erfahrung offenbar das Gegentheil; und die Nothleidenden sind da nicht so auf alle Schritte, die man thut, hin⸗ gesäet, um die Augen zu schrecken und die Her⸗ zen zu verhärten, wie in den borgenden Län⸗ dern;— welches zur Antwort auf den Punct von deinem Gesundheits-Zustande dient. Aber so sehr du auch deinen Kopf darauf gesetzt haben magst, mich zu überzeugen, daß du dir nicht anders zu helfen wissest, als durch ein Mittel, welches deinen Brüdern zum Schaden gereicht, indem du deinen Müßiggang von den Früchten ihrer Arbeitsamkeit pflegest; so weis ich doch, dünkt mich, ein ander, ganz einfaches Mittel, wie du dir helfen könntest. Dein Silber, n Münze geprägt, vertritt die Stelle aller genieß⸗ baren Güter und stellt sie vor. Die Ber⸗ miethung oder Verpachtung dieser Güͤter bringt eine erlaubte Vergütung mit sich. Realisire dein Geld und werde Guths-Besitzer; so kannst 6.— due! du alsdann vom Ertrage deiner Verpachtungen Eiit umst d leben. 11 Die dritte Bedingung, die auf Erhaltung uUnter dem dhe ile dah solcher eigenthümlichen Dinge, welche dur Iunsuns aun auuihin Länge der Zeit und durch den Nießbrauch ab Zinse nicht n ud engnst genutzt werden, in brauchbarem Stande beruht, Siatt sinden. e Iu ist gerade diejenige, die den eigentlichen Punct 4uII des Wuchers bestimmen wird; und es findet Heunbon 6 sich, daß sie diesem unseligen Gewerbe nicht D. UU u minder, als die beiden andern, entgegen stehe. Gs u Das natürliche Recht spricht hierüber in unsern Q 2 Herzen, 244 Sechstes Capitel. Herzen, wo nicht Sitten-Verderbniß und Her— kommen dem Herzen zu schweigen gebieten. Das Wort Nießbrauch oder Abnutzung scheint über seine Bedeutung zu entscheiden. Mein Pferd nutzt sich durch Loänge der Zeit und durch Arbeit, mein Haus durch Länge der Zeit und durch das Einwohnen ab. Ich beziehe von der Vermiethung beider eine Vergeltung, die dem Capital-Preise der vorläufigen Auslagen zum Ankauf oder zur Erbauung, und den jährlichen Auslagen der Abgängigkeit oder der Erhaltung in gutem Stand angemessen ist: und daß ich hierzu berechtiget bin, fällt in die Auugen. Wenn ich aber meine Thee-Tasse, nachdem ich daraus getrunken habe, verborge; so kann sie durch zehn Hände gehn und zehn Menschen einen nütz⸗ lichen Dienst leisten, ohne sich abzunutzen oder unbrauchbar zu werden. Gleichwohl messe ich ihr, wenn ich davon eine Vergeltung beziehe, einen Abgang bey: hiermit erschaffe ich also Wucher, und werde zum Wucherer. Auf diese wenigen Grundsätze lassen sich alle die unzählichen Streitfragen und kahlen Ent⸗ schuldigungen, mit denen der Geist des Eigen⸗ nutzes, wie ich glaube, diese Materie schwierig und bedenklich gemacht hat, zurückführen. Ich habe Studirens halber in meinem Leben nicht auf den Schul⸗Bänken, oder sonst irgendwo ge⸗ sessen, und werde vielleicht gerade deßwegen desto stärker von dem Lichte der natürlichen geraden Vernunft gerührt, welches bey mir sonst, wie bey vielen andern, von Kindheit an durch Sub⸗ tilitäten verdunkelt worden wäre. Aber ich ge— traue mich, zu sagen, daß die Theologen der Menschheit hätten einen wichtigen Dienst leisten können, wenn sie dem eigentlichen Sinne der Worte N garte il Fiu gib darwun Vieleich Huten Wenn se s vitd Heseh R densehe raumte fir ve Tihl ein ue veit sattung Bieh Md de U fl U M hi umtet i Iehwe Wanend shit bo aus Int hurch die flüchtbat senuchk Alachty guhtet: Retkgrir Rer et hilgiyn nur Ece z schaf Rbiß, Mrincipin dargelcgt lal. Aunaß udty lgen gchern 0 Lnnbmis tolscheden. y der Zit und ey Lnze der ai Wblzjehe voyh keetung, die y hA Mslaim g Ind den jöhnt odtt der Erhahn lst: und daßl Die Nugen. Vur lachdem ich dart knm sse durt nschen einen nüt ahjunußen ode ichwohl messe i6 Rheltung bezieh⸗ schaße ich al cheer. sih lasen sihil uund iihln Ed Gest d 6 Mhiet aulshin N. Mhen Eben nic sst thedỹo d Rindi wuulhen nl 0 mit sossi u Hetm duces watt. Wait b Rl 0 igndaft 6 antlehn 11 Reproduction der Ausgaben. 245 Worte ihres göttlichen Meisters unverrückt ge— treu geblieben wären.— Es würde doch darum nicht minder geborgt worden seyn?— Vielleicht: gehen doch die Leute auch in die Huren-Häuser; aber sie halten das geheim, wenn sie nicht schlechthin unverschämt sind, und sie würden es nicht geheim halten, wenn das Gesetz des Fürsten den Concubinat duldete und demselben rechtliche bürgerliche Wirkungen ein— räumte.— Aber so haben sich die Theologen für verbunden geachtet, das Borgen unter dem Titel einer absoluten Verpfändung des Geldes, ohne weitere bestimmte Bedingung zur Wieder— erstattung solches Geldes, als nach dem Willen und Belieben des Schuldners, geschehn zu las— sen, und dagegen die Zinsen zu dem, vom Ge— setze des Fürsten bestimmten Fuße zu dulden. So viel hat freylich seine Richtigkeit, ein be— kannter, öffentlich eingestandener, und in den Archiven niedergeschriebener Anspruch verliehrt wenigstens den Charakter eines an der Gesell— schaft begangenen Betrugs: so wie die Heirathen aus Interesse zwar eine Unordnung sind, wo⸗ durch die Gesellschaft um die reellen Früchte der fruchtbarsten Verbindung unter allen, so bald sie nach den Gesetzen der Natur geschlossen ist, gebracht wird, solche Heirathen aber dessen un— geachtet— freylich den Menschen-Stamm deterioriren— jedoch der Gesellschaft noch im— mer eine Art von Contingent liefern, da ihr hingegen die verbotenen geheimen Verständnisse nur Schaden thun, ohne den geringsten Nutzen zu schaffen. Allein es ist darum nicht minder gewiß, daß es unumgänglich nöthig sey, dem Principium der Dinge, wenn es so ausdrücklich dargelegt ist, unverbrüchlich getreu zu bleiben. 2 3 Die — 246 Sechstes Capitel. Die Theologen haben für nöthig geachtet, dem Gesetze des Fürsten beyzustimmen, da doch un⸗ fehlbar ohne ihre Beystimmung das Gesetz des Fürsten nun und nimmermehr zur Existenz ge⸗ kommen seyn würde. Wir kennen aus der Völker⸗Geschichte häufige Beyspiele von Revo⸗ lutionen, die sich zu allen Zeiten und bey allen Völkern ereignet haben, und die lediglich aus der geheimen oder offenbaren Nothwendigkeit eutstanden sind, die unerträgliche Last der Schul⸗ den abzuwälzen, oder, bestimmter zu reden, das Joch der Wirthschafts-Zerrüttung der Schuldner abzuschütteln, welche eigentlich, wie sich gar leicht erweisen läßt, die reellste Quelle aller Revolutionen ist. Hätten die Theo⸗ logen diese Sache zu rechter Zeit deutlich vor⸗ getragen; hätten sie dieselbe mit den dahin ge⸗ hörigen Grundsätzen, und mit der ausdrück⸗ lichen Vorschrift der christlichen Religion unter⸗ stützet: so würden die Völker, die diese Religion angenommen haben, von Revolutionen frey ge⸗ blieben seyn. Von dieser ersten Gefälligkeit hat man hernach zu einer andern Nachsicht schreiten müssen, die dem schäbigen Wucher noch viel näher kömmt, und die schon im natürli⸗ chen Rechte verboten ist; ich meyne, daß man zu der unfehlbaren Gewißheit der Schulden— Zahlungen zum Verfalls⸗Tage,(die man für eben so unumgänglich nöthig hielt, als sie es bey den beym Handel gemachten Schulden wirk⸗ lich ist,) die Hönde geboten hat. Die simpelste Untersuchung dieser Sache nach den Grundsätzen würde die Demonstration bewirket haben, daß jene bald überhingehende Commercial-Einrich⸗ tung, die mit dem Verborgen auf ständige Zinsen so gar wenig gemein hat, mit diesem gar nicht N iht in L abet! hundts Raßt do Ga dig; ri u rn wungd dests H Rannts⸗ sribsn Ruslagen ssc ent . Tabel Wam diet Gel Iunn, il um nicht u R W huddt W IDuf Wbeit, d hrt: u e Cont Im Gew Rupn er sü Ich Must npen Rre beh: dn Istt dit let; m ihn de Reuert. Anwendn del nicht — —cJùy,,— ßnTł᷑leeeeeee ————12—.———————————— Reproduction der Ausgaben. 247 We um nicht in Vergleichung gestellt zu werden verdien⸗ an te: aber gerade unter dem Schatten des Kauf— s Handels hat der Wucher-Geist so viele und so Eystn große Fortschritte gethan. zen aus y. Ganz gewiß ist Geld zum Händel nothwen⸗ Unablösliche bon Ruhy dig, wär' es auch bloß, damit der Kaufmann dent Hunrel o beh ala zu rechter Zeit kaufen könne, ohne daß er ge— nicht nur nicht ddiglich as zwungen ist, zur Unzeit zu verkaufen. Allein tondern 6 hwendift dieses Geld macht die Auslagen des Handels- schälich. 3— st der Shh mannes aus; und er selbst gehört zu der indu⸗ rthen, du striösen Classe, welcher die Tabelle ausdrücklich tung bet Auslagen beygelegt hat. Diese Auslagen müs⸗ Jashentih, sen eine Zinse eintragen; und diese Zinse ist auf kelste der Tabelle zum voraus in Rechnung gebracht. din heo⸗ Allein diese Zinse ist nicht Zinse vom Gelde; denn llch vor⸗ das Geld, so bald es der Handelsmann in doahin ge⸗ Waaren, in Instrumente, in rohe Materialien jusdrück⸗ zu Werken der Hand-Arbeit umgesetzt hat, ist on untet⸗ nun nicht mehr Geld. Jede Benutzungs-Art „Nelgion giebt Anlaß, daß das Geld aller Augenblicke si ge aus der Werkstätte des Benutzers ausgeht. Sei⸗ Gellgel ne Zinse befindet sich in dem Lohne, welches der Whsh Arbeit, dem Risico, dem Nutzen des Handels ge— uht doch bührt: und da der Handelsmann gar bald durch u latirl⸗ die Concurrenz belehret wird, daß er bey sei— „ man nem Gewerbe nicht anders profitiren könne, als Eculbe⸗ wenn er seine Arbeit so wenig hoch, als mög⸗ lich, anschlägt; so begnügt er sich an einem ge— ane ringen Profit, um desto häufigern Absatz zu ha⸗ ulden wirk ben: denn je geschwinder der Absatz ist, desto 6 snne öfter wird die Anwendung des Geldes wiederho⸗ Gundstn let und desto öfter wird auch der Profit, den ban, ihm die Anwendung des Geldes einbeingt, er⸗ E neuert. Zu folge dessen ist der Profit, den die 7. Ige Anwendung des Geldes einbrinat, beym Han⸗ auf i del nicht, wie bey der Landwirthschaft, in jähr⸗ it Hash 2 4 lichem —.——— 1———— —————.—————..——————————————— rr 248 Sechstes Capitel. lichem Ertrage reguliret; sondern er ist vielmehr harg nach einänder folgend und fortwährend nach Zuhe u Maaßgabe der succeßiven Geschwindigkeit des huld u Absatzes. Daher wird es in einem gleichen Enomn Zeit⸗Raume mehr Profit geben, wenn in dem— gegend selben das Verkaufen und das Wieder-Einkau⸗ legt/ AN fen geschwinder und häufiger vor sich gegangen geboch ist. Der Profit, den die Anwendung des Gel— sein Y des im Handel einträgt, richtet sich demnach she keinesweges nach der Ordnung der jährlichen yon Mieth-Zinse des auf Interessen verborgten Gel— vohla des. Deßwegen wird auch auf der Tabelle den sch af Auslagen der sterilen Classe keine jährliche Zinse alem Y beygelegt. Der Gewinn von der Anwendung und dertl des Geldes der Leute von dieser Classe fließt mit st. De ihrem hinter einander folgenden und immer fort— Lugenme währenden Arbeits-Lohn in Eins zusammen:— fi und wenn ich gleich Geld nenne; so muß man Islche doch hierbey nicht aus der Acht lassen, daß der bam Handel mehr mit bloßem Credit, mit Wechsel— Ruhr Briefen, u. d. gl. als mit Gelde getrieben wird, N und daß es im Grunde bloß auf das Arbeits⸗ folglch Lohn im Verkauf-Handel ankömmt. In der uf 90 Thät ist es auch nur ein Arbeits-Lohn, was ge de mit Hülfe der Auslagen und des bloßen Cre— Zusand dits der Kaufleute, und durch ihre Arbeit bey—5 M. der sterilen Betreibung ihres Gewerbes gewon— malblos nen wird. Sie selbst betrachten geradehin ihr Gewerbe als die Quelle ihres Gewinnes, und I sehen so wohl das Geld, als den Credit bloß dud als Mittel an, ihr Gewerbe zu treiben, und sich 0 mit Sicherheit, Ruhe und Unabhängigkeit da— sunh bey zu erhalten; gerade so, wie bey einem Pri⸗ Haust vat-⸗Mann eine oder die andre kleine Summe lh un thun kann, die er zu den laufenden Ausgaben in der: liegen hat, und die ihm weiter keinen Profit N ö ein⸗ Reproduction der Ausgaben. 249 3r einträgt, als daß er dabey in seiner Gemüths⸗ ughten Ruhe ungestöhrt bleiben kann, indem er deß⸗ mmü halb wegen der Zögerung des Einganges seines i Einkommens weniger Sorge hat. Wenn hin— Hü mä gegen das Geld, welches der Handelsmann an⸗ legt, zuförderst dem Müßiggänger, der es ihm hne geborgt hat, 5 Pro-Cente schuldig ist: so ist des Gil sein Handel schon um diese 7 Pro⸗Cente be⸗ Nm schweret; er ist nicht mehr frey; er dependirt jähtlichn von diesem festgesetzten Tribut, der bey ihm so rhten wohl auf Verkauf, als auf Einkauf, und folg⸗ hcleh lich auf alle die Gesellschafts Vortheile, die aus sche Zus allem Verkauf und Einkauf erwachsen, drückt, Waabung und der vor allen Dingen im voraus abzuziehen lit nit ist. Doch ich habe hier bloß den Handel zum ser fott Augenmerke. Mit einem Wort, hat es nicht Hen:— seine Richtigkeit, daß es für den Handelsmann j nan nützlicher ist, wenn er Geld zu 3 Pro⸗Centen daß der haben kann, als wenn er es zu§ kaufen muß? Dechsl⸗ Noch nützlicher wird es also für ihn seyn, wenn Wird er es zu 1 Pro⸗Cent bekömmt, als zu 3; und ubeits⸗ folglich am besten, wenn gar keine Zinse dar— I del auf haftet.— In diesem Falle wird sich die n, vas Lage des Handelsmannes in ihrem natürlichen ßen Ere⸗ Zustande befinden, besonders in Vergleichung schit be des Wegfallens der Zinse vom Borg auf immer gwon⸗ unablösliche jährliche Interessen. dchin iht Hes, und Allein, sagt man, dieß ist eine erdichtete Idit bloß Voraussetzung; die Sache ist nicht möglich; Vund sch auf diese Weise wird Niemand verborgen; mit⸗ higkit do hin wird sich die Industrie, die gemeiniglich von en di⸗ Haus aus nichts hat, auf immer von allen Mit⸗ 1 Cunmt teln und Wegen zum Profit ausgeschlossen, und h in der Unmoglichkeit befinden, etwas für eigne I WR Rechnung anzufangen, weil sie keine Fonds hab— Gu. 3 haft —— D—..P‚P————.————3—.—— 1 4 7½ ö *4 * V 4 * + ö 1 7 P* 4* FIR 4* 37 IINn Aune HNMüoa 58 N. V 1 10 I 4—N 4* * „. ö. N 90 ů NI . öů 1 INI 4* 4 2 INE ö 14 139 ‚ 250 Sechstes Capitel. haft werden kann.— Was die Unmöglichkeit anlangt, so würden die Vernünftler der ehema⸗ ligen Jahrhunderte, wo die Zinse auf 12 Pro⸗ Centen stand, vermuthlich eben so geurtheilt ha— ben, wenn jemand hätte damals die Zeit vor— aussetzen wollen, wo man Geld zu 3 Pro-Cen⸗ ten habhaft werden könnte. Sie würden die Sache eine erdichtete Voraussetzung genannt ha— ben: denn in der Rechnungs-Reihe ist es von 12 bis zu 3 noch ein gut Stück weiter, als von 3 bis zu Null.— Nichts weniger, erwiedert man: denn der Unterschied zwischen 3 und Null ist ein Unterschied zwischen Etwas und Nichts; und hiermit kann der Unterschied zwischen Plus und Minus, sey er auch noch so groß, gar nicht in Vergleichung kommen.— Ha! da ist es eben, wo ich euch erwartet habe. Wenn die Zinse vom Gelde bey'm Handel nothwendig ist; so wird es ganz gewiß gar keinen Handel mehr geben, so bald keine Geld-Zinse mehr Statt findet. Folg⸗ lich lebt der Handel wieder auf, je mehr die Zin⸗ se wiederum Fuß faßt. Er nimmt zu, wann die Zinse zunimmt, und befindet sich um zthel stärker, wann die Zinse zu 18, als wann sie zu 3 Pro⸗ Centen steht. Aber nun thut nur einmal eini— ge Blicke in die Annalen der Menschheit, und se⸗ het zu, wie es um den Handel— unter der Voraussetzung, daß er auf Borg zu Zinsen ge— gründet ist— dey den Völkern, die von sol— chem ungeheuren Wucher gedrückt wurden, ge— standen habe. Und dann sehet wiederum zu, wie es um den Handel in den Gegenden stehe‚ wo die Zinse gefällen ist. Aber die Zinse, wird man sagen, stand vor einigen hundert Jahren auf 12 Pro-Cent, und nunmehr steht sie, so zu sagen, bis auf Null: was ————— Y has hil das Di brauch! wen he W R anndbl diesttl Relom borger R-0 U Hülfe! dit zui Mten er Mitild Vubotge fN Ktachtten Krinde VN Ung enthr nutur schett ther⸗ Regen heuer Gbe! h gy sth ———*——————— Reproduction der Ausgaben. 251 NIM ——6 was hat man denn also heut zu Tage noch üder un das Verborgen auf Zinse zu klagen, da der Miß⸗ arheht brauch davon schon bis zu dem Grad abgenom⸗ Jit 5 men hat, auf dem er gegenwärtig steht? Ro n Wahr ist es, der Zins-Fuß ist sehr gesun⸗ Der Profit von wirden ken: allein das Verborgen auf Zinsen ist auch dung es 04 rannt he unendlich mehr gehäuft worden, und es ist mit des muß sich st em dieser Unordnung heut zu Tage bis aufs höchste odn, oe au de, als vn gekommen. Ehedem scheute sich doch der Er— Frucht⸗ Ertrag Alhiehgt borger noch vor einer Grund-Zinse von zwölf einschranten. 3udqu Pro⸗Centen, und der Handel wurde nicht mit Mh, Hülfe solcher Anleihen getrieben: der reine Cre⸗ en Llus dit zwischen Kaufleuten ist, wie wir ihn weiter sar uiht unten erläutern werden, das natürliche Hülfs⸗ then, Mittel des Handels. Vordiesem richteten die zuse Verborger selbst ihr Absehen auf solidere Güter, owird als auf diese Renten-⸗-Art von Geld⸗Zinse sie e o trachteten bloß nach der Acquisition liegender 5l Gründe, die damals um so schätzbarer waren, weil die natürliche öonomische Ordnung nicht 1—— so umgekehrt war, wie heut zu Tage. Das Ei⸗ Üsüchr genthum des Grundes und Bodens, der Be⸗ 0 ö nutzungs⸗Schätze und des Einkommens war ge⸗ 150 sichert. Man suchte eine Ehre darinnen, Gü⸗ . ther⸗Besitzer, und nicht Wucherer zu seyn: deß⸗ .— wegen verborgte man auch so wenig oder so dn theuer auf Zinse. Der Werth der Baarschaft an n ge⸗ Gelde war immer so ungewiß, daß die Leute vun sol ein großes Mißtrauen in dergleichen Geld-Ren⸗ dun ge⸗ ten setzten, die denn auch immer mehr fielen, tun u je höher die Benennung der Baärschaft stieg(0. u sthe ö Dieses Ind W 92—55 sich die Geltung des aus gemünzten Gol⸗ es und Silbers auf die Geltung des ungemün z⸗ W ten Goldes und Silbers gründet, oder vielmehr Ml mit dieser einerley ist; so wird sie durch den Lours V ö bestim⸗ SSSSSSS e, 352 Sechstes Capitel. Dieses machte so gar, daß die Leute für Zinsen an Gelde lieber Zinsen an Früchten nahmen. Die Erfahrung vom Vergangenen hatte die reichen Staats-Bürger, die damals auf dem Lande lebten, über den Kunstgriff klug gemacht, dessen sich die Fürsten bedienten, die Gelb⸗Renten durch Erhöhung des Namens der Geld-Baarschaft herunter zu bringen. Die Mäxime unsrer Vä— ter war, Eigenthümer der Domänen und des Einkommens zu seyn; aber Umstände verändern die Maximen. Heut zu Tage werden und sind die Dorfer verwüstet; der Ueberrest von den ehemäligen Schätzen wird von der Hauptstadt aufgezehrt, und die Einkünfte sind in Zinsen und Geld-Renten ausgeartet. Das Verhalten der Unterthanen ist immer eine Folge bestimmet, der zwischen den handelnden Völkern ent—⸗ stebt: mithin hat sie kein regierender Fürst für sich besonders in seiner Gewalt. Hat aber ein regieren⸗ der Fürst Capitalien aufgenommen zu einer Zeit, da die feine Mark Silbers 3. E. zu 32 Franken ausge⸗ prägt war, und er läßt dann einige Jahre hernach die Mark zu 54 Franten ausprägen, und bezahlt die bedungene Zinse oder die Capitalien nach dem neuen Münz⸗Fuße; so werden die Glaubiger offenbar bes trogen bloß durch das elende Hulfsmittel, daß der Fürst die Benennung des baaren Geldes erhöh⸗ te. Der Verlust trifft jedoch blob die Gläubiger ei⸗ nes solchen Münz⸗Verfäl schers; für den Handel ist der Kunstgriff verbrauchet, so bald er bekannt wird, welches in weniger Zeit unfehlbar geschiebt. Im Handel und Wandel wird das neue Geld doch nicht böher angenommen, als es wirtlich werth ist. Thut aber der Fürst mit dem neuen Gelde seine Schulden ab; so bezahlt er, der Wahrheit nach, nur einen Theil derselben, schlägt den übrigen Theil von der Schuld unter, und macht in der That einen Bankerott. U. golge 0 Otonom mitäten bermäß voraue fann. Zust! och rr e terhchs Her l Iuse tr sonen Mpublk aen und tuben, Shrtig I Nfiht Gaudhe Mũn Ow Aemein Thdtih et Ve Ithmen Omdel RNReit dast Ve in ft Ht duhn Waste hon G ste Hil Durch chen so Reproduction der Ausgaben. 253 Rdaft; Run Folge von der Ordnung oder unordnung in der uuhhs ökonomischen Staats-Administration. Extre— mitäten gränzen immer nah an einander. Ue— bermäßige Geld⸗Zinse setzt wucherhafte Anleihen voraus, deren Existenz nicht von Dauer seyn 0 0 3 mach, N Rüann kann. Würde auch alle sonst erlaubte Geld⸗ üunier Zinse durch die Gesetze vernichtet; so würden 11. doch Verschwender immer noch Geld auf Pfän⸗ Nin der geliehen bekommen, und die niedrigen Uu⸗ . ternehmer des Tausches im Kleinen würden im⸗ 10 ha mer noch kleine Summen auf kurze Zeit gegen it Zinse erborgen.— Die Basis unsrer Specula⸗ eh tionen ist nichts weniger, als eine platonische en Republik. Uns genügt, die dermälen gelten— 4 0 den und bisher gut-geheißenen Uebel zu ver— anl ile treiben, indem wir es als einen der plumpsten fuge Fehler rügen, die untrüglichsten Symptomen ei⸗ Rumh ner gefährlichen Krankheit für ein Zeichen von Rh sh Gesundheit anzusehn. Mit einem Worte, wie ufan: geht es mit dem Handel in den Gegenden, wo n Ieh U so wenig erborget wird? Die Reichen gehen da muin uutz⸗ gemeinschaftlich zu Werke, und besolden die uur t Thätigen und Industriosen nach Maaßgabe ih— I rer Wachsamkeit und ihrer Talente. Dadurch In nehmen letztere selbst Antheil an den Profiten des M Handels nach Maaßgabe ihrer Industrie, so wie 0 M die Reichen nach Maäßgabe ihrer Fonds. Auf Rclia ch diese Weise bezieht ein jeder eine billige Vergü— A tung für seinen Beytrag zum Handel. Der reine hant d Credit zwischen dem Ankauf und dem Wieder— —0 Verkaufe gründet sich auf die Waare selbst, die zum 10 0 Absatze vorhanden ist, und vertritt da die Stelle 1 8660 von Gelde; dieß ist das natürlichste und gemein⸗ 10. mn ste Hülfs⸗Mittel für diesen öffentlichen Dienst. LII Durch dieses Mittel, welches den Verkäufern n v eben so bequem ist, wie den Käufern, kömmt das 254 Sechstes Capitel. casen, das Verkehr in Gang, breitet sich aus, bekömmt bachejft Aufmunterung, nimmt immer mehr an Kräften sch be zu, belebt die Circulation, und bescelt die Ge⸗ blaß fü sellschaft. Und wo bleibt denn nun die Noth⸗ von de wendigkeit, daß jedweder Abenteurer im Stan⸗ ed ll de seyn müßte, einigen Einfältigen Staub in(l! die Augen zu streuen, mittelst geheimer, im Ver⸗ 7 borgnen gegebner Versprechungen in der Lauf— ud bahn mit einem Mantel von erborgter Wohlha-— ͤh benheit, der seine natürlichen Bettler-Lumpen Hogt bedeckt, zu erscheinen, den Handel durch tau⸗ uerhlt senderley Unterschleife, die aus der Unächtheit Maß! seines ursprünglichen Zuständes erwachsen, 230 sllern! entehren, und am Ende seine betrogenen Gläu⸗ Atend biger zu ersäufen, und das noch so fest⸗gegrün⸗ Wrn. J dete Vermögen ehrlicher Leute zu erschüttern— Eunn u und dieß alles unter dem Schutze des Zutrauens, Iuten welches in einem Staate herrscht, wo die Ehre Wode und der glückliche Bestand des Vermögens die Wüld größte Pünctlichkeit und vollkommenste Sicher⸗ fand heit der eingegangenen Verpflichtungen erhei⸗ bnis schen? Ist es das wohl, was man Handel nennt I l und nennen darf? Wer Geld⸗Zinse mit der anh Nothwendigkeit des Fortkommens solcher täu⸗ 1 schenden Irrwische entschuldigen will, der ent⸗ uul schuldigt den himmelschreyendsten Wucher damit, 1f daß derselbe doch wenigstens die Verschwendung ů0 der jungen Leute erleichtert, weil die Spectakel MIb und die Wirths⸗Häuser sich dabey wohl be· sennn finden.. ö dünd Zinse vom Zel. Mit einem Worte, die Zinse vom Gelde siu f de 0 Grunde. sie die Einkünfte derselben Leuten in die Hände ühn ö spielt, welche weder Güther⸗Besitzer, noch frucht⸗ ernt zeugende Landwirthe, oder industriöse Menschen nin sind, und mithin, ihrem Wesen nach, von den brey Classen, — ——*————————* Reproduction der Ausgaben. 255 5, blont Classen, die die ökonomische Tabelle unter sich ren Hen begreift, und aus denen die Gesellschaft wirk⸗ dselt M.tz lich besteht, ausgeschlossen bleiben, folglich auch in di heh bloß für Hummeln geachtet werden können, die in En von der Beraubung des politischen Bienen-Kor⸗ Etubh bes leben. Die Capitalisten verschlingen nicht un in Yy allein die Einkünfte, sondern auch die Fonds 1 det kah und Quellen derselben. Denn da die verbor— Wohso gende Partey die Bedingungen der Anleihe um Hlr⸗Amn so mehr erzwingt, je mehr die erborgende in Kurh tu Noth und Mangel geräth; so kann unmöglich lniht verhütet werden, daß der Zins ⸗Fuß nicht das ul Maaß der eigentlichen Einkünfte überschreiten un ah⸗ sollte: und so nach verschlucken die Capitalisten⸗ 890 Renten die Fonds und die Auslagen von allen üun— Arten. Nächstdem stürzt der Capitalist auch die Hunr Sitten in den grundverderblichen Decorations⸗ Wein Luxus: denn weil er keine sichtbaren Güther hat, 11 W und doch Aufwand machen kann; so ist es ganz * natürlich, daß er zu kaufen sucht, was am mei— „n sten in die Augen fällt und am seltensten zu ha⸗ . ch ben ist. Er wendet die Ausgaben schlechterdings Wlum am unrechten Ort an, und häuft dergleichen N. unnütze Ausgaben auf alle Weise. Da ihm nun ahe uu⸗ seine Renten überall, wende er sich auch, wohin . er wolle, nachlaufen; so ist nichts natürlicher, u nt, als daß er sich den bequemsten Wohnsitz erwählt: wndung und der bequemste Wohnsitz der Mißbräuche ist Surnit immer da, wo die größte Menschen-Menge bey— vahl be sammen ist. Der Capitalist richtet die Industrie ö dadurch zu Grunde, daß er sie seinen Phanta⸗ m Gidt sien, seiner wenigern und ausstudirtern Consum⸗ W. diß tion dienstbar macht, sie von den rohen Mate— i Hid rialien entfernt, und sie hinter sich her zieht. och ftuch Er richtet endlich auch den Handel zu Grunde, Menschl indem er den geringen und zufälligen Profiten Den ö einen Lasn 2105— 256 Sechstes Capitel. einen lästigen und immer fortwährenden Tribut aufbürdet, und alle Wege des Handels durch Abenteurer unsicher macht, die das Zutrauen und allen guten Glauben vernichten. Er ent— zieht dem Zusammentreten der Gesellschafts-Ver⸗ bindungen, der Unternehmungen, und der Hülfs⸗ Quellen des Handels selbst den Beystand aller Beutel. Am Ende haben die Anleihen, dieses Ungeheuer, welches man Eredit nennt,(ich meyne den Credit der Anleihen auf Zinsen, den politischen oder so genannten Staats⸗-Credit,) an der Menschheit vollends alles verdorben, in⸗ dem sie die unächten Schätze erdacht und einge— führt, die einfachen Begriffe von Berechnung und ökonomischer Wissenschaft verdränget, die Sitten vergiftet, und die Staats-Bürger in einen Zustand versetzet haben, in dem sie sich unter einander selbst erdrücken.— Kaum bau⸗ te Nehemias die Mauern von Jerusalem wieder auf, so wurde sein Werk von dem billigen Ge⸗ schrey der Schuldner, die in der äußersten Ver⸗ zweifiung waren, unterbrochen. Man kann die Vorwürfe, die er den Reichen machte, welche er von Susa mitgenommen hatte, nicht lesen, oh— ne davon im Innersten gerührt zu werden. „Wir haben unsre Brüder, die Juden, die den „Heyden verkaufet waren, erkaufet nach unserm „Vermögen; und ihr wollet auch eure Brüder „verkaufen, die wir zu uns gekauft haben“(32 Wo giebt es einen rechtschaffenen Mann, einen würdigen Staats⸗Bürger, der nicht dem Staats⸗ Credit gleichen Vorwurf machen dürfte? Wir vertheidigen unsre Brüder in den Armeen; wir sprechen ihnen in den Gerichts⸗Höfen das Recht; wir (0 Nebem. 5,. * Zu Seite 257 PFE Progreßion Progreßion des Gewinnes der Cultur⸗ des Einkommens der Unternehmer. Güther⸗Besitzer. —5 Jahre. ar ster Fonds vonVermehrungVermehrungUeberschuß Jahre. Vermehrung des rei⸗ Gewinne, welcher all⸗der Inventarien⸗der jährlichen von reinem nen Ertrages, der all⸗ jährlich durch allmäh⸗UNAuslagen, die Auslagen, die Ertrage, wo⸗ mählich zum Einkom⸗ liches Zusetzen des Ueber⸗alljährlich aus alljährlich durch bon derZehn— men der Proprietäre, schusses vom reinen Er⸗vier FünfthelnZusetzung derer ste ein Sie⸗ des Suveräns und der trage wächst. des jährlichen vom vorherge⸗bentheilweg⸗ Zehndt⸗Herren zusam⸗ Gewinn⸗Fonds, henden Jahr an⸗nimmt, und menkömmt, und der all⸗ und dessen all wachsen. den Pachtern jährlich um den neuen mählichem An⸗ sechs Sieben⸗ Ueberschuß der jährlichen wachs entsteht. thel verblei⸗ Auslagen, und um ein ben. Neunthel von den 672 ö ö ů Millionen des ersten ö Fonds von Gewinne wächst. 1761 E— 535§9⁰— 135 1762 989 1431 4 E 542 7 278. 115 1762—— 5% 210 1— 2⁵3 135⁰ 624 152 1763 2374 EE 60999 700 430 237 1763 2771 352 45⁰0 3.— 1764 363 818 ö 429 592. 368 1764 304 299 42 7 — 34 x 5. 397 882 700——— 21 708. 57 1765 7 66⁷ — 392 1766. I——— 4658 40 56• 958 Y 768 959. 658 1766 1705 843 1767—. 6.1047 8 209 176 75 —..5 47 98308.„ 1168 822 10 Sa 38 979.6 99 1768.—— NII 92 23071398 1001 1768 75 1243 ————4 rr68 ö 1168 1769 25. 1274 255„—— 11977 1274lᷣ.. 1019. 22991 11199 ö 6 12390 1473 1770 6/623 Millio⸗———. 1% 75 728 oder 1481 nen.—— 16289 nacd Abzug des ö Zehndten. —.—— E— 4 ν ——.—..—...————jß7— Reproduction der Ausgaben. 257 wir stehen ihnen bey, wenn sie gesund sind; wir pflegen sie, wenn sie krank sind; wir käufen sie, so gut wir können, von allen Fesseln der Aus⸗ länder los: und ihr suchet sie zu Grunde zu rich⸗ ten; ihr trachtet darnach, und es gelingt euch, sie zu nöthigen, daß sie sich aufs neue verkau⸗ fen?— Kaum war Rom auf die Dauer ge— gründet; so zwang die Last der Schulden das Volk, sich auf den Heiligen-Berg zu flüchten. — Man spüre nur dem Gange aller Revolutio— nen, von den entferntesten Zeit-Altern her bis zu dem achtzehnten Jahrhunderte nach, welches sich, von seinem ersten Anfang an, durch Un— glücks⸗Fälle von Vermögens⸗Zertrümmerungen so sichtbarlich ausgezeichnet hat; so wird man im— mer den nämlichen Grund in den fortlaufenden, erblich gewordenen Zinsen finden. Gott kannte wohl den Häng des menschlichen Heißhungers zu dieser, für die Gesellschaft verderblichen Klippe, da er im mosaischen Gesetze das Hall-Jahr alle funfzig Jahre zu feyern gebot, und dabey ver— ordnete, daß alsdann die Schulden gelöscht und für nichtig erkläret seyn, daß dann ein je⸗ der wieder in seine Gerechtsame treten, wieder zu dem Besitze seiner Felder gelangen sollte(. Kann dieses Gesetz, welches einer brüderlichen Gesellschaft so würdig, und so sehr dazu ge— macht ist, den wachsamen Heißhunger in frey— willige, brüderliche, mildthätige Hülfe um— zuwandeln, bey uns ja nicht Statt finden; so sollten wir doch wenigstens durch alle oko— nomische Mittel nach gleichem Ziele streben: und das allerdringendste ist, den Capitalisten-Orden, der dem Handels-Verkehr so fremd ist, und so wie ( 3 Mos. 25, 818. Cap. 27, 24. 5 Mos. 15, 155. W. A. P. 1. B. R 2. ——— 2.33—.. SI ——————— 8— ——..————*— 4— ———————— 258 Sechstes Capitel. wie er ist, durch alle erlaubte Mittel, seiner Ver— I tilgung entgegen bringen zu sehn. Der Staats⸗ 19 Credit ist, mit einem Worte, das Ueb 92 wo⸗ 5• 5 durch das N Maaß der wahren E CEi inküt nfte rloh⸗ ä n ren gegangen, und der Fisens dem Snaat zur ö 111 Last geworden ist; das Uebel, das im Staate e je⸗ u 5 den einzelnen Mensthen an sein Privat⸗Juteresse Einkun bindet, und ihm Urfache giebt, das Vaterland e nicht nur zu verläugnen, sondern es auch aus zihit allen Kräften feindlich zu behandeln. Wüth Aber. was für rechtmäßige Mittel giebt es 5 denn, diese Capitalisten⸗Renten, welche die Ein— 991 künfte des Staates aufzehren, zu löschen? Denn von den Darleihern häben wir immer Ursache, Heds. zu glauben, daß sie weiter keine moralischen Re⸗ 400 geln der Rechtmäßigkeit des Verborgens auf ständige und unablosliche Zinse kennen, als das 665—0 Gesetz des Fürsten. Wenn denn aber doch An— isf leihen für die Bedürfnisse des Staates gemacht hm werden; so beweist schon dieß die Unzulänglich— ig, keit der Einkunfte eines solchen Staates. Was Win für rechtmäßige Mittel, sage ich, giebt es denn SuRl nun, durch die sich ein solcher Staat aus den sh wer Schulden reißen kann? Darf der Renten⸗„ s Besitzer glauben, daß der Suverän die Steu— n bon ern oder die Anleihen noch wohl vermehren könn— viced te, damit wenigstens er sein jährliches Einkom— u. men bezahlt bekäme? Aber diese Ausschweifung Ium ist das Mittel nicht, nach dem ich frage; es Runthen könnte zu weiter nichts dienen, als das Verder⸗ shhn du ben der Nation, des Staates, und seiner Gläu— Kün biger obendrein, zu beschleunigen. Der Ren— lch m ten⸗Besitzer kann es vor sich selbst nicht verber— Vetbon gen, daß es immer noch besser seyn würde, ei— schastd nem so durchgängigen Unglucke durch einen un⸗ mnter de vermeidlichen Privat⸗Verlust vorzubeugen. 54 HeR Vil lus heschen, L. 2 ——w.⁊—.——.———..—g9H Reproduction der Ausgaben. 259 Hslger, du ü⸗ lus populi suprema lex esto. Auf was für ei⸗ ucl nem Wege kann es denn also dem Staate gelin— anste wh, gen, sich mit rechtmäßiger Art frey zu machen? Etnr— Es giebt keinen einzigen andern, als den, 1 daß er seine Einkünfte durch Verstärkung der bat⸗Julatß Einkünfte der Nation verstärkt. Dieser Weg ist 3 Minrlh bekannt genug; er erfodert nicht einmal vor⸗ 8 auch a zügliche Einsichten: die Natur hat ihn gänzlich vorgezeichnet, und durch das unveränderliche tul giht a 3 des höchsten Wesens augenscheinlich an— V gedeutet. i So weitläufig auch diese Betrachtung über„In was füt 10.0 die Zinse vom Gelde vielleicht ei der dem an⸗Calen die vom Usch e vielleicht einem oder Gelde bazegene Uchn dern Leser vorgekommen seyn mag, so läßt sie sich dein natten⸗ auf doch, im Betracht der Wichtigkeit ihres Gegen⸗ chen Rechte ge⸗ „l g standes, in der wesentlichen Reihe unsrer öko⸗ 9965 zur in duch Lr nomischen Studien nicht ausführlich genug er⸗Gen üedese, Iach örtern. Eben dieser Mißbrauch ist es haupt⸗ geutheil sey. .— sächlich, der alles zu Grunde richtet, und den Wänglch⸗ 16. Wun daher eine aufgeklärte Nation mit der größten 3. D Sorgfalt und Kenntniß der Sache als unzuläs⸗ boris vm sig verwerfen muß. Mit Kenntniß der Sa⸗ n che, sage ich, weil es eine Menge Schattierun— An, gen von Theilnahme und Industrie giebt, durch 4363 welche die Fälle dieser Art unter einander gewor⸗ chen m fen, und die Begriffe dermaaßen verwirret wer⸗ 6ten⸗ en können, daß man leicht auf die Gedanken Scefung gerathen sollte, es gäbe keinen Mittel-⸗Weg zwi⸗ su es schen dem grundverderblichen Wucher, wie er 0 Uudr⸗ heut zu Tage bey allen gesitteten Völkern öffent⸗ ue Glas lich dafür erkannt ist, und dem unentgeltlichen Der A Verborgen, welches in der brüderlichen Gesell⸗ icht webet schaft doch nie anders Statt finden kann, als wůtde, K⸗ unter dem Titel einer Schenkung oder eines gu⸗ en u ten Willens. Soll ich der Beschuldigung aus— gn& weichen, daß ich in diesem Stücke meine Materie 0 R 2 selbst 26⁰0 Sechstes Capitel. selbst nicht gründlich genug durchgedacht hätte; so glaube ich, nachdem ich die allgemeinen Vor⸗ stellungen des natürlichen Sitten-Gesetzes, und insonderheit den natürlichen Gang des Handels vorgetragen habe, der dem Wucher zum Schirm⸗ dache dient, es liege mir ob, die mancherley Arten von Anleihen in Beziehung auf die Ge⸗ bräuche der Gesellschaft einzeln vorzunehmen, und diese Erörterung mit Aus-einander-setzung der verschiednen Fälle von mehr oder minder der Ordnung und dem natürlichen Rechte gemäßen, oder mehr oder minder entgegen laufenden Fäl— len von Borg oder Anleihen auf Zinse zu be— schließen. Vor allen Dingen müssen wir einen Unter⸗ schied zwischen den unabloslichen Renten und dem überhin gehenden Borg oder der Zinse von dem geliehenen Gelde machen, dessen Wieder— Erstattung der Därleiher zur gesetzten Verfalls— Zeit, oder wenn er will, fodern kann. Unablͤsliche Renten sind entweder privile— giiret, oder hypotheciret. Privilegiirte Ren— ten sind diejenigen, wo das geliehene Geld vom Darleiher zur Acquisition eines Grundstücks an⸗ gewandt wird, welches ein Einkommen auslie— fert, wovon die jährliche Zahlung der Rente be— stritten wird. In solchem Falle geschieht die Zahlung nicht auf Kosten des Erborgers, weil er diesen Antheil vom Einkommen nicht mit sei— nem Gelde bezahlet hat. Der Darleither ist dann als Mit⸗Erwerber dieses Einkommens anzusehn; ob er gleich übrigens dem Erborger alle andern Eigenthums-⸗Rechte, dieß heißt, den Genuß des Guthes nach seinem Belieben, die Amelio— ration desselben, die Veräußerung, u. s. w. über⸗ laßt, ohne daß er in irgend einem von diesen Fällen —2— 21— Re⸗ Cxs hichen Rechte! 9 9.9e valdetl st den dis ihn desen E porausg Pourfni 2. Much ir Hybo am Rs I Re 6urds vit uit den f Khuz! md. 3 Erbotdd Durlah richtbau hiit wec Vepfänt sine See Iu der Moshe d dun Ien, M heit de drucs, 0 — siti Nuennr. Gesh des R zum Shhnz jie manchah auf di hj vortunchnn, ander,shng r nindet dr chte genßn, uferder fil duse in be han Unter⸗ Ruien und IAnse von Vieder⸗ Vefalls⸗ ů. du rile⸗ Hirte Nen⸗ Geld von ndficks an⸗ men dublie⸗ Hante be⸗ shheht die Rub, Wel cht Mit sei het ist damt Sanhuschn, alle audert de G de Ma 1.W. in von Hin gilla Reproduction der Ausgaben. 261 Föllen eine Verstärkung der Rente, oder die Wie⸗ der⸗Erstattung des Capitals sodern kann. Der⸗ gleichen Erb-Zinse ist alsdann dem natürlichen Rechte völlig gemäß. Hypothecirte Renten von Grundstücken hin⸗ gegen sind in der That wucherlich oder grund⸗ verderblich. I. Grundverderblich sind sie, weil sie den Proprietär um das Einkommen bringen, das ihm von der Rente beschnitten wird, und dessen Eigenthümer er im Grunde war; und weil vorausgesetzt wird, daß die Anleihe eine, den Bedürfnissen des Erborgers bewilligte Hülfe sey. 2. Wucherlich sind sie, weil der Darleiher an der Hypothek eine Sicherheit hat, die ihn vor allem Risico schützt: wer ein freyes Gut mit ei⸗ ner Rente beschwert, zu deren Verbürgung der Fonds verpfändet wird, der droht dem Bessitzer mit dem fast unvermeidlichen Schicksale, daß er üͤber kurz oder lang das Guth im Stiche lassen muß. Die Rente verschlimmert die Lage des Erborgers eben so sehr, als sie die Lage des Darleihers verbessert; jener setzt alles, dieser nichts aufs Spiel: so nach findet sich keine Gleich— heit wechselseitiger Bedingungen bey dergleichen Verpfändungen, zu denen der Erborger durch seine Bedürfnisse gezwungen wird, und bey de⸗ nen der heißhungrige Darleiher die Rechte der Menschheit beleidigt. Daher bedienen sich auch die Franzosen, wenn sie zu verstehn geben wol⸗ len, daß ein Mensch an einer schweren Krank— heit darnieder liege, des sprüchwörtlichen Aus— drucks, er ist stark verpfändet(H. R 3 Aber (I est bien hypothéque. 262 Sechstes Capitel. Aber es giebt Fälle, in denen diese Renten⸗ Art schlechthin ungerecht ist. Unter diese Ru— brik gehören gewisse, auf die Steuer gegründe— te Renten. Wenn Anleihen zu augenscheinli⸗ chen Bedürfnissen des Staates gemacht werden; so thut der Staats-Bürger, der sein Geld her— schießt, ohne Gefähr deßhalb zu laufen oder Schäden damit zu stiften, was seine Pflicht ist. Werden hingegen Anleihen gemacht, um einer offenbaren Gierigkeit, oder einer eben so offen⸗ baren Verschwendung zu Statten zu kommen; so befördert derjenige, der sein Geld dazu leiht, nicht allein einen Mißbrauch, sondern er wür⸗ de sich auch, wenn er dafür eine Rente von der Nation bezöge, des Diebstahls am gemeinen Gute(eriminis peculatus) schuldig machen. Un⸗ geziemendes Borgen auf die Steuer ist mehr⸗ mals bey Lebens⸗Strafe verboten worden. Der⸗ gleichen widerrechtliche Renten sind einer Na⸗ tion um so nachtheilicher, weil nicht nur die Na⸗ tion dadurch mit Schulden belastet, sondern auch zugleich allemal Anlaß gegeben wird, daß die Zinse vom Geld auf einen Fuß steigt, der ohne solche Anleihen miünenmht Statt finden würde. Ueberhingehende Verzinsung oder Vorstrek⸗ kung des auf Zahlungs-Ziel ausgeliehenen Gel⸗ des kann nur bey demjenigen Antheile des Han⸗ dels⸗Verkehrs geduldet werden, bey welchem das Geld selbst in einer öffentlichen Concurrenz— Ordnung, welche über die Taxe desselben ent⸗ scheidet, verhandelt wird. Unter diese Rubrik gehört in Handels⸗Städten der Geld⸗Handel auf den Markt⸗Plätzen, die man Börsen nennt, wo denn die Anleihen auf eine Bürger⸗Classe be⸗ schränket find, die ihres Gewerbes halber ein Recht —— 0 Recht Y wurh d blicksd sezt, ausges 6 wishl und de Kleigel iberme der N wild. sicht sa en Nut Yustt⸗ 0 Gilb mnlthigt auch ste nftu R0 M bcn Rhr v Nird, % fach Hyttag Da Wahes Woffe I dad He Gihes ffatl teln 6 selb, gen/ Lrauch —44 N Reproductlon der Ausgaben. 263 dst hunn, let diß Nu⸗ let Rurdze augenshynt, racht uaxn Recht zu solchem Handel hat; eine Classe, die durch die Wirkungen der Concurrenz des Augen⸗ blicks dem Vermiethen des Geldes seine Gränze setzt, und von der alle andern Bürger ⸗Classen ausgeschlossen sind. ein Galh hy ö Wün s ist so gar noch ein Unterschied 30 machen Hichtj dem zinsbaren Erborgen Der Kaufleute Fai und dem gleichen Erborgen der Krämer, die im chas 20 Kleinen handeln, die in den Städten immer 0 of HOR. ö Euhme Bantnn sind, 48 deren übermäßige Menge Audh der Weise zur großen Last Wa⸗—— In Hinsicht auf diese Leute laßt sich ⸗ nicht sagen, daß das Verborgen auf Zinse sei⸗ m un der nen Nutzen zu Belebung des Handels und der in Industrie, oder zu Beförderung der Circukation usir. Uu⸗ des Geldes hätte. Denn die Geschäffte solcher smehee unnöthigen Menschen, und die Circulation, die den. Der— durch sie entsteht, durch die nur die Spesen oder antt Nae der unfruchtbare Aufwand beym Handels⸗-Ver⸗ u Nün⸗ kehr gehäuft werden, und das Geld seinem nütz⸗ sedun lichen Gebrauche zum landwirthschaßtlichen Ver⸗ uid, dad kehr und zur jährlichen Reproduction entzogen saht, de wird, sind dem Gedeihen eines Staates um Suttfloen so nachtheilicher, je mehr dergleichen Borgereyen beytragen, diese Unordnung zu vergrößern. Dustek⸗ Das Verborgen auf überhingehende Zinse, shun Hel⸗ welches auf Staatsschulden⸗-Scheine oder an⸗ H N Han⸗ dre öffentliche Papiere geschieht, verursacht ei— 0 Vlchen ne Zerrüttung, welche macht, daß nicht allein Coneurten— das Geld, sondern so gar das Verleihen des sslben ent⸗ Geldes in ein Aufwechseln oder herrschendes und ise Rubrt öffentliches Gewerbe ausartet, ohne allen wei⸗ e⸗Hul tern Gegenstand und Zweck, als den Wucher ersen dennt selbst, der vom Verborgen oder Erborgen gezo— .Lasth gen wird; ein Gewerbe, wodurch bey allem Ge⸗ à bibe brauche des Geldes der unselige Unterschied zwi⸗ WII R 4 schen FFFFEEI— IEEE??::· * 264 Sechstes Capitel schen der Zinse vom Gelde selbst und dem Ge⸗ winn oder 1 Lohne, den man von der Art zieht, wie man das Geld gebraucht, aufgekom⸗ men ist; so 505 nun alle Handels⸗ Industrie⸗ und Unternehmungs⸗Gesthäffte nicht mehr schlechtweg einträgliche Bes⸗ schäfftigungen oder Gewerbe sind— sondern es sind vor allen Din⸗ gen Geld⸗ und Geldzinsen⸗Händel, bey benen man sich von der Nation eine Contribution vom Gelde selbst bezählen läßt; welches von der Zinse vom Geld oder von den Auslagen der reprodu⸗ cirenden Geld-Benutzung wohl zu unterscheiden ist, indem diese Zinse von der Erde selbst, dieß heißt, von dem Weprodnetiens Profite nicht nur denen, welche an diesem jährlichen Repro⸗ ductions⸗Zuwachs arbeiten, bezahlet wird, son— dern auch allen den Menschen-Classen, welche die Erde nicht bauen, den Unterhalt verschafft; daher denn die Zinsen des Landwirthes weiter nichts sind, als der Antheil, der ihm bey der ordnungsmäßigen Theilung des freyen Geschen⸗ kes der Erde gehört: und da seine Arbeit in der ökonomischen Ordnung die ergiebigste und un⸗ entbehrlichste ist; so muß sie, um der Sicher— heit der jährlichen Reproduction der National— Schätze willen, durch den Profit unterstützet werden. Eben deßwegen nimmt die Oekono— mische Tabelle die Zinsen von den Auslagen der producirenden Classe aus der Repro— ductions⸗Masse zurück, und läßt dagegen keine Zinse von den Auslagen der sterilen Classe gelten, weil diese Classe keine Zinsen erzeugt, indem sie nichts producirt, und ihr Gewinn bloß vom Arbeits⸗Lohne kommen kann, welches lediglich von der Nation bezahlet wird; da hingegen die Nation dem Landwirthe weder das —————— SSS— 105 Lohr sihen gNee sen Kelbs osth Ne Nb leben, Casen lich u Erdi, lichen andte Hichts Bl räuchl silem L um ellnte l ndbirt Mucht Her Hande Reits! 0 da und d die Re Rises disen Wths⸗ sch fi Ingn l so schrä stohn Gron Die 6 * Reproduetion der Ausgaben. 265 und d*„ ain das Lohn für seine Arbeit, noch die Zinsen von seinen Auslagen bezahlt, welche in den Pro⸗ t, angigz Fi gressen der Reproduction wieder einkommen. Er * MMufrh selbst heißt sie wieder aufleben; so wie durch sei⸗ 101 ne Arbeit auch die andern Schätze wieder auf⸗ le 0 leben, die jährlich unter die übrigen Menschen⸗ n d Classen von der Nation vertheilet werden. Folg— „ bey benn lich kann bloß das jährliche freye Geschenk der Hhuton vin Erde, der natürlichen Ordnung und dem natür⸗ von der Zus lichen Rechte nach, Zinsen bezahlen. Jedes det tyrod andre lohngierige Miethlings-Recht kann weiter unterscheben nichts seyn, als Dienst⸗ oder Arbeits⸗Lohn. sch biß Borg auf überhingehende Zinse ist gar nicht doftt nicht bräuchlich beym landwirthschaftlichen Verkehr; hen Npro⸗ einem Verkehr, welches der Reproduetion wegen ucd son⸗ so unumgänglich ist, daß es jede Begünstigung, 1„ velche jede Unterstützung verdient: und nach der Stren⸗ eschaff; ge zu reden, kann bey einem Volke, welches es Weittt Landwirthschaft treibt, nur diese Art von Han⸗ bey dee del rechtmäßigen Anspruch auf die Zinse von dem àGeschen⸗ Gelde machen, die dem Gebrauche desselben zum cbeit in det Handel zugestanden ist, wie wir auch oben be⸗ sit und un⸗ reits dargethan haben. Allein in den Ländern, der Scher⸗ wo das Jüdeley⸗Verkehr, der Aufgelds-Handel, Malk und die Luxus⸗Manufacturen herrschen, kennt Ulltrsltett die Regierung den landwirthschaftlichen Handel, O⸗ dieses vorläufige und ursprüngliche Verkehr, on diesen unmittelbaren Amts⸗Gehülfen der Land⸗ Neot⸗ wirthschaft, beynahe nicht einmal, bekümmert Mehn sich nicht um ihn, und setzt ihn hintan. Bey e sertln einigen, in uUnordnung gerathenen Völkern wird he Junn er so gar durch Verbote, durch gewaltsame Ein⸗ „ u il schränkungen durch Steuern, welche ihn zer⸗ hm stöhren und die Einkünfte aus den liegenden 20 10 Gründen vernichten, gehemmt und gedrückt. 0 Die Geschäffte dieses Handels werden, wie die virth 9 R 5 Ge⸗ 366 Sechstes Capitel. Geschäffte der Landwirthschaft selbst, aus dem Ersatz, und aus den Zinsen von den Auslagen dabey, durch den Ertrag des Bodens selbst be— zahlet, und von dem reinen Ertrage, welcher das Einkommen der Nation ausmacht, im vor— aus abgezogen. Diese Einrichtung macht sich, wie wir im folgenden Capitel sehn werden, in der ökonomischen Ordnung dergestalt von selbst, daß das Einkommen gar nicht eher angeschlagen werden kann, als bis erst die Kosten und Aus⸗ lagen bey diesen beiden Geschäffts-Arten abge— rechnet sind. Die Zinsen von den Wirthschafts— Auslagen sind also denen, welche sie hergeben, von der Natur selbst angewiesen, und werden von den Wirthschaftern aus dem Total-Ertrag im voraus erhoben, ehe es zur Berechnung über den reinen Ertrag kommen kann. Deßwegen lassen wir auch weiter keine Zinsen von Geschäffts⸗ Auslagen gelten, als die bey der Landwirthschaft und dem landwirthschaftlichen Händel, weil sich diese Zinsen in der ökonomischen Ordnung natür— licher Weise von selbst finden, und dagegen bey jeder andern Geschäffts-Art ohne Unterschied die Nation selbst die Kosten und das Lohn der Ge⸗ schäffte bezahlt, ohne sich in Zins⸗-Rechnungen einzulassen, welche nur durch eine bloß con— ventionnelle Einrichtung, die der natürlichen und skonomischen Ordnung fremd ist, eingeführt wer⸗ den könnten. Wenn über dergleichen Zinsen nicht einmal eine Abrede getroffen ist; so sind sie auf alle Weise unerlaubt. Es läßt sich aber darüber keine Abrede treffen, weil hierzu Unterscheidun⸗ gen im Einzelnen erfoderlich wären, welche kein Gesetz deutlich machen, oder beseimmen kann. Mithin ist Geld-Zinse, die von Geld erhoben wird, eine verfängliche und unbillige Erfindung. Geld— 6⁰ Wen thel Yiebt hitt G duft ! tilet Wel Ius U vhte er K schmn. Hel,! Rnteh saalet vaden Din lich deret Land I u In du Wun ns sihi, Ige, wuche Ht, in W macht sh werden, i boß silhßz angeshlopn und Au Iutn ab⸗ Hethshafts Hgehn, d herden Il⸗Einag Inm iber Rswegen shäfts⸗ ethschaft Wil sih N8 wtür Nai bey schied di N He⸗ X Hof con⸗ lchen und ihtt w⸗ Ren nicht d si auf Rüber sheidun⸗ Nche kei ven fann. vahohe ufüdug 60• — Reproduction der Ausgaben. 267 Geld⸗Borgereyen auf zeitliche Zinse sind eben so wenig, wie immerwährende Renten, ein Vor⸗ theil für die Landwirthschaft. Zu gutem Glücke giebt es auch nicht viel Verborger, die das Herz hätteu, Geld auf Renten bey dem Geräch und Geschirr einer Landwirthschaft zu belegen, da dieses Mobiliar-Vermögen allerley Gefahren und Unfällen unterworfen ist, die dem Capital iner Rente keine Sicherheit lassen; eben so wenig Sicherheit finden sie bey Anleihen auf Zinse bis zu einer gesetzten Zeit für die Wieder⸗ bezahlung der geliehenen Summe. Mithin las⸗ sen sich die Anleihen auf zeitliche oder immer— währende Zinse durch ihren Gebrauch zu Gunsten der Landwirthschaft und des landwirthschaft⸗ lichen Handels, bey dem sie sehr selten vorkom⸗ men, nicht rechtfertigen. Sie treffen also, die Renten von Grundstücken abgerechnet, bloß die sterile Classe, beym der sie für die Nation grund⸗ verderblich sind. Wenn die Landwirthschaft einiger Maaßen bey Kräften ist, und nur nicht die Anleihen auf Zinsen in einem Staat herrschen; so findet sie leicht Huülfe und Unterstützung an den Schätzen derer, die ihr mit Profit für sich selbst und die Landwirthe, welche ihres Beystandes bedürfen, helfen wollen. Diese versorgen sie mit Wirth— schafts⸗Vieh, und theilen mit ihnen den Profit, ohne Nachtheil für den Fonds, der immer denen vorbehalten bleibt, welche die Auslagen be⸗ streiten. Auf diese Weise wird der Profit von einem producirenden Schatze geliefert. Dieser Beystand ist also nicht mit dem Borg auf Zinse zu verwechseln; nur aber ist er unglücklicher Weise viel zu selten bey Agricultur-Völkern, die einmal 268 Sechstes Capitel. ö einmal schon dem Wucher und dem jüdischen Agiotiren preis gegeben sind. Von ächten Wenn ich demnach sage, die ökonomische Eintühiten. Regierung müsse sich das größte mögliche Güther— ö Einkommen zum Ziele stecken; so setze ich zugleich voraus, daß sich die Regierung wohl hüten werde, unächte Einkünfte mit ächten zu ver⸗ wechseln. Könnte man den Belauf aller, in Tabelle zusammen-rechnen, und wollte nun eine solche Tabelle für ein wirkliches Verzeichniß der Einkünfte halten, die im Staate sind; so würde man gerade das Widerspiel der Wahrheit vor sich haben: man würde ein Uebermaaß von steri— len Ausgaben, einen weit gekommenen Verfall des Einkommens für das Einkommen selbst hal— ten;— indem gerade in den unglücklichen Zei— ten, in denen das Publicum und die Privat⸗ Leute zum Aufborgen genöthigt sind, die Capi— talien-Renten immer mehr zunehmen, und der Staat immer tiefer ins Verderben sinkt. Die Renten sind der Staat selbst, hingegeben auf verlohren Capital zum Vortheil einer ge— wissen Anzahl von Müßiggängern, die ihn ge— nießen. Je mehr die Capitalien-Renten über— hand nehmen, desto kürzere Zeit kann der Staat dauern. Es ist zwar währ, wenn die Ver— fassung des Staates, nachdem er mit seinem Fond auf die Neige gekommen ist, sich alsdann noch genug haben, die Last der Schulden abzuschüt— teln und sich auch hernach noch zu halten. Je— doch kann das nicht geschehn, ohne die Ver— fassung zu ändern, und die Lage der Gesellschaft überhaupt vielleicht sehr zu verschlimmern, die Gesetze einem Staate gegründeten Renten auf einer hält; so kann seine Verfassung vielleicht Kräfte Hesethe furcht chte Nehit kunft Dud Sl Ren daß aaste aus l sah, Buhne Kyen Hugehe lüre Runche uaht l üh NM + NMhe er 9 futtu Shůl uune Nuf U fichn bure den, Gss start —— * öů 7 —.—. /=–mn,,x. SIIIIINRN Reproduction der Ausgaben. 269 V Hn Gesetze zu entkräften, die Sitten und die Ehr⸗ furcht vor dem Ansehen der Regierung zu ver— Amnit nichten. Mit einem Worte, die Capitalisten⸗ ihe Gith. Renten machen so wenig einen Theil der Ein— ich ughhh künfte aus, daß sie denselben vielmehr zum vohl hü Verderben gereichen. en zu verz Besoldungen, Emolumente, Profite, Gnaden⸗ Verschieden⸗ 016 in Gehalte, Häuser⸗Vermiethungen, Uert, w. kom⸗ 4ben Ein⸗ Em men so wenig in die Rechnung der Einkünfte, künste. Ahnr daß sie vielmehr geradezu den Einkünften zu 9. Lasten gereichen. Die jährlichen Renten, die ö aus der Vermiethung, zum Beyspiele von Häu⸗ ur sern, Plätzen, Ständen zum Feil-haben, Buden, min Buhnen und Anländen(am Strande der See), r Kayen(am Gestade schiffbarer Ströme), u. d. gl. — eingehen, sind bloß Ablager und Herbergen i⸗ einer Portion von circulirenden Einkünften, kön⸗ moct⸗ nen aber bey der Masse der reellen Einkünfte gar Cui nicht in Rechnung kommen. Das eigentliche und der ächte Einkommen, das wirklich wieder⸗-aufleben— de und freye Einkommen läßt sich nirgend anders Wanbe her ziehen, als aus den Ländereyen, die den ä. Regen in Schätze verwändeln. Ihr, die ihr in 7 10 der Meynung stehet, als wären Handel, Manu⸗ 4.7 facturen, Industrie, u. d. gl. Quellen von 1.1 Schätzen, setzet doch einmal den Fall, daß zwey ganze Jahre nach einander der Regen auf die Oberfläche der Erde ausbliebe, und saget uns, * was dann aus eurem Handel, aus euren Manu⸗ ro facturen und eurer Industrie, aus euren Renten, Hift euren Mieth- oder Pacht-Zinsen, u. s. w. wer— uschit den, oder wie es überhaupt dem menschlichen —1 Geschlecht ergehn würde? Vl⸗ i Siebenter Grundsatz. Es läßt sich eine u, N starke Reproduction zum Nachtheile H 8——.— EEE.———— 27⁰ Sechstes Capitel. des Einkommens bewirken, 1) wenn zu viele Menschen dazu gebrauchet, und zu viel Ausgaben dabey erfo⸗ dert werden; 2) wenn aus Mangel an Verkehr mit dem Auslande der Ueberfluß die Producte dermaaßen in Unwerth bringt, daß sie nichts gelten, worauf gar bald Dürftigkeit und gänzliches Aufhören des Einkom⸗ mens erfolgt; 3) wenn die Steuern von Lebens⸗Mitteln den Verkaufs- Werth drücken und aufzehren, wo— durch die Reproductions⸗Kosten ohne allen Nutzen gehäuft werden. Lasset uns jeden von diesen drey Puncten besonders untersuchen. ö Es ist eine ausgemachte Sache, daß die Cultur⸗-Kosten im voraus abgezogen werden müssen, ehe sich das Einkommen, welches im reinen Ertrage besteht, sicher bestimmen läßt; woraus denn die Folgerung fließt: je mehr die Werkstatt aufzehrt, desto weniger bleibt an rei— nem Ertrag übrig, um ein Einkommen abzu⸗ geben. Es klingt auf den ersten Anblick fast gottlos, zu sagen, es sey gleich⸗viel, ob die Consumtion bey der Werkstatt von Menschen, oder ob sie von Thieren, u. s. w. geschieht: allein wir haben hier bloß die Regeln der Rechen— Kunst vor Augen; und diese beweisen, daß der größte Profit an reinem Ertrage den Menschen und dem gemeinsämen Interesse zum Vortheile gereiche. Der Mensch besonders hat ohne den Staat oder öffentliche Ordnung keine Sicher— heit; und der Staat besteht bloß durch die Menschen. Diese beiden Gesichts-Puncte müs⸗ sen bey der Rechnung in Anschlag gebracht wer— den. . Lultur⸗ 08 CE Vermni bey de bauent wir do der Cassh Hebit 2 Laten, rli Rckion vit mit uten a I, bo N Mel 5 woch Vschet Wt A wder Lande ein Rasser lliger Meklich Masch un u ibahn Miune Gniif witd' scheit: des, if Ies GOf Reproduction der Ausgaben. 271 in den. Die ganze Consumtion, welche in den brarh, Cultur-Kosten aufgeht, ist reiner Verlust für abey uy das Einkommen: und wenn auch schon durch àNanzef Verminderung dieser Kosten die Volks-Menge lande dun bey dem producirenden, und das Land wirklich ermaaßn bauenden Theil abzunehmen scheint; so werden sie nichtt wir doch übrigens den Ersatz dieser Abnahme in rftigtel der Vermehrung der Menschen von andern 5Einkon. Classen, die durch den Anwachs der Einkünfte „Steuen bewirket wird, sicherlich wiederfinden. Berkanf Allein die Vermehrung der Menge von Acker⸗ leuten, wird man sagen, ist ja doch das aller— ren, 0 2 2.. senehn⸗ zuverläßigste Mittel, Vermehrung der Repro⸗ 1. ast duction zu bewirken; woraus denn folgt, daß Hn wir mittelst einer größern Menge von Acker— leuten auch eine stärkere Reproduction bekom— men, von welcher theils die vermehrte Anzahl n der Ackerleute selbst ihren Unterhalt hat, theils (1 uns noch überdieß ein Zuwachs an Einkünften ihenn gesichert wird.— Hätte es damit seine Richtig⸗ 9 itz keit, antworte ich; so müßte derjenige, der sich Kas wider die größte Volks-Menge derer, die das Grus Land bauen, erklären wollte, noch ärger seyn, mn aln als ein Menschen-Fresser: denn die Menschen— Hbld fit Fresser verschlingen doch nicht ihre eignen Mit— l,* bürger;— aber so verhält sich die Sache Hashe wirklich ganz anders. Die Arbeit mit bloßen gihiht: Menschen-Aermen baut, vertieft und bricht Hdh zwar unläugbar ein kleines Stückchen Landes „ dj der überhaupt mit mehrerer Sorgfalt, als es der Maschen Ackermann mit Hülfe des Viehes und der Acker⸗ Vortheilt Geräthe bey'm Pfluge zu thun vermag; folglich t ohne del wird auch ein solches kleines, mit dem Grab— ne Scht⸗ scheit oder Spaten bearbeitetes Stückchen Lan— dulch de des, in Vergleichung gegen ein andres gepflüg— hulct us tes Stückchen von gleichem Umfange, mehr ein⸗ racht Ru⸗ tragen: . ⁰.... 27² Sechstes Capitel. tragen: allein dieser Ueberschuß gereicht so wenig dem reinen Ertrag und dem Einkommen im Gan⸗ zen, oder auch nur zum Theile, zum Zuwachse, daß vielmehr ein Mensch, der zu seinem Lebens⸗ Unterhalte weiter nichts hätte, als was er mit seiner Hände-Arbeit aus dem Boden erzielte, höchst kümmerlich zu leben, und so viel gewiß nicht haben würde, als er brauchte, seiner Familie den Unterhalt zu geben. Daher kömmt es eben, daß geräde in den Gegenden, wo die Menschen das Vermögen nicht haben, das Land mit Hülfe des Pfluges und der Pferde oder Ochsen zu bauen, so viele Lehden braache und ungebaut liegen. Dieses macht denn, daß die Auslagen bey der Landwirthschaft und die Be— nutzungs⸗Schätze in Nutz-Vieh und Acker⸗ Geräth, und nicht in Menschen bestehen. Wäre dieses nicht; so würde dem großen Pachter, der so eben die Wirthschaft auf einem starken Pacht— Guth übernommen hätte, so gleich sein eignes Interesse begreiflich gemacht haben, daß er nur recht viel Hand-Arbeiter, und nicht so viel Pferde mit auf's Guth zu nehmen brauchte, um seine Wirthschaft zu treiben. Es würde auch diese Art von Auslagen nicht nur rühmlicher, sondern wohl gar in so fern nützlicher seyn, in wie fern der Mensch ohne allen Vergleich mehr, als die Thiere, zu allem zu brauchen ist. Allein so will der Mensch nicht allein besser genährt seyn, sondern er braucht auch Kleider und Schuhe, Beystand, u. s. w. Ueberdieß hat er bey weitem nicht so viel Kräfte, als Pferde und Ochsen, eine Pflugscharr zu ziehen. Mit einem Worte, seine Arbeit ist zu kostspielig: und wenn also der Pachter des Wieder-Einganges seiner Auslagen und seines Pacht-Geldes versichert seyn ehh wil Vrthst den Mt die Ml keit schchn Wenh⸗ richtkr Et Rbeit lann, Gschi Hortion Fosten, Haben, slchen g⸗ si he Sölnnis sch iuen Wa Mabw Adit Ethalt antheht yssen Eritor M den; schn au Ahns⸗ ut tin hat, sol Gagend Ueherfh desto st In der Gehirgs NV. . Mrüchtpang Eommen in Im zum Zuus, seinem Egz als was er Boden etzeh so vill gehj auchte, sein Daher kannt Ruden, wo di ben, das Jurd r Mrde obet blaache und uun, aß die m dit Be⸗ 1 Ackr⸗ s. Wäre ichtet, der en hacht⸗ san eiges doß er vut ucht soi brauchti un ur auch tihnlcht, icher sch, 0 aulah neh. nit Men I n Hadtt und hudieß hat tt 6 Pede Mi lem d Damn E + Reproduction der Ausgaben. 2 73 seyn will; so darf er nicht mehr Menschen zur Wirthschaft brauchen, als er ihrer nöthig hat, den Arbeits⸗Dienst der Pferde zu regieren, oder die Arbeiten des Verstandes und der Achtsam⸗ keit, die nicht anders, als mit der Hand, ge— schehn können, zum Beyspiele, die Cultur der Wein-⸗Berge und die Gärtner-Arbeit, zu ver⸗ richten. ö Es giebt steile Gegenden, in denen das Arbeits-Vieh keine Dienste zur Cultur leisten kann, und von denen die Menschen doch mit— Geschicklichkeit und mühsamer Arbeit gewisse Portionen von Lebens-Unterhalte mit wenigen Kosten, die denn aber auch einen geringen Preis haben, erzielen. Allein die Menschen, die in solchen Gegenden wohnen, sehen sich auch, wann sie ihre Cultur abgewartet haben, um andre Bedürfnisse mehr bestreiten zu können, genöthigt, sich einen Theil des Jahres hindurch in Länder zu verpflanzen, die an Einkünften, welche der Ackerbau liefert, reicher sind, und die ihnen ein Arbeits-Lohn für ihre Dienste bezahlen. Dieses Erhaltungs-Mittel wird ihnen besonders un— entbehrlich, wenn sie zu einem Staate gehören, dessen Fiscus seine Aeste über alle Portionen des Territoriums ausbreitet, ohne sich im mindesten an den Zweifel zu kehren, ob die Producte der— selben auch wirklich Einkünfte, oder nur bloßen Lebens-Unterhalt gewähren. Wie indessen im⸗— mer kein Uebel sein Gegen-Mittel weit zu suchen hat, so haben auch solche Staaten immer einige Gegenden, wo die Einkünfte mit mehrerm Ueberfluß ausgegeben werden, und wo dadurch desto sicherer Arbeit und Verdienst zu haben ist. In dergleichen Gegenden kommen denn die armen Gebirgs-Einwohner, und suchen Arbeit. Von M. L. P. 1. B. S dem ———..———.:— 274 Sechstes Capitel. dem Lohne, welches sie da verdienen, leben sie bey ihrer Arbeit so sparsam, daß sie davon so viel, als möglich, mit nach Hause bringen können. Und wenn dann die armen Leute wie⸗ der nach Hause gekommen sind; so reicht doch immer ihr mitgebrachter Lohn kaum weit genug, daß sie davon ihre Abgaben, und die Vorschüsse bezahlen können, die einer oder der andre Be⸗ mittelte während ihrer Abwesenheit ihren Wei— bern und Kindern zum Lebens⸗Unterhalte gethan hat. Zu folge dessen ist nichts offenbarer, als daß solche Gebirgs-Bewohner nicht von dem Ertrag ihrer Ländereyen, sondern mehr von ihrem Arbeits-Lohne leben, und ihre Steuern bloß vom letztern bezahlen. Machen hingegen dergleichen gebirgige Gegenden freye Landschaf— ten aus, denen kein Fiscus etwas zu steuern an⸗ sinnt; so erhält sich eine solche Staats-Form, welche bloß eine freye und friedliche Gesellschafts— Verbindung ist, lediglich durch die politischen Einrichtungen ihrer Nachbaren und durch ihre eigne Mäßigung; und das Volk auf dem Lande lebt da glücklich— in der Voraussetzung, daß es für den Ueberfluß seiner Bevölkerung einen immerwährenden Ausweg bey den Ausländern giebt: denn zu Hause würde ein solches armes Volk nimmermehr bedeutende Städte zu bilden, und sich die gehäuften Mittel zu seiner Sub sistenz zu verschaffen vermögen, welche bloß aus dem Ueberfluß und der Circulation der Einkünfte quellen können. Folglich ist es eine ausgemachte Sache, daß, wenn die Landes-Cultur zu viel Menschen braucht und zu viel Kosten erfodert, in solchem Fall eine stärkere Reproduction nur zum Nachtheile des Einkommens und des Ge⸗ deihens des Agricultur⸗Staates bewirket werde, ö so Oütft sünste uul die I3 de 6 shen, ͤ‚ lict; Hithtt)r aude gele Menev WIN sud dit Br verden, Hern, (⁰%) Auge ve Msamn Wäthschn avafla wohhgeth 0 Wih 0H 696 Fxti Feriil 4 h Haust hinnz armen Rutt u, d5 so tachth kaum wet umn und die Tust Mon sign V sth Hschuf⸗ d suunn al EU Wche Ghclscaftz⸗ u N Mltshen N ud durc in Dilauf d Hu ht unts 300 ben Areubseh Enlinst h WEymit 3⸗Ht d M Lsen ufodů Wrdartnt 1 7½—* Ins und N III 1 ö W, 0 Reproduction der Ausgaben. 275 so fern die Ländereyen desselben eine Cultur unterhälten konnen, welche an sich ökönomischer, und mithin auch eher fähig ist, Einkünfte zu geben. Der zweyte Punct, den wir hier zu unter⸗ suchen haben, ist der Fall, wo der Ueber— fluß, aus Mangel am Verkehr mit dem Auslande, die Producte in sol⸗ chen Unwerth bringt, daß sie nichts gelten, woraus hernach gar bald Dürftigkeit und Auf hören der Ein⸗ künfte erfolgt. Wenn sich irgendwo ein— mal die schlimme Nachrede anwenden ließe, in der die Götzen der Heyden bey dem Psalmisten stehen, sie haben Augen, und sehen nicht; sie haben Ohren, und hören nicht(D: so würde sie am ersten von einem Lande gelten, wo die Landleute gezwungen wären, vor einer reichlichen Aerndte darum zu erschrecken, weil die beiden vorhergehenden ergiebig gewesen sind; wo sie einander durch Wiederhall zuriefen, die Weine werden auf die Straße geschüttet werden, das Getraide verrottet in den Spei⸗ chern, und das Volk kann nicht mehr bezäh— len(; und wo unterdessen, daß sich diese Klage von allen Seiten hören ließe, in neuen Versammlungen, die zur Aufnahme der Land— wirthschaft ausgedacht und gestiftet wären, der Zweifel aufgeworfen werden könnte, ob es auch wohlgethan sey, den Producten des Landes die Wege zum Absatz im Auslände zu öffnen; wo S 2 über Ps. 115, f. 6. (i Dominoque parabat Exitium foecundus ager, metuenda colonis Fertilitas. ͤ ö Slaudian. 276 Sechstes Capitel. über diese Streit⸗Frage pro und contra argu⸗ mentiret wurde, und die Versammlung am Ende bey Harlekins Schlusse stehn bliebe, datemi un memorial(6). Ihr gelehrten Schieds-⸗Richter über das Schicksal der armen Sterblichen, möch— te ich ihnen zurufen, meynet ihr wohl, wenn der Wein⸗Bauer in diesem Jahre seine Weine wegschüttet, weil er sie im vorigen Jahre mit Schäden verkaufen müssen, und nicht einmal die Valuta von dem, was ihn die Bearbeitung im vorhergehenden gekostet hatte, daraus gelost hat;— meynet ihr wohl, sage ich, daß er in den folgenden Jahren werde viel wegzuschütten haben? Wenn der Mensch auch schon drey bis vier mal nach einander ein Thor, und ein be— trogner Thor der täglichen, mühseligen und an— haltenden Anwendung seines ganzen Jahres seyn wollte; wenn er sich auch, sage ich, weil er es nicht ändern kann, gefallen ließe, an einen so unglückseligen Zustand angenagelt und gekreuzigt zu bleiben: würde er es wohl können? Er nagt unter seiner Arbeit an seinem Fleisch, und lebt von den wenigen Auslagen, die er noch übrig hatte,— von dem, was er seit drey Jahren zu erborgen vermocht hat. Kann er sich wohl noch lange auf solche Lehnen stützen? Und sollte er das auch noch, unbedingt zu reden, vermögen— welches nur bey einer geringen Anzahl, in Ver— gleichung gegen das seyn kann, was mittler— weile unter der Last des Unwerths oder der Miß— Preise hat erliegen müssen;— was ist es denn für eine Hoffnung, die ihn noch aufrecht erhal— ten kann? Die könnte nichts andres seyn, als ein künftiges Jahr des Mißwächses, ein Hagel⸗ Schlag, ( Gebet mir ein Andenken. 085 schlag 54400 tine tle Hossnun mire& tin,d wolnt sahe bi en V gescht f licht el hI Leh e wede huft, da m der Maroll, lhlchte! Ruglihen Iun gbery Wandond orduung Untertho sachen Hufe mi hetkt sh a mit b der augth ie l durh un iu alan konnte, unsen tben so und uns⸗ un aagzn Wü bliebe, hien 8 Schithsh 'terblichn n ihr wohl, zn ahte seie In drigen Iahre o nicht ennalh earhetung „Sdaraus gat He ich, duß eru I egwshtte b schon drey bis +, und ain be⸗ slgen und an⸗ Mahres seyn , Weil er es an einen so und gekteupgt Rheg“ Et nagt leisch, und löt et noch ibrh brey Neheen zu sch nohl noch ld seltrer das „ hmahen— nil, in Vu⸗ „vas mittle⸗ oderde M⸗ wab ist es dun dustecht afe mdtts sehñ, sth en 0005 Eh — Reproduction der Ausgaben. 277 Schlag, ein später Frost, der ihn, wie Gideon's Fell(D, allein verschonte. Wäre das nicht eine trefflich wohlgegründete, sehr tröstliche Hoffnunz, eine feste, zuverläßige Stütze für nate e Einkünfte?— ein, daß Herade durch die unseligen Dämme, womit ihr den Früchten den Ausweg zum Ab⸗ satze verrammelt habet, die Früchte auf den einzi⸗ gen Absatz zu eurer eignen Consumtion herunter⸗ gesetzt sind, welche wir, die mehreste Zeit über, nicht e inmal hinlänglich bestreiten können— weil bey uns mitten unter solchem Ueberflusse, der weder Einkommen, noch Arbeits-Lohn ab⸗ wirft, das Arbeits-Lohn fehlt, und weil als⸗ dann der niedrigste Preis der Früchte durch Rückprall für diejenigen, die dieser Preis in die kläglichste Dürftigkeit stürzt, zu einer unzu⸗ gänglichen Theurung wird? So bald sich nun aber unste Consumtion durch politische Ver— wendung der Einkünfte am unrechten Ort in Un⸗ ordnung gestürzt befindet, und die Armuth der Unterthanen,(eine Folge von den nämlichen Ur⸗ sachen,) Anlaß giebt, die Valuta in jedem An⸗ kaufe mit Gewalt herunter zu drücken, so bald bietet sich auch nichts mehr zum Verkaufe dar, als mit vieler Schwierigkeit; alles stockt, und der auswärtige Handel, der keine Kundschaft, keinen erlaubten Weg hat, auf welchem er unsre, durch unsre Policey⸗- und Fiscalitäts-Anstalten zu allen Zeiten in Bann gethanen Früchte holen könnte,— dieser Handel, welcher denen von unsern Producten, welche die andern Völker eben so gut besitzen, wie wir, das allgemeine, und unsern WeinBergen, die wir ausschließ— 3 lich ( B. d. Richter 6, 36740. Und sehet ihr denn nicht ——mcmmm———————— — — 278 Sechstes Capitel. lich besitzen, ein privilegürtes Leben geben wür⸗ de,— dieser Handel, sage ich, das einzige Heil⸗-Mittel für unsre Krankheiten, die einzige Stütze unsrer Einkünfte, und daburch zugleich unsrer Unternehmungen, spottet, so sehr er auch mit den Offensiv⸗Waffen unsrer Verbote be⸗ drohet wird, über unsern unvermeidlichen und schon ausgerechneten Fall, da wir uns indessen, statt aller andern Hülfe, begnügen müssen, un⸗ sern Herrn Gott zu bitten, uns seinen Thau und die Fettigkeit der Erde zu versagen. O! über den unverständlichen Tiefsinn der Resultate und des Erfindungs-Reichthumes des Geistes der tiefsten Forschung und Erörterung! Dieses führt uns zu der Untersuchung des dritten Punctes, nach welchem angenommen wird, daß durch die Steuern von Lebens⸗ Mitteln der Verkaufs⸗Werth der Lebens⸗Mittel belastet, und die Re⸗ productions⸗Kosten vermehret wer⸗ den. Alle Steuern und Abgaben, die der Fiscus von den Lebens⸗Mitteln erhebt, sind Anfälle wider den Handel: denn man kömmt nicht auf das Feld des Landwirthes, Lebens⸗ Mittel da zu suchen, noch in die Küche des Consumirers, sondern auf dem Wege von dem einen zu dem andern wird die Abgabe davon er⸗ hoben. Also geschieht es vom Handel; und wir haben zur Genüge dargethan, daß alles, was den Handel angreift, ein Angriff auf die Aus⸗ gaben, auf den Ankauf so wohl, als auf den Verkauf, auf den Verkaufs⸗Werth, auf die Frucht⸗Erzeugung, und folglich auf die Ein⸗ künfte sey. Hört man indessen die Verfechter solcher Besteurungs-Arten sprechen; so heißt es, man müsse dieselben zur Erleichterung des Vol⸗ kes, / Habehe bezieri rer ul tin ds vachs. Grund. Vüderht se/ zul gt fi visalld tndd Iue Ns vn Rnren 1 gehlid herfaf Ctand vohl dubig Eihrif hittet auftge doch ur& 3u mnt meixi⸗ heißt: l gef —————————*r.——————.———— Reproduction der Ausgaben. 279 h. er kes, und besonders des producirenden Volkes N u beybehalten— als wenn das dienstbare, lohn⸗ Hn wrate begierige Volk irgend ein ander Interesse hätte, dadurh nt als 9—.— 0 13 der Einkünfte, welche das einzi⸗ + 0 ge Pittel ist, ihm zu Vermehrung seines Arbeits⸗ ur Verhotth Leh; tes n verhelfen!— als ob das produciren— ermeiblichen m de Volt— 0 o ein ander Interesse hätte, als . uns indeso den stärksten Aufgang 118 die beste Consumtion, gen müsen u⸗ durch we Whe d en Lebens⸗Mitteln ein desto stärke⸗ n seihen Vu rer und zuverlaß gerer Verkauss⸗Verth, und bersagen. dl ein desto gewisserer Profit von seiner Arbeit zu⸗ un der Asultt wächst! Trägt man nun aber, diesen einfachen Neg de Hats Grundsätzen zu folge, auf Abschaffung solcher trung wiederholentlichen und ruinssen Steuern an, wie Hrsuchung des sie, zum Beyspiele, besonders auf die Weine ongnommen gelegt sind; so heißt auf der Stelle die Antwort: nebens— wie soll denn das ersetzet werden, was die Cleri⸗ gerth der sey und der Adel an dieser Steuer bezahlen?— ud dit Re— Aus dieser fiscalischen Vertraulichkeit ergiebt sich, hret der⸗ daß dergleichen wohl- oder übel⸗gesinnte Volks⸗ Wem, dee der Patrone,(denn es giebt dergleichen von beider⸗ u ubebt, sib ley Art,) ihre Freude nur haben, wenn es ihnen n nun Kant geglückt ist, den nach den Gesetzen und dem Irthes /Hn⸗ verfassungsmäßigen Herkommen privilegiirten Ahe des Ständen einen Rang abzulaufen. Denn da sie N den wohl wußten, daß es iese Stände nicht ge⸗ Hen u duldig gelitten haben würden, wenn man einen Eingriff in die Steuer-Immunität ihrer Güther hätte thun, und denselben eine directe Steuer auflegen wollen; so ist man auf ein Mittel be⸗ dacht gewesen, sie durch ihre eigne Consumtion zur Steuer zu ziehen: und da Niemand gerade⸗ Ra* zu und persönlich berechtiget ist, sich diesem ge⸗ nh ud ui altt, was fuñ de 2 M als ah U ö .— 0 meinsamen Gesetze zu widersetzen; so hat man, 40 heißt es, durch diesen Umweg wirklich ein Mit⸗ eh; 05 tel gefunden, das billige und natürliche Gleich⸗ tuum N 6 S 4 gewicht 280 Sechstes Capitel. gewicht wiederherzustellen, und den Reichen ohne Unterschied, er sey, wer er wolle, nach Maaß⸗ gabe seiner Consumtion zu besteuern. Wollte man nun itzt diese Art von Auflagen abschaffen; so würde man aufs neue anfangen müssen, sie wiedereinzuführen, um die Contribution auf die— jenigen auszudehnen, welche steuerfre eyer Ein⸗ künfte geniehen.— Ich bewundere die künst⸗ lichen Erfindungen einer eben so edlen, als er⸗ habnen Politik. Auch messe ich den Verlegen⸗ heiten und Schwierigkeiten der Staats-Admi— nistration um so mehr willigen Glauben bey, je weniger ich jemals die Menschen regieret habe; und behüte mich Gott, daß ich das Schicksal haben sollte, so was noch zu thun— nach einer langwierigen Angewöhnung der Menschen an hinterlistige Anstalten, deren Basis die Tren⸗ nung des Interesse des Fürsten von dem Interesse seines Volkes war; eine Trennung, welche von Seiten dieses Volkes ein unabläßiges Mißtrauen in alles und jedes, was ihm von der Regierung zukömmt, zur unfehlbaren Folge haben muß!— Wenn man nun aber die Ursachen wieder in Ordnung brächte; sollte man denn nicht Hoff— nung heegen dürfen, auch die Wirkungen wieder in Ordnung bringen zu können? Richts ist ge⸗ wisser, als daß das Interesse des Fürsten er⸗ fodert, die gesammte Ober⸗Gewalt wieder an seine Regierung zu bringen, und folglich der ausschließlichen Herrschsucht der Magnaten zu steuern.— Aber warum erfodert es sein Interesse?— Ey! darum hauptsächlich, weil es das Interesse seines Volkes erfodert. Sollte die Herrschsucht der Magnaten einmal die Ober— hand bekommen; so würde sie zuverläßig nicht auf und Aufrechterhaltung des ge⸗ mein⸗ minnso jm He ten, nicht 30 de an Mih U andre mans Hbi am; Ind of Syerut shritbe fllund Hgegen Nundi R uf l Fehde stihe Kholt Regier fir de ur si Wsch Ide Dabot fasch Hauft uns; zu de men⸗ de 7 ———F—————— +————————— ll. Reproduction der Ausgaben. 281 Dndechg, olt, nach N EX. estuern. dud meinsamen VolksInteresse, sondern vielmehr im böegentheil auf Zertheilung desselben los⸗arbei— ten, um es ganz an sich zu reißen; sie würde sagen abshh 0 Nolt Augk en üstf nicht streben„dem Volke zu gutem Naskommen hntun 110 zn verhelfen, sondern vielmehr, dasselbe vollends anz auszuziehen und es bettelarm zu machen.— lhuerfteyer Ey,—.— 55 ö ma⸗ Wi Mithin ist das Interesse der oberherrlichen Macht ääin 10 ö so wohl hierinnen, als in allem Uebrigen, kein 1•. 10 andres, als das Interesse des Volkes, das ge⸗ 2 Lalhn meinsame Interesse des Publicums. Stößt das Ctarte,Ahn Privilegium gegen das Interesse des Publicums lauben Hy/ I an; so ist nichts billiger, als dem Privilegium regint zale; zu Leibe zu gehn, und zwar durch gesetzmäßige l Ecickal nd offenkundige Mittel und Wege, indem eine in— nach Operation, die vom natürlichen Gesetze vorge— r Mischen schrieben ist, sicherlich mit durchgängigem Bey— Tren⸗ fall und Beytritt unterstützet werden wird. Ist am Inttrese hingegen das Privilegium eine Sache bloßer welche von Rotabilität, und wird im Wesentlichen der Din⸗ Mitteguen ge nichts damit verdorben; so ist ein Anfall dar— Nepierang auf ein häuslicher Einbruch, eine bürgerliche Wben nuß!— Fehde. Jedoch ist in beiderley Fällen ein hinter⸗ u wiche n listiges, von der Seite oder unter der Erde her in nith Hof⸗ geholtes Mittel einer rechtmäßigen und weisen Hulhn dicht Regierung unanständig; es ist grundverderblich Hhe ge für den angreifenden Theil, indem es ihn nicht Flnsn et⸗ nur selbst entehrt, sondern auch seiner eignen t an Absicht schadet, und eine Wirkung thut, die ge⸗ flhlch de rade das Widerspiel von dem ist, was er sich davon versprochen hatte,— wie es mit allen falschen Schritten geht, die immer darauf hinaus laufen, daß die Leute in die Irre gerathen. Lasset Hagtaten u Nett e8 sen sialch, vil 210 uns alle diese Gegenstände untersuchen, und sie n zu dem Ende in zween Puncten kürzlich zusam rin men⸗fassen. Zuförderst lasset uns zusehn, ob 760 die Privilegien, als dem gemeinen Besten zu⸗ Il WAI ö ö— wider⸗ ut 283 Sechstes Capilel. wider-laufend, die ernstliche Aufmerksamkeit des Fürsten verdienen; und nächstdem, ob das ob⸗ gedachte Mittel, dessen man sich zu Vereitelung derselben bedienet hat, so beschaffen sey, wie es sich für eine rechtmäßige, weise, und über das gemeine Beste aufgeklärte Regierung geziemt. Vielleicht werden wir bey dieser Untersuchung die Gründe von der hartnäckigen Widersetzlichkeit, über die sich unsre neuern Wiederbringer beschwe⸗ ren, und nicht allein die Rechtfertigung, son⸗ dern auch den Nutzen dieser Wider setzlichkeit aus⸗ findig machen. Was fur eiie Die Privilegien der Clerisey und des Adels wiedenmei⸗ geben entweder persönliche oder Territorial-Vor⸗ vilegium der rechte. Sind es persönliche; so gehören sie nicht Pelt der golt 3n der Classe unsrer Inductionen. Denn aus chen und der alle dem, was wir bisher von der ganzen Er⸗ Kirchen⸗Gü⸗ läuterung der Oekonomischen Tabelle, von der ther habe. ö ö— Notiz der einfachen Principien, und von der un⸗ bedingten Natur der Dinge gesagt haben, ergiebt sich der nothwendige Schluß: die Steuer kann, weil sie nur ein Theil vom Einkommen ist, nir⸗ gend anders herfließen, als woher die Einkünf⸗ te selbst quellen. Da nun der Mensch nicht der Baum⸗Saft ist, der die Einkommens⸗Früchte erzeugt; so kann keine Personal-Steuer anders angesehen werden, als wie eine zeitliche Taxe in dringenden, von der Regel ausgenommenen Fällen, oder wie eine einstweilige Unordnung, die man, trotz ihrer auffallenden Inconvenien⸗ zien, in einer Gesellschaft mittlerweile gelten läßt, bis man wiederum Zeit gewonnen haben wird, einem so wesentlichen Artikel, wie das Staats⸗Einkommen ist, eine verfassungsmäßige, ordentliche und gesicherte Gestalt zu geben. In der Natur der Dinge also, welche die Basis ist, worauf porauf ol 0 Wgs Tuttit vibgt derb. der b stet ohle! liches ein ab schaf auf di Oie! chen Got NHE Asthete hen I n dr Ne t 0 si ai f II Folge dakkttr Zlge ungen H Ealti ta, sianty Each macht tersch gen al . Reproduction der Ausgaben. 283 raauthgz , cbhuch Wuz fen sey mt und uber in worauf jede Anstalt, wenn sie dauerhaft seyn soll, gebaut seyn muß, kann kein Steuerbefrey⸗ ungs⸗Privilegium etwas anbres seyn, als ein Territorial-Recht. Bedeutet nun dieses Pri⸗ vilegium das Recht, Theil an den Vortheilen 1 gaen der Gesellschaft zu haben, ohne zu den Lasien ersuchunz n der Gesellschaft etwas beyzutragen; so muß es Werschlchtt unstreitig vernichtet werden: denn wer empfängt, Imnger bescht. ohne das mindeste zu geben, ist ein widernatür— ahung, si liches Wesen; ich zweifle aber, ob es jemals shlihhet aus ein avthentisches, und von einer Gesell— schaft angenommenes Privilegium, welches n de V auf diese Basis gegründet wäre, gegeben habe. Litoral Vot⸗ In ftnicht Die Einkünfte, die der Unterhaltung des öffent⸗ Dam aus chen Gottesdienstes gewidmet sind, sind immer bey amen Et⸗ jeder Gesellschaft als eine unentbehrliche Staats— hbon der Last betrachtet worden; sie sind also eine Steuer on det un⸗ vom Publicum. Bezieht man nun Steuer denjttget von der Steuer; so ist dieses eine Operation, Wunt Lunn, die mittelst der krummen Wege geschieht, wel— nan ist, ui⸗ che sich der Fiscus, getrennt von dem Interesse N Eisi des Fürsten und von dem Interesse des Volkes, nsch ntht he zu bahnen Mittel gefunden hat, wie wir in der ⸗Pitt Folge darthun werden: dieß ist aber ein ver— deckter Händel und eine Unordnung, welche die Alt 2 Folge nach sich zieht, daß alles in falsche, Rech⸗ rmnn nungen, in doppelte Anwendung gestůͤrzt/ und udun alles zu Grunde gerichtet wird. Ob die dem wuldenn⸗ Gottesdienste zugeschlagene Portion in Einkünf⸗ a ten, oder in Fonds bestehen,(wiewohl das er⸗ un u stere von diesen beiden Stücken der Natur der 1*9 Sache und ihrem Zweck am gemäßesten ist,) h macht wohl einigen Unterschied; aber dieser Un— W terschied läßt sich doch immer mit einerley Au⸗ Iba gen ansehn. Als Joseph den Aegyptiern das Hsh ö Eigen⸗ blo/ 284 Sechstes Capitel. Eigenthum ihrer Ländereyen, ihres Viehes, u. s. w. gegen eine Erb-Zinse vom fünften Theile des Einkommens ihrer Ländereyen zurücke gab, erklärte er die priesterlichen Ländereyen für zins⸗ frey. Ganz gewiß hielt Joseph,(den der Geist des lebendigen Gottes leitete, welchen er allein verehrte,) die Ländereyen, die dem Dienste der Isis und des Serapis gewidmet waren, kei⸗ nesweges für geheiligt; aber er erkannte, als ein großer und würdiger Minister, daß er zwar über die Religion des Landes, deren Blindheit und Widersinnigkeit er unstreitig nicht gut-hieß, nichts vermochte, daß aber die Beybehaltung derselben, und ihr dem Wesen nach heiliger, ob— gleich der Irrlehre wegen abscheulicher Dienst ein nothwendiges Haupt-Band der Gesellschaft war: und wenn man nun, dieß vorausgesetzt, den zur Unterhaltung dieses Dienstes gewidme⸗ ten Ländereyen ein Fünfthel abzöge, daß man dieses Fünfthel von einer andern Seite her wie— der ersetzen müßte; denn schenken und be⸗ halten gilt nicht. Er sah wohl ein, daß diese Unterhaltung, ihrem Wesen nach, der Re⸗ gierung oblag, indem die Regierung keinen an⸗ dern Zweck, keine andre Obliegenheit hat, als Ordnung im Staate zu halten; daß also die⸗ ses Privilegium dem Fürsten selbst zum Nuz⸗ zen gereichte, und daß im Grund aus dieser Steuer-Befreyung weiter nichts Bedenkliches erwuchs, als von Seiten des Volkes, auf wel⸗ ches äußerliche Dinge immer ihre Wirkung thun, eine größere mechanische Ehrerbietung gegen die Diener der Religion, die in diesem Stücke nichts andres, als Beamte des Fürsten, waren. Will man hiernächst einen Blick auf Frank⸗ reich thun, und die Lage erwägen, in der sich diese diese B 476 voene Ahn tal⸗ sie d ume mal! tertbo stas! Iandt o su gelecht Hern ls pr/ nd ihr st„ He Hsa 9„ K Geudd Fuhl taht bulde be Einküt gelich (s det it sir cshl duce d9e N. Homne rer,d Wamit seu h l. hetz diht I 0 suruct g hen fit iñ⸗ ben der Gf lchen et allh om Dienste de waren, fi⸗ krfannte, gz daß et spnr Reu Ilnöhei icht urhih Sg heishe ob. er Oienst Gsclschast Aubgescht, Revidme⸗ duß wan her w⸗ Äund de⸗ Hl en,ö daß ach, dr XI V hut, Ab u dht he⸗ n ⸗ Hest Vanllches ufoi cunz thur 0 tcichs vareh. auf Fm ike 10 + Reproduction der Ausgaben. 285 diese Angelegenheit bey den Franzosen dermalen (1764) befindet; so wird man sehn, daß die vornehmste, der Clerisey ausgesetzte Portion in Zehndten, dieß heißt, in Einkünften vom To— tal-Ertrage der Ländereyen bestehe; und daß sie dem zu folge ein Tribut sey, den das Volk zum öffentlichen Dienst hergiebt, und der, weil man ihn verpachtet hät, derjenigen Steuer un⸗ terworfen ist, mit welcher in Frankreich der Fi⸗ seus jeden Pachter belastet. Was dagegen die Ländereyen betrifft, welche die Clerisey besitzt, so sind dieselben,(einige kleine Grundstücke ab⸗ gerechnet, die man da und dort dem eigentli— chern Dienste der Kirchen gewidmet hat,) nie als priesterliche Ländereyen betrachtet worden; und ihre Befreyung, die nichts weniger als reell ist, besteht weiter in nichts, als lediglich in ei— ner besondern Classe von ausgezeichneten Aufla⸗ gen, vermöge deren man dese Ländereyen im Grund eben so viel steuern läßt, wie andre. Freylich geschieht dieses wohl zum Theile mit⸗ telst der Anleihen, deren Verzinsung allein, ver⸗ bunden mit den Steuern, womit man ihre Pach— ter belastet hat, einen großen Theil von ihren Einkünften wegnimmt; weßwegen denn ihre an— geblich freyen Ländereyen so wohl dem Fonds, als den Früchten nach am allermeisten verpfän⸗ det sind. Ihre Befreyung ist also, was die Sa— che so wohl, als die Form anlangt, nur eine drückendere Last; sie besteht bloß darinnen, daß das Aufbringen der Gelder, die von ihrem Ein— kommen erhoben werden, dem Collegium de— rer, die den Nießbrauch davon haben und die Administration darüber führen, selbst überlas⸗ sen wird. Betrach⸗ 286 Sechstes Capitel. Betrachten wir das Privilegium des Adels zint als Personal⸗Privilegium; so ist es ein Miß⸗ 9 U brauch: sehen wir es als ein Territorial-Pri⸗ ö allen vilegium an; so schreibt es sich davon her, daß 30 eben diese Ländereyen, die heut zu Tage für steu⸗ i erfrey geachtet werden, ganz eigentlich dem dul Dienste des Publicums gewidmet sind. Der u Adel hatte vor Alters über die Ländereyen, die den Kriegs⸗Diensten eingeräumt wurden, so lit wohl die Gerichtsbarkeit, als die Nutzungs⸗— Git Rechte. Für den Genuß hiervon war der Inn⸗ beu haber oder Besitzer seinem Lehns Herrn, und Wn durch ihn dem Staate, seinen Dienst im Kriege ö ga schuldig. Wegen dieser Pflicht, die ihm als Steuer oblag, war sein Guth von aller andern Wrth Grund⸗ oder Erb-⸗-Zinse freyß. Als man nun W hernach, vermöge einer neuen Einrichtung, die 4⸗ Gemeinden zu der Einwilligung beredete, sich Rt von den Durchzügen und der Unterhältung der Ic vr Kriegs-Leute durch die Vermogen-Steuern(0 v loszukaufen, mit denen der Suverän in Stand Iun gesetzt werden sollte, Truppen zur Landes⸗Ver⸗ gium theidigung zu besolden; so schlug der Adel diese Mit Erleichterung aus, und übernahm statt dessen yer lieber die Verbindlichkeit, die Einkünfte von augeh seinen Güthern fernerhin im Dienste des Vater⸗ Hin. landes zu verzehren, welchen er auch zu leisten niste in der That fortfuhr. Also wurden die adlichen Di Güther, nach dem alten Herkommen, damals U von der Catastrirung der Ländereyen,(die man Rere zu schätzen für nöchig hielt, um die Steuer mit trft; einiger Regelmäßigkeit drauf zu legen,) ausge— mn, nommen. Däher das Privilegium dieser Gü⸗ phyf ther, an welchem die Nation um so eifriger tin ñ häugt, Nur (0 Les tailles. stis —— . dun NN M I E dabon her,d Tuhe sit sh Ehentlih dey t sud. dr Liadrreyn, y int wurden, f Mounge dar der Imn⸗ V. Herm, Ind ass in gripe „dit im als MHaller anbern 6 man nun schtung, die uitk, sch chaltung der Stuumn() n Sind Und De⸗ l ihn sattisin Enft bos i d Nr⸗ Hen Mhschen ml Amals u it muan Stuur nit I un dst 05 un srufe s Reproduction der Ausgaben. 287 hängt, je mehr sie dasselbe als die beynah ein— zige noch übrige Spur und Urkunde von ihrer alten Verfassung beträchtet; und sie wird auch darüber mit gutem Grunde so lange halten, bis ihr eine beßre Verfassung angeboten, und sie durch rechtmäßige Mittel und Wege zu deren Ge⸗ nehmigung bewogen wird. Wenn sich dieses Privilegium über ein Ge⸗ biete von ansehnlicher Gröoße und vorzüglicher Güte erstreckte; so würde dasselbe im höchsten Grade widerrechtlich seyn, so bald man anneh— men müßte, daß es diejenigen, die desselben zu genießen hätten, für den Dienst des Publicums zu keinem Aufwande verpflichtete, der seinem Werthe wenigstens die Waage hielte— wo fern die Landes⸗Verfassung in Absicht auf das Steu⸗ er⸗Wesen dauerhaft gegrundet, und so eingerich— tet wäre, daß die Steuer geradezu und gänz⸗ lich vom Einkommen der Ländereyen erhoben würde: allein so thut die Art und Weise, wie man es anfängt, die Wirkungen des Privile⸗ giums mittelst der Abgaben von den Lebens— Mitteln zu vereiteln, gerade eine ihrem Zwecke widerstreitende Wirkung. In der That ist der angebliche Zweck, dem Volke die Last zu erleich⸗ tern. Sollte dieser Zweck erreichet werden; so müßte man sich bey solcher Consumtions⸗-Steuer an Dinge halten, woran dem Volk am wenig— sten gelegen ist: statt dessen aber haltet ihr euch gerade an das, was am allermeisten das Volk trifft; denn ob ein Mensch eine Million Einkom— men, oder nichts hat, ist in Absicht auf die physischen Bedürfnisse gleichgültig, indem sie der eine ziemlich eben so stark hat, wie der ändre. Jener ehrliche Schuhster, der weiter nichts, als seine Aerme, und an seiner Familie und seinen Lehr⸗ 288 Sechstes Capitel. Lehr-Jungen an die funfzehn Mäuler zu ernäh⸗ ren hat, muß eben so viel Getrönk, als sein Nachbar, der ein großes Einkommen hat, und so gar noch mehr verzehren: denn diese Leute arbeiten, und der Nachbar mit seinen Leuten thut nichts. Nun sehet nur einmal die Propor⸗ tion zwischen diesen beiden Menschen in Ansehung der Abgaben an, die ihr von den Getränken und von den übrigen Lebens-Mitteln nehmet. Wen ihr mir also vorsaget, die Absicht, zu der die Abgaben von den Lebens-Mitteln beybehalten werden müßten, wäre bloß, den Vornehmen und Begütherten mit der Besteurung beyzukom— men: so müsset ihr von eurer Absicht den ein⸗ zigen Grund trennen, welcher derselben zur Rechtfertigung dienen kann; ich meyne, daß ihr das Volk um so viel erleichtern müßtet, als ihr den Andern aufhalstet. Allein der Grund selbst taugt nichts: wenn ihr die Reichen erschöpfet; so hungert ihr ja damit die Armen, die ledig— lich von den Reichen leben müssen, gar aus. Aber er ist doch scheinbar, dieser Grund; und gerade dieses Scheinbare lasset ihr hierbey im Stiche. Ihr lasset uns offen und unverhohlen sehn, daß es vergebliche Hoffnung seyn würde, den Schlund der Charybdis auszufüllen; daß dieser Schlund seine Ebbe, die kleinen Fahrzeu⸗ ge zu verschlingen, und seinen Wirbel, die gros⸗ sen Schiffe an sich zu reißen, also immer einer⸗ ley Gefräßigkeit an sich habe. Ihr lasset uns, sage ich, diese Klippe unverhohlen sehn: und doch wollet ihr nicht einmal zugeben, daß man dem guten Winde, der von dannen her zu kom⸗ men scheint, nur widerstehe; daß man sich vor den Vorschlägen, die den mehresten Schein von vielfältigem Nutzen vor sich haben, die Ohren zustopfe? usoy Nen X toch kenn Zut dehh den 6 un nen del auch sing UU 006 6 Heh lichet Hadel amal die Prat chen in Msehmn Getränken uu iu nchwet. Vun scht, zu der d ktla beybehalt den Vormthmen rung hehtton⸗ hscht kn ein⸗ Heschen zur mys/ daß iht sht, als ihr Crund selbst in erschͤpfet; Iu, de Udig⸗ sa, I aud. Grund; u iht hierbey m Ind thoble InN U11 hulde. Whsila, aj IN7 Ill innet unet⸗ lsst urz en sthn: 0 Aben, WII uman det u daß mah sch K resen Echeh abeh/ N 11 ö — HV˙ Reproduction der Ausgaben. 289 zustopfe? Machet doch einmal einen Anfang, mit den Völkern als mit Menschen zu Werke zu gehn; euch gerade heraus zu den Grundsätzen zu be⸗ kennen, und sie einzuführen; alles, was die Zeiten der Barbarey, die Zeiten der Ungebun⸗ denheit, endlich auch die Zeiten der Tänscherey den Grundsätzen, dem Recht, und der Natur der Dinge zuwider in der ökonomischen Ord— nung eingeführt haben, auf ewig zu verhan⸗ nen: so werden sich nicht nur die Eigenthümer der steuerbaren Güther, sondern es wird sich auch das Vol' selbst beeifern, euch um Abschaf⸗ fung jener grundverderblichen Steuern zu bit— ten, welche in der falschen Idee, die Einkünfte des Fiscus auf Kosten der Privilegiirten zu vermehren, hinterlistiger Weise zu seiner Er⸗ leichterung eingeführt worden sind— und werden sich von selbst verbindlich machen, für die Fortdauer so wohl, als für die Totalität dieser Einkünfte ohne Unterschleif zu haften, und für den Anwachs derselben durch Ver— mehrung der Producte ihrer Güther zu sorgen. Es wird euch alsdann nichts leichter seyn, als den da oder dort nöthigen Ersatz dieses oder je⸗ nes Abganges ausfindig zu machen. Alle Men⸗ schen haben sich vordiesem auf einmal von der Seuche, die eine Folge von den Zeiten ist, wel⸗ che vor eurer Zeit waren, hinreißen lassen, und sind in dem, was sie für ihr Privat-Interesse halten, wie bestochen; das gebe ich zu: aber sie sind auch alle dem Licht und der natürlichen Geradheit in alle dem gehorsam, was ihnen am wenigsten zum Nachtheile gereicht; ihr werdet durch die einen auch die andern besiegen. Sie werden euch allesammt behülflich seyn, die vor— nehmsten Mißbräuche zu überwinden: und wenn M. E. P. I. B. 2 her⸗ ————————....... 290 Sechstes Capitel. hernach ein jeder von ihnen besonders an die Iu N Reihe kömmt; so wird er sich selbst sein Recht Volles anthun. Auf diese Weise kann ein einziger, mit de Le der Wahrheit bewaffneter Mann eine ganze Welt, 0 da die sich weigerte, sie anzuerkennen, zur Besin⸗ dder su nurg bringen: und wenn es ja seine Richtig⸗ ducti keit hätte, daß man auf dem gefährlichen Meere siht! der Staats-Administration unvermeidlich Schiff— Rude bruch leiden müsse; so wäre es doch auf diesem 68 d Wege noch immer rühmlich, zu scheitern: über lüpst einem solchen Unternehmen unterzuliegen, kann Cust. gar wohl erlaubt seyn. Wer aber auf einem 0 Wff falschen Wege beharrt, und sich auf demselben Iun E kümmerlich forthaspelt, ohne weitere Hoffnung, Wh als bloß Zeit zu gewinnen, ohne weiteres Be⸗ 1El streben, als den Patienten mit Palliativen auf n N eine Weile hinzuhalten; wer sich deßhalb mit dem iii angeblichen Widerwillen der Menschen rechtfer— afef tigt, als wollten sie nicht zugeben, daß man Eun ihr eignes Bestes beschaffe, der täuscht nur die A Einfältigen, seine Schmeichler und sich selbst; Iun er geht vom Steuer-Ruder, und beweist da— u mit, daß das Schiffs-Volk Recht thut, wenn 1 es das große Segel mit Macht bey dem Winde ö hält, und sich weigert, der Segel-Wendung zi Un! gehorchen. ö de Wir haben bisher die hauptsächlichsten Streit— fragen erörtert, die für die Reproduction der 1 Ausgaben von Wichtigkeit sind. Die Wirkung 1 davon findet sich unten am Schlusse der Tabelle.— 0 Man sieht da, daß in der Ordnung, die in den ö 0 Ausgaben beobachtet wird, das Einkommen ö. des laufenden Jahres dem Einkom⸗ ard men des vorigen gleich ist. Dieses ihelt dient zum Beweise, daß diese ökonomische Ord⸗ unung zum beständigen und immer fortwähren⸗ 0 den oitl. Ufrn b h sechi sin Aht eih einsy nt ae RnRN nnen, zut B Iu stine Michh föhrlichen Mn demeddlich Shf h auf Mir zu scheitum. An Iterzuliegn, sm it ahht aur e scuf Rselben Ralktt Heftuug, Ihn witertö Se⸗ iit Halluun uf dehhabnton Nenschen trhffe⸗ geben, dann tluscht uin d uUnd sch schf, und bewast d acht thut, venn hey den Vude Madung V HlchinEttei Wmbücton der OR Virkung s der Abelt. unn/ dir in de Eintonnet den Einkon⸗ f. Oso dononisch 0- Ur funi WN — Reproduetion der Ausgaben. 291 den Nachwachse der Schätze eines Agricultur— Volkes unumgänglich nöthig, und diese Ordnung der Tabelle selbst nichts weniger als willkührlich, ja daß sie vielmehr an diese festgesetzte Bedingung der succeßiven und immer fortwährenden Repro⸗ duction eben dieser Schätze gebunden sey. Man sieht da, daß die 2,000 Franken von circuli⸗ renden Einkünften auf der letzten Zeile, mittelst des doppelten Reflexes von der Summe der Ein⸗ künfte auf die producirende und auf die sterile Classe, 6,000 Franken darstellen. Nur allein da wird man mit Gewißheit die Masse der in ei⸗ nem Staate circulirenden Baarschaft ausfindig zu machen im Stande seyn. Das Quotum die⸗ ser Summe beruht auf dem Quotum des jähr⸗ lichen Nachwachses. Alles Uebrige ist nicht nur von geringem Belang, sondern auch unmöglich zu erforschen. Ob Millionen in Barren und in Stangen in meinem oder in meines Nachbars Keller, und von Nachbar zu Nachbär in den Kellern des Stadt-Hauses zu Amsterdam, oder in der Bank zu Hamburg ihre Behausung haben, das ist für den Staat und für jedermann völ⸗ lig gleich⸗viel. Sie werden aus keinem von diesen Kellern, aus dem meinigen so wenig, als ans dem Keller Andrer, heraus kommen, so lan⸗ ge sie nicht das Bedürfniß genießbarer Güter heraus holt. Folglich kömmt es einzig und al⸗ lein darauf an, daß wir diese genießbaren Din— ge haben, und daß sie, mittelst der Handels⸗ Freyheit, einen Verkaufs⸗Werth erlangen; und der Händel steht nicht anders zu beleben, als durch Ausgaben. Ausgaben sind die Seele des jährlichen Nachwachses der Einkünfte; und von der Quotität der Einkünfte hängt die Quotität der in einem Staate circulirenden Baarschaft —„ 2 ab/ ——— —*— 2 *—. ö 292 Sechstes Capitel. ab, welche auch die einzige reelle Baärschaft ö x ausmacht.* Diese Wahrheiten werden sich unter unsern rn Händen auch noch in den verschiednen Entwik— kelungen wiederfinden, die den Innhalt der sechs folgenden Capitel ausmachen. In den sechs er— Hsen sten haben wir alle Grundsätze, die zur Sache 695 gehören, aufgestellt: nunmehr wollen wir die Hnnil. Anwendung von diesen Grundsätzen auf die ver⸗ Em schiedenen Theile des ökönomischen Gesellschafts⸗ mn⸗ Gebäudes machen. Lasset uns dieses Geschäffte 4 n mit Betrachtung der Verhältnisse anfangen, in 1 welchen die Ausgaben mit einander stehen. Die——ʒF ses Capitel soll den arithmetischen Probe-Be— Eum weis von der Richtigkeit der Grundsätze füh— ren, die wir aufgestellt und aus einander ge⸗ nah setzt haben. Alles muß darinnen berechnet, 10 vermessen, und stückweis ins Klare gesetzt wer— ö den. Die Ausgaben, die Verwendung, die ö Vertheilung, die Wirkungen, und die Wieder— V geburt derselben legen einänder darinnen, eine jede in Beziehung auf die andern, Rechnung über die Ordnung, über die Sicherheit, und über den Erfolg der guten ökönomischen Staats-Verwal— tung ab. Gegenwärtiges Capitel aber lasset uns damit schließen, daß wir dem Leser die bildliche 90 kurze Darstellung der Resultate der auf der Ta— belle aus einander gesetzten Vertheilung, so wie wir sie am Schlusse des Capitels von der Ver⸗ theilung angebracht haben, nochmals vor Nugen ö legen. ean kann das fleißige Auge nicht zu viel daran gewöhnen, daß es sich mit den ver— schiednen Abbildungen der Lebens-Unterhälts⸗ Grundsätze vertraut macht. Ab⸗ Mel. enle Suf u sch mttr Usn r Whnn Eumi Innhalt dersch In den schz „ die zur Sich ht vollen wir Miten auf di d schen Geslischit dises Heshift ist anfnam,. ner stehen. Die⸗ schen Robe⸗Vi⸗ Gnndsze füh⸗ 19 bnander ge⸗ nen betechnet, e gisttzt wer⸗ wwendung, die und die Widet⸗ Wisnen, eihe 1.Nechnungübe eit, und iber ber Stats⸗Hawal telahr list uus n Mͤlche auf der Tus Hhhllng so we. 6 n de Vu, als vot Augn lunt niht u sih wit den dis hens⸗Mhthilt ———————— Abriß der Resultate aus der Vertheilung, so wie solche auf der Tabelle vorgestellt ist. Ausla gen Auslagen der producir. Classe. Einkommen. der sterilen Classe. 2000 2000 1000 me Hälfte der Haülfte der Ausgabe 8 100o die rein repr. 1000 1000Ausgabe vom Ein⸗ 28 oom Ein⸗ kommen.—8 8* kommen. Summe der)* Summe der Rückflüsse 2 ů Rückflüsse von der ste⸗ 2• von der pro⸗ rilen Classe* dueirenden zu der vro⸗ y 100, die rein repr. 1000 1000 J Csasse zu der ducirenden.J sterilen. V Summe 2000 Summe 2000 Summe 2000 Die gesammte Reproduction ist allen den Sum-⸗ men gleich, die bey der producirenden Classe zusam⸗ men⸗kommen und an dieselbe ausgegeben werden. Nämlich, Die Auslagen der producirenden Classe 2 2000 Der Antheil vom Einkommen, der so gleich der producirenden Classe wieder zufließt, Summe der Rückflüsse von der sterilen Classe an die producirende 2 4 Die Auslagen, welche die ste rile Classe zu Er⸗ 1000 5 1000 kaufung der rohen Materialien von der produ⸗ cirenden Classe verwendet, 1 iooo Summe 5000 So nach beträgt die gesammte Reproduction 5000, wovon der Landwirth für seine jährlis chen Auslagen, und zur Zinse von seinen In: strumental-Auslagen zurücke nimmm. Bleibt also zum Einkommen 3000 3 +. 2000 Summe 5odo Total⸗Masse der in der Tabelle begriffenen Schätze. Die gesammte Reproduction Die Geld-Rente οοσ 3 · 2000 Die Auslagen der sterilen Classe, die von den Leuten dieser Classe beständig unterhalten werden 1ooo T 3 Summe Sooo An⸗ EEEEEE.——— NM 294 Sechstes Capitel. Anmerkungen. 000 Das Einkommen des laufenden Die Jahres findet sich am Ende wieder um chen i dem Einkommen des vorhergehenden ö iht hi gleich; eine nothwendige, der ökonomischen vollgv! Ordnung, so wie solche auf der Tabelle darge⸗ st wide stellt ist, wesentliche Bedingung. Fraln Der reine Ertrag, der von den Ausgaben hiiti der producirenden Classe jährlich wieder auflebt, gethelt ist hier den Auslagen eben dieser Classe gleich. eöul Dieses nennt man denn Cent Pro⸗Cent hidn eintragen. W Die Summe von den Auslagen der sterilen 1 0 Classe ist dem vierten Theile des Ganzen der bei—— 5 den Summen von Auslagen der producirenden sit Classe und des reinen Ertrags oder Einkommens, iudnd zusammen⸗-genommen, gleich, und muß sich I, nh auch am Ende wieder der Hälfte von der Ein— Fudt⸗e nahme der sterilen Classe gleich finden. 90 Das Gänze von den Wieder-Ausgaben der hütn producirenden Classe an die sterile ist der Hälf⸗ nihts a te von den Auslagen der producirenden Classe Huckehj gleich. shhn Das Ganze von den Wieder⸗Ausgaben der 96 sterilen Classe an die producirende ist der Hälfte usüh von der Einnahme der sterilen Classe gleich. It Die sterile Classe nimmt 2,000 Franken ein, at E wovon 1,000 zum Ersatz ihrer Auslagen zurük⸗ von des ke bleiben, und 1,000 zum Lebens-Unterhalte der zu ihr gehörigen Menschen angewandt werden. 399 aneS Der Leute von der sterilen Classe sind un⸗ ddistr gefähr die Hälfte weniger an Menge, als derer ih von ——————— 1—.. . geh. des laufent Aude 10 Iun rhergeherhn de oononihe dit Abele dan; j don din Wihn lich wicder aufth heset Clase glach iut Yre⸗Eint lagen der strn Ganen dit bei⸗ hrodneitenden det Enkommens, und wuß sich ste von det Ey Funden. det⸗Wegtherde strilt it ky Hal⸗ odburrmdn Lase Icht⸗dahtlet de ind d Halt estgech 10⁰⁰ Fenkt V U Wölagten n 6 Lcbens hteehl nhtvandtneh Cust son oel Nanp/ et Reproduction der Ausgaben. 295 von der producirenden Classe, deren Aufwand 2,000 Franken beträgt. Die producirende Classe giebt ihre sämmtli— chen Auslagen von 2,000 Franken aus, die ihr hernach durch den jährlichen Nachwachs völlig, nebst noch 1,000 Franken zu ihrer Zin— se wieder ersetzet werden, und bezahlt 2, 00 Franken Einkommen, welches zwischen dem Pro— prietär, dem Suverän und dem Zehndt-Herrn getheilt wird. Dieses macht zusammen die An⸗ wendung der 5,000 Franken der jährlichen To⸗ tal-⸗Reproduction aus. Der jährliche Aufwand beträgt 6,οο Fran⸗ ken, und die Total⸗Reproduction macht nur 5,000 Franken aus: so nach ist der Aufwand stärker, als die Reproduction, weil ein Theil von den Ausgaben, die an die sterile Classe kom⸗ men, nicht in Ankäufen von der jährlichen Frucht⸗Erzeugniß besteht. Denn 1) sind die rohen Materialien zu den Ar⸗ beiten, die der sterilen Classe bezahlet werden, nichts andres, als Rückkäufe an eben den Pro⸗ ducten, welche die producirende Classe vorher an sie verkaufet hatte; 2) bestehen die Ausgaben an Arbeits⸗Loh⸗ ne für die der sterilen Classe bezahlte Hand ⸗Ar⸗ beit nicht in Producten⸗Ankäufen, sondern sind eine Lohns⸗Zahlung für die Arbeit der Leute von dieser Classe. Daher sind 3) die jährlichen Ausgaben stärker, als die ganze Summe der jährlichen Reproduction: aber dieser Aufwands⸗Ueberschuß ist im Grunde wei⸗ ter usest⸗ als eine allmähliche zwiefache Ver⸗ 4 wen⸗ — ————8— ———— ——————— 396 Sechstes Capitel. wendung des Geldes, das unter der circulirt. 1 Diese Erinnerungen werden sich bey allen den Tabellen 0 wenden lassen, deren Ordnung von der immer for wöhrenden Reproduction des nämlichen Einkommens in allen andern Fällen, wo die Auslagen der producirenden Classe mehr oder weniger, als Cent Pro⸗Cent an reinem 0—5 oder Einkommen abwerfen, abhängen ir Siebentes lopittl ice Er iu sll! u. V vu u duf i ihtt hucti cher · hon d tilnn samme den S Wechse Dae Hlf a6n d vit d Rahe e, . mun dr Runr den ssc dy dl „ deren M Nprodumung in andem Filt nden Cast g⸗ „emnt an tepn unsen, achünn ——— Siebentes Capitel. Die Verhältnisse der lusgaben unter einander. 5. 1. Summarische Vorstellung dieses Capitels. Wi haben bisher die Natur und das We⸗ sen der Ausgaben betrachtet; wir haben auch die Wirkungen derselben aus einander ge— setzt: nunmehr lasset uns ihre Verhältnisse zu den Producten, und zu allen den okonomischen und be⸗ weglichen Stücken, die das Gemäuer und das Zimmer⸗Werk des Gesellschafts-Gebäudes aus⸗ machen, näher untersuchen. In den sechs ersten Capiteln ist das Wesen der Dinge und deren natür⸗ liches Spiel bestimmet worden; in den sechs letz⸗ ten soll ihr Verhältniß⸗Spiel entwickelt wer⸗ den. Lasset uns mit den Verhältnissen der Aus⸗ gaben unter einander, im Einzelnen betrachtet, in Beziehung auf ihre verschiednen Gattungen, auf ihre Anwendung, auf ihre Quantitäten, auf ihre Proportionen zu den verschiedenen Repro⸗ ductions⸗Arten, zu dem Einkommen der Gü⸗ ther⸗Besitzer, zu dem Lohne der Arbeits-Leute von der producirenden so wohl, als von der ste⸗ rilen Classe, u. s. w. lauter unter einander zu⸗ sammen ⸗treffenden und neben einander stehen⸗ den Stücken, mit ihrem Gebrauch und ihren wechselseitigen Eigenschaften in der ökonomischen Verfassung den Anfang machen. Es ist ein tief⸗liegender Zweck, den wir nur auf den We⸗ gen der Simplicität erreichen werden, indem wir der physischen Ordnung, der wechselseitigen Reihe der Ursachen und der Wirkungen nachge⸗ hen, und jedem unregelmäßigen Gange politi⸗ T 7 scher 298 Siebentes Capitel. scher Administrationen ausweichen, weil wir loß auf das Ziel der simpelsten Wahrheit los⸗ gehen, zu dem wir durch die Elementar-Vor— stellung aller ber einzelnen eingelegten Stücke, die zum Bau der okonomischen Maschine kom— men, zu gelangen denken. Wir haben zuför— derst das ganze Spiel dieser Wiedergebährungs⸗ Maschine kennen lernen müssen. Hier haben wir es nunmehr damit zu thun, daß wir die Ma— schine zerlegen, und mittelst anatomischer De— monstration aller ihrer Theile, und durch Ent— faltung ihrer Geflechte, ihrer Verknüpfung und des Zusammens-treffens ihrer wechselseitigen Wirkung auf einander die Organisation dersel— ben entdecken. ö In der Natur wirkt alles nur durch die Verhältnisse und Beziehungen. Man hat zwar gesagt, die Elemente kämpften gegen einander; aber sie unterstützen vielmehr im Gegentheil eins das andre, und unterhalten einander wechsels— weise. Das Streben jedes Principiums nach Oberherrschaft ist gerade das, was seinem Ge— gentheile die Kräfte zum Widerstand und zur belebenden Reaction ertheilt. Condensation und Action sind Folgen vom Kämpfen und Ge⸗ gen⸗einander-streben, so wie die Wiedergeburt und die Dauer der Natur-Werke aus der Con⸗ densation und Action ihrer Haupt-Wirkungen erwächst. Die Ordnung und der Gang dieser bewunderswurdigen Maschine sind von ihrem Urheber auf entscheidende Art festgesetzt. Die für das Ganze eingeführte Haupt⸗Regel erstreckt sich bis über die Unter⸗Abtheilungen, und herrscht über die verschiednen Theile. §. 2. e U Die Wdiei Horie Einkün gah Juns Rßli che de 1d Oamsi ten un it 61 insonde sihandet V In WMU N vaht nde theil gahe die ung Otbn 01 cn litk Sn ce ss. den Oder l. Verhältn. der Aus gaben unter einander. 299 Achtn, pys a ahn§. 2. Präliminar-Begriffe. Elnenn, Iu⸗ Oie Ausgaben werden in verschiedne Theile Rlegten Etich subdividiret, von denen ein jeder die stärkste Moshin Eyz Portion, oder eigentlich die ganze Summe der habn astz Einkünfte, auf seine Seite zu ziehen strebt. Die rgeböhrungz ganze ökonomische Wissenschaft besteht in der Hirr hoben ui Kunst, den Gang der Einkünfte zu der größten A vir die M möglichen Reproduction durch die Kenntniß der⸗ hutomischer de jenigen physischen Resultate zu leiten, durch wel⸗ und durch Eit che der Gesellschafts⸗Thätigkeit die Wiedergeburt hüpfmnp ud und Fortdauer der Ausgaben gesichert wird. Damit wir nun zu diesem simpeln, aber delica— ten und unerläßlichen Zwecke gelangen können, ist es nöthig, das Wesen der Ausgaben, und insonderheit die Verhältnisse, in denen sie unter vechseleitn nisetion duft⸗ + durch ie einander stehen, ins Licht zu setzen. hatue Diese Verhältnisse sind auf der Oekonomi- Verhältniß hn schen Tabelle taxiret, und dergestalt, so zu sagen, Labene anshe⸗ uthel ens por Augen gestellt, daß man auf derselben ihre keuen Ars⸗ wsll wesentliche und gegenseitige Verbindung so genan Laehunach apans nut wahrnimmt, daß man nicht die geringste Ver⸗ sinen b änderung in der Quantität, oder in der Ver⸗ sund md sr theilungs⸗Ordnung irgend einer von diesen Aus⸗ Lordescte gaben annehmen kann, ohne demonstrativisch alle nin u h. die Folgen zu erkennen, die eine solche Verände⸗ Dibagchut rung in dem ganzen System der ökonomischen aul d Eol Ordnung uberhaupt nach sich ziehen muß. In „Dekangen der That wird sich das Resultat von einer sol⸗ Gum diser chen Veränderung so gleich durch die Richtig⸗ toh ihren keit der Rechnung unten auf der Tabelle in der Icktt. Die Summe der jährlichen, nach dem Preise, wel⸗ VNlfnt cher zwischen den handelnden Völkern gangbar ungeh/ u ist, gewürderten Reproduction entschieden befin⸗ den;— nach einem Preise, den man vermehrt oder vermindert finden wird, je nachdem dir Bora 61 vor .———————————— äISSZS— 300 Siebentes Capitel. n vorgefallene Veränderung vortheilhaft oder nach⸗ vn theilich ist. Es darf in dieser Proportionen⸗ Wiil Reihe, oder im Verkaufs⸗Werthe gegen Geld agen nur eine Ziffer geändert werden, so wird sich der RNe Einfluß dieser Aenderung über alle Theile der mninid Tabelle verbreiten, und wird eine neue Rech— Wioh nung erfodern, die in allen Theilen zu andern Tuntt Resultaten führen muß. schunt Man sieht auf der Tabelle, daß die Aus⸗ onnel gaben der producirenden Classe die Quelle der nen RNational-Schätze sind. Es werden auf der⸗ werden selben 2,000 Franken jährliche producirende vtd Ausgaben zum Grunde gelegt, und wird zugleich vond/ angenommen, daß, alle zum besten Erfolge der smm. Cultur des vorhandenen Territoriums gehörige chon⸗l Bedingungen vorausgesetzt, diese Ausgaben hun— wantheh dert Pro⸗Cent Einkommen, und den Ersatz nicht Vath nur eben dieser Ausgaben, sondern auch der Psni Auslagen der sterilen Classe reproduciren, deren Raden: jährlicher Aufwand an die producirende Classe Rn die Zinsen von dem Capital der Inventariums⸗ fW Auslagen des Landwirths erzeugt. Man er⸗ scri blickt an der Spitze der Tabelle die präexistiren. Eont den Schätze, durch deren Aufwendung jährlich ö Ucts die nämlichen Schätze wieder aufleben; nämlich Nl 2,000 Franken Auslagen an die producirende t Classe, welche 2,900 Franken Einkommen pro— ae duciret, und der sterilen Classe 1,οο Franken z, Auslagen wiedergegeben haben; und durch Auf— Ilhht wendung dieser 5, oo Franken, die bey der pro⸗ hhn ducirenden Classe völlig wieder einkommen, leben, mittelst der producirenden Anwendung der Aus⸗ 0 lagen dieser Classe selbst, 5, oo Franken wieder fled auf. 20 Von der Erhaltung oder dem Anwachse der a Auslagen, durch welche jährlich die Schätze wieder n l ä Verhältn. der Ausgaben unter einander. 301 his Rannh, r Rrnpurien, leder aufleben, hängt also das Gedeihen der bh Agricultur-Völker ab. Denn wenn diese Aus⸗ so vird shn lagen nicht zulangen, die Reproduction mit dem ale Talk großen Ueberflusse zu betreiben, der das größte ue nele geh, mögliche Einkommen giebt; so verliehrt die wlen zr auhg Nation an dem Ertrage, den sie aus ihrem Territorium ziehen könnte. Sind sie aber so „huj de dus schwach, daß sie bloß sich selbst reproduciren e Duul können: so wird alsdann das Güther⸗Einkom⸗ dm duf ly men wegfallen; die Auslagen der sterilen Classe Rhuund⸗ werden verschwinden, und die ganze Reproduction vudyulth wird schlechthin bloß auf den Unterhalt des ämi Landwirths und seiner Arbeits-Leute begränzet seyn. Auch wird sich alsdann auf diese Men⸗ uns ghs schen⸗Clässe, die dann auf die bloße, zum Leben guüm hu⸗ unentbehrliche Nahrung heruntergehracht ist, die 9 Ersz nicht Nation beschränken, die sich von Stund an nur 4 auch det so fern würde behaupten können, als sie der— ren, deren maaßen isolirt wäre, daß sie den Unternehmun— rede Last gen andrer Völker nicht ausgesetzt seyn könnte. wenmuns⸗ So schlecht, roh, und durch die Gesetze be— Nmer⸗ schränkt auch der Unterhalt, den die Heloten den riensinn Spartanern lieferten, seyn mochte; so ist doch dung jihtcch nichts gewisser, als daß die Spartaner, wenn cen, uinc die lacedämonischen Ländereyen nicht mehr ein⸗ Producne getragen hätten, als zur Nahrung ihrer Acker— Rlommen pio⸗ leute erfoderlich war, entweder selbst umgekom— e Funten men, oder gezwungen gewesen wären, ihre ohuch duf Sklaven fortzujagen und ihre Ländereyen selbst H Pr⸗ zu bauen; wodurch sie denn selbst hätten Helo⸗ ampen, lihen, ten werden, und die gymnastischen Uebungen, die in de Aus⸗ gemeinschaftlichen Speise-Tische, und die Ver⸗ anlen wed theidigung des Vaterlandes aufgeben müssen. Die Güther-Besitzer und die Regierungen An Erhal— tung der Be⸗ uwathe le sind nicht selten so kurzsichtig, daß sie bey der untunge, F die Echiß Abnahme der Landwirthschaft weiter nichts Schätze iur hich sehen, 302 Siebentes Capitel. Fultur ist der sehen, als die Abnahme der Kräfte beym Land⸗ den Lie wirthe selbst; und diese Abnahme sehen sie mit thümern der Gleichgültigkeit an, ohne zu überlegen, daß sie 4360 0 ten dabey am allerersten werden zu Grunde gerichtet gelegen, als werden: denn entweder wird alles vernichtet, 71 5, Rrn oder wenigstens wird doch die letzte Korn-Aehre diese Schae für den Landwirth seyn. Es muß also die vebören. Nation ihre Aufmerksamkeit nicht bloß auf den Zustand des Landwirthes, den man mit so ruhi⸗ gen Augen ansieht, gerichtet seyn lassen. Der Zustand des Landwirthes wird unfehlbar außer aller Gefahr seyn, so bald sich die Nation mit Sach-Kenntniß angelegen seyn läßt, für die Sicherheit ihres eignen Zustandes zu sorgen. Der Landwirth, auf sich selbst beschränkt, wür— de bloß einfacher Producte bedürfen, um leben zu können. Die Bedürfnisse der Nation hin⸗ gegen erfodern, daß Grund und Boden so viel, als möglich, tragen, und die Producte durch den höchsten möglichen Verkaufs⸗-Werth zu Schätzen werden: denn aus diesem Verkaufs⸗ Werth erwachsen ihr Güther-Einkommen und ihre Schätze. In der That, wenn Verkaufs⸗ Werth nicht den Preis der Producte über den Preis der Cultur⸗Kosten erhebt und darüber er⸗ hält; so wird es weder Güther⸗-Einkünfte, noch Schätze geben, wären auch die Producte in noch so großer Menge da: und in solchem Falle wür⸗ den alle Menschen gezwungen seyn, an der Erde zu arbeiten, wenn ihnen die Früchte derselben lediglich nur ihre Nahrung verschafften, mit Ausschluß alles Vertauschbaren und aller Com— pensations⸗Valuta für den Genuß andrer Güter: denn es würde Niemand seine Arbeit bis zur Er— zeugung eines Ueberflusses ausdehnen, von dem er keinen Nutzen hätte. Alle Menschen würden ö einander Sahö mandet mabhät he Hl Nesult alsden 36 v in 43 Mll stla, chalt Dienst stione Handal Onnera Meerut Ausand , 9al I en Rf W Rreung M. argebz Proda haten, Infthlb Rahlch Nalih h F Bath Ron der habe nß Kehf, Volle und so vunnt s . st bn. me shn sz U betlagen, a Grunde grihtet alles betnichtt, Komm, Aehr uß also di bloß auf i dan mit so tuhi lassen. de nschlbar außtt Ratoy nit lht, fir de 6 I sothen. Hrint, nir⸗ „ imlehen Nulion hn⸗ den so biel, Nte durch Durth zu uMiufs⸗ Iommen und m Vulusfs⸗ Icte Übet M 1 derter miinft, weh Wuck och ili⸗ Ii dit de 1 derselben uften, mit ale den⸗ wn bünt: behrE u, don de Verhältn. der Ausgaben unter einander. 303 einander gleich, und ein jeder von dem andern unabhängig seyn. Selbst die Stärke, die physi⸗ sche Kraft, würde nicht herrschen. Denn die Resultate des gemeinsamen Interesse würden alsdann kein ander Sicherheits-Mittel haben, als daß sie sich angelegen seyn ließen, die Stärke im Zaume zu halten. Der Stärke selbst würde es an allen Mitteln fehlen, sich Andre beyzuge⸗ sellen, und mit deren Beytritt einen Vorzug zu behaupten: denn wo die Produete und die Dienste nicht bezahlet würden, wo kein Compen⸗ sations ⸗Preis Statt fände, da würde es weder Handel, noch Pfandschaft, weder Herren, noch Diener, weder Kriegs-Macht, noch bürgerliche Regierung geben. Ein solcher Gesellschafts— Zustand würde nur ein unsicherer, unbeständi⸗ ger, gar bald von seinen Nachbaren angefalle— ner Zustand, oder es würde ein Land von Wil— den, oder von Vieh⸗Hirten, und der Zer⸗ streuung seiner Bewohner preis gegeben seyn. Also muß sich eine landwirthschaftliche Nation Verkaufs⸗ angelegen seyn lassen, den Verkaufs⸗Werth ihrer die Producte in so hohem Preis, als möglich, zu Schatzen. halten, in wie fern hoher Preis derselben zum unfehlbaren untriebe dient, deren so viel, als möglich, zu erbauen, und hieraus die größte mögliche Wohlhabenheit erwächst: denn in sol— chem Falle kann der Wieder-Verkäufer,(welches Wort hier eine ganze Nation in sich begreift,) von der Theurung seiner Producte nie Schaden haben. Gleichwohl ist es gerade diese Besorg⸗ niß, welche an der Aengstlichkeit eingeschränkter Köpfe, und an dem Verfalle solcher Agricultur⸗ Völker schuld ist, die mit diesen so nothwendigen und so leicht zu erweisenden Wahrheiten unbe⸗ kannt sind, die sich in tänschende Räsonnements üͤber Werth macht Güter zu x 304 Siebentes Capitel. Hhl über die eigentliche Quelle der Schätze verliehren, nen und die zu ihrem Schäden und Verderben die i Valuta ihrer eignen Producte verringern lassen. vr Aus dieser Besorgniß, die bey einer Nation, un welche ein an Getraide fruchtbares Territorium Shn hat, höchst widersinnig ist, da indessen andre h Völker, die kein Territorium haben, in Hinsicht Wüus auf diese Besorgniß nicht die geringste Präcaution Dalt anwenden;— aus dieser Besorgniß, sage ich, hr⸗ entstehen die Verordnungen wider die Theurung Rachl dieses angeblichen Lebens⸗Mittels,— da doch thun die Nation, wenn sie hohen Preis desselben be⸗ an günstigte, durch Erleichterung ihres Handels, bey dem Umfang ihres Territoriums, zu dem Hils höchsten Gipfel der Macht und des Wohlstandes asrer! gelangen könnte. ham lern Verkaufs⸗ Es machen also nicht bloß die Producte des n, ut in das gemein⸗Territoriums eines Reichs oder Landes die Ein⸗ + same, von den kunfte der Nation aus, sondern dazu gehört M hw aommane nothwendig auch noch, daß diese Producte einen voh on Maab des Verkaufs⸗Werth haben, welcher den Preis der 2) f Reichthums. Kosten zur Cultur⸗Benutzung übersteigt. Bloß den ein solcher Ueberschuß ist vermögend, das Ein⸗ kommen oder den reinen Ertrag zu liefern. Je D mehr demnach dieser Ueberschuß die Kosten über⸗ htr steigt, desto stärker ist das Einkommen, welches tlt de die Nation hat. Einkünfte und Steuer werden Wllbs in Gelde bezogen. Folglich müssen alle Aus⸗ Hn 5 gaben oder Kosten, und alle Arten von Ertrage Az zu Geld angeschlagen werden. Folglich ist der ö Verkaufs⸗Werth an Gelde die Basis aller ö ö Wyürderung und Berechnung in der politischen dich Oekonomie, so wie aller Reichthums-Verhält⸗ Eint nisse zwischen den Völkern. Wenn also die 16 g Operationen der Regierung dem Verkaufs⸗Werth Boil in Gelde zum Schaden gereichen; so können sie Hen, * de + einer Run ah U Atithrn di indessn ay un hihen, in Hast hiben, in Hpst tgerkgst räcaunz Dseß, sr I 4 Hum Has,—ye altt destlhg f rulg ahres Harhlh ntenuns, I WAI Losstaroes Heobatt des Aunhos die Ein⸗ inn dagu ghhott Rroduttt Ane er den Preis det überseigt. Blij ligend, dis Ei⸗ 0 1 R. N Hohn iber⸗ Romwen, Lllched In on 1n Hulhlich ist dr Bosts alt 1 der vollhschn Rhmn⸗Vrhit Vum ah K 1VerkuLl Haj soien 6 1 Verhältn. der Ausgaben unter einander. 305 nicht anders als zum Verfalle der Proprietäre und zur Entkräftung des Suveräns, nicht an⸗ ders als zum Umsturze der ökonomischen Ord— nung der Nation und der Ordnung ihrer Schätze, im Verhältnisse gegen den Reichthum andrer Völker, ausschlagen. Nehmet ihr keine Rücksicht auf diese, in allen Ländern übliche Valuta in Gelde: so habet ihr keinen Maaßstab mehr, euren eignen, oder andrer Staaten Reichthum zu würdern; und das Wort Reich— thum hat dann für euch keine bestimmte Be— deutung mehr. Will man also den jährlichen Reichthum einer Nation würdern, und die Ver— hältnisse zwischen demselben und dem Reichthum andrer Völker im Handel und in der Macht ken— nen lernen; so muß man alles zusammenneh— men, und 1) die Quantität der Producte, und 2) den Preis derselben in Geld, untersuchen. Diese zwo Bedingungen beziehen sich auf noch drey andre, 1) auf die Güte der Grundstücke, 2) auf den Zustand der Cultur, und 3) auf den Zustand des Producten-Händels— Von den beiden ersten unter diesen drey letzt⸗genannten Bedingungen hängt die Quanti⸗ kät der Producte, und von der dritten der Preis derselben in Gelde ab. Daher läßt sich auch über das wirkliche Einkommen eines Agricultur⸗ Volkes nichts Zuverläßiges anders bestimmen, als wenn man diese fünferley Bedingungen aufs genaueste kennt; und die Abministration der politischen Oekonomie ist auch anders nicht im Stande, dieses Einkommen zu erhalten, oder es gar zu vermehren, als mit Hülfe eben dieser Bedingungen, weil dieselben mit dem Einkom— men, und mit allen jährlichen Schätzen der WM. A. P. 1. D. Nation ————.—7———* ——————.————.—: 8—————1 30 Siebentes Capitel. NRation in e her nnwer. stehen, und unverbrüchsich damit zusummenhängen. Wesentiche Aber diese Bebin ungen selbst stehen 1 athr 21E Cigenthum n auch mit noch aubern Bedingungen in Ver⸗ Bedipgunge fürAgrteultur⸗ bindung und in wesentlichem Zusammenhange. Voller. Die Untersuchung dieser Kette von Verhältnissen bringt, in einer Zergliederung der Benutzungs⸗ Schätze, der Ertrags⸗-Arten, der Einkünfte, der Menschen, und des vom Aufwand hergegebenen Arbeits⸗Lohnes, nothwendiger Weise auch die Anwendung der Einkaünfte und das ökonomische Spiel aller dieser Getriebe mit sich. Diese Operation soll nunmehr nach dem auf der Tabelle vorgestellten ausgedehnten und gedeihlichen Zu⸗ stande berechnet werden. Dieser gedeihliche Zu⸗ stand ist keinesweges eingebildet; nein, in gut administrirten Ländern ist er wirklich vorhanden. In England, zum Beyspiele, ließ sich die gesetz⸗ gebende Macht im J. 1678 im Ernst angelegen seyn, der Land wirthft haft durch Handels⸗Frey⸗ heit zur Getraide⸗Ausfuhr, und durch Ab⸗ schaffung der willkührlichen Personen Steuer wieder aufzuhelfen. Das Cataster von den Ländereyen, deren Innhalt 50,08,00 Acker (acres) in dem einzigen Königreich England be— trägt, belastete den reinen Ertrag in Friedens— Zeiten mit einer Grund-Steuer von 2 Sols im Livre(oder einem Zehnthel). Diese Steuer, die dem Fiscus 190,000, O00o Livres Wn besindet sich dermalen(im J. 1764), durch d Fortschritte der Cultur, auf etwan sieben Deniers vom Livre( des reinen Ertrags der Proprietäre heruntergesetzt. So nach würde dieses Einkom⸗ men, 6 Oder thel oder Pfenninge vom Sol, welcher bekanntlich ein Zwänzigsthel vom Livre ist. U. gahe wen/ Hores die ub 9⁰0l Lunde Molg Hin 47⁰⁰ naht lich isi i Eintin homne de) WMilioy Reoohh hr det Hld U M V. Ra dahh noche der N. Hlsche Hen sochen l ah te W Vüde Naht fenl nahen krage! kechhet Hjr per Mihen sihl in Rimungen i d⸗ n Zuspmnahnmn llt den Verhölnn anz dit mußp . du Enkiuft, v luswond Hxeyhn diger Veise auch und das okonomistt de Rut scch. D dem auf der cl und gede Hlchin + asr gtbohlche Al Hllh, Is git Mllich borharden. lef sich die gesez⸗ im Erist angeleger ch Handdls⸗r⸗ „ und durch W Nsoum⸗Etu Cune h0H R U 50%0D0h Ar hini LI 116 1 Helb⸗ mitt. b in 1 Ettutt, Hablacht, Del Danhith lel 110 nideltnt N sts àE M. IU1 vutde + um Vone 61 Verhältn. der Ausgaben unter einander. 307 men, welches im J. 1678 nur 190, 080, 00 Livres betrug,(so fern wir keine Rücksicht auf die übrigen Steuern nehmen,) dermalen u ungefähr 8od Millionen ausmachen. Der Englische Acker Landes(acre) hält Sthel vom fränzosischen Morgen(arpent royal de France). Mit⸗ hin machen die 50,000,00o Englische Acker 4570⁰0⁰0,00 französische Morgen, welches bey⸗ nah ein Drittheil des Territoriums von Frank⸗ reich ausmacht. Sollte den Ländereyen mit⸗ telst einer neuen Catastrirung, wie in der ersten Einrichtung, die Grund⸗Steuer zum Zehnthel vom gegenwärtigen Ertrag aufgelegt wer⸗ den; so würde sie dem Fiscus ungefähr 8oo Millionen Livres, und in Kriegs-Zeiten die Verdoppelung 1,600 Millionen eintragen— ohne die Einkünfte aus den Kͤnigreichen Schot⸗ land und Ireland, und aus den Colonien, und ohne die Profite von der Handthierung des Kaufmanus⸗Gewerbes zu rechnen. Der ge⸗ deihliche Zustand, den wir annehmen, steht alss noch gar. weit unter der Realität des Zustandes der Nation, von der wir so eben geredet haben, welchen wir in der Folge noch umständlicher dar— legen werden. Wenn wir nun aber bey einem solchen Gräde des Wohlstandes in Frankreich, ohne alle andre e Besteurung, die zwey Siebenthel vom reinen Ertrage der steuerbaren Ländereyen zum königlichen Einkommen annähmen; wie weit würde nicht dann die Macht des Suveräns die Macht andrer europäischer Potentaten übertref⸗ fen!— Mithin ist es aus einer uns ganz nahen Ersabruag erwiesen, daß wir an dem Be— trage des auf der Tabelle dargestellten und be— rechneten Einkommens nichts übertreiben. Aber wir werden in der Folge gegenwärtigen Werkes 2 audre —————— krr—7..— 3⁰8 Siebentes Capitel. Hachi andre Be eyspiele von den Se chätzen und von dem Wrn Zuf stant de der Ben Kerang in 3 ban! kreic h selbst, hnde zu verschiednen Zeiten, anführen die noch ent⸗ Danhg sch Woinder seyn werden. Alsd sdet sich an ö bütgtn dem Grunde dieser Ansätze gar nichts Einge⸗ Lulh bildetes. ö dut R Gute Cultur setzt demnach hinlängliche Aus⸗ El bagen zur Benutzung, einen sichern Gewinn für on Ri den, der diese Auslagen drein wendet, und sirn d außerdem noch verschiedne Ausgaben zur Ver⸗ beaht besserung der fehlerhaften Eigenschaften der lchen, Grundstücke voraus;— Ausgaben, welche valaßh größten Theiles vom Proprietär bestritten wer— miham den müssen. Jedoch gehören, wenn diese Aus⸗ ö gaben von glücklichem Erfolge seyn sollen, noth— 43. Oe wendig gewisse Kenntnisse dazu, die weder von stine den gemeinen Landwirthen, noch von den Güther— laft Besitzern selbst zu erwarten sind, wenn sie nicht eigne Untersuchungen angestellt, selbst Versuche D! gemacht, und hinlängliche Erfahrungen gesamm⸗ let haben, um des Gelingens der männichfalti⸗ aa gen Ausgaben, welche die verschiednen Eigen— 105 schaften der Ländereyen erfodern, versichert seyn 33 zu können. Mit diesen Kenntnissen und mit der ökonomischen Wissenschaft müssen sich die Land— u wirthschafts⸗-Akademien, die unlängst von der n Regierung weislich in den franzosischen Provin— zen gestiftet worden sind, um so mehr beschäffti— it gen, je füglicher sie sich der Mühe überheben kön⸗ U nen, ihre Bemühungen über das Technische der Ein Landes⸗Cultur selbst auszudehnen(). Die Land⸗* Ret Was können Landwirthschofts„Akademien, was. patriotische Gesellschaften und ökonomische S Socletäten l in einem Lande Gutes ausrichten, wenn sie selbst 105 keine ächten Begriffe und Grundsätze von dem Funda⸗ 998 mente W. Nabe n und Ims n 0 ün 5n N Richts Eiz hitlirglched schern Gewim ff ren wendet, ind lusgaben zur In⸗ Eigenschaftin ge s Haben, wiche lur bestritten ver⸗ „Nenn diese Aus⸗ yn sollu, noth⸗ „ die weder hon bon den Gther⸗ wenn se nicht „Felbst Vriuche HrRN Nsamn due wanmchnt⸗ Rerschidnen Eihck⸗ Krd, Lersshet shn ninisen und nt der Isin sth Nnd⸗ inl ni von det Itah obin⸗ chr Hshäfti⸗ ah uber chcben foh⸗ i Achlische di H Di chnen 970 uud Rts„/ 1 W V 4 cten, 0 miile une. l I Verhältn. der Ausgaben unter einander. 309 Landwirthe haben ihre Handthierung in einem Lande, wo ein ergiebiger Feld⸗Bau durch alle die Bedingungen, die für das Gedeihen desselben burgen können, unterstützet wird, und wo die 5 einen reinen—— ag von wenigstens hun⸗ dert Pro⸗Centen abwirft, keinesweges vergessen. So dah müssen wie 15 aber in allen Provinzen von Frankreich durch die Mittel, die den Mei⸗ stern der Kunst bekannt genug sind, zu bringen bedacht seyn, ehe wir uns nach außerordent⸗ lichen, und einer so vortheilhaften und so zu⸗ verläßigen Praxis entgegen laufenden Mitteln mühsam umzusehn brauchen. §. 3. Vom Handel, in Beziehung auf seine Ausgaben, und auf die Cin⸗ künfte aus den Grundstücken betrachtet. Der Handel,— wir haben bereits davon geredet, und werden davon noch oft zu reden kommen: denn hier ist alles Handel, Einkünfte und Ausgaben; und die allgemeinen Gegenstände U. 3 kommen mente gedeihlicher Landwirthschast, keine Idee vom nothwen digen Zusammenhange derselben mit der Regierung und Staats-Wirthschaft, kein Elementar⸗ System der politischen Oekonomie— und, was das wichtigste ist, keine Stimme bey der Steuer-⸗Ein⸗ richtung und dem Finanz⸗Wesen des Landes haben? Einige dergleichen Akademien in Frankreich thaten redlich, was sie konnten, dem Wunsch unsers Autors zu genügen. Allein die Finanz⸗Minister kehrten sich nie an die Vorschläge derselben; und die Zerrüttung, die ihren Anfang nach Heinrich des Vierten Tode und Sully's Abdankung ihren Anfang genommen hatte, gieng ihren zerstöhrenden Gang, wie vor und nach, fort, bis die Revolution dem unseligen Spiel ein Ende machte. U. —— 310 Siebentes Capitel. Ahah ö ö 10— C kommen in den einzelnen Erörterungen unab⸗ läßig, und immer unter andern Gesichts⸗Punc⸗ aues w ten wieder vor;— der Handel, sage ich, muß hursh in Beziehung auf seine Ausgaben oder Spesen, Wü und in Beziehung auf's Einkommen betrachtet 9990 werden. In Beziehung auf seine Ausgaben müs⸗ 10 sen wir diejenigen, die auf Kosten der Grund⸗ r stücke, zu Verkürzung eines Theiles vom reinen 90 f0 Ertrage, gemacht werden, von denen unter⸗ a scheiden, die vom Einkommen oder vom reinen Ehsa Ertrage, der den Eigenthümern der Grundstücke auf den zukömmt, geradezu bezählet werden. Diese bei⸗ Wh 0 den Fälle müssen wir vor Augen haben, 1) um Hanlen d die Mittel zur Verringerung der Spesen dieses Huh Händels dadurch ausfindig zu machen, daß wir lufn, 6 die Consumtion in den Provinzen vermehren, in hnatl denen der Verkauf der Producte von dasigem Zu⸗ de E wachs aus der ersten Hand wenig Einkommen uund voñ abwirft, oder vielmehr, daß wir durch Ver⸗ In del theilung der Canale, die zur Verringerung der W Transport⸗Spesen dienen, den Producten leich⸗ Dastye dm tere Wege zum Absatze verschaffen; 2) um die R ven Consumirer, deren Aufwand bey dem innländi⸗ ‚.d Trans schen en mit Lebens-Mitteln auf die Grund⸗ Mta d stücke zur Verminderung des Einkommens fällt, Haahlet v von denen zu unterscheiden, deren Aufwand aus Fürmen dem wirklichen Einkommen der Güther⸗Besitzer, sin Pfert welches jährlich und immerfort unter der Nation Nunoor circulirt, bezahlet wird. Däher giebt es Kauf⸗ um 6 leute, die ihre Hoffnungen auf glücklichen Fort⸗ nit voy d gang ihres Handels bloß auf die Circulation Mn uid des Geldes bauen; und hinwiederum andre, ken, de weiter⸗sehende, die bey ihren Ur ternehmungen schuitthr ihre Absichten lediglich auf die Consumtlion und gabe, die den Ueberfluß der Lebens⸗Mittel, oder auf den Enkomme ben obschwebenden Mangel daran richten. Jufwando Ein l. 7 Verhältn. der Ausgaben unter einander 311 Lnan. 0 Ein Product wird in verschiednen Gegenden Abfug eines Heschu, eines Landes oder einer Provinz zu verschie dnen Eigtansten, sage ih, 6 hen oder Cuen umen betraghtt Ausgaben nis MWin de Gumde Welches ist nun alsdann die den die Kosten es Productes im dLande? des landwirth⸗ ses Productes im Lande: Ein schaftlichen olz wird zu Paris, er—— nun Handels auf⸗ der Nähe dahin ge wie das andre mat⸗ für des Ertrages Preisen verkaufet. wahre— zaluta die Faden Brenn⸗H aus der Ferne oder aus eyn, einmal so gut, ore +. auf die Masse Nlis vom En 4 Dranken verkaufet. Wenn derselbe nur 3 Fͤcke falt. 11 M Franken Transport⸗ und 34 Franken Holzhauer⸗ vom tenn Spesen kostet; 1— kann ihn der Guths⸗Besitzer ber Grundfück uf dem Stamme für 34 Franken berkaufen: dden. Dis hei wenn er aber 34 Franken Transport⸗ und 3 , D unn Franken Holzhauer⸗ 4— en kostet; 0 er ihn Exs dieses er Suths⸗Besitzer höchstens für 3 Frant ken ver⸗ ahn, Mf wi kaufen. Gleichwohl i der Faden ů0—— im letz⸗ beimehten, in tern Fall in nicht geringerm Preis, aks k8 i m erstern, dastem Zu⸗ àEnlommen durch Vr⸗ indem er durch seine Valuta zu Paris den Aus⸗ wand von 34 Franken Transport⸗ und von 3 Franken Holzhauer⸗Spesen, und die Zahlung ungRuun de von noch 3 Franken abwirft, die der Guths⸗ Rudvan lig Besitzer daraus löst, welches zusammen die Sum⸗ Ru; 2) U di n insiubi uf Hihrund⸗ I silt, in Lufeud aus Hitht⸗Aiittt, Dtit oie nicht von den 3 Fra nlen reinen Ertrags genom⸗ ee ii I. men wird. Es sind, wenn man will, 34 Fran⸗ Ia= ken, die dem Einkommen des Proprietärs be⸗ Witn 1* schnitten werden, keinesweges aber eine Aus⸗ nm gabe, die für die 3 Franken seines wirkkichen Cersuulen Einkommens bezahlet würde. Also darf diese Il, aafn Aufwands⸗Gattung nicht mit in die Berech⸗ Fan ihln, uU 4 nung ——————““““ me von 40 Franken ausmacht. Die Valuta der Transpoct⸗Kosten ist eben so reell, als die Valuta des Preises, der dem Guths⸗Besitzer bezählet wird, indem sie zum Fracht⸗Lohne des Fuhrmanns, und zu den Nahrungs⸗Hosten für seine Pferde hinlangt. Ich darf aber diese Valuta von 34 Frau 425 nicht mit dem Einkom— men des Guths⸗Besitzers vermengen, da sie 312 Siebentes Capitel. nung der Ausgaben von wirklichen Einkünften der Güther-Besitzer gebracht werden. Eben so wenig gehört sie zum Einkommen derselben, da sie der Kaufmann zum Ersatze seiner Spesen da— von abzieht. Man kann sie auch nicht in die Rechnung der Ausgaben aus dem Einkommen desjenigen bringen, der zu Paris diesen Faden Brenn⸗Holz kauft, indem er ihn um nichts theurer erkaufet hat, als wenn derselbe nur 3 Franken Transport⸗Spesen gekostet hätte. Ja, er würde zu Paris das Holz noch theurer be— zahlen, wenn keines aus der Ferne käme. Mit— hin giebt der Fond des Proprietärs der Holzung diesen Aufwand, zum Nachtheile des reinen Er⸗ trags oder Einkommens des Proprietärs her. Es ließe sich daher diese Aufwands-Art wohl der sterilen Classe zurechnen, wenn sie anders in der Vertheilungs-Reihe der Ausgaben des Ein— kommens selbst, die an diese Classe kommen, mitbegriffen wäre: da sie aber im Gegentheile vom Ertrage der Grundstücke selbst, mit Aus— schlusse des Einkommens oder des reinen Er— trages, genommen wird; so ist sie zu den Aus— gaben der producirenden Classe zu zählen, ohne daß wir sie jedoch mit denjenigen Ausgaben eben dieser Classe vermengen dürfen, die zur Cultur⸗ Bearbeitung selbst angewandt werden, und die schon auf der Tabelle mit eingeschlossen sind, auf welcher durch die Reproduction dem Land— wirth alljährlich seine Bewirthschaftungs-Kosten wieder erstattet werden müssen. Es müssen also dergleichen Kosten des Kendwirthschaftlichen Han— dels auch von den Kosten des Handels mit Waa⸗ ren der Hand-Arbeit unterschieden werdeu, weil es für diese kein Grundstück giebt, auf welches sie geradezu und unmittelbar fallen könnten: denn gahölh deun denn von Hald Lohn an Waatt a Rahlung! illch gelfet, helatge Rens l Dis⸗ er Lol suce ber Rpirthsa Tuonen! Rachenqh Mushaben Abeitungs⸗ In Wfcher uin ve W W ruden Er dret vox wie solch nan sich siler Ne Ruachnet Vechselsr luss⸗A. RhTh Ehh is wandung wenden! Kbenden Myng. Nd sutunge , Hiän erten wurden. ah vnn dysshn sine Ehsnh uch nigt n dem Ei llom 18 diesen L 1 n un u 9 derselbe ut; thine J, hoch thenrtr be lam. Mi⸗ e dr eng des Ran ⸗ ruunttit het. 0Nt wohl sse dldtrs in iben des Ein⸗ ase lopmen, iu Gigenthele HNy mit Mo⸗ dis luinen E⸗ si Iu din Mu z ihleh, yh⸗ I Wiu dulute udn, Id dit Rschssa sird, n dn dand⸗ Wtlngs Voftn 63 nissn de Haflchenhat dbs un u I l t, auf! f 00 füln kun W Verhältn. der Ausgaben unter einander. 313 denn dem, der aus der ersten Hand eine Waare von Hand⸗Arbeit verkauft, wird sein Arbeits⸗ Lohn unmittelbar von dem bezahlet, der diese Waare an sich kauft. Nun wird aber diese Be⸗ zahlung mittelbar öder unmittelbar von dem wirklichen Einkommen der Güther-Besitzer selbst geliefert, wie man aus der Darstellung der Ver— theilungs-Reihe der Ausgaben dieses Einkom⸗ mens ersieht. Diese Entwickelung war nöthig, uns mit der Total-Summe des Ertrages der Grund— stücke bekannt zu machen, uns bey den Güther— Bewirthschaftungs-Kosten, und bey allen Ope⸗ rationen der ökonomischen Regierung, davon Rechenschaft zu geben, und die Vertheilung der Ausgaben bey verschiednen Benutzungs⸗Be⸗ arbeitungs- oder Ausförderungs⸗Arten von dem Aufwand oder den Ausgaben des Einkom⸗ mens der Proprietäre, und von den Ausgaben des Arbeits-Lohnes der Leute von der produci— renden Classe so wohl, als des Arbeits-Lohnes derer von der sterilen Classe zu unterscheiden, so wie solche auf der Tabelle verzeichnet ist, wo man sich auf die Ausgaben des Einkommens einer Nation, und auf diejenigen, die dazu gerechnet werden müssen, und die allesammt wechselsweise von ihrer gegenseitigen Verthei— lungs-Reihe abhängen, eingeschränkt hat, weil in der That bloß das Einkommen ein disponibler Schatz ist. Alles Uebrige hat schon seine An— wendung, von der sich nichts anders wohin ver— wenden läßt, ohne in den jährlich wieder⸗auf— lebenden Schätzen eines Agricultur-Volkes einen Abgang zu verursachen. Indessen müssen die Bearbeitungs⸗ oder Be⸗ nutzungs⸗ Schätze; die Ausgaben derselben und u 7 ihre 314 Siebentes Capitel. der jährlichen Reproduction des Einkommens in so wesentlichen Verhältnissen stehen, daß die Vermehrung oder der Verfall dieser verschiedent— lichen Schätze gegenseitigen Einfluß auf die einen, wie auf die andern, haben. Mittelst der Man muß immer in den Gedanken behalten, Ausgaben reher Ar dauert die— 2— dreyerley Reichthums-Arten giebt, die Reproduction, alliͤhrlich anSegeben werden: 1) die Schätze „itrtess— der Merer der zahrlichen Auslagen der producirenden Classe IRNree. ‚ burtion von 2,00 Franken; 2) die Schätze des reinen die Aushabeh Ertrags oder Einkommens von 2,000 Franken; ununterbro⸗ und 3) die Schätze der jährlichen Auslagen der chen immer sterilen Classe von 1,000 Franken. Dieses deutet — bier eine jährliche Consumtion ven 5,000 Fran⸗ ken in Producten an, unter welcher man eine jährliche Aufwands-Masse von fünf tausend Millionen versteht, ohne noch einige andre jähr⸗ liche Privat-Aufwands-Arten mitzurechnen, wie, zum Beyspiele, diejenigen, von denen vor⸗ hin die Rede war, die keine unmittelbare Be— ziehung auf die Frucht-Erzeugung und auf die Verwendung des wirklichen Einkommens haben, und die aus diesem Grund auch nicht haben in die Ordnung der Tabelle eingereiht werden kön⸗ nen. Eben so wenig rechnen wir die Ausgaben zum Wieder-Ankaufe der rohen Materialien von den Auslagen der sterilen Classe, welche die Ur⸗ sache sind, warum mit den 5,000 Franken, von denen wir so eben geredet haben, 6,000 Fran⸗ ken Ausgaben auf der Tabelle erscheinen. Mit⸗ telst des cireulirenden Geldes sind es in der That 6,000 Franken Ausgaben, aber nicht 6,000 Franken Consumtion: denn jenes Wieder⸗an⸗ kaufen ist, wie bereits gesagt worden, ein Er⸗ satz an verzehrbaren, nicht an wirklich verzehr⸗ ö ten ihre Reproduetionen bekannt seyn, weil sie mit — —————————————— — gahin 10 Mateti dea abet verphit! sun sudtt tin Rotl del Malll rdeh, ⸗Eh tisthet M r ens hier daft Rsen Lut her Landw Het Benubl fhed uld Lacbuce Hschet is, ut Mui h d vu NW Don Hsh am dit Au Rgen wis sbe der j Ihter Sche ilt groß cher daral We defen U Huf . de Echtg mäßigg! immer sin stht, iti so fihrschen V sin, welh E is Enlanyz stthen, W Hst bershiehg, faß auf v ben. danken behalhz uin githt, ) die Echeh Wuitnden Cas Hiize dum oo run, Ualye er Duse heutet 5ooo Fran⸗ er man eine uf tausend andte sähr⸗ ithurochnen. dwen vot⸗ tnldare D⸗ nd au die nnent hihcz nidt Hü in 1 Unbm t⸗ 1111 ualet von uii˙N di⸗ Funlen, voß 5000Ru⸗ nn. Ni 6ndn Hht ut 00 3 Vidte⸗ l Kdehyt 05 Hlm ö Verhältn. der Ausgaben unter einander. 315 ten Materien; letztere können wohl ersetzet wer⸗ den, aber nicht ersetzen, indem dasjenige, was verzehret ist, nicht mehr existirt. Zu folge des⸗ sen findet sich in den Auslagen der sterilen Classe ein zwoiefacher Aufwand, nämlich der Aufwand der Materien, die bey ihr alljährlich aufgezehrt werden, und nächstdem der Aufwand zum Wie⸗ der⸗Einkaufen ähnlicher Materien, womit sie ersetzet werden. Diese Quantität von jahrli⸗ cher Consumtion und Reproduction, die wir hier dar rstellen, setzt ein großes Reich voraus, dessen Territorium reichlich angebaut ist, in dem der Landwirth zuversichtlich auf Erhaltung sei— ner Benutzungs⸗Schätze rechnen kann, das ein freyes und leichtes Verkehr hat, wodurch den Producten der größte mögliche Verkaufs⸗-Werth gesichert ist, und in dem eine aufgeklärte und getreue Administration der politischen Oekono— mie die zum Gedeihen eines Staates nothwen⸗ digen Bedingungen sammt und sonders erfüllt. Es scheint zwar, als müßte das, was wir an die Ausländer verkaufen, und was wir da⸗ gegen wieder bey ihnen einkaufen, in dem An⸗ satze der jährlichen, nach dem jährlichen Ertrag ihrer Schätze berechneten Ausgaben einer Nation eine große Verwirrung anrichten: wenn man aber darauf Acht hat, daß wir bloß nach Maaß⸗ gabe dessen, was wir selbst von unsern Produc⸗ ten verkaufet haben, kaufen können; so verschwin⸗ 105 die Verwirrung. Man sieht alsdann ohne chwierigkeit ein: da in der Reihe der regel⸗ mä äig zen Ausgaben einer Nation das Einkaufen immer ein schon geschehenes Verkaufen voraus⸗ setzt, welches im Grunde bloß ein Umtauschen ist; so kann man bey dem Ansatze der für den jährlichen Ertrag der Schätze einer Nation berech⸗ neten 316 Siebentes Capitel. neten Ausgaben den wechselseitigen Handel mit dem Ausland ohne Schaden unerwähnt lassen. Es bedarf also weiter nichts, als daß wir den jährlichen Ertrag dieser Schätze im Einzel⸗ nen darstellen, um hernach zu dem Einzelnen der jährlichen Ausgaben kommen zu können: denn es muß alles ausgegeben werden, damit es re— produciret werden könne. Daher kömmt es auch, daß wir immer sagen, Consumtion und Einkommen gelten einander gleich. §. 4. Umständliche Erläuterung der auf der Tabelle vorgestellten Ver⸗ hältnisse zwischen den Ausgaben und den Nutzungen. Man sieht unten am Fuße der Tabelle, daß zu folge der Vertheilungs-Ordnung bey dem Aufwande des Einkommens, die auf derselben verzeichnet ist, die Reproduction des Einkom— mens dem ausgegebenen Einkommen gleich⸗— kömmt; daß die Erde noch außerdem die jähr— lichen Cultur-Auslagen, die ebenfalls ausge— geben worden sind, ersetzt; und daß sie auch noch überdieß den Landwirth mit 10 Pro⸗Cen⸗ ten Zinse von dem Capital seiner jährlichen so wohl, als seiner Instrumental-Auslagen be⸗ schenkt. Allein man findet doch in dieser To⸗ tal⸗Reproduction nicht die Reproduction der jährlichen Auslagen der sterilen Classe wieder, weil diese Auslagen nicht aus dem Aufwande derselben, der bey der sterilen Elasse, welche den vorläufigen Fond dazu hergiebt, gemacht wor⸗ den, wieder aufleben, und dieser Classe alljähr⸗ lich durch Vertheilung der jährlichen Ausgaben des Einkommens selbst wieder gegeben werden. Indessen wird dieser Fond durch seine Aufwen⸗ dung Hehiltod Iung Lene Rroduche ohRn M oge Wl sintt Eu rick Vhe de Rll I D heshlge st hey d ujalt, Rsem N Jnsen vo lase. 9 eihen Cchihen al huden, nae Nawdutior huh MWsih 20⁰ N.0 Fuen 2/00 fl summen d wand aus Niprodue Mittel list des w slsettgen u N ard 7⁰5⁰ Fi0 enden Ea 2/000 5 Franken y ken bchil lagen; Ihpentar Whal. sgn dg I Irahrtlhn. Atk„ dls U Schihe in Ei den Eincth Wsr önnen:u da, damit to/ linnt tß uuh suntion un ** uudet gleit uterung K Wellten Yet— IIL 91 el, Luhll, daß Imm bi den wuf derslben des Eilon⸗ umen gch dim du sih Henfals ue su i 10 Il⸗ 1r sthildn si „ Meagn de n Hn L⸗ WIII der Uast ikdtt, Im Auwade Husz wicht d xact re I Eastilil Kachn l atache I IN 1— ich sin d⸗ U Verhältn. der Ausgaben unter einander. 317 dung keinesweges vernichtet; er kömmt bey ber producirenden Classe jährlich für den Ankauf der rohen Materialien ein, die von dieser Classe be⸗ zogen werden. Er kömmt bey ihr, sage ich, seiner Summe nach ein, und wird von ihr zu⸗ rücke behalten. der Tabelle auch nicht die Reihe der wechselseiti⸗ gen Wieder⸗Ausgaben einer Classe an die andre befolgen. Aber die Verwendung dieses Fonds ist bey der producirenden Classe, welcher er zufällt, keinesweges steril: denn gerade aus diesem Aufwands⸗Fond entstehen jährlich die Zinsen von den Auslagen der producirenden Classe. Mithin trägt dieser vorläufige Fond, der einen Theil von den 5,000 Franken von Schätzen ausmacht, welche jährlich consumiret werden, nach Proportion das Seinige zu der NLeproduction der Schätze ven 5,00 Franken bey, die jährlich wieder-aufleben, nämlich, der 2,000 Franken jährlicher Auslagen, der 1,000 Franken Auslagen der sterilen Elasse, und der 2,000 Franken Güther-Einkommen, welche zu⸗ sammen die 5,000 Franken Consumtions-Auf⸗ wand ausmachen, woraus die 5,000 Franken Reproduction oder Nachwachs wieder aufleben. Mittelst der Vertheilung desEinkommens, mit⸗ telst des wechselseitigen Einkaufens und der wech— selseitigen Wieder-Einnahmen von einer Classe⸗ an die andre, kommen, wie man sieht, jährlich 5,000 Franken Reproduction bey der produci— renden Classe wieder ein. Davon bezahlt sie 2,000 Franken an die Proprietäre; 2,000 Franken wendet sie selbst auf, und 1,900 Fran. ken behält sie zur Zinse von ihren jährlichen Lus⸗ lagen; ein Vorrath, der zur Ergänzung der Inventarien-Auslagen, zur Entschädigung we— Deßwegen sieht man ihn auf gen —......I‚‚ —— 2 —— — S— 318 Siebentes Capitel. gen der widrigen Zufälle, denen die Aerndten A sind, u. d. gl. bestimmet ist. Man sieht auch, daß 3,000 Franken unter der steri⸗ len Classe circuliren; nämlich 1,000 Franken Ar⸗ beits⸗Lohn, die von den Leuten aus dieser Classe verthan werden; 1,000 Franken Auslagen, wel⸗ che auf den eignen Fond eben dieser Classe ver⸗ wendet, und mit 1,000 Franken wieder ersetzet werden, die sie sich durch Ersparung wieder schafft, und die sie zu Erkaufung der rohen Ma⸗ terialien verwendet, welche sie nach und nach wieder ersetzt. So nach beträgt die Masse der Schätze, die zwischen diesen beiden Classen circuli⸗ ren, 8,000 Franken; nämlich, z, oοꝗFranken Y ho⸗ ducte, welche die producirende Classe er bauet hat; 2,000 Franken Schätze an baarem Gelde, mit de⸗ nen das Einkommen bezahlet worden ist, und die zu demVerkauf und zu dem Ankaufe der 5,000 Fran⸗ ken an Producten beständig wieder in die Circula⸗ tion treten; und 1,0½0 Franken Auslagen, die von der sterilen Classe geliefert, und die ihr durch dis Circulation der 2,000 Franken Schätze an baa⸗ rem Gelde wieder zugewandt werden, von de⸗ nen sie 1,50οο Franken zum Wieder⸗anschaffen der rohen Materialien verwendet, womit sie die⸗ jenigen ersetzt, die bey ihr jährlich consumiret werden; welches zusammen den Fond von 8000 Franken ausmacht, von dem hier die Rede ist. Von diesen 3,000 Franken aber werden nur 5,000 jährlich reproduciret, weil die 2,000 Franken Schätze an baarem Gelde niecht consu⸗ miret werden, und zur Bezahlung alles dessen, was gekauft und verkaufet wird, e 49 hat es auch mit den 1,000 en der Circulation bleiben. Gleiche Bewandtniß 2 der sterilen Classe. Dieß ist ein Fond, se — gchind Gase wa thut 90 Reih Nsth dubeghl. 20500 Ind Hn sit uft ch;—1 r vrodu 200⁰ fl ubgibt⸗ han haft Jund serte Hestt sihn hast Funn shs Iunen He Hfto ded Ken Caf I de U Wd fh. Di Janfen sumtionen; clerden El auffehen umne sihr Ader. usuahr Iuasehy i u, das Mhy die Laht seit In Rü bern Ranht eibamp! 0 Nl. nn N Vo Hilumet is. len untte dr siz ooo Iraufn y aus diest Laf sligen, u. Hastt Cast tr ien nitder erigt eparung Wihn j der rohen M. uuch und auh gt de Mast der Chsagrali- Vofrnnro⸗ dstertnutt hat; Glhn mit de— rist und die zu 5.0do Frau⸗ Cttula⸗ Klageu, ievon Wihr durch dis Schäte an bat⸗ rden, Yn des Ider ansdfn vomit srdite Wlch HWusamiret ö‚ 11 0n 50⁰0 Ne ist 10 vetden nut l die 2005 00 nicht(oHM⸗ 1 alts dese 1 Iulmet 1 Vam anten Weh Herd Verhältn. der Ausgaben unter einander. 319 Classe unaufhörlich wieder vervollständigt; sie thut damit, so zu sagen, weiler nichts, als daß sie ihn sich selbst leiht und sich felbst jährlich wie— derbezählt, indem sie ihn alle Jahre von den 2½000 Franken zurücke nimmt, die fie empfäangt, und von denen sie nur 1,000 Franken für sich selbst aufwendet, die ihr Arbeits-Lohn ausma⸗ chen;— mit dem Unterschiede zwischen ihr und der producirenden Classe, daß diese ebenfalls 2,000 Franken empfängt, die sie für sich selbst ausgiebt, die sie für sich selbst wieder aufle⸗ ben heißt, und mit denen ste immerfort den Fond jener jährlichen Auslagen unterhält, wel⸗ che sie jährlich ausglebt und jährlich wieder auf⸗ leben heißt. Eben in diesem Aufwande der 2,000 Franken selbst bestehen ble Kosten, die das Ein⸗ kommen wieder⸗aufleben heißen. Dem zu fol⸗ ge sind die Ausgaben der Leute von der produ— cirenden Classe doppelt so stark, als die Aus⸗ gaben der Leute von der sterilen Classe. Die Ausgaben der Proprietͤre betragen 2,090 Fran⸗ ken. Das macht denn zusammen die 5,000 Franken jährlicher Ausgaben an wirklichen Con— sumtionen aus, welche jährlich bey der produ⸗ cirenden Classe aufleben, gekäuft werden, wie— der aufleben, wieder eingenommen werden, und immer jährlich zurücke kehren. In der Hypothese der vorliegenden Tabelle, auf welcher durch bie Auslagen der produciren⸗ den Classe hundert Pro-Cent Einkommen erzeu⸗ get wird, gelangt dieses Einkommen, welches das Jahr über ausgegeben wird, gänzlich an die producirende Classe, und durch die wechsel⸗ seitigen Rückflüse von einer Classe zu der an⸗ dern gänzlich an die sterile Classe; und dieses Einkommen lebt auch durch die Reproduction im 320 Siebentes Cavpitel. im Jahre, so wie es auf der Tabelle, die das vorhergehende Capitel schließt, dargestellt ist, gänzlich wieder auf. Man muß immer in Gedanken behalten, daß durch die 1,000 Franken Auslagen, womit die sterile Classe der probucirenden alles, was sie von ihr kauft, bezahlen muß, bey dieser letztern die Zinsen von den Auslagen des Landwirthes wieder aufleben: wenn demnach eine oder die andre Unordnung in dem Verfahren der okono— mischen Staats-Administration einen Abgang in den Auslagen der sterilen Classe verursachte; so würde dieser Abgang unausbleiblich einen nachtheilichen Einfluß auf die Reproduction der Zinsen von den Auslagen der producirenden Classe, und zwar in der Maaße haben, daß der Abgang an der Reproduction dieser Zinsen dem Abgang an den Auslagen der sterilen Classe gleich käme. Ereignet sich nun ein Abgang, wodurch diese Auslagen unzulänglich werden, die Zinsen von dem Fond der Auslagen des Landwirthes voll⸗ ständig zu vergüten; so müssen diese Zinsen un⸗ fehlbar auf Kosten des Einkommens vergütet werden. 56. 5. Verhältnisse zwischen den Ko⸗ sten des Getraide⸗-Baues und den dutzungen davon. Der größte Theil vom jährlichen Ertrage des Territoriums wird durch die Arbeit mit dem Pflug, und das Uebrige durch andre Cultur-⸗ oder Bearbeitungs Arten der Grundstücke ge⸗ wonnen. Auf einem Territorium von 120 bis 130 Millionen Morgen von hundert Quadrat⸗ Ruthen, die Ruthe zu 22 Fuß gerechnet, wie Frankreich enthält, finden sich ungefähr 60 Millis⸗ ghalhs Hilionen verden ie ungen* deteyen, sen,x H oneg M schaftang iud Mi zu fehhe 915 12⁰ Ithin. such ber ur nit hultt braa Ruhe Rlast D Rr N Dy Sch Hoh, her D tiogeti her Hi herte U Ruore Maei Iud seit U hi Lochwer 4 U MIan Nettl Hasige sich gen M. 2 Mitl. du Lüll, W lcft, r Sebaukerh NMNN Auren ehgtey . Au Sager UA, vomsM renden g alle, W uud, dey dit thn Nagen des Kandpit T 84 Maa V demnach ent K Nersz * Wahren 1 Iu Wsrat ELI N Ilen Lust vruntht uaetlhc ian u dit Nurtduain x Wunz, Teduth hiß N R. S 8 dude ul us HN Zum Ettah Witt Rl ln Ghmn N Fuudsict;,. ö mal ůtL Duch torluu on hunde Fuß uhh. 135 sch un Verhältn. der Ausgaben unter einander. 321 Millionen Morgen, die mit dem Pfluge gebaut werden können; und das Uebrige begreift Hol⸗— zungen, Wiesen, Weinberge, unfruchtbare Län⸗ dereyen, Wohnungen, Flüsse, Teiche, Stras⸗ sen, u. s. w. Wir haben bereits angemerkt, daß 60 Mil⸗— lionen Morgen Landes bey der Güther-Bewirth— schaftung im Großen mit fünf mal hundert tau⸗ send Pflügen bearbeitet werden können. Dem zu folge kommen auf den Gebrauch jedes Pflu⸗ ges 120 Morgen, welche in drey gleiche Thei⸗ le, jeden von 40 Morgen, getheilt werden, die nach der Reihe, ein Theil mit Winter-ein an⸗ drer mit Sommer-Früchten bestellet, und der dritte braache liegen oder, wie män es nennt, in Ruhe gelassen wird(, damit er das Jahr über mit ( Daß dieses angebliche Ruhen⸗lassen der Erde im dritten Jahre nichts weniger als eine nothwen dige Wirthschafts⸗-Regel, sondern vielmehr da, wo die⸗ ser Schlendrlan herrscht, durch Mangel an Dün⸗ gung, und überhäupt durch Mangel an Vollständigkeit der Benutzungs⸗Schatze bey den Wirthschaftern, zuerst eingerissen, und in der Folge durch die Un wissenheit der Hirten, durch dben Unverstand der Grund⸗ herren, und durch die Tyranney der Jäger und der Schäfer zur gesetzförmigen Observanz geworden sey, ist unsern Lesern vermuthlich keine Reuigkeit mehr, nachdem diese Sache in Deutsch⸗ land seit funfzehn bis zwanzig Jahren her fleißig ge⸗ nug debattiret worden ist. Daß auch unser Autor selbst diesen Schlendrian für nichts weniger, als für nothwendige Wirthschafts-Regel halte, wird der Le⸗ er weiter unten aus dem Beyspiele, welches er von Oungland anführt, wo das Braache-halten keine Regel, sondern vielmehr hin und wieder zweck⸗ mäßige Ausnahme von der Regel ist, deut⸗ lich genugz ersehn. Er läßt aber die hergebrachte Ob⸗ W. A. P. I.& servam 322 Siebentes Capitel. mit Düngung und mehrmaliger Ackerung zuge⸗ richtet werden könne, um im folgenden Jahre wieder eine Aerndte von Winter- und das Jahr drauf eine von Sommer-Getraide zu tragen. Schätzung der Um den Ertrag von der Getraide-Aerndte Nutzung vdm„. 5 Getraide Bau eines Morgens, eins ins andre gerechnet, zu Wenteirentet Geld anzuschlagen, setzt man voraus, daß mit⸗ der Rutung kelst der Freyheit des Handels nach dem Aus⸗ von dem zu lande zur Ausfuhr und Einfuhr, der Verkaufs⸗ ehergen Werth des Getraides in allen Provinzen von Viehstande. Frankreich auf dem Fuße des zwischen den han⸗ delnden Völkern gangbaren Preises stehe, und daß also der Preis des fränzösischen Malters Getraide von 240 Pfunden am Gewichte, wie in solchem Falle gewöhnlich ist, ungefähr das Dritthel von der Mark Silbers, oder 18 Fran⸗ ken gegenwärtiger franzosischen Münze sey. Wenn nun jeder Morgen Landes, gutes und schlechtes Land unter einander gerechnet, sechs und ein halb Malter Getraide, den Zehndten mit eingeschlossen, trägt; so beläuft sich, nach diesem Fuße, der Total⸗Ertrag vom Morgen auf 117 Franken. Die Aerndte vom Som— mer⸗Getraide läßt sich ungefähr zu ztheln der Aerndte vom Winter-Getraide, dieß heißt, zu 45 Franken anschlagen. So nach würde sich der jährlicheYErtrag vom Gebräuch eines Pflu⸗ ges ungefähr auf 6,490 Franken rechnen las⸗ sen. Wir haben aber das sämmtliche Getraide nach servanz hier als Regel hingehn, um allen Schein der Uebertre ibung, auch in den Augen der Unwis— senden und Unverständigen, zu vermeiden, damit Niemand sagen oder denken solle, als hätte er den Fond seiner Nutzungs⸗Berechnungen in irgend ei⸗ nem Artikel zu hoch angenommen. I. M uthden schlagen. in don K Nerrbau wohl de in Roghi vom Hr 049⁰ sukn. tommend kechhen. r fihrl Iig Hflg Ztal⸗Er 997³⁰⁰ Es gil U Eitrag bon Ehgsen,? I⸗Döh Hd un Wnderntd Ertrag ol shchrte iim Ertka um Vort siu, durc I Nohrt Ahhnund! Hh hn Wle Rohe schn laheg von 5 ISIW FFFFFFFFFIFI——— Verhältn. der Ausgaben unter einander. H 1m60 un nach dem Fuße des Preises vom Weizen ange— N. ii 57 schlagen. Wenn wir nun auch annehmen, daß in dem blühenden Zustande, worinnen wir den Gelr Ide zu u 1 Ackerbau des Ländes stehend voraussetzen, gleich— ͤ t Gitradt,Am wohl der vierte Theil von der Getraide-Aerndte andre gerechmnn in Roggen(*) bestände, der nur zwey Dritthel an voraus M vom Preise des Weizens gilt; so werden die ndels nach d 6,490 Franken auf Franken herunter nfuhr, det Daz sinken. Auch ist noch der Saame zur alen Prornny kommenden Winter⸗ und Senenen⸗ Saat abzu des zwischnwi rechnen. Mithin wird, deductis Bencenie⸗ à Preises f. der jährliche Total-Ertrag vom Gebrauch ei— nes Pfluges ungefähr 5,500 Franken, und der Total⸗ Ertrag der fünfmal hundert tausend Pflü⸗ ge 2,750, οο οο Franken betragen. unzesischen An uam Gewich u ist, ungith 29 3——— bert, ebn o Es giebt noch einen Ertrag, der mit ehhan des s, Aut.. 1* E 2 E sshn Rü ser Acker⸗-Arbeit zusammenhängt; dieß ist der der Achertente Iden a Ertrag vom Nutzungs-Viehe, nämlich von r Schaafen, Mast⸗Ochsen, Kühen, Schweinen, Feder⸗Vieh, u. s. w. Dieser Ertrag muß hier bloß zum Andenken erwähnt werden, weil er seo Hülse unvermeidlich von Kosten, die ihn dem reinen uud u, Ertrag oder Einkommen gänzlich entziehen, auf— Lendtt uu r gezehrt wird. Dessen ungeachtet ist es doch ein Ertrag zum Nutzen der Acker-Arbeit und Mrheh 1%½˙ V aefäht zuhal —1 zum Vortheile der Bevölkerung: denn die Ko⸗ So uac i sten, durch die er aufgezehrt wird, machen theils hut die Nahrung des Arbeits-Viehes, theils auch Inrn Lohn und Brod für die Hirten und Dienst-Mäg⸗ rld Geradd 2 2 de I 5—6— (Es braucht wohl nur für einen kleinen Theil der deut⸗ 4 ln Ec schen Leser erinnert zu werden, daß die Franzosen, so 1 M. a lu wie die Englander, bey weitem mehr Weizen ⸗als in, m Roggen⸗Brod zu essen pflegen, und daß sie letzteres 6 schon als schlechte, nur nothleidenden Armen und 1 690 leibeignen Menschen zukommende Kost zu 2 0 von Haus aus gewohnt sind. U. men ———.—2— —8————.—————e. N. 324 SEicbentes Capitel. 25 Rahiln H* de aus, welche die Heerden zu hüten, und den he iie N.. Hühner⸗Hof zu warten haben. Dieser Zusatz It wrddel MMNIN zum Pfluge kann, einzeln für sich betrachtet, vom Dich ö auf 45,000,οο Franken angeschlagen wer— Wenigsen den. Erttag L 1 Dieser Ertrag von vier hundert und funf— beit. E 7nc04˙ zig Millionen, verbunden mit obigem Haupt— Mit i N ö Ertrage von zwey tausend sieben hundert und dat 464 funfzig Millionen, macht zusammen den Total⸗ ind Wb ö Erträg der Acker-Arbeit, von 3,200, C,οο de⸗Mh! N Franken aus. ö de⸗Linde Den Ertrag der andern Partie kann man Isshem landwirthschaftliche Nutzungen aus⸗ In sum y V. ser dem Feld⸗Bau( nennen, weil er sen wol ö überaus mannichfaltig und veränderlich, und M ben Lo weil dabey, die Weinbergs-Cultur abgerechnet, 1% de dil⸗ nicht viel eigentliche Acker-Arbeit zu verrichten hande zur ist. Dahin gehören Holzungen, Wiesen, An⸗ Rhs, Wel ger und Weide-Plätze, Teiche, Kohl⸗ und Obst⸗ Whunge Gärten, Haide⸗-Gegenden, Berge und andre unge⸗ En d baute Vieh-Triften, Stein-Brüche, Erz⸗Gru⸗ Vchtard; ben, Fischerey in der See, in Flüssen und Bä⸗ Mhetey chen, u. s. w. Der Ertrag von diesen verschie⸗ ind andte dentlichen Artikeln mag so ziemlich dem Ertra— NsRut ge der Acker-Arbeit gleichkommen, und, mit Im gegen demselben zusammen-gerechnet, einen Total⸗Er⸗ ansttelf trag von etwan 6,0⁰οοοο, doo ausmächen. im dinn Die wild-wachsenden Früchte, Pflanzen dft und Gewächse werden größten Theils dem Ar— I⸗Al beits⸗Vieh, und außer diesem besonders den Eufen Schäfereyen und den Kühen preis gegeben. An⸗ Wu ger und Weiden geben das Futter für Pferde, Lmg Ochsen, Kühe und andre weidende Zucht-Vieh⸗ dutnd Arten her, die theils zur Wirthschafts-Arbeit 12(071 heran ( Partie champétre. 0 M Wii. uhünm en. dahn M V fir sch hn ün angeschagn n hundert und V uut obigem Huut siben hundertt u. Isamnen den Zul, 5 3½200 C0000 hutie fam nu Nubungen aus⸗ nannn, tril tt hrindenic, und Mlal abgerechnet, i zu Hlrrichten „ Vitsen, M- Achl, udObst⸗ Nund andreunge⸗ Druch; Aporu n Sase und di on diien rshi⸗ hemlich di Ertr⸗ ij i/ mi het, Au Alete 500 Mluc. htt, Iflanza Imm Tls den N. IL Hsoldets I l zude huni fit fit Mio oeidende Zuh Withschfts⸗ 0 V fet werden. ten zum Hüthen dieses V Verhältn. der Ausgaben unter einander. 325 heran gezogen, theils an die Schlächter verkau— Zu folge dessen muß der Ertrag vom Viehstand in dem Artitel vom Zucht-Viehe wenigstens eben so beträchtlich seyn, als der Ertrag vom Nutzungs⸗Viehe bey der Acker-Ar⸗ beit. Es scheint aber der Viehstand zu dieser Arbeit nicht so zahlreich zu seyn, als zur Zucht. Offenbar sind auch nicht so viel Manns⸗ und Weibs-Leute beschäfftiget, dergleichen Wei⸗ de⸗ Vieh zu hüthen und zu warten, weil die Hai⸗— de⸗Ländereyen und andre wüste Gegenden von einigem Umfange keine so große Menge von Hir⸗ Ziehstandes erfodern. In⸗ dessen wollen wir doch diese Nutzung ebenfalls mit den Kosten an Lohn und Brode für die Leu⸗ te, die dabey gebrauchet werden, und an Auf⸗— wande zur Fütterung und Pflege des Ärbeits⸗ Viehes, welches zu diesen landwiethschaftlichen Nutzungen gebrauchet wird, in Compensation bringen, damit sich die Nutzung von diesem Viehstand, und die Nutzung von dem Arbeits⸗ Viehe beym Ackerbau zusammen⸗genommen, eins ins andre gerechnet, mit eben den Kosten, welche diese Nutzungen auf beiden Seiten völlig aufzeh— ren, gegen einander compensiren: jedoch gereicht es mittelst des Lohn-Antheiles, den die Menschen von diesen Kosten zum ihrem Unterhalte beziehen, zur Befreyung der übrigen Nutzungs⸗oder Er⸗ trags⸗Arten und zum Besten der Bevölkerung. Es ist gewiß, daß diese Nutzungen übrigens kei⸗ nen reinen Ertrag, kein Einkommen ausliefern können, welches nicht zum Nachtheile dieser Pro⸗ ducte und der Bevolkerung erhoben werden müß⸗ te(D: denn ob sie gleich bey dem Einkommen 24— nicht ) Möchte doch diese wichtige ökonomische Wahrheit von —————— — IIIIT— * ee——— ————————————— — Datstelluy er Verhältnis⸗ e zwischen den Nucgaben ö 326 Siebentes Capitel. nicht in Rechnung gebracht werden; so sind es doch nichts desto weniger Nutzungen, die zur Nahrung für die Menschen, und zu allerley an⸗ derm Gebräuche für ihre Bedürfnisse dienen; welches dem Ertrage, der aus solchem Viehe gezogen wird, alles zusammen in eins gerech⸗ net, einen Verkaufs⸗Werth giebt, vermöge dessen dasselbe in der Masse der sechs tausend Millionen jährlicher Schätze der Nation mit etwan neun hundert Millionen in Anschlag kömmt. Die fünf tausend Millionen Ertrag, die auf der Tabelle erscheinen, sind auf derselben nicht auf bloße Compensations⸗ Verhältnisse zwischen den Producten und den Kosten beschränket: denn sie stellen eine Reihe von viel zusammen⸗gesetz⸗ tern Verhältnissen vor; Verhältnisse zwischen den Producten und den Kosten und dem reinen Ertrag oder Einkommen; Verhältnisse mit den Ausgaben der Producte, der Kosten und des Einkommens; Verhältnisse mit den Auslagen und den Einkünften, und den Ertrag der Auslagen und des Einkommens; Verhältnisse mit der jähr⸗ lichen Vertheilung dieser Schätze und dem Ar⸗ beits⸗Lohne für die Menschen von jeder Classe. Deßwegen muß man die Summe der verschiede⸗ nen Partien, die das Einkommen hergeben, sehn, ehe man die dermaligen Rechnungen auf die Oe⸗ konomische Tabelle anwenden kann. 6 Der jährliche Ertrag von dem Gebrauch ei— nes Pfluges ist auf 5,500 Franken angeschla⸗ gen worden, wovon der Pachter, zur Vergü⸗ tung von den Schäfereyʃ⸗Herren mancher Gegenden ver⸗ janden, und gebührender Maaben, zu ibrem eignen Besten beherziget werden! U. gchld inz seine u, an Ioemtat men 3535 Eikomm boh il Reent en zul E Frutkeh Fuße vr fiht eu Lotn Hlh aen V dranf uf dere n, dr Sucte⸗ INNE suchtibe Ind wel Toral⸗ her bey ton mit uuc bey tlite imüber 0 dl A ideir nd v Total. benthl Bausch ansieht, Mten,; . Verhältn. der Ausgaben unter einander. 327 Werden; ug lubung Iungen, ö ö ö und 1160 ken, und als Zinsen von seinen jährlichen und AG 0. V tung seiner jährlichen Auslagen 2,142 Fran- beym! Getrai⸗ de Bau und — den Nutzungen Inventariums-Auslagen 1/216 Franken, zusam⸗davon. öbefnsst den aus solchen uz n in eins gatt h gicht, ben der sechs Rust det Nation ut dun in Mscln n Ettrag dieaf uf shn nht chöltnst suschen heschrinkit: denn susammengesez lns wischn und dem reinen llltise mit den Lesen und dis Senelag 10 de Mͤlagn Itnist nithrjid hite 1nd dn K⸗ von s Hast. umn/ de hider men henle schn uunneuf de O im I Such Frahkn nhril ahht, iu Vu 0 nuther gaake ahe, In men 3,358 Franken wieder einzieht, so daß zum Einkommen 2,142 Franken übrig bleiben, wo⸗ von vier Siebenthel oder 4,224 Franken dem Proprietär, zwey Siebenthel oder 612 Fran⸗ ken zur Steuer, und ein Siebenthel oder 306 Franken zum Zehndten gehören. Nach diesem Fuße wird angenommen, daß jeder Morgen Lan⸗ des jährlich, eins ins andre gerechnet, 45 Fran⸗ ken Total⸗-Ertrag gebe, wovon 10 Franken auf den Guths⸗Besitzer, 5 Franken auf die Steuer, 2 Franken und 10 Sols auf den Zehndten, und 27 Franken und 10 Sols auf den Wieder⸗Ein⸗ gang der Cultur⸗Kosten für den Pachter kom⸗ men. Der Zehndte ist hier aus einem allgemeinen Gesichts⸗Punct angesetzt. Denn im Einzelnen ist dieser Erbzins überaus unregelmäßig, weil er nicht überall zu einerley Taxe angeschlagen ist, und weil er noch überdieß nach Proportion des Total-Ertrages erhoben zu werden pflegt, wel— cher bey weitem nicht immer in gleicher Propor⸗ tion mit dem reinen Ertrage steht; daher er denn auch bey Grundstücken von mittelmäßiger Güte bey weitem den siebenten Theil vom reinen Er— trag übersteigt, und auf solchen Grundstücken, wo der Aerndten-Ertrag fast nichts mehr, als die Bewirthschaftungs-Kosten, wieder- erstattet, und wo dieser Erbzins zum Dreyzehnthel vom Total⸗Ertrag erhoben wird, zwey bis drey Sie⸗ benthel wegnimmt. Wenn man ihn aber über Bäusch und Bogen, eins ins andre gerechnet, ansieht, und zugleich Rücksicht auf die Güter⸗ Arten, die von der Abzehndtung frey sind, und * 4 auf *—— ————————.—.—————— — u I——.———— —. — 328 Siebentes Capitel aahiln auf die Unregelmäßigkeit der Taxe nimmt, nach 10 10 N. welcher er von den Grundstucken, die damit be⸗ sid x lastet sind, erhoben wird; so findet er sich, in knnn ů Hinsicht auf den reinen Ertrag, so ziemlich in poahd der Proportion, wie wir ihn angesetzt haben. Im un 0 Bey der Darstellung dessen, was der Pach— n in — ter von der Aerndte für seine gethanen Ausla— P gen wieder einzieht, haben wir bisher bloß von ö O . seinen jährlichen Auslagen und von den Zinsen ö ruin geredet, ohne noch mit einem Worte der Beloh⸗ ö so nung zu gedenken, die ihm für die Sorgen, die 3 Arbeiten und das Risico bey seinem Unternehmen ö 00. N ö zukömmt— weil sich diese Belohnung unter die 0 Kosten seiner jährlichen Auslagen, und unter Wohlu ö den Ertrag vom Nutz-Viehe, welcher ihm die hr als ö Kosten der Hafer-Fütterung für seine Acker⸗ Wueuc Pferde, nach dem Fuße von 600 Franken auf in ö den Pflug wieder erstattet, eingemengt befin⸗ ain det. Dieser Abzug von Bewirthschaftungs⸗Ko⸗ n * sten, die bey der Aufwendung seiner jährlichen 6407 77 Auslagen in Rechnung kommen würden, soll Wn 4 nicht darunter begriffen werden. Mithin kömmt Whn er dem Profite des dandmannes von der Aufwen⸗ 165 dung seiner Auslagen zu Gute; und diese Auf⸗ el wands⸗Entschädigung soll ihm zu dem Lohne, Cumn welcher ihm für seine persönliche Bemühung ge— ö 16 bührt, zugestanden seyn, so daß seine Wieder⸗ x 7⁴ Einnahmen von der Aerndte, in der Summe von dem Gebrauch eines Pfluges, 3,958 Franken oddt 3 betragen, von denen 1,816 Fränken zu seinen 000 * Zinsen und zu seiner Belohnung gehören, und das Rdef 6 Uebrige bloßen Ersatz seiner jährlichen Auslagen N ausmacht. Er darf aber diese ganze Summe Hathn ö von 1,816 Franken ja nicht jährlich verthun, Nart 44 weil er nicht nur nöthis hat, sich einen Vor— Heshi rath für unglückliche Zufälle, denen seine Aernd⸗ bnh ten Ml. TIin ninn 0 Een, di wulh, fudct u shn / so sinsn angesctt haba I, was der E gethanen Woel⸗ hhtt oßthy ten ben Zunn Durte der Blh N Sorgen, N. hum Untemehner lohrump unttr he gen, und unter walcher im die sit sin Ieer. o runkn auf Relengt befin⸗ shastungs⸗Ko⸗ Lunt jöhröchet Watden, sel „Mühin kinmt. von der dufter⸗ 3 ud diß duf⸗ dn Eint, 1 Fuuhuth ge⸗ u sse Dider⸗ E Frunke uankn m sintt Ahe ddui Nchen Wusla u Cule schruch vrhen sch inn x s I 1 Verhältn. der Ausgaben unter einander. 329 ten und sein Zucht- und Nutz-Vieh ausgesetzt sind, zu sparen, sondern auch für das Fort⸗ kommen seiner Kinder zu sorgen; dafür kann er jeboch diesen aufgesparten Vorrath dadurch nutz⸗ bar machen und vermehren, daß er ihn bey sei⸗ nem landwirthschaftlichen Unternehmen einträg⸗ lich anlegt. Die Pacht⸗Güther, die von den Landleuten, sie mögen nun selbst Proprietäre oder Pachter seyn, bewirthschaftet werden, lassen sich, eins ins andre gerechnet, auf zween Pflüge anschla⸗ en. Nach diesem Fuße würde es in einem Lan⸗ de von dem Umfang und auf der Stufe des Wohlstandes, worinnen wir es annehmen, nicht mehr als etwan 250,000 Pachter oder Cultur⸗ Unternehmer geben. Den Aufwand, den sie zum Unterhalte für sich und ihre Familien bey der producirenden Classe machen, kann man für ei⸗ nen jeden auf 600 Franken, das ist, auf die Hälfte von ihrer Belohnung, welche bey Unter⸗ nehmung einer Wirthschaft mit zween Pflügen 1,200 Franken ist, ansetzen. Dieses macht in der Summe 300,000,00 Franken, die an der Summe jährlicheruuslagen von 1,07 οο½οοσ Franken von 230,000 Pachtern gewonnen wer— den, welche die Hälfte von der Summe ihrer Belohnung von 300,000, 000 Franken an die producirende Classe ausgeben. Diese Hälfte ist 150/%0⁰5οοο Franken; die andre Hälfte wird an die sterile Classe ausgegeben. Von dem Aufwande der jährlichen Auslagen bleiben, zum Lohne der Kärrner und andrer, mit Verrichtung der Arbeiten bey dieser Wirthschaft beschäfftigten Leute, 77 1, O0,οοFranken übrig, von denen die Pachter an die producirende Classe X 5 die ——— —*———.— ———⏑——— 49—— 3 30 Siebentes Capitel. die eine Hälfte, das ist 385,500,0o Franken, und die andre an die sterile Classe ausgeben. 771,οο οο Franken, dividirt mit 500 Franken zum Lohne für jeden Mann, der ein Hausvater ist, bezählen den Lohn von 1,542,0⁰00 Hausvätern, die bey der Landwirthschaft mit dem Pfluge beschäfftiget sind, und die, mit den 25,Hο Pachtern zusammen, 1,792, 00 Haus⸗ väter ausmachen. ö 1,792,00 Hausväter machen, die Fami⸗ lie zu vier Personen gerechnet, 7,168,000 Per⸗ sonen aus. 1,792,0 Hausväter, auf 250,000 Pacht-Wirthschaften, jede von zween Pflügen, vertheilt, geben auf die Pacht-Wirth— schaft 7 Hausväter; nämlich, einen Meister oder Hauswirth, sechs Gesellen oder Gehülfen, als Kärrner, Hof-oder Schirr-Meister, Dre— scher, Schnitter, Schmiede, Sattler, Wagner, und Tagelöhner, welche, einen in den andern gerechnet, sechs beständigen stehenden Gesellen gleichgelten. Der Leser behalte nur immer in Gedanken, daß wir ein großes Land voraussetzen, das durch eine gute und getreue Regierung in blühenden Zustand gesetzt ist, in dem die Nation ihr reich— liches Auskommen hat, die Lebens-Mittel in gutem Preise stehen, die Landwirthe und Pach⸗ ter eine ergiebige Wirthschaft führen, und das für Hundert an jährlichen Kosten-Auslagen wenigstens Hundert an reinem Ertrag oder Einkommen abwirft. Resultate. Morge n Eummn Gl Hagen Eun Hits b Id aft Eumn 210000 fd WM Mahe N haus htet. Hacht Verhältn. der Ausgaben unter einander. 331 00,%0 0 ½0 Resultate der besondern, den oben aufgeführten Nutzun⸗ adiet mit 9 gen zukommenden Rechnungen. Norn, de en Total⸗Ertrag ¼ͥD2D2,75,oo, ooo ooy 1,84200 Reiner Ertrag, 2142 Fran⸗ vithschaft nt ken auf den Pflug, welches 17 ud die, mit Franken und 10 Sols auf den 520o Hus Morgen beträgt, die Steuer und den Zehndten mit eingerechnet. Summe 1,07 ½o ooe hen, di dmm⸗ Summe der jährlichen Aus— Ilvooo i asen 1,071, oο, ooo Uötitt; auf Summe des Dienst⸗ und Ar⸗ 07 100 wen beits⸗Lohns für das Gesinde 490.Dith⸗ und andre Arbeits⸗Leute 771/,00,oo0 Summe der Belohnung für 250,%0 Pachter zu 600 Fran⸗ ken auf den Pflug 300,00, ooo Zinsen von den Auslagen der Pachter, 1,2 16 Franken auf den Rlam Mastet & Ochilfen, Neiset, Dte e Vagher, à deh aldern aden Geselln Pflug 608,οο,οο Bevölkerung. u her oder Pach⸗ Huluch väter. Atenn. Gesinde 1,34²/⁰⁰οο Whenden ö u i Macht, die Familie zu vier Personen, 7,16 8,οο uo ihtttic⸗/—— nl i Personen. nd lah 6. 6. Verhältnisse zwischen den Aus⸗ / m daß gaben und den Erzeugnissen andrer R⸗Mihigt Partien bey der Landwirth⸗ Erraj adr schaft. Offenbar faßt die Partie, die es mit den Darstellung andern Landwirthschafts⸗Arbeiten und Nutzun der Verhalthisz se zwischen Nn gen, außer dem Feld ⸗Bau, zu thun hat/ nicht VII. so *———ss—— ö Ausgaben beym Wein⸗ Bau und den Nutzungen davon. 332 Siebentes Capitel. so viel Meister oder Gütherwirthschafts-Unter— nehmer in sich, als die Partie, die mit dem eigent— lichen Ackerbau beschäfftiget ist. Jedoch giebt es große Proprietäre von Weinbergen, welche sich den Vortheil der eignen Verwaltung des Unter— nehmens zu Nutze machen. Nimmt man nun an, daß die Bearbeitung der Hälfte von Weinbergen von den Meistern oder Proprietären bezählet oder. verwältet wird; so würde dieses in einem Lande, wie Frankreich, wenn man dieser Partie durch gutes Auskommen der Nation, und durch Frey— heit und Immunität des inn⸗und ausländischen Händels ihren ganzen Werth verschaffte, un— gefähr funfzehn mal hundert tausend Morgen unter der Verwaltung selbst-wirthschaftender Proprietäre ausmachen. Wenn nun, eins ins andre gerechnet, ein jeder die Bearbeitung ven zehn Morgen übernähme: so würde die Anzahl solcher Weinbau⸗-Unternehmer 150,0⁰ seyn; und ihre jährlichen Auslagen würden, zu 100 Franken auf jeden Morgen, in der Summe 150,000, ooo Fränken betragen, von denen die Unternehmer wenigstens, obwohl mit dem Total— Ertrage vermengt, eine Zinse von zehn Pro⸗Centen zögen. Wäre die Zinse bey eigner Bewirth— schaftung geringer; so würden sie lieber ihr Guth den Winzern gegen eine Rente übergeben, als daß sie sich mit den Ausgahen einer so kost⸗ spieligen Bewirthschaftung belasten sollten, von der sie keinen Profit ziehen könnten. Also müssen wir dieZinse, welche ihnen die 150,000, 000 Fran⸗ ken Auslagen eintragen sollen, auf 15,000, 000 ansetzen. Die andre Hälfte von den Weinbergen, die auf kleinere Bewirthschafts-Unternehmungen beschränket sind, welche von Winzern für eigne Rechnung getrieben werden, muß diesen Win⸗ zern, dchil en ⁰ uchnet; Mlion die sch Miior vllche onth 9 it, Wnig Mel! licht! Gum! nenb! Rt, de de Ind ent MWehst Aunl⸗& u 6 Ln W shaft Lande fir d En, Nitel Ritten und u sht u niht von: mitte Lben sehn l. wuishift, e Nit dey 0 . Mahgchg Hugm, welche i rultung des lntz iunt unn nun n In Punhergg rin Hithltt do Rei memen lath, hast unmt dut V„ durch u and bldshn ittnshyst, m⸗ kiusnd Runen drthsipfindet , d no rhunz oon de Mahl Vood sehn; Wotn, 100 à& Cunn oon denen di Iuit den dottl⸗ hn Etalen tizntt Burt⸗ lche ht Hhafthe, slnt so bt⸗ in sllen, mn U nüssa ⁰0⁰⁰⁰5D 15000005 In Minbaht ternthwungn iupen sit dr su Verhältn. der Aus gaben unter einander. 333 zern, den ihrer Arbeit gebührenden Lohn unge⸗ rechnet, eben diese Zinse eintragen; mithin 15 eillionen, welche, mit den 15 Millionen für die selbst⸗wirthschaftenden Proprietäre, 30 Millionen ohne das Arbeits-Lohn ausmachen, welches die jährlichen Auslagen von 300 Mil⸗ lionen hergeben. Hierbey ist der reine Ertrag für die Proprie- täre, für die Steuer und für den Zehndten wenigstens hundert Pro⸗Cent von den Auslagen. Aber einen solchen reinen Ertrag kennt man gar nicht in Ländern, wo er um der Steuer willen, (zum Nachtheile der Steuer selbst, des Einkom— mens der Proprietäre, der Cultur dieser Guts⸗ Art, der Wein-Consumtion, des innern so wohl als des Ausfuhr⸗Händels mit Weine,) veräußert und entfremdet ist. Indessen läßt sich leicht demonstriren, daß in einem solchen Lande der Total-Ertrag von den Weinbergen wenigstens auf 630,0⁰0⁰,οο Fränken gebrächt werden könnte. Es giebt Provinzen, wo sich die Leute wun⸗ dern würden, wenn man ihnen sagte, die Wirth⸗ schafts Kosten bey einem Morgen Weinberg— Landes betrügen für die Cultur, für die Lese, für die Gebinde, u. s. w. wenigstens 100 Fran⸗ ken, weil in den Gegenden, wo die Lebens— Mittel im Unwerthe sind, und die Weinstöcke mitten unter Stauden und Gesträuchen stecken und ungemein vernachläßiget werden, die Kosten sehr unbedeutend sind. Aber die Rede ist hier nicht von einem so verlassenen Zustande, sondern von einem großen, stärk bevölkerten Reiche, wo mittelst eines sehr geschäfftigen Handels die Lebens⸗Mittel durchgängig in hohem Preise stehn müßten; wo denn auch die Wein⸗Bauern im Stände SSSS‚‚‚‚‚‚‚‚.———— 334 Siebentes Capitel. Stande wären, die vortheilhaften Zeit⸗Puncte zum Verkauf ihrer Weine abzuwarten; wo durch Vermehrung der Consumtionen, und durch Be— freyung von verderblichen Steuer-Rechten der Verkauf⸗Preis in der ersten Hand erhöhet, und der Absatz vermehret werden, und wo durch gutes Auskommen und wirklichen Profit überall die Landwirthschaft belebet, und jedem Land— wirthe die nöthigen Auslagen zu Bewirkung des besten und stärksten möglichen Ertrages in die Hände gegeben würden. Der Wein⸗Bau wird lediglich mit Menschen⸗ Händen getrieben; und mehr als drey Vier thel von der Anwendung der jährlichen Auslagen, die diese Cultur erfodert, gchort zu dem Lohne, welcher dieser Arbeit zukommt. Betrüge nun dieses Arbeits-Lohn ungefähr 225 Millionen; so würde der Sold von 450,000 Häusvätern für einen jeden jährlich 50 Franken seyn. Die— ses setzt voraus, daß es neun mal hundert tau⸗ send Menschen gäbe, welche die 94 9— Jah⸗ res hindurch mit der Arbeit am Wein-Bau be⸗ schäfftiget wären. Denn in der That hat ein jeder nur ungefähr sechs Monate vom Jahr über mit dieser Arbeit zu thun. Die übrigen Monate hindurch ist er mit andern Arbeiten, den Som— mer über mit der Getraid-Aerndte, den Winter über mit Holz-fällen, und einigen andern Arbeiten beschäfftiget. Resultate der besondern, der Weinbergs⸗Partie zu⸗ kommenden Rechnungen. Total⸗Ertrag 630,00, 000 Reinet Ertrag wh 300,0⁰0⁰,0οο Hehr⸗ 2 Ah hats L SuI Mͤlitt 30. N6 shitre schmern Hohung⸗ silen un 000 Ml HM Hundt WI 9e M glachen don St Horfis Ium Die Nfteln, vaden, Wossch aud get Idn lchn werden. N. sich as deihlichn Verhältn. der Ausgaben unter einander. 335 Jährliche Auslagen an Ar— beits⸗Lohn und andern Spesen 300,00, 00 Summe des Lohns für die hasten Nüht IWorten; Rotot „ und duhy in) Arbeitrr 22325,000,000 Dehhchtt un Zinsen von den Auslagen— 30,0⁰0, 0o 1 uo dart 11—— Be völkerung. 5 16 Hausväarr 450,000 Nwifung de 260 80 enmgth ine Die Familie zu vier Personen ö gerechnrtrt 1,800,oo H nit Pasth, Noch giebt es unter den Land-Leuten ver⸗ Andre land⸗ Dry Nuhl schiedne andre Arten von Meistern oder Unter— lhe Mukuw ausln die nehmern. Dergleichen sind diejenigen, welche gen. den bohne, Holzungen auf dem Stamme kaufen, und es Banye nun fällen und hauen lassen; andre, die im Großen Muen; das Mästen des Schlacht Viehes, und den Hausbätern Handel damit treiben; andre, welche Eigen— suh. Die thümer von starken Capitalien an Viehe sind, (hundert tun⸗ welches sie auf Angern, Weide⸗Plätzen, Wüstun⸗ Wist vs dh⸗ gen, Bergen, u. d. gl. halten und hüthen; deß⸗ Van Dal b gleichen Unternehmer von allerley Gruben-Bau, 0 von Stein⸗Kalk⸗ oder Gyps⸗Brüchen, wie auch un chr von Fischereyen; ö Unternehmer von Lohn⸗Fuhren, nt zum Dienste des innländischen Handels mit Lebens⸗ IE Mitteln, rohen Producten, die im Lände gezogen an werden, u. s. w. Alle dergleichen ländliche Wirthschafts-Unternehmer können, eins ins tahn un andre gerechnet, in Ansehung ihres Verdienstes, und in Hinsicht auf die Zinsen von ihren jähr— lichen Auslagen, zum Pachter⸗ Stande gezählt 40 werden. 410 In einem Lande, wie Frankreich ist, läßt Deptena⸗ n., sich das Einkommen aus den Holzungen, im ge⸗ niffe wifchen 65⁰⁰⁰⁷⁰ deihlichen Zustand und bey guter Bevölkerung den Ausgaben 300⁰⁰0%0˙ in 0 ĩÜᷓy 336 Siebentes Capitel. bey Holzungen in allen Provinzen, wo sich die Eigenthümer und den Nutzungen davon. folglich des Absatzes durch die Consumtion ver⸗ sichert halten können, wie bereits in meiner Be⸗ ste urungs⸗Theorie( best timmet worden ist, ungefähr auf 300 Millionen, und auf eine gleiche Summe für die Arbeits-Kosten anschla⸗ gen, welches zusammen 600 Millionen macht. Wenn nun die Administration dieser Partie von 24,000 Unternehmern geführt wird, von denen ein jeder 25,000 Franken jährlicher Auslagen zur Zahlung an die Proprietäre, und zur Arbeit dabey einschießt; so muß dieser Fond von Aus⸗ lagen einem jeden,(wie bey allen Arten von Handel, wobey einiges Risico ist und der Wieder⸗ Eingang der ausgelegten Gelder wenigstens ein Jahr erfodert,) eine Zinse von 10 Pro⸗-Centen eintragen. Diese macht 2,700 Franken, und noch überdieß 1,200 Franken zu dem Lohne, welches der Arbeit bey der Verwaltung des Unternehmens gebührt. Dieses beträgt zu— sammen 3,700 Franken, und im Ganzen für die 24,000 Unternehmer eine Summe von 38, 800,οο Franken. Die Arbeit, das Holz zu fällen und zu schla⸗ gen, giebt ziemlich eben so vielen Menschen zu thun, als die Arbeit am Wein-Bau— unge⸗ fähr 900,00 Menschen, die sich auf 450,00⁰0 herunter setzen lassen, weil sie ebenfalls nur et— wan die Hälfte vom Jahr über, und zwar zur Zeit der kürzesten Tage, dabey beschäfftiget sind. So nach würde ihr Arbeits-Lohn im Ganzen eine Summe von 225,000,00 Franken aus— machen. Resultate (Théorie de. PImpét,(A Avign. 1761, 12.) P. 148. fio. 0e 24 dehen e ⁰⁰ο Auchit MIII 2 Wnig H ah Reln au st, un dern! R., und M I Uulerdu Ren nit auf 50 welchts Leute9 den rei N. Verhältn. der Ausgaben unter einander. 337 Resultate der besondern, der Holz-Nutzung zukom⸗ menden Rechnungen. daer, und auf Total⸗Ertragg 688,800, ooo 16.Lostm anshl Reiner Ertrag v(k‚300,ooo,ooo oMUnm nac Jährliche Auslagen 300,ooo, o n Iutt in Lohn der Arbeits-Leute— 225,000, oo drd, von derg ihelchr Walann Belohnung der 24,000 Unter— nehmer, zu 1,200 Franken für .. und zur Let 1 2/000,000 dend iun i Zinse zu 10 Pro⸗Centen für alm Ain 0n die 24,0⁰⁰ο Unternehmer, von Iub Wider denen ein jeder einen Fond von eyndür ein 25,000 Franken daran hat 60,0⁰ooo *. Bevölkerung. ,en sunternehmer 24,000) er: den bhne ausväter. 4. 747⁰⁰0 100 ö Urbeits⸗keute 4980 4 „ E rwaltung des Hal Jede Familie zu vier Personen, macht 1,896, 00 Personen. Die Benutzung der Wiesen erfodert sehr Darstellung wenig Ausgaben, indem diese Ausgaben nicht nisse mwicchen nur an sich überhaupt unbeträchtlich sind, son⸗ den Ausgaben dern auch die Arbeit, die daran zu verrichten En⸗Sen ist, zum größten Theile von den Leuten, die zu und der ⸗S— W andern Unternehmungs-Arten gebräuchet wer—— da⸗ den, und insonderheit von denen verrichtet wird, die auch am AÄckerbau arbeiten. Indessen mag V, spnt zut es wohl seyn, daß so ziemlich die Hälfte nicht * i Rnöht. in Sn füt Eunm v Iun und u shl ⸗ x n Nlen Nusten u Fülftigt sid. IIII Gue 35 Nrunten uu⸗ unter den andern Landwirthschafts-Unternehmun— gen mit begriffen ist, bey denen denn die Kosten auf 50 Millionen angeschlagen werden können, welches 50 Millionen Arbeits-Lohn für die W Leute giebt. Wir wollen uns also begnügen, den reinen Ertrag von dieser Güter-Art darzu— •ns 1)9—7 W. 2. P. 1. 2. H stellen, ——** 2 —p rqwqꝑqpI X—————————— 2 338 Siebentes Capitel. stellen, der im gedeihlichen Zustand eines solchen Landes, wie Frankreich ist, auf 250 Millionen geschätzt werden kann; welches 50 Millionen zu den Bearbeitungs⸗Kosten erfodert, indem die eine Hölfte der Wiesen in den Händen von Pach⸗ tern ist, deren Fonds bey einem jeden 10,000 Franken betragen. Diese Wirthschafts-Unter— nehmung erfodert 24,000 Unternehmer, welche, wie bey jeder andern landwirthschaftlichen Unter⸗ nehmung, die Zinse von ihren Auslagen mit 10 Pro-Centen, und ihre Belohnung bekom— men müssen. Resultate der besondern, auf die Wiesen-Benutzung sich beziehenden Rechnungen. Total⸗Ertrag ũ— 338,400, ooo Reiner Ertragg 250,000, 00 Jährliche Auslagen v50,000, 00 Lohn der Arbeits-Leute 5o,oco,ooο Belohnung für die Pachter 14,00⁰0,⁰0⁰0 Zinsen von ihren Auslagen 24,000,000 Bevölkerung. sunternehmer 427 Hausväter. oder Pachter 24,000 5 124, 00 UArbeits⸗Leute 100,οοσ machen, die Familie zu vier Personen, 496,00⁰0 Personen. Es sollte daher wohl scheinen, daß bey der Wiesen-⸗Benutzung eine Ausnahme von der allge— meinen Regel der Verhältnisse zwischen den jähr— lichen Auslagen und dem reinen Ertrage zu machen wäre. Allein es ist zu bemerken, daß es unter den landwirthschaftlichen Nutzungen außer dem Feld⸗ Bau, gahäln Bau, Hel tungs⸗ wilchnn din Kost der Ettto Buuth gchity l a Lb gbmuch Miel ,d mochteh, Erttag d In Ert Albater, id 20,06 hist urde W nhe d Eu u I, When adet; hunden, Mael de Hiag und Itenden ö Wauhhhg 25⁰ Mun oMillann „ indem R2 den von aß, Irden 10.00 hefts⸗ Unte huer, wich, sllchen Untr latlagen ni Rung belon⸗ Wutzung ů 70⁰0⁰⁰ 000 0 oo0 000 0 0⁰0 D 4000 000 5120000 405½0⁰00 rsonen. aß bah, det der algge⸗ den saht⸗ Erttagt i6 Verhältn. der Ausgaben unter einander. 3 39 Bau, verschiedne andre unentbehrliche Bearbei⸗ tungs⸗ und Aus förderungs⸗Arten giebt, bey welchen der ganze Ertrag beynahe völlig von den Kosten aufgezehrt wird; wohin unter andern der Ertrag der Fischerey in der See, des Gruben⸗ Baues, der Stein- und andrer solcher Brüche gehört, welche fast nichts weiter einbringen, als das Arbeits⸗Lohn für die Menschen, die dabey gebrauchet werden. Alle diese Ausförderungs⸗AndreNutzun Arten, die zusammen 300 Millionen abwerfen Deuenof möchten, würden doch nie 80 Millionen reinen Arbeits⸗Kosten Ertrag ausliefern. Sie machen aber durch 1— ihren Ertrag selbst, daß wenigstens 400, 000 kommen, und Arbeiter, welche Hausväter sind, davon leben, die Ertr rei⸗ und 20,000 Meister davon 20 Millionen an bren Einom) Zinse und Belohnung ziehen können. ö men abwerfen. Diese zwo Nutzungen, von denen die eine, ich meyne die Wiesen, beynahe gänzlich reiner Ertrag, und die andre fast lediglich Aufwand ist, compensiren sich gewisser Maaßen mit ein— ander; und so nach treten sie, mit einander ver— bunden, so ziemlich wieder in die allgemeine Regel der Verhältnisse zwischen dem reinen Er— trag und den Bearbeitungs-Kosten der produ— cirenden Classe. Resultate der besondern, den letzt- gedachten Nutzungen zukommenden Rechnungen. Total⸗Ertragg ¼n2ũ—u? R-M300,ooo, ooo Jährliche Auslagen 200,00,0οo Reiner Ertrag 80, 00, o Lohn für die Arbeits⸗Leute 200,00⁰0,0⁰ο Zinsen von den Auslagen der Unternehmer zu 10 Pro⸗Centen 200,00, 00 2 B ⸗ Darstellung den Verhält⸗ nisse zwischen— den Ausgaben des Ertrages vom Nutz-Viehe bey der Feld⸗ für das Nutz⸗ und Zucht⸗ 340 Siebentes Capitel. Bevölkerung. Internehmer 20,000 ausväter. 2——0 Hat Arbeits⸗Leute 400,000*5 Jede Familie zu vier Personen, macht 1,680,00 Personen. Wir haben den Ertrag vom Nutz ⸗-Viehe bey der landwiethschaftlichen Nutzung nach dem Fuße Wirthschaft angeschlagen, nämlich auf 450 Mil⸗ Vieh und der lionen Ertrag, compensiret gegen 450 Millio⸗ Nutzung da⸗ von, die, wenn Nutzungen nen theils zum Aufwande für das Arbeits-Vieh, welches zur Bearbeitung oder Ausförderung der und Kosten ge⸗ Eüter von landwirthschaftlicher Nutzung außer gen einander eompensiret dem Feld⸗Bau gebraüchet wird, theils zum werden keinen Arbeits⸗Lohne für die Leute, die zur Huth und reinen Ertrag kein Einkom⸗ men abwerfen. stellt sind. Wartung des Viehes von der letztern Art ange⸗ Der Total⸗Ertrag von beiden Be— nutzungs-Arten zusammen macht 900 Millio— nen, wovon 600 Millionen an Kosten für das Arbeits-Vieh, welches zu beiderley Nutzungs— Arten gehört, 200 Millionen zum Lohne für 400,00 Hirten oder Hausväter, und 100 Millionen zum Dienst-Lohne für die Mägde, die den Hühner-Hof zu besorgen haben, aufgehen. Das Capital der Bestand-Auslagen für das Nutz⸗Vieh, das nicht geräde zur Arbeit am Feld-⸗Bau gebräuchet wird, kann wenigstens auf zwey tausend Millionen, und die jährlichen Aus⸗ lagen können auf 150 Millionen angeschlagen werden. Die Zinsen von diesen zween Artikeln zusammen zu 10 Pro-Centen geben 215 Millio— nen Zinsen für die Bestand- und jährlichen Aus⸗ lagen. Mithin wären es 215 Millionen, welche die Meister oder Eigenthümer dieses Viehstandes zu beziehen hätten, von denen auf einen jeden, ö eins Hahiln us i Hiermit! nach din Uandwict Bon geh H Zti Dase Ertrage Kosen wi Ahelich lohre! Wftn fl deh Mngs NN Jun fi Waun Di hanniter Mefamille Mhe m dr E dm Ene De Eanh Hin der zu welches Muge 4 Il WII I. 7 ichti, onn Yersonn. uz⸗Dichety dac dngit hiy der ri⸗ 1 u450 Ml Ibaitz Vh, forhrurʒ de Nutun ußt „ theld un zur Huth uh rn Art anz⸗ beiden vY. 90⁰⁰ Mills osten füt de Nutunzz um dohn fr , 10⁰0 Mid/ de I, Mshel. uun sit das heit an Iins auf ühn Aus⸗ mgeschlage Nun Miiktl 121¹ Mllo⸗ hrlchen du⸗ Loner, d 8 Vchlnts f tlan * I Verhältn. der Ausgaben unter einander. 341 eins ins andre gerechnet, 1000 Franken kämen. Hiermit würde die ganze Summe dieser Zinsen nach dem Fuße von 215,000 Meistern von den landwirthschaftlichen Nutzungen außer dem Feld— Bau getheilt seyn. Resultate der besondern Rechnungen über Kosten und Nutzungen beym Viehstande. Total⸗Ertrag 900,ooo,ood Diese 900 Millionen Total— Ertrag werden von folgenden Kosten wieder aufgezehrt: Jährliche Auslagen zum Dienst⸗ Lohne für Hirten und Mägde 300, 00,00 Kosten für das Arbeits-Vieh zu den verschiednen Be⸗ nutzungs⸗Arten der Güter, die das Einkommen erzeugen 600,00, oa Zinsen für die Meister der Nutzungen außer dem Feld— Bau(9 215,000,00 Bevölkerung. Hausväter. Gon 409895 61⁰,⁰½⁰ο Jede Familie zu 4 Personen, thut 244%%0⁰00 3,240%⁰⁰⁰⁷ Mägde zum Hühner⸗ Hof— 380⁰⁰,0⁰007 Personen. Der Ertrag der producirenden Classe, Leher Heien dez vom Einkommen oder reinen Ertrage zu den landwirth⸗ 3 Fracht⸗ ( Dieser ketzte Artikel, der hier nicht aus dem Total⸗ Eeiräg erhoben werden kann, weil die 900 Millionen Kosten deuselben schon aufgezehrt haben, kömmt wie⸗ der aus dem Profit von der Arbeit des Viehes ein, welches zu den Nutz-Arbeiten, die bloß mit dem Pfluge verrichtet werden, gebrauchet wird. X schastlichen Händels die, 342 Stebentes Capitel. Fracht-Kosten des innländischen Handels mit mir zxusschlussedebens-Mitteln und rohen Materien von eignem des Einkom⸗ menb, aus dem Erträge der Grunöstücke genommen werden. Zuwachs im voraus abgezogen wird, beträgt wenigstens 760 Millionen, wovon 300 Millio— nen zur Fütterung der Fracht- oder Last-Pferde, und 1oo Millionen zum Lohne für die Leute auf⸗ gehen, die zu Betreibung dieses Verkehrs ge— brauchet werden, unter denen es etwan hundert tausend Meister oder Unternehmer geben kann, von denen ein jeder 2,400 Franken als Zinsen von seinen Auslagen zu 10 Pro-Centen, und 1,200 Franken für seine Bemühung bezieht, welches im Ganzen 360 Millionen ausmacht. Diese letzten Partien der producirenden Clas⸗ se, die zur Erzeugung des Einkommens mitwir— ken, die aber kein Einkommen geben, ich meyne das Nutz⸗Vieh und die Kosten des landwirth— schaftlichen Handels, wovon gegenwärtig die Rede ist, sind nicht mit auf der Tabelle begrif— fen, welche nur die Vertheilungs-Reihe der Ausgaben und der Reproduction des Einkom— mens, durch Anfwendung des Einkommens selbst, darstellt. Weil sie kein Einkommen ab⸗ werfen; können sie auch auf der Tabelle der Vertheilung und der Reproduction der Einkünf⸗ te nicht Platz finden: und es ist daher hinläng⸗ lich, daß wir sie in Anschlag bringen, und sie hier der General-Masse der jährlichen Repro— duction beyfügen, um den umständlichen und allgemeinen Ansatz der Verhältnisse zwischen Nutzungen und Kosten zu vervollständigen. Resultate Ihl Bch Hehmtet, Isn 10 Hio⸗ Sum! Hdischn Miteln un Ihem dun hudit M Fan H ö Verhältn. der Ausgaben unter einander. 343 * Resultate —3 6 der dem landwirthschaftlichen Handel zu⸗ iün komme Rechnungen. 3⁰0 Mul ber Last⸗Meh eRutal e das Sr 23—0 und Lelhr p Jährl. AuslagenLast Vieß 30/ooo/ ooo . Lohn für die wan hurdt(Fuhrleute 1oo/ Ooo, ooο hbe um, Belohnung für 100,00 Unter⸗ al Inn nehmer, 1,200 Franken für jeden 120, 0%ο, οσ Enn nü Zinsen von ihren Auslagen zu Ii hhhl 10 Pro⸗Cente 24,000,000 usmacht, Summe der Kosten des inn⸗ ländischen Handels mit Lebens⸗ abet Glos Nitteln und rohen Materien von 11 eignem Zuwachse 76½0οσο ich meyne andwitth⸗ Bevölkerung. 0 100, ο⁰ Rle bagi⸗ ahn 1andte 20 300,09 des Eifon beits⸗Leute 200, 009 entmm Jede Familie zu vier Personen, thut 1,200,90 Hanmn al⸗ ö Personen. Allle der Eitl⸗ Allgemeine Resultate hiling⸗ aus den Berechnungen der Verhältnisse zwischen und si den Kosten und den Nutzungen. hn di us 1,07½%%οο,οσ Einkünste oder nüchn ud Weinbergeg 30o,/ooo, ooο deiner Ertrag se wusch Holzunsen 38,9.898 händige Wiesen- 250,00⁰0, oo Erz⸗Gruben, Strinbrüche ꝛc. 80,/00⁰0, oοο Summa 2,00 1, ⁰%ο˖ oοo V 4 Pflug H 344 Siebentes Capitel. üe e Weinberge*—* 300,000, 0oo Holzungen 300,000, ooo Wiesen—— 50,000,900 Erz⸗Gruben, Steinbrüche ꝛc. 200, ⁰0,οο Summa 1,921, οονοοσ *. Lebn fur Ge, Pflnunht-h 7,o00, ooo Urbeit⸗tente 5n 2j, Holzungen 225,000,0o00 10 sesen 5 O/,00,oοο Erz⸗Gruben, Steinbrüche ꝛc. 200, O00, ooo Vieh⸗-Zucht%nꝛrꝛb¹t00,oOoo, ooo Summa 1,717, hοooo Saobdung Päunss Oo,οοoοο sür die Unter⸗ eil 3 2. nehmer. ,. 28, 80⁰0,00 Wiesen 14/490,000 Landwirthschaftlicher Handel 120, 00, 90 Summa 463,20⁰0, 0o Saden den Ilug—„ 608,O0,o00 zahr dühen Weinberge——— 2 30,000, 000 rit 2 uslagen. Holzungwen 6⁰,%0%⁰οοσ ar———— 24, 000, 00 ErzGruben, Stein-Brüche ꝛc. 20,0⁰00, 00 Biehstand außer der Arbeit zum Feld⸗- Bau.. i215,00, ooo Landwirthschaftlicher Handel 240, 00, οο Summa(D 1,197, oοooo Summe (O Diese 1,197,000, οσ deuten, da sie zehnfältig gelten, einen Total⸗Auslagen⸗Fonds von 11,970, OHοοοο an. Hallet M Rer Ract Heohen case Ischt dl Mgn ⸗ G Hmudatet un er ulen U. . Verhältn. der Ausgaben unter einander. 343 7⁰ Ee„ 5 0 Summe der jährlichen Reproduction. 300,07 u Pflug 2,759,0090,000 äiü Weinberge—* 630,00,0 2an Holzungen 2 68 8, 80⁰0,00 — Wiesen 338,40⁰0, 00 Sen Erhnn JErz Gruben, Stein⸗ Brüche ꝛ:c. 30⁰,οοοοο ooo o Nutz⸗Viehh 900,0oοooo 2150⁰000 Landwirthschaftlicher 225½/0½0005 Handell 760, ooo, ooo o o ‚ Summa 6, 367, 20⁰0, 00 200,000000 Summe der Bevölkerung. —.. Proprietäre 1,0%⁰ο, οο ⁵ov⁰⁰ Hausväter Unternehmer 635,⁰0⁰⁰ prsdet⸗ Gesinde und 5,οo oo. ooo ooo renden Arbeits⸗ Hooooo Clafsse. Leute 3,542,000 4⁰π⁰οσ In jeder Familie 4 Personen 29,708, 00 D⁰* Mägde 36800,,000 050Dgo Summe sder Personen 21,508,000 (Vornehmere Söld— 08½0⁰0000 ner oder Unter⸗ 300000 000 nehmer, ein jeder b00 zu 2,000 Fran⸗ 29⁰⁰0⁰⁰ pon der⸗ ken r 300,000 20000j0⁰⁰ slerilen Geringere Söldner Clase. oder Handwerks⸗ 5o.ooo leute, eins ins 240060000 andre gerechnet, ur 50 jeder 500 Fran⸗ ien I, 800, o0 Summe 2, 100, ooo Am Zu jeder Familie vier Personen— 8,4,00 Summe der Pers. von beiden Classen 29,90,„009 Iππν 9 5 Com⸗ 0() Die. soo Franken Lohn für jeden Arbelter, der als Haus⸗ 34⁶ Siebentes Capi Compensation ö jwischen der Reproduction und den ö Deputle Ausgaben. ö 9 Die jährliche Reproduction I ‚/ Hiervon erkauft das Ein⸗ 225 90610 V N .ann 25 zwey tausend— Millionen FEi ö 33 en stark ist, fün— r/ Ooo/ Ooo, oo0 1— Die Arbeits⸗Leute, Bauern n und Domestiken 883,000,00⁰0 hin in d 7 zu ihrem Unterhalte 23 1,600,00 00 Zur Unterhaltung Hehmen, der Inventarien-Aus⸗ st hohe lagen 598,500,000 nd vo f zu dem Antheil ihrer 2 ufn Die Pach⸗ Zinsen, welcher ange— WaEin ter oder legt oder verthan Rch ß Wirth⸗ schafts⸗ wird: denn alle shln Untergeb⸗Vorräthe ober rum von! mer Er ů 05 rsparnisse wer⸗ val w den nach und nach Rurfeh, durch Anwendung Olur: oder Auf gang wieder in Circu⸗ lation gebr gebracht 598,/500,0⁰0⁰ Das Vieh, welches gehalten 2 10 wird, consumirt zu seiner Füt⸗ Wt terun E 0 vn ö f0 Zu V Hausvater angenommen wird, sind, eins ins andre 0 gerechnet, für alle Arten von Gesinde und Arbeits⸗. Leuten von der producirenden Classe so wohl, als von I der sterllen angesett: denn das Dienst⸗ und Arbeits⸗ 0 Lohn ist zwischen den verschiednen Gattungen von 0 Arbeils⸗Leuten und Dienst⸗Boten sehr verschieden. 91 Bringt K. CRI‚. und dey +00 e/ ⁰⁰⁰⁷⁷⁰⁰ 3000000 1/00000⁰⁰ 5²⁰οο ½⁰⁰½⁰⁰⁰ο 0⁰⁰0⁰⁰⁰ 3 ind ordte m Wil vebl, H H munten u 1 Wn W seht Verhältn. der Ausgaben unter einander. 347 Uzu Auslaten 3 Genile zu ihren Wer⸗ SDiner den ad win kaust da⸗„Aussubrhan⸗ von de 1,437,066,667) zu ihrem Un⸗ 2,155, 60⁰0,ο terhalte- 718,83533309 Summa des Aufwandes an jahr⸗ lichen Produetenn 6,367,00,000 Um doch die umständliche Darstellung, in die wir uns eingelassen haben, nicht so schlecht⸗ hin in dem Zustand einer bloßen Hypothese zu lassen, können wir ein Königreich zum Beyspiele nehmen, wo die Landwirthschaft wirklich zu die⸗ ser hohen Stufe des Wohlstandes gediehen ist, und wo sich aus dem Preise des Getraides, aus dem Zustande der Cultur, aus dem Umfang und den Eigenschaften des Territoriums die Schätze, die es jährlich erzeugt, würdern lassen. Wir erwählen hierzu England, weil da das Territo⸗ rium von reichen Landwirthen gebaut wird, und weil wir alle die übrigen Data, deren wir be⸗ dürfen, um die Nutzungen der dasigen Landes⸗ Cultur würdern zu können, zur Hand haben. Einkünfte des Territorinms von England. Man rechnet den Umfang des Territoriums von dem eigentlich so genännten England zuver— läßig auf 50 Millionen Ene lischer Acker(aetes) oder Bringt man aber alles üͤber Bausch und Bogen, in Hinsicht auf die Bedurfnisse zum Lebens-Unterhalt, und in Beziehung auf die verschiednen Classen und verschiednen Talente, Dürstigkeit abgerechnet,) mit in Anschlag; so läßt sich das Ganze bey dieser Art von Lohn in einem Reiche, wo die Producte in gutem Preise stehen, eins ins andre gerechnet, nicht niedri⸗ ger ansetzen, als auf zo Sranken. ————— ö 348 Siebentes Capitel. Jgghan. oder 45 Millionen französischer Morgen(ar—.N N pents), und glaubt, daß darunter ungefähr 30 H8 E Millionen Morgen seyen, die einen Ertrag geben. der Da man annimmt, daß diese Ländereyen, 23— über Bausch und Bogen gerechnet, von mittel⸗ Wl mäßiger Fruchtbarkeit sind; so kann jeder Acker Iurde. mittelst reichlicher Cultur, den Zehndten mit ein— Hrseh geschlossen, nach vorläufigem Abzuge des Saa⸗ Rwant mens sechs französische Malter(leptiers) Ge⸗ uß traide eintragen. Wir nehmen an, daß die 30 udn Millionen Morgen in drey Theile eingetheilt n seyen, und setzen nach der bey uns herkömm⸗ sch au lichen, meist armen Bewirthschaftungs⸗Methode, u r daß diese Theile wechselsweis, ein Theil mit I Winter⸗ und der andre mit Sommer⸗Getraide ö hunge besäet werden, der dritte aber braache liege oder Anle ruhe;— welches jedoch in England nicht Ien Statt findet, indem man da wirklich kei— u ne Braache hält: wir wollen aber Braache Ranl voraussetzen, um uns mit unsrer Berechnung I ans Niedrigste und Geringste zu halten. i Obiger Schätzung zu folge würde die Aerndte pill,; an Winter⸗Getraide 60 Millionen Malter, und ualili die Aerndte an Sommer⸗Getraide ebenfalls 60 won Millionen Malter betragen: man verdoppelt Klechtet das Malter Sommer-Getraide, um es einem Mhig Malter Winter-Getraide gleichgeltend zu machen. bu En So nach würden die Aerndten an Winter⸗ und I W Sommer⸗Getraide 90 Millionen Malter aus— sud, al machen, welche, das Malter zu 21 Franken dis At angeschlagen, 1,890,000, o Franken betra— von chn gen, wovon die eine Hälfte, oder 945 Millio— lchen nnen, zum reinen Ertrag oder Güther⸗Einkom— Muuta men, die andre Hälfte aber dem Zustande der Meis 5 Cultur dieses Landes gemäß, wo die Auslagen, der apd wegen I Verhältn. der Ausgaben unter einander. 349 N ii wegen des guten Preises der Producte, 150 Em Pro⸗Cente abwerfen, zum Wieder-Eingange Nn der Auslagen gehoren, welche die Wirthschafts— Hrdang Unternehmer von der Aerndte zu fodern haben. bon mitth Mer. Wir wissen, daß in England die Getraid⸗ Hun mit en Aerndte bey weitem nicht so beträchtlich ist, als des Enu wir sie hier bestimmen: denn es werden da viele epher d Ländereyen zu künstlichen Wiesen, zum Flachs⸗ doß di Hanf⸗Hopfen⸗Bau, u. d. gl. genutzt, weil die Landleute davon größern Rutzen haben, als beym bloßen Getraide-Bau. Mithin befindet sich auch hierinnen unsre Rechnung noch tief eingetheilt herlonm⸗ 5⸗ Methode, 420— ö al mi unter der Realität. Wir reden auch nicht von 2mube den Producten der natürlichen Wiesen, der arde Holzungen, der Fischereyen, der Erz— und andrer 15 Mineralien-Gruben, u.. w. und bringen alles ch di⸗ zusammen auf das Aequivalent eines Ertrages, 5 wie ihn 30 Millionen französischer Morgen Lan⸗ Draacht des von mittlerer Güte, mit Getraide angebaut, achud geben würden. Denn wenn ein Grundstück, auf . welchem sich Getraide bauen läßt, zum Bey— diedendte spiele, zur künstlichen Wiese genutzt wird; so ist hahnr u wohl kein Zweifel, daß der Landwirth die Kosten hafals 60 und den Ertrag dieser verschiednen Cultur-Arten dubirpel berechnet und mit einander verglichen habe. hen Mithin deutet die Valuta des Getraides in unhen einem Lande die Valuta des Ertrages der künst⸗ Inlet⸗ und lichen Wiesen an, die dem Landwirthe da lieber Hltet aus⸗ sind, als der Getraide⸗ Bau; und die Valuta Franken des Ertrages der künstlichen Wiesen, welcher ain bes von eben der Art ist, wie der Ertrag der natür⸗ M lichen Wiesen und Graase-Plätze, deutet die 4 atr Valuta von diesem an, u. s. f. Also kann der . E Preis des Getraides zur Basis der Würderung ufmn der andern Producte dienen, die man dem 1 nn Getraide⸗ 35⁰ Siebentes Capitel. Getraide⸗Bau vorzieht, auf den wir unsre Rechnungen gebaut, und den wir auf nur zwey Drittheile des Territoriums beschränket 41900 damit die Resultate lieber zu schwach, als stark ausfällen. Man wird aber vermuthlich unsre Würde⸗ rung für gar zu schwach und niedrig halten, wenn man den Schriftstellern Glauben 60 15 die uns berichten,„daß es unter 50 Millienen „Englischer Acker Landes(acres) im eigentlichen »England() nicht mehr als drey Millionen »gebe, die nicht beurbäret sind. Noch dazu »sind in dieser Rechnung die GBebirge, die Sümpfe, „die Land⸗Seen, und das in den Meer-Busen, „Bayen und Buchten, längs der Küsten hin, von »der See bey der Fluth bedeckte Land“. Diese Rechnung scheint gar zu enge beschränkt zu seyn; überdieß gehört dazu auch noch der Boden zu den Menschen-Wohnungen, und der, welchen Straßen und Flüsse einnehmen. Der Leser muß aber nicht vergessen, daß hier die Rede bloß von dem Territorium und Einkommen des eigentlichen Englands ist, und nicht von den übrigen Thei⸗ len der Herrschaft des Königreichs England: mithin beträgt das Einkommen, von dem wir hier reden, vielleicht nicht die Hälfte von dem gänzen Einkommen sämmtlicher Staaten dieses Königreichs. Wir wollen, damit der Leser den Werth der Grundstücke des eigentlich so genannten Eng— lands desto sicherer beurtheilen könne, einen kur⸗ zen Abriß der Eigenschaften des Territoriums jeder Landschaft dieses Königreichs, so wie wir ihn in dem Geographischen Versuch über die * D. i. mit Ausschlusse des ganzen Königreichs Schot⸗ and. V. ö Verhältn der Ausgaben unter einander. 351 1 vit die brittischen Inseln(9 finden, ein⸗ Rnn rücken. in Südlicher Theil von England. — Diese Landschaft ist stark bevolkert. unste Virz Die Luft ist darinnen mild und gesund, urin Halz und das Territorium fruchtbar, beson— uz. ders an der Nordwest⸗Seite: denn an der See⸗Seite ist es sandig, voller Ge⸗ Suf⸗Astränch und Haide⸗Boden. Hanf und Nüun kolt. Roggen wird da in Menge erbauet. Auch * wird da starke Vieh⸗Zucht getrieben. Man Meiwf, zählt darinnen über vierzig große, mit Ru⸗Bun Gräben eingefaßte Vieh Weiden, wor⸗ I innen Vieh von allerley Arten gezogen sin hi, bat— b4 Dist Diese Landschaft wird von unterschied— Hu sin. lichen Flüssen bewässert, welche die Luft deben zu darinnen feucht machen: aber der Bos kar Essexs den ist schön, fett und fruchtbar; er trägt 4 4. Getraide und Safran; nur aber findet daß vun sich da wenig Holz. Die Weiden dar— Agnc innen sind sehr gut, und es wird da viel hrigen Ze⸗(Dieh gezogen. nlad: Dieses Herzogthum ist eine der schone d wit sten und volkreichsten Landschaften in t vun demn England; jedoch ist die Gegend an den uh dieses Dünen, auf der Seite nach Frankreich ö hin, sehr unfruchtbar. In andern Ge— Verth det Kent.Ygenden ist niedriger und sumpfiger Marsch⸗ nten Eng⸗ Boden, welcher zu Vieh-Weiden sehr Feinen kun fruchtbar ist. In dem übrigen Theile erritorunt des Herzogthums ist das Land sehr schön. o it u Es giebt da viel Holzungen, und Getrai— esuch ibet de wächst im Ueberflusse. 38 Sus⸗ WE(Efsai geographique fut les Isles Britanniques- —p—————————— ù — ——— —— Deeeeeeeeeeee ———— —*—— ————— 352 Siebentes Capitel. Das Territorium ist fruchtbar und Eus äband ergiebig, besonders an Wiese⸗ sex. wachs und Gerraide. Es finden sich in der Grafschaft einige Eisen- Greuben. In dieser Landschaft ist die Luft ziem⸗ lich trocken und gut, und der Boden in Sur⸗ manchen Gegenden fruchtbar, in andern rey. aber unfruchtbar. Getraide wächst dar⸗ innen in Menge, und das Land enthält lauch gute Vieh-Weiden. Midd„ Diese Ländschaft ist zwar klein, aber lesex.Janmuthig und fruchtbar. Hert ⸗ Diese Landschaft ist eine der schönsten, 1585 Zangenehmsten und fruchtbarsten in Eng⸗ Tland. Der südliche Theil dieser Grafschaft sist am besten angebaut; und es wird Cam⸗ e viel Getraide und vortrefflicher rid geärndtet. Außerdem finden ge. sich auch darinnen schöne Vieh⸗Weiden. Der nordliche Theil ist voller Sümpfe; 32—7 findet man da großen Ueberfluß an Zucht-Viehe, Wildpret und Fischen. Diese Grafschaft wird in ihrem Nor⸗ der⸗Theile von der Ouse bewässert, wel— Bed⸗sche sich darinnen in vielen Krümmungen for d.)hinschlängelt. Das Land ist überaus fruchtbar an Getraide, Wiesewachs und (Vieh-Weide. Diese kleine Landschaft ist sehr frucht— Buk⸗ king= ham. sonders das Thal Aylesbury auszeich— net, in welchem eine sehr große Menge Schaafe weiden, deren sehr schöne Wolle lungemein geschätzt wird. War⸗ bar an Vieh-Weide, worunter sich be⸗ —— —.— ——528— ——— RWE Ha on ‚ V 0 Mis W ö f Luuch tar 6 si Gloha kester. . ssndte gz Ebets. Ei ffehn Ejsen⸗Hula t die zust j d der Boden lbar, in audn uide wächt k 6 Land enthit var klein, ae er shunsen, Hsten in Eng⸗ Grofschaft d ts wird ottrefficher dem sinden Jeh⸗Weded. dlet Cünpfe 5em Uerfi itund Fihn. i ien Nat⸗ Hiftit, wel Krümmunga 10 Rbttaus Hstdachs uud is scht 51 runtet sch buty gusR 0 — 1 Here ford. Verhältn. der Ausgaben unter einander. 353 Wor⸗ cester. Diese Grafschaft ist im Süder-Theile Ien und fruchtbar. Im Norder⸗Theile ck. oerselben giebt es einige Waldungen. (Die Saverne, welche diese ganze Graf⸗ schaft, von Norden nach Süden hin, durchströmt, macht das Land fruchtbar und ergiebig, insonderheit an Wiese⸗ wachs und Vieh-Weide, weßwegen denn auch starke Vieh⸗Zucht getrieben wird. Es wird auch da viel Getraide gebaut. Der Boden dieser Landschaft ist frucht— bar, und sie wird von verschiednen Flüs⸗ sen bewässert. Es giebt darinnen ver— schiedne Waldungen, und einige gebir— gige Gegenden. Man findet da alles, was zum menschlichen Leben nöthig ist, hauptsächlich Getraide und eine Menge Vieh⸗-Heerden, insonderheit Schaafe, die eine sehr schöne Wolle tragen. In dieser Grafschaft wird der beste Aepfel— ost in England, und zwar in großer Onantität, gemacht. ö Es giebt in dieser Landschaft einige Waldungen, aber nicht von großem Um— Mon⸗] fang; übrigens ist dieselbe ziemlich frucht- mouth Glou⸗ cester. W. bar, und wird von verschiednen kleinen Flüssen bewässert. Es finden sich dar— innen viel Berge. Diese Landschaft ist sehr schön und fruchtbar. Es werden in derselben viel Schaafe gehalten, deren Wolle für die beste vom Englischen Gewächse gilt. Aus— serdem giebt es da auch Holzungen, Eisen cund Stahl. Dordiesn hat es da auch P. I. B. 3 Wein⸗ — —. 2 I——— — 92—.———— X—— — —— —— 354 Siebentes Capitel. Weinberge gegeben; man hat aber die ö 0 lon.Nnee ausgerottet, und Aepfel⸗ e dafür gepflanzt, von denen ein 7 vortrefflicher Most bereitet wird. Diese Landschaft ist schön, fruchtbar und gesund. Man findet barinnen schö⸗ ne Ebenen und treffliche Vieh⸗Weiden, Awelche von zween Flüssen bewässert wer⸗ den, aus deren Verbindung hernach die Themse entsteht. Diese Landschäft ist überaus anmu⸗ thig und fruchtbar; sie wird von zween Flüssen und einigen Bächen bewässert. Man baut in derselben viel Getraide. Die Vieh⸗Weiden sind da sehr gut, und les fällt auch da schöne Wolle. Dieß ist ein sehr schönes Land, frucht⸗ bar an Getraide, Wiesewachs und Vieh⸗ Weiden; kurz, der Garten von Eng⸗ land. Es giebt da Schlacht-Vieh und Wildpret in Menge, so wie häufige Fi⸗ sche in den Flüssen. Hanf geräth da set. sehr gut, und wird in Quantität gebaut. Som⸗ mer⸗ set. Die Waldungen darinnen sind zwar nicht beträchtlich, liefern aber doch sehr schö— ne Schiffs⸗Masten. Man findet auch da schöne Marmor-und andre gute (Stein⸗ Brüche. Diese Ländschaft ist eine der größten, schönsten und volkreichsten in England. Der Boden darinnen ist gut und frucht— bar, und wird von verschiednen Flüssen bewässert. Er trägt Getraide und Obst in Menge, und ist reich an guter Weide, daher auch da zahlreiche Vieh-Heerden (gehalten werden. Devon. Hhd Debon lel, N Nte&. i baith E Iet, ud M. „ von xna leltet wird. st schen, futho Iet karmng 00 Uche Mch⸗Tuh Issa hevöstr udunz herncch. st Uanb unz se wird un un Bͤͤchtr Häsnt hen vil Geund. da seht xi i Vole. Hes kand, frutt Wachs und W. harten von Ez clacht⸗Vieh u6 Wie haufre r⸗ Hanf gerath N Auantitit gebaut. Iusind tt Licht dohsh sthö ym fubet auch d andte gute der größtey in Englard. ut und fruch⸗ hiednen Flis raide uud an gutet, Vih⸗H Hapoh Verhältn. der Ausgaben unter einander. 355 Devons Co w (Die Luft in diesem Herzogthum ist gut, und das Land fruchtbar. Es hat Ue⸗ berfluß an Getraide, guten Vieh-Wei⸗ den, Nind-Viehe, Schaafen und Wolle. Es giebt da Zinn- und Bley-Gruben; lauch findet sich etwas Holzung. Das Innere dieses Herzogthums ist mit Gebirgen übersäet, die wegen der Zinn- und Kupfer-Bergwerke, und we⸗ gen der Marmor- und Schiefer-Brüche berühmt sind. Daher ist denn der Bo⸗ den darinnen nicht so fruchtbar, wie in andern Englischen Landschaften. Des— sen ungeachtet wird in den Thälern ei— rn⸗niges Getraide gebaut, und es finden all“ sich auch gute Vieh-Weiden. Die Flüsse in diesem Herzogthume sind sehr fisch— lreich, und die sämmtlichen Küsten sind es noch mehr. Deßwegen legen sich auch die Einwohner stark auf den Fisch⸗-Fang; besonders fangen sie viel Sardellen und Häringe, mit denen sie in Frankreich, in Spanien und in Italien starken Absatz machen. Das Land ist durchgängig ziem— Elich stark bevölkert. Nordlicher Theil don England. North⸗— Diese Grafschaft wird gegen Osten vom Meere begränzet. Das Land ist zum Theil eines der besten und frucht⸗ umber barsten. Jedoch giebt es darinnen viel land. Gebirge und Waldungen; einige Gegen— den liegen so gar völlig ungebaut, und werden auch nicht bewohnet. Aus dieser .Grafschaft wird der größte Theil von 3 2 den Siebentes Capitel. (den Steinkohlen, die in England das North⸗hauptsächlichste Feuerungs⸗Material umber-Fausmachen, bezogen, und durch viele land.[brittische Landschaften, besonders nach London verführet. Der westliche Theil dieses Bißthums voller Felsen und Gebirge, in denen Dur⸗ 165 Stein⸗Kohlen-Gruben, Bley⸗ und ham. Eisen-Bergwerke giebt. Der östliche Theil ist plattes Land; und die See— Küste ist ziemlich schön und fruchtbar. Die Luft in dieser Landschaft ist ge⸗ sund, und der Boden ziemlich frucht⸗ bar, ob es gleich auch da Gebirge, viele Land⸗Seen und kleine Flüsse giebt. An lan d. Fischen findet sich Ueberfluß. Es giebt da einige Steinkohlen⸗K Kupfer- und ley⸗Gruben. Cum⸗ ber⸗ Diese kleine Landschaft ist ein sehr 905 schlechtes, und ziemlich unbewohntes West⸗ Ländchen, voller Moräste, Felsen und Gebirge, nebst vielen Land-Seen und Flüssen. Es hat nur gegen Süden hin leine und die andre gute Gegend. more⸗ land. Diese Grafschaft ist eine der ansehn⸗ lichsten, und die weitläufigste Provinz von ganz England. Das Land ist überhäupt ziemlich gut und fruchtbar. Es wird Ge— Pork.traide darinnen gebaut; zahmes Vieh und Wildpret giebt es da in Menge. Es werden da viel Pferde gezogen, die man für vorzüglich gut hält. Das Land hat -unterschiedliche Flüsse. Lan⸗ Lah⸗ testil und durch V bsonhert uuh ses Bißthun lige, in denn . Rlio 7 Iley- und Der esiihe und die SOdr 0 ftuchthur oschast is 9⸗ 0 frucht⸗ WHhe Mie gebt. M Es gibt upfer⸗und ist ein sche mbewohntes Filen und d⸗Can und Sihen hin Nend. har ansehn⸗ Hobinzvon stübethaupt s wird Ge⸗ ahnes V N Manhe.Ei gen, die mal Ud uund i lul· 22 FRRFEFEFEFEFEFEFEFEE Man. Verhältn. der Ausgaben unter einander. 357 Diese Pfalzorafschaft ist ziemlich wird von einigen Flüssen bewössert, und das Land hat guten Theils, é obwohl nicht überall, einen fetten Boden. tesen Hafer, Gerste und Weizen, wie auch Hanf werden darinnen in Menge g gebaut; und die Vieh-Weiden sind da sehr gut. Auch werden da Ochsen von außerordent— licher Größe gezogen. Das Territorium ist zum Theile ziem— ich fruchtbar und von großem Umfang; im Norden ist Haide- und Sand-Bo⸗ 085 aber es fehlt an Holz, und die f. brennen da Torf, welches auch in ELancaster der Fall ist. I Lused Diese Pfalzgrafschaft wird von Flüs⸗ sen, Bächen und Land⸗Seen bewässert; auch giebt es darinnen Waldungen und Gebirge. Das Land ist fruchtbar, je— doch mehr an Vieh-Weide, als an Ge⸗ traide. Es finden sich darinnen schöne Ebnen, auf welchen die Weide-Plätze amit Schaafen und Pferden bedecket sind. Als gleichwohl einstmals der König durch diese Pfalzgrafschaft reiste, begleiteten ihn die Einwohner mit einem großen Ge— folge von bespannten Pflugscharren, um ihn ihrer Erkenntlichkeit durch die ex⸗ preßivsten Zeichen von dem erwünschten „Fortgang ihres Ackerbaues zu versichern. Che⸗ ster. [Das Land ist fruchtbar an Getraide, Der⸗Jund voll guter Vieh-Weiden; daher auch by. u Vieh-Zucht darinnen stärk getrieben wird. Es giebt da Waldungen und un⸗ 3 3 ter schied⸗ Der⸗ Siebentes Capitel. sterschiedliche wilde Gebirge mit Marmor— und guten Bruchstein-Brüchen. Man findet auch da Mühlstein-Brüche, Kalk⸗ 5 stein⸗Brüche, und verschiedne Steinkoh— len- und Eisen-Bergwerke. Die Bley⸗ Gruben des Landes sind berühmt; und man hält das Bley aus denselben für (das beste und feinste, das man kennt. Diese Landschaft wird von verschied⸗ nen Flüssen bewässert. Der Boden ist aber nicht überall von gleicher Güte. Gegen Süden trägt er Getraide in Men⸗ ford.“ ge: aber gegen Norden sind unfrucht-— Not⸗ bare Gebirge; jedoch hat das Land gu⸗ te Vieh-Weide und einige Salz⸗Quel⸗ Ulen. ‚ Diese Landschaft wird ebenfalls von Flüssen bewässert. Im östlichen Theile derselben ist der Boden frucht— tin g. bar; und im westlichen giebt es viel Hol⸗ ham. zungen. Man findet darinnen auch viel Stein-Kohlen. x Diese Landschaft ist groß und schön. Im südlichen Theil ist der Boden nie— drig und sumpfig, und mit kleinen Ca⸗ nälen durchschnitten, welches macht, daß Zer nicht überflüßig viel Getraide trägt. [Dafür hat aber das Land desto mehr Ue⸗ berfluß an Wildpret und Fischen. Auf der Norder⸗ und West⸗Seite ist das Land höher, und bey weitem fruchtbarer. Nor⸗ l. dnit Nony, Brüche. Iu I.Irüche, Kul edne Ekeintt; . Die I betüͤhnt; un denselbenf man kennt don berschid, Der Boden I lichtt Out Ietraide Men⸗ sud unstucht⸗ das dand gu⸗ +Ealj⸗Hael— bensals von cichen Doden frucht⸗ Ibt t vil hob durunen auc 06 0 shi *6r Doden nie⸗ nit eimnen Oa. nuch, W Httraide tragt de in WIsche. „Clt i em fttbrt lu⸗ Derhältn. der Ausgaben unter einander. 359 Diese Landschaft wird gegen Norden 52— Osten von der See begränzet. Der den ist sehr ungleich: in manchen Ge⸗ 9— au ist er fett und fruchtbar; in an⸗ dern findet man lauter Gesträuch und 6110 e Gehölze. An der SeeSeite ist Land flach, und da geräth das Ge⸗ Nor?: and im Ueberflusse. Die Küsten sind folk. fischreisch, und es werden an denselben viel Häringe gefangen. Außerdem wird in dem Lande selbst viel Wolle, Honig und Safran gewonnen. Den Ertrag der Woll⸗Manufacturen in dieser Land⸗ schaft schätzt man jährlich auf mehr als 1oo, ooοhfunde Sterlings(oder 2,300, o0 Livres französischer Münze). U Das kleine Land hat fetten und frucht— Rut⸗ Zaren Getraide- Boden. Die Vieh— land. darinnen finden sich in Menge Uund von vorzüglicher Güte. Das Land ist sehr verschieden. Im o westlichen Theile giebt es einige Ge⸗ Hun birge, im nördlichen Moräste, und in 4 Mitte finden sich herrliche Ebnen, in 540 g⸗ denen viel Getraide gebaut wird. Vor * hat es darinnen viel Holzungen zegeben, von denen sich aber heut zu Tage nichts* findet. Nort⸗ x‚ Dieß ist ein sehr schönes, volkreiches ha mo 9 8 fruchtbares Land. Es hat Getraide an 0 Vieh im Ueberfluß. Auch giebt es a Holzungen. 3 4 Lei⸗ Leice⸗ ster. x Siebentes Capitel. Diese Landschaft ist fruchtbar an Ge⸗ traide und Vieh-Weiden. Man findet darinnen viele mit Gräben eingefäßte Weide-Plätze, worinnen eine große Menge Vieh gezogen wird. Die Wolle der Schaafe, die hier gezogen wird, ist die längste, die man kennt. Das Land enthält auch Steinkohlen-Gru— ben; dagegen findet sich aber desto we⸗ (niger Holz. Das Land ist ziemlich fruchtbar und es auch Stein⸗Kohlen, Eisen und Holz. Das Land ist sehr gebirgig, und nicht so fruchtbar, als die mehresten andern Englischen Landschaften; jedoch fehlt es därinnen keinesweges an Lebens-Mitteln. Es wird da Getraide gebaut; es wird Tras Außer Weizen und Gerste hat Jauch Vieh-Zucht getrieben, und inson⸗ derheit findet man da Ziegen⸗Vieh in großer Menge. Man findet auch Holz und Stein-Kohlen.— Die folgenden Landschaften gehören zum Fürstenthum (Wales. (Der Boden dieser Walesischen Insel ist, wenigstens zum Theile, gut und fruchtbar an Getraide und Vieh⸗Weide; (auch wird da viel Vieh gezogen. Diese Landschaft gränzt gegen Westen und Süden an die See. Sie enthält 9n in der Mitte viel hohe Berge, ist aber (gegen Westen ziemlich eben, und man er⸗ baut ll fuchthn u an Nnfn Lribe lgrihz ann kine guß vid de Uu ghegen n, du iun D Chrhohln,Gn iohn dio n llch fruthe y A gen und Grz h 4 Hun, Ein un LHigig, Andrtt Rehrosen ander ö ö Akdoch sehlts“ bens⸗Mittet Adaut; es vn Ithen, und inin Zegen⸗Vh f frdet 1, — di sihan I Siinhun Si Nl W, uut ud DWede; Nyn. n Vihn „ eiulsi 101 ö Bergt, V Ul 444. 0 Iu +I V r Verhältn. der Ausgaben unter einander. 361 Caer⸗sbaut da wenigstens Gerste. Hingegen nar⸗ Ihat sie ueberfluß an zahmem Viehe, Wild⸗ von. pret und Holze. Dieses kleine Land ist sehr gebirgig, und nur schwach bevölkert; jedoch hat Den⸗ o. 9190 ges in der Mitte ein großes und sehr frucht⸗ bares Thal. (Pley⸗Gruben. Es befinden sich darinnen Diese Landschaft ist von geringem Um⸗ ö fang. Es finden sich darinnen viel Ge⸗ Flint. Jbirge, aber auch Thäler, die ziemlich fruchtbar sind. Die Vieh-Zucht ist be— trächtlich. Dieß ist eine kleine gebirgige Land— Me⸗ 1—.. schaft von geringer Fruchtbarkeit und rio A ö i. 2— 2 9̊78 so geringer Bevolkerung. Jedoch (hat sie Schaafe, Wildpret und Fische. Auch diese Landschaft ist voller Ge— birge, zwischen denen es jedoch auch sehr gomennschone, und überaus fruchtbare Thäler y.(giebt. Das Land ist von Gebirgen und Ebnen Breckgemischt. Die Berge sind unfruchtbar; nock. Vaber die Ebnen sind fruchtbar, und wer— Uden sorgfältig gebaut. Diese Landschaft hat Ueberfluß an 2.— Getraide, Zucht⸗ Viehe, Fischen und digan.] Wildpret. Diese kleine Landschaft hat einen un— . d dankbaren, unfruchtbaren Boden, und nor. ist voller Gebirge. 3 3— Cav· 362 Siebentes Capitel. Car⸗Diese Landschaft ist gut und frucht⸗ marsa barz es finden sich in derselben auch then. Steinkohlen- und Bley-Bergwerke. Pem⸗ 48 Das Land ist durchaus fruchtbar, vor⸗ broke. züglich gegen Osten. Der nordliche Theil dieser Landschaft Gla-⸗sist mit Gebirgen eingefaßt; der mittle— mor-Jre hingegen ist so fruchtbar, daß er deß— gan.] halb der Garten von Wales genannt Wwird. Die Accise oder mittelbare Steuer, welche in England auf die Consumtionen und auf die Häuser gelegt ist, beträgt 159 Millionen(Fran⸗ ken), und 15 Millionen Einhebungs⸗Kosten, in allem 174 Millionen. Diese 174 Millionen fallen, wie der Leser weiter unten sehn wird, unvermeidlich auf das Einkommen der Güther⸗ Besitzer zurück. Diese mittelbare Steuer von 174 Millionen bringt die proportionirlichen Verhältnisse zwischen den jährlichen Cultur⸗-Auslagen und dem Ein⸗ kommen in Unordnung. Soll nun der nämliche Zustand der Cultur unterhalten, und die nämliche jährliche Repro⸗ duction bewirket werden, wie man sie wirklich in England unterhält und bewirkt, wo die Aus⸗ lagen 150 Pro⸗Cent einbringen; so müssen also die Pachter der Ländereyen das Pacht⸗Geld nach Maaßgabe der Einbuße, welche ihnen die mit— telbare Steuer, die so gleich auf die Cultur zu⸗ rücke fällt, verursachen würde, abkürzen: dieß heißt, sie müssen den Güther⸗Besitzern die 174 Millionen, welche ihnen von der Äccise im vor⸗ aus weggenommen 2——— abziehen: und sie werden Nach Werden Miis 5 siht t 65 0 9 N s U vomj chf Hoti ute Hin, I1 Ht 10 Dalsc W7 R 90 E M fl h Ml. ümhf Verhältn. der Ausgaben unter einander. 363 0 suhhe milan werden noch obendrein nur in so weit, als H· egwurh ihre Auslagen, bey der Fortdauer des hohen fuhnen Preises der Producte, den nämlichen Fond von jährlichen Schätzen abwerfen, den Abzug von 4 der Pacht ⸗Zinse auf die bloße Entschädigung we⸗ ür nͤcchgt gen der 174 Millionen mittelbarer Steuern ein⸗ saht, dr mill schränken,— wie der Leser aus den beiden nächst⸗ thu, Reuf, folgenden Tabellen ersehn wird. A vuuamnt Man sieht aus den oben beschriebenen öko⸗ nomischen Eigenschaften der Englischen Land⸗ Etuer, nah schaften, daß nur ungefähr zthel von dem Ter⸗ net und auf he ritorium des eigentlich so benannten Englands llen Fum unter mittlerer Güte, zthel von mittlerer Hunzbe H, Güte, und die übrigen gthel theils von mehr Monn als mittlerer Güte, theils vortrefflich seyen. schn nith Hieraus erhellt offenbar, daß das Territorium h Githen des eigentlich so benannten Englands, über Bausch und Bogen betrachtet, in Ansehung sei⸗ ner Fruchtbarkeit bey weitem mehr als mittel⸗ I mäßig sey. Ueberdieß kennt man auch schon den nistnistn guten Zustand der Cultur und den hohen Preis ind vn Ei des Getraides in diesem Lande. Mithin hat man alle erfoderlichen Data vor sich, die Ein⸗ Rlhr künfte dieses Königreichs zu schätzen und zu be⸗ ch Ato⸗ rechnen. Ach 90½. Aus⸗ alsen als 901d nach iun die wit⸗ Cultur u⸗ rpen: iß n die 17 lise in l ur uh I Tabelle HMHH 364 Jährliche Aus lagen der producirenden Siebentes Capitel. Tabelle der Verringerung der Einkünfte aus dem Territorium von England durch die Accise oder mittelbare Steuer. Jährliche Auslagen der sterilen Classe. Einkommen, Classe. 630 Millionen. 945 Millionen. 394 Millionen. 4— N Hälfte vom Ein⸗ Hälfte vom Ein kommen, dieser 17⁴ 47⁷⁴ kommen/ dieser Classe zugewanot. Classe zugewandt. Davon nimmt Davon nimmt die Accise die Accise hinweg hinweg 87 87 bleibt bleibt 386 386 350 315 Rückfluß der Aus⸗ Hälfte der Ausla⸗ gaben der sterilen gen der produei⸗ Classe an die pro⸗ renden Classe, aus⸗ ducirende gegeben an die ste⸗ — ö Summa... 7 36 Millionen, der Einnahme der produci— renden Classe, nach Bezahlung V. der Accise, zum Ersatze der Preis⸗Erhöhung, welche die— se Steuer auf alle Waaren ö und Arbeits⸗Löhne, die von ö der producirenden Classe be⸗ zahlet werden, verursacht. Summa 701 Millionen, der Einnahme der sterilen Classe, nach Bezahlung der Accise, und wofür diese Classe von der produciren⸗ den so wohl, als von der Gütherbesitzer-Classe ent⸗ schädiget wird. Der 3 ö I ö Gehal Det die an den D den E A (se andev rl —dis Iunch 4 Dab 46 Wet Radusl W uunt R D Glu tht. ir schlch gende sen ss Verhältn. der Ausgaben unter einander. 365 ö Der jährliche Total Ertrag ist den Summen, dninruny die an die producirende Classe ausgegeben wer⸗ Steun. den, gleich, nämlich: Die Einnahme der produciren— ohne Rücksicht auf Wie⸗ Auslagen den Classe macht...„3 derEingang der 174 steniln 1 75 Gteun chmen, 8e Har ö oduei teuer zu nehmen, da las. Die Auslagen der producirenden derse Steuer Gbn 0 Millonen Classe sinnüd ·. 630 wohl der—9 un Oie Auslagen der sterilen Classe, derim Mselbe 979200 UU unnen/ Mt angewandt zu Erkaufung roher Ma—⸗ werden Dwiederinn 455 dan terialien von der producirenden Classe bnnn debrocht Weraen *— diese Auslagen, auf die Halfte der sol. ö Einnahme herunter gesetzt, sind— 350 Reproduction 1,716 nelthe duech Aowens — welche Ur nwen⸗ Der Cultur-Unternehmer bekommt, c dung oder Ausgabe der Ei sein ethä— Steuer wieder in die Cir⸗ als Wieder Einnahme seiner getha entatlon teeten müsen, nen Auslagen, nur noch zurück 2945 wie auf der folgenden Die Accise oder mittelbare Steuer W7. iu ersebn seyn nimmt hindegg 174 2 1„I 19 I.— .—— Bleibt zum Güther⸗-Einkommen 597 statt 483 defich 248. n Cass aut⸗ u Diese klägliche Folge der mittelbaren Steuer, die sich über den Ackerbau und die ganze Land— dloant, wirthschaft erstreckt, kann anders nicht geho— stallen ben und wieder gut-gemacht werden, als durch ullunde Wiederherstellung der Ordnung zwischen dem uslt des Cultur-Aufwand und dem Einkommen der Gü— nimnmu ther-Besitzer. Das gemeinschaftliche Interesse 16 vn de der Güther-Besitzer und der Pachter erfodert Caseut schlechterdings diese Anstalt, welche der in fol— ů gender Tabelle dargestellten Ordnung ängemes— sen ist. Tabelle 366 Siebentes Capitel. ö Tabelle über die Wiederherstellung der Ordnung zwischen der Zurücknahme der Bewirthschaftungs-Kosten auf Sei— ten der Pachter, und dem Güther-Einkommen auf Seiten der Proprietäre, dem der Ersatz der mittel⸗ baren Steuer von 174 Millionen Franken zu Lasten fällt, indem die Pachter solche von dem Einkommen, welches sie den Proprietären zahlen, abziehen; wodurch dasselbe von 945 Millionen auf 771 herunter finkt. Jährliche Auslagen der producirenden Jährliche Auslagen der sterilen Classe. Einkommen. Classe. 63⁰ 7 scatt 945 394 Hälfte vom Ein⸗3 36 kommen, ausge geben an die pro⸗ ducir. Classe. * * Rückfluß der 394 Ausgaben der Leute von der ste⸗ rilen Classe an de Classe. Wieder⸗Ein⸗ 87 gang des von der Aceise erhobe⸗ nen, und an die produeir. Classe 386 Hälfte vom Ein⸗ kommen, ausge⸗ geben an die ste⸗ rile Classe. * 315 Hälfte der Aus⸗ lagen der produ⸗ eirenden Classe, ausgegeben an die sterile Classe. 87 Wieder⸗-Eingang des von der Ae⸗ eise erhobenen, Und an die steri⸗ le Classe ausge⸗ ausgegebenen D Geldes.— Summe 867 Summe⸗ 788 der Einnahme der produ⸗ cirenden Classe. der Einnahme der sterilen Classe, welche die Hälfte da⸗ von wiederum der produci⸗ renden zugewandt hat. Hach D den e Cas dase t imt 5 Ml W Hithe Rum unst ein! trag lin! erey Verhältn. der Ausgaben unter einander. 367 ö fthnh Die jährliche Total-Reproduction ist afS) den Summen, welche an die producirende Ru Classe ausgegeben worden, gleich; nämlich, 4 10 10 Einnahme der producirenden Classe 867 Nnmn Auslagen der producirenden Classe 630 ö Ramg Auslagen der sterilen Classe, ange— 4H wandt zu Erkaufung der rohen Mate⸗— ichn rialien von der producirenden Classe 394 mit Ausnahme von ö auf—— einigen Brüchen, zu ö Reproduction· 1,891 fal daen 6 Re⸗ M. 7 1 9 Ralcztt— Fer niher a der Pachter der Lant utdh ö jährlichen Auslagen, und 1/390 Millionen her⸗ rln Zinsen von ihren jährlichen und In—— kommen wür⸗ s ventarien⸗Anslagen 945 Die Accise oder mittelbare Steuer Idun Eih, nimmt jährlich hinweggðvF◻4 an Sanne79 lase Bleibt zum Güther⸗-Einkommen 77 1 statt 45; das Den Ue W Die 771 Millionen Einkommen Hunchn onar er pedo⸗ werden durch die doppelte Grund— Steuer gleich. aeh Steuer(oder Land-Taxe) in Kriegs— rit Cuse Zeiten belastet mit der unmittelbaren Steuer voon 338 Millionen. Iui u und durch die Armen⸗Steuer mit 30 Millionen. am Summe 5 Millionen. e Ziehen wir nun sämmtliche un— Labe mittelbare und mittelbare Steuer ab; so bleibt in Kriegs-Zeiten für die Güther-Besitzer ein reines Einkom⸗— sterilen nem vonn 703 Millionen. halste do Der Leser muß wohl wahrnehmen, daß wir Produnn unsre Taxen äußerst niedrig angesetzt, daß wir hu. ein Drittheil vom Territorium für nichts-ein— tragende Wüstungen gerechnet, daß wir wiederum ein Drittheil von den wirklich angebauten Län— dereyen in der Braache oder im Ruhe-Jahre, +(welches — ———F———————————. 368 Siebentes Capitel. (welches in England nicht Statt findet,) ange⸗ nommen; daß wir alle Producte nach dem Ge⸗ traide-Fuß angeschlagen haben: aber ein guter Morgen Wiese oder Graas-Landes giebt allent⸗ halben mehr Einkommen, als ein guter Morgen mit Getraide angebauten Landes; woraus denn in die Augen fällt, daß unsre Schätzung viel zu geringe sey. Aber es ist hierbey ein Mißgriff ins Licht zu setzen. Es ist in England verboten, rohe Wolle aus dem Königreiche zu verführen, wo daher dieses Product von den Manufactur-Unternehmern viel wohlfeiler eingekauft wird, als wenn der Handel damit frey wäre. Diese Einbuße an dem Ver— kauf-Preis in der ersten Hand tragen die Eigen⸗ thümer der Grundstücke ganz allein. Die Regie⸗ rung steht aber in der Meynung, die Manufactu⸗ ren, die sich mit der Fabricatur der Stoffe von dieser Wolle beschäfftigen, verschafften dem König⸗ reiche durch den Gewinn an der Hand-Arbeit, und durch Erweiterung der Manufacturen, wel— che eine stärkere Bevölkerung, und mithin auch eine stärkere Consumtion der jährlichen Producte des Territoriums unterhielten, einen großen Profit. Allein in den Resultaten der Rechnung verschwinden alle die vermeyntlichen Vortheile, von denen sich die Agricultur-Völker immer haben blenden lasen. Angenommen nun, daß die Einbuße bey'm Verkaufe der rohen Wolle in der ersten Hand das Territorial-Einkommen Englands um 10o Millionen Franken vermin— dert, und es von 945 Millionen auf 845 her⸗ unter bringt, so lasset uns über diese beiderley Zustände eine Vergleichungs⸗Tabelle formiren. Jahr⸗ — ollted Iomnen Hugeben st Else Hsebe upme bt IlA C Suschebe Neeblase aune H Wo z Men WsrEast le SM de H diest D u die Hftlbe En 5 ndre Hierdo abzuft hen M. sudtt. nach din aber ein gut giebt alhn uter Morgn voraus dm hung vitl g an Mißz uf 2 Wolleaus daher Mstz chmem bil dt Handel dem Ver⸗ N Eihen⸗ N. nufactu⸗ tofft von i Honig d⸗Vbitt, Urmn, wil Ithin auch Rroducte n großen Nchnung or cheile, + immer hun, daß Volle in inkommen vermin⸗ 34. beddeckh fotmien. V* ½ M U Verhältn. der Ausgaben unter einander. 369 Jährliche Auslagen der producirenden Classe,— 630 Einkommen 845 statt 947 Jährliche Auslagen der sterilen Classe 4184 statt 393: denn die Aus⸗ lagen der steri⸗ len Classe müs⸗ sen wiederum der Hälfte der Einnahme die⸗ ser Classe gleich seyn. Hälfte des Ein⸗ 4222 statt 474 kommens, aus⸗ * gegeben an die⸗„ se Classe. * Hallfte der Ein⸗ nahme der ste. 41 84 statt 393 rilen Classe, ausgegeben an diese Classe; die . Hälfte des sEin⸗ 422⁴ statt 47½ kommens, aus⸗ — gegeben an die⸗ se Classe. 268 2 Hälfte der Aus⸗ 315 lagen der pro⸗ ducirend. Clas⸗ se, ausgeaeben an diese Classe. Abz. vom Ein⸗ ö Dalf und 104— 100 kommen zum Auslagen eben Profit dieser dieser Classe in⸗ Classe. ne behalten. —— 7 Summe 8414 statt 8652 Summe 8373 statt 787 der Einnahme dieser Classe. der Einnahme dieser Classe. Die Total⸗Reproduction ist den Summen gleich, welche an die producirende Classe ausgegeben werden, und bey derselben zusammen-kommen; nämlich, Einnahme der producirenden Classe Auslagen der producirenden Classe——— 8414 630 Auslägen der sterilen Classe, ausgegeben an die produ⸗ cirende Classe Total⸗Reproduetin 945 Millionen zu Vergütung der Auslagen der Cultur-Unternehmer; nämlich 630 Millionen für die Auslagen, und 315 Millionen zu den Zinsen. Hiervon abzuzie⸗ ———— 20— 4184 1„890 en 11. 50. N 100 Millionen Einbuße für die Güther-Be— W. E. P. 1. B. sitzer beym Verkauf ihrer rohen Wolle,— bleibt 845. Aa Die ——— +— R** X SSSSSR 37⁰ Siebentes Capitel. He Die Einnahme der sterilen Classe wächst nur e um 50 Millionen Franken; bleibt also ein Ver⸗ n. lust von 50 Millionen für die Nation. Hieraus nn entsteht, nach Proportion dieses National-Ver⸗ Rn lustes, eine Abnahme an der Bevölkerung; und die Eigenthümer der Grundstücke erleiden dabey ö 1 0 immer einen Abfall vow 100 Millionen am Ein⸗ ö 6ssh kommen. Wil §. 7. Erinnerungen über den Ge⸗ W brauch dieses Capitels. wid, Wir häben nunmehr das Umständliche und 3— Einzeilne, sammt der ökonomischen Erörterung R der Erzeugnisse und des Ertrags eines Staates, nihthe so wie ihn die Oekonomische Tabelle angenom⸗ ⸗ men hat, um darauf ihre Berechnungen zu sol bauen, so ziemlich aus einander gesetzt. Das Murt angenommene Maaß läßt sich nach den reellen Wrgn Gränzen, und nach den naturlichen Territorial⸗ Eigenheiten jedes Staates und jeder Gesellschaft, Gual: welche man in Betrachtung ziehen will, nach Zuch Befinden verengern oder erweitern; aber es wird ö uf doch immer jede Speculation in diesem Stück an ndt die wesentlichen, auf immer errichteten, und hier Iuih zum beständigen Bleiben gelegten Grundlagen. G. gebunden seyn. Etwas trocken mag diese mecha⸗.W. nische Würderung freylich solchen Lesern vorge— I kommen seyn, die eine Wissenschaft lieber mit 10 einer Toiletten-Lectüre in ein Paar müßigen kamt Stunden aufhaschen möchten: dadurch wird 3l aber Niemand recht unterrichtet; am wenigsten in Dingen, die des Wissens werth sind. Es ist dieß der Baum des Lebens in seinem ganzen 10 M erlaubten Umfang: und da wir uns die Mühe bobelch gegeben haben, ihn zu suchen und ausfindig zu ö Landes⸗ machen; so mögen sich diejenigen, die nun An⸗ dusti, spruch Ausanmt 0. Raft nigm 0 alo adu⸗ atiog. Ha Nationtley volferung; i erleiden da lonen am Es, den Ge⸗ itels. aständlchr ny en Eiintrm eines Ennttz abtle mpnur⸗ RII WH. der Eslsct, +1 Hen MI, I abrts dich Nsen Sticn h, nd Hye bmden VHnecha⸗ sem botge⸗ Acher mit Müßigen hucch wild Wenigste sind. Ei nem ganze 5 N Mil wsfndg die du Ing Verhältn. der Ausgaben unter elnander. 371 spruch auf Genuß von seinen Früchten machen, wenigstens die Mühe nehmen, den Pfählen nach— zugehn, die den Weg zum Baume bezeichnen. Es ist nöthig, nicht nur die Verhältnisse der Ausgaben zu bestimmen, sondern auch die Existenz derselben, ihr Wesen, ihre Ausdehnung und ihre Eigenheiten festzusetzen, die Repartitio— nen, wonach der Lebens-Unterhalt vertheilet wird, zu untersuchen, und anzugeben, was einem jeden zu seiner Portion bleibe. Alle diese Ansichten sind im gegenwärtigen wichtigen Capitel von den Verhältnissen zusam⸗ men-gestellt; und zwär nicht allein die Ansich⸗ ten, soudern auch zugleich die ökonomische, von der Natur ausgetheilte, und nach den Planen dieser gemeinsamen Mutter berechnete Schätzung. Die Trockenheit der Erörterungen, welche dieses Capitel enthält, überhebt uns also derjenigen Trockenheit, die sich außerdem hätte über das ganze Werk verbreiten müssen, und läßt uns nun die Freyheit, uns beynah in allen übrigen Capiteln einzig und allein mit der Darstellung der Grundsätze, und mit Entwickelung der daraus fließenden Folgerungen zu beschäfftigen. Hier ist also das Archiv der Rechnungen, das Handels-Buch des Hauses, welches durchzu⸗ blättern und nachzusehn am nöthigsten ist, wenn es auch gleich nicht so unterhaltend ist, wie die andern. Man übersieht darinnen die Verhältnisse, in welchen der Aufwand oder die Ausgaben mit der Landes-Cultur, mit dem Handel, mit der In⸗ dustrie, mit den Schätzen, die alle diese Dinge zusammen, und ein jedes für sich besonders in Aa 2 Gang E 37² Siebentes Capitel. Hheh 8 ö in br Gang bringen, mit der Bevölkerung, mit dem.* Lebens⸗Unterhalte der Menschen, und mit den aun Kosten aller dieser Fartien, so wohl von innen, ö Wlele als von außen stehen. Bey Vestimmung der ͤ 600 Maaße eines jeden von diesen Dingen wird hün deutlich auf den Condensations-Punct hinge⸗ W wiesen, zu welchem der Kampf dieser verschied⸗ Rul nen Bestand⸗Theile der Gesellschaft die physische um Action bringen muß, um mittelst der Repro— Musche duction die immer fortwährende Circulation zu ssan begründen. uiht al auush ui Man sieht ganz deutlich ein: wenn die Aus⸗ I0 10 gaben Anspruch auf Unabhängigkeit in ihrer Lur Richtung, auf Sparerey in ihrem Ausfluß, auf Waschen Vergeudung in ihrer augenblicklichen oder jähr— s 0 lichen Explosion machen; so entziehen sie der Nabg Cultur die Bearbeitungs⸗Schätze, verriegeln Mudbilth dem Verkehr die Thüren, und drängen den Han⸗ e del auf unrechte Wege, bringen die Industrie obchetu um ihr Arbeits-Lohn, mindern die Bevölkerung, Cingtö⸗ stürzen den Unterhalt der Menschen in Verwir— Mon sit rung, und trocknen die Quelle desselben aus. ö Mitteh! Man sieht: wenn der Ackerbau, zum Nachtheile Rict al des Einkommens, eine stärkere Portion vom Er— lufthte trag an sich zieht; so hemmt er den Gang der Mith; Ausgaben, und verletzt dadurch alle die andern Eulag Theile, die das Gebäude fest und sicher machen. then wit Man sieht: wenn es dem Kaufmanns-Gewerbe Rnhat gelingt, zu herrschen, und die Leute zu bereden, Icht uft daß sie seine Profite als Gewinn für den Staat bin Enl betrachten; so führt er eine verkehrte Denk-Art alles ni über das Wesen der Dinge ein, und verleitet die lihes Menschen, Kosten für Einkünfte, Contributionen den sche für Aufwand, und seine Profite für eine Aerndte shastn zu halten. Man sieht, wenn es die Industrie ud zu! dahin l. Verhältn. der Ausgaben unter einander. 373 2 dah in bringt, daß ihre Werke für Reichthums⸗ Zumachs geten, und die Begünstigung ihrer shn 4 Arbeiten für eine der wichtigsten Sorgen des Staates angesehen wird; so führt sie die Aus— Dingen nüd Suugen uih gaben vom rethten Weg ab, und verursacht all 100 das Unheil, was aus der zerrüttung dieser Mst verschih, Quelle aller Bewegung entspringt. Man sieht: d phyich wenn bey der Bevolkerung auf die Menge der m der Myro⸗ Menschen, und nicht auf die Anwendung der⸗ Urulatien selben; auf die Anwendung der Menschen, und nicht auf die Vortheile, die ihnen diese Anwen⸗ dung verschafft; auf die Vortheile der Menschen, Wenn eue⸗ und nicht auf den Unterhalt, den ihnen diese higkeit htt Vortheile gewiß machen; auf den Unterhalt der n Mefuß af Menschen, und nicht auf den Verkaufs-Werth ichen odet ht gesehen wird, den ihre Consumtion den Lebens⸗ stzithen str Mitteln giebt, und der das einzige ist, was den ze, binsch Landwirth in Stand setzt, seine Bemühungen ingen dan fortzusetzen und die Einkünfte zu vermehren;— de humdt so kehrt man die Wesen um, und macht aus dem Poülnah Staats⸗Gebäude eine umgekehrte Pyramide. hen in erhj⸗ Man sieht endlich: wenn bey den Unterhalts— destben aud Mitteln nur auf ihre Eigenschaft als Güter, und zun Jutthle nicht auf ihre Reichthums-Eigenschaft; nur norten E⸗ auf ihre Menge, und nicht auf ihren Verkaufs⸗ Wnn de Werth; nur auf ihren Ueberfluß oder Total— IHeandern Ertrag, und nicht auf ihren reinen Ertrag ge⸗ hr uthn. sehen wird; so bringt eine solche Manier, die ⸗Grwetd genießbare Nahrungs-Masse anzusehn, die Ver— zicht auf alle die Vortheile, die aus dem disponi⸗ eln Einkommen erwachsen, und folglich auf alles mit sich, was zur Bildung und Stärkung eines Staates dient, wobey man sich denn an 11 den scheinbaren Plan hält, Menschen-Gesell— a schaften ohne verkäufliche Schätze zu ernähren a und zu unterhalten;— eine ganz unthunliche arh Ine 2 Specu⸗ 1 F5 Aa 3 Specu u bereden, r den Stact 1t Dunk⸗x dooerleittthe —— ————— K —..—.——..——— 374 Siebentes Capitel. Speculation, da die Nicht-Geltung oder der Unwerth der Lebens-Mittel den Wieder⸗Eingang der Cultur⸗Auslagen bey dem Landwirthe, die Einkünfte der Güther⸗Vesitzer und des Suveräns, sammt alle dem Arbeits-Lohn und Solde, wo⸗ von die verschiednen Menschen⸗Classen einer Nation ihren Lebens⸗Unterhalt haben sollen, zu nichte macht; indem er Industrie, Manu⸗ facturen, Handwerke und Kriegs⸗Macht ver⸗ nichtet, einen Staat wehrlos macht, die Ein⸗ wohner in Mangel und Elend stürzt, und sie zwingt, ihr Vaterland zu verlassen. Außer dem Verdienste, solche höchst nöthige Demonstrationen zu liefern, hat dieses Capitel auch noch das Verdienst, daß darinnen die ver⸗ A jährlichen Producte vertheilet werden. Die Repartition wird hier mit der Erbschichtung der Gesellschafts⸗Schätze verbunden, und diese beiden Operationen werden durch die Noth— wendigkeit selbst, die Reproduction zu bewirken, unzertrennlich verknüpfet. In der That, da von der ununterbrochenen Fortsetzung der Aus⸗ gaben, von dem Ergusse dieser Ausgaben, von der Richtung dieses Ergusses, und von seinem gleichmäßigen und ordentlichen Kraislauf in allen Puls⸗Adern der Gesellschaft die Repro— duction und Wieder-Erneuerung der Ausgaben abhängt; so ist es nöͤthig, die kleinsten Canäle und Röhren zu durchwandern und zu kennen, sie zu bestimmen und zu begränzen, kurz/ die ganze Maschine zu zergliedern, um sich der Regelmäßig⸗ keit ihrer Wirkungs⸗Kraft versichert halten zu können. Dieses hat gegenwärtiges Capitel ge— leistet; eine mühsame, aber um so wichtigere und norhigere Arbeit, je mehr sie auf immer zur 106 iunnern Hachh naern des 0 in demh Ouale Hhfn. Vi 0 hat; e 1944 sol Hoch 204 Wate/ mi eh sche H ufengl gahn st itet. aehr ulr yn hle u,doßl AM dal dug ul Ind laf gehhzeft alen an Mhen Wed. D nigts u I l II hn desm st tihe I Eo tipien z hig die dung N ler i Npirthe, 16 Eudtritz Colde, g, Casen einz haben salnz ir, Nam Nacht bet⸗ t/ die Eih⸗ igt, und st schf thie s Hapikel Hen die ber⸗ etden. schichtung und diese de Neth⸗ bewirken, Mt/, da 8 de Mu⸗ Haben, vot boh siihem ulslhuf in e Repro⸗ Husgaben un Eanäle Ennen, si „die ganze gelnäßg halten st Cittl⸗ 0 vicht f umtr yr 7 Verhältn. der Ausgaben unter einander. 375 innern Fackel dienen kann, die zur Kenntniß jebes politischen Uebels führen wird; und bloß in dem Mangel an Bekanntschaft mit seiner Quelle besteht die Schwierigkeit, ihm abzu⸗ helfen. Wenn es übrigens so viel Arbeit gekestet hat, den politischen Körper zu zergliedern; so soll doch daai it nicht gesagt seyn, daß es nöthig wäre; das Messer zur Hand zu haben, um ihn gesund zu brte Die tausendfältigen Uebel, mit denen die Regulir⸗Sucht bisher das wensch⸗ liche Ge nin gequält hat, sind größten Theils anfänglich nichts weniger, als das Werk eines gierigen Heißhungers gewesen, der sich erst nach⸗ her unter gutem Schein eingeschlichen hat. Viel— mehr rühren sie meistens ursprünglich bloß da— von her, daß man immer nicht hat wissen wol⸗ len, daß die Welt von selbst gehe. II Mondo va da se, sagt der Italiäner; ein Sprüchwort, das viel Sinn hat! Man führe nur wieder Ord— nung und Treue in der Staats⸗Verwaltung ein, und lasse jedes Ding seinen natürlichen Weg gehn; so wird man von Stund an sehn, daß allen ansern Grundsätzen, vermöge der ange— bohrnen Ordnung der Dinge, nachgelebt werden wird. Die Regierung wird alsdann für weiter nichts zu sorgen brauchen, als daß ihnen die Wege erleichtert, die Steine von der Straße weg auf die Seite geschafft, und den Concurren⸗ ten überall freye Bewegung gelassen werden: denn sie sind es, die dem Staate für die Schätze einer Nation bürgen. Es war aber nicht minder nöthig, die Prin⸗ cipien zu bestimmen und vorzulegen, um auf ewig die schwankenden Ideen über eine Materie Aa 4 zu 376 Siebentes Capitel. zu verdrängen, die durchaus der Demonstration fähig ist, und die für jedermann gehört, weil einem jeden daran liegt, daß er zu leben habe und bestehn könne. Man klagt in den peinlichen Zeiten des Völker-Verfalles ziemlich durch— gehends über eine Art von weit verbreiteter Reigung aller Köpfe, über Staatsverwaltungs⸗ Angelegenheiten zu vernünfteln, welches denn ein jeder nach seiner Art thut. Diese Klage— die gemeiniglich weiter nichts ist, als Ausdruck der geheimen Angst solcher treulosen Obern, die ihrer Pflicht(aus verdorbenem Herzen oder aus Unfähigkeit des Verstandes) entgegen handeln, oder der Unempfindlichkeit träger Müßiggänger, die durch dergleichen Untersuchungen in ihrer Freude und ihren Lustbarkeiten gestohrt wer⸗ den— würde gleichwohl in dem Mund eines vernünftigen und arbeitsamen Volkes sehr ge⸗ gründet seyn. Es ist aber nichts leichter, als unruhige Kopfe durch Kenntnisse, die wechsel⸗ seitig der Evidenz unterworfen sind, in den nöthigen Schranken zu halten. Uebrigens muß ein jeder, ein jeder, sage ich, muß seinen Ge⸗ schäfften gehörig obliegen; und es giebt keinen bessern Staats⸗Bürger, als den, der unaus⸗ gesetzt thut, was seines Amtes ist, ohne sich daran zu kehren, ob ein andrer eben das thut. Aus der Vereinigung der lebhaften, bescheidenen und natürlichen Einsichten solcher Bürger haben die ersten Gesetzgeber, die Verschönerer der Menschen⸗Gesellschaften, jene mächtigen Stiftun⸗ gen geschöpft, die nun schon seit so länger Zeit her dem Anfalle der Zeit-Alter und der Leiden— schaften widerstehen. So bald aber die Cabinets-— Einsamkeit und das Gaukelspiel der Visionen den Gang der Dinge sileiten, und, die okonomische Fährte ꝗSꝗSSS‚. Ghilt Fbihe Futhut drahgt Wihel und tlj Nune al E Hussl Ratßeh schne nicht k. in bem. Rachen Keaft teh 8 Gal Runn sh Muhungel Hrschend Iz uch e S Uter e Gulach schaffn hringen Buchmt Gaenst Halthe sch In ö uth 4* Ruhsane auöget ö dim lch Hash det N den h —9———— —3—3———— .—8— Verhälln. der Ausgaben unter einander. 377 Dunond . Fährte eines Volkes anbefehlen will, nimmt 4*˙ 2 01 Irrthum den Platz der Wahrheit ein: dann imi drängt der erste Schrict auf seinen verkehrten 107.6 Wegen die gesammte Ordnung nach dem Abhang, nuch dut⸗ und erzwingt den schnellen Lauf zum Abgrund. brntn Von Stund an tritt selbst⸗erdachte Kunst in warnalng allen Stücken an die Stelle der Natur. Die rhe dent Kunst, in der Materie vom Unterhalte zu muth— ds Kage— maaßen, kann doch weiter nichts hergeben, als als Ausdtüc scheinbare Einfälle; und die Menschen leben si Obem, nicht von Blendwerken. Alles leidet: und wie eczen oder u8s in dem Hause eines Kranken jedermann den Arzt her handelz, machen will; so will in einem Staate, mit dessen Müßthhanper Kräften es auf die Neige geht, ein jeder, nach * ir ihrer dem Gange seiner speculätivischen Logik, Staats-— schtt wer mann seyn und wieder-aufbauen. Eitle Be— Tund eines mühungen, allesammt nach dem Modelle der schr ge⸗ herrschenden Vorurtheile gerichtet, deren Wir— x ichter, als kung nichts beßres ist, als daß die simpelsten de wechsel und interessantesten Materien dem Widerspruch W„ u da und Streite der Menschen preis gegeben werden! hligens wd Unter einer solchen Verwirrung kann sich das Finen 6 Gutachten eines großen Geistes kein Gehör ver— ö schaffen: die Grundsätze allein können durch— I U dringen; die Grundsätze, sage ich, die aus der chn sch Berechnung reeller und in die Sinne fallender Abus thit. Gegenstände fließen, sind allein vermögend, die eri Wahrheit wieder in Aufnahme zu bringen. Wie ö 195 habe sich Wanderer, die auf eine unrechte Straße ge⸗ att dr rathen sind, genöthigt sehen, durch weite und nnStfun mühsame Umwege zu der Stelle, von der sie I 2 ausgegangen waren, umzukehren; eben so wer⸗ r Ld den lichtvolle und mit sichern Schritten befolgte dieEbnit⸗ Forschungen nöthig, uns auf die simpeln Wege Visionen N der Natur zurücke zu führen, und uns, gegen nünn. den Hang zum Wieder-einlenken auf die Irrwege — Aa 5 hypo⸗ I * N 378 Siebentes Capitel. hypothetischer Wissenschaft, auf denselben zu er⸗ halten.— Dieß ist der ganze Zweck unsrer Arbeir. Es kömmt bey der Schiffahrt nicht et⸗ wan darauf an, daß man das Auge unabläßig auf den Compaß heftet, sondern nur darauf,‚ daß man so oft nach ihm sieht, als man fürchten könnte, von der rechten Fahrt abzukommen. Es ist Zeit, zu andern Gegenständen zu schreiten, und die verschiednen Mobiliar-Portio— nen unsers Inventariums aus einander zu legen. Den Anfang hierzu lasset uns mit der köstlichsten darunter, mit der Bevolkerung, machen. ...— 12) zur Reichthums⸗Masse einer Nation. Ausgaben der producirenden Classe, zur Landwirthschaft, u. s. w. gehörig. Jährliche Auslagen zu Erzeugung eines Einkom⸗ mens von 2000 Franken, betragen 2000 Franken. 2000 Franken geben reinen Ertrag 50 5396** 8*882*— Jährli 9 Oekonomische Tabelle. Es sind zu bitrachten: 1) dreyerley Ausgaben; 2) deren Quelle; 3) deren Auslagen; 4) deren Vertheilung; 5) deren Wirkungen; 6) deren Reproduction; 7) deren Verhältnisse unter einander; 8) de⸗ ren Verhältnisse zur Vevölkerung, 9) zur Landwirthschaft, 10) zur Industrie, 11) zum Handel, und * 2 — Zu Seite 3·8. Ausgaben des Einkommens Ausgaben mit Einschluß der Steuer, zu verthei⸗ der sterilen len an die producirende und an die Classe, ö sterile Classe. zur Industrie, u. s. w. gehörig. Jährliche Auslagen zu den Arbeiten der steri⸗ len Ausgaben, betragen 1000 Franken. ches Einkommen von 2000 Franken. * 2 Industrie⸗-Arbeiten —* 3980* Früchte 54Hft. gehg I S. Ir. S. D. r. S. D. ö Aetzei „— 1000 1000 reproduc. reinen Ertrag 1000 90.—— —„—* — Hälfte 2— 4 3205101———** haerer ** 1 — 500 ö 500 ⸗»reproduc. reinen Ertrag 500 4** 5 **—— —*„ Sülfte— 2* 3— 13 7 3264⁵ hierher 1„„ 2 4 4 250 reproduc. reinen Ertrag 250 9 4 X. ‚——— +* —** 2— 125 veproduc. reinen Ertrag 227 1ns —* 3 7* 4***. 0 624 10»reproduc. reinen Ertrag 62 10 62 x0 J**— 5 8** 31 5„⸗reproduc. reinen Ertrag 31 31 *—* 2* 2— 7 * 15 2** 15 12 6 reproduc. reinen Ertrag 15 12 6 15 22 6 — 0* ů 2* 7 16 3 reproduc. reinen Ertrag 7 16 3 7 16 3 ——**„—— V** 2 **— 3 18 2 reproduc. reinen Ertrag 3 18 2 3 18* 1 19 reproduc. reinen Ertrag 1 19 1 1 12* — ö.*—* ***—— 19 reproduc. reinen Ertrag 19 6 0 19 6 9 9 reproduc. reinen Ertrag 8 2 **—* 5 5„** ** V* *****— 3„»reproduc. reinen Ertrag 5 * 0— 1——* **** „ +* *„ 2——* *** 0 PDED 2*—* * 2— 2— e 2 E reproduc. reinen Ertrag 9 2 6 8. *— 2** *.* 2 8 V*„ ** „ 2 ö X* *——— I. 3 reproduc reinen Ertrag 9 3* 3 E——— ů——— ö 4 7**— o B reproduc. reinen Ertrag 3 0 3 2000 Summe 2000—.— — Summe 2000 Man hat nicht eher nöthig, sich ängstlich um Einsicht in diese Tabelle zu bemühen, als bis man die ersten sieben Capitel gelesen hat. Nur gebe man bey jedem Capitel auf das Stück der Tabelle Acht, wor⸗ eht auf sich dasselbe bezi 5 29 &X 379 Achtes Capitel. Verhältnisse der Ausgaben zu der Be⸗ völkerung. 91 Hinsicht auf das Interesse der Menschheit würde dieß die Hauptsache, und der aller⸗ wichtigste Artikel seyn, wenn wir nicht im Grun⸗ de durch Erforschung der Verhältnisse, und durch die Mühe, alle einzelne Puncte der öhönomischen Wissenschaft zu ergründen, schon belehret wären, daß alles zusammen⸗hänge, so daß die Zerrüt— tung eines Theiles die Zerrüttung aller andern nach sich zieht, und daß mithin, wenn wir be— stimmt reden wollen, kein einziges Stück vorzu— ziehen, aber auch kein einziges zu vernachläßigen ist. Bey alle dem scheint jedoch das Interesse der Bevölkerung dem gemeinsamen Interesse der Menschheit am nächsten zu liegen; ja, daß wir noch mehr sagen, es ist der einzige Gegenstand der ökonomischen und politischen Regierung: denn alle öͤkonomischen, politischen und morali— schen Kenntnisse, und selbst die Pflichten der Suveräne müssen bloß auf die Vermehrung und Erhaltung des Menschen-Geschlechts abzwecken. Dieß ist die Gränze, dieß das Ziel der Regierungs⸗ Wissenschaft bürgerlicher Gesellschaften. In⸗ dessen dürfen wir dieses Ziel nicht mit den Sinnen einer blinden Parteylichkeit betrachten, sondern müssen es mit dem Teleskop einer aufgeklärten Bruder-Liebe ansehn, die sich in ihren Forschun— gen von dem Lichte wahrer Grundsätze leiten läßt. Wir müssen hier an das wichtige Conden⸗Vorläufige sations⸗Gesetz zurückdenken, das wir zu Anfan⸗ erlarung. ge des vorigen Capitels, als die Wirkung und das Ziel jener Widerstands-Gränzen aufgestellt haben, Sahäl 380 Achtes Capitel. haben, welche dem Triebe zur Ausbreitung und mnfürd zum Einbruch in fremdes Gebiete, einer Kraft, 1 800 die allen auf Erden wirkenden Substanzen an⸗ snn klebt, von der Natur gesetzt sind. Jede Sub⸗ ö mine stanz enthält in ihrem Schooße den Keim be— 4 b ständiger Fortdauer mittelst der Wiedergeburt, ö solcch und des unermeßbaren Anwachses mittelst der Gunds Vervielfältigung. Da nun alles von den Be— wan dürfnissen des gemeinschaftlichen Lebens Unter— so wch haltes abhängt; so ist die Ausbreitung der einen Bahh Gattung immer ein Einbruch in das Gebiet, zu schbt dessen Besitz eine andre Gattung berechtiget zu 10 urh seyn glaubt. Daher kömmt es, daß auf Erden gesaht alles einander auffrißt. Aus diesem unver— uuch d brüchlichen Gesetze der Natur solgt, daß zwar Hubla das Principium der Fortpflanzung unbegränzt hukitd ist, das Principium ihrer Realität aber, wie hith V schon in dem Werke des Menschenfreundes lla Ne von der Bevöͤlkerung als Grundsatz dar— schnin gethan worden, von den Gränzen des Lebens⸗ 105 vn Unterhaltes abhängt. Diese so richtig einge— uaht sehene Wahrheit ist indessen an Verhältnisse ge⸗ Heshz bunden, die sich nicht anders, als durch Be— Hegün rechnung, bestimmen lassen, und die noch ent⸗ Ecbens scheidender und genauer beweisen, daß das Maaß Dameh der Bevölkerung selbst von dem Maäße der Unter— hungen halts⸗-Mittel abhänge. Hieraus folgt, daß das habieh⸗ lebende Geschlecht, dem der Unterhalt am reich— fah: lichsten, und vorzüglich vor allen andern ge— ö Hher geben wurde, das zahlreichste Geschlecht auf ö Rertht Erden seyn oder werden sollte. Dieß ist das N unveränderliche Richtmaäß der Bevölkerung. Eilef Mken Da nun der Mensch die Fähigkeit, fast alles der 8 zu brauchen und es zur Nahrung zu machen, bolkern besitzt, und von Gott noch obendrein die Gabe Ralene empfan⸗ . Wulhunn Hite, zig 6 Euhsanng b. Poreh den Kam s Vicdergchut Mittist y von den Z⸗ Lbeng Untr, Alung det eing dad ochet, z berchthet daß auf Erher dissen ushet⸗ , V war unchgrint her, ni Ifteundes Undsat dat⸗ e hen⸗ uchtig ung hiltnist ge al durch Be⸗ N uoch al⸗ ufurMuuz uft derlater⸗ daß das hul an teic⸗ andern ge⸗ hlcht auf Dicß ist 06 bölkerung Hit, faf l i i rein di 6 HH Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 381 empfangen hat, die Natur in gewisser Maaße zu zwingen, daß sie die Lebens⸗Mittel, die zu seiner Consumtion am besten täugen, nähren, pflegen und aufziehen muß; so hat dieß die Fol— ge gehabt, daß er dadurch zum herrschenden Ge— schlechte geworden ist. Bey diesen physischen Grundsätzen müssen wir zuförderst stehn bleiben, wenn wir uns in Stand setzen wollen, über eine so wichtige Materie, wie die Bebölkerung, in Beziehung auf das gemeine Beste der Menschen selbst beträchtet, ist, mit einiger Zuverläßigkeit zu urtheilen. Hierinnen können wir aber, wie gesagt, zur Kenntniß ihrer Ausbreitung bloß durch die Kenntniß ihrer Gränzen gelangen. Wer bloß den Zweck, zur uneingeschränkten Frucht⸗ barkeit der Natur beförderlich zu seyn, vor Augen hätte, und darüber das Gegengewicht, welches allein, der allgemeinen Ordnung zu folge, Conden⸗ sation und Wirksamkeit zu Stande bringen kann, aus dem Gesichte ließe, der würde gänzlich vom rechten Weg abkommen. Mithin könnte es der Gesetzgeber, der einzig und allein Bevölkerung begünstigte, ohne Rücksicht auf die Maaße des Lebens⸗Unterhaltes, und auf die Mittel zur Vermehrung desselben zu nehmen, weiter nicht bringen, als daß er einen elenden Volks⸗-Haufen vervielfältigte, der unvermeidlich räuberisch, und folglich gar bald durch seine eignen Bedürfnisse, oder durch Angriffe von seinen Nachbaren aus— gerottet werden würde. Man erstaunt, wenn man auf der einen Seite sieht, daß sich beynah alle Gesetzgeber der Alten, zum öftern auf eine barbarische Art, mit der Sorge beschäfftigen, die gar zu starke Be— völkerung zu beschränken. Wir kennen noch der— malen an den äußersten Gränzen der Erde ein großes 382 Achtes Capitel. roßes Agricultur⸗Volk(„, welches immer no 9 den grausamen Bebrauch beybehölt, übel gebil— dete Kinder, die keinen guten Wuchs versprechen, oder die den dringendsten Bedürfnissen der Fami⸗ lien übermößig zur Last fallen, gleich nach der Geburt umzubringen. Kuf der andern Seite hat man gesehen, daß alle Volker, deren Anna— len bekannt, oder deren Beyspiele noch neu sind, gerade in der Zeit-Periode ihres Verfalles und Mangels zwar allerley Gesetze oder praktische Observanzen, die zu Beforderung des Heirathens dienen follten, eingeführt, diese Gesetze und Observanzen aber alsdann schlechterdings ihren Zweck verfehlet haben. Das alles ist eine Frucht bloß davon, daß man lediglich den wichtigen Gegenstand der Vevolkerung vor Augen hatte, ohne weiter einen Compaß zu haben, als den die eben vorwaltenden sichtbaren Inconvenienzien, ohne die mindeste Kenntniß der Grundsätze, an die Hand gaben. Die ersten Gesetzgeber stifteten starke und thätige Colonien in neuen, noch nicht beurbarten, und von RNatur fruchtbaren Län⸗ dern. Die Arbeit der Colonisten wurde durch Beystand so nachdrücklich befördert, daß sie in der Geschwindigkeit den Lebens-Unterhalt ver— mehrte, welchem dann die Bevölkerung mit gleichem Schritt auf dem Fuße folgte. Der Gesetzgeber gab eben nicht Acht auf das rechte Maaß; er setzte die Fortdauer der Fruchtbarkeit voraus, und sorgte schon vorläufig für diese künftige Bevöllerung. In China, wo durch die Oberherrschaft des Ackerbaues die Fortdauer der Frucht-Erzeugniß und die Zuverläßigkeit der Einkünfte gesichert sind, nimmt die Bevölkerung ebenfalls nach Maaßgabe dessen zu, daß die Cultur⸗ Die Chineser. U. Ha cultrt⸗ genomm NS M bey d b gersde Mohe! 1 fe,. tinere beidts Waheh e oc sht Runthen shih, duh Hos S ben uthen t Hh vahme v die, i dabon! talssen Nr wint fpbunge e Ete dn Dao siuchbor Mhff, in dx lßt sch bloß dah Nheit,, Lohn, u. RMt, u Ihe vyst Hachn uis. Nder IMi Rlach nach y andern Ceh 4„ deten Amz roch neu sinz erfalles u oder praktsch dio Hirrathen sse Githe uih Wdine Irn ahrgtucht den wichtigen Wuem hattt, alz den die ondenienzien, hundsütz, an RNder sifteten V noch nicht uchtbatn Hal⸗ wulde uch Nt, V WI lethalt ber⸗ Rakkrunz nit folhe. Dir uf dab rechte Fruhtbatket uft flt dit wo dutch R Fertdaut di altßgket r 1 Bedill , M genommen werden: Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 383 Cultur⸗Gesetze mehr oder weniger gut in Obacht und da die Gesetze des Lan⸗ des und die Sonderbarkeit der Sitten, welche bey den Chinesern durchaus anders sind, als bey allen andern, an China gränzenden Völkern, gerade den Ausfluß des Uebermaaßes der Volks⸗ Menge zu den Nachbaren verhindern; so ist die— ses Land großen Mortalitäts⸗-Fällen unterwor⸗ fen, und ein großer Theil der Nation ist dort einer ungemeinen Dürftigkeit preis gegeben; beides Folgen vom Uebermaaße der Volks⸗Menge. Wegen dieser Inconvenienz bey einer Nation, die noch in den Finsternissen des Heidenthums lebt, ist man hin und wieder auf die Meynung gerathen, daß der Gesellschaft ein Dienst ge⸗ schähe, wenn man sie von den unnützen, und doch Kosten machenden Gliedern entledigte.— Bey den Völkern hergegen, die in Abnahme ge— rathen, rührt die Abnahme nie anderswe her, als von der Abnahme der Einkünfte. Die Ab⸗ nahme von diesen erzeugt alle die Unordnungen, die, wie wir oben bewiesen haben, eine Folge davon sind, den Wucher, die müßigen Cäpi⸗ talisten und Staats⸗Gläubiger, die Gebrechen der Finanz⸗Administration, die ruinösen Er⸗ findungen, Geld aufzubringen, die Unterschleife, die Erpressungen, die hinterlistigen Naubereyen, den Decorations-Luxus, das Gesuchte in un⸗ fruchtbarem Aufwand, in den Sitten, in den Begriffen, u. s. w. Man wird inne, daß es in den Arbeiter-Classen an Leuten fehle, und läßt sich nicht einfallen, zu sehn, daß dieses bloß davon herrühre, weil es den Leuten an Arbeit, an Profiten, an Sold, an Arbeits— Lohn, u. s. w. fehlt. Zu folge dieser witzigen Art, zu sehn, ist man eifrig bedacht, arme Menschen 384 Achtes Capitel. Menschen zu pfläzen und sie festzuhalten, damit sie zum Arbeiten gezwungen seyn sollen: aber sie sterben als Satzstangen auf einem ausgemergel⸗ ten Boden, wenn sie nicht anders wohin ver⸗ pflanzet werden können. Bey weitem nutzbarer sind doch noch jene andern Blinden, die sich um eine Gesellschaft dadurch verdient zu machen glauben, daß sie Hospitäler unter derselben stiften: denn obgleich diese Blinden eigentlich Cärimonien-Meister des Mußigganges sind; so schleppen sie doch wenigstens die Ueberbleibsel der herum irrenden und erzwungenen Dürftigkeit zu⸗ sammen, um den Knoten der Gesellschafts Tragödie durch Errichtung eines weitläufigen Caravanseray oder öffentlichen Gast⸗-Hauses zu lösen. Wenn sie gleich die Nachkommenschaft ersticken; so bewirthen sie doch wenigstens ihre Zeit⸗Genossen: da hingegen die andern, die Verheirather, mit ihren Bemühungen und ihren Ausgaben weiter nichts ausrichten, als daß sie Aeltern-Elend decretiren, welches noch weit herz— nagender ist, als isolirtes Individual-Elend. Auf diesem Wege wird die Menschheit nicht glücklich gemacht. Die Menschen müssen zu leben haben; sie müssen von ihrer Arbeit, und zwar in der Art von verhältnißmäßiger Wohlhaben— heit leben, die man ihr gutes Auskommen nen— nen kann, vermöge dessen jeder Einwohner im Stand ist, durch seinen Aufwand selbst das Seinige zum gemeinsamen Wohlstande beyzu⸗ tragen. Die Ordnung der Gesellschaft muß auf keiner Seite jenem müßigen, geizigen und bar— barischen Reichthume, der seinen Phantasien und seinem Ueberflusse lieber die ganze Menschheit aufopfern möchte, eine Freystatt lassen. Die Großen Hech UO oße nen se ziehen Enn auhal Lh. Buuf penn beits⸗ Grüͤch vie er Mbet Masdh haltirn Muewu Booll⸗ Nuunho Haltung He in d derse eiem glach! denz 1 lachnet auf in sihn d utch Junt! sie uoth à noch huftltn dni solln: dasz em ausgemgey, ders wohin zn deitem aushan en, die sich n unt zu machg unter derselhe inben eigentlc hunges sind; l Ueberblibselht Durftizkit p⸗ Eeselschefts⸗ 6 wetleufgen ut⸗Hruses zu Hlomnenschaft vnigstens ihte andern, die gun und ihten „ ds doß sie noch wiit hutz⸗ dual Cled. Nenschheit nich nnusan zu lben theit, Ind gwat Ir Vohlhaben⸗ lustonnen hen⸗ Einwohnet in nnd sebst di ahliande bery Ichaft uuß uf en und Wanmin ganze Last. satt las.“ 6⁰I Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 385 Großen müssen die Austheiler der großen Portio— nen seyn, welche die großen Anstalten nach sich ziehen; die Kleinen müssen, nach Maaßgabe der Emsigkeit und Tauglichkeit zu hartnäckiger und anhaltender Arbeit, starkes Dienst- und Arbeits— Lohn bekommen. Es muß hier ein jeder seinem Beruf im Leben völlige Genüge thun, und muß, wenn er von der Laufbahn abgeht, seine Ar— beits-Portion so wohl, als seine Portion an Früchten einem eben so arbeitsamen Nachfolger, wie er selbst war, abtreten. Dieser Cirkel von Arbeit und Genuß ist der Zweck des physischen Menschen-Lebens. Außerdem erdrückt die Be— völkerung sich selbst, und ist bloß Wildling und Auswuchs der Natur. Also müssen wir die Bevölkerung, wenn wir sie nützlich, reichlich, dauerhaft, in ihren Wirkungen und in ihrer Er— haltung gesichert haben wollen, einzig und al— lein in diesem Cirkel vor Augen haben. Es ist im vorigen Capitel die Beschreibung der Gesellschaft, und die Repartition derselben nach einem gegebenen Maaße geliefert, und dabey zu⸗ gleich die Aufzählung der Menschen gegeben wor— den; und man würde ganz füglich bey den be— rechneten Proportionen, die dort in Beziehung auf dieses interessante Stück vorgeschrieben sind, stehn bleiben können, wenn es nicht gut und nützlich wäre, die Wahrheiten, deren sicherer Punct dort nur angedeutet ist, zu erweitern, und sie noch näher aus einander zu setzen. Der gan— ze noch übrige Theil dieses Werkes soll eigentlich nur eine räsonnirte Entwickelung der in je— nem Haupt-⸗Capitel gegebenen Proportionen al— ler Arten enthalten. Den Anfang hierzu wol— len wir mit dem uranfänglichen Artikel machen, WM. A. P. I. B. B b durch Lebens⸗Unter⸗ 386 Achtes Capitel. durch welchen alle übrigen in Gang gebracht werden. ů Wer, als Staatsmann, die wahre und ein⸗ Wurzel der fache Politik, welch hts andres ist;, als die Menschbeit hetrachten. zu Kunst, die Menschen nützlich zu machen, ver— stehn will, und wem es gelingen soll, mit ei⸗ nem Antheile von jenem wohlthätigen Geiste be⸗ gabet zu werden, der die würdigen Stiftertder Ge⸗ sellschaft, oder die gründlichen Verschönerer der⸗ selben bildet, der muß das gemeine Wesen in sei⸗ ner Quelle, und das ganze Compositum der Menschheit in seiner Wurzel, im Lebens⸗Un⸗ terhalte, betrachten. Von diesem stammen alle die physischen und moralischen Partien, die zur Begründung und sichern Erhaltung der Ge⸗ sellschaft erfoderlich sind, her, und sind ihm un⸗ tergeordnet. Vom Lebens-Unterhalt, und von den Mitteln däzu, hängen alle Aeste und Zweige der politischen Ordnung ab. Nur der Gottes⸗ dienst ist, von Einer Seite betrachtet, bloß gei⸗ stig: aber das natürliche Gesetz giebt uns Pflich⸗ ten ein, die sich auf unsre Bedürfnisse beziehen, und sagt uns diese Pflichten auch vor. Die bür— gerlichen Gesetze, die ihrem Ursprunge nach nichts andres sind, als Regeln zur Repartition des Le⸗ bens⸗Unterhaltes; die Tugenden und die Laster, die nichts andres sind, als Gehorsam oder Em— pörung gegen das natürliche oder bürgerliche Ge— setz; die Regierung, die Wissenschaften, die freyen und die mechanischen Künste, der Ackerbau, der Handel, die Industrie, alles ist den Unterhalts⸗ Mitteln unterworfen. Dieß, dieß ist die Fun⸗ damental⸗Kraft, mit der alles, was der Mensch ackert, schifft, und baut, zusammen-hängt: quae hoinines arant, navigant, gedificant, omnia virtuti parent. Sehen wir in dieser Hin⸗ sicht Veth scht a selschn Produ einzig ihm d del, Hemt dieih din r dergle ihreh auchd Nopfo hast v l s⸗ l füt Hs A Hebegen soch mit de lichen einfal Gbagr Maße sie hrfin Vul! ungu als H Iusann ssch ‚0 ielerh njcht v angehe Sag Saut wahte und iy ist, al achen, un soll, mit ez ligen Geiste h Etfterder G⸗ eschonerer de⸗ 6 Vesen in si⸗ ömpositum de Lebens⸗Un hiesem stammen n Rattien, di altung ber Ger Afnd ihn un⸗ Halt, und bon und zweige der Gottes⸗ Her, Hiaß gů⸗ Icbt uns Ifich tsnisse bichet ot. Dhil⸗ maerth nichts Hanttun b L⸗ und N Astt, ersan odit En Hnalche do un, diefteyen Acetbau, de. den Wuterhltz dieß RN di 0 was der Ha sammen: büh Aant, Wit N histv * Verhältn. der Ausg zur Bevölkerung. 387 sicht einige bürgerliche Gleichheit zwischen Ge— sellschaften, die mit schlechterdings verschiedenen Producten ausgestattet sind; so haben wir dieses einzig und allein dem Handel zu verdanken oder ihm die Schuld davon beyzumessen. Der Han⸗ del, der mittelst des Umsätzes die Producte ge⸗ mein macht, verpflanzt mit dem Saamen auch die übrigen Früchte der Gesellschaft. Setzet aber den Fall, daß mit einmal die isolirten Völker, dergleichen die Lapländer und die Samojeden in ihren Schnee-Gefilden sind, und dergleichen auch die Einwohner der Insel Terre⸗Neuve(oder Newfoundländ) seyn würden, auf den Unter⸗ halt von ihrem Fisch⸗-Fange beschränket wä⸗ ren; und sehet zu, was für Ländereyen-Thei⸗ lungs⸗Gesetze, was für Bevölkerungs⸗Beystand, was für Steuern, was für Kunst⸗oder Hand— werks Arten ihr diese Leute anzunehmen würdet bewegen können. Wollten sich neuere Gesetzgeber, die nie un⸗ Die Beschaf⸗ tersucht hätten, was für eine Bewandtniß oterang be 997 mit den Wurzeln dieser Art in den verschiedent ledialich 0 lichen Provinzen eines großen Staätes habe phasschen Ue⸗ einfallen lassen, allen Unterschied in Sitten und Gebräuchen, in Gesetzen und Gewohnheiten, in Maaßen und Gewichten aufzuheben; so wür— den sie angenscheinlich auf Sand bauen. Die Fürsten und die Minister, die vor Zeiten die Völker entweder mit Gewalt, oder durch Beste— chung unterjochen wollten, waren eben so dumm, als barbarisch. Der natürliche Zustand einer zusammen-tretenden Gesellschaft bringt es mit sich, daß sie sich selbst regieren will: sie hat nicht vielerley Güter-Arten, und bedarf also auch nicht vieler Gesetze; dieß ist die Lage jeder neu— angehenden Gesellschaft. Die ganze Gesammt— Bb 2 beit ** uchen. 388 Achtes Capitel. heit der Nation ist Obrigkeit, und das Gesetz bedarf keiner gewaffneten Hand; dieß ist Frey⸗ Staat. Ein solcher angehender, und mit sei— ö nen Bedürfnissen beschäfftigter Staat hat auch nicht viel zu befürchten; es ist noch nicht der Mühe werth, ihn anzutasten. Sollen die Gü⸗ ter⸗Arten vervielfältiget werden; so müssen die Gesetze vervielfältiget, und es muß für Sicher— heit gesorgt werden. Nun erwacht die Begier— ö de; ein jeder sucht für sich zu erwerben, und ö ö legt seinen Antheil von öffentlicher Magistratur nieder. Nunmehr muß das Gesetz mit der ge— waffneten Hand versehen, und es muß eine schüz⸗ x zende und gebietende Macht errichtet werden, um die arbeitsame und blühende Gesellschaft vor ge— ö waltsamen Anfällen zu sichern; dieß ist rechtmäs⸗ sige, aber zum öftern nicht sonderlich gesicherte, und ziemlich vergängliche Monarchie. Will sich also die Regierung in ihrer Gewalt sicher setzen und sie vor Widerspruche verwah— ren; so därf sie sich nicht mit eben so abscheuli⸗ chen als gefährlichen Präcautions-Mitteln der Tyranney selbst schwärz, oder verächtlich dadurch machen, daß sie ihr Volk erniedrigt, sondern sie muß vielmehr das Volk zum Theilnehmer an allen verschiednen Güter-Arten, und an allen Producten-Verfeinerungen zu machen suchen. Sie muß gleich anfangs vor den Gefahren der anarchischen Herrscher-Gewalt, welche ihr eingegeben werden will, auf ihrer Huth seyn: anarchisch nenne ich sie; denn durch eine Herrscher-Gewalt„welche die Gesellschafts-Ban— den zerreißt, wird die wahre Mächt zerstöhret, und durch Vernichtung der Macht wird hernach Gewalt und Autorität selbst vernichtet. Miß— brauch von einem oder dem andern Privat-Interesse Oech brauch mit de lettet muß tin dit d det h irfil strunt denne feh/ das Cuft + ls deit Atonen s leUM v Gle 55 V drehn dürftt sellet Fortd Hrffh shaffn hen G Whef sash st last hieter 3ige cbeder len, kann Vese Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 389 Ind uui brauch ist auf Erden in allen Dingen ganz nahe dutß it diz mit der Ordnung benachbart. Das Maaß der „ und mit letztern haben wir so eben angedeutet; und ich taat hat auh muß es nochmals wiederholen: wenn ihr eine noch nicht d einzige Ziffer ändert oder versetzet; so geräth Sollen die Gl die ganze Rechnung in Unordnung. Wird in % müssen di der Harmonie der Gesellschaft ein einziger Ton laß für Siche verstimmet: so leidet das ganze politische In⸗ ut dit Degi strument und verzieht sich; und es wird als⸗ erverben, mn denn eben so schwer, den Accord wieder zu tref— fen, als es der Welt werden würde, sich durch das ungefähre Zusammen-treffen der Atomen Epikurs von selbst zu bilden. Sollen wir also hier von der Bevölkerung, als dem privilegiirten Haupt-Aste der Specu⸗ lationen der ökonomischen Politik, reden; so müs⸗ sen wir das Principium derselben in seiner wah⸗ •1 ren Quelle aufsuchen, und in dieser Hinsicht von Eiunbit den Grund-Begriffen ausgehn. ö Der Mensch hat auf Erden nicht mehr als rudt wnah. 497 e. Wadall dreyerley ursprüngliche Bedürfnisse: 1) das Be— Innin dürfniß seines Unterhaltes; 2) das Bedürfniß seiner Erhaltung; und 3) das Bedürfniß der Fortdauer seines Geschlechtes. Diese drey Be— Nr. Nachtlid Rurch N.—5 dürfnisse sind ihm so gut, wie jedem andern er⸗ ** 11 schaffenen Geschlechte, vergönnet; und zwar mit dem Grade von Geschwindigkeit, den das Ge— 1.—1 i webe seiner Sinnen⸗Werkzeuge, und der Um⸗ 157 fang seiner Fähigkeiten mit sich bringt. Das erste von den dreyen ist das einzige unbedingt ge— bietende, das einzige unausweichliche, das ein— zige individuelle. Es giebt viele Menschen, die weder sich vertheidigen, noch Kinder zeugen wol— len, oder auch beides nicht können; aber keiner kann durch andre leben. Wer Verzicht aufs Verzehren thut, der thut zugleich Verzicht aufs Bb 3 Leben. .— — *——— 3Ig—ééEIFRsIIFIFII —3— 390 Achtes Cavpitel. Leben. Von diesem ursprünglichen Bedürfniß ist die Fortdauer der Menschheit, und von den Mitteln zu Bestreitung desselben die Vervielfäl⸗ tigung des menschlichen Geschlechtes, die wir Bevölkerung nennen, herzuleiten. Unter⸗ halt und Aufwand ist demnach die Basis des Gegenständes, den wir vor der Hand zum Au⸗ genmerk haben, und der Baum-Saft der Be⸗ völkerung. Lasset uns auf den Wegen der Na⸗ ur und in dem Unterrichte, den uns Erfahrung giebt, die gedeihlichste Art und Weise aufsu⸗ chen, dem mensthlichen Geschlechte seinen Unter⸗ halt zu verschaffen, und den Stamm dieses Ge⸗ schlechtes zu vervielfältigen. Bebärfyis und Man glaubt insgemein, Bedürfniß wäre V 3 N Begierde, ein die Quelle des Willens, welchen wir Begier⸗ Paar entgegen⸗ ö geietzte Triebde nennen: aber man achtet den Menschen, rdder MWaohr.——„ ‚ Wahre menn man so urtheilt, dem unvernünftigen Viehe Politik besteht 60.— in der Kunst, gleich. Das Vieh kennt weiter keine Begierden, sie einander zu als seine eben regen Triebe; der Mensch hat näbern. ausgedehntere Aussichten auf Glückseligkeit, und kennt, so zu sagen, anders keine Triebe, als wenn er von seiner herrschenden Begierde abge⸗ halten und anders wohin gezogen wird— wel— che keine andre ist, als daß er sich nach dem Genuß einer vollendeten und immerwährenden Glückseligkeit sehnt, ohne daß er selbst den Ge— genstand seiner Begierde und das Ziel seines Ge⸗ nusses deutlich erkennte. Dieses macht den un⸗ terscheidenden und höhern Charakter des mensch— lichen Geschlechtes aus. Diejenigen, die durch Künsteley an den natürlichen Trieben die Be— friedigung dieser Begierde suchen, versenken sich freywillig und ohne Nutzen in den Vieh-Stall. Andre machen sich Zwecke, die sich auf ihre Ge— müths⸗ und Denk-Art, auf ihre Vorurtheile, auf ihre Gech ihrigt vmj so ren/ thien Oullt alsch Hahl R N in ih Zun! nuse b.nih Rafen um als sh deh st, M aufe Tiih chung scht, Mäch digste aus d Wlbe Verhältn. der Ausg zur Bevölkerung. 391 ihn dudn ihreKräfte und Fähigkeiten beziehen, und die ihnen und vux y um so mehr oder weniger Befriedigung gewäh⸗ die Mphl. ren, je mehr oder weniger sie von den Fesseln chtes, die xy thierischer Begierden frey sind. Aus dieser lten. Mui; Quelle sind die mannichfaltigen Idole unsrer mo⸗ de Dasih ralischen Neigungen, die Freyheits⸗Liebe, die Hund zun iu Habsucht, die Herrschsucht, die Ruhm-⸗Begier⸗ „Cost der dr de, die Empfindsamkeit, u. s. w. geflossen. Vagen der Na⸗ ius Efchrung In diesen Gesichts-Punct muß die Politik Dase auff in ihren Speculationen den Menschen stellen. Zum Unterhalt ist er gedrungen, und zum Ge⸗ tt stinen Unte nusse geneigt; woraus denn folgt, daß der am un dists Ger wenigsten mühsame Unterhalt natürlicher Weise Huh wite derjenige ist, der für ihn am besten taugt. Da Ye Btgier— nun also die Politik, welche in der Kunst be⸗ Honsthen steht, die Menschen nutzbar zu machen, verbun⸗ tan Mhe den ist, ihre Bemühungen mit der Sorge für Naeda, die Anschaffung des Unterhaltes der Menschen anzufangen; so verfehlt sie das hauptsächlichste Triebrad zu ihrem Zwecke, wenn sie zu Errei⸗ chung desselben bloß das Bedürfniß in Bewegung setzt, und entweder aus Unwissenheit, oder aus unächten Absichten, die kräftigste und geschmei⸗ Nusd dat Häschgkat, urd 4 Ticbe, as Vujede tht⸗ und u digste Triebfeder, welches die Begier de ist, sch dem aus den Augen setzt. Damit würde sie bloß Inmimne wilde Menschen und Thiere beherrschen. Ver— ribe G bindung dieser beiden Triebräder, des Be⸗ Zsin Es duürfnisses und der Begier de, ist das naht den“ Principium und die Wirkung der Gesellschaft. ir dis nast Je näher beide zusammen⸗gebracht, je mehr ih⸗ e vedu re Kräfte auf einerley Zweck gerichtet werden, ucben died desto besser wird die Gesellschaft verknüpfet und „ vrfaknh verstärket: je schlaffer hingegen die Banden, die vn Mheil sie dicht zusammen⸗halten sollen, hängen gelassen sich auf hh werden, desto mehr trennen sie sich von einander, „Douurthe Bb 4 und⸗ Errichtung det verschiednen Gefellschafts⸗ Arten. 392 Achtes Capitel. und desto mehr neigt sich auch die Gesellschaft zur Auflösung. ů Dieß ist der Punet, von dem man ausgehn muß, wenn man als ächter Staatsmann die ver— schiedentlichen Gesellschafts Formen, die aus ältern und neuern Zeiten bekannt sind, in Be— trachtung ziehen, und über die Mittel, ihr Wachsthum an Gütern, an Kräften und an Be— völkerung zu befordern,(drey in der natürlichen Ordnung, welche die nothwendige Basis der po⸗ litischen Ordnung ist, unzertrennlich mit einan— der verbundnen Dingen,) ein gesundes Urtheil fällen will. Der Mensch wird durch das Be⸗ dürfniß gezwungen, seine Nahrung zu suchen, und durch die Begierde angetrieben, sich diesel— be zu verschaffen, und sich deren mit so wenig Kosten und Arbeit, als möglich, zu versichern. Dieß ist der Contrast, der die Menschen unab⸗ läßig einander nähert, und sie unabläßig von einander zu trennen droht. Dieß ist die Quel— le von jenem monströsen Wesen in dem Zustande der Unordnung, der die Menschen fast immer wider einander in einem Zustande des Kriegs und Blutvergießens erhält. Diese Fackel soll uns hinfort zur Kenntniß der Principien der ver— schiednen Gesellschaften vorleuchten. Die ersten Blicke des Menschen sahen Wild— nisse vor sich, die im Verhältnisse gegen die klei⸗ ne Anzahl der ersten Menschen reichlich mit Nah— rungs-Gütern versehen waren. Sie verzehrten anfängs ohne Mühe die freywilligen Geschenke der Natur, und genossen Freyheit und Unthä⸗ tigkeit, als die ersten Gegenstände der Begierde für den ungebildeten und unwissenden Menschen. Allein die Früchte haben nur eine vergängliche Dauer, und kommen erst nach Jahr und Tage ö wieder, Nah wilder⸗ andern men; rer in die M deseh suht, dahtt! Viller gehin ten. und u gllt: In 0us Hre öll, eln den Hes⸗ , V shthun senen eiles 9nn d dabon zsch baf⸗ de S Ubnr daß ft Mahe! und de N tt. Mens den, s Die dl Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 393 di Gei I0h„„ ö wieder, indeß der Mensch einen Tag, wie den Inn udt andern, zehrt. Er sah die Bevölkerung zuneh⸗ SWude men; und je mehr sie zunahm, desto schwe⸗ wann di vy rer und mühsamer ward es ihm nach Proportion, die Unterhalts⸗Mittel aufzutreiben. Zu folge dessen mußten neue Nahrungs- Gegenstände ge⸗ sucht, es mußte der Erdboden gebaut werden; daher die Ackerbau-treibenden oder Agricultur⸗ Ren, die ai t sud, in Y Mull, H in und an de ntirlda Völker. Es mußten Haus-Thiere zusammen⸗ Vass h gebracht und gezogen werden; Ursprung der Hir⸗ 10 nit elna. ten. Es mußte den wilden Thieren nachgejagt, sundes Urhel und mußten ihnen, so wie den Fischen, Netze duch dr B⸗ gelegt werden; Ursprung der Jäger und Fischer. umn Il sichn, ö n, ssh disel unter diesen dreyerley Arten, zu seyn, die imt sso venig aus drey verschiednen Unterhalts ⸗Arten entstan— berschern. den, erzeugt die erste die bestimmten, bleiben— ischen wab⸗ den Gesetze, die Gewichte, die Maaße, und al⸗ ablädig voen les, was zu Festsetzung und Sicherung der Be⸗ Rde dul sitzthümer gehört. Ehe man seine Mühe und dNen Zusande seinen Schweiß an die fest⸗ entschloßne Cultur hen sas iumtt eines Feldes wandte, mußte man vor allen Din⸗ ie Au gen der Aerndte, und des Genusses der Früchte Ractl sel us davon vergewissert seyn.— Die zweyte Art, zu seyn, behauptete sich länger bey Unschuld und Gast⸗Freyheit, und hieng den Wissenschaften, der Stern-Kunde, und der Speculation im Ueberirdischen nach. Es konnte nicht fehlen, daß sich in einem Leben, worinnen man ohne große Mühe beschäfftiget, ohne Uebermaaß bemittelt, und ohne Fesseln gebunden war, die Natur des Menschen in ihrem schönen Lichte zeigen muß⸗ te. Es bedurfte nur sehr weniger Gesetze für Menschen, die ohnehin durch nichts gereizt wur⸗ den, sich den Gesetzen der Natur zu entziehen.— Libien der he⸗ un. hen sthel Vib⸗ hn diele⸗ Jölch nit Nah⸗ Si Vugchtin Iaen Geschel Rit und luthi t de Bigtth den Mash Herdünglc ö; ö iut 1012 Die dritte Art, zu seyn, endlich war zwar die Vt ud e H HHH„ B b 5 ver⸗ ———.——.— ö—— 394 Achtes Capitel. verächtlichste, und ruhte auf der am wenigsien gesicherten Basis; aber es fand sich doch auch, daß sie überhaupt der natürlichen Ungebunden⸗ heit des mehr thierischen Menschen desto besser anstand. Diese konnte nur Verbindungs⸗Ge⸗ setze offensiber Kräfte, nur Einbruchs-Gesetze annehmen: denn die Gesetze eines beständigen Bleibens gründen sich auf die physischen Puncte des Lebens⸗Unterhaltes, welche hier allesammt zufällig, ungewiß und zerstreut waren. Ver⸗ möge eben dieser Principien waren die erste von diesen drey Gesellschafts-Arten seßhaft und blei⸗ bend, und die zweyte ambulatorisch und noma⸗ disch, die dritte hingegen herumschweifend, stras— sen⸗und see⸗räuberisch, und dieß jederzeit nach Maaßgabe des Wesens und der Art ihrer Un⸗ terhalts-Mittel. ö Von diesen dreyerley Gesellschafts-Formen konnte die erste binnen weniger Zeit in Räumen, welche auf die Fruchtbarkeit des Bodens einge⸗ schränkt waren, zahlreich werden, in wie fern sie die Unterhalts⸗Mittel vervielfältigte. Die zweyte vertrug nur eine kleine Anzahl von Men⸗ schen, welche über die Wartung der Vieh-Heer⸗ den gesetzt waren; eine kleine Anzahl, sage ich, nach Maaßgabe der Ausdehnung des Bodens, der zur Weide erfoderlich war. Die dritte konn⸗ te nicht zahlreicher seyn, als so weit ihr die Beute, welche sie machte, Unterhalt zu gewäh— ren hinreichte: und da sie nicht die mindeste Sorge trug, diese Verproviantirungs-Art zu unterhalten und zu erneuern; so mußte sie gar bald genöthigt seyn, sich aufs Rauben zu legen, und ihre Nachbaren, die sich zu arbeitsamen und friedlichen Gesellschaften vereiniget hatten, feind— lich anzufallen. Diese unsere, aus der Natur der Freu wartt trenn zneh das el such d Hihts Muber n6 schv lichen und Veh Medet wurd in png dsavh 0 Uugtbun hen deso hsn dbndungs. G bruchz⸗Gesh hie bitindin Rischen Juntt Het alesannt naten. V n die erst von Ihaft und bli⸗ sch und toma⸗ daffin/ stas⸗ sht nach Ht heer Un⸗ stu⸗Fotmen in Näumen, Hend einhe „N Wi ferl siltigte. Die Rahl vor Mer hn⸗ Hahl, sig ich 1 doderd, de Rt bm 0 ih di Rö⸗ N midit rungs⸗At F wußte ste d auben Iu Ege beisann m i Hi i aus de Imn i Derhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 393 der Dinge geschöpften Vermuthungen werden auch von den ältesten, sichersten und glaubwür⸗ digsten Annalen der Menschheit,(bey denen wir auf jede andre Manier, sie anzusehn, keine Rück⸗ sicht nehmen,) bestätiget. Cain, das erste Haupt der Ackerleute, erfand, wie die Schrift sagt, Gewicht und Maaße(3). Abraham und Loth, beides Söhne von ein Paar Brüdern, welche Hirten waren, beides, tugendhafte und durch Freundschaft mit einander verbundene Männer, waren nichts desto weniger gensthigt, sich zu trennen, weil sie nicht neben einander bestehn, zunehmen und sich mehren konnten. Nimrod, das erste bekannte Oberhaupt von Jägern, war auch der erste Eroberer; eine Eigenschaft, die nichts ändres seyn kann, als eine Folge der Rauberey. Länge der Zeit und Mehrung des menschli⸗ chen Geschlechts haben es ganz natürlich so mit sich bringen müssen, daß sich diese verschiedent⸗ lichen Gesellschaften unter einander vermischten und mit einander vereinigten; daß besonders die Vieh-Hirten sich häuslich niederließen, und ent⸗ weder, wie Abrahams Nachkommen, Ackerleute wurden, oder sich, wie die Araber, die Tatarn, die ursprünglichen nordischen Völker und die americanischen herum schweifenden Völkerschaf— ten, in abgelegne Länder entfernten. Unter diesen Völkern sind diejenigen, wel⸗ che früher oder später die ursprüngliche Kunst des Ackerbaues aufgenommen und getrieben ha⸗ ben, desto früher oder später zu dem Genusse der ( Die Schrift sagt von dieser Erfindung Cains nichts; vermutblich hatte der Verfaffer die Nachricht aus einer Rabbiner⸗Legende. U. ————— — 396 Achtes Capitel. der Gesellschafts⸗Vortheile, der Verbindung mit einander, der Bevölkerung, guter und bil⸗ liger Gesetze, der Handwerker und Künste, und der damit zusammen-hängenden Kenntnisse ge⸗ langet; die andern hingegen sind in der Barbarey alt geworden, und haben gewisser Maaßen von Tage zu Tage an Anzahl, Kenntnissen und Fä⸗ higkeiten von jeder Art immer mehr und mehr abgenommen. Hen errdd⸗ Ich sage, diese verschiedenen Gesellschafts⸗ nen Völkern Arten haben sich unter einander vereiniget und Iungen mit einander vermischet, weil es in der That, wenn eine Gesellschaft vollständig werden sollte, nothwendig war, daß sie den Saamen und die Eigenschaften einer jeden von diesen drey ur— sprünglichen Gesellschafts-Arten in ihre Mitte aufnahm und in sich schloß. Ackerbau ist die Basis gewesen; ihm ist aber die Vieh-Zucht un⸗ entbehrlich geworden, um Ebnen mit Bergen, das Abweiden mit der Aerndte, die Düngung mit der Pflügung vereinigen zu können. Die Angriffs-Kunst, nachdem man sie einmal in die Gesellschaft aufgenommen hatte, weil sie zur Si⸗ cherheit des Territoriums nöthig geworden war, mußte in derselben so wohl durch das Gewicht ihrer Kräfte, als durch die Richtung und An— wendung ihrer Zeit,(welche den Sorgen für das ganze Publicum gewidmet wurde, da indessen ein jeder seinen Privat-Geschäfften oblag,) gar bald herrschend werden. Die Ober-Herrschaft, welche nothwendiger Weise an Regeln der Bil— ligkeit gebunden war, indem sie außerdem das Eigenthum angetastet, es zu nichte gemacht, und die Gesellschaft aus einänder gejagt haben würde; diese Ober-Herrschaft, sage ich, war die Grundlage der souveränen Gewalt, die durch Ge⸗ G Gusche 06 d anes e rung/ Wordef . Uh sh trefft stand Gsch Daue Mode Roßel slch/ guc unch! uff ihits, fason sdd sthel honde Histh Dun— haß, Rbß sch Fuh gh, richtu llstel gtt w 0b t che sch 10 Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 397 dhwn „hultt M Gesetze gegründet wurde. Da nun die politi⸗ sche Kunst, unterstützt von der Gesammt-Kraft, eines Oberhauptes bedarf; so mußte die Regie⸗ rung, so bald sie einiger Ausdehnung fähig ge— worden war, ganz natürlicher Weise in die Hän⸗ de eines Einzigen fallen. Daher anfangs die schützende Monarchie. Aus der Verwickelung und dem Zusammen⸗ treffen der verschiedentlichen Gesellschaften ent— ind Kunse, n Knnmisi g. iuder duhnn e Manzen vun uisen und gů naht und mih NNNV unnn stand eine neue Gattung von unachten Neben⸗ in de dzn Hefrurbrfn, die in ihrer Grundlage und I4—0 Dauer minder zuverläßig, wie auch einer großen . Ausdehnung minder fähig, und zu Bildung —0 großer Reiche unzulänglich, dabey gleichwohl ö frey, in ihren kleinen Gränzen mächtig, aber 0n Mit auch veränderlich, und durch ihr Uebermaaß, athal st di durch Vernachläßigung, oder durch die Ein⸗— 6zuht n griffe ihres Nachbars, und vermöge der Natur nit Sugn ihres, der Concurrenz zu sehr ausgesetzten Ver— Dunpnz fassungs⸗Zustandes vergänglich waren. Dieß aunn. Di sind die kaufmännischen Gesellschaften. uunaln N Wir haben gesagt, Theilung der Ländereyen vel si zurEi⸗ sey nothwendiger Weise bey den Ackerbau-trei— Awetdn win benden Gesellschaften das erste Vereinigungs— Dn btiht Gesetz gewesen. Hiermit war das Mein und Huun uu Au⸗ Dein auf Grund und Boden gebaut; es geschäh ergn firdas bloß, um diesen Unterschied wegen der Früchte „dndesen gewiß zu machen. Vertauschung des Ueberflus⸗ ublaz) dit ses an diesen Früchten gegen den Ueberfluß der 6 Hushaf Früchte des Nachbars, deren Gattung uns ab⸗ Iach di M. geht, ist eine natürliche Folge von dieser Ein— richtung; und folglich war Tausch-Handel das erste Gesellschafts-Band. Nichts desto weni⸗ gh Hl ger war das mercantilische Aufkäufer⸗Gewerbe, Iut„ ob es gleich nur eine Neben-Basis hatte, wel⸗ ah de che schlechterdings von der Bodens-Cultur ab⸗ hn hieng, außttdem du icht att 398 Achtes Capitel. hieng, so nöthig, daß es denen, die sich da⸗-ß mit befaßten, ein zuverläßiges Mittel zu ihrem Kaufn eignen Unterhalte gewährte. Wenn man Un⸗ wird in terhalts⸗Mittel nennt; so nennt man einen Ge⸗ auch winn, welcher in dem Lohne besteht, der dem doch il Dienste der Güter⸗Mittheilung zwischen den Völ⸗ Frahet kern gebührt. Neben den Ackerhau treibenden seuln Gesellschaften also konnten und mußten kauf⸗ denh männische Gesellschaften entstehn, so wie Ge⸗ dr traide⸗Böden und Speicher neben den Aerndten thafs. entstehen. Solchen Gesellschaften ist die repu⸗ ihn b blicanische Regierung angemessen. und zu So gar die Stütze und die Einrichtung sol⸗ ss ssen cher Gesellschaften enthielt schon einen Freyheits⸗ IId Mi Keim. In der That war die Basis ihres Un⸗ andeln terhaltes keine andre, als ihre Industrie, Kennt⸗ h niß der Wege zu den Sitzen des Ueberflusses und Cnuts⸗ der Nothdurft, und der Credit, den sie sich da⸗ o iß durch erwarben, daß man gewohnt wurde, sie zu sehn, und sie immer dienstfertig, immer in Er⸗ N füllung ihrer eingegangenen Verbindlichkeiten Ner De pünctlich wiederzusehn. Alle ihre Besitzungen den, bestanden in hier und dar zerstreuten und gehei— ö Hesand men Verschreibungen, in einigen Magazinen, in sch st Paßid- und Actid⸗Schulden, deren wahre Her⸗ huit⸗ ren und Eigenthümer gewisser Maäßen unbekannt u die sind, indem man nicht sagen kann, was davon aung bezahlet, und was noch im Rest ist. Aller Reich⸗ Wl thum im Kopf und in der Tasche ist so beschaf— senn fen, daß ihm die Suveränetät nicht beykommen amön kann, und er ihr folglich auch nichts überlas⸗ cht sen wird; eine Wahrheit, die den Regierungen in den der Agricultur⸗-Völker unaufhörlich vorgesagt Hißhyn und immer wiederholet werden muß, wenn sie ranctt sich mit so vieler Sorge und Mühe angelegen Iur eh seyn lassen, ihre Völler kaufmännisch zu machen, weil dj dieß DSDSDSISIS ——————.'IIIPIüI‚II— I„ die h, Muullhn Vam nunh an een b siht, ue x sschen den d Ruu,iberdn mnnjten kun „ so wie G den Lendin iist die tepy urichtuny sol⸗ yen duphats⸗ s hres In⸗ Usti, Hunt. Vefloses und se sch da⸗ wurde, sie wuntt in C⸗ Wdiddodteltet Distzungen un und gchei Nu it 1 M, His dabon r Iudeh . Uhshr I beyommen sichts ibah Rsietucge lich vuth Reht muß; 1 NI he mi 300 uh! W 11 V Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 399 dieß heißt, sich selbst zu plündern. Der große Kaufmann, der Negociant, der Wechsler, u. dergl. wird immer ein Republiks⸗Glied seyn. Sey er auch wohnhaft, wo er nur wolle, so wird er doch immer seiner Immunität genießen; einer Freyheit, die dem Wesen seiner hin und her zer⸗ streuten und unbekannten Güter anklebt, von denen wir bloß den Ort der Schreibstube kennen. Die Regierung würde ihm vergebens die Unter⸗ thans⸗Pflichten abnöthigen wollen: wenn sie ihn bewegen will, ihren Absichten beyzutreten, und zu Ausführung derselben mitzuwirken; so ist sie unausweichlich gezwungen, ihn als Herrn und Meister über sein Thun und Lassen zu be⸗ handeln, und ihn wirklich in ihr Interesse zu ziehen, damit er einen freywilligen Beytrag zum Staats⸗Einkommen thue. Dieß ist sein Wesen; und daß es so sey, daran liegt alles Mögliche. Die kaufmännischen Gesellschaften, die mit der Benennung von Factoreyen bezeichnet wur— den, und folglich aus natürlich freyen Wesen bestanden, die denn aber doch genöthigt waren, sich selbst Associations⸗ Depositen⸗ und Sicher⸗ heits-Gesetze zu machen, mußten sich deßhalb an die Suveränetät wenden, ohne die nichts vermögend seyn würde, in streitigen Haupt⸗ Angelegenheiten die Parteyen aus einander zu setzen, nichts vermögend, den Zustand des Publi⸗— cums und der Privat-Leute sicher zu stellen; aber an eine gemischte, und nach den Abwechselungen in den Profits⸗Gegenständen, in den unzuver⸗ läßigen Unterhalts-Mitteln veränderliche Suve— ränetät. Diese Suveränetäts⸗Art verträgt nur eine kleine Anzahl von Grund-Gesetzen— weil die Basis solcher Gesetze dauerhafter Bestand ist, 4⁰⁷ Achtes Capitel. ist, und bey einem solchen Besitz-Stande nur wenig Dinge von dauerhaftem Bestande sind. Dafür faßte sie hingegen eine desto größere Men⸗ ge von Policey-Verordnungen über einzelne Puncte in sich: denn weil sich hierinnen alles auf immer fortwährende, und nach Verschieden⸗ heit der Umstände sich ändernde Wirksamkeit gründete; so mußte aller Augenblicke für Ent⸗ scheidung der vorkommenden Fälle gesorgt, und es mußten die vielfältigen Ereignisse zur Ordnung, dem Haupt⸗Zweck aller Gesetzgebung, zurückege— führt werden. Hieraus folgt, daß eine solche Suveränetät nicht nur keinesweges eines einzi⸗ gen Hauptes bedarf, sondern daß sie auch nicht einmal ihren Sitz in einem einzigen Kopf haben kann. Nothwendig müssen die Theilhaber am Ganzen und an den Vortheilen der Gesellschaft selbst für die Instruction der Suveränetät sorgen und zu ihrer Thätigkeits⸗-Aeußerung mitwirken; dieß ist Republik: übrigens bedarf ein solcher Staat auch nicht beständig einer Kriegs-Macht. Wohlthätig gegen seine Nachbaren, und be⸗ schäfftigt zu deren Dienste, civilisirt er sie da— durch, daß er sie reich macht, oder, um uns besser und richtiger auszudrücken, daß er ihren Gütern zur Reichthums⸗Eigenschaft beförderlich ist. Eher noch hat er von feiner eignen Hoffart, der Frucht des Wohlstandes, alles zu befürchten. Aendert er sein Wesen, und erhebt er sich zur Herrschsucht: so wird er zu Grunde gehn; und zwar entweder durch sein Kriegs-Glück, wodurch er gar bald einen Beherrscher in seiner Mitte finden wird, oder durch Stöhrung oder Ent— weichung seines Handels, oder durch Nieder⸗— lagen im Kriege, die ihn, dieß heißt, sein klei⸗ nes Gebiet an der See, zur Provinz eines be⸗ nach⸗ —— Hahe nachbar Hande oberun mitlest cer N Landen wishen vetlit s M se de desto u Werden diostt, Mlller; V Ium d Wnn Pättige I e Dichtrie und do lnchrere schasten schtbefft Esselsch HI Ben Lihen un sudats! in ihtg ihte di Au erhch strkut,! Uuteihg Leyen, Oorden, L . Stuw 1 Dfard;. oũNo großen do uüber nnh hierinnen IlN uch erschiehe ide Dirksantl aablicke für Epn Hensoigt, ub ssczur drdun „ Rrückey daß eine solch ges einer ennzi ß sie auch nicht n Hof haben eilhobet am 10n. Hanttat sorger u0 witwirken; uf en sochet Hulrgs⸗Nacht Aun, und he⸗ ulitt tt sie ds⸗ oder, un uus I, daß er ihten Hast Hettderch n Hoffatt, u hflechtel. 10 sich ll achn; W 3luc, wodulh in sel n A Irobinz elts, I Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 40r nachbarten Staates machen: denn was den Handel selbst anlangt, so entwischt er aller Er— oberung und Unterdrückung, und wird ihnen mittelst des Gefolges und der Verpflänzung sol⸗ cher Menschen, die ihre Schätze in verschiednen Ländern zerstreut haben, unfehlbar immer ent— wischen. Je friedlicher demnach dergleichen precäre Völker leben, je thätiger und sparsamer sie in ihrem Wohlstande sind, desto nützlicher sind sie den Agricultur-Staaten, an die sie gränzen; desto mehr verdienen sie, diesen empfohlen zu erden; und desto mehr erfodert es das Interesse dieser, so fern sie wohl regieret werden, solche Völler zu begünstigen und zu unterstützen.— Dieß ist der Ursprung, die Basis und die Form der verschiednen Gesellschafts-Arten. Will man sie hiernächst von Seiten unsers gegen⸗ wärtigen Zwecks, der Bevölkerung, betrach— ten; so wird man finden, daß nicht mehr als dreyerley Gesellschafts-Arten bestehn können, und daß ihrer auch heut zu Tage wirklich nicht mehrere bestehen; nämlich Agricultur- Gesell⸗ schaften, kaufmännische Gesellschaften, herum— schweifende und barbarische Gesellschaften. Die Gesellschaften von der letzt-genannten Art haben alle Bande, durch die sie mit den übrigen Sterb— lichen verbunden gewesen sind, zerrissen. Sie sind als isolirte Gesellschaften zu betrachten, die in ihren Wüsteneyen sich selbst zerstöhren, die ihre Bevölkerung über ihre beschränkten Mittel zu erheben gar nicht fähig sind, hin und her zer⸗ streut, und von einem beynahe bloß zufälligen Unterhalte leben. Fürchterlich durch ihre Raube— reyen, wenn sie von ihren Bedürfnissen gespornt werden, ihre Kräfte anzustrengen und Ausfälls W. A. P. I. B. Ce aus —— 2 ö Ca Achtes Capitel. 0 aus ihren Wüsten zu thun, plündern und 155 berauben sie, wie von Rechts wegen, alles, nicht was ihnen vorkommt. Beute, die sich fort⸗ dust schleppen läßt, als Vieh, Sklaven, u. s. w. sind diest der ganze Profit, den sie machen können.— Dl Prisen auf der See zu machen, ist die Hebungs⸗ 4 Quelle solcher Gesellschaften, welche die See⸗ i0 f Räuberey als Handwerk treiben.— Haut und 06 Haar ünd die ganze Beute solcher Gefellschaften, 900 die bloß aus wilden und barbarischen Jägern aft bestehen.— Wer wahren Genuß von einer 1570 Eroberung haben will, der muß sich an den bist Grund und Beden hängen; dieß heißt, er muß N sich der producirenden Bearbeitung des Terri— Tutin toriums unterwerfen: was aber dergleichen hi Völker am liebsten haben, ist ungebundene Frey— irin heit. Sey indessen dem, wie ihm wolle; genug, h ihre Bevölkerung ist durch die unüberwindlichen ehth Gesetze beschränket, welche der Bevölkerung der bahe Wälder mit Wildprete die Gränze stecken. U eSegtihn⸗ Die Gesellschaften von der zweyten Art, ich Ifh ten sind bloß meyne die kaufmännischen, sind bloß ein Anhang var de Awirttur⸗ von den Gesellschäften der ersten Art, welches bernit Eeselschaften. die Ackerbau-treibenden Gesellschaften sind. sine Diese letztern Gesellschaften allein erzeugen und aul, i vervielfältigen die Güter, denen der Handel zu Ghhich. einem Tausch-Werth und zur Reichthums-Eigen⸗ rof schaft verhilft: denn wenn die Güter keine Reich⸗ ahm thums⸗Eigenschaft bekommen; so werden die Men— aahg schen weder den Willen, noch das Vermögen haben, Zurit sie wieder⸗aufleben zu lassen. Folglich sind diese Geshlch beiden Gesellschafts-Arten aufs engste mit einan⸗ daß st der verbunden. Landes-Cultur und Handel hrab haben eine unzertrennliche Ehe mit einander ge— Ren. Ve schlossen. Die Mutter ist zum Gebähren be⸗ wenn nt stimmet, kann aber nicht gebähren, so lange sie„»Etlb! nicht vbeches V ————ü—ü—üü— . 4 Hunden W Ris wepen, dt He, diessch sur Ien, u. s. x. sh achen konnen.— Aist di Hebundz Rdelche die Set Ku.— haut und scher Geselschafte, Rbatishen Nmn Genuß von eine nuß sch an de dieß heißt, er muß bijtun beb Atri⸗ ahe deglichen Imebundine Frey⸗ m wolle; genug, mnüberwindlichen Woölterunz det Iun dieäen. wedten Ut, ih 1 bleß in Mhatz asin Mt/ Wiche Gislschaft sil. allein ttitugen Id dmde und. Eigel⸗ Hilt Nuch⸗ Lhi ndie M cbe Fulch ich sud deh Mfs en gsi nit bn Cult ur und 5 uit einandu) um Geb hihreh 9 hlh Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 403 nicht befruchtet ist. Jedoch folgt nicht, daß dieses entscheidende Bild auf die Verbindung dieser verschiednen Gesellschaften eben so gut in Frankreich, als in Holland, angewandt werden könnte. So kann, zum Beyspiele, Frankreich in seinem Innern gewissen Handels-Stapeln oder Factoreyen wohl eine Freystatt gönnen; aber immer nur so weit, daß eine solche Freystatt nicht der Concurrenz-Freyheit des Auslandes zu nahe treten darf, weil gerade diese Concurrenz gänzlich zum Vortheile der der Nation gereicht, welche sich der Käufer und Verkäufer nie zu viel verschaffen kann. Jeder Agricultur⸗Staat muß freylich wohl zu Hause den landwirthschaftlichen Handel, den nöthigsten und wichtigsten unter allen, schützen: aber der Schutz, den er demselben angedeihen läßt, muß bloß in Sicherheit und Immunität bestehn; denn im Uebrigen wird bey diesem Handel der inn⸗ ländische Handelsmann alle natürliche Vortheile vor dem Ausländer voraus haben, indem letzte⸗ rer nicht so leichte Gelegenheit hat, wie ersterer, seinen Einkauf mit wenig Kosten, zur gelegensten Zeit, in der gelegensten Gegend, und in aller Gemächlichkeit zu thun, und seine Magazine wohlfeil und in der Nähe zu haben. Indessen haben die Agricultur-Gesellschaften, wenn sie auch so gar an der See liegen, doch immer des Zutrittes der Nachbaren, die zu Kaufmanns— Gesellschaften vereiniget sind, dazu vonnöthen, daß sie zu allen Zeiten zuverläßig den gangbaren Preis des allgemeinen Marktes mitgenießen kön— nen. Uebrigens hat es seine vollige Richtigkeit, wenn man sagt:»„Freyheit sey dermaaßen die „Seele des Handels, daß ihm ein Territorium, 88 von den Fahnen der Militär-Suveräne— Ce 2 vtät 0 0 4⁰⁴ Achtes Cavpitel. h „tät) wenn auch diese noch so gesetz⸗ und regel⸗ Wan „mäßig wäre, überschattet ist, schwerlich jemals nn z so günstig und beforderlich seyn kann, als die 5 „Municipal-Suveränetat, so sehr auch diese der 5 „Gefahr unterworfen ist, in Factionen auszu⸗ varten. Den Beweis hiervon giebt uns die Erfahrung so wohl zu allen Zeiten, als unter. allen Himmelsstrichen. Die mächtigen Kraft⸗ W Aeußerungen des Handels, die großen und hohen ö 10 Unternehmungen, die Vortrefflichkeit der müh⸗ 305 samsten Arbeit, und der Vorzug der Oekonomie h in diesem Puncte sind unfehlbare Früchte der ů 0 freyen, zur See händelnden Kaufmanns⸗Gesell⸗ schaften. 55 ö Was für eine Bewandtniß es jedoch mit ö 10 dieser Frage in Beziehung auf unsre gegenwärti⸗. 0 ge Materie haben mag, so muß sich doch un⸗ 0 streitig die zählreichste Bevolkerung rings um die n Kaufmanns⸗Gesellschaften her befinden; und man 90 0 kann da von dem Gedeihen des Staates aus huhn dem Umfange seiner Bezolkerung urtheilen. Aber Wnd geräde die Sparerey oder Haushältigkeit, welche 10 hier die Bevolkerung und den Wohlstand beför— 0 ll dern kann, macht in Agricultur⸗Gesellschaften 1016 alles zu nichte. Wir haben bewiesen, daß in n der natürlichen und unausweichlichen Ordnung 10 die Menschen bloß von Producten leben; und wan Verwandlung der Producte in Schätze ist die hnth einzige Operation, wodurch die ökonomische Mfih Maschine in Gang gebracht, und die Gesellschaft Luchre gebildet und dauerhaft erhalten wird. Ist es itith einmal dahin gebrächt; so werden, von Stund an, einige als Proprietäre, andre als Land⸗ laer wirthe, und die übrigen als industrisse Men⸗ Münlh schen bezahlet. Die Handels-Stapel sind der sch dr Sitz und Haupt-Markt der Industrie. Durch Menthe ihre DPDPIPIPIIee —*. S.———. . Hsch⸗ w st Wetlich inng N kin n. ale Tiun, als N ch dehn ai Nren aug on giebt uns di 50, als unte michtigen Kraft gros undhohn 0 bate Frl lhn dit Afim anns⸗ Hesell⸗ 6 6 foch mit nste Rihtuwartt⸗ j sch doch un⸗ 450 um die hd Maa Feschchastt lasn an VOrdnung Alba W sttz st R . Ktanorisce ͤel sccf qdasti 2 Verhälln. der Ausg. zur Bevölkerung. 43 ihre Sparsamkeit wachsen ihre Jonds; sie leben bloß von Regsamkeit und Thätigkeit: und da Arbeit und Geschäffte sucht; so strö⸗ men die Menschen schaarenweise dahin zusammen, um da ihren Unterhalt zu finden. Müßiggänger giebt es da nicht, 9et sie da keinen Unterhalt finden würden. Jedermann ist da zum Nutzen derer beschäfftiget, die ihm zu thun geben; außerdem würde die Basts seines Dienst⸗ und Arbeits⸗Lohnes, und folglich auch seines Unter⸗ haltes mit einmal wanken. So sehr aber auch dieser Zufluß, diese Arbeit und diese Bevölkerung dermaligen Wohl⸗ stand beweisen, so deutlich bezeichnen sie zu⸗ gleich den abhängigen Zustand derselben. Es sind dieß weiter nichts, als Geschäffts⸗Leute, die eine Menge Handels-Diener und Agenten bräuchen, und die so gut, wie ihre Untergebe— nen, von der Dauer und Größe der Profite ab⸗ hängen. Ueberdieß sehen wir auch, daß die Ausdehnung solcher Gesellschafts-Arten in sehr — Gränzen eingeschlossen ist: denn die Profite er bloßen Aufkäufer-Handels⸗ Wede kön⸗ nen nur kleinen Völkerschaften zur Bereicherung dienen. Die Handels-⸗-Concurrenz zwischen Amsterdam und Antwerpen hat sich nicht halten können; der eine Ort hat den andern zu nichte gemacht. Also konnen große Staaten bey den Aufkäufer⸗Handels⸗Geschäfften nicht bestehn. Solche Staaten müssen Verkäufer seyn. Dieß ist ihr Handel; und von dieser Art ist auch von je her der Handel großer Reiche gewesen, so lange in denfelben die Landwir chst haft bey guten Mitteln geblieben ist. In der That gründet. sich der ganze Aufkäufer⸗Händel bloß auf d die Agentur⸗Geschaffte zum Dienste großer Gesell⸗ Ce 3 schaften. 406 Achtes Capitel. schaften. Die Profite des Aufkäufer⸗Handels sind auch lauter Spesen, die von der Sache er⸗ hoben werden. Es ist ganz natürlich, daß ein jeder seine Geschäffte auf dem besten Markte, der nur möglich ist, zu machen sucht, und daß sich mit jeder Stunde neue Unternehmer melden, welche die Geschäffte zu geringerm Preise zu ver⸗ richten, und an den Kosten zu sparen bedacht sind. Folglich ist die Basis des Unterhaltes dieser Gesellschafts-Art nicht allein sehr unge⸗ wiß, sondern es machen sichs auch noch obendrein die Bemüͤhungen der Auswärtigen so wohl, als ihre eignen unabläßig zum Zwecke, diese Spesen zu beschränken. Diese Gesellschafts-Art ist da— zu genöthigt, daß sie ihre Spesen zu verringern sucht, damit sie nicht von diesem oder jenem um ihre Kunden gebracht werde: und da unter ihren Spesen die allerschwerste in der Anstellung der Menschen besteht; so ist sie selbst, ohne es zu wissen, oder wenigstens ohne es inne zu werden, ihrer eignen Bevolkerung zuwider. In der That, was bedeutete denn sonst ihre Sorg⸗ falt für die Canäle, für die Häfen, für die klei⸗ nen Lichter-Fahrzeuge zum Ausladen großer Schiffe, ihre Bemühungen zur Verbesserung des Takelwerkes, um der Kosten für Menschen-Arbeit überhoben zu seyn; was bedeutet, sage ich, das alles weiter, als daß es mühsame und immer fortwährende Folgen davon sind, daß ihnen die zu große Bevolkerung zuwider ist? Wollen wir auf diese Art die übergroße Menge der Bevölke⸗ rung in allen ihren Theilen näher untersuchen: so werden wir finden, daß sie an allen Orten ungern gesehen, und mit Nechte verworfen wird; und alsdann werden wir vielleicht begreifen, wie viel an Entdeckung der eigentlichen Wurzel der Be⸗ —.—..——— Waha Swdökerh hf Nusbat 9el n N die gah wisu ds Vallhy wüfenh. De! die Qucle und wos! Ausdehns recht kenn Ihrrpuget Hbeiheit! Ierha 10 N E M haben sihy Min in sudr v d dev hidür rcht vil tine siart st in Ge IM Wir o l luttr uachit ho Wigo Ind uatln nit so werden sie Iustun it; so f cben so q so vrui . ü Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 407 V Me Hah ue Eahe Bevölkerung, an der Kenntniß ihres nützlichen Umfanges, ihrer Gränzen, und ihrer wahren Nutzbarkeit gelegen war. Ach! bloß aus Man⸗ gel an diesem so nöthigen Studium ist bisher die ganze weite Welt beynahe nichts andres ge⸗ wesen, als ein Schauplatz von Irrthümern und Betrug, oder von Blutbädern, Elend und Ver⸗ wüstung. ö‚ Die Agricultur⸗Gesellschaften endlich sind Agticultut⸗ die Quelle aller Gü Bevolker„Gesellschaften je Quelle aller Güter und aller Bevölkerung; sind die Quelle und was letztern Punct anlangt, werden wir die aller Züter und Ausdehnung, deren sie fähig sind, nicht chertn ritlch, Ma heinynt; A„, u daß sh nehner nedg, a¹ yyise ur u I1 sene Hehach a Ain schr un⸗ Uh rochobndern n s vohh, d E, dist Epese Hofts⸗Art s ho⸗ su Emgern Noor uen um HD mn ihten Muelunz der , ehne es u um weden, NWan. Y d eun irt Cerh Iin, füt de fli Wuldden großt Duescunj de IAtdet IR sin icy dis van id immtt , dei ihten- s Vollen angt det Dedil n uutersucht an allen I eroffnti at bateisez dlichn Hah u * 0 recht kennen lernen, als bis der Mensch völlig überzeuget seyn kann, daß er durch die Wohl⸗ habenheit selbst bis an die äußersten Schranken des Ackerbaues, der Fruchtbarkeit des Erdreichs, und der Ergiebigkeit der Natur gelanget sey. Wir haben aber mit Entwickelung der Grund⸗ sätze, die in den vorhergehenden Capiteln enthal⸗ ten sind, unsre Zeit sehr übel angewandt, wenn der Leser noch meynen kann, daß es weiter nichts bedürfe, als recht viel Aerme zu rühren, um recht viel Unterhalt zu gewinnen, und folglich eine starke Bevölkerung zu bekommen. Vielmehr ist im Gegentheile die Cultur eben so anzusehn, wie wir oben den Handel ansahn; ich meyne, als lauter unumgönglich nöthiger Aufwand, welcher von der Sache, das ist, vom Ertrage, weggenommen wird. Der eigentlich nützliche und natürliche Punct ist, daß wir der Sache mit so wenig Kosten, als möglich, habhaft zu werden suchen: und da unter diesen Kosten die Anstellung der Menschen zur Arbeit das lästigste ist; so erfodert das Interesse der Landwirthschaft eben so gut, wie das Interesse des Handels, daß so wenig Menschen, als möglich, gebrauchet Cec 4 werden, —.——.— 40⁰8 Achtes Capitel. werden, um gleichen Ertrag zu erlangen. Eben die kluge Sorgfalt, die der Handelsmann auf Schiffe, Takelwerk, u. s. w. wendet, um einer⸗— ley Frachten mit weniger Menschen-Kräften zu bestreiten, muß der Ackermann auf Wirthschafts— Geräthe, Arbeits-Vieh und allerley andre Hülfs⸗ mittel wenden, die ihn weniger kosten, als ihn der Unterhalt des Menschen kostet, um die näm⸗ lichen Arbeiten zu verrichten und die nämliche Fruchtbärkeit zu erlangen. Es findet sich aber zwischen dem Ackerbau und dem Aufkäufer⸗Han⸗ dels⸗Gewerbe ein wichtiger Unterschied, welcher darinnen besteht: je größer der Profit ist, den die Landwisthschaft unter Verminderung der Menschen⸗Arbeit macht, desto mehr gereicht dieses Ersparniß zum Nutzen der Bevolkerung; desto mehr nimmt der reine Ertrag oder das Einkom— men zu; desto mehr giebt es jährliche disponible Schätze. Nun lassen sich aber diese Schätze nicht anders genießen, als durch den Dienst der Menschen: je mehr wir also Einkommen haben, desto mehr müssen Menschen seyn, die dieses Einkommen genießen können; da hingegen der Handelsmann an der Anstellung der Menschen zur Arbeit bloß spart, um zu wohlfseilerm Preise verkaufen, und mit seinen Diensten die Con⸗ currenz andrer von seines Gleichen zuverläßig aushalten zu können. Der Manufactur-Inn⸗ haber bedient sich so ziemlich gleicher Hülfsmittel. Er verlangt,(bloß aus Irrthum und Mißver⸗ stande,) niedrigen Preis der Unterhalts-Mittel zum Nachtheile der Einkünfte des Territoriums, um dadurch desto größern Profit von der Arbeit seiner Fabricanten, bey geringerm Arbeits⸗Lohne, ziehen zu können. Hat x „ Geht Hat oird ma Muscht Hehn dpnt 11 0 pufttt Eilom vid ul ommee Masshe her Mde R es Dien M zugle α Modt Runzer Hifgerhng l Ihe Ordnun Uumenst ausveit Ief e vor lach in udwir Rrie z I Rlagt ve sande odenu a a und dir n s Oahnun lnn k andtesnann y lldet, um ein Hen, Kriftn f Vithschast ih andre Hüs lisien, als i 3, un dit nan à ur nänlch ndet sich dln Nftiufet⸗hn krschith, veche Moft, ber tuundenug der dieses Hrung, desta u Einkom⸗ sche Disponible dise Schße di diens did enwen Haben, hn, die discs di hingtym de 10 Re Mouschn rahhthan rst Nynsim de Lons hn Ribelißi Humsurtdt⸗V⸗ WHilfsmit ind Mii⸗ umhalts⸗ Moa 7 V 13 Tertitertunz jt von der Ium V Whtseaht Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 409 Hat es denn aber nicht seine Richtigkeit, wird man vielleicht noch einwenden: je mehr Menschen da sind, und je niedriger der Preis ist, zu dem sie ihre Arbeit und Dienste anbieten, desto mehr wird an der Verminderung des Dienst⸗ und Arbeits⸗Lohnes bey der Landwirthschaft profitiret; desto mehr reiner Ertrag oder Güther⸗ Einkommen wird daraus bezogen; desto mehr wird noch überdieß an dem Genusse dieses Ein⸗ kommens von der Wohlfeilheit des Dienstes der Venschen, die dazu gebrauchet werden, so wie der Arbeiten und Werke der Industrie gewon— nen?— Nehmen wir eine solche Verringerung des Dienst⸗ und Arbeits⸗Lohns an; so müssen wir zugleich auch Verringerung der Consumtion der Producte von guter Valuta, und folglich Verringerung des Preises dieser Producte, Ver⸗ ringerung des Einkommens, und Verringerung des Einkaufens der Werke von Hand-Arbeit annehmen. Dieses alles ist an eine physische Ordnung gebunden, welcher die Gierigkeit und Unmenschlichkeit der Reichen nicht ungestraft austeichen können. Diese Scheidung des Privat— Interesse ist schon in den vorhergehenden Capi⸗ teln vorgestellt worden; sie wird und muß auch noch in den folgenden, worinnen wir von der Landwirthschaft, vom Handel und von der In⸗ dustrie zu reden haben werden, wieder in Er⸗ innerung gebracht, und dem Leser vor Augen gelegt werden. Für itzt lasset uns zu den Gegen⸗ ständen kommen, von denen die Bevölkerung ge⸗ radezu angegriffen wird. lus dieser ersten Darstellung der Wurzeln und der Maäße der Bevölkerung haben wir so Die Bevölke⸗ rung ist selbs ihre eigene eben ersehen, daß dieselbe in der anscheinenden Feindinn. Ordnung, die sich gleich anfänglich zeigt, selbst Ce 7 ihre 41⁰ Achtes Capitel. ihre eigne Feindinn ist. In der That hat der Mensch, wenn wir ihn in seinem ursprünglichen Zustand ansehen, in Hinsicht auf die Vielfältig⸗ keit und immerwährende Fortdauer seiner Be— dürfnisse so viele Sorge und Müh anzuwenden, so viele Arbeiten zu verrichten, und so viele Lasten zu heben, daß er unabläßiger Hülfe be⸗ nöthiget ist: und da er sich bloß von seiner Familie helfen lassen kann; so ist es ganz natür⸗ lich, daß er, auch ohne irgend einen andern Reiz, welcher ihn zu seiner Vermehrung an⸗ treibt, vom Anfang an wünscht, sie an Anzahl zunehmen zu sehn. Er wird also zu den Seini⸗ gen sagen: wächset und mehret euch, meine Kinder; wir wollen uns zu⸗ sammen⸗halten, und wollen einander zu Bestreitung unsrer Bedürfnisse gegenseitig helfen. Wie nun gleichwohl die Familie zahlreicher wird; so nehmen auch zugleich ihre Bedürfnisse immer mehr zu: und nun werden die Gränzen des Territoriums weiter gesteckt. Unterdessen hat eine andre Familie, auf ihrer Seite, gleiche Fortschritte gethan, und sich gleicher Maäßen weiter ausgedehnt. Endlich müssen die beiden Familien an einander stoßen; und nun entsteht ein Krieg, dessen Ur— sache die Noth ist. Krieg ist unstreitig das ruinöseste Uebel für die Menschheit, folglich auch für die Bevölkerung. Doch wir müssen uns, auch selbst bey diesem Puncte, sehr in Acht nehmen, daß wir uns nicht vom äußerlichen An⸗ scheine täuschen lassen. Das Morden, eine natürliche Gebehrde des Krieges, ist offenbar seine schrecklichste Plage gegen die Bevölkerung. Todtschlag zieht den Tod nicht nur eines Men⸗ schen, sondern auch der Nachkommenschaft desselben Mh ssebben u mittahtd Haftig l der Debll tint g Regcbe D die einan vun Rech cusen ꝛ schlosen denl elst hallen 30 sch bithe ie I Zen henz di ttebt, sek Wbrrfaaß dugt 6 Mbaten Maeot Auhe ge gehabt! ½2nss Hehr Du Ei soll, de Lomman bremmn die Uu lin c Alhiy urhrintz die defftz ur seiter A. emuwebn Und so vicl lgtr Hülfe. 0f von seint t5 genz nitir⸗ Dalhen andert umchrung an⸗ st en Michl Iu den Euni⸗ sehtet tuch, iH uns zu⸗ ehtender Hütfnisse glichwohl Ihmen auch M und witt mit zunl, ritte gethnr, uushechnt an ehzander 6/ dsen ll. uutrati das falhlch auch ylsen uns, scht in M Asetlchen d Rerden, eit Iis ostbr Vuoilkeunz ut eintt Nu. Hennnst ⁰ oasso — Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 411 desselben nach sich; und dennoch wird der Krieg mittelst Verkürzung der Unterhalts-Mittel wahr⸗ haftig entvölkernd durch die übergroße Menge der Bevölkerung selbst. Wir wollen dieses durch eine gänz einfache Induction, die wir aus dem gegebenen Beyspiele schöpfen, beweisen. Wir haben nun da unsre beiden Familien, die einander im Wege stehen. Ich setze, wie von Rechts wegen, voraus, daß sie in diesen ersten Zeiten in gleichem Grade beherzt, ent⸗ schlossen und einig seyen. Unstreitig wird in dem ersten Anfalle die zahlreichste den Sieg be⸗ halten; die andre wird sich zurücke ziehen und sich verbergen müssen. Nun nehme ich aber an. daß die letztere gewohnt ist, von ein wenig Reis, um Beyspiel, und von getreugtem Fleische zu leben; die andre hingegen, die den Ackerbau treibt, sieht sich, da sie Zucht-Vieh hat und an Ueberßluß gewöhnet ist, so bald der Feind die Flucht genommen hat, genöthigt, zu ihren Arbeiten und Geschäfften zurücke zu kehren. Angenommen nun, daß sie eine Jahres-Zeit der Ruhe gewählt, daß sie ihren Proviant bey sich gehabt und ihre Vieh-Heerden mitgebracht hat, so müssen sich letztere ausdehnen, um Weide zu haben. Auf einer andern Seite bleiben die Fel— der und die Häuser ohne Schutz; der wilde und hitzige zeind bricht aus seinen Zufluchts-Oertern hervor, und plündert alle jene zerstreuten Güter. Der Sieger weis nicht, wo er zuerst hin eilen soll, dem Feind abzuwehren; ehe er zur Stelle kommen kann, flieht der Feind, und hinter ihm brennen die beraubten Wohnungen. Nun ist die Wurzel des Lebens-Unterhaltes abgehauen; ein jeder sondert sich ab, läuft nach seinem Hause, ——— 412 Achtes Capitel. Hause, um es zu vertheidigen, und kömmt dar⸗ über einzeln ums Leben. 98. Wolfrs* Diese Probe von einem, aus dem Kleinen zum Kriege be- genommenen Beyspiel ist hinkänglich, uns zu der Menhden⸗ äberzeugen, daß die Kraft einer Nation zum Krie— Menge, son, ge nicht auf der Menschen-Menge, sondern auf Unteroalrt, den Unterhalts⸗Mitteln beruhe. Soll es nun Mitteln. an den Unterhalts⸗Mitteln nicht fehlen; so dürfen die Leute, welche diese Mittel verschaffen, nicht von ihrer Arbeit abgehalten, sondern müssen, um ihren Geschäfften in Sicherheit obliegen zu konnen, durch disponible Leute geschützt werden, deren Thätigkeit nicht anderwärts unentbehrlich ist. Sollen nun diese disponibeln Leute auch, wie sich's versteht, ernähret werden; so muß der Landes⸗Ertrag einen Ueberschuß über das abwerfen, was die Landwirthe selbst verzehren müssen: und dieser Ueberschuß ist das, was wir Einkunfte nennen. Mithin hängt die militärische Kraft und Macht der Völker von der Quantität der Ein⸗ künfte, dieß heißt, von der Quantität der Schäz⸗ ze ab; und dieß um so mehr, da die Bevölke⸗ rung selbst nur mit den Schätzen im Ebenmaaße stehn kann, indem, wie wir in den vorherge— henden Capiteln bewiesen haben, bloß die Ver⸗ wandlung der Unterhalts-Mittel in Schätze mit⸗ telst des Verkaufs Werthes vermögend ist, die ganze und vollständige Reproduction der Unter⸗ halts⸗Mittel, welche Schätze zu werden bestim⸗ met sind, zu bewirken. Diese Reproduction ist der wesentliche Zweck der politischen Oekonomie oder Staats⸗ Wirthschaft bey gut regierten Völkern. Deßwegen sind Kriege zwischen gesit· teten Völkern schwieriger und fürchterlicher, als zwischen barbarischen Völkern; ob sie gleich bey jenen Babal en duf und traut dad D verlahem Keitz A dett ur tt sid do fühten; summtts Nerrodte den Wree det derK unfiht nah, We un Sih Mö. W , h rdnung un wuche uu d Ne völteunz mien hat Kriege a ren Gest bracht x tigfet, men, i. . W fünny, us den Aln nalh, un Lation zunRy e, sondern ai Lol es un sthlen;so düͤn keshaffen, nih e sordern müse het oblieger z heschůtt wede, 15 Menthchrlich ehn Leut auch, Wpte nuß schuß ibet das bs huzehren 9u/ was wir Maft Ind uttit det Ei⸗ unit du Shi⸗ d6 die dallk⸗ nid Ehennath I den torherg⸗ bloß de Het⸗ Iu Shiz: Mit amozedd it, die Aion det Uutet⸗ belden isth Raptoductih Ischen Dekenogt dut rin 0 Woishe 0 fütchterbcht/ W ö 10 ob si Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 413 jenen auf den ersten Anblick nicht so schreckhaft und traurig sind, wie bey diesen. Und warum das? Deßwegen, weil jene unendlich mehr zu verliehren haben. Bey diesen erschüttert ein Krieg nur erste Gesellschafts⸗Anfänge, und plün⸗ dert nur Wüsten und Einöden. Bey jenen läßt er sich bloß durch Schätze unterstützen und aus⸗ führen; er vernichtet die Schätze, die dazu be— stimmet sind, daß sie den Völkern, welche zur Reproduction der Schätze gebrauchet werden, den Unterhalt verschaffen sollen. Alsdaunn scha⸗ det der Krieg durch Rückschlag, welches der al⸗ lergefährlichste Unfall ist. Wir erstaunen unge— mein, wenn wir sehen, daß sich Gegenden, die der Sitz des Krieges gewesen sind, aus ihrer Asche wieder so stark erheben, als sie vorher wa⸗ ren, da hingegen Länder, die bloß von der Un⸗ ordnung in den Ausgaben getroffen worden sind, welche in der Reproduction angegriffen waren, lange Zeit, und manchmal auf immer in Ent⸗ völkerung und Unfruchtbärkeit schmachten, Spa⸗ nien hat vor zwey hundert Jahren wüthende Kriege außerhalb seines Bezirkes geführt; es hat sich durch dieselben erschopfet; sein Territorium ist wüste und entvölkert worden, und es ist noch bis itzt wüste und entvölkert. And was für ei⸗ ner Ursach hat man eine so plötzliche und so dauerhafte Veränderung beygemessen?— Der Trägheit seiner Einwohner, ihrer Begierde nach dem Golde von Peru, und ihrer Auswande⸗ rung. Kurz, man sieht nicht ein, da die Ein⸗ wohner gedrückt, ihrer Schätze beraubet, in ih⸗ ren Geschäfften gestöhrt und außer Fassung ge⸗ bracht worden, daß die Bestürzung, die Unthä⸗ tigkeit, die Enthaltung von jedem Unterneh⸗ men, und das Wegziehen aus dem Lande die natür⸗ 4¹⁴4 Achtes Capitel. natürlichen und unausbleiblichen Folgen eines solchen Unglücks sind. Die Schädlich⸗ Ein ächter Staatsmann muß demnach die 1155 Sehen Calamitäten des Krieges hanuptsächlich von Sei—⸗ seiner ökonomt ken seiner ökonomischen Widerwärtigkeiten be⸗ wärtireiten trachten. Daraus folgt, daß jede Stöhrung anzusehn. der ökönomischen Ordnung an und für sich ein heimlicher, aber schneller und unfehlbarer, ab⸗ scheulicher und grausamer, wider die Mensch— heit geführter Krieg ist. Hiervon wird uns die Folge unsrer Untersuchung über diesen interessän⸗ ten Punct noch umständlicher belehren. rn. ver⸗ Lasset uns zurücke kehren, oder besser zu sa⸗ Dir unterhate⸗ gen, lasset uns den Compaß auf einer mühsamen, Mitrel zu ver⸗ und mit Klippen der Vorurtheile übersäeten Fahrt be dem un⸗ keinen Augenblick aus dem Gesichte verliehren. zer⸗Tode wei⸗Freylich ist es dem natürlichen Rechte, der Mensch— hen. lichkeit, und der unverbrüchlichen Pflicht gemäß, die Anzähl unsrer Neben-Menschen zu vermehren: es würde aber auch unmenschlich seyn, sie erst gebohren werden zu lassen, um sie hernach dem langwierigen Todes⸗Kampfe des kläglichsten Elendes, oder den Strafen der Gesetze preis zu geben. Gleichwohl ist dieses das Schicksal, welches wir den Menschen unvermeidlich zube— reiten, wenn wir sie durch irgend eine andre Be— mühung, als durch Sorge für die Vermehrung der Lebens-Unterhalts-Mittel, zu vermehren suchen. Wenn ein bemittelter oder wohlhaben— der Privat-Männ Heirathen in seiner Gegend stiftet; so ist dieses ganz gewiß ein erbauliches, gutes Werk, das auch in so fern zu einem gu⸗ ten Beyspiele dient, in wie fern er Wesen, die dazu gemacht sind, sich auf gesetzmäßige Art zusam⸗ men zu fügen, dem Entbehren⸗-müssen oder der Unzucht entreißt. Reicht indessen das Opfer, wel⸗ hl velches d der erseh die Dert gar bald sen Hlhe wolen, Etaße erbattt, tiglchts 1 wurden mit eil⸗ nz eynte, Wsammre um er f f Hruln lsttge Iun, M Awendtt doc iin hawirtt Melscht oso ein Hardur Heselsch ferse: daf st f salt hen Sanal hri y chen, x hizen Rnatirlch Hrastholt ie M Ion wird uns e hiesen Hhetsn llehren Ret disu i sr Hr nühemen, Ihsiun ghtt schtr Rerleehren. .r de Mensh⸗ Michtgenaß, uuwunchten: 0 Uir de us mac dn dis klglchin Gestze Reis z N ecl, wemoblh gibe eiheetdeBe Hanchtütg I, vnhten ahr chhibes Inn Gd in ebulchh ii eeg n i Vi,N mißi Rip nisa dal dessn I Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 415 welches der Geber bringt, bloß zu Bestreitung der ersten Kosten häuslicher Niederlassung für die Verehlichten dergestalt hin, daß sie damit gar bald ihren eignen geringen Kräften überlas⸗ sen bleiben; so täuscht er sie, ohne es selbst zu wollen, und bringt sie auf die unvermeidliche Straße des Elendes, welches ihrer in kurzem erwartet, wo fern sie nicht irgend ein ander tägliches und immer wieder auflebendes Mittel zu ihrem Unterhalte finden: in diesem Falle würden sie sich wohl eben so nützlich ohne ihn mit einander verheirathet haben; und dann ist sein Zutreten weiter nichts, als eine gut-ge— meynte, aber demüthigende Sorge, die Leute zusammen zubringen. Legt er hingegen, in— dem er sie zusammen verheirathet, im Ganzen den Grund zu ihrer Häushältung und zu ihrem künftigen Unterhalte; so ändert die Guts-Por⸗ tion, die er zu dieser freygebigen Versorgung anwendet, ihren Eigenthümer: da dieses aber doch keine Vermehrung der Unterhalts-Mittel bewirkt; so wird es darum nicht einen einzigen Menschen mehr, als vorher, geben. Wenn also eine Regierung und eine Nation de gleichen Handlungen als nützlich und fruchtbar für die Gesellschaft betrachten; so irren sie sich aufs äußerste: denn sie sollten vielmehr beseufzen, daß sie sich zu einer solchen unfruchtbaren An— stalt heruntergesetzt sehen, die von je her das Signal des Verfalles gewesen ist, und sollten in ihrer eignen Mitte den nagenden Wurm aufsu⸗ chen, der sie zu einer solchen unächten und un⸗ nützen Speculation erniedrigt, da hingegen, dem natürlichen Hange gemäß, alle gesunde und kraftvolle Völkerschaften so wenig genöthigt sind, die Menschen zum Heirathen zu bereden und auf⸗ zumun⸗ Sollen Arbeit Um aber diese Ard 416 Achtes Capitel. zumuntern, daß sie vielmehr immer eher durch das Uebermaaß ihrer Bevölkerung in Verlegen⸗ heiten gekommen sind. Gewhrt man auf der andern Seite dem Vater, der eine Anzahl Kin⸗ der aufzieht, Immunitäten und Privilegien; so handelt man hiermit dem natürlichen Rechte ge⸗ mäß, welches uns sagt: dieser Vater bezahlt der Gesellschaft ein Contingent, welches stark genug ist. Pauperes satis lipendii penderent, Ii liberos educarent(6). Aber selbst aus die⸗ ser Handlung der Gerechtigkeit, die vielleicht als Gegenstand des Wetteifers beträchtet werden konnte, muß man sehn, daß der Natur die größ⸗ te Gewalt wiederfahren ist, wenn man den Men⸗ schen das Vater⸗werden zum Schrecken gemacht hat; und daß das wahre Mittel, sie wieder in ihre Rechte einzusetzen, kein andres ist, als den Vätern die Kräfte zu lassen, daß sie ihre Kin⸗ der erziehen können, und es dahin zu bringen, daß sich ihnen eine reelle Aussicht in der Zukunft Arbeit und Arbeits-Lohn für sie zeigt, wann sie im Stande seyn werden, zu arbeiten. eit und dieses Arbeits⸗ und Arbeits⸗ 4— 4.— Lohn ausfindig zu machen, müssen wir auf un⸗ Lohn den Men⸗ ö schen gewiß sre Grundsätze zurücke kommen: wir müssen die eyn; so müs ö en die Schäze Schätze zu vermehren suchen. Und sollen hier⸗ sen die Schätze ö ö— 7 vermehret wer⸗ zu die Mittel ausfindig ge den. macht werden; so müs⸗ sen wir aus den ersten Zeit⸗-Altern der Gesell⸗ schaft heraus gehn und die Repartitions-Ord⸗ nung der Unterhalts-Mittel sehn, welche wir in eine den Diensten und Arbeiten der Menschen angemessene Lohns-Ordnung, kurz, in eine sol⸗ che Ordnung verwändeln müssen, wie sie die Tabelle darstellt. Da wird alles von der Er— ö de, T. LIVius. Hchi de/ die lagen zu wendin! arbeiteh Vodnoh bar/ M Hrost, Eann. 6 shm d ihr sine muß det zeht, sn. 9 ung geb herzieh. aher kot Isein L Mashube rsthe se. Do ls de R Hht det solche V Vefaufs hlit, ein lafuß u Um a W wgte in den erfn biekn sh die Eons rweitern bersehret EN m Wial i EIN Hahrt man 10 K Iud ripilgin Uütlchen Aechte h ast Vutn bejah hent, wischeg san — 9 Ipeuli peuceren Iee selbst aus d⸗ Kit, die vitlacht Sbetrachtet wdg „ Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 417 de, die von denen befruchtet ist, welche die Aus⸗ lagen zu den Benutzungs⸗-Unternehmungen dran wenden können, bezahlet oder besoldet. Diese arbeiten nur und lässen nur arbeiten unter der Bedingung, daß das Arbeits-Lohn unmittel⸗ bar, oder wenigstens mittelbar, und zwar mit Profit, aus dem Lohne selbst wieder aufleben. kann. Soll nun diese Hoffnung so gegründet seyn, daß der Landwirth dadurch bewogen wird, ihr seine Auslagen zum Opfer zu bringen; so muß der Verkaufs⸗Werth der Producte, die er zieht, durch beständige Gewohnheit gesichert Nauude seyn. Auf diesen Werth ist seine ganze Rech⸗ un min Ae nung gebaut. Die Hoffnung, die sich entgaht verzieht, ängstigt das Herz: wenn's al, st Hlte in aber kömmt, das man begehrt, das H N, Als den f sh hre Kin⸗ ahin Ndrwgen, Ai du Züt 1 h de MMR Weih u d auf u⸗ V tl ais 4 ist ein Baum des Lebens(0. Nach Maaßgabe dieser Hoffnung oder Rechnung sthätzt er seine eigne Arbeit und das Lohn seiner Gehül— fen. Dieser Werth hat kein ander Fundament, als die gangbare Consumtion. Äuf solche Weise geht der Aufwand vor der Cultur vorher; auf solche Weise erhöht ein 9—.3 r Aufwand den Verkaufs⸗Werth, und erweckt eine stärkere Ar⸗ beit, eine stärkere Frucht⸗ Gezrnsdi, mehr Ue— berfluß und mehr Lebens⸗Unterhalt. Um also mehr Menschen zu bekommen, muß um mehr Men⸗ I o h ö ahe ben der Aufwand derer, die schon da sind, keines onm u be⸗ ER, Mu Net Gtl 2 weges eingeschränkt werden, wie sich dieses, auf man die Con— NWrtilus-— den ersten Blick angesehen, als rathsam d 2 1 an 26 V re 7 Ah wulche ut bieten scheint; vielmehr muß man im Gegentheile gern sondern Hn det N Wast die Consumtion der Producte von hohem Preis Walnenr er⸗ MIad E W 5 kulzn nin erweitern und befördern. Denn je mehr davon—* Isen, wi I verzehret wird, desto stärker wird die Nachfrage alles vot dar⸗ 0( Spr. Salom. 13, 12. M.. P. 1. d. Od 418 Achtes Capitel. darnach; desto sorgfältiger wird der Erdboden bearbeitet; desto mehr Schätze oder Producte vom besten Werthe werden gewonnen, und desto mehr nimmt die Macht eines Staates zu. Je mehr man hingegen die Menschen nöthigte, sich zu ihrem Unterhalte mit Producten von gerin⸗ gem Preise zu begnügen, und je mehr die Erde angewandt würde, dergleichen Unterhalt zu lie⸗ fern, desto mehr würde das Einkommen zu nich⸗ te werden; desto mehr würde die Bevölkerung abnehmen, und desto mehr würde der Staat sei— ne Kräfte verliehren. Mit einem Worte, die Bevölkerung hat ihre Gränzen, welche ihr von dem Umfange der Unterhalts-Mittel oder Schätze gesetzt sind; und bloß durch Anwachs der letztern kann die Be— völkerung anwachsen. Sollte die größte, in ei⸗ nem Staate mögliche Bevölkerung unterhalten werden; so muß sie den darinnen jährlich wie⸗ der⸗auflebenden Schätzen, und dem Arbeits⸗ Lohne, welches diese Schätze dem gemeinen Vol⸗ ke gewähren können, dergestalt angemessen seyn, daß dasselbe, nach Maaßgabe seines Standes, seine Consumtion über die verschiednen Gattun⸗ gen von Lebens⸗Mitteln ausdehnen kann, deren Werth durch diese Consumtion unterhalten wird. Der blinde Geiz pöbelhafter Menschen kann es freylich nicht begreifen, daß Vermehrung des Arbeits-Lohnes, welches er zu bezahlen sich ge⸗ nöthigt sieht, wenn übrigens alles andre bleibt, wie es bisher gewesen ist,— daß Erhöhung des Lohns, sage ich, Beweis, Ursach und Wir⸗ kung des Anwachses der Einkünfte sey. Die Menge der Menschen ist allemal da zu groß, wo ihnen die Arbeit und das Arbeits- Lohn, Naho vͤhn, gewissen nicht ge großtt gering. hloß N. rungs fonnte 95 dit tir drd den im Erdbirn Buchte finste u uporti Hltden i zm She ohles, schi, die un Wt berncht Vinsche Volles olle, hates lhkit se Hepns vuninft glich „Dush 00 K0 (986 U men vormn Olcon N. ri E Ehiht ehn Iuan dynnen, n 0 ehatt.) luthn nihgt, 0 Iudun vun hun n rcht d Ei aden luunhalt ul eilennm u nt irdt hi deileau rine hr Euts t Baullu hal uin nin dr d und Famn die B⸗ V gristt in ei 2ung uthaten mnen jihtbch vie⸗ d din Mͤeit um nenen du⸗ angemesen shh sints Eterdeh schtbnen Hattur Dehnen Lumn, Hert unterhalte wyidd. Nann kumn vntheng d Igchlen sch 5 Iales andte lch, d0i Ethihuß „i un rhünfte sh⸗ ———————————— Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 419 Lohn, welches sie brauchen, wenn sie in einer gewissen Art von Wohlhabenheit leben sollen, nicht gewährst wird. Wenn also wegen gar zu großer Menschen-Menge das Arbeits⸗Lohn so gering und so eingetheilt wäre, daß sie dabey bloß die unentbehrlichste Nothdurft an Nah— rungs Mitteln vom niedrigsten Preise genießen könnten; so würde, nach Maaßgabe des Abgan⸗ ges der Consumtion, der Verkaufs-Werth gu⸗ ter Producte sinken. Man würde den Erdbo— den im Land überall mit türkischem Korne, mit Erdbirnen oder Cartoffeln, mit Turnipsen, mit Buchweizen, u. d. gl. bedeckt sehn. Die Ein— künfte und das Arbeits⸗Lohn würden in gleichen Proportionen herunter sinken, und die Menschen würden noch unglücklicher werden,— immer zum Schaden der Einkünfte und des Arbeits- Lohnes, und zur Abnahme der Bevölkerung selbst, die weder bestehn könnte, noch durch ih⸗ ren Aufwand die Einkünfte wieder herzustellen vermöchte. Der große Fürst, der seine guten Wünsche und Absichten für das Glück seines Volkes mit den Worten zu Tage legte,„er „wolle, daß jeder Bauer sein Huhn im Topf „hätte(D, bewies damit eben so sehr die Rich— tigkeit seines Verstandes, als die Güte seines Herzens(). Wenn Gierigkeit fähig wäre, vernünftige Absichten zu heegen; so würde sie gleiche Sprache führen, und sagen:„mein „Wunsch und Wille ist, daß meine Untertha— Dd 2 vnen ( König Heinrich der Vierte von Frankreich. ( So wie es Unverstand und nichtswürdige Boshelk des Herzens verräth, den Landleuten das Aufkom⸗ men zu besserm Wohlstande zu mißgönnen, und sie daran, es sey nun durch gewaltthätige, oder durch chicanöse Mittel, hindern zu wollen. U. ——— 4²2⁰ Achtes Capitel. Inen gutes Brod von reinem, ungemischten »„Weizen zu essen haben, und die Kleyen den „Schweinen und Pferden überlassen; daß sie in „Wolle gekleidet, und ihre Kleidungsstücke gut v„ Und vollständig seyn; daß sie Schuhe, und we⸗ „nigstens Halb-Stiefeln haben; daß es ihnen „nie an Feuerung fehlen, daß sie Fleisch zu ver⸗ »„zehren, Wein oder andre gute und stärkende „Getränke zu trinken haben sollen(D. Es muß nihnen (— Die Armuth der Landleute in Frankreich ist von lan⸗ gen Zeiten her so unbeschreiblich groß gewesen, daß es jedem Ausländer, ber in einem andern Lande ge⸗ bohren und erzogen war, und der eine getreue Schil⸗ derung davon hörte, oder gar selbst Augen⸗Zeuge davon war,(wie z. E der schändliche Apostat Ar— thur Young laut seiner Reisen durch Frank⸗ reich,)— immer unbegreiflich vorkommen muß, wie es noch so lange währen konnte, ehe es mit der Verzweiflung der Menschheit in Fränkreich zu einer so schrecklichen Explosion kam, wie der endliche all— gemeine Ausstand vom J. 1789 wirklich war. Es mußte damit schon vor des menschenliebenden Kö⸗ nigs Heinrich des Bierten Zeiten sehr weit gekommen seyn, da ein Huhn im Topfe des Bauers schon eine große Seltenheit, und das höchste Ziel war, wohin es dieser edelmüthige Fürst mit dem eben so pflichtmähigen, als angelegentlichen Bestreben, das Glück seiner Unterthanen zu bauen, kaum zu bringen hoffen durfte; da er dieses, dem Ansehen nach gar nicht hoch gesteckte Ziel zu erreichen nur wünschen konnte. Wie kläglich mußte es nun vollends in den neuesten Zeiten nach lauter verschwen⸗ derischen Regenten seit Heinrich des Vierten Tode, da die Fisealitäts⸗Schinderey der Terray, der Calonne, der Brienne, der Necker und ih⸗ res Gleichen, die Blutsaugerey der Finanz⸗-Pachter und ihrer henkermäbigen Werkzeuge, und die Ty⸗ ranney der wahren und zum Theil erdichteten Staats⸗Gläubiger dem Volke nichts ließ, als Hun⸗ get Gerhͤ vihnen vis II U Mr H 910 U I k N huhhl siihe. nal6 mit E Vynntt behelfet Mon H fun gl uuden Iu Hen U¹ Ul Der aß lutiag WHtde hem Hihen Utte, hesse liche xf se Rur Me Ibn Int d dek6 U Vut i ul. Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 421 I Hem, Iuhmteg und de Keyrn ihl HAasen: dusz »ihnen zur Gewohnheit werden, ihre Bedürf— „nisse in 2—— Stücken zu befriedigen, weil sie Kedunyößch siSchuht, udn abmn; daß es Hin sdlish zu n gulr 15 sitinx solen(e. Cm vihhn enhh if enlus I i, Ii dum anhen linte ge LLLLLL Hht Mun⸗Zeuh Anllihe Moput AI e th Franh 0 xhmen muß, ute, cht es mit der Funhricd U tinet Vit da ue. rlh vu. Ei neisheulihetde d Iiin duten scht unt aM in Topse le Catahet, iud Rese chenith*fin l Intte Iuihern Il Hue, : N lts, eh a l uerteide nuite ei vul r laute vetschve % H Der tel I Lertuz& * Neätt 10 de. nun lu hR l R— Thel Lht 0 uhn la ih, Dd 3»käglich ger und Blöße— wie kläglich mußte es, sage ich, um die Menschheit in Frankreich stehn, da— 25 Jahr vor der gedachten Explosion,(als dem Datum des Drucks gegenwärtigen Werkes im Original,)—— das Brod des Landmannes, der den Weizen aus der Erde förderte, von Kleyen gebacken wurde; da die geringe Wolle, die er selbst zog, zur Klei⸗ dung für ihn ein zu kostbares Material war; da seine ärmliche Tracht von grobem Linnen nicht ein⸗ mal gut und ganz seyn, da er seine Füße weder mit Stiefeln, noch Schuhen von Leder bedecken konnte, sondern sich im Winter mit Holzschuhen behelfen, und im Sommer barfuß gehn mußte; da er Mangel an Feuerungs-Materialien litt, nie ei⸗ nen Bissen Fleisch von dem Viehe, das er zur Mä⸗ stung glücklicherer Menschen zog, zu verzehren hatte, und den Wein, den er erbaute, zur Befriedigung der gierigen Finanz auf der Stelle verkaufen mußte, so daß er zum Trinken für sich nie etwas besseres, als Wasser, wie sein Vieh, behalten konnte!— Wer darf sich, wenn er das weis, noch wundern, daß ein so scheuslich gemißhandeltes Volk die Revo⸗ lution, die von Höhern und Reichern angesponnen worden war, gleich bey dem ersten Ausbruche von ei⸗ nem Ende des Reichs bis ans andee mit Händen und Füßen, mit allen Sinnen und Nerven, die es noch hatte, ergriff und an sich riß, um seinem Zustande, dessen Verschlimmerung absolut unmös⸗ lich war, eine andre Gestalt zu schaffen? Wer darf sich über dle Abscheulichkeiten wundern, die von der endlich gerißnen Geduld eines so brutalisirten Volkes nachmals begangen wurden? Wer darf sich über die unüberwindliche Hartnäckißkeit wundern, mit der ein so gepreßtes Volk alle Feinde seiner Wie⸗ der-Einsetzung in die Menschheits⸗-Rechte von sich schleuderte? Wer darf sich wundern, daß ein solches Volk in der Ausführung seines Unternehmens, von jeder Tyranney srey zu werden,——. um einen 422 Achtes Capitel. „täglich in ihrer Arbeit und in ihrer Einrich— »„tung die Mittel finden wollen, alles, was zu »ihrem Wohlseyn gehört, habhaft zu werden „und zu besitzen. Dadurch werden meine Gü⸗ »ther zu reichlicher Frucht Erzeugniß von der „höchsten Valuta emporkommen; meine Felder »„werden mit Zucht- und Mast⸗Viehe, meine „Hügel und Berge mit trefflichen Wein⸗Reben o„bedeckt, meine Wiesen gut gepflegt, gut ge⸗ »wässert, gut gedüngt, meine Holzungen rein⸗ »lich gehalten, mit Gräben zu Abführung des »Wassers durchzogen, gut in Acht genommen, »wirthschaftlich und zur rechten Zeit ausgehauen, »und in der gehörigen Jahres-Zeit abgeräumt »werden; und die Einkünfte meines Staates, »an benen ich großen Antheil habe, werden sehr »hoch, beständig und fortdäuernd seyn. Ich »will so gar in meinem Lande den Gebrauch fest⸗ »licher Schmäuse, Hochzeiten und andrer Fe— »„stivitäten, die zu einer stärkern Consumtion »reizen, befördern: und davon werde ich zwie⸗ »fachen Nutzen haben; den einen, daß mein „Volk, froher und gestärkter, desto besser ar— »beitet; und den andern, daß die Landes⸗Cul⸗ »tur und die Frucht ⸗Erzeugniß immer mehr »und mehr aufgemuntert und befördert werden, »die Lebens⸗Mittel in Menge zu haben sind, sich »beständig bey gutem Preise behaupten, und »meine Einkünfte um so mehr zunehmen. Mit »diesen Einkünften werde ich meine Nachba⸗ vren keinen Schritt weicht und nachgiebt; daß es mit Auf⸗ opferung seines Leibes und Lebens, sollte es auch die Hälfte seiner Volks⸗Menge kosten, jedes Hinder⸗ niß seiner Freyheit so 00 zertritt, bis 233 da⸗ von mehr ubrig 16 —.——.————— vWeitt N vl Ei vnliehe, 5den gel ttachti AinEhtt i der e u geft Johlullthe aslen den Muthü uit altit i vbollen oste Ein vaubef vllche Wir W0 orihze olit vol Wahi olonma obeldn tht ystandte vdet M achtin vbirehil . II Htk Et , alts, uß bbhist u wen rden meint Ol Rugniß ven k . w deh st. Dehe, Hu n Uen⸗Alln Raftgt, gut z 1111 schug I gnönma, Nittubghaun, At ehnunt nunte Eiuatts, „ vandn scht no sn. IH Galruchfit⸗ d andtet de⸗ an Lonsuminn vadt i ui enen, Daß Mah iso bistt u⸗ N ddet i iun nit hhtdet ketde hn sid sch chaupten, 0 huthmen. M I Mohr ain lebt: II nb2. chehl, saln 6 1 sollen, l 100 Iil, N. ⁰ Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 423 »ren im Respect halten; und die Furcht vor »„meiner Macht wird so wohl ihren Prätensio— „nen, als ihren Eingriffen in meine Gerechtsa⸗ „me einen Zaum anlegen. Ich werde mich aber „auch hüten, meine Einkünfte zu ihrem Schaden „anzuwenden; nicht als ob ich mich vor ihnen »iu fürchten brauchte, sondern weil die Anwen⸗ „dung meiner Ausgaben am unrechten Orte zu „weiter nichts dienen könnte, als die Quelle mei⸗ »ner Einkünfte auszutrocknen, und weil die „Kriege, die immer allen Parteyen zum Scha⸗ »den gereichen, meistens bloß National-Beein⸗ „trächtigungen, bloße Gebehrden eines verkehr⸗ „ten Ehrgeizes, bloße riesenmäßige, plumpe, und »in der Geschichte barbarischer Völker so gut, »„wie gesitteter, schon häufig da gewesene Wind—⸗ »beuteleyen sind. Stärke der Waffen giebt nur »selten den Ausschlag; fast allemal entscheidet »„Politik über das streitige Interesse der Fürsten, »und mit ihrer Macht allein können sie ihre Po⸗ zlitik geltend machen. Mit starken Einkünften „wollen wir, ich und die Güther⸗Besitzer, un⸗ »sre Einkünfte vermehren, wollen die Straßen »ausbessern lassen, Canäle anlegen, Markt⸗ „Plätze zum Absatz öffnen, und Häfen bauen; „wir wollen die Märkte vervielfältigen, die „Gränzen befestigen, und die Städte verschönern; »wir wollen Monumente der Menschenliebe, der „Weisheit und der Macht zur Nachahmung für »„kommende Geschlechter errichten. Alle itzt⸗le⸗ „benden und alle künftigen Völker sollen die „Jahrbücher unsrer Regierung und unsers Wohl⸗ „standes, aus dem friedlichen Gesichts⸗Puncte „der Ruhe, der Glückseligkeit, der Würde, des „ächten Glanzes, und der wahren, Menschen⸗ „veredelnden Aufklärung bewundern. Jeder Dd 4„Staatse pFff m:::s—.. 424 Achtes Capitel. „Staats⸗Bürger wird seinen Scharffinn auf⸗ »bieten, unsern Bedürfnissen und unserm Ver⸗ »gnügen zu dienen, und beide zu befördern. „Aus dem Wohlstand Aller werden Schätze für »uns quellen: alles wird in der geschmeidigsten »Abhängigkeit leben, weil ein jeder seine Ge⸗ »„schäffte hat, und es nicht besser hoffen oder »wünschen kann. Und selbst dieß ist noch eine „Ursache mehr, warum das Beste andrer Men⸗ »schen zu meinem eignen Besten mein Wille und »Wunsch ist: denn ich vergesse hierbey mich selbst „gar nicht; und es ist gesunde Politik, alles in „Beziehung auf sich zu thun“.— So könnte die Habsucht, selbst die hitzigste Habsucht spre— chen; so würde auch die wohl-geordnete Men⸗ schenliebe sprechen, wenn ihr die geheimen Schliche verächtlicher Habsucht verstatteten, thä⸗ tig zu seyn. Uberall, wo die Wir brauchen uns nach gar keiner andern Einkünfte ab⸗Regel weiter umzusehn. Ueberall, wo die Ein⸗ 40r0 uuch Lin⸗ künfte abnehmen, gerathen auch Anstellung der stellung der Menschen zur Arbeit, und Arbeits-Lohn in Ver⸗ Arbeit, En fall. Wo es an Arbeit und Arbeits⸗Lohne fehlt, Arbeits Lohn da ist Ueberfluß von Bevoölkerung. Ueberfluß von in Verfall. Bevolkerung macht dann, daß die Menschen in Unwerth fallen oder nichts gelten, und stürzt sie in Dürftigkeit und Verfall, indem dadurch selbst der Abgang des Dienst- und Arbeits⸗-Loh— nes, von dem die Menschen ihre Nahrung ha⸗ ben sollten, unterhalten wird. Laut der Erfah— rung von der Thatsache, die aus diesem Grund— satze folgt, haben rohe, uncultivirte Völker, oder Regierungen, denen ihre Verfassung, oder die Umstände nicht verstatten, zum Anwachs ih— rer Einkünfte und der Unterhalts⸗Mittel den Handel zu Hülfe zu nehmen, ihre Absichten und ihre ———.— IISIPFPDP‚P‚SPS‚S‚S‚S‚SSeSeSeeeeeeeeeee 2 1—7— ̃SDesse:-:-=eeex — ——— Gechäl ihre hoff traz iht ben sch! düff detents thn& lih ued wahen dennst Hith⸗M nenschi⸗ lem Ung gehalten geen di 1u. Di e J Fhles, sch heh iner ade b H Schihz vͤchsde sunden, sibie der E UE Hl shen In R tlet U fien R. . Shassm, und ussern In be Hsithn iden Schihrst gshnübigin sche sent H Hesn hoffn hy Ni ut ent Nft andter Mnn en Vile ud hierbey nich schi Loliak, alts a & limt di habsuhl srte Rordum Men⸗ dit gcheimen mfutten, thär Keiner andern Lde Eu⸗ Milung det 16⸗Uhhn inda uitb lohyt schu, u. Ubrfuß vn dDe Maschen u Hn, u fült Airden Adurch 1 Aeits⸗Loh. 2 Nahrung. Huut der Etfth. Resen Gund⸗ Ilttirte ilt, efasunz, We un Iuwaai alts⸗Mil N Hrt Wschten Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 425 ihre Hoffnungen auf den eben vorwaltenden Er⸗ trag ihres Territoriums beschränket, und ha⸗ ben sich das Gesetz gemacht, Ausländer, die ih⸗ re Dürftigkeit vJum Auswandern nöthigte, und denen es an Fähigkeiten, oder auch an den no⸗ thigen Schätzen fehlte, um sich dergestalt häus⸗ lich niederlassen zu können, daß sie sich nützlich machen könnten, gar nicht aufzunehmen, son⸗ dern sie schlechtweg abzuweisen. Eine solche Po⸗ licey-Anstalt ist kränkend, und sieht der Un⸗ menschlichkeit ähnlich; gleichwohl ist sie zu al⸗ lem Unglück in den Staaten, worinnen darüber gehalten wird, eine Frucht der Menschlichkeit gegen die eingebohrnen Unterthanen solcher Staa⸗ ten. Die Völker, die gegen Ausgang des vo⸗ rigen Jahrhunderts— zur Zeit eines Haupt⸗ Fehlers, den ein großer Staat begieng, da er sich eigenhändis das Blut abzapfte(5)— nach einer andern Politik handelten, haben sich hier⸗ bey bloß nach Maaßgabe der beträchtlichen Schätze, welche die Verbannten mitbrachten, und nächstdem auch nach Maaßgabe dessen wohl be⸗ funden, daß das Territorium oder die Indu⸗ strie der andern Völker diesen neuen Ankömmlin⸗ ů Dd 3 gen ( Da König Ludwig der Vierzehnte von Frankreich im J. 1685 das Edlet von Nantes aufhob, die Kir⸗ chen der Protestanten niederreißen, seine protestanti⸗ schen Unterthanen verfolgen, sie in allen Gegenden seines Reichs gefangen nehmen und martern ließ, um die Katzerey, wie es hleß, in seinem Reich aus⸗ zurotten, und, was von den hugenottischen Kätzern nicht schon entflohen war, durch Dragoner⸗-Einquar⸗ tierung zur christ-katholischen Meynung zu bekeh⸗ ren suchte; nahmen bekanntlich England, Helve⸗ tien, Holland, Pfalz, Sachsen, Brandenburg und Preußen die Flüchtlinge auf. U. 4²6 Achtes Capitel. gen Platz machten. Die Flüchtlinge bevölker⸗ ten, cultivirten und belebten Preußen, Schwa⸗ ben, u. s. w. Nach England und Holland brach⸗ ten sie weiter keine Früchte mit, als daß sie da das Geld gemeiner machten, und Anlaß zur Her— untersetzung des Zins-Fußes gaben, welches die einzige Portion vom politischen Territorium war, die ihnen dort Platz machen konnte. Noch dazu bestand in ihren Fähigkeiten und Vermö. gens⸗Kräften die Wirkung eines Ueberrestes von Muthe, dessen Bedingung Thätigkeit, und Hoff⸗ nung zu einer friedlichen Freystatt war. Aber das Schicksal des großten Theiles der unglück⸗ lichen Einwohner eines Reichs, welches in Ver— fall jggeräth, besteht darinnen, daß sie, entbloßt von allem Arbeits-Lohn, und folglich auch von aller Theilnehmung an dem Ueberreste der Unter⸗ halts⸗Mittel, auf den Trümmern ihres Heer— des eben so gut schmachten und umkommen, als es ihnen nur immer in einem fremden Lande wie⸗ derfahren könnte, wo das Gesetz, von dem wir so eben geredet haben, in seiner vollen Kraft gel⸗ tend wäre. Pabst Sixtus der Fünfte, dessen erste und mühseligste Staats⸗-Administrations⸗ Arbeiten darinnen bestanden hatten, daß er den Kirchen⸗Staat von Straßen-Räubern säuber⸗ te, ließ dürftige und landstreicherische Auslän⸗ der, die ihre Zuflucht in sein Land nehmen woll⸗ ten, schlechterdings nicht ein, da hingegen der Herzog von Olivarez, als spanischer Staats⸗ Minister, die Bevölkerung durch Heiraths⸗ Stif⸗ tungen gerade zu einer Zeit beförderte, wo Man⸗ gel und Elend die Einwohner aus Spanien ver— trieb. Wenn die Erfahrungen jener Zeiten, die von den unsrigen so gar weit nicht entfernt sind, ja bereits in Vergessenheit gerathen seyn sollten; so Nachi 0 wörde dim so s heden e und EI ṽisch M Kdet K schbaßel dergüt die N näg, gen Nas alein ge uafel ihtn A werth ge htet Re Chichsal x. de Endtae die nac in ke Heshit Geschin 9j nd dat kel, un Masch Utit d sesoh großen dem in ist wo Hen d. Myt ——— drv 2—* E FF————— EIV— Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 427 balz Ierum, Sün. Holar hut so würde doch schon der einzige Unterschied in dem so sehr entgegen-gesetzten Verhalten dieser beiden Staätsmänner den Abstand an Genie n ů und Einsicht zwischen beiden zur Genüge be⸗ allcß jur A weisen. Raben, velcht Inin Die Geschichtschreiber, die uns die Geschich⸗ Unachtsamkelt ente. Nog te der Länder⸗Revolutionen überliefert haben, meier: n demi. schwatzen uns eigentlich bloß etwas vom Umsturze Ucarestes vo der Fürsten. Thronen vor, und nehmen sich gar nicht Rlat, und hyf die Mühe, der Revolutionen im Völker-Ver— 1t wat. Ir mögen, auf welches doch alle Thronen, sie mö⸗ 3 der unjlic⸗ gen Namen haben, wie sie wollen, einzig und nulhes u da⸗ allein gegründet sind, nur zu erwähnen. Ohne st, ubloht Zweifel sind dergleichen wichtige Bemerkungen in lch auc von ihren Augen eben so wenig ihrer Aufmerksamkeit der lutet⸗ werth gewesen, als sie solche zur Unterhaltung ihtts He⸗ ihrer Leser tauglich fanden. Sie meynen, das Aonmeh, Als Schicksal des großen Haufens könne auf Her⸗ n Uudt Wie zen, die den Leidenschaften ergeben sind, keinen In den t Eindruck machen, und keine Einbildungs-Kraft, Ilen Reat k. die nach Wunderdingen dürstet, erschüttern. Al⸗ ust, Ein lein Lesern von solchem Schlage kann überhaupt Geschichte nicht piel nützen; und philosophische Geschichtschreiber sollten sich doch nicht begnü⸗ gen, so ganz ohne Nutzen für den Wohlstand und das gemeine Beste der Menschheit zu arbei⸗ ten, und bloß den Geschmack nichts⸗bedeutender Immistathn iu deß tr de Abnn silber sh dili anun Menschen zu befriedigen. Der Ruin Spaniens *0 ull unter der Regierung Philipp des Zweyten, die⸗ sche Et 4 se so lange fortwährende Revolution, welche so mege großen Einfluß auf die Begebenheiten, die seit⸗ ra dem in Europa vorgefallen sind, gehabt hat, E ist weder nach seinen Ursachen, noch nach sei⸗ ner rumn nen Folgen angemerkt und beschrieben worden. euge Man hat den Einfall gehabt, ihn bloß für eine V schn 0 0 Folge FFFF mm——————..—.— —— s:ssss— 3 428— Achtes Capitel. ö Daih Folge von der Entdeckung der peruanischen Berg⸗ 6 werke, die das Konigreich um einen Theil sei⸗ ten Uul ner Volks⸗Menge gebracht haben, anzusehn; und dieß zu einer Zeit, in der diese, für die al⸗ D ten Einwohner von Peru so unglücklichen Berg⸗ onuhe werke den einzigen Schatz des Eroberers, die d einzige Stütze seiner Herrscherey, und die ein⸗ h W zige Rente seiner verarmten Unterthanen aus⸗ machten, die damals aus dem Lande giengen, stt und alle Gegenden desselben leer machten, um Suiht sich nicht etwan bloß nach Peru, sondern überall solhhen hin, wo Nahrung zu sinden war, zu wenden. rnuderl Gleichwohl hat man die Entvolkerung Spaniens hr w lediglich dem Gold aus Peru beygemessen, da sb wit doch das Gold aus Peru selbst gerade das war, rahg/ al was die Trümmern der spanischen Monarchie hdlche noch stützte. Freylich hat aber dieses Gold nicht ie zugelangt, der Monarchie wieder aufzuhelfen, umdile und ihr jene Menge von Milliarden wiederzu⸗ W Wl schaffen, von denen sie sich durch ihre unbeson⸗ Rͤfen nenen und ungerechten Kriege, und durch ihre maht in eingebildeten und unersättlichen Intriguen ent⸗ und gu bloßet hat. Der ganz willkührlich befehlende, eben so herrschsüchtige, als gierige, eitle und ö aufgeblasene Fürst schleppte alle Einkünfte, alle handyr Benutzungs⸗Schätze des Königreichs, alle Aus⸗ Gliche gaben aus seinem Lande fort, und zwar gerade lt Vo zu den Völkern, die er zu Grunde richten woll⸗ ugn te. Er selbst gab diesen Völkern die Kräfte da⸗ Id aue zu, daß sie wider ihn kämpfen konnten: und mniun das Ende von dem Liede seines Wahnsinnes ist IIt N nichts beßres gewesen, als daß seine Nachfol⸗ schm. ger, die Erben eines verwüsteten Staates und Harnh, einer unseligen Staats-Klügeley, die Total⸗Er⸗ ö eun, niedrigung Spaniens und seiner Mittel erleb⸗ dem V ten, und diese wüste Monarchie in dem Innern nach x eines *——————————27.——————— + Verhältn. der Ausg. zur Bevöl Reumg. 4²29 Tuanshendz Wan Uaf eines beschränkten, und vor n der Natur beschütz W, wult ten Umkraises eingeschlossen blieb. n ö Wir häͤben in der Ordnung, die der⸗Urheber der Natur vorgeschrieben n hat, muß Aobetas, u Aufwand der Scha itze nothwendig vorhergehn, l a ehe Reproduction der Schätze erf nen kann. Hathnen aub⸗ Ein Volk, welches von seinen Schätzen eneblös⸗ Aandt gungen set ist, würde nicht weiter im Stande seyn, nachen, in ö Schätze zu erzeugen. Je zahlreicher in einem sondern überl solchen Staate die Nation wäre, desto verzeh⸗ , zu wadn. render würden die Bedürfnisse, und desto weni⸗ runz Epmmiens ger würde sie im Stande seyn, zu bestehn und Mymessn, da sich wieder zu erholen, wenn nicht Auswande⸗ rde dis wat, rung, als ein letztes Rettungs⸗ Mittel, den un⸗ u Miutchee glücklichen Einzelnen wieder Hülfe in andern Län⸗ 60d nickk dern verschaffte. Also ist es nicht genug, daß wufhhelfe, man viel Menschen, oder, wie wir zu sagen pfle⸗ Wiederzu⸗ gen, viel Aerme hat, um zu Schäzen und zu In Wödthe Kräften zu kommen; sondern man kömmt viel⸗ d du ihtt mehr im Gegentheile durch Schätze zu hen Angun al und zu Aermen Itch befchlnde Len Ich schäme mich beynah, eine einfache und Die Macht ei⸗ e, ei nes Staates ist handgreifliche Wahrheit so oft zu wiederholen. nigt Rach der Gleichwohl hät sie so viele plump hin eingewur— Renschen⸗ zelte Vorurtheile 2 bestreite u, daß es schlechter- WMeuge, son: Eulunt, alt ch Ae Aus⸗ Nnr gerade ö 4 dern nach dem wl dings nöthig ist, 0 auf allen Seiten zu stützen Wohlstande, Rel und aus allen Gesichts⸗ Puncten zu zeigen. Man worinnen die VKästt de n ö n Eiwohner le⸗ muß die Macht und den gedeihlichen Zustand ei ben, zu beur⸗ H IIl„ hunten: ner Nation nicht nach Tabellen von ihre Men⸗Lheilen. schen⸗Zahl, nicht nach ihren zahl reiche en Kriegs⸗ sn ihf Heeren, auch nicht nach der Quantität der Steu⸗ 11 0 ern, die von ihr erhoben werden, sondern nach „die ull*5 dem Wohlstand, in dem die Einwohner leben, Mal, nach dem verhältnißmäßigen Quotum der Ein— 1u künfte 43⁰ Achtes Capitel. rünfte der Nation selbst(0, mit einem Worte, nach ihren Schätzen beurtheilen. Das Gedeihen und die Kraft einer Nation bestehen gar nicht im größern Menschen⸗Schwarme: denn wenn die Aufwands--Portion für jedes Individuum gar zu klein wird; so ist die Nation wirklich arm, weil die Volks-Menge die Schätze überschreitet, und so dann die Schätze herunter⸗ setzt. Was meynst du denn damit, wird man mich fragen? Wir wollen dir allenfalls deine Grundsätze hingehn lassen, ob wir gleich bisher recht gut gewußt haben, daß der Saft der Pflanzen die Menschen wohl beym Leben erhielte, aber nicht, daß er Menschen entstehn machte. Um dich jedoch deine Reichthums⸗Wurzeln nicht wieder aufs neue vornehmen zu hören, wollen wir dir darinnen Recht geben, daß Bevölkerung durch reichlichen Aufwand erzeuget werde. Aber wenn du nun die Bevölkerung von ihrem Adel herunter setzest; so ( Wobl zu merken, der Einkünfte, welche dle Na⸗ tion selbst aus ihren liegenden Gründen hat. Hierauf beliebe der Leser ja Acht zu haben. Es ist bler nicht die Rede vom Finanz⸗ Wesen des Fürsten oder so genannten Staats⸗Einkünften, die nicht sel⸗ ten, ohne alles wahre Verhaltniß zum National⸗ Vermögen, zu stark, oder auch wohl zu geringe sind. Gleichwobl sind diese so genannten Staats Ein⸗ kunfte immer ein Haupt⸗Artikel, auf den sich die alltaglichen Sammler statistischer Nachrichten wels che oft für wichtige Staats⸗ Geheimnisse ausgegeben, oder auch wohl dafür gebalten werden,) nicht wenig zu Gute thun, obgleich daraus für den Denker in der Regel um kein Haar mehr zu lernen ist, als aus der Berichtigung des wichtigen Zweifels, Ob Dudeldum, ob Dudeldey Der größte Trillerschläger sey. U. — Gechad 0 begehtt ten Bossil, auf fommad Malhel von schh hekscheg Millone sud, N Cherlin dürstee sicht gu Moräth hrte, Murodu Nah slthe Haben, ic tlitht nungen Bemuh fishust Oer es 1es R nacht t Lut in den di! gufttuf Wüdden sthn, gleich leben z sch dur ihnes Verhältn der Ausg. zur Bevölkerung. 431 V nt kurthtün. A. Rulor Hieh N. Ethnamz Hon für ss so begehre sie wenigstens nicht enger einzuschrän⸗ ken, und gieb nur zu, da doch einmal, zum Beyspiel, hundert Millionen Malter Getraide aufgezehrt werden müssen, wo fern wir im nächst⸗ kommenden Jahre wieder die gleiche Anzahl von in Maaßen einärndten sollen, daß wir sie lieber a deechit von sechzig Millionen unsrer Neben-Menschen Hhthnun⸗ verzehren lässen, als daß wir ihrer nur zehn Millionen dulden, die, wann sie selbst gesättigt vird nin nich sind, das Uebrige ihren Hunden, Pferden und Iit Srundsite Sperlingen zu fressen geben werden. Außerdem echt gutherist dürfte es wohl eben so gut seyn, daß wir, um h Nascher nicht zwey mal einerley zu thun, die übrigen nicht, uß et Vorräthe verbrennten; und was das Feuer ver— ih sot deine zehrte, würde vermuthlich wohl eben so gut zur duss neut Reproductton zurücke kehren. Ir Nrinmen Man muß mich nicht, oder, was noch h Hlchlichen schlimmer ist, man muß mich schlecht gelesen In du nun haben, wenn man mir Schuld geben kann, daß rumn sdgtz ich in meinen Grundsätzen das mindeste über⸗ 0 triebe. Die Existenz so vieler mühsamen Rech— nungen ist ein Beweis von unsrer sorgfältigen ut dieRi Bemühung, den rechten Punct zu suchen und —+4+* festzusetzen, um uns daran halten zu können. e Der Leser hat daraus gesehen, daß der Aufwand — jedes Menschen zum Profit andrer Menschen ge⸗ 1* Wu macht werde. Wenn nun dagegen die reichen em sib. Leute in einem Lande den Theil von der Aerndte, 1 Suntt Ein den die Landwirthe zu verkaufen haben, jährlich; 4 sh aufkaufen wollten, um ihn zu verbrennen; so . würden zwar die Landwirthe freylich im Stände I seyn, mit dem Gelde von diesem Absatze die I: gleiche Aerndte im nächsten Jahre wiederauf⸗ K, leben zu lassen: allein diese reichen Leute würden x sich durch ein solches Verfahren um den Genuß ihres Einkommens bringen, indem sie dasselbe . 0. 2*— an⸗ 0 —— *.————— — 4³3 Achtes Capitel. anwendeten, den Lebens⸗Unterhalt und das Arbeits⸗Lohn der übrigen Menschen⸗Classen, an die dieses Einkommen hätte vertheilet und, zu deren Profit es hätte aufgemandt werden sollen, zu vernichten. Nun würden aber diese Menschen, deren Unterhalt und Arbeits⸗Lohn mittelbar oder unmittelbär vernichtet wäre, weder selbst bestehn, noch jeder für seinen Theil durch seine Geschäffte seinen Beytrag zur succeßiden Reproduction der Schätze thun können.— Wir haben aus allen den einzelnen Krörterungen, die von uns nach einander angestellt worden sind, ersehen, daß unter der Anzahl von Men⸗ schen, die durch das Quotum der Schätze fest⸗ gesetzt wird, alle und jede zu der Reproduction dieser Schätze das Ihrige beytragen; daß sie alle dazu mitwirken. Die Rechnung hat sie alle⸗ sammt nach dem Maaß ihrer Mitwirkung ange— setzt; und nun kommet ihr her und zerreißet die⸗ sen Cirkel von erwünschten Glücks⸗Umständen, lediglich um mir einen so widersinnigen Einwurf zu machen. Also ist es nicht wahr, daß es zu Unterhaltung der Schätze und der Bevolkerung eines Landes hinreichte, wenn in demselben die Reproductionen, ohne allen Nutzen für eine große Anzahl von Einwohnern, immer fortge⸗ setzt würden. Unsre auf die Ordnung der Oeko⸗ nomischen Tabelle gebauten Grundsätze sind nicht zu erschüttern: denn die Ordnung dieser Tabelle ist bloß eine Formel strenger Demonstration der natürlichen Ordnung. Unser Wille ist nicht, daß die Unterhalts⸗Mittel, als un nütze Last auf Erden, der Consumtion überliefert werden sellen; sondern sie sollen, zu Befolgung der natür⸗ lichen Ordnung und ihres Urhebers consumiret werden, der uns befohlen hat, ihn um unser t äg⸗ ———53.————— Nah taglit ten— heute d Wer Unterhe Hirscht daß M si in Losen vacs set do nůtz d guute d damit e yurde 0 die Rept fimm man uf Nußr n der r Hildt ren sadd vohl de diesesch Lohn g mnttitha arbeite s solc Raran! Iu daf daun bo eine di die G der ster den L Nun is dern, M,/ . Rethilt uy Nenschn C + berthikt un Merandt duh Hurden abtr N UWets⸗H hettpätt, vide un Thil duch zur sucteßihe im kinnen.— in Etörttrunge, myeselt werden uichl ver Nar⸗ i Echiz et⸗ V+ Noröbuction Hgen, daß si uun het stealle Wirkung ange⸗ Nprißzedie ⸗Ude nin Enwuf niht Mßthh dN Ddiltt WWuumt Kr ndsäte Id niht A Rung diset Zubtle tion de Drnonsta ö uicht „ Hile W 7 „ N MAXIII 118 uhnuhe Uld hbehestt wunt berlleftt u dtolgungde w dhebers aunde hat/ xIIl Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 433 tägliches Brod, und nichts drüber, zu bit⸗ ten— weil er wohl wußte, daß das Brod für heute der Saame zu dem Brode für morgen sey. Wer Consumtion nennt, der neunt Abgang; Unterhalts-Mittel verderben, heißt nicht, sie verzehren. Vielmehr ist im Gegentheile nöthig, daß die Unterhalts-Mittel kostbar seyen, damit sie in Menge erzeuget werden: denn da es viel Kosten und Arbeit erfodert, sie wieder nach— wachsen zu lassen; so würde der Mensch nicht seine Kosten und seine Mühe aufopfern, um un⸗ nütze Dinge zu erzielen. Wenn freylich reiche Leute die Producte recht theuer bezahlten, um damit eine unsinuige Vergeudung zu treiben; so würde das unstreitig, dem Anscheine nach, für die Reproduction auf eins hinauslaufen, so fern man bloß Rücksicht auf Absatz, und nicht auf Nutzung und Genuß der Güter sähe: denn da der Preis, den sie gekostet hätten, doch in die Hönde der Landwirthe käme, die keine Nar— ren sind, und denen auch ihre Handthierung wohl verbietet, Narren zu seyn; so würden ihn diese schon anwenden, gutes Dienst- und Ärbeits⸗ Lohn zu bezahlen, starke Acker— Werkstötte zu unterhalten, und fleißig für den Nachwachs zu arbeiten. Wo ihre Producten hernach, wann sie solche verkaufet haben, hiugethan werden, daran liegt ihnen wenig oder nichts, so fern sie nur dafür guten Preis bekommen: das würde denn von Stund an, und auf eine Weile, nur eine verstümmelte Gesellschaft geben, welche auf die Classe der Landwirthe beschränket wäre, die der sterilen Classe bloß das Geld des berauben— den Vergeuders würde zufließen lassen können. Nun ist aber diese Classe so wenig, wie die an⸗ dern, bloß Geldes, sondern sie ist des Unter— W. A. P. I. B. Ee haltes 434 Achtes Capitel. haltes selbst benöthiget, der mit dem Geld er⸗ kaufet wird, und der das Geld wieder in die Hände des Landwirthes zurücke bringt, damit dieser dem Guths-Besitzer sein Einkommen be⸗ zahlen könne. Wenn nun also die sterile Classe, deren Unterhalt verbrannt würde, wegen des Ankaufs ihres Unterhaltes ihre Zuflucht zu den Ausländern nähme; so würde das Geld, welches den Leuten von dieser Classe, und so gar den übrigen Besoldeten in die Hände käme, eben so wenig dem Landwirth, als dem beraubenden Vergeuder wieder zu Händen kommen. Also können die reichen Leute, die ihr annehmet, wei⸗ ter nichts seyn, als eine Erdichtung; ihr müß— tet denn zugleich annehmen, daß sie Bewahrer des angeblichen Geheimnisses des seligen Niklas Flamel wären() denn man kann nicht anders reich seyn, als aus eigenthümlichem Einkom—⸗ men. Ein jeder macht sich aus seinem Erbguth einen kleinen Staat, welcher eben den okonomi— schen Gesetzen unterworfen ist, wie die großen Staaten, die wir berechnen. Wer seinen Auf— wand der Ergießung, welche in diesen Gesetzen verordnet ist, entzieht, ist ein Uebelthäter, der andern Menschen schadet, und sich selbst mehr oder weniger geschwind zu Grunde richtet, je nachdem er mehr oder weniger von diesen Regeln abweicht. Verbrennt er nun seinen Aufwand; so ( Die Geschichte dieses Adepten, der das Geheimniß, Gold zu machen, und ein Arztney-Mittel zu verfer⸗ tigen, um das menschliche Leben bis auf das höchste Ziel zu verlängern, zu besitzen meynte, oder doch vor— gab, kann unsern Lesern aus dem Teutschen Mer⸗ kur, April 1738 S. 354 ff. May S. 460 ff. und Junius S. 485 ff. bekannt seyn. V. Gath o vab des E. schwin großen die M Fon Eththei aber d Rrißtre Matioh Ren glichen sligt; gaben d • En natnt; fimumt in sach den sch un V. d. N Lude; schütte nuhr. die In Ober; man m. V W 0s du enihr sehiy wucde mische ⁰ Natior hängg nt dem Gy wiche in h. beinzt, dunt Einkommen b di strile Las, dde, pegen d zusuct zu du 11 Gald, wisht ind so ger dn Vüm, che s en beraubende kommen. M annehmtt, wei tung/ ij niß⸗ 5 st Bmahttt sligen Mlas nicht anderd chem Eintom⸗ uum Erbguth n Kanemi⸗ die de Rroßen Du siinen Wuf⸗ dNsen Heshen üelthitt, de sch siht nehe undenhtt, s von Ristn Regel suen Nufwand; 0 * U Ghäunt, Mril I lenja 110 u„ 110 Wa 6. 40• f. V. Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 435 so verbrennt er zugleich um so mehr sein werben— des Capital. Eine kleine Anzahl von Ver— schwendern kann wohl der Gesellschaft eines großen Staates ein Aergerniß geben, ohne daß die Vermögens-Zerrüttung derselben durch ihre Folgen merklich würde, indem ihr angegriffenes Erbtheil gar bald neue Herren bekommt. Wenn aber der Strom der Sitten einer Nation die größere Anzahl der Güther-Besitzer zu folge der National-Gebräuche, die mit dem artigen Na⸗ men von Lupus beschöniget werden, in der— gleichen Ausschweifungen von mancherley Art stürzt; so wird alsdann der Rückfluß der Nus⸗ gaben durchgehends unterbrochen: und nun hört der Einfluß derselben auf; der Frucht-Bau er— mattet; die Einkünfte verschwinden; die Nation kömmt in Verfall; und vergebens richtet sie sich nach den Absichten der Politik der Fürsten, die sich damit erschövfen, daß sie stärke Allianzen, u. d. gl. theuer bezahlen. Alles, was aus dem Lände geht, schwächt sie; jede e. n er⸗ schüttert sie; jeder Krieg entbloßt sie immer mehr. Man stutzt dann, wenn man sieht, daß die Unglücks-Fälle so gar schneil den Zeiten der Ober⸗-Herrscherey auf dem Fuße nachfolgen; man mißt die Schuld davon den Neben-Ursachen bey, weil man nicht einsieht, daß diese Vorfälle aus dem Zerstohrungs-Principium aller Macht herrühren, und daß sich die Nation wohl von selbst zu Grunde gerichtet und verstümmelt haben würde, ohne daß sich sonst ein W drein zu mischen brauchte. Giebt es in der ganzen weiten Welt eine Nation, wo die großen Güther-Besitzer unab— hängige Herren sind; so ist es gewiß in Poh— Ee 2 len. ——...c.—* 436 Achtes Capitel. len(). Man will für gewiß behaupten,(denn ich selbst bin nie da gewesen,) der hohe Adel hielte da den ganzen Theil der Nation, der das Land baut, durch die Knechtschaft, und den ge⸗ sammten niedern Adel dazu durch die Armuth in der unbedingtesten Abhängigkeit. Wir wissen mit Gewißheit, daß dieser stolze und trotzige Adel alle Antheile der Suveränetät, zu denen Unab— hängigkeit und eine Art von Anarchie, in der Verbindung mit einänder, gelangen können, in Händen habe. In dieser Lage der Dinge ge— hört ihm der sämmtliche Grund und Boden; Und der Landmann, der bloß auf die Hoffnung zu seinem einfachen Unterhalte beschränket ist, arbeitet lediglich für ihn. Wäre es nun eben so leicht möglich, die physischen Gesetze der Natur zu brechen, als es ist, Eingriffe in die morali⸗ schen Gesetze der Natur zu thun; so würden es ganz gewiß diese Güther-Besitzer völlig in ihrer Gewält haben, alles zu verbrennen, oder alles in der Ferne von ihrer Heimath zu verthun. Unterdessen sind sie gerade unter allen Güther— Besitzern diejenigen, die sich am meisten auf ihren Güthern aufhalten; und das Indigenat— Gesetz ist eine vernünftige Vorsichts-Regel, wo⸗ durch die Consumtion an die Thore der Repro— duction genagelt ist. Ihre parteyische Ver— fässung setzt lediglich das Bedürfniß der Land⸗ leute in Thätigkeit, und untersagt ihnen die Be⸗ gierde. () Wohl zu merken, wie es damals stand, da der Ver⸗ fasser sein Buch schrieb,(im J. 1764,) und wie es auch gestanden hat, bis Pohlen von seinen drey mäch⸗ tigern Nachbaren getheilt wurde Wie es mit der Unabhängigkeit der bisher pohlnischen Großen ferner gehn werde, wird erst die Zukunft lehren. N. Hah gierd Weitld Prah Bedür bf Rh Heftde f/ K 9 N wurde 30 Hchmn Hrtel E harget uud ga Wolk hsse f vun M Gs dtt M 63 9 Mopt Eheh U Hede Nthe upd; Nac Mal lthen Weun faht . lntn In D.n Ul Aahion, der daz hast, und dn g⸗ ich de Armuth il . Vr wiͤsen nit nd trotige Mil „ dnen Unah⸗ Matchie, in der langen iinnen, I4 der Diugt ge und und Voden, auf di Hoftung e beshräkt is, tt nun tben so Gsscht du Natur N d worali⸗ „ so wirden es vlig in ihtte Munrn, ode alls uth Vathun tet Am Gütht⸗ H in nesten u ardiget. n dus Migelt xschte⸗Nath w N VII Thore de Kehtbe . battthisct M durfniß d 1 en die d; N ulll 4 iund, d I5 II 0 60 n seihen x 10 ͤ. bb Hlrichen 6eusen el Hunt Eann r VN Rand Verhälln. der Ausg. zur Bevölkerung. 432 gierde. Daher rührt die Entvölkerung dieses weitläufigen und fruchtbaren Landes. Die Pracht der Magnaten ist wenigstens für sie ein Bedürfniß, durch die Producte der Cultur das zu befriedigen, was noch dient, diese Cultur gegen den kränkelnden Zustand, worinnen sie sich befindet, aufrecht zu erhalten. Dieses Bedürf⸗ niß, welches zu weiter nichts zu dienen scheint, als den Luxus der Magnaten zu vergrößern, würde die Landwirthschaft vollends ganz und gar zu Grunde richten, wenn sie nicht die einzige Hebungs⸗Quelle des ganzen Genusses dieser Herren wäre. Es läßt sich aus alle dem, was ich bisher Es ist baupt⸗ vorgetragen habe, leicht einsehn, daß es Bans das dos gemer⸗ und gar nicht zu meinen Absichten gehöre, die ne Volk im Stande sey, Bevölkerung zu beschränken, um dadurch desto Producte von besser für die Gefräßigkeit einer kleinen Anzahl gutem Preise von Menschen zu sorgen. Denn eben aus der du verdebren. Gefräßigkeit der Wenigern erwächst das Elend der Mehrern, wider das ich zu kämpfen habe. Es giebt aber für alles und jedes eine gewisse Proportion. Est modus in rebus, sunt certi denique fines, Quos ultra eitraque nequit consistere rectum. Eben diese proportionnirlichen Gränzen sind es, die weder diesseits, noch jenseits überschritten werden dürfen, wenn wir nicht auf Irrwege ge— rathen sollen. Diese Gränzen suche ich eben; und mein Zweck ist, sie richtig zu bestimmen.— Nach eurem Willen sollen von hundert Millionen Maltern Getraides sechzig Millionen Menschen leben können. Das wäre mein Wille wohl auch, wenn es nur angienge. Allein so werden unge— fähr drey Malter Getraides auf jeden Kopf im e 3 Ver⸗ 5 —.—————— 438 Achtes Capitel. Verlauf eines Jahres erfodert: wenn nun euer Territorium nicht mehr als hundert Millionen Malter Getraides tragen kann; so werden von euern sechzig Millionen Menschen ganz gewiß nicht mehr als drey und dreyßig Millionen im Stände seyn, Getraide zu consumiren.— Was schadet das? werdet ihr sagen: diese drey und dreyßig Millionen werden doch hinreichen, den Verkaufs⸗Werth dieses Lebens-Mittels aufrecht zu halten; und die Uebrigen mogen von andern, geringern Producten leben: denn wir haben zu allerley mühseligen Diensten in der Gesellschaft arme Leute nöthig.— Ey! freylich wohl! ich habe diese liebreiche Bemerkung schon öfters ge— höret. Freylich habet ihr arme Leute nöthig, um sie mit Füßen zu treten: allein dieser unseli⸗ gen Einrichtung widersetzt sich unsre gemein⸗ schaftliche Mutter, die Natur. Euer Räsonne— ment würde sich recht gut hören lassen, wenn sich vor euern Rechnungen der Erdboden erwei⸗ terte, wie sich der Himmel vor den Gläsern der Astronomen erweitert. Allein so ist euer Terri⸗ torsum beschränket und begränzet: was nun da⸗ von angewandt werden soll, die Producte zu tragen, die ihr dem armen Volke noch gönnet und überlasset, das alles muß doch natürlicher Weise den Producten von Werth abgehn. Denn die Ausländer werden sich wohl nicht einfallen lassen, euch dergleichen geringe Lebens-Mittel zuzuführen, um sie zu dem niedrigen Preise zu verkaufen, den eure armen Leute dafür geben kön⸗ nen, und der ihnen nicht einmal die Transport⸗ Spesen vergüten würde. So mit werden also eure Ländereyen zu Früchten von geringem Preis Und elender Beschaffenheit gemißbraucht werden, die euch kein Einkommen bringen können. Da nun Oao nun di nchr gandis WI ghbaut! zurhut dahin sune Hschls lann. alle de zum N. Hstire nicht Hot vurde. Vo Rflude i Ha o Moh v itz ley Er des d nehme den di lr den nuß, INd f tue d ut d onnen Oaft Vethe unten de. euch R d udert Mlinm ö so vder un Milionen in aen.— Waz das drey pd hnreichen, de Nunt aufttht hoa von ander, n dit habn n dn Geselschat iglich rohlich schen istut ge⸗ i kutt authih, lam ditserurstli AUnstt gmein⸗ Eur Aisonne⸗ lasen, wenn den teud⸗ n&ern dr ½ Nn Tr It: vas vun da⸗ de Nrdut elk uuc gint aie tgchr. Dan MIII falbe hns⸗Nul rhn rase VWsit Rbn füh Ad Uunhnt nnt wuden 06 an geringen V Wübtauct Rtdeh gen keunt. 11 I —.———— 7 Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 439 nun die armen Leute auch Kinder, und zwar mehr Kinder zeugen, als Andre; so wird die Landes⸗Portion, worinnen, eurer Hypothese zu folge, Erdbirnen oder Buchweizen, u. d. gl. gebaut werden, von Tage zu Tage immer mehr zunehmen: und so mit wird es nach und nach dahin kommen, daß der Staat keine Einkünfte, keine Güther⸗Besitzer, keine Soldaten, keine Befehlshaber und keinen Suverän mehr haben kann.— Folglich haben wir erwiesen, daß alle dergleichen arme Leute nicht anders, als zum Nachtheile der Reproduction der Einkünfte, existiren könnten, und daß die Erde den Regen nicht in Gold, sondern an dessen Statt in Marcaßit vom elendesten Schrot verwandeln würde. Wollet ihr sagen, das Gegen⸗Mittel be⸗ stünde in der Vermehrung der Menschen selbst; man wolle nur darum arme Leute haben, weil Noth und Dürftigkeit die Mutter der Industrie ist; weil eine solche neue Völkerschaft auf aller⸗ ley Erfindungen zur Verbesserung ihres Zustan⸗ des bedacht seyn, also Manufacturen unter⸗ nehmen wird, die wegen des niedrigen Preises, den der Unterhalt der Arbeiter erfodert, und der den Absatz der verfertigten Sachen befördern muß, allenthalben den Vorzug haben werden; und weil der Ertrag der Manufacturen eine neue Quelle von Einkommen seyn wird, mit dem wir die guten Producte des Auslandes erkaufen können:— so wirft uns das wieder in das Capitel von der Industrie, das wir bereits im Vorbeygehn beruhret haben, und das wir weiter unten noch näher von Grund aus erörtern wer⸗ den. Vor der Hand ist es mir genug, daß ihr euch gezwungen sehet, zuzugeben, daß eure Ee 4 Vöͤlker⸗ —.— 44⁰ Achtes Capitel. Völkerschaft von elenden, nothleidenden Men⸗ schen den Grund und Boden, der eigentlich be— stimmet ist, wohlhabenden Menschen vortreffliche Producte zu liefern, in Beschlag nehmen werde. So nach kömmt es denn dahin, daß wir sammt und sonders, so weit die Rede von unserm Fonds ist, von allerley Gräsern und Kräutern, und höchstens von Buchweizen und Grütze leben müs⸗ sen. Freylich nehmet ihr an, daß wir damit herrliche Sachen machen, daß uns diese herrliche Sachen viel Geld einbringen, und wir mit die— sem Gelde die trefflichsten Früchte des Auslandes erkaufen, dieß heißt eigentlich, daß wir die Ein⸗ künfte der Ausländer festgründen werden.— Ohne zu untersuchen, ob das Sprüchwort, wo es heißt, arme Leute machen nur arme Kreuze, Unrecht habe; ohne euch die Frage zu thun, wo wir denn die rohen Materialien, die wir nun selbst nicht mehr haben, erkäufen, und, mit einem Worte, die nöthigen Auslagen zu solchen Arbeiten und solchen Vorräthen her— nehmen sollen; ohne mich zu erkundigen, ob ihr jemals gesehen habet, daß Reichthum seinen Wohnsitz mitten in der Armuth aufschlüge, und ob ihr einen Wein-Händler kennet, der sammt allen seinen Leuten lauter Wasser tränke— frage ich euch weiter nichts, als dieses: gesetzt, es wäre möglich; könnet ihr euch wohl darauf ver— lassen, daß ihr eine gute Operation machen wer— det, wenn ihr eure fixen und producirenden Ein⸗ künfte schwinden lasset und wegwerfet, um sie durch Vermittelung eurer Handels-Leute, die weder mit euch, noch mit dem Staate zusammen⸗ rechnen werden, wiederzufinden? Meynet ihr wohl, daß die ganze Welt zwanzig Millionen Manufactur-Arbeitern, denen ihr euer Terri⸗ torium Iiren e alle un Uuterh⸗ tuc hersetzt I„ bl po del Ibersor Nahr is Strome Rah n Mesen sich af suns ihr de Iinem Raaß filt, Y b Iri lict Mfb Reun loch Nati⸗ lase. . rohlibele dy I aaniih h. caschen hornessth Iu achmen ad. . dij vit snn an usirn Fenn Kiuten, W9 Srüh cben n 1 d ui dnn di hrlch ö nd dit ut We Iht desZuka Ri vir d Eil Iden rrrorr.— Syuchwnn, wo Toen nut arne uch de Fragt Ven Motrrialien, Hebrun triauftr, Wchen Wian n Dortiihen he⸗ uthudgn, Wik Vothun sunn V Mffͤllge, u Untt, N sum. su nich-fu dists: YHscht Rruf⸗ x At nochen wes mburmendn Ed nahdelftt, u udels ⸗Bul, 6 — ———— v ethit penot Wdend Mt ö „Dant Mun ‚e ö IW aun it. 1 1 Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 44 torium aufopfertet, um sie mit Nahrungs⸗Mit⸗ teln von geringem Preise zu versehn, zu thun geben könnte? Und gesetzt, die Sache wäre mög⸗ lich und vortheilhaft; wollet ihr auch wohl als Thatsache annehmen, daß andre Völ⸗ ker nicht in eure Manufacturisten Fußtapfen treten, und euch gar bald ins Geheege kommen würden? Kurz, ich frage euch, was ihr wohl in einem Staate machen würdet, wo es nicht einen einzigen disponibeln Menschen gäbe; wo alle und jede an die Werkstatt, die ihnen ihren Unterhalt verschaffen soll, gebunden wären; wo ihr euch, wenn ihr euch wieder auf die Tabelle versetztet, die das Bild aller politischen Existenz ist, bloß als arme Händwerks-Leute in einer von den drey Classen wiederfinden würdet, die, unversorgt von den beiden andern, weiter nichts mehr ist, als das Bette eines ausgetrockneten Stromes?— Ihr müsset wohl empfinden, daß ein solcher Staat zu gutem Glück ein bloßes Wesen der Einbildung sey, und, wenn man sich an Träumen weiden will, daß dazu wenig⸗ stens angenehme Träume gehören. Unterdessen bin ich doch nachgiebiger, als ihr denket; ich schränke die Manufacturen in einem Staate nicht ein: wo fern nur das Ueber— maaß nicht auf die Nation, als Last, zurücke fällt, lasse ich sie ihres Weges gern fortgehn. Ich befördere den Luxus nicht; ich drücke den Preis der Producte von innländischem Zuwachse nicht herunter, um durch Verminderung des Aufwandes der Fabricanten Absatz zu verschaffen: denn ich glaube, daß wir weder verbunden, noch befugt seyen, ihnen die Einkünfte der Nation aufzuopfern. Unter dieser Bedingung lasse ich gern geschehn, daß die Unternehmer, Ee 5 bey 442 Achtes Capitel. bey freyer Concurrenz des auswärtigen Handels, die Manufacturen so viel, als ihnen beliebt, ver⸗ mehren mögen. Nur aber machet euch keine Hoffnung, daß durch solche Fabricanten-Be⸗ schäfftigung zum Rachtheile der Einkünfte des Territoriums, von denen die übrigen Menschen⸗ Classen ihren Unterhalt bekommen, die Bevölke⸗ rung zunehmen könne. Die Manufactur⸗ und Fabrik-⸗Unternehmer sind kluge Leute, die ihre Schritte mit dem Maaß und Gewicht in der Hand thun; und man sieht wohl den Punct, wo sie Halte machen und stehn bleiben müssen. Es 3 Hüt Auf diesen gemeßnen Zustand würde sich duns zu er' gleichwohl der glücklichste Erfolg eurer falschen weilern; aber Begriffe vom Anwachse der Bevölkerung ein⸗ 35r Orhnen au schränken. Ist es also nöthig, die Bevolterung setzen. zu erweitern; so ist es auch nöthig, die Ein⸗ künfte und die Ausgaben, von denen sie ihren Unterhalt bekommen soll, zu vermehren: oder eure Methode, sie zu vermehren, gereicht ge— rade zur Verringerung, Zerstöhrung und Ver— nichtung derselben. Die Bevölkerung ist an ge— wisse Gränzen gebunden: aber diese Gränzen sind nicht willkührlich, sondern sie stehen unter Regeln, durch deren Beobachtung die Natur, wenn wir ihr nach ihren eignen Gesetzen dienen und sie be⸗ leben, ihre Geschenke und die ächten Unterhalts⸗ Mittel von Tage zu Tage immer mehr erweitern Bevölkerung wird. Die physischen Gränzen der Bevölkerung, anderd eeneit die unwiderstehlich von den Erzeugnissen der tern, als durch Natur abhängen, werden mit ihnen gleiche Aus⸗ Wrer pöollichen dehnung gewinnen. Mithin dürfen wir einzig Gränzen. und allein auf diesem Wege für Bevölkerung sorgen. Also bekommen wir die gemeßne Zahl der Volks⸗Menge nach einer festgesetzten Masse von Einkünften. Vermehret ihr die Einkünfte; so Hehalt 0 witd st — völterhng Whet l 0 ruldeis) daß si di den. De sinigt Er ⁰em Jhrig zutrechen gean me muse man solgel, u Iud den dl nd dirEt Rehne, tau/ un sͤrken u wohl de Futttre Mengez it die n Hachhänz R. Bebolke Shiht; lißt; Etdbodt Naheun durch i und ele erschgf witthn Hale bhen Hllcht machtt uuh sr Habriennter d Vr Eickünfte y Ing Masch Nen, de tval Nannfactur⸗ u Kutt, die Ethicht in R Mden Punct, u ded müssn. sand witbe sh h rtt faschtt Swillerun eit; 2 Beung hg, N En⸗ Nennn se ihten ruchren: odet 1 Ritlict g Nung und Dr⸗ enng istan ge s Hränze sib Ht N, hutut/ venn in unen Ud stt d Huen Uunchalt Authrttweiten u Btdelketung uhnisen 1 n Rliche lu fen wie für Beoollrurh 3 Wuttn N Luslus 6 Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 443 so wird sich nach Proportion auch die Be— völkerung ausdehnen: und überschreitet ihr diese Regel; so erreichet ihr euren Zweck nicht. Alles ist dann Mäander; alles istVerkehrtheit, welche immer auf Entvölkerung und Verheerung hinaus läuft. Wenn eine Nation in Verfall geräth; so Wenn eine überschreitet bey derselben die Volks ⸗Menge sa ation in Ver⸗ all geräth; so jederzeit das Vermögen. Die Dürftigkeit scheint überschreltet ruckweis hin und wieder nach Maaßgabe dessen, bey derselben die Volks⸗ daß sie die Menschen vertreibt, geringer zu wer⸗ Menge jeder⸗ den. Daher spürten nothleidende Völker immer mögen Ver⸗ einige Erleichterung, wenn sie Schwärme von den Ihrigen fortschickten, in fremde Länder ein⸗ zubrechen und sich darinnen festzusetzen. Hier— gegen meynt aber die unächte Politik, alsdann müsse man für Vermehrung der Volks⸗-Menge sorgen, um dadurch die Schätze zu vermehren, und den Abgang im Staate wieder gutzumachen; und die Steuer konne immerhin die Schätze weg— nehmen, wenn sich nur die Menschen stark mehr⸗ ten, um die Schätze durch ihre Arbeit zu ver⸗ stärken und sie fortdauernd zu machen. Würde wohl der Ackermann, der seinen Pferden das Futter beschneiden müßte, auf stärkere Pferde⸗ Menge zu seiner Bereicherung denken?— Also ist die unächte Politik, die solchen Mißgriffen nachhängen kann, sehr blind und sehr regellos. In den Provinzen folgt die Abnahme der Bevolkerung nicht so gleich auf die Abnahme der Schätze: denn wenn die Landes-Cultur nach⸗ läͤßt; so werden die Einkünfte zu nichte, ehe der Erdboden den Einwohnern noch gönzlich die Nahrung versagt, indem sich die Einwohner durch ihre schwachen Arbeiten immer noch kleine und elende Aerndten zu ihrem eignen Unterhalt verschäffen können. Allein man kann sie dann doch 444 Achtes Capitel. doch nicht weiter nöthigen, ihren Beytrag zu den Staats-Bedürfnissen zu thun, ohne sie da— mit zu zwingen, daß sie die Landes-Cultur gar schwinden lassen und das Vaterland mit dem Rücken ansehen. Eine solche nothleidende Be— völkerung ist also für den Staat keine nutzbare, keine solche Bevölkerung, die zum Wohlstand und zur Macht des Staates etwas beytragen könnte. Nimmt man nun einen Theil derselben aus dem Gebiete weg, aus dem er mit Mühe seine drinzendste Nothdurft zieht, um ihn die Waffen tragen zu lassen; so muß man ihm seinen Unter⸗ halt geben: und doch fehlt es eigentlich gerade an diesem Unterhalt, und nicht an Soldaten. An dem Unterhalte der Armeen, sage ich, fehlt es einer dürftigen Nation, die zum Aufwande der Armeen nichts mehr beytragen kann. eit⸗ hin ist eine Volks-⸗Menge, die aus Mangel an den nöthigen Schätzen zu einer guten Landes⸗ Cultur nicht anders, als in Mangel und Noth, leben kann, eine übermäßige Volks-Menge— so gar in Ländern, wo es an Menschen fehlt, weil es den Menschen an Schätzen fehlt; so gar in denen Ländern, sage ich, wo der dum— me Pöbel meynt, wenn er nur recht zahlreich wäre, so würde das schon genug für ihn seyn, sich zu bereichern(D3 da es doch in solchen ver⸗ wüsteten () Der dumme Pöbel, von dem der Verfasser hier redet, ist offenbar nicht das gemeine Volk, dessen natürlich schlichter Menschen-Verstand sich selbst nie eine so absurde Meynung zu bilden fähig ist, und den auch so leicht Niemand bereden wird, dergleichen widersinnige Meynung anzunehmen. Das gemeine Volk empfindet es wohl, wenn der Menschen zu viele sind, als daß sie alle hinlängliche Arbeit und zu— reichendes Arbeits⸗Lohn finden könnten, um ihr leidliches Gechalh wüsteten en duihe nach d ahrt. fih 90 sele doe ded Dia Cittft wonhen! hwifel s v f salce Et hund be ton, di lch den und rohe e/ stbe! Wrder, NM Hist Kl Mepu Weitem demn in Akenne seh/ K e gl m Intx hun, hyesiy net-Luu ateclend nit lothleidende ut Kine nußhan in Dchltand un Nyptahen körun drrseben aus du nit Miht siht uhn de uft hm sinen un⸗ dentlich gek t eg Eobarn. „ sigt ih/ feht duswand Hanm. Mit⸗ 306 Nangel an guen Laddes⸗ Wnd Woh as⸗Nug— Mosch fh, Hiden siht; H, Wo dir Null a Echt chta Iun fit ihn seh, ch in solchen her wüstte 1 Mniastt sil nlt Vl, ‚ miand sch slbi ne en fihis M n Widd wu Reu. Dii Ie aah der Rashel guche an m Iunn, W. 0 Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 443 wüsteten Ländern den Menschen am Nothwendig— sten zu ihrer Existenz fehlt, und sie sich zum öftern nach dem Weg umsehen, der zum Lande hinaus führt. Folglich kann ein Land nicht anders durch seine Bevölkerung gedeihen, als nach Maaßgabe des Dienst⸗ und Arbeits⸗Lohnes, welches die Einkünfte, die durch Schätze und Auslagen ge— wonnen werden, herzugeben vermögen. Aus⸗ schweifende Kriege, Steuern auf die Personen, so wie jede andre unächte und trügliche, oder solche Steuer, die aus der andern und dritten Hand bezogen wird, eine Staats-Administra— tion, die den Handel erschwert, und die folg⸗ lich den Verkaufs-Werth der Lebens-Mittel und rohen Materien vernichtet; mit einem Wor⸗ te, jede Ursache, wodurch die Schätze zerstöhret werden, reißt die Einkünfte, die Menschen, und die Kräfte einer Nation mit der Wurzel aus. Krieg und Mittel zum Kriege sind das Werkzeug der Macht, sind aber an sich bey weitem noch nicht selbst Macht. Will man sich denn in Ewigkeit nicht angelegen seyn lassen, zu erkennen und einzusehn, was Krieg eigentlich sey, und was für ungeheuern Einfluß so wohl der glückliche Erfolg desselben, als die widrigen Zufälle leidliches Auskommen zu haben. Der dumme Pöbel also, den der Verf. hier in Gedanken hatte, kann schlechterdings kein andrer seyn, als der alberne Nach⸗ bether⸗Pöbel von Undenkern, die sonst wohl etwas bebres vorstellen wollen, als Pöbel, die aber den Sophisten, welche ihnen etwas Paradoxes weiß⸗ machen, bloß darum aufs Wort glauben, weil sie ihre eigne Trägheit und Unfähinkeit zum Nachdenken fühlen, und deßhalb lieber nachbethen, was ihnen ein Wäscher vorschwatzt. V. 446 Achtes Capitel. Zufälle darinnen auf den Zustand der Volker haben?— Was diesen letzt-genannten Punct anlangt, so lasset uns,— ohne daß wir Bey— spiele davon, die man in allen Zeit-Altern denen, welche ich anführen will, ganz ähnlich finden konnte, die aber unsern Augen nicht so gegen⸗ wärtig seyn würden, aus der Ferne her holen,— den Schauplatz der Kriege in den Niederlanden ansehn. Woran fehlte es wohl den Spaniern in jener langen Reihe von blutigen Auftritten, um ihn mit dem vollkommensten Glücke zu been⸗ digen und allen möglichen Nuzen davon zu haben? Etwan an tüchtigen Soldaten, an großen Feldherren, an Entschlossenheit, an Grausamkeit des Krieges, an Siegen, oder gar an Schätzen? Nichts von alle dem. Die fürchterlichen spanischen Rotten behaupteten sich in dieser welt-berühmten Krieger-Schule bey ihrem großen Ruf, und vermehrten denselben so gar. Die Herzoge von Parma und von Alva, die Spinola, kurz, Männer in allen höhern Graden des Ranges legten die größte Ehre ein. Alles Gold aus Peru, und alle noch viel kohst— lichern Schätze des spanischen Territoriums, flossen binnen beynahe funfzig Jahren nach den Niederlanden, und giengen da verlohren. Am Ende fand sich, daß die Vereinigten Provinzen, nachdem sie Spanien, ohne es zu wissen, durch die Schätze, welche es verschwendete, um sie zu zerstöhren, erhalten und genährt hatte, zu be— mittelten Umständen gekommen waren. Spanien war besser in der Kriegs-Kunst, als in der Kriegs-Politik erfahren, war nunmehr er— schöpfet, war mit seinen Hebungs-Quellen auf die Hefen gerathen, und konnte am Ende von seinen niederträchtig gemißhandelten Unterthanen anders Geh anders e ed ihuen nicht nu sprůche/ petpen delen Et viib, dl stlle. ö blch ni Ethates bersieg zasttute weitet Lufauf, eie Mal dunple l W Feltg iu Mdte Hel Wrd war und die zu sifte galhen machten. man seit so bürdt haben, f Mudy dintt M. Besegtn schsgsch tinige S . uimn y M rntnn 0 8 vrhy Ulem inz chusch fy nit su ge rnt her holen.— h Micelarhr ohl Hen Eythin Maonn Nusttittz Hlich n XI Esbaten, a. shlesiahet, a. 1Sithe, odet alt du. Di Hhuntenn ssch rEcul bey Nenstlben so don Uos, Ulen hihen Rroitt Ett en. uoc uil föß Turittuns, Nahren uuch A Iuhn. A um humnse Mossa, durh 1. un f. t hatte, u 0 Warth. Spaflt u, ile u 1 nunt U8⸗Durleg e in El en W Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 447 anders keinen Frieden erlangen, als damit, daß es ihnen unbedingte Freyheit einräumte, und nicht nur seine rechtmäßigen Rechte und An⸗ sprüche, sondern auch die Belagerung von Ant— werpen, sammt allen den Heldenthaten, von denen Strada so viel Rühmliches zu erzählen weis, eins wie das andre, in Vergessenheit stellte. Der geschwächten Monarchen-Macht blieb nichts weiter übrig, als der Ruin des Staates und des Volkes; seine Bevölkerung überstieg nunmehr seine Unterhalts⸗-Mittel, und zerstreute sich; und sein Feind, der damals noch weiter nichts war, als ein übel verbundener Auflauf, wurde bald hinterher eine Nation und eine Macht. Man lese nur bey dem Ritter Temple(5 den Bericht von den Unterhandlungen zu Nymegen, welche gepflogen wurden, um einen Krieg zu beendigen, wo das schon beynah er— oberte Holland selbst den Frieden ausschlug; so wird man sehn, daß die Cabinets-Intrigue, und die List, Uneinigkeit zwischen den Alliirten zu stiften und sie in die jKlemme zu bringen, den ganzen Erfolg des damaligen Vertrages aus— machten. Wenn Siege dahin zulangten, daß man seinem Feinde Gesetze vorschreiben könnte; so würde die Politik damals nicht nöthig gehabt haben, so künstlich zu Werke zu gehn.— Im Ryswyker Friedens- Schlusse schrieben, nach einer Menge von Siegen und Eroberungen, die Besiegten dem Sieger Gesetze vor. Kurz, nach sechzigjährigen Lorbeeren und Siegen bringen einige Stöße, welche Frankreich jenseits seiner Gränzen () Lerters, containing an Account ofthe mest impot- tant Transactions from 1665 t0 1672; by William“ Temple, Knight. 3 Vls. 8. London 1700. —————2—— 448 Achtes Capitel. Gränzen bekam, das Land, nachdem es durch so viele ruinöse Kriege geschwächt war, an den Rand des Verderbens, so daß seine zahlreichen Armeen und seine Eroberungen gar nicht weiter vermögend waren, seine Feinde zu schrecken. Und wie gieng das zu?ꝛ:— So gieng es zu: da die Einkünfte des Landes durch die Ausgaben vernichtet wurden; so nahm die Regierung ihre Zuflucht zu Hebungs⸗Mitteln, die das Ende ihrer Kräfte verriethen: und nachdem auch diese kleinen Quellen erschöpfet waren, erbot sich die Regitrung vergebens, die Vorschriften, welche ihr ihre Nachbaren thun würden, anzunehmen. Der Staat, der damals, dem äußerlichen An⸗ scheine nach, noch ganz und unverkürzt war,‚ stand im Begriffe, mit einmal zu verderben, als er seine Rettung— nicht etwan neuen Siegen, sondern ganz unerwärteten, und von den Waf⸗ fen ganz unabhängigen Ereignissen, dem Tod eines einzigen Kopfes, einer Aenderung des In⸗ teresse zwischen den kriegführenden Mächten, und einer Hof-Revolution zu verdanken hatte. Siege ohne Macht können nicht nur weiter nichts, als überhingehende militärische Thaten seyn, son⸗ dern es führt auch überhaupt schon seit langer Zeit die europäische Politik dermaäßen den Vor— sitz bey den Friedens-Tractaten, daß von den mehresten Kriegen am Ende weiter kein Denkmal übrig bleibt, als die Geschichte von den Thaten und Unthaten der Fürsten⸗Zänkereyen. Wenn nun auch schon Friedens⸗Verträge den offenbaren Feindseligkeiten ein Ende machen; so giebt es doch unter diesen Verträgen nur wenige, die eine gleiche Gewalt über den Krieg selbst hätten. Im eigentlichen Sinn ist jeder Eingriff in die Rechte unsers Nachbars ö ein Gah an E npft bens⸗l disert sche El W.rdeh el st, Vernic aut Ipaft uns be gekom Ruhenb Ret, chem L r loch auf den Haten in 5 soch Hen K Herzen zühmt deitmn te M in of sum d Helhht Bilat dustie immtt rife, Eotz fndut in di die J RN l. vitt nr n sin hher der nicht uin lde zu schtihg 8 Rieng e uc d JusguN de Nirm i U, de das Eid nuchden auch dig I, ubot sch dt orschtften, wilh den, amzunthnmen. u Ufrichn U⸗ uubtttünt wat, + 1 berderben, als un Eiegen, 5IN Vaf— ssn, dem Tod Rung dis I⸗ u Nichtro, d seen huttt. Cit Reitt nichts, W. „ * NI 7 Y alel sehn, soll schen sit Ergt NIV daaden de RA 0, dus von det. Mekin Dakn * Ne phl den Yuit ö Atertyen. Nene 11 denv RAA eh Ee telten A 14 Iuππ-— 5 NE ö Dettroy Verhältn der Ausg. zur Bevölkerung. 449 ein Schritt zum Krieg. Es giebt aber keinen empfindlichern Eingriff, als wenn wir den Le⸗ bens-Unterhalt des Nachbars antasten. Von dieser Seite betrachtet, beschloß der fränzösi⸗ sche Staats-Rath in dem Augenblicke, da er die Zoll⸗Tarife, die den Hollöndern auferlegt werden sollten, genehmigte, was hernach erfol— get ist, ich meyne, den Krieg bis zur Macht⸗ Vernichtung.— Seit Wilhelm des Eroberers Zeiten hat Frankreich, so viel ich weis, keine Invasion auf England gethan; gleichwohl ist uns beständig von dort her Krieg über den Hals gekommen.— Auf Italien hat Frankreich aller Augenblicke Invasienen gethan; und dieß im⸗ mer, wann wir mit den Italiönern in friedli— chem Vernehmen lebten.— So lange die Völ— ker noch Projecte zum Anfall auf die Einkünfte, auf den Händel, auf die Industrie ihrer Nach— baren im Herzen brüten; so lange müssen sie sich als solche betrachten, die wirklich einen heimli— chen Krieg wider sie führen. Was sage ich, im Herzen brüten? Die Verblendung der falsch be— rühmten Wissenschaft hat uns in den neuesten Zeiten nicht einmal verstattet, uns auf verstell— te Maaß⸗Regeln einzuschränken. Wir haben in öffentlichen Schriften den witzigen Scharf— sinn der Lehrer dieses neuen Gesetzes auf eine gelehrte Art über Mittel dissertiren sehen, die Bilanz im Handel zu gewinnen, unsrer In⸗ dustrie das Uebergewicht zu verschaffen; und immer und ewig haben Monopolien, Zoll-Ta⸗ rife, Einfuhr- und Ausfuhr-Verbote an der Spitze von allen diesen herrlichen geheimen Er— findungen geständen. Ohne verrätherische Blicke in die Geheimnisse der Cabinetter zu thun, ohne die Intriguen der Höfe an den Tag bringen zu W. L. P. 1. B. Ff wollen, — 45⁰ Achtes Capitel. wollen, habe ich gar keines besondern Unter⸗ richtes vonnothen, um zu wissen, daß Nach— baren, die einander auf solche Art ansehen, in völligem Kriegsstande gegen einander begriffen sind: und wenn sie die Feindseligkeiten nicht öf— fentlich ausbrechen lassen, so liegt es mehr an der Macht, als am Willen; so zwingt sie, mit einem Worte, die Kraftlosigkeit zu solchem In⸗ nehalten mit den Waffen, welches kaum noch mit dem äußerlichen Schein eines Stillstandes bemäntelt wird. Die Früchte von solchen Krie— gen, die weiter keinen reellen Zweck häben, als täuschende und widerfinnige Absichten, belau— fen sich weiter auf nichts, als auf Ohnmacht, auf Erschöpfung, auf Verstöhrung der Völker, fructus belli; zumal bey Agricultur-Völkern, die sich bloß bestreben sollten, sich eine starke Concurrenz von Käufern, um zum höchsten mög— lichen Preise zu verkaufen, und von Verkäufern zu verschaffen, um zum niedrigsten Preis ein— kaufen zu können: denn dieß ist das wahre und einzige Mittel, der Bilanz auf ganz natürliche und freundschaftliche Art den Ausschlag zum Besten des Handels zu geben. Wir haben unwiderleglich bewiesen, und werden weiter unten noch umständlicher darthun, wie dergleichen feindselige Präcautions-Mittel noch viel feindseliger für diejenigen sind, die sich ihrer bedienen. Zu sagen, daß, wenn bey der Ungerechtigkeit alle Welt zu verliehren hat, der Ungerechte selbst am meisten verliehren müsse, ist eine moralische Wahrheit, deren Demonstration für die kurzsichtigen Augen gieriger Habsucht viel zu weit in der Ferne liegt. Hierinnen aber ist dieses Axioma aus den einfachsten Grundsätzen erwiesen— obgleich, wenn alle Völker, und das gemeine ———— *:.== Heh gemie reteunte Stücke! falschel dabey; it d k Wuashle u wusch pildigke bor zu datüber, Frehheit Mninist di Gisch der ihr da baommen Kaufnant on Paast Ihht an d Weun: Dault Iher Wir den unste Theil da stiem WPengen, daß die Y achte R den, j Wem aud aufhoren hen sttht, der Bobl liegt— angegrfff macht: Hsinden n wisen, W llche Itt arshrn n kinander shi f dscgeiten nit MWat seeligt eo nt m se wuingt sy,v Rztett zu sühnn I„, Welches kun un Hein eines Eillant ruchtt von sderge Uun imü 6⁴ upn 10 I I, U* ½1 ⸗ . u Aus n, N A IUUI I¹ m uthin Niis uu mn di i u u eiun wüllt In di Micltg Run sandl Iche duhut 2 Lautiens⸗ MI 6 ann ui I. Riß,. yanm bey x +* anlthn hah Wchen mi ist, K. Im Omeftl 110 r Hebut Hlerimnen ab 69 wuhin Erndsie Nalle L Vollet, 1 hul. —ͤ—ͤ'.—*—. Verhältn der Ausg zur Bevölkerung. 451 gemeine Beste jedes Volkes dabey verliehren, meh— rere unter ihnen, welche die Verblendung in diesem Stücke zu nähren, zu befestigen, und durch ihre falschen Räsonnements zu unterhälten suchen, dabey zu gewinnen glauben. Dem Kaufmann ist der kurze und betrügliche Weg, sich durch Ausschließung seiner Nachbaren großer Gewinne zu versichern, freylich erwünschter, als die Noth— wendigkeit, es ihnen an Fleiß und Sparsamkeit zuvor zu thun; und er sieht nicht ein, daß er darüber, gleich dem Hirsch in der Fabel, die Freyheit seines Handels einbüßt. Die Staats— Administration findet Geschmack daran, sich in die Geschäffte des Tabulett⸗Krämers zu mischen, der ihr das Schutz ⸗Recht bezahlen muß. Damit bekommen wir denn die eigentlichen Apostel der Kaufmanns-Politik; und eine ganze Nation von Pinseln glaubt ihrer Predigt aufs Wort, ohne an die Lehre der Fabel zu denken: Wenn mancher meynt den Andern zu betrügen; Betrüht er oft sich selbst. Aber wir dürfen uns hier nicht in die Zubehör— den unsrer Materie verirren. Es hat zwar alles Theil daran; aber jedes Stück muß doch an seinem Platze seyn. Genug, es ist aus dem Wenigen, was ich gesagt habe, schon abzusehn, daß die Mißverständniß-Kriege, die durch un— ächte Regierungs-Grundsätze unterhalten wer— den, zwischen den Völkern kein Ende nehmen, wenn auch schon die öffentlichen Feindseligkeiten aufhören; daß— wenn es, wie nicht zu läug— nen steht, seine Richtigkeit hat, daß die Wurzel der Bevölkerung in den Unterhalts-Mitteln liegt— alles, wodurch die Unterhalts-Mittel angegriffen werden, einen grausamen Krieg aus— macht: woraus denn folgt, daß der Friede Ff 2 zwischen ——— schlimmer, als auslandischer. noch eines Gegengewichtes, weder der Still⸗ 45² Achtes Capitel. zwischen den Völkern nicht anders wiederherge— stellt werden könne, als durch die Kenntniß, Avthenticität, und Annahme der wahren und un⸗ veränderlichen ökonomischen Grundsätze. Denn wahre Moral und Religion können im Umsturze der Ordnung nicht Statt finden. Ordnung und Unordnung beysammen sind widersprechend; un⸗ ächte Regierungs⸗-Grundsätze lassen sich nicht mit Köhler-Glauben blindlings annehmen: denn damit würde nur die Religion umgekehrt, und das gottliche Gesetz unaufhörlich gebrochen werden. Dieses höchste Gesetz zu hören und zu merken, ist der einzige Weg, der zur Erkenntniß der Regeln des eben so nützlichen, als religiösen Verhaltens der Menschen führt. Aber einheimischer Beraubungs— Krieg ist ökonomischer noch viel ärger, als Krieg zwischen Volk und Volke: denn jener, der weder des Nachlassens, stände, noch der Tractaten fähig ist, der sich unter dem Mantel des Hirten einschleicht, sich unter dem scheinbaren Vorwande des gemeinen Besten festsetzt, dessen Gift alle Köpfe schwarz macht, sich aller Seelen bemeistert und alle Her— zen verderbt,— dieser Krieg trennt und theilt unter der Benennung von Rechten, Regulativen, Privilegien, u. d. gl. eine Nation innerlich in unzähliche kleine und treulose Nationen, die im⸗ mer wider einander zu Felde liegen;— er sucht unaufhörlich die Gewissenhaftigkeit des Fürsten zu hintergehn; und eine fiscalische, hinterlistige, und durch gierige Leute angespornte Staats⸗ Administration freut sich bey demselben des glück⸗ lichen Erfolges ihrer Erpressungen. Er war es, der die Defraudationen erfand, um einen Vor⸗ wand zu haben, die Defraudanten nach natür⸗ lichem Gechil lhem xY Regulati Woltk/ nd folg aubgedol bedetblö h reyen. N Veheatht tirfen, ducirende Renschaf Lasse lipien de det Hurze in blahen geundeg, Hern fi Wiches hermichte fieft au den ihne Landwit eit zu v Herschaf Ehehsch DaseSt den sihr reichtihe schaft u fünfte list dꝛe Waarer Casen Ind sin N. udet wihnt lurh NAnmni I uwümmn àStundstz. dw n nsn iin. Deumn Duderürhndtu Witt lasen sch nit Rundlaze uurchun VNIn xh IuHA mufsotlich g „ 6 100 in 1 0 dtt zu Erkunnßz Wcher, de Agift fiht. Hubums⸗ Kig i schn Vol urd Hs Nachlasentz „ N de Sill⸗ A sch d sh. Iun ualdladt, ü randt dis geultn i alt Hrst sn Hcht niet uud a Fritz treant t 1 omn Wulalds ö Muen Inlh ö 1 Muhokeu, N il * Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung 453 lichem Rechte wider die Defraudanten nach dem Regulativ zu bewaffnen. Er ist es mit einem Worte, durch den ——— In populum multa ruinacadit, und folglich die Bevölkerung in ihrer Wurzel ausgedorrt wird; welches ohne allen Vergleich verderblicher ist, als wenn sie bloß in ihren Zwei— gen beschädiget wird, wie von Kriegs-— Würge⸗ reyen, Pest und Hungers⸗Noth geschieht, deren Verheerungen nur die gegenwärtige Generation treffen, da hingegen durch Beraubung der pro⸗ ducirenden Schätze der Fond und die Nachkom⸗ menschaft vernichtet werden. Lasset uns gegenwärtig auf die wahren Prin⸗ cipien der Bevölkerung zurücke kommen, und in der Kürze, die Art und Weise vorstellen, wie sie in blühende Umstände zu setzen, dauerhaft zu gründen, und immer weiter zu vermehren sey. Hierzu findet nur ein einziges Mittel Statt, welches kein andres ist, als daß die Einkünfte vermehret werden. Das Güther-Einkommen fließt aus dem Verkaufs⸗Werthe der Producte, den ihnen der Handel verschafft, und der den Landwirth aufmuntert, seine Arbeit und Thätig⸗ keit zu verdoppelu, um sich reichliche Aerndten zu verschaffen, die dann zu Schätzen werden; welche Eigenschaft ihnen der Verkaufs⸗Werth ertheilt. Diese Schätze geben ihm die Mittel in die Hände, den jährlichen Nachwachs zu erwecken. Durch reichliche, und immer bey der Reichthums-Eigen— schaft erhaltene Reproduction wachsen die Ein⸗ künfte. Durch Vertheilung der Einkünfte mit— telst des Ankaufes von Lebens-Mitteln und Waaren werden die Unternehmer von beiderley Classen in Stand gesetzt, gutes Arbeits⸗Lohn und starken Sold zu bezahlen, wodurch das Ff 3 Volk 45⁵⁴ Achtes Capitel. Volk zu thun bekömmt, und wovon es zu leben hat. Befindet sich nun das Volk im Stande, gut zu leben; so unterhält es durch seine Con⸗ sumtion den Verkaufs-Werth der Producte und die Waluta der Einkünfte. Je staörker sich nun ein solches Volk mehrt, desto stärker wird die Nachfrage; die Consumtion nimmt in allen Ge⸗ genden auf dem Grund und Boden der Frucht— Erzeugniß selbst zu; der Verkaufs-Werth steigt immer hoher; nach gleicher Proportion wächst auch das Einkommen; der Landwirth wendet desto mehr Schätze und Kräfte an die Bewirth— schaftung seines uths; der Erdboden giebt ihm dankbarlich immer mehr Lebens⸗Mittel und rohe Materien, und desto stärker wird der Ueberschuß, der die Einkünfte ausmacht. Die Vertheilung des Einkommens verhilft mehrern Menschen zu Arbeit und Verdienst, immer nach einem Fuße von Arbeits-Lohne, der mit dem Verkaufs⸗— Werthe der Lebens-Mittel im Ebenmaaße steht: und so mit wird der Cirkel des Wohlstandes immer größer und weiter, bis die menschliche Industrie allenthalben an die Schlagbäume der Natur ge— langt. Jedoch liegen innerhalb dieser Schlag⸗ bäume so ungemein viele Mittel, welche sich nutz⸗ bar machen lassen, daß sich jene Schlagbäume selbst ins Unendliche hin auszudehnen scheinen. Wir haben im vorhergehenden Capitel den Stand der Bevölkerung nach dem gegebenen Maaß in Rechnung angegeben. Das soll jedoch nicht so viel bedeuten, als ob die Bevölkerung gerade bey diesem Puncte beschränket wäre, als ob sich nicht rings um diese zugemeßne Volks⸗ Menge, wie man in großen Städten sieht, jener Schwarm geringer Lohn-Diener fände, die von Wenigem leben, und den Ueberrest und Abfall von Sahil ven eitt ellends Her Rechnun vuhtrgt henigtr! noch wel (nden Insern .8mögl sigeich, Rugen nich() Rede n Vierzehnt 13696 Furrsit alien gez cben diese Verschls den sollt und zoc denn dot Ahns⸗ unsce n bettri MJ. shreͤber Iichs in Pran Tage n Orted fange d 001 VII b Rul. Arung utz dilinEin e huh suh Auth du Inun. Ifick shu xio sirtu md E Ein ninnt n uns m dedn iu zuth Tuluit⸗rhn de Prpettör nitf d kurdwirth and. Ristt an di BWith Edbobn giht hr Lcenk⸗Matll uud th vid de Uhrsuß 0.. De Vrithlcz uthemm Muuschen y 28 fauch enmm gußt nit den Vrtufs Iun Enauft siht: iVobliudtent Nusclht Wurt aeun: dit Nuu d aurdub Melt Etle Vth ech sönt ihm Eßlabin utchnstehn therden Kahittu n uuh En Rue Dir sol sie 740 Duülag ut nin.u I 111 Stadteh sih 0 3ü. fürd Ri I 1 WIIN + Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 455 von einer guten und reichlich besetzten Tafel vollends aufzehren. Ohne von weitem Beyspiele her zu holen, die den Beweis geben, daß unsre Rechnungen über die Bevölkerung, wie sie im vorhergehenden Capitel aufgeführt worden, nichts weniger als eingebildet seyen, sondern vielmehr noch weit hinter der Realität zurücke bleiben, (indem wir immer bedacht gewesen sind, uns bey unsern Berechnungen in allen Stücken unterhalb des möglichen Besten zu halten,)— darf man nur, sage ich, wenn man sich von dieser Wahrheit über⸗ zeugen will, in Villaret's Geschichte von Frank⸗ reich() einige Stellen nachsehn, worinnen die Rede von dem Zustande der Bevölkerung im vierzehnten Jahrhundert ist. Er sagt, im J. 1368 hätte man zwölf mal hundert tausend Feuerstätten in dem einzigen Fürstenthum Aqui⸗ tanien gezählt, und die eroberten Stücke von eben dieser Provinz, die zu folge der Friedens⸗ Vorschläge vom J. 1376 zurücke gegeben wer⸗ den sollten, hätten 1400 Städte mit Mauern, und zooo feste Schlösser enthalten. Da mußte denn doch den Kreuz⸗-Zügen und dem Drucke der Lehns⸗Herrscherey, deren barbarisches Wesen unsre neuern gelehrten Schriftsteller ein wenig übertrieben haben, noch viel entgangen seyn. Im J. 1358 wurden, wie dieser Geschicht⸗ schreiber sagt, in einer einzigen Vorstadt von Amiens 3000 Häuser, weil die Feinde dieselbe in Brand gesteckt hatten, eingeäschert; heut zu Tage machen die sämmtlichen Vorstädte dieses Ortes nicht 200 Häuser mehr aus. Zu An⸗ fange der Regierung Philipps von Valois zählte 5f4 man, (Histoire de France, par Velly, continuée par Vitlaret, et achevée par Garnie r. 22 Vol. 12. à Paris 1755 sq. 456 Achtes Capitel. man, wie eben dieser Schriftsteller(D sagt, bloß in den Domänen der Krone dritthalb Millionen steuerbare Zeuerstätte. Diese Domänen begrif⸗ fen damals kaum so viel in sich, als heut zu Tage der vierte Theil vom Umfänge Frankreichs beträgt; welches anzeigt, daß es damals über acht Millionen steuerbare Feuerstätten gegeben haben müsse, ohne die Geistlichen, die Leibeignen, u. s. w. Wenn wir nun diese mit in Rechnung bringen, und jede Feuerstötte nur, wie man gemei⸗ niglich zählt, zu vier Seelen schätzen wollen; so sieht man, daß nach diesem Fuße die Bevölke⸗ rung der sämmtlichen, zum dermaligen Umfange von Frankreich gehörigen Provinzen statt der dreyßig Millionen, die unsre Berechnungen an⸗ geben, mehr als vierzig Millionen stark gewesen seyn müsse. Der Bericht, den uns dieser Ge— schichtschreiber von der Pracht des Hofes und von der Macht des Grafen von Foix in eben diesen Zeiten liefert, würde uns heut zu Tage unglaublich vorkommen, wenn er nicht durch eine große Menge von unwidersprechlichen Denkmälern vergewissert wöre. Wir werden im folgenden Capitel Gelegenheit finden, von den Großen in Fränkreich zu einer Zeit, die noch früher war, als die Epoche, bey der wir hier ein wenig stehn geblieben sind, mehr zu sagen. Immer aber ist und bieibt nichts gewisser, als daß keine Be— völkerung weiter für dauerhaft geachtet werden kann, als diejenige, die ein Lebens-Unterhalt leidet, welcher auf einen oder den andern zuver— läßigen Fond von Einkommen oder Arbeits⸗ Lohne gegründet ist. Ausfuht⸗Ver? Wir haben in der skonomischen Tabelle eine bote ersticken d uantität Erdreichs zum Beyspiel angenommen, und ( Tome X. pag. 23. ö ————— ——————.J—2:—————8— ————— —— Gech und behe scht hoch was bor migt. men/ 10 Hynaen sanders Mitel, stn, dinen ker pollumz, halt des haben, uns ehe des dand den rui stlitten gthen,! uin Enl sie hier sandes Mo da ale daran. Prest und zu Lohn!! wirthe sur Mittl alle d berhäl gleicht von D nach alle s Mhl. ssler l sj iz kriltha Maan Daninn kiß. N sh, als hu Ufngt Funtth Ru d in Nurfitin gcg en lhen, Erhihen xse mit incnng Rur, vunmnt⸗ shoten wolto; in gufe di Srül⸗ ee Uus Irtoinzn saut lu. In Eeungn d Nültnn surk bisn uib destt G⸗ u de Hosth und un Hot i tben n In dcht ch et Nundlchn datnilmn bth in solhede 3. tun di Sttin anch fihtt di⸗ 3r Her in un she Wn Mnn dl ͤ‚ 36. dl Mi lin ‚ Autdist Ructe Wn Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 457 und haben den Ertrag davon, wie es scheint, dle Bevölle⸗ sehr hoch nach Proportion gegen das angesetzt, rung. was vor unsern Augen ein gleicher Umfang ein— trägt. Es wird aber vielleicht eine Zeit kom⸗ men, in der unsre Hypothese den Menschen eine Pygmäen⸗Rechnung zu seyn scheinen kann, be— sonders in Beziehung auf den Preis der Lebens⸗ Mittel, welcher so niedrig, wie wir ihn an— setzen, in den Zeiten, die wir vor und bis zu denen kennen, wo die Regulative und das Mono— polium,(unzertrennliche Geschwister,) den Unter— halt des menschlichen Geschlechts angegriffen haben, niemals gewesen ist. Wir brauchten uns eben nicht gar weit umzusehn, um ein frem⸗ des Land zu finden, wo eine große Menge von den ruinosen Mißgriffen, die wir bisher be⸗ stritten haben, noch dermalen im Schwange gehen, und wo doch dessen ungeachtet die wah— ren Einkünfte bey weitem höher sind, als wir sie hier dem Zustande des vollkommensten Wohl— standes beylegen. Man wird mir vermuthlich nicht einwenden: da alle Preise conventionell sind; so liege nichts daran, daß die Lebens⸗Mittel in mittelmäßigem Preise stehen, so fern dieser Preis nur beständig und zuverläßig ist, und das Dienst- und Arbeits⸗ Lohn damit im Ebenmaaße steht; dem Land⸗ wirthe könne es so lange gleichgültig seyn, daß er nur einen mäßigen Preis für seine Lebens⸗ Mttel Mittel bekomme, als er all den Beystand und n r alle die Hülfsmittel, deren er bedarf, zu einem 1Hπ verhältnißmäßigen Preis haben kann; eben so duun an i. gleichgultig sey es dem Tagelöhner und dem, der 646 von Dienst- und Arbeits-Lohne lebt, wenn er Wchn + nach Proportion bezahlet wird, so fern er nur Ils alle seine Bedürfnisse nach verhältnißmäßiger §f5 Taxe 458 Achtes Capitel. Taxe bekommen kann, indem es dann auf das Nämliche hinausläufe; so könne es auch dem Güther-Besitzer und dem Suverän gleich-gelten, die ihre Einkünfte bloß empfangen, um sie aus⸗ zugeben, und die mittelst obgedachter Gleichheit eben den Aufwand machen, und eben so gut ge— nießen könnten, als sie mit dem Doppelten ge— than haben würden, wenn die Lebens-Mittel ums Doppelte mehr gekostet hätten. Dieser ganze Einwurf würde auf täuschende Grundsätze fͤhren. Denn 1) sollte das für den Staat und die Güther⸗Besitzer gleichgültig seyn; so müßte man eine völlig isolirte Nation voraus⸗ setzen, die keine Nachbaren hätte, mit denen sie so wenig ihres Interesse, als ihrer Macht wegen in dem mindesten Verhältnisse stünde. Denn wenn derjenige, der in Anjou eine Rente von hundert tausend Franken hat, nach Proportion eben so reich ist, wie der, der in Normandie zwey mal hundert tausend Franken zieht; so kann das nur unter der Voraussetzung gelten, daß jener bloß von den Producten seiner Provinz lebt; daß er seinen Ueberfluß wegwirft; daß er in Mißwachs⸗Jahren Mangel am Nothdürfti— gen leidet; daher denn keine Compensation, durch welche die Einbußen vergütet werden, Statt findet. Ist dieß nicht; so wird der Normander immer der stärkere seyn, und immer wird sein angeblicher Nebenbuhler an Kräften verliehren. 2) Was den Landwirth anlangt, der das Dienst— und Arbeits⸗Lohn theurer zu bezahlen genöthigt ist, so hat ein bekannter Schriftsteller in einer trefflichen, an die ökonomische Gesellschaft zu Bern gerichteten Abhandlung bewiesen: da die Arbeiten bey der Landwirthschaft, und die Ge— schäffte des Handels großen Theils mit Hülfe des —————————ü——— Gechih dis Dih Masch ˙ tlift: Hosten d shift, de Hüff spatt voraus hifte Cultut hleibe, Durkeht Volk, Matti lich alles, in diese thes de Gleiche Matil Pris! litet; in den 9ar d gleiche ress hon se Echti Wönne hier d H vthul Welt 0 9 . th dun V mn tg ah uuntt Rachglz Rugen, in seut Vüichte Slaghg ind chen sy gu ui dennlin v die unb,mn 4 Datten dalten. -e auf tiysten seltt des fit he glichpülti styr, Mution vornit⸗ Allt, nit denen st un Nacht vgn ümh. Den Aente von Iuch Mopottion n Nernndie mnien sicht; o mulschunz oten, uum santt Irtoin hitt; duser n Ruthdürt⸗ Inensatio, urh Mden, Stalt ud de Mmaldtr Winner utd sen Wüsten Eleche. 1. u Dins⸗ M thg Astitber in ent Gesehshaft 6 lenisn: N huft und de 5 Hals ni V ö 1 — Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 459 des Viehes verrichtet werden, welches keine für Menschen unentbehrliche Lebens-Mittel verzehrt; so trifft die Erhohung des Preises derselben die Kosten dieser Art eben so wenig, als die Ge— schäffte, die man mit Maschinen verrichtet, oder die Hülfsmittel, wodurch die Transport-Kosten gespart werden, als die Schiffahrt, u. s. w. woraus sich denn ergiebt, daß wenigstens die Hälfte von diesem Zuwachs am Preise dem Cultur ⸗Unternehmer zum reinen Profite ver— bleibe. 3) In dem wechselseitigen Handels— Verkehr mit dem Ausland ist der Schade für das Volk, bey dem die Lebens-Mittel und rohen Materien in niedrigem Preise stehen, unermeß— lich: alles, was in diesem Verkehr eingekäuft, alles, was in demselben verkaufet wird, kömmt in diesem Compensations-Verhältniß, auf wel— ches der ganze Einwurf hinausläuft, in keine Gleichheit. Denn durch den Preis der Lebens⸗ Mittel vom Zuwachs einer Nation wird der Preis der Waaren andrer Nationen nicht regu⸗ liret; und wir können uns wegen dieser Preise in den Ausgaben nicht anders entschädigen, oder gar dabey gewinnen, als wie fern wir der— gleichen Waaren selbst zum höchsten möglichen Preise verkaufen. 4) Was den betrifft, der von seinem Solde lebt, so handelt die gedachte Schrift diesen Punct umständlich ab; und wir können nicht besser thun, als daß wir denselben hier dem Leser vor Augen legen. „Es ist ein großer, tief eingewurzelter Irr⸗ »„thum, der auch deßhalb gar sehr bestritten zu „werden verdient, wenn man glaubt, daß es „zu irgend etwas helfe, das Getraide in einem „Staat, oder in einer Stadt, in niedrigem „Preise zu halten. Nur allein plötzliche und uner⸗ ———— —————“——————:ss— 2.———— 46⁰ Achtes Capitel. Wh „unerwartete Steigerung des Getraide-Preises a »ist fürchterlich, und zieht so gleich Mangel und Hand⸗ „Elend bey dem armen Volke nach sich. Diesen d „»zufälligen Umstand abgerechnet, ist hoher Preis stamhf »der Lebens⸗Mittel für jedermann nützlich. n „Denn 1) was wir bey der Verringerung des Rube „Preises der Lebens-⸗Mittel an der Hand-Arbeit„Nande »zu gewinnen denken, das verliehren wir am seht »reinen Ertrage der Bodens-Cultur; und so tars I „mit richten wir die Nation zu Grunde, um oufs 9 »einige Händels-Leute reich zu machen. Trauet ehrt! »aber ja nicht dem Kaufmanne, der seine Profite„Sini „von der Nation zieht, und der sein Geld bloß r »in der Absicht circuliren läßt, um seine Mit— o wit „bürger um ihr Geld zu bringen. Je mehr sein„en »„Vermögen wächst, desto mehr entzieht es der seiner „Landwirthschaft die Schätze, durch welche die„rafk „Schätze wieder aufleben sollen; und desto mehr odes L „Blendwerk macht der Nation dieser unächte„ud „Wohlstand zum Vortheil ihres Landes⸗Handels. an „Ein Ackerbau⸗treibender Staat muß bloß Acht Sran Hauf denjenigen Handel haben, durch den der asein „Verkaufs⸗Werth der Producte seines Bodens„beht „unterhalten wird. Leichtigkeit und Freyheit„5al „des Absatzes verschaffen guten Preis; guter„du. „Preis belebt die Cultur, und bringt reichlichen„le „Ertrag mit sich; reichlicher Ertrag und guter »„Preis erschaffen die Einkünfte, fördern die Be⸗ „völkerung, und verschaffen den Einwohnern ö „gutes Auskommen. 2) Fortwährende Ver⸗ 43 »ringerung des Getraide⸗Preises in einem Staat »ist dem gemeinen Volk eben so nachtheilich, als h »den Güther-Besitzern.— Dieser Satz be— al »darf einer schlußrichtigen und zusammenhängen⸗ 1 uden Erklärung. 1— „Das vsut . Shuki Rich Nunt uh lac sch. Dein t. is hahe ut Nenam rihlg. durngrug 00 r hudabet Nrlchen vir an ullut; und s Grunde, un nachen. Tuautt der seine htyft r sein Seb doß i sint Nit n. Nreht sin tiht ch di urh welche dit 100 dest neht däset nächtt audes⸗ Haldils. 1 mur boß Uct , durth den det sinte didenz und Stheit n Ireis; glt heitt techiche Einte und gutet fitden de B. Iyn Enmwahuan Awihendt Ler enen Etnn rudthelich „JFalle. Verhältn. der Ausg. zur Bevölkerung. 461 „Das gewöhnliche Tagelohn des gemeinen „Hand-Arbeiters hat zu allen Zeiten so ziemlich „den zwanzigsten Theil von dem Preis eines „französischen Malters Weizen, nach Mittel— „Jahren geschätzt, betragen. Wenn nun der „gangbare Preis des Malters Weizen von 240 „Pfunden am Gewicht auf 10 Franken an Mün⸗ „ze steht; so beträgt das Lohn des Hand-Arbei⸗ „ters 10 Sols auf den Tag, und die Summe „aufs ganze Jahr etwan 130 Franken. Ver— „zehrt nun ein solcher Arbeitsmann mit den „Seinigen das Jahr über zwölf Malter Mang— „Korn(von halb Weizen und halb Roggen); „so wird sein Aufgang an Getraide 100 Franken „ausmachen, und es bleiben ihm zu Bestreitung „seiner übrigen Bedürfnisse nicht mehr als 30 „Franken. Stünde aber der gangbare Preis „des Weizens auf 30 Franken; so würde der „Hand-Arbeiter jährlich 395 Franken verdie— „nen, und sein Aufgang an Getraide 300 „Franken ausmachen. Er würde alsdann zu »seinen andern Bedürfnissen 90 Franken übrig „behalten; also drey mal so viel, als im erstern Wir sehen Tag vor Tag, ohne nach „der Ursache forschen zu wollen, daß das ge— „meine Volk aus den Provinzen, wo das Ge— »traide im Unwerth und niedrigem Preise steht, „auswandert, da es hingegen schaarenweise „nach den Orten und Gegenden läuft, wo der „Lebens-Unterhalt theurer ist. Ist es möglich, „daß so einfache, von der Erfahrung unter— „stützte Gründe den Berechnungen der subalter— „nen Staats-Verwalter entgangen sind, die „unter dem Vorwande der Getraide-Policey „dem Volk und dem Staat einen guten Diensi „zu thun meynen, wenn sie in den Provinzen „ dem SE‚———..——————— ———————.——— 233..—.———.˖.————..— 46² Achtes Capitel. „dem Absatze des Getraides Einhalt thun— »in der Absicht, dasselbe zum Besten des Volkes »in niedrigem Preise zu erhalten— und die im „Gegentheile das Volk durch den Verfall des „Ackerbaues, und durch das Monopolium, wel⸗ »„ches sich in den National-Getraid-Handel »einschleicht, häufigen Gefahren der Hungers⸗ „Noth bloßstellen“? Jede Cultur, Der Gedanke von einem mittelmäßigen Prei⸗ Abiat im Ate⸗ se, derch welchen im Innern nicht nur ein ver⸗ lande versper⸗ hältnißmäßiges, sondern auch zugleich ein hin⸗ Eur terde längliches Dienst- und Arbeits-Lohn gesichert Cultur, die seyn soll, setzt schlechterdings Untersagung alles Lerben Euibe⸗ Handels-Verkehrs mit dem Ausland, und Be⸗ gen geht. schränkung der Circulation aufs Innland voraus. Denn wenn der reiche Ausländer die Getraide⸗ Vorräthe einer armen Nation zu niedrigem Preis aufkaufte; so würde er dieses anders nie thun, als zu seinem Profit: und wäre dieses ungewiß und nur überhingehend; so würde es wohl eben so gut seyn, daß er nie und gar nicht zum Ein⸗ kaufe käme. So bald man völlig überzeugt seyn muß, daß die Cultur eines Landes keine Gelegenheit habe, Absatz an Ausländer zu machen, ist es leicht entschieden, daß es eine dürftige, unbeständige und eng eingeschränkte Cultur sey, die mit jedem Tag ihrem Erlöschen, zum Ver— derben des Staates und zur Entvolkerung dessel⸗ ben, entgegen eilt. Wir werden diesen Punct, der bereits ander— wärts debattiret worden ist, noch tiefer aus dem Grund erörtern, wenn wir zu dem Capitel von den Verhältnissen der Ausgaben zur Landwirth— schaft kommen. Ich kann mich aber nicht ent— halten, scheinbare Einwürfe, die in der Mode sind, so bald sie einen Punct treffen, auf dem alles ————— 5—————————.3—— Dehhll ales bern lastt uns aes hil erung de Kbens⸗N gerchnet Lohn, 0 Consumtio Mittel ein fullgen E Unwetth/ Im so me an der de sparen, u gng Mithn l lchen Kett hebirkes, sdes lingl slhen das Iutet aufhelät thatiz st dafür zu gͤttlicht ihre ign Es mit sehr Vefard Uchetzeh tinaly und Hln dessn n Wgen andets, dir das — —— Verhältn. der Ausg zur Bevölkerung. 463 üienr alles beruht, zu beseitigen. Vor der Hand un des Dulte lasset uns den Schluß machen, daß der Nutzen umden eines hinlänglichen Arbeits-Lohnes, zu Beför⸗ Lfal e derung der Consumtion und des Werthes der Wopollun, cl. Lebens-Mittel von jeder Art, nicht hoch genug Nand,Hadl gerechnet werden könne. Denn ein Arbeits-— der Hunges⸗ Lohn, bey dem die Menschen lediglich auf die Consumtion der allerunentbehrlichsten Lebens— lnif an r Mittel eingeschränkt bleiben, bringt die mannich⸗ t rur ein yn⸗ faltigen Erzeugnisse der verschiednen Güter in Mleich en hi⸗ Unwerth, und stürzt die Nation in Armuth. tohn githe Um so mehr wird sie ein Lohn, der sie zwingt, an der Beschäffenheit der Nahrungs-Mittel zu sparen, und sich mit einem dürftigen Unterhalte zu begnügen, in absolute Vernichtung stürzen. Mithin läßt sich, vermöge dieser unveränder— Nerfuun II. Mersagung alet In und N land, und Be⸗ *in Inland voraus. N eraid= rariin lichen Kette, das allgemeine Beste nicht anders 4- bewirken, als durch Erweiterung des Genusses unß jedes einzelnen Menschen. Kraft dieser unum⸗ rülan stößlichen Regeln sollte sich die Habsucht selbst uan une das Interesse a.rer Leute angelegen seyn lassen; 0 übnun aufgekläͤrte Tugend hingegen muß unabläßig Tune fül thätig seyn, und hat Ursache, die Vorsehung N dafür zu preisen, daß sie ihr im natürlichen und Wnmnahel göttlichen Gesetze bloß das Joch der Sorge für ö n dun ihre eigne Glückseligkeit auferleget hat. ait Lulir shj Es ist Zeit, einen Artikel zu schließen, der Den, zun mir sehr werth ist, und bey dem das Herz dem m dih Verstande nachgegeben hat, in der gewissen Ueberzeugung, daß sich beide zusammen an hents andez einerley Ziele wiederfinden werden. Theures t aus den und glänzendes Ebenbild deines Schöpfers, du, m Hrul vol dessen natürliche Stellung eine Erhebung der in Aundwoit⸗ Augen zum Himmel ist, und der du dich nicht atr nicht tt⸗ anders, als mit Mühe, zu den Gütern, die n de Nt dir das Land deiner Wallfahrt darbeut, nieder— ftn, uf di bücken 5 464 Achtes Capitel. bücken kannst; auserwähltes Geschlecht, dem ausschließlich Wohlwollen, Mitleidenheit und Liebe zugetheilt wurden; Mensch, von dem der Ewige geliebt seyn wollte, da er hingegen Ge— stirne und Welten dem Stoße von außen unter⸗ würfig machte; du Meer von Vervollkomme⸗ nungs⸗Föhigkeit, wie von Abnahme und Ver⸗ fall, freyes Wesen, verzeihe, wenn ich dein Da⸗ seyn zum Gegenstande der Rechnung zu machen versuchet, und es an feste Combinations⸗Gesetze zu binden geschienen habe. Verzeih; aber er— wäge, wohin dich Unbekanntschaft mit den großen Gesetzen der allgemeinen Mutter Natur, die in ihrem Schoos alle erschaffenen Wesen um⸗ faßt und erwärmt, führen würde. Erwäge, wie viel daran gelegen, und wie nöthig es war, eine Laufbahn, auf der die Verirrungen der Menschenliebe eben so gefährlich, eben so schäd⸗ lich sind, wie die Blendwerke der Habsucht, ins Helle zu setzen. Jedes moralische Wesen ist un⸗ ermeßlich; aber jedes physisch Wesen ist be⸗ gränzt, Bedürsnissen unterworfen, und folglich an die Nothwendigkeit der Unterhalts-Mittel gebunden. Unaufhörlich im Kriege mit deinem eignen Geschlecht, um sie zu rauben, wider— standest du dem Antriebe der Natur, die dir den Brunnen der Güter darbietet, die aber Ein⸗ tracht und allgemeine Herzlichkeit zwischen Brü⸗ dern fodert, daß sie einander aus diesem gemein⸗ schaftlichen Brunnen schöpfen helfen. Nur allein auf diesem Wege kannst du dem Gebote deines Schöpfers, zu wachsen und dich zu meh⸗ ren, nachleben. Er allein kann dich, durch die Glückseligkeit deiner Neben- Menschen selbst, glöcklich machen. Geleitet von einem Strahle dieses milden Lichtes, welches dem recht ver⸗ stande⸗ Hahals * andenen Int und der Geka worden it Glůdder, undd heit, welchent genug seyn so gut ic) HAbꝛs⸗Wert Oem widm Die V völkerung si alein das? Luye des L Perkaufs⸗ Früchte ab, und weiter, unn das I. waitr wi diso mehr! enthvickelt v dise Uter ubet ale d len den M unter aller andern be Txl Wail Mh Rayitin n bxyny I„ dan hum, hßt vun duin l. ton Vurelopn, 1n*3 mü „ Wem! Hnd Inn nes Cenbnatte N V. Nusthz An. INN x Aranntschatt mit dig 1 1167 reu durdt. 4.7 Wuruthtz s vot, &² Mnunen det Hlch, thin so shib Ke habsucht, is Ralsht Diunstun, Wus Dein ii de Wunkisth, ud igl Iu Mͤthtlts⸗Mith Oin Lrtht mit dinen s iu nͤbn, Wda 1 N nur, de dit d Ailttt die 9 1 h E- Ranlchiet witand 2DU aus Niem IU Wlbiet Hfen. 1 „rdt ku den l Audin um Iyoln un dch wu 3 Muscheh 0 von Im E vn uht H1 atel tiche Verhälln. der Ausg. zur Bevölkerung. 465 standenen Interesse, der Redlichkeit des Herzen und der Geradheit des Verstandes nie versaget worden ist, habe ich die Principien, die Ketten⸗ Glieder, und die Folgernngen dieser großen Wahr⸗ heit, welche nur zu empfinden, schon für uns hätte genug seyn sollen, erkannt: ich entwickele sie, so gut ich's weis und vermag, und werde diesem Liebes⸗Werke mein Leben bis an den letzten Odem widmen. Die Verhältnisse der Ausgaben zur Be⸗ völkerung sind so beschaffen, daß der Aufwand allein das Maaß der Nachfrage, und diese die 0. des Verkaufs-Werthes ausmacht. Vom Verkaufs⸗Werth hängt reichliche Erzeugniß der Früchte ab, die zum Lebens⸗-Unterhalte dienen; und weiter, als die Unterhalts-Mittel reichen, kann das Maaß der Bevölkerung nicht gehn. Je weiter wir auf unsrer Laufbahn fortschreiten, desto mehr wird diese Fundamental-Währheit entwickelt und bewiesen werden. Wir wollen diese Untersuchung damit fortsetzen, daß wir sie über alle Theile der Arbeit ausdehnen, und wol— len den Anfang mit der ersten und wichtigsten unter allen Arbeiten machen, auf die sich alle andern beziehen. Ende des ersten Bandes. SSISe Eee= 3.— 77.—7— —c————— —7 ———. 6 ——— d * ——— .———— — ꝗ——— O em ——— d 8 8 Goilour& Grey GCortrol Chart Blue Cyan Green Vellow Hed Magenta Wnite. GrS Grey Grey 3 Grey 4 Black