———— —— —-ÿ— — — ——— —,———— ————ů——Zé ——— ——— —— ———=— 4=——— — —— —— 4„*⁴⅔l ö V. 2— 0 Wird 160 I ö* Vom ö V. N IIP. 1 B b 6 —— —— Dessen Bahn 1— Würkung auf verschidene Koͤrper, nach zuverlaͤßigen Wahrnemungen von Wetterschlaͤgen, gezeiget: II. die beschuͤtzende Leitung durch Metalle erwogen und nach den Erfarungen auf die sicherste und bequeemste Anstalt zur Ableitun angewant: 8 I. B. 3 II.* die Betrachtung der Wetterschlaͤge au elektrischen Erfarungen erlaͤutert wird: Jo. Alb. Hür Reimarus der Arzeneygelahrth. Doctor. Hamburg, verlegt von Carl Ernst Bohn. 7 77— de Mif luait f shien. shnucht Hlhrn, segich asüwer in Gih ah tth asft fg gn 2 N .. 1ů 19. Von der Ableitung des Blitzes ist zwar schon viles geschriben, welches zur Rentnis hinreichend seyn koͤnte. Nichts desto weniger muß man gestehen, daß die Ausfuͤrung des Vorschlages noch nicht so ausge⸗ breitet ist als es die Wichtigkeit desselben zu versprechen schien. Woher dises? Fuͤrs erste weiß man, daß sich noch ein Abstand zwischen dem kalten Beifalle der Gelehrten, und der algemeinen, lebhaften, thatwuͤr⸗ kenden Ueberzeugung befindet, deswegen leztere, ob sie gleich die vorneemste Absicht seyn solte, doch oft am schweersten, selbst hey den sinreichsten und nuͤzlich⸗ sten Entdeckungen, zu erhalten ist. Daneben mögen auch teils mangelhafte teils gar zu beschweerliche Vorschriften eine Uhrsache gewesen seyn, daß mit Ausfuͤrung der Anstalt noch gezoͤgert worden. Zu disem gewuͤnschten Zwecke nun den Weg naͤher zu a 2 banen IV Vorbericht. banen habe ich alsd mittelst gegenwaͤrtiger Schrift nach meinem geringen Vermoͤgen etwas beitragen wollen. Ich hielte mich um so mehr verpflichtet die Sache weiter ins licht zu stellen, weil ich das Gluͤk gehabt habe schon durch eine vorlaͤufige im Jahr 1768 herausgegebene Abhandlung zum wuͤrklichen Anwenden dises Sicherungsmittels hie und da Anlaß und Auf⸗ munterung zu geben. Vielleicht moͤgte noch einigen, welche schon bewogen worden sind dem Rath der Naturforscher zu folgen, etwas zur voͤlligen Beruͤhi⸗ gung felen, und ein Zweifel aufstoossen ob sie auch zu einem gefaͤhrlichen oder mislichen, oder wenigstens unnuͤtzen Unternemen verfuͤhrt worden waͤren. Es komt hier naͤmlich auf die klare Einsicht viler Personen an deren Geschaͤfte es nicht erlauben sich in wissen⸗ schaftliche Untersuchungen einzulassen, und denen man es nicht verdenken kan wenn sie den vielleicht fut bloosse Mutmaassungen gehaltenen Schluͤssen der Gelehrten nicht mit voͤlliger Zuversicht trauen: zumahl, da inen die Aeusserung einer Verschidenheit der Meinungen, welche doch nur Nebenumstaͤnde betrift, den Gedanken erwecken moͤgte als ob die Hauptsache selbst noch zwei⸗ felhaft waͤre. Ja ich wuͤnschte, daß auch die Hand⸗ werker, wie ich solches bey einigen schon erhalten habe, einen zureichenden Begrif von der Anwendung diser Zuruͤstung erlangen moͤgten. Wir muͤssen uns doch bey Tuͤrmen und andern schweer zu besteigenden Ge⸗ baͤuden in vilen Stuͤcken bloos auf sie verlassen, und dan ist es leicht zu erachten daß ein Unverstaͤndiger, oder welcher der Sache selbst keinen Glauben zustellt, sein Geschaͤfte nur so obenhin ausrichten wird, dadurch wichtige Feler begangen werden koͤnnen, deren Folgen man nachmahls dem Anschlage selbst bey— messen moͤgte. ö ..........:.iiii.i....... 0 —* d de s H Mufes a de jusher: Hwähtt N eih; HT. Ucheht! dlhe hWsenige nult sid suune/ x Rsoc Das ubn Sr che Mihmin Wung Ju Rainne o. Di luldckt, speit ho *Uusch Wnehper f W ullun Isht n gim Mheh, M ende l an, z Vorbericht. V Deshalben habe ich meinen Vortrag ausfuͤhrlich und so viel ich konte faßlich zu machen gesuͤcht, und daher habe ich mich auch in den ersten Teilen dises Werkes auf nichts was zu der kuͤnstlichen Elektrizitaͤt oder andern Versuchen und Lehrgebaͤuden der Natur⸗ forscher gehoͤrt berufen; sondern jeden Satz bloos aus bewaͤhrten Erfarungen von wuͤrklichen Wetterschlaͤgen, die ein jeder einsehen kan, gezogen und bestaͤtigt. Dabey kan ich nicht umhin anzumerken, daß, da die wichtige Entdeckung von der elektrischen Natur des Blitzes bekantlich erst im Jahr 1752 gemacht worden, diejenigen Beobachtungen welche aͤlter als diser Zeit⸗ punkt sind, und die ich deswegen alte Wahrnemungen nenne, da man sie keines Vorurteils beschuldigen kan, desto mehr Eindruk machen muͤssen. Die Erfarungen zu samlen, zu ordnen und zu nutzen, hat mir zwar die meiste Muͤhe veruhrsachet: es war aber zu meinem Zwecke unumgaͤnglich erfodert. Murhmaass sungen und erloͤschen 5 in wenig Jaren: aber wohl betrachtete Erfarungen blei⸗ ben immer der sicherste Grund auf dem wir bauen koͤn⸗ nen. Die Kraͤfte! der Natur sind noch lange nicht genug entdekt, noch weniger angewant. Langsam und stuf; fenweise hat ein Teil des menschlichen Geschlechts, von der Vorsicht auf die gluͤkliche Spuhr geleitet, mehr und mehrere derselben beachtet, und durch Nachsinnen solchen Nutzen daraus geschoͤpft dessen Moͤglichkeit so wohl iren Vorfaren als andern Voͤlkern die noch leit ausser diser Reihe von Betrachtungen ligen nie in den Sin gekommen war.— Die Untersuchung der Erfa⸗ rungen, mit Absicht betriben, ist auch gewiß nicht eine so elende Arbeit als man denken moͤgte: da das Be⸗ merken, Vergleichen, Unterscheiden, Folgern, An⸗ 920— wenden, Peeeee VI Vorbericht. wenden, immer unsern Verstand auf eine 2. 103 Weise beschaͤftigen kan.— So viel moͤglich habe ich 10 U aus der Menge derer die mir vorgekommen sind eine Wet Wahl getroffen, und meistens solche genommen die in mehr als einer Absicht branchbar waren: indessen schien scen es auch keine unnuͤtze Arbeit zu seyn durch ut mehrere Wahrnemungen zu Hetigen Ich fuͤrchte baine also auch nicht, daß ire Anzahl dem Leser derdrießlich N fallen werde, da ein jeder/ der den Folgerungen one Mpelde Beweis trauen wolte, sie leicht uͤberschlagen kan. sugend, Vielmehr hoffe ich/d aß ernstlichen W Vabrheissforsthern unn ein kleiner zwekmaͤßiger Vorrath Len 2 Wahrnemungen Rsteut nicht unangeneem seyn werde/ da inen bekant ist wie alen viel Ungegruͤndetes noch bis auf gegenwaͤrtige Zeiten, Wae aus Mangel der genauen Beobachtungen, von den ihd Eigenschaften des Blitzes behauptet worden. Wuͤrde Khhglht man dagegen auf besagtem zuverlaͤßwigen Wege fort⸗ Waschr faren mehrere ausfuͤhrlich beschribene Wahrnemun⸗⸗ ul wun gen zu erwaͤgen, dazu sich gese Hickeren N aturfors⸗ chern ssches d0 manche Gelegenheit darbiten wird, so koͤnten noch uchigetr weitere Umstaͤnde erforscht, genauer bestimmt und Mhium berichtiget werden. Indessen bin ich durch fleißige Wagen gr Beachtung schon in den Stand gesezt, ein und an— de! deres,(z. B. von der Teilung und dem Abweichen Run des Wetterstrahls) anzumerken, welches bisher noch lalcg, nicht genugsam benutzet schien und auch aus der gerin— gern Wuͤrkung der elektrischen Versuche nicht so deut— W lich gefolgert werden konte. Die Wichtigkeit diser Ms u Grundlaͤge hat mich also bewogen alle Sorgfalt dabey dhzn anzuwenden, davon ich glaube dem Leser einige Re⸗ chenschaft geben zu muͤssen. Ich habe mamlich alle 1 Erfarungen entweder aus eigener Beobachtung„oder hant 6 zuverlaͤßiger Nachricht, oder, was die im Druk be⸗ 0 kant gemachten betrift,(wo nicht ein anderes ange— ö zeigt eme c eine ein en ch hte lich one an. ern en vie en, den rde rt⸗ i⸗ rn sch nd ige m⸗ en ch in⸗ r⸗ ser ey ie⸗ lle g1 Vorbericht. VII zeigt worden) aus den U hrschriften selbst bergenommen und die Beobachter oder Gewaͤhrsmaͤnner genant. Wie oft sagt nicht ein Auszug oder eine ganz etwas anders als in des Verfassers Worten ent⸗ halten war, und wie sehr komt es nicht darauf an ob die Nachrichten von einem tuͤchtigen Beobachter selbst herruͤren oder aus bloossem Hoͤrensagen geschoͤpft seyn. Ich habe sie auch nicht bloos abgeschriben, sondern zum Nutzen der Leser die in dem Bericht enthaltene Bemer⸗ kungen so zu fassen mich bemuͤhet, daß ihr Zusammen⸗ hang am leichtesten in die Augen fle und deshalben zerstreute Umstaͤnde aus einer N Lachricht, oder auch zuweilen aus verschidenen Berichten, zusammen samlen und ordnen muͤs ssen. Aus der Erzaͤlung der Beobachter habe ich die wuͤrklichen Wahrnemungen getreu aus⸗ gezogen; ire Muthmaassungen aber von der Art und Weise oder den Uhrsachen der? Begebenheit weggelassen/ und wenn ich selbst etwas zur Erklaͤrung hinzugefuͤgt, solches von der Erzaͤlung unterschiden. Zu desto richtigerer Vorstellung hielte ich es fuͤr noͤtig jede Wahrnemung zusammenhaͤngend vorzutragen: des—⸗ wegen habe ich sie mit Zalen bemerkt, damit sie bey den verschidenen Saͤtzen welche an irem Orte daraus zu folgern waren wieder angefuͤhrt werden koͤnten. Die Bemerkungen anderer Schriftsteller, welche die hier vorgetragenen Saͤtze bestaͤtigen oder damit uͤbereinstimmen, habe ich, wenn sie mir bekant worden, mit Fleiß angefuͤhrt: bey den Meinungen aber die ich bestreiten muͤssen die Schriftsteller nicht anders genant als wo es besoͤndere Umstaͤnde zu erfodern schinen, und einige noch hie und da angetroffene Vor⸗ stell ungen die sich von selbst aus naͤherer Erwaͤg 9103 a 4 e⸗ VIII Vorbericht. berichtigen lassen bin ich nur mit Stilschweigen uͤber⸗ gangen. Aus verschidenen Beispilen wird zu ersehen seyn, wie sich die scheinbaren Abweichungen bey den darge— legten Naturgesetzen durch Betrachtung der besondern Umstaͤnde zureichend erläutern lassen: wie es aber auch zuweilen inni fallen kan, von einer Begebenheit zu urteilen wenn die besondere Beschaffenheit eines jeden Teils am Gebaͤude u. dgl. was die Bahn des Blitzes betrift nicht genan angezeigt worden.— In den oͤffentlichen Zeitungsblaͤttern, zuweilen auch in andern Schriften, geschihet viler Wetterschlaͤge Meldung deren unvolkommene Erzaͤlung dem? Taturforscher fast zu nichts dinen kan.— Ich hielte es also fuͤr nuͤzlich einen etwas ausfuͤhrlichen Inhalt oder Auszug der gesamten Bemerkungen voran zu stellen, teils damit man die hie und da angefuͤhrten Wahrnemungen mit Absicht auf jeden i in Betrachtung kommenden Umstand, und folglich mit mehrerem Vergnuͤgen, durchlesen mögte; teils auch damit mehrere Beobachter desto leichter aufmerksam wuͤrden bey vorfallenden Wetter⸗ schläͤgen dasjenige darauf es hauptsäͤchlich ankomt zu untersuchen, zu beurteilen, und in irem Berichte zu bestimmen: denn, je weiter man schon den Umfang des ganzen Feldes uͤberschauet hat, desto mehr wird man geuͤbt zu vergleichen, und folglich wahrzunemen. Ich wenigstens haͤbe es auch bey disem Werke gefun⸗ den, daß wenn ich eine Wahrnemung zum zweiten Male laas da ich schon weiter in der Untersuchung ge⸗ kommen war, mir noch verschidene merkwuͤrdige Um⸗ staͤnde in die Augen filen die ich anfangs als unbedeu⸗ tend uͤbersehen hatte. Im —————————— —.... * M ganst, 3 Nle lll V M tel e n AE unge Hohlhun d e Met pich Id W. 116 ———.——...II tt, 1 I sb eül cken, hude dn sslen, In heben m Istct y Mshen I n 0 hun AI 0 ö e b. 6 W Ufug Vorbericht. IXé Im ersten T Teile habe ich diejenigen einenn gesamlet, welche uͤberhaupt die Baͤhn und Wuͤrkung des Blitzes zeigen, und daraus sich welh nen⸗ Vor⸗ urteile berichtigen lassen. Die Wuͤrkung des Bl 99— auf Menschen ist daselbst in einem aus fuͤhrlich en Ka⸗ pittel betrachtet, und daraus die noͤtigen, unter allerley Umstaͤnden zu beobachtenden, Vorsichtsregeln gezogen. Im zweiten Teile sind besonders diejenigen Er⸗ farungen von 5 Wetterschlaͤgen genu zet, welche die Beschuͤtzung der Gebaͤude durch eine zufaͤllig oder mit Fleiß angebrachte Strecke Metal, und die Umstaͤnde unter welchen diser Vorteil erhalten oder nicht erhalten wird, vor Augen legen. Auf disem Grunde ist sodan lede Vorschrift einer einzurichtenden Bliz-⸗ Lide gebauet, und dabey die Beweise zu mehrerer Ueber zeugung aus dem Vorhergehenden 25 wiederh hohlt. Ich habe es fuͤr dienlich erachtet bey diser wichtigen Sache allerley vorkommende Faͤlle ausfuͤhrlich zu eroͤrtern, da mir die Untersuchung verschidener Ge⸗ baͤude an welchen Bliz⸗Ableitungen angelegt werden solten, und der dabey zu erteilende Rath, Gelegenheit gegeben manche Umstaͤnde welche bey Ausfuͤrung der Anstalt zu erwaͤgen vorfallen und Schwirigkeit ver— uhrsachen koͤnnen genauer als sonst zu geschehen pflegt zu betrachten. Disemnach hoffe ich den Handwerkern hier so deutliche Anweisungen dargelege zu haben daß inen die Anwendung in jedem Falle leicht zu machen seyn wird. Es sind darunter auch einige Verbesserun⸗ gen der ersten Versuche einer solchen Zuruͤstung an— gegeben, dadurch selbige teils noch sicherer, teils auch bequemer eingerichtet, und folglich die wuͤrkliche 92——85 eines so ersprießlichen Vorschlages, wel— a 5 ches — 727 X Vorbericht. ö ö ches der Hanptzwek war, desto weiter ausgebreitet Buen werden kan. Hahn Obgleich nun die elektrischen Versuche, wie gesagt, A hier nicht als Gruͤnde gebraucht worden auf welchen Hen,u die Ueberzeugung zu bauen waͤre; so hielte ich es doch Iu nicht fuͤr uͤberfluͤßig sie als eine Erlaͤuterung der Er⸗ msen farungen von Wetterschlaͤgen hinzuzufuͤgen und zu 1 fernerer Bestaͤtigung der aus jenen gezogenen Saͤctze ihfnt anzuwenden. Da es nunmehro doch ausgemacht ist fittn daß Elektrizitaͤt und Gewitterkraft einerley sey, so R koͤnnen die mit Fleiß gemachten Versuche den Natur— wWyhnr forschern auch wuͤrklich dinen ein und andern Umstand naͤher zu bestimmen als es sich aus den zufaͤllig ge⸗ an machten Wahrnemungen thun liesse. Man wird also iihtHän im dritten Teile die verschidenen Bemerkungen der„I Elektrizitaͤt welche hiher gehoͤren in einem zwekmaͤßi⸗ Phet gen Zusammenhange vorgestellt und mit Anmerkungen roseg begleitet finden. Rulg 10n Je mehr ich noch lese, beobachte; desto mehr X finde ich was zu Bestaͤtigung und Erlaͤuterung des IM Rn Vorgetragenen dinen koͤnte. Wie viles aber entgehet(eidn mir! Meine Geschaͤfte gebiten mir einzuhalten, damit nit xdy die Ausgabe diser Abhandlung nicht laͤnger verzoͤgert 10660 werde. Die etwan kuͤnftig gesamleten Zusaͤtze moͤgen ushur bey fernerer Gelegenheit nachfolgen, und andere 16 Beob⸗ ———FFII—————————— Vorbericht. XI Beobachter werden zum gemeinen Besten das Ihrige gefaͤllig mit beitragen. Da ich nur in abgebrochenen kurzen Zwischen⸗ zeiten, und nicht alle Mahl mit heiterm Kopfe, einige Jare lang an gegenwaͤrtiger Schrift habe arbeiten muͤssen; so ist der Vortrag nicht so gut geraten als er haͤtte seyn sollen, und daher sind auch einige Weitlaͤuf⸗ tigkeiten und Wiederholungen eingeflossen, welches ich nicht mehr aͤndern kan, und welches billige Lser, da doch diss Feler der Deutlichkeit nicht schaden, leicht verzeihen werden. So wird man sich auch uͤber die Art zu schreiben nicht beschweren, da sie nicht, wie bey einigen Neuern wohl geschehen, die Aussprache zweifelhafter macht. Ich habe naͤmlich nur einige Buchstaben weggelassen wo sie ganz unnoͤtig waren, als das h, oder die Ver⸗ doppelung des Selbstlauters, oder das e nach dem i, wo die Sylbe sich mit einem Selbstlauter endigt,(als in Stralen, zihen:) aber ich lasse es als ein Zeichen der Denung wo ein Mitlauter die Sylbe schliesset, (als in Strahl, zieht, groos.) Eben so verfare ich mit den doppelten Mitlautern, die am Ende unnoͤtig sind,(als in Schal) in der Mitte aber, nicht allein wo sie zu zwoen Sylben gehoͤren, sondern auch oft— mahls in zusammengezogenen Sylben beyzubehalten waͤren, XII Vorbericht. waͤren, um z. B. schall't von schalt u. s. w. in der Aussprache zu unterscheiden. Ich habe auch nach dem Beispile der schon eingefuͤhrten Gewohnheit in den Woͤrtern Meer und mehr, leer und Lehr das scharfe e von dem gedeenten unterschiden und jenes durch ein zugeseztes h, dises aber durch Verdoppelung oder durch aͤh angedeutet, oder wo es die Sylbe endigt bloos one hagelassen, als nemen, denen u. s. w. Manches habe ich noch uͤbersehen, und, um den An⸗ stoos des Sonderbaren zu vermeiden, auch manches noch mit Fleiß nach alter Gewohnheit gelassen: D. 98 I andere Schriststeller aber, die hierin mehr Gewicht 10 haben, verdinen gewis unsern Dank daß sie weiter W gegangen sind die Schreibart unserer Muttersprache 34 ZEt ö e Agh zu berichtigen. Wsch Hhtirz WMall,X 60 Wung thaßaupt Hir st N ln. I I V. s 9Erheh Een dir senhih n, a haßrmet ů Vun Inhalt. 1a0 Wcher Ehn ————8——8————————'xx 1————— lt. Inhalt. I. Teil. Kapittel. 2 Gestalt und Bewegung d des Blhen . 1. wenbnte er 2 ie eigentlichen Blitze unterscheiden sich vom Wauter leuchten. §. 2. Sie faren aus den Wetterwolken entweder gegen andere. ten oder gegen die Erde zu. ö F§. J. 4. 5. In beiden Faͤllen zeigt sich vor dem Ausbrucht eine Anzihung— Dise veruhrsachet, bey Gewittern, den umlauffenden und entgegengesezten Wind, imgleichen das Herabstürzen des Plazregens, und, in staͤrkerm Grade, die Wirbel, Wettersaͤulen oder Wasserhosen. §. 6. Sie zeigt die wechselseitige Wuͤrkung und Gegent wuͤrkung zwischen einer Wetterwolke und der Erde: wie dan Hi der Wan des Blitzes aus den Wolken unlaͤug⸗ bar ist. §. 7. Ploͤzlich entstehende einzelne Blitze pflegen einzu— schlagen. 0 ö §. 8. Der Bliz, welcher eigentlich als ein Feuerbal ge— bildet ist, erscheint durch die schnelle Bewegung als ein feuri— ger Strich oder gedrungener Strahl. G. 9. 10. Er faͤhrt oft in ziemlich gerader Linie, schraͤge oder senkrecht: doch kan er auch schlaͤngelnd durch die Luft faren, und an den Wolken von einem Teile zum aͤndern uͤberspringen. ö §. II. Es scheint auch eine innere wirbelnde Bewe⸗ gung im Blitze vorzugehen, und daher zylindrische Koͤrper in einer Schraubenlinie beruͤhrt zu werden. II. Ka⸗ AV Inhalt. II. Kapittel. Umstaͤnde bey dem Ausbruche, oder der Hervor⸗ lockung des Blitzes. §. 12. Bey der Hervorlockung oder dem Ausbruche, dem Treffen des Blitzes, und der Entladung der Wolke, zei— gen 9.— folgende Umstaͤnde: (a) Da der Durchbruch nach allen Seiten hin auf den nächsten Gegenstand geschihet; so sind die erhabenen Stell en den⸗ Wetterschlaͤgen am meisten ausgesezt. H. 13.(b) Imgleichen, die der Wolke am ersten in den Weg kommen, und daͤher Gebaͤude die nach einer flachen Ge— gend eine Aussicht haben, one daß man in der Naͤhe eines Wassers u. s. w. die besondere Uhrsache zu suchen hat— Hin⸗ gegen bleiben nidrige Stellen welche von hoͤhern Gegenstaͤn⸗ den umgehen sind verschonet. §. 14.(0 Die Durchbruchsweite des Blitzes kan ver⸗ schiden seyn nachdem die Wetterwolke mehr oder weniger ge⸗ laden ist: (dh imgleichen nach verschidener Beschaffenheit des Mittels — welches der Strahl hinfaren muß. G.(e) Die Gestalt oder der umfang des Koͤrpers en 006 Bliz anlocket macht auch einen Unterschied— Alle schmaͤlere Hervorragungen oder Spitzen befoͤrdern den Durchbruch des Strahls. n 16.( Der Bliz wird dabey oft sehr schraͤge aus der rne hergelokt. 88 17.(g) Eine Zwischenwolke oder Samlung von Duͤn— sten kan auch seine Bahn leiten. §. 18.(h) Bey gleicher Anlockung koͤnnen geteilte Strale auf verschidene Stellen zugleich ausfaren. F. 19.(i) Wo keine besondere Hervorragung in der Naͤhe ist, schießt der Bliz in groͤsserm Umfange auf ein Mahl herab. — Dahin scheinen die sogenanten Zauberkreise im Grase zu rechnen zu seyn. KH. 20.(K) Die Wetterwolken entladen sich nicht auf ein Mahl, sondern teilweise mit verschidenen Schlaͤgen, wenn sie nicht sehr klein oder schwach geladen sind— Der Aus— bruch —.....D‚Dnii........ +—— ö H inn Di 6 Ren . ugleche Iu einem O•, 06 Mahlsacht Nn v. Dur Hl Ranslich, M. +1 H Zumme an Rch khen V. Me un Heln 0 Wole 1.10.2 0 flamne iN NI. w Heyein uhen de Ru l Ihtxhh— H duaht Sigem N I5 A Alastrehs E 0 ö ene 2 Inhalt. XV bruch eines Strahls scheint also zum Teil auch von einem innern Drange abzuhaͤngen. §. 21.() Es kan aber die Gewittermaterie auch aufs Neue gesamlet und waͤrend des Zuges gemehrt werden. §. 22.(m) Ferner koͤnnen sich auch mehrere Wetterwolken zu gleicher Zeit samlen, und neben einander, oder nach einander, an einem Orte aufzihen. H. 23.(n) Die Entladung koͤmt nicht eigentlich darauf an ob es blitzet oder knallet; sondern sie wird duͤrch den Abzug veruhrsachet, wenn solcher gleich im Stillen, bloos durch Regen u. s. w. geschihet. Der Knal von starken Schuͤssen hat eine andere Wuͤrkung, naͤmlich, durch Erschuͤtterung der Luft die Wolke zu zerteilen. Bahn und Ziel des Blitzes. 45836 §. 24. Jeder Wetterstrahl dürchlaͤuft schnel seine Bahn bis zu einem gewissen Zile, wo seine eigene Wuͤrkung und Flamme aufhoͤret— Was dadurch entzüͤndet worden, kan gleich jedem andern Feuer geloͤschet werden.** „F. 25. Gleichwie nun die Blitze in der Luft von einer Wolke zur andern faren und alsdan erloͤschen; so erstrekt sich bey allen herabschlagenden Blitzen die Bahn des Strahls von der Wolke bis zur Erde oder bis zur Oberflaͤche des Wassers. F. 26. 27. Vielleicht begegnen sich dabey Erschuͤtterung und Flamme von oben und von unten: daher man an der Erde den Bliz an mehrern Stellen zugleich erscheinen, wie auch bey einem Schlage auffaren und niderfaren sehen kan nachdem die Augen gerichtet sind.— In der Wuͤrkung und in den Folgerungen macht dise verschidene Vorstellung keinen Unterschied— Wenigstens ist die Wetterwolke doch alle Mahl zur Hervorbringung des Blitzes erfodert, und diser ist mit keinem Feuer-Ausbruche aus der Erde zu verwechseln. §. 28. Die zusammenhaͤngende Bahn eines einschlagenden Wetterstrahls, und jedes geteilten Strales davon, solte aber hauptsaͤchlich an Gebaͤuden von oben bis unten nachgespuͤret werden: welches aus verschidenen Uhrsachen oft uͤbersehen worden. ö IV. Ka⸗ — XVI Inhalt. ö ü 45 IV. Kapittel. V Anlockende Koͤrper: Metalle. 4— §. 29. Einige Koͤrper verstatten dem Blitze einen freien 5 Durchgang und locken ihn mehr an als andere— Jene nennt II Ei man anlockende oder leitende, und die andern widerstehende E oder nichtleitende Koͤrper. ai 0 ö ö—— ulseher. §. 30. Die Wuͤrkung haͤngt aber von dem zusammen⸗ 225 gensmmenen mehrern oder wenigern Widerstande auf der IMIld ganzen Bahn des Blitzes ab. O ue §. 31. Die leichteste Durchfahrt und vorzuͤglichste An⸗ it sch Ret lockung findet der Bliz an Metallen— jedoch wird der Zug 6 6. der Wolke selbst dadurch nicht veraͤndert. nl §. 32. Der unmittelbare Anfal darauf wird auch nur Wan alsdan veruhrsachet wenn sich das Metal an den oͤbern Teilen Ruaht der Gebaͤude befindet. ö aud fehn u „H. 33. Auch wird der wuͤrkliche Durchbruch des Blizes n nicht bloos durch ein einzelnes Stuͤk Metal, sondern durch die Anlockung auf seinem ganzen Wege bis zur Erde, be⸗ 105 4 stimmt, das Metal mag aussen an der freien Luft befindlich sihen xn seyn oder nicht. ö aichel hrach §. 34. Der besondere Zug und die Leitung des Blitzes IWuf nach Metallen zeigt sich auch in der fernern Bahn desselben durch die Gebaͤude, und findet sich schon in alten Erfarungen angemerkt. §. 35. Es faͤlt auch in die Augen wo derselbe durch die Rhk freie Luft von einer Stelle zur andern an einem duͤnnen Me⸗ taͤldrate geleitet worden. 9647 H. 36. Erwaͤnung der verschidenen Metalle die in Gebaͤu⸗ Rurn den vorkommen zur Nachspuͤrung der Bahn eines Wetter⸗ Wüinr strahls.— Eisen. 2 40. §. 37. Bemerkung des Umstandes, daß es durch den huhihn Wetterschlag zuweilen magnetisch wird,— wie auch, daß 69 die Richtung der gewoͤhnlichen Magnetnadeln, oder Kom⸗ fltper: dn passe, nicht aber derer die aus einem künstlichen Magnet— seunttrfi stale bestehen, dadurch umgekehrt, oder die Kraft verdorben p.. wird, und daß solches durch die bloosse Erschuͤtterung, one lhfft daß eben der Strahl durch das Metal hingefaren, geschehe. R §. 38. freien nennt hende numen⸗ F der An⸗ r Zug nur Leilen ebaͤu⸗ etter⸗ den daß Kom⸗ gnet⸗ orben one ehe. „ 38• Inhalt. XVII §. 38. Kupfer und Meßing.§. 39. Bley. §. 40. Zin.§. 41. Silber und Gold. §. 42. Oueksilber. 9. 43. Erze. §. 44. Erscheinung der Wetterlichter, oder Elmes⸗Feuer, an den Spitzen und Ecken der in der Luft erhabenen Metalle — Sie pflegen bey Gewitterluft mit starkem Winde, so⸗ wohl mit als one dabey vergeselschaftete Wetterschlaͤge zu entstehen. p. 72.— Es koͤnnen keine anhaftende Duͤnste seyn. P. 74.— Die Wetterlichter sind vielmehr dem Blitze ver— want und nur eine gemaͤlige Wuͤrkung derselben Kraft. Pp. 76. — Sie werden auch nach alter Erfarung als ein Zeichen eit nes sich zerteilenden Gewitters angesehen. p. 78. §. 45. Die bekante Franklinische Entdeckung aber, welche im Jahr 1752 bestaͤtigt worden, hat uns auf die anlockende Eigenschaft der Metalle, und uͤberhaupt auf die genauere Beobachtung des Blitzes und seiner Bahn aufmerksamer ge⸗ macht.— Umstaͤnde welche bey den Versuchen mit ausge— stellten Metallen in Betrachtung der Gewittermaterie bemerkt worden. §. 46. Verschidene Misverstaͤndnisse in Ansehung einer solchen Anstalt der Naturforscher, dadurch man die Gewit— termaterie nur auffaͤugt und anhaͤuffet um ire Eigenschaften zu beobachten; keinesweges aber ableiten wil.— Nicht die Anhaͤuffung, sondern die Bewegung uͤbt Gewalt. V. Kapittel. Anlockung durch Wasser, Feuchtigkeit, Rauch. §. 47. Naͤchst dem Metalle gibt das Wasser und alle Feuchtigkeit dem Bliz eine vorzuͤgliche Anlockung.— Er schlaͤgt zuweilen unmittelbar in ein Wasser. §. 48. Er folgt auch in seinem fortschreitenden Zuge der Feuchtigkeit, zuweilen noch an der Erde hin. §. 49. Imgleichen beym Durchdringen durch andere Koͤrper: daher er an frischen Baͤumen zwischen Holz und Rinde herunter faͤhrt.— Dise werden zwar auch zuweilen zerschmet— tert: p. 95.— insbesondere aber Holz das von der Rinde entbloͤsset ist nach den Fasern zerspalten, selten entzuͤndet. P. 98.— An Mauren faͤhrt der Strahl in feuchter Bemoͤrs b telung XVIII Inhalt. telung herunter, und aͤussere Feuchtigkeit kan auch etwas ab⸗ leiten. p. 98. §. 50. Daͤmpfe und Rauch geben dem Bliz gleichfals eine Anlockung, dabey er indessen auch zerstreuet wird.— Erwegung der vermeinten Sicherheit des Aufenthalts beym Feuerheerde. §. 51. In wie ferne der Regen vorteilhaften oder schaͤd⸗ lichen Einfluß aͤussere. 52. Die Anlockung durch Metalle ist sehr viel staͤrker als durch alle Feuchtigkeit, Rauch u. s. w. und die staͤrkste Befeuchtung der Oberflaͤche durch Regen hindert das Eindrin— gen des Blitzes in Gebaͤude oder Baͤume nicht. §. 53. Scheinbare Leitung des Blitzes an der Oberflaͤche einiger Koͤrper: an Uebermalungen oder Ueberzuͤgen von Teer und Kienrus beobachtet: wie auch an anderer Uebermalung (Zusaͤtze Erf. 89*½:— ist doch nicht mit dem Dienste einer wuͤrklichen Leitung zu verwechseln. VI. Kapittel. Anlockung und Wuͤrkung auf Menschen. §. 54. Die Anlockung des Blitzes auf Menschen oder Tire ist weit geringer als auf Metalle: aber groͤsser als auf andere veste Koͤrper, und, wie es scheint, auch groͤsser als auf Feuchtigkeiten.— Doch ist die Gefahr davon nicht so groos als man sich vorstellt. §. V. Der Bliz faͤhrt auf Menschen wenn sie sich in freiem Felde befinden.— Noch eher aber, wie es scheint, auf das Vie: wenigstens wird selbiges eher erschlagen, auch durch die bloosse Erschuͤtterung, one eigentlich getroffen zu seyn. ö §. 56. Er trift auch Menschen wenn sie seiner Fahrt im Wege sind, als zwischen zwey Stuͤcken Metal, oder zwischen einem Metalle und der Erde, da er dan von andern Koͤr— pern ab auf den Menschen zuspringet. 7 §. 57. Ueberhaupt, wenn sie sich nahe bey Oandern Koͤr⸗ pern befinden in welchen der Strahl herabfaͤhrt und Wider⸗ stand antrift, als Holz, Steinen, u. d. gl.— Daher bey Gewittern der Aufenthalt' bey Baͤumen, Hecken, Heuhauf⸗ ö— sen/ — —— as ab⸗ chfals beym schaͤd⸗ aͤrker rkste drin⸗ laͤche Teer lung iner X Inhalt. XVIIII fen, imgleichen nahe an einer Wand oder Pfosten, in den Winkeln der Zimmer, unter Thuͤrgeruͤsten, u. s. w. gefaͤhrlich ist. §. 58. Der Bliz macht aber, besonders seitwaͤrts, kei— nen weiten Sprung durch die Luft um von andern Koͤrpern in welchen er herabfaͤhrt auf Menschen zu fallen. §. 59. Die Anlockung durch Metal am Leibe kan ihn etwas weiter herfuͤren. §. 60. Hingegen ist zu merken, daß das Metal welches in einer Strecke neben dem Menschen herabgehet den Strahl vorbey leitet, und also zur Beschützung dinet: welches sogar durch vergoldete Leisten an Waͤnden u. s. f. bewuͤrkt wird. p. 134.— So koͤnnen auch die Tressen das Eindringen des Strahls auf den Koͤrper abweren: p. 137.— Ja einiger⸗ maassen auch die sehr durchnezten Kleider. p. 139. §. 61. Der Bliz findet aber mehr Anlockung an mensch⸗ lichen Koͤrpern als an Holz und Steinen, oder als an den trok⸗ nen Kleidungen aller Art, welche er durchboret oder zerreis⸗ set, wenn er nicht an den unbedekten Teilen unter den Klei— dern eingedrungen ist. §. 62. Der Strahl faͤhrt indessen nicht eigentlich durch den Koͤrper hin, und die innern Teile werden bey den Getroffe— nen nicht zerrissen oder von der Flamme verlezt befunden. §. 63. Daß oft die Knochen zerschmettert wuͤrder zwar eine alte Sage; aber durch neuere mit Fleis beobach tete Wahrnemungen nicht bestaͤtigt, und wo es sich faͤnde, koͤnte es auch von dem heftigen Anfalle der Platzung und dem Niderstuͤrzen herruͤren. §. 64. Vielmehr aber ist aus Vergleichung haͤuffiger Wahrnemungen zu schliessen, daß der eigentliche Strahl des . 2 2 88 +„* 5— Blitzes bloos laͤngst der Oberflaͤche des Koͤrpers, zwischen di⸗ ser und den Kleidern herfare, da er dan besonders beym Zu— und Absprunge, und unter starkem Widerstande der Kleider am meisten verletzet. p. 154. Auch am Vie faͤhrt er an der Oberhaut herab, und sengt die Hare, besonders an den Stellen ab wo weisse sind. p. 158. §. 65. Die verschidene Verletzung der Kleider wird eben daher erlaͤutert. §. 66. Dise Wuͤrkung laͤßt sich nicht bloos aus der An— lockung durch die wenige Feuchtigkeit der Ausduͤnstung erklaͤren. b 2§. 67. XX Inhalt. . 67. Sie ist um desto sonderbarer da andere Platzun⸗ l gen und Entzuͤndungen den Koͤrper innerlich angreiffen. p. 168. We Daß aber der Bliz menschliche oder tirische Koͤrper zu Asche verbrenne, ist aus keiner zuverlaͤßigen Wahrnemung uft zu beweisen. p. 176. §6. 68. Wenn Menschen von einem Wetterschlage getoͤdtet 101 werden, so geschihet es mit ganz andern Umstaͤnden. Die Uhrsache des ploͤzlichen Todes scheint vornehmlich die Gewalt des ersten Zusprunges und die Erschütterung der Nerven zu seyn, besonders wenn der Kopf getroffen worden.— Dies zeigen die stuffenweisen Wuͤrkungen, nachdem der Strahl dise oder jene Stelle getroffen hat. p. 1777.— Daher kan auch ein Mensch erschlagen werden one daß der eigentliche Strahl auch nur die Oberflaͤche des Koͤrpers berüͤhrt habe, und also one eine Spuhr der Verletzung.— Dies wird ferner durch Vergleichung solcher Faͤlle erlaͤutert wo sich die Betaͤubten noch wieder erhohlt haben. p. 180. 5. 69. Andere Muthmaassungen von der Uhrsache eines solchen ploͤzlichen Todes sind unzulaͤnglich. 25 §. 70. Die Erschuͤtterung des Gehirns und der Nerven kan auch, nach verschidenen Umstaͤnden, one toͤdlich zu seyn, D0 andere Folgen hervor bringen. p. 186.— Auch vorteilhafte h Würkungen koͤnnen von der Erschuͤtterung erfolgen. p. 588. §. 71. Stehende oder Sitzende, denen der Strahl auf 0 den Kopf faͤlt, werden vornehmlich geroͤdtet: ein Ligender ö kan eher beym Leben bleiben. p. 188.— Doch koͤnnen auch W Menschen im Bette erschlagen werden, wenn der Strahl von ö ü dessen Pfosten oder einem andern nahen Koͤrper auf den ö Kopf zuspringt. p. 189.— Ueberhaupt aber werden die ö sah auf dem Felde befindlichen leichter am Kopfe getroffen und 105 erschlagen als die sich in Haͤusern auf halten. p. 192. bhe §. 72. Eine andere Uhrsache des ploͤzlichen Todes kan ö der Druk auf den Hals und auf die Lunge seyn, zumahl wenn 10 selbige eben vol geathmet waͤre(Zusaͤtze Erf. 8) D: doch scheint 15 sich eine solche Erstickung vom Blitze nicht oft zu eräugen. ö P· 192. ö Ner Von dem Mangel der Luft, oder von der Verduͤnnung. derselben durch die Flamme, kan aber die Wuͤrkung des Bliz— R zes nicht herruͤren. p. 193. ůᷓ §. 73. ahun⸗ .168. er zu mung oͤdtet Die ewalt n zu Dies rahl kan liche abe, vird die ines ven eyn, afte 58. auf nder guch von den die und kan enn eint geh. ung liz⸗ 73• Inhalt. XXI 6. 73. Ausser den ploͤzlich vom Bliz Erschlagenen koͤnnen noch einige an den Folgen der Verletzung, Fieber u. s. w. und besonders an starken Brandschaͤden sterben. 74. Ueberhaupt aber bleiben vile, und vielleicht die meisten vom Bliz getroffenen, am Leben. Umstaͤnde, welche bey Behandlung derselben zu beobach⸗ ten sind. §. 75. Vorschriften, wie sich Menschen vor dem Bliz in Sicherheit stellen koͤnnen:— in Haͤusern one Ableitung. §. 76. In den Kirchen und auf Tuͤrmen. §. 77. Auf der Gasse.§. 78. Auf dem Felde. p. 219. — Vorschlag eines Wetterschirms. p. 221.(und Zusaͤtze.) §. 79. Zu Pferde oder in einem Fuhrwerk. §. 80. In Schiffen. VII. Kapittel. Widerstehende Koͤrper. 6. 8Tr. Zeichen des Widerstandes in den Koͤrpern. p. 225. Dergleichen sind: Leinen, Hanf, Wolle, Leder, Seide— wie auch Holz, Steine, Zigel, Glas. p. 226. 6. 82. Auch unentzuͤndete und nicht verkolete brenbare harzigte oder schwefelichte Koͤrper. Selbst das Schießpulver lokt den Bliz nicht, und bleibt auch von dem uͤberhin farenden Strale oft unentzuͤndet. 6. 83. Endlich widersteht dem Bliz auch die natuͤrliche (nicht sehr erhizte oder feuchte) Luft, und zwar so stark, daß er nicht one Gewalt hindurch dringet, und fast eher durch alle veste Koͤrper auch mit Umwegen herabfaͤhrt. Bey dem Sprunge durch die Luft waͤre der Zwischenraum und die beiderseitigen vesten Koͤrper wohl zu beobachten. not. 194. §. 84. Vorurteil, daß der Bliz hie oder da durch Fenster oder Tuͤren herein oder hinausgefaren sey, wird durch die Wahrnemungen widerlegt, da er vielmehr durch den Zusam⸗ menhang der vesten Teile eindringet und herabfaͤhrt. p. 236. Wie doch oft die Fenster oder Tuͤren verlezt werden. P. 238. b 3 Der XXII Inhalt. Der Bliz faͤhrt auch nicht in dem offenen Schlunde eines Schorsteins, sondern in dem Gemauer selbst oder in den an⸗ ligenden Teilen des Hauses herunter. p. 241. U §. 85. Es ist auch von der Zugluft nicht erweislich, daß sie den Bliz anlocke, oder ihm eine Richtung gebe. 70—— N §. 86. Noch von der Erschuͤtterung durch das Laͤuten der 11 Glocken. ö R 6. 82. Wegen des groͤssern Widerstandes der Luft kan der 60 Bliz, one auf eine entferntere Auffangungsstange zu faren, W — V 0 durch einen kleinen Zwischenraum von vesten Koͤrpern zur 7 Ableitung dringen.— Der groͤssere Widerstand in einem weiten Wege zur Erde durch veste Koͤrper auf der einen Seite, und auf der andern ein anlockender Koͤrper mit einem kleinen biu Zwischenraume von Luft, kan ihn aber auch von Holz, Stei— nen u. s. w. durch die Luft auf Metal oder Menschen absprin⸗ gen machen. naat VIII. Kapittel. 10 N Platzung beym Wetterschlage. ssrt §. 88. Jede unzureichende Leitung des Strahls veruhr— sacht eine Platzung, er mag nun durch einen eigentlich wider— N stehenden Koͤrper, oder durch einen zu kleinen Umfang eines anlockenden Koͤrpers dringen.— Daher komt in der Luft f der Donnerknal und das Umherwerffen der daneben befindli— 0 chen Koͤrder.— Die Erschüͤtterung scheint dabey zuweilen schichtweise zu wuͤrken. ö ö A 0 §. 89. Die vesten widerstehenden Koͤrper werden mit 5 Gewalt zerrissen, zersplittert, zersprengt. §. 90. Je weniger der Koͤrper zur Leitung faͤhig ist, 15 desto groͤsserer Umfang desselben wird zum Verhaͤltnisse des h Strahls erfordert um one Platzung durchzufaren.— Je l weniger aber der Koͤrper an sich widerstehet, desto feiner ist die Zerstaͤubung wenn der Umfang desselben zu klein gewesen ist. §. 91. Die Wuͤrkung und Richtung der nach allen Sei— 98 ten hin treibenden Platzung ist von der Wuͤrkung und Rich⸗ i tung des durchfarenden Strahls wohl zu unterscheiden. 32 §. 92. Bey jedem staͤrkern Widerstande samlet sich der Stnahl und uͤbt groͤssere Gewalt aus.— Auch wird seine Schnelligkeit dadurch in etwas aufgehalten. K. Ka⸗ de eines den an⸗ h/ daß ten der an der faren, uzur einem Zeite, einen Stei⸗ sprin⸗ ruhr⸗ bider⸗ eines Luft indli: heilen mit Rist, des ö Je er ist n ist. Sei⸗ Rich⸗ der seine Ka⸗ Inhalt. XXIII IX. Kapittel. Unterschied des Blitzes von andern Entzuͤndungen. §. 33. Flamme und Platzung sind zwar Zufaͤlle des Wet— terschlages: er ist aber, seinem eigenen Wesen nach, von ei— ner gemeinen Entzuͤndung und Platzung brenbarer und salpe— trigter Dinge sehr unterschiden.— Brenbare Duͤnste die sich von selbst entzuͤnden, koͤnnen nicht so haͤuffig in der Luft, und am wenigsten in den regnenden Wolken vorhanden seyn. — Die Umstände des Blitzes stimmen nicht mit einer solchen Entzuͤndung uͤberein. §. 94. Die Abkuͤlung der Luft beym Gewitter kan auch keine Folge einer solchen Entzuͤndung seyn. H. 95. Die Wuͤrkung einer Dunst⸗Entzuͤndung ist ganz anders beschaffen. H. 96. Auch von Platzungen, als bey entzuͤndetem Schies⸗ pulver, ist die Wuͤrkung und eigentliche Fahrt des Blitzes sehr verschiden. p. 260. So auch von der Wuͤrkung des aus dem Bakofen lauffen⸗ den Feuers. p. 262. H. 97. Die Erklaͤrung, daß die vesten Koͤrper nur ires groͤssern Widerstandes wegen vom Blitze mehr angegriffen wuͤrden, leistet kein Genuͤge. F. 98. So auch, daß das Feuer sich nach den kaͤltern Gegenstaͤnden hin bewege,— oder, daß eine bleierne Kugel in vest umwickelten Papier geschmolzen werden koͤnne. H. 99. Noch zeigt der Schwefelgeruch und die nach Wet— terschlaͤgen gefundenen Schwefelblumen, daß der Bliz in der Entzuͤndung eines Schwefels bestehe, da lezterer vielmehr durch den Bliz erzeuget werden muß. ö 6. 100. Die in der Luft sich zeigende Feuerkugeln, das Sternschiessen, die Irrlichter, der Ausbruch aus feuerspeien⸗ den Bergen, u. s. w. sind demnach auch keinesweges aus ei: nerley Uhrsache mit dem Blitze herzuleiten. U. Teil. XXIIII Inhalt. II. Teil. r hn len Durchfahrt selbst, teils mittelst der erregten Flamme, teils mittelst der Platzung: uͤberal aber nur da wo er Wider⸗ 6 stand antrift. W„ 111 f-R1el RI X. Kapittel. Beschuͤtzende Leitung durch Metal. 90 10 44F. ror. ö bü D Bliz wird nicht allein durch Metal angelokt, sondern w wenn ihn selbiges— auch mit ümwegen— tifer zut W Erde herab fuͤhrt, so haͤlt er sich daran in seinem ganzen I Wege one andere umligende Koͤrper anzugreiffen.— Dises faͤlt oftmahls bey duͤnnen Metaldraͤten klaͤrlich in die Augen. schh p. 273.— Wie auch an Vergoldungsleisten. p. 281. 6 6. roz. Daß aber der Strahl auch durch eine Strecke ims detal von groͤsserm Umfange, wenn gleich keine Spuhr der steh Verletzung daran gefunden worden, auf eben die Weise ge⸗ ö In leitet und andere Koͤrper deshalben verschonet worden, zeigen In alle Umstaͤnde. ů ahudt L. 103. Daher bleiben die mit Metal gedekten Daͤcher ö ö an Tuͤrmen und andern Gebaͤuden, wenn darauf ein Wetter⸗ Aher strahl faͤlt und von deren untern Ende herabfährt, unbeschaͤ⸗ Il digt. p. 290.— Da hingegen andere Tuͤrme oder Dächer, die nicht mit zusammenhaͤngenden Metalle gedekt sind, ent⸗ weder gleich oben an der Spitze entzuͤndet, oder überal be⸗.0 schaͤdigt werden. p. 296. 40 H. 104. So wird auch jeder uͤbrige Teil, mitten oder i unten am Gebaͤude, verschonet oder beschaͤdigt gefunden, nach⸗ 114 dem der Strahl entweder eine Strecke Metal daran herabzu⸗ Agn faren angetroffen oder nicht angetroffen hat, und doch auch Iihy dises Metal selbst, wenn es nur von irgend betraͤgtlichem Ruht Umfange gewesen, nicht verseert, oder nur durch den Zu⸗ Onn und Absprung des Blitzes an den Enden verlezt befunden. ö ö W6 ul XI. Kapittel. e Wo der Bliz beschaͤdige— sich teile abweicheꝰ D ö b L. 105. Der Wetterstrahl verlezt teils mittelst seiner schnel— ö §. 106. ondern ser zut zanzen Dises ugen. trecke r der se ge⸗ zeigen aͤcher zetter— eschaͤ⸗ ächer, eni⸗ al be⸗ oder nach⸗ abzu⸗ auch chem Zu⸗ N. Inhalt. XXV H. 106. Der erste Anfal geschihet auf die oͤbern Teile der im Wege angetroffenen Koͤrper, und von da wird die Bahn alle Mahl, es sey durch leitende oder durch widerste⸗ hende Koͤrper, bis zur Erde fortgesezt.— Gebäude oder andere Koͤrper one Metal werden also uberal verlezt.— Wenn Metal zwar vorhanden, aber nicht bis zum E ipfel reichet, die oͤbern Teile. p. 312.— Wenn es nicht bis zur Erde in ei⸗ ner Strecke hergbgehet, die untern, oder die Stellen wo das Metal unterbrochen ist. p. 314.— Je weniger Metal vorhanden ist welches in einer Strecke herunter leitet, und ie mehr sich hingegen abgesondertes, zerstreuetes, queer ge⸗ legenes, eingeschlossenes befindet, desto hanffiger und hestiger sind die Verletzungen. p. 317. §. 107. Auch werden umligende Koͤrper zersprengt oder zerrissen wenn ein Metal zwar den Strahl herunter leitet, aber unzureichend und eingeschlossen ist: als bey uͤbermahlter Vergoldung und eingeschlossenen duͤnnen Metaldräten.— Wenn aber das Metal von zureichendem Umfange ist; so wird auch die Bedeckung nicht abgesprengt. §. 108, Das Durchboren, oder Durchschlagen kleiner Loͤcher, geschihet wo der Strahl sich gesamlet hat, und nur queer durch kleinen Zwischenraum dringet. ö §. 109. Die Flamme des Blitzes ist bey zureichendem M etalle auch dem anligenden trockensten Holzwerk unschad⸗ lich.— Brenbare benachbarte Koͤrper koͤnnen aber entzün⸗ det werden, wenn der Strahl durch einen duͤnnen Metal⸗ draht faͤhrt welchen er gluͤend macht. p. 323.— oder wenn ein zwar dickeres aber abgesondertes Metal an den Enden glüend wird. p. 326.— Je laͤnger, dicker, und vornehm—⸗ lich je breiter ein herunterleitendes Metal ist, desto geringer wird die Gefahr der anligenden Körper, und unter einem Strimen von flachen Metalle, wenn es auch nur Vergoldung und ein Paar Zoll breit ist, wird das trokne Holz nicht ver⸗ sp:eert.— Auch der eigentliche Durchbruch des Blitzes selbst durch Holz geschihet meistens nur mit Zersprengung, selten mit Entzuͤndung, wenn das Holz nicht mulmigt ist. p. 327. — Gar zu leicht feuerfangende Koͤrper werden aber, auch in einiger Entfernung von der eigentlichen Fahrt des Pu⸗ entzündet. p. 328. X* §. 110. Das Metal, wenn es zusammenhaͤngend ist, und, wenigstens am Ende seiner Strecke, den Bliz herun⸗ b 5 terleitet, XXVI Inhalt. terleitet, wird nur dan beschaͤdigt wenn es ein gar zu dünner Draht,(15 Zol oder weniger dik) gewesen. p. 328.— Sonst aber beym Zu⸗ und Absprunge des Strahls. p. 329.— im⸗ gleichen an duͤnnen Vergoldungen u. d. gl. p. 330.— Staͤr⸗ keres oder breiteres Metal kan auch verlezt werden wenn es der Fahrt des Strales queer gelegen und abgesondert ist. p. 330. — Die Loͤcher darin werden eigentlich nicht durchgeschlagen, sondern durchgeschmolzen. p. 331.— Am staͤrksten kan es aͤngegriffen werden, wenn es in vesten Koͤrpern eingeschlos⸗ sen ist. p' 331.— Auch die geringste Unterbrechung des Zusammenhanges, bey Ketten, u. d. gl. kan Wantnd und Anschmelzung veruhrsachen. p. 334.• 23 F. 2rTI. Die Teilung des Blitzes in mehrere Strale wird ebenfals durch einen Widerstand veranlasset. Beym ersten Durchbruche durch die Luft, wo er mehrere Gegenstaͤnde one besondern Vorzug antrift. p. 336. Auf dem fernern Wege zur Erde, wo ihm die Leitung durch zu⸗ sammenhaͤngende Metalle feelt. p. 337.—. Wo wenig oder gar kein Metal vorhanden ist, da zerstreut sich der Bliz weit umher. p. 338.— So kan er auch, wo ein hoher Gegen⸗ stand eroffen worden, noch zur Seiten ennige nidrige mit verletzen. p. 338.— Wo bald untermischter Widerstand, bald herableitendes Metal vorhanden, kan sich der Bliz wech⸗ selsweise zerstreuen und wieder samlen. p. 343.— Er kan sich auch mitten an einer fortgehenden metallenen Leitung teilen wenn sie unvolkommen(zu duͤnne oder nicht zusam-⸗ menhaͤngend ist, oder nicht bis zur Erde reichet) und wenn anderes Metal in der Naͤhe eine Nebenleitung darbitet. p. 344. — Bey zusammenhaͤngenden Metalle welchesssich in mehrere Zweige ausbreitet, davon aber der eine besser herunter leitet und zureichend ist, zerteilt sich der Strahl nicht durch die uͤbri⸗ gen.— Wenn aber jeder Zweig des Metalles unzureichend ist, oder wenn sie alle nach unten ohngefaͤhr mit gleichem Widerstande sich endigen, so teilt sich der Strahl an inen. p. 345. *X X §9. 1I2. Bey den Umstaͤnden, da der Bliz eine Strecke Metal mitten im Wege verlaͤßt, ist seine eigene Bahn nebst der Anlockung oder dem Widerstande zu betrachten, p. 346. Der Bliz verlaͤßt eine zusammenhaͤngende und herunter⸗ leitende Strecke Metal nicht so daß er sich. davon zu andern Koͤr⸗ K R sth UI% M lfht: Pech el enll h Wel Weker! u N bt Mol soh Hhen Mhe Riltvl shen uhd Heahf sto Hlnst lal. p. N WW Rh siftun IW istgrlr Llere Hsch X 6 f Veten! shheter IM ver Mne sn unr duͤnner Sonst — im⸗ Staͤr⸗ benn es p. 330. hlagen, kan es geschlos⸗ ing des ng und Strale ehrere Auf ch zu⸗ igoder 3 weit Hegen⸗ e mit stand, wech⸗ e kan eitung zusam⸗ wenn 344• hreke leitet uͤbri⸗ ichend ichem . 345. trecke nebst 46. unter⸗ ndern Koͤr— Inhalt. XXVII Koͤrpern wende, wenn er gleich durch das Metal mit Umwe⸗; gen gefuͤhrt wird— und wenn gleich die Leitung durch Me—⸗ tal so unzureichend ist daß sie vom Blitze zerstoͤhrt wird.— Er faͤhrt also nur von einem Metalle durch andere Koͤrper hin wenn er entweder zu einem andern weiter herunterfuͤrenden Metalle welches er in der Naͤhe findet durchdringen wil, oder wenn das Metal ihn in seiner fortzusetzenden Bahn nicht weiter leiten kan— Daher geht er mitten über die Metalle hin welche seinem Striche queer im Wege ligen— oder sich abwaͤrts endigen. p. 347.— Von zusammenhaͤngenden her— unterleitenden Metalle aber springt er nicht auf andere abge— sonderte obgleich groͤssere Stuͤcke zu— vielmehr samlet er sich von der Zerstreuung in abgesonderten Metallen und andern wo er eine herableitende Strecke Metal in der Naͤhe antrift.— Dise verlaͤßt er nur, entweder wenn sie nicht voͤllig zur Erde herab leitet und dagegen eine andere dien⸗ lichere Bahn in der Naͤhe ist: p. 348— oder wenn sie unzu— reichend ist und er eine andere geraͤumigere gleichfals zur Erde herabfuͤrende in der Naͤhe findet. p. 351.— Die Teilung sowohl als die Abweichung des Strahls werden nach dem Ver— haͤltnisse des Widerstandes und der bequemern Leitung befoͤr⸗ dert. p. 352. §. 113. Der mehrere oder wenigere Widerstand bestimmt also das Treffen so wohl als die ganze Bahn des Blitzes, naͤmlich der Widerstand auf dem ganzen Wege von der Wolke bis zur Erde. §. 114. Hieraus wird die gewoͤhnliche gefaͤhrliche Ein— richtung unserer Gebaͤude beurteilt— z. B. wie an Tuͤrmen der Weg des Blitzes von der Zeiger-Axe zur Uhr u. s. w. hin— ein geleitet werde. p. 353.— wie an verschidenen entlegenen Stellen eine Entzuͤndung erregt, im Verborgenen e n und gefaͤhrlich werden kan. p. 356. L. 115. Am schroͤklichsten ist der Fal eines Wetterschla— ges auf Schiffen, die demselben doch sehr ausgesezt sind. Sie werden von der Mastspitze bis zur Flaͤche des Wassers zer— schmettert, zuweilen entzuͤndet, und die gewoͤhnlichen Kom— passe verdorben, nicht aber diejenigen welche aus kuͤnstlichen Nagneten verfertigt sind. §. 116. Wenn aber hie und da eine Strecke am Gebaͤude herunter mit Metal versehen, und eine andere entbloͤsset ist, so XXVIII Inhalt. so lassen sich die Stellen wo ein Wetterschlag Schaden ver⸗ Aai uhrsachet zum Voraus erraten. iin ö ö I XII. Kapittel. 2 Beispile kuͤnstlicher Ableitungen, die vom Dn Woale getroffen worden. F. 117. Die mit Fleiß angelegten BllzAbleitungen sind mi nach Doct. Franklins Anschlag schon in Amerika haͤuffig und ut mit groossem Nutzen angebracht.— Der Erfolg so wohl als Ha die Feler der ersten Versuche lassen sich aus verschidenen Faͤl⸗ 3 len, wo Gebaͤude die mit einer solchen Zuruͤstung, versehen alhnn gewesen vom Blitze getroffen worden, zeigen. ö n Die Feler weren naͤmlich: daß die Ableitung one vesten Rs Zusammenhang aus Glidern zusammengehaͤngt worden. Erf. G 137. 139.— oder, daß verschidenes bloos aneinander stoos— llag sendes Metal, in einer Strecke die durch das Gebaͤude hin geht, dazu angewant war. Erf. 139. c.— daß sie aus einem 10 zu duͤnnen Metaldrate bestand. Erf. 138. 139. d.— daß sie wahst nicht aussen am Hause, sondern inwendig am Schorsteine Dene herabgeleitet worden. Erf. 139.— daß sie oben, stat einer i einfachen Spitze, mit mehrern auseinander gesperrten Spiz⸗ RIe sil zen versehen gewesen. Erf. 139.— daß sie einige Fuß tief in I die Erde hinein gesenkt worden. Erf. 138. 139.— endlich, daß der Bliz einen leichtern Weg durch einen Teil des Gebaͤu⸗—0 des zur Ableitung, als weiter hin durch die Luft zur Auff 4505 gungsstange nemen konte. Erf. 139. b. 150. Ei. Bey zureichenden und wohl zusammenhaͤngenden, aussen I angebrachten, Ableitungen die der Bliz getroffen ist hingegen utl gar kein Schaden am Gebaͤude,(Erf. 140. 141. 154. und IIun Not. 297.) und auch bey den felerhaften nur entweder oben Iu, sest beym Durchbruche zur Ableitung,(Erf. 139. b. 150.) oder unten bey ber Einsenkung in den feuchten Grund,——9— 138. Im 39.) zuweilen auch dises nicht einmahl,(Erf. 137. 139. c. niht ui 139. d.) und nimahls zerstreut im Gebaͤnde, Leinhrsachet 65 u worden. b Daher hat der Gebrauch diser Anstalt uͤberal in den Ame⸗ Iue, rikanischen Staten und auch bereits an verschidenen Orten in AIm Europa mehr und mehr Beifal gefunden. p. 371. 388. Wunn alt §. 118. den vet⸗ litze jen sind ig und ohl als n Faͤl⸗ rsehen vesten . Erf. stoos⸗ de hin einem daß sie rsteine Heiner Spiz⸗ tief in ndlich, Hebaͤu⸗ luffan⸗ aussen igegen und oben ) oder . 138. 139. c. ksachet Ame⸗ ten in 18. Inhalt. XXIX §. 118. Auch an Schiffen ist eine aͤhnliche Zuruͤstung angebracht worden und hat bey Gewittern eine Ableitung gezeiget. XIII. Kapittel. Widerlegung der Einwuͤrffe gegen die Bliz⸗Ableitung. F. 119. Ohngeachtet die Leitung des Blitzes an allerley zufaͤlligem Metalle innerhalb der Gebaͤude schon genugsam anerkant worden; so hat man doch gegen die Ableitung dessel— ben aussen am Gebaͤude noch verschidene Einwendungen ge— macht, die aber weder die Hauptsache treffen, noch auf wohl— erwogene Beobachtungen gegruͤndet sind. §. 120. Man fuͤrchtete:“die Anstalt wuͤrde gegen die groosse Gewalt einer Wetterwolke unzulaͤnglich seyn. Genug, sie kan jeden einzelnen Wetterschlag one Schaden ableiten. §. 121.„Die hohen Stangen moͤgten die Wetterwolken herbey zihen und destomehr Wetterstrale hervor locken.„ Den aus einer nahen Wolke ausbrechenden Strahl sollen sie anlocken, damit er nicht andere Koͤrper treffe: aber die Wolke selbst aus irem Gange herbey zu zihen sind nicht ein Mahl Turmspitzen vermoͤgend. F. 122.„Die zugespizte Gestalt der oͤbern Stange moͤgte noch insbesondere mehr Wetterschlaͤge erregen.„ Sie hindert oder mindert vielmehr den heftigen Ausbruch. §. 123.„Der Bliz moͤgte dadurch auf andere benach— barte Gebaͤude hergelocket werden.„ Wenn die Anstalt auf den Ausbruch des Blitzes wuͤrken kan, so schuͤzt sie vielmehr auch den Nachbaren. §. 124.„So koͤnnen auch die Ableitungen iren Schus nicht weit umher erstrecken.„ Es mus freilich fuͤr jedes Gebaͤude gehoͤrig gesorget wer— den: besonders fuͤr die einzeln oder am Rande einer Stadt ligende, oder auch mitten in derselben hoch hervorragende. §. 125.„Es müͤßte ja wohl jede Ecke des Hauses, so wohl unten als oben, mit Ableitungen verwahrt, und auch von jedem Stuͤcke Metal ein Zusammenhaͤng mit der Ableitung veran⸗ XXX Inhalt. veranstaltet werden, wenn man sich von allen Seiten sicher é ul stellen wolte.„ ö 55 2 1 Nur fuͤr die obere Auffangung des Strahls ist in einigen 10 Faͤllen an mehrern Orten zu sorgen: nachmahls verlaͤßt er ao den Zusammenhang der Leitung nicht, und eine einzige Strecke ist dazu hinreichend. m. §. 126.„Wird nicht der herabgeleitete Bliz noch am m Grunde desto aͤrger ausbrechen2, Scis g Er endiget sich meistens an der Erde, und wenn ihn etwa•3 Wasser in den Boden hineinlocket, so ist die Beschaͤdigung yhst: one Ableitung ausgebreiteter und groͤsser. ö 410 §. 127.„Solte man aber nicht vielmehr den Bliz mit— telst widerstehender Koͤrper und mit Vermeidung des Metalles abhalten, als ihn durch Metal anlocken?, Er laͤßt sich durch keine Koͤrper unbedingt abhalten: und nur der Widerstand veruhrsachet Gefahr und Schaden. §. 128.„Es kan doch ein Schlag auf die Zurüͤstung fallen, Erschuͤtterung und Schrecken veruhrsachen.„ Genug, daß der wuͤrkliche Schaden verhuͤtet wird. an §. 129. Algemeine Wiederholung zur Beantwortung der Einwuͤrffe. §. 130. Gutes Beispiel verschidener schon in und um Hamburg angelegter Bliz-Ableitungen. V. ů• XIV. Kapittel. 112 2** 2* 2 0 Vorschriften zur Anlegung einer Bliz⸗Ableitung. Ahin H. 131. Dise muͤssen nicht allein die Sicherheit zur Ab— Althsth sicht haben, sondern auch die Sache leicht machen und aus— fuͤhrlich seyn. H. 132. Zwek und Mittel der Bliz⸗Ableitungen uͤberhaupt. 11 §. r33. Algemeine Einrichtung, in dem Beispile an Wohn—.0 haͤusern in Staͤdten— Sorge fuͤr die Auffangung des Vliz⸗ alhsche zes, mittelst hervorragender zugespizter Stange, Bedeckung 0 0. der First, u. s. w. H. §. 134. Anlegung und Verbindung des Ableitungsme⸗ V. talles aussen am Gebaͤude herunter. Aunkeg. 9. T33. n sscher einigen laͤßt er Strecke ch am netwa digung z mit⸗ talles und istung ig der d um Inhalt. XXXI I. 135. Endigung der Leitung in ein offenes Wasser, oder an der Oberflaͤche der Erde. H. 136. Umstaͤnde die bey der Ableitung an Birchtuͤr⸗ men zu beobachten sind— wo der Turm mit Metal gedekt ist oder nicht. §. 137. Besondere Vorsicht bey Pulvermagazinen. §. 138. Ableitung bey Gebaͤuden die mit Stro oder Schilf gedekt sind— in einiger Entfernung anzubringen. §. 139. Ableitung an Geruͤsten deren oberer Teil be— weglich ist: Windmülen, Kranen, Schilderhaͤusern. §. 140. Ableitung an Schiffen. E— III. Teil. XV. Kapittel. Gegenseitige Elektrizitaͤten. Elektrizitaͤt in der Luft. §. 141. Nitzen der Erwaͤgung elektrischer Versuche. §. 142. Besonderer Zwek, da die Gewitterkraft nichts anders als Elektrizitaͤt ist. §. 143. Die erste Erregung geschihet an den uhrspruͤnglich elektrischen Koͤrpern: folglich ist der Uhrsprung der Wetter— Elektrizitat in der Veraͤnderung der Luft zu suchen, und sie wird an den Wolken nur angehaͤuft. §. 144. Erfarungen von der bestaͤndigen positiven Elek— trizitaͤt in unbewoͤlkter Luft. §. 145. Die gegenseitigen Elektrizitaͤten werden durch geringscheinende Uhrsachen veraͤndert. ö f§. 146. Sie kommen in iren algemeinen Wuͤrkungen üͤberein. §. 147. Wie die gegenseitigen Clektrizitaͤten zugleich er— reget werden— Elektrische Ladung und Gegenladung. ö 9. 148. ννν½½½ν+— Z.s..C.·..·.·¶ ¶ ¶¶ ¶Tcc⸗.....Z...—. XXIII Inhalt. — 2—* 6. 148. Elektrische Ladung mittelst eines Zwischenraume von Luft. 90 Wbisch 6. 149. Anwendung auf die Ladung der Wetterwolken ½ N6 und deren Würkung aus die Erde. Se 6. 150. Abwechselnde Elektrizitaͤten in den Luftschichten, und Folgen daraus. ö W6 §. 151. Durch Mitteilung von elektrisirten Koͤrpern in der Luft ausgebreitete Elektrizität— koͤnte eigentlich elektri⸗ sche Atmosphaͤre heissen. Oa §. 152. Anwendung auf die von der Wetterwolke in der Luft verbreitete Elektrizitaͤt— Bemerkungen daruͤber. Ix §. 153. Irrige Vorstellungen, dabey die Auffangung Ryn und Samlung derselben mit einer Bliz-Ableitung oder mit ushe der Wuͤrkung eines Wetterstrahls verwechselt worden. sheh ů l Racht ul XVI. Kapittel. u Elektrische Anzihung. Wetterwirbel. 5. 154. Anzihung der gegenseitigen in Bezihung stehen— den Elektrizitaͤten vor dem Durchbruche— zeigt sich auch l zwischen der Wolke und der Erde in Staubsaͤulen und Plazregen. §. 155. Wettersaͤulen oder Wasserhosen koͤnnen nicht von entgegenstrebenden Winden herruͤren. W §. 156. Noch von einem Durchbruche der Luftschichten zu einander, oder einem Ausbruche aus der Erde. 446 §6. 157. Die Erscheinung stimmt aber mit der elektri⸗ laugte schen Anzihung von beiden Seiten her uͤberein. Haasen §. 158. raumes wolken zichten, hern in elektri⸗ in der ngung er mit stehen⸗ auch und ht von hichten lektri⸗ .15. Inhalt. XXVXIII 6. 158. Die Wirbelwindersind einerley Uhrsprunges mit den Wasserhosen. . 159. 160. Schwirigkeiten, welche aus der wirbelnden Bewegung um eine senkrechte Axe sich erklaͤren zu lassen scheinen. 6. 161. Warum sich nicht jedes Mahl Blitze dabey zeigen? XVII. Kapittel. Durchbruch der Elektrizitaͤten. Entladung. §. 162. Durchbruch zur Begegnung beider Elektrizitaͤ⸗ ten— veruhrsachet eine Erschuͤtterung, welche sich auch den angrenzenden Koͤrpern mitteilet.— Darin besteht der Wet⸗ terschlag, dessen Bahn also zwischen der Wolke und der Erde fortgesezt seyn muß. ö §. 163. Die positive oder negative Ladung einer Wolke macht auch keinen Unterschied in der Bahn oder Leitung. §. 164. Entladung, oder Auf hebung der Elektrizitaͤten mittelst des Durchbruches. §. 165. Anwendung auf die Entladung der Wetterwol⸗ ken— Weswegen sie sich nur teilweise entladen? XVIII. Kapittel. Funken, Bliz, Wetterlichter, Wetterleuchten, Platzung. H. 166. Nicht die bloos angehäufte, sondern nur die bewegte und durch einen Widerstand dringende Elektrizi— taͤt aͤussert Funken, Schein, Hitze, Platzung. 5. 167. xxxIV Inhalt. §. 167. Die Elektrizitaͤt besteht nicht in der Gegenwart 50 eines brenbaren Wesens oder Feuers, sondern sie wuͤrket nur Sa die augenblikliche Erscheinung des Feuers durch ire Er⸗ Rn schuͤtterung. 131 §. 168. Das Feuerspeien der Berge, das Erdbeben, die aun JIrrlichter, die Feuerkugeln, das Sternschiessen, und das Nord—⸗ licht koͤnnen nicht der Elektrizitaͤt zugeschriben werden. 91 R §. 169. Schwefel wird in der Luft durch die Funken er— i zeuget, und kan durch seine Entzuͤndung einen nachbleibenden 1—0 Schein, wie auch den sogenanten elektrischen Geruch ver— d uhrsachen. W §. 170. Prasselnder Funken oder donnernder Bliz ente sahh stehen bey ploͤzlichem gewaltigen Durchbruche: aber die Ent⸗ Dach ladung kan eben sowohl gemaͤlig im Stillen geschehen. A sn H. 177. Jene gesamlete Funken erfodern den Gegenstand flacher oder zugerundeter Koͤrper— Auf Spitzen, oder von Spitzen, faͤhrt die Elektrizitaͤt in groͤsserer Entfernung, one Gewalt, und nur mit schwirrenden Feuerbuͤscheln. H. 172. Wetterlichter entspringen aus der in der Luft E verteilten Elektrizitaͤt, und wenn selbige stark damit geschwaͤn— salen gert ist erscheinen sie nicht allein an den Enden von Metal—⸗ 427 len, sondern auch an andern Koͤrpern.* lnithede §. 173. Wetterleuchten ist mit den ausfarenden Stra⸗ Rase len von elektrisirten Koͤrpern zu vergleichen. ssitihel §. 174. Durch das Wetterleuchten wird die Elektrizität ütt der Wolke zerstreuet:— auch mittelbar durch Wetterlichter* in etwas abgezogen: doch sind leztere mehr nur eine Folge 1111 der zerstreueten Elektrizitaͤt. . 175. WIRl zenwart ket nur ire Er⸗ en, die Nord— en er⸗ enden ver⸗ z ente Ent⸗ stand von one Luft waͤn⸗ etal⸗ Stra⸗ zitat chter olge 75• Inhalt. XXXV H. 175. Wetterleuchten und Wetterlichter zeigen eine Bewegung der Elektrizitaͤt— leztere also auch eine Ableitung zur Erde und keine Stockung der Elektrizitaͤt. §. 176. Wetterlichter zeigen keine Gefahr eines nunt mehr zu befuͤrchtenden Wetterschlages an. §. 177. Die Platzung beym Durchbruche der Elektri⸗ zitaͤt ist von der Ausdenung durch die Hitze zu unterscheiden — wie auch von dem Abstoossen gleichnamig elektrisirter Koͤr⸗ per— Sie wuͤrkt mit Auseinanderwerffung abwaͤrts nach allen Seiten hin: nicht in der Richtung des Durchbruches— und aus mehrern Mittelpunkten bey wiederhohltem Wider— stande. ö Wuͤrkungen der Platzung sind von dem eigentlichen Durch⸗ brrhe sowohl als von der Flamme zu unterscheiden. XIX. Kapittel. Elektrische Leitung. §. 178. Bey einer ungehinderten Leitung der Elektri— zitaͤt entstehen weder Funken noch Platzung. §. 179. Zu einer ungehinderten Leitung gehoͤrt 1) ein zureichender Inhalt und Oberflaͤche, und zwar um so viel groͤsser je untauglicher der leitende Koͤrper ist— Wie ein zu schwaches Metal ausgedeent, erhizt und zerstoͤhrt werde, unh wie sich die Platzung dabey aͤussere. §. 180. Vergleichung mit der Wuͤrkung und der Kraft des Blitzes. §. 181. Wasser und andere untauglichere Leiter muͤssen von viel groͤsserm Umfange als Metal seyn um den elektrischen e2 Schlag XXXVI Inhalt. ö Schlag frey durchzuleiten— Die in Dunst aufgeloͤsete Feuch⸗ ö 6 0 tigkeit nicht ist aber die Uhrsache aller Platzung. 1 §. 182. Durchbruch des Blitzes durch schlechte Leiter, 6n Holz, Steine, Feuchtigkeit— Platzung der Feuchtigkeit, m wenn der Bliz in die Erde dringet— Zerstreuung des Strahls in weitem Umfange schlechter Leiter. l ö Wssöide §. 183. One genauen Jusammenhang der Leitung er⸗ WA folgen gleichfals Funken und Platzung. 6. 184. Verbesserung des elektrischen Geraͤtes, den Zu⸗ sammenhang zu erhalten. §. 185. Anwendung auf die volkommene oder unvol— Mi kommene Leitung eines Wetterstrahls. §. 186. Ergiessung der Elektrizitat an der Oberflaͤche, da eine groͤssere Oberflaͤche bey einerley Inhalte mehr Elektri⸗ X zitaͤt fasset. ö Hunga ö 4 6. 187. Bey unbedekter Oberflaͤche verlezt der Schlag 153 weviger. 3— §. 188. Anwendung auf die Bliz: Aolians Sa §. 189. Leitung an der Oberflaͤche von Uebermalungen. ö . §. 190. Folgerung in Ansehung einer aͤhnlichen Leitung 6 Nlh an der Oberflaͤche menschlicher oder tirischer Koͤrper. ö ö §. 191.— In Ansehung der Blizleitung uͤber die Ueber⸗ malungen. ö uhh ö ů ö p 5. 192. Innere Tauglichkeit zur Leitung. Merkmale uht m und Stuffen derselben. Vorzuͤglichkeit des Metalles. nnn Pahgeh. §. 193. Leitung durch tirische Körper— Wasser= Regen. 200 9. 194— Durch Duͤnste, Rauhh Wein §. 195. Unvolkommene Leiter. ö§. 196. ö e deuch Leiter, tigkeit, trahls Ung er⸗ en Zu⸗ unvol— laͤche, lektri— ochlag gen. itung eber⸗ wale egen. 196. Inhalt. XXXVVII §. 196. Nichtleiter, oder uhrspruͤnglich elektrische Koͤr— per— widerstehen zwar in gewissem Grade; werden aber faͤmtlich von groͤsserer Gewalt der Elektrizitaͤt durchbrochen— Gemaͤlige Mitteilung der Elektrizitaͤt ist von dem Durchfaren zu unterscheiden. §. 197. Faͤhigkeit zur Leitung wird in den Koͤrpern durch verschidene Umstaͤnde, z. B. Erhitzung, Verkolung, Ver⸗ aͤscherung, Erkaͤltung u. s. w. veraͤndert. XX. Kapittel. Bestimmung der Bahn des elektrischen Schlages und des Blitzes. . 198. Der Ausbruch des Schlages oder die Hervor⸗ lockung auf eine gewisse Stelle, so wohl als die fernere Bahn desselben, wird durch die Vorzuͤglichkeit der Leitung im gan— zen Wege zwischen beiden Elektrizitaͤten, naͤmlich durch das hie oder da uͤberwigende Verhaͤltnis der Anlockung und des Widerstandes, befoͤrdert oder gehindert. — §. 199. Auwendung auf die zusammenhaͤngende Bahn des Blitzes und dessen Ausbruch auf eine vorzügliche Stelle. §. 200. Der elektrische Schlag zieht einen weitern Weg durch Metalle dem kuͤrzern durch andere Koͤrper vor: verlaͤßt auch andere Koͤrper um durch Metalle zu faren— kan also nicht von einer metallenen Leitung auf andere Koͤrper ab— springen. §. 201. Anwendung auf die Ableitung des Blitzes durch eine Strecke Metal— Vorteil der Auffangungsstange. C3 Die ö XXXVIII Inhalt. Die elektrischen Wahrnemungen haben uns zur Nach—⸗ spuͤrung der waren Bahn des Blitzes gefuͤhrt. Bemerkung* des Nutzens gruͤndlicher Vermutungen zur Erforschung der WMü Wahrheit, und des Schadens eingebildeter Vorurteile. §. 202. An einerley Koͤrpern, oder an einem zusammen— en ö haͤngenden Koͤrper, nimt der elektrische Schlag den kuͤrzesten REih Wegs, und faͤhrt bey Metallen nur durch einen schmalen m h Strich— So auch der Bliz. N n El §. 203. Der Schlag wird auch durch eine reichlichere Lei— tung von der unzureichenden abgelokt.— Vermuthlich kan +1 eine groͤssere freie Oberflaͤche bey zu geringen Leitern aͤhnliche gaihun Wuͤrkung haben. 0En ö Iyg §. 204. Der Widerstand in einer langen deitung kan doch 1. endlich groͤsser werden 2 bey einem kleinen Durchbruche 11 IH1 oder Sprunge. 1 0 H §. 205. Vorzug einer zusammenhoͤngenden Leitung. 6 §. 206. Verteilung des elektrischen Schlages in mehrere Nd Strale oder Nebenleitungen. Hat §. 207. Seitenwuͤrkung des Schlages— scheint vom 0 Widerstande herzuruͤren, und ist nicht betraͤgtlich. ah 6. 208. Nebenleitung und Seitenwuͤrkung des Blitzes. ö W ul §. 209. Unterschied in der Leitungsfaͤhigkeit der Metalle ih ist unbetraͤgtlich.— Zur Blizleitung kan man, den Umstaͤn⸗ 3 den nach, welche ch, welches man wil anwenden ssenwol §. 210. Hervorragende Spitzen und Ecken des leitenden Koͤrpers locken den Ausbruch eher hervor, und bestimmen W — Iligeg also auch irer Seits die Bahn des Schlages.. Hahapde XXI. Ka⸗ Nach⸗ erkung ug der umen⸗ zesten malen e Hei⸗ kan liche doch uche Lere Hon Inhalt. XXXIX XXI. Kapittel. Wuͤrkung der Spitzen und Vorteile der zugeschuͤrften Auffangungsstangen. §. 211. Die Spitzen fangen bey gemaͤliger Annaͤherung die Elektrizitaͤt in der Ferne auf, ehe sie auf andere Stellen mit einem gehaͤuften Schlage ausbrechen kan— folglich kan die zugespizte Auffangungsstange einen Wetterschlag von an⸗ dern Stellen abwenden. §. 212. Der Durchöruch der Elektrizitaͤt auf eine Spitze geschihet nicht mit solcher Gewalt als auf ein stumpfes Metal: ein Schlag mit gesamletem Funken laͤßt sich daran nicht anders als bey ploͤzlicher Annaͤherung und in viel geringerer Entfer— nung erwecken.— Folglich koͤnnen durch spitze Stangen manche Wetterschlaͤge vermiden werden, und wenn einer auf eine Spitze faͤlt, wird er minder heftig seyn als sonst. §. 213. Eine Ableitung mit stumpfen Ende kan in ger wisser Entfernung einen Schlag erhalten one daß er auf eine gleich nahe zugespizte Leitung ausbricht.— Ein kegelfoͤrmi⸗ ges am Ende abgestumpftes Metal lokt die Funken in ausser⸗ ordentlicher Entfernung hervor. §. 214. Durch die gemaͤlige Auffangung der Spitzen wird auch die Anzihung des elektrisirten Koͤrpers aufgehoben und selbiger vielmehr abwaͤrts getriben:— folglich koͤnnen auch herabhängende Enden der Wetterwolken, oder Zwi— schenwolken, dadurch entfernt werden. 6. 215. Algemeiner Rutzen zugespizter Auffangungs— stangen— auch wo sonst schon eine zureichende Ableituns vorhanden waͤre— 4§. 216. XXXX. Inhalt. §. 216. Herr Doct. Franklin hat also nicht allein die Gefahr der Wetterschlaͤge abzuwenden, sondern auch die Un⸗ bequeemlichkeit der Blizleitung zu vermeiden gelehrt: haupt, saͤchlich aber auf die Ableitung gesehen, und die Milderung oder Verhuͤtung der Schlaͤge nur als einen Nebenvorteil betrachter. —p—ñ—...———— DSDDSDSDꝗDiititititii‚‚‚‚‚I‚I——————— II Wgeh Iul. . 1. Ren O Kelgz 10 Wt Leeh In Dinonn Eine un EMatz 5 In esh Verzeichniß lein die die un der am; Ausgaben einiger angefuͤhrten Schriften. worteil * e. HTL& Memoires de Acddemie Rogale des Sciences: die Pariser Ausgabe in 4. ö Memoires de mathematique& de physique, présentẽs à PAca- demie Royale des Sciences. à Paris, in 4. werden auch Memoires des Savans war étrangers genant. J. F. Ackermann Nachricht von der sonderbaren Wuͤrkung eines Wetterstrahls. Kiel, 1772. 8.(die erste Ausgabe von 1771.) Jo. Nuid. Actermann. D. Programma(ad Diss. Adolphi Frid- Vogel,) quo morbus et sectio fulmine nuper adusti enar- ratur. Kiliæ. 1771. A4. F. V. I. QApini tentamen theoriæ electricitatis et magnetismi. Petrop. 1759. 4. Ciam])atista Beccaria elettrieismo artificiale: all' Altezza Reale del Signor Duca di Chablais(one andern Titel) in To- rino 1772. 4. und mit fortgehender Zahl der 98. Della elettricitã terrestre atmosferica a eielo sereno: osserva- zioni dedicate a sua Altezza Reale I Signor Prineipe di Piemonte. Seine vorhergehenden Werke: Dell' elettricismo artifiziale e naturale, 1753. 4. und Dell' elettricismo lettere al Sig. Bartol. Beceari. in Bologna, 1758. 4. auf welche er sich doch noch in obigen Schriften berufet, habe ich I 5 nicht XLII Verzeichniß der Ausgaben ö Apth. nicht erhalten koͤnnen, und nur aus Priestlev's Ge⸗ 99 . 6 77 8„ Ih. schichte anfuͤren muͤssen. Ich weiß auch nicht, ob er ö 31 noch etwas, weiter, von den Donnerwolken, geschri⸗ Abufe ben hat. Torbern Bergman Antritsrede von der Moͤglichkeit den 68 schaͤdlichen Wuͤrkungen der Gewitter vorzubeugen: vor ur —— ö ö 1 0 der Koͤnigl. Akademy der Wissenschaften am 23 May 61— 1764 gehalten: uͤbersezt in J. C. Webers Schwedischen Magazin(Kopenh. 1763.) I. B. p. 39- 183.— Dise REenen Abhandlung, wie mehrere hier angefuͤhrte Schriften, ist mir erst nach meiner 1758 geschribenen Abhandlung zu 0 38* Haͤnden gekommen. Pd Tiberius Covallo complete treatise of electricity, in theory W and practice. Lond. 1777. 8. Ihne Dampier new voyage round the world. Seventh edit. in 4— Collection of voyages. Lond. 1729. 4 Voll. 8. Vol. I. + voyage to New-Holland&c. third edit. Das. Vol. III. HuR D. J. Pet. Eberhards Vorschlaͤge zur beguemern und sicherern W Anlegung der Pulvermagazine. Halle, 1771. 8. Jo. Ignaz von Felbiger Kunst Tuͤrme oder andere Gebaͤude In vor den schaͤdlichen Würkungen des Blitzes durch Ablei— Hhlen tungen zu bewaren, angebracht an dem Turm der Sa— ganischen Stifts- und Pfarrkirche. Breslau. 1771. 8. I James Ferguson, F. R. S. Introduction to Electricity. Lond. a 1770. 8. ö Vsh Benj. Franklin Experiments and observations on ele&ricity, l Mr made at Philadelphia in America. Lond. 1769. 4. Ihm J. Fried. Groß Elektrische Pausen. Leipz. 1776. 8. n Philip ley's Gt / oh Eb geschy⸗ keit den zen: vor 3 May vedischen Dise sten, ist lung zu theory lit. in 3 0l. I. Vol. III. cherern ebaͤlde Ablei⸗ er Sa⸗ 1. 6. Lond. hicity, phl einiger angefuͤhrten Schriften. XLIII Philip Peter Guden von der Sicherheit wider die Donner⸗ Stralen. Goͤtting. u. Gotha, 1774. 8. Samburgisches Magazin, oder gesamlete Schriften zum Unterricht und Vergnuͤgen. Hamb. 1747. u. f. B. in 8.) Neues BSamburgisches Magazin oder 5 8 gesamle⸗ ter Schriften. Hamb. 1767. u. f. in 8. Sannoͤversche gelehrte Anzeigen— nuͤzliche Samlungen— — Beitraͤge: und Hannoͤversches Magazin— seit 1750 nach einander in 4. herausgegeben. Jo. Fried. Zartmann Abhandlung von der Verwandschaft und Aehnlichkeit der elektrischen Kraft mit den erschroͤl— lichen Lufterscheinungen. Hannov. 1759. 8. Anmerkungen uͤber die noͤtige Achtsamkeit bey Erfor— schung der Gewitter-Elektrizität. Hannov. 1764. 4. Mill. Heni) F. K. S. Experiments and observations in electrici- ty: read at the royal Society. Jan. 16& 23. 1777. Lond. 1777. 4. besonders herausgegeben: und in den Philos. Trans. Vol. LXVII. p. 85. u. f. eingerükt. Verhaltungs-Regeln bey naͤhen Donnerwettern, nebst den Mitteln sich gegen die schaͤdlichen Wuͤrkungen des Blitzes in Sicherheit zu setzen: zum Unterricht fuͤr Unkundige: (von Herrn geheimen Secretair Lichtenberg.) Dritte Auflage. Gotha, 1778. 8. Paul Mako, Lehrer der Mathem. u. s. w. Physikalische Abhandlung von den Eigenschaften des Donners und den Mitteln wider das Einschlagen: von Jos. Edlen von Retzer XLIV Verzeichniß der Ausgaben Retzer in das Deutsche uͤbersezt. Wien, 1772. 8.— De Hal Die lateinische Uhrschrift ist mir nicht zu Haͤnden ge— I kommen. n Martinus van Marum Phil.& Med. D. Verhandeling over het N Electrizeeren. Groningen, 1776. 8. ö ö au v N. Mlel Estay sur Pelectricité des corps. Sec. edit. Paris, 1505 8. sus — kecherches sur les causes particulieres des phénomenes 1. Clect triques. Nouv. édit. Paris, 1764. 8. 0 — kertres sur LEleclrieité. Nouv. Edit. 1)64. f.* — Memoire sur les effets du tonnerre comparéës à ceux de 9— P'electricité, avee quelques considerations sur les moyens H de se garantir des premiers. Dises habe ich aus den chil Mem. de l'Acad. des Sciences von 1764 angefuͤhrt. Nl PHiIoIHbiCιι77 anzaclions: Die Londoner Ausgabe. Ia Joseph Priestley beid. Rechte Doct. Geschichte und gegen— 7 waͤrtiger Zustand der Elektrizitaͤt— nach der zweiten Iuh vermehrten Ausgabe aus dem Englischen uͤbersezt von D. Jo. Ge. Kruͤnitz. Berl. 1772. 4.— Ich habe sie W mit der ersten Englischen Ausgabe: The history and un present state 0f electricity. Lond. 1767. 4. so weit dise 4 reichte, verglichen, da ich die neue Ausgabe nicht besaaß. 14 Jo Jac. Scheuchzer, M. D. Beschreibung der Naturge⸗ hupen · schichten des Schweizerlands. 3 Teile. Zuͤrich, 1706 bis* 1708. 4.— Ich habe auch die Ausgabe von J. G. Sulzern: Zuͤrich, 1746. 2 B. in 4. angefuͤhrt.* Meẽteorologia et oryctographia helvetica ist der dritte, oder eigentlich der sechste Teil der Naturgeschichten des Schweizerlands. Zuͤrich, 1718. 4. H ichiet Der inden ge⸗ over het 1765. f. nomenes ceux de moyens us den + * „gegen— zweiten zt von habe sie ry and oit dise esaaß⸗ turge⸗ 06 bis J. G. dritte, n des Der einiger angefuͤhrten Schriften. XLV Der Koͤnigl. Schwedischen Akademie der Wissenschaften Abhandlungen aus der Naturlehre u. s. w. uͤbersezt von Herrn Hofrath Kaͤstner. Hamb. u. Leipz.§. Don Joseph Sceudery Doct. der Weltw. und Arzeneywiss. auf der Akademie zu Turin, Fernglas der Arzeneywis— senschaft, nebst einigen andern Abhandlungen, Schiffe und Haͤuser vor dem Blitze zu verwaren, imgleichen ganze Staͤdte und Distrikte vor dem Erdbeben in Sicher⸗ heit zu setzen u. s. w. aus dem Italiäanischen uͤbersezt. Muͤnster, 1775. 8. Cælestini Sgeiglehner, O. S. B. Observationes phænomenorum electricor. in Hohen-Gebrachin et Prifling. Ratisb. 1773. 4. J. N. Tetens: uͤber die beste Sicherung seiner Person bey einem Gewitter. Buͤtzow u. Wism. 1774. 8. 70. Car. Milche disputatio physica experimentalis de electrici- tatibus contrariis. Rost. 1757. 4. Des Herrn Benj. Franklins Brife von der EClektrizitaͤt, aus dem Englischen uͤbersezt, nebst Anmerkungen: von J. C. Wilke. Leip. 1758. 8. ö J. Senr. Winkler Gedanken von den Eigenschaften, Wuͤr— kungen und Uhrsachen der Elektrizitaͤt. Leipz. 1744. 8. — Die Eigenschaften der elektrischen Materie und des elektrischen Feuers aus verschidenen neuen Versuchen erklaͤrt. Leipz. 1745. 8. 70. Henr. WMinstleri de avertendi fulminis artificio secundum electricitatis doctrinam commentatio. Lips. 1753. 4. .* Von XI.VI Verzeichniß der Ausgaben ꝛe. Von meiner Abhandlung: Die Uhrsache des Einschlagens vom Blitze, nebst dessen natuͤrlichen Abwendung von unsern Gebaͤuden, aus zuverlaͤssigen Erfarungen vor Au⸗ gen gelegt, welche 1768, den yten Febr. der Hambur— gischen Geselschaft zur Befoͤrderung der Kuͤnste vorgele— sen und mit einer Abbildung von hisigem Nicolai⸗Turin herausgegeben worden, ist ein Nachdruk zu Langensalza 1769. 8. wiwohl mit Weglassung des Kupferstiches er— schinen. ö Zusaͤtze d. vrllh huß Ris Ie salnct chsehtis N sch ie d I shn Rult auf He l. E dl sh yam⸗ ue ub, chith st in Uh WhH waheht aihithn ů sassn un Icb nbssh Rhs l,. schlagens ung von vor Au⸗ Hamburt vorgele— ai-Turmn gensalza iches en⸗ satze H EE— Zusaͤtze (zu H. 6. P. 5. Z. 15. eines Berges befindeu.) Ers.. b. 4. Kapelle auf der Risenkoppe des Risengebuͤrges ist ein voͤllig rundes steinernes Gebaͤude, mit Steinen gewoͤlbt und mit einem spitzig zulaufenden Dache.— Vor sechs Jaren zerschmetterte ein Bliz den ganzen Dachstuhl, zerriß die sehr dicke Mauer, und schlug auf dem Altare der steinernen Bildsaͤule des Laurentius, welchem dise Kapelle gewidmet ist, den Kopf ab.— Ein Donnerwetter das so hoch stehet ist etwas sehr seltenes: die mehresten gehen tifer als die Koppe, und es ist ein sehr angenemes Schauspiel sich uͤber denselben auf Bergen in heiterer Luft zu befinden und die Wolken Blitze oberwaͤrts wie unterwaͤrts ausschies⸗ sen zu sehen. Ich habe mich ein Mahl in einem Donner— wetter auf der Risenkoppe befunden, meine Zeugen und Geselschafter sind in der Naͤhe, und ich halte es wehrt zu erzaͤlen. Es war an einem hellen und warmen Nachmit⸗ tage als wir auf der Koppe Daͤmpfe aus dem Risengrunde sich zusamenzihen sahen, die uns die Aussicht in die Tife be⸗ namen und sich in finstre Wolken verdikten, die immer nach und nach sich um uns herauf waͤlzten, bis wir voͤllig von inen uͤberdekt wurden. Wir befanden uns in irem Nebel wie in der diksten Nacht, so daß man seine Geselschafter wenig Schritte entfernt nicht sehen konte. Wenn aber die Entzuͤndung des Blitzes geschahe so standen wir in einem bloossen Feuer. Die Wolken furen alsdan kollernd, brau— send und stuͤrmend durch einander: was uns aber nur ein starkes Brausen der Luft gleich einem starken Sturmwinde deuchte, das war den Oren in der Tife das schroͤklichste Pras⸗ XINIIL Zusaßze. Prasseln des Donners. Die Uhrsache davon war vielleicht, Rod daß wir uns in einer viel duͤnnern Luft befanden und die Wl dicke Luft nach der Tife gesunken war, welches man aus an dem Regen schliessen konte den die Wolken ausgegossen, da 10 L wir doch nur wie von einem feuchten Nebel benezt wurden. W. ö Es war zwar alles in disen Wolken in einer besondern Be⸗ 0 wegung, dennoch war dise so sanft daß sich die Uhrsache der t Entzuͤndung und Uhrsprung des Blitzes nicht beobachten 0 liesse. Ob wir gleich alle Mahl bey jedem entstehenden Blitze iin ö wie in einem voͤlligen Feuer uns befanden, so haben ů—. gleichwohl nicht das mindeste Ungemach dabey gefuͤhlt. Di 1 Wolken zogen sich, nach einem kurzen Aufenthalte bey 15 mü! mehr in die Tife; unsere Kleider aber rochen noch den fol⸗ dunn genden Tag sehr stark nach Schwefel„(4.).—00 p. 18 am Ende hinzuzufuͤgen: ö Vielleicht aber stekr in diser Schraubenlinie gar nichts. Sonderbares: denn sie kan von einem bloossen Zufalle ab⸗ bufiei haͤngen, wenn naͤmlich der Strahl schraͤge von der Seite Olu! herfaͤret, da er sich dan immer an dem vesten Koͤrper haͤlt RN und von der staͤrker widerstehenden Luft zuruͤkgestoossen wird u (§. 83). So beschreibt eine Schnuhr mit einem daran haͤngenden Gewichte eine Schraubenlinie um einen Stab wenn man sie schraͤge darauf zu wirft, indem das Gewicht uuf glal durch die Schnuhr zuruͤk gehalten wird seine 95350 ge⸗ Wuche rade fortzusetzen. ö ö 1111 ö ö Zu Man (40p.) Jo. Tob. Volkmar Prof. der Theologie zu Breslau, Rei⸗ uf derh sen nach dem Risengebuͤrge. Bunzlau 1777. S. I;ĩte Reise, Audka, p. I21 123.— Sie hatten sich nur in den obern dünnern uetthu Duͤnsten der Wolken befunden da in dem untern dickern Hl h Teile der Uhrsprung der Blitze war, die zwar iren Schein Hann hinauf wurffen, aber eigentlich nicht iu dem Stand⸗Orte hin furen. ar hillith, den und ge eo man auz gegossen, dr let wurden. Rsodern Be⸗ Arache de beobachten euben Bithe haben wir fühlt. Die ebey und, den fot gar nichts Ufalle ab⸗ der Seite orper haͤl ossen wird m datan un Stab Gewicht zung ge⸗ 30 Rau, Mi⸗ Ijte Mass, dünhern ih dickern n Schein and ⸗Oktt Zusaͤtze. XLIX Zu p. 61. Erf. 23. Wegen dises leztern Wetterschlages habe ich noch aus dem zuverlaͤßigen Berichte des dortigen Organisten, Herrn Endters, hinzuzusetzen, daß die damahls gegen halb 11 Uhr in der Kirche anwesende Beichtende den Bliz als Flammen von der Orgel her durchfaren gesehen, und nachdem man die Thuͤr nach der Norderseite bey der Orgel geoͤfnet ein starker schwefeligter und brandigter Geruch entgegen gekom⸗ men, welchen man bey mehrerer Untersuchung auch von der Uhr ab in dem hoͤlzernen Kasten darin die Stange und der Drath beisammen herunter zur Orgel gehen, deutlich gerochen hat. Der Drath war, wie gesagt, an zwoen Stellen in der Naͤhe eines Wirbels oder Winkelhakens, und auch bey der kleinen Glocke, abgeschmolzen.„ (p. 72 nach der zisten Erf. einzuruͤcken.) Erf. 31. b. *Im Jahr 1755, da in andern Gegenden die Erdbeben auf eine ungewoͤhnliche Weise wuͤteten, wovon wir in unserm Gebuͤrge(dem Risengebuͤrge in Schlesien) nur eine einzige Spuhr gehabt haben, hatten wir ein Paar Monate hin⸗ durch taͤglich die heftigsten Donnerwetter, und auch von den erstaunendsten Wuͤrkungen. Ein Bliz durchfuhr bey den Dreysteinen einen ungeheuren Felsturm in einer Oef⸗ nung gleich einer Kanonenkugel unten am Boden, und warf die ungeheure Last der Felsen um, als wenn sie neben ein⸗ ander hingelegt waͤren. Ein anderer Bliz durchfuhr einen Fels in der groossen Schnegrube von oben an bis unten auf den Grund, und schlug seine ganze Vorderwand in Stuͤcken, so daß man die Straasse an dem Felsen vile Mei⸗ len weit davon in unserm Tale sehen konte. In der Mitte dises zerschmetterten Felsen offenbarte sich der reichste Bley⸗ glanz nebst einem Silbererze„(7s b.). P. 192. (2 b.) Volkmar Reisen nach 4* Riesengebuͤrge 7te Reise, P. 39. . Zusaͤtze. p. 192. Z. 16. nicht mit erschuͤttert waͤre.) balh ů Von Tiren kan ich sogar eine Wahrnemung einer dadurch 0h veruhrsachten Berstung der Herzens⸗Vorkammern anfuͤren. V. Erf. 89.“ Zu Dockenhuden(an der Elbe, ohnweit diser h ö Stadt) schlug am 7ten Jul. dises 1778sten Jahrs der Bliz auß hh das Landhaus des Herrn Stephen. Er traf eine darauf ste⸗ 6 hende Wetterfahn⸗-Stange, davon die Federn mit welchen Wfn sie angenagelt war etwas verbogen wurden. Von da fuhr Wah er am linken Sparren des Gibeis herunter, welchen er 10 etwas zerschmetterte und den Rand des Rohrdaches mit wel⸗ chem der Sparren oberwaͤrts und zum Teil vorwaͤrts bedekt 950 war abriß, one das Dach zu entzuͤnden, obgleich es unter mus dem Rohr noch eine Lage von Stro hatte. An biser Seite Ha der Gibelwand, welche aus Fachwerk bestehet, befand sich mnun ö erst eine kleine Oefunng mit einer Klappe, und weiter unten Wi ein Fenster: beide wurden am Beschlage verlezt, und beson— uchn ders das Fenster zerschmettert. Im Wege zwischen beiden uymn war auch eine hoͤlzerne Queerlage an welcher vile groosse 1an, — Naͤgel eingeschlagen waren zum Teil zerschmettert, und eine wauu Stelle des Mauerwerks beschaͤdigt. Die Lagen und Staͤn⸗ Rh. der aber welche das Mauerwerk hieselbst einfassen sind mit Aht braunroter Oehlfarbe uͤberstrichen die noch allenthalben wohl auhftl behalten ist. An zwoen Stellen daran konte man deutlich asi sehen wie der Strahl an der Oberflaͤche derselben hin gefa— f fe ren. Es ging naͤmlich ein, als von angezuͤndetem Schieß⸗ W pulber beschmuzter einer halben Hand breiter Strich uͤber die Lage auf das oͤbere Gehaͤnge des Fensters herunter, und ein anderer aͤhnlicher queer uͤber den Staͤnder des Thuͤrge⸗(ihl nruͤstes zu dem untern Gehaͤnge. Daß der Bliz durch dises aussen auf der Thuͤr bevestigte Gehaͤnge geleitet worden, konte man auch daraus ersehen weil bey dem andern Ende 1 des Gehaͤnges aus der gleichfals roth uͤbermahlten Thuͤr bey ö eini⸗ daburch fuͤren. it diser liz auf auf ste⸗ welchen da fuhr hen er it wel⸗ bedekt unter Seite id sich unten beson⸗ heiden roosse Neine Staͤn⸗ d mit wohl utlich gefa⸗ hieß⸗ uͤber „und uͤrge⸗ dises den, Ende bey eini⸗ Zusaͤtze. II einigen Naͤgeln Splitter ausgerissen worden, wiwohl das Gehänge selbst nicht abgerissen noch die Farbe auf demselben abgestreift worden. Inwendig war gleich daueben die Tuͤhr zum Pferdestalle, aus welcher gleichfals bey dem untern Gehaͤnge ein groosser Splitter ausgeschlagen worden. Zwey Pferde standen in dem Stalle mit der rechten Seite nach dem zerschmetterten Fenster hingekehrt. Beide wurden abwaͤrts von der Gib elwand nider geworfen, und der Knecht welcher aussen vor der Staltuͤre stand und gleich hinzu lief fand das eine welches dem Fenster am naͤchsten gestanden tod, das andere zwar noch zappelnd aber bald darauf sterbend. Als man sie oͤfnete fanden sich in jenem beide Vorkammern des Herzens zerrissen, so daß das— ganz in Blute schwam: dem andern war nur die linke Herzensvorkammer(welche das aus der Lunge zuruͤk homntende Blut aufnimt) geborsten. In beiden waren die Pulsadern welche bas Blut aus der rech⸗ ten Herzenskammer zur Lunge hinfuͤren sehr ausgedeent: auch war am Halse bis zur Brust unter der Haut das Blut ausge⸗ treten, wie es sich von einem Schlage oder Stoosse zu zeigen pflegt. Im Stalle war(ausser besagter Stelle unten an der Tuͤhr) inwendig nichts verlezt und besonders an der Rauffe undKrippe keine Beschaͤdigung, wie auch an den Pferden selbst aͤusserlich keine versengte Stelle befindlich: es war inen aber kurz zuvor Heu auf die Rauffe gegeben, davon sie auch noch etwas im Maule hatten, daraus zu ersehen, daß sie mit dem Halse und Maule auswaͤrts gerichtet gestanden( d.). d 2§. 74. (70 b.) Die Pferde hat ein aufmerksamer Beobachter in seiner Ge— genwart aufschneiden lassen und mir die Bemerkungen mit— geteilt. Die Spuren des Blitzes am Hause habe ich nach—⸗ mahls selbst untersucht und die uͤbrigen Umstaͤnde von dem Herrn Stephen erfaren— Wegen der L 4 an der Ober⸗ slaͤche(5. 53.) merke ich hibey noch an, daß man sihet wie nicht 2 Zusaͤtze. §. 74. p. 197. Z. 12. vor: Lämung.) beschweerliches Othemholen, ———— 3.26. beleebt werden) Blasenzihende Pfla⸗ ster koͤnnen zur Wiederherstellung der gehoͤrigen Spannung in den Gevassen kraͤftigen Dienst leisten. Herr Doct. Bris-— bane erzaͤhlt davon folgenden Fal. Erf. 89.“„Ein Man von 40 Jaren ward vom Donner geruͤhrt Lwiwohl eigentlich nicht vom Blitze getroffen.] Er fiel ganz empfindungsloos auf dem Felde nahe bey dem Mid— dlesex⸗Spital nider, kam aber bald wieder zu sich und ward in selbiges gebracht. Er konte kaum noch Othem holen und sein Zustand ward immer schlimmer, so daß er seinen Tod erwartete. Er versicherte, daß er in seinem vorigen Leben nimahls krank gewesen sey. Ich verordnete ihm one Ver⸗ zug eine Ader zu oͤfnen, welches ihn einiger Maassen erleich⸗ terte. Sodan ließ ich ihm ein Spanischfligen-Pflaster auf die Brust legen, wovon er bald groosse und schleunige Lin⸗ derung spuͤhrte. Die Blase ward offen erhalten, und der Man kam in wenig Tagen volkommen wieder zurecht„(3e) Zu nicht allein schwarre sondern auch andere wohl behaltene Uebermalung disen Dienst leiste(veral. Erf 168.). Da aber nur an den Stellen Spuren hinterlassen werden wo sich der Strahl zusammenzieht um auf ein Metal zu zu faren,(vergl. Cavallo P. IV. c. 5, p. 394.[q.) so kau oftmahls die Ueber⸗ malung eine Uhrsache seyn, daß man die Bahn des Blitzes nicht allenthalben auffinden kan. Endlich ersehen wir auch aus disem Falle, daß der Bliz doch von der Uebermalung anderer Koͤrper auf Metal abgelokt werde, und daß er auch mitten in den uͤbermahlten Stellen bey zerstreuetem Me— talle Zersprengung veruhrsache, wie dan auch an einem der uͤbermahltenStaͤnder des Gibels ein Splitter ausgerissen war. (73 c.) Brisbane medizinisch praktische Faͤlle. Rotenb. 1777. 8. p. 39— Er sezt hinzu:„Bey vom Donner gerüͤhrten und bey andern solchen ploͤzlichen Zerstoͤrungen der Gesundheit waͤre nach der Aderlaß vielleicht das Elektrisiren anzuraten, weil dises, so viel man bisher weiß, den ge⸗ win⸗ I, dese It HNhy Rutö unn it ·0 Inlt eut auf in Erd — 1. Stliirehelk I ssch fün Ratg O. u it der AN Tu N Rmhme Rihlche Hthn ö Hlt, u tri si Hutan I Lrsst erlichez e Pfla⸗ innung „Bris⸗ Donner Er u Mid⸗ ward nund n Tod Leben e Ver⸗ rleich— er auf eLin⸗ d der 73 c. V* 7 Zu haltene gaber ch der vergl. leber⸗ Slitzes auch alung auch 1Me⸗ m der war. Zusaͤze. LIII Zu F§. 78. p. 222. Z. 6. abwaͤrts leitete.) Ich habe nunmehr durch einen guͤtigen Freund auch einen Wetterschirm(par-A- tonnerre) erhalten, dergleichen man in Paris ver⸗ kauft. Es ist ein leichter kurzer Schirm mit Fischbeinernen Spann-⸗ staͤben, dessen Handstok 32, und die Staͤbe 263 Zoll lang, und der mit gewoͤhnlichem Seidenzeuge uͤberzogen ist. Aus der oben daran befindlichen meßingnen Kappe wird der Knopf mit dem Ringe daran man ihn aufhaͤngt heraus, und dagegen eine eiserne 74 Zoll lange Spitze eingeschroben. Laͤngst einem der Spannstaͤbe geht aussen ein meßingner Drath herunter, welcher mit einer schmalen goldnen Tresse bedekt ist die unten um die meßingne Kappe anschließt. An das un— tere Ende dises Draths stoͤßt eine auf demselben Stabe bevestigte mes— singne Hülse, in welche man einen eisernen mit einer Feder einsprin— genden, 23 Zoll langen, Drath stecken kan, um die Ableitung weiter vom Schirm zu entfernen. An disem wird endlich eine Kette aus zwoͤlf, 64 Zoll langen, Glidern von Meßingdrath eingehaket, welche auf der Erde nachschleppet. Die Draͤte sind etwa wie eine grobe Striknadel dik. Die Kette und die eiserne Spitze muß man besonders bey sich fuͤren: der abstehende Drath aber wird in einer eingebohrten Hoͤlung des Handstockes bis zum Gebrauch bewahrt— Dise Beschuͤz— zung ist darin volkommener als die oben vorgeschlagene daß sie mit einer Spitze versehen ist: allein die Anstalt moͤgte vilen etwas weitlaͤuftig scheinen. Eine breite Tresse giebt wenigstens eben so reichliche Leitung als ein duͤnner Drath: der Bliz ward dadurch one Beschaͤdigung uͤber die Beine eines knienden Pristers(Erf. 107.) hin⸗ geleitet, und auch bloosse Vergoldungsleisten an Waͤnden(Erf. 62.) haben zugereicht. Ja, wenn sie vom Strahl zerstoͤret wird, so ge— schihet es mit weniger Gewalt als das Zersprengen eines duͤnnen Dra⸗ tes(Erf. 19.), welches doch hier, zumahl wegen der Gelenke(§. 110), erfolgen wuͤrde. Ein dickerer Metaldrath liesse sich aber nicht begueem; eine Tresse hingegen leicht bey sich fuͤren, und wenn man zur gemaͤ⸗ d 3 ligen schwindesten und kraͤstigsten Antrieb giebt.,— Wenn eine Laͤmung lange nachblibe, so wuͤrde es woͤhl diselbe Wuͤrkung wie in andern Laͤmungen zur Reizung der Fasern hervor brin⸗ gen: aber bald nach dem Schlage scheint mir die von einer Erschuͤtterung veruhrsachte Schwaͤchung nicht mit einer aͤhnlichen Erschuͤtterung gebessert zu werden. * LIX Zusaäͤtze. ligen Auffangung des Strahls(S. 122.) eine Spitze oben daran haben wolte, so liesse sich auch dazu mittelst Bevestigung einer Haarnadel leicht rathen. Endlich, wenn die Tresse nur lang genug waͤre und man unten einen Schlüssel oder desgleichen anbaͤnde, so wuͤrde sie sich auch beym Fortgehen mit einem solchen Schirme eben so entfernt halten als die Kette mit dem abstehenden Drate, und man koͤnte sie also auch auf gleiche Weise nachschleppen lassen.— Wenn uͤbri— gens die eine oder die andere diser Anstalten noch unzureichend be— funden, und ein Teil des Wetterstrahls auf den Menschen durchdrin— gen wuͤrde; so muß man bedenken dast es nur eine Noth-Huͤlfe ist, da sich keine volkommene Ableitung anbringen laͤßt, und daß doch gewiß der groͤßte Teil der Gefahr abgewant wuͤrde. Zu p. 384. Not. 293.) Aus dem Franzoͤsischen(im Esprit des Journaux. 1778. Janv. p. 294 eingeruͤkten) will ich nur noch folgendes beifuͤgen— Nach den Ausdruͤcken ist es nicht deutlich, ob die Ableitung in einer Kette oder einem Metaldrate bestanden, und wie dik selbige gewesen: es scheint doch, daß sie von dem Hammerdrate verschiden sey und nur daneben her gegangen, und mit der Uhr(oder dem Ausdrucke nach mit dem hrgehaͤuse) verbunden worden. Von den eisernen Baͤndern der Stundenglocke, welche Funken auszuschiessen geschinen, steht nur, daß sie ganz oben im Turm gleich unter der zugespizten Stange be— findlich waͤren— Vey der Ableitung, welche unten an der Turm— mauer in einer Furche eingeschlossen war, sahe man, ausser dem zum Fenster heraus und in die Erde farenden roten Feuerbal, noch viel groosse Funken, vielleicht von einigen abgesprengten Eisenteilen, davon ab auf den Boden springen. Ein Man der gerade gegenuͤber an einer Bude arbeitete ward zur Erde geworfen und empfand eine Erschuͤtterung, one jedoch seiner Sinne beraubt zu werden. Sowohl in bemeldeter kleinen Gasse als am Fusse des Turms bey der Ableitung sahe man den Dampf aufsteigen, und bey Untersuchung der Uhrkam— mer kurz nach dem Wetterschlage spuͤhrte maͤn daselbst noch einen starken Schwefelgeruch— In der Note wird noch erwaͤhnt, daß schon ein Brief des Herrn Professors Bartoloni, welcher eben disen Vorfal berichtet, aus den Italiaͤnischen Wochenschriften in disem Esprit des Journaux 1777. Juin, p. 286 eingerükt worden. E—— Vom V baran haben E Haarnadel ig waͤre und o wuͤrde si so entfernt an koͤnte sie Wenn uͤbri⸗ reichend be— durchdrin⸗ Huͤlfe is, d daß doch m. p. 204 Nach den Kette oder es scheint r daneben h mit dem ndern der steht nur, 'tange be⸗ der Turm⸗ ausser dem hal, noch isenteilen, gegenuͤber fand eine Sowohl Ableitang Uhrkam⸗ noch einen hut, daß hen bisen in disem Vom Vom R x x. I. Teil. Betrachtung der Erfarungen welche die Bahn des Blitzes und seine Würkung auf leblose und lebendige Koͤrper zeigen. Rna Amd fuhh Mlan Ktothy N 0 1. Kavittel 3 „Gestalt und Bewegung des Blis 9. I.— Er Wetterstrahl oder wuͤrklicher Bliʒ mteshadet sich bey einem nahen Gewitter deutlich von dem dus⸗ gebreiteten Scheine des sogenanten Wetterleuchtens(1), da man bey jenem einen schmahl gedrungenen he Hanh ur strahl schiessen sihet. ö 970⁷ 11U ö Emiütntze §. 2. Es faren aber dise treffende Blitze nicht allemahl zur Erde, sondern vile derselben bleiben in der Laft, indem sie von zwoen Wolken gegen einander schi essen, und dabey ist zu beobachten, daß ehe ein solcher Schlag geschihet die Wolken bis auf eine gewisse Entfernung, darin der Strahl hervorbricht, aufseinander zu bewegt werden. 1 Er⸗ (%) Von dem Werrerleuchten; wenbes icht eigentlich zu ge⸗ geuwaͤrtigem Zwecke gehoͤrt, s.te Erf. Ein mehres werde ich im dritten Teile§. 173. 174. zu erwegen geben— Ich leugne jedoch nicht, daßsentfernte Blitze auch oft fuͤr Wet⸗ terleuchten gehalten werden koͤnnen, davon der Herr Hoft. Baͤstner, bey Gelegenheit eines wegzihenden Gewitters, dabey man nach gerade keinen Knal mehr hoͤrte aber naoch lange die Blitze sahe, uͤberzeugende Bemerkungen ge⸗ macht hat. Neues Hamd. Magaz. VI. B. 35 St. p.387. A — ** X. I. Gestalt und Bewegung I. Erfarung. Einen solchen Schlag beobachtete Herr Professor Wilke.(2 »Er sahe mit andern Freunden bey einem Gewitter zwo Wolken, die sich einander naͤherten. Eine war weißlicht und rund: die andere schwarz und mehr zerstreuet. Als sie, dem Augenmaasse nach, noch um einen Winkel von 5 bis 10 Graden von einander waren, erfsolgte zwischen inen ein starker Strahl und Donnerschlag, welcher sich in ver⸗ schidene Feuerstroͤme uͤber die schwarze Wolke verbreitete, die sich gleich darauf zerteilte und zu regnen anfing. Der weissen konte er wegen der im Wege stehenden Haͤuser nicht weiter mit dem Gesichte folgen.„ 9H3. Durch dise Anzihung der Wolken gegen einander wird der bey Gewittern zu bemerkende entgegengesetzte Wind veruhrsachet.(2.v.) Den Wind als die erste Uhrsache anzu⸗ geben Anmerk. zu Sranklins Brifen.§. 42. p. 258— 8. auch unten§. 10. —— 5.) So berichtet Herr Buͤrgermeister Trautman aus Loͤbau: „Am 2ten Jul. 1723 fanden sich an unserm Horizont drey iemliche Doͤnnerwetter, davon aber uns nur das eine etwas nahe kam. Ehe solche heranruͤkten, strich der Haupt⸗Wind an allen Fanen gerade aus Westen. Als aber zu Mittag das Gewoͤlk sich anfing uͤber einander zu schiben, so blieb zwar der untere Wind noch bestaͤndig aus West: hingegen kehrten die dem mittlern Winde entgegen stehende Fanen sich fast in ei⸗ nemAugenblik aus Suͤdwest, und der oberste Wind aus Norden, worauf aus allen disen drey Gegenden die Gewitter hervor sta— chen und mit starkem Donner und Regen sich ausliessen. Als solche drey Gewitter vorbey, strich der Wind durchgehends wie— der aus Westen.„Bresl. Saml. 1723. Jul. p. 63 Es folgt da⸗ selbst noch eine andere Beobachtung von den bey einem Gewitter umlauf⸗ n sin NWe 1 InM ese 10 w uun sih ndere 6s: Ech shuL W unn I enn ut/ s. Heihen ie Wille. witter zw weißlicht euet. Als inkel von; ischen inen ich in ver⸗ erbreitete, ug. Der user nicht nder wird zte Wind che anzu- geben S. auch 18 Loͤbau: ont drey eine etwas upt⸗Wind zittag das hlieb zwar en kehrten h fast in ei⸗ 16 Norden, hervor sa⸗ iessen. Als ehds wie⸗ solgt da⸗ Gewitter umlauf⸗ des Blitzes. H. 2. 3.4. Erf. I. 2. 3 geben scheint widersinnig, da es nur die Bewegung der Luft ist, welche doch aus einer bewegenden Kraft entspringen muß.— Die Gewitterwolken zihen bekantlich oft gegen den unten herschenden Wind auf: wenn demnach die Frage ist, aus welcher Gegend das Gewitter hergekommen, so muß man sich huͤten, nicht auf den dazumahl herschenden Wind, sondern auf den eigentlichen Zug der Wetterwolke zu achten. H. 4. Eine aͤhnliche Bewandniß hat es also auch mit den herabschlagenden oder einschlagenden Blitzen. Was dort zwischen Wolke und Wolke geschahe geschihet hier zwischen der Wetterwolke und der Erde nebst denen damit zu⸗ sammenhaͤngenden Koͤrpern. Gleichwie demnach in der Luft eine Anzihung der Wolken gegen einander bemerkt wird, so verspuͤret man auch eine Anzihung zwischen einer Gewitterwolke und der Erde. Daher sihet man in freiem Felde und auf den Gassen, wenn sich die Wetterwolke naͤ⸗ hert, den Staub und andere leichte Koͤrper sich mit kraͤu⸗ selnder Bewegung in die 55 heben. Ers. Herr Wilke beobachteie dises 1758 in sehr werlichem Grade.() Aus den obern Fenstern eines hohen Hauses sahe er bey stiller Luft die ganze Gegend, so wohl in der A 2 Stadt umlauffenden und entgegenstehenden Winden, und im Jun, 1723, da Herr Trautman eben eine solche Wahrnemung berichtet, setzt er p. 647 hinzu: Meberhaupt begleitete disen besondern, ganzer 10 Tage anhaltenden, einander entgegen— lauffenden Windwechsel eine unruhige, windige, mit fast taͤglichen Donnerwettern und vilem starken Plazregen ver— mischte Wirterung, welches ich bey dergleichen Umstaͤnden allemahl beobachtet habe„ G) Anm. zu Frankl. Brifen. Anh. p. 348. 4 KI. Gestalt und Bewegung Hid l Stadt zwischen den Haͤusern als auf dem Felde, mit einem In ö dicken Staube, welcher sich von aufsteigenden Duͤnsten und Nebel sehr wohl unterscheiden ließ, bedekt. Diser Staub 6 ward nach gerade dicker, stieg saufte empor, und zog sich 1M l ö almaͤlig gegen Osten, von wannen eine groosse schwarze Ge⸗ DDR witterwolke auf kam. Dise zog uͤber den Scheitelpunkt ge⸗ 6. rade nach Westen. Der Staub schien ihr zu folgen und Ou sich mehr und mehr gegen diselbe zusammen zu zihen, so e . daß er endlich in einer dicken Saͤule, welche nach oben n 0 schmaͤler ward, gegen die Wolke aufzusteigen anfing. Sie Kalchhl war hoͤchstens eine halbe Meile von ihm entfernt. Unter⸗ M dessen war eine andere Wolke, welche noch mit einer ganzen sernern Reihe zusammenhing, der ersteren mit schnellerem sith, Zuge gefolgt. Sie naͤherte sich derselben so, daß beide WRl endlich in einander zu fliessen schinen. Kaum fing dise un Vermischung an, als ein starker Schlag und Bliz entstand, h 0t welcher sich von der Erxde durch den Staub und durch beide s Wolken zugleich erstreckte. Die letztere Wolke verbreitete and sich, ließ einen kleinen Regen fallen, und die Gegend ward Wüun wieder helle, nachdem die ganze Erscheinung nicht uͤber ht eine halbe Stunde gewaͤhrt hatte, auch erfolgten an selbi⸗ hhn gem Nachmittage keine mehrere Blitze, obgleich noch acht 17 bis zehn kleine Wetterwolken voruͤber zogen. ⸗ 1 Fsh 8. 3. Eben daher bemerkt man auch, wenn eine regnende Gewitterwolke uͤber uns schwebet, vor jedem in der Naͤhe Hfirhgn entstehenden Blitze, daß der Regen mit ren S Schnel⸗ 1 ihen ligkeit und Heftigkeit herunter gestuͤrzt wird.— Wenn Ia aber dergleichen Anzihung besonders heftig ist, so erregt A sto xr! sie Wettersaͤulen, oder auf dem Lande die reissenden Wir⸗ belwinde H08 „ mit einem Daͤnsten und iser Staub und zog sich schwarze Ge⸗ itelpunkt ge⸗ folgen und u zihen, so nach oben sing. Sie nt. Unter⸗ iner ganzen schnelleren daß beide u fing bise z entstand, durch beide verbreitete gend ward nicht uͤber n an selbi⸗ noch acht e regnende der Näͤhe ter Schneb⸗ — Wenn so erregt den Wir⸗ belwinde des Blitzes.§. 4⸗0. Erf. 2. 3. 5 belwinde und auf der Se die belanten Wassersaͤulen oder sogenanten Wasserhosen.(d 9. 8. Es zeigt sich demnach klaͤhrlich, und oftmahls auch one daß ein Schlag entstehet, die wechselseitige Wuͤrkung und Gegenwuͤrkung zwischen einer Wetterwolke und der Erde. Fuͤr diejenigen, welche one gelehrten Trieb zum Sonderbaren nur auf klare einfache Beobachtungen sehen ist es auch gewiß uͤberfluͤßig zu beweisen, daß die Uhrsache, warum eben zu diser Zeit an disem Orte ein Wetterschlag eutstehet, in einer voruͤbergehenden Gewitterwolke zu suchen sey. Man sihet offenbar den Bliz ans der Wolke hervor⸗ brechen, der Beobachter mag sich unten auf der Erde oder seitwaͤrts, oder oberhalb des Gewoͤlkes auf dem Gipfel ei⸗ nes Berges befinden. Nach der bestaͤndigen gemeinen Er⸗ farung vermuten wir auch nur dan Wetterschlaͤge wenn wir eine Gewitterwolke ankommen sehen, und das Einschlagen da wo sie uͤber eine Stelle herzihet. Zwar sol zuweilen auch ein Bliz bey heiterm Himmel one eigentliche Wetter⸗ wolken entstanden seyn: es laͤßt sich aber nicht erweisen, daß es one irgend eine Samlung von Duͤnsten in der Luft geschehen sey, da es auch zuweilen bey scheinbar klarem Himmel zu regnen pflegt: auch kan die Gewitterwolke so zur Seite stehen, daß dennoch die Sonne dabey scheinet. (Erf. 105. b.) ö 3. Erf. „Zu Roßnau in Ungarn hatte man am 8ten Aug. 1720 bestaͤndigen und brennenden Sonnenschein: der Himmel war uͤberal heiter, ausser in Norden, wo sich ein dickes schwarzes Gewoͤlke sehen ließ, und von wannen man auch seit 9 Uhr des Morgens entfernten Donner gehoͤret hatte: A 3 der (6 S.Erf. 134: davon ein mehrers im dritten Teile anzumerken. 6 K. I. Gestalt und Bewegung der naͤchste Regen war aber wohl eine Stunde Weges von ud . dannen gefallen. Um 2 Uhr Nachmittags entstand ein Bliz, sane der auch bey dem hellen Sonnenschein in die Augen leuch⸗ u un tete, und unmittelbar darauf ein scharfer nicht lange nach⸗ Rushiel toͤnender Donnerknal. Diser Schlag traf ein hoͤlzernes aus pon ö zweien Stokwerken bestehendes, und beynahe am Ende der an laͤngsten Gasse des Staͤdchens belegenes Haus. Vile Leute, a die sich auf dem Felde befanden, versicherten einstimmig, Ri sie haͤtten von jenem schwarzen Gewoͤlke eine Feuerkugel gait v hervorbrechen und schnel nach der Stadt hin auf die Gegend 1114 wo besagtes Haus lag zufaren gesehen, da dan auf den uuthyta Bliz ein starker Donnerschlag erfolget waͤre— Der Strahl sinchn fuhr teils am vordern Gibel, teils an einem hoͤlzernen in⸗ Mil wendig mit Leim bekleideten Schorstein, dessen Ecke er ge⸗ IM troffen, das obere Queerholz zersplittert und dabey ein Loch eingeschlager hatte, ins Haus herunter. Der Gibel war it sint unter dem Dache mit Brettern beschlagen, welche der Lnge mh! nach herab gingen. Hier zeigte sich die Spuhr an einem der n laͤngsten Bretter, erst auswaͤrts herunter bis an ein kleines idi ö in der Mitte desselben eingeschnittenes Fenster, bey welchem sie sich nach innen wandte, eine Handbreit zur Seite ab—⸗ i wich, darauf aber ferner herunter ging, in das oͤbere Stok⸗ WI werk durchdrang und au der mit Leim beworfenen und ge⸗ Ifus weißten Wand mit seichter geschlaͤngelter, bald einzelner hne bald geteilter, Furche, inwendig bis an ein Fensier fort— usas fuhr, von selbigem aber hernach wieder auswaͤrts etwas hhh n schraͤge bis an ein anderes Fenster des untern Zimmers, und Dath dan wieder an der innern Seite der Wand bis zum Fuß⸗ Rupeng boden welcher an der Erde mit Brettern belegt war, herablief, 111 woselbst der Bliz die Lagerhoͤlzer darauf sie bevestigt waren, zerspaltete und durch die Seitenwand durchbrach. Der andere loder der Haupt⸗] Teil des Strahls, welcher mitten am Iie . Veges von ud ein Bliz lugen leuch lange nach⸗ hernes aus mLnde der Vll Lute, einstimmig, Heuerkugel die Gegend in auf den Der Strahl lzernen in⸗ Ecke er ge⸗ ey ein Loch Gibel war der Laͤnge einem der ein kleines H welchem Seite ab⸗ bere Stok⸗ nund ge⸗ einzelner aster fort⸗ rts etwas mers, und zum Luß⸗ herablief, gt waren, ch. Der er mitten am des Blitzes.§. 6. Erf. 3. 7 am Dache einige Schindeln abgeschlagen und an dem be⸗ sagten Schorstein herabgefaren, lief in verschidener Rich⸗ tung herunter, teilte sich noch ferner, und zerschmetterte verschidenes in seinem Wege, bis er endlich gleichfals zum Fußboden gelangte und die Bretter desselben derLaͤnge nach in kleine Splitter zerspaltete. Ein Teil dises Strahls hatte auch durch die Scheerwand ein Loch eines Daumens grooß in das untere Zimmer geschlagen und einiges Kuͤchen⸗ geraͤte welches daselbst hing umhergeworfen one es zu ver⸗ letzen. Nur an einem dabeystehenden messingnen Moͤrser wurden an der aͤussern Seite des Bodens einige lange⸗ schmolzene] Loͤcher, die aber nicht durch die ganze Dicke des Metalles gingen, wahrgenommen. Uebrigens waren alle Risse und Splitter am Hause one einige Spuhr der Versengung als frisch gespalten.— Der Hauswirt saß mit seiner Frau, Kindern und Gesinde in dem untern Zim⸗ mer bey der Mahlzeit, und die Frau kaum eine Spanne weit von dem Fenster bey welchem der Strahl an der in⸗ nern Seite der Wand hinter irem Ruͤcken herabgefaren, und, wie gesagt, den Fußboden unter iren Fuͤssen beschaͤdigt hatte. Beiner von inen ward aber im geringsten verlezt: nur waren sie vom Bliz und Knal so erschrocken, daß sie anfangs nicht einmahl das Herumwerfen des Kuͤchengeraͤ⸗ tes bemerkt hatten, und nicht gedachten daß ihr Haus ge⸗ troffen sey, bis sie einen Rauch aufsteigen sahen, welcher jedoch mit keiner Entzuͤndung begleitet war.„(0 Oerter die von einer Seite durch Berge oder hohe Wal⸗ dungen gedeckt werden, wissen, daß sie von dort her kein Ge⸗ witter zu vermuten haben, und daß hingegen ein Gewitter A 4 desto Bresl. Saml. 13 Vers. 1720. p. 20I. beschriben von dem dor⸗ tigen Arzte, Herrn D. vacsiιεν, welcher die Spuren des Wetterstrahls selbst untersucht hatte. K. I. Gestalt und Bewegung desto laͤnger uͤber inen en muͤsse wenn es gegen den 10 Berg a iben wird. §. 7. 09 Ich habe bemerkt(chribt Scheuchzer) daß die Wolken, welche mit West⸗ oder Nordwest-Winde uͤber unser Zuͤrcher Giäebite faren, wenn sie gegen die Schweizer und Glaris Gäebuͤrge, welche hoͤher als die unsrigen sind, stoossen, durch den Widerstand entweder aufgehalten und in Regen und Ge⸗ witter aufgeloͤset„oder auch durch abprallende Winde wie⸗ rder von dort her zuruͤck getriben werden. Daher ist unsere Zuͤre hher Gegend vor andern so haͤufigen Ungewittern mit Ha⸗ gel Donner und Bliz unterwoͤrsen, da dergleichen in dem Can⸗ 0 ton Glaris, Schweiz, in Graubunden und andern Alpengegen-⸗ den sich sehr selten eraͤugen.“(Bresl. Saml. 1719. Jul. p. 89.) —Won Loͤbau uͤberschrieb man folgende Bemerkung: Daß tiefgehende und schwere Wetterwolken sich an die vorligende Berge oftmahls stemmen, und daher laͤnger als sonst guf⸗ halten, war auch insonderheit am 7ten dises zu sehen, da das eine gleich uͤber uns zihende Donnerwelter an hisigem gegen Ost zu ligenden Berge mit seiner rogenschwangern Wolkenlast sich uͤber eine Stunde verweilete, bis es zulezt sich zerteilte und ahgerissene Gewoͤlke an beiden Seiten des Berges wegzog. Dises sind auch in der That die waren sogenan⸗ ten w r welchei ire hervorragende Huͤgel und Gipfel dem schweren Gewoͤlke entgegen stellen, und veruhrsachen daß das nidrig gehende Gewoͤlke sich aufaͤnglich mit mehrerm Regen auslaͤsset und nach solcher Erleichterung um so viel eher zerteilet, oder, wenn die Wolke alzu viel Wasser bey sich fuͤret, den Regen guf ein Mahl ausschuͤttet und dadurch einen sogenanten Wolkenbruch veranlasset.“(Vresl. Saml. 132. Jun. p. 561. ovne Zweifel von Herrn Trautman.)— Suo merkt auch der flet ßige Beobachter, Herr D. Banold, überhaupt an, daß auch bey sehr heissen Tagen eben nicht viel Donnerwetter erfolgen, wenn in selbigen sich nicht viel Wolken und Regen zeigen(Das. 1726. Sept. p. 288.) und hingegen, daß bey vielen Wolken und Regen, gleichwie ö uͤber⸗ I ei R dle aunu udt ue — gegen den 9. 7. ie Wolken, ser Zuͤrcher und Glaris ossen, durch en und Ge⸗ MPinde wie⸗ ist unsere In mit Ha⸗ dem Can⸗ lhengegen- Jul. p. 89.) ung: Daß vorligende sonst auf⸗ sehen, da nhisigem hwaͤngern 8 es zulezt Seiten des n sogenan⸗ undGipfel uhrsachen mehrerm m so viel zasser bey d dadurch ol. Saml. tman.)— Panold/ ehen nicht nicht viel 88.) und gleichwie uͤbet⸗ des Blitzes.§.7. +* 9. 7. Bey einem ordentlichen anhaltenden Gewitter pstegen vile Schlaͤge zu geschehen die nicht zur Erde sondern in der Luft unter den Wolken einher faren. Die ploͤzlichen Schlaͤge aber one vorher ankommendes Gewitter pflegen meistens einzuschlagen, weil naͤmlich alsdan nicht von einer Wolke zur andern, sondern zur Erde auf die daselbst entgegenste⸗ dudt Koͤrper der Ausbruch geschihet.(7) A 5*„86. uͤberhaupt viel Wind, 0 auch, der spaͤten Jahrszeit unge⸗ 16—0 noch immer Donnerwetter sich gezeiget haben(Das⸗ 726. Oct. p. 395.0 50 überhaunt hier in Hamburg nicht oft Blitze einschlagen, so entsinne ich mich doch verschidener solcher unerwarteter, deren einer 1737 den Petr i⸗Turm, ein anderer den Mast eines Schiffes in unserm Haven, einer 1750 den Michaelis Turm, und einer 1774(Erf. 101) ein Haus nahe am Walle getroffen—„Am Haten Decemb. 1718. fuhr zu Eutin, one daß man vorher ein Gewitter vernommen, ploͤzlich ein Wetterschlag durch den Firchturm bis auf die Orgel her⸗ ab. Es war an einem Bußtage Morgens zwischen 9 und 10 Uhr, eben unter der Predigt: ein Mann ward daduͤrch in der Kirche getoͤdtet, ein anderer am Unterleibe und an bei⸗ den Beinen dergestalt geruͤret, daß er alle Empfindung in den Beinen verloren haͤtte. Ein Junge ist dadurch beinahe taub und blind geworden, so daß er sich nur ein wenig wie⸗ der erholet/ und noch 3 andere Personen sind sehr beschaͤdigt worden. Zugleich ward ein Balken iuwendig angezuͤndet, one daß man anfaͤnglich ein Feuer vermerket, welches doch durch gute Anstalt noch bald wieder geloͤschet worden— Zidey Jare zuvor hatte der Bliz ebenfals in dise Kirche ge⸗ schlagen one sonderbaren Schaden zu verahrsachen„ Bresl. Saml. 1718. Decemib. p. 1968— So Schreibt J. J. Scheuch⸗ zer von einem Wetterschlage zu Sundweilen den 14 Jun. 1720., dadurch ein Paar Frauenspersonen auf dem Felde bey der 10 K. I. Gestalt und Bewegung §. 8. Es darf aber die Wetterwolke, aus welcher die herabschla⸗ genden Blitze schiesfen, nicht unmittelbar auf den Koͤrper anstoossen darauf der Strahl zufaͤhrt, oder gerade uͤber ihn schweben: sondern der Bliz wird schon in einiger Entfer⸗ nung hervorgelokt, daher man ihn als einen feurigen Strich durch die Luft schiessen sihet. Um dises zu beobachten muß man seine Augen auf eine seitwaͤrts von uns abstehende blitzen⸗ de Wolke richten.— Eigentlich wuͤrde zwar der Bliz einen Feuerbal vorstellen; und so beschreiben ihn auch verschidene, welche einen Wetterstrahl in der Naͤhe herabschiessen oder in einem Hause durchbrechen gesehen:(5) durch die schnelle Bewegung aber muß er als ein Strich oder Strahl erscheinen. 4. Erf. „Herr Guden beobachtete 1770 drey Gewitterwolken, welche nach einander seitwaͤrts am Gesichtskreise hinzogen. In jeder derselben entstunden die Blitze fast immer auf einer⸗ ley Stellen, naͤmlich bey der ersten in der Mitte, an der zwoten vorne, nicht weit von der Spitze, in der dritten auch vorwaͤrts, jedoch mehr nach der Mitte zu. Die Bliz⸗ stralen glichen dem Strale einer Rakete, und schossen ge⸗ drungen immerfort in einerley Dicke, entweder queer hin, oder senkrecht, oder schraͤge herunter. Bey den beiden er⸗ sten Gewittern schoß manchmahl ein Bliz queer heraus, und zerteilte sich sodan in verschidene Strale, one auf die Erde ö der Heuerndte erschlagen worden: Der Schlag kam unver⸗ mutet, der Himmel war heiter und die Sonne schien.„ (Bresl. Saml. 1720. Jun. p. 654.)— S. auch Erf. 23. 42. 50. II3. I34. 156. ö (5) S. Erf. 3. 52. 72. 105. 107.— Scheuchzer Schweiz. Nat. Gesch. II. T. p. 54. und Me eorol. p. 34. 35. sccgg. E fRn Ruh. wot Tushl U do Want challt Hlen ondern u silen d0 tönde abach x M osthen Ribengt nd 00 m gi Nr U Huu Iud u uf de lischen hasehe hemif erabschla⸗ n Koͤrper uͤber ihn rEntfer⸗ n Strich hten muß de blitzen⸗ liz einen schidene, oder in schnelle scheinen, wolken, inzogen. if einer⸗ an der dritten ie Bliz⸗ ssen ge⸗ er hin, den er⸗ ð, und ie Erde zu unber⸗ schien. V 23. 2. 3. Nit. des Blitzes.§. 8. 9. Erf. 4. f. 11 zu schlagen. Bey dem leztern furen sie gemeiniglich senk⸗ recht herunter. Sie entstunden meistens unten an den Wol⸗ ken. Einige furen so schnel, daß er nicht unterscheiden konte, ob sie von oben oder von unten her kaͤmen. Aber nicht alle⸗ mahl war der Schuß so augenblicklich schnel. Er sahe einen Strahl, schraͤge und bogenweise, so daß es nicht schneller als der Fal eines Schwaͤrmers schine, zur Erde faren. Das Wetterleuchten konte er von den besagten Stralen oder eigentlichen Blitzen sehr merklich unterscheiden. Es entstand in jedem Gewitter viel haͤuffiger und nicht an einer Stelle, sondern nahm bald in den obern bald in den untern Wolken seinen Anfaug. Der Schein deente sich in die Weite so wohl als in die Laͤnge aus, je weiter desto schwaͤcher, so daß er sich endlich verlohr, und ihm folgte nimahls einiger Knal.„() 18.9599. Man redet viel von der Zigzagbewegung des Blitzes, und so stellen ihn freilich die Maler vor: allein gute Beobachter haben oft einen fast geraden Strich auf den getroffenen Ge⸗ genstand zu wahrgenommen() 5. Erf. Herr Bridgman Mitglied der koͤnigl. Geselschaft in Lon⸗ don giebt folgenden Bericht, welcher desto zuverlaͤßiger ist da der Verfasser sich ein anderes zu sehen vermutete. Am 1ten July 1708 eutstand alhier(zu Ipswich) ein heftiges Gewitter, welches sich um 6 Uhr in einiger Entfernung zeigte und von Suͤd-Westen aufzog. Ich befand mich damahls auf der hoͤchsten Anhoͤhe bey diser Stadt, von da her ich die Erscheinungen deutlich wahrnemen konte, und muß einer derselben erwenen die ich besonders merkwuͤrdig achtete, und die mir sonst nimahls vorgekommen ist. Als das Gewitter meiner (7) Suden von der Sicherheit wider die Donnerstralen. p. 23. (40% S. 13 Erf, 142. K.I. Gestalt und Bewegung meiner Muthmaassung nach ohngefehr 4 Meilen von mir entfernt war, sahe ich einen Bliz welcher sich in dem Au⸗ genblik als ein Bogen lan der Wolke] auszubreiten schien und 0 10 seinen Schein eine ziemliche Strecke weit umher verbreitete. W Der eigentliche Wetterstrahl aber fuhr nicht, wie gewoͤhnlich Raud/ Idafuͤr gehalten wird) in schlaͤngelnder Zigzag⸗Figur, son⸗ S 0 dern in einem geraden Feuerstrahl, als das Zuͤndrohr einer W0 Bombe, straks von der Wolke zur Erde herab.„() lt 14 Indessen kan doch der Bliz auch einen schlaͤngelnden Weg burh nemen/ teils, da er in der Luft nicht allenthalben mit glei⸗ WIl 46 cher Leichtigkeit herabfaͤhrt, teils aber, da er noch an den min Wollen selbst Spruͤnge macht. N R 28 6. Erf. I‚ 05 Da ich mich im verwichenen Sommer 1775, eben bey nl einem Gewitter mit heftigem Plazregen, auf der Elbe be⸗ uu fand, habe ich nebst andern dabey gegenwaͤrtigen Personen 5 deutlich einen schmalen feurigen Strahl, zwar nicht mit sol⸗ 65 chken Ausschweifungen als es die Maler vorstellen, aber W doch mit einiger schlaͤngelnder oder huͤpfender Bewegung 00 herab schiessen gesehen. Er fuhr zwar schnel, aber doch so, 00 daß man noch deutlich die niderfarende Bewegung erkennen n konte— Ich muß indessen erinnern, daß, da die Wolke nahe uͤber unsern Scheitelpunkt war, vielleicht ein Teil der N Bewegung, welche vorwaͤrts erschien, uͤber uns an der Imeh Wolke selbst vorgehen mogte, und da das Ende des Strahls I sich hinter den Baͤumen einer nahen Elb-Insel verbarg, so Mhust kan ich auch nicht wissen, ob nicht die Bahn zuletzt mehr Haft in geradem Striche gegangen, so wie sie naͤmlich von den Aich der angefuͤhrten Beobachtern, welche eine Wetterwolke von der ö Seite her betrachtet haben, wahrgenommen worden. §. 10,(0 (TT) Phil. Trans. Vol. XXVI. N. 316. p. 137. 96 von mir dem Au⸗ hien und breitete. woͤhlich ir, son⸗ hr einer 3. en Weg nit glei⸗ an den en bey lbe be⸗ rsonen nit sol⸗ aber degung och so, kennen Wolke eil der in der krahls g/ so mehr on den on der 9. 10, des Blitzes.§. 91I. Erf.6. 13 §. 10. An den Wolken selbst bemerkt man zuweilen springende Blitze, welche naͤmlich von der uhrspruͤnglichen Stelle der Wetterwolke durch andere abgesonderte Woͤlkchen ire Bahn ů nemen, und mittelst diser Leiter verschidene Bigungen des Strales vorstellen koͤnnen. Es verstehet sich daß hier nicht der Seitenschimmer oder Widerschein, sondern nur der ei⸗ gentliche Strahl in Betrachtung komt— Herr Wille be⸗ schreibt aus eigenen Beobachtungen die Fahrt der Blitze, so⸗ wohl zwischen zwoen Wolken unmittelbar, oder von der Wet⸗ terwolke zur Erde, als auch der besagten springenden Blitze. „Die Blitze ersterer Art, sagt er, weichen sehr wenig von der geraden Linie ab. Sie machen mehrenteils zwischen den beiden Wolken einen geraden Strahl, verbreiten sich aber darauf zerstreuet uͤber und durch beide Wolken. Die zur Erde farenden sind davon nicht unterschiden. Es entstehet unten an der Wolke ein Schein, aus dessen Mitte ein Strahl gegen die Erde herunter schießt. Bey den springenden Blitzen faͤhrt das Feuer aus einem Teile in den andern, und waͤhlt dabey allezeit den Weg wo die Teile in der tieiustencensermrann von einander abstehen.„(662). §. II. Neben diser aͤussern Bewegung des Strahls ist noch eine innere verborgene, und wie es scheint wirbelnde Bewegung zu betrachten, welche man zuweilen aus jener sichtbaren Bahn schliessen kan. Dahin rechne ich den schraubenartigen Lauf des Strahls um walzenfoͤrmige Koͤrper, wenn er naͤm⸗ lich der Laͤnge nach an inen herab faͤhrt, welcher schon von Scheuchzern(8) und andern beobachtet worden ist. 7. Erf. (1a) Anm. zu Frankl. Vrisen.§. 43. b. 259. (13) Er sagt: Die Linien, ch Wüichen sch der Strahl hewegt, sind 14 K. I. Gestalt und Bewegung „Im Jahr 1718. den 1gten Jun. siel der Bliz auf eine ö Eiche im Stifte Trebnitz in Schlesien, und hinterließ an sel⸗ 90 biger von oben an bis auf die Wurzel eine schraubenweise In R zwischen den Zweigen am Stam herum laufende Furche. 10 Die Rinde war daselbst teils in einem Striche von verschide⸗ duune ner Breite abgeschaͤhlt, teils auch nur durchgerissen. Mit⸗ Henine 0 ten in dem abgeschaͤhlten Streifen aber war fast gleich viel uru! Holz aus dem Stamme gerissen und die Furche mit einer ef 0 ziemlichen Schwaͤrze bezeichnet. Diser Riß war beynahe hufn einer Sand breit, in der Mitte etwas tifer, als mit einem hrl Hohlhobel ausgeschnitten: unten war er am staͤrksten, wo⸗ ui 4 selbst auch, weil der Baum inwendig hohl war, durch den Rine abgesprungenen Spahn ein Loch einer welschen Nuß grooß Sn entstanden. Die Rinde war daselbst bis zu einer Breite von beinahe 3 Fuß abgeschaͤlet und die Spuhr des Strahls in zwey Teile geteilet,(welche vermuthlich auf zwo verschidene Wur⸗ W zeln zu gingen:) die eine staͤrkere lief noch etwa einen Fuß bum sh ö weit am Stamme unter dem Rasen hin, die andere war Wu schwaͤcher, nur einen Queerfinger breit, und hie und da un⸗ umie terbrochen, bis sie sich gleichermaassen unter der Erde ver⸗ uberd lohr.( 8. Erf. In, A sind meistens, insonderheit in metallischen zylindrischen Koͤr— mn pern oder in Baͤumen und deren Aesten schlangenfoͤrmig oder Rsechn gewunden, zuweilen auch wirblicht und wellenfoͤrmig, zuwei⸗ Wh len vermischt aus einer zirkelrunden und geraden, gleich einem ö Rshn fortgehenden Rade.„ Meteorol. p. 39. ö a Ein () Bresl. Saml. 4 Vers. 1718. p. 1189 von dem Prediger des ö Wtm Orts beschriben, dabey auch eine Abbildung vorhanden— De So meldet Scheuchzer Meteorol. p. 28. daß ein Wetterstrahl shen Eil bey Zuͤrich im Jahr 1710 von einem Baum die Rinde von e 73 den aͤusersten Aesten bis uͤber der Wurzel in der Breite von 6 bis 8 Zoll schlangenweise, loder vielmehr schraubenweise! one einige uͤberblibene Zeichen des Feuers, abgeschaͤlet habe. Mu auf eint eß an sel⸗ abenweise e Furche. berschide⸗ n. Mit⸗ leich viel nit einer beynahe it einem n, wo⸗ irch den 5 grooß eite von in zwey ie Wur⸗ en Fuß re war da un⸗ de ver⸗ 9. Erf. en Koͤr⸗ nig oder „zuwei⸗ ch einem iger des inden— terstrahl nde von lite von nweise! t habe. des Blitzes.§. 1 I. Ers. 7.S.9. 15 8. Erf. In 1 Whinfield⸗ Park„ in Cumberland, welcher dem Ki von Thanet zugehoͤrt, habe ich neulich(1731 ein Paar Merkwuͤrdigkeiten beobachtet. Das erste war eine grooße Eiche, zum wenigsten 6o Fuß hoch und 4 Fuß im Durchmesser, an welcher der Blitz bey dem lezten groossen Gewitter eine sonderbare Spuhr hinterlassen hatte, denn es war an disem Baume von oben bis unten in gerader Linie ein Splitter, ohngefehr drey Zoll breit und 2 Zoll dik, aus⸗ gerissen worden— An einem andern eben so hohen Baume hatte ein Wetterstrahl gleichfals von oben bis unten einen Streifen von dergleichen Breite und Dicke ausgerissen, aber in einer Schraubenlinie welche drey Windungen um den Stam machte und 35½ uͤber 6 Sut 1—3 in die Erde 00 ging.„ 3 15 Erf. „Neulich(im Jun. Eyzeind: uüweit Thorndon, bey einem sehr heftigen Gewitter der Schorstein eines Paͤchter⸗ hauses abgeschlagen. Auch hat der Bliz zwey groosse Eichen in meinem Park, welche ohngefehr 40 oder 50 Fuß von ein ander loder von andern abgesondert, a part] stehen, getrof⸗ fen. Bey der einen beobachte ich nichts sonderlich verschi⸗ denes von andern Baͤumen die vom Blitze getroffen worden, dergleichen ich ehedem gesehen, nur ist zu bemerken, daß die groͤßte Beschaͤdigung an der oͤstlichen Seite des Baumes geschehen zu seyn scheinet, da doch die Wetterwolke sicherlich von Suͤdwesten her kam. Diser Baum ist sehr zerschmettert und von oben bis unten zerspalten: auch ist an der Suͤdwest⸗ lichen Seite dicht an der Wurzel ein groosses Loch ohngefehr 6 oder 7Zoll weit und einen Fuß oder etwa 15 Zoll tief in die Erde (45) Phil. Trans. Vol. XLI. n. 454. p. 235. von Sir John Clark, Mitglied der Koͤnigl. Geselschaft, beschriben. 16 K. I. Gestalt und Bewegung Erde geschlagen— Der andere Baum ist nicht im geringsten Nn 0 zerschmettert oder gespalten, noch ein einzigerZweig beschaͤdigt, a ö deren sich doch eine groosse Menge daran befindet. Der Bliz naff hat aber die Rinde in einer voͤlligen Schraubenlinie abgeschla⸗ Iumen . gen welche ohngefehr 40 Fuß in der Hoͤhe anfaͤngt, und, in 11 70 0 einer Breite von ohngefehr fuͤnf Zoll, bis beinahe einen Fuß vust K hoch vom Boden herunter gehet, woselbst sie nur etwa zwey Rhn Zollbreit wird und sich endlich ganz derliret. In der Mitie dises un 4 5 Zoll breiten Striches war der Strahl ohngefehr Zoll tief ahty 0 und Zoll breit ins Holz hinein gefaren zer hatte die Furche ll gvoossen Teils rein ausgespalten, und das uͤbrige des Holzes huihnt ö darin als Stuͤcke von zerrissenen Seilen haͤngen lassen: sie 0 5 wird ebenfals' gegen die Erde zu schmaͤler und verliert sich Elm endlich ganz, eben an der Oberflaͤche der Erde. Die Schrau⸗ an un benlinie ist sehr regelmaͤßig und geht eben ein Mahl um den Suiche Baum herum, oder nur etwas weniges mehr: sie ist auch, Rsschrd As viel ich bemerken kan, uͤberal bis auf das unterste Ende!] deshn von einerley Breite. Die Oberflache der Rinde beider Baͤume hal i 0 ist uͤberdem, auf eiwa 10 Fuß hoch von der Erde, merklich raben beruͤhrt, als ob mit Schroot darauf geschoͤssen waͤre, wel⸗ wualti ches davon allenthalben kleine Schalen 2 oder 14 bis 4 Zol uhen breit und lang, abgespalten.„(46)(Dises kan aber blooß I/ l, von der anschlagenden Flamme geschehen seyn, welche durch Wfet! Ausdenung der enthaltenen Luft die Schalen von der Wut 250 der Rinde abgesprengt. 20 5 iun Man moͤgte sagen, daß eine Heise Richtung der 3— sern unter der Rinde die Uhrsache einer solchen Bahn seyn(476 koͤnte, da das Holz welches keine Rinde hat meistens nicht so schraubenfoͤrmig sondern gerade nach den Fasern gespalten fin 2845 ö zu bn —— ö Ni G6²⁶) Pbil. Trans. Vol. XIII. N., 464. p. I36. vom Robert James. Lord Petre, Mitgl. der Koͤn. Ges. berichtet. ö geringsien beschͤdigf Der Blj abgeschh⸗ , und, in reinen Fuß etwa zwey Mitte dises Zoll tief bie Furche ꝛes Holzes assen: sie kliert sich e Schrau⸗ ihl um den ist auch, rste Ende er Baͤume „merklich aͤre, wel⸗ bis 4 Z0l lber blooß lche durch der Ober⸗ g der Fa⸗ zahn seyn iens nicht gespalten 30 ert Jamei des Blitzes. d. II. Erf. 1o. 47 zu werden pflegt. Allein, ich sehe nicht, daß dergleichen schraubenfoͤrmige Windung der Fasern an der Rinde zu er⸗ weisen ist. Es eraͤuget sich auch dise Erscheinung nicht alle⸗ mahl an einer Art von Baͤumen,(Erf. 8.) und hingegen zu⸗ weilen an verschidenen Arten, wie dan eine also bezeichnete weisse Espe noch hier unweit der Stadt(am Wege bey der Rabe) zu sehen ist, davon ich weiß, daß sie vor etwa 30 Jaren vom Blitze getroffen worden.(7) Ich entsinne mich auch gehoͤrt zu haben, daß an einem Mastbaume vom Blitze die Splitter, zwar nicht in einem Striche, aber doch mit Absaͤ⸗ tzen schraubenweise von oben bis unten ausgerissen worden, und in dem Beispile von der Ofengabel(Erf. 85) war der Stiel vermuthlich auch one Rinde oder wenigstens nur mit einer duͤrren Schale bekleidet. Daß der Strahl aber disem Striche bey duͤrrem Holze nicht sowohl als unter der Rinde frischer Baͤume folgen kan, scheint daher zu ruͤren weil er hier in der Feuchtigkeit eine freiere Bahn vorfindet.(1) Uebri⸗ gens zeigt sich auch nach Scheuchzers Berichte dergleichen schraubenfoͤrmige Bahn des Blitzes an Metallen. So er⸗ weent er, daß am Kefigtturme zu Bern das Sturzenrohr auf welchem der Knopf stand in einer Schraubenlinie geoͤfnet sey,(1) und daß ein Bratspieß in Schraubenwindungen gedrehet worden. 10. Erf. „In Zuͤrich schlug der Blitz am zosten May 1718 in ein Haus welches am hoͤchsten Platze der Neustadt liegt. Er beschaͤ⸗ (17) Es ist von der Seite der Alster her einer der ersten hohen Baͤume: aber doch eine ziemliche Strecke vom Wasser ent⸗ fernt— S. auch unten Erf. 98. ein anderes Beispiel von einer Pappel. (Xs) Wie unten§. 49. erwogen wird. (19) S. unten 126. Erf. 18 K. I. Gestalt und Bewegung des Blitzes. beschaͤdigte zuerst oben den Schorstein, darauf fuhr er im Hause herunter und zerteilte sich an vilen Orten. Unter an⸗ dern war er uͤber drey Fenster hin an dem Huen Staͤng⸗ h lein welches die glaͤsernen Scheiben queeruͤber zusammenhaͤlt [Winde⸗Eisen] von einem Ende zum andern betucn, hatte die daran befindlichen bleiernen Ringe zerrissen und geschmol⸗ zen und die rote Farbe am Staͤnglein ab n In einer D. Kuͤche im zweiten Stokwerk drehete er den Bratspieß, der uUl an seinem ordentlichen Ort hing, in lauter schlangenförmige ng Firkel.(oder in eine S enwindung.]— Er uͤbte fer⸗ Mllhe ner noch an Fenstern, Mauren u. s. w. Gewalt— Verschi⸗ rce dene Personen, welche sich im Hause umher befanden, bliben Mértft ganz unverlezt: ein junger Mensch aber von 30 Jaren, wel⸗ H, i cher im Erker saß, ward getoͤdtet. Er hatte noch zuvor ein R W lautes Geschrey von sich gezeben: man koute nicht das ge⸗ Rhh ringste Zeichen einer Verletzung an ihm wahrnemen und in Must dem Erker war auch weder an Glasscheiben noch Gegittern ih einige Spuhr des Blitzes zu finden. Aussen stand bey dem Iuei Hause eine Magd am Brunnen: dise ward am Arme verlezt, OMh so daß sie alsbald eine hoͤchstschmerzhafte Entzuͤndung davon bekam. Sie hatte zu der Zeit einen glasernen Becher vol I s Wasser in der Hand, welches sie also, nachdem es vom Blitze Nser sehr heiß geworden, zu Hause brachte.„()(Ich muß sohh gestehen, daß mir das Heißwerden des Wassers, one daß 1 hy das Glas zersprengt oder wenigstens von der Magd nider⸗ Rin geworfen worden, sehr unwahrscheinlich ist. Die Bemer⸗ and kung wegen der schraubenfoͤrmigen Wuͤrkung des Blitzes Eblshr an Metallen empfele ich audern Beobachtern zu bestaͤtigen.] ů. 0 Kap. I. 0 Mlkrwir (2%) J. Jac Scheuchzer Bresl. Saml. 1718. May p. 1079. Schweiz. Nat. Gesch. Sulzers Ausg. II. T. p. 319. uhr er in Unter an⸗ n Staͤng⸗ mmenhaͤlt en, hatte geschmol⸗ In einer pieß, der nfoͤrmige ͤbte fer⸗ ren, wel⸗ juvor ein tdas ge⸗ n und in jegittern bey dem verlezt, davon cher vol m Blitze Ich muß one daß d nider⸗ Bemer⸗ Blitzes laͤtigen. vap. I. p. 1079. „ 19 II. Kapittel. Umstaͤnde bey dem Ausbruche oder der Hervor⸗ lockung des Blitzes. ö. 12. Bey der Hervorlockung oder dem Ausbruche des Blitzes aus k ladung der Wetterwollen, lassen sich verschidene Umstaͤnde be⸗ merken. a) One die eigentlichen Bedingungen zu erforschen un⸗ ter welchen ein Schlag erwecket wird, koͤnnen wir schliessen, daß die Entfernung, welche man die Durchbruchsweite nennen kan, ihr bestimtes Maaß haben muß: demnach sind uͤber⸗ haupt diejenigen Stellen welche durch ire Erhabenheit dem gewoͤhnlichen Zuge der Wolken naͤher kommen, auch den Wetterschlaͤgen am meisten ausgesetzt— Die Samlungen von Duͤnsten, welche wir Wolken nennen, schwimmen nach irer verschidenen Dichtigkeit in einer gewissen Hoͤhe uͤber der Erdflaͤche, und unter den Spitzen der hohen Berge. Da von nidrigen Gegenden die Duͤnste aufwaͤrts steigen, so sin⸗ ken sie hingegen aus der duͤnnen Luft von den Gipfeln der Berge unterwaͤrts, bis sie ihr Gleichgewicht im Dunsikreise sinden. So sahe Herr Brydone die Schwefeldaͤmpfe oben aus dem Trichter des Aetna, sobald sie aus der Muͤndung desselben heraus waren, sich an der Seite des Berges wie einen Strohm herab rollen, bis sie zu der gleich schweren Schichte der Luft kamen, und dan erst horizontal fortschwim⸗ men.(24)— Von dort aus faren also die Blitze, nachdem sie Gegenstaͤnde antreffen, oberwaͤrts, zur Seiten oder unterwaͤrts. ö B 2 II. Erjf. (21) Brydone's tour throngh Sicily. Vol. J. Lett. 10. p. 2II. add. lett. 8. p. 104. — K. II. Umstaͤnde bey dem Ausbruche l 11. Erf. Hihin Herr Targiono Tozzetti machte auf seiner Reise durch 6 Toscana folgende Beobachtung. Einer von den Bergen der 110 Lunigiana(schreibt er) welcher mir zur Rechten lag, war 1 durch den Wind mit einer dicken schwarzen wagerechten Wolke üt besezt, uͤber welche sich andere hellere Wolken erstrekten. Hn Bald darauf sahe ich aus der schwarzen Wolke etliche zehn Wun Blitze faren und hoͤrte dabey ein bestaͤndiges Geraͤusche des Wh Donners. Ich bemerkte, daß alle dise Blitze aus dem Rande 4207 entstanden welcher dunkeler von Farbe war, und daß die Wh allermeisten derselben schraͤge aufwaͤrts in die Luft gingen, hiße 5 wie etwa Raketen bey einem Feuerwerke steigen: dahingegen Inel sehr wenige von oben herab zur Erde furen. Vor vilen Ja⸗ schsf ren hatte ich schon einst im Fruͤjare eine aͤhnliche Beobach— h tung auf dem Balkon meines Hauses in Florenz an einer sehr sn schwarzen Wolke gemacht, welche von dem Winde gegen den llban Berg Scaleri angetriben war. Man kan hieraus folgern,. daß jeder Bliz den man sihet und jeder Donner den man hoͤret wuͤrklich von einem Wetterschlage herruͤre, obgleich Nuun der Bliz nicht immer zur Erde herab schlaͤget. Dabey muß fuan man der goͤtlichen Gnade Dank wissen, welche es so einge⸗ us richtet hat, daß die allermeisten Blitze in einer von der Erde sio⸗ abwaͤrts gehenden Richtung ausfaren und sich nicht auf uns Rng herab ergiessen.„(22) Reh So sagt auch Scheuchzer, daß ihm die Gemsjaͤger und 6 Aelpler zum oͤftern erzaͤhlt, wie sie zuweilen bey entstehendem( schweren Ungewitter den Wetterstrahl nahe bey oder unter 000 inen in Gestalt einer feurigen Kugel zerspringen sehen, wel⸗ che 00 (22) cr. rARCIONI TozZETII Relazioni dalcuni Viaggi fatti in di- verse parti della Toscana. T. IV. p. 34. der Ausgabe von 1752. und im T. VI. der neuen Ausg. von 1772. En eise durch Bergen der lag, war hten Wolle erstrelten. lliche zehn lusche des em Rande daß die t gingen, hingegen vilen Ja⸗ Beobach⸗ iner sehr egen den folgern, en man obgleich bey muß o einge⸗ er Erde uuf uns er und hendem r unter „ wel⸗ che Iin di- 17⁵⁷ und dem Treffen des Blitzes. d. 12. Erf. 11. 21 che nicht nur unterwaͤrts sondern uͤber sich und auf alle Sei⸗ ten hinaus Feuer answerffe.() Ein Schweizer, der selbst den hohen Pilatusberg welcher eine ganz freie Lage am Luzerner Se hat, bestigen, gibt davon folgende Nachricht. „Bey Brundeln, dem hoͤchsten Wohnplatze an disem Berge, ist ein kleiner sehr tieffer Se, uͤber welchem sich fast alle Un⸗ gewitter daselbst erzeugen. Sie fangen sich mit einer kleinen Wolke, in der Groͤsse eines Hutes an, die sich an den be— nachbarten Felsen, der viel hoͤher steht, anlegt. Wenn dise Wolke uͤber den Felsen hinauf steiget, welches doch sehr selten geschihet, so zerteilt sie sich: gemeiniglich aber bleibt sie daran unbeweglich, und wird zusehends groͤsser. So wie sie zunimt senkt sie sich und wird zu einer sehr schwarzen Wolke, die er⸗ schroͤklich donnert. Wer auf dem Gipfel des Felsen steht, sihet das Ungewitter unter seinen Fuͤssen. Er ist aber des⸗ halben nicht in Sicherheit, weil der Bliz hier eben sowohl in die Hoͤhe als nider faͤhrt. Tire und Menschen haben keine andere Zuflucht, als die Hoͤlen der Felsen, in welche der Donner nie schlaͤgt„(4)— Es ist demnach aus langer Er⸗ farung bekant, daß auf hohe Stellen, Gebaͤude, Baͤume, u. s. w. am oftesten Wetterstrale fallen,() und die Gegen⸗ staͤnde auf welche der Bliz schlaͤgt werden an den obersten Teilen getroffen,(283.) daher gemeiniglich an Gebaͤuden die Schorsteine zerschlagen werden. B 3§. I3;. (23) Scheuchzer Schweiz. N. G. II. T. p.54. S. auch Meteorol. p.24. (68) Hannoͤversche nutzl. Samlungen 1757. Ates St. p. 53. (25) Herr Guden hat die Beobachtungen von Wetterschlaͤgen auf hohe Stellen, in einer Reihe von vilen Jaren, aus den Geschichtbuͤchern verschidener Staͤdte, und aus der Roͤmi⸗ schen Geschichte des Livius gesamlet. I. c.§. 35. P. 87.§. 36. p. 94. (25 v.) Daferne nicht eine andere Uhrsache die Ausname macht. Erf. 490 107. ö W 22 K. II. Umstände bey dem Ausbruche 0 5.413 WBE ö b) Da die Wetterwolke eine fortruͤckende Bewegung hat, vull so komt ihr auch von der Seite her ein Gegenstand eher in dan den Weg als der andere. Sie kan also denjenigen, der zu⸗ dihscht eist in ire Durchbruchsweite faͤlt, vor andern tresffen.(0 uderL Daher sind frey stehende Gebaͤude, Baͤume u. s. w. oder die duge! mit einer Seite nach einer flachen Gegend, einem Felde oder us Wasser hin ligen, den Wetterstralen am meisten ausgesetzt.(7) hussef Ich weiß, daß einige hier eine besondere Uhrsache des f 08 Einschlagens in der nahen Lage eines Wassers gesucht haben, ö davon ich aber keinen Beweis in der Erfarung finde. Unsere ö Stadt ist bekantlich mit verschidenen Kanaͤlen durchschnit⸗ 6 ten, welche dicht zwischen Haͤusern einher gehen. Die Wet⸗ 00 143 terschlaͤge aber, deren ich mich entsinne, sind(ausser denen 0 welche die Tuͤrme in der Stadt getroffen haben) immer nur 000 auf solche Gebaͤude gefallen welche gegen den Umkreis der hu Stadt sowohl nach der Land⸗ als Wasserseite hervorragten, ö 9 obgleich dise letztern nicht nahe am Wasser stehen, sondern üt wuͤrklich weiter als andere mitten in der Stadt ligende Häͤu⸗ ahn ser davon entfernt sind. Es scheint mir daher auch bey den 0 Wetterschlaͤgen, welche ein Gebaͤude nahe an einem Fluß, Se, oder desgl. Wasser getroffen, nur die freye Flaͤche, 990 1 nicht aber eigentlich das Wasser den Anlaß gegeben zu ha⸗ 1 ben, wie dan auch unten erweent werden sol, daß selbst die Ulcth Metalle, welche doch viel staͤrker als Wasser den Bliz an⸗ Iüh locken, nicht vermoͤgend sind einen Wetterstrahl aus der Up Ferne zu veranlassen, und daß insbesondere diejenigen Me⸗. ö 0 talle welche sich nahe an der Erde befinden das Einschlagen 464 10 des ö . ö (26) Herr Suden hat die Beispiele davon aus vilen genauen ö ö Berichten dargelegt.§. 38. p. 105— 144. ö(2²˙) Wie aus vilen in diser Schrift angefuͤhrten Beobachtungen zu ersehen ist.* he Legung hat, nd eher in en, der zu⸗ treffen. 60 w. oder die Felde oder gesetzt.(v rsache des cht haben, e. Unsere srchschnit⸗ Die Wet⸗ sser denen nmer nur kreis der orragten, sondern nde Haͤu⸗ bey den lem Fluß, e Flaͤche, n zu ha⸗ selbst die Bliz an⸗ aus der igen Me⸗ schlagen des genauen tullgen zu und dem Treffen des Blitzes.§. 13. 14. 15. 23 des Blitzes nicht zu veruhrsachen pflegen. Ueberhaupt, wenn man das oͤftere Einschlagen des Blitzes an einer Stelle der besondern Beschaffenheit des Bodens zugeschriben hat; so wird sich bey naͤherer Untersuchung zeigen daß es vielmehr von der Lage des Gegenstandes hergeruͤret sey/—Es sind also nidrige Stellen, welche so nahe von hoͤhern Gegenstaͤnden umgeben sind daß der Zug der Wolke mit irem Wuͤrkungs⸗ kreise sie nicht erreichen kan one kurz vorher auf die hoͤhern zu treffen, wenn die uͤbrigen Umstaͤnde einerley sind, vor den Wetterschlaͤgen gesichert.() §. I4. O Die Durchbruchsweite des Blitzes kan aber, wie leicht zu erachten, groͤsser oder kleiner seyn, nachdem die Wetter⸗ wolke mehr oder weniger Kraft hat, oder, wie man sich aus⸗ drukt, nachdem sie stark geladen ist. Sie kan auch nach Beschaffenheit des Mittels durch welches der Durchbruch geschihet, verschiden seyn, zum Bei⸗ spiel, nachdem die Luft feucht oder trocken ist. §. 15. e) Die Verschidenheit des Koͤrpers welcher den Bliz an⸗ locket, nicht allein in seiner innern Beschaffenheit,() son⸗ dern auch in seiner Gestalt oder seinem Umfange, kan auch einen Unterschied in der Durchbruchsweite des Blitzes ver⸗ uhrsachen— Alle schmaͤlere Hervorragungen oder Spitzen erleichtern den Durchbruch eines Wetterstrales durch die Luft. Auf flachem Felde werden die hervorragenden Koͤr⸗ per, so wenig auch ire Hoͤhe betragen mag, Buͤsche, Heu⸗ B 4 haauffen, (28) Herr Professor Tetens hemerkt daher, daß wer sich mit— ten auf einer nicht gar zu breiten Gasse befindet, keine Gefahr hat vom Blitze getroffen zu werden.(Tetens uͤber die beste Sicherung seiner Person, bey einem Gewitter. p. 18. 19 (2²) Davon unten Kap. V-VIII. 24 K. II. Umstaͤnde bey dem Ausbruche ühn hauffen, Korngarben,(6) Vie oder Menschen, wenn der⸗ Inah gleichen vorhanden sind, vorzuͤglich getroffen, und bey lez⸗ 1n 0 tern, wenn sie stehend oder sitzend erschlagen worden, laͤßt Iun sich wahrnemen, daß der Bliz auf iren Kopf zugeschossen Iii khn ů sey, imgleichen, daß wenn an einem Orte da ein Wetter⸗ ule strahl niderschlägt neben einem Erwachsenen ein Kind stehet, chgeg lezteres verschoont zu werden pflegt da ersterer getroffen 9, d wird.(35½) Eben so verhaͤlt es sich mit den Hervorragungen erliiht hr auf dem obern Teile von Gebaͤuden, Knoͤpfen, Schorsteinen GuH u. s. w. wenn es auch nur ein Storchsnest waͤre.(3e) Daß an h1 0 den Kirchen die Tuͤrme, sie seyn klein oder groos, besonders ö getroffen werden, ist eine laͤngst bekante Erfarung. Dises Ehusen moͤste man nun bloos jrer Hoͤhe zuschreiben, vermöge deren Idigen sie eher von dem Wuͤrkungskreise der Wolke erreicht wuͤrden. Palhen, Wenn man aber erweget, daß nicht allein bey so vilen ver⸗ mune schidenen Kirchen, sondern auch bey ein und anderer auf bNf welche zu mehr Malen ein Wetterstrahl gefallen,(65 da⸗ Osalt un fern keine besondere Umstaͤnde die Ausname veruhrsachten,(5) shagn de immer niser ll (6) Guden p. 104. 113. 133— Ich muß aber hibey erinnern, 0 daß das Abstreiffen kleiner Erdhoͤckel u. s. w. davon ein Bei⸗ spiel welches sich zu Woͤlfra zugetragen, unten Erf. 40 er⸗ 0U weent werden sol, nicht hiher gehoͤre, da solches nicht dem Aul Re ö Zuschusse des Blitzes aus der Wolke, sondern seinem fernern If Fortstreichen, oder seiner Leitung laͤngst der Erde hin, zuzu— Wüin Ge schreiben ist. 6⁷ Wie Scheuchzer anmerkt, Schweiz. N. G. II. T. p. 66. und davon ein Beispiel anfuͤhrt p. 65.(Sulzers Ausgabe J. T. II p. 264 ld.) vLelien g (² Davon Herr Euden p. 103. aus Kehrbergers Hist. von Ko⸗ Wi nigsberg, ein Beispiel an einer Scheure anfuhrt. beeM () Wie Erf. 112. 140. und in vilen andern bekanten Faͤllen. ö il ö(66) Wie zu Sagan Erf. 107. wo gleichwohl eine andere Hervor— ragung an der Kirche getroffen ward. 96 he wenn der⸗ nd bey lez rden, laͤtt ugeschossen in Wetter; ind stehet, getroffen ragungen horsteinen Daß an 'esonders „Dises ge deren wuͤr den. ilen ver⸗ erer auf (55) da⸗ ten(34) immer erinnern, ein Bei⸗ rf. 40 er⸗ licht dem fernern in, zuzu⸗ 6. und abe I. T. von Ko⸗ Alen. Hetvor⸗ und dem Treffen des Blitzes.§. 15.16. Erf. 12. 25 immer der Turm getroffen worden, und wenn das Kirchen⸗ dach seiner Materie nach eben so viel Anlockung als der Turm geben konte; so laͤßt sich doch nicht mit Wahrschein⸗ lichkeit behaupten, daß entweder die Wolke jedesmahl von der Turmseite hergezogen, oder, daß sie immer gerade so hoch gegangen, oder vorne so schraͤge zugeschaͤrft gewesen sey, daß zwar der Turm nicht aber das Kirchendach habe erreicht werden koͤnnen, da doch sonst oft viel nidrigere Gebaͤude getroffen werden. Faͤhrt nicht auch gleicherweise der Bliz, mit Vorbeygehung des vordern Teils vom Hause, auf einen mitten auf dem Dache nur wenig hervorragenden Schorstein? Wir koͤnnen also disen vorzuͤglichen Durchbruch des Blitzes auf die Tuͤrme und andere Hervorragungen nicht so erklaͤren, als ob die Wolke gleichsam mit einer ganz ebe⸗ nen Unterflaͤche daran stiesse, da sie uͤber nidrigere Stellen weg zoͤge; sondern der schmaͤlere Umfang oder die zugespitzte Gestalt muß etwas mit dazu beitragen. Die Wetterstrale schlagen die hervorragenden Koͤrper nicht queer ab, sonst muͤsten alle Tuͤrme u. s. w. bald abgeschleifft werden. §. 16. f) Der Bliz faͤlt auch nicht eben senkrecht aus der Wolke herunter, sondern er wird oft sehr schraͤge aus der Ferne auf die emporstehende Spitze her gelocket und faͤhrt von dort im Gebaͤude herab.(35) 12. Erf. Zu Wettin, ohnweit Halle, traf 1772, nach einigem wenigen Regen ein Bliz den Schorstein welcher mitten auf der First eines auf 3 Seiten frey stehenden Hauses stand. Eine Person, welche etwa hundert Schritte davon entfernt war, sahe den Bliz, in der Gestalt eines dünnen feurigen B 5 Strales (55) S. Erf. 13. 26 K. II. Umstaͤnde bey dem Ausbruche Strales von blassem Lichte, nicht senkrecht, sondern ehe noch der dunkelste Teil der nicht groossen) Gewitterwolke uͤber dem Hause war, darauf zufaren. Der Schorstein ward zerrissen: die sernere Fahrt des Blitzes zeigte sich an der ei⸗ nen Seite des Daches herab, wo von der First an bis auf ein Kaploch Erker] die Zigel beschaͤdigt und zum Teil abge⸗ geworfen waren, und dise Bahn ging auf einen Dachzigel zu durch welchen der Strahl ein Loch, fast einen halben Zol im Durchschnitte, durchgeschlagen hatte, so daß der Zigel zwar dabey zertruͤmmert, die Stuͤcke aber noch dicht bey⸗ sammen waren. Dises Loch traf aber auf einen schraͤge dar⸗ ünter ligenden Balken, an welchem der Bliz herunter ge⸗ laufen war, und einen Splitter, drey Fuß lang, einen hal⸗ ben Zol tief, ziemlich gat und eben, one alle Versengung abgespalten hatte. Gerade in der Gegend von dem untern Ende dises abgespaltenen und daselbst noch an dem Balken anhaͤngenden Splitters war aber das Schloß einer alten daselbst ligenden Thuͤr dicht angelehnt, auf welches der Bliz zugesprungen, denn selbigeß war loosgerissen, und nebst ei⸗ nem an eben der Thuͤr bevestigten eisernen Bande, daran er weiter fortgelaufen und die daran befindliche Verzinnung hin und wieder in kleine Koͤrnchen zusammen geschmolzen hatte, schwarz angelauffen. Nachdem der Strahl durch den mit Leem bekleideten Boden durchgeschlagen, traf er auf ein Fenster, daran die hoͤlzerne Verkleidung von der Wand abgerissen, die Koͤpfe der daran befindlichen Naͤgel schwarz gefaͤrbet, verschidene Scheiben zerschmettert, auch einige angeschmolzen, besonders wo sie der Flaͤche nach gesplittert waren, vile aber mit einer so vesten Schwaͤrze gefaͤrbt wur⸗ den, daß sich solche nicht abreiben oder abwaschen ließ. Das Bley daran war indessen nicht geschmolzen.[Es konte zureichen, den Bliz one gaͤnzliche Schmelzung zu leiten: den⸗ noch „ hh Hehbittto rr V Ufh Mle sen. RCta Huscher g InLch a RMdie, Whhte E H v Bus hi Hune Fle u, A Ccnl Whhtee ninwen RdieeEin N Dussen 610 bon nsen EE Nsin d Iuduth Imsihgh fülgunt WI Mln, 0 N he sondern che wolke uͤber stein ward an der ei⸗ an bis auf Til abge— Dachzigel halben Zol der Zigel dicht bey⸗ ö raͤge dar⸗ unter ge⸗ inen hal⸗ rsengung m untern n Balken ier alten der Bliz nebst ei⸗ daran er rzinnung chmolzen hldurch af er auf Wand schwarz ch einige esplittert rbt wur⸗ en ließ. 5s konte n: den⸗ noch und dem Treffen des Bl. 9.16.17. Erf. 12.12.b. 27 noch ruͤhrte von einiger Zerstoͤrung desselben wohl die schwarze Farbe an den Scheiben her.] Von da an hatte sich der Strahl in zwey Aeste zerteilt und verschidene zerstreute Spuren hin⸗ terlassen. Einer derselben hatte den steinernen Bogenschluß an der Staltuͤre zerschmettert, war dem darunter stehenden Gutscher gerade auf den Kopf gefaren, hatte durch den Hut ein Loch einer Erbse groos geschlagen und ihn auf der Stelle getoͤdtet. Ein Teil der Haupthare, die Hare der linken Augbraune und des Augenlides, wie auch der Baart auf eben der Seite waren versengt. Ein Strich der Oberhaut am Halse war verlezt, und vom Schluͤsselbein an, laͤngst der Brust bis am Unterleibe herunter, waren teils kleine roth⸗ braune Flecke, teils ein schwaͤrzlich versengter Streif zu se⸗ hen. Von da war der Strahl an der aͤussern Seite beider Schenkel und Beine bis zu den Fußknoͤcheln herabgelauffen und hatte die Hare versengt. Seine lederne Beinkleider wa⸗ ren inwendig versengt, und neben der Stelle wo er gestan⸗ den die Steine des Pflasters etwas aus einander getriben.„(30 §. 17. g) Es kan auch eine Zwischenwolke, oder Samlung von Duͤnsten welche sich im Wege befindet, die Bahn des Bli⸗ tzes von der Wetterwolke zu einem Koͤrper an der Erde ver⸗ anlaͤssen(Erf. 2.)— Dises lehren die springenden Blitze. (F. 10) Durch eine solche Leitung von zwischenschwebenden Duͤnsten koͤnte also zuweilen ein Koͤrper, der sich sonst ausser der Durchbruchsweite befaͤnde, oder der nidriger als andere umstehende waͤre, getroffen werden. Folgende one Vorur⸗ teil gemachte Beobachtung scheinet hiher zu gehoͤren. Erf. 12. b. „Am 18ten Jun. 1725 waren zwo Gewitter- oder schwarze Wolken, eine von Abend, die andere von Mitternacht zu⸗ sammen⸗ (646) Beitr. zur Befoͤrd. der Naturkunde 1 B. p. 148. 28 K. II. Umstaͤnde bey dem Durchbruche mdn sammengezogen und gleich uͤber Massel an einander gekom⸗ h hi men. Anfangs hatte es etwas geregnet, hernach aber bald Antmn aufgehoͤret, worauf sich eine Windstille eraͤuget. Aber ganz untt/ E unverhoft ist aus disen zusammengestoossenen schwarzen Wol⸗ ushs ken ein graͤulicher Donner und Bliz herabgefaren, der im u dbnd adelichen Hofe in eine Scheune uͤber der Tennen eingeschla— Vj sist! gen, davon es inwendig bald uͤber und uͤber gebrennet, und eshn die Stroseilchen von den Schoben alle losgebrant, daß her⸗ se uun nach auf beiden Seiten das brennende Dach herabgefallen, H in die Scheune aber mit den Sparren und Latten auf ein Mahl Aa pun in vollem Feuer gestanden. Die Glut ward indessen vermoͤge Andt he eines erfolgenden starken Regens und beigetragener Huͤlfe brihng geloͤschet. Mit dem Regen ist ein groosser Sturm entstan⸗ den, der aber keine Schoben auf andere Daͤcher und Haͤuser Dnt jagen koͤnnen, weil sie schon alle auf der Erde ausgeloͤscht imuth lagen.„(366.)— mmpahd, h) Wenn mehrere Hervorragungen eine gleiche Anlockung 3910 darbiten, so koͤnnen auch Blitze auf verschidene Stellen zu⸗ in gleich,(Erf. 103. 121.) oder Stralen die sich teilen, aus 1 der Wolke ausfaren. 1 13. Erf. sth aubt Ein Beobachter meldet dem Herrn Doct. Franklin, daß Hfhe er aus seinem Fenster bey dem schweren Gewitter in London f 1764 den 18ten Jun. die beiden einschlagenden Blitze wahr— aken genommen. Den ersten, welcher auf den Brigittenturm W zuschoß, sahe er als einen schmalen gedrungenen geraden Gand Strahl von hellem Feuer,(a solid streight rod of fire) gar nicht mit der Zigzagbewegung welche man dem Blitze zu⸗ schreibt, Hbi agenein 6 b.) Bresl. Saml. 1725. Jun. p. 616. von Herrn Leonh. Dav. erman aus Massel berichtet—Es hatten sich in disen Tagen U vy an vilen Orten umher Donnerwetter gezeiget. Das. p. 577. nun .40 che der gekon⸗ aber bah Wber gah; arzen Wol⸗ n, der im eingeschl. rennet, und , daß het⸗ abgefallen, fein Mahl u vermoͤge ener Huͤlfe entstan⸗ ud Haͤnser uogeloͤscht nlockung ellen zu⸗ en, aus in, daß London je wahr⸗ tenturm geraden lire) gar litze zu— schreibt, h. Dav. nTagen 5. 57⁷ und dem Treffen des Blitzes.§.19.19. Erf.I3.14. 29 schreibt, schraͤge mit einem sehr scharffen Winkel auf den Sorizont nach der Gegend des Turms hinfaren, so daß er meinte, es muͤsse die Seite desselben unter der Spitze getrof⸗ fen seyn.(Dennoch zeigt die Untersuchung,(119 Erf.) daß ganz oben das Kreuz beruͤret worden). Es folgten darauf zwey fast mit einander verbundene Strale, die auch mit einem scharffen Winkel furen. Durch dise wurden, wie es sich nachmahls zeigte, zwey gegeneinander uͤber stehende Haͤuser in der Essex⸗Straasse getroffen.(117. Erf.) Beide Blitze schinen ihm so nidrig uͤber eine ziemliche Strecke der Stadt her zu faren, daß er nicht gedacht haͤtte, sie wuͤrden so weit hin gereichet haben.„*) §. 19. ) Der Umfang oder die Gestalt der Hervorragungen be⸗ stimt auch gewissermaassen den Umfang und Inhalt des Wet⸗ terstrahls, welcher aus der Wolke hervorgelocket wird.— Naͤmlich, da auf eine hervorragende zugespizte oder schmale Stelle nur ein gedrungener Strahl herab schiesset; so kan, wenn keine Hervorragung in der Naͤhe einen solchen schma⸗ len Durchbruch befoͤrdert, auch auf eine ziemliche Weite auf ein Mahl ein Strahl von groossem Umfange oder ein sich ausbreitender Strahl aus der Wolke hervor brechen. Auf solche Weise scheinen die sogenanten Zauberkreise auf dem Felde zu entstehen, da das Gras in einem Kreise umher entweder versengt oder(nach einiger Zeit) von frischerer gruͤ⸗ ner Farbe sich zeigt, und davou man keine andere Uhrsache als einen Wetterstrahl anzugeben weis. 14. Erf. Ich bin oft verlegen gewesen von der Erscheinung welche man gemeiniglich Zauberkreise(fairy:eircles) nennt eine Uhr⸗ sache (37) rSANEIN Experiments and observatt. on electricity. Iett. 46. P. 4½⁴. 33689 7* 0 30 K. II. Umstaͤnde bey dem Ausbruche sache anzugeben. Ich habe vile dergleichen gesehen und zwar 15 von zweierley Art, die eine kahl, 7 oder 8 Vards im Durch⸗ shalt messer, so daß es einen Pfad in der Runde etwas uͤber einen 56 n Fuß breit ausmachte und das Gras in dessen Mitte gruͤn àUun war: die andere der obigen aͤhnlich, jedoch von verschidener 1010 Groͤsse, wo der Umkreis von gleicher Breite aus viel frischerm ü und gruͤnerm Grase bestand als dasjenige was in der unn Mitte befinblich war. Aber mein wuͤrdiger Freund, Herr hn Walker, ein Mann, der sich nicht allein in der Erd-Meß⸗ Min kunst, sondern auch in verschidenen andern Geschiklichkeiten in H hervorgethan, hat mich aus seiner eigenen Erfarung hivon suhm voͤllig unterrichtet— Nach einem starken Donnerwetter, welches, aus dem Blitze und Knalle zu schliessen, sehr nahe hirE zu seyn schien, ging er einst auf eine Wise wo Gras gemaͤ⸗ Uinn het ward, und wo er noch kurz vorher gewesen war. Alsbald Rud he bemerkte er einen runden Kreis, 4 oder 5 Mards im Durch⸗ I messer und ohngefehr einen Fuß breit, welcher erst eben 0 kahl gebrant war, wie die Farbe und das brechliche Anfuͤ⸗ len der Graswurzeln klaͤrlich zeigten, daher er es keiner an⸗ dern Uhrsache als einem Blitze zuzuschreiben wuste— Da die Wise abgemaͤhet worden, wuchs das Gras im solgenden Jare 0 in dem verbranten Kreise viel frischer und gruͤner auf als + in der Mitte desselben, und war auch, als es wieder ge⸗ maͤhet werden solte, viel hoͤher aufgeschossen.„() 66 Die ö sr ö Ru, 38) Von Herrn Aister, aus einem Brife des Herrn Jessops MI angefuͤhrt. Phil. Trans. Vol. X. N. 117. p. 394.— Herr Jos. e Wasse, Superintendent zu Aynho sagt,„man habe nicht I darauf geachtet, daß dise Zirkel 50 Jahr lang sichtbar bleiben, und daß keine Zubereitung der Feuerwerker eine harh Wuͤrkung hervorbringe, die nur einiger Maassen in Dauer dieser gleich waͤre, wie er durch Versuche erfaren habe. rs Die Erde sey gleichwohl keinesweges dabey aufgerissen, und Halef he und zwor im Durch⸗ uͤber einen itte gruͤn erschidener Üfrischerm as in der ind, Herr kro⸗Mei klichkeiten ing hivon zerwetter, sehr nahe as gemaͤ⸗ „Alsbald n Durch⸗ erst eben he Anfuͤ⸗ teiner an⸗ — Da die nden Jare auf alo ieder ge⸗ Die n Jessopo Herr Jos. habe nicht ig sichthat verker eine in Dauer lren habe. ssen, und das und dem Treffen des Blitzes.§. 19.20. Erf. I4. 31 Die Wuͤrkung solcher ausgebreiteten Wetterstrale muß sich auch an Gebaͤuden und andern getroffenen Koͤrpern zei⸗ gen, wiewohl sie mit Aufmerksamkeit zu beobachten und von andern Uhrsachen zu unterscheiden ist.() . 20. k) Starke Wetterwolken pflegen ire ganze Gewalt nicht mit einem einzigen Schlage auf eine Sdelle auszuschuͤtten: sondern sie blitzen mit Abwechselung von Zwischenzeit. Mit jedem Schlage wird nur etwas entladen, und sodau ire Kraft wieder auf eine gewisse Zeit aufgehalten, bis sie nach und nach getilget ist, die Schlaͤge moͤgen nun gegen andere Wolken oder gegen die Erde treffen.— So bekant diser Saz ist, so scheint man ihn doch zuweilen, wie aus Folgendem zu ersehen——— wird, zu vergessen. Es wuͤrde gewis schlim um uns stehen, wenn eine groosse und stark geladene das Gras waͤre nur ein wenig versengt.“ Philoß Trans. Vol. XXXIII. N. 390. Pp. 366. 392) So werden 9—— idene Wetterschlaͤge beym Livins erweent, (die Herr Suden p. 96-99. ausgezeichnet hat,) dadurch ganze Striche d der Mauren von Italiaͤnischen Staͤdten getroffen worden, und aus der wagerechten Hoͤhe diser Mauren ist es nicht unwahrscheinlich, daß ein Strahl von weiterem Umfange darauf gefallen sey als wo er auf besondere Her— vorragungen, wie an andern Sebaͤuden, zuschief sset. In dessen laͤßt sich one genaue Veobachtung doch nicht bestim⸗ men, ob nicht vielleicht zuerst nur eine Zinne getroffen wor⸗ den und von da aus der Strahl sich in der Mauer zerstreuet habe— So lassen sich auch die Faͤlle nicht mit Sicherheit anfuͤren wo mehrere Stuͤcke Vie auf der Weide, es sey hin— ter einander oder umher, von einem Wetterschlage getoͤdtet worden, wenn nicht ausdruͤckliche Merkmale der Verletzung an inen gefunden sind: denn das Vie faͤlt oft bloos von der Erschuͤtterung in der Naͤhe des Schlages, one eigentlich getroffen zu seyn, tod nider. UdR 32 K. II. Umstaͤnde dey dem Ausbruche I hu 0 st H- u geladene Gewitterwolke ire ganze Kraft zugleich auf eine den Weg kam zum Ausbruche gedrungen war, da sie andere Gegenstaͤnde in der Zwischenzeit verschonet hatte.— Kleine oder schwach geladene Wolken koͤnnen sich wohl mit einem ö einzigen Schlage entladen, wie solches besonders bey den 190 ö Bab se am Mie Stelle ausschuͤttete: aber nach algemeiner Erwarrung und uen 10 Erfarung entstehen verschidene Blitze nach einander mit. 0 einiger Zwischenzeit, und daher, wegen der Fortruͤckung der Wolke, meistens auf verschidene Stellen.— Es scheinet Iuk,vi 1 hieraus zu folgen, daß der Ausbruch eines Wetterstrahls N U iN auch zum Teil von einer innern Uhrsache in der Wolke ubit, abhaͤnge, es mag ihr in den Weg kommen was da wolle. Pl . Daher kan also, one daß es sich ergruͤnden laͤst, ein oder ö 16 anderer Gegenstand vom Blitze getroffen werden, wenn naͤmlich die Wetterwolke eben dazumahl als ihr derselbe in l schwachen Gewittern, die im Winter, meistens unter Ha⸗ Kin gelschauern, entstehen, oftmahls geschihet, es sey nun ö daß der Schlag bloos in der Luft unter Wolken einherfare, oder daß er einschlage. 9. vu. Hfogin 00) Dagegen aber kan auch die Gewitterkraft, ehn⸗ 4l 10 geachtet der ausgebrochenen Blitze, an den Wolken waͤrend hach! ires Zuges aus fortdaͤurenden Uhrsachen wieder aufs neue vn ö gesamlet und gemehret werden, wie solches bey denen einige W Meilen weit fortzihenden und mitlerweile vielfaͤltige Blitze humdh ö ausschiessenden Wetterwolken wahrscheinlich wird.() Es he 4 ist (40) Es waͤre zu wuͤnschen, daß man bey einem starken Gewitter ö ordentliche Beobachtungen samlete, wie es von Ort zu Ort 0 weiter gezogen, wo es entstanden, wie weit es gegangen, U und wo es sich endlich zerteilet babe. Die Zeit wan es an 2 jedem e auf ein nung und ander mit ttuͤckung s scheinet iterstrahls der Wolke da wolle. ein oder „ wenn erselbe in sie andere —Kleine nit einem biy den inter Ha⸗ sey nun nherfare, st, ohn⸗ waͤrend iss neue en einige ge Blihe 235 C5 if Gewitter t zu Ott gegangen, van es an edem und dem Treffen des Bl.§. 21. 22. Erf. 15. 33 ist also der Gedanke, eine Gewitterwolke durch eine in diselbe geschossene Kugel, aus einer Kugelbuͤchse oder des⸗ gleichen, entladen zu wollen, in aller Hinsicht dem Zwecke nicht angemessen. Denn, wenn eine Buͤchsenkagel, Kano⸗ nenkugel oder Bombe auch einen Wetterschlag hervorlocken koͤnte, welches kaum wahrscheinlich ist, da sie abgesondert in der Luft bey der Wolke fligend keinen Abzug zur Erde darbitet, so koͤnte sie doch nicht mehr wegnemen als ihr Umfang sasset, welches ganz unbetraͤgtlich waͤre. §. 22. ö m) Es können sich auch zu gleicher Zeit mehrere Sewitter⸗ wolken samlen und nach einem Ort hinzihen, oder, wenn eine Wolke voruͤber gezoͤgen ist, so kan in derselben Gegend noch bald eine andere, und irer mehrere an einem Tage nachfolgen, dabey dan die Beschaffenheit der Gegend, in Ansehung naher Gebuͤrge u. s. w. zu erwegen ist. 15. Erf. „Zu Olau im Briegischen(in Schlesien) hatte man am Iten Ang. 1717. nach suͤdwestlichem und an selbigem Tage erfolgten nordlichen Winde, einen ziemlich heissen und hellen Tag, und das helle Wetter waͤhrte auch die Nacht hindurch bis gegen Mittag den Sten Aug., da der Wind wieder suͤdwest und westlich ward, welcher die durch den Nordwind des vorigen Tages gegen das Gebuͤrge angetri⸗ benen Duͤnste zuruͤk fuͤren konte. Nach 12 Uhr Mittags er⸗ folgte ein starker Sturm und Regen, worauf das Wetter mit jedem Orte aufgezogen, der Strich welchen die Wolke mit oder gegen den Wind gehalten, nebst der Lage des Orts gegen Berge u. s. f. müsten dabey angemerkt werden. C 34 II. K. Umstaͤnde bey dem Ausbruche mit Wolken und Sonnenschein bis gegen Abend abwechselte. 111 Gegen Sonnen⸗Untergang zog ein Gewitter aus Westen auf, u worauf bald zwey andere, eines gleichfals aus Westen, D ö das andere aus West⸗Suͤd⸗West, folgten, welche alle drey üNa gegen Norden zogen. Als das erste in Nord⸗Nord⸗Westen, Im auch ö das andere gegen Nord⸗-West, das dritte gegen West⸗Nord⸗ Mian hit West stand, stieg noch eines von West⸗Suͤd⸗West auf, undiz welches den drey ersten folgte. Bald darauf sahe man das Wocuce fuͤnfte gegen Suͤd-West: ohngefehr um halb 10 Uhr entstand WMslh ein starker Sturm aus Westen, und brachte das sechste aus IWll dortiger Gegend mit sich. Alle dise Wetterwolken trieb Ibgyft der Sturm gegen Osten, daß beynahe der halbe Himmel sch R voller Bliz ward. Das leztere Gewitter aus Westen zog Wqhp g recht uͤber unsern Scheitelpunkt: die Wolken aber gingen WR sehr hoch. Um 11 Uhr stieg noch eines aus Suͤd⸗Westen auf, Hbn welches aber bey uns weit suͤdlich vorbey gegen Osten zog, sn den worauf die uͤbrige Nacht hindurch bis gegen 7 Uhr des an⸗ uel dern Morgens truͤbes Wetter und sanfter Regen, um/ Uhr aber wieder ein Donnerwetter und darauf Regen erfolgte, N bis sich endlich mit nordlichen Winden die Luft aufzuklaͤren Oe began, und einige Tage hindurch mit hellem Wetter an⸗ hulli hielte.“(45) ht ol »Ebendaselbst erfolgten am raten Sept. desselben Jares, MAlht nach dem vormittaͤgigen warmen Sonnenschein, Nachmit⸗ Ishiht tags von 3 bis 5Uhr vier Gewitter, eines gegen Norden, W das zweite in Nord⸗gen⸗Osten, und von dort weiter oͤstlich, WMaun das dritte gegen Osten, wohin es sich weiter hinunter zog, Rucn das vierte in Nord-Westen. Als das erste in Nord-⸗gen⸗ i Osten kam, entstand ein Nord⸗-Ost⸗Wind, welcher es gegen Suͤden trieb: da es aber meist uͤber unserer Scheitel war, 03 denn 06 ( Breol. Saml. 1717. Aug. p. 154. ; ů bwechst, desten auf 8 Westn, alle dieh d. Westn, Dest⸗Norh Vist auf, e man das hrentstand sechste auz olken ttieh be Himmel esen zog der gingn desten auf Ofen zog, r des an⸗ um/ uhr verfolgte, szukͤͤren etter an⸗ nJares, lachmit⸗ Norden, oͤstlich⸗ ater zog, rd⸗gen⸗ es gegen l war, denn und dem Treffen des Blitzes..22. 23. Erf.15. 35 denn es zog nur etwas weniges zur oͤstlichen Seite voruͤber, erreichte es sein Ende. Inzwischen war das vierte in West⸗ Nord-Westen entstanden, da man es donnern hoͤrte, und in Westen hatte sich das fuͤnfte zusammen gezogen, welches man auch donnern hoͤrte: beide aber zogen weiter gegen Westen hinunter. Waͤrend diser Zeit schien die Sonne be⸗ staͤndig sehr heiß, und warf die Stralen an das Gewoͤlke, wo auch von einigen ein Regenbogen wahrgenommen worden. Von 5 Uhr an war die Luft gewoͤllt, sonderlich in Westen. Nach 9 Uhr stieg ein neues starkes Gewitter aus Osten auf und zog sich gegen Suͤden: als es in Suͤd⸗Ost kam, senkte es sich. Hierauf zog sich eins in Suͤd⸗ gen⸗West zusammen und ging gegen West. Zugleich kam auch eines aus West⸗ Rord-West, welches, da es in Westen kam, ohngefehr um halb 12 Uhr, um Zobten zuͤndete. Es wurden also allein disen Abend in einem Gesichtskreise binnen 8 Stunden acht besondere Gewitter bemerkt.“(43) d. 23. n) Die Entladung der Wolke, so wohl teilweise als im Ganzen, koͤmt eigentlich nicht darauf an, ob es blitzet und knallet oder nicht; sondern ob ein Abzug veruhrsachet, und daher das Gleichgewicht hergestellet werde, wenn es auch one Bliz und Donner blooß durch Regen oder sonst im Stillen geschihet.( Auf ganz andern Uhrsachen beruhet die Zerteilung der Wetterwolke, welche durch einen Sturmwind, oder auch durch den Knal wiederhohlter starker Schuͤsse, das ist, durch die in der Luft erregte Erschuͤtterung und Veraͤnderung, C 2 be⸗ (4½ Das. 1717. Sept. p. 59. (65) G. unten Erf. 33. 162.— Im III. Teile wird dises noch weiter erklaͤret werden. ů 36 K. III. Bahn und Ziel bewuͤrket wird, so wie sich auch durch lezteres der Wind stillen laͤßt, welches bey Segefechten und dergleichen hefti⸗ gen Kanoniren eine bekante Wuͤrkung ist.(0 i hn ben Iu 6 III. Kapittel. m Bahn und Ziel des Blitzes. hi E ö durc H. 24. h Jeder Wetterstrahl durchlaͤuft schnel seine Bahn bis zu einem gewissen Ziel, wo seine Wuͤrkung aufhoͤret und mit⸗ 0 hin seine Flamme erloͤschet. Hier ist naͤmlich kein ausge⸗ W.6t schuͤttetes unterhaltenes Feuer, wie sich einige faͤlschlich Rush, vi vorstellen: die eigentliche Flamme des Blitzes ist nur eine man Wéĩ zuͤrkung, welche sogleich mit dem Schlage voruͤber ist.( Was nachher noch brennet, gehoͤrt nicht mehr zum Blitze, mhl sondern unterhaͤlt die Flamme nur durch eigene Materie, R nachdem selbige einmahl vom Blitze entzuͤndet worden. So ö üi ist der Brand eines 1752 zu St. Yves bey Rochefort vom 90 ä Blitze entzuͤndeten Heuhaufens von 30 Fudern, welcher 53 zwey Tage dauerte, und dabey(durch Zusammenschmel⸗ 095 zung, (44½) Hamb. Magaz. IV. B. p. 274.— So sol auch das starke O. Laͤuten der Glocken ein Hagelwetter abgewendet haben, so E daß sich die Wolke uͤber das Kirchspiel von Iliers, in der 60 Landschaft Perche, in zween Teile zerteilet, welche beide ö von einander weggezogen, und dises Kirchspiel allein mitten 0 0⁰ unter 30 andern, die von uͤberaus groossem Hagel verwuͤstet 2 wurden, fast gar keinen Schaden erlitten. Hist. de Ac. des iM Sc. 1703. p. 19. U (69 Es liessen sich dabey die Ausdruͤcke des Seneea anwenden: 0. Nat. Q. H. e. 23. Fransit itaque(fulminis ignis) tantumque habet moræ quantum itineris et cursus. sine alimento conjectus.. der Vnd ichen heftz ahn bis 0 t und mit⸗ ein aubgt e filschlih t nur eine her ist.( um Blihe, Mterie, den. So fort dom welcher jenschmel zung, dis stork⸗ haben, so / in det elche beide lein mitten Averwüstet de LA. des nwenden: tantumsue conjectus des Blitzes.§. 24. 25. 37 zung, von dem enthaltenen Laugensalze, der Asche, und der darunter befindlichen Leim-Erde) eine Schlacke gebildet ward,(6) keine besondere Erscheinung eines Wetterfeuers, indem eben dergleichen Schlacke von einer gemeinen Ent⸗ zuͤndung in groossen Heuhaufen entstehet, wie in einem 1759 unweit Bremen in Brand geratenen Heumagazine ge⸗ schahe.(+)—Es ist demnach nur ein Vorurteil, als ob ein durch den Bliz erregter Brand nicht auf eben die Weise wie jeder andere geloͤschet werden koͤnte. §. 25. Das ploͤzliche Entstehen, Bergehen, und die mitler⸗ weile durchlaufene Bahn eines Wetterstrales faͤlt bey denen, welche, wie oben gemeldet, in der Luft erloͤschen, volkom⸗ men in die Augen. Gleichwie aber dort der Strahl von einer Wolke zur andern faͤhrt, und sich sodan in beiden ver⸗ teilt;(§. 2. 10) so erstrekt sich die Bahn der herabschla⸗ genden Blitze von der Wolke durch die im Wege stehenden Koͤrper bis zur Erde,(48) oder bis zur Oberflaͤche des Wassers.() C 3 16. Erf. (46σ) Davon Herr de la Faille 1754 der Academie zu Rochelle eine Nachricht erteilet. Hannov. nuͤtzl. Saml. 1758. p. 123.— Dieselbe Erscheinung wird auch Erf 53. angemerkt. (4⁷) Davon ich ein Stuͤk der Schlacke gesehen habe. Viles von disen Schlacken loͤsete sich in feuchter Luft auf, welches von dent enthaltenen Laugensalze zeuget. (48) Wie sowohl an Gebaͤuden als an Baͤumen zu beobachten ist. Die Uhrsachen, welche den Strahl noch zuweilen ein wenig unter der Erde hinlocken koͤnnen, werden unten§. 126. erweent.—„Nimahls dringet der Bliz tifer als fuͤnf Fuß in die Erde,“ sagt Plinius I. II. C. 55. welches sich doc nach Verschidenheit der Umstaͤnde nicht so genau bestimm en läst. S. Erf. 8. ( S. Erf. 132. 133 38 K. III. Bahn und Ziel 16. Erf. „Am zösteu Aug. 1728 als ich zu Baden war(schreibt Herr Doct. Scheuchzer) ward bey einem heftigen Gewitter die Kirche zu Mellingen mit dem dabey stehenden Turm(cum adstante turri) vom Blitze getroffen. Die erste Verletzung war an dem obern Teil der Turmmauer, wo nach der Kirche hin groosse Steine ausgesprengt wurden, deren einer, fast zween Zentner schwer, mitten durch das Dach in die Kirche fiel. Der Strahl fuhr weiter im Turm herab„bis da wo die drey Glocken hingen, woselbst die Balken oder Kloben an welchen sie bevestigt waren zerschmettert wurden. Von da sprang er auf das Kirchendach, welches ohngefehr 4 Fuß vom Turm abstand: er warf an selbigem vile Dachzigel her⸗ unter, zerschmetterte die Sparren, wie auch selbst einige Bret⸗ ter aus welchen die Decke der Kirche bestand, und teilte sich in verschidene Zweige. Einer derselben zerschmetterte die Mauer uͤber der Oefnung eines Fensters,() und ging weiter unter dem Fenster bis zum Grunde gerade in der Mauer herunter, wo er nach dem Kirchhof hin aus⸗ gebrochen war. Ein anderer beschaͤdigte die Mauer so⸗ wohl oberhalb als unter der Kanzel. Ein Teil des Strahls war an der gegenuͤberstehenden Seite des Daches herabge⸗ faren, woselbst auch vile Dachzigel abgeworfen und die Mauer bis zur Thuͤr herunter zerrissen war. Noch ein an⸗ derer ging ebenfals von den Dachsparren gerade in der Mauer herunter, woselbst er Stuͤcke in der Laͤnge von d Fuß absprengte und endlich beym Kirchhofe ausging. Endlich fuhr auch eiuer (4) Supra fenestræ aperturam. Tum proximam&c. sol vermuthlich heissen rurri proximam, welches dem Turm am naͤchsten war— In Buͤchners Milcell. phys. med. sieht blooß: supra fenestræ aerturam proximam. ö Ktu Rthu titi Im hn! Isthni Hlan d Herter 0j vil i Mie Iu Wirln Run dheg huie Rdebun n tt dun W IE I„ N lupmen 60 10 ö 07 W (schreibt Gewitter uum(cum Valetzung der Kirche iner, fast die Kirche His da wo ilohen an u. Von hrAduß zigel her⸗ ige Bret⸗ ind teilte hmetterte und gerade hin aus⸗ Lauer so⸗ Strahls herabge⸗ und die ein an⸗ Mauet sprengte ihr auch einer muthlich Hhal— fenestræ des Blitzes.§. 25. 26. Erf. 16. 39 einer vom Dache ab hinter der Orgel mitten durch die Mauer gerade herunter, und daselbst ward auch die Kirchenthuͤr etwas beschaͤdigt.„() UHier stand, der Beschreibung nach, der Turm von der Kirche abgesondert, und nachdem der Strahl erst oben im Turm herabgefaren, sprang er ganz oder zum Teil auf die Kirche zu, an deren Umfange er sodan bis zur Erde herunter lief. Daß er inwendig ins Gebaͤude hineingefaren sey, wird nicht gemeldet. ö §. 26. Aus den Wuͤrkungen erhellet, daß in disem ganzen Wege eine besondere Erschuͤtterung vorgehe: daß aber dabey eine wuͤrklich fortschreitende Materie von einer Seite zur an⸗ dern beweget werde, koͤnnen wir nicht aus Erfarungen be⸗ haupten. Indessen laͤßt sich diser Erschuͤtterung selbst, und dem dadurch erzeugten Blitze, in Ansehung desZwischenraums den er durchlaͤuft, eine gewisse Bahn zuschreiben. Daß nun bey einschlagenden Blitzen die Feuerkugel, welche den Strahl vorstellt, wuͤrklich von der Wolke niderwaͤrts fare, ist in verschidenen Beobachtungen deutlich wahrge⸗ nommen.(505.) Der Weg ist oft lang genug, und die Be⸗ C 4 wegung (50) J. Jac. Scheuchzer in den Otiis estivalibus: in append. Ac. Physico-med. Vol. II. ann. 1730. p. 6O. und in Buͤchners Miscell. Phys. med. 1728. Aug. P.1265.—Das Herunterfaren bis zurErde oder zum Wasser wird auch in vilen nachmahls anzufuͤrenden Beispilen, an Gebaͤuden, Baͤumen, Schiffen, Menschen, zu bemerken seyn. (50 b.) S.§. 10. und Erf. 4. 5. 6. I2. I3. 20. 5I. u. s. w.— So be⸗ zeugt auch Herr Nollet, daß er selbst einen Wetterstrahl von der Wolke niderwaͤrts faren gesehen,(WIem. de IAc. des 8c. 1764. Pp. 416.) anderer Beobachtungen zu geschweigen. 40 K. III. Bahn und Ziel wegung nicht allemahl so schnel, daß man sich dabey irren Mi koͤnte. Hizu komt noch der Beweis aus der Wuͤrkung, l (134 Erf.) da bey einem hollaͤndischen Kriegsschiffe die obere fusn Maststange, welche vom Blitze abgeschlagen worden, schon Wunn eher herabgestuͤrzt und durchs Verdeck geschossen war als sel⸗ biges von den Splittern des weiter unterwaͤrts zerschlagenen Mastes einige Fuß hoch bedekt worden— Koͤnnen aber nicht 5 auch Wetterstrale aufwaͤrts faren? Ich leugne es nicht:(59) adeus nur muß man dabey doch ebenfals die Bezihung auf die Ge⸗ hufiune witterwolke annemen und ware Blitze nicht mit dem Aus⸗ umuft bruche einer schwefeligten Entzuͤndung verwechseln, welche WEg ganz andere Bewegung und Wuͤrkung aͤussert. Vielleicht en aber begegnet sich immer Erschuͤtterung und Flamme von Raufe beiden Seiten her, so daß nur bald die niderfarende bald Ii die auffarende den groͤsten Teil der Bahn ausmacht. So mol versichert der P. Cotte, Priester des Oratoriums und Cor⸗ sen Hnte respondent der Pariser Akademie, daß er im Jahr 1767 und zu mehrern Malen bey Wetterschlaͤgen den Strahl zugleich asthi s von der Erde auf und von der Wolke herab faren gesehen Ihnde habe.(52) Daher kan bey ein und demselben Wetterschlage RNM der Ausbruch an der Erde, als woselbst sich der Bliz vertei⸗ u wich let, an mehr als einem Orte gesehen werden,(Erf. 42.) und suthohset so kan auch der eine disen selben Schlag von unten aufsteigen luffh, und der andere von oben niderfaren sehen. So sahe bey Neh einem Wetterschlage in eine Scheune in Schweden die Frau im Hause einen Feuerklumpen auf der Erde hin rollen und u, x zum Dach der Scheune hinauf faren: die Magd aber, welche Rschde im Felde war, sahe den Bliz von oben auf das Dach fallen.( I gge Mit ö (⁷%) S. Erf. 42. 152. 00 (5²2) Hist. de IAc. des Sc. 1767. p. 31. 1769. p. 20. l (53) Schwed. Abh. 1749. XI B. p. 130. abey irren Würkunh, fe die oben den, schon ar als sel⸗ schlagenen haber uicht nicht:(5) uf die Ge: dem Auo⸗ lo, welche Villleicht amme von dende bald acht. So und Cor⸗ 1707 und zugleich gesehen terschlage liz bertei⸗ 12.) und uUfsteigen sahe bey die Frau llen und , welche llen.(V) Mit des Blitzes.§. 26. Erf. 17. 41 Mit diser Erklaͤrung liesse sich demnach der Streit beile⸗ gen, ob der Bliz von oben oder von unten her komme, und oftmahls wird die Erscheinung so oder anders ausfallen nach⸗ dem man seine Augen gerichtet hat. 17. Erf. „Der Herr Abt Chappe d'Auteroche suchte mit zween andern Gelehrten im Pariser Observatorio 1767 bey einem entstandenen Gewitter mit Fleiß eine Beobachtung eines von unten auffarenden Blitzes.(Sie hatten folglich ire Augen zur Erde gerichtet.] Als nun gerade gegen ihr Fenster uͤber ein dort aufgerichteter 32 Fuß hoher Pfahl oder Mastbaum getroffen ward, auf dessen Spitze eine metallene Rolle und Windfluͤgel bevestigt, und welcher seiner ganzen Laͤnge nach mit vilen Naͤgeln beschlagen war; sahen sie den Bliz an di⸗ sem Pfale als eine Rakete von unten aufsteigen. Sie hoͤrten auch den Knal nicht augenbliklich als inen der Strahl unten erschien, sondern da erst als er oben ausgebrochen war. Die Spuren des Blitzes zeigten sich nachmahls an dem Pfale: denn, da die Naͤgel sehr verrostet waren, so fand man diejenigen an welchen der Strahl hergefaren nicht allein vom Roste entbloͤsset, sondern auch schwarz und zum Teil blau ange⸗ lauffen, daneben auch das Holz hie und da angebrant.„() Da es indessen in der Wuͤrkung einerley ist, ob die Er⸗ schuͤtterung und der Bliz mehr von diser oder von jener Seite her, oder von beiden gegen einander, entspringe, und da die verschidene Vorstellung davon in den Folgerungen bey denen zu gegenwaͤrtigem Zwecke anzuwendenden Erfarungen kei⸗ C 5 nen (%) Mem. de I'Ac. des Sc. 1767. p. 345. 349— Er erwartete doch selbst nur die Erscheinung eines Blitzes als die Gewitterwolke herankam. 4³ K. III. Bahn und Ziel ö nen Unterschied macht, so werde ich mich nur allenthalben des einfachen Ausdruks bedinen: der Bliz fare von der R0 Wolke bis zur Erde herunter. Sur ö ö I §. 27. Imin Bekantlich hat der beruͤhmte Graf Maffei besonbers die ben Ct Meinung geaͤussert„der Bliz entspringe eigentlich aus der nicht gu Erde y, welche er mit einigen Beobachtungen, wo unten am en bun Boden eine Flamme erschinen, und die er mit verschidenen 50 hl andern nicht zum Blitze gehoͤrigen Entzuͤndungen vermischet, O Uls unterstuͤtzen wollen: ja er ruͤhmt sich,“ daß zwar auch andere huchen vor ihm gesagt haͤtten, es entspruͤngen einige Blitze aus der Luoohe Erde, er aber habe zuerst behauptet, daß keine Blitze anders umbh als von der Erde aus entstuͤnden.() Nach diser Voraus⸗ Wch un setzung wuͤrde also die Gewitterwolke nur neben her gehen, In,e und an diejenigen Blitze, welche in Schiffe auf der Se ein— Mah schlagen, hatte er vermuthlich nicht gedacht. Die oben ange⸗ salen e fuͤhrten Beobachtungen koͤnnen auch schon zureichen den sihgtt Saz umzustoossen,() und die Meinung uͤberhaupt, daß der nir il Bliz eine Entzuͤndung von Schwefelduͤnsten sey, wird noch Wdh ferner(Kap. IX) aus seinen Wuͤrkungen widerlegt. I u. —— 9. 28. steale (65) Della formarione dei fulmini: trattato del Sig. Marchese scirro- lhun f NE MAVFEI. Verona 1747. in 4. davon im 2ten B. des Hamb. Merind Magaz. p. 284 ein Auszug befindlich. Herr Nollet faͤhrt u ga noch verschidene andere Gelehrte an, welche dise Meinung ahe hehauptet haben. Mem. de Lac. des sc. 1764. P. 447. not. A4. he, (66) Schöon im folgenden Jare kam auch in Italien eine Schrift dihe dagegen heraus: Riflessioni sopra gli argomenti addotti dal Sig. March. MAFFEI a favore della sua nuova opinione intorno la for- 60 N maꝛione de' fulmini. Vicenza 1748. und er ist nachher von verschidenen Gelehrten weiter bestritten worden. i lenthashen von der sonders die ch aus der unten am erschidenen elmischet, ich andere e aus der ihe anders 1Voraus⸗ her gehen, r Se ein⸗ ben ange⸗ chen den daß der vird noch H. 28. nese scixio- des Hamb. Hlet faͤhrt Meinung 7. not.A. e Schrist tt! dal Lig. no H for- Hhe von des Blitzes.§. 27. 28. ö 43 §. 28. Die zusammenhaͤngende Bahn eines einschlagenden Wetterstrales von der Wolke bis zur Erde ist also nicht aus der Acht zu lassen und an Gebaͤuden, welche getroffen sind, nicht allein im Ganzen, sondern auch bey jedem Zweige eines ge— teilten Strahls von oben bis unten nachzuspuͤren. Da dises nicht genug beachtet worden, so haben vile Beschreibun⸗ gen von Wetterschlaͤgen, und insbesondere die alten, nicht den nuͤzlichen Einflaß gehabt den sie haͤtten haben koͤnnen. Die Uhrsache war 1) weil man denjenigen Teil des Weges welchen der Bliz one Zerstoͤrung durchlauffen hatte(H. 90. 102·: I04) nicht mit in Betrachtung zog, und sich daher hie und da am Gebaͤude, wo an verschidenen entfernten Stellen etwas verlezt worden, einen besondern Eingang und Ausgang ein⸗ bildete, oder nicht wuste woher mitten im Gebaͤude eine Verletzung entstanden one daß die umligenden Teile gelitten hatten, oder wo der Strahl zulezt, wenn nichts weiter be⸗ schaͤdigt worden, herabgefaren sey. 2) Weil man den Bliz nicht allemahl verfolgte wo er durch besondere Anlockung und Leitung aus dem geraden Wege gefuͤhrt worden.(§. 34. 10I. 112) 3) Weil man zuweilen die Zerteilung des Wet⸗ terstrales in mehrere Zweige(§. 111) nicht beobachtete, und alsdan sich vorstellte daß ein und derselbe Strahl hier her⸗ unter und dort wieder hinauf, oder hier hinauf und dort her⸗ unter gegangen.(7) 4) Weil man die Richtung welche ein zerplaztes gluͤendes Metal, oder andere zersprengte Koͤr⸗ per, genommen,‚(H. 91) fuͤr ausfarende Nebenstrale des Blitzes selbst gehalten— Es ist aber der erste Anfal des Blitzes (5½) Wie zuweilen auch in Scheuchzers Beschreibungen gesche⸗ hen z. B. Bresl. Saml. 1719. Jul. p. 88. und hey dem un⸗ ten Erf. 153 anzufuͤrenden Falle. 44 K.IV. Anlockende Koͤrper: Blitzes allemahl oben am Gebaͤude(F. 12. 15.) und er ver⸗ ö schwindet nicht mitten im Gebaͤude, sondern sezt seinen Weg + bis zur Erde fort, eben wie an Baͤumen der Strahl von a Wur oben an bis zur Wurzel herab faͤret. Nur ist zu merken, 0 daß er durch einige Koͤrper leicht und one Verletzung oder Heglich merkliche Spuren zu hinterlassen hinfaͤhrt, da er hingegen Iuder is bey andern Widerstand sindet, Flamme schlaͤgt und schmettert. Igelich ö Rin M IV. Kavpittel. hual Iush Anlockende Koͤrper: Metalle. m hn ů Wa §. 29. Mllah de Die Erfarung lehrt, daß einige Koͤrper dem Blitze einen Hsaual freiern Durchgang verstatten als andere, daher eben diselben Hun ihn auch mehr anlocken, und von leztern ablocken, so, daß V thh er deswegen von der senkrechten und geraden Richtung ab— WULI weichen und durch verschidene Kruͤmmungen und Abwege a hn herabfaren kan. Dise Eigenschaft sindet sich zwar stuffen⸗ W weise in hoͤherem oder geringeren Grade bey den verschide⸗ Wunn, nen Arten der Koͤrper: da aber doch einige sie vorzuͤglich sulden, stark vor andern besitzen, so kan man selbige zum Unter⸗ Bbuf schide anlockende oder leitende Koͤrper, und diejenigen hin⸗ Ue gegen durch welche der Bliz am schweersten dringet, wider⸗ vIn stehende Koͤrper nennen. Munt H. 30. Uh Man muß aber bey der Wuͤrkung diser Anlockung uf oder des Widerstandes nicht blooß auf einzelne Stellen achten, sondern sich der ganzen zusammengenommenen Bahn erin— In nern, welche der Bliz zu durchlaufen hat, und in welcher er 6 auf diser oder jener Seite den Durchbruch leichter finden AIne wuͤrde. HN½l und er hel⸗ seinen Vg Etrahl vun merken, lltzung oder er hingegen oschmetten, llitze einen en diselben „so, daß htung ab⸗ d Abwege ar siuffen⸗ verschide⸗ vorzuͤglich um Unter⸗ ligen hin⸗ „wider⸗ Inlockung en achtet, ahn erin⸗ velcher er er finden Metalle.§. 29⸗32. 45 d. 31. Am leichtesten faͤhrt der Bliz durch Metalle und wird auch dadurch vorzuͤglich angelocket. Wenn sich also oben an der aͤussern Seite eines Gebaͤudes Metal befindet und eine gleiche Anlockung auf dem fernern Wege zur Erde vor⸗ handen ist; so faͤlt der Bliz darauf vor andern Koͤrpern. Der eigentliche Grad, nach welchem die Hoͤhe eines Koͤrpers, seine Richtung gegen die ankommende Wolke, seine mehr oder weniger zugespizte Gestalt,() oder seine Materie den Vorzug bey der Anlockung hat, laͤßt sich zwar aus Erfarungen von dem Einschlagen eines Blitzes nicht genau abmessen: der Zug der Wolke selbst wird auch durch keinen diser Umstaͤnde merklich veraͤndert, und daher entstehet die meiste Verau⸗ lassung aus dem Zufalle daß die Wetterwolke diser oder jener Hervorragung am ersten, und zu der Zeit wenn in ihr ein Bliz auszubrechen gedrungen war, entgegen komt. Daß aber doch das Metal eine vorzuͤgliche Bestimmung gebe, zei⸗ gen schon die so haͤufigen Beispiele, da der erste Anfal auf Wetterfanen, Kuöpfe, Stangen, metallene Bedeckungen, Rinnen, Anker u. s. w. welche sich oben an Gebaͤuden be⸗ sunden, gewesen ist. Noch mehr wird es durch die Anlockung in der fernern Bahn am Gebaͤude bestaͤtigt, denn, da hier der Bliz offenbar aus dem Wege springt und andere Koͤrper an welchen er schon im Begrif war herabzufaren verlaͤßt um Metal zu ergreiffen; so koͤnnen wir nicht zweifeln, daß ihn auch bey seinem ersten Zuschusse aus der Wolke das Metal in groͤfferer Entfernung anlocke als andere Koͤrper. F. 32. Ob nnn gleich das Metal auch an jeder Stelle das Sei⸗ nige zur Erleichterung des Durchbruchs vom Blitze beitraͤgt, so (59 S S. 12. 1315 46 K. IV. Anlockende Körper: so wird doch der unmittelbare Anfal desselben auf Metal nur alsdan bewuͤrket, wenn es an den oͤbern Teilen der Ge⸗ baͤude befindlich ist: dasjenige was unten, auch an freier Luft, stehet, ist dem Wetterstrale nicht ausgesetzt, wenn nicht derselbe durch das Einschlagen auf die obern Teile dahin geleitet wird. Hier fangen naͤmlich die hohen Hervorra⸗ gungen(H. 12. 15.) den Strahl eher auf, da selbiger in dem Zwischenraume der Luft(§. 83.) groͤssern Widerstand findet. Nicht allein ganze Warenlager von Eisen, Kupfer oder Bley, inwendig in Kellern oder in den untern Teilen der Haͤuser, sondern auch eiserne aussen dicht an den Haͤusern stehende Gitter u. s. w. werden nur selten, und nicht anders als wenn der Bliz von oben durch das Gebaͤude herabfaͤhrt, (Erf. 18. 117. 126.) getroffen. 2 ö 9. 33. Es bestimmt auch nicht blooß die Anlockung eines aussen und oben am Gebaͤude befindlichen Metalles den Durchbruch des Blitzes auf eine gewisse Stelle, sondern, wie gesagt, die mehrere oder wenigere Anlockung auf dem ganʒen Wege welchen er bis zur Erde hin zu durchlaufen hat. Hieraus laͤst sich begreifen, woher ein Haus, mitten zwischen andern welche oben metallene Stangen oder Knoͤpfe haben, getrof—⸗ fen werden kan, da dise verschoont bleiben. Denn, wenn von dem oͤbern Metalle an keine vorzuͤgliche Bahn weiter zur Erde fuͤhrt, sondern groͤsserer Widerstand vorhanden ist; so wird seine Anlockung unkraͤstig. Wenn hingegen das Metal auch nicht aussen an der freien Luft stehet„ aber doch so nahe unter dem Dache in den oͤbern Teilen des Ge⸗ baͤudes sich befindet, daß es einen Einfluß auf den Durch⸗ bruch des Wetterstrahls haben kan, und von dort eine wei⸗ tere Anlockung niderwaͤrts vorhanden ist; so richtet der Bliz auch mit Zersprengung der bedeckenden widerstehenden Koͤr⸗ per indt Wafthu Nf with Me Ne II HRn Da Eumty L IU Rced Hlahes A d Andnhf Asien v Duund hen genn hushem huen Hun un n Itnh i rtchh fiihe HAhtem g 6986 )6N stst Netal nur der Ge: an freier t, wenn eile dahin Hervorra⸗ jer in dem nd findet. der Bley, Haͤuser, stehende ders als abfaͤhrt, aussen chbruch gesagt, nWege Hieraus andern „getrof „wenn weiter thanden ingegen , aber des Ge⸗ Durch⸗ ine wei⸗ der Bliz en Koͤr⸗ per Metalle.. 33. Erf. 18. 47 per seine Fahrt darauf zu. Dise Bemerkung, aus welcher die Folgerungen nachmahls betrachtet werden sollen, muß in die Augen fallen, wenn man bey verschidenen Wetterschlaͤgen, wo sich Metal in besagten Umstaͤnden befunden, dem Zuge des Blitzes nachspuͤret.(½ 16. Eif. Im Jahr 1750 d. 16 Jul. fiel ein starker Wetterstrahl auf Hrn. Worsfolds Haus in Darking. Er brach dichte bey einem kleinen Winkel von zusammenverbundenen Schorsteinen, die einige Fuß hoch hervorragten, an der suͤdlichen Seite durch das Dach,() und fiel gerade darunter auf einen Wir⸗ bel eines Klingelzuges, welcher sich in einem Durchgange zwischen den noͤrdlichen und suͤdlichen Kammern befand. An disem Wirbel hing eine Glocke, und ein eiserner Drath ging zu beiden Seiten in die Kammern. Der Bliz lief dem Drate nach, welcher in die hintere oder suͤdliche Kammer ging, und schmolz ihn bis zum Ende hin. Von dort fuhr er in den Pfosten des dabey stehenden Bettes, welcher dadurch gespalten ward. Er folgte auch auf der andern Seite dem Drate in die noͤrdliche Kammer, und da diser an den Waͤn⸗ den herum geleitet war, fuhr er demselben in allen Bi— gungen bis zum Ende nach, woselbst eine Schnuhr mit einem Handgriffe zum Klingeln angebunden war. Er ging ferner an der Mauer hinunter, streifte die Bemoͤrtelung ab, und brach in den Laden von Eisenwaren. Daselbst schlug er durch die beiden oͤbern Boͤrter und die auf denselben be⸗ findliche Paͤkchen Naͤgel. Hernach lief er auf verschidenen Boͤrtern an den darauf ligenden Metalwaren der Laͤnge nach hin, (62) S. Erf. 12. 105. b. (59) Ob die Schorsteine dadurch mit beschaͤdigt worden vder nicht, ist nicht ausgedrukt. 48 K. V. Anlockende Koͤrper: hin, an welchen sich die Spuren, durch geschlagene Loͤcher, W cht Anschmelzung und kleine eingebrante Stellen in den Um⸗ geffn schlagspapiren, zeigten. Zulezt ward noch etwas im Laden hfpude herumligendes Stro und Pakpapier angezuͤͤndet. Herr et Worsfold aber, welcher sich zur selben Zeit in dem Laden N befand, ward gar nicht beschaͤdigt.(6) Sssrih 19. Erf auenn Im Jahr 1769. den z1 May um 12 Uhr Mittags, nach⸗ Hhuntu dem man in Entfernung von ohngefehr einer Meile etliche Mahl donnern gehoͤret, und ein mit etwas kleinem Hagel AVnae untermischter Plazregen nebst starkem Winde die Gegenwart Fihht des Gewitters angedeutet hatte, fiel ein Wetterstrahl)z c an Hannover auf das nahe am Egidienthor belegene ziemlich 111 hohe Haus des Herrn Kanzeleyprokurators Alberti, welches N rn von der suͤdostlichen Seite, wo die Wetterwolke herkam, n d der erste hervorragende Gegenstand war. Er schlug oben un 0 von der einen Ecke des Schorsteins nach dem Walle zu uh einige Baksteine ab, und teilte sich darauf in zween Strale. ullh Der eine hatte ohngefehr den dritten Dachzigel vom Gipfel Vüm an zerschmettert, war laͤngst einem Sparren nach dem Hof 1 zu gelaufen, hatte den Sparren von oben bis unten gespalten, Mhu war von dort auf die darunter befindliche aus Eisenblech b gemachte Dachrinne zugesprungen, in selbiger bis an die Musz Ecke des Daches, und von dort an einer blechernen Roͤre W hinunter gefaren. Dise Roͤre reichte bis auf drey Fuß von Wi der Erde, woselbst sie etwas vom Hause abgebogen war. ann Nun hatte der Strahl ein paar Zoll von dem untersten Ende Renn ein ovales Loch von 3 bis 5 Linien in das Blech geschmolzen, bnh und WIuI (ν Dise Begebenheit wird in den Phil. Trans. Vol. 49. p. 309. Hine 1755. von Herrn Child aus Darking berichtet. mun ——————————ß7t——— gene Bär, in den Un, 16 im Ladn det. Hen dem Lada ags, nach eile etlich em Hage gegenwart rstrahl zu e ziemlich i, welched e herkam, chlug oben Walle zu Strale. om Gipfil dem Hof gespalten, isenblech is an die nen Rörẽ Fuß bon ogen wat. xsten Ende schmohzen, und . P. 30 Metalle.§. 33. Erf. 19. 49 und gleich unter der Roͤre einige Splitter gus dem Staͤnder gerissen. Er hatte darauf drey Fuß zur linken Hand den Eckstaͤnder sowohl dises als des dichtan stehenden Hauses etwas entzuͤndet, und war anderthalb Fuß weit davon auf eine groosse eiserne Thuͤrhespe zugesprungen, daran zwar selbst nichts geschmolzen, an dem Holze aber schwache Ver⸗ letzungen zu bemerken waren. Der andere Strahl war an einem neben dem Schorsteine befindlichen tannenen Staͤnder herunter gefaren, hatte denselben gespalten und sehr zer⸗ splittert, jedoch daran so wenig als der erste Strahl an dem Sparren einige Entzuͤndung veruhrsachet. Unter disem Staͤnder aber ist im dritten Stokwerk eine Stube, in wel⸗ cher, gerade unter dem Orte wo oben der Bliz einge⸗ schlagen hatte, ohngefehr 20 Fuß unter der besagten Ecke des Schorsteins und 2 Fuß unter der Decke der Stube, an einem Traͤger eine Klingel mit einem Drathzuge befindlich war. Hier hatte der Strahl einen Balken uͤber dem Traͤger durchbohrt, den Leim, womit der Balken und Traͤger verkleidet gewesen war, uͤber der Klingel an einigen Stellen zu einem weisgrünlichen Glase geschmolzen, und das in demselben befindliche Stro versenget. Die Klingel war von Meßing, 3 Zoll im Durchmesser, 22 Zoll hoch, und mittelst eines 1 Fuß 4 Zoll langen Stahlbleches mit zween Naͤgeln bevestigt. Die eine Schaͤrfe des Bleches, der Kopf des ei⸗ nen Nagels und noch einige kleine Flecke auf dem Bleche waren angeschmolzen. Die Klingel selbst war an zwoen gegen einander uͤberstehenden Stellen mit einem runden 34 Linien weitem Loche durchbohrt, und am Rande eine gleichmaͤßig runde Aushoͤlung veruhrsachet. Bey lezierer war erwas angeschmolzen, und inwendig an der einen Seite gruͤnes Glas befindlich: die beiden obersten Loͤcher aber wa⸗ ren ganz one Spuhr der Schmelzung, als wenn sie mit einem D Hammer 5⁰0 KV. Anlockende Koͤrper: Hammer eingeschlagen waͤren. Der Bliz war hierauf dem eisernen Drate des Klingelzuges gaͤnzlich gefolget; nur etwa 3 Zoll desselben waren noch an dem Bleche gebliben, von dem uͤbrigen aber in disem und dem daneben befindlichen Zimmer nicht ein Stuͤk einer Linie groos zu finden. Er war naͤmlich in unzaͤlige ganz kleine Kugeln geschmolzen, davon die groͤsten nur 3einer Linie im Durchmesser hielten, und einige inwendig hohl befunden wurden. Dise kleine Eisenkuͤgelchen, in der Groͤsse wie Mohnsamen, waren in der Entfernung von 3 Zollen noch voͤllig fluͤßig gebliben, und hatten sich wie kleine Troͤpfchen an die Klingel gehangen. Auf 6 Zoll von dem Drate hatten einige dergleichen nur einen blanken Flek auf der Klingel zuruͤk gelassen. Drey Fuß von dem Drate stand auf einem Borte Zinnengeraͤte, zum Teil aufgerichtet an der Wand, auf welches die gluͤen⸗ den Eisenkuͤgelchen zugeflogen, das Zin angeschmolzen und sich in demselben eingelegt hatten. Auf 34 Fuß von dem Drate hatten die Kuͤgelchen in Tannenholz bis 2 Linien im Durchmesser und eine Linie tief, und auf dem Fußboden, noch in einer Entfernung von 11 bis 13 Fuß, 2 bis 3 Linien im Durchmesser und 4 Linie tief eingebrant. Auch von de⸗ nen am Klingelzuge befindlich gewesenen Wirbeln, welche doch aus ziemlich dicken Eisen zu bestehen pflegen, war nicht das Geringste zu finden. In disem Zimmer, wo die Klingel gehangen, war uͤbrigens keine Spuhr irgend einer Beschaͤdi⸗ gung zu bemerken, so daß der Strahl ganz deen Drate ge⸗ folget, und durch ein in der Wand befindliches Loch in das Nebenzimmer gegangen seyn muste. Dises Loch, wodurch der Drath geleitet gewesen, hatte 1 Zol im Durchmesser, der Leimen in selbigem war durch den Bliz mit gruͤnlichem Glase aͤberschmolzen, und es lagen darin die groͤsten von den oben heschribenen eisernen Kuͤgelchen.— In dem Neben⸗ zimmer, zum, uul uhf, lt R. sanden, Weug Speze Ranen M sr Ruch un shahe uicher Hung hugln Mssche Ih vichez WIII üud Wia hohe, siee H NHr * erauf dem nur etwa iben„boh kfindlichen iden. Er chmolzen, ser hielten, Dise kleine waren in gebliben, jehangen. ichen nür .Drey engeraͤte, die gluͤen⸗ olzen und von dem inien im ußboden, 3Linien h von de⸗ 1„F welche war nicht e Klingel Beschaͤdi⸗ Drate ge⸗ ch in das wodurch chmesser/ ͤnlichem sten von Neben⸗ zimmer, Metalle.§. 33. Erf. 19. 51 zimmer, welches zur Vorrathskammer gebraucht worden, war der Strahl gleichfals dem Drate durch eine Wand in den Hof, und von da weiter gefolget. Jedoch war ein tan⸗ nenes Repositorium, welches gerade unter dem Drate ge⸗ standen, angebrant: von da auch eine Tonne mit Salz ein wenig angezuͤndet, in welcher ein Loch von der Groͤsse eines Speziestalers veruhrsachet worden, in dem Salze aber war keine andere Spuhr, als daß es auf diser Stelle etwas grau und mit stark richendem Schwefel untermischt befunden ward. Auch war ein kleiner Korb, welcher auf einer Terrine von Fayanze gestanden, ganz zu Kolen gebrant, und der Reis, welcher in der Terrine gewesen, oben verkolet und darunter braun gebrant,(welches beides leicht von den uraherfligen⸗ den gluͤenden Eisenkuͤgelchen des zerschmolzenen Drates ver⸗ uhrsachet werden konte.(r b.)] Nachdem also der Strahl an dem Klingelzuge hinausgefaren, war er von dem Drate, welcher zum zweiten Stolwerk hinunter ging, ah, nach der 2 Fuß daruͤber befindlichen Dachrinne zugesprungen, hatte ein Dachbret durchbohrt, und nebst dem dahinter befindlichen Balkenkopfe angezuͤndet.(Ob auch dise Dachrinne, wie die vorige, und wie zu vermuten ist, von Eisenblech und mit einer heruntergehenden Roͤre versehen gewesen, oder welche Ableitung der Strahl ferner gehabt, wird hier nicht gemel— det.(61.)] Ein Teil desselben war indessen noch, weiter D 2 von (61 b.) Dis zeiget die Wahrnemung im ersten Zimmer, und Erf. 121. Wenn aber wuͤrklich ein Teil des Strahls von dem Drate ab, und auf die angebranten Koͤrper zugesprungen waͤre, so muͤste sich der Weg desselben weiter durch die Tonne hin gezeiget haben, die Terrine zersprengt worden seyn, u. sf. (61 c.) Inidessen heisst es im 63sten St. desselben Jahrs p. 997. wo von einem andern Beohachter(Herrn Suden) eben dises Wetter⸗ 52 K. IV. Anlockende Koͤrper: von besagter Stelle an, dem nach andern Zimmern fuͤrenden Klingeldrate gefolgt, welchen er aber nicht ferner in Kuͤgel⸗ chen zerschmolzen, sondern nur hie und da, in Entfernun⸗ gen von etwa 2 Fuß, etwas angeschmolzen hatte. Fast das ganze Haus ward mit einem starken Schwefeldampfe angefuͤllt: der veruhrsachte Brand aber ward 3 ent⸗ dekt und geloͤschet.“(62) Daher sind die eisernen Stangen, welche in einem Ge⸗ baͤude unter dem Dache zum Haͤngewerk der Balken ange⸗ bracht sind/ sehr gefaͤhrlich. Sie locken den Bliz durch⸗ zuschlagen, und leiten ihn ins Gebaͤude hinein. . 34. 0 In der fernern Bahn des Strahls durch. die Gebäͤnde zeigt sich der ausnemende Zug nach dem Metalle an allen Arten desselben, indem er sich in seinem Laufe darnach rich⸗ tet, von einem Stuͤcke zum andern Spruͤnge thut, andere Koͤrper an welchen er herabfuhr verlaͤßt, um Metal zu erreichen, u. s. w. Es ist dise Eigenschaft seit der Franklin⸗ schen Entdeckung so bekant, daß es kaum noͤtig waͤre be⸗ sondere Beispile davon anzufuͤren; doch scheint es merk⸗ wuͤrdig Wetterschlages Erwenung geschihet, ausdruͤklich eine blecherne Dachrinne. Sie hatte also one Zweifel auch eben eine solche heruntergehende Roͤre, welche den Strahl zur Erde herab fuͤren konte. Daß daran keine Spuhr der Verletzung gefunden worden, ruͤhrt daher, weil das Metal geraͤumig genug war. S. unten§. 110. Daß aber der Strahl zu dem Metalle durchgedrungen sey zeigt die Durchborung des 2 Dachbrettes, Von dergleichen Absprung auf eine staͤrkere Leitung s. unten§. 112. (62) Hannoͤv. Magaz. 1769. 49 St. p. 769. von Herrn Hofrath Ebell in Hannover untersucht und beschrihen. uthh⸗ Imoh Eheun uszi W si ö‚ Mlal, lhtha hiihs üdite ilus ANsiue Echoft unthe su Iun huch Hschi Eunhl Wöhu Wu Rign U la u ther d sine Istte! Rger fürenden in Kuͤggh ntfernun; te. Fast feldampfe Hleich ent⸗ einem Ge⸗ ken ange iz durch⸗ Gebaͤnde an allen nach rich t, andere Metal zu Franklin⸗ waͤre be⸗ es merk⸗ wüͤrdig klich eine eisel guch en Stiihl Spuhr der das Metl 5 aber der zeigt die Ahsprung Hofrath Metalle.§. 34. Erf. 20. 53 wuͤrdig, daß auch in aͤltern Erfarungen, da man noch keine Folgen daraus herleitete, und deswegen nicht eigent⸗ lich darauf achtete, auch uͤberal nur diejenigen Stellen in Erwegung zog wö eine Verletzung geschehen war, die vorzuͤgliche Fahrt des Blitzes durch Metalle zuweilen so in die Augen gefallen, daß man sie hat beimerken muͤssen. 8l n 2e 20. Erft 5%„Im Jahr 1740 den 30 Brachmonats fiel ein Wetter⸗ schlag auf eine Meierey des Kirchspiels Oesterwohla in Upland. Es schien, als ob ein Feuerstrahl von oben senk⸗ vecht herabfuͤre, dessen unterstes Eude einem Feuerklumpen ahnlich sahe/ wie eine Person, welche sich gegen uͤber befand und ire Augen eben dahin richtete, deutlich bemerkte. Er siel auf den Schot stein) der dadurch zerschmettert, und dessen eine Seite bis aufs Dach abgeschlagen wurd. Diser Schorstein war nahe am Gibel, und bestand aus drey an einauder verbundenen Roͤren, deren eine von der Kuͤche⸗ wo Feuer auf dem Heerde braute, die andern aus zwey Zimmern daneben, hergeleitet waren. Alle drey wurden durch und durch, fast bis zu irer untern Oefnung herab/ beschaͤdigt. In den Roͤren der beiden Zimmer führ der Strahl auf die Schoßplatten, welche zugeschoben waren⸗ und drukte sie nider, als ob eine Last darauf gefallen waͤre, warf auch die Ofentuͤren mit Gewalt heraus. In der Kuͤche zeigten sich die meisten Wuͤrkungen des Blitzes. Die eiser⸗ ne Heerdplatte und der auf dem Heerde befindliche Braatofen als zu groosse Stüͤcke Metal Y waren zwar nicht beschaͤdigt, aber doch ein Paar Pfannen, welche auf der Heerdplatte stunden, zur Erde geworfen, und der Heerd vorne von der Platte bis fast an den Boden an zwo Stellen auf drey Finger breit durchrissen. Ueberdem wurden eine Menge D 3 eiserner, — 54 K. IV. Anlockende Koͤrper: eiserner, kupferner, meßingner, blecherner und zinner⸗ vasw ner Gevaͤsse, welche uͤberal in der Kuͤche, um den Schorstein, uhee an den Waͤnden auf Boͤrtern, und in Schraͤnken herum Wict standen,(wie aus fuͤhrlich beschriben wird) teils mit Loͤchern Aushe! durchschlagen, teils angeschmolzen, darunter eine zinnerne Flasche mit kupfernen und messingnen Koͤrnern von den daneben stehenden angeschmolzenen Gevaͤssen bespruͤzt wor⸗ 0 den, die so vest daran hingen als ob sie angeloͤtet waͤren. bnn Dabey wird angemerkt/ dat in der ganzen Kuͤche kein stei⸗ u nernes Gevaͤß beschaͤdigt gefunden, und ein zusammenge⸗ rolleter Papierbogen, der auf einem Borte neben einer zinnernen sehr angeschmolzenen Schale gelegen, nur ein a wenig an den Seiten berbraut worden.(43) Ein Paar anges ahy nagelte Leisten wurden loosgerissen, und in der Decke eines ů W Brobschranlen, wescher unter dem an der Wand aufgestellten Ilch Zingeraͤte stand, waren oben zwo Wagelspitzen abge⸗ HoilRt schmolzen; es zeigte sich auch, daß der Strahl an den Jiß un Naͤgeln durch die Decke hingelaufen war, indem ire Koͤpfe nt inwendig im Schrank angegriffen und das Solz umher Mühn angebrant worden, doch: so, daß es von selbst wieder er⸗ RI loschen war. Die Hausfrau nebst einer Magd stunden bey gen disem Zufalle mitten in der Ruͤche vor einem Tische, zwi⸗ II schen dem Schorsteine und dem Feuster, welches mit Gewalt l hinausgeschlagen und die Scheiben darin zertruͤmmert wur⸗ Vhen den; beide bliben ganz unbeschaͤdigt. Eine dritte Person⸗ RN welche auf einem Stuhl in der Ecke saß, ward zu Boden geworfen, blieb eine Zeitlang in Ohnmacht, wuste nach⸗ mals nicht was ihr widerfaren, als daß sie von einer star⸗ 60 ken Hitze umgeben, und als von einer Last zu Boden gestuͤrzt „n Sie i e uber Schmerzen an der 105 () Vergl. Erf. 29 ind zimer. Schorstäh, ken herum nitböcherz ie zinnerne voh den surügt wor⸗ ötet würen kein stti⸗ summexge⸗ seben einer huf ein Nunrage⸗ Decke tinez ufgestelten zen abge⸗ H an hen ite Kipfe z umher vieder ei⸗ inden bey sh/ zviz t Gewult hert vur⸗ Mesor/ Boden ste noch⸗ iner fat⸗ gasuint an der Must Metalle.§. 34. 35. Erf. 20. 2T. 55 Brust und einem Fuße, wie auch an der Seite nach oben, und spie einige Mahl Blut aus: ward aber nach und nach wieder volkommen gesund. Die Kuͤche sowohl als die beiden Zimmer waren ganz mit Rauch und Dampf erfuͤllet.“(64) 9. 35• Noch deutlicher ist die Anlockung des Strahls wenn sel⸗ biger sogar eine ziemliche Strecke weit durch die freie Luft von einer Stelle zur andern an einem duͤnnen metallenen Drate geleitet wird. Südmit 21. Erf. 30 An einem Gartenhause in der Vorstadt St. Marceau (bey Paris) schlug der Bliz den IAten Jul. 1757 zuerst in das Oberste des Gibels, woselbst etliche Steine und Dach-⸗ zigel abgeworfen wurden. Darauf fuhr er an dem westli⸗ chen Rande des Gibels herab, und machte/ fuͤnf oder sechs Fuß weiter herunter, ein ziemliches Loch, dabey alles um⸗ her mit Gewalt zersprenget war. Er ging ferner in diser Richtung fort, und hinterließ 7 bis 8 Fuß nidriger am Win⸗ kel desjenigen Teils der Mauer auf welchem die Balken la⸗ gen eine starke Aussprengung. Ohngefehr zween Fuß unter dem Lager der Balken traf er eine eiserne Stuͤtze an, die einen eisernen Drath hielte, welcher auf der einen Seite gegen Westen durch den Gar ten bis zur Pforte ging, an der dstlichen Seite des Gibels aber bis zu einem daselbst be⸗ vestigten Gloͤkchen reichte. Hier teilte sich der Strahl in D 4 zween (64) Schw. Abhandl. 1742. IXV B. p. 43. mit einem Grundrisse des Hauses.— Haͤtte Herr Tilas, der die Wuͤrkung dises Wetterschlages beschriben, damahls schon auf den Zug des Blitzes nach den Metallen gedacht, so wuͤrde er an einigen Orten seiner Bahn noch genauer haben nachspuͤren koͤnnen. 56 K. IV. Anlockende Körper: zween Zweige: der eine fuhr auf das Glollein zu, und der V andere zur Hirschklaue, welche lan dem Drath bey der Gar⸗ hunl tenpforte] zum Griffe diente um damit zu klingeln. Von 0b der Hirschklaue bis an die gemeldete Stuͤtze des Drates wa⸗ H ren 45 Fuß, und von dort bis an das Gloͤkchen ohngefehr hiun 18 bis 20 Fuß. In jener Stelle bis zur Pforte war der am Drath doppelt und nur obenhin um einander geschlungen. osf Daselbst waren die beiden Draͤte an denjenigen Stellen WNh wo sie am weitesten von einander gestanden so durch den D Bliz angeschmolzen, daß sie zusammengeldtet worden: da⸗ Hh hingegen an denjenigen Orten wo sie sehr dicht an einan⸗ H der gelegen das Eisen nicht so volkommen geschmolzen, HWi sondern nur an der Ober flaͤche in kleine Kluͤmpchen geron⸗ nen war, die aber noch haͤngend gebliben. Als der Bliʒ gl an die Pforte gekommen, fuhr er noch weiter hinaus, Hal naͤmlich durch das Loch wodurch diser Drath der Glocke ge⸗ Auh u zogen war, und daneben lwie der Verfasser meint) durch ein Wü anderes anderthalb Zoll davon entferntes kleines Loͤchlein, Hubit welches bereits da gewesen, aber mit einem. schwarzen Flek⸗ ken bezeichnet war, als wenn Schießpulver darauf ange⸗ zuͤndet worden. Er kam also an den Hebel des Klingelzuges, fuhr bis zur Hirschllaue herunter und machte selbige eben l so wie das besagte Loch schwarz. Endlich hinterließ er einen Rhl halben Fuß tief unter der Hirschklaue ein schwarzes Zeichen Ium auf einem breitkoͤpfigten Nagel und fuhr 2Zoll weit davon, 08 zwischen der Pforte und Mauer, nach dem Garten herum zur Erde. Man schloß dises aus einem schwaͤrzlichen Flek, welcher sich an der Pforte und Mauer zeigte und vorher nicht daselbst bemerkt worden, und weil an einem Weinstok der an der Pforte stand die Blaͤtter von diser Gegend an bis an die Erde verdorret waren— Der andere Teil des Strahls welcher von der Stuͤtze bis zum Gloͤlchen lief, hatte den Drath welcher u, und det de Gar; eln. VoR rates wa⸗ ohngefehr ie war der hischlangen. hen Stellen durch den orden: da⸗ an einan⸗ schwozen, hen geron⸗ der Diz er hinaus, Glocke ge⸗ hurch ein Vchlein, zen Flek⸗ uf anger gelzuges, bige eben et einen Zichen dabon, nherum hen Flek, Her nicht stok der his an trahls Drath pelcher Metalle.§. 35. Erf. 21. 5 welcher daselbst nur einfach war nicht so sehr verlezt. Man bemerkte daran nur kleine kaum in die Augen fallende Teil⸗ chen Eisen, we lche zu schmelzen angefangen hatten, wie ire kugelrunde Figur zeigte: uͤbrigens war daran nichts vllig geschmolzen als nur derjenige Teil des Draths welcher an dem Zapfen(Wirhel). daran die Glocke hing und sich bewegte⸗ bevestigt war. In diser Strecke von ohngefehr 20 Fuß, wo der Bliz queer am Gibel vorbey gefaren war, an welchem der Drathi in einem Abstande von nicht mehr als z bis Zoll das geringsie Zachen Er hoͤrte aber daselbst bey dem Glö⸗ chen nicht auf, sondern fuhr, laͤngst dem herausgebaueten Rande vom Gibel in die Erde herab. Die Spuren davon zeigten sich deutl lich. an einem Weinstok, welcher bis zum Gloͤkchen hinauf gewachsen war, indem dessen Blaͤtter zum Teil bis unten an den Erdboden verwelket. worden. 9H.(5 CEs erhellet also, daß das Gloͤklein mit seinem Zubehoͤr aus⸗ sen am Gibel bevestigt gewesen.! DV 22, Erf⸗ (65) Aus dem Iere, de France, Dec. 1757.õ p. I19. 125. in den Leipz. oͤconom. phys. Abh. 18. T. N. 4. Pp. 283 uͤbersezt— Obgleich der Verfasser, nach denen in Frankreich herschenden Vorurteilen, noch die zugespizten Ableitungsstangen verla⸗ chet, êweil sie nicht vermoͤgend waͤren die gesamte Materie des Blitzes zu zerstreuen,„ so kan er doch nicht umhin aus diser Erfarung anzumerken, daß der Strahl, sobald als er einmahl den Drath ergriffen, zu beiden Seiten an den nahe gelegenen Koͤrpern keinen Schaden veruhrsachet habe, und daß auch nach andern Wahrnemungen, wenn nur gleich von oben an Metal vorhanden waͤre, die Verletzung des Ge⸗ baͤudes verhuͤtet werden koͤnte„= Das ist aber doch, wenn man es recht erwaͤget, alles was von einer Ableitung ver⸗ langet 7 V K.IV. Anlockende e 2. Erfn ö Im Jahr 1714 den 21 Jun. Abends gegen 9 lhr shtnh der 1 alhier zu Breslaui in unsern hoͤchsten Elisabet⸗Turm, da er dan einige Balken angesplittert, durch den Boden ge⸗ schlagen und zunn Fenster hinaus gefaren, aber sich auch an dem von den Maͤchtern abgehenden langen Drath, womit dise das in dent untenstehenden Kuͤstets Hause befindliche Glöklein zum Zeichen zu laͤuten pflegen, bestaͤndig gehalten. den einen Drath War zebrissen, au dem andern aber, one gänzlich auf die Erde zu faren, in freier Luft, per angulum rectum, durch ein sehr kleines Löchlein gleich uͤber auf unge⸗ faͤhr 18 bis 20 Ellen weit in die Behausung des Kuͤsters ge⸗ faren,„daselbst den hoͤkzernen Sims der Feuermauer ange⸗ soltttert, und sich endlich durch das queerüͤber gelegene Fen⸗ ster auf die fleiẽ Gasse gezogen, dergleichen ebenfals auch schon vor zinigen Jaren hiselbst geschehen 20⁰⁹e— E 2 f. 36. Zur Erinnerung und Nachspuͤrung der Bahn des Blitzes bey vorkommenden Faͤllen scheint es nicht undienlich zu seyn, ver⸗ kanget werben konte, dazu er uͤbrigens nur eine weitlaͤuftige 20 und uͤberfluͤßige Anstalt vorschlaͤgt: der Uebersetzer aber ver⸗ nechselt sie mit dem Bemuͤhen ein Donnerwetter durch Loͤ⸗ sung der Kanouen und Laͤutung der Glocken zu zerstreuen. Von Herrn Doet. Fanold, Breol. Saml. 1 Vers. 1717. p. 68. angefuͤhrt— Einen aͤhnlichen Fal, der sich 1726 den 25 Jun. ö bey einem Wetterschlas ge in den Turm zu Ohrnbau im Eich⸗ stättischen Gebite zugetragen, berichtet Herr Ooet. Jo. Alb. Gesner, Bresl. Saml. 1726. Jun. p. 728. An der Ost⸗ Seite des Turms zerschmetterte der Strahl das Gebalke, und fuhr am eisernen Drath, den er zugleich schmeltte, hin- ab in das schraͤge gegenuͤber stehende 2 that auch aldort noͤch einigen Schaden.„ 5166 ashn vench Hu ftde un geh nausts RuWie 3UW Inn u f M; wun l I Waaft IũI. MN. aun düe dmi su,s shuibet; ae f Childih Mip wahltz Rapin x unf Wchstbl Rang Er he de R Rehf hhesch sch lisabetX Turm, en Boden 50 ersichauchez drath, wonmst use befnich ddig geheltn, ern aber, one ber angulum lber auf ungt 18 Kͤsters 6 rmager ange gelegene ren chenfnl auch hes Blttzes ich zu sen, ver⸗ heitlauftigt Aet abet her⸗ irt durch E⸗ serstreuen. .II. v. den 25 Ml ban in Li Oet. I.. Ab. ber Of⸗ Hchlke, Hahte, hin hat auch Metalle.§. 35. 36. Erf. 12. 23. 59 verschidener artvetäuden vorkommender 18 hr 11 ers wenen. Das Eisen ist d0s unentbrerlichie und häͤfigste⸗ und wir finden es in unzaͤligen Beispilen vom Blitze beruͤhrt. Dahin gehoͤren die eisernen Anker oder Klammern, welche, wenn sie verstekt ligen, oft eine Zersprengung der umgeben⸗ den Teile veruührsachen, Stangen, Hespen, Rigel und Schloͤsser an Tuͤren Fenstern und Schränken, eiserne Oefen oder Oefen⸗ roͤren u. s. w. Der eiserne Drath an den Klingelzuͤgen hat oft den Bliz geleitet; wie auch der Drath damit die Gipser das Rohr zu Auftragung der Vergipsung bevestigen, dadurch zuweilen der Strahl weitlaͤuftig verbreitet und der Kalk 13. an 29 2 4859257 oder Decken ann wird. 0ct ö 23. Erf. 36 Auf die Hauptkirche zu Altona fiel im Jahr 1060 ein Wetterswahl one daß aussen eine Beschaͤdigung zu spuͤren war. Die Spitze des Turms ist mit Kupfer gedekt und in einer Laternenderselben haͤngt die Stundenglocke. Unten an dem kupfernen Dache, gleich uͤber dessen Frieß⸗ und Stabge⸗ simse, sind die gleichfals aus Kupferblech bestehende Zeiger⸗ scheiben: hernach folgt die unmittelbar auf der Mauer ru⸗ hende Kuppel des Turms. Dise war damahls noch mit Schindeln, und das Dach der Kirche selbst mit glasurten Dachzigeln belegt. Auswaͤrts also ging das Metal nicht weiter herunter: nach innen aber, von der Uhr im Turme, dahin der Zusammenhang des Metalles mittelst der Zeiger⸗ stangen fuͤret, gehen ferner Stangen herab, welche mittelst Wechselraͤder in einander greiffen und den Zeiger an einer Kleinen Scheibe in der Kirche uͤber der Orgel regiren, dahin die lezte derselben durch den vergipsten Boden und zwischen die Orgelpfeifen durchgefuͤhrt ist, imgleichen komt daselbst ein eiser⸗ 6⁰ K. IV. Anlockende Koͤtper? eiserner Drath herunter, welcher von dem Schlagwerke der Uhr zu einer Glocke bey diser Stundenscheibe gehet. An dem Eingange der Zeigerstangen in den Turm fand sich zwar keine Spuhr daß etwas verlezt sey: da aber, wo die Stange, welche eines kleinen Fingers dik ist, und der duͤnne DOrath in der Kirche hervorkommen, war das Gipswerk umher schwarz. Was mich nun besonders aufmerksam machte, waren verschidene Reihen von kleinen Loͤchern welche hie und da in gerader Linie und gleichsam niit gemessenen Ab⸗ stande uͤberal an der Gipsdecke der Kirche zu sehen warem Ich vermutete bald, daß der eiserne Drath darunter stecken wuͤrde, und so fand ich es in der That als ich an einem Orte⸗ wo man hinzu kommen konte es zu sehen und zu fuͤlen, hin⸗ anstieg. Die Loͤcher waren da wo man die kleinen Naͤgel zu Bevestigung des Drates eingeschlagen hatte, und an einigen Stellen, wo ein Stuͤk Drath an das andere durch Umtwicke⸗ lung angefuͤgt worden, fanden sich groͤssere Flecke aus dem Gipse ausgesprengt. Das Holzwerk, darauf die Naͤgel ge⸗ schlagen, war unbeschaͤdigt. Ein Teil des Strahls war in die metallene Orgelpfeifen gefaren, davon einige angeschmol⸗ zen und beschaͤdirt worden. Auch war hik und da die Ver⸗ goldung an der Orgel angegriffen und die hoͤlzerne Verklei⸗ dung an einigen Stellen zerschmettert. Von der Orgel konte der Bliz an den eisernen Stangen, darauf sowol das Orgel⸗ geruͤste als der darunter befindliche Balkon/(in dessen untern Vergipsung sich ebenfals die Spuren bey dem eisernen Drate fanden) ruhet, zur Erde herunter kommen.(60) II 4—9 In (Er) Die Spuren an der Gipsdecke und der Orgel habe ich zween Dage nach dem Wetterschlage; die Beschaffenheit des Turms und der damit zusammenhängenden Stange aber im Jahr 1767 in Gegenwart einiger Freunde untersucht— S. auch Erf. 24. 25. 101. II4. Gamit uun E ht huoch In. D D Reh de Whn H0 Aschehe asshe ane l U Rusthe MW. D Maa h Nun Aux h he h n V ue Rg ostt Schlagnal gehet,. Y and sich zuur eSge düͤnne Drafß ötwerk Kunher sam machth „ welche hit messenen M/ schen warem Unter stecken reinem Orn silen, hit en Nägel z d an einign rch mtlich⸗ cke aus den e Migel ge ahls war in angeschmob da die Ver⸗ ne Vtlet⸗ Mygel tonte e Orgel⸗ sen untern nen Drate In LRich ieen heh Turms Vm Jahr G auch Metalle.§. 36. Erf. 23. 61 In gegenwaͤrtigem 1778sten Jare den 15ten April schlug abermahls ein Wetterstrahl auf dise Kirche. Es war bey kaltem Wetter und nur ein voruͤbergehendes Hagelschauer, dergleichen an selbigem Morgen noch mehrere erfolgten, und auch noch eines mit einem solchen ploͤzlichen Schlage begleitet war. Ohngeachtet nunmehr die Kuppel des Turms unter den Zeigerscheiben auch mit Kupfer gedekt worden, so war doch der Bliz, da die besagte Kuppel auf der Turm⸗Mauer ruhet und von dort kein weiteres Metal herunter gehet,(vergl. Erf. 128) wie zuvor, der Leitung nach der Uhr und der Kirche herab gefolget, wie aus der bald zu erwenenden Spuhr zu ersehen. Er hatte aber nichts anders verlezt, als daß der eiserne Drath welcher von dem Uhrwerk des Turms zur Glocke bey der Orgel herabging an ein Paar Stellen, wo derselbe an Wirbeln angeheftet gewesen, abgeschmolzen war. Diser Drath war neu und noch erst am Morgen vor dem Wetterschlage, da der vorige rostig gewesen, angebracht; aber duͤnner als jener, und nur so dik als eine Striknadel. An der Orgel und dem Gipswerke der Kirche war keine Be⸗ schaͤdigung zu spuͤren, so, daß diser schwache Strahl daselbst one Gewalt sich verteilet haben und zur Erde herab gefaren seyn muste.(6² by Da zuweilen ein solcher duͤnner Orath vom Blitze zer⸗ schmolzen wird,(101. Erf.) oder die Naͤgel damit er ange⸗ heftet gewesen ausgerissen oder abgeschlagen werden koͤnnen, so ist es nicht sicher, nach iner solchen Verletzung von einem Wetter⸗ 365 9.) Daß der Bliz die Kirche getroffen, hatte man gleich geur— teilt: aber nichts anders bey der Untersuchung! als doͤn abge⸗/ schmolzenen Drath gefunden. Die geschmolzenen Enden habe ich selbst, da ich zween Tage nachher alles besahe und den Umstaͤnden nachforschte, in Haͤnden gehaht. 6³ K. IV. Anlockende Koͤrper: Sud Wetterschlage die Locher wo der Gips abgerissen ist one Un⸗ 0. tersuchung nur sogleich wieder zuzuschmiren, weil die Gips⸗ B decke Gefahr lauffen kan nachmahls herunter zu fallen. W Alles Eisengeraͤtes zu erwaͤnen wuͤrde uͤberfluͤßig seyn: doch verdinen die eisernen Betstellen hier noch in. gezogen zu werden. 00 24. Erf. u e. Wrsche Ein Wetterstrahl, welcher 1770 auf den kleinern Turm 160 des akademischen Kollegiums zu Wien fuhr, ging one Ver⸗ letzung an dem kupfernen Dache herab. Hernach zerbrach Ou er die Zigel zwey Klafter weit, und fuhr durch die kupferne Gbue Rinne. Von da sprang er auf eine andere, nachdem er die mm im Wege stehende Dachzigel zer sprengt hatte. Hieranf strich Wlaf er durch eine eiserne Thuͤr: ergrif den eisernen Drath der lh das Rohrwerk(der Vergipsung! an das obere Gewoͤlbe vest cuh hielte, und zerwarf hie und da den Moͤrtel. Er drang fer⸗ 649900 ner in das naͤchste Zimmer und schlug in die Matr ratze, welche auf einer eisernen Betstelle lag, drey Loͤcher.,(68) Ich ünn muß indeß gestehen, daß ich nicht einsehe, wie der Strahl 11 hier Spruͤnge durch die Matratze machen koͤnnen, da er doch 1— 5 zu den Seiten an den eisernen Stangen herabfaren muste. chh Vielleicht waren die Loͤcher von anderm umher zer sprengten .n. Metalle eingebrant. lind: So wird auch der Bliz durch die Stangen der Vorhaͤnge Un an hoͤlzernen Betstellen(41. Erf.) und Fenstern angelokt.— In Endlich geben die allenthalben im Hause unentbeerlichen Naͤ⸗ bunt gel oftmahls Gelegenheit, daß sich der Strahl hie oder da iuhm hin ziht und samlet, dises veruhrsacht zuweilen daß das Rigl Holzwerkan einigen Stellen zersplittert, oder, wenn das Eisen 1e Ei glüend n„ mis det wird. Es kan aber auch der Wan 0 Strahl 1111 60 p. mado v von den Eizenschaft on des Donners. p. 49. ö it one lh il die Gipte fallen. lüßig sy, Erwegug nern Turm one Ver⸗ zerbrach kupferne em er die rauf sttich Drath der wöͤllbe veß drang fet⸗ tze, welch ) her Strahl da er doch ren muste sprengten Votinge gelokt,— ichen M· oet da u das V Eisen uuch der Cuahl 0. Metalle.§. 36. Erf. 24.25. 6³ Strahl durch Naͤgel und metallenes Beschlag, one daß sel⸗ biges eben merklich angeschmolzen worden, in verschlossene Behaͤltnisse dringen, da man dan die Spuhr des ne und 11 re nicht hat finden koͤnnen. 25. Erf. „Im Jahr 1760 den 24 Aug. gegen Morgen fiel ein Wet⸗ terschlag auf das koͤnigliche Schloß zu Upsal, welches ein ho⸗ hes Gebaͤude und an einem erhabenen Orte gelegen ist. Das Dach ist nach dortiger Weise mit eisernen Platten bedekt. Daher laͤßt sich begreiffen, wie der Bliz sich uͤber das ganze Gebaͤude ausbreiten konte, und, da er keine vorzuͤgliche Lei⸗ tung nach unten fand, an verschidenen Orten herab und umher fuhr.) Dises Dach selbst war unbeschaͤdigt: aber, so⸗ wohl die westliche Wand am Ende des suͤdlichen Fluͤgels, als auch die nach Westen gelegene Mauer des Hauptgebaͤndes, und an der andern Seite dessen oͤstliche nach der Stadt hin gelegene Mauer, nebst verschidenen Fenstern, und inwendig vilen Zimmern, Vorgemaͤchern u. s. w. besonders im un⸗ tersten Geschoß, zeigten die Spuren der Verletzung. An den äͤussern sowohl als innern Mauren fanden sich Ritzen, Loͤcher, Zersprengung, Abstreifung der Bemoͤrtelung: auch ein neuer gehauener Stein, welcher zu einem Treppensteine bestimt war, und ianerhalb des Schlosses im untersten Stokwerk bey einem vom Strale beschaͤdigten Fenster auf dem Boden lag, ward zersprenget. An einigen Fenstern waren die Ramen zersplittert und etwas versengt, vornemlich in den Ecken und bey dem eisernen Beschlage, wo auch die Waͤgel angeschmolzen waren. Aus einem derselben waren alle Scheiben, 16 an der Zahl, weggesprengt, in andern waren nur einige Scheiben zerbrochen. In den vergipsten Decken der Zimmer waren hie und da Loͤcher geschlagen, be⸗ 6⁴ K. IV. Anlockende Koͤrper: besonders an einigen Stellen unter welchen ein Metal be⸗ findlich gewesen auf welches der Strahl lboͤn dem eisernen Drate im Gipswerke) zugefaren, als der obere Rigel an einer Thuͤr, und die vergoldeten Ramen der Spigel. Im groossen Sale waren auch die Tapeten zerrissen, und das Holz daran sie vest genagelt waren zersplittert,(da der Bliz naͤmlich keine bessere Leitung herunter als durch Spruͤnge an den Naͤgeln gefunden.) In einem Vorgemache waren an vier groossen Schildereyen die vergoldeten Ramen gleichsam versengt, hie und da schwarz angelaufen oder mar⸗ morirt, auch fand man auf dem Fußboden einige Ueber⸗ bleibsel der abgeschlagenen Vergoldung. In einem andern Vorgemache, dem vorigen gerade gegenuͤber, waren an den groossen Schildereien, die koͤniglichen nicht ausgenommen, [lwie Herr Wallerins ausdruͤklich dabey anmerkt] alle Ra⸗ men auf eben die Art beschaͤdigt, wie auch die Ramen an den groossen Spigeln, welche einander gerade gegenuͤber hingen. An einem diser Spigel war das Glas in zween einander ent⸗ gegengesezten Ecken etwas angeschmolzen: die Folie, oder Gueksilberbekleidung, war dabey sehr verruͤkt, und bey der Fuge des Glases mit dem obern Stuͤcke war ein Flek ganz von Folie entbloͤsst: uͤbrigens hatte der Spigel keinen Schaden oder Riß bekommen. In eben disem Vorgemache stand ein zugeschlossenes Clavizymbal unter einem der be⸗ ruͤhrten groossen Schildereien. An selbigem war auswendig keine Spuhr einer Beschaͤdigung zu bemerken: als man es aber oͤfnete, fand man, daß funfzehn staͤlerne Saiten von mittelmaͤßiger Dicke gleichsam abgeschnitten waren, dabey sich an einigen deutliche Merkmale zeigten, daß sie an den Enden gluͤend gewesen. Auf dem Klangboden lag auch ein Stuͤk von einer Saite, ungefehr z Linien lang, unter wel⸗ chem das Holz desselben etwas angebrant oder versengt war. In 30 l We Woöhe une iz s uch s len wo Rungen 4⁰ uall Abters annch mieeh, shge Rtun Rine sled afi! hhg Hisch in Mal. dem eisanh lie Rgelh Spigl, In sen, und das elt, UU der er ald durch Dothehnh deten Ramn n ober mhz inige Uehen inem anden aren an dan genomman, kt alle Rh⸗ men an den lhet hinen mauder ent⸗ dalie, odet t, und bey r ein Fle higel keingg orgemuth m det he muswendig man 6 aiten on 0, dabey un den auch ein ter wel⸗ t wat. In Metalle. 9. 36. 37. Erf. 25. 26. 65 In einer oͤbern Kammer, fast gerade uͤber leztgedachtem Vorgemache, war die Mauer sehr beschaͤdigt, so, daß Kalk und Zigelsteine auf dem Fußboden zerstreuet umher lagen: zween Soͤne des Praͤsidenten aber, welche in diser Kammer ruhig schlifen, waren ganz unbeschaͤdigt gebliben, wie dan auch sonst im ganzen Schlosse kein Mensch oder Tier ver⸗ lezt worden. Des Morgens, nachdem die Sonne aufge⸗ gangen war, sahe man in allen Zimmern und Orten des Schlosses, wo der Bliz durchgefaren war, die Fußboͤden und alles Geraͤte gleichsam mit Schwefelblumen bestreuet, und verspuͤhrte einen starken Schwefel⸗ und Bnoblauchs⸗ geruch.“—( §. 37. Bey dem Eisen ist noch der besondere Umstand zu be— merken, daß es zuweilen durch die Wuͤrkung eines Wetter⸗ schlages eine magnetische Kraft erhaͤlt, und daß die polarische Richtung der Magnetnadeln, welche nur mit einem Magnet⸗ steine gestrichen sind und nicht aus kuͤnstlichem Magnet⸗ stale bestehen, dadurch umgekehrt oder zerstoͤret werden kan. 26. Erf. „Im Jahr 1731 fiel zu Ende des Julius ein Wetterstrahl auf ein Haus in Wakefield, an welchem er verschidenes be⸗ schaͤdigte und in die suͤdliche Ecke eines Zimmers eindrang, woselbst ein groosser bretterner Kasten stand, in welchem vile (⁷) Torb. Bergman: Philos. Trans. Vol. LIII. p. 99. und Ani- madversiones chemicæ ad ictum fulminis in arce regia Upsaliensi, praeside J. G. WarrrRio, defensæ à C. P. WIso. Upfal. 1761. 4. welche leztere Abhandlung in den kleinen Abhandl. einiger Gelchrten in Schweden I. B. p. 299. uͤbersezt stehet. E 6⁰ K. W. Anlockende Koͤrper: vile Dutzend Messer und Gabeln, von verschidener Groͤsse und Beschaffenheit, teils mit teils one Scheiden, eingepakt waren, und zwar so, daß ire Lage von Suͤd⸗Ost nach Nord⸗ Westen gerichtet war. Der Kasten ward zerschmettert und vile Messer und Gabeln im Zimmer umher zerstreuet. Einige derselben waren angeschmolzen, andere zerbrochen, an an⸗ dern war das Heft angebrant: an einigen die Scheiden ver⸗ sengt oder angebrant, an andern nicht. Als man sie nun auf einen Ladentisch legte, woselbst eiserne Naͤgel, Ringe u. dgl. befindlich waren, zeigte es sich, daß dise von den Enden der Messer und Gabeln stark angezogen wurden. Man versuchte es mit den meisten, und fand eben die Wuͤr⸗ kung: sie hoben groosse Naͤgel, Paknadeln und anderes Eisen von ziemlichem Gewichte auf. Wenn man Naͤhnadeln und dergleichen auf einen zinnernen Teller legte, und ein Messer oder Gabel unter demselben hielte, so konte man sie damit hin und her fuͤren: ja, wenn man die Messer rothgluͤend machte und wieder erkaͤlten ließ, so war doch die Kraft noch gebliben, und an vilen fand man sie noch lange nachher in merklichem Grade. Unter andern ward ein Taschenmesser mit einem buxbaumenen Hefte der Koͤniglichen Geselschaft uͤberreichet, welches seit dem Wetterschlage fast anderthalb Jahr lang zu allerley Gebrauch angewant und ziemlich ab⸗ geschliffen war, nichts destoweniger aber doch noch eine starke magnetische Kraft behalten hatte.“(70) Hier () Phil. Trans. Vol. XXXIX. n. 437. p. 74.75. von Hrn D. Cookson aus Wakefield im Deeember 1732 mitgeteilt, nachdem er das Haus selbst in Augenschein genommen und mit verschi— denen der Messer und Gabeln Versuche angestellt hatte.— Vol. LXI. n. 459. P. 614. wird auch ein Beyspiel angefuͤhrt von einer Feile, welche durch einen Wetterschlag in eines Uhr⸗ V ul aueh Mhheö sudan shider Ii dmel nurd, l, N Haphie, flne lihtee W Hespie 0 m ner Grise ‚ eingepah nach Nord nettert und . Einige en, an an⸗ cheiden der⸗ nan sie uun zl, Ringe se bon den n wurden, die Wur⸗ eres Eisen adeln und in Messer ste damit thglüend aft noch chher in enmesser esel schaft derthalb lich ab⸗ ne starte Hier Cooͤson chdont er herschi⸗ Arte.— Igfuͤhet in eines Uhr⸗ Metalle.§. 3739. Erf. 26. 67 . Hier war der Strahl freilich durch das Metal selbst durchgefaren: daß aber zur Erregung oder Veraͤnderung der magnetischen Kraft nicht eine unmittelbare Beruͤrung des Blitzes oder Anschmelzung des Metalles erfodert werde, sondern die Wuͤrkung vielmehr von der durchdringenden Er-⸗ schuͤtterung herzuruͤren scheine, werde ich unten, wo der Umkehrung der Kompasse erweent werden sol,(Erf. 134.) bemerken, indem auch Kompasse die in einer Kiste eingepakt waren, und wo nichts von den umgebenden Teilen verlezt war, also durch den Wetterschlag veraͤndert worden. In eben disem Berichte finden wir auch ein merkwuͤrdiges Beispiel, daß die Kompasse welche aus kuͤnstlichen Magnet⸗ sialen versertigt waren allein unter allen andern vom Blitze nicht verdorben wurden. §. 38. Von Rupfer und Messing finden sich gleichfals haͤufige Beispile, da der Bliz seine Fahrt darauf zu gerichtet hat: als an kupfernen Rinnen, Kesseln u. s. w. meßingnen Be⸗ schlag und Handgriffen an Schraͤnken Tuͤren u. d. gl. und verschidenen Kuͤchengeraͤte. §. 39. Das Bley hat oft den Strahl angelokt wo es zu Bede⸗ ckung von Pfosten und Fugen, oder zu Ableitungsroͤren des Regens gedient, oder wo die Fensterscheiben damit eingefaßt gewesen. So leichtfluͤßig indessen dises Metal ist, findet man E 2 doch Uhrmachers Hause zerbrochen, und an den zerbrochenen Enden magnetisch befunden worden. Als man das abgesprungene 4 Zoll lange Stuͤ wieder zerbrach, zog der eine Teil desselben mit beiden Enden, der andere aber nur mit dem gebrochenen Ende Eisen an. Die Seiten der Feile zeigten gar keine merkliche Kraft. 68 K. IV. Anlockende Koͤrper: doch an groossen Strecken desselben keine Verletzung, ausser etwa da wo der Bliz zu und abgesprungen. Das Fensterbley wird zwar zuweilen zerschmolzen, wenn es aber in Verhaͤlt⸗ niß des Strahls ausgebreitet genug ist, so sind entweder nur hie und da kleine Stellen angeschmolzen, oder es ist nur ein Dunst von der Oberflaͤche abgestreift welcher sich an die Scheiben gelegt und sie schwarz gefaͤrbt hat, oder man kan fast gar keine Spuhr wahrnemen. Erf. Bey einem Wetterschlage, welcher das Schloß zu Cler⸗ mont in Beauvois an mehr als 60 Orten so wohl aͤusserlich als innerlich beschaͤdigte, und unter andern Verletzungen in eine alte 10 Fuß dicke Mauer lone Zweifel bey einer Klam⸗ mer!) ein Loch von 2 Fuß im Umfange geschlagen hatte, da— von die Stuͤcke uͤber 50 Fuß weit zerstreuet worden und die Steine als angebrant geschinen, bemerkt Herr Nollet, daß das Fensterbley an verschidenen Orten angeschmolzen und die Scheiben dabey als mit Rauch uͤberzogen worden, d doch die hoͤlzernen Ramen nicht entzuͤndet, sondern b tert waren.(70) 28 Erf. Im Jahr 1769 fiel alhier ein Wetterstrahl auf den hin— tern Gibel eines Hauses welcher gegen die Elbe hin gelegen ist. Das Haus ist von Sparrwerk und der mitlere oder Hauptpfosten des Gibels war nicht allein oben mit Bley be⸗ dekt, sondern auch die Laͤnge desselben bis zur naͤchsten Queerlage herunter mit eben dem Metalle beschlagen. Von da ging das Bley nicht weiter herunter, sondern lief an der * Queer⸗ 1*) Mem. de lAc. des Sc. 1764. p. 418. 430. 432 und 450. Wl schen h lunt 10 Hn saleih n 9ai vog e Gbke Wdigte alvns Mulbbil Hfath Wal Iüm Aln geshm zE Rpruge oae wn Iu Rh uht we Oal Rite,z Vlc um Imghff slze Inz Ruung. ½ ng/ ausse Fensterblh u Verhaͤl Wentweder et ist nur sich an die r man kan ; zu Cler⸗ aͤnsserlich zungen in ner Klan⸗ hatte, do n und die olle, daß olhen und rden, da 1 zersplt⸗ den hin⸗ 1 gelegen lere oder Bley be⸗ nachsten Von an der Queer⸗ 0. Metalle.§. 39.40. Erf. 28.29 69 Queerlage seitwaͤrts fort bis uͤber einen Nebenpfosten zwi⸗ schen zwey Bodenfensiern, an welchem es noch eine Strecke lang herab ging. Nun war der Hauptpfosten ganz unver⸗ lezt(uur das Bley welches die oͤberste Fluͤche desselben bedekte habe ich nicht untersuchen koͤnnen:) auch war uͤbrigens, so weit von oben her das Bley reichte, keine Beschaͤdigung am Gibel: der Pfosten aber an welchem sich unten das Bley endigte war zerschmettert und der Rand des Bleies daselbst etwas angeschmolzen. Weiter hinunter im Hause hatte man keine Verletzung wahrgenommen. Da nun der Gibel wenig Mauerwerk hatte und aus vilen in Bley gefasten Fenstern bestand, so vermutete ich, daß der Bliz an disem Metalle herabgeleitet worden. Ich untersuchte demnach die Fenster in dem naͤchst darunter gelegenen Stokwerk, und fand nebst allen Anwesenden in dem Bleie hie und da einige kleine frisch eingeschmolzene Loͤcherchen. Weiter hinunter konte der Bliz zur Seite auf eine daselbst herabgehende bleierne Regenroͤre gesprungen seyn, da man keine fernere Spuhr bemerkte: nur hatte man unten auf der Dile beobachtet, daß die Flamme auf einen Haufen groosser eiserner Gewichte welche daselbst nicht weit vom Gibel standen zuzufaren geschinen.(73) §. 40. Das Zin findet man bey Wetterschlaͤgen an allerley Haus⸗ geraͤte, und besonders in den Kuͤchen, wo der Bliz desselben viles antrift und von einem Stuͤcke zum andern springet, angegriffen— Ich will hier nur eine alte Beobachtung an⸗ fuͤren. 29. Erf. Am 27sten April 1700 fiel ein Wetterschlag auf eine kleine Wonung zu Leeds in Vorkshire,(ρon a cotrage on he Hhar E 3 1y-Hil) (62 Ich habe die Spuren gleich nach dem Wetterschlage untersucht. —— ——— 7⁰ K. IV. Anlockende Körper: 2y-hill) zerschmetterte einen Teil eines Schorsteins, fuhr herunter in das untere Stokwerk, woselbst der Strahl seine Richtung auf einen Boort(mit Kuͤchengeraͤte zu nahm. Er schmolz verschidene Loͤcher in zwo zinnerne Schuͤsseln: auch wurden an einem zinnernen Leuchter verschidene Stellen zu kleinen Kluͤmpchen geschmolzen, imgleichen an einem mes⸗ singnen Moͤrser, und doch wurden einige Stuͤcken Fransen und andere verbrenliche Sachen die darin lagen nicht ange⸗ zuͤndet. Die Anschmelzung war auch wohl nur an der aͤus⸗ sern Seite, wo der Strahl zu und abgesprungen.(S. Erf. 39 Ferner wurden einige Loͤcher in ein zinnernes Gevaͤß ge⸗ schmolzen, welches auf einem weissen steinernen Teller stand, und diser dabey so angeschwaͤrzt als ob es mit Kienruß ge⸗ schehen waͤre. Das Zimmer ward mit einem Dampf als von angezuͤndeten Schießpulver erfuͤllt, dadurch die arme Frau welche allein im Hause war fast erstikt ward; bey Oef⸗ nung der Thuͤr aber befand sie sich ganz unbeschaͤdigt.„(e3) g. 4r. Silber und Gold zeigen ebenfals die Spuren des Blitzes wo dise Metalle in Geschirren oder Ziraten oder Tressen vor⸗ handen gewesen, oder am Leibe der vom Strahl getroffenen Personen getragen worden. 30. Erf. „Ein Bliz, welchen der Herr Prof. Mabo im Jahr 1761 auf den Turm des akademischen Kollegiums zu Wien fallen sahe, ging an dem kupfernen Dache one das Holz zu be⸗ schaͤdigen herab, schlug darauf ein groosses Steinstuͤk aus dem (3%) Philof. Trans. Vol. XXII. n. 264. p. 507. beschriben von Herrn Thoresby welcher die beschaͤbigten Stuͤcke in Augenschein nahm und den Leuchter kaufte. I .. s ushnd gadle/K Huha Ium S Opieh nnieh W Rsshun Rhuch G o Ur Woͤel nnder Iner Int W l Rz Iuh no, saht trahl sine uhm. Et ln: auch dtellen 30 nem mes⸗ en Faysen licht ange⸗ der aͤhz Er 3) evaß ge ler stand, uruß ge⸗ ampf als die arme hey Oef⸗ 500 5 Blies ssen vor⸗ roffenen r 1761 n fallen zu be⸗ ür aus dem Herrn uscheit Metalle.. 40⸗43. Erf. 29. 30. 7¹ dem Turmfenster und fuhr durch die Glocke one die Laͤuten⸗ den zu beschaͤdigen. Von da lief er an bem eisernen Drate zwischen den duͤrren Balken des Daches und drang in eine Kapelle, wo er auf dem Altare, der mit vilem Silber und Gold ausgeziert war, verschidene Merkmale hinterließ, un⸗ ter welchen dises besonders war, daß er das Gold von ei⸗ nem Saͤulengesimse abgerissen und es an die naͤchste silberne Opferkanne(zu welcher der Strahl von jenem gesprungen) angelegt hatte.„( §. 42. Vom Gueksilber haben wir Beispile an der mit Zin ge⸗ mischten Belegung von Spigeln, daher dan kleine Spigel oft durch die Gewalt eines Wetterstrahls zersprenget werden (Erf. 92): an groossen aber kan sich der Strahl so verbreiten daß er one Platzung nur etwa die Folie ein wenig angreift und die Ecken des Glases anschmelzet()— Die zerbroche⸗ nen oder zerruͤtteten Wetterglaͤser(als 97 Erf.) mag ich nicht zum Beweise anfuͤren, weil man vermuten koͤnte, daß sie nur von der Erschuͤtterung an der Wand gelitten n haͤtten. §. 43. Es erhellet also aus obigen schon zur Genuͤge, daß der Bliz in seinem Wege alle Metalle vorzuͤglich ergreife— Auch die Erze welche nicht tief in der Erde ligen, koͤnnen den Strahl anlocken. E 4 31. Erf. 11— Mako von den Eigensch. des Donners. p. 49. . S. Erf. 25. Vermuthlich war ein Teil des Blitzes auch an dem andern gegenüberhaͤngenden Spigel, dessen vergoldeter Ramen gleichfals angegriffen worden, herabgesaren, und dennoch war an der Folie und dem Glase nicht ein Mahl eine Spuhr bemerket. —— 2* 7 — — . — 2 S 825— —.—.— 12 . —.— D 7² K. IV. Anlockende Korper: ö 31. Erf. n In Bottendorf, wo die Kupfer bethwerke sind, welche auch luht! Künnm enthalten, hat das Wetter am zosten Sept. 1718 Rl auf ein Mahl an drey Orten eingeschlagen, dabey der Strahl ö als ein Feuerklumpen geschinen. Darauf hat man einen ungeheuren Klumpen reerementorum(S Schlacken) gefunden, welcher dem aus Kupferschifern gar ungleich gewesen, und humnt davon alle Zeugen, auch Bergverstaͤndige, versicherten, daß 1 er vom Blitze hergeruͤhrt seyn muͤste.„(76). X Iumn §. 44. hyle Eine merkwuͤrdige Erscheinung an den in der Luft erha⸗ istnde benen Metallen ist auch, daß an den Spitzen und Ecken der⸗ Wi selben unter gewissen Umstaͤnden bey einer Gewitterluft mit M starkem Winde, so wohl mit als one vergeselschafteten Wet⸗ xscherd terschluͤgen/ sich zuweilen eine brausende und eine Zeitlang wjsis one Schaden fortdaurende Flamme aͤussert. Ein solches Mmahe Wetterlicht ist schon von den Alten an den Lan zen im Felde hhdset und auf den Masten oder andern Ecken der Schiffe beobach⸗ Rubt tet worden.(77) Wenn dergleichen Flammen paarweise er⸗ M schinen, nanten sie es Castor⸗ und Polluy⸗Feuer, die ein⸗ n zelnen aber Selena, daraus vermutlich nachmahls das Wort Yss St. Elmesfeuer(73) entstanden— Dergleichen erscheint zwar IWi (70 Bresl. Saml. 1718. Sept. p. 1658 Eifet (77) PINIUs Hist. nat. L. II. c. 37. SENECA N. Q. L. I. c. I. HIR· Tius bell. Afr. c. 47. LIvios Lib. XXII. c. I. Olutarch(Vol. III. p. I7. edit. Bryani) fuͤhrt es im Leben Lysanders zwar als eine de bedeutende aber nicht unbekante Erscheinung an. (73) Und noch weiter verdorben St. Telmo und St. Serme. Die Portugisen nennen es corpo lanto, die Englaͤnder coma⸗ zant: unsere Schiffer aber heissen es sehr fuͤglich werterlicht(06 (Weerlicht.) velche auc eut nng der Strahl nan einen gefunden, osen, und erten, doß uft erho⸗ cken der⸗ kluft mit ten Wet⸗ Zeitlang sosches N Felde tobach⸗ eise er⸗ die ein⸗ Wort scheint zwar I. Hm⸗- 0l. III. 6 eine . erme. COma- klicht Metalle.§. 43. 44. Erf. 31733. 73 zwar auch zuweilen auf andern Hervorragungen sowohl le⸗ bendiger als lebloser Koͤrper:(Erf. 35. 160. 162.) weit oͤfterer aber pflegt es sich doch an Metallen zu zeigen. 32. Evf. 1 00 „In der Stadt Winterthur sahe man 1556 an dem so⸗ genanten spitzigen Kirchenturm, den 4ten Jenner Abends um 7 Uhr, unter werenden starken Wind und Schneien ein Feuer, dessen Flamme so sehr geprasselt daß man sie nicht allein von weiten sehen sondern auch hoͤren konte, und meinte der Turmhelm brenne. Es ist aber nach einer Vir⸗ telstunde alles verschwunden.— Dises Feuer ist seit der Zeit viel Mahl, etwan gerade anfangs an dem Knopf, etwan von der Mitte des Helms gegen den Knopf hinauf farend, gesehen worden: allezeit aber bey vorstehendem Ungewitter, und heissen es die Einwoner St. Elmus Feuer oder Licht— Im Jahr 1700 hat man disen Turm aufs neue bedekt und bey disem Anlaß den Knopf geoͤfnet,(da einfaͤltige Leute ge⸗ glaubt hatten, es laͤgen Heiligtuͤmer darin verborgen) Seit den Zeit ist vorbemeldetes St. Elmusfeuer nicht nur an di⸗ sem neubelegten Turm, sondern auch an dem kleinern und dessen vergoldeten Knoͤpfen gesehen worden.„(7) An den Spitzen der Mastbaͤume und andern Ecken der Schiffe wird oft ein gleiches beobachtet. 33. Erf. Der Ritter Forbin berichtet Folgendes:„Im Jahr 1696 zog sich ploͤzlich waͤrend der Nacht ein sehr schwarzes Gewoͤlk E 5 zusam⸗ (79) Scheuchzer Schweiz. Nat. Gesch. II. T. p. 80. 8I.(Sul zers Ausgabe I. T. p. 290.) aus Wagners Hist. nat. hel⸗ 74 K. IV. Anlockende Korpet zusammen, wobey erschroͤkliche Blitze und Donnerschlaͤge entstunden. Weil ich einen starken Sturm befuͤrchtete, ließ ich alle Segel einzihen. Wir sahen auf dem Schiffe mehr als 30 St. Elmes⸗Feuer. Eines unter andern befand sich oben auf dem Windfläͤgel des groossen Mastes, welches mehr als anderthalb Fuß hoch war. Ich schikte einen Matrosen hinan, es herunter zu bringen. Als der Kerl oben war, hoͤrte er dises Feuer ein Geraͤusch machen, als angefeuchtetes Schießpulver wenn man es anzuͤndet. Ich befahl ihm, den Fluͤgel abzunemen und damit herunter zu kommen. Kaum hatte er ihn aber von der Stelle genommen, so ging das Feuer davon weg und sezte sich auf die Spitze des Mastes, one daß man es davon haͤtte abbringen koͤnnen. Es blieb daselbst ziemlich lange, bis es nach und nach verging. Der gedrohete Sturm hatte weiter keine Folgen, als einen starken Regen, der etliche Stunden dauerte, worauf es wieder schoͤn Wetter ward.“(do) ö Daß dise Wetterlichter nicht von einer Entzuͤndung da⸗ selbst anhaftender phosphoͤrischer Duͤnste entstehen, erhellet dar⸗ (69) Aus den NMemoires du Comte de Fonν T. I. p. 368. im Hamb. Magaz. VII. B. p. 425. und in Norrnr Lettres sur electricité. Lett. 9. p. 229.— So erzaͤhlt Herr Nollet, aus dem Berichte eines Offiziers der Ostindischen Geselschaft, des Herrn Menassier, daß als diser im Jahr 1764 aus China zuruͤk gekommen, ein gewaltiges Gewitter mit Donner⸗ schlaͤgen entstanden sey, und daß man uͤber eine Virtelstunde lang an dem einen Ende der groossen Segelstange ein Wetterlicht gesehen, welches stark gefunkelt und von Zeit zu Zeit ein Krachen als ein Schwaͤrmer veruhrsachet haͤtte, dabey doch das Sehif nicht vom Blitze getroffen worden]. Mem. de LAc. des Scienc. 1764. p. 442. not. p. W hehmn Bogef IcHe 3h ah, Igken Ru WOh schthen H. Ichht Wam Rn& subel Rch H 0 an siht, Rchn Hrsph Vorden luhttt Rndeg ium nerschbäͤge tete, litß iffe mehr sand sich hes meht Mirosen ben war, feuchtrtes ihm, den Kaum ging daz Mastes, Es blich 9. Der starken 5 wieber ung da⸗ erhellet dar⸗ 30. im ttres sur let/ aus aft, ded à Ching Donner⸗ telsunde Ige ein von hrsachet etroffen p. Metalle.§. 44. Erf. 33. 34. 75 daraus, weil sie bey starkem Winde nicht zur Seite bewegt werden sondern immer gerade ausstralen, da entzuͤndete Duͤnste gewiß flatternd brennen muͤsten. 34. Erf. „An dem Petri⸗Turm zu Nordhansen, welcher auf einem hohen uͤber die hoͤchsten Gebaͤnde der Stadt hervorragenden Berge stehet, ist oben auf der vierekten Mauer, um die west⸗ liche Seite der achtekten mit Schifern gedekten Spitze herum, eine Gallery befindlich, welche 113 Fuß uͤber den Erdboden erhaben, und mit einem 4 Fuß hohen eisernen Gelaͤnder umgeben ist. An disem Gelaͤnder sind 10 eiserne vorausste⸗ hende, mit einem Knie aufwaͤrts gebogene, mit Gruͤnspan und Oelverniß uͤberstrichene, oben mit einer Schraube ver⸗ sehene und plat abgestuzte Stangen angebracht, auf welchen die Bretter angeschroben werden koͤnnen, deren man sich bedient die Musiknoten zum Trompeten darauf zu legen. Als nun im Jahr 1749. den 2 Febr. Abends nach 6 Uhr, bey vilem Schne und Schlossen, wiewohl one Blitze, ein starker Sturmwind aus Nord⸗nord⸗westen gewehet, haben die obern Enden diser 10 Stangen eine blasse nach unten etwas blaulichte 14 Zoll hohe Zoll breite Flamme gezeigt, und an einer derselben, welche an der suͤdwestlichen Ecke stehet, ist oben eine gedoppelte, und daneben noch an dem Winkel des vorausgebogenen Knies eine dritte Flamme gesehen worden. An disem Lichte hat man keine Waͤrme verspuͤret: es ist die Flamme nicht vom Winde bewegt worden, sondern hat eine Zeit wie die andere gestanden, und je mehr es geregnet und geschlosset, desto mehr ge— leuchtet. Auch ist dabey, so lange sie gedauret, ein sum⸗ mendes Geraͤusch, dergleichen von einer kleinen Flige in einem Spinwebe erregt wird, wahrgenommen worden. Wenn 7 K. IV. Anlockende Koͤrper: Wenn man in den Wind getreten oder die Hand davor ge⸗ halten, sind dise Lichter verschwunden: so bald aber der Wind die Stangen treffen koͤnnen, haben sie wieder geleuchtet, welche Erscheinung bey einer Virtelstunde lang gedauret hat. — Im Jahr 1747 hat bey einem starken Donnerwetter des Nachts die Stange auf der suͤdwestlichen Ecke auch einen blassen in der Mitte blaulichten Schein gezeiget.— Ohn; gefehr 12 Jare hernach ward der Turm vom Blitze ge⸗ troffen und dabey der Knopf von der whersten Spitze 256 schlagen. 4(8 2 Daß die Wetterlichter aber dem Blitze verwant und nur eine gemaͤlige Wuͤrkung derselben Kraft seyn, laͤst sich, unter andern Umstaͤnden, daraus abnemen, da zuweilen wuͤrkliche treffende Blitze darauf folgen oder nden—(3²) 35. Erf. 4999 Im Jahr 1770, da der Turm zu Hohen Gebrachin un⸗ Wit Regensburg, welcher im vorigen Jare vom Blitze ent⸗ zuͤndet (EE) Aus der von Herrn Pastor Lesser zu Nordhausen mitgeteilten Rachricht, im Hamburg. Magaz. VII. B. p. 420. eingeruͤkt von Herrn Hofrath Kaͤstner, welcher schon damahls 1751 muthmaaste, daß dise Erscheinung mit der Elektrizitaͤt Ge— meinschaft haͤtte.—Die Zeichnung von dem Turme und der Gallery, nebst einigen hinzugefuͤgten Umstaͤnden, hat mir Herr Mag. Volborth aus Nordhausen mitgeteilt. 4 S. 133. Erf.— Ich werde indessen im III Teile§. 152. 172. wahrscheinlich machen, daß dises Licht eigentlich nicht un⸗ mittelbar von der Wetterwolke selbst auszustroͤmen pflege, sondern nur durch den Zufluß der in der Luft zerstreuten Ge⸗ wittermaterie entstehe. Daher kan es nicht bey jeder vor⸗ uͤberzihenden Wetterwolke, und hingegen manchmahl auch one eigentliches Gewitter, meisteus aber bey Zerteilung eines Gewitters, entstehen. zud dut uhe un Othet ch di hur. abey she Ourdul uj d uunchuh inestl chund dn M ud Am Bum Wrolf Hm 31 „ h ael and bavoyg alb aber h der geleuchtz gedauret sh erwetter h auch ein get.— M n Blizꝛ g/ Spihe alz rwant uuh , iis i a zuweilh rgehen,( rachin uy Bliße ant zunet nithetritn „Lingerutt Ahls I55l. Hlut Ge⸗ yd der hat mit 152.172. nicht un⸗ flege, sten Ge⸗ ᷑ vorr Hauch eines Metalle.§. 44. Erf. 35. 36. 77 zuͤndet worden,(128. Erf.) ausgebessert, und das Kreuz, da eß vorher rostig gewesen, umgeschmidet und wieder auf⸗ gesezt worden, erschien darauf Abends, bey einem heftigen Gewittersturm,(eva rempestate adorta) ein heller Feuer⸗ busch, dergleichen man vor der Ausbesserung nie bemerkt hatte. Zur selben Zeit aber, als ein Paar Benachbarte herbey lifen, das vermeinte Feuer am Turme zu loͤschen, sahe auch einer auf des andern Kopfe einen Feuerschein.(3) Der Feuerbusch auf dem Turm nahm indessen an Groͤsse zu, schoß Funken oder Stralen, und schien sich fast uͤber das ganzeKreuz zu erstrecken, loder entstand vielleicht von mehrern Ecken desselben.] Er dauerte eine ganze Stunde, und ver⸗ schwand darauf ploͤzlich nach einem starken Wetterschlage. Man fand indessen keine Spuhr von Verletzung am Turme. Des andern Tages aber beobachtete man, daß ein Baum in einem nahen Garten vom Blitze getroffen sey, wiewohl sich nicht bestimmen ließ, ob dises eben durch den leztbemeldeten Schlag oder durch einen andern geschehen sey.(0 36. Erf. „Zu Wusterhausen an der Dosse entstand den 23 May 1761, bey einem schweren Gewitter, ein mit dem Bliz fast gleich verbundener heftiger Donnerknal, so daß man glaubte er habe irgendwo in der Stadt eingeschlagen. Man be⸗ merkte (83) Alter alterius ardere caput, se vidisse nunciabant. Sie scheinen es also beide, jeder an dem andern, gesehen zu haben. (84) Steiglchner observatt. phænomen. electricor. p. 23. 39.— So sol ebenfals auf der Spitze des Petri-Turms in Berlin, ehe er vom Blitze entzuͤndet worden, ein Feuerbusch oder Wet⸗ terlicht beobachtet worden seyn, wie Herr Prof. Bergman in seiner Antritsxrede,(Schwed. Magaz. I B. p. 136) ich weiß nicht aus welcher Nachricht, anfuͤhrt. 78 K. IV. Anlockende Koͤrper: merkte darauf an der Spitze des hohen Turmknopfes auf der nordostlichen Seite ein helleuchtendes Licht, als eine Wachskerze. Nach einer guten Virtelstunde schien ein ploͤz⸗ licher aber ganz kurzer Regen dasselbe auszuloͤschen. Jedoch, als der Regen vorbey war und die Gewitterwolken indessen noch fortdaurten, ließ sich dises Licht, und zwar noch staͤrker und rother, im Umkreise eines Tellers, eine volle halbe Stunde lang auf der vorigen Stelle sehen, bis endlich ein nochmaliger laͤnger anhaltender Regen selbiges gaͤnzlich verschwinden machte.“(85) Die Wetterlichter oder Feuerbuͤsche werden auch nach alter Erfarung, besonders der Seleute, als ein Zeichen eines abnemenden oder sich zerteilenden Gewitters angesehen. 37. Erf. Dampier schreibt davon folgendermaassen:(86)„Im Jahr 1687, in der Nacht vom Aten zum 5ten Jul. hatten wir an der chinesischen Kuͤste einen gewaltigen Sturm, mit heftigem Donnern, Blitzen und Plazregen. Die Se schien auch ganz feurig umher, denn jede Welle die sich brach glaͤnzte als ein Bliz, und es waren kurzgebrochene Wellen. — Nach 4 Uhr Morgens ließ der Donner und Plazregen nach, und wir sahen darauf das Elmsfeuer an der Spitze unserer groossen Maststange, ganz oben auf der Spindel.() Dises war eine groosse Freude fuͤr die Schifsleute: denn, wenn ein Elmsfeuer oben erscheint, sieht man es gemeiniglich als (6) Hannoͤv. Beitr. III T. 1761. p. 774. (S6) ParER voyage ronnd the World. Collect. of Voyages, Vol. I. chap. 15. p. 413.— Er nennt dise Erscheinung Covevs sadr, nach einem verderbten Spanischen oder Portugisischen Namen. )„At our Main-top-mast head, on the very top of the truck of the spindle 0 I 0 be Hjt u Wüiht. srte Ahr war M n s hflaß vunda, Iuie R Se ven MEh Sap a„a um G Achters se sson unnse fihad Ichin& Hernn INarnr st 00 % Y I opfes aif als eine ein plh, Ndoch en indess )och stͤthr volle halh endlich en 5 ginzih nach alr chen eint sehen, 30) In ul. hattes Hur, mit Seschien ich brach Vellen. laztegen Spitze del.C) denn, iniglich + ls „Vol.J. vr, lamen. mnck of Metalle.§. 44. Erf. 37: 70 als ein Zeichen an, daß das Ungewitter nachlaͤsset; wenn man es aber auf dem Verdek sihet, haͤlt man es gemeinig⸗ lich fuͤr ein boͤses Zeichen. Es ist dises ein kleines glaͤnzen⸗ des Licht.—Ich habe es nimahls anders gesehen, als wenn wir starken Plazregen und starken Wind hatten.— Um siben Uhr war der Wind schon viel stiller geworden.“ Mit diser Bemerkung der Seleute koͤmt die Wahrnemung uͤberein, davon Herr de Lor der Koͤnigl. Akademie zu Paris im Jahr 1752 Bericht erteilt hat.„Es befindet sich naͤmlich auf dem Glockenturm der Kirche zu Plauzat in Auvergne ein eisernes Kreuz one Malerey und Verniß, welches etwa 2 Fuß hoch ist. Oie aͤussern Enden besselben sind nicht zu⸗ gerundet, sondern in Gestalt der franzoͤsischen Lilien zuge⸗ spizt, und an jedem diser Enden zeigt sich bey stuͤrmischen Ungewittern, die mit dicken Wolken und haͤufigen Blitzen begleitet sind, eine Flamme. Man hat daselbst, nach einer Sage von undenklichen Jaren angemerkt, daß, wenn sich dise Erscheinung aͤussert oder aͤussern wil, sehr selien ein Bliz zu Plauzat, oder in der Naͤhe dises Ortes, einschlaͤgt, ja, sobald das Licht erscheinet, haͤlt man sich sicher, daß vom Gewitter nichts mehr zu befuͤrchten seyF. Die drey Lichter spilen mit verschidenen Farben wie der Regenbogen: sie sind unten rund und nach oben zugespizt. Zuweilen dauren sie bis drittehalb Stunden, und sie widerstehen dem staͤrksten Regen. Dises wird durch das Zeugniß der saͤmt⸗ lichen Einwoner von Plauzat, und durch einen Brief des Herrn Binon bestaͤtigt, welcher sich daselbst 27 Jahr als Pfarrer aufgehalten hat und ein guter Beobachter gewesen ist.(9 9.45. (s) Aus der Utrechter Franz. Zeitung 1752. 54 St. vom 7ten Jun, im Hamb. Magaz. IX. B. p. 359. und in Mylius Phy⸗ sikal. 80 K. IV. Anlockende Koͤrper: L. 45. Dergleichen Erfarungen wurden indessen ehemahis nicht sonderlich genutzet. Auf einem andern Wege aber, durch sinreiche Schluͤsse geleitet, erriet Herr Doctor Franklin, daß sich an zugespizten in der Luft erhabenen Metallen, wenn sie durch widerstehende Koͤrper begraͤnzt waͤren, die Gewitter⸗ materie dermaassen samlen wuͤrde, daß sich ire Gegenwart durch Funken aͤussern muͤste wenn man ihr durch Annaͤhe⸗ rung eines andern Koͤrpers einen Abzug verstattete:(59) und dise Entdeckung ist es, welche uns nachmahls auf die ge⸗ nauere Beobachtung des Blitzes, nebst seiner waren Wuͤrkung und Bahn, aufmerksam gemacht hat. Da naͤmlich seine Gedanken 1751 in Europa bekant wurden, so machten im folgenden Maymonat des 1762sten Jares Herr Dalibard und Herr Delor in Frankreich zuerst den wuͤrkichen Versuch bey einem herankommenden Gewitter aus einer also aufge— stellten Stange Funken zu zihen, und bald darauf waren in verschidenen Laͤndern die Naturforscher um die Wette be— muͤhet dise sonderbare Entdeckung zu bestaͤtigen.(e) Man ö ö be⸗ sikal. Belust. 17 St. p. 488.—Eben dergleichen fuͤhrt Herr Prof. Winkler in seiner Physik§. 415. p. 463. von einem Turme des Schlosses Kreibitzsch an, welches auf einem hohen Berge zwo Stunden von Naumburg gelegen ist. Die Um— staͤnde hey disen Begebenheiten solten wohl noch genauer bemerkt werden. ö 65 Exper. et obsl. p. 66. in den Opinions and Cosßehare, oder aditional papers, welche er 1750 an Herrn Collinson uͤber— sante,§. 21. Franklins Brife durch wilke p. 88. (0 Davon ich die Umstaͤnde hier nicht weitlaͤuftig erwenen, sondern gegenwaͤrtiges nur zu vorlaͤufiger Keutniß anfuͤren wollen. S. Priestley Geschichte der Elektrizit. I. T. Per. 10. Sect. IO. 1I ene 1n geh l ne. r W suderd! M sud i usth vn Hh Iun de E Iudzft goen, Rlilaf sh ng u in Hinl fugent aun n In du b Runt, Iupir jj I enahls nich aber, bunt anklin, d en, wennst ie Gewittt Gagewmn rch Mnäh te: H0 un auf de e n Wirkang aͤnlcch sen machten in r Dalibath hen Vasuch aso aufe naken in Vette be⸗ 0) Mu be fühtt Hert yem eslem sihem hohen . De Un⸗ sch Rehaug Hures, bet Hso ben⸗ ueheh, anfuren N. Io. Metalle.§. 45. Erf. 38. 81 bemerkte dabey, daß sich auch Gewittermaterie aus der Luft in mehr oder wenigerm Grade auffangen liesse wenn es gleich nicht donnerte oder blizte, ja in etwas auch wenn keine Wolken da waren, jedoch staͤrker bey Annaͤherung einer Wetterwolke, noch mehr wenn davon Regen, und be⸗ sonders in groossen Tropfen, herab fiel, oder bey Schne und Hagel: ferner, daß auch Metalle die nicht zugespizt sind, imgleichen, die nicht aufrecht stehen sondern wage⸗ recht ligen, ja auch andere Koͤrper, z. E. Stricke, beson⸗ ders wenn sie genezt sind, Holz, Menschen welche die Hand in die Hoͤhe halten u. s. f. sogar nur in geringer Entfernung von der Erde, zuweilen dise Erscheinung zeigen, wenn sie nur der freien Luft ausgesezt, und auf stark widerstehenden Koͤrpern, als Glas, Schwefel, Harz, Pech, oder Seide gestellet sind. Indessen fand man, daß die Gewittermaterie sich an Metallen weit haͤufiger samle als an andern Koͤrpern, und in desto groͤsserer Maasse je groͤsser der Umfang des Metalles ist: ferner, daß sie leichter an zugespizten als an stumpfen Metallen, und um desto mehr aufgefangen werde je hoͤher das Metal in der Luft erhaben ist. ö Wie viel in einer betraͤgtlichen Hoͤhe, bey einer Ges witterluft, blooß durch einen duͤnnen Metaldrath aufge— faugen werden und daran herabschiessen koͤnne, laͤst sich aus einem merkwuͤrdigen Versuche, welcher mittelst eines papier⸗ nen Drachen angestellet worden, urteilen. 38. Erf. Herr von Romas, Beisitzer bey dem Landgerichte zu Nerac, bediente sich eines groossen so genanten Drachen von Papier welches mit Oehl uͤberstrichen war, dessen Laͤnge 7 Fuß 5 Zoll, und die groͤste Breite z Fuß betrug. Die 780 Fuß lange Schnuhr desselben hatte er mit einem duͤnnen F Meßing⸗ 92 K. IV. Anlockende Koͤrper: Meßingdrath weitlaͤuftig uͤberzihen lassen. Am 7ten Jun. 1753, da es um ein Uhr Nachmittags in Westen gedonnert hatte, gelung es ihm, disen Drachen um halb drey Uhr auf einem Felde vor der Stadt(wo die umherligenden Huͤgel nicht uͤber 300 Fuß hoch sind) wenigstens 550 Fuß hoch steigen zu lassen. Unten an der Drachenschnuhr bevestigte er eine seidene viertehalb Fuß lange Schnuhr, welche, da⸗ mit sie nicht benezt wuͤrde, unter einem Obdache an einem groossen haͤngenden Stein so angebunden war, daß diser nach der Staͤrke des Windes mehr oder weniger nachgeben oder zuruͤckzihen konte. Daneben war uͤber der seidenen Schnuhr bey dem Metaldrate eine blecherne einen Fuß lange Roͤre angehaͤngt, um die Funken daraus zu zihen. Hizu bediente er sich einer andern blechernen oben geschlossenen Roͤre, davon eine meßingne Kette auf die Erde herab hing, und welche auf einer glaͤsernen einen Fuß langen Roͤre gestekt war, mittelst welcher Handhabe er sie sicher halten und damit die Ablerkung der Gewittermaterie von der Drachenschnuhr bewuͤrken konte.— Anfangs erschinen dabey nur maͤßige Funken: nachmahls, als sich schwarze Wolken uͤber den Scheitelpunkt erhoben, wurden sie staͤrker, und es schossen in der Entfernung von mehr als einem Fuß, Feuerflammen hervor, welche wenigstens 3 Zoll lang und 3Zoll breit waren, und davon das Geraͤusch uͤber 205 Schritt weit gehoͤret ward. Ob er sich gleich mehr als 3 Fuß weit von der Drachenschnuhr entfernt hielte, so hatte er doch dabey eine Empfindung, als ob ihm ein Spinnewebe im Geficht anwehete, welche bald darauf auch in einer Ent⸗ fernung von 5 Fuß erfolgte, deshalben er sich mit seinen Gefaͤhrten noch weiter zuruͤckzog. Es waren indessen keine Blitze zu sehen, fast kein Geraͤusch von Donner zu hoͤren, und es siel noch gar kein Regen. Der Wind wehete stark ——— ————— Im ihe 101 Im de su ud Suahan urgt uhylen 010 I Musi rstlat Nmsd f Ehnmehe 4 t misene Rulgf Wmuf; iiht ee In R uüm Ra shh lt fi e d thuin stha, gegn Hsiind R-eh Hft Wönra Hhiz Iten Jun. gedonnert drey Uhr den uͤgel Fuß hoch behefigte lche, da⸗ an einem daß diser achgeben seidenen uß lange Hizu hlossenen de herab langen le sicher rie von kschinen chwatze staͤrker, muß. ig und Ichritt iß weit r doch ebe im Ent⸗ seinen dessen er zu ehete siart detalle.§. 45. Erf. 38. 83 stark aus Westen und trieb den Drachen wenigstens 100 Fuß hoͤher als zu Anfange des Versuches.— Hierauf erblikte er unter der blechernen Roͤre, welche an der Drachenschnuhr hing und ungefehr 3 Fuß von der Erde entfernt war, drey Strohalme, deren groͤster etwa einen Fuß lang war, welche aufrecht standen, mit ihren untern Enden die Erde be⸗ ruͤhrten, und one an einander zu stoossen unter der Roͤre als Tanzpuppen umher huͤpften.— Nachdem dises eine Virtelstunde lang gedauret hatte, und einige Tropfen Regen gefallen waren, ward die Wuͤrkung noch staͤrker: Herr von Romas fuͤhlte wieder im Gesichte die Empfindung von Spinnewebe, und hoͤrte dabey ein bestaͤndiges Geraͤusche als von einem kleinen Schmideblasebalg, deswegen er sich mit seiner Geselschaft noch weiter zuruͤkzog.— Endlich ward der laͤngste Strohalm von der blechernen Roͤre angezogen, worauf zu dreien Malen ein Knal erfolgte, welcher zwar nicht einem wuͤrklichen Donnerschlage an Staͤrke gleich kam, aber doch dem Platzen einer Rakete glich und sogar mitten in der Stadt gehoͤret ward, und die Flamme welche dabey hervorbrach schien 8 Zoll lang und 4 bis 5 Linien breit zu seyn. Der Strohalm welcher disen Ausbruch veruhrsachet hatte fuhr an der Drachenschnuhr in die Hoͤhe, wo verschi⸗ dene der Beistehenden ihn zwey bis drey hundert Fuß hin schnel fortgerissen und bald angezogen bald zuruͤkgestoossen sahen. Jedes Mahl wenn er wieder an die Schnuhr heran⸗ gezogen ward erschinen Feuerflammen, und man hoͤrte fast bestaͤndiges Krachen, welches doch nicht so stark war als die drey Schlaͤge bey dem vorerweenten Ausbruche; einige haben an der Schnuhr die Flammen bis oben am Drachen herausfaren gesehen. Kurz nachher entstand ein zweiter und darauf ein dritter Ausbruch, davon der Knal„ welcher gleichfals zu dreien Malen eben so schnel wiederhohlt ward, § 2 noch 84 K. IV. Anlockende Koͤrper: noch heftiger war, und dabey noch laͤngere und dickere Feuerflammen erschinen. Bey dem zweiten behaupteten ei⸗ nige, daß der eine von den uͤbrigen Strohalmen gleichfals angezogen waͤre: der dritte, oder vielleicht beide, konten aber auch durch andere unter der Roͤre ligende und davon angezogene Dinge veruhrsachet seyn. Der Regen war in⸗ dessen staͤrker geworden, und das oben erweente Geraͤusch war zulezt so stark als von einem groossen Blasebalg der auf ein starkes Schmidefeuer blaͤset.—Noch ist zu merken, daß seit dem ersten Ausbruche bis zu Ende des Versuchs kein Bliz gesehen, und fast kein Donner mehr gehoͤret worden, welches doch nachher, sobald der Drache nidergefallen war, geschahe. Man verspuͤhrte einen Schwefelgeruch, und rund um die Drachenschnuhr zeigte sich ein steter Lichtzilinder von 3 oder 4 Zoll im Durchschnitte, welcher one Zweifel bey Nacht viel weiter geschinen haben wuͤrde. Gerade unter der blechernen Roͤre fand man nachher eine Grube in der Erde, einen Zol tief und 4 Zol weit, welche vermuthlich durch die starken ausbrechenden Flammen(oder durch An⸗ zihung der daselbst gelegenen Teile] veruhrsachet war.— Der Versuch endigte sich als der Drache niderfiel, da sich der Wind nach Osten gewendet hatte, der Regen staͤrker geworden und auch einiger Hagel gefallen war. Als der Drache nider⸗ sank und die Schnuhr auf ein Dach fiel, wolte man versu⸗ chen ihn noch wieder in Gang zu setzen: man zog des halben ohngefehr 20Klafter von der Schnuhr an sich: da sich aber der Drache dadurch wieder ein wenig hob und die Schnuhr von dem Dache frey ward, fuͤhlte derjenige welcher sie hielte lund durch dessen Koͤrper also nunmehr die Ableitung ge⸗ schahe,] einen so starken Schlag in seinen Haͤnden und zu⸗ gleich eine so heftige Erschuͤtterung in seinem ganzen Koͤrper, daß er sie faren lassen muste, und da sie nun einem andern 2— Bei⸗ Mafhal Kuh ayh ² A0 aum kün Gewidde 2 d SS nit du aon⸗ glulkt; Imtsit Uinerf den du Rußve N-Ur uumn u dle WI W, U (ch: H eh l sis nö dickge pteten e gleichfalz e, konten ind davon u war in⸗ Geränsch Ig der auf rlen, diß suchs ken t worden, llen war, ich, und htzilinder Zweifel de unter e in der nuthlich uch An⸗ war.— sich det worden e nider⸗ u versu⸗ Shalben ich aber Ichnuhr se hielte ing ge⸗ ind zu⸗ döͤtper, andern Bei⸗ Metalle.§. 45. Erf. 38. 85 Beistehenden auf die Fuͤsse fiel, fuͤhlte diser davon auch noch einige Erschuͤtterung.— Herr von Romas fand ferner durch andere Versuche, welche er im Julius und August desselben Jahrs anstellte, daß auch bey ganz heiterm Zimmel, und wenn kein Anschein eines Donnerwetters vorhanden war, die Gewittermaterie mittelst eines solchen Drachen so stark aus der Luft gesamlet werden koͤnne, daß sich Funken aus der Schnuhr hervor locken lassen, und daß derjenige welcher es mit dem Finger zu thun versuchet einen ziemlichen Schlag davon empfindet. Er bemerkt aber, daß man, um starke Funken zu erhalten, allemahl ein wenig Zeit lassen muͤsse, damit sich die Materie an der Schnuhr genugsam anhaͤuffen könne: ferner, daß wenn einige duͤnne weisse Wolken sich dem Drachen naͤherten, sie die Kraft zu schwaͤchen schinen: daß wenn ein starker Windstooß den Drachen sehr hoch hob, die Wuͤrkung sich mehrte, und sich hingegen sehr verminderte wenn der Drache mit nachlassendem Winde wieder sank: daß aber die staͤrkste Wuͤrkung erfolgte, wenn der Drache zu einer solchen Zeit gehoben ward da er von Wolken frey war, die schwaͤchste hingegen, wenn solches unter gegen⸗ seitigen Umstaͤnden geschahe.(1)— Nachmahls erhielte er (bey einem Gewitter) sogar Feuerflammen einen Zol dik und 10 Fuß(vielleicht 10 Zoll] lang, welche auf die naͤch⸗ sten anlockenden Koͤrper mit einem Knalle gleich einem Pisto⸗ lenschusse ausbrachen.“() 5 3 Nach⸗ (1) Aus Herrn von Romas eigenem Berichte in den Memoires presentés à Pacad. des Sc. T. II. p. 393407. Die Nachricht von disem Versuche nach dem Gentlem. NMagaz. 1756. Aug. ist auch im Brem. Magaz. 2 B. p. II4. eingeruͤkt. (22) Wie Herr Norrer Lett. 17. P. II. p. 237. aus einem Brife des Herrn von Romas vom 26sten Aug. 1756. anfuͤhrt.— Herr 86 K. IVV. Allockende Koͤrper: Nachdem dise Versuche der Naturforscher bekant gewor⸗ den waren, erinnerte man sich verschidener alter Erfarungen und zufaͤlliger Beobachtungen, welche zuvor nicht mit gehoͤ⸗ riger Aufmerksamkeit betrachtet worden, und welche man nunmehro mit jenen vergleichen konte. Unter selbigen war folgende doch nicht one Einfluß gewesen. Auf einem Bol⸗ werke des Schlosses Duino in Friaul ist seit undenklichen Zeiten eine Pike aufgerichtet: wenn nun im Sommer ein Gewitter befuͤrchtet wird, haͤlt die Schildwache das Eisen einer •* Herr D. Franklin war schon im Brachmonate 175²2. ehe er noch von denen in Frankreich aͤngestellten Versuchen Nach⸗ richt hatte, auf den Gedanken gekommen, die Gewitter— materie aus der Hoͤhe mittelst eines fligenden Drachen auf⸗ zufangen. Disen hatte er aus einem groossen seidenen Schnupftuche, welches an zweien kreuzweise gelegten Staͤben bebestigt ward, bereitet, und vorne an demselben einen eisernen zugespizten einen Fuß langen Drath angebracht. Seine Schnuhr aber war nur von Hanf, one Metaldrath: am untern Ende hing ein Schluͤssel; und man fassete sie mittelst eines augehefteten seidenen Bandes, welcher vor dem Regen verwaret ward. Noch ehe die Schnuhr naß ge⸗ worden, zeigten sich einige Wuͤrkungen der aufgefangenen Gewittermaterie: die losen Faͤden an der Schnuhr wurden aus einander gesperrt, und es liessen sich mit dem Finger einige Funken aus dem angehaͤngten Schluͤssel hervorlocken. Als aber der Regen den Drachen und die Schnuhr voͤllig durchnezt hatte, aͤusserten sich noch staͤrkere und haͤufigere Funken. Franklin Exp. et Obs. lett. II. OG. 19. 1752. da⸗ von auch die Nachricht in Priestleys Gesch. der Elektr. 1 T. 9 Per. 2 Abschn. p. 116. und aus einem von D. Watson den 15 Jenner 1753. geschribenen Brife in den Nemoires présentés T. II. p. 395. angefuͤhrt wird. Idene Iunu 0 1 Gis U Reh bhlid tj in Iuhe Ihahe shibe N nle 60 kant getbit⸗ Erfarungy htmi gah welche man elbigen wat einem Vul undenlich X dommer en das Eisen einer 752. ehe er chen Nach⸗ Gewitter rachen guf en seidennn ten Stahen elben eing angebracht etaldrath: fassete se vlcher vot +unaß ge⸗ fangenen wurden Finger orlocken. ht Vͤllig aͤufigere 5². do⸗ tt. IT. Watson emoires Metalle.§. 45. 46. 87 einer zu disem Ende daselbst bereiten Hellebarde(vrandi- siocco) gegen das Eisen der Pike, und wenn vile Funken dar⸗ aus faren oder an dessen Spitze ein Lichtstrahl ausstroͤmet, wird eine Glocke angezogen um den Fischern auf der Se eine Warnung vor dem Ungewitter zu geben.„(³9 §. 46. Ich wil hier nur noch mit wenigen erinnern, daß eine solche Anstalt, dadurch man, wie gesagt, die Gewitterma⸗ terie auffaͤnget und anhaͤuffet, um ihr Daseyn zu zeigen und ire Eigenschaften desto besser zu beobachten, durch Misver⸗ staͤndniß zu verschidenen Irrungen Anlaß gegeben hat.() So ist z. B. dise Zuruͤstung oft mit dem ganz entgegenge⸗ sezten Zwecke, dem Wetterstrahl eine Ableitung zu geben/ verwechselt worden. So hat man ferner die Wuͤrkung eines wuͤrklichen Blitzes, davon doch der Vorraht aus der Wolke auf ein Mahl herabschiesset und durchfaͤhrt, von der wenigen au an einem Metalle angehaͤuften Materie herleiten wollen, und überhaupt der bloossen Anhaͤuffung die Wuͤrkungen zuge⸗ schriben, welche doch nur von der Bewegung der Gewit⸗ termaterie herruͤren— Die Zeichen einer aus der Luft ge⸗ samleten Gewittermaterie an einigen abgesonderten Metallen, 8 4 wie (3) Nach algemeiner Sage ist diser Gebrauch daselbst sehr alt/ und der P. Imperati hat schon in einem 1602 geschribenen Brife darauf gezielt, da er sagt: igne er hasta hi mire utun- tur ad imbres grandines Procellasque præsagiendas, tempore præ- sertim Estivo.„, NolLET Mem. de IAc. des 8c. 1764. p. 445. aus der Lettera di GIo. FoRATO BradcHIL, D. M. allꝰ Acad. R. delle scienze di Parigi, intorno un nuovo fenomeno elettrico: da Udine adi 16 Dec. 1758. (0½ Davon ein mehreres im III. Teile, wo ich auch anzeigen wer⸗ de, daß dergleichen Samlung von Gewittermaterie nicht un— mittelbar von der Wolke selbst, sondern von dem in der Luft verteilten Vorrate herzuruͤren scheine. 88 K. V. Anlockung durch Wasser, wie etwa die aus einem Ventilator in einer Fensterscheibe hervorgelokten Funken, sind also nicht als Anzeigen der da⸗ selbst drohenden Gefahr eines Wetterschlages anzusehen. Bey der Drachenschnuhr aͤuserte sich freilich schon ansehnliche Gewalt: aber hier war auch bey der betraͤgtlichen Strecke des Metalles ein immer neuer Zufluß, da durch die Fasern der Schnuhr(wie die Ausstroͤmung zeigte) und durch andere von Zeit zu Zeit genaͤherte Koͤrper ein bestaͤndiger Abzug ver⸗ uhr sachet ward, daher auch bey dergleichen Zuruͤstung ein solcher Zuschuß der Gewittermaterie aus der Luft, one Her⸗ vorlockung eines wuͤrklichen Blitzes aus der Wolke, schon eine gefaͤhrliche Erschuͤtterung geben kan.() Es wird auch irrig die Anstalt mit dem Drachen so angesehen als ob sie zu dem Zwecke den Bliz abzuleiten dinen solte. Dazu ist sie nicht allein viel zu beschweerlich, sondern auch viel zu schwach, indem ein einziger warer Bliz den ganzen Drath der Schnuhr verzeren wuͤrde:(55) und uͤberdem ist sie da wo man irer bedarf, naͤmlich bey Gebaͤuden, fast gar nicht anzuwenden. Anlockung durch Wasser, Feuchtigkeit, Rauch. * §. 47. Naͤchst dem Metalle, wiwohl in weit geringerem Grade, wenigstens aber vor andern leblosen Koͤrpern, bitet das Wasser und alle waͤsserigte Feuchtigkeit dem Blitze eine vor⸗ (5) Mie verschidenen Naturforschern widerfaren ist: Priestley p. 224. sq. (65) S. unten§. 110.— Herr Doet. Priestley drukt sich auch nicht vorsichtig aus, da er die aus der Drachenschnuhr her— vorgelokte Flamme Bliz nennet ihe lighrning, brought doven by the Kite.„ utl beeshlch. uj, Mih flsbe un 18 W Hocheh HW, 0 f I dach RME f Iuen tW Oa W N hudes nin hunn Haui W. Sil 05 vul Ihescht ummen isterscheh; en der da⸗ anzusehen. msehnliche en Strecke die rasern rch aydere lbmz ver⸗ istung an one Her⸗ schon eine uuch irriz e zu dem sie nicht schwach, Ichnuhr an iker 'enden. uch. jrade,‚ t das e eine bor⸗ iestley auch het⸗ lovn Feuchtigkeit, Rauch.§. 47. 48. Erf. 39. 40. 89 vor zuͤgliche Anlockung dar— Zuweilen, wenn die Wolke ni⸗ drig gehet, schiessen Wetterstrale unmittelbar in das Wasser. Man sagt daß dises sich oftmahls eraͤuget: ich wil nur ein solches Beispiel anfuͤren, wo es aus den Folgen zu ersehen war. ö 39. Erf. „Zu Besanzon ist 1772 den 24 Sept. ein Wetterstrahl in das Wasser des Doux gefaren, so daß selbiges einige Fuß hoch aufgespruͤtzet ist. Die Fische wurden auch davon betaͤu⸗ bet und schwammen eine Zeitlang oben.„() §. 48. So folgt auch der Bliz in seinem fortschreitenden Zuge der Feuchtigkeit, und dises noch zuweilen eine Strecke weit an der Erde hin. 40. Erf. „Auf dem Moͤlfra Berge, welcher der hoͤchste auf der Landenge in Cornwal ist, fiel den 20 Decemb. 1752 ein hef⸗ tiger Wetterstrahl, nachdem einige duͤnne Wolken sich in der Gegend zusammen gezogen und es geregnet hatte. Er machte teils Furchen in den Boden, teils durchborete er hervorste⸗ hende Steine, deren einige 5 Fuß dik waren, so daß sie oben unberuͤhrt und unten als mit einer Kugel durchschossen waren. Auch ward die Furche weiter und tifer wo der Huͤ⸗ gel aufwaͤrts ging und besonders wo eine Felsenbank im Wege war. Imgleichen ward das Ende eines auf der Seite ligen⸗ den Felsen, welcher im Zuge des Strahls lag, abgespalten. Es wurden auch noch verschidene Schollen vom Rasen glat abgeschnitten,(6½) so, daß die kleinen Unebenheiten wegge⸗ nommen wurden. Doch ging der Weg des Strales an der F 5 Seite (77) Journal eneycl. 1772. Dec. p. 283. (8) Caods cut thin and clear off from the turfy ground. 9⁰ K. V. Anlockung durch Wasser, Seite einer groͤssern flachen Felsenlage vorbey— Hie und ix da fand man auch Loͤcher in den Felsen geschlagen, die unge⸗ Wuhh faͤhr einen Fuß weit und 6 bis 8 Zoll tief waren.„() Die miad Uhrsache diser Wuͤrkung, laͤngst dem Boden hin, kan nicht 0 fin in der wagerechten Unterflaͤche der Wolke gesucht werden⸗ Futet! denn die Wetterstrale faren nicht von einem Ende zum an⸗ O andern an der Wolte selbst daher, sondern schiessen in eini⸗ uden ger Entfernung(K. I. II.) auf die entgegenstehenden Koͤr⸗ WHI per. Waͤre das Anstoossen der Wolke, oder der Abstand von 2016 der Wolke, die Veranlassung gewesen, so muͤsten die Felsen II nicht queer burchgeboret worden, sondern die Gipfel derselben H. und die Felsenbank bey welcher der Strahl weg ging, und unch das hoͤhere Ende bes Haͤgels wo die Fuͤrchen hinan lieffen, Hhhian bielmehr zuerst getroffen und zerschmettert seyn. Natuͤr⸗ Dül licher Weise hatte sich aber, bey dem Regen, Wasser unter uhn der Oberflaͤche gesamlet, uͤber welches die Huͤgel mehr oder suumge weniger hervorragten, und das Gestein hatte vermuth⸗ Imhm lich flache Schichten. Es war also nicht der unmittelbare Rue Zusthuß aus der Wolke, sondern die fortgesezte Leitung an Wöun der Obersläche hin, welche das Abstreiffen und Durchboren n veruhrsachte.) ᷓ‚ Hha Bey Gebaͤuden laͤßt sich der Zug ded Blitzes nach Wasser in noch deutlicher beobachten. 177 41. Erf. rah Zu Rickmansworth in Hertfordshire fiel am 16ten July Oehh 1759 der Bliz auf ein Haus an welchem er einen Schor⸗ W stein und verschidene Dachzigel herabwarf. Der Kamin n h eines E (%0) Philos. Trans. Vol. XI.VIII. p. 86-88. mit einer Abbildung: von 0 zn Herrn Mag. Wil. Borlase, welcher die Umstaͤnde selbst auf l au der Stelle uutersucht hatte. AIein — Hie ush u, die unge⸗ 69 LDie n, kan nicht icht werhen: ide zum an⸗ essen in eint ehenden Hlr Mstand hon in die Fen fel dersehhr ging, un nan liefer, Natlt⸗ asser untt mehr oder bermuth⸗ nittelbare eitung an rchboren h Masser ten Julh Schor⸗ r Kamin eines ung: bon sbs auf Feuchtigkeit, Rauch.§. 48. Erf. 41. 91 eines der obern Zimmer, welcher zu disem Schorsteine hin⸗ ausging und einen meßingnen Heerd hatte, war nebst den umgebenden Teilen zerschmettert. In der Kammer daneben war kein Kamin: ein ehemaliges Fenster aber war zuge⸗ mauret und die eisernen Stangen darin gelassen. Hier war der Strahl hereingebrochen, hatte die Stangen ausgerissen und ein groosses Loch in dem Mauerwerke gemacht, wie auch das Holz daneben zerschmettert. Das Bette war wenigstens 2 Fuß von seiner Stelle getriben, die Leiste an welcher der Kranz von den Vorhaͤngen angenagelt war, zerspalten; sel⸗ biger Kranz uͤberal von den Naͤgeln und die Vorhaͤnge von den Ringen loosgerissen, der Betthimmel auch in etwas be⸗ schaͤdigt. Zum Teil wol von dem Druk der Luft, welcher das Bette weg getriben hatte: zum Teil aber, wie es scheint, auch von dem Strale, welcher auf die Naͤgel u. s. w. zuge⸗ sprungen war.] Es war auch in diser Kammer das Fenster zerschmettert, die Tapete an der einen Seite zerrissen und verschidenes an Schraͤnken u. s. w. beschaͤdigt. Die Tochter des Hauses aber, welche sich darin befand, blieb unverlezt. Sie ward nur gegen den Bettpfosten geworfen und ein Kam⸗ kaͤstgen, welches sie eben unter dem Arme trug, war von der Seite eingedtukt und zerbrochen. Zu irem Gluͤcke war die Thuͤr offen, aus welcher sie sich fuͤlend hinaus half, da sie sonst von dem gewaltigen Rauch und Schwefeldampf, wel— cher die ganze Kammer verfinsterte, haͤtte ersticken muͤssen. Die Mutter war in einem Zimmer des untern Stokwerks, woselbst verschidene Fensterscheiben zerbrochen, das Fenster— bret abgerissen und die Fensterbank zerschmettert wurden, so daß Splitter und Glas ihr vorbey bis zum andern Ende des Zimmers flogen. Sie ward ganz betaͤubet von dem Knal, empfand einen starken Schwefelgeruch und eine groosse Hitze im Gesichte: war aber gleichfals unbeschaͤdigt— Aus der 9² K. V. Anlockung durch Wasser, der Hof⸗Thuͤr war ein groosses Stuͤk gesunden Eichenholzes abgespalten: ein Stein welcher[ddaneben im Hofe!] in der Erde gelegt war, damit das Wasser von einer Regenroͤre darauf fallen solte,(ed into the gravel; to receive the water from the spouts,) war auf die Seite gekehrt und rauchte als von kochendem Wasser. Es hatte naͤmlich kurz vor dem Wetterschlage geregnet, daher der Stein benezt war. Ohn⸗ gefeer zo Fuß von disem Steine war auch der Boden als mit einem Pfluge aufgewuͤhlt. Von einem kleinen Garten lzur Seite des Hauses) welcher zwo gegeneinander uͤber ligende Tuͤren hatte, beide naͤmlich nahe an der Mauer] war die eine, die mit jenem westlichen Gibel in einem Striche lag, zerspalten: eine bleierne Regenroͤre, welche neben diser Thüͤr herunter ging ljedoch vermuthlich oberhalb derselben auf hoͤrte) war plat geschlagen und der Boden umher auf⸗ gewuͤhlt. Von der andern Garten⸗Thuͤr war die Schwelle ganz aufgerissen. Das Bley uͤber der Thuͤr und den Fen⸗ stern an diser Seite des Hauses war als ein Vogen Papier aufgerollet. Die Kammer uͤber dem erstbenanten Zimmer Tin welchem die Mutter sich befand) war unbeschaͤdigt: da⸗ neben aber die beiden davon Meldung geschehen, und wie⸗ derum kein Zimmer(gerade) unter disen.„() 42. Erf. 82— Aus dem eigenen Berichte der Hausfrau: Phil. Trans. Vol. LI. p. 282.— Die Lage der verschidenen beschaͤdigten Stellen nebst andern Umstaͤnden sind nicht genau genug beschriben, daß man der Bahn, den Sprüngen und der Teilung des Strahls recht nachspuͤren koͤnte. An den Regenrinnen wa—⸗ ren, wie sich zeigt, nicht heruntergehende Roͤren(pipes) sondern nur ausspeiende Roͤren(spouts) angebracht, daher der Strahl zum Teil ins Gebaͤude hineindrang, und nicht wie an andern Orten(Erf. 116 u. a.) vorbey geleitet ward. h a 906 ille nht In Wee , dir hatden Ruuffn. m hemntt Iuhenhat Men IuMalli Rsadu fildsig Haschete h Rgligen,u Vsunn wi NMunne Hhliche Yschen,! Vfcten wä Wahe EI laziesa, shelen rit gos sum Wr au 5H—V vad mur Lichenholgz oofe) in er Regenroͤn receive tie und raucht urz vor dem t war Ohu⸗ oden alz nit Garten sy iber ligan war di triche lag Heben dist b derselhn mher auf e Schpelt den Fen⸗ en Papier zimmet digt: da⸗ und wie: 42. Erf. . Vol. LI. u Stellef heschribe, Alung des innen wa⸗ Csper) t, dahet ud nicht t vald. Feuchtigkeit, Rauch. 9.48. Erf. 41.42. 93 42. Erf. „Im Jahr 1745 den 21 Jul. entstand zu Bologna, bey ganz stiller aber mit verschidenen Wolken besezter Luft, ploͤz⸗ lich ein sehr heftiger Wetterschlag. Einige sagen, es waͤ⸗ ren zween Donnerschlaͤge, aber so kurz auf einander gewe⸗ sen, daß man es fuͤr einen Schlag halten koͤnte. Der Bliz hatte den schoͤnen Turm des Nonnenklosters zu St. Christina getroffen und so sehr zerschmettert, daß ein groosser Teil da⸗ von herunter gefallen war und die staͤrksten Gewoͤlber durch⸗ brochen hatte. Der Herr Doct. Bachetoni, we lcher der Arzt der Nonnen war, verfuͤgte sich dahin: dise zeigten ihm ei⸗ nen Winkel im Hofe gegen dem Turm zu, wo das Regen⸗ wasser durch ein Siel in ein darunter befindliches Behaͤltniß fiel, und sagten, von dort aus sey der Bliz entstanden. Sie versicherten eine anfangs etwas dunkelfaͤrbige feurige Kugel dort heraus kommend gesehen zu haben, welche in die Hoͤhe gestigen, und mit groosser Gewalt und Krachen in den Turm gefaren waͤre; dises sagte zuerst die Priorin, und es ward von verschidenen andern bekraͤftigt. Eine der aͤlteren Nonnen erzaͤhlte ihm auch, sie haͤtte vor vilen Jaren eine aͤhnliche Flamme aus eben dem Orte im Hofe hervorbrechen gesehen, welche mit groossem Knalle bis oben in den Turm gefaren waͤre; aber nichts zerschmettert haͤtte. Andere glaub⸗ wuͤrdige Einwoner der Stadt bezeugten, sie haͤtten bey dem Sile, worin sich das Wasser aus der alten Petronien⸗Straasse ergiesset, ploͤzlich eine groosse feurige Kugel erblicket, welche schnel an der Erde einher, und unter einem Thorwege hin mit groosser Gewalt auf besagten in der Naͤhe ligenden Klo⸗ sterturm gefaren waͤre: darauf haͤtte sich die Flamme wun⸗ derbar ausgebreitet und ein erschroͤkliches Krachen veruhrsa⸗ chet— Was aber den uͤbrigen Weg des Strahls betrift, so ward nur einer von den Nonnen angegeben, naͤmlich ein hoch — ² * —. 9⁴4 K. V. Anlockung düͤrch Wasser, hoch oben befindliches Loch, durch welches ein sehr langer eiserner Drath ging, mittelst welchem man von unten eine Glocke anzihen konte. Diser Drath war fast ganz verzeert! es waren nur die Enden uͤbrig, welche in glatte Spitzen zu⸗ lieffen. Die Gegend des Loches war ganz umher mit feinem Ruß beschmizt, welchen Bachetoni sehr genau untersuchte, aber kein Zeichen des Schwefels darin finden konte.„ G0 L. 49. So folgt auch der Bliz, wo keine Anlockung von Metal vorhanden, beym Durchdringen anderer Koͤrper besonders der Feuchtigkeit— Da nun bey lebendigen Baͤumen der Saft hauptsaͤchlich zwischen Holz und Rinde angehaͤuft ist, so nimt der Strahl vorzuͤglich seinen Weg in disem Zwischen⸗ raume, woselbst seine Bahn durch die abgesprengte Rinde, oder durch die darin ausgerissene Furchen, bezeichnet wird. 43. Erf. „In dem Tiergarten des Schlosses zu Nevers traf der Bliz einen Baum, welcher an der einen Seite, ohngefeer von der Haͤlfte seiner Hoͤhe an bis unten, von der Ninde entbloͤsset war. Der Strahl war auf den Gipfel gefallen, hatte sich darauf in drey Streiffen zerteilt und auf dem Stam⸗ me drey Furchen von ungleicher Breite bis zur Wurzel hinab ausgehoͤlet als wenn drey Flintenkugeln daselbst ge⸗ streiffet haͤtten. Obwohl aber der Baum krum gewachsen war, so waren doch alle drey Strale den Bigungen genau gefolget, und sowohl in dem oͤbern Teile, welcher noch ganz mit (4or) Nach dem Berichte des Herrn Doct. Jos. Mar. Bachetont/ Comment. Bonon. T. H. P. I. P. 450-462— Von dem unten an der Erde gesehenen Ausbruche des Blitzes ist§. 26. gehan⸗ delt worden. Man vergleiche auch Erf. 116 und 153. 0t i Me un Ichn Set hah Hftre shuictt uo Idesen 0 duch z HchN, Ruhrach Spasti. Gsmutge II h Rah ahen Wanfstn NMua un Haih E Rum in d Shh, geß Ihr Fise cber IEtt aut ugge Iu Dh 000 N0 hurz beo R h l R b U , schr langr u unten ein uj berzerrt Opizen zu⸗ mit feinem untersucht, ite,„(6oj bon Metil besondetz aumen de hehaͤft i Zwischnn Re Rinde, net wirh, traf der ohngefter er Rinde gefallen, n Stam⸗ Wurzel lbst ge⸗ wachsen n genau ch ganz mit chttoni, uhten gehan⸗ . Feuchtigkeit, Rauch.. 49. Erf. 43⸗4J. 95 mit Rinde umgeben war, als in dem untern wo die Rinde an einer Seite mangelte, bestaͤndig zwischen Holz und Rinde herab gefaren, one daß das Holz irgend versengt oder ge⸗ schwaͤrzet worden.„(3) Indessen koͤnnen auch lebendige Baͤume vom Bliz durch und durch zerschmettert werden. Ob die Verschidenheit des Holzes, oder der Trockenheit in der Rinde den Unterschied veruhrsache, oder ob es durch den verschidenen Grad der Staͤrke des Wetterschlages bewuͤrket werde, lasse ich 8 Erfarungen zu bestimmen. 44. Erf. „Im Jahr 1718 den 27sten Aug. traf der Bliz in der Nacht einen Walnußbaum und spaltete ihn von oben bis unten fast in zween Teile.„(163)(Am zosten May desselben Jares war ein Wetterstrahl, zur selben Zeit als ein Haus in Zuͤrich(Erf. 10.) getroffen worden, auf einen Walnuß⸗ baum im Dorfe Hottingen, eine Virtelstunde von besagter Staͤdt, gefallen, an welchem er von dem Gipfel bis an den Fuß herabgefaren, und uͤberal die Rinde abgeschlagen, am Fusse aber den Baum selbst zerschmettert und die abgerisse⸗ nen Stuͤcke, so von unterschidener Groͤsse waren, uͤber 30 Fuß weit weggeworfen hatte.„(3) 45. Erf. „Am 22sten Jun. 1723 ward in der Nacht eine 28 oder 29 Fuß hohe Eiche, welche unten am Stamme 7 bis 8 Fuß im (2) Von dem Ritter von Louville, welcher sich damahls zu Ne⸗ vers befand, beobachtet. Hist, de Ac. des Sc. 1714. P.— S. auch Fraͤnkische Saml. 1B. p. 457. und Erf. 7. 9.52. 98. (193) Bresl. Saml. 1718. Aug. p. 1450 bey den Wetterbeobachtun— gen aus Zuͤrich: one Zweifel von Scheuchzern. (1½) Das. 1718. May. p. 1035. 1081. von Doet. J. Jac Scheuch⸗ zern berichtet —— 96 K. V. Anlockung durch Wasser, im Umkreise hatte, von einem Wetterschlage getroffen. Diser Baum stand fast am Rande eines vier bis fuͤnfhundert Schritte tifen Waldes in Gatinois, 2 Meilen oberhalb Ne⸗ mours, und an der andern Seite war die Aussicht auf ein weites Feld. Er war unten etwa 22 Fuß uͤber der Erde abge⸗ rissen und in vier Hauptteile zerbrochen. Der Stam naͤmlich war in zween ungleiche Stuͤcke von 16 und 22 Fuß lang zer⸗ spalten, davon jenes bis 44 oder 45 und dises bis 14 oder 15 Fuß weit nach gegen einander uͤber ligenden Seiten ge⸗ sprenget worden. Der obere Teil war auf aͤhnliche Weise von einander gespalten, die beiden Stuͤcke aber nicht so weit vom Stamme weg geworfen worden. Ausser disen vier groͤssern waren noch unzaͤlige kleine Stuͤcke und Splitter sowohl vom Holz als von der Rinde rund um den Stam her bis auf 300 Fuß weit nach allen Seiten hin zerstreuet. Die beiden erst⸗ erweenten groossen Stuͤcke des Stammes waren von der Rinde entbloͤßt— Unten am Baume, 6 oder 7 Fuß weit vom Stamme fand man ein Loch in der Erde, welches einen Fuß weit und 3 Fuß tief war, und davon eine Furche gegen den Baum hinauf stieg.„(55) 46. Erf. (4os) Die Umstaͤnde wurden dem Herrn von Mairan sogleich be⸗ richtet, welcher auch im folgenden Jare das Hauptsaͤchlichste auf der Stelle selbst untersuchte. Hist. de Ac. des Sc. 724. p. 15— Es scheint, daß man sich noch von dem Bliz die Wuͤrkung des Versengens als nothwendig vorgestellet habe, da der Schluß gemacht wird, der Strahl sey nicht auf den Gipfel des Baumes gefallen, weil weder an den Blaͤttern daselbst noch an den zerspaltenen Stuͤcken des obern Teiles einiges Zeichen der Versengung zu finden gewesen, und da man bemerkt haben wil, daß die groossen Stuͤcke und ver⸗ schidene der uͤbrigen an der Seite wo se auf der Erde gelegen, sowohl als die Erde darunter, schwarz gewesen, welches von der Entzuͤndung herrüren sol, die nur durch den starken Regen beym Gewitter geloͤschet worden. h xDN en gat var huftentem 0 0 9om Mit uun ilnt suln, ur filet H asaku hlen shte uudscs R h und unt hrund shihten Nbir v i u Mnio El hin N Gundg lat, N Olachi und si hung qu 05 an Mltter! (00 seer, gaufen, Die 0 sinfhunde oerhalh P, lgscht auf ein der Eide abge⸗ Stam ränlich duß ang ze⸗ bis 16 odg en Seiten ge uliche Weise nicht so wej bier grössen sowohl vor bis auf z e beiden eij von der Rih uß weit hon velched emng Jurche ggn 40,/ Es an saglih h⸗ Hupfächlit des S. Ial. hem MM die tgtelet heb, nicht auf xn den Blitten chan Tals vhseh, 10 ict und vr gen, haachs von I furtel Feuchtigkeit, Rauch. 9. 49. Erf. 45. 46. 97 46. Erf. „Am 27sten Jun. 1756 entstand in der Gegend der Abtey du Val ein Donnerwetter, welches mit starkem Regen be⸗ gleitet war. Dabey ward in dem eine halbe Meile davon entferntem Gehoͤlze eine groosse einzeln stehende Eiche von etwa 50 bis 60 Fuß hoch und unten 4 Fuß im Durchmesser, vom Blitze getroffen. Von oben an waren die meisten Zweige⸗ von irer Rinde entbloͤsset, zerrissen und als mit Fleiß zer⸗ spalten, doch so, daß sie noch am Stamme hingen. Diser war seiner Rinde gaͤnzlich beraubt und bis auf auf 6 Fuß uͤber der Erde in Stuͤcke, die fast so duͤnn als Latten waren, zerspalten. Es war keine Stelle daran versengt oder durch einen schwarzen Flek bezeichnet: aber Stam und Zweige, und selbst die daran sitzende Blaͤtter waren ganz verdorret. Die abgesprengte Rinde war auf 30 bis 40 Schritt weit rund umher zerstreuet. Bey dem Stam herum war die Erde hie und da aufgerissen, welches jedoch durch die groosse Er⸗ schuͤtterung veruhrsachet seyn konte, denn die Farbe schien daselbst unveraͤndert.,„Am 20sten Jul. desselben Jares traf auch ein Wetterstrahl auf einen Baum im Walde von Rambonillet. Es war gleichfals eine Eiche, fast von eben der Staͤrke, die auch einzeln, mitten in einem ausgehaue⸗ nen Platze stand. An diser war der Stam bis auf den Grund gespalten und meistens in schmale Stuͤcke zerschmet⸗ tert; die Zweige waren davon abgeschlagen und mit einiger Gleichfoͤrmigkeit rund umher zerstreuet, aber nicht zerrissen, und sie schinen nur an wenigen Stellen Zeichen der Versen⸗ gung zu haben. Die Rinde war auch so wohl am Stamme als an den Zweigen fast unzerstoͤhrt, und beide sowohl als die Blaͤtter waren gruͤn und unverdorret.„() Ins⸗ (oe) Die erste Wahrnemung ist von Dom Barthelemy, einem Mu⸗ ̃ v K. V. Anlockung durch Wasser, Insbesondere aber, wo der Strahl durch Holz faͤhrt wel⸗ ches von der Rinde entbloͤsset ist, da pflegt er es nach den 70 ö Fasern zu spalten und mehr oder weniger zu zersplittern, 4 dabey aber selten zu zuͤnden, ein Zeichen, daß nicht die har⸗ ö zigen, sondern die waͤsserigten Teile angegriffen worden— „Als der Bliz 1676 auf die Abtey zu St. Medard in Soissons 0 schlug, wurden verschidene Tragebalken ¶Pieces de chevrond auf eine besondere Weise zerschmettert. Einige derselben, 96 welche 3 Fuß hoch waren, wurden fast von oben bis unten 1 70 ö in Stuͤcke als ziemlich duͤnne Latten zersprengt, andere von derselben Hoͤhe wurden als lange Schwefelstoͤcker zerstuͤckt, 140 ja einige wurden in so duͤnne Splitter nach der Lage der 0 Fasern zerschlagen, daß sie ziemlicher Maassen einem alten . Besen glichen.„(4⁵⁷) ö Eben so faͤhrt der Bliz an feuchter Bemoͤrtelung der Mau⸗ ren herunter.(136 Erf.) Daher kan auch bey einem unor⸗ ö dentlichen Durchbruche durch Mauren u. s. f. die hie oder da vorhandene mehrere Feuchtigkeit ihn so oder anders leiten. Die aͤussere Feuchtigkeit der Gebaͤude, wenn sie durch Regen Mag benezt worden, kann demnach gluͤklicher Weise stat einiger 70½ Ableitung dinen, daß der Bliz nicht so leicht in das innere hineindringt, sondern zum Teil aussen herabfaͤhrt, wie man ö dann Mitglide der besagten Abtey; die andere von einem Mit⸗ glide der Franzoͤsischen Akademy, welcher den getroffenen Baum gleich nach dem Gewitter 25 Hist. de Ac. * des Sc. 1756. P. 27. 28. ö ö(40r) Wie Nollet in den Mem. de L'Ac. des Sc. 1764. P. 433. aus 4 dem Berichte des Beobachters, DDom Lami; Conjectures physiques sur deux colonnes de nuèes&c.) welcher diesen Wet⸗ +* terschlag, wenige Jare nachdem er geschehen, beschriben hatte, anfuͤhrt.— S. auch Erf. 93. 134. 50 umn esuaste I 50 I0%06 N vacheth 0h Ne ◻U N Hfihtu uh/ sd Hüst El sch kn shashhei uch ert Mfen 99 sun ein lath, N Fie wit Mic e Nutt, Vastak Iud hut Unabe⸗ Ihen Fe 06f fihrt w⸗ 65 nach dn derspiittem icht di h⸗ worden— inSiseng de chem e dersebe, bis unten andere von zerstüct, Lage der nem alten der Mau⸗ m unor, ober da liten. Regen einiger innere vie man dann m Mit⸗ roffenen de LAc. 33. As njecturer Vet⸗ Hiiben Feuchtigkeit, Rauch.§. 49. 50. Erf. 47. 99 dann auch noch auf dem vom Regen feuchten Gassenpflaster die Feuerstroͤme eines Wetterschlages fortlauffen sihet:(Erf. 116. 137) doch ist die Wuͤrkung diser Feuchtigkeit, wie un⸗ ten(H.52) erwaͤhnt wird, nicht so grooß als man Lee te. §. 50. Es gehoͤren hiher auch aufsteigende Dämpfe und sel st der Rauch oder die vom Feuer sich erhebenden Duͤnste, als welche ebenfals Feuchtigkeit enthalten.— Daß aber der Bliz oben die Schorsteine trift, kan, auch wenn sie nicht rau⸗ chen, von irer hoͤhern Hervorragung veruhrsacht werden: er folgt auch eigentlich nicht dem Schlunde des Schorsteins nach, sondern dringt in das Gemauer, oder seitwaͤrts ins Dach u. s. f. Indessen scheint doch zuweilen auch ein Teil des Strales inwendig nach dem Heerde zu auszufaren, und dises kan zum Teil den Duͤnsten welche darin aufsteigen zuzuschreiben seyn.() Da sich nun der Strahl eben da⸗ durch zerstreuet, so ist es moͤglich daß seine Gewalt in der Wihen eines Feuers geschwaͤchet werde. 47. Erf. Im Jahr 1763 fuhr ein Wetterstrahl auf den Schor⸗ stein einer kleinen Wonung und von dort in die Kuͤche her⸗ unter, wo eben ein maͤßiges Feuer brante. Ein Paar Mauer⸗ steine wurden von einem im Schorsteine befindlichen kleinen Absatz herunter gestuͤrzt und das auf dem Heerde angelegte Feuer, entweder von disen Steinen oder vom Blitze, umher zerstreuet. Vier Personen standen dazumahl bey dem Heerde und wurden zwar sehr erschreckt und etwas betaͤubet, aber keinesweges verlezt. An einem gegen den Heerd uͤber befind⸗ lichen Fenster waren zwar etliche Scheiben zerschlagen, aber G 2 durch (498) Einer hinzukommenden Uhrsache, naͤmlich der durchs Feuer verduͤnneten Luft, wird im III. Teile Erwenung geschehen. 10⁰0 K. V. Anlockung durch Wasser/ durch keine Schmelzung am Bley oder andere Spuhr zu ent⸗ decken ob solches vom Blitze geschehen sey!„ lauch wird keiner andern Beschaͤdigung im Hause erwaͤhnt.](mn Aus diser Begebenheit wil der Verfasser obigen Berich⸗ tes die Meinung der Landleute rechtfertigen, da sie bey Ge⸗ wittern ire Zuflucht zum Feuerheerde nemen. Es kan aber solche Gewohnheit vielleicht blooß daher entstanden seyn weil man bey dem Feuer die gefuͤrchteten Blitze weniger sihet: und wenn gleich die Kraft des Wetterstrales in der verduͤnn⸗ ten Luft und beym Rauche sich verteilet und minder heftig wuͤrkt, so ist doch bey einem Aufenthalte bey welchem so leicht ein Bliz herabfaren kan, nicht allein der Schrecken sondern auch oftmahls durch die verbreitete Erschuͤtterung und aus andern zufaͤlligen Uhrsachen Gefahr fuͤr den Men⸗ schen zu befuͤrchten. Beym Schorstein und Heerde sind ge⸗ meiniglich auch metallene Geraͤte vorhanden, welche den Bliz anlocken und auf eine Stelle zusammenzihen koͤnnen. Folgende Erfarung(wie auch Erf. 57.) stoͤßt also zwar ei⸗ geutlich die oberwaͤhnte Vermutung von Schwaͤchung des Blitzes beym Feuer nicht um: sie zeigt aber doch wie beym Feuerheerde der Aufenthalt unsicher sey. 48. Erf. Im Jahr 1765 schlug der Bliz vor der Stadt Hanno⸗ ver bey einem heftigen Regen in das Haus eines Garten⸗ mannes, darin verschidenes beschaͤdigt, auch in dem anstoos⸗ senden Viestal eine Ku erschlagen und durch Entzuͤndung des dabey ligenden Torfes das Haus eingeaͤschert ward. Auf dem Heerde war Feuer angelegt, und uͤber dasselbe hing ein meßingner Ressel mit Reis: Cob dise Bnt einen Schor⸗ stein (199) Hannoͤv. Magaz. 1764. St. 5I. p. 805. 3u U sla, üRM Fulpuhe guhede g hoh aus d 0r e hereugt, anher v yun o shmshn, ttothn ur duch uwdudse EErt an Boen Ien sn hhuihe, hgeele dugnd Wule on Hi ur gamz uug d Ren ssnh 90 50 * ö‚ huhr zu atz läuch wit (05) igen Berich aste bey Ge Es kan aber sanden sen eniger she er verdüͤnn inder heftg welchem s. Schreckn schütterunz r den Men de sind ge welche ben n Ynnen. zwat eiz chung des wie beym t Hanno⸗ „Garten⸗ anstotß Rzuͤndung ound, Af Hing ein ESchor⸗ stein Feuchtigkeit, Rauch.§. 0.§1. Erf. 43. 101 stein gehabt, wird nicht erwaͤhnt.] Ein Knabe war beschaͤf⸗ tigt das Feuer zu unterhalten, hatte also vielleicht auch eine Feuerzange in Haͤnden.] Diser ward auf 3 Schritt von dem Feuerheerde weggeworfen und sehr beschaͤdigt. Die Versen⸗ gung vom Blitze erstreckte sich uͤber das ganze Gesicht, die Brust, beide flache Haͤnde, Knie und Schienbeine, und war ziemlich tief eingedrungen. An der Kleidung war nichts versengt, auch nicht einmahl die Hare des Vorderhaupts, unter welchen doch die Haut verlezt gewesen: aber eine zin⸗ nerne Schuschnalle am linken Fusse war auf die Haͤlfte zer⸗ schmolzen, one daß doch der Fuß auf derselben Stelle beschaͤ⸗ digt worden. Das Kuͤchenfeuer welches in Flammen loderte ward durch den Wetterstrahl sogleich ausgeloͤscht: der Kessel ward aus seinem eisernen Handgriffe herausgerissen und ei⸗ nige Schritte weggeworfen, auch fanden sich in demselben am Boden drey eingeschmolzene Loͤcher. Der Vater des Knaben saß vor der gegen den Feuerheerd uͤber befindlichen Haustuͤre, etwas zur Seite, empfand bey dem Wetter⸗ schlage einen Stooß im Ruͤcken und eine schmerzhafte Empfin⸗ dung an den Schienbeinen, welche auch etwas versengt, die wollenen Struͤmpfe aber nicht verseert waren. Ein Kind von drittehalb Jaren, welches neben ihm an der Erde lag, war ganz unverlezt gebliben.„() §. 5t. Aus der Anlockung durch Feuchtigkeit ist also die Ablei⸗ tung des Blitzes oder der Wetterkraft durch den Regen, und deren teils vorteilhafter, zuweilen aber auch schaͤdlicher Ein⸗ fluß zu beurteilen— Daß der Regen uͤberhaupt die Gewitter G 3 zerteile („ro) Hannoͤv. Magaz. 1765. St. 75. p. 1I85. nach dem Bericht des Herrn Volger, Predigers bey dortiger Gartengemeine. 100 K. V. Anlockung durch Wasser, zerteile, ist eine auf Erfarung gegruͤndete Meinung.(Erf. 33) hn 6 170 Oftimahls loͤsen sich Wolken, welche offenbare Zeichen einer su 0 0 Wetterkraft geben, blooß durch Regen auf. Der Regen Hin 000 verringert also uͤberhaupt die von den Wetterwolken gedro⸗ inae K hete Gefahr: aber, da er allenthalben durch die Luft eine i Leitung verschafft, so koͤnnen auch eher als sonst geschehen ö 11 wuͤrde Blitze hervor gelokt werden, und Gegenstaͤnde treffen welche sonst von der Wolke nicht erreicht worden waͤren, so, n daß daher alle Stellen vor dem Einschlagen desto weniger* 0 sicher sind. Bey trokner Luft hingegen koͤnnen die Wetter⸗ Win schlaͤge nicht so leicht durchbrechen, sie entstehen also seltener, arin und nur auf vorzüͤgliche Stellen: da aber die Kraft mehr muhn 00 angehäuft worden, sind sie desto staͤrker, und da die Gebaͤude Hulc aussen nicht benezt worden, dringen sie desto mehr hinein unuf und richten groͤssere Verwuͤstung an.(119 Erf.) ö Hast 9. 52. er N Vor der Anlockung des Blitzes durch Wasser, Feuchtig⸗ ů10 0 keit, Dunst oder Rauch, behaͤlt das Metal doch immer einen Bum . sehr groossen Vorzug. Wenn Regenrdren nicht bis auf die Risa Erde herunter reichen und unterwaͤrts noch Metal in der* . Naͤhe ist, so faͤhrt der Strahl nicht mit dem ausgestuͤrzten 9,6 Wasser herunter, sondern springt noch ab auf die Metalle. .(Erf. 19. 109. 116.) Ueberhaupt wuͤrde er auch nicht so oft. 4 ö in die Gebaͤude hinein dringen, Dachzigel u. s. f. zerspren⸗ wm gen, wenn die aͤusere Naͤsse eben so zureichend waͤre ihn herab zu locken als das Metal; denn bey dem staͤrksten Regen wer⸗ x den doch die uͤberal befeuchteten Gebaͤude zerschmettert,() Vu) ö da Gn) S. Erf. 19. 50. 67. 102. 103. 111 u. s. w. so wie auch die Baͤume: Erf. 46.— Ja, die Beweise sind uͤberflußig, ö da die meisten Wetterschlaͤge unter waͤrendem Regen ge⸗ schehen. — ichen eing der Magn llen gedro⸗ luft eine igeshehen inde reffen wären, s, to wenigt die Vette⸗ so sellenet rast maht eGebaͤub⸗ ehr hinein Feuchtig⸗ ner einen 5 auf die al in der gesturzten Metalle. ht so oft zerspren⸗ hu herab gen wer⸗ ert,() da pie auch herflüßig, egen ge⸗ Feuchtigkeit, Rauch. 9.§1⸗53. 103 da hingegen einer Hand breit Vergoldung, oder ein maͤs⸗ siger Metaldrath, faͤhig seyn wuͤrde den Strahl vorbey zu leiten— Die Anlockung des Blitzes durch Metalle mitten im Feuer zeigt die obige 48 Erfarung. §. 53. Es ist aber hier noch eine scheinbare Leitung des Blitzes, irer Merkwuͤrdigkeit wegen, besonders zu betrachten, da naͤm⸗ lich der Bliz an der Oberflaͤche einiger Koͤrper einher faͤhrt. Dises ist besonders an dem Ueberzuge oder der Uebermalung von Kienrus und Teer, Oehl oder desgleichen, beobachtet worden. Z. B. an den Mastbaͤumen der Schiffe werden bekantlich einige Teile, damit die Segelstangen desto leichter daran auf und niderglitschen moͤgen, bloos geschmiret, oder mit Terpentin oder Harz welches mit Talg oder Oehl gemi⸗ schet ist uͤbervirnisset: andere Teile der Masten aber pflegen mit Teer und Kienrus uͤberzogen zu werden. Hier hat sich nun der Unterschied bey einem darauf fallenden Wetterstrale oft augenscheinlich gezeiget, indem jene Teile des Mastbaums zerrissen worden da dise uͤber oder unter den andern unver⸗ seert gebliben. Herr D. Lewis fuͤhrt schon einen solchen Fal an,(1 b.) welcher ihm von einem gewissen Herrn, der auf einem Ostindischen Schiffe gefaren war, berichtet wor— den. Herr Adanson erwaͤhnt auch eines Falles, wo an ei⸗ nem geteerten 40 Fuß hohen Mastbaum von einem Wetter⸗ G 4 strale (IIIb.) Philos. Commerce of Arts, p. 364. uͤbersezt im Gemeinnüz. Natur- und Kunst-Magaz. III. T. p. 92. Er erwaͤhnt des⸗ selben nur bey Gelegenheit, da er den Vorteil geruͤhmt/ daß die mit Teer und Kienrus uͤberzogenen Teile des Mastes sich gesund und wohl halten, obgleich die andern von abwech— selnder Witterung groosse Risse bekommen. 104 K.V. Anlockung durch Wasser, strale Furchen eingerissen worden welche hie und da 2 Zoll tief gewesen: die Verletzung aber habe sich nicht weiter her. unter erstrecket als bis auf das dicke geteerte Tuch mit wel⸗ chem der Mastbaum unten wo er in das Verdek hineinging umwickelt war.(1 c.) Neuerlich aber hat Herr W. Henly die Sache genauer untersucht und verschidene Anmerkungen daruͤber bekant gemacht.(n d.) Er erwaͤhnt, daß der Capit. Rich. Nairne unter den Bemerkungen uͤber die Wuͤrkung ei⸗ niger Wetterschlaͤge welche auf die Masten verschidener Schiffe in dem Meerbusen von Quebek gefallen, fuͤnf Faͤlle ange⸗ zeichnet, wo der Bliz uͤber diejenigen Teile der Masten wel⸗ che mit Kienrus und Teer uͤberstrichen oder mit Kienrus und DOehl uͤbermahlt waren one einige Verletzung hingefaren, die übrigen nicht also uͤberzogenen Teile aber angegriffen, 5 oder 6 Fuß lange und 6 oder 8 Zoll dicke Splitter ausgeris⸗ sen und die Masten dadurch unbrauchbar gemacht habe. Hizu fuͤgt er noch folgenden merkwuͤrdigen Bericht wie er ihn woͤrtlich von einem gelehrten Mitglide der Koͤnigl. Geselschaft erhalten hatte. Erf. 48. b. Am ersten April 1776. da ich mich am Boord eines Schiffes in 34 Grad Norderbreite befand, ward der Vorder— mast desselben von einem Wetterstrahl getroffen. Nachdem man nun die obern Maststangen mit irem Zubehoͤr herunter genommen und aufs Verdek gebracht hatte, bemerkte ich daran EIIIC.) Voyage au Senegal:(vor seiner Hist. nat. du Senegal) p. 132— Die uͤbrigen Umstaͤnde, wo eigentlich der Mast geteert ge— wesen und wo er verlezt geworden, sind nicht genau genug beschriben. (XIId.) Experiments& observatt. in Electricity. Lond. 1777. 4. einges ruͤkt in den Phil. Trans. Vol, LXVII. p. 85• Wumüe abalbde I Rehrt gnhen ule h nicht Ilan es au E Eunh I I a z I milet Slibe Haube Iun; shmitnt uon al Mhian ung e Oumn imiich Wae j bü n den augehy dem M sst zu 0 ang assh hie u 10 290 nihteje 0 eitedh j 0 D srrigiz 0u. Henh eh lrun u, löwöh, lie Auluz dshibenrEtß fif ile r Masen u⸗ iit Kienrus in hirgeftra, R angegrifen,! liter auggef chthahe H It wie er iln lGeseäaft Vord eint honn, h. Maben t haunter Heweikte ic ir egi) pI Ni getett gy T Feuchtigkeit, Rauch. d. 53. Erf. 48. b. 105 daran folgende Spuren und Wuͤrkungen des Blitzes. Das obere Ende der obern Maststange etwa 22 Fuß Laͤnge, welches mit Kienrus und Oehl uͤbermahlt war, war nur etwas gespalten; doch konte ich nicht bestimmen ob dises eine frische Spalte sey. Es befand sich zwar damahls die eiserne Spin⸗ del nicht darauf, welche die Windfane zu tragen pflegt: allein es war doch das Loch vorhanden in welchem vormahls eine Spindel gestekt hatte und also konte die Spaltung bey Eintreibung der Spindel veruhrsachet worden seyn. Gleich unter der besagten Uebermalung hatte der Strahl das Uebrige diser Masistange zersplittert so weit sie mit Fet geschmiret war bis zu dem untern Ende derselben und dem obern Ende der mitlern Maststange, welches gleichfals mit Kienrus und Oehl uͤber einen alten Ueberzug von Teer uͤbermahlt war. Hieruͤber war derselbe one einige merkliche Spuhr herabgefa⸗ ren bis zu dem Teile der Maststange welcher wiederum ge⸗ schmiret war, welchen er zerschmetterte und groosse Splitter davon aufs Verdek herunter warf. Der untere Teil diser Maststange und der obere Teil des Vordermastes selbst wa⸗ ren angeteert, und auch hier war der Bliz ohngefaͤhr 9 Fuß lang one einiges Zeichen von Verletzung herab gestrichen. Darnach aber war er in den Mastbaum hinein gefaren, wo naͤmlich derselbe nur geschmiret war, hatte ihn gewaltig zerspaltet und groosse Splitter, eines Arms breit und 4 oder 5 Fuß lang ausgerissen. Dise Beschaͤdigung ging so weit herunter bis wieder ein Ueberzug von Teer kam, welcher an dem Mastbaume mehr als 5 Fuß hoch uͤber dem Verdecke angebracht war. Hier hoͤrten die Spuren des Blitzes an dem Mastbaume auf und er schien sich in zween Strale ge⸗ teilt zu haben, da er durch Eisen nach verschidenen Seiten hin angelokt war. Es war naͤmlich an disem Vordermast ohngefaͤhr 10 Zoll unter dem obern Rande des leztbemeldeten G 5 Ueber⸗ 106 K. V. Anlockung durch Wasser, u. s.w. Ueberzuges von Teer ein Eisen(eleet) mit zween groossen Naͤgeln bevestigt: dises ward zusamt den Naͤgeln ganz her— abgeschlagen. Darauf hatte der Bliz die Bedeckung von groben Leinen, die etwa eine Vard weiter unterwaͤrts am Verdecke um den Mast gelegt war, zerrissen, one ir⸗ gend den Mast selbst zu beschaͤdigen, und war von da auf einen groossen Anker zugesprungen, welcher ohngefaͤhr 2 Fuß von dem Mast auf dem Verdek lag. Durch das Eisen dises Ankers muste der Strahl gefaren seyn, doch hatte er weiter keine sichtbare Wuͤrkung hinterlassen, als daß ein Stuͤk aus einem groossen eisernen Topf gebrochen worden welcher ge⸗ rade vor einem der Arme des Ankers und nur etwa 10 Zoll weit davon stand. Der andere Strahl war von dem Maste auf das Glockengeruͤste zugesprungen, welches ohngefaͤhr 15 Zoll davon entfernt war, hatte von selbigem einiges dar⸗ an mit Naͤgeln bevestigtes Eisenwerk abgerissen und sich darauf gaͤnzlich verloren. Das Glockengeruͤste, welches weiß angemahlt war, ward zwar sehr zerspalten Cund dises vielleicht nur durch das Ausreissen der darin bevestigten Naͤ⸗ gel] aber nicht in Stuͤcke zerschmettert— Die Umstaͤnde und die beschribenen Teile der Masten habe ich zu wiederhohlten Malen sogleich auf der Stelle genan untersucht, so daß man disen Bericht fuͤr zuverlaͤßig annemen kan.„W. D.(Irn e.) Ich habe dise Erscheinung eine scheiubare Leitung des Strales genant, weil derselbe hier nicht durch die Materie des Koͤrpers durchgelocket, sondern nur uͤber die Oberflaͤche herab zu faren veranlasset wird.(f.) Die Folgen werden unten(H. 127.) erwogen werden. VI. Ka⸗ (Arr e.) Herr Senly schreibt mit(den 24 Jul. 1776.) daß er schon 13 dergleichen Faͤlle gefamlet habe, wo sich eine aͤhnliche Wurkung gezeiget— S. auch Erf. 150 von dem üͤbermahlten Klingeldrate. (111f) S. III. T.§. 189. 191. Mo aud der Mer Reumé Rap, Mste I N., cst l Iv. Waman uht ae d Fel odess hemsel W Manner niht g chne; v, en großssy ö ganʒ hit ckung bos unterwärtz u, ore i, dn r auf fr ar Essan dif te er wiitz Stul au welcher 1 va 10 30 em Mit ohngefühz nizes dat⸗ und sich welchen ind bises sten Nä⸗ inde und rhohlten ñ man ane) ng des Naterie erflͤcht werden J. Ka⸗ schon liche Ihlten VI. Kapittel. Anlockung und Wuͤrkung auf Menschen. §. 54• Zu den anlockenden Koͤrpern gehoͤren auch die Koͤrper der Nenschen und Tire. Sie sind es ebenfals in weit gerin⸗ gerem Grade als die Metalle, aber doch mehr als andere veste Koͤrper, vielleicht in gleichem oder etwas staͤrkerem Grade als Wasser oder Feuchtigkeit, da sie den Blizstrahl noch mehr als durch Wasser geschihet von andern Koͤrpern abzulocken pflegen. Ja, es scheinet, aus Zusammenhaltung verschidener Faͤlle, daß die nahe Gegenwart eines Menschen wuͤrklich die Ver⸗ anlassung gebe, daß der Bliz bey uͤbrigens gleichen Umstaͤn⸗ den vielmehr auf disen als auf jenen Baum, Heuhaufen, u. s. w. zufare. Indessen ist doch die Gefahr nicht so grooß als man sich diselbe gemeiniglich vorstellet. Da sie aber noch mehr als die Gefahr der Gebaͤude erwogen zu werden ver⸗ dient; so wird es teils zu unserer Beruhigung, teils auch zur noͤtigen Vorsorge dinen, wenn wir hier die Umstaͤnde unter welchen der Bliz Menschen trift, und wie er sie eur⸗ weder toͤdtet oder verlezt, genauer betrachten. Der Bliz faͤhrt freilich auf Menschen, wenn sie im freien Felde die einzigen hervorragenden Koͤrper sind. Es scheint indessen, daß er noch eher das Vie trift, wenigstens ist er demselben eher toͤdlich als dem Menschen. Man erzaͤhlt, daß Pferde vor einem Wagen one Beschaͤdigung des Fuhr⸗ mannes erschlagen worden. Da aber ein solches Beispiel nicht genug beweiset, weil an solchen Pferden doch im Ges schirre einiges Metal vorhanden zu seyn pflegt, so muͤste man 166 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung man Faͤlle anfüren, wo bey erschlagenem weidenden Vie, an welchem kein Metal befindlich gewesen, ein nahe stehender Mensch verschoont gebliben. Dises waͤre um so viel merk⸗ wuͤrdiger, weil der Mensch hoͤher hervorraget. Es waͤre aber noch dabey zu unterscheiden, ob an dem Vihe Zeichen befunden seyn daß es wuͤrklich vom Strale getroffen wor⸗ den oder nicht; denn es scheint, daß das Vie auch one vom Blitze selbst beruͤhrt zu seyn blooß von der Erschuͤtterung in der Naͤhe eines Wetterstrahls leicht getoͤdtet werde,(Erf. 71.) da hingegen ein Mensch, auch wenn er vom Strale beruͤhrt ist, noch oft am Leben bleibt.(1½ §. 56. Es werden ferner auch Menschen von einem Wetterstrale getroffen, wenn sie seiner Fahrt im Wege sind, als, wenn sie sich zwischen zwey Stuͤcken Metal befinden von deren ei⸗ nem zum andern er einen Uebergang suchet, oder, wenn sie unter einem Metalle sind, von welchem er zur Erde faren wil, als in welchem Falle er auch andere Koͤrper, Holz und Steine, verlaͤsset, und einen nahe dabey stehenden Menschen in seiner Bahn vorzihet.(Erf. 154.) 49. Erf. An Herrn Whitfields Kapelle in London fiel im Merʒ 1772 ein Bliz auf einen angebaueten Teil derselben, der viel nidriger als das Zauptgebaͤude war. Auf der Spitze dises Salons war ein aus Holz geschnizter Danzapfen, der aus zween Teilen bestand, die mit eisernen Naͤgeln oder Stiften verbun⸗ (12) Pridnus bemerkt schon disen Vorzug des Menschen: Unum animal, hominem, non semper exstinguit fulmen: cetera illico. Hist. nat. L. II. c. 54. Scarierx erzaͤhlt indessen, daß ein Reuter vom Bliz erschlagen sey, da das Pferd unverleit gebliben. Exerc. 13. vuhnikn W aLian schahts unrehn 1d von Wver d M III Mehi Clthe; Hthin, batr de Da E Rinit hutiett Hokct unhing W Mel Ohet un Ralges Mu 110 aden M estehende biel meit Es war ihe Zihen offn Wor⸗ Hone von tterung Erf.) le beruͤht ettersteal 6, wenn deren ei⸗ wenn sie e faren olz und enschen Nerz er viel e dises er aus tiften erbun⸗ Unum llico. ß ein erlent auf Menschen. 55. 55. Erf. 49. 109 verbunden waren. Der hoͤlzerne Fuß dises Zirates war mit Bley beschlagen. Von da an waren auch bis zu einer bleier⸗ nen Traufrinne, die rund umherging, die Ecken des Schi⸗ ferdaches mit Streifen von Bley bedeckt. An diser Rinne war ein kleines Geruͤste aufgerichtet, darin eine Glocke hiug, und von dem Hammer derselben ging ein duͤnner eiserner, mit verschidenen Gelenken zusammengefuͤgter Drath, bis auf die Mitte des Salons zur Uhr herab, an deren Schlagwerk er mit einem Strik von etwa 6 Zoll lang bevestigt war. Der obere Teil des hoͤlzernen Danzapfen ward in kleine Splitter zerschmettert, die nach allen Enden hin zerstreuet wurden, und dabey die Spitze eines Nagels abgeschmolzen war: der untere Teil zeigte nur eine geschwaͤrzte Spuhr. Das Ende des Bleies an dem Fusse war an drey Stellen geschmolzen, dabey die unterste als ein Trichter einwaͤrts vertieft und in der Mitte mit einem sehr kleinen Loche durch⸗ boret war.(13) Von disem Bley und dem damit zusam⸗ menhaͤngenden kam der Bliz auf die Traufrinne, und, da von derselben keine Roͤren ganz herunter, sondern nur kurze Ausgußroren abgingen, so folgte er dem Drath von der Glocke, welcher duͤnner als Zol war, und davon oben etwa die Haͤlfte der Dicke und ferner bey jedem Gelenke ein Teil geschmolzen, der Strik aber nur wenig verseert ward. Von da sprang er zurlUhr, und fuhr an der Pendulstange 95105 herab (413) Kan man dises nicht als einen Beweis ansehen, daß der Schlag von den Wolken niderwaͤrts gehe? Ich antworte aufrichtig, daß es nicht zureiche: denn das Metal ward nur zu dem naheligenden hingezogen, da es von dem zwischen inen entstehenden Funken geschmolzen worden, und eben so haͤtte auch das untere aufwaͤrts gezogen werden koͤnnen, wie nachmahls bey dem Thuͤrrigel erwaͤhnt wird 110 K.VI. Anlockung und Wuͤrkung herab, wie allenthalben die Spuren zeigten. Von der Linse der Pendulstange und deren Schraube sprang er auf ein 8 Zoll darunter befindliches Bogenfenster uͤber den Fluͤgel⸗ tuͤren. Der Bogen ward zerschmettert und das Holz zur Kole verbrant. An selbigem war in der Mitte ein Nagel aufwaͤrts eingeschlagen, dessen Spitze ohngefaͤhr einen hal⸗ ben Zol lang abgeschmolzen und am andern Ende auch zwey groosse Flecke angeschmolzen waren. In dem Fenster waren fuͤnf eiserne Stangen angebracht, welche stralenweise zur Unterstuͤtzung nach der Mitte hingingen, aber nicht unten im Mittelpunkte zusammenstiessen, sondern in einiger Ent⸗ fernung davon durch einen eisernen Bogen berbunden wur⸗ den, doch so daß ire Enden noch innerhalb' desselben her⸗ vorragten. Der Strahl war hauptsaͤchlich auf die mitlere senkrechte diser fuͤnf Stangen, bey welcher der besagte Nagel eingeschlagen war, gefallen, hatte sie aber nicht bis ʒu irem Ende herab verfolgt, sondern sich, wie klaͤrlich aus den Verletzungen zu ersehen, mittelst besagten eisernen Bogens zwey Stangen weiter zur Linken gewant. Nun war er auch nicht bis zu Ende des Bogens herab gelaufen, sondern durch die hervorragende Spitze der Stange ausgefaren, von wel⸗ cher er den naͤchsten Sprung auf den oͤbersten Rigel der Thuͤr nemen konte.(13 d.) Dise Spitze war sehr ange⸗ schmolzen, das zwischenligende Holz der Thuͤr geschwaͤrzt, und auch die obere Ecke des Rigels angeschmolzen, so daß der Flek schneckenfoͤrmig hervorragte. Weiter herunter riß der Strahl einen groossen Splitter aus der Thuͤr, und fuhr dadurch auf den Handgrif und den Aueerrigel welcher in der Midtte (I1g b. Nach der Abbildung scheinet zwar auch zwo von den andern Stangen etwas vom Strale mitgeteilt zu seyn, welches aber doch keine sonderliche Verletzung hinterlassen. Mübee und Hee Dut Butl udr an Hacektag Iht der! schn di vur du pr U IIL an Hen 10, wiit RWwodde, h S ber du! Hunkt 8 en I a schen ur lersin Iuh Scllg Renl Harmn u Rgen Ein Di Ralherk 10 nüi 9 Nun der D af n Sgt d8 Heh zu ein Nagel Mrenmr hil aub zrg denser nnz llenwess nicht mi einiger Eit hunden vn: desechen ha⸗ f die wihy sagteRug bis zuiten ich aue H n Vogens yr er auch ndern dutch „ bon weß Mhel dre shr angt⸗ eschwürz, 1, so diß lunter rß Ind fuht in der Mite ahbern olches auf Menschen.§.§6. Erf. 49. 111 Mitte die beiden Tuͤren zusammenhielte. Allenthalben konte man die Stellen des Zu⸗ und Abspringens vom Metalle durch deutliche Flecke unterscheiden, und dise fanden sich be⸗ sonders an denen im Wege seyenden Ecken, Spitzen oder Hervorragungen.— Zufaͤlliger Weise saß hier ein Man auf einer der Laͤnge nach an der Thuͤr ligenden Leiter, so daß er sich an die Thuͤr anleente. Nun fuhr der Strahl nicht wie zuvor durch das Holz der Thuͤr, sondern uͤber seinen Koͤr⸗ per herab, teils zu dem untern Rigel, teils zu dem untern Gewinde, an deren Ecken sich gleichfals die Spuren zeigten. Die erste Verletzung war an seinem linken Ore, von da am Nacken herunter, wo eine aufgelaufene und verbrante Stelle war, weiter am Ruͤcken herab, welcher schwarz wie Dinte geworden, am linken Arm herunter, wo das Silber und der Stein im Hemdsknopfe etwas angegriffen worden: uͤber den Unterleib, wo sich ein harter zu einer Rinde ver⸗ branter Flek zeigte, am rechten Beine hinunter, wo uͤber dem Aenkel eine groosse aͤhnliche Verletzung, nebst andern gleicherweise verseugten aufgelaufenen Stellen, wie auch noch einige dergleichen, aber kleinere, Flecke am Fusse zu sehen waren. Seine Hare und Kleider waren sehr versengt, aber seine Binden⸗Schuh⸗ und Knieschnallen, die metalle⸗ nen Knoͤpfe an seinem Rok und seiner Weste, ein englischer Schilling welchen er in seiner linken Hosentasche hatte, und die metallenen Halen eines Gebetbuches in seiner Roktasche, waren unverlezt. Der Koͤrper zeigte nach zwey oder drey Tagen keine mehr als gewoͤhnliche Neigung zur Faͤulniß. Ein Teil des Strahls war auch oben von besagter Rinne an einer der bleiernen Ausgußroͤren herabgefaren, und, da dise nicht weit herunter reichte, sondern, wie die uͤbrigen, sich bey der Decke des Salons in einen hoͤlzernen verpichten Kasten endigte, so ward selbiger zerschmettert und der Strahl durch 112 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung durch unterbrochenes Metal zu einem Fenster herunter ge⸗ leitet, wo er hie und da einige Beschaͤdigung hinterließ.“(n) ů 50. Erf. „Im Jahr 1771. den sten Jenner, Abends um 10 Uhr, da ein heftiger Sturm aus Suͤdwest wuͤtete und eben ein starker Plazregen gefallen war, bemerkte Herr Justizrath Ackermann in Kiel an der Spitze des groͤssern Turms, welcher an der westlichen Seite der Nicolai⸗Kirche stehet, ein uͤberaus starkes Leuchten. Die glaͤnzeuden Stralen gingen nach der Richtung des Windes nordostlich, dem Augenmaasse nach etwa 14 Fuß weit, von dem eisernen RKrenze und der Helmstange abwaͤrts. Die Staͤrke des Leuchtens und die Laͤnge der Stralen nahm nach Maasse des Sturms zu und ab. Er sahe es mit verschidenen andern fast eine halbe Stunde lang, bis sich der Wind legte und die Erscheinung verschwand.— Am 2ten Februar, da seit einigen Tagen, nach einer vorhergehenden starken Koͤlte, Thauwetter gewesen, regnete, hagelte, schneiete und stuͤr⸗ mete es, mit untermischtem kurzen Sonnenschein. Gegen 10 Uhr Vormittags erhob sich von Nordosten her, gegen den Wind, ein finsteres Gewoͤlke, und nachdem ein starker Wind mit Sagel erfolgt war, entstand ein einziger Wetter⸗ strahl, welcher auf die mitten in der Stadt ligende Nicolai⸗ Kirche zuschoß.(Die achteckigte pyramidenfoͤrmige Spitze des besagten Turms ist unter der Helmstange mit Bley, übrigens aber bis zur vierekten Turmmauer ganz mit Rupfer (TI4) Pphilos. Trans. Vol. LXII. p. 131. beschriben von Herrn W. Zenly, welcher nebst Herrn Edw. Nairne und W. Jones die Umstaͤnde untersucht und eine Abbildung daben gefuͤgt hat. 2. Lupfe 00 uNst dum vot d sishe K ech Kef. Ve. Runde vaschsed 3igr m N ganllis teuths Archecbfn ldi, Idan Misligde hn hch Issem Ee ugli N sieß wo Mfen A Kin Gauilhe fudochn Maien mzu Aeacht Mmgen, Uuunttr wung an Wnd herunter 6 erließ.⸗ 060 um 0 lh, und eben en rr Justnt ern Lurni irche seht n Straleh lic, bem n eisernen Staͤrke dez ch Maass nen anden legte und , da sii ken Kuͤlth, und stüi/ h. Gegun gegen den in starker Metter⸗ Nicolai⸗ e Spihe it Blep/ anz mit Rupfer Henm w. „ Jones 9 dabe⸗ auf Menschen. L. 56. Erf. 50. 113 Kupfer gedekt, von welchem auf verschidene Weise an ein⸗ ander stoossendes Metal zur Uhr leitet.] Von der Uhr im Turm war queer uͤber das Kirchendach bis zum andern Ende der Kirche eine Triebstange gefuͤhrt, die am Ende mittelst eines Wechselrades wieder in eine andere 5 Zol dicke Stange grif. Leztere ging, durch ein etwa 4 Zoll im Durchschnit habendes Loch des Gewoͤlbes, gerade hinunter in die Kirche, woselbst dadurch an einem Balkon beym Altar ein Stunden⸗ zeiger mittelst eines Getribes bewegt ward. Den Balkon tragen einige hoͤlzerne Pfeiler, besonders aber ein eisernes gemahltes und vergoldetes Laubwerk und meßingne 23 Zoll dicke und 6 Fuß hohe Pfeiler, die den Chor von der uͤbrigen Kirche absondern, auf welche Verkleidung auch starke, einen Zol dicke, eiserne Stuͤzstangen, eben von dem Orte wo der Stundenzeiger ist, schraͤge vom Balkon herabgehen. Dise meßingne Pfeiler ruhen auf einem, 5 Fuß uͤber den Fuß⸗ boden hohen, bretternen Durchzug, an welchem nach der innern Seite der Kirche die Gestuͤle der drey Herren Prediger angelegt sind. In deren Mitte saß der Her Archidia⸗ konus Meisner, so daß er mit der Schulter gerade da an⸗ stieß wo die meßingnen Pfeiler auf den Brettern und deren Pfosten ruhen. Als der Wetterschlag entstand, sahen die in der Kirche Versamlete da wo die eiserne Stange durch das Gewoͤlbe hervor kam, sowohl als bey dem am Balkon be⸗ sindlichen Zeiger und bey dem Haupte des besagten Herrn Meisners, Feuer ausbrechen. Diser sank sogleich nider, ward zwar nach 8 oder 10 Minuten wieder zur Empfindung gebracht, aber sehr verlezt befunden. Die aͤussern Xlei⸗ dungen, der starke Chor⸗- oder Priesterrok, und das darunter befindliche lakene mit Velp gefutterte Kamisol, waren an zwo Stellen, naͤmlich oben auf der linken Schul⸗ ter und beym Sitze an der linken Lende, durchboret, so Tah 114 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung daß die Loͤcher 2 bis 3 Zoll im Durchschnit betrugen und in irem Umfange versengt waren. Die innern Bleider aber, und besonders das wollene und leinene Hemde, waren bis in die Beinkleider zum Knie hin ganz und gar verbrant. An dem Koͤrper selbst fanden sich an besagten beiden Stellen, naͤmlich an der linken Schulter und an der Lende unter dem Sizbeine, gaͤnzlich verhaͤrtete einen Zol tief gehende Brand⸗ rinden: uͤberdem aber sowohl im Zwischenraume derselben, am ganzen Ruͤcken herunter, und uͤber das Kreuz, als auch noch ferner unter der Huͤfte an den Teilen des Unterleibes welche den Sessel beruͤhrt und noch an der ganzen hintern Seite der linken Lende bis zur Knikeele herunter streifende Versengungen der Haut, welche schwere Verletzungen auch dem Getroffenen am sibenten Tage den Tod zuzogen.— An keinem Knochen ward irgend eine Verletzung gefunden. Von dem Gelde, welches er in der Tasche gehabt, wie auch von seinen metallenen Schnallen und Knoͤpfen war nichts geschmolzen oder sonst angegriffen, wie dan auch die Uhr in der gewoͤhnlichen Beinkleidertasche keinen Schaden zeigte, (da der Bliz seinen Strich nur hinten am Ruͤcken herunter, von dem bey der Schulter durch die Kleider durchgeschlage— nen Loche zu dem andern an der obern linken Lende genom⸗— men hatte. Es befanden sich naͤmlich an der Bank, darauf er gesessen, eiserne Gehaͤnge, welche den Strahl anlocken konten, und von welchen auch das linke abgeschlagen worden:] auch haben noch die Hare womit das Polster aus⸗ gestopft gewesen versengt gerochen.(5)—Uebrigens ist in dem (115)„So ward am Z2ten Jul. 1719. zu Zürich ein Maͤdchen, welches in einem vom Blitze getroffenen Hause im zweiten Stokwerk auf einer Bank am Fenster saß, oben an der Schulter, an der rechten Seite, und am Gesaͤsse versengt, und vn gn dum ei d dn dr gche, di gyesa adene vuchen R00 Dl Ie M Duchh aln mmgcn Wi l dd Ruc h shnben Ixrshrne 0 tügen undin dleider alz , waren 56 r verbrant iden Steller demter der serde Brunj me dersebe elh, als auc Unterleibe hzen hinten el stteifende ungen auch zuzogen.— 9 gefunder t/ wie aus war nichtz ch die H. Iden zeigt, heruntt hgeschage be genom⸗ „ datauf anlocken eschlagen ster aus: ens ist in dem Mhen, Aheiten an der Resengt, nd auf Menschen.§. 56. Erf. J0. 115 dem ganzen Wege des Blitzes, weder an dem Metalle selbst daran er von oben herunter gefaren, noch an den anstoos⸗ senden Koͤrpern oder andern Teilen des Turms oder der Kirche, die mindeste Spuhr einer Verletzung anzutreffen gewesen. An der langen von der Uhr des Turms herunter⸗ gehenden Stange, an einem hohen hoͤlzernen Kruzifix, hinter welchem sie in der Kirche geleitet war, an der Stuͤzstange des Balkons, an dem eisernen Laubwerk, an den meßing⸗ nen Pfeilern ist uichts verseert, und an dem bretternen Durchzuge, an dem vilen troknen Zolzwerk, welches so⸗ wohl oben im Kirchendache als in der Kirche dises Metal umgeben hat, und daran selbiges zum Teil bevestigt ge⸗ wesen, ist bey genauer Untersuchung nicht das geringste vom Brande oder abgeschlagenen Splittern zu finden gewesen. Auch haben weder die nahe bey dem Getroffenen herum sitzenden noch die oben uͤber auf dem Balkon befindlichen Personen einige Beschaͤdigung oder Betaͤubung erlitten.“6 51. Erf. und ihr Hemde verbrant. Die Verletzung war aber nur leicht, als von sidendem Wasser: sie war irer Sinne nicht beraubt worden und blieb ovne Fieber: nur erfolgte einiges krampfigtes Erbrechen, und die beyden folgenden Tage bey wiederkommenden Gewittern kraͤmpfigte Beaͤngstigungen. Oberwaͤrts waren die Fenster und unten die Bevestigung der Bank an dem Fußboden zerschmettert.“(Bresl. Saml. 1719. Jul. p. 86. von Scheuchzern berichtet.)— Es war also eine veste Bank, dergleichen in alten Haͤusern vor den Fenstern zu seyn, und die auch mit eisernen Haͤspen versehen zu seyn pflegen. (116) Die Umstaͤnde sind von Herrn Justizrath Ackermann in einer besondern Nachricht von disem Wetterstrale, Kiel 1772. 8. beschriben. Wegen des von mir Hinzugefüͤgten 5 2 muß Arnr E. 116 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung 5I. Erf. „Der beruͤhmte Professor Richmann in Peteröbutg wolte, als die Bemerkung vom Anlocken der Gewitterma⸗ terie durch Metalle noch neu war, Versuche daruͤber anstellen. Er hatte also oben an dem Dache seines Hauses eine eiserne Stange ausgestekt, davon metallene Ketten und Draͤte in das muß ich nur folgende Rechenschaft geben. Ich vermutete, daß von dem groossen Turm ein zusammenhaͤngendes Metal herabgehen wuͤrde, welches, von dessen Spitze an, dem Bliz die Leitung zu der besagten Stange verschaft haben koͤnte,(S. aͤhnliche Beispile Erf. 23. 154. 155.) obgleich daselbst p. 10. 33. nach dem Bericht der Leute die es von aussen angesehen, gemeldet wird, der Bliz sey gegen die andere Seite der Kirche zugefaren. Es schien mir naͤmlich nicht wahrscheinlich, das der Strahl nicht auf disen hohen mit Metal gedekten Turm, dessen Spitze einige Tage zu⸗ vor geleuchtet hatte, gefallen waͤre, noch, wenn er ja von der oͤstlichen Seite hergekommen, den kleinen doͤrt auf dem Kirchendache stehenden Turm beruͤhrt habe, soͤndern unter selbigem durch eine der Oefnungen des Kirchendaches, und daselbst noch mit Vorbeigehung starker eiserner Anker, eines zwischen beiden Defnungen befindlichen gemanuerten Pfeilers, und des dahinter stehenden hoͤlzernen Staͤnders, an welchem das Wechselrad bevestigt war(p. 26. 28.) auf die besagte Stange zu hineingefaren sey.(S. unten§. 83. 84. was vom Widerstande der Luft, imgleichen was Kap. X. von der Lei— tung durch unverseertes Metal gesagt wird.) Ferner, da der Bliz nicht, wie gewoͤhnlich, bis zu den Fuͤssen des Ge—⸗ troffenen herabgefaren, sondern deutlich beym Sitze aus— gebrochen, so mutmaassete ich, daß etwa eine eiserne Haͤspe ihn daselbst wieder herausgelokt habe. Da nun der Herr Baumeister Sonnin nach Kiel reisete, bat ich ihn ausdruͤk⸗ lich * 0 7 Gm i r QA Vguge, + 9 Vfen auf Menschen.§. 56. Erf. FI. 117 das Zaus durch den Eingang, nahe unter der Decke eines Heterdbuz Ganges bis in sein Zimmer geleitet, und durch widerstehende Sewittermz Koͤrper so umgeben waren daß keine Ableitung davon zur eransselen Erde ginge, sondern die Kraft welche er untersuchen wolte ene esetn so viel moͤglich an der Zuruͤstung gesamlet blibe.(7)— Am Drateiß 26sten July(Eten August) 1753. beobachtete er diselbe, V H 3 als h bermutth lich, dise Umstaͤnde zu untersuchen. Er fand die Beschas⸗ Hendes Men senheit wie ich vermutet hatte, und von ihm erhielte ich 3e au, duy die Beschreibung der uͤbrigen Umstaͤnde welche ich angefuͤhrt schaft hahn habe, wie auch die Nachricht, daß unter dem Fußboden 5 obgleih des Chores vile starke eiserne Stangen ligen, auf welchen die dit es bon Leichensteine der dort befindlichen Graͤber ruhen. gegen di(112) Die Zuruͤstung selbst, und daß die Leitung nicht aussen nir namlich am Hause herab, sondern in das Haus hinein veranstaltet NMsett hohen worden, auch nicht bis zur Erde herunter gegangen, sondern Tuhe zu⸗ in dem Zimmer aufgehoͤrt hat, zeigen schon jedem der es er jn von nur betrachten wil, daß Richmann keine Ableitung des it auf dem Blitzes habe anlegen wollen, und es ist also widersinnig, dern unter seinen Tod als ein Beispiel einer mislungenen Gewitter⸗ Ableitung anzufuͤren. Ich kan aber nicht umhin, auch seine eigene ruͤrende Worte, und gleichsam den gesezten Entschluß, damit er seinem Tode eutgegen gegangen, bei⸗ achts, und tet, eints R n zufuͤgen. Man findet sie in seiner lezten Abhandlung, die hiscgt. welche er kurz vorher der Kaiserlichen Akademie uͤbergeben, Daß vun und darin sein zum Beobachten gebrauchtes Werkzeug be⸗ hoh der H⸗ schriben hat.(Nov. Comm. Petrop. T. IV. p. 335)„Man ganer, A koͤnte(schreibt er) fragen, ob nicht Gefahr bey! disen su G Versuchen iu befuͤrchten sey, und ein schroͤklicher Bliz durch Zi dle⸗ solche Anstalt unvorsichtiger Weise hergeleitet werden 1u Hie moͤgte? Wenn dises waͤre, so müͤste man Rath davor htt her schaffen. Es werden aber zuvor verschidene Beobachtungen uin und Erfarungen erfodert, um iu wissen, weswegen und i unter ———————— SS..— — ——— 118 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung als es in der Ferne donnerte, nebst dem Kupferstecher, Herrn Sokolow. Unvermutet aber, und da die Luft sonst heiter war, naͤherte sich eine dicke tief gehende Gewitterwolke, daraus verschidene Leute den Bliz auf die besagte Stange zufaren sahen, und dabey auch einige, weil der Wetterschlag sehr heftig war, auf der Gasse erschuͤttert, ja umgeworfen wurden. Diser Bliz ward durch die Stange und Kette in Richmanns Zimmer geleitet, und da selbiger sich eben bey seiner Beobachtung gegen die Zuruͤstung dahin buͤkte wo das Metal aufhoͤrte, so sprang der Strahl durch etwa einen Fuß Zwischenraum, in Gestalt einer weißblaͤulichten Feuer⸗ kugel, auf seinen Kopf zu, warf ihn tod zuruͤck, hinterließ einen Flecken mit Blut unterlaufen an der Stirne, und weiter hinunter hie und da am Koͤrper mehrere rothe und blaue, oder gleichsam angebrante Stellen, zerriß auch beym Ausfaren, one den Strumpf zu verletzen, den Schu am linken Fusse, wo sich gleichfals ein blaͤulichter Flek befand. Die Flecke waren nicht weiter als in die Zaut gebrant. Innerlich fand man keine merkliche Verletzung, ausser etwas ausgetretenes Gebluͤt in der Luftroͤre und Lunge, und eine Entzuͤndung oder unter welchen Umstaͤnden der Bliz gefaͤhrlich werde. Dem—⸗ nach muͤssen die Naturforscher dabey Herz und Unerschrok⸗ kenheit bezeigen. Es ist meines Amtes, die Wuͤrkungen und Kraͤfte der Natur nach Vermoͤgen zu untersuchen: ich gehe also mutig voran, und versaͤume keine Gelegenheit meine Dienste zur Beobachtung und einigermaassen zur Bestimmung diser Naturkraft zu leisten.“— Auch meldete Herr Sokolow, daß Richmann ihm noch vorher die Gefahr angezeiget, welche von einem ploͤzlichen Zuschuß aus einer Wetterwolke auf dises in das Haus hereingelsitete Metal entspringen koͤnte. odit W dnen 4 Guden „Dakin IR S e ud, do hunntun! Hachot I, W. Ilersch n dds Hon War wii Miiun d uubem L Illter Wuan E Wohig IM thͤbe upfersithj ie dust sas bittewoal, gie Stanp Wahnshg umgenomin und gete in ich eben dlte wo dz etun eng chten ne, „hintetit und weit⸗ blaue, ode WMofarez llen Jusn, Oe Fecke llich fand etretenes huͤndung oder v. Donm⸗ setschrok— irkungen rsuchen: Regenheit Issen zut mbete Oifthr s einer Mtal auf Menschen.§. 56. Erf. FI. 119 soder von Blut ausgedeente Adern] in der Gekroͤsdruͤse und den duͤnnen Gedaͤrmen. Der Koͤrper geriet in zwey Mahl 24 Stunden schon in groosse Faͤulniß.— Ein glaͤsernes Ge⸗ vaͤß, darin das Ende der metallenen Zuruͤstung sich stuͤzte, war zerschmettert; ein duͤnner eiserner Drath, mittelst dessen dise Zuruͤstung mit der Kette die von der obern Stange herab kam Gemeinschaft hatte, war in Stuͤcke zersprungen, und, daß er gluͤend gewesen, konte man aus einigen ange⸗ branten langen Strimen auf Herrn Sokolows Kleide sehen, welcher auch anfangs so betaͤubet niderfiel, daß er den Don⸗ ner, dessen Knal doch heftig war, nicht gehoͤrt hatte, doch aber sich von selbst wieder erhohlte und one Schaden war. Etwas vom Strale war auch in das Thuͤrgeruͤste gefaren, unter welchem die Kette hergeleitet worden, und hatte die Pfosten der Laͤnge nach zerspalten, wie auch noch von einer andern Thuͤr, bey welcher sie vorbeygeleitet worden, ein Splitter abgeschlagen war. Ein Geruch als von entzuͤn⸗ detem Schießpulver erfuͤllte das ganze Haus mit Dampfe, und einige Bediente, welche sich nicht weit von Richmanns Zimmer in der Kuche befanden, wurden sogar davon be⸗ taͤubet.“(148) H 4§. 57⁰ (*is) Dise Nachricht ist aus dem Deutschen uͤberseit im Vol. XIIX. der Philos. Trans. p. 61. eingerükt, und die Petersburger Akademy beruft sich selbst darauf, als von dort eingeschikt, in den Nov. Comm. Petr. T. IV. hist. p. 36. Es ist eben diselbe, welche der Herr Abt von Felbiger erhalten und im Anhange zu seiner Abhandlung: Von den schaͤdlichen Wuͤr⸗ kungen des Blitzes, hat drucken lassen. Ich habe auch da— mit eine in den Phil. Trans. Vol. XLVIII. p. 765. zum Teil aus Louooον Orat. de meteoris vi electrica ortis genommene Beschreibung verglichen, dabey sich eine Zeichnung der Zimmer 20 Anlockung und Wuͤrkung §. 57.• Ueberhaupt springt der Bliz auf Menschen zu, wenn sie sich nahe bey andern Koͤrpern befinden, in welchen er herab fuͤhrt, und welche ihm doch ziemlichen Widerstand geben, als Holz, Steine u. dgl. So werden oft Menschen erschla⸗ gen, welche sich unter einem Baum, Busch⸗/ en u. 6209 auf dem r wollen. 5I. Erf. Im Jahr 1691 waren zu Everton in Nortamptonshire verschidene Leute mit der Korn⸗Ernte beschaͤftigt als sich ein Gewitter mit Plazregen erhob, deswegen irer ohngefaͤhr zwanzig unter einer lebendigen Hecke, an deren Fuß ein Gra⸗ ben war, Schuz suchten. Davon wurden Adurch einen Wetter⸗ schlag, den Leute in der Naͤhe in Gestalt einer Feuerkugel ge⸗ rade auf sie herabschiessen sahen, getoͤdtet, g andere gefaͤhrlich⸗ beschaͤdigt, deren sechs sich in dem Graben, und zwey dusser demselben befanden, die uͤbrigen aber nicht sonderlich verlezt. Die getoͤdteten waren Simon Marriot mit seinem Sone Robert Marriot, etwa 18 Jahr alt, Richard Wells, und Thomas Burroughs. Der Prediger des Orts, Herr Ed— wards, begab sich gleich nach dem Zufalle zu der Stelle hin und fand sie folgendermaassen. Robert Marriot lag auf dem Rucken ausser dem Graben: die dabey gewesen, sagten: er sey nach dem Wetterschlage noch fortgekrochen. Herr Ed⸗ wards berichtet, er habe kein Zeichen der Verletzung an seinem Koͤrper gesehen, obgleich einige Zuschauer erdichtet hatten, es waͤren alle Knochen in seinem Leibe zerbrochen gewesen. Die Zimmer des Herrn Richmanns und seiner Zuruͤstung be⸗ findet, welche leztere auch in VEIExI Diss. de avertendi fulminis artificio beschriben worden. Dee siha fel Rel u, M IuBeer snlt K Sien N ven WI Nbon,. Hichen n Mm il bigt IDothe iu nih Ihen in! Mude f Al Kr Wa ans M Cchuu Mli Afliht; Mih schn Hunde chektz ch ihn 5 gl (0 u, wenn ie en er hetth nd geheh he ebschla⸗ Huhaufet nptonshie uls sich en ohngefaͤhr ein Gra⸗ en Wetter⸗ kugel ge⸗ efͤhklich eh ausser verlezt. m Sone ll, und Hert Ed⸗ Stelle hin auf dem sagten: Herr E⸗ in seinem hatten, gewesen. Die Iung he⸗ nertendi auf Menschen.. 57. Erf. 52. 121 Die Frau welche die Todten gekleidet meldete nur, daß sie eine Verletzung als mit Schroot gemacht auf der Herz⸗ grube, und vile andere dergleichen Stellen loder Flecke) an den Beinen gefünden haͤtte. In der Hecke stand ein abge⸗ stuzter Eschenbaum) unter welchem Richard Wells und Simon Marriot vermuthlich auch der besagte Sohn bey sei⸗ nem Vater] sassen: Burroughs aber saß zwey oder 3 Vards davon. In disem Baume fanden sich vier, wo nicht mehr, Furchen, an der Seite wo die Leute gesessen hatten, die von oben an bis beynahe zur Erde herab, etwas tieffer als die Rinde gingen und jede ohngefaͤhr einen Zol breit waren: in den uͤbrigen Teilen war der Baum unbeschaͤdigt. Die gruͤ⸗ nen Dornen der Hecke waren versengt, und die Stelle roch stark nach Schwefel. Dem Simon Marriot war der But oben in Gestalt einer Pfeilspitze zerschlagen und bey dem Rande fast rund umher rein abgerissen. Diser Hut und ein Teil der Kleidung war, als ein Sieb, vol Loͤcher; auch waren auf einer Schulter die Kleider bis auf den Leib zerris⸗ sen und daselbst ein rothbrauner hart als Horn verbranter Flex zu sehen. Er war zuruͤk gefallen und hatte noch Schnupftobak auf der Hand welches er eben nemen wollen. Die beiden andern schinen sich mit dem Ruͤcken an der Hecke gestuͤbt zu haben, daher sie in irer Stellung sitzend bliben. Wells hatte einen kleinen Hund auf dem Schooß, der mit er⸗ schlagen war seine Augen offen, die eine Hand auf des Hundes Kopf gelegt, und in der andern ein Stuͤk Brod, als ob er es demselben geben wolte. Die Verwanten meiuten, daß ihm die Schulter als abgeschlagen gewesen. Burroughs saß gleichfals mit offenen Augen,() den Kof auf die H 5 Seite ((ro) Es gehoͤrt also nur zu den Maͤhrchen von der Wuͤrkung des Blitzes daß an einem Erschlagenen immer die Augen ver⸗ schlossen 122 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung Seite gekehrt, aufwaͤrts als nach den Wolken sehend. In seiner Tasche befand sich eine kupferne Tobaksdose, durch welche ein kleines rundes Loch geschlagen und an der Seite etwas von dem Metalle angeschmolzen war. Die untern Teile des Leibes, welche im Sitzen die Erde beruhrt hat⸗ ten, waren an den Getoͤdteten uͤberhaupt, nach dem Bericht der Frau welche sie gekleidet, und besonders an disem Bur⸗ roughs' sehr beschaͤdigt, als ob sie an verschidenen Stellen mit einem kleinen gluͤenden Eisen verbrant waͤren. Ihr Saupthaar war sehr versengt. Einige von den andern welche nahe bey inen sassen, waren unverlezt; andere aber, die auch weiter entfernt gewesen, beschaͤdigt. Die Bleider waren bey disen vol Loͤcher, als ob sie mit Schroot durch⸗ schoͤssen waͤren. Bey keinem fand sich die geringste blutige Wunde, sondern die beschaͤdigten Stellen waren trocken als genarbet. Einige der Verlezten waren als tod niderge⸗ fallen, aber erhohlten sich doch bald wieder von selbst: an⸗ dere muste man zu Hause tragen. Eine Frau hatte vier kleine Flecke auf dem Knie als mit Schroot geschossen, welche nachmahls zur Eiterung kamen nud Brandrinden abson⸗ derten. Eine andere Frau, die sich schwanger befand, hatte uͤber iren ganzen Koͤrper bey hundert verlezte Stellen ver⸗ schidener Art, deren siebzehn ziemlich grooß, ja einige einer Hand grooß waren. Auf jedem Arm befand sich eine der⸗ selben wie auch an beiden Seiten des Bauches. Aus den meisten diser Stellen loͤseten sich nachmahls Brandrinden ab, schloͤssen gefunden wuͤrden wenn er sie offen gehabt, und offen wenn er geschlafen haͤtte. Kein Wunder aber wenn derjenige dem der Bliz in die Augen scheinet, oder dem er sogar die Augbraunen versengt,(Erf. 6) die Lider ploͤlich schliesset. ab 0 sch gitt de scutk il fut uil Mssta u neitt du fillen, Wiehn unen u ahsh I Hul Deh ue dy Runch g a d schgt Rhnalt Henah, ihügn dule Ased Wi Iunng. 010 N shend. zn dose, duth der Seit Du unten ruͤhut hat⸗ den Baicht disem Bun nen Stelin ren. Ih den anden ndere ahe/ hie Kleön oot durch te blutig utrocken liderge⸗ At: an⸗ er kleine welche abson⸗ , hatte len her⸗ ge einer ine der⸗ lus den drinden h, abt, und H Henn dem et Hloͤlich auf Menschen.§. 57. Erf. 52. 123 ab, die schwarz und trocken als Leder, und davon einige groͤsser als eine Walnuß waren. Zwey Brandflecken hatte sie unter iren Fußsolen, obgleich die Struͤmpfe und Schue nicht verlezt waren. Sie hatte dicht bey den Getoͤdteten gesessen und hatte noch den Wetterstrahl gesehen, auch be⸗ merkt daß ihr Man blaß geworden und in Ohnmacht ge⸗ fallen, war darauf auch weggesunken und one Empfindung aufgehoben. Beiden ward eine Ader geoͤfnet. Ire Beine waren noch ehe man sie aus dem Felde zu Hause trug, sehr angeschwollen. Dise Frau empfand vile Schmerzen und konte kaum die Beruͤrung von einigen Bedeckungen ertragen. Drey Wochen dauerte es ehe sie aufstehen konte und bey⸗ nahe drey Monate verflossen vor irer gaͤnzlichen Besserung; dennoch ging sie bis zum vollen Ende irer Schwangerschaft, und an dem Kinde, welches auch am Leben blieb, fanden sich gar keine Flecken. Um diselbe Jahrszeit empfand sie nachmahls ein Jucken mit kleinen Blattern als von Nesseln ver⸗ uhrsacht, deswegen sie jedesmahl Blut lassen muste. An den übrigen Verlezten waren aͤhnliche aber nicht so tief gebrante Stellen, so daß sich auch bey einigen keine Brandrinden absonderten. Noch verschidene andere wurden von dem Wetterschlage umgeworffen, die doch nicht merklich verseert 120 waren.( Erf. 53. (429) Philos. Trans. Vol. XX. n. 236. p. 3. im Jenner 1698 mit⸗ geteilt von Herrn D. Wallis, aus dem Berichte des Predi— gers Heyrn Edwards, und Herrn Butlers, eines guten Beobachters, welche beide sich aus der Nachbarschaft bald nach dem Zufalle nach dem Platze begaben und die Erschlagenen noch auf der Stelle fanden— Ich muß anmerken, daß hier von den Beschaͤdigungen nicht allein der Ausdruk Wunden (Wounds) sondern auch Loͤcher(holes) gebraucht wird, da doch 124 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung * ar 53. Erf. „Im Augustmonat 1763 fiel ein Wetterstrahl auf dem Land⸗ gute Roperbek auf einen groossen Seuhauffen und sezte sel⸗ bigen in Brand, da dan nachmahls unter dem verbranten Heu vile harte, loͤcherichte, dunkelgraue Schlacken gefunden N würden— Bey disem Heuhaufen saß an der Erde eine Frau %½ welche ein halbjaͤriges Kind an der Brust hatte. Sie ward * 0 auf der Stelle vom Bliz erschlagen, davon sich an der 0 Brust und am linken Arme Spuren zeigten: im Gesicht war aber die Farbe nicht veraͤndert, so daß sie noch als lebend aussahe— Das Kind ward 4 Schritt weit zur Seite weg⸗ geworfen und war ganz unverlezt.— Bey der Frau stand IN ein Man; disem ward zur selbigen Zeit das Gesicht mit ver⸗ schidenen Brandblasen bedekt, so daß ihm die Augen zu⸗ schwollen, die Haͤlfte des linken Ores war versengt, auch war die Haut am Scheitel sowohl als im Genicke an zwoen N Stellen verwundet: von da ging laͤngst dem Ruͤkgrade ein versengter Streif herunter und der rechte Arm war etwas WA verbrant. Er ward aber voͤllig genesen, so daß nur im Ge⸗ N sichte die Narben von den Brandblasen uͤbrig bliben.„(2*) W Auf gleiche Weise sind diejenigen der Gefahr ausgesezt, welche sich in oder ausser einem Gebaͤude, nahe an einer 7 Wand, Pfosten oder dergleichen, in welchen ein Wetterstrahl X herunterfaͤhrt, aufhalten, die sich in Winkeln der Zimmer 0 befinden, die von aussen unter einem Thuͤrgeruͤste,(beson⸗ ders doch aus den folgenden erhellet, daß es nur Brandstellen ö in der Haut gewesen. 0(r2+) NoV. Act. phys. med. T. III. obs. 5I. p. 22I. von Herrn D. J. B. D Fiscurg mitgeteilt, aber nicht von ihm selbst beob⸗ achtet.— Ein anderes Beispiel ist in Eph. N. C. Dec. III. ann. I. app. p. 125 angefuͤhrt. e N um uihe en s, Due Zumibet Vrden. Ruge.8 Rugen un Hu n IIUA hshe be 0H lh, auf— pfefnd Achuen u abit nih Q schbener! Mheller vpfe x arin solln n ise sth (1 9 sdem bard 15 scgte sch berbrant gefunde einegte Sie wath sich an r lesicht vn als lebenh eite weß rau stand mit ber⸗ ugen zy t, auch n 3woen ude ein etwas im Ge⸗ 9³ igesez, n einer erstrahl zimmer (eson⸗ dets wselen rrn D. f beob/ 46. Ill- auf Menschen.§. 57. Erf. 53. 54. 5F§. 125 ders einem Tore uͤber welchem ein Turm stehet) oder sonst nahe an einem Gebaͤude bey einem Gewitter Bedeckung 54. Erf. „Vor einigen Jaren schlug der Bliz zu Goͤttingen in einen Turm uͤber dem Wehnder Thor wo die Gefangenen bewahrt werden. Dabey wurden zween Maͤnner unten im Durch⸗ gange des Tores erschlagen, die sich daselbst, um vor dem Regen und Gewitter sicher zu seyn, hingestellt hatten. Der Koͤrper des einen ward oͤffentlich besichtigt und geofnet, aber keiner von den anwesenden Aerzten konte die besondere Uhrsache des ploͤzlichen Todes daran entdecken.“C483 J5. Erf. „In einem Zuͤrcher Dorfe ward 1706. ein Man der sich bey der Thuͤr eines Hauses unter dem Gefimse hingestellt hatte, auf der Stelle vom Bliz erschlagen, und an seinem Kopfe fand man eines Talers breit die Hare gleichsam weg⸗ geschnitten. Einen Schrit weit von ihm war ein zweyjaͤs riges Knaͤblein und ein erwachsener Sohn vom Hause, denen aber nichts wiederfaren.— Der Strahl war von der obern Ecke des Schorsteins an, durch das ganze Haus, mit ver⸗ schidener Beschaͤdigung heruntergeschossen, hatte auch noch im Keller einen Staͤnder zerspalten und dabey ein Loch eines Kopfes grooß durch die Mauer gebrochen. In einer Stube, darin die Hausleute waren, ward ein Fensterladen zer⸗ spalten und bey 30 Scheiben zerschmettert. Daselbst ward eine siebzigjaͤrige Frau nidergeworfen und ihr linker Schu samt (42½) Aus einem Schreiben des Herrn Hofrath Raͤstners, wel⸗ cher bey der Leichenoͤfnung gegenwaͤrtig gewesen, vom Zasten May 1775. suchen. 126 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung samt dem Strumpf aufgerissen, one weitere Verletzung an iren Kleidern. Sie empfand einen breunenden Schmerz am Schenkel und im Ruͤcken, davon sie doch in wenig Tagen wieder genesen war.“(23) 56. Erf. „Im Jahr 1698 den 22 Decemb. stellte sich ein junger Man bey einem ankommenden Gewitter unter die Thuͤr einer Scheune, deren Geruͤste oben von Stein war. Daselbst fuhr ein Wetterstrahl herab, der ihn erschlug. Er lag vor⸗ waͤrts danider, ganz von Kleidern entbloͤßt, indem nur ein wenig vom Hemde an seinem Halse, vom Strumpfe an ei⸗ nem Fusse, und vom Rok⸗Ermel am Handgelenke an ihm gebliben war. Seine hoͤlzerne Schue waren weggeworfen, davon man nur den einen zerspalten wiederfand, so wie auch der Hut nicht zu finden war. Die uͤbrigen Rleider waren in kleine Lumpen zerrissen weit umher zerstreuet. Die Hare auf seinem Kopf und am Baarte waren als mit einem Lichte versengt. Das Thuͤrgeruͤste war zerschmettert und ein Teil der Mauer uͤber demselben heruntergeschlagen, da⸗ von die Steine um ihn her lagen.“(124) 57. Erf. vZu Trythal in Cornwal, welches anderthalb englische Meilen suͤdwestlich von dem Moͤlfrahuͤgel ab liget, siel in weniger als einer Virtelstunde nach dem(Erf. 40.) oben er⸗ weenten Wetterschlage, der Bliz auf ein hochstehendes Paͤchterhaus, welches keinen Baum oder andere Erhaben⸗ heit (423) Scheuchzer Schweiz. Nat. Gesch. III. T. p. 198.(Sulzers Ausg. I. T. p. 274.) (2½%) Philos. Trans. Vol. XXI. n. 249. p. 5. von Herrn Ralph Thoresby berichtet. U rnde N amh Dyshlbot r Enl gdde f Rchin U dß wuegulee In Hgl j 1* 00vuch W IMn Walden, Ad diht vot d e gech uulh ahet! Iu Nhe N Ih dergich schagen sik, sin Mfsh shendai Kgeadgn sgt. O luchoneo urfihlt Rülbung hhfnn ehung gj hmerz a nig Tagen ein junger Vür eet Daselhl r lag dotz m nur ein pfe an ei le an ihm geworfen, wie auch er waren 1. Die it einem ert und en, da⸗ nglische siel in oben er⸗ ehendes erhaben; Heit (Sulherz Ralph auf Menschen.§. 57. Erf. 56. 57. 127 heit in der Naͤhe um sich hatte. Der Kuͤchenschorstein, wel⸗ cher von gehauenen Steinen war, ward, so weit er uͤber das Dach hervorragte, naͤmlich etwa 4 Fuß, rein abgeschlagen. Der Strahl fuhr sodan teils an disem Schorsteine, teils im Gebaͤude selbst, mit einiger Beschaͤdigung, herunter. Der Paͤchter selbst saß unter dem Schorsteine am Feuer, ward, one daß er den Bliz gesehen oder den Donner gehoͤret hatte, eine gute Strecke von der Stelle weg in die Kuͤche hingeworfen, und lag eine Virtelstunde lang betaͤubet, klagte nachmahls, daß er die Arme nicht bewegen koͤnne, und einen Schmerz, als durch die Knochen schiessend, fuͤle, war aber mehr von dem ausgespruͤzten sidenden Wasser aus einer Pfanne, darin ein Brand⸗Eisen, welches im Schorsteine hing, geworfen worden, als vom Blitze selbst verbrant. Die Frau, welche dicht vor dem Seerde saß, ward zu Boden geworfen und die zugeschnallten Schue von beiden Fuͤssen abgerissen: sie ward aber weder verbrant noch betaͤubet, und nur auf ein Paar Tage an den Kuͤssen etwas gelaͤhmt. Zwey andere Personen in der Kuͤche wurden ebenfals umgeworfen, aber nicht beschaͤdigt. Der Sohn hingegen, welcher in der Ecke der Kuͤche neben dem Heerde an der Mauer saß, ward er⸗ schlagen. Sein Hemde war am Ruͤcken etwas versengt und zerrissen, sein Rok und zwey Kamisoͤler in Fetzen zer⸗ stuͤkt, sein linker Schu vom Fusse und dabey auch der kleine Zehe fast abgerissen. Diser ward nicht umgeworfen, sondern sitzend auf der Stelle, wie auch sein Hund zu seinen Fuͤssen ligend getoͤdtet. Um den Guͤrtel war ihm auch die Haut ver⸗ sengt. Die Tochter war auf der Dile neben der Kuͤche, ward auch one Empfindung nidergeworfen, erhohlte sich aber bald, nur fuͤhlte sie ein Zittern uͤber den ganzen Koͤrper und eine Betaͤubung und Steifigkeit in den Fuͤssen als was man Schlafen nennt. Da sie eine Rauchwolke im Zimmer sahe und 128 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung und ire Mutter schreien hoͤrte, lief sie zur Kuͤche, welche vol Dampf war, der einen Schwefelgestank hatte.“(5 58. Erf. „Im Jahr 1752. den 19 Jun. fiel ein Wetterschlag unter der Predigt auf die Kirche zu Alfwa in Gothland. Die Spindel des Turms am westilichen Ende der Kirche, welche aus Eichenholz, zuoberst mit Eisen, bestand, ward zerschla⸗ gen und herabgeworfen. An der oͤstlichen und suͤdostlichen Seite des Turms waren verschidene Bretter abgeschlagen. An der nordlichen Seite des Kirchendaches zunaͤchst bey dem Turm war ein Teil der obern Bretter die laͤngsthin am Dache herabgingen abgerissen, die andern aber welche queer⸗ uͤber gegen das Dach lagen waren unbeschaͤdigt. Ein Bal⸗ ken des Dachstuhls war queer abgeschlagen, und darunter war aussen an der nordlichen Seite die Kirchenmauer vom Dache bis an den Fuß eines Fingers breit gespalten. Da⸗ selbst fand man auch die Erde in einem Haufen aufgeworfen. In der suͤdlichen Thuͤr war ein groosser Marmorstein unten von der Schwelle hinaufwaͤrts gesprenget. Von der Thuͤr, welche nach der Mauer zu offen stand, war ein Splitter abgeschlagen; die Mauer zunaͤchst dabey fand man unbeschaͤdigt, oben aber waren drey Loͤcher in der Mauer, und am Pfeiler zunaͤchst bey der Thuͤr war in einem Steine ein Loch gesprenget. Ungefaͤhr eine halbe Elle nordwaͤrts von dem Deckel uͤber der Kanzel war in dem Ge⸗ tuͤnchten an der Mauer ein laͤnglicht rundes Loch. An der RKanzel hatte der Bliz eine vergoldete Leiste getroffen und war (ras) Philos. Trans. Vol. XLVIII. p. 89. nebst einem Abrisse der getroffenen Stellen: von Herrn M. Wil. Borlase beschriben, welcher die Umstaͤnde selbst untersucht und von dem Paͤchter erfraget hatte. O un nilher unuh in mnbhliter I dele Wugn am bber usst Raanl Lin ser d sih ssso shahen⸗ IWun dr fnihi Gng ind nihen in Richsan s Huftlutb; aufud h. Den Idd UNN Dtth Wit Inehe spfez t Mfllwn Chiftn! at, Ebogn, Rugr iu ante um oben hmben zun u liugshin ar welche guen . Ein Be⸗ ind datunte mauer bon Aen. Da⸗ szeworsen. tein unten Von der and, war Abey fand er In der t war in halbe El dem Ge M det fen und auf Menschen.§. 57. Erf. FS. 129 war an solcher einige Laͤnge bis zur Kanzelthuͤr hingelaufen, hatte auch im Wege(vielleicht bey einem Nagel! einen klei⸗ nen Splitter aus dem Holze geschlagen. Dise Leiste, und eine andere am Kanzelfusse, wie auch verschidene Vergol⸗ dungen am Kanzeldeckel, waren flekweise schwarzblau: aber ausser disem vergoldeten Zierrate zeigte sich an der Kanzel keine Verletzung. Vier Personen, von denen zwo in jeder der Baͤnke, die am naͤchsten bey der Kirchtuͤre sind, sassen, empfanden einen Schmerz in den Fuͤssen, der bey einigen acht Tage anhielt. Eine andere in der dritten Bank von der Thuͤr vornen her, zunaͤchst bey dem Pfeiler, fiel ohnmaͤchtig hin und klagte noch etliche Tage uͤber heftigen Schmerz in den Fuͤssen. In einem von den Weiberstuͤlen mitten im Gange, ward eine Frau, die der Mauer am naͤchsten saß, ebenfals so getroffen, daß sie ohnmaͤchtig hinfiel und noch fuͤnf bis sechs Wochen heftigen Schmerz empfand: aͤusserlich aber zeigte sich keine Beschaͤdigung an ihr. Dem Prediger auf der Kanzel ward die Peruke an⸗ gezuͤndet: er fiel in Ohnmacht und ward one Empfindung aus der Kirche getragen, doch erhohlte er sich wieder nach drey Virtelstunden. Ausser der Peruke waren auch seine eigene Hare uͤber der Scheitel und vor dem rechten Hinterteil des Kopfes versengt. An der rechten Seite des Halses bis zur Achsel war die Haut abgestreift. Von da gingen drey rote Streifen zwey Finger breit, einer uͤber das rechte Schulter⸗ blat, der andere uͤber die obere Seite des Armes, bis zum Elbogen, der dritte oben vom Schultergelenke gegen die Armgrube. Wiederum fing sich an der aͤussern Seite, mit⸗ ten am rechten dicken Beine ein Streif an, der sich vorwaͤrts vom obern dicken Beine am Knie hinunter und uͤber das Schienbein bis an die groosse Zaͤhe zog. Dise Streifen ver⸗ gingen nach einiger Zeit one daß die Haut abgegangen waͤre. J Die 0 IVI ö + ö ————.— ö V 7N 130 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung Die Hare der Haut an den beschaͤdigten Stellen waren teils kraus gesengt teils abgebrant. Vier Wochen lang hatte er keinen Schlaaf, und empfand starke Schmerzen in den Ar⸗ men und Fuͤssen, am meisten und laͤngsten aber im rechten Arme und im linken Fusse, wo ihm Adern geoͤfnet wurden. In den eigentlichen Flecken wo sich die Spuren des Blitzes zeigten empfand er keine Schmerzen. Die Kirche ward bey dem Wetterschlage von Rauch und Schwefelgeruch erfuͤllet, der besonders um die Kanzel herum stark war.“(36) Da die Kanzeln an einem Pfeiler, oder an der Mauer, oder am Chor bevestigt werden, da der Deckel derselben mit eisernen Stangen gehalten wird, auch oft Vergoldungen daran be⸗ findlich sind, so kann, wenn eine bessere Leitung felet und der Bliz sich im Gebaͤude zerstreuet, leicht ein Teil des Strahls darauf fallen, und da das Metal unterbrochen ist, den Prediger in seinem Wege mittreffen. Ich will davon noch einen Fal anfuͤren. 59. Erf. „Zu Solingen im Juͤlichschen fiel 1711. ein Wetterstrahl, unter der Predigt, durch den Glockenturm in die Kirche. Daselbst wurden drey Personen erschlagen und verschidene beschaͤdigt, unter welchen auch selbst der Prediger auf der Kanzel war. Er fiel betaͤubet nider und man fand an seiner rechten Hand und am obern linken Schenkel bis auf das Knie die Hare abgesengt und die Haut mit einem roten Streif bezeichnet, one Verletzung der Kleider.“(7) ö§. 58. 4— Der Bliz macht aber, besonders zur Seite, keinen wei⸗ ten Sprung durch die Luft um von andern Koͤrpern in wel⸗ chen (426) Schwed. Abhandl. XV. B. 1753. Pp. So. (var) Scheuchzer Schweiz. Nat. Gesch. VIE. od. Meteorol. p. 35. V wat Aln Rete nsuuden. IIt her Rondenen n Eune N.6 Diche dulch N Einslin nitheih Asbunp h„, Rhe Ush i Deel Cih WM en16 Echoif 6 Hliset Mse le liutn E om and hockeln Haschhg Iue Wiches 0 waren tiiz ang hattt in den R. in rechte het purden. des Btzes che wnrd beh ruch etfüͤle, 50/19 er, oder an mit eisamn daran h⸗ g felet unz in Teil d brochen jj will datn etterstif, die Kiht, Herschidene A+auf der an seiner auf das m roten ) nen wei⸗ in wel chen .55 auf Menschen. 9.§7⸗59. Erf.. y9. 60. 131 chen er herabfaͤhrt auf einen Menschen zu fallen. Bey sehr vilen Wetterschlaͤgen in allerley Gebaͤuden sind Menschen vorhanden gewesen, um welche der Bliz in den Waͤnden u. s. w. herumgefaren one sie zu beruͤren.(Erf. 3. 25. u. s. f.) Von denen bey einem Wetterschlage Verlezten oder Getoͤdte⸗ ten koͤnnen auch noch einige blooß durch die Nebenwuͤrkungen des Blitzes, davon unten geredet wer den sol, und besonders durch die Platzung der Luft gelitten haben, one daß sie der Strahl in seiner Fahrt eigentlich beruͤhrt haͤtte. Wenigstens wuͤrde ich urteilen, wenn an dem Erblasseten und seiner Kleidung gar keine Spuren der Versengung gefunden wuͤr⸗ den, daß er nicht getroffen, sondern nur aus einer solchen Ursache gestorben sey. §. 59. Die Anlockung durch Metal am Leibe kan den Sprung des Strahls noch etwas weiter herfuͤren. 60. Erf. „Auf einem Landgute bey Bergen in Norwegen fiel 1669. den 14 Aug. unter heftigem Plazregen der Blitz auf den Schorstein des Herrnhauses, drang durch 4 Zimmer und bis in den Bierkeller hinunter. Fenster, Tuͤren und irdene Gevaͤsse wurden zerbrochen und hinausgeworfen, zinnernes und eisernes Geraͤte aber hie und da teils angeschmolzen, teils mit schwarzen Flecken bezeichnet. Die Vaͤsser an dem einen Ende des Kellers wurden von irer Stelle geruͤkt und am andern Ende wurden die Stoͤpsel oder Hane in denselben wackelnd gemacht.[Es wird nicht gemeldet, daß ein Vaß zerschlagen worden, daher ist die Erschuͤtterung wol nur von Platzung der Luft entstanden.] In einem der Zimmer, welches vol Dampf und Schwefelgestank ward, lag eine J 2 Woͤch⸗ 132 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung Woͤchnerin, bey deren Bette sechs Frauenspersonen sassen, die ihr Geselschaft leisteten. Die Vorhaͤnge wurden ange⸗ zuͤndet und alle sechs zur Erde geworfen: unter inen aber nur eine, naͤmlich die Mutter der Woͤchnerin, beschaͤdigt. Dise lag ganz sinlos danider, und als sich die andern wieder erholet, sahen sie, daß bey ihr allein der Schleier(peplum) als von Schießpulver verbrant war. Sie hatte an irer Kleidung eine silberne Kette, welche sich angeschmolzen und in fuͤnf Teile zerrissen befand. An irem Hemde und uͤbrigen Kleidern war nichts verlezt: am Koͤrper aber, unter den Bruͤsten am Unterleibe herunter, war ein Flek einer Hand breit sehr verbrant.(14) Die guten Frauen waren einstimmig der Meinung, daß hizu kein besseres Mittel als Frauenmilch waͤre, welche demnach fleißig sechs Tage lang mit Tuͤchern aufgelegt ward, aber die heftigen Schmerzen nicht zu lindern vermogte. Es ward darauf durch eine Brandsalbe die Entzuͤndung, dabey sich auch Blasen auf⸗ geworfen, gedaͤmpft, die Brandrinde loͤsete sich mit guter Eiterung, ward durch reinigende und heilende Mittel be⸗ handelt und in Zeit von etwa 3 Wochen war die Wunde ge⸗ heilet,— In demselben Zimmer sol auch der Band von der daselbst ligenden Bibel hinten ganz abgeschlagen und der Rand von einer ziemlichen Anzahl der aͤussern Blaͤtter, one Verletzung der Schrift, als mit einem Messer abgeschnitten worden (1as) Vermuthlich hing am Busen ein Halsschmuk herunter.— So ward im Jahr 1672. den 2ten Sept. bey Leedes ein Maͤdchen, dessen Wams vorne mit Haspen zugeheftet ge⸗ wesen, so zwischen den Bruͤsten vom Blitze verbrant, daß die Narben davon nicht vergingen: wie Herr Thoresby, der es von irem Bruder im Jahr 1700 erfaren, berichtet. Phil. Trans. Vol, XXII. N. 264. p. 578. 10 othe sehn an dnde dudulde I Rurn detd Iuem ah uhen Ihen Mu ucheuhel Rt. Y Rife c 10Y f slbemen! Idiean Intufen Ichn Wögule Ruh der Ehuut. let lt e gach, Mitale sst, u gfunben wen sisn Irden ang⸗ rinen abe beshihtt dem tieder er(Pepun) tte an irer zeschnolhe hemde uuh ber, umm. Flek ein sen waunn Nittel alz age lang chmerzen Irch eine n auf⸗ t guter ttel be⸗ nde ge⸗ von der ind der , one hnitten worden utet.— edes i stet ge⸗ It, M reoby, sichtel auf Menschen.§. 59. Erf. 60.6L. 133 worden seyn.“(29) Vielleicht war metallener Beschlag am Bande und das Papier ziemlich alt, daß der Rand durch den Druk der Luft leicht reissen mogte.) 61. Erf. „Im Jahr 1706 ward zu Augsburg, in einem Hause darin der Bliz das Dach u. s. w. zerschmetterte und es mit einem Schwefelgestank erfuͤllte, eine Jungfrau, die nahe an einem Fenster stand, welches nebst der darunter befind⸗ lichen Mauer mit beschaͤdigt worden, zur Erde geworfen, so, daß sie zwey Stunden lang als tod lag, und nachher noch einige krampfigte Bewegungen an Armen und Beinen hatte. Ihre Fontange(der damalige mit Eisendrath auf⸗ gesteifte hohe Kopfputz) war an§ oder 6 Orten in etwas als von Funken angebrant. Sie hatte eine Schnuhr von silbernen Rugeln um den Hals gehabt, welche zerrissen und die auf dem Boden zerstreuten silbernen Perlen schwarz angelaufen, ja an den Stellen wo sie sich beruͤhrten etwas angeschmolzen waren. Auch fanden sich an der linken Seite des Halses schwarz angebrante Striche, etwa 8 an der Zahl, nach der Reihe und in dem Abstande wie die Perlen an der Schnur gewesen waren. Dise Versengung der Haut ward aber leicht geheilet und sie ward voͤllig wieder herge— stellt.“(136)[Hier hatte das Metal den Bliz zwar herge⸗ gelokt, der aber auch, da die Schnuhr zerissen, mit den metallenen Kugeln vermuthlich wieder abgesprungen, weil sonst, und weiter herunter am Koͤrper keine Beschaͤdigung gefunden worden.] J 3§. 60. (129) Eph. N. C. Dec. I. ann. 2. obs. 37. P. 64. nach dem Bericht des Herrn Doct. Treubler welchen die Kranke rufen lassen. Bartholin. Ad. med. Vol. IV. obs. 9. p. 34. *(130) Eph. N. C. Cenr. I. obs. 28. p. 87. —— —— ——————— .—————— — 134 K.VI. Anlockung und 5 §. 60. Gleichwie aber die Anlockung und der Sbrung zu oder von unterbrochenem Metalle in der Naͤhe dem Menschen gefaͤhrlich seyn kan, so schuͤtzet ihn vielmehr das Metal welches neben ihm in einer Strecke herab gehet oder ihn umgibet: denn der Bliz verlaͤßt das Metal nicht um auf den Menschen zu springen wenn er durch jenes eine Leitung zur Erde haben kan: ja, wenn er nur zur Seite unterwaͤrts auf eine Strecke Metal treffen und dahin in andern vesten Koͤrpern herabfaren kan, so springt er nicht durch die Luft auf nahe Menschen zu. So blieb Herr Worsfold in dem Eisenladen(18 Erf.) und die drey Personen in der Kuͤche (Erf. 20) wo so viles Metalgeraͤte rund umher vom Blitze beruͤhrt worden, unbeschaͤdigt. Von dem unterwaͤrts zur Seite ablockenden Metalle wird gleichfals ein Beispiel (Erf. 105. b.) angefuͤhrt werden.— Sogar das duͤnue Metal von Vergoldungen, wenn es in einer Strecke an der Wand herab gehet, kan disen Dienst leisten. 62. Erf. In den Zimmern des Lord Tylney zu Neapel waren bey drittehalbhundert Personen versamlet und ausserdem noch eben so viel Bediente im Hause, als 1773 den 15ten Merz ein Wet⸗ terschlag darauf fiel. Der Bliz ging durch neun Zimmer welche diser Lord in einem Stokwerk neben einander hatte, so, daß 5 derselben von 234 Fuß breit in einer Laͤnge von 91² Fuß gerade an einander fort, und von dem vierten in einen Winkel die vier uͤbrigen 144 Fuß breit etwa 70 Fuß lang ab⸗ gingen. Der Strahl war ohngeachtet der vilen Lichter in jedem derselben sichtbar gewesen und hatte sowohl hier als in eben so viel Zimmern von gleicher Groͤsse, und auf aͤhnliche Weise verziret, welche sich in dem Stokwerk daruͤber befanden, deuk⸗ allit O. s wunlch 30 En W ill 1 Suef dl Hetun W use, 6 Nagodu M hm Hr! 11 nul de Dlen Wüug auch on ligtei len d dhe Dadon vesi Iu. se. Rer, v I i 0 di fen hn godete huedit WI ing zu dhe WMaschn dad Mag het ober cht um af eine Rug Anterwätt dern Hsstu rch de dn folh in hen der Kich bom Vithe unterwaͤttz in Beispil ¹s dͤͤnne Ke an der varen beh nocheben ein Bet⸗ Zimmer er hattt, inge bon nineinen lang ab⸗ in jebem in eben Weise sanden, dell⸗ auf Menschen.§. 60. Erf. 62. 135 deutliche Spuren hinterlassen. Die besten Zimmer daselbst sind naͤmlich mit einer falschen Vergoldung praͤchtig ausge⸗ ziert. Ein mit Gips bekleideter Korniß welcher unter der Decke hinlaͤuft ist mit Silberblat loder Zinblat] belegt und dises mit einem gelben Virniß uͤberzogen. Ein schmaͤlerer Streif gleicher Art gehet um die Tapeten an den Waͤnden herum und ist doppelt in den Ecken, wie dan auch Thuͤrge⸗ ruͤte, Gemaͤhlderamen, Lehnstuͤhle u. s. w. ebendergleichen Vergoldung hatten. Der Grooßbrittannische Gesandte, Rit⸗ ter Hamilton, war eben gegenwaͤrtig und unterredete sich in einem der besagten Zimmer mit Herrn de Sausuͤre, Profes⸗ sor zu Genf, als der Wetterschlag geschahe, davon sie nach⸗ mahls die Spuren im ganzen Hause genau untersuchten— Oben an dem platten Dache, welches mit einer Art von Be⸗ moͤrtelung gedekt war, fanden sie keine Beschaͤdigung, wie auch an keinem der Schorsteine. Gleich unter disem Dache liegt eine zinnerne Regenrinne, davon verschidene Ausgus⸗ roͤren etwa z Fuß hervorgehen, deren jede von einer duͤnnen eisernen Stange unterstuͤzt und oben mit zweien eisernen Draͤten von der Dicke einer Schreibfeder an der Mauer be⸗ vestigt ist. Einer von dergleichen Draͤten war angeschmol⸗ zen. In den Bodenkammern unter dem platten Dache fan⸗ den sie keine Verletzung. Nun folgten die praͤchtigen Zim⸗ mer, welche uͤber dem Stokwerk des Lord Tylneys waren, und in welchen sich einerley Spuren vom Blitze befanden als von den leztern ausfuͤhrlicher beschriben wird, nur wa⸗ ren diejenigen welche in jedem Stokwerk am meisten gelit⸗ ten hatten nicht eben gerade uͤber einander. Der ver⸗ goldete Korniß, welcher uͤber 93 Zoll breit ist, war zum Teil nur an den Fugen, besonders in den Winkeln und wo eine Ritze in dem Metal gewesen, angeschwaͤrzt, in verschide⸗ nen Zimmern mehr oder weniger beschaͤdigt, besonders wo der I 4 Metal⸗ 136 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung Metaldrath von einer Klingel daran gestoossen. In einem der Zimmer war aber keine Spuhr von Beschaͤdigung an dem vergoldeten Korniß oder andern Teilen, ausser allein an dem Klingeldrate, welcher durch das Zimmer hinging und geschmolzen war. Die vergoldeten Leisten an den Waͤn⸗ den waren 24 Zoll breit, und die senkrechten 14 Fuß hoch: davon waren sehr vile beschaͤdigt, 8, 9, 10 in einem Zimmer. Hie und da wo ein Leenstuhl, Sopha, Tischgestelle, die Lei⸗ sten beruͤhrt hatte, war der Strahl uͤber die Vergoldungen derselben mit herunter gefaren und die Stelle wo die Beruͤ⸗ rung gewesen an beiden Teilen mit einem schwarzen Flek bezeichnet. Unter den Tapeten, um welche die vergoldete Leiste ging, war naͤmlich ein Fuß oder bretterne Verkleidung eben von der Hoͤhe daß die Stuͤle mit iren Lenen daran sties⸗ sen. An den Stuͤlen und Sophas war auch der Damast am Rande der Vergoldung an den Stellen wo Naͤgel darun⸗ ter waren versengt. In zweien Zimmern waren keine Lei⸗ sten, sondern Gemaͤhlde an weissen Waͤnden. Hier war der Strahl in einem derselben an dem Gemaͤhlderamen welcher oben den Korniß und unten das Thuͤrgeruͤste beruͤhrte von jenem zu disem herabgefaren, und hatte noch an demseinen Fusse dises Geruͤstes ein Stuͤk von der bretternen Verklei⸗ dung abgeschlagen und versengt: in dem andern Zimmer hatte er mit Spruͤngen uͤber zwey Gemaͤhlderamen laufen muͤssen um zu dem Thuͤrgeruͤste zu kommen. Der weiteste Sprung welchen der Bliz hier in dem Zwischenraum von dem einen Ramen zum andern gemacht, und welcher sich, wie bey den andern, an der Wand bezeichnet fand, war 13 Zoll— Von den Vergoldungen war der Verniß abge⸗ streift, so daß diejenigen welche unter dem Korniß gesessen ganz davon mit glaͤnzendem Staube bedekt worden— Da der Strahl in so vilen Abteilungen herunter gelaufen, so hatte sath in o Au ilsche hen Wolse Imendung ung H u Dge uten an unter gjf Hehen Iihen fll W.sthaft Dd g sach 3 I denieun um noch⸗ Hmhittlen uhe dien Iun schd WVüe niht sch Myn zuj in K Wch G ren in so RM n ssn, ů 10 5 6 0 Ineinh bizung usser allen ler hinginz den Wan: 4.iß hoch: em Zimmer dle, die dez Lolbunge die Beni zen Fleh hergolbete rkleidung aran sließ Damas jel darun: keine Lei war der welcher hrte von emseinen Vetllei⸗ Zimmer laufen weiteste um von er sich d, war jabge⸗ essen Da / so hatte auf Menschen.§. 60. Erf. 62. 137 hatte ein jeder den Bliz gegen sich uͤber gesehen. Vile von der Geselschaft in L. Tylneys Zimmern, deren siben sehr vol von Anwesenden waren, die sich beym Kartenspiel ober in Unterredung beschaͤftigten, hatten zwar eine starke Erschuͤt⸗ terung gefuͤhlt, davon einige noch einen Schmerz verschi⸗ dene Tage lang behielten, welches vornehmlich diejenigen waren an deren Stuͤlen oder Sophas selbst der Bliz her⸗ unter gefaren: keiner aber war irgend merklich verlezt. Hingegen bekam ein Bedienter auf der Treppe einen schwaͤrz⸗ lichen Flek an der Schulter und Lende, und einem andern, der sich auf derselben Treppe schlafen gelegt und den Kopf an die Wand geleent hatte, waren an selbiger Seite die Hare versengt. In den beiden leztbenanten Zimmern schien der Bliz am staͤrksten gewuͤrkt zu haben. In dem Zimmer unter demjenigen wo das Bret von dem Thuͤrgeruͤste abgeschlagen, war noch ein Stuͤk eines halben Fusses im Gevierte aus der bemoͤrtelten Mauer gesprengt und umher zerstreuet. Weiter unter disem war eine feuchte Mauer, in einem Waschhause, darin sich der Bliz verteilen und zur Erde faren konte— In Lord Tylneys Zimmern war einiger Schwefelgeruch, aber nicht sehr betraͤgtlich: etwas mehr schien in den oͤbern Zim⸗ mern zu seyn— Das Haus liegt zwar hoch, doch sind um⸗ her in der Stadt noch vile erhabenere Kuppeln und andere hoͤhere Gebaͤude.„(3) Auch goldene und silberne Tressen an den Pleidern koͤu⸗ nen in so ferne dienlich seyn, daß sie einen herzuspringenden Bliz von dem Koͤrper selbst abhalten und aussen herabfaren lassen. J 5 63. Erf. (IsT1) Pphilos. Trans. Vol. LXIII. p. 324. vom Ritter gamilton be⸗ schriben, nebst einer Zeichnung von dreien der Zimmer. —— Hrur —.. — —— 1. VI 1 — —.— — 138 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung 1907 7 63. Erf. ö „An dem gemauerten Pfeiler des Thors in einem Rave⸗ lin zu Rendsburg, welches oben mit einer eisernen Bombe geziret ist, an deren Braudloche die Flamme mit eisernen vergoldeten Bleche vorgestellt wird, stand des Plazregens halber ein Ingenieuroffizier mit der rechten Schulter ange⸗ leent, als 1769 den 25 Jul. ein Bliz darauf zufuhr. Er ward, zugleich mit einem Sergeanten der bey ihm stand, ein Paar Schritt von dem Pfeiler zur Erde geworfen nud be⸗ täubet, und nach einer Virtelstunde, da er sich wieder er⸗ holet hatte, konte er noch weder sprechen noch schlucken; je⸗ doch ward beides nach geoͤfneter Ader wieder hergestellt. An seiner Kleidung waren die meisten goldenen Tressen schwarz angelaufen, hie und da das Gold und Silber ganz wegge⸗ schmolzen, auch vile Knoͤpfe so angeschmolzen daß das unter der metallenen Platte befindliche Harz ausgelaufen war. An seiner Taschenuhr war zwar aͤusserlich keine Beschaͤdigung zu spuͤren, sie ging aber nach disem Zufalle so unrichtig, daß sie auf keine Weise in Ordnung zu bringen war, und als man die Unruhe herausgenommen fand sich daß selbige offenbar ma⸗ gnetisch geworden war. Indessen waren die Verletzungen am Leibe des Getroffenen nicht gar grooß oder tief, und binnen 3 Wochen ward er voͤllig wieder hergestellt.„(3) [Wenn man bedenkt, wie leicht sonst die also Schuz an ei⸗ nem Gebaͤude suchende 9 der Stelle erschlagen werden, so wird man die Rettung dises schweer Getroffenen wohl dem Herabstreichen des Stra hls an seinen Tressen zuschreiben muͤssen, und wenn derselbe sich an der Stelle des Predigers 60 Erf.) befunden haͤtte, so wuͤrde der Strahl nicht so durch ö die (32) Ackermann Nachr. von der Würk. eines Wetterstrahls p. 18 aus dem eigenen Berichte dises geschikten Offiziers. Wf ehr ushin de u ihn sihe laͤde be W s Ne M Kladee an uehuz N U apaur Iah uitt Asel fIbsenn ucinn D sichen ru Ruch ate Cu u„ eikt vin in d Grg (55) ————65Iʃ..2 einem Run, Ahen Bomh mit eiserng Pazregen chulter anse zufuht. m stand, th rfen und h⸗ h wieder e hlucken; gestellt. sen schuutz anz wegg⸗ f das unter war. M ibigung zů tig/ daß sie I8 man die eubar ma⸗ rletzungen tief, und 11.66⁷½ huß an ei⸗ erden, so wohl den zuschreihe Predigets btso burh die nahl I 4 . auf Menschen. d. 60. Erf. 63. 64. 139 die Kleider auf den Koͤrper zu gedrungen, sondern vielmehr Aen an dem Metalle herabgeschlupft seyn. Auf ähnliche Weise koͤnnen auch vom Regen stark durch⸗ nezte Kleider einiger Maassen dinen, den Strahl leichter an der Oberfläche des Koͤrpers herabfaren zu lassen, und also die Verletzungen welche sonst unter dem Widerstande der Kleider am Koͤrper entstehen zu verhuͤten. Da aber die Be⸗ netzung durch Regen den Bliz weder von andern Koͤrpern (§. 2 noch von Menschen(133½) voͤllig abhaͤlt; so moöͤgte ich doch einer solchen Ableitung nicht viel zutrauen. Ueberdem bleibt nicht allein in disem Falle, sondern auch bey den Tressen welche am Leibe getragen werden, der durch den An⸗ fal des Strahls auf den Kopf erlittene.—— dem noch immer gefaͤhrlich. 64. Erf. Der Herr geheime Secretair Lichtenberg erweent eines solchen Falles, wo einem Manne die durchnezten Kleider durch einen Wetterstrahl, von der linken Schulter bis zur Spitze des Fusses, als mit einem Messer durchschnitten wur⸗ den, one daß an seinem Koͤrper einige Verletzung, ausser einer Stelle am Fusse unter der Schuschnalle, veruhrsachet waͤre. Da er aber einige Monate nachher an einem Scha⸗ den in der Lunge starb, so hat man solches dem heftigen Eindringen der Luft bey dem Wetterschlage zugeschriben.(4859 §. 61. (433) Denn bey den Faͤllen wo Menschen die des Regens wegen Schuz gesucht hatten getroffen wurden Erf. 52. 54.) waren doch alle Koͤrver umher genug benezt. S. auch Erf. 115. von durchneztem Mantel.— Ja, es scheinet, daß auch lebendige Pflanzen mehr anlocken als die Feuchtigkeit.(S. 21. Erf. von dem Weinstok.) e) Verhaltungs⸗Regeln bey nahen Donnerwettern. p. 66. — 140 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung 2i et. GI. 0 5 Es 28führt aber der Bliz auf den Menschen und hlt 0 an seinem Koͤrper vorzuͤglich vor Holz und Steinen, indem er dise verlaͤst um auf nahe Menschen zu springen: auch vor⸗ zuͤglich vor den troknen Kleidungen von Seide, Wolle, Ha⸗ reu, Leder. Dise werden von dem Strale welcher daran Widerstaud siudet und zu dem Koͤrper durchdringet, bald durchloͤchert, wenn es naͤmlich ein schmahlgesamleter Strahl gewesen, als besonders wenn er von oder zu einem Metalle gesprungen(Erf. 50. 72. 75. 90.) bald, wenn der Bliz in ausgebreitetem Strale hergefaren, ganz zerfezt:(Erf. 56. 711 95. 96.) auch beym Einherstreichen am Koͤrper ires Wi⸗ derstandes wegen ausgedehnt,(75 Erf.) zerrissen,(Erf. 65) und endlich beym Absprunge nachdem der Strahl sich aber⸗ mahls mehr oder weniger samlet, entweder blooß durchbo— ret(Erf. 50) oder Lersetze, wie gemeiniglich an den Schuen Hi ö O OF. Erß. „Im Zahr 1715 den 23sten Jul. schlug der Bliz in eine Windmuͤle vor dem Dorfe Wernaͤuchen im Brandenburgi⸗ schen, dabey der Muͤller folgendergestalt beschaͤdigt ward. Das Futterhemde war oben mit einem Loche durchboret und unter der Axel aufgerissen die hirschlederne Hosen waren an der linken Seite ganz zerrissen: vom Pantoffel war das Oberleder als mit einem Messer durchschnitten: das Hemde war auch etwas angebrant. Er selbst war an der Stirne, Nase, am Baart, an der Brust versengt, es zeigten sich zween Strimen an den Schenkeln, welche bis zu den Knien herunter gingen: endlich war an dem einen Fusse der Nagel am Daumen gespalten und der naͤchstanligende Zehe zer⸗ schmettert. Der Verlezte ließ sich nach Landsberg, als die naͤchste Stabt, bringen, es kam aber der kalte Brand in ö ö dem angse shut 0i sch sfudi Han hnten, Imnen schx 1 ober gunz uchbue aufns Alnr Ut, ten sichnicheh dh d Hisen, Ua ulfen d dn rvu ein koch; nit ken Mypfile 40 10 hilt sh , inden guch vor⸗ vole, Ha⸗ cher datan uget, hd eler Swahl em Metalh er Bliz i (Etf. ires M, (Erf.Gh sich aber durchbo⸗ Schuen zin eine enburgi⸗ t ward. oret und waren var das Hemde Stirne, zten sih NKnien Mael He zer— alb die ud in dem auf Menschen. d. 61. 62. Erf 65. 1442 dem groossen Zehe, welcher ohngeachtet der gemachten Ein⸗ schnitte in die erstorbenen Teile hoͤher am Beine hinauf um sich grif und innerhalb acht Tagen den Tod veruhrsachte.“(35 Wenn also die Kleider nicht verlezt gewesen, so ist zu vermuten, daß der Strahl an den unbedekten Teilen einge⸗ drungen und so am Koͤrper unter den Kleidern herabgefaren sey, und wenn eine der Bedeckungen zerrissen, die andere aber ganz gebliben,(Erf. 51. 66. 74. 76.) daß jenes nicht durch den Strahl selbst, sondern nur durch die Platzung der Luft welcher dise mehr nachgegeben, veruhrsachet sey. §. 62. Die Art und Weise aber wie der Bliz den* Menschen be⸗ ruͤret, scheint nicht recht beachtet zu seyn. Er pflegt naͤm⸗ lich nicht eigentlich durch den Koͤrper hin zu faren, wie sol⸗ ches doch die vilen darin enthaltenen Feuchtigkeiten vermuten liessen. Wenn der Bliz in den Koͤrper uͤberal hinein druͤnge, so muͤsten die Gevaͤsse oder Muskelfasern zersprengt, und wenn er von einem Ende zum andern durchstriche, der Koͤr⸗ per durchboret oder wenigsteus beym Ein⸗ und Ausbrechen ein Loch geschlagen werden, welches man an den Getroffenen nicht bemerkt. Eine mit Blut bis zu iren feinsten Zweigen angefuͤllte Ader(436) zeigt so wenig das Durchfaren des Strales (ras) Von den Berliner Aertten im Jahr 1729 angefuͤhrt in Ac. Med. Berol. Dec. II. Vol. 9. p. 81. Die Verletzung der Zehe scheint durch die Platzung beym Ausbruche durch den Pan— toffel geschehen zu seyn.(S. 57 Erf.) Der Blitz, heist es, habe den naͤchsten Zehe beym Daumen zerschmettert,(con. quassavit) aber der kalte Brand sol doch von dem groossen Zehe angegangen seyn— Woher die Nachricht genommen⸗ wird nicht gemeldet. (6c) Die Herr P. Beccaria bemerkt hat.(Priestley P.220 142 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung Strales an, daß sich vielmehr das Gegenteil daraus abno⸗ men laͤßt: denn, wenn der Bliz durch sie hin gefaren waͤre, so muͤste alles Blut heraus gesprengt worden seyn. Einige Ausdenung der Adern, Stockung oder auch Ergiessung des Blutes kan aber blooß durch die Erschuͤtterung und ploͤzliche Erstickung leicht veruhrsachet werden,(Erf. 20. 51.) zumahl wenn der Schlag bey vollgeathmeter Lunge geschehen ist. Auch von anderer aͤussern Erschuͤtterung durch einen Schlag oder Fal koͤnnen Adern, besonders an gespannten Teilen, wie im Gehoͤrgange, zerreissen, welches von eini⸗ gen durch den Bliz erschlagenen gemeldet wird.(136 b.) Zuwei⸗— (636 b.) So berichtet Herr Doet. Siegesbeck aus Seehausen fol⸗ gende Begebenheit. Zu Emmeringen, einem 2 Meilen von hier gelegenen adelichen Hofe, hat der Bliz den Aten Jun. 1723. als eben der dasige Amtman nebst seinem Schrei— ber auf dem obersten Boden des Hauses aus einem offenge⸗ machten Laden herausgesehen, den Schreiber, welcher hinter dem Amtman stehend uͤber seine Achseln hingesehen, auf der Stelle erschlagen, wobey der Amtman zwar nicht verlezt, aber doch nidergefallen und ganz betaͤubet aufgeho⸗ ben worden, da er dan nachmahls sich wieder erholet hat. Es ist der Bliz dem Schreiber oben durch den Kopf und unter dem Kin wieder herausgegangen:(ersteres ist wohl nicht genau ausgedrukt, und lezteres wird durch die nachmahls erweente Beschaͤdigung der Kleider widerlegt.] also daß ihm das Blut daselbst und auch zu den Oren her— ausgelaufen, auch das Gesicht ganz blau ausgesehen, wie dan auch seine Peruke, als die Leute hinzugekommen noch auf dem Kopf gebrant hat. Der Strahl hat auch an dessen rechten Seite herunter gestreift und die angehabten Kleider und Stifel gauz nach der Laͤnge zerrissen und versengt. Er is darauf durch die Boͤden gegangen, in einen unten ste⸗ henden zudih it Gaufnn Wuh stitzang Gusfndun Ion Miie 5z. 00 die Eugt Ahalch Wprf gun R u. o Rle, we Mih Mypen uffesii 10 Wuser IIMhl au Ni schig, Wume nrngt auplaft M H 0 dakaus abh sftren wj u. Eini giessung V und piöiliz 51.) zumi geschehen ij durch ein gespannta es bon eish 20,(36 Zuwi ehausen sil u Melly liz den atrn nem Schtei⸗ em offenge⸗ „welcher hingesehen, Wwar nicht lhet aufgehn etholet hat. den Kopj Tersteres is d durch de widerlegt Oren har⸗ sehen, i ommen noc 0 an dass en Kleitr seuht. Er nten ste handen auf Menschen.§. 62. Erf. 66. 143 Zuweilen ist aber auch wohl die durch das Niberstuͤrzen des Getroffenen erfolgte Beschaͤdigung mit der eigentlich vom Bliz veruhrsachten vermischt worden.— Von eben der Er⸗ schuͤtterung und Stockung der Saͤfte kan auch endlich die Empfindung der innerlichen Hitze herruͤren daruͤber sich die vom Bliz getroffenen beklagen, welche doch nicht,(wie Erf. 73. 96.) mit dem Leben davon kommen koͤnten wenn wuͤrklich die Eingeweide von der Flamme angegriffen waͤren.— Aber eigentlich pflegen die innerlichen Leile nicht zerrissen oder von der Flamme verlezt zu werden, wie aus vilen Besichti⸗ gungen der Erschlagenen, wo man ausdruͤklich darauf ach⸗ tete und wo der Strahl doch wuͤrklich den Koͤrper getroffen hatte, zu ersehen ist. 66. Erf. „Nicht weit von Orford waren im Jahr 1666 den loten May zween Studenten in einem Bote, als ein Wetterschlag auf sie stuͤrzte. Beide, da sie am Ende gestanden, wurden ins Wasser geworfen: den einen fand man getoͤdtet. Da alle Mittel ihn wieder herzustellen versucht worden, ward der Koͤrper am andern Tage von verschidenen Aerzten be⸗ sichtigt, und man fand folgende Umstaͤnde. Es war keine Wunde an ihm. An der rechten Schlaͤfe war etwas Haae versengt: Gesicht und Hals waren zwar braun und blau angelaufen, aber nicht mehr als von einer Stockung des Blutes erfolgen konte. An der rechten Seite des Halses war ein kleiner schwarzer Flek als angebrant. Dergleichen fand sich henden Kasten gefaren, darin etwas Leinenzeug versengt worden, ferner ins Haus, und nahe bey dem Keller in die Erde gedrungen, wobey zugleich das Haus ganz mit schwefeligtem Dampf erfuͤllt gewesen.„Bresl. Saml. 1723. Jun. p. 648— Daß der Erschlagene von dem Herrn Doetor selbst oder von andern genau besichtigt worden sey, wird nicht gemelbet. 144 K. vI. Anlockung und Wuͤrkung sich auch an der linken Seite des Halses: ferner an der Brust herunter ein langer Streif, schwarzroth und hart als ver⸗ sengtes Leder. Auf disen ging von der rechten Schulter queer hinab ein eben so versengter schmaler Strich, von wel⸗ chem sich jener zu verbreiten schien. Vorne auf der linken Schulter war ein weniger verbranter Flek. Bey Oefnung des Koͤrpers fand sich, daß die groosse verbrante Stelle an der Brust zwar ganz durch die Haut ging, welche daselbst ver⸗ haͤrtet und eingeschrumpft war, aber nicht tiefer reichte. Die Mus keln hatten ire natuͤrliche Farbe und Beschaffenheit. Lun⸗ ge, Herz, Gehirn und Nerven waren in gutem Zustande: die Adern des Gehirns ziemlich vol Blut und nicht zerrissen.— Die meisten Knoͤpfe seines Futterhemdes waren ausgerissen, als wenn es offen gesprengt worden, da doch die uͤbrigen nicht alt sondern in gutem Zustande waren. An dem Hals— bande des Futterhemdes war vorne uͤber der linken Schulter das Tuch und die Steifung gerade niderwaͤrts mit rauhen Ecken durchgerissen, das Unterfutter von Parchent aber war ganz gebliben, und der Strahl schien daselbst nach dem Koͤr⸗ per zu hineingedrungen zu seyn. Der Sut hatte an der Seite ein Loch als eine Faust grooß, von welchem verschi⸗ dene Risse fast zum Rande auslieffen, und neben welchem sich noch ein Paar andere Risse befanden. Das Unterfutter aber war nicht durchgerissen, sondern nur an der Seite wo im Filz das Loch durchboret war, am Rande wo es selbigem angenehet gewesen, abgerissen— Der andere Student war zwar von der Erschuͤtterung ganz betaͤubet und unfaͤhig sich zu regen, so daß er sich in ein Paar Tagen noch nicht er⸗ holen konte: sonst aber nicht beschaͤdigt.„(137) 67. Erf⸗ (137) Philos. Trans. Vol. I. n. 13. p. 222. beschriben von Doet. Wallis, welcher selbst mit den beruͤhmten Zergliderern D. Willis u. Lower, nebst andern, den Koͤrper untersucht hatte. I Hute. Mͤürͤach nn in dd Dihpgel ber eine du Mu, zuf E I Hf 0 erin Wrhlehn IhN H ulhüder wche di 10 ft el Ien jind N Ine d Wͤlhch Htging ineg Duheu vund R uud dur schlossn uth. ahellt, Uabrnn shähet What: 3 au ber du Hett als vn/ ten Schuln h; bon wel uf der linka Difrun nie Stelle g daselbst dy keichte. Di enheit. Lun stande: dit ertissen.— usgerisses die ubrign dem Hall len Schulln mit rauhn it aber vn ch dem for atte an de m berscht n welchem Interfutter Seite wo selbigen udent war ufahiz sh nicht e 67 Ef yon Obet. hherern D. ucht hattz⸗ auf Menschen.. 62. Erf. 66. 67. 145 67. Erf „In einem Turme der Mäuer zu Regensburg wohnten arme Leute. Als nun im Jahr 1727 den 18ten Jun. nach Mitternacht bey starkem Regen ein Wetterstrahl darauf fiel und im oͤbern Teile des Turmes mit Herabwerfung einiger Dachzigel heruntergefaren war, durchbrach er die Nauer uͤber einem eirunden Fenster und fuhr in die Kammer, wo der Man, die Frau und ein Sohn von 7 Jaren in einem Bette auf Stro mit einem Bettuche bedekt waren. Der Man und die Frau sassen aufrecht im Bette: jener fiel sogleich tod zuruͤcke, die Frau ward am linken Schenkel, naͤmlich an der ihm zugekehrten Seite, etwas verbrant, der Sohn aber blieb unverlezzl. Am Bettuche war ein schwarzer Flek, einer Hand grooß, zu sehen, auch ward das Stro etwas entzuͤndet. In einer Bole der hoͤlzernen Scheerwand, welche die Kammer von der Stube abschied, war ein Loch als mit einer Musketenkugel durchboret, und eben derglei⸗ chen fand sich auch in dem mit Flisen oder Baksteinen bedek⸗ ten Fußboden(en pavimento lapideo) ausser der Kammer. Unter disem Fußboden war ein groosser Balken, uͤber loder vielmehr unter] welchem ein eiserner Drath zu einer Glocke hinging. Der Balken ward in vile Stuͤcke zerschmettert, de⸗ ren eines laͤnger und dicker als ein Arm war, und der eiserne Drath ward zerschmolzen. Der Koͤrper des Erschlagenen ward des Nachmittags auf obrigkeitlichen Befehl besichtigt und daran folgendes bemerkt. Die Augen waren vest ge⸗ schlossen: der ganze Leib, besonders der Ruͤcken, war blau⸗ roth.[Es wird zwar sugillatum genant: aus folgendem aber erhellet, daß es kein ausgetretenes Gebluͤt gewesen.] Die Augbraunen waren etwas versengt. Ueber dem linken Bak⸗ kenbeine war ein brauner Flek, groͤsser als ein Gulden: die Oberhaut war daselbst eingeschrumpft und etwas zerrissen, K der P 3................— 2* * ö 7 6 —3—2 —— N 146 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung W der darunter ligende Muskel aber unverlezt.() Das Backenbein ward mit Fleiß untersucht, aber nicht zerbro⸗ ken(sugillationes) verschwanden, und der Koͤrper bleich ward. Weder im groossen noch kleinen Gehirn ward etwas verlezt oder widernatuͤrliches gefunden, ausser einem Knoͤchlein in der sichelfoͤrmigen Scheidewand. In der Brust zeigte sich die Lunge etwas blaulicht, mit schwaͤrzlichen Flecken, war aber innerlich unverlezt, wie auch das Herz. Aus beiden floß schwarzes aber nicht geronnenes Gebluͤt.— Die Frau war an der linken Seite, besonders am Schenkel verlezt, an %½% chen befunden. Als bey Zersaͤgung der Hirnschaͤdel die 104 Adern verlezt worden, floß viel schwarzes aber nicht geron⸗ 0 nenes Blut heraus, worauf alsbald die rothblaͤulichten Flek— Sie sprang aber auf, lief mit irem Sone aus dem Turm, welcher von Schwefelgestank erfuͤllet war, und schrie. Man fuͤhrte sie zu einem Feldarzt: die Haut an der vom Bliz be⸗ ruͤhrten Stelle schien hart und eingeschrumpft, als gedoͤrre— Wi tes Leder: der empfindlich brennende Schmerz daurete bey acht Tage lang, die Oberhaut ward indessen nicht abgeson⸗ WAIN. dert, sondern erweichte sich nachgerade wieder zu irer na⸗ tuͤrlichen Beschaffenheit, und die Frau blieb gesund, ausser 4½ daß sie bey Veraͤnderung des Wetters einige Empfindung in AIt bem verlezten Schenkel spuͤhrte.„(33) §. 63. HHNNN(OIn Buͤchners NMisc. phys. med. 1727. Jun. p. 364. wo eine . nicht so genau beschribene Nachricht von eben disem Falle ö eingeruͤkt ist, stehet: Der Muskel sey nicht sonderlich be⸗ * schaͤdigt gewesen: die Wunde haͤtte doch einige Tropfen A Blut von sich gegeben. (438) Adta Phys. med. Vol. III. p. 56. Obs. II. und Bünhners Nisc. phyl. med. 1727. Jun. p. 363. von D. J. Ad. Goͤritz, wel⸗ cher die Leichenoͤfnung verrichtet hatte, selbst beschriben— So welchem sie bald darauf einen brennenden Schmerz verspuͤhrte. Histz dnpi 00 K e den Deneibr Dodegra und in iat hft Rotgl Iohe uushh MI ö (50 (0 0 0 Da icht zerbrs ischaͤdel dy nict geron: Uichten Fle Wachwad. wab valg Kudchlen in ist higte sch Jlcken, un Mus haibg — Die dru Iballgt, berspͤhet dem Zum chrie. M. om Vlij be als geboͤe daurete b ht abgesot⸗ zu irer no u, ausse findung in 965 4. wo dile dismm gtle Hdellch he Tunen ierß Vic j/ vel⸗ hen— S0 auf Menschen.§. 62. 63. Erf. 67. 147 9. 63. Es ist zwar eine alte Sage, daß oft die Rnochen vom Blitze zerschmettert wuͤrden. So schreibt Paré(13) Fabri⸗ cius von Hilden(4) und andere: aber sie schreiben es nur einer dem andern nach, one beweisende Beispile anzufuͤren. Diemerbroek( erzehlt zwar, daß 1628 bey dem Dorfe Bodegrave ein Bauer auf dem Felde vom Blitze erschlagen und an ihm die meisten Knochen in kleine Stuͤcke zerschmet⸗ tert befunden worden, one daß Haut oder Fleisch irgend verlezt gewesen, und daß 1638 bey Nimwegen einige Stuͤcke Rindvie auf den Weiden vom Blitze getoͤdtet und ire Kno⸗ chen zerschmettert worden.„Es werden aber dise Faͤlle nur kurz one Umstaͤnde, sonder Zweifel vom Hoͤrensagen, welches K 2 oft So wird auch in der Hist. de Ac. des Sc. 1772. P. I. p. 14. aus einem Schreiben des Herrn Fougerdux, koͤnigl. Inge⸗ nieur zu St. Omer, berichtet,„daß daselbst 1772 den 2ꝛsten Jun. bey einem Gewitter eine Schildwache vom Bliz erschlagen worden. Er ward stehend in seinem Schilder⸗ hause gefunden, war vom Bopf bis zu den Fuͤssen verlezt und seine Kleider zerrissen, one Spuhr einer Versengung. Bey Oefnung des Koͤrpers hat man innerlich nichts verlezt befunden. Das Schilderhaus war nicht angebrant oder sonst beschaͤdigt, ausser daß man einen kleinen Splitter dar⸗ Dan wahrnahm„(Die Umstände sind hier uͤberhaupt zu kurz und undeutlich beschriben!— Mehrere Beispile finden sich hie und da, sowohl in gegenwaͤrtiger Abhandlung, als in andern Schriften S. Eph. N. C. Dec. III. ann. 9. 10. obs. 58. (739) Oeuvres d'AMBR. PARE L. ZI. C. 10. L. 28. C. 2. (140) In seiner Abhandl. de Combustionibus c. 16. woselbst auch, was die Heilung der vom Blitze verlezten betrift, alles nur nach Vorurteilen und nichts Nutzes oder Erfarungsmaͤßiges gelehret wird. (L4½) Obss. et cur. med. obs. 95. annot. p. 127 148 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung oft truͤgen kan(S. 52. Erf.) berichtet. Dagegen hatte er selbst eben vorher einen genau beschribenen Fal angefuͤhrt, (Erf. 96) dabey er ausdruͤklich anmerkt, daß keine Knochen zerschmettert gewesen. Es ist auch eine oft wiederhohlte Geschichte, daß,“da der Bliz 1718 den 15ten Jun. zu Pritsch⸗ walk in der Pregnitz an einem Hause einen steinernen Gibel von oben bis unten gestreift, auch hie und da ganze Steine ausgerissen, 8 Schafe von zwoͤlfen, welche sich nahe dabey vor dem Regen hingestellt, erschlagen worden, daran dan aͤusserlich keine Verletzung zu spuͤren gewesen: als aber arme Leute dise Schafe geschlachtet und das Fleisch kochen wollen, haͤtten sie bemerkt, daß alle Knochen, als waͤren sie in einem Moͤrser zerstooͤssen, uͤberal im Fleische zermalmt und zer⸗ streuet waͤren, so daß kein Mundvol davon zu geniessen ge⸗ wesen. Die uͤbrigen 4 Schafe waren zwar auch als tod nidergefallen, nach einer kleinen Weile aber wieder aufge— standen und davon gegangen, wiewohl aufangs noch tau⸗ melnd und so daß sie dan und wan wieder gestolpert.„() Dise Rachricht ist aber, wie man sihet, nur aus der Erzaͤlung der armen Leute, und vielleicht nicht einmahl von den ersten Zeugen, geschoͤpft. Zuverlaͤßige und genaue Wahrnemungen von zerschmetterten Knochen finde ich wenige. 63. Erf. Folgendes ist der Bericht eines geschwohrnen Wundarztes des Flecken Lonjumeau, daruͤber ich den Leser urteilen lasse— „Ich habe(schreibt er) auf hohen Befehl den Koͤrper des Martin Josier besichtiget, welcher etwa 40 Jahr alt gewe⸗ sen und bey dem Herrn Vaugire, Landeseinnemer zu Chilly als (44½) Breöl. Saml. 1718. Jun. p. 1188. von einem dortigen gelehrten Arzt berichtet, der aber nicht sagt daß er das Fleisch mit den zerschmetterten Knochen selbst gesehen habe. In hee nolei Wblan muche hIe MM toeen Reben, 35˙ N Rsh dasn azubin Whamnde Wüdmnit Retheit, h3 Hehhn Juchigte Oide WI Wine x t, zu muolel h EI sch, wie andern d Mugifet 400 fl she W A gen hatte t Langefühh, ile Knochen Hiederhohlt uchritsch⸗ einen Gibel zanz Stene uahe dobg daran dan aber arm hen wolley ie in eing it und zez eniessen g uch als ty eder aufße ônoch tul⸗ ert.„( 1Erzaͤlug den elsta emungen undarzte en lasse= hper des alt gewe⸗ 3 CHhilly als doktigen er das Ahabe. auf Menschen.§. 63. Erf. 69. 149 als Fuhrman in Diensten gestanden. Ich verspuͤhrte daran sogleich einen ausduftenden Schwefelgeruch. Nachmahls be⸗ merkte ich oben auf dem Kopfe eine Stelle welche kaͤlter als die uͤbrigen Teile waren, deswegen ich diselbe genauer un— tersuchte. Ich fand daselbst, in dem Umkreise eines Talers, vile Hare versengt und zu Pulver gebrant, und darunter eine kleine runde Hefnung mit einem geschwaͤrzten Rande um⸗ geben, welche als eine Brandrinde ganz durch die Haut hin ging. Nachdem ich hierauf meinen Sucher in dise Oefnung gestekt, fand ich die Hirnschaͤdel daselbst durchboret und mein Sucher fand keinen Widerstand seiner ganzen Laͤnge nach hin⸗ ein zu dringen. Nach geoͤfneter Haut sahe ich, daß dise Durch⸗ loͤcherung der Hirnschaͤdel sich mitten auf der Pfeilnath befand. Nachdem ich nun den Schaͤdel von einander gesaͤget hatte, be⸗ merkte ich, daß sowohl beide Hirnhaͤute als die ganze Substanz des Gehirns als ein Brey aufgeloͤset und in einer schwarzen Feuchtigkeit zerlassen waren. Endlich, als ich den Grund des Hirnschaͤdels untersuchte, fand ich eindoch welches schraͤge von der sattelfoͤrmigenErhabenheit des Keilbeines nach demGaum⸗ beine zu ging. Lezteres war an der rechten Seite durchbo⸗ ret, zwey Ekzaͤne in kleine Stuͤcke zerbrochen und der Ring⸗ muskel der Lefzen ganz schwarz und inwendig verseert. Alle dise Wahrnemungen zeigen klaͤhrlich, daß der besagte Josier waͤrend des Gewitters disen Morgen vom Blitze erschlagen sey, welcher ihm den Hirnschaͤdel von einem Ende bis zum andern durchboret hat und zum Munde herausgefaren ist— Ausgefertigt im Flecken Lonjumeau den 26 Jun. 1680.(43) K 3 69 Erf. (4³) Encyclopedie: art. Rarronr p. 806. ed. de Neuschatel—Man sihet wenigstens, daß diser Wundarzt einige Vorurteile von der Wuͤrkung des Blitzes gehabt welche auf seinen Bericht Einfluß haben konten, als, daß der Strahl irgend aus einer Oefnung 150 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung 69. Erf. „Am 6ten Jun. 1726 ward der Koͤrper eines auf dem Felde vom Bliz erschlagenen Bauern von dem Berlinischen Stadtarzt, Herrn D. Glockengiesser besichtiget— Er fand die Hare an der rechten Seite des Kopfes verbrant: auch war die Haut vom Kopfe an, laͤngst den Hals und die Brust bis zum Nabel herunter in einem Striche einer Hand breit versengt. Unter der versengten Haut des Kopfes, welche aber nicht zerrissen war, sand sich ein wenig geronnenes Gebluͤtes: in dem darunter ligenden Scheitelbeine aber ein Loch eines Pfennings grooß. Dises mit ganzer Haut be— dekte Loch ging nur bis auf die innere Schale des besagten Knochen, das uͤbrige(desselben?] war in unzaͤlige kleine Stuͤcke zersprengt.„(4 70. Erf. „Im Jahr 1697 den ꝗten Aug. traf ein Wetterstrahl die Windmuͤle auf dem Huͤgel vor Wrisen. Dem Muͤller ward oben auf der Schulter durch Rok und Semde ein Loch eines Zolles grooß geschlagen, und die Haut laͤngst dem Ruͤcken ver⸗ Oefnung herausfaren muͤsse und hier also durch den Mund seinen Ausweg gesucht habe(welches so vilen andern Erfa— rungen, da derselbe vielmehr am Koͤrper bis zu unterst herabgegangen, zuwider laͤuft:) daß die vom Blitze getrof⸗ fene Stelle kaͤlter als andere sey, u. s. f. Von den Umitaͤn⸗ den, wie und wo diser Mensch erschlagen worden, und ob die Verletzungen nicht von andern Uhrsachen herruͤren koͤn⸗ ten, finden wir keine Nachricht. Koͤnte er nicht mittelst einer dicht am Kopfe gehaltenen Pistole durchschossen seyn? (+⁴α agub integra cute delitescens in osse bregmatis foramen pene- ö travit saltem ad tabulam vitream usque, reliquum in minutissi- mas innumeras comnünutum particulas. Ad. med. Berol. Dec. II. Vol. 9. p. 80. Wuialt p0bl. L H Scdf. suy nd 6n l .0 I ufirc WI 1 Icedur u in slhe K schonch An IN, N I in her n S auf den derlinische 8 fand lant: auch 0 die Buf Hand bii fes, wolhj geronnent le aber en Haut he besagth lige kleit kterstrahl ler ward och eines m Rücken bet: den Muhd idern Ert zu untes litze gttrh⸗ en Umsaͤ u, Mnd trüren kal⸗ st mittest sen sehn!k men pene· minutissi 9l. Dec. Il. auf Menschen.§. 63. Erf. 69⸗71. 15¹ versenget: wie dann auch das Hemde ldaselbst) gelb angesengt worden. Der Lehrbursche, welcher eben sein Gesangbuch in Haͤnden hatte, ward erschlagen. Bey Besichtigung des Koͤrpers fand man aͤusserlich keine Verletzung oder Zerreis⸗ sung, ja nicht ein Mahl eine Versengung an ihm: alle Kno— chen aber waren inwendig in den Gelenken zerschmet⸗ tert.„( Ich habe dise Nachrichten treulich, wie ich sie gefunden, anfuͤren wollen, muß aber dabey zu bedenken geben, daß die Wuͤrkung, wenn sie richtig beobachtet worden, auch von dem heftigen Anfalle der Platzung, die sogar Stangen u. d. gl. verbigen kan, herruͤren koͤnte, one daß daraus ein wuͤrk⸗ licher Durchbruch des Strahles auf die innern Teile zu schlies⸗ sen waͤre. Folgende Geschichte(wie auch Erf. 95.) kan eine solche Gewalt des herabstuͤrzenden Wetterschlages wahr⸗ scheinlich machen. 71. Erf. „Am zten Jul. 1725 ward nach einem Gewitter ein Schaͤ⸗ fer, der uͤber 60 Jahr alt war, zu Mixbury auf einem har⸗ ten grobsandigten Felde tod gefunden und funf Schafe la⸗ gen in einer Weite von etwa 30 Nards um ihn her, davon aber nur dasjenige welches zunaͤchst bey ihm lag eine sicht⸗ bare Verletzung am Kopfe hatte.(a vilible wound through the K 4 head.) (445) 4Ossa autem intus in articulis omnia fuere comminuta,, ist sehr kurz ausgedrukt. Wenn besonders die Gelenke zertruͤm—⸗ mert worden, so waͤre es eine merkliche Wuͤrkung der Er—⸗ schuͤtterung. Sollte es aber in artubus statt Lin articulis heissen, so wuͤrden nur uͤberhaupt die Knochen der Glied— maassen angedeutet und dan waͤre es auch sehr obenhin beschriben. Die Nachricht ist indessen von den Berliner Aerz⸗ ten 1729 in besagtem Werke p. 81 nach obiger Wahrnemung angefuͤhrt. 152 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung head.) Er war etwas auf die Seite gefallen: Die Hare von seinem Haupte und Baart waren groͤsten Teils dicht an der Haut abgesengt: der obere Teil seines Kopfes war sehr zer⸗ schmettert(terribly fractur'd) und sein rechtes Knie war aus dem Gelenke. Er hatte eine Wunde in seiner Fußsole, nach der Ferse hin: sein rechtes Ohr war abgerissen und in den Kopf hinein, geschlagen,(cut-off and beaten into his[kull) und das Blut floß aus diser Stelle auf die Erde. Sein Hut war in Stuͤcke zerschlagen. Ich habe ein Stuͤk, einer Hand breit, davon, welches voller unordentlicher Risse, an eini⸗ gen wenigen Stellen als mit einem scharfen Messer zer⸗ schnitten, und oben etwas versengt ist. Seine Kleider und sein Hemde waren saͤmtlich in kleine Stuͤcke zerrissen, davon die oͤbern bis an den Guͤrtel an ihm hingen, die untern aber gaͤnzlich abgerissen und auf dem Felde zerstreuet waren. Die eiserne Schnalle seines Guͤrtels war 40 Vards weit wegge— worfen und von einem Messer in der rechten Seitentasche seiner Beinkleider war das Heft und die Angel welche ins Heft hineingehet in Stuͤcke zerschlagen, die Klinge aber nicht geschmolzen. Die Solen von einem Paar neuer starker Schue, welche er an hatte, waren abgerissen— Bey jedem Fusse zeigte sich in dem Boden ein rundes Loch ohngefaͤhr 5 Zoll im Durchmesser: beide gingen anfangs eine halbe Hard lang fast senkrecht nider, darauf wurden sie enger, und beide teilten sich in zwo Hoͤlungen, welche wagerecht abgingen und ohngefaͤhr 3 Zoll weit waren. In der einen war ein harter Kiselstein(glaled stone) etwa 10 Zoll lang, 6 Zoll breit und 4 Zoll dik, in zween Teile geborsten: bey andern Steinen war der Strahl mit Umwegen vorbey gegangen: nirgends aber hatte er eine Schwaͤrze oder andere Entfaͤrbung ver⸗ uhrsachet. Bey dem getroffenen Schafe war der Boden fast zwo Yards in der Ruͤnde aufgerissen— Es ist zu bewundern, daß 05 00 0 S hhi v Me wihnn R dabe isud! schlhe M᷑I E zunl 100 sün 09 195 Hale hun liht ar dr sehr zur uie war ausz Rscl, nach und in den obisHah Eimn suu einer Hud 2 an eini Nesser t leider und en, dabn ntern aber aren. Die it wegge⸗ tentasche elche ins ber nicht Schue, em Fuse gefaͤhr; lbe Hatd nd beide igen und n hartr reit uud Steinen iitgens g ber⸗ en fast udern, daß auf Menschen. d. 63. Erf. 71. 153 daß bey solcher Gewalt der Koͤrper des Mannes nicht in Stuͤcke zerschlagen oder zum wenigsten Knochen daran zer⸗ brochen worden.„( One weiter zu urteilen wuͤnsche ich nur, daß durch obige Erwaͤgung genaue Beobachter aufmerksam gemacht werden moͤgen, darauf zu achten, ob kuͤnftig der Bliz die Knochen im Leibe zerschmettere(wenn kein Queksilber darin enthalten ist) und wie die Verletzung beschaffen, ob er Löͤcher ins Fleisch schlage, menschlische Koͤrper zu Asche verbrenne, u. s. f. Mir bleibt es wenigstens merkwuͤrdig, daß in so vilen neuern zuverlaͤßpigen Wahrnemungen, deren ich eine ziemliche An⸗ zahl durchgesehen, und wo man ausdrüklich auf dise Um⸗ staͤnde geachtet hatte, weder an Menschen noch Vie derglei⸗ chen Wuͤrkung vom Blitze angetroffen worden. K 5§. 64. (146) philos. Trans. Vol. XXXIII. n. 300. p. 367369. von Herrn wasse, Superintendenten zu Aynho/ welches 3 Englische Meilen von Mixbury liegt, in zwoen auf einander folgen⸗ den Nachrichten beschriben. Er sagt nicht, daß er den Koͤrper selbst gesehen habe, und der Bericht scheint auch nicht nach einer kunstverstaͤndigen Besichtigung abgefaßt zu seyn. Es ist indessen zu bedauren, daß die sogenante Zerschmette— rung des Kopfes nicht genauer beschriben worden: denn, wie soll man es reimen, daß im zweiten Berichte angedeu⸗ tet wird, es waͤren keine Knochen zerbrochen worden, und daß dabey des Hirnschaͤdels keine Erwaͤnung geschihet? Fer— ner: war es das Ohr darauf der Man gefallen, oder das sbere, welches abgerissen worden? Von dem Ausdrucke Wunden, habe ich schon not. 120. erwaͤhnt, daß er auch versengte Stellen bedeuten kan.— Die Loͤcher in dem Bo⸗ den hat Herr Wasse ausdruͤklich durch einen jungen Na⸗ turforscher nachgraben lassen— Da sich unter dem Gravel Wasser samlet, so laͤßt sich die Uhrsache des Eindringens vom Strale erraten. 154 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung §. 64. Vielmehr ist sowohl aus dem oͤftern Erfolge der Hei⸗ lung(446b.) als aus Vergleichung der haͤufigen Faͤlle verlez⸗ ter oder erschlagener Personen zu schliessen, daß der eigent⸗ liche Strahl des Blitzes blooß laͤngst der Oberflaͤche des Koͤrpers, zwischen diser und den Kleidern, herabstreichet, da er dan mittelst der Flamme mehr oder weniger versengt, rothe, blaue, schwarze Flecke, Brandblasen, oder auch tife Brandrinden, und mittelst des Druks und der Erschuͤtterung Geschwulst, Stockung, Laͤmung und Unempfindlichkeit in den getroffenen Teilen veruhrsachet, besonders aber beym Zu⸗ und Abspringen, wie auch bey starkem Widerstande der Klei⸗ der und anderer anligender Koͤrper, am heftigsten verletzet. 72. Erf. Zu Steeple-Ashston in der Grafschaft Wilts fiel 1772 den 20sten Jun. ein Wetterstrahl auf das Pfarhaus, und zwar oben auf einen Schorstein, um welchen ein eisernes Band gelegt, und darin eiserne Stangen waren, deren ein Paar blau angelaufen wurden. Der Schorstein ward umgeris⸗ sen, das Dach zerschlagen u. s. w. Die eisernen Xlingel⸗ draͤte, welche viel duͤnner als eine Striknadel waren, wur— den in zweien Zimmern und in dem Zwischengange gaͤnzlich in Rauch zerstaͤubet, ausser an den Stellen wo sie doppelt umgewickelt waren, welche, sowohl als die Klingel selbst mit irer Feder und dem meßingnen Handgrif an den Draͤ⸗ ten, unverseert bliben. Die Waͤnde und Gipsdecken waren an den Seiten wo der Drath gewesen auf einen Fuß breit und mehr dunkelblau und gelb gefaͤrbet. In einem diser Zimmer saß Herr Piteairn in einem Leenstuhl mit dem Ruͤk⸗ ken gegen den Kamin, zu welchem der Schorstein gehoͤrte, und (44 b.) S. unten not. 173 b. W htb I et sundu n sngedto ven Mn undse Ihne 1u W. sez, müad slin Hb„ shulnt Winh tlae Ica C na⸗ dat u um In Huchl Ind U¹U Eue! id get llrhmn sileg I g flg ber H0 ile berlz rehen basich der heulsrach. ige berseng oder auchtj r schit tterun inblichh lit; her beyn ide der gh berletze. 4½ ben und zwar nes Band ein Paar umgeris⸗ Blingel⸗ en, wur⸗ gaͤnzlich doppelt gel selbs en Ora⸗ an waren zuß briit am er in Rül⸗ ehörte, und auf Menschen.§. 64. Erf. 72. 155 und nahe bey dem Klingeldrate. Der Bliz brach in Gestalt einer dicken Feuerkugel mit Rauch umgeben durch, dabey starker Dampf und Schwefelgestank erregt ward. Der Strahl sprang auf seine rechte Schulter zu, wo vermuthlich der lingeldrath aufhoͤrte und schlug ein Loch in seinen Ro Zol grooß. Die Spuhr lief erstlich in einem Striche unter dem Arme hin, auf die Brust zu, von da am Leibe herab, in zween unordentlichen Strichen etwa 2 Zol breit. Daselbst ward seine Uhr mit beruͤhrt, davon das Glas in kleine Stuͤcke zerschmettert und etwas von dem silbernen Gehaͤuse dersel⸗ ben, wie auch von einer halben Krone die er in der Tasche hatte, angeschmolzeu worden. Hier lwo auch der Guͤrtel von den Beinkleidern nicht so leicht der Ausdenung nachgab! schien der Bliz staͤrker zu wuͤrken, verbreitete sich um den Leib, erregte ihm die Empfindung als ob er rund umher ge⸗ schnuͤret wuͤrde, nebst starken Schmerzen in den Lenden, und machte die untern Teile seines Koͤrpers ganz erstarret, fuͤhllos und todtenblaß. Ferner fand sich mitten auf dem Schenkel ein schwaͤrzlicher- als ein Zweig ausgebreiteter Streif, der aber in wenig Tagen verschwand, da die Stri— men am Leibe noch lange dunkelblau und gelb bliben. Von dort war der Strahl wieder nach hinten zur Wade und so zum Fuß hinaus gefaren, wo er den Schu auf eine sonder⸗ bare Weise in vile Stuͤcke zerrissen hatte. Sein Gesicht war auch von dem Rauche des zerstaͤubten Klingeldrates] schwarz und verstellt worden, und[von dessen zerstreuten Funken] an verschidenen Stellen kleine Loͤcher in seine Kleider gebrant. Seine Beine konte er in 2 oder z Tagen noch nicht bewegen und das rechte blieb noch eine Zeitlang schwach und taub: uͤbrigens aber erhohlte er sich bald. Gleich nach dem Schlage sank er zwar auf seinem Stule nider, ward aber nicht seiner Sinne e beraubt und sahe den Feuerbal noch ohngefehr ein Paar 156 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung Paar Secunden in dem Zimmer dauren, auch sahe er noch Lvon dem zerstaͤubten Klingeldrate] viel Feuer von verschide⸗ ner Farbe umher fligen— Herr Wainhouse, der vor ihm stand und mit ihm redete, ward nicht beschaͤdigt, sondern nur etwas betaͤubet, da er doch den Feuerbal nur ohnge⸗ faͤhr einen Fuß weit von seinem Angesichte hatte ausbrechen gesehen.— In dem andern Zimmer war ein Maler, der nahe bey dem Klingeldrare daselbst etwas anmahlte. Diser fuͤhlte an der linken Seite, welche nach dem zer staͤubten Drath hingekehrt war, vom Kopf bis zum Unterleibe einen starken Schlag, gleich der elektrischen Erschuͤtterung, und besonders im linken Handgelenke, welches auch rund umher blau und geld ward, und er blieb eine Zeitlang betaͤubet. Ver⸗ muthlich stand er so hoch, daß der Strahl an dem Drate, bey dessen Ende er nachmahls durch die Wand fuhr, ihm vor bey strich.] Eine Magd, die in der Mitte dessel ben Zim⸗ mers stand, fuͤhlte keine Erschuͤtterung, sondern sahe nur mit Schrecken die Funken[von dem zerstoͤhrten Drate] um⸗ her fligen. Von dem Ende dises Drates und des damit ver⸗ bundenen meßingnen Handgriffes sprang der Strahl durch die Mauer, schlug darin ein Loch fuͤnf oder 6 Zoll breit, in⸗ dem er an der andern Seite durch verschidenes betraͤgtliches Eisenwerk auf dem Kuͤchenheerde angelokt ward und seine Leitung zur Erde fand. In der Kuͤche war auch eine Magd, welche zwar den Knal stark hoͤrte, aber nicht erschuͤttert ward. Indessen wurden doch einige andere Personen im Dorfe, die von dem Pfarhause entfernt waren, zu Boden geworfen— Die Fensterscheiben in dem Zimmer darin Herr Pitcairn war, und in dem daruͤber befindlichen, wurden nach aussen zersprengt, ausser in den Fenstern welche offen standen, dar⸗ in keine zerbrochen ward. Es ward auch etwas Bley an den Fenstern geschmolzen, wie auch etwas von dem Quek⸗ silber slbake! hup ud uad, 18 uuf den Dahe sterH b sch sl Iulhin lnde, im enng maf: x ssch u Runnich Hhe del am id MI votden WA i H Net (½% rkulg auch shzee 100 er hon berhih r dor ihn hidgt, sondern Thilun Ihnge⸗ Hatt hhrchen in Ma, dy mahlt. dit em zrftiuhgn terlihe enn itterung,. hund umhe etäͤbet. B dem Dutz d fuhe, in esselbenzin ern sahe ni⸗ Drate un, bdamit her trahl durc Uhreit, in Hägtliches Ind seine uMgcd, rt ward. orfe, di orfen— Yitcgirn aussen , dar⸗ Iey an Uuek⸗ silber auf Menschen. 9. 64. Erf. 72. 73. 157 silber der Bedeckung eines Spigels der uͤber dem Kamin hing, und welcher heruntergeworfen und in Stuͤcke zerbro⸗ chen ward.„( 73.: Erf. „Als 1719 den Sten Aug. der Bliz in den runden Turm auf dem Renneweger Thor zu Zurich schlug und daran einige Dachzigel herunter geworfen hatte, fuhr er bey einem Fen⸗ ster herunter, wo der Waͤchter saß. Disem veruhrsachte er einen schwaͤrz versengten Streifen, welcher vom linken Ore an schlaͤngelnd nach vorne uͤber den Hals die Brust und den Unterleib herablief, woselbst sich auch mehrere Strimen befanden, ferner am linken Beine herunter, so daß er sich am kleinen Zehe endigte. Der Man lag eine zeitlang in Ohn⸗ macht: nachdem er sich erholet, roch sein Athem sehr schwe⸗ feligt, und noch am solgenden Morgen seine Hare. Er klagte zwar nicht in den verlezten Stellen, sondern innerlich im Leibe uͤber die Empfindung einer Hitze als in einem Fiber, und war dabey verstopft: da ihm aber alsbald eine Ader geoͤfnet und darauf salpetrigte schweißtreibende Arzeneien gereichet worden, ward er voͤllig wieder hergestellt.„(48)[Es konte also keine ware Versengung in den innern Teilen, vielweni⸗ ger eine Zerspreugung der Gevaͤsse geschehen seyn, sondern die Empfin dung der Hitze muste nur von der Erschuͤtterung und Stockung des Blutes herruͤren.] Erf. 74. (74⁷) Philos. Trans. Vol. LXIII. p. 232. von Herrn Wainhouse und Piteairn selbst bezeuget. Die offenbare Leitung des Blitzes an der Oberflaͤche des Koͤrpers wird daselbst auch p. 238 be—⸗ merkt, aber so als wenn es hier ein besonderer Zufal ge⸗ wesen. (44*) Bresl. Saml. 1719. Aug. p. 221. von Scheuchzern beschri— ben. Schweiz. Nat. Gesch. Sulzers Ausg. II Th. p. 320 1598 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung 74. Erf. „Durch einen Wetterstrahl, welcher 1717 den ꝛten Jul. in Seidenberg unweit Zittau waͤrend der Versamlung in die Kirche geschlagen, wurden, laut genauem Verzeichnisse, siben Personen, welche in den beiden Winkeln bey der Orgel gesessen, erschlagen, und 41 beschaͤdigt, bey deren keinem doch das Fleisch zerrissen oder Glider zerbrochen worden. Allenthalben wurden nur rote und blaue Streiffe, oder Brandblasen und desgleichen kleine Beschaͤdigungen an der Haut angetroffen. Unter andern ward einer an der linken Achsel beschaͤdigt, wo der Rok und das Hemde zerrissen aber nicht verbrant worden. Die Achsel war nur roth gefaͤrbt und der Strahl unter derselben bis zum Fuß herab gegangen, wo ein Stuͤk Leder, 3 Queerfinger breit, hinten aus dem Schu geschlagen worden. Der Strumpf war unverseert, am Beine aber eine Roͤte befindlich. Er ward zwar betaͤubet, aber von selbst wieder hergestellt.„(149)[Waͤren hibey die Stellen, wo dise Leute gesessen, nebst den Umstaͤnden des Gebaͤudes und der Verteilung des Blitzes in demselben, besser beschriben, so wuͤrde man urteilen koͤnnen, woher sie und nicht andere getroffen worden.] Eben so scheint auch der Bliz an einem getroffenen Stuͤk Vie an der Oberhaut her zu faren. Erf. 74. b. Nach verschidenen Tagen einer fast erstickenden Hitze entstand am 1oten Jun. 1759 zu Aumale Morgens um 7 Uhr ein (449) Bresl. Saml. I. Vers. 1717. p. 63. und V. Vers. 1718. p. 1534. P. 1539. n. 24.— Mehrere Beispile der Verletzung vom Blitze anzufuren wuͤrde uͤberflüsig seyn, dabey oftmals die leichte Heilung schon zur Genuͤge zeiget, daß nur die Oberflaͤche des Koͤrpers angegriffen worden. S. Bresl Saml.1725. Sept. p. 303. Eph. N. C. Dec. III. ann. I. app. p. I5. Iue l miR Hanfcl Wfviin Ianw W WL. UW xuRi Hhemn R th (uh Wun Ol HMHan Wn N Rumun asusch H öh nahln HHu Lbatnut bshien Adauch ungeg use lh, kung Hasanlung Wrgihns, U bey der Orgh dexen kine kochen Mdn Streife e igungen a 0 an der Uisn zerrissen ay th gefaͤcbtn gegangen, x us dem Sth berseert, n var betaub ren hibey x istoͤnden R demselhmn „ woher s Fenen Stil uden Hithz um 7Uht ein s. Is. 5 Malehung y ostmal nur die S. Meol Ipp. b.IS. auf Menschen.§. 64. Erf. 74. 74. b. 159 ein Ungewitter mit vorhergehendem starken Winde. Die Landleute welche sich schon zum Markte versamlet hatten such⸗ ten in der Kirche der Jacobiten Schuz. Es fiel aber ein Wetterstrahl auf das Portal, 50 Schritte von meinem Hau⸗ se, und man schrie alsbald daß ein Mensch und eine Ku ge⸗ troffen waͤren. Einige Minuten darnach, als der Plazre⸗ gen etwas nachgelassen, begab ich mich dahin und fand den Man bey einem Wundarzt in meiner Nachbarschaft. Sein Puls war mat und langsam: sein Othenholen schwach und schleppend(petite& languissante.) Ich ließ ihn in einen luf⸗ tigen Saal des Hospitals bringen, wo er nach einer Ohn⸗ macht die eine Stunde lang waͤhrte wieder zu Sinnen kam. Es blieb ihm nur noch den Tag uͤber ein wenig Erschuͤtterung im Kopfe(oder Beben des Kopfes: un peu d ébranlement à la téte) und Bedruckung der Brust. Ein Loͤffel vol Eau des Carmes hatte ihn erquicket: um aber den Folgen der Erschuͤt⸗ terung des Gehirns zuvor zu kommen ließ ich ihm innerhalb acht Tagen zwey Mahl eine Ader oͤfnen und einige Mahl ein linderndes Mittel(pulv. de Gutteta) nemen. Ich fand an dem Koͤrper dises jungen Menschen keinen Flecken davon ich vermuten koͤnte daß er vom Blitze veruhrsachet waͤre. Er entsan sich nichts weiter als daß er sich bey herankommenden Gewitter unter das Portal gestellet hatte: er hatte weder den Bliz gesehen noch den Donnerschlag gehoͤret. Die Ohn⸗ macht konte also nicht vom Schrecken hergeruͤhrt seyn. Solte der Bliz wohl durch die Erschuͤtterung des Gehirns toͤdten? Arbuthnot hatte schon(in seinem Versuche von der Luft) eine Erschuͤtterung vermutet— Neben disem jungen Menschen ward auch eine Frau vom Dorfe Anicour, welche 54 Monat schwanger ging, beruͤhrt, wiewohl auf eine andere Weise. Sie sahe den Bliz nicht, hoͤrte aber den Donner, beklagte sich sogleich, daß ire Beine verbrant waͤren, und fiel sinlos nider. 160 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung nider. Ire Lefzen waren koolschwarz, und am rechten Beine befand sich ein anderthalb Zol breiter schwarzer Flecken. Die schwarze Farbe der Lefzen verging in zween Tagen: an dem Beine dauerte sie einige Tage laͤnger, ward darauf roth, und der Flecken schwoll auf mit einem brennenden Schmerze. Vier und zwanzig Stunden darauf war er verschwunden: aber es blieb ihr ein schleichendes Fieber mit herumirrenden ziemlich scharfen Schmerzen. Nachdem dise 10 oder 12 Tage lang den ganzen Koͤrper durchwandert, sezten sie sich an der linken Schlaͤfe und am Oberteile des Hinterhaupts vest, woselbst Geschwulste entstanden, ohngefaͤhr so groos als ein et⸗ was plat gedruktes Ey. In disen fand sich groosse Hitze und stechende, nicht klopfende, bald staͤrkere bald schwaͤchere Schmerzen. Die Geschwulst an der Schlaͤfe war sehr roth und hart, und beide waren noch am 18ten Aug. in demsel⸗ hen Zustande one Neigung zur Eiterung. Die Kranke war seit disem Zufalle betlaͤgerig, und fuͤhlte ein Schaudern wenn sie aufstand. Wenn sich ein Gewitter naͤherte, auch ehe sie vermutete daß es donnern wuͤrde, befiel sie mit einer Bese⸗ tzung, ausserordentlichen Hitze und starkem Schweisse. Ihr Magen war so zerruͤttet, daß sie seit dem Tage des Wetter⸗ schlages kaum einen Schnit Brod in der Suppe ertragen konte: sie ward durch Schlaaflosigkeit sehr geplaget und starb im Anfange des Septembers nach einer fruͤhzeitigen Ge⸗ buhrt— Die Ku, welche zur selben Zeit zu Boden gewor⸗ fen ward, blieb eine Virtelstunde lang one Bewegung ligen. Es waren ihr an vilen Stellen die Sare strichweise abge⸗ streift und die daut versengt und roth(0 Nach einer Vir⸗ telstunde aber bekam sie heftige Zuckungen, sprang ploͤzlich als von einem Schroͤcken auf, und das eine Auge blieb ge⸗ schlossen (Elle avoit le poil emporté en plusieurs endroits par sillons,& la peau effleurée& rouge. shst mulil⸗ unt SiN ggr C Naues Dum WiNt H An r Ruchte Witn jish un Oshwa Iuthern sd W U Rnge gehlh deßt Eihn did K lon g (19 ung Im kechten d, Rrglecken. Augen: an ba rd Hrauf ahnSchn belschumih. heruminnhn die Io g t, seztn sist nterhauptz yz Sroosalg eig roosse Hihen dalb schüth e war schr u ug. in denß hie Kranle tn chaudern un e, auch taj nit einer M chweist. je des Mie Ippe ektran Rumndsurh Raige Gt zoben gevgt⸗ egung l wais abhe Hhener di⸗ V Mhlich beb ge— schlossn lonp&l auf Menschen. F. 64. Erf. 74. b. 74. c. 161 schlossen und traͤnend.„( b.) Es waͤre zu wuͤnschen, daß man hier auch die Farbe der verseerten oder unverseerten Stel⸗ len angezeigt haͤtte, indem andere Bemerkungen lehren, daß der Bliz vorzuͤglich diejenigen Stellen an der Haut des Vi⸗ hes angreift wo weisses Haar waͤchst. Erf. 74. e. „Sontags Abends, am 28sten Aug. 1774. zeigte sich zu Lewes in Sussex ein Gewitter, wiwohl man daselbst keinen Donner hoͤrete. Ein angesehener Man, welcher bey den Wisen die nahe bey diser Stadt ligen vorbey ritt, sahe um 9Uhr Abends zwey starke Blitze, welche uͤber den Boden der Wisen herzufaren schinen. Am folgenden Morgen, als die Kunechte des Herrn Rogers in die Wise gingen um die Ochsen zu irer Arbeit zu holen, fanden sie einen derselben, der vier⸗ jaͤrig war, aufstehend, dem Ansehn nach sehr verbrant und so schwach daß er kaum gehen konte. Er ist scheckigt, von rother und weisser Farbe, der Bauch, der Kopf und die Hoͤr⸗ ner sind ganz weis. Von den weissen Flecken auf dem Ruͤcken bis an den weitesten Umfang der Rippen waren die Hare abgestreifft, so daß nur ein Rand von den weissen Haren, ohngefaͤhr 4 Zol breit da wo sie an die roten anstiessen uͤbrig gebliben war: die roten Hare aber waren nicht beruͤhrt. Die Flecke und daher auch die Verletzungen waren auf beiden Seiten an disem Ochsen einander gleich. Die Hoͤrner und das krause Haar an der Stirne waren zwar unverseert; aber von andern Teilen des Kopfes und Halses, wie auch von der (149 b.) Im Journal de Medecine Tom. XI. Juil. 1759. P. 27. von Herrn Doet. Marteau de Grandvilliers, Arzte zu Aumale, berichtet— Wie das Portal beschaͤdigt worden, und wie eigentlich die Menschen und die Ku daneben gestanden, wird nicht erzaͤhlt. L 162 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung der Wamme desselben waren die Hare auf gleiche Weise ab⸗ gestreifft. Der ganze Bauch war fast unverlezt, wie auch ein weisser Ring am Schwanze, imgleichen die Schenkel und Beine, welche sehr schmutzig waren, Der Paͤchter schmierte das Tier 14 Tage lang mit Oehl: es hatte anfangs einen starken Durchfal und nahm sehr ab; aber es erhohlte sich nachmahls wieder. Die Haut schien anfangs unver⸗ lezt— Herr Rogers berichtete, daß er denselben Zufal an zween andern Ochsen bemerkt habe, an dem einen, welcher ganz weis war, fanden sich in verwichenem Sommer die Hare meistens bey den Schultern, doch nicht uͤber den ganzen Ruͤcken, abgestreifft: ein anderer scheckigter ward vor zwey Jaren ohngefaͤhr so als der zuerst beschribene verlezt. Er sagt, es koͤnne nicht von einer Krankheit entstanden seyn, weil alle dise Tire sich sowohl vorher als nach dem Zufalle wohl befunden haͤtten, und, wenn die Hare von Krankheit abfilen, habe er nie bemerkt daß es die weissen vor den an⸗ dern traͤfe, sondern es geschaͤhe one Unterschied der Farbe, meistens flekweise, nach gerade, und nie auf ein Mahl wie bey disen Ochsen— Herr Tooth, ein dortiger Vie⸗Arzt, sagte, er habe eben dergleichen Fal an scheckigten Ochsen oft⸗ mahls gesehen ob er gleich nie selbst gegenwaͤrtig gewesen wenn sie von einem Wetterstrale verseert worden. Die Saut unter den weissen Haren wuͤrde immer in irem Gewebe et⸗ was zerstoͤhrt, ob sie gleich anfangs gesund aussaͤhe: denn nach einiger Zeit entstuͤnden darauf eiternde Blattern, welche nach— mahls abtrokneten, und dan wuͤchse das Haar wieder wie zu⸗ vor, one weitern Schaden an den Tiren. So ging es auch mit Herrn Rogers Ochsen; denn ohngefaͤhr einen Monat nachher filen schon einige Schorfrinden ab und es wuchs neues Haar. Auch erzaͤhlt er, daßein ihm zugehoͤriges scheckigtes Pferd in einem Stalle beyseinem Hause erschlagen sey, da in der Nacht ein inff Ms ubiand Gudel par üde amdch dah uur o Ra auhh Rthtt, Hlh Irricht aup nünget Vashhr. urmit ach ao Hune hch Wach H.l Ah e chfe sher, stlift, 0 60 0 h Mise leh, Wie ah D Schal der Nan hatte aufanp ber ed eyt nfangd mnen ben Zifl u einen, wlchj Sommer er den U ard vor zuz verlezt. H iunden s, dem Zufal on Krankhei bor ben an⸗ der Farbe, Mahl wie Vie⸗Anzt, IOchsen ost i% gewesen Die Hhaut hewebe et⸗ denn nach elche nach⸗ der wie zu⸗ auch mit I inchher Iis Haar. Med in Nacht ein auf Menschen.. 64. Erf. 74. e. 163 ein so starker Wetterschlag entstanden, daß er gemeinet, das Haus sey getroffen. Er stand alsbald auf, ging in den Stal und fand das Pferd halb tod, ob es gleich noch fast eine halbe Stuade lang auf den Fuͤssen blieb ehe es starb. Dises Pferd war uͤber der Schulter und dem groͤsten Teile des Kopfes, naͤmlich dem ganzen Vorkopfe und der Nase weisscheckigt. Das Haar war daselbst nicht versengt oder entfaͤrbet, sondern nur so loos an der Wurzel geworden daß es sich mit der geringsten Beruͤrung abstreifen ließ, und so verhielt es sich auch in allen uͤbrigen Faͤllen die er gesehen oder davon er gehoͤ⸗ ret hatte. Unter den weissen Teilen des Kopfes stokte das Blut, welches unter den andern Teilen des Koͤrpers wo braunes Haar war nicht befunden ward, und die Haut nebst der einen Seite der Zunge war ausserordentlich eingetroknet— Am 20 Sept. 1775 eraͤngete sich wieder ein Beispiel an einem scheckigten Ochsen, welcher Herrn Alse zu Glynd zugehoͤrte. Die Verletzung traf mit der erstgemeldeten volkommen uͤberein, nur war sie noch etwas staͤrker, indem sich dabey nebst den abgestreiften Haren auch die Oberhaut am Ruͤcken abschaͤlete. Sie hatte auch noch mehr ein sonderbares Ansehen, da die roten Hare welche in Flecke verteilt waren allenthalben auch an den klei⸗ nen Flecken an der Seite des Tiers(mitten unter den weis⸗ sen] vest und glat one alle Beschaͤdigung gebliben waren. Auch an disem Ochsen war die Verletzung nur bis zu dem groͤsten Umfange des Leibes herunter gegangen, am Bauche aber, an den Beinen u. s. w. die weissen Hare nicht abge— streift.„(e.)— Die Uhrsache des Unterschides der verlezten L2 oder (149 c.) In den Philos. Trans. Vol. LXVI. p. 493-502. von Herrn Senly mitgeteilt, welcher die Nachrichten von Herrn Lame bert, Landschaftmaler in Lewes erhalten, der die Ochsen zu wiederhohlten Malen besichtigt unb von beiden Zeichnun— gen 164 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung oder unverlezten Stellen kan hier wohl nicht eigentlich in der verschidenen Farbe der Hare gesucht werden αsondern muß in der verschidenen Beschaffenheit der Haut stecken, als welche zugleich den Grund der verschidenen Farben des Hares enthaͤlt. Der Bericht zeigt auch deutlich, daß die Haut oder Ober— haut angegriffen gewesen, und daß folglich der Bliz an dem Vie wie am Menschen laͤngst der Oberflaͤche der Haut seine Leitung finde. Daß aber die Verletzung nicht tifer herab als bis zum Bauche gegangen, laͤßt sich leicht erklaͤren, wenn man setzet daß die Ochsen auf der Erde gelegen, und folglich der Strahl daselbst schon sein Ziel erreichet habe. 9. 65. Daher komt es nun, daß der Bliz one tife Verletzung von oben an bis zu den Fuͤssen herabstreichet, wo er noch oft den Schu zersprenget, daß er ferner, wenn er einmahl an die Oberflaͤche des Koͤrpers gelanget ist, die innern Klei⸗ dungsstuͤcke versengt da die aͤussern unverseert bleiben,(Erf. 90.) oder daß durch die Platzung die Kleider vom Leibe ah— waͤrts gestoossen, zerrissen oder ausgedeent werden, dabey dau, wie gesagt, die lockern oder nachgebenden Stuͤcke zuweilen zwischen den andern unzerrissen bleiben: imgleichen, daß zuweilen die Kleidungsstuͤcke one sonderliche Verletzung des Koͤrpers zersprengt oder durchloͤchert werden. 75. Erf. gen beigelegt hatte. Den ersten Fal hat auch ein anderer zuverlaͤßiger Beobachter, Herr Green aus Lewes, einstim⸗ mig beschriben— Herr Henly erweent in einem Brife an mich(vermuthlich nach der Abbildung des lezterweenten Ochsen) daß auch die Fleike von roten Haren, die mit weissen umgeben waren, nebst einem kleinen Umkreise der weissen, unverlezt gebliben. (49 d.) S. unten III. T.§. 196, not. 472. U R 0 Mhe ged. I af asrentg en Gi Rane e W fl 1+ Nam i Fcuh Auni, Iu n Ihg V W Gale de D sul ndez: Hade geadh it• Banll Raerf on sn shen einem! Rngen den f0 Where Amzen llasg fug halch n, Modemmi deh, ds wih Hareuthih aut oder Ohat den ber humsene ijer rubg llͤren, wan und folgih , VDerletung er noch gf einmahl a innern Klen eiben,(En Leibe a⸗ „dabey don icke zuweiln lichen, daß Ahung des 75 En ein asdent Vis, anin um Vm an Wchekten „ Nit nhise de auf Menschen. F. 65. Erf. 75. 165 73. Erf. Auf ein Haus zu Clausthal, welches nach der Seite hin wo das Gewitter herkam von keinem hoͤheren Gebaͤude in der Naͤhe gedelt ward, fiel 1772 den dien Aug. ein Wetterstrahl und traf die Spitze des vordersten Gibels, welcher Ehm zu⸗ erst entgegen stand. Der Schorstein, welcher dem hinter⸗ sten Gibel naͤher war, ward nicht verlezt: die Schifer⸗ steine aber damit es hinten gedekt war, wurden zerstuͤkt und filen herunter. Nahe vor einem Fenster, welches un⸗ ter dem zuerst beschaͤdigten Sparren war und mit dem Ramen in die Stube geworfen, auch etwas Bley daran geschmolzen ward, erschlug der Strahl einen erwachsenen Juͤngling, der in der Mitte neben seiner alten Mutter und einem juͤngern Knaben saß. Ein von neuem Kottun verfer⸗ tigtes Kamisol, welches mit Flanel gefuttert war, zeigte bey dem Ruͤkgrade von oben bis unten hin an der inwendigen Seite des Unterfutters einen gelblichen versengten Strich. Der Kottun desselben war weder versengt noch zerrissen, sondern auf diser Stelle in einen Beutel ausgedeent.[Des Hemdes wird nicht erweent: vielleicht war es, wie bey eini⸗ gen Leuten gewoͤhnlich, hinten offen. An beiden Armen aber ist das Kamisol ganz aufgerissen gewesen, so wie auch die Beinkleider an beiden Beinen. Die Pantoffeln von rotem Leder sind hinter den Ofen geworfen und das Oberleder da⸗ von fast ganz von der Sole abgerissen worden. Der dabey sitzende Knabe blieb unverseert, und die Mutter ward nur von einem Topfe verlezt, welcher an der Seite des Fensters ge⸗ hangen und ihr mit solcher Heftigkeit durch den Strahl an den Kopf geworfen worden, daß sie nachher mit dem Ore an der Seite nicht hoͤren konte. Der Schwefelgeruch ist im ganzen Hause, vorzuͤglich aber an den Dingen zu spuͤren gewesen welche der Bliz beruͤhrt hatte. Das ganze Haus L3 ward 166 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung 844 ward so erschuͤttert, daß alle Fugen der Balken sich ausein⸗ der gaben und die Tuͤren aufsprangen.„() 76. Erf. . Jahr 1670 den 29sten Jun. der Bliz unter der Predigt in die Nicolai Kirche zu Strahlsund einschlug,(S. not. 244.) wurden nur acht Personen etwas verlezt, keiner aber getoͤdtet— Einem der unter dem Turm stand ward der obere Teil des Rockes wie auch das Hemde hinten etwas auf⸗ gerissen und die Haut verlezt, das Unterfutter des Rockes aber, welches von rotem Fries war, blieb unverlezt— Ein anderer, welcher in einem Gestuͤhlte unter der Orgel saß und sich an die Tuͤhr lehnte, ward gar nicht beschaͤdigt, oͤbgleich das Schloß der Tuͤhr, welches dicht bey seinem Leibe war, dermaassen abgesprengt worden, daß es nur an einem Na⸗ gel hing. Es ward auch keiner der uͤbrigen die neben ihm sassen oder standen verlezt, wiewohl sie bey dem Schlage zu Boden filen— Einem Seefarenden, welcher sich an ein uͤberzogenes eichenes Gestuͤhlte, unter dem Turm, in wel—⸗ chem die Uhr war, lehnte, ward der rechte Arm verlezt. Durch seinen Rok, Kamisol und Hemde war vorne ein Loch geschlagen, als wenn es geschossen waͤre, one daß daselbst der Koͤrper im geringsten beschaͤdigt worden. Das Kamisol, von rotem Sarsch, war nur an der Stelle wo der Arm verlezt worden etwas entfaͤrbt: es war aber mit einer schma⸗ len silbernen Borte besezt, welche fast allenthalben, auch um den Hals herum um welchen er eine Binde trug ange⸗ schwaͤrzt worden. Ihm war auch der halbe Schu abge⸗ sprengt, die Sole als mit Schroot durchloͤchert und ein Stuͤk am (150) Suden p. 183. aus der Nachricht des Herrn Superinten⸗ dent Zieher, welcher sich nach den Umstaͤnden erkundigt und die Stellen in Augenschein genommen. au hst! usu UU gosi 6 abnn/ d Iader an un Vil. schdene! hende, dierei O. amslhe Rrn öt daf de Wf fishen Mg. chh Hotgen hey/ u 0le d n de pash i b d hgeste ; (00 3 sch ausei, ijinter der ichug,(, llezt, keine nd ward de etwas aust des Rocktz zt— Ein el saß und „ohgleich eibe war, inem Na⸗ eben ihm chlage zu h an ein in wel⸗ a verlezt. e ein Loch dasebst Kamisol, der Am er schmat eu, auch ug anger hu abge⸗ bin Stüt am rihten⸗ Huldigt auf Menschen.§. 65. 66. Erf. 76. 167 am Fusse desselben Strumpfes bey einer Hand breit abge⸗ rissen, one daß weder Bein noch Fuß sonst verlezt worden, ausser daß lezterer einige Tage lang betaͤubet blieb—Einem andern, der bey dem Altar saß, waren die ledernen Bein⸗ kleider an beiden Seiten als mit Schroot durchloͤchert und zum Teil offenbar zusammengeschrumpft und versengt. Ver⸗ schidene dergleichen kleine Loͤcher befanden sich auch in seinem Hemde, und doch war der Koͤrper gar nicht verlezt ausser daß er einen Schmerz im Fusse fuͤhlte. Es war aber die eine Seite des Schues halb aufgerissen und die Sole zur Seiten durchloͤchert.„(43) §. 66. Zur Uhrsache diser merkwuͤrdigen Eigenschaft des Blizes oder des tirischen Koͤrpers scheint es zwar leicht anzugeben, daß es die Aus duͤnstung sey welche den Strahl vorzuͤglich an der Oberflaͤche des Koͤrpers herableite, so wie er etwa bey frischen Baͤumen zwischen Rinde und Holz herabzustreichen pflegt. Allein, wenn die Aus duͤnstung nur blooß als Feuch⸗ tigkeit angesehen wird und kein besonderer Grund darin ver⸗ borgen stecken solte, so koͤnnen wir, die Wahrheit zu geste⸗ hen, uns mit diser Erklaͤrung noch kein Genuͤge thun: denn, alle Befeuchtung des Regens verhindert doch das Eindrin⸗ gen des Blitzes in andere Koͤrper nicht, und im Innern des menschlichen Koͤrpers sind doch auch Feuchtigkeiten sogar noch in viel groͤsserm Maasse vorhanden, ja zuweilen ist bey der Beruͤrung des Wetterstrahls ein Teil der Oberhaut abgestreift worden,(Erf. 93.96.) daß man also denken solte, der Bliz haͤtte in die offenen Gevaͤsse leicht eindringen muͤssen. L4 9. 67.⸗ (151) philos. Trans. Vol. V. n. 65. P. 2084 aus einer deutschen da⸗ mahls gedrukten Abhandlung. Anlockung und Wuͤrkung L. 67. Am sonderbarsten ist es, daß andere Platzungen oder Ent⸗ 168 K. VI. zuͤndungen ganz verschidene Wuͤrkungen aͤussern und den menschlichen Koͤrper inuerlich Augteifen⸗ 77 Ers. Im Jahr 1755 kam ohnweit Vintimille eine Frau aus dem Walde von Montenere zuruͤk. Zwo von iren Gefaͤhr⸗ tinnen gingen vor ihr und zwo hinter ihr her. Aufsein Mahl erhob dise mittelste ein Geschrey und fiel vorwaͤrts nider. Die zunaͤchst bey ihr gingen hatten nichts anders bemerkt, als daß sich ein wenig Staub um diselbe herum erhoben, und einige kleine Steine eine gewisse Bewegung gezeigt hat⸗ ten. Sie lifen sogleich zu ihr, fanden sie tod, und ire Klei⸗ der und Schue in Fetzen zerrissen und auf 5 oder 6 Fuß weit um den Koͤrper zerstreuet. Bey Besichtigung desselben zeigten sich ausser verschidenen andern Verletzungen sogar zise Wunden, wo teils die unterligenden Teile entbloͤsset, teils, als am Becken, die Knochen zerbrochen waren. So war auch das Huͤftbein aus seiner Pfanne geworfen und ein groosser Teil der Haut und Muskeln um dasselbe ward ver⸗ misset, ohngeachtet an der Stelle wo das Ungluͤck geschehen kein Tropfen Blut und kein Stuͤk Fleisch gefunden worden. Man bemerkt aber, daß auf dem Gipfel des Berges Mon⸗ tenere zwey Loͤcher befindlich sind, aus welchen man von Zeit zu Zeit einen Rauch aufsteigen sihet, und daß am Fusse des Berges eine schwefelhaltige Quelle ist.„(45) Dise Wuͤrkung ist allerdings sonderbar: man sihet aber, daß die Umstaͤnde von einem Wetterstrale sehr verschiden seyn, wie dan auch die dabey Befindlichen weder Bliz noch Knal (65½) Hist. de Pacad. des Sc. 1755. P. 38 aus dem Berichte des Herrn Morand. f soshethtgen umm dor 90 M0, nit Hate, in hn Einget 6idde die x wändsnfet I Hne Guupdehal muj nid Hein imne Rer Dtahte In udin t de M. Wor, findy NRuch ul Wdaass H D ite Mle Mison herhgn ang xm Eunhen! chen und! su uat, D Moqhe N slih Ii. us oderiz aim und hez iren Hfht, Nufeng wittz udh benzih um ethobe, hahigt hut und ire Hlei o Fuß vi 16 desseben ngen sogt entblosse aren. E fen und en ward ber. fhischehen worden. es Mon⸗ bongeit Fusse des het abet, (ischiden h noch Knal schte des auf Menschen.. 67. Erf. 7779. 169 Knal wahrgenommen— Eben so ist die gaͤnzliche Verbren⸗ nung des Koͤrpers welche sich bey einigen Personen zugetra⸗ gen hat, mit ganz andern Umstaͤnden als ein Wetterschlag begleitet, und vielmehr einer innern gaͤrenden Entzuͤndung in den Eingeweiden zuzuschreiben, dergleichen in geringerem Grade die blaue Flamme ist, welche zuweilen den Brante⸗ weinssaͤufern aus dem Halse faͤhrt und im Anfange noch oft mit hineingegossener Milch gedaͤmpft wird. Die Gegen⸗ einanderhaltung der verschidenen Faͤlle einer solchen Verbren⸗ nung wird die Sache klahr machen. 79. Erf. Ein armes Weib in Paris hatte sich so zum Senuß des Branteweins gewoͤhnt, daß sie drey Jare herdurch fast keine andere Narung zu sich nemen wolte. Als sie darauf einst des Abends auf einem strohernen Stule eingeschlafen war, fand man sie des Morgens mit demselben so gaͤnzlich zu Rauch und Asche verbrant, daß ausser der Hirnschale und den aͤusersten Enden der Finger nicht einmahl die Rno⸗ chen uͤbrig waren.„(4353) 5 2—— 5½79. Erf. „Die Graͤfin Cornelia von Zangari und Bandi zu Cesena, ires Alters 62 Jahr, hatte sich zwar an einem Tage im Jahr 1731 so wohl befunden als sie sonst zu seyn pflegte: am Abend aber beym Essen schien sie traͤge und unlustig zu seyn. Sie ging darauf zu Bette, unterredete sich daselbst noch drey Stunden lang von allerley Dingen mit irem Kammermaͤd⸗ chen und verrichtete ihr Gebet: endlich, als sie eingeschla⸗ fen war, ward sie allein gelassen und die Thuͤr verschlossen. Des Morgens, als das Maͤdchen in die Schlafkammer kam und das Fenster oͤfnete, fand sie folgenden Anblik. Vier L5 Fuß (I53) Tu. Baxrnorið. AA. med. Vol. I. ann. 1671. obs. IIS. aus dem Berichte des Doct. Mrn. JAcoÆus. 170 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung Fuß von dem Bette lag ein Haufen Asche: daneben die bei⸗ den Beine vom Fuß bis zum Knie unbeschaͤdigt und die Struͤmpfe noch daran. Zwischen denselben lag der Ropf der Graͤfin, davon das Gehirn, die Haͤlfte vom Schedel des Hinterhaupts und das ganze Kin zu Asche verbrant war, und dabey fand man noch drey schwarz versengte Finger. Alles übrige vom Koͤrper war zu Asche worden, welche, wenn man sie in die Hand nahm, ein stinkendes schmirigtes Wesen hinterließ. Es schwebte auch viel Rus im Zimmer herum: eine kleine Oehllampe die auf dem Boden stand war mit Asche bedekt, aber kein Oehl darin. Der Fußboden war so start mit einem klebrigten Wesen als eingeschmiert, daß er nicht wieder zu reinigen war. An zweien Lichtern die auf dem Tische stunden, war das Unschlit verzeert und der Dacht aufrecht auf den Leuchtern stehen bliben, um deren Fuß sich etwas Feuchtigkeit oder schmirigtes Wesen] befand. Das Bet war unbeschaͤdigt: nur die Decke und das Leilach waren zur Seite aufgeworfen, als wenn man aufstehet. Alles Geraͤte im Zimmer so wohl als das Bet war mit einem schmirigten aschfaͤrbigten Rus bedekt, der sogar in die Schiebladen hinein und bis zu der nahe ligenden Kuͤche durchgedrungen war. Ein Stuͤk Brod in der Speisekam⸗ mer war schwarz und so damit behaftet daß kein Hund es fressen wolte. In dem Zimmer uͤber der Schlaf kammer be⸗ merkte man ein gelbes schmirigtes Wesen an dem untern Teile der Fenster herabfliessen: man sahe daselbst auch den Rus umher fligen und spuͤhrte einen Gestank, der sich mehr und mehr in den uͤbrigen Zimmern ausbreitete. Es war nicht der Schießpulvergeruch, wie beym Blitze, und ni⸗ mand hatte irgend einen Knal gehoͤrt.„(43)— Der Zufal konte (454) Aus einer Abhandlung des P. Jos. Bianchini in den Phil. Trans. Vol. XIIII. n. 476. p. 447. 460.(und uͤbersezt im Ham⸗ urg. unt iso d doat wl j auh Spurer nunicht det Him ges Hräftn voch hen sie aus vubrant st Rewaer Reunen d schntt wotde Hunif ö. in i sih u Oa, vl U sube dajtbũ schnicht wu pierprtus hun ltf, Wan Haudung twenst hin die f imgeimn Dute R Geinte schmntde IuSchle uug aucben die h hihigt und hberBopfy i Schede n birbrart tu, tsengte gipr orden, nih, des schnmiht ul in zinmn oden sund uy De Fufbodn lgeshnint, wrien iihten betheen vnd hen, um dert N.sen Hefand o g Llilach i aufsehet, mit einen sogar in di enden Hach Cpeseun in Hundes flammer be dem unterz bst auch de schush „ 5 vol i ni Dfl lonte ben Phil, tim Hat hhth auf Menschen.§. 67. Erf. 79. 171 konte also durch keinen Wetterschlag veruhrsachet seyn, der doch wohl jemand im Hause aufgewekt haͤtte. Es wuͤrden auch Spuren der Verletzung am Gebaͤude zu finden, und vielmehr der gewoͤhnliche Schwefelgeruch als der schmirige Gestank gespuͤhrt worden seyn. Ferner sihet man, daß die Graͤfin noch zuvor einige Beaͤngstigung empfunden, deshal⸗ ben sie aus dem Bette gesprungen und also stehend ploͤzlich verbrant seyn muß, wie auch, daß der Brand in den Ein⸗ geweiden seinen Hauptsiz gehabt, von dannen aus die nahe gelegenen Teile mit verzeert, einige der aͤussern aber ver⸗ schonet worden. Es wird zwar nicht gemeldet, daß Ihro Hochgraͤfl. Gnaden Weingeist, Liqueurs oder Herzstaͤrkun⸗ gen zu sich zu nemen pflegten, aber der Graf Atimis von Gorizia, welcher wenig Tage nach diser Begebenheit durch Cesena gereiset war, berichtet doch dem Grafen Maffei, er habe daselbst gehoͤret, daß sie gewohnt gewesen, wenn sie sich nicht wohl befand, sich uͤber den ganzen Leib mit Ram⸗ pferspiritus zu waschen: auch ist es sonderbar, daß Bian⸗ chini selbst, ohngeachtet er einen Bliz als die Uhrsache der Wuͤrkung angeben wil, doch in der Vorrede seiner Ab⸗ handlung eben den oberwaͤhnten Fal von der Pariser Bran⸗ teweinssaͤuferin, wie auch von einem Polnischen Saͤufer dem die Flamme zum Halse herausgefaren und der davon umgekommen, als aͤhnliche Vorfaͤlle anfuret. Indessen konte die Graͤfin freilich an selbigem Abend nicht von starkem Getraͤnke benebelt seyn, weil sie noch drey Stunden lang sich mit dem Kammermaͤdchen unterredet haben sol ehe sie in den Schlaaf gekommen. Ich wil auch andere Uhrsachen der ö Gaͤrung burg. Magaz. I. B. p. 267. 284) woselbst in den Anmerkun⸗ gen die Uhrsache auch einer entzuͤndenden Gaͤrung in Ma⸗ gen und Eingeweiden zugeschriben und verschidene Gruͤnde der Wahrscheinlichkeit angefuͤhrt werden. 172 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung Gaͤrung im Magen nicht ausschliessen, wie man dan den Versuch gemacht hat, den Magen von einem Tire, nachdem er oben und unten zugebunden, auszuschneiden und die Luft durch ein darin gestochenes Loch aus zudruͤcken, welche, wenn ein brennend Licht einen Zol weit davon gehalten wird, Feuer faͤnget.(56) Es muͤste aber doch eine besondere Be⸗ schaffenheit aller uͤbrigen Saͤfte vorhanden seyn um die Ent— zuͤndung durch den ganzen Koͤrper so schnel auszubreiten: sonst wuͤrde sich auch ein solcher Zufal oͤfter eraͤugen. 80. Erf. „Eine Fischerfrau zu Ipswich, ohngefaͤhr 60 Jahr alt, hatte im Jahr 1744 an einem Abend bey Gelegenheit einer froͤlichen Zusammenkunft viel Brantewein getrunken als sie irer Gewohnheit nach vor dem Schlafengehen noch in den Unterkleidern hinunter zur Kuͤche ging, wo sie eine Pfeiffe Tobak zu rauchen pflegte. Ire Tochter war indessen schon zu Bette gegangen und eingeschlafen one sie zu vermissen. Des Morgens erwachte sie fruͤhe ging hinunter und fand ire Mutter auf der rechten Seite so ligen daß sie zum Teil uͤber den Heerd gestrekt und der Kopf bey dem Roste, die Fuͤsse aber herabhaͤngend auf dem bretternen Boden waren. Der Koͤrper brante gluͤend one Flamme: als er mit ein Paar Schalen Wasser geloͤschet war, erhob sich ein uner⸗ traͤglicher Dampf und Gestank davon, und man fand ihn nachmahls als eine Kole mit weisser Asche bedekt. Kopf, Arme, Schenkel und Beine waren auch sehr verbrant— In dem Rost auf dem Heerde war kein Feuer, und das Licht mit („55) Jon. Jac. Pisaxus in Eph. N. C. Dee. I. ann. I. Obs. 77. p. 157. wo in den Anmerkungen noch verschidene Beispile von ent— zuͤndbaren Duͤnsten aus Magen und Gedaͤrmen angefuͤhrt werden. .....‚...—‚‚“‚————— 0 mit Rlchen Suchets du Hen u nlt,, sm iyte Eute neben udem Sei nodet ven bene pbensh Kte Rs vn N durch se m huftl. Ei Rl Hlen unen ih xrachen Rra, sunen. ohngefih Haug, w. ein denst er gaesen, Ex ltee Yost be! Ruhtlch ug6 man dan gy din, nachdm Wund dieduf wesche, wemn chalen wird, hesndere Be⸗ n um die Ent, auszubtet. uugen. 00 Jahr al, genheit einer unken als si noch in de e eine Pfiff udessen schn u vermiss ler und faf sie zum A u Roste, N zoden waben, er mit ein ch ein iner an fand ihn dekt, Kof, rant— dih licht mit ½½L5ꝰ e hon ent⸗ augesuͤhtt auf Menschen.. 67. Erf. 80. 81. 173 mit welchem sie hinunter gegangen war in der Pfeiffe des Leuchters ausgebrant welcher neben ihr stand. Ire Kleider bestanden nur in einer Jacke von Kottun und einem Unter⸗ rocke, so, daß davon ein so groosser Brand nicht entstanden seyn konte. Auch war ein Kinderkleid welches an der einen Seite neben ihr hing und ein papierner Schirm der an der andern Seite stand unverseert, wie auch der bretterne Boden weder versengt noch schwarz war. Das geschmolzene Fet aber war so in die Mauersteine des Heerdes gedrungen, daß derselbe nicht wieder davon gereinigt werden konte.„69 81. Erf. ů „Eine Frau zu Coventry von 52 Jaren, war dem Ge⸗ soͤffe von Rum und andern Brantewein sehr ergeben, da⸗ durch sie mager ward und endlich 1774 in eine Gelbsucht verfiel. Sie war so elend, daß sie sich kaum allein aus dem Betie helfen konte: dennoch unterließ sie das Brantewein⸗ trinken nicht und pflegte auch alle Abend eine Pfeiffe Tobak zu rauchen— Ire Kammer war an der Gasse unten im Hause gelegen, hatte weisse Waͤnde und einen Fußboden von Bak⸗ steinen. Das Bette stand gegen den kleinen Kamin uͤber, ohngefaͤhr z Fuß davon entfernet. Es hatte nur einen Vor⸗ hang, welcher an der andern Seite war, wo sich gegenuͤber ein Fenster befand. Sie wohnte allein im Hause: es war aber noch eine halbe Stunde vor Mitternacht jemand bey ihr gewesen, welcher sie nicht schlechter als zuvor gefunden hatte. Er legte ein Paar Stuͤkchen Kolen ganz nach hinten in dem Rost des Kamins an, sezte einen Leuchter mit einem kleinen Nachtlichte auf einen Stuhl zum Haupt des Bettes, aber nicht (256) Philos. Trans. Vol. XIIII. n. 476. p. 463.(Hamb. Magaz. 1B. p. 287) nach dem Berichte der Augenzeugen aus demselben Hause. 174 K.VI. Anlockung und Wuͤrkung nicht an der Seite wo der Vorhang war, schloß die Thuͤr zu und ging davon. Des andern Morgens um halb 6 Uhr sahe man auf der Gasse Rauch aus dem Fenster kommen: man brach die Thuͤr offen, da dan in der Kammer einige Flammen aufloderten, welche aber mit etlichen Eimern Wasser leicht geloͤschet wurden. Nun fand man die Ueber— bleibsel der Frau zwischen dem Bette und Kamine ligen: die Beine und ein Schenkel waren noch unverseert, sonst aber nicht das geringste von Haut, Muskeln oder Eingeweiden nachgebliben. Die Rnochen der Hirnschale, der Brust, des Ruͤkgrades und der Arme waren ganz zu Ralk gebrant und mit einer weissen Materie beschlagen, einige auch aus irer Verbindung gefallen und das linke Huͤftbein in der Mitte zerbrochen. Die Lage war so, daß die Hirnschale sich zum Haupte des Bettes, die Fuͤsse an dem untern Ende und der Ruͤcken gegen den Kamin gekehrt befand. Sie pflegte auf der Seite, dicht am Rande des Bettes gegen den Kamin hin zu ligen. Noch am vorhergehenden Morgen war sie aus dem Bette gefallen, und eine Nachbarin, die herbey ge⸗ kommen, hatte sie mit Muͤhe wieder hinein gebracht— Aus⸗ ser dem Koͤrper diser Frau war nichts in der Kammer son⸗ derlich angebrant. Die Seite der Betstelle neben welcher sie gelegen war nur etwas versengt, aber das Federbette, die Bettuͤcher und die Decke, wie auch der Vorhang an der andern Seite und die Bretter der Thuͤr nahe bey dem Bette, waren nicht verlezt. Die Waͤnde und alles Geraͤte in der Kammer waren schwarz geworden, und man spuͤhrte einen haͤslichen Gestank.„() In (157) Philos. Trans. Vol. LXIV. p. 340 beschriben von Herrn wil— mer, Wundarzt zu Coventry, der zwo Stunden nach dem Unfalle da gewesen und alles genau untersucht hatte. 0 dien Vuhin f augasen shi ehl uo schon d Rommen Ruucketh UI deurch de Gichl vos 1 Ef vebtznt wo dh lbiz— Made, x siler dun u Macht kn Wlhe, wan uun suln 11 Mud vornten, Lchtr a hur und i achtke itt Bat, ud Hefg er Erhe j uir zpark udinpf! hat ind (o 60 n ung salhg u un alh 6 euser Eommg er ganmner U etlichen Enh d wan die Ulhh Nanen set, sus h oder Engenth ale, det u zu Ralk gobry einige duhn bein inbegt ruschnleshy n Ende mubh Sie pfan gen den dun Norgen vur „die herbeyg ebracht Kammer si neben woh s Feberhl orhang ah N hey dem Bl, Gerite in x spüh e 0 H᷑nn Wil MRach da san auf Menschen.§. 67. Erf. 81. 82. 175 In disen Faͤllen war nicht einmahl ein Verdacht vom Blitze: in folgendem wird zwar der Bliz als eine Uhrsache angegeben, aber one eigentliches Zeugniß daß ein Wetter⸗ schlag gehoͤret sey oder Spuren davon zu finden gewesen, und schon der Titel der Schrift, aus welcher die Nachricht genommen ist, zeiget, daß die Einbildung auf den Verfasser gewuͤrket hat. 82. Erf. „Auszug aus einer kleinen Schrift: Feuer vom Himmel, dadurch der Koͤrper eines Nannes mit Namen John Sitchell von Holnehurst des Kirchspiels Christ⸗Church in der Grafschaft Southampton, am 26sten Jun. 1613 verbrant worden. Von John Silliard: gedrukt zu Lon⸗ don 1613— Er war ein Zimmerman, und hatte sich des Abends, da er von seiner Arbeit zu Hause gekommen, mit seiner Frau und einem Kinde ins Bette gelegt. Mitten in der Nacht kam ein so heftiger Bliz, daß der Frauen Mutter, welche, man weis nicht wie,(by what means Iknow not) einen starken Schlag an ire Backe fuͤhlte, davon erwachte und ausrief. Als aber Hitchell und seine Frau nicht ant⸗ worteten, stand sie auf, ging zu irem Bette und wekte ire Tochter auf, welche ploͤzlich an der einen Seite sehr verbrant war und iren Man und Kind tod bey sich ligen fand. Dise achtete irer eigenen Verletzung nicht, riß den Man aus dem Bette, und schlepte ihn auf die Gasse, muste ihn aber wegen der Heftigkeit des Feuers verlassen. Er lag also daselbst auf der Erde und brante noch bey drey Tage lang: aͤusserlich war zwar kein Feuer an ihm zu sehen, sondern es stieg nur ein Dampf von seinem Koͤrper auf bis derselbe zu Asche ver⸗ zeert und nur ein kleiner Rest von den Knochen uͤbrig war.„(v58) Man (58) Extract of a Pamphlet, imtituled Fire from heaven, burming the 176 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung Man sihet, daß diser Bericht nicht von einem genauen Wennn Beobachter herruͤre und unvolstaͤndig sey— War etwas im EI Hause sonst beschaͤdigt? oder welchen Beweis hatte man von einem Blitze? war das Bet anders als von dem Brande ni uur v des Mannes verlezt? Wie weit war der Mutter Bet von ein dem andern entfernt? Welche Spuhr hatte der Schlag, den rie guah sie fuͤhlte, an irer Backe hinterlassen? Wie war das Kind rd lic beschaͤdigt? Wie war die Verbrennung an der Frau be⸗ de schaffen?— Da ein solches innerliches Feuer sich sehr schnel in dem Koͤrper den es verzeert verbreitet und auch den Dunst inn umher zerstreuet; so konte das Kind leicht erstikt, und auch die c, abe bey ihm ligende Frau noch in dem Augenblik da sie erwachte un ufs von dem Brande mit angegriffen werden: waͤre sie aber vom umuhn Blitze mit getroffen, so wuͤrde sie aus der Betaͤbbung niht dan so leicht zu erwecken gewesen seyn. Ob der Schlag den die estn Mutter fuͤhlte mit von derselben Uhrsache herruͤhrte, laͤßt iudnrn sich one weitere Umstaͤnde zu wissen, nicht bestimmen., u r Ich finde also keine zuverlaͤßige Wahrnemung, daß der tuft, Bliz menschliche oder tirische Koͤrper zu Asche verbrenne. Herr¶ Mhn Hartmann erweent zwar einer solchen durch den Bliz veruhr⸗ au uN sachten Zerstoͤrung des menschlichen Koͤrpers mit folgenden hschn Worten: Einen Bliz von der Art wil man bemerket ha⸗ dsie N ben, da er einen Baum gespalten, jedoch one ihn einmahl Mrung schwarz zu machen, und einen Schaͤfer, der unter disem wuffn Baume Schuz gesuchet hatte, in Asche verwandelt hat.„(1) bmdit Allein, Alung! the body of one Ichn Hitchell&c. Philof. Trans. Vol. XIIIl. Lahu, n. 476. p. 46I.(Hamb. Magaz. 1 B. p. 286.0 afst (59) Haͤrtmann Abhandl. von den elektrischen Luft-Erscheinun— ban gen§. 55. p. 124— Diejenigen, welche dise Nachricht wie— Duln der anfuͤren, thun also dem Herrn Sartmann Unrecht,, u wenn sie ihn als Zeugen angeben, dafuͤr er sich keinesweges hee erklaͤret. Eing on dien Henh Maretvat. eweis Hatte 0 Soon dem Byun Muitet Bun e der Sclup die war dun an der Ftm uer sich thesz d auch budn stikt, udhh lik da sianent waͤre sie Ra Betiubunt er Schugh hetruͤhrt, bestimma emung, u everbreme den Bihtn rs mit.fogat n bemertu one ihn eint der uuler d del hat e HU Tall LMl 0) Wesanun, hllht wi⸗ am Unehh, h Hswege auf Menschen. H. 67. 68. 177 Allein, man sihet wohl aus dem Ausdrucke, dabey weder Ort, noch Zeit, noch genaue Umstaͤnde, noch derjenige welcher es gesehen oder gesagt haͤtte, angezeigt werden, daß die Nach⸗ richt nur von Hoͤrensagen sey, darauf gar nicht zu achten ist: denn wenn der Hirte getoͤdtet und verbrant, nämlich wie gewoͤhnlich an der Haut versengt worden, so kan unter⸗ wegs leicht das Geruͤchte entstanden seyn, er sey in Asche verwandelt. §. 68. Es werden zwar dan und wan Menschen vom Blitze ge⸗ toͤdtet, aber mit ganz andern Umstaͤnden, und die verschi⸗ denen wahrscheinlichen Uhrsachen eines solchen Todes ver⸗ dinen noch naͤher untersucht zu werden. Der ploͤzliche Tod scheinet vornehmlich durch die Gewalt des ersten Zusprunges vom Blitze, und der dadurch ent⸗ standenen Erschuͤtterung der Nerven veruhrsachet zu wer—⸗ den, und zwar besonders wenn der Strahl auf den Kopf ge⸗ troffen, wie solches aus den Spuren an den meisten Erschla⸗ genen abzunemen ist. Denn, obgleich die Flamme des Blitzes nur an der Oberflaͤche herabfaͤhrt, so muß doch der Stooß desselben den Koͤrper innig erschuͤttern— Zur Bestaͤtigung diser Vermutung vergleiche man nur die stuffenweisen Wuͤrkungen, nachdem der Strahl dise oder jene Stelle ge⸗ troffen hat.— Auch die Nebenstehenden und nicht eigentlich vom Blitze Beruͤhrten werden oft zu Boden geworfen und eine Zeitlang irer Sinnen beraubt.— Wenn der Strahl, oder die Platzung, nur die aͤussern Gliedmaassen trift, so pflegt er noch auf ver schidene Tage lang Unempfindlichkeit, Laͤmung, Ge⸗ schwulst zuruͤk zu lassen.— Besonders aber wissen diejenigen die Wuͤrkung zu beschreiben, deren Ruͤckenmark erschuͤttert worden, und wo also die von dessen unterm Teile entsprin⸗ gende Nerven in irem Einflusse gehemmet werden musten. M 83. Erf. 173 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung 83. Erf. „Im Sommer 1771. saß zu Erfurt ein Student an einem Tische, mit der linken Seite nahe bey einem Fenster, als ein Wetterstrahl daselbst herab fuhr und ihn mit beruͤhrte. Er siel one Empsindung zur Erde. Da er sich wieder er⸗ hohlte und im Hause Feuer schreien hoͤrte, wolte er aufste⸗ hen indem er keine Schmerzen empfand und nicht wuste was ihm begegnet waͤre. Nun fand er aber, daß es ihm unmoͤg⸗ lich war, weil das linke Bein one Empfindung und unver⸗ moͤgend zum Bewegen geworden. Er muste also um Huͤlfe rufen. Der Bliz war an der innern Seite des linken Schen⸗ kels etwas uͤber dem Knie eingefaren, woselbst er die lederne Hose durchloͤchert hatte, darauf unter dem Strumpfe am Beine herabgestrichen, wo sich bis zum Knoͤchel Spuren der Versengung befanden. Endlich war er durch den Schu wieder ausgefaren, wo sowohl ein Teil des Oberleders ab⸗ gesprengt als durch die Sole ein Loch wie von einer kleinen Ku⸗ gel geboret, und am Fusse zwischen der ersten und zwoten Zehe ein Flek mit unterlaufenem Blute befindlich war. Sein Odem war schweer, der Puls hart und starkt das linke Bein bis uͤbers Knie sehr geschwollen, one Empfindung und blau: aber kein Bruch oder Wunde vorhanden. Ihm ward inner⸗ halb vier Stunden zwey Mahl eine Ader geoͤfnet, kuͤlende und staͤrkende Mittel, und zum Getraͤnke Fliderthee gegeben, wo⸗ durch sich der Pulsschlag und das Luftholen besserten. Aeusser⸗ lich ward eine Baͤhung von dem Goulardschen Bleywasser auf⸗ gelegt: als aber dises in gewoͤhnlichem Grade bereitet nichts half, und der verlezte Teil noch unempfindlich blieb und so brann-blau ward daß man den Brand befuͤrchten muste, urteilte Herr Doctor Alix, welcher die Kur besorgte, daß ein staͤrkeres Mittel noͤtig sey. Er mischte daher von dem Bley⸗ extraͤkt bis zwo Unzen zu zwey Pfund Wasser. Da dises Mittel 0 Msch R Mzwel gurk, I witd Heletdet! nahte . IIII Mukkn U Inddtwn fnM iehe Re sin Rulen bun u Mch Ee Ninde nd d uffs her f inngl gattz ů Atintk Ashrttn bines S sso nicht Eisch 0 W. dent an eing Fuuster, a⸗ mit diruͤhrtz ich ricer er holle er dusste icht wuste was ihm umby 9und unher so um Husß inken Scher die ledern Strumpfe bel Spuren den Schi erledes ab ileinen Hy zwoten Zh Sein Odan ule Bein hö und blar ward inniy kulende unh egeben, w en. Mussr hwasser duf heitet uichts bleh nse hun nuft V„ Mein hem Bie⸗ Da dises Miel auf Menschen.. 68. Erf. 83. 84. 179 Mittel sechs Stunden lang aufgelegt war, fing der Kranke an ein Kribeln zu spuͤren und das Bein wieder zu bewegen. Nach zween Tagen verlohr sich die Geschwulst: die natuͤrliche Farbe, Empfindung und Beweglichkeit kamen nach und nach wieder: das Bleywasser ward nuumehr etwas schwaͤcher bereitet und die Fiberrinde gegeben, dadurch der Verlezte in acht Tagen wieder hergestellt wurde.“(460) 84. Erf. „Zu Ringau war am raten Jun. 1685 der Bliz auf ein Haus gefallen, an dessen Dache, Sparren, Staͤndern, Mauern u. s. w. verschidenes zerschmettert aber nichts ge⸗ zündet worden. Auf einer Bank die an der Mauer stand saß ein Man von etwa 40 Jaren vor einem Tische und laͤas in einem Gebetbuche.[Er war folglich voruͤbergebuͤkt, und daher sein Kopf mehr von der Mauer eutfernt. Disem waren von dem Schlage, davon er glaubte daß selbiger durch den Ruͤcken gefaren sey, der Unterleib und die Beine als abgestorben; er fand sich der Empfindung und Bewegung darin beraubt, siel ohnmaͤchtig von seinem Sitze zur Erde, und es duͤnkte ihm nachmahls)] als ob seine Beine ungeheuer aufgeschwollen und die untern Teile seines Koͤrpers von hef⸗ tiger Kaͤlte ergriffen waͤren. Es richteten ihn verschidene hinzugelaufene Personen auf, fuͤhrten ihn unter den Armen gestuͤzt im Zimmer auf und ab: man gab ihm ein Glas Wein zu trinken, und so kam Leben und Bewegung wieder in die erstarrten Teile, daß er nach einigen Tagen, da er sich auch eines Bades bedient hatte, voͤllig hergestellt ward.[Er war also nicht eigentlich vom Blitze getroffen, sondern nur durch die Erschuͤtterung des Ruͤckenmarks gelaͤhmt gewesen. M 2 Hinter (16οσ Aν Obs. chirurg. Fac. I. p. 4. NIAN 6½57 W HN I NIN HNNNN ö 645 6½½ V W A I. 0„ 2I 2 WA WN 4%½ 4 * 6 DR 49/½½ ½%½9 SININ WN V NRNIAIN . II 0 0 NI VNRN 0 . 504 N WNd INI NIII WMN N . * I VHINI IN WUN I 44 10 1½4. P N. *91 41 14 4 4 V V 7 +. + 460 RHAAV 6 W WAI * IIN 0 0 NII GIN WIP *. 01 180 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung Hinter seinem Ruͤcken fand man so wohl oberhalb als unter⸗ halb der Bank in der Wand verschidene kleine Risse und Spalten. Die Mutter saß neben ihm auf einem Bette, ward gar nicht beschaͤdigt, und schrie sogleich um Huͤlfe.“(61) Wenn also ein solcher Schlag das Gehirn selbst, oder den Uhrsprung der Nerven, erschuͤttert, so ist gar nicht zu ver⸗ wundern, daß eine ploͤzliche algemeine Stockung aller Em⸗ pfindung und Bewegung haraus erfolge, one daß man sich vorzustellen hat, der Strahl selbst sey durch die innersten Teile des Koͤrpers gedrungen. Ja, es kan sich dises durch den auffallenden Stooß der platzenden Luft zutragen, one daß der eigentliche Strahl auch nur die Oberflaͤche des Koͤr⸗ pers beruͤret haͤtte, und daher kan man erschlagene Menschen oder Tire finden, an beuen keine Spuhr der En vom Blitze anzutreffen ist. Die Vergleichung solcher Faͤlle wo die Betaͤubten sich wieder erholet haben, kan dise Wuͤrkung erlaͤutern. n 74. b.) * Evf. 84. b. „Vier von den acht Kindern, welche unter einem Baume bey dem Kloster nahe bey Mondovi vom Blitze getroffen worden, waren versengt:(mehr kan hier wohl seortieati nicht heissen:] das eine laͤngst einer Wange, das andere an beiden Schultern und etwas am Ruͤkgrad herunter, das dritte am Nacken, wo die Hare verbrant und der Hut durchboret war, und das vierte laͤngst dem einen Arm. Aber keine diser Ver⸗ letzungen war tief, und keine mehr als einen Daumen breit. Alle (r6r) Ephem. Nat. cur. Dec. II. ann. 4. Obs. 48. p. 116. beschriben von Herrn Woeren, welcher zu dem Verlezten gerufen ward als man ihn noch im Zimmer leitete, und welchem Wasclt mit keichender Stimme seine Umstaͤnde berichtete. Wechht! du seibe sesholk vuch Ihbenee In uel Hz ahhte da Ihut A gh natt g E M N Schuusti Id der R usi sllthem Men uud syat Eyltter hrgah R— M unter der ufelhnt Latken (hht) ge. Whl Ng0 bilsu 10 Rsse un anem Bez Halfeg abf, oderhy nicht zu mn ung aller E daß man sh die innerst dises buth tragen, on che des Kot⸗ ne Menschen letzung bon ubten sich Erf74b) hem Baumt e getroffen ortieat nicht te an beiden dritte am Hhoret wat, ne diser Vx umen brei Me beschllhen un gerlfen 0 aschen hnichtet. auf Menschen.§. 68. Erf. 84. b. 85. 181 Alle acht lagen ohnmaͤchtig, one Sinne und Bewegung: da sie aber nach iren Haͤusern gebracht worden, erhohlten sie sich alle in weniger als einer Stunde, ausser demjenigen welches am Fopfe getroffen worden, als welches man ver⸗ schidene Stunden lang fuͤr tod hielte. Da aber die Mutter ihm ire Hand auf die Brust legte, fuͤhlte sie noch einigen Herzensschlag: es ward ihm also eine Ader geoͤfnet und es erhohlte sich gleichfals. Ich begab mich drey Tage nachher zu dem Orte hin, um dise Kinder zu sehen. Durch eine kleine Belonung gereizet waren sie im Stande zum Richter zu gehen: aber sowohl im Gange als im Anschen schinen sie matter als die Arbeiter bey der Ernte in der Campagna di Roma.“(61 b.) 85. Erf. „Auf dem Schweidnitzischen Anger bey Breslau fiel 1720 den 4ten August, der Bliz an einem Hause oben auf den Schorstein, woselbst etwas Kalk und Zigel abgeschlagen und an der Seite herunter vier seichte Loͤcher hinter einander eingeschlagen wurden. Wo das Dach an die Feuermauer anstieß schlug er durch eine Schindel, one selbige zu zer⸗ splittern, ein laͤnglicht rundes Loch: dan traf er auf disem Boden seitwaͤrts bey der Feuermauer eine RKammerthuͤr, und spaltete an derselben der Lange nach in⸗ und auswendig Splitter herab. In dem Stokwerk unter disem Boden, ohngeachtet man keine Spuhr finden konte daß er durch das Aestrich solte geschlagen haben, traf er auf die gerade unter der obbemeldeten ligende Stubenthuͤr, welche etwas aufgelehnt stand, splitterte ewas davon ab und schlug zur Seite ein Stuͤk von dem hoͤlzernen Thuͤrgeruͤste: auch ward M 3 in (6rh.) BECCAEIA: Elettricismo artif. 1772.§. 643. Er beruft sich wegen dises Falles auf seine Elettr. terr. atmosf. p. 240 182 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung in der Stube am Fenstergesims oben ein kleiner Spahn eines Fingers lang abgeschlagen. Neben der Thuͤr war ein Feuer⸗ heerd, bey welchem eine Osengabel umgekehrt schraͤge an⸗ geleent lag: an selbiger ließ der Strahl die Laͤnge herab eine rund herum schraubenweise ausgerissene Spuhr, welche oben breiter ausgespalten, weiter hin schmoͤler, unten aber am Ende des Stiels so fein als mit einem Messer einge⸗ schnitten war. In dem untern Stokwerk an der Erde traf der Bliz wieder one eine Oefnung in der Decke zu veruhr⸗ sachen auf eine gerade unter der vorigen ligende Stuben⸗ thür, und zersplitterte selbige gleichfals. Auf dem neben der Stubenthuͤr befindlichen Heerde standen vile Toͤpfe, davon keiner verlezt ward: in der Mitte aber lag ein Zigel, von welchem, wie auch am Ecke vom Gesimse der Feuermauer, ein Stuͤk abgeschlagen ward. An der andern Seite des Heerdes ging eine Thuͤr zum Garten hinaus: an selbiger sahe man inwendig nicht die geringste Verletzung, aus⸗ wendig aber war sie auch angesplittert, und ein eiserner Nagel daran etwas angegriffen. Der Garten war noch mit einem Gatter verwahrt, von welchem ein kleiner Split⸗ ter vermuthlich auch bey einem Nagel] abgeschlagen worden, welcher in leztbemeldete Thuͤr so vest eingefaren, daß man ihn nicht mit den Fingern herauskratzen konte. Daneben waren von einem Weinstocke verschidene Teile einiger Blaͤtter ganz braun versengt oder verwelkt, die andern Teile aber grun gelassen, und einige Trauben zerschmettert worden, doch one einigen Brandflek und one daß ein Loch in der Erde veruhrsachet waͤre. Auch in den Spaltungen und Splittern am Häuse ward nirgends eine Versengung angetroffen, ob⸗ woͤhl man einen starken Schwefelgestank verspuͤhrte.—In der Stube des obern Stokwerks saß dicht an dem Fenster dessen Gesimse oben verlezt war ein Man, welcher laas: (und U W Runehl Gurnd N gend Bcler, ach de dre Vmee i un H HAU Ruschf U Eu he, id HUE Rusinen, ihe N Ruste huun, Fuer 0b full sund si. WI so, Iů fe in sn ind ez f s ehohl Hal 5 in N Rashe 10 repahn ent dor ein Feuny irshräge ar ine herab ein duhe, wche e, Mten gber Misse enge der Erde in e zu benh nde Stuben dem neben Löͤpfe, davor Zigel, vn Feuermauz in Seite d : an selbiz etzung, ak ein eisemg en war nuh kleinet Eh agen wothu, en, daß min e. Ducn niget Bitt n Dib ale tert vorde, indrEd 0 Sn fen, ob⸗ .—In om densier cher laas: und auf Menschen.§. 68. Erf. 85. 183 und also zu seinem Gluͤk den Kopf voruͤber gebogen hatte:] diser empfand an der Seite oder Huͤfte, welche dem Fenster zugekehrt war, einen Schmerz als vom Brennen, und die Gegend da herum ward ganz blau: er behielt aber seinen voͤlligen Verstand. Bey ihm, am Ofen, saß oder stand seine Tochter, welche an dem einen Arm Schmerzen empfand, der ihr auch ganz anlief: aber es ging auch in kurzem voruͤber. Die Frau mit einem Kinde von 17 Wochen auf dem linken Arme ward zwar sehr erschrocken, aber nicht sinloos, und ein Brennen welches sie an dem Arme empfand dauerte nicht lange. Das Kind war so betaͤubet als ob es tod waͤre, kam aber wieder zu sich, nur daß es noch 14 Tage lang ver⸗ drieslich, schrekhaft und schwach blieb.—In der Stube des untern Stokwerks, deren Thuͤr gleichfals angesplittert wor⸗ den, fand man sonst nicht die geringste Verletzung, nur sol eine Schuͤssel auf dem Tische durch den Wetterschlag von der Stelle geruͤkt seyn. Die in diser Stube besindliche drey Personen, naͤmlich ein Junge und zwo Maͤgdlein, wurden aber doch alle drey durch die Platzung] betaͤubet. Das groosse Maͤdchen von etwa 15 Jaren kam eben zur Stube herein, da ihr ein helles Feuer als von einer angeblasenen Feuer⸗Esse, vor Augen schien, dabey duͤnkte es ihr ploͤzlich, als falle sie uͤber etwas, daher sie auch zu Boden sank, doch stand sie bald wieder auf, und wuste nicht was geschehen sey. Das andere Maͤdchen kam auch ausser sich und es beduͤnkte sie, als wuͤrde sie von einem Schlafe uͤberfallen, worauf sie in ein anhaltendes und widerwilliges Lachen geriet, und es summete ihr vor den Oren als eine groosse Glocke: sie erhohlte sich aber ebenfals bald wieder. Beide hatten den Knal fast gar nicht gehoͤret, und dachten auch nicht daß ein Wetterstrahl bey inen eingeschlagen habe. Der Bursche, welcher an einem Tische saß und schrieb, ward M 4 am — 770 333.————— Eii————————— ———— ——— ——.— ———— — — 2*— — —————————— .—— 184. K. VI. Anlockung und Wuͤrkung am staͤrksten erschuͤttert: er sank ruͤkwaͤrts: das Maͤdchen richtete ihn zwar auf, er war aber nicht nur ganz ausser sich, daß er als tod da lag, sondern er bekam auch einen Anfal von der fallenden Sucht, die er sonst nicht gehabt, ausser in seiner Kindheit beym Zahnen. Endlich kam er zwar wieder zu sich selbst, allein er blieb ganz daͤmisch und konte sich nicht so bald regen. Er befand zugleich einen Schmerz in den Glidern, den er aber nicht deutlich beschrei⸗ ben konte. Noch am 21sten August fand man ihn betlägerig, und ob er gleich die Glider fuͤhlte und bewegen konte, so war er doch sehr schwach in den Gelenken, und blieb noch immer ganz dum, befiel auch oft mit einer Angst ums Herz.“(63) (Da hier in der lezibemeldeten Stube weder an den be— taͤubten Personen selbst noch neben inen einige Spuhr vom Blitze angetroffen ist, so siher man, daß sie nicht vom Strahl beruͤret worden, und da sie sich wieder erholet haben, so konte derselbe noch weniger durch iren Koͤrper hingefaren seyn. Es werden auch keine Umstaͤnde gemeldet, welche anzeigten, daß die Lunge gelitten haͤtte, sondern alles be⸗ weiset eine Erschuͤtterung der Nerven]) Das Leben ist durch keine Mittel herzustellen wenn an keinem Ende des Nervensystems einige Reizbarkeit uͤbrig ge⸗ bliben ist, von da aus es, gleichsam als von einem Funken, wieder angefachet werden koͤnte— Eben dise augenblikliche Stockung des Einflusses der Nerven scheinet auch bey einigen vom Bliz Erschlagenen, oder nur Erschuͤtterten, die Glied⸗ maassen in derselben Stellung erhalten zu haben in welcher sie bey dem erfolgten Wetterschlage gewesen.(63) 2§. 69. (162) Bresl. Saml. 13 Vers. 1720. p. 197. (163) Erf. 52. 89. b. Es waͤre hieraus also eben keine besondere Steifigkeit, die durch den Bliz veruhrsachet worden, zu folgern. Wl flc Run d Iin eit 9. 41. G an Gd uten hshe I stllnth sihubf vige d h dnl fir, s Nunden Whachger α H xdn. g das Nidöz lur ganz aust am auch eing Fitt gehabt Tich km jainich und zuhloich enen eutlich bichre ihn belizen hnte, s 1 ieb roch innt no Ht; er an den h. e Cpuhr vn ht vom Stn olkt huben, her hingefarn Helba, welche den ales be⸗ Len wentr Reit ubri ge inem Junlu, ugenblitl bey einu „ di Hlah in hlche . 6. Hiendere wolden, il folgern. auf Menschen.§. 68. 69. 185 §. 69. Man hat verschidene Muthmaassungen uͤber die Uhrsache eines solchen ploͤzlichen Todes geaͤussert. Einen Grund suchte man in dem Schwefeldampfe: allein, da diser kaum dieje⸗ nigen ersticket, welche sich in einem Zimmer befinden,(Erf. 29, 41. 67) so ist es noch weniger in freier Luft zu vermuten. Eine andere Uhrsache solte die Ver duͤnnung der Luft in der Gegend des Strales seyn: aber auch davon zeigen sich, wie unten(§. 72) erweent werden sol, nicht diejenigen Folgen welche man sich vorstellet. Endlich schrieb man den Tod auch dem bloossen Schrecken zu: aber vile vom Wetterschlag er⸗ schuͤtterte Personen, welche one Empfindung nidergefallen sind und sich noch wieder erholet haben, bezeugen, daß sie, wegen der ploͤzlichen Wuͤrkung, weder den Bliz gesehen, noch den Donnerknal gehoͤret, oder gewust was inen wider⸗ faren, folglich keine Zeit sich zu erschrecken gehabt haben. Wenn demnach dise Nebenwuͤrkungen des Blitzes auch zuweilen toͤdlich gewesen,(65) so koͤnnen sie doch nicht durchgehends fuͤr die Uhrsache eines so gewoͤhnlichen Vorfalles gehalten werden. Die obenangefuͤhrte aber, welche am wenigsten M 5 in folgern. Einen Krampf kan ich es auch nicht eigentlich nennen obwohi die Erschuͤtterung der Nerven einen Krampf veruhrsachen koͤnte: aber dabey würde vielmehr eine Ver— zuckung der Geberden zu beobachten seyn— Gewoͤhnlicher Weise ersolgt indessen eine Erschlaffung der Muskeln. (164) Die nahe bey dem getroffenen Orte Befindlichen, welche die Flamme sehen und das Krachen hoͤren, koͤnten auch wohl ploͤßlich vom Schrecken sterben, welches man von dem jungen Menschen(Erf. 10.) der noch laut aufgeschrien, denken moͤgte, und zuweilen hat auch der Getroffene selbst den Wet⸗ terschlag bemerkt:(Erf. 52. 72) der Schrecken scheint aber doch nur selten so unmittelbar toͤdlich zu seyn. 186 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung in Betrachtung gezoͤgen zu seyn scheinet, koͤmt mir als die natuͤrlichste und den Erfarungen am gemaͤssesten vor. §. 70. Zuweilen kan die Erschuͤtterung des Gehirns auch one toͤdlich zu seyn andere Folgen haben, nachdem naͤmlich die Unstaͤnde des aufstoossenden Schlages oder des erschuͤtterten Kopfes verschiden gewesen.(165) So ward oben(Erf. 85.) einer Betaͤnbung als vom Schlafe, eines darauf folgenden widerwilligen Lachens, und bey einer andern Person der fal⸗ lenben Sucht erweent: in folgendem Beispile aber entstand Fiber und Raserey. 86. Erf. Bey einem Gewitter am 16ten Jnl. 1708 als das Faͤhr⸗ boot, welches von Harwich nach Ipswich ging, nahe bey der leztern Stadt gekommen war, ward es von einem Wet⸗ terstrale getroffen und darin der Schiffer nebst drey andern Personen erschlagen. An dem Schiffer fand man keine Ver⸗ letzung ausser einer in der Seite, gleich einer frisch verbran— ten Stelle: seine Uhrkette aber war angeschmolzen, obgleich seine Hosen und uͤbrigen Kleider nicht versengt waren. Ein anderer war im Gesichte schwarz, als ob er mit Schießpul⸗ ver verbrant waͤre, hatte Strimen auf der Brust, eine Stelle am (65) Daß der Knal eine Taubheit veruhrsachen kan, ist gar nicht zu verwundern. Es sollen aber auch bey einem schweren Donnerwetter in England 1718 den loten Aug. zween junge Leute und Brüder von 17 Jaren, die in Soodmansfields gewohnt und beide taub und stum geboren worden, ihr Gehoͤr ploͤzlich wieder so steht geschriben! bekommen haben, daß sie auch schon angefangen etwas zu reden. Bresl. Saml. 1718. Aug. p. 1541. vermuthlich nur aus den Zeitungen. n Ehen 300 she dhlll Hsten W6 hale hatie i i genach an M. III h huhen! hm Ehhr Ver, un siw K auin 0 Mls Iadin l MMa Cchnd nicht h en Vl vun d hikk, viren (60) ing ont nir all j sin hr. Hitrs luch on⸗ en nümlc die s kishütnrn ohen(Eif 55) rauf folgenhg herson det fů aber entftanh 18 das Faͤh⸗ g/ nahe hey einem Wet breh andern n keine Ver⸗ scherbran⸗ eu, obgleich waren. Ein it Schießpil „ eine Stele V , ist gat nidt inem schper IWern sulge odasofbs hothy, iht amie heben, il Suml. silungen. auf Menschen.§. 70. Erf. 86. 187 am Schenkel und vile kleine schwarze Flecke uͤber seinen gan⸗ zen Koͤrper. Dem dritten war der Kopf sehr verlezt: der Oberteil des Hutes ganz ausgerissen als ob er ausge⸗ schnitten waͤre, und verschidene Klumpen Hare in den Filz des Hutes hinein getriben. Der vierte war wenig verstellt: er hatte nur einen schwarzen Flecken in der Seite und noch eine kleine Verletzung als wenn sie mit einem gluͤenden Eisen gemacht waͤre. Es waren noch verschidene andere Per sonen am Boord verlezt und betaͤubet. Einem derselben waren die Hare dicht am Sinterhaupte versengt, wiwohl die Pe⸗ ruke unbeschaͤdigt war. Er hatte uͤbrigens noch eine Verle⸗ tzung am Arme, etwa 4 Zoll lang, und eine kleinere unter dem Elbogen. Am selbigen Abend siel er in ein heftiges Fiber, und ward rasend, so daß man an seinem Auf kom⸗ men zweifelte. Bey der verlezten Stelle am Arme war an seinem Rok, Weste und Hemde nichts Beschaͤdigtes zu sehen. Zween der Erschlagenen befanden sich unter der Bedeckung des Botes, und zween waren draussen. Zwischen jenen beiden saß eine Frau, die unbeschaͤdigt blieb. Noch einer Person ward die Schusole vom Leder abgerissen, one weitern Schaden— Es folgte disem Bote ein anderes, welches nicht beschaͤdigt ward, dessen Schiffer versicherte, er habe den Bliz auf das Bogspriet des ersten Botes fallen gesehen, von da sich derselbe in kleine Stralen, als Raketen verteilt haͤtte, die teils in das Boot und teils ius Wasser gefaren waͤren.„(66) Eben (466) Phalos. Trans. N. 316. Vol. XXVI. p. 138. vier Tage nachher beschriben von Herrn Dridgman, welcher dises Gewitter (Erf. 5.) beobachtet und den ziveiten der oberweenten Koͤr⸗ per gesehen hatte.— Auch in diser Beschreibung wie in mehrern, werden die verlezten Stellen wounds genant, da man doch aus dem Uebrigen offenbar ersihet, daß sie nur ————.— ——— SSS— — ———— —.— ————— — — — 188 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung Eben so koͤnnen aber auch vorteilhafte Wuͤrkungen 3. B. die Zerteilung eines Geschwulstes, Heilung einer Laͤmung u. s. w. durch die Erschuͤtterung von einem Wetterstrale ver⸗ uhrsachet werden. ö §. 7I. Da der erste Zusprung des Strales wenn er nicht neben dem Menschen an einem andern Koͤrper herabgefaren ist, auf die oͤbern Teile faͤlt, so werden auch die vom Bliz getroffe⸗ nen vornehmlich als dan erschlagen wenn sie eben zu der Zeit stehend oder sitzend befun den worden. Ein Ligender, wenn er auch uͤber den ganzen Koͤrper schweer verlezt wird, kan eher beym Leben bleiben. 87. Eif „Ein Kaͤrner, welcher besoffen war, legte sich an der Heerstraasse unweit Paris unter dem Schatten eines Baums(mit dem Gesichte zur Erde! nider, als 1756 ein Wetterstrahl auf den Baum fiel und ihn entzuͤndete. Der Bliz hatte den Kaͤrner mit getroffen, indem er zwischen den Schulterblaͤttern durch Rok, Unterkleid und Hemde ein Loch 5 bis 6 Zoll lang geschlagen. Von dort an zeigten beide Seiten des Ruͤcken, Lenden, Schenkel und Beine die Spuren der Versengung, da nicht allein die Hare daselbst verbrant waren, sondern auch die Oberhaut als geroͤstet auf⸗ nmur verbrant gewesen. S. not. 120.— Hieher gehoͤren dan auch die Kopfschmerzen, davon Scheuchzer ein Beispiel erzaͤhlt. Am 18ten May 1723 traf der Bliz einen Faͤhnrich auf dem Schlosse Hohen Twiel. Am Hinterhaupte gegen die Nackengrube zu war ein ganz verbranter Flek, Zoll lang und 22 Zoll breit, fast birnfoͤrmig. Der Strahl war an der linken Seite des Leibes heruntergesaren und hatte auch den kleinen Zehe etwas verlezt. Der Getroffene blieb bey Sinnen, empfand aber sehr heftige Kopfschmerzen.„ Bresl. Saml. 1723. May p. 522 0 Impin g t u Fasush fubmn Hub teth lsen uu n ün Gi in Bun R EIL Iun In Ct I0, us 40 wl Iytund dum lig⸗ 9 e schhgen Cunger hat vyr der Mhe 1, wil a hen (ů5. 8 b 0 Olt U klungen 1 uit Laman dlrsrale hll ernichtnehen Kfuren Iauf Blh ganf en zu det zh jender, weny t wird, in sich an der hatten eines — 1750 ui udete. Du er zwischn und Hend rt an zeighn ind Beine h. Hare daschi als gerhit V dieher ghim zer ein Bisi einen Fihnrth chgupte gehn HE„ l Erahl tn Ind Halte Huftne lleh Hscmenen.o auf Menschen.§.71. Ers. 87. 88. 189 aufgesprungen in kleine Rollen von gleicher Groͤsse, 4 Fin⸗ ger breit von einander, aufgerollt lag. Unter den beiden Fersen schien der Strahl ausgefaren zu seyn. Die Schue fand man 10 Schritt weit von der Stelle wo er gelegen hatte halb verbrant und als in Stuͤcke zerschnitten. Nach Ader⸗ lassen und weiterer Behandlung der versengten Stellen ward er in etwa 14 Tagen geheilt.„(67 Es ist eine alte Meinung, daß nicht leicht ein Mensch im Bette vom Bliz erschlagen werde: man sihet aber leicht, daß es allerdings geschehen koͤnne wenn das Bette so stehet, daß der Strahl von einer nahen Mauer oder anderm Koͤrper darin er herabfaͤhrt auf den Kopf des Menschen zuspringen kan.(Erf. 67.) Ueberdem koͤnten die eisernen Vorhaͤngestan⸗ gen, nebst anderm Metalle den Strahl herbey locken.(Erf. 41) welcher sodan an den Pfosten der Betstelle herab fuͤre, und von da auf den Kopf des Menschen, wenn selbiger nahe daran laͤge, springen wuͤrde. 88. Erf. Im Jahr 1771 den 29 September ward zu Harrowgate unweit Leeds in der Nacht ein Man im Bette vom Bliz er⸗ schlagen. In dem Zimmer war ein Fenster mit eisernen Stangen, daran ein Paar Scheiben in der Mitte durchloͤ⸗ chert worden. Ausser disen Fenstereisen war kein anderes in der Naͤhe als die ziemlich dicken Gardinenstangen des Bet⸗ tes, welches ohngefaͤhr 10 Fuß vom Fenster in der Ecke dicht an den Mauren stand. Der eichene Betpfosten in der Ecke war (462) Aus dem Journal encycl. Jan. 1757 in den Sannoͤv. nuͤzl. Saml. 1757. p. 207.— So ward auch im Jahr 1693. in einem Schiffe da der Bliz einschlug ein Man der in seiner Saͤngmatte lag, am ganzen Ruͤcken verbrant: wie D. Oliver, der sich am Bord befand, meldet. Phil. Trans. Vol. XVII. n. 204. p. 912. ö ö 0 190 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung 0 war in vile Stuͤcke von oben bis unten zerschmettert. Dicht 0 an disem Pfosten lag der Erschlagene mit dem Kopfe auf ReN 79 seiner linken Seite. An der rechten obenligenden Seite war 170 100 sein Haar sehr versengt und die innere Seite seiner Nacht⸗ ˙0 muͤtze war eben daselbst versengt, obgleich das Aeussere der⸗ selben nicht verlezt war. Auch war der untere Teil seiner rechten Backe geschwollen und hart: sonst aͤber ward keine %½% Verletzung an seinem Leibe gefunden. Die Frau lag neben ihm zur Linken in demselben Bette, so, daß er gegen sie hin . gekehrt war. Sie erwachte zwar von dem Schlage und stand auf, fuͤhlte aber nichts davon, ausser daß ihr rechter Arm N betaͤubet war und etwas schmerzte, welches doch nur ein W Paar Tage dauerte. Sie vermutete auch so wenig daß der Bliz ihr Zimmer getroffen haͤtte, daß sie sich one weitere 0 Bekuͤmmerniß wieder schlafen legte und erst nach 3 Stunden 0 erwachte, da sie dan iren Man tod fand. Er war noch WE warm: eine geoͤfnete Ader blutete gut, ja das Blut lief Wa daraus noch am dritten Tage, da man ihn in den Sarg 0 legte, und auch damahls war er noch nicht ganz kalt.„(168) In folgender Wahrnemung sind Personen im Bette zwar nicht erschlagen aber doch merklich verlezt worden. 89. Erf. 0„Als im Jahr 1761. den ioten Sept. Abends um 10 Uhr ein Wetterstraͤhl auf das Schloß St. Barthelemi in Guienne 0 fiel, welches dem Herrn Ducos gehoͤret, wurden desseloen N beide Toͤchter, welche zusammen in einem Bette lagen, sehr dadurch verletzet. Ob sie gleich wohl zugedekt waren, so fand man doch weber die Vorhaͤnge noch die Beidecke u. s. f. ö(+68) Phil. Trans. Vol. LXIII. p. 177. von Herrn D. Virkshaw Vicarius zu Leeds beschriben, welcher die Nachricht von I der Frau und iren Bedienten selbst erhalten und den Bet⸗ pfosten gesehen hatte. n giihf denR tum du shgen Gubose 2 Cin der dule u derd im bn nit hy Nehuu⸗ Glln vn Nunn i Le) sih rM Hcaden haj st deß shibene d. Rax eun Hnürd gafnetn seriche lagen: Mhen R abflan (59 0 settett. Mi in Kapfe dan Seite v. siner Mch Russer tere illsgt ber wath iz rau ag uuin gegen sefs lage und siu rechter An doch nur c wenig d one weith ch 3 Stund Er war unn das Blut in den En u kalt.„(6 en im B worden, e un obht i in Guienne den desseche te Hgen, ser vonn, dbak f in Rictshaw achticht doß 9 den Vir auf Menschen.§. 7T. Erf. 99. 191 im geringsten angegriffen, so wie auch einiges Werg welches dort im Wege lag nicht entzuͤndet ward, und das Bley in einem Fenster, welches zerschmettert worden, nicht ge⸗ schmolzen, wiewohl uͤbrigens verschidenes in besagtem Schlosse sehr lbeschaͤbigt war. Die aͤlteste ward mitten an der Stirne, beym Uhrsprunge der Nase, am Kin und an der linken Schulter verlezt. Die betraͤgtlichste Stelle war an der Schulter, doch nicht groͤsser als ein Pfennig:(denier) im Umkreise derselben zeigte sich eine Roͤte die man nicht voͤllig mit der Hand bedecken konte. Bey der juͤngsten zeigten sich die Spuren an beiden Schultern und an einem Fusse: die Stellen waren merklich roth und sie beklagte sich uͤber starkes Brennen in denselben, wiwol bie Haut nicht verwundet (entamée) war. Als man inen zu Huͤlfe kam, musten sie sich die Augen mit einem vielfach zusammengelegten Tuche bedecken lassen, weil sie gegen das Licht so empfindlich waren daß sie davon in Ohnmacht filen: auch konten sie noch ver⸗ schidene Tage nachher weder den Tag noch das Licht einer Kerze ertragen, sondern musten sich im Bette und im Dun⸗ keln ire Narung reichen lassen. Es ward inen eine Ader geoͤfnet und das Blut floß mit besonderer Heftigkeit. Aeus⸗ serliche Mittel auf die Verletzungen konten sie gar nicht er⸗ tragen: bey der aͤltesten entstanden darauf nach einigen Tagen Rinden, welche in 14 Tagen oder 3 Wochen wieder abfilen und rote Stellen hinterliessen.“(68) Ueber⸗ (459) Von dem Wundarzte, Herrn pelisson, welcher gleich nach dem Zufalle zu inen gerufen worden, beschriben im Journal de Medec. Mars 1766. p. 227:—- Die uͤbrigen Zufaͤlle, welche dey der aͤltesten Ducos nachmahls erfsolgt sind und aus irer besondern Leibesbeschaffenheit herruͤten, gehoͤren nicht hiher. Fuͤr uns aber ist es zu bedauren, daß die besondern Um— stände der Spuren des Blitzes im Schlosse, und haupt— saͤchlich 192 K.I. Anlockung und Wuͤrkung Ueberhaupt aber koͤnnen diejenigen welche sich in Haͤusern befinden, wenn sie gleich mit vom Blitze beruͤhrt werden, daher oͤfter one toͤdliche Verletzung davon kommen, weil der Strahl daselbst vielfache Gelegenheit hat an andern Dingen herabzufaren und nur von der Seite one den Kopf zu treffen auf den Koͤrper der Menschen zu springen; dahingegen die auf dem Felde befindlichen oͤfter von oben getroffen und er⸗ schlagen werden. 4⁷ 9. 72. Eine andere Uhrsache eines ploͤzlichen Todes waͤre die Erschuͤtterung und der Druk auf den Sals, wo vorne die Luftroͤre und hinten der Anfang des Ruͤckenmarks leiden muß, imgleichen auf die Lunge, zumahl wenn selbige eben volgeathmet waͤre, und der Bliz etwa auf das Angesicht und die Brust zufuͤre; und so koͤnte Richmann getoͤdtet seyn, wenn gleich das Gehirn nicht mit erschuͤttert waͤre.(σ) Es scheint aber doch eine solche Erstickung vom Bliz sich nicht so oft zu eraͤugen als man glauben moͤgte, indem sehr vile Persouen, welche sich in Zimmern befunden haben wo der Bliz durchgefaren ist, ja, die auch von der Erschuͤtterung und Platzung derLuft zu Boden geworfen, auf eine Zeitlang irer Sinne beraubt oder vom Strale selbst mit beruͤret wor⸗ den, wenn nur der Kopf nicht getroffen gewesen, wieder zu sich gekommen und beym Leben gebliben sind. Man saͤchlich in dem Zimmer der Getroffenen, nebst der Stellung und Beschaffenheit des Bettes, daraus sich abnemen liesse wie der Strahl auf die darin ligende Personen zugefaren sey, nicht beschriben sind. ö (+79) S. Erf. 51. verglichen mit Erf. 20, wo der Getroffene Blut auswarf, und Erf. 107 wo der Herr Abt von Felbiger, wel⸗ cher doch eigentlich nicht selbst vom Strale beruͤhrt war, seine Empfindung auf der Brust beschreibet. UU dashha! aungtben u lbet 0K dabe Whkunt wumdah mii den daung 30D IM V Aehtz Rule h! Dler du Wöat Mb, D sht he! Mihende Iallchen Ru. U Mhn (inande liigers 9ah, ud Ei shä unch d Ing schinhußz erͤhrt werdz umen, weil v andan ing. hj trefft Nhugegen enoffen udt⸗ dodes wäͤrr wo vorne mmarks lahn in selbige eh Angesicht i getoͤtet sch, vi.( Hlj sch nict hem scht vile aben wo di rschütterun eine Zlitlan berüret wot. esen, widet b. MN S abyenen lis upr sh Nfile Blul sahiger, wel sehůhtt waf⸗ auf Menschen.§. 72. 193 Man hat den Mangel der Luft, oder die Verduͤnnung derselben durch die Flamme, als eine Uhrsache der Erstickung angegeben, dabey naͤmlich die in dem Koͤrper enthaltene Luft das Uebergewicht erhielte und die Gevaͤsse strotzend machte, oder dabey es an Luft zum Einathmen gebraͤche. Allein, die Wuͤrkung einer Ausdenung der Luft von innerer Gewalt, naͤmlich durch Vermehrung irer Federkraft, ist keinesweges mit den Folgen einer Verduͤnnung derselben durch Vermin⸗ derung des Gehalts,(als wenn wir die Luft auspumpen) zu verwechseln— Hier erhaͤlt nothwendig die umligende Luft das Uebergewicht: bey jener aber sind die Wuͤrkungen vielmehr gleich als bey einer verdikten Luft; denn es ist ei⸗ nerley ob die Luft an Gehalte, wie in einer Windbuͤchse, oder an Federkraft verstaͤrkt werde, als wodurch ebenfals der Widerstand der umligenden natuͤrlichen Luft uͤberwunden wird. Dises zeigt sich also auch beym Blitze. Waͤre da⸗ selbst die Luft an Federkraft vermindert, oder erhielte die umligende Luft das Uebergewicht; so muͤsten die umher be⸗ findlichen Koͤrper nach dem Ort des Blitzes hin gedrukt wer⸗ den. Allein, es aͤussert sich offenbar eine von sich stoossende Platzung, welche die vesten Koͤrper mit groosser Gewalt aus⸗ einander sprenget, und davon auch diejenigen welche sich in einiger Entfernung umher befinden den Druk zu spuͤren pfle⸗ gen, und alles wird von dem Strale abwerts weg geworfen. Es scheinet also auch die Verzerung der Luft, welche sonst durch Flamme und Schwefeldampf entstehet,(71) hier von der (Iz1) Wenn man ein Glas umgekehrt uͤber einen Teller mit Was⸗ ser haͤlt, ein Stuͤk Papier, Schwefelfaͤden oder desgl. dar⸗ unter anzuͤndet, und es dan geschwinde mit dem Rande ins Wasser sezt; so trit das Wasser in das Glas hinauf. Dises kan nicht daher kommen weil die innere Luft verdün⸗ N net 194 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung der siaͤrkern Ausdenung uͤberwunden zu werden. Daher schreibe ich die Wuͤrkung auf die Brust dem starken Drucke, und nicht der Verduͤnnung oder dem Mangel der Luft zu, und halte folglich dabey eine angefuͤllte Lunge gefaͤhrlicher als eine ausgeathmete(7⸗)—»Nachher muß freilich der Gehalt der ausgedeenten Luft wieder hergestellt werden; allein, der Zuschuß geschihet gemaͤlig von allen Seiten, so wie die Fe⸗ derkraft bey jener abnimt, so, daß immer das Gleichgewicht erhalten wird und keine merkliche Wuͤrkungen des Zudringens gespuͤret werden. ö §. 73. net worden und deshalben die aͤussere das Uebergewicht er⸗ hielte: denn so muͤste es erst alsdan geschehen nachdem von der innern etwas herausgetreten und das Uebrige sich durch Erkaͤltung wieder zusammengezogen haͤtte. Es geschihet aber augenbliklich eben in der Zeit da die Flamme noch brennet, und folglich die innere Luft noch sogar durch ver⸗ mehrte Federkraft sich ausdenen und das Uebergewicht ha— ben muͤste, wie man solches wuͤrklich sihet wenn das Glas auf irgend eine andere Art als durch enthaltene Flamme erwaͤrmet wird. Folglich muß hier ein Teil der Lust durch die Flam⸗ me verzeert, d. i. in die Düͤnste eingesogen oder sonst irer Federkraft beraubet werden. Dises Einsaugen eines Teils der Luft, oder die Verbindung desselben mit dem Breuba— ren, ist in Herrn C. w. Scheele's chemischer Abhandlung von der Luft und dem Feuer durch verschidene 1 und genaue Versuche dargethan. (472½) Herr D. J. A. Kulmus berichtet zwar, daß, als er einst bey einem Wirtshause, in dem Hofe unter einem Obdache gesessen, und ein heftiger Wetterschlag einen nicht weit davon stehenden Baum zerspalten, ihm die Brust dadurch dermaassen beklommen worden, daß er sich nicht habe re⸗ gen, vielweniger zu Athem kommen koͤnnen und eine ploͤi⸗ liche Nset ½² mii⸗ gst ver Ruetle Hsondere vanch doch zu Nhe, I H Gngf ubsh f in Dah flgtz E HI um hitt Wobene aun dud Rusih Mhngt ig diden dah sinken Druch Heldet duft ehihricherc ich drO den allih, so wie Rr 6Glichgerit des Judzingen lUabergeicht er, n achdem vos ebtige sich durt . Ei geschish 22 Fiamme uut sohar durch iy lebergewicht hj un das Glasu amme erwirnt durch dieglat loder sont itt H9en eihte Ls it den Beshs⸗ her Mhardlugg he siicheh 5„ e Iinem Obbate ncht kat dodurch iht habe te ae hlö⸗ scht auf Menschen.§. 72. 73. 195 §. 73. Ausser denen, welche besagter Maassen durch den Bliz oder mittelst der platzenden Luft ploͤzlich erschlagen oder erstikt werden, koͤnnen auch noch einige durch die Folgen der Verletzung, am Fiber oder andern Zufaͤllen,(Erf. 74. b.) besonders aber an starken Brandschaͤden sterben, da naͤmlich die Flamme, wenn sie gleich nur von aussen wuͤrket, doch zuweilen, und zumahl beym Zu- und Abspringen des Blitzes, imgleichen wo der Ausbruch durch die Kleiber sehr gehemmet worden, tife Brandrinden veruhrsachet. So haͤtte bey dem Prediger in Kiel(Erf. 50) selbst das schwere Eiterungsfiber bey so ausgebreiteter Versengung den Tod nach sich zihen koͤnnen, eben wie solches nach einer aͤusserli⸗ chen Verbrennung bey dem wuͤrdigen Koͤnige Stanislaus er⸗ folgte. Es kam aber noch der besondere Umstand hinzu, daß der Bliz beym Gesaͤsse abgesprungen und daselbst tief einge⸗ brant hatte:(Vergl. Erf. 52)denn hier waren nicht allein die Nerven welche zu den Beinen gehen, und welche zuweilen blooß vom Drucke im Sitzen betaͤubet werden, nicht weit von der Oberflaͤche gelegen, daher der Verlezte eine Laͤmung in den Beinen verspuͤhrte, sondern es hatte hauptsaͤchlich die Blase, N 2 deren liche Erstickung besorgt haͤtte, bis sich nach geraumer Zeit das Athemholen wieder eingefunden, da er dann weggehen koͤnnen. Er sey indessen bey volkommenen Verstande ge⸗ bliben, und zwar habe er bey sich bemerkt, daß er eben damahls den Athem voͤllig habe ausgelassen gehabt und neuen schoͤpfen wollen.„(Bresl. Saml. 1720. Jun. p. 655) Allein, obgleich der Druk auf eine sehr ausgeleerte Brust auch allerdings das Athemholen unterdruͤcken kan, so glaube ich doch, daß die Gefahr nicht so grooß sey als bey einer vollen Lunge, dabey soͤgar eine Zersprengung der Blutge⸗ vaͤsse eher zu befuͤrchten waͤre. 1965 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung deren Ausgang ganz unten im Leibe liegt, mit leiden muͤs⸗ sen, daher er schon gleich Anfangs wenig Wasser und am andern Tage nichts weiter gelassen, welches, nebst den Fol⸗ gen die durch die Verletzung der wichtigen Nerven des Unter⸗ leibes entstanden, nothwendig toͤdlich seyn muste.(173) H. 74. Ueberhaupt aber bleiben vile und vielleicht die meisten der vom Bliz getroffenen Personen noch am Leben und werden ge⸗ heilet(13 b.)— Bey Behandlung derselben scheinen folgende Umstaͤude hauptsaͤchlich in Betrachtung zu kommen, um wo moͤglich die Rettung zu erhalten. a) Die Herstellung der Nervenwuͤrkung und des Her⸗ zensschlages. Dazu dinen frische Luft, Besprengung mit kaltem Wasser, starkrichende Spiritus, Einblasen in die Lunge, Reiben, u. s. w. Es waͤre hier auch, wenn man zei⸗ tig dazu kaͤme, zu versuchen, ob nicht dergleichen Personen, wenn sie gleich tod hingefallen zu seyn scheinen, noch zuwei⸗ len durch Tobaksklystire zu beleben seyn moͤgten, als welche bey denen im Wasser Erstikten fast die vornehmsten Dienste thun. Die Reizbarkeit in den Gedaͤrmen dauert naͤmlich noch lange, selbst wenn der Einflus von den obern Nerven aufge⸗ hoben ist; nur wuͤrde zu befuͤrchten seyn, daß sich die Wuͤr⸗ kung der Erschuͤtterung vom Blitze durchaus bis zu den aͤuser— sten Enden der Nerven erstrecken und die Lebenskraft mehr als eine Stickung im Wasser zerstoͤren koͤnne. b) Die ((73) S. AcxrRMANN programma ad dissert. Ap. FRID. VockEI. Filiæ 177I. 4. wo man jedoch etwas von denen im Koͤrper nach dem Tode gefundenen Verletzungen der Ausbreitung des Uebels, welche in siben Tagen erfolgen muste, mit zuzu⸗ schreiben hat. 3 b.) S. Erf. 48. 52. 53. 58. 60. 6 1. 63. 72. 73. 74. 76. 83. 84. b. 87. 89. 90. Act. Phys. med. Vol. IV. obs. 21. p. 88. Bxcca- RIA: Elettr. artif,§. 644. Eph. N. C. Dec. III. ann. 9. 10. Obs. 80. Ydie InCun ibhitn nit sbs I 9 in ie wem de mhli Ccill G HrRh An li— Wche, A Ranahden athoherg Hndss,! Csih, Ei Wailede hasch ue ts Dn Mhurg Munzihen cher doch sbnm, ven neht sin d Iud etha da vider Rau ge üttbt uhsasent 0 it hihen mis user Ind u nchs den Fol⸗ en de Uitet Ise.(ayj ie meisten der dwerden ge nen folgerd mmen, um des Her— ngung mit sen in die un man ze Persones, noch zuw⸗⸗ „als wesch sten Dienst zaͤmlich uoh ITben aufhe ch die Dit den austh agft miht Hi Ib. Voskl. in Hiene. Hyupos sl⸗ 5N . Beccl 001.0 auf Menschen.§. 74. 197 b) Die Erleichterung des Umlaufes vom Blute, welcher in Stockung geraten, und dabey besonders die Anhaͤufung im Gehirn und in der Lunge gefaͤhrlich seyn koͤnte. Daher waͤre sobald moͤglich eine Ader, vornehmlich am Halse, zu oͤfnen, jedoch nicht sehr viel Blut abzuzapfen. 0) Die Staͤrkung der durch die Erschuͤtterung geschwaͤch⸗ ten Fasern und Gevaͤsse. Hierauf ist besonders zu achten wenn der Mensch sich zwar von der ersten gaͤnzlichen Unem⸗ pfindlichkeit erholet hat, aber noch die Folgen einer solchen Schwaͤchung, entweder im Gehirne selbst durch Betaͤubung, Schlaͤfrigkeit, Kraͤmpfe, Raserey, Sausen in den Oren, oder in andern Teilen durch Laͤmung und Geschwulst an den Tag legt— Es dinen dabey hauptsaͤchlich kalte Umschlaͤge, welche, auch bey schweren Erschuͤtterungen des Gehirns von andern Uhrsachen, groosse Dienste leisten. Sie koͤnten entweder aus bloossem kalten Wasser, welches am ersten zur Hand ist, bereitet, oder nach Herrn Schmuckers Weise mit Essig, Salmiak, u. d. gl. verstaͤrkt, oder aus Wein mit zerteilenden Kraͤutern abgekocht und mit Kampherspiritus versezt werden— Herr Doct. Alix hatte bey dem Geschwulst des Beines(Erf. 83) den Bley-Essig mit gutem Erfolge zur Baͤhung gebraucht, welcher auch allerdings als ein zusam⸗ menzihendes Mittel die ausgedeenten Faͤsern staͤrket, hier aber doch, wenn nicht verbrante Stellen die Bleymittel er⸗ fodern, nicht so angemessen scheinet, weil dadurch die Ner⸗ ven mehr betaͤubet als belebt werden— Innerlich dient zu disem Zwecke kaltes Getraͤnke, Wasser oder Wein, staͤrkende und etwas reizende Mittel, besonders die Fiberrinde— Das widerhohlte oder spaͤte Aderlassen hingegen ist schaͤdlich: ja auch gleich nach dem Wetterschlage, wenn nur der Mensch nicht als tod hingefallen ist, solte es manchmahl liber gaͤnzlich unterlassen werden weil es die Nerven schwaͤchet.(Erf. 58.) N 3 Erf. d0. b. 198 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung Erf. 89. b. Vom ꝛ0sten Aug. um 11 Uhr des Abends bis zum 2Isten um 11 Uhr Morgens, 1747. hat es sehr heftig gedonnert und es ist ungemein viel Regen gefallen. Der Regen und das Donnern haben sich auch noch den Tag uͤber ferner geaͤu⸗ sert, aber nicht so heftig und mit Zwischenzeiten. Waͤrend des heftigsten Ausbruches vom Gewitter sind auf verschidene Stellen Wetterschlaͤge gefallen— unter andern einer auf die Collegiat⸗Kirche zu Pluviers, dessen ich etwas umstaͤndlich erwenen wil. Morgens um 52 Uhr fiel der Bliz auf den Turm, davon er vile Schifern abriß, die man nicht umher ligen gefunden hat: so wurden auch die Stuͤcke von dem Vor⸗ sprunge eines Steines, der zerschmettert worden, nicht ge⸗ funden. Unterwaͤrts war eine Kapelle zerschmettert, wie auch ein Loch in dem Kirchengewoͤlbe, und an der Mauer der— selben verschidene Furchen als mit einer Musketenkugel ge⸗ streift, nebst einer Beschaͤdigung an einem Pfeiler und andern Spuren, veruhrsachet. Als man nun hinzulief, ward der Man der die Glocke gelaͤutet hatte noch stehend mit dem Strik in der Hand angetroffen. Er war aber one Bewegung aus⸗ ser sich, und als er sich erhohlte klagte er nur uͤber eine al⸗ gemeine Erschuͤtterung, dabey er doch herum gehen konte. Man oͤfnete ihm eine Ader, und alsbald empfand er groosse Schmerzen in den Glidern, besonders aber im Nacken. Verschidene Mittel wurden fruchtloos) versucht: aber durch ein Tropf bad(les douches domestiques) ward er bald wieder hergestellt— Wenn man von der Bahn des Wetterstrahls aus seinen Spuren urteilen sol, so ist diser Man nicht davon getroffen worden: solte also der bloosse Schrecken wohl so schwere Zufaͤlle veruhrsachet haben, die das Leben in Gefahr zu setzen schinen? Ich vermute vielmehr, daß er eine sehr starke l zulbsti vysgt v 0 End Iubrnd Laibut ni sih ũ • Whe iI„ vieM mMsuahun Ismish Rh ahnt uben uniß anif —Eosad 5hm, nn! v Rl Avnden Mnr Undun sihett w Deydet! Wñ, dee d Hrei (N½ g 0 lym ꝛiss h gebonnet N und ufen eau⸗ itn. Wiund auf beshdnt n einer aafthj 6 umstaͤndich Blz auf unicht umh/ bon dem Vnn en, nicht g mettert, u r Muer der ketenkagel ge er unhandern ief, vund de nit dem Sttl ewegung aus ber eie i gehn sate ud er gtoose im Mack aber buch halb niehe Hatteinhs nist huton vohl so nofahr e scht sart auf Menschen.§. 74. Erf. 89.b. 99. 199 starke Erschuͤtterung erhalten, dergleichen die Elektrizitaͤt her⸗ vorbringt.„( d) Endlich die Heilung der durch den Bliz bunhrsach⸗ ten Brandschaͤden und Zufaͤlle— Dise erfodert nun keine Austreibung eines eigenen Giftes oder sonst besondere Kuͤnste, wie sich unsere Vorfaren eingebildet haben. Die Flamme des Blitzes ist eine Wuͤrkung welche im Augenblik voruͤber ist, und wenn sie auch erzeugten Schwefel zuruͤk liesse, so wuͤrde dises bekantlich den Brandschaͤden keinen Nachteil ver⸗ uhrsachen. Es wird also nur eben eine solche vernuͤnftige, kunstmaͤßige und der Betraͤgtlichkeit des Schadens angemes⸗ sene Behandlung dazu erfodert als wenn derselbe von irgend einer andern aͤusern Uhrsache entstanden waͤre, welches hier, so wenig als die Kur eines hinzukommenden Fibers oder anderer Zufaͤlle einer ausfuͤhrlichen Erwenung bedarf.(74 b.) — So sind auch Verletzungen vom Blitze mit tifen Brandrin⸗ den, wenn nur keine wichtige Teile darunter mit beschaͤdigt, oder der Koͤrper uͤberal zu sehr angegriffen gewesen, gehei⸗ let worden.(75 90. Erf. „Am 28sten Jun. 1758 ward Herr Adams, ein geschikter Wundarzt zu Liskard in Cornwall, zu einem Manne ge⸗ fodert, welcher zwey Tage vorher vom Blitze getroffen worden. Bey der Untersuchung fand er, daß der Strahl durch den Rok, das Ramisol und das Zemde etwas uͤber der Mitte des dreiekten Muskels am rechten Oberarme geschlagen hatte. N 4 Fast (174) Beschriben von Herrn du Samel, in denen zu Danvilliers unweit Pluviers gemachten Wetterbeobachtungen. Nem. de I'Ac. des Sc. 1748. p. 512. (L7ab.) S. Hru. Just. Rath Ackermanns anugefuͤhrtes Programma. (15) S. Erf. 52. wo besonders das Beispiel der schwangern Frau, welche von so vilen Brandstellen geheilet ward und noch ein gesundes Kind zur Welt brachte, merkwuͤrdig ist. 00 K. VI. Anlockung und Wuͤrkungz Fast der ganze Ermel des Hemdes, des Kamisols und des Unterfutters vom Roksermel waren zu Zunder verbrant, aber das Oberzeug des Roks war nur da verlezt wo der Bliz durchgeschlagen hatte. Der Arm war von der Schul⸗ ter bis zum Elbogen, besonders aber da wo der Bliʒ dar⸗ auf zugefaren, einen ganzen Zol tief verbrant, weiter hin nach dem Handgelenke und den Fingern ging die Beschaͤdi⸗ gung minder und minder tief, bis am Ende nur die Ober⸗ haut verlezt war. Ferner fanden sich beym Nabel herum Brandstellen in verschidener Richtung, aber nicht so tief als die erste: eben so auch an den Schenkeln. Am rechten Beine waren an der aͤussern Seite vom Kuie an erst die Hare ver⸗ sengt, darauf die Oberhaut, und weiter hinunter die Haut immer tifer eingebrant, besonders beym Enkel und Fuß⸗ gelenke. Das linke Bein war fast auf gleiche Weise an der innern Seite, aber nicht so tief verbrant. Sein Futter⸗ hemde Hosen und Struͤmpfe waren wie der Roksermel in—⸗ wendig verbrant, und die aͤussere Seite schien unberuͤhrt. Die Schnallen in seinen Schuen waren an verschidenen Stellen angeschmolzen.— Da nun sein Arm und die uͤbrigen beschaͤdigten Teile sehr entzuͤndet waren, oͤfnete ihm Herr Adams eine Ader und gab ihm eine abfuͤrende Arzeney. Des folgenden Tages ließ er den Gebrauch der Fiberrinde anfangen. Aeusserlich legte er warme spirituöse Baͤhungen und die gewoͤhnlichen Digestivmittelauf. Hidurch ward der Natur geholfen die erstorbenen Teile abzusondern, und da nach zween Tagen sich die Raͤnder schon loͤseten wolte er mit tifen Einschnitten zu Huͤlfe kommen: mit Verwunderung aber fand er/daß die Brandrinden so hart als Sohlleder und dem Messer undurchdringlich waren. Daher erfolgte die Absonderung nur langsam(durch die Eiterung) und mit heftigem Gestank. Indessen konte doch der Beschaͤdigte zu Ende des Julius schon wie⸗ Wkhe gH1E Fusa an I, He Sun da al Iäbi ser Ref Ein a 0 fr aluh 40% M Eeg schtaufde nd de o schschih W chj Inm, die Dl dn B Wü eimeh Hsteiner! litschst und vird Decl mitde?— naninlich shuuer u. tun Y 00 mi lach: Hhg Romsit d g Zunhy derbte da hulgt wo dj ar yn HrSchih vo de Ri dez kant, wattr i 10 die Bashih enur die Hlr Mybel hem iicht so tef aů lechten Beine die Hate vet⸗ iter die Halt kel und guß Wis an de Eein Futtez Roksermel ij⸗ n unbetuͤhn berschibenn o dieubnn ele im her nde Myengy Hberrinde Ahungen und d der Natut nd di uat er mit tfen Raberftl hen Msst herung nur Gestauk. llus schon uj auf Menschen.§. 74. 75. Erf. 9o. 201 wieder ausgehen und um die Mitte des Augusts war er voͤllig geheilet.— Es ist werkwuͤrdig, daß hinter ihm vor dem Fenster an welchem der Bliz niderfuhr eine Schaafschere lag, daran sich vermuthlich der Bliz gesamlet hatte, und von da auf ihn zugesprungen war.(Aus dem folgenden ist naͤmlich zu ersehen, daß er mit dem Ruͤcken an dem Fen⸗ ster gesessen, und also sein Oberarm so hoch reichen konte.] Ein anderer Man, der bey ihm saß, ward am Halse und an der linken Schulter leicht berüͤhrt. Der Hauswirt war eben nach dem Keller gegangen eine Kanne Cyder zu holen. Als er wieder herauf kam, fand er seine Frau und Kinder zur Erde gefallen und die beiden Gaͤste voruͤber mit dem Ge⸗ sichte auf dem Tische ligen. Alle waren irer Sinne beraubt, und der so schweer Verlezte war der erste welcher wieder zu sich selbst kam.“(70 §. 75. Aus obigen Bemerkungen sind auch die Vorschriften zu nemen, wie Menschen sich unter verschidenen Umstaͤnden vor dem Blitze in Sicherheit stellen koͤnnen. Daß keine Gefahr zu befuͤrchten sey, wenn man sich in einem Gebaͤude befaͤnde an welchem der Bliz auswaͤrts, mit⸗ telst einer Leitung von Metal, bis zur Erde herabstreichen koͤnte, laͤst sich schon aus den angefuͤhrten Erfarungen schliessen, und wird unten noch weiter bewisen werden. Wie aber, wenn man one einen solchen Schuz betroffen wuͤrde?— Die Ankunft einer Gewitterwolke wird doch ge⸗ meiniglich durch einige Veraͤnderung in der Luft, Hagel— schauer u. s. w. angekuͤndigt, und auf dem Felde zeigt eine Art von Wirbelwind, da Staub und Spreu in die Luft ge⸗ N 5 fuͤhrt (7%) Philos. Trans. Vol. LII. p. 515. von Herrn Dokt. Suxham nach dem Berichte des Herrn Adams mitgeteilt. 147 — . I* 161 252 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung fuͤhrt werden, die Annaͤherung derselben,(§. 4.) da es dan Zeit waͤre, die gehoͤrige Vorsicht zu gebrauchen. In einem Hause das mit keiner Bliz⸗Ableitung ver⸗ 0% sehen ist, wo sich folglich nicht bestimmen liesse, wie ein darauf fallender Wetterstrahl herumfaren, schmettern und Spruͤnge machen koͤnte, wuͤrde demnach der einfachste Rath seyn, sich nur von allen Waͤnden, Winkeln, Pfosten, Schor⸗ steinen, Oefen und Feuerheerden entfernt zu halten, und sich, wo moͤglich, in die Mitte geraͤumiger und hoher Zimmer oder auf die Dile zu begeben— Auch in Bauerhaͤusern, wo kleine Zimmer sind, wuͤrde doch die Dile eine gute Zuflucht gewaͤren: nur muͤste man sich nicht nahe beym Vie, oder beym Feuerheerde hinstellen. Der Anlockung des Blitzes beym Feuer, und des daher zu besorgenden Absprunges auf den Menschen habe ich schon oben(H. 50.) gedacht. Ich wil hier nur noch ein Beispiel der Gefahr einer zufaͤlligen Verletzung, durch Zerschmetterung des Schorsteines oder des Heerdes, anfuͤren. 91. Erf. „Zu Pencarreg in Carmarthenshire fiel am 6ten Decemb. 1729. ein Wetterschlag auf ein Haus, und fuhr herab auf WW den Feuerheerd. Er zerschlug daran einen dicken ohngefaͤhr 1400. eine halbe Vard breiten Stein, davon ein Teil gespalten auf 5 09* 2— N e N„„ O N seiner Stelle blieb, das uͤbrige aber in kleine Stuͤcke zer⸗ E schmettert ward. Die Haus frau, welche einen Eimer mit Wasser hereintrug, war eben uͤber die Schwelle in einen *+* l schmalen Eingang gekommen welcher auf den Feuerheerd zufuͤhrte, als sie mit dreien irer Kinder zu Boden geworfen ö ward. Sie bliben eine Zeitlang irer Sinne beraubt: die zersprengten Steinsplitter waren inen ins Fleisch geflogen, so daß man derselben von Zeit zu Zeit bis 24 oder mehr Stuͤcke aus den Wunden heraus zog. Die Frau verlohr ihr linkes uhi Run nde Ngin Cuge sog a u ilhe sih ue din deßube Cchulker enie N sesehn salg lant, hendxe bu un sil der Must Habeindð Nuh zuth: Malter und fuch py Iuen sihuie r Zut; schint elvs zehn Nhr gst nur vare Hem loosse He sungt zu sul 0 or man Ulhntt ng )HEh h. IWbeiung ve list, vie ej shnthem und eiciegah Hsofen, Shoy olten, ud sc hoher Zum rhäusern, e gute Zust ym Vie, ay und des dahe habe ich shh h ein Beisl rschmettenn Oten Delenth uhr herahay Ten angefih gesuten auf e Gucke zer en Eimer ni velle in ein Futhart Hen gerotfu auubtt di sh gfogen oder meht herlohr iht linle auf Menschen. 6. 7;. Erf. 91. 203 linkes Auge, sie konte acht Tage lang nicht sprechen und kaum niderschlucken, die untere Lefze war gespalten, drey Vorderzaͤne des untern Kinbackens zerbrochen, und einige Steine sogar in den Boden des Mundes, in das Untere der Zunge, und in andere inwendige Teile des Mundes geflogen, welche sich erst nach einiger Zeit ausloͤseten. Der zweite und dritte Finger der rechten Hand waren ganz abgeschlagen und die Farbe der Hand blieb noch lange feuerroth: an der rechten Schulter hatte sie beym Gelenke eine tife Wunde, ferner einige Quetschungen am Arm bis zum Handgelenke, so daß sie denselben nachher nicht one Huͤlfe der andern Hand auf⸗ heben konte, und noch einige Wunden und Quetschungen hie und da an verschidenen Teilen ires Leibes. Einem Kna⸗ ben war sein Haar versengt, die Haut am Gesicht und an der Brust in Brandblasen aufgelaufen, und aus seinem Leibe und Beinen wurden verschidene Stuͤcke Stein gezogen. Noch zwey kleine Kinder waren sehr beschaͤdigt, so daß an Mutter und Kindern wenigstens 30 Wunden zusammen be⸗ findlich waren, aus deren einigen sich auch Stuͤcke von Knochen absonderten. Ein starker Schwefelgestank aͤusserte sich an inen noch einige Tage lang. Indessen wurden sie mit der Zeit ziemlicher Maassen wieder hergestellet, so daß sie sich im Stande befanden herumzugehen. Ein Maͤdchen von etwa zehn Jaren, welche weiter vom Heerde nahe bey der Tuͤhr gestanden, war one Beschaͤdigung davon gekommen, nur waren ire Kleider etwas versengt.— Der Strahl war bey dem Heerde durch die Mauer ausgebrochen, wo er eine groosse Oefnung gemacht, die Steine vom Grunde ausge⸗ sprengt und nahe dabey ein tifes Loch in die Erde geschlagen hatte. Die Brand Eisen auf dem Heerde waren verbogen, und als man sie wieder zurecht bigen wolte, fand man sie so verbrant, daß sie wie rostiges Eisen zerbrachen. Der Eimer ö welchen 204 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung welchen die Frau in der Hand hatte war zerbrochen und sonst noch verschidenes hoͤlzernes Geraͤte zersplittert und umhet geworfen, wie auch hie und da anderer Schaden im Hause veruhrsachet.“(7) Gleicherweise kan der Stand gegen einem Spigel uͤber auch in ziemlicher Entfernung gefaͤhrlich werden. Fenster⸗ scheiben pflegen nur von der Erhitzung zu zerspringen oder von der Platzung meistens nach aussen hin gesprengt zu werden: aber das Glas des Spigels wird von der hintern metallenen Bedeckung abwaͤrts mit groosser Gewalt gesprenget. 92. Erf. „In der Grafschaft Down in Ireland war zu New⸗Forge am qten Aug. 1707. in der Nacht ein Wetterschlag auf ein kleines mit Schindeln gedektes Haus von zwey Stokwerken gefallen. Er hatte daran die Ecke des Schorsteins welcher aussen am Gibel stand, wie auch die Spitze des Gibels selbst zerschlagen, die Mauer so wohl oberhalb als unterhalb eines kleinen Fensters im Gibel so zerschmettert, daß man den Tag durch die Ritzen sehen konte, und von einem groos⸗ sen Steine aussen an der Mauer unter disem Fenster ein Stuͤk, einige Pfunde schwehr, abgesprengt. Ferner war er am Gibel herabgefaren, und in eine daran ligende Kammer des oͤbern Stokwerks gedrungen, woselbst er durch die Decke gebro⸗ (177) Philos. Trans. Vol. XXXVI. n. 416. p. 444. von Herrn Evan Davies berichtet, welcher die Umstaͤnde teils aus einem Schreiben eines benachbaͤrten Predigers gezogen, teils von der Frau selbst gehoͤret hatte. Er hatte sie 6 Monat nachher besucht, und die durch besagte Steinsplitter veruhrsachten Wunden an ihr und iren Kindern, deren einige noch nicht voͤllig geheilet waren, wie auch die Stelle am Hause besehen. ehuhen saht He Wodme Woten lhene shmechet, NW eichene v gifb, Efick R Mm E NMuunht hñ 1ul, En Iuden Hult Heugt. Aig Relgh, un u gnr nith Nchs in de Wulc dur Aulenden geschuge, voches i Nugjr Suihlan! es Fußhod unter die a hns Kalk sind ein saslttert hshetet H Ech Ehia uun Mg chen und sf it und umt ben im Haif Spiglihe den. Fafetz ospringen rr gesprengt n n der hinten ser Gedi New For Hlag auf eit Stokwerke leins welchd Gibels sehh 5 unterhel t, daß mit einem grohf ster ein Etiß wur er am ude Rammet uuch dedich gehth HermEvan 8 als einen eh, Hs yn mie hachher Rruhtsachtt 6 och giht guse h—ehei auf Menschen. H. 75. Erf. 92, 203 gebrochen und einen Riß in der anstoossenden Mauer veruhr⸗ sachet hatte. Von dort ging ein schwarzer Strich an der Wand zu einer andern gleichfals ausgesprengten Stelle der Bemoͤrtelung herunter, welche sich zum Teil hinter dem Clleinen) Spigel befand. Diser war in kleine Stuͤcke zer⸗ schmettert, und verschidene derselben waren mit Gewalt in die eichene Tuͤhr und die gegenuͤberligende Seite der Kam⸗ mer geflogen, als wenn sie hieingeschossen woaͤren. Einige Stuͤcke des zerbrochenen Glases waren an den Ecken und Winkeln mit einer hellen Feuerfarbe angelaufen. Unter disem Spigel stand ein groosser mit Robbenfel bezogener Koffer, davon die hintern Bretter einwaͤrts geschlagen und zersplit⸗ tert, das Ende aber auswaͤrts gespreugt war. Die Hare an dem Hinterteil wo der Strahl eingebrochen, waren ver⸗ sengt: einiges Leinenzeug aber, welches auf dem Koffer gelegen, war nur davon herab in die Kammer geworfen und gar nicht versengt. Von dem aufgerollten Leinewand welches in dem Koffer bewaret worden war das oͤbere un⸗ verlezt: durch das untere aber, welches aus 350 und einigen Falten bestand, war ein vierektes Loch von 2 bis 3 Zoll breit geschlagen, davon jedoch nur die oͤbere Falte eines Tischtuchs welches uͤber dem andern gelegen merklich angesengt war. Ohngefaͤhr zween Fuß von dem Ende des Koffers hatte der Strahl an der Bemoͤrtelung der Wand, wo das Seitenbret des Fußbodens anstieß, eine kleine Ritze gemacht und dar⸗ unter die Decke der Kuͤche niderwaͤrts gesprengt, wie auch etwas Kalk von der Mauer abgerissen. Unter diser Stelle stand ein groosser hoͤlzerner eingemauerter Kuͤbel, welcher zersplittert und der groͤste Teil des umgebenden Mauerwerks zerschmettert und in der Kuͤche zerstreuet ward. So wohl in der Schlaafkammer als in der Kuͤche wurden auch die Scheiben von zweien Fenstern ganz zerschmettert. Das Zinnen, 206 K.VI. Anlockung und Wuͤrkung Zinnen, Meßing und Eisengeraͤte in der Kuͤche ward umher geworfen, von welchen leztern ein groosses ohngefaͤhr 20 Pfund schweres Stuͤk an einem Haken nahe unter der Decke gehangen hatte. Auch ward eine Katze in der Kuͤche mitten auf dem Fußboden tod gefunden, ire Beine so aus⸗ gestrekt als ob sie im Gange gewesen waͤre: es befand sich ahber kein Zeichen einer Verletzung an ihr ausser etwas ver⸗ sengten Haren beym Ansatze des Schwanzes. Die Frau welche in der besagten Kammer im Bette lag, verspuͤhrte einen starken Schwefelgeruch und fuͤhlte daß ein grober Staub ihr auf das Gesicht und die Haͤnde fiel, ward aber nicht verlezt, obgleich die Vorhaͤnge des Bettes hie und da zer⸗ rissen worden, welches man den umher geflogenen Stuͤcken Glas zuschrieb.“(78)—[Da der Beschlag des Koffers nicht beschriben worden, so kan man nicht allen Umstaͤnden von der Verletzung darin genau nachspuͤren. Der Kuͤbel hatte vermuthlich auch eisernen Beschlag. Die gewaltsame Zer⸗ sprengung des Spigels in kleine Stuͤcke zeigt daß er nicht blooß durch den Ausbruch aus der Mauer herabgeworfen, sondern durch die Platzung zwischen der metallenen Bedeckung und dem Glase zerschmettert sey; daß er aber nur klein ge⸗ wesen zeigt die Figur und die Umstaͤnde der Kammer.] Ferner wuͤrde der Aufenthalt oben unter dem Dache, wo der Bliz zuerst durchbrechen kan, und zumahl bey den Schorsteinen, minder sicher seyn als in andern Teilen des Hauses, da hingegen in dem mitlern und untern Teile eines Gebaͤudes, wo sich der Strahl schon mehr in den Waͤnden u. s. w. zerstreuet hat, weniger zu befuͤrchten ist. Wenn (478) Philos. Trans. Vol. XXVI. n. 313. p. 36. beschriben und mit einer Zeichnung erlaͤutert von Herrn Molineux, welcher die Umstaͤnde von der Frau erfaren und 14 Tage nachher alle beschaͤdigte Stellen selbst untersucht hatte. Iah g trrber d 1% Rroet! dle sonst Ruweilen Ian, so sthwebt, Ihusunt sugen Isihn eatung Astbgerit wme, auf Dunen WII In Dis chn nt uf du M hethint veium& sihrt lhe Hetab.( migte der maschich ueg an der Vsche usrEichn rig Hlitt vith hewuduntz seh Ihngesh nahe unter in der ut Beine s auz e befno ssh sser etwiß yn, 6. Die dun 9, verspihh gröber Zn ird aber nih ie und da y zenen Stüch Koffers nt Imstaͤnden u er Kuͤbel hy waltsame 3) zt daß et iit erabgewoft en Bedelun nur klin/ sammer) em Dache, 0 mahl bey N ern Nilen d hunhemn Lt nehr in da Hfuhhn l WDenn Iuben ud mi heur/ welhe M nachsn tl· auf Menschen.§. 75. Erf. 92. 207 Wenn schon zuvor ein Wetterschlag in das Gebaͤude ge⸗ schlagen, so zeiget sich an den Spuren die Bahn, dahin er entweder durch Metal oder durch andere Anlockung gezogen ist, und die gefaͤhrlichsten Stellen fuͤr den Menschen sind da wo er mit einiger Zersprengung einen Ausbruch gemacht oder sonst einen Sprung durch die Luft gethan hat. Da nun zuweilen noch ein zweiter Schlag auf diselbe Stelle treffen kan, so vermeide man, so lange das Gewitter uͤber uns schwebt, solche Stellen in der Naͤhe zu untersuchen, und uͤberhaupt sich daselbst aufzuhalten wo ehemahls der Bliz einhergefaren ist, weil er, wenn alles noch in denselben Umstaͤnden gebliben, auch wieder eben die Bahn wo er die beste Leitung gefunden nemen,(Erf. 112. 140.) und, wenn in selbiger irgendwo ein groͤsserer Widerstand zu uͤberwinden waͤre, auf den daselbst im Wege befindlichen Menschen zu⸗ springen wuͤrde.(Erf. 154.) Das bloosse Vorbeistreichen des Blitzes ist, wie aus obigen Beispilen zu ersehen, fuͤr die dabey besindlichen Men⸗ schen nicht sonderlich gefaͤhrlich, wenn nur der Zusprung auf den Menschen selbst oder eine gar zu nahe Platzung(79) verhuͤtet wird. Der Bliz macht aber, wie gesagt, keinen weiten Sprung durch die Luft auf den Menschen; sondern faͤhrt liber an den Waͤnden, Pfosten und Hausgeraͤte herab.(7 d.)— Allein, wenn das Zimmer nidrig waͤre, so moͤgte der Sprung des Strahls von der Decke uͤber den menschlichen Koͤrper zum Fußboden leichter seyn als der Um⸗ weg an den Waͤnden.— Eine vergypste Decke des Zimmers, da solche mit Eisendrath unterzogen ist, schaft deswegen mehr Sicherheit, weil der Bliz davon nicht mitten ins Zimmer herab springet, sondern an dem Drate zu den Waͤnden hin⸗ geleitet wird.(Erf. 101.) Der (479) Davon s. unten Kap. VIII. (I79b.) S. davon weiter§. 83. 208 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung Der bloosse Dampf ersticket nicht leicht:(H. 69.) doch waͤre es sicherer, in kleinen Zimmern die Tuͤren offen zu lassen.(Erf. 41.) Mehrere besondere Anstalten, dergleichen man anraten wollen, als etwa in seidenen Schnüren zu haͤngen u. s. w. sind uͤberfluͤpig. An seidenen Schnuͤren oder Baͤndern wird zwar der Strahl nicht leicht unmittelbar herablaufen: aber das Haͤngebette muͤste weit von der Decke wie auch von Waͤn⸗ den und Pfosten entfernt seyn wenn dadurch auch der Sprung des Strahls abgewendet werden solte, und alsdan koͤnte der Zwischenraum der bloossen Luft eben so gute Dienste leisten als die Seide. Bloosse Unterlagen, Decken oder Kleider von Seide wuͤrden auch allein nichts helfen. Der-Bliz faͤhrt zwar nicht frey durch sie hin: aber eben deswegen schlaͤgt er, so wie durch wollene Kleider, Leder u. s. w. Loͤcher, und bahnt sich den Weg, welcher ihm erschweret werden solte, mit heftigem Durchbruche. Wer indessen mit obenbesagten Vorschriften nicht beruhi⸗ get ist, kan sich niderlegen, welches besonders in nidrigen Zimmern zu empfelen waͤre, doch nicht in einer Betstelle mit Pfosten und Vorhaͤngen,(Erf. 18. 88. 89. 103) sondern auf einer bloossen Ruhebank, oder auf einem Lager von Stuͤ⸗ len(482)— Auf dem bloossen Fußboden zu ligen wuͤrde nicht so sicher seyn, weil sich daselbst Stellen befinden moͤgten, wo der Bliz, auch in einiger Entfernung von den Waͤnden, durch ein oder anderes Metal hingelocket wuͤrde um in das untere Stokwerk durchzubrechen,(Erf. 93) dergleichen An⸗ lockung (439) In einer eisernen Betstelle liegt man sicherer als in einer hoͤlzernen: denn von dem Holz springt der Bliz auf den Menschen ab, an den eisernen Stangen aber wuͤrde er vor— bey faren und nur etwa durch die nahe Erschuͤtterung, wie bey den Vergoldungsleisten,(Erf. 62) in etwas beschaͤdigen. II In N M sihs n d wyu el v uͤget, Al des KN Wd In 1 Men ud det Wesahny in Hgte st, ufK Ingebochs tln RS uf dens Hegen di achtet uu belegt, duch an! Mlmg im Gist ah wen fezusam Ich vom huhatte In ugl 0 0 0 (697 V Uinn offe 1 man alkeat; hängen u s Baͤndem uiz ablaufen: ate auch von iy ich der Eun lodan kömnehy Dienste läsn oder Khihe er Bliz füs wegen schlih s. w. Löchen vexet werdg nicht beruhi⸗ in nidrigen Betsielle m. sondern aj ger bon Stl n wuͤrde nith uden moͤgttz den Wanday de um in du rglechen Y. loclus trt abkin ein Mffde Prde e+ l Imung/ u Hschihihe auf Menschen.§. 75. Erf. 92. b. 2⁰⁹ lockung auch die Naͤgel geben koͤnten, mit welchen die Bret⸗ ter der Reihe nach auf den untern Balken bevestigt sind. Ja selbst in dem untersten Teile eines Gebaͤudes kan der Bliz, wenn er wegen des troknen Grundes nicht leicht in die Erde dringet, noch auf dem Boden herumspilen, daher auch die Teile des Koͤrpers welche der Erde nahe sind, daselbst ver⸗ lezt werden.(Erf. 57. 58. 107) Erf. 92. b. Von Weitra in Nider⸗Oesterreich schrieb man: Am Gten Jun. 1724 hat in bem unter hisiger Herschaft gehoͤrigem Dorfe Harmanschlag ein Donnerstrahl in einen bis 6 Schritte von einem Banerhause stehenden Kirschbaum, und mitten durch denselben bis in die Wurzel geschlagen, welcher er wie sie hin und wieder herumgewachsen, nachgegangen, bis in besagtes Haus, welches, indem es nur von Holz aufge⸗ sezt, auf diser Wurzel stand, oder darunter die Wurzel hin⸗ eingewachsen war. Die armen Leute, als Man und Weib samt 4 kleinen Kindern so in disem Haͤuslein wohnten, weil der Streich Abends ungefaͤhr nach 10 Uhr geschahe, lagen auf dem Stro auf der Erde in der Stube, mit den Koͤpfen gezen die Wand wo der Streich hineinging: dessen unge⸗ achtet wurden weder der Man noch das Weib an dem Kopfe verlezt, sondern nur an der untersten Gegend des Leibes wie auch an den Fuͤssen versengt. Drey Kinder so neben iren Aeltern gelegen, sind auch verbrant, teils an den Haren, teils im Gesicht, auch hie und da am Leibe, und ist ihr Ansehen als wenn sie die Kinderblattern haͤtten. Das Stro worauf sie zusammen gelegen ward nicht angegriffen, noch das Lei⸗ lach womit sie zugedekt waren, imgleichen die Hemder so sie anhatten, welche allein inwendig wo sie am Leibe ange⸗ legen etwas braͤunlich und gebrant schinen. Das vierte Kind lag auf der Bank gleich neben inen: dem geschahe O nicht 210 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung nicht das geringste— Der Man sahe nach geschehenem Strei⸗ che unweit von sich an dem Kopfe des einen Kindes, dem die Hare verbrant worden, ein blaues und helbrennendes Feuer, wie ein Licht, in der Groͤsse einer Nuß, welches er mit der Hand von dem Kopfe des Kindes hinweg und weiter in die Stube warf, aus Furcht daß es das Stro entzuͤnden moͤgte, hernach aber mit der Hand voͤllig ausloͤschte, und er hat sich weder davon gebrant noch eine Hitze empfunden.(Der⸗ gleichen Licht, daferne die Beobachtung gegruͤndet ist, muͤste also wohl phosphorisch seyn, oder von dem in der Luft erzeug⸗ ten Schwefel herruͤren, und koͤnte nicht eigentlich zum Wet⸗ terstrahl gehoͤren.] Es ist zwar bisher nimand von disen Personen gestorben: sie sind aber elend und in Gefahr.„(85) Wegen des in der Naͤhe befindlichen Metalles ist schon uͤberhaupt erinnert worden, daß, gleichwie das Metal wel— ches in einer Strecke den Strahl neben uns vorbeyleitet zur Sicherheit dinet, so hingegen unterbrochenes Metal Gele— genheit zu einem gefaͤhrlichen Sprunge des Blitzes auf die im Wege befindlichen Menschen geben kan. Man verhuͤte also insbesondere sich an dem Ende eines heruntergehenden Metalles, z. B. einer Stange, eines Klingeldraths u. s. f. imgleichen uͤberhaupt bey abgesonderten oder durch andere Koͤrper, Holz, Steine, eingeschlossenen Stuͤcken Metal zu befinden, von oder zu welchen der Strahl uͤber unsern Koͤr⸗ per herfaren, oder doch bey seinem Sprunge in der Naͤhe eine Platzung erregen koͤnte. 93. Erf. (481) Bresl. Saml. 1724. Jun. p. 619— Es wird zwar der Beob⸗ achter nicht genant, und der Fal ist vielleicht nur aus einer oͤffentlichen Nachricht geschoͤpft, auch nicht genau genug; doch aber so umstaͤndlich berichtet, daß er in den Haupt⸗ sachen fuͤr glaublich gelten muß. eudr e c Iumert Ostheb ue M eige! Iue M u, d Ind oin men y Iufen ate hohe Huldalt e hurst, IMpse Rudeh Mꝛue n biger Wuj der upf Bichddl an dem o und sodgr uhe an! lrhlhe uit orthe hehenam E mer,den nnendes Feue heb er wit owüitt iu h huͤnden migt, e, und erh funden. Di udet is, miß r Luft erzen ich zum MI d von dist faht. 00 les ist schy àRetal w beyleitet z Metal Gh litzes auf R Nan verhhh ntergehende aths u. durch anbat en Metalz unsern R u der Mih . E ant du Bob⸗ as Llet ims gehuh e Huupt⸗ auf Menschen.§. 75. Erf. 92. b. 93. 211 93. Erf. „In der Stadtmauer zu Eimbek steht an der Westseite ein alter nach aussen runder Turm eingeschlossen, dessen oͤst⸗ liche nach der Staͤdt zu gekehrte Seite nur eine Wand von Zimmerwerk hat. Das Dach ist mit Schifern gedekt, die Spitze bis zum Knopf mit Metal beschlagen: uͤber disem ist eine Windfane und ein Kreuz. Inwendig hat er ganz unten einige Stokwerke mit leimernen Boden, und nach der Stadt zu eine kleine Stube. Zu beiden Seiten desselben steht eine Reihe kleiner nidriger Haͤuser an die Stadtmauer so ange— leent, daß inen dise, wie auch die Turmmauer selbst, zur Wand dinet, und ire Daͤcher sich auf jener stuͤtzen. Als nun am 27sten Jun. 1772 ein Gewitter von Westen aufzog, traf ein Bliz disen Turm, welcher von der Gegend her der erste hohe Gegenstand in der Stadt, und auch auf einige hundert Schritt umher nur mit nidrigern Gebaͤuden umge—⸗ ben war. Man sahe ihn nach dem Schlage in einem dicken Dampf eingehuͤllet und es verbreitete sich in der ganzen Ge⸗ gend ein starker Schwefelgeruch. Die Windfane war in irer Mitte merklich umgebogen und schien angeschwaͤrzt zu seyn: uͤbrigens aber war alles Metal an der Spitze, naͤmlich das Kreuz, der Kuopf, und unter demselben die eiserne Stange und der kupferne Beschlag bis zum Anfange der Schifern, one Beschaͤdigung. Gleich unter disem aber waren die Schifer an dem obern Teile des Turms bis zur Haͤlfte rund herum, und sodan an der West⸗ und Nordwestseite herab, bis bei— nahe an den Dachstuhl, teils gaͤnzlich nebst denen darunter befindlichen Brettern zerschmettert und einige hundert Schritt weit fortgeworfen, teils geloͤset und abgerissen, und, aus⸗ ser verschidenen kleinern, war an dem untern Teil des Da⸗ ches gegen Nordwest eine groosse Oefnung von ohngefaͤhr 6 Fuß im Durchmesser gemacht. Inwendig in der Spitze O 2 des —— 21² K. VI. Anlockung und Wuͤrkung des Turms waren die Sparren, Balken, Latten und Bret⸗ ter, besonders an der Nordwestseite, sehr zerschmettert, und zum Teil zu ganz kleinen Spaͤnen zersplittert, dennoch aber an dem Holze(dabon alles was der Beobachter gesehen von Tannen war) keine Spuhr der Versengung zu finden. Un⸗ ter dem Dache haͤtte sich der Bliz in der Mauer des Turms verteilt, Steine und anstoossende Balken zerschmettert und inwendig an der Mauer an der Nordseite, unter der groossen Oefnung im Dache, eine zerrissene und ausgesprengte Spuhr, gerade herunter, bis beinahe an das Fundament herab zu⸗ ruͤk gelassen, an welcher die Aushoͤlung der getroffenen Steine fast allenthalben convex und fast nirgends concav war. An den leimernen Boͤden und irem Holzwerke fand man da wo sie an die beschaͤdigten Stellen der Mauer an⸗ stiessen keine Verletzung. Nach aussen war besonders an der Nordseite, da wo die Turmmauer an die Stadtmauer und an das Dach des angebaueten Hauses stoͤßt, eine starke Beschaͤdigung. Unter selbiger war zur Seite das besagte Dach, welches aus Sollinger Steinen bestand, beinahe zur Haͤlfte eingeschlagen: in der Kammer, welche unter diser beschaͤdigten Stelle des Daches befindlich war, fand sich in der Turmmauer, welche derselben zur Waud diente, eine groosse ausgesprengte Kluft, darin man ziemlich tief den Arm hineinstecken konte. Dise war eben in der Gegend, wo iuwenbig im Turme der Riß herunter ging und gleich un⸗ ter diser Stelle stand ein Gewehr an der Wand geleent, an M welchem die Muͤndung des Laufes schwaͤrzlichblau angelau⸗ fen und etwas angeschmolzen, das Schloß aber abgeschlas⸗ gen war. Weiter hin gegen die Mitte der Kammer hatte eine lere Tonne und ein Krug von Fayenee gestanden: aus bei⸗ den war der Boden glat weggeschlagen, one jedoch das uͤbrige zu beschaͤbigen, Lda es vermuthlich nur durch die Platzung veruhr⸗ Rechtn Guln scehir yum e WA N brige RBI Ojeg, Halte. ufth, glahh, suigeß glaljn N u a Iin gasn Imr Whlch Runne stbeh o dam fen 9en, b Od 6 Nchtt Nelchen Ewbel hard, lahliche Ufhe, ssshne ug stten und schetun, , dennoch tet gesehg y zu fuden l auer des Iun erschmetterty ater dir gu prengteSh ament hengbz der gettroft; urgends am Helzwake st der Mauni besondat: die Stadtun ßt, eine sn ite dad hi o„ beinthez che unttt e„ fand st d diente, mlich tif der Gehu und glithn ud geent,e Wan ageh hr cbgechs ummer hal Hnn: uus be⸗ hsͤtige —2 Pohl heuhn auf Menschen.§. 75. Erf. 93. 213 veruhrsachet worden.] Ein meßingner Leuchter war an zwey Stellen ein wenig angeschmolzen und fast durchloͤchert: end⸗ lich ein irdener Oelkrug in Scherben zerbrochen. Nicht wei davon, einige Fuß vor dem Fenster, war ein Loch in den Fuß⸗ boden der Kammer geschlagen. Unter selbigem war eine kleine nidrige Stube belegen, welche gegen Suͤden die Turmmauer, gegen Westen die Stadtmauer und an diser Seite einen eisernen Ofen, gegen Norden die Thuͤr, und gegen Osten zwey Fenster hatte. In diser war recht in der Ecke der Wand gegen Suͤd⸗ westen, ohngefaͤhr 5 oder 6 Fuß uͤber der Erde ein starker Riß oder Bruch in der Mauer zu sehen, wo die Steine teils aus⸗ gehoben, teils mit Leimen und Kalk zugleich in die Stube hineingeschlagen, die Wand umher aber schwaͤrzlichblau an⸗ gelaufen war. Von hier ein wenig nordwaͤrts nach dem Ofen zu war in der Wand ein kleiner Schrank befindlich, an welchem Tuͤhr und Ramen zersplittert und nach der Stube hin gesprengt worden. Ferner war oben an der Decke des Zimmers, dicht uͤber dem Fenster zur Rechten,(also ver⸗ muthlich ohngefaͤhr unter dem Loche im Fußboden der öůͤbern Kammer! ein rundes Loch, und die getuͤnchte Decke um das⸗ selbe herum gleichfals schwaͤrzlich blau. Endlich war unten an dem andern Fenster zur Linken der Ramen zersplittert, die Fensterbank beschaͤdigt und einige Scheiben ausgeschla⸗ gen, doch so daß kein Fensterbley, keine Windstange, kein Glas an demselben, einige Spuhr des Schmelzens zeigte. Nicht weit vom Fenster hing ein eiserner Wagebalken, au welchem jedoch, so wie an dem Ofen und anderm in diser Stube befindlichen Mekalle keine Beschaͤdigung gefunden ward.(Der schon zerstreuete Strahl war naͤmlich zu schwach dergleichen zumahl groosse Stuͤcke Metal, obwohl er daraus zu suhr, und deshalben das Loch durch die Decke schlug, anzuschmelzen.] Es befanden sich in der Stube ein alter — 3 Greis 214 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung Greis mit seiner Tochter, nebst deren Manne und einigen Kindern. Der Alte saß mit einem Gebetbuche in der Hand dicht an dem Fenster zur Linken: die junge Frau auf einer Bank nicht weit vom Ofen, gleichfals mit einem Gesang⸗ buche; der junge Man lag mit dem Kopfe auf die Betsponde geleent, fast gerade unter jenem Loche in der Decke der Stu⸗ be, kaum zwey Schritte von dem Alten entfernt. In eben disem Bette, und in einer bey der Frau stehenden Wige, schli⸗ fen die Kinder. Der Alte und bie Frau wurden auf der Stelle erschlagen: an beiden war das Gesicht schwaͤrzlich an⸗ zusehen, als ob der Dampf von angezuͤndeten Schießpulver daran geschlagen, und ire Hare am Vopfe waren etwas ge⸗ kraͤuselt. Dabey war der Koͤrper ausserordentlich schlaf, und besonders bey dem Greise der linke Schenkel und bey der Frau die ganze rechte Seite: es war aber jenem das Fenster zur Linken und diser die Wand zur Rechten gewesen. Auf wie⸗ derhohlte Oefnung der Adern erfolgte bey beiden wenig Blut. Die schwaͤrzliche Farbe im Gesichte verlohr sich durch Reiben mit Eßig, dadurch man sie anfangs noch zu erquicken hofte. Nach Uatersuchung der Kleidung und der Koͤrper fand man nur bey dem alten Manne den ledernen Hosenguͤrtel an der linken Seite durchrissen: etwa 5Zoll unterwaͤrts von diser Stelle war am Vorderteile des linken Schenkels ein Stuͤk Haut loder vielleicht Oberhaut] 14 Zoll lang und Zol breit ganz weggerissen, jedoch nicht die geringste Fleisch⸗ zaser darunter verlezt und kein Tropfen Blut aus diser Wunde hervorgedrungen, wie an dem daruͤber ligenden Hemde bemerkt ward. Uebrigens war uͤber beide Leichen nur unterlaufenes Gebluͤt sugillatio sanguinis: vermuthlich rothblaulichte Flecken, verbreitet, und nichts von den vesten Teilen des Roͤrpers beschaͤdiget— Der junge Man, dessen Ruͤcken und rechte Seite dem einen Strale beym Fen⸗ ster st h und uien Gcuche ghhen 0 gbes Dar alld ebe lserg x Hdgh guusu huum, gchungen 1 Aunin In Hlihs H chhllges, Malli e Iu R. au Vißz mRN schun g (aon g n und einsz hennde du auf eip anen Gesan feBasun Dike derEz ent. Iu ehn en Vite, sh urden auf v shwänsshn Schießpulh ren etwos g ch schlaf m bey der den Fenster zu Msf win wenig Blut. urch Reiben licken hofte fand man uͤrtel an da 18 von dis els ein Stil und Z aste Fleisch it aus dien per iigenden eide Liichn vemuthiih von deh unge Moy, heym den ste auf Menschen. 9. 75. Erf. 93. 215 ster zugekehrt gewesen, war nur betaͤubet und am Kreuze und rechten Beine etwas gelaͤmet, welches aber durch den Gebrauch dienlicher Huͤlfsmittel nach einigen Tagen wieder gehoben worden— Die Kinder waren ganz unbeschaͤdigt gebliben.„(4 b.) Das wenige Metal welches man bey sich zu tragen pflegt wird eben nicht gefaͤhrlich, und kan nur dan seine Wuͤrkung aͤusern wenn der Bliz irgend aus der Naͤhe herzu zu springen Gelegenheit findet: sogar bey einigen, die wuͤrklich vom Strale getroffen worden und an deren Koͤrper derselbe herunter gefaren ist, scheint er dem Metalle in den Taschen vorbey⸗ gegangen zu seyn.(Erf. 49. 50.) Wenn es aber betraͤgtlich und auswaͤrts befindlich waͤre, als an Kleidern die metalle⸗ nen Knoͤpfe u. dgl. und wenn man sich nicht anderer Um⸗ staͤnde wegen in Sicherheit befaͤnde, so taͤte man besser, es abzulegen, denn, wenn gleich der Bliz dadurch so weit das Metal in einer Strecke fortreichet von unmittelbarer Beruͤ⸗ rung des Koͤrpers abgeleitet wird, so bleiben doch die uͤbri⸗ gen Teile, an welchen er herabstreichen wuͤrde, in Gefahr, und selbst die Erschuͤtterung welche uns so nahe traͤfe koͤnte schon genug schlimme Folgen haben, insbesondere die O 4 Spruͤn⸗ (181 5.) Hannoͤv. Magaz. 1372. 78 St. p. 1233. beschriben von Herrn Crome, welcher die Spuren des Wetterstrahls selbst unter⸗ sucht, die Lage und damalige Stellung der Personen von dem jungen Manne erfragt, und die Beschreibung der an den Erschlagenen wahrgenommenen Umstaͤnde von dem zu Huͤlfe gerufenen Arzte mitgeteilt erhalten hat— Man moͤgte wuͤnschen, daß die Beschreibung der Lage des eisernen Ofens und des Wagebalkens, sowoͤhl in Ansehung des Durchbru— ches durch die Mauer und durch die Decke, als auch der im Wege seienden Personen, durch eine Zeichnung noch deutlicher gemacht waͤre. 216 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung Sypyruͤnge zu oder von ein zelnen Stuͤcken Metal, und allemahl der erste Zusprung, vornehmlich wenn durch solches Metal der Bliz auf den Kopf, Hals, oder die Brust geleitet wuͤrde. Der Metaldrath und die Nadeln im Kopfputze des Frauen⸗ zimmers sind zwar von weniger Bedeutung, aber doch nicht ganz aus der Acht zu lassen.(Erf. 61.) Schlimmer waren ehemahls bey Maͤnnern die Peruken von Eisendrath, und so koͤnten auch die metallenen Hemdsknoͤpfe am Halse, wie auch groosse in Metal gefaßte Stuͤcke Schmuk am Kopfe, Halse und an der Brust von Frauenzimmern(Erf. 60. not. 128.) nachteilig werden. 94. Erf. „Bey Schifbek in unserer Nachbarschaft sezten sich vor einigen Jaren, unter einem Gewitter, zwey Maͤnner, die beym Torfgraben beschaͤftigt waren, an einem EKraben unter einem kleinen Busch, woselbst beide von einem Wetterstrahl erschlagen wurden. Der eine, ein langer Rerl, war auf den Kopf getroffen, der Hut war zerrissen, und es fanden sich verschidene Beschaͤdigungen an seinem Koͤrper. Dem andern schien der Kopf nicht beschaͤbigt zu seyn: es war aber ein silberner Hemdsknopf an seinem Salse, wie auch die zinnernen Knoͤpfe au seinem Kamisol, und ein Schluͤssel in der Tasche etwas angeschmolzen, und die Stifel an seinen Fuͤssen zerrissen.[Die Schmelzung des Knopfes zeigt an, daß sich der Strahl daselhst gesamlet: er hat folglich beym Zu⸗ und Absprunge eine Platzung erregen muͤssen, welche bey der Gurgel leicht toͤblich seyn konte.]— Ein dritter, welcher nicht weit von inen saß, ward hie und da am Koͤrper etwas versengt, und war ausser sich, ward aber wieder geheilet. Ein vierter, welcher bey disem saß, blieb unbeschaͤdigt.“(185) Wes⸗ (482) Dise Nachricht habe ich von dem dortigen Wundarzt, Herrn 10 Wbegen 1 Hahaupt ni net di unn H guengescen sten Rlacht hlsenend bey inen I h N. ul EH Ij⸗ Nunden ind Klihrichin: Rsdeted cb Ctungu u. Itr Jehrh Mabrath,e hr) i Mhec Iu, Oͤ wünnnd di huündem, Kechen dn Nfaten ber vär ides Mfantͤhut! (Ef. 105) Iu Glocen Fyum nn Hetrn Erchl Ren Migl 6 ah uh Hlleng siches M stgllitt wuͤz uhe ded Fraun er dohhuit chimnet Wouh isenhiah, 0 an Has, 0 muk am ganß nen(Eis u ezten sich r Manner, Graben unte Wetterstrah erl, war al nd es fanden lper. Den ed war abe wie auch dj clüssel in d seinen gůsse eigt an, ich beym dr „welche di ner, wolhe dͤper ethth her geheilt Ihigt.“6 Ves⸗ Mufparst Ha auf Mensthen.§. 75. 76. Erf. 94. 217 Weswegen ich der gewoͤhnlichen Zuschliessung der Fenster, und uͤberhaupt der angeratenen Vermeidung einer Zugluft,‚ nicht unter disen Vorsichtsregeln erwene, wird aus den unten(. 84. 85.) von der Luft beizubringenden Bemerkun⸗ gen eingesehen werden. Wenn der Bliz in das Zimmer zu faren gelocket wird, so ist der nahe Stand bey einem ver⸗ schlossenen Fenster nicht weniger gefaͤhrlich(Erf. 41.75: 155. als bey einem offenen.(Erf. 101.) §. 76. In den Kirchen sind, wie aus Obigem(Erf. 58.74. 76. imgl. Erf. 125. und not. 7.) Zu ersehen, die Stellen an den Waͤnden und Pfeilern, besonders an der Turmseite, am gefaͤhrlichsten: noch mehr bey der Orgel und wo sonst ab— gesondertes oder nicht zur Erde herabreichendes Metal, Stangen u. s. w. vorhanden, vornehmlich ein Platz unter einer Zeigerscheibe oder Glocke, zu welcher vom Turm ein Metaldrath, Stange oder Kette herunter gehet.(Erf. 23. 50. 154. 155.) So koͤute auch der Bliz in unsern Kirchen, wo Krohnleuchter an langen Ketten vom Gewoͤlbe herab haͤngen, Gelegenheit herunter zu springen finden.— Aber waͤrend der Versamlung kan man seinen Plaz nicht wohl veraͤndern, und es solte doch vorzuͤglich bey Tuͤrmen und Kirchen dem Bliz eine Leitung aussen am Gebaͤude herab⸗ zufaren veranstaltet werden.— Bey unbewahrten Tuͤrmen waͤre indessen, wenn die Spitze mit Metal gedeckt ist, der Aufenthalt innerhalb des metallenen Daches am sichersten: (Erf. 109.) der gefaͤhrlichste aber wo der Strahl zu oder von den Glocken, der Uhr, und dem was dazu gehoͤret einen Sprung machen koͤnte. Wenn der Turm nicht mit Metal O 5 gedekt rn Seddegast, welcher den Beschaͤdigten geheilet, die 3 besichtigt, und die angeschmolzenen Stuͤcke detal in Haͤnden gehabt hat. „* 218 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung gedekt ist, so waͤre, besonders an der Spitze sast keine Stelle sicher, weil selbige oft ganz zerschmettert werden kan. In dem Mauerwerk unter der Spitze waͤre der nahe Aufent⸗ halt bey den Mauren und 35 abgesondertem Metalle be⸗ sonders zu vermeiden. 7. 77. Wer sich auf der Gasse besindet stelle sich ja nicht unter ein Thuͤrgeruͤste oder andern Schuz nahe an Waͤnden und Gebaͤuden. Er gehe entweder in ein Haus hinein, oder bleibe mitten zwischen den Haͤusern in einer maͤßigen Gasse, oder auf einem nicht gar zu weiten Markt oder Platze. Der Strahl wird alsdan durch die Gebaͤude aufgefangen, geht an den Waͤnden zur Erde herab und erreichet den Menschen nicht, daher man nicht hoͤren wird, daß die in Staͤdten auf der Gasse Gehenden, wenn sie nicht um Schuz zu suchen irgendwo untergetreten sind, von einem Wetterschlage ge— troffen worden.(183)— Sie wuͤrden sich daselbst noch in groͤsserer Sicherheit befinden wenn die Haͤuser neben inen mit bleiernen oder blechernen Regenroͤren versehen waͤren, welche bis zur Erde herunter gingen, und also auch den Bliz, der sich an dem Metalle haͤlt, one Schaden herableiten koͤnten. Dahingegen wuͤrde es unsicher seyn, neben einer Stelle zu stehen wo eine vom Dache herausspeiende Roͤre das Regenwasser niderstuͤrzet, als welches auch dem Strahl da⸗ selbst herabzufaren Gelegenheit geben koͤnte,(Erf. 41.) der, wenn er weiter unten kein Metal antrift, leicht auf einen nahe stehenden Menschen springen moͤgte. Dise, dem Ge⸗— baͤude selbst sowohl als den Voruͤbergehenden nachteilige, Aus zusroͤren solten aber aus mehr als einer Uhrsache gar W⸗ werden. §. 78. (483) S. Tetens uͤber die Sicherung seiner Person bey einem Gewitter. p. 19. If dem öglch gefäh Iue Hͤrpet v thasich uute uon ein da Moschen zu und Higeln filadr Al uuntub VI E ualen H Oi Hahuufueef ( IW 0 M eolgen sueb! Rüd WR I stens ilet! I aihe Rt ihig 206 Hch asse Doͤte Rutr ddey ng saskine Eith t vathm kn eruhe Mfet Mrull he hinnich mn u Winden un hinein, dn näͤßigen Gaf, r Matze. In efangen, gi den Menschn u Staͤdten a huz zu suchg tterschlage ge selbst noch i er neben inen sehen waͤren uch den Bh en herabläitn „neben eing ende Rote das m Etrahl de Erf.41.) deß cht auf euen ise, dem h nachteilg Mhrache gu 9. 5 Vbeh Eihe auf Menschen.§. 76. 77. 78. 219 §. 78. Auf dem Felde ist man in mehrerer Verlegenheit, weil es gleich gefaͤhrlich waͤre im Freien zu bleiben, wo keine an⸗ dere Koͤrper vorhanden sind die den Bliz auffangen koͤnten, oder sich unter einem Baum und dergleichen Schuz zu stellen, davon ein darauf fallender Strahl abspringen und auf den Menschen zufaren moͤgte.— Hoͤlen oder Kluͤfte in Bergen und Huͤgeln geben zwar eine sichere Zuflucht, weil ein daselbst fallender Bliz schon an dem Umfange derselben sein Ziel erreichet und sich in der Erde verteilt: aber Hervorragungen die den Strahl anlocken und ihn nicht vorbey leiten, ver⸗ mehren die Gefahr. Es solte sich also nimand in einem Heuhaufen(Erf. 53.Nin Korngarben(835) u. dgl. verbergen, und —8)Von wien schrieb man den 21 Aug. 1723.„Man vernimt voͤn Rackendorf, einem unweit Hungarisch-Altenburg ent— legenen Markt, daß alda vorige Woche(den 10 Aug.) ein starkes Ungewitter entstanden, wodurch zwar ein Haus an— gezuͤndet, von dem gleich darauf gefallenen Plazregen aber wieder geloͤschet worden. Auf dem Felde haͤtten von acht Jungen die das Vie geweidet siden sich unter einem Ger— stenschober wegen des Regens verkrochen, den achten von irer Geselschaft aber nicht zu sich lassen wollen, und dises zu seinem Gluͤk, maassen der Donner in gedachten Schober eingeschlagen, drey von denen darunter gewesenen Jungen getoͤdtet, dem vierten einen Fuß zerquetschet, und die übrigen ganz betaͤubet, also daß der Verstoossene, welcher 20 Schrit davon unter freiem Himmel gestanden, ganz un⸗ beschaͤdigt nach Rackendorf zugelaufen, mit Vermelden, daß alle Mandeln im Feuer stünden, welches aber, ausser den Todten und Beschaͤdigten, sich nicht so befunden, da das Feuer eben durch den erfolgten Plazregen wieder gedaͤmpft worden.“ Bresl. Saml. 1723. Aug. p. 173. I 22⁰ K. VI. Anlockung und Wuͤrkung und der Schaͤfer solte nicht in seine kleine Huͤtte krichen.— Der beste Rath waͤre, sich wo moͤglich in solcher Entfernung und an berjenigen Seite von einem Baume zu stellen, daß der Strahl eher auf den Baum als auf den Menschen falle, aber auch nicht so nahe, daß er noch von jenem auf disen abspringen koͤnte. Es waͤre demnach ein Abstand von etwa 15 ober 20 Fuß vom Stamme sowohl als von den untersten Zweigen zu waͤlen, weil alsdan zu vermuten, daß ein in der Naͤhe entstehender Wetterstrahl eher den so viel hoͤher hervorragenden Baum treffen und auch an dessen Stamme bis zur Erde herabfaren wuͤrde.(194) In einer Hoͤlzung waͤre (184) Wie Herr Prof. Winthrop und Herr Senley(Phil. Trans. Vol. LXIV. p. 151.) wohl erinnern.— Aus London wird, unterm 18ten Aug. 1767. folgendes gemeldet.„Am 16ten Jun. ist ein heftiges Ungewitter in Charles⸗Town gewesen. Der Bliz hat an drey Orten eingeschlagen, in einen Fich— tenbaum und in zwey Haͤuser. Unter dem Baum befanden sich drey Personen: ein Neger saͤnd nahe am Baume und ward von dem Bliz getoͤdtet, die andern zwo Personen sassen auf einer Bank unter dem Baum, nicht weit von dem Stam, und wurden etwas beschaͤdigt. Herrn Johnson's Elektrische Anmerkungen werden hidurch bestaͤtigt, daß bey einem Donnerwetter nimand an einem Baum, und auch nicht mitten im Felde stehen solle, sondern unter einem Baum, vom Stamme desselben Uwenigstens] so weit entfernt als er selbst lang ist.— In den zween Haͤusern, wo es ein— geschlagen, ist der Schaden hauptsaͤchlich da geschehen wo sich einiges Eisen befand. In einem derselben waren ver— schidene Personen in der Mitte eines groossen Zimmers beisammen, und wurben nicht beruͤret. Herrn Johnson's Bemerkung, daß man in der Mitte eines Zimmers vor dem Bliz am sichersten sey, da er gemeiniglich an den Waͤnden und vil H en wechen man sündin m Veyn ei 0 vn Le pochen dere Wbenang Flde idert Hinte dhhe N— Mhalb vurmfsiusend WW Ihe wache sihchhe Sil mi gapstex Gummer W ehn, Ml Ule, Wist Ie .n dy e shten. I den gescheh gevächften focke behs und venn nichender dalles nit gugestect! bifls Lalt U iug ihr hihen eEntfenn ö stlen, Washer fall aa stand gon a N den miast u, daß ein so viel Hse essen Stun iner Hühn vij (Ohil. Tra London in .„Mm lhn Towy getyesen in einen Fich gum befander u Wume un Wo Persona nicht weit tu errn Johnsoßs Hatigt, daß H. um, und git uhter eilen o weit entfan „ u te l Rgeschehen l en Waren gn osen Zime Johnsost Rers bot den ym Wihdi 10 auf Menschen.§. 75. 221 waͤre also ein solcher Plaz zu nemen wo die Baͤume zwischen welchen man sich befaͤnde nicht gar zu nahe an einander stuͤnden, um den erforderlichen Zwischenraum zu lassen. Wenn kein Baum in der Naͤhe ist, so moͤgte man sich doch von Teichen und anderm Wasser entfernen, als zu welchen der Strahl mittelst des menschlichen Koͤrpers einen Uebergang suchen moͤgte, und sodan sich liber auf dem Felde niderlegen als sitzend oder gar stehend bleiben. Man konte dazu einen holen Weg oder eine etwas nidrige Stelle des Bodens aussuchen, und zwar auf solche Weise daß der daran stoossende Huͤgel, oder die Anhoͤhe, der Gegend woher die Wetterwolke angezogen komt zugekehrt sey. Ein Graben aber an welchem eine Hecke oder Zaun stehet, ist eine ge⸗ faͤhrliche Stelle.(Erf. 52.94.) Da indessen eine solche Lage mit groosser Unbequemlichkeit verknuͤpft ist, und da die im Sommer Ausgehenden auch keinen Mantel mit sich zu fuͤren pflegen, welcher inen diselbe noch in etwas erleichtern koͤnte, so ist es nicht zu verachten, wenn einige Naturfor⸗ scher gesagt haben, man koͤnne sich auf dem Felde durch ei⸗ nen dazu eingerichteten Regenschirm auch fur Wetterschlaͤge schuͤtzen. Dises, deucht mich, könte mit den wenigsten Umstäͤn⸗ den geschehen, wenn man einen solchen Schirm haͤtte der aus gewaͤchstem Seidentuch bestuͤnde, an ein em langen Spatzir⸗ stocke bevestigt und mit sischbeinern Stangen versehen waͤre, und wenn man daneben eine breite metallene Tresse von zu⸗ reichender Laͤnge bey sich fuͤhrte, daß solche erfoderlichen Falles mit dem einem Ende oben an dem Knopfe des Stoks angesteckt und mit dem andern in einiger Entfernung auf der und Mauren herunterlaͤuft, ist daher abermahls richtig befunden.“(Hamb. unpart. Corresp. 1767. N. 137.)— Dise Clektrischen Anmerkungen des Herrn Johnson habe ich nicht erhalten koͤnnen. 222 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung der Erde bevestigt werden koͤnte. Der Stok wuͤrde sodan in die Erde gestekt, und wenn man sich unter dem ausge⸗ breiteten Schirm nidersezte, so haͤtre man daran einen schuͤtzenden Koͤrper, welcher den Strahl auffinge und nicht herab zu dem Menschen sondern mittelst der metallenen Tresse abwaͤrts leitete. g. 79. In den gefaͤhrlichsten Umstaͤnden befindet sich unter einem Gewitter in freiem Felde ein Reuter: er ragt hervor und uͤber seinen Kopf und Koͤrper muß der Bliz herab aufs Pferd fallen. 95. Erf. „Ein gewisser Brooks, welcher sich bey einem Ungewitter den 24sten Jenner 1666. eine Meile von Winchester auf dem Wege befand, ward daselbst mit dem Pferde welches er ritt vom Blitze erschlagen. Man fand ihn mit einem Beine im Steigbuͤgel und dem andern in des Pferdes Maͤnen ligen, und mit solcher Gewalt zur Erde gestuͤrzt daß die Nase ins Gesicht und das Kin in die Brust hineingedrukt waren, wo sich auch eine Verletzung befand, die fast bis zum Nabel hinuunter reichte. Seine Kleider waren so zerfezt, zerstreuet und verzeert, daß man von den Stuͤcken, deren keines so grooß als ein Schnupftuch war, keinen Hut vol fuͤllen konte. Seine Sare und der Koͤrper uͤberal waren versengt. Die Handschue waren ganz gebliben, vermuthlich weil sie durch— nezt gewesen und daher den Strahl one zerrissen zu werden durchgelassen hatten] aber die Haͤnde darin[dem Ausdrucke nach] bis auf die Knochen verbrant. Die Huͤfte und Schul— ter des Pferdes waren versengt, gequetscht, und der Sat— tel in kleine Stuͤcke zerrissen.“(185) 5 in (485) Philos. Trans. Vol. I. n. I4. p. 247. aus dem Berichte des Herrn Neale, welcher als Ober Sherif selbst bey der gericht⸗ lichen Untersuchung zugegen gewesen. 6Reutet Gebittt ber ached seine 50 Wußt uchem die ul bey den 0 Waps weht nach d nije, duch sewüth In Idre Huahage ün und en Hudr Witzribefl Inen Wugen Rphen wurd. uden Meu WWM den RAelg, D den Rgech v lhen unber vat, ward filimduge gen doran z uen dbey g waken. De RuSchenkel Lioten, I hussen. E sahhutz ur wun Rm, kung vifh sch Unter dem duz man daran an uffrgt und nt der menlen indet sich Ud er ragt han U Bliz herab aj nem Ungen ichester auf h welches eey inem Beinet Minen li die Nase h edrukt wan bis zum M fezt, zersunt eren keines fͤllen knnz ersengt. HN weil sie hurhe n zu pethn m Mobluct und Schh d der Eut Cn Rerictt des Herhelicht. 9. 79. Erf. 95§. 96. 223 Ein Reuter solte demnach, wenn er unterwegs von einem Gewitter uͤberfallen wird, absitzen, und sich auch nicht zu nahe bey seinem Pferde auf halten. So muß man auch von einem offenen Fuhrwerk, auf welchem die Personen hervorragen, absteigen, und nicht nahe bey den Pferden bleiben. Sich unter der hintern Seite des Wagens zu schuͤtzen scheint sicherer, weil der Bliz teils mehr nach den Pferden zu faͤhrt, teils, wenn er den Wagen traͤfe, durch den eisernen Ring an den Felgen der Raͤder seitwaͤrts zur Erde geleitet wuͤrde. 96. Erf. „Vor der Stadt Nimwegen wurden auf dem sogenanten Huͤnerberge ein Bauerknecht, eine Magd, eine alte Frau und ein Kind 1637 den 24sten Aug. von einem heftigen Ge⸗ witter uͤberfallen. Sie hatten, um Getraide einzubringen, einen Wagen bey sich, welcher von einem starken Pferde gezogen ward. Die alte Frau und das Kind schuͤzten sich vor dem Regen unter dem Wagen, indessen der Knecht und die Magd dem Pferde das Geschir anlegten um zu Hause zu eilen. Der Bliz traf das Pferd, den Vorder⸗I Wagen, den Knecht und die Magd: die alte Frau aber mit dem Kinde bliben unberuͤhrt. Die Deichsel, welche von starkem Holze war, ward in verschidene Stuͤcke zerschmettert. Das Pferd fiel im Augenblicke tod zu Boden, obgleich keine Verletzun⸗ gen daran zu finden, und insbesondere so wenig als bey de⸗ nen dabey getroffenen Personen einige Knochen zerbrochen waren. Der Magd hatte der Strahl an der rechten Seite den Schenkel und das Bein getroffen, welche braun und blau geworden. Ihr Rok und Hemde waren daselbst in vile Stuͤcke zerrissen. Sie fiel zur Erde und lag fast zwo Stunden lang sprachloos, ward aber, one einen Wundarzt zu gebrauchen wieder gesund. Der Knecht war mehr verlezt, hauptsaͤch⸗ lich auf Menschen. 224 K. VI. Anlockung und Wuͤrkung lich an der rechten Seite, woselbst sein Wams, Futterhem⸗ de, Hemde, Hosen und Strumpf nicht blooß zerrissen sondern als in kleine Fasern zerpfluͤkt waren und versengt rochen. Der Schu vom rechten Fusse war auch in lange duͤnne Streifen sehr wunderbaͤr zerrissen und bey 30 Schritt vom Fusse weggeworfen. Er blieb fast 3 Stunden lang in Ohnmacht: die ganze rechte Seite, vom Fusse bis an den Kopf, war schwarzblau geworden, und die Oberhaut hie und da abgestreift, als wenn er mit einem unebenen Knittel gepruͤgelt waͤre, dabey sich dan auch eine starke Versengung zeigte. Der Kranke war zwar frey von Fiber, litte aber starke Schmerzen, klagte uͤber innerlichen Brand und Be⸗ klemmung, und konte den rechten Arm und das Bein gar nicht regen, und in solchem Zustande blieb er bey zwey Mo⸗ nate lang, nach welcher Zeit er one sonderlichen Beistand von Arzeneien gemaͤlig wieder hergestellt ward. Vom Wet⸗ terschlage wuste er sich nur so viel zu besinnen, daß ihm in dem Augenblik zu Muthe geworden als ob ihm das Herz mit Feuer uͤbergossen wuͤrde, da ihm dan der Athem siecken bliben, und so waͤre er hin gefallen. Die Alte Frau, wel⸗ J7* Y che sich mit dem Kinde unter dem Wagen verstekt hatte und unverlezt gebliben, sagte, ihr waͤre von dem Strahl eine Hitze als aus einem Bakofen entgegen geschlagen, so daß sie auch kaum Athem schoͤpfen koͤnnen, auch waͤre ein heftiger Gestank dabey entstanden.„(86) Man sihet, daß der Strahl hauptsaͤchlich auf das Pferd zugeschossen, und die dabeystehenden Menschen nur von der Seite und nicht am Kopfe getroffen worden. Ich wuͤnschte noch, daß da⸗ bey gemeldet waͤre, ob sie aufrecht oder gebuͤkt gestanden als der Schlag geschehen.] Wer (486) Issn. de Dirurssgoks, welcher den verletten Knecht selbst besucht hat. Observart. et curat. med. Obl. 95. l W sich hehih, nic 10. L.0 REta, Nul, and Ruggen der Murszerlm clenen, dadLuh ein astus I1 in d Oi .Rseader, MöSchff INefähr en zrischen W. Rhend im sschaste Mdete zufaten an fühmen. Moeref fiyhuchfn um Grade. NR.z ung 0 Hherhy, bboß Nrriss u berseng auch n ag lHweart Sundn lugi Jusse bi arj e Oberhaut 6 mebenen hst tle Vusnzu ber, lie gh rand und n das Biin z bey zweyq ichen Beisn d. Vnmm M „ baß ihm i bas Herz mit Ahen sieckn 1e Srau, wi⸗ verstekt hoth n dem St geschagen, auch vare t un siht, x schosen, u ite und nich noch, M hih gfh Be Hlhct scht 5. auf Menschen.§. 79. 80. Erf. 96. 225 Wer sich in einer Sutsche befindet, ist in ziemlicher Si⸗ cherheit; nicht, als ob der Bliz durch Leder, Wachstuch n. d. gl. Bedeckung nicht durchbrechen koͤnte; sondern, weil der Strahl, von den metallenen Knoͤpfen oben am Gutschen⸗ deckel, an den Naͤgeln seitwaͤrts herunter zu den eisernen Ringen der Raͤder geleitet wird. Man muͤste sich demnach nur soviel moͤglich in der Mitte halten und sich nicht seitwaͤrts anlenen, wo der Bliz noch an den innern Naͤgeln damit das Tuch eingeschlagen ist herabfaren, oder vom Holze Split⸗ ter abstoossen koͤnte. Vergoldete Leisten aussen an der Gut⸗ sche waͤren zur Ableitung das beste: da hingegen viles Me⸗ tal in der Gutsche, z. E. ein Geldkasten unter dem Sitze der Reisenden, eine gefaͤhrliche Anlockung geben koͤnte. §. 80. In Schiffen, die mit keiner Blizableitung versehen sind, ist der gefaͤhrlichste Aufenthalt bey den Mastbaͤumen, imglei⸗ chen zwischen disen und dem Metalle am Boord, als den Kauonen u. s. f.— weniger gefaͤhrlich unter dem Verdek, nicht zu nahe an demselben oder an den Seiten des Schiffes, und am sichersten unter der Wasserflaͤche sich zu befinden. Andere Nebenumstaͤnde, die den Bliz hie oder da herum— zufaren anlocken koͤnnen, lassen sich nicht uͤberhaupt be⸗ stimmen. VII. Kapittel. Widerstehende Koͤrper. §. 81. Andere Koͤrpen sind weniger faͤhig den Bliz zu locken oder frey durchfaren zu lassen, und widerstehen ihm in verschide⸗ nem Grade. Die Zeichen des Widerstandes sind naͤmlich: daß der Bliz nicht so leicht darauf zufaͤhrt, daß er sogar P von 226 K. VII. Widerstehende von inen auf die mehr anlockenden Koͤrper abspringet, oder wenigstens nicht one Gewalt und Zersprengung durchhin faͤhrt. Von den Kleidangsstücken, Leinen, Wollen, Leder, Seide laͤßt sich dises schon aus obigen Beispilen abnemen. Der Strahl faͤhrt nicht frey an inen herunter, sondern springt entweder ab, oder dringt mit Zerreissung und Zer⸗ sprengung durch, um an dem menschlichen Leibe oder an Metallen eine bessere Leitung zu finden— So verlaͤst er auch haͤnfene und seidene Schnuͤre welche an einem Metaldrate bevestigt sind, durch den der Bliz bis zum Ende hin gefa— ren war, und faͤhrt eher durch Holz oder Steine.(Erf 40. 105.) Wenn also einer der die Glocken in einem Turme mit⸗ telst eines Strickes gelaͤutet, vom Blitze mit getroffen oder erschuͤttert worden, so kan man nicht sagen, daß der Bliz durch den Strik hingefaren sey. Er kan entweder von der Glocke unmittelbar auf den nahen Menschen gesprungen seyn, oder im Vorbeyfaren zu einem andern Koͤrper ihn doch durch die Platzung erschuͤttert haben.(87) Es widerstehen dem Blitze aber auch Zolz, Steine, Zi⸗ gel, Glas u. d. gl. Er nimt sie nur in Ermangelung besserer Leitungen mit in seiner Fahrt, und muß sich mit Zerspren⸗ gung den Weg banen— Gruͤnende Baͤume oder Pflanzen scheinen den Strahl von troknen Mauren abzulocken.(2I. Erf.) §. 82. Auch unentzuͤndete(und unverkolete) brenbare harzigte oder schwefeligte Koͤrper locken den Bliz nicht, und verschi⸗ dene Beispile zeigen, daß sie von einem nahe vorbeystrei— chenden Strale unberuͤhrt gebliben— Sogar Schießpulver, wenn der Bliz daruͤber hinfaͤhrt, bleibt oft unentzuͤndet. 97. Erf. (482) Wie den Glockenlaͤuter Erf. 89. b. der aber nicht getroffen war. InN D u in stbe 5ushudo am hintetn vaif eE ver eisere tet pot, in Kun u dt n dißhoben tde, Phaß Wat: un nd Kla, van d iu hilter a munatte Won Radent Rur uMH Eid her geschm hunn die. on eiuande bey sark o Rlsondetter sen:j demn sbs uyh firenden He habon f lihesun iassin ga Wihmm un lbßhinze, ch ngung lurchh Wolm, Lde, ispiln dbnemen. kunter, sndyrn eissung und z u Liibe der g operlästegut Iem Metalhyn Ende hin gj eine.(Eif g em Turme uyj getroffen 0 „daß der A weder von d. Pprurgen sen, ihn och durch „Steine, 3. gelang bessen mit Zetspter oder Paha Ken,(21.E Vbare herzigt und vessh horhehsiez Schiifpulba, iazůnbet. N. Ef cher nct Koͤrper.. 31. 82. Erf. 97. 227 97. Erf. „Im Jahr 1761. den üsten Jun. fuhr bey Nienburg an der Weser unter einem starken Gewitter, welches in der Hoͤl⸗ zung in siben Eichbaͤume geschlagen, ein Bliz auf das Forsthaus daselbst. Er traf oben den Schorstein, welcher am hintern Gibel stehet und das hoͤchste vom Hause ist, warf die Spitze desselben herunter, fuhr darin herab zu ei⸗ ner eisernen Ofenroͤre welche in den Schorstein hineingelei⸗ tet war, und auf den eisernen Ofen, davon auch die kleine Klappe zerschlagen ward. Ein Teil des Strahls fuhr von dort, nach Zerschmetterung der Flisen unter dem Ofen, durch den Fußboden in den Keller an der Mauer herunter in die Erde, so daß daselbst ein Loch einen halben Fuß tief zu sehen war: ein anderer durch die Stubenthuͤrschwelle auch in den Keller, von dessen Spuhr die Mauer etwas beschaͤdigt war: ein dritter aber anderthalb Fuß vom Ofen durch eine ge⸗ mauerte Wand auf eine an der aͤusern Seite daran geleente geladene Rugelbüͤchse. Oben an der Muͤndung derselben war der Lauf etwas angeschmolzen, auch war beym Schlosse Eisen und Metal am Beschlag des Abzuges und an dem Schi— ber geschmolzen, und ferner in dem Behaͤltnisse der Kolbe darin die Kugeln gelegt werden 5 darin befindliche Kugeln an einander geschmolzen und die parchenen Kugelpflaster da⸗ bey stark verbrant,(weil der Strahl daselbst von einem ab⸗ gesonderten Metalle zum andern einen Sprung machen muͤs⸗ sen:] dennoch war die Laͤdung nicht losgebrant,(weil da— selbst wo die Pulverkammer ist das Metal von dem durch⸗ farenden Strale nicht so sehr erhizt worden, daß das Pul⸗ ver davon entzuͤndet werden konte.] Die Dile wo die Kugel⸗ buͤchse stand war mit Leimen belegt, und mitten auf dersel⸗ ben schien noch das Feuer des Strahls 4 bis 5 Minuten lang in einem runden Klumpen von der Groͤsse eines kleinen Huͤ⸗ P 2 nereies 228 K. VII. Widerstehende nereies dunkelroth als eine angeblasene Schmidekole zu bren⸗ nen. In dem Zimmer hing 124 Fuß von dem Ofen darin der Bliz geschlagen, am Fenster ein Barometer, aus wel⸗ chem das Queksilber Idurch die starke Erschuͤtterung] mehren⸗ teils herausgeflogen und oben in die Roͤreduft gedrungen war, one baß doch die Glasroͤre im Geringsten beschaͤdigt worden. Der Foͤrster sahe den Bliz loder einen Teil des Strahls] neben sich in einer Entfernung von 7Fuß an der eisernen Osenroͤre als einen duͤnnen weissen Strahl herabfaren: er ward auch an beiden Armen und Beinen mit gelben Streifen bezeichnet, doch one weitern Schaden. Das Hinterhaus, welches an⸗ gebauet war, hatte sich bey dem Schlage von dem voͤrdern getrennet, da zugleich viel Wasser an der Wand mit herunter kam. Nach 3 Minuten schlossen sich die Scheidewaͤnde nebst den Schorsteinen wieder besser, doch nicht ganz voͤllig zu⸗ sammen.„(688) Indessen ist es nicht zu bewundern, daß Schießpulver bey veraänderten Umstaͤnden entzuͤndet werden kan, wenn nämlich der Strahl mit einem Sprunge dadurch hingefaren, oder wenn ein anligender Koͤrper zu sehr erhizt oder entzuͤndet geworden. ͤ 2. 98. Erf. (1ss) Guden von der Sicherheit wider die Donnerstralen p. 179. aus dem eigenen Berichte des Foͤrsters, Herrn Brack.— Herr Suden fuͤhrt p. 44.§. 19. noch andere merk⸗ würdige Beispile vom verschoonten Schießpulver an: als, in einer Pulvertasche, welche im Zeughause zu Dresden gezeigt wird, daran der Bli; die Kette hie und da ange⸗ schmolzen, und an 2 Pfund Pulver auf einem Teller am Fenster eines Hauses zu Sannover, da 1753 die Scheiben des Fensters vom Blitze geschmolzen und ein Staͤnder gleich daneben verseert worden.— In der Eist. de LAc. des Sc. von 1767. p. 29. ist auch ein Fal angemerkt. I meidwef vche, de ging, dd Iigen vonf Mhe. Cchoden u sgeumtu Clbvrfx. 0„ l Ruiger Eihe In Söibah ud hile m 0. Hemhn valchr durt ber uSod Hich in Musiude Rsch Kh im dufseh hube, al herhauses Se von Heiht hi nicht gau nhtz gn it um Hil im väre, uamt er in uhsthn f Weupfan widckok uhin den dfn dun mant, aus my Maung mehrey stechngelpor oschibiz wdn SCtahtehnh lisernen Hfunh er ward au ifen hezihn 15, welhek on dem vchn nd mit hennt eidewaͤndens ganʒ vͤlli .Schießpulln nkan, wen ch hingefarer odet entzünd 95.K 2 Dunnetfutn Foͤrfert„ Hen noch auderennf pulber an: use zu Dredn ie und di ahh em Leltr an 33 NShle her glah 41 de. Koͤrper.§. 32. Erf. 97. 98. 229 98. Erf. „Am 27sten Jun. 1721 entstand zu Breslau mit Suͤd⸗ und Suͤdwestenwinde zu zwey Malen ein heftiges Donner⸗ wetter, davon das erste neben dem Scheitelpunkte voruͤber ging, das andere aber uͤber die Stadt her kam. Nach we⸗ nigen von ferne gehoͤrten Schlaͤgen entstanden drey starke in der Naͤhe. Von dem ersten hat man keinen veruhrsachten Schaden wahrgenommen: der andere aber schlug auf der sogenanten Nicolai Schanze, der Stadt gegen West oder West⸗ Suͤdwest gelegen, in das aͤuserste Schilderhaus. Der Sol⸗ dat, von etlichen und 50 Jaren, ein Man von dickem voͤlligen Leibe, trat als der erste Schlag vorbey war aus dem Schilderhause hervor auf die suͤdliche Seite desselben, und hielte mit der rechten loder vermuthlich linken] Hand das Gewehr im Schilderhause, als der andere Bliz kam, welcher darauf zu fuhr. Er hoͤrete noch den Donner, ward aber zu Boden geworfen, one zu wissen wie ihm geschahe, und blieb eine Zeitlang sinloos. Als er etwan eine halbe Virtelstunde auf der Erde gelegen, kam er wieder in etwas zu sich selbst und half sich so viel er konte auf, befand aber im Aufstehen, daß er keine Kraft im linken Arm und Beine habe, als mit welcher Seite er gegen den Eingang des Schil⸗ derhauses gestanden.[Nach vorigem Berichte waͤre die linke Seite von dem Schilderhause, wenn er mit der Rechten das Gewehr hielte, abwaͤrts gekehrt gewesen: dises ist aber gar nicht glaublich, da von Beschaͤdigung der rechten Seite nichts gemeldet wird.] Er besan sich in soferne, daß er um Huͤlfe rief, doch wuste er anfangs nicht recht wie ihm waͤre, und sagte, es waͤre ihm vorgekommen, als wenn er in einem finstern Tale laͤge, da er weder hoͤren noch sehen koͤnnen. Beides fand sich doch bald wieder ein, nur empfand er noch ein Geraͤusch in den Oren. Den linken P 3 Fuß 23⁰ K. VII. Widerstehende Fuß muste er nachschleppen, da selbiger wie auch der Arm steif und fuͤhllbos, one Schmerzen und Geschwulst war. Am dicken Beine uͤber dem Knie bemerkte man einen und am Ge⸗ saͤß diser Seite noch zween blaurote Flecke, eines Talers grooß, doch ebenfals one Geschwulst und Schmerzen: am Arme aber ist kein Flek gefunden worden. Nach und nach fand sich die Empfindung am Fusse und Arme wieder ein, wie ein Kriebeln, er konte den Fuß wieder zusetzen, ging am dritten Tage, wiewohl hinkend, zur Kirche und zeigte sich am 5ten Jul. den Breslauischen Aerzten, da er dan meldete, der Arm sey ihm noch schwehr und die Adern üfen ihm dan und wan auf wenn er ihn niderhaͤngen lasse, auch habe er noch wenig zu Nacht schlafen koͤnnen und ihm schwebe noch der Schrek— ken des Donnerschlages im Sinne. Weder an Kleidern noch am Haupte war ein einziges Haar versengt oder verlezt: doch berichtete er, man habe ihm gesagt, daß das Gras um ihn gedampft haͤtte.— An dem Schilderhause hatte der Bliz oben durchgeschlagen und den Teller welcher die Spitze bedekte zerschmettert und herabgeworfen: dan war er auf das Gewehr zugefaren, an welchem das Eisen schwaͤrzlich angelaufen, und der Kolben unten weggeschlagen und aus dem Schilderhause herausgeworfen worden. Die Ladung war auch loosgebrant und die Kugel oben ans Gesimse an⸗ geschlagen und herausgefaren, wo man am Gesimse einen schwarzen Flek von Pulver wahrgenommen, da sonst am Holzwerke des Schilderhauses wo es vom Bliz beschaͤdigt worden nichts schwarzes oder verbrantes zu sehen war. Un— ten in dem Boden des Schilderhauses war durch das Bret ein Loch eines Talers grooß, und es kan seyn daß der vor⸗ hergedachte Schein des Dampfes von dem darunter befind— lichen aufgetribenen Staube veruhrsachet worden: auch war am Ruͤckenbrette ganz unten am Boden ein Loch durchge⸗ schlagen. sn. vn ud di hu unden t asch Suhlsot Huf g NeU suchen e In ssi Mpname RWfue gdehn, uhN M M DuHun Masirke Wchen der rnen Mpy Misehhh LScnl untergel abmndir silbeen shalung! ole biege Iczwische Hpftl wi⸗ uun hem g Euahl Her gnfm macte huustwar, h inn d am gj , dtz dul Echnegen: N. Ud I rme wicerh usehen, guen zeigteshe meldete,derlh n dan und un eer noch win ch der Shns Kleidern mit oder borleh daß das Gm ause hatte di her die Spit) war er ah en schwazzit agen und auz Die Ladung 5 Gesimse 1 Gesimnse enng da sonst au j beschg hen war. M⸗ urch das M daß der dot dunter befth u: auch wit och dutchge schagen. Koͤrper.§. 32. Erf. 98. 231 schlagen.[Da an dem Soldaten nichts eigentlich verseert war und die blaulichten Flecke auch nicht als versengt beschri⸗ ben werden, so sihet mau, daß er nur durch den Stooß der Luft erschuͤttert und gelaͤhmt worden, und daß der eigentliche Strahl so durch das zusammenhaͤngende Metal des Flinten⸗ laufes gefaren sey, daß er dem Menschen vorbeygegangen. Ob die Uhrsache des Loosbrennens vom Schusse darin zu suchen sey, daß diser in einer papiernen Patrone stekte, da jener beym Foͤrster(Erf. 9/) nur blooß eingestampft gewesen, lasse ich dahin gestellt seyn: es kan aber auch leicht beym Abspringen des Strahls vom Laufe zum Schlosse ein zuͤnden⸗ der Funken entstehen.]— Der dritte Schlag traf im Buͤr⸗ ger Werder, uͤber der Oder, etwan tausend Schritt vom vorigen Platze gegen Nordwesten. Hieselbst schlug der Bliz in eine hohe, sehr dicke, doch ganz ausgehoͤhlte Pappel. Der Baum war am Hauptwipfel abgekappt, und der Seiten⸗ Ast erstrekte sich gegen Nordosten fuͤnf Ellen hoͤher hinauf, in welchem der Bliz oben angeschlagen und serpentinfoͤrmig loder schraubenweise] herunter gelaufen, dan einige Ellen unter dem Hauptgipfel, wo diser Ast am Stamme ansaß, an dem Stam⸗ me selbst herabgefaren, wo er auch einen ductum serpentinum Schraubengang! zu machen angefangen, aber nicht ganz her⸗ untergelaufen, sondern, weil der Baum etwas krum war, davon ab und in die Erde gefaren. Der Strich am Aste und Baume stellte einen etwan einer Hand breiten frischen Riß oder Ab⸗ schaͤlung der Rinde und etwas Holzes mit Splitterungen vor, one die geringste Spuhr einer Versengung oder Anschwaͤrzung. Inzwischen brante doch der Baum oben am abgekopften Gipfel wie eine Fackel, obgleich die Hervorragung desselben von dem queeruͤberstehenden laͤngern Aste an welchem der Strahl herabgefaren wagerecht zu messen bey zwo Ellen weit entfernt, und keine Spuhr am Gipfel selbst zu sehen war P 4 daß 23²2 K. VII. Widerstehende daß ihn der Bliz getroffen haͤtte, da der Strahl, wie ge⸗ sagt, noch wohl ein Paar Ellen unter disem Gipfel erst vom Aste an dem Stamme herabgefaren. Weil aber der Baum vom Grunde auf bis oben zu Ende des abgestuzten Gipfels sehr faul und vol mulmigten Wesens war, so konte er da selbst auch leicht von der Flamme entzuͤndet werden, und es brante auch nur der obere Teil des Gipfels inwendig sin dem mul⸗ migten Marke.„(30) Daß aber Pulvermagazine so oft vom Blitze entzundet werden, dazu findet sich in der gewoͤhnlichen Einrichtung diser Gebaͤude sehr haͤufige Gelegenheit. Es pflegt dabey oft die zugespizte Form eines Turms gewaͤhlt zu seyn: sie pflegen mit Metal gedekt zu werden und metallene Windfa⸗ nen oder desgl. zu haben, one daß auswaͤrts eine zusam⸗ menhaͤngende Leitung von Metal zur Erde herab gehet. Der Bliz muß also in die Mauren dringen, welche noch oft mit vilen eisernen Klammern, Fenstergittern u. s. w. versehen sind. Er findet ferner inwendig im Gebaͤude unterbrochenes Metal, an Bomben, Granaden u. s. f. welche unten be⸗ wahrt werden, ja am Beschlage der Pulverfaͤsser selbst. So waren in den Englischen Pulvermagazinen zu Purfleet ver— — — schidene eiserne Stangen mitten unter den Pulverbaͤssern angebracht und jedes diser Vaͤsser selbst mit vier kupfernen Reifen beschlagen. Das Dach war mit Schifern belegt, mit einer bleiernen Bedeckung uͤber die First, und die Ge⸗ baͤude selbst von Mauerwerk mit einem Gewoͤlbe, bis zu des⸗ sen Widerlage die Pulvervaͤsser aufgehaͤuft wurden.(α Es ist also kein Wunder daß ein Wetterstrahl bey solchen unter⸗ brochenen Leitungen, one das Pulver zu suchen, hie und da durch selbiges hinzufaren gezwungen wird„ und daß die gedraͤngte () Bresl. Saml. 1721. Jun. p. 627-630. ) Philos. Trans. Vol. LXIII. p. 43. unted 10MSl dehhuber e sihj s un 96 Mber! OI nhberghe Oltum, Ciraten thy nht HUte rEn sen Rag MpitRonm Aum sand. destyr n Cr H zm Hümache auden u buucht v. mit groof Am: gen eine (⁰6 n fll . in! iche H (02 Suh, wie g Gpft erst vj cber der Bun estuzten Gisft lonte er dithi u/ und es buunj digin den ni, rlitze entzücz n Einrichin pflegt du t zu seyn: f Ulene Winhi s eine zusan b gehet. D noch oft m w. bersehen terbrochener he unden be er selbst. E Purfleet be⸗ Pulberbässn ier kupftrut jifern belgh und die Oe „ bis zubeß en.(% 6 olchen unttt Nu, hie iud und baß de gebnängte Koͤrper.§. 92. Erf. 99. 100. 233 gedraͤngte Flamme bey den vilen Spruͤngen und Platzungen, da der Bliz durch Luft, Steine, Holz, durchbrechen muß, das Pulver entzuͤndet.() Wenn aber die Umstaͤnde anders sind, so kan der Bliz auch einen Pulverturm treffen one in das Pulver zu faren. 99. Erf. „Im Jahr 1557 kam ein schwehr Wetter uͤber den Zuͤ⸗ richberg herein, und es schlug Izu Zuͤrich] ein Strahl in den Geisturm, davon man auch den Dampf sahe, zum groossen Schrecken des Volks, weil viel Pulver darin lag, welches aber nicht entzuͤndet ward.„[Man meinte dazumahl, es sey ein kalter Strahl oder Wasserstrahl darauf gefolget, wel⸗ cher den ersten ausgeloͤschet. Wenn aber das Pulver wuͤrklich angezuͤndet gewesen waͤre, so wuͤrde lezterer doch gewiß zu spaͤt gekommen seyn.]— Diser gevierte stark aufgemauerte Turm stand auf der Hoͤhe zwischen dem Oberdoͤrfer und Lin⸗ denthor in der Ringmauer der groͤssern Stadt, und war vom See bis zum Fundament 90 Schu, von dort bis unter den Helm auch 90, und das Dach 25 Schue. Im Jahr 1652, nachdem noch mehr Pulver, bis 423 Zentner, hinein ge⸗ bracht worden, ward er von einem Blitze entzuͤndet und mit groossem Schaden in die Luft gesprenget.„3) 100. Erf. „Am liten Jun. 1775 schlug der Bliz des Nachts in ei⸗ nen eine halbe Meile von Venedig gelegenen Pulverturm, P 5 in (19r) Eine Uhrsache, deswegen man doch vermuten moͤgte, daß der Strahl eher durch Schießpulver als durch andere schwe— seligte Koͤrper faren würde, scheint auch in der Anlockung desselben durch die darin befindlichen Kolen zu stecken, wie im dritten Teile§. 197. erweent werden sol. (1²2) Scheuchzer Schweiz. N. G. II. T. p. 52. und 68. aus Zal⸗ lers geschribener Chronik(Sulzers Ausg. I. T. p. 259.) 4 0 ö x 6 WN 1 1 4 W Mt 14 WM ů N 4 7 1 III 1 V 109 W 7 0 0 V. 23⁴ K. VII. Widerstehende in welchem sich 395 Vaͤsser mit Pulver defanden. Man sihet an verschidenen Stellen im Turm und selbst an den Vaͤssern Spuren des Blitzes, und eine Menge daselbst(im Turm] befindliche Kolen sind in Asche loder Staub] verwandelt. Gleichwohl ist keine Entzuͤndung dabey entstanden.„(453) H. 83. Es widersteht endlich dem Blitze auch die natuͤrliche (nicht sehr erhizte oder feuchte) Luft, und zwar in hohem Grade, so, daß er mit merklicher Gewalt, und fast nicht anders als wenn er durch andere Koͤrper gelokt wird, hin⸗ durch dringet. Die Erfarung zeigt, daß er fast durch alle veste Koͤrper eher herab faͤret, und dabey liber Umwegen folgt als daß er gerade zu einen weiten Sprung durch die freie Luft machen solte.(194) Dise Eigenschaft laͤßt sich schon aus der gemeinen Bemerkung des Einschlagens in alle her⸗ vorragende Koͤrper abnemen, denn, wenn nicht der Bliz eine bessere Leitung daran faͤnde, so wuͤrde er nebenhin durch die Luft herab streichen: aber nun geht die Wolke meistens voruͤber bis sie einen vesten Koͤrper, Gebaͤude, Baum, Tier u. s, w. antrift, an welchem der Strahl herab faren kan. Bey dem Wege welchen der Bliz in Gebaͤuden nimt, kan (493) Hamb. neue Zeit. und Corresp. 1775. 107. St. den 7 Jul. (194) Wenn der Strahl von einem vesten Koͤrper zum andern durch einen Zwischenraum von Luft faͤret, so heißt es im engern Verstande ein Sprung des Blitzes: uͤberhaupt aber nennet man auch zuweilen einen Sprung wenn er von einem anlockenden Koͤrper zu einem andern durch widerstehenden Zwischenraum hinfaͤhrt— Es waͤre zu wuͤnschen, daß man bey vorkommenden Faͤllen genau beobachtete, wie weit ein solcher Sprung des Blitzes durch die Luft, entweder niderwaͤrts oder seitwaͤrts geschehe, dabey dan allerdings anzuzeigen von und iu welchem Koͤrper er gesprungen sey. ö an Man I (6) in huse, + Refate aele u Bewödr der Lahr masille, 200„ 6 5 Hul suuh, site slg umen Wnpschg mit Huschd u ihetho fuhn wice ude die dun hu, vun Hund ducbuth Venn et! lltt, nich I vun ol ch, wi nicht hin Amner g suunter (ta ppß Mete Hicht Nh adn Mussh enden Msa asehf um I. aub iwande ssubben,(0% h die nulit zwar in shn „ mndffnt lblt wih, fast duth liber Unngn rung duch! tlißt sch shn no in alle h nicht der Y sebenhin durt Zolke meisten ude, Vuun l herab fns hebuden nin, St. den 7 per zum aud „so heist E uͤbethaup⸗ oun et uoh nle widersehe⸗ nschen da nn lit'/ Vie Hl ast, entheds hm alerding uugen sh Koͤrper.§. 83. 235 kan man es ebenfals deutlich wahrnemen, und Scheuchzer bemerkt es schon bey dem Wetterschlage am Zuͤrcher Se (153. Erf.) daß der Bliz nicht sowohl durch die freie Luft im Hause, als laͤngst den vesten Koͤrpern, Holz, Mauren u. s. w. gefaren sey.„(5) In obenangefuͤhrtem Falle von der Kapelle in London(49 Erf.) finden wir einen merkwuͤrdigen Beweis: der Strahl war im Begrif von dem obern Rigel der Tuͤhr zu dem mitlern, welcher beide Tuͤren zusam⸗ menhielte, und dem daselbst befindlichen Handgriffe zu fa⸗ ren, und in disem kurzen Zwischenraume fuhr er doch noch, wie der ausgerissene groosse Splitter zeigte, in das Holz hinein, stat an der Oberflaͤche durch die Luft von einem Be⸗ schlag zum andern zu springen. Wenn der Bliz bey einem Wetterschlage auf einem Turm von gehauenen Steinen der mit verschidenen Boͤgen durchbrochen ist,(Erf. 119) bey den widerhohlten Platzungen auch noch so oft Gelegenheit findet wieder in die freie Luft zu dringen; so nimt er doch weder dise Bahn hinaus, noch mit der Zugluft durch den Turm hin, sondern er faͤhrt immer weiter in den vesten Koͤr⸗ pern herab, ohngeachtet er daselbst mit sehr groosser Gewalt durchbrechen muß. So geht er auch bey getroffenen Baͤumen, wenn er die Rinde absprenget, oder den Baum zerschmet⸗ tert, nicht davon ab in die Luft, sondern er faͤhrt am Stam⸗ me von oben bis unten herunter.(Erf. 45. u. a. m.) Imglei⸗ chen, wenn er in Gebaͤuden ein Fenster beruͤret, so fliegt er nicht hinaus, noch, one besondere Anlockung mitten ins Zimmer hinein, sondern er verfolgt seine Bahn an der Wand herunter. §. da. (195) Eph. Nat. cur. Cent. II. obs. 185. P. 395. So sagt er auch Meteorol. p. 39. Die Bewegung des Strahls geschihet leichter nach der Laͤnge vester Koͤryer, als einer Mauer, Balken; als in freier Luft.„— S. auch unten Erf. 116. 236 K. VII. Widerstehende §. 84. Es ist also nur ein Vorurteil, wenn man glaubt, der Blizʒ sey hie oder da durch Fenster oder Tuͤren hinein oder herausge⸗ faren: denn, daß er nicht zum Fenster hinaus in die freie Luft zu faren suche, laͤßt sich schon daraus abnemen weil er sonst nur draussen haͤtte bleiben koͤnnen und nicht erst mit Gewalt in veste Teile eindringen wuͤrde: ehe er aber zum Fenster herab koͤmt, hat er schon vom Dache an die obern Teile des Gebaͤudes ergriffen, ja zuweilen durchbrochen:(Erf. 16. 67 so sezt er auch ferner unter dem Fenster seine Bahn bis zur Erde fort,(Erf. 3. 16. 92.) und auch wenn er in ein Zim⸗ mer eindringet so geschihet es eher durch den Zusammenhang der vesten Teile als durch ein offenes Fenster. 101. Erf. Im Jahr 1774 den liten Jul. entstand hiselbst bey einem Hagelschauer ein ploͤzlicher einzelner Wetterschlag. Der Bliz traf eine eiserne Stange oben auf dem Gibel eines Hau⸗ ses, welcher sich unter den ersten erhabenen Gebaͤuden an der oͤstlichen Seite der Stadt, von wannen die Gewitter⸗ wolke herkam, befindet. Es raget naͤmlich dises vier Stok⸗ werk hohe und mit einem gebrochenen Dache versehene Haus, gegen den Wal am Steintore, uͤber ein vorligendes nidriges Gebaͤude hervor, doch so, daß die Baͤume auf dem Walle ohngefaͤhr von gleicher Hoͤhe sind.(196) Dise sind davon etwa 340 Fuß und der weiter nach Westen ligende Jacobi⸗ Turm 1160 Fuß entfernt. Die eiserne Stange ward vom Gibel heruntergeschlagen: sodan lenkte sich der Strahl vom Mittelpfosten, wenn man das Haus von aussen betrachtet schraͤge zur Rechten, wie aus den Verletzungen an ein und anderm Holzwerke und an einigen angeschmolzenen Stellen des (4%) Da ich mit einer Schrootwage aus den oͤbersten Gibelfeu— stern visirte, sahe ich noch nicht auf den Gipfel der Baͤume zu. Wfel doan w zunt i nithen 1 auf d I reunji auj das o Mreh aucnic len H⁰⁰ j tun d Eillete InnS ditd vat e Hulet dem dusthrdn uhlge R. dud dih m, El tust wre er aussa gunzen E u al sihf sh Ainne he Gebindes hstchert slst in 1% witer e Kaftn Ehlugfk glaubt, derg Rarheu Sin he fräch min weil er s etsi mit Gt aber zum In ie obemn Tuhh en.(Eif lh 2e Bahn hie n er in ein zy Zusammaatg eibst bey em rschlag. In ibel eines Hau Gebauden ar die Gewitte ise vier Su derschene Hen gendes nidui auf dem Vh hise sind dun ligende Ju nge word uu er Strahln ussn belncht gen a 2in u henen Elela es uft Hhelfeh HN Nume Koͤrper.§. 94. Erf. 101. 237 des Fensterbleies in beiden Boͤden zu sehen war. Unter dem Boden war im obersten Stokwerk zur Rechten ein nidriges Zimmer, in welchem ein Fenster nach der Mauer hin zuge⸗ macht, ein anderes aber nach dem Mittelpfosten zu offen war, und auf der Fensterbank dises offenen Fensters hatte sich ein neunjäriger Knabe gesezt. Nun fuhr der Strahl nicht auf das offene§enster zu, welches ihm doch, wenn er beym Mittelpfosten herabgegangen, naͤher gewesen waͤre; er drang auch nicht durch das andere Fenster, sondern uͤber demselben bey einem Lekbrette am Balken durch, zu der Gipsdecke, da inzwischen der Bnabe, dessen Haupt sich nur etwa einen Fuß von der Decke und drey Fuß zur Seiten von selbiger Stelle entfernt befand, unverseert blieb, und nicht einmahl von der Fensterbank herunter geworfen ward. An der Gips⸗ decke war ein Strich neben der Mauer hin, bis zur Ecke hinter dem Kachel-Ofen, aufzerissen, und unter selbigem der sehr duͤnne eiserne Drath zum Teil ganz verzeert, das entbloͤßte Rohrwerk aber nicht angebrant. Das uͤbrige des Drates bey dem aͤbgeschmolzenen, als im Feuer angelaufe⸗ nen, Ende, war noch ganz unverseert, indem die Gipsdecke erst vor einem Jare neu gemacht war. Weiter hin war we⸗ der ausser dem Zimmer am Schorsteine, noch unterwaͤrts im ganzen Gebaͤude einige Beschaͤdigung zu finden. Ich ver⸗ mutete also, daß der Bliz seitwaͤrts hinausgefaren sey, wo— selbst sich eben in diser Hoͤhe eine mit Bley ausgeschlagene Rinne befand, bey deren Ende an der andern Seite des Gebandes eine bleierne Roͤre herab ging. Auf Erkundigung ver sicherten diejenigen welche sich dort befunden, daß sie da⸗ selbst in der Gasse das Feuer niderschiessen gesehen, und bey weiterer Untersuchung fand sich, daß der noch neue hoͤle zerne Kasten in welchem die bleierne Roͤre beym zweiten Stokwerke aufhoͤrte, daselbst bey einem Mauerstifte aufge⸗ borsten 233 K. VII. Widerstehende borsten und einige Fenster an den Ramen u. s. w. beschaͤ⸗ digt waren.(7) Eine Uhrsache des Irthums war also wohl die vorgefasste Meinung, weil man von einer bloossen platzenden Entzuͤn⸗ dung, dafuͤr man den Bliz hielte, sich nothwendig vorstellte, daß sie nach der ersten besten Defnung hin, und eher durch die fluͤßige Luft als durch veste Koͤrper, oder eher auf eine duͤnne als auf eine dicke Scheidewand zudringen muͤste, und deswegen auch nichts anders beobachtete, wenn gleich die Spuhr des Strales offenbar zeigte, daß er oberhalb der Fenster in vesten Teilen angefangen und auch unterhalb der⸗ selben herabgefaren sey. Uebrigens aber machte auch die oͤftere Verletzung der Fenster glauben, daß der Bliz sie zu seinem Eingange oder Ausgange gesucht habe. Allein, die genauere Betrachtung zeigt klaͤrlich, daß er die Fenster nicht deswegen so oft beruͤre weil er leicht durch sie hinfaren koͤnte, sondern, weil er an denselben immer Metal antrift, welches ihm in dem Wege an einer Wand herunter, wenn keine bessere Leitung vorhanden ist, zur Anlockung dinet. Es ist naͤmlich an den Fenstern der Beschlag, die Haͤspen, und an vilen Fenstern selbst das Bley darin die Scheiben ge— fasst werden, und die Queerstaͤnglein welche sie halten. Daß der Bliz eigentlich auf dises Metal falle, zeigen die offenbaren Verletzungen an den Ecken der Fensterramen, wo sie mit Winkeleisen verbunden zu seyn pflegen, wie auch an dem Bley und den Staͤnglein,(Erf 10. 12. 25. 27. 28. 126. 155.) dabey zuweilen nahe stehende Personen(Erf. 153) ja ö die (492) Ich habe die Spuren noch an selbigem Tage untersucht, und den Knaben, nebst seiner Mutter, welche gleich nach dem Schlage ins Zimmer gelaufen war, und noch Feuer, oder vielleicht von dem zersprengten Drate Funken, gesehen hatte, befragt. h6Sl Nenhise puhe dasunt sorert m o ge Hrandet nachze wischis noch/ j uinsch ⸗ Whah shehen 3 O schehn sh Rebesa,, HURNrA wunngad lißt, w ingeshr wohlas abon se Reun das uud durc Duge k vMn; lher ders rn har Whnwg Ml hn U.. H. besh hldie butgef ahenden Enth wndiz vorsth und eher du der cher afh agen mist y wenn gliih er oberhab h unterhabh nachte auch! er Blij ss k. Aleein, ie Fenster nit sie hinfam Meral antris runter, wem ockung dinet „die Haspen eScheiben g⸗ chhe sie halhn lle, zeigen R sterramer, u wie auch a 5. 27. 25.f CErs. 15) duge Antrsich Wch glich uh h ulh hele, Wun, gihe Korper. d. 84. Erf. 102. 239 die Scheiben selbst(Erf. 28.) kaum verlezt werden. Bey den Haͤspen der Fenster an einem Hause zu Stokholm(Erf. 116.) sprengte er die Kalk⸗Einfassung an der Mauer zunaͤchst dem Fersterpfosten ab, fuhr von der ͤbern Haͤspe zur untern und so weiter aussen herab, one durchs Fenster hinein zu dringen: und so geht er oft von Stokwerk zu Stokwerk an den Fenstern herunter. Daß es nicht die duͤnne, der Platzung leichter nachgebende Flaͤche der Scheiben, sondern das Metal sey, welches den eigentlichen Strahl auf die Fenster zudringen macht, zeigt auch das Beispiel(Erf. 41.) da er nicht weniger durch ein zugemauertes Fenster eingebrochen, in welchem naͤmlich eiserne Stangen stehend gelassen waren.— Durch die herabfarende Flamme werden zuweilen auch die Feuster⸗ scheiben angeschmolzen: daß aber dises nicht um durch das Glas hin zu dringen, sondern im Vorbeystreichen ge— schehen sey, laͤßt sich, wenn die Scheiben schraͤge geborsten gewesen, aus der Anschmelzung(Erf. 12.) zuweilen auch aus der Absplitterung des Glases(Erf. 155.N ersehen. Wenn nun irgendwo im Glase etwa ein Blaͤsgen eine buͤnne Stelle laͤßt, so kan auch ein rundes Loch one Spaltung der Scheibe eingeschmolzen werden:(Erf. 107. 155.) zuweilen mag auch wohl das daran gespruͤzte gluͤende Bley die besondere Uhrsache davon seyn, wie ich aus dem angeschlagenen Dunste vermute, denn das Bley wird durch den Bliz zu Glas geschmolzen, und durch Bleyglas werden bekantlich auch andere glasartige Dinge leicht in Fluß gebracht. 102. Erf. „Am 7ten Sept. 1720. entstand fruͤh Morgens um 6 Uhr uͤber der Stadt Breslau ein ploͤzliches Donnerwetter mit zween harten Schlaͤgen, welche beide einschlugen, nach welchen wenige gelindere folgten. Die Schildwache auf dem Walle hatte von ferne in Suͤdwest ein Gewoͤlke aufsteigen gesehen, 24⁰ K. VII. Widerstehende gesehen, doch one Bliz und Donner. Dises Gewoͤlke hat sich nach und nach vergroͤssert, ist gen Nordosten gezogen, bis es uͤber die Stadt gekommen, da es dan ploͤzlich an⸗ gefangen mit sehr groossen Tropfen zu regnen. Uunter disem Regen kam unvermutet ein starker Bliz mit bald folgendem Donner, welcher Schlag zu Ende der Stadt westwaͤrts an der Oder, beym Stadtgraben in die Weiden gefaren seyn sol. Der andere Bliz kam bald nach, und diser traf in der eeustadt, hinter dem finstern Tore, oben an der First auf das Dach eines Hauses. Er zerschmettere daran hie und da einige Zigel und fuhr an drey Sparren herab, an welchen er Splitter ausschlug, die ganz frisch aussahen, one daß irgendwo der geringste Brandflek oder Dampf angeschlagen waͤre. In zwoen Bodenkammern lag an dem Sparren, welchen der Strahl verlezt hatte, Wolle, die nicht im ge⸗ ringsten versengt worden obgleich es sehr nach Pulver ge⸗ stunken: ja in der obersten Bodenkammer lag zerstreutes Stro, an welchem sich keine Spuhr vom Aubrennen befand, und am obersten Queerbalken, etwan z oder 4 Spannen von dem beschaͤdigteu Sparren, hing ein lederner Beutel mit ein Paar Pfunden Schießpulver, welcher doch nicht verlezt ward. Die Rinne am Dache war nicht beschaͤdigt: lob Metal daran gewesen, wird nicht gemeldet.] Unter der Rinne aber hatte der Bliz gleich uͤber einem Stubenfenster ein klein seichtes Stuͤlchen aus der Mauer gesprengt, und dan im Westwinkel des obern Fensters durch die helle Glasscheibe geschlagen und selbige an beiden Seiten gleich als mit Rauch oder Ruß ganz angeschwaͤrzt. Auswaͤrts an disem Fensterfluͤ⸗ gel ist das Bley an vilen Orten, wo es an den Winkeln zusam⸗ men gehet, gelinde angeschmolzen worden, als waͤre es be⸗ schabet. In die Stube ist zwar ein blauer Dampf, wie vom Tobakrauchen gefaren, und es hat daselbst nach Schwefel ö oder berhul Pesonen Vnttt d gesnsea H.chid oder in Rein De daß de Herzen schge HU Hasch, gfarn Wache llaben, hhhllct! Die: d Hoh uch p WMin hir u. a in: Mi sihttů geht in nehmũ Ch im dem venn 5 sonern 00 se Ol 0 ordosten Rej am ulhic n, Uater gj it hah folgaß adt witvaͤrtz den gefaren, diser rraf j der dirst ajf aran hie uudn rab, an weln sahen, ne! pf angeschtz dem Span de nicht in nach Pulverg lag zerstrenl vennen befan Spannen v. Deutel wit 9 nicht verl beschaͤdigt: .]). Unter l Stubenfent wrengt, ubh lle Glasschih als mit Rut isem Jfaf WMinkeln Rls alb virt oůl mppf, miehn uuh Echus 009 Koͤrper.. 84. Erf. 102. 241 oder Pulver gestunken; aber keiner der in selbiger befindlichen Personen ist beschaͤdigt und auch nichts angebrant worden. Unter dem Fenster war noch ein Stuͤk von einem Mauer⸗ gesimse abgeschlagen: weiter aber sahe man am Hause keine Beschaͤdigung, auch nicht in der untern Stube, an der Erde oder im Keller.“(19) Da hier an den brenbaren Dingen kein Dampfflek veruhrsachet worden, so muß ich vermuten, daß der Rauch an der Fensterscheibe vom verdunsteten Bley hergeruͤret, und das Loch eingeschmolzen, nicht aber einge⸗ schlagen sey. Uebrigens sihet man, daß der Bliz sich zwar oben am Dache zerstreuet, aber doch an der Schale des Hauses, den schraͤgen Sparren und der Mauer, herunter gefaren sey, wo er im Wege das Fenster angetroffen. Welche Leitung er unterwaͤrts gefunden, laͤßt sich nicht erraten, doch finden wir, daß er uicht bey dem Fenster auf⸗ gehoͤret habe.] Die Zerschmetterung der Scheiben kan gleichfals von der bloossen schleunigen Erhitzung entstehen: sie kan aber auch zuweilen nicht sowohl durch den Strahl selbst als durch die in der Luft erregte Platzung veruhrsachet werden. Da⸗ her ward(Erf. 72.) ein verschlossenes Fenster zerschmettert, da in einem offenstehenden die Scheiben verschonet bliben. Mit den Tuͤren hat es diselbe Bewandniß. Der Bliʒz faͤhrt nicht durch sie hin, wenn sie gleich offen stehen, sondern geht in den Thuͤrpfosten oder dem Holz der Thuͤr, und vor⸗ nehmlich bey den Angeln, Schloß u. s. w. herunter.(Erf. 85.) Eben so wenn er einen Schorstein trift, faͤhrt er nicht in dem offenen Schlunde herab,(ausser etwa zum Teil, wenn Feuer auf dem Heerde oder Metal ihn anlocket;) sondern er geht entweder vom Schorstein ab in das Dach ö und (195) Bresl. Saml. 1720. Sept. p. 296. V 0 4 A IANMN W NG WM WM VF 4 RIAA IAM N. 14 W 0 W ö + MI 404 WANN * . 24²2 K. VII. Widerstehende und andere Teile des Hauses, oder er dringt in die Mauer des Schorsteins selbst, und faͤhrt in selbiger bis in den Heerd mit Sprengung herunter. Folgendes Beispiel kan verschidene diser Anmerkungen bestaͤtigen. 17⁰⁰ Du rog Erfs. 9 „Zu Stretham in Surrey wurden im Jahr 1748. am Iaten Jan. fruͤh Morgens ein wenig nach z Uhr zwey Saͤuser bey einander, welche am Fusse des Huͤgels der die minera⸗ lischen Quellen hat, an der oͤstlichen Seite ligen, von einem Wetterstrahl beschaͤdigt. Das nach Suͤden gelegene Haus, von welcher Gegend das Gewitter herkam, schien am meisten angegriffen zu seyn. Es war ein Wirtshaus, einige von dem Hausgesinde waren schon aufgestanden, und die Vor⸗ derthůr stand etwas offen. In der obern Haͤlfte derselben war ein Glaofenster, welches mit zweien Fensterbrettern, naͤmlich an jeder Seite einem, bedekt ward, die man nider⸗ lassen konnte aber noch nicht geoͤfnet hatte. Das Glas zwischen denselben warb zerschmettert, die Feusterbretter aber gar nicht beschaͤbigt, ausser daß ein Nagel an einem dersel⸗ ben etwas hineingetriben war.(forc'd. in a little way.) An der linken Thuͤrpfoste hing an einem eisernen Bolzen eine eiserne Stange, mit welcher die Thuͤr des Nachts bevestigt ward. Diser Bolzen ward aus dem Pfosten heraus gerissen, die Stange sehr verbogen, und an verschidenen Stellen der⸗ selben, wie auch an den Thuͤrgehaͤngen, besonders in den Ecken kleine Flecke angeschmolzen, wie auch der Pfosten gespalten. Ein Streifen Bley auf dem Fronton, oder auf der Bedeckung diser Thuͤr, ward aufgehohen und in einer Ecke etwas aufgerollt: der Karniß darunter war abgerissen one zerschmettert zu seyn. Eine ziemliche Anzahl Zigel, am Dachraͤnde und uͤber dem Thuͤrgeruͤste war loos gerissen und in Hft IP un Rl Hif ei de N Raleg sun W II ch ahe Auf al Wondoh die N vlche D 6 pr kixer ghe Indi bene! väͤen Ragte Schm Geses Schon her W Hespren Mte h E. U V My hibmn Hn Lanerg ihr zwey gust ber die minan jen, hon zn gelegene Hagz ien am maitn 6, einige iu und die voy ͤltte dersebg ensterbretten, ie man nider Das Glad rbretter aber einem derseh le vIy) M Bolzen eit ichts bebesig raus gerissh Stellen de⸗ onders in da der Pfosen on, oder I1 und in ene gr abgtisa MISigcl en 008 gensen 100 Vht ned a Koͤrper.§. 34. Erf. 103. 243 und einige herunter geworfen. Die Latten und einige Fensterge simse waren angebrant.— In einer Schlaafkammer im zweiten Stokwerk gegen die Landstrasse gelegen, wo der Hauswirt schlief, waren an der ͤstlichen Seite drey Bretter der hoͤlzernen Bekleidung an dem einen Ende§ oder 6 Zoll tief einwaͤrts getriben, an dem andern Ende aber waren die Naͤgel nur ein wenig loos gerissen.—In einer daruͤber gelegenen Bodenkammer war der oͤbere Teil eines Betpfo⸗ sten zerschmettert, und beinahe uͤber disem Bette war in dem Dache, an der Westseite, dicht bey einem Schorsteine ein groosses Loch geschlagen. In dem Betpfosten war vermuth⸗ lich oben ein eiserner Bolzen den Himmel zu bebestigen.] Auf allen Schorsteinen standen oben gemauerte runde be⸗ mörtelte Roͤren. Dise waren nach Norden gebogen,(weil die Platzung von Suͤden herkam] besonders aber diejenige welche auf dem suͤdlichen Schorsteine stand, an welcher auch die Bemdrtelung und einige Steine abgeschlagen worden.— Es waren ohngefehr 13 Personen im Hause, von welchen keiner irgend verlezt ward, ohngeachtet ein Bursche in der Kuͤche stand, auf welche die obenbemeldete Thuͤr zuging, und in welcher an einem Fenster nicht weit von ihm verschi⸗ dene Scheiben zerbrochen wurden. Er berichtete mir, es waͤren groosse knisternde Funken um ihn her geflogen. Man zeigte mir auch einige Stuͤcken Glas an welchen ich eine Schmelzung wahrnahm, und deren eines ich der koͤnigl. Geselschaft vorlege.—An dem andern Hause war einer der Schorsteine eine ziemliche Strecke lang geborsten, und von der Voͤrdermaner die Bemoͤrtelung hie und da fleckweise ab⸗ gesprengt. An dem Fenstergeruͤste in der Kuͤche war bey der Mitte von einem der Kreuzhoͤlzer ein Splitter, ohngefehr 5 Zoll lang und beynahe so breit als das Holz, abgeschlagen, und doch keine Scheiben zerbrochen noch das Bley ver⸗ Q 2 bogen, 244 K. VII. Widerstehende bogen, ob selbiges gleich nahe an dem abgeschlagenen Split⸗ ter anstieß. Der Strahl war naͤmlich durch das Queerholz (wie in Erf. 49) von dem einen Fenster zum andern uͤberge— faren, aber nicht stark genug gewesen, das Bley zu schmel⸗ zen.] Eben dises war an einem Stubenfenster an der an⸗ dern Seite des Hauses geschehen, und beyde Splitter wurden gerade gegen den Fenstern uͤber 10 oder 12 Vards davon im Wege gefunden.— In einer kleinen dicht an dem vorbe— sagten Wirtshause gelegenen Bodenkammer, wo zwo Maͤgde schlifen, war die Bemoͤrtelung von den beiden gegen ein⸗ ander uͤber stehenden Waͤnden, und nahe beim Fusse des Bettes dem Anscheine nach einwaͤrts zersprengt. Das Bette stand an jeder Seite ohngefaͤhr drey virtel Vard von der Wand ab, Der Einbruch an der oͤstlichen Seite, nahe bey einem Fenster, davon auch einige Glasscheiben zerbrochen worden, war gegen der Falle des Betthimmels uͤber, welche angesengt und dadurch ein Loch eines kleinen Fingers breit gebrant worden. Unter der Falle naͤmlich liegt die Vor⸗ haͤngestange. Daß der Strahl nicht durch die zersprengten Fensterscheiben hereingekommen, zeigen die Risse in Schor⸗ stein und Waͤnden, und daß er nicht dadurch hinausgefaren, die weiter unten im Vorzimmer veruhrsachte Beschaͤdigung.] An der andern Seite, dicht bey dem Schorsteine, war ein gleicher Bruch in der Wand gemacht, welcher sich eine Vard lang herunter erstrekte, aber die Vorhaͤnge waren Chier] gar nicht versengt. Gerade bey disem Einbruche saß die eine Magd, welche aufgestanden war, bey dem Bette: sie ward zu Boden geworfen, war aber unbeschaͤdigt, und sagte sie habe den Schlag uͤber den ganzen Koͤrper gefuͤhlt.—Eine merkwuͤrdige Wuͤrkung zeigte sich in einem nach Osten ge⸗ legenen Vorzimmer an einer etwa 5§ Fuß laugen und andert⸗ halb Fuß breiten Einfassung der bretternen Wandbekleidung. Auf uubin buIul HU l Růrrbe Inntte wohl ech wogle, ane Ve glegen MoI I3 Mihe Egesch I We det Blz vurde. futvä Illen und Wrt sogat v lichter, Vude doch de in Ven die re Auren Mihes denn, oerdt ( 6 Hlagee Ehh Wuduh andern übeeh Vo u schneh ustt an r ay Sylittrutdy 2Pndds dath t an dem uuth wo zwo Miy ben gegen i) heim duse t. Das Bon Hard von ite, nahe y en zerbroche ber, welh Fingers brel egt die Vor⸗ gersprengten isse in Schot inauögefarer schibizung eine, wat ej ich ene h waren hich rucht saß d m Blite st gt, und sge füll-E ach Dp undandelt Whhillabunz j Koͤrper.§. 84. 8;. Erf. 103. 245 Auf disem Fache war eine Landschaft gemahlt, und der Ramen war vergoldet gewesen, aber nachmahls mit einerley Farbe wie das uͤbrige im Zimmer uͤberstrichen worden. Nun war die Farbe welche die Vergoldung bedekte uͤberal in unglei⸗ chen Streifen abgerissen worden, die Vergoldung schien so wohl erhalten als sie bey der Uebermalung gewesen seyn mogte, und an dem Mahlwerk entdekte man sonst nirgends eine Verletzung, als dort wo die Vergoldung darunter gelegen.“(9) §. 85. Man hat gemeiniglich die Jugluft fuͤr eine Anlockung des Blitzes gehalten, und dises moͤgte auch eben aus der Eigenschaft geschlossen werden da die Luft dem Strale star⸗ ken Widerstand gibt, als woraus zu folgen scheinet, daß der Bliz eher mit als gegen den Strohm der Luft faren wuͤrde. Wenn aber dem also waͤre, so muͤste man es leicht an seitwaͤrts stehenden Gewitterwolken wahrnemen: die Stralen muͤsten sich naͤmlich immer nach dem Winde richten und vorwaͤrts hinschiessen. Vielmehr aber bemerken wir sogar an den schwachen ausstroͤmenden Stralen der Wetter⸗ lichter,(Erf. 34.) daß selbige keinesweges die Richtung des Windes halten oder dadurch beweget werden. Es muß also doch der Widerstand der Luft hier nicht mit irer Bewegung in Verhaͤltnisse stehen.—Wolte man sagen, daß gleichwohl die Feuchtigleit der Luft, welche durch offene Fenster, Tuͤren u. s. w. hineindruͤnge, Anlaß zu einer Leitung des Blitzes geben koͤnte; so ist der Grund abermahls zu schwach, denn, wenn Regen oder feuchte Duͤnste in der Luft schweben, so werden sie doch immer ausserhalb den Haͤusern in groͤsserer Q 3 Maasse (19) Philos. Trans. Vol. XLV. n. 488. p. 383. beschriben von Herrn Dokt. Miles, Mitgl. der K. Ges. 246 K. VII. Widerstehende Maasse vorhanden bleiben als sich davon der innern Luft mitteilet. §. 86. Ehedem glaubte man auch, daß die Erschuͤtterung der Luft mittelst Lautung der Glocken den Ausbruch des Blitzes zuruͤck haͤlte: jezt meint man, daß selbiger dadurch vielmehr befoͤrdert werde. Vielleicht ist Lezteres so tis Wet als das Erstere.(9) „An der Kuͤste von Nider⸗Bretagne, zwischen Landernchn und St. Paul de Leon, sol, nach dem Berichte des Herrn Deslandes, der sich damahls zu Brest befand, in der Nacht vom la4ten zum 1s5ten April 1718. bey einem heftigen Gewitter, der Bliz in 24 Kirchen eingeschlagen haben, und zwar eben in diejenigen wo man die Glocken gelaͤutet, da hingegen andere benachbarte Kirchen, wo nicht gelaͤutet worden, verschoont gebliben.“(t)— Ich will die Wahr⸗ heit der Sache nicht in Zweifel zihen; daß aber die Uhrsache der Begebenheit in dem Laͤuten oder Nicht-Laͤuten stecke, scheint mir noch unerweislich. Es waren vermuthlich nur wenig Kirchen wo man den landesuͤblichen Gebrauch des Laͤntens versaͤumet hatte, und also konten sie zufaͤlliger 40 Weise leicht von der Wetterwolle uͤbergangen werden. In (200) Die Rede ist hier nicht von gemsliger Zerteilung der Wet⸗ terwoͤlke selbst, dazu wenigstens eine starke Erschuͤtterung durch Kanonenschuͤsse etwas beitragen koͤnte(§. 23); son⸗ dern vom Durchbruche des Blitzes aus einer voruͤbergehen— den geladenen Gewitterwolke. (r) Hist. de lAcad. des Sc. 17 19. P. 21. Es woird dabey erwaͤhnt, daß die Begebenheit dort beym Volke Aufsehen gemacht, als welches sich durch das Laͤuten einen Sihuz gegen den Bliz versprochen hatte. 0 Msekn Dimenar Wbbdke Ma sthe cd Der maht, sande RHf E Gheb, Hdbiude Male de mi Hfen d Ef. h. RNr geii uderg! Mude 9on) licht: einen oder de uf de kein ge ein Gl Me in gan, hifen, er dur Rlodenh erimen buch Vith huduth bielng wenig gegtih chen Landarn richte be n d, in derMhn i heft hlagen halh locken gelhuh onicht grlan will die Muj r die Uhrsac Luten steckt muthlich un Gebrauch sie zufalh mgen werdr teilunz det A fe Eischüttmng te GHNfl + Vorübeghe beyerwi Isschen gemch n Körper.§. 86. 87. 17 In unsern Gegenden aber, wie auch in Grosbrittannien, Daͤnnemark, Schweden u. s. w. wo man nicht bey Gewittern die Glocken laͤntet, werden doch die Kirchtuͤrme welche einer Werterwolke im Wege ligen vom Blitze getroffen: warum solte es dan nicht auch in Frankreich geschehen? §. 87. Der groosse Widerstand der Luft bleibt indessen ausge⸗ macht, und aus dem Verhaͤltnisse desselben zu dem Wider⸗ stande vester Koͤrper laͤßt sich einsehen, wie der Bliz, wenn die Auffangungsstange einer Ableitung von seinem Ausbruche eine Strecke weiter entfernt stehet als eine andere Ecke des Gipfels, wo er mit Durchbrechung eines kleinen Teils vom Gebaͤude zu der Ableitung oder zu dem dahin fuͤrenden Metalle gelangen kan, nicht bis zur Stange hinfaͤhrt, son⸗ dern mit einem kuͤrzern Wege durch die Luft mittelst der vesten Koͤrper zur Ableitung durchbricht. In einem Falle (Erf. 150.) stand die Stange bey 50 Fuß weiter hin als der getroffene um 5 Fuß nidrigere Schorstein: in einem andern(Erf. 139. b.) 46 Fuß von einer Krampe am obern Rande einer Mauer von welcher der Bliz mit Durchbrechung von 7 Zoll Stein zur Ableitung gelangte. Man kan aber leicht erachten, daß die Hoͤhe und Figur der Stange auf der einen Seite, so wie bie mehrere oder wenigere Aulockung oder der Widerstand beym Durchbruche durch die vesien Koͤrper auf der aͤndern, hier den Unterschied bestimme, daher sich kein gewisses Maas des Abstandes fuͤr alle Faͤlle, wo sich ein Gleiches vermuten liesse, geben laͤsst. Aus der 2 Zuͤrkung der Anlockung und des Widerstandes, im ganzen Wege des Blitzes,(. 30.) ist aber auch zu be⸗ greifen, daß es hinwiederum Faͤlle gibt, wo der Strahl eher durch einen gewissen Zwischenraum der Luft zu einem anlockenden Koͤrper als durch einen weiten Weg anderer 24 wider⸗ 248 K. VIII. Platzung widerstehender Koͤrper zur Erde herab faͤhrt, daher er dan, wenn die Entfernung nicht grooß ist,(not. 194.) von Holz, Steinen u. s. w. auch durch die Luft auf Metal und Men⸗ schen abspringet. VIII. Kawpittel. Platzung beym Wetterschlage. §. 88. Bey jeder unzureichenden Leitung, wenn naͤmlich der Strahl entweder burch einen eigentlich widerstehenden Koͤr⸗ per faren, oder sich durch einen zu kleinen Umfang eines an⸗ lockenden Koͤrpers draͤngen muß,() wird eine Platzung ober Auseinanderwerfung veruhrsachet. Daher geschihet die erste alle Mahl bey dem Durchbruche durch die Luft zwischen der Wolke und einem getroffenen Koͤrper, die folgenden aber wo der Bliz hie und da in seinem fernern Wege, entweder bey vesten Koͤrpern oder bey abermaligem Sprunge durch die Luft, Widerstand antrift. In der Luft wuͤrkt die Platzung den Donnerknal, wie auch das Umherwerfen verschidener Koͤrper, imgleichen die betaͤubende oder toͤdtliche Erschuͤtterung von Menschen und Tiren,(H. 68. 70. 72.) sie moͤgen unmittelbar vom Strale getroffen seyn, oder sich nur in der Gegend umher befin⸗ den.— In einigen Faͤllen scheint dise Erschuͤtterung durch die Luft schichtweise zu wuͤrken, so daß Zwischenraͤume nicht beruͤhrt werden. So erzaͤhlt Herr Prof. Bergman,„daß bey bey einem Wetterschlage, welcher im Sommer 1750 auf den Schorstein eines kleinen Hauses zu Upsal gefallen, ei⸗ nige Leute, welche uͤber 250 Fuß davon entfernt gewesen, (40²) Davon s. unten§. 70. 110. ä 5 Leh sohtht en 35 udde ein zuishen dabon zu worden, oh nicht Gluäte, Heftageh, aubat zy shencher hit zut n Mhere die Pohl Gader) x H,A (ort) 6⁰⁷½ dha e dj 104)Jvon 00 Malnnd 9e. an nanlih y stehenden d fang eines y eine Plezuj er geschihet elLuft zwisch olgenden abn ge, entwehi runge dute werkual,. imgleichen. Menschen u dom Ein umher hesh tterung buh enraume nich aman, mer roaj gefilen, ant gewese beym Wetterschlage.§. 83. 99. 249 zu Boden gefallen waͤren und eine starke Erschuͤtterung ver⸗ spuͤhrt haͤtten, da indessen andere um sie herum nichts gelit⸗ ten.„(32 b.) Man findet auch Beispile, daß der Bliz hie und da einen Menschen oder ein Tier erschlagen und andere zwischen inen verschoont habe.(3) Um aber mit Sicherheit davon zu urteilen, wie und aus welcher Uhrsache sie getoͤdtet worden, muͤsten noch alle Umstaͤnde genauer beschriben seyn, ob nicht jene entweder mehr hervorgeragt, oder metallenes Geraͤte, z. E. die Landleute ire Sicheln, uͤber den Kopf getragen, deswegen ein geteilter Strahl auf sie fallen und andere zwischen inen verschonen konte, imgleichen ob Men⸗ schen oder Vie auf solche Weise vom Strale selbst getroffen, oder nur mittelst Erschuͤtterung der Luft getoͤdtet worden. §. dg. Andere, naͤmlich veste, widerstehende Koͤrper werden durch die Platzung mit Gewalt zerrissen,(als Leinen, Leder, Wolle, Seide:) zersplittert, als das Holz,(H. 49.oder zerspren⸗ get, als Steine, bey welchen sich vornehmlich die erstau⸗ Q 5 nende (S02 b.) Phil. Trans. Vol. LIII. p. 100. (293) So erinnerte Herr Doct. Ludolf zu Berlin 1752 daß einige Jare zuvor fuͤnf Bauren bey Frankfurt an der Oder durch ein Kornfeld gegangen, von welchen der erste dritte und fuͤnfte vom Bliz erschlagen worden, one daß der zweite und vierte beschaͤdigt waͤre.(Phil. Trans. Vol. XLVII. p. 55I. oder p. 547) Es werden aber die naͤhern Umstaͤnde und der eigentliche Beobachter nicht erwaͤhnt— Herr D. priestley fuͤhrt auch (P. VIII. Seck. 9. p. 439. aus Wallace Nachr. von den Or⸗ cadischen Inseln p. 78) den Fal an/ daß daselbst 1680 der Bliz in einem Kustalle von zwoͤlf bey einander stehenden Kuͤhen sechs, und zwar eine um die andere, so daß die zwischenstehenden unbeschaͤdigt bliben, getoͤdtet habe. 25⁰ K. VIII. Platzung nende Gewalt wahrnemen laͤßt, indem davon oft ungeheure Stuͤcke zu einer groossen Entfernung weggesprengt werden. Wenn nun ein lockerer Koͤrper, wie zuweilen bey Kleidungs⸗ stuͤcken bemerkt wird, unverlezt bleibt, da jenseits desselben ein dichterer zerrissen oder zerspreugt worden; so sihet man, daß dises nicht eine Wuͤrkung des Strahls selbst, sondern nur der Platzung sey, da die Luft allerdings durch das Lok⸗ kere leicht durchfaͤhrt, welches aber der Strahl doch versen⸗ gete oder durchbohrt haben wuͤrde.(§. 61.) §. 90. Der Widerstand im Ganzen genommen ist verhaͤltnis⸗ maͤßig zu der Staͤrke des Wetterschlages zu rechnen. Der innern Beschaffenheit nach aber sind anlockende und wider⸗ stehende Koͤrper eigentlich nur dem Grade nach unterschiden. (§. 29.) Daher kan auch ein groͤsserer Umfang unbequemer oder widerstehender Koͤrper stat des kleinern Inbegriffes der anlockenden Koͤrper zur ungehinderten Leitung des Blitzes dinen, und so kan ein schwacher Wetterstrahl, oder der schon sehr zerstreuet worden, sich auch in den Mauren und andern, zumahl feuchten Koͤrpern, so verliren, daß er one etwas zu zersprengen darin berabfaͤhrt.(3 b.)— Je weniger aber der Koͤrper seiner innern Beschaffenheit nach widerstehet oder jemehr er den Bliz innig durch alle Teile locket, desto feiner ist die Zerstaͤubung wenn der Umfang desselben im Verhaͤltnisse des Strahls zu klein gewesen. Da⸗ her wird das Wasser oder die Feuchtigkeit, wenn sie in klei⸗ nen Roͤren oder Zwischen raͤumen den Strahl durchlocket, mit groosser Platzung in Dunst zerstreuet. Man hat auch das Zer⸗ (203 b.) S. Erf. 23. nebst den angefuͤgten Zusaͤtzen, daraus zu erse⸗ hen, daß der Bliz wuͤrklich durch die Kirche gefaren, ohn⸗ geachtet er dises Mahl weiter keinen Schaden veruhrsachet hatte: imgl. Erf. 62. e Zusthnge Iei nesh e d Bl die fihtt ühuhaupt Heh Alem 0— unde beobachte Me m uslutt OM 9 von uuschedes, un ker ʒ hringt, v isettsich sund von SugN wigen, Mage n Richtun Erf. 1 das Ein ten. zebspren allen Se hur am! dyj Uhng, 0 ost lugehz ereͤgt werh behglg ihu Iaseth Nsch 6uj so sheinn seb, U durch deH rahl doch y r ist beri rechnen. L nde und ys untashh ng unbeque u Irbegif Keitung! erstrahl, ol den Maun rliten, daß (55 b)— haffnhet m urch alle x. u der Unf gewesen, V enn ste in l urchlockeh x t auch 30 mn U ghiten, 0096 htsact beym Wetterschlage.§. 90. 91. 92. 251 Zersprengen anderer Koͤrper der darin enthaltenen Feuchtig⸗ keit zugeschriben, welches zwar in so ferne gegruͤndet ist, daß der Bliz durch die feuchten Stellen eher als durch an⸗ dere faͤhrt und daselbst also die meisten Platzungen wuͤrket: uͤberhaupt aber ist die Platzung eine Wuͤrkung welche sich bey allem Widerstande und allem Draͤngen des Strahls zei⸗ get und daher auch an gar zu duͤnnen metallenen Draͤten beobachtet wird, als welche von einem durchstreichenden Blize nicht allein geschmolzen sondern in den feinsten Dunst zerstaͤubet werden,(§. S. 91. Die Wuͤrkung der Platzung beym Wetterschlage ist uͤbri⸗ gens von der eigentlichen Wuͤrkung des Strahls wohl zu un⸗ terscheiden, und die Richtung derselben nicht mit der Rich⸗ tung der Fahrt des Blitzes selbst zu verwechseln. Denn jene draͤngt, wie jede andere Platzung nach allen Seiten, und aͤusert sich am meisten nach der Seite wo der wenigste Wider⸗ stand von zusammenhaͤngenden Koͤrpern ist. Da nun der Strahl indessen, entweder in geradem Striche oder mit Um⸗ wegen, seine Fahrt fortsezt, so entstehen auf dem ganzen Wege mehrere Mittelpunkte der Platzungen, und verschidene Richtungen nach welchen sich die Auseinanderwerfung aͤusert, (Erf. 125.) welches einige Beobachter befremdet hat, da sie das Ein-oder Ausfaren des Blitzes darnach beurteilen wol⸗ ten. Man betrachte aber nur die Beispile der vom Bliz zersprengten Baͤume,(Erf. 45. 46.) wo die Splitter nach allen Seiten umher geworfen sind, da doch der Strahl offen⸗ bar am Stamme von oben bis unten herab gefaren ist. §. 92. Bey jedem staͤrkern Widerstande, und folglich vor jeder Platzung, samlet sich der Strahl oder zieht sich in die Enge, er — —...—.— PI........ —..—.—.— 25² K. X. Unterschied des Blitzes er mag nun durch die Luft zu springen oder durch veste wi⸗ derstehende Koͤrper zu dringen haben, deswegen er auch an solchen Stellen durch Schmelzen oder andere Wuͤrkung die groͤßte Gewalt aͤussert. Eben dadurch wird auch die Schnelligkeit der Fahrt in etwas aufgehalten, so daß man einigen Zwischenraum der Zeit bemerken kan, und daher hoͤret man verschidene auf einander folgende Knalle wenn der Bliz in ein Gebaͤude ein⸗ schlaͤgt wo er an verschidenen Orten schmettern oder Spruͤnge machen muß, indem bey jeder folgenden Platzung ein beson⸗ deres Knastern oder Knallen vernommen wird, welches sich von dem Wiederschalle aussen in der Luft wohl unterschei⸗ den laͤst. IX. Kavittel. Unterschied des Blitzes von andern Entzuͤndungen. §. 93. Es wird also bey der Erschuͤtterung des Wetterschlages zwar Flamme und Platzung erregt: darin besteht aber gar nicht das Uhrspruͤngliche oder Wesentliche, sondern der Bliz ist von einer gemeinen Entzuͤndung und Platzung brenbarer oder salpetriger Dinge merklich unterschiden. Waͤren die Wetterstrale nach alter Meinung eine freywillige Entzuͤndung brenbarer Duͤnste, waͤren dergleichen von selbst feuerfangende Materien so haͤuffig vorhanden; so waͤre es uͤbel um uns beschaffen, und wir faͤnden uns allenthalben mit der groͤsten Gefahr umgeben. Aber sehr wohl ist es ganz anders eingerichtet. Die Samlung oder Erregung der Gewittermaterie erfodert einen besou⸗ dern Zustand und entstehet an feuchten gefrorenen Wolken. Man stellte sich in den Wetterwolken besondere Samlungen solcher brenbaren Duͤnste vor: aber sie regnen, schneien und hageln 4 hogeh wie Dinst sl vie Hte d hen Stele sihne E yteibwei wenn scho gergten n herunter, sondre El Iche Heih Rahe euer udet pey Mhulen u schuae her dise inste Hleitttseyn Rcht sh RN Ee! DerS von der sosten si Waches! lihe i hite/ n bte Mrung. let hu püh wisthemun berschdu ⸗ ein Gebünhe In oder Synhn atzung ein 0 id, wachef wohl unter uͤndung Betterschlag esteht aber g „sondern und Pagt h unterschh eine freywil ergleichen x vorharden, finden m en. Wersth Die Samg t einen desn Renen Woltt Eamlungs cchulfenun R von andern Entzuͤndungen.§. 93. 253 hageln wie andere Wolken, ja noch kraͤftiger.(30) Dise Duͤnste solten sich durch eine innere Gaͤrung entzuͤnden: aber, wie koͤnte dan mit Zwischenzeiten uͤber eine Weile auf dersel⸗ ben Stelle der Wolke zu verschidenen Malen ein Bliz ent⸗ stehen?(Erf. 4.) wie solte sich die Materie so kurz auf einan⸗ der teilweise von selbst entzuͤnden, da doch der ganze Vorrath, wenn schon eine Flamme entstanden, auf ein Mahl in Brand geraten muͤste? Ferner: wie komt die Entzuͤndung zur Erde herunter, und das eben mit gewaltigem Eindringen auf be⸗ sondere Stellen? Hier muͤssen dan immer Streifen von aͤhn⸗ licher brenbaren Materie vorhanden seyn, welche nach der Reihe Feuer fangen: sie muͤssen sogar, wenn kurz nach ein⸗ ander zwey Wetterstrale auf diselbe Stelle fallen, in wenig Minuten wieder entstehen und sich auch immer in eben so schmale herabgehende Striche samlen. Warum solten aber dise Duͤnste, wenn die Luft so vol davon waͤre, nicht ausge⸗ breitet seyn, oder wie alle andere schwimmende Dinge wa— gerecht schweben? Warum solten sie sich eben von denen auf der Erde hervorstehenden Koͤrpern, auch schmalen Pfeilern oder Saͤulen(Erf. 17. 120.) erheben, da sie doch haͤufiger von der bloossen Erde umher aufsteigen muͤsten? Warum solten sie nicht auch von gemeinem Feuer entzuͤndet werden, welches uns doch nie in Gedanken komt? Denn, wenn auch zur (294) Es reden zwar einige neuere Schriftsteller von der Wetter⸗ wolke und der Regenwolke, als zwoen besondern Wolken, von welchen jene erst den Bliz auf die lezte zufaͤren liesse, der dan von dort weiter zur Erde fuͤre: allein dise Vorstel⸗ lung, als ob immer bey Wetterschlaͤgen zwo dergleichen Wolken die sich ire Dienste leisteten neben einander her gin— gen, scheint nur nach einer Lehrmeinung und nicht aus Wahrnemungen entstanden zu seyn, denn die springenden Blitze(§. 10.) sind nicht die gewoͤhnlichsten. 25⁴ K. IX. Unterschied des Blitzes zur Zeit eines Gewitters ein Haus oder ganzes Dorf brennet, so werden wir doch nie fuͤrchten daß die Duͤnste in der Luft davon entzuͤndet werden, zumahl bey einem Plazregen. Wo sich wuͤrklich entzůndhare Duͤnste in der Luft befinden, da koͤnnen selbige auch allerdings vom gemeinen Feuer in Brand gesezt werden: aber ire Stellung sowohl als die Entzuͤndung verhaͤlt sich ganz anders als ein Bliz. 104. Erf. ů Den 16ten dises(Novemb. 1764. schreibt ein glaub⸗ wuͤrdiger Man,) ging ich Abends ohngefaͤhr nach 6 Uhr uͤber einen mit etwas Haide und Gras bewachsenen sumpsigten Ort, deren es in hisiger Gegend nicht wenig gibt. Da sich vor und neben mir zum oͤftern etwas regete, welches ich bey dem schwachen Sternenschimmer nicht erkennen konte, so schoß ich endlich gegen den Ort, wo ich dise Bewegung eben zu spuͤren vermeinte, die bey mir habende Flinte los. Aber, wie grooß war mein Erstaunen, als ich in dem Augenblicke des Loosbrennens die ganze Plaine, so weit ich solche uͤber⸗ sehen konte, um und neben mir mit Feuer angefuͤllt sahe, welches sich geschwinde in eine Feuerwolke zusammen zog, in die Hoͤhe stieg, und nach etlichen Minuten als ein langer Feuerstrahl verschwand! Ich muß hibey bemerken, daß mich die Vorurteile des Aberglaubens nicht aͤngstigen oder surcht⸗ sam machen— da sonst der gemeinen Sage nach sich in oben beschribener Gegend ein Gespenst unter mancherley Gestalten sehen lassen sol.„(54 b.)(welches naͤmlich die leuchtenden brenbaren Ausduͤnstungen sind.] d. 94. Sonderbar ist es auch, daß man die Abkuͤlung der Luft bey Gewittern als einen Beweis angesehen daß haͤufige bren⸗ bare (3⁰⁴⁷) Hannov. Magaz. 17634. 56 St. p. 1533. von R. iu L.. S. 0 ld rDüns wolden. Ie da der Derl wittt sey die Kalle Wird/ C wiktern! usehn, 00⁰0 6 100 dorfh hunn, inst n der gy I Regen. I ust bifnden, Nrrn die Eutimn eibt en gil nach oUhrih nen sumpfsn gibt. Daj welches ih! men konte, Bewegung e. inte los, Mi i Augenbli ch solche üͤbe mgefüllt sa⸗ usammen wals ein anz Tken, daß u gen oder furt ach sich iu ch herley Hent die Luchten Llahp de N hiufehe 0 15 L. von andern Entzuͤndungen. d. 93. 94. Erf. 104. 255 hare Duͤnste vorhanden gewesen, welche nunmehr entzuͤndet worden. Ich wil nicht von der Uebereilung des Schlusses reden, da doch die Veraͤnderung des Grades der Waͤrme in der Oberluft vielleicht eher eine Uhrsache als Folge der Ge⸗ witter seyn konte, welches sich teils daraus weil zuweilen die Kaͤlte schon vor dem Ln des Gewitters gespuͤret wird,(295) teils aus denen zur Winters⸗Zeit entstehenden Ge⸗ wittern muthmaassen liesse, da naͤmlich die Luft, one schwuhl zu seyn, etwas waͤrmer wird.(66) Man betrachte aber nur ö die (395) S. Erf. 110, 131. Wer darauf geachtet hat wird es mehr; mahls bey einem ankommenden Gewi tter erfaren haben. Noch mehr aber wuͤrde es sich zeigen wenn zu gleicher Zeit Beobachtungen in der oͤbern Luft angestellet wuͤrden. In der vierten Reise des Herru de A den Eisgehurgen von Faucigny in Savoyen wird gemeldet, daß die Gesel— schaft beym Heruntersteigen von einem Gewitter mit Regen und Hagel uͤberfallen worden, und am Ende heißt es: Wir erfuren zu Sixt, daß man hier, in waͤrender Zeit da uns die Kaͤlte vom Berge jaagte, eine heftige Hitze gespuͤret habe, und daß die Nacht hindurch ein sehr heftiges Gewitter da gewesen sey. Eben dises Gewitter hatte sich auch über die Ebene verbreitet, wie wir am dritten Tage zu Genf erfuren. Wir ersahen auch aus den Beobachtungen, die man daselbst warend unserer Abweser 90 angestelt hatte, daß ein Ther-— mometer, welches nach Norden zu gehangen hatte, also ebenfals im Schatten, auf 234 Grad gestanden war, zu eben der Zeit da das unsrige auf dem Berge nur 6 Grad zeigte.„(J. A. de auc Reisen nach den Eisgebuͤrgen von Faueigny. Leipz. 1777. 8. p. 173.) (286) Die Gewitter im Winter yflegen meistens zu entstehen, wenn die Luft etwas waͤrmer wird, und insgemein auch mit einem Sturme hegleitet zu seyn. Beispile von Wetterschlaͤgen im spaͤten 25 K. IX. Unterschied des Blitzes die Folgerung in sich selbst: denn, wenn die Entzuͤndung brenbarer Materien eine Abkuͤlung wuͤrkte, so muͤßten wir im Winter, um ein Zimmer zu erwaͤrmen, nur einen Vor⸗ rath von Feurung im Ofen anhaͤufen, und ihn im Sommer anzuͤnden wenn man das Zimmer abkuͤlen wolte. §. 95. Wie hat man ferner die gaͤnzliche Verschidenheit der Wuͤr⸗ kungen des Blitzes von einer Entzuͤndung brenbarer Dinge aus der Acht lassen und sich mit disen oder jenen widersin⸗ nigen Erklaͤrungen behelfen koͤnnen? Das Feuer sucht freie Luft zu seiner Narung: Der Bliz meidet sie und verkriecht sich in veste Koͤrper, darunter er auch nicht die brenbaren vor⸗ zieht,(UL. 82.) sondern vielmehr besonders diejenigen ergreift welche das Feuer am meisten verschonet, Metal und Wasser, und das brenbare Holz, wenn er auch dadurch hinfaͤhrt, nur spaͤten Herbst und im kalten Winter sind in den Bresl. Saml. nicht selten angefuͤhrt, wie auch hie und da in gegenwaͤrti⸗ ger Abhandlung befindlich.(S. Register: wetterschlaͤge) Dem Professor Erasm. Bartholin versicherte ein Norwe— gischer Naturforscher, Joh. gerdoviei, daß dort uͤber 61 Grad norder Breite die Gewitter im Winter fast haͤufiger waͤren als im Sommer. Bartholin. Act. med. Vol. IV. obs. S. p. 34. So wird auch in Olasfsens Reise durch Island ge— meldet,„Donnerwetter vernimt man hier selten, und mei⸗ stens im Winter„(1 T.§. 14. oder“bey mittelmaͤßiger Kaͤlte,(§. 190.) imgleichen: den 18ten December 1754 hatte man(in Suͤder⸗Island) einen starken Wind aus Suͤdost, dabey es abwechselnd hagelte, welches alles gegen Abend und in der Nacht weit heftiger und mit Donner und Bliz beglei— tet ward. Zwischen den uͤberfarenden Hagelwolken hatte man einen klaren Himmel und Mondenschein, dabey sich auch ein bestaͤndiges Nordlicht sehen ließ. Den folgenden Tag oll aut Reist Haglache galav, (ls in dem. Spitale den Kel ein dic om f W 1 N lhs de Gihind; e, so wißten „ lur einen u dihnin Somm wolte. hidenheirberdn brenbar. I er jenen wi Feuer sucht sie und Hash ie brenbatent iejenigen eig letal und Vi adurch hinstj ö den Brtol. S da in gegenne r: Wetterschz schette ein „daß dott ihn Bintet fast hini med. Vol. Vol e durch Rl ier selten t ahey mittim ten Derenhet l Wdaeil les gehen Mals ner und M b Hipeluolel 0 nschein/ habepft 5. Dn H von andern Entzuͤndungen. 9. 95. Erf. 104 b. 257 nur meistens zersplittert, selten entzuͤndet.(§. 49.) Nun vergleiche man die Wuͤrkungen der entzuͤndeten Danste in Kellern, Brunnen oder Bergwerken. Erf. 104. b. Als am 27sten Jul. 1750 in Berlin, Abends nachu in dem Hause des Kaufmannes, Herrn Beckers, an der Spitalerbruͤcke, die Magd mit einem brennenden Licht in den Keller gehen wolte und die zwote Stuffe betrat, kam ihr ein dicker Dampf entgegen, welcher sich augenbliks mit ei⸗ nem Knal entzuͤndete, so daß die schunel zur Kellerthuͤr her⸗ ausfarende Flamme den ganzen Hofraum bis ziemlich hoch in die Luft erfuͤllete und fast bis au die weit hinten gegen⸗ uͤber⸗ Tag hatte man eben ein solches Wetter, einen noch staͤrkern Frost, Bliz one Donner, und das Nordlicht wie am vorigen Abend„(II. T.§. 855.)— Es kan also auch keine vorher— gehende schwule Hitze die Uhrsache der Entzuͤndung des Bliz⸗ zes seyn. Ein Gewitter, nach welchem die Waͤrme zuge⸗ nommen, habe ich noch im Frülinge 1777 bemerkt. Da verschidene kalte und trockene Tage vorher gegangen, ent⸗ stand Abends am ꝛten May ein Gewitter, welches langsam heran kam: dabey ward es waͤrmer, und diser groͤssere Grad der Waͤrme zeigte sich noch einige Tage nachher.(S. Herrn Doet. Jac. Mumsens Wetterbeobachtung. Hamb. Addreß⸗Comt. Nachr. 1777. St. 35. 37.) Wenn wir aber nur uͤberhaupt die Veraͤnderung des Grades der Warme als eine Uhrsache der Gewitter annemen, so lassen sich auch noch verschidene Erscheinungen daraus herleiten, als, daß die Gewitter in unserm Erdstriche am haͤufigsten im Sommer und zwar gegen Abend entstehen u. s. w. R 253 K. IX. Unterschied des Blitzes üͤberstehenden Haͤuser reichte. Die Flamme verschwand so⸗ gleich wieder und ließ an dem hoͤlzernen Eingange des Kel⸗ lers einige Spuren der Versengung zuruͤk. Die Magd, welche ohngefaͤhr 1) Jahr alt war, fiel sogleich ruͤklings alo tod hin, indem sie an den Armen, an den Fuͤssen und am Unterleibe sehr verbrant war, daher sie dan auch nach unsaͤg⸗ lichen Schmerzen am 7ten Aug. gestorben. Es ward gericht⸗ lich erwisen, daß diser Zufal von keinem Pulver oder an⸗ dern im Keller verwahrt gewesenen brenbaren Sachen her⸗ geruͤret. Die Spitalbruͤcke ward aber eben damahls ausge⸗ bessert, da man dan vilen Schut, welcher groͤsten Teils aus Mist und klaren Kalksteinen bestand, an das Haus geschuͤt⸗ tet und damit das Kellerfenster bedecket hatte. Schon einige Tage vor erwaͤhntem Zufalle hatte man in dem Keller einen Gestank empfunden: die Woche vor diser Begebenheit war eine ausserordentliche Hitze und am 27sten Jul. war sie zu dem hoͤchsten Grade gestigen.„(3e b.) Dise Duͤnste waren also durch ein Licht entzuͤndet worden: die Flamme war aber nur in die freie Luft hinaus gefaren und hatte sich keineswe⸗ ges einen Weg durch Metal, Holz und Steine bis zum Gipfel des Hauses hinauf gebanet, wie ein Bliz, wenn man sich vorstellet daß er von unten auf fare, gethan ha⸗ ben wuͤrde. Eben dises laͤßt sich bey andern aͤhnlichen Ent⸗ zuͤndungen bemerken, als bey dem Brunnen im Weinkeller zu Bevagna(08 c.) u. d. gl, mehrern.] Wie (206 b.) Von Mylius in den Physical. Belust. 1 St. p. I. aus Ber⸗ lin im Oet. 1750 beschriben. (206 c.) Cowment. Bonon. T. II. P. I. p. 463. U Wie un d 0 li Icde! d de aauge versch allin hern⸗ g 3m Cpohr Mpe demert cgstunz: 6fl.) u d 12 N R.ü Wie l etwa Rn; jema (10 4 berschrand Range des. ich ulnget Jssen urdi uch nach unz D wond Het Ulber odn en Sachenhl amahls au Mten Telkn Haus gesh Schon eih m Keller eh gebenheit v ll war sie Lͤnste wan me war ah⸗ sich keineiy eine bis yr 1 Biz, vn e, gethan ihnlichen E Weunkeler) 5.L.H N von andern Entzuͤndungen.. 5. Erf. 104. b. 259 Wie verhaͤlt sich aber der Bliz, selbst nach dem Zeugnisse derer die ihn fuͤr eine Entzuͤndung halten? Ein Schriftsteller des vorigen Jahrhunderts, Dom Lami, beschreibt aus fuͤhr⸗ lich die Wuͤrkung zweyer Wetterschlaͤge in die Abtey St. Me⸗ dard bey Soissons, welche sich in den Jaren 1666 und 1676 eraͤuget, und beide Male deutlich oben vom Turme an verschidenem Metalle herunter gefaren, besonders aber uicht allein den metallenen Draͤten von den Glocken zur Uhr, son⸗ dern auch den meßingenen hie und da herumgeleiteten Draͤ⸗ ten gefolget waren, dabey leztere so verzeert worden, daß zum Teil nichts von inen zu finden, an einem Orte aber eine Spuhr als vom Dunste an der Mauer befindlich gewesen. Ohngeachtet er indessen selbst die verschidenen Wendungen bemerkt, durch welche die Flamme dem Drate gefolget,(ees Mver5 tours, que l flamme de nöere tonnere à faits en suldant ce H:) und, daß es schine als wenn das Metal den Bliz nach den verschidenen Stellen geleitet haͤtte;(enble, que ce meétal ait determinè la Pudre à les visitern) so hebt er sich doch sogleich die Schwirigkeit, und erklaͤrt es fuͤr die bloͤbsse Wuͤrkung einer gewoͤhnlichen Flamme, als welcher es natuͤr⸗ lich sey, der Materie welche sie ein Mahl ergriffen haͤtte, wie etwa einen Strowisch, auch in iren verschidenen Kruͤmmun⸗ gen zu folgen(7). Wuͤrkt dan aber die gewoͤhnliche Flamme jemahls so auf einen Metaldrath, daß wenn dessen eines R 2 Ende (42) Obiges wird von Herrn Rox aus der Schrift des Lm (Conjectures physiques sur deux colonnes de nuees, qui ont paru depuis quelques années,& sur les plus extraordinaits effets du tonnere à l'abbaye St. Medard deSoissons. à Paris 1689.0 angefuͤhrt, in den Nem. de Lac. des 80. 1770. p. 58. * 260 K.IX. Unterschied des Blitzes Ende ins Feuer gehalten wird, er wie ein Strowisch fort⸗ lodert und in Rauch verzeert wird? Zersplittert sie auch, wie hier geschehen war,(p.98. not. 107.) das Holz in schmale Stuͤcke, one es zu ent zuͤnden? Wie stimt es mit der Wuͤrkung einer bloossen Flamme uͤberein, daß der Bliz, wie aus vilen Beispilen zu ersehen, eben die brenbaren Dinge welche an einem dadurch zerschmolzenen Metaldrath angrenzen, das Holzwerk welches er beruͤhrt, die seidenenen oder hanfenen Schnuͤre welche daran geheftet sind, nicht verlezt, ja, daß er mit Uebergehung von dergleichen Materien einen Sprung zu weiterem Metalle macht?ꝰ e . 96. Nuchdem die platzende Wuͤrkung des entzuͤndeten Schieß⸗ puloers, oder gemischten Schwefels und Salpeters, bekant geworden, solte nothwendig auch der Bliz eben eine so sche Erscheinung seyn und aus aͤhnlichen Uhrsachen entspringen. Von dem Vorurteile diser Entdeckung geblendet ließ man alle Erfarungen, daraus ganz andere Eigenschaften erhell⸗ ten„aus der Acht. Bey einer Platzung ist aber unlaͤugbar eine Ausdenung welche stralenweise von einem Mittelpunkte gleich stark nach allen Richtungen wuͤrket, und sich demnach da wo sie am wenigsten Widerstand von vesten Koͤrpern findet hauptsaͤchlich aͤussert. Wenn dises die Eigenschaft des Blitzes waͤre, so wuͤrde er fuͤrs erste nicht aus freier Luft in veste, auch sogar schmale Koͤrper, Baͤume, Masten u. s. f. eindringen, sondern inen vielmehr vorbeyfaren oder sie nur umwerfen, oder, wenn er auch in einem Gebaͤude oder mitten in einem vesten Koͤrper entstanden waͤre, nur von 0l hendet: Ishec iltn Duchb. heten düver Rehen gen, besh Rhh Omm, Ihmich Munn Wigst Hrhn den sch Schii W& die de blbe einges hunh Mahu aus e gen w htöͤste Msten suate! N C nish jj iiatt st vul Hchin schnt i h2Winin wie aud nih ng velhyn igrenen, oder hanfen tlegt,, einen ymn deten Schiß dters, beln neine solch utspringen et ließ wor aften erhh unlaugtz Mitelpuntz sich beunat ken Körpen Eigench aus ftei. ne, Msun hfantn de m Gebih wůte, u 00 von andern Entzuͤndungen.§. 95. 96. 261 von der Stelle aus, den Koͤrper und das ganze Gebaͤude zersprengen und sich Luft machen: keinesweges aber in zer⸗ sireuten Verletzungen, schmalen Strichen, Splitterungen, Durchborungen und allerley Windungen eben an und in vesten Koͤrpern einherfaren, noch weniger sich in einem duͤnnen in freier Luft ausgespannten oder durch enge Loͤcher gehenden Metaldrate seiner ganzen Laͤnge nach durchdraͤn⸗ gen, u. s. w. Dise Wuͤrkungen zeigen klaͤrlich eine ganz verschidene Uhrsache, man mag sich nun den Uhrsprung des Blitzes von oben herab oder von unten herauf vorstellen. Denn, wenn er aus der Erde entstuͤnde, so muͤste ja vor⸗ nehmlich der Boden von Gebaͤuden, oder unter getroffenen Baͤumen, aufgesprengt werden, welcher doch selten und am wenigsten zu leiden pflegt. Und wie dan bey Schiffen? Hier kan doch nicht wohl die Platzung unter Wasser entstan⸗ den seyn, oder, wenn solches waͤre, wuͤrde nur das ganze Schif in die Hoͤhe geworfen werden. Die aus dem Grunde der See hervorbrechende Flammen zeigen auch, so wohl als die Feuerspeienden Berge, ganz verschidene Umstaͤnde. Es blibe also nur die einzige Wahrscheinlichkeit, daß in dem eingeschlossenen Raum unter den Verdecken des Schiffes sich brenbare Duͤnste gesamlet und entzuͤndet haͤtten, welche die Platzung veruhrsachten. Aber, so muͤste das Schif daselbst aus einander gesprengt und das Verdek in die Hoͤhe geschla⸗ gen werden: dagegen wird bey einem Wetterschlage die groͤste Gewalt uͤber dem Verdek in freier Luft an den duͤnnen Masten ausgeuͤbt, unterwaͤrts aber werden wohl noch zer⸗ streute Splitterungen bis ans Wasser, keinesweges aber eine Sprengung als vom Schießpulver beobachtet, daher R 3 auch 262 K. IX. Unterschied des Blitzes auch selten ein Schif von einem Wetterschlage zu Grunde— geht.— Man stelle sich also nur bey denen in gegenwaͤrtiger su Schrift vorkommenden Wahrnemungen uͤberal die Wuͤrkung Riis irgend einer Entzuͤndung oder Platzung vor, man vergleiche an die Erfarungen, wenn Schießpulver in einem Gebaͤude m Of entzuͤndet wird, das Dach und die oͤbern Stokwerke abwirft, Kun Fenster und Tuͤren ausschlaͤgt und weit umher seine Gewalt wun aͤussert, oder wo andere ausgedeente Duͤnste die umgebenden Koͤrper zerschmettern, oder man betrachte mit Aufmerksam⸗ 50 keit den so oft, um eine Aehnlichkeit mit dem Blitze darin zu R finden, angefuͤhrten Fal von dem auslaufenden Feuer aus einem Bakofen, welches die Becker den Wolf nennen; so* muß die guͤnzliche Unaͤhnlichkeit alsbald in die Augen fallen. n — Zu Breslan ward naͤmlich im Jahr 1718. die Flamme 20 eines zu nidrigen und engen uͤberhizten Bakofens,(durch Ve die Luft, welche oben auf die offengelassene Zugloͤcher drukte) 0 4 an dem abwaͤrts gehenden Heerde aus dem geoͤfneten Ofen⸗ niin loche mit einem Knalle herausgetriben und dabey groosse 00 Gewalt geaͤussert. Die ausgedeente und gedrukte Luft aber W hatte sich hier allenthalben dahin gewant wo sie am meisten 10 Plaz finden konte. Sie war in die Hoͤle des Schorsteins 990 gefaren und daselbst oben von einer eisernen Klappe, welche 10 0 ö verschlossen gewesen, zuruͤkgehalten worden,(da ein Bliz an vielmehr in die Mauer des Schorsteins selbst gedrungen, 5 N besonders aber durch das Metal angelokt und durchgefaren waͤre.(20. Erf.) Sie war also von disem Schorsteinschlunde *0 noch in zween andere damit verbundene gedrungen, und hatte 6 0 teils dise Schorsteine zersprengt, teils vom Bakhause aus ö. ein ganzes Fenster, 4 Ellen hoch, 22 breit, mit Scheiben, 00 AA Bley 000 br ang Hanwärthr talde Wihn man vuglith enem Gchih okwerke tbui tr stine Hiwn die umpehad it Aufmeisp Blize duin. den Feutt tl olf nenhent Augen siln . die Famn ofens,(dun lcher drult ofneten Ofe dobey gron nite duft dl sie am mest Schosstt Ir uih (oa ein A. st gedluhgt, burhgin orstinschhl gen/ nd hut dnthaustas Shela 90 von andern Entzuͤndungen.§. 96. 97. 263 Bley und Staͤnglein uͤber die Gasse hinausgeworfen, wo sich in der Luft ein haͤufiger Feuerregen zerstaͤubet.(6) Daß dises von der nach unten druckenden Luft veruhrsachet worden, haben sich die Beobachter durch eine Probe in eben dem Ofen uͤberzeugt, und die Bemerkung der Becker wahr befunden daß eine solche unten aus dem Ofenloche hervor⸗ dringende Flamme durch zeitige Vorsetzung eines Mauer⸗ zigels oder Vorhaltung eines Besens vor der Flaͤche des Ofenloches noch unfehlbar zuruͤkgehalten werden koͤnne,(9 welches man doch von keinem Blitze vermuten wird. 9. 97. Umsonst verhelet man sich also die besondern Umstaͤnde des Blitzes und sucht sich in algemeinen Ausdruͤcken mit dem Vorgeben Geuuͤge zu thun: das Feuer und die Platzung. der entzuͤndeten Duͤnste muͤsse auf veste Koͤrper am meisten wuͤrken und daran die groͤste Gewalt aͤussern, weil dise ihm am meisten widerstuͤnden.„ Fuͤrs erste ist die Anmerkung beym Wetterschlage falsch: denn er zerreißt Kleider u. dgl. und faͤhrt durch starkes Metal one Verletzung durch.(S. g. 61. 110.) Ferner heißt es doch sonst immer von einer Platzung oder Ausdenung:„sie muͤsse am meisten dahin wuͤrken wo sie den wenigsten Widerstand faͤnde, und wenn man einen solchen Naturlehrer fragte, wie eine Petarde dadurch ein Thor auf⸗ gesprengt werden solte am besten einzurichten waͤre, so R 4 wuͤrde (2s) Bresl. Saml. 1718. Mart. p. 819. Wolffens nuͤzl. Vers. II. T.§. 127. 128. wo er die Wuͤrkung sehr wohl aus dem Druk der Luft erklaͤrt. (209) Das. p. 821. SSIISr —— ———— AIDDIRSDSI“-Y—..— 264 K. IX. Unterschied des Blitzes wuͤrde er doch nicht raten, unter derselben, anstat das Ma⸗ trilbret auszuhoͤlen, vielmehr eine gute eiserne Platte anzu⸗ bringen, damit nach der Seite hin von dem Pulver die groͤste Gewalt geaͤussert werde. Eigentlich wuͤrkt eine Aus⸗ denung oder Platzung mit gleicher Kraft nach allen Seiten hin: allein die Bewegung welche sie hervorbringt muß noth⸗ wendig nach derjenigen Seite hin groͤsser seyn wo der Wi⸗ derstand geringer ist. Z. E. das entzuͤndete Pulver in einer Kanone treibt sowohl die Kanone ruͤkwaͤrts als die Kugel vorwaͤrts, dise aber um so viel weiter und schneller als sie leichter zu bewegen ist. So wuͤrkt auch, wie oben(§. 91. erwaͤhnt, die Platzung welche sich bey einem Wetterschlage teils um den Strahl selbst, teils in der Luft und den Duͤn— sten die dadurch verduͤnnt werden, aͤussert; der eigentliche Wetterstrahl aber folgt einer ganz andern Richtung.(6 §. 98. (2ro)„Der Bliz(sagt der Baron von Wolff: Wuͤrk. der Nat. 331.) ist eine Flamme, die mit einer Kraft versehen ist sich auszubreiten, und wird durch die ungemein geschwinde Bewegung zusammengehalten, daß sie sich nicht zerstreuen kan.„ So muß ja dan noch eine andere Uhrsache diser geschwinden Bewegung vorhanden seyn, daraus nachmahls verkehrter Weise die groosse Kraft hergeleitet wird. Er selbst sagt auch§. 332.daß aus den Umstanden, da der Bliz seine Gewalt an vilen Orten des Gebaͤudes nach ein⸗ ander ausuͤbt, genugsam zu ersehen sey, daß sich diselben durch das Zersprengen einer Feuerkugel keinesweges erklaͤren lassen.„ Wie dan aber uͤberhaupt durch eine Entzuͤndung schweflichter und salpetrigter in der Luft erzeugter Duͤnste? hitzen buf H N ein Gd d hart sch duch Camil hliben. Mise t Wier Rüend fadu herbe darin Schr dunt Zin u der i0 ansiat 0 M ue Pgtte dn Nuder winkten i3 ich alen Esh ringt muß nut yn wo der O Pulberie als die kun chneller 4 oben(. 9 Wetterschhn und den Din der eigentit lung.( 9. 9ʃ zürk. der R aft verseher ⸗ sein geschwish nicht zerhten Uhrsache M aus nachwa itet nitb. K inden, de udes nach es f ssch hsshe uhe elien VEshundsg HRN Hunft! von andern Entzuͤndungen.§. 97. 98. 2653 §. 98. Eben so wenig gegruͤndet ist die Uhrsache⸗das Feuer bewege sich uͤberhaupt nach den kaͤltesten Gegenstaͤnden hin, dergleichen dan die Metalle waͤren.„(0b.) Die Anmerkung ist an sich nicht einmahl ganz richtig: denn das Feuer, oder die Hitze verteilt sich nur gleichmaͤßig, sie faͤhrt nicht so auf den kaͤltern Gegenstand, daß sie ihn nachmahls mehr er⸗ hitzen solte als der waͤrmere zuvor gewesen, und die duͤnnen auf Holz ligenden Vergoldungen, an welchen doch oft der Bliz einherfaͤhrt,(Erf. 62. 107.) haben auch keinen groͤssern Grad der Kaͤlte als Mauren, Saͤulen u. s. w.— Man hatte sich auch bey dem vorzuͤglichen Durchfaren des Blitzes durch Metalle und bey der daher zuweilen erfolgenden Schmelzung derselben wo die umgebenden Koͤrper unverseert bleiben, mit der Erklaͤrung geblendet, daß auf aͤhnliche Weise eine bleierne Kugel in einem vest darum gewickelten Papier uͤber dem Lichte geschmolzen werden koͤnne one daß dabey das Papier verseert wuͤrde.() In disem Falle aber findet sich nur die besagte gemeine Erfarung von der Hitze, daß selbige sich in die anstoossenden Koͤrper gleichmaͤßig verbreite, daher auch, ein bleiernes oder zinnernes Gevaͤß darin Wasser enthalten ist nicht uͤber dem Feuer zum Schmelzen gebracht wird, weil das Wasser, wenn es aus⸗ duͤnsten kan, nicht zu so groosser Hitze gelanget. Da nun Zin und Bley zum Schmelzen zwar einen groͤssern Grad der Hitze als der Grad des kochenden Wassers, aber einen R 5 ge⸗ (2ro p.) Altonaer gelehrt. Mereur. 1768. 29 St. p. 231. (2rI) Wolff von den Wuͤrk. der Nat.§. 328. 266 K. IX. Unterschied des Blitzes geringern als der Grad des Gluͤens ist, erfodern, so schmel⸗ zen sie nicht bey anruͤrendem kochenden und ausdunstenden 0 ‚ Wasser, schmelzen aber ehe ein anstoossendes Papier oder Wi umwickelter Bindfaden zum Gluͤen gebracht oder angebrant sulan! wird. Bey dem Eisen, da es eher gluͤend wird als es sun schmelzet, werden die anstoossenden brenbaren Materien 60 Lar gewiß nicht unverseert bleiben wenn man es bey gemeinem Gche 645 Feuer zum Schmelzen bringen wil. Der Bliz aber faͤhrt wil m nicht gleichmaͤßig durch alle Koͤrper und wuͤrkt auch nicht in El WHN gleichmaͤßig uͤberal in demselben Koͤrper. Er faͤhrt z. E. Mullt W mit Vorbeygehung der Scheide durch die Klinge eines un ui Degens, und macht auch dise nicht uͤberal schmelzen oder Mbn gluͤen, sondern nur an der Spitze, wo er sich beym Ab-⸗ vcen springen zusammen draͤngt, da dan die Hitze welche sich dumn alsbald verteilt auch im Augenblik voruͤber ist.(Erf. 114. hicbes 115.) Er macht den Flintenlauf nicht uͤberal gluͤend, son⸗ hume dern nur beym ersten Zusprunge, wo er durch die wider⸗ aühd stehende Luft zusammen gedraͤngt darauf faͤlt, und so WMI schmelzet er wieber das Metal am Ende des Gewehrs, wo flen es entweder duͤnner ist, oder wo er einen abermaligen Wider⸗ Gaült stand findet und sich zusammen draͤngen muß.(Erf. 93. 9).) üheth Wenn nun bey solchen Umstaͤnden das Metal voͤllig zum huch ö Gluͤen oder Schmelzen gebracht wird, und wenn es nicht ei⸗ Do nen Zusammenhang von mehrerm Umfange hat darin sich Irt 0 die Hitze sogleich verteilen kan, so werden allerdings die sch M anstoossenden brenbaren Dinge auf eine gewisse Weite ver⸗ und 9 . 10 sengt, wie das Holz um die Naͤgel(Erf. 20. 11z3.) und n bey duͤnnen Metaldraͤten die vom Wetterstrahl gluͤend ge⸗ e un * 10% worden,(Erf. 19. 25. 121.0 I hi *0 1§. V. ———— —.—.—.—. ih odan, soschn wulhunsegz d Mupie 6 chgmglt nd wüd as barm Munn bey genehn Dliz aber uͤrkt aug Er fihn zl Klinge dh schmehzen sich beym l ihe wescht it.(Eif. in gllend, si ch die wide at, und Hewehr, aligen Mih Etf al Hölig zv un es nicht hat damn st allerbings sse Baite H1) Iglannd g⸗ 9• N von andern Entzuͤndungen.. 98. 99. 267 L. 99. Indessen spuͤhrt man doch nach Wetterschlaͤgen nicht allein einen offenbaren Schießpulver⸗ oder Schwefelgeruch, sondern man hat sogar Schwefelblumen an den Oertern ge⸗ funden wo ein Bliz durchgefaren ist. Waͤre dises dan nicht ein klares Zeichen, daß der Bliz durch Entzuͤndung von Schwefelduͤnsten eutstehe?— Gerade das Gegenteil. Ich wil mich in einem Beispile erklaͤren. Als der Bliz 1760 im Schlosse zu Upsal ein geschlagen, ward obiges daselbst in merklichem Grade beobachtet.(25 Erf.) Dise Schwefelblu⸗ men waren doch nicht im Schlosse vorhanden gewesen: der Bliz konte sie auch nicht durch die wenigen Loͤcher oder Ritzen welche er in den Mauren gemacht hatte, allenthalben in die Zimmer hineingeblasen haben: und sie moͤgten nun im Ge⸗ baͤnde oder aussen in der Luft gewesen seyn, so muͤste die Flamme, wenn selbige dadurch erzeugt wuͤrde, sie vielmehr entzundet und verzeert als zuruͤk gelassen haben. Nothwen⸗ dig muß also das Gegenteil Stat haben, naͤmlich der Schwe⸗ fel erst durch den Bliz mit der in der Luft vorhandenen Saͤure erzeugt worden seyn, wie uns die Chymie lehret, da uͤberhaupt aus der Vitriolsäͤure mit einem brenbaren Wesen durch die Entzuͤndung warer Schwefel erzeuget wird. Der gleichen Schwefelblumen, welche demnach nicht die Uhrsache sondern nur die Wuͤrkung des Blitzes sind, finden sich auch nach Gewittern welche mit haͤufigen Blitzen ind Wetterleuchten begleitet gewesen nicht allein an den Orten wo es eingeschlagen hat, sondern durch den Regen hie und da auf offenen Wassern zusammen geschwemmt, und die Landleute pflegen einen solchen Regen besonders fruchd⸗ 16898 KIX. Unterschied des Blitzes fruchtbar zu halten.(2) Von disem erzeugten und zuweilen mit⸗entzuͤndetem Schwefel kan auch die Flamme herruͤren welche man in einigen Faͤllen noch nach dem Wetterschlage als brennend gesehen haben wil:(Erf. 97 und 93z. b.) es muͤste aber der Beobachter sich huͤten daß er nicht etwa die im Auge noch uͤbrig geblibene Empfindung fuͤr eine wuͤrklich vorhandene Flamme hielte. 5 §. 100. Hatte man aber ehemahls darin gefeelt daß man die bey andern Entzuͤndungen erkante Uhrsache auch fuͤr die Uhrsache des Blitzes hielte; so fehlt man hinwiederum wenn man nun nach entdekter waren Uhrsache des Blitzes(naͤmlich der Elek⸗ trizitaͤt) auch eben diselbe fast bey jeder andern Entzuͤndung zum Grunde legen wil. Die in der Luft herabschiessende Feuerkugeln, das sogenante Sternschiessen, die an der Erde schwebenden Irrlichter, ja die Feuerausbruͤche aus der Erde oder aus dem Mere, alles sol blizzaͤhnlich seyn. Wie sehr aber unterscheiden sich nicht dise Erscheinungen in irer Ent⸗ stehung, Bewegung und Wuͤrkung? Die Feuerkugeln und das Sternschiessen entstehen bey heiterer windstiller Luft, viel hoͤher als die Wolken(13): es zeigt sich dabey offen⸗ bar (Evi) Ich muß gestehen, daß ich immer versaͤumt habe dise Materie zu samlen und am Feuer zu versuchen, ob sie die Eigen/ schasten des waren gemeinen Schwefels habe: auch weiß ich nicht, ob es von andern versucht worden. (2) Im dritten Teile werde ich noch(§. 168) wieder Gelegen⸗ heit haben zu betrachten, wie die aus einer ungemeinen Hoͤhe herabfarenden Feuerkugeln und das Sternschiessen, was auch die Uhrsache diser sonderbaren Erscheinungen sehn mag, doch vom Blitze unterschiden seyn muͤssen. 0⁰ hat eie xuh Ebl Kuthegen Iden Cümpf sen vich sundhe den bo Faha Hht Iu der Huöbrn Ihrsad Dünste stlben Gude (3 hihes Ren undgun Dmmnsun den Daterth Nundqz.), erniht ehn fir ene pus daß mandeh für diebhrn wenn my aͤmlich der ern Entzüntz herabschiesn die an derh e aus dere yn. Wie s n in irer E euertugeln n indstiler ch dabey et habe die Mih o0 sse REie habet auchn den. wiedir Gelg inet uge Rrhschiset/ Rs Heutnge seh Hissh. von andern Entzuͤndungen. 9. 99. 100. 269 bar eine in Brand gesezte Materie welche unterwegs Funken ausspruͤhet: ihr Lauf weicht sehr von der Bahn eines Wet⸗ terstrahls ab, und sucht nicht wie der Bliz die auf der Erde entgegenstehenden Koͤrper zu treffen— Die schwach leuch⸗ tenden Irrlichter, sie moͤgen nun aus faulen Duͤnsten der Suͤmpfe oder aus mineralischen Aufloͤsungen entstehen, brau⸗ sen nicht wie die Wetterlichter(9. 44. Erf. 34an einer Stelle standhaft fort, sondern flattern an der Erde herum und wer⸗ den von jedem Luͤftgen bewegt— Und, wie kan endlich der Feuerausbruch der Berge nebst dem damit verbundenen Erd⸗ beben aus einerley Uhrsache mit demBlitze entspringen(23 97 Bey jenem ist ein offenbarer Vorrath von brenbarer durch chemische Aufloͤsung entzuͤndeter Materie vorhanden, daher keine voruͤbergehende augenblikliche Flamme, sondern ein auf bestimmter Stelle fortdauernder Brand hervorgebracht wird. Wenn gleich auch bey dem Feuerausbruche der Berge ware Blitze entstehen, so ist dises doch kein Beweis, weder daß der Bliz durch die Schwefelduͤnste, noch daß der Feuer⸗ ausbruch durch die Umstaͤnde welche den Bliz erwecken ver⸗ uhrsachet werde. Die aus dem Feuerspeier aufsteigende Duͤnste bilden Wolken in der Luft und es entstehet in der⸗ selben auch nothwendig eine groosse Veraͤnderung in dem Graͤde der Waͤrme: es sind also dabey eben die Veranlas⸗ sungen 213 5½) Um sich eine richtigere Vorstellung von disen Naturbegeben⸗ heiten zu machen, lese man nur die Beobachter, 3. B. Eg⸗ gert Olassens Reise durch Island und seine Enarrariones hi- storicæ de natura et constitutione Islandiæ, imgleichen Sit WVIII. HAMTONS Campi phlegræi(Naples 1776. Fol.) wie auch andere Schriftsteller, welche uns vom Erdbeben nicht Muth—⸗ maassungen sondern wuͤrkliche Wahrnemungen gelifert haben. 370 K. IX. Unterschied des Blitzes von ꝛc.. 1oo. sungen zu Gewittern vorhanden unter welchen sie auch an allen andern Orten wo keine Schwefelschluͤnde sind zu ent⸗ stehen pflegen.— Das Erdbeben aber entstehet nicht wie die Erschuͤtterung beym Blitze mit oder nach dem Feuerausbruche, sondern es geht vielmehr vorher, und legt sich wenn das Feuer Luft bekommen hat, daher man deutlich abnemen kan daß es durch Ausdenung der Duͤnste in den unterirdischen Hoͤlen und Schichten, wenn der Ausgang verstopft ist, er⸗ wekt werde, wie es dan auch um so viel heftiger ist und sich weiter umher erstrekt je tifer der Siz der Entzuͤndung unter der Oberflaͤche der Erde liegt und je—— der Ausbruch bewuͤrket wird. Ende des ersten Teils. Mu. H.1ch. Llchen se uc) hlunde sud yu tstehe nicht vj empnemͤlhnn kegt sih wan utlich abnengn den unternsz berstopft j eftiger ij uñ Entzuͤndmn eret der Munt Vom 5lilze. II. Teil. Anwendung der Erfarungen von Wetterschlaͤgen auf die Beschuͤtzung der Gebaͤude, und ö daher gezogene ausfuͤhrliche Vorschriften zur Anlegung der sichersten und bequeemsten Bliz-Ableitung an allerley Gebaͤuden. Hamburg, verlegt von Carl Ernst Bohn. 4 7/. U f use Maal Rudoh die denen tit ich hi⸗ aus de ist z gung oͤ 2 lämlich X. Kapittel. Beschuͤtzende Leitung durch Metal. §. I0l. V die erste hervorbringende Uhrsache der Gewitter und der dabey entstehenden Wetterschlaͤge sey, ist uns nicht so noͤtig einzusehen, als zu verhuͤten daß wir nicht durch falsche Muthmaassungen verleitet und dadurch abgehalten werden vielmehr auf die Wuͤrkungen der Wetter⸗ schlaͤge zu achten, welche wir doch aus den Wahrnemungen zu unserm Nutzen erlernen koͤnten. In diser gruͤndlichern Untersuchung aber sind nunmehr wichtige Schritte gemacht, da durch den scharfsinnigen Doctor Franklin erwisen ist daß die saͤmtlichen Wuͤrkungen des Wetterstrahls einerley mit denen sind welche man im Kleinen durch Erregung der Elektri⸗ zitaͤt hervor bringt. Aus dem Lehrbegriffe selbst werde ich hier keine Folgerungen zihen, da dasjenige was sich aus den bloossen Erfarungen von Wetterschlaͤgen abnemen laͤßt zu gegenwaͤrtigem Zwecke zureichen und zur Ueberzeu⸗ gung dienlicher seyn kan. Eines muß ich nur dabey erinnern, naͤmlich daß die weitere Einsicht in den Zusammenhang der Naturbegebenheiten von groossem Einflusse auch auf die Beobachtungen gewesen ist denn, erst seit diser Zeit, naͤm⸗ lich seit dem Jahr 1752, sind gleichsam unsere Augen geoͤf⸗ net, verschidene betraͤgtliche Umstaͤnde bey den Wetterschlaͤ⸗ A 2 gen 27⁴ K.X. Beschuͤtzende Leitung geu wahrzunemen, welche man sonst gaͤnzlich uͤbersehen hatte. Und wer haͤtte es sich wohl ehemahls in den Sin kommen lassen, daß aus solchen Umstaͤnden ein sicherer Weg darzu⸗ legen sey wie die Verletzungen vom Blitze abgewendet werden koͤnnen. Eine Muthmaassung hat zwar darauf geleitet: aber die Sache beruhet doch nicht auf bloossen Muthmaassungen oder Lehrmeinungen, sondern sie ist auf klare Erfarungen gegruͤndet, und folgende Bemerkungen werden davon einen faslichen Beweis darbiten koͤnnen. Der Bliz wird naͤmlich nicht allein durch Metalle vorzuͤg⸗ lich angelocket, sondern er haͤlt sich daran auch dermaassen, daß, wenn ihn eine Strecke Metal, es sey geradesweges oder mit Umschweifen, tifer herab zur Erde fuͤren kan, er selbigem sodan durch alle KRruͤmmungen folget und die anstoossenden und umligenden andern Roͤrper uͤbergehet, verlaͤst und verschonet. An duͤnnen metallenen Draͤten muste die dadurch genom⸗ mene Bahn des Strales oft in die Augen fallen, da man sie nach dem Durchfaren vom Blitze noch heis oder auge⸗ schmolzen, zerrissen, ja ganz zerstaͤubet fand, wie auch bey dem Wetterschlage in die Abtey St. Medard von dem Beobachter angemerkt worden(314): aber der wichtige Um⸗ stand, daß in disem Wege andere Koͤrper unverlezt bliben, ward dabey uͤbersehen, und daher dise Erfarung vormahls noch nicht zu dem Nutzen der Leitung des Blitzes angewen⸗ det. Ich kan nicht umhin hier eine Wahrnemung anzufuͤren, die ein gelehrter Man aus Epperies in Ungarn, one Zwei⸗ sel der Herr Doct. J. Ad. Reimann, schon im Jahr 1717 be⸗ schriben (aua) G. oben§. 95.— Andere Beispile da der Bliz teils in Ge⸗ baͤuden, teils durch die freie Luft, den metallenen Draͤten gefolget ist, finden sich haͤufig genug. S. Erf. 18. 19. 2I. 22. 73. I08. JIaI. shiben Mbe sumes sch da 6 V. de N ʃl, 90 gunz alet un in V WWische W Hematt felige cude! in del einem Fenl nihal bhoß! brunde chen 6 eiserng gemacht chet dun hef hun I She ulirsü, 0 hibafhnshz durch Metal.§. 101. Erf. 105. 275 en Ein hnm schriben hat. Es ist naͤmlich besonders merkwuͤrbig, daß erer n hup diser Gelehrte so lange vor der besagten Entdeckung des Zu⸗ geveabe werhn sammenhanges der Gewitter mit der Elektrizitaͤt, und folge aufglent:, lich one irgend ein Lehrgebaͤude im Kopfe zu haben welches uhansn sich darauf bezoͤge, doch aus bloosser Beobachtung den Zug lare eüm des Blitzes am Metalle herab, und gewisser Maassen auch den dnron ez die daher erfolgende Verschonung anderer Koͤrper bemerkt hat, da er sich folgendergestalt ausdruͤcket. Menleunh 105. Erf. uch demaisz„Am 17ten Jul. 1717 entstand nach Mitternacht ein hef⸗ tiges Donnerwetter, mit einem starken Plazregen, so eine ganze Stunde lang dauerte, hirauf zwar etwas nachließ, aber um 6 Uhr fruͤhe desto heftiger wieder kam, one merkli⸗ geradeewi rde füͤren in olget undy r chen Wind. Die Wolken zogen von West gegen Ost. In⸗ zwischen regnete es nur noch etwas weniges. Alsbald aber wbunh gen entstand ein grausamer Bliz und schlug in unsern Turm. Ich len, du n bemerkte aus meiner Studierstube, daß er in Gestalt einer h l feurigen Kugel von Morgen herabfiel/ aber kaum eine Se⸗ d, vi cunde lang in solcher Form zu sehen war) sondern gleichsam ünd but in verschiden; Stuͤcke zersprang und auf gedachten Turm mit uihthch einem erschroklichen Knal herabschlug. Selbiger ist von ö ziemlicher Hoͤhe, viereckigt, und an der Pfarkirche nach gs berlh 6 woͤhnlicher Art gegen Abend gelegen, unter dem Dache aber an un blooß wie Privatgebaͤude, wegen des lezten groossen Stadt⸗ b i brandes, nur so gemeinhin zugepuzt. Die darin befindli⸗ 5 n chen Glocken werden durch ire Haͤmmer, vermittelst eines m/ an eisernen Drates angeschlagen, welcher an die Haͤmmer vest Renn gemacht und durch eine Oefnung von 4 hoͤlzernen Bretgen, sinnn oder durch eine viereckigte Duͤtte(Rore) in die etwa õ Ruten l in tief darunter befindliche Uhrkammer gehet. Nachdem nun algen Duünt der Bliz einen Sparren von dem Dache gegen Ost, mit her⸗ I unterstuͤrzung einiger Reihen Zigel, zersplittert, zugleich A 3 aber 276 K. X. Beschuͤtzende Leitung aber auch den Abendteil, mit Niderreissung einer nordlich gelegenen Feuermauer, heruntergeworfen, und hingegen den mittaͤglichen Teil ganz unverseert gelassen; so ergrif er gedachten eisernen Drath, und fuhr an selbigem durch die kleine Oefnung hernider in die Uhrkammer, von daraus er, nachdem er ein eisern Rad an der Uhr zerbrochen, durch die gegen Mittag angehangene Seigertafel in die freie Luft flog, und den Zeiger auswaͤrts bog. Hiselbst ergrif er von Neuem einen andern eisernen Drath, welcher von der Hoͤhe des Turms bis unten an ein kleines Gloͤklein gehet um die Hinauf kunft auf den Turm anzudeuten, fuhr an selbigem herunter und hinterließ blooß von aussen am Turme einen schwarzen Flek. Da nun aber diser eiserne Drath nicht eben sonderlich lang, sondern an selbem forthin eine leinene Schnuhr oder Striklein angeknuͤpft ist, so geschahe es, daß, als der Bliz auf dise letztere traf, er selbige keinesweges an⸗ brante, sondern von da queerüͤber in die Mauer fuhr, einen Elstein herausriß und durch ein enges Rizlein wieder in die Hoͤle des Turms eindrang, von daraus er durch das nicht ferne jedoch etwas tifer entlegene Feuster in die freie Luft flog und nichts als einen Brandflecken zuruͤk ließ. Die hin⸗ zugelaufenen Leute bemerkten daß es stark nach Schwefel stank, wie nicht weniger, daß die gedachten Draͤte zerrissen und angeschmolzen, ja fast noch ganz gluͤend waͤren daß man sie nicht beruͤren konte. In dem mittelsten Stokwerk des Turms sind die Glocken befindlich, welche nach dem Gebrauch dises Landes bey groossen Wettern gelaͤutet zu werden pflegen. Daselbst stand am Fenster gegen Mittag, an welcher Seite der gedachte Drath herunter gehet und woran der Bliz hernider fuhr, ein Studiosus, der, in Meinung getroffen zu seyn, so aber nicht war, ploͤzlich da⸗ nider fiel: da man ihm aber eine Ader oͤfnete ist er ganz un⸗ beschaͤ⸗ Hhhibi⸗ ehhch lnd audem gedae Eisen wußte odet geme Essin, ih fir Jahrl Gutt, seh R sehn,t O. Etdec Iu, o W w in de ( ( eitung r an schigen i Lnne dondarn hr ebiochy,sy 1fl in di fietth Hiselbf krgrif welchet von huh Wllein gehrun. fuhr an siy n am Zurnet rne Oath nigt orthin eine shs so geschahet ige keinesegh. Mauer fuhy,e ilein wirdej er durch hun r in die inth ruük liß. Dit rk nach Ehz n Drate znj lend wünn! ttehten Suhh welche uig N tern gelunt 2 gegen M mter gehet h ii,/ u, Hshlich 0 ste genzin I durch Metal.§. 101. Erf. 105. 277 beschaͤdigt gewesen und gebliben. Er war also nur durch die Platzung des Drates erschuͤttert!— Damit ich nichts ver⸗ hoͤlen oder uͤbergehen moͤge, so ist zu merken, daß der Drath an dem Orte wo er mit dem Striklein zusammenhing an dem obgedachten Ekstein angelegen, so daß der Bliz, da er dem Eisen nachgefaren, unumgaͤnglich auf den Stein auftreffen mußte. Ob er nun aus diser Uhrsache in die Mauer gefaren, oder aber vielmehr bey dem Ende des eisernen Drates, we⸗ gen einer sonderbaren Sympathie des Blitzes mit dem Eisen, uͤberlasse ich andern zu entscheiden, ohngeachtet ich fuͤr meine Person das leztere daher schliesse, weil im Jahr 1673 der Bliz in eben den Turm und an eben der Seite, an dem eisernen Drate, so damahls laͤnger gewe⸗ sen, one daß ihm gedachter Elstein solte entgegen gestanden seyn, bis ʒu unterst herabgefaren.„4 Durch bloosse Beobachtungen war man also hier der Entdeckung, nicht allein von Leitung des Blitzes an Metal⸗ len, sondern auch von Verschonung des Gebaͤudes so weit das Metal herunter reicht, schon so nahe gekommen, daß wir uns wundern muͤssen wie nicht noch ein Schrit weiter in der Folgerung gemacht worden sey(. ö A 4 Noch (ars) Dise Nachricht ist aus dem Lateinischen übersezt in den Breslauer Saml. 1 Vers. 1717. p. 64 eingerükt. (2re) In den Anmerkungen des Herrn Doct. Kanolds wird (p. 68) nur im Algemeinen dabey erweent daß, wenn der Bliz an etwas herab faͤhrt, er sich oft an solche Dinge bestaͤndig halte und bis zu deren Ende auch durch enge Oefnungen fortlaufe„ dabey das oben(Erf. 22.) eingeruͤkte Beispiel angefuͤhrt wird.— Auch der berühmte Baron von Wolff, welcher(Wuͤrk. der Nat.§. 329. 330) aus obiger Geschichte einige nichtsbedeutende Umstaͤnde anführt, hatte das Wichtigste, das besondere Herabfaren an dem Metal⸗ drate nebst der Verschonung des Gebaͤudes, gaͤnzlich uͤbersehen. 278 K. X. Beschuͤtzende Leitung Noch eine alte ungenuzte Wahrnemung lifert uns der Herr Doct. Kanold zu Breslan. Erf. 105. b. „Am ersten Aug. 1725. als bey suͤdlichem und suͤdwestli⸗ chem Windstriche ein Plazregen und ein von Suͤdwest nach Nordost zihendes Donnerwetter voruͤbergegangen, brach die Sonne wieder hervor, so daß uͤber uns gebrochene Wol⸗ ken und blauer Himmel, gegen Osten und Norden aber bis Nordwesten ein sehr schwarzes ausgebreitetes Gewoͤlke, und in selbigem auch noch immer starkes Blitzen zu sehen, und Donner aus der Ferne zu hoͤren war. Inzwischen entstand gleichwohl noch ein Schlag, der uͤber unsern westlichen Ze⸗ nith heftig her donnerte und mit dem ostlichen oder nordli⸗ chen Gewitter keine Verbindung hatte. Da nun die Sonne hibey angenaͤm, wiewohl heiß schine, und man sich eben gegen Westen hinaus nach diser Wetterwolke umsahe, aber ausser der dicken Finsterniß in Norden und Nordwesten nichts als gebrochene, doch mit unter dicke Wolken sahe, so ge⸗ schahe unvermutet ein anderer sehr heftiger Schlag. Diser traf eines unserer Zeughaͤuser gegen Westen der Stadt, unfern dem Oderstrohm auf dem Burgfelde gelegen, und zwar dessen Kornboden, welcher der Laͤnge nach von Osten gen Westen stehet. Der Strahl war oben auf der Firste, am zꝛsten Sparren von Osten an zu rechnen„ durch den Firstzigel hindurch, und am nordlichen Sparren mit Heraus⸗ schlagung einer langen Furche, an dessen Westseite in gera⸗ der Linie herab bis auf den dritten Boden gefaren, wo der Sparren stark zersplittert, aber nichts versenget oder ange⸗ schwaͤrzt worden. Von da war er dem naͤchsten Sparren vorbey gegen Osten an einem Kapfenster zum dritten Spar⸗ ren uͤbergegangen, wiewohl ohngefaͤhr 3 Ellen hoͤher als die Sielle wo er im ersten Sparren abgesetzt, loder wo die Split⸗ Ittett ubor 30 e metwe uth d Hurch Fustet Drath egtzwr sthen n Qaß hafer hsen n Gccd ao n hicht nu Mpn huen schax hattef schag Sinhe Ein& iwa g disen gllende lis auf (⁰)7 . f m ug lfft n em mn sdofß bon Shur gegangen, h gchchn HMidechgg es Gepölkz en zu shey u zwischen aisz ern westichn ichen obrr a nun die Z 1d mon sch/ le umshe/ Y ordwestnrt len sahe, h/ Schhag. N ten der E gelegen, nach bon R auf der dj en, duuch en mithit estseite in go faren, o get odit alt Hfen Epmnt huttn Eu Hher a ur o ll Chlt ö durch Metal.§. 101. Erf. 105 b. 279 Splitterung auf hoͤrte,‚) und zwar so, daß man kein Merk⸗ mahl von Ansplitterung der zwischenligenden Latten oder Zigel des Daches fand. Die Seitenmauer des Kapfensters war etwas an- und durchboret, weiter aber war der Strahl durch den an der Mauer und Sparren ligenden Hohlzigel durch, und dan vermuthlich an oder um die an disem Fenster befindliche Rlingel herabgefaren, und hatte den Drath unten, etwan anderthalb Man hoch von der Erde entzwey geschlagen, one daß ferner ein Merkzeichen zu sehen wo der Bliz hingekommen.(Da es heisset: der Drath sey daselbst entzwey geschlagen, so muste derselbe wenigstens noch etwas tifer herunter gegangen seyn.] Ein in disem Zeughause arbeitender Schloͤsser wolte zwar wahr⸗ genommen haben, daß der Strahl gleich uͤber am andern Gebaͤude, unsern dem Pulvermagazin in die Erde gefaren, alwo man aber keine Spuhr finden koͤnnen. Es ist naͤmlich nicht nur in besagtem Zeughause ein besonderes Pulver⸗ magazin, sondern auch nicht ferne davon ein anderer Pul⸗ verturm befindlich, welche jedoch von disem nahen Wetter⸗ schlage keinen Schaden gelitten. Der Kornwaͤrtermeister hatte sich auf dem mitlern Boden einige Schritte vom ange⸗ schlagenen Sparren befunden one beschaͤdigt oder seiner Sinne beraubt zu werden, wiwohl er heftig erschrocken.— Ein Gelehrter, welcher sich vor dem Tore gegen Norden, etwa zwey bis 3000 Schritte vom Zeughause, befand, hatte disen Bliz als ein aus der Esse eines Schmides kommendes gluͤendes Eisen herabfaren gesehen, und darauf, da er etwan bis auf 6 zaͤlen koͤnnen, den Knal gehoͤret.( v.)„ A 5 Ob (Ere b.) Aus des Herrn D. anolds eigener Beobachtung in den Bresl. Saml. 1725. Aug. p. 166-169.— In den beyge⸗ fuͤgten Anmerkungen ist die Leitung des Strahls an dem Klin— 280 K. X. Beschuͤtzende Leitung Ob man gleich bey disem Berichte noch ein und andere Umstaͤnde mehr zu wissen verlangen moͤgte, so ist doch daraus klaͤrlich zu ersehen, daß der Strahl den Weg nach dem Klingelzuge hin genommen, und daß er von der Stelle an wo er die Klingel mit irem Metaldrate ergriffen die untern Teile des Zeug hauses nicht weiter beschaͤdigt habe. Scheuchzer hat gleichfals eine aͤhnliche Bemerkung. 106. Erf. „Im Jahr 1723 den 25 Heumonat ungefaͤhr um halb ein Uhr nach Mitternacht, schoß ein Bliz in die Kirche bey dem Kreuz, nicht weit von der Stadt entlegen, und zwar zuerst auf die westliche Seite des Tuͤrmleins. Von da, nach⸗ dem er etliche hoͤlzerne Schindel heruntergeschlagen, fuhr der Strahl einem Eisendrath nach, welcher die Glocke mit dem Uhrwerk zusammenhing. Unter dem Dache lone Zweifel ehe er den Drath erreicht hatte!] teilte er sich in verschidene Zweige gegen Abend und Morgen, daher die Dachbalken hie und da beschaͤbigt und oben aus der Mauer gegen Westen der Kalk weggeschlagen wurde. Der Hauptstrahl indessen fuhr dem gedachten Drath in der ganzen Laͤnge der Kirche nach an der mittaͤgigen Mauer fort, bis zu einem Gehaͤuse darin das Uhrwerk eingeschlossen war. Auf disem Wege ward der Eisendrath vier Mahl abgebrochen und an den Enden des Bruchs geschmolzen. In gedachtem Kasten ward das Uhrwerk ein wenig von seinem Orte weggeruͤkt, und die hoͤlzernen Bretter zerspalten, an deren einem der Weg des Blitzes deutlich konte wahrgenommen werden, indem er sich in zween Strale teilte und mit einer Rauchfarbe bezeichnet war.[Der Strahl fuhr naͤmlich nun, da die Leitung des Metalles auf hoͤrte, durch die Bretter weiter fort, und die bey Klingeldrate nebst der Verschonung der untern Teile des Gebaͤudes nicht beachtet. ö 10 dan O 46 Urwer duchbret Remen Th Mubem aulMy Itrema, oder an! bemealkt mehtere⸗ anpemerl Clang f Esendkath Ind nul sehlrocht. Hiert her Strah bawetlt; Dapile diucke“ sam schl Da durchfa schwätz Bihes des bat Beißpiel herrnt Uscher (ur) 0 tung ioch ein I uh so is loc 10 en uc r bon der Stllh eegifn de un igt hode e emrug ungefähr um in die Kuch! itlegen, uz . Mu d, u geschlagen, ser die Gloch: Dache lonegt sch in bersch die Oachhj uer gegen M pistrahl ind. LVnge det y u einem Gh Auf disem N hen und an tem Kastnte gerükt, hl m der Va N / inden af farbe Hgaitt die tung som, u 0 Iten Zl“ durch Metal.§. 101. Erf. 106. 281 bey dem Durchbruche daselbst entstandene Platzung verruͤkte das Uhrwerk.] Am Ende des einen Strahls war das Bret durchboret, und die lezte Gewalt uͤbte der Bliz an der siei⸗ nernen Thuͤrschwelle aus, wo er die Mauer durchbrach. Man bemerkte auch an der Zeigertafel, daß das Vin der Zahl V verlezt und ausgeloͤscht war. In tabula horologii extrema, kan entweder heissen: am Rande der Zeigertafel, oder an der aͤussern Zeigertafel.] Bey disem Falle verdient bemerkt zu werden, teils die Spaltung des Strahls in mehrere Zweige, teils sein bestaͤndiges und anderswo auch angemerktes Anhangen an die Metalle, in was fuͤr einer Stellung sie immer seyn moͤgen: denn der groͤste Teil dises Eisendraths, ohngefehr 40 Schue, befand sich wagerecht, und nur der kleinere Teil von ohngefaͤhr 18 Schuen seukrecht.„(7) Hier wird zwar die Verschonung des Gebaͤudes, soweit der Strahl an dem Eisendrath hergefaren, nicht ausdruͤklich bemerkt; sie laͤsst sich aber nicht allein aus haͤufigen andern Beispilen, sondern auch aus des Verfassers eigenem Aus⸗ drucke“„dem bestaͤndigen Anhangen an die Metalle„ genug⸗ sam schliessen. Da auch das duͤnne Metal der Vergoldungen von dem durchfarenden Strale zum Teil angegriffen und ange⸗ schwaͤrzt wird, so kan man daran ebenfals die Bahn des Blitzes augenscheinlich nachspuͤren und die Verschonung des darunter ligenden Holzes bemerken. Ein vorzuͤgliches Beispiel davon finden wir in des gelehrten Praͤlaten Herrn von Felbigers Beschreibung eines Wetterschlages, welcher im Jahr 1749 die Pfarkirche zu Sagan getrof⸗ fen, (217) Bresl. Saml. 1723. Jul. p. 71. und Scheuchzers Schweis. Nat. Gesch. Sulzers Ausg. II T. p. 33J. U0 282 K. X. Beschuͤtzende Litung 110 IU fen,(13) aus welcher ich hier einige merkwuͤrdige Um⸗ nitn stande in Betrachtung zu zihen nicht ermangeln kan. Wuas de 66 Erf. ů ö Eymner di Der Bliz hatte vordem zu verschidenen Malen in den im Turm geschlagen, da selbiger noch mit einer hohen Spitze Bean versehen gewesen. In den 39 Jaren aber, da er, nachdem l 0 die Spitze abgebrant war, uͤber dem Mauerwerk nur ein hn Nothdach von Schindeln hatte, ist kein Wetterstrahl darauf vn 0 gefallen.(½) Hingegen fiel der Bliz 1749 den 18 May Riiht ö bey ziemlich warmen Wetter, wobey es nur wenige Tropfen en 31 regnete, auf den hintersten Gibel der Kirche, welcher doch arlh nur etwa 40 Ellen hoch war, da der Turm noch eine Hoͤhe nilt af von 74 Ellen hatte und kaum 30 Ellen davon abstand, 18 und einige Personen, welche sich auf dem Markte befanden t6h versicherten gesehen zu haben, daß er wie ein Klumpen 1438 Seuer aus einer Wolke nach dem Kreuze welches auf der Maerung Spitze dises Gibels stand zugefaren sey. Es befand sich ö n f nämlich daselbst ein groosses eisernes Rreuz, fast 3 Zentner wualn schweer, welches rund gebogene Ecken hatte und in einem dawir ö ö Werkstuͤcke mit Bley vergossen und bevestigt war. Selbiges saun bm ( ward dadurch herabgeworfen, und das Werkstuͤk zerschmet⸗ 0 Mal tert. Von da an teilte sich der Bliz in drey Strale, welche Wuugn auf die eisernen Fensterramen an der oͤstlichen Gibelwand Siheffrf und an der nordlichen und suͤdlichen Seite zufuren und die unter⸗(vy (Ers) Die Kunst, Tuͤrme oder andere Gebaͤude vor den schaͤd⸗ lichen Wirkungen des Blitzes durch Ableitungen zu bewaren, 0 von Joh. Ignatz von Selbiger. Breslau 1771. 8. ster 0 Abschn. p. 43. 0 (419) Daselbst p. 66. not. 5. und Vorrede p. 5. Es ist demnach 10 wohl zu merken, daß auf der Kupfertafel nicht der dama⸗ lige Zustand des Turms, sondern das neue Dach mit der WM Bliz⸗Ableitung, welche der Herr Abt uunmehr veranstalten fi lassen, vorgestellt wird. s. p. 5. 0 RIN x MN Liturg ge malolhg rmangeh n idenen Migj nit einer Hunz aber, ute, u Mauerveln in Vettersiulh 1%0 w eĩ nut wene Kirche, nitz Turm roch enn Ellen daron h dem Mult hi er wie ein Nu reuze welched ui sey. Es lit inn„sistn hatte und ut 0 WaI. s Werkstik yu in drey Stuh: ostlchen Gle Zeite zufuten u Gebaͤnde t x Wleitungeu Breslau I de p.5 E wsettafelris 1 das geue D At uunnet I durch Metal.§. 101. Erf. 107. untersten Scheiben zerschmetterten. Der Weg zu dem noͤrd⸗ lichen Seitenfenster ist besonders merklich, da der Strahl, (wie aus der Figur zu ersehen) mit Vorbeigehung von vier Sparren die zunaͤchst am Gibel ligen, auf den fuͤnften und sechsten von besagtem Kreuz gesprungen ist, und davon die Schindeln abgerissen auch die Sparren zerschmettert hat, (welche eben gerade uͤber dem Fenster sind,) folglich laͤngst den Schindelnaͤgeln seine Bahn zu den eisernen Ramen gerichtet haben muß. Die Naͤhe diser Metalle, welche eine Leitung zur Erde darboten,(§. 30.) scheint mir auch eine Uhrsache zu seyn, warum der Bliz auf dises Kreuz und nicht auf ein anderes uͤber der Kuppel, welches doch 12 Ellen hoͤher und nur etwa 30 Ellen davon stand, gefallen ist(20).—Alle drey Strale hinterliessen deutliche Spuren, besonders an den haͤufigen Vergoldungen in der Kirche, deren Verzerung oder Anschwaͤrzung ire Bahn anzeigte, und daraus folgendes zu gegenwaͤrtigem Zwecke vornehmlich zu bemerken ist. Jeder Strahl fuhr, uͤberhaupt betrachtet, niderwaͤrts, und nahm dabey in so ferne er durch Metal faren konte die naͤchste Bahn; ging aber durch Umwege am Metalle wo er sonst geradezu durch andere Koͤrper haͤtte dringen muͤssen. So fuhr der Strahl welcher durch das Gibelfenster drang auf den etwa 7 Fuß davon abstehenden hoͤl⸗ 283 (220) Man vergleiche Erf. 49. von Whitfield's Kapelle.— Der Herr Verfasser glaubt, daß vielleicht der groͤssere Inhalt des Kreuzes welches getroffen worden, oder auch die Figur desselben etwas dazu beigetragen habe, oder, daß die Wolke zuerst in irem Wege darauf gestoossen.(p. 66. not. 5.) Von der Seite her muß freilich der Bliz gekommen seyn, weil er sonst eher den Turm und hoͤhere Gipfel des Gebaͤudes zu seinem Wege genommen haͤtte, als durch die freie Luft gefaren waͤre.(S. 87.) 284 K. X. Beschuͤtzende Leitung hoͤlzernen vergoldeten Ramen des Altarblattes, welcher nach oben bogenfoͤrmig ist, und zwar so, daß er die Vergoldung des daran befindlichen durchbrochenen Laubwerks nur oben in der Mitte wo er es zuerst erreichte beschaͤdigt hatte, her⸗ nach aber an der 2 Zoll breiten Leiste welche das enthaltene Bild umfasset von der Mitte des Bogens laͤngst der ganzen Hoͤhe lnur] auf der suͤdlichen Seite herabgefaren war, von deren unterm Ende er zu weiter unten besindlichen Vergol⸗ dungen sprang. Mau konte auch sehen, daß, wo ein Strahl einen Umweg zur Seite oder etwas aufwaͤrts genom⸗ men, ihn die Leitung durch an einander haͤngendes oder nahe anstoossendes Metal dergleichen er in senkrechter Richtung nicht angetroffen, also herumgefuͤret, und daß er doch am Ende eines solchen Abweges eine Leitung gesucht habe die ihn zur Erde fuͤhrte, da dan ein eisernes Gitter, als das groͤste Metal, ihn den weitesten Weg zur Seite hinlokte.( Jeden Weg aber verfolgte er so, daß er nicht allein vom Metalle nicht abwiche, sondern sich auch nicht ein Mahl auf andere zusammenhaͤngende Vergoldung die nicht zur Erde fuͤhrte ausbreitete. Denn wo die Bahn senkrecht herunter ging da waren die anstoossenden wagerechten vergoldeten Leisten, und wo sie wagerecht fortlief die zusammenhaͤn⸗ gende aufwaͤrts gehende Vergoldung unverseert gebliben: imgleichen, wo der Strahl mitten auf eine senkrechte Leiste zugesprungen, daselbst hatte er nur beym ersten Zusprunge auf etwa 8 Zoll oberwaͤrts die Vergoldung mit angegriffen, das uͤbrige Zusammenhaͤngende sich weiter hinauf Erstrek— kende aber war unverlezt, und nur der Weg niderwaͤrts gezeichnet.(32)— Nur da, wo er wegen Mangel des zu⸗ sam⸗ (221) Das. p. 45. 50. 5I. 52. (22½) Das. p. 45. 47. 50. 5I.— Man vergleiche oben 49 Erf.— Daher glaube ich auch, daß der eine Strahl, welcher anz ö au mmebin ulle sch d audaes Me in de uött vugttecht heit C Iise reich darauf se schenüun wechẽ de hemziute stbemiz h, besch briz gewe Die Dg Rantftanden, in intr M. Höden, u. von den e und wo er —⁴⁰ 620 un ttes, vcherz er ielenuhh uboerz uur h hͤit ltz, 6 sche buthilt lnpsehy un Heftren nur,; efüͤdlihe d en, daß, W auswättzgmn ngendes dhar recht Rür daß er doh gesucht gah Gilin, d ite hinlatz e nicht alleny icht en g e nicht zur enkrecht hr chten Hahh on ersent g e senkihtel ersten Zs mit augnt hinaf iñ Wg wn Mull 0 heh y v 7 V durch Metal.§. 101. Erf. 107. 285 sammenhaͤngenden Metalles einen Sprung thun muͤssen, teilte sich der Strahl und fuhr in verschidenen Wegen auf anderes Metal zu(23).— Auf allen Wegen, deren einer an der noͤrdlichen Seite an den Chorstuͤlen auf 24 Ellen fast wagerecht fortging, ward blooß ein oder ein Paar Zoll breit(½) von der Vergoldung verseret, one daß, so weit dise reichte, auch irgend etwas von dem troknen Holzwerk darauf sie angelegt war versengt worden: ja auch in den Zwi⸗ schenraͤumen der daselbst befindlichen vergoldeten Ziraten uͤber welche der Strahl Spruͤnge machen muste, und welche bey je⸗ dem Zirate 4Zoll betrugen, war nur an einer Stelle der Bern⸗ steinvernis mit welchem daselbst das eichene Holz uͤberzogen war, beschaͤdigt. Dennoch zeigt sich, daß noch so viel Kraft uͤbrig gewesen, daß allenthalben am Ende wo der Strahl die Vergoldung verlassen muste, merkliche Beschaͤdigung entstanden, ein Loch durch die Tuͤren, durch einen Feldstein, in einer Mauer, durch die Fugen von Quadersteinen am Fuß⸗ boden, u. s. f. geschlagen worden(5).— Nur da, wo er von den Fensterramen zuerst auf die Vergoldung gesprungen, und wo er von einer abgebrochenen Vergoldung zur andern einen auf dem Seitenchore bey dem Herrn Abt selbst vorbeyge— saren ist,(p. 51.) nicht von unten herauf, wo er zu keinem Ziel gelangte, sondern durch eine Nebenteilung des Blitzes irgendwo von oben herunter gekommen sey, und sich nur bey selbigem Pfeiler mit dem unten fortlaufenden wage— rechten Strale vereiniget habe. (2²³) Das. p. 47. 49. (4³⁰9 Das. p. 45. 50.— p. 49, wo er queer uͤber vergoldete Buch⸗ staben, und also mit Spruͤngen gefaren, ward doch die Vergoldung derselben nur in einer Breite von etwa 3 Zol angegriffen. (2²5⁵) Das. P. 45 48. 52. 286 K. X. Beschuͤtzende Litung einen Sprung thun muͤssen, hatte er andere Koͤrper im Wege mit ergriffen, etwas Holzwerk, Fensterscheiben u. s. w. zer⸗ schmettert, auch in eine der Fensterscheiben ein laͤnglichtes Loch von etwa 3 Zoll grooß geschmolzen(226%0), und an den Ziraten eines Bogens wo die Vergoldung uͤber welche der Strahl hinlief mit Oehlfarbe uͤbermaͤhlt war, ward sel— bige davon in Blasen abgeloͤset(7).— Endlich, wo der Strahl die Erde erreichte, da endigte sich seine Wuͤr⸗ kung(53).— Es waren dazumahl wegen angestellter oͤffent⸗ lichen Gebete, vile Leute in der Kirche. Auf den steinernen mit einem roten Tuche bedekten Stuffen des Altars kniete ein Priester mit zween Aßistenten, und hinter disen 2 Kna⸗ ben. Dem einen Knaben ward der Schu vom Fusse, doch one des Fusses Beschaͤdigung, abgerissen, blooß die Sole und etwas weniges an der Spitze blieb uͤbrig, und war nicht angebrant: das ganze Oberleder nebst der Schnalle war weg und nirgends zu finden. Dem Aßistenten, welcher dem suͤdlichen Fenster am naͤhsten kniete, ward in seinen Rok un⸗ weit des Saumens ein Loch, eines halben Gulden grooß geschlagen, und daneben einige schwefelfaͤrbige Flecken auf dem weissen Tuche so angesengt daß die Wolle bis auf den Faden verzeert war: an seinen Schienbeinen zeigten sich Brandblasen als wenn sie mit heissem Wasser begossen waͤ⸗ ren, die zwirnenen Struͤmpfe aber waren unverlezt. Der Priester war mit einem Mantel bekleidet, dessen unterer Teil eine Einfassung von einer goldenen Spitze hatte: dise war zum Teil angeschwaͤrzt, zum Teil auch des Goldes beraubt, daß (2⁵) Das. p. 44. 45. A7. so wie auch bey dem Holze, zwischen einer eisernen Axe eines Gloͤkleius und der andern, geschehen. p. 49. ⁷) Das. p. 48. (328) Das. P. 46-52, u uut d vige v fen undee den gat Nschide Vltz de ku, so ͤcht. Sunle, chen ger sehst n Me Epi e Vust hevücke Ceiite, v olb er au durber welcher z Hichten Reinen er hefti (Der chenen wo dise ned Gi Umfan (E. E wische am Fuf auf der gunsser sher ste ung Rcpt ind) bn I en (), N 0 ber wache wat, hut Enbläh, W sih sen augeseller luf den senz des Muurd sj uter disen 5 bom duse, „blooß ds ig, und vi Schnallenn u, welche! u seinen M. Gulden g cbige Flert zolle bis aul inen geign ser begosas unberlgt.! ssen untun hatte: H Goldes kunt Ruish ys/ Rl durch Metal.§. 10T. Erf. 107. 287 daß nur die bloosse Seide zu sehen war. Auf dem Tuche welches die Stuffen bedekte zeigten sich auch angesengte Strei— fen und eingebrante Loͤcher. Es liegt ader diser Altar an dem getroffenen Gibel zwischen den besagten dreien Fenstern. Verschidene Vergoldungen um selbigen herum waren vom Blitze beruͤhrt, und acht Lichter, welche auf dem Altar bran⸗ ten, so wie die vorwaͤrts haͤngende Lampe wurden ausge⸗ loͤscht.(Es konte also leicht etwas von ein oder anderm Strale,— der Verfasser vermutet, daß es von dem suͤdli⸗ chen gewesen, welcher die Scheibe geschmolzen hatte— da⸗ selbst noch an dem Boden einher faren, wo zumahl die gol⸗ dene Spitze des Mantels eine Anlockung gegeben, aber auch die Verschonung der Beine des damit bekleideten Priesters bewuͤrkt hatte.)— In einer offenen Thuͤr an der nordlichen Seite, wo der Strahl die lange wagerechte Bahn nahm und als er auf die Thuͤr traf an den Vergoldungen einen Amweg daruͤber hin machte, kniete ein Kirchendiner auf der Schwelle, welcher zwar one Empfindung nidersank, aber ausser einer leichten Verletzung am Halse, wo die Haut versengt schien, keinen Schaden gelitten hatte und sich nach 24 Stunden, da er heftiges Stechen in der Brust empfand, wieder er hohlte. (Der Bliz war hier naͤmlich nur queer uͤber zu der unterbro⸗ chenen weitern Leitung der Vergoldung gefaren.) Am Ende, wo diser Strahl ein eisernes mit gruͤner Oehlfarbe angestriche⸗ nes Gitter angetroffen, und selbiges(da er sich in groͤsserm Umfange von Metal verbreiten konte) zwar nicht verlezt, (S. Erf. 120.) aber doch sowohl an dem Pfeiler welcher zwischen besagten Chorstuͤlen und dem Gitter stand, als auch am Fusse des entgegenstehenden Pfeilers, an welchem dises auf der andern Seite bevestigt war, merkliche Zersprengung geaͤussert hatte, knieten eben in der Thuͤr des Gitters auf einer steinernen Stuffe zwey Schulknaben, deren Fuͤsse etwas II. Teil. B ver⸗ 288 K. X. Des chüsende deitung versengt wurden.(Es war also der Strahl nicht von oben auf sie zugesprungen sondern hatte sie nur am Boden wo er sich zulezt verbreitete, mit beruͤhrt.)— Der Herr Abt selbst, welcher auf dem Seitenchor uͤber den Chorstuͤlen neben einem Pfeiler auf einem Baͤnkchen one Ruͤklene kniete, ward da⸗ von durch einen daselbst vorbeyfarenden Strahl zuruͤk⸗ und herabgeworfen, nachdem er blooß das Klingen einer zer⸗ sprengten Glasscheibe gehoͤrt und etwas Flamme gesehen, aber keinen Donnerknal vernommen hatte. Er war aur ei— nen Augenblik ausser sich, fuͤhlte keine hesondere Er schuͤtte⸗ rung, sondern nur ein Brennen im G esichte, eine schmerz⸗ hafte Ausdenung im Kopf und in der Brust, und mr Iste nachdem er wieder zu sich gekommen war, aͤngstlich na Othem schnappen, so, daß er glaubt, ein wenig staͤrkerer Druk der Laft wuͤrde ihn augendliklich ersticket haben(9).— Ausser disen Personen ist nimand in der Kirche verlezt worden. Y. 102. Aus solchen Erfarungen wo der Bliz eine Spuhr nach⸗ gelassen daraus sich deutlich ersehen laͤst wie er dem Metalle mit Vorbeygehung anderer Koͤrper folge, und aus der min⸗ dern oder mehrern Verletzung des Metalles, liesse sich schon genugsam schliessen, daß er nicht weniger auch einer Strecke Metal von groͤsserm Unefange nach eben den Gesetzen folge, obgleich daran keine Spuhr der Verletzung zuruͤkgelassen wird. Allein vormahls suchte man nur da die Bahn des Wetter— strahls auf, wo er etwas angeschmolzen oder sonst verlezt hatte. Daher blieb, wie(§. 28) erwaͤhnt, die Untersuchung immer unvolkommen. Aus Zusammenhaltung der Umstaͤnde aber wird sich die Leitung des Stra—— auch durch unverseertes Metal, und die daher erfolgte Verschonung des Gebaͤudes oder jeder andern Koͤrper, klaͤrlich erweisen lassen. Das von (229) Vorrede p. 6. not.“ und p. 31. hon Herrt ooran Der 9unz voh In desse hing di datauf ber de ginzleh Iumme hien A ate des iilen E. hidtigtt nicht dic dul an au dir und hatt an del sen hin an den waren deter X chet in Vade fahr so nabst de ich daß Vyn abe Hbäude H 0 HIsähthg am Voe Iuwo Haniht sch len ben eing luith, ward hy mal huit 1 amme Reche Er war uurz udere Erschh e, eine sünn ust, und mun aͤngslich ut ne Spuht un ( dem Moh aus dieh liesse sich st ch einer Eh Gesetzn fig ilgelaseun n des Mhh st vellgthal uchung inge Imstadde di Huthaselt es Hebild * Hse, A 10 durch Metal.§. 102. Erf. 108. 289 von Herrn Franklin zuerst angefuͤhrte Beispiel kan mit Recht voran gesezt werden. 108. Erf. »Der Turm einer Kirche zu Newbury in Neuengland war ganz von Holz erbauet und mit der Spitze 140 Fuß hoch. In dessen Mitte, naͤmlich im obern Teile des vierekten Turms, hing die Stundenglocke. Als nun 1754 ein Wetterstrahl darauf zu fuhr, ward die hoͤlzerne Spitze, welche 70 Fuß uͤber der Glocke erhaben war und oben eine Wetterfane trug, gaͤnzlich in Stuͤcke und aus einander geschlagen. Von dem Hammer der Glocke aber ging ein eiserner Drath durch zween Boͤden herunter, ferner wagerecht unter der Gips⸗ decke des zweiten Bodens fort, und endlich an einer bemoͤr⸗ telten Wand herab zur Uhr, welche sich ohngefaͤhr 20 Fuß nidriger als die Glocke befand. Diser Drath, welcher nicht dicker als eine Strikuadel war, ward bis auf ein Paar Zoll an beiden Enden, wo er naͤmlich an dem Hammer und an der Uhr bevestigt war, gaͤnzlich vom Bliz zerstaͤubet, und hatte nur einen schwarzen Strich von 3 oder 4 Zoll breit an der Gipsdecke und an der Mauer wo er hergeleitet gewe— sen hinterlaͤssen, welcher in der Mitte am dunkelsten und an den Raͤnden schwaͤcher war. So weit er aber gegangen, waren weder die Boͤden noch die Wand oder irgend ein an⸗ derer Teil des Turms verlezt, ausser daß die gebohrten Loͤ—⸗ cher in den Boͤden wo er durchging etwas erweitert worden. Von der Uhr ging noch eine Pendulstange herunter, die ohnge⸗ faͤhr so dik als eine Schreibfeder war. Ob nun gleich dise nebst der Uhr nicht verseert worden, so erhellete es doch klaͤr⸗ lich daß der Bliz auch dadurch gefaren und von andern Koͤr⸗ pern abgehalten sey, weil so weit die Stange herabreichte das Gebaͤude gleichermaassen verschonet worden; von der Hoͤhean aber wo selbige auf hoͤrte bis auf den Grund wieder sehr zer— V 2 schmet⸗ 290⁰ K. X. Beschuͤtzende Litung schmettert, ja einige Steine aus der Grundmauer herausge⸗ rissen und auf 20oder 30Fuß weit weggesprenget waren(3). Hier faͤlt also die Verschonung des mitlern Teils vom Gebaͤude in die Augen, da oben und unten, wo das Metal feelte, starke Zerstoͤrungen angerichtet waren. Ein Gleiches laͤst sich in vilen andern Beispilen zeigen, da, soweit ein zureichendes Metal den Strahl herableiten konte, die umligenden Teile unverlezt gebliben, und doch auch an disem Metalle selbst kaum eine Spuhr der Verletzung vom Blitze zuruͤkgelassen worden, ausser etwa an den Enden, wo selbige den Zu-oder Absprung des Strahls um desto deut⸗ licher anzeigte. Da wir also oberhalb einer solchen Strecke von Metal, und wiederum unterhalb derselben in ziemlicher Entfernung, ja noch an den Enden des Metalles selbst, die Verletzung antreffen, so bleibt kein Zweifel uͤbrig, daß der Strahl nicht wuͤrklich durch dises unverlezte Metal von dem einen Orte zum andern gefaren sey. ö§. 10z. Um aber einen so wichtigen Umstand noch desto mehr ins Licht zu setzen, koͤnnen wir alle Stuffen einer solchen Verscho⸗ nung von den oͤbern bis zu den untern Teilen der Gebaͤude durchgehen. An den öͤbern zeigen es die Wetterschlaͤge auf Tuͤrme die mit Metal gedekt sind am deutlichsten: denn, wenn der Bliz an inen, von der Spitze an, ein zusammen⸗ haͤngendes Metal vorfindet und von dessen untern Ende wei⸗ ter herab faͤhrt(3 d.), so leidet der Turm, soweit dise Lei⸗ tung reichet, keinen Schaden, wie solches in haͤufigen Bei⸗ spilen zu bemerken ist. 109. Erf. (230) Herr Franklin, welcher dise Wuͤrkungen zu Newbury ein Paar Monate nach dem Wetterschlage selbst untersucht hatte, meldet es in einem Brise vom 29sten Jun. 1755. Experim. and Obs. p. 162 und Philos. Trans. Vol. XLIX. p. 307. (23³0 b.) Daß auf dise beiden Bedingungen wohl zu achten sey, wird unten bey der 118ten, 128sten und 155sten Erf gezeigt werden. Der 9 duf. iter Heln shenden mit Hupt brochen btochen der der risch Orunt 12 f audgezt Eide ist Galrie .— heh eine Vettast sowei d am dde Krenze da das cherten auf der lupfen Oampl und da it nicht guf Bög Meer, lund. IWum. 0 mruerhaulty ugelvnn sen itlan Viz „ Wodash en. spiln Rigey herabletnn hy und dochauh Veillzunz y n den Ende l um disoh solchn e ben in zennt etalles sabj xHubrig, x e Meial vung ch desonch solchn dn elen de Hil Wetteshlz. utlichten: N „ ein zusumn untern Ethen „soilh in Hiufhad 190 II Rwbun HPustasacthe Ih. I55. Eh chthnsh 90 s gghtu durch Metal. F§. 103. Erf. 109. 291 109. Erf. Der hifige Nicolai Turm hat uͤberhaupt eine Hoͤhe von 425 Fuß. Die achteckige 241 Fuß hohe Spitze, welche auf irer Helmstange einen Knopf und Fane mit einem daruͤber stehenden Kreuze traͤgt, ist, wie bey unsern andern Tuͤrmen, mit Kupfer gedekt. Dise Kupferdecke gehet uͤberal ununter⸗ brochen fort. Die Knoͤpfe, welche den obern Teil der durch⸗ brochenen Spitze tragen, sind von starkem Kupfer: die Staͤn⸗ der der Laterne, welche sich in der Mitte befindet, und alle Zwischenboͤden sind auch sehr wohl mit Kupfer beschlagen. Der untere Teil der Spitze ruhet endlich auf einer achteckig⸗ ten 22 Fuß hohen Mauer, deren Ecken mit Quadersteinen ausgesezt sind. Die uͤbrige Mauer des Turms bis an die Erde ist vierekt, und oben um das Achtek herum mit einer Gallerie versehen deren Fußboden ganz mit Kupfer belegt ist.— Da nun diser Turm im Jahr 1767 den Eten August bey einem mit Plazregen erfolgtem Gewitter, von einem Wetterstrale getroffen ward, fand sich an der ganzen Spitze, soweit diselbe mit Kupfer gedekt ist, keine Beschaͤdigung; nur am oͤbersten Ende des wie eine franzoͤsische Lilie zulaufenden Kreuzes zeigt die Vergoldung an der linken Seite einen Flek, da das uͤbrige derselben noch wohl behalten ist, auch versi— cherten die Arbeitsleute, welche sich zur Zeit des Gewitters auf dem Turm unter der Uhr innerhalb des untern Teils der kupfernen Decke auf hielten, daß sie bey dem Schlage einen Dampf als eine Wolke inwendig herunter kommen gesehen und dabey etwas betaͤubet worden. Unter dem Kupferdache ist nicht allein das Achtek, welches uͤber der vierekten Mauer auf Boͤgen ruhet, sondern auch der Oberteil der vierekten Mauer, welcher halb alt halb neu ist, imgleichen alle Bal⸗ ken und Schwellen, damit sowohl das Achtek als das Vierek bis zum Kirchenboden herunter sehr reichlich erfuͤllt ist, stark B 3 mit 292 K. L. Beschuͤtzende Leitung mit eisernen Ankern verwaret. Hier fanden sich an der nord⸗ ostlichen Ecke des Achteks Spuren, daß der Bliz an einem solchen zu Ende des Kupferdaches nahe an dessen unterm Ge⸗ simse ligenden Anker herunter gefaren, den Anker an dem unmittelbar darunter stehenden Staͤnder wieder ergriffen, und von dem Staͤnder sowohl als von der daran stoossenden Bretterverkleidung Stuͤcke abgesplittert hatte. Daselbst war auch durch die achteckigte Mauer, am Fusse derselben, wo aussen der mit Kupfer bedekte Fußboden der Gallerie an⸗ stoͤst, bey den Quadersteinen ein Loch durchgeschlagen— Nachdem sich nun der Strahl in dem bemeldeten kupfernen Fußboden verteilt hatte, muste er in die verborgenen An⸗ ker der vierekten Mauer gefaren seyn: daher konte man seinen Gang nicht eher wieder nachspuͤren bis in der Gegend der mittelsten Schalloͤcher, wo an einem inwendigen nord⸗ westlichen Bogen der Mauer ein groosses Stuͤk abgesprengt war. Von diser Ecke an war er noch etwas tifer in der Mauer nach der Nordseite herunter gegangen. Bey seinem Aus gange daselbst zeigte es sich deutlich, daß er die Anker ergriffen hatte: denn hier war auswärts ein senkrechtes in der Mauer verstektes Ankereisen ein Paar Fußlang entbloͤs⸗ set, indem die Mauersteine damit es bedekt gewesen abge⸗ sprengt worden. Unterwaͤrts war auch eine Ritze in der Mauer, welche von demeldetem Ankereisen an, fast bis an das Kirchendach, das ist etwa 25 Fuß lang herab reichte. Hier fand aber der Bliz wieder eine Strecke von Metal. Es liegt naͤmlich zwischen dem Turm und dem nordlichen Kirchen⸗ dache eine mit Bley aus geschlagene Rinne: das Kirchendach aber, welches aus drey Spitzen nebeneinander bestehet, ist nicht mit Kupfer, sondern mit Zigeln gedekt. Von diser Rinne geht ein kupferner Ausgus in ein Wasserbehaͤltnis von gleichem Metalle, welches auf dem Kirchenboden steht: und ynd bon un, ine Uchen Ki Missr in dache, e dan uͤbe under ge hoͤhern tiserner Wak. gas, wi Kicchenge daß in de Nune od hoden ett Cuukabe Unten ab Hefgren r Hssn i bis dur tert hat sich ind Elständ hoͤhern an unt dern S etwast war, an Vorden. Mre 30 MWprun W söch 3 schen de D an dun esse Intermg u Mler an d vibererrist Arnn sopssetz atte. dasch Fusshuschn der Galexyn chgeschlyn. eten n erborgenk Wer konte nt in der Ge weydigen u abgeshrn 18 tifer in Behy seh b er die 1 senkrechth nßlang entl gewesen dh e Ritze nn u, fist hůt Herab uitt on Mahl lichmgte as Hirhhabn bischt/ „ M M. usctbehiht Wboder fel 10 durch Metal.§. 103. Erf. 109. 2973 und von da ist wieder, um das uͤberfluͤßige Wasser abzulei— ten, eine mit Bley gefutterte Rinne queer uͤber den nord⸗ lichen Kirchenboden gefuͤhrt. Aus diser wird ferner das Wasser in eine bleierne Roͤre geleitet, die von dem Kirchen— dache, erst an der nordlichen Kirchenmauer herab, und so— dan uͤber das Dach und an der Seite eines Angebaͤudes her— unter geht, sich aber bey dessen zweiten Stokwerke in einem hoͤlzernen vierekten Kasten endigt, welcher daselbst mit einer eisernen Klammer an dem Ekstaͤnder des Hauses bevestigt war. So weit nun dise metallene Rinnen und Roͤren gin⸗ gen, war weder unterwaͤrts der Turm, noch seitwaͤrts das Kirchengebaͤude, noch das Angebaͤude beschaͤdigt, ausser, daß in der Gegend wo der Zusammenhang zwischen der Rinne oben am Turm und dem Behaͤltnisse auf dem Kirchen— boden etwas unterbrochen war, von einem Sparren ein Stuͤk abgesplittert und einige Dachzigel abgeworfen worden. Unten aber war der Strahl in das angebauete Haus hinein gefaren und hatte daselbst wieder merkliche Spuren hinter— lassen, indem er sich inwendig zerstreuet und Verschidenes bis zur Erde herunter, jedoch one Entzuͤndung, zerschmet⸗ tert hatte, welches zu beschreiben uͤberfluͤßig waͤre. Es zeigte sich indessen klaͤrlich, daß die Wuͤrkung eben da bey dem Ekstaͤnder angefangen, wo durch obbemeldete Klammer der hoͤlzerne Kasten der Roͤre daran bevestigt war; denn von da an unterwaͤrts war der Staͤnder gespalten, und nebst an⸗ dern Spuren fand man auch, daß ein Stuͤk Bley, welches etwas tifer im Wege diser Spaltung auf eine Fuge genagelt war, angeschmolzen, und ein Nagel aus selbigem ausgerissen worden. Ich wuͤnschte demnach das Ende der bleiernen Roͤre zu untersuchen, ob naͤmlich daran die Spuhr von dem Absprunge des Blitzes zu finden sey. Als man sie nun aus dem hoͤlzernen Kasten heraus nahm, zeigte sich an der Seite B 4 wo 294 K. X. Beschuͤtzende Leitung wo die Klammer aussen bevestigt gewesen eine frisch ange⸗ schmolzene Stelle. Es waren auch an der andern Seite alte eingeschmolzene Loͤcher, welche von einem ehemaligen Blitze herruͤren köanen. Denn es ist merkwuͤrdig, daß auch im Jahr 1748 ein Wetterstrahl an der Kirche in eben dises Haus, und ein anderer 1764 in ein an jener Seite des be⸗ sagten Ekstaͤnders anstoossendes gleichfals an der Kirchen⸗ mauer angeleentes Gebaͤnde gefaren war, welche vermuth⸗ lich denselben Weg genommen hatten(31), wie dan auch an der nordlichen Mauer des Turms, wo die Ritze von lezterm Blitze veruhrsachet worden, aͤltere Spuren an den Mauersteinen bezeichnet schinen— Ich muß noch anmer— ken, daß in disem Turm die Stundenglocken nebst dem Glockenspile in der Laterne mitten in der mit Kupfer ge⸗ dekten Spitze haͤngen, und weiter unten die Zeigerscheiben nebst der dabey befindlichen Uhr gleichfals noch mit dem Kupfer des Daches umgeben sind, welches noch einen Absatz tifer herab gehet. Es war aber an der Uhr, den Glocken und dem was damit zusammenhaͤngt weder von disem noch von vorigen Wetterschlagen je etwas beschaͤdigt worden. Hier hatte also der Bliz seinen Weg nicht zur Uhr hinein in den Turm genommen. Allein er war auch nicht auf die groossen Glocken gefallen die zum Laͤuten gebraucht werden und welche sich doch unter der achtekten Spitze im oͤbersten Stokwerke des vierekten Turms befinden, da selbige ihm naͤmlich nicht so gute Leitung zu fernerm Metalle und zur Erde darboten als die Anker aussen an der Mauer, durch welche er zur Rinne u. s. w. gefuͤret ward.(3) Was (23½) Man erzaͤhlt, daß auch in aͤltern Zeiten an diser Stelle bey der Kirche Wetterschlaͤge herabgefaren sind, davon aber die eigentliche Bahn nicht bemerkt worden. (23½) Die Wuͤrkungen dises Wetterschlages, welche ich am folgen⸗ ö den Wio n Vaschonu sthenge Tunmen st Pni Tul strahl e dekte Sl worden. beh eite Ctaleat oh etl hard 175 mnier deef Han ro 4²⁰ ng eine fisz 0 de nn emen Genu kwürdi, Wpalt irche in ebe ener Stte Az an der ith „welche vmi ), wie dan wo die Mhe e Spuren auh muß roch yn locken nehlth mit gupfe die Zeigerschit I6 noch mitx noch einen H Ihr, den Hatt r von disenit schaͤdigt va ur Uhr hinmt, ich nich af ebraucht vd pitze in ka da sebgttt Netall ud; Mud/ u 232 iu RS „ dug te N durch Metal§. 103. Erf. 107. 295 Was nun insbesondere die in disem Beispile sich zeigende Verschonung der mit Kupfer gedekten Spitze betrift, so findet sich ein gleiches bey allen Wetterschlaͤgen an unsern uͤbrigen Tuͤrmen sowohl als an andern Orten bestaͤtigt. Auf unsern Petri Turm ist im Jahr 1705. 1717 und 1737 ein Wetter⸗ strahl gefallen(333), nimahls aber die hohe mit Kupfer ge⸗ dekte Spitze, welche eine Pyramide vorstellet, beschaͤdigt worden. Eben so blieb auch die Spitze des Dohms Turms bey einem Wetterschlage unverseert, welcher, ausser einer Stelle an der Mauer bey dem Eisen einer Fensterklappe, kei⸗ nen merklichen Schaden veruhrsachte. Der Michaelis Turm ward 1750 nicht an der mit Kupfer gedekten Spitze sondern unter derselben vom Blitze entzuͤndet(334). So bemerkt auch Herr Prof. Wilke daß ein Turm da wo die mit Kupfer gedekte B 5 hohe den Tage und noch zu wiederhohlten Malen untersucht, habe ich in der Abhandlung: Die Uhrsache des Einschlagens vom Blitze 1768. 8. beschriben und mit einer Abbildung des Turms begleitet. (233) Von den Wuͤrkungen des erstern und leztern habe ich in bemeldeter Abhandlung not. 26. p. 32. einige Spuren be⸗ schriben: von dem zweiten melden die Bresl. Saml. 1717. P. 62. (234) Da ferner der Bliz nach dem Kupfer der Turmspitze noch meistens an den Hamburgischen Kirchen vile eiserne Anker, ein kupfernes Kirchendach, bleierne Regenroͤren u. d. gl⸗ was ihn auswaͤrts herab locken kan, nicht aber eine Lei— tung von der Uhr auf dem Turm zur Kirche herein, vor— findet: so ist der Schaden welchen Wetterschlaͤge an densel⸗ ben veruhrsachet haben nur von geringer Bedeutung gewe—⸗ sen, wenn er nicht gezuͤndet hat. Dises kan aber auch auf einem kleinen Flek geschehen wo das Metal unterbro— chen zist. Am Michaelis Turme ward die Flamme erst über eine Stunde nach dem Wetterschlage entdekt. 296 K. X. Beschuͤtzende Litung hohe Spitze auf dem Mauerwerke aufgestanden, und also der Strahl durch das Holz in die Maner uͤbergegangen war, an einem alten troknen Brette entzuͤndet worden(3). Auch Scheuchzer hatte bereits die Verschonung des Turmdaches soweit dasselbe mit Meral belegt ist, und wo doch der Strahl schon oben auf die Wetterfane oder den Knopf gefallen zu seyn schine, deutlich genug entdekt; dennoch verkehrt er den Schluß, da er sagt: Es ist bekant, daß der Wettersirahl, nachdem er einmahl angefallen, nach der Richtung des Me⸗ talles dem Turm nach in den Dachstuhl hinunderschiesse, und werfe ich hiebey die Frage auf, ob es wohl gethan sey auf hohe Tuͤrme metallene, kupferne und vergoldete, Faͤhnlein und Kugeln zu setzen, weil man doch weiß, daß das Strahl⸗ feuer sich an alle Metalle aphaͤngt(36)— Eine gleiche Be⸗ schuͤtzung des Gipfels der Gebaͤude leisten die Bedeckungen von Bley oder von Eisenblech, indem naͤmlich die Verletzun⸗ gen erst da unterwaͤrts anfangen wo dise Metalle sich endi⸗ gen.(Erf. 25. 116. 136. 149). Daß nun die erwaͤhnte Verschonung der Spitzen oder Gipfel einer freien Durchfahrt des Blitzes durch die zusam⸗ menhaͤngende Metalle zuzuschreiben sey, wird noch deutli⸗ cher erhellen, wenn wir die Wuͤrkungen der Wetterschläge an andern Tuͤrmen und Daͤchern, die nicht mit Metal ge⸗ dekt sind, oder wo das Metal nicht von der oͤbersten Spitze an wohl aneinander schließt, in Vergleichung zihen, als welche entweder gleich an der Spitze in Brand gesezt, oder überal sehr beschaͤdigt werden. 110. Erf. — (235) Anm. zu Frankl. Brisen p. 315. (236) Scheuchzers Meteorol. p. 43. ja er fügt noch aus Vorur⸗ teil ungegründeter Weise hinzu: hergegen Holz und an⸗ dere poroͤse Koͤryer one Schaden durchpaßirt„,‚ welches doch selbst sein dort p. 41 angefuhrtes Beispiel widerlegt. Ian bethe seht watd det Oebb. 17 Ren Wett unter de vugte,e weiter u beber K I Im eine e wilchen de ein sackes gibachte Echide be wischen 4 der Tuem nug, in da aber desselben bon der tiser bes Efihe b geschmol shh ber 6601 itmm stande„Wh uͤbrgam t wodey e ung des Aung dwo docd 0Ney en Fnopf fgefth nnoch verkhhrg daß der Wegft der Rictuggh hinunteschef, vohl gethan fj ergoldete, Sil iß daß dul En — Eihe glith zen die Biͤeln imlich die Bah se Metallesthe der Syihn; es durch dep wird noch ke der Melient icht mit M der dbersene chung 40 rand geihh 101 t wh all I hln WI lilt/ Hll Acydaleg welchem der Flecken Danbury in Essex stehet, durch Metal.§. 10g. Erf. 110. 111. 297 110. Erf. „Im Jahr 1760 den ꝛ6sten April, nachdem am Abend vorher sehr kaltes Wetter gewesen, des Nachts um 2 Uhr, ward der Turm der Abtey zu Royaumont, und am gien Octob. 1700 der Turm der Hauptkirche zu Troies durch ei⸗ nen Wetterstrahl in Brand gesezt; indem sich an beiden gleich unter dem Rreuze an der Spitze eine kleine helle Flamme zeigte, als ob daselbst eine Fackel brenne, welche aber bald weiter um sich grif und sowohl die Tuͤrme als die Daͤcher beider Kirchen verzeerte„(7). 111. Erf. „Am 5ten Febr. 1750 ohngefaͤhr um 3 Uhr Nachmittags kam eine groosse schwarze Wolke uͤber den Huͤgel her auf und brach in ein starkes mit Regen begleitetes Donnerwetter aus. Man gedachte an selbigem Abend nicht daß dadurch einiger Schade veruhrsachet worden sey: am folgenden Morgen aber zwischen 4 und 5 Uhr sahe man, daß der Rnopf oben auf der Turmspitze, welcher von olz war und den Wetterhahn trug, in Brand geraten sey. Man eilete sogleich hinzu: da aber das Feuer mit Heftigkeit fortbrante, ward man desselben erst gegen 11 Uhr zu Mittage maͤchtig. Eilf Fuß von der Turmspitze sind ganz abgebrant und noch 8 Fuß tifer beschaͤdigt, wie auch die Sparren auf welchen die Spitze bevestigt war. Einige verbrante Balken und das geschmolzene Bley haben das Dach der Kirche, wiwohl nicht sehr betraͤgtlich beschaͤdigt„(). Daß (23²7) Mem. de LAc. des Sc. 1760 p. 63 und 65— Es wird zwar nicht beschriben, wie dise Türme bedekt gewesen: aus dem Folgenden aber laͤßt sich schliessen, daß sie nach dortiger Weise mit Schisern, und hie und da mit Bley belegt wa— ren. Vergl. Erf. 112. 131. (33s) Philos. Trans. Vol. XLVI. n. 497. P. 611. aus dem Berichte der Kirchen W 298 K. X. Besthůzendes Leitung 541 Daß Daͤcher von Zigelsteinen an allen Gebaͤuden die vom Blitze getroffen werden zerschlagen zu werden pflegen, ist eine bekante Sache(38 b.), und so geschihet es auch an Tuͤr⸗ men(Erf. 105) obgleich ein solches Dach nicht so erhaben als andere Turmspitzen ist. An Tuͤrmen von gehauenen Stei⸗ nen finden wir, daß sie von oben an gewaltig zerschmettert worden(839).— An denen welche mit Schifern gedekt sind, und wo also der Bliz von einem Nagel zum andern springen muß, werden die Schifersteine entweder herabgesprengt(e), oder doch merklich beschaͤdigt, wenn nicht Streifen von Bley, dergleichen an den Winkeln der eckigten Schiferdaͤcher her⸗ unterzugehen pflegen, den Strahl vorbey leiten.(Erf. 49) 112. Erf. „Auf den Turm zu Antrasme, welcher mit Schifern, oben an der Spitze aber auf 7 Fuß mit dickem Bley gedekt war, und darauf ein 7 Fuß hohes eisernes Kreuz nebst einer Windfane stand, fiel 1763 ein Wetterstrahl, welcher das Dach desselben und dessen Sparren, nebst dem Geruͤste der Glocken beschaͤdigte, und von da in das darunter gelegene Chor Kirchenvorsteher mitgeteilt von Herrn Lethieullier, Mitgl. der Koͤn. Ges. (38 5.) Eben dise Wuͤrkung des Blitzes zeigte sich auch an einem Dache von gehauenen flachen Steinen.(Erf. 93.) (9) S. unten 119 Erf. vom Brigittenturm in London. So wur⸗ den auch in den Jaren 1761 und 1762 zween alte starke wohl—⸗ gebauete Tuͤrme zu Ludgvan und Breag in England, wel⸗ che 4 Spitzen von gehauenen Steinen hatten, heftig zer— schmettert und die Kirchen dabey sehr beschaͤdigt. Pͤilos. Trans. Vol. LII. p. 508-514. (Ea⁴o) Bey dem Turm zu Eimbek(Erf. 93.) faͤlt es in die Augen, daß die Beschaͤdigung bey den Schifern angefangen, da das Metal oben an der Spitze unverseert war. ö U ghe fuht Ecssemn ge Mrauf und beh de Stük, wat en angesh ut geboht der dense Mure un Hcher eit MWHnsche auen vur A Gsanketha en Moch seun, voi vuren, bek Schenkeln, dl mit eie gchen konte ein Mbet Gleid nen Schi oben von den, ode (⁴uj y ft turg uGünnser weibn Rln, het ez ucu nicht so cchchn on gehnuenen waltig Rashyg Schiftn ghht um andem spn rabgeprengl t Streifen und Schifebihg! eitn. Een cher mit Eai dickem Vlyg es Kreuz aeht rahl, veche t dem Geris darunter gl Lethieullir sich auchut (Etf.) ILondon veen alte ttn 0 in Eah Hhattun, Heh hoschihßt E ilt E N M ansul r. durch Metal.§. 103. Erf. 112. 299 Chor fuhr. Der Turm ward darauf mit neuen Latten und Schisern gedekt. Als aber im Jahr 1764 abermahls ein Bliz darauf schlug, wurden die Schifern wieder abgeworfen, und bey denen welche noch darauf ligen bliben, etwa 3000 Stuͤk, waren alle Naͤgel, da sie doch erst vor einem Jare neu angeschlagen worden, loos als ob die Loͤcher umher wei⸗ ter gebohrt waͤren. Uebrigens war der Bliz gaͤnzlich wie⸗ der demselben Wege gefolget: diselben Vergoldungen beym Altare und keine andere waren wieder beschaͤdigt: diselben Loͤcher eingeschlagen: diselben zinnernen Kannen auf einem Nebentische schwarz geworden und angeschmolzen. In der einen war Wein enthalten, welcher einen starken[Schwefel⸗ Gestank erhalten hatte.(une odeur de la plus grande infection.) Ein Maͤdchen und ein Man, in zweien verschidenen Haͤu⸗ sern, 50 bis 60 Schrit von der Kirche, da die Tuͤren offen waren, bekamen bey dem lezten Wetterschlage, jene an den Schenkeln, diser an den Beinen, einen so starken Schlag, als mit einem Stok, daß der Man den Tag uͤber schweerlich gehen konte. Diselbe Empfindung hatte in demselben Hause ein Arbeitsman bey dem vorigen Schlage„(*). Gleicherweise wird auch eine Turmspitze die mit hoͤlzer⸗ nen Schindeln gedekt ist entweder ganz zertruͤmmert, wie oben von dem Turm zu Newbury(108 Erf.) angefuͤhrt wor⸗ den, oder es werden doch die Schindeln herabgesprengt, wie (24r) Mem. de PAcad. des Sc. 1764. p. 446. Wenn die Um⸗ staͤnde hier so genau als bey Herrn von Felbiger beschriben waͤren, so wuͤrde man sehen koͤnnen, warum, der Leitung nach, eben an disen oder jenen Nischen die Vergoldung ge— schwaͤrzet worden, da doch andere neue Vergoldung am Altare, den die Flamme gleichfals zu bedecken schien, nicht verlezt worden. 30⁰⁰ K. X. Beschuͤtzende Litung 9 wie verschidene Beispile zeugen(445), oder sonst merklich be⸗ schaͤdigt und in Gefahr einer Entzündung gesezt: daferne nämlich nicht, wie bey den Schiferdaͤchern gesagt worden, bleierne Streifen an den Ecken herunter gehen. 443. Erf. „Nach einem vorhergegangenen sehr heitern Tage, ward 1—7.— den lyten Julius des Morgens um 4 Uhr der Turm zu Segeberg, von einem Wetterstrahl getroffen, one daß man vor oder nachher mehrere Blitze gesehen oder Donner⸗ schlaͤge gehoͤrt haͤtte. Die Spitze ist von mittelmaͤßiger Hoͤhe, achteckigt, uberal mit Holzspaͤnen bedekt, und es gehen keine metallene Streifen an den Ecken herab. Sie ruht auf einer ziemlich hohen und starken Mauer, die von allen Seiten mit eisernen Klammern versehen ist. Auf der Helmstange stand ein Wetterhahn und unter demselben war ein vergoldeter Knopf. Da wo dise Stange in das Holzwerk geher war sie mit Bley und eisernen Reifen umgeben. An jenem konte man die Wuͤrkung des Blitzes sehr deutlich wahrnemen, denn unter dem lezten Reifen nach der Ostseite zu war das Bley entweder abgerissen oder weggeschmolzen. Von diser Stelle an zeigten sich die Spuren an den Schindeln bey den Naͤgeln, und besonders bey den eisernen Zaken daran die Bleydecker ire Leiter haͤngen, bis zum hoͤlzernen Gesinmse herunter, wel⸗ ches auf der Mauer liget. Vile von den Schindeln unter und neben disen Haken bis zu den untersten, welche uͤber dem Ge— simse der Mauer hervorragen, waren teils von der Verschalung geloͤset, teils gespalten, teils inen. heruntergeworfen, einige (24½) Man sehe Erf. 127. 152.— So geschahe es auch 1739 an einem Turm zu(in eben der Nacht als der Pul— verturm zu Dremen vom Blitze entzuͤndet ward) und vor etwa 10 Jahren in bo Dorfe Steinbek in unserer Nach⸗ barschaft. slige auch Zulleobew saa un Hart: auch lrantes Hol den zerschm Stange we nicht weitt Vij die wi Gesinse in fan zum O. ushedst Hi Siten d sgin wite n Gchnt Züger⸗Hyen Vallädung Hen bevege halns(153 und dutchse mithesseine unten abet hen Ghocke Disem Dra gleichvond hinter ders shmolhent Vrmngenin Hhkugegel shat undf Whan Mükh Tihlschen lung sostunih d gesh u an geug unz gehen. heiterrdp, uUhr ded getroffen, y schen oder Im Helnsmmpest ar ein vetgeh werk gehavn Nn jenem f wahrnemn, zu war du! Von dist In bey deng In die Bunhe ise herunte, hindeln unta⸗ che ubet dl u derDaschis eruntagtun h e duttizu. v ub Mhsit durch Metal.§. 103. Erf. 113. 301 einige auch beym Ragelloche etwas angebrant. An einer Stelle oberwaͤrts war selbst in die Verschalung ein Loch ge⸗ schlagen und ein nahe daran stoossender Sparren Wree⸗ tert: auch ward an zween Orten inwendig im Turm ange⸗ brantes Holz noch glimmend gefunden und gelösche. Uaner dem zerschmetterten Sparren befindet sich eine lange eiserne Stange welche denselben mit dem Gebaͤlke verbindet und nicht weit von einer der Zeiger⸗Ayen auf hoͤret, welches dem Bliz die weitere Leitung nach unten geben konte. Unter dem Gesimse in dem Mauerwerke des Turms sind zuerst die Glok⸗ ken zum Gelaͤute, in der Gegend der obersten Schalloͤcher; zwischenl disen und den naͤchsten Schalloͤchern nach allen vier Seiten die Zeigerscheiben, und weiter unten wo die be— sagten zweiten Schalloͤcher sind, die Uhr mit irem bretter⸗ nen Gehaͤuse befindlich. Von diser gehet aufwaͤrts zu den Zeiger-Axen eine eiserne Stange in einer engen dreyeckten Verkleidung in die Hoͤhe, welche oben mit irem Rade die Axen beweget: niderwaͤrts aber ging ein langer eines Stro⸗ halms(15 Zol) dicker eiserner Drath durch die Turmboͤden und durchs Gewoͤlbe bis in die Kirche herunter, welcher oben mittels eines eisernen Buͤgels mit dem Schlagrade verbunden, unten aber bey jedem Stundenschlage den Hammer einer klei⸗ nen Glocke nahe hinter der Orgel mit anzuzihen bestimmt war. Disem Drate war der Bliz sichtbarlich gefolget, und hatte ihn gleich von der Buͤgelstaͤnge an in verschidene Stuͤcke zerteilt die hinter der Orgel lagen und deren Oberflaͤche und Enden ange⸗ schmolzen waren. Sodan war er auf das Orgelwerk zuge— sprungen, in welchem man alles sehr zerstoͤret, einige Vfeifen aus irer Lage gehoben, andere zusammengedrukt und andere durch⸗ loͤchert und sehr beschädigt 9—— Der groͤste Schaden war in dem Ruͤkpositiv angerichtet. Die lezte Spuhr des Blitzes jeigte sich an einem der Adenen Wreihn auf welchen die Orgel ruher, 30² K. X. Beschuͤtzende Leitung ruhet, und an welchen, um das Ruͤkpositiv zu stuͤtzen, ein Paar starke mit Laubwerk umgebene eiserne Stangen schraͤ⸗ ge, doch nicht bis uͤber die Haͤlfte, herunter gehen. Aus demjenigen Pfeiler naͤmlich der zur Rechten steht war gegen den Fußboden zu ein Stuͤk Holz, einer guten Hand dik und breit und einer Ellen lang, heraus gespalten, auch ein Teil von den daran ligenden Flisen herausgerissen worden. Nachmahls entdekte man noch, daß auch ein mit metallenen Haͤngen ver⸗ sehener Sarg in dem darunter befindlichen Begraͤbnisse zer⸗ schmettert war. Uebrigens ist weder in der Gegend der Laͤute⸗ glocken, noch an derVerkleidung der von der Uhr zu den Zeiger⸗ Axen gehenden Stange, noch an dem Uhrgehaͤuse und dessen Bedeckung etwas verlezt befunden. Auch in dem Zwischen⸗ raume wo der Strahl durch den zerschmolzenen Drath herun⸗ tergefaren, ist weder in der vierekten Turmmauer noch in dem ostwaͤrts daran stoossenden Kirchendache etwas beschaͤdigt wor⸗ den, ausser daß das Loch, durch welches der besagte Drath durch den ersten Turmboden unter der Uhr gegangen, ein wenig angebrant schine„(643). Da also bey Gebaͤuden die nicht oben mit zusammenhaͤn⸗ gendem Metalle versehen sind immer der Gipfel vom Blitze verlezt wird, da es auch bekant ist daß der Bliz einen vor⸗ zuͤglichen Zug zum Metalle hat; so ist keinesweges zu ver⸗ muten, daß ein Wetterstrahl eben den metallenen Daͤchern der Turmspitzen u. s. w. vorbeygehen und unterwaͤrts auf das Gebaͤude fallen werde: sondern es erhellet, daß er durch das Metal one Beschaͤdigung herabfaren muͤsse, wie dan auch zuwei⸗ (3⁴3) Dise Nachricht ist mir von dortigem Herrn Probst Hasse, welcher die Spuren selbst untersucht hat, mitgeteilt wor— den— Nunmehr ist eine Ableitung an disem Turme veran— staltet. dul Ihilen di Wunetfane du Lpihe So ve der Gebat 990 d85 l itang ositih Iusihg, serne ð 855 herunttt gchen. chten sh wg guten Hanih, Iten, auchend. u worden, Mih etallenen Hun chen Barihy der Gegend iy derͤhr zidgz Ihrgehäusendh luch in dem zu olzenen Durht ammauernucht etwas heschihz s der bengt! Uhr gegung n mit zusumns er Gipfel vn der Blieln eineswegti metallurnx und untemih rhellet, Hs müͤsse nn 777⁰½ m Hent Icht t hut/ ien u dsm dant durch Metal.§. 103. 104. Erf. 113. 303 zuweilen die Verletzung der Vergoldung an den Kreuzen und Wetterfanen solcher Tuͤrme(4) zeiget, daß sie wuͤrklich an der Spitze getroffen worden. §. 104. So verhaͤlt sich der Bliz ferner an jedem uͤbrigen Teile der Gebaͤude, wo er an Metallen herabfaren kan. Denn, wo das Dach nicht mit Metal belegt ist, unterwaͤrts aber eine (2½%) So wird von der Nicolai⸗ Kirche zu Strahlsund berichtet, daß, bey dem We tterschlage welcher diselbe 1670. den 29 Jun. unter der Predigt betrosfen Erf. 76.), die vergol— deten Wetterhaͤne auf beiden Tuͤrmen an der einen Seite des Schwanzes angeschwaͤrzt worden, one weiteres Zeichen, und one daß man in den Tuͤrmen enrdecken koͤnnen wo der Schlag herein gekommen(Philos. Trans. Vol.V. n. C5. p. 2084.). Allein die Turme waren one Zweifel mit Metal gedekt, und die Verletzung sowohl der Zeigerscheibe, als der mes⸗ singnen und eisernen Draͤte an den ganzen und Virtelstun⸗ den⸗Hammern u. s. f. geben uns genugsame Spuren von der Leitung des Strales, und nur die Ermangelung einer genauern Beschreibung aller Umstaͤnde, darauf man in da— maligen Zeiten noch nicht achtete, hindert uns auch, dem ö Uebrigen, wie 3. E. der Strahl zum Altar gek ommen, nach⸗ zuspuͤren.— Das der Strahl beym ersten Zusprunge die Vergoldung auf dem Metalle an einer Turmspitze verletzen koͤnne, ist aus dem Beispile vom Brigitten-Turm zu London (Erf. 119.) klaͤrlich zu sehen: indessen muß ich erinnern, daß die Anschwaͤrzung des Goldes an einem Knopfe unter der Windfaue kein sicheres Zeichen der Spuhr eines Blitzes sey, weil die Vergoldung an den meisten Turmknoͤpfen, zumahl an der oͤstlichen Seite, durch den Rost der von der Stange mit dem Regen herunterlaͤuft, angegriffen zu seyn pfleget. II. Teil. C 3⁰⁴ K. X. Beschuͤtzende Litung eine Strecke Metal bis zur Erde herabgehet, da wird jenes beschaͤdigt, und die ganze Strecke der untern Teile ver⸗ schonet, wie aus den Beispilen von bleiernen Regenroͤren zu ersehen ist, bey deren Ende sich noch die Spuren des ausfarenden Strahls am Boden zeigen(Erf. 117.).—.— Wenn aber zwischen einer mit Metal gedekten Spitze und den bleiernen Roͤren, oder anderm Metalle, ein unbedekter Zwischenraum der mitlern Teile ist, so wird eben in solchem Teile des Gebaͤudes die Beschaͤdigung angetroffen, da jene sowohl oben als unten unverseert gebliben:(Erf. 109. 136. 149.): ein sicheres Zeichen, daß der Strahl von dem einen Metalle zum andern seinen Weg genommen und dabey sowohl das Metal selbst als die angraͤnzenden Teile, so weit er durch Metal herabfaren konte, unverlezt gelassen habe.— Der gegenseitige Fal, da der Bliz irgendwo mitten im Ge⸗ baͤnde ein zureichendes Metal antrift, welches ihn nider— wärts leiten kan, ist schon oben(. 102) vorgestellt. An metallenem Hausgeraͤte oder Werkzeugen, die nur von ei⸗ ner betraͤgtlichen Dicke sind, laͤßt sich ein gleiches beobachten, indem die Verletzung anderer angrenzender Koͤrper an beiden Enden(Erf. 114. 116.) und manchmahl die Anschmelzung der Enden des Metalles selbst(Erf. 9).) keinen Zweifel uͤbrig lassen daß der Strahl wuͤrklich durch selbiges hingefaren sey, da er es doch uͤbrigens seiner Laͤnge nach unverseert gelassen. II4. Erf. «„Zu Prifling unweit Regensburg ward 1770 den 27 Jul. das Haus eines Jaͤgers vom Blitze getroffen. Der Strahl schien erst auf einen etwa 12 Schritt davon stehenden hohen Nußbaum zugeschossen, und von dessen Zweigen, da wo sie weil daselbst sowohl auswendig als inwendig deutliche Spuren an das Haus beruͤhrten, auf selbiges abgesprungen zu seyn, det M. Hestelle, welher vet siuger fa Scheide g welches o heschädiß mit verg Gesimse ie Hgo Ihheshlag sth potzel use wich Mhungs die Stück lt,(da Reben dief Mänem hen Vchꝛ det eser In dem hingen, auf den ober unb von jem aopf be Mutter: U holen, yon einer sibergewo QUsse d IM Hfand iturg gehet, x Nrihz untern W leietnen Mh och di Eiun. (Ef. uH)5 gedekten Hsht talle, enush wirdebmmt ingetroffen,. ebliben:(of. der Strahlmn enommen undy nden Tiile f lezt geassn hi dwo mützuh welches Ur 2) vorgesth, n, die nut un gleiches alet er Ktper us Hdie Mihnt inen Zweff sebiges hon 3e nach umn V¹νν fen. Derel n steherba! wihn, vui pung 0 ulher 6 durch Metal. F§. 104. Erf. 114. 305 an der Mauer zu sehen woren. Nahe daran stand eine Betstelle, an deren Deckel ein Hirschfaͤnger hing, und unter welcher verschidenes altes Eisengeraͤte lag. An dem Sirsch⸗ faͤnger fand man die Spitze frisch angeschmolzen, da die Scheide ganz unverseert war. Alle Zimmer des Hauses, welches ausser dem Boden zwey Stokwerke hatte, waren beschaͤdigt. In einem derselben war in der Ecke ein Altar mit vergoldeten Bildern: daselbst war der Strahl oben am Gesimse durchgebrochen, und an dem mitlern Bilde waren die vergoldeten Leisten angeschwaͤrzt und das Gold zum Teil abgeschlagen. Unter dem Altar stand ein Tisch, auf welchem sich porzellaͤnene Teetassen befanden, darunter war eine Ober⸗ tasse welche in dem Unterschaͤlchen umgekehrt stand von der Platzung der Luft] ganz zerschmettert, letzteres, in welchem die Stuͤcke noch ordentlich bey einander lagen, war unver⸗ lezt, daß also der Strahl selbst nicht dadurch gefaren:) neben dieser Taͤsse aber war der Tisch vom Blitz durchboret. In einem andern Zimmer war die Gipsdecke mit vilen klei— nen Loͤchern durchboret, welche sich eben da befanden, wo der eiserne Drath am Rohrwerk mit Naͤgeln bevestigt war. In dem einen Zimmer, woselbst vile Gewere an der Wand hingen, lagen damahls die Kinder vor einem Tisch betend auf den Knien: sie wurden zwar zu Boden geworfen, bliben aber unbeschaͤdigt, nur klagte ein kleines Maͤdchen, sie haͤtte von jemand irer Meinung nach einen starken Schlag auf den Kopf bekommen. Der Vater war nicht zu Hause: die Mutter war hinauf gegangen etwas aus dem oͤbern Zimmer zu holen, und als sie eben umkehrte, ward sie gleichfals, als von einem starken Schlage auf den Kopf, auf der Treppe nidergeworfen, da sie noch den Strahl in der Ecke am Gesimse des Zimmers, woselbst sich zwey Loͤcher eingeschla— gen befanden, hatte hervorbrechen gesehen.— An mehr als C 2 zwanzig 306 K. X. Beschuͤtzende Leitung zwanzig Stellen bemerkte Herr Steiglehner deutlich, wie der Blitz von einem Metalle zum andern gesprungen. In jedem Zwischenraume zwischen zwo Flinten war die Wand, an welcher sie hingen beschaͤdigt: ein Flintenlauf stand in der Ecke angeleent, uͤber welchem die Wand verlezt und an dessen unterm Ende ein Loch in den bretternen Fußboden geschlagen war. Eben diselbe Wuͤrkung zeigte sich auch in dem Winkel einer andern Stube, wo eine lange eiserne Stange also angeleent stand.— An dem Nußbaume selbst war(wenigsiens unten am Stamme] keine Spur zu sehen: doch waren einige Pfaͤle welche daneben in die Erde geschla⸗ gen gewesen, umgeschmissen und die Stuͤcke davon uͤber acht Schritte weit weggeworfen„(64. Die Anschmelzung der Degenspitzen bey unberlezter Scheide ist eine alte oft wiederhohlte Bemerkung. Da die Scheiden der Degen, Schweerter, oder Hirschfaͤnger unten mit Metal beschlagen zu seyn pflegen, so laͤßt sich leicht einsehen, wie der Strahl one die Scheide zu zersprengen von dem Knopf des Gefaͤsses zur Klinge, und von dort zum Ohrtbande durchfaren kan, und wie er da wo er zu disem von der Spitze abspringet sich vornehmlich zusammenziht und die Klinge anschmelzt. Herr Prof. Steiglehner ver⸗ muthet daher mit Grunde, daß wenn das Ende der Scheide nicht von Metal waͤre, selbige nicht also unverlezt bleiben wuͤrde(346). Auch fuͤhrt er einen andern Fal an, wo bey Anschmelzung der Wans das Ohrtband zugleich von der Scheide (245⁵) Coelest. Steiglehner Obss. phœenom. electr. in Een-Gebrachia et Prifling:§ 67:79. p. 45-51. und 9. S80. p. 53. Er hatte die Spuren des Blitzes den Tag nach dem Wetterschlage mit dem dasigen Pfarrer selbst nuie (e) Das.§. 70. p.. ghede obe efeub. hmehu AI de anigen I. in Bridög dem 2 Ragen, Dusffemn schmtih ie Mibe Multl r Hand. L auf fan Diurr und hen. Der geböttt: d schödigt.! lchung. durch den und schwi Ellanbogt weches it sich dosel Vrseuune hleiden W uullen zer MStifelg ee“-:˖:-:˖:˖:˖:˖:˖:˖:::e— 0 MI sije Lituug glehner W andern V n Flinten warhih iintenlaufsihh Band veltgt g brettemn R g zeigte shi oo eine ug dem Nußhun keine Cp j N. in die Eix tuͤcke ronth zen bey un Bemerkunz. Histhün , so list st heide 30 e„ und vng da wo er hmlich zujmn f. Stiiglhn Ende dae sso unpertgll ern Fal au/e d zuglih u Ar. in Hhn 5 U0. Ich dMO ssucht durch Metal.§. 104. Erf. 115. 307 Scheide abgeschlagen worden().— Folgendes Beispiel zeigt offenbar die Spuhr vom Sprunge des Blitzes in der Anschmelzung. 115. Erf. „Als der edle Herr Joh. von Rosle aus Solothur vor einigen Jaren den Wissenschaften obzuligen nach Fridburg in Brisgau reisete und sich mit zween Bedienten zu Pferde auf dem Wege befand, entstand ein heftiges Ungewitter mit Regen, Donner und Bliz. Da sie nun weit von einem Dorfe entfernt waren, riet der eine Bediente dem Herrn, sich mit ihm in einen Mantel einzuhuͤllen. Sie lenkten also ire Pferde dicht an einander und ritten unter demselben Mantel fort, jener zur rechten und der Herr zur linken Hand.(So steht wenigstens in der Beschreibung.] Hier⸗ auf entstaͤnd ein heftiger Wetterschlag durch welchen Herr, Diner und beide Pferde mit Gewalt zur Erde gestuͤrzt wur⸗ den. Der Bediente und beide Pferde waren auf der Stelle getoͤdtet: der Herr aber blieb am Leben und war wenig be⸗ schaͤdigt. An den Pferden fand man aͤusserlich keine Ver⸗ letzung. Dem Bedienten war ein ziemlich groosses Loch durch den Sut geschlagen, sein Gesicht war angeschwollen und schwaͤrzlich. Dem Herrn hatte der Strahl beym linken Ellenbogen durch Rok und Hemdsermel ein Loch geschlagen, welches inwendig weiter als nach aussen war, auch fand sich daselbst ein schwarzer Flek auf der Haut, jedoch one Verserung, und dergleichen Flecke zeigten sich auch oben an beiden Waden. Am Ermel waren Knoͤpfe von roten Ko⸗ rallen zerbrochen, one daß der Drath daran zerrissen waͤre: die Stifel aber waren unverlezt, weil der Strahl beym Beine ö ů C3 durch (347) Welchen der P. Fulg. Bauer in Ungarn gesehen, und in seiner Diss. exper. de theot. er usu Electr. p. 95. erzaͤhlt. — ———————— 1— ———— 2—...—— .——— 308 K. X. Beschuͤtzende Leitung durch die Degenklinge abgelokt worden.] Die linke Hand hielte er am Handgriffe seines Degens, dessen Scheide mit Sawmt uͤberzogen war. An disem war nicht allein die Spige geschmolzen, sondern auch im Orthbande der Scheide, welches aus vergoldetem Stahl bestand, ein rundes Loch eingeschmolzen, one die Scheide selbst zu versengen.— Der andere Bediente war ein wenig voraus geritten, welcher auch mit seinem Pferde zur Erde stuͤrzte, aber keinen Scha⸗ den hatte, ausser daß er etwas taub geworden„() Wenn endlich an den obern und mitlern Teilen, von dem Gipfel eines Gebaͤudes an, eine Strecke Metal nach der andern in einem Zusammenhange herab gehet, aber nicht bis zur Erde reichet, so wird das ganze Gebaͤude, so weit dises reichet, verschonet, und der Ausbruch des Strahls zeigt seine Wuͤrkung nur unten von der Stelle an wo sich das Metal endiget, es mag ihn dises ins Gebaͤude hinein oder aussen am Gebaͤude herab leiten. So eraͤugete es sich bey den Stangen in den Kirchen zu Altona(23 Erf.) zu Riel(50 Erf.) und an mehrern Orten(Erf. 154.), und so finden wir es auch wo die bleiernen Regenroͤren mit einem metallenen Dache zusammenhaͤngen. 116. Erf. vu Stokholm fiel im Jahr 1769. den 30 May bey starkem und besonders vor jedem Wetterschlage mit groͤsserer Heftig⸗ keit niderschiessendem Regen ein Wetterstrahl auf ein Wirts⸗ haus, der Stern genant. An selbigem war sowohl die First oder der Ruͤcken des Daches, als der Dachrand und der 4 oͤbere (3⁴⁸) Fabricius Hild. Obff. Cent. III. Obs. 26. im Jahr 1613 be⸗ schriben, nachdem er 1609 die Geschichte von dem Herrn selbst gehoͤret und die Kleidung sowohl als den Degen, welche zum Andenken aufbehalten worden, gesehen hatte. —2—3—3—..—..—— 0 hun Rand O ach Plattn bed Hebe Seit Hchenenn Ruen Si die Meal begrjf des Dad Huul fubihe Zsmmmn Iuch ni 0S Ahen, ve disen roagt MWäzusseh die frie Lu mit dem st ondetn eis mu woche wie auʒ di in besagt zusamme linen S gaufen, wo ihn ei schibene! schlage h uden, sirken ei uuffnen zisc stung Di 0 „destneit war nichth hberdeyet d„ ei mist. bersenhn— gerium,. „aber kinz worden,( ern Telln, xr cke Mani u b gehet, ay e Gebind obruch dez e Stelle an y ins Gebdud So erängeht Itona( i Erf. 1500, genröͤren mig o May beysu it grossattel rahl aufen ar sowoflf Dachnnd u 10 V . im I ichte vi d H ◻ D 0 durch Metal. h. 104. Erf. 116. 309 oͤͤbere Rand an den Gibeln, nebst der Ecke wo sie an das Dach anschliessen, mit Reihen von eisernen verzinnten Platten bedekt. Die Platten des Dachrandes waren an beiden Seiten des Hauses mit einer starken(bleiernen oder blechernen! Regenroͤre verbunden, deren jede bis zum dritten Stokwerk von oben herunter ging. So weit nun dise Metalle herabreichten, naͤmlich sowohl unter dem In⸗ begrif des Daches, als in den obersten Stokwerken, war das Haus unverlezt gebliben: nur zeigten sich schwarze rus⸗ faͤrbige Striche am Dache, da wo der Bliz keinen voͤlligen Zusammenhang der Platten gefunden und also einen Sprung machen muͤssen. Ueber dem untersten Stokwerk geht an zwo Seiten um das Haus ein vorstehender Rand von eisernen Platten, welcher demselben zum Regendache dinet, und uͤber disen raagt die eine Roͤre mit einem abwaͤrts gebogenen Ausgusse hervor. Der Strahl war aber Idoch nicht durch die freie Luft von dem Ende der Roͤre auf die Platten, noch mit dem starken Regensturz zur Erde herabgesprungen, sondern etwas hoͤher oberwaͤrts] bey der lezten Klammer mit welcher die Roͤre bevestigt war, in die Mauer gefaren, wie aus dem aus gesprengten Kalk zu ersehen. Daß er ferner in besagtem Rande von Platten sich verbreitet, und, da kein zusammenhaͤngendes Metal davon herunterging, in mehreren kleinen Stralen zerstreuet uͤber das unterste Stokwerk herab⸗ gelaufen, dabey aber vorzuͤglich diejenigen Stellen gesucht wo ihn ein anderes Metal zur Erde leiten konte, zeigten ver⸗ schidene deutliche Spuren. Bey den mit eisernem Be⸗ schlage versehenen Pfosten zweier der untersten Fenster und Laden, und bey zwoen gegen die Mauer vest angeleenten starken eisernen Stangen, deren eine ehen unter dem ge⸗ troffenen Fensterpfosten stand, war die Mauer beschaͤdigt, und zwischen den Haͤspen des einen Fensters ein Splitter C 4 aus 310 K. X. Beschuͤtzende Leitung aus dem Fensterpfosten ausgerissen und mit groosser Gewalt uͤber das Queergaͤßgen hingesprenget. Bey dem Ende der andern Regenroͤre war gleichfals eine Beschaͤdigung in der Mauer zu bemerken. Da aber an selbiger Seite keine Fenster und weitere Leitung nach unten vorhanden waren, so hatte der Strahl vermuthlich seinen Weg in das Haus hineingenommen, woselbst er gleichfals eine Leitung zur Erde antraf. Aus einem Zimmer des untersten Stokwerks war ein eigener kleiner Luftgang durch den Schorstein geleitet und au der Decke desselben mit einer eisernen Klappe versehen, welche durch eine starke eiserne Stange regiert ward, die mit einem Ringe auf einem Zapfen in der Mauer ruhete. Ein wenig unter disem Zapfen war ein groosser vierekter eiserner Stab frey an die Mauer geleent. Hier muste der Strahl den Weg durch die Stange und den Stab zur Erde gesucht haben, denn rings um den Zapfen hatte er den Kalk in der Mauer ausgebrochen,(war also ebenfals nicht durch die Luft von dem Zapfen auf den Stab ge— sprungen), und unter dem eisernen Stabe hatte er einen Spahn aus dem Bretterboden aufgesprengt. Sonst hatte der Wetterschlag im inwendigen des Hauses auch in disem untern Stokwerk keine betraͤgtliche Beschaͤdigungen veruhr— sachet. Verschidene daselbst im Gastzimmer anwesende Personen hatten zwar mehr oder weniger Erschuͤtterung bey dem Schlage empfunden, aber one allen Schaden. Im andern Stokwerk nahe bey der Stelle wo aussen die Klammer von der Regenroͤre in der Mauer bevestigt war, stand ein Maͤdchen vor einem Kuͤchenfenster an einem Tische. Dises sahe ovne weitere Empfindung einen Moͤrsel vor sich auf⸗ huͤpfen, so daß die Moͤrselkeule herausfiel: der Strahl aber war nicht auf das Kuͤchengeraͤte zugefaren,(da er wie gesagt, aussen bequemere Ableiter gefunden hatte. Daß auch unh der mut vn! dnand, w am Lsche Haptsei gung an Meerga den Cchi der Mi erschog dom vost Ouagf hyrigende Shoisteh gläch ni Ragt nit alb die vo (9 itumz mit g 0 sasg Day det Deschil sehihn dut u vorhypdany uWah in 15 ein Ha untersten Eiht urch den 0 iner eisang erne Snne apfen in de R en wat engr zuer gelen. ange und on den Zapser u war asso auf den E tabe hatte l. engt. Euns auses auch u haͤdigunge. zimmer ami Erschutnng Schaden aussen ieKHe igt vat, sun em Nsh N brsel thr she det El aten, IE den halt⸗ 6 durch Metal.§. 104. Erf. 116. 311 auch der Moͤrsel nicht vom Strale beruͤhrt worden, sondern nur von der Erschuͤtterung aufgesprungen sey, erhellet daraus, weil sich sonst die Spuhr des abspringenden Blitzes am Tische u. dgl. umher haͤtte zeigen muͤssen.] Bey der Hauptseite des Hauses vorbey, wo die erweente Beschaͤdi⸗ gung an den untersten Fenstern geschehen, gehet laͤngst dem Queergaͤsgen hin eine tife Gassenrinne, welche queer uͤber den Schifbruͤckenmarkt iren sehr abhaͤngenden Auslauf unter der Bruͤcke hinunter in den Hafen nimt. Bey dem Wet⸗ terschlage hatte man daselbst gleichsam Feuerstroͤme auf dem vom Regen genezten Pflaster hinlaufen, und das Queergaͤßgen vol Feuer gesehen, welches auch zu den unten vorligenden Schiffen hinaus zu laufen schine.„— Der Schorstein an disem Hause, welcher nicht verlezt war, ob— gleich nicht erweent wird, daß er mit Metal beschlagen sey, raagt mitten am Dachruͤcken hervor, ist aber kaum hoͤher als die vordere Gibelspitze(). C 5 AI. Ka⸗ (249) Dise Wuͤrkungen sind vom Herrn Prof. Wilke selbst beob⸗ achtet und nebs einer Abbildung beschriben worden in den Schwed. Abhandl. 1769. XXXII. B. p. 115.— Daß ein Strahl von oben durch den Schorstein oder den Luftgang auf die daran befindliche eiserne Klappe und Stange herab— geschossen sey, ist nicht glaublich, weil er einen so weiten Weg nicht blooß durch die Luft zuruͤk gelegt, sondern den Schorstein oder Luftgang beschaͤdigt haben wuͤrde.— Die rußfarbenen Striche auf den Dachzigeln, unter den Platten welche den Schorstein umgeben und unter einem mit eiser⸗ nen Platten bedekten Aerkerfenster mitten auf dem Dache, waren vermuthlich nicht von einem Sprunge des Blitzes, sondern von einer bloossen Abstreifung der vielleicht etwas verrosteten Oberflaͤche der Platten entstanden, da der Bliz, welcher 312 K. XI. Wo der Bliz beschädige— XVl. Kapittel. Wo der Bliz beschaͤdige— sich teile— abweiche. §. 105. wo beschaͤdigt also der Bliz entweder andere Roͤrper oder das Metal selbst? Wo teilt er sich in mehrere Strale? und wo verlaͤßt er auch mitten im Wege eine Strecke von Metal um auf eine andere zu springen? Da dises die Zufaͤlle sind, welche uns bey treffenden Blitzen mancherley Gefaren aussetzen, so verdinen sie noch eine besondere Betrachtung. Die Aufmerksamkeit aber auf die verschidenen Umstaͤnde, unter welchen sich dises oder jenes bey Wetterschlaͤgen eraͤnget, wird uns auf die Spuren der Naturgesetze fuͤren koͤnnen. ö Der Wetterstrahl verletzet teils mittelst seiner schnellen Durchfahrt selbst, da er die Koͤrper durchboret: teils, mit⸗ telst der erregten Flamme, durch Brennen, Zuͤnden,‚ Schmelzen: teils auch mittelst der Platzung(Kap. VIII.) durch Sprengen und Auseinanderwerfen.— Alle dise Wuͤr⸗ kungen entstehen aber nur, nachdem er in seiner Fahrt zur Erde mehr oder weniger Widerstand antrift. §. 106. Der erste Zusprung des Strahls geschihet, wie(H. 12. 13. 15.) gesagt, auf die der Wolke im Wege kommenden Hervorragungen, folglich auf die oͤbern Teile des getroffenen Koͤrpers, und von da wird die eigentliche Fahrt des Blitzes allemahl bis zur Erde fortgesezt(§. 25.)/ sie mag nun durch leiten⸗ welcher einen bessern Zusammenhang an andern Platten vorfand, hier einen solchen Sprung zu machen nicht geno⸗ tigt ward, und wenn er es gethan, die zwischenligenden Zigel zerschmettert haben wuͤrde. — sch tit Hbade Kd5 Zuch wider Ubeta Hrer da yolb in d urwotsen werden. aussen a Gpfel sun sai hufthet huh di uthjüht n Sůbasten (S3E wolcheng du Schd woren al nach an der Ta die Spt der wef eton 6 Heshit auf den licht un 00 Hat ah einer Ren Roͤt wum sth dig le er andur Iz Nmehrenonn vege eint e. igen? ns bey tufft o berdinenssi rksamleitabr; en sich dish; auf S I seiner sil boret: teih. rennen, zu zung(Kap N Ale die n seiner Fht ist. ihet, vi Weze fonmt. le des genfe Fahtt ex se mapnnh + 0 albe L nahen tich 90 iHe sich teile— abweiche.§. 105. 106. Erf. 117. 313 leitende Koͤrper gehen, die ihn leicht durchhin lassen, oder durch widerstehende, wo er Gewalt ausuͤben muß(L. 102⸗104). Ueberal sind demnach dijenigen Gebaͤude oder andere Koͤrper daran sich kein Metal befindet, wenn sie der Wetter⸗ wolke in den Weg kommen, der Verletzung vom Blitze un⸗ terworfen, da sie entweder zerschmettert oder entzuͤndet werden.(S.§. 127.). Wenn indessen auch Metal, und sogar aussen am Gebaͤude, vorhanden ist, aber nicht bis zum Gipfel hinauf reichet, so sind doch zuerst die obern am mei⸗ sten hervorragenden Teile wo der Strahl noch kein Metal vorfindet der Zerstoͤrung ausgesezt, weil selbiger leichter durch die vesten Koͤrper als durch die Luft zum Metalle herabfaͤhrt(§. 83. 84.). 117. Erf. „Im Jahr 1764 den 18ten Junius, da ein Gewitter von Suͤdosten aufzog, fiel zu London ein geteilter Wetterstrahl (S. 13 Erf.) zugleich auf beide Ekhaͤuser in der Essexstrasse, welche nach Suͤden auf die Themse zu gehet]. An beiden ward der Schorstein und zum Teil das Dach zerschmettert. Es waren aber die Haͤuser in diser Gasse neben einander der Laͤnge nach am Rande des Daches mit einer bleiernen Rinne vor der Traufe versehen, und hier zeigten sich zu beiden Seiten die Spuren daß der Bliz disem Metalle nachgefolgt sey. An der westlichen Seite der Gasse war in einer Entfernung von etwa 60 Fuß von dem zerschmetterten Schorsteine, einige Beschaͤdigung am Rande des Daches und unter demselben auf dem Boden des Hauses,(davon die naͤhern Umstaͤnde nicht untersucht sind.) Weiter hinauf aber, auf 30 Vards 96 Hamburger Fuß], zeigte es sich, daß der Strahl an einer von besagter Traufrinne herabgehenden bleier— nen Roͤre herunter gefaren, denn der hoͤlzerne Kasten darin sich dise Roͤre endigte war zerrissen, wie auch die Mauer ——.— —.——.— 314 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— Mauer bey diser Stelle gespalten und geschwaͤrzet, und ver⸗ schidene Fensterscheiben in dem daran stoossenden Kuͤchenfen⸗ ster zerbrochen— An der Ostseite der Gasse war ein Teil des Strahls von dem beschaͤdigten Ekhause nach hinten gegen Osten gleichfals bey einer bleiernen Regenroͤre herabgefaren, und, da dise nicht bis auf die Erde herunter ging, auf ein eisernes Treppengelaͤnder zugesprungen, welches bey 3 Fuß weit davon entfernt war. Unten bey den beiden Stangen darauf dises Gelaͤnder ruhete ward ein Stuͤk Stein von der Ecke der Treppe[wo vermuthlich die Stangen mit Bley ver⸗ gossen waren,] abgesprengt. Vorne nach der Gasse zu, wo besagter Maassen die bleierne Rinne in einer Strecke fort vor der Traufe lag, war der Strahl an disen oͤsilichen Haͤu sern one einige Verletzung auf 70 Pards(220 Fuß) weit hin⸗ auf gelaufen, woselbst er abermahls bey dem eisernen Gelaͤn⸗ der eines Hauses einen flachen gehauenen Pflasterstein zer⸗ schlagen„(45). Wenn das Metal inwendig im Hause verstekt ist; so bricht der Strahl vornehmlich an der Stelle durch wo er seine Fahrt auf das Metal hin richten kan.(§. 33). Ferner, wenn das Metal nicht in einer Strecke herunter bis zur Erde fuͤhrt, sondern entweder in einiger Entfernung von der Erde gaͤnzlich feelt, oder irgendwo in seinem Zusam⸗ menhange unterbrochen ist, so aͤusert der Bliz seine Gewalt da wo das Metal auf hoͤrt, oder wo es auch nur im gering⸗ sten unterbrochen ist. Von dem nach der Erde hin auf hoͤren⸗ den Metalle sind schon oben(F. 104) verschidene Beispile ge⸗ geben worden. Ich wil hier aber noch einen merkwuͤrdigen Fal anfuͤren, da unser Nicolai Turm ehemahls wegen Un⸗ terbrechung der kupfernen Bedeckung an der Spitze entzuͤn⸗ * ö det (250h Philof. Trans. Vol. IIV. p. 255. beschriben von Herrn Doet! Lawrenee. sch tl zorde Ren eigene ahla e I Ihr, feurigei snl, schwer Iunhit xh d dun E aud ener: uud vhe aher das Ochen sch gupfer d Mbeitfi vepen dr Huope lassen. Zinapft oder zw ist dd seinen! heller u aber he Flamme der Don mam flur ( hidigee eschwitz, 1 vossnhn giht; ass wureh W se nach hinn 60 enröre hah runter ging.aj welched Hynß den bäbm En, Stͤk Sten un tangen mit Ban ich der Gosen n einer Sreett disen oslihng (Aꝛo duß) vil dem eisewrenhl len Mfaastesen bekstekt ist sih ch wo er saneß Etreckehernw ger Entfernunz in seiuem Y Blij seint di uch nur im gl rde hin gifth hidene Bih nen methulth mahls wan der Euie hen EN HN sich teile—abweiche.§. 106. Erf. I7. 118. 345 det worden und von oben an abgebrant ist, wie solches aus den eigenen Worten des one Vorurteil schreibenden Beob⸗ achters erhellet. 118. Erf. „Im Jahr 1589 den 16ten Julius, in der Nacht um 12 Uhr, hat sich nach der groossen Hitze alhier ein erschroͤklich feuriges Ungewitter und Sturm erhoben, in welchem es schnel, vielfaͤltig und grausam geblitzet, und dabey etliche schwere Donnerschlaͤge gehoͤret worden. In disem feurigen Ungewitter ist auch also der Turm St. Nicolai in Hamburg durch das Feuer angestekt und verbrant worden. Dises Turms Spitze ist begonnen zu richten im Jahr 1518, wie aus einer reinen Pergamentschrift, so in dem Knopf gelegen und unverseert mit heruntergefallen, zu ersehen. Diweil aber das Kupfer am Turme in disen 71 Jaren an vilen Orten schadhaft geworden, hat man selbigen von neuem mit Kupfer decken lassen, und ist der Turmdecker mit seiner Arbeit fast an den Zinapfel des Turms gekommen, derent⸗ wegen dan auch der Meister des vorigen Tages oben auf dem Knopfe gesessen und gestanden, und den Fluͤgel umlaufen lassen. Eben an demselben Orte nun, oben unter dem Zinapfel, da es noch offen und wegen der Hoͤhe ein Bret oder zwey ausgeschossen gewesen und Tauen ausgehangen, ist das Feuer in derselben Nacht angegangen, und hat von da seinen Anfang genommen und zum ersten als ein groosser heller und blinkender Stern sich sehen lassen(). Bald aber hernach ist es groͤsser geworden und hat angefangen Flammen und Funken von sich zu werfen, und hat abermahls der Donner und Bliz da durch und durch geschlagen, welches man klaͤrlich hat sehen koͤnnen. Man hat zwar alsobald auf den (351) Eben wie von den Tuͤrmen zu Royaumont und Troies (Erf. 110) gemeldet wird. 316 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— den Turm gelaufen und was zur Daͤmpfung des Feuers noͤ⸗ tig erachtet mit Ernst vorgenommen. Es sind aber die Leute bald hernach so erschrocken geworden, daß inen der Muth entfallen und sie an der Rettung wegen der Hoͤhe und groos⸗ sen Gefahr, auch anderer Ungelegenheit halben verzagt, und ist das Feuer straks haͤufig herunter in den Turm gefallen, und bald hernach der Knopf mit der Stange herunter ge⸗ schossen. Hernach ist der ganze Turm in vollen Feuer und Gluth gestanden, so daß man um 5§ Uhr des Morgens nichts mehr vom Turm hat sehen koͤnnen als allein das unterste und staͤrkste Teil der Mauren— Ob nun wohl ein groosser Teil der Kirche unter dem Turm verlezt worden, so ist dennoch das groͤste Gebaͤude unverseert stehen gebliben.„(233) Hier sehen wir also einen Fal, wo eine mit Metal ge⸗ dekte Spitze dennoch oben un Inbegriffe des beschaͤ⸗ digt 2365 Wahrhaster Bericht von dem Brande des Turms St. Nieo-⸗ lai in Hamburg: von M. BIRNu. VAGET. Hamb. 1589 ge⸗ drukt: welcher aus dem Nidersaͤchsischen uͤbersetzt, nebst einer sogenanten Feuerpredigt des I. Jopocus EoARDI GIA. Nrus, in Hamburg 1750 in 4. wieder herausgegeben wor⸗ den— Es ward nach disem Brande eine ansehnliche Spitze auf dem Turm erbauet: da aber das Mauerwerk durch die Feuersbrunst sehr beschaͤdigt und muͤrbe geworden, auch mit zu schwachem Fundamente versehen war, so konte es diselbe nicht tragen, und man fand sich genoͤtägt sie wie— der abzunemen, wie in der, bey noch waͤrender Abtragung der Turmspitze 1644 den 9 Aug. gehaltenen Predigt des Herrn Past. Lehmann, welche in demselben Jare zu Luͤne⸗ durg in ato gedrukt worden, erzaͤhlt wird. Nach disem ist also der Turm ausgebessert, bevestigt, und die jezt stehende neue Spitze aufgebauet worden, davon NM. Gorrrb. GEsin den 21 Oetob. 1657 gehaltene und zu Hamburg in 4. ge— drukte Turmpredigt Bericht erteilet. scht ligt oderd ben der E is dun! oolendetet u und i schahe metalen epigtt von dem sudtt, III I Ugeoube an in E tih't sud geriichet! ule, den Illnthabe il singte ald ihr d Etuͤrke! in gevi tr sich be Wprrun stehende nůligt i derten higte s singe fů huden, iMintr 6 ufheS shädinr f üü H, ö „ daß ins neng u der Hlen Stange hem n m in vollen R0 x l Ar des r des Wun Mein das Iurej wohl ein grus orden, 50 zebliben., vo eine mit m se des Dache ide des Turnt AeEr. Hand. hsischen bestt I. Jopoch Eu Net herausgegtha etine ansehylche Mauernett t nuͤrbe gewathe, ehen wat, e sich gentt sr wärende ih haltenen I mselben Int VII MG u Humpuip u V IE halbe V Wn in den x um sich teile— abweiche. F. 106. Erf. I18. 317 digt oder entzundet werden kan, wenn naͤmlich das Metal von der Spitze an nicht uͤbe. al wohl mit einander verbunden ist: denn hier muste der Bliz von der Helmstange zu dem un⸗ vollendeten Kupferdache durch widerstehende Koͤrper hinfa⸗ ren und in disem Wege entzuͤndete er das Holzwerk. So geschahe es auch zu Rostok mitten in einer unterbrochenen metallenen Bedeckung(Erf. 155.)3 da hingegen, wie oben gezeigt worden, an wohlbedekten Tuͤrmen, und wo der Strahl von dem Ende des Daches seine fernere Leitung nach unten findet, die Spitze unverseert bleibet. Je weniger nun Metal vorhanden ist, welches den Bliz in einer Strecke herunter leiten kan, und je mehr es dagegen abgesondert, zerstreuet, queer gelegen und von andern Koͤr⸗ pern im Gebaͤude eingeschlossen ist, desto haͤufiger und hef⸗ tiger sind die Zerstoͤrungen welcher der Bliz anrichtet. Hier gereichet naͤmlich die sonst wohltaͤtige Eigenschaft der Me⸗ talle, den Bliz anzulocken, vielmehr zum Schaden: er sucht allenthalben dijenigen Stuͤcke Metal, welche ihm am besten in seiner Bahn zur Erde dinen koͤnnen, ergreift so viel davon als ihn durchzulassen noͤtig ist, dringt nach Verhaͤltniß seiner Staͤrke und des Widerstandes der zwischenligenden Koͤrper, in gewissen Entfernungen von einem zum andern, und da er sich bey jedem Metalle samlet, und beym Zusprunge und Absprunge besonders zusammenzieht, so werden die wider⸗ stehenden Koͤrper, durch welche er seinen Weg zu nemen ge⸗ noͤtigt ist, vorzuͤglich in der Nachbarschaft solcher abgeson⸗ derten Metalle beschaͤdigt. Ein merkwuͤrdiges Beispiel davon zeigte sich am Brigittenturm in London, wo ausser der Helm⸗ stange fast alles Eisenwerk, dessen eine Menge darin vor⸗ handen, wagerecht gelegen war, folglich den Strahl nicht in einer Strecke niderwaͤrts fuͤren konte, sondern ihn nur haͤufige Spruͤnge zu machen noͤtigte. Zugleich ersihet man daraus, 318 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— daraus, daß die Richtung des Strahls zur Erde herabgehe, indem derselbe sich nicht nach allen Seiten hin von den Enden des Metalles, oder wagerecht in einer Strecke zusammenhaͤn⸗ genden Metalles, ausbreitete, noch in die freie Luft, dazu er sich schon vielfaͤltig den Weg gebahnt hatte, sondern gleich⸗ sam stufenweise an einer Seite des Turms herunter fuhr, nach welcher er etwa, es sey oben oder unten, eine 3338. liche Anlockung gefunden haben mogte. 119. Erf. Im Jahr 1764 den 18ten Jun. da verschidene sehr warme Tage vorher gegangen, kaum einiger Tau des Nachts, und nut wenige groosse Tropfen Regen gefallen, traf bey dem Gewitter, in welchem auch die Haͤuser in der Essexstraasse zu London(117 Erf.) beschaͤdigt worden, ein Wetterstrahl auf den schoͤnen Brigittenturm(Se. Bride's siceple) welcher ganz von gehauenen Steinen erbauet ist, aus verschidenen mit Saͤulen gezierten und mit offenen Boͤgen durchbrochenen Absaͤtzen bestehet, und zur oͤbern Spitze eine gleichfals aus Quadersteinen zusammengesetzte Pyramide hat. Oben auf der Spitze stand ein Kreuz mit abgerundeten Enden, wel— ches nebst der Wetterfane und dem Knopfe von vergoldetem Kupfer und an einer eisernen vierekten Stange bevestigt war. An dem obersten Teile des Kreuzes zeigte die entfaͤrbte und abgerissene Vergoldung, wie auch einige Stellen daran etwas geschmolzen war, daß es vom Blitze getroffen sey: uͤbrigens fand sich an dem Kreuze, der Fane, dem Knopf und der Stange keine weitere Beschaͤdigung. Es war dise Stange 2 Zoll dik, 19 Fuß 9 Zoll lang, und auf 10 Fuß tief in den Steinen der Turmspitze eingefaßt und mit Bley umgos⸗ sen. Von den 7 Lagen Steinen darin die Stange stekte, hatten die 5 obern, ob sie gleich wie die uͤbrigen mit eisernen Krampen oben und unten zusammengeheftet und mit Bley ver⸗ sche Hlbtet wa duth de e Stange au tmde Win deren Riße waren sche die ganze Stange i uin duß! hey ben Hungande It O sisahe K rot tfert Band erhr die Zii ynt ferner strnen Sta wünschden: den nicht Uneersiz der einei dem naäch ren glich in den ge nun dise berstekt, hrachtun Rigten si yon einem la paren uh Rbo . Til schad escha 16 zur Cixn iten hin unaz Streckezstnnn n die fiuktß . lhatte, Undenz Ianm Lurms hexunte; er unten, a u verschideneshe Tun des Ruth fallen, taf h in der Essosin lec tie) we aus verschibw zoͤgen dutthn the eine gleit nide hat. A undeten Endh lopfe von hug Stauge bebafh igte die eutstk Stellen danne troffen sehi dem Kooyftu Es wor ditel H auf 10ft nd mit Bah m n die En übngemt MV cheftet uud m sich teile— abweiche. 9. 106. Erf. 119. 319 verloͤtet waren, nicht gelitten, lindem der Strahl zureichend durch die Stange herabgeleitet worden:] da aber wo die Stange aufhoͤrte hatte der Bliz angefangen seine schmet⸗ ternde Wuͤrkung zu aͤussern. Die beiden lezten Lagen, in deren Ritzen das Bley um die Stange sich mit ergossen hatte, waren schon zerschmettert, und unter selbigen der groosse uͤber die ganze Spitze ligende Stein, darauf das Unterste der Stange in einer 5 Zoll tifen Hoͤlung ruhete, und welcher ei⸗ nen Fuß dik und 3 Fuß breit war, in vile Stuͤcke besonders bey den 4 Ecken der Stange zersprengt, ja die Mitte dessel⸗ ben gerade unter der Stange zu Pulver zergraͤuset und durch⸗ loͤchert. Darauf hatte der Strahl etwas weiter unten einige eiserne Klammern an den Quadersteinen der Pyramide, und noch tifer ein eisernes rund umher in den Steinen verstektes Band ergriffen, wie aus denen daselbst verlezten Steinen, da die Zwischenligende unbeschaͤdigt waren, zu ersehen. Es war ferner von einer Weite zur andern eine Menge von ei⸗ sernen Stangen in disem Turme angebracht, um bey der ge⸗ wuͤnschten Zierde die noͤlige Vestigkeit zu erhalten. So wur⸗ den nicht allein die Schwibboͤgen und Fenstergesimse mit Queerstangen gehalten, sondern es lagen auch ein Paar Roste, der eine in dem untern Teil der Pyramide, der andere unter dem naͤchsten Absatze, queer durch den Turm, und solche wa⸗ ren gleichfals rund umher mit eisernen Stangen, welche man in den gehauenen Steinen bevestigt hatte, verbunden.[Da nun dises queerligende Eisenwerk teils ganz in den Steinen verstekt, teils zur Unterstuͤtzung unter den Steinlagen ange⸗ bracht und mit den Enden an den Seiten eingesenkt war;] so zeigten sich haͤufig die Wuͤrkungen der Spruͤnge des Strahls von einem Eisen zum andern. Denn, eben nur an solchen Stel⸗ len waren die anligenden Steine teils zerschmettert, teils auch davon groosse Stuͤcke gaͤnzlich abgesorengt und vom II. Teil. D Tur⸗ — —3 — —— — — ——. — —.— 320 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— Turme herunter geworfen, und an einigen konte man durch den Riß in den Steinen dem Wege von einem Eisen zum an⸗ dern herunter deutlich nachspuͤren. Eine Stange, welche das Oberste eines Fensters unterstuͤzte, war auch zerbrochen und(durch die Platzung! von den daruͤber ligenden zer⸗ schmetterten Steinen abgebogen worden. Es waren aber nicht allein die einzelnen Krampen oder Klammern nicht alle beruͤhrt, sondern auch von den zusammenhaͤngenden Baͤn— dern, die rund umher im Turme lagen, war der Bliz nur an einer Seite herab, meistens nach Osten und Nordosten, ausgefaren,(da der weitere Umfang des Turms zu seiner Leitung uͤberfluͤßig war.] Auf dise Weise sind unter der Py⸗ ramide und irem Fusse noch die vier mit Saͤulen gezierte Absaͤtze der hohen Spitze verlezt worden. Von da war der Strahl in den vierekten Turm nach der Westseite herabge⸗ faren, und hatte daselbst in der Gegend wo die Glocken han⸗ gen, und wo gleichfals ein eisernes Band umher in der Mauer angebracht war, einige Steine zerschmettert, wie auch das Holz welches die Axe der groͤßten Glocke bevestigte abgeschlagen und die Bolzen damit es gehalten wurde her—⸗ ausgerissen, der Glocke selbst aber keine Beschaͤdigung zuge⸗ fuͤgt(53).— Dem uͤbrigen Wege des Blitzes zur Erde her⸗ unter, da sich keine sichtbare Merkmale fanden, ward dazumahl nicht nachgespuͤret. Ich vermutete aber, daß er irgendwo eine Strecke von zusammenhaͤngenden Metal gefunden habe, die ihn one Schaden herabgeleitet, da er sonst in einer so groossen Art. Hoͤhe (253) Dise Umstaͤnde sind von Herrn D. Watson und Herrn De⸗ laval genau beschriben, und da 85 Fuß von der Spitze ab—⸗ genommen werden musten, nach Untersuchung aller be— schaͤdigten Teile mit Abzeichnungen erlaͤutert: Philos. Trans. Vol. LIV. p. 209 und 227. scht Htheroch fagen hab de hirche llektne 65 kl sprengt! gendeb! schlossen sihburch umser en sehetben⸗ be ebglechin Eo wirdee den aͤnne Istmahls, Drate, o Nifnunget 108. 11½ Da ten, sot Mi in der K seinen X indem d muthlich fund, d lehung u Hksachet Gth) 2 shidig ugen hupn nuh einenstn ö Line dunn daruͤbe iheh den. Ez vumt r Klamman I umenhänganf war der Bir 0 l sten und Ruß des Turnz u ise sind umt y mit Sauln z wo die Gloan Band umher ö Ii en Glocke i wun Beschibizun vlitzes zur El den, wardoyn 5 er ignbn gefunden d in eintt syyn atson uth pnn +* 6 vo 1 H le Fsuchin 1— utert“ AN I Autent. war auc ain sich teile— abweiche.. 106. 107. Erf. 119. 321 Hoͤhe noch die Mauren u. s. w. verlezt haben wuͤrde. Auf Be⸗ fragen habe ich deshalben die Antwort erhalten: Das Dach der Kirche sey mit Bley gedekt und von dessen Ende gingen 4 bleierne Roͤren bis zur Erde herunter„(. §. 107. Es koͤnnen aber auch noch die umligenden Koͤrper zer⸗ sprengt oder zerrissen werden, obgleich ein zusammenhaͤn⸗ gendes Metal den Bliz durchleitet, wenn dises Metal einge⸗ schlossen und die Leitung unzureichend ist, daß der Strahl sich durchdraͤngen muß: weil dabey eben so wohl eine Platzung umher erreget wird als wenn er durch die eigentlich wider⸗ stehenden Koͤrper druͤnge.(Erf. 121.) So werden Verniß oder Farbe von Vergoldungen und desgleichen duͤnnem Metalle abgerissen.(Erf. 10. 62. 10z.) So wird zauch die Bemoͤrtelung oder andere Bedeckung von den duͤnnen metallenen Draͤten durch welche der Bliz faͤhrt oftmahls abgeworfen Erf. 23. 121), und wenn dergleichen Draͤte, oder anderes unzureichendes Metal, durch enge Oefnungen gehen, werden die Loͤcher weiter geschlagen.(Erf. 108. 112.) Wenn aber das Metal zureichend ist den Bliz durchzulei⸗ ten, so wird auch dise Platzung umher nicht ausgeuͤbet. An den uͤbermahlten vergoldeten Ziraten eines Bogens in der Kirche zu Sagan(107 Erf.) durch welche der Strahl seinen Weg genommen, war die Wuͤrkung schon geringer, indem die Oehlfarbe daruͤber nur in Blasen geloͤset war, ver⸗ muthlich weil der Strahl daselbst eine groͤssere Flaͤche vor⸗ fand, darin er sich ausbreiten konte. Noch weniger Ver⸗ letzung wird an der Bekleidung eines staͤrkern Metalles ver— uhrsachet. D 2 120 Erf. (254) In einem Schreiben des Herrn Wil. Senly. London den 24 Jul. 1776. 322 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— 120. Erf. An dem Obelisk bey St. Georges Felde zu London war eine eiserne 3 Zol dicke Stange, welche eine daselbst ange⸗ brachte Lampe zu tragen diente. Auf dise fiel im Jahr 1773 der Bliz: er sprang von da zu beiden Seiten herab, naͤmlich auf zwo Stangen des eisernen Gitters, welche die naͤchsten, und jede ohngefaͤhr 25 Zoll von dem untern Ende der Lam⸗ penstauge entfernt waren. Die beiden Ecken der Stange von welchen der Strahl abgesprungen, und die Spitzen der beiden Gitterstangen auf welche er von dort her zugesprun⸗ gen, waren etwas angeschmolzen und zeigten also deutlich die Spuhr des Weges welchen er genommen hatte. Die Oehlfarbe aber damit die Stangen bemahlt waren ward un⸗ beschaͤdigt befunden„(259. So wurden auch die Steine an der Spitze des Brigitten⸗ turms, in welchen die 2 Zoll im Gevierte dicke Helmstange auf zehn Fuß tief eingeschlossen und mit Bley bevestigt war, nicht abgesprengt, sondern der Strahl fuhr one Platzung und Beschaͤdigung bis zum untern Ende der Stange durch. (119 Erf.) Es laͤßt sich also aus dem Umstande, daß die Bedeckung eines Metalles, als des eisernen mit Oehlfarbe bestrichenen Gitters zu Sagan(107 Erf.) unverlezt gebli— ben, nicht schliessen, daß es vom Blitze nicht beruͤhrt wor⸗ den(656 b.): und so kan er auch durch verborgene einge— schlossene Anker oder Stangen eine Strecke weit im Gebaͤude herab geleitet werden one einigen Schaden zu veruhrsachen. §. 108. (2⁵5) Philos. Trans. Vol. LXIV. p. 150. beschriben von Herkn Will. Zenly, Mitgl. der Koͤn. Ges. (255 b.) Zu geschweigen, daß die Uebermalung oder der Ueberzug von Pech und Kienrus den Strahl in etwas an der Ober— flaͤche ableiten kan.(§. 53. Erf. 130 schth dR O b het welt der faden Hö scheuraum ducch ei gen hot. W Er Mmm gen damme ge mit Mal. sch duan an ehem) schwach,! uch bey! sche icht Mfiaben( Vaniße Ilamme Vo wid aue Korper entzůnd welches bom Bli iinsonst! un gläer daspile Ved ff ‚ II delde Wnr sche einel dise fie in Seiten he aah, in „ wel ceden N untern Endz N den Ecken d „ und die Eyiy n dort her zun 10 zeigten as Enommen hath. nahlt waren y Spitze ndi ierte dicke har it Mey bede hl fuhr one xK ide der imp uUmstande isernen mit Erf.) underlh nicht berih ch verborzer ecke weit ind en zu vemht VI J V ½1 Hriben iun Ham * der ung det Y N II N2I sich teile— abweiche.§.107⸗109. Erf. 120. 323 §. 108. Das Durchboren oder Durchschlagen kleiner Loͤcher, one eigentliche Zerspreugung, pflegt alsdan zu geschehen wenn der Strahl in der Bewegung von oder zu einem aulok⸗ kenden Koͤrper sich gesamlet, und durch einen kleinen Zwi⸗ schenraum eines widerstehenden Gegenstandes, als queer urch eine Mauer, ein Bret, ein Kleid, u. s. w. zu drin⸗ gen hat. §. 109. Ob ein Beispiel beobachtet worden, da ein Wetterschlag eine Strecke weit so volkommen frey in dem Umfange von Metal herab geleitet worden, daß er an demselben auch keine Flamme geaͤussert, ist mir nicht bekant: denn auch bey denen mit Metal belegten Turmspitzen berichtet man, die Flamme sey daran herunter gefaren. Aber, wenigstens ist diselbe an einem Metalle von betraͤgtlichen Umfange doch schon so schwach, daß sie keine Verletzung an oder neben demselben auch bey dem trockensten Holzwerke veruhrsachet, und ich sehe nicht ein, wie an einem Metalle durch welches der Bliz gefaren(als Erf. 120) die Bedeckung von Oehlfarbe oder Verniß unverseert gebliben seyn koͤnte, wenn sich nicht die Flamme in dem Umfange desselben verstekt haͤtte. Wo aber der Wetterschlag mit Widerstande kaͤmpft, da wird auch Flamme erregt. Holzwerk und andere brenbare Koͤrper sind daher besonders alsdan der Gefahr ausgesezt entzuͤndet zu werden wenn ein benachbartes Metal durch welches der Strahl faͤhrt ein so duͤnner Drath ist daß er vom Blitze gluͤend gemacht oder zersprengt wird, oder wenn ein sonst dickeres aber abgesondertes Metal doch an den En⸗ den gluͤend wird. Von dem ersten Falle sind schon einige Beispile(Erf. 19. 25 u. s. w.) angefuͤhrt, dazu ich noch fol⸗ gendes fuͤgen wil. D 3 21 Erf. 3½24 KXI. Wo der Bliz beschaͤdige— 121. Erf. „Im Jahr 1759 den 16ten Jul. wurden in Southwark drey Haͤuser in einer Gasse von einem Wetterstrale be⸗ schaͤdigt. An dem ersten wurden die Dachzigel an der einen Seite meistens abgeworsen, Sparren u. s. w. zerschmettert, das Bley an den Fenstern zerschmolzen, und die Schei⸗ ben zersprengt, aber keine Entzuͤndung veruhrsachet— In dem andern Hause, jenem gegenuͤber gelegen, fand man hauptsaͤchlich die Klingeldraͤte angegriffen, welche durch ver⸗ schidene Zimmer geleitet waren. In dem einen derselben, wo der Drath meistens geschmolzen war, zeigte sich die ver— sengte Spuhr davon an der mit Holz getaͤfelten Wand, und besonders bey den Wirbeln. Es war auch in einem Kupfer— stiche, welcher unter dem Drate gehangen, ein Loch gebrant und verschidene verbrante Flecke in binsenen Stuͤlen, in dem Fußboden und und im Rande der getaͤfelten Wand daselbst vorhanden, wo man noch einige Stuͤcke des zersprengten Drates fand welche sich Hoͤlungen eingebrant hatten. Ein Maͤdchen welches vor der Thuͤr dises Zimmers stand, berich— tete, sie haͤtte darin gleich einem Regen von Feuer gesehen. Im zweiten Stokwerk war in einer Kammer der zu dem un⸗ tern Zimmer gehende Klingeldrath gaͤnzlich zerschmolzen und zerstaͤubet, ausser bey dem Wirbel mittelst welchem er zu dem Zimmer daneben ging und wo er ganz gebliben war, Uda der Strahl seinen Weg nicht dahin sondern am Drate herunter genommen hatte.) Hier waren verschidene Klei— dungsstuͤcke von Leinen, Kottun, Sammet, wie auch hoͤl— zerne Schachteln und der Fußboden hie und da von den um⸗ hergeflogenen gluͤenden Stuͤcken des Draths angebrant. Es war auch eine Flamme entstanden, die aber bald geloͤschet wor⸗ den. Der Drath war noch weiter zu einer Kammer unter dem Dache hinauf geleitet gewesen, woselbst er gleichfals ganz sht bug h gilite g Aung des vaden kon helhidene Haslage fernung v bemedete Inmer! l u U mithwat sen Duat Rlapeörät Smlvatz huten Eto sshrih, uögeppreng deg ber schdenen ben. Do gewesen, daß e u an der an Hard schbosene unt eiser jde nit; uf der e sshen puß u 6 D. n Hun sch Idig vurben uuß, nem Wettv Muurf ½½6„ achjigl u. s. v. Ruhn gen, und R dung veluhrht ex Ael er geleger, fmn fim, welch hut dem einen rn , ztigte sch jetaͤftlten Nun luch in einen n jen, ein dchg senen Stilt ifelten Undh scke des geshn zebrant huin mmers sund! von Feutt g nmer der zu x lich zerschmohn stelst wechm sondern n en verschdnn met, wit u ind da von d⸗ ihs angebent. I iner Vammet 0 WINT V 0 sich teile— abweiche. d. 109. Erf. 121. 325 ganz zerschmolzen und die Scheidewand an welcher er her⸗ abgeleitet gewesen sehr geschwaͤrzet worden. Die feinern Koͤrner desselben welche noch mit dem Magnete aufgelesen werden konten, waren auf 10 Fuß weit, und die uͤbrigen in verschidener Entfernung umher zerstreuet.— Das dritte Haus lag an der nordoͤstlichen Ecke der Straasse in einer Ent⸗ fernung von etwa 40 Vards: lob von dem ersten oder lezt⸗ bemeldeten zu rechnen ist nicht bestimt.) Hier ward in einem Zimmer des untersten Stokwerks ein Klingeldrath groͤßten⸗ teils zerschmolzen und ein 9 Zoll langes Stuͤk einer hoͤlzernen Leiste die den Drath bey dem meßingenen Angriffe bedekte mit Gewalt abgesprengt, auch ward in einem Schrank neben disem Drate etwas Glas und Porzellaͤn zerbrochen. Die Klingeldraͤte waren auch in einigen Zimmern des zweiten Stokwerks zum Teil geschmolzen. In einem Zimmer des dritten Stokwerks war der Drath ganz zerstaͤubet, die Mauer geschwaͤrzt, die Bemoͤrtelung uͤber der Thuͤr bey der Klingel ausgesprengt, der Fußboden angebrant, und die Tuͤcher nebst dem Ueberzuge eines Bettes neben dem Klingeldrath in ver⸗ schidenen Flecken angesengt, aber one sich entzuͤndet zu ha⸗ ben. Das Uebrige der Draͤte, welches nicht zerschmolzen gewesen, war doch so unbiegsam und broͤklicht geworden, daß es unbrauchbar befunden ward— Schraͤge gegenuͤber an der andern Seite der Gasse in einer Entfernung von etwa 20 Hards war unter einem Hause ein gewoͤlbter wohl ver⸗ schlossener Keller. In selbigem lagen verschidene Weinfaͤsser mit eisernen Baͤndern; auch standen daselbst ein Paar Kufen, jede mit z eisernen Baͤndern, in welchen Buteljen mit Wein auf der Seite gelegt behalten wurden. In dem einen der⸗ selben wurden bey obbemeldetem Wetterschlage alle Buteljen, etwa 6 Dutzend an der Zahl, zerbrochen, als ob sie mit einem Hammer zerschlagen waͤren, da doch der Wein nicht D 4 in 326 K. XVI. Wo der Bliz beschaͤdige— in Gaͤrung gewesen. Sonst konte man in dem Keller keine Beschaͤdigung entdecken. Die Lage der Haͤuser gegen ein⸗ ander ist nicht deutlich beschriben. Waͤren einige Spuren an dem letztbemeldetem Hause oder Keller bemerkt, so moͤgte man sagen, daß der Bliz noch von der Gasse durch die eiser⸗ nen Baͤnder der Gevaͤsse in den Keller gelokt worden. Viel⸗ leicht aber war es nur eine Wuͤrkung der Erschuͤtterung.]— In einer Entfernung von etwa 200 Yards von den beschaͤdig⸗ ten Haͤusern stand ein Man vor seiner Thuͤr, welcher von dem Wetterschlage so erschuͤttert ward, daß er auf einige Stun⸗ den sinloos blieb, und noch einige Tage nachher mit Betaͤu⸗ bung, Schwindel und Erbrechen behaftet war, auch einen starken Schwefelgeschmak im Halse zu spuͤren glaubte. Er war aber uͤbrigens nicht vom Strale verlezt, auch kein an⸗ derer Schade um ihn geschehen. Seine Frau jund Kind stan⸗ den bey ihm, und lezteres hatte ihn beym Rok angefast, one mit erschuͤttert zu werden„(3). Bey dickerem oder breiteren Metalle welches den Bliz durchleitet und nicht queer gelegen ist, entsteht die Gefahr der Entzuͤndung nur an den Enden, und folglich um desto mehr je duͤnner, schmaͤler und kuͤrzer ein solches Metal ist, davon wir oftmahls an den eisernen Naͤgeln Beispile fin⸗ den(537). Je laͤnger, breiter und dicker aber das Metal ist, desto eher verteilt sich auch die augenblikliche Hitze, wenn gleich (25%0 Philos. Trans. Vol. II. p. 286. beschriben von Herrn Moun⸗ taine, der alles selbst untersucht hatte. (35⁷½) S. Erf. 20. 113.— So wird auch Philos. Trans. Vol. XVII. N. 199. p. 71I. erwaͤhnt, daß 1693 den 20 Maͤrz bey einem Hagelschauer durch einen Bliz an dem Turm zu Oundle ein Brand an einem Stuͤcke Holz entstanden/ auf welchem das Bley der Fenster mit Naͤgeln bevestigt gewesen, und das Fensterbley sey ganz durchloͤchert worden. sih llch der gscnolet hancbart Hihe de bum Bihe Gipd sog gebrant eine Sei ten ken, wonn e0 nihhr aso. mmtrlgent uu derr vunz der! der Mspr oher ders OR j Arper ein er duch il Mein, wuͤrk un daß sie n fihrt ga haufen y das Ho stens uu sengt fj glüendg aschnet sehren schäd 10— an in den N der Hundn MS. ö‚ Waͤren kuiz dy eller bawach hj Gasse duß E gelokt wtrhyn der Exschiham rs von duͤht Thͤͤr, wahn 1p er auf Ruspe ge nachhet nntz aftet war, uu spuͤren gurh berlezt, auchlu Frau sund Kih ym Rok angei lle welches l „enisteht dus und folglich u ein solches M Mageln Biiß .aber das M Nikliche Hißj ben von Hun sich teile— abweiche. d. 109. Erf. 121. 327 gleich der Strahl eine Ecke desselben gluͤend gemacht oder geschmolzen hat, und desto geringer ist also die Gefahr daß benachbarte Koͤrper entzuͤndet werden.— So wird auch die Hitze des duͤnnen Drates in Gipsdecken, wenn selbiger gleich vom Blitze geschmolzen worden, doch durch den uͤberligenden Gips sogleich gedaͤmpft, daß das Rohr darnnter nicht an⸗ gebrant zu werden pfleget— Bey flachen Strimen deren eine Seite frey liget, und wo sich also die Flamme ausbrei⸗ ten kan, wird auch bey dem duͤnnesten Vergoldungsmetalle, wenn es gleich nur ein Paar Zoll breit ist(Erf. 107.), viel⸗ mehr also bey Strimen von Kupfer, Eisenblech oder Bley, das unterligende trokene Holz nicht verseert. Daß die Ausbrei⸗ tung der Flamme nach der freien Luft hin hier zur Verscho⸗ nung der untergelegenen Koͤrper beitrage, schliesse ich aus der Absprengung des Vernisses von Vergoldungen(Erf. 62) oder der Oehlfarbe(Erf. 103.) Da jeder Durchbruch des Blitzes durch widerstehende Koͤrper eine Flamme veruhrsacht, so moͤgte man glauben daß er auch uͤberal wo er durch Holzwerk faͤhrt zuͤnden wuͤrde. Allein, es scheint, daß dise Flamme nur so augenbliklich wuͤrkt und durch die zugleich erregte Platzung so erstikt wird, daß sie nur selten zuͤndet, wenn nicht der Koͤrper durch den sie faͤhrt gar zu leicht Feuer fasset, als etwa ein Strodach, Heu⸗ haufen u. d. gl. Daher wird man in Gebaͤuden und Schiffen das Holzwerk durch welches der Strahl gefaren ist mei— siens nur zersplittert, und selten anders entzuͤndet oder ver⸗ sengt finden als wo es, wie gesagt, durch ein Metal welches gluͤend geworden beruͤhrt ist. Baͤume werden meistens nur zerschmettert oder die Rinde davon abgeschaͤlet: selten pflegen sie versengt oder in Brand gesezt zu werden,(8) und hizu D 5 kan (258) Doch' finden sich Beispile. Am 18ten Sept. 1717 schlug der —————————— —.———— —.— 328 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— kan eine trokne und mulmigte Stelle leicht Gelegenheit ge⸗ ben— Es ist aber auch zu bemerken, daß dergleichen leicht feuerfassende Koͤrper noch in einer Entfernung von ein Paar Ellen von der eigentlichen Fahrt des Strales in Brand ge— sezt werden koͤnnen, wie davon die 98 Erf. wo die Bahn des Blitzes mit einer deutlichen Spuhr bezeichnet war, ein Beispiel giebt. Demnach ist die Entzuͤndung eines solchen Koͤrpers noch kein Beweis daß der Strahl seinen Weg durch selbigen genommen habe; da die Flamme, zumahl bey einem Sprunge, auch noch in einem ziemlichen Umfange umher wuͤrksam seyn kan. §. 110. An den Metallen selbst finden wir die Beschädigungen vom durchfarenden Blitze nur in folgenden Faͤllen. Zuerst, der Bliz bey Julinsburg in Schlesien, in eine sehr groosse Eiche, dicht an einer Scheune, daß sie zu brennen anfing und die Leute zum Loͤschen herbey laufen mußten“(Bresl. Saml. Scheuchzer, daß 1719 den zten Jul. ein Paar Baͤume vom Bliz in Brand gesezt worden(Das. 1719. Jul. p. 88): an-⸗ derer Faͤlle zu geschweigen.— Daß aber einem Gaͤrtner, der am 12ten Decemb. 1710 uͤber Feld ritte, wie er versi⸗ cherte, ein Haselnuß⸗Stok, welchen er in der Hand hatte, vom Blitze angebrant worden, da doch der Man selbst ganz unverlezt gebliben, ist eine ganz unglaubliche Geschichte. Er sagt nur, er habe gemeint, daß ihm Haar und Gesicht dabey versengt worden, und Herr Thoresby, der die Nach⸗ richt mitteilet, fand nachmahls an dem Stok nur etwas an⸗ geschwaͤrztes, dabey man vorgab, der Man haͤtte um sein Pferd anzutreiben schon ein gutes Teil von dem Ende des Stoks unterwegs abgeschlagen. Trans. Vol. XXVII. n. 33J. p. 321.) ö I. Vers. 1717. Sept. p. 12.) So meldet auch ö Zunst, yisa/ nuste, un Rshnohe Gurke wi Much vd Mzu und f den Ctra ungen be s os u ohyt von Eulla nit Wrr (Ef. 100. 109 150) rist, so st I. A) durch wol sinden wi gen(Eif zu Neb (1ob Erf derselben schidener gen Weg den(Er angeschn sens ine N vom! R e shnite h e schädixe W. ich lei NH + haglath fernunz un Stralt ndyn 98 Gf w 1. hr begeicun uj zündunz ent rahl seinn Iu ame, zumahlln, lichen Uninur ir die Bishihy nden ziln ien, in eite y sie zu Ruune laufen wüsttn“ 12.) EY n ul. ein Mier din . I719. M5 I5 aber einen K feld titte, W iet in det H och det Mu unglaublie 0. ihm Herr u horesby/ N em Stok muren her Mon itt u In sich teile— abweiche.§. 110. 329 Zuerst, wie gesagt, wenn es ein gar zu dunner Drath gewesen, durch welchen sich der Strahl gleichsam draͤngen mußte, und welcher also davon heiß oder gluͤend gemacht, geschmolzen oder zerrissen, oder, nach Verhaͤltniß seiner Staͤrke mit der Kraft des Strahls, in kleine Kugeln, ja in Rauch oder unmerkliche Staͤubchen zerspreugt wird. An zusammenhaͤngenden Metallen von groͤsserm Inhalte und groͤsserer Oberflaͤche die in einer Strecke fortgehen und den Strahl niderwaͤrts leiten, finde ich unter so vilen Erfa⸗ rungen von Wetterschlaͤgen kein Beispiel, daß sie anders als nur da wo der Bliz durch widerstehende Koͤrper auf sie zu oder von inen abgesprungen verletzet worden. An disen Stellen naͤmlich, wo sich der Strahl gleichsam in die Enge zusammengezogen, wird zuweilen etwas angeschmolzen, (Erf. 120. 139.) oder ein Loch durchgeschmolzen(Erf. 19. 109. 150), und wenn der erste Anfal des Blitzes eine Spitze ö trift, so ist die Anschmelzung derselben unvermeidlich(Erf. 137. 141): das uͤbrige aber von einer solchen Strecke Metal durch welche der Bliz herab faͤhrt bleibt unverseert. So finden wir es an Flintenlaͤuffen(Erf. 93. 97) an Degenklin⸗ gen(Erf. 114. 115): so zeigte es sich an der Pendulstange zu Newbury, die doch nur so dik als eine Schreibfeder war (108 Erf.) und wo doch der Strahl so wohl oben als unter derselben groosse Gewalt ausgeuͤbt hatte, wie auch an ver⸗ schidenen andern Stangen durch welche der Bliz einen lan⸗ gen Weg vom Turme bis zur Kirche hinunter geleitet wor⸗ den(Erf. 50. 154). Der dikste Drath welchen ich vom Blitze angeschmolzen, und noch nicht zerstaͤubet sondern nur mei⸗ stens in Stuͤcke von einigen Zollen zerrissen gesehen habe, ist der vom Turme zu Segeberg(Erf. 113), welcher kaum so dik als ein Strohalm war, da er nur Zol im Durch⸗ schnitte hat. Vou 330 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— Von flachem Metalle welches in einer Strecke den Bliz herabgeleitet, zumahl wenn es mit der einen Seite der freien Luft zugekehrt ist, und also der Ausdenung der Flamme mehr Raum darbitet, finde ich nur einige Verserung an Vergol⸗ dungen und besgleichen Bedeckungen vom allerduͤnsten Me⸗ talle, da hingegen Strimen von Kupfer, Eisenblech oder Bley, uͤberal, ausser wie erweent an den Enden, unver⸗ seert bleiben. Die Rede ist hier, welches wohl zu merken, von zusam⸗ menhaͤngenden, und dabey, wenigstens am Ende, herunter⸗ leitenden Metalle. Ein anderer Fal ist also, wenn irgendwo ein dickeres aber queergelegenes oder abgesondertes Metal vom Blitze beschaͤdigt worden. Daher wundert es mich nicht, daß im Brigittenturme zu London(119. Erf.) eine eiserue Stange, welche 2 Zol dik und 22 Zol bꝛeit war, von dem Wetterstrale mitten von einander gebrochen worden. Sie lag in der Quere, war an beiden Seiten in starke Steinwaͤnde eingeschlossen, zwischen welchen sie sich auf 21 Zoll lang erstrekte, oberwaͤrts aber war sie gleichfals mit gehauenen Steinen bedekt.(3) Durch dise war der Strahl mit einer Platzung auf die Stange gesprungen, hatte sie von den Steinen abgestoossen und also zerbrochen: denn es wird nicht gesagt, daß sie angeschmolzen gewesen. Wenn ferner verschidenes Metallengeraͤte hie und da vom Blitze beschaͤdigt und angeschmolzen, oder in selbigem Loͤcher durchgeschmolzen worden,(Erf. 18.20. u. s. w.) so ist es bey abgesonderten Stuͤcken geschehen, wo sich der Strahl gesamlet und einen Sprung gemacht hat— Bey ansehn⸗ lich groossen Stuͤcken, als den Platten der Feuerheerde (Erf. 20.) oder den gegossenen eisernen Oefen(Erf. 156.) ist auch oft keine Spuhr zu finden.— Wenn aber hie oder da (259) Philos. Trans. Vol. LIV. p. 230. 0 guch in Iun udei amurtducch sehhen seh sinde dur synst bey stens abet Jahen die sruuer R Iwalln! Aalss d o it fune niht durch beshidizt, 125. V. fl din Enden nierlezt g 1. Cf. Wl Werden, auch det welche de obgleich Muerwi Flamme daß sie n venn vest 11 5)6 lo ᷑. II adige einer Euz I einen Sinhz rung du Verstung n% vom alanhz wftr, Gschl in den Enhnn merkex, enn 18 am Endy Hr also, weminn abgesondata her wundatt a don(119 E u Zl der gebrochnnn den Seiten u welchen stit tr war segi Durch dise u ige gesptungt Iso zerbrochn olzen gewen ngeruͤte gie n en, oder ins 18.20. U. Ch/ „wo sich in t— H en der Zand Oxfen l VBum therhis sich teile— abweiche.§. 110. 331 da auch in Metallen Loͤcher veruhrsachet worden, so koͤnte es zwar zuweilen blooß von einem sich zusammenzihenden und queer durch die Metalplatte schnel durchfarenden Strale ge⸗ schehen seyn, und nur dan waͤren sie im eigentlichen Ver⸗ stande durchgeschlagen oder durchboret worden, welches sonst bey widerstehenden Koͤrpern geschihet(F. 108.): mei⸗ siens aber werden die Metalle durchgeschmolzen. Dies zeigen die zusammengelaufene Kuͤgelchen und der umher zer⸗ streuete Rauch(Erf. 27. 29.), bey dessen feiner Zerstaͤubung zuweilen keine Ueberbleibsel gefunden werden koͤnnen, daß also das Loch als rein durchgeboret erscheinen muß. Dies zeigt ferner die Anschmelzung an dickerm Metalle, welche nicht durch und durch gehet, sondern nur die aͤussere Seite beschädigt, wo der Strahl zu und abgesprungen,(Erf. z. 125. u. s. w.) und endlich eine aͤhnliche Anschmelzung an den Enden der langen Stuͤcke Metal, wo der mitlere Teil unverlezt gebliben, als bey Flintenlaͤufen, Degenklingen, u. s. f. Am staͤrksten aber kan das Metal alsdan angegriffen werden, wenn es nicht allein abgesondert ist, sondern wenn auch der Durchbruch der Flamme durch veste Roͤrper, welche das Metal umgeben sehr aufgehalten wird. Denn, obgleich der Strahl in seinem eigenen Wege eher durch Mauerwerk als durch die Luft faͤhrt, so giebt dise doch der Flamme und Platzung leichter Raum sich auszubreiten, daß sie nicht so stark auf einen engen Fleck wuͤrken kan als wenn veste Koͤrper widerstehen(3 d.). 122. Erf. (59 5.) So ist oben§. 64. auch bey Menschen die vom Blitz ge— troffen worden angemerkt, daß sie da am staͤrksten versengt werden, wo die Kleider am wenigsten nachgeben. ——— ——— ᷣSSS‚.. ‚. 332 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— NHGA 95T22. Erf.. „Herr Dibden, ein englischer Schifscapitain ward im Jahr 1759. von den Franzosen aufgebracht und zu Marti⸗ nique mit einer Bedeckung von Fort⸗royal nach St. Pierre gefuͤhrt. Unterwegs uͤberfiel sie ein Gewitter mit starkem Plazregen, deswegen sie bey einer kleinen Kapelle one Turm Halte machten, welche auf einer Anhoͤhe lag und nur mit 3 oder vier elenden nidrigen Haͤusern umgeben war. Sie hielten sich an der Seite die vom Winde abgekehrt war und zween Soldaten leenten sich zwischen ein Paar Pfeilern an die Mauer der Kapelle. Bald darauf fiel ein heftiger Wet⸗ terstrahl, dadurch eben an diser Stelle eine Oefnung ohn⸗ gefehr 4 Fuß hoch und 3 Fuß breit in der Mauer veruhr⸗ sachet und dise beiden Soldaten erschlagen wurden. Herr Dibden ging nebst mehrern Personen durch die Oefnung in die Kapelle hinein, woselbst sie eine vierekte Stange ohnge⸗ faͤhr 4 Fuß lang und 14 Zoll dik herausgesprengt auf der Erde ligen fanden. Dise Stange, dadurch ein Monument unterstuͤtzet worden, welches man mit heruntergeworfen und zerbrochen antraf, war in einer schraͤgen Stellung an der Mauer angebracht gewesen, und in der Mitte befand sich daran eine andere Stange ohngefehr einen Fuß lang und einen Zol dik, welche wagerecht in die Mauer gegangen und daselbst mit Bley bevestigt gewesen. An der groossen Stange war die Dicke an einigen Stellen betraͤgtlich ver⸗ zeret, so daß sie als ein verbranter Feuerstoͤrer aussahe der lange gebraucht worden, auch war sie ohngefaͤhr einen Zol uͤber der angefuͤgten kleinern Stange von einander ge⸗ brochen, woselbst die Enden verbrant oder angeschmolzen aussahen: das Uebrige der Stange hatte ein weißgraues Ansehen, als ein Eisen welches einer starken Hitze ausgesezt gewesen. Die wagerechte Stange war auch sehr vom Blitze scht Hlche angeg und di Die dimnet Eise Singe ein wulhe sih sch hett D gegenuͤber befanden Sie wutde o Hy ir nay alw M, in K. iI Idemne Rhiben wi weit von in dem Metter Nn stt, Ugestrent hurch deren 2 37 schädin— hifscapnn ebracht ud D royal nih dij Gewilte u anen Kapel + höͤhe Az un u umgeden unz ide abgelchnnpn ein Pun h fiel en hrii He eine denm in der Muni lagen wurde. durch die Oen ierekte Stann! ausgesprengt! adurch ein u mit herunterze schragen Cle Nin der Mil! ihr einen zuflh. ie Mauer gt⸗ sen. Mderp tellen benigte Feuerstöreru sie ohupftl ige von einedi t oder aupstn hatte ein vaßßt arken Hihe Mx war auch sh 1 sich teile— abweiche.§. 110. Erf. 122. 333 Blitze angegriffen, besonders wo sie an der Mauer gesessen, und die Dicke derselben lief daselbst so schmahl zu als ein duͤnner Eisendrath, da sie bey der Anfuͤgung an die groͤssere Stange einen Zol im Durchmesser hatte.— Die Soldaten welche sich an die Mauer geleent hatten, standen, so viel sich Herr Dibden erinnerte, beynahe disem Ende der Stange gegenuͤber welches in die Mauer gesenkt war, und ire Koͤpfe befanden sich ohngefaͤhr in einerley Hoͤhe mit demselben. Sie wurden durch den Schlag von der Mauer ab geworfen, so daß ire Fuͤsse etwa z oder 4 Fuß davon ab, und die Koͤpfe weiter abwaͤrts lagen. Ire Haut war sehr schwarz gewor⸗ den, ire Kleider au verschidenen Stellen angebrant, und' ire lederne Guͤrtel aufgeschrumpft, als wenn sie am Feuer gehalten waͤren. Die uͤbrige Geselschaft befand sich nicht weit von inen, und Herr Dibden fuͤhlte nebst andern bey dem Wetterschlage eine empfindliche Erschuͤtterung„()— [Man sihet, daß der Bliz bey der wagerechten Stange aus gefaren und daselbst auf die Soldaten zugesprungen sey, durch deren Koͤrper ihm also die Leitung leichter als durch die (360) Aus des Capt. Dibdens Berichte, erzaͤhlt von Herrn Wil⸗ son: Philos. Trans. Vol. LIV. p. 231.— Der Ausdruk im Englischen: they observed a square bar of iron near the hole and upon the ground„ ist uudeutlich, da man meinen moͤgte daß die Stange bis auf den Boden gereichet haͤtte, und sich also wundern wuͤrde, daß der Bliz hier eine Be—⸗ schaͤdigung veruhrsachet haͤtte, und nicht daran herab—⸗ Oefaren waͤre. Allein die folgenden Umstaͤnde erklaͤren es, daß sie hoͤher gesessen und herausgesprengt worden, und Herr Nollet sagt es deutlich, da er eben dise Geschichte erzaͤhlt, Mem. de ILAc. des Sc. 1764. p. 443.„On trouva par terre les debris d'une barre de fer, qui scellée eiι devant dans le mur servoit à retenir une figurs de pietre, qui faisoit partie d' in mausolce,„ 334 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— die Luft oder durch die uͤbrige Hoͤhe der Mauer zur Erden seyn muste. Indessen fand er doch einen betraͤgtlichen Widerstand die Dicke der Mauer zu zersprengen, dadurch die Flamme an dem Metalle aufgehalteu ward und selbiges angrif; wie auch durch den Gegenstooß, bey Aussprengung der Stange, die groͤssere zerbrach.— Ich gebe aber obiges nur als eine Moͤglichkeit an:; vielleicht waͤre die ware Uhr⸗ sache hier nicht einmahl so weitlaͤuftig zu suchen, denn es koͤnnen die Stangen schon zum Teil verrostet gewesen seyn, da dan der Bliz den Rost abgesprengt und das Eisen als frisch aus dem Feuer gezogen aussehen gemacht haͤtte(½%). Wie viel die wagerechte von irer Dicke verloren, laͤst sich ferner nicht eigentlich berechnen, weil sie vermuthlich onedas ge⸗ gen das Ende zugeschaͤrft gewesen. Wenigstens folgt aus disem Falle keinesweges,„daß auch eine zoldicke Stange, die bis zur Erde herabreichte vom Blitze angeschmolzen werden koͤnne.„ Es kan aber eine solche Verletzung mit Platzen oder Schmelzen auch bey der geringsten Unterbrechung des Zu⸗ sammenhanges von einer Strecke Metal geschehen, welches sonst, wenn es aus einem Stuͤcke bestanden oder wohl zu⸗ sammengefuͤgt gewesen, den Bliz one Schaden durchgeleitet haͤtte. So werden Verten(Erf. 49. 127. 140.) oder mit Gelenken zusammengefuͤgte Stangen(139 Erf.) bey den Berürungen angeschmolzen und zerrissen. Denn, da dise Beruͤrungen in kleinen Stellen geschehen, so wird der Strahl daselbst in die Enge gezogen, daß er groͤssere Gewalt aus⸗ uͤbt, und da der Zusammenhang nicht volkommen ist, so muß er sich in etwas durch die widerstehende Luft draͤngen, dadurch (Eer) Es ist auch bekant, daß eiserne Stangen in den West⸗ indischen Inseln sehr geschwinde vom Rost verzeert werden. scht udurch ei uid. vukter! huhg 30 Iuf in Vhr am Turt Wseynf Gtine/ Heronngi ahgesen borden. und ein d tun. Di de An Gockmng gerissen ut serder di Haden d diß aud mui und an Roosser Zugert war, einande tinaude Ice0 g RYHe Tur Sbbes han 1. U —3—9—9.—.—„9.5.59..„H‚H‚—‚—‚—‚.————— schadig det Mu u. zerspre am teu watd Wpih op, bey Uuhmn Io gchechag t wäre diuul ig sucgn, verrostet genin igt und das Ciz gemacht hih derloren, Aish ermuthlich nar Weninstersfif eine zoldice e Vlitze angist ug mit Pahn sterbrechung tal geschehen,: standen oder v Schaden durh 127. 140) W (9 En) K n. Denn, u, so wird dre röf sege Gan ht volkomme ihende* Etm it x NN No en Ien V pi einen waig 9. 110. Erf. 123. 335 dadurch ein Platzen oder Auseinanderwerfen veruhrsachet wird.— Ja sogar das Ineinanderfuͤgen der Stangen mittelst vierekter Zuͤlsen ist nicht volkommen genug um dise Pla⸗ tzung zu verhuͤten. sich teile— abweiche. 123. Erf. „Auf die Kirche zu South⸗-Moulton in Devons hire fiel im Jahr 1751. den Eten Junius ein Wetterstrahl. Oben am Turm welcher one Spitze nur vierekt gemauert gewesen zu seyn scheinet] war ein alter Gotischer Kopf von gehauenem Steine, aus dessen Maul eine kurze bleierne Regenroͤre hervorging. Von disem Steine ward ein groosses Stuͤk abgesprengt, one das die durchgehende Roͤre beschaͤdigt worden. Vier Fuß tifer ward ein Bogen der Turmmauer und ein daran stoossendes steinernes Fenstergesimse zerschmet⸗ tert. Weiter hinunter waren die Mauren an dreien Seiten des Turms beschaͤdigt. Von da war der Bliz auf die Glocken gesprungen, deren eine groosse aus irer Bevestigung gerissen und das Geruͤste zerschmettert worden. Es wurden ferner die eisernen Draͤte welche von den[Haͤmmern der] Blocken zur Uhrkammer ohngefaͤhr in einer Hoͤhe von 80 Fuß herabgingen, zerrissen, sonderbar verdrehet,(roke and tevisted in a mosi extraordinary manner) angeschmolzen, und an einigen Stellen in kleine Koͤrner zerteilt. An der groossen eisernen Zeigerspindel, welche von der Uhr zur Zeigertafel an der Suͤdseite des Turms ging, 50 Fuß lang war, und aus verschidenen, mittelst vierekter Huͤlsen in einander geschobenen Teilen bestand, wurden diselben aus einauder gerissen und die Huͤlsen gesprenget(e soekets much Forced and rent). Die Uhr ward zum Stillstehen gebracht; der Turm war vol von erstickendem Dampfe und starkem Schwefelgeruch, und nicht allein weiter hinunter am Turme, sondern auch an den Mauren der Kirche rund umher, bis II. Teil. E zum 336 K. XI. Wo der Bliz beschädige— zum gegenuͤberstehenden oͤstlichen Ende, vornemlich an den Fenstergesimsen, wurden verschidene Beschaͤdigungen ver⸗ uhrsachet. Auch zeigten sich die Spuren des Blitzes hie und da bis zur Erde; besonders ward bey einem suͤdostlichen Mauerpfeiler nicht allein eine groosse steinerne Schwelle nebst andern Steinen am Grunde der Mauer zersprengt, sondern auch ein groosses Loch daselbst im Boden aufge— wuͤhlt. Kalk und Steine waren an vilen Stellen so an⸗ gegriffen, daß man sie leicht mit dem Finger zu Pulver reiben konte.— Da sich vile Leute an verschidenen Orten in der Kirche befanden, so fuͤhlten zwar einige gleich einem Schlage, der eine am Fusse, die andern an verschidenen Stellen des Koͤrpers, es ward aber keiner verletzet(. §. II!. Die Teilung des Blitzes in mehrere Strale pflegt ebenfals einer Seits durch den Widerstand des Koͤrpers welchen er zu durchdringen hat, anderer Seits aber durch die verschidene Anlockung veranlasset zu werden. So teilt sich zuweilen ein Wetterstrahl schon bey dem ersten Durchbruche von der Wolke durch die Luft, wenn er mehrere Gegenstaͤnde vorfindet, bey deren keinem die An⸗ lockung genugsamen Vorzug hat ihn auf eine Stelle beson⸗ ders hinzuzihen, oder wenn an deren einem zwar oben meh⸗ rere Aulockung(H. 12. 13. 15.) aber doch keine fernere zu— reichende Leitung zur Erde vorhanden ist, oder wenn er einer Seits mit wenigerm Zwischenraume durch die Luft auf eine schlechte Leitung, anderer Seits aber mit groͤsserm Zwischen⸗ raume durch die Luft auf eine gute Leitung gelangen kan. Daher koͤnnen zwey oder mehrere Gebaͤude oder Schiffe zu⸗ ö gleich (36½) Pphilos. Trans. Vol. XLVII. p. 330. von Herrn Joseph Palmer beschriben, aber so als od verschidene Stralen von unten heraufgefaren waͤren schtt Hach Lef Zuck Di audit von: Rehaff r So ie u ihm d uule sel oder na Hbrper. schidene schihe j sastoben, en ummi hate, si dabon ua chen wat 3odung, ner nah Agchn Ene j weni den Vo Etlcke wie 3. der B Iun(e 0 D Hnnod shageg 98 Tun Siln de hädigx vopnnih) Besth Ru Ky u de Dnh, h elnem stägt steinem iz M st im Badgn y vilen Stela! n Finget zu erschidenen dyn einige glach⸗ dern an versh ser verleget. hrere Stul rstand des K. er Seits a! werden. rahl schon H die kuft, ze eren keinen f eine Stul uem zwat out och keine fun oder wenn th die dust u groͤsemzel tung gednge Ide oder el 7½ * * Herrv Ysapbi Veit * V Sn nn r Mauer zysn sich teile— abweiche.§. III. Erf. 124. 337 gleich(Erf. 103. 117. 121. 144. 147.) wie auch verschidene Stuͤcke Vie auf dem Felde, und andere Koͤrper neben ein⸗ ander von einem in mehrere Strale verbreiteten Wetterschlage getroffen werden. So teilt sich ferner der Bliz auf seinem ganzen Wege, wo ihm die weitere Leitung durch zusammenhaͤngende Me— talle feelt, und er, es sey oben oder mitten im Gebaͤude, oder nach unten ehe er die Erde erreichet, durch andere Koͤrper zu dringen genoͤtigt ist, und wo er alsdan zu ver⸗ schidenen Seiten Metal in der Naͤhe vorfindet. Dises ge⸗ schahe z. B. an der Saganschen Pfarkirche(Erf. 107.) zu⸗ erst oben, da er nach dem getroffenen Kreuze, welches kei⸗ nen unmittelbaren Zusammenhang mit weiterem Metalle hatte, sich sogleich in drey Nebenstrale teilte, und der eine davon nachmahls, als im Wege die Vergoldung unterbro—⸗ chen war, teils weiter fort auf die naͤchste Strecke von Ver⸗ goldung, teils aber seitwaͤrts aus auf die eisernen Haͤspen einer nahe ligenden Thuͤr zufuhr: anderer haͤufigen Beispile zu geschweigen. Eine solche Teilung wird aber um so viel mehr befoͤrdert, je weniger das Metal an der einen Seite vor dem andern den Vorzug hat(Erf. 117. 124), je weniger die zerstreuten Stuͤcke von zureichendem Umfange sind den Strahl zu fassen, wie z. B. die Schindelnaͤgel(Erf. 112. 113.)/ und je leichter der Bliz in geringer Entfernung irer mehrere ergreifen kan(Erf. 150.). 124. Erf. «Der Turm und die Kirche der Gartengemeine vor Hannover ward 1763 den 8ten Julius von einem Wetter— schlage getroffen. Die Wuͤrkung des oben am Wetterboden des Turms zerteilten Blitzes war an der nord- und suͤdlichen Seite der Kirche einander so voͤllig gleich, daß der eine Teil 2 des 338 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— des Wetterstrahls eben den Sparren, denselben Sturmband zersplittert, diselbige Richtung an der noͤrdlichen Seite des Gemauers genommen, und die Kirchtuͤre daselbst auf eben diselbe Weise beschaͤdigt hatte, als durch den gegenseitigen Strahl an der suͤdlichen Seite der Kirche und an der Thuͤr⸗ daselbst geschehen war. Ja, es war die Uebereinstimmung so genau, daß die beiden eisernen Ringe von zween Zoll im Durchschnit, wodurch die eisernen Stangen von den gegenseitigen Tuͤren auf- und nidergeschoben werden, an einer Stelle angeschmolzen waren.— Die Splitter, die der Bliz aus dem Gesimse des Turms herausgeschlagen, wa⸗ ren so beschaffen als wenn sie durch eine Zimmeraxt heraus⸗ gehauen waͤren, wobey uͤberal nicht die geringste Spuhr einer Entzuͤndung wahrgenommen worden„(63). Hier war naͤmlich das Gebaͤude zu beiden Seiten gleichfoͤrmig, mit gleichen Sparren, Ankern, Mauren, Tuͤren u. s. w. versehen.) Wo wenig oder gar kein Metal vorhanden ist, welches den Bliz herab leiten kan, und auch die Feuchtigkeit nicht etwa an einer Seite besonderen Vorzug hat, da pflegt er sich um desto unordentlicher und weitlaͤuftiger zu zerstreuen, weil er naͤmlich nicht auf einen Flek zusammengelocket wird, und weil ein desto groͤsserer Raum ihn zu fassen noͤtig ist jeweni⸗ ger die Koͤrper durch welche er faͤhrt zur Leitung geschickt sind. Demnach kan unter solchen Umstaͤnden ein einziger Wetter⸗ schlag einen weiten Amfang an Gebaͤuden verletzen und ver⸗ schidentlich zerschmettern: und so pflegen auch Bauerhaͤuser oder Scheunen nicht blooß an einem Ende sondern mit aus⸗ gebreiteter Flamme entzuͤndet zu werden. Wenn also ein hohes Gebaͤude, oder ein anderer erha⸗ bener Koͤrper getroffen wird, an welchem der Bliz keine be⸗ (326⁵3) Hannöv. Magat. 1765. 75 St. p. 1190. von dem Prediger der dortigen Gemeine, Herrn Volgor selbst beschriben. sch til hegeme agich und voch z t dersel th sey nun dir daß rtichen WI selend M uut Schin Msseiteb uf di! geschagen gefaren. gerilbet, shen, Sohtter: sallen wo ober au ren, wo auch we und 23 sih iw sie nit! Lͤchen andern, betsengt bullezt u sshen wa hheise hidige enselbne uuh 1 1* nordiun dyj ire deihsy o den giph be und an ꝑũI e Ubermnßr; nge von zun u Sunga u schoben vihn 1* Splittr, ausgeschagt e Zimmemm die gerngit e den„(. den gleichum an u.s. u. yj handen is, u ie Feuchtilt 3 hat, Nfh stiger zu t mmengebit ssen nbtiz iin eitung geshih ein einpiyr u verlehum rauch Bung sonden MWA . ein anhen hem de M 46. 00 N shf Hiand sich teile—abweiche.§. 111. Erf. 124. 125. 339 bequeme Leitung zur Erde findet, so kan er, auch one davon gaͤnzlich abzuspringen, zugleich in disem herunterfaren und noch zur Seiten einen nibrigern Gegenstand oder meh⸗ rere derselben durch die Teilung des Strahls mit verletzen, es sey nun, daß er sich unmittelbar in inen ausbreiten koͤnne, oder daß er sie zum Teil mit einem Sprunge durch die Luft erreichen muͤsse. 125. Erf. Im Jahr 1768. den 2isten Aug. eben unter der Predigt, siel ein Wetterstrahl auf die Kirche zu Alem, einem Dorfe an der Maas. Der Bliz hatte den Turm(welcher vermuthlich mit Schindeln gedekt war] von der obern Spitze au auf der Westseite bis zur Saͤlfte herunter beschaͤdigt. Daselbst war er auf die Uhr zu gesprungen, dabey nur ein Splitter aus⸗ geschlagen worden, und weiter herunter zum Kirchenboden gefaren. Die Kirche war mit Dachzigeln gedekt und nicht gewoͤlbet, sondern nur mit einer bretternen Verkleidung ver⸗ sehen. Hier hatte er ein Paar Sparren zerschmettert, vile Splitter aus den Dilen gerissen, welche teils herunter ge⸗ fallen waren, teils noch nach der Kirche herab hingen, teils aber auch nach oben gegen das Dach hin aufgesprengt wa⸗ ren, wo noch verschidene in dem Spinwebe haͤngen gebliben; auch war in disem Bretterboden eine Oefnung 3 Fuß lang und 2 Zoll breit veruhrsachet. In der Kirchenmauer zeigten sich inwendig an der Norderseite vier kleine Loͤcher, als ob sie mit so vilen Kugeln zerschossen waͤre. Eben unter disen Loͤchern sassen zwey Leute, davon dem einen die Beine, dem andern, naͤmlich dem Sone des vorigen, der rechte Fuß versengt, und die rechte Schulter durch einen kleinen Splitter verlezt worden, welcher durch die Kleider bis ins Fleisch ge⸗ faren war. Beide bliben eine Zeitlang, und zwar lezterer über eine halbe Stunde ausser Empfindung ligen: doch wur⸗ E 3 den 340 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— den ire Verletzungen nachmals mit gewoͤhnlichen Brand— mitteln geheilet. Die meisten uͤbrigen Zuhoͤrer wurden zu⸗ gleich als von einem Stoosse von Norden nach Suͤden ge— worfen, so, daß einige von irem Sitze herunter filen, wie dan auch der Prediger auf der Kanzel einen siarken Druk der Luft verspuͤrte, der ihn ein wenig zuruͤk stieß. Diser sahe auch Feuerstralen mit Dampf umgeben, durch die Kirche fligen, welche noch uͤber zwo Stunden darnach mit Schwefelgeruch erfuͤllt blieb.— Ausser der Kirche hatten glaubwuͤrdige Leute die sich auf der Gasse befanden den Bliz als eine Menge Feuers auf und um die Kirche niderschiessen, sich in verschidene Stralen zerteilen, und davon einen auf das zunaͤchststehende Haus zuspringen gesehen. Dises war mit Rohr und Stro gedekt und hatte einen neugebaueten Gibel. An dem Dache ward der Schorstein beschaͤdigt, die Nadel oder der Firstbalken so zerschmettert, daß allent⸗ halben die Splitter daran hingen, verschidene Sparren zerspalten und die Bedeckung aufgerissen. Nur an einigen Stellen war das Holz angesengt, und das Dach ward nicht entzuͤndet. Am Gibel hatte der Strahl zwischen zweien Fenstergesimsen eben unter einem eisernen Anker ein Loch eines kleinen Daumens breit und eines Fingers lang zwischen den Fugen der Steine geschlagen. In einem Zimmer ward ein Splitter von einem Fensterramen abgeschlagen, und ein Spigel zerschmettert, welcher mit einem kupfernen Ohr an einem Nagel hing: das Ohr ward etwas angeschmolzen und der Nagel zum Teil mit dem Kupfer uͤberzogen. Es befan— den sich daselbst, da es ein Wirtshaus war, einige Fremde, deren einer, welcher nahe unter dem Spigel saß, einen Schlag an der Huͤfte empfand, davon er nidersank. Man konte zwar anfangs keine Verletzung daran sehen, doch klagte er uͤber heftige Schmerzen und die Stelle sol braun⸗ blau schttl Hlan gebo Hugeelt. sch ber! wit dem ö geessen espldte o der L die Miz der Mu In wun othesen dunn die Husten Oang gei blab und ile slbern Mewund I Nank Frau rech in der d in der lasse ich 3⁰ 7und 8 in dier Iung w zu spür in einet haͤdia⸗ ewöhyl In I H0 N Oa MN HWre vin 1 Oen uach Sr5 e herur elhen starkey Rd zurüt Re Zzurut sig I. umgeben, hn I sse befanden y Kirche uiderth gesehen. MW einen mught chorstein Ht hmettert, dt berschident u. Nut an: das Dach uu ahl zwischn! nen Anket u ingers Ang einem Immi geschlager/ v kupfemaꝰ angescum tyogen. ar, einigt fr Spigel sch, udersan. demn sch, l s M Tunter f. sich teile—abweiche.§. 1II. Erf. 125. 126. 341 blau geworden seyn: nach acht Tagen aber ward er wieder hergestellt. Ein anderer ward zu Boden geworfen, erholete sich aber bald wieder und war unbeschaͤdigt. Diser hatte mit dem Ruͤcken gegen einen verschlossenen Speiseschrank gesessen, der in der Mitte eine Abteilung hatte, welche zersplittert wurde, one daß man von aussen entdecken konte wo der Bliz ein⸗ oder ausgefaren sey:[weil er naͤmlich durch die Naͤgel eingedrungen.] Ueber dem Schrank hingen an der Wand einige zinnerne Kannen, davon zwo angeschmol⸗ zen waren, als ob man sie hie und da mit einem gluͤenden Loͤtheisen beruͤret haͤtte: auch war ein Splitter von der Leiste daran die Kannen hingen abgeschlagen. In einer ange⸗ baueten Hinterkuͤche, die von disem Zimmer durch einen Gang getrennt war, saß eine alte Frau, welche unbeschaͤdigt blieb und keine Erschuͤtterung fuͤhlte: als sie aber nachmahls ire silberne Tabaksdose aus der Tasche zog, entdekte sie mit Berwunderung, daß die oͤberste Platte derselben mit schwar⸗ zen Punkten bezeichnet war(364). Ob dises, wenn die Frau recht beobachtet hat, dem Strale selbst, davon doch in der Kuͤche keine Spuren gemeldet werden, oder nur dem in der Luft entstandenen Schwefeldampfe zuzuschreiben sey, lasse ich dahin gestellt seyn.] 126. Erf. „Zu Bern schlug 1711. den 20 May Abends zwischen 7 und S Uhr ein Wetterstrahl in den Kefigturm, und von dort in die rechts und links stehenden Saͤuser. Die erste Wuͤr⸗ kung war unter dem obersten Knopfe an dem Sturzenrore zu spuͤren, auf welchem der Knopf stand. Dises Rohr ward in einer Schneckenlinie geoͤfnet. Von dannen fuhr der E4 Bliz (464) Haarlemsche Verhandeling. XIV. D. Bericht. p. 34. von dem Prediger, Herrn Veuchenius selbst beschriben: und über— seit im Encyelop. Journ. 1774. 3 St. p. 217. 342 K. II. Wo der Bliz beschaͤdige— liz in den Dachstuhl, dergestalt daß von allen vier Seiten alle Zigel abgeworfen wurden. Die Kupferbleche, mit welchen der Gang unter der Glocke uͤberzogen war, wurden von dem Solz abgeloͤset.[Denn, da sie wagerecht lagen und zu keinem weitern Metalle niderwaͤrts fuͤhrten, so muste der Strahl gleich unter inen eine Platzung veruhrsachen.] An der obern Zeigertasel gegen Westen ward die Zahl W. ausgeloͤscht und die Tafel selbst auf der einen Seite zusam⸗ mengewickelt. An der Tafel auf der Ostseite ward die Zahlv ausgeloͤscht, und man sahe an beiden Tafeln einen ziemlich schwarzen Strich. Es ward auch die unterste Thuͤr des Turms an einer Ecke durchbrochen. Zunaͤchst drach der Strahl bey einer Ecke an dem Turm in den obern Boden des anstoossenden Hauses, und so weiter herunter fast durch alle Zimmer. In dem zweiten anligenden Hause wurden noch einige hoͤlzerne Geschirre zerbrochen.— An der mittaͤgiz gen Seite des Turms spuͤhrte man Wuͤrkungen des Strahls in fuͤnf loder vier] nach einander stehenden Häusern. In dem ersten waren die Gefaͤngnisse. Daselbst ward in einem Zimmer, wo zwo Personen waren, deren eine getoͤdtet, an welcher man die Haupthare und den Baart wie auch die Kleider versengt, den Bauch aufgeschwollen, einen Brand⸗ flek beym Nabel, und einen schwarzen Strimen von dort bis zu aͤusserst am Fusse befand. Die andere Person ver⸗ lohr das Gesicht, und ich weiß nicht ob ihm dasselbe wieder hergestellt worden. In den audern Haͤnsern wurden die Fenster zerbrochen und das zerschmolzene Bley hin und wider an die Wand gesprengt. Das andere und dritte Haus hat⸗ ten nicht sonderlich gelitten; nur waren etliche Steine hie und da aus den Mauren gestoossen worden: in dem vierten aber, welches ein Schlosser bewohnte, war der Strahl unten in die Werkstat gefaren und hatte im Durchbrechen durch —— schtil hurch die Wst w niber nergeh wäte sünden, Daer! adete Kual ge de! 6⁰1 vider su Rastande kuicherde nit an d 31 V tuf den n dem schagen Vchn zusamn springe Tum Stund 200 E angehr Ein P= Aurns em H0 Rbroch (00 + 7 schädige von aln 5 A ie 3 erzogen ny rte fihnn. athunz denhhit sien werd R. er einen Sihz stseite word 6 A Tafeln ein⸗ Tafeln loen rkungen dels enden Hausin selbst ward 95 NVler ARt Duy ginn dritte hud etliche En en: in dem due 1 war det E. NAEW im Durcgu . 1 Kupsadij, RNul sich teile— abweiche.§. 111. Erf. 126.727. 343 durch die Wand etwas Holzwerk zersplittert. Das Eisen daselbst war schwarz und blau angelaufen. Ein Man, der gegenuͤber wohnte, sagte, er habe zwey Schlaͤge auf ein⸗ ander gehoͤret, und die Haͤuser so vom Bliz getroffen wor⸗ den waͤren ihm vorgekommen als ob sie in vollem Feuer stuͤnden, dabey er auch einen dicken Rauch gesehen.—( Da er nun nicht erwaͤhnt, wie der eine Schlag dise, der andere jene Haͤuser getroffen; so ist es wohl nur ein doppelter Knal gewesen, dergleichen zu wiederholten Malen erfolgt, wo der Bliz verschidene Spruͤnge und Platzungen macht.) So kan sich der Bliz auch wechselsweise zerstren und wieder samlen, wenn er z. B. dort mit untermischtem Wi⸗ derstande einzelne kleine Stuͤcke Metal, hier aber eine zu⸗ reichende herableitende Strecke davon in der Naͤhe antrift, wie an dem Turm zu Newbury(108. Erf.) geschahe. 127. Erf. Zu Witzendorf fiel im Jahr 1748 den z1 May ein Bliz auf den dortigen Kirchturm. Die oberste eiserne Stange mit dem Wetterhane ward gerade uͤber dem Knopf abge⸗ schlagen, und an dem Knopfe wurden verschidene Beulen und Loͤcher veruhrsachet,(da der Bliz sich an einigen Stellen zusammengezogen um zu den naͤchsten Stuͤcken Metal zu springen.] Die eichenen Schindeln waren rund um den Turm her, von oben bis auf die Saͤlfte der oͤhe, wo die Stundenglocke haͤngt, ganz abgeworfen und auf 200 Schritte weit vom Turme gesprengt, auch zum Teil angebrant. Eine groosse Anzahl Naͤgel fand man ausgerissen. Ein Paar Sparren und einer von den Hauptqueerbalken des Turms waren zersplittert. Die eiserne Rette welche von dem Hammer der Glocke zur Uhr ging war an vilen Orten zerbrochen. Ferner war in dem Kirchendache, in der Kirche E. 5 selbst (265) Scheuchzer Mereorol. p. 33. 344. K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— selbst au der Orgel, und weiter herunter hie und da Schaden veruhrsachet, Balken gespalten und an einigen Stellen zu Kolen gebrant, wie auch aussen an den Seiten der Kirche die beiden groossen steinernen Ekpfeiler zerschmettert.— Der Beobachter sahe eine kleine schwarze Wolke noch gleich nach dem Schlage fast uͤber dem Turm stehen„6(666).(Hier ver⸗ ließ also der Bliz die Schindelnaͤgel, durch welche er sich zerstreuet und dabey mit einer Platzung nach allen Seiten hin gewuͤrkt hatte: er samlete sich nämlich um auf die Glocke oder deren Hammer zuzufaren, von da er die herunter fuͤrende Kette antraf, wie zu Alem(Erf. 125.) an der Uhr des Turms, und wo dise Strecke von Metal nach unten aufhoͤrte, da teilte er sich wieder in verschidene Strale.) Ferner, wenn gleich eine Strecke Metal noch weiter her⸗ unter fuͤhrt, aber nur eine unvolkommene Leitung giebt, da sie entweder zu duͤnne, oder nicht wohl zusammenhaͤngend ist, oder nicht voͤllig zur Erde leitet; so veruhrsachet auch dises schon in der Durchfahrt durch eine solche Strecke einen merklichen Widerstand, daher der Bliz auch mitten an der⸗ selben sich teilen kan, wenn er naͤmlich ein und anderes Metal in der Naͤhe antrift, welches ihm eine, wenn gleich unterbrochene, Nebenleitung zur Erde darbitet.— So war es bey der heruntergehenden Kette in Richmanns Hause (Erf. 5r.) geschehen. Ein Teil des Strahls war durch di⸗ selbe auf die metallene Zuruͤstung und von dort auf seinen Koͤrper zugefaren, ein Teil aber auf die Tuͤren(oder Tuͤhr⸗ haͤspen) abgesprungen bey welchen die Kette vorbeygeleiter gewesen. In diser Leitung war naͤmlich teils die Kette un⸗ —* zu⸗ (266) Ein Auszug der Veschreibung, welche der Herr Past. Carstens einer zu Hannover 1751. 8. gedrukten Predigt beigefuͤgt hat, ist im Hamburg. Magaz. IX. B. p. 30T. eingeruͤkt. sch slaihend Ashmoh 6¹⁰ν Iange d nige daß Cunge der Zeig ein Lil Ven in mhre hsst unichel schder derznize sihn gl er bih d Mpelle⸗ Haunter, Wd nich uichte ihn au und in Vegol niderw WMerl W ulles tung d nit gle iber di⸗ 8⁰ (b Er beschad Dadio⸗ Wbie.— Ner hir AMWxMz, an enna du „ dutch I rung nach agz ch unten ujt ale] Metal nochnn mmene Laun I ursamnl usammeche N l audd I sich teile— abweiche. d. 111. Erf. 127. 345 zureichend,(F. 110. p. 334. teils der darauf folgende duͤnne zerschmolzene Drath, teils fehlte ihr auch die Ableitung zur Erde.—So sprang er auch nicht allein von einer wagerechten Stange auf der Orgelbuͤne in Bremen(Erf. 154.) schon ei⸗ nige Fuß vor irem Ende ab, sondern auch von der senkrechten Stange in der Kirche zu Rostok(Erf. 155.) da er oberhalb der Zeigerscheibe die Orgel verlezte, obgleich in beiden Faͤllen ein Teil des Strahls bis zum Zeiger hinaus fuhr. Wenn eine zusammenhaͤngende Strecke von Metal sich in mehrere Zweige ausbreitet, und einer derselben den Bliz besser herunter leiten kan als die uͤbrigen, dabey auch von zureichendem Umfange ist den Strahl zu fassen; so zerteilt sich der Bliz nicht durch alles Metal, sondern faͤhrt nur an derjenigen Strecke fort die ihn am besten weiter fuͤret, wenn sie ihn gleich von seiner vorigen Richtung ableitet. So fuhr er bey den eisernen Stangen des Fensters an Whitfields Kapelle(49 Erf.) nicht bis zum Ende der mittelsten Stange herunter, auch nicht durch die Enden des eisernen Bogens, und nicht durch alle damit verbundene gegen die Mitte ge⸗ richtete Stangen, sondern nur durch dijenige fort welche ihn am naͤchsten zu weiter herableitendem Metalle fuͤhrte: und in der Kirche zu Sagan(107. Erf.) behielte er an den Vergoldungen immer den Strich welcher ihn am weitesten niderwaͤrts fuͤhrte, one sich durch andere damit verbundene Queerleisten zu verbreiten. Wenn aber ein jeder Zweig eines solchen geteilten Me⸗ talles zum Verhaͤltnisse des Strahls nur unzureichende Lei⸗ tung darbitet, oder wenn sie alle nach unten sich ohngefaͤhr mit gleichem Widerstande endigen; so zerteilt sich der Bliz uͤber die verschidenen Zweige des Metalles. So fuhr er von der Klingel oben in Worsfolds Hause (18. Erf.) zu beiden Seiten an den metallenen Draͤten her⸗ unter, ———— 2 ——.—— —.———.. —— —IiIcsis————— 9D/D/D/DAeeeeeeEeEeEE ———— ——— — 2———.—— —— X——. —————8 *——.—— 00 2* 346 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— unter(367), und in dem Hause zu Stokholm(116 Erf.) von“ dem Metalle des Daches zu beiden Seiten an den bleiernen Regenroͤren. In des Lord Tylneys Hause zu Neapel (62 Erf.) war die Teilung des Strahls an den verschidenen heruntergehenden Vergoldungsleisten ungemein haͤufig. Der Bliz war naͤmlich durch den Klingeldrath in vile Zimmer verbreitet: die Leitung an disem Drate selbst war unzurei⸗ chend, da derselbe groossenteils zerstoͤret ward: es ward da⸗ her die anstoossende Vergoldungsleiste unter der Decke der Zimmer mit ergriffen: von diser gingen vile Leisten an den Waͤnden herunter, keine aber fuͤhrte zu weiter ableitenden Metalle, sondern alle endigten sich in gleicher Hoͤhe an der Bretterverkleidung, wo folglich der Bliz widerstehende Koͤr⸗ per antraf, deshalben er sich in alle dise nebeneinander herabgehende Leisten verteilte, so daß er nunmehr fast one Gewalt durch Fußboden und Waͤnde zur Erde herabfaren konte. §. II2. Endlich sind noch die Umstaͤnde zu betrachten unter wel—⸗ chen der Bliz eine Strecke Metal gaͤnzlich verlaͤßt oder da⸗ von mitten imWege abgehet. Sie haͤngen nothwendig von seiner Bahn und von der Anlockung oder dem Widerstande ab. Die Bahn des Strahls ist zwar uͤberhaupt von der Wolke zur Erde hin gerichtet; um aber mit dem wenigsten Widerstande dahin zu gelangen kan er unterwegs eine andere Richtung nemen, wenn sie ihn nur am Ende zu seinem Ziel fuͤhrt, und auf dise besondere Richtung ist auch hier zu sehen. Die Anlockung der Metalle ist so uͤberwigend, daß der Strahl inen sogar eine Strecke weit mit Umwegen folgt, und (267) Dergleichen Beispiele kommen an den Klingeldraͤten oͤfters vor. Ein Fal der zu Marseille Aufsehen gemacht hat wird in den diem. de IAc. des Sc. 1770. p. 59 angefuͤhrt. 10 o i Kal, uih ERe Oaher de ie uch u N Wiz Strece derwaͤrts die bleit gubung⸗ Monl 0 Sirale zer schdohd nñ ies⸗ und nut Mamlls schon gr en File del, i Da andere: red Me herunte niderwa moͤgiich Striche Strahl solgen, Erf. I 1oy/ de u Fäl N l 1 m“ holn(u eIden gy In h QHase 0 Van den vush mnpemen huft drath in gje 0 te sebbi uuru et ward: 0 uuter der dr gen vile Eiinn zu weiter all MWah gleicher Hh Iij widerschn e dise nebentht er nunmeht) zur Erde Hun etrachten ny ich verlaßt ze gen nothwah der den ant uͤberhautt mit dem n terwegt iu Ende zu sunn i auch hey erwigend V it Ummon i Hirgehtin He dewechthur 5 uugtühn. H Hjj sich teile— abweiche.§. 112. 347 und wo ihn nur ein zusammenhaͤngendes Metal herunter leitet, nicht auf andere, auch dicht anligende Koͤrper, Holz, Steine u. s. w. oder selbst auf Menschen abweichet(Erf. 62). Daher bleibt das trokne Holzwerk unter den Metalblechen, wie auch unter duͤnner aufgelegter Vergoldung durch welche der Bliz faͤhrt, unbeschaͤdigt: auch dan wenn ihn eine Strecke Metal anfangs wagerecht, aber doch am Ende ni⸗ derwaͤrts fuͤhrt, wie die bleiernen Rinnen(Erf. 109. 417, die bleiernen Streifen am Gesimse(Erf. 150), oder die Ver⸗ goldungsleisten(Erf. 107). Ja, wenn auch die Leitung durch Metal so unzureichend ist daß selbiges vom durchfarenden Strale zerstoͤhrt, zerschmolzen, zerstaͤubet wird; so laͤßt er sich doch dadurch dermaassen von andern Koͤrpern abhalten, daß dise so weit eine solche Bahn reichet nicht mit ergriffen und nur etwa zufaͤlliger Weise durch das Zersprengen des Metalles und durch dessen gluͤende Teile verlezt werden, wie schon Franklin(Erf. 108) bemerkt, und wie sich aus so man⸗ chen Faͤllen wo metallene Draͤte vom Bliz zerschmolzen wor⸗ den, darthun laͤßt. Wenn also der Strahl von einem Metalle ab und durch andere Koͤrper faͤhrt, so geschihet es entweder um ein ande⸗ res Metal in der Naͤhe zu erreichen welches ihn bequemer herunter fuͤhrt, oder um da wo er keine weitere Leitung niderwaͤrts an dem Metalle findet seine Bahn so gut al moͤglich zur Erde fortzusetzen— Daher, wenn Metalle dem Striche des Blitzes in der Quere gelegen sind, so geht der Strahl mitten uͤber sie hin one sie bis zu iren Enden zu ver⸗ folgen, wie bey den Stangen im Brigittenturm zu London (Erf. 119) und bey den Vergoldungsleisten zu Sagan(Erf⸗ 10))) deren jene wagerecht, dise zum Teil senkrecht, in bei⸗ den Faͤllen aber gegen die Bahn welche der Strahl hielte gueer gelegen wareu. So verfolgt er auch nicht die abwaͤrts gebo⸗ 348 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— gebogenen Regenroͤren bis zu irem aͤussersten Ende, sondern weicht von inen ab wo ihn die Bahn zur Erde hinlokt(Erf. 19. 116). Da er aber, wie(§. 11I. p. 345) gesagt, von einer gu⸗ ten herabfuͤrenden Leitung nicht ein Mahl in anstoossenden Strecken Metal die nicht so weit herunter reichen sich zur Seite zerteilet; so springt er noch weniger von dem zusam⸗ menhaͤngenden herunterleitenden Metalle gaͤnzlich oder zum Teil auf andere einzelne abgesonderte Stuͤcke zu, wenn sie gleich von groͤsserem Umfange sind. Bey den Tuͤrmen zu Kiel(Erf. 50), Segeberg(Erf. 113), Siena(Erf. 139. c.), Bremen(Erf. 154) u. s. f. ward er in das Gebaͤude hinein⸗ geleitet, und folgte doch immer bloos den Stangen oder der zusammenhaͤngenden Leitung one auf die Glocken oder ande⸗ res nahe gelegenes Metal zu zuspringen: bey dem Hause zu Stokholm(Erf. 116) der Regenroͤre one in die nahe Kuͤche und das daselbst vorhandene Metallengeraͤte zu dringen— Vielmehr, wenn er sich schon in einzelnen Stuͤcken Metal und andern Teilen des Gebaͤudes zerstreuet hatte, verlaͤßt er diselben und samlet sich wieder, so bald er eine zusam⸗ menhaͤngende herableitende Strecke Metal in der Naͤhe an⸗ trift, und faͤhrt nur an lezterer herunter, wie bey den Tuͤr⸗ men zu Newbury und zu Witzendorf(Erf. 108. 127) be⸗ merkt worden. Es giebt demnach so viel ich weis nur zween Faͤlle da der Bliz eine Strecke von zusammenhaͤngenden und herunterfuͤ— renden Metalle mitten im Wege verlassen und eine andere Bahn suchen kan. Erstlich, wenn das Metal an welchem er herabfuhr zwar geraͤumig genug war, und auch eine Strecke weiter, aber nicht voͤllig bis zur Erde, herabging, und wenn er dagegen eine andere dienlichere Bahn in der Naͤhe antrift welche ihn weiter herunter leitet als jene gethan haben ‚ sih ö Hn üd mi und din dir wit Ne ihn we eh dem 97— da der E war, den der Syihe suen sñ c auf an HenPist, e 0 Vt bey Schg. sonst in de Ke ging det Beetgloe As er a bern H wen zud Reute hi heschüfti Hreuzes slbe aue chenlige saoch wur In Flam Ihhec schidiz seastni, dur Cixsug gestz, oh x Rahl n U Anter ruhn 0 niget von u alle ginsih e Stück M, n Bey den Un Cienn e ¹ Ochihtz den Eunzuiy die l lockent W u: dey den hu one in die Iger te elnen Stlen! treuet hatte, bald et eiy etal in der N V r, wie bey x (Erf. 06. zwernsil den und H sen und eie Metul ar, und aud 1 Erde, H llicher Satn l lint al V. iusa sich teile— abweiche. 9. 112. Erf. 128. 349 haben wuͤrde. So verfolgte er bey Whitfields Kapelle(Erf. 40) die mittelste Fensterstange auf welche er gefallen war und den eisernen Bogen nicht bis zu irem Ende herunter, sondern wich da zur Seite ab wo er andere Stangen antraf die ihn weiter zur Erde leiteten. Ein aͤhnliches geschahe bey dem zweiten Wetterschlage am Turm zu Altona(Erf. 23)— Hieraus kan ich nun auch folgenden Fal erklaͤren, da der Strahl an einem Turme der mit Eisenblech bedekt war, dennoch nicht zum Ende des Daches, sondern von der Spitze durch den Maakler oder Spindelpfosten herabge⸗ faren ist. 128. Erf. „Zu Hohen⸗Gebrachin, einem Orte unweit Regensburg, der auf einer kleinen Anhoͤhe liegt und mit Waldung umge⸗ ben ist, entstand am 22ꝛsten April 1769 Abends um halb 9 Uhr bey einem heftigen Gewitter ein besonders starker Schlag. Man zweifelte nicht, daß es in die Kirche oder sonst in der Naͤhe eingeschlagen habe: dennoch konte man an selbigem Abend nichts eutdecken. Des andern Morgens ging der Kuͤster gegen fuͤnf Uhr in die Kirche und zog die Beetglocke an, dabey er ebenfals noch nichts gewahr ward. Als er aber wieder zu Hause gehen wolte, sahe er aus dem oͤbern Geschoß des Turms, wo die Glocken hingen, Flam— men zu den Fenstern heraus schlagen. Es lifen verschidene Leute hinzu das Feuer zu loͤschen. Indem sie nun daselbst beschaͤftigt waren, fiel unversehens die eiserne Stange des Kreuzes oben vom Turme herunter und man sahe daß der⸗ selbe auch dort an der Spitze brante, da indessen die zwi⸗ schenligenden Sparren des Daches unverseert waren: den— noch wurden innerhalb zwoer Stunden die um sich greifen⸗ den Flammen geloͤschet— Das Dach war mit verzintem Eisenblech gedekt, hatte aber keinen Zwischenboden uͤber den Glocken, 350 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— Glocken, sondern war unmittelbar daruͤber aufgerichtet und in der Mitte mit einer hoͤlzernen Spindel unterstuͤtzet. Dise war oben bey der Helmstange in Brand gesetzet: das uͤbrige des Dachgeruͤstes war, wie gesagt, nicht entzuͤndet, und noch am andern Tage, ohngeachtet die Flamme etwas um sich gegriffen, fand man die Sparren unten wo sie auf der Mauer ruheten unverseert. Die Fuͤsse des hoͤlzernen Glok⸗ rengeruͤstes aber und der Bretterboden darauf sie ruheten waren sehr angebrant. Unter disem Boden, naͤmlich im zweiten Geschoß von oben, stand die Uhr des Turms„(365). (Welche Ableitung der Bliz von dort weiter herunter moͤgte gefunden haben, ist nicht erwaͤhnt, da auch doch von keiner Beschaͤdigung der untern Teile des Gebaͤudes gemeldet wird. Die Uhr aber selbst war schon zwey Geschoß tieffer als das Ende des Daches welches auf der Mauer ruhete. Da nun die obere Entzuͤndung einen Sprung des Strahls von der Helmstange durch die Spindel, und die andere einen Sprung von den Glocken zur Uhr anzeiget; so muß der Bliz auf disem Wege weniger Widerstand gefunden haben als wenn er von dem Ende der Dachplatten weiter herunter gefaren waͤre, deswegen er also entweder seine Bahn nicht am Dache herunter fortgesezt, sondern diselbe oben von der Spitze zu den Glocken an der Spindel herab genommen, an welcher sich vielleicht noch einiges Eisen im Wege befunden, oder, wenn er am Dache auswaͤrts herab gefaren, so muͤßten die obern Platten nicht wohl an die Helmstange angeschlossen haben, daß daher ein Sprung und Entzuͤndung an der Spin⸗ del(wie 118 Erf.) entstanden(35). Die schwarzen herun⸗ tergehen⸗ (268) SrricrEnNer, observationes phænomenor. electricor. S. 1323. (269) Wo die besondern Umstaͤnde des Gebaͤudes nicht beschriben werden, lassen sich die Uhrsachen nicht erraten. So sol auch sl Hegchende gaten E dume Bi filaden! Naehn.) den. Di ringe deb die Fam zu sehn, Mn gaht s chend iftl urEideh n Zeispr die nicht 0I5 dr A siter gera sch zu det (AREs iberaßnnhz del uuhriltg. efehtr h. nicht ah, „* dit ann: R1 unten wi si e des Hhenn en darzuf si Boden, Rnt ihr des Umnt. deiler herung: auch doch unt aͤudes genghhn jeschoß tisl ner mhen I des Stroly andere ennẽ o muß der! Iden hahen i iter heruutn Bahn nichin en von dird lommen, A ege besunlu aren, so nit stange augdd ndung n x ie schwans 10 rot. Gectian l I. 70 7 5 t Hrunn sich teile— abweiche. 9. 112. Erf. 128. 351 tergehenden Streifen auf der noͤrdlichen Seite der Dach⸗ platten(e) sind kein gewisses Zeichen, da inwendig im Turme Brand gewesen: sie koͤnnen aber auch von dem auf⸗ fallenden und sich einigermaassen verteilenden Blitze entstan⸗ den seyn.]—„Bey disem Gewitter war nicht gelaͤutet wor⸗ den. Die Entzuͤndung war vermuthlich nur anfangs ge⸗ ringe gewesen, und es wehete kein starker Wind: daher scheint die Flamme erst durch die Bewegung der Glocke aufgewekt zu seyn„(27 d½). Wenn zweitens eine Leitung auch bis zur Erde herab gehet, so kan sie der Strahl doch verlassen wenn sie unzurei⸗ chend ist und dabey eine andere geraͤumigere, die gleichfals zur Erde herab fuͤret, in der Naͤhe angetroffen wird. Denn, das Zersprengen des duͤnnen Metalles zeigt eine Gewalt an, die nicht one Widerstand seyn kan, und wo diser groͤsser ist als der Widerstand welchen der Bliz bey dem Sprunge zu einer geraͤumigern Leitung zu durchdringen hat, da muß er sich zu der letzern wenden. Ein Beispiel davon wird unten (1z8 Erf.) angefuͤhrt werden(7). 2 Es auch zu Erfurt 1717 den 13ten Sept. der Bliz erst in die Stifts⸗Kirche und bald darauf in den daran stehenden mit⸗ telsten mit Kupfer gedekten Turm oben in die Spitze einge— schlagen und denselben in Brand gesezt haben. Bresl. Saml. 1717. Sept. p. 60. (270). Deren Herr Steiglehner§. 23. P. 20. erwaͤhnt. (2˙0 b.) Das.§. 23. (21) Pielleicht war in disem Falle nur eine Teilung des Strahls geschehen(s. oben§. 111. P. 344) daß davon so viel durch den duͤnnen Drath fortgefaren als derselbe one Zerstoͤrung fassen konte: die Umstaͤnde und Uhrsachen aber bleiben einander aͤhnlich. II. Teil. F 352 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— Es ist leicht zu erachten, daß so wohl die Teilung als die Abweichung des Strahls sich um so viel eher eraͤugen wird je groͤsser das Verhaͤltniß des Widerstandes auf der einen, und der bequemern Leitung auf der andern Seite ist: folg⸗ lich auch, wenn er dabey durch andere Koͤrper hin dringen muß, je mehr dise zwischenstehenden Koͤrper zur Leitung dienlich sind, z. B. wenn ein Mensch oder eine feuchte Mauer u. d. gl. sich in der Naͤhe befinden. §. II3. Kurz: der Bliz nimt allemahl, es sey in einem einzel⸗ nen oder in geteilten Stralen, die Bahn, wo er, im ganzen Wege, von der Wolke bis zur Erde zusammen⸗ gerechnet, am wenigsten Widerstand antrift— Diser Widerstand ist naͤmlich nicht nach der verschidenen Vestig⸗ keit der Koͤrper, sondern nach irem Verhaͤltnisse zu der oben (Kap. IVVII.) angezeigten eigenen Kraft des Blitzes zu schaͤtzen— Es ist ferner zu merken, daß, obgleich durch die Erschuͤtterung welche wir den Wetterschlag nennen ein Feuerbal gebildet wird; dennoch der Bliz nicht als ein ab⸗ gesonderter oder unabhaͤngiger herabfarender Feuerklumpen erst blooß auf einen Gegenstand faͤlt, dann etwan abprallet und so seinen Weg weiter suchet; sondern die Beschaffenheit des ganzen Weges, welchen die Erschuͤtterung zu durchlauf⸗ fen hat, bestimmet schon zum voraus sowohl den Ausbruch aus der Wolke auf dise oder jene Stelle, als die fernere Bahn, nach diser oder jener Seite hin, nebst der Teilung des Strahls, den Spruͤngen u. s. f. wodurch er zu seinem Zile gelangen muß. §. 114. Aus obigen Bemerkungen von Wetterschlaͤgen laͤßt sich also auf die gewoͤhnliche Einrichtung unserer Gebaͤude eine nuͤtzliche —3—‚9ꝗ+—.—— scht hlche A Ihng,We siuschn Manl, u i Nm Mag rschmet gen Wil Zusamm eine Wi vpaseh fartchen. scha, zu hade Ei nicht woh dis Dett iude hin 1d dasel Ahlhachen R ind scheibe: leiterde angefil Scheud In Decem mer geg Iberhal W eine Mhl 0. d. shidix— ohl de Mlahth iel che nun. landez u mden Ey z. — I alte st. der einefuhhd s sey in tingy Bahn. wor Dahn, vo⸗ zur Erdt zußh nd antrist- verschidenn erhaͤltnistny Kraft dei u daß, obsad! kterschlag um liz nicht u. lrender Feunte dann etwan e⸗ ern die Behy tterung zu hut sowohl den L lle, als Nf „ nebi podurch a etschign Isaer Gbiil. it sich teile— abweiche. 8.112⸗114. Erf.129. 353 nuͤtzliche Anwendung machen und die Uhrsache der Ver⸗ letzung, welche wir so oft daran mit Schrecken erfaren, leicht einsehen Die Bauerhuͤtten und Scheunen sind fast one alles Metal, und sie werden mit iren Strodaͤchern gemeiniglich in Flammen gesezt und verzeret— Andern Haͤusern feelt das Metal am Gipfel: da dan Schorsteine, Daͤcher u. s. w. zerschmettert werden— Andere Gebaͤude haben oben Stan⸗ gen Wetterfanen u. d. gl. an der Spitze, aber one weitern Zusammenhang von Metal: der Bliz wird angelocket one eine Ableitung zu finden, und muß mit Gewalt durch das widerstehende Holz und Mauerwerk seinen Weg zur Erde fortsetzen.— Bey andern ist zwar das Dach mit Metal ver⸗ sehen, zuweilen auch zufaͤlliger Weise eine weiter herabge⸗ hende Strecke von Metal vorhanden, die aber entweder nicht wohl zusammenhaͤngt und daher gefaͤhrliche Spruͤnge des Wetterstrahls veranlasset, oder ihn inwendig ins Ge— baͤude hinein leitet, oder doch mitten am Gebaͤude auf hoͤret, und daselbst den Bliz ausbrechen und vilerley Schaden ver— uhrsachen laͤsset. Daher werden die Tuͤrme oder Kirchen so oft an denen Stellen verlezt wo der Strahl von der Zeiger⸗ scheibe zur Uhr u. s. f. hingelokt worden und kein weiter ab⸗ leitendes Metal gefunden hat, wie aus verschidenen bereits angefuͤhrten Erfarungen, und aus folgendem schon von Scheuchzern erwaͤhnten Falle zu bemerken ist. 129. Erf. „In den Kirchturm zu Winterthur schlug 1725 den 18ten Decemb. ein Bliz, und zerriß den Eisendrath so den Ham⸗ mer gegen die Glocke zieht, indem selbiger an drey Orten oberhalb dem Waͤchterhaͤuslein zerschmolzen und das Ende des einen Stuͤckes in die Gestalt einer Gabel geronnen war. Unterhalb dem Waͤchterhaͤuslein ward ein Balke angezuͤn⸗ det. Bey der Zeigertafel waren vier Zaͤne an beiden Raͤdern F 2 welche 354 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— welche den Zeiger bewegen so angeschmolzen daß sie hernach von dem Uhrmacher mit Gewaͤlt und mit Zerbrechung der geschmolzenen Eisenkuͤgelchen musten von einander gebracht werden. Es waren aber keine Merkmale zu entdecken wo der Strahl in dem Turm!] ein oder ausgefaren waͤre„(2), Fast uͤberal aber list der Feler, daß nur hie und da im Gebaͤude vile abgesonderte und zum Teil sogar eingeschlossene Stuͤcke Metal, Anker, Stangen, Schloͤsser, Rigel, Thuͤr⸗ angeln, Fensterbeschlag, nebst allerley metallenen Geraͤte (wie oben Kap. IV. erwaͤhnt) vorhanden sind. Wenn demnach der Strahl keine zusammenhaͤngende Strecke Metal vorfindet, so wird er hie und da durch die zerstreuten Stuͤcke die ihm in den Weg kommen angelokt und gesamlet; er zerteilt sich so⸗ dan wieder wo er sie verlassen und durch widerstehende Koͤr— per dringen muß, veruhrsachet bey jedem Zu-und Absprunge Platzungen, und, welches am schlimsten ist, er zerstreuet sich uͤberal im Gebaͤude. 130. Erf. „An einem Hause zu Hirßlanden, welches 1719 den aten Heumonat bey starkem Regen vom Blitze getroffen, und dabey oben ein Paar Dachsparren u. s. w. beschaͤdigt wie auch in dem Stokwerk unter dem Boden einiges Garn so zum Weberstuhl bestimt war, verbrant worden, zerteilte sich der Strahl in verschidene Aeste, und beschaͤdigte Mauren, Pfosten, Fenster, Rigel, Schloͤsser u. s. w. bis zu den Kellergemaͤchern herab. Einer derselben hob auch eiliche Gassensteine in dem Boden nahe bey der mittaͤgigen Tuͤhr auf: ein anderer an der oͤstlichen Seite fuhr hinunter in den Weinkeller. Es wurden daselbst zwey glaͤserue Flaschen, die (9 Scheuchzer in den Bresl. Saml. 1725. Dee. p. 644. und Schweit· Nat. Gesch. Sulzers Ausg. II. T. Pp. 332. schtt deft dnz audere in du Mitt ulafüht Missern ur un vetuhr wichend Ner Saule der Stnl Heahyl hon det El 060 flst % änem frahl von: to heum, B di aulstchet no sch in De N we (5 5 (0 2 * Boden eitin Wörle Tworden, beschadigt⸗ s w. h6 . * bhab 408 hen V⁰el 1 er mittägit Fuhr Hirorte fuhr hinunle 1147 7½ glasem gi⸗ sich teile— abweiche.§. 114. Erf. 129. 130. 353 die mit destillirten Wasser angefuͤllt waren, zerbrochen, one daß andere umherstehende beschaͤdigt waͤren. Eine hoͤlzerne in der Mitte aufgerichtete hohe Saͤule, welche oben die Decke unterstuͤzte, ward zerrissen; an den hin und wieder ligenden Vaͤssern und dem darin enthaltenen Weine aber kein Scha⸗ den veruhrsachet. Es waren in allem acht Gemaͤcher, in welchem der Strahl seine Wuͤrkung ausgeuͤbt„(73). An der Saͤule im Keller war vielleicht Eisen vorhanden, daher der Strahl an selbiger eher als an den Mauren des Kellers herabgelokt werden konte. Die Flaschen sprangen wohl nur von der Erschuͤtterung.]) „Es fuhr auch in demselben Jahr den g8ten Aug. in Zuͤrich bey einem Gewitter mit Regen unter andern ein Wetter⸗ strahl von oben bis unten durch alle Semaͤcher eines Hau⸗ ses herum, deren acht an der Zahl waren„(½. Bey diser Zerstreuung und den Spruͤngen des Blitzes entstehet noch das vorzuͤgliche Uebel, daß teils Menschen die sich im Wege besinden hie und da im Gebaͤude erschlagen oder verlezt werden koͤnnen(75), teils aber auch eine Entzuͤn⸗ F 3 dung (213) Bresl. Saml. 1719. Jul. p. 88. und Scheuchzers Schweiz. Naturgesch. Sulzers Ausg. II. T. p. 325. (27a) Bresl. Saml. 1719. Aug. p. 221. von Scheuchzern beschri— ben. Mit demselben Schlage sol zugleich der runde Turm (Erf. 73) getroffen worden seyn: die Entfernung davon wird aber nicht gemeldet. (275) Da der Bliz den 24sten Jul. 1696 in einem Schulhause betz Aberdeen an verschidenen Stellen durch Decke und Waͤnde des Schulzimmers durchbrach, wurden von 16 Knaben vier erschlagen und einige andere beschaͤdigt. Die Erschlagenen standen nicht bey einander; sondern der eine hie der an⸗ dere dort. Ire Knochen waren nicht zerschmettert. Phil. Trans. Vol. XIX. N. 222. p. 311. von dem Schulmeister ds⸗ schriben. 3565 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— dung an verschidenen von einander entlegenen Stellen erre⸗ get, oder irgendwo im Verborgenen stecken, und nur deswe⸗ gen gefaͤhrlich werden kan weil sich der Ort der Verletzung, wo etwa durch den Sprung des Strahls oder durch ein Stuͤk Metal welches gluͤend geworden etwas in Brand ge⸗ sezt ist, nicht sogleich entdecken laͤsset. 131. Erf. „Die Abtey Notre⸗ Damt zu Ham liegt an dem einen Ende der Stadt. Die Kirche ist 200 Fuß lang und 80 hoch. Mitten auf dem Kreuzgewoͤlbe stand der Turm, welcher sich ungefaͤhr 120Fuß daruͤber erhob und mit Schifern und Bley bedekt war. Eben eine solche Bedeckung war auch auf der ganzen Kirche und den uͤbrigen anligenden Gebaͤuden. An dem suͤdlichen Ende diser Kreuzkirche war noch ein kleiner Turm in Form einer Kuppel, 15 oder 20 Fuß uͤber dem Dache erhaben, von allen Seiten offen, mit Bley bedekt, darin eine Uhr und ein Glockenspiel war. In der Nacht vom 25sten zum 26sten April 1760, nachdem am vorigen Tage bedekte Luft und kaltes Wetter gewesen, erhob sich ein Ge⸗ witter, anfangs mit oͤftern aber schwachem Donner bis Morgens um 4 Uhr(1. Es wehete dabey kein sonderlicher Wind, und es fiel kein Tropfen Regen: die Luft war indes⸗ sen sehr truͤbe und von allen Seiten uͤberzogen. Die eigent⸗ liche Gewitterwolke aber war etwas dunkler: sie stand sehr nidrig und schien unbeweglich. Ein Virtel nach 4 Uhr ent— stand ein Bliz und zugleich ein Donnerschlag, welcher doch nicht der heftigste war. Zwo Minuten darauf erfolgte ein zweiter eben so starker, und vile Leute versicherten, daß der Bliz beide Male auf die Kirche oder auf die dazu gehoͤrigen Gebaͤude gefallen, one doch die eigentlich getroffenen Stel⸗ len (227%) Es war in derselben Nacht um 2 Uhr als der Turm zu Ro⸗ vaumont vom Bliz entzuͤndet ward. S Erf. I10. sch ht Ghundun uhun Do Ihen A Aulm, wo Veliget 6 shhei. E dung ve dem gloß 905 bene alb oben at grihr hu u echh Di Hewit noch vied az, de achttte Hud Hun y dwin worden, Vriesh den gro auf dem nur ein det, he auch w dutch l der Kire hn auc cer nut Mhey 20 V — sich teile— abweiche. d. 114. Erf. 131. 357 Stelen, len anzuzeigen, auch merkte man noch keine Spuhr einer mr de Hin⸗ Entzuͤndung. Gegen drey Virtel nach 4 Uhr hoͤrte man einen du i 0 dritten Donnerschlag, dabey der Bliz auf die Kirche fiel, und 0 in selben Augenblicke zeigte sich ein Brand in dem kleinen Turm, wo die Uhr war. Man lief alsbald hinauf, und in weniger als eine Virtelstunde war das Feuer daselbst geloͤ⸗ schet. Es aͤusserte sich damahls noch kein Zeichen einer Entzuͤn⸗ dandy iinn. dung weder in dem Sparwerk des Kirchendaches noch auf 1, 2605 dem groossen Turmn aber gerade um 3Uhr sahe man sowohl Hüm n aus den Schallöchern dises Turms, wo die Glocken waren, — als oben an der Spitze, gleich unter dem Kreuze, d. i. ohn⸗ dut u gefaͤhr hundert Fuß von einander, Flammen ausfaren. baun Nun erhob sich ein heftiger Wind aus Nord⸗nord-westen, M* die Gewitterwolke ergoß sich in Regen, und es entstanden + ilrN noch wiederhohlte heftige Wetterschlaͤge bey zwo Stunden⸗ lit Bley hy lang, darauf man aber wegen des Brandes nicht weiter der Nün achtete. Der groosse Turm war nicht zu retten und brante orige bald herunter. Um 6 Uhr aber geriet auch die kleine Kup⸗ b sch enß pel darin die Uhr war, und wo das Feuer zuvor geloschet m Dome worden, wieder in Brand, und ward in weniger als eine tin soahyrth Virtelstunde verzeert. Von dem untern Teil des brennen⸗ Lust nir i den groossen Turms verbreitete sich das Feuer bald uͤberal H. Duthat auf dem Kirchendache, und um desto schneller, weil selbige si ind sie nur ein falsches Gewoͤlbe von Sparwerk, mit Brettern beklei⸗ ach AAh at det, hatte. Dises ward demnach in kurzer Zeit verbrant, „vlhe d auch ward die Orgel von den Flammen verzeert, und sonst if afogt ⸗ durch die herunterfallende brennende Decke inwendig in erten, das der Kirche verschidenes sehr beschaͤdigt. Die Glocken wur⸗ ju gehinhe den auch groossen Teils geschmolzen, wahrscheinlicher Weise fennnEth aber nur von dem Brande, und nicht unmittelbar vom ln Blitze„(4). F 4§. 115. um i N 22²) Mem. de HAcad. des Sc. 1760. p. 6o. beschriben von Herrn Lil⸗ 1 ———————3—3———3————ß 358 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— §. 115. Id da he Am schroͤklichsten ist daher die Gefahr von Wetterschlaͤgen wundn auf Schiffen, wo keine Vorsicht diselben abzuleiten ange⸗ ö bobem wendet worden. Hier kommen verschidene sehr nachteilige 2 61 Umstaͤnde zusammen. Das Schif ist mit seinen Masten auf ofen der weiten Ebene des Wassers ein sehr hervorragender Lun don Koͤrper: die obere Spitze der Masten ist auch oft mit eisernen snudere A Fluͤgelstangen versehen; gleich darauf ist die Ableitung des gaglroffen Blitzes durch das Holz unterbrochen: oft sind in einiger ö shmehe Entfernung eiserne Baͤnder um die Mastbaͤume gelegt: hie in Echf ö und bbnn ů ö uiupalen v Tillet aus einer an die Academy eingesandten Nachricht ö. des dortigen Priors, Herrn von Champiron— Herr b0n 1 Nollet, welcher aus eben diser Quelle geschoͤpft, erzaͤhlt nürheid (Mem. de I'Acad. des Sc. 1764. p. 435): der lezte Brand 5 sey unversehens uͤber der Orgel entstanden, als das eaugen, Feuer vom groossen Turm nur erst die Mitte des Kirchen—⸗ hitein als daches ergriffen und an den zwischenligenden Teilen noch Etzindur keine Spuhr, weder aussen noch innen, bemerkt wor— decke( den. Auch haͤtten die Augenzeugen und der Herr Prior voriber: versichert, daß der Brand nicht durch den Wind von einer vurbeng Stelle zur andern verbreitet waͤre, sondern vom Blitze selbst der uoc entsprungen seyn muͤßte— Haͤtten aber dise Herren auf ter Ah den Zusammenhang sowohl als die Unterbrechung des Me⸗ gehrfe talles an dem Gebaͤude geachtet und uns davon genauere Hil Nachricht erteilet; so wurden wir die eigentliche Veran⸗ lassung zu den verschidenen Entzuͤndungen erraten koͤnnen. Hnl Denn, sie konten allerdings durch einen einzigen Wetter⸗ di nich strahl veruhrsachet werden, und wenn es auch zuverlaͤßig waͤre daß der Bliz drey Mahl auf die Kirche gefallen, so 5200 ist es doch wahrscheinlich und den Erfarungen gemaͤß daß er nicht auf verschidene Stellen getroffen, sondern diselbe Bahn gehalten haben wuͤrde.(S. Erf. 112. 140. 154). 40 sich teile— abweiche.§. 115. 35 und da befindet sich Metal im Schiffe, aber alles abgeson⸗ dert und mit brenbaren Materien umgeben. Man sihet also bey jedem herannahenden Gewitter das Ungluͤk bevorstehen, denn es ist fast gewiß zu vermuten das Schif werde ge⸗ Itteslgn ultiten any ractelh Neng troffen werden sobald die Wolke uͤber dasselbe herfaͤret. —9— eun koͤmt der Schlag! Meistens, und daferne keine be⸗ sain sondere Anlockung ihn anders lenket, wird der groosse Mast thh getroffen, und mehr oder weniger bis aufs Verdek zer⸗ ad in ei schmettert: es stuͤrzen Stuͤcke der Stangen herunter: die e gelegt im Schiffe befindlichen Personen sind fast uͤberal in Gefahr: 0 es wird an vilen Orten und auf verschidene Weise beschaͤdigt: ten Nuh. zuweilen werden auch nahe uͤber Wasser Loͤcher durchgeschlaͤ⸗ on— gen. Tifer als die Wasserflaͤche ist pflegt der Strahl zwar hͤpst, ßy nicht herabzufaren, daher nicht leicht ein Schif unmittelbar r ltt In durch einen Wetterschlag untergehet, doch koͤnte es sich en, l eraͤugen, wenn er mehrere Leitung mitten in das Schif des Huth hinein als an den Seiten faͤnde: vornehmlich aber ist eine u Talln0 Entzuͤndung zu befuͤrchten und nicht allemahl leicht zu ent⸗ bemett ur decken(78). Ja die Gefahr ist noch nicht mit einem Schlage Hen I voruͤber: denn, wenn die Wolke noch nicht erschoͤpft oder dind vil int vorbeygezogen ist, wirft sie bald einen zweiten Bliz auf einen nr Mxsti der noch stehenden Masten herab. Bestuͤrzt, betaͤubt, un⸗ se ume ter Truͤmmern und zu Boden Geschlagenen, oder selbst mit huug I MW. getroffen, weiß fast keiner welchem Teile man am ersten zu ahn gaturt Huͤlfe kommen sol: und wenn man nun nach dem naͤchsten llihe Lun Haven hin steuern wil, so sind die gewoͤhnlichen Kompasse, ann n die nicht aus kuͤnstlichen Magneten verfertigt sind(, ien Mith F 5 wenn (2rs) Beispile von Wetterschlaͤgen auf Schiffen findet man, ausser gula I den unten und§. 53. angefuͤhrten, Phil. Trans. Vol. XVII. ami R N. 204. P. II. Vol. XV. n. 177. P. 1212. ham djlbe(279) Denn dise halten sich unverruͤkt, wie aus folgender U 134. Erf. zu ersehen. Von der Samburgischen Si 360 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— wenn auch die Nadel mit dem besten Magnetsteine gestrichen ist, oft gaͤnzlich durch den Wetterstrahl verdorben. 132. Erf. „Als die Galliote Trumbull(the Trumbull-Galley) den 26sten Novemb. 1696. zu Smyrna vor Anker lag, ward selbige an verschidenen Stellen vom Blitze sehr beschaͤ⸗ digt. Der Hintermast ward ganz zerschmettert, und die Spindel auf der Spitze desselben war an beiden Enden an⸗ geschmolzen. Die obere Segelstange des groossen Mastes (the main top-sail-yard) ward herunter geworfen.(Ob dise nur durch die Platzung gestuͤrzet, oder ob die oͤberste Stange des groossen Mastes, da das Schif vor Anker lag, vielleicht nidergelassen war, oder ob oben auf dem groossen Maste keine Windfane und Spindel gestanden, laͤßt sich nicht be⸗ stimmen.] Zwey Leute die auf dem Verdek bey dem Hinter⸗ mast stunden, wurden nidergeworfen: dem einen war die Seite drey Tage lang als verlaͤhmt, aber beide erhohlten sich wiedber. Der Wundarzt lag im Bette in seiner Kammer, woselbst eine Planke nach aussen auf 6 Fuß weit ganz zer⸗ schmettert und 3 Bretter von der innern Verkleidung auf⸗ gesprengt und zum Teil nahe bey seinem Kopfe zersplittert wurden. Seine samtene Muͤtze hing daselbst an einem Na⸗ gel; daran wurden alle Naͤthe der aͤussern Seite aufgerissen, das Unterfutter aber blieb unaufgetrennt. Ein anderer groosser Nagel ward aus der Verkleidung ausgerissen und auf seinen Hauptpfuͤhl geworfen. Der Strahl fuhr hinab in den Raum des Schiffes, brach zur Seite aus und zerriß 10 zur Befoͤrderung der Kuͤnste und nuͤzlichen Gewerbe sind Kompasse zu maͤßigem Preise veranstaltet, welche, ausser andern Bequemlichkeiten, den gewoͤhnlichen uͤberaus nach⸗ läßig versertigten darin besonders vorzuzihen, daß sie einen kuͤnstlichen Magnetstahl zur Nadel haben. schi 10 Her Il husso we Ysiben w aslhst ein Hnetkte Et in siner K Hont von aydern E Kummer! und bleh: 46 fe 3 Mise bo an hurter lisen siht lchter auf Gpindeln daceln bro D18 S f alb tene hie Eeite ab lagt word Mbben a den Mß Cbif ir sagnen, nung nad h Wette lut ket! la pfj sch — sich teile— abweiche.§. 115. Erf. 132.133. 361 Lugsttn 10 oder 11 Fuß von den aͤussern Planken innerhalb eines b Fnsses Weite von der Oberflaͤche des Wassers. Ein Teil desselben war auch durch die Pulverkammer gefaren, hatte bil⸗G daselbst einen Balken zerschmettert und 3 oder 4 Bund zu⸗ Mit bereitete Lunten in Brand gesezt. Dem Konstabel, welcher he shr vst in seiner Kammer lag, ward der eine Fuß verbrant und das ktett, uů Haar vom Kopfe versengt. Das Pulver lag zum Gluͤk am en Endme andern Ende nach vorne und ward nicht beruͤret. Die roosen Miz Kammer des Kapitains war zwischen den beiden benanten fen. Oh und blieb unbeschaͤdigt„(3e). LbestE 133. Erf. lag, vielch«Als der Kapitain Waddel 1749. den gten Jenner auf rossen M der Reise von Neuyork nach London war, uͤberfiel ihn Abends t sich ncht ein harter Sturm, nebst Donner und Blitzen. Dabey y dem Hitt liessen sich verschidene sehr groosse Elmesfeuer oder Wetter— einen vir H lichter auf dem Schiffe sehen, deren einige sich auf den Kide eikobhs Spindeln der oͤbern Maststangen sezten und als groosse Viet kamtt. Fackeln branten. Um 9 Uhr siel ein starker Wetterschlag auf viit gnn das Schif, schlug den groossen Mast auf seiner Hoͤhe llidunt al fast halb durch, drang durch zwey Verdecke, und zerschmet⸗ f zahhn terte hie und da verschidenes im Schiffe. An der einen an einen Seite aber sprengte er, one daß die innere Verkleidung ver⸗ auftars lezt worden, vier von den staͤrkern aͤussern Planken von den Ein adat Ribben ab, davon die eine ganz zerbrochen ward, und durch den Riß innerhalb einer Virtelstunde 9 Fuß Wasser in das aahe Schif ließ.— Er hatte 170 Lnüie, einen in einer mes⸗ 6 Win singnen, die andern in hoͤlzernen Buͤchsen, alle(seiner Mei⸗ nung nach) in gutem Stande. Dise wurden saͤmtlich durch GW fl den Wetterstrahl verdorben: doch der in der Kajuͤte haͤngende velhe/ ut Imit der meßingnen Buͤchse! nicht so viel als die uͤbrigen. Ibertus u Sie uß sit ami(3⁰) philos. Trans. Vol. XIX. N. 235. P. 782. von dem Wundarzte selbst beschriben. 362 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— Sie waren erst beinahe ganz umgekehrt, so, daß die Nor⸗ derspitze nach Suͤden zeigte, und nach einer Weile wankten sie unbestaͤndig herum, so, daß sie ganz unnuͤtz wurden. Der Sturm dauerte fuͤnf Tage: das Schif verlohr den groossen und den Hintermast und die meisten Segel, muste noch uͤber 300 Seemeilen zuruͤk legen, und kam in so elendem Zustande den isten Jenner zu Cowes auf der Insel Wight an.— Der beruͤhmte Herr Gowin Kuight untersuchte darauf einen diser Kompasse. Er fand, daß der aͤussere Kasten mit eisernen Stiften zusammengeheftet war, und daß der Bliz diselben alle stark magnetisch gemacht hatte(3), indem alle Koͤpfe der Stifte an der einen Seite des Kastens den Nordpol, und an der andern Seite derselben den Suͤdpol einer Magnetnadel anzogen. Der Kompaß selbst drehete sich noch stark genug, nur wendete sich das Ende welches nach Norden zeigen solte immer nach Suͤden. Es waren aber an demselben stat einer ordentlichen Nadel zwey Stuͤcke Stahldrath angebracht, welche in der Mitte krum gebo⸗ gen und an den Enden mit einem spitzen Winkel zusammen⸗ gefuͤgt waren, so daß sie eine laͤngliche Raute bildeten, in deren Mitte, und dises noch um 5 Zol von dem waren Mittelpunkte, die meßingne Kappe war, mittelst welcher sich der Kompaß auf der Axe drehete. In dem Kompaßge⸗ haͤuse des Schiffes, welches vor dem Steuerman stehet, fanden sich auch unten am Boden 3 oder 4 groosse Naͤgel damit die Zwischenwand bevestigt war, und welche eine kleine bey der Mitte desselben angehaltene Magnetnadel an⸗ zogen. Es koͤnten also die eiserne Stifte und Naͤgel, wenn sie durch den Bliz magnetisch gemacht worden und der Kom⸗ (281) Eine Wuͤrkung des Blitzes welche man zu mehrern Malen an dem vom Strale erschuͤtterten Eisen wahrgenommen. S. H. 37. schtei Jonpaß + Actung de die Rudel. Mol dient si fit al N6e Hauffn Wase eing e velhes H. Mischahh unmm, wolch Dadek und nächten, P waten 103 I5 wurden Muen best odil in wan e vn Mqe ö Momens tendem I wetche sic schwunden sptang vo Wetterstt wesche Ij cbern End Ruler abge Iin esz be isc def (0) puül sich teile— abweiche.§.115. Erf. 133.134. 363 Kompaß selbst auch unbeschaͤdigt gebiben waͤre, schon die 3 an Richtung desselben verdorben haben: uͤberdem aber muste Wil die Nadel selbst, oder der krumme Drath welcher stat der Ei Nadel diente, noch besonders dabey leiden: und Dennoh Hütt sind fast alle Kompasse, denen man, weil sie wohlfeil sind, nin— die Kauffardeyschiffe auvertrauet, auf eben dise elende 1r. Weise eingerichtet/ 7 8 ssere Kseun An dem Hollaͤndis nalr⸗ 8* Hollaͤndischen Kriegsschiffe Damiaten genant, di welches 64 Kanonen und 350 Man fuͤhrte, war der groosse eG Mast schadhaft geworden; deshalben legte man vier Schalen s Kasing daran, welche mit irem untersien Ende einige Fuß unter das n den Eiht Verdek und mit dem oͤbersten uͤber die schadhafte Stelle sclbe xy reichten, so daß sie uͤber 70 Fuß lang waren. Dise Schalen Ende wrh waren 10 Zoll dik, umschlossen den Mast ziemlich genau, n. Ei uim und wurden durch einige eiserne Baͤnder und umwickelte elzueheit Tauen vest an den Mast angeschlossen, welcher an sich te krum gh 30 Zoll im Durchmesser hatte. Am 23sten Jenner 1740, Hkel zuumm als man von Mallaga nach Lissabon segelte, fiel dan und laute bihun wan Regen und Hagel, mit schweren Windstoͤssen. Des on dem vnn Morgens um 7hr sahe das Volk vom Verdek bey anhal⸗ iittest iy tendem Windstoosse und vilem Regen eine Wasserhose, m Kuuxstt welche sich sehr schnel vorbey bewegte. So bald diselbe ver⸗ ermat shh schwunden war, minderte sich der Windstooß und der Wind rursthu sprang von Westen nach Nordwest um. Darauf traf ein Ppallen Wetterstrahl den groossen Mast. Die groosse Maststange, Ruml welche 17 Zoll dik war, ward ohngefaͤhr 20 Fuß unter irem Nägeh vun obern Ende, und 130 Fuß uͤber der Oberflaͤche der See, en und E queer abgebrochen. Das obere Stuͤk fiel durchs Verdek, aun darin es vest stecken blieb, one daß im Verdek daselbst eine uum i groͤssere Hefnung oder Zerschmetterung veruhrsachet waͤre: ihnmmn(asa) philof. Trant. Vol. XI.VI. N. 492. p. 111-117.— 364 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— der untere Teil der Stange, welcher vielleicht in kleine Stuͤcke zerschlagen war, ward nicht gefunden. Der Kopf oder das Obere des groossen Mastes selbst lag auf dem Ver⸗ dek, die eisernen Ringe die oben darum gelegt waren und die Baͤnder damit die Schalen bevestigt gewesen, waren in Stuͤcke zerbrochen, die daselbst gleichfals umher lagen, und an dem einen Ringe konte man sehen daß die Enden des Bruches angeschmolzen waren: auch war die groosse Segelstange zerbrochen und alles uͤbrige was zu dem Mast gehoͤret hatte heruntergestuͤrzt, dadurch verschidenes auf dem Schiffe beschaͤdigt worden. Der groosse Mast war zu⸗ samt den umgelegten Schalen in so kleine Stuͤcke zerschlagen daß das groͤsseste derselben leicht von einem Manne uͤber Bord geworfen wurde. Das meiste davon lag nach vorne auf dem Verdek zur Hoͤhe von 10 bis 12 Fuß angehaͤuft. Das uͤbergeblibne Ende des Mastes und der Schalen, wel⸗ ches noch 10 Fuß uͤber das oberste Verdek hervorraagte, war an verschidenen Stellen bis unter das unterste Verdek sehr beschaͤdigt. Eine Schalupe, welche auf iren Baͤumen zur Seite des groossen Mastes gestanden, war auch ganz zer⸗ schmettert und noch verschidene andere Beschaͤdigungen im Schiffe veruhrsachet. Zwey Matrosen, die dazumahl die Runde im Mastkorbe hatten, wurden unter den Stuͤcken des zerschlagenen Mastes tod gefunden, und die Muͤtze des einen war mit verschidenen kleinen Loͤchern durchboret: noch 11 andere wurden durch die heruntergefallenen Teile beschaͤdigt. Zwey Huͤner hatten bey einander auf einem Pumpenschwen-⸗ gel zwischen Deks gesessen: dise waren erschlagen, die Fe⸗ dern von der Brust versengt und ire Beine gebrochen. Uebri⸗ gens war ausser einem starken Schwefelgestank keine Spuhr vom Feuer im Schiffe nachgelassen—Es war ein einzelner Schlag, da weder vor noch nachher Bliz oder Donner ge⸗ merkt 00 alt worbet shystnen 2 Gtuchl von che der Ms Reuftehi hoch agen, schloss, wo die St weit an der sehy, ud geinnben hu E war als der Stunge! Renner uute auf diem S gnahulh Eif ander uuch vorne Wültöteto Suhdrod al die ch onten st. publik zu See hatte am Bodet nicht hest woͤhulich Die Wsen von den d uy derst npaf (t) 8 8 sich teile— abweiche.§. 115. Erf. 134. 365 1 i liitt merkt worden. Aus den Umstaͤnden der ins Verdek einge⸗ Dr epf schossenen Maststange wird mit Recht gefolgert, daß der en Iuz Strahl von oben herab gefaren und die Staͤnge zerbrochen Runren un ehe der Mast zersplittert worden, weil dise sonst nicht durch desh, vun die aufgehaͤuften Stuͤcke, welche rund umher 10 bis 12 Fuß unher lun hoch lagen, haͤtte dringen koͤnnen: laber nicht zuverlaͤßig uf di Eihg geschlossen, das der erste Anfal des Blitzes da geschehen sey r die grn wo die Stange zerbrochen, weil er von dem obern Ende so u den Mu weit an der vermuthlich uͤbermahlten Oberflaͤche herabgefaren schidentz ei seyn, und darauf an diser Stelle eine besondere Veranlassung Mivnp gefunden haben kan um das Uebrige zu zerschmettern(82 b.). zasthn Es waͤre also zu wuͤnschen, daß das heruntergefallene Stuͤk Mnme der Stange und besonders das obere Ende derselben noch nuthin genauer untersucht seyn moͤgte.]— Was nun die Rompasse if untl auf disem Schiffe betrift, so standen zween derselben, wie Echlln u gewoͤhnlich, in dem Kompaßgehaͤuse, um darnach zu steuern. brruun Eilf andere waren in einer Kiste, welche auf dem Verdek e nach vorne stand. Dise waren saͤmtlich Amsterdamsche Ad—⸗ +—11 miralitaͤtskompasse: die Nadeln unter den Rosen waren von Nuh n Stahldrath gebogen, ILdemnach nicht besser eingerichtet ummi als die oben(133 Erf.) beschribenen, gestrichen auf dem be⸗ mpiun kanten starken orientalischen Magneten, welcher der Re⸗ „Ju publik zugehoͤrt und in dortigem Magazin bewahrt wird. 101 Sie hatten hoͤlzerne Buͤchsen mit einem platten Stuͤk Bley am Boden geheftet e/ yert: ob mit eisernen Stiften, ist oret: uh ll ö 10 nicht bestimt:] und waren mit meßingnen Ringen wie ge⸗ lehe woͤhulich in vierekten hoͤlzernen Behaͤltnissen aufgehaͤngt. mmpaste. Die Rosen von denen die in der Kiste bewahrt wurden waren 1„ von den Axen abgenommen, jede in irer Buͤchse, und zwey oder n* drey derselben waren uͤber einander gesezt. Ausser disen keint ei 13 Kompassen waren noch 4 in der Kajuͤte, deren drey auf ein eitahe dem Donnaz(6½½v.½) S.§. 53. und III T.. 189. n 366 K. XI. Wo der Bliz beschaͤdige— dem Boden mit einem Bande bevestigt standen. Der mit⸗ telste war ein Amplitude⸗ oder sogenanter Peilkompaß, mit einer kupfernen Buͤchse und einer platten geraden MNadel, welche an den Polen zugespizt war und gleichfals auf be⸗ meldetem Magneten gestrichen worden: uͤbrigens war er den vorigen gemeinen hollaͤndischen Kompassen gleich, nur etwas groͤsser. Die beiden andern aber waren von dem Instru⸗ mentmacher Benjamin Ayres zu Amsterdam gemacht, mit kupfernen Buͤchsen und Mahagony Dosen. Die Nadeln waren gerade, in jeder meßingnen Pfanne ein hohlgeschlif⸗ fener Agat eingefaßt, und die meßingnen Axen auf welchen sie sich dreheten mit einer kleinen Stahlspitze versehen. Der vierte war ein meßingner Haͤngekompaß, ebenfals von Herrn Ayres verfertigt, mit Agat in der Pfanne und einer Stahl⸗ spitze. Als nun einige Minuten nach dem Wetterschlage auf die Bay von Cadir zugesteuert werden solte, ward man bald aus der Richtung der Wellen und des Windes gewahr daß die beiden Kompasse in dem Gehaͤuse verschidene Striche unrecht zeigten, der eine nach Osten der andere nach Westen. Man holete zween andere aus der Kiste, welche aber noch mehr als die vorigen feelten. Alle uͤbrigen daselbst behalte⸗ neu waren gleichfals verdorben. Zween waren irer magne— tischen Kraft beraubt, drey zeigten zwischen 4 und 8 Striche falsch, einer zeigte Suͤdwest und die uͤbrigen waren nur ein, zwey oder drey Striche veraͤndert. Als nun die vier in der Kajuͤte besindlichen hervorgeholet wurden, zeigte es sich, daß sowohl der haͤngende als die beiden andern durch Herrn Ayres verfertigten Kompasse nicht im geringsten veraͤndert waren: der Pylkompaß aber, welcher zwischen den beiden leztern gestanden, und vorher starke magnetische Kraft be⸗ sessen hatte, war nun derselben gaͤnzlich beraubt, so daß er nicht einmahl eine kleine Naͤhnadel die an einem langen Hare ö hieng sch ti z anhe silen sh k gautsn lang Ntur ein Rhsuig Uater (Landt Hon Iommen, se Mn, de wesen woh schitt, ehe seschfith lchznt um di Rnittlt enet Magyeten, (5) Han Kast schtt sh u W uu 650) H ln E al UW W Vl Eid esih deh 2 lishi II sich teile— abweiche.§. 115. Erf. 134. 367 . dent hing anzihen konte. Nach Verlauf von 3 oder 4 Tagen 1606 stellten sich die Rompasse welche bey 8 Strichen veraͤndert h äü gewesen langsam wieder etwas zurecht Gr an denen aber Wanoh die nur ein oder zwey Striche falsch zeigten konte man wenig Unterschied spuͤren, wiwohl die gemeinen Kompasse u(Lands Rompalsen) wenn sie nach der Bewegung zur Ruhe u dem Ipz kommen, selten auf 2 oder 3 Grade richtig stehen. Herr hathn Ayres, dessen drey Kompasse die einzigen von allen 17 ge⸗ Die wesen welche durch den Bliz nicht veraͤndert worden, ver⸗ 4 h sicherte, ehe er noch von disem Umstande berichtet war, er n n W. habe sich seit drey oder vier Jaren keines uatuͤrlichen Magneten vasthe bedient um die Kompaßnadeln zu streichen, sondern diselben ulb unhn mittelst eines von Herrn Knight verfertigten kuͤnstlichen 1 ener Eih Magneten, welchen er vorzeigte, zubereitet.“(381) Vetasth 135. Erf. u.,uhn(28s) Herr Knight erinnert schon, dab, wenn die magnetische dindez gre Kraft in einer schifen Richtung mitgeteilt ist, wie sie bey chidene Ett solchen rautenfoͤrmigen Stahldrath leicht werden kan; selbige uuch M. sich mit der Zeit von selbst nach der Richtung eines langen klche dem duͤnnen Stahls lenken und nach dem naͤchsten Pole wenden Haselbe Hh werde. Philos. Trans. Vol. XLVI. N. 492. P. I16. (264) Haarlemsche Verhandeling. XII. D. p. 30I. von dem Schifs— lieutnant Herrn May beschriben. Diser Fal ist in Anse⸗ hung der Kompasse so merkwuͤrdig, daß ich mich nicht ent— I undler in halten koͤnnen ihn etwas umstaͤndlich anzufuͤren.— Uebrigens 19½7 finden sich von der Veraͤnderung der Kompaßnadeln durch gat ö den Bliz noch mehrere Beispile. So wird Philos. Trans. uh su Vol. XI. N. 127. p. 648. ein Fal angefuͤhrt, wo sie gaͤnzlich ten wui umgekehrt wurden, daß das Norderende der Rose nach n den he Suͤden zeigte.— Ein anderer wird Vol. XIV. N. 157. P. 520. he Rait erzaͤhlt. Auf dem Schiffe Albemarle ward 1681. t/ so UI den 234 Jul. der groosse Mast mit dem was dazu gehoͤrt Hugen hu beschaͤdigt, das groosse Marssegel in Brand gesezt, eine 11 II. Teil. G der ———————ͤ 22 368 K. VI. Wo der Bliz beschädige— 135. Erf. *« Als der Bliz 1766. den 19ten September auf die fran⸗ zösische Fregatte, I⁴a Modeste, fiel, wurden fast alle Personen darin umgeworfen, kein Mensch aber, und nur zwey Pferde getoͤdtet. Das Schif ward mit Fleiß durchgesucht: man fand aber keine Spuhr vom Brande. Nichtsdestoweniger erhob sich einige Zeit nachher ein Schwefelgeruch mit starkem Dampfe, und das Schif geriet so in Brand, daß es nicht geloschet werden konte, sondern in kurzer Zeit ganz verzeert ward.„(3 ö§. 116. Wenn aber hie und da eine Strecke am Gebaͤude herun⸗ ter mit Metal versehen ist und andere davon entbloͤsset sind, so lassen sich aus der Kentniß diser Umstaͤnde schon oft bey einem geschehenen Wetterschlage dijenigen Stellen erraten wo er Schaden veruhrsachet haben koͤnte, oder von einem kuͤnftigen Wetterschlage vorher sagen wo solches zu befuͤrchten sey. Der gelehrte Herr Professor Torbern Bergman hat davon wuͤrklich eine Probe gegeben. 136. Erf. Im Sommer des Jahrs 1762. aͤusserte er sich gegen die 2 Wodbe der Marienstaͤdter Kirche, welche sehr hoch liget der Pumpen zerspalten, wie auch die andere, und mehrere Teile des Schiffes beschaͤdigt. Die Kompasse in dem Ge⸗ haͤuse wurden gerade umgekehrt. Von zween andern, die von iren Aren abgenommen gewesen, zeigte das Norder⸗ ende des einen auch nach Suͤden, des andern aber nach Westen. Lezterer verlohr nachmahls seine Kraft gaͤnzlich: die andern aber bliben in irem umgekehrten Zustande.„ 35 5 dem Berichte des Capitains, Herrn Gayer, Gaxerte de 1766. O&. 27. Hist. de Lac. des Sc. 1764. P. I2 1 sch ll ge, ß, d m Isernen Zumerhn Fuhenmaue In Lurm ft mun aber d Wiel wh Sparwatk! Hurche gewe auf den d Mmusch sch bon he un det iuw Mbättt uod Diedeute au yom inen an Bemoͤrteln rissea, und Uchen Caü schdewen daselbst el ten an de chendenkz ster an bi (30 5 li — sich teile—abweiche. 9.115. 116. Erf. 135. 136. 369 Icr liget, daß, da das Dach der Kirche sowohl als des Turms lit froy mit eisernen Platten bedekt waͤren, und keinen metallischen Alepersun Zusammenhang haͤtten, diser Zwischenraum sowohl als die Epfch Kirchenmauer bis zur Erde] in Gefahr waͤre von einem auf HNlucht: un den Turm fallenden Blitze beschaͤdigt zu werden. Es schien bebrfupni inen aber die Sache von geringer Bedentung zu seyn, um ich nit surh so viel mehr weil der eben neuerbauete Turm sowohl als das „doß eͤnt Sparwerk des Daches weit nidriger war als es an der alten 1 Kirche gewesen. Allein vier Tage darauf fiel ein Wetterschlag auf den Turm, und zeigte eben da seine Gewalt wo es der Naturforscher vorherverkuͤndigt hatte. In dem Wege naͤm⸗ baudekan lich von dem Turmdache zu dem groossen Kirchendache fuhr blössesn er an der inwendigen Seite der Mauer herunter, daran die nosthae Arbeiter noch beschaͤftigt waren sie mit Kalk zu bemoͤrteln. errattn u. Die Leute auf dem Geruͤste wurden nidergeworfen, und einer inem Eirit von inen an der Hand ein wenig verbrant. Die noch feuchte befürchte Bemoͤrtelung ward bis an das eiserne Kirchendach abge⸗ han hat l rissen, und von dessen Ende fuhr der Strahl an der noͤrd⸗ lichen Seite der Kirche herunter zur Erden, wie aus ver⸗ schidenen Umstaͤnden zu ersehen war. Das Gesimse war eesche daselbst ein wenig abgeschlagen: es waren auch einige Spu⸗ lcht 6040 ren an den Feustern zu sehen, und an einem vergoldeten Lei⸗ 0 chendenkmahl in der Kirche war eine Leiste schraͤg vom Fen⸗ ster an bis auf den Fußboden schwarz angelaufen.„(6) ½ n G 2 XII. Ka⸗ mt 6(⁴⁰0 Bergmanns Antritsrede von der Moͤglichkeit den schaͤd⸗ . W lichen Wuͤrkungen der Gewitter vorzubeugen: in dem m uin u Schwedischen Magazin I B. p. 55. und Anm. y. p. 138.— uut Hll⸗ Er erinnert sehr wohl, daß, wenn die Bemoͤrtelung mehrere 3 Zeit zum Austroknen gehabt haͤtte, der Strahl noch meh— wnn rern Widerstand würde gefunden und mehrern Schaden angerichtet haben. 2 ——— +++++++ 30 K NII. Beispile kunstlicher XII. Kapittel. Beispile kuͤnstlicher Ableitungen die vom Blitze getroffen worden. §. 177. Die groosse Aufgabe, wie der Schaden welcher von Wet— terschlaͤgen zu entstehen pflegt abzuwenden, oder, wie der Bliz abzuleiten sey, laͤßt sich also schon aus obigen Wahrne— mungen aufloͤsen. Denn, wenn wir beobachtet haben, was dem Blitze eine solche Anlockung oder Bahn darreichet, dar⸗ auf er vorzuͤglich zufaͤhrt, durch welche er one Gewalt her⸗ abstreichen kan, und daran er sich in seinem ganzen Wege haͤlt; so wissen wir auch, wie wir ihn von andern Teilen des Gebaͤudes welche er sonst zu zerstoͤren pflegt sicher ab⸗ wenden koͤnnen. Die Einrichtung den Schaden zu veran⸗ lassen oder zu verhuͤten ist demnach in unsere Macht gestellt. Mittelst einer Strecke von Metal kan der Strahl ins Gebaͤude hinein oder aussen am Gebaͤude herunter geleitet werden: durch abgesondertes und zerstreutes Metal kan man ihm zu allerley gefaͤhrlichenZerstoͤrungen der umligenden Koͤrper Anlaß geben; durch zusammenhaͤngendes aber koͤnnen wir ihn so weit wir wollen one Schaden herabfaren lassen, den obern, oder jeden andern Teil des Gebaͤudes,— und warum uicht das ganze Gebaͤude von oben bis unten?—in Sicherheit stellen. Gewiß ein dem menschlichen Geschlechte sehr ersprießliches Mittel, dessen Darbitung wir dem Schoͤpfer als eine besondere Wohlthat verdanken solten! Die Entdeckung desselben sind wir, wie bekant, dem beruͤhmten Herrn Doct. Franklin aus Philadelphia schuldig. Durch tiefsinnige Betrachtungen geleitet erriet er schon was durch die Erfarungen, darauf er uns aufmerksam gemacht hat, bestaͤtiget worden. Er gab daher vm sher ueist mitls oben wumn herun () ‚ S huntt gewese unden doz sbs Rufft Scchen pseh nunnehris dottuen Et Oyma Fihem I musella: h Crfarung ich vddet all di bobachtet v filge smwohl Msauchen be ( 6 vom Bliz getroffener Ableitungen.§. 117. 371 daher zuerst den Anschlag, Haͤuser, Kirchen oder Schiffe, V dhh mittelst oben aufgerichteter zugespizter Stangen und eines ö davon heruntergehenden Metalles, in Sicherheit zu stel⸗ len(387). Seine ruͤstigen Landsleute in Amerika sind gleich bereit gewesen sich disen Rath zu Nutze zu machen, und sie wurden dazu um desto mehr gereizet weil die Gewitter da⸗ cend selbst haͤuffig zu entstehen und oftmals Schaden zu veruhr⸗ oder, vi y sachen pflegen. Der Erfolg hat den Nutzen gezeiget, und igen Dahn nunmehr ist eine solche Ableitungsanstalt in den verschidenen ui haben w dortigen Staten schon sehr gemein und auch an andern urreichg, Orten eingefuͤhrt worden. Es ist also nicht mehr noͤtig, in ne Genu Feldern und Waͤldern Versuche mit dergleichen Zuruͤstungen LIII anzustellen: dise wuͤrden uns auch das nicht lehren was die andem In Erfarung schon wuͤrklich an Gebaͤuden gezeigt hat, da sie flegt schel weder alle die verschidenen Umstaͤnde darbiten, noch so wohl Den zu un beobachtet werden koͤnnen. Wir finden aber von dem Er⸗ Mut gi folge sowohl als von einigen Felern, die noch bey den ersten lüsboh Versuchen begangen worden,(37 b.) schon verschidene zu⸗ werdrhi G 3 verlaͤßige hm ulch(287) S. seine Exp. and Obss. on Electricity. p. 65. Franklins WMhp h Brife uͤbersezt von Wilke: p. 87.(Der Auszug den Herr R Mylius in den Physical. Belust. im 17ten St. p. 459. aus 2 disem Werke gibt, und die franzoͤsische Uebersetzung sind hie 6 und da unrichtig ausgedrukt.)— Man sehe auch, was er cuiin bey Gelegenheit des Falles von Capt. Waddels Schiffe ela Lai(Erf. 133 erinnert. Phil. Trans. Vol. XLVII. p. 289. welches lche A 1751. den Iaten Nov. der Koͤnigl. Geselschaft in London ue d-rn vorgelesen, und am zosten Juny zu Philadelphia geschriben scchn sũ worden. tapflnn(287 b.) S. ausser denen in disem Kapittel angeführten Wahrnemun⸗ achungn gen auch Erf. 150.— Von disen Felern sagt Herr Franklin mit Recht:„Gewiß bey Anlegung einer so neuen Zuruͤ— siung, und davon wir so wenig durch Erfarung vorauswis⸗ sen „ doruf . ErRI haher 372 K. XII. Beispile kuͤnstlicher verlaͤßige und lehrreiche Nachrichten aufgezeichnet, aus welchen erhellet, daß der Bliz auch selbst durch die mangel⸗ haften Zuruͤstungen zum Vorteile des Gebaͤudes herabge⸗ leitet worden. ö 137. Erf. ö „Herr West in Philadelphia hatte oben an dem Schor⸗ steine seines an der Wasserstraasse gelegenen Hauses eine eiserne Stange bevestigen lassen, welche nach unten etwas uͤber 4 Zol dik, oben aber mit einem 10 Zoll langen, 2 Linien dicken und am Ende scharf zugespizten messingnen Drate versehen war, und 9 Fuß uͤber die Schorsteine hervorragte. Von selbiger gingen andere, vierekte, nicht viel uͤber 4 Zol dicke und mit Glidern zusammengefuͤgte eiserne Stangen uͤber das Dach herab und ferner aussen an der Mauer, wo sie mit kleinen eisernen Haken hie und da bevestigt waren, 44 Stokwerk herunter, und endigten sich zulezt an einer ei⸗ sernen Stange welche J oder 5 Fuß tief in die Erde geschla⸗ gen war. Im Jahr 1760 entstand daselbst ein starker Wet⸗ terstrahl, welcher einem zuverlaͤßigen Manne, der gegenuͤber stand, gerade auf die Spitze zuzuschiessen schien. Der Schrei⸗ ber des Herrn West, welcher sich eben in einem Zimmer, bey einem Fenster welches etwa 2 Fuß von der Ableitung entfernt war, an die Mauer geleent hatte, empfand bey disem Schlage in dem Teile seines Koͤrpers welcher die Mauer beruͤhrte eine starke Erschuͤtterung, und unten um die Stange sahe man noch den Bliz oder die Flamme sich 6bis 8 Fuß weit uͤber das vom Regen benezte Pflaster der Gasse ausbreiten: an dem ganzen Hause aber ward so wenig als an den Stangen einiger Schade verspuͤret. Herr Kin⸗ ö ö nersley sen konten, ist es noch ein Gluͤk, daß wir gleich Anfangs der Wahrheit so nahe gekommen zu seyn scheinen, und so wenig Irtuͤmer begangen haben.„ Exp.& Obt p. 414. IBiöge leh unie iud, dß in Ll de sbinzedes! 60 aber Doß 0 Rubwund ghhüngt E uis hun hr, vi Dlen rungt hur, ud w dereben adern ei var. Unt die hiͤtete Nhnd der Dn gaf und die drath u vom Bliz getroffener Ableitungẽ§r 17.Erf.137.38. 373 un, U nersley untersuchte nachmahls die oͤberste duͤnne Spitze: er bMmungh fand, daß davon nur erwa 23 Zoll abgeschmolzen war, und ö 0 henhz⸗ ein Teil des Metalles noch in Klumpen daran hing: das übrige des messingnen Drates aber, sowohl als die Stangen, war unverseert.„(88) an dem Eit Daß hier die Mauer merklich erschuͤttert worden ist nicht uBHust zu bewundern, da die Stangen noch mit Glidern in einander infen ang gehaͤngt waren(S. H. 110. p. 334). nen, Zirn 138. Erf. singren u„Zu Charlestown in Suͤdearolina war an Herrn Ra⸗ ne herburmn vens Hause eine Ableitung aussen am Schorsteine herunter, diel ibn aber, wie es scheint, innerhalb des Hauses] angebracht. sseme Eunn Oben raagte eine starke eiserne einige Fuß hohe Stange hers Mu vor, und war mit Spitzen versehen. Von dem untern Ende obisi un derselben ging ein duͤnner messingner Drath bis zu einer lzt uau andern eisernen Stange herab, welche in die Erde getriben e war. Unten auf dem Feuerheerde stand eine Flinte gegen i sithe die hintere Wand beynahe an der Stelle angeleent wo aus⸗ waͤrts der wessingne Drath herunter ging. Als nun der In Bliz auf die Spitzen diser Zuruͤstung fiel, ward das Haus umem und die Stange zwar nicht beschaͤdigt:; aber der Messing⸗ uU drath ward seiner Laͤnge——0 bis an die Stelle wo gegen⸗ 4 uͤber mi ih(ss) Dise Beobachtung berichtet Herr Rinnersley 1761. in den 5 h N Philos. Trans. Vol. IIII. p. 94. dabey auch die Abbildung und iet n der vom Blitze angeschmolzenen Spitze Tab. 5. vorgestellt gumme t worden. Sie ist auch in Franxlin's Exp.& Obss. p. 394. Masert tab. 6. und in den Edinb. physical& litterary eslays Vol. III. ardso u p. 135 eingerükt. Es ist der erste Fal welcher besonderes Hen Aufsehen gemacht, und, wie Vinnersley meldet, das Zu⸗ neriih trauen zu den Ableitungs⸗Anstalten in dem Brittischen Ame⸗ rika ausgebreitet hat: deswegen habe ich ihn hier eher als — die folgenden anfuͤren wolen. nd so veng II. CCCCCCCCCCTTCTCTCTCTCTCTCTCTCTTTT 374 ⸗⁵K. MII. Beispile kuͤnstlicher uͤber das Ende des Flintenlaufs anstieß zerschmolzen. Hier schlug naͤmlich der Bliz ein Loch durch besagte hintere Wand des Schorsteins, fuhr durch den Flintenlauf, bessen Metal zwar nicht verlezt, aber die Kolbe beschaͤdigt und einige Steine des Heerdes aufgesprengt wurden. Dahin⸗ gegen blieb der Messingdrath unter dem Loche welches zu dem Flintenlauf fuͤhrte unverseert. Es geschahe auch weiter kein Schaden im Hause, welches doch wie man berichtete, ehemahls, bevor eine Ableitung daran veranstaltet worden, vom Blize getroffen und sehr beschaͤdigt worden„(295). Hier sihet man war der Feler, daß das Ableitungsmetal aus einem zu duͤnnen Drate bestand, die Uhrsache gewesen daß selbiges vom durthfarenden Strale zeistͤret worden. Dennoch leitete diser Drath den Blitz vom Gebaͤude ab, und one Schaden so weit herunter bis ein dickeres gegenuͤber⸗ stehendes und gleichfals zʒur Erde fuͤrendes Metal ihn anlokte durch die Mauer darauf zu zu faren. Der Strahl muste also bey dem Durchdraͤngen durch den duͤnnen Drath groͤssern Widerstand gefunden haben als bey dem Durch⸗ bruche durch einen kleinen Zwischenraum einer Mauer, wo er auf der andern Seite eine geraͤumigere Leitung zur Erde antraf. Aus dem merkwuͤrdigen Umstande, daß das unterste 2 Ende .— Aus einem 1760 den 1 Nov. an Herrn Franklin geschribe— nen Berichte, da der Wetterschlag sich einige Jare zuvor zugetragen hatte, in Frenkl. Exp. and Obff. lett. 39. p. 416* und in Edinb. Phys. and litt. ess. Vol. III. p. 133. eingeruͤkt— In letzterem Schreiben sagt Herr Franklin zwar„die Ablei— tung ging aussen am Schornstein herunter, welcher am Ende des Hauses stand„: allein in dem Berichte steht nichts davon, auch sagt er ausdruͤklich, daß er es hier nur aus seinem Gedaͤchtnisse erzaͤle, und er hatte das Haus nicht selbst gesehen. ö Ium Bihh 6de des l olil, daß t Aes! an i Iunkobe in die tan Iun un di (Hůlt: seinam Har dte/ Gpi tun Euben n 2 in Ol ohen soals Drriec b di Ende einer uispngnen e den Schorse We nach Sungen d 2 0dk, wise in ei ef in di ger ette mit det ei besigt wi zu fnden i Heschmozer un aus, (0 6g f Hemel schnolen He hindere uf, desse didigt un u. Dahin welches z auch weit baichih let worden „(y, rungsmeil e gewesn t worden de ao/ u vegenuͤtch Metal in Der Siun mnen Dauh dem Dutth Muer, x 10 zur Eid das mntust Ebe In gsrbe⸗ Inrzuvot V plb' lihgttüt⸗ N walchtt eu seht nicht II Raus nicht vom Bliz getroffener Ableitungen.. 17 Erf. 139. 375 Ende des Drates unverseert gebliben, erhellet wenigstens so viel, daß der groͤste Teil des Strahls disen Drath, der nicht alles fassen konte, verlassen habe.— Von dem Auf⸗ sprengen einiger Steine, da der Bliz entweder durch die Flintenkolbe, oder zum Teil durch das Uebrige des Drates, in die Stange welche in der Erde stekte gefaren seyn mogte, kan uns die folgende es weiter belehren. 39. Erf. Herr Maine zu Indienlend in Suͤdearolina hatte an seinem Hause eine Ableitung folgendergestalt verfertigt. Drey Spitzen von dickem Meßingdrath, an iren zugeschaͤrf⸗ ten Enden mit Silber versehen, waͤren in einer eisernen 2 Zoll im Durchmesser haltenden Schraube bevestigt, und oben so aus einander gebogen daß jede von der andern im Dreieck 6 bis 7Zoll weit abstand. Dise Kappe war auf das Ende einer eisernen Stange vest angeschroben, so daß die meßingnen Spitzen, welche 6 oder 7 Zoll lang waren, uͤber den Schorstein hervorragten, an welchem die Ableitung der Laͤnge nach mit eisernen Krampen bevestigt war(). Die Stangen daraus die Ableitung bestand waren etwas uͤber 2 Zol dik, oder wie gemeine Gardinenstangen, und glider⸗ weise in einander gehaͤngt. Das unterste Ende war 3 Fuß tief in die Erde gesenkt.—Es fiel 1760 im August ein hefti⸗ ger Wetterstrahl darauf, schmolz das obere Ende der Stange mit der eisernen Schraube darin die drey Gabelspitzen be⸗ vestigt waren ab, oder verzeerte sie so, daß nichts davon zu finden war, aber an dem uͤbrigen Ende der Stange noch geschmolzenes Metal anhing. Er riß ferner fast alle Rram⸗ pen aus, und die Gelenke der Stangen aus einander: G 5 jedoch (390) Es war nicht der Kuchenschorstein: denn von dieser wird gemeldet, daß sie 90 Fuß weit davon entfernt gewesen. 3765 K. XII. Beispile kuͤnstlicher jedoch wurden die Stangen nur an der innern eingebogenen Seite der Gelenkhaken beschaͤdigt, woselbst man die Ober⸗ flaͤche angeschmolzen fand. Der Schorstein, aus welchem der Ruß(vermuthlich durch die Erschuͤtterung] herunter staͤnbte, ward nirgends beschaͤdigt, ausser an seinem Grunde, woselbst er fast rund umher zerrissen, und ver⸗ schidene Mauersteine ausgesprengt wurden. Auch wurden groosse Loͤcher um den Srund her in der Erde, doch mei⸗ stens 8 oder 9 Zoll um die Stange herum aufgewuͤhlt. Noch an der Ecke des Hauses und an der andern Seite des Heerdes war die Erde zu einigen Ellen lang aufgerissen und der Seuerheerd an verschidenen Stellen gespalten. Ein ku⸗ pferner Thekessel welcher auf dem Heerde stand ward zusam⸗ mengedrukt, der Deckel abgeworfen und z Loͤcher von Zol im Durchmesser in seinen Boden, welcher eingedrukt war, geschlagen, da doch unter dem Kessel der Heerd nicht ge⸗ spalten war. Vielleicht aber war der Kessel von seiner vo⸗ rigen Stelle verruͤkt.] Eisernes Geraͤte, ein porzellainener und ein irdener Topf, und eine Katze, welche sich auf disem sehr zerrissenen Heerde befanden, wurden nicht beschaͤdigt. Zwey Per sonen, die nur 5 Fuß davon sassen, wur den ganz betaͤubet, so baß sie den Schlag weder sahen noch hoͤrten: doch ward keine beschaͤdigt. Die Ableitungsstangen waren nach einer Minute noch so heiß, daß man sie nicht in der Hand halten konte. Das ganze Haus ward mit Rauch und Dampf erfuͤllet(. Hier hatte zwar auch das Ableitungsmetal in so ferne seine Dienste gethan, daß das Haus von oben bis unten vor der Zerstoͤrung des Blitzes gesichert worden, und es ist irrig, vwenn (291) Franklin's Exp. and Obss. lett. 40. p. 41T. Edinb, phys.& litt. Ess. Vol. III. p. 134. 0nM henn der 5 Iu Wleiti Ruuter Ins. W Hchrsach elauget, wir die l Fird as ruß viit bety Einn IR worde 1 befnol eil ausserot derugen! hone dl Mlitung vur, mr ven Datt Mettung Wchische gten d Frankli Schorst daselbst gewesen bileunh 4 ö vom Bliz getroffener Ableitungen.. 117. Erf.139. 37⁷ — wenn der Fal so angefuͤhrt wird als waͤre der Strahl ausser Sdn der Ableitung noch an irgend einem andern Teile des Hauses 3 ur inter gefaren, welches dem klaren Berichte zuwider iüi laͤuft. Aber es war doch am Grunde noch einiger Schaden ini veruhrsachet worden, dergleichen sich n andern Fallen nicht aͤwun erauget, und welcher sich leicht verhüͤten lassen wird wenn i wir die verschidenen Feler bey diser Zurüstung entdecken. ümüsi Fuͤrs erst waren/ wie es scheint, durch die, einen halben 0 hal Fuß 156350 aus zimander stehende, drey Spitzen gleichsam drey Strale auf einmahl aus der Gewitterwolke hervorge⸗ nahd lokt worden(§. 18), und vermuthlich hatte auch der darun⸗ En ter befindliche dickere Knopf schon mit angelokt, da dan ab zasn ein ausserordentlich starker Bliz zusammenschoß, welchen von zi der engere Hals der Stange unter dem Knopfe nicht fassen erl 0 konte und daher zerschmolzen ward, da doch an Herrn Wests 5 wüt Ableitung(137 Erf.), welche nur mit einer Spitze versehen ou sinnn war, nur das oͤberste zugeschaͤrfte Ende des duͤnnen meßing⸗ orzelhnn nen Drates geschmolzen, und weiter unten nichts von dem h u hi Ableitungsmetalle verseret ward.— Zweitens hege ich den beschi wahrscheinlichen Verdacht, daß die Ableitung in beiden wurden g lezten Faͤllen nicht aussen am Hause, sondern, wider Herrn roth humn Franklins Meinung, nur gerade an der aͤussern Seite von der nyn va Schorsteinwand inwendig im Gebaͤude herunter gefuͤhrt und niht inde daselbst an dem Grunde des Heerdes in die Erde gesenkt Nu uh gewesen, daraus nothwendig bey dem durchfarenden Strale vile Unbequemlichkeiten erfolgen musten(352).— Ferner sihet in sofut man in(9½) In der Erzaͤlung wird nirgends des Gibels, der Mauer, chziiimnd oder des Grundes vom Hause erwaͤhnt: sondern allenthal⸗ „i ben nur Schorsteinwand, Heerd u. s. f. benant. Das Haus hl& i war inwendig mit Dampf erfuͤllet, welches bey einer aͤus⸗ sern Ableitung nicht geschehen seyn wuͤrde. Auch Herr D. Wat⸗ 378 K. XII. Beispile kuͤnstlicher man auch hier, wie die Gelenke der Stangen, welche an sich doch so dik waren daß sie nicht geschmolzen wurden, eine Hinderung im Durchstreichen des Blitzes veruhrsachet haben. Daher hatte sich der Strahl bey den Ringen zu⸗ sammengezogen, und sie da wo er von einem zum andern ge⸗ sprungen war angeschmolzen, wie auch durch die Platzung aus⸗ einander gestoossen, die Krampen ausgerissen, und die Stan⸗ gen selbst durch den Aufenthalt mehr erhitzet als sonst gesche⸗ hen seyn wuͤrde.— Was endlich den groͤßten Schaden er⸗ regte, war die Einsenkung der Stange in die Erde, dadurch der Strahl in den Grund hineingelokt ward, und, da er unten mehrere Feuchtigkeit angetroffen haben muß, sich da⸗ selbst unter dem Heerde verbreitete und wie gewoͤhnlich die eingeschlossene Feuchtigkeit in Duͤnste ausdeente, dadurch die Loͤcher in der Erde aufgewuͤhlt, wie auch der Heerd mit Gewalt aufgesprengt und nebst dem untern Teile des Schor⸗ steins erschuͤttert ward. Diser Gegenstooß mag auch wohl das meiste zur Aus reissung der Krampen u. s. f. beygetragen haben. Der Kessel ward dabey durch den Druk von oben und unten zusammengepreßt: wie aber eigentlich der Strahl die Loͤcher durch dessen Boden geschlagen, kan ich nicht be⸗ stimmen.— Bey Herrn Wests und andern Ableitungen war zwar auch eine Stange in die Erde gesenkt und dennoch der Boden nicht aufgewuͤhlt: dises koͤnte aber geschehen weil der Strahl schon an der Oberflaͤche nasses Pflaster autraf, darin er sich verbreitete(137 Erf.), und vermuthlich die Erde t unten Di. watson scheint zu verstehen zu geben, daß man in Amerika die Ableitung der Bequeemlichkeit wegen nur in— wendig im Hause gerade herunter gefuͤhrt habe, da er Tbil. Trans. Vol. LIV. p. 204. als eine Verbesserung anraͤth, daß man diselbe aussen am Hause herunter fuͤren moͤge. om Vz ulen ttol vuins A h, die si uf Grund hin Meiitunge hoch vitl beh den E erpeenten I A Hder het auf ene Mpppne u inwechen Gů it in h sen Eckenn Herunter re Minn d aus wich Dache he baude sc befund, shaft det nichid we öͤhere zu be, auf! sigen. 2 var 13 30 Ehihe bar luc stare ehoostn vom Bliz getroffener Ableitungen. de 17. Erf. 139. 379 n unten trokner war, Dahiugegen„ wenn Herrn Maines und äsr Ravens Ableitung innerhalb des Hauses herabgefuͤhrt wa⸗ Wun ren, die Oberflaͤche trokner seyn mußte. Daß nun eine ahm solche Aufsprengung des Bodens, wenn der Bliz in feuchten ühm Orund hineinfaͤhrt, keinesweges ein besonderes Uebel der Weem Ableitungen sey/ sondern sich wo keine Ableitung vorhanden sulzit noch viel schlimmer zutragen koͤnne, wird unten(. 126.) mm bey den Einwendungen erinnert, und wie uͤberhaupt die hier an erweenten Feler zu vermeiden seyn, bey den Vorschriften zu einer Ableitungsanstalt(Kap. XIV.) gezeiget werden. aite Erf. 139. b. sich x 4B ö—3 ö ey den Pulvermazinen zuPurfleet in Esser(s. Not. 336) hulich d aber auf einer Anhoͤhe die beinahe so hoch als die Gipfel der 5 dadut Magazine und 150 Pards davon entfernt ist, steht das Haus Herrd n in welchem sich das Artilleridepartement zu versamlen pflegt. des Echin Es ist ein hohes Gebaͤude mit einem zugespizten Dache, des⸗ auch wi sen Ecken mit Bley bedekt sind, welches bis zu den Rinnen beygenna herunter reichet. Von disen gehen an beiden Enden bleierne I von Roͤren bis in das Wasser der Brunnen, die 40 Fuß tief sind, der En aus welchen dasselbe durch Pumpen zu einer Cisterne auf dem ich nich Dache heraufgebracht wird— Da sich also an disem Ge⸗ itunpurtt baͤude schon eine zureichende Ableitung von oben bis unten denuth de befand, so urteilte die im Jahr 1772 von der Koͤnigl. Gesel⸗ hu vulde schaft der Wissenschaften dazu ernante Commißion, daß nnni, Vun nichts weiter erfodert wuͤrde als eine eiserne Stange, deren 0 D E obere zugeschaͤrfte Spitze aus Kupfer(oder Meßing) bestuͤn⸗ uutea de, auf der bleiernen Bedeckung des Dachruͤckens zu beve⸗ Irun stigen. Die Stange, welche dem zufolge errichtet ward, i nr war 13 Zol dik, mit der Spitze 10 Fuß 2 Zoll lang, und die . 1 Spitze daran 174 Zoll.— Am i5ten May 1777 fiel aber 6 mnth, nach starkem Regen, aus einer sehr dunkeln, langsam von ng. Suͤdwest nach Nordosten herankommenden Wolke, ein Wet⸗ terstrahl 380 K. XII. Beipile kuͤnstlicher terstrahl auf eine eiserne RKrampe an der Ringmauer(para- petwall) bey disem Gebaͤude. Die Krampe war in den Dek⸗ steinen der besagten Mauer nahe an der nordoͤstlichen Ecke mit Bley bevestigt. Dises Bley schien an dem einen Ende der Krampe etwas angeschmolzen, und der Rand des Bleies sowohl als des anstoossenden Steins war zu der Tieffe eines Virtelzolles und in der Breite eines halben Zolles eingedrukt, als wenn eine Musketenkugel darauf gefeuret waͤre. Unter⸗ halb diser Krampe, und nicht weiter als 7 Zoll von den En⸗ den derselben die in dem Stein siekten, war eine Bleyplatte befindlich, welche zu der Rinne fuͤhrte und damit verbunden war, folglich eine zusammenhaͤngende Ableitung ausmachte. Der Bliz brach durch disen Zwischenraum von 7 Zollen: er schlug naͤmlich zuerst von dem Deksteine da wo sich die Krampe darin endigte ein Stuͤk, 9t Quadratzoll im Inhalt, welches in zween Teile zerbrochen, und davon der groͤssere, 63 Qua⸗ dratzoll haltend, herabgeworfen ward, der andere kleinere aber beinahe an seiner Stelle auf der Mauer ligen blieb. Sodan ward auch ein Mauerzigel heraus- und einige andere loosgeschlagen und ein wenig aus irer Stelle geruͤkt. Dar⸗ auf war der Bliz auf die Ecke der Bleiplatte zugefaren, da⸗ von man einen kleinen Flek angeschmolzen fand. Uebrigens war weder an der Mauer noch an dem auligenden Gebaͤude oder den bleiernen Rinnen u. s. f. die geringste Spuhr einer Beschaͤdigung zu finden.— Es gingen aber an der Norder⸗ seite des Hauses unmittelbar von der Rinne zwo bleierne Roͤren herab: die eine, bey der Nordoͤstlichen Ecke, 74 Fuß von der getroffenen Stelle an der Mauer, endigte sich auf dem Hofe in ein Wasserbehaͤltnis, welches auf einer hoͤlzer⸗ nen Unterlage stand deren Fuͤsse angemahlt waren. Da also an diser Unterlage nichts zerschmettert worden; so sihet man, daß der Bliz nicht an diser abgebrochenen, obgleich naͤhern Lei⸗ Im Blzge Huog dur WN orgez Ihn Edl sinte Brur hanses bef onit der Misse wie Auffangu disen Mi sinen esem iommen un in Wettes destben de Aa pamnn di sinem unte ulfernt wa Hitung ane Wwng 9,LV steinen d Krampe hauen un aber an v mitꝛlst o der obene der Rinn Wleitung 60 0 Of der VoI. vomBliz getroffener Ableitungen.§.17. Erf.139 b. 381 — Leitung zur Erde gefaren sey„sondern eine andere volkom⸗ in däl mene vorgezogen habe]. Die andere Roͤre an der nordwest⸗ ichen G lichen Ecke ging, wie oben gemeldet, bis in das Wasser can ein eines Brunnen herunter, und an der suͤdlichen Seite des n Hauses befanden sich zwo aͤhnliche Regenroͤren, welche eben Aften so mit der Rinne zusammen hingen und sich unten auf gleiche ihgdch Weise wie die andern an der Norderseite endigten— Die dirr. luw Auffangungsstange, welche auf dem Dachruͤcken nahe bey von den bt dessen Mitte gesezt, und deren Spitze 46 Fuß von der getrof⸗ Bleppia fenen eisernen Krampe entfernt war, zeigte, da sie herabge⸗ t berbunh nommen und genau besichtigt ward, keine Spuhr, daß je ausmadi ein Wetterschlag darauf gefallen waͤre, indem sich die Spitze Zollen: derselben volkommen unverseert befand. Auch war ein die Kram 44* Zoll breiter bleierner Streifen, welcher an einem Dach⸗ alt, welt⸗ sparren bis zu der besagten Rinne herunter ging und(mit e, 3 seinem untern Ende] nur 28 Zoll von der getroffenen Stelle dere klein entfernt war, one alle Spuhr einer Verletzung.— Zu Ver⸗ ligen hid huͤtung eines aͤhnlichen Zufalles, riet nunmehr die Unter⸗ einige ard suchungs⸗Commission,(bestehend aus den Herren W. Hen⸗ erüͤkl. Dy ly, T. Lane, E. Nairne, und J. Planta,) daß in den Dek⸗ gefarer, steinen der Ringmauer um das Gebaͤude herum von einer . Uinn Krampe zur andern eine Furche von derselben Breite einge⸗ Der Oebild hauen und mit Bley ausgegossen werden, von disem Metalle Elt eut aber an vier Stellen, naͤmlich bey jeder Ecke der Ringmauer, EHW mittelst 6 Zoll breiter Bleystreifen, ein Zusammenhang mit 3u0 Hlim der obenerweenten Bleyplatte gemacht werden solte, die mit 6a, 06 der Rinne am Hause zusammenhaͤngt und folglich zu den i0 sh f Ableitungen fuͤret„(6. ö einet higt ä Dise . LDuih(e d) Die Beschreibung des Gebaͤudes habe ich aus dem Berichte osthet mai, der im Jahr 1772 verordneten Commißion,(Phil. Trans. sich nhen Vol. LXIII. p. 43) genommen: die Nachricht von dem Hel Wet; 382 K.XII. Beispile kuͤnstlicher Dise Erfarung zeigt einen Fal, wo der Bliz leichter durch einen kleinen Zwischenraum vester Koͤrper zu der Ab⸗ leitung gelangen, als weiter hin durch die Luft zur Auf⸗ fangungsstange oder auch nur zu der metallenen Bedeckung des Daches faren konte(H. 87). Wenn der Bericht, welchen die Deputirten erhalten, zuverlaͤßig ist, daß die Wolke von Suͤdwesten nach Nordost hergezogen sey; so muͤste sie ent⸗ weder gerade in der Zwischenzeit da sie nicht zum Ausbruche gedrungen ward(H. 20.) uͤber das Gebaͤude hergegangen, oder mitlerweile durch die Auffangungsspitze eine gemaͤlige Ableitung(wie Erf. 142. 143.) veruhrsachet worden seyn. Wenigstens bleibt so viel gewiß, daß die Wolke zu der Zeit als der Schlag geschahe an der Seite stehen muste wo sie die getroffene Stelle der Ringmauer am naͤchsten vor sich hatte, und wo also der Durchbruch durch die Luft bis zur Spitze der Auffangungsstange, oder auch zu dem Metalstreifen am Dache, zumahl bis zu dessen oͤbersten Ende, mehreren Wi—⸗ derstand gab; weil der Strahl doch nicht uͤber den Gipfel des Gebaͤudes und das daran befindliche, zu eben der Ablei⸗ tung fuͤrende Metal, zu der nidrigen Mauer haͤtte hinfaren koͤnnen(§. 113.). Hier aber fuhr er auch nicht uͤber den Rand der Mauer unmittelbar zu der Bleiplatte oder der Rinne hin; sondern er traf erst den Ruͤcken der Mauer, und in der wagerechten Oberflaͤche desselben vorzuͤglich die Stelle wo eine eiserne Krampe war.— Wenn wir aber setzen, daß die Wolke auch von diser Seite hergekommen sey, wo ihr die besagte Ringmauer auf der Anhoͤhe zuerst in den Weg ge⸗ kommen, Wetterschlage aber, aus dem Verichte der zur Untersuchung desselben eigentlich bestellten andern Commißion, nebst den Zusaͤtzen des Herrn W. Henly, von demselben, in einem Schreiben vom Zosten Oetob. 1777/ mitgoteilt erhalten. WBiig nmen, mit dem H Id das 6 R0 Srahl Di bemet Renhinge wilkter Wahrnem Gebauben Rudes,; num yut! nit jener zu Ollgeahet Dde Mren an! lchen Scht diuige dise Me frey odsten u berschide den, mit⸗ kettegeht tallenens Aternehl an dems demm Inne dises nach unter den ine Wes⸗ dch halte Ruchem da 1. Li, vom Bliz getroffener Ableitungen. d. 117. Erf. 139 c. 383 65 Eian in 1 sie vielleicht fast un Hoͤhe 1* mit dem aude geschwebet haͤtte, da sie sehr dunkel schien Wachn und das Gebände hoch lag; so liesse sich die Uhrsache daß 0 W der Strahl disen Weg genommen, noch leichter einsehen.— WWl Wir bemerken indessen, daß, so bald der Bliz das zusam⸗ Rün menhaͤngende zur Erde fuͤrende Metal erreichet hatte, kein nist sea weiterer Schaden veruhrsachet sey. Die Lehre aus diser m Mihah Wahrnemung ist also nur, daß bey frey ligenden Seiten von hergeznn Gebaͤuden auch die Oberflaͤche eines dergleichen vorligenden ine gemii Randes, zumahl wenn von dort nur ein kleiner Zwischen⸗ vorden se raum zur Ableitung fuͤret, mit Metal zu bedecken und dises zu derg mit jener zu verbinden sey, damit der Bliz daselbst keine te wo si Gelegenheit zu einem gewaltsamen Durchbruche sinde. r sich han Erf. 139. e. ˖ zur S Da die Stadt Siena 1 irer hohen Lage seit vilen alstreifent Jaren an iren oͤffentlichen Gebaͤuden durch den Bliz unsaͤg⸗ nehrerenà lichen Schaden erlitten hatte; so wurde endlich beschlossen, L den G einige diser Gebaͤude, und besonders den auf dem groossen en der M Platze frey stehenden Uhrturm,(torre della piazza) eines der Itte Hun hoͤchsten und praͤchtigsten Gebaͤude diser Art, welches schon zu icht iber x verschidenen Malen vom Blitze getroffen und beschaͤdigt wor⸗ Ute hr den, mit einemBliz⸗Ableiter versehen zu lassen. Die Keitungs— Mun und kettegeht von dem Fusse der auf der Turmspitze stehenden me⸗ heSl tallenen Stange nach den eisernen Baͤndern womit die in der , Laterne befindliche groosse Stundenglocke bevestigt ist: von da woik an dem ammerdrath nach der Uhr; von diser immer tifer in en M K dem Innern des Turms bis zu einem kleinen Fenster: durch Iymma dises nach der aͤussern Seite, und an solcher zur Erde: von da unter dem Platze durch nach einer kleinen Straasse, wo sich kumsthu eine Wasserleitung befindet, in der sich die Kette endigt.— 1/ uht Noch hatte sich seit der Errichtung dises Bliz⸗Ableiters, „inn welchem das gemeine Volk mit der Benennung der Ketzer⸗ II. Teil. H stange 384 K. XII. Beippile kuͤnstlicher stange fluchte, keine Wetterwolke der Stadt genaͤhert. Dises geschahe aber am 18ten April 1777. Das Gewitter, wel⸗ ches an disem Tage uͤber Siena zog, hatte die meisten Einwo⸗ ner in den benachbarten Gebaͤuden und auf dem groossen Platze um den Turm versamlet um auf den Erfolg zu achten. Kaum hatte sich die Regenwolke dem Turme genaͤhert, als eine entfernte Wetterwolke diser einen heftigen Strahl zu⸗ schikte, dessen sie sich sogleich gegen die Turmspitze wieder entledigte. In disem Augenblicke blizte das Eisen an dem Joche der Stundenglocke: der Strahl brach bey dem kleinen Fenster hinaus: verfolgte den Ableiter bis zur Erde, und ein in der obengemeldeten kleinen Straasse ploͤzlich entstan⸗ dener Dampf und Schwefelgeruch bewies deutlich daß sich der Bliz in der alda befindlichen Wasserleitung verteilet habe. — Man untersuchte den Turm, und fand ihn ganz unbe⸗ schaͤdigt: die Leitungskette hatte von dem daran herunter⸗ gefarenen Blitze so wenig gelitten, daß nicht einmahl die in dem Innern des Turms um diselbe herum befindliche Spinnengewebe versengt oder zerrissen waren„(½). Dise Ableitung war, wie unten(K. XIV.) zu ersehen seyn wird, nicht mit aller noͤtigen Vorsicht veranstaltet. Man hatte nur die algemeine Erfarung genutzet, daß der Bliz einer herunterleitenden Strecke Metal mit Vorbey⸗ gehung 32 Aus dem Auszuge eines Schreibens von Herrn pistoi, oͤf⸗ fentlichen Lehrer der Mathematik zu Siena an den Heraus⸗ geber des Journal de physique zu Paris(1777. M. Novemb.) in den Gothaischen gelehrten Zeitungen 1778. ꝰ'tes St. p. 51.— Im Franzoͤsischen, welches ich gesehen aber nicht Zeit gehabt habe auszuzeichnen, waren noch ausdruͤcklichere Merkmale erwaͤhnt daraus die Durchfahrt des Blitzes durch die Ableitung erhellte. m Biigt hung aud sin, daß: den Wweg Gchinde a niht one uded hit ündetwet Malt se Mol He gche wel 605 u. Rs„ al und iieibro Rsammenz Huch ein; Juhnissei balenr bet . Mart l de so schen od liess.( Mschen am folge DI⸗Ah nauer na Merimal weche au st, hatte ine Hefn lyyn wat Mshene vom Bliz getroffener Ableitungen.§.117. Erf. 139 d. 38j aen gehung anderer Koͤrper nachfare⸗ und der Erfolg zeigt auch ö hier, daß er nicht durch die nahe Glocke, Uhr u. s. w. an⸗ nEnnn dere Abwege gesucht habe; allein die Hereinleitung in das Wruse Gebaͤude auf blooß an einanderstoossendes Metal, wo er Iu ahin nicht one Funken herabstreichen konte, war doch gefaͤhrlich, naͤhert, az und es haͤtte leicht einiges anligendes Holzwerk dadurch ent⸗ E 0 zuͤndet werden koͤnnen, da dan der Feler in der Ausfuͤrung der hutt müt Anstalt selbst einen bösen Ruf gemacht haben wuͤrde. Dises sen an du Mahl lief es indessen gluͤklich ab: daß es jederzeit so gut dem llinn gehen werde kan man nicht versprechen.(S. Erf. 155.) Erde, u Erf. 139. d. lich entst*„Es war am 11 May 1777. gegen halb 12 Uhr waͤlschen ich daß Zeigers, als sich, nach einem zweystuͤndigen entfernten xteilet hi und tiefbrummenden Donnern, das Wetter uͤber Padua ganz uuh zusammenzog. Bey dem ersten Regentropfen welcher siel an herunt brach ein Donnerschlag aus. Der Bliz fuhr, nach dem einmaf) Zeugnisse mehrerer Personen die ihn aus verschidenen Ge⸗ befndth genden der Stadt beobachteten, gerade auf die Sternwarte V(0. zu. Herr Toaldo, Vorsteher dises Gebaͤudes, begab sich, ) z c als der starke Regenguß nachgelassen hatte, hinauf, um zu verayslt sehen ob sich keine Spuhr des Strales daselbst entdecken ihet, Vx liesse. Er fand sowohl das Gebaͤude, als auch, dem ersten mit Mh Ansehen nach, die Bliz⸗Ableitung, unberuͤhrt. Als er aber Raug am folgenden Tage durch die Werkmeister welche die besagte Bliz⸗Ableitung unter seiner Aufsicht angelegt hatten, ge⸗ mh nauer nachsuchen ließ; fand man an derselben die deutlichsten Rin Merkmale des Durchganges vom Blitze. Die Ableitung, 7 welche aus dreien starken Eisendraͤten zusammengeflochten — 310 ist, hatte gleich uͤber dem obersten Klammer, der sie traͤgt, ri eine Oefnung, wo die Draͤte gewaltsam auseinander ge— nir bogen waren. An vilen Orten derselben bemerkte man auch ů verschidene Rauchflecken, welche so frisch waren, daß sie 9 2 sich 386 K. XII. Beispile kuͤnstlicher sich mit dem Finger wegsireichen liessen und denselben merk⸗ lich schwaͤrzten„(².). 140. Erf. *„In dem Turme der deutschen Kirche(oder der hollaͤndi⸗ schen: Dutch ehurch) zu Neuyork war die Uhr einige 20 Fuß unter der Glocke. Von jener ging ein eiserner Drath durch zwey Boͤden zum Stundenhammer hinauf, und die Loͤcher in den Boͤden welche ihn durchliessen waren ohngefehr 4 Zol weit. Im Fruͤling 1750 fuhr ein Wetterstrahl von dem Hammer der Glocke laͤngst dem eisernen Drath zur Uhr, so daß an dem Drath erstlich verschidene angeschmolzene Stellen von 3 bis 9 Zoll lang befindlich waren, welche etwa den dritten Teil der Dicke angegriffen hatten, nachmahls aber, einige Fuß vom untern Ende, derselbige hie und da ganz durch⸗ geschmolzen ward und in Stuͤcken herunter fiel. Von disem untern Ende sprang der Strahl auf eine Thuͤrangel und zer schmetterte die Thuͤr: so weit er aber au dem Drath durch die Loͤcher in den Boͤden heruntergefaren war, hatte er nichts beschaͤdigt. Man brachte darauf stat des eisernen Draths eine duͤnne meßingne Kette an. Im Jahr 1763 fiel abermahls ein Bliz auf den Turm, und folgte nun der meßingnen Kette wie zuvor dem eisernen Drate. Die Kette ward (3b.) Eine umstaͤndliche Beschreibung diser Begebenheit findet man in der gedrukten Nachricht: Relazione del fulmine ca- duto nel conduttore della publica specola di badova, il di IIMay 1777. a 8. E. il Signor Angelo Quirini, Senatore, welche der obenbenante beruͤhmte Herr Toaldo davon ver— fasset hat.(Beitr. zum Alton. Reichs-Postreuter 1777. 49 St)— Ob die Draͤte noch zu schwach gewesen, oder was sonst in der Zusammenfuͤgung gefeelt haben mag, kan ich dey ermangelnder genauern Beschreibung nicht sagen. WnBlge uarge dem Strich gale keicht vitet dur haschmette vidder aue indem ma stange a gingen. in Yhr l Ind, anel Gbcken un Rͤbgelitt I in phlcde uiniger al Schnupen dridde aber wesches w Dise bes Stungen Ende 5 Blz nich hon dem mesingn (5%0 PR Ien alei Ren hsehenrk N* alln ge kdrath hut diedöche z ehrRaalwn dem Hammn r, so ht Stellen y a den drih aber, ein ganz duh Vaon dit huͤrangelu Drath duh ar, hamn t des esen m Pr olgte uur x b. Duxt 9 ehathet ii jnde del fulanne d Loha, L Inibi, Kuth lo dadon l. Urrutet LV WII. nn/ iul 0 t sahih. vom Bl. getroffener Ableitungen.§. 117.Erf. 140.41. 387 ward angeschmolzen, zerrissen und zerstreuet, uͤbrigens in dem Strich durch diselben Loͤcher in den Boͤden, so weit die Kette reichte, kein Schaden veruhrsachet, am Ende aber wieder durch den Sprung zu der Thuͤrangel diselbe Thuͤr zerschmettert. Nunmehro ward der Turm, nachdem er wieder ausgebessert worden, mit einer Ableitung versehen, indem man eiserne Stangen aubrachte, die von der Helm⸗ stange an, aussen am Gebaͤude bis in die Erde herunter gingen. Darauf ist, laut den dortigen gedrukten Zeitungen, im Jahr 1765. abermahls ein Bliz auf den Turm gefallen/ und, one Schaden zu thun oder ins Gebaͤude hinein Jauf Glocken und Uhr zu] zu faren, durch die Stangen aussen herabgeleitet worden„(. 141. Erf. „Im Jahr 1770 den lꝛten Julius wurden drey Haͤuser in Philadelphia und eine Schalupe auf einem der Werfte in weniger als einer Stunde Zeit vom Blitze getroffen. Die Schalupe und zwey der Haͤuser wurden sehr beschaͤdigt: das dritte aber, naͤmlich das Wohnhaus des Herrn Moulde, welches mit einer Ableitung versehen war, blieb unverseert. Dise bestand naͤmlich aus runden einen halben Zol dicken Stangen, welche vest in einander geschroben, und das untere Eude 5 oder 6 Fuß in die Erde gesenkt war. Hier hatte der Bliz nichts als die Stange beruͤhrt, und nur 64 Zoll lang von dem duͤnnesten Ende des oben darauf bevestigten spitzen messingnen Drates abgeschmolzen, sonst aber weder im Hause H 3 noch (24) FRANRTIN Exp. and obs. lett. 15. P. 180. Er hatte die Spu⸗ ren des ersten Wetterschlages selbst untersucht.— Man ver⸗ aleiche himit die Beobachtung von dem Turme iu Bre⸗ men(154. Erf.) 388 K. XII. Beispile kuͤnstlicher noch aussen einigen Schaden veruhrsachet, wiwohl der Knal im Hause sehr laut verspuͤret worden„( b.). Dise Ableitung war von zureichendem Umfange, wohl zusammenhaͤngend, und aussen am Hause angebracht: daher hat sie volkommenen Nutzen geleistet. Wenn sich mehrere Faͤlle in Amerika zugetragen haben, da ein Wetterstrahl auf ein so bewahrtes Gebaͤude gefallen, so hat man es vermuthlich, weil nichts besonders dabey zu bemerken war, nicht der Muͤhe wehrt gehalten sie umstaͤndlich aufzuzeichnen. Es wird nur in einem Berichte vom Jahr 1763 gemeldet, daß, da bloosse metallene Oraͤte mit duͤnnen Stan⸗ gen, dergleichen man Anfangs zur Ableitung gebraucht hatte, an verschidenen Haͤusern vom Blitze geschmolzen worden, die Einwoner von Morfolk in Virginien nunmehro eiserne Stangen, wenigstens von einem halben Zol dik anbraͤchten: dise Stangen woͤren oben zugespizt, ragten drey Fuß uͤber den hoͤchsten Teil des Hauses hervor, und reichten bis in die Erde: vile Haͤuser haͤtten eine dergleichen Ableitung an bei⸗ den Enden„(383). Uebrigens bezeugen alle Nachrichten, daß kein Gebaͤude, an welchem eine solche Ansialt wohl an⸗ gebracht gewesen, vom Blitze beschaͤdigt worden sey,( und (94 b.) Philos. Trans. Vol. LXIII. p. 38. von Herrn Kinnersley aus Philadelphia an Herrn Franklin berichtet, und durch einen Schifocapitain uͤbersandt welcher selbst bey dem Wetter—⸗ schlage in besagtem Hause sich befunden hatte. ö (95) Philos. Trans. Vol. LIV. p. 253. Vielleicht werden hier auch nur eben die erwaͤhnten Beispile von Wetterschlaͤgen, welche dort im Lande bekant worden, verstanden. (296) Philos. Trans. Vol. LII. p. 633. Vol. IIV. p. 204. Dises berichten auch die Deputirten der Koͤnigl. Geselschaft in London, welche 1772 wegen Anlegung einer Ableitung an den Pulvermagazinen zu Purfleet befraget worden, und welche — WnBiie daßb Enaten 6 Riude — — vomBliz getroffener Ableitungen.§. 117. Erf. 141. 389 hl derdl und daß vielmehr der Gebrauch derselben in den vereinigten Staaten von Nord⸗Amerika uͤberal mehr und mehr Beifal sanze, wof gefunden habe(7). laht: dohe ö H 4 F§. 118. Wünt welche doch alle Erkundigung eintunihen nicht allein Gele⸗ x Wh genheit hatten, sondern auch bey einer so wichtigen Veranlas⸗ iade geslh, sung nicht versaͤumt haben werden. Phil. Trans. Vol. LXIII. dets dubgy p. 44.— Herr wilson, da er wider den Gebrauch der zu⸗ eumstiubs gespizten Ableitungsstangen schreiben wolte, sagt iwar, er omJahrh wuͤrde naͤchstens einen Fal anfuͤren, wo ein Haus welches uͤnnen Zu mit einer oben zugespizten Ableitung versehen gewesen sehr raucht hi vom Bliz beschaͤdigt worden.(Observarions upon lightning. zen woth Lond. 1773. in 4. p. 54.) Aus der folgenden Seite n. 11. chro is ersiher man, es 6t das Haus eines Herrn Peroneau zu 711 Charlestown in Suͤd„Carolina gewesen seyn, aber zugleich iii auch, daß er noch nichts von den Umständen wuste. In rey ruß der 1774 herausgegebenen Folge diser Abhandlung(Furcher ten bis in observations upon lightning) hat er auch keine Erwaͤnung itung an davon gethan, und Herr W. Senly schreibt mir,(London Nachrih den 24 Jul. 1776.) daß er nichts von einem solchen Unfal lalt woh. w gehoͤret habe. Vielleicht aber har ein oder andere Beschaͤdi⸗ dan sey lv gung einer mangelhaften Ableitung, wie in Erf. 138. 139. in das falsche Geruͤcht veruhrsachet. Aunind(297) Die oben angezeigten Nachrichten(138 und 139 Erf.) wer⸗ Wlnt hn den von Herrn Franklin EXP.& obsl. lett. 39. p. 416. solgen⸗ öau Danp der gestalt angefuͤhrt. Berichte von Carolina, die Wuͤr⸗ ‚ kungen des Blitzes an zweien Ableitungen betreffend, welche iiu 0 an den Haͤusern daselbst gewoͤhnlicher Weise angebracht 1. 0 sind. Commonly affxed to houses there.„ Der Herr A Vicar. Burnaby, welcher im Jahr 1759 den mitlern Teil a von Nord-Amerika besuchet hat, meldet folgendes von Vir⸗ 21 ginien:„Das Klima ist sehr schoͤn, jedoch im Sommer einer heftigen Hitze ausgesezt, da Farenheits Waͤrmemesser 10 0 drey Monat lang zwischen 85 und 95 Grad zu stehen 2* rdt abhe Hlche 390⁰ K. XII. Beispile kuͤnstlicher 933 unh §. 118. ö ö 40 Ium Lun Man hat auch bereits Schiffe mit einer aͤhnlichen Zu⸗ vh ruͤstung versehen, wie Herr D. Franklin ebenfals angeraren ö radnet hatte, naͤmlich, oben uͤber den Mast eine metallene Spitze hervorragen zu lassen, und davon einen Metaldrath laͤngst hen dem aues wäf aber Herbst und Fruͤling sind desto angenemer, und der senel Winter meistens so gelinde, daß man kaum einzuhitzen cbase s noͤtig hat. Indessen fallen dan und wan einige sehr kalte und jene Tage ein, und das einzige muß man klagen, daß das Ier den. Wetter sich hier sehr ploͤßlich zu veraͤndern pflegt, da solches honnoglt. von dem Einflusse der verschidenen Winde abhangt.— Im(Bldon ge Sommer sind haͤufige und heftige Donnerwetter: da aber Hit, mdt das Land nur menig bewohnt ist, und da die meisten vor⸗ id ehen nemen Herren Gewitterstangen an iren Zaͤusern haben, Wise bi so entstehen daher nicht viel Unfaͤlle. Zuweilen werden je⸗ vitr he doch einige Negers erschlagen, und in den Waͤldern sihet man nicht selten Baͤume die vom Bliz zerschmettert worden., —Ich glaube, daß kein Land zuverlaͤßigere Proben von der—— uch de Wuͤrksamkeit der Bliz⸗Ableiter dargeboten hat: denn, ehe ö diselben erfunden waren, eraͤugten sich oftmahls schroͤkliche uunin Folgen von Welterschlaͤgen, nun aber hoͤrt man'selten von einem solchen Beispile. Nimahls ist ein Haus, welches mit einer Bliz Ableitung versehen gewesen, vom Wetterstrale ö getroffenl worden. Naͤmlich, es ist wohl zu merken, daß die ů Ableitungsstangen selbst zwar oft vom Blitze geschmolzen ö oder zerbrochen, und auch an den Haͤusern da wo selbige ö heruntergegangen die deutliche Spuhr des Strahls wahr⸗ ö genommen worden, welcher die Zuruͤstung unzureichend ge⸗ 991 funden hatte, aber doch so dadurch geleitet war daß alle übele Folgen verhuͤtet worden. Man solte demnach ge— 0 denken, daß dise Beweise einen jeden bewegen wuͤrden die Vorurteile abzulegen welche noch von vilen geheget 0 worden, und vielmehr die Unterlassung als den Gebrauch eines hliihe z0 angergien llene Epih Hralh An ben eet, ush r um einuhsy nige shr ii en/ dai y tgt, di sith hangt— Iter: da meisten 0 usern habz en werden Wildern sie lettert wothe Wroben wu at: dehn,xe ihle schritth Nan elkn un Hant, niat Meunnrat Itler, Ri di gschnoet 4 u0 sehig uahle dst ureichend e⸗ uur dij alt hemnach gt. hen wütdel geheget Gehrauch eiuit vomBliz getroffener Ableitungen.§. 118. Erf. 142. 391 dem Tauwerk des Schiffes, uͤber Bord bis ins Wasser herab zu leiten(98). Auch davon finden sich einige Proben auf⸗ gezeichnet. 142: Erf. 216 “(Herr Capitain Winn hatte eine Kette von Kupferdrath, eines maͤßigen Federkiels dik, oben von dem groossen Mast seines Schiffes bis ins Wasser herunter gehen lassen. Das oberste sowohl als das unterste Ende waren spiz zugeschaͤrft, und jenes ward mittelst eines Seils so aufgezogen, daß es uͤber den Kopf der obersten Maststange(Bramstange) her⸗ vorragte. Die Kette ging sodan laͤngst dem groossen Seil (Bredon genant) herunter, welches die groosse Masistange haͤlt, und war an demselben uͤber und unter jedem Gelenke mit einem Bindfaden bevestigt. Es war aber zufaͤlliger Weise bey Einzihung des groossen Segels als sich ein Ge⸗ witter herannaͤherte, ein Gelenk der Kette zerbrochen wor⸗ den, so daß das eine Ende der halb abgebrochenen Ringe von dem andern etwa 4 Zoll entfernt und nur zum Gluͤk durch den Bindfaden in diser Lage erhalten blieb. Als er nun im April 1769 gegen die Amerikanische Kuͤste zusegelte, H 3 zogen eines Mittels straͤflich zu achten, welches die Vorsicht uns zu unserm Schuz und Sicherheit in die Haͤnde gegeben zu ha⸗ ben scheinet. 5(Adon. BoBSAEV's, A. M. Vicar of Green- Wich, Travels through the middle Settlements in North-Ame- rica. Lond. 1775. 4. P. 5. 6.) (2½8) FRANRUIN Obss.& Exp. p. 65. Wilke Uebersetz. p. 87. und Phil. Trans. Vol. XLVII. p. 289.(nicht“bis in das Tau⸗ werk„ wie Herr Mylius Phosikal. Belust. 17tes St. p. 459. unrichtig uͤbersezt.)— Herr D. Watson hat nachmahls auch einen Aufsatz davon uͤbergeben: Phil. Trans. Vol. LII. p. 629. 39² K. XII. Beispile kuͤnstlicher zogen dicke Gewitterwolken gegen den Wind auf, und um Mitternacht als die Luft sehr dunkel war bemerkte er an diser Stelle zwischen den Enden der zerbrochenen Glider ein 1.—— 2— 5 Licht, welches zuweilen rn als ein klei⸗ schien, auch bald nachl ieß bald wiederkam, und waͤrend 24 Stunden beobachtet ward„(). Daß hier wuͤrkliche Wetterschläge entstanden, wird nicht gemeldet.] 143. Erf. Der Capitain Richard Nairne hatte eine aͤhnliche Ableitungskette an seinem Schiffe. Als er aber zu Quebek ankam, sezte er eine laͤngere Brahmstange auf seinen Mast, dadurch die Kette, wenn sie aufgezogen war, zu kurz ward um ins Wasser zu reichen. Er war selbst nicht am Boord als in der Nacht ein heftiges Donnerwetter entstand, und sein Steuerman ließ die Kette in disem Zustande haͤngen, one sie unten zu verlaͤngern. Oben auf der wohl zugeschaͤrf⸗ ten Spitze erschien ein so helles Licht, daß die Leute am Schiffe in groosses Schrecken geriten: es geschahe aber gar kein Schade: auch wird keines Wetterschlages erwaͤhnt der darauf gefallen waͤre.] Das Schif(welches zu merken ist) war vom Regen an allen Seiten benezt„(3). In disen beiden Faͤllen war nur eine gemaͤlige Ableitung der Gewittermaterie, one Schlag, geschehen(s.§. 44. p. 76.): in folgendem aber scheint auch ein Teil eines Wetterschla⸗ ges, der ein nahes und vermuthlich dem Ausbruche aus der Wolke 80 Nach Herrn Winns eigenem Berichte: Phil. Trans. Vol. LX. p. 188. nebst einer Kupfertafel, wo die Ableitung mit der Stelle wo sich das Licht zeigte, vorgestellt wird. (30) phil. Trans. Vol. LXIV. p. 139. aus Capt. Nairnes eigenem Berichte, von Montreal den 24 Jun. 1773. geschriben. IunBlo Holke nä Rlockend Ci Der danit er 40 hatten! Rageh, schn E Mpff auf bet unge) d Dits E dem uns mit gett tte auf Sede de der M doch d wehrr und d schieni nicht u anzura auf de hatte, , 15 I ein dise Hider en l ein Kee hem Suome und wurnd jer vulh dine abulh r zu Nu einen Mi kurz wi tam Bon Ustand, nde haͤngn x zugesti ie Keutt n ahe abe ge erwähntd. merlnn) „ Lbaung HN Vaneischt: uche dud xN H Iu Vel N. uung uit d 0 ni lielet WHrben. vomBl. getroffener Ableitungen.§. 118. Erf. 143.44.393 Wolke naͤher gelegenes oder durch seinen hoͤhern Mast mehr anlockendes Schif traf, auf die Ableitung gefallen zu seyn. (s. H. I11.) 144. Erf. Der Herr Capitain Cook meldet von seinem Schiffe, damit er nach den Suͤdlaͤndern gefaren war, folgendes: „Im Jahr 1770 den ioten October Abends um 9 Uhr hatten wir zu Batavia ein schroͤkliches Donnerwetter mit Regen, dabey der groosse Mast eines Hollaͤndischen ostindi⸗ schen Schiffes bis aufs Verdek zerspalten und die beiden Maststan gen ganz zersplittert wurden. Es befand sich oben auf der obern Maststange eine eiserne Spindel,(Fluͤgel⸗ stange) dadurch vermuthlich der Wetterstrahl angelokt wurde. Dises Schif lag nicht mehr als zwey Kabeltauen lang von dem unsrigen ab, und vermuthlich wuͤrde uns der Schlag mit getroffen haben, wenn wir nicht eben unsere Ableitungs⸗ kette aufgezogen gehabt haͤtten, dadurch der Bliz uͤber die Seite des Schiffes hin geleitet ward. Denn, ob uns gleich der Bliz nicht beschaͤdigte, so erschuͤtterte uns der Schlag doch als ein Erdbaben, so, daß einer Schildwache das Ge—⸗ wehr welches sie eben laden wolte aus der Hand geworffen und der Ladestok zerbrochen ward. Die Ableitungskette schien indessen als ein Strich von Feuer. Ich kan demnach nicht umhin, dergleichen Ableitung allen Schiffen ernstlich anzuraten, und hingegen vor den eisernen Spindeln oben auf der Spitze des Mastes, wie das hollaͤndische Schif hatte, zu warnen„(50). XIII. Ka⸗ (30τ) Account of the voyages for making discoveries in the sou- thern hemisphere. Vol. III. p. 712. AAA..n: 394 K. XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe XI. Kapittel. Widerlegung der Einwuͤrfe gegen die Bliz⸗ Ableitungen. §. 119. Es mag also das Metal eine Ableitung genant werden, oder nicht: es mag von einem Naturforscher mit Fleiß, oder nur von einem Handwerker one Absicht angebracht seyn; so ist doch die Eigenschaft durch alle Erfarungen ausser Zweifel gesezt, daß es den Bliz von allen andern Koͤrpern ablocke und ihm eine leichte unschaͤdliche Durchfahrt verstatte. War dises dann nicht die Hauptsache welche wir bey dem Zwecke uns vor Wetterstralen sicher zu stellen begeren musten? Herr Franklin bewundert mit Recht die Denkungsart des beruͤhmten Naturforschers Nollet, der selbst bey verschidenen Beispilen von Wetterschlaͤgen aufuͤhrt, wie der Bliz dem Metalle von einer Stelle zur andern innerhalb der Gebaͤude nachgefaren sey, und doch die Leitung desselben aussen an Gebaͤuden als unnuͤz oder sogar als schaͤdlich verwirft(5). Eben dises liesse sich auch von andern neuern Schriftstellern sagen, die an Richmanns Kette, an verschidenen Klingel⸗ draͤten, an den Stangen der Uhrwerke in Kirchen, u. s. w. die Uhrsache der Leitung des Blitzes in Gebaͤuden wohl beobachten, aber nicht diselben Mittel zu seiner Ableitung aussen an Gebaͤuden angewant wissen wollen. Wenn wir nun die Einwuͤrfe untersuchen welche gegen den Vorschlag einer solchen Zuruͤstung erregt worden; so finden wir, daß sie teils auf bloosse Meinungen und Muth⸗ maassungen beruhen, auch nicht einmahl die Hauptsache be⸗ treffen, 859 Exp.& Obss. lett. 60. p. 468. gegel ö suffen, ung, tii shungen. Don! mo auch Vachütz gegen Mitel; ich wil nit dan AU Lanet D ssch alt AIstalt. Mlen Rrooß die Nn I Eom a an, d. hibey d hung de weil wi Mul, 6⁵u se de Bi nant wehh, i Fliß un icht sehn, usser Zw rablockeu tte, dem Zwi en mustn ingsart V verschiben er Bliz du der Gehilh n aussen u rwirst() chrijtselan nen lugt⸗ hen,. H r. auler voll Wiaung veche gihn porden; 6 und Mih⸗ blcht Hfn, gegen die Bliz⸗Ableitungen. 9. 119. 120. 395 treffen, teils aber aus dem Mangel genugsamer Beobach⸗ tung, teils auch nur aus Vorurteilen oder Eigensin ent⸗ springen. Von denen die noch sogar Einwendung machen, ob es uns auch erlaubt sey vor diser Gefahr ein Mittel zu unserer Beschuͤtzung anzuwenden, da sie doch kein Bedenken tragen gegen Sonne und Regen sich eines Hutes und mehrerer Mittel zu bedinen, halte ich es uͤberfluͤßig zu reden(36): ich will zu den andern Zweifeln schreiten, und alle so viel mir derselben bekant sind in Erwegung zihen. §. 120. Ein algemeiner Einwurf war diser: Die Gewitterkraft einer Wolke sey oft von ungeheurer Staͤrke; man koͤnne «sich also nicht vorstellen, derselben mit einer so geringen „Anstalt zu begegnen.„ Allein, wir brauchen uns gar nicht zu bekuͤmmern, wie grooß die Kraft der Wolken seyn koͤnne, da selbige bekantlich disen Inhalt nicht auf ein Mahl ausschuͤtten(§. 20). Es koͤmt also nur auf die Staͤrke eines jeden einzelnen Schlages an, dergleichen auf unsern Plaz treffen koͤnte; und auch hibey darf es uns nicht schrecken, wie fuͤrchterlich die Wuͤr⸗ kung desselben auf allerley widerstehende Koͤrper seyn koͤnte, weil wir nur die Wuͤrkung auf eine Strecke von leitendem Metal zu pruͤfen haben, welches nicht nach Muthmaassung sondern (3%½) Der Herr geheime Seeretair Lichtenberg hat zureichend auf dise Gewissenszweifel geantwortet: in der Einleitung zu seinen Verhaltungsregeln bey Donnerwertern.—— Eigentlich pflegen dergleichen Bedenklichkeiten auch nur Entschuldigungen zu seyn, die von selbst wegfallen, wenn man nur zuverläͤssig von dem Nutzen der Sache uͤber zeugt ist — —— —*c 396 K. XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe sondern nach der Erfarung geschehen solte. Wenn also kein Beispiel aufzuweisen ist, daß je ein Wetterstrahl eine herun⸗ terleitende Strecke von zusammenhaͤngenden nicht zu kurzen Metalle, welches nur eines guten Gaͤnsekiels Dicke gehabt, oder bey einer duͤnnen Flaͤche etwa 3 Zoll breit gewesen, verzeert habe, ja, da wir sogar finden, daß, wenn auch ein herunter⸗ leitendes unzureichendes Metal vom Blitze zerstoͤret worden, es dennoch die Verschonung anderer Koͤrper bewuͤrkt habe (H. 110. 112); so hat dises Mittel einer Ableitung, der Ex⸗ farung nach, alles geleistet was wir davon zu hoffen hatten. Ungluͤklicher Weise hatten sich verschidene Personen, be⸗ sonders in Frankreich, die Vorstellung gemacht, als ob die spitzen Stangen an und für sich, die Wetterkraft der Wolken, ich weiß nicht wie, verzeren solten(4), one dabey auf die Ableitung des Strales zu achten, worauf doch eigentlich die Sache ankam. Daher entstanden nun die unnuͤtzen Aus⸗ rufungen: Kob dann die Wetterfanen, Stangen u. s. f. die man so oft an Gebaͤuden faͤnde, vor dem Blitze sicherten? Ob man sich einbilde, daß eine in die Hoͤhe gehaltene De— genspitze oder Mistgabel den Bliz entkraͤften wuͤrde?„ und desgleichen mehr, welches, wenn man nur die obenange⸗ fuͤhrten (5⁰⁴4) Epuiser la matiere fulminante: depouiller les nuages orageux de leur feu:&c. S. oben Not. 65. imgleichen Norrer Lettres sur l'electricitée, und den getreuen Nachbeter des Nollet, den franzoͤsischen Uebersetzer des Priestley(I. T. Per. 10, Sect. 13 am Ende) dessen ganz entbeerliche Anmerkungen der Herr Doet. Fruͤnitz, um unsere Neugirigkeit zu be⸗ fridigen, mit uͤbersezt hat. So sezt auch M. RAEοAνο zu dem Titel seines Spectacle de la nature du feu elementaire. (Paris 1753. 8.) où l'on devoile-Labus des pointes pour dé- muire le tonnere. Nunmehr aber hat schon ein us Ror nebst andern geschikten Naturforschern seine Landsleute auf rich⸗ tigere Vorstellungen gefüret. + —— ͤ—.——2—...———— 9 Ihtten En Waung! gun e Mlä j Gew anlocken len vät Vamn sem Isn dussen vo achibe U1 fum f fnden nit pihen unt Rreklicher cken: sot in Rose Gewiger auhnten oft nahe 6⁰⁷ 0 ö gegen die Bliz⸗Ableitungen.§. 120. 121. 397 a n fuͤhrten Erfarungen und die wuͤrkliche Zuruͤstung einer Bliz⸗ 3 Ableitung betrachten wil, keiner weitern Antwort bedarf. kurzen hcbt o§. 121. da, verxn Nun koͤmt aber der Vorwurf, daß man befuͤrchten muͤsse, auhemm(die Ableitungen, besonders mit hohen Stangen, wuͤrden Aerpmmn«die Gewitterwolke herbey zihen und desto mehr Wetterstrale ewürtt giz Kanlocken, die sonst vielleicht auf das Gebaͤude nicht gefal⸗ ang/ de d.«len waͤren.„ ofen hun Wenn der Einfluß des Metalles so stark und von so groos⸗ ersoner, W. sem Umfange waͤre; so muͤßte er sich doch gewiß am meisten als ob! aͤussern wo die groͤßten Flaͤchen von Metal hoch in der Luft der Wolh erhaben sind und wo der Bliz sehr reichliche Anlockung herab bey auf zu faren findet. Wenn wir aber die Erfarung fragen, so H eigentt finden wir nicht, daß auch hohe mit Metal gedekte Turm⸗ anuͤtzen d spitzen und desgleichen eine Kraft aͤussern, die Wolken in n u. s.f merklicher Entfernung anzuzihen oder aus irem Wege zu b sichnn locken: sonst muͤßten die Staͤdte, wo sich dergleichen Metal ehaltene d/ in groosser Maasse oben an Gebaͤuden findet, vorzuͤglich von ürde? y u Gewittern heimgesucht werden und selbige in irer Gegend ie obant anhalten, welches doch nicht geschihet, da die Wetterwolken sihotn oft nahe vorbey zihen(33). Wie geringe ist nun dagegen H de die Vollxr Letues I Waln,(305)„Das Marquardische Haus in Celle, welches 1766 vom 1I Blitze getroffen ward, war mit keiner eisernen Stange ver—⸗ Imru sehen, da doch diejenigen woruͤber die Gewitterwolke her— Hinkit uN faren mußte, ja das naͤchste Haus bey dem getroffenen, eiserne Stangen(naͤmlich zur Zierde, one Ableitung!] hat— tdem ten. Jenes aber, und der getroffene Schorstein ragte uͤber Rünt alle die andern hervor— Zu Sannover ist ein Bliz 1762 uht auf das Landschaftliche Haus gefallen, welches in dasiger aufuih Gegend das hoͤchste ist. Auf dem naͤchsten Hause daben stehen 399 K. XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe die ganze Strecke von Metal welche zu einer Ableitung des Blitzes erfodert wird? Indessen scheint es doch, daß einige sich dabey blooß deswegen weil dise zu einem Zwecke bestimt ist den man bey jenen Metallen nicht im Sinne hatte, eine besondere Zauberkraft vorstellen, und daher, wenn zufaͤlli⸗ ger Weise ein Wetterschlag irgendwo in der Nachbarschaft einer mit Fleiß angelegten Bliz-Ableitung trift, nicht er⸗ mangeln der Anzihung diser Zuruͤstung die Schuld zu geben. In unserer Stadt sind aber, ausser allen dem zufaͤllig an Kirchen und Tuͤrmen befindlichen Metalle,() schon an ö drey stehen zwey hoͤhe eiserne Stangen oder vielmehr duͤnne spitze Tuͤrme, deren jeder wenigstens 10 Fuß hoch, unten beinahe einen Fuß im Durchmesser dik, und mit Bley rund um bedekt ist. Dise sind kaum 6 Fuß nidriger als das land— schaftliche Haus— Auch hat das Gewitter verschidentlich bey Sannover und Celle in Gartenhaͤuser, auf deren Gibel keine eiserne Stangen stehen, wie auch in Baͤume und Schlagbaͤume geschlagen, wenn es nicht in der Stadt selbst eingeschlagen, ohngeachtet die meisten Haͤuser daselbst auf iren Gibeln eiserne zum Teil vergoldete Spitzen und Stan⸗ gen habene„ Guden von der Sicherheit wider die Wetter— stralen p. 68. 69. 73.— Von Regensburg schreibt Herr Doet. Soͤrit;: Unserm Regensburg gibt man Schuld, daß auf dem Lande die Donnerwetter so oft Schaden thun, denn sie sagen, unser groosses Gelaͤute halte die Gewitter von der Stadt ab, und jage sie anderer Orten zusammen, daß sie mit desto groͤsserer Gewalt ausbrechen muͤßten.„ Bresl. Saml. 1725. Jun. p. 624. (66) Unsere Johannis-Kirche ist mit einem hohen Kupfer-Dache versehen, und der darauf stehende Turm uͤberal mit Kupfer belegt. Von dem Kirchendache gehen ferner bleierne Rin— nen ganz herunter: folglich ist daran zufaͤlliger Weise eine voͤllige —— —9.—.—..—.9—————.—— in H D ahb 6uld g Hnthftun hurdicht e sihEif loi Diö Manl Iung/ Id Nin b Mi l hin I, Injʒ d astrdn, vu niwo singt ls d un nil, a Rppse Riin R, WNu nich ale bil I ö gegen die Bliz⸗-Ableitungen.§. 121.-399 Hlit é 58— drey hohen Tuͤrmen und vilen andern Gebaͤuden wuͤrkliche ä sin Bliz⸗Ableitungen veranstaltet: nun haben sich sowohl im dae destumt Jahr 1776 als auch im gegenwaͤrtigen Sommer 1778 haͤusige Gewitter geaͤussert, davon auch einige Schlaͤge in der Nach⸗ barschaft umher getroffen; uͤber der Stadt aber haben sie sich hatte, ein denn zufil üi 14— gar nicht verweilet, und nicht 655 einziger Wetterstrahl hat 18*i seit Erf.—— hier in dur ed ziugesblagen. 15 Das Metal aͤussert also seinen Einfluß nur in maͤßiger Entfer⸗ 1. nung, und eigentlich mehr durch Darbitung einer leichtern Bahn als durch Anlockung, folglich nur, wenn ohnehin eine Wolke uͤber das Gebaͤnde herzihet und Gefahr drohen uumes wuͤrde. Ja, wir wolten zufriden seyn wenn es nur auf Wten ha funfzig Fuß weit, oder soweit sich ein ansehnliches Gebaͤude Nep uun erstrecket, wuͤrken moͤgte(Erf. 150.). Wenn nun eine Ge⸗ IIs dagl witterwolke in den Wuͤrkungskreis einer Ableitung komt, so bershhnnt faͤngt dise den Strahl allerdings auf, oder lokt ihn, wenn uf deren RW. man will, auf sich zu, und das war auch eben der Zwek nBiume dazu sie bestimmt worden, denn es wuͤrde widersinnig seyn, der Sakf zu begeren, daß sie den Bliz von andern Koͤrpern ablocken set doseht u und doch nicht auf sich hinlocken solte. Dises geschihet aber en und Eu nicht allein bey einem mit Fleiß angebrachten Metalle oder det d Wun einer chnbt Hen voͤllige uͤberaus reichliche Bliz⸗-Ableitung veranstaltet. Den⸗ auS, Ri noch wissen sich alte Leute nicht zu entsinnen, daß jemahls Hn, vu der Bliz auf die Kirche oder in der ganzen Nachbar schaft Ouwitht. eingeschlagen. Die Lage ist naͤmlich mitten in der Stadt, annen und der Turm in Vergleichung anderer nur nidrig. Herr un.y M Wil. Senly macht eine aͤhnliche Bemerkung von dem soge—⸗ nanten Monument in London, welches 200 Fuß hoch ist, btt ih oben metallene Spitzen, und von da eine zusammenhaͤngende Rit Kuhst Strecke Metal bis unten herab hat, dennoch aber nimahls, aham du so viel man weiß, in den hundert Jaren da es gestanden QMAl ů Woib ent vom Blitze getroffen worden. Philos. Trans. Vol. LXIV. p. 413. vllin II. Teil. J 400 K. XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe einer kuͤnstlichen Ableitung; sondern eine jede zufaͤllige un⸗ volkommene one unser Wissen und Willen angebrachte Lei⸗ tung, das ist, dadurch der Bliz eine freiere Bahn von oben nach unten findet als ihm die benachbarten Koͤrper anbiten, wenn sie gleich verstekt ist, loket den Strahl auf solcher Stelle vorzuͤglich herab zu faren, wie obenangefuͤhrte Beispile (H. 33.Nbezeugen. Der Unterschied ist nur, daß die vol⸗ kommene Ableitung den Bliz one Schaden herabstreichen laͤßt, dahingegen die zufaͤllige unvolkommene oft eine Ver⸗ anlassung von groossem Ungluͤcke ist.—Wenn man aber auch diser Besorgniß Raum geben, und dafuͤr halten wuͤrde, daß wuͤrklich durch unsere Blizleitungen ein und anderer Wetter⸗ schlag veruhrsachet wuͤrde der sonst nicht entstanden waͤre, wuͤrde dan wohl das Uebel in Vergleichung der sonstigen Gefahr von einiger Bedeutung seyn? wuͤrde man nicht liber zwey Mahl den leeren Schrecken eines unschaͤdlichen Schla⸗ ges als ein Mahl die Gefahr eines schmetternden oder zuͤn⸗ denden Blitzes erdulden wollen? Ganz anders verhaͤlt es sich mit den Hervorragungen von andern Koͤrpern: Schor— steinen u. s. f. Dise fangen auch den Strahl auf und befoͤr⸗ dern seinen Ausbruch, aber sie koͤnnen ihm keine sichere freie Bahn darbieten, sondern lassen ihn mit groosser Gefahr ins Gebaͤude dringen. Es ist also wahr, daß zwar die Laͤnge der oben aufgestellten Stange, nachdem sie einige Fuß hoͤher hervorraget, den Wuͤrkungskreis der Wolke um so viel eher erreichen wird; allein, dises ward auch zur Sicher⸗ heit des Gebaͤudes erfodert, und um so mehr je weiter sich selbiges erstrecket, damit keine andere Ecke Gefahr laufen moͤgte getroffen zu werden. Da aber der Gang und die Fi⸗ gur der Wolken so unordentlich ist, so laͤßt es sich gewiß nicht auf einige Fuß weit bestimmen, daß ihr Wuͤrkungskreis eben bis dahin gehen werde und weiter nicht. §. 122. 90 in al pü uuz di MNath ve One Hatpten Dinn, Cpitzn du sed hahilde siln x erbestt Huerber lihen E W uff hhͤtete! ulo sch NSch au sumpf wane, tung o es bey sdilemt eihedlh gefalla, iuß der siche Et Ise Zit hhen oh 113 gegen die Bliz⸗Ableitungen.§. 121.122. 401 hfiliz Iu⸗ 6. 122. Wente Ein aͤhnlicher Einwurf ist: daß insbesondere die zuge⸗ Mu iiin spizte Figur der obern Stange mittelst weiterer Anlok⸗ ö«kung dises Uebel der moͤglichen Wetterschlaͤge noch one Islanem„Noth vermehre ühn N.r. toth ve Hre. WN One hierauf das schon gesagte zu erwiedern, kan ich be⸗ haupten, daß dise Beschuldigung ganz ungegruͤndet sey. aihsutn Denn, die in der Ferne sich erstreckende Ableitung durch die eost einede Spitzen scheint vielmehr so auf die Gewitterwolken zu wuͤrken, man dae daß sie den heftigen Ausbruch eines wuͤrklichen Wetterschlages n wuͤrde, verhindert. Die im Kleinen mit der Gewittermaterie ange⸗ derer Vn stellten Versuche der Naturforscher, dadurch dises noch deutli— tanden v cher bestaͤtigt ist, werde ich im dritten Teile(K.XXI.) anfuͤren. der sonf, Hier berufe ich mich nur auf die Wahrnemungen von wuͤrk⸗ an nicht! lichen Wetterschlaͤgen. Wir haben gesehen, daß je groͤsser dlichen Eth die auffangende Flaͤche ist, desto staͤrkere und mehr ausge— aden obers breitete Strale hervorgelokt werden(9. 19.). Es laͤst sich rs berhilh also schon hieraus folgern, daß nicht allein die Heftigkeit pem: Cc des Schlages durch eine Spitze vermindert werde, sondern auf und hit auch in einer gewissen Entfernung, wo sonst auf einen ne sichnt snn stumpfen Koͤrper noch ein eigentlicher Donnerschlag erfolget oossr Gifth waͤre, nunmehro durch die Spitze nur eine gemaͤlige Ablei⸗ du sun N tung one Schlag(. 44.) geschehen koͤnne, und vielleicht ist seinihezu es bey Kapt. Wairnes Schiffe(Erf. 143.) und andern Bei⸗ dul un 6 spilen wuͤrklich geschehen. Wenn nun hie und da auch auf HrSith eine Ableitung mit einer zugespizten Stange ein Wetterschlag ö 1ut gefallen, so ist es doch nur Streitsucht, behaupten zu wollen, faht humn daß derselbe nicht entstanden waͤre wenn er daselbst keine 3 H solche Stange angetroffen haͤtte. Um zu beweisen was zu sch h diser Zeit an disem Orte unter verschidenen Umstaͤnden ge⸗ dhngtteh schehen oder nicht geschehen waͤre, koͤnnen wir zwar nicht die Stange zugleich da seyn und nicht da seyn lassen: allein 3 2 die 9. 402 K. XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe die Erfarung von vilen Ableitungen und einer ziemlichen Reihe von Jaren kan uns doch genugsame Ueberzeugung geben. Nun sind die Ableitungen mit zugespizten Stangen in dem brittischen Amerika schon uͤber 15 Jahr lang an vilen Orten angebracht gewesen: nimahls aber ist geklagt, daß die damit versehene Haͤuser vorzuͤglich von Wetterschlaͤgen ge⸗ troffen wuͤrden. Herrn Wests Haus(137 Erf.) war in Philadelphia, wo die Erfindung der Ableitung zuerst eni⸗ standen: es waren aber damals als selbiges vom Blitze ge⸗ troffen ward schon in Carolina(Erf. 138. 139.) u. s. w. die Ableitungen eingefuͤhrt, folglich gewiß auch in Phila⸗ delphia mehrere Haͤuser damit versehen. Herr Kinnersley. betrachtet indessen den Schlag auf Herrn Wests Haus als eine neue merkwuͤrdige Wahrnemung, und meldet zugleich in eben der Nachricht, daß in demselben Sommer in der Stadt vier andere Haͤuser(one Ableitung) und ein Schif auf einem der Werfte vom Blitze beschaͤdigt worden, ja, daß auf eines der Haͤuser zween Schlaͤge in demselben Gewitter ge⸗ fallen(37). So wurden auch an dem Tage als ein Strahl auf Herrn Mouldes Haus fiel noch zwey Haͤuser in Phila⸗ delphia und eine Schalupe auf demWerft getroffen(141Erf.). Andere neue Berichte bestaͤtigen noch ausdruͤklicher, daß die Ableitungen mit Spitzen mehr von Wetterschlaͤgen ver⸗ schonet als denselben ausgesezt gebliben— Der Artillery⸗ lientnant Fairlamb und Herr Doct. Winthrop, Professor zu Neucambridge in Neuengland melden folgende Nachrichten: 145. Erf. „Die Michaeliskirche zu Charlestown in Suͤdcarolina war seit irer Erbauung alle 2 oder 3 Jare vom Bliz getrof⸗ fen und beschaͤdigt worden. Nunmehro aber ist in 14 Jaren, da (302) Philos. Trans. Vol, LIII. p. 94. Frankl. Exp. et Obs.. p. 303. use nit Hein A Iuf Sewo D3 Wo hatte un wot, W 43 0 Losiges s Ial hiht,d alferdt: ble Mu Wleiun Ehlhen R Iohen. 66 hrath: 0 se zimlchn icggung n Eungen anz an di anz, do x Kschugen Eri.) War n g zuast an om Mhy 590) uft ich in M 2 Kinnatz s Hauth et zuglach in der Eu hif aufen daß auf in Gewiller x 1 ein End sser in Phiz fnte cher, de schinm hel de Miiler⸗ Miesiu u Nacichte Südehrent D r 1JJ 00 0047.36 gegen die Bliz⸗Ableitungen. d. 122. Erf. 145148. 403 da sie mit einer oben zugespizten Ableitung versehen gewesen, gar kein Wetterstrahl darauf gefallen⸗ 395), 92 146. Erf. «Auf einen Stal des Herrn Lyttelton, Gouverneurs in Södcarolina fiel ein Bliz und zerschmetterte zwey Sparren. Das Wohnhaus, welches eine Ableitung mit einer Spitze hatte und nur 20 Vards(oder einige 60Fuß) davon enifernt war, ward nicht beschaͤdigt„(). 147. Erf. *„Zu Neuambridge, da ein Wetterstrahl auf ein dortiges akademisches Gebaͤude(Hollis⸗Hall) gefallen und selbiges sehr beschaͤdigt hat, ist ein anderes Gehaͤude(Har-⸗ vard⸗Hall) welches Ableitungsstangen mit scharfen Spitzen gehabt, die von dem getroffenen Schorstein nur 160 Fuß entfernt gewesen, unbeschaͤdigt gebliben. Es haben aber vile Personen einen groossen Teil des Strales laͤngst der Ableitung herabfaren gesehen, und man hat auch merkliche Spuren des Blitzes an den Stellen der Mauer, wo die Ab⸗ leitungsstangen in einander gehaͤngt gewesen, wahrnemen koͤnnen„(60). 148. Erf. „Ein Beethaus auf dessen Turm ein zugespizter Metal⸗ drath mit einer Ableitung angebracht war, ist unbeschaͤdigt J 3 ge⸗ Sos) philos. Trans. Vol. LXIV. p. 139.— Gesezt nun, es waͤre doch in diser Zeit ein Schlag darauf gefallen, der nur, weil er one Schaden an der Ableitung herabgefaren, nicht bemerkt worden: wrde diser Vorteil nicht schon hochzu⸗ schaͤtzen seyn? (300) Das. p. 140. Beides von Herrn Fairlamb berichtet. (3roh Das p. 147. von Herrn winthrop— Er nennt dise Ablei⸗ tung nur einen Drath,(ire.)— Der Vorfal zeigt einen ge⸗ teilten Wetterstrahl, wie bey den Haͤusern in der Essexstraasse (417 Erf.) und an Kapt. Cooks Schiffe.(14a Erf.) S. L. III. 404 K. XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe gebliben, als der Bliz einen Baum, der nur 52 Fuß davon gestanden, getroffen und zerspalten hat.„— Dises schreibt aber Herr Prof. Winthrop, sey, so viel er habe erfaren koͤnnen, die geringste Entfernung von einer Ableitung, da⸗ bey ein anderer Koͤrper getroffen worden(1½). 149. Erf. „Bey einem Gewitter in London im Jahr 1773. ward die Peterskirche getroffen. An der Helmstange des Turms befindet sich oben ein Schluͤssel mit einem dicken stumpfen Ende abgerundet. Die Turmspitze ist von dem Schluͤssel an bis auf das Mauerwerk mit Bley bedekt, und so weit war keine Beschaͤdigung veruhrsachet. An dem Mauerwerke des Turms aber war betraͤgtlicher Schaden geschehen bis an das Kirchendach, welches gleichfals mit Bley gedekt war. Von da an konte der Bliz an den bleiernen Regenroͤren, die bis zum Fusse des Gebandes herabgehen, geleitet werden, daher weiter nichts beschaͤdiget worden.— Zwey hundert Fuß von diser Kirche liegt die Michaeliskirche in Cornhill, an deren Turm eine Ableitung oben mit vilen scharfen Spitzen befindlich ist. Dise, obgleich die Spitzen viel hoͤher als der Schluͤssel auf dem Petersturm sind, ward nicht getroffen.— Zur selbigen Zeit fiel auch ein Bliz auf ein hollaͤndisches Schif, welches auf der Themse gegen den Tower uͤber lag. Dises Schif hatte auf der oͤbern Maststange eine eiserne Spindel welche stumpf zugerundet war, und ward sehr be⸗ schaͤdigt. Ehen damahls ward auch der Obelisk in South-⸗ wark bey St. Georgs Felde, dessen oben(120 Erf.) erwaͤhnt, getroffen. Ferner schlug ein Bliz den Schorstein des neuen Zuchthauses daselbst, bis auf die First des Daches, welche mit Bley gedekt war, herunter, von da an er sich one son⸗ derlichen Schaden zerstreuete. Noch andere Wetterstrale ö furen (Er) Das. Pp. 147. .— I Iin fis j ain 0 afschi Gͤeth wit e Henigste schlögen daß hier venn sol alher O bdde Diet sud so v vorden, det doe veyn G gröser bichen und so die dot den, de gen. seines 6⁴⁷ ö fe i Rbhn sso shra ahe atn dtung, d6 LII e des Iun ken sumsin Schlösel so weit ty uerwerkh ehen her gedekt uu enroͤrnn itet wan wey hunhy in Couhl ufen Eihe höͤher a gettöfu- hollisch er Ibz eit tisant ard sche de Ein Suth Newohut 1 des neuel he, wehe Hone sin etterstrale furen gegen die Bliz⸗Ableitungen. 9. 122.23. Erf. 148.49. 405 furen fast zur selben Zeit auf einen Schorstein in Lambeth, auf ein Haus im medizinischen Garten bey Vauxhall, und auf verschidene andere Stellen die weit von einander entlegen waren„(6*3). Es erhellet also genugsam auch aus disen Erfarungen, daß die mit einer zugespizten Stange versehenen Ableitungen wenigstens nicht haͤufiger als andere Oerter von Wetter⸗ schlaͤgen getroffen werden, und vielmehr ist zu vermuten, daß hier zuweilen eine gemaͤlige Ableitung geschehen sey/ wenn sonst ein Schlag entstanden seyn wuͤrde. §. 123. «Aber der Bliz moͤgte dadurch auf andere benachbarte (Gebaͤude hergelokt und selbigen gefaͤhrlich werden.⸗ Dise Anschwarzung ist wahrlich sehr gesucht. Von je her sind so vile Gebaͤude an so vilen Orten vom Blitze getroffen worden, und nun, wenn ein Wetterschlag entstehet, sol hie oder da eine benachbarte Ableitung die Uhrsache seyn, wes⸗ wegen eine Wolke eben disen oder jenen Weg genommen um ein Gebaͤude zu treffen. In Staͤdten sind doch so vile groͤssere Strecken von Metal an hohen Turmspitzen, Kirchen⸗ dächern u. s. w. die folglich viel staͤrker anlocken muͤsten, und so vile Wetterfanen nebst andern Stangen vorhanden, die doch one volkommene Ableitung auch oft getroffen wer— den, der Anlockung durch rauchende Schorsteine zu geschwei⸗ gen. Alles dises wird aus der Acht gelassen, und nur uͤber seines Nachbaren zur Sicherheit angelegte Ableitungsstange J 4 will (612) Dises berichtet der seiner elektrischen Earungen wegen beruͤhmte Herr will. Zenly Mitgl. der Koͤn. Ges. Phil. Trans. Vol. LXIV. p. 140. a.— Man erwege hibey, daß damahls schoͤn verschidene Gebaͤude in London mit Ablei⸗ tungen versehen waren. 4⁰ K XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe will man sich beschweren.— Da indessen durch solche Bedenk⸗ lichkeiten einer so nuͤzlichen Anstalt noch wuͤrklich Hindernisse in den Weg gelegt werden; so muß man auch die etwanige Furcht benemen. Fuͤrs erste also, wenn man auch setzen wolte, daß durch die Ableitungsstangen eine Anlockung der Wetterwolken aus der Ferne moͤglich waͤre, was koͤnte als⸗ dan ire Wuͤrkung auf den Nachbaren seyn? Nur in dem einzigen Falle koͤnte er befuͤrchten, daß ihm etwas mit zu⸗ gezogen wuͤrde, wenn die Ableitung gerade, oder wenigstens schraͤge, hinterwaͤrts gelegen waͤre, und die Wolke dabey so nidrig ginge, daß sie in ihrer Richtung dahin, eher auf ein anderes Gebaͤude treffen muͤste. Dergleichen kraͤftige ent⸗ sernte Wuͤrkung durch die widerstehende Luft laͤßt sich aber nicht erweisen, und wer verweret uͤbrigens dem Nachbarn, sich, wenn er one Ableitung in Gefahr zu seyn glaubt, auf gleiche Weise zu sichern, welches er, wenn sein Haus in der Stadt voran oder gegen einen freien Plaz gelegen ist, one⸗ hin besonders noͤtig hat.(§. 13). Liegt aber die Ableitung vorne im Wege der Wolke, so schaft sie offenbar auch andern Gebaͤuden Vorteil, da sie den Bliz auffaͤnget. Koͤmt die Wolke von der Seite, zwischen disem und einem andern Gebaͤude her, so kan, wie sonst, ein geteilter Strahl ent⸗ stehen, dabey aber immer die Ableitung mehr zum Vorteil des Nachbarn wuͤrken wuͤrde wenn sie die Fahrt der Wolke nach sich hinzoͤge: und uͤberhaupt wenn die Wetterwolke hoch schwebt, kan die Richtung auf eine Ableitung nimahls an⸗ dere Gebaͤude im Wege treffen. Bey einzelnen Beispilen koͤnte man es unwidersprechlich erweisen: so konte der Schlag auf Lord Lytteltons Stal(146 Erf.) nicht auf die Ablei⸗ tung am Wohnhause gezielt gewesen seyn, da dises doch one Zweifel hoͤher war und die Wolke nicht nidriger als der Stal schwebte,.— Die Uhrsachen, wes wegen dises oder jenes Ge⸗ baͤude, 900 sude, o Aaffu t Iunen, Healdern Wolle, sunde in hen ane Zu sc Rahhn 500 l shjti ud nich e 0 Ej w uf de dische dis wi ROy achen gos 3u bef auf eit autkift Wlz 1 0. zeugen aß det sinde n luch se shet: lahn 0 gegen die Bliz⸗Ableitungen.§. 123. 4⁰⁷ Wom baͤude, oder ein anderer Körper eben jetzt vom Blitze ge⸗ Nmmz troffen wird, lassen sich nicht allemabl ergruͤnden. Sie ahs koͤnnen, ausser dem Luftzuge der die Wolke treibt, und der min besondern Anlockung, auch in der innern Beschassenheit der 1— Wolke, wwelche nach gewisser Zwischenzeit in gewissem Ab⸗ M 5 stande einen Thiz berverzubrechei zwinget(5 200, und i in einem Striche schwebender Duͤnste, welcher ihn als durch 0½ eine Zwischenleitung auch auf nidrige Koͤrper fuͤren kan, i zu suchen seyn. Wenn aber die Ableitungsstangen dem olle dabg! Rachbarn Wetterschlaͤge zuzihen solten, so muͤsten sie diselben ö hhra doch vielmehr auf sich selbst herbey locken: denn, ire Eigen⸗ kriftr schaft ist doch, dem Strahl durch die Strecke Metal selbst, ißt sih und nicht nebenher, eine Bahn darzubiten. So fuhr auch Nochn bey unvolkommenen Leitungen, an der Kirche zu Sagan glaubt,(Erf. 10).) und an Whitfields Kapelle(Erf. 49.) der Bliz Huus un auf die Stelle wo er die beste Bahn antraf, und nicht auf gen ist, e die nebenstehenden Gipfel, die sogar hoͤher hervorragten: die Wlatu dises wuͤrde demnach eine volkommene und mit hervorragen⸗ auch auln der Spitze versehene Blizleitung noch viel weniger veruhr— t. Hanh sachen. Die benachbarten Gebaͤnde haben dabey auch den inem audnn groossen Vorteil, daß keine Zerstreuung des Wetterstrahls Straslert zu befuͤrchten ist: dahingegen, wenn ein Wetterschlag sonst zur Ur auf ein hervorragendes Gebaͤude faͤlt, wo er keine Ableitung uα Me antrift, so sind auch die Nachbaren in Gefahr daß sich der erdolt hoh Bliz zerteile, und, nachdem er bessere Leitung findet, durch nimabld an ire Haͤuser mit fare, wie die Wahrnemungen(§. 1II.) be⸗ 1Wippla zeugen. Es solte also auch der Nachbar allerdings wuͤnschen, derShlh daß der Bliz an einem nebenstehenden Gebaͤude eine Leitung die Wli faͤnde um zur Erde herab zu faren, damit er nicht den Weg hoch ne durch sein Haus mit neme, und er solte auch unsere Stange El je hoͤher desto liber sehen, damit sie auch oben so vorzuͤgliche ines Her Anlockung gaͤbe daß der Gipfel seines Hauses desto weniger Hiube, J 5 einem 408 K. XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe nd einem Anfalle ausgesezt waͤre. Wer nahe bey einem Kirch⸗ Woöf turme wohnt, kan sich versichert halten daß der Bliz disen usn du eher als seinen Schorstein oder Gibel treffen werde. Nun Müug ist aber noch zu befürchten, daß ein Teil des Strahls auf ö sit ue sein Haus abspringe(Erf. 125.), oder, daß selbiges durch sifie K Entzuͤndung des Turms mit verseret werde: vor aller diser 11 Gefahr ist er gesichert wenn der Strahl vom Turm herab fühn eine zureichende Ableitung zur Erde vorfindet. ö(Duu §. 124. sihte Dise Bedenklichkeit einer zu weiten Anlockung von ferne sit wird uͤbrigens bald verschwinden: geklagt muß aber doch fl Enft werden. Man wird also gerade das Gegenteil zum Vor⸗ un Gn wurfe machen.. Li (Wenn die Ableitungen mit iren aufgerichteten Stangen 2 Shu. den Wetterstrahl nicht weit aus der Ferne anlocken, so sill, en Ekoͤnnen sie auch iren Schuz nicht weit erstrecken, und andere Vümte „Gebaͤude die umher ligen, oder auch die entfernten Gipfel lar al Edesselben Gebaͤudes nicht in Sicherheit stellen. Das werden sie freilich nicht. Fuͤrs Erste aber ist es ein wumun Geringes wenn auch jedes Gebaͤude, so wie es seine eigene sueg Rinne vor dem Regen hat, gleichfals seine eigene Bliz⸗ Ri Ableitungen anlegen solte, oder wenn es wenigstens dieje⸗ he s nigen thun muͤsten, deren Lage und Hoͤhe sie den Wetter⸗ ef stralen besonders ausgesezt macht: und was die entfernten shette f Gipfel von einem zusammenhaͤngenden Gebaͤude betrift, unt oht dafuͤr laͤßt sich, wie unten erwaͤhnt werden sol, noch leichter Moche Anstalt machen.— Wie weit sich der Einfluß einer Ableitung siine he erstrecken wuͤrde, konte man zum voraus, ehe wir Beob⸗ 4m achtungen daruͤber hatten, nicht wissen. Aus Amerika mRnn berichtet man uns, daß ein Baum in einer Entfernung umE von 52 Fuß, und ein Stal in einer Entfernung von einigen nn und gegen die Bliz-Ableitungen.§.123. 24. Erf. 150. 409 25 und 60 Fuß getroffen 2(Erf. 146. 148., dabey in⸗ . Mn dessen die uͤbrigen Umstaͤnde, das Verhaͤltniß der Lage in Ansehung des Zuges der Wolle, u. s. w. nicht genan be⸗ Wa n sünmt de und auf desgleichen Erfarungen waͤre ins⸗ hmi kͤͤnftige forgfaͤltig zu achten. Eine neuere genauer beschri⸗ isi bene Wahrnemung ist die oben(Erf. 139 b.) erwaͤhnte, und die folgende. 150. Erf. „Das Haus des Herrn Saffenden, zu Tenterden in Kent, steht ein zeln an der Westseite eines Huͤgels, so daß die Vor⸗ 15 benfn derseite dahin gekehrt ist. Oben auf disem Huͤgel, etwa in abe V einer Entfernung von 40 Ruten(rods) ist eine Windmuͤle, zum Y deren Grund ohngefaͤhr so hoch als der Gipfel des Hauses liegt. Selbiges ist 42 Fuß breit und 20 Fuß tief.[Es scheint, den Stunn der Figur nach, welche nur einen flachen Riß von oben vor⸗ anlocken, stellt, ein nach allen 4 Seiten abschiessendes, gebrochenes, und an⸗ d. i. mit einem Absatze versehenes Dach, und an demselben nten Gu oben ein Paar Erker zu haben, welche zum Teil mit bleier⸗ nen Regenrinnen umgeben sind.] An jeder der beiden Sei⸗ er ise tenmauren(uaͤmlich der kuͤrzern Seiten) gehen zwey Schor⸗ seint eihun steine gerade herauf, welche, von der Erde an, ohngefaͤhr igen: Vh 38 Fuß hoch, und 2 Fuß uͤber dem Gipfel des Hauses erha⸗ giint hije ben sind. An dem hintersten Schorsteine zur Rechten war den Mlet die Auffangungsstange der Blizleitung angebracht und er— elfirnten strekte sich etwa 5 Fuß uͤber dessen Spitze hir. Dise Stange Ide derif, war ohngefaͤhr 4 Zol dik, oben zugespizt und vergoldet. loch licht. Nachdem sie in einer Laͤnge von 8 oder 10 Fuß an dem Schor⸗ Witun steine bevestigt war, bog sie sich unter dem Rande des Da⸗ wir Bedd ches zu der bleiernen Regenroͤre, welche von den obern bleier⸗ L. nen Rinnen das Wasser herabfuͤhrte, und daselbst bey der AImu hintern Ecke des Hauses aussen an der Mauer bis auf 4 Fuß ehigen von der Erde herunter ging. Das untere Ende dieser Roͤre und war — npff:::—. 410 K. XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe war ohngefaͤhr einen Fuß lang abwaͤrts gebogen, und in selbiges, etwa bis auf die Mitte dises hervorstehenden Teils, war nur, um die Ableitung fuͤrs erste zu vollenden, eine eiserne Stange, oder vielmehr ein altes rostiges Braarspieß, dreyvirtel Zol breit, lose eingesteckt, welches mit dem un⸗ tern Ende, 6 Fuß vom Grunde des Hauses, bloos auf der Erde, einem lockern Boden, ruhete.— Am 17ten Jun. 1774. des Morgens um 2 Uhr, nachdem es 6 oder 7 Stun⸗ den in der Ferne gedonnert, und das Gewitter sich bey sehr schwachem Winde langsam genaͤhert hatte, entstanden drey starke Wetterschlaͤge. Es regnete heftig dabey, hoͤrte aber sogleich bey dem lezten Schlage auf. Diser traf die Spitze des voͤrdersten Schorsteins zur Linken, welcher demnach am weitesten, naͤmlich etwa 49 oder 50 Fuß von der Auffan⸗ gungsstange entfernt, dem Zuge der ankommenden Gewit⸗ terwolke aber naͤher war. Er zerschmetterte denselben, bis auf das Bley, welches den Winkel hinter dem Schorstein, da wo er ans Dach anstoͤßt, bedekte. Daselbst teilte sich der Strahl: ein Teil fuhr am Dache hinauf, woselbst er Sparren und Zigel zerschmetterte, und deren einize weit weg warf, bis er an die bleierne Rinne kam, welche(bey dem oͤbern Absatze des Daches, an der linken und hintern Seite desselben, und ferner zum rechten hintern Winkel des Daches herab!] bis zu der besagten bleiernen Regenroͤre ge⸗ het. Ein anderer Teil des Strahls zerschmetterte die Be⸗ moͤrtelung, zwischen obgedachtem Bley hinter dem Schor⸗ steine, bis zu einem bleiernen Streifen, welcher von der vordern Seite dises Schorsteins an um die vordere Ecke des Hauses, ferner laͤngst der ganzen vordern Seite des Hauses bis zum ersten Schorstein zur Rechten, am Gesimse herum⸗ gehet. In disem ganzen Wege, so wie bey den uͤbrigen Strecken von Bley durch welche der Bliz gefaren, ward ö kein 9gl in Echad sytteum, 1 N vol V Mril Dläes WS hater en Crahln hen Ro seulbeth siprnen ð HWnn Enised u uir du RineE nhete wal de Wein A Doii 0 Cl sline, zigtt, singnen im Hau dinen zschn doch ge Iweig l Duates! m Ese n 98 lse eu, u 1 alad, huden, ein Bunspiez aui dem mn. Hlods aufy uMn Iu oder/ Iuu sic brsh lstanden dy „ hore ii af die H5 demnah n der Mfty nden Gan nselben,H Schods bst tiilte woselhs: einize 0 welche s und histen 1Mlo nite g⸗ autt d De dem Scht her von di Ete R des Hust hse helunn ubnipen „ verd Rin gegen die Bliz⸗Ableitungen.§. 124. Erf. 150. 411 kein Schade veruhrsachet. Nun kam aber ein aͤhnlicher Zwi⸗ schenraum, zwischen disem Streifen und der Bleyplatte hin⸗ ter dem vordersten rechten Schorsteine, in welchem ebenfals der Moͤrtel zerrissen; wiederum hingegen in der Strecke di⸗ ses Bleies selbst nichts beschaͤdigt ward. Sodan aber wurden die Zigel queer uͤber in dem Zwischenraume bis zu dem Bley hinter dem andern Schorsteine zerbrochen, von wannen der Strahl mit dem vorbemeldeten Teile vereinigt zu der bleier⸗ nen Regenroͤre kam. Daß der Bliz an selbiger(obgleich sie unbeschaͤdigt war) herunter gefaren, und am Ende auf den eisernen Spieß zugesprungen sey, zeigte ein Loch in der bleiernen Roͤre, welches eben an der Stelle wo die Spitze des Spiesses anstieß ein klein wenig eingeschmolzen und erwas weiter aufgeborsten war. An dem rostigen Spiesse selbst war keine Veraͤnderung zu spuͤren. Der Boden darauf derselbe ruhete war vom Regen sehr benezt. Die Auffangungsstange der Ableitung schien gar nicht vom Blitze beruͤhrt zu seyn. Im Hause war uͤbrigens vom Dache nach unten herab keine Beschaͤdigung veruhrsachet, ausser daß noch ein dritter Teil des Strahls vermuthlich von dem leztgemeldeten Schor⸗ steine, da wo das Bley hinter demselben, wie die Figur zeiget, nicht voͤllig an die Regenroͤre anstieß! an einem mes⸗ singnen Klingeldrate herab fuhr, welcher daselbst inwendig im Hause herunter ging. Diser Drath war, soweit er durch einen Vorplaz ging, uͤbermahlt, und so weit ward er nicht zerschmolzen, auch ward die Farbe nicht abgesprengt, aber doch geloͤset, als wenn man die Rinde um einen frischen Zweig loos machet: der uͤbrige nicht uͤbermahlte Teil des Drates ward, bis auf ein kurzes Stuͤk am Ende, welches von Eisen und dicker war, gaͤnzlich zerschmolzen(4*). Hier (612 5½) S. von der Uebermalung§. 53 und III. T.§. 189. 412 K. XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe Hier schlug endlich diser Strahl ein kleines Loch durch die Fugen der 18 Zoll dicken Mauer, woselbst er gleichfals zu der Regenroͤre kam, die eben dort auswendig, so wie der Drath inwendig, herunter ging, und sich also mit den bei⸗ den andern Teilen vereinigte„(313). Man sihet aus diser Erfarung, daß eine zugespizte und 5 Fuß uͤber die Schorsteine erhabene Staͤnge auf 50 Fuß weit noch keine vorzuͤgliche Anlockung geaͤussert, sondern, daß in diser Entfernung von der Auffangungsstange ein anderer hervorra⸗ gender und nur 5 Fuß weniger erhabener Koͤrper, wenigstens wenn mehrere Umstaͤnde mit dazu kommen, noch dem Aus⸗ bruche eines Wetterstrahls ausgesezt seyn koͤnne. Dise Um— staͤnde waren in gegenwaͤrtigem Falle: erstlich das frey stehen⸗ de Haus und der Zug der Wolke, welcher, wie die Beschrei⸗ bung erwaͤhnt, von der linken Seite her kam. Hier fand also der Strahl noch zu vilen Widerstand in der Luft um uͤber den Schorstein hin zu der Auffangungsstange zu gelangen, da ihm hingegen der hervorragende Schorstein einen leich— tern Weg zu der metallenen Leitung darbot(S.§. 87). Daß die Stange oben nicht getroffen sey, konte man an der ver⸗ goldeten Spitze wohl bemerken. Man wird aber doch auch nicht sagen, daß die nicht getroffene hoͤhere Stange den Bliz auf den nidrigern vorstehenden Schorstein hergelocket habe, da es, zumahl an frey stehenden Haͤusern, sich uͤberal sehr oft zutraͤget daß der erste Schorstein getroffen wird; und, da die Wolke— wenn sie gleich, wie zu vermuten ist, nidrig (S13) Phil. Trans. Vol. LXV. p. 336-342. von Herrn Haffenden selbst, auf die ausdruͤklich von Herrn W. Senly an ihn ge⸗ schehene Fragen, beschriben, und tab. VII. fig. B. erlaͤutert, wo sowohl die beschaͤdigten Stellen, als diejenigen Strecken, durch welche der Bliz one Verletzung gelaufen, angemerkt worden. rig ges uuffrt ge f + + n ghagen! n disem glich! iule fih lich als Rasund 0s duch IMhle in zu hu Isb. L Rumuse sier aud Ind scht uzn Rud de zu in! daß d schihen lung de Enllet bist ni de Si Indesse nicht, ug ni Hehi ule Ihnd + Urfe ochhuchss hlihntsz „so wie nm den h Weudzt Huß wittut „daßin rer herbonn „ wenijsa och den d . Dist 11 freysy die B Hirr si Luft um i/ zu geannn 1 einen lt .N. N uan der hy et doch uut Emm In at schihel ofen wird, rmuten ij nibra E an ihn ge. alautet, Ettlckel, ugenerkt gegen die Bliz⸗Ableitungen.§. 124. Erf. 150. 413 nidrig gegangen— doch wohl uͤber 38 Fuß von der Erde entfernt gewesen seyn wird, daß also der Strahl, wenn er auf die Stange gezielt haͤtte, leicht dem Schorsteine vorbey faren koͤnnen— Ferner: der Bliz fand, um zur Erde zu gelangen(eben wie in Erf. 139. b.) in nicht groosser Weite von disem zuerst aufstoossenden Schorsteine schon ziemliche, obgleich unterbrochene Leitung. Aber auch zu disem Me⸗ talle fuhr er nicht unmittelbar aus der Wolke herab: näm⸗ lich aus eben der angefuͤhrten Uhrsache, weil ihm die Luft groͤssern Widerstand gibt als Zigel oder Holzwerk. Er brach also durch das Gemaͤuer des Schorsteins bis zu dem Bley im Winkel am Dache, und von da aufwaͤrts durch die Spar⸗ ren zu der bleiernen Rinne am oͤbern Absatze des Daches, u. s. w. Die Befeuchtung durch den Regen konte auch eini⸗ germaassen den Weg dahin erleichtern: indessen erhellet auch hier aus der Zersprengung des Schorsteins, des Daches und des Moͤrtels am Gesimse, daß eine solche Befeuchtung sehr unzureichend zur Leitung des Blitzes sey, da sie ihn nir⸗ gends blooß an der Oberflaͤche hin fuͤhrte oder das Eindrin⸗ gen in Holz und Steine verweerte— Auch ist zu merken, daß jeder Durchbruch durch widerstehende Koͤrper, wo ver⸗ schidene Strecken von Metal in der Naͤhe waren, eine Tei⸗ lung des Strales veruhrsachte, und daß auch noch an der Stelle wo die Spitze des Spiesses zwar anlag, aber nicht vest mit dem Bley der Rinne verbunden war, der Sprung des Strahls eine Schmelzung und Platzung veruhrsachte— Indessen zerstreuete sich der Bliz nicht im Gebaͤude, fuhr nicht, wie sonst, vom Dache durch die Mauren herunter, ging nicht von den Enden der obern Rinnen in andere Teile des Gebaͤudes uͤber, und sprang auch nicht auf allerley im Hause zerstreutes Metal ab; sondern brach nur da durch Holz und Mauerwerk wo er am Ende des einen Metalles zu einem 414 K. XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe einem andern uͤberzugehen suchte, und folgte dabey nur den Strecken welche ihn am Ende niderwaͤrts fuͤhrten— Zulezt vereinigten sich doch auch alle drey geteilte Strale wieder, und furen zusammen an der alten 4 Zol breiten Stange her⸗ unter. Der Bliz fand daran eine so zureichende Ableitung, daß sich nicht ein Mahl Spuren der Erhitzung an dem ro⸗ stigen Eisen zeigten, und, da selbiges nur auf der feuchten Erde geleent war, entstand daselbst kein Schaden am Grunde des Hauses, keine Aufsprengung des Bodens, sondern der Strahl hatte sich one weitere Spuhr auf der Erde verloren— Obgleich auch der getroffene Schorstein an der voͤrdern lin⸗ ken, die ableitende Rinne aber an der rechten hintern Ecke des Hauses gelegen war, und also der Bliz hier ganz queer uͤber das Haus von dem einen zur andern faren mußte; so zeigte sich doch unten an keiner andern Stelle ein Ausbruch, sondern man sahe offenbar, daß er der bleiernen Roͤre ge⸗ folgt sey— Der einzige Feler war also nur, daß an jener Seite des Hauses nicht auch fuͤr eine Auffangungsstange ge⸗ sorgt, und von dort ein wohl zusammenhaͤngendes Metal, entweder bis zu den Rinnen oben am Dache, oder bis zu dem bleiernen Streifen der vorne am Gesimse herum ging, und ferner bis zu bemeldeter bleiernen Roͤre veranstaltet ge⸗ wesen, mit welcher auch sodan das Metal welches bis zur Erde reichen solte vester zu verbinden gewesen waͤre: denn, so weit er in seinem ganzen Laufe durch zusammenhaͤngendes zureichendes Metal hatte faren koͤnnen, war weder dises noch die anligenden Teile des Hauses verlezt worden. Wir versprechen also nicht, mittelst einiger wenigen Ab⸗ leitungen einer ganzen Stadt Schuz zu verschaffen(30). Allein, (3ra) Noch weniger aber, auch das Erdbeben dadurch abzuwenden, wie in ber Schrift: Das Fernglas der Arzeneywissenschast: von Don Jos. Seudery. gehn 0 I dai guuffn we n gezen e il hhe sch Indt schot ut dis nit schen uüd WMun⸗ u, Nnnd 1thuhn set dshuft fn, dung Ralt udem shinyub⸗ m H huselbenicht Huf audere Iuwe de gläche Stut M sallet we vollen?, Der A same Eift Naht jde o unhosin i luft un suhern 36 Monn Hist de Iayu En al, ife dbey nur dy in—Zul nnl vieder Emge Han * Wletuuz un den 0 fder fuhin om Grnz⸗ „sondern y de verlons voͤrirn h hintern ez r ganʒ un nmußt in Aushnt nen Rurry daß an s gestangey endes Mu oder h herum giz ansuln ge chts H zut vin deus, Mhingede wider N orden. venigen Al fen 60 Mleh Haueudet, sesshas gegen die Bliz⸗Ableitungen.§. 124.125. 415 Allein, da in einer Stadt selten andere Gebaͤude vom Blitze getroffen werden als diejenigen, welche entweder am Ende oder gegen einen freien Plaz ligen, oder in der Miite durch ire Hoͤhe sehr hervorragen, so koͤnte man auch einer ganzen Stadt schon ziemlichermaassen Schuz verschaffen, wenn nur dise mit Ableitungen und hervorragenden Stangen ver⸗ sehen wuͤrden. §. 125. Wenn aber der Bliz auch auf eine andere Ecke fallen kan, die nicht mit der Ableitung verwahrt worden; so wird ja dadurch nicht einmahl einzelnen Haͤusern voͤllige Sicher— heit verschafft— Und wie! wenn Blitze von der Erde auf⸗ fuͤren, koͤnten dise nicht ebenfals die Ableitung verfelen, an einer andern Stelle ausbrechen, und das Gebaͤude also be⸗ schaͤdigen?— Wird nicht auch jedes abgesonderte Stuͤk Me— tal am Hause dem Wetterstrale ausgesezt seyn, und koͤnte derselbe nicht auch von der ein Mahl ergriffenen Leitung noch auf andere Teile, und besonders wo Metal vorhanden ist, abspringen?— Muͤsten dan nicht alle Enden des Gebaͤu⸗ des gleichermaassen mit Ableitungen bedekt, und von jedem Stuͤk Metal ein Zusammenhang mit den Ableitungen veran⸗ staltet werden, wenn wir dadurch Sicherheit R wolten? y Der Muthmaassungen sind wir uͤberhoben da wir genug⸗ same Erfarungen die Faͤlle zu bestimmen vor uns haben.— Nicht jede Ecke der Gebaͤude, auch nicht jedes Metal wird so unbestimmt vom Blitze getroffen. Er faͤhrt nicht durch die Luft unmittelbar auf die Seite eines Gebaͤudes herunter, sondern zuerst auf die oͤbern Teile, und zwar auf die ihm im Wege kommenden Hervorragungen, vorzuͤglich aber da wo er mit dem wenigsten Widerstande zu einer guten Leitung gelangen kan. Ausser dem, daß bey Whitfields Kapelle, II. Teil. K(Erf. 2 416 K. XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe (Erf. 40) und bey der Kirche zu Sagan(Erf. 107) der Bliz an den Stellen wo er einschlug, und welches doch an irem Orte Gipfel waren, die vorzuͤglichste Leitung fand, und zu Purfleet(Erf. 139. b.) von der Krampe oben auf der Ring⸗ mauer durch einen Zwischenraum von nicht mehr als7 Zol⸗ len zur Ableitung durchbrechen konte, wird er auch one Zweifel von der Seite hergekommen seyn, so daß die hoͤhern Gipfel weiter hinterwaͤrts lagen: denn in dem obengemel⸗ deten Falle(Erf. 150) wie auch in der Essexstrasse zu Lon⸗ don(Erf. 117) und bey dem Zuchthause(Erf. 149) fiel er nicht unmittelbar auf die metallenen Rinnen oder Firste, son⸗ dern erst auf den nur wenige Fuß hoͤhern Schorstein. Vielwe⸗ niger sind also die untern Teile des Gebaͤudes, wenn sich gleich auswaͤrts Metal daran befindet, dem unmittelbaren Anfalle des Blitzes ausgesezt, zumahl wenn derselbe schon ein anderes hervorragendes und mit einer volkommenen Ableitung verbundenes Metal oben am Gipfel und an den emporstehenden Enden antrift. Ferner, je mehr die Her⸗ vorragung ansehnlich ist, desto mehr wird der Durchbruch des Strahls dahin gelocket(§. 12. 15), und desto weniger ist auch irgend eine weiter vorwaͤrts ligende Ecke des Ge— baͤndes in Gefahr vom Blitze getroffen zu werden, welches die haͤufigen Wetterschlaͤge auf Kirchtuͤrme beweisen, wo doch die Kirchendaͤcher sonst hoch genug zum Auffangen des Blitzes, und in irem weiten Umfange an mehrern Enden dem⸗ selben ausgesezt waͤren. Endlich, wenn irgend die Gipfel eines Gebaͤudes an mehrern Enden in Gefahr seyn sollen, so muß der Bliz auch von mehrernSeiten einen freien Zugang haben, daß naͤmlich das Gebaͤude entweder abgesondert liegt, oder uͤber andere hervorraget. Bey allen den vier Haͤusern in Amerika davon wir Nachricht haben(Erf. 137. 138 139. 141) war der —8 auf die Wuftalaungestante gefallen, da doch bey keinem der⸗ — selben ge hen, dde Estahoe uuh licht Ium dalen ud aber, an dereine Ner doch ulbli it b W0apftbe Hahtert 0 l E vunn rurn un diio wi N Her di zugleih nt I fang dun ahen W wüüe in Ede fil higes aut Mhrnel aach en; urs rf, ů ö gegen die Bliz⸗Ableitungen.§. 125. 417 10 derselben gemeldet wird daß es mit zwoen Stangen verse⸗ 0, sehen/ oder daß die ganze First mit Metal bedekt gewesen. Es ist also auch diser Gefahr des ersten Anfalles vom Blitze noch leicht vorzubeugen. Wir sehen naͤmlich, daß nur in ) ee 246 dem Falle wo ein Gebaͤude sich uͤber 40 Fuß erstrekt, beson⸗ Wiwtn ders Aber wo es in eiter Eutfernung von 40 oder 50 Fuß Wühun von der einen Au ffangungsstange noch eine Hervorragung(5) oder doch einen Gipfel hat von welchem der Strahl leicht suuse zur Ableitung durchdringen koͤnte,(Erf. 139. b. 150) und wo . 100 fl6 zugleich beide Seiten frey ligen, allerdings an beiden Enden derdishi des Gipfels eine Auffangungsstange, und so nach Verhaͤltnis lein, Nyn mehrere zu errichten, oder die ganze First von den Spitzen , wni der Schorsteine an mit Metal zu bedecken waͤre: und daß, unmitihen wenn nur eine Stange oben angebracht werden sol, selbige dersebe t um desto mehr hervorragen muͤsse je weiter sich das Gebaͤu⸗ volkonun de, oder die entfernteste Ecke davon erstrekt, damit ire Hoͤhe el undah zugleich mit der besondern Anlockung den Strahl desto siche⸗ neht N rer auffangen moͤge— Wenn aber der Bliz ein Mahl an L Durchsch dem obern Teile des Gebaͤudes aufgefangen ist, so haben desto wah wir weiter nicht zu sorgen, daß er nicht der ganzen Strecke Ecke d h eines zusammenhaͤngenden Metalles one Abweichung bis zur dden, xy Erde folgen und also dadurch abgeleitet werde, es mag sel⸗ ewas, vo biges auch geleitet seyn wie es wolle. Dies wird durch alle lufrnger de Wahrnemungen zur Genuͤge dargethan— Es kan freilich Retbadw auch ein zweiter Schlag in derselben Gegend entstehen: wenn flent K 2 aber H sng(65) Die Erf. 150 bemeldeten Schorsteine standen eben an den znn lobg aͤusersten Enden des Hauses: da man aber hier zu Lande bnihe die Schorsteine nach der Mitte hin durchzufuͤren gewohnt WinDMaalt ist, und selbige also bey einem Gebaͤude von gleichem Um— 0) var di fange naͤher zusammen kommen, so wuͤrde auch die Auffan-⸗ beh keinen gungsstange an einem derselben schon eher zur voͤlligen Be⸗ il schuͤtzung zureichen. 416 K. XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe aber die Ableitung nicht durch den ersten zerstoͤret worden, uEniche (welches nur bey duͤnnen Draͤten geschihet) so muͤste er aus lur an deuselben Uhrsachen auch diselbe Bahn nemen(Erf. 112. 140. u vun b 154. 156) und wuͤrde demnach eben so wenig zu fuͤrchten s H+ R seyn— Nun waͤre dan noch die Gefahr wegen der auf⸗ er. Id.Il waͤrts farenden Blitze zu untersuchen, ob dergleichen nicht Pfden sh auch an einer andern Stelle ausser derjenigen wo die Ableie⸗ Ef. 10) tung herunter gehet, ausbrechen koͤnten. Von der Richtung hungende v des Blitzes kan ein jeder seine Muthmaassungen hegen wie nlles ime er will: die Folgen aber muͤssen nach der Erfarung gepruͤ⸗ run sthen fet werden; und dise lehret uns klaͤrlich, daß zwar der An⸗ imm chrun fal oder Ausbruch des Wetterstrahls oben am Gebaͤude, wie 11 gesagt, nach dem Zuge der Wolke verschiden seyn kan, un⸗ Rppnihabau ten aber die Wuͤrkung sich unter allen Umstaͤnden immer da ufritt jue aͤussert wo die Leitung von oben herab komt, man mag sie Chbe de nun ein Ausbrechen oder Einschlagen nennen. Gehet die unndn sol Strecke von Metal gerade herunter, so entsteht dise Wuͤr⸗ lnhnt kung auch gerade unter der oben getroffenen Stelle: gehet munchrghe sie mit Umwegen, so findet diselbe sich wieder eben da wo n das Metal unten auf hoͤret. Die Strecke von Metal mag hie schen niz oder da hin, innerhalb oder ausserhalb des Gebaͤudes, nahe en gya dabey herab oder durch die freie Luft auf eine entfernte Stelle, unist ale gefuͤhrt gewesen seyn, so hat sich allemahl an irem untersten* nilen⸗ Ende die Spuhr des Blitzes gezeiget. So eraͤugete es sich mür6 bey den kuͤnstlichen Leitungen(Erf. 137⸗141. 150) und auch hun im bey den zufaͤlligen, an Metaldraͤten,(Erf. 21. 22) an Ver⸗ ull, on! goldungen(Erf. 107) an bleiernen Regenroͤren(Erf. 109. um utr 117) an Stangen die von der Uhr in Kirchtuͤrmen herabge⸗ Ulcerhaupt leitet gewesen(Erf. 50), auch bey wiederhohlten Schlaͤgen auf H Ei dasselbe Gebaͤude(310). Ferner, wenn das Metal nur in ei⸗ wernt shan in Are) Sie moͤgen nun gleich auf einander erfolgen, wie Erf. 154. bnchg oder zu verschidenen Zeiten entstehen.(Erf. 140. 155). lse gegen die Bliz-Ableitungen.§. 125. 419 be im nem Striche herunter gehet, so wird die Wuͤrkung unten eHmi auch nur an einer Stelle angetroffen: teilt sich aber die Lei⸗ gu st i tung von oben her in zwo oder mehrere Strecken, so aͤussert n Was sich der Bliz auch unten eben an disen verschidenen Enden Hlihen Erf. 18. 1100/ und wenn die Leitung unten abgebrochen ist, 8 WU so sinden sich daselbst auch zerstreute Wuͤrkungen des Strahls dern Erf. 108). Ueberal bemerken wir demnach eine zusammen⸗ i War haͤngende Bahn des Blitzes, und diselbe Eigenschaft des Me⸗ mi 10 talles ihm eine vorzuͤgliche Leitung darzubiten, man mag ö nun sagen daß er von dem obern Ende der Leitung zum un⸗ 12 ub tern, oder von disem zu jenem zu faren, oder von beiden sich Gebünz zu begegnen suche; nicht aber, daß er irgendwo an der Erde eyn ku, unversehens ausbreche, oder one dergleichen Zusammenhang en ü. aufwaͤrts fare. Wenn ein Mensch zum Beispile an der man mit Schulter oder an einer andern Stelle des Leibes getroffen „ 6006 worden, so laͤßt sich der Weg des Blitzes von dort oberwaͤrts iht dit d in den benachbarten Koͤrpern nachspuͤren, an dem Getroffe⸗ Steler gh nen aber gehet die Spuhr des Strahls zu den Fuͤssen oder zu reben vy einem andern ablockenden Koͤrper herab, und wenn der Bliz Nutal mg schon nahe an der Erde herumstreifte, nur uͤber die Fuͤsse baͤkdeß Erf. 57) oder dem Knienden nur uͤber die Beine,(105 Erf.) ernteeil, nicht aber aufwaͤrts zum Haupte hinaus. Auch sogar wo rem umnst er mitten auf zusammenhaͤngendes Metal getroffen, ist er uuntt sch nur der Strecke gefolget welche ihm den besten Zusammen⸗ e hang einer Leitung von oben nach unten, oder wenn man 27)MD will, von unten nach oben darreichte, nicht aber denen an⸗ Erf dern welche sich one weitere Leitung endigten.(107 Erf.) Ien hendge Ueberhaupt zeigt auch die Anlockung welche sich unten nahe e bey der Erde befindet, wenn sie sich nicht zugleich weiter in aufwaͤrts erstrecket, keinen so groossen Einfluß auf die Be⸗ Ha foͤrderung des Ausbruchs eines Wetterstrahls, als diejenige Es I5 welche er oben an Gebaͤuden antrift, wie schon(§. 32) aus 155½ K 3 den 420 K. XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe den Beispilen allerley Vorrates von Metallen die sich nahe an der Erde befinden augemerkt worden. Folglich ist die Furcht eines unversehenen Ausbruchs unten am Gehaͤude in keiner Erfarung gegruͤndet. Daß aber der Bliz von einem zusammenhaͤngenden, her⸗ unterfuͤrenden Metalle, wenn es ihn gleich durch Umwege leit tet, nicht ein Mahl sich auf anderes anstoossendes Metal zerteilet, oder auf einzelne obwohl groͤssere Stuͤcke abspringet, noch weniger davon in andere Koͤrper faͤhrt, ist schon oben (9111. 112.) erwisen worden. Es zeigt also die Erfarung zur Genuͤge, daß bey einer volkommenen von oben bis unten heraͤbgefuͤhrten Ableitung die Sorge fuͤr andere Enden des Gebaͤudes oder fuͤr anderes Metal im Hause ungegruͤndet seyF. Wer die besondern Umstaͤnde bey vorkommenden Faͤllen untersucht, wird auch jederzeit finden, daß wenn der Bliz von einem Metalle ab⸗ gesprungen und durch andere Koͤrper gefaren, solches, wie gesagt, nur geschehen sey, da die Leitung unvolkommen war, um weiter auf eine bessere zu treffen, oder so gut als moͤglich seine Bahn zur Erde fortzusetzen: ferner, daß wenn er sei⸗ nen Weg nicht durch eine gewisse heruntergehende Strecke von Metal genommen, er nur von seinem Ausbruche, oder von dem Orte an wo er oben das Gebͤude getroffen, bis zu der Stelle wo er dises Metal erreichet haͤtte groͤssern Wider⸗ stand gefunden haben wuͤrde, als auf dem andern Wege welchen er von oben bis unten zur Erde durchlaufen ist: imgleichen, daß wo er sich in mehrere Stralen zerteilet, keine zusammenhaͤngende vorzuͤglich herunterfuͤrende Leitung vor⸗ handen gewesen. Abwesend aber lassen sich bey unvolkom⸗ men beschribenen Wahrnemungen nicht allemahl die bestim⸗ menden Uhrsachen erraten. So schreibt ein Ungenanter(57): (Sr2) Hannoͤv. Magaz. 1769. p. 1187—1189. „Vor 0 Vor zve Eudt El wiche au sßse ho tglene! Thahlist den: sond Ind mach tussen 3 dem Hint genbel, vastlitttt Iio doch di Mul such wisen sehr shiue an. volhen a Nanen, Vih und in nohe do auf den nen Kul Vorstad der Sta haus 5, sieben. Nat snd tuch eine u die E UMhl, W st dre gegen die Bliz⸗Ableitungen.. 125. 421 bö sh„Vor zwey Jaren schlug ein Bliz in ein Haus der innern Hoih Stadt Celle. Dises Haus steht zwischen zwey andern, Gchäch welche auf iren Gibeln eiserne Spitzen und metallene Kubpfe haben. Das getroffene Haus hat ferner groosse apenden, hn metallene Dachrinnen, welche bis auf die Erde gehen. Der Hung Strahl ist aber von allen disem Metalle nicht angezogen wor⸗ sde MW den: sondern er ging durch den Schorstein in das Haus, Heahpprigt und machte allerley Wendungen, bis er aus einem der un⸗ ist shyn in tersten Zimmer wieder zum Fenster hinausfuhr.„ Von dem Hinausfaren zum Feuster habe ich schon oben§. 84. daß bey s gehandelt.]„An denen Orten aber hatte er am mehresten ten Mhai zersplittert, wo er Eisen in dem Holze gefunden.[Es war fuͤr amh also doch diser Bliz von eben der Natur als andere, daß er ie boshe Metal suchte: folglich muß eine zureichende Ursache da ge⸗ t, wirdat wesen seyn, weswegen ihm hier die Leitung von dem Schor— u Menlah steine an zerstreutem Metalle durch das Haus leichter ge⸗ „solchch n worden als das Durchbrechen vom Schorsteine bis an die kommenw, Rinnen, wie bey Erf. 150.] Ich erinnere mich vier Faͤlle, Italb nis wo Blitze Kirchtuͤrmer mit metallenen Spitzen verschonet, Wu und in Haͤuser, und ein Mahl in einen Baum gefaren, die Hende E nahe dabey standen— In dem innern der Stadt Celle sind Isbruch, de auf den Haͤusern einige hundert eiserne Spitzen mit metalle⸗ uf Hůj nen Knoͤpfen, und vile haben auch metallene Fanen. Die Isen Woar Vorstaͤdte haben sie gleichfals haͤufig. Das einzige Dach finn W der Stadtkirche hat derselben 20, das dabey stehende Raht⸗ xchlafenst haus 8, das Gebaͤude worin die hohen Justizkollegia sind, anih, sieben. Das Schloß hat 4 Sürme, welche mit Kupfer ge⸗ Rum u. dekt sind, und mit den schaͤrfsten Spitzen sich endigen/ wie muuhr auch eine Menge von kupfernen Dachrinnen, welche bis ge⸗ hebeim gen die Erde gehen. Dinnen 8 Jaren hat es in der Stadt a ein Mabl, und vor der Stadt zwey Mahl eingeschlagen, und 0 kein einziges Mahl in ein Gebaͤude welches eine metallene K 4 Spitze 422 K. XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe Spitze hatte.„— Imgleichen:„Ich weiß, daß der Bliz, weicher ehemahls die Dohmsspitze zu Erfurt in Brand ge⸗ sezt, die hoͤlzerne Spindel in dem obersten Knopfe entzuͤndet, und dadurch nach und nach den Brand in den Turm ge⸗ bracht, obgleich noch Metal an der hoͤlzernen Spindel her— unter gelaufen, welches den Bliz von dem obersten Teile haͤtte ableiten koͤnnen„(6)— Wie weit dises Metal gereichet, oder ob es zusammenhaͤngend gewesen, daß der Strahl nicht durch das Holz von einem Stuͤcke zum andern springen muͤssen, wird nicht erwenet— Aber gewiß, die Natur ist sich immer gleich, und beobachtet allenthalben dieselben ihr vorgeschribenen Gesetze: der Bliz wird also nie eine ihm leichtere Bahn verlassen um durch einen groͤssern Widerstand zu dringen. §. 126. „Was wird aber aus dem Blitze, wenn er gleich durch „die Ableitung zur Erde gefuͤhrt ist? wird er nicht daselbst „noch wieder ausbrechen und am Grunde des Gebaͤndes desto „groͤssern Schaden anrichten? Ist dises nicht aus dem Bei⸗ Lspile an Herrn Maines Ableitung zu schliessen?“ Ein treffender Bliz muß doch allemahl bis zur Erde herabfaren, er mag nun mittelst einer metallenen Leitung eine freie Bahn finden, oder er mag sich den Weg durch Zersprengen anderer Koͤrper und Zerstreuung im Gebaͤude mit Gewalt suchen. Dise Bedenklichkeit wird also durch die Ableitung nicht erschweret. Wenn er aber seine Bahn von der Wolke bis zur Erde durchlaufen hat, so ist das Gleich⸗ gewicht wieder hergestellet, die Erschuͤtterung ist voruͤber, und von dem Blitze oder der Flamme, welche nur eine Wuͤr⸗ kung diser Erschuͤtterung war, nichts mehr vorhanden(§. 24). Ge⸗ Ere) Das. p. 1192. S. oben not. 269. 23——————/—— d Iuhl WWhafiih , n (bf/ v Wadso nashin gle, el! RN Haiht tamtlnh Ihl ur M Aln aN Hle de IMshu Astt uutt! Hit end Wen Mife uudend xWala de ue un Ohupt nu ey E um bihe Vhe, r 6) 59 MI Ennn RWt fusn, der Ein h weiß, Iah u Erfuni isten Hanfen rand in xyg hoͤheren S dem oberthnh dises Man u, daß det Eul zum anben j er gewiß, de du lenthalben h vird also nůe en groͤssen N „wenn et gi wird er nath nde des Gchi ises nicht u schliessene allemahl bů p er metallna z sich den A ystreuung in i keit wird asthn ober seint d hat, so is bl huͤtznnng il „welcheurt nehrborhudal gegen die Bliz⸗Ableitungen. d. 126. Erf. 15 I. 423 Gewoͤhnlicher Weise verliert sich nun der Strahl schon an der Oberflaͤche der Erde, wie aus den oben angefuͤhrten Faͤllen, besonders zu Roßnau(Erf. 3.) und zu Sagan (107 Erf.), wo doch im Gebaͤude nur trockener Boden war, und aus so vilen andern, deren sich ein jeder besinnen wird, zu ersehen ist. Daher dringt er auch uͤberaus selten in die Keller, weil die Mauren zur Seite schon von der feuchten Erde beruͤhrt werden(319). Wenn er also dan und wan einmahl in die Erde hinein gedrungen, so muß eine besondere Uhrsache vorhanden gewesen seyn. Dise war bey Herrn Maines Ableitung sichtbar: naͤmlich der Strahl war durch das eingesenkte Metal in den Grund hinein gelocket worden, und der Feler kan, wie unten(§. 135.) erwaͤhnt werden sol, vermiden werden.— Eine andere Uhrsache, die zufaͤllig ist, laͤßt sich nach der Aehnlichkeit erraten, naͤmlich, wenn Wasser unter der Oberflaͤche den Strahl hineinzufaren an⸗ locket, wie zu Rikmansworth unter den Regenroͤren(41 Erf.) und am Moͤlfraberge(40 Erf.). Es koͤnnen also auch daher dan und wan von einem Wetterstrale Loͤcher in der Erde auf⸗ gewuͤlet oder Steine am Grunde eines Gebaͤudes aufge⸗ sprengt werden.(Erf. 8. 9. 45. 71. 108. 123. 130.) 151. Erf. „Ohnweit Moulton wurden im Jahr 1751. den 6ten Ju⸗ nius drey Schafe, welche bey einander auf dem Felde lagen, vom Blitze getoͤdtet. Unter inen schlug der Strahl zwey Loͤcher, jedes etwa 2 Fuß tief in die Erde, das eine beinahe K 5 senk⸗ (ro9) Ich habe nur ein Paar Beispile davon gefunden(S. Erf. 55. 97. 130.), und dabey ist noch zu unterscheiden, ob der Bliz mitten in den Keller(wie Erf. 130.), oder an den Seitenmauren herabgelokt worden, und in lezterem Falle, ob er wuͤrklich tifer als wo die Mauren an der Erde an⸗ stovssen, herabgefaren sey? 424 K.XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe senkrecht, das andere ohngefaͤhr einen Fuß davon etwas schief. Noch etwa 5 oder 6 Schritte von der Stelle wo die Schafe lagen, gegen Nordwesten, war die Erde sehr aufgewuͤhlt und ein schraͤges Loch ohngefaͤhr z Fuß tief ge⸗ schlagen. Dise Loͤcher waren z bis 6 Zoll im Durch-⸗ messer„(32%9. 152. Erf. „Zu Oesterwohla filen den isten May 1746. zween Wetterschlaͤge nach einander auf die Kirche. Dabey wurden die Schindeln vom Turmdache heruntergeschlagen und um-⸗ her zerstreuet. Im Turm und in der Kirche waren ver— schidene Beschaͤdigungen veruhrsachet,(deren Zusammen⸗ hang nicht genau nachgespuͤret worden). Zugleich ward in der Kirche an einer Stelle die Erde so aufgeworfen, daß sie nicht nur auf die Baͤnke, sondern bis auf die Poorkirche gesprenget, und drey Steine, etwa von 14 Lispfund, auf die herumgeworfene Fußbodenbretter gebracht worden. Auch war der Boden in der Kirche an mehrern Orten erschuͤt⸗ tert. Ferner waren auch auf dem Kirchhofe an der suͤdli⸗ chen Seite 28 bis 30 Schritte von der Kirche zwey Loͤcher aufgewuͤlet, daß man einen Stok von ein Paar Ellen lang darin niderstoossen konte, und auf der nordlichen Seite nahe bey der Kirchenmauer ein aͤhnliches Loch aufgeworfen, von welchem auch eine breite und tife Furche auf 4 bis 5 Ellen lang aufgewuͤhlt war. Erde, Thon und Gras waren in die Hoͤhe gespruͤzt, ja von lezterm Loche oder von der Furche mit solcher Heftigkeit, daß die Kirchmauer auf 3 Ellen breit bis unter den Dachstuhl damit uͤberzogen worden, als woselbst nicht nur der Thon, sondern auch das Gras anhing. Es waren auch noch an einem andern Orte neben der Kirche ö Fur⸗ (32⁰) Philos. Trans. Vol. XIVII. p. 332. von Herrn Joseph Palmer beschriben Furchn e hundit RulR Htubrel n disem ½ Hut f nigt di muer der Eaen sihim sid s RUke hi Wdin dne, v shff, Ctlle en Diudes A Mhobet dudbeh Eij yy unen W Kine N. e—5 ů ö gegen die Bliz⸗Ableitungen.§.126.27. Erf.152. 425 dän. Furchen aufgewuͤhlt. Aus dem Loche an der nordlichen Seite 10 hatte die Glökners⸗Frau, welche zur Kirche eilte, bey dem rld zweiten Wetterschlage gleichsam einen groossen Feuerklumpen a uif hervorbrechen, und der Adjunktus des Pfarrers hatte bey — Dach eben disem Schlage eine Feuerkugel als aus dem Turme in die Luft farend gesehen„(32).— Der Boden wird vest und tonigt beschriben(332), daher man daselbst Wasser-Adern in n unter der Oberflaͤche vermuten kan. eh wu Es erhellet also, daß die Aufsprengung des Bodens bey Ren uhin einem solchen zerstreuten Wetterstrale noch weit gefaͤhrlicher e wareny ist, da sie sich rund umher, und unter dem Gebaͤude selbst Zusiunt erstrecken kan. Denn, wenn bey einer Ableitungs-Anstalt ugleih an der Boden auch so beschaffen waͤre, daß der Strahl hinein⸗ worfu, x druͤnge, so wuͤrde die Ableitung doch wenigstens den Vorteil ie Nunsth schaffen, daß sie ihn aussen am Gebaͤude auf eine bestimmte apfund/N Stelle einschraͤnkte, da dan bey Beschuͤtzung des ganzen Ge⸗ cht wohn baͤndes diser aͤussere Schaden nur unbetraͤgtlich waͤre(3²23). rten eitt Daß aber eine solche Beschaͤdigung keine gewoͤhnliche Folge an bersih⸗ der Ableitungen sey, laͤßt sich schon aus den Wahrnemungen zwey lhn(Erf. 137. 139 b. c. d. 141. 150.154.) urteilen, und die desfals Elglh zu nemende Vorsicht wird unten erwogen werden. vedtat§. 127. 5«Warum wollen wir aber uͤberhaupt dem Wetterstrale tgen«eine Anlockung darbiten? Solte es nicht vielmehr unser vurn inde 43wek r dut(21) Schwed. Abh. XI. B. p. 122 f h(32½) Das. p. 128. onden/ A(323) Daß, aller Wahrscheinlichkeit nach, Herrn Maines Ablei⸗ i auhiz tung(Erf. 139.) innerhalb des Hauses unter dem Grund her Küche des Kaminheerdes eingesenkt gewesen, daher mehr Schaden Fut⸗ veruhrsachet worden, habe ich schon oben erinnert: und Hpalner doch war die Aufsprengung meistens nur um die Stange herum. 426 KXIII. Widerlegung der Einwuͤrfe Zwek seyn, alle Mittel anzuwenden ihn entfernt zu halten, «und uns dem Ausbruche der Wetterschlaͤge gaͤnzlich zu ent⸗ „zihen, folglich alles Metal so viel moͤglich, wenigstens «aussen am Gebaͤude zu vermeiden, und vielmehr solche „Koͤrper zur Bedeckung anzuwenden, die den Bliz nicht Kleicht einlassen wuͤrden.„ Wohl! aber die Erfarung zeiget, daß sich der Bliz auf keine Weise gaͤnzlich zuruͤk halten laͤßt. Die Wahrnemun⸗ gen von widerstehenden und anlockenden Koͤrpern sind naͤm⸗ lich sehr unrecht so ausgelegt worden, als ob jene dem Bliz allen Eingang verweren koͤnten(33 b.). Der Widerstand ist nur verhaͤltnißmaͤßig mehr oder weniger, und uͤberdem wi⸗ derstehet die Luft fast mehr als alle veste Koͤrper, wenigstens wenn dise in hervorstehende Erhabenheiten gebildet sind, d. i. der Bliz sucht sich doch noch eher durch alle dergleichen Koͤrper einen Weg zur Erde durchzubrechen, als daß er ne⸗ benhin durch die bloosse Luft herabfaren solte. Dies zeigen die Wetterschlaͤge auf allerley hervorragende Koͤrper, Bauer⸗ haͤuser, Scheunen und Mauren, an denen kein Metal vor⸗ handen ist, ja auf eine uͤbermahlte Maststange, an welcher keine Spindel war(Erf. 48 b.). Es werden ja auch Baͤume getroffen, und zwar auch solche die ires harzigten Wesens halber noch am meisten widerstehen solten, wenn sie naͤmlich der (628 v.) Die Furcht, des moͤgte gefaͤhrlich seyn, wenn hohe Ge⸗ baͤude so vor dem Blitze gesichert wuͤrden daß er ganz keine Leitung daran' faͤnde, weil er sodan mehr auf die zahlrei⸗ chern nidrigern fallen, und dadurch mehr Menschen, Vie, u. s. w. beschaͤdigen muͤste,„(Phil. Trans. Vol. LIV. p. 248.) ist also sehr uͤberfluͤßig: das Einschlagen wird ge—⸗ wiß durch die Hervorragung mehr veranlasset als alle so⸗ genante widerstehende Koͤrper abzuweren vermoͤgend sind. VWolk I hof: ju u t a ib ite R Kalbbeh Bj d ahten ui HI D N Loch e s Il duchen d Wan iphst R hi surt en 1 Iler und he ie Röue Ede uf nise imn un noti Rungenn Rgung ch gehen dos tine Mo uch nehr ahor trei siler Hh a an N Oe ils n zuhunz uhsich ugn „ wenigsten sluchr soch V M lih dber h Vuhenenn in si sih jent N Widassrhh uͤbethn „ wengi ebilbe si, e darglth 18 baß ey Dies zix per, Buy Mamlu an vishy uuch Bum n Mynt stnunsch V in she d am Eün die uhhn Missht/ Vol Ill, ntd gl⸗ ale sh suld gegen die Bliz⸗Ableitungen.§. 127. 427 der Wolke zuerst in den Weg kommen. So ward im Som⸗ mer 1774. in hisiger Nachbarschaft, auf einem Garten bey Eppendorf eine groosse Tanne, welche gegen die Alster zu, jedoch in ziemlicher Entfernung vom Wasser, unter andern zuerst auf dem Felde hervorragte, vom Blitze getroffen, teils irer Rinde beraubt, teils zersprengt und bis zum Fusse herab beschaͤdigt. So ist auch das Vorgeben der Alten, daß der Bliz den Lorbeerbaum nicht treffe, von neuern Beob⸗ achtern widerlegt worden, und so finden wir auch, daß weder Quadersteine, noch Zigel, noch Glas, noch Seide oder Wachstuch, und was dergleichen mehr ist, das Durch⸗ brechen des Blitzes verweren koͤnnen. Es komt naͤmlich nur auf das Verhaͤltniß der Ladung oder Gewitterkraft und der Durchbruchsweite von der Wolke bis zur Erde an, daß der Wetterschlag jeden Grad des Widerstandes durch Luft und veste Koͤrper uͤberwinde: und wer kan uns versichern, wie stark eine Wetterwolke geladen seyn, und wie nahe sie uͤber uns herfaren werde, da oft auch nidrige Gegenstaͤnde auf dem Felde getroffen werden. Das Ausbrechen der Blitze in einiger Zwischenzeit, sie moͤgen einen Gegenstand auf der Erde treffen oder nicht, scheint auch, wie gesagt, eine ge⸗ wisse innere Uhrsache in der Wolke anzuzeigen, welche sie dazu noͤtiget, und wenn also ein Schlag auszubrechen ge⸗ drungen wird, so trift er jede zuerst vorkommende Hervor⸗ ragung eben so wohl als Metalle(Erf. 148. 150.), Nun geben doch die Schorsteine schon irer Hervorragung wegen eine Aulockung die wir nicht vermeiden koͤnnen, und noch mehr wenn Feuer auf dem Heerde den Rauch daraus empor treibt. Der Durchbruch des Blitzes wird ferner noch staͤrker befoͤrdert wenn sich jenseits des widerstehenden Koͤr⸗ pers ein anlockender befindet(§. 33.). Wir koͤnnen aber doch des Gebrauches der Metalle innerhalb unserer Haͤuser nicht V 428 K. XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe nicht entraten: demnach wuͤrde es wenig helfen, solches aͤusserlich zu vermeiden, denn der Bliz kan es durch Steine und Holz nicht schwerer als da wo es in die Augen faͤlt durch die freie Luft erreichen. Oft meinen wir auch, daß sich keine besondere Anlockung an einem Gebaͤude befaͤnde und selbiges also der Blizleitung gar wohl entberen koͤnte, da doch verstektes Metal an vilen Orten angetroffen wird. So sind die zugerundeten mit gehauenen Steinen belegten Gibel oft schon oben mit Metal versehen, oder haben hinten groosse eiserne Stangen damit sie am Dache gestuͤzt werden. Die Mittelpfosten und hoͤlzerne Knoͤpfe pflegen, die Faͤulung zu verhuͤten, mit Bley beschlagen zu werden, oder der Knopf ist mit groossen Naͤgeln bevestigt, wie an Whitfields Ka⸗ pelle(49 Erf.). Die Schorsteine und andere Teile des Ge⸗ baͤudes sind mit eisernen Ankern versehen: der Thuͤrangeln, Rigel, Fensterbeschlages und alles unentbeerlichen Haus⸗ geraͤtes nicht zu erwenen. Ja, wenn wir auch alles Metal verbannen wolten, so koͤnnen wir doch von der aͤussern Flaͤche der sogenanten widerstehenden Koͤrper nicht alle An⸗ lockung abhalten, indem sie der Benetzung vom Regen aus⸗ gesezt sind, welcher auch bey glasurten Dachzigeln an den Fugen und Abspaltungen, noch mehr aber an andern zur Bedeckung vorgeschlagenen Materien, genugsamen Plaz zu haften findet, daher dann die Gefahr des Durchschlagens vermehrt wird. Das schlimste ist endlich, daß wenn der Bliz, in Ermangelung einer bessern Leitung, durch wider⸗ stehende Koͤrper seine Bahn zu nemen genoͤtigt wird, solches teils mit Zerstreuung des Strahls, teils mit der groͤsten Gewalt im Durchdringen geschihet. Demnach ist der Wider⸗ stand oder die gehinderte Durchfahrt eben die Uhrsache der Gefahr beym Wetterschlage: denn, nur in disem Falle zer⸗ schmettert er, zerreißt, zuͤndet, breitet sich aus, und springt ö leicht ehl f an a suin Ien Mi i L sbe/ N uoddise ober den doch kin Wch Ha Aahz uushst Sund R Rcche schfe Hlsen, salig ö hurc Stn it Mgen f0 Wir auch, Kbände esih eutheren ihj Rettoffengiz keinen Hg et habin hh gestizt xaiz u, diepuug oder WII Vhiffheh ill Ra r Thiu erlichen gy⸗ ich alls M U der äusa nicht hll m Raga igeh aih m anban z/ ama Iy t van. duch vg vith,sch Hher rn hαWn hschek rli H sprng liht gegen die Bliz⸗Ableitungen.§. 127. 4²9 leicht auf die in der Naͤhe befindlichen Menschen zu, wel⸗ chen also sehr uͤbel geraten waͤre, wenn sie sich einer solchen Bedeckung anvertrauen wolten(524). Eine Art von Beschuͤtzung one Metal, naͤmlich durch die Leitung an der Oberflaͤche eines Anstriches von Teer oder Oehl⸗ farbe, ist freilich durch die Erfarung bewaͤhrt(5. 53., und dise ist auch in gewissen Faͤllen brauchbar(H. 134 139.): aber den Nutzen einer waren Leitung durch Metal kan sie doch keinesweges ersetzen. Denn, da dise Materien den Bliz nicht eigentlich anlocken oder von andern Koͤrpern ab⸗ locken, so beschuͤtzen sie zwar die Oberflaͤche welche sie be⸗ decken; keinesweges aber andere Koͤrper in der Nach⸗ barschaft. Daher kan der Strahl von inen ab auf zer⸗ streutes Metal zuspringen, wie solches wuͤrklich(Erf. 48 b.) geschehen ist(24.), Es wuͤrden also auch Menschen in der ö Nach⸗ (324) Ein franzoͤsischer Abbe, Mons. Poncelet, raͤth/ sich eine Art von Huͤtte aus harzigtem Holz one einigen Nagel oder an⸗ deres Eisen, errichten zu lassen, ihm kein spitziges, sondern ein rundgewoͤlbtes Dach zu geben, sodan es mit einem drei— sachen Wachstuche uͤberzihen, und inwendig mit Seidenzeug ausschlagen zu lassen. S. dessen zu Paris 1766. in 8 ge—⸗ drukte Abhaͤndlung: La nature dans la formation du Tonnere er la reproduction des étres vivans: p. 125.— Wenn derglei⸗ chen Hütte auf freiem Felde stuͤnde, so wuͤrde sie der Bliz so wenig als andere hervorragende Koͤrher verschonen: solte sie aber neben andern Gebaͤuden aufgerichtet werden, bie irer Hoͤhe oder anderer Umstaͤnde wegen den Strahl mehr anlocken wuͤrden; so haͤtte man den Zwek auch mit wenigern Umstaͤnden erhalten koͤnnen. (324 b.) Der meßingne Klingeldrath(Erf. 150.) ward zwar so weit er uͤbermahlt war nicht zerschmolzen, und die Farbe daran nur geloͤset, welches man auch der bloossen Erhitzung zu⸗ schreiben 430 K. XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe Nachbarschaft dadurch nicht wie durch eine neben inen heruntergehende Strecke Metal(§. 60.) geschuͤtzet, sondern vielmehr der Gefahr ausgesezt seyn, daß der Bliz von jenen abhaltenden Materien weg und auf sie zu springen moͤgte. Das einzige sichere und algemeine Mittel welches uns die Natur anzeiget, bleibt also, den Bliz dadurch von den wi⸗ derstehenden Koͤrpern und vom Menschen selbst abzuhalten, daß man ihm eine vorzuͤgliche und freie Bahn durch Metal darbitet. Da sich hidurch zugleich die Zerstreuung des Strahls und alle durch dessen Gewalt zu besorgende Be⸗ schaͤdigung verhuͤten laͤßt, so ist es auch alles was wir ver⸗ langen koͤnnen. Die Schorsteine, Daͤcher u. s. w. wo der Bliz eine zureichende Leitung durch Metal angetroffen, sind unverseert gebliben: nimahls aber diejenigen Teile der Ge⸗ baͤude welche one dergleichen Schuz einem Wetterstrale aus⸗ gesezt gewesen. An dem Stalle des Lord Lyttelton(Erf. 146.) war vermuthlich eben kein Metal vorhanden: dennoch ward derselbe vom Blitze getroffen und beschaͤdigt, da das nahe mit einer Ableitung versehene, one Zweifel auch hoͤhere Wohnhaus verschonet blieb. §. I28. 4“ So entstehen aber dennoch immerhin Wetterschlaͤge, „die auch unsere Zuruͤstungetreffen koͤnnen, und wenn gleich „kein Schade geschihet, so kan doch derjenige welcher sich *nahe bey einer Ableitung gestellet hat, wie in Herrn Wests „Hause, eine unangeneme Erschuͤtterung empfinden: wie dan auch das Knallen des nahen Donners verdrießlich «hleibt.„ So schreiben koͤnte: aber, von der Vergoldung(Erf. 103.) ward doch die Oehlfarbe abgesprengt.— S. auch II. T.§. 191. 6 6emn the Ich han, Ill ann vollen oss i uehenz sdert wi Myadh, shwihtyé Mmmhr t gt bt abnin hibg Dammd ucht; on sons t licht, vm Tnnhh Hm Wit Rüla zur m Cahl el zaht Chacke 6 Hung u * lfe egen die Bliz⸗-Ableitungen.§. 128. 431 3 ihe, sn So unzufriden ist der Mensch! Unsern Vorfaren wuͤrde , sinbin Wm ü es eine unschaͤbare und fast wrn Erfindung geduͤnkt mun haben, allen in e e azdenden: uche ii nun wollen wir auch die Wetterschlage ganz aus geiöschet wissen. Ein Gluͤck aber ist es, daß sie noch nach wie vor 531 entstehen; und, Aun usm durch die Ableitungen ber⸗ nth werden koͤnte, so wuͤrde* e e inen um Wiswachs⸗ 4.. und alle Döse Einfluͤsse der Luft zuzu⸗ aunpd schreiben 6(6²⁷½. Wen man indessen nur erst weiß, daß der ö Wetterschlag keinen Schaden thut, so, denke ich, wird man au n fich leicht gewoͤnen den Donnerknal so ruhig als den Knal s. w. t einer abwaͤrts gerichteten Kanone anzuhoͤren: der Unter⸗ 11 schied liegt nur darin daß jener unvermutet komt. Wer aber damit nicht zufriden ist, der mag sich unter einen Baum terstrale an oder sonst ferne von aller Ableitung stellen, so koͤnte er viel⸗ WEEf leicht, wenn daselbst ein Wetterschlag entstuͤnde, ihm weder moch van sehen noch hoͤren, noch fuͤlen—Was die Erschuͤtterung bey das nah Herrn Wests Ableitung(Erf. 137.) betrift: so muste sie um ich höhmn deswillen merklicher erfolgen, weil die Ableitungsstangen nur mit Gelenken zusammengehaͤngt waren, folglich dem Strahl keine ganz ungehinderte Bahn darreichten. Indes⸗ sen zeigt die Erfarung, daß, wenn der Bliz nur an einer Ahschahe, Strecke von Metal vorbey faren koͤnnen, wenn gleich die wannglach Leitung noch unvolkommen war, nahe anragende Menschen, welhet s ob 110.(6625) Da in verwichenem 1775sten Jare an dem graͤflich Rantzaui— dh uf schen Schlosse zu Breitenburg durch Herrn Baumeister bir Sonnin eine Bliz-Ableitung angelegt worden, und darauf eine duͤrre Witterung one Dynnerwetter eingefallen war; so haben sich die Bauern sehr beschweret, daß der Graf alle 050 wh Gewitter weggeleitet haͤtte, und wuͤrden gern die Ableitung 5.lhl. wieder umgerissen haben. II. Teil. 432 K. XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe ob sie gleich erschuͤttert wurden, doch unverlezt gebliben, wie die Versamlung in Lord Tylneys Hause(Erf. 62.); da hin— gegen ein Strahl der in widerstehenden Koͤrpern, Mauren, Hotz, oder auch in der Luft, einher faͤhrt, den nahestehenden Menschen auf den Leib zu springet. §. 129. Andere Zweifel welche die besondern Umstaͤnde der Ein⸗ richtung einer Bliz-Ableitung betreffen werde ich gelegentlich bey den unten zu gebenden Vorschriften, und einige welche sich bloos auf Muthmaassun gen der Gelehrten bezihen im dritten Teile beantworten. Da aber kein einziger Gelehrter oder Ungelehrter bey seinen Einwuͤrfen die Hauptsache, naͤmlich die oben erwisene Wuͤrkung der Metalle dem Bliz eine vorzuͤgliche und freie Bahn darzubiten, in Zweifel zihen kan; so duͤrfen wir uns dadurch auch gar nicht irre machen lassen(33%). Denn, wuͤrde es nicht sonderbar seyn, weun ö ö wir (336) Des Herrn Abt Nollets eigene Worte, darin er seine Ge— sinnung über die Anstalt der Bliz⸗Ableitung erklaͤret, ver⸗ dinen doch hier erwogen zu werden. Je erois, que les Pointes Ae fer, qu'on dresse en Lair, sont plus propres 4 aous attirer le feu du tonnere, qu'à nous en préserver. Cela est assez prouve par la mort de Pinfortuneé Mr. RicnuANN, de quelque fagon qu'il ait employè la barre de fer de sa satale experience,& je He/ siste à dire, que le projet Ehiser une nuée orageuse du feu dont elle est chargee, n'est pas celui d'un physicien. Laissons donc tonner& fulminer, coume nous laissons pleuvoir,& ne nous lixrons point au vain espoir de Zarin ces dangereuses influences. Nais comme on ne va pas se refugier sous une goutiere pour exiter la pluie, &c.„ Es ist das Endurteil in seinem Memoire sur les eftets du tonnere, comparés à ceux de Lelecricité: aveo quelques Consi· 60 tr bey de in all⸗ iu vm geg vises, 0 Podaken, l uoch v Walerfas behbr vor Sthen niht fty IWelant ur bey dr si Slg Rung u Shorstan he ol 0 0 0——— ů gegen die Bliz⸗Ableitungen.§. 129. 433 55 wir bey dem el ob eine Ableitung unsern Gebaͤuden n auch in allen Fallen genugsame Sicherheit verschaffe,„ sie 3 in dem gegenwaͤrtigen Zustande liessen, davon wir gewiß wissen, daß er sehr gefaͤhrlich sey?— wenn man, bey dem Bedenken, Lob eine Stange mit einer Ableitung nicht gleich— wol noch unschaͤdliche Blitze anlocke,„ die jezt vorhandenen 1 Wertersanen und Helmstangen, mit allem anlockenden Zu⸗ behoͤr von Metal an Tuͤrmen und Haͤusern so wie sie sind Sane stehen liesse, das ist so, daß der Bliz wol darauf fallen aber nicht frey herab faren kan, sondern ius Gebaͤude schlagen n boßez und bekautlich vilen Schaden anrichten muß?— oder, wenn Huch wir bey der Frage, Lob eine kurze oder lange, stumpfe oder ie Mu spitze Stange vorzuzihen sey, liber weder Stange noch Ab⸗ rall ung leitung anbraͤchten, und den Bliz, wie bisher, auf unsere wif Schorsteine, Gibel, u. s. f. schlagen liessen?— wenn wir ht irre nutz eine unvolkommene und unsichere Leitung, da etwa der Bliz ar sehy/ vy ö. considerations sur les moyens de se garantir des premiers. Mem. . de Lacad. des sciences. 1764. P. 440.„Ich glaube(sagt er) 0 Ast daß die eisernen Spitzen, welche man in die Hoͤhe stellet, h mehr die Wuͤrkung haben den Wetterstrahl auf uns zu zu locken als uns davor zu bewaren. Der Ableitung des Stra⸗ puh! les, uns vorbey auf die Erde, gedenket er so wenig als ob rrtn er kein Wort davon gehoͤret haͤtte.] Dises ist durch den Tod . cnec des ungluͤklichen Herrn Richman genugsam erwisen, er m l mag auch die Stange zu seinem verzweifelten Versuche an⸗ u gelegt haben wie er wolle:[Es ist also einerley, man mag „Ielpsi den Bliz ableiten oder nicht ableiten, auf sich zu oder vor⸗ niner, aht bey leiten.] und ich bleide dabey zu sagen:(Ein schlecht amt a überlegter Entschluß fuͤr einen Naturforscher!] daß der Vor⸗ 16 connt d schlag eine Wetterwolke von irem enthaltenen Feuer erschoͤ⸗ suer E plin pfen zu wollen, sich nicht fuͤr einen Naturforscher schicket. arLs ehn[Damit braucht sich auch keiner abzugeben: genug wenn 0 G er den Wetterstrahl welcher uͤber ihm entstehet, wo er bue Cdsl ...sĩüé õ·ꝓeö‚‚.‚‚22 434. K. XIII. Widerlegung der Einwuͤrfe an Klingeldraͤten oder Stangen durch einen Teil des Gebaͤu⸗ des gefaren, wegnaͤmen, und nun keine bessere Leitung aus⸗ sen am Gebaͤude veranstalten, sondern ihn hinfuͤro mit Zer⸗ sprengung und Zerstreuung im Gebaͤude seine Bahn suchen lassen wolten?— wenn wir zweifelten, Lob der Bliz nicht noch ausser der zubereiteten Bahn von Metal irgendwo Scha⸗ den zufuͤgen koͤnte, daferne er nicht an allen Enden eine Lei⸗ tung faͤnde, und nun gar keine Bahn bereiteten, sondern ihn gewiß durch alles zerstreute Metal, mit Zerstöͤrung viler gudern Teile des Gebaͤudes, faren liessen?— wenn wir endlich Schwirigkeit machten, was noch vom Blitze, der zwar am Gebaͤude sicher vorbey geleitet worden, unten an der Erde für Schaden zu befuͤrchten sey, und ihm indessen das ganze Gebaͤude von der Spitze an bis zum Grunde zu zer stöͤren bloos stelleten? §. 13o. one Schaden hinleiten kan.] Wir wollen es demnach im—⸗ merhin donnern und blitzen lassen, wie wir es regnen lassen.[Ganz richtig! und da wir es uns nun nicht gerne auf den Kopfoder ins Haus regnen lassen; so wollen wir auch den Bliz nicht immerhin auf uns zu oder ins Gebaͤude hinein faren lassen:] one uns mit der eiteln Hofnung zu schmeicheln, dise gefaͤhrliche Narurkraft ausloͤschen zu wollen. Gleichwie man aber sich nicht unter einer Rinne stellet um den Regen zu vermeiden„; u. s. w.— ja, so wollen wir uns auch nicht wie Herr Richman, oder Herr Pastor Meis⸗ ner, unter einer Blizleitung stellen, sondern sie neben uns herab gehen lassen— Herr Nollet blieb dan nun bey seiner Meinung so lange er lebte, und hatte auch vilen Einfluß in Fraͤnkreich: indessen haben sich doch verschidene andere Naturforscher daselbst gefunden welche die Sache besser eingesehen, und gewiß aller Widerspruch gegen eine Sache die auf Erfarung gegruͤndet ist kan sich nicht lange behaupten. 0 Mines Racdige Rtse x nicht geris shun ime inEngn Iumeei dim Eith dem Rul Fumsaas e/ hn Imdauss Hecg du Ebe, wie auch sihe 30 ont mei aunba! uild de Exfarm pender nach dei schaste den Harf 010 ( il Ufe„ x gegen die Bliz⸗Ableitungen.§. 129.130. 435 il des Gehn. üi 943— ö ms ne Meine Mitbuͤrger kan ich eines solchen Verfarens nicht 15 beschuldigen. Vielmehr sind sie in unter den Ersten ri gewesen die zu dem guten Entschlusse Bliz⸗Ableitungen in 16 nicht geringer Anzahl zu veranstalten bewogen worden. Denn ainn schon im Sommer 1769, da dergleichen Zuruͤstung noch selbst At in England selten war,(326 b.) ward an dem hisigen Jacobi sin suhn Turme eine Ableitung angelegt. Nachmahls ist ein gleiches an easthungth dem Catharinen, wie auch an dem Nicolai Turme, ferner an +wenn t dem Rathhause, der Boͤrse, der Kommerzienbibliothek, dem m Blh Kornhause, dem Mehlmagazine, dem Admiralitaͤtsmaga⸗ en, umm zine, dem Hanfmagazine, und verschidenen Wohnhaͤusern, dihmuhß in und ausser der Stadt, an den saͤmtlichen auf dem Walle im Guunhj belegenen Pulvermagazinen, imgleichen an den 5 Baken auf der Elbe, an der Bluͤse und dem Turme zum Neuenwerk, u wie auch am Schlosse zu Ritzebuͤttel geschehen. Da nun 60 Hmn seither auch bekantlich an verschidenen andern Orten, und wr mn zwar meistens an oͤffentlichen Gebaͤuden, Bliz-Ableitungen uim nihen angelegt worden, so wird hinfuͤro teils der Erfolg uͤberhaupt, ugn teils die Nebenumstaͤnde der besondern Einrichtung, aus der iih Erfarung mehr und mehr beurteilet werden koͤnnen.— Ich Ffuh wende mnich daher zu den Vorschriften, wie dise Zuruͤstung chnntln nach den bisher gesamleten Wahrnemungen nicht allein am Iuftlton sichersten, sondern auch am bequeemsten anzulegen und nach Vuln den verschidenen Umstaͤnden einzurichten sey. MM seche an Wn 1 0 10 L3 XIV. Ka⸗ chigh 9—6(326 b.) Die erste Ableitung in England ist, wie mir Herr W. Senly he(1777 den 30 Oetober) schreibt, im Jahr 1762 zu Paynes⸗ t Sill von Herrn D. Warson errichtet worden. 436 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung XIV. Kapittel. Ee zur Anlegung einer Bliz⸗ Ableitung. §. I31. Die Sicherheit bey einer Ableitung ist das Vorneemste, darauf also vor allen Dingen zu sehen ist. Wenn aber der Nutzen ausgebreitet werden sol, so muß auch die Sache nicht mit unnoͤtiger Weitlaͤuftigkeit oder Beschwerde verknuͤpft werden. Einige solcher Vorschlaͤge die nicht nach Erfarun⸗ gen sondern nur nach Muthmaassungen angegeben worden, lassen sich sogar nicht blooß als uͤberfläͤßig sondern auch als nachteilig ansehen. Ich werde daher jeden Umstand der entweder zur Sicherheit noͤtig ist oder zu bequemerer und leichterer Einrichtung dinet, in Erwegung nemen, und alles nach den Wahrnemungen von wuͤrklichen Wetterschlaͤgen zu pruͤfen darlegen— Die Hauptsache waͤce zwar kurz zu fas⸗ sen: wenn es aber zur wuͤrklichen Ausfuͤrung zu bringen ist und der Handwerker Anstalt machen sol, so finden sich hie und da Bedenklichkeiten, welche zu entscheiden sind, und da⸗ bey man sich den ausfuͤhrlichen Unterricht nicht verdriessen lassen muß. Denn, wenn ein Mahl an einem Gebaͤude welches mit eiuer Bliz⸗Ableitung versehen waͤre ein Wetter⸗ strahl herabfuͤre, und auch nur einen Haken austisse oder ein Paar Steine vom Pflaster aufsprengte; so wuͤrde es mehr Gerede veruhrsachen als wenn hundert Wetterschlaͤge die keine Ableitung finden Haͤuser und Kirchen zerschmettern und entzuͤnden, oder Pulvertuͤrme in die Luft sprengen. Wer indessen die Sache ernstlich betrachtet, der wird gestehen, daß auch eine unvolkommene Ableitung besser als gar keine seyß. Denn, wenn sie auch mangelhaft eingerich⸗ tet waͤre und der Bliz noch einigen Schaden dabey veruhr— sachte; so waͤre es doch ein sehr groosser Vorteil, daß man sogleich i hulich 1 Helchidenet Dmm du Eif Du tusth Gebald nicht a Hadesf. 66 M. Gcbiude ahen 6 durc en erahgeh Khalten Mo! uun des wurde, e henmül ul oͤz ö den und gene Zul 100 luchten! istewe einer Bliz⸗Ableitung. J. 1317133. 437 sogleich wuͤste wo seiner Bahn nachzuspuͤren sey, und nicht an Wleitut verschidenen und verborgenen Orten, wie bey der Kirche Notre Dame du Ham(131 Erf.) und bey der franzoͤsischen Fre⸗ Dan gatte(Erf. 135) ein gefaͤhrliches Uebel zu befuͤrchten haͤtte. an obet y§. 132. Enht Der Zwek einer Bliz⸗Ableitung ist: einen Wet⸗ terstrahl, der aus einer voruͤberzihenden Wolke das uch Eifmn Gebaͤude treffen koͤnte, oben so aufzufangen daß er eben uuh nicht auf einen andern hervorstehenden Teil des Ge⸗ sondem uj boͤudes falle, und dabey seine Gewalt so viel moͤglich Umsamh zu mindern: ferner, ihn so vorbey zu leiten daß er das Langtha Gebaͤude nirgends verletze, und endlich ihm unten einen freien Abfluß zu verschaffen— Alles dises wird , undalh 88 aü durch eine jede zusammenhaͤngende, von oben bis unten Thihn herabgehende, Strecke Metal, welcher Art man wolle, knmuß, erhalten. 110 Man muß dem Vorurteile begegnen/ als ob zur Ablei⸗ udd tung des Blitzes ein eigentlich vorbereitetes Metal erfodert vudris wuͤrde, oder daß es ins besondere aus eisernen Stangen beste⸗ 6bil hen muͤsse. Es ist oben gezeigt worden, daß jede Strecke Me⸗ ö tal dazu tuͤchtig sey: wo demnach dergleichen schon vorhan⸗ s. den und bequeem gelegen ist, da waͤre es uͤberfluͤßig eine ei⸗ 5655 gene Zuruͤstung zu veraͤnstalten. Nth wht shlige R. 8. 133. un Bey Wohnhaͤusern in Staͤdten und dergleichen Ge⸗ . baͤuden faͤlt die meiste Verschidenheit der Umstaͤnde zu be⸗ b6 ui trachten vor, die wir deshalben zum algemeinen Beispile zu 14— erst erwegen wollen. ad Man lasse eine metallene Stange oben am Ge⸗ baͤude so bevestigen daß sie wenigstens ein Paar Fuß, ß man 24 1115 soglih 438. K. XIV. Vorschriften zur Anlegung und nachdem selbiges sich weit erstrecket mehr, uͤber die hoͤchsten Teile, Schorsteine u. s. f. hervorrage. Wenn noch ein anderer Teil des Gebaͤudes hoͤher ist als ein daran befindliches, Metal, so lehret die Erfarung, daß der Bliz oft selbigen noch zerschmettere ehe er an das Metal komt. Bey den Haͤusern in der Essexstrasse zu London (117 Erf.) kam der Strahl von der freien Seite des Gibels her, zu dessen beiden Seiten die bleiernen Rinnen vor der Traufe lagen: dennoch siel er nicht unmittelbar auf die Rinnen, sondern zerschmetterte noch oben die Schorstei⸗ ne u. s. f. So schlug auch der Bliz bey dem Zuchthause in Southwark(149 Erf.) den Schorstein bis auf die First des Daches, welche mit Bley bedekt war, herunter. Eben so koͤnte der Bliz auch eine von der Ableitungs⸗ stange entfernte Ecke des Gibels oder Dachruͤckens, oder einen Schorstein treffen, wenn selbige dem Zuge der Wolke zu erst in den Weg kaͤmen und keine uͤberwigende Uhrsache den Strahl durch die Luft auf die Stange auszubrechen an⸗ lokte. Nun lehrt aber die Erfarung, daß eine ansehnlich hohe Hervorragung allezeit den Strahl vorzuͤglich auf sich zulocke, die Wolke mag auch herkommen von welcher Seite sie woll⸗(H. 12. 15.) Es wird also, bey gewissem Verhaͤltnisse der Hoͤhe der Stange zu dem Umfange des Gebaͤudes, jene jederzeit eher als eine andere Ecke getroffen werden, welches der Zwek bey dieser Zuruͤstung war. Man sihet aber leicht, daß, um dises Verhaͤltnis genau zu bestimmen, da naͤmlich die Stauge alle moͤgliche Blitze welche eine Ecke des Gebaͤu⸗ des treffen koͤnten auffinge, und doch keinen der etwa sonst vorbeygegangen waͤre unnoͤtiger Weise anlokte, die ganze Figur der Wolke sowohl als ire Entfernung von der Erde und die Weite ires Wuͤrkungskreises auf die Stange und auf andere Koͤrper bekant seyn muͤste: welches annnzatee ie VLich Rthun,l da m ii aß der sch derm Vepiget der Cio Ril deß lisen 3 Oh Gf) uut sihr due euuder⸗ n vurb Rach! inbens NMA Hiunden O V — Ind s Messig zin M dder zů (62⁷ u 7 UO et 0 einer Bliz⸗Ableitung.§. 133. 439 93 Die Sicherheit Kiteert iss dabey eher zu viel als zu wenig Ha zu thun, da jenes keine übele Folgen nach sich zihet,(9. 121.) 1 6 und da nimand mit Zuversicht behaupten kan, die Wolke sey Rurnng, gerade in einer solchen Entfernung uͤber uns her gezogen, IN daß der Ausbruch eines Wetterstrales an diser Stelle gaͤnz⸗ seu bun lich vermiden worden waͤre wenn die Siange ein Paar Fuß weniger hervor geraget haͤtte.—Eine hoͤhere Hervoͤrragung n u der Stange gewaͤhrt auch bey einem Wetterschlage den Vor⸗ abn ufh teil daß die Wuͤrkung der Platzung oder Erschuͤtterung vom 2 GSauff ersten Zusprunge des Blit zes(§. 88.)desto weiter vom Gipfel duh des Gebaͤndes entfernt wird.— Herrn Wests Stange(137 auf He j Erf.) war 93 Fuß hoͤher als der Schorstein, und der Schlag utet. fuhr one Schaͤden des Hauses und der Ableitung daran Allliil herunter: Herrn Maines Spitzen hingegen(139 Erf.) rag⸗ ückeng, ten nur 6 oder 7 Zoll uͤber dem Schorstein hervor, und erhiel⸗ e del M ten doch einen ungemein heftigen Schlag(327). Herrn Haf⸗ de Uhtsh fendens Stange(Erf. 150.) welche 5 Fuß hoͤher als ein hlechen x 50 Fuß davon entfernter Schorstein gewesen, ward zu nidrig ansehni befunden den Strahl von jenem abzulocken. ach aufft cher E Oben an der Stange sey eine dreyekte„schmahl Dahhis und scharf zulaufende, 2 Fuß oder druͤber lange, une i messingne Spitze angelbtet, welche, wenn n ni ein Wetterschlag darauf gefallen, wieder zuzuschaͤrfen Wal oder zu erneuern st. ö Rimch ö—— il(627½) Herr Franklin raͤth in einem Schreiben von 1762,(Edinb. ant saus Phys.& litt. Efi. Vol. III. p. 129.) daß die Stange 3 oder 4 die gaht Fuß uͤber den Schorstein u. s. w. hervorragen solle: nach— het Erdẽ mahls(in der neuen Ausgabe seiner Exper. and Obss. von e 1769. lett. 59. p. 483.) schlaͤgt er 6 oder 8 Fuß vor. Es glchi kan aber, wie gesagt, nichts gewisses fuͤr alle Faͤlle bestimmt Die werden. 440 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung Die Uhrsache der Spitze ist, teils den Strahl, eher als eine andere Stelle des Gebäudes thun moͤgte, aufzufange'n, (H. 15.) teils aber auch die Gewalt des Ausbruches zu min⸗ dern, und vielleicht in einigen Faͤllen stat eines Wetterschla⸗ ges nur eine gemaͤlige Ableitung zu befoͤrdern(9 122.)— Je duͤnner und schaͤrfer nun die Spitze ist, desto mehr wird diser Zwek erhalten: deswegen ist auch die dreyekte Figur dienlich, welche, one zu gebrechlich zu seyn, schaͤrfere Winkel giebt— Es ist indessen nicht anders moͤglich, als daß ein Wetterstrahl, der bey seinem Durchbruche durch die Luft den ersten Anfal auf eine solche Spitze thut, diselbe schmelzen muͤsse,(§. rio. p. 320) und man kan daraus urteilen, ob die Ableitung wuͤrk⸗ lich vom Blitze getroffen sey oder nicht: der Schaden aber ist leicht zu ersetzen, indem nur einige Zolle des obersten duͤn⸗ nen Endes geschmolzen werden.(Erf. 137. 141.) Die Vergoldung des Eisens wuͤrde nicht zureichen den Rost zu verhuͤten und die Spitze scharf zu erhalten, deswegen sie am fuͤglichsten aus Messing verfertigt wird. „Eine einfache Spitze an der Stange ist einer Zu⸗ ruͤstung mit mehrern Spitzen vorzuzihen. Leztere Einrichtung ist nach der Muthmaassung, daß da⸗ durch desto mehr gemaͤlige Ableitung befoͤrdert werde, von einigen veranstaltet worden. Die groͤste Ruͤcksicht muß aber auf die Moͤglichkeit eines entstehenden wuͤrklichen Wetter⸗ schlages genommen werden. Nun koͤnnen mehrere Spitzen auch mehrere Strale aus der Wolke auf ein Mahl auffangen, die sich hernach mit desto groͤsserer Gewalt an der Stange vereinigen muͤssen, wie Herrn Maines Beispiel(139 Eif.) zu lehren scheinet, da hingegen eine einzelne Spitze, dem Zwecke nach, den Schlag so geringe als moͤglich erhalten wuͤrde(8). Andere (328) So sagt auch Herr Senley, daß er hey einer in 28 Moer of di u stle. Ennge v Eade de Wan,d doch di das dat vrschln Huohf s, Mi 000 dun Rhugg be uderr uil siy L Hld nid Rliude ete, d ausübe den ub erstöxer H 1o einer Bliz⸗Ableitung.§. 133. 441 ahl, ö 90 Andere haben einen Kunstgrif gesucht/ daß der Bliz zwar in auf die Ableitung angelokt⸗ aber auch nicht angelokt wer⸗ Waasth den solte. Man hat naͤmlich a die ů ů¼ Stange re dem Dache zu ee sonst das oͤbere Wuidiß Onde derselben mit Korpern zu bedecken. undeit Allein, der Bliz dringt durch dise Koͤrper nicht.Weniger als m un durch die Luft G 93.1270• Er zerschmettert die Daͤcher um Wunse das darunter biei Metal zu erreichen,(§. 33.) und er asbi zerschlug den hoͤlzernen als ein Dannzapfen gestalteten ust hn Kuopf an Witfields Kapelle(49 Erf.) unter welchem er Hanmm eine, wiwohl unvolkommene, Leitung fand. Man wuͤrde also durch dergleichen Anstalt nur one Noth eine Beschaͤ⸗ Schehnt digung veruhrsachen— Eben diser Fal zeiget auch, daß die obefn mindere Hoͤhe der Auffangungsstaͤnge kein beträgtlicher Vor⸗ 3 teil sey Wetterschlaͤge zu verhuͤten, da die Wolken bald hoch wreihng bald nidrig gehen: denn diser Knopf stand auf einem An⸗ eu, dewgt gebaͤude welches nidriger als das Hauptgebaͤude war. I Die Dicke der Auffangungsstange selbst kan etwa * 2. el oder 4 Zol im Gevierte seyn, oder man neme ein dunneres aber ein Paar Zoll breites Eisen. ö ung, bißle ii Dag dises zureiche, zeigen die Erfarungen: ja sie wuͤrde Remsahe nichr so stark zu seyn beduͤrfen, wenn man nicht darauf rech⸗ U nete, daß der erste Zuschuß aus der Wolke die groͤßte Gewalt Wth ausuͤbet. Denn im ubrigen Wege einer zusammenhaͤngen⸗ Wufhrn den und herunter fuͤrenden Leitung wird der Bliz keine Stange Weun zerstoͤren die nur so dik als ein guter Federkiel ist, wie oben 710 6f(H. I10) aus Beispilen gezeiget und dabey die Einwuͤrfe aus 8 welchen hn nach dem Unfalle(49 Erf.) an Herrn Whitfields Kapelle Mdent errichteten Bliz⸗Ableitung, stat dreier Spitzen an der obern lodden Stayge liber eine einfache gehabt haͤtte. Ehil. Trans. Vol. nach IXV. p. 133. 442 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung welchen ein anderes zu folgen schien beantwortet worden. Herrn Wests Stange(13 Erf)) ward nicht allein an irem untern Teile, wo sie Zol dik war, nicht beschaͤdigt, son⸗ dern auch von dem oben darauf gesezten Drath, welcher 2 Linien dik war, nur die oͤbere zugeschaͤrfte Spitze ge⸗ schmolzen. So hatte der Bliz auch bey Herrn Mouldes Ab⸗ leitung(141 Erf.) nur 64 Zoll von dem duͤnnesten Ende des oben darangefuͤgten spitzen Meßingdrates abgeschmolzen. Die Bevestigung diser Stange kan zur Seite eines Teils vom Gebäude mit eisernen Krampen ge⸗ schehen. Sie kan aber auch sicher mit irem untern Ende auf einem hoͤlzernen Pfosten, Sparren, oder jedem Teile des Gebäͤudes bevestigt werden, wenn nur die gaͤnze Strecke derselben von oben bis an den Hals, wo die fernere Ableitung ansch hließt, frey stehet, und nicht durch Holz oder uht einen Teil vom Ge⸗ baͤude durchgeh et. ö Die Schorsteine bey den erwaͤhnten, mit Krampen darau bevestigten Auffangungsstangen(Erf. 137 139) wurden nicht beschaͤdigt, da der Strahl nicht in die Mauer zu faren ge⸗ locket wird wenn er abwaͤrts ferneres Metal vorfindet. Daß aber eine solche Stange auch one alle Gefahr mit irem untern Ende auf einem hoͤlzernen Pfosten u. s. w. be⸗ vestigt seyn koͤnne, wenn nur der Strahl zur Seite abgelei⸗ tet wird, davon geben die Helmstangen an unsern mit Me⸗ tal gedekten Tuͤrmen genugsamen Beweis: denn dise Stan⸗ gen sind oben in dem Mittelpfostien des Turms bevestigt, welcher doch, wie so vile Beispile zeigen, vom Blitze der am Turm dache herabfaͤhrt nicht beschaͤdigt wird. Der Strahl faͤhrt naͤmlich nicht durch ein abgesondertes oder an wider⸗ stehende Koͤrper grenzendes Ende des Metalles heraus wenn er in a Suin safissn Weitt ire ud n geok Erf. IIl, wie beyn schef M nigt iru HKäntge sch vecut Wadden.(0 Dism mtest vo didde u Rp ul Cuhld De mainigl steine fe der irt Hoschag Schorse und hoch Ficmiit lher de I1 j 6 hicht chss ng einer Bliz⸗Ableitung.§. 133. 443 t 00 er seitwäͤrts eine Lart stens⸗ Ablockung findet(F. 112), süt,— ist also eine überfluͤßige Anstalt, das untere Ende der ih, vahz Stange in einer glasernen Flasche, 5 in Pech und dgl. E einzufassen n nur oberwaͤrts fuͤr den Zusammenhang Wuhe der Ableitung gesorget ist. Wenn aber diser mangelhaft se abh waͤre und der 3 von den Stange heraus zu fa⸗ hmn ren gelocket wuͤrde, so wuͤrde er nicht allein durch Holz(wie Erf. III. und 118) sondern auch durch gehauene Steine, zur Eh wie beym Brigittenturm,(119 Erf.) und durch alle wider⸗ rampa stehende Koͤrper durchbrechen. em unn Daß die Stange, so weit der Bliz durchzufaren hat, ren, h nicht in widerstehenden Koͤrpern eingeschlossen sey, fordere en, wn ich deswegen, damit nicht dise umgebenden Teile, wenn bis aHsich der Strahl nicht genugsam ausbreiten koͤnte, abgesprengt frey seht werden.(H. 107). vom G Disemnach ist auch der Vorschlag, das Ableitungsmetal mittelst vorzuͤglich widerstehender Koͤrper seitwaͤrts am Ge⸗ baͤude zu bevestigen, gar nicht rathsam: denn eben solche den dar Koͤrper wuͤrden leicht zersprenget werden, dahinge zen der xdennich Strahl durch metallene Krampen u. d. gl. frey durchfaͤret. furen g snde. Der fuͤglichste Ort die Stange anzubringen ist ge⸗ Hehr nt meinialich am Schorsteine, sie mag nun blooß am Schor⸗ be steine selbst, oder zu mehrerer Vestigkeit daneben auf n der First an den zusammensthiessenden Sparren, an⸗ nt W. geschlagen werde n. Es gilt dises besonders wenn der 093 Schorstein auf der First oder nicht weit davon stehet 4310 und hoch aben ist. Wenn aber die Schorsteine hogslh seitwaͤrts aus dem Dache bervorgehen und nicht viel Rache uͤber die First erhaben sind, so kan die Stange mitten l auf der First errichtet werden: oder, wenn das D Dach wideh sich nicht weit erstrecket, und zumahl wenn nur die eine 16 wemn Seite desselben dem freien Zuge der Wolken ausgesezt ist; 444 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung ist; so kan sie auch daselbst am Ende aufgerichtet wer⸗ den, nur daß sie hoͤher als die Schorsteine u. s. w. hervorrage. Bey mittelmaͤßigen Gebaͤuden ist alsdan eine Stange zureichend: bey einem weitlaͤuftigern aber, dessen Gibel, hervorstehende Schorsteine u. s. w. uͤber 40 Fuß von einander entfernt waͤren, zumahl wenn es frey stehet oder hoch hervorraget, muͤßten entweder an mehrern Enden Stangen aufgerichtet, oder neben einer Stange noch die ganze First nebst den andern hervorstehenden Schorsteinen u. s. w. zumahl aber der⸗ jenige Teil des Gipfels von welchem der Bliz leicht, one die entferntere Stange zu beruͤren, zur Ableitung durchbrechen koͤnte, mit Metal belegt, und selbiges mit der Ableitung verbunden werden. Die Schorsteine sind gemeiniglich auf den Daͤchern am hoͤchsten hervorragend, und daher den Wetterschluaͤgen am meisten ausgesezt, zumahl wenn Feuer auf dem Heerde vor⸗ handen ist: deswegen man daselbst vornemlich fuͤr die Auf⸗ fangung des Strales sorgen muß. Sie pflegen auch mei⸗ stens bey der Mitte des Daches hervor zu gehen: daher kau daselbst eine genugsam hervorragende Stange dem Dache zu beiden Seiten zur Beschuͤtzung gereichen. Es ist jedoch dabey zu erwegen, ob der Schorstein auch stark genug sey die Stange daran zu bevestigen: denn, bey einem schwach gemauerten Schorsteine muͤste sie auf dem Dachruͤcken selbst bevestigt werden.— Da aber der Bliz, wenn die uͤbrigen Umstaͤnde gleich sind, auf den ersten hervorragenden Ge— genstand trift der ihm in den Weg komt, so kan bey mittel⸗ maͤßigen Gebaͤuden, und zumahl wenn nur eine Seite besonders ausgesezt ist, die Stange auch an solcher Ecke des Daches oder Gibels aufgerichtet werden. W. Wie De t6 Zunge be iht ut 05 Hihting Rjedoch hufen, smted wie l der V Hle dul A H shan auweche: btr w n en Htden l6 ulj dene hen ui Oiäch. alletts linen g Sunge, o biel h Md die 6²⁷½ Rg lichttufz, H u. sx einer Bliz⸗-Ableitung.§H. 133. 445 Wie weit sich der Umfang erstrecke, welcher durch eine Stange von gegebener Hoͤhe gesichert werden kan, ist noch nicht nach allen Umstaͤnden durch Erfarungen bestimmt Ldan 6 ö am(H. 124. 125). Daher muͤssen wir uns liber, mittelst Auf⸗ In' richtung mehrerer Stangen 4½7 gedoppelten Schlaͤgen, wall un die jedoch ire freie Ableitung faͤnden, aussetzen, als Gefahr Mentoch laufen, daß ein anderes von der Auffangungsstange ent⸗ dder nen ferntes Ende des Gebaͤudes beschaͤdiget werde, welches, den ardey wie(H. 87.) erwaͤhnt, um desto eher geschehen moͤgte, wenn Haberdz der Bliz von dort leicht zu einem Teile des Ableitungsme— Bii H, talles durchbrechen koͤnte. An solchen Stellen muͤste man Ablein also wenigstens dafuͤr sorgen, daß ein etwa darauf zufarender biges m Bliz schon vom Gipfel an eine Strecke Metal vorfaͤnde, an welcher er one Zerstoͤrung herabfaren koͤnte. Ueberhaupt aber waͤre es am sichersten, bey Gebaͤuden die sich uͤber Nichem e 40 Fuß erstrecken und dabey von mehrern Enden getroffen hlgen an werden koͤnten, den ganzen Dachruͤcken, oder die Firste, eerde vor⸗ nebst den etwa hervorstehenden Erkerspitzen und den Schor— die Af steinen mit zusammenhaͤngenden Streifen von Metal zu auch nn bedecken. Dises wuͤrde auch bey einer einzigen Stange daher ku alle erfoderlichen Dienste thun, und dabey den Vorteil haben den Hach keinen gedoppelten Strahl hervorzulocken, denn wenn die isthoch Stange, wie gesagt, nach Verhaͤltniß des Gebaͤudes um gup sh so viel hoͤher hervorragte, so bliben das Metal, die Hoͤhe au shuut und die Spitze derselben, nebst dem Zusammenhange mit Icten sehs der ihn(62⁰) Herr Franklin raͤth, zwo Anffangungsstangen zu errichten, onden de wenn das Gebaͤude uͤber 100 Fuß lang waͤre, und sie mit hey milt einander durch Metal zu verbinden. Edinb. phyf. and litt. ne Gi Es[. Vol. III. p. 131.— Nachmalige Wahrnemungen haben Cdle di gezeigt, daß schon eine Hervorragung innerhalb 50 Fuß von der Stange in Gefahr stehe getroffen zu werden W(Erf. 139 b. 150). 446 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung der Ableitung vorzuͤgliche Umstaͤnde, welche den Bliz eher auf dise als auf eine andere Stelle lockten: und wenn ja auch eine der andern erhabenen Stellen getroffen wuͤrde, so koͤnte er gleichwohl one Schaden herabfaren. Sobald der Strahl an Herrn Haffendens Hause(Erf. 150.) eine Strecke von Bleystreifen vorfand, folgte er derselben one Verletzung bis zur Ableitung herunter, und wuͤrde also, ob er gleich nicht die Auffangungsstange traf, doch nichts verlezt haben wenn er nur sogleich, von der Spitze des getroffenen Schorsteines an, zusammenhaͤngendes Metal vorgefunden haͤtte. Bey neuanzulegenden Gebaͤuden koͤnte man sogar verhuͤten, daß nicht andere Ecken besonders hervorragten. Es ist auch der Rath gegeben, wenn die gefaͤhrlichste Stelle durch eine Auffangungsstange beschuͤtzet wuͤrde, die uͤbrigen weniger ausgesezten noch vor aller Gefahr mit den am meisten widerstehenden Koͤrpern zu bedecken(32).— Diser Vorschlag ist zwar in der Natur gegruͤndet, denn, als⸗ dan kan der Widerstand an der einen Seite seine Dienste thun, wenn daneben an der andern dem Bliz eine freie Bahn dargeboten wird: da indessen das Metal den Strahl auch von feuchten Mauern, vom Holz, und von allen andern Koͤrpern genugsam ablocket, so scheint eine besondere Aus⸗ wahl derselben unnoͤtig, und da jene vorzuͤglich widerstehende Koͤrper doch immer ire schwache Stellen lassen, auch wenn es die zuerst in den Weg kommenden Hervorragungen sind nicht verschonet werden(. 127.), so waͤre es doch wol in zweifelhaften Faͤllen sicherer, eine mit der Ableitung zusam⸗ menhängende metallene Beschuͤtzung auzuwenden. Ich rede hier aber uͤberhaupt nur von den obern Teilen der Gebaͤude, Dachruͤcken, Schorsteinen, Gibel u. s. f. denn eine solche Auffangungsanstalt auch an den mitlern Tei⸗ (630) TCetens Sicherung bey einem Gewitter. p. 8 ———.—ꝛ7 ssul, we ukit. Vor lichtt die Dui i Rii latgt 10 4 wachn sl Mehhate ursolgene de Hb WMitchf samenst dum afge WD au Heh iů 1 nur mi Wos ent lihem i HineSpl iU M Gehlde ngggei f 6 lwel smmerhe di d siohi, Il 0 ö einer Bliz⸗-Ableitung.§. 133. 44⁷ * un Teilen Seiter wänden u. s. f. anduleßen ist voͤlig uͤber⸗ , soih fluͤßig. Der Bliz faͤlt an sich schon vorzüglich auf dis Pen 1 Teile zuerst, und wird es also noch um so viel zuverlaͤßiger e thun, wenn er daselbst eine Auffangung und Ableitung Stkecke ty antrift. helehmg———8 geihith Wenn die Auffangungs⸗Stange oben auf der First habchdn errichtet werden sol; so waͤhlt man eine Srelle wo i die Dachsparren zusammenschiessen. Daselbst wird Shin ein Firstzigel ausgehoben und die Stange mittelst un⸗ Hüt:— ten angebrachter aus einander stehender Federn(Schen⸗ thüter kel) auf die Spitze der Sparren angenagelt: die Zigel werden sodan wieder angepaßt und uͤber diselben eine gefähetz Bleiplatte gelegt, welche, wie unten zu erwaͤnen, mit wurhe/ der ferneren Ableirung verbunden wird— Am Ende ahr mih des Gibels kan die Stonge entweder auf dem Maakler 10(Mittelpfosten) bevestigt, oder gleicherweise an den zu⸗ ö sammenschiessenden Sparren des Gibels mit iren Fe⸗ 0 35 dern angenagelt werden. ne Oienst iri Wer schon eine Windfane oder eine Stange oben all ug am Hause hätte, koͤnte sich derselben auch so wie sie 1nn ist zur Auffangung und Ableitung des Blitzes bedinen, — 5 nur muͤßte sie betraͤgtlich hoͤher seyn als die davon et⸗ 1. was entfernten Schorsteine, und wenn sie oben mit hasthan einem runden Ende versehen ist, so waͤre es besser ach venn eine Spitze darauf anzubringen auch wuͤrde uͤberhaupt, e sh in Ansehung der Vorsorge fuͤr die uͤbrigen Enden des doch wolt Gebaͤudes eben das zu erinnern seyn was sthon oben g xu angezeigt worden— Wenn eine solche Stange aber zur Auffangung nicht dienlich scheinet, so muͤßte man sie entweder wegnemen oder ihr doch irgend einen Zu— sammenhang mit dem Ableitungsmetalle verschaffen. „ hum R 60. 0 mitlen Die Faͤlle, da die Auffangungsstange vorne am Gibel I stehen kan, sind oben schon erwaͤhnt, und wir sehen, daß II. Teil, M der 448 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung der Bliz oft auch bey unvolkommener Leitung auf dergleichen Stangen zufaͤhrt: nur wird eine gewoͤhnliche Windfane oder Zieratsstange selten hoch genug hervorragen, und, wenn nicht das Haus bloos von der Gibelseite dem Zuge der Wolken ausgesezt waͤre, so moͤgte es unsicher seyn, sich allein auf eine solche Stange zu verlassen, daferne nicht eine metallene Bedeckung der First, die alles ersetzen koͤnte, hinzukaͤme.— Die Ursachen weswegen eine zugespizte Stange den stumpfen oder mit Knoͤpfen versehenen vorzuzihen, und weswegen die uͤbrigen Vorschriften zur Sicherheit erfodert werden, lassen sich ebenfals aus den schon angefuͤhrten Gruͤnden einsehen. 7 ö Die Bedeckung der First u. s. w. kan mit einer Bleiplatte geschehen, welche oben um den Rand der Schorsteine, und, wenn darauf eine Kappe vorhan⸗ den, uͤber diselbe hin, sodan aber an der Seite des Schorsteins herunter, und ferner uͤber den Dachruͤcken zu legen ist. An den Schorsteinen ist der Bleistreifen leicht mit Naͤgeln zu bevestigen. Bey Bedeckung der First wird das Bley in alle Fuͤgungen der Firstzigel eingetriben, und alsdan ebenfals mit kleinen Naͤgeln seitwaͤrts in den Kalk bevestigt— Kupferne oder eiserne Platten koͤnnen eben diselben Dienste thun. Wenn das ganze Dach, oder wenigstens First und Gibel, sthon mit ein oder anderen Metalle gedekt waͤ⸗ re, so wüͤrde es freilich zur Sicherheit der Auffangung zureichen, nur muͤßten auch die Schorsteine eben sd beschuͤzt werden; und doch waͤre es auch in disem Falle noch vorteilhafter eine hervorragende zugespizte Stange daran aufzurichten. Ein bleierner Streifen ist am leichtesten anzubringen, und die wenigen Kosten welche es erfodert sind auch des⸗ wegen wohl angewant weil die Firstzigel u. s. w. dadurch zugleich uhlich t Melee htungen Fun I Ge waset morstir Dahrüe vun H nithen O Uuße Mn bil Rdo B dem licht zt Dahrüct m Gt RNdt, 0 Bdleck ufzur nicht a lockt schen wie( gemölt bh; In ö ö ö einer Bliz⸗Ableitung.. 133. 449 Küure Wü zugleich vor Wind und Wetter beschuͤzt werden. Daß der ud, un Bliz one Schaden daͤdurch geleitet werde, zeigen die Beob⸗ fi achtungen Erl. 28. 150.): nur wegen der Gefahr zufaͤlliger n Senteke brüste ist es nicht zu raten alzuviel Bley am Dache Wnt t eines Hetnudens anzubringen, weil solches alsdan, mit thern groosser Beschaͤdigung Der Loͤschenden, geschmolzen her⸗ Rünenr Aterturzt(63½).— In Schweden pflegt man oftmahls den ani ͤ Dachruͤcken und den Anschluß desselben am Gibel mit eiser⸗ ö 565 nen Platten zu belegen, und ein Beispiel der dadurch be⸗ 4 wuͤrkten Ableitung des Blitzes findet sich an dem Hause zu oogffin Stockholm(Erf. 116.). 10 Daß aber ein unbedekter Schorstein, bey einem mit . Metal belegten Dachruͤcken noch beschaͤdigt werden koͤnne, iri zeigt das Beispiel des Zuchthauses zu Southwark(149 Erf.). Eiit 9 Bey dem Hause in Stockholm wurden zwar die Schorsteine Nsruifg nicht zerschmettert: allein sie ragten nur wenig uͤber den Hiteife Dachruͤcken, und kaum uͤber den ebenfals mit Metal beleg⸗ kung de tem Gibel, auf welchen der Strahl gefallen zu seyn scheinet, Firstzigl hervor. U M Es bleibt indessen, auch bey einer solchen algemeinen der est Bedeckung der obern Teile des Daches, der Vorteil einer aufzurichtenden zugespizten Stange, daß der Bliz alsban Fsuh nicht auf die ganze Strecke des Dachruͤckens auszufaren aet U⸗ gelocket wird, welches einen gehaͤuften Wetterschlag veruhr⸗ lgulg sachen moͤgte(§. 19). Die spitze Stange bitet naͤmlich, cn wie(F. 122.) gesagt, eine vorzuͤgliche Stelle dar, wo ein In gemaͤliger oder doch geringerer Ausbruch veranlasset wird. M 2 H. 134. Ibringe, i ebt(331) Wie 1755 bey dem Leuchteturm zu Plymouth geschahe. Daburh Phil. Trans. Vol. XLIX. p. 477. S. auch Erf. 155. ugli 450 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung §. 134. Das fernere Ableitungsmetal muß ebenfals, seiner ganzen Strecke nach, aussen am Hause herunter gehen, und in keinem Teile eingeschlossen seyn. Wenn auch kein weiterer Schade durch eine Leitung in⸗ nerhalb des Hauses entstuͤnde, so wuͤrde doch das Durch⸗ faren des Wetterschlages, den man gern entfernen moͤgte, nebst Rauch und Dampf, Schrecken veruhrsachen. Zufaͤl⸗ liger Weise koͤnte aber auch wuͤrkliche Beschaͤdigung entste⸗ hen, und vermuthlich war solche in Herrn Maines Hause (139 Erf.) groͤßtenteils daher entsprungen, weil die Stan⸗ gen inwendig im Hause an einer Schorsteinmauer herunter gegangen. Wenn eine Ableitung volkommen zureichend waͤre und zu⸗ sammen hinge, so koͤnte ein Wetterstrahl auch durch eingeschlos— senes Metal faren one die umgebenden Koͤrper zu zerspren⸗ gen oder sonst zu verletzen: solte sich hingegen irgend einiger Mangel des noͤtigen Umfanges oder Zusammenhanges daran finden, so wuͤrde daselbst Platzung, Erschuͤtterung und Flamme entstehen, welche, wenn das Metal mit wider⸗ stehenden Koͤrpern umgeben ist, Schaden veruhrsachen koͤnte(F. 10).), wenn aber nur die aͤussere Seite der freien Luft zugekehrt ist, wo sich die Flamme ausbreiten kan, one uͤbele Folgen voruͤber gehet, wie an Herrn Wests Ableitungs⸗ stangen, an Vergoldungsleisten u. s. w. zu bemerken ist. Demnach erfodert die Sicherheit, daß die ganze Strecke der Ableitung, durch welche der Bliz zu faren hat, an keiner Stelle in dergleichen widerstehenden Koͤrpern einge— schlossen sey, deren Beschaͤdigung man vermeiden wolte(532). Es (332) An dem Leuchteturm, oder der Bluͤse zu Eddystone bey pPlymouth, welche auf einem mit der Se umgebenen Felsen 63 Ihe de E uffle I Z e Wi Ing Hahen. Hleln zunihen sst n Et rN ndt du M Bñnden hiser zu vichet Varen vuschen am den dissehe V einer Bliz⸗-Ableitung.. 134. 45¹ Es waͤre aber zu raten, dises Metal, die meßingne fal sig Spitze der Stange ausgenommen/ uͤberal mit Oehl⸗ uler gahen farbe anzustreichen„ um, wenn ein Wetterstrahl dar⸗ auf file, seiner Bahn und Wuͤrkung durch nachgelas⸗ letmny sene Zeichen desto besser nachzuspuͤren, und, wo Eisen N duz angebracht ist, selbiges vor dem Rost zu bewaren. mno visj Ich sehe hier nicht auf die Nebenwuͤrkung der Ueberma⸗ ha, zl lung, den Strahl in etwas an der Oberflaͤche herabzu⸗ Munz ud leiten(H. 53.), wiwohl selbige einem schwachen Metalle zu anes hu Huͤlfe kommen koͤnte(Erf. 150.). Wenn die Ableitung voͤllig hüh zureichend waͤre, so wuͤrde die Farbe auch nicht einmal ab⸗ ler ham gestreift werden(F. 107). Dises wird aber one Zweifel an den Stellen geschehen, wo die Ableitung unzureichend ne unz oder nicht vest genug zusammengefuͤgt ist. Man hat also I den Vorteil, zu entdecken und nach n Befinden verbessern zu koͤnnen; überhaupt aber/ desto ge⸗ 11 wisser zu seyn/ daß wurkich der Bliz an der Wittun⸗ an —0 welcher vielleicht sonst Leünt Spuhr zu finden waͤre⸗ herab⸗ 66 10 gefaren sey, und uns also von irem geleisteten Dienste zu V900 versichern. Dem Eisen ist das Anmalen uͤberdem noͤtig, 90 500 um den Rost zu verhuͤten, welcher bald die gehoͤrige Dicke ausin desselben verzeren wuͤrde. der fteeh M z Die 000 Felsen liegt, ist oben eine kupferne Kugel, zwey Fuß im Hcung Durchmesser, durch welche ein kupferner Schorstein bis ins maile zweyte Stokwerk herunter geht. Von dem untern Ende * Sret desselben ward im Jahr 1760 zur Ableitung des Blitzes hn, eine Strecke Metal bis zur Se herab angelegt. Philos⸗ Hern einge Trans. Vol. LIV. p. 250. Ein so geraͤumiges Metal kan 0he(5) freilich den Bliz one umher ausgeuͤbte Sewalt durchleiten: 6 allein es wuͤrde doch das Durchfaren desselben durchs Ge⸗ baͤude fuͤrchterlich seyn, um so mehr da durch die weite 0 i kupferne Kugel von oben ein staͤrkerer Ausbruch als durch imgebe n eine spitze Stange veranlasset wird. 452 K. XVIV. Vorschriften zur Anlegung Die ganze Strecke der Ableitung muß wohl an einander schließen und alle Stuͤcke so dicht als moͤglich zusammen gefuͤgt seyn: auch solte man wenigstens alle Jahr, und besonders wenn ein Wetterschlag entstan⸗ den davon man vermutet daß er die Ableitung getroffen, wieder nachsehen, ob irgend etwas an dem Zusammen⸗ hange derselben zerrissen sey— Daß aber die Ableitung glat und eben, one Winkel oder Hoͤcker sey, wird gar nicht erfodert. Auch die geringste Unterbrechung des Zusammenhanges veruhrsachet einen Widerstand im Durchfaren des Blitzes, mit Platzung und Flamme, wie oben(H. 110.) erwaͤhnt worden. Dises wuͤrde nun, wenn sich die Stuͤcke nur noch nahe beruͤhrten, wie bey Herrn Haffendens Regenröͤre und eisernen Stange(Erf. 150.), nicht sonderlich schaden: wie⸗ wohl auch zuweilen dergleichen Stuͤcke durch die Platzung aus einander getriben werden(Erf. 123.), dadurch dan die Ableitung fuͤrs kuͤnftige zerstoͤret wuͤrde. Ueberhaupt aber hindert es doch die freie und leichte Ableitung des Blitzes, Jja, wenn der Zwischenraum etwas betraͤgtlicher waͤre, so koͤnte der Bliz daselbst sogar durch die anligenden Teile des Gebaͤudes, wie zwischen den Rigeln an der Thuͤr(Erf. 49.) oder zwischen der Helmstange und dem Kupferdache(Erf. 118.) hinfaren, weil er immer seinen Weg eher durch veste Koͤrper als durch die Luft nimt. Es koͤnte also in disem Falle eine Beschaͤdigung, ja vielleicht sogar eine Entzuͤndung veruhr⸗ sachet werden, welche man bey dem aͤusserlichen Ansehen einer Ableitung nicht vermutet haͤtte, oder der Bliz koͤnte sich an solcher Stelle in mehrere Strale zerteilen(H. 111.) und daher(wie Erf. 150.) einen Weg durchs Gebaͤude nemen auf welchen man nicht gedacht haͤtte. Diser gefaͤhrliche Feler ist also bey Anlegung einer Ableitung, und vornemlich bey scle bseas Haber sch ohet l hle, iite iut Hd Wj den lächter I Ibefset N ihage gurden E Mhei Verden si Ind alo Rauh beh shmchung der dude G Watterd Cixeck Stln st, wie! c Uh D. Schors und das N ode naden, „, Ren ö einer Bliz⸗Ableitung.§. 134. 453 ahn bey Anschliessi ung des Metalles an die Helmstangen der Tuͤrme, in mit aͤussersier Sorgfalt zu vermeiden. Ig els Ob aber die Strecke von Metal durchaus glat und eben gettoßt sey, oder ob sie eine rauhe Oberflaͤche und allerley Buckel Zusamme⸗ habe, ist ganz gleichguͤltig. Denn, ein Hoͤcker ist doch nur Exleam eine Hervorragung des Metalles: durch dise faͤhrt dan der „ witdgr Bliz eben so leicht als durch das uͤbrige Metal, und weit leichter als er durch einen gleichen Plaz von Luft, welchen der Hoͤcker einnimt, gefaren waͤre. Ein Metaldrath ist oft umerhmzt unverseert gebliben wo er zusammengeschlungen war, wenn des Blh die uͤbrige ebene Strecke desselben vom Blitze zerstoͤret ernin worden(Erf. 72. 108.) ke mut Nach einem Wetterschlage welcher die Ableitung getroffen, Weh werden sich die Stellen wo der Zusammenhang mangelhaft, ubm: un und also der Bliz Spruͤnge zu machen genoͤtigt gewesen, Nahun auch bey geringem Zwischenraume, entweder durch An-⸗ durch dan schmelzung der Enden oder doch durch staͤrkere Absprengung berhaup der Farbe zeigen.—Man koͤnte auch nur; wenn zur Abend⸗ Dlthe zeit Gewitterluft ist, und besonders wenn sich dabey ein waͤt„ wetterlicht oben auf der Spitze sehen liesse, die ganze V N Strecke der Ableitung beobachten, weil alsdan auch an den Efh) Stellen wo der Zusammenhang der Ableitung unterbrochen Ef) ist, wie an Kapt. Winns Kette(Erf. 142.), sich ein zischen⸗ WseHpt des Licht sehen lassen wuͤrde. rüilen Das Metal kan one Gefahr dicht am Gebaͤude, l Schorstein, Dach, Gibel, Pfosten, u. s. w. anligen, 0 Hs und daselbst unmittelbar angenagelt, oder mit Kram⸗ Sh n pen oder umfassenden metallenen Streifen bevestigt „0 werden, nur muͤßte das Holz darunter nicht mulmigt e Hemet seyn, und zur Vorsicht koͤnte man es vor Anlegung Ruührith des Metalles uͤbermalen lassen. Aenemlich M 4 Bey bih 434 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung Bey allen Faͤllen wo der Bliz durch zusammenhaͤngendes und zureichendes Metal, sogar durch bloosse Vergoldung, eine Strecke lang fortgeleitet worden, ist kein anstovssender Koͤrper, auch nicht das trockenste Holz verlezt befun⸗ den(F. 112). Es waͤre also nur eine uͤberfluͤßige Schwi⸗ rigkeit, die Ableitung vom Gebaͤude entfernt zu halten. Das Metal muß doch einmahl an andere Koͤrper bevestigt werden, es mag nun mit langen abstehenden oder kurzen dicht anligenden Krampen, oder mit Naͤgeln gescheh. Wenn also der Strahl von einem kleinen Metalle ins 6 baͤude hinein druͤnge, so wuͤrde er es nicht weniger von jeuen groͤssern Krampen thun, die uͤberdem, wenn die Zuruͤstung von einem Wetterschlage stark erschuͤttert wuͤrde, mehr leiden, ja vom Winde wanken muͤsten. Wil man aber die Ableitung an sieinernen oder hoͤlzernen abstehenden Stuͤtzen bevestigen; so muß dises entweder wiederum mit eisernen Krampen geschehen, welche sodan aus den Stuͤtzen noch eher als aus der vesteren Mauer oder den Hauspfosten ausge⸗ rissen wuͤrden; oder man muͤste das Metal durch die Stuͤtzen selbst hingehen lassen, und alsdan wuͤrden selbige Gefahr laufen zersprenget oder doch erschuͤttert zu werden. Der Schwirigkeit und des uͤbeln Ansehens einer solchen abste⸗ henden Zuruͤstung will ich nicht einmahl erwenen(83).— Mul⸗ Man sehe die Figur bey Herrn ur Rox Memoire sur los verges ou barres meralliques, destinees à garantir les ẽdifices *X des effets de la foudre, avec la maniere dont ces barres doi- vent étre disposées pour que leur effet soit aussi certain qu'il elt possible: in den Mem. de Lac. des sc. 1770. p. 63. wo noch überdem, ausser den obern Stangen am Gipfel, an den Waͤnden und uͤber den Fenstern Queerstangen mit aus⸗ stehenden Spitzen von Joder 5 Fuß angebracht sind. — Rulnigte Polden; hpgen Mfin Müunge sache hu C᷑. N die l senth Salge fice st ich Hebllde hoh eds Esshel hucht! Dß α S swohl abfare diune samme bile e . V. augish s gin schwar x Nenssi gin Mee de yr i h 13 Ablei 0 einer Bliz⸗Ableitung.§. 134. 455 Waan Mulmigtes Holz ist freilich(Erf. 98.) vom Blitze entzuͤndet ins worden; aber bey einem gewaltsamen Durchbruche: wo Ki hingegen der Strahl eine freie Ableitung an einer Strecke 11 i Metal findet, da ist es nicht zu besorgen, und die Ueber⸗ 11 30 malung kan noch dazu dinen ihn desto leichter an der Ober⸗ 10 Uü flaͤche hinzuleiten(H. 53). roder 6 Strimen von Bley oder Kupfer, welche gar nicht shh dik zu seyn brauchen oder von verzinntem Eisenblech, le i die etwa 3 Zoll bis Fuß breit seyn koͤnnen, sind mei⸗ 1 stenteils weit rathfamer zur Ableitung anzuwenden als in Stangen. Der Strahl faͤhrt an der groͤssern Ober⸗ 2 Zulln flaͤche eines solchen hachen Metalles freier herab: es rde, as ist leichter an einander zu fuͤgen, und schiklicher am nan abaht Gebaͤude anzubringen als die Stangen. Am Dache den Gun kan es oft bequeem zur Bedeckung der First oder der nit eserm Ekzigel, oder als Schoßrinne(Winkelrinne) ange⸗ Wroch eh bracht werden. n ausge⸗ Daß der Bliz an Strimen von flachem Metalle, dessen hie Stüͤtzn eine Seite naͤmlich unbedekt liget, frey und one Verletzung N9e Geftl. sowohl der anligenden Koͤrper als des Metalles selbst, her⸗ eden. r abfare, ist oben(F. 110. 112.) erinnert worden. Das schen ahst⸗ duͤnne Metal einer Vergoldung ist ja kaum als durchaus zu⸗ u 6— sammenhaͤngend zu betrachten, da ein Goldblat bekantlich Mi⸗ vile kleine Loͤcher hat, welche immer beym Uebersprunge ö des Blitzes kleine Funken veruhrsachen, dadurch das Metal 9 angeschmolzen und in etwas zerstoͤret wird. Dennoch wird 519 es gemeiniglich nicht ganz verzeert, sondern nur ange⸗ 0110 schwaͤrzt, da hingegen ein duͤnner Drath bey seiner kleinern 100 Oberflaͤche, wenn er gleich mehr Inhalt an Metal hat, 0 oft gaͤnzlich in Rauch zerstaͤubet wird. Folglich muß die ujt gul Dicke des Metalles bey der freien Leitung des Strales we⸗ 0 niger in Betrachtung kommen als die Oberflaͤche. Es ist M 5 auch —8—*————x339———3—3——3—3——33333 45⁵ K. XIV. Vorschriften zur Anlegung auch merkwuͤrdig, daß, da das Goldblat mit seiner untern Flaͤche dicht auf andere Koͤrper aufliget, dennoch weder dise vom durchfarenden Blitze verseret, noch das Goldblat davon abgesprengt wird. Ich schliesse also daraus, daß der aus⸗ denende Wuͤrkungskreis des Strales sich hier nur an der freien Oberflaͤche aͤussere, wo er auch duͤnne Bedeckungen, als Verniß oder Oehlfarbe, absprengt, da er sonst, wenn die Umstaͤnde gleich sind, rund umher seine Gewalt zeiget, und bey vierekten oder rundem Metalle, wo die Oberflaͤche kleiner ist, selbiges zuweilen aus andern Koͤrpern die es umgeben heraussprenget: denn, wenn wir die Oberflaͤchen betrachten, so sehen wir daß selbige bey einer halbzolligen runden oder vierekten Stange uur 14 bis 2 Zoll breit betragen. Wie breit aber die Oberflaͤche eines solchen Metalstrimen seyn muͤsse, um auch von dem staͤrksten Wetterstrale nicht an⸗ geschmolzen oder besch haͤdigt zu werden, empfele ich kuͤnftigen Beobachtern noch genauer zu bestimmen. So viel scheint indessen aus den bisher bekanten Erfarungen schon zu erhel⸗ len, daß ohngefaͤhr 3 Zoll breit zureichen wuͤrden. Bey groossen Gebaͤuden, als Kirchen, wo der Tuͤrm einen starken Strahl auffangen koͤnte, habe ich zur Vorsicht angeraten, sie einen halben Fuß breit zu machen. Sehr merkwuͤrdig ist mir aber, daß, nach Herrn Abt von Felbigers Zeugnis, die Vergoldung in der Kirche zu Sagan,(107. Erf.) da wo der Strahl nicht zuerst darauf zugesprungen sondern im Zusam⸗ menhange dadurch hingefaren, nur auf 1 bis 3 Zoll breit an⸗ geschwaͤrzt worden. Es war zwar nur ein geteilter Strahl, aber doch so stark, daß er nach verlassener Vergoldung noch durch Holz und Steine durchbrechen konte. Man vergleiche auch damit die Wahrnemungen an Baͤumen, wo der Bliz, ohugeachtet der viel schlechtern Leitung durch die Feuchtig⸗ keit, , dac . l Ohhist Rhengt e dabet uchwi Curales 9, un gefnen, v de Mule vam seli aj wam si hon eil M-soch Insehn Wch wüne Vase glrisse einand wie hit Hunge nicht der fln Rsie⸗ lhersti ler) Wg sinet untg eher f Nklet dabgn doj der auz nur an hy Boeckungg sonst, vr hewal ziß, ie Obatsh rpein Ret Obersiihn halbzoln 2 Zoll hu Netalfring ale nicht an hlünftihen iel scheint uzu erhel den. Vo inen farke Hanteh st rldi il ahrüs, di )uwoder im Zasam HAbeetth ter Ctus, M loh hemglihe her Blij Fuchtiz einer Bliz⸗Ableitung.§. 134. 457 keit, doch oft nur eine Furche von einer Hand breit oder 3 Zoll aus der Rinde ausgerissen hat(Erf. 7. 8. 9. 98). Dabey ist noch zu erwegen, daß one Zweifelmehr davon ab⸗ gesprengt wird als die eigentliche Breite des Strahls betraͤgt, so wie auch bey der Vergoldung die Flamme noch, wegen des dabey erzeugten Schwefels, einen weitern Raum umher anschwaͤrzen konnte als zum eigentlichen Duchfaren des Strales erfodert gewesen waͤre. Da nun der Bliz zu Sa⸗ gan, und so mancher andere welcher durch Vergoldungen gefaren, nichts von dem darunter ligenden troknen Holz⸗ werke verseert hat, so haben wir solches bey wuͤrklichen Metalblechen oder Strimen noch weniger zu befuͤrchten, wenn selbige gleich sehr duͤnne und nur 3 Zoll breit waͤren, und auf Holz angenagelt wuͤrden. Stangen von à Zoll dik, wenn sie nicht ganz vest an einander schliessen, koͤnnen noch von einem starken Wetterstrale merklich erhitzet werden, wie solches an Herrn Maines Ableitung(Erf. 139.) gesche⸗ hen seyn soll: dabey muͤssen sie also auch ausgedeent werden, welches die Krampen aus der Mauer reissen kan. Lezteres waͤre allein schon ein schlimmer Zufal, wenn auf solche Weise bey einem hohen Gebaͤude die Ableitungsstangen loos⸗ gerissen wuͤrden und herunter filen. Wie aber die veste An⸗ einanderfuͤgung der Stangen vile Schwirigkeit habe, und wie hingegen die Metalstrimen bequeem zu fuͤgen und anzu⸗ bringen seyn, wird in folgendem erwaͤhnt werden.— Ein nicht ganz unbetraͤgtlicher Nebenumstand zur Empfelung der flachen Strimen ist noch, daß sie keine Miszierde geben, da sie allenthalben dicht anligen, und wenn sie mit Oehlfarbe uͤberstrichen werden nicht einmahl bemerkt werden(339. Dia (334) Bioͤher hat man in Amerika und anderwaͤrts fast immer Stangen zur Ableitung angewant, wiwohl Herr D. Watson und b—'ʒ,:ͥr;S 22222222222222222— 458 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung Die genaue Verbindung der Auffangungsstange mit der uͤbrigen Ableitung laͤßt sich am fuͤglichsten so veranstalten, daß man die Stange durch eine Bley⸗ platte stecke, welche an der Stelle wo das Loch durch— gehet so ausgetriben seyn muß daß sie daselbst den Hals der Stange umfasse. Alsdan ist ein eiserner Ring darum zu legen und damit das Bley vest an die Stange anzutreiben. Die Bleyplatte kan da wo die Stange steht auf dem Gebaͤude bevestigt und mit irem Ende leicht mit der uͤbrigen Ableitung, es mag dazu ge— waͤhlt seyn was man wolle, verbunden werden. Wenn ein kupferner Streifen oder eine Leitung von Meßing⸗ drath unmittelbar von der Stange herab gehen sol; so kan man das Ende derselben zugleich mit der Bley⸗ platte unter den Ring fassen, oder, wo schon eine kupferne Bedeckung am Dache vorhanden ist, dises Metal mit untergelegtem Bley auf gleiche Weise mit⸗ telst eines Ringes dicht an die Stange andraͤngen. Die verschidenen Stuͤcke der Ableitung werden mit iren Enden, wenn es bleierne Streifen sind mit einer einfachen Falze, wenn es aber Kupferbleche sind mit einer doppelten Falze, dicht in einander gelegt, und durch selbige vernitet, oder, wo es die darunter ligen⸗ den Teile des Gebaͤudes zulassen, mit Naͤgeln ange⸗ triben. Wenn die Leitung an einem Dache wo kein Gibel oder Winkel ist herunter gehen sol, so wuͤrden ley⸗ und die im Jahr 1769 wegen einer Blizableitung an der Paulskirche um Rath gefragte Naturforscher(Phil. Trans. Vol. IIV. p. 204. LIX. p. 160.) auch, wo es sich besser schikte, Streifen von Metal vorschlagen. Herr Prof. Bergman aber zieht ausdruͤcklich wegen der groͤssern Oberflaͤche die Platten den Stangen vor.(Schwed. Magaz. I. B. p. 65. 67. 178,.) und nunmehro empfielt sie auch Herr Senley in London. (Phil. Trans. Vol. LXIV. p. 403.) x x ö Aastef h kah 0 Mi asflenen alte do Runggfüg Rnnr N Dichpige gen it DN Inn Hl VFbis wen Oι½ N D wan Eaken he Zu L Wdecung Gaedunz dudn mumg gange n Sprung 659 En ohet M einer Er naochhehe BUlhe au Eiden g um keine dhgel uadin we Rsthn iug Hungstn i Na ae S ch dat Wnh serner W Ndie St lach die S Iinn oh t item S ag dajl g rden. Unn on Min gehen il it der YM schon el ist, de Weise mi ningen. helden mi mit eing e sind ms elegt, inter Ihej Reh ae 0 0 Hiih Huudde By Ritupg af N (h, In hessaschih gman de doll LI iHob einer Bliz⸗Ableitung.§. 134. 459 Bleystreifen oder einfaches Kupferblech zu weich seyn: n kan alsd daselbst entweder zusummengeflochtenen Meßingdrath, oder einen Streifen der aus zusammen⸗ geftltenen Kupferblech bestehet, anwenden. Die Stuͤcke desselben werden mit einfachen Falzen zusam⸗ mengefuͤgt und vernitet, und in dise Falzen wird ein duͤnner Meßingdrath eingehaket, welcher unter die Dachzigel durchzustecken und an den Latten zu bevesti⸗ gen ist. Die Anschliessung des Ableitungsmetalles geschiber um den Hals der Auffangungsstange, das ist oberhalb ires Endes wenn sie mit demselben im Gebaͤude bevestigt ist, (p. 442.) da alsdan, bey so guter Verbindung die durch das Bley vermittelt wird, der Strahl gewiß dem Metal zur Seiten herab folget und nicht in andere Koͤrper eindringet. Zur Verloͤtung laͤßt sich hier, ausser wo etwa das zu Bedeckung einer Rinne angebrachte Metal zugleich zur Ableitung angewant wuͤrde, nicht wohl Anstalt machen. Da aber an den solchergestalt gefuͤgten Flaͤchen vile Be⸗ ruͤrungspunkte sind, so wird der Bliz doch bey dem Ueber⸗ gange nicht so in die Enge zusammengezogen als bey dem Sprunge von einem Gelenkhaken einer Stange zur andern (139 Erf.), und folglich nicht so leicht eine Anschmelzung oder Platzung veruhrsachet. Die Strimen koͤnnen auch bey einer Erschuͤtterung und Ausdenung besser one Schaden nachgeben: und wenn endlich von einem durchfarenden Blitze auch ein und anderer Nagel ausgerissen, oder einige Enden angeschmolzen wuͤrden, so waͤre der Schaden doch von keiner Wichtigkeit. Die auf besagte Weise uͤber die Dachzigel gelegte Leitung kan leicht ein wenig abgehoben werden wenn etwas an dem Dache herzustellen ist, und die Bevestigung mit dem Meßingdrath an den Dachlatten hat einen M a——.—.—;7 400 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung einen solchen Leitungsstreifen sogar bey einem Sturmwinde zusamt den Zigeln gehalten, da andere Teile des Daches abgerissen worden. ö Wenn einer ja Stangen zur Ableitung haben wolte, so ist doch die Zusammenfuͤgung derselben mit bloossen Gelenkhaken nicht sicher genug: das Verloͤten aber/ und die Verbindung mit Schrauben, ist beschweerlich. Vestschliessende Scharniere, deren eines vorwaͤrts das andere seitwaͤrts schluͤge, scheinen den Zwek bequemer zu erreichen— Wo aber schon eine Ableitung von Stangen mit Gelenkhaken angelegt waͤre, da koͤnte man den Glidern durch vest umwundenen Meßing⸗ drath eine genauere Verbindung verschaffen— Die Stangen koͤnnen uͤbrigens mittelst angenagelter, um⸗ fassender, bleierner oder kupferner Streifen am Ge⸗ baͤude bevestigt werden. ö Als Herr Doct. Franklin den Feler der Gelenkhaken an Herrn Maines Stangen bemerkt hatte, rieth er, die Ge⸗ lenke mit Bley zu verloͤten, indem man eine Kapsel von star⸗ kem Papier umlegen und unter dem Gelenke vest anbinden koͤnte, in welche dan das Bley zu giessen waͤre(539. Nach⸗ mahls hat man auch in Amerika die Enden der Stangen mit Schrauben versehen und sie so ineinander gefuͤgt, welches der Erwartung Genuͤge gethan(141 Erf.). Die Deputirte der koͤnigl. Geselschaft, welche im Jahr 1772 ihr Gutachten wegen Anlegung einer Ableitung an den Pulvermagazinen zu Purfleet gaben, naͤmlich die Herren H. Cavendish, Will. Watson, B. Franklin, und J. Robertson, riten, die Stuͤcke aus welchen die Ableitungsstangen bestunden vest ineinander zu schrauben, und, damit sie desto dichter anschloͤssen, noch ö eine (645) Edinb. Phyf.& litt. EII Vol. III. p. 130. 1O Nme che, nitht ge nich ite mmnundene un Ie N0 sichgmn Nome h mit Vehudn Hanhfen, siht e hn, Di Ramgn N RuusE shen 1 einer Bliz⸗Ableitung.§. 134. 461 mn eine duͤnne Platte Bley dazwischen zu legen(360).—. Man 5 Huth sihet aber, daß beides, das Verloͤten und das Anschr rauben, mit nicht geringer Schwirigkeit verbunden sey. Scharniere, hckennch welche mit einem wohlpassenden allenfalls mit duͤnnem Bley mit o Hechz umwundenen Bolzen zusammengeheftet waͤren, wuͤrden eine Alten ath eben so dichte Verbindung machen, und die Stangen liessen shnennt sich alsdan viel leichter anbringen. orwätteg Wo man aber eine schon vorhandene Ableitung von Stan⸗ k bauun gen mit Gelenkhaken nicht verwerfen wolte, da koͤnte auch die Heiumy Verbindung der Gelenke mit vest umwundenen Meßingdrath „ N b verbessert, und dadurch der Zusammenhang bey der Durch⸗ 1 W fahrt des Blitzes mit mehrern Beruͤrungspunkten erhalten dahe werden. Die umfassenden Streifen sind nur deswegen den rca Krampen vorzuzihen weil sie mehr nachgeben und nicht so groosse Erschuͤtterung beym Durchfaren des Blitzes veruhr⸗ sachen. enkhaken Noch tr/ dit G 636) Phil. Trans. Vol. LXIII. p. 42. Die Stangen solten 14 Zol selvon sin dik seyn, mit bleiernen Streifen an die Mauer bevestigt st oubirdg werden, und 10 Fuß uͤber die First hervorragen. Von der 37, Maß First an solte die Stange duͤnner zulaufen, die oͤbern 12 Zoll Stongen m von Kupfer seyn und das Eisen angemahlt werden. An „vsbe jebem Magazine,(deren fuͤnf, 160 Fuß lang und 52 Fuß Didtttt ö breit, in der Reihe, etwa 57 Fuß von einander entfernt Kehulhn ligen) solte zu beiden Enden, und daneben noch an den freyen 4 10 Seiten der beiden aͤussersten Magazine, eine Stange aufge⸗ der richtet und oben mit der bleiernen Bedeckung welche auf adis, der First des Schiferdaches befindlich war, verbunden wer— Re den. Ferner solten in dem Kalkfelsen, auf welchem die tinimh Magazine stehen, Brunnen, so tief daß wenigstens 4 Fuß WHse, ui hoch Wasser darin stuͤnde, gegraben, und in disen eine 1 bleierne Roͤre aufgerichtet werden, die bis zur Oberfaͤche der Erde herauf reichte, und an welcher das untere Ende der Ableitungsstange zu bevestigen waͤre. 462 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung Ie x Roch leichter waͤre, wo sich etwa eime Strecke von flachem Metalle nicht bequeem anbringen oder bevestigen liesse, und wenn man einen einzelnen mes⸗ singnen oder kupfernen Drath nicht zureichend hielte, zwey oder drey derselben, deren jeder etwa so dik als eine Schreibfeder waͤre, zusammen zu wickeln oder zu flechten, und selbige nach Gefallen am Gebäͤude her⸗ unter zu fuͤren. Ein solcher Drath laͤßt sich bigen und lenken, welches bey den Stangen nicht thunlich ist: er laͤßt sich auch weiter in Einem fortfuͤren und one Absatz zusammen fuͤgen, wenn nuͤmlich hie diser dort jener der zusammenverbundenen Diaͤte mit seinem Ende durch Umwickelung an einen andern geheftet wird: endlich giebt er auch bey einer Er⸗ schuͤtterung, oder bey einer Aus denung, welche auch von einer nicht gar starken Erhitzung veruhrsachet werden koͤnte, besser nach als die eisernen Stangen— Daß ein Drath in der Dicke von einer Schreibfeder schon zureichend seyn wuͤr⸗ de, ist oben(§. 110) aus Erfarungen wahrscheinlich ge— macht. Wenn man aber bey hohen Gebaͤuden, als Kirch⸗ tuͤrmen, mehr erforderlich hielte, so liessen sich eben so leicht zween oder drey Draͤte zusammen anbringen. Sogar die duͤnnen Draͤte welche in irer uͤbrigen Laͤnge geschmolzen worden, waren, wie(p. 45 3.) gesagt, an den Stellen wo sie zusammengewickelt gewesen unverseert gebliben. Nun koͤn⸗ ten Faͤlle vorkommen wo das Annagelu von metallenen Stri⸗ men nicht wohl Stat faͤnde: daselbst aber, z. E. uͤber das Schiferdach eines runden Turms, u. d. gl. liesse sich ein solcher Drath bequeem eine gute Strecke weit one Zwischen⸗ bevestigung herab fuͤren, und waͤre also das leichteste Miitel eine Ableitung zu veranstalten. Der Drath muß aber von Meßing oder Kupfer seyn, weil ein eiserner durch das Ro⸗ sten bald untauglich werden wuͤrde. Wo Wos IuMoll luder aan d sh j W Meitane Ti Fith l Rglv Mchr Mole Heene DeSer Rine Hane dtt gei upsche RNt Wun,e Hinchl hibe, chhen 104 ud unt banden rifung am Hen un dal Rie Ni minch u ahn einer Bliz⸗Ableitung.. 134. 463 eist Ertt Wo sich schon eine Strecke von zusammenhaͤngen⸗ lbihe 00 den Metal aussen am Gebaͤnde herunter befindet, und schen t insbesondere, wo mit Metal belegte Daͤcher, kupferne, teihend thebleierne, oder blecherne Rinnen oder Roͤren vorhanden Itua sh Hleg sind; da lassen sich dise Stuͤcke sehr bequeem mit zur vikeln cha Bliz⸗Ableitung anwenden. Man muß nur dafuͤr sor⸗ Gtbildeh gen, daß sie mit der obern und untern Strecke der Ableitung wohl verbunden werden, und daß, wenn kalen, u. ein Teil davon in Holz oder Stein eingeschlossen schuhtn waͤre, eine Verbindung von Meral aussen herum an⸗ 11 gelegt werde— Um also einen Streifen Bley an eine n figen, y Roöͤre oder Stange anzuschliessen, muͤßte derselbe mit renbethon umwundenen Meßingdraͤth wohl angeschnuͤret werden: ung ay bey einem andern sthon angenagelten Streifen Kupfer 0 beh egt oder Bley muͤßte man den Berbindungs⸗Streifen, wenn welche audh keine tung oder Falze anzubringen, etwa eine gute et werdenth Handbreit uͤberlegen und aufnageln, wie auch, wenn en dut diser gleichfals von Kupfer seyn solte, etwas Bley ir 0 daͤzwischen legen. uschinlich Daß dergleichen Strecken von Metal, bleierne Regen⸗ eu, Klc roͤren, Streifen Bley oder Kupfer, Stangen u. s. f. schon chen s oftmahls den Dienst einer Blizleitung volkommen geleistet B. Eahr haben, und nur an den Enden wo der Strahl zu⸗ oder Fthn abgesprungen zuweilen verlezt worden, ist oben(CH. 103. EIL 104. 110) dargethan. Man koͤnte also, wenn sie nur oben u. Nunil und unten mit der uͤbrigen Strecke der Ableitung wohl ver⸗ hlandd bunden wuͤrden, dadurch so viel Raum von einer neuen Zu⸗ 56 ruͤstung ersparen. Gemeiniglich sind auch die Regenroͤren 9 1 am bequeemsten zur Bliz-Ableitung gelegen. Wenn 1 ro etwa das obere Ende einer solchen Roͤre noch durch eine hoͤl⸗ I zerne Rinne oder durch etwas Mauerwerk durchginge, so ah 0 waͤre es dienlich von aussen herum einen Streifen Metal zur ten Verbindung anzubringen. Es koͤnte zwar ein Metal von Iich hið x II. Teil. N sob⸗ 464 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung solcher Weite als eine Regenroͤre ist, auch wenn sie einge⸗ schlossen waͤre, dem Strale genugsamen Umfang zu seiner Bahn darbiten(337), aber besser scheint es doch dem Bliz einen freien Raum zur Ausbreitung zu lassen. Das Bley schliesset besser an als Kupfer, daher es bey kupfernen Streifen, die Verbindung durch mehrere Beruͤ⸗ rung volkommener zu machen, zwischengestekt werden kan. Eine einzige nach beschribener Vorsicht eingerich— tete Ableitung ist auch bey einem groossen Gebaͤude zureichend, wenn gleich zur Auffangung des Blitzes oben an mehrern Enden Anstalt zu machen waͤre: nur muß einer jeden am Gipfel befindlichen Auffan⸗ gungsspitze es sey nun mittelst einer metallenen Be⸗ deckung der First oder durch einen andern Zusammen⸗ hang, eine Verbindung mit der heruntergehenden Ableitung verschaffet werden. Dises Metal kan fer⸗ ner nach Befinden der Umstaͤnde gerade zu oder mit Umschweifen, von einem Ende des Gebaͤudes zum an⸗ dern, und von dort die uͤbrige Ableitung wo man es am schiklichsten haͤlt berunter gefuͤhrt werden. Wo der Bliz oben auf das Gebaͤude treffen werde/ kan man nicht allemahl mit Sicherheit vorhersagen: deswegen ist es rathsam, wenn der Umfang sich weit erstrecket, mehr als ein Ende des Gipfels oder die ganze First mit einem Auf⸗ fanaungsmetalle zu versehen. Wenn aber der Strahl ein Mahl aufgefangen ist und eine zureichende Leitung von Me⸗ tal vorfindet, so sind wir versichert, daß er derselben auch ö durch (63) S.§. 107. Der Fal, da zu Moulton ein gehauener Stein welcher eine bleierne Ausgußroͤre umschloß zersprengt wurde (123 Erf.) gehoͤrt nicht hiher, weil daselbst keine Ableitung vorhanden war, sondern der Strahl seine Bahn mit Gewalt durch den Stein fortsetzen mußte. u l 10 um 6 o in Hsfede Sullen zugen Nah/ rrstr u0. l Rso E lu, A ruch v Reu nichtg I un d Mleil 2 I ink slein Gie lihe wen dies unn find glich licken olt lih einer Bliz-Ableitung.§. 134. 465 u seii durch alle Umwege folgen, und davon auch nicht auf ande⸗ usinn res am Gebaͤude befindliches Metal abweichen, noch weniger vn also in andere Koͤrper dringen werde(. 125). An Herrn Haͤffendens Hause(Erf. 150) nahm der Bliz mit geteilten uI h Stralen seinen Weg queer uͤber das Dach hin: aber alle drey nu I. gingen doch zulezt wieder vereint an der Ableitung herunter. wetben u Auch, wo durch hohe mit Metal bedekte Turmspitzen Wet⸗ t eingert terstrale aufgefangen worden, sind sie doch einer einzigen enn Gh und nicht einmahl volkommenen Leitung durch alle Umwege des M gefolgt(Erf. 50. 154): wie vielmehr ist dises dan bey gehoͤ⸗ nchen wiz rig eingerichteten zu schliessen. Das einzige Bedenken waͤre hen Mi nur, daß durch doppelte oder mehrere Auffangungsstangen Hlenns auch zuweilen ein gehaͤufter Ausbruch von Wetterstralen Dusmmn veruhrsachet werden moͤgte, deswegen ich solche auch bey . nicht gar zu weitlaͤuftigen Gebaͤuden vermeiden wolte. Allein, 0 40 im Falle wo mehrere Stangen oben aufgerichtet waͤren, köͤnte 66 um an man doch meistens mit weniger Schwirigkeit eine desto staͤrkere o man 6 Ableitung verfertigen als derselben mehrere veranstalten. en. Man kan sich also allenthalben nach den Umstaͤnden rich— werde, ten und den bequeemsten Weg waͤlen. Wenn z. E. das Ge⸗ 11 Nogn baͤude lang, mit einer ebenen First versehen, und one Schor⸗ steine waͤre,(als Magazine;) so duͤrfte man nur an beiden —55 0 Gibeln eine Auffangungsstange errichten und sodan von jeder ö in eine Ableitung herunter gehen lassen, dises wuͤrde naͤmlich, R wenn zumahl das Gebaͤude nidrig waͤre, weniger kosten als mrnd die Stangen mit einander zu verbinden, und hier waͤre es aftha unnoͤtig, die ganze First mit Metal zu bedecken: jeder Strahl 1 faͤnde seine eigene Leitung, es moͤgten nun die Stangen zu⸗ Wunmen gleich ober einzeln getroffen werden. Wenn aber der Dach⸗ Imuit ruͤcken schon von einem Gibel bis zum andern mit Metal niin bedekt waͤre, so koͤnte auch eine etwas reichliche Ableitung I zureichend seyn, sie moͤgte von dem obern Metalle herab⸗ N 2 gehen 466 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung gehen an welchem Ende man wolte, well der Strahl von beiden Auffangungs Ecken durch den Zusammenhang des Metalles dahin geleitet wuͤrde— Wenn ferner seitwaͤrtð am Dache eines Hauses eine mit Bley oder Kupfer ausgeschla⸗ gene Rinne unter der Traufe laͤge, von deren einem Ende eine bleierne Roͤre herunter ginge; so waͤre nur noͤtig, von der Auffangungsstange, sie moͤgte aufgerichtet seyn wo sie wolte, einen Streifen Bley oder Kaͤpfer herabgehen zu las⸗ sen bis es mit dem Metalle der ausgeschlagenen Rinne ver⸗ bunden wuͤrde, und oftmahls ist schon dergleichen Metal am Dache, da wo die Zigel einen Winkel machen oder am Gibel anschliessen, vorhanden, daß also nur fuͤr die gute Verbin⸗ dung diser verschidenen Stuͤcke, welche zur Ableitung dinen koͤnten, zu sorgen waͤre. Anderer Vorteile, welche dises oder jenes Gebaͤude darbiten 2 zu geschweigen(335). §. 135. (38) Bey der Paulskirche in London urteilten die im Jahr 1769. um Rath gefragten Naturforscher, naͤmlich die Her⸗ ren§Franklin, Canton, Delaval, Watson und wilson, daß zur Bliz⸗-Ableitung nichts weiter noͤtig waͤre, als eine Verbindung zwischen den verschidenen Metallen, welche sich schon daran befanden, naͤmlich dem Kreuze auf der Spitze der Laterne, der bleiernen Bedeckung der Kuppel, den bleiernen Regenroͤren an den obern Teilen, und dem bleiernen Kirchendache, zu machen. Von lezterem naͤmlich gingen schon unmittelbar verschidene bleierne Roͤren am Gebaͤude herunter, welche sich unter der Erde in einem ge⸗ mauerten Siel enbigten. Zu diser metallenen Verbindung schlagen sie vor, nach Verschidenheit der Stellen teils eiserne einen Zol im Gevierte dicke Stangen, teils Streifen Bley von 4 Zoll Breite und 4 Zol dik, anzuwenden. Sie haben dabey mit Recht nicht auf andere Stuͤcke und Teile von Metal gesehen, welche sich noch sonst hie und da an dem Gebaͤu⸗ 5 Ine wush iu e Hisut in dne aung ft auhe galti 10 16 schart Wauun d Dun Orthe Hafte W ö ö ö einer Bliz⸗Ableitung.§. 134. 135. 467 Sthhl an ů—405 ů Wwützen Um endlich dem Strahl einen freien Abfluß Wah zu verschaffen/ fuͤre man die Ableitung wo moͤglich udssschl bis in ein offenes Wasser, wenn es auch nur eine tem Erde Gassenrinne waͤre, nicht aber in ein bedektes Siel oder ubiig, w in einen tifen Brunnen, als wodurch eine Aufspren⸗ sehn pss gung veruhrsacht werden koͤnte. chen ut Je freier sich der Bliz an der Erde verteilet, desto leich⸗ Rinne uen ter streicht er durch die Ableitung hin, one dem Gebaͤnde n Menlan auch am Grunde einigen Schaden zuzufuͤgen. Das Wasser er am Gi giebt ihm aber eine vorzuͤgliche Anlockung(H. 47. 48) und ute Vein wo er nur fliessendes Regenwasser angetroffen, da hat er itung din sich one allen Schaden auf dem Boden verteilet, wie an Wests velche d Ableitung(Erf. 137) an Haffendens Hause(Erf. 150) und n( bey dem Hause zu Stokholm(116 Erf.) zu bemerken ist— . z. Wenn also die eine Seite eines Hauses an einem Kanal, 4 Graben, u. s. w. gelegen ist, so waͤre solches der vorteil⸗ 0 hafteste Ort, die Ableitung daselbst hinein zu fuͤren, und d wisoi gemeiniglich findet man dort auch die Regenroͤren, von de⸗ he d l ren Ende nur ein Sireifen Bley bis ins Wasser herunter len, ch N 3 fort⸗ I H Gebaͤude befinden: nur zur voͤlligen Sicherheit rathen sie da gunh auch noch, von den Knoͤpfen der beiden Tuͤrme an der du Westseite eine Verbindung mit dem Bley an dem Kirchen-⸗ amnlch dache zu veranstalten, da dise es sonst wegen der viel hoͤ⸗ u hern und mit so vilem Metal bedekten Kuppel nicht ein⸗ Waumee mahl zu beduͤrfen schinen. Sie erinnern auch, daß man Wüdig die Stangen nur. zu besorgenden Abgauges durch Eastt das Rosten so dik gewaͤhlt, und uͤberhaupt an disem Ge⸗ ö ä baͤude, wegen der besondern Hoͤhe der Kuppel und eines ün m darauf zu besorgenden staͤrkern Ausbruches vom Blitze reich⸗ 6 6 licheres Metal zur Ableitung angeraten haͤtte als an au— Anen dern Gebaͤuden noͤtig seyn wuͤrde. Philos. Trans. Vol. LIX. 2900 4 4638 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung fortzusetzen ist. Wenn aber das Wasser eingeschlossen und unter der Oberflaͤche bedekt, oder nur zerstreute Feuchtigkeit im Grunde enthalten ist, so kan durch den hineingelokten Strahl eine heftige Platzung entstehen, entweder weil er sich selbst nicht genug darin ausbreiten kan, oder weil auch das Wasser in Duͤnste aufgeloͤset und die Luft durch die Flamme auf einmahl ausgedeent wird. Daher ist in disem Falle eine Aufsprengung der bedeckenden Teile zu besorgen. 3. Erf. Im Jahr 1710. den 23 May fiel ein Wetterstrahl auf ein Haus nahe am Zuͤrcher Se, woselbst er oben gegen Suͤden ein Lust-oder Sommerhaͤuslein, Tuͤrmchen! traf, davon die bleiernen Traufrinnen samt deren eisernen Beve⸗ stigungsbanden herabgeworfen, und andere Teile beschaͤdigt wurden. Der Bliz teilte sich in verschidene Strale, oder war vielleicht mit einem doppelten Strale ausgebrochen, da man auch in dem noͤrdlichen Lusthaͤuslein oder aͤhulichen Tuͤrmchen] einige Bretter zerrissen fand. Es wurden am Dache u. s. f. hie und da Beschaͤdigungen veruhrsachet, das Bley an den Fenstern zerschmolzen und zersprenget, der Be⸗ schlag verbogen, eine Gardinenstange, die fast 4 Zol dik war, one Verletzung des daran hangenden wollenen Vor⸗ hanges in der Mitte zerbrochen, Moͤrtel von Waͤnden ab⸗ geschlagen, und ein steinerner Pfosten der mit einem eiser⸗ nen Anker bevestigt war zersprenget. Endlich ergrif der Strahl eine bleierne 5 Zoll breite Ausgußroͤre, durch welche das Wasser von dem Hause in den Hof abgeleitet ward, zerriß an derselben in der Hoͤhe von 6 Fuß die Fugen, doch one Schaden des tannenen Futters mit welchem die Roͤre umgeben war, und fuhr von dort in ein an der Mauer weggehendes bedektes Siel, uͤber welchem auf 8 Fuß lang und einen Fuß breit die Pflastersteine um etwas aus der Erde geho⸗ he hbin 1 M sch onchen Reü 8⁰ Wat. veschid worden Von d Bun Gh qheh/ Wuche, Rsclle e hi hishs Ducht uum i W dr6 63 h chosen m Zuthigkt wungcktg dr wal e wil auc st ducch y istin ds ubesagg tertrahley oben go uchen trj ernen V e beschihg trale, ohn Hrochen, d hnlichen Urden am achet, das t, der Be t 1 30lM llenen M. Handen ah⸗ iem eist⸗ atif de uuch vich det vut, uge, doh die Re H+ Mult suß lang hrErde geho⸗ einer Bliz⸗Ableitung.§. 135. Erf. 153. 469 gehoben wurden.— In der Kuͤche stand nicht weit von den Fenstern die Hausfrau nebst der Magd. Die Fenster wur⸗ den zerschmettert, das Bley daran in kleine Tropfen zer⸗ schmolzen, und an die Waͤnde, ja selbst auf der Frauen Klei⸗ der gesprengt: dennoch bliben beide unbeschaͤdigt stehen. So waren auch in einem Zimmer desselben Hauses, darin verschidenes beschaͤdigt, und welches mit Dampf erfuͤllet worden, ein Paar Kinder, welche keinen Schaden litten— Von disem Blize, oder doch zur selben Zeit, ward auch ein Baum auf der Wise, welche neben dem Hause gegen den Se liegt, getroffen, und die Rinde in der Breite von ein, zwey, bis 8 Zoll, von den aͤussersten Aesten bis uͤber die Wurzel, schlangenweise Loder vielmehr schraubenweise] ab⸗ geschaͤlet, als ob es mit einem Messer geschehen waͤre, und one hinterlassene Spuren des Feuers. Eine Magd die sich daselbst befand sahe eine feurige Kugel von halbschuigem Durchmesser in geringer Entfernung, und(wie sie meinte] kaum 12 Schu hoch von der Erde queer einherfaren, und hoͤrte dabey ein starkes Sausen, ward aber nicht beschaͤ⸗ digt(537). N 4 Nach (330) Beschriben von Scheuchzern Neteorol. helu. p. 28. und Eph. N. C. Cent. II. Obs. 185. P. 389. woselbst des Siels deutlicher erwaͤhnt wird. Uebrigens beschreibt Scheuchzer den Fal so, als waͤre der Bliz von der Stelle wo das Pfla⸗ ster aufgeworfen worden in die Hoͤhe bis zum Dache und dem Tuͤrmchen hinauf, und an der andern Seite wieder herunter gefaren, welche Vorstellung, wie oben gesagt, in Betrachtung der Wuͤrkung keinen Unterschied macht. Da auch der Zug nach Metallen damahls noch nicht recht beach⸗ tet worden, so konte die ganze Bahn nur unvolkommen heschriben werden. ———— — SSSSS‚‚‚‚‚— 35 2 470 K. XIVV. Vorschriften zut Anlegung Nach diser Betrachtung wuͤrde ich also einen tifen Brun⸗ nen(346), oder ein bedektes Siel(34˙) mit der Ableitung vermeiden, und sie auch nicht in eine ausdruͤklich gemachte tise Grube darin der Regen geleitet worden senken„ wohl aber in einer geringen Vertifung Feuchtigkeit an der Ober⸗ flaͤche des Bodens wo die aufhoͤret zu erhalten suchen. Wenn sich keine Gelegenheit findet am Fuße des Gebaͤudes ein offenes Wasser oder eine Gassenrinne zu treffen; so lasse man die Ableitung liber nur eben an der Oberfläche der Erde auf hoͤren, als daß man sie tief in die Erde hinein leiten solte. Herr Doct. Franuklin hat zwar geraten, das untere Ende der Ableitung tief und bis in feuchten Grund einzu⸗ senken, um dadurch desto leichtere Verteilung des Blitzes zu erhalten(4⁷%): und ihm sind andere Naturforscher in diser ö Vor⸗ (340) Deössen Herr Franklin sich zu bedinen vorschlaͤgt. Edind. Phhys. EIH. Vol. III. p. 131. und dergleichen auch bey den Pulvermagazinen zu Purfleet(not. 336) angeraten wor⸗ den— Indessen finden wir doch, daß ein Wetterstrahl Erf. 139 b.) an dem danebenstehenden Versamlungshause, wo die 40 Fuß tife Brunnen, darin bleierne Roͤren herunter gingen, zur Ableitung gedient haben, sich one Schaden im Grunde verloren hat. (341) Als bey der Paulskirche(nor. 338)— Zu Sienga(Erf. 139. c.) ist zwar der Bliz unter der Erde weg geleitet worden: allein das Ableitungsmetal ging durchhin, und war vermuthlich in einem Kasten gelegt, so, daß der Strahl sich nicht in der eingeschlossenen Feuchtigkeit endigte und daselbst eine Platzung veruhrsachte. (44½) Ja, er scheint es zu tabeln, daß bey Wests Hause der Bliz sich auf dem nassen Pflaster verbreitet habe, da etwa die SSSSeeeeeeeeeeee 6 astist 5l de. Ihsung Iu Mite Hulan hid M„ wem Hlsche Minid u Augtt vuj HN 0 aom uin Aungen Ehlachn, Enuge u ug tffn din, lbhun Hchemn ln II tde ghz zu elggz am Jut Gassenz her hur h daß myytz das uh Grund euß des Biht scher in dj V hlagt. Eän auch bey y Noeraten etterstehle Inoshau, x. Runeg Frunnt u Ehhen in nalerHe Wothen: clel I Henuthl Uschnichti E Hus N H/ da ernt einer Bliz⸗Ableitung.§. 135. 47¹ Vorschrift gefolget(43). Allein, er hatte doch selbst die Folge der Platzung und der Auseinanderwerfung durch die Verduͤnstung der eingeschlossenen Feuchtigkeit, welche durch den Blizstrahl veruhrsachet werden koͤnte, bemerkt(40, Da nun hidurch eine Aufsprengung des Bodens zu befuͤrchten ist, wenn nicht etwa die Erde unten trokner als an der Oberflaͤche waͤne, und da solches sich auch wuͤrklich bey Herrn Maines und zum Teil auch bey Herrn Ravens Ableitung eraͤuget hat; so folget, daß je tifer die Stange eingesenkt wuͤrde, desto mehr eine solche Aufsprengung zu besorgen waͤre.— So wuͤrde auch dise Gefahr nur vermehrt werden, wenn man dem Vorschlage folgte, unter der Erde von dem Ableitungsmetal noch Nebenstralen auszubreiten, oder Schlacken, Hammerschlag u. dgl. um das untere Ende der Stange her zu streuen: denn, eben dadurch entstehet das N 5 Auf⸗ die Erde darunter, in welche die Stange 4 oder 5 Fuß tief gesenkt war, trokner gewesen, welches doch wuͤrklich den gluͤklichen Ausgang veruhrsachte. Dagegen meint er, so wohl hier als bey Herrn Maines Hause haͤtte die Stange tifer eingesenkt werden sollen,(EXp.& Obss. p. 414. 422.) und verlangt sogar 10 oder 12 Fuß tief,(Edinb. Phys. Ess. Vol. III. p. 130.) oder, daß sie erst etwa 2 oder 3 Fuß tief bis in feuchten Grund hineingehe, darauf unter der Erde 6 oder 8 Fuß von der Mauer, der Laͤnge nach abgeleitet, und wiederum zulezt 3 oder 4 Fuß niderwaͤrts gebogen werde. Exp.& Obss. lett. 59. p. 484. (643) Nur der Herr Abt von Felbiger ward durch Herrn Maines Beispiel auf andere Gedanken geleitet, und wil nunmehr die Ableitung liber an der Oberflaͤche der Erde auf hoͤren lassen.(Die Kunst Tuͤrme durch Ableitungen zu bewaren. p. 60. not. c. 61. not. f. 64.õ not. o.) 64⁴) Exp. and Obfl. p. 415• 47½2 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung Aufwuͤlen des Bodens wenn der Strahl hineingelocket wird und sich daselbst auszudenen sucht oder die Feuchtigkeit in Dunst ausdenet. Wenn hingegen der Bliz nicht durch Metali in die Erde hineingelockt wird, so endigt sich seine Wuͤrkung gemeiniglich one allen weitern Schaden an der Oberflaͤche(§. 126). So ward bey Haffendens Hause,(Erf. 150), wo die eiserne Stange au welcher der Bliz herabgeleitet worden bloos auf der Erde ruhete, keine Aufwuͤlung oder Beschaͤdigung am Grunde veruhrsachet. Wenn aber ja verborgenes Wasser oder enthaltene Feuchtigkeit den Strahl hinunter locken solte, so wuͤrde doch der Schaden bey einer Ableitung aussen am Hause nur unbetraͤgtlich, etwa wie unter den Regenroͤren zu Rikmansworth(41 Erf.) ausfallen.— Nach disen Grund⸗ saͤtzen habe ich im Jahr 1770 eine Ableitung am Auscharins⸗ turm zu Bremen anzulegen geraten, welche bereits bey einem abermaligen Wetterschlage ire gewuͤnschte Wuͤrkung ge⸗ zeiget hat. 154. Erf. Zu Bremen hatte der Bliz im Jahr 1746, im Jahr 1735, und zwar zu zweien Malen in einer Virtelstunde, wie auch im Jahr 1756, in die Anschariuskirche eingeschlagen: alle⸗ mahl so, daß aussen am Turme keine Beschaͤdigung, in⸗ wendig in der Kirche aber auf der Orgelbuͤne verschidene Spuren gefunden worden. Im Jahr 1770 den 25sten Ju⸗ lius fuhr wider ein Wetterschlag denselben Weg, welches eine besondere Aufmerksamkeit erregte, und dabey alles wohl untersuchet ward— Der Turm ist von oben bis unten 330 Fuß, und die Kirche bis an das Dach, welches mit Schifern belegt ist, z0 Fuß hoch. Die obere erwa 130 Fuß hohe Spitze des Turms ist ganz mit Kupfer gedekt: unter derselben aber stehet die vierekte TLurmmauer noch mit sechs Absaͤ⸗ hl V n, Mun un dilta, un d N uWch I ne,de 1 Ii„ M Ipmt vustrd Ei 0Ls, uhander,d Ichuz x M, un lio in gy - Higeet Sagll in! Spuhr des IRwern N pfen swar chen al watt Whn z hnt de niss hihs n ö einer Bliz⸗Ableitung.§. 135. Erf. 154. 473 ugtachty Absätzen, jed Nuß, aber die Kit Mhtn 5 ie em von 25 Fuß, uͤber die Kirchenmauer hervor, in deren vierten, von oben gerechnet, die Uhr enthalten ist. hund 0 Unter den Nanude des kupfernen Turmdaches befindet sich mmin an der suͤdlichen Seite der Mauer die 2 Liebfe h Aberzogene Zifertafel. Den Zwischenraum fället ein hoͤlzernes udr 0 Gesimse, 93766 obere Platte noch mit einem Fortsatze 20 Wüulen kapfernen Turmdaches ir und in eine Rinne aus gehölet üi ist, von welcher an der oͤstlichen Seite der Zifertafel eine m kurze Abflußroͤre das Regenwasser ausgoß. In der Kirche aezenes du auf der Orgelbuͤne, 24 Schu vom Fußboden, ist eine andere uer bunith Stundentafel befindlich, deren Zeiger von der Uhr im Turm, lung hisan durch Stangen die mit Wechselraͤdern in einander greifen en Maann und bald senkrecht bald wagerecht angebracht sind, getriben disnom wird. Die duͤnneste diser Stangen ist einen guten halben im Mschnn Zol oder etwa s Zol im Durchschnit. Bis dahin war also, nits bey in ausser dem beschribenen Zwischenraume uͤber der Zeigertafel Wunung des Turms, ein ziemlich guter Zusammenhang von Metal vorhanden, da die lange Zeiger-Axe vermuthlich auf der Be⸗ kleidung der Zeigertafel aufliget: und in diesem ganzen n Jhr in Wege, naͤmlich an der mit Kupfer gedekten Spitze sowohl ade, wie ui als im ganzen gemauerten Umfange des Turms, darin von schagen: ll der Zeigertafel am Turm bis zur Uhr und von da bis zur hidigun, ft Orgel in der Kirche die Stangen herabgehen, war keine ne Haschiden Spuhr des Blitzes zu finden gewesen, ausser einer, welche veu dsin jetzt zu erwegen ist. Der Bliz hatte naͤmlich dises Mahl in „ wch der kupfernen Rinne uͤber dem Gesimse der Zeigertafel, und l u zwar eben uͤber der Zahl XII, ein rundes Loch etwas uͤber n dis Iutn 4 Zol weit durchgeschmolzen. Es hatte auch ein Nachbar, vuchi der den Bliz auf den Turm fallen und das ganze Kupferdach a 50 als mit Feuer uͤbergossen gesehen, sogleich angezeiget, daß u der Strahl sich besonders uͤber der Zeigertafel geaͤussert habe, h nit set und daselbst die Spuhr nachzusuchen sey. Die vorherge⸗ x M henden 474 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung henden Wetterschlaͤge hatten weder hier noch an einer andern Stelle des Turms eine Verletzung geaͤussert, deswegen man dabey folgende Umstaͤnde beachtete. Im Jahr 1756. war der Schlag um halb 9 Uhr, und in den Jaren 1755 und 1746. kurz nach 3 Uhr geschehen, folglich war der Zeiger dise 3 Mahl fast wagerecht, im Jahr 1770 aber, da der Bliz des Morgens um 6 Uhr einschlug, senkrecht gestanden. Es waͤre also moͤglich, daß der Strahl bey den ehemaligen Wetterschlaͤgen sich am Ende der besagten Abflußroͤre neben der Zeigertafel gesamlet, und von dort den Sprung zu dem damahls etwa 3 oder 4 Fuß abstehenden Zeiger genommen haͤtte, nunmehro aber, da der Zeiger senkrecht stand, von der Rinne uͤber der Zeigertafel geradenmab durch das Gesimse gedrungen waͤre, in welchem er vermuthlich Naͤgel, oder hinter demselben Bevestigungsklammern antraf, so daß keine Zersplitterung des Holzes veruhrsachet ward. Indessen laͤst sich dises, da von keiner angeschmolzenen Spuhr am Ende der Roͤre Meldung geschihet, nicht mit Gewißheit behaupten, und der Bliz konte auch aus andern zufaͤlligen Uhrsachen sich bey dem Absprunge von der Rinne uͤber der Zeigertafel nur mehr zusammengezogen haben, so daß dises Mahl daselbst eine Durchschmelzung veruhrsachet worden.— In der Kirche wurden jedes Mahl ein und andere Verletzungen vom Vlitze gefunden: naͤmlich in der Gegend der Zeigertafel auf der Or gelbuͤne, am Zeiger derselben, welcher durch den lezterwaͤhnten Schlag an der Spitze und am Rande etwas angeschmolzen war, bey der Stange welche denselben bewe⸗ get, unter den groossen Orgelpfeifen hingehet, und in einer hoͤlzernen zusammengenagelten Bekleidung eingeschlossen ist, wo ein Teil des Strahls ohngefaͤhr 3 Fuß von der Stunden⸗ tafel bey einem Nagel, dessen Kopf etwas angelaufen und das Holz umher ein wenig entfaͤrbet war, heraus, und an der x l itstumn W hnRbf o nll hi sch ber Rlen de Ol 565 Im Im Bidth M en Iumm Ein IundE IH I un huf uue Rt S/ l usün M sh c H u de gud, e Mbint: muhl nit. fl it Kl hake, vil Haasule he gachayn, isteuumn Immen duch3 Wathl mif hsig ii U I ö n einer Bliz⸗Ableitung. 9. 135. Erf. 154. 475 Hnenn W0 „ hwyyn rwön der naͤchst daran hefindlichen Mauer, von deren Ecke etwas abgeschlagen, geschlaͤngelt herunter gefaren war, ferner an einigen Orgelpfeifen, an einer nahe dabey befindlichen Thuͤr, 101 und endlich hie und da an der Mauer zur Cde herunter. be, N r Es stehet aber die kleine Zeigertafel etwa 5 Fuß uͤber dem Tgssnmn Boden der Orgelbuͤne, an dareiten Seite derselben etwa den Ran 5 Fuß vom Ende⸗ wo die Buͤne ohngefahr 2 Fuß hoch nin. 2810 Boden mit einer starken eisernen reen an der We Lum. inn ist, 4 der Wn seinen Errnn iemen koͤnnen. Die neben der Zeigerstange ader hergehende diher gnn inwendige Seite der Turmmaͤner machet daselbst einen Vor⸗ htstohm sprung, so daß sie nur etwa 12 Fuß weit davon entfernt ist. urch buf Da nun hier im Je 1755. Nachmittags um 3 Uhr der lich Nach erste Wetterstraͤhl eingeschlagen, und verschidene Leute hinzu⸗ haf, sobgelaufen waren das Beschaͤdigte daselbst zu sehen, hat der d. Indess zweite Bliz, welcher bald darauf erfolget, einen Man, der Spuhran! zwischen diser Zeigertafel, oder der Zeigerstange,(neben cheit behauy welcher auch damahls etwa 6 Fuß von der Zeigertafel ein uUhrsachm Stuͤk aus der Mauer geschlagen war,) und der Klammer Zeigertafte gestanden, erschlagen, und andere beschaͤdigt.—Neben der Mlhl. Orgelbuͤne und nahe an diser Klammer ist ein Leichendenk⸗ den.— mahl mit Eisen bevestigt: aus disem und aus dem gleich⸗ Hellhmu. fals mit Klammern und Naͤgeln bevestigten hoͤlzernen Tafel⸗ er Zeigehifi werke, welches die Mauer unter demselben bey einem Kir⸗ hcher duhk chenstule bekleidet, waren verschidene kleine Stuͤcke ausge⸗ im Nunde tu geschlagen, woraus zu ersehen, daß der Bliz an dem daselbst edastbae zerstreueten Eisen durch Spruͤnge seinen Weg zur Erde ge⸗ het, minte nommen habe. eugescbsa Durch Betrachtung einer solchen deutlichen Leitung des o derStlnd Wetterstrahls, da selbiger also zu wiederhohlten Mahlen uhlluufeh x mittelst besagter eisernen Stangen in die Kirche hineinge— at locket worden, ward man bewogen dem Blitze nunmehr eine 476 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung eine metallene Ableitung aussen am Turm herunter zu veranstalten. Nach erhaltenem Risse nebst Beschreibung der Umstaͤnde war mein Rath, zu disem Endzwecke einen Strimen Kupferblech, einer starken Hand breit, von dem Rande des Kupferdaches an, laͤngst der Turmmauer, an der Ecke wo es sich am besten schikte herunter gehen, alle Teile des Metalles mit einander wohl verbinden, und da⸗ selbst mit Naͤgeln bevestigen zu lassen. Man sihet leicht, daß in einander geschrobene oder verloͤtete Stangen an einer so hohen Turmmauer anzubringen sehr beschweerlich, bloos eingehaakte aber, deren Krampen ausgerissen werden konten, gefaͤhrlich gewesen waͤre. ö Da ferner am Fusse des Gebaͤudes, welches an einem hohen Orte der Stadt liegt, kein offenes Wasser vorhanden war, so rieth ich, die Ableitung nur an der Oberflaͤche der Erde mit einem zugespizten Ende, welches einen oder ein Paar Fuß weit mit einem Winkel vom Gebaͤude abginge, auf hoͤren zu lassen. Auf dise Weise ward also im Maymonat 1771. die Ab-⸗ leitung veranstaltet. In demselben Jahr zu Ende des Augusts erfolgte bey einem entstandenen Gewitter gleich auf einen Bliz ein heftiger Donnerschlag, daher ein jeder in der Ge⸗ gend diser Kirche vermutete, daß der Turm getroffen sey. Der Todtengraͤber, bey dessen Hause die Ableitung zunaͤchst herunter gehet, hatte bey dem Schlage ein ungewoͤhuliches starkes Gezische gehoͤret, und lief, so wie andere in der Nachbarschaft wonende, alsobald vor die Thuͤr. Man un⸗ tersuchte den Turm und die Kirche, konte aber nichts als nur einen starken Schwefelgeruch wahrnemen.— Im folgenden 1772sten Jare entstand im Septembermonat abermahls ein heftiger Donnerschlag, und dises Mahl hatten verschidene Leute gesehen, daß der Bliz auf den Turm zu- und daran herunter gefaren war. Insbesondere aber hatte ein gewisser Bedien⸗ 118 RHentz chofe WI Wacht den bicet Knahloe 0 v inen hu Wusthl H.in IILL L mitd E sie vn WEI shig husa s Mydih dulh hunz der Kupfir fuborh ee Rubef cet, dß ung an d o derg Matwa! der Hohen afs Hu einer Bliz⸗Ableitung.§. 135. Erf. 154. 477 um lenm Bedienter, welcher sich eben in der Naͤhe des Anscharius⸗ . abhn Kirchhofes an einem Orte befand wo er die Ableitung recht mn V vor Augen hatte, one etwas von diser Anstalt zu wissen, aiin deutlich den Strahl an derselben herabfaren gesehen. Als umaugr, man wieder zur Kirche hinlief, sagte der Todtengraͤber, daß 66he er es wohl vermutet haͤtte, indem er bey disem Schlage gleich⸗ n, u fals wie im vorigen Jare das Sausen oder Gezische neben An shh seinem Hause gehoͤret haͤtte. Bey den leztbemeldeten beiden Stungu Wetterschlaͤgen ist nun der Strahl nicht wie zuvor in die Kir⸗ scharlh l che hineingefaren, und hat auch auswaͤrts so viel man beob⸗ en wetberfn achten koͤnnen, weder an der Ableitung selbst etwas verseret se debhih noch am Grunde wo sie an der Erde auf hoͤret einige Spuhr egt, kinin einer ausgeuͤbten Gewalt hinterlassen, folglich hat er sich e Ableiun one in die Erde hinein zu dringen zureichend an der Ober⸗ agespizten“ flaͤche verteilet. Dabey ist zu merken, daß doch die Leitung nem Vult von Stangen welche den Bliz vormahls bey jedem Wetter— schlage in die Kirche hineingelocket hatte, in selbigem Stande 11771. dit gelassen ist. Man hat zwar die kurze Regenroͤre von der ndeded Ag Zeigerscheibe entfernet und nach der Ecke des Turms hin an gleich aufte den Ableitungsstreifen bevestigt: allein die metallene Beklei⸗ jeder in x. dung der Zeigertafel grenzet doch nach wie vor nahe an das m getiffn/ Kupferdach selbst an, und im Jahr 1770 war auch der Strahl Hlumgrit offenbar von der Rinne am Kupferdache durch das Gesimse umwöhut auf die Zeigertafel zugefaren, folglich hat es die volkommene 1 adee M zur Erde fuͤrende Ableitung, irem Zwecke gemaͤß, veruhrsa⸗ Uhi, Min chet, daß der Bliz nunmehro nicht der unvolkommenen Lei⸗ tung an den Stangen herunter gefolget ist, ohngeachtet dise, ich a 0 von der Zeigertafel herunter gerechnet, eine senkrechte Laͤnge abernhlt von etwa 175 Fuß ausmachet, auch oben unter dem Kupfer⸗ ten hershh dache des Turms nur mit einem kleinen Zwischenraum un⸗ bas terbrochen ist, und unten nur eta 24 Fuß uber dem Fuß⸗ Wenef boden auf hoͤret— Uebrigens muß ich noch erinnern, daß Boe da —...——.——————————— — C—.——————ĩ——.......E. 478 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung da die Helmstange auf disem Turm nebst dem Kreuz und der Wetterfane bey Anlegung der Ableitung wie sie waren gelas⸗ sen sind, und keine zugeschaͤrfte Spitze daran veranstaltet worden; man auch in Ansehung der Auffangung oder Mil⸗ derung eines Wetterstrahls daher keinen Unterschied zu er⸗ warten hatte. Im Fruͤhjahr 1774, ward bey einem Sturm, der mit starken Hagelschauern begleitet war, ein Wetterlicht oder Elmesfeuer, der Schaͤtzung nach etwa 6 Fuß hoͤch, an der Spitze dises Turms gesehen, welches, da es einige Minuten lang beobachtet war, almaͤlig wieder verschwand.(9 Wenn aber der Boden so wasserhaltig beschaffen waͤre daß das Eindringen des Blitzes in den Grund zu befuͤrchten seyn moͤgte: imgleichen wenn ein groos⸗ ser Vorrath von Metalwaren unten im Hause, oder zumahl im Keller, das Eindringen des Strahls daselbst besorgen liesse; so waͤre das beste bey disen Umstaͤn⸗ ö den, (3⁴as) Dise genauen Nachrichten sind mir von dem Buͤrgermeister Herrn Doct. Tidemann, als Bauherrn der Kirche, wel—⸗ cher auch den bemeldeten Bedienten selbst befragt hatte, und von Herrn Aeltermann Rouwe aus Bremen uͤbersant worden— Ich habe nachmahls angeraten, die Ableitung so weit es thunlich waͤre mit Oehlfarbe zu uͤberstreichen, um jedes Mahl, wenn ein Wetterstrahl daran herab gefaren, die Spuren mit Sicherheit entdecken zu koͤnnen— In vorigen Jaren war schon zu verschidenen Malen der Blitz auf disen Turm gefallen, welches man aber anzuzeichnen versäumet hat. Ein Wetterschlag sol im vorigen Jahrhun— dert die Spitze(welche vermuthlich noch nicht mit Kupfer gedekt gewesen) entzuͤndet haben, da man dan diselbe, weil die Loͤschung nicht moͤglich geschinen, obwohl keine Flamme ausgebrochen, abgehauen und herunter geworfen hat. W / l: oalleh. 10 M1 uch I De 1 Rikc Inatz um fon Hultool Nih U4L Rih Vuun , RN M in O E. hanen R h. l Rrusen Made Endle um fre unn ihn vllene Hemnoch shn, de Hesheit uht fuß Iftren U IM. gug ö ů einer Bliz⸗Ableitung.. 135. 479 Hrenz den, wo kein offenes Wasser nahe am Hause vorhan⸗ In Mnl den, den untern Teil der Ableitung vom Hause zu uum un entfernen. Man Ednte naͤmlich in einem Abstande von Wahn 10 oder mehr Fuß einen Pfosten aufrichten auf V welchen, etwa von der Hoͤhe des untersten Stokwerks an, die Ableitung mittelst obenbeschribener zusammen⸗ Surn, dy gewickelter meßingner Drate zugefuͤhrt, und daran Vataicht ferneres Metal zur Erde herunter geleitet wuͤrde, oder, ß hoh, az man koͤnte sich eines in der Naͤhe befindlichen eisernen einize Mn Gitters oder Gelaͤnders dazu bedinen. Ueberhaupt Hasd aber moͤgte man die Strecke der Ableitung von dem Orte des Hauses wo der Metalvorrath wäre so viel iltig botz moͤglich entfernen. in den + Wo unter einer Thonlage Wasserquellen vorhanden sind/ venn eingu da kan man, wenn die Oberflaͤche nicht genugsame Feuchtig⸗ Hunsh keit den Bliz zu verteilen darbitet, das Eindringen desselben rahss in den Boden vermuten(F. 126.): noch mehr aber wenn sen un schon ein ehemaliger Wetterschlag an disem Orte den Erfolg ö gezeigt hat.— Daß nun eine Ableitung auch in solchem Falle, em Vurgernt wo eine Aufsprengung des Bodens zu befuͤrchten waͤre, von det Hiech/ groossem Nutzen seyn wuͤrde, ist schon oben erinnert worden. lbit betagt h Man verhuͤtet naͤmlich damit das gefaͤhrliche Zerstreuen des Bunmn unmn Strales.(Erf. 152.) Wenn also gleich kein offenes Wasser en, N Muup Nubafrde an an Hatd giarn zu Enn= zum freyen Abflusse des Blitzes vorhanden waͤre, so koͤnte man ihn doch auf eine solche Stelle hinlocken, wo das Auf⸗ wuͤlen der Erde am wenigsten nachteilig waͤre. Hier wuͤrde demnach der Vorschlag des Herrn D. Franklins anzuraten ö n. seyn, die Ableitung, daferne es der Raum und die Gele⸗ ainn genheit des Ortes verstattet, auf einen besondern 10 oder irnn mehr Fuß vom Hause entfernten Pfosten in solcher Hoͤhe inu zuzufüͤren daß man darunter hin gehen koͤnte(64). Daß HlhineFam der u hi(34%) Edinb. Phys. Esf. Vol. III. P. 130. 131. II. Teil. 430 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung der Bliz, wenn auch eben zu der Zeit sich jemand darunter befaͤnde, nicht von der Ableitung auf den Menschen absprin⸗ gen wuͤrde, ist aus obigen Wahrnemungen(§. 60. Erf. 101.) zu ersehen.— Wenn nun etwa ein eisernes Gitter oder Ge⸗ lander in der Naͤhe vorhanden waͤre, so koͤnte man sich des⸗ selben zu disem Zwecke gar fuͤglich bedinen. Wir wuͤrden himit nur der aus Erfarung bekanten Wuͤrkung von zufaͤlli⸗ gen Ableitungen nachamen, da nämlich verschidene Beyspile gezeigt haben, daß der Bliz durch einen metallenen Drath vom Gebaͤude ab auf einen entfernten Ort geleitet werden koͤnne(Erf. 21. 22.), welches also nicht weniger bey einer mit Fleiß veranstalteten Ableitung zu erwarten waͤre.* Wo ein Vorrath von Metal in einem nahen Keller, und also tifer als die an der Oberfläche der Erde auf hoͤrende Bliz⸗Ableitung vorhanden ist, da wäͤre allerdings zu be⸗ fuͤrchten, daß der Strahl darauf einzudringen gelocket wer⸗ den moͤgte: die Ableitung muͤste demnach so weit von diser Stelle entfernt werden daß sich ein genugsamer Widerstand dazwischen befaͤnde.—Wenn aber der Vorrath von Metal- waren nur in den untern Gemaͤchern aber doch noch uͤber der Erde befindlich ist; so waͤre zwar das Abspringen des Strales von einer zureichenden zur Erde fuͤrenden Ableitung nicht leicht zu besorgen(F. 112. p.348.)/ weil der Strahl doch ein und andern Widerstand bey dem Zusprunge und Fort⸗ gange an solchem Metalvorrate antraͤfe, dergleichen ihm in seiner Bahn an einer guten Ableitung nicht im Wege stuͤnde. Da indessen der Schaden bey dem Eindringen des Blitzes in ein solches Lager von Metalwaren, als in Herrn Worsfolds Hause(18 Erf.) gar zu betraͤgtlich ist; so waͤre dabey liber die aͤusserste Vorsicht anzuraten. Denn, wenn die Erde sehr trocken und also der Abzug des Blitzes nicht zureichend waͤre, wenn sich ferner von der Ableitung ein leichter Ueber⸗ gang ng hulch hiinde/ zuche öf Wen su Wdeludg anet aod Wö e sl Rune Ml Muulot h l amn i dusa i he M iuesoi vin er hthe Wun l schu v himi Must. Enhl auffng d9 Hht eurn ö zu W n n einer Bliz⸗Ableitung.. 135. 4381 Mand dg ů Hschn 1 gang durch zwischenligende Klammern und desgleichen Metal ö U f 0 befaͤnde/ und die naheligenden Ten gleichfals eine Gittr 10 Leitung zur Erde Darbsten, so waͤre s doch viel⸗ 6 unschh eicht moͤglich, daß sich der Strahl noch in selbigen auszu⸗ b dreiten suchte. Daher muͤste man auch in disem Falle die . Ableitung von einer solchen Stelle entfernen, und liber an 0. hf einer andern Seite des Hauses herunter gehen lassen. Man hidene Bush moͤgte sagen, an einem solchen Hause solte vielmehr gar 1izii keine Ableitung angelegt werden um den Bliz keinesweges gelttevn anzulocken: aber, kan dan auch durch Weglassung der Ab⸗ iger dgt 0 leitung alle zufaͤllige Anlockung oder Auffangung des Blitzes en ware vermiden werden?(. 127). An Worsfolds Hause war es en Ril n keine aussen angelegte Leitung, sondern ein inwendig im de aufhenn Hause verstektes Metal, welches den Bliz von oben herein⸗ erdings zu lokte. Wenn das Haus nidrig und die benachbarten Ge⸗ gelockettn baͤude so im Wege laͤgen und hervorragten daß zu vermuten weit bon di waͤre der Bliz muͤste dadurch aufgefangen werden, so ver⸗ er Mderstz sprache doch auch dises nur in dem Falle eine Sicherheit ih von Mah wenn solche benachbarte Gebaͤude selbst mit Ableitungen ver⸗ och noch i sehen waͤren, welches alsdan eben die Dienste leistete als Ibspringen x wenn in einiger Entfernung von dem Metalvorrate an dem aden Mlung Hause selbst die Ableitung befindlich waͤre. Wo aber der er Eihlh Strahl an den benachbarten hervorragenden und den Bliz mnge uubgut⸗ auffangenden Gebaͤuden keine gute Leitung zur Erde faͤnde, gleiheihm da koͤnte er sich dennoch zerstreuen und in den Metalborrath uWage fid eindringen, wie er von dem Kefigturm zu Bern(Erf. 126. des Mhöf bis zum vierten Hause in die Schmidewerkstat gedrungen war. in Durf Die Uhrsachen zu einer solchen Entfernung der Nbey d Ableitung finden sich nur selten, und in den allermei⸗ un die bib sten Faͤllen kan die Ableitung mit Sicherheit auch bis HNrh unten hin dicht am Gebaͤude herab gehen, da dan nur Hiherllez diejenige Stelle ju waͤlen wo sich nicht leicht Menschen 3 O 2 auf⸗ 432. K. XIV. Vorschriften zur Anlegung 06 auf halten, damit sie nicht von dem neben inen herab⸗ Aae 6h sarenden Wetterstrale erschuͤttert oder erschrekt wer⸗* dusl den; wie auch die Naͤhe von gar zu leicht feuerfan⸗ engen genden Sachen, als Stro und dergleichen zu ver⸗ 0 Hurch meiden ist. 1. ö ö Unnsie Ist es ein Strimen Kupfer oder Bley, oder ein 60 ei meßingner Drath, sd verkleidet man sie so hoch Men⸗ DnE schen reichen koͤnnen mit einem hoͤlzernen Kasten, da⸗ Rctn mit nichts davon abgerissen werde— Wo ein Kanal Wunn bey dem Hause vorhanden ist, da muß das Metal bis Ruuem in das Wasser desselben herunter reichen, deshalben 10 fch! es am besten ist daselbst einen Streifen Bley anzuwen⸗ ö lalt den. Wöo kein offenes Waseer befindlich ist; da kan anen das untere Ende der Ableitung gleichfals aus einem Mlaft Streifen Bley bestehen, welcher am Ende zuzuspitzen Sd und mit einem Winkel an der Oberflaͤche der Erde, m heuht an einer etwas vertieften Stelle, etwa einen Fuß lang niht ard oder mehr vom Hause abzubigen waͤre. udim ult Wenn eine metallene Regenroͤre die am Hause u„i herunter gehet zür Bliz⸗Ableitung angewant wird,/ uuh vn so muß, wenn sie nicht bis zur Erde herabreichet, un⸗ Rüd ten wo es am bequeemsten ist, ein Streifen Metal wohl un daran gefuͤget und in dem hoͤlzernen Kasten darin sie Ren eingesaßt zu seyn pflegen herabgefuͤhrt, oder wenn sie sich unmittelbar uͤber einen Kanal ergießet, an*. dem Gebaͤude bis in das Wasser fortgefuͤhrt wer⸗ 4. den— Wenn aber die Rore auch dicht uͤber der Erde Aa in einem hoͤlzernen oder steinernen Schu auf hoͤrte, so luftit muß doch noch ein Streifen Bley von der Roͤre ab Dh ose aus dem Schu heraus bis in die darunter befindliche sthanhe Gassenrinne oder wenigstens bis auf die bloosse Erde niste m gehen. Allehemt So muß auch, wenn die Leitung auf eine eiserne gehe unten in einem gehauenen Steine verloͤtete Stange eines HN Iu n inen haiz ashret ne liht fuefr dihen z un Fley, dder 0 sohach M, n Hasten, v Vo eih Hab das Mult en, deihohz Bley anx: ch ist; vß als aus emn nde zust ache der d einen duß die aun ngewant rabreichey l fen Masi Kasten dmfs „ oder vel ergißt, u mafhte/ der R. nter hfldit e Hlast E Meihe efirt E H einer Bliz⸗Ableitung.. 135. 433 eines Gelaͤnders oder Gitters zugefuͤhrt ist, von dem Fuße derselben noch das Ende der Ableitung mittelst eines angefuͤgten Strimen Bley, oder mittelst der in einer Furche uͤber den Stein hin fortgefuͤhrten tung veranstaltet, und damit die bloosse Oberflaͤche der Erde erreichet werden. Daß eine gute Ableitung den Strahl one allen Schaden dicht am Gebaͤude bis zur Erde herab fuͤre, haben die Ablei— tungen an Wests und Mouldes Hause und an den Kirchen zu Neuyork und zu Bremen(37) gezeiget.— Wenn auch Men⸗ schen dicht dabey stuͤnden, so wuͤrden sie eigentlich vom Strale nicht getroffen werden, weil diser, one von dem Metal auf Menschen abzuspringen, zur Erde geleitet wuͤrde. So ward bey dem Klingeldrate zu Steeple-Ashton(Erf. 72.) nur Herr Pitcairn, an dessen Schulter der Drath aufhoͤrte, nicht aber der vor ihm stehende Herr Wainhouse beschaͤdigt, und im andern Zimmer fuhr der Strahl nicht auf den Maler zu, bey welchem doch der Drath so nahe herab ging, daß er noch von den zerstreuten Funken desselben verlezt ward: in Lord Tilneys Hause(Erf. 62.) ward keine von den Per⸗ sonen bey welchen der Strahl an den Vergoldungen der Waͤnde und Stuͤle herabgefaren war, beschaͤdigt. In der Kirche zu Sagan, wo der Bliz noch einigen Knienden uͤber die Beine gefaren(Erf. 107.), ist zu merken, daß nicht allein der Fußboden daselbst ganz trocken, sondern auch noch. bepflastert war, so, daß der Strahl nicht one Widerstand die bloosse Erde erreichen konte. Da aber doch die Nahe⸗ stehenden erschuͤttert, betaͤubet, erschrecket werden koͤnten; so muͤste man liber das Ende der Ableitung an einer solchen Stelle herabfuͤren wo nicht leicht Menschen stehen oder nahe vorbey gehen wuͤrden.— Gesundes Holz, wenn es auch 3 noch (347) Erf. 137. 140. 14T. 153. 434 K.XIV. Vorschriften zur Anlegung noch so trocken ist, wird zwar nicht unter einem Metalle von dem herabfarenden Blitze entzuͤndet(9. 112): aber Stro und dergleichen feuerfangende Dinge koͤnten doch von der vorbeyfarenden Flamme ergriffen werden, und waͤren 685 von der Ableitung zu entfernen. Wo die Ableitung bis in das Wasser eines Kanals oder einer Gassenrinne reichet, da schickt sich vornemlich Bley am besten, weil Eisen, Kupfer, Meßing, gar zu bald wegrosten wuͤrden, fast eben dises gilt auch wenn sie an der Erde auf⸗ hoͤren muß. Die Bigung und Spitze aber dinet, den aus⸗ farenden Strahl desto leichter vom Grunde des Gebaͤudes ab, und an der Oberflaͤche der Erde hinzuleiten, dazu, wie gesagt, so viel moͤglich eine feuchte Stelle ausgesucht werden solte, und welche man durch einige Vertifung in etwas erhalten kan. Es mag aber eine Stange oder ein anderes Metal zur Ableitung angewant seyn, so muß das Ende desselben, wenn es nicht bis ins Wasser gehet, doch wenigstens die bloosse Oberflaͤche der Erde erreichen, weil sonst die zwischenligenden Koͤrper noch zersprengt oder beschaͤdigt werden koͤnten. So ward unter der Regenroͤre zu Rikmansworth(Erf. 41.) der Siein auf die Seite gekehrt, und unten an den Stangen der Treppengelaͤnder in der Essexstrasse zu London(Erf. 117.) die gehauenen Steine in welchen dise Stangen bevestigt waren zersprenget. Da hingegen war bey der eisernen Stützstange an der Ecke des Hauses zu Stokholm(Erf. 116.), welche one Zweifel in der bloossen Erde stekte, und bey der eisernen Stange unten an Haffendens Ableitung, welche bloos auf der Erde ruhete(Erf. 150), nichts beschaͤdigt. Wenn nun, um die Ableitung also fortzusetzen, unten an einer Regenroͤre ein Streifen Metal angefuͤgt wird, so braucht diser nicht eben von dem aͤussersten Ende der Röͤre herab⸗ l ulygs n ümnt amcbsthe Lade Y Reheet In dun hamaft I sg 1⁰¹⁰ V Wbll IU W. Mfn Ie ucht Resuen d Mel t Hlellhnts Wan Sin Müne n Ete d Vun a Oder wen esthen desehen sttntne lilfahen .— marhang Muuun Muatbroch an glei It Mrn shor I nd einer Bliz⸗Ableitung.. 135. 136. 4385 Rhe berabzugehen, sondern er kan daran, wo es am bequeemsten U0 W ist angebracht werden: denn, wenn die Roͤre auch mit ohn einem abstehenden Ausgusse auf hoͤrte, so wuͤrde der Strahl 06 doch das Ende derselben verlassen um der weitern Leitung un zur Erde zu folgen(Erf. 19. 116). So wird er auch nicht 3 ul in einen Stein dringen darin eine Stange verloͤtet ist, wenn nichden er uͤber dem darin steckenden Ende eine Ableitung zur Seite bald wintß herunter findet(F. 1I2. p. 348.). der Eiej dinet, Ru§. 136. des Gchh Kirchen und deren Tuͤrme pflegen nicht one Helm⸗ en, dam x stange, Wetterfane, Kreuz u. dgl. an der Spitze gesucht niß hervorragenden Metalle zu seyn, welches demnach sung in i zur Auffangung des Blitzes dinen kan, und wenn sie neu errichtet werden, so lasse man das oberste Ende Mil desselben von Meßing verfertigen und etwa mit einem 16 Winkel von 30 Graden zuspitzen.— Wenn nun kein sclbn metallenes Dach daran vorhanden; so muß von diser ens die kñ obern Stange ab eine wohlverbundene Strecke von vischeliü Metal, es sey nun ein Streifen Kupfer oder Bley, n könten oder ein Geflechte von Meßingdraͤten, an der aͤußern (Ef 4) Seite des Turms herunter angebracht werden.— Wenn aber die Turmspitze schon mit Metal gedekt, den Emgg— Ir oder wenigstens mit heruntergehenden Streifen Metal Gsll versehen ist, so darf nur fuͤr den guten Zusammenhang autn Eelt desselben von der Helmstange an, und sodan fuͤr die 40 fernere Ableitung unterwaͤrts gesorgt werden. Bey InEf einfachen Pyramiden-Daͤchern kan man dem Zusam⸗ / d y menhange des Metalles damit sie belegt sind wohl ang, W trauen; bey denen Turmspitzen aber die mit Laternen behünt unterbrochen sind muß man sich nicht darauf verlassen, hsthn, un wenn gleich auch die Pfeiler und Boͤden der Laternen In mit Metal beschlagen sind, ja auch dan nicht einmahl Wint wenn schon ein voriger Wetterstrahl one Schaden hah 8 4 daran 3—3—89————.———. 436 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung r Huene u⸗ doch n ist. Denn der obere Rand 0 an die Pfeil 5 5 110 nicht dicht an die Decke oder au en 910 21 er Laterne anzuschliessen, und es kan n ein Wetterstrahl dan und wan einen Sprun durch einen kleinen Zwischenraum one merkliche Be⸗ schaͤdigung machen wo doch ein anderer zuͤndet. W 14990 also der Turm dergleichen Absaͤtze bat, so muͤsse sie münt si. gfaͤltig untersucht werden, ob auch all Gesimse mit Wuth 5 190 bedekt sind, und ob alles wohl mit einander ver⸗ R Ababe, so 553 enederden bey einem 0 er 300 dekte Zwischenlagen sind, runh enen Oben urz bis zum untern Metalle, wo es sich irgends am be ten 4901 anbringen laͤßt, eine Verbindung mittelst eines Plarn I etwa 3 Zoll breiten Streifen Kupfer oder Bley ge annistn macht werden.— Eben so wird auch von dem Eunde S Ende eines metallenen Turmdaches an bis zum Kir⸗ mihtsn chendache, wenn solches mit Metal gedekt ist die Ableitung an der Turmmauer herunter veranstalt. ür — Wenn ferner bleierne oder kupferne Regenr Net ur von dem Kirchendache aussen herabgehen, so kan man n sich einer derseben, die am bequeemsten liegt zur Ab⸗* Ser ee fuͤr deren gute Berbindenng mit dent ern Metalle wohl zu sorgen„ Uund sodan die Ablei— 6009 ung, wie erwaͤhnt, weiter unten entweder bis in ein offenes Wasser oder bis zur Oberflaͤche der Erde fort⸗ zufuͤren ist.—Wo aber dergleichen Strecke von Metal* 3n vorhanden, oder nicht bequeem anzuwenden ist 1 die Ableitung beschribener M aassen oben von 0 Indef an bis ganz herunter besonders veranstaltet 5 Seneder 5— Vorsicht kan man sie an einer solchen bin Reer e des Turms herunter fuͤren, wo sie von gertafeln so viel moͤglich entfernt ist— So i oͤgte auch, wenn das Kirchendach nicht mit Metal* garet und mit der vom Turm herabgehenden Ablei⸗ W tun n einer Bliz⸗Ableitung. H. 136. 487 . Herr Rh Wedkech „ md esz 0 tung verbunden ist, und zumahl wenn es dabey an dem andern Ende noch eine Wetterfane oder Kreuz hat/ ebenfals eine besondere Ableitung von dort her—⸗ linn& Cun mahstez unter zu fuͤren rathsam seyn. zündet In Wenn eine Kirche neu erbauet wird, so solte man, so mishß so wie das Gebäude aufgefuͤhrt wird, zugleich von lleGesmen unten auf fuͤr die Bliz⸗Ableitung sorgen: zumahl aber itennenz bey dem Turme, ehe das metallene Dach daran vol—⸗ ng bey e fuͤret, oder wenn es e Ausbesse serung unterbrochen und uu ul wird/ mitlerweile zur Leitung wenigstens eine mittel⸗ on den gz maͤßige Kette von dem oͤbersten Teile bis zum Zusam⸗ nds am hn menhaͤnge des untern Metalles herab gehen lassen. st eines sst Es ist eine irrige Vorstellung, wenn einige meinen, oder an man muͤsse um den Bliz aufzufangen nothwendig eine beson⸗ on dem und dere Stange anlegen(343), wenn gleich schon eine Stange bis zunh am hoͤchsten Gipfel eines Turms vorhanden ist. Dise faͤngt gedekt is gewiß den Strahl auf, sie mag zu dem Endzwecke hinge— veransth sezt seyn oder nicht.(348 b.) Es dringt auch der Bliz, wenn Negenn eine metallene Leitung davon aussen herunter gehet, nicht „ sofmm in das Holzwerk oder in die Steine, in denen eine solche liogt, 5 Stange dung n dan die Al(343) Die Benennung, barre electrique, deren sich einige franzo⸗ der He sische Schriststeller bey der Auffangungsstange und uͤberhaupt der Eck snt bey der Bliz-Ableitung bedinen, koͤnte ein solches Vorur— n Wl teil unterhalten, als ob eine eigentliche Einrichtung der Buwadn 0 Stange zu disem Zwek erfodert wuͤrde. sens W(48 v.) S. Erf. 58. 93. 110. 1II. II3. 119. 127. 128. 131. Nur laͤsit 5Hrnhs sich die Spuhr nicht alle Mahl entdecken wenn die Turm-— spitze weiter herunter mit Metal belegt ist.(o. 103 und et lhn not. 244) es sey dan daß das oberste Ende der Stange sehr „ 0 s% i E zugespizt gewesen und daher angeschmolzen worden, oder/ M W daß daran noch neue Vergoldung einige Verletzung zeige, Vli wie am Brigittenturm zu London(Erf. 119), und an un⸗ umj serm Nicolai Turme Erf. 109). 488 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung Stange eingefaßt ist; sondern er wird durch das Metal ab⸗ gelocket(p. 442.) Wo demnach keine Gelegenheit ist, eine neue Helmstange aufzusetzen, da bedine man sich der Stau⸗ ge, Wetterfane, des Kreuzes u. s. w. so wie sie sind zur Auffangung des Blitzes, und versaͤume indessen nur die Hauptsache nicht, naͤmlich einem darauf fallenden Wetter⸗ strale durch zusammenhaͤngendes Metal die freie Durchfahrt aussen am Gebaͤude bis zur Erde zu verschaffen(154 Erf.). Wo aber eine neue Helmstange oder ein Fluͤgel am Turme aufgerichtet wird, da wende man den Vorteil an, das oberste Ende des Metalles zuspitzen zu lassen. Den Winkel von 30 Graden waͤle ich deswegen, nicht weil ich eine schaͤr⸗ fere Spitze zum Zwecke nicht dienlicher hielte, sondern weil sie, wie(p. 440.) gesagt, zu leicht von einem darauf fallen⸗ den Blitze schmelzen, und alsdan nicht so leicht als an Wohnhaͤusern und besgleichen nidrigen Gebaͤuden umzuaͤn⸗ dern seyn wuͤrde. Die uͤbrigen bey der Ableitung zu beob⸗ achtenden Umstaͤnde lassen sich schon aus dem was uͤberhaupt bey Gelegenheit von Wohnhaͤusern erinnert ist, einsehen— Ein wichtiger Unterschied ist aber bey Tuͤrmen und Kirchen, ob sie mit Metal gedekt sind oder nicht. Ist die Spitze one metallene Bedeckung, von Steinen, oder mit Schifern oder hoͤlzernen Schindeln belegt; so muß man eine eigentliche Leitung von Metal daran veranstalten, die mit der Helm— stange wohl zu verbinden und aussen am Turme wo es sich am besten fuͤgt herabzufuͤren ist. Daß die Blizleitung nir⸗ gends durch das Gebaͤude hingehen, und also nicht von dem untern Ende der Stange innerhalb des Turms anfangen, sondern ausserhalb wohl um den Hals der Stange anschlies⸗ sen solte, ist oben(p. 450.) erinnert worden. Streifen von Kupfer oder Bley, wenn sie sich bevestigen lassen, scheinen am dauerhaftesten, und pflegen an den eckigten mit Schifern oder l 0 Chlude I vel MWl Rlfen Iuscbe bchunden Iz wades Nan/ mi Wpenmt un Ctte umnjilat hnss Wihaf udwr it, D WMWüet Moysehn diegan Rn sh (Eiu h Ha Nge di in Eptt Frnet si vumaass Mdes RAe e Mulet um Hynse i ungn Wuicher. Ihra laug Hn ang hait it, msch wu En ö Vie se sod indesen mu fallnde Uu einer Bliz⸗Ableitung.§. 136. 489 oder Schindeln bedekten Tuͤrmen oft schon vorhanden zu seyn, in welchem Falle dan nur bie gute Verbindung des Metalles zu besorgen waͤre. Wo sich aber keine dergleichen Metalstreifen an der Turmspitze finden, und wo das Anbrin-— gen derselben nicht wohl zu bewerkstelligen ist, da kan man geschwinde mit einem Geflechte von dicken Meßingdrath fer⸗ Ratted tig werden. Dises darf nur an der Helmstange aussen, wie en gesagt, mittelst umgelegten Bleies, mit einem Ringe vest u am un angeklemmt werden, und hat die Bequeemlihkeit daß es eine Dontl„ lange Strecke one sonderliche Bevestigung ununterbrochen 4— da u fortgefuͤhrt werden kan. Der Sicherheit wegen kan man es eil ich enz h bey so ansehnlichen Gebaͤuden ein Paar Zoll breit seyn lassen. lte, soubem Wo aber schon eine metallene Bedeckung am Turme vor⸗ m daruffs handen ist, da dinet dise, so weit sie reichet, stat aller an⸗ so licht x dern Blizleitung, sie mag von Kupfer, Eisenblech, oder baͤnden unm Bley seyn(F§. 10z.) Es ist nur sorgfaͤltig darauf zu achten, heitung zu daß die ganze Strecke Metal, so weit sie zur Blizleitung n vas uͤbe dinen sol, von der obern Stange an wohl an einander treffe sst, einsth.(Erf. 111. 118). Daher ist zur Vorsicht erstlich zu empfelen, zen und gth die oͤbersten Metalplatten auf beschribene Weise mit einem st die Stre Ringe vest an den Hals der Stange anzuschliessen, damit it Schifhna kein Sprung des Blitzes daselbst einige Gefahr veranlasse. eine ahet Ferner sind alle Stellen wo das Metal am Dache nur eini⸗ mi dir hin germaassen unterbrochen seyn koͤnte wohl zu untersuchen. urme woes s Daß der Bliz bey einem kleinen Zwischenraume zwar zuwei— Blgbiug u len one Beschaͤdigung uͤberspringen, und doch ein ander uich hnte Mahl Schaden veruhrsachen koͤnne, zeigt schon das Beispiel imd uufmnh des Turms zu Bremen(Erf. 154.) wo auch leicht an dem mne rl Gesimse uͤber der Zeigertafel eine Entzuͤndung haͤtte entste⸗ Cyofun hen koͤnnen, und daß wuͤrklich eine unterbrochene Turmspitze, ssu, shun an welcher man bey vorigen Wetterschlägen keine Besbadi⸗ ntechlen gung verspuͤret hatte, bey einer solchen Stelle wo der Strahl 0 von .::.nnnnne:: 490 K. XIV. Vorschristen zur Anlegung von dem Rande des oͤbern Daches zur Decke der Laterne oder zu einem Pieiler uͤbergesprungen, in Brand gesezt worden, zeigt die folgende Wahrnemung. 155. Erf. aun dem Jacobi Turme zu Rostock ist das Mauerwerk ungefaͤhr 160 Fuß hoch. Um dessen obern Rand ist ein Umgang, dessen Fußboden mit Bley bedekt ist, und uͤber demselben stehet eine achteckige ohngefaͤhr 200 Fuß hohe Spitze. Dise ist bis auf das Gemauer mit Kupfer gedekt, nur ist sie mit zwoen Laternen durchbrochen, in deren obern die Virtelstunden, und in der untern die Stundenglocke haͤnget. Leztere ist fast in der Mitte der Spitze gelegen: sie bestehet aus 8 Pfeilern, die sowohl als die Decke und der Fußboden mit Bley uͤberzogen sind. Inwendig in diser Laterne befinden sich noch acht, 28 Fuß lange, gleichfals mit Bley uͤberzogene und eins ums andere mit den aͤussern Pfeilern gesezte Staͤnder, auf welchen Balken ruhen die nicht mit Metal bekleidet sind. An dem steinernen Gelaͤnder des Umganges befinden sich die vier Zeigerscheiben, von wel⸗ chen die Zeigerstangen durch das Kupferdach in den Turm hineingehen, wo sie mittelst eines Raͤderwerkes von der wei⸗ ter unten im Turm stehenden ziemlich groossen Uhr bewegt werden. Von eben diser Uhr wird aber auch, mittelst her⸗ untergehenden Stangen, der Zeiger an einer in der Kirche unter der Orgel befindlichen Stundenscheibe beweget„Bey zweien Wetterschlaͤgen, welche auf dise Kirche gefallen, war an dem Turme selbst keine Beschaͤdigung gefunden, bey der Orgel aber, wo die besagte Stange herunter gehet, ein und anderes verletzet worden. Insbesondere war daselbst jedes Mahl an der Stundenscheibe die vergoldete Zahl bey welcher eben damahls der Zeiger gestanden, das erste Mahl naͤmlich die XI und das zweie Mahl die IX angeschwaͤrzet worden. Dazu⸗ * Ruuuhn Mu wulh hagt, 1 n de he il det Womtt , ef mtermishh Dienhe Aum gaast dil WH. IRNN Ra n usthuf y Iuda Rol Ihe ME I Dient ducp Cpihe de augchtoch n Gefah schnoher Wadstel Dié dgef hnten, v nachbem e shen.— Iu hl chube, mihin Hlegn a einer Bliz⸗Ableitung. d. 136. Erf. 155. 491 er mir Dazumahl waren auch von der bretternen Bekleidung des 100 un Balkens welcher dise Stundenscheibe iraͤgt groosse Stuͤcken abgesprengt, und, als die Bekleidung weggenommen ward, uRun fand mian den Balken selbst angebrant— Im Jahr 176⁵ iii. aber, in der Nacht vom 1zten zum Ezten Merz⸗ da bereits h 0 seit Nachmittags ein starker sehr veraͤnderlicher Wind gewe⸗ „unh het, erfolgte ploͤzlich um 124 Uhr, bey einem mit Schne 4451 6 untermischten Plazregen, ein einzelner heftiger Wetterschlag. nit Kuft Die nach Suͤdosten herausfarende Funken zeigten bald, daß ö 0 in dernih der Turm in besagter untern Laterne, und zwar bey der ie Siuhnnt Spitze des innern Staͤnders, auf welchem einer Seits der Cpize un groosse Balken ruhet der die Stundenglocke traͤgt, entzuͤn⸗ die Dhen det sey. Das Loͤschen sand vile Schwirigkeit, so daß man uwendiz uhz an der Rettung verzweiselte und schon fast zwo ganze Stun⸗ lange, ath den lang den Turm verlassen hatte. In diser Zeit fing es e mit den üse an scharf zu friren. Der starke Wind trieb indessen die bren⸗ Bolken uhn nenden Kolen in groossen Stuͤcken eine weite Strecke fort inernen Hih uͤber die Stadt hin, jagte aber dabey das Feuer seitwerts cheiben, dyd zur Laterne des Turms hinaus, und verhinderte eben da⸗ ach in de dr durch daß die Flamme nicht aufwerts brante und die oͤbere Ikes bon hydd Spitze verzeerte. Daher ermanneten sich noch endlich, nach ssen V Eun angebrochenem Tage, einige Leute, und stigen mit der groͤß⸗ ch, miuls ten Gefahr, die jezt durch das haͤufig herabtroͤpfelnde ge⸗ schmolzene Bley noch vermehrt ward, von neuem bis zur jer in der Hih im Brandstelle hinauf. Der abwaͤrts blasende Sturmwind und he gefllex x die eingefallene Kaͤlte machten daß sie sich derselben naͤhern funden, Hb konten, und es gelang inen, das Feuer kurz 901 8 Uhr, acht eun nachdem es siben Sole Stunden gebrant hatte⸗ gaͤnzlich zu dscht i loͤschen.— Der Staͤnder welcher zuerst entzuͤdet worden lH ht ist nur halb verbrant, indem der Wind die Flamme davon Rla abgetriben, daher ist auch die Glocke nicht gefallen: die bei⸗ dint vonte den naͤchsten links und rechts stehende Staͤnder in der Laterne Dul sind 492 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung sind fast ganz verzeert, und noch ein und anderes in der Ge⸗ gend, besonders einige der aͤussern kleinern Pfeiler, verbrant. Von den Balken die nicht mit Metal belegt sind ist indessen ohnerachtet der groossen Hitze welche das Bley der Decke herunter troͤpfeln machte, keiner beschaͤdigt. An dem Turme war auch uͤbrigens durch disen Wetterstrahl nichts verlezt worden. In der Kirche aber waren an der Orgel einige Pfeiffen angeschmolzen, noch mehrere verstimmt, und an einer bretternen Tafel goldene Buchstaben ausgeloͤscht. An der Stundenscheibe unter der Orgel ward dises Mahl weiter kein Schade bemerkt als daß die vergoldete Zahl XII ange⸗ schwaͤrzet worden, welche dem Zeiger, der wie gesagt mit der Uhr im Turm Zusammenhang hatte, nahe war„(34).— Es war zwar auch von dem Hammer der Stundenglocke, welche in der entzuͤndeten Laterne des Turms haͤngt, ein Zusammenhang mit der Uhr vorhanden; diser bestand aber nicht gaͤnzlich aus Metaldrath, sondern der untere und groͤßte Teil nur aus kleinen verbundenen hoͤlzernen Stangen. Da nun weder dise Stangen noch der Balken selbst an welchem die Glocke hing zerschmettert worden, so kan ich nicht urtei⸗ len, daß der Bliz in besagter Laterne von der metallenen Bedeckung auf die Glocke zugefaren sey, welches sonst wohl moͤglich gewesen seyn moͤgte, wenn die Leitung daselbst ganz von Metal gewesen waͤre, da sie tifer als das Ende des Turm⸗ daches herunter fuͤhrte, und wenn der Strahl hingegen von ö ö dem (64%) Ich habe dise Erzaͤlung teils aus dem Rostocker Auszuge der neuesten Zeitungen 1768. 23 St. teils aus schriftlichen Nachrichten, welche ich auf meine Fragen durch geneigten Vorschub von Herrn Rath Sartmann und Herrn Prof. Becker, aus Rostok erhalten, geschoͤpfet, und dabey die Abbildung des Turms vor Augen gehabt. t ö W in hin Iahen Bs Mhhude Huhunde AIdec et an 10 ihens xuagt Hloos on uglat x auln Hj hsnin Ncerds chise 6˙ wis vemn gleih uh, wei Wulang Wssted; Waldrur d Inm, bebikeht Sldule ein Mu derd Ma uu Auleiche, flget, v Jammen uch n hn M Werhin W au Inl an einer Bliz⸗Ableitung. 9.136. Erf. 155. 493 — dem Ende des Daches keine weitere Leitung nach unten ge⸗ fosti funden haͤtte.(S. g. 112. p. 348.) Er traf aber einen biel 5 D. leichtern Weg am Turmdache herunter, und von dort zu den iz 0 durchgehenden Zeigerstangen zur Uhr an, daher kein Zwei⸗ nin fel vorhanden, daß er nicht diser Bahn gefolget sey, und, 7 0 indem er an dem Metalle des Daches herunter faren wollen, 22 Drg bey einem Zwischenraume desselben den zuͤndenden Sprung bersti— kisinnt, wj gemacht habe. Waͤre nun eben vor dem lezten Wetterschlage cusgehsh, bloos von dem untersten Ende des Daches eine Ableitung diss Min angelegt worden; so wuͤrden Unverstaͤndige nicht ermaͤngelt dete Zall U haben die jezt erfolgte Entzuͤndung des Turms der Ableitung der wit gn zuzuschreiben, da sich doch leicht einsehen laͤßt, daß selbige luhe wars die Feler des Zusammenhanges in dem oͤbern Metalle weder der Stundas verbessern noch verschlimmern konte. Lurms hiun Es muͤssen also bey einem unterbrochenenen Turmdache, diser hisaf wenn gleich die verschidenen Teile mit Metal beschlagen sind, runtexe npg doch, wenigstens an einigen Stellen, die oͤbern Platten mit en Stangm. den untern genau, das ist mit umgeschlagenen Falzen, oder selbstan u wenigstens mit uͤber einander geschlagenen Enden, verbunden lan ich n werden, damit der Bliz one allen Sprung daran herabfaren on der Meiht koͤnne. Wenn aber zwischen der metallenen Bedeckung un⸗ welches santr bedekte Gesimse vorfallen, so muß au irgend einer bequemen tunz dschiy Stelle eine Verbindung mittelst eines Streifen Kupfer oder 3 Ende ddr Bley veranstaltet werden. Ein solches Gesimse ganz mit huhlign Metal zu beschlagen ist nicht noͤfig, da ein Streifen schon zureichet, und disen kan man anbringen wo es sich am besten fuͤget, weil der Strahl auch durch Umwege allemahl dem Mftt Mi zusammenhaͤngenden Metalle nachgehet.— Auf gleiche Weise ilo ul siist ist auch nur zwischen einem metallenen Turmdache und ger uut yute Kirchendache, oder denen daran befindlichen Regenroͤren, d eine Verbindung zu verfuͤgen. Es war nur ein solcher un⸗ /o bedekter Zwischenraum, welcher sowohl an unserm Nicolai⸗ Turm * 2 — „II“IA«.«. ImmBLLL S. 494 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung Turm als an dem Marienstaͤdter Turm in Schweden (Erf. 109 und 136.) vom Wetterstale verlezt ward. Wenn aber eine oder die andere am Gebaͤude schon befindliche Strecke von Metal nicht bequeem zur Ableitung anzuwenden ist, so kan man sie auch one Bedenken unberuͤhrt lassen und die Ableitung fuͤr sich wo es sich am besten schickt herunter fuͤren, weil der Bliz nicht auf unterbrochenes Metal ab⸗ springet wenn er eine bessere zusammenhaͤngende Bahn die ihn zur Erde fuͤhrt antrift, ja sogar eine zusammen⸗ haͤngende Strecke Metal verlaͤßt wenn ihn eine andere weiter oder besser herunterfuͤhrt(F. 112. p. 348.) So ist an dem Anscharius Turm in Bremen und an unserm Nicolai Turm eine Ableitung von Kupferblech von dem Ende des Turmdaches an der Mauer gerade herunter gefuͤhrt worden, weil der Weg den der Bliz zuvor an den Staagen oder Re⸗ genroͤren genommen durch das Gebaͤude hin leitete.—Man hat sich also auch nicht um die Strecke von Metal zu bekuͤm⸗ mern welche den Strahl etwa von den Zeigerscheiben zur Uhr u. s. w. ins Gebaͤude hineinlocken moͤgte, wenn man ihm nur eine volkomnere Bahn aussen bis zur Erde herun⸗ ter verschaffet. Judessen kan man mehrerer Vorsicht halben die Ableitung am Turme von den Zeigerscheiben entfernen. — Wenn nur eine Verbindung vom Turm bis zu einem metalleuen Kirchendache zu machen ist, so findet sich die be⸗ queemste Gelegenheit an der hintern Seite des Turms, wo meistens keine Zeigertafel zu seyn pflegt, und wo auch bis zum Ruͤcken des Kirchendaches der kuͤrzeste Weg ist. Wo aber die Ableitung unmittelbar an der Turmmauer neben den Zeigerscheiben herunter zu fuͤren ist, da kan man sie nur an der Ecke, wie in Bremen(154 Erf.) geschehen, an⸗ legen. Daß t iimne l Wu W mmp vin uhdu Ge uddeddhe ud sht e Iiu gt aaanih u Een lo fuufudet au, ud Rnfu un Gihe whuy Reie Saitn uden Men Wane M der MR auchoxe R gllgt— at uirg t fn udͤ ber iche Undfane Iun auch siczhaut l R I Haug in Ecig warh. M shn Hftht ung Auuweh erihn lasen u shikt hyn, henez Munn Ebangen eile zjsmp ihn ene az 5. 349%R in nusansi n dem Eihh gefuhrting Stangenth in leitt.- Metal he igerschin gte, wesn n ur Erde sy Misatte eiben arsn n bis 3 ndet sch U. 5 Tunn nd wo Vq il mmauet il XI Heshthe 6 O6 einer Bliz⸗Ableitung. H§. 136. 495 Daß eine einzige also eingerichtete Leitung auch bey Kirchen mit hohen Tuͤrmen zureiche, erhellet aus den Faͤllen wo sogar eine unvolkommene Leitung durch die Stangen des Uhrwerks den Strahl, one daß er auf anderes Metal abge⸗ sprungen waͤre oder sonst etwas im Wege verlezt haͤtte, mitten durch das Gebaͤude gefuͤhrt hat.(§. 112. 125).— So scheint auch die hohe Hervorragung eines Turms genugsame Sicher⸗ heit zu versprechen, daß der Bliz allemahl dessen Spitze und nicht eine andere Ecke der Kirche treffen werde. Wo dises geschehen, da ist vermuthlich eine besondere Uhrsache gewesen welche den Strahl angelocket hat. So war in Sa⸗ gan(Erf. 107.) der Turm one Spitze, und folglich one Knopf und Stange, da er nur mit einem Nothdache versehen gewesen, und von dem hoͤhern Gibel der Kirche welcher nicht getroffen worden war vermuthlich keine so gute Leitung zur Erde vorhanden als von dem nidrigern, wo der Bliz an dreien Seiten einen Weg zu den eisernen Fensterstangen und anderm Metalle fand. An der Anschariuskirche in Bremen und an unserm Nicolai Turm war das Kirchendach nicht mit Metal gedekt und bestand aus verschidenen Gibeln: da aber der Bliz zuvor jedesmahl auf den Turm gefallen, so ward auch one Bedenken nur allein am Turme eine Ableitung an⸗ gelegt— Wenn man indessen noch einige Furcht hat, daß eine nidrig gehende Wolke die von jener Seite herkaͤme das entgegengesezte Ende des Kirchendaches eher als den Turm treffen moͤgte, wenn der Turm keine ansehnliche Hoͤhe uͤber der Kirche hat, und zumahl wenn an jenem Ende auch eine Windfane oder andere Stange aufgerichtet waͤre; so kan man auch daselbst noch eine besondere Ableitung, an der Kirche herunter, veranstalten. Es verstehet sich, daß dises doch nur alsdan zu verfuüͤgen waͤre wenn das Kirchendach nicht mit Metal gedekt ist oder dasselbe nicht schon mit der U. Teil. 9 herab⸗ 496 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung herabgefuͤhrten Leitung zusammenhaͤngt, als in welchem Falle der Strahl keiner andern Ableitung beduͤrfte, er moͤgte auffallen wo er wolte. Nimahls aber solte das Gebaͤude einer Kirche one Bliz Ableitung gelassen werden, weil zu allen Zeiten die Gewitter entstehen koͤnnen ehe man es sich vermutet. Bey einem neu⸗ aufgeführten Gebaͤude wuͤrde also ein Bliz nur desio mehr Schaden anrichten, je weniger noch darin Metal angebracht waͤre, welches ihn, wenigstens eine Strecke weit, sicher leiten und von der Zerstreuung abhalten koͤnte. Die Bliz⸗ leitung kan auch alsdan am bequeemsten zugleich mit dem Gebaͤude aufgefuͤhrt, oder mitlerweile nur fuͤrs erste mittelst einer Kette veranstaltet werden, die man oben von dem hoͤchsten Teile des Baues(3. B. dem darauf gestellten Richt⸗ baum,) wo moͤglich von einer hervorragenden Stange, her⸗ untergehen laͤßt, und mit dem naͤchsten untern Metalle am Kirchendache u. s. f. verbindet. Daß auch selbst bey der Ausbesserung dise Vorsicht nicht zu versaͤumen sey, hat die Erfarung an unserm alten Nicolai Turm(118 Erf.) ge⸗ zeiget, dessen Spitze, da nur ein Zwischenraum von der Helmstange bis zum Kupferdache veruhrsachet worden, an selbiger Stelle vom Bliz entzuͤndet ward. Wenn aber der Turm noch ganz one Bedeckung stehet, so wuͤrde der Bliz, dafern er keine herableitende Strecke Metal antrift, uͤberal das Sparrwerk beschaͤdigen(Erf. 108.) oder das Gemauer a 239.) zerschmettern. §. 137. Pulvermagazine, wenn sie nur nicht zugleich einen Vorrath von Bomben Granaten oder andern Metal enthalten, sind eben wie von andern Gebaͤuden in Staͤdten 25 13313 35 gezeiget worden, mit einer gahile un Hhitatg Ddel ebwa, Moe,el 0 in du 0 Wnf IuRRN O Idethas M H Glide geihtt, vr der ruldnrij Benben Afbehul Wan donhen, flbůh Ahes d hurnsp! I llegun ö 6 einer Bliz⸗Ableitung.§. 137. 497 in welt; clr, 90 Ableitung zu versehen. Es ist aber dabey besondere Vorsicht anzuwenden, daß der Strahl von oben bis nN unten eii e zureichende und wohl verbundene Leitung anMhaß antreffe. Am dienlichsten waͤre demnach/ die ganze First des Daches, und wenn noch Erker daran befind⸗ Dacunn lich sind auch die Ruͤcken derselben, bis uͤber die ij ur diun, Scken mit einem breiten Streifen. Bley zu belegen: Maulanscht an der am meisten ausgesezten Seite des Daches, recke wab, sh oder erwa, wenn das Magazin ganz frey laͤge in der lhnte. Drd Mitte, eine zugespizte Stange zu errichten: mit diser, Rgläc utz oder mit der damit zusammenhaͤngenden Bedeckung der fiwafm First, einen zureichenden Ableitungsstreifen genau zu verbinden: selbigen an der freiesten Stelle der hintern 2n Mauer, welche der Thuͤr gegen uͤber steht, herunter f gsello gehen, wo moͤglich in ein offenes Wasser, wenn aber den Sunn dazu in der Naͤhe nicht zu gelangen waͤre, und das ntern Mal Magazin sich nur nicht unter der Erde erstrekte, bloos ich sehuth an der Oberflaͤche der Erde in einer kleinen Vertifung füumeh shy und etwas vom Gebaͤude abgebogen endigen zu lassen. igei, An neu anzulegenden Magazinen muͤste das Dach penraum inj one besondere Hervorragung, und uͤberhaupt das chet vurhn; Gebaͤude nidrig und leicht, bloos uͤber der Erde auf⸗ Venm alu gefuͤhrt, das Holzwerk mit einem dienlichen Anstriche wirde V or der Entzuͤndung verwahrt, alles uͤberfluͤßige Me⸗ antrsh e tal darin vermiden, und vornehmlich der Borrath von 20 Bomben und Granaten in abgesonderten Gebaͤuden en aufbehalten werden. Wenn sich aber in einem schon vorhandenen Ma⸗ gazine unten, oder sogar in Kellern, ein Vorrath von Bomben, Granaten und anderm Metalle befaͤnde, nich ukt und selbiges nicht nahe an einem Wasser stuͤnde, in r n welches die Ableitung unmittelbar gefuͤhrt werden m Gthih konte; so moͤgte man anraten, an der Seite welche Mi eit dem Zuge herankommender Wetterwolken am meisten ütt P 2 aus⸗ 498 K. XVV. Vorschriften zur Anlegung ausgesezt waͤre, in einer Entfernung von etwa 10 Fuß, einen Mastbaum welcher wenigstens 10 Fuß hoͤher hervorragen solte zu errichten: an disem aber eine metallene Spitze zu bevestigen, davon eine reichliche Ableitung mittelst flach zusammengeflochtener meßing⸗ ner Draͤte heruntergehen zu lassen, und selbige auch nicht bloos an der Oberfläche der Erde, von welcher der Strahl noch zu dem innern Metalle hineingelokt werden moͤgte, noch in einem nahen Brunnen zu endigen, sondern bis in ein offenes Wasser sortzufuͤren, dahin sie, wenn solches in einiger Entfernung befind⸗ lich waͤre, in einer hoͤlzernen in der Erde ligenden Rore geleitet werden könte. Bey groossen uber 30 Fuß langen Magazinen muͤste alsdan an beiden Enden ein solcher Mastbaum aufgerichtet werden. Es waͤte aber bey diser weitlaͤuftigen Anstalt noch er⸗ fodert, daß das Magazin nur mit einem nidrigen Dache one Hervorragung versehen, und besonders an selbigem kein Knopf, Stange, Windfane oder anderes Metal oben angebracht sey: sonst wuͤrde eine solche Entfernung der Bliz⸗Ableitung die Sicherheit derselben nicht vermehren, da sie das Auffallen eines Blitzes auf das Gebaͤude selbst nicht genugsam ab⸗ halten koͤnte. ö Wenn alsd ein altes Pulvermagazin mit einem zugespizten metallenen Dache, oder doch mit einer Stange u. s. w. versehen waͤre; so bleibt es allemahl noͤtig, die uͤbrigen Umstaͤnde moͤgen seyn welche sie wollen, dem Bliz von dem Gipfel des Gebaͤudes an eine unmittelbare Ableitung zu verschaffen. Man muͤste naͤmlich mit dem Metalle eines solchen Daches, oder mit der ͤbersten Stange, und mit jedem an dem Dache und dessen Hervorragungen befindlichen Knopfe, Fluͤgel, u. s. w. einen Streifen Metal verbinden, selbigen uͤber die ganze First hin, und entweder/ wie ö gesagt/ u 0hl n Mung i uumen K l sieh, de HWundente vde/ m II („2/. + ahlthehs NH Pahe dn Rich nad Rndt, de HHW. schn in, Wn S Risend u zusammen sise zurio audcke unt guch noch chͤhtt,y shihit ohehem Rnegen, Fflten M. Igenge vburch lch ö Rehn einer Bliz⸗Ableitung.§. 137. 499 nßeh gesagt, an der Mauer herunter gehen lassen, oder/ n 4 Latter zugleich. des enthaltenen Metalles eine 1 8 ockung a halb des Gebaͤudes zu befuͤrchten waͤre, Reramz 3005 1 ann wohl Gebend Geflechte von Mes⸗ 10 n singdrath abwaͤrts vom Gebaͤude zu einiger Entfernung fuͤren, und die Litung bis in ein offenes Wasser fort⸗ oe, un wh setzen, oder, wenn auf oben beschribene Weise ein ale hienpi besonderer Mastbaum neben dem Gebäude aufgerichtet s wuͤrde, mit der daran befindlichen Leitung verbinden. sothufte kfernump dfe Der Bliz suchet eigentlich das Pulver nicht anzugreifen Edde kann(§. 82.): er kan sogar durch den Lauf einer geladenen Ku⸗ grobsen gelbuͤchse hinfaren one das darin enthaltene Pulver zu ent⸗ Sdan an zuͤnden(97 Erf.). Demnach ist zu vermuten, daß das richttt viß Pulver in den Magazinen nur alsdan vom Blitze in Brand Rustch 10 gesezt werde, wenn selbiger entweder einiges Holzwerk ent—⸗ 1n 10 zuͤndet, oder wenn er durch duͤnne Enden von Metal, Naͤ— Audd gel u. s. w. faͤhrt und sie gluͤend macht/ welches nur ge⸗ 10 uth schehen kan, wenn er aus Mangel einer bessern Leitung mit 70 vilen Spruͤngen durch das Gebaͤude hin faren muß. We⸗ Afflhnt nigstens entsteht alle Gefahr blooß aus dem Mangel einer ö genugi zusammenhaͤngenden Leitung. Da aber ein Wetterstrahl eine zureichende Leitung von Metal nicht verlaͤsset um auf min nit⸗ andere unterbrochene Stuͤcke Metal abzuspringen: da er doch mitr auch noch weniger von dem Metalle in Holz oder Steine ibt e M abfaͤhrt, oder dise, wenn sie an dem Metalle anligen, be⸗ eyn w velhb! schaͤdigt; so kan man allerdings eine Ableitung unmittelbar Gcbalds! an einem Pulvermagazine sowohl als an andern Gebaͤuden afn. 0 anlegen, wenn sie nur, um aller Gefahr von umher zer⸗ en dh streuten Pulver auszuweichen, an der Seite welche dem schem ne Eingange gegen uͤber liegt angebracht wird. Vielmehr ihn wird dadurch groͤssere Sicherheit erhalten als durch eine ent⸗ aie fernte Ableitungs⸗Anstalt, weil die Erfarung gelehrt hat, unde u; daß 6 500 KXIV. Vorschriften zur Anlegung daß, wenn die Wolke von der andern Seite herkomt, das zwischenligende Gebaͤude auch in nicht gar groosser Ent⸗ fernung noch getroffen werden kan(H. 124). Hingegen ist keine Gefahr, daß der Bliz durch die Mauer ins Gebaͤnde hinein breche, wenn ihn nur kein nidrig ligender Vorrath von Metal hinein lokt.— Nur dises neme ich also aus: denn andere zerstreute Stuͤcke Metal, z. B. ein Wagebalken, Haͤspen und Stangen an Feustern u. s. w. sind von gar kei⸗ ner Bedeutung, weil der Bliz nicht durch allerley Widerstand seinen Weg dahin lenken wird, wenn er eine andere unge⸗ hinderte Bahn von oben an bis zur Erde vorfindet. Zur Vorsicht habe ich es aber bey disen Gebaͤuden noch mehr als bey andern noͤtig erachtet, die ganze First des Daches von einem Ende bis zum andern mit Metal zu decken, und wenn oben ein und anderes Metal hervorstuͤnde selbiges mit der Ableitung zu verbinden, wie auch die Ableitung etwas reichlicher seyn zu lassen. Alsdan mag die Stange getroffen werden oder nicht; so wird der Bliz doch gleich vom Gipfel an one Schaden zur Ableitung gefuͤhrt. Dise kan auch, wenn kein offenes Wasser in der Naͤhe ist, sich blooß an der Erde endigen(Erf. 150.): oder vielmehr, sie muß sich liber an der Erde endigen als in die Erde hinein gehen, weil hier das Aufsprengen des Blitzes von unten auf(. 135.) noch gefaͤhrlicher als bey andern Gebaͤuden seyn wuͤrde. Die Pulvermagazine pflegen doch mit Pallisaden oder dergleichen Beschuͤtzung eingeschlossen zu seyn, und demnach kan man, wenn auch der Plaz umher gepflastert waͤre, an der Stelle wo die Ableitung herunter geht nur das Pflaster aufnemen und eine kleine Vertifung an der Oberflaͤche der Erde ma⸗ chen, um selbige desto feuchter und zur Verteilang geschikter zu erhalten. ö Wenn Ham tbet btfe 90 uide 60 U uth x Helle Rdts waue uen Handl SNinaf Wuec uun vun de Ennfn min Eig IMach ien ung u He v N he E Eshehet K Mitaum u Wnse Mj WIh Psan gehe, oi Efftnmn magte, l (uo) D UE Ieh 110 00 GE Inde und U Leang; ö ö‚ einer Bliz⸗Ableitung.§. 137. 501 helunt, 3 gpossr j j Hugtg uet int Gesh ligender n Wenn aber ein Metalvorrath unten im Magazine, oder sogar tifer als die Oberflaͤche der Erde ist, vorhanden waͤre; so wuͤrde es nicht genug seyn, den Bliz sicher bis zur Erde herab zu leiten, und man koͤnte einer solchen Anstalt nicht anders trauen als wenn etwa das Magazin unmittelbar an A ö ̃; n einem Kanal oder offenen Wasser gelegen waͤre, welches dem ein Vnih in Bliz einen freyen Abfluß verstattete. Wo sich also dise Be⸗ in. queemlichkeit nicht befindet, da scheint es dienlich, die Ablei⸗ ö 0 tung von dem Gebaͤude abgesondert zu errichten: nur muͤste 0 aun die Entfernung so seyn daß sie dem Gebaͤude noch genugsa⸗ vorfindgz men Schuz gaͤbe, daher ich nicht uͤber 10 Fuß Abstand rate, uden nohs und auch bey langen Magazinen an beiden Enden eine Ab⸗ rirst N du leitung zu veranstalten noͤtig finde. Der Abfluß des Blitzes zu deih waͤre auch in disem Falle, wenn gleich die Leitung deshalben lade sebiy eine Strecke weit fortgefuͤhrt werden muͤste, zu groͤsserer Abliitupg Sicherheit bis in ein offenes Wasser zu veranstalten. Einen Stange gunt Mastbaum neben dem Magazine aufzurichten ist die be— leich vom d queemste Anstalt(388), und wenn davon eine zureichende Dise lun wohl zusammenhaͤngende Ableitung bis in ein offenes Wasser sich boeßnt gehet, so ist aller Gefahr, daß der Strahl noch in einer sie nuß stl Entfernung von 10 Fuß zu anderm Metalle abspringen geh, wah moͤgte, voͤllig vorgebauet. Wenn also die Magazine auf HS* 4 in (350) Dises hat auch Herr Doet. Watson in seinen Vorschlaͤgen 0 V uwuͤrde. zu Beschuͤtzung der Pulvermagazine vor dem Bliz angera— 25 526 ten(Philos. Trans. Vol. LIV. p. 205.) wie auch Herr Doet. 85 Franklin(Exp. X& Obss. p. 44L. sg.) wiwohl man nachmahls Ahüe an den Magazinen zu Purfleet die Ableitung durch Stan“ sastr afin gen unmittelbar an den Gebaͤuden selbst angelegt hat. EtEchn(S. oben not. 336.) Ein Mastbaum ist leichter zu errichten Hunga und mit einer Ableitung zu versehen als steinerne Saͤulen, und wuͤrde von einem an der Ableitung herabfarenden Blitze eben so wenig als dise beschaͤdigt werden. O 502 K. XIV. Vorschristen zut Anlegung dem Walle angelegt sind, so koͤnte der geflochtene Metal⸗ drath oder liber ein Streifen Bley uͤber die Brustwere in den Stadigraben geleitet werden. Der hoͤlzerne Kasten, darin er unter der Erde fortgefuͤhrt wird, ist hier, so wie auch der Kasten damit man eine Ableitung am Fusse des Gebaͤudes verkleidet(p. 482.), nicht in Gefahr vom Blitze zersprengt zu werden(Erf. 139. c.), weil die Leitung nicht wie in den Trummen welche die Regen oͤren umgeben (Erf. 101. 11).) darin auf hoͤret, sondern durchhin gehet, und wenn fie auch nicht volkommen zureichend waͤre, doch nicht dicht umschlossen wird, sondern noch Raum umher zur Ausdenung des Strahls uͤbrig hat.— Die Auffangungs⸗ spitze kan mit einer eisernen Kappe auf dem obern Ende des Mastbaums angebracht werden, da der Strahl, roenn nur die Ableimung wohl angefuͤgt ist, selbiger gewiß folget und nicht ins Holz gehet(p. 442). Je mehr nun der Bliz an einer solchen Stange vorzuͤgliche Anlockung findet, und je weniger das Magazin selbst dem Auffallen des Strahls aus⸗ gesezt ist; desto weniger hat man fuͤr lezteres zu besorgen: deswegen muͤste also der Mastbaum hoch hervorragen: das Magazin aber muͤste nidrig, one besondere Hervorragung am Dache erbauet, und besonders daran alles hervorstehende Metal vermiden seyn, wenn man vor aller Gefahr daß nicht doch eine Ecke des Gipfels selbst getroffen werden moͤgte sicher seyn und die bemeldete Vorsichts⸗-Anstalt nicht umsonst angewant haben wolte.— Es ist demnach immer abzuraten einen solchen Vorrath von Bomben und anderm Metalle, zumahl in eingegrabenen Kellern, in den Pulver⸗ magazinen selbst zu halten. Man solte dergleichen in be⸗ sondern Gebaͤuden bewaren, welche um desto kleiner seyn und leichter auf besagte Weise mittelst eines daneben stehen⸗ den Mastbaums beschuͤzt werden koͤnten. Die Magazine aber urel Hachen fln Hich vode, u Raasch hinde, W Paher v 6) Iath Migug Hiflͤttene V die Husunnz hn N „ist hur, 0½ en dis Gefahr Hom die bmgin Rensdken mnth in borchu eichend Hah, noch Rann u Die Mfn em obern E Strahl, vn gewif sig t nun der YA ing fide, des Sunht teres zu i hervorragt. ere Hebong lles herberihe aller Hesth etroffn u chtö⸗Wfbt dennach in ben und o „ir din dun Herglache daso lant un tt O Mogel 1 einer Bliz⸗Ableitung.§. 137. 503 aber welche bloos zur Aufbewarung des Pulvers dinen, und an welchen die Ableitung unmittelbar anzubringen waͤre, solten gleichfals nidrig, mit flachem Dache(3) angelegt werden, um destomehr auch den Schrecken unschaͤdlicher Wetterschlaͤge zu vermeiden, wie dan uͤderhaupt leichte Ge⸗ baͤude, wegen allerley Zufaͤlle dadurch eine Entzuͤndung im Pulver veruhrsaͤchet werden könte, die vorzuͤglichsten sind(353). Die Traͤnkung des Holzwerks in Alaunwasser, oder andere in neuern Zeiten angeratene Anstriche eine Feuers⸗ P 5 brunst 68½) Ich habe ehedem auch den Gedanken gehabt, glasurte Zigel zum Dache anzuraten(Uhrsachen des Einschlagens vom Blitze: not. 22. p. 29.): allein ich bekenne nunmehr, daß dises Mittel zur Abhaltung eines Blitzes wenig beitragen kohine.(S.§. 127.) (65½2) In Herrn Eberhards Vorschlaͤgen zur beguemen und sichern Ansegung von Pulvermagazinen ist unter andern auch der nüͤzliche Rath erteilt, das Pulvermagaßin, wenn die Lage darnach beschaffen ist, mit einem aufgeworfenen Walle zu umgeben, dadurch bey einer Entzuͤndung die Gewalt in die Hoͤhe getriben und andere Gebäude die etwa zur Seite stuͤnden beschuͤtt wuͤrden.— Wegen eines andern Uebels, da naͤmlich das Pulver, besonders in leichten Gebauden, durch Feuchtigkeit verdorben werden kan, schlaͤgt Herr D. Franklin(Exp.& Obsl. p. 442.) vor, es in glaͤsernen Flaschen oder zinnernen Buͤchsen, oder mit Bley gefuͤtterten Faͤssern, zu bewvaren. Warum wolte man sich aber nicht liber zu disem Endzwecke verpichter Pulverbehaͤltnisse be⸗ dinen? Die Tonnen haben die Unbequeemlichkeit, daß sie eintroknen und die Baͤnder oftmahls neu aufgeschlagen werden muͤssen, dabey leicht! ein Unglük geschehen koͤnte. In unsern Magazinen sind daher starke hoͤlzerne Kasten mit Deckeln verfertiget, die auf hoͤlzernen Axen mit hoͤlzernen Naͤdern stehen. ——.H.————‚F‚˖P‚Pꝑ‚ꝑiꝑĩ‚ĩ‚ĩ‚iHĩ‚'‚n‚‚i‚ii‚.n—!;Hö 7? 50 K. XIV. Vorschristen zur Anlegung brunst zu verhuͤten, wuͤrden auch bey disen Gebaͤuden vor⸗ zuͤglich wohl angewant werden. ö Wie aber, wenn schon ein altes Pulvermagazin mit einem metallenen Dache oder doch mit einem zugespizten Gipfel, einer Stange oder Knopf, nebst den erwaͤhnten in⸗ nern gefaͤhrlichen Einrichtungen vorhanden, und nicht so— gleich andere Anstalten zu machen waͤren? Hier muͤste man doch gewiß nicht saͤumen die Gefahr so viel und so bald als moͤglich abzuwenden, folglich die Ableitung von dem Gipfel des Gebaͤudes selbst herabgehen zu lassen, und nur den untern Teil derselben vom Gebaͤude abwaͤrts zu fuͤren. Zu aller Vorsicht mache man also dise Leitung nur ziemlich ge⸗ raͤumig, und da sonst schon ein dicker Drath zureichen wuͤrde, so neme man hier mehrere: man flechte sie so zusammen, daß sie nicht einen runden Umkreis und also weniger Ober-— flaͤche, sondern eine Flaͤche von ein Paar Zoll breit aus⸗ machen: man bevestige sie nicht allein in einer verniteten Falze an dem untern Rande des metallenen Daches, sondern umwickele sie daselbst noch mit Bley, damit der Zusammen⸗ hang desto volkommener sey, vorausgesezt naͤmlich, daß auch die Teile dises Daches von dem obersten Gipfel an wohl an einander schliessen. Man versaͤume hier noch we⸗ niger als bey andern Gebaͤuden das nachfolgende Metal des Daches, wenn dergleichen vorhanden ist, oder der un⸗ m. ielbar anzubringenden Ableitung wenn das Dach nicht mit Metal bedekt ist, mit untergelegtem Bley und mit einem umhergeklemmten eisernen Ringe wohl an den Hals der Stange oder des Knopfes anzudraͤngen, daß der Strahl daselbst keinen Sprung mache und den Mittelpfosten ent⸗ zuͤnde. Wenn ein Knopf auf der Spitze nicht ganz von Metal waͤre, so verstehet sich daß er oben uͤber noch mit Metal bedekt werden muͤsse, damit nicht der unbedekte Teil, wie ahhe tie hy W hhhdch Zur Iunilten m hebidd Luun vahin Aallichen, ehen W Nypbitn, is gith auden mů I fuhf. Mfi chltuücds aK Dabud ö Sunnan lzunaten. duh tre, dn Miho Vnpr Ns Magppne solches 6 vache li lub hier daß riell filn we Veshide aler Ruh e umtE Ee n einer Bliz⸗Ableitung.§. 137.138. 50oßj ů ö I wie bey Whitfields Kapelle(Erf. 49.) zerschlagen, oder wie bey dem Turm zu Danbury(Erf. 111.) entzuͤndet werde. Ioandunin,.* Uhn u Man fuͤre endlich die Ableitung gleich vom Dache an abwaͤrts Waun vom Gehaͤude, damit der Bliz durch desto 1 Zwischen⸗ 4½ ganen verhindert werde das untere Metal im Gebaͤude zu erreichen, und man lasse das Ende in ein offenes Wasser Hiernisenn gehen um ihm desto staͤrkere Lockung und leichtere Verteilung Hundähn darzubiten. Wenn dises veranstaltet ist, so ist das wich— 0n den gi tigste geschehen, und wenn das Magazin sonst nicht zu ver⸗ , und nn y aͤndern waͤre, so liesse sich auch gelegentlich eine Spitze auf rts zu sin. den Knopf oder auf die Stange setzen. Wo aber ein beson— nur zienihj derer Mastbaum neben dem Magazine zur Ableitung aufge⸗ zureichnni richtet wuͤrde, da waͤre bey besagten Umstaͤnden zur Sicherheit sie so zum eine Verbindung von dem Metalle am Dache, oder der so wenizerd Stange am Gipfel, mit der Ableitung an dem Mastbaume Zoll hne anzuraten. Der Strahl wuͤrde alsdan, wenn er ja das einer vene Dach traͤfe, von da auf die Ableitung, nicht aber wenn er Daches, sun den Mastbaum traͤfe auf das Gebaͤude, wo er keine freie t der Zimn Bahn zur Erde faͤnde, zufaren. t nanlih, Die schroͤklichen Folgen der Entzuͤndung eines Pulver⸗ ksten Gyfte magazins, und die unbezweifelte Gefahr, wenn irgend ein ie hier utt solches Gebaͤude one Ableitung vom Blitze getroffen wird, ende M welche leider aus so manchen Beispilen bewisen ist, erlauben chht Ne uns hier gewiß nicht, die Sache darauf beruhen zu lassen das Dih h daß vielleicht nimahls ein Wetterstrahl auf dises Magazin Bley uud u fallen werde und also eine neue Anstalt unnoͤtig seyn moͤgte. Iu dheln Verschidene solcher Magazine hatten uͤber hundert Jahr in 06 6 ein aller Ruhe gestanden, die doch endlich vom Bliz in die Luft ehffn gesprenget worden. 93540 A n 0 100 Bey Landwirtschafts⸗ und dergleichen Gebaͤuden 0 die mit Stro⸗ oder Schilf⸗Daͤchern gedekt sind moͤgte lubehe das 6 506 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung das nahe Herunterschiessen des Blitzes gefaͤhrlich seyn. Daher waͤre zu raten, an dem Gipfel eines hoͤher her⸗ vorragenden Baumes der nicht uͤber 20 Fuß von einem solchen Gebaͤude entfernt waͤre, oder an einem eigent⸗ lich dazu errichteten etwa 10 Fuß abstehenden Mast⸗ baume, einen zugespizten Meßingdrath von der Dicke einer Schreibfeder, oder ein Paar zusammengewickelte duͤnnere, oben hervorragen zu lassen, mit Kraͤmpen zu bevestigen, und also bis zur Erde herunter zu leiten. Disen Baum oder Mastbaum koͤnte man mit einem Zaune umschliessen. Bey groossen Gebaͤuden, die von mehrern Seiten getroffen werden koͤnten, muͤsten auch mehrere, oder wenigstens an jedem Ende eine dergleichen Ableitungs⸗Anstalt errichtet werden. Die freie Lage der Gebaͤude auf dem Lande macht sie den Wetterschlaͤgen besonders ausgesezt, und wenn sie mit bren⸗ baren Materien bedekt sind, so ist der Bliz inen uͤberaus ge⸗ faͤhrlich, weil sie gemeiniglich dadurch in volle Flammen ge⸗ sezt werden. Daher solte man hier noch mehr als in Staͤd⸗ ten auf die Ableitung eines Wetterstrahls bedacht seyn. Da aber auch das nahe Vorbeifaren des Blitzes durch die ausge⸗ breitete Flamme solche leicht feuerfangende Materien zuͤnden moͤgte, wie dan der Bliz an dem holen Baum zu Breslau (Erf. 98) noch bey 4 Fuß von der eigentlichen Bahn wo er herab gefaren faules Holz entzuͤndet zu haben scheinet; so muͤßte die Ableitungsanstalt von dem Gebaͤude entfernt seyn, und doch nicht weiter abstehen als daß dadurch noch die Ab⸗ lockung des Strahls von dem Gebaͤude welches wir beschuͤtzen wollen zu erwarten waͤre. Weil nun ein Wetterstrahl noch in einiger Entfernung von einer Ableitungsanstalt einen andern Gegenstand getroffen(Erf. 148. 150) und sich der Abstand in welchem solches geschehen koͤnte nicht genau bestimmen läßt, so muͤßte diselbe nicht uͤber 20, und liber nur, 10 Fuß vom unbbid Wtchfe h/ in A 2 I 9 NErde 0 Hurfläd inia Tbemubsth ung N sindru Hechiot! 90 im ucurRl Walu siutgen veitte d W Hlondets e ani udiiw. oon Hch dünner e Latung a sihut ug des Hahe! pue Wlit nicht nit die 000 0 InStal Enijßte NHuhe sey wjn nlehng f hichß, enshäte 0 R Don b00 ah einem bhn os lche Iden M. W vos der d mname mit Hr bu eruͤnter W 1 man mit gy Gebaldg, kogten, uiz edem Eixyy et werdin ande machsj wenn se miz inen ibano volle Fann nehr albnd bedacht schn durch dih Materiin Baum zu d hen Bahn u aben schanh de entfantsh Irch noch heh es wir bsiit ttasuuhlah alt einen aln sch r Hi nuu efim II einer Bliz⸗Ableitung.§. 138. 5⁰⁷ vom Gebaͤude entlegen seyn— Je hoͤher sie hervorraget desto mehr giebt sie Sicherheit(H. 12. 15).— Es waͤre hier nicht noͤtig, ein Wasser aufzusuchen, da die bloosse Ableitung bis auf die Erde schon zureichet, und wenn auch Wasser unter der Oberflaͤche den Bliz hinein locken und einige Aufwuͤlung veruhrsachen solte, welches doch bey Baͤumen auf dem Felde uͤberaus selten geschihet, so waͤre doch solches in keine Betrach⸗ tung zu zihen. Menschen die unter einem solchen Baume stuͤnden, wuͤrden vielleicht betaͤubet, aber, wie gesagt, nicht beschaͤdigt werden; weil der Strahl nicht von dem Metalle wie vom Holze auf Menschen abspringet. Da aber Tire auch one getroffen zu seyn in der Naͤhe eines herabfarenden Wetterstrahls tod niderzufallen pflegen(§. 55), so muͤßten sie durch eine Umzaͤunung abgehalten werden, welche zugleich verhuͤtet daß das Ableitungsmetal nicht abgerissen werde. Die Anstalt ist nicht schweer oder kostbar, da es selten eines besonders aufgerichteten Mastbaumes beduͤrfen wird, weil es gemeiniglich doch auf dem Lande an Baͤumen in der Naͤhe nicht feelt. Zur Ableitung wuͤrde ein einziger Meßingdrath von beschribener Dicke oder ein Paar zusammengewickelte duͤnnere voͤllig zureichen(F. 110), da die ununterbrochene Leitung an einem solchen Drate dem Bliz eine leichte Durch⸗ fahrt zur Erde darboͤte, und endlich waͤre auch die Anschmel⸗ zung des Drates in disem Falle nicht gefaͤhrlich. Hohe Baͤume die um das Gebaͤude stuͤnden koͤnten auch one Ableitungsanstalt einigen Schutz geben, aber bey weitem nicht mit solcher Sicherheit. Es muͤßten irer mehrere seyn die das Haus von allen Seiten her dekten, weil ein Baum den Strahl nicht so von ferne her anlocken kan als ein Metal. Es muͤßte auch weder der Stam noch die Zweige dem Hause zu nahe seyn, weil der Bliz, wenn er gleich den Baum ge⸗ troffen doch nicht so vorzuͤglich als an Metallen daran her⸗ unter⸗ 508 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung unter geleitet wird, sondern in einiger Entfernung noch da⸗ von auf das Gebaͤnde oder auf andere Koͤrper abspringen kan. (Erf. 114. 92 b.) Dise Entfernung laͤßt sich aus den bis⸗ her gesamleten Wahrnemungen nicht genau bestimmen und kan auch nach Verschidenheit der im Baume enthaltenen Feuchtigkeit, der Luft im Zwischenraume, und der am Ge⸗ baͤude befindlichen Materien, verschiden seyn. Doch glaube ich, nach einigen Bemerkungen wo Baͤume in der Naͤhe von Haͤusern getroffen worden, daß etwa 20 Fuß Abstand zurei⸗ chen wuͤrden, wenn nur kein Metal am Gebaͤude eine staͤr⸗ kere Anlockung veruhrsachte. Indessen verdinen die Eufa⸗ rungen wo der Bliz abgesprungen oder nicht abgesprungen ist, mit Beobachtung der Lerschidenen Umstaͤnde angemerkt zu werden. 156. Erf. „Im Jahr 1772 den 8ten August„ als drey Gewitter aufstigen, die sich von Suͤden und Westen nach Nordosten zogen, schlug der Bliz in dem Hannoͤverschen Dorfe Eckwort in einen an der aͤussersten Seite des Dorfes stehenden 96 bis 100 Fuß hohen Eichbaum und in ein 48 Fuß hohes Bauer⸗ haus welches 14 Fuß von dem Baume abstand. An dem Baume fand man 24 Fuß hoch von der Erde einen Streif an der aͤussern Rinde, welcher Fuß lang frisch abgeschaͤlet war: weiter hinauf ist derselbe nicht untersucht worden. Au dem Bauerhaͤuse, welches mit Stro gedekt war und keinen Schorstein hatte, zeigte sich an der Wand, 18 Fuß uͤber der Erde, oder 6 Fuß unter der Ritze am Baum, die erste Spuhr des Blitzes, da Kalk und Leimen, einen Fuß im Geoierte, abgeschlagen war.[Diser Umstand, und die Verschonung des Strodaches nebst dem obern Teile des Hauses, zeiget also, daß der Strahl seitwaͤrts vom Baume auf dasselbe zu⸗ gesprungen sey.] Von hier an war die Wand 4 Fuß weiter herun⸗ nt unltt h Wutuin 1 10 Klich 1te n di Iudebg vuldt aut den dust nit ull, Sal H Is ind dun vnds ud dn y Mud nind ur estenen u Limen Hupsth in dadd Ein vor 901 24 3 g ine) vurd ein Rau u, Nahe de ang sul hlich ben in Sens iher S f, ver m le einer Bliz⸗Ableitung.§. 138. Erf. 156. 509 an perunter bis an ein sublichen Sinbentertter umterseart. An dshas dem Jenster aber war das 100 an der Rusern Seite etwas m iüten angeschmolzen, der Mamen veshädigt, und Wige Scheiben ii ii zerschmettert. Vor disem Fenster staad ein Knabe, welcher n augenbliklich getoͤdtet ward. In der Ecke unter dem Fenster und durayj nahe am Fußboden war auch der Kalk und Leimen von der Dre Wand abgeschlagen. Nahe bey dem Fenster hing eine Lampe, ie in dasih welche ausgeloͤschet und herunter geworfen ward. Zwischen 5 Winhy dem Fenster und dem eisernen Ofen hing ein leinener Beutel Gebinde mit Wolle, und uͤber demselben eine hoͤlzerne Wage. Der verdinen R Beutel blieb zwar haͤngen, ward aber der Laͤnge nach aufge⸗ t abgehnmp rissen und die Wolle groͤßtenteils heraus geworfen. Die nde augen Wage ward von dem Nagel daran sie hing heruntergeschla⸗ gen und der Wagebalken in der Mitte zerschmettert. Von diser Wage waren drey Streifen nach dem Ofen zu an der als drey H Wand mit Abstreifung des Kalks und Leimen bezeichnet. An n nach Muh der eisernen Decke des Ofens hatte der Bliz in den Ecken en Doistes den Leimen aus den Fugen gesprengt, one etwas an dem 465 Eisen zu schmelzen. In der Ecke bey dem Ofen war auch nahe uß hoha de am Fußboden Kalk und Leimen von der Mauer abgestreift. bstand. Mi Ein vor dem Ofen auf einem nidrigen Stuhl sitzender Knabe einenEs von 24 Jaren ward auf 3 Schritte weit hingeworfen und fristh At lag eine balbe Stunde lang betaͤubet. Vor seinen Fuͤssen ichviht ward ein Stuͤk Holz 2 Fuß lang aus dem Fußboden nach t war und ki Osten zu, woselbst ein anderes Feuster war, Au Weiilso 18 Hhel Nahe bey disem Fenster saß ein Maͤdchen, welches 14 Stunde 1Hsten lang sinlos ward, nachher aber sich wieder erhohlte und ö Deadin gleich dem Knaben one Beschaͤdigung blieb. In disem oͤst⸗ un lichen Fenster hatte der Strahl 3 Fuß hoch vom Fußboden deuisthn in einer Scheibe ein Loͤchlein, wie ein groosser Nadelkopf Au grooß, veruhrsachet. Nach der innern Seite war uͤbrigens auf bosecbe 11 nichts am Glase geschmolzen oder lzersplittert: auswaͤrts 45 aber Helub 510 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung aber waren rund herum gleichsam kleine Sterustralen aus dem Glase herausgerissen oder abgespalten. Bley und Eisen waren daran nicht geschmolzen. Nicht weit vom erstern suͤd⸗ lichen Fenster war noch ein anderes befindlich, welches von der Stube!] in die Kuͤche ging, an disem war nur oben der Ramen zersplittert und sonst nichts beschaͤdigt. Eine Frauens⸗ person, welche in einiger Entfernung von obenbesagtem Maͤdchen weiter hin nach der Stubeuthuͤr stand, war weder beschaͤdigt noch betaͤubet worden, sagte aber, die Stube sey dol Dampf gewesen. In der Kuͤche stand der Hauswirt, welchem es duͤnkte als wenn die ganze Kuͤche vol Feuer wuͤrde, so daß er es sich vom Kopfe abschuͤtteln wolte. Es ist ihm aber nichts am Leibe versengt oder beschaͤdigt worden, und man hat, ausser der Zersplitterung an oberwaͤhntem Fenster⸗ ramen nach der Stube hin, in der Kuͤche selbst keine Spuhr des Wetterschlages gefunden.— An der suͤdlichen Seite dises Dorfes, von welcher das Gewitter herkam, ist auf eine halbe Meile weit kein Gegenstand vorhanden, welcher hoͤher als besagter Eichbaum hervorraget„(3). §. 139. An beweglichen Geruͤsten waͤren die Bliz⸗Ab⸗ leitungen oft auch sehr noͤtig: es veruhrsachet aber daran der unvermeidliche Sprung des Wetterstrahls eine besondere Schwirigkeit, welcher man so gut als moͤglich begegnen muß. An Windmuͤlen wuͤrde alle Mahl das Durch⸗ faren des Blitzes, wenn er mit einem Sprunge durch das Geruͤste der Muͤle hinginge, gefaͤhrlich seyn: wenn man 6⁵³) Guden von der Sicherheit wider die Donnerstralen p. 115. 134. 199. Die Nachricht war von Herrn Justiziarius Hu⸗ bener und Herrn Doct. Sievers, welcher selbst den Baum bestigen, eingesant Runcheg ende 1 unhe Sale n o Welden helsher, Rl ve Hlekbitt seheldeh W sh u H shi ele: Euhe e nihtiber S Bhe imherin 11 en Hit woden. niht u Goritte llerste desechen Mal d in Gu Gawiht dlunten üticen. hahlten Me m Muun a Wl ne Eumsiulg U en. Y IubEh vet Hemasemsh ndlich uh m war in nz ͤdizt Gurpunz von chattip r stand un 0 aber, Ent/ tand der Huh iche volJukit wolte. 6 fi digt vunn derwaͤhmnj he selbi Einz der sübihnt herkam, iin dden, vahel ). en die x veruhrsagh es Walht mam so gl ahl d d Spuus klich sne 0 dumtl am In ht unde einer Bliz⸗Ableitung.. 139. 511 man aber gleich von dem oͤbern beweglichen Teile der⸗ selben die Leitung an dem daran bevestigten Schwanze herunter gehen lassen wolte, so wuͤrde doch schweerlich eine Stange oben auf dem Haupte so hoch errichtet werden koͤnnen daß nicht ein Fluͤgel dennoch getroffen zu werden Gefahr life.— Ich weiß also keinen bessern Rarh, als die Fluͤgel selbst so mit einer Ableitung zu versehen, daß der Strahl gar nicht auf die Muͤle hin⸗ gelokt werde.— Man beschlage naͤmlich die Ruten aller vier Fluͤgel an irer aͤussern den Sprossen gegenuͤber⸗ stehenden Seite mit einem Streifen Bley, so daß die Metalstreifen von einem Fluͤgel zum andern uͤbergehen und sich an der Welle durchkreuzen. Das Bley solte auch uͤber das Ende der Ruten hervorgehen und da⸗ selbst eine meßingne oder eiserne einer Hand hohe Spitze eingeschlagen werden. Wenn nun die Muͤle nicht uͤber dem bloossen Erxdboden herumgehet, sondern ire Buͤne(Schwingstelle) hat: so muß dise Buͤne rund umher in dem Kreise uͤber welchem die Fluͤgel zu stehen kommen mit Metal beschlagen, und davon, an wel— chem Orte man wil, eine Leitung zur Erde angebracht werden. Auch koͤnte man, zumahl wenn die Fluͤgel nicht nahe am Grunde herum gehen, zur Zeit eines Gewitters, wenn die Muͤle stille stuͤnde, von dem untersten Ende eines Fluͤgels eine Kette die das Bley desselben beruͤhrte bis auf die Erde, oder bis auf das Metal der Buͤne, herabhaͤngen lassen: wenn sie aber im Gange waͤre, ein Stuͤk Metal, z. B. ein eisernes Gewicht mit einer solchen herabhaͤngenden Kette, so daruntersetzen, daß die Fluͤgel nahe daruͤber weg⸗ strichen.— Die Segel der Muͤle muͤsten aus uͤber⸗ mahltem Segeltuche bestehen. An einem Rrahn muͤste man, wenn ein Fluͤgel auf dem oͤbersten Ende des Schnabels ist, selbigen zur Auffangung dinen lassen: wo nicht, eine kleine mes⸗ II. Teil.— singne 5I12 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung singne Spitze darauf setzen: von selbiger ein Ableitungs⸗ metal bis an das veststehende Geruͤste herab gehen, und nahe an dasselbige mit einer eisernen Spitze sich endigen lassen.— Dises Geruͤste muͤste sodan an der Stelle wo sich der oͤbere Teil darauf herumdrehet mit einem Kreise von Metal beschlagen seyn, von welchem die fernere Ableitung an ein oder anderer Seite bis zur Erde oder bis zum nahen Wasser fortzusetzen waͤre.— Zur Vorsicht koͤnte noch das Holzwerk um die Stelle herum, wo der Sprung von dem öůbern zum untern Teile geschehen muß, mit Kienruß und Oehl uͤberstrichen werden. An Schilderhaͤusern die auf der Brustwere stehen oder sonst dem ersten Anfalle einer Gewitter⸗ wolke ausgesezt sind, konte oben auf dem Knopfe eine kleine eiserne Spitze bevestigt werden, von welcher ein Streifen Bley, etwa 3 Zoll breit, bis zum unter⸗ sten Rande herabgehen solte. Sodan moͤgte man die Enden des hoͤlzernen Kreuzes auf welchem das Schilderhaus stehet, an den Stellen wo der Rand desselben darauf trift, mit Bley welches bis zur Erde ginge beschlagen, das uͤbrige desselben aber/ welches sich unter dem Boden des Schilderhauses erstrecket, sowohl als die untere Seite des Bodens selbst, mit Kienruß und Teer bestreichen. windmuͤlen werden an freien oder erhabenen Stellen errichtet; sie sind daher dem Anfalle der Wetterstrale leicht unterworfen, und die Wichtigkeit des Gebaͤudes verdient wohl die wenigen Kosten einer bleiernen Ableitung. Ein oder anderer Fluͤgel steht alle Mahl hoch hervor: wenn also gleich auf dem Gebaͤnde selbst eine Stange errichtet wuͤrde, so koͤnte dise doch schweerlich durch ire Hoͤhe eine so vorzuͤg⸗ liche Anlockung geben, daß nicht ein Wetterstrahl, welcher von der Seite herkaͤme wo die Fluͤgel hingekehrt sind, dise eher Kch Hifch l venn amtlen be h. Du Dih de 0 Hun n— gurh! Wtn fl G x mun u 2 S cher dee r git usöte, gnp A side/ Criten uiht all hurchher lig, 0 Ehlasen En; bulchem Ind ein strute Num au uum auf fi Hlgu Lenlbennz 12 hanb ghh erhen Sze s ste shin an y heunduchn u„ Lon westh udertt Eent aser fitpfß s Hohpal von d mit Kamy det Buz einet Gt dem Hupf n, von n ö‚ bü Imm moͤgte n fwelher n wo del hes bio srl n aber, n hauses aste dens shse rhabenn el Wenastutl jebäudes W Alaunp erbor vant grihit e en OI Rustahl, 0 llln sa/H 6 einer Bliz⸗Ableitung.§. 139. 513 eher ergreifen, und von dort, wie von dem Schorsteine an Haffendens Hause(Erf. 150) sich einen Weg durch die Welle u. s. w. zur Ableitung banen moͤgte, in welchem Falle, wie auch wenn der Strahl von dem oͤbern beweglichen Teile zum untern uͤbergehen muͤßte, leicht etwas entzuͤndet werden koͤnte. Daher scheint mir die Ableitung an den Fluͤgeln selbst, dabey der Strahl das Muͤlengeruͤste gar nicht beruͤren und one Unterbrechung herabfaren wuͤrde, die vorzuͤglichste zu seyn— Die Segel werden alsdan, wenn der Strahl an der gegenuͤberstehenden Seite der Ruten herablaͤuft auch nicht eigentlich berührt: um sie aber desto mehr vor der ausge⸗ breiteten Flamme zu sichern, muͤßten sie, zumahl an den Enden, wo der erste Anfal des Blitzes geschihet, aus uͤber⸗ mahltem oder uͤberteertem Segeltuche bestehen, an welchem der Strahl vorruͤber rutschet(§. 53)— Unten wird der Bliz eher den Sprung zu dem auf der Buͤne ligenden Metalle, oder zur Erde machen, als daß er in das Muͤlengeruͤste fa⸗ ren solte, und in dem Zwischenraume koͤnte man ihm, wie gesagt, den Weg noch verkuͤrzen, oder, wenn die Muͤle stille stuͤnde, sogar eine Leitung herunter haͤngen lassen.— Die Spitzen koͤnnen hier zwar nicht sehr lang seyn; sie sind aber nicht allein zur Minderung des Wetterstrahls und der da⸗ durch veruhrsachten Erschuͤtterung dienlich, sondern auch dazu noͤtig, daß derselbe von der andern Ecke der Fluͤgel, wo die Sprossen mit den Segeln sind, abgelokt werde. Ein Krahn ist oft auch von der Seite des Wassers au welchem er stehet den herankommenden Wolken ausgesezt, und ein durchfarender Bliz durch das Holzwerk und zer⸗ streute Metal besselben koͤnte ihn leicht in Brand setzen. Wenn nun die Leitung von dem obern Teile nur nahe an einen auf dem untern Geruͤste angelegten metallenen Kreis traͤfe, dergleichen an den Kranen mit bedekten Geruͤsten auf Q2 dem 514 K. XIV. Dorschriften zur Anlegung dem Dache uͤber welchem sich der obere Teil umdrehet schon vorhanden zu seyn pflegt; so waͤre keine Gefahr daß er nicht diser Leitung weiter herab zur Erde folgen wuͤrde. Nur ist dabey zu verhuͤten, daß er zu disem Uebergange von einem Ende des Metalles zu dem andern nicht durch einen Teil des Geruͤstes fare(Erf. 154): daher die Metalle so nahe als moͤglich an einander zu bringen und der Sprung noch mit⸗ telst einer von oben abstehenden Spitze zu leiten waͤre. Ead⸗ lich liesse sich auch hiebey der Vorteil einer Uebermalung, welche das Eindringen des Strahls, wie bey dem Sprunge von einer Maststange zur andern(F. 53) abhalten wuͤrde, an dem angrenzenden Holzwerke anbringen— Bey einem Krane, bessen veststehendes Geruͤste hoͤher als der Schnabel ist(353 b. faͤlt die oben erwaͤhnte Schwirigkeit weg, indem die Leitung blooß wie an jedem andern Gebaͤude von oben bis unten angelegt werden kan. Schilderhaͤuser sind zwar nur nidrige Geruͤste, doch finden wir oͤftere Beispile, daß diejenigen welche auf der Brustwere stehen, und also den Wetterwolken zuerst in den Weg kommen koͤnnen, getroffen werden, dabey dan das Le⸗ ben eines Menschen in Gefahr koͤmt(not. 138 Erf. 98). Es giebt auch darin das Gewehr der Schildwache eine Anlockung: und diserhalben wolte ich die aͤussere Ableitung nicht zu ge⸗ ringe seyn lassen, damit der Bliz nicht, wenn er sie unzu⸗ reichend faͤnde, noch(wie Erf. 138) zum Teil zu dem Ge⸗ were hinein draͤnge. Endlich macht auch der eiserne Bolzen, um welchen sich das Schilderhaus drehet, und welcher durch das untergelegte Kreuz stecket, eine Besorgnis, daß der Strahl noch am Boden darauf durchbrechen und den Men⸗ schen an den Fuͤssen beschaͤdigen, oder doch, wenn man auch (35 b.) Wie an dem Bremer Krabn,(aeupold Theatr. machin. spec. tab. 32). il acNel 0 e Mu nugt muhhen Iste duch zch Lihi Wece Im Li i Rete galn Ws, ur I, Hiabelse E Iuthwerd Wamhen Wangg! Rend Id wel ghsem ahder duuch d glichen, hune ö u filen die Wi flegug einer Bliz⸗Ableitung.§. 139. 140. 515 elbgf fih 18 auch die Leitung unter dem Boden hin darauf zufuͤren wolte, uith 0. einige Aufsprengung(p. 471.) oder Erschuͤtterung veruhrsa⸗ Ianpmmh chen moͤgte. Man muß also liber die Ableitung zur Erde henndi von disem Bolzen abzuwenden suchen. Zum Teil geschihet nlei 25 dises durch den Beschlag an den Enden des Kreuzes, welcher Epumgutr auch verhindert, daß selbiges, wenn eben der Metalstreifen Wmai des Schilderhauses daruͤber stunde, nicht zerschmettert werde: 0 Wnd zum Teil suche ich es durch den besagten Ueberstrich mit Teer 0 uri und Kienrus zu erhalten— In disem, wie in dem vorher⸗ ahllan gehenden Falle brauchen die obenstehenden Spitzen nur kurz ütti zu seyn, weil sie nur den Wetterstrahl zu vermindern dinen ä sollen, da selbiger onehin die oͤbern hervorstehenden Enden dloem diser Gerüͤste(Erf. 98) treffen wird. igkeit uij* Gebaude un. H. 140. An Schiffen, wo doch eine aͤhnliche Anstalt hoͤchst⸗ 9e Glfh. nothwendig waͤre last sich nicht wohl eine vestsitzende 0 zusammenhaͤngende Bliz⸗Ableitung von kupfernen oder hhin bleiernen Strimen anbringen, weil die Mastbaͤume hie und da mit Tauen umwunden zu seyn pflegen, dubey buth und weil die Stangen aus welchen diselben an allen H groͤssern Schiffen zusammengesezt werden nicht auf heeinellheh einander, sondern neben einander aufgerichtet und tung nich s durch den Mastkorb herunter zu lassen sind: im— wenn ersin gleichen, weil auch die Ableitung von dem Mast⸗ Lei. baume, unter oder uͤber dem Verdek bis zum Wasser Pism zu fuͤren, Schwirigkeit veruhrsachet.— Es muß also Eni. die Ableitung von der Spitze des Mastbaums bey den 5 mihnn Seilen seitwaͤrts uͤber Boord gefuͤhrt werden, und rhn Mn die Bequeemlichkeit erfodert eine biegsame Zuruͤstung, uhudh die man abnemen und zusammenpacken kan. ch, um u Ketten von duͤnnen meßingnen Stangen, davon 11 jedes Glied etwa eine Elle lang ist, sind leicht von der Spitze des Masts an, laͤngst dem Seile welches 2 3 die amn men he 516 K. XIV. Vorschriften zur Anlegung die groosse Maststange haͤlt,(Bredon genant) uͤber Boord zu fuͤren: da aber der Strahl bey den Ge⸗ lenken Platzung und Funken erregt, so koͤnte er sie zerreissen oder die Seile entzuͤnden. Sie muͤsten also nicht bloos in einander gehaket, sondern mit wohlschliessenden Scharnieren versehen seyn.— Als⸗ dan wird an dem oͤbersten Ende der hoͤchsten Mast⸗ stange(Braamstange) eine Rolle angelegt, mittelst welcher die oberste Spitze so hoch aufzuzihen ist daß sie uͤber dem Mast wenigstens einen Fuß her⸗ vorraget: die Gelenke werden hie und da mit Bind⸗ faden an dem Seile bevestigt, und die untere Spitze läßt man uͤber Boord ins Wasser haͤngen. An Schiffen welche mehrere Masten haben ist der hoͤchste Mast zur Bliz⸗Ableitung zu waͤlen, und die andern wuͤrden one eiserne Spindel oder Kappe an der Spitze, bloos mit einem hoͤlzernen Knopfe zu versehen seyn. Naachdem es bekant geworden war, daß der Bliz durch Metal angelokt werde, faßte man zuerst den Entschluß die eisernen Spindeln welche die Windfluͤgel tragen oben von den Maststangen wegzulassen, stat deren nur einen hoͤlzer⸗ nen Knopf auf der Spitze des Mastes zu setzen, und daran einen Wimpel zu haͤngen. Dises wuͤrde aber fuͤr sich allein wenig helfen: denn, wenn der Bliz keine bessere Leitung vorfindet, so schlaͤgt er auch auf Tannen-⸗Baͤume,(§. 127) und auf den hervorragenden Mast, wenn gleich kein Stuͤk Metal daran befindlich ist(Erf. 48. b.). Im Gegenteile, wenn eine andere mit einer Ableitung versehene Stange neben dem Maste hervorraget; so moͤgte die Spindel gerne bleiben, weil der Strahl den Weg nicht waͤlen wuͤrde wo er auf das widerstehende Holz traͤfe.— Nachmahls haben die Englaͤnder auch an den Schiffen Ableitungen an gelegt, welche aus 115 Wn Zhahfht, I 0 Indugt gflgen Wuie Inr,Rom ih Re 0 brr miWf shr uba sin y sthn Hup Euft e Abchig lce Müht Refth. A 150 bn lunz nit shag, un We um x In wdn Hr se l Mgensch ie Wlit ein Mire Ahite, ent Indnanf⸗ Ců sogte hmRet vier a lschahen lut Col uht an B. 00 6. xů un Megnz den ah „ m n. Se wh Ket, suden ehen san— er höchien d angelegt, niz och aufah einen Jug und de ntz und diei Wasser han Masten die eitung zun tne Spidu t einem gik daß der dij i den Enst kl trazer th 1 nur iun u setzen, M aber fl shi ine bissit kr „Bium, l un gleich Hu . In bas hersehiht 6 die Et/E wln vuten amille dua ngtlg, + einer Bliz⸗Ableitung.§. 140. 517 aus duͤnnen meßingnen Stangen, ohngefaͤhr so dik als eine Schreibfeder, bestehen. Jedes Glied ist etwa einer Elle lang, das oͤbere Ende der obersten und das untere der unter⸗ sten Stange ist zugespizt, und dise Glider sind mit zwischen⸗ gefuͤgten Ringen an einander gehaͤnget. Dabey ist die Be⸗ queemlichkeit daß sich eine solche Ableitungskette leicht abne⸗ men, zusammenpacken, und mittelst einer Rolle wieder in die Hoͤhe zihen laͤßt(). Man pflegt sie an dem Seile welches von der groossen Maststange herab gehet bey jedem Gelenke mit Bindfaden anzubinden, woselbst die Bevestigung schik⸗ licher als an der mit Strikleitern versehenen Wand der Ma⸗ sten angebracht wird, weil an disen die Schif⸗Leute auf und nider steigen muͤssen— Daß dergleichen Anstalt den Bliz an der Leitung herunter fuͤren, folglich die uͤbrigen Teile des Schiffes in Sicherheit stellen werde, ist leicht zu erachten, und aus obigen Erfarungen zu schliessen. Ob sich aber auf solche Weise auch alle Verletzung abwenden lasse, ist noch zu zweifeln. Herrn Winns und Nairnes Erfarungen(Erf. 142. 143.) gaben eigentlich nur Proben von einer gemaͤligen Ab⸗ leitung, nicht aber von einem wuͤrklich ausbrechenden Wetter⸗ schlage, und Capt. Cooks Schif war auch bey seiner ersten Reise um die Erde nur von einem Teile des Strahls getrof⸗ fen worden(144 Erf.). Von der zwoten Reise meldet zwar Herr Forster(5 b.):(Des Morgens(1774. den 25 April, da sie zu Taheitee vor Anker lagen) hatten wir immer starke Regenschauer, und so heftigen Donner und Bliz daß man die Ableitungskette am groossen Maste anbrachte. Als nun ein Matrose eben das Ende derselben uͤber Boord geworfen hatte, entstand ein heftiger Bliz gerade uͤber dem Schiffe, und man sahe die Flamme laͤngst der gauzen Kette herablaufen. Es folate augenbliklich ein starker Donnerknal, welcher das ganze Schif, mit nicht geringem Schrecken sowohl der Euro⸗ paͤer als Taheiter die am Boord waren, erschuͤtterte. Jedoch geschahe nicht der geringste Schaden am Schiffe.„ Aber in Capt. Cooks eigener Nachricht von diser Reise, wiwohl er selbst nicht an Boord war, steht nur von disem Tage: Wir hatten viel (35½) G. Philof Trans. Vol. LX. tab. 7. (354 b.) Forster' Voyage round chEe World. P. H. p. 38. 59 52—2—2—22—— 518 KXIV. Vorschriften zur Anlegung ꝛc.§. 140. viel Donner, Bliz und Regen,„(354 6.) und kein Wort von disem Vorfalle: und um gewiß zu seyn daß der Bliz wuͤrklich die Ableitung getroffen haͤtte, muͤßte man die Kette untersucht haben, weil daran sicherlich, wo nicht die Gelenkringe, doch wenigstens die oͤberste Spitze(§. 110) angeschmolzen seyn wuͤrde. Man kan also aus disen Beispilen noch nicht urtei⸗ len was ein voͤllig starker Bliz wuͤrken wuͤrde. Die Dicke der Stangen wuͤrde zwar voͤllig zureichend seyn: wir wissen aber aus andern Erfarungen, daß der Strahl durch die Absaͤtze von Ketten nicht frey durchfare, sondern solche Funken errege welche die Enden derselben anschmelzen, und solche Platzungen veruhrsache welche die Gelenke oder ire Bevestigung zerreissen koͤnnen(Erf. 139.). Lezteres koͤnte schon, wenn noch ein zweiter Schlag ausbraͤche und die Ableitung zerrissen oder von irer Stelle geworfen waͤre, von uͤbeln Folgen seyn, und die Fun⸗ ken bey den Gelenken sind in der Nachbarschaft von geteerten Seilen, die nicht immer genezt sind, nicht weniger zu befuͤrch⸗ ten. Man muͤßte also fuͤr eine bessere zusammenhaͤngende Bliz⸗ leitung sorgen. Hizu habe ich schon oben(p. 460.) die Schare nire vorgeschlagen, dabey sich ein vester Schluß der verschi⸗ denen Teile erhalten laͤßt und doch die Bequeemlichkeit bleibt sie zu bigen und zusammen zu legen. Den Vorschlag, eine dauerhaftere Blizleitung, mittelst eines Streifen von Kupfer oder Bley an dem Mastbaume selbst herunter, und sodan unter oder uͤber dem Verdek ins Wasser zu fuͤren, habe ich, bey naͤherer Untersuchung der Sache, nicht wohl thunlich befunden. Der mitlere oder hoͤchste Mast des Schiffes wird one das gemeiniglich vom Blitze getroffen: noch mehr aber wuͤrde der Strahl dorthin gelocket und von den andern abgewendet wer⸗ den wenn die Auffangungsspitze uͤber disen Mast hervorragte, und wenn er zugleich dort die leichte Bahn an dem Metalle herabzufaren antraͤfe; denn hier faͤnde er nicht den leichten Uebergang von einem andern Mast zur Ableitung, welchen er durch zusammenhaͤngende veste Koͤrper an Gebaͤuden Erf. 139. b, u. 150) fand. Da indessen zuweilen, wiewohl an Schiffen die keine Ableitung hatten, auch der voͤrdere oder hintere Mast getroffen worden, wenn naͤmlich der Wetterstrahl gerade von vorne oder von hinten her gekommen, oder sonst vielleicht besondere Anlockung gefunden, so muͤßten zu mehrerer Sicherheit an selbigen liber keine eiserne Spindeln auf den Spitzen gesezt oder eigene Ableitungen angebracht werden. (554 c.) James Cook Voyage towards the South-Pole: Vol. I. p. 318 Ende des zweiten Teils. Hu g I dnn de di 1 0 6 e elent aun 1 WWolz 0 8. 5 ahl durt WIl solche zulnth solceghcgn evestigunz ynnz enn noch ein j rissen Het zn seyn, und u schast un amn wenigtt uu menhinzey 5. 460.)M Schluß vV gueemlichen en Vorschlz treifen vun unter, ud füren, haht thunlich hiffes wit ehr aber zi N abgerenu Mast herun n on den M nicht den lt⸗ bleituns, n Gehalden. len, nuih det votden! der Vanmi mmen H Uften un ByinH u bracht dn dole: VoN Vom z e. III. Teil. Erlaͤuterung der Wahrnemungen vom Blitze aus elektrischen Erfarungen. Hamburg, verlegt von Carl Ernst Bohn. 1778. — 2 Se ———.——— S=———— — ͤ= —— 2——————— 2. ———————————————— — S——————— ————— ———=2 Kapittel. Gegen siltge elngrhen Elektrizitaͤt in der Luft. L. 141. is hiher habe ich mich bloos an die Cesarungen von wuͤrklichen Wetterschlaͤgen gehalten. Es 0 aber doch von groossem Nutzen, den weitern Umfang eine so wichtigen Kraft kennen zu lernen, und hizu sind Hmr noͤtig. Dise gewaͤren uns den Vorteil, daß wir die Umstaͤnde nach Zwek und Beliben einrichten und bestimmen, und da⸗ durch sowoͤhl den verschidenen Eigenschaften und den Ab— aͤnderungen der Wuͤrkungen genauer nachspuͤren, als auch der Erforschung einer algemeinen Uhrsache naͤher kommen können. Bey Untersuchung der Gewitterkraft haben die Wahrnemungen der Elektrizitaͤt einen solchen Nutzen ge⸗ schaffet. Versuche, die Unkundigen anfangs ein bloosses Spielwerk muͤßiger Gelehrten zu seyn schinen, haben, eben wie ein aͤhnliches Spielwerk mit einem Steine der Eisen anzog, den groͤsten Einfluß auf die Kentnisse der Natur⸗ kraͤfte und deren Anwendung zum Vorteil des menschlichen Geschlechts gehabt. Gewiß ein Beweis, daß keine Beob— achtung von Wahrheit und Erfarung gering zu schaͤtzen sey! * 6 2— A 2§. I42. 522 K. XV. Gegenseitige Elektrizitaͤten— §. 142. Es ist hier meine Absichs nicht, eine eigentliche Abhand— lung von der Elektrizitaͤt uͤberhaupt zu lifern, sondern nur dijenigen Versuche in Erwaͤgung zu zihen, welche auf die Wuͤrkungen des Blitzes und auf die Ableitung desselben eine naͤhere Bezihung haben, und zur Erlaͤuterung oder genauern Bestimmung diser Umstaͤnde dinen koͤnnen. Ich setze also die Kentniß der gegenseitigen Elektrizitaͤten, deren eine man die positive, die andere die negative benennet, nebst iren Erscheinungen als bekant und nunmehr bey aufmerk⸗ samen Naturforschern unbezweifelt voraus. Ich will auch die algemeinen Wahrnemungen nicht wiederholen, aus welchen man ersehen hat, daß die Gewitterkraft nichts an⸗ ders sey als was man im Kleinen an der Elektrizitaͤt beob— achtet hatte, daß die Gewitterluft alle Wuͤrkungen elektrisirter Koͤrper, und namentlich beider gegenseitigen Elektrizitaͤten, zeige, daß die darin enthaltene Kraft eben so nach Metallen, Wasser, tirischen Koͤrpern zufare und dadurch abfliesse, daß sie eben 53 an andern Wnn Widerstand finde, u. s. w.() §. 143. Worin eigentlich die Elektrizitaͤt bestehe, it uns noch bisher zu sehr verborgen. Wir haben uns also nur an die Erscheinungen und Wuͤrkungen derselben zu halten.—— Die erste Erregung der Elektrizitaͤt geschihet bekantlich an den urspruͤnglich elektrischen oder nicht-leitenden Koͤrpern, und sie wird nur an den leitenden Koͤrpern, als in welchen sie sich leicht uͤberal verteilet, gesamlet und zu einem Schlage gehaͤuft.———— der 604. r solte sie also auch l wohl (535) Man sehe davon Priestley P. I. per. 9. sect. 2. per. 10. sect. 10. Mylius physikal. Belust. XVII. St. p. 467. Nollet Lettres sux l' Ele&ricité. lett- I. Ek ahlhin uden 1e Iull shetd a Nötpet Neschd Aunnal Ioechsch Midenun vuö dhen micht uc N un Helra uthuch Mar LAst, vn ha acht f irte d aua du sacht, se st vird no Dussee wan uu Mleiuu fuken f. her am Her, wi 509 5 ristätg tigentich Wlat lfem, sui hen, wilche W litung ysehg, ungehn nn inen. Y n zitäten, un; uve benam nmehr bey au aus. Ichnlt wiederholn itterkrast ich. er Elchtrith ürkungenly itigen Elchnit en so noch H Iurch abfint dsinde, u stehe, is ui. ms also unt n zu hun- chihet Knntt keitender Ayr Iu, ulinvl Ozuanme solt seisn 2 peu I 4 40. Mdlei 14 ln Elektrizitaͤt in der uft.§. 142⸗144. 523 wohl nicht in der Beschaffenheit der Wolken an und fuͤr sich/ sondern in der Veraͤnderung der Luft, als eines nichtleiten⸗ den Koͤrpers, gesuchet werden, da dan die Wolken als lei⸗ tende Koͤrper diselbe auffangen und anhaͤufen koͤnnen. Verschidene elektrische Versuche, besonders mit dem Tourmalin oder Aschenziher, scheinen zu zeigen, daß die Abwechselung der Waͤrme oder die dadurch veruhrsachte Ausdenung und Zusammenzihung der Teilchen, so wie auch das Aneinanderreiben, die Elektrizitaͤt erregen. Solten wir nicht auch ein gleiches von der Luft vermuten?(35). Daß die Abwechselung der Waͤrme nicht als eine Folge, sondern vielmehr als eine Uhrsache der Gewitter anzusehen sey, ist auch oben(. 94.) wahrscheinlich gemacht worden. §. 144. Merkwuͤrdig aber sind die Erfarungen, daß sich in der Luft, wenn sie von Wolken frey ist, doch bestaͤndig sowohl bey Nacht als bey Tage einige Elektrizitaͤt, und zwar immer die positive wahrnemen laͤßt. Dise Elektrizitaͤt zeigt sich staͤrker bey frostigem als bey warmen Wetter: sie wird nicht etwa durch Winde welche uͤber die Erde hinstreichen veruhr⸗ sachet, sondern bey troknen Winden vielmehr vermindert: sie ist hoch in der Luft staͤrker als an nidrigern Orten: sie wird nach Verhaͤltniß mehrerer in der Luft schwebender Duͤnste angehaͤuft und dem auffangenden Geraͤte mitgeteilt, wenn nur nicht dise Duͤnste nahe an der Erde zugleich eine Ableitung veruhrsachen, daher sie bey Nebeln die nicht nider⸗ sinken sich am meisten aͤussert, bey troknem warmen Wetter aber am wenigsten. Wenn dicke Wolken herankommen, oder, wie Herr Beccaria zu verschidenen Malen beobachtet A 3 hat, (356) Herr Canton und andere Gelehrte haben bereits dise Ver/ mutung geaͤussert. ———— S MM—— 324 K. XV. Gegenseitige Elektrizitaͤten— hat, wenn nur der Wind von einem entfernten Gewoͤlke herblaͤset, so zeigt sich in der Luft gemeiniglich eine negative Elektrizitaͤt, und so auch meistenteils wenn es regnet(387). . 9. 145. Wegen der gegenseitigen Elektrizitaͤten, welche wir, zur Erlaͤuterung, mit der entgegengesezten magnetischen Kraft vom Nordpole und Suͤdpole vergleichen koͤnnen, ist die Erinnerung zu machen, daß geringscheinende Uhrsachen die Erregung derselben veraͤndern koͤnnen. Nachdem naͤm— lich ein Koͤrper in seiner Oberflaͤche verschidentlich beschaffen ist, nachdem er auf dise oder jene Weise, mit disem oder jenem andern Koͤrper geriben wird oder nur in Beruͤrung stehet, und nachdem er in dem Grade seiner Waͤrme veraͤndert wird, kan er positib oder negativ elektrisirt werden(388).— Nach (857) S. die Beobachtungen des Herrn Ronayne in Irland phil. Trans. Vol. LXII p. 138. des Herrn w. Senly in England, das. p. 145. und Vol. LXIV. p. 422. wie auch Herrn Cavallo in seinem Treatise of Electricity P. IV. C. 2. 3. p. 344-374. und in Italien des P. Beeearia Osservazioni della Elettricita terrestre atmosferica à cielo sereno, dedicate al Principe di Piemonte, besonders§. 1006. 1036. 1049. 1057. 1071. 1115. (558) Priestley P. I. per. 10., fect. 3.— Beccaria Phil. Trans. Vol. LVI. p. 105. wo er p. 109. eine Tabelle viler solcher Verschidenheiten angibt.— Bergman, Schwed. Abhandl. XXV. B. p. 344. vom verschidenen Reiben seidener Baͤnder, und XXVII. B. p. 132. von an einander geribenen Glas⸗ scheiben.— Wilke, von Haren welche nach der Laͤnge oder queer an Glas geriben werden. Schwed. Abhandl. XXXI. B. p. 318.— vAðN MARUV over het Electrizeeren p. 20. daß glattes Glas an Queksilber geriben negativ werde.— W. HxENIV EFxp. and Oblil. in Electricity: in the Postscript.— CavaIIo Treatise 0 hen 00 N + 05 Mal wbahg hi sh ull habi hu sr unn sike oh dun 10 Ml I ö 1 ö 0. 0 W (650) D 0 rijtütg IE datfanmn Hich miglic u Henn ehy Ne N liten vuche z Hgten muprefh Reichen Eng schenende Ilt⸗ en. Ruhtan hidentlc hißz ise, mit dinn nur in Iyhz er Wimernih srt verdn h nayne in v. enly HIE 56. 1057. P reccaria l I Elektrizitaͤt in der Luft.§. 145. 525 Nach Herrn Wilsons Versuchen(3) kan so gar der Unter⸗ schied des Druckes und dergleichen Umstaͤnde beim Reiben eines Metalles an Lak oder Holz eine solche Veraͤnderung der Elektrizitaͤt bewuͤrken.—Aus disen Wahrnemungen laͤßt sich also schliessen, daß die Verschidenheit der Elektrizitaͤt nicht bloos aus der Natur der Koͤrper z. E. des Glases oder Harzes fliesse, noch in zwoen besondern elektrischen Mate⸗ rien stecke; sondern, daß sie durch andere Umstaͤnde, welche noch durch weitere Beobachtungen zu erforschen sind, er⸗ reget werde(36). A 4§. 146. Treatise of Electr. p.I7· 20.—vom Tourmaline, ausser andern, besonders die neuern Versuche des Herrn Priestley P. VIII. sect. 12. (359) Phil. Trans. Vol. LI. p. 902. (360) Die Franklinsche Lehrmeinung, daß eine gewisse feine Ma⸗ terie bey der positiven Elektrizitaͤt angehaͤufet, bey der ne⸗ gativen aber vermindert werde, hat den groossen Vorteil, daß sich darnach sast alle Erscheinungen erklaͤren und voraus sagen lassen. Indessen hat sie doch auch in manchen Stuͤk⸗ ken ire Schwirigkeit, daruͤber ich mich hier nicht weitlaͤuf⸗ tig einzulassen habe. Ich will nur eine Erfarung zu erwegen geben.„Wenn man eine geladene Flasche von leitenden Koͤrpern absondert, und sie mit einer gleichfals abgesonder⸗ ten Entladungsstange abfeuret, so zeigt sich an beiden Seiten der Flasche, sowohl als an der Entladungsstange, nachmahls diejenige Elektrizitaͤt welche vor der Entladung an der Seite gewesen war, die man zuerst mit der Stange beruͤhrt hatte,(Cavallo P. III. c. 13. p. 325). Herr Cavallo will dise Erscheinung zwar durch eine uͤberflüßige Elektri— zitaͤt der einen Seite erklaͤren: aber, wie kan die Wahl der ersten Beruͤrung bey diser oder jener Seite den Zustand der Ladung welcher einmahl da war veraͤndern, und machen daß eutweder mehr oder weniger Elektrizitaͤt als zum Gleich⸗ gewicht 526 K. XV. Gegenseitige Elektrizitaͤten— §. 146. Ohngeachtet die beiden Elektrizitaͤten sich einander ent⸗ gegenstreben und auf heben, und ohngeachtet sich auch einiger Unterschied in den Erscheinungen zeiget(36½), nach welchem kurz zu sagen die positive staͤrker befunden wird; so kommen sie doch uͤberhaupt in iren Wuͤrkungen, dem Anzihen, Ab⸗ stoossen, der von sich brausenden Kraft bey dem Lichtscheine der Spitzen(362) und von sich werfenden Platzung bey den Funfen, und besonders in dem Erschuͤtterungsschlage, in dessen Bahn und Wuͤrkung uͤberein. Man hat sich also auch vom Blitze keine verschidene Bahn oder Wuͤrkung vorzustellen, nachdem die Wolke ent⸗ weder positiv oder negativ elektrisirt waͤre. §. 147. gewicht gehoͤret in derselben sich befinde?— Aus diser und andern Betrachtungen scheint mir also auch die Vorstellung des Anhaͤufens, Ueberganges, Durchdringens oder Nicht-⸗ durchdringens der elektrischen Materie, und der durch sie bewürkten Verdraͤngung anderer solcher Materie, one daß die verdraͤngende in deren Plaz trit, und mit dem Umstande daß sich kein Wegstvossen sondern vielmehr ein Anzihen bey diser Wegdraͤngung zeiget, noch vile Unwahrscheinlichkeit zu haben. (361) Einige merkwuͤrdige Wahrnemungen des Herrn Senley s. Phil. Trans. Vol. LXIV. p. 397-40I. und besonders seck. A. p. 403 406. wie auch in seinen Exp. and Obfl. P. III.— Herr Tavallo hat auch in seinem Treatise of Electricity ver⸗ schidene hieher gehoͤrige Erfarungen angemerkt. (662) Daß sich auch bey negativ elektrisirten Spitzen, wie auch bey nicht elektrisirten die nur einem elektrisürten Koͤrper gegenuͤber gehalten werden, ein von sich brausender Trieb in der Luft aͤussere, hat Herr Prof. Wilke sehr artig durch Bestreichung mit Phosphorus dargethan. Schwed. Abhandl. XXV. B. p. 207. El IoeE Iulhen W Rör Husch an I en yur ieny sudedie Rbhafs s En Haft s huumh Occkthtit Rahet, cht etn Rerung du In Wih, um a da Cahe sarn ei ligertle bebeute Harin st D En ijtätn u ssch tuerher 0 4 süat n )/ u vltz „wnd hn, dem Auhn,; dey dem Wurdr Mlatung 6 nruugzstu ö e keine yr, dem die Toh re. Ier-A auch die Wn dringenz n N se, Und der. er Matenit d mit den let nehr ein Iule Unwahuschentt N Hi TIeElelen N Elektrizitaͤt in der Luft.§. 146. 147. 527 §. 147. Beide Elektrizitaͤten werden jederzeit entweder an ein und demselben Koͤrper, oder doch an zween sich einander beruͤ⸗ renden Koͤrpern zugleich erreget. Keine Art der Elektrizitaͤt kan sich an einem Koͤrper zeigen, wenn nicht dessen Oberflaͤche an einem uhrspruͤnglich elektrischen, d. i. nichtleitenden Koͤr⸗ per grenzet, und one doß zugleich an lezterem in einigem Ab⸗ stande die gegenseitigeElektrizitaͤt entstehe. Gleichwie naͤmlich an einer staͤlernen Stange, wenn das eine Ende durch magneti⸗ sches Streichen zum Nordpol wird, das andere zugleich die Kraft des Suͤdpoles erhaͤlt; so entstehen auch an den uhr⸗ spruͤnglich elektrischen Koͤrpern zugleich die entgegengesezten Elektrizitaͤten(63). Hieraus wird der merkwuͤrdige Umstand erlaͤutert, daß, wenn einem elektrisirten Koͤrper ein anderer nicht elektrisirter in einiger Entfernung, und mittelst Abson⸗ derung durch einen nicht leitenden Koͤrper, gegenuͤbergehal⸗ ten wird, diser dadurch die gegenseitige Elektrizitaͤt von jenem erhaͤlt.— Einige Schriftsteller bedinen sich des Aus⸗ druks„der leztgedachte Koͤrper erhielte die gegenseitige Elektrizitaͤt, wenn er in die elektrische Atmosphaͤre des er— stern eingetaucht wuͤrde., Aber, wenn Atmosphaͤre den eigentlichen Wuͤrkungskreis des elektrisirten leitenden Koͤrpers bedeuten sol, und wenn diser so weit hinreichte; so muͤste darin schon die gleichnamige Elektrizitaͤt erreget werden. Die Erscheinung aͤussert sich auch nicht allein bey einem A 5 Zwisch en⸗ (363) Auch ein leitender, zumahl etwas in die Laͤnge ausgedeenter Koͤrper, wenn er mit nichtleitenden umgeben ist und ihm an dem einen Ende die wechselnde Elektrizitaͤt erteilt wird, aͤussert an dem andern Ende die gegenseitige Elektrizitaͤt. Daher koͤnnen mehrere Flaschen eine durch die andere geladen werden, dabey der Teil der zwoten welcher die negative Seite der ersten beruͤret positiv wird, u. s. f. 1*— —.——.—.—..1 528 K. XV. Gegenseitige Elektrizitaͤten— Zwischenraume von Luft, sondern eben so wohl bey dem Zwischenstande anderer nichtleitender vester oder fluͤßiger Koͤrper: folglich muß in disem zwischenstehenden Koͤrper die Uhrsache der umgekehrten Elektrizitaͤt stecken. Die be⸗ kanteste Erfarung diser Art ist bey der sogenanten Leydenschen Flasche oder den magischen Glastafeln, wo das Glas als ein uhrspruͤnglich elektrischer Koͤrper zu beiden Seiten mit leitenden Koͤrpern bekleidet ist, und, wenn einer derselben elektrisirt wird, der andere die gegenseitige Elektrizitaͤt erhaͤlt. Man nennt dises eine Ladung: wenn ich aber die beiden gegenseitigen Elektrizitaͤten hier in Bezihung auf einander betrachte, so werde ich die zuerst erregte die Ladung, und die andere, durch jene hervorgebrachte, die Gegenladung nennen. Eben dise Wuͤrkung wird mittelst Porzellans oder anderer irdenen Materie, trockener Sandsteine, kleinge⸗ stoossenen Glases, gegossenen oder zerstoossenen Schwefels, ferner mittelst Seide, Lak, Pech oder Harz, Wachs, Oehl, wie auch mittelst eines Buches wohlausgetrokneten Papiers hervorgebracht(4). Wenn nun ein vester Koͤrper zum Zwischenmittel angewant, und der anligende leitende Koͤrper dem die Elektrizitaͤt mitgeteilt worden weggenommen wird, so laͤßt sich deutlich zeigen daß die gegenseitigen Elektrizitaͤten zu beiden Seiten eigentlich in jenem uhrspruͤnglich elektrischen Koͤrper beruhen: folglich muͤssen wir auch von der Luft ein gleiches bermuten.— Es halten aber dise gegenseitigen Elek⸗ trizitaͤten einander das Gl eichgewicht, so, daß wenn z. B. an einer Flasche auch mehr Oberflaͤche aͤusserlich als innerlich mit Metal belegt worden, und obgleich die Seite der Ge⸗ gen⸗ (364) S. Herrn Prof. wilke Versuche mit verschidenen diser Koͤrper: Schwed. Abhandl. X B. p. 241. Imgleichen Driestley P. I. per. 8. sect. I. p. 61. u. f. per. 10. sect. 6. p. 179.— Delaval Phil. Trans. Vol. LI. p. 87. Ei l aldulge bay v iit et u e d dus d Uit Erige Fullaß! Halt ùN 0 ssh/ x pige o 0 Herhude gegen e Damn uit dem dern en den se, Eai last, v Hlastt , un (aih wistin en so wil be 7 ddt staka. D; genanten ehent , wo di Hait beiden Ein: wenn einer zyi, deEleknizthn ich aber deh zibung auf eun te die Hunnn „die Gegnhn telst Nonglu Zaundsiein, Ee bossenen Eirr urz, Nutt getroknein bester R⸗ ende leitende Heggenommar itigen Erst ünglihee h von de unn gegeneignd XII erlich dl uu die Se N fühe heustehadz Rin Elektrizitaͤt in der Luft.§. 147. 48. Erf. 157. 529 genladung eine weitere Gemeinschaft und Ableitung zur Erde hat; doch nicht mehr von der einen als von der andern Elek⸗ trizitaͤt erregt wird, und die Kraft der ganzen Ladung sich nur wie die Groͤsse der kleinern Oberflaͤche verhaͤlt(34 5.), §. 148. Der Versuch einer in die Sinne fallenden Ladung mittelst der Luft verdient hier noch besonders angefuͤhrt zu werden. Er zeiget uͤberhaupt, daß sich bey der Erscheinung der Funken im gemeinen Elektrisiren und bey der so genanten Ladung oder Verstaͤrkung kein wesentlicher Unterschied be⸗ finde, sondern, daß jene nur dem Grade nach verschiden sind, da sie uͤbrigens auf aͤhnliche Weise aus dem Durch— bruche der gegenseitigen Elektrizitaͤten durch die Luft ent⸗ springen; insbesondere aber wird die Wuͤrkung der Gewit⸗ terwolken auf die Oberflaͤche der Erde, nebst dem Durch⸗ bruche des Blitzes, dadurch aufs deutlichste erlaͤutert. 157. Erf. Die Herren Aepinus und Wilke bedienten sich dazu fol⸗ gender Zuruͤstung. Es wurden zwo hoͤlzerne, mit Zinblat bekleidete, 4 Fuß lange und 3 Fuß breite, an den Ecken ab⸗ gerundete Tafeln in der Enfernung von einigen Zollen gerade gegen einander uͤber an seidenen Schnuͤren aufgehaͤngt. Wenn nun die eine diser Tafeln mittelst einer Verbindung mit dem ersten Leiter der Maschine elektrisirt, und der an⸗ dern eine Ableitung zum Fußboden gegeben ward, so wur— den sie, eben wie bey einer Erschuͤtterungsflasche oder an bei⸗ den Seiten bekleideten Glastafel geschihet, geladen: das heißt, wenn die mit der Maschine verbundene Tafel posiliv elektrisirt worden, so bekam die andere eine negative Elektri⸗ zitaͤt, und umgekehrt. Ferner: ein Mensch, welcher mit der (664 b.) Wilke Anm. zu Franklins Brifen:§. I. —1—1—.—————————————SDD‚iDIiI‚I‚IiItteeee 530 K. XV. Gegenseitige Elektrizitaͤten— der einen Hand dise, und alsdan mit der andern Hand jene Tafel beruͤhrte, veruhrsachte die Entladung, und empfand die gewoͤhnliche Erschuͤtterung durch Arme und Brust, so wie auch die staͤrkern Funken und alle uͤbrigen Erscheinungen der gewoͤhnlichen Ladung dabey beobachtet wurden— Waͤ— rend der Ladung zogen sich die beiden Tafeln so einander an, daß man sie mit Schnuͤren halten mußte um nicht auf ein⸗ ander zu stoossen.— Zuweilen erfolgte von selbst, mit einem starken Funken, von einer Tafel zur andern ein Durch⸗ bruch des Schlages durch die Luft. Ehe dises geschahe be— merkte man einen besondern Drang und Anzihen der Tafeln gegen einander: bey dem wurklichen Durchbruche aber wur— den sie durch die Platzung von einander geworfen— Wenn an der Mitte einer oder der andern Tafel ein kleiner Koͤrper bevestigt war, welcher daselbst einen Huͤgel oder eine Erha⸗ benheit machte, so geschahe jeder Durchbruch der Elektrizi⸗ taͤt an diser Stelle. Wenn aber, stat der stumpfen Erha⸗ benheit eine recht scharfe Spitze daselbst angebracht war, so konte weder Schlag noch irgend eine Ladung hervor gebracht werden: die gegenuͤberstehende Tafel ward nicht in gegensei⸗ tige Elektrizitaͤt versezt, sondern es ward ihr nur durch be⸗ staͤndigen gemaͤligen Zufluß diselbe Elektrizitaͤt welche die Maschine der ersten Tafel gab, mitgeteilt„(. 9. 149. (365) Wilke de Electric. contrar.§. I8. P. 93. exp. 58. p. 96-104. Ich uͤbergehe andere Erscheinungen bey disem Versuche, die nicht zu gegenwaͤrtigem Zwecke gehoͤren— Man sehe davon auch Epini tentam. theor. electr.§. 75. Pp. 82. Die wagerecht uͤber einander gehaltene Tafeln zeigen zwar etwas augenscheinlicher die Aehnlichkeit der Ladung an der Wolke und der Erde, nebst den niderschlagenden Blitzen: es laͤßt sich aber die Anzihung zwischen beiden Elektrizitaͤten daran nicht sowohl als an senkrecht haͤngenden Tafeln zeigen.— Hert ů 4 I sumat lunpen, simmung Ihssade Iche r de sint Fungt Mlen, I I Fen Rpnei Inpfih Dh and 6⁰ istitn Elektrizitaͤt in der uft.§. 148⸗150. 531 ung, u N§. 149. ö ö 0 Nun setze man nur stat der kleinen Wuͤrkung die groosse, i Ahnn stat unserer prasselnden Funken den 0 knallenden Feuer⸗ t wühn klumpen, den Bliz; so wird sich die en⸗ h Mii stimmung aller Erscheinungen, und mithin die—9 m; Uhrsache Aed zeigen— Die Luft it hiht be uhrsprung⸗ ühnmd lich elektrische Koͤrper an welchem die Elektrizitaͤt erreget wird: die samlenden oder leitenden in gegenseitige Elektrizitaͤr ver⸗ sezten Koͤrper sind entweder zwo gegen einander uͤber stehende Wolken, oder einer Seits die Wetterwolke, anderer Seits ein verhaͤltnismaͤßiger Teil der Oberflaͤche der Erde mit denen darauf hervorragenden Koͤrpern(369. udem en dut ht gihn Anzihen hal rchbruchechrr geworf-1 ein klaun il§. 150. zel oder intte Ferner: so wie eine etwas laͤnge staͤlerne Stange bey dem bruch deEi magnetischen Streichen mehrere abwechselnde Pole zu erhal⸗ der stunpfu ten pflegt, so wird auch ein uhrspruͤnglich elektrischer Koͤrper, Iugebracter z. B. eine Glasroͤre, Schwefelstange u. d. gl. wenn das eine ing hewonch Ende desselben elektrisirt worden, der Laͤnge nach mit ab⸗ drichtuth wech⸗ d iht nur i— Herr P. Bercarin hat eben dise Erfarung genau untersucht rigität wah—*. 4 n und eine ware Ladung daran erkant.(Elertr. artif. 1772. 17⁹§. 418-430.) Herr Blinkosch hat damit auch die Erscheinun— geu des sogenanten Elektrizitaͤttraͤgers, eben wie sonst mittelst ** eines Glas oder Harz Tellers geschihet, zuwege gebracht(von ber din i Born Abhandl. einer Geselsch. in Boͤhmen III. B. p. 391). 666) Man weis, daß nur die eine Seite einer Ladung durch nicht— leitende Koͤrper begrenzt seyn, die andere aber, entweder weitere Gemeinschaft haben, oder, wie bey mehrern Flaschen die durch einander geladen werden, eine anderweitige La— dung gegenuͤber haben muß. Bey den Wolken muͤßten also mehrere dergleichen abwechselnde Ladungen seyn. Griten d EILDA 7 ———————— 532 K. XV. Gegenseitige Elektrizitaͤten— wechselnden Elektrizitaͤten begabt(5 b.). Eben dergleichen Abwechselungen koͤnnen wir also auch in der Luft vermuten. Ueberhaupt ist folglich unser Schluß zu voreilig, wenn wir aus Beobachtung der an unsern ausgestellten Stangen auf⸗ gefangenen Elektrizitaͤt urteilen, daß die Wetterwolke selbst, so wie dise, positiv oder negativ sey; denn die Elektrizitaͤt der Stange konte aus einer entgegengesezten Schichte der Luft aufgefangen seyn. Dise abwechselnde Elektrizitaͤten in den Schichten der Luft, welche sich mit der Wetterwolke fort⸗ bewegen, koͤnnen auch, wie mich duͤnkt, die Uhrsache der beob⸗ achteten oͤftern Abwechselung an den ausgestellten Stangen seyn. So hat Herr Ronayne oft bemerkt, daß eine dem Ansehen nach einfache Wolke beym Uebergehen verschidene Abwechselungen der Elektrizitaͤt, von positiver zur negati⸗ ven, und von negativer zur positiven nach einander hervor— brachte(7). Eben daher kan auch die Elektrizitaͤt an den Stangen unter einem Gewitter zuweilen eine kleine Zeit lang aufhoͤren, wenn sie naͤmlich eben ins Mittel zwischen einer positiven und negativen Luftschichte geraten. Schweerlich liesse sich dergleichen Veraͤnderung in der Wolke selbst vermu⸗ ten oder von deren unmittelbaren Wuͤrkung herleiten. §. 151. Obgleich aber in den uhrspruͤnglich elektrischen oder nicht⸗ leitenden Koͤrpern die gleichnamige Elektrizitaͤt sich nicht so leicht ausbreitet, sondern vielmehr mit der gegenseitigen ver⸗ wechselt; so nemen doch auch dise Koͤrper gemaͤlig durch Mitteilung die Elektrizitaͤt von einem andern Koͤrper an: nur verteilt sich selbige in inen langsam, und so wird sie inen auch (366 b.) Krii tentam. F. 202. p. 194— Cavallo P. J. c. 64 P. 5I. (7) Thil. Trans. Vol. LXII. p. 142. E Ich gel shl, wie n Hane; Raalich uu de Ewun de rEithe Iut, dhe e Wil ast ast sm ö ymtollei Ine d A prsh Aper pl IMiner ad sheder. Ei WM i uudcher ut tilve Daher ze vesche vor si atfen den füithe 0 f6 (650 Rr (60 pr H (eh Lec 6. 0 l istith— „ Eh Ras bagläth der ust vn At herman Bor Horeilh. d kihh, Heun v IIHn en= (Alen dungenz e Emem RUM dsezten Ehihy de Celrihy Weltavah eUhrs. eU Machtge Sgestellten Euh E aG , Hah enl ischen dernt zitit sih nü gegensehgnn + gemalh V 47 14 Elektrizitaͤt in der uft.§. 151. 533 auch nur gemaͤlig und teilweise benommen(33). Die Luft gehoͤret, wie gesagt, zu den nichtleitenden Koͤrpern, und es scheint, daß sie auch auf gleiche Weise gemaͤlig elektrisirt wer⸗ den koͤnne; wiwohl Herr P. Beccaria bemerkt, daß es ei⸗ gentlich nur eine mit Duͤnsten angefuͤllte Luft sey in welcher wir dise Ausbreitung der Elektrizitaͤt wahrnemen(7). Herr Canton bewuͤrkte es besonders wenn er entweder mittelst ei⸗ ner Spitze die an dem elektrisirten leitenden Koͤrper bevestigt war, oder mittelst einer daran gebrachten Flamme(davon keine Ableitung zum Fußboden war) die Elektrizitaͤt in die Luft zerstreuete(57). Dise um einen elektrisirten Koͤrper herum in der Luft verbreitete gleichnamige Elektrizitaͤt moͤgte man wohl eigentlich die elektrische Atmosphaͤre des Koͤrpers nennen, und sie dadurch so wohl von der an dem leitenden Koͤrper selbst haftenden und von selbigem andern leitenden Koͤrpern ploͤzlich mitzuteilenden, als von der gegenseitigen in einer andern Schichte der Luft erregten Elektrizitaͤt unter⸗ scheiden. Sie bringt in den leitenden Koͤrpern welche damit umgeben sind die entgegengesezte Elektrizitaͤt hervor(7½), wird aber auch von einem jeden leitendenKoͤrper leicht, wiwohl nur teilweise aus der zunaͤchst angrenzenden Luft, geraubet. Daher zeigt sie sich am staͤrksten an den Orten des Zimmers welche von den Waͤnden, Boden, Hausgeraͤte, am weite⸗ sten entfernt sind, und verliert sich in der Naͤhe eines leiten⸗ den Koͤrpers(57½). ö 449:152. G6s) Herr Wilke zeigte dises an einer Glasroͤre: Anmerk. zu Franklins Brifen.§. 64. (66) Elettric. artif. 1772. C. VI. P. I. art. 4. P. 373. (37⁰) Priestley P. I. per. 10. sect. 2. p. 131.— S. auch Herrn Senleys Versuche Phil. Trans. Vol. LXIV. p. 429. 430. (37T1) Reccaria Elettric. artif. 1772.§. 890. (arz) S. Cantens oben erwaͤhnten Versuch— Eben so fand Herr Zenly bey der natuͤrlichen Luft⸗Elektrizitaͤt, welche sich bey Nebeln, *::.——...—.. ü᷑i........... 534 K. XV. Gegenseitige Elektrizitaͤten— B§. 152. Auf gleiche Weise und in viel groͤsserem Maasse muͤssen also auch die Gewitterwolken ire schon gesamlete Elektrizitaͤt in der augrenzenden Luft verbreiten— One Zweifel ist es entweder die wie gesagt in abwechselnden Schichten der Luft erregte, oder besonders dise, zwar von der Wetterwolke mitgeteilte, aber mit dem Wuͤrkungskreise der Wolke selbst nicht eigentlich zusammenhaͤngende, sondern nur in der mit Duͤnsten erfuͤllten Luft umher verteilte Elektrizitaͤt, welche bey den bekanten Wahrnemungen unter einem Gewitter mit⸗ telst ausgestellter Metalle aufgefangen wird, und gemeinig⸗ lich als unmittelbar von der Wolke entsprungen angesehen ist. Denn, wenn sie von der Ladung der Wolke selbst her kaͤme, so wuͤrde sie mit Gewalt und auf ein Mahl darauf zu⸗ fallen und sich leicht einen Weg durch die widerstehenden Koͤrper, welche etwa das Metal von der Erde absondern, durchbrechen. Der Unterschied ist in Herrn Richmans Falle (Erf. 51.) sichtbar. Bey den gewoͤhnlichen Beobachtungen hingegen wird sie nur in kleinen Teilen in aller Stille, oder nur mit einem Lichtscheine oben an der Spitze des Metal⸗ les(373) aufgefangen. Daher wollen sich zuweilen nach ei⸗ nem aus einer solchen Zuruͤstung gezogenen Funken, auch waͤrend eines Gewitters, nicht sogleich wieder andere Funken zeigen, weil naͤmlich einem gewissen Raume der Luft die Elektrizitaͤt geraubet war und solcher nicht sogleich wieder 22 neuen Nebeln, besonders bey oder nach Frostwetter zeigt, das er die aufgehaͤngten Korkkuͤgelchen 3 oder 4 Fuß von Gebaͤuden entfernt halten mußte um das Auseinandertreiben derselben zu erhalten. Phil. Trans. Vol. LXII. p. 143. (23) Wie bey den Stangen des Herrn Mae Sait.(Edinb. Thys. & litt. Ess. Vol. I. p. 190.) Run Ms Iunullih suogen U ger Heue, CEauhihtit hn we htw 0 Hun auchen stindde⸗ Inmnan al D U niti tu: Wdaadel Iis Iihet oe Ruta lcdey u schint ds Rcthy Cekuin saltie hem ceuden! n M dur lust 9. Dis 6 70 606 (), O10 9 U. U. ijität ‚— Elektrizitaͤt in der Lust. H. 152. 535 aen Rus ö neuen Vorrath erhalten und dem Geraͤte mitteilen konte. U—*.—. sru u ö Vermuthlich eraͤuget sich dises aber nur bey stiller Luft, da V— Ee.“——*— 1* hingegen wenn diselbe durch den Wind fortbeweegt wird in⸗ e ppisl 13 mer neue, auch aus der Ferne her, in die Stelle trit, deren Elektrizität von dem ausgestellten Metalle aufgefangen wird. So kan man von einer elektrisirten Flaͤche Glas die Elektri⸗ zitaͤt teilweise abzihen, so daß die zuvor unberuͤhrten Stellen noch Funken geben wenn andere schon entladen sind: und auch an solchen vesten nichtleitenden Koͤrpern, Glas, Bern⸗ stein oder Sigellak, wird die mitgeteilte Elektrizitaͤt, wenn man an der Oberflaͤche hinblaͤset, weiter fortbeweget(374).— Den Unterschied diser von den Wolken ausgebreiteten Elek⸗ trizitaͤt von der uhrspruͤnglich in der Luft vorhandenen zeigt au dem Beobachtungsgeraͤte der Uebergang von der positiven WSchihmf au der Duu deise de uh ö‚ dern nur uh Eektristüt, einem Gevi vind, m gn tsprungan au⸗ der Vals ein Mahlhr die wihemt zur negativen wenn eine dicke Wolke sich dem Scheitelpunkte der Erde dhn naͤhert oder der Wind von solchen Wolken her blaͤset(7; ertn Rihnn den Unterschied aber der in denLuftschichten erreegten ahwech⸗ cen Bobat selnden, und der von der Wetterwolle mitgeteilten Elektrizitaͤt in aller Eil scheint die Wahrnemung des Herrn Ronayne anzuzeigen, Epitze du! ba er bemerkte, daß die an seiner Zuruͤstung aufgefangene ch zuwelnn Elektrizitaͤt sich oft nach einem Blitze ploͤzlich in die gegen⸗ 0 MII seitige veraͤnderte, besonders wenn die Wetterwolke uͤber ieder audend dem Haupte schwebte(577 b.): denn durch einen hervorbre⸗ aumt de chenden Bliz kan sich die der Luft mitgeteilte Elektrizitaͤt auf ich shlch ein Mahl weiter ausbreiten— Ein bey einem Gewitter in der Luft ausgestellter Elektrizitaͤtsmesser zeigt also keineswe⸗ ges das Maas der Werterkraft in der Wolke selbst an(375). Da AUTL(37⁴4) Wilson Phil. Trans. Vol. LIII. p. 463. udertiaben x 675) S. Cavallo. P. IV. c. 2. p. 362. S. 144• (V b.) Phil. Trans. Vol. LXII. p. 143⸗ (626) Wenn auch die Elektrizitaͤt der Wolke unmittelbar darauf wuͤrkte, so wuͤrde diselbe die auseinander treibende Wuͤr⸗ III. Teil. B kung 536 K. XV. Gegenseitige Elektrizitaͤten— Da indessen die in der Luft ausgebreitete Elektrizitaͤt nahe an bem elektrisirten Koͤrper von welchem sie mitgeteilt wird nothwendig am staͤrksten ist(77), so koͤnnen allerdings auch die zunemenden Zeichen der Luft⸗Elektrizitaͤt an den auf⸗ fangenden Koͤrpern die Annaͤherung der Wetterwolke an⸗ zeigen. §. 153. Ueberhaupt aber ist hier noch zu erinnern, daß wie oben (. 46.0 schon beruͤret, der Zwek und die Zuruͤstung zur Anhaͤufung der aus der Luft aufzufangeuden Elektrizitaͤt manchmahl mit dem ganz entgegengesezten Zwecke dem Bliz eine Ableitung zu geben verwechselt worden. Herr Franklin hatte doch gleich bey seinem ersten Vorschlage beides mit deutlichen Worten unterschiden, und sogar erst von dem Vorschlage zur Ableitung, darauf aber in einem beson⸗ dern Abschnitte von der Probe des Auffangens gehandelt(37⁸½. Es ist auch leicht zu erachten, daß die Anstalt zu diser ver⸗ schidenen Absicht verschiden eingerichtet werden muß. Denn, wenn gleich Spitzen und Metalle zu beiden angewant wer⸗ den, so muß doch, um die Anhaͤufung der Luft-Elektrizitaͤt zu erhalten, das Metal durch solche Koͤrper begrenzt wer⸗ den welche dem Durchflusse der Elektrizitaͤt widerstehen, da hingegen um den Bliz von einem Gebaͤude abzuwenden ihm so kung doch nur in Verhaͤltnis der Kraft, und nicht des gan⸗ zen Inhalts oder Maasses irer Groͤsse aͤussern. Wenn die Elektrizitaͤt eines Koͤrpers in einer doppelten Masse verteilt wird, so wird der nur— 0 weit 40 triben als zuvor. (32τ) BECCARIA Elettr. artif. 1772.§. 8N94. seq. Man vergleiche Herrn wilkes Versuch mit der Glasroͤre Kunenr zu Franklins Brifen§. 64.) ö (325) Exp.& Obs. p. 65. 66.§· 20. 21. Alsa Hutt. E 9 ur s He Rabon verg Wylich wuuft u Lhungen 5, W utt MI Nl 10Ni Rihnd vit genil Iuu, sud; Eldkugi Hs ade gadn pm umi metich lints si Daterst Heben ss Ohä Sunge geschag dungöst her gehen , so uf! dijn distätg a Echt u niih 0 nnen lladugig rgin nn r Baanulh anern, In die Zulsuyn nneuden Ehn seztn Zuh! elt worhe en Vontlh und sogit ai Iber in einen! ens gehurhh Uassal zy i⸗ derden mof. en angewm + kust;Echt per begrent; t wiberstn e abzuraln und nit x lusern. In elin Mstu 1 0 N nut hulb ½½½½½ HMA me sn Elektrizitaͤt in der Luft.§. 153. 537 so viel moͤglich der freieste Abfluß zur Erde zu bereiten ist. Indessen hat jener Irthum verschidene Folgen hervorge⸗ bracht. So wird Herrn Richmans Beispiel, welcher mit Fleiß zur Anhaͤufung der Gewitter⸗Elektrizitaͤt eine Leitung in sein Haus und Zimmer hinein, und gar keine Ableitung davon veranstaltet hatte(Erf. 51.), sehr unrichtig als ein ungluͤklicher Erfolg einer Bliz-Ableitung angefuͤhrt. So beruft man sich auf die von Wetterschlaͤgen geschehenen Ver⸗ letzungen der Gebaͤude, welche mit metallenen Spitzen, Stan⸗ gen, Wetterfanen u. s. w. versehen gewesen, um den Nutzen einer Ableitungs-Anstalt in Zweifel zu zihen, da doch eben der Mangel einer zusammenhaͤngenden Ableitung zur Erde, und die Zwischenkunft widerstehender Koͤrper den Schaden in solchen Faͤllen veruhrsachet. Holz und Steine, wenn sie, wie gemeiniglich der Fal ist, merkliche Feuchtigkeit enthal⸗ ten, sind zwar einigermaassen leitend, daher wenn man die Elektrizitaͤt anhaͤufen wil durch Zwischensetzung von Harz, Glas oder Seide verhuͤtet werden muß daß das Metal der⸗ gleichen Koͤrper nicht beruͤre, weil das Wenige was sich an dem Umfange einer solchen Zuruͤstung samlet dadurch schon merklich vermindert wird: aber zur Leitung der Durchfahrt eines starken elektrischen Schlages oder noch mehr eines Wetterstrahls sind sie doch keinesweges zureichend. Einige haben sogar gemeint, daß Herr Franklin zur Sicherung der Gebaͤude eine auf widerstehenden Koͤrpern aufgerichtete Stange erfodere. Von andern wird eine solche Anstalt vor⸗ geschlagen, dabey das Metal welches mit der obern Auffan⸗ gungsstange zusammenhaͤngt zwar bis nahe zur Erde herun⸗ ter gehen, aber die Erde oder das Wasser doch nicht errei⸗ chen, sondern auf eine gewisse Stelle hingeleitet werden solte auf welche die Funken in einiger Entfernung schlagen muͤßten. Dise leztere Zurͤͤstung ist zwar gut wenn man die B 2 Fun⸗ 538 K. XV. Gegenseitige Elektrizitäten— Funken sehen wil: aber zur Ableitung des Blitzes ist es doch unstreitig besser denselben so frey als moͤglich herabfaren und sich an der Erde verteilen zu lassen, da auch die geringste Materbrechung der Leitung schon einen betraͤgtlichen Wider⸗ stand und mithin eine dagegen wuͤrkende Gewalt veruhrsa⸗ chet(§. 110.).— Die Kraft und Wuͤrkung der an einem Me⸗ talle oder andern Koͤrpern angehäuften Elektrizitaͤt ist auch von der Kraft und Wuͤrkung eines daburch hinfarenden Schla⸗ ges nicht bey allen Schriftstellern dentlich unterschiden wor⸗ den. So sagen einige von den Stellen die durch einen Wet⸗ zerstrahl getroffen sind, sie waͤren elektrisirt worden. Allein: elektrisirt sind bey einer Gewitterluft weit und breit vile 53— one deswegen vom Blitze geruͤhrt zu werden, als welcher nur in einem gewissen Striche einher faͤhrt wo er zu der entgegengesezten E lektrizitaͤt durchdringet(F. 202). Man hat sich also irrig des Ausdruks bedient; es sey bey einem Gewitter durch Elektrisirung eines mekallenen Drates, oder desgleichen, in einem Gebäude ein Wetterschlag entstanden, wenn etwa ein solches Metal von einem durchfarenden Blitze angeschmolzen worden und in der uͤbrigen Bahn keine Spu⸗ ren entdekt waren. Herr Richmann, hieß es, sey durch einen Funken der elektrischen Materie welche sich an seiner Zuruͤstung angehaͤuft hatte erschlagen worden: es war aber ein würklicher Wetterstrahl, der aus einer deutlich beobach⸗ teten Wolke ploͤzlich auf die Zuruͤstung herabstuͤrzte, dadurch hin fuhr, seinen Weg weiter zur Erdeiberfolgte, und daher, weil das Metal nicht weiter herunter reichte, den Sprung Abnn des 455555 59—9 6——(7— Die an einer 43 20½9 i0 solchen (5⁷²) S. Erf 51. In ber ausfuͤhrlichen Nachricht(enil Trans. Vol. LIX. P. 63. oder in Felbigers Abhandl. p. 88.) wird 3auüch noch' ausdrüͤklich ein wenig Regen guͤf .3 ö disen ndri en t sich 06 scht gunmedd Psthnän uihr dld Mohit Wahiufe unen g Gulrtt hnun ylen thut ARE H vum dch dund en K Adhn Miug a Wptat sn Rrdmng v auch iww listzen d Mahbrn shrtt, v sichet hit uine str aso Rel Zhishut e 06 ih *— sitäth.— Nj Richhrhrn auch R I darialihyr d. *e Geunh m0 der mau Clelrripmk hinfatatntt 0 uuterschte die dutch tund sirt wordn. A veit und kt zu wethe nher sühnzn nget(I. es seh l lenen Ornt ᷑schlaz aisi urchfarnr Vyhn kin Reg es, u ulche sch tr Tden: tehM deutlih l.l LI sagt ubi hie, del 0 Elektrizitaͤt in der Luft.§. 153. 539 solchen Zuruͤstung aus der Luft aufgefangene Elektrizitaͤt kan, wenn sie nicht durchhinfaͤhrt oder immer neuen Nachschuß hat, nicht mehr betragen als der Umfaͤng eben dises Metal⸗ les wenn es durch eine Maschine elektrisirt waͤre fassen wuͤrde: ja, sie betraͤgt noch wohl weniger, weil man aus der Luft nicht mehr als was willig aufgefangen wird daran erhaͤlt, mit der Maschine aber die Elektrizitaͤt gleichsam andraͤngen und uͤberhaͤufen kan, wie dan auch an den ausgestellten Zuruͤ⸗ stungen gemeiniglich nicht so starke Funken von der Gewitter⸗ Elektrizitaͤt erhalten werden und Herrn Richmanns Elektri⸗ zitaͤtzeiger nicht so hoch stieg als er ihn durch die Maschine treiben konte(336), Ganz anders aber ist der Fal, wenn ein Teil der Ladung einer Wolke durch ein Metal hinfaͤhrt, oder wenn auch nur die aus der Luft aufgefangene Elektrizitaͤt durch ein hoch und lang sich erstreckendes Metal einen Ab⸗ zug und haͤufizen neuen Zuschuß erhalten kan. Dergleichen Abzug aus allen Fasern der Drachenschnur, die dabey aus⸗ gesperrt standen, zeigte das Leuchten derselben und die Em⸗ psiadung welche Herr de Romas fuͤhlte; der Wind fuͤhrte auch immer neue Luft hinzu, welche disen Abzug geschwind ersetzen konte(Erf. 38.) Deunoch ward auch hier der duͤnne Metaldrath bey den so stark beschribenen Funken nicht zer⸗ stoͤret, welches doch ein warer Wetterstrahl gewis veruhr⸗ sachet haͤtte, ja, welches sogar der durchfarende Schlag einer starlen elektrischen Battery bewuͤrken koͤnte. Wenn also die Wolke selbst nur nicht zu nahe koͤmt, oder durch Zwischenwolken einen Durchbruch irer Ladung zu veruhrsa⸗ chen Gelegenheit hat; so wird die Elektrizitaͤt one alle Gefahr D 3 eines disen Wetterschlag erfolget, bald aber, da die Wolke vor⸗ über gezogen, wieder Sonnenschein gewesen sey/ daß der Wind sich kurz vorher und gleich nachher gedrehet habe/ u.s.f. 68⁰) Nov. Comm. Petrop. 540 K. XW. Gegenseitige Elektrizitäten ꝛe. eines daraus zu entstehenden Blitzes aufgefangen, weil aus der nichtleirenden Luft und deren zerstreuten Duͤnsten kein starker Zuschuß auf ein Mahl erfolget. Am wenigsten ist dergleichen zu befuͤrchten wenn das Metal keine lange herun tergehende Strecke ausmacht, welche dem Durchbruche eines Wetterstrahls eine leichte Bahn darbiten koͤnte. Daher sind, wie oben(§. 46.) erwaͤhnt, die kleinen elektrischen Erschei⸗ nungen, welche sich an ein und andern abgesondertem Me⸗ talle zeigen auch keine Vorbedeutungen daß eben an der Stelle ein Wetterschlag zu befuͤrchten sey: denn sie beweisen nicht, daß daselbst eine vorzuͤgliche Bahn zum Durchbruche vorhanden sey, und werden auch nahe an der Erde an Metal⸗ len beobachtet die zwischen hoͤhern Koͤrpern genug vor dem Anfalle des Blitzes gesichert stehen, nur deswegen nicht so oft oder so stark als an hoͤhern Metallen, weil auch die in der Luft verteilte Elektrizitaͤt durch andere nahe Koͤrper, Gebaͤude u. s. f. groossen Teils geraubet wird(381).— Weil indessen die Wuͤrkung der aufgefangenen Luft⸗Elektrizitaͤt in einigen Faͤllen schon ziemlich stark gewesen, und besonders, weil undersehens, zumahl auf eine hoch hervorragende und lange Leitung ein wuͤrklicher ploͤzlicher Zuschuß oder Ausbruch aus eines Wetterwolke erfolgen moͤgte; so erfodert die Vor⸗ sicht, bey folchen Beobachtungen eine Ableitung in Bereit⸗ schaft zu haben, durch welche der Wetterstrahl seinen Weg nemen koͤnne, daß er nicht wie bey Herrn Aen ne auf den Hahr zuspringe—— XVI. Ka⸗ (36) S. Anm. 372. 4 Man sehe von der Vorsichts⸗Anstalt bey disen Beobachtun⸗ gen priestley P. V. sec. I. p. 345. tab. I. fig. 2. 3. und mit mehrerer Zuruͤstung Zartmanns Achtsamkeit bey der schung der Gewitter-Elektrizitaͤt. Cekt deyall Ussetsch ehereh Iu Arah 1 H Numihe Hunnen ussat sche nihte Hane Wit RWuer Kich waches ud Merer Ee WWpigeh Ie MIa —.— ifritn 5 SSI 341 Nestpgn, Nüüu duin dusn XVI. Kapittel. U morsg. * Elektrische Anzihung. Wetterwirbel. Duthichn§. 154. lnn Dmnz Bey allen Beobachtungen der gegenseitigen Elektrizitaͤten klekirishg 60 aͤussert sich zwischen denen beiden die Bezihung auf einander Ibges haben ein bestaͤndiger gegen einander wuͤrkender Druk, oder daß che g eine Anzihung(383): jedoch, welches wohl zu merken, nur 2 deua sehez ehe die eine Elektrizitaͤt zu der andern durchgedrungen ist, 1 zun duthn da im Gegenteil der Durchbruch selbst mit einer aus einander der Erdong werfenden Gewalt geschihet.— Eben eine solche Anzihung ein genth aͤnssert sich auch im Groossen bey der Gewitterelektrizitͤͤt. .Desvehnn. Eine maͤßige Wuͤrkung davon ist das gewoͤhnliche mit einem leinen Wirbel entstehende Aufsteigen des Staubes und an⸗ „ well ub! derer leichter Koͤrper bey Annaͤherung einer Wetterwolke, dete nahe h bird 48 welches auch zuweilen eine dichtere Staubsaͤnle bildet(Erf. 2). cuft Et Anderer Seits muß also auch eine gleichmaͤßige Anzihung, , üwher eigung oder Drang der Wolke gegen die Erde hin erfolgen. I So bemerkt man, daß bey einem uͤber uns schwebenden mit Wstdabet Regen begleiteten Gewitter der Plazregen vor jedem Blitze ersodirt H 8 8—— (358) S. Symmers Versuche Phil. Trans. Vol. LI. p. 359 u. 38³. imgleichen Priestley P. I. per. 10. sect. 6. sowohl von Glas als von Seide: und oben Erf. 157. von der Ladung mittelst der Luft.— Merkwuͤrdig aber ist, daß, wenn zwo besondere Ladungen an einander stoossen, dise Anzihung zwischen der 51 negativen Seite der einen und der positiven Seite der an— M dern Ladung nicht Stat findet, wie der Versuch zeiget wenn zwo oder mehrere Glasplatten, deren jede an beiden Seiten mit Metal bekleidet ist, auf einander gelegt und +* auf ein Mahl geladen werden.(Symmer I. C. p. 386.0— I Eine Ausname, wenn dise Gegenladungen in der bloossen ö Luft stecken, s unten Anm. 40l. liitung i N strahl un! uRichmum LIXLIL 542 K. XVI. Elektrische Anzihung— mit verdoppelter Gewalt und Schnelligkeit herabgestuͤrzt wird(5636. Ich halte hier den staͤrkern Regen nicht fuͤr die Uhrsache eines herabgelokten Schlages; sondern fuͤr die Wuͤrkung des Dranges zum Schlage, oder der staͤrkern Anzihung, welche vor dem Durchbruche, herzugehen pflegt Erf. 157.): denn, an sich saͤlt der Regen, wenn er nicht aus einer Gewitterwolke entspringet, nicht so schußweise mit abwechselnder Heftigkeit; die Gewitterwolken aber scheinen aus innern Uhrsachen éinen abwechselnden Drang zum Durchbruche eines Schlages 3 aͤussern 8 20. 127. HO. 155. Mehr i in die Augen fallend und sehr heftig ist die bekante Erscheinung der Wettersaͤulen, oder der Wassersaͤulen (Wasserhosen) und Wirbelwinde.— Daß dise nicht, wie man geglaubt hat, durch aͤussere Gewalt gegeneinander stoossender Winde veruhrsachet werden, zeigt die vielfach bestaͤtigte Wahrnemung, daß sie meistens bey voͤlliger umher herschender Windstille sich eraͤugen, und daß der Wirbel⸗ wind nur auf dem Flek wo sie einhergehen wuͤtet, so daß die Schiffer klagen, sie koͤnten inen eben deswegen nicht ent⸗ gehen, wie dan auch Schiffe welche dadurch auf die Seite geworfen wurden den Augenblick vorher und nachher in voͤlliger Windstille lagen. Es muͤßten aber doch gewal⸗ tige Winde seyn, welche eine so heftige Wuͤrkung hervor bringen koͤnten, und dise muͤsten gewiß in einem weiten Um⸗ (54) Bey einem Wetterschlage der 1767. auf ein Haus zu Paris siel, bemerkte man zuvor einen verdoppelten Regensturz mit einem starken Windstoosse, nachdem etwa 4 Minuten one Bli; vergangen waren.„ Hist. de LAc. des Sc. 1767. p. 30.— Eben dergleichen bepbachtete auch Herr Wilke vor jedem Blitze(Erf. 116). uf l glule, bill 00 fn I amher: Oappie W. Huf dudiettede Iute,& silen hn Hel ghih ann Hlaind Ae duspian Eij hißß glich darn auf de an Ilr Und Siae K Ch liner untt dem Ni Hden: huch en unha zu () 5 V 1 U hng ö Wetterwirbel.§. 155. 5 6. Erf. 158. 543 Hleit 6 ee Rnse Aant Umfange zu spuͤren seyn.— Auch die Mehrheit der Wasser⸗ saͤulen, welche zur selben Zeit nicht weit von einander ent⸗ stehen, stimmet nicht mit dem Streiten zweier heftiger und doch umher nicht zu spuͤrender Winde uͤberein. 158. Erf. Dampier berichtet von einem Schiffe, welches im Jahr 1674. auf der Guineischen Kuͤste, in 7 oder 8 Graden Nor⸗ derbreite der Windstille halben nicht aus dem Wege kommen konte, da verschidene Wettersaͤnlen entstanden. Eine der⸗ selben kam schnel gerade auf das Schif zu, deswegen man die Segel einzog. Die Wassersaͤule war zwar kurz vorher gleich einer groossen Last in die Se zuruͤkgefallen: der Wir⸗ slunf odet N 30 ehegug U Reu, wenn g V nicht s h TWilterwolhy 0 wechseabn z san nm. eftizitheh belwind aber ging fort, fiel auf das Steuerboord, rißdas der Eutt Bogspriet und den Vordermast auf ein Mahl ab, dabey das añ dise nitt; Schif heftig auf die eine Seite, und, da es sich wieder hob, dolt gegruin gleich darauf eben so, mit Zerbrechung des Besaanmastes, zeigt d x auf die andere Seite geworfen ward. Damit war sogleich bey oillgen aller Windstoos vorbey, und der groosse Mast mit seinen daß du A Stengen blieb unberuͤhrt„(69. 2 wüͤtet, s x Swegen nile ö 8. 156. ch auj hi Eben so wevig koͤnnen die Wassersaͤulen dem Aufsteigen und ruche einer untern waͤrmern Lage Luft durch die obere kaͤltere, oder Iber doch gu dem Niderfaren der obern durch die untere, zugeschriben Wirkun vn werden: denn auch dabey muͤste, wenn ein Mahl der Durch⸗ in eitim yl bruch entstanden, ein Zufluß der Luft von allen Seiten weit umher zu spuͤren seyn.— Die gewoͤhnlich langsame oder ruk⸗ B 5 ů weise D(385) Dνϰινε voyage round the rld: in the Collection of Voyages, Vol. I. c. 16. P. 452. FnanRI. letters p. 269. Er nennet * HN das Schif, den Schiffer, und den Offizier welcher dabey nWün gewesen und ihm die Nachricht erteilet hat. nunm—, 544 K. WI. Elektrische Anzihung— weise fortschreitende Bewegung zeigt, daß die Uhrsache in der fortschreitenden Wolke stecke: es laͤßt sich also auch nicht an einen Ausbruch aus der Erde oder aus dem Wasser ge⸗ denken, als welcher doch 2* 55 Stelle bleiben 8650 — 999— 99415040 WaHinhegen stimt die Erscheinung uͤberhaupt wit der Asc⸗ trischen Anzihung uͤberein(386)— Ein fluͤßiger Koͤrper wird/ wie bekant, wenn man einen stumpfen elektrisirten Koͤrper daruͤber haͤlt, in die Hoͤhe gezogen. So hebt sich das Wasser wenn der Knopf von einem elektrisirten Leiter dar⸗ über gehalten wird, und hinwiederum, weun an dem Knopfe selbst ein Tropfen Wasser haͤngt„so deent sich derselbe nach dem gegenuͤberstehenden Koͤrper in die Laͤnge aus(587). Aehnliche Erscheinungen zeigen sich auch mit geschmolzenem Talg, oder mit Oehl u. dgl.(383).— Die Wettersaͤulen ent⸗ stehen offenbar von besondern Wolken, und bewegen sich mit denselben auch oft, wie andere Gewitterwolken, gegen den Wind. Dampier erwaͤhnt als etwas ausserordentliches, daß er im Jahr 1700. den 11 April, eine Virtelstunde nach Sonnen⸗Aufgang an der Kuͤste von Neu⸗Guinea eine Wet⸗ tersaͤule nahe vorbey gehen gesehen, wo das Wasser 6 oder 7 Vards hoch gestigen, und daruͤber nur ein blasser schmaler langer Streif herabgehangen, welcher sich sehr hoch erz —.n und uͤber welchen er keine n Wolke haͤtte I ö wahr⸗ 6²⁵) S0 hat sie auch Herr Prof. Wilke de kieckt contr. p. 142. P. Beccaria(Priestley P. I. per. 10. sect. 12. p. 237. und Herr Brisson(Nem. de IAc. des Sc. 1707½ P. 409.) erklaͤrt. (3587) Priestley P. VIII. sc&. 11. p. 451•. Cavallo P. III. c. S. exp. I. p. 268. (333) Priestley P. VIII. sect. 4. p. 45. Kallmen! I W 30 d des ch e li⸗ h usel Wey del ir Woll wusdättzu sch san H M Muustl R uun dabt Rposcht Hun ahme IIH. J ser nich Wh üun Wit wurd/ A nicht gr Iuh dis sickem: Russthet Mphung hug— b E Mscch t sichih luch u a du Uusun lüanih. Haupt pi 1½ ihiger gn u llektnssin 40 Eo hehr sth Rtristren dl ean an unsy t sic Nihr Vnge e mit geshney e Vetursuht bewahnit wolken, gy ausserogia e WMtusihr Guintn en i Uusub! nn blassrshn sich seht He Izt W Wetterwirbel.§. 156. 157. 545 wahrnemen koͤnnen. Es befanden sich aber doch vile der⸗ gleichen Wolken im Gesichtskreise, und es hatte noch bey Anbruche des Tages in verschidenen Gegenden stark geblitzet. Sie habe nicht lange gedauret: doch habe er beim Vorbei⸗ gehen derselben viel Wind verspuͤret„(389).— Es wird ferner dabey beobachtet, daß sich nicht ein bloosses Niderschiessen der Wolke eraͤuge, sondern zugleich eine Neigung von unten aufwaͤrts und von oben niderwaͤrts. Unter der Wolle faͤngt die Se an sich in die Runde herum zu bewegen und hebt sich sodan mit zunemenden Wirbeln und Schaͤumen in die Hoͤhe. Mitten auf dise Wassersaͤüle gehet die Spitze der Wolkensaule zu, es sey in gerader oder schifer oder gebogener Richtung sie erreicht aber nicht immer das Wasser, son⸗ dern bleibt oft von der Se entfernt, so, daß man klaar dazwischen hin sehen kan. Es erhellet also, daß keine bloos von oben oder von unten wuͤrkende Uhrsache die Wettersaͤulen bilde. Ja, ein Naturforscher zu Neuyork bemerkte bey einer nicht weit von seinem Schiffe vorbeygehenden Wasser⸗ hose) daß das Wasser unter der Spitze der Wolken saͤule in einer Weite von etwa 6 Fuß gleichsam niderwarts geblasen ward, da es sich indessen in einem Kreise umher, wiwohl nicht gar hoch, mit einem zischenden Geraͤusche erhob(389), Auch dises laͤßt sich aus elektrischen Versuchen sehr wohl er⸗ läutern: denn, von einem zugespizten elektrisirten Koͤrper entstehet ein zuruͤktreibendes Ausblasen, da indessen die Anzihung noch umher wirken kan(9).— Das Wasser ö brauset (389) Voyage to New.-Holland, in the Collect. Vol, III. p. 223.• FrANRLIN“setters. p. 27I. (390) Franklin's letters: p. 256. (691) So wird von elektrisirten Spitzen eine kleine Grube in ein untergehaltenes Wasser geblasen.(wilbe Anm. zu Frank⸗ lins Brifen§. 48. P. 264. 2 . .—.eeee?f?:.—e—f———— 346 K. XVI. Elektrische Anzihung— brauset auch zuweilen auf, one daß eine Wolkensaͤule sich daruͤber niderlaßt, und die Wassersaule bleibt zuweilen noch etwas stehen wenn jene verschwindet, oder bis sie wieder er⸗ scheinet.— Daß einige Beobachter bey der Wettersaͤule das Wasser als Regen herunterfallen gesehen, ist nicht zu be⸗ wundern, da naͤmlich am Rande derselben das auseinander gesprengte herabfallen muß. Wenn aber die Wettersaͤule aus einander geht, so faͤlt nicht die ganze Wasssersaͤule her⸗ unter, sondern sie treunt sich um die Mitte: das obere wird wieder in die Hoöͤhe gezogen, und das untere sinket. Dises geschiehet, nach einigen Beschreibungen, nachdem die Wolken⸗ saͤule die Se erreichet und das Wasser mit heftiger Be⸗ wegung mitten in selbiger bis zur Wolke in die Hoͤhe zu steigen geschinen hat. So hoͤret die Anzihung bey elektrischen Versuchen auf, nachdem die gegenseitigen Koͤrper zur Be⸗ ruͤrung gekömimen. Die Wettersaͤulen entstehen aber zu⸗ weilen wieder aus derselbigen Wolke zu veuschidenen Malen, und nach einigen Berichten ist auch die Vereinigung nicht sogleich getrennet worden.— Oftmahls, wiewohl nicht jeder⸗ zeit, wird Bliz und Donner, oder Wetterleuchten, ent⸗ weder aus derselben Wolte oder in der Gegend wo die Wet⸗ tersaͤulen entstehen, wahrgenommen, und so pflegt auch H oder Hagen bi zu einge n ö . 158. Die Zeu gnisse von den ansrtührten Eisheinungen habe ich aus den merkwuͤrdigen Beschreibungen von Wasserhosen geschoͤpfet, welche in folgenden Werken nachzusehen sind. Dartex Voyages Vol. I. c. 16. p. 45 L. Vol. III. p. 82. und in Franklin's letters, p. 268272.(In der franzoͤsischen Uebersetzung ist es uͤbel durch cararactes stat rrombes ausge⸗ drukt.) Philos. Trans. Vol. XXIII. N. 277. p. Io77. mit Ab⸗ —8 bildungen. Vol. XXII. N. 270. p. 805.— FRANEIINIs Letters 2. 235⸗ Wi 1 0 lite se 6% Nel Renen d Mibilis, Wsrll une/ g. I sahashen aitbid 00. N. W Ie ust aug— W Wetterwirbel. d. 137.158. 547 — Auti Hleiht Ihwelhn AuO 5 II 58. N Die Wirbelwinde auf dem Lande ind emerleh Uhr⸗ be Magiülh sprunges mit den Wassersaͤulen. Es zeigt sich dabey „ir g auch die Wolkensaͤule, und oft sind sie mit Blitzen be⸗ n das muähtn gleitet: sie pflegen auch meistens nahe am Ufer von der dit Nunt Se, oder bey dem Ausgange der Fluͤsse zu entstehen: sie 6 Basrih nemen auch nur einen schmalen Strich ein, und der le: Wuhn Wirbel ist, wie die Wuͤrkung zeiget, oben breiter. Eine alere slg. Wassersaͤule wenn sie uͤber Land geht wird zum Wirbel⸗ uchdendedh winde, geht auch selbst auf der Se in einen Wirbelwind mit halhr uͤber(Erf. 158.), und auch waͤrend irer Dauer hat man sowohl dem Augenscheine nach als aus den Wuͤrkungen die wirbelnde Bewegung daran wahrgenommen(573).— Der Unter schied ist also nur, daß unter den Wirbelwinden auf dem Lande ausser dem Staube u. dgl. kein leicht beweglicher Koͤrper le in di h ung bayechz en Kitpa p eusstehen ny doschidenn Y Vaiinigtut⸗ 25 p. 235.288. 256.— Hist. de LAc. des Se. 1764. p. 32. 1741. Hewohlnith p. 20.Schwed. Abh handl. 1750. XII. T. b. 285.— Haarlems. elterleuchin, Verhandl. XV. T. p. 295.— FossxEBS Voyage round the Vend u NW ů World. P. I. p. 190. 07 R so pig'e (693) Herr Forster bemerkt bey' dem Eiccheinen verschidener Wassersaͤulen, daß, alo die Wolken sich dem Schiffe ge⸗ näaͤhert, der Wind um den ganzen Kompas herumgegangen: auch haͤtten sich die Richtungen diser verschidenen Wasser⸗ thinmm ö saͤulen einander ostmahls durchkreuzet, so daß rire Fort⸗ schreitung nach verschidenen Seiten hin gegangen, folglich, Wchnln AI weil dabey eine Windstille geweson, jede derselben iren ei⸗ . p 0 genen Wind erreget haben muͤsse, und an einer derselben, II Rn welche innerhalb 200 Klafter von seinem Schiffe entstanden, sut wube 3393habe man das Auffteigen des Wassers mit heftiger wirbeln— aoi ni der Bewegung deutlich wahrgenommen.„(Am angefuͤhrten „E Orte; Not. 392.9 E a 33—IJJIIIIIIT--------——..———.——— —3—3———————————————3332222 348 K. XVI. Elektrische Anzihung— del Koͤrper ist, der sich gegen die Wolke als eine de Saule a binauf zihen kan(36). Iu 0 §. 159. 59½½100 1 Wir muͤssen uns indessen nicht verhelen, daß wir noch h0 nicht alle Uhrsachen der Wuͤrkung bey den Wetterwirbeln ein⸗. zusehen vermoͤgend sind.— Daß sie meistens nur auf der Se 4 Wn erscheinen oder nahe am——— uͤber Land gehen, moͤgte man ö cunun ö 9 ö Ihug e noch t (34) Von Wetterwirbeln auf dem Lande s. Philos. Trans. Vol. uii, uß XXII. N. 28 1. p. 1248. N. 284. P.I33 1. Vol. XXX. N. 363. uunich P. 1097.— FAAHINs Letters: P. 221. 234. 357,— Hist. de MM l Ac. des Se. 1725. Pp. 4. 1727. Pp. 5. 1758. p. 19.— Bresl. 1111 Samml. 1725. Dee. p. 644.— Schwed. Abhandl. 1750. de Waten XII L. p. 285. und den Auszug von Boscowichs Beschrei⸗* W Rn bung des merkwurdigen Wetterwirbels zu Rom, i im Hamb. Van flh Magaz. XB. p. 523.— Von einem Wirbelwinde auf dem Risengebuͤrge meldet Herr Past. Dolkmar:„Einmahl hatte ahmde ich auch Erfarung von einer Windwolke, die derjenigen—120 Art ganz aͤhnlich war welche die Schiffer einen Puhu nennen, 10 510 und sie ist auf unsern Gebuͤrgen nichts seltenes. Ueber die amiimn kleine Sturmhaube waͤlzte sich eine kleine dicke schwarze Ria ee Wolke, sonst war die ganze Luft hel und klahr, gerade auf auwache mich und meinen Begleiter loos, und in wenig Minuten„ N. waren wir von derselben wie mit dunkler Nacht bedekt. Vieder von Der Sturm in ihr war unbeschreiblich, und wir suchten Wey dosse daher den Schuz eines nahen Felsens, der Manstein genant. schitzer! Als wir ihn erreichten, waren wir schon wieder ausser ihr, shmme und fanden die übrige Luft so stille daß uns gar nichts Hamtz rührte. Was mich aber noͤch mehr verwundernd machte, Wuh war ire Trockenheit, indem wir nicht einen Tropfen Feuch⸗ Wsit tigkeit an uns verspuͤhrten. Wie entsteht sie? Was schraͤnkt 100. sie in sich selber ein, daß sie nur in sich selber wirbelt, Win one in die andere Luft auszustroͤmen ꝛ„(Reisen nach dem aun it Risengebuͤrge: achte Reise p. 65, W. Wagen daj in gel rWundert iIun Lumn IX WDit 1 sh scht ut On vn Wetterwirbel.§. 159. Erf. 159. 549 noch von der groͤssern elektrischen Anlockung des Wassers herleiten: aber, warum nicht leicht an allen Orten der Se? Auf dem groossen Weltmere fern vom Lande, moͤgte man sagen, entstehen uͤherhaupt weniger Wetterwolken: aber doch oft genug an den Kusten, auch in unsern Gegenden, wo die Wetterwirbel doch nur sehr selten sind. Warum ent⸗ stehen nun nicht dergleichen Wuͤrkungen der elektrischen An⸗ zihung bey allen starken Gewitterwolken? Meine Vermutung waͤre, daß die wirbelnde Bewegung, von welcher die hauptsaͤchlichste Wuͤrkung abhaͤnget, sich dabey nicht alle Mahl, und nur durch mitwuͤrkende Uhrsachen um eine senk⸗ recht gerichtete Axe bildet, und wenn sie auf andere Weise in der Wolke vorgehet, nicht die Wuͤrkung auf die darunter gelegenen Koͤrper hervorbringet. Zur Erlaͤuterung scheint mir folgende Wahrnemung zu dinen. 159. Erf. „Herr Dryfhout, Advocat im Haag, bemerkte im July 1751 Nachmittags um 3 Uhr, bey suͤdlichem Winde, nach Suͤdwest zum Westen eine sehr schwarze Wolke, welche aus vilen kleinern runden Woͤlkchen zusammengesezt schien, und an welcher sich eine besondere umwelzende Bewegung zeigte, so, daß die oͤbern Woͤlkchen daran herunter rollten und sich wieder von unten in das Bewoͤlke hinein zu begeben schinen, dabey dasselbe mehr in einander gedrungen und je laͤnger je schwaͤrzer ward. Es filen auch aus demselben als vile schwarze Flocken bis zur Haͤlfte des Abstandes von der Erde herunter, und eben dergleichen wurden von diser Hoͤhe unter der Wolke von derselben angezogen, so, daß die Erscheinung, wie er sagt, sehr wohl mit der anzihenden und abstoossen⸗ den Wuͤrkung elektrisirter Koͤrper uͤbereingekommen. Dises Zeugnis ist um desto merkwuͤrdiger, da Herr. D. die Er⸗ scheinung einer Wasserhose nicht aus elektrischer Anzihung, sondern 550 K. XVI. Elektrische Anzihung— sondern aus dem Gegenstoosse eines Luftzuges auf die Wolke herleiten wil.]— Bisher war das Gewoͤlke stille gestanden und in die Laͤnge aüsgestrekt: nachdem er aber ungefaͤhr eine halbe Virtelstunde dise Bewegung an demselben beob— achtet hatte, zog es sich ganz in die Ründe zusammen, und fing erst langsam, nachmahls aber etwas geschwinder an sich nach Norden, zur Se hin, zu bewegen. Sobald dises Fortrücken anfing, senkte sich aus dem untern Teile der Wolke ein dunkeler aschgrauer Schweif, welcher nach unten zugespizt war, in etwa 4 Secunden zum Gesichtskreise her⸗ unter reichte, und sich bald mehr bald weniger ein wenig nach Norden hin bog. Zeigt nicht dises Zusammenzihen der Wolke, mit der darauf folgenden Nidersenkung des Schwei⸗ fes und dem Fortruͤcken, eine veraͤnderte nunmehr wage⸗ recht in die Ruͤnde vorgehende Umwelzung an, welche Herr D. nur des Abstandes wegen nicht wohrnemen koͤnnen? So melden auch andere Beobachter, daß die Wolke, welche vor⸗ her stille gestanden, sich nach Bildung des Schweifes zu be⸗ wegen angefangen.) Nach Vergleichung des Augenmaasses mit dem Abstande urteilte Herr D. daß der Schweif oben an der Wolke nur etwa 20, und an der Spitze weuig mehr als ein oder 14 Fuß dik gewesen. Diser Abstand war, wie sich nachmahls zeigte, reichlich à Stunde Weges, und dennoch konte er, so bald die Spitze der Wolkensaͤule dem Erboden nahe gekommen/ auf selbiger Stelle klaͤrlich eine groosse aus⸗ geuͤbte Gewalt wahrnemen, durch welche alles daselbst aufgerissen und umhergeworfen ward, jedoch one daß sich dabey eine Flamme oder ein Bliz aͤusserte. Umher zeigte sich ein weislichter Kreis als ein Dampf. Unterwegs zog sich der Schweif der Wolke 2 oder 3 Mahl etwas ein, so, daß indessen gar kein Aufwuͤlen auf dem Boden verspuͤret ward, welche Zwischenzeit aber kaum 4 Secunden daurete. 7 Das I ud Rihnt beth anbid deb huheben gfir 0 chisef dem Lade voche vil vadengel IdenW shh, 0 ymmfui Mhlasill 1 U O Helchtele schbt, x f uf chwunk, Iur W Wihth en Wahur viit weg hem lte und diz fultgefih sagten d usguf bey Nfen Mhelh d ulden dihr gin Mahett I Rhund— Wuh Wetterwirbel.§. 159. Erf. 159. 33 22— Das Jortrücken der Wolkensoule von Suͤden nach Norden 0 48. 5 waͤhrte Eeraudnur ohngefaͤhr 10 oder un Minaten, da sie r ii. zum Ende der Sedunen Lonhnen Wan und daselbst noch sicht⸗ vi N65 barlich eben dergleichen Gewalt ausuͤbte, endlich aber ohn— gefahr z oder 4 Minuten lang uͤber die Nordse fortlief, wo⸗ uus Rtvult selbst sie sich einzog, nicht mehr gerade stand, sondern sich mit Waen. ihh dem Ende nach Suͤden hin flatternd verlohr. Die Wolke, in vnen welche waͤrend ires Zuges merklich runder und kleiner zu „Welcher uun werden geschinen, konte er noch eine ziemliche Zeit deutlich von n Gssihtahtz andern Wolken unterscheiden und weiter nach der Se hinzihen d wemgen sehen, bis er sie am Horizont aus dem Gesichte verlohr, Zusammmnth worauf es um halb 5 Uhr sehr schoͤn Wetter ward— Dise senkunz dsz Wolkensaͤule hatte auf ein Gehoͤfte, Alt-Rosenburg genant, rte numnihr: ire erste Gewalt ausgeuͤbt, und die Augenzeugen daselbst 83 au, 0 berichteten, sie habe die Gestalt eines umgekehrten Turmes nemen Un gehabt, und als sie uͤber disen Ort gekommen, habe es sehr Woli, v6t heftig zu stuͤrmen angefangen: sie habe stark hin und her 15 Schuiit geschwankt, zuerst ein von Steinen erbauetes 17 oder 18 des Aum Fuß hohes Wagengehaͤuse gaͤnzlich nidergeworfen, nach— r Scufh mahls ein groosses Loch in das von Reth gemachte Dach des I Bauerhauses gerissen, 7 starke, uͤber 50jaͤrige Ruͤsterbaͤume I 11 weit weggeworfen, einen mit Heu beladenen Wagen mit dem Untersten zu oberst gekehrt, das Reth von den Daͤchern und die Zweige von den Baͤumen ganz bis zu den Seduͤnen fortgefuͤhrt, und dabey sey ein heftiger Sturzregen an be— eges, uu saule den Ei 0 ein gnm %, sagtem Orte erfolgt. Der Knecht, welcher bey dem Bauer⸗ V Aus 2* ‚ 0 10 hause auf dem Milchplatze die Kuͤhe melkte, sagte, er habe edoch atl bey disem Wirbelwinde ein starkes Pfeiffen, als von vilen 14.— Voͤgeln die um ihn her waͤren, gehoͤret. Auf dem Felde Irs wurden die Heuhauffen, in dem Wege wo die Wolkensaͤule Rehru einher ging, ganz zerstreuet, weiter aber kein Schade ver— 0%9— uhrsachet noch einige Menschen oder Vie verlezt, obwohl unhu III. Teil. 3 V 2 wm-!p—. 55⁹ KXVI. Elektrische Anzihung— 2 Kaͤlber ein wenig von der Erde aufgehoben wurden.— Das ganze Ungewitter, sagte man, habe nur 8 oder 9 Mi⸗ nuten gedauret(. §. 160. Die erste Triebfeder diser wirbelnden Bewegung koͤnnen wir nicht zu erforschen unternemen: es laͤßt sich aber doch so viel erkennen, daß sie in der Wolke selbst stecke und durch die elektrische Kraft erreget werde. Auch in andern Eraͤu⸗ gungen der Elektrizitaͤt und des Blitzes(H. I1.) scheint sich ein oöͤhnliches zu zeigen. Herr Becket erhielte sie zuweilen, wiwohl selten, bey der Anzihung von Spreu und desgl. leichten Koͤrpern zwischen zwoen Metaltellern, aber one daß er die eigentliche Uhrsache anzugeben wußte weswegen sie entstand oder nicht entstand(396). Sie mag aber entsprin⸗ gen wie sie wolle, so scheint sie doch den naͤchsten Grund zur Erklaͤrung der hauptsaͤchlichsten Wahrnemungen zu ge⸗ ben. Denn, da aͤussere Umstaͤnde diser Bewegung, und zwar in einer solchen Richtung daß die Axe senkrecht gehe, guͤnstig oder nicht guͤnstig seyn koͤnnen; so liesse sich daraus herleiten, daß eine gewisse Beschaffenheit und Druk der Luft in gewissen Gegenden die Wetterwirbel oder Wasfersaͤu⸗ len oͤfterer als an andern Orten entstehen lassen werde(39). Ein (395) Haarlems. Verhandel. III. D. p. 321. (396) Becket Essay on Eledricity p. 141. Cavallo P. III. c. 8. exp. I. p. 269. (397) Sie entstehen am meisten in der Gegend nahe an den Wen⸗ dezirkeln, wo die bestaͤndigen Winde aufhoͤren, und die veraͤnderlichen anfangen, auch oͤftere Windstillen vorfallen, imgleichen in solchen Meren die vom Lande umgeben sind, wie das mittellaͤndische, oder zwischen Inseln. Zuweilen sind sie aber auch in noͤrdlichern Gegenden, wie auch auf inlaͤndischen Seen, z. B. dem Genfer Se beobachtet wor⸗ den— Selten entsteht ein Wetterwirbel bey Nacht. ö HrrN astt Hh k Hche genein g L Wuser Iuma i s Riugen: l Rsilt hn u, Dan IWummang. I HIh Wpseshtn Dvüdiode Wasln ln zenlch Huche, issa nd! Alihe Fiß wicd, ah und in ge lbose A Hewalt j ui ein U d Rlagke mee unche lsst, Herhen. W Ute issett ö Wetterwirbel. H. 160. 161. 553 V Rehoben vurde. Hih Ein starker Wind kan die innerliche Umwelzung stoͤren. Der 119 aͤussere Luftzug oder die Bewegung der Wolke gegen die Lust gibt der Wolkensaͤule die schraͤge Richtung oder Kruͤmmung, welche gemeiniglich daran bemerket wird. Waͤre es die An-⸗ ußt sa, zihung der Wolke allein und nicht der Wirbel⸗ welcher auf Mstch I das Wasser wuͤrkte, so muͤßte sich die Wassersaͤule darunter immer in senkrechter Linie, naͤmlich im kuͤrzesten Abstande, eraͤugen: nun aber entspringet sie da wo die Spitze der Wol⸗ kensaͤule hin zeiget, wenn selbige auch ziemlich schraͤge ste⸗ het. Wenn die Wettersaͤule krum gebogen ist so stehet die Kruͤmmung abwaͤrts von der Gegend woher der Wind wehet, und daselbst scheint sie auch zuweilen so verduͤnnet zu werden ußte mi daß sie sich trennen muß— Uebrigens wird one Zweifel durch A x u Beweym in, ich V U ande + . I.) Minf erhiette si un Spreu UU. Ie IN, aber 00 mag aber nnt die wirbelnde Bewegung die groosse aufreissende Gewalt der n nͤchinfh Wettersaͤulen veruhrsachet, dadurch schlanke und auch zuwei⸗ hrnemunz g len ziemlich starke Baͤume schraubenweise gedrehet oder abge⸗ Bewegmn brochen, Daͤcher, Sparren, Steinpflaster, u. s. w. aufge⸗ He senhith; rissen und in die Hoͤhe gefuͤhrt werden, lockerer Boden o liesse schu einige Fuß tief aufgewuͤhlt und die Erde umher geworfen eit und ut wird, auch schwere Koͤrper, Kanonen und d. gl. aufgehoben eloder Wsct und in gegenseitige Richtung gekehrt werden. Durch die lassen ved bloosse Anzihung liesse sich dergleichen nicht erklaͤren: die ů Gewalt jener Bewegung aber reisset solche Koͤrper auf, so wie ein Wasserstrudel tief in den Grund einwuͤlet, und da EMel die Flugkraft im Wirbel die Bestandteile der Wettersaͤule im⸗ mer nach aussen treibt, folglich in der Mitte verduͤnnete Luft Huheh uienn laͤsset, so koͤnnen sie daselbst desto eher in die Hoͤhe getriben Attitr werden. * F. 10r. Nun bleibt noch die Schwirigkeit zu eroͤrtern, warum vile Wettersaͤulen keine Blitze zeigen? und warum sich die atd wechselseitige Anzihung dabey nicht, wie sonst bey Annaͤhe⸗ C 2 rung Iuselg. un 44 V. 000 Reu, Mle Ia ——————......52ꝗ„/„T̃ x—————.— 554 K.XVI. Elektrische Anzihung— rung gegenseitiger Elektrizitaͤt geschihet, jedes Mahl mit einem Blitze zerschlage?— Ich kan nur eine Muthmaassung aͤussern: naͤmlich, daß die Mitteilung der Elektrizitaͤt hier vielleicht etwas zerstreuet durch Ausspruͤtzen, wie bey ent⸗ gegenstehenden Spitzen, oder sonst teilweise, und folglich mit weniger Gewalt geschehe. Die dadurch erzeugten Blitze koͤnten also vielleicht nur bey Tage nicht gesehen werden, da sie bey einem zu Nacht erscheinenden Wetterwirbel(388) aller⸗ (38) An dem Wetterwirbel, welcher 1749 in der Nacht zwischen den IIten und IZten Jun. von Ostia uͤber Rom ging, be— merkte man eine dunkele lange Wolke, die bestaͤndig haͤuf⸗ sige Blitze ausschoß, daher sie von andern als eine helglaͤn⸗ zende feurige Wolke beschriben worden. Hamb. Magaz. X. B. p. 524.— Herr Adanson meldet von einer Wettersaͤule, die ihm auf dem Nigerflusse bey Senegal 1750 den aten Sept. begegnete, folgendes: Sie erschien nach einem mit Bliz, Donner und Plazregen wuͤtenden Ungewitter, und nachdem sich der Wind gelegt hatte, in Gestalt einer Saͤule von Rauch die sich um ire Axe drehete. Sie war 10 bis 12 Fuß breit, und ohngefaͤhr 250 Fuß hoch, ruhete mit irem untern Ende auf dem Wasser, und ward von dem Ost⸗ winde auf uns zugetriben. So bald die Negern irer gewahr wurden, ruderten sie mit allen Kraͤften ihr aus dem Wege. Sie wußten daß eine solche Wettersaͤule diejenigen welche von ihr uͤberfallen werden gemeiniglich durch ire Hitze er⸗ sticket, wie sie dan auch zuweilen die Strohaͤuser anzuͤnudet. Sie blieb zum Gluͤk mehr als 18 Toisen weit hinter uns. Die Hitze diser Wolkensaͤule war aber in diser Entfernung von mehr als 100 Fust noch heftig, und so stark, daß meine ganz durchnezten Kleider anfingen zu rauchen, jedoch in so kurzer Zeit nicht trocken wurden. In freier Luft stand der Waͤrmemesser datumahl auf 25 Grad, und ich glaube daß die Hitze diser Dampfseule zum wenigsten 30 Grad seyn mußte. bi d ö In. Win a Msafille, Ifan von flh auj/ u Sale vidan andich, as Rich dir M chet Iamiunp l Iu %„Rcd Rahan ub Mul n um ein M RNFughaft RI Wöhugg Whn, m dWukun Wasammen fil U e bllo G uuhe tuun hung et, 10 Ml eeuhna de LEchistth rihen, v. —— ½ Ilcese, uy U durch Rhazmm icht geshr I0 en Dettarij in der Ni i0 In Ru lle, die bet andern 4 0 A. Hanh. Re von einer du⸗ enegal Iry h. rschien nechen Iden Ungepiz in Geseit eu Kte. Sii ru Juß hech, ind ward unn v. e Mgenn iy e n iht aut iule digrrin ich durh ir f Sathinnt ni isen neit Imn in hist Ene n I 960 N. H 07 OEEeeeN * MI EIEAi WAdl Wetterwirbel.§. 16r. 355 allerdings beobachtet wurden, wie dan auch der schwache Knal wegen des uͤbrigen Geraͤusches nicht gehoͤret werden kan. Allein auch bey Tage beobachtete Herr Forster an einer Wassersaͤule, die sich innerhalb einer Entfernung von 200 Klaftern von seinem Schiffe zeigte, und dabey einiger Hagel fiel, daß, nachdem selbige einige Zeitlang mit der Wolken⸗ saͤule verbunden gewesen und einer holen Roͤre geglichen, endlich, als sie sich gebogen und getrennet, ein Bliz dabey gesehen, wiwohl kein Donnerschlag gehoͤret ward(58 b.).— Was aber den lezten Zweifel betrift, so scheinet zwar nach Beruͤrung der Wolken-und Wassersaͤule sogleich eine Entla⸗ dung der Wetterwolke und ein Abstoossen erfolgen zu muͤs⸗ sen, da doch die Beobachter versichern, daß der Zusammen⸗ menhang und das Aufsteigen des Wassers aus der Se zur Wolke oftmahls eine Zeitlang daure: allein, der Wirbel ist nun ein Mahl in Bewegung, und die Wuͤrkungen welche aus der Flugkraft entstehen werden daher fortdauren wenn gleich die Anzihung aufhoͤret. Die Wolke ist auch kein so dichter Koͤrper, daß die Beruͤrung eines Schweifs derselben eben die Wuͤrkung auf die anhaͤngende Elektrizitaͤt als bey einem zusammenhaͤngenden Koͤrper haben koͤnte, und vermuthlich C 3 geschi⸗ mußte. Sie ließ auch einen starken Geruch zuruͤk, der mehr salpetrig als schwefeligt war,(Adanson Voyage au Sene- zal vor seiner Hist. nat. du Senegal; p. 123).— Ich gestehe jedoch daß ich dergleichen Wuͤrkung bey andern Schrift— stellern nicht gelesen habe. Ich berufe mich auch nicht auf einen Bericht in der Hist. de PAc. des Sc. 1725. P. 5. wo ein bey Tage erscheinender Wetterwirbel zwar Feuerwirbel(tour- billon de feu) genant wird, dabey aber, wie es scheint, die Gegenwart des Feuers nur aus dem Anscheine des Rauches umher geschlossen wird. 6²8 v.) Am angefuͤhrten Orte: not. 392. ....——.—.—.— —. ahrnrerronEan 556 K. XVII. Durchbruch der Elektrizitaͤten— geschihet, wie gesagt, hier die Mitteilung der Elektrizitaͤt nur gemaͤlig, so daß bey immer neuen Zuflusse die Anzihung fortdauren kan, oder ein kurz auf ein ander folgendes Tren⸗ nen und Wiederanzihen der Wolken- und Wassersaͤule wird nicht bemerkt— Jedoch ich begere mir nicht das Ansehen zu geben, als ob ich alles bey diser Erscheinung erklaͤren koͤnte; ich wolte vielmehr nur andere geschiktere Naturforscher auf⸗ merksam machen, ein mehreres hibey zu ergruͤnden. VII. Kapittel. Ouucbruc der Elektrizitaͤten— enlodung. . 162. Aus dem Drange zur Begegnung der Elektrizitaͤten er⸗ folget der Durchbruch, da eine Elektrizitaͤt zur andern durchdringet, und bey welchem sich, wenn er mit Gewalt geschihet, bekantermaassen die Funken mit Schlag und Ge⸗ raͤusche, oder im Groossen die Blitze mit Donner und Plaz⸗ zung aͤussern. Ueberal sind dabey die gegenseitigen Elektri⸗ zitaͤten, oder so zu reden eine Ladung und Gegenladung, vorhanden, weil, sobald ein Koͤrper elektrisirt ist, der Ge⸗ genuͤberstehende, durch ein nichtleitendes Mittel abgesonderte, wie gesagt, in gegenseitige Elektrizitaͤt versezt wird, und eben die Begegnung beider Elektrizitaͤten macht die Er⸗ schuͤtterung, durch welche die gemeldeten Wüͤͤrkungen her⸗ vorgebracht werden.— Dise Erschuͤtterung wird auch ge⸗ wissermaassen den angrenzenden Koͤrpern, durch welche ei— gentlich die Elektrizitaͤt nicht durchgefaren ist, als der be⸗ nachbarten Luft, u. s. w. mitgeteilt. Daher klagen oft Men⸗ schen die nur in einiger Entfernung von einem Wetterschlage gewesen, daß sie eine heftige Erschuͤtterung gespuͤret. Von diser ritebe und H Rulhngd 1 Mihung aer eñ Eide u 00⁵% D u 00 WW 2 osl scen Il 46 6 0 6 ft 0 kristt. ö Entladung.§. 162. 557 Rung dr Echn R Sususs. Wh auder f. diser mittelbaren oder unmittelbaren Erschuͤtterung habe ich auch(§ 37.9) die Wuͤrkung der Erregung, Zerstoͤrung oder Umkehrung der magnetischenKraft hergeleitet(). Da nun in Ansehung der Gewitterwolken die Gegenladung entweder an einer gegenuͤberstehenden Wolke, oder an der Oberflaͤche der Erde zu suchen ist, und in jenem Falle der Bliz zwischen lnded nd Wisasil uicht zu n mnung alug 1eNatusn 6 4 beiz uu ergrinhg.(399) Dise Wuͤrkung hat Herr Prof. Wilke(Schwed. Abhandl. 1766. XXVIII. B. p. 306.) mit genauen elektrischen Versu⸗ . chen erlaͤutert, und gezeigt, daß teils die Lage der Nadel nach der magnetischen Richtung, teils aber auch die Art — Els der Elektrizitaͤt etwas dazu beitrage, daß aber sodan die positive Elektrizitaͤt so wie die staͤrkere Kraft des magneti⸗ schen Nordpoles] an irem Ende den Suͤdpol, und die nega⸗ tive den Nordpol der Nadel mache, und darnach auch zu— der Elcht weilen die Polaritaͤt kleiner Magnetnadeln umkehre. Er ektrijtit ur ö zeigt auch, daß der elektrische Schlag hier eigentlich nur wenn tr l als ein Huͤlfsmittel hinzukomme um die magnetische Kraft mi Schln zu erregen. Die naͤchste Uhrsache wil er indessen liber in it Donnery dem Erhitzen und Erkaͤlten als in der Erschuͤtterung suchen: Hegensiüint aber auf dem hollaͤndischen Schiffe(Erf. 134) waren doch und Gen gewiß nicht alle Kompaßnadeln in der Kiste u. s. w. wo nichts umher verseret worden vom Blitze beruͤhrt, vielweniger glüend gemacht— Beilaͤuffig wil ich doch einen Versuch vorschlagen, wie man erfaren koͤnne ob wuͤrklich die elektri, „%* ktristrt it,! Mittelth verschen schen Pole wie die magnetischen eine Richtung nach den ten nat! Weltgegenden haben. Man elkktrisire naͤmlich einen ———— n Mrnt laͤnglichten an den Enden zugespizten Glasstreifen, wie Herr Bergman(Schwed. Abh. XXVII. B. p. 142. Iter Vers.) gethan, so daß das eine Ende positiv das andere aber nega⸗ tiv werde, oder man bewurke dises, wie Herr Franklin Exp. X Obfl. p. 150.) gethan, an einer Lakstange; so liesse sich die Probe wie bey den Magnetnadeln durch Stellung wiri auf eine Are oder Haͤngung an einem Faden anstellen. n ung uird au „ dug eu is 4t J58 K. XVII. Durchbruch der Elektrizitaͤten— beiden Wolken einherfaͤhrt, so muͤssen auch die niderschla⸗ genden Blitze einerseits ihr Ziel an der Oberflaͤche der Erde haben und den ganzen Weg durchfaren. Disen wichtigen Umstand mußten erst die elektrischen Wahrnemungen ent⸗ decken, da man zuvor den Weg des Blitzes nur da aufsuchte wo er Schaden gethan hatte, one das uͤbrige der Bahn zu verfolgen, und sich also aus den abgebrochenen oder zerstreu⸗ ten Spuren nicht zu finden wußte Man mag sich demnach dise Erschuͤtterung aufwaͤrts oder niderwaͤrts, oder zugleich von oben und unten her treffend vorstellen, so wird sie doch im⸗ mer in dem ganzen Wege zwischen der Wolke und der Ober⸗ flaͤche der Erde fortgesezt. Der Bliz kan folglich nicht un⸗ bestimmt in einem Gebaͤnde herumfaren, entstehen oder er— loͤschen; sondern jeder Strahl, er mag einfach oder geteilt seyn, muß zu dem gegenseitigen Zile hinreichen, wenn gleich nicht alle Mahl sichtbare Spuren hinterlassen werden. §. 163. Die Lehre von der positiven und negativen Elektrizitäͤt solte uns hier auch nicht irre machen, als ob daraus ver⸗ schidene Arten von Blitzen, oder verschidene Wuͤrkungen ent⸗ stehen koͤnten. Denn, wenn gleich die Wolke negativ und die Gegenstaͤnde auf der Erde positiv geladen waͤren; so kan doch deshalben kein ohngefaͤhrer Ausbruch des Blitzes an der Erde oder am Grunde eines Gebaͤndes an einer andern Stelle entstehen als da wo er durch die vorzuͤglichsten Leitun⸗ gen und Hervorragungen zum leichtesten Durchbruche durch die kuft, und also zum gegenseitigen Zile gelanget. Mau mag ein Buch Papier, oder einige Kartenblatter auf ein positiv oder negativ geladenes Metal legen, so dringet der Schlag doch alle Mahl an der Stelle durch wo man ihn mit einer Stange welche mit der gegenseitigen Elektrizitaͤt Ge⸗ meinschaft auͤsbitho ss egen sigen ul e di 00 N aud Gehitit hur vicht d Da ueme Gunde Raung l I Dee El Eehecde satz aufz lektischen Filn. Aopurn z Ede du biy der z auch nut tung hott 60%00 basch⸗ der Etde iichtigen gen ent⸗ uffuchte dahn zu hestrn⸗ nach dise lich von och in⸗ Obet⸗ H un⸗ r er⸗ geteilt gleich * ttrihitit us ver— gen ent⸗ nio und so lan hed an andern Reitun⸗ he durch „. Mu auf ein lget der ihn mit iut Ge⸗ iuschaft Entladung.§. 160164. 339 meinschaft hat hinlocket. Die Wuͤrkung beider Elektrizitaͤten ist, wie gesagt, einerley, und die Bahn ist eine und diselbe, sie moͤgen umgewechselt werden wie sie wollen. Was bey der einen die vorzuͤglichste Leitung giebt, das giebt sie auch bey der andern. Folalich wuͤrde auch bey umgewechselter Elektrizitaͤt ein zweiter Wetterschlag, daferne die Leitung nur nicht durch den ersten zerstoͤret worden, keinen andern Weg nemen, und also ist die Sorge uͤberfluͤßig, unten am Grunde alle Seiten oder Ecken eines Gebaͤudes mit einer Leitung zu bewaren, wenn etwa hie oder da an der Erde ein Bliz ausbraͤche(F. 125.. ö §. 164. Die Entladung geschihet indem die gegenseitigen Elektrizitaͤten so zu einander durchdringen, daß sie beider— seits aufgehoben werden.— Dises beobachtet man in den elektrischen Erfarungen, so viel ich mich erinnere, in dreien Faͤllen. 1) Am volkommensten, wenn einer von beiden Koͤrpern zwischen welchen der Uebergang geschihet mit der Erde durch leitende Koͤrper Gemeinschaft hat.— 2) Wenn bey der zugleich ertegten gegenseitigen Elektrizitaͤt(§. 147.) auch nur waͤrend der entstehenden Ladung eine solche Ablei⸗ tung vorhanden gewesen ist().— Wenn aber keine Ab⸗ C 5 leitung (400) In disem Falle zeigt sich jedoch eine Abweichung in dem Erfolge, welche man von dem Gleichgewichte der Ladung nicht erwarten solte. Denn, wenn eine geladene und nach— mahls abgesonderte Flasche abgefeuert wird, so zeigt sich noch nachmahls auf beiden Seiten dise oder jene Elektri— zitaͤt, nachdem man sie hie oder da zuerst beruͤhrt hatte, (Anm. 360): wenn aber zwo auf einander gelegte, an iren aͤussern Seiten mit Metal bekleidete, geladene Glasplatten also abgesenert werden, so wird die Elektrizitaͤt an inen umge⸗ 560 K. XVII. Durchbruch der Elektrizitaͤten— leitung vor dem Durchbruche vorhanden gewesen, so ge⸗ Wurtd schihet keine ware Ladung und die Elektrizitaͤt wird bey ö auinde dem Durchbruche nicht aufgehoben, sondern nur diejenige Hhschi welche der zuerst elektrisirte Koͤrper besaß, dem andern mit⸗ R von geteilt und unter beide verhaͤltnißmaͤßig verteilt.— 3) Wenn. iht in beiden Koͤrpern die Elektrizitaͤt, jede fuͤr sich, und nicht sesichtb. bezihungsweise durch Gegenladung d. i. durch den Zwischen⸗ une U stand eines uhrspruͤnglich elektrischen Koͤrpers, bewuͤrket Mleich ist(401).— Nur muͤssen im leztern Falle beide Koͤrper ein dn sie! gleiches Maas der Elektrizitaͤt besitzen, denn soust wird nur Hadelh so viel Elektrizitaͤt als das kleinere Maas war gegen einander uuch du aufgehoben, und die uͤbrige des groͤssern oder staͤrker elek⸗ vse hun trisirten Koͤrpers verteilet, so daß in beiden eine gleich⸗ l namige bleibet. ö h ud §. 165. nien u eun wende man dise Bemerkungen auf die Gewitter⸗ ö gu Elektrizitaͤt an. Die Wetterwolke also, welche ire Gegen⸗ gien ladung an der Oberflaͤche der Erde hat, entlaͤdet sich durch Anah niderschlagende Blitze. Nur ist zu bemerken, daß die Wolke, seh wenn sie irgend mit betraͤgtlicher Kraft versehen ist, sich a u nicht, wie unser kleines elektrisches Geraͤte, auf ein Mahl stih entladet, sondern teilweise mit Zwischenzeiten. Die Uhrsache 9— davon guft umgewechselt(wiwohl in geringerm Grade!] befunden, so lom daß die zuvor positive Platte nunmehr negativ und die ne— gative positiv ist.(Cavallo P. III. c. 13. p. 326.) 0 h (4r) Dergleichen fuͤr sich elektrisirte Koͤrper erhalten zwar auch hue jeder seine eigene Gegenladung: da aber diselbe, wenn ein sehn solcher Koͤrper von andern abgesondert ist, sich nur in den Volle fluͤßigen Luftschichten befindet, so wird sie, wie es scheint, vober durch Annaͤherung eines vesten Koͤrpers verdraͤnget, so, daß durch d dessen Elektrizitaͤt, wenn sie gegenseitig ist, nunmehr als H eine Gegenladung unmittelbar auf den ersten Koͤrper wuͤrket. nn itüin hasfn, p ihtit pit 0 Rundan nß biyUmn sth ud h Hauzschn 6, heblrh Ripe en sas vibmu Hen einunger sthch Is It glih; Hevitte⸗ ir Gere sich duch udeVyk, hn st, sh. wu in M W W V I HM Iun ark sile, aunn sch 6 h N „ Iul Entladung.§. 164. 165. 561 davon verdient noch erforschet zu werden. Daß verschidene abgesonderte Ladungen an der Wolke vorhanden waͤren, laͤßt sich uicht wohl muthmaassen; auch scheinen die folgenden Blitze von demselben Orte der Wolke zu entstehen(Erf. 4). So zeigt auch das fortdaurende Ansehen der Wolke, daß sie nicht bey jebem Blitze entladen und etwa durch anhaltende innere Uhrsachen Hans aufs Neue wieder geladen werde. Vielleicht ist also die Elektrizitat weislich also eingerichtet, daß sie nur zur Zeit in gewisser Maasse durch die widerste⸗ Hende Luft dringer und ire Feuerkugeln bildet: vielleicht traͤgt auch der schwebende Zustand der Wolle etwas dazu bey, da sie durch die bey dem Durchhruche entstehende Platzung im Augenblicke etwas zuruͤkgestoossen werden kan. Gewoͤnig⸗ lich wird eine elektrische Batterie durch unmittelbares An⸗ ruͤren mit einer Stange oder desgleichen vesten Koͤrper ab⸗ gefeuert: man moͤgte aber den Versuch mit einer gemaͤlig genaͤherten Kugel machen die an einem schraubenfoͤrmig ge⸗ wundenen Metaldrath hinge und also mit dem Funken so⸗ gleich zuruͤkgeworfen werden konte, ob dabey die Entladung auch auf ein Mahl oder mit wiederhohlten Schlaͤgen ge⸗ schaͤhe.— Der zweite und dritte oberwaͤhnte Fal komt nur bey Wolken gegen einander vor, da keine abgesonderte Ge⸗ genstaͤnde an der Erde so betraͤgtlich sind, daß sie zur Ent⸗ ladung einer Gewitterwolke das erfoderliche Verhaͤltniß ha⸗ ben koͤnten. Es kan aber eine Wetterwolke durch eine an⸗ dere gegenseitig elektrisirte entladen werden, und dabey eut⸗ stehen die Schlaͤge welche bloos in der Luft zwischen zwoen Wolken einher saren(§. 2). Dises geschaͤhe demnach ent⸗ weder nach dem zweiten Falle, wenn die eine Wolke zwar durch die andere in gegenseitige Ladung versezt, aber dabey eine Ableitung zur Erde gehabt, oder sich diselbe durch nider⸗ Blitze verschaft haͤtte: oder, nach dem dritten SValt/ 562 K. XVIII. Funken, Bliz, Wetterlichter, Falle, wenn beide Wolken fuͤr sich ire Elektrizitaͤt erhalten und die Gegen⸗Elektrizitaͤt nur in den Luftschichten haͤtten, dabey auch von gleichem Umfange oder gleich geladen waͤren. „ 4.—. 2 2 Ein ungleich kleinerer Koͤrper der sich einer Wetterwolle naͤ⸗ hert(H9. 21.), kan ihr nicht mehr Elektrizitaͤt rauben als sein Umfang fasset, dafern er naͤmlich keinen weitern Zusam⸗ menhang mit einer gegenseitigen Ladung hat. Eine kleine an einem seidenen Faden haͤngende, oder frey durch die Luft auf den Knopf einer geladenen Flasche geworfene Kugel wird zwar dadurch elektrisirt, aber sie kan zur Entlaͤdung nichts Betraͤgtliches wuͤrken, und erhaͤlt auch keinen solchen Schlag oder Funken der mit dem Schlage aus eben der Flasche, wenn selbiger zur gegenseitigen Ladung uͤberginge, zu ver⸗ gleichen waͤre. Daher werden auch Voͤgel in der Luft nahe an einer Wetterwolke nicht erschlagen(), es waͤre dan, daß eben ein Wetterstrahl uͤber sie hin zur Erde oder zu einer andern Wolke fuͤre. XVICII. Kapittel. Funken, Bliz, Wetterlichter, Wetter⸗ leuchten, Platzung. ö §. 166. Funken, Bliz, Flamme oder Schein, sind fuͤrs erste nicht bestaͤndig mit der vorhandenen Elektrizitaͤt verbunden, sondern, eben so wohl als die Platzung und uͤbrige Gewalt, nur Wuͤrkungen der bewegten und zu einem andern Koͤrper uͤbergehenden Elektrizitaͤt: ferner, erfolgen sie nur da wo die Elektrizitat durch einen Widerstand dringet, folglich in desto (40½) Wie Herr Beecaria gesehen.(Priestley p. 221. UAl h hist hud Ihhnth iih Ri Me Fam gehllge Re ges Uzi iht au sibne HAAA aus sülgabe! Wpine schosege Uopfin Rugendht in der fl ine Swife der Enl lf vith( — Ein weuigst belgt, Erregn shtr ö Wetterleuchten, Platzung.§. 166. 167. 563 M Wuhe desto groͤsserer Maasse je groͤsser der Widerstand ist und je nvin ploͤzlicher diser Durchbruch geschihet.— Die stärkstean einer aml gelodenen Flasche 5355 sonst angehäufte Elektrizitaͤt leuchtet Uthsn nicht/ zeigt keine Waͤrme, und laͤßt sich auch weder durch in zin eine Flamme noch durch gluͤende Kolen entzuͤnden.— Die 90 gemaͤlig angehaͤufte Elektrizitaͤt aͤussert, wenn sie nicht zu inn der gegenseitigen durchdringet, keine andere Gewalt als das Anzihen: ihr ruhiger Wuͤrkungskreis treibt auch die Luft aloih nicht aus irer Stelle und bringt keine Ausdenung in der⸗ Hung nicht selben hervor(463). Ja, wenn auch ein elektrisirter Koͤrper hneg entladen wird, so entstehet weder Funken noch Ausdenung der i, Luft so weit dise Entladung durch zureichende zusammen⸗ „e⸗ haͤngende Leitung geschihet. Wenn z. B. eine Glasrdre Wü die zu einem rechten Winkel gebogen ist durch den wohl ver⸗ Wt dey, schlossenen Kork einer Flasche angebracht wird, so kan ein Me Tropfen Dinte oder desgleichen in dem herausstehenden wagerechten Arm der Roͤre die geringste Ausdenung der Luft in der Flasche anzeigen. Wenn aber dise Flasche inwendig mit einem Stuͤcke Spigelfolie bekleidet worden, davon ein Streifen durch den Hals hervorgehet, so entstehet auch bey Nuter der Entladung der Flasche keine Platzung oder Ausdenung der Luft in derselben, da kein Funken daselbst erzeuget wird(47. §. 167. sn th Einige Gelehrte haben zwar die Elektrizitaͤt selbst, oder hbundez wenigstens die positive Elektrizitaͤt, mit dem Namen Feuer 19 Henth belegt, pflegen sehr mit disem Worte zu spilen, und alle r Erregung der Elektrizitaͤt eine Mitteilung oder Beraubung des h(4s) Erf. 164: Franklin's Letters p. 97. 390. Priestley P. I. per. g. s sect. 3. p. 119.— per. I0O. sect. 5. p. 165. I() Cavallo P. III. c. 7. exp. 5. P. 238. not. 564 K. XVIII. Funken, Bliz, Wetterlichter, des Feuers zu nennen. Dies ist aber ein Misbrauch des Wortes, welcher zugleich unsere Begriffe verwirret, als ob im elektrisirten Zustande immer wuͤrkliches Feuer, oder wenigstens eine zu Unterhaltung des Feuers dienliche Materie, vorhanden waͤre, und als ob ein daurendes Feuer oder brenbares Wesen von einem Koͤrper zum andern uͤberginge. Hieraus sind ferner andere unrichtige Folgerungen entstan⸗ den: wo dan dises Feuer blibe wenn es von der Wolke zur Erde herunter geleitet worden? ob es nicht wieder auszu⸗ brechen suche und also auch am Grunde der Gebaͤude gefaͤhr⸗ lich werde?(§. 126.) u. s. f. Naͤmlich, bey dem Worte Feuer gedenken wir uns eine Materie die wuͤrklich in eine gewisse Bewegunz gesezt worden; und brenbar heißt was dise Bewegung zu unterhalten faͤhig ist. Die Menge dises Brenbaren in einem Koͤrper macht denselben aber weder an sich elektrisirt, noch zur elektrischen Bewegung faͤhiger. Das reinste brenbare Wein⸗Oehl(oleum vini æthereum) leitet den elektrischen Schlag nicht. Bey der Elektrizitaͤt wird also eine solche Bewegung nur unter gewissen Umstaͤnden, und nur auf einen Augenblik geaͤussert. Durch den Zufluß der positiven Elektrizitaͤt zu der negativen Seite einer Ladung wird auch nicht einmahl die Elektrizitat daselbst angehaͤufet, sondern sie wird vielmehr auf beiden Seiten gemindert oder durch voͤlliges Gleichgewicht aufgehoben. So verhaͤlt es sich also auch wenn ein Schlag von der Wolke durch die wi⸗ derstehende Luft zur gegenseitig⸗elektrisirten Erde durchge⸗ drungen ist. Hat die Wolke, welche sich gemeiniglich nicht auf ein Mahl entladet, noch mehr Elektrizitaͤt, oder erhaͤlt sie vielleicht aus fortwaͤrenden Uhrsachen neue Kraft; so kan freil ich ein abermaliger Schlag auf aͤhnliche Weise entstehen: er beweiset aber nicht, daß der erste Schlag ein uͤberfluͤßiges Feuer herabgestuͤrzt habe, welches nun wieder auszubrechen suche. 8 sse 0 Mlle⸗ N6ufeln ust Msen u unlki I Eis Whrptt r Famne: Moe du Wat f h lllt Hld Auled H doc lih 66 muß t ien Rapnen En nüt u ueder i () „ duch do ret, ⸗ r, oder Muteri, her oder Kginge. entstan⸗ dulle zur auszu⸗ gefaͤht⸗ Vorte im eine t was dised der an fihiget. itet t wird fünden, Zuflaß GWbung echünftt, ut ober thilt ez die wi durchge⸗ ich nict t isthen: fziges hrechen suche Wetterleuchten, Platzung.§. 167. 56z suche. Jeder elektrische Funken, und so auch der Bliz bey der Wetter⸗Elektrizitaͤt, ist nur eine Wuͤrkung des Stoosses der auf einander treffenden gegenseitigen Elektrizitaͤten, und ausser disem Erschuͤtterungszustande ist weder vor noch nach⸗ her wuͤrkliches Feuer bey der Elektrizitaͤt vorhanden. Zu diser Erscheinung oder Wuͤrkung wird auch kein solcher Koͤrper erfodert, dergleichen zur Unterhaltung der gemeinen Flamme noͤthig ist. Der elektrische Funken kan unzaͤlige Male auf derselben Stelle erreget werden, auch in einem kleinen Inbegriffe in einer glaͤsernen Roͤre verschlossener Luft, one daß derselben Elastizität vermindert werde(4545„), wie doch nothwendig geschehen muͤste wenn immer neuer Schwe⸗ fel oder desgleichen brenbare Materie darin angezuͤndet wuͤrde: auch in einer solchen Luft die ires feuernaͤrenden Teiles beraubet worden(43), und mitten im Wasser, wo doch kein Zufluß brenbarer Materie vermutet werden kan. Es muß also diseFlamme nur in einer gewissen Erschuͤtterung einer uͤberal verbreiteten Materie bestehen, die man Aether nennen kan, die ehe sie in solche Bewegung gesezt ist sich nicht spuͤren laͤsset, und wenn die Bewegung voruͤber ist wieder in iren unmerklichen Zustand zuruͤk kehret. Dise ö Be⸗ (Va b.) Wie P. Beecaria versucht hat. Priestley P. I. per. 10. sect. 2. P. I33.• ö (495) Herr Doet. van Warum fand, daß die Funken von einem Metalknopfe zum andern, in einer Luft die mitten aus einem Feuer von Torfkolen geschoͤyft war, in derselben Entfernung und eben so oft als sonst in natuͤrlicher Luft übersprangen. Jedoch ward hier die Elektrizitaͤt von aussen zu dem Metalle hergeleitet: denn unter einem Glase das ganz mit einer solchen verdorbenen Luft gefuͤllt worden ließ sich mit der Maschine keine Elektrizitaͤt erwecken. M. v. M. on over het Electrizseren. 7 proefn. p. 74. 566 K. XVIII. Funken, Bliz, Wetterlichter, Bewegung veruhrsachet zwar Hitze und Licht, sie entzuͤndet auch die brenbaren Koͤrper: aber nicht jede Bewegung, Reibung, Erschuͤtterung, welche erhitzet und entzuͤndet, ist Elektrizi aͤt. Holz an Holz geriben wird erhitzet und entzuͤndet, aber nicht elektrisirt. Beim Verbrennen der Koͤrper scheint die innere Bewegung durch eine chymische Wuͤrkung der Teile auf einander und auf einen gewissen Teil der Luft(0) erreget zu werden, und es muͤssen immer andere zu einer aͤhnlichen Gegenwuͤrkung geschikte Teile da seyn um ferner in eben die Bewegung versezt zu werden. Gemeines Feuer und auf gewoͤhnliche Art erregte Hitze verbreiten sich auch nur langsam, und dise verteilet sich alsdan gleichmaͤßig durch alle angrenzende Koͤrper: die elektrische Bewegung hingegen faͤhrt in einem Augenblik durch einen sehr langen Weg, aber nicht gleichmaͤßig durch alle Koͤrper(47). ö §. 168. (96α) S. C. W. Scheele's chemische Abhandlung von der Luft und dem Feuer. Upsal 1777. 8. () Aus der Vorstellung eines gewissen Vorraths von Feuer⸗ materie, und desselben Anhaͤufung bey der positiven, oder Mangel bey der negativen Elektrizitaͤt, flossen dan auch weitere Lehrmeinungen in Ansehung der Gewitter. Da solte ein Flek der Erde einen Ueberfluß diser Materie, der andere einen Mangel haben, und der Uebergang solte beim Blitze von jenem Teil zur Wolke hinauf, von disem aber zu dem feuerleren Teile der Erde herabgehen. Disem zufolge wolte man auch beobachtet haben, daß Blitze an zweien Enden der Wolke zugleich entstuͤnden, und also waͤre die Wolke nur der Zwischenleiter, welche das Feuer von dem einen Teil der Erde zum andern uͤbertrüge Allein: die elektrischen Erfarungen stimmen gar nicht mit diser Vor— stelung uͤberein. Denn die Elektrizitaͤt verbreitet sich au⸗ genbliklich in der Erde, und auch durch einen weiten Zwi⸗ schenraum Wae ne ö ajnn/ ö ichtej ů Wetterleuchten, Platzung. d. 167. 168. 567 se entshhg. N W Schon oben(§. 100.) habe ich meine Gedanken geaͤussert, 40 daß man, nach erfundenen elektrischen Versuchen und beob⸗ anzinnn achteter + Un schenraum rrockenen Bodens geht der Schlag alsbald von af der einen zur andern gegenseitigen hin: keinesweges aber ö konte er den Durchbruch durch die Luft zur Wolke hin, rie zu eig ö und wieder von der Wolke her, als eine bessere Leitung vor— um fernt zihen. Ferner: wenn die Elektrizitaͤt so durch die Wolke* eines Futr hinfuͤre, so wuͤrde dise, wie Herrn Franklins zugespiztes I n sch auch Goldblaͤtchen,(elektrischer Fisch,) zwischen den gegenseitigen Hichmußtz Elekrizitaͤten stille stehen. Da sie aber immer fortgehet, ö wegung so muͤste das Ende welches jezt von der positiven Stelle der ugen Erbe geschoͤpft hatte bald uͤber die negative kommen: und h doch waͤhrt das Blitzen auf gleiche Weise den ganzen Weg verschidene Meilen lang fort. Eben so ist die Vorstellung, daß Rn eine besondere Sewitterwolke die Blitze fuͤhrte, und diselben ů u de E. erst auf eine von ihr unterschidene Regenwolke zuschösse, von dannen sie weiter zur Erde herabschlügen,(not. 204.) à von Fe den Wahrnemungen bey ordentlichen Gewittern zuwider. ö hsitien, H. Denn, das heftigere Herabstuͤrzen des Regens vor den( ssen dun eut Wetterschlaͤgen(§. 154.) zeigt den Drang oder die gegen— ruittt. A. seitige Würkung zwischen der Regenwolke und der Erde, Rynn, 0 und folglich, daß von diser Wolke selbst der Schlag erfolge usith hn Erf. 157). Wenn aber der Schlag von einer Wolke zur ö n ddn andern gehen solte, so muͤste sich die vorhergehende Anzi⸗ Nyn itt⸗ ů hung auch nur zwischen disen beiden Wolken, und nicht IM zwischen der lezten und der Erde, als einem dritten Koͤrper, u uir e aͤussern, wie der Versuch mit geladenen Glasplatten(not. 383.) mn zeiget. Daß der Fal eines soringenden Blitzes, der durch I Re eine abgesonderte Wolke als durch einen Zwischenleiter zur Erde faͤhrt(§. 17.), nicht zu den gewoͤhnlichen in bestaͤndi⸗ ger Reihe bey einem Gewitter entstehenden gehoͤre, ist leicht einzusehen. III. Teil. D It Rt Var ulttsch dl hiten 31 schennalh 369 K. XVIII. Funken, Bliz, Wetterlichter, achteter natuͤrlichen Elektrizitaͤt in der Luft, diser Uhrsache groosser Wuͤrkungen zu viel zugeschriben, und nunmehr auch das Feuerspeien der Berge, das Erdbeben, die Irrlich⸗ ter, die aus der Luft fallenden Feuerkugeln, und also fast alles was brennet oder leuchtet, oder dabey sich eine Er⸗ schuͤtterung zeiget, zur Elektrizitaͤt rechnen wollen. Bey den feuerspeienden Bergen und dem damit verwandten Erd—⸗ beben ist eine ganz verschidene Uhrsache gar zu offenbar, und wer sich davon weiter uͤberzeugen wil, darf nur, wie gesagt, eine naͤhere Untersuchung solcher Oerter wo dergleichen Begebenheiten iren Siz haben ansehen. Die Wurkungen der Luft⸗Elektrizitaͤt auf die Erde binden sich nicht an dergleichen besondere Beschaffenheit des Bodens; sie sind aber auch i im Augenblicke voruͤber und nicht so daurend als jene.— Die Irrlichter haͤngen gleichfals nicht von den Wolken sondern von der Beschaffenheit gewisser Gegenden auf der Erde ab, und unterscheiden sich auch genugsam in irem Ansehen vom elektrischen Leuchten(7 d.)— Von den Feuerkugeln und Sternschiessen weiß ich zwar bisher keinen recht wahrschein⸗ lichen Grund anzugeben: daß sie aber doch von elektrischen Feuerballen oder waren Blitzen sehr unterschiden sind, zeigt sowohl ihr Ansehen und ire Art von Bewegung als die uͤber⸗ aus groosse Höhe uͤber der Erde wo sie sich zu zeigen pflegen, und wo also die Luft so verduͤnnt seyn muß daß sich keine Wolken mehr bilden koͤnnen, und daß die Elektrizitaͤt gewiß nur wie in unserm luftleren Raume sich ausbreiten, nicht aber in geballetem Feuer erscheinen koͤnte(64). Es sollen sich (4 b.) Man sehe 3. B. die Beschreibungen in den Philos. Trans. Vol. XXXVI. n. 4II. P. 20J. (405) Dise erstaunende Hoͤhe erkennet man unlaͤugbar aus dem weiten Umkreise in welchem die Feuerkugeln guf der Erde gesehen WDit ö h ol 10 Idaflo Innct hed 1 n Ei agffellen en A 9 4 V lalichtt dser Ulrsche nunmn „die Julz inaso fi sch ene EY Holen. DH oanoten Erh⸗ suhar, ind wiegesat, bergleichen Hligen her HEgllichen auch im + Die sondern Erde ah, sehen vom igela und ahrschen⸗ elektrischn sind, zigt hieibe⸗ in pftgen, sch kiit Itht gevi rn, nich 68 sol s0 al Luns. s den de Ede gesche Wettterleuchten, Platzung.. 168. 569 sich zwar elektrische oder blizaͤhnliche Wuͤrkungen bey dem Niderfallen einer Feuerkugel geaͤussert haben(489): aber, koͤnnen nicht auch andere schnel durch die Luft bewegte Koͤrper elektrische Wirkungen erregen?— Das Nordlicht scheint zwar in unsern Gegenden den zerstreuten ausschiessenden elektri⸗ schen Stralen aͤhnlich zu seyn: aber die hoͤher in Norden angestellten Beobachtungen lehren uns doch daß es von einer andern Uhrsache herruͤren muͤsse(1²). D 2 H. 169. gesehen werden. Man lese z. B. von der 17¹7. den 1oten August zu Breslau, und zugleich weit umher, ohngefehr vom 48sten bis 52sten Grad Norderbreite und vom Zasten bis 45sten der Laͤnge, beobachteten Feuerkugel, Vresl. Saml. 1717. p. 157. insbesondere aber die Anmerkungen von Sir John Pringle wegen der 1758. den 26sten Nov. in England und Schotland gesehenen Feuerkugel(Philos. Trans. Vol. LI. p. 218-274.) und: die Theorie der am 23sten Jul. 1762. erschinenen Feuerkugel, abgehandelt von J. E. Sil⸗ berschlag. Magd. 1764. 4. imgl. Patrik Brydone's Nach-⸗ richt von einer 1772 den 10 Febr. gesehenen Feuerkugel, Phil. Trans. Vol. LXIII. p. 164. Daselbst, und in der Tour through Sicily, Vol. I. lett. 10. p. 20⁰0. fuͤgt er auch hinzu: das Sternschiessen sey ihm auf dem hohen Bernards-Berge in der Schweiz und auf der hoͤchsten Gegend des Aetna immer eben so hoch in der Luft erschinen als wenn man es sonst von der flachen Erde beobachtet. (409) Die von Herrn Chalmers(Philos. Trans. Vol. XLVI. p. 366.) berichtete Begebenheit scheint jedoch eher ein warer Blit gewesen zu seyn. (41) Man erwege des Herrn P. Sell Bemerkungen vom Nord⸗ lichte, wie auch dasjenige was Herr Past. Barhow zu Oereland ohnweit Drontheim daran beobachtet hat.(Crankf. und Leipz. 1751. 8.) 570 K. XVIII. Funken, Bliz, Wetterlichter, §. 169. Von dem bey Blitzen und Wetterleuchten in der Luft er⸗ zeugten Schwefel ist gleichfals schon oben(F. 99.) gehandelt worden. Dahin rechne ich auch unter den elektrischen Ver⸗ suchen die Erfarung des Herrn Commissair Hartmann, da er folgenden Vorfal erzaͤhlt(49 b.). Als ich auf meinem nicht groossen und dabey sehr nidrigem Zimmer 4 bis 5 Stunden lang mit elektrischen Versuchen beschaͤftigt ge⸗ wesen war, und bald nach denselben mit einem brennenden Lichte wieder auf mein Zimmer etwas geschwinde ging, zeigte sich ohngefaͤhr anderthalb Fuß hinter dem Lichte neben wir eine kleine Flamme, welche nur eine kurze Zeit mir auf dem Fusse nachfolgte, aber sogleich wieder verging als ich mit dem Lichte stehen blieb.— Es befand sich dazu— mahl durch das Elektrisiren ein starker Geruch der elektrischen Materie in gedachtem Zimmer.) Da diser Schwefel zum Teil von dem Funken wieder entzuͤndet wird, so kan auch daher der Schein entstehen, welcher noch eine Weile dauret nachdem ein elektrischer Schlag uͤber die Ober— flache eines Koͤrpers hingefaren ist(r); und ein Aehnli⸗ ches ward oben(Erf. 97.) vom Blitze erwaͤhnt. Ueber⸗ haupt ist wohl der beim Blitze, wie bey elektrischen Funken, sich aͤussernde Geruch nur disem zufaͤllig entstandenen und zum Teil entzuͤndeten Luftschwefel zuzuschreiben, und kein Beweis daß in der elektrischen Materie selbst etwas Schwefeligtes stecke. §. 170. Um einen geballeten prasselnden Funken hervorzubringen, wird ein ploͤzlicher Durchbruch der Elektrizitaͤt erfodert: ö und 41⁰ b.) Verwandsch. der elektrischen Kraft.§. 59. p. 135. (1I) Cavallo P. III. c. 7. exp. II. P. 247. Watht 6 yan Si) l Rsthaden S v ei R Hech fbge s Hlt ur di Ub won den udunnt Mt Clhn auf. If H xl Iumpae, Huchdeige URen Kaftderd Hilschiden Hpars sloen du fachen obe chin uunda is. stätkurl vo er kin shallen Mie durc sin fr hiit Hli litt Wetterleuchten, Platzung.§. 169⸗171. 571 und eben so entstehet der geballete Feuerklumpen, oder ein u det duft z warer Bliz, wenn die Wetterwolke der Erde oder einem her⸗ Wne 204 ragenden Koͤrper, imgleichen einer andern Wolle, so nahe iäii komt daß ein gewaltiger Durchbruch durch die Luft auf ein 50 Mahl geschehen kan, daher auch die begleitende Platzung au menm erfolget. Diser heftige Schlag aber wird zur Entladung 994 45 eines elektrisirten Koͤrpers keinesweges erfodert, sondern chiftigt gt nur der Uebergang zu der gegenseitigen Elektrizitaͤt, welchen brennende man eben so wohl gemaͤlig erhalten kan. Eben so ist auch iude ging, der Donnerknal, ja selbst der ware Bliz, nicht zur Entladung em lichte der Wetterwolken noͤtig: sie koͤnnen eben so volkommen im futze Zeit Stillen auf gemaͤlige Weise durch Wetterleuchten, Regen verging u. s. f. entladen werden(Erf. 33. 162. 183. sich dazu⸗ ö leklrischen ö§. 171. ö wefel un Die Groͤsse des hervorgebrachten Funken oder Feuer⸗ an auc klumpens, wie auch der Abstand in welchen die Elektrizitͤͤt ine Wilt durchdringet, verhaͤlt sich bey einerley Widerstande(3. B. die Obet⸗ bey einerley Beschaffenheit der Luft) eines Teils wie die ein Mhnlz Kraft der Ladung, andern Teils aber wird beides durch die U. Uebe⸗ verschidene Beschaffenheit und Figur des entgegenstehenden en dunka, Koͤrpers bestimmt. Bekantlich samlen sich die starken pras⸗ Iisandenen selnden Funken nur wenn man dem elektrisirten Koͤrper einen Hben, uud flachen oder zugerundeten Koͤrper gegenuͤber stellt, und wenn hH ewos jener ebenfals da wo die Funken ausfaren flach oder zuge⸗ rundet ist. So ist auch oben(H. 19.) erwaͤhut, daß ein staͤrkerer Ausbruch des Blitzes auf diejenigen Stellen geschihet, wo er keine schmale Hervorragung antrift. Bey dergleichen Alringn, Rn geballeten Funken bricht die Elektrizitaͤt in nicht gar groosser Ind Weite durch. Wenn aber zugespizte Metalle einem elektri⸗ sirten Koͤrper gegenuͤber gehalten werden, so wird inen die 5· Elektrizitaͤt in viel groͤsserer Entfernung mitgeteilt als D 3 einem ——22— 7 572 K. XVIII. Funken, Bliz, Wetterlichter, einem stumpfen Metalle, und wiederum, wenn sich an einem elektrisirten Koͤrper Spitzen befinden, so zerstreuen selbige auch dessen Elektrizitaͤt in weit groͤsserer Entfernung als wenn derselbe allenthalben abgerundet oder eben ist: und wenn auch kein vester Koͤrper gegenuͤber stehet, so wird die Elektrizitaͤt durch die Spitzen in der Luft oder in denen darin enthaltenen Duͤnsten verteilet. Beides geschihet one groosse Gewalt, und in beiden Faͤllen zeigen sich an den Spitzen nur schwirrende Feuerbuͤschel oder Lichtscheine, welche jedoch bey denen die in positiver Elektrizität, oder die der nega⸗ tiven gegenuͤber stehen, merklich staͤrker und sind als bey den gezenseitigen. ö 8 1 172 Im Groossen zeigen sich bey der aufgefangenen Luft⸗ Elektrizität, besonders an den Enden von Metallen, eben dergleichen Feuerbuͤschel, die man Wetterlichter oder St. Elmesfeuer nennet(4e), und dabey diejenigen welche nahe find auch das Sausen, Schwirren oder Knistern merklich vernemen(443). Was uͤbeihaupt(§. 152.) von dem Auf⸗ fangen der Wetter⸗Elektrizitaͤt an ausgesezten Metallen ge⸗ sagt worden, das muß ich auch von den Wetterlichtern er⸗ innern: naͤmlich, sie werden, seltene Faͤlle vielleicht aus⸗ genommen, nicht von der Elektrizitaͤt der Wolke selbst, son⸗ dern von der in der Luft zerstreueten veruhrsachet. Erschei⸗ nungen aus welchen dises zu schliessen, sind schon oben (not. 62.0 angefuͤhrt; man kan noch hinzufuͤgen, daß sie 1 eben (4rz) Oben§. 44.— In Ostfinmarken und beym Nordeay wird die Benennung Wetterlicht der Erscheinung gegeben welche wir Nordlicht nennen.(Barhow vom Nordlicht§. 3. P. 3. (413) Dessen schon Plinius, Hisk. nat. L. II. c. 37. gedacht hat. 0 1 chinung Rhamt du sve Wud/ N schdeh li 0/ sde W lnsthe HETLLL her dol He scm M auß den Dheauf IN unt w M m NMiis und hement, 6uch d KDa DeScufs Gewitter sus iten 6 e I ‚ lihir Wetterleuchten, Platzung. d. 172. Erf. 160.161. 573 schanein eben aus diser Uhrsache sich vornehmlich bey starkem Winde in sehen lassen als welcher teils die Elektrizitaͤt in der Luft ang h mehr verbreitet, teils immer neue Luft hinzufuͤret, da jedem 6 st Teile Luft die seinige gar bald geraubet wird und damit die 0 wird dy Erscheinung aufhoͤren wuͤrde, wie solches geschihet wenn man henen harn die herzustroͤmendeLuft aufhaͤlt(Erf. 34). Wenn daher dise in aue guust der Luft verteilte Elektrizität stark ist, z. B. bey einem durch Spißen nnr Wind, Wetterleuchten u. s. f. zerteilten Gewitter, so zeiget sche jedoh sich dergleichen Licht nicht allein an den Spitzen von Metal⸗ ber nega⸗ len, sondern auch an den Enden von allerley andern, beson⸗ anoer sa ders tirischen und vom Regen benezten Koͤrpern, vornehm⸗ lich wenn entweder dise sich geschwinde bewegen(Erf. 35.) oder eine vom Winde bewegte Luft vorbey streichet— Soj hat Herr Bouguer, wie er dem Herrn le Roy berichtet, ver⸗ nen Lust schidene Male, als er sich in Peru aufhielte, Feuerstralen len, chen aus den Bergen faren gesehen wenn gewisse Wolken vom oder Ct. Winde auf sie zu getriben wurden(4469). uche nch 160. Erf. werksch„Im Jahr 1700 den ꝛten Jenner, des Abends um 7 Uhr, den Muß unter waͤrendem starken Winde und Schneien, hat Pet. iallen gy Meili mit seinem Gefaͤhrten, als sie vom Bernardiner Berge ichtern e⸗ Reis und Korn fuͤhrten, ein Licht wahrgenommen, daß sie licht aub⸗ vermeint, ire Kleider und Ochsen brenneten; aber, wenn Is„ some sie nach der Flamme gegriffen, nichts erapfunden(64¹5½. Ershb ö 161. Erf. e be„Der junge Herr Jallabert ward nebst Herrn Prof. II de Saussure auf dem Gipfel eines der hohen Alpen von einem n Gewitter uͤberfallen, dabey, wenn sie den Arm ausstrekten, 6 lich aus iren Fingern von selbst Funken ausfuren. Besonders lche D 4 aber 35 3)(4ra) Mem. de PAci des Sc. 1755. p. 281. Hist. p. 25.• (ars) Scheuchzer Schweiz. Nat. Gesch. II. T. p. 82.(Sulzers Ausg. J. T. p. 2929. E T dril. W PFFFFFEFE—— RDIDDDDDiDDDDDiDi˖iiiiiii‚ii‚i‚i‚i‚ii‚i‚i‚iiiiiiie E...— ————. DIee 574 K. XVIII. Funken, Bliz Wetterlichter, aber furen haͤufige und starke Funken aus dem metallenen Hutknopfe des Herrn Jallabert. Sie empfanden auch das⸗ selbe Gefuͤhl als wenn elektrische Funken aus dem Koͤrper gezogen werden. Die Erscheinung daurete so lange als das Gewitter, welches in einer Virtelstunde voruͤber war(16). 861 62. Erf. Am ersten Maͤrz 1774. des Abends ohngefaͤhr um halb 7 Uhr(sagt Herr Nicholson, Lehrer der Mathematik zu Walefield) als ich von dem benachbarten Dorfe Crofton zuruͤk kam, sahe ich in Nordwesten ein Gewitter aufsteigen. Der Wind, welcher den ganzen Tag stark gewehet hatte, blies aus derselben Gegend her: Nachmittags waren schon einige starke Hagelschauer gewesen, und nun ward es vor dem Gewitter so dunkel daß ich kaum meinen Weg finden konte. Als ich ohgefaͤhr noch 300 Hards von dem Wegezol zu Agbridge, wohin ich eilete, entfernt war, brach das Gewitterschauer aus. Ich beobachtete dabey mit Vergnuͤ⸗ gen, daß auf jedem Ore meines Reitpferdes sich ein huͤpfen⸗ des Licht sehen ließ, und verschidene andere, noch viel hellere, am Ende meines Stockes, welcher mit einem meßingenen, durch den Gebrauch hoͤckrigt gewordenen, Ringe versehen war. Dise Erscheinungen dauerten bis ich das Zolhaus erreichte, wo ich einkehrte um Schuz zu suchen. Gleich darauf langten 5 oder 6 Viehaͤndler auf demselben Wege an, welche alle mit Erstaunen eben dergleichen Erscheinung ge— sehen hatten. Einer derselben foderte ein Licht, um den Kopf seines Pferdes zu welcher, wie er sagte, ganz in Feuer gestanden und also seiner Meinung nach versengt seyn muͤste. Das Gewitterschauer hoͤrte ohngefaͤhr in 20 Minuten auf: die Wolken gingen aus einander und es ward in Norden sehr klar, ausser, daß sich in einer Hoͤhe ü ö von (Ee) Hist. de IAc. des Sc. 1767. p. 33. Rallat fn Rubnds⸗ Iu 0 iheh, n5 Zualschisf IIn Hoil hrt. Sceilhn ültt, d wilcer 1 vschun 0 shn Mhe wenn hudt, siuen M lz uurdn Eckhistit tlen Ihih Wit Hungen: uhnne in Gtoo nnliche wenn ihr use 60 1 hen Wetterleuchten, Platzung.. 172. 73. Erf. 162. 575 15 von etwa 10 Graͤden eine dunkele Wolke zeigte, welche 0 I breite und schoͤne Lichtstralen, gleich dem Nordlichte⸗ ge⸗ n* gen eine andere ihr vorbey gehende Wolke aus zuschiessen aaren schien, und von Zeit zu Zeit schinen Funken, gleich dem ⁰ Sternschiessen, auf sie zu fallen. Dise Erscheinungen dau⸗ ö erten bis ich nach Wakefield kam: aber es ward kein Donner iem 10 gehoͤret. Um 9 Uhr schoß eine groosse Feuerkugel unter dem Hematik Scheitelpunkte nach Suͤdosten hin. Man hat mir auch be⸗ Efn richtet, daß auf dem Wetterhane des Turms zu Wakefield, aufftiger welcher ohngefaͤhr 240 Fuß hoch ist, die ganze Zeit des Ge⸗ set lalt, witterschauers uͤber ein Licht wahrgenommen sey„(). n schon So schreibt mir Herr W. Henly, daß der Herr Edw. eo vot Nairne wenn er einen seiner groͤsten Zuleiter zum Elektrisiren faden gebraucht, oftmahls im Dunkeln stetige Lichtscheine auf VDegezoͤl seinen Augenbraunen, seiner Peruke u. s. s. bemerkt habe. brach dus Es ward naͤmlich auch mittelst diser starken Zuruͤstung so viel Vergni⸗ Elektrizitaͤt in der Luft verbreitet, daß die Auffangung der⸗ hipfer selben an den Hervorragungen ableitender Koͤrper einen il hellen, Schein erregen konte. edingener, e husehn H. 173. E Aber auch von den ausspritzenden, oder von Hervorra⸗ „Olich gungen eines elektrisirten Koͤrpers ausschiessenden Lichtstra⸗ Dahe au, len koͤnnen wir bey der Gewitter⸗Elektrizitaͤt eine Erscheinung saung ge im Groossen zeigen: ich meine das Wetterleuchten. Wenn Thengahf naͤmlich eine Wetterwolke mit Elektrizitaͤt uͤberladen ist, oder gle, gu wenn ihr eine andere in der Ferne vurbeystreichet(Erf. 162), oegfaht so kan sie dergleichen Lichtstralen aus iren Enden ausschies⸗ ffüe it D 5 sen, uuds(41) phil. Trans. Vol. LXIV. p. 351I. Ich uͤbersetze das Englische r He unbestimmte Wort Korm hier aus dem Zusammenhange n durch Sewitterschauer: man sihet, daß es sich zerteilet habe. ....—.—.————————.— —3————9———————22 —.— 22353 576 K. WIII. Funken, Bliz, Wettetlichter, sen, die, da sie one durchbrechende Gewalt nur zerstreuet in die Luft faren, nicht wie die zilenden geballeten Feuer⸗ kugeln einen Knal von sich geben. Wenn eine Weiterwolke sich unter unserm Gesichtskreise befindet, so kan man freilich dise Erscheinung nicht von den waren Blitzen, deren Knal der Entfernung wegen nicht gehoͤret wird, unterscheiden (net. I.): wenn man aber noch die Unterflaͤche einer nahen herankommenden oder wegzihenden Wetterwolke zur Abend⸗ zeit, und zumahl von der Seite betrachten kan, so zeiget sich der Unterschied, da dise ausgebreiteten Lichtscheine bald hie bald da fast one Zwischenzeit an der Wolke erscheinen (Erf. 4). Die Ueberhaͤufung der Elektrizitat an der Wolke, dadurch die weitere Ausdenung ires Wuͤrkungskreises und ein solches Ausschiessen des Wetterleuchtens erreget werden moͤgte, kan, ausser der fortwaͤrenden Uhrsache einer Ladung, zuweilen bloos aus der Zusammenzihung der Wolke, oder einer solchen Veraͤnderung irer Gestalt dadurch die Oberflaͤche vermindert wird, herruͤren. Bey unsern elektrischen Versu⸗ chen wird jene durch das anhaltende Elektrisiren bewuͤrkt, dise aber kan durch folgende Beobachtung erlaͤutert werden. 163. Erf. „Herr Ronayne elektrisirte ein langes Stuͤk weissen Fla⸗ nel, oder ein seidenes Band, indem er es mit seinen Fingern rieb: darauf zog er mit der Hand wieder so vile Funken daraus als er erhalten konte. Wenn nun keine mehr auf dise Weise zu erwecken waren, so wund oder rung er das elektrisirte Stuͤk ploͤzlich zusammen, dadurch dan die Elek⸗ trizitaͤt sich wieder so stark aͤnsserte, daß nicht allein Funken gegen die Hand ausfuren, sondern auch freiwillige Licht⸗ stralen in die Luft ausschossen, welche im Dunkeln ein sehr schoͤnes Ansehen gaben„(413). Die (ars) CAvAιο: P. III. c. 12. exp. 7. p. 313. Phil. Trans. Vol. LXII. p. I4I. not. Mall Dd un Wuhel shihht ahtknden Cci de HWotntg Wulit, d uut enen shhiit fillatu ium oni (0 V 6 ihte Wetterleuchten, Platzun g. d. 173. Erf. 163. 577 dain Die Feuerbuͤschel von den Ecken elektrisirter Koͤrper pfle— gen zwar in bestaͤndigem Strome auszufaren; dahingegen Emut das Wetterleuchten schußweise geschihet: allein diser Unter⸗ ron freüt schied kan teils von den oben erwaͤhnten bald mehr bald minder un Rnu wuͤrkenden Uhrsachen, teils von der verschidenen Gestalt oder nascedn Schaͤrfe der Spitzen an unserer Zuruͤstung und der stumpfen iner nahe Hervorragungen an der Wolke herruͤren. So bemerkt Herr jur dbent Nollet, daß, wenn er eine groosse, runde, uͤberal ebene, und 0 vegt mit einem ziemlich stumpfen Ende zulaufende Stange stark ine hab elektrisirt habe, er davon, stat der bestaͤndigen Feuerbuͤschel, Ischemnen staͤrkere und dichtere Flammen von Zeit zu Zeit und mit meh⸗ Aolh, rerem Geraͤusche in die Luft ausbrechen gesehen habe(47. s und ö** werden ö 9. 174• Whun,(41ο) Mem. de PAc. des 86 1764. p. 412— Er irret sich aber, , I wenn er, stat des Wetterleuchtens, die wuͤrklichen Blitze beräch disen Feuerbuͤscheln aͤhnlich haͤlt, da die zilenden Blitze viel⸗ Veru⸗ mehr mit den geballeten Funken, welche auf einen vesten bewurkt, Koͤrper zufaren zu vergleichen sind— Herr Guden(Sicher⸗ werden. heeiit wider die Donnerstralen§. 15.163) vergleicht mit Recht das St. Elmessener mit dem Wetterleuchten. Von seiner jsiin dl Erklaͤrung des Unterschides aber, daß die Blitze aus der Fipern Wolke selbst, und das Wetterleuchten nur aus der Atmosphaͤre min der Wolke entstehe/ Oas⸗ 15.) muß ich⸗ meinen Vegriffen nehr auf nach, abgehen; denn die in dem Umkreise der Luft um die Wolke verbreitete Elektrizitaͤt, es sey nun aus der naͤchsten tn gleichnamigen oder aus einer andern gegenseitig elektrisirten d ch Schichte, wird aus derselben unmerklicher Weise(wiwohl ff oft mit Lichtscheine an dem auffangenden Koͤrper) aufgefan⸗ lht gen, und kan also das St. Elmesfeuer veruhrsachen: das s scht Wetterleuchten hingegen machen offenbare Lichtstralen aus, Die die von der Wolke ausfaren, und sich, one auf einen andern AU. sichtbaren Koͤrper zu treffen, verliren. ..S-˖-:'ivvbvbwbbbbͥàoddiiSSSSSeee22. 578 K. WWIII. Funken, Bliz, Wetterlichter §. 174. ö Man weis, daß durch dergleichen Ausstroͤmen aus einem elektrisirten Koͤrper die Elektrizitaͤt desselben algemach zer⸗ streuet und der umligenden Luft mitgeteilt wird(§. 151). Daher kan sich die Elektrizitaͤt einer Wolke welche Wetter⸗ leuchten ausschiesset weit umher in der Luft verbreiten— Eben dises Wetterleuchten, ob es gleich nicht mit geballetem Blitze entstehet und mit Knalle begleitet wird, muß also auch, so wohl als die ausgesprizten Stralen von jedem elektrisirten Koͤrper, nothwendig die ganze Elektrizitaͤt der Wolke vermindern, obgleich diselbe noch genug uͤbrig haben kan, um auch ware Blitze auszuschiessen, und auch, wenn nur ire Oberflaͤche zusammengezogen wird, eben so weit zu schiessen, besonders wenn immer neue Elektri⸗ zitaͤt in ihr gesamlet wird, wie sie ja eben so wohl nach ver⸗ schidenen Wetterschlaͤgen und nach meilenweitem Zuge des Gewitters oft noch mehrern Vorrath hat, und auch zuwei⸗ len auf diselbe Stelle zwey Mahl kurz nach einander Blitze schiessen kan— Auf der andern Seite koͤnnen auch die Wet⸗ terlichter an den Spitzen der Metalle, wenn sie gleich selten uUnmittelbar die Elektrizitaͤt der Wolke abzihen, doch zu de⸗ ren Verminderung etwas beitragen, indem sie der naͤchsten Schichte der Luft die Elektrizitaͤt rauben, welche sodan mit wenigerem Widerstande immer mehr aus der Wolke empfaͤn⸗ get. Indessen ist aus obigen Bemerkungen zu folgern, daß die Wetterlichter meistens nicht sowohl als eine Uhrsache der verminderten Ladung der Wolke, sondern vielmehr nur als eine Folge, und mithin als ein Merkzeichen, der durch Wet⸗ terleuchten, Wind, Regen, Schne, u. s. w. in der Luft zerstreuten Gewitterkraft anzusehen scheinen. §9. 175. Wit 00 0 n Ma n ꝑn legete 0 R I Mite al duch hab VW I gam Ilng Wb. G uñ Hed cchigen, r Eehei oshinen Aund; uda, llrisch schine dafand ar vod uhtabe Rum, r Rettu gewicht i shwir aun runf. hungef astha j sther Wetterleuchten, Platzung.. 174. 175. 379 §. 175. ubtun Was oben(§. 166.) von den Funken und vom Blitze nach ze gesagt worden, das gilt auch in seiner Maasse von dem izn, Wetterleuchten an den Wolken und von den Wetterlich⸗ De, tern an Koͤrpern auf der Erde. Der Unterschied ist nur, huinn— daß leztere durch eine zerstreuete Wuͤrkung, jene aber durch gebulan eine gesamlete Kraft entstehen. Das Wetterleuchten und muß als/ die Wetterlichter entstehen also eben wie jene nicht anders on jedem als durch die Bewegung der Elektrizitaͤt in einem widerste⸗ llizitt henden Mittel, da sie naͤmlich bey dem Wetterleuchten von ng der Wolke der Luft mitgeteilt wird, und bey den Wetterlich⸗ hauch, tern aus der Luft zu denen auf der Erde befindlichen Koͤr⸗ eben pern uͤbergeht durch welche sie ferner zur Erde abgeleitet Celkii wird. Es ist also die Muthmaassung einiger Gelehrten, ach vet⸗ daß die Wetterlichter ein Hinderniß in der weitern Ableitung uge des anzeigen, und sich nach Maasse desselben und der Anhaͤufung zuwei⸗ der Elektrizitaͤt vermehren oder vermindern, hingegen nicht Blitze erscheinen wuͤrden wenn eben so viel Elektrizitaͤt durchhin⸗ Ne Wet⸗ ginge als zugefuͤhrt wuͤrde, gerade den elektrischenErfarungen ich selte zuwider, und nur auf dem irrigen Satze gebauet, als ob die zu des elektrische Materie an sich feurig oder leuchtend und die dabey nachfen erscheinende Flamme ein fortdaurendes Wesen sey. Der Wi⸗ n mit derstand welcher dabey wuͤrket ist nur derjenige welcher sich mpfaͤn⸗ dort wo die Flamme entstehet d. i. beim Durchbruche befindet, lu, daß nicht aber ein Widerstand der Ableitung, oder im fernern Wege: ache der denn, je mehr die Elektrizitaͤt an dem Koͤrper welchem sie mit⸗ ur 4l geteilt wird sich anhaͤuft, und folglich, je naͤher das Gleich⸗ chM gewicht mit dem Koͤrper welcher sie mitteilet entstehet, oder lt je schwaͤcher die Bewegung des Zuflusses ist, desto weniger von Funken oder Leuchten erscheinet. Man bedine sich einer Ladungsflasche die oben mit einem ausstehenden spitzen Drate versehen ist welcher die Elektrizitaͤt auffaͤngt: das Leuchten .17/5• ‚ 7 Wird 6—;::.e———ͤ‚ 580 K. XVIII. Funken, Bliz, Wetterlichter, wird abnemen so wie sich die Elektrizitaͤt in der Flasche an⸗ Wüste haͤuft, und endlich wenn die Flasche vol geladen ist ganz ol auf hoͤren— Ein anders ist das Leuchten welches nachmahls uala wiederum entstehet wenn die Elektrizitaͤt aus der Flasche zu⸗ Runh ruͤl trit und der Luft mitgeteilt wird, folglich eine neue Be⸗ h lin wegung erhaͤlt: man kan es deutlich an dem verschidenen Runbe Lichte unterscheiden, da in jenem Falle, wenn die Flasche un geug durch den Drath positiv geladen ward, nur ein kleiner Stern ineun N an dessen Spitze, beym Ausfaren der Elektrizitaͤt aber ein Mrsie Feuerbuͤschel erscheinet. Je groͤsser also der Unterschied der hud in Elektrizitaͤt uuter dem mitteilenden und auffangenden Koͤrper inein ö ist, oder am meisten, wenn sich lezterer in gegenseitiger shnal Elektrizitaͤt befindet und bestaͤndige Ableitung hat; desto feun staͤrker muß das Leuchten seyn. Man stecke einen metallenen Iungn zugespizten Drath mit dem andern Ende auf eine Stange Rae Sigellak und halte ihn einem elektrisirten Koͤrper gegenuͤber: ritrdh er wird alsobald so viel Elektrizitaͤt auffangen als das ver⸗ Rulahten haͤltnismaͤßige Gleichgewicht mit dem mitteilenden Koͤrper Iu alsth zulaͤßt, und nicht mehr leuchten. Man halte aber den Fin⸗ Iun. ger, oder einen andern ableitenden Koͤrper daran, so wird usan u er leuchten so lange die Elektrizitaͤt mitgeteilt wird; oder, Ihr man lasse das andere Ende des Drates auch hervorstehen eh roct und zugespizt seyn, so wird er an beiden Enden leuchten, vucher weil die Elektrizitaͤt an jenem zu, und an disem abfliesset— Rsunder, Es sind zwar die bisher beschribenen Wetterlichter, so viel in Dute ich weiß, immer nur bey unvollkommenen Ableitungen beob⸗ hit nele achtet worden: denn, von den Spiessen der Alten an, oder Vrihn den Mastbaͤumen, bis auf die Helmstangen an unsern Tuͤr⸗ 0 habei men u. s. w. war nirgends ein durchaus zusammenhaͤngen⸗ mufüre des Metal bis zur Erde oder bis zur Oberflaͤche des Wassers iht gf dabey befindlich. Allein, auch dergleichen unvolkommene Leiter, Holz, Steine u. s. w. sind zureichend genug die aus 0 der 6 Wetterleuchten, Platzung.§. 175. 381 Duen der Luft gemaͤlig aufgefangene Elektrizita wegzufuͤren, wie 51 G unsere Versuche zeigen wenm wir diselbe an Metallen anhaͤu⸗ hashenv fen wollen/ als weiches sich nicht erhalten laͤßt wenn das ii 35 Metal nicht durch staͤrker widerstehende Köͤrper pegrenzt ist. 110 Noch leichter wird die Ableitung wenn jene Koͤrper vom 46001 Regen benezt sind, wie meistens der Fal bey den Werterlich⸗ u Hash tern gewesen. Daher leuchteten auch die zugespizten eiser⸗ ner Stem nen Stangen des Herrn Macfait, sie mogten in glaͤsernen cbe in Roren stecken oder nicht, weil der Regen daran bis zu seiner scid be Hand herunter lief: er konte aber auch keine Funken aus ngliner den Stangen mit dem Finger zihen, weil nichts angehaͤuft nscluget sondern alles abgeleitet ward(). Es kan also kein Zwei⸗ desto fel Stat finden, daß nicht auch an der Spitze volkommener hulenen Ableitungen Weiterlichter erscheinen solten; derselben find Suunge aber bisher wohl nur zu wenige gewesen, daß man daher enüͤber: nicht leicht Gelegenheit gehabt hat Feuerbuͤschel daran zu das betz beobachten, da solche uͤberdem nur unter gewissen Umstaͤn⸗ Körpet den entstehen und nur im Dunkeln wahrgenommen werden den Fin⸗ koͤnnen. Indessen hat doch der Herr Doct. Giseke alhier an so wid unserm mit einer Ableitung versehenen Jacobi Turm im ud:ode, Jahr 1773 den 16ten Aug. nach einem der heissesten Tage, tolstehn bey trockener heiterer Luft, dabey doch im Westen, nach Hachten, welcher Gegend hin ihm der Turm lag, Gewitterwolken sliss— standen, Abends um halb 9 Uhr uͤber eine Virtelstunde lang ein Wetterlicht beobachtet. Und, wolte man ja sagen, daß II hier vielleicht die Kupferstrimen der Ableitung durch einiges beb⸗ 0 or Versehen der Arbeiter nicht wohl zusammenhaͤngen moͤgten; Hern du⸗ so habe ich auch die Erfarung am Bremer Anscharius⸗Turm Mhine anzufuͤren, dessen Ableitung doch bey einem Wetterstrale be⸗ IMsti waͤhrt gefunden worden(Erf. 154.). Auch schreibt mir Herr mmene W. Henly M(420) Edinb. Phys.& litt. Ess. Vol. I. p. 189. det 582 K. XVIII. Funken, Bliz, Wetterlichter, W. Henly aus London(41), daß man an einigen volstaͤndi⸗ gen Bliz⸗Ableitungen, z. B. an den Pulvermuͤlen zu Walt⸗ ham in Essex, bey einem Gewitter in welchem nicht weit davon ein Pferd vom Blitze erschlagen worden, Wetterlichter wahrgenommen habe. §. 176. In soferne also die Wetterlichter, wenn sie vorzuͤglich an ein oder anderer Stelle erscheinen, teils eine bequemere Leitung, teils auch eine mehr ausgesezte Hervorragung an⸗ zeigen, wuͤrden auch dise Stellen dem Auffallen des Blitzes mehr als andere ausgesezt seyn(§. 15. 30. 113.), und wenn also daselbst nur eine unvolkommene Leitung vorhanden, so sind die Stellen, wo selbige unterbrochen ist, der Gesahr unterworfen(Erf. 50.). Aber, an sich, und wenn nicht zu⸗ gleich eine Wetterwolke nahe voruͤberzihet, welches eben so⸗ wohl bey nicht erscheinenden als bey erscheinenden Wetter⸗ lichtern geschehen kan, zeigen sie keine Gefahr eines nunmehr zu befuͤrchtenden Wetterschlages an. Denn, wie gesagt, die aufgefangene Elektrizitaͤt scheint dabey vielmehr von der in der Luft allenthalben zerstreueten, als aus einer Wetter⸗ wolke selbst her zu fliessen, daher sie auch mit Recht als ein wahrscheinliches Zeichen eines schon zerteilten Gewitters an⸗ gesehen werden(F. 44. Erf. 162.). Hizu komt noch, daß eben die gemaͤlige Mitteilung der Elektrizitaͤt, welche durch den Feuerbuͤschel oder das Wetterlicht angezeigt wird, wenn selbige auch unmittelbar von der Wolke kaͤme, den ploͤzlichen Ausbruch, oder die Entstehung eines eigentlichen Weiter⸗ schlages noch oft verhindern koͤnte(1 b.). H. 177. 1 (²+) Den 24 Iul. 1776. (ard) Wie unten 9.212 mit mehrern gezeigt werden sol. W Npagt utbhed Ium d Faubinge ,Wl r K. InMchen Msa dun NALd Haha 6„Hieh un w Rsnm vndg ice O n Eiteen Wash M dar nr pethen un anauche Afge hWend RHahant lischte — Werterleuchten, Platzung.. 176.177. Erf. 164. 583 boltäph, i Dil ö 3 iht vj Die Platzung—.7 welche sich bey dem Widerstande der Lunihn durchbrechenden Elektrizität aͤusert, ist von der bloossen Aus⸗ denung der Luft durch die Erhitzung, welche der Funken hervorbringet, wohl zu unterscheiden: sie zeiget sich viel hef⸗ 35 tiger, ploͤzlich, und mit augenbliklicher Dauer. n 164. Erf. a Herr Kinnersley bediente sich eines glaͤseren Gevaͤsses, in welchem die Luft, wern sie sich ausdeente, auf gefaͤrbtes Hme Wasser drucken und selbiges in 35 darin gesenkten Roͤre Uih steigen machen mußte. In dises Gevaͤs war durch den Deckel Hesck ein Metaldrath und ein anderer durch den Boden gestekt, üüb⸗ so/ daß ire Enden welche mit Knoͤpfen versehen waren auf miin einander trafen und mehr oder weniger von einander ent— fernt werden konten. Wenn dises Geruͤste auf einem nicht⸗ Deren leitenden Gestelle gesezt und durch Verbindung mit dem er⸗ ammmi sten Leiter einer Elektrisirmaschine stark elektrifirt ward; so ie gesag, zeigte sich nicht die geringste Ausdenung der Luft— Wenn von der der eine Metaldrath mittelst einer Kette mit der positiven, u Watin⸗ der andere mit der negativen Seite einer Ladung verbunden uls en worden und die Knoͤpfe der Draͤte sich beruͤhrten; so konte viterran man auch einen starken Schlag daburch entladen one daß die „ufchn Luft ausgedeent ward— Wenn aber die Kuoͤpfe etwa 2 Zoll luth den von einander standen, so veruhrsachte der elektrische Schlag, o, wen welcher mit einem Sprunge von dem einen zum andern schies⸗ Ihhliche sen a Dalen(4½2½) Ich bedine mich dises Wortes, die in den Waͤhrnemungen beschribene Auseinanderwerfung anzudeuten: Exploston hat man uͤberhaupt die Abfeurung einer Ladung oder den dadurch veruhrsachten Schlag benennet. Herr D. Priestley bezeichnet die Platzung mit dem Ausdrucke: Seitenkrast der elektrischen Explosionen(P. VIII. sect. 140. fl III. Teil. E 584 K. XVIII. Funken, Bliz, Wetterlichter, sen mußte, erst ein ploͤzliches Auseinanderfaren der Luft, so, daß das Wasser in der Roͤre merklich in die Hoͤhe getriben ward: dises sezte sich aber alsbald wieder um etwas, und alsdan blieb noch die Ausdenung uͤbrig welche durch die Hitze des Funken veruhrsachet worden und langsam wieder bis zum vorigen Standpunkte abnahm„(3). Durch eben dise ploͤzliche Gewalt unterscheidet sich auch die Platzung leicht von dem bloossen Zuruͤkstoossen der mit gleicher Elektrizitaͤt begabten Koͤrper, welches one Funken oder Ueber⸗ gang der Elektrizitaͤt fortdauret— Ferner erhellet aus dem erwaͤhnten Versuche, daß der bey dem elektrischen Schlage auf die umher befindlichen Koͤrper geaͤusserte ploͤzliche Druk durch Auseinanderwerfung, und nicht durch die gemaͤlige Zuruͤktre⸗ tung der Luft in die Stelle der zuvor ausgedeenten entstehe: die gewaltsame Bewegung geschihet abwaͤrts von dem erreeg⸗ ten Funken, und nicht nach demselben hin— Dise Richtung oder Bewegung der elektrischen Platzung ist auch von der Richtung des elektrischen Strohms oder Durchbruches selbst wohl zu unterscheiden: denn, bey jener gehet, eben wie bey jeder andern Platzung, der Trieb nach allen Seiten hin, und aͤussert sich also am meisten nach derjenigen Seite wo der geringste Widerstand vester Koͤrper ist. Herr Doct. Franklin bemerkte schon sehr wohl bey dem Durchschlagen einer Pappe mittelst des elektrischen Funken, daß der Wulst, wenn er zu beiden Seiten Freiheit haͤtte, sich nach beiden Seiten aufwerfe; wenn aber die Pappe dicht auf einem ve⸗ sten Koͤrper auf laͤge, sich nur an der freien Seite zeige. Eben dises bestaͤtigt Herr Doct. Priestley noch ferner in sei⸗ nen (4½3) Phil. Trans. Vol. LIII. p. 89. Priestley P. I. per. 10. secl. 2. p. 138. vergl. p. 133. und per. 9. sect. 3. Pp. I19. V Ri die! W angem Iun Böer sule di U uuche i Wathet l un bel N. dgen Dushiit M uc ene Sapf If ueht yel Re t M enndet ngd un wl hsen Del Nfg Isast 00 rihtz Wetterleuchten, Platzung. 5. 177. 585 1 nen uͤber die tlektrische Platzung angesiellten Versuchen(4⁴½). 100 ¹ Wenn nun der elektrische Schlag in seinem Wege mehrere ü is Spruͤnge macht, d. i. wenn er an verschidenen Orten durch n einen Widerstand dringet; so sind auch eben so viel Mittel⸗ mch punkte der Platzung.— Eine solche Wuͤrkung zeigt sich also ö auch in hoͤherem Grade bey dem Blitze(S. Kap. VIII.), shaht welche nicht mit der Ausdenung durch die Hitze, und noch Mnigliht weniger mit dem Zuruͤkdraͤngen der Luft in den Platz der ide zuvor verduͤnneten zu verwechseln ist— Ueberhaupt solten Aa die eigentlichen Wuͤrkungen der Platzung sowohl von der Sa Durchfahrt der elektrischen Erschuͤtterung selbst und deren D Mitteilung in der Nachbarschaft(H. 162.), als von der da⸗ Kzuilne: durch erreegten Flamme unterschiden werden. Z. B. der ulsthe: Schlag selbst durchboret die Kleider u. d. gl. in einem kleinen deneney Inbegriffe, die Flamme versenget, und dises um so viel MNRchu meehr je mehr sie auszubrechen verhindert wird, die mitge— uch von teilte Zitterung erschuͤttert one von der Stelle zu werfen: suches sih die Platzung aber, wenn sie in vesten widerstehenden Koͤr— u, den u pern oder in eingesperrter Luft geschihet, zerreisset oder zer⸗ Iln Ehn sprenget weit umher, und zwar diejenigen Koͤrper am mei⸗ unnen sten welche weniger nachgeben, oder die Luft weniger durch⸗ hh du, lassen(§. 89.). Ducshan ö ö WUl XIX. Kapittel. 30 Mn n Elektrische Leitung. le m 8. 178. I Die Umstaͤnde und Bedingungen der elektrischen Leitung, da selbige bey der Vorsicht gegen die Wetterschlaͤge von der aPb: aͤussersten Wichtigkeit ist, sind also besonders in Betrachtung E 2 au (4½%) P. VIII. sedt. 14. P. 469. 586 K. XIX. Elektrische Leitung. zu zihen— Leiter und Nichtleiter der Elektrizitaͤt sind frei⸗ lich verhaͤltnisweise zu verstehen, so, daß selbige stuffenweise mehr oder weniger frey durch einen oder andern Koͤrper faͤret und mitgeteilt wird: aber es zeigt sich doch bey den volkom⸗ menern Leitern ein merklicher Unterschied von den Nichtleitern oder widerstehenden Koͤrpern. Denn auch bey der beweegten oder durchfarenden Elektrizitaͤt, so weit sie in irem Wege von der einen Seite zu der andern eine ungehinderte Leitung findet, werden die Wuͤrkungen der Erschuͤtterung oder Ge⸗ walt, naͤmlich die Erhitzung, das Feuer, das Auseinander— treiben oder die Platzung und Zersprengung, nicht geaͤus⸗ sert(F. 166.); sondern sie werden nur da hervorgebracht wo die Elektrizitaͤt durch einen Widerstand durchbricht, und zei⸗ gen sich also nach Verhaͤltniß der Kraft und des Widerstandes. §. 179. Zu einer ungehinderten Leitung werden aber folgende Bedingungen erfodert. Erstlich, im Verhaͤltnisse der Kraft ein zureichender Inhalt und Oberflaͤche des leitenden Koͤr⸗ pers, und zwar um so viel groͤsser, je untauglicher derselbe ist(H. 192). Wenn ein vorzuͤglicher, d. i. metallener Leiter mit der gegenseitigen Ladung Gemeinschaft hat, so kan er von sehr geringem Umfange seyn und doch den Schlag one Zerstoͤrung so durchleiten daß die Entladung dadurch be⸗ wuͤrket wird, indem die Leichtigkeit der Durchfahrt ire Heftigkeit mindert. Ein gewisses Verhaͤltnis zu der Staͤrke des durchfarenden Strales wird indessen allemahl erfodert. Wenn ein Metaldrath gar zu duͤnne ist, so wird er von einem durchfarenden elektrischen Schlage, nach Maasse desselben, ausgedeent, erhitzet, gluͤend, blau oder schwarz angelauf⸗ fen, mehr oder weniger tief an der Oberflaͤche augeschmolzen, in unzaͤlige hole und zu Schlacken verbrante Kuͤgelchen zer⸗ schmolzen 0 ectt huthn de Eia asse Gn 6le wo D.g I l Wlsvu ufund se uigt gm imie nn 16 H5l 10 009 6 Irude fium y ham seez gxen w 6un Sungle Klckrisch hon inne Iugi x sücke Hoht vn nd weh Leitung 6 lch, vn 60 000 Elektrische Leitung.§. 178.179. Erf. 165. 587 — schmolzen die in urterliegendem Holz u. d. gl. eingebtante 0 Stellen lassen, und endlich ganz in Rauch zerstaͤubet(*9. u Es fligen dabey Funken nach allen Seiten umher, und die rulkan Stelle wo der Drath gelegen wird vom Dunste bezeichnet. ihleien Dises geschihet, wie leicht zu erachten, nicht one Widerstand: andenien jeflanger also bey gleich geringem Umfange eine Strecke Me⸗ 35 U tal ist durch welche der Schlag faren muß, desto mehrern Wi⸗ Hing derstand sezt sie auch der Entladung entgegen, und desto we⸗ dber 0 niger vermag ein Schlag von gleicher Staͤr ke sie zu zerstoͤren. mander⸗ Je inniger sie aber durch einen uͤberwigenden Schlag zer⸗ gaus⸗ stoͤhrt wird, desto staͤrker zeigt sich auch sowohl die Flamme ht vo als die platzende Wuͤrkung auf alle umher befindliche Koͤr⸗ zeis per(42⁵). ö andes. 165. Erf. «Herr P. Beccaria durchbohrte zwey an den Enden zugerundete meßingne Staͤnglein und stekte dadurch einen gende feinen e einer Linie dicken eisernen Drath, mittelst wel⸗ Kraft chem sie 3, 6, oder mehr Linien weit von einander entfernt en Hbt⸗ gehalten wurden. Alles umschmolz er mit Sigellak, so daß dersehhe es einen Zylinder ausmachte: und nun ließ er durch die er Kite Stänglein und den Eisendrath verschidene Schlaͤge einer fum er elektrischen Ladung durchsaren. Er sahe jedesmahl das Licht 0Yue von innen durch den Zylinder von Lak da wo der Schlag ch bes laͤngst dem Drath hinlief durchscheinen. Dises Licht ward hrt ie stäͤrker je oͤfter der Versuch mit einer neuen Ladung wieder⸗ Zuh hohlt ward,(da naͤmlich die Oberflaͤche des Drates mehr ssdet. und mehr verbrant, und also das uͤbrige desselben zur Durch⸗ XI leitung des Schlages weniger zureichend geworden. End⸗ stho, lich, wenn er nach 8 oder 5.„ Malen den— Wf⸗ 3 rach, 0(½⁵) ED. NAuNE= Phil. Trans. Vol. LXIVV. p. So. 8I. Cadroð, ze⸗ Phil. Trans. Vol. LIV. p. 208. ohen(4²) Priestley P. VIII. feck. Ia. p. 47. sect. 10. p. 446• —————..——22222.22222 ä:::⸗⸗ ff! 538 K. XIX. Elektrische Leitung. brach, fand er die Oberflaͤche des Eisendrates schwarz und rauh. Mit dem Nagel ließ sich ein schwarzes Pulver ab⸗ schaben, welches alle Zeichen von Eisenschlacken hatte. Auch wenn er durch einen solchen Drath one ihn einzuschliessen einen Schlag faren ließ, so fand er ihn blau angelauffen wenn die Ladung schwach war, oder ebenfals angeschwaͤrzt wenn sie etwas staͤrker jedoch nicht zureichend um ihn zu schmelzen war. Wenn man von den angeschwaͤrzten Draͤten den Ruß abkratzet, so findet man unter demselben das Metal besonders glaͤnzend„(41). Herr Doct. Franklin hatte schon den Versuch bekant ge⸗ macht, daß ein schmaler Streif von Goldblaͤtchen oder an⸗ derm duͤnnen Metalle, wenn man ihn zwischen zwoen Glas⸗ scheiben einklemmet und einen etwas starken elektrischen Schlag durchfaren laͤßt, so dadurch geschmolzen und zer⸗ platzet wird, daß sich das Metal unausloͤschlich in das Glas einbrennet und die Glasscheiben zersprengt werden(428). Herr P. Beccaria hat dise Versuche noch genauer beobachtet, und merket dabey folgendes an:„Wenn man die Metal⸗ streifen so zuschneidet, daß sie in der Mitte schmaͤler werden, so geschihet die Schmelzung am staͤrksten da wo der schmaͤlere Teil des Metalblätchens an die sich auf ein Mahl erweitern⸗ den Enden zu beiden Seiten angrenzet— Wenn man den Schlag durch ein langes und sehr schmales Metalblaͤtchen fuͤhrt; so wird, bey gleicher Ladung, weniger Schmelzung veruhrsachet. Es zeiget sich aber auch, daß die Entladung durch einen so engen Leiter nicht volkommen geschihet, son⸗ dern viles uͤbrig bleibt, und wenn man den Schlag von ei⸗ ner neuen Ladung hindurch schicken wil, da das Metal schon zum Teil zerstoͤret worden, alsdan noch weniger und nur ein (2˙⁷) Beccaria Tlettr. artif. 1772.§. 696. (426) Franklin Exp.& Obs. p. 67. u. 413. — 53 —— — S — — — 61 Nwande a de M 6Ude, V. ů Rüstnehe Rlurden, Isnis ghn i rchiinndi ympn sl ur shisch, 1 NI uunde noo yum ale Ss theit Her Maste an Ne Ien MWh ed geun Runm Ei vascher zur Iu der Or (0y ve Elektrische Leitung.§. 179. Erf. 165. 389 0 0 ein ganz geringer Teil der Ladung dadurch geleitet wird— iü Das zwischen den Glasplatten eingeschlossene Metalblat 665 wird durch den Schlag mehr oder weniger in Schlacken und wiuschiesn Glas verwaͤndelt, so, daß die verschidene Farbe des Flecken af noch die Art des Metalles anzeiget, z. E. Purpur vom uheschwürz Golde, u. s. f. und da die Oberflaͤche der Glasplatte zugleich um ihn x mit schmelzet, so wird das zerstoͤhrte Metal so innig damit len rilen verbunden, daß es weder abzukratzen noch mit Saͤuren auf⸗ e Me zulösen ist— Die Richtung des ausgesprengten Metaldun⸗ stes gehet in rechten Winkeln zur Seite von der Bahn des belant g durchfarenden Schlages ab, welches sich am besten wahr⸗ oer an nemen laͤßt wenn die Glasplatten nicht gar dicht auf einan⸗ en Glas⸗ der schliessen, da naͤmlich die ausschiessenden Stralen laͤn⸗ hrischen ger und deutlicher sind— Wenn die Glasscheiben vest an und zer⸗ einander gebunden sind, so werden sie zersprengt, auch wenn das Gas man alle Sorgfalt anwendet daß nicht die geringste Feuch⸗ n(4) tigkeit oder Fettigkeit dazwischen vorhanden sey, und wenn obachtt, die Metalstreifen in der Mitte schmaͤler geschnitten sind, so ie Metb gehen die Spalten im Glase von selbiger Stelle als von ei⸗ nem Mittelpunkte aus„(49). Er beobachtete auch mittelst r werden inlln eines genauen Zeiger⸗Instruments die Ausdenung eines Aettim duͤnnen Eisendrates, wenn ein Schlag dadurch geleitet ward uh Een welcher zum Schmelzen nicht stark genug war, und fand, Hlliche daß der Drath sich erst ploͤzlich verlaͤngerte, und auch augen⸗ Imhung E4 bliklich adug 4(42) Beccaria Elettr. artif. 1772.§. 693. 697-716. Der Fal, da hhet, sa⸗ nur leichte Risse in der Glasscheibe an der aͤussern Seite 0 waren, und nicht bis zur innern die das Metal beruͤhrte lscn durchgingen(§. 706), scheint mir eher blooß von der Plaz⸗ tur zung beym Funken, als von der Erhitzung herzuruͤren, denn, üu da das Glas dadurch in einen Bogen auswaͤrts getriben ward, so mußte die aͤussere Flaͤche, welche mehr ausgedeent ward, eher reissen. x t 3⁰0 K. XIX. Elektrische Litung. bliklich wieder um etwas zusammenzog, da dan nachmahls rchhih die langsamere Zusammenzihung folgte(36). Das Erste mulln scheinet mir also, eben wie der Erfolg bey der Luft(Erf. wuste 164.), nur eine Auseinandertreibung der Metalteile, welche Wamsth sich augenbliklich wieder herstellten, zu seyn, da die eigent⸗ rsim soo liche Erhitzung sich langsamer verliren mußte. bhrahm Iud e9 Nuie §. 180. ige Daß von der staͤrkern Gewalt des Blitzes ahnliche Wuͤr⸗ san zu kungen entstehen, ist um so viel weniger zu bewundern. n Schon die bloosse plözliche Ausdenung kan also eine Ablei⸗ f tung von nicht gar dicken Stangen aus irer Verbindung Msllust spreugen, und auch diser Umstand macht eine Leitung von faln Dale angenagelten Metalblechen vorzuͤglicher(. 134. p. 457. Ihl) Wir sehen ferner beym Blitze die Wuͤrkung der von zerstoͤhrten Hunbih duͤnnen Metalle umhergespruͤheten Funken(Erf. 72.), welche uödnuch auch aus den umher gefundenen zerschmolzenen Kuͤgelchen amhn Hi Erf. 19. 121.) deutlich erhellet. Es zeigt sich das blau Ilsen Anlanfen des Eisens, das Anschwaͤrzen und Zerstoͤren der Vergoldung, der Ruß am Metalle nebst denen unter dem selben befindlichen glaͤnzenden Stellen, wie auch die mehr Nse oder weniger tife Anschmelzung, und die an den Waͤnden Gbbenclit und andern angrenzenden Koͤrpern nachgelassenen Flecken, hugen nit! imgleichen das Absprengen umgebender Koͤrper wenn das uteher g Metal durch welches der Bliz faͤhrt von zu geringem Umfange ahs 00 ist, da hingegen der Ueberzug bey dickerm und herunterrei⸗ hist sche chenden Metalle unverlezt bleibt(g. 107).— Man moͤgte genoren hibey auf den Gedanken geraten, nach Vergleichung der fihrt hit zerstoͤhrten Metaldraͤte die Kraft des Blitzes gegen den kuͤnst⸗ Wuss un lichen elektrischen Schlag zu schaͤtzen. Ich habe oben(F. 110) erwaͤhnt, daß der staͤrkste vom Bliz durchschmolzene Eisen⸗ 600 pi drath, 00 c0 (9%) Das.§. 719. 720. 11* Elektrische Litung.§. 180. 18T 591 —0 drath, den ich gesehen, nur ohngefäͤhr einen Srohalm oder u(f 15 Zol dik war ind durch eine starke elektrische Ladung kan 5 man schon einen Eisendrath von„ Zol dick schmelzen(43). Allein ein solcher Drath muß nur sehr kurz, und die Ladung Metgent, muß um so viel staͤrker seyn je laͤnger er ist. Der vom Bliz zerschmolzene Drath hatte eine ansehnliche Laͤnge gehabt, und es waͤre werth, bey kuͤuftigen Beobachtungen so wohl ö dise Laͤnge genau anzuzeigen, als auch ob der Bliz noch in ihe Vun seiner ganzen Kraft, oder ob er schon in mehrere Strale wundem zerteilt gewesen. Ferner ist auch die zum Schmelzen erfo⸗ le Mliß derte Kraft bey gleicher Laͤnge des Drates nicht im einfachen sibang Verhaͤltnisse seines Inhaltes, sondern zu einem doppelt ng von starken Drate wird eine viel mehr als doppelt starke Ladung . N. erfodert(432). Hieraus erhellet also eines Teils die unge⸗ söͤhrten heure Gewalt eines Wetterstrahls; andern Teils aber auch, „welcht daß dennoch das Metal, wenn es nur eine ziemlich lange igelche von oben bis unten fortgesezte Strecke ausmacht, nicht gar 8 hlau dik zu seyn braucht um diser Gewalt zu widerstehen. Ren det iu b§. 18r. Ne Mhr Wasser muß schon von viel groͤsserm Inhalte seyn wenn Von es den elektrischen Strohm ungehindert durchleiten sol. In Flcken, engen mit Wasser gefuͤllten Gevaͤssen wird die Durchfahrt aun das entweder ganz gehemmet, oder es erregt der Durchbruch lmfange eben so wohl einen Funken als in freier Luft(33), und es Imerren zeigt sich eine Platzung, dabey das Wasser aus einander mgte geworfen wird, Tropfen Wasser durch welche der Funken H. faͤhrt heftig aus einander spruͤtzen, und glaͤserne Roͤren die last Wasser enthalten, auch wenn sie 8 bis 10 Linien im Durch⸗ 6⁰ E 5 messer bssn(31) prieftley P. VIII. sed. Z. p. 428. hrath,(43½ Cavallo P. I. c. 7. p- 63· (3½) Priestley P. I. Per. 10. seck. 2. p. I33. P. VIII. sect. 10. p. 445• 592 K. XIX. Elektrische Leitung. messer haben, mit solcher Gewalt zersprengt werden daß es die Kraft des Schiefpulvers zu uͤbertreffen scheint(43½. Auch in offenen Gevaͤssen mit Wasser aͤussert sich von diser Platzung ein merklicher Druk auf die umgebenden Koͤr⸗ per(455). Ja Herr Henly nahm ein Spizalas, fullte es beinahe mit Wasser, legte zween mit Kuoͤpfen versehene Metaldraͤte so hinein daß die Knoͤpfe im Wasser ein wenig von einander standen, verband darauf den einen Drath mit der aͤussern Belegung einer ziemlich groossen geladenenFlasche, und ließ auf den andern von der innern Seite der Flasche den Funken schlagen. Der Erfolg war, daß das Wasser nicht allein aus einander geworfen sondern auch das Glas dadurch mit groosser Gewalt in Stuͤcke zersprengt ward(3. Oiser gefaͤhrliche Versuch zeigt besonders, so wohl, wie ein schlechter Leiter das Wasser sey, als auch wie die Platzung nach allen Seiten hin ploͤzlich drucke: denn, wenn der Erfolg nur daher ruͤhrte, daß das Wasser auf einmahl in Dunst ver⸗ wandelt waͤre, so hatte derselbe doch bey dem oben weitern Glase Raum genug heraus zu faren.— Oehl, als ein noch schlechterer Leiter, wird mit noch heftigerer Platzung aus einander geworfen(437).— Holz, Stein und andere schlechte Leiter lassen zwar die Elektrizitaͤt in geringer Maasse durch⸗ faren, sind aber nicht faͤhig einen irgend betraͤgtlichen Schlag frey durchhin zu leiten, sondern wenn derselbe stark genug ist um durchzubrechen, so geschihet es mit Flamme und Platzung.— Ueberhaupt also ist dise Zersprengung der Koͤrper nicht alle Mahl der etwa enthaltenen und durch den Strahl in Duͤnste aufgeloͤseten Feuchtigkeit zuzuschreiben: son⸗ (4³4) priestley P. I. per 10. sedt. 2. p. 133. u. f. (435) Priestley P. VIII. sect. 10. p. 445. (436) Cavallo P. III. c. 7. exp. 15. P. 254• (azr) Priestley P. I. per. 10. sect. 2. P. 135. not.. . Ek Ha se d aat en en( vsturbi Ud, in dit hehm, N We& dob Ecaß nle! upascget ꝑpuca lmrißt Wfulkt; Rucheter Eun dun den Gune, Fu Manngeno Whihnimi det Eühag HNh w N. venthsen: Rude, wo Mhachen d doh allma we hu n D Sthcke niht derR in fher Et uden.—6 W in fel Uumtte! Elektrische Leitung.§. 181. 182. 593 3 nü sondern sie aͤussert sich bey jeder unzureichenden Leitung, un 6 auch in den trockensten oͤrpern/ und selbst in Metallen, 90 fl ja wie oben 65 9⁰0.0 erwaͤhnn, sie scheint den Koͤrper welcher „fl ar sich 3r Lenng faͤhiger ist und also inniger durchdrungen chn wird, in desto feinere Teile aufzulosen.—Von dem Wasser i ist bekant, daß es in groͤsserem Umfange, und beson ders wenn es dabey eine freie Oberflaͤche hat, den elektrischen dahn Schlag one merklichen Widerstand und one Platzung auch ni zu groosser Entfernung durchleite. Es läßt Mie schliessen, daß auch andere weniger zur Leitung faͤhige Koͤrper, in ver⸗ àWsssr haͤltnißmaͤßigem groͤssern Umfange, einen Schlag der nicht a Glas zu stark oder zu sehr zusammengehalten waͤre one Platzung 4065 durchleiten koͤnnen. wie ein 6. 182. Vathung Von dem Blitze, wenn er durch schlechte Leiter, Holz, rErfog Steine, Feuchtigkeit, faren muß, haben wir uns diselben unst ver Wuͤrkungen vorzustellen. Sie widerstehen dem Durchbruche weitern verhaͤltnißmaͤssig: ist aber die Kraft uͤberwigend, so bricht ein noc der Schlag mit Flamme und Platzung durch. Troknes aung aut Holz wil die Elektrizitaͤt nicht leiten, und harzigtes am eschlche wenigsten: der Bliz streicht also entweder zwischen Holz und seburch Rinde, wo noch am meisten Feuchtigkeit ist, oder durch die llchen Roͤhrchen des Holzes leichter einher. Da er indessen hier lhe suͤt doch allemahl nur unzureichende Leitung findet; so wird, Fanmt wie(H. 49.) gesagt, entweder die Rinde abgesprengt, oder zung du das Holz meistens der Laͤnge nach zerspalten und zersplittert. uch d Die Stuͤcke fligen aber nach allen Seiten umher, weil sie huha: nicht der Richtung des Strales folgen, sondern durch die sa an jeder Stelle wuͤrkende Platzung aus einander geworfen werden.— Eben so muß eine Platzung entstehen, wenn der Bliz in feuchten Boden(Erf. 41. 151.) oder in Wasser⸗ Adern unter der Erde(Erf. 152.) hineinfaͤhrt: und hieraus ist Arrree 594 K. XIX. Elektrische Leitung. ist(H. 135.) die Gefahr gefolgert, welche von der tifen Einsenkung einer Bliz-Ableitung in die Erde entstehen kan. Das in den Zwischenraͤumen, oder unter den Schichten der Erde euthaltene Wasser betraͤgt viel zu wenig, um fuͤr den durch das Metal hineingelokten oder sonst an einer Stelle gehaͤuften Wetterstrahl eine zureichende Leitung zu ver⸗ schaffen, und muß also aus einander platzen. In freiem Wasser aber, oder an der Oberflaͤche der Erde, kan sich der Bliz genugsam ausbreiten: und so scheint es auch, daß ein schon zerstreueter Wetterstraͤhl sich in andern geraͤumigen, obgleich schlechten Leitern, feuchten Mauren u. dgl. one Platzung bis zur Erde verbreiten, und also one Spuren zu hinterlassen, verliren koͤnne(§. 90). §. 183. Zur ungehinderten Leitung wird aber auch zweitens ein genauer Zusammenhang der Strecke des leitenden Koͤrpers erfodert. Wo sich der elektrische Strohm in die Enge zihen muß, da findet er groͤssern Widerstand, und uͤbt, wenn er denselben uͤberwindet, groͤssere Gewalt aus, wie oben (p. 588.) bey den Goldblaͤtchen gezeigt worden. Wenn nun ein leitender Koͤrper unterbrochen und der Zwischenraum nicht mit einem andern gleichleitenden erfuͤllt ist; so wird die Elektrizitaͤt, in irem Durchbruche durch den Widerstand, alle Mahl zusammengedraͤngt, und es bildet sich ein Funken, welcher Platzung veruhrsachet. Wenn gleich auch die Teile des leitenden Koͤrpers sich einander beruͤren, so geschihet dises doch in weniger Punkten und nicht so genau als bey voͤlligem Zusammenhange: daher aͤussert sich diselbe Erscheinung ver⸗ haͤltnißmaͤßig, der Strahl ziht sich bey den naͤchsten Beruͤ⸗ rungspunkten zusammen, bringt daselbst Funken und Platzung hervor, und dise nebst andern Wuͤrkungen des Wider⸗ Moierelt m sch u Hulchlishe Baükung Kelbe um n ösce Eif eden M sr p Hiht arde Vossi h H u. Dun i en Edg Raenton degnl Rer Dun Maclley H Rlten der wuß sichdie kthertothn sch nithtiu unilgen h uh aige lgt wurn, vohl, Nß! doch de vn shahen, un uden, wr uds ri Uant, Elektrische Leitung.§. 183. 595 ns Widerstandes zeigen die elektrischen Wahrnemungen auch eichm bey der geringsten Unterbrechung des Zusammenhanges. äzü Mit einer Kette lassen sich diselben sehr deutlich zeigen. Es i in aͤussern sic nicht allein die Funken bey jedem Gelenke, wo der elektrische Schlag durchfaͤhrt, sondern es wird auch bey 805 6 den Beruͤrungspunkien, oder da wo derselbe von einem Ge⸗ ftin lenke zum andern uͤbergeht und sich in die Enge ziht) eine an ssch de groͤssere Erhitzung hervorgebracht als in zusammenhaͤn— , 5 gendem Metalle. Herr P. Beccaria hat damit genaue Ver⸗ Rnaulnige, suche angestellt. Wenn er eine Kette auf einer Karte be— 4 on vestigte und den Schlag durchfaren ließ, so ward die Karte huren zn da wo sich die Glider beruͤhrten mit Ruß bezeichnet, und eben in disen Punkten waren die Glider etwas angeschmol— zen. Wenn er die Kette in einer Glasroͤre einschloß, und an den Enden mit Pfloͤcken bevestigte; so fanden sich vier litens ein Reihen von Flecken in der Roͤre, deren jede den freien Seiten Horpers gerade gegenuͤber war wo die Ringe in einander faßten und uge zhen also der Dunst abwaͤrts fligen konte(33). Herr Doct. oenn er Priestley hatte schon eben das an einer auf weissem Papier wie oher gelegten ziemlich dicken meßingnen Kette beobachtet, nur Demn am muß sich diselbe one Zweifel bey dem starken Schlage welchen schnum er hervorbrachte verschoben haben, da er meinte, das Papier wid sey nicht in den Zwischenraͤumen, sondern da wo die Glider Ihasatd, angelegen haͤtten, mit schwarzen Flecken versengt worden. HII Auch einige Stuͤcke Silbergeld, welche unter der Kette ge⸗ Die T.l legt waren, wurden angeschmolzen. Beccaria bemerkt sehr Hhe it wohl, daß auch die dicke Kette nicht unverseert blieb, weil I doch die Beruͤrungen nur alle Mahl in engen Bezirken ge⸗ Ig l⸗ schahen, und daß das Silbergeld deswegen angeschmolzen 0Bnl⸗ worden, weil der Strahl daselbst die Kette verlassen um u durch das reichlichere Metal zu faren. Von einem zusam⸗ en de menhan⸗ Woer.(438) Plertt. artif. 1772.§. 686-691. 596 K. XIX. Elektrische Leitung. menhaͤngenden Meßingdrath fand Herr Priestley das Papier nicht bezeichnet, ja, als er nur die Kette mit einem schwe⸗ ren Gewichte spannte, daß sich ire Teile genau beruͤren musten, ward er kaum einen Flecken gewahr(35). Er fand auch, daß von zwanzig glatten Muͤnzen die auf einander gelegt waren, wenn ein elektrischer Schlag durch sie hin geleitet worden, jedes Stuͤk auf' den an einander ligenden Seiten mit passenden Flecken angeschmolzen ward, so lange sie nicht stark genug auf einander gedrukt wurden. Wenn er sie aber mit einem Gewichte das uͤber 6 Pfund betrug be⸗ schweerte, so schmolzen sie nimahls wenn gleich eine Ladung von 60 Quadratfuß dazu angewant worden(. Daß bey dem Versuch mit der Kette oder desgleichen unterbro⸗ chenem Metalle durch den elektrischen Schlag etwas von der Oberflaͤche abgestreift und zerstaͤubet werde, zeigte sich besonders wenn ein Stuͤk Glas darunter gelegt war: denn selbiges ward mit metallischen Flecken beschlagen, deren Mitte vest in dem Glase haftete, und am Rande diser me⸗ tallischen Farbe befand sich der schwarze Staub, dergleichen man von den Ketten oder duͤnnen Metaldraͤten auffligen sihet wenn ein starker Ladungsschlag durchgehet, und welcher sich leicht abwischen ließ. Groosse Stuͤcke Metal kamen zwar da wo sie einander beruͤhrten zum Schmelzen; allein das Glas ward davon nicht gefaͤrbet(44½)— Die Platzung zeigt sich in denselben Versuchen. Eine Kette, dadurch ein elektrischer Schlag ging, ward allemahl merklich zuruͤk ge⸗ zogen, indem naͤmlich die Glider derselben bey iren Beruͤ⸗ rungen von einander abgestoossen wurden(44). Widerste⸗ hende (4³9) Priestley P. VIII. se&. 10. p. 44I. tab. I. fig. 6. Und p. 443. E4 p. VIII. sect. 16. 5. 10. p. 483. (44 Das. P. VIII. sec. 10. p. 444. (½⁷) Das. P. 442. Eelt leye, mubo, huen hen 51N Handutbi hungis, Wyeshn Mise des schiun, Rchin, I 0 cbhen sind uit P ul. uru, K ig. sih Raheg eihr! dulih du E der Fasche hulch ten t ahet nu nit Naser Rhung 90 Hledtter! nit He Sl unth xpin 64% Df 640 prief (5 pi Elektrische Leitung.§. 183. Erf. 166. 597 mun hende Koͤrper, wenn sie ein solches unterbrochenes Metal shr umgaben, wurden abgesprengt: z. B. wenn die Kette mit Wsyn n einem dicken Ueberzuge von geschmolzenem Harz bekleidet öbr war(443): da bingegen, wenn ein zusammenhaͤngender n Metaldrath in Verhaͤltnis des durehfäte den Schlages dik in n ist, Wachs und Harz, damit er uͤberzogen wwden⸗ zerstoͤhrt bleiben(44).— Daß die Platzung bey gleichem mgest in Maasse des Schlages desto groͤsser sey, je groͤsser der Zwi⸗ dn af scheuraum, oder je staͤrker der Widerstand ist, laͤßt sich leicht berug erachten, und auch aus Herrn Kinnersleys Versuche(Erf. ime labun 164.) abnemen.— Daß auch die Gewalt oder der Wider⸗ Daß stand bey der Zersprengung eines zu duͤnnen Metaldrates unterbro⸗ nicht so stark sey als bey einem Sprunge durch einen Zwi⸗ tWas von schenraum, hat Herr W. Henly in folgendem Versuche ge⸗ Rägte sih zeiget. ů wor: den 166. Erf. gen, dein„Er stekte einen Metaldrath durch den durchbohrten dist m. Boden einer mit Wasser gefuͤllten Flasche, und einen andern dergleiche durch den Stoͤpsel, so, daß die Enden derselben mitten in auffig der Flasche 4 Zol von einander standen. Dise Flasche ward und weshe durch einen geringen elektrischen Schlag zersprenget. Wenn thl Iamen er aber nur einen sehr duͤnnen Metaldrath durch eine solche Hen, allan mit Wasser gefuͤllte Flasche durchgehen ließ, so konte er die Nohung eadung von 3 groossen Flaschen, welche 16 Quadratfuß Nhutch ei bekleideter Oberflaͤche hatten, durchhingehen lassen one da⸗ I mit die Flasche zu zerbrechen, ohngeachtet der duͤnne Metal⸗ Iun M drath darin ganz zersprengt ward(9. Domt IEWE d. 184• (443) Das. p. 444. (440% priestley P. I. per. S. sect. 3. p. 78. (445) phil. Trans. Vol. LXIV. p. 409. exp. 9. 598 K. XIX. Elektrische Litung. §. 184. Wenn man bey elektrischen Versuchen die volle Kraft einer Ladung auf einen Flek leiten wil; so muß man allen Widerstand so viel moͤglich vermeiden, und also dafuͤr sor⸗ gen, daß alle Teile einer jeden Leitung nicht allein zureichend stark sind und bloos einander beruͤren oder in einander ge— haͤngt werden, sondern, daß sie auch one Unterbrechung zu⸗ sammenhaͤngen. Die gewoͤhnlichen Leitungsketten sind also nicht recht dienlich: ein steifer Metaldrath aber hat die Schwi⸗ rigkeit, daß er sich nicht nach Erfodern bigen, verlaͤngern oder verkuͤrzen laͤßt, und daß er oft hie oder da anstoͤßt. Ich bedine mich deshalben eines schraubenmaͤßig gewundenen Metaldrates, als welcher, ohngeachtet er zusammenhaͤngt, sich verkuͤrzen, verlaͤngern, und fast so gut als eine Kette lenken laͤßt. Wenn eine Unterstuͤtzung noͤtig ist, das An⸗ stoossen zu verhindern, so leistet ein gespaltener Federkiel, als ein sehr guter abhaltender Koͤrper, augenbliklich den Dienst welchen wir verlangen. Um aber auch eine volkom— mene Verbindung des Drates mit dem ersten Leiter, oder eines Drates mit dem andern zu erhalten, kan man, da das Verloͤten hier nicht Stat findet, sich an den Enden des Drates kleine zinnerne Zapfen anloͤten lassen. Dise kan man durch Einschleiffen so bereiten, daß sie genau in zugerundete Pfannen passen, dergleichen an dem ersten Leiter, an den Ladungsflaschen oder Batterien, und wo man sonst eine Leitung anbringen wil, vorhanden seyn koͤnten, und mittelst welcher also die Anstalt augenbliklich einzurichten oder weg⸗ zunemen waͤre, auch, wenn der Drath an dem einen Ende einen Zapfen und am andern eine Pfanne haͤtte, mehrere derselben nach Befinden zusammen gefuͤgt werden koͤnten, so daß alles einen guten Zusammenhang ausmachte. §· 185. Ei uhsend yn ben de sihye M VWh an Haahenchet in de age ghangen mathingerd rune it OWMNInl APirhe I Hhe del Wsnabn Mah ü I der Agenten, lhe Mal un HW Ndudch ge iter Sile luch Ben Hhen disen sumengef Lindn K rpn Runde Rö wische d N WM litt I H Elektrische Leitung.§. 184. 185. 599 ulle n———— äsii Aus disen Versuchen lassen sich nun verschidene Umstaͤnde, * deren Blitze erwäͤhnt ue erlaͤutern und be⸗ +ä“ Rangen Man sihet Ehe die Verletzungen welche Lüiü der Bliz an abgesonderten Stuͤcken von dickem Metalle Rümn veruhrsachet sich da eraͤugen wo er sich bey einem Sprunge in die Enge gezogen hat, oder durch widerstehende Koͤrper ten sind alt ö ö Wal gedrungen ist, und daß sie keinesweges bey einer zusam⸗ h menhaͤngenden zureichenden Leitung zu befuͤrchten sind. n Ferner zeigt sich die Erschuͤtterung, das Anschmelzen der Habt J Glider und das Ausreissen der Krampen, wo die Ableitung wundenen aus in einander gehaͤngten Glidern bestehet(Erf. 137. 1390 ierhängt, und daher die Nothwendigkeit eines zureichenden und wohl⸗ ine Keite zusammenhaͤngenden Metalles zur Sicherheit der Ableitung. das M⸗ Demnach habe ich zu Verbesserung einer schon vorhandenen Federkil, in einander gehaakten Stangenleitung(F. 134. p. 460.) lllich den angeraten, um die Glider einen Meßing⸗ oder Kupferdrath e vokon etliche Mahl so herum zu winden daß er schraͤge von dem ter, ode untern Haken zum oͤbern uͤbergeht: nicht, als ob ich diselben man, dadurch gegen die Gewalt einer Platzung bevestigen und in Enden du irer Stelle zu halten gedaͤchte, sondern weil die Platzung seinnn durch Vermehrung der Beruͤrungspunkte vermiden wird. Miundete Eben disen Vorteil haben auch die mit einer Falze wohl zu⸗ u, u den sammengefuͤgte Metalstreifen vor den Stangen.— Wenn die suus aine leitenden Koͤrper sich einander gar nicht beruͤren, so ent⸗ X. springen die vornehmsten Punkte der Platzung da wo der oder wiy leitende Koͤrper an den nichtleitenden anstoͤßt(44), 3. B. en E zwischen dem Metalle und Holz, Stein, Pappe, Wasser, Ar Luft h,(44²) Weil naͤmlich der Strahl daselbst zusammengedraͤngt wird. Insbesondere aber geschihet der Durchbruch da wo an dem leitenden Koͤrper Ecken oder Buckeln hervorstehen. .r².............—.—..—..—.—........—..——23—— —. 6oo K. XIX. Elektrische Leitung. Luft u. s. f. es mag der Schlag von jenem zu disem oder von disem zu jenem uͤbergehen, und alsdan muß der am leichtesten weichende am meisten nachgeben. Daher ist es nicht zu bewundern, daß ein Wetterstrahl welcher queer durch eine unten frey ligende und oben an vesten Steinen ange⸗ schlossene Stange faͤhrt, dise von den Steinen abwaͤrts sprenget und zerbricht(Erf. 119).— Selbst der Gegendruk der ausdeenlichen Luft aͤussert oft merkliche Wuͤrkungen, als das Verbigen der Stangen auf welche der Bliz zuspringt, das Zusammendruͤcken und Umherwerfen benachbarter Koͤr⸗ per, nebst dem begleitenden Knalle, u. s. f. Bey der be⸗ kanten Geschichte, da 1689. zu Lagny in einer Kirche wo der Bliz einschlug von dem Meßformular, welches umgekehrt auf dem Altartuche lag, die schwarzen Buchstaben, mit Auslassung der roten(als welche nicht so leicht die Farbe von sich gaben) auf dem Tuche abgedrukt wurden(467), ist die Wuͤrkung nicht dem Durchfaren des Strales durch dise oder jene Buchstaben, sondern bloos dem Drucke der plaz⸗ zenden Luft zuzuschreiben, durch welche der Bliz etwa in der Gegend einen Sprung machte, dabey auch den unter⸗ ligenden Schiferstein spaltete und das Papier des Meßfor⸗ mulars uͤber der Stelle zerriß: denn, so geringe und unter⸗ brochene Leiter als die Buchstaben, wenn sie auch von bloossem Metalblat gewesen waͤren, konten der Fahrt des Blitzes keine sonderliche Richtung geben.— Nachdem nun in dem ganzen Wege des Wetterstrahls zur Erde hie und da die Leiter unterbrochen oder sonst unvolkommen sind, ent⸗ stehen wieder verschidene Platzungen und Feuerkugeln. Daher hat dan der eine den Bliz aus der Mauer, der andere aus (4⁷7) Norrxr, aus der Nachricht des Dom'Ami: Mem. de IAc. des Sc. 1764.& P. 437. Hamb. Magaz. III. B. p. 276 1 Un H In lt Iu Hngel Wsoas E sch i wide h.pn Herheilt. uahl ube I Eill ish uf! Mpabicl, duneishliz Meschdez 0 der d Humlich ödastehend Manl fil: manllenen st, A Rumng Lochwadit iN hem ͤbr Hie Derle Neage Hiung mönt iel tin Watte schete Mrl use: de WMin s Elektrische Leitung. d. 18;. 60r dise 101 0 aus dem Fußboden faren gesehen. Herr Wainhouse sahe Dige 6 eine Feuerkugel in dem Aimmer⸗ da wo der Strahl von ecner durh dem Klingeldrate ab und auf Herrn Pitcairnes Schulter m mn zusprang Erf. 72). Daher ruͤhrt auch bey dem Blitze, der un Wwuih sich in widerstehenden Koͤrpern zerstrenet/ die Erscheinung gadu eines zerspringenden Feuerwerks welches sich in vile Funken Iuh, ah 56 Durch veste widerstehende Koͤrper scheint der Iun Strahl uͤberhaupt rulweise fortzugehen, nachdem dise oder Ualerlr iene Stelle schlechter leitet oder schwerer nachgiebt. Bey 0 br H diesen auf einander folgenden Platzungen lassen sich einige ö Augenblicke zaͤlen, und der wiederhohlte Knal dabey wird uch 10 in dem eine Zeitlang fortgesezten Prasseln bey einschlagenden mgetcht Donnerschlaͤgen von einem bloossen Widerschalle deutlich bha, wit Unterschiden.— Eine Flamme und Platzung ist also auch Die dule bey der volkommensten Bliz-Ableitung nicht zu vermeiden, 1⁷0„f naͤmlich diejenige welche bey dem Durchbruche durch die ut diß widerstehende Luft da wo der Schlag zuerst oben auf das un⸗ Metal faͤlt entstehet. Daher wird auch das Oeberste einer 0 ewa in metallenen Stange u. dgl. wenn sie gleich sonst stark genug den uutte ist, etwas verletzet(Erf. 119): wenn aber oben an der v Mpft⸗ Leitung eine sehr duͤnne Spitze vorhanden ist, so muß dise eund nmn⸗ nothwendig am Ende angeschmolzen werden, wenn gleich ie uuh don in dem uͤbrigen Wege zur Erde bey volkommener Ableitung ghttde keine Verletzung veruhrsachet wird(Erf. 141). Wenn also achbem nun die Frage entstehet, ob auf eine solche oben zugespizte Ab⸗ Vhend leitung(denn bey einer stumpfen, die nicht vergoldet ist, u snd, u moͤgte vielleicht keine Spuhr wahrzunemen seyn) wuͤrklich Faunlagtl ein Wetterstrahl gefallen sey, so kan man dises als eine „ ve sichere Probe verlangen daß die Spitze angeschmolzen seyn b muͤsse: denn sogar die Schlaͤge von unsern elektrischen M El. Batterien schmelzen scharfe Spitzen an. 22⁰ F 2 ᷓ. 186. —EUEß'....eeieiiiiiiiii—...—.— I— 2——.————.— ——-m- eemeeeeeeeeeee:e 60⁰² K. XIX. Elektrische Leitung. —§. 186. Bey der Leitung des Schlages ist auch noch die Ergies⸗ sung der Elektrizitaͤt an der Oberflaͤche des Koͤrpers an welchem er einherfaͤhrt zu betrachten. Bey Metallen findet zwar die Durchfahrt der Elektrizitaͤt so leichten Eingang daß sie sogleich hinein dringet, sich gleichsam darin verhir⸗ get, und, wenn das Metal von zureichendem Inhalte und zusammenhaͤngend ist, weder bey der Durchleitung an der Oberflaͤche als Feuer erscheinet, noch auch in der umgeben— den Luft eine Platzung veruhrsachet(H. 166. 192.), oder die widerstehenden vesten Koͤrper, als Wachs, Harz, Ueber⸗ malung, u. d. gl. von der Oberflaͤche absprenget(H. 183.). Wenn aber der Inhalt nicht zureichet den Strahl zu fassen, so faͤhrt selbiger allerdings auch bey Metallen zum Teil an der Oberflaͤche einher, erscheint daran feurig, sprengt die Bedeckungen ab, und zerstoͤhrt zuerst die Oberflaͤche des Metalles, und nach Verhaͤltniß seiner Kraft das innere des⸗ selben mehr oder weniger(§. 179.).— Elektrische Erfarun⸗ gen zeigen bey der ruhig angehaͤuften Elektrizitaͤt, daß ein Koͤrper von groͤsserer Oberflaͤche und groͤsserem Umkreise mehr davon fasse als ein anderer von gleicher Art und glei⸗ chem Inhalte, daher auch ein vierektes Metalblat nicht so viel Elektrizitaͤt fasset als wenn eben dises Metal in laͤnglichte Streifen zerschnitten wird, weil naͤmlich an lezterm mehr Umkreis entstehet, an welchem sich die Elektrizitaͤt ausbrei⸗ ten kan(448). Von der durchfarenden Elektrizitaͤt laͤßt sich ein gleiches vermuten. Daß es sich wuͤrklich auch beym Blitze zeige, ist oben aus der Vergleichung von Vergoldun⸗ gen mit Metaldraͤten geschlossen worden, da jene, welche weniger Inhalt aber mehr Oberflaͤche haben, nicht so leicht und () Priestley: P. I. per. 9. sedk. 3. P. 130. und per. 8. sect. 3. p. 78. El in n veld ue R umt Menl, uigt Obef MEiht gleruicht de Mal Masihe dl Hsfenseh sosu gen Wuag. Dild! Wbun ud H.rr O.Sn Wan Etkrf Haude ets Akäschen Er und wachet Oo it lich wihnten hch zysam ug, einen Wcher gers nz sch au ahn, ven Eindfhgn sch liht Hahung und h der ah pan Elektrische Leitung. H. 186. 187. 60⁰03 und innig als die leztern vom durchfarenden Wetterstrale b rgiß zerstaͤubet werden: daher ist auch zur Ableitung des Blitzes Riwes ein breiter Metalstreifen oder alles in die Breite ausge⸗ ln fuhn deente Metal, den Stangen und dergleichen Leitung welche n Engn weniger Oberflaͤche darbitet, vorgezogen worden(F. 134. alin p. 455.. Vhalte und§. 187. uung an dy Die Ergiessung des Strahls an der Oberflaͤche geschihet rungehen aber nicht one merkliches Hindernis. Wenn also der Inhalt oder dit des Metalles unzureichend ist, und der Strahl sich an der , Ubter Oberflaͤche ausdenen muß, so wird daselbst, wo er durch LI95J die Luft einherzufaren oder andere widerstehende Koͤrper ab— zu fassen, zustoossen gezwungen ist, allerdings Flamme und Platzung VTeil an erregt. Daher werden wie gesagt die Bedeckungen von Ver⸗ prengt die goldung und anderm duͤnnen Metalle abgesprengt welches fliche des Herr D. Franklin auch in einem elektrischen Versuche zeigte, innere des⸗ da ein Streifen Papier der uͤber einem Goldstreifen auf dem Erfarun⸗ Bande eines Buches geklebt war von dem durchfarenden „daß ein elektrischen Schlage abgerissen und zerstuͤcket ward(48 d.), u Umkkeise und welches auch die zersprengten Glasscheiben erweisen. ktund gli⸗ So ist leicht zu erachten, daß, wenn Herr Kinnersley in dem at nichts erwaͤhnten Versuche(Erf. 164.), da der elektrische Schlag Wlhglchte durch zusammenhaͤngendes oder sich dicht beruͤrendes Metal uum uht ging, einen unzureichenden Leiter, einen duͤnnen Drath 1880 welcher zerstaͤubet werden mußte, angewant haͤtte, die Plaz⸗ h sch zung sich auch in der Luft gezeiget haben wuͤrde. ö Die Luft ah Hun aber, wenn sie gleich eben so stark als andere Koͤrper dem Rpd Eindrengen der Elektrizitaͤt widerstehet, giebt doch, da sie , Dahe sich leicht wegstoossen oder zusammendrucken laͤßt, diser h Platzung und selbst der Ausbreitung der Flamme mehr nach, 0 10 so/ daß der Gegendruk auf die unterligenden Koͤrper dabey F 3 nicht 243•8.⁷ (68 d) Franklin Exp.& obss. p. 67. 604 K. XIX. Elektrische Leitung. nicht so groos ist: hingegen wuͤrkt unter dem Gegendruk vester widerstehender Koͤrper Flamme und Platzung mehr, sowohl auf das Metal selbst als auf die anligenden Koͤrper. Herr P. Beccaria bemerkt, daß, wenn er den schmalen Teil eines Metalblaͤtchens, welches auf einer Glasplatte gelegt worden, nur zur Haͤlfte mit einer andern Glasplatte bedekte, und den elektrischen Schlag durchleitete, alsdan der einge⸗ schlossene Teil auf beiden Platten einen viel staͤrkern und dauer haftern Flecken hinterließ, da der andere auf dem Glase nur wenig mehr als einen Dunst ließ den man fast ganz mit der Hand abwischen konte: wiewohl von einem staͤrkern Schlage auch in freier Luft Metalflecken auf dem Glase ent⸗ siehen welche dicht und dauerhaft genng sind(49). Herr D. Priestley erwaͤhnt, daß Herr W. Henly verschidene Waͤr⸗ kungen die sonst nur durch eine groosse Battery erhalten werden, als das Zerschmettern von Glas, u. s. f. mit einer einzigen geladenen Flasche bloos dadurch zuwege bringet daß er die Koͤrper unter welchen der Schlag hinfaren muß wit groͤsserm Gewichte beschweret. Auf dise Weise wirft er ein starkes Gewicht, bis zu 6 Pfund schweer in die Hoͤhe, und zerschmettert starkes Spigelglas in kleine Stuͤcke und Pulver. Wenn aber die Glasscheiben so bik und stark sind daß sie nicht zerschmettert werden, so wird der Strich des Schla⸗ ges daran ohngefaͤhr in der Breite eines halben Zolles mit schoͤnen Regenbogenfarben bezeichnet, welche, wie die Un⸗ tersuchung zeigt, daher enspringen weil die Oberflaͤche des Glases daselbst in dͤnne Blaͤtchen zerschmettert worden, bdie gemaͤlig nach dem Rande hin zu beiden Seiten abne⸗ men( b.). §. 188. (6) Flettric. artif. 1772. F. 717. (4% p.) Phil. Trans. Vol. LXII. p. 362. Elh gurcht sch i 1 ie Kelt Ku fal and. O usk ols Rihy i ahaull, Dihitstimn 4 Mullss , N Whsth, mbe WMau, v WINN 2 einig Rer Letang Oherache Ibet shn aß Helet Wate geleh humogendg snder isee nicht an tir zoch so, d 33 du Stin lenjhrit, fihr(0, 60 N· N Elektrische Litung. d. 187⸗189. 60 G ung 35 105 ö Aine Eine recht volkommene Leitung des Vlitzes mißte so stark ndl seyn, daß sich der Strahl ganz darin verliren koͤnte, eben güet wie eine Kette nur alsdan volkommen Aürtet wenn ire iitu Glider so stark angespannt sind, daß kein Funken mehr er⸗ 157 11 scheinet. Diser Fal ist aber bey der Stäͤrke des Wetter⸗ 4 80 strahls wohl selten zu vermuten, denn, so viel ich gehoͤret an Ind habe, ist auch bey dem Herabschiessen desselben an geraͤumi⸗ fün Gs gen Metalle, z. B. an Turmdaͤchern, die Flamme erschinen. ft gan Daher ist immer bey den Bliz-Ableitungen auf die Oberflaͤche mscuͤrkern des Metalles mit zu rechnen, und deswegen ist oben gera⸗ Maseeat⸗ ten worden, die Ableitung mit irer äussern Seite unbedekt ). Herr zu lassen, indem alsdan, wie die Erfarung lehret, weder eue Waͤt⸗ das Metal, wenn es auch nicht voͤllig zureichend waͤre, noch erhalten die unterligenden Koͤrper Schaden leiden. mit en§. 189. 57 b Bey einigen andern Koͤrpern zeigt sich eine ganz beson⸗ u mü dere Leitung des Schlages, so daß derselbe bloos an der 15 4 Oberflaͤche derselben hinfaͤret. Herr D. Priestley hatte dar⸗ Hhe, und uͤber schon einige artige Versuche gemacht, welche zeigten, adubn. daß der elektrische Strahl also an der Oberflaͤche in grosserer 10 f Weite geleitet ward als er sonst durch die Luft zu dringen Shl vermoͤgend gewesen waͤre. Ausser einigen andern Koͤrpern leni fand er dise Eigenschaft besonders an dem Wasser, und noch de U mehr an tirischen sowohl vesten Teilen als Feuchtigkeiten, vusihe du jedoch so, daß wenn die Weite ein gewisses Maas, welches vaan zu der Staͤrke der Ladung ein Verhaͤltniß zu haben schien, Aun überschritte, sodan der Funken in den Koͤrper selbst hinein fuhr(459). Der Knal bey disem Hinfaren uͤber die Ober⸗ UU F 4 flaͤche (45ο) Bey dem hoͤchstgereinigten Weingeist fiel dises besonders in die Augen, indem die Flamme uͤber die Obertlaͤche desselben hin⸗ —————————————————PF————mj—9.... * 2..‚...P..——— 606 K. XIX. Elektrische Leitung. slaͤche eines Koͤrpers war alle Mahl weit staͤrker als wenn die Entladung sonst zwischen zwey Stuͤcken Metal geschahe. Wenn man die Hand in das Wasser tauchte, uͤber dessen Oberflaͤche der Funken herfuhr, so fuͤhlte man darin eine merkliche Erschuͤtterung, und da er den Schlag uͤber die Oberflaͤche eines weichen Teiges hinfaren ließ, bemerkte er darauf eine deutliche eingedrukte Spuhr(450). Noch merk⸗ wuͤrdiger und in die Augen fallender sind die Versuche des Herrn W. Henly welche er auf Veranlassung der(§. 53. erwaͤhnten Leitung des Blitzes uͤber die Oberflaͤche eines Ana striches von Kienrus mit Oehl oder Teer gemischt angestellt hat. 167. Erf. Wenn er uͤber ein Stuͤk bloossen Spigelglases den Schlag von einer Flasche, die z oder 34 Quadratfuß bekleideter Ober⸗ flaͤche hatte, so hinfaren ließ, daß die Enden der Metal⸗ draͤte welche zu diser und jener Seite der Ladung fuͤhrten ohngefaͤhr 12 Zol weit von einander entfernt waren, so ward das Aeusserste des Glases allemahl in disem Zwischenraume in einem ungleichen tifen Striche abgerissen, und wenn er stat des Glases ein Stuͤk Schreibpapier unterlegte, so ward selbiges in Fetzen zerrissen, davon vile als feine Flocken im Zim⸗ hinfuhr one ihn zu entzuͤnden: wenn aber der Zwischenraum gar zu groos war, so fuhr sie hinein, und sezte ihn bliklich in Flamme. 3t) PaiEsrrrx P. VIII. sect. II. p. 448. S. auch CavarLo P. III. ö c. 7. exp. II. p. 247. und c. 11. exp. 6. p. 300.— Die von Herrn Franklin und Rinnersley bemerkte Eigenschaft tiri⸗ scher Saͤfte und Muskeln, daß selbige sehr gute Leiter, und Ue besser als Wasser waͤren(Priestl. P. I. per. 10. secl. 2. p. 135.), mag auch wohl bloos in diser Leitung an der 1n ligen. ———xx Elle An un Her s U Iuh voids Ioh Iuf N r vahn suhhn wat, Hün Epohte Rats Ohh niht su die c I Olshtdi u l Wsten El Mader da n sirten z d zum Lil unm em Stt , so witd Maahd dis y IM gf ibamahst haschnettr vumn man sideng kln gchraut Mihurg MWhg Dellhern 6 Escht n Henh ö Worrdr Elektrische Leitung.§. 189. Erf. 167. 607 1005 Aimmer umher flogen. Wenn er aber stat des vorigen ein Un un Stuͤk Glas nahm welches mit Kienrus und Oehl uͤbermahlt w war, so 90 von eben dergleichen Schlage nicht die geringste Vin Spuhr auf dessen Oberflaͤche hinterlassen„und wenn er ein Hin Papier nahm welches nur etwas dik mit diser Farbe uͤber⸗ Wonn strichen war, so ward es ebenfals gar nicht verlezt und auch Rüt keine Spuhr auf der Oberflaͤche desselben veruhrsachet. Ge— suhe meines Oehlpapier one Kienrus ward sehr zerrissen, obwohl 0 50 nicht so viel als anderes nicht in Oehl getraͤnktes: so wird eines M es auch zerrissen wenn die Uebermalung mit Kienrus und ah Dehl sehr duͤnne ist. Wenn man den Schlag von einer ob⸗ erwaͤhnten Ladung zwischen der Oberflaͤche von dickem unbe— mahlten Spigelglas und einem elfenbeinernen 3 Zol dicken Schlag Zylinder der mit 12 bis 16 Loth an dasselbe angedrukt ist, Uer Ober: hinfaren laͤßt, so wird das Glas allemahl in kleine Stuͤcke r Menl⸗ und zum Teil auch in feines Pulver zerschmettert, und wenn fihrten man ein Stuͤk Schreibpapier unter einem solchen Zylinder „soward legt, so wird der Strich davon welcher zwischen dem einen Henraume Metaldrath der Ladung und dem andern liegt in feine Flocken dwenn oder Dust zerrissen; zuweilen wird auch der elffenbeinerne „ovatd Zylinder gespalten. Wenn das Glas mit Kienrus und Oehl Faken in uͤbermahlt ist, so wird selbiges in disem Falle zwar auch Zu⸗ zerschmettert, aber der Ueberzug selbst nicht beschaͤdigt, und wenn man das Glas mit einem schwarz uͤbermahlten Papier Hcheytaun ö Ruhd oder seidenem Wachstuch, dergleichen man zu Regenmaͤn⸗ teln gebraucht, bedekt, so wird an disen keine Spuhr der Verletzung wahrgenommen obgleich das Glas darunter durch die Platzung in Stuͤcke zerbrochen wird. Mit Kienrus und 9338 Oehl uͤbermahltes Papier, da es nicht so wie Glas durch 61 die Erschuͤtteung leidet, wird hibey nicht beschaͤdigt— Herr Henly fand, daß ausser der Mischung von Kienrus mit zü Oehl oder Teer, auch der Kienrus mit Verniß, ja mit Gum⸗ F 5 miwasser 6⁰8⁸ K. XIX. Elektrische Leitung. miwasser gemischt, aͤhnliche Wuͤrkung hervor brachte.— Er untersuchte auch die leitende oder nichtleitende Eigenschaft des Kienrusses an sich selbst. Durch eine glaͤserne d bis 12 Zoll lange und ohngefaͤhr 4 Zol im Lichten haltende Roͤre, welche vest mit Kienrus gefuͤllt war und in deren beiden Enden er eine metallene Kugel von gleichem Durchmesser verkuͤttet hatte, ward die Ladung einer obenbeschribenen Flasche augenbliklich durchgeleitet, obgleich kaum einiger Schlag dabey verspuͤret ward: wenn aber die Roͤre mit der Mischang von Kienrus und Oehl dergleichen sich die Maler bedinen gefuͤllt worden, so leitete sie nichts von der Elektrizitaͤt durch, ausser wenn die Entladungsstange eine lange Weile daran gehalten ward. Wenn man die aͤussere Flaͤche einer Glasroͤre mit Kienrus und Oehl uͤberstreicht, so laͤßt sich durch Reiben mit troknem warmen Flanel eine stark negative Elektrizitaͤt daran erre⸗ gen— Teer ist bekantlich ein guter Nichtleiter„(47). 168. Erf. „Herr Cavallo machte eben dergleichen Versuche mit Pa⸗ pier welches an beiden Seiten mit Oehlfarben uͤbermahlt war, indem er den Schlag von einer Flasche die 2 Quadrat⸗ fuß Ueberkleidung hatte uͤber die Oberflaͤche desselben hinfa⸗ ren ließ. Er fand keinen sonderlichen Unterschied unter den verschidenen Farben die er anwante. Wenn das Papier nur duͤnne uͤbermahlt war, so ward es zerrissen: war aber ein dicker Ueberzug von Farbe darauf, so ward keine Spuhr vom Schlage nachgelassen„(3). §. 190, (45½) HENIV ExXp.& obss. in Electricity. P. I. eingerükt in den Philos. Trans. 1777. Vol. LXVII. p. 89-91.— Einige Um⸗ staͤnde habe ich aus Herrn Henly's eigenem Handschreiben hinzugesezt. (453) Cavarto P. IV. é. 5. p. 393. Und Philos. Trans. Vol. IXVII. cleit bierd üüthe Rlep Wsht wol b Dui e safthtt vue D.MWfslch sihe Wan gulhhuen N bumentn Hudde, dem 0 MAh Haͤgstr cle Runbämn, Rwodm an dund iei sih Lault udem Nuzes M, ud auschig (% Pan Aul Vut P uf Rucht. dhenscht Lidzl welche Wmereine luet honte ö Rnblikich berpuͤret Klenruz twonden, ser wenn warb. Kienrus kroknem au erre⸗ 2 72 „. mit Pa⸗ hermahlt Modrat⸗ en hinfa⸗ miir dan spier nur ahet ein Ehuht 100 Ilt il N Ilh chabet IWI. *—————————2 —sůLü—3————ͤ Elektrische Litung.§. 189. 190. Erf. 168. 609 §. 190. Aus diser Leitung des elektrischen Strahls uͤber die Ober⸗ flaͤche der Koͤrper laßt sich verschidenes was oben vom Blitze angefuͤhrt worden erlaͤutern.— Dahin gehoͤren die Umstaͤnde wie der Bliz an den Koͤrpern von Menschen und Tiren ein⸗ herfaͤhrt one in diselben hinein zu dringen(F. 64⸗66.). Herr D. Priestley hat auch in verschidenen mit Genauigkeit auge⸗ stellten Versuchenbey denen durch starke elektrische Schlaͤg getoͤdteten Tiren nimahls eine Zerreissung der innern Lele wahrnemen koͤnnen(43). Eben derselbe bemerkte bey einem Hunde, dem er den Entladungsschlag ohngefaͤhr einen Zol uͤber den Augen beigebracht hatte, und welcher davon erst ausgestrekt one Bewegung niderfiel, nachmahls einige Zuk⸗ kungen bekam, und darauf sich wieder erhohlte, aber blind geworden war; daß eigentlich nur die Hornhaut der Augen durch eine Entzuͤndung loder vielmehr Versengung der Ober⸗ flaͤche] blaulicht weis und undurchsichtig geworden sey. Des andern Tages toͤdtete er den Hund, untersuchte das eine Auge, und fand alle drey Feuchtigkeiten darin volkommen durchsichtig und in natuͤrlichem Zustande. Da nun der Bliz auf (45⁴½) PEIESTIEX P. VIII. sect. 8. p. 428. u. f. Daher zieht er das Vorgeben anderer, als ob in dergleichen Veispilen zerplazte Blutgevaͤsse gefunden worden, in Zweisel(P. I. per. S8. sect. I. p. 68.) Es koͤnte aber doch, duͤnkt mich, durch den Druk auf die Lunge u. s. w. veruhrsachet werden. Eben daher wur— den auch bey einem Frosche, welchem zuvor die Brust auf⸗ geschnitten war, durch den elektrischen Schlag die Lungen so aufgeblasen daß sie nebst den andern in der Brust besin d⸗ lichen Teilen zum Leibe heraus traten.(Das. p. 431.) Die übrigen Zufaͤlle, welche sich nach Priestleys Versuchen bey den Tiren aͤusserten, zeigen, eben wie(§. 68⸗70.) vom Blitze erwaͤhnt worden, eine Erschuͤtterung des Nervensy⸗ stems an. 61⁰ K. XIX. Elektrische Leitung. auf gleiche Weise die Oberflaͤche bald mehr bald weniger ver⸗ senget und auch zuweilen blind machet, so waͤre es moͤglich, daß dergleichen Blindheit, wenn die Hornhaut nicht zu stark verlezt worden, durch Absonderung der versengten Blaͤtchen noch wieder geheilet werden koͤnte— Herr P. Beccaria sagt zwar, er habe die Funken, welche er durch entbloͤßte Mus⸗ keln am Schenkel eines Hanes faren liefß, im Dunkeln nur bey irem Eingange und Ausgange leuchten gesehen, so daß sie wuͤrklich durch das Fleisch gegangen seyn muͤßten(459. Allein, er meldet doch, daß auf dem Wege, welchen der Schlag an den Muskeln zu lauffen hatte, das bedeckende Zellengewebe augenbliklich trocken und schrumpflicht gewor⸗ den, und einen merklichen Rauch von sich gegeben haͤtte(480. Ja, er fuͤgt hinzu, daß ein durch den elektrischen Schlag getoͤdtetes Tier nicht wegen zerrissener Fasern oder ausgetre⸗ tener Saͤfte sterbe, und er habe selbst, nebst einem erfahr⸗ nen Gehuͤlffen, eben so wohl als Herr Priestley, an verschi⸗ denen also getoͤdteten Tiren bemerkt, daß keine Zerreissung in der Brust oder merkliche Verletzung unter der Hirnschaͤdel im Gehirne selbst, sondern etwa nur ein roter Flecken oben auf der Hirnschaͤdelhaut vorhanden gewesen, wie dan auch dergleichen Tire, welche, wenn man sie one Huͤlffe liesse stuͤrben, oft mit geringen Mitteln wieder zu sich selbst ge⸗ bracht werden koͤnten(47). Endlich vermutete er auch selbst eine Leitung an der Oberflaͤche, die er dan der wenigen Ausduͤnstung, welche etwa von zerrissener Oberhaut ent⸗ stuͤnde, zuschreibt(658)— Bey solchem Ueberfaren des Schlages ist es aber nichts Ausserordentliches, daß die dar⸗ unter (88) Flettr. artif. 1772.§. 635. (6) Das.§. 632. p. 268. (457) Das.§. 640⸗642. (88 Das.§. 644. ö E ulHh indt d u deb! Imh Nh de K sa wed astaflW am miisen! gaͤderdie Rustntahi Aalnshd gut uilih I Shmht T shn W Huu Hg Di Wilk te Lolttelen,- en d () w t.—Oi ed, mehr suxite her fuhsch, Tur—Mb Rerken, dy Mi zu hey die un die Eis Wimge an Elektrische Litung.§. 190. 191. 61¹ 17 m unter gelegene Muskeln durch die Erschuͤtterung zu krampf⸗ Rh in haften Bewegungen gereizet Werden— Mit der Leitung des blhn Blitzes an der Oberflaͤche des Rörpere stimmet auch die Wuͤr⸗ Mmstt kung der Platzung und der Flamme uͤberein/ da wie(. 65). 4i gesagt die Kleider abwaͤrts gestoossen, zerrissen und wegge⸗ 140 10 sprengt werden, und da, ausser denen Stellen wo der Wet⸗ terstrahl zu; und abspringet, diejenigen Teile des Koͤrpers 5 0 daß am meisten verlezt werden wo staͤrkere und vester anligende en Kleider die Ausbreitung der Flamme und der Platzung am klchen det meisten verhindern— Man moͤgte endlich noch aus obigen wbked elektrischen Versuchen folgern, daß eine gewisse Durchbruchs⸗ geuor⸗ weite moͤglich waͤre, in welcher der Bliz nicht weiter an (0. der Oberflaͤche des Koͤrpers hinfaren koͤnte, sondern in den⸗ Schlag selben hineindringen muͤßte: jedoch kan die Laͤnge eines Men⸗ cwͤgetr⸗ schen in Ansehung der Durchbruchsweite des Blitzes nur meffaht wenig betragen. berschi§. 191. meisang Die Wuͤrkung eines Anstriches von Teer oder Oehlfarbe inschidt zur Abhaltung des Blitzes(9. 53. laͤßt sich nun auch naͤher en chen beurteilen.— Daß es eine Leitung an der Oberflaͤche sey, dan auc zeigen die Wuͤrkungen der Platzung auf die anligenden Koͤrper Ife lese(§. 189.) wenn der Strahl sich nicht an freier Luft ausbreiten sibstge konte.—Da es nun nicht sonderlich auf die Farbe des Ueber⸗ uh selbs zuges, mehr aber auf die Dicke desselben anzukommen scheint, wenigen so waͤre der dikste und haltbarste zu disem Zwecke vorzuzihen: hut ent⸗ folglich, wo es sich schicket, die Mischung von Kienruß mit Hren de Teer.— Ueberhaupt aber ist von diser Beschuͤtzung wohl zu hie⸗ merken, daß sie keinesweges mit einer waren Leitung durch et Metal zu vergleichen sey. Es leiden naͤmlich nicht allein dabey die unterligenden Koͤrper betraͤgtlich durch den Druk oder die Erschuͤtterung, sondern, da der Strahl durch das Anhaͤngen an die Oderflaͤche nicht genugsam von andern Koͤr⸗ —.— ‚.t;hDhDreeee ——— 61² K. XIX. Elektrische Litung. Koͤrpern abgelocket, vielmehr aber durch einen gewissen Widerstand von der Oberflaͤche zuruͤk gewisen wird, so kan er auf andere mehr anlockende Koͤrper zuspringen, wie der Bliz auch wuͤrklich that(§. 53). Endlich gehen unsere Er⸗ farungen bisher nur auf die Beschuͤtzung einer Laͤnge von etwa 20 Fuß(69). Da wir nun oben gesehen, daß ein elel⸗ trischer Schlag nach Verhaͤltniß seiner Staͤrke uͤber die Ober⸗ flaͤche einiger Koͤrper eine Strecke weit hinfaren und doch in weiterer Entfernung hineindringen kan; so wissen wir auch noch nicht wie sich ein Wetterstrahl von verschidener Staͤrke bey einer laͤngern Strecke von einem solchen Austriche ver⸗ halten wuͤrde, und da auch die Uebermalung bey elektrischen Schlaͤgen nur wenn sie dik war den Dienst leistete, so moͤgten auch wohl starke Wetterschlaͤge einen Anstrich zerreissen der sonst gegen schwaͤchere Stand gehalten haͤtte. §. 192. Was die innere Tauglichkeit betrift, so sind die zur Leitung geschickte Koͤrper darin dem Grade nach sehr un⸗ terschiden. Das Metal aller Arten behaͤlt vor allen andern einen sehr merklichen Vorzug. Diser zeigt sich zuerst in dem leichten und schnellen Durchgange. Als Herr Priestley die Versuche mit der Leitung an der Oberflaͤche machte, fand er, daß der Schlag bey einigen Koͤrpern weder durch den Inhalt noch an der Oberflaͤche hinfaren wolte. Bey andern ging er, wenn die Weite nicht zu grooß war, laͤngst der Oberflaͤche hin, beim Wasser sogar durch einen weitern Raum an der Oberflaͤche als er innerhalb desselben zu durch⸗ faren (489) Wenn wir naͤmlich setzen, daß die Maststange(Erf. 134. so weit sie nicht zerschmettert worden uͤbermahlt gewesen. In Erf. 48. b. ist der groͤste Rñaum nur 9 Fuß. + + lht zubf blel Wben heu hn Manl unse Eii I Nan uhe A Lintt Ion dereinn ut Auss niumffl unuce d Rdednei Iugcdn n nuhen be llischen E (PWus Hho) Amche Reihen Unf dst befft chenfnls hei Whgen dls! WMmhgbeye G nine ab much derEnt Raete Vltze, wi Hfimmt u i r 009 6.H. Elektrische Leitung.§. 191. 192. 613 gehiss faren gehabt haͤtte: auch bey einem Stuͤk der besten Art / so lo von Eisen⸗Erz welches ohngefaͤhr einen Zol dik und drey Zol u, wie de lang und breit war, machte der Strahl einen Umweg um unsere Et die Ecken herum one hindurch zu dringen: aber bey eigent⸗ Une eon lichen Metallen, sowohl in fluͤßigem als vestem Zustande, ß ein eal⸗ war sein Eingang in den Inhalt so leicht, daß er allemahl diedher in das Metal selbst hineinging wenn die Entfernung durch ind doch in welche er durch die Luft auf das Metal springen muste nur wir auch etwas kleiner war als die Entfernung an der Oberflaͤche hin ner Staͤrkk von der einen Entladungsrute zur andern zu faren, ja noch riche ber⸗ durch Wasser fuhr er in das Metal hinein wenn selbiges ellrischen nicht zu tief damit bedekt war(6).—Es zeiget sich auch die moͤgten vorzuͤgliche Leitung in der geringen Maasse des Koͤrpers bissen det welche den Schlag one Gewalt, Erhitzung, Flamme, Plaz⸗ zung oder Zerstoͤrung durchzuleiten faͤhig ist. Von dem ge⸗ ringen Inbegriffe des Metalles welcher zur Leitung eines elektrischen Schlages oder Blitzes erfodert wird ist oben (§. 110. 180.) gehandelt worden.— Endlich lokt auch ein e dur vorzuͤglicher Leiter den durchfarenden Schlag, bey uͤbrigens schr uu gleichen Umstaͤnden von schlechtern Leitern ab, so daß er 0 n dise verlaͤßt um durch jenen seine Fahrt zu nemen, welches sinun ebenfals beim Metalle uͤberal, sowohl in elektrischen Erfa— üo u rungen als beim Blitze, sichtbar ist.— Ich habe auch disen hle, find Vorzug bey einigen andern Koͤrpern(66 anzugeben versucht. luch de Es waͤre aber zu wuͤnschen daß die Stuffen der Ablockung, audern nach der Entfernung in welcher der Strahl den vorzuͤglichern inf d Leiter ergreift und nach andern Umstaͤnden, besonders beym ven Blitze, noch bey mehrern Koͤrpern genauer aus Erfarungen nht bestimmt wuͤrden. stlen§. 193. 51)(460) Priestley P. VIII. sect. II. ese, (4ενr) S.§. 31. 47. 52. 54. 6I. und K. VII. —sspDPQmnDdp8s—wzw-..—————Ä 6¹⁴ K. XIX. Elektrische Leitung. L. 193. Unter den uͤbrigen Koͤrpern gehoͤren zu den vorzuͤglich leitenden, wenn wir die Leitung an der Oberflaͤche mit rechnen wollen, die Koͤrper der Menschen und Tire, davon die elektrischen Erfarungen bekant, und die Wahrnemungen vom Blitze oben(H. 54⸗61.) angefuͤhrt sind.—Daß aber die bloosse Leitung an der Oberflaͤche einiger Koͤrper, da der Strahl nicht hineindringt, zugleich als ein innerer Wider⸗ stand zu betrachten sey, ist aus den oben angefuͤhrten Wahr⸗ nemungen zu schliessen.— In Ansehung beider, sowohl der Leitung an der Oberflaͤche als durch den Inhalt, steht auch das Wasser oder alle Feuchtigkeit in nicht geringem Grade. Daß dadurch die Elektrizitaͤt leicht abgeleitet werde, ist aus genugsamen Erfarungen bekant. Sogar durch einen weiten Raum von fliessendem Wasser hat man den elektrischen Schlag geleitet one daß sich derselbe von seinem Wege zwi⸗ schen den gegenseitigen Elektrizitaͤten, wo er den Zusammen⸗ fluß suchte, verloren(4). Daß aber bey dem Wasser ein viel groͤsserer Umfang als bey Metallen erfodert werde um den Schlag one Gewalt durchzuleiten, ist oben(H. 181.) erinnert worden.— Die Mitteilung der Elektrizitaͤt durch Wasserdünste welche in gesamleten Tropfen niderfallen, hat Herr W. Henly in einem Versuche gezeigt(43).-Von der Wuͤrkung des Regens bey der Gewitter⸗Elektrizitaͤt sind gleichfals oben(H. 51. 170.) einige Anmerkungen gemacht: es ist aber auch(H. 52.) aus den Wuͤrkungen des Blitzes gezeigt, daß zur Ableitung einer so groossen und ploͤzlichen Gewalt die Feuchtigkeit lange nicht so zureichend sey als man sich aus den kleinen Versuchen mit der Elektrizitaͤt vor⸗ (462) Priestley P. I. per. 8· sect. 2. (4⁵3) Phil. Trans. Vol. LXIV. exp. L. 2. p. 389. 391. 0 Wgil I Pag u ann Rudeue u Heniite Sla gchl I Sunge Rbahn R mütitdunt Rut Fun lhunden, N Rchhet ns In Hiheh 950 Iund hor N Lopfin un auch di Vs,in N H Lopfen g shinen( Mad von In merkl Mfel i ur Y (40 1e Dil (60c 1 Ril d6 8 I Tl. Elektrische Leitung.§. 193. 6175 vorgestellt hatte. Daß indessen der Regen zur gemaͤligen 6 bazigiz Ableitung und Verteilung der Wolken⸗Elektrizitat viles daihe nt beitragen koͤnne, zeigen die Wahrnemungen(Erf. 183.) 0 Wah gen(Erf. 183. Mi, dabon Man bemerkt oft bey den Beobachtungsstangen, daß wenn Ianuhn ein Gewitter sich naͤhert, und schon nicht ferne Donner⸗ Om aberde schlaͤge gehoͤrt worden sind, doch kaum einige Wuͤrkung an ipit, de da der Stange sich zeiget so lange die Luft trocken ist: so herer Dider⸗ bald aber Regentropfen auf die Zuruͤstung fallen, die Elek⸗ hiten Waht. trizitaͤt darauf dermaassen herabgeleitet wird, daß sich leb⸗ sowohl dit hafte Funken hervorlocken lassen(463). Daher ist nicht zu seht auch bewundern, daß ein Gewitter wie gesagt im Stillen durch m Grobo. Regen verteilet werden kan.— Man hat auch zuweilen bey e, ist aus Nachtzeit an den herunterfallenden Regentropfen das Leuch⸗ hen weiten ten bemerkt. Herr Bergmann beobachtete dises im Jahr Helrnishen 1759 zwey Mahl, da die Wolke one Donner und Bliz Mge zwi regnend voruͤberzogt und das eine Mahl war der Schein usammen der Tropfen besonderßestark(665. Herr Nollet erklaͤret da⸗ Daser ein von auch die Erzaͤlung von einem starken Donnerwetter zu werde un Lessay, im Jahr 1731. da, nach des Prior Hallais Bericht, W H) der Himmel ganz in Feuer und dabey gleichsam gluͤende ijtät dh Tropfen geschmolzenen Metalles herunter zu fallen ge⸗ Rftlla, Et schinen(4660). Es ist zu bewundern, daß ein so geringes I Maas von Elektrizitaͤt als ein Regentropfen enthalten kan, einen merklichen Schein veruhrsachen solte. Das ist aber nisnit sh 3 one Zweifel eine Einbildung, daß von Regentropfen die auf genahht Bh eine zur Auffangung der Luft⸗Elektrizitaͤt errichtete Zuruͤ— bpzich Rans 0b(46½) Le Monnier, Mem. de Ac. des Sc. 1752. P. 236. VW. Watson Cahstit ö Phil. Trans. Vol. LIV. p. 219. S. auch oben Romas Erf. 38. ob(465) Schwed. Magaz. I. B. p. 155• (4e) Hist. de PAc, des Sc. 731. p. 19. Norxyr: Mem. de l Ac. des 8Sc. 1764. p. 428. III. Teil. G 2 '!:RL„:t———— 6¹⁶ K. XIX. Elektrische deitung. stung gefallen, einige sich deswegen kegelfoͤrmig erhoben haͤtten weil sie elektrisirt gewesen, und andere, naͤmlich nicht elektrisirte, flach gebliben waͤren, ja, daß dergleichen Tropfen fast eins ums andere umgewechselt haͤtten(47). Denn, so wie die Tropfen auf die Zuruͤstung filen, muste doch nothwendig die Elektrizitaͤt uͤberal in derselben und in allen daran haͤngenden Tropfen gleichmaͤßig verteilet werden. §. 194. Auch waͤsserigte Duͤnste leiten die Elektrizitaͤt oder locken sie an sich(67 b.): daher kan sie in feuchter mit vilen Duͤn⸗ sten angefuͤllter Luft nicht an dem elektrisirten Geraͤte ange⸗ haͤuft erhalten werden.— Die Wolken sind gehaͤufte Duͤnste, und an inen samlet sich also auch die Elektrizitaͤt wenn selbige in der Luft erregt worden ist, so wie sie schon im Nebel, der doch nur aus zerstreuten Duͤnsten besteht, merklich ange⸗ troffen wird(468).— Feuchte Duͤnste ch der Luft koͤnnen auch dem Wetterschlage einige Anlockung geben eher dise als jene Bahn zu nemen: aber eine freie Leitung one Platzung koͤnnen sie nicht gewaͤren.— Die Duͤnste von brennenden Koͤrpern ů zeigen (467) Philos. Trans. Vol. XLVII. p. 550. (47 b.) W. Seulo Philos. Trans. Vol. p. 393. exp. 4. P. 395: exp. 6. (4es) Ich sehe daher keinen Grund, zum Eitze der Ladung(§. 149.) eine von der Regenwolke verschidene Wetterwolke anzune-⸗ men(Anm. 204. 407.)— Indessen muß ich bekennen, daß ich bey der Vorstellung der mit Elektrizitaͤt geladenen Wolke noch unaufgeloͤsete Schwirigkeiten finde. Denn, wie wird die Kraft bey abgesonderten Teilchen so in einen Schlag ver⸗ samlet? und wie halten sich dise Duͤnste so zusammen, da sie vielmehr durch die gleichnamige Elektrizitaͤt sich von einander sondern und zu einer Entfernung treiben solten? U N derz * Ahnlt 010 uuch N daud vn Duuf Dij auch 0 CWewit snen nit z uffn H•d Ruuchuln RI Mnnl Imnpfatg SiIRu Mrande sit zu em de Löun Uin sarker nushg d ste(hh, 60) Win lleln Tou Nuei X LA er) Run 147 xů )3 RMlech Elektrische Litung.§. 194. 195. 617 6i. zeigen eben dergleichen Wuͤrkung. Bey aller Flamme finden 10 10 sich Feuchtigkeit, und da die Duͤnste beym Verbrennen sehr Aglice verduͤnnt und zerstreuet werden, so wird die Elektrizitaͤt 35 69 auch durch Rauch oder Flamme in groosser Entfernung an⸗ Un gelocket und abgeleitet, wiwohl die Leitung vom Rauch eben ö wie von Duͤnsten nur unvolkommen und geringe ist().— lannha Daß auch der Bliz durch Feuer angelokt werde, ist oben (H. 50.) erwaͤhnt: daher kan auch der Rauch aus den Schor— steinen mit zur Uhrsache dinen, daß sie so oft vom Bliz ge⸗ oder laken troffen werden. Wenn man also die aufsteigenden Iln Oün⸗ Rauchsaͤulen von unsern Feuermauern betrachten wolte, so ite ange⸗ wuͤrde man nicht wegen ein Paar Fuß Hoͤhe von einer Auf⸗ Duͤnste, fangungsstange Schwirigkeit machen, als ob dadurch oͤftere in selbige Schlaͤge aus Gewitterwolken hervorgelokt werden koͤnten. lebeh, det ich ange: 9.255. nen auch Aller andern in verschidenem Grade leitenden Koͤrper(7½ als jene hier zu erwänen erfodert der gegenwaͤrtige Zwek nicht, ug Ennen da die Leitung derselben uͤberhaupt so unvolkommen ist, daß Hrpen kein starker elektrischer Schlag, und noch weniger ein Wet⸗ Nigen terschlag dadurch one Platzung und Beschaͤdigung faren koͤnte(7), Wenn indessen die verschidenen Grade der Lei⸗ 3 66. l G 2 tungs⸗ (669) winkler Gedank. von der Elektr.§.43. und Eigensch. der 10 610) elektr. Mat.§. I. p. 3.§. 14. p. 15. Nemoire de Mr. ov e atzun⸗ Toun sur la maniere dont la flamme agit sur les corps electri- Hei, duñ i0 ques(Mem. presentés à LAcad. T. II. p. 246.) PRixsrrer Bul P. VIII. sect. 4. p. 403. u. f. V. HENLIV Phil. Trans. Vol. III LXIV. p. 392. exp. 3. p. 394. exp. 5. P. 395. exp. 6. a dr(20) Man sehe ein Verzeichniß davon bey Herrn Cavarro P. I. ann/ du 6 2. Pp. 8. n.f. sch vn(+t) Z. B. Frisches Holz wird fuͤr einen ziemlich guten Leiter sterꝛ gerechnet: man weiß aber, daß der Bliz auch gruͤne Baͤume zer⸗ 6¹8⁸ K. XIX. Elektrische Letung. tunasfaͤhigkeit genauer bestimmt wären„ so koͤnte man darnach auch der Bahn des Blitzes durch verschidene Koͤrper nachspuͤren, und oft erraten weswegen er 22— disen als jenen Weg genommen habe. §. 196. Widerstehende Koͤrper oder Nichtleiter sind vornehmlich Glas, Harz und harzigte Koͤrper, Schwefel, Wachs, Talg, Seide, Leder, Hare(), Federn, Baumwolle, troknes Holz, Stein, Papier, zu Kalk verbrante Metalle, Rost von Metallen: unter den fluͤßigen Koͤrpern die Oele und oͤligte Wesen(73.), die natuͤrliche trokne und nicht verduͤnnte Luft(73), wie auch trokne Duͤnste von erhizten brenbaren Koͤrpern, als von Lak, Terpentin, Bernstein und Schwefel(7.— Eben dise Koͤrper werden auch uhrspruͤnglich elektrisch genant, da sich zerschmettert. Holzkole leitet die Elektrizitaͤt ziemlich gut, aber durch den Schlag einer elektrischen Battery von 32 Quadratfuß ward sie in Staub zersprenget. PRIEsTIAX p. VIII. sect. 10. p. 44J. (22) Sie seyn von welcher Farbe sie wollen: daher man nicht in den weissen Haren die Eigenschaft der Leitung des Blitzes (Erf. 74. C.) suchen kan. (472 5.) Auch das Wein-Oehl: PEIESIEX P. VIII. sect. 4. p. 404. u. f. (rs) Wenn dise nicht dem Durchgange der Elektrizitaͤt einen betraͤgtlichen Widerstand entgegen sezte; so koͤnte die Elek⸗ X trizität nimahls an andern Koͤrpern angehaͤuft werden. Von eben derselben Eigenschaft ruͤret auch die beim Durch— bruche durch die Luft erregte lamme und Platzung her.— Bon dein Widerstande welchen der Bliz in der Luft findet sind oben(. 83. 87.) Beweise 70 (4) Norter Recherches p. 193. lvV. exp. 5. 6. PRsrrr P. I. per. 10. sect. 2. p. 136. + 0 I ihen, Cahn 10 z Du RunH i Wübu. X aon d Et Hen, wie u„ uun Iue susen i 4 Wön gaan dn 9u der MW WE Kpeu, v sen hi, II eiherchaf litung ver Hirtet it in zi viche Cig duuuch zu Elhristit 8ein Noh NC Elektrische Leitung.§. 196. 197. 619 Wahe ul sich an inen⸗ in so ferne sie ö zu Versuchen faähig sind, die hrHn Eimtritzitet erregen laͤßt.— Sie halten in gewissem Verhaͤlt⸗ I nisse den Durchgang der Elektrizitaͤt auf: sind aber nicht vermoͤgend einem jeden Grade der elektrischen Kraft zu wi⸗ derstehen. Wenn also dise den Widerstand uͤberwiget, und wenn der Schlag nicht an der Oberflaͤche hin geleitet wird; so bricht er durch, und eben bey disem Durchbruche entste⸗ 113 hen, wie gesagt, die heftigen Wuͤrkungen. Hivon sind ah,Luh auch Glas, Lak, Harz, Seide u. s. w. nicht ausgenommen. aes hoh—Zu dem Blitze verhalten sich demnach dise Koͤrper auch auf Maulan aͤhnliche Weise. Daher kan die Leitung desselben keinesweges Hengh, einigen in der Luft enthaltenen Streifen brenbarer Duͤnste „wie auch zugeschriben werden. Er zersprengt aber auch alle der⸗ doon dal, gleichen Koͤrper mit Gewalt, wenn er nicht etwa bey einigen Cben dit an der Oberflaͤche einher zu faren geneigt ist.— Von der 6nant, A gemaͤligen Mitteilung der Elektrizitat in widerstehenden sih Koͤrpern, welche man von dem Durchfaren wohl zu unter⸗ umich gut, scheiden hat, ist oben(H. 151.) gehandelt worden. lery von zr Palxsriut W—§. 197. Es ist noch anzumerken, daß verschidene Umstaͤnde die Eigenschaften der Faͤhigkeit oder Unfaͤhigkeit zur Elektrizitaͤts⸗ leitung veraͤndern koͤnnen. Neuverfertigtes Glas, besonders das haͤrteste und am besten verglasete, leitet oft die Elektri⸗ han nicht i 0 hes Bißes ir zitaͤt in ziemlichen Grade,(vermuthlich an der Oberflaͤche,) hle di Eh welche Eigenschaft sich aber mit der Zeit und durch den Ge⸗ hust wabn brauch zu verliren pflegt(4rs).— Frisches Holz leitet die hun Duct Elektrizitaͤt ziemlich gut: wenn es wohl gedoͤrret ist, wird u H. es ein Nichtleiter: wiederum, wenn es zu Kolen gebrant ist lfnn G 3 erhält III P.I(45) CavalIO P. I. c. 2. P. 7. PRIESTLEV P. VIII. sect. 5. P.09. *⁷............—.—— .i..—.——.— V 6²⁰ K. XIX. Elektrische Leitung. erhaͤlt es oftmahls eine gute Faͤhigkeit zur Leitung(): endlich aber wenn es zu Asche verbrant ist verliert es dise Eigenschaft.— Wenn die nichtleitenden Koͤrper stark erhizt werden leiten sie die Elektrizitaͤt, z. B. rothgluͤendes Glas, geschmolzenes Harz, gedoͤrretes Holz welches sehr heiß ge⸗ macht worden, heisse Luft u. s. f. hingegen wird das Eis in einer Kaͤlte von 20 Graden Reaumurs unter dem Gefrier⸗ punkte(oder 13 unter o nach Fahrenheits Maasse) zum Nichtleiter, so daß man es auch zum Elektrisiren gebrauchen kan(477).— In der auch one Hitze bloos verduͤnnten Luft faͤhrt die Elektrizitaͤt leicht durch. Im luftleren Raum ver⸗ teilt sie sich uͤberal, faͤhrt nicht in geballten Funken oder duͤnnen Stralen, als wo sie von der Luft gedraͤngt wird; sondern in ausgebreiteten Lichtstroͤmen, soweit diser Raum reichet, einher(). XX. Ka⸗ () Dises zeigt sich nicht allein an Holzkolen, sondern auch an gebranten Steinkolen, jedoch nicht an allen Kolen, und zuweilen laaͤßt sich eine ziemlich starke Elektrizitaͤt an der Oberflaͤche einer Kole, aber nicht durch iren Inhalt hin⸗ leiten. Priestley P. VIII. sect. 3. p. 398. Cavallo P. I. c. 2. P. 9. sq. (477) Wie Herr Achard in Berlin 1776 im Jenner erfa⸗ ren hat. (5) Priestley P. I. per. 10. sect. d. p.187. Philos. Trans. Vol. XIVII. P. 370.— Die Anmerkungen des Herrn Prof. Wilke zu Sranklins Brifen p. 323. verdinen auch uͤber dise Versuche den luftleren Raum betreffend, und uͤber einige besondere Wahrnemungen dabey, nachgelesen zu werden. Sia died Röchn! Wähuh' gaseher wrlotumg Zle astde dut M en djde Huühegen Hingttrit ihhrtiche suuden du an der durh ein n Un siten lis Miunge! snd zus Cchag u sihe Ba bohucht Iodunge lasen wil hnicht z ssoale; ˙ ö 62¹ Hitung(09. isint eg XX. Kapittel. 0 Bestimmung der Bahn des elektrischen Schlages 0 ö Whg⸗ und des Blitzes. 10 us Eiz nf§. 198. 1 5. Die Vorzuͤglichkeit der Leitung in aller Hinsicht bestimmet un 6 die Bahn des elektrischen Schlages, naͤmlich sowohl seinen in duf Ausbruch an disem Orte, als seinen Weg zwischen den ge⸗ Ruum ger genseitigen Elektrizitaͤten. Ueberal wird demnach zur Her⸗ ien ober vorlockung desselben oder zur Anlockung auf eine gewisse agt wird; Stelle erfodert, daß er eine solche Bahn vorfinde auf wel⸗ set Mum cher er zur gegenseitigen Elektrizitaͤt durchdringen kan, da eben diser Trieb oder Drang zur Begegnung die Uhrsache ist weswegen der Schlag erreget und an disem oder jenem Orte V. Ka⸗ erreget wird. Auch in zusammenhaͤngenden Koͤrpern gehet die eigentliche Erschuͤtterung nicht abwaͤrts in andere Teile, sondern nur durch dijenigen welche ihn zum Zile leiten, wie ein jeder an sich fuͤlen kan, der den Schlag entweder nur an 910 durch einen Arm, oder durch beide Arme, oder von dem ilt an ke einen Arme zum queeruͤber stehenden Beine, u. s. w. durch⸗ Mhatt sin faren laͤsset. Wenn also auf disem Wege keine volkommene Ouh P. I Leitung vorhanden ist; so muß doch wenigsteus der Wider⸗ stand zusammengenommen nicht groͤsser seyn als daß der aun al Schlag nach Verhaͤltniß seiner Staͤrke ihn uͤberwinden und seine Bahn bis zum Zile fortsetzen kan. Herr Priestley beobachtete, daß, wenn man den Funken oder Schlag einer Ladung durch eine Reihe abgesonderter Stuͤcke Metal faren 414 lassen wil; selbiger auch nicht auf das erste zuschlaͤgt, wenn he er nicht zugleich die uͤbrige Reihe mit erreichen kan, und daß H also alle Zwischenraͤume zusammen genommen ein gewisses G 4 Maas 1-7e———— —.:t:tee/ 6²² K. XX. Bestimmung der Bahn Maas nicht uͤberschreiten muͤssen(.— Der Vorzug einer Leitung oder Bahn des Schlages vor der andern ist also auch nicht nach einzelnen Stuͤcken, sondern nach der gesamten groͤssern Anlockung oder dem mindern Widerstande in dem ganzen Zwischenraume zwischen beiden Elektrizitaͤten zu schaͤtzen— Die Annaͤherung eines Metalles bringt noch kei⸗ nen Schlag aus einer geladenen Flasche oder Battery hervor, wenn dises Metal so durch widerstehende Koͤrper, Glas, Lak, gedoͤrrtes Holz, Fischbein, u. s. w. abgesondert wird, daß der Schlag nicht zur gegenseitigen Elektrizitaͤt durchdringen kau. Eine vorzuͤgliche Leitung aber lokt auch den elektrischen Schlag/ d.i. die Durchfahrt zur gegenseitigen Elektrizitaͤt, mitten durch einen widerstehenden Koͤrper, und folglich an einer Stelle hervor wo er sonst nicht ausgebrochen oder doch nicht bey einer so groossen Durchbruchsweite entstanden seyn wuͤrde. Z. B. das Gegenuͤberhalten eines Metalles von welchem eine weitere Leitung zur gegenseitigen Elektri⸗ zitaͤt fuͤret, veruhrsachet den Durchbruch einer Ladung durch ein Buch Papier, durch duͤnnes Glas, Lak u. s. f. welchen ein anderer Koͤrper nicht zuwege gebracht haͤtte) und so ver⸗ uhrsachet es ihn auch durch die Luft in groͤsserer Entfernung als andere Koͤrper. In gleicher Durchbruchsweite erhalten also auch Koͤrper einerley Art nicht gleich einen Schlag, sondern er wird einer andern schlechtern Leitung vorbey gehen, um auf die volkomnere zuzufaren, wenn solche gleich etwas weiter von dem Ausbruche entfernt ist, so lange naͤm⸗ lich der Widerstand in disem Zwischenraume noch weniger betraͤgt als derjenige welchen er bey einer zwar kleinern Durchbruchsweite aber nachmahls unvortheilhaftern Bahn zu uͤberwinden gehabt haͤtte. Wa§9. 199. (479) P. VIII. sect. 16. n. 1. p. 478. Mbis Rulgend Whsj ud 9nt wor Maem ruf de gah WMW • Mäale Ifbd uf Hn O. M Hh Gbiudevoth Rchn n Wubblkomme etlihten Huchen die sty niht K Wetsand: Reapgen n Duchbrut schehen sey Hulln und Susth het gen ilen sehj sh in Hckam unt Hing,(vi hal nur he Maere Hurt AWuum Y U des Schlages.§. 198. 199. 6³3 Rugug lutt is h ö 40 hüi Dises bestaͤtiget was oben(H. 28. 30. 33.) von der zusam⸗ Wenhn menhangenden 35 des Vlitzes, dessen Durchbruche durch iu die Luft, 100 vorzuslicher Bestimmung auf eine gewisse Stelle Wwüh Wmt 3 Deun/ icht bloos ein abgesondertes Ihhun Metal am Gipfel eines Gebaͤudes Lurdhn anlocken, wenn 6ü ⸗ auf der ganzen Bahn von der Wolke bis zur Erde noch zu 1 ⁷ viel Widerstand uͤbrig ist: und hingegen wird die Weglassung bub, uder Metalle an der Spitze der Gebäͤude uns nicht vor einem dchrmg treffenden Wetterschlag sichern wenn der gesamte Widerstand sishen von dem Drange eines durchbrechenden Schlages uͤberwun⸗ Mhujstif, den werden kan, besonders wo verstekte gute Leiter in dem glich an Gebaͤude vorhanden sind, welche der Bliz mit Durchbrechung hen oder der obern und zwischenligenden widerstehenden Koͤrper oder utstanden unvolkommenen Leiter, erreichen, und dadurch seine Bahn Malls erleichtern kan. Je groͤsser also der Teil diser Bahn ist in Cktti welchem die Durchfahrt durch gute Leiter befoͤrdert wird, 1h ducch desto mehr kan der Schlag seine Kraft auwenden, denjenigen welchen Widerstand zu durchbrechen durch welchen er zu diser Leirung so vit⸗ gelangen muß: folglich kan er darauf in einer groͤssern Itfernung Durchbruchsweite fallen, als auf eine andere Stelle ge⸗ ethle schehen seyn wuͤrde. Wie viel diser Unterschied unter Me⸗ Gchlig, tallen und andern Koͤrpern beym Ausbruche eines Wetter⸗ tutbeh strahls betraͤgt, laͤßt sich nicht genau bestimmen. In eini⸗ che glich gen Faͤllen scheint es nicht einmahl 50 Fuß weit gewesen zu ige nüm, seyn(H. 124.): allein, wenn die Wolke von der andern Seite helihet herkam und der Strahl doch nachmahls zur Ableitung uͤber⸗ II ging,(wie Erf. 150.), so lokte ihn doch das Metal, und es INNN war nur der groͤssere Widerstand durch die Luft und der we⸗ nigere durch veste Koͤrper welcher ihn durch die leztern seinen h. Weg zum Metalle zu banen noͤtigte. G 5§. 200. 6³⁴ K. XX. Bestimmung der Bahn §. 200. Was nun die innere Tanglichkeit der zur Leitung faͤhigen Koͤrper betrift, so zeigt sich bey den Metallen der Vorzug in der Bahn des elektrischen Schlages so merklich, daß der⸗ selbe inen auch durch betraͤgtliche Umwege folgt wenn er gleich einen kuͤrzern Weg durch andere Koͤrper vor sich haͤtte(44). Dises sehen wir in dem bekanten Versuche mit der Vergoldung eines Buches und in unzaͤligen andern die sich auf mancherley Weise anstellen lassen. One aber der schlechtern Leiter zu erwaͤnen, wollen wir nur die Verglei⸗ chung der Metalle mit dem Wasser und mit menschlichen Koͤrpern betrachten. 169. Erf. 4Heer Kinnersley gab dem elektrischen Schlage einer geladenen Flasche zween Wege zugleich, einen geraden durch einen Trog mit Wasser, 10 Fuß lang und 6 Zoll im Gevierte, und einen Umweg durch 20 Fuß Metaldrath. Nun ging der Schlag allein durch den Metaldrath, und nicht durch den kuͤrzern Weg des Wassers. Wenn aber der Drath wegge⸗ nommen ward, so ging er durch das Wasser, welches der⸗ jenige fuͤhlte der seine Hand in das Wasser tauchte, da mau hingegen nichts fuͤhlte wenn der Metaldrath zur selben Zeit angebracht war ⸗(489 b.). Der Erfolg ist hier um so merkwuͤrdiger da doch der Um⸗ fang des Wassers zur Leitung zureichend war, indem es nicht zer⸗ (Are) phiEsrIET P. I. per. 8. seck. 2. p. 70. U. f.— Herr Priestley fand auch durch Versuche, daß die Kraft des Schlages zwar durch die Laͤnge der Leitung geschwaͤchet wird, aber nicht durch die Bigungen oder Winkel durch welche er einher faren muß. P. VIII. sect. 15. p. 47A.• (4 p.) Franklins ExXp.& Obsü. Lett. 24. p. 322 0 Riuae dn M unndr e ufthe, auch uhfoden und nut u ist yr huin wel Mal vehrmeme Asint. IWil HRi Maon ullcen K I(, An: uniichd Hefenden hin nach Aule des Iutzt od Rung sigt wot des Schlages.. 200. 201. Ers. 169. 625 zersprenget ward wenn der Strahl dadurch hin fuhr.— Von dem menschlichen Koͤrper lehrt die Erfarung ein gleiches wenn der Strahl zugleich eine zureichende Leitung an Metal ug fühigr + Dorgg luß bar vorfindet. Wer den Metaldrath durch welchen die Entladung wenn er einer Flasche geschihet zwischen den Fingern haͤlt, wird nichts hn sch empfinden wenn die Leitung durch das Metal zureichend, sucheni und nur um destomehr je unzureichender diselbe im Verhaͤlt⸗ landen di nisse zur Ladung ist— Ja, der Strahl verlaͤßt andere Koͤr⸗ aber de per in welchen er sich schon ausgebreitet hatte, und samlet sich de Vecgli⸗ an Metallen, wie, ausser vilen andern Versuchen ein jeder uschiche wahrnemen kan der einen elektrischen Schlag durch einen Teil seines Koͤrpers faren laͤßt und ihn mitten von demselben durch Metal ablocket, da derselbe dan bloß seinen Weg ver⸗ age einer folget und sich nicht in andere Teile des Koͤrpers ausbreitet. aden durch— Vielweniger wird er also von einer schon ergriffenen me⸗ Gebierte, tallenen Leitung abspringen und auf andere Koͤrper zufa⸗ 1 ging det ren(68½). durch den§. 20. uh wegge Vom Blitze ist oben ein gleiches angemerkt worden: daß uches dei naͤwlich derselbe, wenn er eine zureichende Leitung an Metal nuchte, N gefunden, diser durch alle Kruͤmmungen eine weite Strecke Hzur schhn hin nachfolge, nicht davon ab durch die Mauer oder andere Teile des Gebaͤudes fare, wenn selbige gleich vom Regen ac Krun⸗ Zbenezt oder sonst feuchte sind, und wenn gleich die metallene t lic Leitung mit Naͤgeln, Krampen, u. s. w. am Gebaͤude beve⸗ 0 stigt worden; sondern, daß er vielmehr, wenn er schon andere n Mrüllh (41) Bey den Ausnamen(§. 203. 204.) kan der Strahl freilich iht von einer metallenen Leitung ab und durch andere Koͤrper e gehen: es geschihet aber doch nur um auf anderes Metal zu faren, ober etwa mit einem kleinen Durchbruche die Gegenladung zu erreichen. ——————————————————————Ä—33———— ̃qqql 2 6² K. XX. Bestimmung der Bahn andere Teile des Gebaͤudes ergriffen hatte aus denselben zu der Leitung am Metalle hinfare(9. 01. 112.). Ferner, daß er nicht an Menschen herabfare wenn ihn ein Metal vorbey leiten kan, und vielmehr durch Metal vom menschlichen Körper abgelocket werde(. 60. u. Erf. 50).— Es wuͤrde also auch in dem Falle da der Bliz etwa durch den hoch auf⸗ sieigenden Rauch eines Schorsteines angelokt worden, eine Auffangungsstange an der Ableitung iren Nutzen schaffen, indem der Strahl ehe er noch das Gebaͤude selbst erreichte auf den bessern Leiter zuspringen wuͤrde— Die vorzügliche Leitung der Elektrizitaͤt an Metallen war zwar schon lange bemerkt, aber noch nicht genug erwogen, noch weniger mit der Leitung des Blitzes verglichen worden, und doch hatte man auch dise schon vormahls beobachtet, aber nur nicht in den Faͤllen gesucht wo das Metal unbeschaͤdigt gebliben, dadurch dan der Nutzen der Folgerungen aufgehalten ward(48⸗). Mit andern Augen, begleitet von nachforschen⸗ dem Verstande, nuzte Herr Franklin seine Wahrnemungen. Oenn, da er bemerkte, daß wenn man den Schlag einer elektrischen Ladung uͤber den Band eines Buches faren liesse auf welchem sich am Rande vergoldete Striche befaͤnden, sel⸗ biger augenschein lich disen Strichen in iren Bigungen folgte und nicht den kuͤr zesten Weg queer uͤber den Band des Buches nahm, wie auch, daß dergleichen feine Striche, welche doch nur einen uͤberaus geringen Iuhalten von Golde haben, zu⸗ 40 ö e ö reichten (52) S. F§. 101.— Scheuchzer sagt schon: Wateeral p. 38. „Insonderheit scheint das Feuer des Blitzes zu fallen auf die Metalle, sonderlich das Bley, welches in kleine Teile zer— schmolzen, hin und wieder getriben wird. Eisen und Silber, weil es nicht so leicht Wai. als das Bley, wird entzwey gebrochen.„ c sihe — Wochig u da f Hitu duch emne hulde da lssh wir 0 mast Vlchen g IL l Wamuunge vch w Afbecen Dam, v hn lil Mhe da eist ¹ o gede singt h schin wii In Sche die Etfar des Schlages.§. 20T. 6²⁷ eselben z Ianer, V reichten eine starke elektrische Ladung durchzuleiten; so wen⸗ X vorbe dete er die Wahrnemung dises kleinen Versuchs alsobald auf muschlichen die wichtige Betrachtung des Blitzes an. Er muthmaassete ninde naͤmlich daraus, daß der Bliz auf gleiche Weise durch die uhoch aiß freie Leitung von einem Metaldrate, oder desgleichen, auch uwn, eue durch einen Umweg hinfaren, und andere Koͤrper im Ge⸗ en shuffn baͤude dadurch er nicht so leicht dringen koͤnte unberuͤhrt Rreräche lassen wuͤrde(83). Eine nuͤzliche Betrachtung der Schritte unuͤlch des menschlichen Verstandes, und des wichtigen Vorteils shon hu welchen gruͤndliche, das ist auf Wahrnemungen gebauete Ruhtr mi und nach Erfarungen gepruͤfte, Vermutungen dabey leisten, 11 hute ist hier nicht unbemerkt zu lassen„daß naͤmlich eben 2 ii ut Vermutungen uns auf eine Spuhr zur Wahrheit füren gola, welche wir sonst nicht aufgefunden hatten⸗ indem sie uns mäuln aufwecken das was wir sonst uͤbersehen wuͤrden zu beachten. Rushan Denn, wie(H. 101.) gesagt, erst nach diser Franklini⸗ schen gluͤklichen Vermutung ward man gereizet der Bahn 51 des Blitzes aufmerksam nachzuspuͤren, und nunmehro wur⸗ 5 110 den erst die obenangefuͤhrten Wahrnemungen aus welchen 45510 die Leitung desselben so klaͤrlich erhellet, genutzet, da man mnen st doch gedenken solte, daß sie bey so haͤufigen Vorfaͤllen schon unfiht laͤngst haͤtten in die Augen fallen muͤssen(484). Hingegen B sehen wir auch in dem Beispile vormaliger Naturforscher vihe u den Schaden ungepruͤfter Hirngespinste, welche man one , d die Erfarung zu befragen fuͤr eingesehene Wahrheit annimt nihtin und (483) In seinem laten Brife aus Philadelphia 1753. p. 124. 10 10(asa) Selbst Herr Franklin hat die erste eigentliche Bemerkung π¹ von der vorzüͤglichen Leitung des Blitzes durch eine Strecke Hil z Metal nebst der dadurch bewuͤrkten Verschonung anderer elbe, Teile des Gebaͤudes erst nachmahls an der Kirche zu Newbury 4(Erf. 1o8) im Jahr 1754 gemacht und im folgenden Jahre berichtet. Phil. Trans. Vol. XLIX. p. 307. Exp.& obs. v. 162 —922*7888.88⁵K88 R———*—*—— —.—.....————.— F.RRe:e‚eeeett....— X 6²8 K. XX. Bestimmung der Bahn und badurch von der noͤtigen Nachforschung abgehalten wird. Denn da man es schoͤn fuͤr ausgemacht annahm, der Bliz sey eine Entzuͤndung und Zerplatzung breubarer Duͤnste, sahe man immer mit verblendeten Augen, oder sahe gar nicht, und alle Erfarungen aus welchen das Gegenteil er⸗ hellet wurden vernachlaͤßiget oder verdunkelt. 9. 202. In der Leitung an einerley Koͤrpern, wie auch an einem zusammenhaͤngenden Koͤrper, folgt der elektrische Schlag, wenn andere Umstaͤnde gleich sind, dem kuͤrzesten Wege zwi⸗ schen den gegenseitigen Elektrizitaͤten(463), und es ist merk⸗ würdig, daß, ob sich gleich die angehaͤufte Elektrizitaͤt an den leitenden Koͤrpern in einem Augenblicke uͤberal verbrei⸗ tet, dennoch der eigentliche durchfarende Strohm, oder die Erschuͤtterung des Schlages auch bey aneinanderhaͤngenden Leitern nur in einem solchen Umfange verspuͤret wird als zur Leitung desselben zureichend ist, und folglich an Metallen nur einen schmalen Strich einnimmt. Man kan die Spuhr davon deutlich an der Vergoldung auf einer Glasplatte wahr⸗ nemen uͤber welche man den elektrischen Schlag faren laͤsset, als welcher nur auf disem Wege das Metal anschwaͤrzet oder zerstoͤret(86). Daß auch die Elektrizitaͤt bey der schnellen Durch⸗ (485) Priestley P. I. per. 8. sect. I. p. 61. (486) wilke Anmerk. zu Franklins Brifen§. 5L. p. 269. Herr Priestley bemerkte auch, daß wenn er den Schlag einer Battery uͤber die Oberflaͤche eines gruͤnen Kohlblattes fa⸗ ren lies, eine wohlbegrenzte, beinahe einen Viertel Zol breite, Spuht hinterlassen ward, in welcher sich das Ge⸗ webe des Blattes zerstoͤhrt hefand.(Prieltley P. VIII. sect. 15• P. 473. ddsiln de Hen Eimnteong um he? eutgege hahest Den Dah Gliude, adn Mt Gepgl au W muadad Masund Nysich uunz shs. Ichn(E uun de Ol schesn, ihn nicht Mafläche emn bidel de gunn des solgh, mindon! Imn Hesin des Schlages. F. 20204. 6² ir Durchfahrt des Schlages nicht angehaͤuft werde, zeigen 10 900 die an dem andern Ende einer abgesonderten metallenen Wüt Stange angehaͤngte Holundermark⸗Kugeln, als an welchen l man keine Bewegung wahrnimmt, wenn der Schlag uͤber Rruel e⸗ das entgegengesezte Ende hin geleitet wird(86 d.)— Ein gleiches ist oben(Erf. 49. 107.) vom Blitze angemerkt wor⸗ den. Daher ist auch die Bevestigung einer Ableitung am Gebaͤude, oder der Zusammenhang mit andern darin stek⸗ hen einen kenden Metalle unschaͤdlich, weil der Bliz nur in dem Striche he Schlhz, Gewalt ausuͤbet wo er herunter faͤret. Wahe zwi⸗ ů—.—.— „iüri Ferner kan eine reichlichere Leitung den Strahl bon ener Wucher⸗ unzureichenden ablocken, da der selbe an lezterer einen groͤssern ů Widerstand findet, indem er entweder zum Teil an der 665 Oberflaͤche durch die Luft einher faren muͤßte oder die Lei⸗ üne tung selbst zersprengen wuͤrde.— Ein Beispiel vom Blitze Duß ir ist oben(Erf. 138.) angefuͤhrt— Aus dem, was(§. 186) Raulen von der Oberflaͤche der Leiter gesagt worden, laͤßt sich auch Shuht schliessen, daß er gleicher Weise, wenn der Inhalt selbst anemht ihn nicht volkommen durchleiten kan, eine groͤssere freie nin list, Oberflaͤche der kleinern oder von vesten widerstehenden Koͤr⸗ rscwitzt pern bedekten vorzihen muͤsse. ershnellen. 204 91 Da keine Leitung so volkommen ist daß sie der Bewe⸗ guͤng des Schlages nicht noch einigen Widerstand geben E solte(97), und da die Bahn desselben uͤberhaupt durch den 0l et mindern Widerstand auf diser oder jener Seite hie oder da Hlhtt hin bestimmet wird; so koͤnnen auch Umstaͤnde vorkommen Iu da 4146 195(86.) Priestley P. VIII. sed. 14. P. 47L. (4) S. oben Anm. 480. A.—..—....—....—..—.—.——.—.....—————* ———..—..— 2½............—.—.—.—————————„¶2 63⁰ K. XX. Bestimmung der Bahn da diser Widerstand in einer langen obwohl tauglichen und zusammenhaͤngenden Leitung groͤsser wird als derjenige welcher bey einem kleinen Durchbruche durch eigentlich so genante widerstehende Koͤrper zu uͤberwinden waͤre. Herr D. Priestley und Herr Cavallo haben dises in einem artigen Versuche gezeigt, welcher jedoch zugleich den groossen Unter⸗ schied einer zusammenhaͤngenden und nicht zusammenhaͤn— genden Leitung vor Augen stellet. 170. Erf. WMan legt einen etwa 5 Fuß langen Metaldrath so ge⸗ kruͤmmet daß derselbe ein Ohr(eine Oese) vorstellt dessen gegen einander gekehrte Bigungen nur 2 Zol oder weniger von einander stehen. Wenn nun der Schlag einer elektrischen Battery dadurch abgefeuert wird, so schlaͤgt ein Funken bey disem kleinen Zwischenraume von dem einen Arme des ge⸗ kruͤmmten Drates zum andern uͤber. Wenn der Drath kuͤr⸗ zer ist, so muͤssen die Bigungen naͤher an einander gebracht werden wenn der Funken uͤberspringen sol. Daß aber doch nicht der ganze Schlag uͤberspringe, zeigt sich, wenn man einen duͤnnen Metaldrath uͤber disen Zwischenraum legt, da selbiger kaum roth gluͤend wird. Wenn man aber den dik⸗ ken Drath nur mitten in seiner Kruͤmmung durchschneidet und also den Zusammenhang desselben ein wenig unterbricht, so wird jener duͤnne Drath durch einen Schlag von eben der Staͤrke voͤllig geschmolzen, ja zerstaͤubet„(). Wie weit die Strecke einer zusammenhaͤngenden Metallei⸗ tung bey einem Wetterstrale durch Umwege gehen koͤnne ehe derselbe einen kurzen Durchbruch durch widerstehende Koͤrper waͤlet, und welches die naͤhern Bestimmungen seyn moͤgten, ö ist (Es) ppirsrryr P. VIII. scct. 15. p. 475. Tab. I. fig. 9. und Ca⸗ vAI.LO P. III. Cc. II. exp. 2. p. 205. — 6 ntu 0 leh chdn Halhuch t in HDage 8gihn d Rhochm! Du Ll Inhhahn Yn E sst R eEnden! ner sub sig, hy Maudran Rune Hla luänliche ganElktr eiler Ichen d uc zuf niht bet Damn Hshfe V pb IlUl. ahn des Schlages.§. 204⸗206. Erf. 170. 171. 631 11 ist noch aus Erfarungen zu erforschen. Vermuthlich wuͤrde 20 hjng er auch bey einer langen wagerechten nahe an der Erde hin⸗ 0 Hallch gehenden Leitung davon abspringen um mit einem kleinen uun Har Durchbruche sogleich zu seinem Zile zu gelangen. Indessen eum grign leitete ihn doch zu Sagan(Erf. 107.) eine sogar unterbro⸗ Rlossen lnte: chene Vergoldungsleiste auf 24 Ellen weit, wagerecht wenige Zusenmerhih Fuß uͤber den Fußboden fort, one daß er niderwaͤrts durch⸗ gebrochen waͤre. §. 205. halbath sog Der elektrische Strahl folgt immer mit groossem Vor-⸗ orstelt desn zuge einer wohl zusammenhaͤngenden Leitung vor einer ober wenige unterbrochenen. relektrischen 171. Erf. Inen he*„Herr Edw. Nairne stekte in eine glaͤserne 4 Zol weite, me des gy 8 Zoll lange, mit Wasser gefuͤllte und an beiden Enden zuge⸗ er Diath Elz stopfte Roͤre von beiden Seiten einen Metaldrath, so, daß ver gebinch die Enden mitten in der Roͤre ohngefaͤhr 4 Zol weit von ein⸗ aß aber doch ander stunden. Wenn nun ein maͤßiger Schlag hindurch „wern mon fuhr, so zersprengte selbiger die Roͤre an der Stelle wo die nun kit, v Metaldraͤte von einander standen. Wenn aber nur eine sehr aber den dl dünne Klaviersaite mit dem einen Drate verbunden, daneben duchschebe(Cnamlich ausserhalb der Roͤre! herunter, bis zur gegenseiti⸗ gen Elektrizitaͤt gefuͤhrt war, so ging sogar ein starker Schlag von einer vollen Ladung von 50 Quadrat-Fuß bekleideter Flaschen durch dise Saite, und ob selbige gleich gaͤnzlich da— durch zerstaͤubet ward, so ward doch die Glasroͤre nunmehr ipintethiiht n cen d 0, Iden Manlt ehn Enme nicht verlezt„(5). ᷓ. 206. dehende Kotgg ö mu Wenn indessen mehrere Leitungen ohngefaͤhr von gleicher schumg Beschaffenheit sind und zu demselben Zile fuͤren, so kan sich der 0(430 Ppal. Trans. Vol LXV. p. 145.— auch Erf. 173. III. Teil. 2 D+................—...—.. ——2222 63² K. XX. Bestimmung der Bahn der elektrische Strahl auch darin verteilen, wenigstens ge⸗ schihet dises wenn keine derselben recht volkommen ist: denn die Unvolkommenheit einer Leitung, es mag der Feler in zu geringem Umfange, oder in dem Mangel des Zusammen⸗ hanges, oder in beiden stecken, veruhrsachet, wie gesagt, der Durchfahrt des Strales einen merklichen Widerstand. So ist das Beispiel des Herrn Graham beschaffen, da der Schlag durch die Arme von mehrern Personen zugleich ge⸗ leitet wird(40), und so verhaͤlt es sich auch in verschidenen Versuchen des Herrn Henly() bey welchen naͤmlich die Leitung durch Ketten geschahe, obgleich diselben von sehr verschidener Laͤnge waren und die eine Kette sich auch nicht in unmittelbarer Beruͤrung befand. Zwar bediente er sich in andern Versuchen einer Seits einer eisernen 13 Zoll brei⸗ ten und 2 Zol dicken Stange, anderer Seits einer duͤnnen Kette; und dennoch erschinen auch helle Funken an der Kette. Hier war freilich die Leitung durch die Stange mehr als zu⸗ reichend, und nur der kleine Mangel von Zusammenhang beym Zu⸗ und Absprunge derselben: allein, obwohl die Er— scheinung der Funken oder des Lichts an solchen Nebenlei⸗ tungen einige Ausbreitung des elektrischen Strahls oder der Erschuͤtterung anzeiget, so laͤßt sich doch aus verschidenen andern Versuchen genugsam abnemen, daß dises nur ein sehr geringer Teil sey, und daß die Hauptfahrt der Erschuͤt⸗ terung, mittelst welcher die eigentliche Gewalt des Schlages ausgeuͤbet wird, sich nicht in solche Nebenleitungen die mit mehrerm Widerstande verknuͤpft sind verteile wenn er eine andere zusammenhaͤngende Bahn vorfindet. So wurden in dem einen Versucht des Herrn Henly() die Saͤgespaͤne ö uͤber (490 Priestley P. I. per. S. seck. I. P. 66. (41) phil. Trans. Vol. LXIV. p. 401. (½ Das. p. 402. I uunt e Wbuch „Hut Rͤßthtt! Isammen haung, Mola dueh ein set gum I, I Salig her Mfichid I M asammen Gihut hoch uuch fII il W Aaslac Munes Hihey do Uhtath! uime w⸗ Vhnen wal an einet lit het nur 4057 I ö des Schlages.§. 206. Erf. 172. 633 denigsteng 10 ů hin st: den über welche der Strahl zu der einen Kette hinfaren mußte r ilr in zwar mit erleuchtet, aber nicht auseinander geworfen, wie Vsenmg doch durch die geringste Gewalt haͤtte geschehen muͤsseu. ni geag, Ser 172. Erf. ö Mersand, etd Henly fand auch in einem andern Versuche, daß fu, du de die Fahrt 5rr Entladung einer kleinen Flasche eher dirch eine ugliih g zusammenhängende, oder vielmehr nur zusammentreffende ashbem n n Auriauderstoessende Ketten, bleiern Roren, e Hn I Land r Hette welche zu derselten Flashe leitee. 12 r sch— wenn er die Flasche nur halb vol ladete, o ging der ZU bis Ochlag eher durch die besagte lange Leitung aß uͤber die er dünnen Karte zur kurzen Kette wenn selbize auch nur herRan 46 Zol entfernt war„(45). Hibey ist zu merkn, daß der Hual zu Zusammenhang der langen Leitung, nach den was oben amenhang G; 4 0—00 20 ainn worden⸗ 5 doch noch nicht fuͤr volkommen geachtet werden, und folglich Hdeen fast so viel Widerstand geben konte als ZolZwischenraum, Hiüts zumahl da der Fahrt des Strahls in disem Raume noch die Oberflaͤche eines Koͤrpers zu Huͤlfe kam. So ist auch in Herrn ashonn Nairnes(Erf. 1)1) angefuͤhrten Versuche merwuͤrdi 3„ daß n dabey doch die Leitung durch den zusammenhingenden Me⸗ Rreishit; taldrath nicht one allen Widerstand seyn kente weil er zu öclags duͤnne war und zersprenget ward: und in Herrn Priesileys ah Wahrnemung(Erf. 170.) ward auch dan rur geringe Ge⸗ in erein walt an der einen Seite ausgeuͤbt wenn diselbst doch mit vudenn einer leichten Beruͤrung eine kuͤrzere Nebenleitung veruhrsa⸗ t chet war, folglich betrug der uͤberspringende Funken wenn 0 H 2 ein (43) Phil. Trans. Vol. LXIV. p. 408— Man sihet hieraus, daß der Schlag desto mehr Seitenwuͤrkung in unterbrochenen Nehenleitungen ausübe, je staͤrker er it. ——— öitCtooQ•'hncn'..⸗88——ę ———22222——————— 22— —————— 6³⁴ K. XX. Bestimmung der Bahn ein Zwischenraum gelassen worden gewiß noch viel wenig er. Daß sich der Hauptstrahl auch durchgehends zusammenhalte und selbst das einander beruͤrende Metal nicht weit zur Seite zerstoͤre, ist oben(9. 202.) schon gezeiget worden. §. 207. Von einer Unvolkommenheit der Leitung und dem daraus entsprintenden Widerstande scheint auch die Seitenwuͤrkung herzuruͤrm welche ein elekteischer Schlag zuweilen auf andere angrenzeide nicht unmittelbar zur gegenseitigen Elektrizitaͤt leitende Hrper aͤussert(04); denn, dise Wuͤrkung ist um desto groͤssr, je weniger volkommen die Leitung ist(4 5½). Herr Priesley bemerkt, daß als eine Kette, welche mit der auswendige Seite seiner Battery zusammenhing aber nicht zum Umkreie der Entladung gehoͤrte, fast eben einen solchen Flecken auf dem Papier veruhrsachte als die andere Kette welche zur gcgenseitigen Elektrizitaͤt gefuͤhrt worden, dises geschehen sey da er eben ein Stuͤk duͤnnen Metaldraths zum Schmelzen gebracht hatte(63), daher der Widerstand in der Leitung desto groͤsser gewesen seyn mußte. Hiher gehoͤren auch die Wahrnemungen des Herrn Wilson, daß andern Stuͤcken Meul welche an der Leitungskette anlagen zugleich etwas von den Strale mitgeteilt worden sey. Die Kette ist naͤmlich ein uneerbrochener Leiter, und sein folgender Ver⸗ such erlaͤutert de Sache, da, wenn zween Kreise zur Ent⸗ labung angebracht wurden, einer durch die Arme eines Men⸗ (494) Ich verstehe hier diejenige Seitenwuͤrkung, dabey sich etwas von der eigentlichen Erschuͤtterung des Schlages, sogar mit Funken oder Lichtscheine mitteilt: nicht die mittelbare Seitenwürkung der Platzung(Anm. 422.) (4 b.) Cavallo. P. III. c. 7. exp. 20. P. 263. (e5) Priestley, P. VIII. seck. 10. p. 446, Mhe, ate Ia tber sal, do Haflben“ Iun der! sshede 00 erd 1 Mpe uch Ei WU Imn di mhuke Hale Wen mbwot Rungeneu huchend uht: lung we in slp tuuden e vodeg, Mile Itenö belchet Mah so den keit Mal in (00 I 4940 ahn des Schlages.§. 207. 208. 635 mn Menschen, der andere durch die Glider einer loos ligenden⸗ i den Kette, di Erschuͤtterung durch die Arme[mit) aing: 1 le wenn aber die Kette stark angespannt ward(bloos] durch die Kette, dabey dan auch keine Funken mehr an den Glidern derselben erschinen(46).— Ueberhaupt ist dise Seitenwuͤr⸗ kung der Erschuͤtterung nicht so betraͤgtlich daß dadurch eine dem daraz solche Zerstoͤrung als vom durchfahrenden Strale veruhrsa⸗ itenwuͤrkung chet werden koͤnte: ja es ist merkwuͤrdig daß ein abgesonder⸗ een aufandere ter Koͤrper auf welchen dabey ein Funken zuspringet, da⸗ Elcktrizität durch keine Elektrizitaͤt erhaͤlt(7). lung ist um ist( vi ½.§. 208. he mit det Noch deutlicher sind dise Umstaͤnde aus den staͤrkern Wuͤr⸗ aber nicht kungen des Blitzes abzunemen. Er verteilt sich zwar in inen solchen mehrere Strale wenn zwo Leitungen einander gleich sind, udere Kette oder wenn keine derselben zureichend ist, oder bey einer Iden, dises unterbrochenen Leitung da wo er durch einen Widerstand braths zun dringen muß. Wo ihn aber ein zusammenhaͤngendes stund in dir zureichendes Metal voͤllig zur Erde herableitet, da geht er nicht durch unvolkommene Nebenwege. Die Erschuͤtte— rung welche sich bey einem Wetterstrale auf die benachbar⸗ ten Koͤrper verbreitet ist sehr von der Gewalt des durchfa⸗ ihet gehören daß andern ager zuglich renden Strales unterschiden, und von disem ist angemerkt agade ar worden, daß er sich nicht ein Mahl in zusammenhaͤngendem rest ir Eit Metalle welches seitwaͤrts von seiner Bahn abgehet, we⸗ „Ie nigstens doch nicht so verteile daß selbiges irgend dadurch Mle verletzet werde. Am wenigsten kan er seine fortzusetzende Bahn so verlassen daß er von einer guten zusammenhaͤngen⸗ hg schett den Leitung auf anderes abgesondertes, obgleich groͤsseres Metal im Gebaͤude abspringe.(§. 111. 112.) ht Nuiulhit 9 3§. 209. (4e) PEIESTIIEVL P. I. per. S. sect. I. p. 65. (4νε½) CavaLo P. III. c. 7. exp. 20. P. 268. Iunnnen:—:s —— 636 K. XX. Bestimmung der Bahn §. 209. Unter den Metallen selbst ist zwar auch einiger Unter⸗ schied in der Faͤhigkeit zur Leitung. Herr Priestley(8) und Herr W. Henly(499) haben Versuche gemacht um zu erfaren welches Metal am ersten vom elektrischen Schlage zerstoͤret werde: ire Bemerkungen aber treffen nicht mit ein⸗ ander uͤberein, und vielleicht waͤren noch andere Versuche noͤtig die groͤssere Anlockung oder staͤrkere Ablockung von an⸗ dern Koͤrpern zu zeigen. Ueberhaupt ist auch der Unterschied in der Leitungsfaͤhigkeit an Metallen nicht sehr betraͤgt⸗ lich(6).— Vom Blitze lehret uns wenigsteus die Erfarung daß alle zusammenhaͤngende Metalle in sehr maͤßiger Dicke und Breite ihn zureichend zu leiten im Stande sind. Man kan (498) P. VIII. seck. 16. n. I4. p. 486. (4⁵) Phil. Trans. Vol. LXIV. p. 415. (500) Daß Bley ein schlechter Leiter sey, muthmaaßte Herr Prof. Wilke nur deswegen weil Schwefel an Bley geriben nach seinen Versuchen negativ elektrisch ward da doch andere Me⸗ talle den Schwefel positiv machen(Wilke de Electr. contr. p. 62. exp. 26.) Allein, wie(§. 145.) gesagt, ein kleiner Unterschied in der Oberflaͤche oder andern Umstaͤnden kan dise Verschidenheit hervorbringen. Herr W. Henly dem ich meine Vermutung aͤusserte, antwortete mir, er habe des⸗ fals in Gegenwart Herrn T. Ronayne verschidene Versuche angestellt um sich davon zu versichern. Schwefel an Bley geriben sey alle Mahl negativ geworden, gutes Sigellak an frischgeschmolzenem von den Schlacken gesaͤuberten Bley wie auch an dem Ostindischen mit Zin vermischten Thekisten⸗ Bley geriben sey positiv, mit dem Englischen feinem ge⸗ walzten Bley aber negativ geworden— So hat er auch verschidene Elektrizitaͤr an mehrern Metallen die mit Wolle oder Seide geriben worden angemerkt Exp.& obll on Electr. p. 42. Phil. Trans. Vol. LXVII. p. 122. lushis 6 ost Bhm Winch gaast wa Di Bey Wsaahet hein de Me h Aupen l H-All oln u ibanl im dirRun N Schl De zugeh n sat om e alen duj sch dir k chen dise in Resh; Ihageht Funlin her S (600 des Schlages.§. 209. 210. 6³3⁷ nn U10 kan sich also des einen oder den andern sicher bedinen nachdem Imig 65 es der Kosten, der Dauerhastigkeit, Ioder anderer Umspinde Wuht w wegen arton angemessen ist Das Eisen hat nur die Unbe⸗ hn el Aiis muichtenn daß— zu leicht rostet, und 3— es ganz durch⸗ Ami 06 gerostet waͤre so wuͤrde es zur Leitung unfaͤhig seyn 6— 196). 5 ei⸗ Das Bley wuͤrde besonders dienlich seyn wo eine Leitung in 35. Wesich Wasser herunter gehet, da es zwar an freier Luft verwittert luntvonan aber in Feuchtigkeit unverseert bleibt. lnachic§. 210. iht Harigt:= Alle hervorragende Spitzen und Ecken eines leitenden NEifmung Koͤrpers locken den Durchbruch der Elektrizitaͤt eher hervor, slher Ditke wie aus dem Versuche mit der Ladung an der Luft(Erf. 157) ud. Man und uͤberal in elektrischen Wahrnemungen zu ersehen ist: lun sie bestimmen also auch, bey uͤbrigens gleichen Umstaͤnden der Leitung zur gegenseitigen Elektrizitaͤt(H. 198), die Bahn des Schlages eher auf dise als auf eine andere Stelle hin. hen heof Die zugespizte Form des Koͤrpers scheint naͤmlich die Kraft Henlben nach zu versamlen(²r), so daß die gegenseitige Clektrizitaͤt da⸗ Herdete Me selbst am ersten durch den Widerstand der fluͤßigen leicht tren⸗ 2 Eer cont. baren Luft zu dringen vermoͤgend ist. Insbesondere zeigt t, ein kleit sich der leichtere Durchbruch an zugespizten Metallen, und Umfinden ian eben dise Beobachtung der Eigenschaft, daß die Elektrizitaͤt Heuhy den ih in desto groͤsserer Entfernung und desto haͤufiger zu inen er Habe deh uͤbergeht je spitzer sie zugeschaͤrft sind, brachte Herrn 5 Werh Franklin zuerst auf die Erfindung mittelst hochgestellter zuge⸗ d spizter Stangen die Gewitter⸗Elektrizitaͤt aufzufangen(5). gutz Sl H 4 Was cbetn Ny(501) Wie aus Herrn wilkes Versuchen zu schliessen ist, da sich chten hest von den mit Phosphorus bestrichenen Enden immer eine en füm g. merkliche Ausstroͤmung zeigte.(Schwed. Abhandl. XXV. p. 207). 2 (5⁰½ Exp.& Obs. p. 66. in den Opinions& conjectures welche er 1750 an Herrn Collinson uͤbersante,§. 21.— Priestley P. I.“ per. 9. C. 2. 305 DW HWle n el 638 K. XX. Bestimmung der Bahn ꝛc. Was aber seinem Verstande besonders Ehre macht, ist, daß er schon damahls, als er die Sache noch bloos vermutungs⸗ weise vortrug, zugleich die ganze Reihe von Folgerungen mit erwog dadurch dise Entdeckung von dem wichtigsten Nutzen werden koͤnte. Denn, sagte er,„wenn die Donner⸗ wolken wuͤrklich elektrisirt sind, so wird auch die Elektrizitaͤt derselben zu Metallen und vorzuͤglich zu den hochaufgerich— teten spitzen Stangen uͤbergehen, und, wenn dise Zuruͤstung abgesondert ist, sich daran samlen und wahrnemen lassen. Wenn aber dises so befunden wird; so koͤnnen wir auch die Wolken⸗Elektrizitaͤt durch zugespizte Stangen gemaͤlig auf⸗ fangen, und ihr durch eine Strecke Metal eine freie Leitung zur Erde geben, folglich die Schlaͤge aus den Wetterwolken entweder verhindern oder doch verringern, und den Bliz weiter so herab leiten daß die Gebaͤude verschonet blei⸗ ben„(63). Himit war wuͤrklich alles Wesentliche einer Bliz— Aheitung angegeben. Aber, ungluͤklicher Weise blieb man in Europa, selbst nach Bestaͤtigung der Franklinischen Vermu⸗ tung von der Wetter-Elektrizitaͤt, meistens dabey stehen, sich an dem Auffangen und Anhaͤuffen derselben zu belustigen und die daraus entspringenden Erscheinungen, auch zuwei— len mit Gefahr, zu beobachten: das Wichtigste aber, naͤm⸗ lich die von Franklin gemachte Folgerung unsere Gebaͤude mittelst einer Ableitung zu schuͤtzen, ward aus der Acht ge⸗ lassen, gaͤnzlich in Zweifel gezogen oder ganz verkehrt ver— standen(. da selbige doch, wenn auch keine elektrische Versuche, oder Wahrnemungen des Auffangens der Elek⸗ trizitaͤt aus der Luft, gemacht waͤren„schon aus bloossen klaren Ersarungen von Wetterschlaͤgen genugsam bekraͤftigt werden konte. XXI. Ka⸗ —*— (593) Das.§. 20. p. 65. (9%0) S. oben not. 304. u.§. 153. — sene di sth gerin Cunchurg Rasprrc vaten dul n delsch Dur e Elkrinti Enlfetrun schehm v vit h tilem na ihefͤhr Csthe h lurdien RhSch l Koopfe fubken E ollen! U ur * 639 nach, 6—— an n XXI. Kapittel. n u 6—— Wuͤrkung der Spitzen und Vorteile der zuge⸗ mdi dmme schaͤrften Auffangungs⸗Stangen. Diebiehth hochufßerth§. 211. hitaisin Obgleich also der unschaͤtzbare Nutzen einer Bliz Ableitung an hossn an und fuͤr sich, wenn auch keine zugespizte Auffangungs⸗ 1 mi auch de stange daran befindlich waͤre, unbezweifelt bleiben muͤßte; gendi auf so ist doch auch der Vorteil welchen dabey die besagten Spiz⸗ stri suung zen gewaͤren nicht aus der Acht zu lassen, und, da eben dise Vterwollen Einrichtung aus verschidenen Misverstande den meisten Wi— od den Blij derspruch gefunden hat, so wird es nicht undienlich seyn die schonet bli⸗ waren aus den elektrischen Versuchen erhellenden Eigenschaf⸗ eeiner B ten derselben hier etwas ausfuͤhrlicher zu eroͤrtern. hlieb man i Der erste Vorteil der Spitzen ist naͤmlich, daß sie die chen Vemu⸗ Elektrizitat eines entgegengesezten Koͤrpers in viel weiterer dobey sieher, Entfernung auffangen als es durch ein stumpfes Metal ge⸗ audalusttget schehen wuͤrde. Nach einigen Versuchen ist es auf 12 Mahl „aub zupa⸗ so weit bemerkt worden. Wenn daher die Elektrizitaͤt von eahe, gän⸗ einem nach gerade herannahenden Koͤrper zu einem andern sen hebüe uͤberfaͤhrt, so geschihet es vorzuͤglich auf den Ort wo eine berct ge Spitze hervor stehet, und zwar ehe sie noch auf andere Stel⸗ hthtt bu len die mit keiner Spitze versehen sind mit einem Funken ine ish oder Schlage ausbrechen kan. 90— 173. Erf Lust 4 Herr W. Henly bemerkte, daß wenn ein 2 Zoll dicker i hit Kuopf einer metallenen Stange gegen den ersten Leiter einer starken Elektrisirmaschine in der Entfernung von 2 Zollen MN gehalten ward; so starke Funken nach einander darauf zu⸗ furen daß derjenige welcher ihn hielte eine merkliche Erschuͤt⸗ 55 terung -—*—————88—————8— · bIA—.————* —.—————————ß——‚ͤͤ—p—ß————— 64⁰ K. XXI. Wuͤrkung und Nutzen terung in beideu Fuͤssen fuͤhlte. Wenn aber zur selben Zeit die Spitze einer Lanzette, oder ein zugeschaͤrfter 5oder 6 Zoll langer Stahldrath, sogar in der Entfernung von 2 Fuß oder etwas weiter gegen eben den Leiter gehalten ward, dise Spitze alle Elektrizitaͤt davon in der Stille ableitete und keine Fun⸗ ken auf den Knopf zufaren ließ: wie dan auch derjenige wel⸗ cher die Lanzette oder den spitzen Drath haͤlt keine Erschuͤtte⸗ rung in dem Arme u. s. w. fuͤhlt wenn er gleich diselbe ganz nahe an den ersten Leiter bringt„(65). Die Gewittermaterie der herannahenden Wolken kan demnach durch zugespizte Stangen auf denen Stellen un⸗ serer Gebaͤnde wo wir ihr den leichten und unschaͤdlichen Abfluß bereitet haben vorzuͤglich und schon in der§erne aufgefangen werden, mithin laͤßt sich dadurch der Aus⸗ bruch eines Wetterschlages auf andere Teile, und die damit verknuͤpfte Sefahr, abwenden— One Zweifel ist dises doch dem Zwecke einer Bliz-Ableitung gemaͤß, und wir moͤgten nur wuͤnschen daß sich der Einfluß unserer zugespiz⸗ ten Auffangungsstangen noch weiter erstrecken moͤgte,(.124) um auch eutferntere Teile der Gebaͤude in Sicherheit zu setzen. Es ist also widersinnig, wenn wir dise fruͤhere Auffangung als einen Nachteil der Anstalt anrechnen, das ist, wollen daß sie mehr als andere Stellen anlocken und doch auch nicht mehr anlocken solte. §. 212. Ueberdem geschihet auch der Durchbruch der Elektrizitaͤt auf eine Spitze nicht mit solcher Gewalt als auf einen stum— pfen Koͤrper. Wenn naͤmlich der elektrisirte Koͤrper und die auffangende Spitze einander nur nicht gar zu ploͤzlich genaͤhert werden, das ist, wenn nur die gemaͤlige Auffan⸗ gung der Spitze ire Wuͤrkung aͤussern kan, so entstehet kein — ö Schlag 6⁰5⁵) Phil. Trans. Vol. LXIV. p. 409. exp. 5. ö Rl Itlunte N lshih, N Ansch Iun stuwp Isth Hor um Ecl IaleMN 90 uf sch kug⸗ niij e ysthot l niden dedt Wndel gachthe salche Spi hetig seyt Dun man Iue f fulbn wild r Etfat nde zuni schn daß e uihtit be Weteuche tulsehend Enstung Herr sit eo e uß sel Hmit n der Spitzen.§. 211.212. Erf. 173.174. 641 360 Schlag hn e Funken, sondern der Ourehtrnch durch rdihw öe—— Luft geschihet gemälig 2 d Heuer⸗ RNent buͤscheln, ion An⸗ nicht aber in schlagender Funken, ist Wtadw es was sich bey 2——0 in weit gruͤsserer Eubserming als anl n rühen s alen Weden eraäuget. 20 muß vielmehr der elek⸗ ü tisirte Koͤrper einer Spitze viel naͤher gebracht werden um meistitz einen Schlag oder ordentlich gesamleten Funken zu geben, He gash und alle Mahl ist der Schlag auf eine Spitze dennoch gerin⸗ ger als auf ein stumpfes Metal. Folglich: wenn die Wolke Wolken ken sich langsam einer spitzigen Stange naͤhert und nicht zu Stllen un, nidrig gehet; so koͤnnen manche Wetterschlaͤge die unter schaͤlichen denselben Umstaͤnden auf einen stumpfen Boͤrper fallen der Jerne wuͤrden dadurch ganz verhuͤtet werden, und stat dersel⸗ der Aus⸗ ben kan die Entladung gemaͤlig mit bloossem Wetterlichte e, und die geschehen. Wenn ferner auch ein Wetterschlag auf eine Ivtisel j solche Spitze faͤlt, so wird selbiger doch nie so stark und ß, und win heftig seyn als auf ein stumpfes oder flaches Netal— rer zugespij Wenn man also hat muthmaassen wollen, daß auf unsere dgte,(910 spitze Auffangungsstangen oͤftere oder staͤrkere Wetterschlaͤge eit zy sehen fallen wuͤrden als auf stumpfe Metalle, so ist dises von kei⸗ Aufangung ner Erfarung unterstͤͤtzet und den elektrischen Versuchen ge⸗ is, vola rade zuwider. Der Irthum muß nur daraus entsprungen c‚uh ich seyn daß man die leichtere und weitere Mitteilung der Elek⸗ trizitaͤt bey entgegenstehenden Spitzen mit einem heftigern Ausbruche oder einem wuͤrklichen in groͤsserer Eutfernung Enißitt eutstehenden Schlage verwechselt hat, wie folgende genaue ihen sum Erfarungen beweisen koͤnnen. rptt id Y 174. Erf. 0 K«Herr Thom. Ronayne klebte an seiner Entladungsstange stat des einen Knopfes ein sehr schmale“ Sikden Goldblat, afllk so daß selbiges eine Spitze vorstellte. Machdem er nun das S andere mit dem Knopfe versehene Ende diser Stange mit der aͤussern ....t....:.............—*— 6⁴² K. XXI. Wuͤrkung und Nutzen aͤussern Seite seiner geladenen Battery in Verbindung ge⸗ bracht hatte; so ruͤkte er mit dem Goldblaͤtchen gemaͤlig naͤher zur innern Ladung, so, daß der EClektrizitaͤtszeiger immer mehr herab sank, und auf dise Weise entladete er die Battery one einige merkliche Zerstoͤrung oder Verletzung des Goldblaͤtchens, da doch ein viel groͤsseres Goldblat mit geringerer Ladung in Rauch zerstoͤret wird wenn man es unter dem einen Knopfe der Entladungsstange legt, und den Schlag mit dem andern Knopfe derselben auffaͤngt„(6e). 175. Erf. “Herr Edw. Nairne bereitete ausdruͤklich eine Zuruͤstung um einen ploͤzlichen Zuschuß der Elektrizitaͤt zu erhalten und dadurch die groͤste Probe von der Wuͤrkung der Spitzen zu geben. Er stellte naͤmlich einen fast 6 Fuß langen, mit Zinblat bedekten, an beiden Enden mit einem Knopfe ver— sehenen Stab auf einem glaͤsernen Traͤger vier Zoll von dem ersten Leiter, damit die Elektrizitaͤt nicht in einem Strome sondern schußweise mit unterbrochenen Funken auf das eine Ende des Stabes file. Unter dem andern Ende stellte er entweder einen spitzen metallenen Drath, oder einen 4 Zol dicken Knopf, beides mit einer Ableitung, da sodan die Elektrizitaͤt, so wie sie auf das eine Ende des Stabes mit einem Funken zuschoß, sogleich wieder am andern Ende ab— fuhr. Wenn er aber auf den spitzen Drath einen Funken schlagen lassen wolte, so muste er ihn bis auf 6 Zoll dem Stabe naͤhern, da doch wegen der Staͤrke seiner elektrischen Maschine auf den Knopf schon in der Entfernung von 9Zollen, und also halb noch ein Mahl so weit Funken schlugen, und dises mit dem merklichen Unterschide, daß die Funken in lezterm Falle viel groͤsser waren und der Schlag dabey viel staͤrker und lauter war als wenn die Spitze angewant wurde. 25 Den⸗ (S6) Phil. Trans. Vol. LXIV. p. 144. Hampli 3fl 8 Hlllte 5ntn lon N + Riden St schb/ 0 aishse s lunteerger panntt se zin rut; Rfitig an AR K vait ind n D her Haung gan Mihaung der auj en liicht ch Wder mi Dder miteh (0%0 ppil He Ahen C der Spitzen.§. 212. Erf. 175. 643 Wulrhun lthen gehih Hanhtitzz enlogte t Whung Gubbht m Dennoch leitete die Spitze auch in groͤsserer Entfernung als auf 9 Zoll alle Elektrizitaͤt von dem Stabe ab, welches dar⸗ aus erhellete weil auf dessen anderes Ende bestaͤndig neue Funken von dem ersten Leiter der Maschine zufuren und da⸗ bey die Spitze leuchtete.—Wenn Herr Nairne den vorge⸗ W meldelen Stab oder Zwischenleiter dicht an den ersten Leiter nin schob, so, daß die Elektrizitaͤt nicht wie zuvor mit ploͤzlichem eg, undin Zuschusse sondern bestaͤndig fort dadurch geleitet ward; so ingt,Ce konte er gar keinen schlagenden Funken auf die Spitze erhalten ö wenn er sie auch noch so nahe daran brachte. Die Elektri⸗ ine Zurlsun zitaͤt ward alsdan, so wie sie von dem 12 Zoll weiten und erhalten u 19 Zoll langen Glaszylinder dem Leiter mitgeteilet worden, Spitzen z bestaͤndig am andern Ende durch die Spitze in der Stille langen, mi abgeleitet, selbige mogte nahe angeschoben oder auch 10Zoll Hopfe tij weit und mehr entfernt werden„(7). ö Zull von dy Daß der Schlag durch eine Spitze bey gemaͤliger Annaͤ⸗ inem Stiom herung ganz aufgehoben werde, und auch bey ploͤzlicher vauf das ein Annaͤherung nur sehr geringe in Vergleichung dessen sey rade stelte der auf ein stumpfes Metal zufaͤhrt, kan auch ein jeder r einen 49 leicht durchs Gefuͤhl wahrnemen wenn er eine Flasche ent⸗ da soden N weder mit einem in Haͤnden gehaltenen stumpfen Metalle Etabes m oder mittelst eines scharfen zugespizten entladet. dem Endech ö ö 176. Erf. inen Funl(52) phil. Trans. Vol. LXIV. p. 87·89.—C6 is merkwürdig, daß fI x. Herr W. Senly eben dasselbe Verhaͤltniß des Unterschides der Entfernung fand, als er die Entladung drey groosser rtthish Flaschen mit ploͤꝛlichem Zuschusse von einer daneben gesezten dl groossen kupfernen Kugel entweder auf einen 1 Zol dicken schlgtn, Knopf, oder auf einen spitzen Metaldrath zufaren lieh. Im die uin ersten Falle entstand ein Schlag bey der Entsernung von I ril 11 Zoll: im andern aber muste er die zwischengesezte Kugel untuud dis auf einen Zol weit heranbringen, weil sonst die Entla⸗ Der⸗ dung nur in der Stille geschahe. Phil. Trans. Vol. LXIV P. 137. exp. 6. 6⁴⁴ K. XXI. Wuͤrkung und Nutzen 176. Erf. „Herr Thom. Ronayne bewies disen Unterschied der Staͤrke des Schlages auf folgende Weise. Er feuerte seine elektrische Battery auf den Knopf einer metallenen Stange ab von deren anderm Ende der Strahl durch ein Paar Zoll einer duͤnnen Klaviersaite faren mußte, da dan diselbe ganz dadurch verzeret ward. Als er aber stat des Knopfes ein eben so langes Stuͤk von der Klaviersaite voran nahm, und also den Schlag unmittelbar darauf fallen ließ, ward nur eben die zugeschaͤrfte Spitze derselben angeschmolzen, 69. 177. Erf. „Herr W. Henly bediente sich, um die Sache noch sin⸗ licher zu machen, des Spielgeruͤstes, welches man ein Donnerhaͤuschen nennt. Es ist ein aufgerichtetes Bret, welches den Gibel eines Hauses vorstellt. Mitten an dem⸗ selben wird ein vierektes einen virtel Zol dickes und beinahe einen Zol lauges und breites Stuͤk, lose in einer Fuge gesezt, und ein metallener Drath oder duͤnner Streifen Bley ist als eine Ableitung daruͤber angebracht, so daß selbige entweder in einem Striche uͤber das Bret und das eingesezte Stuͤk herunter geht, oder, wenn dises queer in die Fuge gestellt worden, daselbst unterbrochen wird. In jenem Falle faͤhrt ein Schlag aus einer geladenen Flasche one Schaͤden daran herunter: in lezterm aber zeigt sich die Gewalt durch Aus⸗ sprengung des eingeschobenen Stuͤkgens(59).] Wenn er nun auf ein solches Donnerhaͤusgen mit unterbrochener Leitung eine starke Ladung abfeuerte, so zeigte sich der Unter⸗ schied, daß wenn oben auf dem Metaldrate der zur Auffan⸗ gung dinet ein Knopf gestekt war, alsdan ein starker Schla (508) Phil. Trans. Vol. LXIV. p. 144. (599½) S. FRRG0o Introd. to Electricity§. 26. u.. 77. exp. 36. CXxAILO P. III. c. 9. exp. 6. p. 282. N 6 Watb ent uspilt nit d we ht Etl uur Men d adan gli. wit dabon u lusn e nigihre, sauft tr Iuden M cuRy öerh bethn, htt andertn Retollnen shyif zuge Wuren. aul dick ol von Mism n sie mt der Dir Shh bung auf le gunke (0 Hil 3 der Spißzen. 9. 212. 213. Erf. 176⸗178. 645 Schlag entstand und das besagte Stuͤkgen weit weggesprenget h ward: wenn aber ein oben zugespizter Drath zur Auffangung flette sn aufgestellt war, eine eben so starke Ladung in der Stille und dlan Etng mit so weniger Gewalt durchgefuͤhrt ward daß das ein⸗ aut gesezte Stuͤk nicht herausgeworfen wurde. Ja, wenn er an ssabepn nur neben dem Auffangungsdrate mit dem Knopfe noch einen Ropftz y andern gleich hohen aber zugespizten ein und ein viertel Zol a nuhn, un weit davon an der Leitung aufstellte, so konte er, bey eben leß, ward mn den Umstaͤnden wie vorher, keinen Schlag erhalten„ indem woher,( die Spitze in diser Entfernung die Elektrizitaͤt schon stille wegfuͤhrte, wenn gleich der Auffangungsdrath mit dem ahe nach su Knopfe eher unter das Ende des von der Ladung herabrei⸗ man ei chenden Metalles gebracht ward als der andere mit der chietes Br Spitze„(50 ö tten an d§. 213. Sul beinch Es verdinen auch noch folgende Wahrnemungen erwogen dige giehz zu werden. in Bey ist at 178. Erf. Lig ech Hherr Henly verband mit der aͤussern Seite einer abge⸗ iRM sonderten Flasche, mittelst zwoer Ketten, einer Seits einen gsch metallenen 4 Zol dicken Knopf und anderer Seits einen anhilesth scharf zugespizten Drath, so daß sie 5 Zoll von einander chün km waren. Gegenuͤber sezte er eine gleichfals abgesonderte Atut W. 8 Zoll dicke kupferne Kugel, so, daß selbige genau 1 Zol 7 Wan sowohl von dem Knopfe als von der Spitze entfernt stand. Intabtochent Nachdem nun die Flasche voͤllig geladen worden, feurete er sünh⸗ sie mit der Entladungsstange auf die kupferne Kugel ab. n Der Schlag fuhr von da mit einer lauten und voͤlligen Ent⸗ 6 5 ladung auf den besagten Knopf zu, dessen Kette dabey sehr 1900 helle Funken zeigte, da hingegen an der andern Kette, wel⸗ che (r0) Philos. Trans. Vol, LXIV. p. I35- I36. exp. 3. A. ANn 6⁴⁶ K. XXI. Wuͤrkung und Nutzen che er mit dem spitzigen Drate verbunden hatte, kein Licht⸗ schein zu sehen war„(1). Ich vermute(nach h. 212) die Entfernung war in Ver⸗ haͤltniß diser Ladung gerade so nahe, daß schon auf den Knopf, und weiter als daß auf die Spitze ein Schlag ent⸗ stehen konte. Da nun der Zuschuß zu ploͤzlich war daß nicht die gesamte Ladung gemaͤlig durch die Spitze abgeleitet wer⸗ den konte, so ward selbige augenbliklich auf den Knopf aus⸗ geschuͤttet, und die Spitze erhielte so wenig daß es gar nicht an deren Leitungskette zu sehen war.— Solte man also nicht daraus folgern, daß, wenn eine Wetterwolke zwoen Ableitungen, der einen mit zugestumpften Ende, der andern mit einer zugespizten Auffangungsstange, gleich nahe und in solcher Entfernung kaͤme daß der Schlag zu jener durchbrechen koͤnte, alsdan die Entladung durch die stumpfe Ableitung geschehen und die zugespizte wenig oder nichts davon erhalten wuͤrde? Scheinen nicht auch die Erfarungen, wo in der Naͤhe einer zugespizten Ablei⸗ tung ein stumpfes Metal getroffen worden,(Erf. 144. 147) sich so erklaͤren zu lassen? 179. Erf. Herr Groß in Leipzig bemerkt die sonderbare Eigenschaft, daß, wenn er der elektrisirten Zuruͤstung ein kegelfoͤrmiges am Ende abgestumpftes Metal gegenuͤber stellte, sodan ausserordentlich weit schlagende Funken, und zwar nach ei⸗ nem Zwischenraume in welchem schon die gewoͤhnlichen Funken nicht mehr erschinen, darauf zufuren. Auf eine zu⸗ geschaͤrfte Spitze aber liessen sich dergleichen weitschlagende Funken keinesweges, und, bey gemaͤliger Annaͤherung auch die gewoͤhnlichen kurzen nicht erhalten(58). Waͤre (511) phil. Trans. Vol. LXIV. p. I36. exp. 5. (ra) J. F. Groß Clektrische Pausen. Leipt. 1276.. * del Met fi ns ilem hatlmen Eitfactun Iesie x Hnt funn und Mphing und dem g HIL. R schuwokn Gipen d schlges b sicht ange und dim:e Hatte man Risttitui ft, und hfeWoken stee. hnrElttri Hcattet pumn Stat Abea de N Wöhr Mrkurg Aipr, f uleten WI I U 2 der Spitzen.§. 213. 214. Erf. 179. 647 in Waͤre nicht aus diser Wahrnemung zu folgern, daß die Ui dr kegelfoͤrmige Gestalt einiger mit Metal belegten und oben 0 221* mit 255570 Rnopfe versehenen Dichep. B. an alten Pul⸗ ö emeat vertuͤrmen u. dgk. einen Wetterschlag in ausserordentlicher oun m. Entfernung herlocken koͤnte, welcher sich durch eine 05 8 zugespizte Stange verhuͤten liesse? bgleitnt vej§. 214. ö nunfui Hizu komt endlich noch der Vorteil, daß Hi. dieent⸗ Fagrnt fernte und gemaͤlige Auffangung der Spitzen zugleich die ran dspnich Anzihung welche sonst zwischen einem elektrisirten Koͤtper wole zuen und dem gegenuͤberstehenden vorgehet, gemindert oder auf⸗ Ende, du gehoͤhen wird.— Es folgt also⸗ daraus/ daß die herabhaͤn⸗ nge, gleich genden Enden der Wetterwolben, oder zerstreute Zwi⸗ der Schlag schenwolken, deren Annaͤherung bey slachen und stumpfen dung durh Gipfeln der Gebaͤude den Durchbruch eines Wetter⸗ soizte wong schlages befoͤrdern wuͤrde, bey angebrachten Spitzen nicht ah nicht angelokt, sondern vielmehr zurürgetriben werden vzten Mlit und dem Geboͤude vorbey gehen koͤnnen.— Ganz irrig 11.14. 170) hatte man die leichtere oder mehrere Auffangung der Elek⸗ trizitaͤt mit der Anzihung des elektrisürten Koͤrpers verwech⸗ selt, und daher folgern wollen, daß durch spitze Stangen tsif die Wolken mehr herangelokt wuͤrden. Allein, die Anzihung exfürniit ist eine Wuͤrkung, welche, wie gesagt, nur vor Mitteilung sulle, son der Elektrizitaͤt vorher gehet, und zwischen den gegenseitig un nach i elektrisirten oder in sehr ungleichem Grade elektrifirten Koͤr⸗ Rerihnlche pern Stat hat: jemehr aber die Elektrizitaͤt von dem einen Mf e Koͤrper dem andern mitgeteilt worden, desto geringer wird eishlagel die Anzihung, und es erfolgt vielmehr die entgegengesezte hau Wuͤrkung des Zuruͤktreibens. Ein flacher oder stumpfer Koͤrper, welcher von einem elektrisirten Koͤrper durch die Wire nichtleitende Luft abgesondert ist wird in gegenseitige Elek⸗ 70 trizitaͤt gesezt, und so bringt auch die Elektrizitaͤt der in der 40 II. Leil. Luft 6⁴48 K. XXI. Wuͤrkung und Nutzen Luft schwebenden Duͤnste eine gegenseitige Elektrizitaͤt in den leitenden Koͤrpern zuwege welche darin hervorragen(9. 15 1). So lange nun diser Zustand der gegenseitigen Clektrizitaͤt dauert, muß sich auch die Anzihung aͤussern mittelst welcher ein schwebender Koͤrper si sich so weit dem andern naͤhert bis ein Funken mit dem Schlage entstehen kan. Wenn aber eine Spitze daran befindlich ist, so teilt sich derselben schon in der Ferne und gemaͤlig die gleichnamige Elektrizitaͤt mit; dies zei⸗ get der daran wahrzunemende Schein oder Feuerbuͤschel, wel⸗ cher nichts anders als eine Reihe kleiner aus gespruͤeter Funken ist. Die Anzihung der beiden Koͤrper gegen einander wird also vermindert oder aufgehoben: hingegen zihen die hervor⸗ haͤngende bewegliche Enden des elektrisirten Koͤrpers welche von demselben abwaͤrts getriben wurden, sich nun, da sie irer Elektrizitaͤt beraubt worden, an denselben hinan, ja, es aͤussert sich, von den entgegenstehenden Spitzen aus, eine Zuruͤktreibung der Luft dadurch dise Wuͤrkung noch mehr be⸗ foͤrdert wird.— Man betrachte nur Herrn Franklins zuge⸗ spizte Goldblaͤcchen, welche er zwischen zwo metallenen Platten, davon die obere elektrisirt wird schweben laͤßt: denn sie werden nicht ganz an den elektrisirten Koͤrper hinan⸗ gezogen, und je spitzer das eine oder das andere Ende der⸗ selben zugeschnitten ist, desto weiter bleibt selbiges von dem zuleitenden oder ableitenden Koͤrper entfernt(513). Die Wuͤrkung auf herunterhaͤngende Streifen der Wolken hat eben derselbe in einem artigen Versuche vorgestellt. +13* 180. Erf. ö „Man läßt etwas feine und feuchte Baumwolle so von dern ersten Leiter der elektrischen Maschine herunterhaͤngen, daß sie zwey oder drey verschidene an einanderhaͤngende, mit duͤnnen 2 Zoll langen Faͤden Hre Kluͤmpchen bildet. Wenn 6³ Franklixs Exp. p. 70-72. 0 Demun sin num et sihle fi Werdle gaal Msic m den F af uuhyi/ Rudten G Mund Milehen e f. auuuf zy, nus wart ahir sutde dagegen g Liht, un racht ve Elrijtt Hr Relihen f Rneng Spiteh 02% f H Oh der Spitzen.§. 214. Erf. 180. 181. 649 0 Wenn nun darnuter ein flacher ableitender Koͤrper befindlich 1 ist, so strecken sich die Kluͤmpchen zu demselben herab: wenn HArizitä man aber unter dem untersten eine scharfe Spitze haͤlt, so n zieht es sich hinanf zu dem zweiten, dises zu dem dritten, ühen 6 und endlich alle zu dem ersten Leiter, wo sie so lange an⸗ mile haͤngen als die Spitze unter inen gehalten wird„(314) sün in be 181. Erf. nitdieß zez„Herr W. Henly machte auch zu verschidenen Malen den ish, h Versuch mit einer groossen vergoldeten Ochsenblase, welche iter dunin er an dem Ende eines hoͤlzernen Stabes mit einem seidenen under wir Faden anhing, da der Stab in der Mitte sich auf einer Axe e heron umdrehen konte und mittelst eines am andern Ende ange⸗ i wesche brachten Gegengewichtes schwebend erhalten ward. Die un, da sie Blase ward elektrisirt. Wenn nun eine meßingne Stange hinan, j mit einem 2 Zoll dicken Knopfe entgegen gehalten ward, so aus, ein bewegte sich die Blase von einer Entfernung von 3 Zollen h meht he darauf zu, und wenn sie bis zu einem Zol Abstand gekom⸗ Hind zugt men war warf sie einen voͤlligen Funken darauf. Wenn metallenen aber stat des Knopfes ein Metaldrath mit einer seinen Spitze eben läßt; dagegen gehalten ward, so naͤherte sich die Blase demselben per hunm nicht, und wenn er auch fast bis zur Beruͤrung daran ge⸗ e u bracht ward so entstand doch bey solcher Abzihung der umn Elektrizität gar kein schlagender Funken„(Ii). ö (0, D Hier wird zwar nicht erwaͤhnt, daß die Blase zuruͤl Mlie getriben sey; allein, dises konte auch nicht erfolgen, da . die wenige Elektrizitaͤt auf irer Oberflaͤche sogleich durch die Spitze abgeleitet ward und damit die Gegenwuͤrkung vor⸗ vih s 2 227 mnsih,(5+%) FRANEIN Exp. lett. 12. p. 126.— Herr James Ferguson 0 Rit wiederhohlte disen Versuch Introd. to Electricity:§. 21 u. 76. le,&xp. 35. p. 99. Venn(r Philos. Trans. Vol. LXIV. P· 144. —..—.——..—— —*————————————x 65⁰ K. XXI. Wuͤrkung und Nutzen bey/ auch kein anberer elektrisirter Koͤrper daneben war welcher wie in obigem Versuche(Erf. 180.) die Blase an sich gezogen haͤtte. Herr Cavallo meldet auch, daß die Blase zuweilen wuͤrklich von der Spitze abwaͤrts getriben werde/ und besonders wenn man diselbe ploͤzlich naͤhert(610. Daß aber die Spitzen, wenn der elektrische Zuschuß fortwaͤhrt/ sie moͤgen in positiver oder negativer Elektrizitaͤt stehen, eine zuruͤktreibende Gegenwuͤrkung in der Luft aussern, zeigen unter andern selbst einige von Herrn Nollets Versuchen, z. B. daß die Ausstroͤmung von einer Spitze die einem elel⸗ trisirten Koͤrper gegenuͤber gehalten wird, die Flamme eines Lichts wegstoͤsset, ja zuweilen ausblaͤset und den Rauch von sich treibt(n). Am deutlichsten aber hat Herr Prof. Wilke dise an den Spitzen in der Luft entstehende und viel weiter als die ausfarenden Faunken sich nde Bewegung gezeiget. 182. Erf. ö 155 Er bestrich entweder die Spitzen sebst mit= Phosh orus oder hielte inen einen andern damit bestrichenen Koͤrper ent⸗ gegen. Die Duͤnste desselben wurden, als von einein Blasebalge, 2 bis z Fuß weit weggetriben, die Spitze mogte positib oder negativ elektrifirt seyn, oder nur dem auf eine oder andere Weise elektrisirten Koͤrper gegenuͤber gehalten werden. Der Strohm trieb allemahl die von einem runden Kdr per aufsieigenden Duͤnste zuruͤk. Von zwoen gleichnamig elektrisirten Spitzen war der Strohm der schaͤrfern am maͤch⸗ Hiaften und trieb den andern, wenn er ihm entgegen kam, zuruͤk. (51ο) Treatise of Electricity: P. III. C. Y. XP. 5. P. 279. (57) S. die Versuche, die seinen Letttes far l' Electricité P. II. angehaͤngt sind, n.22- 25. Imgleichen FRgersos's Introd. r Hlechr. F. 34-57. exP. 13-16, 2T.. 58S. W 3 WIAI Allder N9u chn uc che! vumt sb i vor, Vphen! Hbünde, In ven n vl Wüa gh W Whli so! Itbnb tfet lugen un auschenli Wache sh Valle ib, run dieg iM fm3 ImBag nsaat 0 imnt vo Roltz zu hettnut Man an Wrde di 6¹⁰0 8⁰ Les der Spitzen.§H. 214. Erf. 182, 65¹ duben u zuruͤl. Hingegen ward der elektrische Strohm nach flachen xse an sch oder nicht zugespizten Seiten der gegenseitig elektrisirten oder lie Vas ableitenden Koͤrper hingezogen(518). nin verde Die Anzihung zwischen der Wetterwolke und der Erde (0j Diß ist oben(9. 3⸗5. 154⸗157.) erwisen worden. Es muß dem⸗ Vsuwöhn nach ehe der Schlag ausbricht die Unterflaͤche der Wolke, sehen, ei wenn selbige auch sonst ganz wasser⸗eben waͤre, doch gegen tu, zeigr einen vorzuͤglich anlockenden oder hervorragenden nicht zu⸗ Vesuchesy gespizten Koͤrper, z. B. einen Berg, ein hohes und groosses einem eleh Gebaͤnde, gleichsam als eine herunterhaͤngende Welle ange⸗ Himme eind zogen werden und dadurch desto eher zum Schlag kommen, Munch bon eben wie elektrisirtes Wasser sich von unten auf gegen einen rof. Bilke daruͤber gehaltenen stumpfen ableitenden Koͤrper in die Höhe Hiel weite hebt(542). Auch sind nicht alle enthaltene Duͤnste einer absoossaß Wolke so genau gleich schweer, daß nicht einige Streifen 40 etwas tifer herabhaͤngen oder andere Duͤnste in kleinen Sam⸗ lungen unter der groossen Wolke schweben solten, die zu Wosbhan Zwischenleitern dinen koͤnnen: der Flocken zu geschweigen, welche selbst durch die elektrische Bewegung von der Wetter—⸗ Kͤrper a r u wolke ab, und wieder zu ihr hin fligen(Erf. 159). Was ute w nun die ganze Masse der Wolke hetrift, so wird selbige zwar Nuufl in irem Zuge von sehr groossen Hervorragungen, naͤmlich her gehohe von Bergen, angezogen: daß aber solches von allem Metalle um nnh unserer Gebaͤude nicht bewuͤrkt werde, ist oben(§. 121.) er⸗ gichnan innert worden. Indessen hatte Herr D. Franklin doch Recht es von den Teilen einer onehin voruͤberzihenden Wolke b zu vermuten: alsdan aber wuͤrde es von groossen Flaͤchen en Ias Metal am meisten veranlasset, durch die Spitzen hingegen wuͤrde dise Ungelegenheit einer oben stumpfen Ableitung, 3 3 daß Vant(616 Schwed. Abhandl. XXV. B. P. 207. U. f. (619) FeRSUsoS's Introd. to Electr.§. 52. exp. II. 8 lni. 65⁵² K. XXI. Wuͤrkung und Nutzen daß die Wetterwolken dahin mehr Neigung erhalten moͤgten, vielmehr gehoben und in den gegenseitigen Vorteil der Zuruͤktreibung veraͤndert. 133. Erf. „Herr Prof. Wilke beobachtete eine groosse Wolke, die one Donner und Blitze einen starken Regen fallen ließ und dadurch seine Auffangungszuruͤstung negativ elektrisirte. Da selbige uͤber einen Wald hinzog welcher sehr hohe Tannen hatte, senkten sich von dem einen nidrigern Ende, an wel⸗ chem sie allein regnete, groosse Stuͤcke, und von disen wider kleinere gegen die Baͤume herunter. Einige diser kleinen, schwarzen, am Rande gleichsam gezerrten Wolken verschwanden, andere aber, welches er besonders anmerkt, zogen sich wieder gegen die groosse Wolke in die Hoͤhe und vereinigten sich mit derselben„(6). §. 215. Aus allen disen Wahrnemungen wird also der Nutzen der oben zugespizten Auffangungsstangen bey den Bliz⸗Ab⸗ leitungen, und dasjenige was schon aus Erfarungen davon bemerkt worden, genugsam bestaͤtiget, und es erhellet daß die Einwuͤrfe dagegen weder auf wohlbeachtete Versuche noch auf gruͤndliche Folgerungen gebauet worden, sondern bloos aus Misverstand einiger Umstaͤnde entsprungen sind. Es ist auch nicht noͤtig zu untersuchen, wie viel die Spitzen dem Inhalte der ganzen Wolke Abbruch thun koͤuten, denn die Wolke schuͤttet doch ire ganze Kraft nicht auf ein Mahl aus (H. 120.): genug also, wenn sie den Schlag welcher sonst auf unsern Plaz treffen wuͤrde vermindern oder gar verhuͤ⸗ ten.— Gemeiniglich koint eine Wetterwolke nur nach gerade ö herau (2⁰0 wilke Anmerk. ju Franklins Brisen. p. 352. de uw, un Iun Junfum inrnd uhlchen e Minbet Alensche Haunz de W L d durch Elges⸗ Mrah⸗ ulaepf Iun ut hit Mate Vltde hn Agchen, 150w Muusch licht inn . Re 6 lif nd shenol Reuhtsad doh ales au hin S sen deun in nt) skeichend miz ode schhusl uhez der Spitzen.. 214. 275. Erf. 183. 653 Dunn heran, und alsdan hat die Spitze Zeit ire gemaͤlige Wuͤr⸗ kung zu aͤussern: es wird, stat der Schlaͤge mit geballeten Feuerklumpen, schon in der Ferne eine stille Ableitung mit Wüb sah reudem Wetterlichte und mit Zuruͤktreibung der unter⸗ 0 110 woͤlkchen geschehen, und, da diser Uebergang der Elektrizi⸗ 15 0 taͤt in bestaͤndigem Strome fortfaͤhrt, so wird er, wie die llnnsstt, elektrischen Wahrnemungen zeigen, nicht weniger zur Ent⸗ doledmn ladung der Wolke beitragen als die gesamleten knallenden N, au uih Blitze. Da also sonst durch eine Ableitung an einer Stelle Iin dst und durch eine hohe Auffangungsstange der Ausbruch eines inize din Schlages eher befoͤrdert wuͤrde(§. 12. 30.), und man sich en Wosta dises auch gefallen lassen muͤßte wenn es nur one Schaden anmerkt, knallete; so wird nunmehr durch die Spitze der Auffangungs⸗ Mhe un stange auch dise Unbequeemlichkeit gluͤklich vermiden, weil die Wetterwolken dabey oft und mehr als sonst geschehen wuͤrde dem Gebaͤude voruͤber gehen koͤnnen one einen Schlag zu geben, welches die Wahrnemung zu Charlestown(Erf. det Nohn 145.) zu bestaͤtigen scheinet— Es fallen zwar auch wuͤrkliche eu D⸗ Wetterschlaͤge auf spitze Auffangungsstangen, weil die Spitze inzen dun nicht immer die Elektrizitaͤt der Wolke gemaͤlig auffangen Rchelet und die Gegenwuͤrkung aͤussern kan, z. B. wenn die Wolke uuchet tief und geschwinde heran kaͤme, oder mittelst einer Zwi⸗ wnden bos schenwolke ein plöͤzlicher Zuschuß und Sprung des Blitzes sth Eif veruhrsachet wuͤrde(Erf. 2. 12. b.); aber der Ausbruch wird Zuhn de doch alle Mahl gemindert, wie aus der geringen Verletzung . Um an den Spitzen(Erf. 13). 141.) zu ersehen ist. Wir muͤs⸗ ünn sen demnach schliessen, daß auch bey Gebaͤuden die schon 10 ein mit Metal belegtes Dach haben von welchem man eine 180 zureichende Ableitung veranstalten koͤnte, es dennoch nicht 7 5 unnuͤz oder uͤberfluͤßig sey eine zugespizte Auffangungsstange e hinzuzufuͤgen, weil die Streifen der Wetterwolken sonst durch die Flaͤche des ganzen Daches mehr angelokt und eher 34 zum 654 K. XXI. Wuͤrkung und Nutzen zum Wetterschlage gebracht, wie auch, da sie sich gleichsam mit einer breiten Strecke dahin neigen, staͤrkern Ausbruch geben wuͤrden. Wolte man bloos die Blizleitung von den hoͤchsten Teilen des Gebaͤndes anfangen, indem man die Schorsteine mit Metal beschlagen liesse, so verloͤre man den Vorteil welchen die Spitzen gewaͤren koͤnten, und da⸗ bey wuͤrde noch zu befuͤrchten seyn, daß die Hervorragung jener Teile nicht zureichend seyn moͤgte einen Wetterschlag von andern Enden des Gebaͤudes abzuhalten. Aber auch selbst bey den oͤbern Stangen der Turmdaͤcher muß eine zu⸗ geschaͤrfte Spitze, wenn man die Anzahl und Staͤrke der Wetterschlaͤge welche darauf fallen koͤnten vermindern wil, nach obigen Erfarungen als vortheilhaft erkant werden. §. 216. Herr Franklin hat also nicht allein die Hauptsache Sant es uns ankam geleistet, naͤmlich die Gefahr von einem Schlage auf jeder Stelle abzuwenden; sondern auch denen dabey vorkommenden Schwirigkeiten und Unbequeemlichkei⸗ ten so viel moͤglich auf ein Mahl abzuhelfen, die Anzahl und Gewalt der Schlaͤge zu mindern, gelehret. Stat alles das Wichtige in diser groossen Eutdeckung hochzuschaͤtzen, hat man ihm noch den ungerechten Vorwurf gemacht, daß doch nicht alle Donnerschlaͤge durch eine aufgestellte spitze Stange verschwaͤnden oder die Gewitter in der ganzen Ge⸗ gend umher zernichtet wuͤrden. Aber schon im Jahr 1755, ehe man noch eine Wahrnemung von einem auf eine seiner Bliz⸗Ableitungen geschehenen Schlage hatte, erinnert Er selbst, daß man ihn unrecht verstanden, wenn von einigen gesagt worden, er haͤtte eine gaͤnzliche Verhuͤtung aller Don⸗ nerschlaͤge durch aufgerichtete Spitzen versprochen, da er doch, ausser einer einzigen Stelle in seinen Brifen, immer aus⸗ Iich Wühuch' N Hlige usten v an He aten Moailh imm Wahasch aulr Ys Ite gehhm WW shekt Ruhn gewotdn sih Nupn Aschßtt: der Spitzen.§. 215. 216. 655 — ö 19— uihn inüde exwähnt haͤtte, 2 daß der m sh eines wükthichen Schlages durch die Sfitzen nebst der uͤbrigen Zuruͤstung verhuͤtet, oder, wenn er nicht zu n 1i verhuͤten waͤre doch one Schaden des Gebaͤudes abgeleitet vte nan werden koͤnte, auf welches leztere man in Europa gar nicht , vnd dr zu achten schine„(53). Daß indessen seine Nachfolger in rragug Amerika es gar nicht als eine widrige oder unerwartete Er⸗ Dulersch farung angesehen als auf eine solche Bliz⸗Ableitung ein ber aut Wetterschlag gefallen, erhellet aus Herrn Kinnersley im uuß eine zu Jahr 1762 gegebenen Nachricht von der ersten Wahrnemung Sturle de diser Art an Herrn Wests Hause(523).„Ich habe das Ver⸗ lern wil gnuͤgen(schreibt er) Inen zu berichten, daß Ire Anstalt, den. das schroͤkliche Ungluͤk welches von Wetterschlaͤgen entstehet zu verhuͤten, in einem Falle der uns beinahe nicht bekant geworden waͤre eine sehr uͤberzeugende Probe ires groos⸗ ach datttj sen Nutzens gegeben, und bey uns nun hoͤher als jemahls Lon auen geschaͤtzet wird— Und nun wuͤnsche ich Inen von Herzen auch bun 3 5 Gluͤk Uemsithtt(5ar) phil. Trans. Vol. XINX. p. 306. Exp. et Obf. p. 162. Dise die Math. Stellen kan man in seinen Exp. et Obs. p. 90. lett. 6 von Emt als 1750. p. 117 und 124. lett. 12. von 1753 nachschlagen: hyshite ö und die erwaͤhnte einzige Stelle, wo er blooß der gemaͤligen macht, N Auffangung gedenkt, steht daselbst p. 65. nur bey dem er⸗ sillte in sten so zu sagen rohen Vorschlage, welcher nach Aehnlich⸗ keit der elektrischen Wahrnemungen entworfen worden. guzu 90 Ueberhaupt aber kan man Herrn Franklins Versprechen nir⸗ Ru ß gends one Unbilligkeit von Raubung aller in der ganzen sir Wolke enthaltenen Elektrizitaͤt, und Beschuͤtzung des gan⸗ Gtpafh zen Gesichtskreises, ausdeuten, sondern er redet von der 0NIen Würkung welche der Stange gegenüber ist, und von Be⸗ 1 schützung des Gebaͤudes an welchem die Zuruͤstung ange⸗ 6%, N t braͤcht worden. 4 Iumt 22) Erf. 137. Phil. Trans. Vol. LIII. p. 94. 97. 0ur ...ennre.....-...----------------------------———...—.—..—...—.—.— 8 656 K. XXI. Wuͤtkung und Nutzen der Spitzen. Glüuͤk zu dem Vergnuͤgen welches Sie empfinden muͤssen, da Sie ire groosse und wohlgegruͤndete Vermutung so weit er⸗ fuͤllet finden. Ich wuͤnsche, daß dise Anstalt, sich vor der zerstoͤrenden Gewalt einer der furchtbarsten Naturkraͤfte in Sicherheit zu stellen, ferner so gelingen moͤge, daß jedes gute und dankbare Herz dadurch bewogen werde Gott fuͤr die wichtige Entdeckung zu preisen! daß der Nutzen davon sich uͤber die ganze Erde und auf die spaͤteste Nachkommen⸗ schaft erstrecken, und den Nanten Franklins, wie Newtons unsterblich machen moͤge! 9 Ol at Ende des dritten Teils. Näö nbne en 6 4. 90 ö uls Re⸗ ö Weat .2 E..sDötͤ.d, E* pssen, v 71 sij bor hir nutkifte Register. de Hott fle ö ruben dd Die kleinen Zalen, one weitere Anzeige, uchmme 3388 Hewton bedeuten die§. Der erste Teil begreift von d. bis d. 100. Der zweite von d. 101 bis 140, Der dritte§. 141 bis 216. Aetiaung des Blitzes— ist nicht mit der Auffangung und Anhaͤuffung der Gewittermaterie zu verwechseln. 46. 153.— soll nicht die Wetterkraft der Wolke ganz auf⸗ heben. 120.— eine einzige Strecke Metal an einem Gebaͤude ist dazu hinreichend. 132. an der Oberflaͤche one Metal ist zur Beschuͤtzung unsicher. I7. 91, ö Ableitungs-Anstalt— Widerlegung der Einwuͤrfe gegen diselbe. K. XIII.— Wie weit sie iren Schuz erstrecken koͤnne. 124.— ist auch den Nachbaren vorteilhaft. 123. — ist nicht durch Aufsprengung des Bodens gefaͤhrlich. 126. — ist andern Arten von Beschuͤtzung vorzuzihen. 127.19r. — auch eine unvolkommene leistet Vorteil. 112. 131. — Metalle aller Art koͤnnen dazu dinen. 209.— in und um Hamburg an verschidenen Gebaͤuden angelegt. 130. Beispile küͤnstlicher, wohl oder uͤbel eingerichteter Ablei⸗ tungen an Gebäuden, die vom Blitze getroffen 117. und Erf. 150. 154.— Beispile der AbleitungsAnstalt an Schiffen. 118.— Zwek und Mittel der Bliz⸗Ablei⸗ tung uͤberhaupt. 132. Vorschriften zur Einrichtung derselben in dem Beispile von Wohnhaͤusern. 1334135.— an Kirchen und Tuͤr⸗ men. 136.— an Pulvermagazinen. 137.— an Land⸗ haͤusern mit Strodaͤchern. 138.— an Windmuͤlen, Kranen, Schilderhaͤusern. 139.— an Schiffen. 140. S. Auffangungs⸗ Stangen. 11——— a ..nn:...........—..——.—..—.....—...—.——— .. 3 ISSS eitere Anhaͤuffung der aufgefangenen Gewittermaterie. 45.— ist mit der Ableitung irrig verwechselt worden. 46. 153. der Elektrizitaͤt— bringt weder Flamme noch Platzung her— vor. 166.— von en Hurcmen derselben zu unterschei— den. 196. 202. ͤ Anlockende Boͤrper in Ansehung des Blitzes. s. Blizʒ. Anlockung des Blitzes— dabey muß die ganze Bahn in Betrachtung gezogen werden. 30. 33. 113. 199.— wuͤrkt nicht merklich auf den Zug der Wolke. 31.— in die Erde hinein. 126. s. Bliz. Anstrich. S 1 Anzihung— welihe durch eine Wetterwolke Veruhrpachet wird. 2⸗5. 154.— bringt die Wettersaͤulen und Wir— belwinde hervor. 157. 158. zwischen den in Bezihung stehenden Elektrizitaͤten. 154. wird bey entgegenstehenden Spitzen aufgehoben. 214 Asche— leitet die Elektrizitaͤt nicht. 197. Auffangung und Samlung der Gewittermaterie aus der Luft. „ Umstände, welche dabey beobachtet sind. 45. 152. des Blitzes: wie dafuͤr zu sorgen. 125. 133.— Misver-⸗ staͤndnisse bey den Zurüstungen zu disem Zwecke. 46.153. Auffangungostange einer Bliz⸗Ableitung— wie sie einzuͤ⸗ richten. 133. erfodert keine besondere(elektrische) Vorbereitung. not. 348.— woher sie zuweilen nicht getroffen werde. 87.— ob ire Hoͤhe die Wetterwolken „Nanlocken könne. 12r1.— ist auch, bey der Anlockung des Blitzes durch rauchende Schorsteine, dienlich. 201. — Nutzen und Einrichtung ires zugespizten Endes. 133. PpP. 440.— weiterer Erweis des Vorteils der Spitzen. 23. u. K. XXI.— die Spitze wird nothwendig vom Blitze angeschmolzen. 110. 185. Augen der vom Bliz erschlagenen, wenn sie offen gewesen, werden nicht immer geschlossen. Not. 119.— werden voni elektrischen Schlage nur der Horn⸗ haut geblendet. 190. Ausbruch eines Wetterstrahls B wird zum Teil durch aͤus⸗ sere Gegenstaͤnde veranlasset. 12. 13. 45. 31.— zum Teit auch durch innere Uhrsachen in der Wolke. 20. 120. 127. K I Vune— W XI Die Fl Hell tilige! Beiatle INt sathe alz— luh 60 itg WMt st kir Deg Elss Iati ash etö6 729 herm shet o uche 9 NRNNCNWNꝗ***SI——————— Register⸗ 689 1.46½.— 4 510 127.— geschihet nicht unbestimmt am Grunde der Ge⸗ Meunge„baͤude. 125. art wenn gleich die Wolke negative Nmestä Dunte den d häͤtte. 163.— auf eine gewisse Stelle wird durch das V Zer Hetinis der Anlockung und des Widexstan⸗ des im ganzen Wege bestimmr. 33. 113. 199.—— . Ausdünstung— ob sie die Uhrsache der Leitung des Bl. nze Bahn in an der bieslüch e des Hörpers seo Le. 99.— württ li3 aonnhe 5610 6 St. Bahn des Blitzes. K. III. XX. u.§. 162.— Ywodurch sie be⸗ stimmt werde. 113. raz. 199.— ist; zusammenhaͤngend, n und von oben bis unten zu derfoöl Rn. 227 199 Valhrsrhe des h Schlages: wodurch, sie bestimmt werde. nN und Wij K. XX. Baͤume— an selbigen faͤhrt der Bliz meistens zwischen Holz und Rinde herab. 49. 182.— Die Rinde pflegt auf 3 bis 6 Zoll +—— abgesprengt zu werden. 134. Pp. 456. Die Furche vom Wetterschlage geht daran zuweilen gerade herunter: oft aber in einer Schraubenlinie. I. Aten. 164. Hhoben. 21. ui derLuf. .61) einige werden auch vom Bliz zerschmettert. 49. — Misver⸗ Bettn mit Pfosten und e ist kein sicheres . 46.153. Lager vor dem Vliz. 7 5. p. 208. , eiserne kan den Bliz anlocken. Erf. 24.— leitet ihn aber (hnch„dem darin ligenden vorbey. Not. 189. V welen niht Bleyr—— dessen Blizleitung. 39. Hittrwolkn Bliz— unterscheidet sich vom Wetterleuchten. 1.— Erschei⸗ Mtug nung desselben als ein Feuerbal, Feuerstrich, schlaͤngelnd. iehlih. 2 K. I.— als in vile Funken zerspringend. 183. Ele. yz lg.—— 10.— sind nicht die gewoͤhnlichsten. dn Opihe. Not. 2 Wrdij dog ist Lein daseines Feuer. 24. 167.— kein abgesondart weggeworfener Feuerklumpen. 113.— entsteht aus einer Erschut terung. 26.— ist nicht zur Entladung der Wolke sh so Run, noͤtig. 23. 170. 7n 113.10 entsteht aus einer Wetterwolke. 6. 26. 247. 5 daß ae er aus der Erde oder von unten entstehe. 27. 98. 135. — oder daß er hie zu der Wolbe hinauf und Nu wieder Iu aus⸗ hernuter fare. not. 407. 1 un faͤhrt oft nur von einer Wolke zur andern. 7.— wie 4.10. auch auf andere Gegenstaͤnde zur Seite oͤder nach Aclcher 12 chei⸗ 127⁷⁷ EE 8—.....— ·—— νν ‚.eeeee:.ee‚:::eee‚eeeeele‚-.....——.—.——.——..‚‚.eeerrrr eeee:‚ss:fst. 90⁰ Register. scheinet eine innere wirbelnde Bewegung zu haben und faͤhrt zuweilen in einer Schraubenlinie. I1. Umstaͤnde beym Ausbruch, oder der Hervorlockung und dem Treffen des Blitzes. K. II. s. Aushruch, Bahn und Ziel des Blitzes. K. III. H. 113..162. s. Bahn. die herabschlagenden gehen von der Wolke bis zur Erde oder zur Oberflaͤche des Wassers. 25.— selten bis in Keller, doch zuweilen mittelst Anlockung etwas in die Erde hinein. 126.— ein zur Erde gelangter ist erlo⸗ schen. 126. ö ob er von oben oder von unten her fare, oder sich von heit. den Seiten begegne? 26701 faͤhrt nicht one eine Leitung zu haben vom Grunde aus. 323. EDurchbruch: Dürchbruchsweite: Einschlagen. Leitung des Bl. mit iren Stuffen und Umstaͤnden:. Lei⸗ tung. anlsockende oder leitende Koͤrper. K. IV. V. VI.— sind nur dem Grade nach verschiden. 29. 90.— es sind vor⸗ züuglich die Metalle. 32.— sie werden nur unmittelbar getroffen wenn sie oben am Gebaͤude befindlich. 32.— wuͤrken aber auch auf den Ausbruch wenn sie gleich nicht aussen vorhanden. 33. Anlockung durch Wasser, Feuchtigkeit. s. Wasser, Seuch⸗ tigeeit.— durch Dämpfe, Rauch, Feuer. 50. 52. wie der Regen auf den Ausbruch und die Leitung des Bl. wuͤrke. 49. 51. 52. 60. wie der Bliz an feuchten Mauren herab fährt. 49. p. 98. — an Baͤumen. 49.— wie ihn lebendige Pflanzen an⸗ locken. Not. 134. Anlockung und Wuͤrkung des Bl. auf Menschen und Tire. K. VI. s. Menschen. welche Koͤrper dem Bl. widerstehen, und in wie ferne? s. widerstehende Koͤrper: Luft: Schiespulver. faͤhrt eher auch mit Umwegen, fast durch alle veste Koͤrper als durch die Luft. 83. s. Fenster. er faͤhrt an Metallen nur durch einen schmalen Strich. ꝛM2. — durch widerstehende veste K Koͤrper rukweise. 92. 185. E verteilt sich one Gewalt in weitem Umfange schlech⸗ ter Leiter. 90. 182. ö Art der Beschaͤdigung durch den Bl. 105. 114. 115.— an Metallen. 110. wo er sich inanehrere Stralen teile, zerstreue, oder wieder samle. 111. 114.— wo er auch von Metallen abwei⸗ che. 112. Sei⸗ dui Rn Ucchit öch R L MRe. Nialt y sihgu Pupbtt. Bibcke, en dl Dusste Dachert M-I düp— Moh. Hiten N Daenkin Dohnerkn 1 N ader ist nicht stste n donnerse Donnern Duche- hird dise- shm llesc lahen Dam Nurhbor list d Hsche smel Register. 661 un Seitenwürkung des Bl. 208. cungu Platzung beym Wetterschlage. s. Platzung. „ hund dn Unterschied des Bl. von andern Entzuͤndungen. K. IX. 161.; s. Schwefel. 1 wie die.— an Metallen zu Beschuͤtzung der Gebaͤude Mide dine. K. X. 577 Anstalt zur Bliz⸗Ableitung. f. ubtetmanas:unstelt 45 in. fangungs⸗Stange. — Brenbar— was es bedeute. 167. p. 554.3 schhun hej Drentare, unentzuͤndete und unverkoolte Köͤrper widerste⸗ AA hen dem Bl. 82.— leiten die Elektrizitaͤt nicht. 196.— nde aus. 12. Duͤnste. s. Duͤnste. schlagen. Hden: I. Lei 2 Daͤcher: metallene, bleiben vom Bliz et da alle andere verlezt werden. 103 GAnts 1. ed sind vor⸗ Daͤmpfe— r. den 59— an. 50.— doch viel weniger als unmittelbar Metal.— 978 Nich. 32.— leiten die Elettrizität. 194. ie gleich nitt Degenklingen— wie der Bliz dadurch fare. 164. ssr, Kuch Donnerknal— wird bey dem Widerstande in der Luft durch 50 5 die Platzung erregt. 88.— wiederhohlter bey auf ein⸗ In U Dl ander folgenden Platzungen. 92. ö ist nicht zur Entladung der Wolke noͤtig. 23. 170. . 40.5. solte uns bey der Ableitung nicht schrecken. 122. Pfannen in Donnerschlag. s. Bliz: Wetterschlag. . Donnerwetter. s. Gewitter. ö dee. R Drache— papierner mit einem Metaldrath in der Schnuhr, fi wird zur Auffangung der Gewittermaterie gebraucht. 45 pulvt.—taugt aber nicht zur Ableitung eines Blitzes. 46. vast Hlahe Dünste— brenbare koͤnnen nicht die Uhrsache des Blitzes seyn. K. IX.—oder den Bliz leiten. 196. ö Stlih. ꝛc. Unterschied irer Entzüͤndung„ vom Blitze. 93.95. is. Pl leiten die Elektrizitaͤt nicht. 196. s. Daͤmpfe: Nebel. Durchboren oder Durchschlagen der Loͤcher— geschieht mit⸗ h telst der schnellen Durchfahrt des Blitzes. 105.— wo es ö 5 geschehe. 108.— ist am Metalle eigentlich eine Durch⸗ cho ide schmelzung. 110. llgihaei ů Durch⸗ Oei ......‚...‚e2‚:•.............3——5——.........9..——.———.—8.————.——.—...— 6⁰⁴ Registet⸗ Durchbruch des Blitzes— Umstaͤnde welche denselben ver⸗ anlassen. Ki II.—sezt gegenseitige Elektrizitaͤten voraus. 162.— dünch die Luft, wird durch entgegenstehende schmale Hervorragungen oder Spitzen befordert. 15. 210. kan durch keine Koͤrper gaͤnzlich abgehalten werden. 127. der Elektrizitäten zu einander. K. XVII.— ist von der ge⸗ maͤligen Mitteilung zu unterscheiden. 196. 202. Durchbruchsweite— des Blitzes. 12. 14. der Elektrizitaͤt:st Leöser 3655 Zeerörragungen oder Spitzen. VI„ nonn R18 Darchschmetzung kleiner Löcher! in Wralen. 110. 2— 2127.7 i Rit 7549409 IIIInn s *— Einschlagen Blitzes— wodurch 6 veranlass et werde. % A2iIF. 17. 2933. 1I3. s. Ausbruch. Eis— wird eh groosser Kaͤlte zum Richtleiter. 197. Eisen— Beispile, wie es den Bliz anlocke. 36. 32—.—— weilen durch einen Wetterschlag magnetisch. 37. Elektrische Armosphate—was man so neimne. 147.— was man fuͤglicher so nennen solte. 151r. Elektrisches Geraͤte— Verbesserung desselben. 184. Elertrische Roͤrper—uhrsprunglich. s. ichtleiter 1 Elektrische Ladung s. Ladung. Elektrischer Schlag— nach seiner Maasse mit dem Wetter⸗ schlaͤge verglichen. 180.— der Ausbruch desselben wird durch das Verhaͤltnis der Anlockung und des Wider— standes im ganzen Wege, bestimmt. 198. seine Bahn, auch mit Umwegen liber durch Metalle. 200.— folgt dem kürzesten Wege in einem schmalen Striche. 202.—zieht eine reichlichere Leitung und groͤssere Oberflaͤche den geringern vor. 203. s. Leitung.. Elektrizitat. s. Ladung: Entladung: Anzihung: Lei⸗ tung: Plagung. die erste Erregung geschihet an uhrspruͤnglich elektrischen. Koͤrpern. 143. die gegenseitigen Elektr izitäten haͤngen von geringscheinen⸗ den Uhrsachen ab. 145.— kommen in den 3 5 uͤr Mh hen 19 f sher! Wl. 3 A der lusser augeh aln Dart Ganc it iel 6 Mithe — Eprsit W Eshesfen Entledun Htisc Ltzindi huch de asth Labde 0 Ethigul der Leschüt 20. Cle glet hr 90 Eistchn ———————— Register. 663 helche d W Wuͤrkungen uͤberein. 146.— und machen in der Leitung 0 Ruhelg keinen Unterschied. 163.— wie sie zugleich erregt werden Thsthn und sich; das Gleichgewicht halten. 147.— ob sie mit llen ch einer Richtung nach den Weltgegenden verbunden sind. 1 not. 399.—— man nur der Durchbruch derselben durch einen Widerstand 200 aͤussert Flamme und Platzung. 166.— erregt auch nur augenblikliches Feuer durch die Erschuͤtterung. 162. rorragmmg gemaͤlige Mitteilung oder Anhaͤufung derselben ist von dem Durchfaren zu unterscheiden. 196. 202.— Geruch dabey, entsteht vom erzeugten Schwefel. 169. ist einerley mit der Gewitterkraft. 142.— ist bestaͤndig in unbewoͤlkter Luft positiv. 144.— wird auch der Luft mitgeteilt. 151.— besonders von Wetterwolken. 152. — wechselt in den Luftschichten ab. 150. Hen, ria betanlasst/ Elektrizitaͤtsmesser— kan das Maas der Wetterkraft in der V Wolke nicht anzeigen. 152. ů Hher./ Elmesfeuer s. Wetterlicht. Ke. 36.— Entladung einer Wetterwolke. 20. 23. 165. Hetish. z/ elektrische. 164.— kan auch im Stillen geschehen. 170. itte. 147.— Entzuͤndung. s. Duͤnste. durch den Bliz: wo sie zu befuͤrchten. 109. 114. menschlicher Koͤrper ist nicht vom Blitze. 67. Erdbeben: kan nicht einerley Uhrsache mit Wetterschlaͤgen haben. 100. 168. Erhitzung— verschidener Nichtleiter, macht sie zu Leitern it—— der Elektrizitaͤt. 497. N WI 1—0 30 Erschuͤtterung— darin besteht die Fahrt des Wetterschlages. 8 26. 93.— und sie ist die Wuͤrkung des Durchbruchs der ber dulh Wil Elektrizitaͤt. 162. 167.— erstrekt sich dabey auch auf an⸗ n eihen tl grenzende Koͤrper. 162. ö Unterschied der mitgeteilten von der Durchfahrt des Strales. hen. 104. Nichtliit. Lithen Wohse ini 208.— qund von der Platzung. 177. P. 585. Aushu l Erstickung— ist selten die Uhrsache des Todes beym Blitze⸗ 69. 72. W Erze— koͤnnen auch den Bliz anlocken. 43. Him Erplosion. Not. 424. s. Elektrischer Schlag. ut ga.— 1 I. Teil. K Seld :ge;p;-‚.sxs 0:— W —.—xxx4ʃ——mx!x—————787887878788888888788; 6⁰⁴ Register. 5. Feld— Auf dem Felde wird ein Mensch leicht vom Bliz ge⸗ troffen. 55.— und leichter erschlagen als in Haͤusern. . p. 192.— wie man sich daselbst in Sicherheit stellen koͤnne. 78. 9—8 Senster— der Bliz faͤhrt nicht hinein oder heraus sondern oberhalb und unterhalb derselben im Gebaͤude herab. 84. — wie sie vom Bliz verlezt werden. Das. p. 238. Seuchtigkeit— locket und leitet den Bliz. 48. 49.— jedoch nicht so stark, daß sie ihn voͤllig von andern Koͤrpern . ableite. 52.— ist nicht die Uhrsache aller Platzung. 90. in der Erde, wird vom einfarenden Bliz aufgesprengt. 135. 152 2— 323— ö s. Wasser. 2½ ni Se — Feuer— lockt den Bliz an, zerstreuet ihn aber auch. 50. — lokt weniger an als Metal. 52. ist nicht mit der Elektrizitaͤt zu verwechseln. 167. geuerbuschel bey der Elektrizität. 1 s. Wetterlichter. Feuerheerd— Aufenthalt bey demselben unsicher. 50. 75. 334*— 1 ö Seuerkugeln in der Luft— sind von Blitzen unterschiden. 100. 168. ne n Feuerspeiende Berge— die Uhrfache und Wuͤrkung ist ganz anders als beym Blitze. 100. 168. Flamme— lokt den Bliz an. 50.— aber weniger als Metal. 52.— leitet die Elektrizitaͤt. 194. des Wetterschlages, ist nicht des Wesentliche. 93.— Ver— letzung die mittelst derselben geschihet. 64. 73. 103. 199. aͤussert sich nur bey der bewegten und durch Widerstand brechenden Elektrizitaͤt. 166. Flinte—geladene, vom Bliz getroffen und nicht abgefeuert. Erf. 97.— wie Flinten am Lauf u. s. w. vom Blitze ver⸗ lezt werden. Erf. 93. 97.§9. 104. Franklin(Doct. Benjam.) Entdeckung, daß die Gewitterkraft Elektrizitaͤt sev. 101.— und sich an zugespizten Metallen samlen werde. 45. 310.— Sinreiche Folgerung aus der vorzuͤglichen Leitung durch Metalle. 201. 410. fuͤhrte die Blizableitungen in Amerika ein. 117. ö Mis: Rel uil t arbet hah gunken sum 0 fian hle dah Blh ge ih Hälern. hethit stlle aus; sorden dde haab, di. b. 25. 40.—jedoch dern Körpen Olabung. 9a. gufgespreng. 1acch. 50. 167. Vetterlichttr. er. 30. 75. unterschiden. kung is gih 19 dl Na 6. V. „zj.0. J0) I Mastar nücht khyshet vom Bhe 01. 10 in. M Mi Register. 665 Misdentung seiner groossen Entdeckung. 153. 216. vorteilhafte Erklaͤrung der positiven und negativen Elektri— zitaͤt. not. 360.— Zweifel dagegen. 145. 146. u. not. 368, Fuhrwerk— wie sich die darauf befindlichen zu sichern haben. 79. ö Funken— eigentlich gesamlete entstehen nur bey gewalt— samen Durchbruche der Elektrizitaͤt. 166. 170— und zwar bey stumpfen Koͤrpern. 171. fligen von den duͤnnen, durch den Bliz oder duch einen elektrischen Schlag zerstoͤhrten, Draͤten umher. 79. 180. G. Gasse— daselbst ist wenig Gefahr von Wetterselaͤgen. 13. — wo man daselbst am sichersten sey. 77. Gebaͤude— am Grunde derselben ist kein unbetimter Aus⸗ bruch des Blitzes zu befuͤrchten. 125. 16.— wo sie vom Bliz verlezt werden. roz3 ⸗109.(14. 116.— wie sie durch eine Strecke von Metal gethuͤzt werden. K. X.— wie eine zureichende Blizableinng an allerley Gebaͤuden anzulegen. K. XIV. ö Gegenladung— elektrische. 147.— die blos in den Luft— schichten enthalten ist. Not. 40r. der Wetterwolken ist an der Oberflaͤche det Eꝛde. 149. 165. Geruch— schwefeligter. s. Elektrizitaͤt. Gewitter— s. Wetterschlaͤge. Wuͤrkung des herankommenden Gewiters 365. wie sich Menschen dabey in Acht zu nenm haben. 7580. Gewitterkraft, oder Gewittermaterie— itElektrizitaͤt. 142. — entsteht nicht aus einer Samlung renbarer Duͤnste. K. N.— die Erregung derselben ist der Veraͤnderung der Luft zu suchen. 143.— ire Bewezng, und nicht die Anhaͤufung, aͤussert Gewalt, Flamm u. s. f. 46. 175½ s. Auffangung: Anhaͤufung: Ableitng. Gewuterwolke— s. Wetterwolke: Loding: Entladung. Glas— widersteht dem Blitze. 81.—nd der Elektrizitaͤt. 196.— wird aber doch vom Blitze durchschlagen. 127. &*— wie 2————888—..— — 2 eeett.............———..—*..*.....—— ——.— 66⁵⁶ Register. —wie auch von der Elektrizitaͤt. 196.— kan auch unter gewissen Umstaͤnden leitend werden. 197. Gleichzewicht der Elektrizitaͤten bey der Ladung. 147. Glockeilaͤuten— s. Laͤuten. Gold— dessen Blizleitung. 41. H. Banf— en dem Bliz widerstehender Koͤrper. 81. Baͤngewek der Balken— ist des Einschlagens wegen gefaͤhr⸗ lich. 33 Barzigte Loͤrper— widerstehen dem Bliz 82. und der Elek— trizitä. 196.— Saͤuser, diemit keiner Bliz-Ableitung versehen— wo sie vom Bliz bechaͤdigt werden. 103⸗109. 114.— wie sich Men⸗ schen dain am besten sicher stellen koͤnnen. 775. Holz— widesteht dem Blitze. 81.— wie es davon verlezt werde. P. 182.— in wie ferne es die Elektrizitaͤt leit⸗ oder nichtseite. 196. 197. Sypothese— s. Vermutung. . Irrlichter— ind vom Bliz unterschiden. 100. 168. K. Ranonenkugel—n eine Wetterwolke s en, koͤnte diselbe nicht entladei 21. 165. Kanonenschuͤsse-koͤnnen auf Zerteilung einer Wetterwelke oder Stillunceines Sturmes wuͤrken. 23. Reller— der Blifaͤhrt selten in Keller herunter: doch zu⸗ weilen. 126. Rienrus mit Oehbder Teer gemischt lettet den Blzz uͤber die Oberflaͤche)in, 33.— Bemerkungen uͤber dise Lei⸗ zZnng. 191. Kirchen 2—9—9.—.—...— zugtuͤrt Ader— 61.6 Olz Ochl hWochen an— voppas veahn- Mselit Mit- Idurg slettiie Dan 13. Lamung 55M Uuten N det Nhey sci Iher— dov Lanen⸗ dab Liitende luter y N Register. 6⁰ an u 7. hunn Kirchen— wo die Menschen darin am meisten»der wenig⸗ sten vom Blitze Gefahr haben. 76.— wie die Bliz⸗ Bung. u7. Ableitung daran zu veranstalten. 136. Kirchtürme— s. Tuͤrme. Xleider— wie sie vom Bliz verlezt oder nicht verlezt werden. 61. 65.— unter irem staͤrkern Widerstande verseert der Bliz den Koͤrper mehr. 64.— durchnezte geben wenitz Schuz. 60. I Rnochen— ob sie vom Bliz zerschmettert werden. 63. gengestht Rolen— in wie ferne sie Leiter sind. Not. 471.§. 197. Rompasse— s. Magnetnadel. . und der Elel Krahn— wie daran eine Bliz-Ableitung zu veranstalten. 135. Rugelbuͤchse— s. Flinte. 3—— Rupfer— dessen Blizleitung. 38. N. 75. 5 darhn lerlgt 9 Elltnzul kir Ladung— oder Kraft einer Wetterwolke. 14. elektrische: was es sey. 147.— mittelst der Luft. 148.— Vergleichung mit der Ladung einer Wetterwolke. 143. 149.— Schwirigkeiten in diser Vorstellung. Not. 468. H. oder Betaͤubung vom Wetterschlage. 68. Erf. 72. 105. 1d. 83. 84. 93. u. s. f. Qauten der Glocken— sol ein Hagelwetter abgewant haben. Not. 44.— ob es das Einschlagen der Blitze verhindere oder befoͤrdere. 86. 1 dabey werden die Laͤutenden zuweilen getroffen oder er— ossen, Eri dje schüttert. 8r. ö Neder— ein dem Bliz widerstehender Koͤrper. 81.— wird enet Dexmt davon zerrissen. 61. 89. 2• Leinen— ein dem Bliz widerstehender Koͤrper. 81.— wird eunte: u davon zerrissen. 61. 89. Leitende oder anlockende Koͤrper s. Bliz. elae kn S. Leiter und Nichtleiter der Elektrizitaͤt. 178. 192: 197.— gen iber““ s. Nichtleiter.— unvolkommene. 135. K 3 Leitung 105 668 Register. Leitung des Blitzes— einige Stuffen vorzuͤglicher Leitung. 31. 47. 52. 54. 61. u. K. VII.— die vorzuglichste durch Metalle. 101. 201.— an Metaldraͤten durch die freie Luft. 35.— an Metallen durch Umwege, und mit Ver— schonung anderer Koͤrper. K. X.§. 112. 125.— wie weit dise Umwege gehen koͤnnen ist noch zu erforschen. 203. s. Metalle. Ableitung Nebenleitung. durch Wasser, Feuchtigkeit, Daͤmpfe, Rauch. K. V. und §. 193.— durch den Regen. 51. 193. an der Oberflaͤche einiger Koͤrper, besonders von Ueber— malungen. 53. 191.— wie auch des menschlichen Koͤr— pers. 64: 66. 190. unzureichende veruhrsacht eine Platzung. 88. 185. s. Plaz— zung.— welche durch eine freie Oberflaͤche abgewant wird. 134. 188. ö wie der Vorzug der Leitung im ganzen Wege die Bahn des Blitzes bestimme. 113. 199. noͤtiges Verhaͤltnis des Inhalts und der Oberflaͤche zu der Kraft des Wetterstrahls. 180.— noͤtiger Zusammenhang der Leitung. 185. zerstreute, in schlechten Leitern. 90. 182. elektrische— innere Tauglichkeit der Koͤrper zur Leitung: Merkmale und Stuffen derselben. 192.— wird durch ver⸗ schidene, Umstaͤnde verandert. 197. bey volkommener zeigen sich weder Funken noch Platzung. 166. 178.—— dazu wird nach Beschaffenheit des Koͤrpers ein zureichender Inhalt und Oberflaͤche erfodert. 179.— wie auch volkommener Zusammenhang. 183. Ergiessung des Strahls an der Oberfläche bey zu geringer Leitung. 186. 203. ö an der Oberflaͤche einiger Koͤrper. 189. 190. Vorzug der bessern Leitung im Ganzen. 198.— reichlicher Leitung. 203.— kuͤrzern Weges. 204.— zusammen⸗ haͤngender Leitung. 205. s. Widerstand: widerstehende Koͤrper. Lichtschein— nach dem Wetterschlage oder Blitze. 99. an Regentropfen. 193. bey Mitteilung der Elektrizitaͤt. 171. nachbleibender durch Entzuͤndung des erzeugten Schwefels. 169. Löcher— vom Bliz durchschlagene— s. Durchboren. Luft lut v 1 N hseh ah Malun undu vderft Ret! Myftis h N bl ö MMei ö u 0 — Msrn- Mauren — nich Mnsche dist Weil Hast 91. 90 Register. 669 Luft— Wuͤrkung der Verringerung derselben ist nicht mit ö der Ausdenung zu verwechseln. 72. widersteht dem Bl. mehr als veste Koͤrper. 83. 87. s. Zugluft: Laͤuten. ö ö Abkuͤlung derselben bey Gewittern kan keine Folge der Ent— zuͤndung von Duͤnsten seyn. 94. widersteht der Elektrizitaͤt. 196. leitet aber wenn sie erhizt oder nur verduͤnnt ist. 197. icht Rtuz mliche duch uch ne fitz und nit Der —lie vet obschg. 206. h. K. V. md von Ueet schlichn Ktt 155. Plaz⸗ M. he abgewan Maffei's Meinung, daß der Bl. aus der Erde entstehe. 7. e Bahn des Magnetische Kraft— dem Eisen durch einen Wetterschlag, läche du der oder durch die Erschuͤtterung daͤbey, mitgeteilt. 37.— amenhan auch durch den elektrischen Schlag. 162. 9 Magnetische Richtung— der gewoͤhnlichen Magnetnadeln, durch den Wetterschlag umgekehrt oder verdorben. 37. zur Leitung;— nicht aber der kuͤnstlichen Magneten. 1I15. p. 365. d dlich ver⸗— die Uhrsache scheint die Erschuͤtterung zu seyn. 162. HPatm Masten— wie sie vom Bl. verlezt werden. 115. f. Schiffe. atung 7— gffetheit de Mauren— der Bl. folgt daran der Feuchtigkeit. 49. p. 98. läche enodnt— doch hindert die äussere Benetzung das Eindringen hang. 183. nicht. 52. g Menschen(und Tire)— Grad der Anlockung des Blitzes auf diselben. 54. 61.— Umstände, unter welchen sie getroffen werden. 5560. 71.— Art und Weise, wie sie der Bl. — Htcht verletzet. 6266.— wis er auch Vorteil schaffen kan. 70. sne p. 188. vom Bl. getoͤdtete— die Uhrsache ist vornehmlich die Erschuͤtterung der Nerven. 68. 69.— seltener der Druk Nauf den Hals u. die Lunge. 72.— oder die Folgen der libe.. Verletzung. 73. Erf. 56. 64. 6½4b.— oder Reben⸗ wuͤrkungen des Blitzes. 58.u. Not. 164.— bleiben zu— weilen in derselben Stellung. P6. p. 184.— s. Augen. en Ch Beispile vom Bl. ploͤzlich Erschlagener. Erf. 10. 12. 45. 7 f. 52. 33½ 54. 15. e 93 9 1156. 122. 125. 154. 170. ö 47 86. 88.93.94.515—— 54.15 Dasil reeeeee.t............————— „ öqSlt„ù•HIOc(= 67⁰ Register. Beispile Getroffener, die genesen. Not. 173. b. u. Erf. 3. 920 94. 96. 125.— Vorschriften zu Behandlung dersel⸗ en. 74. durch den Bl. mit Nervenzufaͤllen befallen. 7d. Beispile heftig Erschuͤtterter die nicht unmittelbar getroffen waren. Erf. 74. b. 84. 85. 89. b. 98. 105. 121. Vorschriften wie sich Menschen in verschidenen Faͤllen am besten vor dem Bl. sichern koͤnnen. 7580. Von andern Platzungen und Entzuͤndungen, nicht aber vom Blitze, wird der Koͤrper innerlich angegriffen. 67. Messing— dessen Blizleitung. 38. Metal— aller Art, locket den Bliz vor allen andern Koͤr— pern an. 31⸗43. 101.— Leitungsfaͤhigkeit verschidener Metalle ist wenig unterschiden. 209. ö ö eine Strecke davon leitet den Bliz auch durch Umwege, und mit Verschonung anderer Koͤrper. K. X.§. 112. 201. — und auch one Verserung des Metalles, wenn es nicht zu duͤnne ist. 102⸗T104. 11o.— bey zu geringem In⸗ halte aber wird es zerschmolzen und zerstaͤubet. 90. 110. 180. abgesondertes locket den Bliz nicht von herunterleitenden Strecken ab. 112.— wie abgesondertes im Gebaͤude Schaden veruhrsache. 106. ‚ wan das Metal vom Bliz verlezt werde. 90. 104. 110. wo der Bliz eine Strecke Metal verlasse oder nicht tresse. I12. Vermeidung desselben sichert nicht vor Wetterschlaͤgen. 127. wie es die Elektrizitaͤt leite. 179. 192. 200. ö duͤnnes, wird auch durch den elektrischen Schlag ausge⸗ deent, zerschmolzen, zerstaͤubet. 179. 192. verkaͤlktes oder verrostetes leitet nicht. 196. Metaldaͤcher— an Tuͤrmen u. s. w. werden nicht vom durchfarenden Bliz verseert, wenn sie zusammenhaͤngend sind. 103.— wohl aber wo sie unterbrochen sind. 106. — schuͤtzen auch nicht wenn der Bl. eine besser zur Erde fuͤrende Leitung antrift. 112. 4t Metaldrath— leitet den Bliz auch durch die freie Luft. 35. — zeigt die Leitung desselben mit Verschonung anderer Koͤrper. vor.— obgleich ein duͤnner Drath vom Bl. zerstoͤhrt wird, 90. 110, 112 NMebel n— Aleit W elek Habens ꝑn adel Hahtlet hoͤge C. w Ouficht WäA unde U Reh Hies b hetse Hu lige Odl— Uhlfat hfid.- nen 1* liit Plezrege Pazun wir san mal 5 69. f E H. Mlug duth . Hunprtoff 121. en dlen an Ruaht cber gegnffn.6y. andern Kiy ö velshidern nmege, und 112. 201. enn es nich eringem Iy het. 90. I10. Hlerleiterden im Gehandt o. 1. nicht tuss Hlägeh. I Hutzaugt tit von menhingend se. 10b set in E die xW. A⸗ ung mlet un ᷑. el Register. 671 Nebel— samlet die Elektrizitaͤt in der Luft. 144. Nebenleitung— des Blitzes. rt. 208. des elektrischen Schlages. 206. Nervensystem— Die Erschuͤtterung desselben veruhrsachet den ploͤzlichen Tod beym Blitze. 68. 69.— wie auch andere Zufaͤlle. 75. ö 8* ö 20 Nichtleiter— der Elektrizitaͤt. 196.— sind doch nicht ver— moͤgend jedem Graͤde zu widerstehen. das. S. widerstehende Roͤrper. O. Oberflaͤche— der Erde, oder des Wassers, ist gemeiniglich das Ziel des niderschlagenden Blitzes. 25. 126. einiger Koͤrper leitet den Bliz. 53. 191.— wie auch die Elektrizitaͤt. 189.— dergleichen ist die Leitung an menschlichen und tirischen Koͤrpern. 6466. 190. eines leitenden Koͤrpers: Ergiessung der Elektrizitaͤt an derselben. 186. 203. bey unbedekter Oberflaͤche einer Leitung verlezt der Bliz wer niger. 134. wie auch der elektrische Schlag. 187. Oele— leiten die Elektrizitaͤt nicht. 195. Oehlfarbe— s. Uebermalung. Ppferd— wie sich der zu Pferde ist bey Gewittern in Acht zu nemen hat. 79. Pflanzen— lebendige locken den Bliz mehr an als Feuchtig⸗ keit u. s. w. Not. 134. Plazregen— s. Regen. Platzung beym Wetterschlage— was sie sey und wie sie würke. K. VIII.§. 177.— zeigt sich bey jedem Wider⸗ stande. 88. 90. 189. 182.— in der Luft mit Donner⸗ knalle. 88. 185. in andern widerstehenden Koͤrpern. 89. 185.— zerstaͤubet die mehr anlockenden Koͤrper amm feinsten. 90. ö 1 K; die 6² Register. die Richtung ist nach allen Seiten hin, und von der Fahrt des Strahls zu unterscheiden. 91. 177. die auf einander solgende erregen beym Einschlagen vet: schidene Knalle. 92. 185. ö Verletzung die mittelst der Platzung geschihet. 105. 177. 185.— an welchen Teilen des Gebaͤudes sie veruhrsa— chet werde. 106. 107. der Wetterschlag be teht Aucht bloos in einer Platzung. 93. 95. elektrische: ruͤhrt nicht bloos von aufgeloͤseter Feuchtigkeit her. 181.— Bemerkungen daruͤber. 177.— behy zu geringem Inhalte des Leiters. 179182.— bey man⸗ gelnden Zusammenhange. 153. Pulvermagazine— wie sie vom Bliz entzuͤndet, oder nicht entzuͤndet werden. 82. 37.— wie eine Bliz Ableitung daran zu veranstalten. 137. ö Q. Eueksilber— dessen Blizleitung. 42. R. Rauch— lokt den Bliz an: zerstreuet ihn aber auch. 50. — leitet viel weniger als Metal. 52. leitet die Elektrizitaͤt. 194. Regen— staͤrkerer Herabsturz desselben wegen der Anzihung der Wetterwolke. 5. 154. dient zur Entladung der Wetterwolken. 51. 470. 193.— kan aber auch das Einschlagen befoͤrdern. 51. ö die Befeuchtung dadurch kan etwas ableiten. 49.— aber nicht——.— um vor dem Eindringen des Blitzes zu—.—⁵ 52. Ear— wie er zur Beschuͤtzung vor den Bliz⸗ ein: ö zurichten. 28. p.ar1. Zus. p. Regenwolke— ist nicht von der Wetterwolke unterschiden. not. 204. 407. 468. Schichꝛ⸗ gi ueche Schetn 0* set Echff— Rrin x U ben. I Sberh 25 2 Sodeh W l Scipub Ru sh Schlo- Ochnelzu luch die Scherstef sander shrt 0 6 He dab vord Schaub Scheffl .1 en Schwoft der 6 16 Ent Gade; öavo jitet. Gankte nd vnyrsh Easthan u hihet. I0j. 1*7 2 7„% Udes sie Wulhm ler Plahung sther Fuchih 177.— bey! 2.— bey my Her„oder nit Bfz.Ahleitun waber auch. en der Misay 1. 170.37 . K. J9. Dlibet uschn Den M Rle I hjic —ͤ383838——:m Register. 673 S. Schichtweise Wuͤrkung des Wetterschlages. 88. Umwechselung der Elektrizität in der Luft. 150. Schifern an Daͤchern werden vom Blitze abgesprengt oder geloͤset. 103. Schiffe— wo die groͤßte oder wenigste Gefahr vor dem Bliz darin sey. 80.— wie sie von Wetterschlägen verlezt wer— den. 96. 115.— Beispile von Ableitungen an densel— ben. 118.— Vorschriften zur Bliz-Ableitung. 140. Schilderhaͤuser— vom Bliz getroffen. Not. 138. Erf. 98. — Bliz-Ableitung daran. 139. p. 512. ö Schindeln an Daͤchern— werden vom Bliz abgesprengt oder entzuͤndet. 103. Schießpulver— lokt den Bliz nicht an. 82.— die Entzuͤn⸗ dung desselben ist von der Wuͤrkung eines Wetterschla— ges sehr unterschiden. K. IX.— s. Pulvermagazine. Schlag— s. Wetterschlag: Elektrischer Schlag. Schmelzung— durch den Bliz veruhrsachet. 110. 180. 185. durch die Elektrizitaͤt. 179. 183. Schorsteine— werden leicht vom Bliz getroffen. 12.— be— sonders wenn Feuer auf dem Heerde ist. 50.— doch faͤhrt der Strahl nicht durch den Schlund, sondern durch das Gemauer selbst. 84. wie daran die Auffangungsstange, oder andere Bedeckung vor dem Blitze anzubringen. 133. Schraubenfoͤrmige Fahrt des Blitzes. ur. Schwefel— entsteht beym Blitze, und ist nicht die Uhrsache. 99. 169.— ob der Schwefeldampf bey den Erschlagenen den Tod veruhrsache? 69. Schwefeligte Koͤrper— widerstehen den Bliz. 82.— und der Elektrizitaͤt. 196. ire Entzuͤndung ist vom Bliz sehr unterschiden. K. IX. Seide: ein dem Bliz widerstehender Koͤrper. 81.— wird davon zerrissen. 8).— aͤhnliches Verhalten zur Elektri— zitaͤt. 196. Seitenkraft: Not. 422. s. Platzung. Seiten⸗ * 67⁴ Register. Seitenwuͤrkung des Blitzes. 208.— des Witzichre Schla⸗ ges. 2072. Silber— dessen Blizleitung. 41. Spitze der Auffangungsstange— wie und weswegen sie zu veranstalten. 133.— Beweis ihres Vorteils vor den stumpfen Enden. 122. K. XXI.— muß von einem Wet⸗ terstrahl angeschmolzen werden. 110. 185. Spitzen und Ecken der leitenden Koͤrper— was sie wuͤr—⸗ ken. 210. Sprung des Blitzes— wo er geschehe. 112.— durch die— Luft. 83.— an den Wolken. 10. Staub: aufsteigender unter einer Wetterwolke. 4. 154. Steine— widerstehen dem Bliz. 81. Daͤcher und Mauren von Steinen werden zerschmettert. 103. ö Sternschiessen— vom Bliz unterschiden. 100. 168. Strodaͤcher: wie slie vom Bliz entzuͤndet werden. III. P. 338. wie dabey mit der Bliz; Ableitung zu verfaren. 138. —— Teer— mit Kienrus, leitet den Bliz an der Oberflaͤche hin. 53. 191. Teilung des Blitzes in mehrere Strale. 111. s. Neben⸗ leitung. ö Tod— ploͤzlicher, wie er vom Bliz veruhrsachet werde. 68. 69. Tressen— an Kleidern: in wieferne sie bey einem Wetten schlage nutzen oder schaden koͤnnen. 60. Tuͤren— der Bliz sucht nicht durch offene hinzufaren. 84. Tuͤrme— wo darin die meiste oder wenigste Gefahr sey. 76. — metallene Daͤcher daran werden nicht vom Bliz ver— seert, wie doch an andern geschihet. 103. wo sie oft vom Bliz verlezt werden. 114. wie die Bliz'Ableitung daran zu veranstalten. 136. Ueber⸗ umla 30 6 Ruhen d ht den dhin! Vetdtene Im. I vugoduß lierde alh uu Whtugg SW R-ith Erah Ien N d Wasst, 5 och hin den 9de N Wd beh litt die H.- Wassthos Wanmlene itein. E hatʒrlich chun shen ein Hiter MWN Be Register. 673 u. veeween Uebermalung— leitet den Bliz an der Oberflaͤche hin. 53. 191. otelt sej Zus. Erf. 89*.— wie auch den elektrischen Schlag. 189. umande Nutzen derselben bey der Bliz-Ableitung. 139. p. 512. . Uhr in den Tuͤrmen— der Bliz wird durch die Zeiger⸗Axe dahin geleitet. 114. udde se viy V. tkischz SH —urch dy Verbrennen von gemeinem Feuer— wie man sich es vorstellen kan. 167. 8 Vergoldungsleisten— leiten den Bliz mit Verschonung an⸗ ligender Koͤrper. 101. p. 281. 112. p. 347.— so werden auch nahe seyende Menschen dadurch beschuͤtzet. Erf. 62. Vermutung, oder Hypothese— Nutzen der gepruͤfeten, und 98 Schaden der Vorurteile. 201. Wü Vie— wird eher vom Bliz, und auch bloos in der Naͤhe des werden. in, Strahls, getoͤdtet als ein Mensch. 55.— wird gleich dem Menschen an der Oberhaut verlezt. 64. Erf. 74. b. ren. It. SEund zwar vorzuͤglich wo weisses Haar waͤchst. Erf. 74. e. W. Wasser, oder Feuchtigkeit— locket den Bliz an. 47449.— det Maftte jedoch viel weniger als Metal. 52. kan den Bliz auch in die Erde hineinlocken. 126. u. H ob die Naͤhe desselben das Einschlagen veruhrsache. 13. 7 wird bey zu geringem Inhalte in Dunst zersprenget. 98. leitet die Elektrizitaͤt. 193.— auch an der Oberflaͤche hin. rsach veh⸗ 189.— widersteht aber bey zu geringem Inhalte. 18r. Wasserhosen— s. Wettersaͤulen. anndn Wetterleuchten— Unterschied vom Blitze.§. 1. Not. X.— ist ein Ausstroͤmen der Elektrizitaͤt. 173. 175.— kan auch zur Entladung der Wolke dinen. 170. 174. Wetterlichter, oder Elmesfeuer— Umstaͤnde bey irer Ente . 4. 156 zerschmetter. tzufirn. d. Gifahes le stehung. 44. 172.— Folgerung daraus. 174. ů setzen eine Ableitung voraus. 175.— lassen an sich keinen Wetterschlag befuͤrchten. 176. andere Bedentung des Worts. Not. 412. 225 Wetter⸗ WI ————ß[—— 67 Register. Wettersanlen Wasserhosen oder Wirbelwinde, werden von der Anzihung unter einer Wetterwolke veruhrsachet. 5. 157.— nicht von entgegen strebenden Winden u. dgl. 155.156.— Schwirigkeiten in der Erklaͤrung. 159. 161. es ist dabey eine Wirbelung um eine senkrechte Axe. 159.160. wetterscheide:. 6. Not. 6. Wetterschirm— s. Regenschirm. wetterschlag—s. Bliz, Platzung. wird nicht zur Entl adung erfodert. 179.— einzelner schlaͤgt oftmahls ein. 7. Wetterschlaͤge— sind von der Platzung entzuͤndeter Koͤrper unterschiden. K. IX.— vile faren nicht zur Erde herab. 2.7. 12.— entstehen mit Zwischenzeiten. 20. 120. 127. im Winter: 20.— Beispile: Not. 7. Erf. 40. 50. 56.914— 95. 11I. 129. 132. 133. 134.*— Wetterstrahl— s. Bliz. Wetterwirbel— s. Wettersaͤulen: Wirbelwinde. Wetterwolke—bringt die Blitze hervor. 6. 26.— ist nicht von der Regenwolke unterschiden. Not. 254. 457. 468. — scheint zum Teil aus innern Uhrsachen zum Ausbruch gedrungen zu werden. 25. 120. 127.— entladet sich nicht — auf ein Mahl. 20.— daher ire Stärke die Ableitungs⸗ Anstalt nicht unkraͤftig macht. 120. wird nicht durch die Metalle an Gebaͤuden aus irem Wege hergezogen. 31. 121. eine derselben kan gegen die andere einen Schlag geben. 2. 164. Entladung derselben erfodert nicht immer Bliz und Knal. 22.170. Zerteilung durch Wind oder starkes Schiessen. 23. die Wetterkraft kan daran aufs neue gesamlet werden. 214 mehrere Wetterwolken koͤnnen neben einander aufzihen. 22. hat keine ganz ebene Unterflaͤche. 214. p. 651. Vergleichung mit einer elektrischen Ladung. 148. 149. 165. 167.— Schwirigkeiten dabey. Not. 468. Widerstand bey der Durchfahrt des Blitzes— ist im ganzen Wege zusammengenommen zu rechnen. 113. 19).— ist die Uhrsache der Gefahr 127.— bey jedem derselben samlet Ilet nh 0 I Merh Rterdt Hhelt ngen Mng Ange: Ruhrst Woasthe shaft su nul U . 6 W- „Wde Mene twffen. lune. Mmmuͤlh Vrdoyde shhlen. Wirbelwi 1 Wahhäu i YNer Arg Rirrngu Register 67⁷ 3n G. samlet sich der Blißz. 94.— undteilt“ sich 17 leicht u in mehrere Strale. III. ., in den eigentlich widerstehenden Koͤrpern. K. VII.— in Leitern von zu geringem Inhalte. 110. 3329.— in R uynnterbrochenen Leitern. 110. p. 334. beim elektrischen Schlage. 196½ 198.— wegen des zu ge— ringen Inhalts eines Leiters. 79. 181. zoz.— wegen Mangel des Zusammenhanges.“ 183. 205.— wegen der Laͤnge des Leiters. 204. nieshe sh veruhrsachet Funken und Platzung. 106 178. WI Geh Widerstehende Voͤrper in Ansehüng des Blitzes* Eig jen⸗ Edeter Hüng schaften derselben. 2). 81.— Erzälung derselben! K. III. 12 Etde hiih sind nur dem Grade nach unterschiden. 95.— koͤnnen die 20. 120. in ö Gewalt des Blitzes nicht abhalten. 127. 50. 56. 9 bey der Elektrizitat: s. Michtleiter. Wind— entgegengesezter bey Gewittern. 3. s. Wirbelwind. inde ö Windfane an einem Wedündt—Wied leicht vom Blitze ge⸗ 6 troffen. 31.— wie sie zur Auffangungsstange dinen 5.— ist nich koͤnne. 133. 11. Windmüuͤlen—wie daran die Bliz-Ableitung einzurichten. 139. ladetsch u Wirbelnde Bewegung— des Blitzes. 11.— der Wetter⸗ Ne Mleumnz saͤulen. 159. 160. Wirbelwind— von der Anzihungee einer 2 Wetterwoite 5.— ue irm We hat einerley Uhrsprung mit den Wasserhosen. 158. 1 Wolle— ein dem Bliz Dee Koͤrper. 81.— wird Ro davon zerrissen. 61. 89. K wolken— schweben in einer gewissen 42öhe. 2. s. Wetterwolken. ö 1. 3 Wohnhaͤuser—wie sie vom Bl. beschäͤdigt werden. s. Gebaͤude. et Heden. u.— wie die Bliz-Ableitung daran W 133135. Kaussheg. 1. 51. 6. 610. 3. 65 13915 Zeiger⸗Axen an den Tuͤrmen— leiten oft den Bliz hinein. 114. I 10 His Zersprengung— s. Platzung. in 3 Zer⸗ simle 67⁸ Register⸗ Zerteilung der Wetterwolken— von der⸗ a. unter scheiden. 23. ů Zigeldaͤcher— werden vom Vliz zurschmettert⸗ 1361 4 Zigelsteine— widerstehen dem Bliz. 8r. ö Figzasbewegung des Blitzes— in wie ferne sie gegrundet ————— Ziel des Blitzes—s⸗ Bliz. Zin— dessen Blizleitung. 4⁰. Zugluft— ob sie den Bliz anlocke. 85. ö Zwischenwolke—kan den Strahl aus der Werterwolke her⸗ leiten. 17. ö Hamburg,/ gedeukt von Carl Wilhelm Meyn. tlan, ttert, u ſerne ſe ninde Wettenile ſe ₰„ 9 8 V diAAdALsdahnalealuah rbalrh Ln dah drrcaldrbe Im fMda ennehennsenernSnngaennnnaNRonnaganont nannn Oem 1 2 3 4 5 8 9 10 11 12 Colour& Grey Control Chart Blue CQyan Green Vellow Hed Magenta Wite CIe cCr Gers Srey4a Slack. 4 ——=——.—,