7 1 ————— — — 5——— I f AM M — Aandi mü Pnei deylixnon dann erlegur ſochet, und 9 1 aun denen. mimato 3ſſͤͤſſ—. ,— — 2 1——— T 2 — ¹ 1 4 1 44h 4 b 1 1 4 Uice vnu Iſ Am den nRönpe 1— dooſf Georg Ernst Stahls, Königl. Preußl. Hof⸗Raths und Leib⸗Medici CHXMIA RAILI 9 NALIS EXPERIMENTALIS; Oder: Gründliche, der Natur und Vernunfft gemäße und mit Experimenten erwiesene Vinleitung zur CUVMIE Darinnen hauptsächlich Die Mixtion derer Sublunarischen Cörper, nebst deren Zerlegung und Relation gegen einander unter⸗ suchet, und mit vielen Experimenten gezeiget wird. Nebst einer Zugabe Von denen Mercurüs Metallorum, Mercurio animato, und Lapide Philosophorum. Dritte Auflage. Welche von vorigen Druck⸗Fehlern gereiniget, und mit Isaac Hollands Tractat Von den Saitzen und Oehlen der Metallen vermehret worden. Mit Rön Pohln. und Churfl. Sächs allergn. Privilegio. LXEIJPD3IG, Bey Wolffgang Hemrich Schönermarck, 17 46. — . 4 1 2 V 0. Heclhedet tühm Ashocher Uhberühm HhsteSg Ainhpe t Ullarre, ** Thsch 32 scht, du Iethhh Alnhereh *—* ——— — Geneigter Leser! hch halte es gantz sür unnöthig, überflüͤtzig, dir gegenwärti⸗ Ae chymische Schrifft weit⸗ läufftig zu recommendiren und heraus zu streichen; vino enim vendibili non opus est su- speosa hedera, denn wenn eine Sache sich selbst rühinet, so gebraucht sie keines An⸗ strichs einer Schmincke. Es ist nicht nur des berühmten Herrn Stahls Erfahrung in dieser Sache genugsam bekañt/ daß auch diesen Hippocratem unserer Zeit alle, die ihn recht kennen, admiriren; sondern es ist auch die Materie, die hierinne abgehandelt wird/ von einer solchen Wichtigkeit und Annehm⸗ lichkeit, daß die curieusesten Gemüther je⸗ derzeit dadurch sind bewogen worden, eine besöndere Hochachtung und Applausum da⸗ für zu bezeigen. Indeß habe ich doch für x2 nöthig Vorrede. nöthig gefunden/ dich vorhero von dem g Zwecke und Absehen dieser Schrifft in et⸗ ö was zu unterrichten/ damit du wissest/ was du eigentlich für andern darinn zu ö suchen habest. Es hat uns wohl bißheroo nie an Chymischen Schrifften und Proces⸗ 1— sen gemangelt; es ist auch eine ziemliche nrn. Anzahl Chymischer Institutionum Und Ein⸗ h leitung vorhanden die dem Titel nach Wun eine vollkommene oder hinlängliche An⸗ weisung zum Grunde der Chymie verspre⸗ 4 fl chen; Allein wenn man die Sachen beym un Lichte besiehet/ sonderlich/ wenn ein Lieh⸗ umn haber der Warheit nicht auf Process· Kra⸗ merey gehet/ sondern den Grund derer WIn Sachen zu erforschen suchet, und die Ur⸗ t sachen derer Processe, ihrer Mischungen it und ihrer Phænomenorum einzusehen sich rchg bemühet/ so findet man üͤberall altum f. lentium. Dahero man insgemein solche imu Leute Chymicos genennet, die etwa nach Wigaf vorgeschriebenen Processe eine Arbeit im Feuer auszufüͤhren wissen/ und einige im Han Feuer nöthige Handgriffe gefasset und er⸗ Honl lernet haben: Wie wenig man sich aber Iunp⸗ um die Ursachen solcher Dinge, um die das NMixtion der Cörper und deren innere Ver⸗ Ast g hält⸗ on dem ftt in et⸗ wuissef/ Amn bißherd Procel⸗ emliche Ind Ein⸗ itel nach iche Mn. ö versyre⸗ en beym ein Lieb 6· Kra⸗ derer die Ur⸗ hungen hen sich altum si- in solche wa nach beit im einige iin üt und er⸗ schaber um di Rer Dil⸗ Hi Vorrede. hältniß gegen einander bekümmert habe/ lieget öffentlich am Tage. Ja man hat es offt für unmöglich gehalten/ die wah⸗ ren Ursachen derer Würckungen zu ergrün⸗ den/ und sich auf nichts weiter als auf occultas qualitates, teutsch zu sagen/ auf seine Unwissenheit, beruffen können. Folg⸗ lich hat es nicht anders geschehen können, als daß die Chymie gleich wie die Pharma- cie, fast zu einem Handwercke geworden/ da man sich bemühet hat durch lange U⸗ bung und öffteres Fehlen/ einen vorge⸗ schriebenen Process nach zu arbeiten/ ohne daß man die Ursachen solcher Arbeiten erörtern könne/ da man denn/ wenn sich die Phænomena nicht so geartet/ wie vor⸗ geschrieben/ der Sache weder zu geben noch zu nehmen gewust hat. Deßwegen ist denn auch die Chymie als eine ungewisse betrügerische Kunst/ die kein gewisses Fun⸗ dament noch richtige Principia habe/ bey vielen in die grösseste Verachtung gera⸗ then und dadurch nicht nur der gemeine Mann præoccupirt/ sondern auch viele cu⸗ rieuse Gemüther von der Untersuchung dieser edlen Wissenschafft abgeschrecket worden. Sind denn aber ja einige ge⸗ 56 3 wesen/ Vorrede.— wesen„ die hierin was besonders haben 0 thun wollen/ so haben sie insgemein solche Hücn barwarische Wörter/ ungehörige Exprel⸗ siones gebraucht, die Sachen mit so viel Hl dunckeln ja ablurden Terminologien ein⸗ Hhaan gehüllet, und so viele ungeschickte/ und der/ Wis Ratur der Sachen ungemässe, ja falsche dahi und widrige Concepta gehabt/ daß einem Euchoik gantz eckel drüber wird. Bis endlich ei⸗ nige die Bahn gebrochen/ und die Na⸗ RMN M. tur derer Dinge ziemlich deutlich entde⸗ W cket/ unter welchen wir Becchern und Kun-. Mslh ckeln für andern nennen mögen/ welchem ihhchn ersteren der Herr Hof⸗Rath Stahl in Mch seinem Specimine Beccheriano, so nun⸗ Wapuls! mehro unter dem Titul: Einleitung zur n b Grund Mixtion derer unterirrdischen, mi⸗ M Hllz neralischen und metallischen Cörper über⸗ Ruig setzt/ das Lob giebt/ daß er recht zur Er⸗ läuterung des Studi Phyfici und Chymi- ci gebohren gewesen. Doch haben sich uss nach der Zeit wenige gefunden/ die diesem V Weg nachgefolget wären/ indem ihnen Magt die Sachen selbst unbekannt gewesen/ viel⸗ Hhe mehr sind die meisten wieder auf die vo⸗ Sl rigen Irrwege/ Processe/ Handgriffgen ꝛc. H2f verfalen. Biß endlich der berühmte Herr Jchh Stahl sch — haben solche Exprel. so vel Een ein⸗ und der salsche einem dlich ei⸗ die Na⸗ Hehtde⸗ und un⸗ welchem tuhl in o gun⸗ ung zur cheh, mi. ber übet⸗ zur Et⸗ h Chymt- aben sich je diesem m ihnen esen/ vilb Vorrede. Stahl, gleichwie er in der Medicin einen glücklichen und erwünschten Restaurato- rem abgegeben/ also auch die Chymie auf einen bessern Fuß gesetzt/ und des belob⸗ ten Becchers Principia weiter ausgefüh⸗ ret/ bewiesen/ erläutert und appliciret. Doch ist dieses bißhero öffentlich nur Stückweise in einigen Schrifsten gesche⸗ hen/ als dem Specimine Beccheriano, ei⸗ nigen Mensibus und Disputationibus, und dem Bedencken von dem Schwefel derer Metallen. Aus führlich aber hat man bißhero nichts gesehen/ als daß einige dessen Chymischer Collegien unter seinen Discipulis und einigen wenigen Liebha⸗ bern in MSto sind herum gegangen/ und um vieles Geld abgeschriben worden; dabey es aber geschehen, wie es bey sol⸗ chen öfftern Abschreiben zu ergehen pflegt/ daß selbige nemlich immer vitioser und un⸗ verständlicheꝛ geworden/ und demnach sehr rar zu bekommen gewesen. Dahero der Verleger allen curieusen Liebhabern der Chymie hiemit hoffentlich einen gros⸗ sen Gefallen erwiesen/ daß er gegenwär⸗ tige Schrifft/ welche eines von des Herrn Hof⸗Rath Stahls seinen besten Chymi- —d4 schen Vorrede. schen Collegis isthat wollen aufsuchen/ maa und accurat ins Deutsche übersetzt, im W Druck heraus gegeben. Du darffst also uun in gegenwärtigem Tractat keine gemeine. Processe, und bekannte Pharmaceutische äus Dmeal beiten und Beschreibungen suchen/ sondern H vielmehr die gründlichsten Ursachen und n raisons derer Dinge/ wie auch ihre Zusam⸗ mensetzung und Verhältnisse gegen ein⸗ N ander. Wie wenig hat man sich bißher Rach bemühet/ recht hinder das Fundament de⸗ Wch rer Saltze zu kommen/ und deren Mi⸗ Aln schungen kennen zu lernen/ woraus sie Hlmn bestehen/ was sie für Principia compoꝛ: Mhhht nentia haben/ welches mächtiger sey als uhe das andere/ wie sie gegen und in einan⸗ sah sheh der agiren ꝛc und dennoch sind diese hahs Sachen zu wissen höchstnöthig/ ja recht uusle der Schlüssel zur Chymie und zu allen gse Arbeiten/ wer diese nicht verstehet/ der thut lauter Lufft⸗Streiche/ vergebene Ar⸗ Ich beiten und Kosten, und wird schwerlich ah in allem seinem Fürnehmen reussiren/ es a un wäre denn/ daß er auch als eine blinde Sh Taube einmahl eine Erbse fände. Von uhin allen diesen Dingen nun findest du in ge⸗ insenth genwärtiger Schrifft eine—— Wiant n⸗ —'?:...:.:.:..:— —...2.2......““— — uchen, t/ im st ah emeine he Ar— ondern n und usam⸗ gen ein⸗ bißher nent de⸗ In Mi⸗ aus sie compo⸗ sey als einan⸗ d diese a kecht U allen tt/ der ne Ars Werlich ren /eõ je blinde . VDon du in ge⸗ ommiene M- Vorrede. Anweisung und gründliche Nachricht/ daß man so wohl die Natur der Saltze oder die Halotechnie, als auch die Zymo- thechnie, oder Kunst der Gährung/ und Pyrotechnie, oder die im Feuer nöthige Handgriffe, nebst der Merallurgie, nach ih⸗ ren wahren Ursachen und Fundament wird einsehen lernen/ daraus man denn sich auch selbst wird einen richtigen Concept machen können von denen Arbeiten so wohl als von denen Processen. Wenn dir diese Fundamenda erst werden vollkommen bekannt seyn/ so wirst du nicht erstlich die Wahrheit eines Processes a pasteriori un⸗ tersuchen dürffen/ sondern du wirst fähig seyn schon a priori aus denen vorgeschrie⸗ benen Mischungen, Relationen und Tracta⸗ tionen derer Ingredientien zu schliessen, und ein gewisses oder doch probables und rai⸗ sonables judicium zu fällen/ in wie weit solcher process richtig oder falsch/ was für Schwürigkeiten darinn werden fürkom⸗ men/ was für Handgriffe nöthig seyn/ oder was ihm fehle, wie ihm zu helffen/ ja du kanst selbst die Sachen mit Raison ändern/ versetzen und verbessern, dir selbst raisonable Processe gussinnen/ anderer ihre —805 Pro- ——.. ꝓSꝓSDSSSISIIIIIIPIPIIIIIII Vorrede. producta untersuchen/ woraus sie bestehen, wie sie gemacht sind/ und was davon zu halten sey ꝛc. Und also wird es unfehlbahr erfolgen/ daß diese fürtrefliche Kunst mit der Zeit immer höher steiget/ ein Entde⸗ ckung nach der andern eröffnet/ und uns einen Schlüssel nach dem andern darrei⸗ chet/ die sublunarischen Cörper aufzu⸗ schllessen/ deren Eslentz, Mixtion oder Com- position immer besser und genauer ken⸗ nen zu lernen, und denn diese alleredelste Wessenschafft in ihrem natürlichen Glantz und Splendeur darzustellen. Denn es ist mehr als Sonnenklar/ daß es hierin der Chymie gegangen ist wie der Medicin, da man keine richtige Natur⸗gemässe Princi- pia gehabt/ und unrichtige oder nur einsei⸗ tige Observationes gemacht hat/ daraus nichts anders als die gröbte Ungewißheit/ Unrichtigkeit und Confusion hat entstehen können, biß man angefangen der Natur einfältig nachzufolgen: Also auch hier/ da man sich nicht bemühet hat hinter die Ur⸗ sachen und Fundamente derer Dinge zu kommen/ offt die wichtigsten, ob wohl schlecht scheinenden Umstände aussen Läm N/ Aun v W d mabo u Go pl II It l Whin — sstehen, won zu chlbahr nst mit Entde⸗ nd uns darrei⸗ gußzu⸗ 4 Com- ler sen⸗ eredesse HGlantz mn es ist srin der icin, da Princi- einsei⸗ daraus wißheit⸗ utstehen r Matur hiet/ da die Ur⸗ Dinge zu ob wohl Issengell sch/ Vorrebe. sen/ so ists als ein bodenloses Faß gewor⸗ den/ da man es theils als eine Handthie⸗ rung getrieben/ theils hat man öffters den Process, den man das eine mahl gemacht/ das andere mahl nicht wieder treffen kön⸗ nen. Nunmehr aber erscheinet die lang gewünschte Hoffnung/ daß diese edelste Kunst werde wieder in ihren Elor gesetzt werden; da sich so viel grundgelehrte Ge— müther mit Ernst bemühen/ die rechten Gründe derer Sachen zu erforschen/ und also die Chymie auf eine gewisse und raison. nable Art zu tractiren. Wenn dieses auch dein Enzweck ist/ geneigtester Leser/ und du keinen blossen Process⸗Krämer oder gei⸗ tzigen Goldwurm abgiebst/ so wirst du aus gegenwärtiger Schrifft dir selbst einen grossen Nutzen und Vortheil zu schöpffen wissen; denn die Hauptsache der geheimen Chymie bestehet darin/ daß man die wahre innere Mixtion, Verbindung und Essentz derer Dinge, wie auch ihre Relarion gegen⸗ einander kennen lerne: Und weil die Prin- cipia derer Metalle und Mineralien am härtesten verschlossen liegen: so ist derersel⸗ ben Zerlegung allerdings mit eines der wich⸗ Vorrede. wichtigsten Stücken in der geheimen Chy- mie; dahin gehören nun sonderlich die hin⸗ ten beygefügten Anhänge von denen Mer- curiis derer Metallen/ dem Mercurio ani- mato, vom Lapide Philosophorum und des⸗ sen verschiedenen Wegen; daraus ein Ver⸗ ständiger/ der das Fundament der Sache, worauf es ankomt/ ein siehet/ schon wird sei⸗ nen Vortheil schöpffen können/ ein blosser Empiricus aber und Laborant muß denoch dabey irren. Weil viel hundert ja tau⸗ send Leute giebts wohl nicht/ din auf den Lapidem Philosophorum par force loß ar⸗ beiten/ und wenn man bey ihnen forschet/ wie sie sich doch die Möglichkeit dieser Sa⸗ che concipiren, und wie das zugehen könne, so ist da altum silentium, oder es sind we⸗ nigstens solche ungereimte Concepte/ daß man sich des Lachens darüber nicht ent⸗ halten kan; wie man denn auch dergleichen in sehr vielen von dieser Materie gedruck⸗ ten Büchern antrifft, daher man auch ins⸗ gemein von ihren Arbeiten keinen andern Ausgang erwarten und verhoffen kan/ als den man am Tage siehet. Hier aber werdet ihr begreiffen lernen/ wie die 02 he RE WAA Calcehtg Ruhhs clge sh dche WAAA Hlt Mabech Wleal c ahss emnn — HChy⸗ die hin⸗ NMer. rio ani. nö des⸗ NVer⸗ dache/ irdsei⸗ blosser deßoch n tau⸗ aufden loß ar⸗ lcschet/ Ga⸗ könne, id we⸗ / daß ht ent⸗ leichen druck⸗ chihs⸗ andern mn kan/ ier abek die E⸗ 0 Vorrede. che Natur⸗gemäß zugehe/ und was für ei⸗ nen Natur gemässen Concept ihr euch da⸗ von zu machen habt/ und weil es auch sehr viele curieuse Liebhaber und Forscher in dieser Wischenschafft giebt/ die kein Latein verstehen/ so werden die Herren Literati nicht mißgönstig seyn, daß der Verleger um derer willen fürnehmlich diese vor⸗ treffliche Schrifft ins Deutsche hat über⸗ setzen laßen; indem vermuthlich denen vie⸗ len bey dieser Kunst vorgehenden Betrüge⸗ reyen dadurch einiger massen wird Ein⸗ halt geschehen, wenn die Liebhaber also auf einen gründlichen und raisonablen Concept geführet werden. Wie denn über⸗ haupt selbige dem Verleger um desto mehr obligat sind/ daß er nicht nur diese, son⸗ dern auch noch verschiedene von des be⸗ rühmten Herrn Stahls judicieusen und gelehrten Schrifften hat ins Deutsche über⸗ setzen und dꝛucken lassen/ als desselben speci⸗ men Beccherianum, seine Disseratationes von der Metallurgie und Docimastic, auch ver⸗ schiedene medicinische Scripta, als von A⸗ derlassen/ von denen Temperamenten/ Ob- servationes clinicas, Untersuchung der Kranck⸗ 2 77 7—— . — EDE.—p—p—— 3 Vorrede.— Kranckheiten, welche theils nach dem ver⸗ schiedenen Alter/ theils ins besondere bey dem kindlichem Alter fürnehmlich vorzu⸗ En kommen pflegen/ von den Zufällen und u Kranckheiten des Frauenzimmers, und Podön Motu tonico, von verderbten und übel cu⸗ rirten Kranckheiten/ dessen Collegium pr.- n gicum. Es ist auch D. Rothens Chymie, R als welcher ein fleißiger Diseipul des Herrn auen Stahls gewesen/ bißhero denen Liebha⸗ 4 bern sehr angenehm und beliebt gewesen, zuwain indem sie eine kurtze/ deutliche/ nette und— hinlängliche Anweifung zur Pharmaceu. tischen Chymie giebt. Und der Verleger 16 würde sich selbige nch mehr obligiren, ann wenn er noch verschiedene von denen annn gründlichen und wichtigen Schrifften des Map Herrn Hofrath Stahls auf diese Weise drucken liesse. Ich wünsche indeß, geehr⸗ dn ter Leser/ daß du ver gnugt leben/ und dich mn dieser Schrifft mit vielen Nutzen bedienen ut mögest. Adjeu. WMyuet ö Kunnt MN Muaud H + Innhalt⸗ — im ver le bey vokzu⸗ en und IUnd AHcu⸗ pra- ymie, Heren ebha⸗ Wesen, tteund maceu⸗ kleger giren/ denen en des Weise geehr⸗ nd dich odienen unhalt Innhalt. Errgons, pag. Von einem eipfachen und vermischten Cörper, oder 46 Simplici& Mixto Von den Ansüngen der vermischten Cörper Von gemischten, zusammengesetzten und iusammengehäuff⸗ ten Cörpern oder Aggregato 12 Von denen Arten der Mixtorum und Compositorum 15 Von dem Opiecto der Chymie nach ihrem ersteren Theil, nehmlich der Zerstöhrung oder Corruption 26 Von der Causa Instrumentali oder Werckzeugen der Chy⸗ mie 33 Von denen Formalibus Instrumentis der Chymie/ oder von den Chym schen Operationibus ibid. Von denen Operationibus die zur Corruptiom oder Zerstöh⸗ rung dien en ibid. Von der Corruption oder Zerstöhrung der Compositorum und Mixtorum 38 Von der Corruption flüßiger zusammengesetzter Cörper 39 Von der Corruption derer Cörper die aus flüßigen und 443 Theilen zusammen gesetzt sind Von der Corruption derer aus zwey dichten Theilen usmn⸗ men gesetzten Cörper Von der Causa Instrumentali, Werckzeugen oder Mittel Chymischen Generation 57 Von der Combinations collectiva oder in ein Aggregatum, da man einen Cörper mit dem andern zusammen häufft ibid. Von der Unitiva oder vereiniaten Combination, oder von der Generation eines Compositi 78 Von denen gemeinen Instrumenten derer Operationum 79 Von denen Instrumenten die gewissen Operationen allein und einig sind 9⁴4 Von denen Instrumentis Administrationis derer man sich zur Regierung bedienen muß 9⁴ Von Innhalt. Von den Supjectis und productis der Chymie auch deren Ar⸗ ten, wie sie sind/ werden, würcken und leiden 104 Von denen allgemeinen Supjeckis der Chymie 105 Vom Vitriol 168 Vom Alaun 118 ö Vom Salpeter 120 Vom Salmiac 136 Von denn mehr zusammen gesetzten Saltzen/ and die in ge⸗ wisser Maß durch die Kunst gemischet sind 143 Vom Zucker 14 Vom Weinstein 156 Vom Saltze der Animalien 166 Von dem Schwefel 202 Von den Schwefeln des mineralischen Reichs 203 Von denen Wassern ö 256 Von feuchten Wassern ibid. Von dem trockenen Wasser oder dem Mercurio 265 Von denen Terris oder Erden 391 Von denen spröden Perris 292 Von denen schmeidigen Lerris oder Metallen 310 Von denen Metallen ins besondere 330 Von der Scheidung im Schmeltzen 336 asn Vom Golde 36 Vom Silber 399 1 Vom Rupffer und Eisen 402* ö Vom Zinn und Bley ö 47 Mamg Von denen halben Metallen als Wißmnth„ Zinck und Himadr Spießglase n i Zugabe. n Von der Mereurification, oder von denen Mereuriis der Me⸗ ö U tallen, und dene. Mercuriis animatis und dem grossen Wh Wercke der Philosophorum 479 ö Vaac Holands Tractat von ben Saltzen und Oehlen der Me⸗ tallen. 722 Ieh I g 2 71, Ein⸗ s ——— deren At; 104 105 1056 IR 12⁰ 136 0 die in 9e⸗ 143 145 176 166 201 203 Ib ihd. 266 391 292 31⁰ 330⁰ 36 365 39, 40⁰² 47 Zinc und 25 urusdet Mi⸗ Demn grosse 600 MMee der M. 11 Es 806 I Ne i Eingang. 5.. ie Chymie, die auch sonst Alehymia und Spagyrica genennet wird, ist eine Kunst, die gemischten, oder zusammengesetzten, oder zusammen gehäufften(aggregata) Cörper, in ihre principia zu zerlegen, oder aus solchen principiis zu dergleichen Cörper wie⸗ der zusammen zu fügen. §. 2. Ihr subjectum nun sind alle vermischte und zusammen gesetzte Cörper, in so fern sie sich re⸗ solviren und wieder combiniren lassen. Ihr obje- ctum ist die Resolvirung und Combinirung selbst, oder die Zerstöhrung und Generirung. Gleich wie man aber zum Zwecke ohne Mittel nicht kommt; so gehören auch zu dieser Kunst nach Verschiedenheit der subjectorum auch verschiedene Mittel. §. 3. Uberhaupt kan man diese media oder Mit⸗ tel eintheilen in materialia, die da etwas ferner, und formalis, die am nächsten den Zweck zu erhal⸗ ten dienen: Jenes sind die Instrumente oder Ge⸗ fässe, dieses die—.4.— selbst. §. 4. V 6— 5199—— 1 2——— 6——*—.—*— — ᷣppPF———pñũ᷑. 2 Einleitung zur CHymie. § 4. Der Zweck selbst nun ist verschieden, als Phyficus, Pathologicus, T heoreticus, Medicus, Mechanicus, Oeconomicus, Practicus. §. 5. Die würckende Ursach, oder causa effi- ciens der Chymie, die sie ausübet, ist der Künsiler oder der Chymicus seibst. 9. 6. Diese alleredelste Kunst ist schon von den allerersten und urältesten Zeiten her excoliret wor⸗ den. Also wird Gen. IV, 22. Tubalkain, Cains Sohn als der Urheber vorgestellet. In denen er⸗ stern Zeiten ist sie vornemlich bey den Egyptienn sehr dekannt gewesen. In denen nähern Seculis aber sind sonderlich berühmt geworden Isaacus Hollandus, Basilius Valentinus, Aronoldus Vil- lonovanus, Raymundus Lullius, Trithemius Abt zu Spanheim, und nach diesen Theophrastus Paracelsus, und noch weiter Heimontius, Zwölf⸗ ferus, und Beccherus. Unter denen Alchymicis verdienen am meisten gelesen zu werden Ale xander von Suchrec, Claveus und vornemlich Philaletha. §. 7. Wenn diese Kunst soll erlernet werden, muß man deren Gründe, oder Fundamenta scienti- fica wohl ins Gedächtniß, Ohren und Gemüthe fassen; die operationes aber, Hand⸗Arbeiten und Hand⸗Grieffe, muß man mit Augen sehen und mit Händen selbst tractiren; daher entstehen die 2. Theile dieser Kunst, Theoretica, die nur in einem raisonablen Begriff bestehet, und Practica. §. 8. Der erste wird durch pravepta, oderLehr⸗ Sätze, axiomata, so wohl apodictica, als condi- tionata a priori in dem Haupt⸗Theile oder perte gene⸗ + — lHM in Sn AI WH MAN Dn In,Hhe Ihinfug RWh wie uUN Hödhide fn 10. Ra Saash, Bn tisihg oden, as Medicus aul effl⸗ Künsthr bon den ilet wor⸗ „Cains dehen er⸗ Mliern n Seculis h Llaes aldus Vil- rithemius Phrestas 5 Wöll⸗ chymicis lexander nilaletha. Iden. nuß à scienti· Gemüthe oeiten und an und mit hen die 2 e in einen uea. delbh⸗ als cand oder pette gele Einleitung zur ymie. 3 generali, methodo Synthetica vorgetragen; ana- Iytica aber a posteriori in den Special-Theilen; Jener Theil nemlich Generalis gehet um mit de⸗ nen Haupt⸗Arten oder generibus, und steiget her⸗ ab biß auf alle untergeordnete species; der Special⸗ Theil aber thut das Gegentheil. §. 9. Der andere Theil aber, nemlich pars pra⸗ ctica„bestehet in einer fleißigen Vorlegung und Einschärffung derer Hand⸗Griffe und Hand⸗Ar⸗ beiten, welche nach der gehörigen Zeit, Ort, subje- cto oder Matrie und darzu geschickten Mitteln; ins besondere aber nach der Ordnung, darinn man sie tractiret, müssen eingerichtet werden. PARTIS THEORETICÆ GENERALIS. Erste Abtheilung. Von einem einfachen und vermischten Cörper/ oder de simplici& mixto. §. 1. ö eil wir im procemio der Chymie gemel⸗ det, daß das subjectum der Chymie vermischte, zusammen gesetzte, und zu⸗ sammen gehäuffte Cörper oder aggre⸗ gata seyn, so muß man aller dings zuerst von der Beschaffenheit dieser Cörper handeln. §. 2. Alle natürliche Cörper nun sind entweder einfach oder zusammen gesetzt, simplicia vel com- 2 polita; 4u H6 2 Einleitung zur Cyymie. 11 posita; jene sind nach ihren selbständigen und hy- b hicalischen Theilen nicht aus aromis oder untheil⸗—— bahren Stäubgen zusammen gesetzt; diese bestehen dün allerdings daraus. Jene werden Anfänge genen⸗ Rh net, oder principia, oder primæ causæ materiales X mixtorum; diese sind unterschiedlich nach ihrer hn verschiedenen Mischung„ und werden mäxta oder W vermischte Cörper genennet, die bloß aus denen ichah principiis oder Anfängen vermischt sind; hingegen 0H composita oder zusammen gesetzte, die aus jenen Hianmo den mixtis seu principiatis wesentlich zusammen Man u gefüget sind. Endlich auch auf gewisse Weise die a zusammen gehäufften Cörper oder aggregats, wel⸗ e che ohne Unterscheid oder gewisser Absicht auf et⸗ was zusammen verbunden werden. Von jeden„ 400 werden wir ins besondere handeln. WanGl MEMBRUM. I. HMn Von den Anfängen der vermischten dun Cörper. Daasthl §. I. OOsen in principium oder Anfang wird so wohl ⁴¹⁵ a priori dasselbe genennet, daß es das jrnige Rem sey woraus eigentlich und am ersten dessen Wesen bestehet, als auch a posteriori, woriñ zuletzt Aihaumt der vermischte Cörper wiederum resolvirt wird. Dugl §. 2. Beyde Beschreibungen sind wahr, wenn Muni nemlich eine natürliche und gantz reine relolurion östhg voraus gesetzt wierd. Weil aber die dißher bekañte 4 resolution in der Chymie hiemit nicht einstimmet, W sth auch nicht leicht jemanden vorkommet, und dahero uumnyn schwer ⸗ Ug d Phy⸗ Untheil— bestehen e genen⸗ aterisles h ihrer ia oder denen ingegen 6senen sammen Beise die r Wdb auf et⸗ on jeden hten so wohl habjtnige den dessen n wltt widd. H Wehn relolutrn her bekafte einstimme, und dahao hu Einleitung zur Qymie. schwerlich durch die Kunst kan zum Vorschein ge⸗ bracht werden; so ist heute zu Tage die übelichste distinction, unter physicalische und chymische Anfänge der vermischten Cörper. g. 3. Physicalische oder natürlich wesentliche An⸗ fänge nennet man diejenigen, woraus der vermisch⸗ te Cörper würcklich und am gewissesten bestehet, welche aber bißhero noch ungewiß und unbekannt sind, indem die bekannten vier Elemente der Aristo- telicorum, wie man sie insgemein nimmt, diesen Nahmen nicht verdienen. Chymische Anfänge aber nennet man insgemein diejenigen, worinnen die Cörper, durch die bisher bekäten Handgriffe, nach bißheriger Erfahrung köñen reducirt werden. §. 4 Diese nun werden und§ genennet von der Gleichheit, die sie mit denen also genann⸗ ten Mineralien haben, oder auch erdigt und tro⸗ cken, verbrennlich, flüchtig, oder flüßig und flüchtig fluidum volatile, oder Saltz, Oel und Spiritus. Diesen setzt Willisius de Fermentat. C. I. 2. noch bey, phlegma oder v und V; aber gantz ohne Nu⸗ tzen, sintemahl man auch durch den Spiritum das phlegma oder ungeschmacke verstehet; Denn brennende und schmackhafftige Spiritus kan man nicht hierunter rechnen, als welche offenbahr aus Vund Oel oder Saltz zusammen gesetzt sind, wie wir unten in der Abhändlung von den brennenden und saltzigten Spiritibus zeigen werden. 6. 5. Gleichwie aber die 4. Elementa, man mag sie nehmen wie man will, keine statt finden, wenn man meynet, daß alle und jede supjecta ins besondere aus eben diesen* gesetzt 9—09 3 0 4 6 Einleitung zur Chymie. so verhält sichs auch auf gleiche Weise mit denen aaun chymischen principiis, das ist, wenn man meynet, daß O,& und d in allen Cörpern von gleicher Art 10 In seyn, als welches zu beweisen sich bisher noch nie⸗ h 0 I mand unterstanden hat; wenn man vher dadurch 100 nur die Haupt⸗Eigenschafften bezeichnen will, so kan Kn es bey zusamen gesetzten Cörpern wo!l statt finden. ů0 §. 6. Ich sage bey zusammen gesetzten: Denn 1 00 der gantze Streit und obscurität von den peinci⸗ W piis tühret her, weil man die nothwendige und du v reelle distinction ausgelassen hat, inter mixta Wu prima,& secunda; oder die aus denen Anfängen gemischte und die aus denen gemischten zusammen⸗ Wund gesetzte Cörper: Indem man also die beyden Gen· Wm fundirt, und glaubet, daß sie durch eine der Natur l wiederwärtige operstion resolvirt werden; so enstehen daher die gemeinen principis Chymica Wa, 2 der animalium, mineralium und vegetabilium:, als ein Saltz, welck es schmackhafft ist, sich auflösen Ehufp und wieder cosgoliten läst; ein Schwefel der bren⸗ nend, schmackhofft und flüchtig ist, dann ein feucht Nheu und trockenes, flüßiges und flüchtiges Wasser, und cg eine feuer⸗beständige und grobe Erde: welches alles um hp doch aber würcklich schon gemischte und durch Kunst ttt tractirte Cörper sind, gleich als ob solche zusammen V gesetzte Cörper durch eine reine relolution, die mit n keiner andern neuen Combinirung verwickelt wä⸗ M. uid re, zerleget würden: Sind also ihre principis schon Wr natürliche gemischte Cörper. ph Wl 6. Wenn man aber gemischte und zusam⸗ α M men gesetzte Cöͤr per gehörig unterscheidet, und sich ngenn nicht unternimmt, aus denen letztern die ersteren S prin- t denen meynet, cher Nt loch nie⸗ dadurch s kan finden. Denn Drinci. 9e und Iixta hfängen sammen⸗ den cen· Natur den; o hymica bilium: auflösen der bren⸗ in feucht set und hes alles chRunst Hammen , die wit ielt wa⸗ dipie schog nd zusal H. undsch eisterel pl Einleitung zur umie. 7 principis zu demonstriren, als welche aus denen aller ersten uud reinesten mixtis kuum endlich durch viele langwierige Arbeit zum Vorschein kommen, so kan man weit besser und glücklicher zu Ende kommen. Diesen Weg sind der van Halrnont und Beccher eingetreten, unter denen jener statuirt, das Wasser sey das erste und eintzige prineipium ma⸗ terisle aller Dinge über haupt; die ser aber Wasser und Erde, und zwar, daß in specie die Erde noch durch dreyerley Art und Eigenschafften von ein⸗ ander unterschieden sey. g. L. Gewißlich wenn man ansiehet die allerletzte Art und Mögligkeit, darinnen sich eine Sache auf⸗ losen läst, so ist des Helmontii Meynung gantz rich⸗ tig, und kan so wohl durch phylicalische Ursachen, als auch durch die operation selbst demenstriret werden. Wenn man aber beträchtet die Art, wie es geschicht, nemlich nach nunmehro geschehener Schöpffung, so halten wir nicht für nöthig die prin⸗ cipia der vermischten Cörper so weit herzuho hlen; daher uns denn Becchers seine Meynung gefällt; als welcher Mann unserer Meynung nach das stu- dium Physicum oder die Natur⸗Wissenschafft sehr erläutert hat. 6. 9. Ist also unsere Meynung im vor⸗ hergehenden). daß man müsse unterscheiden inter principium primum„ woraus etwas wird durch Verwandlung, und inter princi⸗- pia, woraus etwäs gemischt wird, indem ei⸗ ne Mischung materialiter und nothwendig he⸗ rerogenea(oder andersartige Theile) voraus setzt. Denn homogeneg oder gleichartige Theile) A 4 wer⸗ — 8 Einleitung zur Chymie. werden nicht gemischt, sondern nur zugesetzt, ge⸗ mehret. Wenn derowegen die Frage ist von den principis der gemischten Cörper, so hat Beochers Meynung gnugsam statt. Wenn aber von dem Ursprunge derer Anfänge in den gemischten Cör⸗ pern die Rede ist, so hat allerdings alsdenn Hel⸗ montius recht geredet. §. 10. Wenn man also diese Hervorbringung solcher aus und gemischten Cörper in Be⸗ trachtung ziehet, so müste nach diesen 2. Haupt⸗ Arten nicht mehr, als eine Art der Mischung ent⸗ stehen, wenn die Vereinigung allezeit in gleicher proportion oder Verhältniß geschähe, geschichts aber in ungleicher proportion, so mussen deren mehr entstehen. Weil man doch aber keinen in ungleicher proportion gemischten Cörper concipi⸗ ren kan, und indeß doch so viele tausend zusammen gesetzte Cörper in der Welt sind, sa muß man aller⸗ dings per proportionem arithmetico- geometri- cam mehr als ein oder zwey ja drey Mischungen nothwendig supponiren. Indeß glauben wir doch fest, daß die Anzahl derselben doch noch klein genug sey, wie sich solches in parte analytica spe- ciali dieses Wercks mit mehrern zeigen wird. §. I1. Indem wir aber mit Becchern Wasser und Erde vor die nechsten principia materialia der gemischten Cörper erkennen, so verstehen wir darunter die Erde ügerhaupt. In specĩe aber hal⸗ ten wir mit eben dem Autore dafür, daß die Erde ins besondere bey den Metallen dreyerley sey; nemlich eine glaßartige oder schmeltzliche eine euer⸗ l — Ruch Rallsh e e nnt P A 2 MN In Süg h 1 lhchn mmhsuhn Wibputs Ibit Hhhne ShM l hy ien auun g Iih de Iwn 11 Dab an anh hscht, ge bon den Jecchers hon dem ten Cor⸗ nn Hel. ringung in Be⸗ Hupt⸗ ung ent⸗ gleccher Heshichts sen deren keinen in concipi- Usammen nan aher⸗ eomeiri ischungen Iben wir hoch klein tica pe · dird. a Wasset materiela Rchen wi ie dberhab aß die Erd herley sh: lsche + sebeh Einleitung zur ymie. 5 feuerfähige oder brennende, und eine flüßige oder mercurialische. Indeß da solches ad partem spe⸗ cisliorem analyticam gehoöret, so wollen wir die Erweisung dererselben bis dahin verspahren; und halten indeß für gewieß und sicher, daß es der Zahl nach sehr wenig gemischte Cörper gebe, weil sonst würcklich unendlich viel zusammengesetzte Cörper oder compolita seyn müsten, welches man doch nicht ersehen kan. H. 12. Indeß weil doch zur Constitution eines jeden Dinges ausser der Materie, auch nach de⸗ ren würckende Ursach oder causa efficiens& For- ma erfordert wird; so ist nöchig, daß wir auch die⸗ se Ursachen der gemischten Cörper erforschen und untersuchen. Diese causa efficiens ist zweyerley: principalis, die hauptwürckende Ursache, und mi⸗ nus płincipalis; jene, in der Ordnung nach den gemischten Cörpern zu, ist die erhaltende Wür⸗ ckung derer Dinge selbst, welche wir immproprie oder uneigentlich die Natur, eigentlich aber und mit gehöriger Ehrerbietung die Krafft oder be⸗ ständige Einwürckung GOttes zur Erhaltung der Creaturen nennen. H. 13. Diese würckende Ursach gebraucht sich zu ihrem instrumento Werckzeuge und Diener, der Bewegung von einem Ort zum andern sen motu locali, welche die vermöge ihrer Elsenz zur Ver⸗ mischung geschickten Dinge an einander bringt, und mit einander verbindet, welche Verbindung denen dieselbigen entweder ablolute vel respective Enemlich wegen derer daran stossenden Dinge/ A 5 aufs 10. Einleitung zur CWymie. aufs festeste erhält. Indeß ist von der Bewe⸗ gung noch zu mercken, daß etliche das Feuer, als eine causam instrumentalem ansehen, welches zwar nicht uneben ist, nur daß man eineu Unter⸗ scheid machen muß unter den Inttrumenten oder Werckzeugen der Kunst und der Natur, und un⸗ ter den Mitteln der ersten und andern Mischung oder Zusammensetzung. §. 14. Nemlich die Chymischen und Physicali- schen Würckungen der Kunst und der Natur sind unterschieden von wegen der Zeit und des Orts. Die Natur zeuget da, wo sie ein principium fin⸗ det. Ein Chymicus bringt die principia zusam⸗ men dahin, wo er zeugen will; die Natur zeuget alsdenn, wenn die principis einander, als von ohn⸗ gefehr begegnen; ein Chymicus füget diese prin⸗ cipis zusammen zu der Zeit/ da er zeugen will: die Natur würcket überhäupt durch die Bewegung; der Künstler aber applicirt ins besondere die Be⸗ wegung seinen subje ctis, die er unter Händen hat, zu gewisser Zeit, und an einem gewissen Orte und also würcket er, wenn und wo er will; die Natur, wenn und wo sie die Gelegen heit darzu hat. MI;. Das ist wahr, wenn man das L als ein principium, wenn nemlich von dem ersten princi⸗ pio die Rede ist, supp nirt, so kan man auch das allein pro causa efficiente instrumentali sup- poniren. §. 16. Das Formale der gemischten Cörper ist entweder genericum, das nemlich überhaupt die Mi⸗ — Mh at ——— mi napef W Ruschioe II ꝓmssch Sa Hshhegst u sece Mshie but D M siiithen Al Weobuum N — Bethy Fuer„als „Welches geu Unter uten oder Aund un⸗ Mchung byfieali. alur sind eh Oltb. Dium fin⸗ dia zusam⸗ tur zeuget bon ohn⸗ Iose prin- will: die wegllg; die Be⸗ uden hat, Octe und Maut, at. as en ptinci auch das atah sup Orper haupt N 9 Einleitung zur Cymie. 11 Mischung angehet, oder specificum, nemlich ins besondere derer gemischten und unter sich verschie⸗ denen Cörper selbst. Jenes ist die Verbindung einiger Prineipiorum oder Anfänge, die der Zahl nach verschiedentliche, und dem Wesen nach ein⸗ ander ungleich sind.(Es ist nicht nöthig, daß sie eben einander müssen contrair und zuwider seyn.) Das Spec ficum ist unserm Verstand unbekannt, und rühret her von der verschiedenen Figur, Ort, Zahl und Verhältniß derer materiell en principio- rum. Wenn nun nach Begchers Meynung 4. princĩpia sind, und jede ihren Ort verändern kön⸗ nen, so wird aus 4 und 4 ein 8te Zahl, hingegen 8. verschiedene Dinge können 403 20 mahl versetzet werden, können also aus denen 4. principiis und deren 4fachen Versetzung, eben so viel gemischte Cörper entstehen, die wesentlich von einander un⸗ terschieden sind. § 17. Indeß da wir oben§. 7. gemeldet, daß ohne Zweiffel in der Natur es wenig zuerst ge⸗ mischte Cörper gebe, nemlich in respectugegen die unzählige Menge, also leidet auch a posteriori die absolute Wahrheit eben dieser hypotheseos von den 4. principien darunter etwas. Indeß mag es genug seyn, daß diese unter allen die wahr⸗ scheinliche zu seyn scheinet. Die wir also zur Erklä⸗ rung der Chymischen Operationum und Phæno- menorum so lange behalten wollen, biß vielleicht die Zeit darinn was mehrers entdecket. ARTI- 12 Einleitung zur Cymie. ARTICULVUS. I. Von gemischten, zusammengesetzten und zusammen gehäufften Cörpern oder Aggregato. §.. ir thaben schon V. 6 gemeldet, daß das wixtum primum unmittelbar aus denen O principiis, secundum aber, aus vorigen mixtis primis oder principiatis unmittelbahr her⸗ rühre: Ein zusammen gehäufftes(aggregatum) aber, ohne Absehen auf die Qualität oder Beschaf⸗ fenheit des Atomi, von der Vergrösserung der Zahl, Maases und Gewichtes herrühre. Hingegen gemischte Dinge begreiffen einfache Cörper viel oder wenig in sich, wie wir§ 16. angedeutet. Von jeden wollen wir noch etwas weniges zum Unter⸗ scheide melden. §. 2. Von dem mixto secundo oder compo- sito ist zu mercken, daß sie insgemein mit dem all⸗ gemeinen Nahmen der mixtorum beleget wer⸗ den; gleichwie sie aber a priori davon unterschie⸗ den sind, wie wir im vorigen§. gemeldet; also kan man a posteriori bey ihrer Erkennung dieses zu ihrem gewissen Merckzeichen nehmen, daß die⸗ jenigen Dinge, die durch eine resolurion bald und leichte in partes heterogeneas, oder fremdartige Theile geschieden werden, daß dieselben zu dieser letzteren classe gehören. §. 3. Denn die ersten Mischungen oder ge⸗ mischten Cörper haben eine solche Festigkeit, daß viele dafür halten, daß es einem Chymico gantz un⸗ — wüshin bt n hödth W I W, I ö — 1426 Sdsthe Iu Wale RDero m Ruc n In H h DIhn Miacqis 1 Wihesth IXI — Hen und chet daß das lus denen vorigen aht her egetum) Bashaf⸗ nung det HOngegen rper biel let. Von m Unter⸗ compo⸗ dem all⸗ eget wer⸗ Nterschie⸗ ; also ang dieses doß die⸗ bad und omdarti . u diese Uoder ge⸗ ügket, dß mico gantz lh⸗ Einleitung zur CHymie. 13 unmöglich sey, die principia in denen mixtis von einander zu scheiden, und gestehen daher, daß man ihre Entdeckungen bloß durch einen Zuwachs su⸗ chen müsse: zusammengesetzte aber werden viel leichter zerleget, auch leichtlich durch die Kunst, das ist, zu selbst beliebiger Zeit und Orte wieder zu sammen gefüget. 9 4. Was demnach ein Aggregatum betrifft, so wird dasselbe von einem Atomo oder Stäubgen also unterschieden; daß ein Atomus ein eintziges, so allein und der Zahl nach nicht zu zertheilen(nu⸗ mero individuum,) jenes aber deren viele und mehrere an der Zahl durch eine aneinander Han⸗ gung zusammen verknüpfft hat. Indeß wundere ich mich, warum einige daraus eine Schwürigkeit machen, was ein Atomus Physice sey: Es ist nem⸗ lich ein kleinstes Theilgen bey leblosen Dingen(in Vergleichung mit lebendigen,) so da bestehet aus principiis oder principiatis, die nach einer beson⸗ dern proportion oder Verhältniß mit einander vereiniget sind. §. 5. Wir wollen noch etwas weniges beyfü⸗ gen, um den unnützlichen Streit de continuo& contiguo zu heben. Die Mischung ist nichts an⸗ ders, als eine Verbindung der principiorum durch eine Zusammenhängung. Weil nun die principia ein einfaches Wesen sind/ so nicht mit andern ver⸗ menget sind, und selbige nothwendig eine eigene und umschränckte Figur haben, als worinnen ihr for⸗ male bestehet, auch, wie vermuthlich ist, ein ge⸗ wisses besonderes kleinestes Maaß oder 3% ung .— ö + 14 Einleitung zur Cyymie. sung haben; So folget, wie viel von dieser Maaß 111 ihnen benommen wird, so viel wird ihnen von ih⸗ 100 rem Wesen abgehen. Was also durch gewisse Fis 101 gur, und unter gewisser Maaß umschrieben wud, Hitn das ist ein continium: aber bey gemischten zu· Mnn sammengesetzten und zusammengehäufften Cör Run, pern(aggregatis) gründet sich die conriguitas auf mug die gehrige Zahl und Ort eben dieser principio f rum, was nun diesem entgegen stehet, das verletzt hn continuitatem„e. g. wenn gemeiner& und ð die den Zinnober ausmachen, von ihrer Stelle gerücket gahn und geschieden werden, so wird durch diese zerstörte Zusammenhängung oder contiguitatem auch des⸗ sen wesentliche continuitas zerstöhret. Mit einem Worte, contiguitas beziehet sich auf die Verbin⸗ X dung der principiorum; continuitas aber auf die Erhaltung derselben in diesem Zustande. 9. 6. Um nun das, was wirsbißher gemeldet, Hb zur praxin zu einer Anordnung in der Chymie an⸗ h zuwenden, so schliessen wir also: man muß fleißi uhsh l bemercken: was das für ein materiale sey/ so man 1 in die Hand bekommt, ob es unter die mixta, oder Mvir composita, oder gar confusa zu rechnen sey. Vor⸗ IRM nehmlich muß man acht haben, was diesem lubje⸗ wushing cto zukomme; in sofern es ein aggregarum ist, ooöd mahs es aus gleichartigen oder fremden Theilen beste⸗ h he: und diese operationes und daher enstehende Würckungen muß man nicht confundiren, mit drhis denen, welche denen mixtis oder compositis qun talibus zu stossen; dahero muß man zuerst dahin al⸗ lein sehen, das aggregatum zu zerlegen, und zu u⸗ de in⸗ —— er Matz Henpon ih⸗ gedsse Fi leben wid, ischten zu⸗ sten Cöt⸗ ruits auf Hacipio- beiletzt andrdie gerücket eyisoötte aucCh deß⸗ Mi emnen Verbin⸗ er quf dis gemeldet, ymie an⸗ nuß flefig /soman lixta, oder sey. Vor⸗ ssem sudje⸗ um R/ od elen bese enstehende ndiren,nd mposn O Herst dahnd und yb⸗ N Einleitung zur Cyymie. 15 hindern, daß es unter den operationibus nicht wie⸗ der zusammen gehe; und denn muß man sich end⸗ lich bemühen, alle Theilgen(atomos/ des compo- siti oder mixti zu zerlegen, welches die sointio con. tinuitatis ist. Wenn man denn findet, daß die Theile, aus denen es bestehet, gantz einfach seyn, so muß man es sür ein mix tum halten, wo aber nicht, so ist das lubjectum„ darinn man arbeitet, ein compositum. ö ů ARTICULVUS. II. Von denen Arten der Mixtorum und Compositorum. §. I. ier wollen diese zwey in einem Capitel zu⸗ sammen fassen, und zwar also, da6z wir an⸗ zeigen, wo man fünehmlich die mixta, wo man die composita, und wo man die decomposi- ta die gleichsam durch eine neue Veränderung ge⸗ macht sind suchen müsse. 9. 2. Weil wir nun oben p. 6.§. 7. überhaupt unter V und Vdie materislien principia der Ge⸗ burt derer mixtorum begriffen haben; so könte es zwar scheinen, als ob wir zuerst müsten anweisen, wo man diese principia rein finden könne. Allein, weil dieselben so gar selten in solchen Zustande an⸗ zutreffen sind, und zwar kaum anders als unter der Gestalt eines Dampffes, auch selbiges aus de⸗ nen compositis von wegen ihrer dünnen Art sehr schwer, und nur bey der alleraccuratesten Zerle⸗ gung dererselben, heraus gezogen werden; so wird es 16 Einleitung zur Chymie. es füglicher seyn, zuerst die wixta und composita zu benennen und bekandt zu machen, und alsdenn erstlich zu zeigen, in welchem unter diesen selbige etwa am meisten und offensten liegen. §. 3. In denen Mineralien, das ist in denen Dingen die gantz und gar lebloß sind, finden sich obgedachte principia am einfachesten und zuerst gemischt, dahero vornehmlich in diesem Reiche ei⸗ gentliche und rechte mixta zu suchen sind. Un⸗ ter diesen sind die das erste, als welches sehr dünne, hochstbewegliche und flüßige Cörper sind. Nun ist das Lentweder fliessend Y, welches am dickesten und am meisten mit Erde imprægnirt ist, oder springend Brunnen L, welches bald reiner, bald unreiner ist, als das vorige, nachdem es nemlich nahe oder weit von der Quelle getruncken wird, oder durch steinigte oder sumpffige mora⸗ stige Oerter durchfließt. Zweytens Ziehe Brun⸗ nen⸗, wesches, wenn es beständig geschöpffet wird, besser ist, als das aus den Spring⸗Brun⸗ nen. Drittens Cisternen⸗V, welches frisch, sehr dünne und subtil ist, alt aber wird es stinckigt, und kommt denen stehenden Wassern am näch⸗ sten, als welche schädlich, faul, und zu einer neuen resolution geschickt sind. Mayenthau ist das sub⸗ tileste, und das nächste Elementarische Wasser. Regenwasser ist schon etwas dicker als dieses, doch ist es nächst diesem das dünneste, jedoch nachdem selbiges auf dickere oder dünnere Wolcken ge⸗ folget ist, wie auch der Schnee, welcher diesem gleich ist. Hingegen sind folgende Wasser Fin offen⸗ Sgeths Wm Wgu U W n usad MnN Dn Mhhi Isufh ssinpet —3 — — = — —. II — composu Wdatsdenn sh sbͤige in denen inden sich d zuerst Niche el d. Un⸗ ched seht per sind. Ges am Xghilt ss, ald keinet, schdem es Kruncken 9e wora⸗ • Brun⸗ oschöpfft 9 Brul⸗ isch sehr östinckigt, am näch⸗ et veuen st das sud⸗ Wosset dieses, doc ch nachden Wolcken ge chr Vasser U Bas 5 Einleitung zur Qynne. 17 offenbahrer zusammen gesetzt, als die so genandten mineralischen Wasser, Sauer⸗Brunnen, warme Bäder, die metallischen Wasser in denen Berg⸗ Gruben und das gantze Meer. 9. 4. Hierauf folgen nun die Erden;(Terræ) Selbige sind nun vor sich ein dichter fester Cörper, der am allerwenigsten beweglich ist, ja bey denen aggregatis ist er das Fundament aller Unbeweg⸗ lichkeit. Es sind auch diese in individuo von einer sehr kleinen Grösse;(tenuislimo molis) weil sie aber von wegen dieser Figur geschickt sind, sich mit einander zu vermengen in grössere heterogenes oder fremdartige aggregsta, das ist, da hin und wieder Raum sich darzwischen findet, oder auch homogenea, gantz gleichartige, so entstehets da⸗ her, daß die Festigkeit und Dichte eines aggregati dessen Flüßigkeit entgegen gesetzt, und davon un⸗ terschieden wird. §9. 5. Die anfänglichen Terræ werden eben so⸗ wohl, wie das Wasser, vor sich und ausser einem zusammengesetzten Cörper schwerlich rein gefun⸗ den, und noch weniger findet man sie dichte und feste in ihrer korma, sondern allezeit mit Wasser zertheilet, doch immer eine mehr als die andere. Also diejenigen die aus der ersten durchsichtigen glaßartigen Terra am meisten bestehen und über⸗ all fürkommen, sind der Sand, Grieß, Crystall, Demant, und alle gefärbte Edelgesteine, denn die gefärbten haben schon ein gut Theil von der andern Terra. 9. 6. Aus diesen—0 Haupt⸗Principiis nem⸗ lich 18 Einleitung zur CWymie. lich L und V/ wenn sie zuetst gemischt sind, und zwar fürnehmlich der ersten und andern V, entstehen die Saltze und Oehle; wenn aber die Tertæ unter einander gemischt werden, allerhand gefärbte Erden. Die dritte Art der Erde, komt denen Metallen ins besondere zu, wenn. sie aber sehr genau mit einem Theil der ersten Erde und einer gemässen Menge Y gemischt ist, so eniste⸗ het däher ein trocknes flüchtiges Saltz, welches des Arsenici fundament ist. 6. 7. Gleichwie aber aus diesen bißher ange⸗ führten zwey Princ ipiis, die ein facheren oder dichte eldichte unschmackhafftige währige und schmack⸗ hafftige gemischte Cörper entstehen; Aiso entstehen hinwieder um aus denen 3. Terris und deren Mi⸗ schung andere conereta. Nemlich wo nur eine gememe dunckele und staubichte Erde gefunden wird; da ist würcklich eine metallische Materie, der nichts fehlet, als die dritte Terra,soder das Mer- curialische principium, wenn dasselbe ihm zuge⸗ süget wird, so entstehet ein vollkommenes Metall. Wenn also die erste und andere Lerra rein und in gehöriger Maaß gemischt und durch eine Zu⸗ sammenfügung(contiguitatem) in im vereiniget wird, so wird daraus ein sggregatum, das man einen Rubin nennet: wenn es sich aber nicht so feste mischet, sondern die Materie bey kleineren Theilgen aus dem mineris heraus genommen wird, oder an solche Oerter fällt, die zu dieser zu⸗ sämmen mischenden Operation in ein solches ag⸗ gregatum, nicht geschickt sind, so finden sie sich un⸗ ter „.ę ÿHl ,psͤ Ih, GWb 1 fff u kaht Hlchfe , IMOch Fes 479 h nh —=— scht sind Ndern y, aber die dllerhand ode, kosst sie abet Alde und ehlste⸗ Welches het auge⸗ der dichte dschwack⸗ ehlstehen deren Mi⸗ hur eine gosunden Rerie, der das Mer⸗ hm zuge⸗ 5 Metall. rein und eine Zu⸗ Heteihigel „das nan aber uicht kineren Rnome Wdiesarh⸗ solche& aseshe Einleitung zur Cymie. 19 ter der Gestalt eines Boli, wenn die dritte Art zů diesem stößt, so ists Gold. H. 8. Wenn also die 3. Terre vereinigt sind, formiren sie ein Metall, und zwar nur ein zwey⸗ faches; nemlich O und Y: In dein O ist mehr von der dritten und andern Erde, im Y ist von der andern und ersten am meisten, doch in einer Ungleichheit. Die übrigen Metalle sind nicht gemischte, sondern zusammen gesetzte Cörper, als welche schon andere zusammen gesetzte Terras, ge⸗ meinen verbeennlichen Schwefel und Saltze in ihre Subltanz mit einnehmen. Also ist im Bley, des dritten Mercurialischen principii am häuffig⸗ sten, des zweyten sehr wenig, und ist darin vom Silber unterschieden, daß bey selbigem das erste am häuffigsten ist. Das Zinn hat statt der er⸗ steren reinern glaßhafftigen erra, eine gröbere kalckhafftige Erde in sich genommen, daher ists brüchig, läßt sich leicht zu Glaß schmeltzen, und sein Glaß ist weiß, nicht anders, als wenn man auf ein fliessendes Glaß ungelöschten Kalck würf⸗ fe: Eas Eisen hat in sich genommen eine sandigte Erde und einen gemeinen brennenden Schwefel, der gleichsam vor sich selost eine vitriolische Sub⸗ stanz aus demselben machet. Kupffer hält zwar eben dieses, doch noch etwas weniger von dieser Erde in sich. §9. 9. Auf diese dreyfach gemischte Perras fol⸗ gen nun die Cörper, so aus und zusammen gesetzt sind, und feste Saltze genennet werden. Die⸗ se werden mehr——5 gefüget, als gemischet, aus 20 Einleitung zur Cymie. 0 aus Vund der ersten Erde, dazu denn andere ge⸗ WI 6 mischte oder zusammen gesetzte Terræ mit zustossen. hh Wasser und die erste Erde machen dasjenige ai⸗ ie dum oder Säure aus, welches man aeidum uni⸗. AAN versale nennet, aus diesem und der dazu gemischten I zweyten Erde entstehet das Hartz oder Erdpech. ammz n leichwie und die andern Fein Oehl machen, Rchhs wenn die erste/ nicht dabey ist. Wenn diesem Erd⸗ 1 peche von neuen ein solcher gemischter Cörper aus nh vu und der ersten Erden zustößt, oder die gehörige pro ·: Is dl portion der Mischung überschritten wird, so entstes Penn het der so genannte lebendige Schwefel. Kommt cnldt aber ein etwas allzuflüßiges Metall darzu, oder der un d gemeine Mercurius wird mit untergemischt, so ent⸗ N t stehet daraus ein Zinnober. Wenn diesem acido 1 universali die dritte Erde beygefüget wird, so ent⸗— Oond stehet daraus das gemeine Saltz/ welches ein solch hunm coneretum ist, das den Grund legt zum Arsenico. V k Hinwiederum wird diesem acido universali in ge⸗ Mulsbe⸗ höriger proportion, und zwar nur in einer geringen. esllr Menge die andere Terra beygefüget, so entstehet Asm daraus der Salpeter. Diese Saltze allesamt sind ö in ihrer eignen rechten Form weder dichte feste, noch Imen Feuer⸗beständig, sondern sind durchaus flüchtig, sie wum werden aber Feuer⸗beständig und schwer, weil sich 1 10 verschiedene zusammengesetzte Terre daran mit an⸗ m n hängen. Flüchtig werden sie von der Beyfügung aunh verschiedener zusamengesetzter öhlichter Theile, doch werden sie niemahls flüchtiger oder so flüchtig, als Idl wenn sie vor sich selbst bestehen, und nur bloß mit P wü vereinigt sind: die erystallinische consistenz rührt hasthe von orat —— andele ge hstossen enige ari. idum vni. hemschten Endpech, Machen, em Erd⸗ U¹α olge pro „enssie Kommt Moder der scht. so ent sm acido , so ont⸗ eih solch Arlenico. rlali in ge⸗ Kgeringen oenlstehet esamt sind sestz noch füchtig sie N/Wolssch Nah wit ah⸗ Vehfügu Vlledah oflcht 6 ur boßmti nlslenz t 0h Einleitung zur Qymie. 21 von denen gröbern Terris her: von diesen allen wollen wir in der Untersuchung der Saltze weiter durch experimenta handeln. §. 10. Wir haben gemeldet, daß, wenn 2. Terræ gemischt sind, daraus allerhand thönigte concreta enstünden: ob nun wohl dieselbigen würckliche aus vielen Zusammensetzungen gestehen, so werden sie doch im gemeinen Gebrauch nicht sonderlich mercklich von einander unterschieden. Indessen wenn die erste und dritte anfängliche Terra ohne Wasser sich an ein Metall hängen, es sey welches wolle, so entstehet daraus ein Arse- nicum, welches ein flüchtiges sobjestum ist, so aber doch nicht brennet, und die übrigen Metalle im Fluß mit einer weissen couleur färbt, und allen Thieren das höchste Gifft corrolivum und colli⸗ quativum ist. Wenn die dritte Terra sich an ei⸗ nen Cörper anhänget, so entstehet daraus das Quecksilber oder Mercurius. Wenn die andere und erste Terra mit einer geringen portion des Wassers gemenget werden, oder aus dem acido universali und der zweyten Erde, entstehet leben⸗ diger Schwefel; wenn sich der mit dem Quecksil⸗ ber vereiniget, so heißts Zinnober; wenn aber die zweyte Terra bey diesem conereto überflüßig ist, so wird daraus ein Realgar oder Sandaracha Græ- corum oder rother selbst gewachsener Arlenic. §. Ir. Aus denen Saltzen, wenn sie mit allerhand erdichten oder metallischen Cörpern gemacht sind, entstehen die insgemein bekandte Saltze: Nemlich aus dem acido universali und ein er kreydigten Erde B ent⸗ 22 Einleitung zur Wymie. enstehet der Alaun. Aus eben dem acido univer⸗ feli und der dritten Mercurialischen Erde entstehet das gemeine Küchen Saltz, wenn deme noch eine Felsen hafftigte oder thönigte Erde beygemischt wird, so entstehet das Sal geinmæ, wenn aber das acidum universale sich in einer glashafftigen Erde eblarbirt, so wird Borrax daraus. Kalck ist mehr en Werck der Kunst, welcher die in ihn oncemrirte Saltzigkeit erst nach der Calcina⸗ tion am Tag leget Wenn dieses acidum sich mit den metallen vereiniget, so wird Ol. daraus. M Die metällischen zusammen gesetzten Cör⸗ per, als Kupffer, Eysen, Zinn und Bley haben wir schon oben im 8§. und das Quecksilber im 10 f. besehen, diesen fügen wir billig bey, die so⸗ genanten unreiffen Metalle, als den Wilwuth Zinck, die gelbe Marcasit, das Antimonium und dessen Reguium, als welches würcklich Metalle sind, nur daß sie mit einer arsenicalischen überflüßigen Erde, und das Antimonium annoch mit einem guten Theil gemeinen verbrennlichen Schwefels untermischet, versälscht, und daher flüchtig ge⸗ macht sind auch sich zu Pulver stossen lassen. . 13. Mit wenig worten: die mineralischen zusammen gesetzten Cörper können alle unter fol⸗ gende Hiassen gebracht werden, daß nemlich etli⸗ che mehr erdichte eigentlich sogenandte) Cörper sind und zwar entweder glaßꝛachtige oder duncke⸗ le, flüßige oder kalckhafftige; andere sind vielmehr unreine Metallen nemlch die viere, die wir im 8. §.bemercket, und das sogenandte lauffende Oueck⸗ silber, etliche sind mehr schwefelicht aus Lem 97 beche, + — WN 10%½ en b010 uh W 5 Wers Hfepal Mon Ruene IMne Den chennt Nusr h6 g auct G Hlchafth EX eM Hctnel mit su Mgend nchrchath Icheghn Wrih W Thasy Baum Guunm Mlamtt buc heg V-Enmn — 0 bhiver. Tanlstehet noch ee Hgemiht enn aber haffigen . Kalck + die ih (Meina. ssch wit oraus. Eten Ct⸗ Ney haben Esilber im y/ die so⸗ th Zünck, d dessen He sind, flüßigen it einem Schwefels schtig ge⸗ lassn. Herabsched unter sob emlich eil⸗ Ne) Erpet det dunck⸗ ind vielnch die wit in fende Huch UN Edd·. ch Einleitung zur CWymie. 23 peche, dabey das acidum univer fal⸗ häuffig oder wenig ist. Etliche sind arsenicalisch flüchtig, nemlich die corrosiva, die da drocken sind und nicht bren⸗ nen, etliche sind feuchte corrosva, als die Saltze. §. 14. Bißher haben wir die untereinander ge⸗ ten species derer gemischten und zusammen gesetz⸗ ten Cörper in mineralischen Reiche untersuchet: Nun kommen wir zu denen vegetabilibus, welche, was ihr materiale betrifft, aus denen mehr oder we— niger unveränderten mineralischen principüs, beste⸗ hen: Denn sie leben gleichsam aus dem und ziehen mit denselben ein salpetriches Saltz, und in denselben auch eine hartzigte Fettigkeit und eine sub⸗ tile glas⸗achtige Erde in sich: etliche davon ziehen auch statt eines salpetrichen Saltzes mehr ein sauer Saltz, und eine damit zusammenwachsende erdigte, kalckhafftige lubstanz in sich, daher man mit viel leichterer Mühe aus einem vegersbilischen zusamen gesetzten Cörper deren Mischung/ und aus was vor mixtis sie zusammen gesetzt sind, darlegen kan. . 15. Nun wollen wir mit wenigen die Theile der vegerabilium, in welchen alle diese principia, mehr oder weniger verbunden, zu finden sind, nem⸗ lich die eigentlicheren subjecta der Chymie aus dem vegetabilischen Reiche berühren. Es sind nemlich die vegetabilien ihrer proportion nach entweder klein als die Kräuter, oder groß als Stauden und Bäume. Sie haben mit einander gemein den Stamm, Blätter, Blumen, oberwärts Früchte, unterwärts die Wurtzeln; Es ist unter beyden auch eine grosse Gleichheit oder Analogie, so daß der Stamm die meiste Erde, Saltz, Hartz oder B 4 Pech 24 Einleitung zur Oyhmie. Pech und weniger Wasser besitzet, auch ist dieses alles darin viel dicker und gröber, die Blätter ha⸗ ben eben dieses aber viel dünner, subtiler, und denn die Saamen, als welche eigentliche Früchte sind, haben ein subtil öhnligtes principium und ein sehr subtile Erde, besitzen folglich vorgedachte principia am allersubtilsten: Daher kan man nun nach die⸗ ser Eintheilung und Unterscheidung leicht schliessen was man zu hoffen habe 1) Von denen Säfften, die entweder aus denen Blättern ausgepreßt, oder aus denen Stämmen abgezapfft werden, welche doch aber eigentlich zum Wachsthum und For⸗ mirung der Blätter geordnet sind. 2) Von den Höltzern, als welche Stücken vom Stamme sind. 3). Von denen Wurtzeln, als welche die unterir⸗ dischen Theile des Stammes sind. 4) Von denen Saamen, als dem subtilsten Theile der vegeta- bilien(denn die Früchte sind gemeiniglich von den Saamen nicht anders unterschieden, als ein Kind von der Nachgeburth und denen dabey enthalte⸗ nen Säfften oder liquoribus.) Und endlich 3) von denen Rinden, als welcher Theil des Stammes insgemein am hartzigsten ist. §. 16. Die Hartze hingegen und gummata sind gantz unnatürliche und gleichsam gewaltsame pro⸗ ducta derer vegetabilien, denn sie sind gleich⸗ sam ein Theil ihres Nahrungs⸗Safftes, welches in seiner Bewegung ist aufgefangen oder aufge⸗ halten worden. Der Wein, der Weinstein und der Zucker, welcher eine Art von diesen letzteren ist, kommen bloß von der Kunst her, und werden durch eine 6 — Ruen On n R UU Wch Rh W S si, n Wh Hubüldhl R surdj M Hh HII ipi sch HEdd Hut fihh Wa s heeh Mlehe Diun 19 Mi u Halfhn Rlöhehy Rmmti Huhgans schllagt —— — — — s deset tter ha⸗ Ihd denn chte sd, dan scht principix lach dia schllessen Sͤͤften, Iht, odet Wache ind dor⸗ Von den mme sind. ie unterib⸗ on denen vegeta⸗ von den in Kind enthalte⸗ schz) von Slammes Wata sind same pro iund glich 8/ Waches dder oufh⸗ Nunstein u gtern vunden duch V Einleitung zur CWymie. 25 ne neue combination erst bereitet. Manna und Honig sind gleichsam von mittlerer Art, doch ge— höret das erstere mehr zur ersteren, und das zweyte mehr zur andern Art. 6.17. Die animalien scheinen viel weiter von de⸗ nen miner alischen principiis abzuweichen, als wel⸗ che allesammt ein solcher zusammen gesetzter Cörper sind, der aus verschiedenen Arten gemischter Cör⸗ per/ die auf vielerley Weise verändert, und endlich in solch ein eignes ecificum aggregatum verknüpf⸗ set sind, bestehet. Doch wird bey eben denselben, von wegen der nothwendigen Verdünnung und Subtilisirung derer Elemente gleich sam eine grösse⸗ re Freyheit derer Supponirten principiorum ge⸗ funden, indem die Dinge, die daraus bereitet wer⸗ den, höchstflüchtig sind, und vornemlich auf die beyden am meisten würcksamen oder activen prin⸗ cipia sich hinziehen, nemlich auf die andere und drit⸗ te Erde, und zwar unter der Gestalt eines Oels und eines flüchtigen Saltzes; hingegen das schwerere und eigentlich erdigte Theil setzt sich zu Grunde und ist mehr einer kalckhafftigen als glasachtigen Art, weileine gewisse saltzige substanz durch das Feuer so genau mit demselben vereinigt ist. §. 18. Man muß aber bemercken, in welchen Theilen der Thiere eines von diesen principiis häuffiger lieget, als in denen andern; als in denen gröbern und härtern Theilen, wenn man selbige nimmt, liegen diese principia auch gröber; in denen flühigern hingegen, finden sich selbige auch dünner, subtiler und häuffiger/ am allerhäuffigsten aber in B 5 denen Einlei 26 Einleitung zur Qymie. —.——.— ö— denen, die durch eine Fäulung aufgelöset und durch—— die operation vereiniget, wieder zusammen ge⸗ wu IMMln sammlet werden. nih §. 19. Die dickesten Theile sind die Knochen, ldun Zähne, Hörner, Klauen, denen folgen die flei⸗——̊ 8 schichten und hautigen Theile, auf diese die Fet⸗ HuR tigkeiten und flüßigen Theile des Leibes. Man aunnd kan aus allen und jeden dieser Theile, wenn mͤebl man sie so in ihrer substanz nimmt, und mit ei⸗ h Mn nem Feuer tractirt, mehr oder weniger dieser dün⸗ Ra l nern/ reinern fubstanz bekommen, nachdem nem⸗ Rynich lich dieselben gröber, fester oder flüßiger sind. Waann at d II. Abtheilung. 9 MEMBRVMI.* 10 Malde; Von dem Objecto der Chymie. h ö Raheft Nach ihrem ersteren Theile, nemlich der Zer⸗ gal stöhrung oder Corruption. 1n; ů Retno ö. 14— d h ir haben im procemio im 2. V. gemeldet, Wenen daß das objectum der Chymie zweyer⸗ M I ley sey, als die corruption, oder resolu⸗ 10 WI tion, und die generation, Zeugung oder Verbin⸗ I dung. Vorjetzo wollen wir die erstere Art erklähren Geln ö und ausführen; da nemlich die gemischten und zu⸗ hum sammen gesetzten Cörper, in die Theile, daraus Rht se bestehen, die aggregata aber in partes inte-* grantes, Huhdduch anihen ge. Khocen, die flei die Fet⸗ g. Man e, wenn d mit ei⸗ Ieser dun⸗ dem nem⸗ sild. ie. det Zer⸗ emeldet, eweyer· et relolu· Valbii⸗ waklähte eh Und z⸗ % Dras Irtes inte gunte Einleitung zur CWHymie. 27 grantes, oder Theile, welche zusammen das gan⸗ tze ausmachen, zerleget werden; das erste kan man füglich eine resolution, und das andere eine dissolution nennen. VJ. 2. Ob nun zwar der dissolution uneigent⸗⸗ lich der Nahme einer corruption zukömmt, so er⸗ langen doch die producta derselben, nach ihrer unterschiedlichen Verkehrung auch unterschiedene eigene Nahmen. Wenn sie also auf eine noch gro⸗ be Art dissolvirt werden, so entstehen daher,(für⸗ nehmlich bey den Metallen) granula oder Körner. Werden sie noch kleiner, aber nicht so rund, so heißts Feylspäne und Abgeraspeltes, welches letz⸗ tere bey denen Höltzern noch gröber ist, als bey denen andern. Die da noch subtiler sind, als die⸗ se, heisset man Pulver, und bey Hulsen⸗Früchten, Meel; die Pulver, die vermittelst des Feuers flüch⸗ tig gemacht und subliwirt werden, heissen Flores, die aber fir oder Feuer⸗beständig sind, calces oder Kalcke. Trockne Pulver, die durch eine corrosi⸗ on oder Zernagung zubereitet, und aus dem menstruo niedergeschlagen sind, heissen auch cal⸗ ces, die aber im Fliessen durchs Feuer, oder durch die cementation corrodirt werden, eroci. Me⸗ tallische Theile, die beym Waschen sich niederse⸗ tzen, heissen bey den Bergleuten Schlich. Man rechnet auch zu denen crocis, das Bleyweiß, Grünspahn, und den Eisenkalck, der durch Auf⸗ schmierung des Spiritus Sulphuris per campanam gemacht ist. M. 3. Und diese alle nun zeigen sich in* Es —— * 8 28 Einleitung zur Qymie. Gestalt; In flüßiger Gestalt aber finden sich die Saltze, wenn sie sich in gemeinem x auflösen; ge⸗ schicht diese Auflösung nach gerade durch den An⸗ trieb der feuchten Lufft, so nennt mans olea per deliquium, da nemlich bey diesen allen das Saltz vermittelst des Wassers in die kleinsten ja fast un⸗ zertheilige Theile zerlöset wierd. Eben solches ge⸗ schicht auch in denen Auflösungen mit Scheide⸗ Wasser, und dergleichen Salinischen corrosivischen Spiritibus, da die Metalle in die kleinsten Theil⸗ gen zerleget, und mit dem Wasser gantz durch⸗ scheinend werden. Man ziehet auch nicht unfüg⸗ lich hieher die Schmeltzung der Metallen da nem⸗ lich selbige in ihren kleinsten Theilgen so zerlöset und agitirt oder zertrieben werden, daß man, so lange sie im Flusse sind, viel oder wenig von einem solchen aggregato fürnehmlich durch eine granulation daraus scheiden kan. K. 4. Gleichwie man nun die aggregata in so kleine Theile, doch ohne Absicht auf ihre Beschaf⸗ fenheit oder Qualität, bringen kan, also werden die composita in solche Theile, daraus sie ihrem Wesen nach bestehen, und folglich nothwendig fremdartige oder hererogeneische Theile sind, zer⸗ leget. Nun finden sich composita die nach ihren Haupt Eigenschafften feste oder flüßig sind, oder von beyden zugleich Theil haben, andere bestehen aus Feuer⸗beständigen Theilen, oder die Feuer⸗ beständigen sind mit flüchtigen zugleich vermenget. 8. 5. Derer zusammengesetzten flüchtigen Cör⸗ per giebt es aufs höchste dreyerley Arten, als Was⸗ ser, RrSl s Watht le Su. ampost. Manht. Uies imn Wuhlte RMh astuen (Cabeh benke Hebtaat Uherhyn — h sch di Ifösen, ge ch did An. 0 Oled per das Sah a fist un⸗ sosches ge— Scheide⸗ obvischen len Deil⸗ iutz dulch⸗ cht Usug⸗ ½dahem⸗ elset ud so lange em solchen anulation ta in so Bechaf⸗ o werden sie ihrem othwendig sind. ve⸗ nach ihren sind, odet Nrebestchen die Feht⸗ oetengt. ichtgen Li M „ sh Einleitung zur Cymie. 28 ser, Oehl und Spiritus, welcher aus den vorigen beyden entstehet, wenn sie vereiniget werden. Un⸗ tet diesen ist das Vam fixesten, das Oehl am flüchtigsten, und der Spiritus stehet im Mittel. Die Theile derer dichten Feuer-⸗beständigen Cör⸗ per, sind allerhand gemischte und zusammenge⸗ setzte Lerre, gleichwie auch die Metallen,(als 3. E. das Corinthische Ertz, Glocken⸗Speiß, und vergüldete Metalle.) Derer festen Cörper hinge⸗ gen, die aus fixen und flüchtigen zusammen gesetzt sind, giebts wieder zweyerley Arten, die entweder aus festen und flüßigen, oder aus festen, fixen und flüchtigen Theilen bestehen. Von der ersteren Sorte sind alle frische und trockene Vegetabilien, auch Animalien und Saltze. Flüchtige Theile von trockenen Cörpern, sind entweder Sulphura, oder Salia, und arsenicalische Flores, hingegen die fixern Theile davon heissen calces, Kohlen, glaß⸗ artige Terræ, auch in gewisser Maaß die fixeren Saltze. In einer andern Absicht bestehen etliche composita aus Theilen, die da können corrodirt oder nicht corrodirt werden: daher entstehen kalte solutiones, auch feuchte und trockene, welche man amalgamata nennet, wie auch extracte die heiß oder kalt ausgezogen werden; Croci und Vitriola. Hingegen solche Theile, die da nicht können corro- dirt werden, die gehen in der Kälte in eine Ochram (gelbe Erde) Pulver, calcem, in der Hitze aber in einen Regulum, Korn auf der Capellen, Glaß. Es giebt auch Compolita, die aus verbrennlichen und unverbrennlichen Theilen bestehen, die gehören abeꝛ zu 3⁰ Einleitung zur Qymie. zu den flüchtigen und firen. Dinge die sich nicht können vermischen lassen, werden mehr zusammen gegossen als zusammen verbunden, nehmlich Oehl und L, feuchte tiquores und trockene Pulver. V. 6. Was den andern Theil des Objecti betrifft, nemlich die Zeugung oder Verbindung; so gehet derselbe gleichfalls um mit der Grösse, Vermehrung, Zusetzung, oder mit der Beschaffen⸗ heit und besondern Eigenschafft, nemlich einer neu⸗ en Art der Zusammesetzung. Nach der erstern Ark, werden viele kleine Corper zusammengesetzt, daß ein grosses daraus wird; nach der andern Art aber, daß ein gleiches daraus wird, so aber mit einer besondern neuen Eigenschafft begabt ist. §. 7. Als 3. E. die in einem flüßigen Dinge verborgen liegende und zerstreuete Cörper, wer⸗ den durch eine sublimstion gesammlet, wenn sie flchtig sind, als die flüchtigen Saltze der Thiere und alle Urinosa; sind sie aber fix, so werden sie ein coagulirt, entweder mit Gewalt, oder langsam, so entstehen die crystallisirten Saltze. Die aber nur in kleine Theile oder Stäubgen zertheilet sind, wenn sie flüßig sind, werden durchs Schmeltzen, zusammen gebracht, als wenn Metalle reducirt, oder wenn sie zusammen gelöthet werden, mit ei⸗ nem solchen Leime gleichsam, der gleicher Art ist, wodurch es wieder erweicht wird; Auch werden die in einem aggregaro confus zerstreuete Theil⸗ gen durch eine extraction zusammen gebracht, als der Schweffel aus dem Schweffel⸗Kiesse, die re⸗ linæ oder Hartze aus den Vegetabilibus, die Mer⸗ curii r h phohlh 1 III Il ald a, s WS n Ab lch it Sahte Ile S Hichtz un Rer Lung Hu ..— ssch nigt Ilsammen ch Hhl Hulber 0 Obfe xbindung; Gass, esafen⸗ ulger eu⸗ e stern nengescht, andern dys ehn begabt is Dühge per, wel⸗ wenn sie r Thiere Verden sse angsam, Die aber Hellet sind, schestzen, reducht, den/ wit ei chet Mt is, uuch Welden Latte Deb gbract,t Nesse, deet us,WMe. ali Einleitung zur CHymie. 31 curi aus den Metallen und Mineren, die Salia aus den Terris und andern fremden Gemengen. VJ. 8. Diß ist also die zusammen Sammlung gewesen, nun folget die Vereinigung, wodurch die der Zahl oder Figur oder zugleich ihrer Mi⸗ schung nach unterschiedliche Theile mit enander verbunden werden, und dadurch ein neues und seiner Art nach von denen darzu genommenen Dingen gantz unterschiedenes concertum generi⸗ ret wird, und zwar solches durch die bekandten Chimischen operationes, welches aber mehren⸗ theils ein compositum, gar selten ein mixtum ist. §. 9. Beyde aber durch diese generation her⸗ für kommende Dinge oder producta, nehmlich sowohl die mixta als composira, werden entwe⸗ der natürlich, oder denen natürlichen gantz gleich und ähnlich, oder bloß künstlich. Der Natur gleich, sind die durch Kunst gemachten Vitriole, die dem mineralischen Vitriol in allen gleich sind; auch die durch eine Zusetzung(per prosthesin) bereiteten Mercurü, welche nur darin von dem gemeinen unterschieden sind, nachdem sie nemlich aus einem edlern oder unedlern Metalle gemacht sind, daß sie daher entweder schleuniger oder lang⸗ sammer cosgulirt werden, und wieder in eine me⸗ kallische Firität zurück kehren. Also ist auch der gemachte Zinnober dem selbstgewachsenen in allen Stücken gleich, und von demselben in gar nichts unterschieden. Also erlangt man aus der Luna cornua und aus dem Saturno einen Arsenic der dem natürlichen in allem ähnlich. Der 32 Einleitung zur Chymie. Der Regulus nii mit Zinnober tractirt, schluckt den darin enthaltenen&in sich, und wird wieder zu rechtem Antimonio. Künstliche composita sind Idll die brennenden Spiritus, und die sauren minerali⸗⸗ schen süß gemachten Spiritus; die Saltzigten oder 0 Mittel⸗Saltze, Salia enixa, die aus Vereinigung eines acidi uUnd alcali entstehen, die fixen Saltze oder alcalia, auch Weine, Eßig, die so genand⸗ schs ten angebrändten oder empyreumatischen Oehle, OIh die flüchtigen Saltze aus denen Pflantzen, wie asih auch die Seyffen. 15 9. 10. Und zwar diese producta sind mehr zu· In sammengesetzt oder compolita. Die natürlichen(ahe producta hingegen sind einfacher, die in kürtzerer Rahtt Zeit bereitet werden, als das Gold, so aus denen In Mercuriis corporum, wenn sie durch die dige⸗ Auhaf stion oder durch einen metallischen Fluß tigirt sind, Imn gemacht wird. WMR Die operation gehöret mehr zur Kunst, wenn a einfachere subjecta in ihrer Gestalt ohne Zusatz oder merckliche Abnahme verändert werden, der gleichen sowohl bey der Glaßmachung geschicht, Phn als z. E. bey einer ungeschmackten erra der V. Ohn getabilien, gemeinen Erde, metallischen Erde, ꝛe als auch bey der fixation, als daher Vitra und andere figirte Cörper ent⸗ stehen aal E III. Ab⸗ — lt, schluct wieder Pos sind N mihera⸗ len dit reinigung an SGalhe o genand⸗ Oahle, en Wie wehr u atürichen in küttze ab danen die dge⸗ lgit sind, ust, wenn hue Zusatz den, der⸗ geschicht ra der Ve. en Eldeyn, 11 M· I 3(33) III. Abtheilung. Von der causa instrumentali oder Werck⸗ zeugen der Chymie. ir bemercken hier mit wenigen, worinnen das Wesen eines Instruments bestehe, nemlich sein materiale involvirt, daß es ein solches dahin abgezieltes oder determinirtes Ding Ens) sey, daß es mit dem effectu, den es soll herfür bringen, eine physioo⸗ mechanische Verhält⸗ nis(relation) habe. Sein Formale involvirt, daß es von der vornehmsten würckenden Ursache (causa efficiente) genommen und würckend ge⸗ macht werde, das ist, daß der ettect, der von dem Ab sehen des principals oder Urhebers herrühret, durch dasselbe herfür gebracht werde, daher muß man den Unterscheid mercken, zwischen demjenigen, das da applicirt wird, und wie es applicirt wird, oder der Art und Weise der Application. MEMBRUM. I. Von denen Formalibus instrumentis der Chymie, oder von den Chymischen operationibus. ARTICCLUS. I. Von denen operationibus die zur corru⸗ ption oder Zerstöhrung dienen. §. I. ir haben die corruption in dem vorigen nach ihrem subjecto unterschieden, wenn ö C nem⸗ 34 Einleitung zur Cyy mie. nemlich das aggregatum, oder das compositum, oder endlich das wixtum zerstöhret wird. Die er⸗ stere bestehet sund beruhet nur in der Auflösung der aneinander Hängung ohne Absicht, ob die ge⸗ schiebenen Theile von gleicher oder verschiedener Art sind; die andere aber bestehet in der nothwen⸗ digen Scheidung derer verschiedenen Theile, die durch die erste aufgelöset sind. §. 2. Die Zerstöhrung eines aggregati geschicht entweder in trockener oder flüßiger Gestalt. Jenes geschicht, wenn er nur in kleinere Theile zerlegt wird, und wird überhaupt commiaurio oder eine Kieinmachung genennet; dieses aber wird eine Auflösung oder solution genennet, da es in seine allerkleineste Theile zerstäubet wird. N. 3. Die commiautio oder Kleinmachung ist wiederum nach ihren vielen geadibus unterschie⸗ den, als da ist zuerst die Granulirung, wodurch ein grosser Cörper in viele kleinere zertheilet wird in Gestalt der Körner, am meisten aber wird es von metallischen Körnern gebraucht, welche ins⸗ gemein am rundesten sind. 4. Sie geschicht aber auf folgende Weise: bey denen flüßigen Metallen, die da fliessen ehe sie glühen, als à, h: nimmt man dieselbe, lässet sie schmeltzen, giesset sie aus in eine höltzerne Mul⸗ de, die inwendig mit Wachs, Kreyde oder unge⸗ löschten Kalck, oder Ziegelmehl oder Thon ange— rieben ist, wartet denn ein wenig, biß es will an⸗ fangen zu stehen, denn wirfft man es immer etwas in die Höhe, wie man Haber schwingt, und das ö Wiee WMII 111 ehat ih hs Auch lhet Rult Wäig 5 h an shit Kufsc Nlbie — mpostum, . Di er⸗ Aufsösug ob die N. eschiedengt hothwen⸗ Hell, die igeschicht t. Iues IE Wͤegt o oder the Wird eie in sine Iachung st Unletschie⸗ wodülch elet wird wild es velche ins⸗ de Wese: fiosen che be, Usset e Mb odel unge Dyu anh es Wilil mme 4 M dt gt/ 0 Einleitung zur Wynie. 35 n man zwey, dreymal, biß alles klein ge⸗ Nug ist. Zweytens, gießt man das Metall in eine höl⸗ berne Büchse, die inwendig mit einer staubichten Materie angerieben, und schüttelt es nach der Grösse der Büchse hin und her. Deittens, nimmt man einen durchlöcherten ei⸗ sernen Löffel, der auf Kohlen heiß gemacht ist, und gieht das Metall dadurch in ein unterstehendes Wasser. Vierdtens, verrichtet man es auch durch eine eigene Schroot⸗Mühle. Die härtern Metalle hingegen, weil sie, wenn sie geflossen sind, bald wieder gestehen, müssen durch einen Ausguß in granula gebracht werden, als man nimmt das L und giesset es durch einen nas⸗ sen Besen, daß es durch dessen Reisser durchfliesse in ein untergesetzt, oder man giesset das L all⸗ mählig in die Höhe auf einen steinern Abstrich, so zerspringet und zerstäubet das Metall, und macht solche Körner aus. Auf eben diese Art und Weise procedirt man auch mit dem Silber, wiewohl solches seltener granulirt; hingegen mehrentheils laminirt oder in Bleche geschlagen wird. §. 5. Das Feylen und Laminiren ist bekannter, als daß es verdiene, daß wir davon mit mehrern handeln solten. Die Schabung und Raspelung ge⸗ schicht mit einem Stückgen Glaß, und mit einer einfachen oder vielfachen Säge, durch welche alle die lubiecta in kleinere Stücke gebracht werden. Ca d. 6. Die 36 Einleitung zur CWymie. § 6. Die Zerstossung und Zerreibung aber machet schon kleiner und subtiler, welchen denn die Durchsiedung umd Abwaschung untergeordnet wird, wiewohl schibige nur solchen Pulvern zu⸗ n. die in der Trocknung keinen Verlust iden. §. 7. Gewisse glaßartige Species pflegt man abzulösen, indem man sie erstlich mäßig glühet, und denn glühend in ein kalt V oder andern li- quorem wirfft. Trockne flüchtige Dinge wer⸗ den durch eine sublimation subtil und zart ge⸗ macht, z. E. Salmiac, Schwefel, Arsenicum und alle Arsenicalia. §. 8. Die solution aber, welche in flüßiger Ge⸗ stalt geschicht, kömmt vor bey Auflösung derer Saltze, danemlich selbige in rohen oder distillir⸗ ten Voder von der angezogenen feuchten Lufft (welches man soluriones oder olea per deliqui- um nennet) aufgelöset werden. Es wird eine Art der andern vorgezogen, in so ferne nemlich das Y subtiler und dunner ist, folglich dünner auflöset, und mehr erdichte Materie abscheidet. Der Auflo⸗ sung per deliquium kömmet auch gleich die Auf⸗ lösung derer saltzigten Cörper, wenn selbige in ei⸗ ner Schweins⸗Blase in heiß getaucht werden. Die Metalle selbst werden in ihrer minera flüs⸗ sig aufgelöset durch eine Zernagung oder corro- sion, oder in der Kälte von einem homido, welche Art man immersivam nennet, d. i. die durch eine Eintauchung geschicht, oder im Feuer durch eine Schmeltzung. Auch ist diese corrosion eher eine tro⸗ aahin Hnde Wendth ulles II San RHM Höhg e Id l Rechs oc g , M Hache H de S R Hi Men nuntine Ein Mrin W I Mag! HALl — hung aber deun die Rrgtöldnet ulban uVelust fegt man glhet, dern li⸗ nge Wer⸗ hut ge⸗ cum und Ihiger Ge; sung deter .distillir⸗ ten Luft delqui- deinedrt ich das v fldset, und e Aufto⸗ deduß hige in eis t wodel. unere füͤs Der corto mido, wage je durth ehe er durch ee Hon U U 1105 Einleitung zur Cymie. 37 trockene zu nennen, die durch den Dampff eines feuchten menstrui geschicht, oder durch den Rauch trockener Saltze, welche Art man sonst eine Ce⸗ mentirung nennet. §. 9. Die Art und Weise wie alle diese ope⸗ rationes bey allen und jeden Cörpern verrichtet werden, hat wenig Schwürigkeit bey sich, aus⸗ genommen die calcination und sublimation Die calcination nun wird auf diese Weise vollbracht: der Cörper der da soll calcinirt werden, wird erst mäßig klein zerstossen, als Glaß, Antimonium und dergleichen, denn wird es auf ein offen gesetzt, so aber keine Flamme giebt, so zerfällt denn nach gerade die Materie durch ein lindes Glü⸗ hen, und das Glaß wird in kalt L geworffen. Hingegen Eisen, Bley, Zinn und dergleichen, wenn die sollen calcigirt werden, so erfordern selbige eine rothe Giühung, davon man nachschla⸗ gen kan Ilaaci Hollandi Büchelgen de Salibus& oleis metallorum, Crameri Dissert. de Trans- mutatione metallorum, Kunckel in Notis ad ar- tem Viteiariam Neri ad capita 16. I7. 18. 19. Das Eisen wird auch calcinirt/ wenn es gefeylt ist, mit blossen Wasser, und öffterer Abrauchung desselben davon, wie an seinem Orte soll gezei⸗ get werden. 9. 10. Wenn man deswegen sublimirt, um den Cörper in subtile zarte Theilgen zu bringen, so muß solches mit linden& geschehen. §. I1. Zu der Resolution der metallischen Ag- gregatorum in flüßiger gehöret noch die 3 ihnen 38 Einleitung zur Chymie. ihnen gantz eigene und besondere lolution, die man amalgamation nennet. Die geschicht also: Man läßt O oder D, welches gefeylt, granulirt oder subtil laminirt seyn muß, in einem Tiegel mäßig warm werden, giesset denn 6. bis 8. Theile Vrü zu, rühret es mit einem höltzernen Spatel, end⸗ lich giesset mans aus auf einen gläsern Mörsel oder Marmel, die vorhero heiß gemacht sind, rühret und zerreibet es denn mit der Keule. §. 12. Endlich rechnet man mit hieher, die Schmeltzung der Metallen, bey welchen man zu mercken hat, daß 2. davon fliessen ehe sie glühen, als Bley und Zinn; zweye, wenn sie glühen, als Gold und Silber; und 2 müssen mit dem heff⸗ rigsten& getrieben werden, als Kupffer, und das ihm verwandte Meßing, am meisten aber das Eisen. ARTICULUS II. Von der Corruption oder Zerstöhrung de⸗ rer compolitorum und mixtorum. ißhero haben wir gesehen die Aufloöͤsung der c(Cörper in gleiche Theile, da nemlich ein CTheil eben das in sich hat, was der andere. Nun kom̃en wir zur relolution, d. i. da ein com- positum in solche Theile zerleget und zerstöhret wird, die das Wesen des Dinges selbst ausmachen. §. 2. Damit mir nun dieses desto ordentlicher und kürtzer zeigen, so beschauen wir sie erst nach ihren Haupt Eigenschafften, in so ferne nemlich die COmm⸗ ——F— DSe — ĩ— — fo an hsssrd a IWolch, e IWd snd Id Lanhne sode lg ORk col 7.2 *....*.2 —— die man 0 ö Mon lulirt oder el mäg Heik prü Veh end. VMꝛesel 1 sud, We. ehet, die 0mat e glahen, glöhen, als dem heff „Ind das dahEisen. lung de⸗ N. löͤsung det geplüch ein del andere. d3 en com dystöhe ausmachi ordentiihe se est emsh oe call Einleitung zur CWymie. 39 composita oder zusammen gesetzten Cörper beste⸗ hen, aus bloß flüßigen oder zugleich flüßigen und festen Theilen, da etwa beyde Theile flüchtg, oder flüchtig und fix(Feuer⸗beständig) oder beydeTheile fix sind. Ins besondere aber, da sich ein Theil corrodiren) der andere nicht corrodiren läßt, und solches entweder absolute(durchaus nicht) oder in gewisser Absicht: da etwas bestehet aus einer güßigen und magern Erde, aus zweyen oder meh⸗ rern Dingen, die sich nicht vermischen lassen und endlich, da solche Dinge entweder fester, dichter oder loser zusammen hängen. ö CAPUT I. Von der Corruption flüßiger zusammen gesetzter Cörper. §. 1. lle flüßige Cörper, die in der Kälte oder lau⸗ en Wärme eine flüßige Gestalt haben, sind flüchtig, ob wohl eines flüchtiger als das andere. Die brennenden Spiritas sind am flüch⸗ tigsten, welche ein künstliches Gemenge sind, so aus der Verbindung des phlegmetis mit dem sub⸗ tilsten Oele herkommt. Auf diese folgen die destil- lirten Oele derer Vegerabilien, nach diesem die reinen Wasser oder phlegmata; noch langsamer sind die salinischen mineralischen Spiritus; am al⸗ lerlangsamsten aber die salinisch⸗mineralischen olea oder concentrirten Spiritus. V. 2. Um nun diese zu scheiden, so werden ver⸗ C 4 schie⸗ 4⁰ Einleitung zur Cbymie. schiedene Arten der destillation erfordert, nemlich eine destillation mit einer gelinden Wärme, die man auch rectification nennet. Davon man mercken muß, daß sich die Spiritus erheben, wenn es nur ein wenig überlaulicht ist, höchstens, daß man es mit der Hand ertragen könne. Die Oele gehen in eben demselben gradu, oder fast gleich mit dem Wasser, als welche eine solche Hitze er⸗ fordern, fast wie ein siedend L. Die salinisch mineralischen Spiritus, wie auch der Eßig hinge⸗ gen erfordern offnes Feuer, Asche oder Sand, und die salinischen so genannten olea wollen lediglich in einer leeren Capelle oder offenen A getrieben seyn. §. 3. Wenn man hohe Gefässe hat, beschleuni⸗ get man die rectification; als die Spiritus von dem phlegmate zu scheiden, braucht man sehr ho⸗ he; zum Oelen und Wasser mittelmäßige; zum salinischen spiritibus niedrige, und zu den salini⸗ schen Oelen fast gerade und gleiche Gefässe. §9. 4. Der gantze Zweck der Rectificirung ist, daß das flüßige flüchtiger gemacht, und dar fixere wohl davon geschieden werde, dahero dephleg- mirt man die Spiritus sonderlich salinos, die Oe⸗ le reinigt man, und die brennenden Spiritus pflegt man schlecht zu rectificiren. CAP. II. Von der Corruption derer Cörper die aus flüßigen und festen Theilen zusammen gesetzt sind. M Notis Rchlehe buh Sun an h6 NSN Si i sche Me Nla, a sch soh e, v hlhgkt hrn Hussse Iu d muüng 134 an sihg 0 Wocdm, 1 ⁰⁴ Mhehh Hr D — Il,Hamsch dame, de Wwon wan ben, Wemn stens, 5 Oeh ast gleich Hibe er. kafrisch dig hnge⸗ Bandind *kedigsch lben seyn. bescheun Huitus hon seht ho⸗ e; Jum en alini⸗ sse. rung ist, dar fiyere depnleg· „ die Oe⸗ dus pflegt t diꝛ au⸗ sammen Einleitung zur CHymie. 4¹ EXX §. 1. ö ie werden auf zweyfache Weise geschieden, nach dem zweyfachen Zwecke, da man nem⸗ lich entweder den flüßigen oder reinern dich⸗ ten Theil sucht zu erhalten. Zu dem erstern dient die destillation, wodurch ein flüßiger Cörper ver⸗ möge einer gemässen proportionirten Wärme, in einen Dampff aufgelöset wird, und in dem etwas kältern Helme wieder zusammen fliesset, und durch den Schnabel desselben herab tropffet. §. 2. Unter diese operation gehören alle flüßi⸗ ge Sachen, als„ Oel und L, und die aus diesen zusammen gesetzt werden. Daher können alle fri⸗ sche vegetabilia, alle animalia, und salinische mine. ralia, auch die einen Mercurium würcklich in sich haben, destillirt werden: ja auch eben die⸗ selben, wenn sie gleich trocken sind, um die Oele draus zu kriegen. Der grad des Feuers muß ge⸗ mäßiget werden, nach denen Umständen, die wir im vorigen Capitel gemeldet. Hieher gehören auch Gefässe von unterschiedener Höhe und Grösse, da⸗ von auch schon im vorigen Capitel von der recti⸗ fication f. 3. Meldung geschehen. §. 3 Wenn aber ein solch zusammen gesetzter Cörper gar nicht feste an einander hänget, da kan der flüßige Theil von dem sesten leicht abgesondert werden, entweder durch abgiessen, abneigen, oder verrauchen, oder kiltriren. Die decantatio oder Abneigung ist nichts anders, als wenn man einen klaren liquorem, der über einem sedimento oder Bodensatz stehet, abgiesset; ist aber der oben auf⸗ C5 stehen⸗ 42 Einleitung zur Qynmne. stehende liquor nichts als ein blosses S, der sich gantz verrauchen läst, so läbt man es bloß ab⸗ rauchen. Wenn das flüßige und harte soll fleißig und accurst von einander geschieden werden, so muß solches durchs filtrum lauffen, solches bestehet nun aus einem leinenen oder wöllinen Tuche, so in Form eines zugespitzten Sacks zusammen genähet worden, dergleichen gebraucht man zur Schei⸗ dung gröberer Theile, als wenn vegeradilische Spe⸗ cies infundirt worden sind, und wird insgemein Manica Hippocratis genenet, oder aus Lösch ⸗Pa⸗ pir, so in ein Creutz zusammen gefaltzet; oder end⸗ lich, wenn der zu scheidende feste Theil sehr subtil ist, und daher die Löcher des Lösch⸗Papiers erfül⸗ let, daß das lüquidum schwerlich durchlauffen kan, so braucht man einen wöllinen Filtz, der in Form einer Pyramide gemacht ist. Den Mercurium aber von denen amalgamirten Metallen zu schei⸗ den, braucht man eine gantz eigene Art, nemlich die Durchdrückung durch ein Leder, denn da gehet der Mercurius durch die Löcher durch, und lässet das Metall, wenn es auch noch so sehr attenuirt oder verdünnet ist, im Leder zurücke. CAE. I. Von der Corruption oder Zerstöhrung de⸗ rer aus zweyen dichten Theilen zusammen gesetzten Cörper. I. iese sind wiederum zweyerley Art, denn sie bestehen entweder aus einen flüchtigen und siren, x 9 — D/ der s 105. fiaßig ud 0 so muß stehet um Ice/ so in en gerähet ur Schei⸗ lischedpe. insgemein Vsch. Po⸗ der end M schtsubtl Ipiers erfil⸗ uffen kan, elin Form Aercutium en zu schei t, nemlich n da gehet und Aset + Mecuirt ohrungde Msanmen Mt, don flachthenll fh Einleitung zur Qymme. 43 fixen, oder aus zwey fixen Theilen; ja es kommt auch noch die dritte Art dazu, nemlich solcher zu⸗ sammen gesetzter Cörper, die aus zwey flüchtigen bestehen. Jedoch weil deren Scheidung mit den vorigen einerley operationes gebraucht, so wollen wir es nur unter den angezeigten 2. Haupt⸗ Arten mit begreiffen. §. 2. Die also aus einem flüchtigen und fixen Theile bestehen, pflegt man durch die subliwstion von einander zu scheiden; da nemlich das oompo⸗ situm klein gestossen, und in eine Kolbe mit einem breiten Boden gethan, denn in ein, der Materte gemässes und proportionirtes& gesetzt, und sol— ches so lange angehalten wird, bis kein Dampff mehr aufsteigt. Dergleichen Exempel man an der Bereitung und so genannten depuration des selbst gewachsenen Zinnobels siehet. Ist der flüchtige Theil nicht nützlich, so wird selbiger nur durch eine calcination vertrieben, welches eine tro⸗ ckene evaporation ist, dergleichen bey calcivirung des Zi, und Preparirung des Sli&c. geschicht. Etwas dergleichen kömmt auch für in der Verbren⸗ nung, welche entweder einfach ist, wenn nemlich der flüchtige Theil leichtlich von selbst entzündet wird/ oder mehr zusamen gesetzt durch zugesetzten Salpe⸗ ter, welches man detoniren oder verpuffen heisset. Das verblasen kommt denen Metallen allein zu, wodurch der arsenicalisch⸗regulinische Theit, als Antimonium,Marcasite, Zinck, und dergleichen flüchtige Berg⸗Arten in offener Flamme, und durch blasen verraucht werden. Bey dieser ops⸗ Tatton 44 Einleitung zur Oymie. ration muß man bemercken, daß selbige in kleinen der Probe wegen nur auf einer etwas ausgehöhl⸗ ten Kohle mit einem engen Blase⸗Röhrgen ver⸗ richtet werde, hingegen in grösserer Menge, als Pfund oder Centnerweise, geschichts auf dem Test oder Treibscheben. Von diesem Treibscherben und verblasen der Metallen, stehet noch zu bemer⸗ cken, daß man mehr Metall erhallte, wenn man es nicht allein auf den Treibscherben setzt, sondern noch mit einer Schwere eines gleich⸗artigen voll⸗ kommenen Metalls versetzt, z. E. Voder L, oder auch P,/ denn die verhalten sich gleich sam als eine matrix oder Mutter/ indem sie das gelinde glü⸗ ende Metall in sich ziehen und verschlucken, und es folglich beschützen. Dabey muß man auch die Regierung des wohl mercken, daß nemlich sel⸗ biges nach Beschaffenheit der metallischen Materie und des beygefügten Metalls schwächer oder stär⸗ cker gemacht, auch das Blasen darnach gemildert werde, damit nicht das gute mit dem unnützen weggeblasen wird. §. 3. Aus diesem wird auch erhellen, was man für eine operation fürnehmen müsse, um den an⸗ dern Theil eines zusammen gesetzten Cörpers, nemlich den flüchtigen Theil zu erhalten, und zwar die sublimation in verschlossenen Gefässen, in wel⸗ chen das aufsteigende gesammlet und aufgehoben wird, und um den übrigen fixen Theil zu erhalten, die calcination, als z. E. im S nio: die Verpuf⸗ fung gebraucht man auch beym ð nio, und andern Shafften mineris. Der Verbrennung bedienet man Wch 8 hsih Iden le un deg Racn h ger shtoe Hsth Icht aur 15 acaht um die! isae RAhin W Nllaun Inmn 11¹ 9 65 duoresss I i. — e i leng uegthöhh öhtgn her⸗ Nage, 0 f dem Ii keischerben bemne⸗ wenn man K sondern tigen voll⸗ der. dder am als eine YWande glä⸗ ucken, und an auch die nemlich sol In Makerie rodet stä⸗ gemildert n unnüͤtzen was man um den an⸗ u Cörhets, ½ nd Wat ssen M web aufgehobe⸗ Uw ethaltg die Vaulß 10Und aden nung Hatne I Einleitung zur Hynnie. 45 man sie bey den vegetabilien und& Kiessen, die Eisen⸗oder Kupffer reich sind, entweder diese Me⸗ tallen daraus zu reduciren oder einen Ol daraus zu machen. Hingegen der Verblasung bedienet man sich bey denen edlern Metallen, um dieselben vom Arsenic, Antimonio, Bleyschweiff, Marcalit und Eisenschuß, damit sie etwa verunreiniget sind, zu befreyen. §. 4. Ein zusammengesetzter Cörper aber, der gantz flüchtig oder gantz fix ist, erfordert andre be⸗ sondere Arten um ihn zu zerlegen, welche doch aber alle unter der solurion, corrosion und præcipita- tion begriffen weredn. Denn es haben doch der⸗ gleichen corpora solche Theile, die sich in verschiede⸗ nen menstruis auflösen lassen, oder auch die in ver⸗ schiedene Cörper aufzulösen sind, mit einem Worte, sie bestehen aus Theilen, die sich corrodiren und nicht corrodiren lassen. §. 5. Eine solche corrosion nun(nicht so wohl überhaupt eine jede corrosion eines aggregati, son⸗ dern die besondere und eigentliche corrolion eines gewissen Cörpers) geschicht entweder im kalten, feuchten, oder wenigsten flüßigen, oder in warmen trocknen oder flüßigen. Die in einer feuchten Kälte geschiehet, heist solurio oder eine Auflösung; die liquores selber, vermittelst welcher es geschicht, nennet man menstrua, von welchen wir unten wei⸗ ter handeln werden. §. 6. Diese menstrua nun, oder solvirende li⸗ quores sind verschiedener Art, doch alle sind sie ent⸗ weder würcklich salinisch, oder doch fähig Saltze in —— 46 Einleitung zur Cymie.— in sich zu nehmen, oder endlich dünne öhligt. Alle sücin wässerige ungeschmacke denltrus sind fähig Sal⸗ tze in sich zu nehmen, indem sie schlechtweg die sa. le linischen als subtile erdigte Theilgen in sich ziehen l und aus einander halten; je dicker diese Wasser W sind, desto unreinere und mit vielen erdigten me. tallischen Theilen gesättigte Saltze nehmen selbige 10000 in sich, und so auch das Gegentheil mit denen subtilen und reinen Wassern. Die solurion nem⸗ TRhh lich geschicht alfo: Der liquor, das ist, eine u· sammenhäuffung vieler der Zahl nach unendlichen us Pi allerkleinesten Particulgen, die würcklich beweget Wort sind, wird auf eine subtile erdigte Materie gegos⸗ 93 sen, das ist, auf solche gleichfalls der Zahl nach un⸗ uah endlich und höchst bewegliche Theilgen, daher ent⸗ stehets denn, das der liquor selbst, oder die Men⸗ He ge dieser beständig herum treibenden Theilgen, an h auch die andern edelsten Cörpergen, die ihm am un nächsten sind, ergreiffet, mit in eine Bewegung vn bringt, und selbige so lange in sich enthält, udd OuM mit sich bewegen läßt, als es selbst beweget wird. 111 §. 7. Die menstrua so würcklich salinisch sind, IWat werden überhaupt in 2. Clallen getheilet, ais aci⸗ ush da oder saure, und alcalins; deren keines, so lan⸗ shn ge es eigentlich in seinem Stande bleibet, eben die chhan selbe eigene pecificas operationes, oder Macht DM auf eben dieselben lubjecta, nach eben denselben mo h Theilen dererselben beweiset. Hpintog §. 8. Acida sind alle diejenigen, die auf erdin⸗ aunt te und metallische lubjecta würcken und dieselben 20 Sf gantz in sich ablorbiren und verschlucken, und be⸗ Mae stehen 1.* Higt. N schg Sah lbeg de fl nsich schn lese Wasu ldigten me⸗ Men selbige mit denen lution hem⸗ st ehe Zu⸗ unendichen ich bedeget aterie gigbs ahlvach un. 1„daher ent H+ die Man⸗ Thellgen, die ihin am Bewegung thät, und weget Wid, liaisch sid, let, als aci: hes so Lan⸗ bet ben die Ner Ma beh dehsehg de auf ahh und digth Mn,m sch Einleitung zur QWymie. 47 stehen sürnemlich in folgenden; ols die so genann⸗ ten Spiritus von Vitriol, Salpeter, und gemeinen Saltze, und die aus denselben gemischt sind; wie auch die sauren Säffte aus reiffen und unreiffen vegetabilien, als der Citronen⸗Safft, und die durch die Kunst gemächten Eßige; Unter den Thieren findet sich ins besondere der Ameysen⸗Spiritus, wenn deren etliche Handvoll in spirit. Vini oder in Vgethan, geschüttelt, getödtet und destillirt wer⸗ den. Auch muß man nicht vorbey gehen die Spi⸗ ritus so aus trockenen vegetabilien, Höltzern und Wurtzeln in offenen freyen deltillirt werden. §. 9. Jus besondere sind diese sauren menstrua von einander unterschieden so wohl nach ihren sub— jectis, als auch nach ihrer Würckung. Als z. E. der Spiritus Nitri solvirt alle Metallen, ausgenom⸗ men das O nicht. Der Spiritus Sis greifft kein d an, wenn diese beyde gemischt werden, lolviren sie das O, welches keiner von beyden allein verrichtet. Der Würckung nach sind sie unterschieden, da z. E. der Spiritus Oli aus Eisen einen Oli machet, oder eine erystalhisirende solution, die da öffnet und resolviret. Der Spiritus Sis gehet mit dem Eisen in ein coagulum, so aber von selbst zerfliesset, ein stypticum oder zusammenziehendes und verdicken⸗ des Mittel ist. Der Spiritus gehet mit dem&rio vivo in eine chrystailinische feste substanz. Der Spiritus O aber nimmt den Lium nicht anders als unter einer flüßigen conlistens in sich. Die sau⸗ ren Säffte der vegetabilien und Eßige lolviren die Metalle nich gantz, und absorbiren sie nicht 1555 om⸗ 48 Einleitung zur ymie. kommen, sondern nur einen Theil derselben, ja bis⸗ weilen nehmen sie nur einen Theil ihrer essentz in sich, wie man an dem Saccharo Stis und Bnĩ siehet, da ein grosser Theil des Metalls im Grunde in Gestalt eines Pulvers zurück bleibet, so sich, ob man gleich mehr menstruum drauf giesset, doch nicht swill solviren lassen; davon wir an seinem Orte weiter handeln werden. Zu denen sauren Spiritibus der vegetabilien gehören auch die Spi⸗ ritus vom Brodt, Honig, Manna und Zucker. §. 10. Die alcalinischen menstrua pflegen mehr die Khafften und öhligten sobjecta anzugreiffen, und in sich zu nehmen. Sie sind nun entweder fix oder A/beständig und flüchtig; jene werden durch eine Veräscherung der vegetabilien herfür gebracht, diese durch eine putrefaction dererselben, wie auch der Thiere und deren blosse Einäsche⸗ rung, beydes verrichtet die Kunst. Die fixen alca⸗ lia, die man auch olea per deliquium nennet, zie⸗ hen die verbrennlichen Schwefel der Metallen in sich, und wenn sie damit geschärffet und mit selben coagulirt sind, bekommen sie eine neue Krafft und Würckung, die Metalle nemlich im Flusse zu zerna⸗ gen und anzugreiffen, davon wir hernach weiter handeln werden. Die flüchtigen alcalia solviren auch die Schwefel und relinas, daher entstehet die Tinctura sulphuris, die mit dem Spiritu salis ar- moniaci in der destillation flüchtig übergehet, auch der Spiritus salis armoniaci oleosus cariophylla- tus, davon Valentini in einer Inaugural- Dispu- tation de convulsione, so zu Giessen gehalten me WaMs 1 e um yWU idah hr 1¹ i n H MII Wahertt oh D Ide khgde Ne g Dunun R h s dehatn asg asdaß g6j — oeh, jabs eleng in und bai im Gurde o sich, 0 osset, doch an sehem sauren H dedbi⸗ d Zucer. legenmcht Wgteffen, m eatwede jene werden Mlen herfüt deletselben, Enäsche⸗ fen dles. gennet/ ie Miallen in dmit selben Krafft und sse Werng⸗ mach weilet ala witen Kantscheidk Mirido saliser Detgchet,a curiopty⸗ IIlDih E Schae 6‚ h R9 0 Einleitung zur Cymie. 49 meldet, daß er durch einen besondern Handgriff Blutroth werde, ja endlich alle die heute zu Tage so gerühmten Salia volatilia oleosa Sylviana. Das Kupffer hat hierinn eine gantz eigene structur, in⸗ dem es alle beyde Arten von alcalien annimmt, und von denenselben, ob wohl sehr dünne und zart auf⸗ gelöset wird. ö H. u. Der kalten und feuchten solution kommt die kalte flüßige metallische solution nahe, die man amalgamation nennet, da nemlich der Lauf die dünne laminirten oder granulirten Metalle gegos⸗ sen, und durch reiben in gläsernen oder steinernen und irdenen Gefässen gemischt wird, welches aber viel geschwinder zugehet, wenn man die Materie vorher warm gemacht, auch in einem warmgemach⸗ ten Mörsel sie reibet. Der regulus nii mit Y oder vermischt hat dieses besonders, daß, wenn er zu gar kleinen und zarten Pulver gestossen ist, der Les nicht will annehmen, welche Schwürig⸗ keit aber nur durch Aufschüttung gemeinen Was⸗ sers, als wodurch das Pulver durchgefeuchtet wird, im Augenblick gehoben wird. §. 12. Die öhlichten subtilen menstrua sind, ent⸗ weder die destillirten Oele selbst, oder die subtilern resinæ oder Hartze, oder die brennenden Spiritus. Die ersteren, als die destillirten Oele, inbibiren und resolviren alle resinas, auch den verbrennli⸗ chen mineralischen& selbst. Die andern dienen die härtern resinas besser und mehr zu erweichen und aufzuschliessen. Die letztern, weil sie nichts anders als höchst⸗subtile Oele sind, die mit phle⸗ D gmate mlet 50 GEinleitung zur Chyymie..— gmate genau vermenget, so erweichen sie auch die gröbern olea, und öhligt schleimige Cörper, 150 und nehmen sie in sich, welche operation man ins ö besondere eine extraction nennet. §. 13. Auch muß man noch anmercken, von denen Saamen, die sich, eine künstliche Milch r damit zu machen, gebrauchen lassen, das ist, al⸗ W le die einen weissen Kern haben, und von dem(n gelben von Eyern, daß diese beyde gleich sam ein Ehoch dicker brennender Spiritus sind, die aus einer öh⸗ n ligt und wäßrigen und darzwischen kommenden Higde subtilen erdigten oder schleimigten lubstan⸗ beste⸗ lhtn hen, daher sie auch einen dergleichen eflect haben, su das ist, sie nehmen die Oele und relinas in sich,! und bringen sie besser ins hinein, als der dpir. MNA Vini. Dieses præltiret auch bey denen destillir⸗ I ten Oelen der Zucker, und wird daher Elæosa- Iuund charum genennet, wenn nemlich der trockene Mhn Zucker mit etlichen Tropffen eines destillir⸗- ten aromatischen Oels angefeuchtet, und denn in a einem wäßrichten liquore aufgelöset wird, so amde wird dadurch das Oel zugleich in denselben hin⸗ M eingebracht. A V. 14. Eine warme trockne, oder wenigstens ahumn dampfigte Zernagung oder corrosion, ist eine Art ahun der calcination, und geschicht, wenn mineralische inmt Cörper, fürnemlich von denen zugesetzten einfachen ausss oder zusammen gesetzten Saltzen, oder schwefe⸗ lichten, oder arsenicalischen und diesen gleich⸗ar⸗ I I tigen Cörpern, entweder im Flusse, oder wenn die unngh Schärffe davon als ein Dampff ausraucht, 7 2 I ö ie . en sr a inge Lͤipe, tion man int ercken, vn stliche M ' das st 00 nd hoh dem glacham ein us ehle dh⸗ kommunden bstanz W reflecthabch elinas in sch, der dpi nen deltillin het Elæosa⸗ der tlockene Ies estllit. und denn in set wird, s onselben hii⸗ 4 Wenigtens „Mehe i winerclisch ien eusac/ odet shut diesen gehe odet wald custuuch Einleitung zur Wymie. 51 die kleinesten Theile oder Pulver zernaget und zer⸗ fressen werden. 495 §. 15. Vermittelst dieser fliessenden Schmel⸗ tzung derer Salien, werden die eroci gemacht, als der insgemein so genannte erocus metallorum, ja aller andern metallischen Cörper, auch nicht ein⸗ mahl das O ausgenommen. Diese resolution geschicht durch den flüchtigen Theil, der in dem Schwefel stecket, und wenn man eigentlich und genau reden will, ists nur eine dislolution oder Zer⸗ lösung des aggregsti, wenn es auf einen festeren gemischten Cörper fällt, dergleichen die Metalle sind. ö §. 16. Die Hlichte Cörper, die zu einer solurion in der Wärme geschickt sind, sind gemeiner, Zinnober und z nium: Arsenicalisch sind eben das Snium, das P und der arsenic selbst, nicht weniger der Wißmuth und regulus Antimonii. Ihre Würckung und operation aber ist verschieden, nach Verschiedenheit derer subjectorum auf die sie fallen, und verschledener besonderer Macht aufzu⸗ lösen. Also bringet zum Exempel der Schwefel alle Metallen zu Pulver, das Gold und Silber ausgenommen, wenn man es auf selbige im Flusse, oder wenn sie gantz helle glühen, aufwirfft. Das Antimonium ver kehrt eben dieselben in leichte oben auffliessende Schlacken, dahingegen die andern beyden(nemlich Gold und Silber) zu Grunde fal⸗ len. Auf eben diese Weise ziehet das Bley die andern Metallen alle in sich und führet sie mit sich in die Capelle und lässet das Gold und Silber in 39930 D 2 seiner 52 Einleitung zur Cymie. seiner Reinigkeit zurück; oder wenn man es auf dem Treibscherben verbläset, nimmt es die andern Metalle und arsenicalischen Ertze mit sich fort, in Gestalt eines Pulvers. Welches auch eben auf die Weise mit dem regulo Fnü angehet. Wenn man also diese operationes zu dem Zwecke anwen⸗ det, nemlich das O und Y von denen andern Me⸗ tallen zu reinigen, so dienen sie zur resolurion des composiri. Wenn man es aber bloß bey unvoll⸗ kommenen Metallen braucht, so dient es zur dil⸗ solution des sggregati: zu welchem Zwecke man auch das Arsenicum braucht. §. 17. Was die Art und Weise anbetrifft, wie es soll applicirt werden, so werden sie entweder auf die metallische Masla in Fluß aufgeworffen, welches man die fliessende Scheidung nennet, oder Gold und Silber scheiden im Guß und Fluß; wirds aber durch Bley auf der Capelle geschieden, so heists das Abtreiben auf der Capelle, lateinisch cineritium oder proba cineritii; geschichts durch eine Verblasung, so heists das Verblasen auf dem Test. Geschicht aber diese relolution mit gelin⸗ den Feuer, und das sie gleichsam mit einem Rauch verrichtet wird, der diese Cörper zerfrißt, so heists eine Cementirung. §. 18. Diese letztere operation wird also ver⸗ richtet, daß das Metall laminirt oder granulirt, und denn mit dem nagenden Cörper wechselweise eins ums andere in einen offenen Tiegel geleget wird, welches sie stratum super stratum nennen, denn wird etliche Stunden lang gelinde Feuer gegeben, welches i NI IMl Wahue Uh Rmhe tin huudi VM NSc ul nan a ghbssergh dlhes HU d 14. 0 Hdn HII Mle, r W M Dhg . N Rf i we hall r gh — n e 5 di anden sih sit, l uch Cr u sehet. Bun vecke apw andern M esclnion des fhy mol⸗ nt dil Zwe o betkift, w. see entoe Usceworfen henne, ode und Fluß, geschieden, le, Hteinisch hichts duch gsen auf dem n Mit galn⸗ anenMauch ußt /so hest Wdd ddso ve nunuliti u schesen Relegel H0 hennen/ 0 Hehe Fauet Einleitung zur Qynmne.——— welches zuletzt in etwas nach Beschaffenheit der Materie zum glühen vermehret wird. §. 19. Wenn diese Cementirung verrichtet wird, bloß um das eggregatum aufzulösen, so gehöret sie nicht eigentlich hieher; denn hieher gehöret nur die Art, da man sich dessen bedienet, um die edlern Metalle zu reinigen, bißweilen braucht man sie auch zu einer Zusammensetzung, als die Farben zu erhöhen, und denn heists eine Gradirung; davon wir mit mehrern unter dem Titul von der genera· tion handeln werden. §. 20. Und diese operationes ziehlen mehr auf die Scheidung des Theils, der sich corrodiren läst; will man aber den andern Theil erhalten, der in gewisser Absicht sich nicht corrodiren läst, so erfor⸗ dert solches ausser dem gemeldten, noch einige be⸗ sonders eigene operationes, die wieder entweder im kalten oder im warmen geschehen. §. 21. Im kalten geschehen die edulcorationes oder Aussussungen, wodurch mit gemeinen Was⸗ ser oder auch einer dünnen Lauge die saltzigten Theile, die von dem menstruo übrig sind, welche den Theil des compoliti, der sich corrodiren läst, geschieden haben, abgesondert werden, und der Theil, den das menstruum nicht hat angreiffen können, von dem Geschmack und Untermischung desselben gesaubert wird. Dieses kömmt vor bey allen metallischen Kalcken, die durch eine Zerna⸗ gung bereitet sind: als dem Mercurio vitæ, cro- co Metallorum, Lacte Sulphuris, und dem vom Silber geschiedenen Gold⸗Kalcke. ——§. 22. 144 Eeinleitung zur Chymie.. 5. 22. Diejenigen Cörper, die sich in gewisser W Absicht nicht wollen Civiren lasen, 10 Werden 108 40000 denen menstruis, darinn sie lolvirt werden, durch un die andern menstrua, darinn sie sich nicht solvi⸗ Won ren lassen, niedergeschlagen, geschieden und præcipi⸗ Wogh tirt. Also præcipitiren alle alcalia die folutiones mis die durch saure menstrua geschehen, und im Gegen⸗ Rfl theil die acida wiederum die alcalinischen lolatio- nes. Das subjectum dieser operation sind flüͤßi⸗ H ge solutiones, daher ziehet man auch hieher alle in n Vsolvirte vitriola; denn aus allen solurionibus, 10si die mit einem acido geschehen, wenn sie in gehöꝰ sn ger Wärme getrocknet werden, entstehet ein vitrio: hn lisches Salt/ und ein jeder Vitriol, der in v auf⸗ ah geloöset wird, ist eine metallische solution. au Non ft §. 2g. Zu einer Regul der præcipitation, wol⸗ 0 len wir aus dem specialen Theile hier zum voraus Re und historisch ansühren die Ordnung, nach dem u sich die Metalle solviren lassen. Gold,&/ auch zum Ruach Theil das o/ lät sich vom Vn auflosen, das Yr oder spiritus O löset alle Metallen auf, ohne das Gold a nicht, ob wohl auch eines leichter als das andere. a Als zum Exempel: Man solvire Y in einem starcken nh Vr oder iritu O, und die klare solution giesse h man ab. Denn lege& Bleche hinein, so wird das menstruum dieselben angreiffen, und indem es sie aufloset, läst es sein boriges contentum, nemlich das sassh fahren, welches denn in Gestalt eines weissen m Pulvers zu Boden fällt, man muß so viel hinein Gamap werffen, bis es davon nichts mehr auflöset. Die H klare solution scheide von dem Pulber des Sil⸗ h bers, — 0 10 gbisy wedga Werdeh duch nicht dn. uhd eth⸗ die Plunoe Ind ih Hegth ischen hato. iansusß hicherdleh olurons, ssein gh ihetin drt der in v on. intion, 000 uum voraut 9%Wnoch den Euch iun „das veobe ne das Go 6 das andet⸗ hemstarck ICclauon gie I so wirddn d indem es um Hemi alt eines vo sobile V rauflet 5 Pulber dee 0 Einleitung zur Gymie 35 bers, und gieß sie auf Eisen, so wird es dasselbe mit einem Geräusche angreiffen, auflösen, und das ent⸗ haltene 2 zu Boden fallen lassen; diese solurion des& filtrire wieder, und wirff Zinck hinein, so wird es dasselbe angreiffen, auflöͤsen, und das oofah⸗ ren lassen; die klare solution scheide wieder, und wirff Krebs⸗Augen oder Eyer⸗Schalen hinein, so wird das vr denn die wieder angreiffen, und das Zinck verlassen; die solution filtrire von neuen und gieß spiritum Urinæ oder Salis ammoniaci hin⸗ ein, so wird der nitrolischespiritus denselben in sich nehmen, und den erdigten lolvirten Cörper wieder fahren lassen; in den klaren liquorem thue wieder einen liquorem vom alcaliafixo, so wird das uri⸗ nosische Saltz sich scheiden, aber nicht, daß es zu Boden fiele, sondern es wird seiner Natur nach in die Höhe gehen und verrauchen. ö VJ. 24. Durch die Hitze werden die in gewisser Maaß nicht zu corrodiren stehende Theile geschie⸗ den, entweder daß man sie zu einem König fället, oder durch das Abtreiben auf der Capelle. Das Fällen in einem König in eine Art einer præcipi- tation, daher wird die Schmeltzung des ð ni und dergleichen Mineralien von denen Bergleuten ge⸗ nennet, das Fällen des Glantzes, d. i. eine Nieder⸗ schlagung des fixern metallischen Theils, aus einem schwefelichten arsenicalischen und metallischen Ge⸗ menge. Dergleichen geschicht, wenn man diesem Gemenge solche Materien zusetzt, die von dessen schwefelichten und arsenicelischen Theile viel lie⸗ ber angefressen und angehalten werden, als der — 4 metal⸗ 36 Einleitung zur Cymie. metallische Theil, den es vokhero besessen hatte. Dergleichen Cörper sind nun die alcalia, 5,. Das Antimonium ist das subjectum, daraus man solche Könige pflegt zu fällen, und alle metal⸗ lische Mineren; denn diese letzteren bestehen aus einer sandichten, flüßigen, glaß⸗achtigen Erde, und aus einem metallischen Theile, jene ist leicht, diefe hingegen ist schwer. Wenn also jenes lauter und zart fliesset, so fällt dieses durch jenen flüßigen Theil niederwärts, und sammlet sich in eine mas⸗ sam, sind sie nun beyde kalt geworden, so schlägt man nur mit einem Hammer an die Seite so sprin⸗ gen sie beyde von einänder, das obenschwimmende vitrum nennet man Schlacken, den untern metal⸗ lischen Theil aber den regulum oder König. . 25. Es gehören auch noch zur Scheidung der compositorum, die Instrumenta, damit man zusommen gegossene oder zusammen geworffene Dinge, die sich sonst nicht wohl vermischen, von einander sondert, nemlich ein Trichter, und das filtrum. Etliche Dinge aber, die etwas genauer mit einander vermischt sind, erfordern gantz eigene operationes, als 3 E. um&und Oel von einander zu scheiden, woraus die brennenden Spiritus beste⸗ hen, gebraucht man die Tartarilirung, wenn es nur obenhin oder einiger massen geschehen soll; will man sie aber gantz genau scheiden, so muß mans entweder allein oder mit ο Oli digeriren. Also auch die Dephlegmirung derer Oele, die aus schlei⸗ migten Cörpern ausgepreßt sind, wird dh dur l äiNEEE R 0 yhdeh. Wab W Nu 0 H¹1 0 H it t,d6 Llx Jun Sl lallhug j. — dsssa han aa H Aum, Iu Dalengg besthera en Ee ud tchyee Hateund hen siign in einemi. , so schis elte so sn schvummend nlern meta Konth Schebung damit wan geworffene schen, von und das s genauer gant eigene an einander rus det Wenn es nue 0 soll; wil %Dmöß ma geriren W die aus shls Iud glechsth Ruch Einleitung zur Wymie. 37 durch die Lerrarisation, oder durch eine abrau⸗ chende Kochung verrichtet. ö Von der causa instrumentali, Werckzeugen oder Mitteln zur Chymischen Generation. Was wir von dem subjecto der corruption er⸗ innert haben, daß es nemlich ein aggregarum oder com positum sey, das muß man auch hier von dem subjecto der generation verstehen, nemlich daß dieselbe geschehe durch eine combination oder Verbindung in ein aggregstum oder composi⸗ tum. Von jeden wollen wir a part handeln. Von der combinatione collectiva oder in ein aggregatum, da man einen Cörper mit dem andern zusammen häufft. — iese geschicht, wenn viele kleinere Theile in ein grosses aggregatum zusammen ge⸗ bracht werden, und folget fast auf alle Ar⸗ ten der corruption, indem wir in derselben alle⸗ zeit in corporibus aggregatis würcken. . 2. Also kommt am ersten für, die Zusam⸗ menlesung derer im Vzertheilten salinischen Cör⸗ per durch eine Scheidung aller mercklichen Feuch⸗ tigkeit, welches man eine Coagulirung nennet; oder wenn etwas Y würcklich darzu stößt und zum Theil mit behalten wird, so heists eine Cry⸗ stallisirung. V. 3. Hieher gehöret auch, wenn man die in Dyÿ Stü⸗ 58 Einleitung zur Cyhmie. Stücken zertheilte metallische Cörper will zusam⸗ men bringen; dieses geschicht nun durch das Zu⸗ sammenschmeltzen, wenn nichts fremdes sich an die calces angehänget hat; wenn aber fremde Theile, die nicht metallisch sind, zugleich müssen geschieden werden, so heists eine reduction. Das erstere ge⸗ braucht man bey Feylspänen, Blechen und der⸗ gleichen; das letztere bey calcibus, die aus cor⸗ rosivis niedergeschlagen, oder die aus den unvoll⸗ kommenen Metallen gemacht sind, wenn selbige durch eine anhaltende Brennung ihres wesentli⸗ chen Theils in etwas beraubet sind. H. 4. Hieher kan man auch die extractiones ziehen, in welchen die zerstreuete Krafft concen⸗ trirt wird, da man denjenigen Theil des compo- siti sammlet, der fürnemlich und eigentlich die be⸗ sondere Würckung ausübet; daher entstehen die Fssentien und flüßigen Extracte. Von der unitiva oder vereinigten combi⸗ nation, oder von der Generation(Erzeu⸗ gung) eines compositi. — III ie Kunst, indem sie der Natur nachahmet, bedienet sie sich sowohl zur resolution derer compositorum, als auch zur generation dererselben, eben desselben Instruments, welches die Natur gebraucht: weil nun dasselbe gleichsam als in einem Augenblick der Zeit von dem Dienste der corruption hꝛnüber gehet, zum Dienste der ge⸗ neration, so haben wir dafür gehalten, daß es 109 ss Hr Mhl slt Oll HUd h Wel RM ehe 4·1 hltch Iit N ImN Iud E aum de Hh il Helchg 0 wil wah uch X 3u sich ny einde Dih, sen goschee 18 essere gy hen ind dlt die aus cor. à deh phol Wenn siig es wesll; extrackiones Haft conder ded compo lsch diebo⸗ nhiehe die comdi⸗ (Cgeu⸗ Vachahwet, Olurios deitt gederninn W Wosches ghöchuan m Diensel Nhste der R. teh, daß 10 Einleitung zur Cyme. lich zwischen diesen beyden können untersuchet werden. V. 2. Die hierzu dienende operation heist fer⸗ mentatio, die Gährung, und in eine inwendige Bewegung derer gemischten Theile, welche diesel⸗ ben nach Beschaffenheit ihrer Beweglichkeit, von einander sondert, in Ansehung der Bewegung aber dieselben entweder von einander zu scheiden, oder wieder zusammen zu verbinden suchet. V. 3. Es supponirt nemlich diese operation ein subjectum, darinn die gemischten Theile der Beweglichkeit nach verschiedentlich sind, das ist, darinn eines subtiler und dünner als das andere ist; hernach supponirt auch die Bewegung eine Mäßigung, daß es nemlich sey eine inwendige innere verborgene Bewegung, nicht die von ei⸗ nem Orte zum andern treibet. Das erstere lie⸗ get in denen coneretis selbst, das letztere lieget in denen mechanischen instrumenten, die man zu dieser operetion braucht. 12 §. 4. Das erstere unter diesen, welches auch eigentlich die Mäßigung der Bewegung aus⸗ macht, daß sie nemlich innerlich sey/ ist das V. Denn das Feuer oder eine starcke Hitze würcket nur dieses, daß es die beweglichsten Theilgen ei⸗ nes concreti von seinem Orte wegtreibet, wenn denn die alle weg sind, so liegen die übrigen alle gantz unbeweglich im Feuer, und dieses würckt ein gelindes Feuer: dahingegen wenn man ein heff⸗ mig Feuer gebraucht, so reisset das allzu sehr die heweglichen Theile fort; dahero geschicht es 2900 a 6⁰ Einleitung zur CWymie. daß solche die nächst anliegende sonst unbewegli⸗ chen Theile mit ergreiffen, folglich entstehet daher denn eine gewaltsame combination. Die Lufft hingegen ist nur vermögend die aller subtilsten Theilgen zu zertreiben, zu bewegen und auszuker⸗ nen, aber die nur etwas unbeweglichen Theile kan sie schon nicht fort treiben. J.Wenn also subjecta da sind, die in sich einige Theilgen haben, die beweglicher sind als das Wasser, so wird das nur zu dem Ende drauf gegossen, daß in demselben oder vielmehr von dem⸗ selben, sowohl die beweglicheren als auch die et⸗ was unbeweglicheren Theilgen des concreti kön⸗ nen beweget werden, welches also zugehet: V. 6. Das Wasser, als welches ein Cörper ist, so der gröbeste ist unter denen flüßigen Cör⸗ pern, hat dieses gleichsam als eine formale oder wesentliche Eigenschafft der Flüßigkeit, daß alle seine subtilsten kleinsten Theile würcklich hefftig be⸗ weget werden. Dieses corpus nun, das ist die viel 1000. mahl 1000. Cörpergen, die da würck⸗ lich hefftig genug beweget werden, wird auf einen andern Cörper gegossen, der aus verschiedenen und zum Theil beweglichen Theilgen bestehet, nur daß dieselben nicht würcklich oder nicht so hefftig be⸗ weget sind. §. 7. Nun ist es Sinn⸗ und Vernunfft⸗mäßig, daß wenn ein Cörper, der würcklich beweget ist, einen andern, der zwar beweglich, aber nicht eben würcklich beweget ist, berühret, er demsel⸗ den so viel(wie man redet) von seiner Bewegung mit⸗ Vahle, niuun H Mhe un uN W Wth E nii a Misqh Dl Hl, ½.5U Aon igrh sche eog Uh simuuf hMy Ganhl V feildennil , wah 6 Mss, — turberch lstehetaghg ö Duft llersubostg ndauszufz uValn „Nehsch sindas dot Ende daa r bon dw auch die g onereti fin Hehet. n Cöryer igen Cor⸗ male oder daß alle hefftig be⸗ s ist die da würk⸗ aufeinen denen und bur daß hiffig de: ftwäßih deeget is aber nch t demsh Bewegung n Einleitung zur Cymie 6 mittheilet, als er nach proportion oder Beschaf⸗ fenheit seiner Grösse fähig ist. Also fänget auch hier das V, welches würcklich beweget ist, an, die Theilgen des Cörpers, die es berühret, mit sich zu bewegen. V. 8. Da wir aber oben gehöret, daß das for— male oder eigentliche Wesen der mixtion bestehe in continuitate, d. i. daß alle die Theile, die das mixtum oder den gemischten Cörper ausmachen, d. i. die ihrer Richtschnur nach neben einander liegen, von ihrer Lage nicht weg beweget werden, denn wenn das geschicht, wird die continuitas auf⸗ gelöset: Und da nun hier durch einen solchen be⸗ wegten Cörper denen beweglichen Theilgen des mixti auch eine Bewegung mitgetheilet wird, so müssen dieselben nothwendig in ihrer Lage verän⸗ dert werden, und wird also eine solutio conrinuĩ drauf erfolgen. M 9. Doch muß man dabey hier die diltin- ction wiederhohlen inter compositum& mixtumʒ zwischen einen zusammengesetzten und gemischten Corper, und der so sehr verschiedenen Zusammen⸗ hängung der principiorum, die aus ihrer Essenz folget, daß nemlich selbige bey denen mixtis sehr seste und genau, bey denen compositis aber im Gegentheil nicht so feste sey. §. 10. Um nun noch weiter das subjectum der fermentation u untersuchen, so stehet zu bemer⸗ cken, welche Cörper denn nun beweglicher sind als Wasser, und welche nächst demselben unbe⸗ weglicher sind. Derer erstern sind dreye, als** Lufft 6² Einleitung zur CWymie. Lufft und Oel, derer letzteren zweye, als das Saltz, oder da die erste Terra am meisten ist, oder da selbige mit einer andern Erde in einem jeden Stäubgen(atomo) gemischt ist, oder wann das erstere oder zum höchsten das andere aggregatum dieser Stäubgen, d. i. höchst subtil aus 2. oder 3. Theilgen, die nicht können zertheilet werden, zusammenhängt. ö §. I1. Alle Cörper nun, die aus solchen prin- cipiis entweder zum Theil oder gantz und gar be— stehen, d. in die solche Theilgen besitzen, die be⸗ weglicher sind als Wasser, und mit einigen andern Theilgen die etwas unbeweglicher sind, vermen⸗ get sind, dieselben machen ein eigentliches und rech⸗ tes subjectum der fermentation aus; ob sie gleich auch mit voll grober und unbeweglicher Theile ste⸗ cken; als in welchen Absehen sie zugleich ein sub⸗ jectum sind des Endes der fermentation, neinlich der abscheidenden dissolurion oder Zerlösung. §. 12. Die Art und Weise, wie die kermen⸗ tation physico:mechanice zugehet, bestehet in fol⸗ genden: Das oder ein würcklich bewegter Cörper wird auf einen andern Cörper gegossen, der da einige Theile, die beweglicher sind, als das V, einige die unbeweglicher sind, in sich hat? Die⸗ se also beständig bewegten Iheile des Wassers ergreiffen die höchstbeweglichen Theile des con- creti, die vorhero unbeweglich lagen, und bringen dieselben mit sich in eine Bewegung, welche denn dadurch zugleich in ihrer Lage und Verbindung oder continuitate verändert, frey und loßgemacht, und H l W Acb)v W hesdtß K ie e Dogd NM W Rubanatd Ib HO 5 Y Rü lam Ohug/ v Ttr am udh emonenu 1163 chh,hr Mahan sch oMN tum, H aa H 7 2 — 5 dos S sst, Gr dz einem zom er Wann das Segun aus 2 oder ellet pann, olchn pin. und aurdy en, di bo igen anden vermer hes und reh ob ss glech Fhashoste 0 ein sub⸗ On, Haahlich sung. je lermen· lahet in fol bewegte gegossen Ind als das hat? Die 6 Wassah e des con. Aund blingg welche dal Verbinducg doßgena U Einleitung zur Wymie. 63 und von denen vormahls verbundenen Theilen abgeschieden werden. Weil aber eben diese Theile, nachdem sie von denen unbeweglicheren nun frey sind, viel beweglicher sind als das Was⸗ ser selbst, und die grössere Bewegung von eben dem principio, nemlich dem Wasser erhalten, so geschichts, daß der nun würcklich frey seyende öhligte Theil in der That viel hefftiger beweget werde, daß er auch nunmehro das Wasser, wel⸗ ches ihn vorhero beweget hatte, nun in dem Grad der Bewegung vermehret. Da nun also die Bewegung vermehret ist, so beweget das auch die Theile, die nächst ihm sonst unbeweglicher sind, und treibet dieselben herunter von denen gröbern und unnützlichern. Und diese physicalische action wird eine fermentation oder Gährung ge⸗ nennet. §. 13. Das ist das punctum oder höchste Grad einer vollkommenen oder geendeten zerlösenden Gährung, wodurch die Theile eines jeden Cör⸗ pers natürlicher und nicht gewaltsamer Weise von einander beweget werden, und endlich jedes a part und absonderlich bleibt. Wenn also die⸗ ses momentum erreichet ist, und man diesem gan⸗ tzen Gemenge eine etwas gewaltsamere Bewe⸗ gung beybringt, welches durch eine Wärme ge⸗ schiehet, so werden dadurch die mehr beweglichen Theilgen des Wassers würcklich getrieben, scheiden sich vom Wasser, und gehen also in ein aggrega⸗ tum, welches Oehl genennet wird, wenn man denn die Bewegung des Feuers noch unterhält, 18 6 0 64 Einleitung zur Qymie. so werden auch die wäßrigen Theile, die bißher das Werckzeug gewesen waren, geschieden; wird aber eine gewaltsamere Bewegung des Feuers gebraucht, als zu derern Bewegung nöthig war, so werden auch die Theilgen des concreti, die nächst dem Wasser unbeweglicher waren, mit angetrieben, welche denn mit der Zeit, in demsel⸗ ben unter der Gestalt eines Schleimes, welcher sich trocknen lätzt, feste sind, und zum Theil, als eine rechte Erde sich niedersetzen„ die subtilern Theile aber, die man saltzigt nennet, bleiben be⸗ ständig in dem Wasser. §. 14. Aus dem was bißhero gemeldet worden, kan auch erhellen, bey welchen subjectis man der fermentatien durch die Kunst müsse zu Hülffe kom⸗ men, als welches auf zweyerley Weise geschicht, ent⸗ weder, daß man die Bewegung vermehret, oder selbige mildert und zurück hält. Das erstere ist nöthig bey solchen Cörpern, die wenig Oel, und viel subtile Erde, oder schleimiges Wesen in sich verborgen haben, als welchen man mit der Wär⸗ me helffen muß, bey welchem aber das öhlichte principium überflüsig ist, da muß man alle Wär⸗ me ausschliessen, die werckzeugliche Bewegung des Wassers durch beygebrachte Kälte mildern und einhalten; daher pfleget man die kermentatio- nes balsamischer und gewürtzhaffter Pflantzen des Sommers in dem Keller zu verrichten. §. 15. Gleichwie aber aus dem, was bißhero gemeldet ist, erhellet, daß die fermentation nichts anders sey, als eine innere Bewegung, die die Thei⸗ hdamh. ullu uta 111 IIIMuste Itra aurrit/ N selt, IEIf udralte Albear Wsehta 111 5 O Atocdeh 2 — De U ieden wig des t röthyv Oncretl, de Daten, mit t/ iH Rmsh les Hacher m Hal, U die sutlerz bleibenher det Wotden, eltis man det Hufe kow Hschlch ent— ehtet, bdet esstere ist Oll/ und hson in sich der Wär⸗ as öhlichte sale Wir⸗ Bewegung Re midern erendetio⸗ NMangen d h. wos Hfe amiicn ung/M“ HAU 90 Einleitung zur Qymie. 65 Theile des mixti von einander scheidet, wie wir oben angezeiget; also ist von ihrer Eintheilung zu mercken, daß diese sonst bloß resolvirende oder auf⸗ lösende operatioa, wenn man wenig Umstände verändert, sich vermehret in eine verbindende oder combinatoriam, welche wir doch um bessern Un⸗ terschiedes willen viel lieber eine onkermentation nennen wollen. Und diese ist auch zweyfach, denn sie geschicht entweder, wenn der blosse motus vel- lieirt oder antreibet, da die Theilgen der Art nach verschieden sind, sich doch aber verbinden las⸗ sen: Oder sie entstehet, wenn der bewegte Cörper instrumentaliter oder werckzeuglicher Weise con- currirt, da die Theilgen von einer Art seyn wie sie wollen, wenn sie sich nur verdünnen und lub⸗ tilisiren lassen. Gieichwie nun dieselben würck⸗ lich und realiter unterschieden sind, so wollen wir jenes eine combinirende oder verbindende, und dieses eine assimilatoriam oder vergleichende con- fermentation nennen. §. 16. Das Formale oder die wesentliche Art der verbindenden fermentation bestehet gleich⸗ falls, wie auch dessen Nahmen mit sich bringt in einer combination oder Verbindung. Das Werck zeuge dazu oder instrument ist gleichfalls das V: aber in dem Grade seiner Bewegung der kleinesten Theile, ist sie würcklich gemildert oder geringer. Denn dadurch geschichts, dah wenn auf diese Weise die innere Bewegung anhält, die gröbere aufgelöseten Theile das conoreri verdün⸗ net werden, dadurch werden denn die sonst unbe⸗ E weg⸗ 66 Einleitung zur Chymie. weglichen Theile immer beweglicher, und zugleich desto geschickter sich zu combimren, welches auf solche Weise mechanisch zugehet. .. Wir haben in vorigen gedacht, daß in der fermentation, erstlich die flüchtigen und bewegli⸗ chen Theile des conéreti, hernach auch die unbe⸗ weglichern beweget werden. Auch haben wir ge⸗ meldet, daß selbit die beweglichen Theile durch die wäßrigen, als durch weniger bewegliche Theile, in dem Grade ihrer Bewegung gemildert und gehin⸗ dert werden, so daß daher nöthig ist zu deren Be⸗ freyung den Grad der Beweglichkeit, durch die Bewegung einer würcklichen Wärme zu vermeh⸗ ren, als ohne welche, die öhlichte Theile nicht, als nur in langer Zeit, durch die Zustossung der Lufft befreyet würden. Daraus erfolget, daß, wenn keine genugsam starcke Bewegung des Wassers dar ist, die öhligten Theile viel länger in dem⸗ selben verbleiben, und, welches aus diesem erfol⸗ get, durch ihre schnellere Bewegung, die Bewe⸗ gung des Wassers etwas verstärcken werden. Indem aber das L, da es hefftiger beweget ist, auch die erdichten subtilen Theilgen des concreti, wie oben gedacht, anreget, so wird dieses durch die innere Bewegung des offt antreibenden Wassers, von dem angeregten Oehle, jene aber werden un⸗ ter sich an einander gerieben und getrieben, da deñ die partes aggregatæ abgestossen werden, und herab springen, und werden auf diese Weise sehr verdünnet und subtil gemacht, und kommen de⸗ nen öhlichten Theilen, im Grade der Bewegung am X HKufgs HahR uunderu Het hadg Hleudd Rage Igen LU M nasflsh, M hd Wrentn Ha mauhg acdnd RN maßrn 6 Ai Vn! 13 T Ind Rgth wet af „ daß u ind bewegj demhz den mu g lleduc de He Holen und gah dernn Be durch Y M veuch Nenicht,as 0 der duft N-fH, Wenn Waseers in dem⸗ sem ersol⸗ i2 Boboe⸗ werden. eweget s conckett, durch die Wosser Deiden ul⸗ Hen, da def den, 0 Wese shr ommen do Bon Einleitung zur Cymie 67 am nächsten, so, daß sie durch eine etwas hefftigere Bewegung nicht nur mit diesen in gleichen oder fast leichteren Grade aufgetrieben, sondenn auch, nach⸗ dem sie sich zusammen gehäuffet, auch zugleich mit einander beweget werden„ welches man einen brennenden Spiritum nennet. ¶ 18. Denn von diesem muß man hier noch beyläuffig mercken, daß dessen ompination nicht in einer Verbindung der Theile, sondern in einer einander am nähesten und gleichesten Beweglich⸗ keit beyder Cörper liege, als wodurch nicht sowohl alle und jede iadividus dieses liquores gus denen zweyen zusammen gefügten Theilen, als einen öhligten und wäßerigten aromo oder Stäubgen, als vieimehr das gantze aggregatum aus denensel⸗ ben die würcklich unter einander getrieben und ge⸗ menget sind, bestehen. 9.19. Aus dem nun was wir gemeldet fliessen die Handgriffe der ersten combination, nemlich des Wassers und des Oehls, welche darin bestehen, daß, wenn der relolvirende oder auflösende aKtus der fermentation vollendet, diese innere Bewe⸗ gung annoch einige Zeit continuiret werde doch in solcher Mäßigung, daß dadurch das Oehl nicht könne auseinander getrieben werden, als welches, sowohl durch den grossen Theils verhinderten Zu⸗ trit der Lufft„als auch durch einen mercklich ge mäßigten Grad der Wärme, doch mehr durch je⸗ nes, als durch dieses erhalten wird. V 20. Also werden auf diese Weise die beweg⸗ lichern Theile des——1 denen Wäßrigen 3 ver⸗ 68 Einleitung zur QWymie. verbunden, wo nicht in ein continuum, doch in ein contiguum. Wenn aber die Mäßigung der Fermentation noch weiter continuiret, so werden auch die etwas unbeweglichern Theile des conereti unter sich aneinander zerrieben, in etwas dünner subtiler gemacht, und mit dem Wasser bewegt, dieses verliehret dabey von diesen nun eingemeng⸗ ten Theilen in etwas von seiner Bewegung, so viel nemlich dessen angewendet wird, um jene würcklich zu bewegen, welches denn auch auf das Oehl zu⸗ rück fält, daß nemlich auch selbiges, da die wäß⸗ rigen Theile jetzo langsamer beweget werden in⸗ dem es darunter gemischt ist, in seiner schnelleren Bewegung seiner proportion nach viel leidet. Da aber die subtilen erdichten Theile, als ein vor sich unbeweglicher Cörper, oder der zum wenigsten nur im niedrigsten Grade der Bewegung fähig ist, durch eine natürliche Unterscheidung, die öhlig⸗ ten Theile leichter und fester ergreifft, so geschicht es auch in dieser Bewegung, daß vorgedachte öh⸗ ligte Theilgen sich in die erdichten einwickeln, und noch fester und genauer sich mit einander verbinden als bey den brennenden Spiritibus. 5. 21. Aus der combination nun entstehen nach Beschaffenheit der Materie diese Folgerungen: das Wasser und Oehl, da sie in solcher Bewegung ste⸗ hen, so bewegen sie zugleich die erdichten Theilgen mit. Diese Theilgen mildern jener ihre Bewe⸗ gung, und machen selbige langsamer. Weil sie jedoch aber nun beweget werden, und sie sonst in ihrer eigenen Textur hart, in ihrer Gestalt 4* odel Haldaled Ruing Msben! Wachts Ws l Mhh ImnSih clen Idd Asen ) Gol. aoabo B hcl Hullby i Hehh u RHDie Ihat f Wlstt I Hchh un d l Asch N 7 ,naht — — dochineh dung e so pmn es conggel bas dumet ser dedgj, eingmne ung soil Henhsch 5 OMh die wiß erden ⸗ schnellag hiel idet 5 ein bot wensgsten Ing fahig die öhig⸗ gehsht vachte dh⸗ ckeln, und betbinden chen vach gen das wegungste &Q Miigah hte Bebb Wilse se Iuh A chtah, M Einleitung zur CSymie. 00 oder mit wenigern Seiten und desto spitzigern Ecken begabt seyn, so werden sie ohne Zweiffel durch die combination in ein festes hartes und un⸗ bewegliches aggregatum verkehret werden, und weil solche Cörper, da sie nun beweget sind, ohne allen Zweiffel vermoöͤge ihrer Spitzen und Ecken/ in andere aneinander hängende Cörper leichtlich durchdringen und penetriren, so werden sie auch dieselben in ihrer Bewegung verhindern können; welches denn auch in der Würckung oder effecke dieses Grades der Fermentation gantz klar in die Augen fällt. Denn die producta desselben wer⸗ den Eßig genannt, welches flüßige beissende con⸗ creta oder dissolventia sind, die zu ihrer von ein an⸗ der reissenden Bewegung(pro motu sui divulso- rio) schon einen weit stärckern Grad der Hitze erfo⸗ dern, als das Wasser. 6. 22. Wenn man aber diese inwendige mäßi⸗ ge Bewegung noch weiter unterhält oder conti⸗ nuiret, ja selbige durch äusserliche Hülffs⸗ mittel in etwas verstärcket, so werden vorgedachte er⸗ dichte Theile so verdünnet und alterirt oder der⸗ ändert, daß sie eben so beweglich werden wie das Oehl, mit welchem sie ohne dem, wie wir oben in §. 20. angemercket, feste zusammen hängen; das Oehl hingegen selbst wird durch diese Combini- rung der Erde um desto beweglicher, je geschickter alle desselben Theile in dieser Compination wer⸗ den: da sie hingegen vorhero, und wenn sie allei⸗ ne wären, leicht in ein solches aggregatum zerfie⸗ len, welches, so klein als as auch seyn möchte, den⸗ E 3 noch 7⁰ Einleitung zur Cyymie. an viel unbeweglicher ist, als die andere rt. ö Aus obgedachten erhellet wiederum von was für Eigenschafften der etfect dieser operation seyn werde. Nemlich weil der öhligte Theil höchst⸗ beweglich seyn wird, und der erdichte Theil eben⸗ falls; in so fern also diese Erde mit dem daran zwischen dem flüßigen anhangenden Oele kan sehr gewaltig agitixt und getrieben werden, sonder⸗ lich wenn eine gemäßigte Wärme dazu kommt, in soferne wird es auch einer saltzigen und beissen⸗ den Eigenschafft seyn: wie man denn auch der⸗ gleichen in der That an denen flüchtigen Saltzen, Daden diese operstion herfür gebracht werden, nodet. 9. 23. Diese operation pflegt eine Putirefaction oder Fäulung genannt zu werden und wird von denen meisten, doch nicht von allen physicis für den allerletzten Grad der relolvirenden corruption gehalten, welches sich aber keinesweges also ver⸗ hält, so ndern es ist vielmehr die letzte zusammen⸗ setzende Verbindung(combinatio compositorĩia) welches die auf dem höchsten Grad der Subtilität oder Dünnigkeit gebrachte, und also am nächsten zu einer individuelität aufgelößten wixta(d. i. die nun nicht weiter können geschieden werden)verbin⸗ det, und daraus ein compositum oder einen zu⸗ sammen gesetzten Cörper von einer sehr zähen und festen Vermischung und Vermengung machet. M, 24. Man muß aber von allen diesen Arten und gradibus der confermentation noch mercken, daß 0 2—7 Wonn 0 Hril scher ss Huht/ h sol Gpers, Hgh vat hif aur niig uln om dang N sh amor H„N18 Ru gt Idom ul Culhühtt 0 90 dt IMion IN — — de nnen ½bohptz * Hl hic Důlshez denn dunn H der serde zu kannt, und bessh⸗ auch y/ in Salh, htwaden üetfichon Wird bon ᷣ für den ruption also vet⸗ Usammen⸗ posstotis) Subtilität nachsten Uald. i. die den verbin⸗ LDeihen u xhen u ng mact dihsen Iun o ah 0 ö Einleitung zur Cymie. daß bey allen und jeden, wenn sie auf gemeine und bekannte Weise rractirt, man noch eine merckliche quantität eines dicken Oels, welches viel unbeweg⸗ licher ist, als das Wasser durch die dertillarion zu⸗ gleich erhalte. Welches etliche hat glaubend ge⸗ macht, als sey es ein productum der combina- tion, so es doch nicht ist. Denn weil man bey rohen Cörpern, und die noch in keiner kermentation gewesen, nicht nur eben dasselbe, sondern noch weit häuffiger antrifft; ja auch in Cörpern, die nur mäßig fermentirt haben, ob wohl weit weni⸗ ger, endlich auch etwas in putreficirten oder ge⸗ faulten Cörpern, obwohl am allerwenigsten: so kan daraus jederman von selbst leicht schliessen, daß selbiges ein effect nicht der künstlichen, son⸗ dern der natürlichen combination oder Verbindung sey, d.i. daß die öhligten Theile des conereti, von denen erdigten Theilen noch nicht abgeschieden, sondern unter der gemeinen Zusammenhängung (continuitate) nur fort getrieden seyn. F. 25. Nun ist noch übrig die vergleichende Gährung(fermentatio assimilatoria) wodurch nicht sowol ein neues compositum durch eine com. bination oder Verbindung, als vielmehr durch eine eonfirmation, configuration oder Verglei⸗ chung, ein einfacher Cörper, und aus derer vielen ein neues aggregatum herfür gebracht wird. Die Art und Weise, wie dieses mechanice zugehet, be⸗ stehet dem Werckzeuge nach(instrumentaliter) in einer zerreibenden collision oder Zusammenstos⸗ sung; dem Wesen nach(kormaliter) wenn es da⸗ E 4 durch 72 Einleitung zur Cyymie. ö durch eben die Grösse oder eben die Eigenschafft, Art und Figur bekommt.(Identias quantitatis& qualitatis.) Des ersteren Exempel fürnemlich kömmt öffter für, als oben bey Producirung des brennenden Spiritus, da ein Theil des Wassers, welches gröber, und folglich weniger beweglich ist, als das Oel, so verdünnet wurde, daß es eben eine solche Beweglichkeit, als das Oel bekam, und also mit demselben in Gestalt eines Spiritus herfür ge⸗ het. Des anderen Exempel siehet man am mei⸗ sten an dem gemeinen Sauerteige, und der Würcksamkeit oder activität nach, auch an einem guten so wohl, als faulen Eßige und dergleichen. Denn alle dieselben ziehen andere Cörper, die zu dem actu geschickt sind, viel geschwinder mit in ihre Art und Wesen, daß man sich darüber wun⸗ dern muß, als wenn man eine solche fermentati⸗ on ohne Zusetzung dererselben durch die Kunst auf die beste Art hätte versuchen wollen. §. 26. Diesen kermentirenden Verbindungen kommt auch nahe die Cohobirung oder cohobium, welche geschicht, wenn die beweglichern Cörper, die von denen fixern durch die deltillarion abge⸗ rissen sind, wieder auf dieselben gegossen, damit per contiguum gemischt, und durch eine digestion un⸗ tereinander getrieben werden, und dieses wird so offte wiederhohlet, bis sie auch ein grosses Theil derer sonst unbeweglichen Theile verdünnet haben, und selbige mit sich entweder gerissen ader ver⸗ bunden, und also mit in eine Bewegung bringen. Diese operation verdienet fürnemlich ihren Ort 1 metalli⸗ Wul HS . Tcchetht Hhal Hce Ium Cli Hiftog hleg h Degunge O den neu dibpe 1o kln: Hashg hm soche seahi,, l ehth Rmuct we Wualion Ildehehe s 4U 111 I D gt Dbn nt Wellatihn! Usalhune rn shussy Uuntitatz simnih uctungdt àWissuz, Wogsch ss, es heh ahe m/ndash hslt gy in am m Und der han een duglechen her/ die y ar mit in Iber wun, Imentati Kunst aus indungen ohobium, Cörper, ion abge⸗ dalhit per Kti0g U⸗ 6 wod s. sis Vil iahet hobn, n ader vi⸗ I Hul enO II Einleitung zur Vymie. 73 metallischen Arbeiten, selbige mit squaforten zu verdünnen, und sie mit dem reinern Theile die⸗ ser Saltze zu verbinden. §. 27. Die Art und Weise, wie es geschicht, bestehet in folgenden: Die saltzichten oder Elichten Theilgen der Spirituum und des Wassers, als sehr bewegliche Theilgen, da sie mit denen unbewegli⸗ chern Cörpern, entweder durch eine Zusammen⸗ häuffung(per aggregationem) oder durch eine ihnen eigene Figur gemischt sind, und durch die Be⸗ wegung der Wärme zusammen getrieben werden, so dislolviren sie entweder durch ihre Bewegung den nexum der aggregation, oder indem sich die Cörper selbst unter einander zerreiben, zertreiben und klein machen, so bringen sie solche in einen grössern grad der lubrilität und Beweglichkeit, und indem solches offte wiederhohlet wird, bringen sie sie dahin, daß sie zugleich mit jenen beweget, von einem Orte zum andern gespület, und mit verraucht werden können. Es hat nemlich mit der digestion alles gemein, ausgenommen die Zeit, und eine besondere Eigenschafft des lubjecti, daß es grösser Feuer vertragen kan. §. 28. Die producta also derer bisher erzehl⸗ ten operationen sind mehr kunstlich, oder der Kunst zuzuschreiben; als brennende Spiritus, Eßig, flüch⸗ tige Saltze, flüßige metallische solutiones, auch sind die Flüchtigmachungen aller fixen Cörper unter diesen mit begriffen. Hingegen die scheidende fer⸗ mentation derer Oele, und phlegmatum derer gesättigten Saltze,—. Oele, die sich sehr 23 3 74 Einleitung zur Cyymie. in die Erde eingehänget haben, und derer Erden selbst, gehören unserm Urtheil nach, mehr zum ersteren, nemlich zur corruption, Zerstehrung oder resolution. §. 29. Auf diese einfachere operationes folgen nun einige andere gemischte oder complicatæ, nem⸗ lich künstliche Herfürbringungen oder productio- nes einiger natürlicher effectuum. Da man nem⸗ lich über der Erde kan Vitriola machen, nach dem Belieben des Künstlers durch Verbindung des Spir. Sulphuris oder Vitrioli mit den Metallen, als Eisen oder Kupffer; entweder eines a part oder beyde zusammen genommen, oder auch durch eine operation die der Würckung der Natur auf die gemeine Weise am nächsten kömmt, nemlich durch die calcination mit S. Denn gleichwie der na⸗ türliche Vitriol bereitet wird, entweder wenn ein A· Kieß, oder ein reich& Ertz calcinirt wird, als wodurch der über flüßige aus beyden Ertzen aus⸗ getrieben wird, so wird eine genugsame Menge dessen hingegen zurück gehalten, von denen metal⸗ lischen Theilen dieser Ertze; wenn es denn also da⸗ mit verbunden ist, so stellt es eine selinische substanz für, giesset man denn Ydrauf, so nimmt selbiges jene in sich, und scheidet sie von der übrigen erdig⸗ ten und metallischen substanz, und wenn das verraucht ist, so zeiget es sich unsern Augen in sei⸗ ner trocknen consistenz, und auf eben die Weise befindet sichs auch in der künstlichen Zeugung des⸗ selben, nur das ausgenommen, daß die Erde, die zugleich bey dem mineralischen war, und 4 heil uidd Run e WN c Nicbae ahR chwahe Ds en il Oh gt vhagnte e Dahad 1 Rsgh ulhra, Phlepwith It, an tubiimints lg Iaasche therehů ⁴⁴. — dern Ein aht un Hasshuz iones sh Dliatz Hlh procacio- un⸗ en,hden bindup des u Manln, Sepant ducch ehe aur auf de Imnsch olcch hye der na⸗ wenn ein t wildyalo Ethen aus⸗ me Mehge hen metal m also da⸗ Hesubstarz Imt sebiges deigen erdih⸗ wenn das Mahnin f. die W. Zupung daß die E dade U Einleitung zur Chymie 75 Theil des Virriols ausmachte, d. in den Vitriol Allaunhafftig machte, von dem Rünstler ausge⸗ schlossen wird, folglich der reiner und metal⸗ lischer ist. J. 30. Auf eben die Art ist der gemachte Zin⸗ nober von eben der Reinigkeit und Würde, ja noch reiner als der natürliche Zinnober, selbiger wird nun aus gemeinen& und& gemacht, des⸗ sen Handgriff ist, daß man zu 2. Theilen&den zten, oder zu 3. Theilen den Aten Theil gelben& nehme, selbige durch Reiben verbindet, wenn sie gerieben bey dem schmeltzt, wodurch zugleich das von& eingezogen wird, und ein Gemenge von schwartzer Farbe entstehet. Welches denn in eben dem Gefässe, wenn es dazu geschickt ist, oder auch in einem andern, durch vermehrung des& nach gerade an den Seiten des Gefässes in einer brü⸗ chigen langstriehmichten gläntzenden Gestalt blut⸗ rother Farbe sublimirt wird, welcher hernach wenn er zu Pulver gerieben wird, gantz helle roth ist. Den Handgriff muß man noch mercken, daß bey der sublimation das& geschwinde gestärcket wer⸗ de, sonst geht die Farbe immer mehr und mehr verlohren. 5. 31. Auch pflegt ein gemeiner& zu entstehen, wenn man oleum Vitrioli oder einen starck de⸗ phlegmirten Spir. Vitrioli mit Terpentin destil⸗ ürt, wenn man denn das& gehörig vermehret, so sublimiret sich eine substanz, die dem gemeinen& in allen gleich ist Also auch, wenn man Kohlen mit alcalischen Laugen auflöset und niederschläget, so entstehet ein dichter Schwefel, der dem—0363 gan 76 Einleitung zur Cyymie. gantz ähnlich. Aus dem§ nio wird auch ein häuffiger Schwefel der gemeinen Meynung nach geschieden, oder welches wahrscheinlicher, præpa- rirt. Es bekräfftigen auch diese Erzeugung des Schwefels, aus einer mineralischen sauern und fetten Erde, die destillirten flüßigen Oele, welche durch einen Spir. O oder O in eine hartzigte, har⸗ te, brüchige substanz zusammen gehärtet und feste gemacht werden, als welche nichts anders, als gleichsam Anfänge zu solchen Schwefeln sind, wel⸗ ches auch die Destillirung derer relinarum noch weiter beweiset, als welche einen sauren Spiritum, der vom Oele unterschieden ist, pflegen von sich zu geben. Also ist vom Benzoe bekannt, wenn man damit räuchert, und solchen durch den Odem ein⸗ ziehet, was es für Zufälle errege, die bisweilen tödtlich sind, als schweren Odem, Stockungen des Geblüts, Engbrüstigkeit, hartnäckige Husten, welches zu Seitenstechen und Schwindsucht Ge⸗ legenheit giebt, nicht anders als der Rauch des Schwesels selbst. 2 §. 32. So macht auch die Kunst einen Mercu⸗ rium, der dem gemeinen allen Zufällen oder aci⸗ dentibus nach/ gleich ist, ausser daß ihm die arseni⸗ calische malignität oder Bößartigkeit fehlet. Die operation dazu ist entweder scheidend oder præparirend, jene gehöret zur corruption, diese gehöret eigentlich hieher. Die Hauptsache, worauf alles ankommt, bestehet instrumentaliter in einer genugsamen Subtilisirung des Cörpers, und ma⸗ terialiter in einem Theile des gemeinen Erde oder —. = — — ——— — — — Ichen Hhd Rugche ucrer Shecg Ruaule 43 ch ü OObhaait WOumf NWeren M Iund Tu i uuh dlex t Aushunft e u shaftaße gech vid, bapah, ulsthigh, ——— ——— 2 PSDSIIIIIIIIITT‚I‚...‚“:“:“ss IEN,—2—— — i.d auh i W er, nen Helgunp sauetn urh Oll wh anhtsez rletuno st audne, n sidne narum h ndpittm, von sch y „Dann min Odam eij bloweilen Rockungen 96Hasee, ucht Ge⸗ Nuch dib enMereu⸗ oder aei⸗ die rseri kat schie. dind odt püon, dis che,vorh Iiter Mal % 0 In Els 1 Einleitung zur Cyymie. 7⁷ oder flüchtigen Saltzes der Thiere, des Russes, auch des Eßigs, als woraus selbiger würcklich mit bestehet, welches durch die bisher bekandten Hand⸗ griffe noch nicht kansausdiesen subjectis heraus ge⸗ zogen oder geschieden und so rein dargeleget wer⸗ den, doch hänget sichs durch eine prærcipitation leicht an einen metallischen Cörper an, und fällt mit selbigen zu Boden, und wenn sichs also gantz genau damit gemischet hat, wird es sehr schwer von selbi⸗ gen geschieden, sondern es bringt dem metallischen concreto eine:nasse flüßige consistenz bey; doch gehöret dazu nicht die erste und grobe, sondern eine genauere præcipitation §. 33. Die Luna cor nua ist auch dem Arsenico ähnlich, sie wird gemacht/ wenn eine mit spir. O gemachte solurion des Silbers mit einem spiritu Opræcipirt wird; dieser Kalck kan durch gehöri⸗ ge Handgriffe in eine subltanz sublimitt werden die dem ar senic ähnlich ist. 5.34. Mercklich ist die Nachricht des commen- tatoris über Fachsens Probier⸗Büchlein p. 119. daß man gemeinen& in Bley verwandeln könne durch eine prercipitation; wie auch Beccher mel⸗ det: daß wenn man gemeinen& auf flissend Yim Flusse wirfft, so schmeltzet selbiges mit demselben in eine metallische Gestalt, vermehrt es am Ge⸗ wichte, verwandelt es aber so sehr in seiner Eigen⸗ schafft, daß es dem gemeinen Bley in allen Stücken gleich wird, welches experiment, wenn es sich so verhält, und allezeit beständig ist, allerdings sehr mürckwürdig wäre. §. 35 Zur 78 Einleitung zur Cymie. §. 35 Zur Chymischen Erzeugung kan man auch die gradation oder Erhöhung nehmen, wo⸗ durch fürnemlich das Gold in seiner Farbe erhöhet wird; ob nun gleich selbige insgemein nicht eben alle Proben ausstehet, so darff man sie dehwegen doch von dieser Clälle nicht ausschliessen. §. 36. Die vitrification oder Glaßmachung ist nicht so wohl zu einer blossen Zusammenlesung in ein aggregatum, als vielmehr zu einer composi⸗ tion oder Zusammensetzung zu rechnen, sintemahl dadurch selbst die metalla als Bley und Zinn auch nium in eine glaß achtige consistenz gehen. Die salia alcalia contribuiren nicht wenig zu den ge⸗ meinen Gläsern„ indem sie deren Gewichte und Grösse vermehren, daher auch, wenn man selbige allzuhäuffig zusetzt, die Gläser brüchig werden, daß sie auch in der blossen Lufft Ritzen kriegen, davon man Kunckeln in seinem commentario über Nire Glasmacher⸗Kunst, nachsehen kan. §. 37. Es werden auch durch die Chywie ver⸗ schiedene Eigenschafften erzeuget, als wenn fixe Sachen fluchtig gemacht, und hingegen flüchtige figirt werden. Ader weil die dazu dienende ope⸗ rationes ihren Grund in der Gährung und dige- stion liegen haben, so muß man aus denen selbden das Fundament dazu wiederhohlen. Zu allen diesen inttrumenrellen oder werckzeug⸗ lichen operationen werden die also genannten in— strumenta oder Gefässe erfordert, welche hiebey materialiter und mechanisch concurriren. Es ist auch die Eintheilung dere selben allzu general, in⸗ dem etliche mehr unmittelbahr zur operation selbst con- 6 — Oun von ah ast N Hl veon u s0 l M Todulnh Hhufse! 0 0M 29 Huhrte ch alfdn sio ahe ht uthe an osseh Be Wh, g Iesg 445 III u mit I *+ . — km an dehnen do Nrbegthe n nichtag sie dehogn n. mahug s nenlung u L donpch⸗ „ schph Zinn Oahen, De y del gh wochte un man solbig Hllden, daß / dabon iber Nire ymie hek⸗ thonn fiee füchthe ende ope⸗ und dige denoseben Werckheh enannten i⸗ bche Hlh riteh. E genen Et Hl⸗ Einleitung zur ymie. 79 concurriren, die wir also instrumente der opera. tion nennen werden; etliche mittelbahr und etwas entfernter, denen man nemlich die insteumenta der operation selbst appliciret, welche wir instru⸗ menta administrationis nennen wollen: beyde sind entweder vielen gemein, oder einigen gewis⸗ sen allein und eigen. Von denen gemeinen Instrumenten derer operationum. V. I. iese sind entweder gantz allgemein, als die Bewegung und Ruhe, oder general, als Feuer oder Hitze, Lufft oder trocken flüchtig, fluctuirend, Wasser oder feucht flůüßig, Erde oder hart feste beständig, oder endlich gantz besonder, als die menstrua sind. M 2. In der Bewegung nemlich bestehet die Haupt Art aller chymischen operationum, in Ab⸗ sicht auf den Zweck und auf die kormam. Es sind aber zweyerley Arten desselben, denn sie ge⸗ schicht entweder circa oxin, oder um den Mittel⸗ punckt herum, so, daß sie darinn bleibt in einem gewissen Bezirck oder Raum, welches motus verticillaris, oder eine rund herum gehende Be⸗ wegung genennet wird, oder sie geschicht nach ei⸗ ner geraden Linie, welcher progreslivus oder ei⸗ ne fortgehende Bewegung heist. §. 3. Beym A muß man zweyerley bemercken, 4.) dessen Materie, und unmittelbahre Berüh⸗ rung mit andern subjectis, als welche daher rüh⸗ ret. 2.) Dessen Art nnd Eigenschafft, und 1 er 8⁰ Einleitung zur Chymie. —— her entstehende gantz eigentliche Würckung/ wie es denn nach der verschiedenen fremden Art des Cör⸗ pers, davon es untechalten wird, immer andere und andere Ausflüsse, die man unter dem Nah, men und Gestalt des Russes siehet, mit sich herum treibet und vorstösset. Wenn also ein Cörper un⸗ mittelbahr an das& geleget wird, so geschiehets, daß, wenn eine natürliche Geschicklichkeit mit da⸗ bey ist, ein Theil seiner efflaviorum sich an den vorgelegten Cörper anreibt, und ihm biß weilen fe⸗ ste oder lose anhänget, bißweilen dessen relolution oder Verbindung verhindert, oder wenigstens mo⸗- dificirt. Ein Exempel des ersteren siehet man an der Flamme des&, welche die erdigten und me⸗ tallischen auch vegetabilischen Cörper benaget, und bey denselben concentrirt wird. Des letztern Exempel kommen überall für, als z. E wenn man Siegel Lack an einem Talg⸗Lichte schmeltzet, so pflegt sich gar leicht ein Ruß anzusetzen, und die Farbe zu schwärtzen. Dabey man doch aber mer⸗ cken muß, daß einige dafür halten, daß diese Wür⸗ ckungen nicht so wohl von ihren wesentlichen Thei⸗ len, welche die Flamme selbst würcklich ausmachen, herrühren, sondern von einigen fremden Theil⸗ gen, die bey ihnen nicht wesentlich, sondern nur zufälliger Weise sind, und welche von dem vor⸗ nehmsten wesentlichen und materialischen Theile, nur zufälliger Weise, und weil sie eben da sind, ergriffen und fortgetrieben werden. Und gewiß die⸗ se Meynung wird durch den Spir. vin. rectificatissi- mum bekräfftiget; denn ob selbiger gleich ein voll⸗ kommenes und rechtes& darstellet, so gibt er doch gäntz —5 M Ma Usdiht Kafah W bchl 111 Wimeg Dhle de e Daogs dl ggchäft WHeng genbse dr MI III MAUU 0H Horegitan Whehast s Wii N.I He 13 hee Hontenst Oeh vyhe asslomehy Hln gj — fium. tt dC ncher aydgz den z, it schhum S u ö geshschh ket at dy sich e dn bihuglef Hrelchn uigsteno⸗ Het mopan ten und py henagt, W henm man metzet, so %und die aber wet⸗ diese Wun schen The⸗ Usmachen, din Tell⸗ sondern nur an dem dob⸗ shen Důl eden da sih d gebfhe Tedihau echenth 0 V I1 Tinleitung zur ymie. 81 gantz und gar keinen Ruß(Wiewohl wir dieser Meynung nicht wohl beypflichten können, indem uns die Erfahrung gewiesen, daß auch der Spir. vin. rectificatislimus einen Ruß und Schwärtze ansetze, ob wohl nicht so häuffig.) §. 4. Der eigenrliche(formalis)und vornem⸗ lich mittelbare Einfluß des Feuers, welcher die Wärme genennet wird, wird zu dem meisten Theile derer Chywischen operationen erfordert, wie dieses zugehe, wollen wir jetzo besehen. Das Feuer ist ein aggregatum oder zusammen gehäuffter Cörper, der aus vielen höchst⸗beweg⸗ lichen ja würcklich und in der That bewegtenTheil⸗ gen bestehet. Also sind dessen Materie, die auf der Welt am höchsten bewegliche Theilgen, wel⸗ che man sonst mit einem andern Nahmen reine Oele nennet. Die Forma oder Art ist deren würck⸗ liche Bewegung, die Haupt⸗Art oder genus ist ein aggregatum. Wenn diese Theilgen abgesondert und etwas weiter von einander also getrieben wer⸗ den, so heißt mans eine Wärme. Wenn denn ein zusammen gelegter Hauffe solcher im höchsten grad bewegter Theilgen, d. i. das Feuer entbren⸗ net, so treibt es nothwendig die nahe daran liegen⸗ de Dinge, nachdem sie heweglich sind, mit an; je näher denn diese Theile zur Beweglichkeit derer ei⸗ gentlich feurigen Theile kommen, desto hefftiger können sie denn auch jetzo von dem Feuer angerie⸗ ben werden, je mehr die denn angetrieben werden, destomehr treiben sie denn auch die andern anlie⸗ genden oder eingemengten Theile mit an, und be⸗ F wegen 8² Einleitung zur Wymie. wegen sie von ihrem Orte. Diese zusammen⸗ wachsende(coneretivus) Bewegung eben dieser Theilgen; d. i. eben die Theilgen die also, und so hefftig bewegt werden, nennet man die Wärme, den Antrieb hingegen, welchen diese denn serner an⸗ dern sonst weniger beweglichen Cörpern eindru⸗ cken, eine Erwärmung. Daher entstehen folgen⸗ de der gemeinen Physie nach paradoxe oder wie⸗ dersinnige Schlüsse. Die Hitze kommt nicht her von der Flamme materialiter, sondern formaliter; Die Hitze ist kein accidens oder zufälliges Ding, sondern eine substanz oder selbständiges Wesen, sie ist keine Qualität oder Beschaffenheit die vom Cörper unterschieden wäre, sondern selbst ein Cör⸗ per. Die Flamme, wenn sie soll eine Hitze in denen nechsten Cörpern erregen, so ist genug, daß sie die⸗ selben nur berühre, und ist nicht nöthig, daß sie etwas von ihrer Materie in dieselbe auslasse, sondern nur von ihrer forma, welches die Bewegung ist. §. 5. Der unmittelbahre effect, welchen zu erhalten das Feuer oder die Wärme gebraucht wird, ist die inwendige Bewegung derer Theile des conereti, welches der erste Auflöser der Zusam⸗ menhängung(continuitatis) und also der gantz eigenen Verbindung ist. Der mittelbahre effect der Hitze, welcher von der fortschreitenden Bewe— gung der umgehenden Lufft viel geholffen wird, ist eine schleunige Verbindung derer kleinesten Theil⸗ gen des concreti, sonderlich aber eine subrililrung und Verdünnung aller und jeder Theilgen des conereti in ihrer Gestalt und Grösse, welcher von der NI 1 D 10 WSceh ulong 1. A H Iles z. oben, N ih Wird deg! WMinn Gssise du nuh sh Hor Ihssch WOsetge M sunn gg — L ben N s de Win in sentrg Hern ehd Hen soh de Na v lichtyrv formaitn, liges Diz 1 Vi t die un senH 00 in denen Nß sio di⸗ Pseelwas Derg nut g it. elchen zu Hebtaucht er Theile NZusam⸗ der gahtz hre efted n Beus Feu wad f Hosen I sobtuifeg Dogn i Dache Einleitung zur Chynie. 83 der Zusammentreibung derselben, so auf diese in⸗ nere Bewegung erfolget, herrühret. §. 6. Damit man ein Exempel sehe dessen, was wir bishero gemeldet, so wollen wir zu erst die de⸗ stillation besehen, als welche folgende phænome- na hat: Das V wird in ein festes und genugsam hohes Gefässe gethan, doch so, daß noch viel, we⸗ nigstens 3. Vierthel des Gefässes mit Lufft erfüllet bleiben, denn wird das Gefaß oberwärts mit ei⸗ nem andern geschickten Gefässe zugedecket, nun wird dem untern Theile des Gefässes, der das V unmittelbahr in sich enthält, das Feuer oder die Wärme applicirt: Daher wird nun zuerst das Gefässe selbst auf dieser Seite warm, nachhero der darinn enthaltene liquor; wenn diese Erwär⸗ mung sich nach und nach vermehret, so wird der liquor in die kleinesten und fast mit Augen niche begreifflichen Theilgen zertheilet, und bis auf das höchste des Gefässes herauf gehoben, da denn diese Theilgen an den Seiten anschlagen, wieder zu⸗ sammen gehäuffet werden, sich in Tropffen sam̃⸗ len, und denn ein neues Wasser sind. Die Art und Weise wie diese phnomena zugehen, ist fol⸗ gende: Das Aoder die Wärme, d. i. die Viel⸗ heit solcher würcklich bewegten Cörper beweget und treibet die kleinesten constiruirenden Theilgen des festen Gefäses. Wenn diese also getrieben sind, treiben sie weiter die Theilgen des enthalte⸗ nen liquors, diese treiben denn ferner theils die in dem Gefässe enthaltene Lufft, theils vermehren sie, da sie so zerrieben sind Fa ihre innere Bewe⸗ 4* 2 gung r 84 Einleitung zur Coymie. gung jenes Bewegung; wenn denn also die Lufft theils in ihren allerkleinesten Theilgen, theils auch fluctuirend getrieben ist, so spühlet sie die wäßri⸗ gen Theile häuffig mit sich, und führt sie mit sich herum ober⸗und niederwärts, bis sie endlich an die obern Theile des Gefässes angetrieben und zu⸗ saiumen gehäuffet werden, und also von neuem in ein wäyriges aggregstum, nemlich in einen Tropf⸗ fen sih wieder zusammen sammlen. §. 7. Dabey man noch das wichtige oonsecta⸗ rium oder Erfolg dieser operation bemercken muß, daß nemlich auch das schlechte durch eine öff⸗ ters wiederhöhlte destillation, von wegen der Zer⸗ reibung derer kleinesten Theilgen, so höchst subtil konne. gemacht werden, daß es nicht nur daher viel flüchtiger und beweglicher wird, sondern es wird auch so subtil und dünne, daß es durch die feste substanꝰ derer Gläser gleichsam unvermerckt durch⸗ dringet, und durch dessen poros ausdämpffet, wie einige glaubwürdige Autores bezeugen. V. 8. Die Lufft ist eine Menge vieler starck be⸗ wegten Cörper, und folglich ein flüßiges aggre⸗ gatum, doch so, daß ihre wesentliche Theile nicht durch eine bloß innere, sondern fürnemlich durch eine fortschreitende Bewegung(moro progressivo) getrieben werden. Daher einige, als Boyle und seine Anhänger, gemuthmasset haben, ob hät⸗ ten ihre kleinesten Theile eine besondere Textur oder Ineinanderwebung, es mag dieses nun von ihr währ seyn oder nicht, so ist es doch von der Be⸗ wegung dererselben sehr wahrscheinlich. Ehen—75 NNTTTTTR 0 Di H danshs Heldie W Ringu 05 N Aaade H durkllg Mossiu geod I bde „nEd Nsh tdtath In cg 11 Aahrn oi RMasn ah Uupe Ehh chl, +.— helhd heng nh erdlch y benuds on Hham ij Rendus. 9e cond ercken uiß ich eineif gan der dw hochst u +aaher ve eh WiId de feste dckt durch⸗ Ipffet, wie starck be⸗ ges aggre Mil nicht Hich duch Nogrev) Bohl ben,ob his dere Lextue ses gun do onded 0. Ge f Einleitung zur CHymie. 85 Lufft ist auch der Urheber und das Fundament al⸗ ler sorschreitenden Bewegung in denen cörperli⸗ chen atomus, davon ein phænomenen in vorge⸗ dachten Exempel erscheinet, nemlich die Zerstäu⸗ bung derer wäßrigen Theile; wie nun selbige zu⸗ gehe, lernen wir aus folgendem Exempel. Wenn man gemeine Asche in gemein Vwirfft, und diese Vermischung hinsetzet, so wird der grobe erdichte Theil dieser Asche sich zu Boden setzen, und das V klar oben aufschwimmen, wenn man aber& dazu bringet, und das Y heiß wird, ja gar siedet; so wird das L gantz schwärtzlich und wird den grosten Theil der Erde von der Aschen mit sich herum irei⸗ ben, und das so lange, bis es endlich mercklich wie⸗ der kalt geworden ist. Wenn wir nun untersuchen, wie dieses zugehe, das die Erde mit dem bewe⸗ get wird, so sehen wir, daß solches nicht unmittel⸗ bar vom A geschehe, als ob dasselbe diese erdich⸗ ten Theilgen also antreibe, daß sie mit dem I be⸗ weget würden; denn wenn man das& dieser blossen Erde appliciret ohne Beythuung des Was⸗ sers, so wird sie davon gar nichts beweget; Da⸗ hero folget denn, daß ihre Bewegung mittelbar sey, d. i. daß das Wasser von dem untergelegten Feuer hefftiger gerieben werde, und alsdenn die⸗ se erdichten Theilgen nicht anders fortspühlet, als wenn es mit der Hand oder einem Stock so ge⸗ rühret würde, daher es gleichfals die erdichten Theile fortspühlet, und also getrübet wird. Was aber nun auf diese Weise das Wasser an der Erde thut, daß es nemlich deren Theilgen durch 3 eine 86 Einleitung zur Cynie. eine fortschreitende Bewegung(motu progrelfi. vo) so weit beweget, so weit nemlich die denge des Wassers steiget; Eben dasselbe und auf eben solche Weise leistet solches auch die Lufft dem Wasser, das ist, sie spühlet auch alle dessen Theil⸗ gen mit sich fort, und führet selbige mit sich in die Höhe, so weit nemlich deroselben Bewegung continuirt wird. M. 9. Die mechonische Instrumentalitatem oder Werckzeuglichkeit der Lufft wird das gemei⸗ nere Erempel des Wassers erläutern, und indem wir dessen instrumentalem modum sgendi wollen ausführen, so wollen wir ihrer Verwandschafft wegen, und damit wir alles, was von denen ope- rationen und Würckungen der Lufft kan gemeldet werden, unter eins zusammen fassen, dieses axio. ma oder Lehr⸗Satz vorher setzen: Gleichwie das v sich verhält zu denen erdichten festeren Thei⸗ len, so verhält sich auch die Lufft zu den Cörpern die flußig und kalt sind, auch sich verrauchen las⸗ sen. Das Wasser also, als ein flüßiger Cörper, hat, in so fern es flüßig ist, dieses als etwas wesentli⸗ ches, daß alle seine kleinesten Theilgen würcklich beweget werden. Weil aber Plato gantz seinem Siegel eingegraben sührte: Es sey leicht⸗ ter einen Ruhigen zu bewegen, als einen Beweg⸗ ten wieder zu beruhigen, so bewegen auch nach eben dieser Wahrheit, diese würcklich bewegten Thei⸗ le, die andern, die nächst ihnen mitbeweglich sind durch ihre Bewegung mit sich, ob sie gleich vor⸗ hero ruhig lagen. Diese erdichten Theilgen sind in recht auf — 0 chh ö ö Na fh W du dd Ohht „ Men iutschin 0 fot is d säckte wegug utihe auhabo Sc Ei aunnge Helse o5, D t Hran Ho eod Oihe de Iu s d shkg Shhah Ic ahn Rdg WI mugen n N 10 U ehn ind aufg desen r mit schy Bu venulatem daß Rth Und ida gndi tilth IWandshef denen ope fan gm doseh ario. wib daß n Thei Crhern guchen lasß⸗ Wlper,hat 6 Wesentl⸗ wückch h techt auf dsh leicht⸗ hen Beveg⸗ huch nach Wegten The⸗ Haweglch sid siH glach dot Delgau sih 0 Einleitung zur Cymie. 7³ in ansehung des Wassers, am nähesten einfach oder am ersten gemischt, nemlich die gröbern oder auch fixeren Saltze. Deren Art und Weise, wie sie nemlich aufgelöset werden, darinnen bestehet, daß das Lals ein Cörper, so in seinen kleinesten Theilgen beweget ist, wenn es auf das S gegossen ist, alle dessen Theilgen durch alle seine kleinsten Theilgen mit beweget, von ihren Orte treibet, und mit sich in die Höhe reisset, gleichwie zu dem Ende eine fortschreitende Bewegung des Wassers selbst von einer äussern Ursache fürnehmlich ge⸗ stärcket wird; wenn aber bloß dessen innere Be⸗ wegung continuiret, ja gar verstärcket wird, ohne eintzige sortschreitende Bewegung, so verrichtet es auch eine Zerreibung derer Theilgen, die es mit antreibet„und verursacht daher entweder eine Scheidung oder Auflösung derer zusammengesetz⸗ ten Cörper, oder eine Subtilitirung und Transfi- gurirung deren einfacheren Cörper. Des ersteren Exempel siehet man bey der Reinigung des Vitri⸗ ols. Des ändern aber bey der Confermentirung derer brennenden Spirituum und Cobobationen: ins besondere bey der inceration derer alcal schen Saltze die per deliquium aufgelöset sind, in⸗ dem sie durch solches öffteres fllessen so flüßig und so subtil gemacht werden, daß ihre Fliessung und Schmeltzung in einem Augenblick geschicht, end⸗ lich aber beständig in einer flüßigen nund Feuer⸗ heständigen Gestalt verbleiben, so, daß sie auch, wenn man sie in glühende Tiegel thut, nicht ver⸗ rauchen noch ebulliren, sondern sis dringen durch F 4 deren 38 Einleitung zur ymie. deren Substenz durch, nicht anders als wie ein Oehl durchs Leder. §. 0. Auch ist der estect der Effervescenz oder Aufwallung mercklich, welche das vpflegt zu er⸗ zeigen, da es nicht so wohl formaliter als ma⸗ terisliter concurriret; dieses geschicht nemlich wenn 2. erdichte höchst subtile, d. i. saltzigte Cörper, da sie im v getrieben werden, an einander stossen, und zwar solche, welche eine gantz genauere Ver⸗ bin dung mit einander eingehen, oder genau in ein⸗ ander appliciret und vereiniget werden können; sie werden sonst überhaupt des Unterschieds halben acida oder saure und alcalinische oder laugensaltzi⸗ ge Cörper genennet, denn indem diese Theilgen, die hefftig genug von dem d getrieben sind, an einan⸗ der gerieben werden, so zerreiben sie zugleich unter der Gewalt die nähesten und untergemischten Theilgen des Wassers aufs subtilste, daß dieselben fast so subtil werden als die Lufft selbst, und durch die zugleich zerriebene erdichte und saltzigte Theil⸗ gen eine Elasticität oder Ausdehnung annehmen, und indem sie also eine lufftige lubstenz gleichsam ausmachen, so schwimmen sie nicht nur oben auf dem liquore als Blasen, sondern auch, wenn diesel⸗ ben zerfahren, sind sie einer rechten Lufft ähnlich. Dieses siehet man, wenn man eine solche Effer⸗ vescenz mäßig erreget: Als z. E. nimm 1. oder 2. Loth vr gieß selbiges in einem mittelmäßigen Kolben deme der Halß noch nicht abgesprenget ist, darein tropffe in 1. bis 2. Tagen Tropffen⸗weise ꝛine dLauge von Sale Tartari, und zwar so viel, bis end⸗ 6 Rft/ MI dn N De Dsbah Waug 11.6 Ihste pheguhh anlcl venta Rel dob vU Vsthft 1⁴ Ms ce chalre Wosse Mossat Isid. e I Corpobo IStl Seg af, denh! n sg — w eltenx qy piptue iter qqʒ m Hnlch wn Copa,. Udet sosg, auD enauh h könnezse ds haba Iagensatz Delhendi anenan gchuntet gemschten dieselben und dutch gte Tl⸗ nehmen, 2 geichsun t oben auj wenn diehb uft ähntc solche Efet um +. odil ittämäßhe Hesprngs Lopfenne so Rah 90 Einleitung zur Cynne 89 endlich keine Blasen mehr aufsteigen, so wird die Lufft, die sonst mit grosser Gewalt heraus bricht, nach gerade sich an den Seiten des Gefässes ver⸗ dicken, und sich wieder in einen liquorem oder Tropffen zusammen sammlen, doch ist ein Theil desselben würcklich gantz und gar auf keine Weise zu zwingen oder zu erhalten. §. 11. Gleichwie aber&& und& die vor⸗ nehmsten instrumenta oder Werckzeuge der Be⸗ wegung, dahero werden das erstere und letztere nemlich A und von dem Willisio die grossen sol⸗ ventia oder Auflöser genennet, welchen aber we⸗ gen gemeldter Ursachen auch das mittleren nemlich das d wohl kan beygefüget werden; also ist die F für sich das principium der Ruhe und der Zu⸗ sammen häuffung oder aggregationis; zufälliger Weise aber wird es auch das fundament der von einander Scheidung oder gemeinen Auflösung des Wassers, fürnehmlich wenn und unter der Gestalt eines Dampffes mit einander verei⸗ nigt sind. Denn die mechanische Weise zu wür⸗ cken oder die Saltze aufzulösen, als welches die subtilesten erdichten conereta sind, ist darin ge⸗ gründet, daß dieselben als eckichte Cörper mit untermengten Ebenen in dem liquore getrieben werden, welche denn alle ihre Theilgen von denen corporibus aggregatis herab flossen, und von ih⸗ rer Stelle rücken, das ist, sie lösen den Nexum ag⸗ gregationis das Band der Zusammenhäuffung auf, denn die ebenen Seiten der erdichten Theil⸗ gen sind geneigt und— zu einer e 2 9⁰ Einleitung zur Qymie. liegenden Verbindung oder aggregationem, hin⸗ gegen die Ecken und Spitzen derselben sind ge⸗ Hasen zu penetriren, anzuhängen und herab zu ossen. . 11. Nun wollen wir noch mit wenigen wie⸗ derhohlen die inttrumentalem agendi activita- tem, deren bey diesen allen verschiedene gradus sind: Das Vnemlich beweget hefftig, aber Cörper, die schon würcklich müssen von einander geschieden seyn, wenn sie ein wenig schwerer und grösser sind, als die Theilgen des selbst. Eben dieses verrich⸗ tet auch die A, doch zimlich gewaltsam; Hinge⸗ gen ist das würcklich das allerhefftigste imbel⸗ lens rder Antreiber, welches auch die festeren be⸗ ständigen erdichten Cörper, die weder von der& noch vom v/ noch von der Länge der Zeit, wenn selbige auch gleich 100. fach gewesen wären, auch bey eben derselben Art anzutreiben, wären bewe⸗ get worden, sondern gantz unbeweglich sind, auf das hefftigste an und herum treibet. Ein Exem⸗ pel davon zeiget uns die Schmeltzung der Metal⸗ len, diese geschicht, wenn alle die Theilgen dieses Cörpers in sich selbst rund herum beweget werden, (motu verticillari seu circa axem,) als wodurch würcklich die Flüßigkeit eingeführet wird. Wenn aber alle diese Theilgen schon subtil genug, oder aus subtilen Theilgen, die von verschiedener Be⸗ weglichkeit sind, verknüpfft und gleichsam zusam⸗ men gezwänget seyn; so wird nach der ersteren Art, erstlich ihre Schmeltzung leichter geschehen: Zweytens geschicht auch die Zertreibung—0 u puh⸗ —7 Pug u. W I m R D bH B m de A daun Hfl Iim dls denn H sud A isend z H WAE 0⁰⁷9 IIA T Rahsch deal Henlto e , NHl a Muup de e HN h n abhmisen Meae, v Muers hr HaRI — LOem, Ij, ben sihg Indhcg Wengg ndi achin dent gas aber eing, er gshn Er leses banʒ m; Ha ligste inde Kescstern dv 0H d Zat, wan vaten, auch Aen bewe⸗ sd, auf En Cxem⸗ det Melal⸗ Igen dists Het weddet, I6 wodurch Weu ug, W Nenn B. Ssam zsu D chseh er gecheht un und 0 Einleitung zur CHymie. 91 spühlung von der umgehenden getriebenen Lufft viel geschwindet, d. i. die Verrauchung und Flüch⸗ tigmachung gehet desto besser von statten: Nach der andern Art werden die Metalle zwar so lan⸗ ge im Flusse erhalten, d. i. alle ihre Theilgen wer⸗ den von dem Theile, welcher in der composition oder Zusammensetzung der Beweglichste ist, mit zur Bewegung ergriffen, so lange bis dieselben von der WVerknüpffung und Verbindung derer andern herunter gestossen, und gleichfalls von dem Flusse der Lufft zertrieben werden, daher denn die übrigen, die weit weniger zu bewegen sind, alsdenn zwar glühend, keinesweges aber fliessend zurück bleiben. 5. 13. Nachdem wir bishero die grossen und gemeinen Werckzeuge derer Operationum gese⸗ hen haben, so fügen wir nun etwas besonders hinzu, welches materialjter aus v und V, forma- liter aber mehr aus und& zusammengesetzt ist, nemlich die auflösende liquores, die man auch sonst menstrua nennet. Dabey wollen wir noch oben hin, die Gelegenheit dieser Benennung, weil sie curieux ist, mit wenigen beyfügen. Nach der Meynung der Alten wurde das eigentlich so ge⸗ nannte menstruum oder monalliche Geblüt, theils für die Nahrung theils Materie selbst der Thie⸗ rischen Geburth gehalten. Nun haben die Al⸗ chymisten bey Ausarbeitung ihres Steins eine Materie, welche eben dieses bey ihrer saamlichen Materie beweiset; daher haben sie die Gleichheit von der Thierischen Erzeugung genommen, und den 72 Einleitung zur Chymie. den allgemeinen Nahmen auch der so genannten philosophischen Zeugung beygelegt. Weil sie aber auch zugleich eben dieser nährenden und zuwach⸗ senden Materie mit zueignen, daß es das corpus aggregatum, dem es nach seinem kleinesten Thei⸗ len zuwachsen soll, aufloöse, oder in die allerkleinsten Theile zerlege, welche zu ihrem Wercke unumgäng⸗ lich nöthig ist, so haben sie solche deswegen ihr gros⸗ ses lolvens genennet; doch weil seine vornehmste und edelste Würckung in dem erstern, nemlich in der Zuwachsung bestehet, so bedienen sie sich am meisten des Nahmens menstruum. Denen sind nun andere nachgefolget, ob sie wohl jenes Werckes nicht kundig waren, haben nur auf die andere Ne⸗ ben⸗Beteutung gesehen, indem ihnen die eigentli⸗ che und vornehmste, darin die Aehnlichkeit der Be⸗ nennung gegründet ist, unbekannt war, oder selbige übersehen haben; daher es denn in den allgemeinen Mißbrauch gerathen, daß man hernach auch alle andere solventia oder auflösende liquores mit dem ungehörigen Nahmen der menstruorum beleget. Und hieher gehöret die distinction in ein philoso⸗ phisches oder sophisches menstruum, und ein so- phistisches oder falsches betrügliches, jenes ist nur eins, dieser sind viele. conf. Bechers Chymischen Glückshafen p. 65. n. 4. V. 14. Der Materie nach bestehen die solvĩ- renden liquores. die man menstrua nennet, aus einem flüßigen Cörper gemeiniglich aus v/, und denen damit zusammen getriebenen erdichten oder saltzigten Theilgen, von welchen und ihrer 10 un — MW 0 A uodit Ln ecltatn unn uu und ahl W V u sond ö mntsche derkoigg eig Wer Sth wechmich schelschl ghl ö x ö an schech f sh Rcubum Whtg Rakhte E E IuhHithe ud shhch! O S un uh Jalc vache Ic fir shten I us — U Walsetz und th⸗ dab oma eesendyj ealakesth kemuagi Hegefrgo 1e wndgst R„/ Hnsc an sie schan Danen sd IIs Wadts ander dnt Hder B⸗ odel sbgge HHeneien H auch alle d Mil demn mm belege. an philodo⸗ Manbo⸗ ues nut Cyymihe 0 de lchs Henhet, d6 j; 0⁰⁸ U/ N uchte M 97 W Einleitung zur Cyymie. 93 und Weise zu würcken wir im vorigen§. 11. ge⸗ meldet. Formaliter lieget die Würcksamkeit der menstruorum in der Bewegung derer Theilgen, wenn man selbige durch die Hitze verstärcket/ so wird auch der eftect nemlich die Auflösung des aggregati geschwinder vollführet. §. 13. Die menstrua sind nicht nur ihrer Zahl nach, sondern auch nach ihrer Art und Würckung unterschieden. Sie sind zwar fast alle saltzigt, oder kommen doch solchen sehr nahe, allein sie erzeigen verschiedene eftecte nach Verschiedenheit derer Saltze: Um überhaupt dieses phænomeni mechanische Ursache zu geben, so ists am wahr⸗ scheinlichsten, daß selbige in der besondern und ei⸗ genen Figur des würckenden menstrui und leiden⸗ den subjecti gegründet sey. Um dieses zu begreif⸗ fen kan folgendes Exempel dienen. Man setze ei⸗ nen cubum(viereck) oder einen Cörper von was vor einer Figur, so aus vielen mehr oder weniger viereckigten Cörpern am nächsten zusammen gesetzt ist. Auf der andern Seite bilde man sich sehr viel runde Cörpergen ein, oder die mit vielen Seiten und folglich vielen eckigten und sehr stumpffen Spitzen begabet sind; auch nehme man wieder a part viereckete Cörper, auch viele dreyeckigte, auch welche die sehr spitzige Ecken haben, und end⸗ lich Cörper die wie Sternen sind. Wenn nun eine Anzahl dieser letzteren Cörper und zwar jedes für sich beweget wird, und auf den ersteren Hauf⸗ fen der vierecketen Cörper stößt, so wird solche ohne Zweifel desto geschwinder jener Zusammenfügun⸗ gen —!;M)⁸ͤ— 94 Einleitung zur Cyymie. ——— gen oder Fügen durchdringen, je weiter dieselbi⸗ gen sind, und je würcklicher dieses so ist, zumahl/ wenn die Winckel um so viel spitziger seyn; es wird aber dieselben desto leichter von ihren Orte bewegen, je hefftiger es selbst wird beweget seyn. Allein es ist bisher unmöglich gewesen, dieses unfehlbar und demonstrativisch auf alle pecia- lisfima zu appliciren. Von denen Instrumenten die gewissen Operationen allein und eigen sind. §. 16. Allen und gewissen operationibus sind alle insgemein so genannte instrumente gemein, als die Kolben mit ihren geschnäbelten Helmen zur Destillirung und Rectificirung, blinde Helme zur sublimation und digestion. Grosse dicke Kolben oder Recipienten, die man die mineralischen Spi⸗ ritus zu fangen gebraucht, auch kleinere oder Herren Kolben die man gebraucht die Wasser und vegetabilische Spiritus zu fangen, doch muß der Halß noch nicht abgesprenget seyn, Retorten zur destillation schwerer Spirituum, eiserne und bleyerne Kessel zur Coagulitung derer Saltze, Tie⸗ gel, Schmeltz⸗Tiegel, Teste oder Treibscherben, Gleßpuckel und Eingüsse, gläserye Phiolen zur digestion, Mörsel ꝛc. Von denen Instrumentis Administrationis, derer man sich zur Regierung bedienen muß. §. 17. Die Iastrumenta administrationis sind diejenigen die dazu geordnet sind, daß 3 die initeu⸗ 00 — immal Wich Dhh dachh D W IN hs nt iene M Prad od 11 Oseu Henhe N udetb eyl d- alleng m Eaneh Hanet ved gahssin b Ah. WI uhr dih h g ohen l n Rn i Mol sg Mypp una uan Maseh e Mht all Hau Hebsh ind. bibus si e gemnhͤ, Hamen zr Hal t . Ghen schin Hpi. hete oder Woseer doch muß Retorten Rerde und lhe, Ta⸗ dbscherden, Molen M Multrationtz Nenen muß. Wtrrdoni sth dih hend ih Einleitung zur Qymie. 95 instrumente der operation selbst applicirt wer⸗ den; diese inltrumenta und Materien selbst pfle⸗ gen wiederum, entweder einen gemeinen Nutzen bey denen meisten operationibus, oder einen be⸗ sondern und eigenen nur bey gewissen zu leisten. Von der ersteren Art ist fürnehmlich der Ofen selbst mit seinen Theilen; dieser wird nun in ver⸗ schiedene Arten eingetheilt, denn anders wird ein Abtreib⸗oder Probir⸗Ofen, anders ein Reverbe⸗ rir⸗Ofen, anders ein Digerir Ofen, oder sauler Heintze, anders ein Schmeltz oder Wind⸗Ofen, anders ein Destillir⸗Ofen gebauet. Die Materie die allen gemein ist, sind feste Ziegelsteine, welche mit Leimen in eine gehörige Figur zusammen ge⸗ leimet werden. Die Art oder Forma ist allen in gewissen Stücken gemein, in gewissen aber auch eigen. Also ist das Aschen⸗Loch, welches in dem untersten Theil des Ofens sich befindet, und entweder viereckigt oder rund gemacht wird, al⸗ len Ofen gemein. Ingleichen der eiserne Rost die Kohlen zu halten, der unmittelbar über vorge— dachten AschenLoche lleget, ist auch allen ge⸗ mein. Aber die übrige Aufbauung in die Höhe hat ein jeder Ofen vor sich besonders. Denn eln Probir und Reverberir⸗Ofen wird oben zusam⸗ men gezogen als wie ein Schornstein in dessen Mitte ist ein etwas weites Loch, auf welches man eine Röhre setzen kan, so lang als man will, wenn man eine hefftigere Flamme will erregen. Der 9 Einleitung zur Wymie. Der Wind⸗Ofen läst sich auch auf diese Wei⸗ se bauen, doch wird er insgemein cyhndrisch ge⸗ macht, da denn die Flamme desto hefftiger wird, je höher er aufgebauet und von dem Rost an in die Höhe hinauf geführet wird. Sonst wird auch ein Wind⸗Osen gemacht, da man recht einen Blasebalg in den Ofen hinein leitet, nach Art der Schmiede Essen. Wiewohl demselben folgende Art zu bauen sehr gleich kömmt, auch nicht so viel Unkosten ersordert: Man macht eine gerade liegende Röhre je länger je besser, desto besser ists, wenn sie ein oder etliche Schritte lang ist, aus Ziegelsteinen oder Backsteinen, an dem ei⸗ nen Ende ist die Oeffnung etwas weiter, an dem andern Ende aber enger, diese engere Oeffnung wird in das Aschen⸗Loch geleget, und rund her⸗ um wohl verkleibet, daß keine Lufft neben bey einkommen könne. Wenn denn die Höhe des O⸗ fens über dem Aschen⸗Loche anderthalb oder 2. Ellen hoch lang ist, und man denn Kohlen auf dem Rost leget und anzündet, so wird unten durch die liegende gerade Röhre die Lufft so hefftig hin⸗ ein fallen, daß es eine so starcke Flamme giebt, als kaum der Blasebalg wird zublasen können. Eben dieses erhält man auch, wenn man statt die⸗ ser geraden Röhre den Ofen über dem Aschen⸗Lo⸗ che sehr hoch aufbauet, sonderlich wenn es als eine Pyramide unten weiter und oben immer enger wird, und endlich in ein rundes enges Loch aufhö⸗ ret, denn da wird die durch das offenstehende A⸗ schen⸗Loch hinein fallende Lufft mit solcher Heff⸗ lig⸗ — I yith such süugnt 1 eS Rashsheg hal, A I weun asordert nohf HbisTnee WII Dshih Ah 2Hfh/E R8 Debll HALT Hlagac Iun dg un Hakeh b de Est M. den W t tacht b06 adlvedn Asen de el t Dm — Maarh 9 Wstigett, uMsah ist wdag rcht ang nocdthe lbe chde luch sht so eilt gudde desto dsa dte langst, oh dehh ⸗ Met, an den IOaffung d hel Heben beh He des O⸗ b odet ꝛ. Kohlen auf Inten dutch hefftig hi ume gibt; en Eöuhe, uut sutt dꝛ N ou e dl immet dh Sh austhen III V Einleitung zur CWymie. 97 tigkeit durch die Kohlen durchgepresset, und ober⸗ wärts hingetrieben werden, daß sie durch den be⸗ ständigen Circkel gar leicht so starck Feuer macht, als ein Blasebalg. Wenn man aber diese beyde Arten zusammen in einen Ofen bringt, so kan eine entsetzliche Gewalt des Feuers dadurch erreget werden. Der Destillir⸗Ofen erfordert verschiede⸗ ne Theile nach der verschiedenen Art zu destilliren. Als wenn man mit offenen& destilliren will, so erfordert es einen Ofen der anderthalb bis 2. El⸗ len hoch ist über dem Aschen⸗Loche und Rost, 6. bis g. mechanische Schuhe hoch muß über dem Rost eine Höhe gelassen werden, um die Kohlen dahin einzuschütten; darüber werden denn i. oder 2. Eisen⸗Stangen queer über eingelegt, und wenn das Destillir⸗Gefässe rund ist, wie insgemein ge⸗ schicht, daß es eine Retorte ist, die einen halbenCir⸗ ckel ausmachet, so müssen auch die Eisen⸗Stäbe darnach eingerichtet seyn; haben aber die Gefässe einen platten Boden, welches besser, so können auch die Eisen⸗Stangen nur gerade seyn. Dar⸗ auf wird denn das Gefässe gelegt, welches die Materie enthält, und der Ofen wird dann über⸗ her zugebauet, und mit flachen Ziegeln zulutiret und bedecket, nur daß man an den 4. Seiten 4. Lufft⸗Löcher offen läst. An derjenigen Seite aber, wo der Recipiente der Retorte soll appli⸗ cirt werden, muß man ein bequemes Loch über⸗ lassen in dem Ofen, welches der Grösse des Hal⸗ ses des Destillir⸗Gefässes ähnlich ist, damit der Hals durch dasselbe könne herfür ragen. Wenn die destillation unmittelbahre 227 2 5⁸ Einleitung zur Cyymme. rührung des Feuers nicht kan noch darff vollzo⸗ gen werden, so muß man mittlere Cösper zwischen dem& und dem Gefässe, darinn die Materie ist, setzen. Es erfordern aber auch dieselben einen dar⸗ zu geschickten Ort, in welchem sie gehalten wer⸗ den. Diesen darzu geschickten Ort nennet man Cadmum, insgemein die Capelle, die entweder aus gegossenen Eisen oder aus Eisenblech, welches am besten, oder aus gemeinen Thon gemacht seyn kan; die aber von der letzteren Art sind, erfordern eiserne Stäbe, darauf sie ruhen. Von dem mitt⸗ leren Cörper aber werden wir bald hernach reden, wenn wir nur erst vor jetzo gemeldet haben, daß etliche operationes in denen Capellen gar keine Mittel Cörper erfodern als nur die blosse Lufft. Also muß die rectification des olei Vitrioli in ei⸗ ner Capelle geschehen, welches man die deltillati⸗ on durch eine leere Capelle oder Balneum Siccum nennet. §. 18. Die mehr eigene lastrumenta eine ope- ration zu regieren und auszuführen nach ihren all⸗ gemeinern Eigenschafften sind folgende. Das Mittel, wodurch das& applicirt wird, sind über⸗ haupt öhligte oder Elichte Cörper, und unter sel⸗ bigen ist das Holtz insgemein das erste, welches doch aber selten statt findet, weil es eine unglei⸗ che und unbeständige Flamme giebt, wo man nicht mit grosser Mühe allezeit frisches hinzu legt, ohne nur bey grossen Wind⸗-Oefen stehet es noch zu gebrauchen, nur daß man genaue Acht geben muß, daß nicht der Ruß davon, die Materie, die man schmeltzen will, angreiffe und alterire. Man braucht RSng Uht sort u Hohle Rohfocl Ht Steiꝛe Do asse Wonasche H 0 ‚ so ö um een h I stht w Nudohlge Suan an 0 Wan t gust 9 Hfut Wig Du gfg Rde Rahetg albdin Mrf — daff vl/ bet wschg Mune f, en einen yy gehalag pyz hennet n die eutpe lech we gennhts d„ Man on dewstt unach ian Haben, len gar E booss dafß Violi ines dęltilktt. um Hecum ehe 10 chihren al⸗ e. Dab siud ber⸗ untet se⸗ 6, wochet e W Wo mahch uu gt, H 5 voc V M Alenle An Ruht Einleitung zur Chymie. 99 brauchet also lieber statt dessen die Kohlen, welche nicht nur wegen ichres Tlichten Theils, der mit dem erdichten Theile fester verbunden ist, eine leichtere, sondern auch eine viel langsamere an⸗ haltende und gleichsam drinn bleibende Hitze ge⸗ ben; denn es ist ein grosser Unterscheid zwischen einem glühenden und flammenden Feuer, indem jenes die concreta und kleinen Cörpergen weit we⸗ niger forttreibe, als dieses. Doch ist auch unter den Kohlen ein grosser Unterscheid, und zwar fast dreyfachdoch überhaupt mehr zweyfach; also sind es entweder Holtz und vegetabilische Kohlen, oder Stein⸗Kohlen, die gegrabenen mineralischen. Die ersteren sind wiederum unterschiedlich, nach Unterscheid des Holtzes, daraus sie gebrannt sind⸗ also werden die festeren und dichteren unterschie⸗ den, und denen fürgezogen, die aus leichteren und dünn ren Holtze gebrannt sind. ÜUbrigens muß man sehr wohl auf die zufällige Verschiedenheit der Kohlen acht geben, indem etliche gelinde und langsam anfeuren und gleich glühen; andere, wenn sie kaum die Hitze empfinden, so zerspringen sie mit grossen Knall in viel kleine Stücken, wel⸗ ches öffters sonderlich bey Schmeltzung der Sal—⸗ tze höchstschädlich ist. Insgemein geschicht solches, wenn noch Stücke von der Rinde an den Koh⸗ len anhängen, daher muß man solche meiden. Auch die Stein⸗Kohlen, wenn sie gelinde ange⸗ glühet werden, daß die eingeschlossene Lufft sanff⸗ te ausdämpffen könne, geden einen geringen oder gar keinen Knall, die besten sind die dichten G 2 und 10⁰ Einleitung zur Cyymie. und schweren. Die Stein⸗Kohlen sollen eine heff⸗ tige und gnugsam beständige Hitze geben, daher werden sie recommendirt zu eilichen operationi- buis, die ein anhaltendes und ziemlich starckes erfoldern, als z. E. zur destillation des Eßigs aus der winera ð nii; vid. Bohnii Diss. Chym. de Igne. Hieher gehören auch die hartzigten Rasen 10 Holländer die sie Dorff nennen, davon wird ein Stück geglühet, und in abgelöscht, wenn man es hernach wieder ansteckt, so fängt es bald über und über an zu glühen, und zündet als Zun⸗ der auch die andern beygelegten Stücke an, wel⸗ che denn ein ziemlich starck und beständig& geben. Zu kleineren operatic nibus ist das Lampen⸗& ein artig und bequemes instrument, selbiges wird mit Baumöhl, da man aber unterweilen abputzen muß, oder mit Spir. vin. unterhalten, dadurch man die extractiones, digestiones, lubtileren calcinationes und dergleichen in kleiner Dosi sehr wohl und be⸗ quem verrichten kan. Ja die Sonne selbst giebt ein materielles Werckzeug zur Anzündung an die Hand, wenn man die Sonnen⸗Strahlen concen- trirt, so kan man dadurch fürnehmlich das 8 zu einem weissen schweren Pulver calciniren, welches, nach einiger Meynung, besondere Kräffte soll ha⸗ ben, welches auch Maxvellus in seiner medici⸗ na magnetica anzuzeigen scheinet. §. 19. Da wir die machine, wodurch das Feu⸗ er mittelbahr applicirt wird, nemlich den Ofen eben in§. 17. abgerissen; das instrument aber, wo⸗ durch das S applicirt und concentrirt wird, eh 1 HOMx 1110 V Hungdu lbahnge Hon 2D da N glhht HMWI Ah V. Jil, Lechn.cu. Udeh ul Ahdet ut Roscheg l Oahahg Madd 1 ig E ud maee b hn Orig — In enehcz be, W operaini sankgz Efhzat Chhun t ilN Has dabhygüh schl, dn ingt ad et alszu⸗ Ee an, 6 dig& Kg Mpen/Aeh 0 Mrdd unt MI2 mam die cinationes Hundbe⸗ Ibst giebt ing an di n Concen⸗ dus 5 U0 I waches s sol w el Wedi Irc duß gu 0 b O ient abeh gj cageennt 9ůj Einleitung zur Cyymie. 101 wird, die Brenn Spiegel sind, davon man marck⸗ liche Exempel lieset in denen Actis Philos Anglic. Mens. Nov. 1665; Auch eine curieuse Art einer Lampe zum Spir. vin. in denen Actis curiosis Lipsi- ensibus stehet; so schreiten wir nun gleich zur Lufft. Nemlich die Lufft wird unmittelbahr applicirt an einen schattigten nicht zu feuchten, auch nicht zu heissen Orte, da der Wind einiger Massen durch⸗ streichen kan, dergleichen man sonderlich zur Trock⸗ nung derer aromatischen Kräuter erfodert. Mit⸗ telbahrer wird sie durch die Blasebälge spplicirt, von welchen man noch bemercken muß, daß, wenn 2. Blasebälge so unter einander gestellet werden, daß der untere in die Höhle des Obersten hinein geleget wird„ man beständig einen gleichen Wind erhalten kan. Auch geben die Vleitungen oder Röhrkasten und V Fälle, Lufft und Wind, davon man Schotti Techn. cur. und die Acta Anglicana nachsehen kan. Und endlich von denen Röhren, die man statt der Blasebälge gebrauchen kan, haben wir oben gemeldet unter den Wind⸗Oefen; auch kan man nachsehen Kunckels Commentar. über Neri Glaßmacher⸗Kunst. Aus diesem fundament rüh⸗ ret auch die Englische machine her, die schädliche Lufft aus denen Ertz⸗Gruben heraus zu ziehen, und hingegen frische wieder zu geben. §. 20. Man bedienet sich auch unmittelbahr und materieliter des gemeinen Brunnen⸗v, bey welchen doch aber, als unter den Schöpff⸗ und Spring⸗Brunnen, auch unter den Spring⸗ G 3 Brun⸗ ...... 102 Einleitung zur CHymie. Brunnen, nach dem verschiedenen Ursprung und Fortgange de Quelle, ein grosser Unterscheid ist, dahero nennet man sie bey uns hart oder weich d, auch hat man die Wasserwagen, ja es haben ei⸗ nige mechanici solchen aecuraten Geschmack, daß sie auch bloß dädurch den Unterscheid des vver⸗ spühren können. Dieser Unterscheid rühret nun entweder vom Salpeter, oder von einer subtilenEr⸗ de hee. Nächst dem ist das Regen⸗und Schnee⸗ Wasser, und zwar von dem deltillirten Regen⸗ Wasser versichert Gremsius, das es in Ewigkeit nicht faule: doch rühret die Wahrheit dieser Sa⸗ che von der Art, weise und Bewegung im delstil⸗ liren her, denn wenn man mit hefftigen& Gestil- lirt, wirds kein Jahr dauren. Thau ist das sub⸗ tilste V, sonderlich ist der May⸗Thau am dünne⸗ sten, subtilesten. Das Wasser wird mehr mittel⸗ bahr applicirt durch Dämpffe, und zwar natür⸗ liche, als in Keller, wenn man etwas per deliqui- um auflösen will, auch bey Regenwetter um den Spiritum Sris per Cam panam abzuspühlen. Noch etwas entfernter gehören hieher die Gefässe, die es enthalten und die Recipienten, ein küpffener Kes⸗ sel zum Wasser⸗oder Dampff. Bade, Balneo Ma- ris& Vaporis, auch die besondere hydraulische machinen, als Waschwercke, endlich die Keller oder unterirrdischen Oerter selbst. N.21. Die materiellen Mittel oder Erden, die man statt der lastrumente gebraucht, sind 1) Sand, 2) Asche, 3) Leimen, 4) Thon und Boli. Sand nimmt man insgemein, wenn man eine 22500 I⸗ ⁊ — Wi hhanl m. FM. hun duh dunt R Iun de huugt Han des Al Gd sh dieEld Ische an S Os lld lit O n Moamst, Hyossch, se ap Hrh Iug duz n Whpyg Mum eh H Rn Scla O N Alscheh Ghnas⸗ —— Prung un rihn n sahllaez nd Eh ken Nu, in Cwisht deeser Ey 9 i ce Adel dio sab am dlnne r mͤlteb r hatir Celqui- k um den leh. Noch sse die es et Ko⸗ eo Ma- Wdrulch DN Hlg Erdel, de 1 1)SM h. Ew a n V MM. Einleitung sur Cyymie 103 Wärme des Feuers appliciren will, und schüttet selbigen in den Capellen um die Deltillir⸗Gefäͤsse herum. Der beste zu dem Zwecke ist der zarte Sand, der an den Bächen und Flüssen lieget, den man durch ein mittelmäßig Sieb schlagen muß, damit die grössern Steinchen davon kommen, da⸗ von die Gläser sonst gerne Risse kriegen. Man braucht bißweilen an dessen Stelle Eisenfeyl oder Hammerschlag, wenn man einen stärckern Grad des& haben will; will man aver einen gelindern Grad haben, so nimmt man Asche, oder vielmehr die Erde, die nach deren Auslagung zurück bleibt, und scheidet selbe gleichfalls von den Kohlen durch ein Sieb. Leimen gebraucht man sowohl die Oe⸗ sen zusammen zu kleiben, als auch die Fugen der Gefässe zusammen zu lutiren, auch selbige über und über zu beschlagen. Zu Aufbauung derer Oefen wird der Leimen bequem vermischt mit Pferdemist, oder Spreu, Scheebe und mit Urin begossen, bißweilen werden sie auch damit, ehe man sie applicirt, gleichsam maceriret. Es sind auch hierzu die Leimen gut, die man zur Bren⸗ nung der Ziegelsteine gebrauchet. Wenn man aber gläserne oder irdene glaßachtige Gefässe will beschlagen, so mischt man gern unter ein solches lutum elwas gemein Saltz oder auch etwas ro⸗ hen mit einem Theile Eisenfeyl oder Eisen⸗ Schlacken oder Hammerschlag, so halten sie gut. Der Thon giebt auch eine Materie aller hand dlenliche Gefässe daraus zu machen, als Tiegel, Schmeltz⸗Tiegel, Retorten und Blasen. Her⸗ G 4 nach 104 Einleitung zur Cyymie. nach ist er auch dienlich zur Discontinuirung oder Auseinanderhaltung einiger Saltze und andere aufblähenden Cörper als des Terpentins, gelben Wachses und dergleichen. Wie auch bey Deltil⸗ lirung des Spiritus von gemeinem Saltze, Sal⸗ peter und Allaun. Auch concurrirt selbiger mate⸗ rialisch, quantitative, wesentlich und inwendig zur fixation einiger Cörper, wie sie es nennen, z. E. der Oehle, des gemeinen, und des Lrü selbst, da⸗ von man in Becchers Supplem. I. ad physicam subterr. nachschlagen kan. PARS SPECIALIS der CHVMIE. Welcher sowohl die Subjecta als auch bro⸗ ducta nach ihren Arten/ Auch deren Arten/ wie sie sind/ werden, würcken und leiden, vorlegt. a wir bißhero überhaupt geredet von dem Subjecto, Objecto und Mitteln der Chy- mie; so wollen wir nun genauer die be⸗ sondere Arten derer gedachten Subjectorum erklä⸗ ren, hernach die subalternos oder untergesetzten, und denn die speciellesten Arten; und solches wollen wir zeigen mehr durch eine analytische oder zerlegende merhode, daß wir nemlich alle diese Species nach ihren Wesen und componiren⸗ den Theilen, daraus sie bestehen, betrachten; daß wir — Srn R b IA 550 + Rgh ngi R Msct in Dole Minerasth nhn gene 1n NN hulhober sir ghn Madt S hs s Astsio — gurh gasc, chig pane N yp · * p„HD „— Ruttühg I und arg ns, gy b Heh dlhe, E lbigenae. nwepg y nsEn i HHH Uphstan 15 UHbro⸗ eeden, voh denn der Cay- dee dez rum Ad wurgestheh, nd solcht amhrsch nl ompl Einleitung zur CHymie 105 wir untersuchen, was für operationibus und wie sie selbigen unterworffen sind, und endlich zeigen, was für neue producta zu constituiren selbige ge⸗ schickt sind. Also werden wir 1) überhaupt abhandeln die untergeordneten Species derer subjectorum oder magis genericas z. E. die Saltze, Schweffel, Wasser und Terras, 2) werden wir die specielle⸗ ren Theile ausführen nach ihren 3. Reichen, als das Mineralische, Vegetabilische und Animalische. 30Endlich werden wir die Speciellesten Arten bey⸗ fügen, die in allen denen Reichen gefunden werden, und die aus ihnen allen durch eine Zusammense⸗ tzungoder Chymische Zeugung(generation) her⸗ für gebracht werden. Vonn denen all gemeinern Subjectis der Chymie. iese finden sich fürnehmlich unter einem afa⸗ chen Unterscheide, die gemeiniglich in dieser Ordnung gezehlet werden, als O, E, V,V. Vom Saltze, §. 1. Saltz ist ein aus F und gemischter Cörper, so daraus enstehet, wenn beyde sehr ein⸗ fach, rein, und gantz genau mit einander verei⸗ nigt sind. §. 2 Vermöge dieser seiner Anfänge wird es gar leicht auch zimlich feste mit solchen Cörpern gemischt, die von einem unter diesen beyden prin⸗ cipiis participiren oder Theil nehmen, memlich er⸗ dichten und wässerigten. G5 M. 3. Ih⸗ 106 Einleitung zur CWymie. — 7 3. Ihrem eigenen Wesen nach sind die Saltze einer flüßigen Conlistenz mittelmäßig flüchtig, und corrosivisch oder angreiffend, lassen sich auch in Wasser auflösen. §. 4. Nachdem sie aber auf verschiedene erdich⸗ te concreta fallen, und dieselben benagen, darnach entstehen daher auch verschiedene Arten derer Saltze. Davon die gemeinesten sind und die man natürlich findet, gemein S oder Koch⸗Saltz, Sal⸗ peter, Allaun, Vitriol, Stein⸗Saltz und Sal⸗ miac. 346 217 §. 5. Diese Arten der Saltze sind in ihrer grö⸗ beren Substanz nicht anders unterschieden, als nach den verschiedenen Arten derer Erden, und ge⸗ mischten erdichten Cörper, die sie benaget haben, und mit welchen sie in eine dichtere Substan⸗ sind zusammen geronnen. Hievon muß man noch mer⸗ cken, daß ein solch erdichtes coneretum die sali⸗ nische Substanz viel fester in sich ziehet, einwickelt und behält, als ein anders, daraus denn dieses folget, daß sie solches auch leichter schwerlicher wieder fahren lasse. §. 6. Folgendes mechanisches Experiment kan davon ein Exempel abgeben, welches man zur Er⸗ forschung des Wesens derer Saltze fleißig überle⸗ gen muß. Solvire Y in gefällten Aquafort, so wird solches das Y gantz in sich nehmen, und ein heller liquor erscheinen; in den hellen und durchsichtigen liquorem wirff dünne Kupffer⸗Bleche, so wird das Vr selbige auflösen, und das Yin Gestalt ei⸗ nes Pulvers auf den Boden fallen lassen; diese grüne Emm hee 6Dl, 1 0 V Rft WIdh H Keode, sil Uibeyl Ne kehg U uium d s w 7˙ p0 folt Hla Hl 1 Ooollte Jumschung NW welde Wotrben V.R she RWpaucde Iun Ild v Wte ent e 10.0d heh lstre Han, —* delHahe 5 * — 0 shh mirhtig fendih deneh HLunng W MUr ihtel g Hieden Hden/ undgy hel hobeh, btand sind loch mar⸗ m die al „albickel Nun dieses chwelliche riment kan yu Er⸗ lahig Iberl Horr,so w d en hile rucchschgg de, in Ha/ Hssun d lae Einleitung zur yme. 107 grüne klare solurion gieß auf Bleche, so wird es dieselben angreiffen, und das vorher aufgelöß⸗ te fallen lassen, die klare solution gieß ab, und gleß sie auf Zinck, so wird sie den Zinck auflösen, und das vorher aufgelößte zu Boden fallen las⸗ sen; in diese klare lolurion thue Krebs⸗Augen oder Kreyde, so wird es diese auflösen, und den Zinck fallen lassen; denn gieß in diese solurion Spiritum urinœ, so wird sich es mit dem vereinigen, und die kreydigte Erde oder Krebs⸗Augen gehen las⸗ sen; endlich tröpfle wieder drein P ber deli- quium, oder gemeine Lauge, so nimmit es die in sich und läst das flüchtige Saltz fahren. H. 7. Aus dem, was wir in vorigen paragra- phis gemeldet, schliessen wir, 1.) daß die reinen Salia, oder vielmehr, daß ein reines Sal einer flüßi⸗ gen consisten: sey; 2) daß diese ubstan durch Zumischung erdichter aggregatorum gröber und dicker werde, ja daß sie durch eine genugsame Men⸗ ge derselben so opprimirt und niedergedruckt wer⸗ de, daß sie eine feste dichte conlilten? vorstelle; 3) daß auch die Arten derer Saltze nach den beson⸗ dern und verschiedenen Eigenschafften dieser er⸗ dichten coneretorum, dadurch jene coagulirt und gehärtet werden, auch varüre und unterschieden sey. 4.) Daß nach dem vorhergehenden C. diesel⸗ ben loser oder fester mit diesen Salien zusammen hängen, und dieselben specificiren. N 8. Damit aber auch die gemeinen Arten der Saltze nach diesem kundamente bekannt wer⸗ den, so wollen wir zuerst von dem Spiritu Aris a n⸗ + 7 108 Einleitung zur Qymie. Anfang machen, welcher, wenn er recht gemacht ist, so ist er gleichsam das reinere und allgeneiner O, welches gegen verschiedene erdichte conereta sich verhält„ ut genus ad speciem, oder als eine Haupt⸗Art zu denen untergeordneten Arten. Wenn man diesen Spiritum auf Eisen oder Kupf⸗ ser giesset, so corrodirt oder zerfrißt er dieselben zu einem Vitriol, d. i. er wird von denen ihm einge⸗ mengten kleinesten metallischen Stäubichten in eine zwar hart, doch eben nicht dichte, sondern durch⸗ sichtige und zerbrechliche conlistentz verdicket. Eben dergleichen geschicht auch in denen Ertz⸗Gru⸗ ben und unterirrdischen Oertern, daß nemlich die⸗ ses sauere Saltz, welches wir ausser den mineren aus dem gemeinen& zu fischen nöthig haben, wenn es noch ausser dieser Zusammensetzung rein herum treibet, und es fällt denn ohngefehr auf Eisen⸗ oder Kupffer⸗Ertzen, so zerfrißt es dieselben, oder es wird vielmehr von demselben angehalten, gesamm⸗ let, zwischen denen kleinsten Theilen eingesprengt, und stellet also einen natürlichen selbstgewachse⸗ nen O dar. Vom Vitriol. §. 9. Also ist das erste saltzigte coneretum, und welches fast überall vor Augen liegt, der, ein Saltz, welches gemeiniglich mit denen Metal⸗ len als Eisen und Kupffer in eine harte Gestalt coagulirt ist. Es wird solches entweder bloß durch Abrauchung, inspissirung und Crystallilirung aus denen mineralischen Wassern heraus gezogen, als in — I h Oü N Dch al 0, aug ende NSslg R S ineh g locht,W Oh as HHall scheiheh! ghihff Ghe Sl en s WEsel Ahisthef ist sihte Wadig hoh d D Möt, en Iggahahge h I„R Mihn ofnn us — Renah, Ugnehrg concre; 6 der ah Heteh Iuh. V Odetr dhhnp en suag⸗ bichtunche ndern duß deldeh, in EthHu Wnemlchde din minern VWbeh, wanh Lin Herum Eshoder M oder e Hesamm⸗ Hhesprengt, stgewachs coneredum, egt det H/ dnn Mol une Hil Hloß duh aliIMng W 6 Einleitung zur ymie. 109 in welchen selbiges, nachdem es aus denen Ertzen ausgewaschen und eingesogen ist, enthalten wird. Oder es wird durch Kunst ausser denen mineris durch eine calcination zu wege gebracht. §. 10. Die Art und Weise, es durch eine Ko⸗ chung und Inspissirung heraus zu ziehen, bestehet in folgenden: Es werden solche Wasser in kupffer⸗ ne Kessel gegossen, und denn, wenn es nöthig, ein oder ander Handvoll oꝰ Feyl oder Hammerschlag hinein geworffen, hernach verraucht und einge⸗ kocht, dabey man immer frische materie zugiesset, biß endlich oben auf der gekochten waterie sich ei⸗ ne Haut zusammen ziehet; wenn das Zeichen er⸗ scheinet, so wird es in grosse höltzerne Gefässe ein⸗ geschöpfft und gegossen, und höltzerne Stäbe oder Stöckgen hinein gelegt/ das Gefässe mit einem di⸗ cken leinen Tuche bedecket, biß es gantz erkaltet ist, alsdenn siehet man die Stäbe überall mit Oli⸗ schen Crystallen überzogen und verhärtet, die übri⸗ ge wäßrige substantis wird abgegossen und wieder mit frischer materie gekocht; die Crystallen aber werden von denen Stäben auch von denen Sei⸗ ten und Boden des Gefässes abgeschlagen. G. II. Durch die calcination wird der O ge⸗ macht, entweder aus dem.Kieß,(Pyrite) der gemeiniglich und viel& in sich hält, oder aus einem ⸗Ertz, das mit häuffigen eingesprenget ist, davon werden die Stücke in einen calcinir oder Röstofen geworffen, und mit der Flamme eines offenen A geglühet, denn werden sie glühend her⸗ aus genommon, und in v geworffen, oder sie wer⸗ 1116 Einleitung zur Cyymie. werden nur abgelöscht, und alsdenn an die Lufft an einen schattigen Ort geleget. 6. 12. Einige Kiesel haben auch dieses gantz ei⸗ gen, ins besondere die Saalfeldischen, und die mi⸗ neræ HSolares, daß sie keiner heissen Röstung oder Glühung bed ürffen, sondern wenn sie nur an die Lufft im Schatten an einem etwas feuchten Or⸗ te geleget werden, so ellloresciren sie mit der Zeit, und schwitzen nicht so wohl einen reinen grünen lischen& aus, alles daß sie sich gantz und gar darinn verkochen und zerfallen, doch gehöret öffters ein gantz Jahr und druber Zeit dazu. Wenn man auch vorgemeldte Ertze eben auf vorige Weise röstet, hernach an die Lufft leget, so effloresciren sie auch durch die anfallende Feuchtigkeit nach gerade in einen Vitriol; beyde aber müssen doch hernach durch kochen und crystallisiren nach dem§. 10. von denen noch übrigen Unreinigkeiten des Ertzes ge⸗ schieden werden. §. 13. Wenn also die Inspissirung oder Ein⸗ kochung geschehen ist, biß nemlich eine Rinde oder Haut oben auf dem liquore erscheinet, und der übrige liquor gemählig ist kalt worden, so wächset es grösten Theils in eine feste substanz zusammen, d. i. in unzähliche Steinchen, die dem Ansehen nach durchsichtig, und vom o grün, von aber blau sind, welche mit ihren Ecken und Seiten die eigentliche Gestalt eines Crystalls gleichsam vor⸗ stellen, und aus einem grossen Theile gemeines Wassers, etwas Saltzes und etwas Mertall be⸗ stehen. Diese ihre subltanz und proportion aller qh, Wisenl Aer Ril W b/ M Wam u Hlichn Boden derd ss Daubido Wemen undanys dis M. sulish Mm l Mbah l Hicht vogle Ouhst WWytte Wd dso te Dalwd 1065 0 sosngi nigtinh Uh, he Mü . . ö an diest leseo gm ö und NWistupg sie uut uz seuhingy mithrdu, einen gmng ganhudi höret htz Wenonn Wrige Wis Hhareschensh uchgerade doch helnach Ho bon Elthes ge⸗ odet Cih⸗ Nude odet t/ Und der so wächet Wammer, Weunag che d VSeten N. Hechsa du⸗ Hele gant Mall 0obd 0 picg Einleitung zur ymie. 11 aller Theile, daraus sie bestehen, erhellet aus deren caltination, die man ad albedinem oder auf die Weise nennet, welche vollbracht wird, wenn solche Crystallen bloß in den Hunds⸗Tagen an die Son⸗ ne, oder des Winetrs gegen den Ofen gelegt wer⸗ den, so dämpffet durch diese gelinde Wärme das v aus, und das Crystall zerfällt in ein weiß Pulver. Wenn man auf das Pulver wieder L gisset, so lö⸗ set sichs wieder darinn auf, doch läßt es einen gelben Boden⸗Satz zu Grunde fallen, welcher nichts an⸗ ders ist, als metallische Theilgen„ die von der Verbindung mit dem Saltze abgerissen sind Wenn man das übrige klare von neuen einkocht und erystallisirt, so kommen 2. Pphænomena für,1) diese Materie, die vorhero gantz hart und zwar ery⸗ stallinisch war, gehet nun nicht mehr gantz und gar wieder in Crystallen; sondern ein mercklicher Theil desselben bleibet zurück, bald wie ein Honig, so sich nicht wohl will zur Trockne und gar nicht zu einer Durchsichtigkeit bringen lassen, 2) je öffters, daß diese crystallilirung und calcinirung wiederhohlet wirddesto leichter zerfallen die Crystallen, d. i. de⸗ sto leichter und eh er lassen selbige ihren wässtigen Theil wieder von sich. §. 14. Warum nach dem ersten phenomeno ein Theil vorgedachter Crystallen durch die Aus⸗ lösung in eine Honig⸗dicke consistentz gehe, die sich nicht mehr will crystallisiren lassen, das hat diese Ursache, weil es eins von seinen Theilen, daraus es bestehet, nemlich das dritte grobe metallische Theil verlohren, denjenigen Theil nemlich, 9—9 in er 112 Einleitung zur Chymie. der Auflösung in Gestalt einer gelben Erde sich zu Boden gesetzt hatte. Daher folget nun, daß diese mellange sehr einfach sey, indem sie von dem Me⸗ talle frey, und folglich in gewisser Absicht nun viel reiner geworden, und deshalb dienlich sey, einen subtilern dünnern Spiritum daraus zu erhalten. Warum aber vorgedachter O durch diese wieder⸗ hohlte Auflösung erstlich eine häuffige erdichte substantz niederschlage, und zweytens leichtlich sein Vwieder fahren lasse, das hat folgende Ursache: Erstlich haben wir oben im§. 9. bemercket, der entstehe aus salinischen Theilen, die durch die ein⸗ gesprengten metallischen Theile verdecket sind, d. i. sie sind von diesen unbeweglichen Theilen in ihrer Bewegung verhindert. Wenn also genugsam aufgegossen wird, so werden diese lalinischen Theile von dem Wasser wieder getrieben, da er⸗ greiffen sie zwar zuerst auch mit die anhängenden metallischen Theile, hernach aber, indem die Trei⸗ bung anhält, werden sie von selbigen wieder ab⸗ gerissen, und frey gemacht, da die metallischen Thei⸗ le denn zu Boden fallen, indem sie also ihren Füh⸗ rer verlohren haben. Zweytens, weil denn da⸗ durch zugleich bloß die zärteren metallischen Theil⸗ gen in dem Vitriol, der sich durch diese Niederse⸗ tzung so gereinigt hat, zurück bleiben, so entstehen daher auch viel zärtere aber auch durchsichtigere Crystallen, und eben dadurch stoßt das Wasser desto leichter, wenn es nemlich von der äussern Gewalt der Wärme angetrieben ist, diese metal⸗ lischen Theilgen herab, reisset durch Wurh, durch, — Iu R. W u Ug f I Oh. x Hass; Hschnd Fyele al Mi Verdenih man ht Uschenu stack des H 50Eh hf In Bopg Ru. M Mxsch un Ruerha Iochn ö Iuhing Ruc dah Wöft sihtle u hn ern Ie bgeheh walesn sahyl 16. — NErde V Iun, E bon dendy icht umt ‚ sth,sg zu ahalhg distode⸗ ige cche leichlchsn nde lisctt: lcket, duh Uuch diettz Iu sind.di elen in ihte O enugsam Alichen eh, da x⸗ hängenden NdeAel⸗ vieder ab⸗ schel Tes hren Füͤh el denn da⸗ shen Theb NWMdels ensehn Ncsichthet Mist der aussl „ Dnen Uch I W Einleitung zur Qymie. n3 Iuruh gehet in die Lufft, und läßt jene trocken urück.* ö ö 9. 1j. Aber bey beyden Vitriolen dem gereinigten und ungereinigten, kömmt noch dieses zu mercken für, daß, wenn dieses Saltz in einem verschlosse⸗ nen Orte, als in einer Nerorte oder dergleichen Gefässe, da die Lufft keinen so freyen Zutritt hat, geschwinde mit& getrieben wird, sein salinischer Theile alsdenn weit schwerer in gehöriger Menge und Reinigkeit von demselben könne geschieden werden, und zwar aus folgenden Ursachen;)wenn man beym rohen Vitriol, d. i. der mit vielen metal⸗ lischen unbeweglichern Theilen überhäufft ist, bald starck Aappliciret, so werden nicht nur die Theil⸗ le des Crystalls, sondern auch die wäßrigen Theile des Saltzes lelbst,(als welche aus Y und Erde be⸗ stehen) hefftig getrieben, und mit einer fortschreiten⸗ den Bewegung(moto progressivo) fortgetrie⸗ ben. Weil aber der erdichte Theil der Saltze, vor sich und ausser der Vereinigung mit dem V/ weniger beweglich ist, und es bey dieser Gelegen⸗ heit noch mit andern groben erdichten Theilen, die daran hängen, aufgehalten wird„so geschichts da⸗ durch, daß der eine Theil, daraus es bestehet, durch diese hesstige Bewegung abgerissen wird und der subtile erdichte Theil mit dem groben metalli⸗ schen eingesprengt bleibt 2) Wenn aber die gro⸗ bern Theile grossen Theils durch die Reinigung abgeschieden sind, so geschichts zum wenigsten, daß, weil die subtilern Theile an die salinischen anhän⸗ gen, und jene so hefftig bewegt werden, so werden diese —* diese init selbigen fort⸗-und übergetrieben, daß also kein reines O, sondern, welches noch mit Metall befleckt ist, erhalten wird, dergleichen der gemeine Spiritus und Oli ist. §. 16. Wenn aber gedachter O erstlich ge⸗ linde in ein weiß Pulver calcinirt, und also in ein subtil zart Saltz gebracht ist, und denn in eine Retorte gethan wird, fürnemlich die einen flachen Boden hat, und wenn es eine gläserne Retorte ist, selbige erst im Sande erwärmet wird/ ists aber eine ierdene, selbige erstlich in gelindem offenen gehalten wird, und die Wärme also in dem Grad eine zeitlang regieret wird, so schwitzet erstlich eine phlegmatische fubstanz herfür, welche man weg⸗ nehmen kan. Wenn man diesen Gräd der Hitze contiguiret, so wird eine flüßige, lalinische und sehr saure Materie, die am Geruch wie ein brennender riechet, sehr durchdringend und flüchtig in dem Recipienten gesammlet werden, der Recipiente muß nicht nur an den Hals der Retorte wohl an⸗ lutirt seyn, sondern er muß auch mit dem Bauche in kalten v liegen, damit sich der Spirirus desto leich⸗ ter verdicke, und nicht nöthig sey, x in den Recipi⸗ enten vorzuschlagen, um die Spiritus drinn zu fan⸗ gen, wie insgemein zu geschehen pfleget, als wo⸗ durch seine Krafft und Reinigkeit sehr geschwächet wird. Diese Arbeit muß man etliche Tage und Nächte mit gelindem& continuiren, damit der Recipiente mit Nebeln nicht überfüllet werde. Wenn es irrdene Gefässe sind, so müssen sie von der Art seyn, als die Waldenburgischen, oder* 10 IA Einleitung zur Chymie. ö — Fehte S Hch e a Das uh h an be R Ihe Spitt Nortuum * miohi os M diest hu chnn ahch din S IM Hsch sb Müchg h, dun RMchen v o Ndug de richn H MN di duh Iups t t Diseo a Wach RN 5 * — dennuß nt M der g Rasih y und aso dennneh⸗ kinen futn e Renness ist d Mofsennz dem Gid ustlich enz e wan wih 00 dar Hh chLno scht hlehnender hlih in den Hedipiende Vwohl az Im Bauche sdesto zch den Recihi dunn Vs Rait, dvo Rechwäht he Vyt u / damit x Aslet l mussesi schen, V Einleitung zur Qymie. 115 sie hier zu Lande Skelin machen, nemlich die aus einer Glaßachtigen Erde gemacht sind, denn durch eine luckere dringet der subtile Spiritus durch. Das nun muß entweder beständig seyn, oder man mußtz alle Abend dasjenige, was sich indeß in dem Recipienten gesammlet, ausschütten; denn wenn die Retorte kalt wird, so ziehet sich der flüch⸗ tige Spiritus wieder grossen theils in sein caput mortuum hinein. 9. 17. Dieses wird der flüchtige Spiritus Vi⸗ trioli genennet, allein es ist nicht der, den Paracel- sus und etliche Alchymisten proponiren; denn dieser hat vielmehr eine Verbindung der metalli— schen Theile des Vitriols zum Grunde, unserer aber, den wir fürgetragen, eine Scheidung; in so fern nemlich der lalinische Theil vermöge der gelin⸗ den Wärme, erstlich durch eine runde Bewegung in sich selbst von dem anhangenden metallischen Theile abgerissen, und denn, wenn es also frey ge⸗ macht, durch eine fortschreitende Bewegung fort⸗ getrieben wird. Aber der andere Spiritus Oli, ob wir wohl von ihm gemeldet, daß er eine Ver⸗ bindung derer metallischen Theilgen mit dem sali— nischen Theile zum Grunde habe, so ist er doch sehr von dem gemeinen Spiritu Oli unterschieden, der durch hefftiges& getrieben ist, von welchem und dessen Oehle wir oben§. 15. gemeldet, daß er mit einigen metallischen Theilen beflecket sey. Dieses erweiset die Ari seiner preæparation, denn die geschicht durch wiederhohltes cohobiren, in⸗ dem der Spiritus, der erstlich durch gelindes A ist 2 her⸗ 5 116 Einleitung zur CQymie. E herüber getrieben worden, und zimlich flüchtig ist, auch mit dem obgemeld ten wo nicht eins, dach ihm sehr ähnlich ist, auf sein eaput mortuum, di. guf das hinterstellige metallische Pulver wieder aufge⸗ gossen, mit gelinder Wärme in demselben eine zeit⸗ lang digerirt wird, daß also eine inwendige Zer⸗ reibung und Subtilisirung derer meisten metalli⸗ schen Thellgen vorgehet, und dieselben dadurch de⸗ sto beweglicher, ja endlich eben sobeweglich werden, als der Spiritus selbst, und sich mit demselben sehr genau vereinigen, auch in der destillation mit dem⸗ selben übergehen; daher muß man diese operation, die Wiederaufgiessung, Digerirung und Diitilli⸗ rung 7 biß 10. ja mehrmahl wiederhohlen. §6. 18. Der gemeine Spiritus Oli wird auf be⸗ kannte Weise gemacht, 1.) wird der O zur Weise calcinirt, welches nichts anders ist, als eine Ab⸗ scheidung des phlegmaris, 2.) denn wird er in eine feste ierdene Retorte gethan,3 mit offenen&legie⸗ ret, nachdem es der Recipiente leiden will. Denn indem durch die Gewalt des Feuers die Salini- schen und zugleich einige gröber metallische Thei⸗ le häuffig fortgetrieben werden, in Gestalt eines weissen Dampffes, so benebeln sie den gantzen Re⸗ cipienten, biß sie endlich nach gerade an den Seiten in Schweiß und Tropffen sich zusammen geben, oder, welches geschwinder ist, wenn man vorhero Vin den Recipienten giesset, därein sichs giebet. Wenn denn der Recipiente nicht groß genung ist, und die Dämpffe zu starck getrieben werden, und häuffiger, als das sie sich coaguliren können i Wir Wennth Re derHoß mdags vomn m 00 H HU schle mmahe Dn l W R llulf, HctTIn Ns sutt u usi o Banln Cumeh Dh uichhsd, +—— fühths elhs, dah 90 um, di · Wiederauh elbengheg Wendgrgy isten moth dabuho⸗ Rlichua, emsebush ion mibm operain Ind Dath. lch myto auy h Wisse 0 eise db⸗ dekin ehe Agie⸗ WI Denn die dahni. Wsche Dyö Histalt ue gutene uden Seth mmnen göde andoche sschsee 05 guu an W + Einleitung zur Qymie 117 wird der Recipiente von der ausdehnenden Ge⸗ walt zerbrochen, wo man nicht ein Lufftlöchelgen läßt; daher ist es füglicher, an den Fugen der Lu- tirung ein klein Loch, eines Strohhalms dicke, zu machen; wenn daraus der Dampff mit einem Zi⸗ schen heraus gehet, so ists ein Anzeige, daß es allzu starck getrieben werde, und man das Feuer in et⸗ was mäßigen müsse. §. 19. daß der metallische Theil den D mit ausmache, solches zeiget 1) dessen blosse Auflösung, wenn er gereinigt wird, davon wir schon oben§.14. gemeldet, 2.) dessen præcipitation, da entwee der bloß das⸗ E oder das oꝰ oder beydes zugleich niedergeschlagen wird. Das erstere geschicht, wenn man in dem Vitriole Eisenfeyle oder Ble⸗ che kocht, denn da fassen die Theile des Vitriols, die das L in sich halten, das Eisen an, als welches sich leichter auflösen läßt, und genauer mit ihm zu⸗ sammen hänget, verzehret es, und läßt das& zu Boden fallen. Also wird das alles aus dem gemeinen Vitriol præcipitiret wenn man in dem gemeinen Vitriol eine zimliche Menge Eisen⸗ seyl wirfft, und damit ziemlich lange als ein oder etliche Tage kochet, so läßt es aus eben dem Grun⸗ de alles Kupffer fahren, und nimmt bloß an dessen statt das Eisen an, und also bekommt man einen reinen lischen G, das Zeichen der genugsamen Bereitung desselben ist, wenn man in das deco- ctum ein poliret stählern Blech stecket, und selbiges denn nicht kupfrig davon wird. Ein solcher Vi- triol wird aus obgedachten Gründen der præci- H 3 Pita- 118 Einleitung zur Chymie. pitation von dem zugegossenen Tartari per de- liquium, oder sonst andern alcalinischen Cörper, aus seiner solution niedergeschlagen, erstlich zwar in Gestalt eines schwartzen, nach seiner Austrock⸗ nung und Aussüssung aber röthlichen Pulver, wel⸗ ches einige Oli nennen, aber unrecht; andere nennens besser die süsse Perram Vitrioli, eigentlich aber heißts ein süsser erocus Martis, von dessen in⸗ nern und äussern meticinischen Nutzen man unter andern Ettmullerum de usu& abusa præcipi- tantium nach sehen kan. Vom Alaun. §9. 20. Dem Vitriol kommt in der Art und Weise, wie er enstehet, der Oam nächsten; denn er bestehet aus eben dem salinischen principio, aber aus einem andern alcalinischen oder erdichten Cör⸗ per; denn an statt der metallischen A, die beym Vitriol coagulirt wird, hat der Alaun eine krey⸗ digte Erde, oder die dem Kalckstein ähnlich ist, weil nun selbige mit dem sauern Saltze viel genauer zusammen hänget, und zwar es mit einer häuffi⸗ gen Menae überfüllet, so werden sie sehr schwer durch die Bewegung und Trieb des& von einan⸗ der geschteden, indem vielmehr durch eine starcke Gewalt des& das Saltz selbst, auf gleiche Wei⸗ se, wie wir oben. 14. vom Vitriol gemeldet, in sei⸗ ner Mischung zerstöhret wird, da denn der wäß⸗ rige Theil desselben ausdämpffet, hingegen die eigene Er de wird von der angenommenen Erde zu⸗ rückgehalten. Dahero hofft man vergebens aus dem — Iubo R0 tg nW WIT Iu R Rabahe s Hl 10 nichs Sathc nossch schtt I. o Muh Me Halsbg lt M Aungo Nsclg! Rachn de scses 10 Hcl Iam a auc ahj Hendn JOhsengl d x ass ah rte, + Einleitung zur Qymne. 19 — Ituniperqh dem gemeinen O eine Scheidung des Spiritus oder schen Eiz des kalinischen Theils desselben, ohne durch Ver⸗ asg E mittelung entweder der cryltallisarion mit destil- Wüe lirten Wassern vom Regen, Schnee, May⸗Thau, Duba,u. oder wenn selbige durch die purre faction oder Fäu⸗ echt umn lung gereiniget sind, oder durch Zuthuung einer dbezntt gröbern Erde, die das coneretum des Alauns sehr von Astth aus einander hält, nebst einem gehötigen Grade munn des Feuers. praf,. 21. Viel leichter wird das Band dieses la. linischen und erdichten conereti durch alcalische Salte auf gelöset, noch subtiler durch flüchtige uri- nosische Saltze, hingegen gröber durch fixe eingeä⸗ *α M scherte, wenn man seloige in Gestalt eines Spiritus Mn damn und olei per deliquium in die salution des opio aber Alauns eintröpffelt, so werden die alcalinischen Hen Cöb Theile mit den sauren des Alauns verbunden, und e bum weil selbige geschickt sind, sich genauer und fester da⸗ sihe kley⸗ mit zu verwickeln so vertreiben sie die vormahls im iM, wel Alaun gewesenen erdichꝛe Theilgen von ihrem Orte, ne die fallen denn in zimlicher Grösse zusammen, und machen den liquorem zu erst trübe, nachhero aber e setzen sie sich auf den Boden. 4. vol dah⸗ V. 22. Durch flüchtige uriniosische Alcalis, wird Ihe surth gleichfalls die V des Alauns niedergeschlagen, und ahe B. zwar aus eben dem Grunde. Dieses geschicht Wgh auch einigermassen in der Bereitung des gemei⸗ iu 0 nen Alauns, da gleich im Anfange Urin drauf ge⸗ untn gossen wird, auf daß dadurch die gröbern erdichten Inl Theile des Alauns geschieden werden, die sonst I5f dessen erystallinische Durchsichtigkeit verhindern 0 an 9 1 wür⸗ l 12⁰ Einleitung zur Chymie.— würde). Daher entsiehet auch der zemlich starcke—— urinosische Geruch, wenn man selbiges mit einem ind fixen alcali præcipitiret, indem durch die Vereini⸗ ö n gung mit dem fixen Alcali, die vorige Verbindung Ral mit dem flüchtigen Alcali aufgelöset wird.. h soden Vom S alpeter. Hn 9. Ce Ridetke —.—& fo get nun der Salpeter, welches ein 1grrich 20 zusammen gesetztes Sist, indem es einen Gvensth wesentlichen Theil erhält aus einem öhligten und schabah flüchtigen salinischen Gemenge, so in dem bisher en Hass. gemeldten allgemeinen Saltze concentrirt ist, und subltnhr mit einer höchst subtilen alcanischen Erde in eine NOcl crystallinische oonlisten⸗ zusammen gehet. Diese 00 560 seine substanz beweiset die Art, wie es insgemein 6 1 dem aue wird, denn es wird insgemein an Oer⸗ Iodnh Kotheen Thitent Thiere stallen, oder der chsh ant l 6 hieren liegt, so, daß die Erde, die lange hen Sce nn em excrement begossen ist, ausgegraben ahhn ro, und mit heissen übergossen, denn läßt Theh mans etliche Stunden darüber stehen, so ziehet Ia gs das darinn enthaltene S heraus, und vermischt am b 6 sich damit. Die klare solurion wird abgegossen 970 in einen Lnen eisernen oder ernen Kessel, auf 90 en zten Theil oder mehr abgerauchr, nemlich bis a ö felr opfe dieses decocti auf ein kalt Eisen getröpf⸗ air ö fe ö bald in eine härtliche langstriemige lsubttan—.5„ 10 ammen wächset, wenn das Zeichen erscheinet,. Haer das gantze decoctum aus dem Kessel in ein ob öltzernes Gefäß geschüttet, welches in die Erde ge⸗ Wnrg graben ist, oder sonst an einem kalten Orte steher, als . — iuhch sytz es mi di Jumn Dabidg d wach n em e n öhlgnand dein hahg Hittist u dde ih el Het. Dies meh HaH Oan odet det dielange glaben dun läft Rahet pelwicht abgegoss Sesf Wmh s A ghih scbti Rche Kescln EN O, 6 Einleitung zur Cyymie. 121 alsdenn wird das in der Erde enthalten gewesen O klar und rein in lange strias zusammen wach sen. V. 24. Aus dem Orte der Zeugung des Sal⸗ perers, wird also geschlossen, daß sein gröster Theil bestehet in dem principio einer öhligt saltzigt flüch tigen substanz, ich sage in dem principio dieser substanz, nicht in der substantz selbhst, denn man findet keinesweges bey dem O ein s und ein flüch⸗ tig urniosisch Saltz, oder deren Eigenschafften, als nemlich eine sonderliche Flüchtigkeit, oder daß es sich anbrennen liesse. Also concurrirt hierzu nur ein gewisser wesentlicher Theil der öhligt⸗saltzigen substantz, nicht aber die sobstanz selbst. Nemlich die Oehle sind auch ein gemischter Cörper, so aus einer höchst subtilen Y, die wir oben im 6 und 9. MW. die F des andern principi genennet haben, und damit, vereinigten L bestehet, welche auch einigermassen gröber in denen flüchtigen urinosi⸗ schen Saltzen sowohl, als in denen öhligten acidis enthalten wird. Diese Erde also scheinet wahr⸗ scheinlich zum Wesen des Nitri aus denen fluch⸗ tigen Oehlen zu concurriren, nachdem das genaue —H⁷„so es vorher mit dem L hatte, aufgelö⸗ et ist. H. 25. Die Art dieser Erzeugung wird durch ein ander experiment bekräfftiget. Wenn man in eine balsamisch⸗vegelatibilische Essenz. z. E. die Theriacalem. einen Spiritum Vitrioli volatilem giesset, mlt einem gutten urinosischen Spiritugri, so entstehen daher solche langsprießigte Crystallen, fast wie der O/ nemlich aus der Verbindung des 8 5 rei⸗ ́— **——— — 122 Einleitung zur Wymie. reinern scidi mit der flüchtigen öhligten lalinischen substanz des Spiritus ri, oder vielmehr mit einem Theile dieser sopstanz. Desgleichen wenn man in eine unverglaßte irrdene Röhre gemein Saltz thut, die Röhre an beyden Seiten verstopfft, und dieselben nur bisweilen äusserlich mit Urin mäßig befeuchtet, und so an einem schattigten Orte auf⸗ hänget, stets um den andern Tag mit was Urin besprenget, so setzt es sich endlich von selbst aussen als eine weisse Wolle oder Flocken herum an, wel⸗ ches nichts anders ist, als ein Theil des innen ent⸗ haltenen Saltzes, so durch die Feuchtigkeit des U⸗ rins aufgelöset ist, und durch die poros derer irrde⸗ nen Röhren durchschwitzet, auch zugleich im durchdringen einen Theil der irrdenen lubltanz absorbirt und in sich nimmt, und endlich in dem O⸗ ber⸗Theil mit der urinolisch-öhligt⸗saltzigen lub- stanz in ein solch Gemenge, als der Salpeter ist, zu⸗ sammen wächst. Dergleichen geschicht auch, wenn man Ziegel mit frischen oder zugleich von den excrementen der Thieren trüben Uein öffters be⸗ sprengt, und in die freye Lufft an einen schattigten Ort legt. Auch hat man noch eine andere Art (O zu zeugen, so jedoch auf eben dem Grunde be⸗ ruhet, nemlich aus Urin, z. E.man sammlet aus ei⸗ ner gantzen Familie den Urin, kocht denselben täg⸗ lich oder wöchentlich ein wenig, und kocht darinn bittere Kräuter, die folglich voll dicken Oehls sind, das gantze decoctum giesset man hernach aus in einem Giarten an einen schattigen Ort: Ja es ist guch diese Kochung nicht einmahl nöthig, wenn man n w l — w ss% Hsst K nde 61. N shbit ddt E cllttat Shf ahs Nul Wthe coce sammst pium gl moin i mau Soint sthhhern olund ar fohel · 7.. M hgtge Hhee ehe she Aaassudte erwaden au ehes WC Oudeu et Hdsc statehes Doh deh Moe nat Gltundg ISISISꝗ“I“I...‚ — keniaisg ehrmehg Wen gy gemen S erstopst n tUnnih en Os W selghun umanh t innen igkeit del, deler y Wlach h 10 Hbstal. Mdöem H. Hen sab⸗ Helk ⸗ t auh, bonden Iffters be⸗ shattigter andene Mt Glundebs wlet ausel ben ih focht duin Ocsth ach aus WI ubhhe 1 Einleitung zur CMyemie. 123 man nur blossen Urin an solchen Ort giesset, doch ists besser, wenn dergleichen kräuter wenigstens in die gemenget werden, daß sie darinnen gleich⸗ sam verrotten. 9. 26. Diese seine principia aber werden sehr schwer durch die resolution gezeiget, ja durch die insgemein bekannte Arten gar nicht. Sein de- stillirter Spiritus zwar, zeiget, so lange er in Gestalt eines Rauchs in den Recipienten übergehet, eine rothe cçouleur, wenn sichs aber in einen liquorem sammlet, so vergehet die Farbe. Das prinei- pium aber zu seiner crystallisation lieget insge⸗ mein in einem jeden fixen Alcali. Denn wenn man Spiritum O auf S Pri oder Pottasche gies⸗ set, biß er nicht mehr brauset, den liquorem verrau⸗ chet und erystallisiret, so wächset wieder ein voll⸗ kommener O daraus. V. 26. Welcher operation folgende ähnlich ist. Man legt gemeine Asche, sonderlich von harten Holtze, als Bircken, Eichen und Büchen an die an einen schattigten Ort, so werden sie daselbst zuerst feuchte, nach etlichen Tagen oder Wochen aber werden sie wieder trocken, und denn geben sie durch eine Auskochung wie oben§. 23. gemeldet ist, und Crystallisirung ein rechtes O. Dieses O wird nicht gezeuget, sondern es ist schon gezeu⸗ get, und schwebet in der Luft, und indem es in Ge⸗ stalt eines Spiritus weit ausgedehnet ist, so wird es von dem fixen Saltze, so gleichfalls in gedachter Asche weit ausgebreitet lieget, angezogen, verwi⸗ ckelt und gefangen, und endlich in eine——66 che —— —— 124 Einleitung zur Chymie. sche härtere subttanz coaguliret. Eben eine solche operation ist auch die Auswachsung des Salpe⸗ ters in denen trockenen Kellern, oder auch andern Ziegeln, da aus denen Fugen der Steine, sonder⸗ lich die mit Kalck gekleibet sind, so eine Wolle, ja öffters nach Beschaffenheit des Jahrs rechte langsproßigte Stücken, die 1. biß 2. Loth wiegen, herauswachsen; in so ferne nemlich der zu derZeit in der Lufft schwebende Salpeter, die kalckigte Ma⸗ terie oder die Speise angreifft, und in derselben in ei⸗ ne feste und fixere subltanz coggulirt wird, nach demjenigen, was wir von den phænomenis des OH. 20. gemeldet/ auch muß man mercken, daß dieses O roher oder wilder sey als das aus der Erde ge⸗ machte. §. 28. Die cristallinische substanz des O/ und deren Verbindung wird leicht von einander geris⸗ sen, wenn nemlich die erdichten Theilgen, mit wel⸗ chen es in solche Festigkeit zusammen gewachsen ist, und die nach proportion sehr klein ist von dem⸗ selben wieder geschieden wird. Das geschicht nun auf zweyerley Weise. Die erste ist, daß das O durch eine staubichte Erde und die folglich nicht feste zusammen hänget, nach seinen kleinen Theil⸗ gen ausenander gedehnet wird, daher wenn alle die kleinen Theilgen getrieben werden, so werden zwar die unbeweglichern Theile, von denen ein⸗ gesprengten häuffigen erdichten Theilen beschwe⸗ ret) hingegen die beweglichen saltzigen Theile wer⸗ ben durch diese luckere Erde, vermöge eines zim⸗ sich gewaltsammen Feuer fortgetrieben, und zei⸗ gen II I O 00 N V R Dond i sah sallndse voh den Kchalo Bud aon Hsttkund Hles Ledum W ch dere Lalnischrf %h duun ws Hp du eht dash hft nag E. Oohr guc dia g boser n delllhh Loth gz et ndt kalcghs ersebanth Witd uh enis detj daß Ra Rr Edte 0/ aoder geus⸗ % Mitwob gewachsen oh dem⸗ schicht nun daß das Osgich uht hen Tel uwee wedh on deeh ele l bede WI WIIU O, Einleitung zur CHymie. 125 gen sich denn in ihrer Reinigkeit. Denn wenn man O vor sich zum deitilliren einsetzt, so gehet bey geringen A wenig oder nichts über, bey heff⸗ tigen& aber schmeltzt es zusammen, da denn alle seine Theilgen, indem sie mehr durch eine inwendige Bewegung getrieben werden, langsa⸗ mer fortgehen und nicht von einander gerissen werden, dem wird also durch die Darzwischen⸗ mengung so vieler unbeweglichen erdichten Theil⸗ gen vorgebeuget. Die andere Weise ist, daß die Erde der Cry⸗ stallen des O von einem andern hefftigeren oorro- siv angezogen werde, und also das flüßige O nicht anders befreyet wird, als 3. E. der Spiritus urinosus von dem sauren Saltze im Salmiae, so ihn bißher gebunden hatte, da es nun durch ein mächtigeres Band von dem Alcali angezogen wird. Dieses leistet nun das Oli, welches als ein gewaltsa⸗ mes acidum, die Crystallen des O also auflöset, daß es deren erdichte coagulirende hartmachende alcalinische substanz mächtig in sich schlucket, und also das flüßige O, da es dessen beraubt ist, wis⸗ derum zu seiner Freyheit und Flüchtigkeit gelanget. §. 29. Dieses erweisen 2. Experimenta, als deren eines beweiset die Sache selbst, das andere dessen bißher gemeldten Grund. Jenes ist, wenn man z. E. tbj. O zerstößt, und 3. biß 4. biß 6. Untzen oder auch weniger wohl dephlegmirtes Oli drauf gießt, es mengt, und in eine Retorte oder besser in einen Kolben thut, und aus dem Sande destillirt, so wird der Spiritus Oaus dem dazu ge⸗ nom⸗ 272—————— 126 Einleitung zur Chymie. Materie heraus aus dem Tiegel, lauge sie aus, Hltrirs, crystallirs nach gelinder Abrauchung, so werden ohngefehr achteckige Crystallen entstehen. Nun nimm auch einen also calcinirten Vitrjol, thue es in eine Lauge von Pi. filtrirs, erystal- lisrs, so werden diese beyderley Art Crystallen an Gestalt, Schwere und Geschmack, ein ander so vollkommen ähnlich seyn, daß man glauben solte, sie wären auf eine Weise gemacht. §. 30 Man glaubt insgemein, daß das flüßige O so von seiner coagulirenden Erde frey gemacht ist, welches man insgemein einen Spiritum O nennet, wenn 0 — Wh C 10 durduch U Ede, gunt Ifl Geliltren d al Macgescht Hashed i au Sen gahcht das Woön eie We Wahthel Huf, daf, L Hammmt, s R5 shln d ubt che. Ma Q Wise ucht t M sche 0 Ig W E Ia Synt h1 H ch Wldd voh! und wasch Woahn sssis ns . ftuie V Wd Gr hrentüht des vr. vj Oh ng I%soufeh scht nez mnen ub⸗ gröhetui heldet hh ind das du⸗ Rendes M init wi lorr Kohlh nacht ntht Ihrooh sch Haomenis himm die si aus, hung ahlsicheh, ze Virah, rits erytal It Cstaly Iun gue waht. INfüi 0 RAUI am O M Einleitung zur Jymie. 127 wenn es nach vorgedachten zweyen Arten entwe⸗ der durch einen Belum oder durch eine pulversirte Erde, oder nach der andern Art mit calcinirten gemacht ist, gar sehr von einander unterschieden sey, aus der Ursachen, weil sich der Spiritus im destilliren gar leicht mit dem Spiritu O vermische, und also statt eines einfachen Spicitus ein zusam⸗ mengesetzter he für komme, daher der gemeine Un⸗ terscheid ist zwischen dem Spiritu O, und v: so, daß auch diejenigen, die chymische Medici wol⸗ len genennet werden, groß Bedencken trägen, das vr dem Spiritu O zu substituiren, oder auf einige Weise an dessen statt zu gebrauchen. Die Wahrheit der Sache selbst aber gründet sich dar⸗ auf, daß, wenn man in Bereitung des Ir nur einen weissen oder gelblichten Kalck des Vitriols nimmt, so ists wahr daß sich daher ein Theil des subtilern Spiritus Vitrioli, so noch häuffig in der substanz verborgen lieget, damit vermi⸗ sche. Aber diese Besorgung kan fast auf dreyer⸗ ley Weise vermieden werden:*) wenn man ei⸗ nen recht roth calcinirten Vitriol dazu nimmt, wie sichs gehöret, welches doch mit Concentri- rung und Beybehaltung seines Spiritus gesche⸗ hen kan, wenn man es in einem Tiegel mit offe⸗ nen Feuer geschwinde und starck treibet, so schmel⸗ tzet der salinische flüchtige Theil mit denen metal⸗ lischen Theilgen desselben genauer zusammen, und wird von denselben fester an und zurück gehalten, und weichet dem Feuer um desto langsamer; 2) wenn man statt des Vitriols gebrannten Alaun nimmt, denn weil dasselbe seinen lalinischen 22 so V —. n—— ——— 128 Einleitung zur Cymie. so feste an sich hält, daß es auch selbigen mit star⸗ ckem Feuer nicht fahren läst, so ist um so viel weni⸗ der Gefahr dabey, daß es von so schlechter Wärme, als zu dieser operation ersodert wird, da nemlich die Matterie nicht sichtlich glůͤhen darfseinen Spiritum fahren liesse. 3) Wenn der mit dem O bereitete Spir. Nitr. den man insgemein Vr nennet, zum pro⸗ biren gebraucht, und von seinem vitriolischen Thei⸗ le, der durch vörgedachten Irrthum damit ver⸗ mischt ist, soll befreyet werden, so kan man solches aus vorgedachten Gründen gar leicht leisten. Nemlich man abltrahire das phlegma eines sol⸗ chen Spiritus in Balueo Maris, denn wenn das also entzogen ist/ o wi d der Spiritus Vitrioli, wenn wel⸗ cher drinn ist, schwerer und unbeweglicher werden, wie oben§. 14. und folgenden von dem gemeinen Spiritu Vitrioli gemeldet ist, denn wirff 3j mehr oder weniger rohen Salpeter dazu, wenn denn noch etwas grober Spiritus Vitrioli dar ist, so wird er solches aus obgemeldten Ursachen auflösen, sich mit dessen erdichten Theilen sättigen, und daher um so viel schwerer und langsamer werden, als der Spi⸗ ritus O, da denn sowohl jener, mit welchen er vor⸗ hero vermenget war, als dieser, den er jetzo befreyet und bloßgemacht hat, im Sande üdergehen Ja es ist auch die reetification nicht einmahl nöthig, wenn das auf diese Weise zu reinigende Vr mit starcken A, oder durch vasa tubulata(so oben ein Loch haben) ist distilliret worden. Ferner kan man noch mercken, daß wenn ein solch Vr mit starckem Agetrieben ist, so wird daher der ertect en da — d M ab e doc Run ant duspitto Milt ss, e Rm Hf Rbeddl Witd, ectaid ber, ud nicht bbe ohher di hcben. Im Hh. HFOSe h el, do 137—3 Mace, A RM shtersch. Sn R dahhft e Mucb bocua i netratosz 2 — dhepnth in so hlag Her Win da renschn inenohmna 0 Hah nnetuny oische h u dimth mapsitz aicht Hn Di eihth Wonn datth ½ wemn u scher werdin F Mht Höehn noch s Widd er h sichwit Mer um so det dpi ache erdo Ico beftht Wgchn. J Imahlchg e Mchhch Rtnafu ush Hehn + Einleitung zʒur Wymie. 129 daß ein Theil des Vitriols mit fortgetrieben und etwas von dem gröbern unbeweglichen Theile mit übergetrieben sey. Denn bey schwachen ja auch noch ziemlich starcken A weichet selbiges nicht, wo es nicht mit häuffigen phlegmate zerlöset ist, aber der Spiritus O/wenn er auch noch so sehr dephleg⸗ mirt ist, gehet er doch mit weit gelinderer Hitze über, daher ists genug einen solchen gemischten Spi⸗ ritum bloß zu dephlegmiren, daß nehmlich dem groben Spiritu Vitrioli eine Schwere beygebracht wird, und hernach nur für sich mit gelinden& die rectification angestellet, so geht der Spiritus Nitrĩ über, und der Spir. Vitr. der sich bey solchen Grade nicht übertreiben läst, bleibt zurück. Was wir aber bißher von dem im Vitriol und Alaun verborgen liegenden acido gemeldet, das muß man auch von dem Spir.& verstehen, denn auch dieser, wenn er auf O gegossen wird, verschluckt er dessen alealini⸗ schen Theil, daß der auf diese Weise befreyete Spi⸗ ritus im blossen Sande kan übertrieben werden. §. 31. Von eben diesem Spiritu O ist noch zu mercken, daß wenn solcher auf metallische Cörper gegossen wird, die sich leicht auflösen lassen, so er⸗ hitzt er sich mit demselben hefftig, und indem also sein gröberer Theil das Metall benaget, so dampfft sein subtilerer Theil in Gestalt eines Rauchs weg; wenn man den Rauch in einem bequemen laltrumente fänget, so resolvirt er sich in einen liquorein, welches der flüchtigste und pe⸗ netranteste Spiritus O ist, ja man bemercket, daß er auch einige Theilgen von denen Metallen, 3 von IIEEEEEE — 59—..— 130 Einleitung zur CVymie. von welchen er auf gedachte Weise übergegangen ist, aber sehr subtilillret und verdünnet, mit sich herüber genommen, davon Beccher. in Phys. sub- terr. Lib. I. Sect. V. c. 2. H. 118. qq. ein, unserer Meynung nach, sehr merckwürdiges Exempel vorlegt, was aber der Autor an diesem Orte vom anführet, das gehet auch mit dem 8/ sonder⸗ lich aber mit dem Wißmuth oder Zincke an, wenn man den Spiritum O auf selbige giesset, so gehet ein häuffiger Dampff davon, daher die operati⸗ on in einem bequemen Gefässe kan angestellet wer · den, daß man nach gerade immer ein wenig dazu giesset, und den Rauch auffängt in einem leeren Recipienten, d i. da kein inn enthalten ist, wie insgemein geschicht, sondern daß an dessen statt sein Bauch in kaltes Wasser eingetaucht werde. ö §. 32. Daß in dem flüßigen O oder gemeinen Spiritu O noch viel erdichte Substantz sey, bewei⸗ set Kunckel in seinen observationidus Chymicis mit dem experimente des Fii, der durch diesen Spiritum præcipitiret ist. Wenn nehmlich der darinn aufgelöset, und der Spiritus von der so. lution durch den Helm aus dem Sande abgezo⸗ gen, und die übrige trockene substantz auf einen irdenen Scherben geglühet wird, denn so verrau⸗ chet der L und läst eine weisse fixe Erde zurück. Allein es stehet noch zu untersuchen, ob diese zu⸗ rück bleibende Erde nicht etwa eine metallische sub⸗ stantz sey aus dem Lio, die da würcklich figitt und ve rändert ist. Doch zeiget würcklich derspirirus O⸗ wenn — Waah KH ss W Henlat, le h N Wst sut N von de 130 whe das Dul Intetd eh denn die Soist dmallbe Vpflcan Rab A lbbchs, Ile Hg sihnttoid Wagnn des Rhtd Wardet shate! sst Hel dam c6 Ihd kh h cg . IAn Einleitung zur Wymne. 31 —— +——— Ht wenn er mit Spir. vin. digerirt und endlich über⸗ in bhj zogen ist, den man sonst den Spiritum O dulcem h, z nennet, ein e weisse erdichte remanenz, womit die⸗ Wgts Emn jenigen die Gelegenheit dazu haben, experimenta n Lum anstellen und untersuchen können, von was für mo einer Art und Eigenschafft selbige sey. iucke une Von dem gemeinen oder Rüchen Saltz. Rset§. 33. Auf das O folget nunmehro das ge⸗ UNN meine oder Küchen⸗O, davon man 3Arten hat, angssltz das Brunnen ⸗S, das Meer O, und SteinO. anwengn Unter diesen scheinet das Brunnen⸗S das reine⸗ ehm ste zu seyn, denn das Meer⸗SO soll sehr O sisch seyn, athnn: denn dieser substan? schreibt man es zu, daß auch W Schiffe mitten im Meer gantz aus brennen, wie ehhtluc denn alle Schiffleute solches der Olitet des Meer⸗ Vpflegen Schuld zu geben, indem sie von ihm Ddit gn melden, daß es die A⸗Brunsten der Schiffe nicht 5 fhyAoe⸗ auslösche, sondern vermehre. Dahero ist gleich⸗ DaCHMiei falls kein Wunder, daß der Spiritus D, der von u isen Hamburg und dergleichen See⸗Oertern herge⸗ Ihlch de führet wird, das O auflöse, denn solches geschicht voh det d wegen dieser Oñtæt, daher ein solcher Spiritus Wde obgehs mehr die Subltanz eines n in sich hat. Ob man IH i i zwar die Ositæt, die in dem Meer⸗S ist, durch ge⸗ ꝑ so vulth schickte Handgriffe ihm bequem benehmen könte, t so ist doch selbiges mehr curieux als nützlich, da⸗ Wth dex hero auch insgemein nicht drauf geachtet wird; son⸗ mulllche dern es ist denen Leuten die am Meere wohnen chith und kein Brunnen Saltz haben, genug, daß sie an einem offenen Orte, der frey in der Sonnen⸗ V 9 2 Hitze ——— —— 132² Einleitung zur Chymie. Hitze lieget, Törsfe oder Gruben aufgraben, die⸗ selben mit Meer⸗Wasser er fülen, so verdampffet selbiges theils von der Hitze der Sonnen, theils ziehet sichs in die sandigte V/ und läst die gröbere lalinische substanz oben zurück, denn wird frisch Meer⸗Wasser aufgegossen, ausgetrocknet, und solches so offt wiederhohlet, biß man eine genugsa⸗ me Menge trocken S erhalten hat. Das Stein⸗O oder ausgegrabene Saltz hat viel felsichte und stei⸗ nigte subltanz in sich gezogen; daher ists viel här⸗ ter und gröber als das Brunnen⸗und Meer⸗Saltz, weil, wenn die gröbere Fausgelauget ist/ das ü brige nur magmata sind, wie wir unten von der Crystallisirung bemercken werden. ö 5. 34. Was also die Essenz des reineren oder Brunnen⸗Saltzes anbelanget, so scheinet es, daß man dessen principia und phænomena der Me- tallurgie zuschreiben müsse, nemlich eines Theils, obgedachten sauren Haupt⸗Saltze, welches die d der dritten Art, oder die eigentliche metallische Y mit sich sehr genau verbunden hat. Doch ist das Band dieser Vermischung, und alles dessen, was bißher gemeldet ist, so fest und hart, daß es so leicht durch die bekandte Arten zu operiren, nicht kan aufgelöset werden, sondern man muß es durch præcipitstiones, die auf langwierige digestiones erfolgen, entweder mit urinolischen Spiritibus, son⸗ derlich mit Spir. vin. der mit dem Spiritu Kei ver⸗ menget ist, oder bloß mit Spir. vin. rectificatissi- mo zu erhalten suchen. V. 35. Das principium aber der———1910 schen endchehe u WI de wi Na! R all aung e I Spin Hasigt. welch en⸗S Küchere tunEtde Idühe Hpleenge HlM o e WI. Sohe slblle t e Wdeoche ur.N. Wine n veh Eun u . 6 Lac 00 i0 ef Halghh fs Einleitung zur ymie. 133 — 19— schen lubttanz hat es mit dem Salpeter gemem, Ki. nemlich eine aleslinische V, derendbscheidung auch 5 00 auf eben solche Arten kan erhalten werden wie ii wir beym Salpeter gemeldet, als durch e Vi. 0— trioli oder 2/ oder vermittelst gebrannten Vitriol ö r oder Alaun. Hingegen wird auch seine Vereini⸗ 1— gung mit einer solchen Erde volljogen, wenn man 5en den Spiritum Salis mit Sal Pri, oder sonst einge⸗ S reinigt vegetabilisch Alcali oder Pottasche giesset/ 6 ul so wird ein schön gemein Saltz heraus kommen, Mneh welches zu cbymischen operationibus dem Kü⸗ list, dih chen⸗Saltz sehr vorzuziehen ist, sintemahl das Nten von y Küchen⸗Saltz noch etwas von der gröbern kalckig⸗ ten Erde in sich hat, wenn man alsb an deren Stel⸗ hlh obt le diese zartere alcalinische Erde nimmt, so wird ein TI„ viel reineres und subtileres coneretum heraus kom⸗ Drlle. men, so gar, daß es auch so roh in der Lrification Ihls, solche Würckungen zeiget, die das gemeine Brun⸗ 8 deð nen⸗Saltz nicht nachthun kan, deitüllirt man aber Alsche d das subtilere coneretum noch in einen Spiritum, ch ides so leistet er selbiges noch weit mächtiger, so gar daß Beccher in Sup plem. II. seiner Physic. Sub- N.sseh, wot au 6 terr. H. 187. sich unterstehet von ihm zu rühmet, erieh ch daß seine Natur der Welt bißhero noch unbekannt, W dut oder wenigstens seinem ettecte nach wenig be⸗ dgeltun kannt und offenbahr sey. . 36. Wenn diß gemeine Brunnen⸗Saltz Wridbos B In nach vorgedachten Arten mit Vitriol oder Allaun Reful in einen flüßigen Spiritum übergehet, und es er⸗ hält gleich in dem Augenblick eine Subltanz die es zerfressen kan, und zugleich mit flüchtigꝰ ist, so 33 nimmt Lr 134 Einleitung zur Chymie. nimmt es selbige gleich mit, und erhebet es mit aus dem Feuer, dergleichen Art sind der Atus und das bürirum§ nii. Bey dem ersteren, nem⸗ lich beym to, wird der Spiritus Salis durch das oleum Vitrioli oder O von seiner härtenden oder coagulirenden Erde befreyet, so greifft er denn den zugemischten Lium an, verbindet ihn mit sich, und weil sie beyde flüchtiger Art sind, nimmt es selbigen unter einer festen dichten Gestalt mit sich in die Höhe. Ist aber an statt des Lii das d nium oder auch der Regulus nii mit zugemischt, so corro⸗ dirt es auch den, und führt ihn mit sich über, zwar in einer flüßigen und nassen doch noch ziemlich gro⸗ ben substanz, die einem coagulirten Oele oder flüßigen Butter ähnlich siehet, und butyrum S nii genannt wird. §. 37. Sonst wird noch eine substan von der grössesten Subtilität aus dem Spiritu Salis geschie⸗ den, die heute zu Tage unter der Benennung des Spiritus fumantis oder rauchenden Spiritus be⸗ rühmt ist, der Grund, wie man damit procedi⸗ ren müsse, ist der operation gleich, die wir oben d. 31. gemeldet von dem so subtilen dpiritu O. Nem⸗ lich der von allen phlegwate befreyete Spiritus Sa- lis, dergleichen ins besondere derjenige ist, der mit dem to in eine feste consistenꝝ zusammen ge⸗ treten ist, wird mit dem vermenget, so verläst es den Mercurium, und greifft das an, als wel⸗ ches es leichter und lieber auflöset, indem es also eben im herübergehen begriffen ist, so stehet es einer mäßigen Wärme so offen, daß, indem es 4 den ET⸗ — Weuuil R1NU Nhu u Da oh g v poditt dubon Wodin. 00 Ibat deln u 3. Rhl Delll o0m dl Halt l Helkhtte en Ke heh Kel hie Hiau Huanten Haomt Ru h xchln Ig lahe shchm, gaas, Mid/ glih n Wai Einleitu Hymie. — ng zur Chymie 135 l 0 Mercurium verläst, und das 3. angreifft, so trei⸗ ünn bet die Wäeme seine subtileren Theile leicht fort, 14115 daher entstehet denn ein so flüchtiger Spiritus, ö U datz er, wenn er an die freye Lufft gesetzt wird, Mielda von selbiger in Gestalt eines Rauchs gantz zertrie⸗ tEbn ben wird Wiewohl noch ein anderer Umstand er⸗ Amlsh fodert wird um diesen Spiritum recht zu machen, m davon wir weiter unten noch etwas gedencken sc werden. Indeß muß man noch mercken, daß die⸗ örngn ser Spiritus fumans in einer Destillirung und her⸗ t sen übertropffung gar nicht rein erhalten werde, son⸗ ch ibeh er dern daß er ebenfalls, wie von Spir. Nitri im A. Renschgs 31. gemeldet worden, noch mit einigen metallischen O Theilen befleckt und vermengt sey. Doch kan er HMu i von denenselben befreyet werden, wenn man in einem bequemen Gefässe Lufft dazu lässet, denn so %HH dr verkehrt er sich in Dampff, gehet in den fürge⸗ gischi⸗ legten Recipienten üßer, und lässet sein metalli⸗ dnung des sches lediment im Grunde zurüc. Dieses kan Irtus be' aber bequem geschehen, wenn man den Spirirum proced. fumantem in einen kleinen Kolben giesset, den Wül obeng Helm mit gelben Wachs drauf lutirt, der Kolben U0. Mo muß aber im Bauche ein wenig über die darinn dilitosd enthaltene Materie ein Loch haben, da lutirt man Rdan ein gläsern Röhrgen hinein, durch welches die Lufft Mmmeg könne hinein gelassen werden. Denn so wirds ge⸗ , schehen, daß wenn man etwas Lufft hat hinein 1. gelassen, selbiges einen häͤuffigen Dampff geben Woc6 wird, darauf man das Loch der Röhre äusserlich 0060 gleich mit einem Zinger zuhalten muß, bis der R461 Rauch in den Helm und durch den Schnabel in 4 34 den ⸗ 0 — ———————„ — ..... 136 Einleitung zur CHymie. den Recipienten steiget, und sich da wieder in Tropffen zusammen sammlet, welche denn, wenn man also fortfähret die Lufft hinein zu lassen, einen solchen höchst subtilen Spiritum ausmachen wer⸗ den, davon wir jetzt reden. Vom Salmiac. F§. 38. Weil wir bißhero viel gemeldet haben von allerhand Arten, mit welchen die flüchtigen sauren Salia, in eine dichte und weit fixere subitanz pflegen zusammen zu gehen, und unter selbigen gleichsam oben an gesetzt haben, eine gewisse höchste, zarte Erde gleichsam einen Rahm von ungeloschten Kalck, oder welche noch zärter ist, als diese, die aus denen Vegetabilien unter den Namen eines Salis Alcali durch eine Veräscherung ausgelauget wird; so führet uns nun die Ordnung zu einer solchen Erde, die mit einer öhligten lubstanz ver⸗ bunden ist, die man insgemein mit dem Namen eines flüchtigen urinolischen Saltzes beleget. Die⸗ se substanz nun, nemlich ein flüchtig urinosisches Saltz, läßt sich leichtlich mit denen sauren Sal⸗ tzen verbinden, von wegen seines alcalinischen er⸗ dichten Theils, als welcher mit dem damit verei— nigten Oehl dasselbe constituiret und aus machet. Weil aber grösten Theils das Oehl diese Mi⸗ schung ausmacht, so hänget es in dem Absehen nicht eben so gar feste zusammen mit vorgedach⸗ ten acidis, und können von einer solchen reinen al⸗ calinischen Erde leicht herab gestossen und wieder geschieden werden. Diese Verbinduug aber der urino- ——7 Wuhe Did aum in MMhlch Reftd —— fhe ssen ückel.e Iu. Ia Ein sh Heheh der Cy sulh sh 00 H aa h chhihden debbfaih 06 M aucsdatt Rachet Amac g Imiat f MRN ů bumch ; * Einleitung zur Cyymie. 137 —9.50 am urinosischen flüchtigen und der sauren subltanz jI 1 wird insgemein durchs Saltz und Urin und Zuse⸗ 1—— tzung etwas weniges Russes gemacht. Diese mahan aaterien werden zusammen gekocht, damit er⸗ greiffet das ascidum des gemeinen, das flüch⸗ tige urinolische Saltz des Urins und Russes, schei⸗ Nibe det seine gröbere Erde und vereinigt sich mit der⸗ sün selben zu einer festen substanz von mittlerer flüch⸗ 5 00 tigkeit. Von welcher præparation Zölfterus Re- n futat. Tacken. P. III. Cap. XI. weitläufftiger redet. a Eein solch zusammen gesetztes Saltz wird Salmiac wsssütz genennet, so hernach zu verschiedenen Dingen in ua der Chymie gebraucht wird, wie wir in dem Ver⸗ RfHeeh folg sehen werden. mi. 9. 39. Dieses zusammen gesette S berräth sei Uh nenUrsprung genugsam bey öfftern sublemirungen/ 10 110 daß es aus einem flüchtigen öhligten Saltze ent⸗ stehe, indem es nicht nur seine weisse durchscheinen⸗ De de salinische Farbe in eine gelbe und röthliche Far⸗ 91 Dr be als Pomerantzen⸗Schaalen verändert, sondern assche auch, da es vorhero keinen Geruch eigentlich hatte, n Oll riechet es doch endlich ziemlich starck. Wenn der nichen e⸗ Salmiac also in eine gelbe mehligte Substan sub⸗ mit dert⸗ limiret ist, so nennet man es Flores oder Blumen machl, von*, und ist nur ein genauer vereinigtes und dice vermischtes Saltz, dazu dieses, als was unge⸗ au Wschh wöhnliches kommt, daß sie es an einem feuchten bolhehat⸗ Orte in einen liquorem per deliquium auflöset, Rhg. Wauch ist das nicht weniger mercklich, daß es schei⸗ I W net bey wiederhohlten sublimirungen in eine fixere I9chHA Substanz sich zu verwandeln, so, daß es von unter⸗ m, J 5 geleg⸗ —.———— —.. 138 Einleitung zur CWymie. gelegten Feuer, nicht so wohl in die Höhe steiget, als vielmehr faul und halb flüßig zurück am Bo⸗ den bleibt. § 40 Allein die Verbindung derer Theile, die dieses Saltz ausmachen, wird gar leicht wiederum aufgelöset, wenn man nur eine Materie zumischt, die das saure Saltz noch lieber angreifft und auf⸗ löset. Dergleichen ist nun fürnehmlich der subtile⸗ ste Theil von ungeloschten Kalcke, und die fixen alcalia, die noch subtiler sind als jenes; denn wenn man diese darzu thut, so verbindet sich das aci- dum des gemeinen Saltzes damit viel genauer, und läßt das vorige verknüpfft gewesene flüchtige alcali zugleich fahren. Dieses flüchtige aleali erschei⸗ net eigentlich unter einer harten soliden Gestalt/ wenn aber nur ein wenig subtil phlegma beyge⸗ füget wird, so löset sichs auf in einen liquorem, der den Spiritus O*ci genennet wird. Wenn man statt des Alcalinischer Salinischen vielmehr ein subtiles erdichtes coneretum dazu nim̃t, ins be⸗ sondere Y, so gehet das flüchtige Saltz in den al⸗ lerdurchdringensten Spiritum über, der, da er nur in ein wenig Phlegma aufgelöset ist, einen recht caustischen brennenden Spirirum machet, den man sonst nur den Spirirum O*ci ad extra pflegt zu nennen, daß er nur äusserlich zu nervinischen Sal⸗ hen und Beschmierungen solle gebraucht werden. §. 41. Etliche wollen den sauren Spiritum ci machen, aber man wird selbigen niemahls erhal⸗ ten, wo man nicht eest seinen flüchtigen urinosi⸗ schen Theil geschieden hat, ist nun diese Scheidung mit +— M W ünn hnes Sch Růn Rahe ghlt ib Sus üb in delh Mieh ded K conlds mo u lngti Wsamn cpll IUl n Hi KSah, EI abs, 0 Heheg I Wa füchg Hußhh rodih lan soht Hae llb 40 Flo Ullb/ 2. 0 — Haysth uuuct a/ der ahh icht wam erteunst raist uaz ich duihb und x n 5 dammom sch Mu Helgnaz, nt fugty Talalehe n Gsal, yme hehhs gucrem, d Wim Hlmeht ein i de hndenl .da er nut ihen rach E, den n Mra pftigt uishenSh acht Werde. Spittun S LII. H¹ 19 1 Einleitung zʒur WMymne. 139 mit dem V geschehen, so hänget sich der Yso feste an das acidum des Saltzes an, daß er sehr schwerlich davon zu scheiden stehet. Geschicht die Scheidung mit einem fixen Sale Alcali als Ori, oder Pottasche, so vereiniget sich das acidum des gemeinen Saltzes mit selbigen noch genauer, und gehet zwar bey der destillation ein sauerer Spiritus Salis über, aber nicht unter der Subttanz, wie es in dem 4 ist, sondern viel subtiler und reiner. Mit einen Worte, wenn man den sauren Theil des& unter einer solchen Substanz, wie er zur constitution des& concurriret, verlanget, so neh⸗ me man den Spiritum vom gemeinen Saltz. Ver⸗ langt man ihn aber noch reiner, als wie er in der zusammensetzung gewesen, so nimm das sogenante caput mortuum, das von der Destillirung des fluch⸗ tigen Spiritus durch ein zugesetztes alcalinisches fir⸗ es Saltz, nach der destillation ist zurück geblieben, trockne selbiges, und vermische es mit 3 Theilen bolus, und treibe daraus den Spiritum, wie einen gemeinen Spirirum Salis aus einer irdenen Reror- ren mit offenen A. vid. Glasers Chymischen Wegweiser p. m. 307. seqq. §. 42. Sonst hat der& vermöge seiner lalinisch flüchtigen Subltane, diesen effect, daß er die leicht⸗ aufzulösenden Cörper gantz zart zernaget und cor⸗ rodirt, die gröbern Theile scheider, und die zernag⸗ ten subtilern Theile mit sich aus dem& erheber oder sublimirt, dessen Exempel sind die sogenan⸗ ten Flores&ci Galis, die Flores des Blut⸗ steins, welche beyds also gemacht werden, daß das Eisen⸗ 14⁰ Einleitung zur Chymie. Eisenfeyl oder der pulve ilirte Blutstein von dem zugemischten&, und sonderlich dessen sauren Thei⸗ len benaget und klein gemacht werden, und wenn sie also subtilisiret sind, werden sie denen übrigen noch flüchtigeren Theilen dieses Saltzes einge⸗ sprengt, und mit demselben also aus dem in die Höhe getrieben. Also lublimiren einige das Vitri- olum mit in eine röthliche substanz. Wo⸗ durch würcklich einige metallische Theile des Vi- trioli noch mehr subtilisirt werden. Auf eben die Art pflegen einige die rothen Corallen zu sublimi⸗ ren, um die Tinctur oder vielmehr deren subtilere solution zu erhalten. Andere tractiren auch den gemeinen&und den Zinnober mit diesen Saltze, welche beyde sich mit demselben in zusammen ge⸗ setzte flores sublimiren, und zwar um desto leich⸗ ter, weil selbige schon für sich selbst flüchtig sind. Etliche tractiren also den&, andere den ZHtum⸗ noch andere den& dulcem zu allerhand Endzweck, derer aller fürnehmste Absicht oder wenigstens el⸗ fect ist die Subrilisirung solcher Cörper. §. 43. Vom à ist auch mercklich, daß wenn er mit Nitro gemischt und zum& gebracht wird, so fängt es einige Flammen, wenn es in offenen Feuer tractirt wird, hingegen im verschlossenen, als in einer Retorte, die oben ein Loch hat,(ru⸗ bulata) wirfft es einen solchen Häuffigen Rauch von sich, der in dem Recipienten zu einer flüßigen consistenꝝ ge langet, und sich in einen Spiritum samlet, der das O auflöset, und sehr subtilisirt, so daß er dasselbe durch wiederhohlte digestiones und — Wechd soch geg N. Ae Rl dm Hh sch, dal Halchz NIri W Wan den it epgg Oh Chl 94 4 Wloo daß de Hlichte! lufid⸗ HAAAA sabsssen Koesch II ach⸗E s gl dsbi Hehg. I Inassch ü dus deh det sub. elhgen, schl / —— 7 —..—‚.‚eermmnnnnnnn Einleitung zur Cyymie. 141 — 1—— und cohebationes in eine flüchtige substanz mit aunn O sich erhebet und herüber führet. Sonst ist bekañt , Mnn genug die Bereitung des vn, welches deswegen n Ihin also genennet wird, weil es darzu geordnet ist, Sache h den König der Metallen, nemlich das O aufzulö⸗ Den Ah sen, denn da kömmt auch& dazu, davon man Hedthn nemlich Pfund in 1. Pfund Vr oder Spiritum tanz Nitri wirfft, so schmeltzt es darinn, solches kan Mü man denn um desto genauerer Verbindung willen Iuf 0ay mit einander durch die destillarion herüber ziehen, Nzu fubsn⸗ ob es wohl nicht eben abslolur nöthig ist. den süblig 9. 44. Die Subtilüsirung, die die Metallen vom an aug u* erlangen, hat auch dieses als was besonderes, Isin Sah, daß die damit bereiteten Metallen hernach desto Hammange leichter in eine lische sobstan⸗ übergehen, oder in so sach⸗ lauffende Mercurios verkehret werden. Etliche 010 sld schreiben dieses bloß der relolution zu in die aller atum, subtilsten Theile die durch die Tractation mit dem Endzweck* geschicht: Andere aber halten dafür, daß würck⸗ Rsinns el⸗ lich ein Theilgen des X, der eine sehr subtile we⸗ sentliche Erde des gemeinen Saltzes aus dem aj Womn heraus gehe, sich an das Metall anhänge, und cht wih demselben diese Mercurialische consistepz zuwege moftin bringe. Das ist indeß gewiß, daß das flüchtige U. shlasenz rinolische Saltz je genauer es mit dem sauren Thei⸗ 0%0 le des& gemenget und getrieben wird, noch etwas f Nuh aus demselben scheidet; es mag nun entweder von Wffe der substanz des sauren Saltzes, oder von seiner 0 Hpnhu eigenen, des flüchtigen Saltzes substanz nemlich, bl seyn. Davon die Preecipitirung des gemeinen ö Akr NV, oder der bloß in Spiritu Sal. solviret ist, ein ů—6 Exem⸗ — 142 Einleitung zur Cyymie. * Exempel zeigen kan, denn wenn solcher durch Zu⸗ giessung des Spiritus ei, oder des flüchtigen Sal⸗ tzes vom Russe nieder geschlagen wird, so fälld en sehr zartes gantz leichtes und schwämmigtes Pül⸗ vergen, welches nicht nur der Natur des Mercurũ entgegen ist, sondern auch offenbahrlich den Zuteitt eines gewissen Dinges, es mag nun kommen woher es wolle, so bey dieser Niederschlagung von neuen geschicht, anzeiget, nun ist aber ausser dem sauren Spir. des gemeinen Saltzes, und dem flüchtigen urinosischen Saltz nichts sonst dazu gekommen, darum muß der Zutritt oder accessus einem von den beyden nothwendig zuzuschreiben seyn. Weñ man den& ein Metall beyfüget, solches eine Zeit⸗ lang digerirt, und denn durch Beysetzung eines Sal. den Spiritum Urinosum daraus destilli⸗ ret, so ergreifft selbiges einen höchst⸗lubrililirten Theil des Metalls, und führet selbigen mit sich über, so, daß, wenn man O in solchen Spirirum legt sel⸗ biges in einem Augenblick davon geweisset wird, als vom Mercurio, und verquicket selbiges: muß es also nothwendig vomMercurio des Metalls was in sich enthalten, oder man kan solchen Mercarium durch neue Zugiessung eines Theilgens Spir. Salis aus einem dergleichen Spiritu wieder præcipitiren. Dergleichen leistet auch der&bey, dem gemeinen „denn wenn man das durch Auflösung mit Y auflöset, die solurion filtrirt und cosguliret, oder wenigstens zu einer Honig⸗dicke einkocht, den dazu mischt, und einen Spirirum daraus destilimet mit solcher Wärme, als ers ertragen kan; so 11 K cun gu Ib sihe Ihmnl Wm N edini N de Caun phple a h bugg wie wle Isch IN Wüm V. smens⸗ ö Heh U Einleitung zur Oome. 143 het ein Spiriras über, der an Farbe gelb ist/ und einen grossen Theil, so subtililirt ist, mit sich üͤber führet; welches nun so viel glücklicher von statten gehet, mn man dazu ein trockenes co- agulum dieser Lauge nimmt, und selbige mit zu⸗ gegossenen Spir. vin genugsam anfeuchtet. D. Va— jentini in seiner zu Giessen gehaltenen Dilputation de Convulhone gedencket eines Spiritus X*ci ca- riophyllati, dovon er meldet, daß selbiger durch einen gewissen besondern Handgriff gant blutroth übergehe. Welcher Handgriff aber doppelt ist, wie wir an seinem Orte sehen wollen. Von denen mehr zusammengesetzten Sal⸗ tzen, und die, in gewisser Maaß, durch die Kunst gemischt sind. a wir dishero die einfachen mineralichen Saltze beschauet, die aller derer üubrigen sa. linischen concretorum funtamenta sind, so schreiten wir nun zu denen Saltzen deren übri⸗ gen Reiche als welche aus diesen mehr zusammen gesetzt sind, und denn ferner zu etlichen, die noch weiter aus diesen bereitet werden: also wollen wir erstlich besehen, was die vegetabilien, hernach was die animalien uns für S Saltze geben, und denn, was aus deren ihren besondern Eigenschafften für neue zusammen wachsen und entstehen. „Bey denen meisten Vegetadilien kommt sürnemlich ein nitrosisches Sals häuffig füͤr Au⸗ gen, welches man besonders in denen aninr., findet, welche aber bey Früchten, als bey safftiger CON· — —— 1 144 Einleitung zur CWymie. concretis, und die zugleich einer langen digesti⸗ on unterworffen sind, ehe sie reiffen, durch die in so langer Zeit dazu kommende kerwentation und Zutritt der Wärme, nebst denen öhligten und sub⸗ tllen erdichten Theilgen, die auf mancherley Wei⸗ se vereinig sind, einen süssen säuerlichen oder scharf⸗ fen Geschmack verursachen. Hingegen ihr ausge⸗ preßter und eingekochter Safft, so mit Zusetzung einiger erdichten concretorum in eine trockene Form oder gar in Crystallen gebracht ist, stellet eine lalinische zusammen gesetzte subltanz für, da⸗ von der Zucker und Wesinstein 2 Exempel sind. Wenn man also deren Gleichheit und Analogie erzehlet, so wird auch fast die Art und Weise, wie die übrigen Saltze alle gemacht werden und sind, zugleich mit bekannt werden. V. 2. Ehe und bevor wir aber davon den An⸗ fang machen, wollen wir zuvor den einfachen Zu⸗ stand, und gleichsam den ersten Ursprung dieser Saltze besehen. Also findet man, daß diese Salia in ihrem einfachen Stande gantz offenbahr Ni- trolisch sind, fürnehmlich die an den Ufern der klei⸗ nen Bäche und an feuchten Oertern wachsen, als z. E. Bachbungen, auch die an den Wänden und alten Gesteine, sonderlich aus denen mit Yzu⸗ sammen gekleibten Fugen herfür wachsen, als darietaris, wie auch andere erweichende und ab⸗ stergirende Kräuter, als Bingelkraut, Seyffen⸗ kraut, auch Beyfuß, Wermuth und dergleichen fürnehmlich darstellen. Man schüttet nemlich auf diese Kräuter eine genugsame Menge Wirrnn IIA⸗ * —5 Rßain uflotge Hldeg E O Rishent J f. Dc Sl vassud menyihe Bign weit sn auc 0 in heshe HN 6 ud + Van, y Rach D Sut NRI odenn gadden e ifenm schhacg baket, aish y N *he— Rinleitung zur Wymie. 145 , amttihre hlge bltenadadurch 1 soviel möglich heraus gezogen werde, den übrigen mür Theil der Pflantze muß man entweder in gemei⸗ 90 ven v kochen, oder ganz gelinde erstlich einäschern, mnh. wird es das Vmit seinen Oe erfüllen, wenn denn I 591 das v verraucht, so werden sich Olische Crystallen 40 zeigen. nt zu M 3. Man findet auch ein säuerlich Saltz in 19 denen Früchten, sonderlich die noch nicht gantz ½ menziehend ist, als bey den hiesigen Aepfeln und Cranti Birnen, sonst ist es nicht so zusammenziehend, aber nd Adg weit säurer, als bey den Citronen und Kirschen, DWM auch Johannis⸗Beeren und Berbiß⸗Beeren ꝛc. Ind sih in welchen allen ein so sauers Saltz gesunden wird, daß es auch die Metalle, fürnemlich Eisen, auch 00 eA/ alle Erde, Corallen, Krebsteine, bolos, gesiegelte sahn zu⸗ Erde und dergleichen mächtig zunaget und auf⸗ ung diet löset. dese duis 9 4. Hingegen die festern Höltzer, als Eichen, Abahr N. Büchen, und bey nahe alle unreiffe Früchte sind n detkie mercklich herbe, und haben einen zusammenziehen⸗ Wachen, t den Geschmack, nebst einer damit berbundenen Vindenud Saltzigkeit. Die frischen und grünen Galläpfel, O die Rinden von Welschen⸗Nüssen, sind für allen Wachen K andern mit einem sehr penetranten und durch drins di ud genden Saltze begabet, welches die Zunge sehr dl, Snt tief einnimmt, und einen sehr subtilen hefftigen Ge⸗ Ideg schmack giebt. Der Ursprung nemlich dieser Her⸗ Eng bigkeit, ist die Verbindung eines mächtigen lali⸗ ed nischen principii mit einer in gewisser Maaß grö⸗ W 10 N V . K bern ——— 146 Einleitung zur Chymie. bern, entweder durch eine Auflösung oder durch eine Zernagung, dergleichen auch durch die Kunst erhalten wud, wenn man z. E. Krebs Augen in Citronen oder saurer Kirschen Safft auflöset, so wird der Safft zwar ziemlichen Theils seinen sau⸗ ren Geschmack verliehren, doch wird er zugleich adltringuend, und die Zunge rauch machend ja das Maul zusammenziehend dadurch werden. Daß abet die Verbindung derer Salien in geda nten subjectis intimer und genauer sey, das lehren de⸗ ren decocta, als welche diese sehr wohl merckliche Herbigkeit, auch unter einer durchsichtigen Gestalt vorstellen, und bey gehöriger Einkochung ein salini⸗ sches magma ausmachen und man kan nicht un⸗ eben des dimonis Pauli experiment hieher ziehen, da ein Wein durch zemahliges Aufkochen, alle⸗ mahl mit frischer infulion gemeiner Camillen⸗Blu⸗ men so saltzig würde, als ob etliche Finger voll ge⸗ mein Küchen⸗Saltz darinn wären aufgelöset wor⸗ den; wie er in seinem Quadriparrito Botanico von den Camillen erzehlet. 6.5. In denen meisten zusam̃enziehenden Wund⸗ Kräutern, als plantagine, Symphyto, denen con· solidis&c. erkennen die Autores ein subtil alcali⸗ nisch Saltz, weil deren decocta, die mit sauren menstruis gemachten solutiones derer Metal⸗ len, sonderlich den durch warm Y aufgelößten Atum niederschlagen. Indes muß man das an seinen Ort gestellet seyn lassen, ob solches nicht viel⸗ mehr ein Theil der subtilesten Erde bey derglei⸗ chen zusammenziehenden Kräutern verrichte 12 in⸗ — 511 0 Rulh W 405 Hachnd big koen gteg Pheen e A ut Het,N. diese M Indbrp au RF Gafgch io Kost H0 n H Woe I f M Uahte,d U S I0000! 7 Galher Oheh i Vohssa fibggg —— -g!]— ———— SSSSSS ———rr 7 * — Einleitung zur Cymie. 147 Wün hnngegen wohl ihr alwischer Thel nichts damn Hu thut, als daß er die Erde, die er vorhero mit verbun⸗ afl den hatte/ nunmehr einem mächtigern acido ei⸗ 6 ul gentlich überliesse. A 9. 6. Es ist a priori wahrscheinlicher, daß der⸗ natean gleichen Salia der Vegetabilien Oöß seyn, dieweil ö wdrj ein reiner Salpeter mit einem gew ssen ferten oder nim öhligten urinoso concreto vereiniget, die Vegeta⸗ „in r bilien überaus starck wachsend und fruchtbar ma⸗ D chet; wovon Digby in seiner Dislertat de Vege- ua tatione plantarum nach gelesen zu werden verdie⸗ Vi— net, da er nicht nur vieles beybringt, welches auf 0 diese Meynung zielet, sondern auch mit Exempeln MAII und Experimenten fürstellet, daß er mit Nitro den I aller unfruchtbarsten Acker dahin gebracht habe, Heh, ale daß er eine bewunderns ⸗würdige häuffige Erndte mlaBl⸗ herfür gebracht. Daß Hanff⸗Saamen mit einem 90 solchen liguore nitroso angefeuchtet, solcher ja so Hlcsetwor grosse Pflantzen habe herfür gebracht, daß sie wegen Bouni ihrer Grösse und Härte vielmehr einen kleinen Wald, der wenigstens 10. Jahr alt wäre, als rech⸗ den Wmy ten Hanff fürgestellet haben. Wie auch, daß man denen oo zu Paris annoch eine Pflantze von Gersten ver⸗ Iubtl al wahre, da aus einem eintzigen Korn 249 Halme sl und Zweige gewachsen, in welchen Halm über duutt M 18000 Körner Gersten gezehlet würden. asgle§. 7. Was die mehr durch Kunst gemachten frndt Saltze der Vegetabilien anbetrifft, so haben wir III oben im§. I. gemeldet, daß der Zucker und der W Weinstein davon 2. grosse Exempel seyn. Von WN selbigen muß man nun daß sie zwar bey⸗ 0 4. de 148 Einleitung zur Chymie. de durch die Kunst herfür gebracht und ausgezo⸗ gen werden, die Art und Weise aber zu operiren, darinn in etwas unterschieden sey. ö Vom Zucker. Denn der Zucker, wenn er zuerst aus seiner Art Pflantze ausgekocht wird, ist er ein Safft, der zu der Zeit und ohne weiternZusatz in eine solche sali⸗ nische trockene consisten⸗ auf keine Weise kan co⸗ agulirt werden; ja wenn man ihn mit A treibt, wird er eher brennlich oder brennet an, als daß er solte trocken werden; wenn man ihn aber an die Sonne oder dergleichen mittlere Wärme setzt, oder wenn man es gäntzlich austrocknet, so köm̃t gar nicht seine reinere und pur salinische Substanz herfür, sondern es wird ein kräuterichtes resinõ- ses magma, als wie ein Extract. Also hat man ein doppeltes Mittel nöthig, 1) daß die heteroge- nea oder fremden Theile geschieden, und dessen rei⸗ nere substan⸗ bloß erhalten werde. 2) Daß ihm eine Festigkeit und trockene conliltenz durch einen materiellen Zuwachs zu wege gebracht werde. Beyder Endzweck wird durch Perhalten, als welches ein subtiles erdichtes concretum ist, so für sich selbst zwar keinen Geschmack hat, indeß doch würcklich eines salinischen Wesens ist. H. 8. Der Grund der operarion ist, daß dem Zucker, als einem säurlichen Saltze, seine eingeso⸗ gene vorige fremde resinosische und kräuterhaffti⸗ ge recrementa oder Unreinigkeiten durch die Art einer præcipitation von dem& entzogen 2is olso öl Hihtet Vas de du Hit e„ sebse blottit chaih ti gguag W h dcenn Mische Dumn e IRRg 19 ANia/d D Schret aoder Hash glecht. Shl fehhh H4l. MMm . — Einleitung zur Cymie. 14⁰ 0 uig also ist der erste Zweck erhalten. Indem er aber Iucei diese fremden Theile von ihm herab stößt, so wird der Yselbst mit dem Zucker, als einem säuerlichen milden corrosiv, fester verbunden, und giebet sel⸗ Wssirk bigen, als ein erdichtes conererum, eine Härte, 8 40 Festigkeit und trockne consistenz. Indeß wird af doch durch die præparation die völlige Saturation si6 nicht erhalten, sonderlich werden die öhligten Thei⸗ Besen le aus dem Zucker nicht gäntzlich geschieden, indem mt A, der Kalck die öhligte substanz vielmehr an sich zie⸗ m An het, und fester bey sich behält, ja auch der Zucker Wne selbst ein solches Saltz ist, so die öhligten Theile Vims absorbiret und in sich nimmt. Auch leget die me⸗ I chanische experienꝝ die Oehligkeit dieses conere- Hbtt! ti genugsam an den Tag, sintemahl der Zucker, u resö. wenn er gebrannt wird, nicht nur einen höchst⸗wi⸗ Hfn drigen angebrannten empyre vmatischen Geruch, heteroge und wenn er destillirt wird, eine öhligte empyrev⸗ desin tei matische substanz von sich giebt; sondern auch, Daß ihw wenn es mit einer genugsamen Menge V diluirt duch een ist, einen brennenden Spiritum giebt. ht wade 9. 5. Auch zeiget der rothe und nicht refinirte dlan, dl Zucker, der insgemein Thomas Zucker genennet um wird, durch seinen Geruch und Geschmack offen⸗ l, m bahr genug, daß er mehr Oehlichkeit in sich habe, 0 fl als der geläuterte Zucker, wie er denn mehr einem s.di de Honig in trockener Gestalt, als einem Zucker Keheg gleichet. Hingegen ist das eine Anzeigung seiner Dauef Schärffe und Säure, daß er in vorgemeldter duc L seiner destillation einen säurlichen Spiritum gie⸗ NII bet. Nemlich ein grosser Theil dieses acidi wird 46 X 3 sehr 15 Einleitung zur Cyynne. sehr feste verbunden und hänget sich an die subtile kalckigte Erde an, aber ein grosser Theil desselben ist auch noch frey, und wäch set zugleich mit dem gesättigten Theile in eine crystallinische bestehende Form zusammen, nicht anders, als wenn eine grosse Menge gemein mit dem Glischen Sal⸗ tze in eine trockne und feste conlisten gehet und darstellet. Dieses zeiget sich offenbar bey delica. ten Leuten, die öffters Zucker⸗Sachen essen, denn denen werden die Zähne von selbigen zerfressen und durchbohret; auch wenn man den Mercur. vivum mit Zucker reibet, um ein gezuckertes Pulver wider die Würme daraus zu machen, denn da nimmt er einen grossen Theil desselben als ein corrosiv in sich. §. 10. Im übrigen stellet der Zucker von wegen dieser saltzig Hligten substan in etlichen Stücken, gleichsam einen trockenen Spir. Vini für. Denn wenn man ihn mit Vegetabilien kocht, so ziehet er so wohl ihre resinosische oder hartzige als schleimi— ge substan⸗ in sich, und lässet das übrige gantz fau⸗ le und unnütze liegen, in welcher Absicht die Syrupi, die aus dieser Bereitung entstehen, nicht so gar unnütze Medicamenta sind, wenn nur die Pftantzen selbst, daraus sie bereitet werden, resinolisch und gewürtzhafftig sind. Auf eben die Weise vermen⸗ get man durch Hülffe des Zuckers die destillirten Oehle mit dem v/ da sie sonst oben drauf schwim⸗ men; denn wenn der Zucker mit solchen Oehlen betröpffelt wird, weiches man insgemein Eleo- saccharum nennet, und hernach selbiges in x Wst, et, iobt schion duch bohdeh ihch dh 620 bn 01H slum e chwmne Rsen d d e Ruhgh Wsch glagt/ b ls wolet Oadidtn Adal —2;łlr]-an Einleitung zur Cyymie. 151 — Nich set, so dehnet er die subltanz derer eingezogenen i. lsch Oehle mit sich durch das gantze Wasser aus. Run 6. 1. Man hält aber bey Bereitung des Zu⸗ —6 ckers folgende Oronung: Man presset aus denen 0ish 3 Zucker⸗Röhren, die sie Mambu nennen, durch h Preßmuhlen den Safft aus, damit sie angefüllet ů n sind/ und kochet ihn alsobald in Kesseln, indem es 1 ben sonst leicht in eine Fäulung gehet, so schwimmen Resonm die gröbern, leichtern, öhligt holtzigten Unreinig⸗ Ren Rh keiten oben auf in Gestalt eines Schaums, die den Man groben erdichten aber fallen zu Böden. Die Ab⸗ gcghuch scheidung dieser beyder Dinge wird befördert 10 M durch eine Lauge die von Asche oder Yoder von I beyden gemacht ist, sintemahl solches, wenn es hinein gegossen wird, mit denen saueren salinischen upbehn Thellgen des Zuckers zusammen geht; und die vor⸗ hero von selbigen benagte erdichte gröbern nnd öh⸗ . D ligte Theile auch bald heraus stößt„dahero die er⸗ Uchelt steren zu Boden fallen, und die letztern oben auf 6 ftlen⸗ schwimmen. Wenn nun selbige mit durchlöcherten Harhse eysernen Löffenn oder Kellen abgenommen sind, so Rn wird der dickere Safft weiter, biß zu einer genug⸗ .. samen conliltene eingekocht, hernach in thönerne R Formen, die in Gestalt einer Pyramide sind, einge⸗ 0U gossen, und an ziemlich kalte Oerter unter die Erde Ri b gelegt, wenn es allda einige Härte erlanget hat, W r so wird es an die Sonnen⸗Hitze gebracht, und da⸗ selbst vollends ausgetrocknet. Man kan hiervon Drnfs weiter nachsehen Guilielm. Piso de Indiarom OIel Occidental. vel utriusque potiusre naturali& anh Medica Lib. IV. C. I. Bartholin. Cent. I. Epist.34. 00 Ig K 4 Um 06 ———. ... ————.——— —— 152 Einleitung zur CHymie. Um aber diesen Zucker weiter zu reliniren oder zu läutern, so wird selbiger von neuen gekocht und abgeschäumt mit neuer(oder auf einmahl gäuffi⸗ ger) wiederhohlter, Zumischung der Lauge, und solches öffters 3. bis 4. mahl wiederhohlet, so wird es immer sester und härter, indem es mit der Erde immer genauer und besser vereinigt wird, und denn heißts geläuterter Zucker, wenn die öhligte und resinosische substanz gantz geschieden, und in Form einer Pyramide eincoagulirt wird; wenn man es aber in solcher Gest alt lässet in Crystallen schiessen, so heißt es Candies-Zucker. §. 12. Fast auf aleiche Weise kan man auch aus andern safftigen Pflantzen, ja aus dem Saffte der Früchte selbst eine solche salinische Materie zu we⸗ ge bringen. Es ist auch bißher von einigen gesche⸗ hen, daß sie die ausgepreßten Säffte der Kräuter, oder die langwierigen ausgekochten Säffte der Kräuter selbst, gemächlich eingekocht, oder gar ein⸗ getrocknet, oder wenigstens zu einer Honigedicke abgerauchet haben, solche durch Zugiessung d wie⸗ der extrahirt, so ist gleichsam eine erdichte staubigte substanz zurück geblieben, das haben sie wegge⸗ schieden, und das klare wieder auf den zten Theil oder mehr eingekocht, an einen kalten Ort gesetzt, so sind Crystallen gewachsen, die dem Weinstein oder Zucker ähnlich gewesen, nachdem nemlich die Pflantzen entweder ein scharffer und saurer, oder ein süsser und schleimiger Saltz in sich gehabt haben. Sie nennen selbige Salia essentialia, oder wesentliche Saltze, und meynen, daß die* Mi⸗ dchih⸗ Nlj I faah e g ud in dl Iut duh Rbictt 3 3 Cua u0 wach hoat iihg e an Rhles Hl vl schiun hbhehvid, 11 Idne h s nast v gah, ⁰ doch oid lher dag . auch 7. . geldem Himahsgh, H hoerint imthech NrdWyn: öͤhla und hin wenn nug Ien schlin Hau auc n Eaffh Rule l Hsshe Hlle, Zaste det gat ein⸗ ongdicke ung v Wie 1estuudigt sie weghe⸗ n Hl Ougseh VWehsth LLL aurn scR ltuls d 5 N 5 Einleitung zur CHymie. 153 Mischung des concreti darinn enthalten werde: Allein es sind noch folgende viele Schwierigkeiten dabey: Erstlich die Krafft deren meisten Pflan⸗ tzen lieget in deren resinosischen oder hartzigten Theile, und selbiger ist mehrentheils sehr subtil und flüchtig, daher es durch die nothwendige lange und hefftige Kochung, wo nicht gäntzlich, doch grösten Theils in die Lufft gejaget wird, und in dem wenigen Saltz als man erhält, kan nur der geringste Theil desselben erhalten und ein⸗ gewickelt werden. J. 13. Die Art und Weise wie diese Saltze gemacht werden, erläutert das Exempel des Zu⸗ ckers überaus schön. Daß aber die Zusammen⸗ wachsung und Festigkeit des Zuckers herrühre von der beygemischten erdichten und abgeschiede⸗ nen öhligten substanz, solches wird von dem Pi⸗ sone am angeführten Orte, mit folgenden ange⸗ merckten experimenten bekräfftiget: Nemlich wenn man auf das schon dickere magma des Zu⸗ ckers, welches also bey hefftigeren Feuer starck schäumet, etwas Oehl giesset, und selbiges sehr heiß wird, und oben auf schwimmet, so zerreist es den Schaum: wenn man aber ein solch Oehl zu dem Saffte, da er noch flüßig ist, unterm Ko⸗ chen mischt, so wird es, wenn man es einkocht, nie⸗ mahls die harte consistenz eines Zuckers erlan⸗ gen, sondern es bleibet als ein Safft oder Rob; doch wird es ohne Zweiffel wohl durch Zusetzung einer Lauge können corrigirt und verbessert wer⸗ den: auch bemercket er, daß der Safft eben so K 5 we⸗ — ————mssft —— 154 Einleitung zur Chymie. wenig hart werden und sich cosguliren wolle, wenn man ihm etwas von Citronen⸗Sa fft beyfü get, sintemahl dieser liquor, weil er mächtiger ist, dessen erdichte ubltanz grösten Theils vor sich angreifft und benaget, da denn folglich jener, in⸗ dem er keine Erde hat, damit er zusammenwach⸗ sen könne, flüßig zurück bleibt. Die Art aber, wie die übrigen Saltze, die aus denen Pflantzen heute zu Tage pflegen bereitet zu werden, zu ma⸗ chen sind, ist darinn in etwas unterschieden, daß die durch eine Auspressung oder zugleich durch ei⸗ ne Auskochung bereiteten Säffte, welche sowohl wegen ihrer substanz als auch wegen des Landes, nicht so bald als der Zucker⸗Safft verderben,(in⸗ dem dieses gleich in einem Tage und Nachte sau⸗ er wird) vermittelst der Läuterung durch eine Niedersezung per subsidentiam) ersilich nach der Auspressung, und zum andern nach einer gelinden Kochung von der gröbern substanz, die dabey ist, befreyet; hernach aber durch die Einkochung bis auf eine Honigdicke concentrirt werden, die man denn an einem kalten Orte läßt zu Crystal⸗ len schiessen und denn heraus nimmt, der übrige liquor wird weiter gekocht, verraucht, und wie⸗ der hingesetzt zu crystallisiren, welche doch aber nicht so schön und rein sind. 14 Aus dem aber, was wir gemeldet, ist jederman offenbahr, was für Pflantzen geschickt seyn, ein solches Saltz zu geben, und welche nicht. Nemlich die concreta, die nicht zu sehr öhligt, auch nicht herbe sauer sind, die enthalten 9 en — Ruche n Halen rehnösch M„Wd Rc W N Pfel Wche 9e u. soch n sch Inische Eln V. V ah% Hl Ischn asglode HEde, Re MWann H Deht RZ Hstch! dent f sit ey dubsehe hegght III —..eeees:Rr... Ve. n Einleitung zur Cymie. 155 Hgueg oü ö 4*9 ben mehr: den diese letztere wollen in kalter und AHIanhe nur eiwas feuchter Lufft keine harte conliltenz be⸗ Datbnt halten, je süͤsser aber, und je weniger hartzigt oder 0 resinõs ein coneretum, und je mehe selbiges feucht Usnantt ist, wie dergleichen die meisten Früchte sind, desto Dedpth geschickter sind selbige zu diesem Wercke. enen Run Also siehet man, daß die grossen ausgetrockne— werdey iz ten Pflaumen, auch deren Safft, wie auch der Herschihn Wachholder und Hollunder⸗Safft, wenn sie lan⸗ Ugleich duhh ge nach ihrer Einkochung erhalten werden, eine walch sun solche selinische zuckerhaffte Substanz offenbahrlich gen deh dant an sich nehmen, und wir glauben, daß diese la⸗ yndaaber v linische substanz eben solche Crystallen wie der Zu⸗ M MM cker zur Curiolité geben werde. Wnc V 15. Gleichwie aber a priori die Theile, die STRaden diese Sasia ausmachen, nemlich die nitrolisch Sa⸗ „ e linischen, die bald sauer bald säuerlich sind, auch Vohn der grobe resmolsche Wheil, uad ende die mo⸗ an detile Erde, nunmehro bekannt sind; also werden 0 Gt auch dieselben durch die künstlichen operationes u wiederum von einander geschieden. Denn durch V m eine anfangs gelindere, nach gerade aber vermehr⸗ 0 M te Destilletion, geben diese Salia, und sonderlich Wahckä der Zucker, der unter ihnen das vornehmste ist, erstlich einen sauren ziemlich starcken Spititum; it deme folget der flüßigere Theil der Relinæ in Ge⸗ RNumnn stalt eines Oehls, so aber grob und schwärtzlich e aussiehet, und angebrannt riechet: zurück bleibt ATuikt eine achtfarbige erdichte kalckhaffte Materie, die 0 da nach Verschiedenheit derer sumpiicium bald 0 mehr 136 Einleitung zur Chymie. mehr, bald weniger alcalinisches oder mittleres deh tüe halb gesättigtes Saltz in sich hält. ReS N Guund Vom Weinstein. J. 16. Aus denen offenbahrlichen salinischen Wadcht Säfften der Vegatabilen, die nemlich sauer oder ual süß sind, doch mehr aus diesen als aus jenen wäch HunEl set ein Saltz, doch in weit grösserer Menge zusam Guund us man, so dem vorigen ähnlich ist, wenn man an statt chedef der borbereitenten Kochung, als wodurch nur eini⸗ Kentgh ge wenige kleinste Theile des gantzen Saffts zu dir Duh einer Zusammenschiessung gezwungen werden, die Reundde Gährung substiruiret, welche durch eine gelin⸗ Hatte) de innere Bewegung nicht nur eine festere, son⸗ Walce dern auch eine weit häuffigere Verbiudung dar⸗ sneht en reichen wird. Dieses ist an dem Safft der Wein⸗ usahe trauben oder Most offenbahr, welcher, wenn er der⸗ Ng gleichen operationibus(nemlich der Einkochung) N uher —————— —74—————— unterworffen wird, eine sehr kleine portion einer Hechmock solchen alianischen Substen⸗ und darzu sehr schwer⸗ ö lich giebet. Wenn aber durch eine Gährung die iman saltzigten Theile mit denen erdichten genauer ver⸗ dun bunden werden, so scheiden sich auch die überflüs⸗ nM gen relionsischen, sonderlich nicht genugsam subti⸗ niddiee len Theile desto besser. Denn, daß im Moste diese ssss u resinöse Substanz uberflüßig zu finden sey, solches lashe zeiget das Roob uvarum, welches nichts anders, t als ein durch die Einkochung sehr verdicketer Most(l dunt ist, denn es zeiget nicht nur eine schwartzigte Farbe, Rmich e sondern wenn man es auch gantz eintrocknet, bren⸗ alkgge, net es leichtlich an, löset sich auch indpir. vin. auch in uchin! dem Ii⸗ — ö Nan utg ichen klnte nlch sun uussendeh Muhh aun wanst Durch uoez Ihen Sfhr Hin otden ¹ ahe 9 slt, Iy Hbuubungdy UO Woonn er Iin Eikochung rtion qnet sschtschver Hähtung die gunurt dez N ibafiß Wugamsthh Mot dih ne Wattth Datted I . N 1 ——— nnn Einleitung zur CGymie. 157 dem rectificatissimo grösten Theils auf, wie alle resinosa pflegen, als ein genugsamer Beweiß⸗ Grund, daß es einer seyffenhafftigen sabstanz sey. §. 1/. Weil aber durch die Gährung so wohl die erdichten groben Theile, als auch die überflüßi⸗ gen resinösen, unter der Gestalt einer fetten lei⸗ migten Erde, die man Weinhefen nennet, auf den Grund niedergeworffen sind, so wird der oben stehende liquor mit einer dreyfachen marque oder Kennzeichen dieser alteration bezeichnet; 1.) mit der Durchsichtigkeit, zum Zeichen, daß die häuffi⸗ ge und dicke Erde die vorige Dunckelheit verursacht hatte; 2.) mit einem offenbahr saltzigten Geschmack, welchen die vorige Erde gesättiget, und daher viel⸗ mehr einen Alaunhafften süßlichen Geschmack ver⸗ ursachet hatte; 3.) Einen scharffen Geschmack, der die Zunge scharff durchdringt, und anzeiget, daß die vorige resinosische Fettigkeit, die vorhero den Geschmack mit einer seyffenhafftigen Schlüpffrig⸗ keit überzogen und verwickelt hatte, nunmehro überwunden und getilget sey. Ein solcher Safft also, wenn er gelinde abräuchet, und dadurch nur der wäßrige Theil gemächlich entzogen wird, wird dicke, und wächset an den Seiten des Ge⸗ fässes, darinn er enthalten wird, unter einer ery⸗ stallinischen Gestalt zusammen; dieses Saltz nen⸗ net man insgemein Weinstein, indem man eigent⸗ lich damit das Saltz des Weins benennet, es ist nemlich ein conererum, aus saltzigten, erdichten, kalckigten, und in gewisser proportion resinösen hartzigten substantien. VL. 18. —— 158 Einleitung zur Chymie. §. 18. Selbst der Safft des Zuckers, ob er wohl gememiglich nach seiner ersten Säurung (acescentiam) zu einer solchen zuckerhafften sub⸗ stan? und consistenz oder Härte von denen Ar⸗ beitern der Orten, wo er gekocht wird, ungeschickt und untauglich erfunden wird; so ist nichts desto weniger kein Zweifel, daß er auch nach einer sol⸗ chen Säure von neuen in viele Crystallen, ob wohl nicht in voriger Menge, könne gebracht werden. Sintemahl Angelus Sala lehret, wie man aus Zucker, so zuvor von neuen in Y aufgelöset, durch eine künstliche Regierung der Gährung einen Wein machen könne, welcher zuerst einen säuer⸗ lichen, mit der Zeit aber einen honighafftigen Ge⸗ schmack und Süsse bekömmt, welches experiment uns beredet, daß auch aus solchem süssen Wein dergleich lalinische Crystallen können heraus ge⸗ bracht werden. §. 19. Es wird nemlich der Zucker mit 2. oder etwas mehr Theilen schlecht Vim Kessel bey ge⸗ linder Wärme aufgelöset, die Höhe der solution wird in dem Kessel mit einem gewissen Zeichen be⸗ mercket, denn wird von neuen mehr schlecht V dazu gegossen, ohngefehr so viel, als vorhero schon dazu gethan war, denn wirds gekocht, biß etwa nur der erste Theil des Wassers übrig bleibet, davon man die Höhe vorhero gemercket hatte. Wenn sich ein Schaum oben aufsetzet, wird sel⸗ biger abgenommen, der übrige liquor wird noch heiß durch eine manicam Hippocratis oder leinen Sack in eichene Gefässe durchgegossen, denn 0 mäh⸗ E Er EI — .— — 2.— — shr chieß,N Mostodl s ssse,! 900 hart M in Küle Kt. M„ Od He 11 9esl,l Gss e Wuachen Hagg/ Ic hbt 15 N Rapfe Rbenl ff t wüd 11 Waht H slhz wot ha bahm W. e Wh h u — Zuteh, l asten Eün, EHI z ahafth 0 von darrh N,upht stucht vachtth staler,agg ebracht uz wie mu sgelosgr Gähru n eist anen suo sihusthenhz Welherinen ssen Won s go⸗ Eust 2.Ddae Wsh hey ge De oluron RHachen d 9. schleht v örheroschn W H Reattt Re sehet, W r ut ME ossh, W Hadd 0 Einleitung zur Chymie. 159 mählig erkalten lassen, biß es laulich ist, denn thut man 3. oder 4 Löffel voll Bierhefen oder Gischt darzu, verwahret es an einem laulichen Orte, ein oder andere Woche lang, damit der liquor nicht sehr erkalte. So fängt es an zu schäumen und zu gähren, und setzet ein sediment nicht anders als Most oder Bier, denn wird der liquor von denen Hefen rein und klar abgezögen auf andere eichene Fässer, und wie andere Weine verwahret. Er ist auch ebenfalls wie andere Weine im Anfange hart und sauer am Geschmacke, je länger er aber im Keller lieget, desto angenehmer und milder wird er. Man kan dieses weitläufftiger lesen in Angeli Salæ Saccharologie L. II. cap. 6. p. 171. §. 20. Gleichwie aber diese Salia, wenn sie auf⸗ gelöset, und genauer mit dem Wasser in flüßiger Gestalt vermenget sind, die weinigten Geträncke ausmachen, da sie doch vor dieser genauern Ver⸗ mengung, wenn sie eingekocht werden, eine sali- nische substanz geben, von welcher wir bishero ge. redet; Also werden sie auch nun, nachdem sie die gröbern feces genauer abgelegt, als welche in dem gröbern Zustande nöthig hatten, daß sie mit Ey⸗ weiß gekläret, und durch eine Niedersetzung gerei— nigt würden, durch eine gelinde Verrauchung ih⸗ res wäßrigen Theils verdicket, und wachsen in ei⸗ ne solche lalinische nicht nur reinere, sondern auch weit häuffigere substanz zusammen, welche man beym Weine, als einem Muster derer übrigen, den Weinstein nennet. Daß aber ein solcher erstlich durch gelindes Verrauchen so zusammen wach⸗ — 222 S 16⁰ Einleitung zur Cyymie. wachse, das erfahren die Haußhälter. Die Sa⸗ che verhält sich aber also; Der Wein wird in ein neu Faß abgelassen, und selbiges wird in einem Keller mit dem obern Spundloche, wie sichs ge⸗ höret, offen gehalten, alle Wochen nun, wird oh⸗ Do demjenigen, was das Holtz des Fasses zuerst in sich ziehet, es so weit durch Verrauchen gemindert, daß es allezeit einer neuen Auffüllung nöthig hat. Wenn dieses also ein und ander Jahr gedauret hat, und der Haußvater darauf Achtung giebet, und die nach gerade darzu gegossene Quantttät Weins bemercket, so findet er wie viel nemlich verrauchet ist: wenn man denn aus dem Fasse den Wein wieder abzapffet, so findet man, daß es inwendig mit einem groben gläntzenden und gleichsam orystallinischen Pulver, saltzigen Ge⸗ schmacks, überzogen sey. Diese lubstanz muß kei⸗ nesweges abgekratzet werden, sondern man muß frischen Wein auf das Faß auffüllen, und es drauf lassen, so lange der Besitzer will. Mit einem Wor⸗ te, wenn dieses also sehr offte geschehen ist, so wächset allmählich dieser Pso zusammen, daß er eine merckliche Dicke und Menge ausmachet, welcher, wenn das Faß allezeit mit guten Weine aufgefüllet ist, saltzigt und crystallinisch ist. Wenn man ab er fermentirende Moste, oder trübe sehr frische Weine, die viel grobe erdichte substanz noch in sich halten, drauf gefüllet, so ist der E auch hefigt, leimigt und erdicht. J. 31. Dieser leimigte saltzigte und trübe N wird durch eine Läuterung von dieser überflüßi⸗ gen codum dl Ehe J M Ag easog Hal de bige Hafel iK te deb die cey das dec Achh Oo d IN W IH Roheh Thufhet AIun! MUMN I04n micng pte stenꝰ h- Rsehn z . — llu. Dd Vannan Widin chz „We schy Hhun,vns Dasthy hen gun uugnöhg Ihr gius Ictunggh she QAulrh II rus din si Iet Nan, A Hunhendenl Hsihgen G an⁊ muß Y dan man n d eb orag ehem Wo hn s, so Imen daß autwoc ten Wiit sch. Mn A bs IA. REu ———tte Einleitung zur Cyymie. 161 gen Erdichkeit befreyet, da man ihm durch Ko⸗ chen in gemeinem Vauflöset, das noch heisse de— coctum durch ein grobes Tuch seyget, und wenn es etwas laulich wird, zertreibet man etwas weiß Ey drunter, als zu einem Pfunde zweye, oder 3. zu 2 Pfunden, diese mixtur wird wieder an das gebracht, indem denn das weiß Ey nach gera⸗ de aufwallet, so wirfft es den gröbern erdichten Theil des/ als einen Schaum oben auf, und der übrige liquor bleibet klar, der wird denn auf die Helffte eingekocht, der Schaum abgehoben, hernach in Keller gesetzt, so setzt es an den Boden Und Sei⸗ te des Gefässes rein und durchsichtige Ceystallen, die crystalli E genennet werden. Wenn man das decoctum unter dem Kochen ein wenig vom & abnimmt, daß es aufhöret zu wallen, so wäch⸗ set von den freyen Zutritt der Lufft sonderlich bey kalter Winters⸗Zeit oben eine dünne durchsichti⸗ ge Haut zusammen, die wird mit einem Löffel ab⸗ genommen, von der anhängenden Feuchtigkeit getrucknet und oremor genennet. §. 22. Uberhaupt werden die constituirenden oder wesentliche Theile des N, als der saltzige, öh⸗ ligte und erdichte, durch die destillarion und calaci- nation offenbahr. In der destillation gehet zuerst ein phlegma, welches zur crystalinischen Consi- stenz des dienet, weil solches aber nicht anders als mit starcken Feuer kan geschieden werden, so geschichts, daß dadurch zugleich die subtilere öh⸗ ligte substanz des mit fortgetrieben wird, da steiget zugleich mit. der sübtilere und flüchti⸗ gere —8— ——— Zarrertt 16²2 Einleitung zur CHynne. —*C.———— gere solin schen Theil mit dem vorher gegangenen phlegmate vereiniget und verbunden daher komt ein Gemenge, so phleg natische/ salinisch und öhligt ist, das nennen wir einen Spiritun/ so wegen sei⸗ ner lalinischen flüchtigen Substanz aufloset, resol⸗ virt, wegen der subtilen öhligten aber, erwärmet und erhitzet, und also nach beyden den Schweiß sehr mächtig treibet. Auf diese folget ein grobes schwartzes und stinckendes Oehl, so sehr ange⸗ brannt riechet, mit vielen flichtigen Saltze erfüllet ist, und mit grosser Erhitzung den Schweiß mäch⸗ tig treibt, weil aber der mit dergleichen Oehle sehr häuffig angefüllet ist, so wird solcher nicht an⸗ ders als mit Glühe⸗& davon gäntzlich befreyet. Indem es aber also zum Glühen kommt so wird eben dadurch der salinisch Olische Theil des + nebst einem Theil seines fixern Oehls angezündet, verbrennet, und gehet damit über in ein G Alcalĩ fixum, welches mit gemeinen kalten F aus der aschfarbigen weissen heraus gelauget, und durch die Verrauchung in ein salinisch coagulum gebracht wird, so d Pri heißt, wenn man selbi⸗ ges an einen kalten und feuchten Orte hinsetzt, so ziehet es sehr begierig die feuchten Theilgen der anstreichenden& in sich, und schmeltzt mit denen⸗ selben in einen liquorem, der d MPri per deli- quium genennet wird. 6. 23. Kon diesen allen muß man nun mercken, daß selbige theils unter eben der substan meht odeꝛ weniger in dem saltzigen conereto des Fri würck⸗ lich schon sind, nemlich das phlegma, das 4 Altz/ e Suh M dodon Wx geshieh Wabudt ben He I Haf Habh, K hösh J Idher. 0QU Vget nt 2 gen Woh mam eh Sen On aasiq u heu g S Mchty Hag dathe Wadlun Huh ij Ien Rah did Hochn afz Hustegz en O00 Ihc y — Einleitung zur ymne. 163 an Saltz, und subtilere Dehl, aber das fxum, ö uuit davon wir gemeldet, daß selbiges mit einer Arbeit shunih geschieden werde in der operation, wird durch die Ssoge Verbindung des Osischen Saltzes mit dem gro⸗ fo ben DOehte in der Verbrennung erstlich gezeuget ba i und herfürgebracht, wie wir schon oben erinnert den Ez haben, und hier wiederhohlen. Denn der Wein⸗ elehg stein besitzt ein doppeltes Saltz, nemlich ein sau⸗ sche res nitrolisches, und ein flüchtiges urinolisches Luben daher es gleichsam eine Art des Kacs ist, nur daß chweßft es eine grössene Menge Oehl in sich hat. Dieses lechen. zeiget sich, wenn man u Theil rohen Weinstein Iceb nit 2. Theil eines sixen Alcali vermischet, die Fu⸗ oUi gen wohl verlutirt, und denn deltillirt, so erhält amt/ so man einen Spiritum urinosum und ein derglei⸗ Hali? chen Salt in ziemlicher Menge, da nemlich das anghnat, acidum, welches den urinolischen flüchtigen Theil EI vorhero gebunden hatte, nunmehro von dem fix⸗ V*ad du en Sale eingenommen ist, daher das volatile frey Wt, und gemacht wird und herüber gehet. UÜbrigens ban E11 man dasjenige, was zurück bleibt, nachdem das mah schh urinosum geschieden, und welches von Farbe huseht braun ist, mit Spir. vin. rectificstissimo extrahi- Mhn ren, nachdem man vorhero seine Feuchtigkeit, ehe Mtd man den Spir. v. aufgiesset, durch eine gelinde Aus⸗ 6 11 trocknung verraucht, die extraction giest man denn ab, und ziehet es ab per B. M damit nur der Spir. v. Ruh aufsteige, das übrige wird per gradus mit stärcke⸗ unn rem getrieben, so giebt es ein weit angenehmer 0 16 Oeh! Das magma aber, so nach der ext action Fln MI zurück bleibt, kan man 44 auflösen, so giebt 2 es 164 Einleitung zur Wymie. ———— es erdichte kalctigte Unreinigkeiten, die man von dem klaren liquore durchs filtrum scheiden muß, der klare liquor giebt durch seine Einkochung theils ein introsisches, theils ein mittel Saltz, so dem ge⸗ meinen Saltz fast ähnlich ist, wenn man es ab⸗ rauchet, und zu Crystallen anschiessen läst. 6. 24. Von denen übrigen Vegetabilien aber muß man mercken, daß auch ihre Salia sehr von einander Unterschieden sind, nemlich nach dem Un⸗ terscheide 1.) der Subtilität und Dicke des vege⸗ tabilischen Cörpers, darinnen sie sich befinden, 2.) nach dem grössern oder geringern Grade der Gäh⸗ rung, welchen doch 3.) die Beschaffenheit der erdich⸗ ten substanz, womit das Vege tabile genähret wird, sehr umschräncket, und 4. aller und jeder grös⸗ sere, oder geringere, subtilere, oder gröbere Oehlig⸗ keit, die bey ihnen ihre eigentliche Art ausmachte. Also geben die groben und dicken Höltzer ein häuf⸗ figes acidum von sich, so noch wenig specifice ver⸗ äͤndert ist; die Früchte hingegen, die eine grosse Menge Saltz besitzen, die zeigen nach dem ver⸗ schiedenen Grade ihrer Gährung oder Reiffung, auch verschiedene Veränderungen ihres natür⸗ lichen primigenii Sis. Daß auch eine gewisse eigene Vdasu trete, siehet man am Eichenholtze, und fürnehmlich sowohl an dessen Frucht als dessen Mißgeburth, nemlich denen Eicheln und Gall⸗ Aepffeln, welche den stiptischen zusammen ziehen⸗ den Geschmack von nichts als von ihrer eigenen besonderen Y her haben. Der Citronen⸗ Safft, ob er gleich eine solche Säure von dem—— 0• h⸗ ftans, chden di bel Moh dl Resg 0 U menzh Cyasch schrsh H Gub! Heffn nll⸗ MW Se U O A Ceir al, 1 Aglch Zusamn Gill nsli, b N I ———— ————m‚ss— ꝛj½ 3 V lie. n Einleitung zur Qymie. 165 umy f 159 Gährung hat, und zwar fürnemlich wegen Man⸗ Itogut gel genugsumer Erde; nich is desto weniger/ so giebt ah, W0 diese Saure(die dem Spiriru Omehr oder weni⸗ i mn ger ähnlich ist eine gewisse Art eines Saltzes, die ö slgt es mit sich verwickelt hat. Was die erdichte sub⸗ ö Nbl stanz, die verschieden zu verschiedenen Vegeta- Kashy lien erfodert wird, der Erfahrung nach, zur Ver⸗ ä.l schiedenheit derer Saltze contribuire, das lehren 47 5 die mechanischen Experimenta. Denn, wenn ö 1 1 man den Spiritum vom gemeinen Saltze mit einer üfe gesiegelten Y„ oder Bolo, Blutstein ꝛc vereiniget, idedah! so wächßt es mit demselben in ein scharff zusam⸗ Wheldereh menziehend styptisch Saltz zusammen mit den bse din Eyerschalen und Muscheln wird es eine überaus Hsosetsehr saltzigte substanz; mit einem fixen Sali Alcali InOh aber verbindet sich es in ein recht festes Küchen⸗ atnaos Saltz. Unter eben solchen concepte kan man ehiuf begreiffen die stypticitatem oder Zusammenzie⸗ u hung des Eichenholtzes, der Gall⸗Aepffel, der Tor⸗ ae grus mentill⸗Wurtzel, die Saltzigkeit der Camillen, den davon Simon Pauli meldet, die Säure der Citro⸗ Nuffun nen, Berbisbeeren, des Sauerampffers, die Süs⸗ h nath se des Zuckers ꝛc. ꝛc. nicht anders, als wie der ehe gehs destillirte Ejig, wenn man ihn auf Krebs⸗Augen Scheasgh gießt, ungeschmack, vom 5 sehr süß, vom oꝰ aber udtads⸗ zugleich zusammenziehend wird. Daß aber die O Zusammenziehung des Eichen-Holtzes und der umn Gall⸗Aepffel, die Saltzigkeit und Säure der Ca⸗ hm Un: millen, Citronen, Berbisbeeren, Saueramf⸗ E sers ꝛc. in ihren Saltzen liege, ist offen bahr, weil h sie durch die Kochung sich ins Wasser begeben, mit 0 83 dem⸗ 166 Einleitung zur Qyymie. —— demselben kilteirt, und aus damselben cosgulirt werden. Vom Saltze derer Animalien. Aus denen Animalien werden gantz grob gleich⸗ sam, d. i ohne weiterm concurs der Kunst zu deren Verbindung oder Veränderung, sowohl saure als saltzigte, auch flüchtige urinolische Salia geschieden. Zwar die sauren Saltze, werden nur aus einem animal schen subjecto in dem gäntzen Reiche, so biel als bißhero bekannt ist, häuffig erhalten, nemlich aus denen Ameisen, und zwar ist solches sehr subtil und solglich flüchtig; man kan gleich davon ein Exempel sehen, wenn man einen Stab in einen rege gemachten Ameisen⸗Hauffen, 3. oder 4 mahl hinein stößt, und ein klein wenig drinne läßt, daß sie ihn gleichsam mit ihrer salivalischen Feuchtigkeit begiessen können, wenn man den zur Nasen hält, wird er einen so starcken sauren Ge⸗ ruch von sich geben, daß einem die Thränen wer⸗ den aus den Augen fallen. Also auch, wenn man die Ameisen von ihrer Erde und andern Unreinig⸗ keiten scheidet, und sie lebendig und frisch in eine ziemliche Menge deltillirten thut, sie mit einem Stocke rühret, so sterben sie, das kildrirt man, so hat es eine sehr durchdringende Schärffe, und ist selbiges denn zu Umschlägen bey Lähmungen höchst dienlich. Diese Säure gehet auch über den Helm, wenn man die Ameisen lebendig in eine Kolbe thut, sie durch Schürteln böse macht, und denen einen Spir. vin. rectificatum drauf giest, so h N Rl sö arot Ruc Hse Venn ln don eh Ech Suu Guaceh Wopeh. mahlalh wan se bolgg, Jghden i Ae Wde Wscht Vh ilwe Iu e d Khe When Mda h& H massy Sss Hanf sllohy, Rit. Keben aigh 5 wasie h guhgz Kunstyn hwohlsunt Nia gihn ur aulug a Moth Mfg erhth Woat itsit n kan g LLLZI lufth, 3ay ansg onnh faschen Ran den dae sauten Go raden we⸗ „ann n un Unteng fisch in e sie mit ehi nnt v Sdurfful Shpunz che u IA Lbahe hen und 0 —pꝛpꝛ xx—— sssp W 2 Einleitung zur CWyymie. 167 so ben sie gleich dahin; denn destillire man sie, oder adstrabire von ihnen den Spir. vin. in B. M. mit einer siedenden Hitze, nebst einem Kühlfasse aus gläsernen Gefässen, so wird ein Spiritus herüber gehen, der mit einer sehr durchdringenden Säure durchzogen ist) und zu Lähmungen und Schlag⸗ Flüssen äusserlich noch weit dienlicher ist, sonderlich wenn kleine Entzundungen oder fliegende Hitzen dazu treten. Etliche glauben, daß man eine dergleichen Säure aus allen Thieren und Ungeziefer, die mit Stacheln versehen sind, als Bienen„Hornissen, Wespen, Scorpionen ꝛc. erhalten könne, sinte⸗ mahl alle dieselbigen, eben sowohl als die Ameisen, wenn sie erzürnet werden, einen Stachel herfür bringen, daran ein Tropffe eines sehr durchdrin⸗ genden liquoris anhänget, der nemlich die eintzige Ursache ist des Schmertzens, und des entzündeten Jückens,der auf ihre Stiche erfolget. Alleine ob es gleich sehr wahrscheinlich ist so wird es doch aus sel⸗ bigen in weit geringerer Menge erhaiten, als aus den Ameisen, welche nach ihren kleinen Leibe, doch eine ziemliche Menge dieses Safftes ausspey⸗ en können. In dem Urin der Thiere findet sich ein sal⸗ tziges Saltz, so dem gemeinen Küchen⸗ Sal⸗ tze weniger oder mehr ahnlich kommt, denn der Urin ist nicht nur bey denen Menschen, welche essen sondern auch bey denen unvernünfftigen Thieren saltzig, denn, wenn man es genugsam einkochet, und von seiner allzuvielen Oehligkeit 84 be⸗ 16⁸ Einleitung zur QWymie. 44 x ⁰n bef eνεt so giebt es für sich würfflichte salinische Ceystallen. Die Scheidung aber dieser Oehligkeit gespicht, entweder durch eine blosse und gelinde Ausglühung, die man in einer Retorte verrichten kan, oder sie wird durch den Spir. Vini rectifica- tisliaum heraus gezogen, wenn man selbigen ü⸗ ber das ausgetrocknete magma giesset; oder man giesset ein wenig S Alcali, so per deliquium(im Keller) aufgelöset ist, auf das magwa, so ziehet selbiges die saltzigten Tyeile des liquoris genauer in sich, und schiesset selbigen zusammen in würff⸗ liche Crystallen, da indeß das übrige flüßig bleibet, so am Geschmack und Gestalt dem gemeinen Saltz vollkommen gleich ist, auf eben die Art, wie wir oben§ 38. von dem durch ein alcali cosgulirten Spiritu Salis gemeldet. §. 27 Alle Thiere aber haben in allen Theilen ihres Leibes sehr viel flüchtig Saltz in sich. Nem⸗ lich da alle Animalien fürnehmlich mit Vegetabi⸗ lien genähret werden, welche, wie wir oben in § 16 gesehen, die ersten mineralischen Saltze, die schon durch eine Gährung mit andern Dingen ge⸗ nauer vermischt sind, in sich halten: So werden denn die vegetabilischen Alimente, um nun das Blut und Nahrungs⸗Safft auszumachen, von neuem zu einer neuen Subtilität und Verände⸗ rung ferrnentitet oder zerrieben und confermen⸗ tirt, daher sie nicht nur sehr subtil, sondern auch, fürnehmlich wegen des damit vereinigten subti⸗ len Oehls, sehr flüchtig werden. Dieses erhält man zwar in allen Theilen der Thiere,* 5„ elbi⸗ 60 mbf Pyreim Oeh pu Hehen al cinitt sd füctge ö dul Ihlenn we ssesstch f VSa, de De IWas as umdche NM une Wusd, deinch e f lisct, s sr maters De ahanch f Mii — fssche Huz dasnSh N ud gag korte untz 1 man sibgn setr ogy Celquinfz Sswe, 6. luoris g men in uiß füßig heg RemenenSt e ni u Icgu Ulen Telly sch. Mun WWegeradi⸗ Wir oben in Saze 0 Dugen gy Soweldn am nun da wachen, vu u Waa dechterne ondern adh Ranngen h Das ent , 0 Einleitung zur CWymie. 169 selbiges fürnemlich, und lieget gleichsam eigentlich dem Orte nach concentriret, und hänget in deren Gallerthafften Theilen eingewickelt, dieser aber hänget am häuffigsten in denen harten und häu⸗ tigten Theilen der Thiere, die ohne Blut sind, als in Knochen, Hörnern, Haut ꝛc. Auch liegt es noch häuffig genung im Fette, oder vielmehr dessen gröbern Theile, der aber ohne empyrevma oder Anbrennlichkeit nicht weggehet; daher wird es mit starcken unter dem Nahmen eines em- pyrevmatischen oder angebrandten stinckenden Oehls fortgetrieben, denn, wenn man dieses von neuen aufgiesset auf Knochen, die zur Weisse cal⸗ cinirt sind, und destillirts, so geht ein häuffig flüchtg S vorher. Man kan aber fürnehmlich durch Beyhülffe der Kunst, dieses S aus denen Thieren weit häuffiger heraus ziehen, wenn man sie erstlich faulen läßt; denn gleichwie das flüchti⸗ ge Saltz, welches schon würcklich in denen Thei⸗ sen der Thiere gegenwärtig gefunden wird, nicht anders, als gleichsam durch eine Faulung, in dem menschlichen und thierischen Cörper gemacht ist, daher fürnemlich die exerementa des Leibes davon voll sind, also wenn man die Theile der Thiere, die noch erfüllet sind mit der Materie, zu einem solchen flüchtigen Saltze, weiter contermentiren lässet, so geschiehet eine völlige Verbindung die⸗ ser materialischen Theile des flüchtigen Saltzes, die würcklich schon da sind, und also erhält man eigentlich flüchtige Saltze aus denselben. L 5 28. 2— 8*——— IE ———..—— 170 Einleitung zur Qymie. §. 28. Damit aber deutlicher erhelle wie die flüchtigen Saltze in dem Thierischen Cörper ge⸗ zeuget werden, so wollen wir ihre Erzeugung aus⸗ ser dem Thirischen Cörper ein wenig ansehen, selbige gehet aber auf folgende Weise zu: Ein je⸗ des Vegetabile, wenn es faulet, und in dem Stan⸗ de der Fäulung deltillirt wird, so giebt es ein Oehl und flüchtig S, so dem aus den Thieren in allen ähnlich ist. Also wird es wohl der Mühe werth seyn, die Ursachen dieses phnomeni mit wenigen zu erwegen. Wir haben oben im§. I1. von der Fermentation gesehen, wie die öhligten leichteren und subtilsten Theilgen„ wenn sie schon ziemlich frey sind, aus dem conereto, darinn sie liegen, mit gelinder Wärme gantz fortgetrieben werden; fer⸗ ner im§. 8. wie durch eine gelinde Treibung(ogi⸗ ration) sich die wäßrigen auch sehr leichten Theil⸗ gen mit jenen verbinden, und also einen brennen⸗ den Spir. vin. ausmachen. Wenn also der actus der inneren lan gsam coagitation fortgesetzt wird/so werden auch die erdichten und sehr subtilen, oder salinischen Theile durch diese innere Bewegung verdünnt, subtil gemacht, und also zerrieben in eine solche Verbindung mit aufgenommen. Daher entstehet ein crystallinisches concretum aus Erde oder Saltz, Oehl, und v/ so man ein flüchtiges O nennet. Daß aber selbiges aus diesen 3. materia⸗ lischen Theilen bestehe, das beweiset folaendes, 1) die Fäulung, oder diese kerentirende Verbin⸗ dung kan in einem Digerir⸗Gefässe geschehen, so mit einem Helm versehen, und da ein Recipiente vor⸗ Raadit. WKll Hchts do ded Klcl shinah Wid,e aus 2)H H Ou a Hb lbeff Ddesoseh hsch ehh Ssbc, ie sWish f NW wr Den pecf Shhd Wchr da ron 36 1l sbtle dasehhe Iuberd Donir ———— 3——...ee.eee;-:eetnhnhnnnnßnnnnrŕ VN — Einleitung zur CWynie 171 ahill———— ñ—— Undi. vorgelegt ist, dabey gar nichts, oder doch sehr Eirhn wenig öhligtes, und gantz und gar nichts salni⸗ wang afz sches in den vorgelegten Recipienten übergehen Lastunth, wird, indeß wird doch das Oehl gantz und gar 0 mondz oder doch grösten Theils in ein flüchtig Saltz so gebttznh verändert werden, daß aus einem sonst sehr öhlich⸗ Din 30 ten Kraute, nach geschehener putretaction, gar Wüe nichts von dem subtilen Oehle, so nach der Art inn des Krauts riechet, und von dem empyrevmati⸗ 41 schen angebrannten Oehle sehr wenig erhalten ni wird, in Vergleichung mit dem, was man sonst +* an aus der frisch aufgetrockneten Pflantze erhalten hat. 1611 2.) Je öhligter die Vegetabilia desto geneigter sind Hin. sie ein häuffig flüchtig Saltz zu geben. loen, SubungCir Das aber auch ein Saltz dazu stosse, ist dar⸗ chten Hel aus überflüßig bekannt, daß solche Vegetabilia, Haan bighen⸗ die sonst eine ziemliche Menge fixen Saltzes geben, ho drsctu nach einer solchen geschehenen purrefaction des⸗ gestzt wird selben, überaus weit weniger geben, als wenn Ibilen ,ode sie frisch sind. Man muß nemlich mercken daß Bobegun dieses variire, nach der verschiedenen und beson⸗ uiehminel dern specifiquen proportion des Oehls und des men. Dui Ois hey den Vegetabilien. Denn wenn des einen um ds Ed mehr da ist, als des andern, so kan die propor- Afhötgte rion in deren Verbindung nicht gesättigt werden. n Z. E. Wenn weit mehr Oehls als lalinische erdich⸗ 0 te subtile substanz da ist, so wird ohne Zweiffel Unded dasselbe in währender gantzen confermentation Iten unverändert bleiben, und in der destillation in I voriger Gestalt herüber gehen. 0§. 29. V Aeege ——— 17² Einleitung zur CWymie. 6. 29. Ob man nun zwar aus verschiedenen Arten der Vegetabilien dieses flüchtige Saltz her⸗ aus ziehen kan, so bleibt dennoch die zweiffelhaffte Frage übrig: ob sie nicht alle von einer Art und Würckung seyn; Die es bejahen, machen es da⸗ her sehr wahrscheinlich, weil zu diesen salien der resinolische oder gröbere öhligte Theil sürnemlich mit concurrirt, welches man daraus ersehen kan, weil man es aus denen balsamischen und Gewürtzhafften Vegerabilien, z. E. Krausemün⸗ tze, Melisse, Majoran ꝛc. nachdem man schon ihr aromatisches S hat abgezogen, als darinn vor⸗ nemlich ihre besondere und eigene Krafft zu woh⸗ nen scheinet/ nichts desto weniger ein häuffiges flüchtiges Saltz erhalten wird, wenn man nach der destillation das residuum in einem nur mittel⸗ mäßig verstopfften oder bedeckten Gefässe lässet faulen, und denn wiederum destilliret, welchem nicht entgegen stehet, daß im vorhergehenden N. gemeldet, daß in der verschlossenen Fäulung kein Oehl, auch nicht einmahl das subtileste weggehe. Denn es ist gewiß, daß der saamliche und beson⸗ ders eigene Geruch derer gewürtzhafften Sachen, wo nicht unter dem Vehiculo des Oels, doch un⸗ ter der Gestalt eines lüfftigen und nicht zu zwingen⸗ den(incoerciblen) Dampffes durchdämpffet, dahero muß man ein gantz kleines Lufftloch übrig lassen, denn sorsten würden die Gefässe durch die Gewalt dieses lufftigen Dampffs zersprenget wer⸗ den, wo er nicht von etwas dicken Oels begleitet Würde, oder er wird in seiner eigenen Subeilität, da Haondel Kuallend Rec ‚iteriht Geluch verbotgeh nom Ynt⸗ Hichthbhh s gchet g H an Athotten .W RWcsut athe d Rahsan d W Dg v Mi dapn Et, f sammenp 96 e 900Eh s V Einleitung zur CWymie. 173 uhe da er denn um desto mächtiger ist, verfliegen. Weil NgrEth, aber fürmemlich in diesem sehr ubtilen und gantz ewessh eigenen Geruch, die gäntze auch die besonders ei⸗ bhMy gene Krafft solcher Vegetabilien lieget; so siehet mhnth jederman, daß wenn aus dem destillirten Oehl der Hhen fig Geruch vergangen, alsdenn auch die besondere hel sünat Krafft des Oels fort seye, und nichts mehr als nur raus 6 überhaupt den Nahmen eines Oels, nicht aber ins amschuh besondere den Nahmen, z. E. eines Oehls von „Kiu Krausemüntze oder Anieß verdienet. Nun aber man shh geschicht dieses auch in vorgedachter Bereitung bann derer flüchtigen S, denn da wird der besondere Vrast uu u Geruch, nicht, wie etliche wollen, umgekehret und Hsftt verborgen, sondern leiblich und würcklich von sei⸗ mnnahir nem Orte geschieden, und mit demselben vergehet r Mh nicht die besondere Krafft des Vegetabilis, sondern Hsise last sie gehet gantz weg; Daher denn leicht erhellet, „ Hocen was man am wahrscheinlichsten auf diese Frage zu hdnn f. antworten habe. ngken VNzo. Was nun noch mehr ist, diese Verbindung Wweggche des Oehls und der subtilern Erde in eine lalinische ddhse flüchtige substanz wird eben so im Augenblick n Suhn gleichsam, und also in einer ungemein weit kürtzern N dehh Zeit, als darch die purrefaction, durch eine Anzün⸗ W dung verrichtet, da werden diese öhligten Theile We mit denen subtilern erdichten saltzigren so verwi⸗ 1t ckelt, daß sie sehr häuffig in ein flüchtig Saltz zu⸗ Wh n. sammen wachsen. Denn was ist der Ruß anders, ů W in als eine Zusammenhäuffung eines solchen flüchti⸗ gen Saltzes, so da in einer Pechhafften, d. i resino- Wlit sen und mit der gröbern Erde durch die Gewalt n 965 0 ——— — 174 Einleitung zur Chymie. — des Azusammes fortgetriebenen substanz eingewi⸗ ckelt liegt. Denn, wenn man den Ruß deltillirt, so giebt er ein so häuffiges, flüchtiges und so sub⸗ tiles Saltz, daß Boyle in Chy mist. Sceptic. Pro- pos. IV. meldet, es sey eines von denen allerflüch⸗ tigsten Subjectis in der gantzen Welt, welches durch eine gelinde Wärme vom blossen Lampen& erwär⸗ met, in den höchsten Gipffel der Gefässe gantz leichte aufsteiget. Daß aber dieser bloß durch die offene Einäscherung mit offener Flamme, durch die hefftigste Verbindung, subtileste und geschwin⸗ deste Kleinmachung herfür gebracht sey, echellet daraus, weil man ohne dieses Mittel nichts der⸗ gleichen aus einigen Vegetabili erhalten kan. Das ist auch eine Würckung von einer fast dergleichen operation, wenn ein solch dickes Oehl, durch eine eintzige Aufgiessung auf eine subtile d z. E gebrandt Hirschhorn, oder sonst gebrandte Knochen, Y, alcalische Saltze, die nicht sonder⸗ lich gereinigt sind, mit genugsamen& von denen wieder abgezogen wird, so wird ein groß Theil des⸗ selben die subtile erdichte substanz mit sich auf⸗ nehmen, und sich ein flüchtig S zeigen. Dieses ge⸗ schiehet, wie gemeldet, bey dickern Oehlen geschwin⸗ de, wenn man es aber ein oder ander mahl abge⸗ zogen, und denn vom neuen wieder mii voriger Geschwindigkeit will herüber ziehen, so giebt es wieder nichts, doch ist daran nicht sowohl das We⸗ sen selbst Schuld, sondern zufälliger Weise bloß die Zeit. Man nehme ein solch subtilisirtes, oder anderes dergleichen schon subtiles Oehl, 21. er· — Tepei M W mihicset hh/ Uhii M dee I/fl chtbeidh arhossce chy wich ö Mohtulth. cicachas ablorhlth. werdedun eldihten⸗ derg abog wohlchalg Ran N ze, ach W Russh gucen . N d Sche mach clrodfed Iuhsne Wirrug bos& ‚ 0 scha y gamgn, W„ Ou Einieitung zur Cymie. 175 M NN 2„ 5. 1111m Terpentin Oehl, giesse solches auf ein gewärmtes AI Giülh und wohl trockenes Sat alcali, so, daß das S da⸗ 74 mit höchstens als ein Brey wird, wie die Mahler⸗ Hen. Farben, thue es in ein Phiole, damit das Oehl Rnen lft nicht so bald verrauchen könne, laß es ein oder an⸗ waheudere Tage oder Woche digeriren, und denn deltil⸗ e Un lir es, so folgt auf ein Thell des Oehls, so sich noch XIE nicht verbunden hat, eine zimliche Menge flüchtig bof Ul! urinolisch S hernach. Die gemeinen practi sch⸗ Nanne, chymischen Autores setzen diese phenomena viel⸗ ind gashoy mehr unter die reslution, und sagen, die Oehle seyn Wsh, iecida oder sauer, und haben die flüchtigen Saltze al uihts absorbirt, oder in sich gezogen, dieses Band nun Han kn, werde durch Zuthuung eines fixen alcali oder eines seerdichten concreti wieder aufgelöset, nicht an. ON ders als beym&. Aber wenn man die Umstände Whnl 5 wohl überleget/ so schlissen wie, daß es nach vißher ö hmdi gedächter Art vielmehr durch eine Verbindung V zugehe, nach denen mechanischen experimenten i ünt des Russes/ und andern von der putrefaction bis⸗ Nl her gedachten Erempeln. t schal§. 31. Man muß aber nicht meynen, als ob Halle Saltze gleich alsobald den Geschmack Dises g ö ö ö ö . mercklich alteriren müsten, denn es giebt auch 00 corrodirende aufloöͤsende liquores, die gantz uulhnt ungeschmack sind, dennoch von der Krafft und I 4 Würckaung der Saltze zeugen„ das decoctorum lug von, wenn es kiltrirt und helle ist, ist ohne Ge⸗ 6 schmäck, und doch löset es die Sulphura, als den Waln gemeinen, wenn er pulverisirt und damit gekocht wird, auf. Sonderlich muß man von denen Da schlei⸗ 176 Einleitung zur QWymie. schleimgten Dingen(mucilaginibus) mercken, daß selbige der näheste materialische Theil seyn, die die flüchtigen Dia vornemlich ausmachen, wenn denn solche zugleich olea mit sich vermischt halten, als die Schleimigkeiten der Thiere oder Gallerten, so ist bloß nöthig die confermentation zu continuiren; haben sie aber zu wenig Oehl in sich, als Praga- canth, Semina Pfysli, Cydonior, Lini&c. so muß man selbiges von andern hernehmen und ihnen zu⸗ setzen; hieher gehöret die Anmerckung derer schaa⸗ len kahnigten Weine, welche, wenn man sie in dem Stande läßt, nicht in eine Schärffe oder Es⸗ sig, sondern in eine Fäulung gerathen. Uberhaupt aber ist eine Schleimigkeit, sie mag gefunden werden, wo sie will, nichts anders, als eine saltzig erdichte öhligte substan 2, die aber nach der pro⸗ portion des Oehls verschieden ist, mit einem Wor⸗ te, es ist ein Seyffenhafftiges eoneretum. Also, daß auch in wäßerigten coneretis, ob sie gleich auf der Zunge keinen Geschmack haben, dennoch ei⸗ ne salinische substanz verborgen liege, zeigen ihre corrosivische Wirckungen da nemlich auch die Metalle von ihnen aufgelöset werden. Derglei⸗ chen Wasser aber werden bereitet aus May⸗ Tau, Regen, Schnee, blauen Thon, so bey dem Ursprunge der Quellen sich finden, ja aus denen excremenris der Thiere, dahin gehoöͤret auch eine gleiche Würckung des menschlichen Speichels, die uns Helwig in seinen Schrifften anzudeuten scheinet, denn die Worte: Vis aliena tessæ schei⸗ nen nichts anders zu seyn, als durch Wultene er Phfthe DMen I meadn Hehme Rah chen er, ab, WI substog⸗ Schleim daß schi blh, Woe Y sch ge h Watsd Wepichd dad duc enee du Hg chiach. e nane Sistf Zunt Dqgugn sisj huch/ E ö Einleitung zur Wymue. 177 Rüsun der Buchstaben Eslentia Salivæ. Man kan auch Wu dergleichen liquorem durch die Kunst he fürbrin⸗ 2——— gen, so zwar bishero, so viel wir wissen, entweder Guan gar nicht, oder wenig bekannt ist, wenn man 0 iiů starcken destillirten Eßig auf den flüchtigen Spiri. 0 Un rum ci giesset, so verschwindet beyder ihr sonst 10 so hefftiger Geschmack, und wird ein concretum, m& so denen Sinnen nach pur wässerich ist, und ist doch ldf ein menstruum,; so nicht zu verwerffen ist Also nodennehme man auch weisse geglühete Kiesel, lösche an man i solche in destillirten Regen Wasser ab, nehme sie Hrfchn heraus, glühe sie wieder, und lösche sie wieder . Uethez ab, das wiederhohle man so offt, bis ihre gantze min Am substanz in einen dicken liquorem oder zähen LII Schleim sich aufgelöset, so wird man finden, Mhεndaß sich ihr meister Theil in ein klar Wasser bege⸗ enben, so doch keinen mercklichen Geschmack wird Etum. Nl, von sich geben ꝛc. siegch au 6. 32. Hingegen sind vorgedachte flüchtige Sal⸗ dhoch K⸗ tze aus den Pflantzen, die sauren Soltze oder Enige „ Niahn und endlich die fixen alcalia, producta einer künst⸗ nc au N lichen Verbindung. Darum werden die Eßige Iu. Dagh durch eine confermentation aus denen Säfften der öhligt⸗saltzigt und erdichten Kräuter herfür W so ey N gebracht. Daß diese concreta salinisch seyn, sie⸗ u het man offenbar am Geschmacke, indem theils Aant“Säffte süsse sind; öhligt aber, indem ohne deren 30 S Zutritt die innere vereinigende und mäß ge Be⸗ Wl wegung nicht geschehen könte; erdicht aber müssen len RiE sie seyn, damit ein Werckzeug einer stärckeren Na⸗ r d gung, die zum Eßig gehöret, dar sey. du W ö M Die 178 Einleitung zur Cyymie. Die Natur dieser sauren Saltze wird a poste: riost und aus ihrer Zerlegung gantz demonstrati⸗ visch bekannt. Einen scharffen Eßig aus guten Wein macht man also: Man erwärmet den Wein jelinge beym& bis zur Aufwallung, wenn man es denn vom& zurück ziehet, und ansiehet, so wird man finden, daß es eine kleine und kaum merckliche portion sey, die vom& verrauchet ist, denn setze mans etliche Tage an einen feuch⸗ ten Ort, so wird es ein sehr scharffer EDßig werden, wenn man diese Sache vergleichet mit dem Wein, den man für der Kochung dazu genommen, so finden wir zwar bey diesem eine ziemliche Menge eines brennenden Spiritus, auch nicht wenig dicken Oehls, welches, wenn mans mit dem à über⸗ treibet, empyrevwatisch wird, und endlich ein Theil rechtes Saltz, so sich im Vauflösen läht. Nun ist aber bey der Verrauchung zum Eßig ma⸗ chen, wie gedacht, nur ein weniges, und nicht die gantze spirituose substanz, noch weniger das dicke Oehl, am wenigsten die saltzigte Prische Erde ver⸗ flogen. Mit wenigen, der also gekochte Wein hat noch in allen Stücken einen weinhafftigen, ob wohl nicht so starcken genereusen Geschmack, und den⸗ noch wird er in wenig Tagen gantz zu Eßig ver⸗ kehret, so werden also nothwendig alle seine Thile zur Erhaltung der sauren Eigenschafften erfordert. Mit wenigen, es ist die Erfahrung, die Beccher in seiner Physic. Subterr. anführet, und einem jeden leichter ist, da er versichert, daß der Wein in einer verschlossenen Phiole, so, daß nichts, onne, — Hfthed m Hoft h w Chhh RaN f Rucech Mosch. Wogen R Ihuans WII 0vd si NW h, Io silk Wftgag NU n MWIlhn IES 903 Allen a D Hen 5hu, —nsHwpÜṕj::::sxssxsstss“sss N. W Einleitung zur CWyymie. 179 enh ů ö t an könne, in laue Wärme gesetzt, gäntzlich zu einen 50 Wn scharffen Ehig geworden sey. Ja der Wein selbst, Eiiit ist nichts anders, als ein destillirter Ehig, der nur souhmn noch mehr verwickelt ist, welches daher offenbar man erhellet. Der Most, wenn er auch filtrirt und Hmh klar ist, ist ein coneretum einer süssen und alaun⸗ 9— hafftigen Substanz, welcher Geschmack aber selbst Renn n bloß von einer besondern fettigen Erde gege⸗ — t3 0 ben wird, nicht anders, als wenn o in destillir⸗ 4—— ten Eßig geworffen, und von dessen substanz be⸗ it dend naget wird, so verkehrt es dessen Säure in eine Renomme/ zuckerhaffte Süsse. Weil aber diese fette Erde des senschN. Mostes, so wohl wegen ihrer Grobheit, als auch Hupahi wegen ihrer Oehlichkeit in dem Moste nicht lange A kan erhalten werden, d. i. mit dem Saltze dieses lsdbln: liquoris, wenn eine langsame inwendige Bewegung ufsn sh darzu kommt, nicht kan seste zusammen hängen, umcf so wird sie durch eben diese innere Bewegung, mnchtddie wir eine Jährung nennen, zu Grunde geworf⸗ er dab diez fen, und wenn also das Saltz von diesem anhän⸗ he Eidedeh genden fäuleren Gesellen frey ist, kan es um so d Wenn hu viel freyer getrieben werden, und aus dem Grun⸗ EI de auch benagen, und unter den Nahmen einer Rc, add Nagung, die Zunge stechen, und also den Effeet VO einer Schärffe oder Säure bezeugen. chsenNN§. 33. Weil aber der Wein in ziemlich kalten fen esd Kellern aus dem Moste pfleget gemacht zu wer⸗ „debeachet den, so wird zwar die gröbere, feste, zusammenhän⸗. W R gende, überflüßige vorgemeldte fettige Erde zum Din t Theil heraus gestossen, abgetrieben und geschie⸗ 01 v den; so viel aber davon genauer zusammen hän⸗ M 2 ger, 18⁰ Einleitung zur Cyymie. get, so viel kan so leicht nicht geschieden werden, indem die inwendige Bewegung und Treibung durch die Kälte der äussern Lufft gehindert wied. Wenn aber denn ehen der Wein von neuen in ei⸗ ne inyere Bewegung gebracht wird, welches ge⸗ schiehet, wenn man äusserlich eine laue Wärme appliciret, so wird ferner und von neuen ein groß Theil derer erdicht fettigen oder hartzigen Theulgen zu Boden geworffen; daher denn der saltzigte Tyeil dieses liquoris von der stumpfmachenden obrun- direnden) Vfrey wird, seine saltzigte Schärffe und durchdringende corrolivität von neuem ausübet, und einen rechten Eßig ausmächet Es geschiehet nemlich hier eben das, obwohl durch eine natürliche operation, die die Kunst nicht so wohl nachahmen kan, was wir oben§. 24. von dem Spiritu S und O gedacht; wenn dieselben mit einer calcalinischen und subtilen kalckigten Erde gesättiget sind, oder nach des Künstlers Gefallen gesättiget werden, so greiffen sie auch in grosser Menge den Geschmack niemahls so an, und sind auch nirgends so corro- sivisch, als wenn sie von dieser Erde durch die de⸗ stillation von neuem abgezogen werden. Eben dergleichen gehet auch hier für und ist nichts, als die Art der Scheidung, unterschieden. V. 34. Man kan auch durch die Kunst durch eine Zusammensetzung also einen Eßig machen. Rec. gemeinen Terpentin, und laß es in einem töpffernen Gefässe mit starcken A so schmeltzen, datz ein Theil desselben sich in die poros und röcher des Gesässes hinein setzet, dabey löse man a parte in — Ie T mi de S„ Hhchcht haffth Rmnlt ud, MI uur M wd gif wücs der WI ges Hoh Va.eo Mieberal UW NMI 1⁰ 00N Sh shsliche e Musch u Mogsse fü Wssare scylcbdht Ichge e 0 Ohessl uhhhr dur schu e Ne Hrand ö uud Iuh gehuderdj Voss Hegy d, dacht/ Tlue W Heuen ehg, Ihigen un NN henden(chn. eSchäfn Kuem ath Cgech denenatirtt OMVMcahge Hint H e Tsd, der waden 1Gechmat ds so eorto durh diedr aden. On suchts,& N. Vus hu i v Haf 6 Kl Wh eSU um I— ü— ́—u!teeeeeeteet—— Einleitung zur Qymie. 181 in einer grossen Menge, z. E 6. Theilen Weinen Theil O auf, die tolurion laß in dem Gefässe, das mit dem Terpentin durchzogen ist, gelinde aufko⸗ chen, denn verdecke das Gefäß nur oben hin, und laß es an einem lauen Orte ruhen, so wird es ein scharffer und durchdringender Eßig werden. Oder man löse Gummi Animæ in einem guten Spir. vin. auf, die solution gieß in kaltes, so wird die Mix- tur Milch⸗weiß werden, und das Gummi animæ wird grösten Theils zu Boden fallen, das übrige, welches so einiger massen klar ist, wird bey gelin⸗ der Wärme gekocht, mit Zusetzung etwas weni⸗ ges vom O biß etwa ohngefehr so viel als Spir. vin. gewesen war, verrauchet ist, das übrige gieß wieder ab, und verwahre es, mittelmäßig verstop⸗ set, an einem lauen Orte, so wud es rechter Es⸗ sig werden. 5. 35. Es wird aus denen Vegetabilien noch ein ander Saltz heraus gezogen, so erst durch eine künstliche Verbindung muß gemacht werden. Nemlich man verbrennet ein Vegetabile, auf die Asche giesset man gemein Wasser, so ziehet das eine salinische substanz in sich, wenn man das Wasser verraucht, so erhält man eine reine losini- sche lubstanz, die das Feuer und die Glühung ziem⸗ lich lange verträgt, und deßwegen S fixum ge⸗ nennet wird. Es ist bißhero die Frage gewesen, ob ein solches Saltz unter eben der substanz, oder unter der Gestalt, würcklich in denen Vegetabili⸗ en sey, und durch die Veräscherung nur die übri⸗ gen Theile des vegetabilischen concreti geschie— M 3 den 182 Einleitung zur Chymie. den würden? oder, ob selbiges unter währender Aescherung durch eine neue Verbindung derer Theile des concreti erstlich gemacht würde: Wir halten es klar und deutlich mit dem letzteren, und zwar wegen folgender Ursachen und phæenomeno- rum: 1.) wir haben oben angeführet, daß in denen meisten Pflantzen ein O gefunden werde, 2) auch haben wir ausgeführet, daß in selbigen eine resina, oder schwefelichte, brennende, hartzigte substanz würcklich inne sey. Nun aber 3.) wenn ein gegra⸗ bener O mit einer hartzigten, brennenden Phaff⸗ ten substanz, sie sey wie sie wolle, gemischt, und durch das Verbrennen unter einander getrieben wird, so entstehet ein rechtes alcali. Daß nun auch eben dergleichen bey Veräscherung der Vegersbi⸗ lien. vorgehe, und daß also deren alcalia nichts an⸗ ders seyn, als deren O ser Theil, so sich im Ver⸗ brennen mit dem hartzigten vermischt hat, das be⸗ kräfftigen folgende phenomena. Man nehme nemlich 4) eine Pflantze, die sonst eine merckliche Menge fixes Saltzes zu geben pfleget, lasse selbige bald an einem schattigten Ort trocknen, zerschnei⸗ de sie und mache sie klein, denn gieß Spir. v. recti- ficatissimum drauf, digerirs so lange, bis es seinen resinosischen Theil gantzlich heraus gezogen hat, deßwegen man öffters frischen Spir. vin. aufgiessen muß, biß es keine Grüne mehr von sich giebt; die übrige Pflantze koche in v, und lauge sie aus, das decoctum filtrire und kochs ein, so wird es Olische Crystallen geben, oder verbrenne das übrige Kraut, so von der extraction mit dem Spir. vin. zurück geblie⸗ 600 ed 0. W Wodels Wd dung dos H det/ Rel und sant Malte fcthen aasche b Hlche 10 lge Lian Hl nN Rg Mune Hedere Mut, m Icu,Neh Then nb mitehee⸗ Wld durh Vshltas, ————ertttt Mie.„ — Einleitung zur Qymne. 183 lldhm. geblieben ist, mit lindem Feuer, die Asche lauge aus⸗ I W„ x luun. so giebt sie kein alcali, sondern ein reines Nit uan, uen well ihm nemlich der resinose Theil entzogen ist, un mit dem es sonst in der Verbrennung pflegte zu 4110 einem Alcali verbunden zu werden. 5.36. Es pfleget aber auch von denen fixen Sal⸗ n tzen eden die Frage vorgelegt zu werden, die oben hn in.. 29. von denen flücht gen Saltzen ist angefuhret Uhigte stke worden, nemlich, ob auch die fixen Salia, eben gleich wenn ens wie die Pflantzen ihrer Art und besonderer Wür⸗ medgckung nach unterschieden seyn? Aber man muß e/ Remisch. das wiederhohlen, was wir schon daselbst gemel⸗ * R det, nemlich, der besondere medicinische Theil, Dnma und saamliche Geruch und Geschmack einer jeden I Vgnd Pflantze, pflegt bloß in ihrer öͤhligten und sehr I nihl fluchtigen substarz zu hängen; der übrige reli⸗ sch in W nosische grobere Theil ist zwar diejenige substanz, Hal, da de⸗ aus welcher durch eine lange digestion diese flüch⸗ Mu nehme tige öhligte gemacht wird; aber vor dieser dige- e werckich stion verhält sich es allgemein und ohne Unter⸗ lse sbig scheid, zu aller Art Pflantzen, nicht anders wie 60,sc 3. E. das gemeine Wasser eine gemeine und ferne SP. V. W Nahrung der Pflantzen und der Thiere ist, auf ei⸗ V.ös essie ne andere Art aber constituiret selbiges bey denen n Pflantzen, die in fetter Erde stehen, einen Schleim V und Gumwata; auf eine andere Art bey den Thie⸗ M.dusch atο; AUf ein ů ö nschgehhe ren, da es mit einer öhligt saltzigen, subtilen, flüch⸗ h tigen subltanz verbunden ist, die Iympham, und nidt Ol mit einer gröbern saltzigten, den Urin. Nun aber Wihehach⸗ wird durch die Verbrennung die flüchtige öůͤhlig⸗ un te subltanz, die die saamliche Mischung in sich ent⸗ . W al. M 4 häl⸗ V. 184 Einleitung zur Chymie. häle, geschwind und gäntzlich vertrieben. Consti⸗ tomret aiso das Nitrum, so in den Pflantzen ist, mit der allgemeinen gröbern Oehligkeit oder resina im Verbrennen, bey allen Vegetabilien, die ein alcali geben, einerley Art Alcali. 93// Ob man nun zwar findet, daß auf diese Weise, was die besondere medirinalische Wür⸗ ckung anbetrifft, alle alcalia einerley Art sind, so pflegen sie doch würcklich in ihrer alcalinischen lub. stauz aus einer zwiefachen Ursache, nemlich wegen Verschiedenheit der Pflantzen und der operation zu diffiren. Ich meyne hier bey der Werschie⸗ denheit der Pflantzen, nicht sowohl die sämtliche und besonders eigene, als nur die zufällige; nem⸗ lich, das Alcali, so aus festen höltzernen Stämen, und höltzigten Wurtzeln heraus gezogen ist, hat wüfrckuch eine andere conlistenz nach seiner Sub⸗ tiliät, denn es ist mehr erdicht und kalckigt, als das alcali, so aus denen zärteren Zweigen und Blättern gezogen ist. Doch ist auch noch ein an⸗ derer Unterscheid, welchen man aus denen beson⸗ dern Proben derer Pflantzen herhohlen muß, un⸗ ter dem Saltze, das es in sich hält. Denn es ist schon oben bemercket, daß nicht alle ein vollkom⸗ men O in sich haben, welches an dem eintzigen Exempel des Ehrenpreisses erhellet, denn das hat ein O, so mehr einem gemeinen O, als einem Al. cali ähnlich ist. Auch kan die Verschiedenheit der oporstion die alcalischen Saltze sehr verän⸗ dern; und zwar erstlich also: Wenn man ein alcali auslauget aus Asche, die noch unrein ist mit vielen schwar⸗ — schate Rehe ansch schch eff l b6 90j hd glcal N Deimn dunge I ihek Wush die dL durch d billgroh In fe Ian, oh l Rglech NW apdere Cesquum sounen 3 Rün dekesten Hchure Mtet dat Walden dir Mrt calnichel Hernuce gt et, daß anz indlich V er Alts Adainishy en Dder ohenn n Hut H9lde sahsth Malgeind anmm Spast Wen s„ N Whr. ancegt,as wegen u Loch ein ay denen bisoy n wuß/ u . Deunh eh volkz Dom ulthe , dade 7 Iusian lt shn II HII 0 Einleitung zur Chymie. 185 schwartzen Kohlen, sos ternch wenn man die Lau⸗ ge lange auf der Asche stehen läßt, so ziehet der alcalinisch⸗sultzige Theil den verbrandten relmosi⸗- schen empyrevwtischen Theil, weßwegen die A⸗ sche noch schwartz war, mit in sich, daß er, wenn man sie füreiret, hat sie keine wäßrige durchst chti⸗ ge, sondern eine gelbe Gold⸗Farbe. Was aber die alcalis, wenn sie noch mit einer Pachten substanz vermenget sind, und wie gantz verschiedene Wür— ckungen selbige leisten, für denen reinen alcasien, ist theils oben§ 36. gemeldet, theiss wird es im Verfolg weiter bekannt werden. Zweytens wenn die ales is mit gemeinem, sonderlich heissem L durch Aufkochen ausgelauget werden, so wird sehr viel grobe kalckigte mit unter das d gesprenget und gemischt, welches man augenschemlich sehen kan, wenn man von dem Alcali, so schon einmahl aus der Asche heraus gezogen ist, a parte ve schie⸗ dene gleiche Theile nimmt, und eines mit heissen v, das andere mit kalten, das zte im Keller per deliquium aufloten lätßt, so wird von der letzteren solution 2. mahl mehr kalckigte auf dem Mar⸗ mel oder Glaß⸗Schaale zurück bleiben, als von der erstern, zu einen offenbähren Kennzeichen, daß bloß durch diese operation daselbst so viel V sich unter das und S eingemenget habe. Drittens werden auch die aleahia unterschieden von wegen der Art ihrer coagulation, denn wenn man eine al⸗ calinische Lauge, was für eine sie auch ist, langsam verrauchet, sonderlich wenn viel dabey, und man setzt es hin zu erystalliimen, so kommen Cry. M 5 stal⸗ —— * —ssssssss““ 22— 186 Einleitung zur Chymie. stallen heraus, die dem gemeinen Saltz fast gleich, oder doch einer mittel subltan? sind, die in der feuchten Luft nicht fliessen, die acida nicht nieder schlagen, und die Pra nicht auflösen. Man darf aber nicht meynen, als ob schon ein Theil dieser substanz in dem alcali selbst gestecket hätte, denn das gantze Alcali, wenn es auch gleich noch so scharff und caustisch ist, gehet durch wiederhohlte Auflösung mit Wasser, gelinde Abrauchung und Crystallisirung in eine solche mittlere substonz. Also ist mercklich, daß Tavernier in seinen In⸗ dianischen Reisen Cap. 17. meldet: daß in einem Reiche in Ost Indien, so Alem genennet wird, die Einwohner, wegen Mangel des gemeinen Sal⸗ tzes, aus der Asche der Blätter eines gewissen Baums, den man bey uns Adams⸗Feygen nen⸗ net, ein solches laugenhafftes Saltz ziehen, wel⸗ ches sie gebrauchen, da es noch in der Gestalt ei⸗ ner caustischen Laugen ist, die gelbe Seyde durch blosse Einweichung zu weissen. Dieses Saltz ist wegen seiner alcalinischen caustischen Schärffe zum Essen und Würtzen gantz untauglich, selbiges, sagt er, bereiten sie zu, wie folget, daß sie es zu der Härte und Geschmack des gemeinen Küchen⸗ Saltzes bringen: nemlich sie lösen das ausgelaugte Saltz von neuen in einem grossen Gefässe mit schlechten Wasser auf, und rühren den liguorem mit höltzernen Reisergen(besser mit Besen) 5 bis 12. Stunden lang beständig, denn giessen sie es ab von denen Unreinigkeiten, und kochen es gelinde ein so setzt sich ein Saltz nieder, das dem gemeinen Küchen⸗Saltz in allen Stücken gleich ist. 9.38. wandedo iche, H 5½ W 0 R Alch huntz Ruaspt Gumm duc adish gutz clint u fxum, Im stz Wahesch Dalb o e Hh Eame Mfeh Fhne Im Plaarom, ichug,Ra H umusd W eden 11 Dl dep soldet wun Wusce u Rchundtn 1 HA Mumchn i ha S g U ag Mi⸗ Vinvn Sufüt 0, 0 0 ntih ⸗Du an Dlgz uhi x gleich Dar Lauchun substam seegz Ddoh in ein umet widx gamden E Ises gebss pum Run aheh, M Gesalt 0 Sde dulh Salz t Scätff , abiges j sie G. ntn Kücher⸗ e Os wl Den Louoten 1 Dil N in güss st. focen 8R 16 Den gee Uhst. V. * Einleitung zur CQynne. 187 §. 38. Uber dem muß man noch mercken, daß einige Vegetabilis, wenn sie trocken verbrannt werden, lange nicht so viel Saltz geben, als wenn man die Veräscherung auf eine andere Weise ver⸗ richtet, als z E. man kan aus dem Frantzosen⸗ Holtze, wenn dessen gleich eine giosse Menge ist, durch die blosse Veräscherung nur ein wenig Sal Alcali heraus ziehen; wenn man aber das Holtz geraspelt nimmt, und es lange kocht, das deco- ctum durch gelinde Abrauchung verdicket, und endlich gantz trocknet, die Materie denn gelinde celcinirt und veräschert, so giebt sie weit mehr fixum. Um dieses phænomenon zu erklären, so ists wahrscheinlich, daß die salinisch nitrosischen Theile des concreti, in der disposition eines hol⸗ tzigten Cörpers, nach seinen verschiedenen Adern, Röhren, Fibren,(davon man Malpighii Anatomi- am Plantarum, und Grew in einer gleichen Unter⸗ suchung, die an die A. N. C. angehänget ist, nach⸗ sehen kan) a part, und entfernter von denen öhlig⸗ ten tractibus oder Höhlen des cenereti gesetzt seyn, dahero werden bey der Verbrennung die saltzig⸗ te Theile besonders, und die öhligten auch be— sonders vom& fortgetrieben, können folglich nicht (welches doch nöthig war) durch einen unmittel⸗ bahren Begriff und Verbrennung vereinigt und in ein S Alcali zusammen verbunden werden. Wenn aber durch die Kochung beyde aus ihren Höhlen herfür gezogen und im Wasser frey unter einander gegossen, und durch die Einkochung gantz mit einander vermischt werden, so geshich. die nt⸗ ——— W——* F 188 Einleitung zur Qymie. Entzündung des saltzigt und öhligten atomi oder Stäubgens zugleich, folglich kan eine verbinden⸗ de Verbrennung, durch beyder substanrien ihren unmittelbahren Begriff, wohl von statten gehen, und ein gehöriger effect nemlich ein alcali herfür gebracht werden. VJ. 39 Man kan dieses deutlicher begreiffen aus der Art und Weise, wie die Salia Alcalina oh⸗ ne Zuthuung der Vegetabilien köͤnnen bereitet wer⸗ den, nemlich Recip. O und gemeinen P aa,/ stosse beydes klein zu Pulver und vermische es, davon nimm 1. Messerspitze voll, thue sie in ein irrden Gefäß und zünde es mit einer brennenden Kohle an, und indem es noch glühet, so wirff wiederum so viel des gemischten Pulvers darauf, und con⸗ tinuire also, biß die gantze Menge der massæ also ausgebrannt ist, doch muß man sich hüten, daß nicht, wenn man etwa zu geschwinde einträgt, die schon einmahl ausgebrannte Materie, die im Topffe ist, allzustarck glühe oder fliesse. Hernach zubreche man den Topff, nehme die weisse harte massam heraus, lege sie in Keller auf einen Mar⸗ mel oder Glaß⸗Scherben etwas abhängig, so wird es in wenig Stunden oder aufs höchste Ta⸗ gen zerfliessen, und in das untergesetzte Gefäß ein liquor tropffen, wenn der trübe ist, kan man ihn vorhero durch ein filtrum klären, denn durch ge— schwindes Abrauchen coaguliren, so wird es ein eigentlich Alcali seyn. Eben das geschicht auch, wenn man Salpeter mit Kohlen oder einem grö⸗ bern relinolischen Cörper, als P, Ln u + — N Hui D0. M dahitdtle n ult ic Aalt tifit N ößhagh Wd wid s e n H Ruh mil machi wa mit O SM sst/.auch We feunsge dbe haht mschl, schmaht amn Im deshtie obenEihr Wett Id. 60. De HD I N u wouut gst Dngaipiun ssiunine Wegen R Gide/ in em h L sh m⸗ nn Plgtenamnig n eerhh 18 von sulgg/ Ren ds Illcher Hag Sal AI ihen hereihy enen Mische t6, sie Hh Hnhende f wednn Wauf, Ido mallt 10 R d NWallligh de ut, di in se. Han 4 wessehun uf enen N ahangg, dus högst Nhte Gsie Wun mdut V Wüh ddet eu 5 x dh Einleitung zur Cymie. 189 Ruß, Hartz ꝛc. ꝛc. mischet, und zusammen anzün⸗ det. Indeß ist es mercklich, daß nach Verschie⸗ denheit dieser Erum und ihrer grösseren oder we⸗ nigeren fixität oder Feuerbeständigkeit, auch ein solches Alcali am Grade der causticität oder Feu⸗ rigkeit sehr unterschieden sey. Denn also sind die bißher gemeldeten alcalia milder; wenn aber ihr öhligter Theil noch weiter in etwas ligiret wird, so werden sie auch sehr feurig. Ein derglei⸗ chen Alcali wird bloß durch die Verbrennung der gantzen masse ohne fliessende Schmeltzung ge⸗ macht, welches zu mercken stehet, aus§ nio so mit O ohngefehr in gleichen Gewichte vermischt ist, auch wenn man gefeylet mit O mischt: noch feuriger aber wird es, wenn man ofeyl mit Sal⸗ peter mischt, und mit starcken& gleich zusammen schmeltzt: am allerstärckesten aber wird es, wenn man die subtilere substanz des Eisens, von dessen groben Cörper heraus ziehet, und mit Salpeter zusammen treibet. Von jeden wollen wir a part handeln. §. 40. Die Figirung der Prum geschiehet al⸗ so bey denen mildern Alcalien. Wir haben fast im Anfang unserer Abhandlung supponirt, und voraus gesetzt, daß des Schwefels eigentliches principium sey eine Erde von seiner Art, d. i. ein fester und in einem aggregato fixer Cörper, der doch wegen der mancherley Vermischung mit andern Erden/ fürnehmlich die Farben bey dunckelen Cörpern ausmachet, wir haben auch daselbst, in §.6. Und folgenden bemercket, wie aus dieser 7, wenn 190 Einleitung zur CHymie. —— wenn sie aus denen Salien heraus wächset, die Are, und wenn viel Oehl genau damit vermischt ist, die flüßigen Oehle entstehen. Nun supponiren wir hier, wenn die Dinge, die durch ihren Zuwachs mit dieser Erde, dieselbe flüchtig machen, und sie entweder unter der Gestalt des Feuers oder eines Oehls mit sich in die& reissen, von derselben ge⸗ schieden werden, so werde selbige, sowohl ihre Trockenheit als Fixität von neuen wieder bekom⸗ men. Oder auch, wenn an statt der saliaischen Substanz, mit der diese vorhero verbundene Y ein concretum des Pris hatte ausgemacht, eine andere, gröbere, unbeweglichere und fixere Mate⸗ rie, als die erste salinische mit diesen Khafftigen Vverbunden würde, daß selbige dahero auch fixer und A·beständiger würde erhalten werden. Weil die erstere Weise der fixation zu wichtig ist, auch nicht hieher gehöret, so wollen wir nur die letztere berühren. Man nimmt die Salia Alca- lia, als welche aus einem flüchtigern und subti⸗ lern Schwefel gemacht sind, löset sie im Vauf, vermischt wohl calcinirten Kalck darunter, und kocht es eine Zeitlang unter einander, denn läßt man es erkalten und sich setzen, giesset den klaren liquorem ab, kocht ihn ein oder coaguliret ihn mit starcken kochenden A/ so wird es ungemein weit feu⸗ riger seyn als vormahls.(Eben dieser liquar oder Lauge ist die Mutter⸗Lauge derer Seiffensieder) In dieser operation ist die subtileste erdichte fixe substanz aus dem Vzugewach sen, zu dem schwe⸗ felichten Theile des alcalischen Saltzes, 2903 0 e Gachnnt elledte 0 sunstnißz slche nn 60„Wf Halfungf selbig we 1—F. subichdl flssh H Ms Rir g WAAL Rhthepneh. Sl Widhnntk Wucug M Rulch in flu flg e Onam d Kesolsehe Mpenöy auch dan sih Pahmt O m. — wühih tuumshyst sahpanmn. Rn u machn n zuers du don dershh, „ sobh Weeden kt der ntz berbudaz Usgemag, 6 Ind fred- WNN Jh LI 0½ 0 E In v nur QHl Md⸗ Mend suht α N dwunter dem s dute Agltetih NIIN Du t Eufst Ulcde auh Heü Sihc Einleitung zur CYymie 191 das saltzig flüchtigere acidum draus getrieben ist, und hat also damit dieses alcali in seinen Würckun⸗ gen viel fixerer und durchdringender gemacht. Denn weil die Schärffe derer Alcalien dürch bey⸗ gemischte acida gäntzlich gehoben wird, und da⸗ her ein coneretum entstehet, so eines stumpffen Geschmacks ist, und die vorigen Würckungen und effecte nicht mehr verrichten kan; so ist es ver⸗ nunfftmäßig, daß auch eben diese subtile, schwe⸗ felichte, wesentliche Säure des alcalinischen Sal⸗ tzes, indem sie sich an den Theil anhänget, das alcali stumpffer oder schwächer mache, wenn aber selbiges davon geschieden, wird es viel schärffer. §. 41. Das§ nium,, und auch das& sind subjecta, die mit einem breñlichen Schwefel über⸗ flüßig begabt sind, und zwar nach der Ordnung, wie sie hier gesetzt sind. Also wird das ð§ mit glei⸗ chen Theilen Salpeter gemischt, und nach gera⸗ de verbrennet, eben auf diese Weise, wie oben d. 39. vom Schwefel ist angewiesen worden, die Materie wird bald mit kalten Yausgesüsset, der liquor durch Verrauchung coaguliret, denn im Keller per deli- Juium aufgelöset, damit die nitrosischen Theile durch ein ltrum können geschieden werden, das filtrirte wieder coagulirt, so macht es ein recht O S niatum, indeß ist es demjenigen, so in den Apothe⸗ cen feyl stehet, sehr ungleich, hat auch keinen solchen Nutzen in Entzündungen des Halses, wiewohl man auch darinn viel besser thut, wenn man, statt die⸗ ses præparirten, nur das gemeinste und schlech⸗ teste O dazu nimmt.— it Einleitung zur Cxymie. Mit dem v und o mischt man auch den Sal⸗ peter in gleichen Gewichte, und wirfft es in einen geraumen Tiegel, der, sonderlich wenn man Zinn nimmt, gelinde ausgeschmieret seyn muß, und setzt es aufs A, welches, wenn man oꝰ genommen hat, ziemlich starck seyn muß(oder man lätzt auch die Eisenfeyl erstlich für sich starck glühen, und wirfft denn den O darauf) so wird das Gemenge in ein oder etlichen Minuten anfangen zu deroniren oder zu verpuffen, beym Eisen zwar mit vielen Rau⸗ che; beym hingegen mit einer Aufkochung und Aufwerffung einer fliessenden Materie, denn wird das wagma hart werden, das nimmt man her⸗ aus und tractirt es, wie die vorigen mit Aus⸗ laugen ꝛc. §. 42. Gleichwie aber dieses aus und O ge— machte Alcali, wenn man die calcination mit star⸗ ckem etliche Stunden lang continuiret, so sehr gestärcket wird, daß es viel feuriger wird, als es geworden wäre, wenn man es gleich nach gesche⸗ hener Verpuffung ausgelauget hätte; Also, wenn man die ra des ꝰ, nicht sowohl den brennlichen, als vielmehr den metallischen und fixeren E, mit der O sischen sobstanz verbindet, so entstehet daher ein fixeres und höchstfeuriges Alesli. Nemlich man nehme Salpeter und Reguli Sii Martis gleiche Theile, stosse sie zusammen klein, und werffe sie nach gerade in einen Tiegel, der gelinde glü⸗ het, und wenn alles eingeworffen, und die Mate⸗ rie in dem Tiegel noch weichlich und breyicht schei⸗ net, so wirfft man noch ein Theilgen von vorge⸗ dach⸗ u Radienhen s NM n Mute bahin l Tha Tah dahe Oon din WHDiy SW Hloß u du Henichet. nan au d O flmslan de Ehsc 6ehshbe, fe/so MWulch st, v Ishe ddet Al btun gc Mr Wd che Sam Fpt ein G hyfigie Dice fg sehen Heh vam nan⸗ o N M. — aud wWirstezn Wenn ny⸗; muj yp. genomng n ltrat Hhen, Moi Geween Udétontg mit vilydy Zuftoune Iae, dang z nummt nan y auhm m l π¹HH9 ms nutet, so scht Widd sals und geshy Mo wah beune fyeten AN cherd M. Mu flin, udp dir galld WR WH E 6 Einleitung zur Qymie. 193 dachten paveritrten Regulo allein hinein, so lan⸗ ge bis die masla auch bey hefftiger Glut dennoch hart stehen bleibet. Die wird denn noch eine und andere Stunde im& gelassen, doch daß man sich wohl in acht nimmt, daß keine Kohien hinein fal⸗ len, hernach zerbricht man den Tiegel, nimmt die maslam heraus, schabet sie ab, weil sie noch heiß ist, und verwahret sie in wohl verstopfften Gläasern. Von diesem Saltze kommen einige merck mür⸗ dige Dinge für, und zwar zur Bekräfftigung des Slatzes, daß die feurige Schärffe, die hier ist, bloß von dem metallischen Scheefel des Eisens herrühret. Denn das st gewiß und richtig, daß man aus dem einfachen Kegulo Snii ein solches nimmermehr erhalten werde. Übrigens sind die Eigenschafften und phænomena dieses Sal⸗ tzes folgende, dem Ansehen nach hat es eine weis⸗ se Farbe, so aber hin und wieder grünlich oder blaulich ist, wie eine andere wohl calcinirte Pott⸗ asche oder Alcali, und ob es wohl viel staubichte substanz gleichsam die cerussain Reguli Snii Martialis enthält, so mercket man doch, daß es lich⸗ te und gleich durch in etwas durchscheinend sey. Seine Fixttät aber ersiehet man daraus, daß wenn es gleich viele Stunden caleinirt ja mit dem hefftigsten A offtmahls geschmoltzen wird, und wieder erkaltet, so verliehret es doch nichts von seinem Gewichte Es ist aber so feurig, daß, wenn man ein Theilgen nur gelinde benetzet, so erhitzet es sich hefftig, wenn man es kostet, brennet es so in dieZunge, daß der 95 davon in et. lichen 194 Einleitung zur Cyymie. lichen Tagen nicht vergehet, und auf eben die Weise erzeigt es den lächerlichen und schertzhaff⸗ ten Etfect, daß, wenn man es trocken in die flache Hand leget, und es nur gelinde aufeuchtet so bren⸗ net es als eine glühende Kohle. Indeß mußimnan es für der Berührung der& verwahren, denn, wenn man es per deliquium oder mit gemeinen&auf⸗ löset, und das Saltz durch ein Kochen von dem Pulver scheidet, so ists zwar ein hefftig Alcali, aber doch lange nicht so feurig als vorher. Wenn man Spir vin. rectificatilsimum darauf gießt/so färbt es denselben in wenig Stunden blutroth, und giebt ihm einen feurigen caustischen Geschmack, und erzeiget zugleicht den merckwürdigen Effect, daß es die Theile, daraus der Spir. vin. rectificatissimus beste- het, von einander reisset, und ihn in wenigerZeit fast auf die Helffte phlegmatisch und wässerig macht. Wenn man aber vorgedachtes S von neuen in dreyfachen Gewichte mehr oder weniger zum Re- gulo 8 nii Oli zusetzt und es mit starckem Feuer treibt, so schmeltzt sichs zu einem Bernstein⸗haffti⸗ gen durchsichtigen Conerero. Sonderlich hat auch dieses Saltz einen trefflichen Nutzen in Betrach⸗ tung des Reguli Martis stellati. 6. 43. Daß aber die feurige Natur dieses Alca. li von dem fixeren Schwefel, nemlich dem mar- tialischen Schwefel herrühre, das wird mit fol⸗ gendem Phænomeno erläutert. Dieses causti⸗ sche feurige Saltz läst sich für sich, auch von dem hefftigsten A nicht schmeltzn, wenn aber eine Kohle hinein fällt, oder darein geworffen. ieß R III ust H. 20 N AIt Eouneh dem wb shtehn hlge M Hch Wl ieber/A deth Wohh Fehniths 0W Geshut vom Mfig hoch wat u Iatn anst Dder shahg Kec dib 1 Moegeheetht Vundkelud 1 J In Heglbs sihnpds S Do Much fg I Me kulmg 4•6 aus dan He mitnagn 1nd Lesh vahy HAchiat,shz deß mja en, dingy Meinen vq; Ochen loih stigAldg I. Wemn Rehtyo flh Hpundg E„ mdaz d,hetl dtilimushi Het si v O H un Re lcem Fu ssten⸗ Hufb U hat IN Banth Iude I den III Dastz a on K * ustut 46 Rinleitung zur CWymie. 195 fließt es alsobald„ oder es zerfließt vielmehr. Denn diese Theilgen des Salpeters, die zu diesem Alcali kommen, verbinden sich viel genauer mit dem verbrennlichen Schwefel der Kohle, dieweil er subtiler ist, vereiniget sich alsbald damit, und schlagen die vorhero beygemischt gewesene me— tallische Substanz unter der Gestalt eines Reguliĩ nieder, und dadurch wird dieses Alcali zugleich in dem Augenblick gäntzlich von seiner Caustität oder Feurigkeit herab geworffen, und ein Concretum, so in Vergleichung mit dem vorigen fast ohne Geschmack ist, es fliesset bald und verrauchet auch vom hefftigeren A. Dieses wird unsern Augen noch weit mehr offenbahr, wenn man diese Ope⸗ ration anstellet, mit dem Bernstein⸗ hafftigen oder schon geflossenen feurigen Saltze. Nemlich Rec dieses durchsichtige Soltz, und wenn es im Tiegel fliesset, so wirff eine Kohle dazu, wenn die ver zehret ist, so giesse des S aus, so ist es wie⸗ der dunckel und gar nicht mehr caustisch oder feu⸗ rig. Zugleich aber wird auch ein zimlich häuf⸗ figer Kegulus, doch grob, und der wegen Bey⸗ fügung des Schwefels derer Kohlen arsenicalisch, von neuen flüchtig und in Ansehung seiner vori⸗ gen Reinigkeit gantz unrein ist, zum Vorschein kommen. 9. 44. Ein deraleichen caustisches Sal fixum aus dein KRegulo ꝰ und ꝙ führet auch Beecher mit wenigen an i Supptemn II. Thes VI. H 176. und Tnes.V. G. 129 Der Basilius Valentinus aber, da er heißt den stallarum Regulum o mit der N 2 Stein⸗ 196 Einleitung ʒur. ymie. Stein⸗Schlange durchs Feuer führen, so ver⸗ spricht er, daß daraus eine gantz feurige und nem⸗ lich dem Vermögen nach) heisse Materie werde entstehen, durch die Stein⸗Schlange scheinet er wohl nichts anders, als den Salpeter anzuzeigen. Denn gewiß unsere odgedachte Subitanz, weil sie den merallischen Schwefel des o in sich hat, welches wir aus dessen Niederschlagung in eine regulni⸗ sche Gestalt haben offenbahr gemacht, scheint nicht weniger zu versprechen, als das Saltz, davon in des Digby Experimenten, unter der Praxi Monte Snyders, und in Berlichii Dissert. de Medicina universali p. 44. aus dem Theophrasto Mel⸗ dung geschiehet, und wir zweiffeln um so viel weni⸗ ger, daß es nicht solte das O im Flusse auflösen, da auch Beccher solches von seinem mit dem bereite⸗ ten, in angeführten§. 76. verspricht. 6.45. Es entstehen auch solche alcalinische Con- creta, wenn man O mit V calcinirt, allein mi grossem Verluste des Salpeters, nemlich der Grund dieser Sache ist, daß 1.) die saure flüchtige Substanz des Salpeters nicht anders fortgetrie⸗ den wird, als wenn ihm Bolus zugefüget wäre, die⸗ ser Theil aber stösset im Durchgehen auf die alca⸗ linischen Theilgen des Kalcks, oder auf die erdich⸗ ten subtilen schwefelichten Theilgen, und gehet da⸗ mit zusammen in eine Subltanz, davon wir ein we⸗ nig hernach mehrers melden werden. 2) Gleich⸗ wie die alcalinisch⸗erdichte Substanz des Salpeters der Grund seiner Härte ist, der da zurücke bleibt, wenn der lpirituölere Theil geschieden ist, so 2 el⸗ 0 Wuh UNtt stcht Wa fishardot Fubgl 0 Flaihn v de, van st Rum Wäg sch hunt dio Haidd 65 faphh deln delne M nn Haggsm oer Cesq Ufüufgehz W Valttst, on W Hgeiche hul sahe Rundicht, Hel duch R dgsge lch wnan Dsstsham damde Mi Ga, e f Tel O Mie. ünen Einleitung zur Cymie. 707 V.—— 1 1 selbiger durch den Zuwachs derer subtilsten Theu⸗ Mu gen des Kalcks, davon oben§9 40. gedacht, in ei⸗ Ronge Um. nen fixeren und fololich feurigen Stand gesetzet. hentt ausht Ubrigens wenn man auch das gemeine Saltz in Htns, flüßiger oder trockner Gestalt mit dem Kalck ver⸗ uschhan menget und zusammen treibet, und hernach durch hnkiltriren wieder scheidet, so giebrs eine Matexie, achtschen. die, wenn sie coagulirt, und im Keller per deli- Uhbubom Quiom aufgelöset ist, die sauren solutiones mittel⸗ Wan. mähig niederschlägt, die schwefelichten Theile in NK Hiehn sich nimmt, doch dieses alles nicht so hefftig als Ddie Alcalia, davon wir bißhero gemeldet, auch hat n es keinen solchen Geschmack, als die Alcalia, son⸗ AfR dern vielmehr einen saltzigten. 5. Wie denn auch, wenn das gemeine S nur ein⸗ 1 2 mahl geschmoltzen wird, so löset sich es balo im Kel⸗ 0 ler per deliquium auf, ja auch das Saltz, das so alnscheCn. zu kauffe gebracht wird, wird unterweilen feuchte, unlt Alenmm. nachdem in dessen Bereitung etwa verschiedentlich peulchdu geirret ist, sonderlich wenn es regnicht Wetter ist, Wantfls. von dergleichen Art ist auch dasjenige, welches dut sbugus: aus dem sauren Theile des O mit dem zusam⸗ Whntwaen: men wächst, davon wir vorhero gemeldet. Die⸗ ahNW. sen durch Kunst gemachten Alcaien mag man Mde t noch beyfügen denKalck selbst, als welcher ein künst⸗ I dghan lich mineralisches productum ist, da nemlich ge— upog wi eh wisse schlammigte lockere Steine, die hier zu On a Lande Talckartig sind, als Talck⸗oder Spaht⸗ ddteSteiae, die voller flüchnger schwefelhaffter un⸗ ltete reifser Theile sind, so geglühet werden, daß ein Uen Theil der flüchtigen Materie mit der übrigen er⸗ N 3 dich⸗ 198 Einleitung zur WMymie. dichten zusammen schmeltzt, daraus denn eine solche corrosivische Substenz entstehet, die doch im A, von wegen der Anhengung der übrigen gröberen erdichten Theilgen, fix und beständig ist, daher kommen bey einem frischgebrannten zweyerley Substantien für; eine subtile erdichte corrolwische, die in das aufgegossene d gehet, ob wohl der Ge— schmack nicht sonderlich mercklich ist, daher auch ein solch v9 den gemeinen damit gekochten Schwefel auflöset, die sauren Soluriones niederschlägt ꝛc. Die andere, welche in Gestalt einer groben am Boden sitzen bleibt, und das andere obwohl unrei⸗ ne Principium constitutivum derer Alcalien aus⸗ machet. Ubrigens ist das ein mercklich Phænome- non, daß vorgedachtes Kalckwasser, wenn man es so bloß für sich verrauchet, fast gar nichts von einer fixen Substanz hinter sich läst, daher das Pa⸗ radoxum für fällt, daß diese Substanz des Kalcks, so lange sie mit den übrigen erdichten Theilen ver⸗ bunden ist, ist sie in dem stärcksten A fix, wenn sie aber davon geschieden wird, ist sie flüchtig; wenn man aber gemeinen pulverfirten Schwefel unter den Kalck menget, und denn erst mit kocht, das starck rothe Decoctum filtrirt und vornehm⸗ lich des Winters, in der warmen Stuben bloß von der Wärme der& läst verrauchen, so wird das klare Wasser ein grobes saltzigtes trockenes und guten Theils erystallinisch es Sediment zurück lassen; ob nun wohl diese Materie sich hernach nicht will wieder gantz in Wasser auflösen lassen, so hat sie doch a priori ihre salinische Ah, + madkubdag Hab bet/ M gith Hdl Mlch v IlM soch Deacto sts shenEuhee Spiin Sel ller Huck, sllt aj dn Viz isl Murtasache det Halks Wr ohin v0 Medit, in Nsns Ohlchr bbeng ags um den M Bun m. Einleitung zur Cyymie. 199 —— wundut bewiesen, indem sie gantz klar in Wasser aufgelö⸗ Ne doh u. set, und mit demselben durchs ftrum gegangen hugir gij ist. Ubrigens mag man weiter untersuchen, ob ndg ss. nicht eben dadurch die Materie, die sich von den n EN Crystallen nicht mehr will in d auflösen lassen, le corrasit oder der Schwefel aus der Verbindung eine grös⸗ bwohlz sere Firuät erlanget habe, oder ob man finden Idahercaz könne, daß es durch diese Auflösung in seiner Mi⸗ hten Se schung mercklich verändert sey. lldersh§. 47. Indessen ist doch der Eftect des Kalcks gobenß merckwürdig, und stehet, welches bishero gemangelt uchuahlu hat, weiter zu untersuchen, da man insgemein glau⸗ Alu bet, daß sein Decoctum die flüchtigen Saltze fi⸗ Hichbeun gire, und im Augenblick in eine todte Erde verkehre. „, uum sr Nemlich, wenn man in das Decoctum vom Kalck/ Rarnichs l oder nach dem Zwölfter in das V, so aus diesem Whröls. Decocto frisch destillirt ist, die flüchtigen ürinosi- 2 Haltz schen Saltze als C. C. Urinæ&c. oder dergleichen Mhlen veo Spiritus hinein thut, so erscheinet jederzeit ein sub⸗ fu,Weng s tiler Kalck, der eine Erde zu seyn scheinet, und Ihin; Win fällt auf den Boden.* Sefl unn Doch ist bey diesem Experimente noch übrig Iv Kah zu untersuchen, ob nicht vielmehr das Decoctum Indond des Kalcks vielleicht von einer solche Art ist als wir oben von der Alcalisirung des O und S ge⸗ Subend6 der Alc⸗ 9 0 meldet, nemlich sauer, und erdicht. Daher denn 1 117 in diesem Experimente das alcalinische, flüchtige u S vielmehr durch Niederschlagen würckete. Gewiß nush l wenn man den Spiritum Nitri mit Kreyde sättiget, 1— 0 um den Mangel der A, oder den phosphorum alduini zu machen, so entstehet daraus ein biter⸗ 110, N 4 res 20⁰ Einleitung zur Cyymie. res coneretum, fast ohne Geschmack, so dem Kalck nicht sonderlich ungleich ist ja vielmehr mit seibigen in vielen Stücken und efteetibus überein kommt, da man sich denn ein vor allemahl erinnern muß, daß die sauren Saltze, nachdem sie mit verschlede⸗ nen Terris gesättiget werden, auch auf verschie⸗ dene Art leichter oder schwerer von ihnen wieder durchs& können abgetrieben werden; hingegen mit denen kalckigten und kreydigten Erden, ja mit allen die nicht zu Glase werden, und sich doch auflösen lassen, hängen sie so feste zusammen, daß durch das Feuer nicht das geringste wieder von ihnen kan befreyet werden, welches man durch v leichtlicher erhält, sonderlich wenn das acidum des gemeinen Saltzes damit vermischt ist. H. 248. Daß die flüchtigen Dinge durch Kalck solten figirirt werden, das scheinet dem gemeinen experichente zuwider zu seyn, da durch Beyfü⸗ gung des Kalcks der höchst flüchtige und causti- sche Spiritus ci urinosus destillirt wird. Aber es scheinet die Auflösung in der operation der Zu⸗ mischung zu hängen, so, daß wenn man zu viel Y zufüget, auch eine andere Quantität dieses Spiri- tus entstehet. Ubrigens muß man noch den pra- ctischen, fürnemlich metallischen Nutzen des Y mercken, da nemlich durch Beyfügung des Kalcks die flüchtigen, schwefelichten, arsenicalischen mine⸗ ralia so gezähmet werden, daß, indem der flüchrige corrosivische und unartige Theil von dem Kalck eingesogen wird, der subtile metallische Theil von deren räuberischer Anhängung frey wird,—1 also + — arp Barhe N hhn Ghr Sn Ischlebl. 605 Kih Heserepr tN mulhmde is. Oagfl AA wohsne chchettcin lnlscten Ofn Rulcer cpent M RWuog der Rdu E Sune, d Wosuadg Kult widah Udegn Rauhschen cher shtoh ndchsggef Mht ö Mtioaf V ie. Einleitung zur CWymie. 2⁰¹ ühnd — also a parte kan gesammlet werden. Wieroohl Ibne Beccher zu dem Ende vielmehr die subtilen glaß⸗ nü achtigen Terrss, allerhand Art Leimen, Kiesel, im Glaß ꝛc. brauchet und recommendiret, wiewohl V er auch denen alcalinischen und mit Kalck, wie cahfuh oben gemeldet, fgirten Laugen in der Absicht viel Nhnen niz zuschreibt. erden, Iun 9. 49. Es sind noch die weissen gemeinen Bach⸗ Ren Edh. Kieselstenne übrig, welche, wenn sie mit ana O oder b„ undsch besser S ana zerstossen, und in starcken Feuer Hemm tractirt werden, so geben sie mit den Saltzen eine Me Wuba.massam, die fast gantz in vschmeltzet oder salinisch 5Tman dul ist. Doch können die Kiesel nicht zu denen eigentlich eun dus wil also genannten alcalien gezählet werden, denn ob sie nscht s wohl in Niederschlagung derer acidorum fast glei⸗ x chen effect mit jenen leisten, so sind sie doch davon em e unterschieden in der Auflösung derer Sulphur. oh-⸗ ng Bu ne, in so fern das Sal. Lartari wenn es zu vorge⸗ und ud dachter operation genommen ist, das seinige thut. und. Wer eh§. 50. Indeß muß man nicht übergehen die Won det resolution derer Kiesel/ so wohl der gemeinen als vah woauch der Crystallen und aller solcher Glat⸗achten sardessd. Steine, die da, nach geschehener Glühung, in soh dun. Wasser abgelöscht, zerspringen: nemuch durch öff⸗ Mun d6ters wiederhohlte Glühung und Ablöschung in Y, Agds h soll die gantze substanz des Steines zuletzt in eine Halshnn gantz schleimige substao: sich verkehren, davon Bec⸗ den fle«Cher schreibet, daß er daraus eine subtile spirituose 0n dm Ke und öhligte substenz gezogen habe, davon man die We Wahrgheit der Sache untersuchen muß. Die ope- Iun o'ration könte zu dem Ende am füglichsten in einer At“ N 5 ei er⸗ 20² Einleitung zur Qymie. eysernen Kolbe mit einem Helm vollbracht werden, dem eine Röhre also könte angesetzt werden, daß das einmahl herüber getriebene Wasser, wieder auf die Materie, die am Boden des Gefässes mit starckem& glühet, könne von neuen aufgegossen werden, wiewohl noch die Schwürigkeit vorfällt, daß dergleichen von gegossenen gemachte Ge⸗ fässe leicht zerreissen, wenn sie glühen, und man giesset das Wasser hinein. Doch kan man der Schwürigkeit auch abhelffen, wenn ein solch Ge⸗ fässe, ehe man es gebraucht, nach gerade geglü⸗ het wird, eine Zeitlang glüend bleibt, und endlich kühlet. Vom Schwefel. Was man insgemein unter dem Schwefel verstehe, ist gantz bekannt, nemlich, ein mineralisch saltzigt hartzigtes coneretum, so von empfangener Flamme brennet, und einen corrolivischen salini⸗ schen Rauch von sich giebt. Gleichwie aber diß cConcretum bekannt genug ist, also ist hingegen dun⸗ ckeler, was die gemeinen Chymici, die nur Pa- racelsi Worte den Buchstaben nach nachschwantzen, durch das Principium des Schwefels, so, wie eini⸗ einen Theil ihrer Mischung ausmachen soll, wol⸗ len verstanden haben. Denn ob man wohl in denen zusammengesetzten und nicht feste an einan⸗ der hangenden Thieren und Vegetabilien, die viel⸗ mehr decomposita sind, eine brennende, öhligte Substan⁊, die auch würcklich ein flüßiger Pist, 1* 9 nur nach gerade mit dem Feuer abgehet und er⸗ ge wollen, in allen Dingen stecken, und morerielisch 2 0 fll W 1 M hun Rah l f Cumihuh Oo shh W Ruur des Schhu I icht dr g coastiutie I sans Iuhsobl Rateet Ohhscht Was dieen Weenoattr W an g 0h No oschenvor dn M fthefthe Von de IMWE ni. —— Uhmnatygp 1 vedn, Vasr, uh Gesh len aufzg Unigkeitvuntt gemaäteh hen, uudi Vkan muy Mein solhh gerade g ,und en hghu und am Bel mieul lpsangenet Lischen nuini. ie ber d ggendal⸗ 15 Nuun kr Nchschwartoz soweth Ind waer V sl, x6 n voh si Rubih d an HI ö Einleitung zur Cynne. 203 fig findet, so findet man doch bey denen einfachen gemischten Mineralien, vornehmlich Edelgesteinen Und Metallen, nichts dergleichen brennendes, so einen gemeinen Schwefel möchte anzeigen, ob man wohl bey ihnen eine Farbe und eine gewisse Materie findet, die durch eine Decomposition und Einmischung anderer Dinge mit denenselben in einen brennlichen Schwefel zusammen wächset. Ob sie nun wohl denen Metallen einen firen& zueignen, so verwickeln sie doch damit ihre Mey⸗ nung nur desto mehr, indem sie von der Gleichheit des Sulphur. abgehen. Diejenigen scheinen die gantze Sache zu decidiren, die dafür halten, daß nicht der gemeine Schwefel, sondern nur ein pars constitutiva desselben, die in selbigen häuffiger als ichtwo sonst gefunden werde, seye dieselbe allge⸗ meinere Substanz, die auch mit andern, fürnemlich gefätbten Dingen, als ihr wesentliches Theil pflegt beygemischt zu werden. Weil aber die Art und Weise diesen Theil aus dem gemeinen Sulphur. zu demonstriren, bißhero noch geheim gehallen ist, als welcher zur Verbesserung der Metallen kein geringes beyträgt, so wollen wir indessen an diesem Orte unsere chymische Betrachtung fortsetzen von denen ðpeciebus, die insgemein un⸗ ter dem Nahmen des Schwefels und der Schwe⸗ felhafftigkeit gerechnet werden. Von den Schwefeln des mineralischen Reichs. F. I. Daß man wisse, woher die jederman be⸗ kann⸗ 204 Einleitung zur Cyymie. kannte Materie, die man gelben Schwefel nennet, unter der Substanz, wie sie vor unsere Augen kommt, ihren Ursprung herführe, so ist zu mercken daß man so wohl einige metallische äls auch Kie⸗ selichte Ertze finde, und zwar unter den metalli⸗ schen vornehmlich die und Ertze, unter denen Kieselichten aber die harten schwärtzlichen Feuer⸗ steine oder Schwefel⸗Kiese, die mit metallischen Adern den Augenschein nach durchꝛogen sind, Schwefel⸗Quartze oder schwefelichte Marcssiten, welche, wenn man sie ans Feuer bringet und ge⸗ linde glühet, einen häuffigen, theils sauren Schwe⸗ fel Dampff, mit einer blauen Flamme, thells sicht⸗ lich weißliche und gleich sam staubichte Dämpffe von sich geben. Dergleichen mineralische Kiesel also werden in ein genugsam starck Feuer ge⸗ wo ffen, so geht der Schwefel fort, als welcher kein Feuer ausstehen kan, theils im Rauche durch die geschickt gebauete Kammern des Schorn⸗ steins, und leget sich da in mehligter Gestalt an, thels schmeltzt er zusammen, wo nemlich eine grosse Menge zugegen ist, und fliesset durchs Feuer her⸗ ab, und wächset in denen Aschen⸗Löchern in lan⸗ gen Stangen zusammen, das nennen sie Tropff⸗ Schwesel. Man findet bißweilen in den Gruben selbst gegrabenen Jungfer⸗Schwefel, den sie auch lebendigen Schwefel nennen, einer dunckel⸗ gelben Farbe, und langstriemigt im Gesichte, un⸗ terweilen findet man ihn auch gantz crystallinisch durchsichtig, so gleichfalls selbst gewachsen, und doch in kein Feuer gekommen ist, bißweilen auch in — 0 O* nel 00 Shaufth shen uflh e Dienz Subernn E Woher in sehg g breg RanzNl gehet,Rl manpehen hbalf WWrhchole sha ltr Ogbisihe fecdt Hel N Kuncke dWses H Rlge dusdey d HScw da sheh birshrchte daß de 90 gabneh Dne Zun m— —— Schen ou t Uusen un sostuneth e dg uh ker den nath he,untnen Wlchengte nt metallh crogen hie Mercish dmnget undz sauuen San Ime,thels sth hchte Dan Hensch All ct Hauer g „ ah woschen Muche durh dis Scholl⸗ Ght du, icene gust 06 Reudt hid en W 0n sie Bal dn G WWestl, da“ , eht dud im Geschths Donh schlt IWatwach Hntia —TFTT Einleitung zur Gymie. 203 in Gestalt solcher langen Stangen, da es in den mi- neris selbst duich Herabtröpflung sich so zusammen gehäuffet hat, davon man mehr bey denen phylica- lischen Autoribus finden kan, als ves Schotti Phy- sica curiosa, Kircheri mundo subterran. Roifin- cii Dissert. de Sulphure und Beccheri Physica Subterram, Sect. VI. §. 2. Es mag nun der Schwefel herkommen, woher er wolle, so scheinet doch gewiß der gemeine in seiner Zerlegung eine zusammen gesetzte Natur zu bezeugen. Insgemein wird er durch die Ver⸗ brennung zerleget, da er denn eine doppelte Sud- stanz zeiget, denn der Theil, der davon in die Lufft gehet, zeiget eine saltzigt coerosivische und zusam⸗ menziehende Sobstanz an, denn bleibt ein Theilgen schwartzer fixer A zurück. Indeß hat die Frage ei⸗ ner höheren Untersuchung nöthig, ob dieses acidum schon unter solcher Gestalt zu Conltitoirung des Schwefels concurrire, und nicht vielmehr ein Ef⸗ fect des Feuers sey. Die es verneinen, führen an des Kunckels Experimente, da er verspricht, aus dem sauren Oehle des Sulphuris und einer fettigen hartzigten Substanz, einen Schwefel von neuen zu erzeugen, wiewohl auch eben derselbe anderwärts aus dem Spiritu Sulphur. einen häuffigen gemei⸗ nen Schwefel nicht zusammen zu verbinden, son⸗ dern schlechterdings zu scheiden und zu reduciren verspricht, auch Beechers Experiment. da er sagt: daß der Spiritus Sulphuris, der keinen würcklichen gelben Schwefel in sich hat auch der Regulus, und das§ nium selbst, so gleichfalls mit einem solchem Schwe⸗ —F .... —1 206 Einleitung zur Cymie. Schwefel sehr wenig verbunden ist, dennoch einen wahren und häuffigen brennenden gelben Schwe⸗ fel darreichen: und anderwärts beweiset er daher/ daß den gemeinen Schwefel zu constituiren eine metallische Materie oder Substanz entweder würck⸗ lich concurrire, oder doch concurriren könne, weil er wisse, das d oder dessen Regulum gantz in einen gemeinen Schwefel zu verkehren, welches nicht könne wiederum durch Scheidung der Theile in Antimonium rediciret werden, also ist auch des Boyle Experiment bekannt, wenn man Regulum Antimonii, oder auch Antimonium selbst mit Vitriol. eine Zeitlang digerirt, und endlich durch eine Retorte destillirt, und zuletzt starck A giebt, so erhält man daher einen rechten gelben Schwefel, und in zimlicher Menge, welches auch Ettmüller durch seine Erfahrung bekräfftiget hat, der versi⸗ chert, daß wenn man Terpentin mit Vitr. de- stilliret, und zuletzt starck Feuer giebt, so soll sich ein Schwefel Emiren, so von dem gemeinen gar nicht zu unterscheiden sey. Indeß scheinen diejenigen Phænomena die Af⸗ firmativam zu behaupten, die bey der Solurion des gerneinen Schwefels mit Alcalien vorgehen, man nimmt eine starcke Lauge, oder ein der deliqui- um von Sale Tartari oder sonst einem Alcali, wirfft etwa den zten Theil pulverilirten Schwefel hin⸗ ein, die Materie digerirt man in einer Phiole in B. M. so wird der gantze liquor gelblich durch sichtig, so, daß keine Scheidung derer Theile erscheinet. Wenn nun ein solch offenbahres Saueres in dem S chwe⸗ ö Siuslal 0 M schann vamndar Hymste aushad Aen Rh Aedode Nemmw uht hehmtdig er nid& nichtudg aus eerso swioer tationuter Lir Sphor Wstt aoch Gelhits O Wd u hüffed Wseggast niche Suaud lerum d oc Sl Iu heng Mtt m Hach. duodyn aj HNSh — —!h.ß!'w...i‚i‚i‚i‚i‚i‚‚‚t‚‚‚s‚‚s“tt — Einleitung zur Cymie. 207 V ⁰ ͤ Ainon Schwefel wäre, so würdde es ohne Zweiffel mit de⸗ Wdta nen zur Auflösung gebrauchten Alcalien alsbald I zusammen wachsen. Dahß aber diß nicht geschiehet, —4 siehet man daraus 1) weil auf diese Weise, und Unwenn der andere Theil des Schwefels hartzigt wä⸗ ken kön re, so müste es geschehen, daß sich die Relina zu Bo⸗ Ahalene den scheide, denn die saltzigten Saltze, dergleichen wache aaus dem Alcali werden müsten, wenn sie sich mit der Blls dem Acido des Schwefels vereinigten, löseten die staug Resinas nicht auf, 2) so könte die Solurion, als die inl Rezün schon mit dem Acido gesättigt wäre, durch ein an⸗ shstnder gelind Acidum, als gemeinen Eßig, Wein ꝛc. adsch u nicht niedergeschlagen werden, auch dörffte man 3) nAsch aus einer solchen Auflösung keinen rechten Schwe⸗ HehSchos. fel wieder hoffen, welches doch durch diese Præcipi⸗ Eumüln tation unter Gestalt eines weissen Pulvers, so man bl dir hes Lac Sulphuris nennet, zu Boden fällt. Hernach 9% Ninde. löset auch das Terpentin⸗Oehl oder jedes ander Hylschen destillirtes Oehl den gemeinen Schwefel auf, n gur htt und wenn man es von der Solution, sonderlich durch Hülffe des Spir. vin. zum Theil wieder abzie⸗ mena die.het, so zeiget sich diefer Schwefel denen Augen in Ge⸗ 5Huand stalt salinischer Crystallen, man pflegts Rubinum achm un Sulphuris zu nennen Indeß scheinets,daß diß con⸗ ger del cretum des Sulphuris entstehet aus dem festen uHahuß. doch eigentlichen Concursu des sauern Saltzes, Cüme und scheinet der Irrthum darinn zu liegen, daß Euhne, man in denen Experimenten, da die Hartze mit Autie dem Acido zusammen verbunden werden, dar⸗ 0 t aus denn ein Concretum enstehet, so dem gemei⸗ Relte nen Schwefel in allen gleich, dafür hält, als ob Wules 04 das 50%0 610 1 . V. l A 144 IIII ö H RAAN RN W 0 W 444 ö N 0 60* 0 IN 1 ö 3 ö 205 Einleitung zur Cymie. das Hartz oder fettige Theil nach seiner gantzen subttanz, zu dieser Verbindung concurrie, da doch nur dessen Principium oder nur ein constitui. render Theil, so doch nicht das gantze ausmachet, blo) zu diesen Wercke erfordert wird. 5. 3. Nemlich die Sulphura und furnemlich der gelbe wineralische, ist eine saltzig erdichte sub⸗ stanz, und zwar die aus einer gröbern minerali⸗ schen Erde scheinet gemischt oder zusammen gesetzt zu seyn. Daher können auch nach gerade, durch wiederholte operatim die flühigen Sulphura oder Oehle so zertheilet werden, daß die concentrirte, mehr erdichte und zugleich salinische substanz viel Vrige Feuchtigkeit giebet, durch dessen Zutritt und Verbindung des lalinischen Theils sie eine solche flüßige Gestalt erhalten. Das ist zwar für⸗ nemlich Becchers Meynung, und es scheinet auch durch die E fahrüng bekräfftiget zu werden, in⸗ dem die subtilen Oehle mit dem Vbey dems pir. vin. so zusammen wachsen, daß sie mit demselben nicht nur eine reinere und penetrantere, sondern auch eine fast noch einmahl so langwührige Flamme von sich geben, als wenn sie allein brennen. Auch ist das Experiment des Becchers merckwürdig, da er versichert, man könne aus den Kohlen, Leim ꝛc ei⸗ nen sehr hitzigen Spiritumn bereiten, so doch gantz oh⸗ ne Geschmack ist, und nicht brennet, hingegen mel⸗ det er, wenn man distilllirten Tin gehörigen Ge⸗ wichte dazu thue, so entstehe daher ein rechter na⸗ türlicher brennender Spiritus, in der Physic. Sub- terran. Sect. V. C. 2. V. 25. Daß aber eines von denen 0 dunihe Iuusn K l 10 flhih dinibath: chenUudo Wonn A Did/gas stel th di orh/ Y W a Omꝛpss n Du, He deh! Wbd Prashin eduntre Ra,Nd Rheg damgachs 0b den il Wb vh RN — —— SSRSSSe...... M. —.ñ— Einleicung zur Wymie. 209 ban denen Priacipis des Schwefels einer erdichten * 147— Natur sey, das ist, einer festen trocknen, und die Wiang. auch in ihrer Reinigkeit weder sich anzünden läst, — noch flüchtig ist, das wird daraus klar, weil, wenn man die subtilern saltzig, wässerigen, flüchtigen und sinnicht brennenden Theile scheidet, das übrige sich Adla alsdenn leichtlich an die fixesten Cörper anhänget, berh mü nemlich an die Metallen selbst, davon bedencklich sammen sind die Oerter beym Beccher in der Minera Are- Werade. naria p. 4. und daselbst im Cuniculo p. 26. damit dulohu). die überein zu kommen scheinen, die in der obymi⸗ Kconcentin schen Concordanz p. 45/. und p. 508. stehen. Hesabstan⸗“§. 4. Übrigens wird eben der Schwefel, der, dssn zmwenn er durch Zerstossung der Lufft angebrennet Ohels so: wird, grösten Theils in eine saltzigte Substanz zer⸗ slparl! streuet wird, wenn er in verschlossenen Feuer tra⸗ sheset auh Etirt wird, nicht von einander getrennet, sondern Warden,. gantz von demselben in Gestalt eines staubichten Hendbirsis. Dampffes fortgetrieben, welches wir Flores Sul⸗ mleben it phuris, oder Schwefel⸗Blumen nennen, die dar⸗ ddemnauche! inn von dem Lacte Sulphuris unterschieden sind, sanme vonst.daß bey diesem die subtile Erde der Alcalien in der . Mch Præcipitation zugleich mit niedergeworffen und fe⸗ hohdg N.ste drunter eingesprenger ist, wenn selbige durch die Ien, HLam Stion, da der blosse Schwefel aufsteiget, wieder adohgn geschieden werden, so macht der rirte Schwefel Huggu denn gleichfalls eben solche Flores, als die vorigen,* gn aus dem rohen Schwefel sind. er e§. 5 Auf eben die Weise wird auch bekannt, Dbdyse L was von der Fixation des gemeinen Schwefels, j un ut die nach seiner gantzen Substanz vor sich und ohne Ai O Zu⸗ SISRSSIIITRR ——. 21⁰ Einleitung zur Chyymie. Zusatz soll vollbracht werden, zu hoffen sey Denn würcklich, wo nicht zum wenigsten die wässerigen Theile, vermittelst welcher das Acidum in dem mineralischen Schwefel eine saltzigte Consisten und eine Flüchtigkeit hat, würcklich von ihrem Orte geschieden werden, und verrauchen, so wird nichts gutes erhalten. Was aber einige von einer Flüchtigmachung des Schwefels gedencken, und weiter, zu was für einem Zwecke solche nöthig sey, da man die destillirten Oehle in solchen Uberfluß hat, können wir nicht absehen. Die flüchtige Schwefel Tinctur, die heraus kommt, wenn die mit Y gemachte Auflösung des Schwefels über dem coagulirt und eingekocht wird, und denn mit Zusetzung Xacs destillirt, so geht ein gelb⸗ lich Urinolischer Spiritus über. Wenn eben der Spiritus von neuen und gelinde rectificirt wird/ oder man läßt ihn verrauchen, so wird das Pul⸗ ver des rohen Schwefels zurück bleiben, und zu Boden fallen. Wenn man Terpentin Oehl auf zart pulverisirten Schwefel oder Schwefel⸗Bluh⸗ men oder endlich auf das so genannte Hepar Sulphuris giesset, so ziehet es den gantzen Schwe⸗ fel in sich, und macht also den Balsamum Sul⸗- phuris Therebinthinatum aus, allein bey der Destillation nimmt es wenig mitz sich über, son⸗ dern es läßt den Schwefel von neuem wieder zu⸗ rück. Der Spir. vin ziehet auch aus, dem Hepa⸗- te Sulphuris gleichfalls eine Röthe, die aber viel⸗ mehr von dem alcalinischen und schweflichten Cörper gemischt ist, denn, wenn man ihn auf blosses —— Ds 00 1M O%„v N WI W Afffit,u E . Mhn HMM Tachnbn Dhe n vothydos Phad, Snhung Oonond im e Huchs Gl Rpchn n Hücelntum Sciönd 109 Wuldgy pits Saß leh soldane muent, oh dn sic Home —————— N —hriss‚IIIee ne Einleitung zur Qymie. 211 Offen sey Dn blosses veritables Alcali giesset„färbet es sich N wifeh eben so. Acidom,§. 6. Man macht aber das hepar Sulphuris al⸗ ske Uns. so, wenn man dessen u. Theil mit ꝛ. Theilen Alcali lch an e in einem Tiegel schmeltzt, und so bald es geflossen, auchen srn gießt man es aus, so giebt es eine rothe Farbe, die einige dopstz aber doch, wenn auf die kalte Masla oie feuchte deneken 4 Lufft fällt, und darinn, oder in einer andern Feuch⸗ sche nöthgtz tigkeit zerschmeltzet, sich in eine Schwärtze verkeh⸗ Rchen Udeh ret. Wenn man aber auf diese heisse Leber farbe⸗ De shh ne Materie ein destillirtes E giesset/ als Templin⸗ mmt wen Terpentin⸗Wacholder⸗Aniß⸗Oehl ꝛc es etliche Süise! Tage gelinde digeriret, so fäcbet sich es schon hoch Wid, Indin roth, das gießt man ab, und heißts Balsamum Sul⸗ gaht en g˙d phuris, entweder Terebinthinatum, welches in Vum cbenn Reinigung und Heilung der Geschwüre nützlich ist, Watt mo, oder Juniperinum, welches, wie auch das vorige, id du u innerlich bey Verletzung der Urin⸗Gänge und Ge⸗ ben/ ud. burths Glieder oder Anisatum, welches in Lun⸗ n Ochas.den⸗Geschwüren dinlich ist. Einige machen auch SeflBii) auf eben diese Weise einen Basamum Sulphuris aunte Hey suceinatum, mit dem Bernstein⸗Oehle zu deuen IutenS Schäden derer Geburts Glieder. Rilaum ᷓ. 7. Indeß scheinet diß Phenomenon merck⸗ dlun ba würdig zu seyn, das bey der Auflösung dieses He⸗ sch Ler patis Sulphuris mit V fürkommt, denn die röth⸗ Lehen a liche Farbe verwandelr sich nicht nur in schwartz, l enke sondern es setzt auch ein häuffiges schwartzes Sedi⸗ den menr, ob man gleich das reineste Sal Lartari, und 00 115 den flüchtigsten Schwefel oder Flores dazu ge⸗ 1 nommen. Ja es geschicht auch dieses, wenn man O 2 Schwe⸗ 2 12 Einleitung zur CHymie. Schwefel in einer starcken Lauge auflöset, und den futrirten Granat⸗färbigen Liquorem in einer Phiole im siedenden Balneo hält, denn da wird gleichfals aus der klaren Solurion durch diese ge⸗ linde Digestion eine dergleichen Schwärtze zu Grunde niedergeschlagen, ja wenn man den Li- quorem der Solutionis hepatis sulphuris von dem schwartzen Sedimente abgießt und ihn weiter di⸗ geriret/ so läßt er auch noch weiter eine solche Er⸗ de fallen, welches wir deßwegen melden, daß man nicht etwa diß Phænomenon der Verbrennung vom Feuer zuschreibe. Es mag nun seyn was es will, und wenn es auch vom Feuer herrührete, so wird doch die Materie werth seyn, daß man sie weiter und genauer untersuche, und wo selbige nicht würcklich metallisch ist, so halten wir doch wegen gewisser Ursachen dafür, daß sich es doch mit selbigen werde ferner vergleichen lassen. §. 8. Beccher beruffet sich gewiß in seiner Mi- nera arenaria, auf seine Erfahrung, und versichert, daß die I des Sulphuris, oder der in eine fixe Erde gebrachte Schwefel einen metallischen Zuwachs gebe, ja fast eine Art der Tinctur ausmache, wie⸗ wohl er anderwärts vielmehr räth, daß man seine Fixation vielmehr mit dem& Oli verrichten solle; welcher Sache doch diese unsere Muthmassung nicht zuwider ist, sintemahl Beccher selbst diese fi. girende Y, die er in der Physic. subterr. sonderlich dem Gli zuschreibet, und selbiges dehwegen in Suppiement. I. die A⸗ oder Oehl ⸗ förmige d des Oli nennet, und in der Minera arenaria p. 89., nen⸗ net 2 X e URf Rict Ni Hubhel A ast hul hn. S dt shn tdir ing Cone Wl Dabte nere Welt Esqhun HIL shhpathen 44 mentz ase When Wigdonk shteburg: Meios agg iN D Vnfers! Damn i Oaugy dor Cahshn ilaherbh Tu,doi rr SISISISISISISISISIIII‚.... 2⁊2———————— 1. Einleitung zur Cymie. 213 Usüud H191• net ers das 2 Vitri, das Oehl des Glases, d. i. m so die figirende und Glaßachtige Erde in sich hält; duchdt nichts destoweniger gestehet er doch in der Physic. %Subterr. Sect. IIl. C. I. im letzten h. und hin und —— wieder an andern Orten, daß eben diese NB. —— ausser ihrer Mixtion in dem Sale Alcali gefunden 7.. werde. Dahero die Muthmassung nicht unge⸗ upu gründet scheinet, daß eben diese Erde des Alcali ae sih) mit der tingirenden färbenden Erde des Sulphuris Hen, dan: in ein Coneretum zusammen gehe, deme nichts Dabiem:. weiter mangelt, als die vollkommeneMetallisirung, san v.davon ein sehr merckwürdiges Capitel ist in der Mi⸗ henihteh nera arenaria p. 74. von der Metallisation oder III Einführung des Otischen Schwefels in den Lrium, 1d wo ¹Uda man bemercken kan, was p. 79. von dem lleh neü schwartzen Pulver gesagt wird. f sch 0 V. 9. Wir wollen allhier statt eines Experi⸗ lsst. ments eine Historie beyfügen, die uns begegnet ist. senn M. Wir hatten in einem Manuscripto einen Process deschh. gelesen von der Figirung des Y, nach folgender Be⸗ aefreEn: schreibung: Rec. Büchen, Eichen⸗und Bircken⸗ In Zuun! Asche, so viel du wilt, netze sie gelinde, und backe Wwace,vsie zu Kugeln als Aepffel groß, die trockne, thue sie dj wanin einen Topff, verlutirs wohl, und laß sie in einem wunhtnTopffer⸗ Ofen calciniren, daß sie weiß werden. Mhssth Denn ziehe daraus mit heissem L eine scharffe r schldeht Lauge, darinn löfe gemeiuen Schwefel auf, so viel Her: Wün. er auflösen kan; die Solution filtrire, und digerirs 1es Dh e einer Phiole in heissem Balneo ein oder andern sang Fs Tag, wo ich nicht irre, ein 4. biß 5. Tage, so wird bo9eine schwartze Materie, als Pech zu Boden fallen, Mli p ⁰³ die 214 Einleitung zur Chymie. die ist das Oleum Sulphuris, mit dem Oehle imbi⸗ bire einen Ir Kalck ꝛc. Nun war ich am meisten begierig eine solche pechigte Sabstanz aus dem Schwefel zu sehen, indem ich mich nicht erinnern konte, davon etwas gelesen zu haben, machte also das Experiment biß so weit, welches auch in allem folgete, wie es vorgeschrieben war, nur daß es keine pechigte Consiltenz gab, deßwegen ich fürnemlich gearbeitet hatte, sondern ein solch Pulver, davon wir kurtz vorher in N./ gedacht. Ubrigens nah⸗ men wir den Liquorem, nachdem er lange genug digeriret hatte, und keine solche Y mehr fallen lies⸗ se aus der Phiole heraus, und weil es noch hefftig stanck, thaten wir es in ein offen und breites Glaß, weil es nun eben im Frühling war, und gegen den Sommer gieng, setzten wir es in die freye Lufft und Sonne, wenn es trocken wurde, gossen wir immer wieder Ydrauf, so vergieng nicht nur nach gerade aller Gestanck, sondern die sslinische Substanz ver⸗ kehrte sich guch in eine Olität, nichts destoweniger hat die Röthe so lange gedaurer, daß sie nicht nur den gantzen Sommer durch, durch so offt wieder⸗ holtes Auflösen und Ein trocknen, nicht zu Boden wiche, sondern auch der Granat⸗farbige Liquor, der keinen Geruch mehr hatte, wenn man gleich den stärcksten destillirten Eßig, ja etliche Tropffen Vr selbst zu goß, doch gar nicht getrübet, oder etwas daraus niedergeschlagen wurde: Diese Substanz coagulirten wir endlich zur Trockene, und schmeltz⸗ ten ein Theilgen desselben mit pulverilirten Ve⸗ netianischen Glase zusammen, so ist dasselbe davon mit n H xunsch ushhne V g Hd dgrt u tle 9n die ge stt Oper durhde Nel Haarr V Id ast am Dchht A Nese Mh⸗N M e We 1 Csh bleht sH l er I n sie do Ddh daun D soih 8————— — ‚eiteetrrrss V s Einleitung zur CWyymie. 215 den gem. mit der schönsten amethysten Farbe tingirt wor⸗ Echenng den. Allein mehrere und weitere Experimente mg haben wir damahls nicht versuchet. nihtein V. 10. Die übrigen gemeinen und in Apothe⸗ el, machn cken bekannte Bereitungen des Sulphuris sind hauchhmg. vornemlich dessen oleum per campanam, da Hurdaßtzt nemlich der Schwefel angebrennet, und der Rauch Richsüe. in einem grossen gläsernen Gefässe an freyem Or⸗ Pulber, In te und bey regnichten oder feuchten Wetter gefan⸗ len. gen wird, so wachsen endlich nach vieler Zeie⸗ Waan wenn eine grosse Menge Schwefel verbrandt ẽt, naht saleaz an den Seiten des Gefässes Tropffen zusammen, Hoc H die nach gerade herunter fallen. Der Grund die⸗ lt G ser Operation lieget fürnemlich darinn, daß die d gegen durch die Anzündung in die allersubtilesten Dämpf⸗ Laffh fe aufgelößte Substanz des Sulphuris, in die sub⸗ WEun tilesten wässerichten Dämpffe untergesprenget wer⸗ muhhnd: de, und unter einer flüßigen salinischen Gestalt Ibltenz dll herfür komme. Nsuwen Daher haben sich andere folgende Art bedie⸗ senhen. wet, dieses Oehl zu bereiten: Sie thun destillirt o offt wio Regen⸗Wasser in ein ziemlich grosses höltzernes ‚t uD oder gläsernes Gefäß, so, daß noch ein gut Theil ubigeLan leer bleibet, denn tauchen sie ein wohl heißgemach⸗ tes Eisen in den Schwefel, so hänget sich der an, Krr⸗ und brennet, den brennenden Schwefel bringen hn ssie also in das Gefäß, und zwar so offte, bis dessen 0 Hh leerer Theil gantz mit Rauche erfüllet, denn hal⸗ hri n ten sie das Mundloch mit der Hand zu, schütteln . das darin enthaltene Wasser, daß es den Dampff 2 85 in sich ziehet, das wiederhohlen sie offte, biß das sth ö—4 Was⸗ *2 ERRRC ö* 116 Einleitung zur CHymie. Wasser eine genugsame empfindliche Schärffe und Säure hat in sich gezogen, alsdenn filtriren sie den liquorem, und ziehen das allzu viele phlegma in B. M. ab. Man verlieret zwar auf diese Weise nicht so viel Schwefel, allein die Arbeit ist mühla⸗ mer, als mit einer Glocke: Denn wenn man wohl und gantz bequem operiren will, so kan man alle Tage über 3. 4. bis aufs höchste 6. mahlneuen Schwefel⸗Rauch in diese Materie nicht hinein bringen, denn wenn die Operation in einer Kolbe geschicht, und die ist einmahl erfüllet von dem Dampffe, so wird selbiger, auch nach länger Schüttelung, nichts destoweniger noch eine lange Zeit grossen Theils auf dem übrigen Liquore oben auf schwimmen, und der mit dem eysernen Stabe hinein gesteckte angezündete Schwefel wird also⸗ bald erstickt werden, oder, wenn die Kolbe ein groß Loch hat, wird so viel von dem ersteren Dampffe allezeit haraus gehen, als man von neuen hinein bringt. Die bequemste Art zu dem Zwecke wird wohl seyn, wenn man ein Oefgen so zurichtet, daß er beständig einen Dampff von Regen odet reinen Brunnen⸗Wasser in die Glocke oder geraumen Helm hinein leitet, damit sich der Dampff des an⸗ gezündeten Schwefels von einem beystehenden oder durch eine bequeme Structur von eben densel⸗ ben Ofen beständig zugleich mit beymischt. So wird nicht nur die Operation glücklicher von stat⸗ ten gehen sondern man wird auch von einem Pfund Schwefel ꝛ bis3. mahlso viel bekommen, als sonst nach der gemeinen Art. §. Ii. Idud 5 l b RNh Dderdore manuht ⁰ jue Vetius i AWl, derbhr e 00 h drde ulhkt, d. Rahsahsche di hob. 1 d6 Cw Walungde hamahee undde Il danj mts cheg ssiHEt Hahedee m. Wcede Einleitung zur Chymie. 2¹7 I SA* ů — 8§. u. Von dem gelben mineralischen Schwe⸗ hu vil 0 sel ist noch mercklich, daß er nach Verschiedenheit tauf änn des Orts, da er bricht, und der Metallen, bey wel⸗ Nbet sn chen er gefunden wird, auch mercklich unterschteden aun sey. Also findet man, daß z. E. der Schwesel/ so bey f dem Zinn.Eitze in Meissen, in denen Gruben die auune man den Geyer nennet, bricht, göldischer Art sey; so 26 W daß einige Freunde aus Erfahrung versichern wol⸗ bie nain, len, wenn man den Geyrischen Schwefel⸗Kieß mit Hinehe Vi oder Spiritu Sal. extrahitet, und die Solurion sültt out oder Extraction mit niederschläget, so werde uch hs:man recht fein O drinn finden. Auch ist das Exem⸗ ruochenth pel jenes Holländers merckwürdig, welches Hel⸗ RnLouane vetius in seinem güldenen Kalbe und Beccher er⸗ cosmen E zehlen, daß er vermittelst eines feylen Schwefels, N v der vor gemeinen ist verkaufft worden, mit schlechter Kalbeengi Mühe durch eine gelinde Cementirung den gemei⸗ Oamyfnen d in das beste Vverwandelt habe; Auch was Helen het eben der Beccher von einem Laborenten Martino Zwie w erzehlet, daß er mit einer gekaufften schweflichten surichtet, d crystallischen Materie das D in gut O verwan⸗ Wdet role delt habe. der glalle§. 12 Die gemeineren Wege der Verbindung uupfde des Schwefels mit andern Cörpern sind, die Be— 11⁰ reitung des Dls und Zinobers,bey beyden wird der au chtn d gemeine Schwefel mit andern Metallen gemischt, anisch. E und die Mixtur mit gehörigen Feuer genau verbun⸗ flcheru den, mit folgenden Umständen. Zum Glo Mar- Rehgi! tis oder Lris nimmt man diese Metallen, wenn wcl sie in Stücken oder Blechen sind, thut sie in einen glühenden Tiegel,—5 sie mit starckem Feuer glü⸗ 5 hen/ 218 Einleitung zur Wymne. hen, denn wirfft man bald 4. mahl so viel Schwes fel drauf, und zwar nach gerade, entweder in Pul⸗ ver, oder in Stücken, rühret die Bleche mit einer Stange von eben dem Metalle um, so wird das Metall, wenn das Feuer ziemlich starck ist, in ei⸗ ne brüchige Maslam geschmeltzet, ists aber nicht so starck, so lassen sich doch die Metallen pulverisiren, das Pulver nennet man einen crocum ⸗ oder 2 ratum, der geschwefelt ist„ den muß man denn fast mit 8. Theilen neuen Schwefel wieder vermi⸗ schen, und gelinde cementiren, so, daß der Schwe⸗ sel bequem brenne, die Malla aber muß beständig gerůͤhret werden, daß es nicht in grössere Stücke zu⸗ sammen wachse, und also, ungleich von dem Schwe⸗ fel durchdrungen werde. Diese mürbe brüchige Massa wird so heiß in gemein heiß Wasser ausge⸗ gossen, und damit eine Zeitlang gekocht, bis es aus dem oꝰ eine grüne, und aus dem 2 eine blaue Couleur, und von jenem einen süssen, von diesem einen bittern eckelhafften Geschmack beköm̃t, denn gieß es ab, das übrige Pulver cementire wieder mit Schwefel, das wird so offt mit cementiren und auflösen wiederhohlet, bis man eine genug⸗ same Menge O bereitet hat. Wenn man die⸗ sen Crocum will mit den Feylspähnen dieser Me⸗ tallen machen, so mischt man selbige mit dem aten Theile Schwefel, und wiefft die Mixtur in einen glühenden Tiegel, und wartet bey jeder Einwerf⸗ fung, bis die vorige Porrion nach seiner Zusam⸗ menwachsung, da es eine schwartze Farbe bekommt/ gantz über und über helle glühet. Man kan auch die — * * nEhn W e Indu Man anhlt fssh Wiudih shunt Rlledh Harade muß, wam n AuhEr mien ni G stabe O geh dupober fu No fis gech Imit l dahpnge Daon a 11 sup! Aeichaß, Hum U=E Einleitung zur Cyymie. 2¹9 MOc Wolnn. die& oder& Bleche mit Schwefel stratificiren, „Blchem. in gelinder Wärme ohne Erglühung des Gefäs⸗ Im, snh. ses den Schwefel verbrennen, bis es alles aus⸗ stark H. gebrannt ist, so lassen sie sich auch zerreiben. ists abnut Der Zinnober wird also gemacht, man nimmt llen pobeih etwa den vierdten Theil Schwefel zu einem Theil eum ꝰκ Mercurium, läßt den Schwefel in einem Tiegel muß un. oder Glase bey gelinder Wärme schmeltzen, wenn sel wiede es fliesset und gelinde rauchet, thut man den&da⸗ Daß det zu, und rühret es zusammen wohl, biß es alles ei⸗ uuf Rl ne schwartze Massa geworden ist, die man wieder rässaeEtc zerreiben, und in einem Kölbgen in Sande nach tundenet gerade sublimiren soll, dabey man jedoch mercken muthe hutt muß, daß die Farbe desto höher werden wird, Vosran. wenn man recht starck Feuer giebt, so daß man cl, bs zu einer Mixtur von einem halben s zum Subli⸗ A miren nicht über 2. biß 3. Stunden anwendet. V.don dieser Es ist aber mercklich, daß, wenn man schwacher Ubst ön. Feuer giebt, und mehr Schwefel dazu nimmt, der Zinnober nicht nur schwärtzer, sondern auch desto anen sxer davon werde, daß er auch, wenn das Ge⸗ eut Iu fässe gleich glühet, kaum und doch ungleich sub⸗ Ien Ul limiret wird, besiehe oben§. 3. undö§. 13. Ehe wir aber den gelben& fahren lassen, Aentdne so fügen wir mit wenigen hinzu, daß viele Künst⸗ Wuurds ler dessen Fixation suchen, von welchen Vorsatz Ni dasjenige zu mercken stehet, was wir schon oben , davon erinnert haben daß wo nicht aus dem Aulhu sauren Theile des Schwefels die genauere Ver⸗ I mischung des Wassers, die in das Wesen dieses M Aeidi als eines Saltzes gehöret, daraus geschie⸗ den 220 Einleitung zur Cymie. — den wird; so vermuthen wir, daß für sich und ö IMR ohne Zusatz oder neue Verbindung schwerlich Wh was fruchtbarliches wird auszurichten seyn. Ei⸗ dut hhat nige haben sich unterfangen dieses zu leisten durch eine Combination oder Verbindung, davon zweye l W am mercklichsten sind, eine geschiehet durch das Amshe Oli; die andere durch Leimen oder Kalck/ sulbchen auch durch gesättigte Alcalia, und die diesen ähn⸗ eande lich sind. Der Grund dieser Operation ist, daß ede die subtilesten erdichten Theilgen, davon der can· t ch centrirte Spiritus oder ëσ Oli gleichsam eine flüs⸗ I sige Masss ist, mit der tingirenden Erde des Hels sugU0 durch eine geiinde Digestion gemischt werden, und uglech durch eben die e Digeltion werden die schon in dem Hha Schwefel selbst befindliche dergleichen saure Theil⸗ Ruagies, gen von dem wässerichten Theile abgerissen. Je Von diesem Grunde oder Theorie geben wir fol⸗ oile hfth gende Ursach. Erstlich wean das subtileste S& Wirobäl Oli, so in Gestalt eines flüchtigen schwefelichten Hfthist. Spiritus ist, noch dazu mit vielen Y diluiret wird, Nin W ö und dieser dileürte flüchtige Spiritus wird in einer sih sor verstopffen Phiole lange verwahret, oder gantz ut Rutze gelinde digeriret, so wächset endlich diese flüchti⸗ Rarhe Iul ge Erde oben auf dem liquore, als dünne glän⸗ Gundrg tzende Y. Blärtgen zusammen, wenn man denn UO das Gefässe schürtelt, so wird die gleichsam glasich⸗ asten un te Materie in Lamellen oder Blättergen zerbro⸗ Yhst ss, chen, und sällt u Boden, das wird so offte ge⸗ waflch f schehen, biß endlich aller schwefelichte Geruch, als Hichtich die materielle Ursache desselben, also geschieden elehgsh wird von der Gesellschafft des Wassers und 1ch 1 R Il Hmi —.— daß sirshz Sdung shnt Hichten sy 66 ju lisay ng, dapanp Hiehet duth nen odg l . die deuni penmrin s. ½ daboh d lachamen in Etdt de ischt detden, .diesthon i Sn sun Y Hs abgenst gahen w.efl Rsblte shweselchte lloitet wid d in ah A/ Wet g 0 dihe fi W vunn um echsam 00 Kan utd srch e Hah 0 605 WL Einleitung zur Cymie. 221 lich die salinische Natur bey diesem Spiritu, wie⸗ wohl er den Nahmen nun verliehret, gäntzlich ver⸗ schwindet. Welche Anmerckung, die Ludovici bemercket hat, eine mehrere Betrachtung verdie⸗ net. Hernach so kan bey dem Schwefel, wenn er vor sich digeriret wird, wegen der rauhen und staubichten Gestalt seiner kleinsten Theile, diese scheidende Zerreibung, wodurch dessen saure und saltzigte Verbindung solte zerrissen werden, nicht statt finden, sondern er fliehet alsobald aus dem Aweg. Aber allen beyden kommt die Zugies⸗ sung des Olei Vitrioli zu Hülffe, da nicht nur zugleich die zerreibende Operation, die wir in dem Capitel von der Gährung dem gemeinen Wasser zueignen, bey und von diesem mineralischen Sub⸗ jecto kan geleistet werden, sondern auch weil hier eine hefftige Hitze erfordert wird, und das Oleum Vitrioli selbigen nicht weichet, ob es gleich ziemlich hefftig ist, als das wahre Sigillum Hermetis bey diesem Wercke, so wird der flüchtige Schwefel, der sich sonst bloß von der unmittelbahren Erde mit fortreissen läßt, von dem Oleo Vitrioli die gantze zur Operation gehörige Zeit über auf dem Grunde gehalten, wenn man aber das aus die⸗ ser Operation entstehende Coneretum, so aus der ersten und andern metallischen Erde zusammen gesetzt ist, auf Metalle, die mehr Lrialisch und weißlich sind, aufwirfft, so wird es denenselben leichtlich zuwachsen, und ihnen die Aureitarem oder eine beständige O⸗Farbe geben; davon Beecher redet in miner. Arenar. p. 39 V. I4. 222 Einleitung zur Qynne. lhi νπ L 14. Durch Leimen, Kalck, Sand ꝛc. wird ein Theilgen des Schwefels figiret, oder es wäch⸗ set vielmehr, zu der subtilen ersten metallischen V, die in diesen Coneretis verborgen llegt, wenn es mit diesen Speciebus als ein Pulver gemischt, und die Materie entweder so bloß, oder um besserer Ausdämpffung willen zu Kugeln gemacht, in ver⸗ schlossenen Gefässen oder einer Ketorte(damit man den überflüßigen Schwefel wieder bekome) nach gerade mit, so man endlich biß zur Giühung verstärcket, tractiret wird, wenn denn der üder⸗ flüßige Schwefel also übergetrieben ist, kan man die Kugeln zerstossen, und mit schlemmen oder seygen, die schwereren sich niedersetzenden Theile kan man untersuchen, entweder mit einem Magne⸗ te/oder durch die Amalgamation, oder bloß durch Zusammenschmeltzen mit Borrax; sind sie aber hart, kan man sie auf dem Probier Stein strei⸗ chen, oder mit Yn auflöͤsen, und es mit der Solution des Yoder Erũ niederschlagen, nach dem Tractate: Sol sive veste, ist das Giauberi& loviale, wel⸗ ches Beccher in der Concordant. Chym. p. 625. und dessen Nutzen p. Ga/. proponitet. 15. Man hat auch noch andere Wege den gemeinen Schwefel zu figiren, und ihn dahin zu bringen daß er bey denen Metallen einen Zuwachs giebt, davon Beccher in seiner Concordan2 de Sulphure Sect. I. die fürnehmsten ouführet; der Grund der Operation kommt auf die würckliche und seinem Vermögen nach drinn liegende Göl⸗ dischheit des Schwefels an. Denn wenn man ö enen muh ul. Ide th 3vds Wcseden yun d du Ret eenM wückdc Ariruge to geheh, Halhanch ohlttn 66.6 schung, Wllscung! DWillg Dom e Idoc u bets,Ssn sigde Ich weh Heehlhh 3t Open gl (ainiit ½ Ham. ö — Einleitung zur Qymie. 223 „ Sm I ů u, Oe t einen schwefelichten Marcasith, der würcklich O wenshr hält, zur Hand hat, und rractiret es entweder mit l. blossen 5 oder mit Zusat des Ziso wird das O oer gensh nach gemeiner Art von diesem Subjectis eingezogen daui werden„das Obrent. aber wird durch die Calci⸗ emach, nirung mit 5 als Digestion mit Alcalien und Lau⸗ Wrteun gen die mit dem Acido oder eigentlichen ursprüngli⸗ e E. don Vitriols gesättiget sind, gereiffet, und 5 u En wächset dem p als einem sehr Blischen Cörper zu Wh von denen andern zufäligen Dingen, und wird chensst, Eus durch die subtileste Laugen und erdicht glaßachti⸗ sHennnt gen Theilgen confirwirt, und kömmt also endlich Vhendend würcklich zum Vorschein. Daher die wiederhohlten . Pde des hes mehr gefärbtes edleres Metal⸗ Herbhen Gangenelerie e 1— ½7 erdichten RNR n, versprechen sie mehr weis⸗ IINEE—— Ildet dolutia§. 16. Es ist das von einer etwas höheren Un⸗ Den Tadu tersuchung, was man eben daselbst von der Me⸗ lhriale,. rallisirung des Schwefels durch den Lrium oder Caym.. Bereitung und Figirung des Zinnobers, unter sei⸗ nem eigenen Titel zusammen gesammletlesen kan, llet. ö 55 dadoch nicht nur die blosseDigestion des Zinno⸗ Dele Wihl bers, sondern vornemlich diejenige, die mik Zu⸗ ün i satz des O oder) geschicht, zu mercken ist; sonder⸗ 2—. lich wenn man sie nicht grob oder laminirt oder Concaldal gefeylt, sondern die subtilen Kalcke dieser Metallen dufh zur Operstion nimmt, sintemahl sie alsdenn N0 100 f 128 usdten. desto geschickter seyn werden, die Vergleichung un H(aslimilationem) des Alisch schwefelichten conere⸗ D ti zu vollenziehen. Denn gleichwie der Zinnober nichts 224 Einleitung zur ymie. nichts anders zu seyn scheinet, als ein unreiffes Metall, oder vielmehr eine confuse, metallische Materie, also scheinet es gantz wahrscheinlich zu seyn daß zwar die Digestion eine gleichmäßigere Disposition, Anreibung und Anhängung derer Stäubgen, die Beymischung derer edleren Me⸗ tallen, die Confirmation und Vergleichung, das Oieurn Vitrioli oder ein dergleichen Liquor, so ei⸗ ne subtile metallische Erde in sich hält/ und vermö⸗ ge der Digeltion dazu giebt,(dabey man das ü⸗ berlegen kan, was wir oben von dem Phæenome- no des flüchtigen Spiritus Vitrioli gemeldet)eine genugsame Beständigkeit im Flusse und Fixität zuwege bringen. . 7. Am allermerckwürdigsten aber ist die Hi⸗ storie die in Becchers Concordanz der Tiactur: in der letzten Section erzehlet wird; daß das 2 durch eine beständige Durchräucherung mit& in eine Tinctur verwandelt sey: Auch was Mor⸗ hoff in dem Briefe von der Transmutatione der Metallen von dem Montano berichtet, daß durch beständiges Fliessen des 2, da man immer im Flusse Schwefel drauf geworffen, ein Zain S ge⸗ funden, so aus dem gerissenen Gefässe in das A⸗ schenloch heraus gelauffen, wie auch was in Mo- destin Fachsens Probier⸗Büchlein und in andern dergleichen stehet unter dem Titul: wie das 0 vom L zu scheiden; da man in das fliessende L den gemeinen Schwefel, bisweilen auch 5 Stück⸗ weise soll auftragen, so werde endlich nach dieser Arbeit(nachdem man nemlich nach jedweder—15 werf⸗ R — oh chtedn Fl uhn Ucngsh uR RS Rpdie dehen Iasn r 15. Wrd aoc a selußd y0 D. M uuaschd Haclsch 6 Rsdgnt Haba/ a findgppn mn auft Weddehtn Rechmen 100 H dahh, W Hen fl, acEn Phumai — Einleitung zur ymne. 22j ds en mg werffung des Schwefels die Schlacken abgezogen) nlul h unten im Grunde ein daraus geschiedenes Stück⸗ Wohishen!. gen O zum Vorschein kommen. Dieser Process he glacnin'.ist gewißlich wahrscheinlicher, um das würckliche Inhärhugn O zu scheiden, wir können auch die Ursachen dessen erer eblan leicht melden, wenn es nicht schiene, daß wir die⸗ agleicuy]! ses lieber an seinen eigenen Orte vom und O hen lihin. verspahren musten. Jedeß ist es doch auch Be⸗ halh undn. trachtungs,⸗würdig, ob nicht in dieser Tractation beh muy durch die Schwefelung vielmehr das O in das 2 dem Phmn hineingebracht und gezeuget werde, welches wir Ngmnab/ denenjenigen, die Gelegenheit dazu haben, zu un⸗ rust u f tersuchen recommendiren. H. 18. Nach dem gemeinen gelben Schwesel, suhesf wird auch ein Concretum ausgegraben, so ziemlich 9Inn Ereich ist, nemlich der Zinnober, so aus Schwe⸗ W M h ͤb; fel und bestehet, die in den Ertz⸗Gruben selbst von umt! der Natur untereinander gemischt sind. Der v Ma. Unterscheid dieses Mixti soll, nach einigen, an dessen wunane N mercklich unterschiedenen Oertern liegen; daher Het, daß dut ist sonderlich der Ungrische selbst gewachsene Zin⸗ um iuma nober/ als welcher mehrentheils bey O·Ertzen ge⸗ g. funden wird, sehr beruhmt; Aber gewiß, wenn seun. man aufrichtig und recht die Sache überleget, so werden wir da nichts sonderliches finden, als aus M geschmierte und leere Nachahmungen im Reden Wn. und Thun einiger geschwätzgen Practicorumz Ini denn, da nach allen Eigenschafften, die in die Sin⸗ 10 nen fallen, als in der Scheidung durch Laugen ii auch Eisen in der Niederschlagung des lactis lul⸗ 10 9 Phuris aus einer solchen Lauge, dessen Sublimi⸗ 10 0 9 226 —.—.—.. + 216 Einleitung zur Wynie. rung ja man mag es tractiren und handeln, wie man will, es eben solche Proben erweiset, als der geineme Schwefel, und der damit gemachte Zinnober, ja auch in der medicinischen Praxi, wenn man ernstlich und aufrichtig von der Sache reden will, keinen Vorzug zeiget: So halten wir dafür„daß diese unsere Meynung nicht verwe⸗ gen sey. §. 19. Nach seiner Mischung ist der Zinnober aus einem brennenden gelben Schwefel und einen lauffenden L zusammen gesetzt, in sofern nemlich in dem gemeinen Schwefel der tingirende, und in dem Hrio der eigentliche mekallische Theil leicht⸗ lich verbunden wird; Doch können sie wegen der an beyden Theilen anhängenden fremden Unar⸗ ten in keine reine und feste beständige Vereini⸗ gung treten, und wird also nicht nur der vom ge⸗ meinen Schwefel und Lüber der F gemachte Zinnober, sondern es wird auch der selbstgewach⸗ sene leichtlich in diese Theile geschieden. Von der er⸗ steren Art haben wir vom. I2. gemeldet. Zum letzteren aber, so koche man Zinnober in einer star⸗ cken Lauge, so wird solches dessen Schwefel auf⸗ lösen, und den Lzu Boden werffen, wenn selbi⸗ ger nicht von freyen Stücken lauffend zusammen fliesset, sondern als ein Kalck und Pulver da liegt, so gießt man den Liquorem ab, süsset ihn mit ge⸗ meinen aus, da es denn in einem gläsernen Mörsel mit ein wenig destillirten Eßig kan gerie⸗ ben werden. Oder man kocht den Zinnober mit gleichen oder 3. Theilen Kalck und einer +½ ö amen tlith- Seun aden Da halt Hetocte aups glchtr R! schh f Heches! res elhi Mit Es tottelbe Os 1d dh n geher EI Alcbcdg Ahgicht mügapst whi chscheg begth h ger/ se Zuwacs monis Heiung hupeg Nym — Einleitung zur CWymie. 227 Ind Hudz ö Waneshsamen Menge Y, den gefärbten Liquorem filcrirt dam 0 man, die Kochung wiederhohlt man mit frischer Gnschah. Aufgiessung etwas v, den Liquorem wieder fil⸗ iranben trirt, das Sediment des Kalcks getrocknet, und aus Sohen giner Ketorte mit offenen A, den drinn verborgen ung uhn liegenden ium in einen mit v gefülleten Recipi⸗ enten herüber getrieben, so, daß das Mundloch 4˙ der Retorte, oder welches besser, das Ende des sdgeis. vorgestossenen und angeleimten Halses in das Woefl,, fürgelegte d eingetaucht werde. Wenn man die isfann gefärbten Liquores mit destillirten Eßig nieder⸗ iheilhen: schlägt, so bekömmt man das Lac Sulphuris Icht Del E welches sich durch gelinde Sublimation in Flo- n si nig res erheben läst. Also auch wenn man Zinnober femdan l mit Eisenfeyl mischt, und die Mixtur in einer Re⸗ snge Vult torte übertreibet, so wird der Schwefel von der HurHerot Hitze schmeltzen, und also das Eisen angreiffen 5 hema und den Lfahren lassen, der folglich leicht her⸗ xslbtgͤah. üüber gehen wird. 1. Dondeto§.20. Mercklich ist die Revivificirung oder Wie⸗ amddet. 3. berlebendigmachung des Zinnobers, wenn er eohngefehr mit dem halben Theil Reguli Antimo- Schosd nii gemischt wird, denn da gehet bey der Destillation Wemn. so wohl aus dem gemeinen gemachten, als auch na⸗ send wn türlichen Zinnober sehr viel&, als aus einem hal⸗ Puba dut ben th. bey 13. und 14. Loth, bald mehr bald weni⸗ Iset Hu ger, lebendig herüber, welches einige vor einen aum gisn Zuwachs von der regulinischen Substanz des Anti⸗ Esh K monii oder zum Theil damit geschehener Mercuri⸗ N Ie ficirung angemercket haben. Ubrigens beruhet über⸗ haupt der Grund der Revivification darinn, daß P 2 der 228 Einleitung zur CHymie. der schwefelichte Theil des Zinnobers an dem Re⸗ gulo 8̊ nii, mit dem sich es leichter verbindet, an⸗ wächset, und den Mercurium fahren lässet, der folglich die Wärme nicht vertragen kan und her⸗ über gehet. Daß aber der bloß aus dem Zinnober revivificirte Mercurius besser soll seyn, als der Mercurius, der insgemein gekaufft wird, das müs⸗ sen diejenigen, die solches glauben, durch Experi- mente erst besser beweisen. Denn aller Mercu⸗ rius der zu kauffe kommt, ohne den Jungfräulichen Mercurium, ist revivificirt, wie solches hernach an seinem eignen Ort wird klar werden. §. 21. Ubrigens, da man im Zinnober 2. metalli⸗ sche Principia vereiniget fin det, so ists vermuthlich, daß, wenn man selbigen das dritte Principium, welches ligiret, und in einen Schmeltz⸗Fluß dringt, und darinn erhält, beyfüget, es würcklich in eine metallische Natur übergehen werde. In welchen Absehen die Imbibrungen oder Eintränckungen und Digestiones des Zinnobers mit vitriolischen Dingen, sonderlich, wenn man die Kalcke derer edlern Metalle dazu setzt, die ohne anhängende Corrosive bereitet sind, zu dem Endzweck zu recom⸗ mendiren sind. Davon man ein Exempel sehen kan in Becchers Minera Arenaria von dem Pro- cesse des Forgatsch, und was daselbst aus Cane⸗ parii Tractatu de Atramentis angeführet wird. Diejenigen aber unteragehmen eine vergeblichere Arbeit, die den Zinnober ohne einigen Zusatz zu figiren vornehmen, es wäre denn, daß sie die öff⸗ ters durch das hefftige Feuer in die Höhe 17 ö ene — WasMl 00 osh uf Iin Ml Haahche 2. 6 Iaioges Shustt Ruh dem N gufft v Stonde Dehh, Wamet! eh gos ershe Höh cht kah Halss w I aufgt medlenn Wohn un ihen M äbtw schhn Zy dis, de Lönte af Mercur l poplog. Iemn Hlest Iym — lobetzg N dei echthg, fahre Hsty agen Rpnmhz dus den zng ol son wird, uz / duch kiy W aJumf saceshach . hnober 2 I bernuch Hilt Prniu LELL Wsch ine IR Ihtanckunge 1 vtiohsche QKalckede he abäßge Wect utere Ghpel uun deuf⸗ ühi ub Wgeihtt u. I Igen Z „ dafst RHM 0 —eee Einleitung zur ymie 226 ——— bene Materie wieder zerreiben und gen Boden her⸗ ab stossen, und solches sehr offte wiederhohlen, und endlich auf ein fliessendes edleres Metall, nebst sol⸗ chen Materien, oder die alsdenn erstlich zu einer metallischen Einäscherung materialisch concurri- ren werden, nach gerade auftrügen. §. 22. Hingegen die öffters wiederhohlten Sub⸗ limationes des Zinnobers, wie auch des gemeinen Schwefels mit dem Gold, nehmen etwas, ob wohl gantz unverändert, mit sich in die Höhe, es wäre denn, daß das Gold durch sehr schwere Hand⸗ griffe zu allernächst oder auch würcklich in den Stand eines lauffenden Mercurii gebracht wäre. Denn, wenn es gleich geschähe, daß der Zinober, wenn er hefftig getrieben wird, und folglich in gan⸗ tzen grossen Stücken, die sich häuffig auf einan⸗ der folgen, und nach einander auf das dickeste sich in die Höhe begeben, sich subliwire, daher denn etliche kleine Theilgen eines sehr subtilen Gold⸗ Kalckes würcklich mit sich in die Höhe stößt, und mit aufnimmt, so werden sie doch sonderlich zum medicinischen Gebrauch nichts mehr würcken, als wenn man den Zinnober alsbald mit dem Gold in einen Mörser unter einander riebe. UÜbrigens wäre zu wünschen, daß man so leichte einen goldi⸗ schen Zinnober, oder die Mercurification des Gol⸗ des, die unter solchen Operationibus fürgehet, könte erhalten, als Beccher in der Concordant. Mercur. Experim. VI. VIII. anführet, denn ob⸗ wohl das Gold durch die also genannte Solutio. nem sine strepitu sehr zart und gantz gelinde auf⸗ P 3 gelö⸗ 230⁰ Einleitung zur Chymie. geloöset wird auch in dem VIten Experiment merck⸗ lich ist die anbefohlene Præcipitation durch einen Spirit. Urinæ: Nichts destoweniger will die gäntz⸗ liche versprochene Soblimation des O mit P, die Hoffnung nicht erfüllen; wenn aber der auf diese Weise præcipitirte Crocus des O/ mit& und ge⸗ höriger Digestion weiter tractiret wird, so wird auch endlich ein anderer Erfolg erhalten werden. §. 23. Zum Schluß und Krone derer Zinnober, führen wir noch Beccheri Ruhm des Zinnobers an, da er versichert, daß selbiger mit leichter Mühe den sogenannten Mercurium Philosophorum gebe, in Phys Subterr. Sect. III. cap. 5 f. 3. und VI. cap.8. §. 8. und eben darauf scheinet auch derjenige zu zielen, der sich Pantaleon nennet, und sonderlich re⸗ commendiren wir zu diesem Zwecke, die Revivifi⸗ cation des Zinnobers mit dem Regulo S nii, die wir schon oben§. 20. gerühmet haben, und dieses revivifiirten Mercurii neue Sublimation(sonder⸗ lich wie dem Schwefel⸗Kiessen oder Gold⸗Kiessen Und Schlichen, dergleichen auch die Körner sind, die roih mit Blutstein aussehen, die in dem Rudel⸗ städtischen Gebiete, bey dem Dorffe Schwartzburg, an dem Bache/ der die Schwartze genennet wird, gefunden, und wenn man die O Körner draus ge⸗ schlemmet, weggeworffen werden) zum Zinnober, und wiederhohlte Rectitication, und diese Arbeiten öffters eins um das andere wiederhohlet. 9. 14. Auf den Zinnober folget das Antimonium, so ein schwefelicht mercurialisches Subjectum ist, dessen Schweflichkeit, die von selbigen 2 9 do 7 — Kchle K Mdg Dl n Wulhh. I.De Dted udel AIat thals uů Hugt, K AdG nochut fen un bih soh dab/ f Alce! dusch bl) WeScht sch sdo schet, m dufteht, dehiaß W le glosen Wbhn n heb gegn Rtiog, HR vehsche sh. Ni — peimen ion duh erwiuch 400 mlH ber de 0 0„Mitih 1 Wird sy thalte e deterzy e Znhg HichteRün Porum ghh DNMI behe Derl f HRenin zuo i, , Ild dies Rion(sondh Gobd Hass Körger sih dem Rul Scwatti, Ruehnet daer dnut u unt HIA schl rim 6 Hhre II V Einleitung zur CWymie. 231 Kohlen entweder unmittelbar, oder durch eine Anzündung in dem Gefässe hervorkommende blaue Flamme und Rauch genugsam bezeuget. Wie leicht es aber ist, die, Existen des Schwefels in diesen dubjecto zu zeigen, so schwer ist es, dassel⸗ bige rein davon zu scheiden, ausser wenn man den Zinuober macht. Es wird insgemein solches durch Alcalia versucht, da man es theils in Laugen kocht, theils mit Alcalien schmeltzet, und das Hepar aus⸗ lauget, beyde Liquores filtrirt, und durch gelinde Acidsa niederschlägt; Allein es fällt unrein, und ist noch mit metallisch⸗arsenicalischen fremden Unar⸗ ten vermischt, daher man anmerckt, daß es noch eben sowohl Brechen verursacht, auch nicht an⸗ ders, als wie das S nium selbst dunckel und nur gelinde brennet, doch wird es gereinigt, entweder durch blosse gelinde sublimation, damit es aufsteigt wie Schwefel⸗Bluhmen, die dem gemeinen ähn⸗ lich sind oder besser, wenn man Mercurium zu⸗ setzet, mit welchem es in Gestalt eines Zinnobers aufsteiget, da die regulipischen Theile, die durch diePræcipitation geschärffet sind, sowohl von jenen, wie allezeit, als auch von ihrem P leichter zurück gelassen werden. Sonst ist auch die Art der Re⸗ vivificirung mercklich, die wir dem Boyle zu dan⸗ cken haben, da das§ nium mit dem Oli eine lange Zeit digerirt, und endlich durch die Destil⸗ lation, nachdem diß mit starckem&abgezogen ist, gegen das Ende getrieben wird, so giebt es eine ziemliche Menge gelben E, der von dein gemeinen 2/ nach allen Umständen, die in die Sinne fallen, 4 in 232 Einleitung zur Cymie. in nichts unterschieden ist. Welches auch Bec. cher versichert, daß es mit dem Spiritu Sris ge⸗ schehen könne, allein es ist doch noch der Zweiffel übrig, ob bey diesem Actu eine blosse Scheidung, oder vielmehr eine rechte Zusammenwachsung drunter stecke. ö §. 25. Die beste und ihres vielen Nutzen we⸗ gen profitableste Scheidung des reinen S nialischen Als und dessen augenblickliche Veꝛbindung geschicht bey der Bereifung der Butter und des Zinnobers von 8 nio auf gemeine Weise gemacht; denn nach⸗ dem daselbst von dem gemeinen S oder dessen concentrirtesten Acido, das arsenicalische Metall des Fnii zerfressen ist, so wird der Theil seines Als desto leichter von seinen Banden aufgelöset, und reisset alsbald die näheren Theile des Mercuri zu sich, und gehet auf diese Weise in einen sol—⸗ chen gemischten Cörper, als der Zinnober ist. Es geschicht dieses häuffiger, wenn man statt des&nü, dessen Otum dazu nimmt: wenn man den Re⸗ gulum dazu nimmt, geschicht es zwar auch, allein viel sparsamer, wenn man nemlich zum Butyro des ti und Fnü gleiche Theile nimmt, oder zum Hre Oto 2. Theile, oder wenigstens 14 Theil Vrti und solches mit genugsamen A herüber trei⸗ bet, zuletzt wird das A von oben und unten, ei⸗ ne gantze oder Stunde durch beständige Glü⸗ hung des Gefässes vermehret, und erhalten, so findet man in dem Halß der Retorte einen Zinno⸗ ber, der um so viel röther ist, mit je stätckern solcher ist aufgetrieben worden. ö §. 26. cus Wid aneg ein shrx ein scht; daboh de ntgsh Hfft 6. Ubeen I gecht Ilt dum e Walufs Ohbefl indean es wWitd aurd de md Holde ay gllosetr denn de! Auglech ab sel gycde lg M. — Einleitung zur CMymie. 233 lches gud f. ö ——§. 26. Wenn aber die Schlacken des Reguli mchlSnü, die bloß mit Ser„ oder durch und O Lasteth oder mit Pottasche bereitet find, oder das Hepar Ai 8 ni, mit aufgelöset werden, und diese Auflö⸗ Wl; sung über den sich niedersetzenden crocum metal⸗ Idn Rus lorum in einem offenen Gefässe gantz nachläßig Ic an einen Orte an die heisse vufft gesetzt wird, doch bont: daß die Sonne nicht drauf scheinet, Das verrau. 0 i%nchende Wasser wird immer wieder ersetzet, und n endlich durchs Filtriren davon abgezogen, der Cro: nahtyonn. cus wird von der Saltzigkeit ab gewaschen, und in u0r eine gelinde Sublimation gesetzt, so wird sich davon enialsheh ein sehr zarter Schwefel sammlen, wir sagen aber Hel oltein sehr zarter Schwefel, denn wenn der Crocus, lshelsett davon der Schwefel durch die Sublimstion noch 0 ee nicht geschieden ist, mit O vermischt wird, so ver⸗ LI puffet es nicht, sondern der beygemischte Schwe⸗ suober%fel verbrennet bey gelinder Hitze mit einer weissen sun de rl und geschwinden Flamme, und funckelt kaum nan denke. mit dem beygefügten O. Die Ursache dieses rauchels Verlauffs bestehet darinne. Der antimonialische um bun Schwefel wird von denen Alcalien eingezogen; giunt, Vindem es aber darinn aufgelöset ist, und gesetzt Hiens u M wird an die Lufft eine lange Zeit, so setzen sich Ahalben. die im Frühling und Sommer in der Lufft schwe⸗ udunNbende anfänglich Osische Theilgen in diese auf⸗ WMandge&. gelösete Alcalia langsam hinein, daher entstehet denn die Verwandlung dieser Saltze in ein O, Nahabe/ ö ů Land zugleich aber wird der vorher eingesogne Schwe⸗ 11 süin fel gelinde niederschlagen, darinn denn die hin⸗ * ein gelegten ra desto weniger verändert werden, P 5 als 234 Einleitung zur Wymie. als wenn solches geschwinde durch die Præcipita- tion mit v geschehe, je weniger die nach gerade vorgehende Zusammenwachsung der lüfftigen O si. tät, und darauf folgende Niederschlagung des Schwefels der gewaltsamen Zusammentreibung und zerschmeltzenden Zerquetschung, die bey der Aufbrausung des er mit dem Alcali geschiehet, nachahmet. §. 27 Es haben viele geglaubet, daß auf das Fnium in der Beymischung des Schwefels der O⸗ folge, daher ist in vorigen Jahren der Oli, und die Tinctura Sulphuris Vitrioli offte genennet wor⸗ den, allein, etliche haben in ihrer Meynung, an⸗ dere in dem Nahmen geirret. Die ersteren richte⸗ ten aus dem blossen Ansehen der Ochræ, die aus denen Auflösungen des Vitrioli, wenn sie etliche Tage digerirt werden, sich zu Boden setzt, welche der Gelbe nach dem Schwefel ähnlich ist, da es doch eine metallische erdichte Materie ist, sonderlich ehe der durch Kunst gemachte Vitriol sie lehrete, was der natürliche Vitriol sey. Aus diesen also den Worten nach fürgeschriebenen Sublimarionen die⸗ ser Materie, ist gar nichts vom Schwefel zu hof⸗ fen, man mag entweder einen reinen Vitriol, oder eine Solutionem des Vitrioli, die einmahl filrrirt ist, dazu nehmen. Die letzteren haben durch den Nahmen des Sulphuris Vitrioli Martis, Qris, nicht den zusammen gesetzten Cörper, sondern das Prineipium des gemeinen Schwefels verstanden nemlich den fixen Schwefel, wie sie reden, der da nicht brennet, nicht so flüchtig ist, sondern tingirend oder ——5 r puih IlH N Nl Indineh 9050 10j, 6 N Vrionld Pile. O5 le N ahaht v it duche tanyt vr + l duh die giom ge h ges mishen M barttn .0 Gelt aht IChyni Bopeäst Lemenn Rascto Endent I3nis He Rufiing Itockeh ul Ohlhlt Hmn — 2üND urh Mberd de he der Hsihg Sderschaann vammamnh Ung, di Wagch het, 6% Schdestz da Phin egmemntt Mhnn N asrmtth Oce/ dih wenn sse ell Nn saht vas H s sordelch ialse chet diesen also d immionen N westl Vitriob A ehmahlfrn ben duh Mi, 9l, R sorden u sls uasn se teben,x ndann 10 Einleitung zur ymie. 235 oder zuwachsend. Und gewiß, wer solches nicht nur bereiten, sondern auch im O concentriren, oder auch mit dem Y durch eine Zuwachsung ver⸗ binden kan, und zwar beydes in ziemlicher Men⸗ ge, der wird daraus einen grösseren Nutzen spüh⸗ ren, als wenn alle die Substanz, die sich aus dem Vitriol niederschlagen lässet, gemeiner Schwefel wäre. Ob aber der sogenannte fixre Schwefel, als ein solch trefflich Schmertzen stillendes Mit⸗ tel, zu denen medicinischen Würckungen könne erhöhet werden, wie einige Practici wollen, das ist durch die Erfahrung noch nicht so bißher be— kannt worden. §. 28. Cs wird aber eine solche Substanz, die die⸗ sen Nahmen führet, aus dem Croco geschieden, der durch die Precipitation mit Tertari per deli- quium gemacht ist, da man Spiritum O dulcem drauf giesset, und eine Zeitlang digerirt. Zum chy- mischen Nutzen aber wird es aus dem lange rever. betrirten Capite mortuo vitrioli durch Aufgiessung des destillirten Eßigs mit Alaun, gemeinen& und Oæ bereitet, welches, wie Viganus in seiner medul. la Chymiæ p. 3 versichert, das Ens Veneris des Boylei seyn soll; auch wird es unter dem Titel des Elementi ignis Veneris Helmontii in Becchers Roseto Chymico Experiment. XXIV. gegen das Ende mit diesen Worten vorgelegt: Der Secretus ignis Helmontii Veneris. Dessen wiederhohlte Auflösung und Eintrocknung, biß es nicht mehr will trocken werden, sondern beständig flüßig als ein Ohl bleibt, so daselbst fürgetragen wird, wohl zu Wer⸗ 236 Einleitung zur Cyymie. mercken ist. Es werden aber verschiedene Berei⸗ tungen dieses fixen Sulphuris vom Beccher so wohl in der Concordan? der Eisen⸗Arbeit, als in der Concordanz der Corporalisationum, oder der Einbringen weitläufftiger fürgelegt, welchen sehr viel Lichtes geben wird die Flüchtigmachung die⸗ ser Tinétur aus dem mit dem Butyro S ni, aus Glaubers Cent. IV. H. 39. und folgenden, so im Roseto Chymico angeführet wird, Process. XIX Aber hievon werden wir bey der Betrachtung des Eisens und des Kupffers mit mehren handeln. §. 29. Beccher hat noch ein grösser Paradoxum in der Physic. S ubterran. fürgetragen, welches er auch überall in seinen Schrifften vertheydigt, daß nemlich diese Erde des Schwefels, die bey ihm das tingirende färbende Principium der Metallen auẽ machet, auch im O verborgen liege, und sich daselbst finden lasse. Denn ob es wohl eine alte Tradition ist, daß man saget, die Röthe, die der Spiritus O bey seiner Destillirung zeiget, rühre her bon seinem Schwesel, so schmeckt es doch würck⸗ lich theils nach einer Aus schreibung, und daß man es mehrentheils von Wort zu Wort aus andern hergenommen, theils nach dem allgemeineren Satze, daß alle Farbe vom Schwefel herrühre, welche doch so absolute oder durchaus genommen, falsch ist, indem man doch nirgend findet, daß jemand einen solchen Schwefel würcklich aus dem O ge⸗ schieden habe Aber Beccher unterstehet sich die⸗ se Substanz leichter vor die Augen zu legen in der Phys. Subterr. Sect. V. c. 2. f. 118. und folgenden, von 4 — vhdu nin nags M WR Spriu reconddel aathateg araud et Maea eleB mendieh Derglahe Experl Np; mit maß Or Gl 97. L en Was Ohtchalt 909 rich d Wau di S dih o e shhi ang ode an man fllSund Wund dere am Gah duphurʒ Hmiz Einleitung zur Cyymie. 237 erschen von der anima O. Ja er unterstehet sich selbige Inertast nützlich zu machen, und ihren metallischen Zuwachs Ubel, zu demonstriren, so wohl in der Phys. Subterr. waün,. als auch in der Miner. Arenar., da'er die mit dem Hegt, ahn Spiritu O gemachte Solutian des D zu digeriren cugwahm reconmendiret, so soll täglich etwas des darinn am buwyenthaltenen Yin Gestalt eines schwartzen OKalcks „und sis;, daraus zu Boden fallen. Weil er aber in gedach⸗ chretwidennter Minera arenari zu diesem Wercke eine beson⸗ der Ban: dere Bereitung des Spiritus(O erfodert, so recom- mehunhe. mendiren wir folgende Oerter mit einander zu Hehssabnu vergleichen in der chymischen Concordanz p./23. g 10 Exper. I. N. 1. P 726. N. 10. p. 736. N. 10 p.737. h N. 1;. P. 739. N. 19 fürnehmlich p. 418. N. 30. da⸗ edgn. mit man doch aber verbinden muß die Reinigung U oder Fällung des also bereiteten Spiritus nach BIMRI 5. 74• Exper. 27. Auch kan man damit verglei⸗ ö 1— ö chen was Fachsius im Probier⸗Büchlein hat vom 00 ird Hinterhalt des Scheide⸗Wassers. h bi 9. 30. Noch offenbahrer kan man eine sulphu⸗ Kohnn rische Substanz aus dem O demonstriten, wenn dn: man zu dessen wohl rectificirren Spiritu, als z. E. nte. zij des Terebinth. 36 giesset, und durch 9 11 8 eine sehr gelinde und laue Digestion einen Tag r lang, oder, wenn man will stärcker A geben, so nn. kan man es in einem geraumen Gefässe eine vier⸗ hhne tel Stunde unter einander treiben! Denn also rᷓwird der aufgegossene Theil des Terpentin⸗Oehls ahug!“ am Geruch„Geschmack, Farbe, Dicke, Wür⸗ sche Uckung, jain allen Stücken dem gemeinen Ballamo m Sulphuris gleich kommen; und der Theil des Spi M b ritus — V 222 238 Einleitung 3τ Chymie. ritus O/ der von der Operation zurück bleibt, ist nicht mehr geschickt zu einer neuen dergeichen Ope⸗ ration, daraus auch zugleich eine Scheivung derer Theile in dem Spiritu zu erhellen scheinet. Das Experiment gehet anders von statten, wenn man vorgemeldte Portion des Spiritus O und Terpen⸗ tin⸗Oehls nimmt, und gantz gelinde oben drauf . Loth Spir. v. Rissimi tröpflet, so daß derselbe oben auf dem Terpentin⸗Oehl schwimme, diese Mixrur wird mit einer Lampen⸗Wärme, nur eine halbe viertel Stunde oder weniger erwärmet, so wird es sehr hefftig aufbrausen. Wenn aber diese Be⸗ wegung gestillet ist, so wird das oben aufschwim⸗ mende Terpentin⸗Oehl nicht eine rothe, son⸗ dern eine rechte Graß⸗grüne Farbe fürstellen, wel⸗ ches doch aber, wenn es kalt geworden, gleich⸗ falls roth wird. Ubrigens ist das noch merckwür⸗ dig, daß dieser Balsamus Sulphuris mit genugsam gelinden& auch im Sande, durch eine kleine glä⸗ serne Retorte, nebst dem darinn enthaltenen Schwe⸗ fel, kan herüber destilliret werden, welches wir im folgenden Experimente angemercket haben: Also famen erstlich reine Tropffen des Terpentin Oehls, darauf folgten Tropffen, die so roth waren als sie hinein gekommen, nur daß sie etwas flüßiger wa⸗ ren. Da man endlich die Wärme vermehrte, so folgten braune vrige Tropffen, die am Geruch, Geschmack und Consistenz von einem Spiritu kaum zu unterscheiden waren. Ubrigens haben wir zu eben dem Spiritu V, daraus die Röthe mit Terpentin⸗Oehl war extrahirt worden, ein Ole⸗ um u 1 Wun E . maenit wüngg Ruenddb Obwächh beh din c l Aöi Ind hut sche in Aem J U WR shn, me Abos nich LBosh h kaz mohrinde Ole schOpent Ran insehn, Lahdue 6 59 Hochersßz Sbluu⸗ I h Chmn — an gack geh n deagecgs heShugt len schet statten, yrz IIII glnde uny odaß deishy amme, deß Vi lne, nur ane wamh. Ht nn abe deil ohn dussh ahhe duthe,“ he flstel Rotden och merth iᷣ mit genugl a flaceg RuteneSchn Delches 0h5 Ellaben: DennO Ich wrench awb füßhee e Ranhl de G Eeh H In R MI ILIL Einleitung zur Qymie. 239 um Pri per deliquium gemischt, so entstand ei⸗ ne braune Mixtur und gantz relinös, die einen star⸗ cken Geruch von sich gab. V. 31. Nachdem wir bisher die Sulphura des mineralischen Reichs gesehen haben, die dem ge⸗ meinen gelben ähnlich sind, so schreiten wir nun zu denen Substantien, die von dieser Gleichheit weiter abweichen, so aber doch verbrennlich, und in eben dem Reiche befindlich sind. Also ist das Erd⸗ Pech und dessen reinere Art das Asphaltum oder Jüdisch⸗Pech, und die unreineren Stein⸗Kohlen und hartzigten Torffe gleichfalls einer minerali⸗ schen und unterirdischen Substanꝛ, doch sind sie eher einem Pech oder vegetabilischen Schwefel, als einem gelben mineralischen ähnlich, deren übrige verwandte Arten, als welche zu denen phylicali⸗ schen, medicinischen und chymischen Operatio- nibus nicht sonderlich gebraucht werden, man nur ihrer Beschreibung nach bey den Autoribus nach⸗ lesen kan. Das Petroleum oder Stein⸗öhl wird mehr in der Medicin gebraucht, es ist gleichsam ein Dehl der Erden, weiches durch die eintzige chymi— scheOperation von der Natur gemacht wird; weñ man es läßt in Ziegel⸗Thon oder Ziegelbrocken einziehen, und ziehet es wieder davon herunter, bloß durch eine Destillation aus der Retorte, so wird es viel durchdringender und subtiler, als es vorher ist, und giebt auch alsdenn einen Theil rige Substanꝝ mit von sich. M. 32. Die vegerabilischen Species geben solche sogenanntedulphura, die denen vorgemeldten Erd⸗ Pechen —89—9—9—9 ——— 24⁰ Einleitung zur QWymie. Pechen äh nlich sind, auch dem petroleo der Subtili⸗ tät nach gleich komen. Die dickeren sind das gemei⸗ ne Pech, das dem Erd Hartze oder Erd⸗Peche gleich ist; etwas flüßiger sind, doch daß sie sich mit Hän⸗ den noch tractiren lassen, oder bey gelinder Wärme in eine tractable Weiche zusammen schmeltzen, die Resinæ oder Hartze, die aber gantz flüßig sind, wie das Oleum Pettæ, die nennet man auch Oehle. Es finden sich diese bey verschiedenen Arten der Ve. etabilien, und bey verschiedenen Gliedern oder heilgen dieser Art Cörper, also sind die Hartze ge⸗ meiniglich in den Rinden der Bäume, in den Sten⸗ geln und Blättern der Pflantzen, die Oehle hinge⸗ gen wohnen mehr in denen zärteren Blättern und Saamen. Es ist dieser Unterschied bey vielen dar⸗ unter, daß die Hartze nicht so weit von dem minera- lischen Erd⸗Pech entfernet sind, die Oehle hinge⸗ gen sehr weit, als welche nichts anders sind, als ein Theil derer Erd⸗Peche, der schon in die vegetabili⸗ sche Subtilität verdunnet, und mit vieler Vrigen Substanz sehr genau verbunden ist/und enthält die besonders eigene Mischung des Vegatabilis als ein Gefäß in sich. §. 33. Die Hartze hingegen sind eine Geburt des Erd⸗Pechs, die noch nicht so sehr verändert ist, je mehr sie aber in die zärteren Zweige, Blät⸗ ter, Bluhmen, sonderlich aber den Saamen, als das letztere einigste Specificatum einer vegetabili⸗ schen Art, muß hinein gezogen werden, desto mehr und häuffiger findet man sie alterirt und verän⸗ dert. Diese Alterirung oder 2 este⸗ aber W. ihe siac Ibit de Feßud Hierauff pechihte det Reto schwanße Nfeher, Wosst zur Hocungs H häl R Hat Rehchgen deneh S Ocr Ind G Ob woh m glach Aandan Iuna, cel, schin Um Dard etrokoNNIN eren soddun Wrem Ah sie sh W. 0 gelnda x 10 mon W denen Auanz uen Gichn sosinddehn Nume, ubn au, de oche l Hren Batimn Hied herpulg Moon dem mi dee Oehle L Noers snd al die Vegettt nit vilet Vi Wund enshad egdils 0 d ene Art Ren Z· 00 den Sunt m ther Vg I teritt u Mader ö —83——3—.——.ñ——‚.‚rr Einleitung zur Wyie. 241 destehet fürnemlich in der Abschneidung ihres gro⸗ beren erdichten Theils, und hingegen in einer ge⸗ nauen Verbindung mit einer Origen Subltanz. Wenn man sie also durch die Chymsie resolviren und zerlegen will, und bringt selbige in gehörige Wärme, so lassen sie ihren schon am meisten ve⸗ getabilisch specitieicten Theil gar leichte fahren, daher gehet ein subtil Oehl herüber. Wenn man aber das&in etwas vermehret, so gehet erstlich eine säurliche Substanz, in Gestalt eines Rauchs, über, die man in dem Phlegmate, das man mit Fleih in den Recipienden vor cgeschlagen, auffängt, hierauf solget mit stätckeren eine dickere, halb pechichte, und langsam flüßige Substanz, und in der Retorte, daraus man destilliret, bleibet eine schwartze Materie als Kohlen zurück, wenn selbige in freyer durchglühet wird, so giebt sie eine weisse zarte K. Gleichwie aber die Wärme alle Kochung sehr befördert, also werden auch diese Hartze häuffiger an denen der Sonne nahe gele— genen Oertern specificiret. Ddem findet man bey denen gewürtzhafften Pflantzen und Früchten, aus denen beyden Indien, eine grosse Menge subtilen Oehls, welches mit dem besonders eigenen Geruch und Geschmack des Vegetabili determiniret ist. Ob wohl deßwegen nicht alle Indianische Stäm⸗ me gleich hartzigt sind, wie nicht weniger in unsern Ländern die Krausemüntze, Camillen, Melisse, Tannen, Fichten und Fehren⸗Baum, Anieß, Fen⸗ chel, Kümmel ac. an Oehligkeit denen Indiani— schen und gewürtzhafften* nichts nach⸗ geben N B)IV———————————— 24² Einleitung zur Cyymie. geben, wiewohl es aber auch tausend Arten an⸗ derer Stämme, Bäume, Saamen ꝛc. giebt, die ihrer eigenen Natur halben wenig Hartzigkeit in sich haben, als Gurcken, Kürbse, Bachbungen, Weiden⸗und Bircken⸗Baum ꝛc. §. 35. Es verdienet sonderlich die Art und Wei⸗ se, die aromatischen Oehle zu destilliren, in Be⸗ trachtung gezogen zu werden. Die frischen Kräu⸗ ter als Krausemüntze, Melisse, Salbey, Majoran, Camillen mit den Bluhmen, Dillen mit allen was dran ist ꝛc werden klein geschnitten, und Y drauf gegossen, so hoch als die Kräuter liegen, und so 2. 3. bis 14. Tage eingeweicht, dabey man denn eine oder die andere Handvoll O dazu thut, nach⸗ dem der Materie wenig, oder viel ist. Und zwar dieses(daß man nemlich S dazu thut) geschicht zu einem doppelten Zwecke, erstlich und fürnemlich, damit bey dieser Einweichung keine verbindende Gährung entstehe, als welche das gemeine S oder der O am besten verhindert, davon man an dem eingesaltzenen Fleische ein Exempel siehet: Fürs andere, daß das gemeine S die subtile Erdigkeit, die durch ihre genaue Verbindung mit dem L ei⸗ gentlich den Schleim bey den Vegetabilien aus⸗ machet, und sich in die Oehle oder Hartze sehr subtil anhänget, in sich ziehe, damit die öhligten Theile frey davon gehen können. Wenn derowe⸗ gen die Kräuter also eingeweicht sind, werden sie aus einer Blase, oder sonst einem Gefässe, deme man blosses A appliciren, und doch eine starcke Kochung der darinn enthaltenen Materie vertra⸗ gen H Whsche NWISR dudupod Rutnd e uh,t seishe vui H — Ol st högSc RW Hcvage! Hih nt I Bochvadg Em⸗ w—ͤT˖ͤre/ — tausuddg; amnen v. gch, eng Hu bse. Bagn die Mud destlgn,g; Diefrichnt Sulbeh M. Duln nlt geschniten,x. Kräuter l, dobey nz Odcuhufz MIst. Mz Whu) gochth md furnenl Hhe belbidi emeine d Wuwag an v Aschet; H Utle Emgh % Mt dont d Vegeadiln hn H dumt de iß N Wapdw sid, m Gs l och dle MM Einleitung zur CHymie. 243 gen kan, also destilliret, daß man zu! der erst, mit seinem V, eingeweichten Miilerie, nebst dem einwei⸗ chenden&noch eine gute Menge frisch beygefü⸗ get, um das Anbrennen zu vechüten. N. 36. Dieser Methode also bedienet man sich eigentlich bey Destillirung des Oehls, aus denen trockenen Pflantzen und Kräutern, dabey man den Vortheil hat, daß man bey der Einweichung nicht leicht befürchten darff, daß es gähre, hingegen ist die Unbequemlichkeit dabey, daß der subtile sehr durchdringende Theil, der am meisten riechet, in der Austrocknung verdämpffet ist. Diesem wol⸗ len einige fürkommen, und nehmen die Kräuter gantz, weder zerschnitten noch zerquetscht, und thun sie in eine grosse geraume Kolbe, mit einem wohl lutirten Helm, und destillirens mit gelindern Wär⸗ me in B. M. biß sie im Gefässe trocken zurück blei⸗ ben, und sich zerreiben lassen; Allein es ist hier eben die Schwürigkeit dabey in dem das wenige, das auf diese Weise aus dem gantzen Vegerabili, als welches nur so oben her hänget, fortgetrieben wird, zwar gefangen, aber nicht empfangen wird, indem in einem solchen und so geraumen Gesässe nothwendig sehr viel davon hier und dar anhän⸗ gen muß/ wo man nicht mit vielen Fleiß und gros⸗ ser Mühe die Operation gantz langsam regieret. Indeß werden die trockenen, kräuterichte als saamigte Cörper, sowohl entweder auf eben die Weise, wie gemeldet worden ist, eingeweicht, oder sie werden ohne Einweichen mit einer grossen Menge V begossen, und alsobald mit Kochen her⸗ Qa über 244 Einleitung zur ymie. über deltilliret, doch ist das erste besser, wenn man nur die Zumischung des Saltzes, aus vorgemelde⸗ ten Ursachen, dabey nicht vergisset. §. 3/7. Es ist auch merckwürdig, daß es einige vegelabilische Substantien gieber, die sehr starck riechen, welche ziwar keine sonderliche Menge von Oehl von sich geben; Indeß wenn man sie doch mit einem wohl bereiteten Spir. vin. destiltirt, so geben sie demselben einen sehr starcken Geruch, und die haben insgemein das besonders, daß sie sich nicht lassen zerschneiden oder zerquetschen, sonst verliehren sie alsbald den vorigen angeneh⸗ men, und bekommen denn einen heßlichen Geruch, davon man ein Exempel sehen kan an den May⸗ Blumen. Der Spir. vin. den man zu dieser und anderer gewürtzhafften Dingen ihrer Deltillation nimmt, muß alcalifirt, oder er muß durch eine Herüberziehung von einem Alcali subrilisirt seyn. Denn dadurch verliehret er den unangenehmen wibrigen sünckenden brentzlichen Geruch, den er sonst hat, und wird gantz ohne Geruch, daher er folglich den angenommenen Geruch des Gewür⸗ tzes nicht schwächet. 6. 38. Aus denen langsam⸗flüßigen Resinis oder Hartzen, als Terebinthina, Gummi Ani- mæ, Styrax liquida, kan man auf diese Weise ein Oehl dettilliren, daß man nemlich eine gute Men⸗ ge L darauf giesset, und also herüber deltillirt, so gehet mit dem Wasser zugleich auch das Oehl herüber, und schwimmet oben, dieses kan man her⸗ nach sammlen, und durch einen Trichter scheiden. Doch e Iwhh I nl Ih N ghh + V W deig Ipnndt Wiant Ws e Sige Mehendte HOpern den W shchihnneh 1 dle S oda hon sch ugle Rstegg e Ag. 2 Dhhrunge WahSh Khen O el. 2 Ran ah s Aecifint, 3 slxsshy g Gohltehe HWI Hym — besennenn upng Mt. dg/ Ws „ de schrß clhe Mayn behn man Vin. dettilh starcke En besondes, Oder Zerquule boligel g helchn Gar Iu an de Y n diher hr Delilhe muß duch e sabtiit sey Mnangenchm. Geruch/ den uuch, dahlh der Ghl Fußen Ne. 8. Gui Ie WA E hiberehl II W th al + II Einleitung zur Cyymie. 245 Doch kan man selbige auch vor sich im Sande in einer Retorten oder Kolben destilliren, nur, daß man verhüte, daß es nicht aufkoche oder schäume, denn sonst läͤufft es gerne über„ deßwegen muß man das Feuer sehr wohl und fürsichtig re⸗ gieren. 0 5 39. Doch ist noch mercklich, daß die Oehle, die aus denen Hartzen oder Saamen, oder Kräu⸗ tern gemacht worden sind, wenn sie auf vorgedach⸗ te Weise mit Wasser destillirt werden, eben das Wasser sehr mercklich mit ihren Geschmack an⸗ süllen: daher einige Chymici, die sich auf das ge⸗ meinen Phænomenon gründen, welches auch in die⸗ ser Operation erscheinet, daß die Oehle sich mit dem Wasser nicht mischen lassen, sondern oben schwimmen, gemeynet haben, daß der Geschmack und die Schärffe nicht vom Oehle herkommen, sondern von einem sehr subtilen flüchtigen Saltze, so sich zugleich mit erhoben, sie meyeten aber, es müste ein S seyn, weil es in das Wasser hinein gienge. Allein diese Meynung wird durch 2. Dinge umgestossen,.) durch die Vernunfft, wenn es ein Saltz wäre, so würde es nicht den besonders eigenen Geschmack der Pflantze und des Oehls ha⸗ ben. 2.) Durch ein Experiment. Denn, wenn man ein solches schmackhafftiges Wasser gelinde rectificiret, so gehet diese Oehlichkeit in den ersten Tropffen zugleich mit über, entweder gantz allein für sich, oder durch eine schwache Verbindung in Gestalt eines brennenden Spiritus, die sich um so viel leichter wieder wird von einander geben, und 2 3 das 246 Einleitung zur Cyymie. das Oehl wieder oben aufschwimmet, wenn man ein werea kalt Wasser in den Recipienten, dar⸗ ein die Materia soll gefangen werden, fürschlägt. Gantz anders hingegen schmeckt die saure Materie, die da bey Deltilirung der Hartze mit stärckeren Feuer übergetrieben wid, wie wir schon oben angemercket, und die mit dem Oehle nichts zu thun hat. 946 Wenn man die öhligten Vegetabilien ohne Zusatz Wassers zu gehör ger Zeit und Ort un⸗ mittelbar duich die Sonnen⸗Strahlen destllirt, so, daß das Gefäß, darinn sie sind, gegen die Sonne gestellet, und der Recipiente in Schatten stehet und in Veingetaucht wird, so bekommt man auch das starcke wohlriechende Oehl, sonderlich wenn die Kräuter frisch, und die Tage sehr heiß sind. Wenn man aber ohne einigen Zusatz, sonderlich die trocke⸗ nen Kräuter in trockenen oder blossen Feuer destil⸗ liret, so gehet zwar erstlich ein subtil Oehl, aber nach wenig Topffen wird ein sehr übel richend und brentzlich Oehl immer dicker und dicker, eines rüßigten Geruchs und brauner Farbe herfür flies⸗ sen, wenn man das Feuer endlich biß zur Glühung der Materie vermehret. Dieses letztere dicke Oehl ist bey den meisten Vegetabilien fast einerley Art, man destillirt s insgemein mit Fleiß aus dem P/ Frantzosen⸗ ud Buchsbaum Holtze, und wird von einigen als das gröste Anodynum gerühmet. Be⸗ siehe Sim. Pauli Quadripert Betanicum, da er meynet, das Oehl von Hasel⸗Stauden sey des Ru⸗ landi σ Heraclinum. §. 41. 7⁰¹⁷ 2 vhucheh Ibenel Hbbh Wfichd Peuddeb I Voie W W ut un Wonmʒ x diehigee schldeg l ung WE Melltnah Mossh seestuuh. du dch e I„d den ud unde Muchn Wajmes Runnach⸗ ase i ueh Aut d schei Aurict Fat gme gh V OMM. Anmet, Papy Kecpien Welden, ssh die uteh attze mit sit bie wit shun u Ochle nih en Maet ger Zatg Sütahlen eet D,gegen E Scharte sh umt manou nderlch wau Heisud. M Idelsch dde fit ossn Ftuerdel Oehhäbet no bel uchend u dier, e Fudehafltf bß u Ghe Sahtedet ssteheh9, Faß aubdn Mgekahne.“ NeRD N dn Einleitung zur Cymie. 247 V. 41. Doch sind noch einige Hartze, die ausser diesen noch eine salinische flüchtige dubltanz geden, als Benzce und Agtstein. Und zwar der Agtstein (Succinum) giebt erstlich ein subtiles Oehl, hernach ein flüchtig, und endlich ein dickes pechigtes Oehl. Benzoe sublimirt sich grösten Theils mit Bluh⸗ men, darauf denn eine dicke gleichsam butterhaf⸗ te Substanz folget. Alle diese vegetabilischen ra aber können so wohl von denen Alcalien, wie die mineralischen, als auch vom Spir. v. angenommen und extrahiret werden; zu einer scheidenden Extraction, da man die Hartze oder Resinas von dem groberen Schleime scheiden muß, sind zwar die Alcalia allein nicht ge⸗ nung, indem die Feuchtigkeit, die in der Lauge ist, zugleich die Schleimigkeit mit auflöset, also scheidet und extrahiret der 6e, allein er muß rectificatissi- mus seyn, selbige viel besser. Am allerbesten werden sie erst von denen gröberen Unreinigkeiten der Er⸗ den durch eine Extraction mit einem Alcali befrey⸗ et, und denn erstlich durch Zugiessung des Spir. x. auch von dem schleimigten Theilen abgerissen. Z. E. Man nehme Gialappa pulverisiret, koche es in ge⸗ nugsamer Menge Lauge von O, filtrire es, und verrauche es zur Trockne, die Mallam pulverisire, giesse dtilsimum darauf, digerirs einen Tag an einen lau⸗warmen Ort, denn filrrire den Spiritum, und ziehe ihn ab, bis die Helffte oder der zte Theil zurück bleibet, darauf giesse denn zweymahl so viel kalt gemein d/ so schlägt sich die Resina nieder als ein weißlich Pulver, so aber leicht in Gestalt einer — Massæ e —.— 248 Einleitung zur Qymie. — massæ zusammen schmeltzet. Oder, man kan auch die Remanentz in einem offenen Gefässe gelinde durch die warme& verrauchen lassen, damit der noch übrige Spir. vin. weggehet, so bleibt eine pech⸗ ihie, durchsichtige, weiche Substan⸗, die sich ziehen läßt, zurück. Eben das kan auch mit der Myrrhe und allen Pflantzen geschehen, deren besonders eigener medi⸗ cinischer Effeét in ihren relinölen Theilen lieget, 3. E.mit Wermuth', Cardubenedicten, Centaur. min. Rad. Gentian.&c. Wenn aber die vegetabi⸗ lische Substanꝛ sehr resinöse ist, als das Frantzosen⸗ Holtz, auch die Radix Gialeppa, so ist der blossespir. vin genug, wenn er nur Rectificatislimus ist, den kan man auf die klein gemachte Materie aufgiessen, digeriren, filtriren, und endlich mit gelinder Wär⸗ me zum Theil abziehen, so bleibt die relmöse Sub- stariz noch flüßig, indem noch etwas Spiritus vini dabey ist, das heißt man denn insgemein eine EI= senz wenn man aber den Spir. vini, wie gemeldet, durch eine gelinde Verrauchung gantz vertreibet, so hinderlässet er eine zähe, bald rothe, bald gelbe, mehrentheils grüne Substanz zurück, die nennet man ein Extractum. Indeß ist das mediciuische Phænomenon mercklich, daß diese Resine, wenn sie in Gestalt der Essentien, d. i in Spirit. vin. noch sehr subtil ausgedehnet sind, insgemein zehen mahl mehr würcken, als in der vorigen eigenen zähen Ge⸗ gestalt, da es noch ein Extractum ist. Z. E. Wenn man rothe Myrrhen auch zu einem Qventgen nimmt, so treibet es bloß gelinde das 2—056 E⸗ F — 1 4 Woche Radi)H Ueasu Wulckas san gc Cdle Ehlenpngt Waossch Hine e dalasge tiæ Gui diekdochch sst m. Dobögah Hioh .6.6 Rlcj al Dlin ent hichge Tafthgt ises gahd Hlademnass 44. loch ged getdilshe minendch , E 0 Dunt U gullsch M. Iym: Vrmd en Gisis n ssn, Eut „soblehtchg 2, N- shs j Myrch unt Wdeis eger ölen Telgj edicten, Cer Raberdezer „b darsrurt „oistoabbh Hattimoss, Mauf nitguinder A Hreale Das Spintus s aman eihe l i gun antverteohe Athe, addge Nüc, die pan medheu e Relne. WSii nf Re enh is. 3 E h0n M Radd u ——.. Einleitung zur Wymnie. 249 Geblüth. Wenn man aber auf dieses Quentgen 5j. Spir. vinĩ giesset, und ihm sich tingiren läßt,(es wird ohne Ausdrückung ein 6. 7. Quentgen aus⸗ machen) und man giebt von dieser so genannten Essenz nur 34 biß Zů, so wird solches eben so viel würcken, zals ein gut Quentgen Myrrhen in Sub- stanz genommen, welches eben auch von der radice Giallappæ zu verstehen ist, als welche in Form einer Essenz wenigstens 4. mahl so viel würcket, als das blosse Pulver, und 6. biß 8. mahl mehr, alswenn eine Resinèe oder Magisterium, wie sie es nennen/ daraus gemacht ist. Denn wenn man 5j. der Eslen⸗ tiæ Gasappœ, die bloß schlecht extrahirt ist/(und die doch eben so viel purgirt, als 6. bis 8. Gran Re- sinæ) mit gemeinen Wasser niederschlägt, so wird die darinn enthaltene Relina kaum 1. Gran am Ge⸗ wichte austragen. §. 43. Eben dieser Art kan man sich auch be⸗ dienen, alle Resinas aus denen Theilen der Vegata- bilien zu extrahiren, nach der in vorigen§. vorge⸗ schriebenen Weise, daß, wo der relinölische Theil überflüßig ist, sonderlich, wenn es übrigens trocken ist, es bloß durch Spir. v. ist es aber zugleich schleimig, alsdenn erst mit einen Alcali ausgezogen werde. §. 44. Die curieseren Chymici bemercken noch eine Art des Schwefels, die sich in dem ve⸗ getabilischen Reiche findet, die mehr dem gelben mineralischen Schwfel, aus denen Hartzen gleich ist, die sie bald natürlicher Weise, bald künstlich daraus sammlen. Natürlich findet sich ein gelb grünlich Pulver in denen jüngern Zapffen der — Jich⸗ ————64.— 3. —————— SISISISISSISSSII —— + N —4—— 25⁰ Einleitung zur Chymie Fichten, auch an denen jüngeren blühenden Hasel⸗ Stauden, auch auf dem Bärlapp oder Musco ter⸗ restri clavato seu Lycopodio, und fällt durch eine gelinde Schüttelung leichtlich da herab. Er ent⸗ zündet sich und verbrennet eben so leichte als der gemeine gelbe Schwefel, indeß ist es nichts anders, als der zarteste rindigte Staub, der sich an die er⸗ sten kleinsten Blättergen pflegt anzuhängen. Diese Substan ist dem gemeinen Schwefel mehr gleich, die aus den Kohlen auf folgende Wei⸗ se bereitet wird. Man kocht entweder die pulveri⸗ sirten Kohlen in einer starcken Lauge, das Deco- ctum wird fültrirt, und mit gemeinen destillirten niedergeschlagen, oder man läst Sryoder Pott⸗ asche in& fliessen, und trägt nach gerade Kohlen⸗ Staub hinein, denn giesset es aus, löset es auf in v/ kiltrirts und schlägts nieder, welches um desto offenbahrer von statten gehet, wenn sich es gleich⸗ sam von selbst præripitirt, davon wir oben§ 26. vom sulphure antimonii gedacht haben. Indeß wird hoffentlich niemand meynen, daß dieser& so würcklich und eigentlich in den Vegerabilien in⸗ ne sey, sondern es wird vielmehr für jederman ein Productum der Kunst zu seyn scheinen. Die gantze Sache lieget fürnemlich darinn, daß durch die Verbrennung, die im verschlossenen geschiehet, ein Theil der vegetabilischen Reline, der noch am wenigsten specificirt, sondern noch näher ist zu der allgemeinen Substanz, wie sie aus der I entweder formaliter oder nur materialiter angezogen ist, mit denen überflüßigen erdichten Theilen des 5—5 he Nbs she schncgg schbash, an Rial Hillch bih den Dyel d d Al sntt geh berden Hacsa i fylt. Och Renon sl, sch d mad vid. .] —— — — — S — — sch vag f⸗ iem daaherg ge CHmt ——— ren blchrngz lapp Ner Munz und siltuut da aab d in so t histesnathn 1o der shay It arzubäga gemainen Et en auf hmh Sulweder depn Hauge, d gemenen Geti Hteprot och gerade aus, Vset ehn Haches un! Henn sich e von W Sben Ht aben. I Ien daß dies WVegetidise icht süt z ch schine. D, M Hostun gül eine, dt Lochrahe bde Pl lirr Mpol Indll Einleitung zur Cyymie. 251 tzes gleichsam zusammen geschmeltzt wird., und al⸗ so, wenn die schon mehr specificirten Theile fort⸗ getrieben sind, nicht mit kan weggerissen werden. Diesem ist etwas ähnlich, welches bey Bereitung des Croci Martis& Veneris vorfällt, denn da wud zu dem Metalle, als einem erdicht⸗fixen Cör⸗ per, ein flüchtiger Schwefel zugeworffen, dessen wird denn ein gut Theil in die Theilgen des Me⸗ talls sehr geschwinde und doch so feste hinein ge⸗ schmoltzen, daß es durch sehr starckes Glühen sehr schwerlich, und doch wohl nicht gäntzlich wieder kan heraus getrieben werden, ja man bemercket vielmehr, daß es seinen erdichten specifiquen Theil bey dem Metall zurück lasse, und nur dessen saurer Theil davon gehe. Also werden auch die flüchtig⸗ sten Theilgen der vegetabilischen Resine durch starckes A bald fortgetrieben, die gröberen hinge⸗ gen werden mit denen häuffigen erdichten Theilen gleichsam zusammen geschmoltzen und desto mehr figirt. Daher kommt das merckwürdige PHæno- menon für, daß eine Kohle, die auf diese Wei⸗ se halb verschlossen durch die Gewalt des ge⸗ macht wird, wenn sie in einen Gefässe, da keine Lufft starck zukommen kan, gleich lang und be⸗ ständig gebrannt wird, verliehret sie doch ihre Schwärtze nicht, es tropffet auch nichts resinöles oder schwefelichtes mehr über, sondern es verkehrt sich viel geschwinder in eine rechte erdichte Sub⸗ stanz, die sich immer weniger anbrennen läst, indem der subtilere Theil sich immer fester in die gröberen hinein wickelt. §. 45. 252 Einleitung zur Cyymie. §. 45. Das Expiment ist aber mercklich, und wehrt, daß es in künfftig weiter untersuchet werde, das Beccher anführet; da er versichert daß er durch eine künstliche Operation, aus denen Kohlen, eine spirituöse Substanz gebracht, die ohne Ge⸗ schmack ist, und nicht brennet, und doch im Her⸗ übertroffen sehr heiß und flüchtig, die mit einem destiliirten Eßig in gehörigen Gewichte gemischet, einen vollkommenen brennenden Spiritum gegeben habe. Aus welchen Experimente, wenn es rich⸗ tig, gewiß die Verbindung der saltzigt und erdich⸗ ten subtilen Sabstanz, daraus die Formalitas oder das eigentliche Wesen des Schwefels, oder der Brennlichkeit entstehet nach den§. 3. könte augen⸗ scheinlich dargeleget werden. 6. 46. Die gröberen Oehle der Vegetabilien, weil sie den sogenannten empyrevmatischen oder angebrannten Geruch mit denen Oehlen der Thie⸗ re gemein haben, auch bey beyden die Corection und Verbesserung einerley ist, so wollen wir selbige zuerst vorlegen, ehe wir uns um die Art und Weis⸗ bekümmern wollen wie das Empyrevma oder der brentzliche Gestanck wegzunehmen sey. Es sind aber die animalischen Oehlichkeiten und Pra fast zweyerley Art: Etliche sind genugsam bekannt un⸗ ter dem Nahmen des natürlichen Fettes, andere aber werden durch die Kunst, oder erst weiter be⸗ reitet und zuerst daraus abgeschieden. Dieses naturliche Fett wird leichtlich von dem anhän⸗ genden sehnigten und häutigten Theil abgeschie⸗ den, welches am besten geschiehet, wenn rn esten 0 — po, Solugn alls veR duhl deM 0 i Hof h du Mhet sisseipi Denm u teumin eammt Hrschma Bebevge gemch, d hgft hhashes, Wahn mij 1+60.— M n Wakugr ebchen w denh ij atiimum I daß h ehe delh Mack 1 Huns, V une Gelh t CHnn 10 Abe Ha festen membranösen Theile, den Panniculum adi. Kuhlesshen posum,(die Haut des Fettes) das Netz derer blisch Schlangen, das Mesenterium oder Gekrose, und Wasdns alles was demselben gleich ist, auch den Eyerstock acht, dein der Hüner, und der Capaunen Ein geweyde, und Mdbogn. die Nieren derer vierfüßigen Thiere, und die dar⸗ hug/ dem an hängende Stücker Fett, klein schneidet, und Hevichten: bloß mit sehr gelinder Wärme, oder, wenn es u Spitkung: der Mühe werth ist, in einen leeren Gläsernen Ge⸗ denteumt.fässe einschliesset, und in siedenden Balneo hält. rslhgte Denn so wird daraus bloß die zärtere durchsich⸗ deFormastige und klare dubstanz zusammen geschmeltzet und Schbise. gesammlet, welches auch mit dem Kälber⸗ und HIi.Hirschmarck ꝛc. geschehen kan, als auch mit dem Bieber⸗Fette. Indeß ists auch der Vernunfft Veem. gemäß, daß man vorgedachte Theile von den blu⸗ Vemnsn igen Flecken durch Besprengung des oder Weins Ohlnde abwaschen, und nachdem sie ausgewachsen, erst VbeCoRed trocknen müsse. mamist§. 47. Wenn man aber die Fettigkeit der uThiere, von welchen man etwa gantz besondere e Nt und 0. Wrre Würckungen erwartet, noch gantz und wohl auf⸗ Einleitung zur Chymie. 253 sh. bewahren will, so wäscht man sie erst, leget sie I Mi denn in ein Glaß, und giesset Spir. vin. Kectifi- 0 u catissimum drauf, so daß es gantz damit bedeckt n 1 sey, so wird es dadurch so gewürtzet gleichsam, Wo daß es eine lange Zeit dauret, welches guch mit duic dem Marcke angehet. *§. 48. Man bereitet das Fett ferner durch die unst, daß man es gäntzlich in eine öhlichte Sub⸗ 0n stanz destillirt, welches zu geschehen pflegt, wenn üt. man . ee**— *—9.—— 254 Einleitung zur CWyymie. man gebrannte Ziegel oder deren Stücke, oder ge⸗ brannte Knochen, welches man unter diesen will, glühend oder wenigstens sehr heiß machet, und in das Fett hinein wirfft, daß sichs davon vollziehe, und denn durch eine Retorte destilliret, daß man das Anach gerade vermehret, so giebt es eine sub⸗ tile Oehlichkeit, die weniger oder mehr empyrev⸗ matisch oder angebrannt ist, darauf denn endlich ein dickes angebranntes Oehl folget. ö §. 49. Man kan aber aus allen Theilen der Thiere, wenn man das biß zur Erglühung vermehret, diß schwartze angebrannte Oehl erhal⸗ ten. Das, welches am meisten vorkommt, bekom̃t man in der Destillation des menschlichen Hirn⸗ schedels, des menschlichen Bluis, des eingekochten Urines, des Elffenbeins, Hirschhorn, der Schlan⸗ gen, Regenwürmer und dergleichen. Zur Ver⸗ besserung aber des widrigen Geruchs, den sie mit dergleichen vegetabilischen Oehlen gemein haben, muß man folgende Handgriffe mercken Man muß das stinckende mit gemeinen wohl um⸗ rühren und schütteln, so wird selbiges davon weißlich werden, und denn die geschüttelte Ma⸗ terie mit genugsamer Hitze des B. M destilliren, oder mit mäßiger Hitze im Sande, und solches mehr als einmahl, so wird man nicht nur ein sub⸗ tileres, sondern auch ein weit weniger stinckendes Oehl erhalten. Oder man vermische das empy- revmatische angebrannte Oehl mit gleichen Thei⸗ len oder mehr Spir. v. und denn gelinde in ein vor⸗ gelegtes v destillixet, so wird das Oehl oben auf⸗ schwim⸗ — hunng) 16 W Restshg l derdh Hanhigle her in d nagt uih Riatn den„Rl Hassn W. eior Oye simmt x 9 60 Mosl Ium sct. tsHHDh M sch hinn 40Dildr uihiage, u Hael iaishn d Das Aaug Rhber st n Amscheg shesSahz des Myn Hachnt l Loch alhe! ushenn M. —— dult, W intet dijny Einleitung zur Cyymie. 255 schwimmen, sehr subtil, weißlich, klar und ei— wachlm. nes weit erträglichern Geruchs seyn. Oder man Wn— giesse selbige auf ihr eaput mortuum, oder Shi nin oder auf blosse Asche, oder auf das Saltz aus 1j un der Asche oder Pottasche oder P, oder auch ge⸗ lb brannt Hirschhorn, und destillixe sie davon herd⸗ Rren ber in ein vorgelegtes v. Auf eben diese Weise öeun pflegt man auch die flüchtigen Saltze von diesen —5 ö oöͤhligten Unreinigkeiten zu befreyen und zu schei⸗ Heln den, nur daß man daselbst den Kalck muß weg⸗ r Egli lassen. Wenn man aber am allerbesten und mit 1 Ochl aeiner Operarion die Sache will ausmachen, so kommt be nimmt man Spir. vini dazu. hlchen y§. 50. Wir müssen an diesem Orte die gemei⸗ helckdo! ne Meynung derer gemeinen heutigen Chymico⸗ n Sun rum nicht vorbey gehen, als ob die empyrevma- rtischen Oehle, so wohl der Vegetabilien, als auch den sen der Animalien, eine gewisse wesentliche Säure mit nen habn! in sich hätten, daran sich ihrer Natur nach ein gu⸗ Kn M tes Theil der flüchtigen, urinosischen Substan feste Vwohlu; anhienge, und meynen sie, daß solches daraus er⸗ loige du! helle weil diese Oehle, wenn sie mit den fixen alca⸗ Hütteh 9 nischen oder erdichten Concretis, die auch sonst Haelllos. das Acidum in sich nehmen, vermischt werden, so und ss geben sie in der drauf folgenden Destillation eine Auehsh ziemliche Menge eines solchen flüchtigen urinoli— Hursthces! sches Saltzes. Allein, wie wir schon oben§. 38. I diese Meynung von denen slüchtigen Saltzen ab⸗ lchn gelehnet haben; Also fügen wir das eintzige nur Ude n el noch allhie bey, daß man die oben bekräfftigte 90 10 nicht Herausziehung, sondern verbindende 1— u für⸗ 4**—9—— 256 Einleitung zur(ymie. fürbringung dieser Saltze dey der Operation auch aus dem Experimente erkennen muß, weil um Exempel das S Fri, wenn es mit dergleichen Oeh⸗ len auf vorgemeldte Weise digerirt wird, endlich gantz flüchtig wird, und also den Steeit entschei⸗ den kan. Von denen Wassern. Ob wohl das V ein reinerer und gleichsam ele⸗ mentarischer Coiper ist, und also etwas allgemei⸗ neres, welches nicht wohl vielerley Arten darrei⸗ chet; So scheinet dennoch die Ersahrung zu be⸗ kräfftigen, daß auch die v/ bloß vor sich betrach⸗ tet, wenigstens wegen der Subtilität verschiedene Gradus haben. Daher sagt man überhaupt von denen destillirten v, daß sie insgemein hitziger sind, als die springenden und fliessenden v/ nemlich sie sind subtiler, und werden folglich in ihren kleinesten Theilen hefftiger getrieben; sonderlich zeiget die mineralische Substanz, die man& oder gleichsam ein wässerig Silber nennet, einen Unterscheid, gleichsam in der Wäßrigkeit, daß also das ent⸗ weder die Hände naß machet, oder trocken ist, von jeden etwas weniges besonders. Vom feuchten Wassern. §. I. Es wird von vielen sehr über die Frage gezancket, wie das Wasser von der Yunterschie⸗ den sey, und ob das& in eine Erde könne verwan⸗ delt werden, und im Gegentheil die V in y? Die Pexipatetici läugnen es, wie auch die ⸗ ici, 49. 0 RH 02 Nl vqu gui Duhpr e Wn huch N Hemaß weghoht le) G v Art schen. V H1 ht WSa D Gn M Shd Rt ghhre Zuht de delsbge Vausne Hihgal Dar Hehi Lommage! 1732 fHes Hoöluh; li. 13.— am Einleitung zur Cymie. 25 En siel, od wohs ncht so—.— vel mO54I18 Dahenes Zndt Uhene 10 ͤt. lhn. Beccl it ihm scheinet au Wueh daß 965 25 Meynung zu seyn, denn er Kudder⸗ 2— asser nichts anders sey, als eine flüßi Heln. ge F. D a e flußi⸗ lan Hie bnt Eutheen Flüͤßigkeit scheinet hier⸗ x wegun aler derer würcklichen sehr hefftigen Be⸗ luhhs. Sui. 9. Wei 90 kleinesten Theile eines Aggre⸗ was algn Ding Prrhndbeninet, 8 Wew h— beweglich Nten dan ne UÜbereinstimmun eweglichkeit aber ei⸗ ö g, sowohl der Grösse, als Hn. auch der Gestalt und Figur, so ist 2—.— mh und 8 der Natur sch banh gemäß, wenn die Cörper 7 e, berschen 990 Figur haben, m 1310 i crremo. n de A 6 Aggregati Von kolthen te Emertren Li 1.1 iI erchen ent⸗ da d d Hasn die das Wasser aus e ue Kiauund Miuhh. Gestalt nach, so Denn wende De imae voder Schwer ndern vielmehr nach ihrer Mole aue Reit gehö ere unter die Bewegung der Flüßig⸗ Han gehören. Denn wei daselost der hefftige Zutritt der antreibenden Lufft aufhöret, dn da Rinn gefrieret, so zeigen die Theilgen die das usmachen, das ihre Figur oder Gestalt sich zu H. N f Inerbnomiaßat nach, festen und dichten Cöͤr⸗ Vuunt ko assen, und zeigen eine rechte voll⸗ uhe H 8.2. Wan einer Erde. 6 H. 2. Wenn nun der Kunst zugel is I1 ö dunst zugelassen ist, da 0 sie diese wässerichten Theile so obenhin Winns, de Lun und durch dergleichen 5— die, wie erst gemel⸗ det S —*9—9—9— 25⁸ Einleitung zur Cymie. ————— det, mit gemeinen und bekannten erdichten Cör⸗ perchen zusammen leime, das ist, mit solchen die der Schwere nach grösser sind, als sie, genau ver⸗ wickelt würden; so werden sie ohne Zweiffel die erdichte Sabitanz, die sie vorzeigen, dauerhafftig genug erhalten. §. 3. Dieses wird auch aus dem Gegentheile wahrscheinlich da die erdicht flüchtige Thellgen vor sich und bloß durch ihre obwohl gantz gleichartige zahlreiche Zusammenhäuffung, Aggregation) fixe Substantien ausmachen, die doch wieder flüchtig können gemacht werden, weñ man Vin Überflusse oder ÜUberwucht beymischet, wie wir oben§.. 16. von dem flüchtigen Spiritu Vitrioli gemeldet. Ist also dem nichts entgegen, daß wir daher schliessen, daß auch denen wässerigen Theilen, wenn sie in ei⸗ ne würcklich firere Zuwachsung der Aggregatorum gebracht würden, eben dadurch zugleich eine erdich⸗ te Fixität könne beygebracht werden. Denn es ist sehr mercklich, daß alle auch die fixesten Cörper nur dergleichen(i. e. fix) sind, in sofern sie auf einander gehäuffet sind. Dahero, wenn man alle ihre kleinen Theilgen von ihrer besonders ei— genen zusammen gehäufften Aneinanderhängung auflöset, so werden sie, nach aller gesunden Ver⸗ nunfft, denen Eigenschafften unterworffen seyn, damit man sonst die Flüchtigkeit beschreibet. Die flüchtigen Conereta aber werden gar leicht in den Stand der Flüchtigkeit(der dem Wasser eigen ist) gebracht, durch eine kleine Zerreibung ihrer Gestalt. Welches auch die—. Ola 443 Dolllegth be oond HHν„ HN ü Subbnn 00lb a din Gn 11 D Ul RNm, Smmit suschre, ült, Inde n itg wn 690 Dieofh Hetolsche n und; loetg me noskft, unnth chrsh I 15. dnd Einleitung zur ymie. mit uh Goldes beweiset, wenn selbiges so subtil mit de⸗ ser gu nen flüßigen Cörpern vermenget wird, daß es von ů denselben schwerlich wieder in einer festen Gestalt Ie Zbefhy 2— sich scheiden läst. 9. 4. Man muß aber sehr in diesem Stück auf den Unterschied des Wassers, der insgemein sehr Hgn. dabey concurriret, sehen. Also giebt das Brun⸗ Heelhnn nen⸗V, wenn man es bloß einkochet, sehr viel V. ih glegen Das Regen⸗Wasser, der Schnee und der Thau Vegatiah)j selbsten zeigen nach ihrer Degestion und Fäulung nedetfich nicht nur eine erdichte, sondern auch eine öhlichte Vlbeft Substanz, indem sie bald brennende Spiritus, abng u bald einen sehr starcken öhligten saltzigten faulen⸗ gewadet. den Geruch von sich geben. Wie auch, wenn man hershlasß, die Spiritus aus dem Brunnen⸗Wasser nahe bey enm sio ine der Quelle, auch von einem frisch gefallenen egrtorum Regen, sonderlich aber vom Thau auf die Wei⸗ heetdch se sammlet, die Beccher von dem Sbiritu des Leims dunesanführet, daß man es nemlich sehr gelinde deitil⸗ un Cölhe liret, und den Spiritum, der gleich Anfangs mit an se ader grösten Erhitzung des Gefässes aufsteiget, sorg⸗ Wenn won fältig verwahret. gondess 9. 3. Eine besondere Betrachtung aber erfordern derhänguh die offenbahr zusammen gesetzten Wasser, die mi⸗ sunden 0 neralische genennet werden, als die Sauerbrun⸗ Wfen seh nen und warme Bäder, von welchen doch bißher ö Rubel.N. wenig merckwürdiges, theils aus Mangel der Cu⸗ Hacht s riosität, theils der chymischen Erfahrung, ist be⸗ Wasa 0 kannt worden, indem auch dasjenige, was Bec⸗ bung N cher in seiner Phys. Subterr. davon hat, noch all⸗ ial zu general ist, und hin und da noch schwere Con⸗ 60 R 2 cepten — e —* S 9*979———— 260 Einleitung zur CWymie. cepte in sich fasset Indeß thut man sehr wohl, daß man um künfftiger besserer Bequemlichkeit willen, mit solchen Wassern, jedem ins besonder, indem sie doch selten mit einander überein kom⸗ men, die Proben anstellet, nicht nur durch Einko⸗ chen, sondern auch durch Zerfressung alle hand hinein geworffener Cörper, durch Veränderun⸗ gen derer Tincturen in ihrer Farbe. 3 E. Die vitri lischen Wasser färben das Decectum der Gahläpffel sehr schwartz, die Ohafftigen färben es Puitpur schwartz, die gemeineren schlechten Sau⸗ erwasser verändern vielmehr die Lincturen der Ro⸗ sen, Violen, und sonderlich der Mahler⸗Farbe, die sie Lackmuß nennen, in ihrer Farbe sehr mercklich; sie benagen das 2 und oꝰ, und zwar mit dem& werden sie fürnemlich süßlich, und das Qlösen sie auf, wenn sie nicht starck gefärbt sind, wenn man Spiritum urinosum dazu giesset, so kan man gewiß werden, ob etwas drinnen aufge⸗ löset ist Indeß ist es gantz gewiß, daß es aller⸗ hand Aet Saltze, Metallen und Erden giebt, die der Aꝛt nach so wohl sehr voneinander unterschie⸗ den sind, als auch von denen bekandteren, und in⸗ dem solche biß weilen in ein oder anders subjectum materialisch mit hinein gehen, so nehmen sie die Proben, die bey denen bekandteren angehen, nicht an, und können daher auch nicht recht erkandt wer⸗ den. Die Proben von dergleichen Wassern kan man so wohl in Becchers seiner Physic. Subte ra⸗ nea als auch in Wilhelmi Simsonis Beschrei— bung des Ackener Sauer⸗Brunnens, und die lächer⸗ Fräfthg hmt soldel de wuch Hedhst dete Iin nenheht eihed Weiteeh umd alb m nuc I Mi ah ehf⸗ H lche Riban l, maatd. stlacnes vitdt 5 2 Consthen 0 km n duboh g bon F messe . — scht wos emf 16 bhou, Ubenanfy durch Eiß dlehy Verandey 36 ectum! on färhut echten G uren detqh Nhlet Futh Harbe sh ind zui 5/ und ö ibt sd, heset/ s en aufge e alle⸗ gebt, die utersche NHU sobfelun Mn se Wychenn eandth⸗ Mssun v H-e Hubetr Y bub, I. 006 Einleitung ʒur Wyme. 261 lächerliche Apologiaa Zwölfferi contra Schmu⸗· zium nachschlagen. §. 6. Dasjenige, was wir jetzo gemeldet, wie auch die fremden Arten derer V, die durch gemei⸗ ne Proben sich nicht wollen zu erkennen geben, be⸗ kräfftigen die hie und da herum irrende unge⸗ schmacke Meastrua, die nicht nur die Metallen, sondern auch zuweilen die weichen Edelgesteine, die vorher durch eine Zerreibung genugsam vor⸗ bereitet sind, angreiffen. Diese haben eine beson⸗ dere salinische und corrosivische Krafft, wie sie es nennen, und doch haben sie dem Geschmacke nach keine Saltzigkeit. Also muß man das jenige einer weiteren Erfahrung und Gewißheit überlassen und anbefehlen, davon Beccher nur dem Nah⸗ men nach Meldung thut, nemlich zweyer besonde⸗ rer Veränderungen eines zusammen gesetzten und eines einfachen Wassers, da das erste v, so gleich⸗ falls ohne Geschmack ist, ausser andern Würckun⸗ gen, auch eine augenscheinliche Gfftigkein in sich haben soll, das andere, nemloch ein schlechtes ge⸗ meines V, soll durch sehr offt wiederhohlte De⸗ stillationes zu einer recht wunderbahten Corroñ- vität und Schärffe können gebracht werden, wie er versichern will. §. 7. Weil auch die Oehle grösten Theils zur Consiiten2 derer wässerichten Dinge gehören/ so kan man dasjenige, was oben§. 24.§. 9. H. 6. davon gemeldet ist, wiederhohlen, und was h9. 3. von ihrer Reduction oder Verkehrung in Wasser, wie sie es nennen, gemeldet ist, muß man nicht von R 3 dessen 26² Einleitung zur Cyymie dessen gantzem Cörper und ihrer Verwandelung, sondern von derer von einander reissenden Abschei⸗ dung verstehen. Solches wird aber mit eben der Mühe verrichtet, da zugleich auch ihr anderer Theil in eine erdichte entweder fixe oder flüchtige Tro⸗ ckenheit nach der Subtilität der instrumentaliter oder als ein Werckzeug darzu genommenen ligi⸗ renden Materie) verkehret wird. z. E. Wenn die Oehle, als Stein⸗Oehl, Terpentin⸗Oehl, oder das ausgepreßte Baum oder Lein⸗Oehl mit Bolo, Kalck, fixem Sale Alcali gemischt, und sonderlich damit eine Zeitlang digerirt, hernach destillirt wer⸗ den, so tropffet eine weit geringere Menge des Oehls, zugleich auch ein proportionirter Theil ungeschmacken Wassers, so unter das Oehl schwim⸗ met, herüber. Das noch übrige Oehl kan man wiederum mit solchen Materien tractiren, so wird es endlich alle sein fahren lassen. §9 8 Es scheinet hieher zu gehören die unter denen Practicis so berüchtigte Frage: Ob die de- stillirten v die Kräffte ihrer einfachen Pflantzen noch nachahmen? Da man denn den Unterscheid mercken muß nach dem Theile des Vegetebilis, darinn die(Specifica) gantz eigene Vis alterativa bestehet; wenn dasselbige eine subtile Resina ist, so, daß daher das Wasser noch einigen Geschmack des Concreti behält. Z E. Von Krausemün⸗ tze, Melisse, Salbey vornehmlich, und Ehren⸗ preiß, ꝛc ꝛc. so werden solche bequem die Wür⸗ ckung ihres Conereti ausführen, sonderlich bey ziemlich schwachen und kräncklichen Cörpern, für ür⸗ d hish h l MI cet ö‚ blostl 160 Bu Herabe sthen Dum d 10066 40 t au shr fl VWI HW l durcht nun gu hhehe + Oh schnachhe salgg ö —— Einleitung zur CHymie. 263 unht fürnemlich bey solchen, die zugleich eine fieberhaff⸗ nulc. te Hitze haben. Weil bey diesen Wassern nicht ur 0 nur überhaupt die sehr subtil zerstreuete, sondern Fich auch die durch ihren besonders eigenen Geschmack ö ame würcksame Ohligkeit, so wohl ihrer Ausdehnung eutl wegen glücklicher würcket, wie wir oben§. 42. Anmai von denen Eslentien angemercket, sondern auch e die würcklich schwachen Cörper genugsam alterirt, „Oahloh da hingegen das blosse aromatische Oehl in selbi⸗ lnthe gen allzu hefftige Hitze zuwege gebracht hätte. 10 suldt Indeß ist es doch ein leerer Betrug der Apothe⸗ deltilth cker, da sie dergleichen Wasser nicht durch eine Me blosse Destillation, sondern durch Zusetzung vie⸗ Onitlat Y les Brunnen Wassers in der Blase kochend Ochlshoy herüber destilliren, da es doch ohne Zusatz WIIn fremden Wassers durchs B. M. geschehen solte: u so wid Denn der öhligte Theil des balsamischen Concre- ti des eigenen frischen Wassers des Vegerebilis, di untl hänget auch deswegen weit fester zusammen, weil Oede er sehr subtil ist. Wenn aber das geschmacke V, das bey der Destillation der Oehle, da man Fm mit Willen viel fremd Wasser muß zugiessen, Vegendi soll aufgehoben werden, so muß es langsam IScenn durchs B. M. Rectificirt, und also was darin⸗ Raf nen gutes ist, von der vielen übrigen Wäßrigkeit hrt abgeschleden werden. oker 9. Allein solche Wasser, die aus ungeschma⸗ 12— cken Dingen mit gelindem Feuer, oder zwar aus n schmackhafften Kräutern, die aber doch den be— n ö sonders eigenen Geschmack nicht haben, destil⸗ pa 2 R4 ürt 6 264 Einleitung zur ymie. lit werden, die sind ihrer medicinischen Krafft nach, von einem gemeinen Phlegwate wenig un⸗ terschieden, wie auch diejenigen, die aus solchen Subjectis gemacht werden, deren besonders eige⸗ ne Würckung in einer zähen schweren Relina lie⸗ get, die der Destillation nicht weichet. Also ist der saure Spiritus von Frantzosen Holtz, und der Resinæ von Frantzosen⸗Holtz ihre Würckung wider die Frantzösische Kranckheit mehr als allzu leer. Die destillirten Wasser, von Wermuth, Tausendgülden⸗Kraut, Cardubenedict. Scor2o- ner.&c. die frisch sind, sind würcklich gar leer und ohne Nutzen, und sind an deren Stelle ihre Decocta oder Extracta, mit genugsamen Vehicu- lo gegeben, weit besser und kräfftiger. Was aber noch einige Wasser anbetrifft, die keinen Ge schmack haben, sonderlich, die sogenannten kühlen⸗ den im dritten und vierdten Grade, die Schlaf⸗ machenden Wasser von den Solanis und vom Mohn, so gehören die, sonderlich die dieser letz⸗ tern Art sind, indem sie den Geruch und Ge⸗ schmack ihres Conoreti ausdrücken, vielmehr zu dem vorhergehenden No: Hingegen die kühlen⸗ den von Lactuken, Endivien ꝛc. gehören zu einer glück icheren und gewisseren Erfahrung als noch die gemeine ist. Aber weit anders verhält sichs mit denen Vern, die durch eine Gährung bereitet, sie mögen nun brennen oder nicht, spi⸗ rituõs seyn. — Von N 1108 Reicl t et Raht, Hatt. Gah fast es mischig 1260 Histen d. von deh I H ffͤbet ah⸗ DahhEtth Ich F, uuch del rereh sho Wehchl Eusche sh storen mf ehen Euerch: mah, und ser MN Bih be Imd i as Hoessh — Einleitung zur Qymie. 265 is l V 49* Von dem trockenen Wasser oder dem au Mereurip. ö ů 1—§. 1. Die fast unerforschliche Natur dieses mi. ren Reint neralischen Wassers, das die Hände nicht netzet, het. Mü hat hier und dar viel weitläuffiges Gerede ge⸗ Hoh nns macht, doch mehr seiner äussern Beschreibung Wth nach, als daß man dessen Wesen recht gekannt H ab ch hätte. Denn, weil es von wegen der höchsten Wamu Gleichheit aller seiner unzertheilbaren Theilgen V Ian fast alle insgemein bekannte Werckzeuge der chy- ch gul mischenZerlegung zu Schanden machte; So hät⸗ 101 te es fast mehr verdienet unter die, Elemente oder 2 ersten Anfänge gesetzt zu werden, als ein einiges * von denen peripatetischen. Doch hat man bey „Abe jetziger Zeit noch Hoffnung, vielleicht was gründ⸗ bellu. lichers in dessen Erkäütniß endlich zu finden. Man nfn findet aber den d entweder wüccklich lauffend in deSglf denen Ertzgruben, den nennen sie den Jungfräu⸗ Id vonn lichen X, oder er wird erstlich aus denen Ertzen diset de durch die Destillation herfür gezogen. Diese Mi⸗ und G. neren sind aber grösten Theils Zinnober⸗ artig, Namaht wiewohl noch viel grobe Erdigkeit bey emischt ist: Hi fahts Etliche sind bisweilen gantz feisicht. Zu denen er⸗ gehoren steren mischt man solche Dinge, die den Ean sich ahung ziehen, als, ofeyl und Hammerschlag, und in des wohi kleineren zur Cusiolnè das PSri, diese mischet 16 Gheh man, und thut sie in eine grosse ne Kolbe, des⸗ ILA sen Mundloch wird mit einem durchlöcherten d Bleche bedecket, und denn wird dieLage umgekeynnt, und in eine andere Kolbe eingepasset, die gleichfalls von Eisen oder von festem Thon ist, und über die R 5 Helff⸗ — 266 Einleitung zur Cyymie. Helffte mit angefüllet, und in die F gegraben; denn vermehret man nach gerade das A, so fällt der Schwefel, der den Mercur. bisher gebunden, und mit demselben ein Zinnoberhafftes Concre- tum ausgemacht hatte, auf das Eisen oder P, und verläßt den Mercur frey, der wird denn von der Hitze, die ihn von oben presset, niederwärts durch die gantze Massam getrieben, und in dem un⸗ tergelegten kalten v wieder gesammlet. Die fel⸗ sichte Miners aber wird in denen Mühlen oder Puchhammern klein gemacht oder gepucht, und durch die Schlemmung von dem häuffigen erdich⸗ ten Thone gereinigt/ und nachhero mit Zuthuung etwas wenigen P, auf eben die Weise mit dem & fortgetrieben, man pflegt auch diese Deltillstion des Lrü so zu verrichten, daß die Gefässe quer lie⸗ gen, oder auch durch Retorten, allein im grossen ist es leichter und bequemer ihn niederwärts zu treiben. K. 2. Von was für Art die auf diese Weise herfürgebrachte Materie sey, kan nicht unbewust seyn, wenn wir betrachten, wie selbige die Metal⸗ len so gar leicht anfällt, auch ihre Farbe und ihr Gewichte; Denn das beweiset alles/ daß es eine metall sche und also nur eine allgemeinere Substanz sey. Was aber seine besondere Substanz betrifft, da sind die gemeinen Physici sehr fertig, wenn sie ihm eine eigene und ungenannte formam Essentia⸗ lem(oder wesentliche Gestalt und Art) zuschrei⸗ ben; Was seine zufällige Beschaffenheit aber be⸗ trifft, die es in aggregato hat, so erzehlen sie hi⸗ storisch die Flüßigkeit, Flüchtigkeit, Schwere 0 wa —ã — W. ca si W unhn da h WI Rennaß Prnopin O R 90 MuA indin l i 0 dinn dllch ele Masschhng amodlai lchens CIneolban⸗ Rengenl Rnftberd Hassch. Napnsr dos gti Wchtbcde fdt, v shwefihe daldafe dipi rg Pyportah Ahshang⸗ lu. Einleitung zur Qymne. 267 — ö D was aber seine materiellen Theile betrifft, davon , schweigen sie gäntzlich stille. Was die Chymicos r gh anbetrifft, so nennen ihn einige ein Metall, so aus fte Cun eben solchen Principiis bestehet, als die andern, nur, Het e)daß es noch unreiff;(wiewohl der Lerminus oder wird denny Redens Art sich nicht wohl erklären läßt.) Andere Medand: nennens ein gantz ein fach Metall, und gleichsam ein nd in deny Principium derer anderen, andere halten es für Let. Oij ein metallisch mineralisches Decompositum. Wle 6. 3. Gewißlich Beecher ist selbst fast noch un⸗ schucht, gewiß, als welcher diesen letzteren Satz ktarwiret, Regen 6b indem er in seiner Pbyfice und andern Schrifften an hin und wieder wohl einpräget, daß der Mercurius Hase u aus denen Metallen nicht könne gezogen werden I durch eine Scheidung, sondern durch eine Zusam— ssssales mensetzung. Anderwärts aber, nahmentloch in sei⸗ m gtosen st nem Judicio von dem philosophischen Procesꝭ auf hutteben. trockenem Wege, so im Anfange der chywischen dise Weis Concordan stehet, saget er, das O bestehe aus ei⸗ 1 undewuf nem gemein lauffenden, einer rothen tingirenden de Mich oder särbendẽ und einer weissen glaßhafftigen Erde. ah ud Gew eßlich aus seinen eigenen Supposirionibus ö Dh es el oder zum Grunde vorausgesetzten Meynungen wird Here Sestn das geschlossen, daß, wenn sich ein solcher Mercuri⸗ hann Hü us entweder beym O oder sonst bey einem Metalle vu findt, so lange könne man dafür halten, daß das mulin scweflichte Mral noch nicht zersöhres spj son⸗ M)M dern, daß es noch am meisten nach allen seinen Prin· ½½% lsh Proportion des Gewichts unterschieden sey. In⸗ ao deß scheinet er auf eben die Weise, im II. Supple. — ment *DI 268 Einleitung zur Cymie. ment seiner Physieæ subterran. da er ja gantz be⸗ schäfftiget ist, daß er zeige, der Mercurius werde durch eine Decomposition gemacht, nicht nur dem Ansehen nach, und da er des Helmontii eigene Worte behält, die Abscheidung des arsenicalischen Schwefels zu urgiren; sondern er recommendiret auch eben diesen Schwefel, der nach der Extraction des Mercur. zurück bleibt, zu vielen neuen Ge⸗ brauch in der Chymie und in der Medicin. §. 4. Indeß ist diese seine Meynung wahrschein⸗ licher, da er schliesset daß der Mercurius ein Super⸗ decompositum sey, und statuirt, daß er nichts anders sey, als ein Metall, so mit einer lalinisch erdichten Sabstanz, die sich mit den Metallen ver⸗ gleichen läßt, in grösserer Proportion überhäuffet ist. Denn ob es wohl eine vergebeneArbeit ist, aus denen unvollkommenen Metallen in eben der Men⸗ ge, als man solche dazu genommen hat, einen Mercurium zu demonstriren, so ist doch dasje⸗ nige, was sich eben bey der Operstion nicht will fangen lassen, vielmehr etwas der Metallheit He⸗ terogeneum oder fremd artiges,und also einelin⸗ reinigkeit. 3. E.Wenn die mitS piritu Nitei gemach⸗ te Ncornua bey der Sublimation wie ein Arsenie aussiehet, so wird es eine vergebene Arbeit seyn, diese gantze Maste die wegen dessen, daß ein Theil von dem Spiritu Sis dazu getreten ist, und mehr wieget, als das so dazu genommen, gantz wieder in Yreduciren wollen, oder den Zinnober nach seinem gantzen Gewichte wollen in Mercurium re- vificiren. Indeß stehet das bey Bequemlichkeit wel⸗ EI — woln M Helonde senim duroh d den Ner duun cber duss wieder g Memm un mit al! FIA Mereuffi chtd gch aso Recht Manlin⸗ Weldeny jab vihty,an ian damt l lhtr ant ucgh sihem Oichnedig II Der gihe! üheswegt bͤreschw I geteamtht denbe o emah Fabher c HHmgley . — — Einleitung zur Cyymie. 269 n weiter zu untersuchen, daß Beccher darinn dem hn Hlelwontio bepfälle, daß derglachen Erden, ao I— sie wohl von der Art der Metallität fremd sind, rn— dennoch als was besonders eigenes haben, daß sie ulentuh den Mercurium, dergleichen sie durch die Gewalt conme der Kunst verlohren haben, wenn sie entweder mit EEuntn eben denselben, oder mit den gemeinen lauffenden en un). wieder gemischt werden, von neuem wieder in ein edln Metal von dergleichen Art coaguliren, und da⸗ gwahs mit wieder zusammen wachsen. ius ein din V. 3. Alle diejenigen, die fürnehmlich von der ah er Mercurificirung des Goldes und Y. was gründli⸗ aher nh ches geschrieben, bekräfftigen einmüthig, daß es Mal also geschehe, daß das gantze dazu genommene nlbah. Metall in eine lauffende Gestalt könne gebracht hats as werden, ja vielmehr mit einem Zuwachs am Ge⸗ Inder wichte, als mit Verluste, und machen diese Asser- , enn tion damirt klärer, daß sie sagen, der Mercurius doch dai: sey nichts anders, als ein Metall, welches in dem⸗ a nchtul jenigen seinem Theile, was seine Weichheit und hen k Geschmeidigkeit ist, am meisten gemehret ist. aso enelh§. 6. Ob nun wohl viele gefunden haben, daß urigu der gemeine Mercurius, den man zu kauffe bringt, en An keinesweges durch eine blosse Digestion in eine Wbehin würcklich metallische dubstan sich verwandeln las⸗ ouß enYse; So hindert doch das nichts, sondern es bestäti⸗ UMuh get vielmehr die Meynung, daß nemlich ein Theil bey uml demselben so überwiegend sey, daß es nie wieder in obe9eine metallische Festigkeit kommen könne, so lange ercurunx selbiger noch übrig ist. Im Gegenth eil kommen Wuni bißweilen, ja täglich solche Operationes sür, da 0 90 über⸗ — 27⁰ Einleitung zur Cymie. übermäßig flüßig machende Principium durch Zu⸗ setzung einiger subtilen sa imischen Erden, wo nicht beständig, doch eine zimliche Zeitlang, so gemudert wird, daß der Mercurius mit Zurückbleiben eines metallischen Glantzes, eine seht feste Härte vorzei⸗ get, dergleichen ist die Coagulirung des Mercurü, die Boyle versichert im Tractatu de Fluiditate& Firmitate posterior. Sect.74. Allein diejenigen Verdickungen des gemeinen Merceurii sind von ei⸗ ner wichtigen Demonstration und Nutzen, da eine würcklich erdichte metallische Sobstanz mit demsel⸗ ben verbunden wird. Dessen kurtzer Begriff vom Beccher Discours-weise fürgelegt wird, in dem Discours von dem nassen philosophischen Wege, so mit wenigem dieses Innhalts ist? Dem lauffen⸗ den Mercucio(d. i einer Portion der metallischen Essenz, die in einem Metalle dem Gewichte und Proportion nach überflüßig ist) wächset der& zu, (d. i. das andere Principium, welches nicht nur durch die Einsprengung seiner Trockenheit, den flüs⸗ sigen Fluß aufhält, sondern auch eine offenbahre Far be würcklich untermischet, und in die Metalle wesentlich hinein gehet) wenn denn ein O dazu kömmt, so wird nothwendig ein Metall daraus, (was aber der Autor durch den O gerstehet, das tractiret er klärer und weitläufftiger in der Metal⸗ lurgie. Mit einem Worte, den flüchtige Spiritum Oli, oder den, der in ein O oder ½ Sulphur. concentriret ist. Also wird nemlich der metallische überflüßige und weichmachende Theil, durch den Schwefel, der den Mercur. gelinde trocknet und tingi- é Agkomm⸗ — uug duchzunth sell IMlion IndG sid dehch Becchewl O„ nannteꝰ 7½ Meraur den gaheh o Himmnen Wandlong doner O Hsz Ho Hah ihnn Hsgomahl Ascha, yo Hestl. Oz Les, vumne HH O yt Alsihetder Huch ahd Msh, gan unterch i ehrale bg 60%f luggn 1. Einleitung zur QWymie. 27¹ .—— jum dub eingiret, aus seinem flüßigen Stande gesetzet, und dah, vuuh durch Zuwachs des flüßigen Theils durch eine we⸗ sognhn sentlich und besonders eigene Coagulation und Fi⸗ Folobny: Xution in eine zusammengesetzte Subltan⸗ gebracht, Halte u Und also vollkommen gemacht. Und in der Absicht des Menn. sind diejenigen Tractationes des Zinnobers in Flud. Becchers Concordanz sehr mercklich, die mit oleo in den Sli, mit dem Saccharo und anderwärts so ge⸗ i sndum nannte des Bni bereitet werden. luhendat 9.7. Was aber die gemeinen Zerreibungen des t de Mercur. vivi anbetrifft, denen derselbe bißher von Dagufn den gemeinen Chymicis ist unterworffen worden, vrd/ us so nimmt er zwar auf eine Zeitlang allerhand Ver⸗ hen Ah wandlungen bisweilen an, durch Zuwachs verschie⸗ Oum lf dener Dinge, auch von der Gewalt des Feuers malson selbst; Doch wird er leichtlich wieder von denen da⸗ sclee zu gekommenen Dingen, oder vielmehr selbige wie⸗ IHE, der von ihm abgerissen, und wenn solches gleich hnicht vu. tausendmahl geschähe, kömmt er doch, weder am l,denf. Ansehen, noch an seiner Krafft verändert, wieder offcba; herfür. Es sind aber diese gemeineren Operatio- die Mosb nes, wenn man ihn mit allerhand Salien tracti⸗ InO ret: als mit O und gemeinen D, denn daher wal d entstehet der& Tatus; Oder mit und O/ so wird Acht auch ein Sublimat daraus„der aber so wohl dem Inde He Ansehen als auch der Würckung nach vom vori⸗ 6 Sin gen unterschieden ist: Oder mit Spir. O, so wirds 2 ein corallenrother Dat des Crolli; Oder mit u Munlh: S/ so wirds ein Turpethum minerale; Oder mit uhn Yli, so wird daraus, wie einige Muthmassungen beglaubigen, durch wiederhohlte W 01 10 19—— AW—r* 27² Einleitung zur CWymie. KHöffelii geheimes Antipodagricum und Diapho⸗ reticum. Von jeden beso ders. §. 8. Zum gemeinen rto nimmt man zwey Theile caput mortuum Oli, ein Theil geme O, und des lauffenden Mercurii einen halben Theil; Diß alles wird in einem gläsernen Mörsel unter einander getrieben, biß man keine Körnerchen vom Mercur. mehr sehen kan; Denn wird die ge⸗ riebene Materie in ein geschicktes gläsernes oder irrdenes Gefäß gethan, und in den Sand gesetzt in eine Capelle, die endlich das Glühen aushält, und zwar so tieff, daß der Sand eben so hoch stehe als die Materie im Glase, das Gefäß muß etwas niedrig und mit einem Helm versehen seyn, damit die phlegmatische Feuchtigkeit und die corrosivi. schen Spirirus Sis, die im Anfange aufsteigen, sich darinn sammlen können, und nicht wieder Seit⸗ wärts in das Gefässe herab fliessen; da denn das⸗ selbe, wenn es ein Glaß ist, zerspringen würde: Denn giebt man nach gerade per gradus A, und vermehret solches biß es endlich dünckel glühet, so wachset endlich eine saltzigt⸗crystallinische, durch— sichtige Materie zusammen an den Seiten des Gla⸗ ses, die oben her etwas staubicht, lose ist, da man denn das Feuer noch etliche Srunden(nach der verschiedenen Menge der Materie veomehren muß; Denn lässet man es nach gerade abgehen, und wenn es allmählig alles erkaltet ist, zerbricht man das Gefässe, und uuimt das, was drinne enthalten ist, heraus, und wird denn von eina der geschieden. Die Art, wie sie es zu Venedig in grosser ů— 160 a Hlnd O —— 0 0 h ITie sinh Hm 6 I en,N Ia 1 l vus WN Hepenh daufn in dN Wn Iurog K 7A MI ay öe Hoh mms vl Reh ssts uffn Aa IHHH efte on fatahihr m sumz aftß Nüchl,Ni Hae Doncehn kun Ah R s G unihxg m — nd Dih unt um Delgnr hbnd Mnn Ie Katet un widh Rigsnez l Sand 66 Ihen aunt öhe schn,de N corkoft uffigej Wltder S. 0 demn a igen wördy e AM sc gähe wwische,dun aundes g Wee Din(uah mhteg a abgl /M biche Irchne ahav rder 0l ys meeeeee“ Einleitung zur Qymie. 273 fast zu 9. Centnern mit einem& sublimiren, stehet in Tackenii Hippocrate Chymico Cap. 24. Da sie wegen der grossen Menge der Materie die gan⸗ tze Massam in 16. Theile, und so viel Gefässe ein⸗ theilen, und denn sollen sie in 2 Tagen oder fast in einem, die feuchten Dämpffe abscheiden, und die übrigen Tage, gemeiniglich bis auf den zten Tag das Feuer unterhalten und also subliiren Man muß aber mit dem Ludovici bemercken, daß es bey einer solchen Sublimation fast überflüßig sey O dazu zu thun, als dessen eigener rotherspiritus bald in der Wärme aufsteiget, und bleibt bloß dessen Unreinerer lalinischer Theil zur ück. §. 9. Der Grund dieser Sublimation ist dieser, das gemeine S wird zum capite mortuo Oli, oder auf die Röthe calcinirten Ole beygemischt, wenn denn die zusammen treibende Wärme dazu kömmt, so wird seine erdichte Substanz, mit welcher es in ein festes Wesen coaguliret war, von dem scharffen Acido, das in diesem Olischen Kolcke, als ein Gli lieget, beraubet, daß es von neuen seine freye corrosivische Consistenꝝ und Flüchtig⸗ keit erhält, und sich in einen flüßigen Cörper zusam⸗ men sammlet, und wird also bey Verstärckung des O in flüßiger Gestalt heraus tropffen; Weil aber daselbst, da ihm sein voriger cosgulirender Cör⸗ per genommen ist, ein anders fürkömmt, dem es, wo nicht eben so gleich, doch fast so feste anhängen kan, nemlich dem zertheilten Mercurio, so verbin⸗ det sichs gleich mit demselben, d. i. es zerfrißt ihn, und wächset mit demselben in eine trockene oder S lali⸗ * v ”;:“— e 27⁴ Einleitung zur Cyymie: solinisch crystallinische Subttang zusammen. In⸗ deß, weil schon das S vor seiner Verbindung oder Zernagung des Mercurü, wie gedacht flüch⸗ tig, und der Mercurius gleichfalls flüchtig ist, so kan aus dieser beyder Zusammenwachsung nichts anders, als ein fluchtia Aggregatum entstehen. Ist also der gemere&es nichts anders, als ein NMercur. und ein gantz oncentrirter, und von al⸗ len Phlegmate befreyeter Spicitus O/ daher hat es eine so gross und penetrante Corrosivität. Denn daß von O hier nichts dabey sey; beweisel Tackenius am gedachten Orte mit einem andern Experiment sehr wohl; wenn man nemlich statt der Portion des gemeinen Saltzes, nur bloß und eben so viel O nimt, und mit dem capite morr. Oli vermischt, und wie vorhero sublimiret, so wird man zwar gleichfalls eine kleine Malla eines röthlichen Mercuri bekommen, der auf die übrige Materie oben aufsteiget, oder einen rothen atum, allein er wieget nicht mehr, als der dazu genommene Mer⸗ curius gewogen, ist auch, wenn dem Tackenio zu glauben stehet, gar nicht, oder doch wenigstens lange nicht so corrosiwisch, als der vorige subli. mat. Es ist aber merckwürdig, daß zur Zernagung einer solchen Menge Mercurü, nemlich zu 280. Pfun⸗ den, fast nicht mehr, als etwa der ate Theil des sa linisch corrosivischen Spiritus gebraucht wird, denn so bezeuget Tackenius, daß, wenn man die 280. Pfund Mercurius nach der Sublimation wiege, so finde man, daß selbiger 80. tb. mehr wiege, daß also zu 5. Theilen Mercurii 2. Theile des concen⸗ trirten Spiritus Sal. zur Zernagung genug 6. * ianah — —— S 8 — mailon u M M ahe Han =— 8 —— NMewiich Wanihr wesuse aledhh Clubshanz U 9osine sl Hatrodng, Habimitth Masledh Rchihet d Aghlatch Wr ühn Ma Ot0 Nnen hin d scht uthn 1 HRa di gneiz, Ib nth bebgettan NIlr —.—..... SSISIIee —— 2 Ei e. — Einleitung zur Wymie. 275 uanmn§. 10. Man hat auch noch eine sehr curieuse Vahle Sublimation des lebendigen Mercurii, die in der Hdachsth imetallischen Chymie einen grossen Nutzen hat. fcheh. Man löset nemlich den Mercur. in genungsamer achsung h Menge r auf, in die helle Solution giesset man um enln eine Solution des gemeinen Saltzes, nemlich eben anders a so viel Saltz, als der Mercurius gewesen welches und unt in anderthalb Theilen gemeinen warm V aufgelö⸗ O/ dahah set ist, von der Zumischung wird die Auflösung des Corrosh Mercurii gleich milchigt, läufft zusammen, und seyh, bensz wenn man es ruhen läßt, schlagen sich die Schnee⸗ einem aniy weissen Flöckgen alle zu Boden, denn giesset man Ihenlau! alle Feuchtigkeit ab, und die krümliche molckige hur bloß Substanz wird durch ein oder andermahl aufge⸗ aiewongossenes schlechtes warmes v aus gesüsset, hernach Vobou getrocknet, wenn es trocken, in einem Kölbichen luhl Lublimiret, der LAtus kan wieder in vr aufgelöset, % Mi mit einer Solurion von Saltz wie vor niedergeschla⸗ Ium, Qlel gen, wieder ausgesüsset, getrocknet, und sublimiret, mene Ner auch wohl solches zum zten mahl wiederhohlet wer⸗ m Tackent den so wird man einen sehr gläntzenden Sublimar dwemsu. haben. Andere die nehmen an statt der Solurion vorige ila des gemeinen Saltzes, den Spiritum Sal und MZn schlagen es damit nieder, und erlangen also einen Hu sehr gläntzenden war. 2Dollt F. 1. Dieser Atus thut vielmehr, sonderlich W in Herüberführung der Odischen Lincturen, als um d der gemeine, wenn man damit ein Butyrum S nii Imion u. und mit solchen eine Solution des O, der durch W die Digestion wohl subtilisiret ist, vermischet, und R die Mixtur durch eine Retorte destilliret. de ö U S 3 V. Ia. 7** —.“':?. 276 Einleitung zur Cyymie. 5. 12. Von dem vorgedachten rothen Sublimat ist der rothe Mercur. præcipitatus gar in nichts unterschieden. Wenn man Mercur. in vr auflöset, und alle Feuchtigkeit des vrtis in einer Retorte abziehet, so bleibt er im Grunde in eben solcher Substanz und Farbe, als der rothe Sublimar, wel⸗ chen Crollius das Arcanum Corallinum Farac elsi nennet, und eben dieser rothe&tus, wenn man ihn mit starcken& treibet, so steigts ebenfalls in einem Sublimat auf, und wird am Gewichte nicht mehr, als es lauffend gehabt hat. §. 1; Eben auf die Art wird auf den Mercur. eine gehörige Menge Eris per Campanam ge⸗ gossen, und durch die Destillation wieder davon abgezogen, und wenn man das Aufgiessen und Ab⸗ ziehen öffters wiederholet, sonderlich, wenn man für der Abziehung es zusammen erst eine Zeitlang di⸗ gerirt, und endlich alle Feuchtigkeit ab ziehet, und die übrige Substanz in der Retorte eine Zeitlang röstet, indem man das Feuer biß zur Glühung des Gefässes vermehret. Man kan es auch auf eben die Art mit dem Dli verrichten. Dieses wird vom Crollio das Lurpethum minerale genennet, und wird nach 1. biß 2. mahliger Abstraction verferti⸗ get, es ist aber ein sehr starckes und hefftiges Medi- cament, welches unten und oben würcket, welches Crollius gern corrigiren will, dadurch, daß er die⸗ sen Præcipitat mit sehr stͤrcken Feuer im San⸗ de eine ziemliche Zeitlang digeriret. §. 14. Wenn der gemeine rus zum Pulver gerieben, und in warmen Wasser durch D auf⸗ I 77 chh W 2 Rit I MU eh IHU mico u Hubs o suhuknl, 0 Hho I Hhsnach, Dae Wignurs N l Merau,dne btchtft T Venc mssg Der Smn H Iͤstt, Mytg af n — ahndd Oar UE Ash einet Kenz in ehenste Subimg inum Ent „ Wenh à ebansil Gewoheit din Me Campamm wieder da hessn undd wonn mahh Zaitlangä MHeher, und ine Zeilan Hahungde auf ebend 10 Wild u enenhet, Mon he Heftigts Uckchwihh ch daf Nuet e/ Einleitung zur Cymie. 277 aufgelöset wird, und man nachhero zu der Solu- tion Oleum Sri per deliquium giesser, so wird der Merc. zu Boden niederschlagen, in Gestalt ei⸗ nes gelb⸗röthlichen Pulvers, und heißt der gemei⸗ ne Vtus, und ist noch von ziemlich starcker und gifftiger Art, dahero auch nicht innerlich, sondern nur äusserlich, sonderlich in heßlichen Frantzösi— schen und andern alten Geschwüren statt findet. Eine weitere Bereitung dieses Pcipitats und Er⸗ höhung desselben zu einer besonders grossen Ar⸗ tzeney, wird von Becchern sehr spee iös versprochen in seiner Concordanz, auch in seinem Roseto Chy- mico, und zwar in dem letzten Experiment dieses Buchs, welches man zuweiterer Erfahrung unter⸗ suchen kan. 6.15. Ob wir nun wohl schon oben nicht ohnellr⸗ sach die kleine Por tion des concentrirten Spiritus Salis bemercker, die da genug ist, den corrolivischen Atum aufzulosen, so wird doch diese Portion noch weit geringer in der Bereitung des Mere. dulicis, da nemlich 3.Theile*in einen gläsernen Mörsel klein gerieben werden, und im Reiben füget man 2. Theil Mercur. currentis zu, oder auch gleiche Theile, reibet es sehr fleißig und lange mit einander, biß man entweder gar keine oder doch wenige Körnichen Mercur. mehr siehet; die Materie wird in ein subli⸗ mir Gefässe gethan, nicht anders, als wir oben bey der Sublimation des corrosivischen Sublimats befohlen, und zuerst mit gelinden gleichsam ge⸗ röstet, oder verbunden durch eine cementir-Wär⸗ me auf 2. oder mehr Stunden, denn wird das& S z nach 278 Einleitung zur Chymie. nach gerade vermehret, biß alles zusammen auf⸗ gestiegen ist, am Boden bleibt ein rothes Sediment, ud am obersten Theile des Gefässes einige gleich⸗ sam blauliche Blumen, beydes lieset man beson⸗ ders zusammen, aber die erystallinische dabltanz, die man Mercurium dulcem nennet, nimmt man besonders, und zerreibet es wieder mit etwas Merc. vivi, wenn etwa dessen noch was mehr kön⸗ te zernaget, damit vereiniget und sublimirt wer⸗ den, in einem Retortgen mit einen breiten Halse, damit die überflüßgge Menge des Mercurii kan heraus tropffen, denn kan die reine crystallinische Substanz noch einmahl für sich sublimirt, und hernach aufgehoben werden. § 16. Ob nun wohl der Mercurius auf diese Arten, die wir bißher gesehen, mit den Sien, wie auch mit dem& davon wir oben§ 18. vom Zin⸗ nober gehandelt haben,) auf unterschiedene Art sich vermenget, so wird er doch im Grunde in nichts verändert, und kan von neuen aus allen diesen Zu⸗ sammensetzungen eben so, wie er dar zu genommen ist, wieder heraus gebracht werden, welches wir revificiren nennen Denn wenn man alle solche Vermengungen mit Eisenfeyl mischt, oder mit ei⸗ ner alcalinischen Lauge kochet, so fällt es auf die⸗ se Art wieder zu einen Præcipitat zusammen, und den Præcipitat denn aus einer eysernen Re⸗ torte, oder, wenn Eisen schon dazu gemischt ist, aus einer starcken irrdenen Retorte übergetrieben, in ein Gefässe das halb voll Wasser ist, so sammlet sich der Mercurius in den Recipienten und in das W * W 0 W GbR nllen 1 W uhmü Imnn SWIn dunit hurutl Zusu Kün Mam hh, mh R D Mlef Mand h Wtt Marunzum Ihghn .6 Hache IWn h 0h sgn I M uingut Mah — 16 Einleitung zur Cymie. 279 —— Wennan. das fürgeschlagene Wasser zusammen, und ist Meßdahg. eben so, wie er vorhero war. 5.17. Beccher verspricht noch was bessers, wenn bet Hmuer in der Minera arenaria p. 76. meldet, daß der ishiddie gemeine Mercur. vermittelst des salinischen Spiri- Hnumn. tus vermehret werde, und wenn er also öffters ge⸗ ae mnt a mehret ist, könne man ihn in ein durchsichtiges v vas mohz bringen, welches doch dem Mercurio an der sablam.. Schwere gleich ist. Davon nun versichert er an⸗ L derwärts, daß es niemals wieder in die vorige Mercur lauffende Gestalt könne gebracht werden, ohne dutch hstalg Zusetzung reines Metalles, welches, indem es ma⸗ lubimitt, terialisch mit diesem feuchten Liquore zusammen wächset, so macht es endlich wieder ein trocknes d. I Wenn nun solches die Erfahrung bestäͤttiget, o N Hi könte daraus gantz offenbahr demonstriret wer⸗ Fonzden und erhellen, daß der lauffende Mercurius ein Ohtke i. Ding sey, welches zusammen gesetzt ist aus einem dent Metalle und einer Materie, die in dem gemeinen Spiritu Sal. zu finden wäre. Um nun dieses pra⸗ Ian ctisch auszuführen, so scheinen die Experimenta welches diesem ein Licht zu geben, die in der Concordantia m sh. e angeführet werden p. 374. n. 85. .ddet u und p. 429. n. 35. Von welchen letzteren der Ort l des Beechers in der Minera arenaria p. 6i. mercklich Mln ist, von dem stinckenden Menstruo des Lullii, da⸗ dan 6 von er will gemercket haben, daß selbiges Ironi⸗ 3. ce also genennet werde uu 6. 18. Auch verspricht der Spiritus fumans zu Wa diesem Zwecke ein Licht, den wir oben V. 36. in %f der Abhandlung des gemeinen S in etwas be⸗ S 4 rüh⸗ 280 Einleitung zur CHymie. rühret haben, den wir aber hier weiter ausfüh⸗ ren müssen. Er wird aber auf folgende Weise gemacht. Nimm 53j und amalgamiers mit Zib Mercur. vivi; das Amalgama reibe klein, und vermischs mit Nro soviel als alles zusammen ist, nemlich zivß, die Mixtur treibe im Sagd& durch eine gläserne Retorte in einen weiten leeren Reci⸗ pienten über, der aber in kalt geleget ist, und da die Fugen mit gutem Luto wohl verwahret sind. Auch ist von diesem Spiritu fumante nicht viel unterschieden, ja in gewisser Absicht scheinet es noch viel beguemer zu seyn, die Bereitung des Li. quoris oder Olei Mercurialis, da nemlich diese Mix⸗ tur statt der Destillation auf ein eisern verzinnet Blech in Keller gelegt, und da per deliquium aufgelöset wird, welches Liquoris vielfältige Wür⸗ ckung Beccher in seiner Concordanz an sehr vie⸗ len Orten, fürnemlich im Roseto recommendi- ret, und dahin gehöret auch was Kunckel mel⸗ det in seinen Anmerckungen über Neri Glaßma⸗ cherKunst p. 179. ad cap. 112. daß nemlich eine gewisse Militair. Person einen Liquorem gehabt habe, den sie ein Tm Mercurislem genennet ‚ wenn man einen verfärbten Türckiß dahinein ge⸗ legt, habe er seine schöne Farbe wieder bekom⸗ men, auch können die Beschreibungen des Olei Mercurii gemercket werden, die Beccher in der Concordanz hat p. 3 53. n. 33. als welche besser ist denn die vorhergehende, weil jene nicht wohl von statten gehet. §. 19. W R D MI Rub W W 14 Watnäet In Rafen h hlbt I1 Harht DEt ee Rc Luih l Ahdy Mü u hgce Ssng tt Huhrche Ieh Sußtbig, Cuth Ien V lie. —.— Einleitung zur QWymie. 28¹ 2— 9. 19. Ausser allen diesen bisher gemeldten Ar⸗ amietz Uün ten den xerc. zu tractiren, ist noch übrig dessen Præ. be eh cipitation per se, davon einigen deucht, daß selbige Me einiges vicht gebe sein Wesen zu erkennen. Der Sl In vivus wird mit S und von aller seiner Schwär⸗ 10 ne tze abgewaschen, und mit Yein oder ander mahl aas destillirt, denn auf einen thönernen Schüsselgen Guhen oder Tiegel heiß gemacht, bis er will anfangen zu n. rauchen, drauf in eine Phiole gethan, die einen Le tct platten Boden hat, der Halß wird zugeschmoltzen icht shentt oder hermetice sigillirt, und der Aerc. der nun dar⸗ chulg 96ein geschlossen ist, wird in beständigen Sand⸗Feuer Hcdi bey 3 Vierthel Jahr oder ein gantz Jahr, ja län⸗ h h ger gehalten, so lange, bis er endlich am Boden + esuin des Glases in Gestalt eines rothen Pulvers liegen sileh: bleibt, so auch in einem etwas stärckeren& unbe⸗ ah schts weglich oder halb fix ist, das nennen sie einen Mero. Commendi per se præcipitatum, und schreiben diese Pulveri⸗ Dchel mib sirung einem mercurialisch⸗arsenicalischen ri zu, Gaßma⸗ welches durch das beständige Feuer auswärts ge⸗ semlich i: kehret würde, und also den Merc. benage, calcinite, rem gehtl und in ein Pulver bringe. Allein, alle diese Wör⸗ U gehenng ter haben theils einer weiteren Auslegung, theils dahinen ⸗ eines bessern Beweises vonnöthen. Wir schliessen seder dats⸗ vielmehr aus dieser Digestion des Mercurii, daß en des Od es wahrscheinlicher sey, daß, da der Mere. durch ei⸗ ccher NN ne solche jährliche Digestion in eine halbe Fixität wische Ht gebracht wird, so sey es auch möglich, durch fernere uh Continuation ihn in eine grössere und endlich völ⸗ lige Fixation zu bringen. Wiewohl andere kürtze⸗ re Wege eben diese so lange Arbeit nicht rathen. + S 5 Ubri⸗ —ꝛ⁊!·“e 282 Einleitung zur CWymie. Ubrigens zweiffeln wir', daß man aus dieser Præ⸗ cipitstion eine grössere Erkänntniß des Wesens des Merc. schöpffen könne. Noch mehr aber verwerf⸗ fen wir die Meynung, da einige meynen, als ob durch eine solche Digestion endlich der Mere. völlig werde figiret, und zu O werden. Gewiß vor die⸗ ser Meynung halten wir des Beechers seine weit wahrscheinlicher, da er behauptet, der gemeine Mercurius oder das metallische Wasser sey von dem metallischen&oder& nicht materialisch un⸗ terichieden, sondern vielmehr einer Substanz und Wesens mit demselben, und bestehe der Unter⸗ scheid nur bloß in der Kochung. Wenn man also die Digestion weiter conrinuiret und fortse⸗ tzet, so werden die mercurialischen Theilgen oder Stäubgen sester verdicket, und ists allwahrschein⸗ lich, dan ein fixeres zäheres Coneretum aus die⸗ ser verdickenden Verbindung, und also ein neues Mixtum wer de herfur gebracht werden, welches andere bey verschledenen Subjectis vorkommende mehr superficielle Verbindungen bekräfftigen, die durch die Digestion in eine andere entweder Consistenz oder Beständigkeit verändert werden, deren Exempel man aus der Doctrin von der Gährung herhohlen kan. Auch ist das Expe- riment mercklich, wenn man dem auf diese Art præcipitirten Mercurio eine neue Portion leben- digen d beyfüßet, und von neuen mit einander digerirt, so wird die zugethane Portion des lebendi⸗ gen Meeuri viel her in eben eine solche Substanz und Fixität verändert werden, als wenn 24 es allein A ie duh dn W U D WIH„O l gh, HIE HWMLA hm n D TLe Rahg Merer sshn ut ug ö WT Gctgt Mh asg Arn DIRun * Eeinleitung zur CHymie. 283 bh allein hinein gelegt hätte Und gewiß, wir recom. mendiren zur Untersuchung, so etwa jemanden Kchün: Güulegenheit dazu fürfällt, ob nicht, wenn man es dchnh Gl wiederhohlte, und ein 3. biß 5. mahl frischen Mer- MEh curium vivum dazu thäte, und allemahl darzwi⸗ Geußumz schen selbigen erst præcipitirte, also auch aus dem ders sle gemeinen Mercurio eine Substanz könte erhalten „ dir gn werden, die in der Medicin, und fürnemlich bey Oaser sun den Metallen was wichtiges thäte, deren ersteres naterulsh des Heslingii sein erstes und noch unverfälschtes boble Azoht, das letztere aber die Ursache des philo. he de n sophischen Wercks uns muthmassen heist. mit§. 20. Da eben des Azoht Heslingii gedacht Zhahn wird/ so werden wir dadurch zu solchen Compositis ochich geführet, die sie nennen das berühmte Præcipita. um dus tum Ore, dergleichen nemlich des Heslings seines O gewesen ist, solches wird nun gantz offenbahr be⸗ in schrieben in LWofferi Mantiss. spagyrica P. I. c. 7. / ö ö c. 33. Dabey denn man mercken muß, daß der bunm: Auror recommendirt, man solle an statt des ge⸗ Erhffige, meinen Mercuri einen Mercuiutp nehmen, der lu fiebenmahl mit dem Regulc ostellate und Y sub⸗ Dat wang limirt ist, dergleichen er in eben dem Capitel gegen in n das Ende beschreibet. Von welcher Beschreibung st dob Ein aber noch zu notiren stehet, 1.) daß es wegen des uf aüh Gewichts gar nicht angehe, denn wer will aus 3. portian o Theilen einer metallischen Mixtur und 1. Theil I hal Mercurius ein Amalgama hoffen, 1 wenn man Oh des auch den Mercnrium in gehörigen Gewichte mit hedobe der Materie vermischt, so werde doch, nach der da a bn vorgeschriebenen Art zu verfahren, wenn man auch die 284 Einleitung zur Chymie. die Arbeit gleich 100. mahl wiederholet, der Mer⸗ curius davon gar nichts besser werden, als der gemeine. Wie man davon die Klagen und Be⸗ schimpffungen des Hertodt a Todtenfeldt wider den Philaletham in den Eph. Nat. Cur. AO. 17 11. gegen das Ende nach sehen kan, womit er aber den Philaletham gantz unverdienet beleget, und viel⸗ mehr zu bedauren ist, daß er, da er die Materie ge⸗ kannt, doch die Arbeit nicht verstanden habe. §. 21. Ausser denen bißher gemeldten Verwan⸗ delungen des Mercurii mit allerhand Zusätzen, ist noch mercklich des Mercurii Destillation in ei⸗ nen Liquorem, die per se geschehen soll, die Kerck. ringius aus dem Balilio Valentino anführet, und in der Vorrede über den Triumph⸗Wagen des Antimonii, oder vielmehr Dedication nicht un⸗ deutlich zu verstehen giebt. Sie geschicht nemlich in einer unterwärts glühenden Retorta tubulata, (das ist, die oben ein Loch mit einem Röhrgen hat) dem 6. biß 8. oder mehr geraume Recipienten oder Vorschläge, deren jeder Schnabel immer in des andern Bauch eingelegt ist, vorgelegt wor⸗ den sind. Wenn also das Instrument bereit lie⸗ get, so wird der Mercurius zu kleinen Theilgen, auf ein halb oder 1. Quentgen in das glühende destillir Gefässe hinein geschüttet, und die Röhre alsobald verschlossen, so wird er durch die sehr heff⸗ tige Bewegung des& alsofort auf das allerklei⸗ neste zerstäubet, und zerfällt mit einer Gewalt in die vorgelegten Gefässe in Gestalt eines subtilen Rauchs, und wird guten Theils in ein klar L ver⸗ Flte f. h U dunsbeih NII Hnl Nbbot ot tertt Iupame Mur ter Haad Wsh sichupre MMfia ialg uud Hiftg S sandsh i, — Einleitung zur Cymie. 28 5 * 5 verkehret. Ob er nun wohl durch diese Operation 0 dun einer wässerigen Substanz gantz genau ähnlich sie⸗ W het, jedennoch wenn man dieses din gelinder Wär⸗ I me im Sande, oder im siedenden B. destillirt, so kehret er doch grösten Theils wieder im Grunde 1t cba des destillir.Gefässes in seine vorige lauffende Ge⸗ het, stalt, welches endlich allem begegnet, wenn man HeMienh es etliche mahl wiederhohlet. habe Eine gleiche Verkehrung des Mercuri in Was⸗ ten Vat; ser stellen die ehymischen Experimenta des Digby ud Zusche p. 149 131. für. Er befiehlet nemlich, man solle ilation h. I.) eines wohlgereinigten Mercurii tbv. nehmen, sol, dieken solche in eine Retorte legen, mit einem grossen irr⸗ Infüͤhret/ denen Recipienten, und alsobald starck Feuer ge⸗ WMheen iu ben, denn so würde etwas wenige wäßrigte Sub⸗ n nscht u stanz in den Recipienten sich sammlen, wenn man icht amsh die Arbeit offt wiederhohle und frischen Mercuri- 1 übltt, um dazu nehme, würde endlich dessen eine ge⸗ öhtgen hah nugsame Menge erfolgen. Auch schüttet er auf Redpientn den Mercurium in einer Kolbe eine grosse Menge VH immeri trocknen Fluß⸗Sand, und destilliret mit gelinden tgelegt vo⸗ Feuer, so soll der Mercurius grösten Theils als ein en bel1L.Wasser herüber tropffen, welches wir zur Unter⸗ suchung recommendiren. Deihh 10310 Man findet auch bey dem gemeinen Mercurio, nddenn sonderlich demjenigen der etwa kürtzlich ist hewa⸗ 50 shthf schen und gereiniget worden, daß doch noch viele n Alalt wäßrige Sobstanz drinne sey, ob er gleich dem G äussern Ansehen nach gäntz trocken aussiehet, als I f worauf man, wenn man dergleichen Mergurios præcipitiren will, sehr genau und behutsam 001 I 1 I 186 Einleitung zur Cymie. acht haben, ehe man sie in die Phiolen thut, die The man Hermetice sigilliren will und muß man sie 0 I I sehr sorgfältig von diesen Polegate austrocknen, N da sie sonst entweder als ein Dampff das Glaß 000 E gewiß zerbrechen, oder, es sammlet sich in dem 100 oberen Theile der Phiole die Wäßrigkeit zusam: l men in Tropffen, und fliesset hernach in dem un⸗ Wrüh teren sehr heissen Theil des Gefässes in die Mitken senh herab und giebet gleich einen Riz Also muß man u den Mercurium in einem Tiegel erstlich in so weit Peuirk heiß machen, daß er raucher, und denn vom Feuer HN abnehmen und in etwas erkalten lassen, so wird er GSihhdu geschickt seyn, daß man ihn denn einschliessen Kanan und versigilliren kan. Wag §. 22. Wir haben also bißher eine Beschreibung Raheh derer Experimenren fürgelegt, sowohl solcher, mit Ru f welchen man den Mercurium in seine Principia HuR zu zerlegen suchet, als auch andere, die nur von HN weiten und obenhin den Mercurium in etwas verändern. Nun wollen wir noch um besseren ih Lichtes willen solche Experiments beyfügen, mit chun welchen die Erzeugung des Mercurn durch die i Kunst vollführet wird. Welche von desto grösse⸗ U„WAh rer Wichtigkeit seyn, je gewisser man die consti:!“ 1„Wt tuirenden Theile eines zusammen gesetzten Cörpers bWhong erkennet, wenn man sie mit eigener Hand ver⸗ UMn einiget hat. Man muß aber in der Theorie die⸗ ses Wercks eintzig und allein den Beecher recom- 0 H mendiren, der in dem II. Supplen. seiner Phys. 1109 lubterran. so offenhertzig und so iltinet geredet Wanin hat, daß memand klärer reden kan. Wir ver⸗ uhtih stehen ö 7 ͤ ——— IPIPI‚I‚I‚‚‚‚s“I“I‚tttt Ni— — Einleitung zur CHymie. 287 Ph 06 N——— 1mi ti stehen aber, was die Materie betrifft,(denn ü⸗ 3 muup iun ule chnt. berall die geringsten Handgriffe beyzufügen, war amnfen. nicht allemahl senes Bets, ist auch bisweilen un⸗ n* möglich.) Der Grund der gantzen Sache beste⸗ — son. het in einem Theile des gemeinen S, sonderlich dyrgket uz demjenigen Theile, das durch einen elcalinisch⸗ acndun urinolischen Spiritum von seiner groben Erde, oder de steinigten, alaunhafftigen, adstringirenden Theile Ale mn schon befreyet ist, daher ist das Eeum zu der O⸗ schnün peretion am allergeschicktesten. Indessen ist auch n poghn von der Menge des sogenannten reinen gemeinen Isschsymm: Saltzes, die sich im X& findet, lange nicht alles, eun enshn sondern nur der kleineste Theil davon, zu diesen Wercke geschickt. Nemlich, erstlich wird das „Bichubn! grobe Saltz von seinen Unreinigkeiten gereinigt, Moshen. durch ein flüchtiges O Urinee, indessen ist doch IM Pnnt eben dieses, ob es gleich also gereinigt ist, doch noch % uu eine sehr corrosivische Substanz, die nur ein weni⸗ nh ewer ges von der andern sehr subtilen Substenz mit in um besen sich hält, die sich durch das flüchtige Snicht pra⸗ enenLuitiren läst. Die wird nun auch niedergeschla⸗ —4•6 gen durch Zusatz eines fixen Sis Sri, nicht zwar W so, daß es in Gestalt einer F zu Boden solte fal⸗ Ine len, als welches zu wünschen wäre, sondern es uuen, wird dadurch nur in so weit befreyet, daß es frey in dem Liquore fliesset, und wenn ihm eine Sub⸗ der HM stanz entgegen kommt, an die es anwachsen kan, ni so leistet es solches gantz leichte und frey. eccher rtemn m. shxhl§. 23. Den andern wesentlichen Theil dieser n Mercurification wollen wir verspahren bis auf die nächst folgende Betrachtung der Metallen, und wol⸗ 0 188 Einleitung zur Chymie.— wollen allhier zur Zugabe der Theorie des Mer⸗ Guu curii annoch beyfügen die Historie oder Beschrei⸗ fr bung des Mercurii Philos(ophorum, und des Mer-⸗ n curii animati, der eine Art davon ist. Wn Es sind nemlich 2. Meynungen vom philoso: ö phischen Mercurio, etliche verstehen dadurch eine Hu feuchte, andere eine lauffende metallische Subitanzꝛz, Hahauhen sie nennen es den nassen oder trocknen Weg In Qanl 1 dem ersteren wird das Principium des lauffenden W Merc. in dem letzte en der lauffende selbst würck⸗ Wdi lich dazu genommen Der erstere ist der Weg Kabatt des heute zu Tag berühm en Spagyrischen Künst⸗ Had lers Monte Snyders, der letztere ist gleichfalls Mhbuth der Weg des bekannten und sehr gerühmten Soi· W ptoris anonymi Philalethæ, und schon vor diesen, M des Alexandri von Suchten. Der Monte Sny- RAHS der scheinet durch seine Rätzel das Butyrum 8 ni g anzuzeigen, dessen Haupt⸗Grund die arseni alisch⸗ mercurialische V des gemeinen Saltzes ist, damit aunhh vereinigt er das cörperliche O gantz genau und di⸗ h 1 x‚ gerirts. Vermittelst dessen nun, da in diesem Buty⸗ Wuudrdprit ro das Principium Mercut ificans häuffig inne ist, Hschl auch ein grosser Theil des d ni oder Kegul lis asggh und des Odes und zwar beydes sehr subtililnet teNů drinn enthalten ist, so gehet es erstlich in eine mer⸗ Kuuna curialisch⸗Odisch⸗ Snialsche Substanz zusammen, u dn indem nun die Wärme weiter continuiret wud, anh so werden selbige von wegen der Natur ihres O. dischen Theils in einen Actum einer vergleichenden pswinnr Gährung(fermentstionis assimilator iæ) gebracht, In ssh und endlich in ein Pulder oder rechten 6rs E ro- V — Einleitung zur CYymie. 235 ni Crocum beikehrt, so aber sehr subiil und folglich I1— sehr würcksam und geschickt ist, eine solche weitere vergleichende Gährung zu verrichten. H„ Des Suchtens und Philalethæ ihr Mercurius oon n. ist lauffend, und bloß einfältig mit einem Theile hdnggeines sehr subtilen Odes, das zu einer solchen ver⸗ Usched gleichenden Gährung gantz geschickt ist, animirt Enen D oder beseelet Dieser Merc. verhält sich würcklich dhuf wie V, darinn Sauerteig diluiret ist; denn gleich⸗ hshh wie dasselbe, wenn es einem grob unter einan der αgeknetenen Mehle beygemischt ist, die gantzeMallam Mishengl aufs subtileste durchgehet, den gröbern Staub des gehl! Mehhls durch sein geistiges(spirituase ens) sub⸗ halhnens“: til von einander reißt und zertheilt, biß die gantze Honbor. Menge zu einem gleichen Sauerteig gemacht ist, Hne in wie das Bisgen war, das man im Anfange darzu Iynm ongethan hat: Also wird das würcksame philos phi⸗ lej ach; sche O in dem mineralischen v, dem gemeinen Mere. st dost diluiret, und also diluiret denn auf das gemeine O uan undd gegossen, als auf einem groben Magmate, und mit disemBin. einander digeriret. So durchgehet es dieses grobe Uffg une] O auf das subtilste, und wickelt oder mischet unter Negol dl dasselbe zugleich sein geistiges v/ und vergleichet des⸗ Ihr ichils sen kleineste Theilgen mit sich, durch eine beständi⸗ eun. ge Zusammentreibung und Zerreibung, bis endlich unn Un die gantze Materie oder das gemeine O zugleich mnum. mit dem zugesetzten mineralischen V/ in eben eine Wur ghle solche und vollkommen gleiche dubttanz(in suam ö ipsius identitatem) verbildet und verkehret wor⸗ belglh 10ri) den sind. Hec 006 V. 26. Welcher—117 diesen Wegen der 1 ö x‚ 290 Einleitung zur Cyynie. ste sey, darinn kommen die Rutores vom ersten oder nassen Wege überein. Die Wahrscheinlichkeit die⸗ ser Sache beruhet darinn, daß in diesem Wercke gleichsam durch eine einige Operation eine grosse Menge des kermentirender Goldes erhalten wird, indem alle versichern, es auch währscheinlich genug ist, daß das cörperliche Gold von dem gleichsam subtilsten Spir Vrii in grösserer Menge durchdrun⸗ gen, zerlöset und subtilisiret werde, als von dem cör⸗ perlichen gröbeen Lio. Ubrigens ist mercklich, daß so wohl im nassen, als trocknen Wege, die Gegen⸗ wart des philosophischen O præsupponirt wer⸗ de, welches man in beyden aus dem e und 2 zu hof⸗ fen hat. Man vermuthet, daß die Operation ohne dasselbe zwar nicht unmöglich sey, indeß wird die Arbeit viel langwühriger und weitläufftiger seyn, und wie sehr wahrscheinlich ist, würde man die Revolutiones oder Rotationes öffters wiederhoh⸗ len müssen. §. 2½, Daß aber in dem Mercurio animato ein erobryonnirtes O zugegen sey, solches macht uns eine doppelte Erfahrung glauben, die eine ist des duchtens, da durch einen unbekannten Hand⸗ griff aus einem solchen animirten Mercurio durch eine gelinde Digestion oben auf ein schwartz Pul⸗ ver geschieden wird, welches, wenn man es auf den Probier⸗Stein streichet, wie rechtes Oaus⸗ siehet; Die andere wird vom Beccher angefuhret, wenn man nemlich D⸗Bleche mit einem solchen Mercurio bestreichet oder verqnicket, wie die Goldschmiede gemeiniglich bey ihrem Vergülden zu e 2H M dgeilt ghe in N boshen H„ N auu fochy elllst Alereuj IS Tde NW un lltudd 0 WMHM Hat nih E mi — Lomesec schhulched Den tion emr gh Serhahane schancg dem gachz enge ducchy 6 vondent st mertlch cge/ de Oy spponitt und Opemong Indeß widy Huffhet si Irde man wserho 2⁰0 lrimn Oches wat deehe aunten H. lercuriodd chbnt n man echttsOW Herabgeht ehgn fl sckel/ 0 O Einleitung zur CHymie. 291 zu thun pflegen, und man solchen wiederum bey gelinder Wärme verrauchen läßt, so bleibt ein gelolicher Fleck zurück, als beym Vergülden pflegt zu geschehen, wie er bezeuget. Die Animirung aber wird verrichtet nach Bec⸗ chers Vorschrifft in Supplem. II. und, wö fferi an oben angeführten Orte, auch Hertodts am oben bemerckten Orte, und einiger andern, auf folgende Weise: Der Regulus nii Slis wird mit 2 Theilen fein Y zusammen geschmeltzt, denn mit 3. Theilen amalgamixet, das Awalgams wird digerirt, so wirfft es oben auf ein Pulver, welches durch Zugiessung schlechten 2Bassers und Reibung in einem steinernen oder gläsernen Mörsel abge⸗ waschen wird, biß das Amalgama gläntzend zurück bleibt, und das V wieder hell und klar abfliesset, denn trocknet man das Amalgama gehörig, und destillirt in einem Retortgen mit Sand⸗, bis aller Mercurius herüber getrieben ist. Das Y, so am Boden zurück bleibt, wird von einer neuen Portion Reguli 8 nii geschmoltzen, mit eben dem Mercurio amalgamirt, digerirt, gewaschen, de— stillirt, und die Arbeit 7. mahl wieder hohlt. Wer sich die Mühe nicht will verdriessen lassen, die Ar⸗ beit noch weiter zu wiederhohlen, dem wird sei⸗ ne Wiederhohlung nicht gereuen. Von denen Terris oder Erden. §. 1. Die gröbern Substantien, die sich bloß im zu einer unsichtbahren Sobrilität nicht wollen zertheilen lassen, W vielmehr so grob sind, 2 da 000 3—* WmI daß sie der Bewegung des& hartnäckig wiederste⸗ dllier⸗ hen, d. i. fix sind, die beleget man insgemein mit dem Ilm Nahmen der Erde oder Lerr. ö hinh §. 2. Indessen ist überhaupt ein Unterscheid wadhen darunter/ der von der Art der Zusammenhäuf/ l fung herrühret, so doch eine Verschiedenhen des Balli Speciei inferiret, da etliche derselben ein Aggre. Rbah garum ausmachen, das nicht eben zähe, feste und W beständig aneinander hänget, sondern hart und aun spröde oder zerreiblich ist, daß alle dessen consti⸗ I tuirende Theilgen leichtlich, ihrer Zahl nach ver⸗ de int eintzelt, von einander abgesondert werden und zer⸗ oehn fallen können: Andere hingegen sind so subtil un⸗ undun tereinander aggregative verwickelt/ daß sie lehr In sot schwer wieder voneinander absprngen, sondern Rsnahl vielmehr in allerhand Lagen„Ausdehnungen, Im h nachgeben, als daß sie voneinander abgehen solten. nngih Diese Arten oder Leydeuschafften pfle gen wir mit ugsin der Benennung auszudrücken einer Friabititat, wgun Sprödigkeit, Ungeschmeidinkeit, und einer DBu:. hhhsh. ö ctilität, da sichs unter dem Hammer treiben ͤst, AA einer Geschmeidigkeit. Wir theilen die Arten oder smm untergeordneten Species dieser Subjectorum ein, Is mit dem Nahmen, der eigentlich sogenannten Er ⸗ n unn de,damit wir das erstere bezeichnen; und eines Me⸗ sn talls, so bey dem letzteren gebräuchlich ist. Des Nrhg Unterscheids halben wollen wir von jedweden be⸗ Sunt sonders handeln. ganhsh Von denen spröden Terris. Uun 5. 3. Es würde eine weitläufftige Mühe 4* a ..— — ö‚ —— Einleitung zur Wynie. 293 Rin alle die besondern und kleinesten Unterscheide de⸗ rer Terrarum herzuzehlen, und doch zur Chymie eu Uunt nicht sonderlich nützlich seyn Also wird es genug n Uah seyn, die hieher gehörende Distinctiones, die von usanm: ihrer Subti ität und daher rührenden verschiedenen schednhgz Beweglichkeit im Aggregato hergenommen ist, a zu bemercken, vermöge welcher, etliche dieser Er⸗ she Es den mager, andere fett, etliche undurchsichtig, Deah andere durchscheinend, etliche gläntzend, andere desuas nicht gläntzend sind. Die magern und fetten Er⸗ 0 ug den sind fürnehmlich die Boli, und werden selten dahn so einfach und ohne Zutretung einiger Saltze ge⸗ Wsoshüg funden, die aber unter diesen Nahmen fürkom⸗ dußsen. men, sind bloß durch die Subtilität aller threr klei⸗ gn sun nesten Theilgen, die mehr oder weniger sich zusam⸗ lbehun. men häuffen, unterschieden. Der gemeine Lei⸗ Hehenn men giebt davon ein Exempel, die Töpffer nen⸗ gen mnen ihn eine kurtze Erde, deßwegen, weil ein solch Erablück. Aggregatum nicht zähe zusammen hänget, daß daheres durch blosse Anfeuchtung in zähe Klösse zusam⸗ ueben.men wüchse; sondern die daraus, durch Vermi⸗ Mien al schung mit Egemachte Ballen werden zwar ei⸗ Aorum t. niger Massen zusammen gedrückt; wenn aber Waanme das wieder geschieden, so zerfället es wieder Ind ahesd in viele kleine Theilgen und gehet auseinander. Zu chis dieser Art gehören alle magere Gartem und Acker⸗ Wie Erden, auch die sandigten, und die aus beyden gemischt sind. Die Ursache, daß es so leichte zer⸗ fället, wenn es zusammen gehäufft ist, wie gemel⸗ elr det, lieget an der überhäufften Grösse aller der V kleinesten Theilgen, und solglich an der Ungleich⸗ V T3 heit ————— 294 Einleitung zur Cyymie. heit der zufälligen und nur ohngefehren Figur und Gestalt, derentwegen solche Theilgen in eine ge⸗ naue Zusammenhängung durch ihre breite und platte Flächen und einander gleiche Winckel sich unte ei ander nicht erreichen können. Solches kan durch Experimente an allen diesen Terris demon- striret werden, denn wenn man selbige sehr klein zerreibet, und denn vermittelst des Ers in eine Massam zusammen bäcket, so werden sie viel sester und dichter aneinander hängen, als da die Erde noch in allen ihren kleinesten Theilen grob war. Indeß beruhet auch das auf eben dieser Erfahrung, was wir vorher gemeldet, daß diese merckliche Zu⸗ sammenhängung, da solche erdichte Klümpgen bloß durch Zusetzung des ves, so genau und zähe zusammen hängen, gemeiniglich von einer dazu ge⸗ kommenen Sigten Sobstanz herrühre. Denn das wird bewiesen, z. E. an einer gesiegelten Erde, die unter gedachte Bolos oder Leimen⸗Erde gehöret, die hänget so einiger Massen zusammen, wenn man sie aber mit vein einen destillir-Gefässe biß zur Er⸗ glühung treibet, so gehet etwas feuchtes Acidum, wie der Spirirus(Pli oder herüber in den Reci⸗ pienten, die Erde hingegen, die man heraus nimt, ist gantz brüchig, und hänget nicht mehr mit einer solchen Zusammenziehung an die feuchte Zunge an, wie sonst, wo man das Acidum nicht durch Zusatz eines gleichen wieder ersetzet. 6. 4. Dieser bolarischen mageren Erde wird ent⸗ gegen gesetzt, und davon unterschieden der fette und zähe Thon, da man das vorige Leimen——⁰ eis Bhs S H Rhe Tnmh Pht W h Wol dichtgdin Gschhs WI al 6 ö Smae i J I Hdk, Wuca iut. Einleitung zur QWymie. 295 ———— 2— Muin Fyun heisset man dieses zum Umerscheide Thon. Diese n i R Art Erde, hat eine leimige und schleimige Zähigkeit ihte hußn für sich, und ist würcklich von einem Schleime nicht 2 Wich eben viel unterschieden, sonderlich nach einem seiner N. Sochet Theile. Nemlich eine solche Fist gewiß heter ge⸗ Terticemn nisch oder fremd⸗artig, und hat zwar zu ihrer einfa⸗ Abigeschtz chen Mater e erdichte sehr subtile, und dem Gefühle 5 Vib hl nach nicht sonderlich empfindliche Theilgen, dahero sehllh nennen sie as auch eine schmierige Erde; aber was e seinen gantz eigenen und besonderen Theil betrifft, Hlen gcbh. so hat es eine sauresaltzigte Porrion, davon für⸗ Herésshn nemlich die Wurckung herrühret, daß es die saltzig⸗ melch ten Spiritus von der sleslinischen oder kalckigt⸗ er⸗ Kn dichten Proportion, die selbige in eine feste trockne U Ib Gestalt zusammen zog, scheidet und befreyet. Da⸗ UH zu kömmt die Erfahrung, da solche sehr zähe Lerræ, Om wenn sie ohne Beymischung glaßachtiger Dinge mede, u. als 3. E. Kiesel, Glätte, Sand, Schlacken oder ht d Hämmerschlag, eine lange Zeit gebrannt wer⸗ den, so zerfallen sie endlich wieder in ein Pulver bhmd oder Kalck, der hernach, wenn man ihn wieder 15 90 ban 301.—„nur leichte, als ein Leimen zusammen⸗ andnie§. F5. Ins besondere sind der Kalck und Gyps Mubmn zwey Exempel, daß die lalinische Consistenz eine bcht miet solche Zähigkeit zuwege bringe, Denn es ist ins⸗ hten gemein bekannt, daß, wenn man den& mit soviel 1D Vbegießt, daß er wie ein Brey werde, und dasd verrauchet nach gerade, so wird es so hart als ein Etde dide Stein. Hingegen, wenn mans mit sehr vielen dersiten Vbegiesset, und solches abgiesset, oder nur von I 28 4 ge⸗ ——2 296 Einleitung zur Chymie. gelinder Wärme der Lufft verrauchen läst, so bleibt der Kalck gantz lose staubicht, und läst sich leicht zerreiben. Die Ursach solcher Phæenomenorum ist erstlich, weil das S des mit wenigem Was⸗ ser aufgelöset wird; So kan es bequem mit der übrigen Erdigkeit untergemischt werden, und kan, wenn denn das L verraucht ist, mit demselben in eine crystallinische Festigkeit zusammen treten, die, wegen der erdichten gröbern Theile, desto be⸗ ständiger ist. Daß aber die Erde, die nach der Aus⸗ laugung übrig bleibt, nicht zusammen hänget, ge⸗ schiehet, weil das S ausgelauget, und mit dem v weggegossen ist. Wenn aber des Wassers viel ist, und es über eben dem Sediment gelinde ver⸗ raucht, so pflegt nichts destoweniger das S des Y mit einiger Portion seiner Erde sich genauer zu sät igen, und wächset oben auf dem Liquore als ei⸗ ne Haut(sie nennen es auch Cremorem, Rohm oder Schaum des) täglich zusammen, und fällt zu Boden nieder, setzt sich theils oben auf das Se⸗ diment, theils hänget sichs an den Seiten des Ge⸗ fässes an, darinn es siehet, als eine steinigte Haut, D. i. es wächset nur mit einer wenigen Portion der Erde, und nicht mit der gantzen Malla in eine sol⸗ che steinigte Härte zusammen. 9 6. Der Gyps hat eine dergleichen weit zär⸗ tere sa inische Subitanz, welche durch eine etwas gewaltsamere Treibung des A wieder in eine gro⸗ be e dichte Substan⸗ zusammen gesammlet wird, und verliehret die salinische Subrilität. Dieses erhellet aus der Art seiner Bereitung. Nemlich der wn bidl t W Inh Mitehat Hersthk Dun uu und Henn W nun Yal i 0re Ot, daß W. u Wush gel ⁰0 H Hih seser uog 7 dun siddi dihlihe drdtryt I 2——.—— H Einleitung zur QMynmie. 297 I der weiche Alabaster⸗Stein wird zu einem zarten 0n scht Putver zerstossen, durchgesiebet, in einen eisernen en Haffen oder starcken irrdenen, oder wenn es eine nigen grosse Menge ist, in einem grossen Kessel auf ge⸗ Huenm nugsame Wärme gesetzt, d i. auf solch Feuer, Ne/ udt daß die Materie zwar nirgends glühe, doch daß Utdemshe. man auch die Hand nicht dran halten kan; So amme wird der Gyps fliessen, und bey gelinder Rührung Hele, dlth recht aufwallen, welche Aufwallung und Umrüh⸗ emcen rung man so lange mit gelindem Feuer continui. in halgah ren muß, bis die Materie, wenn man davon was Indi den mit einem Löffel heraus nimmt, sich nicht in Klüm⸗ bWasstu per setzt, sondern gantz gleich und eben wieder fliesset. It galnde l Denn muß der Gyps vom Feuer weggenommen, + bie N und wenn er erkaltet ist, an einem trockenen Ort ena verwahret werden. Wenn man denn davon ei⸗ uofe b nen Theil mit lauen Wasser vermenget, daß es so em, Mohll weich wird als ein Brey, so wird diese feuchte Mal⸗ iu/und falt sa in einer halben oder gantzen Vierthel⸗Stunde auf das de so hart, daß es klinget. Wenn man aber die Hi⸗ len des Ge tze bis zum Glühen vermehret, daß es nur ein migte Haut weilchen gelinde glühet, und man feuchtet es her⸗ Pontoan. nach gleich so an, so wird es doch hernach nur Nin ee brüchig, und läßt sich leicht zerreiben, ist nich fester noch zäher als ein ander Bolus. ͤ §. 7. Gleichwie aber alle bishero erzehlten Ter⸗ ö V 1 ræ ein dunckeles und durchsichtiges Angregatum Wh sind, d. i. es läst sich durch die sublilste Bewegung ammi r. des Lichts nicht mit bewegen; Also gehet eine an⸗ I D dre Art der Erden in ein solch Aggregetum zusam⸗ 0 men, so zwar sehr zähe und feste zusammen hänget, 19 T5 indeß —————————* 298 Einleitung zur CHymie. indeß nimt es doch eine ziemliche, hefftige, drinn bleibende Ummanentem) Bewegung an, nach allen seinen kleinesten conltituirenden Theilen. Gläser und Edelsteine werden solche Aggregata genennet, deren etliche gantz gleichartig und voll⸗ kommen durchsichtig sind, als ein Demant, Ru⸗ bin, Sapphir, Smaragd, Hyacinth, etliche sind nicht gefärbt, als allerhand Sande, und Arten der so genannten metallischen Flüsse, die sie Drüsen nennen auch allerhand Arten von Crystallen; An⸗ dere aber sind nur mit einer Durchsichtigkeit ge⸗ färbet, d. i. sie bestehen aus etwas wenigen dunck⸗ ler Materie, die mit einer sehr subtilen eingesprengt ist; Andere sind sehr und gantz grob verfinstert, und haben nichts als eine feste Härte und eine höchst-⸗gläntzende Glätte, oder sind aus beyden gleichsam ungleich gemischet. Zu der ersten Art ge⸗ hören alle gefärbte Edelgesteine; Von der mittlern Art sind der Türckiß, Opal, Onychstein, Carneol, rother Jaspiß ꝛc. Zu der letzteren Sorte gehören der bundfärbige Jaspis und der Agat. Diese durchsichtige Terræ aber werden im Ag- gregeto durch ihre strahlende Bewegung so wohl von denen deidenn Strahlen des Lichts getrie⸗ ben, also treiben sie auch dieselben zu ihrem Win⸗ ckel wieder zurück, daher entstehet der Glantz und Schein, nemlich von dem gegen seine Oberfläche reflectirten Lichte. Diese Art aber haben die durch⸗ sichtigen Terre gemein mit denen, die einen Klang don sich geben, d. i. die wegen der unzertheilbahren Subrilität aarider der gantzen Substan⸗ oder 5 ne —— — W 161 diestteag diehag summag suadderx HALA 0 H f. fuitz Hl Hlcnon M I M Hage Rüchwd wcy Ransq⸗ sohfat I Mist h Rabipen h dh W m Einleitung zur CHyrnie. 299 FN „ heffigr,yj 9—.——— hm nes seines Principii der durchscheinenden Lerræ Dm in am nachsten sind Denn gleichwie die Cörpergen, lch 15 die da von den Strahlen der Lufft, wenn sie von A dem Licht der Sonnen agit ret werden, können Hahut angetrieben werden, sehr subtil seyn mussen; Also demt müssen auch die Cörpergen, die mit einen solchen uth ace zitterenden Motu undulatorio in Aggregeto kön⸗ „uddhg nen beweget werden, daß sie gleichsam physicali⸗ die se Dui sche Linien der Luft vibriren oder forttreiden, noth⸗ Esd wendig von einer grossen Sobrilität seyn. Es sind dchschigket aber solche Cörper entweder selbst durch sichtig oder engen die subtilesten unter denen dunckeln. Jenes sind Hleem: die Metallen, die, wenn sie in ein Aggregatum zu⸗ ob bersnie sammen gewachsen sind, so sehr nahe und feste an Harte und eh einänder verbunden werden, daß der Strahl des as ben Lichts kaum über ihre Oberfläche kan herab stei⸗ elsin Nt gen, daß er nicht alsobald wieder von da zurück der malan springet; Die Sache läßt sich aus der Optic gantz I, Carneob, wohl demonsteiren. t gehern VJ. 8. Man muß aber von denen bolarischen . Terris mercken, daß solche als ein Aggregatum uuden in A⸗ aus vielen kleinen Aggregatis oder Kleinigkeiten, gung so v die doch noch in die Sinne fallen, welches die Indi- 3achts geah vidua oder unzertheilten Cörper nicht thun, ge⸗ zu ihran W. meiniglich ein heterogeneischer Hauffe derer mei⸗ der Ghht sten bißher erzehlten Terrarum seyn, so die dunck⸗ re HHit le, durchsichtige, metallische Cörpergen contus abeh Rüu unter einander begreifft. Und beweisen die heuti⸗ Deehns gen Experimenta, daß fürnemlich in diesem Ab⸗ Ruerbebin sehen aus dem gemeinen Leime leicht könne Eisen b Ol werden, es ist auch der Vernunfft nicht entgegen. Denn V V V 3⁰⁰ Einleitung zur Chymie. Denn, weil das Eisen ein fremd⸗artiger Cörper ist, so aus vieler dunckelen v, vieler glaßachtigen und einigen Theil metallischer Eede contemperirt ist, so ists der Wahrheit nicht unähnlich, daß entweder die ersteren Terræ, die würcklich in dem gemei⸗ nen Leime häuffig zu finden sind, wenn das dritte dazu kommt leicht zusammen verbunden werden, oder, daß alle würcklich darinn gegenwärtig sind, und durch eine geschickte Operation können ver⸗ bunden, und wenn sie verbunden sind, von dem übrigen, das nicht zusammen hänget, abgeschieden werden. Auf eben dem Grunde beruhen die Ex⸗ tracte aus Schmirgel, Blutstein, ja auch aus dem Eisen selbst, die das O vermehren, d. i. die eine metallische Gestalt mit demselben annehmen, und durch die meisten Examina beschützen, ja, die end⸗ lich auch, durch Zusetzung des metallischen Com- plementi, zuletz uberall vollkommen gemacht, und zu beständigen O werden, davon fürnehmlich Bec⸗ cher in seiner Minera arenaria à pag. 86-89. ver⸗ dienet nachgelesen zu werden. §. 9. Indeß ist es ein sehr schweres Werck, diese also unordentlich zusammen gemengte Lerras von einander zu scheiden, nemlich die undurchsich⸗ tige, sonderlich, dunckele oder kalckigte, bolarische gleichartige Erde von der durchsichtigen, glaßach⸗ tigen zu scheiden; Die Metalle aber von einander zu scheiden, braucht weniger Mühe. Übrigens die zärteren erdichten Theilgen von denen gröberen sandigten zu scheiden, dazu ge⸗ braucht man sich gantz wohl des Schlemens, 10 dur übenscht wumttch Heu/ N cre xll. lld parag halhu WDee IWwed sech mit ahn Mahh Gsih u0 sche, N ecstuch V 0 I — Einleitung zur Wymie. 301 „—— nunn durch gleichfalls die metallischen Pulver von de⸗ Mzagthy. nen erdichten, sonderlich solchen, die wir oben ange⸗ ontemeriy. führet, und gleicher Grösse sind, leichtlich gereinigt ydaßnny werden. in dap gr 6. 20. Es wird der Mühe werth seyn, hier noch wenn dubh unter denen Terris die künstlichen zähen Luta, die duldennt. man bißweilen der Gewalt des Feuers, bißweilen gewäng. der Durchdringung einiger sudtilen Substantien in mun entgegen gesetzt, und in denen chymischen Ope⸗ sind, nx rationibus überall nöthig sind, hier beyzufügen. it, gecheh Man brauchet aber solche Luta entweder, daß man uhn He; Gelfässe daraus macht: z E. Retorten, Tiegel, lub⸗ nauch ausde limir· Gefässe, Capellen zum destilliren, oder man u,. D überziehet damit glässerne Gefässe, um sie von dem amhmyũ. unmittelbahren Anschlagen des Feuers zu beschü⸗ „, deen tzen, oder endlich die Ritzen, Fugen und Mundlö⸗ Hhin Com cher der Recipienten zu verkleiben, auch die Gefäs⸗ macht und se, darinn man was verwahret, oder destilliret, hash be. und zwar an solchen Theilen, wo sie das& nicht so 5.U9, deb berühret. ö Zu Bereitung derer destillir sublimir-calcinir- I Wilk und reverberir: Gefässe, gebraucht man theils hie⸗ ue Tem siegen wohl geknetenen Thon, temperirt selbigen nudne mit einer genugsamen Menge glaßachtiger zäher ,douuh Malerie, und läht daraus vom Töpffer ein solch hsth Gefäß machen: z. E. die Waldenburgische, Cöll⸗ Augnt nische, JIpser und Zellische, in Oesterreich wie 298 auch die Passauische Y ꝛc. Etliche aber müssen S erst durch die Kunst temperirt werden: z. E. solche Nahhn Vær, die, wenn sie trocken sind, nicht zähe genug an 4% einander hängen, die temperirt man mit Ham⸗ b1. mer⸗ ——2 —58——— 3⁰² Einleitung zur Chymie. merschlag oder ofeyl; die im nicht hart genug wollen werden, die werden mit pulvertirten Kie⸗ sel oder Glaß, nachdem man es nöthig zu seyn ur⸗ theilet, temperirt Bißweilen nützet auch ein we⸗ nigGlätte darzu gethan, es macht die Gefässe gleich⸗ sam zäher. Ein Lutum zu zerbrochenen Gläsern, daß kein Spiritus durch gehe, aus einem Manuscri- pto: Rec. Boli Armeni i. Theil, Glätte 2. Theil, mischs mit Eyweiß und mache ein Lutum daraus. Zu Tiegeln und andern Schmeltz⸗ Gefässen, thut die Heßische V, die zu Almenrode gegraben wird, am besten, und in Oesterreich die Ipser Y. Jedoch, weil die erstere sandigt, die letztere ma tia· lisch ist, so widerstehet jene dem/ und diese denen Salien und dem 8 nio nicht wohl Indeß, da so wohl das 5als auch das P· Glaß alle Tiegel bald zerrissen, so kan man Becchers seine Mixtur meccken, die das 5⸗ Glaß eine lan⸗ ge Zeit hält: Er nim̃t aber einer fetten Talckigten grünlichen Erde,(die als ein Band oder Involu⸗ crum die Gänge der metallischen Adern fast über⸗ all pflegt zu begleiten, 52. Theile, einer subtilen weissen Erde,(als sie zu Tobacks Pfeiffen, oder die Glaßmacher zu ihren Oefen und Gefässen gebrau⸗ chen,) einen Theil, stößt es zusammen sehr ksein, und siebet es durch ein zartes Siebe, das Pulder feuchtet er mit Y an, darinn Yist ab gelöscht, und läßt es eine oder andere Stunde fleißig unter einander arbeiten, biß alles sehr wohl gemischt ist, und man die Theilgen der Erde nicht mehr von ein⸗ ander unterscheiden und erkennen kan; Wenn 5 6 HI Ramn T Hlf hinuc Ahh My dt uthb heyan d g Iyr MMy W W ch Rache Müz iilg Dush Shelhrt uun —7 EfF,— E ——————— 2 ö ö — Einleitung zur Cymie. 303 —35 n die Mixtur ihre gehörige Dicke ei langet, so können hur daraus Gefässe gemacht, und selbige, wenn sie V. uban wohl getrocknet sind, gebrandt werden. Um die eOeisen Gefässe zu verlutiren oder zu beschlagen, so nimmt +* 06 man Leime oder Bolum teui peũirt ihn mit pulve⸗ Hnbint risirten Hammerschlag und Kühehaaren, damit es Han in der Austrocknung zu sammen hänge. Denn ein 00 Thon, den man zu brennen pflegt, ziehet sich bey aundun der Austrocknung, sonderlich aber bey der Bren⸗ lah⸗Hys nung zusammen, und wird kleiner, daher zerreißt Hrode shrh er leicht die Gefässe, wenn sie nicht sehr starck sind. ch deysß. Indeß ist Vigani seine Art sehr bequem, da er schon elhtemo gebrandteCapellen, die sich ohngefehr an den Bauch Inddggebndes Gefässes passen, statt des Beschlagens ge⸗ braucht, und setzet die Gesässe dahinein, gleichsam, Hals in eine leere Capelle. un hecchen Was die Lutirung derer Fugen betrifft, so er⸗ F uine Ian fordert die verschiedene Beschaffenheit der Mate⸗ Talckgten rie, die man destilliret, auch verschiedene Luta. Die Ddn luxau.flüchtigen alcalinischen Spiritus werden bequem In sast Abe zurück gehalten mit einem gemeinen Bolo oder Lei⸗ ent subtih me, so mit benetzt ist, darinn ein dünner Leim ffen, oder tst, und welches vorhero, ehe man destillirt, gelinde ssen g getrocknet ist Doch pflegt man sonst bequem dar⸗ meh schrf zu zu nehmen Wachs, so mit Terpentin zäher ge⸗ N mache ist, nur, daß an einem solchen Ort die Wär⸗ cbalbth me von der Destillation nicht hinreichet. Zu Plich⸗ wefeßole ten öhl gten Sachen braucht man eine Schweins⸗ Ihlgensh Blase, Kleister von Mehl, oder welches mühsuner, Huhh eine Mixtur aus zerschlagenen Eyweyß und Zu WEN den sauren Spiritibus aber, als v und 0 m 30⁰4 Einleitung zur Cbymie. macht man Bolum mit Leinöhl zu einem dicken Musse, das streicht man in die Fugen, und schmie⸗ ret ein Pech⸗Pflaster drüber her. Weil aber doch so wohl die Gewalt der Materie/ die weiche Massam leicht durchbricht, als auch die fast ordi- neire Erhitzung, die pechichten Pflaster zer schmel⸗ tzet, so muß man vielmehr die Fugen mit einem ä⸗ hen Luto beschmieren, und warten, bis es krocken, und wenn es getrocknet, mit heiß gemachten Lein⸗ öhl genugsam überstreichen. Damit aber, nach vollendeter Destitlation, bey Wegnehmung des Luti, nicht etwas davon in den Recipienten hinein falle, und also den sauren destillirten Spiritum ver⸗ unreinige, so kan man unter das Lutum vorhero ein Papier umher wickeln, und denn darüber das Lutum auflegen. f. 11. Unter die sehr subtilen Terras wollen wir noch das Coneretum rechnen, so aus vieler und sehr subtiler Eede, S und Fett zusainmen gesetzt ist, nem⸗ lich die Gummata und Schleimichkeiten. Diese sind von zweyerleyArt, entweder animalische oder vegetabilische Gummata Die vegetebilischen zwar fliessen aus vielen Bäumen durch die Rinde durch heraus, z. E. aus den Kisch⸗Bäumen, Pflaumen⸗Bäumen, Apffel⸗Bäumen, Pfirsich⸗ Bäumen ꝛc. und sind nichts anders als die Lym- pha derer Bäume, d. i. das subtilste Y und V mit einer wenigen saltzig⸗ öhligten Subltanz ver⸗ mischt, so da geordnet ist, die hitzigten Theile des vegetabilis zu nähren. Diese d tritt am näch⸗ sten zu einer Salinischen Subrilität, daher hat 0 mi A R Dun summchi Dch danE N Sen Hnd sochent unde asum M W on el rch ehin W un UU h sugechchy ugtode Adn zn IAinch Anllcheruf Ihdit Nh dhsne Ranh Hmt Mhh EE mi Lor ö„ — Einleitung zur ymie. 30g hen dtz mit einem Theilgen, welches es allezeit bey sich Hensuwn. behält, eine Durchsichtigkeit, nicht anders als eine I. Wisth salinisch ⸗crystallinische Subltanz, wird auch in ei⸗ lle/ den ner grösseren Menge Y aufgelöset, schwebet auch 9 de sshn. drinne wie ein O. Hingegen ist eine zärtere Zu⸗ lastr Em. sammenhängung und wenigere Zähigkeit dieser n mit enn beyder Subitantien der Lrigten und erdichten bey biß cunt denen Schleimen, dergleichen die Saamen von emachenh Lein, Quitten und Pfyllio häuffig geben, als wel⸗ utabgn che mit etwas mehrern Oehle untermischt seyn. guehnung§. 12. Bey Thieren findet man gleichfalls eine ippentenhh solche doppelte Substanz, nemlich eine schleimigte öpintonh und eine leimigte oder gallerhafftige. Von der Lutum bothe erstern Art ist die verdickete Lympha salivalis Idanlben oder Speichel ein Exempel. Da entweder die v⸗ rigen Theile allzusehr verraucht sind; wie ein solch⸗ olensh cher zäher Speichel sich bey hitzigen und langsa⸗ iler und sht men Fiebern findet; Oder es entstehet, wenn HschHHnen. andere dünnere feste Theilgen dazu kommen, len. Dials von gegessenen Trauben, frischen sauren Kir⸗ maischt ode schen, jährenden Most,, heissen oder herben zu⸗ edeudilch sammenziehenden Wein, wenn man sie langsam 10 deN einsauget oder schlurffend hinetrschlucket, da denn 0j Bäm. auf der Zunge nahe an dem Gaumen der Spei⸗ en/ M chel in eine solche schleimige Zähigkeit zusa mmen de Le geklebet wird; nemlich von wegen der untermisch⸗ IIMt vf ten erdichten, saltzigten, zusammenziehenden Theil⸗ wölln. gen dieser Concretorum. Die Gallerten hinge⸗ Iun D gen oder Leime, sind eine solche schon sehr verdicke⸗ + te Lympha d i. sie ist schon sehr von ihren rigten It u ö 15 R Theilgen entdlösset, und 1* nur bloß die 10. 306 Einleitung zur QMymie. ten mit noch was wenigen V übrig. Dahero/ wenn man nur ein wenig mehr von diesen dazu giesset/ deß ist zu mencken, stantien bey den T ge olcasinische und daß sie e siltenz haben. §. 13 Es kan reitung gemercket werden. oben gedacht/ daß die vegetabi wenn iyre Canale oder Adern dur che Gewalt gerissen sind, heraus werden sie gleich wieder zu Schleim. In⸗ daß diese gummatosische Sub- hieren, mit einer grösseren Men⸗ n, öhligten Saltzes gemischt sind, ben dadurch eine seiffenhafftige Con. beyder ihre Scheidung und Be⸗ Wir haben schon lischen Gummata, ch eine äusserli⸗ tröpffelen. Die anitnalischen hingegen, werden durch eine einfache Kochung mit schiechten, aus denen Th eilen, dar⸗ inn solche Leimigkeit überflünig ist, heraus gezo⸗ Theile nun, sind erstlich das Fleisch, die Gallerten von Capaunen, als bgerupfften Capaun, nachdem d, wohl Wa⸗ das Sceleton gen. Soiche dah er kommen wenn sie einen a die Eingeweyde aus genommen sin denn das Fleisch abschneiden, er die Knochen werden in einem Mör⸗ das Fleisch zerschnitten, und beydes in lasche gethan, nur mit wenig V, Deckel drauf geschraubt, und in ei⸗ asser gesetzt, und dar⸗ kocht, denn nimmt man die get und presset es durch schen, gleich sam od sel zerstossen, eine zinnerne ð denn wird der nen Kessel in heiß siedend W inn etliche Stunden ge gekochteSubstanz heraus, seiget ein Tuch so wird es in der Kälte dick und gestehet, das übrige aber, davon fast wie Meel so klein gekocht. das dicke gepreßt ist, ist Es 00 e Hihtal n Iunn u Wl en en Eu mafte Openim veniht e Han Lebasdd Wahigtech Higksth b s Oöhon h I0 Mis⸗ Rsoele shlen ldxusg Nn d dadup drHem sseinnd Ube Hi lh h Rfg 4— 2 Einleitung zur Qyymie. 30⁷7 h. Dün Es ist dieses ein Werck für Weiber, so in die dfHN. Küche gehöret, und gleichsam lächerlich. Indeß ist ISchn) doch davon das Instrument entstanden, das wir maülsh heute zu Tage so bewundern, nemlich la Machine Mlͤstahs pour emollir les os, oder die Mac hine die Kno⸗ gemsht chen zu erweichen, welche, als ein Inventum der iheftol! Englischen Curiolität, die Ephemerides curioso- rum Lipsiensium voi stellen, worinn eben diese Hdungud: Operation, nur mit commodern lastrumenten it haben Hverrichtet wird; Die Knochen nemlich und denCumm Hörner, und alle sesteren und härtern Theile des ahe As Leibes, sind erdichte Substantien, darinn dieser Leim hiöyffn weniger oder mehr ausgetrocknet, und in eine Zä⸗ cheeensh higkeit oder vollkommene Härte zusammen getrie⸗ VDaln ben ist. Denn wenn man einen Knochen oder haube Hirschhorn bloß mit gemeinem Wasser ein 2 oder Hdaßhesh: 3. Tage in einem verdeckten Gefässe kochet, so, daß waumm, das Wasser aufkochet/ so viel als es kan, und man R/ den bißweilen die dicke Brühe, sonderlich im Anfange wchl vn. abgiesset, und irnmer wieder von neuen frisch Was⸗ dädelen ser darauf giesset so fället endlich der gantzeKnochen Wehend oder das Horn in ein weiß Pulver, und wenn man udbeds. das dazu gebrauchte Wasser verrauchet, so bleibt ul wnn der Leim, der vor dem diß Pulver in eine solche Fe⸗ uit weng 9 Wimnstigkeit und Härte gebracht hatte, am Boden zu⸗ u ruüͤck, ob es wohl durch die lange Kochung in seiner Wa Zähigkeit sehr verändert ist. Rars. 14. Indeß ist es bewunderns ⸗würdig, daß 2 bloß diese Substanz mit einer solchen so sehr subti— +ν1 len Erde in eine solche ungemeine grosse Festigkeit Kghi hat können zusammen gehen H** nicht nur am 7 388 Einleitung zur CQymie. am Helffenden, sondern auch am wolden Schweins⸗Zahne fürkömmt, ja auch am Dente Hippopotami oder Wall⸗Roß⸗Zahn. Indessen werden alle diese Cörper bloß durch diese heffuige Kochung auf bißher gemeldte Art aufgelöset. . 15. Die Schleime derer Sammen und Wur⸗ tzeln, als der Eybisch⸗ und Pappeln Wurtzel ꝛc. werden entweder bloß durch Einweichen in lauem Wasser, oder durch gelindes Aufkochen heraus ge⸗ zogen. Die Gummata aber, wenn sie mit Holtze und anderen Unreinigkeiten beflecket sind, werden theils durch Auflosung mit Wasser, als G Arabicum, Tragacanth&c. theils durch Kochen in Wein oder Eßig, als G. Ammoniacum, Galbanum, Hederæ heraus gezogen, und durch ein Tuch gedrückt, so hält es diese Unreinigkeit zurück. 16 Zu einer mittelmäßigen Känntniß derer Edelgesteine, als welches Aggregata sind, die die vollkommenste durchsichtige Erde haben, muß man zweyerley bemercken, nemlich ihre verschiedene Här⸗ te und Farbe. gemeiniglich in diese Gradus eingetheilt. Der Dia⸗ mant ist erstlich der allerhärteste, dem folget ein Ku⸗ bin, denn ein Sapphir, Hyacinth, Smaragd, Ame- thyst, Granat, Carneol, Chalcedonier, Onych⸗ stein, Jaspis, Agat, Porphyr, Marmel. Indeß verändert sich doch auch diese Dfference nicht sel⸗ ten. Es solgen auch auf den Onychstein gute Cry⸗ stallen. Die weichern aber scheinen fast vielmehr Arten von metallischen Glaß⸗achitgen Flüssen oder Die erste, nemlich die Härte, wird l Hal9 Ruulh wez weah GGU I Cdschsd Ien Haßd I hI h sseh HMLR Imo wos W Wab chph Iueduske Hashedeꝛ Doe Rchtt IWI mache N H. +2 Einleitung zur Wymie. 309 ——U oder Drusen zu seyn. Der Farbe nach ist bekaunt, chn. O daß der Demant durch sichtig sey, der Kubin Pur⸗ 10 his f0 pur-⸗Farb, der Sapphur blaulich, der Smaragd Wilbit“ Graß⸗grüne, der Hyacinth gleichsam Pommeran⸗ nud t6zen.gelb, der Awethylt Violetblau, der Türckis ⸗M Himmel farb, blaulicht, der Carneol Fleisch ⸗farb, uhnnh der Onychstein bräunuch, der Jaspis hat Farben dhan wie Zinnober, Mennige, grün und allerley Arten, Shpe wie auch der Agatstein dergleichen, der Porphyr kuthn und Granat sind ducchsichtig Blut⸗roth. i. /. Indeß findet man doch auch, daß alle diese 17 Edelsteine, die durchsichtig und gefärbt sind, bißwei⸗ Waa, len blaß und nicht gesärbi sind, welches die Polie⸗ an Rer rer doch in ihre Arten zu unterscheiden wissen nach dum H ihrer verschiedenen Härte. Zur Polierung aber Hgebrch! der Edelsteine nimmt man allemahl die Stücken . von dem Edelsteine, der gleich über ihn etwas har⸗ Ummßen ter ist,, das bringen sie zu subtilen Pulver odes sud, del Bord, wie sie es nennen, und damit bereiben und W nuhw polieren sie den, der ihm in der Weichheit folget. hieeH Was das aber sey, das denen Edelsteinen ihre „H Farbe giebt, darinn sind die Autores sehr unter⸗ .Dud schieden, allein es sind blosse Meynungen; Das ist Ugtenus; gewiß, daß dasjenige, was diese Farbe giebt, müsse wanghy. was cörperliches, oder es müssen gantz unzertheil— Wier, bare dunckele Cörpergen seyn, die das Licht auf Iumel verschiedene Weise in ihrer Bewegung aufhalten Redee l oder zerbrechen. Daß aber derjenige Cörper/ WOfergt der den Sapphir oder den Lapidem Lazuli blau 0 fus machet, Kupffer sey, weil dasselbe in dem Spiriru Hin ei eine dergleichen 941 verursachet, ist 31¹⁰ Einleitung zur Chymie. viel weniger glaublich, weil die Farbe nicht ablolut und bloß vom 2, sondern von der Beschaffenheit des dazu kommenden Spiritus herrühret, welches daher bewiesen wird, weil eben das L in einem sau⸗ ren Liquore eine grüne Couleur giebet, in einem Glase,(nemlch eingeschmoltzen,) giebts bald eine grüne, bald eine röthliche, bald eine blauliche/bald eine schwartze Farbe. Dahin kan man auch die Meynusg ziehen, daß der Granat durch o gefärbt sey, weil das en einem Glase eingeschmoltzen, eben eine solche Farbe giebet: denn das Eisen, giebt nicht als Eisen, sondern nachdem es verschiedentlich bereitet ist, dergleichen Würckungen von sich. Al⸗ lein die Natur macht solche Bereitungen nicht, z. E. einen Crocum Ois, der mit destillirten + bereitet ist. Hievon kan man weiter Kunckeln über Neri Glaßmacher⸗Kunst nachsehen. Cap. 32.35. §. 18. Boyle aber hat von denen Edelgesteinen, bey Gelegenheit des Demants, der im Finstern schimmert, viel curieuse Speculationes gehabt, da er denn angemercket hat, daß die Demante, die oben, wegen nicht genugsamer Polier ung, gelinde rauh und ungleich sind, an einem gantz finstern Ort lichte sind und funckeln. Von denen schmeidigen Terris oder Metallen. §1. Die Metallen sind Arten einer sehr subti⸗ len doch dunckelen Erde, die da geschickt sind, ein zä⸗ hes Aggregstum zu constituiren, das sich folglich unter dem Hammer treiben läht, im—8 30 R Bin , d HtA a g 4* Q h W N mobift Malgn shhedenss Wost du funde u oah Hr , ung Auh M ———— nit Efnler; — Einleitung zur Cyymie. 3 Henhtü. Feuer flüßig, in der Lufft mehr oder weniger klin⸗ Bichasah gend und sehr schwer ist. Sie werden gemeinig⸗ uhitt, nit lich getheilet in vollkommene und unvollkommene, I und diese wiederum in cornplete und incomplete. lebet, veh Deren vollkommenen zählet man zwey, als Ound Hebts boh/ V. Der unvollkommenen 4. als b. ꝰ und blaultie diese nennet man auch com plete Die incom plete man auth aber, sind Wißmuht, weisser und gelber Zinck, den Urch o man auch Speauter nennet, Regulus& ni und ngeschmz Arsenici. Diese letztern haben das Gewichte, Esent das Ansehen, den Fluß im Feuer mit denen Me⸗ bllschieden tallen gemein, sie sind aber ungeschmeidig brüchig, pbh sch! und theils mehr theils weniger flüchtig Doch sind Eenchh dieses nichr auf das genaueste alle Arten von Me⸗ I I+ H tallen, indem mehr andere Arten fü kommen, die EbHan denen Metallen ähnlich sind. Jedoch, weil we⸗ 2 der ihre Bereitung, noch ihr Nutzen eben bekannt fn ist, so werden sie entweder negligirt, oder sie wer⸗ Hahelehl den mit unter vorgedachte Classen auch bey den in issen Haaren gezogen. ĩ gehabt, x ini t 9. 2. Von denen unvollkommenen Metallen amggd: aber wird die Meynung heute zu Tage immer Wfsten mehr bekräfftiget, daß sie von denen vollkommenen Metallen nicht, als nur zufälliger Weise unter⸗ schieden sind, und solches fürnemlich auf zweyerley eitis Ode Weise: durch die Kochung und zäher Anhängung fremder unartiger Substanzien. Die Kochung zwar, oder die Digestion pflegen wir also zu verste⸗ rit fl ö ihr K x 25 hen, daß dadurch vielmehr ihr Ettect oder Wur, Wbschbht ckung ausgedruckt werde, nemlich die genauere 116 Verbindung dieser sehr subtilen Theilgen, welche ü. u im 6 31² Einleitung zur Cymie. im Lrio currente unzertheilbar gleichsam noch un⸗ terschieden zu sehen sind, die derowegen, weil sie ein⸗ tzeln sind, den Antrieb des Feuers nicht aushalten können, sondern in Gestalt eines sehr subtilen Rauchs sich in die Lufft erheben. 6. 3. Es stehet nemlich zu begreiffen, daß solche sehr sübtile und sehr bewegliche Theilgen auf eine zweyfache Weise können figirt und Feuer bestän⸗ dig gemacht werden: Erstlich durch eine Zusam⸗ menhäuffung, so, daß mehrere in eine Masla zä⸗ he zusammen gehäuffet werden. Etwas derglei⸗ chen läßt sich an dem Mercurio, der per se præ⸗ cipitiret ist, ersehen, welcher, da er vor dem sehr flüchtig, flüßig, und in den aller subtilsten Theilgen in Gestalt eines Dampffes erschiene, nunmehro, da er nur ein wenig fixer gemacht ist, solche subtile Stäubgen, die doch in Cörpergen, die man füh⸗ len und erkennen kan, verbunden sind, darleget, da er in der Gestalt eines trockenen Pulvers er⸗ scheinet. Ob wir nun wohl daraus nicht schlies⸗ sen wollen, daß der blosse Mercurius ein unreiff Metall sey, welches ohne Zusatz oder Scheidung einiges Dinges in ein vollkommen Metall könne verwandelt werden; So wird es doch genug seyn, daß wir mit dem Phenomeno bekräfftiget haben, daß eine grössere Fixität von einer zusommenhäuf⸗ fenden( Aggregation) Verbindung derer Theilgen könne hergeleitet werden. Die andere Art der Digestion muß man so be⸗ greiffen, daß selbige eine(Allimilatoriam) verglei⸗ chende Zusammenreibung und ameinindt n ung hadikenf schags Rsthgke Whn N Racer Imoce filS 1 Huh lla,or Mudc Mhch, gl H —....—— nit. — Einleitung zur Cymie. 313 —— 2 Hin bung zu Hülffe nimmt. Die Spagyrici nemlich m supponiren eine Substarz, die ein wesentliches 0 Theil der Metallen mit ausmachet, und brüchig und etwas fix ist, sie nennen es bald&/ bald ei⸗ nen Saamen des Goldes, welches sie auch aus efr def) dem O selbst zu demonstriren versyrechen; Diese Helhn M. wird zu einer mercurialischen Substanz zugesetzt, D Hleh und durch die Digestion zusammen getrieben, 1 ents vermöge einer vergleichenden Anreibung,(affricti he Mal one) so vergleichet selbige denn etliche Theilgen Enwas d des Cörpers des Mercurii mit ihrer Gestalt, d. i. du pers sie machet selbige dem Begriff nach ebener, daß sie 2 De nicht mehr so Kugelr und sind: die werden denn htssen Tieh unter den übrigen flüßigen Theil eingesprengt, so VHumch verdicken sie denselben, wenn sie aber allmählich slch sht sich dran gehängt haben, so figiren sie es neben sich, „ mmnsth d. i. sie halten als unbeweglichere Theile diese be⸗ 1o„ daltgeh weglichen nicht nur an und auf, sondern auch, Pude er gleichwie 2 zusammen verbundene Dinge der Grös⸗ ucht s se und Schwere nach unbeweglicher werden, d.i. 15 fixer, Abeständiger, und können von dem Triebe Schidh als vorhero nicht mehr beweget werden. WMal Ke 6. 4 Der Mercurius, wenn er rechtmäßig ani⸗ 0 g mirt ist, bezeuget allerdings eine merckliche Aen⸗ wüfthr derung, die von der Beymischung einer solchen Wnm Substanz entstanden ist, und die dpagyrici versi⸗ an d chern, daß der Grund aller unvollkommenen Me⸗ tallen, oder ihr metallischer Theil von einer solchen l Art und Geburth sey Doch muß man auch nicht min meynen, als ob die Natur in der Erde sich einer +nn solchen Digestion des Mercurii in Gold bediene, Muann U 5 oder 3¹4 Einleitung zur CHymie. oder einige unvollkommene Metallen oder deren Mi⸗ neras, wenn sie auch in Ewinkeit also liegen, selbige, da sie so liegen, würde in Gold verwandeln; denn die Natur bringet ein jedes Metall in einem Mo⸗ ment herfür, davon folgendes die Ordnung ist. §. 3. Es geschicht hier und dar in denen Ber⸗ gen oder sonst einer Erde in der Tieffe, wenn aus einer Subltanz, die a priori entweder gantz unbe⸗ kannt ist, oder würcklich da lieget oder gezeuget wird, ein Dampff entstehet, oder diese dubltanz in Ge⸗ stalt eines solchen Dampffes, durch den langen Zug derer Steine, Kiesel und Ritzen und Höhlen des Sandes, nach gerade aufgehoben, und hie und da hingetrieben wird, wenn sie auf eine ge⸗ wisse Art einer subtilen glaßachtigen Ystößt, dabß sie entweder in derselben oder mit derselben ge⸗ sammlet wird, und ruhet zum wenigsten, biß ein grösserer Trieb sie wieder da heraus stösset. Um die Sache zu begreiffen, so kan davon ein Exempel seyn der Leim bey denen Quellen, welchen Beccher in seiner Phyf. Subterr. Sect. 2. C. 3. n. 6. durch eine merckliche Observarion fürstellet, dieser nimmt in sich und concentriret die wäßrigten Feuchtigkei⸗ ten auch bey Tage, wenn die O scheinet, aiso neh⸗ men auch die Alcalia die feuchten Dämpffe in sich, und halten selbige ziemlich zähe an sich Wenn also zu diesem Dampffe der andere zustost, der auf eben die Weise in der Absicht noch gleichsam ohngesehr herum schwebet, so entstehet eine feste Zusammenhängung dieser beyder, und wird also qus diesen 3. Dämpffen oder gus* 16 debt Su Runnae silnW Ronmadi sche O vih Dduh s luch l h n MMlen u MWsch hhvd alngude Mal 74⁸ Hchcdeh uholkaryy Sobefind gaog she Mn dup spg ᷣIꝗꝗDDDDDRDDD —.———— mi ä„ — Einleitung zurfCMynne. 315 Incda 4 üt: igalh sie nebst der Matrice rein sind, ein reines Metall. Wenn aber des einen von beyden seine Proporrion grösser ist. so hängen wiederum diese subtileren und flüchtigeren mit ihrer Matrice nicht wohl zusam⸗ men, und werden durch einen jeden Antrieb wie⸗ in den: der ausgetrieben. Wenn aber statt der Erden, Leffe, ap: die wir eine Matricem nennen, fürnemlich ein tro⸗ dder gantzin ckener zusammenziehender Dampff, den wir Alicht gesegun. zu nennen pflegen, auf eine solche Erde zur Matrice Nbstanz in sällt, die anders ist, oder mit andern fremden, un⸗ ich den u artigen, grobern Erden sehr zähe verwickelt ist/ und n nd ĩinin derselden sich feste anhänget, so wird der darzu kwandig; y 1 Win ehen Omaung i Obel, u kommende flüchtige zähe, sogenannte mercuriali. sie auf eut/ sche Dampff zwar mit denselben vereiniget, aber H sößt/x eben dadurch von wegen der zähen Anhängung denselben einer unreineren fremd ⸗artigen Substanz, entste⸗ I0sn, bh l het ein unvollkommenes, verdorbenes Metall. ssse In Jedoch in denen gemeinen 4. unvollkommenen Nen Erempd Metallen wird vielmehr diese andere, als die nur chen Becchet mit andern vermischte sassende oder figirende, oder 3, 6, duh wie sie es nennen, zuwachsende F gefunden, und disunu. hingegen viel wercurialische, die zugleich mit der u Feuchs fetten(unctuosa) adstringirenden Erde zwar ein Hehet, Asont Metall, allein ein flußiges verursacht. Nanpffh V. 6. So aber jemand behaupten wolte, daß sh An in eben dieser mercurialischen Substanz aus denen ũI2 MhN unvollkommenen Metallen wenn deren zuwach⸗ Rnoch gadsn sende fremde unartige d/ die die marrix ist. davon sahene! geschieden werde, die denn unter dem Rahmen d u 0 eines Mercuri corporum bekannt ist, schon als⸗ mnhan denn einige Menge einer würcklich A. der⸗ 316 Einleitung zur Cyymie. darinn sey, daß also diese Mercuri nichts anders seyn, als ein O, so bloß wegen der allzu grossen Menge des mercurialischen Theils flußig wäre, dem werden wir eben nicht entgegen seyn. Sin⸗ temahl solches zu bekräfftigen scheinet dergleichen Mercutiorum ihre 1.) Langsamkeit, Zähe und Di⸗ cke, 2.) ihre Gewichte, so bey solchen schwe er ist als bey dem gememnen Mercurio, 3.) der golde⸗ ne Fleck, den er auf dem D hinter sich läst. §. 7. Daß aber die Principia derer Metallen Dampffs⸗weise herum schweben, das wird auch aus der gemeinen Anmerckung derer Ertz⸗Gru⸗ ben, und der oberen Erdfläche, die nahe an dem Orte ist, wo sie hinziehen, erläutert. Denn, wenn eine Ader nicht tieff lieget, die eine solche Eindämpffung entweder anreih ert, oder durch die⸗ selbe wiederum abgerissen wird und verrauchet; so wird man nicht nur im Sommer, oben auf der Erde an demselben Orte, wenn es felsicht ist, eine Veränderung der Farbe bemercken, sondern es wird auch im Winter derselbe Raum entwe⸗ der keinen Schnee haben, oder wenigstens eher zerschmeltzen und austreiben, und solche Aus⸗ dämpffungen nennen die Bergleute die Witte⸗ rung. Also geschichts offte selbst in denen Höh⸗ len und Gruben, wo eine schon gemachte Ader sich abschneidet, daß solche Eindämpffungen hier und dar vorkommen, die dem, der da arbeitet, bald Husten und Heisserkeit verurfachen, bald endlich gar ersticken, wenn sie entweder in allzu grosser Menge, oder mit einem andern mineralischen Dampffe müte Ruhl on unn ‚scdadu I sopdetbba schn d de Mah Ihshgth h seleh HU NWHHlbe Hicthbid W d Gunduch N Ma gchst Wchn Diupf Bu Hy Einleitung zur Cymie. 37⁷ — münhömn. Dampffe verbunden sind. Daß dergleichen un fürstehe', schliessen die Arbeits⸗Leure gemeiniglich 6 fußg mu daraus, wenn die Flamme ihres Lämpgens schleu⸗ H shn nig heller und grösser wird, denn ist es Zeit zu ent⸗ dlet da rinnen. Jijy§.§. Solche erstickende Ausdämpffungen nen⸗ hen stu. nen sie Schwaden; die gelinderen aber, die doch „HugNauch schädlich sind, das böse Wetter. Daher sch!. kommt die Redens⸗Art: das böse Wetter austrei⸗ den ben, welches sie erhalten, wenn sie die Berge durch⸗ daun stossen oder durcharbemen, damit die Lufft durch unr Gi den Winckel durcheirculixen könne, oder durch be⸗ Wuhenn sondere Machinen, dergleichen man in denen Eng⸗ lun dnlischen Actis nachsehen kan, z. E. Wenn der Weg . der Arbeits⸗Leute perpendiculari oder gerade her⸗ , n ab steiget; eine solche perpendiculair-Höhle nen⸗ bel dut nen sie einen Schacht, und nimmt den Ort alsdenn —0 Hun in esolche Menge vom Dampffe ein. Wenn in⸗ edes die Grude so reich ist/ daß sie die Kosten aus 66 ftlicht träget, so wird an der Seite des Berges, horizon- h n el oder in gerader Inie mehr oder weniger ein Wuun u. Gang durchgebrochen, der biß in den Schacht hin⸗ uhsts! ein gehet, das nennen sie einen Stollen treiben; Rsche W Indem also durch den Gang die Lufft durchbricht, le de V. so giebt sie eine beständige und perpendiculaire in denn Auswehung oder Lüfftung, und treibet also die bö⸗ luch Aufen Dämpffe oben heraus, das nennen sie das böse ign HWetter ausführen oder austreiben. ö ce 9. 9. Aus dem also, was jetzo gemeldet ist, ste⸗ %ba het zu schliessen, daß die Erzeugung derer Metal⸗ len in einem Augenblick geschehe, d. i. daß die 101 umn N M 318 Einleitung zur Gymie. talle nicht durch eine jährige oder langwührige Kochung entstehen, wie einige meynen, als ob die Metallen, die gegenwärtig in ihrer Ertz⸗Grube un⸗ vollkommen sind, wenn selbige etliche Jahre ru⸗ hig lägen, bioß durch die Kochung, ohne Zusatz einer neueren Substanz, oder Abweichung der vo— rigen/ würden in ein edleres Metall verwandele werden, sondern es geschiehet entweder alsobald und im Angenblick, wenn die Principia zusammen stossen; Wenn dieselben, an der Zahl oder Pro- purtion, oder endlich durch Zutritt einer fremden Unartigkeit unrecht zusammen kommen„ so wer⸗ den sie entweder im Stande der Mischung, dar⸗ inn sie alsdenn sind, beständig verbleiben; oder sie werden, wenn etwa früher oder später ohnge⸗ fehr ein anderes gehöriges gutes Pringipium da⸗ zu kommt, würcklich vollkommen gemacht zoder, wenn ein femdes darzu stößt, wieder zerstöhret werden. Von denen letzteren Zufällen finden sich hie und da in denen Gruben einige Exempel, da z. E. zu denen würcklich metallischen Theilen, entweder ein allzu vieler mercurialischer, oder ein corrosivisch⸗salinisch arsenicalischer, oder endlich ein saurer Dampff, einiger, sonderlich unvollkom⸗ mener Mineren, dazu kommt oder sich daran hän⸗ get, der denn die Theile solcher Ertze bald in einen lauffenden Mercurium, bald in Kobold, Arseni- cum, Tutiam, Cadmiam, bald in einen gemeinen verkehret. §. 19. Oeffters aber werden solche verkehrte Contenta derer metallischen Adern, wenn eine 107 ö eb⸗ Rhoh e Iuhfg HWbdg ch Hat WSl AI der Hsn uuan da se chte NL hnl ch Nihseg v. aHucine Reust IR 6H Ms uhtt Fuubgenr MIigedg II I Hhcin Rtn Mie. 0 n Einleitung zur Symie 919 Bunen kerierdische Hitze dazu kommt, und wenn die Ader eOu etwas nahe an der Fläche der Erde ist, gantz in die 1.%%hLuft heraus geworffen und gestossen, daher wenn gn man folche Adern nachhero findet, so zelget sich de⸗ 0 n3 nen Bergleuten eine unvollkommene Matrix.3. E. I eine rostige, rothe, blutsteinhafftige Erde, die den Hal vune Gang entläng streichet, wie die Adern zu gehen lwedet W pflegen, so aber von allen Metallen leer ist, dahero Wuie U: nennen es die Bergleute ein todt Metall. Diese Zhle Ausdämpffung aber ist noch ziemlich empfindlich, ht eng ü. bisweilen ohne Flamme, doch läßt sie sich offen⸗ ohmen bar am Geruche verspühren, sonderlich feühe im Moups Thau Wetter, wenn von ferne die Bewegung belblahe. der Luft da nach dem Gange hinstreichet, wenn De shlg man denn hernach di Ader leer findet, so nennen Pimnon sie es das Auswittern: Bisweilen aber geschicht * I9 solches mit einer gewaltsamen Flamme, daß man h den Geruch des Schwefels auf 1000. und mehr Bacd Schritte riechen kan, daß auch das Gras und WhhEdie nachsten Vegetabilien davon versengen, und in Uun Hl- den Gruben ersticket und verbrennet es alsdenn U0, W ul Die Arbeiter, welches sie einen Ausbrand zu nen⸗ 00 n R nen pflegen. Wudunal⸗§u. Ubrigens hat man auch Steine oder tum⸗ Rsch duun mes taubes Gebürge, darinn kein Ertz ist, auch die . staubichten mülmichten Schlacken selbst, die auf Luah, I. die 3 Zuged derer Adern geschüttet gewesen, und nach Hehlgeetlichen Jahren ohngefehr mit einem metallischen Ertze angefüllet, gefunden sind, wenn nemlich sol⸗ e che Ausdämpffungen eine bequeme Matricem in ndenenselben gefunden. §. 12. 320⁰0 Einleitung zur Wymie. §. 12. Von dieser augenblicklichen Erzeugung der Metallen rühret die Würckung der Tiuctur her, die die Metallen verwandelt und veredelt. Von deren Existenz und Wahrheit wir nach so vielen Exempeln nicht nöthig haben bekümmert zuseyn. Denn viele stossen sich daran, und wer⸗ den durch den Zweiffel aufgehalten in ihrem Glau⸗ ben; Auf was für begreiffliche oder wenigstens warscheinliche Art diese Materie so viel würcken könne, daß sie die unvollkommenen Metalle solte können vollkommen machen? Allein diese Schwü⸗ rigkeit verschwindet leichtlich, wenn man betrach⸗ tet, daß die glaubwürdigsten Aurores einhellig be⸗ jahen, daß erdichte Schlacken, z. E. von L/, und(wer die Arbeit daran wenden will) o⸗ bey ihrer Verwandelung in wärender Arbeit davon weichen. Allein es finden auch viele allhier eine gleiche Schwürigkeit der politiven eigentlichen Würck⸗ samkeit, wie es nemlich zugehe, daß diese Materie die Schlacken so geschwinde heraus ziehen, die Unreinigkeiten abscheiden, und dadurch, wie sie meynen,, daß in einem solchen Metall noch nicht genug gekochte verborgen liegende O sobald aus⸗ kochen könne? Wir halten, daß die wahrscheinlich⸗ ste Meynung sey, daß diese Tinctur weder einen Contactum oder Berührung, noch ein Absehen fürnemlich auf die Unreinigkeiten habe, sondern dieselben bloß privati ve, secundario und mittelbar angreiffe, indem es den guten metallischen Theil eines solchen unvollkommenen Metalls/ der 0 no A — M Wh Iudt W Rchms RunW ssdpehe, II HU D Tahnndh Hrelgan Wrsn Oheh ihtannt Inm d H en l Winse t Zc Inh un Uhaf ehrr Mhlh Prnahi, an fltehn a m——— — Einleitung zur Chymie. 3²¹ n 0 da u und unvollkommen ist, erfüllet und vollkommen lnn macht, und in Gold erhöhet. Dern gleichwie in in ein natürliches vollkommees Gold solche und Heloe. dergleichen Unreinigkeiten und Anarten nicht be⸗ aben Em. ständig eingehen, auch nicht feste und zäͤhe damit anänk können dermischet werden, also auch hier, da der ö Unvollkommene metallische Theil durch diese Vol⸗ ode de lendung vermöge der Tinctur in Gold perficiret so Wan wird; So werden zugleich dadurch die Unreinig⸗ wen Ma keiten, die noch an dem unvollkommenen Metalle Ilan des S hiengen von dem vollkommenen abgeschieden, eun min n oder sie fallen vielmehr von selbst ab, schwimmen Wosinl oben auf, und können fernerweit mit demselbigen AeEmt nicht gemischt werden. Dannl)e§. 13. So bald also in denen Ertzen des unvoll⸗ deln kommenen Metalls die Ader in eine Vollendung . zu einem vollkommenen Mertall ist übergetreten; e. so kan solches nicht der langenDigestion zugeschrie⸗ Hchn Wül ben werden, als ob dadurch die fremden Unremig⸗ FöheW! keiten geschieden würden, sondern es hat vielmehr u sthn)) eines Zuwachses vonnöthen, oder eines Zutritts Iduich, WE eines rechtmäßigen metallischen Theils, welches Mnlvochnt von ohngefehr und zu aller Zeit sich zutragen kan. NITTA Und daher scheinet es entstanden zu seyn, daß fast Wlchich! alle Adern aller Metalle wenigstens etwas Ooder ut vag D zugleich mit in sich halten, in sofern nemlich der 10 UM hier und dar herum schwebende Dampff dieses Wrincipii, welches dem unvollkommenen Metalle 10 am meisten fehlet, sich anhänget, und also zer⸗ Raabchn streuet ein oder ander Theilgen vollkommen ge⸗ %* macht. Jadeß ist es wahr, daß eine Unremig⸗ Mli)* ker , EE 1 ——————————.— Einleitung zur Cyymie. andern diese Vollkommenheit mehr verhindert, oder wenn sie schon geschehen, verbir⸗ get, dergleichen siehet man an denen O⸗ Ertzen, die 3²² keit für der mit hafftigen Gebürge untermischt sind, sie nennens Eisenschüßige Gold⸗Ertze, da diese harte, trockne, zusammen ziehende, mulmichte, unflüß⸗ sige I, die subtuesten einfachen Theilgen des vollkommenen Metalls auseinander hält, und, die davon etwa zusammen gehäuffet sind, wieder von einander ziehet und abreibet, daß es, sonder⸗ lich im Flusse, nicht so viel vollkommen Metall giebet, als man z. E. durch Extraction mit starcken Wassern findet, das drinnen ist. Es kan auch vielleicht nicht ausser W̃eges zu seyn scheinen, daß man wisse, wie es doch zugehe, daß etliche Mine⸗ ren die mit ,„ Arsegico und dergleichen räube⸗ rischen Arten vermischt seyn, weniger gut Me⸗ tall geben, wenn man diese flüchtige Dinge, mit offenen A und Lufft durch die Celcination oder Röstung von der Minera wegtreibet, als wenn sie durch Cotroliva, Alcelina, V, Glaß ꝛc. entweder gäntz lich oder doch meꝛcklich daran gehindert und verzögert werden. Denn es ist offenbahr, daß man sindet, daß solche Species ein cörperlich und vollkommen O nicht angreiffen, noch weniger, daß sie einen Theil desselben mit sich solten aufnehmen und verführen können. Von welchen Zweiffel zu mercken stehet, daß es wahrscheinlich zu seyn scheinet, daß solche räuberische Mineralien nichk sowohl einen gantzen unzertheilbahren oder goldi⸗ schen Atomum(Stäubgen) mit wegnehmen, als nur d aenbh Hidign S Miaa Dihd peyes dau ot Desh hucelt hutee 5 l D A W Ui RRSn sibtlad mh Mh un ancheg Sachast Os —p sstttt m — Einleitung zur ymie. 3²³ meahtt j shennm nur ein Theilchen, so dasselbe mit ausmachet, er HOEh mag nun mercurialischer oder schwefelichier, oder nscht sh! krockener erdichter Art seyn. „ da dehehe§. 14. Die Kunst aber erkennet zur Erzeugung imcht, u derer vollkommenen Metallen vornehmuch 2. We⸗ u Muin. ge. Der eine ist dem Weg der Natur ähnlich, bet Hhn: der andere ist sehr davon unterschieden. Der er⸗ fut sod dl stere wud durch eine gleichsam augenblickliche Ber⸗ daß 4,h bindung vollzogen, der andere durch eine Kochung sonmn.oder vergieichende Gährung(Fermentationè alli- W milatoria.) 1H1 ν„ 1* Die Art der augenblicklichen Verbindung ist 1..— zweyerley, so wohl wegen de Substantien, die man h scheheyl Ah. darzu nehmen muß, als auch wegen der Mittel; Rn Die eine wird durch eine Præcipitation, die andere cheche„ durch eine Cementation verrichtet, beyde in Ge⸗ 7 n. stalt eines Dampffs oder sehr subtilen Rauchs. Vllge Cinatioa d H. 15. Unter denen ersteren Experimenten ver⸗ endienen diejenigen gemercket zu werden, die mehren⸗ 0 theils den Titel führen: Præcipitirung oder Nie⸗ Wr derschlagung des Yin O und bestehen gemeiniglich aaem“ dberhaupt darinn: Man löset ein Cm vr auf, in sibh, die Solution tröpffelt man eine andere Solnnion, je öclh subtiler und flüchtiger selbige ist, je besser ist sie doch —11.— sie muß würcklich metallisch seyn, oder aus einem Suen aufn x Metall, und nicht von wegen ihrer eigenen Altera⸗ wahen rion ihre Farbe empfangen haben; Also weil diese halc P letztere Solution gemeiniglich ein vn oder ein der⸗ W gleichen starckes v, dazu, O, am besten Spiritus hnn Hlz O, fürnemlich mit dem Butyro z nii, gekommen ist, nh, zu einem Menstruo hat,„ wird zwar das Din sei⸗ 2 ner —— ————————————— 324 Einleitung zur Cyymie. ner Solution, wie es gemeiniglich zu geschehen pflegt, als eine Luna cornua(hornigt V) nieder⸗ geschlagen werden, allein unter seine allerkleinesten Theilgen werden unter jedes zugleich die Theilgen des metallischen Schwefels mit untergewebet oder untermischt,(als welche in der andern Solution voraus gesetzt werden,) daher wächset selbiges nach seinen kleinesten Theilgen daran, wenn man auf einem Wege was hoffen darff, so kan man auf diesen was hoffen, wenn nur auch die auflösenden Liquores subtil und gleichartig oder homogen sind, und die Solution selöst nicht obenhin gemacht ist, sondern durch Digerirungen und wiederhohlte EX. tractiones, dadurch der fremde Theil des Solven⸗ tis, sonderlich aber das Fixum zugleich mit aufge⸗ schlossen, und das aufgelösete sehr subtil von ein⸗ ander gerissen wird, subtil genug ist. 6. 16. Diesen fixen tingirenden oder zuwach⸗ senden metallischen& haben viele auf vielerley Weise, die meisten in und oꝰ gesuchet. Daher kommt das alchymistische Sprichwort: Qui non laborat in Venere& Marte,& stultus in arte, wer nicht im L und arbeitet, ist ein Narr in der Kunst. §. 17. Allein bey der Art der Extraction sind nicht wenig Schwürigkeiten, welches Beccher in seiner Minera arenaria sub Minera Beccheriana Artic. I. weitläufftiger ausführet. Denn weil viel fremde Erde in diesen beyden Metallen ist/ deswegen selbige auch so bald in Schlacken ver⸗ kehrt werden, und eben diese Erde so zähe, so wohl an NI W Gntutt Rhhn gminit Decin Dusi Aii G. eguanf R M Ha Den E Rch önil W hah Di AR Nealan hnghe C De Hgd dembaghe tt ni. Einleitung zur Cyymie. 325 — 327 Hgian den Prischen als Klischen Theil des Metalls sich rt N anhänget, auch über dem sich in corrohvischen Li. medlakez quoribus auflösen läßt; Geschichts gemeiniglich, Icdeidaß die Menstrua, die den Klichten Theil sonst be⸗ stgeuch. nagen, auch diese anhängende fremde unartige Er⸗ ndenn d de zugleich mit auflöͤsen, und also eine solche Sub· set sbigen stanz extrahiren, die bald dem Golde zuwächset, wenn mu allein es auch brüchig macht; Bald aber es zwar kan maxe nicht spröde macht, allein der will es in der Amal- die auft gamation nicht annehmen, und wird bey gelinder bomogeh Digestion in Gestalt eines rothen Pulvees oben in gemach! auf und heraus geworffen, davon Beccher l. c. Nederohhl Artic. II. kan nachgesehen werden. Um diese Un⸗ el des dale bequemlichkeit zu verhüten, so findet sich ein dop⸗ Hecmth pelter Weg: Erstlich, daß der Schwefel heraus bnl wnd gezogen werde durch ein solch Subjectum, das den erdichten Theil gar nicht in sich nimmt, nemlich ooer Albn durchs dnium. Denn da vorhero Gefahr wäre, af dch daß bey der Extraction des o/ oder&„dieser subtile 194. Du erdichte Theil mit aufgelöset würde, so wird das e auf gegenwärtige Art vermieden, indem in den ach Regulum nichts als der meiste Theil des Sfels duus hinein gehet. Daher verdient der Proceß überle⸗ n Mi get zu werden, den Beccher mit wenigen anführet An in der Concordanz p. 418. n. 29. da der Regulus X is reus mit einem Menstruo soll extrahirt wer⸗ 6 becchel den, so aus Vr und destillirten Eßig bestehet, wel⸗ Halhen che beyde zuzammen über gemein geröstet sollen W abgezogen seyn Die grüne Extraktion wird, nach⸗ ö M dem das Menstruum davon gezogen ist, aus gesüs⸗ Sc set mit einem B⸗Kalck cementirt, durch Abltra⸗ orihl X 3 ctio⸗ IEe* 22 Einleitung zur Chymie. ctiones mit Vr figirt, ausgesüsset, mit Gold zu⸗ sammen geschmoltzen, so bekömmt das Gold einen Zuwachs. Es scheinet aber, daß die Sache um desto besser werde von statten gehen, wenn man den Proceß einrichtet nach dem Experimente, so P. 673. n. 33. ist hingesetzt, in welchem doch der Sinn also muß corrigirt werden: Hernach gieß das grü⸗ ne V ab, destillir es mit gleichviei&to, coagulire es zu einen grünen Stein,? und solvire ihn im Kel⸗ ler ꝛc. Es scheinet uns auch wahrscheinlich zu seyn, daß eben dieses bißhero angeführte Experiment von dem Regulo, wo nicht eben dasselbe, doch dem so berümten Particular gleich sey, welches sie nennen des kleinen Bauers Particular vom grünen Unterzuge. §. 18. Die andere Art aber hat zum Grunde ein Menstrum, das nicht sehr corroswisch ist, der⸗ gleichen das ist, das wir gleich vorher angeführet, wie auch dasjenige, welches Beccher hin und wie⸗ der, doch am ausdrücklichsten in der Concordanz P. 566.n. 28. anführet, so aus destüllirten Eßig O und& gemacht wird im nassen Wege: Oder im trockenen Wege, wenn man den* mit Eeirten Croce Mertis& ę sublimirt, welchen Boyte ge⸗ braucht, wie Viganus in seiner Medull. Chym. Pp. 5. bezeuget, so auch im Roseto Chymic im 24. Eyperim. zu Ende unter dem Nahmen Seereti ignis Helmontii ꝓtis recommendirt wird. §. 9 Weil nun die Einführung dieser soge⸗ nannten& ischen Sobstanz in einen metallischen Cörper, deme dieses Principium sehlet, soll eine mi⸗ El pol chn. 46t psel Iüdtaeth damS In Hichteud wagun orhe brgemht dipSobtR st/ o %It chasogul: Ooh shn Giie dtanz hshieen, Dt Huguto cebill 0, suder e, U Sibthz sus wite mii. Einleitung zur Mymie. 327 1ND— el„MI Vad— ö Attubiz mischende Eiführungi seyn, die Mischung aber üN Echl durch die aller kleineste Theile pfleget zu geschehen, hen, vnn so wird auf zweyerley Weise diesem Zwecke geuug Eupeing. gethan. unii Erstlich wird diese ausgezogene Substanz, auf ch geh u geflossen Silber, so eben sehr zart fliesset, nach ge⸗ E rade aufgetragen, indem denn also solches über sleiehn.dem Silber, welches in allen seinen kleinesten Thei⸗ chenh len vom& getrieben wird, fliesset, so hänget sich Iue E n leicht etwas an alle desselben Theilgen an, und wsh 50 wächset damit zähe zusammen, sonderlich, wenn vorhero unter das Netwas würckliches Omit un⸗ ö‚ tergemischt ist. Indeß ist auch das wahr, daß, weil alehnn: diese Subltanz noch flüchtig ist, indem sie sehr zart ist, so wird ein guter Theil desselben durch die heff⸗ atun Gah tige Treibung des& verzehret und fortgejaget, daß EIRN es also nur ein weniges ist, das ihm zuwächset. dohhronn Doch kan dem fürgebeuget werden 10 durch ge⸗ ahels: schickte Gläser, die durch ihre zähe Leimigkeit sub⸗ MVChun tile Substan für der Würcksamkeit des werck⸗ Gümwehgllich schützen, nur muß man das in acht nehmen, M O daß man mit denenselben den Fluß viele Stunden V* Hg lang unterhalten müsse, 2) der fixere Regulus niĩ Rae beye deluiret nicht nur diese Substanz sehr zart, führet Meadl Qs sie in das Silber ein, und reibet sie auch daran HCH an, sondern auch, indem derselbe langsam verrau⸗ Wnm K chet, so hinterlässet er den grösten Theil dieser Substanz in der Massa des Silbers zurück, welches Ide sonst würde oben fliessen. N Malet Fürs andere wird auch die Mischung durch schl, 10 Menstrua verrichtet. Z. 22 n solches Extractum, Id. so ‚FFFTTTFTFTFTTTtTTTtTccTcTTTTTT.TFTFTFTFTRTRCRTCRCR II.... 1 ** 328 Einleitung zur Chymie. so noch in seinem Menstruo sehr zart aufgelöset ist⸗ kan in eine Solution des Silbers eingetröpffet wer⸗ den, so wird das aufgelösele Silber nach seinen klei⸗ nesten Theilgen von wegen der elinischen Art des andern Menstrui niedergeschlagen werden, und wird zugleich einen Theil derer ausgezogenen Theilgen mit sich verbinden. Oder es wird auch diese Extractian über einen Silber⸗Kalck abgezo⸗ gen, so gehet das Menstruum rein herüber, und alle aufgelösete Theilgen werden mit allen denen oder wenigstens nächst anliegenden Theilgen des Silbers vermenget. Wenn man aber das Men- struum nicht eben achtet, so kan man mit der Ex. traction nur einen Silber⸗Kalck einträncken, aus⸗ trocknen, und solches nach Belieben wiederholen, und denn den zusammen gesetzten Kalck mit Bor- rax mischen, und in fliessendes Silber eintragen. Man kän auch eine solche Extraction mit einer Solution von 5 zusammen giessen, so wird mit dem Bleyweiß oder hno cornuo ein gutes Theil dieser schwefelichten Substan? zusammen wach sen, und sich niedersetzen, oder man kann eben diese Extraction, sonderlich wenn sie mit vn geschehen ist, über X+ um abziehen, und diesen als einen zu⸗ sammengesetzten Præcipitet, denn auf eben die Wei⸗ se in fliessendes Silber eintragen. Unter allen Ope- rationen von dieser Art verdienen diejenigen re⸗ commendiret zu werden, die da können eingerich⸗ tet werden nach der Art derer Experimente, die in dem Roseto chymico unter denen Titeln: Process qus Glaubero, so wahr befunden n.. und die perfe- aug 00 Chul vumtls I M Mmg Iphi W Dulcha dichth d Balhung! Rartend hash Eoce hEpen MWHR Wasten Wn e le in dung Wtbrensc Sowstli Dum t) 10j MIl dwon ge tcht ch Gabggg Ihehghtt . —— Einleitung zur Cymie. 329 — per fecten Metallen plus quam perfect zu machen Nnhsnn n. 18 vorgeleget werden. usan§. 20. Der andere Weg dieser Extraction ge⸗ wad schicht duich den Mercurium, welches Beccher in — seiner Minera arenaris an deutet, da er sagt: Es 7 l hätten einige Subjecta genommen, die einen Odi⸗ hun schen& in Menge in sich gehabt, solche hätten sie ö Hn vermittelst zweyer an derer mercurialischer Dinge l zur Amalgamation bequem gemacht, mit einer 13—5 Menge à gemischt, Cooer also sey der gröbere +07 unartige Theil dieser Cörper geschieden, ein gut AAI Theil aber in den Mercurium eingeführet, die er⸗ Hauntl dichten Unreinigkeiten aber, die sie in der ersten anonctnn Bereitung weggeworffen, hätten alle Unkosten der Heh Wlcba! gantzen Arbeit bezahlet. Eine practische Auslegung Halet dieses Processes läßt sich finden in Dichby chymi- Fer etez schen Experimenten, so unter den Titul: Eine Hion mi.el Arbeit mit dem Regulo otiali nii, und zwar nach oWid at d dem ersteren Theile; Nach dem andern Theil aber, 1 Heldie kan man Becchers Rosetum Chymicum nachse⸗ wachsen/ V hen unter dem Processe den er hat, aus dem zusam⸗ u eben N mengesetzten Regulo Fnii ein goldreiches Yzu schei⸗ un gichl! den, vermöge der Destillation in ein Butyrum. Es en a wird nemlich nach der ersteren Art der wartialische usebndd Schwefel in den Regulum incorporirt, der wird Iuter dlae denn mit Yvermischt und amalgamirt mit Mercu- Diehege rio, wie oben bey der Animarion des Mercuri hben ehth davon gedacht worden, denn auf diese Weise be⸗ KHiwenth.N freyet nicht nur der Mercurius das sehr subtile Dilheh Gold oder göldilchen Schwefel von denen fremden . 50 Unreinigkeiten, sondern verbindet es auch mit sich, 66 X 5 und ö 330 Einleitung zur Cyymie. und führet es mit sich unter einer mercurialischen Gestalt. Bey weichen Wercke denn eine lange Digestion sehr viel vermag. Die Schlacken aber, die von der Bereitung des Reguli kommen, wer⸗ den von dem Saltze, wenn welche dazu genommen sind, ausgesüßt und reverberirt, mit Dlamellen stratificirt, in einem verschlossenen Gefässe ewen⸗ tiret, endlich zusammen geschmoltzen, oder es kan auch in fliessend Y mit einem fixen Vitro Antimo- nii nach gerade eintragen, und beydes sehr viel 10 bis 12. Stunden im Flusse erhalten werden; So bekommt man aus diesen marrialischen Schlacken so viel Gold in Silber, daß es alle Unkosten über⸗ flüßig bezahlet. Ven denen Metallen ins besondere. 6. 1. Die Metalle, so wohl die 2 vollkomme⸗ nen, als die 4 unvollkommenen, werden zu man⸗ cherley so wohl chymischen als phiy sicalischen Nu⸗ tzen und Bereitungen angewendet, entweder wie man sie in der Erde schon gezeuget findet, oder, wie man sie von denen Hütten⸗Leuten bekommt, die sie durch mancherley Bereitungen heraus gezogen, ge⸗ schmoltz en und gereinigt haben. Also bestehet die erstere Classe dieser Operatio⸗ num darinn, wie die Metalle von denen erdichten und allerhand ihrer Natur fremden und unreinen Substantien geschieden und gereinigt werden. Und hieher gehöret die gantze Merallurgie, das Rösten, Schlemmen, Schmeltzen, Abtreiben, scheiden durch vy durch§ nium, Figirungen Destillirungen des rii ustte firdodien Sublxg N ein V 0 xrdave subtiSf Hichtuchl Hstu nif 1.HH Ihufflhend WTt I A ghahe, Rheh Rlopt — — h Iefthn Shnoten bend; 0S = —— DS — — — IX Ste W — —..— == — Einleitung zur Cymne. 331 ++ E — vrü und nii, welche alle in Ordnung zu bringen alt und mit wenigen zusammen zu fassen, wir uns auf Sladeh solgende Weife bemühen wollen. M fonny Man findet, daß die Metallen in ihren Ertzen De guhn entweder mit blossen fremden räuberischen Mine⸗ „i ralien verunremiget sind oder sie sind bloß mit Ge⸗ Gesassen bürge und Qvartz eingesprenget,; oder sie werden Heh Hun ausser denen Ertzen unter einander gemscht ge⸗ Wironm. funden: Die minershischen unarrigen räuberischen debdes sht i Sobstantien sind fürnemlich Arsenicume, und Henwehn: ein seutes S. Das Gebürge oder Gesteine ist lichenSchet entweder weich und solche Erde, die sehr leicht und e Hheosen iy subtil zu Glaß werden; Oder es ist hart feste, so sich nicht wohl zerstessen und sckmeltzen lässet. Die ersteren müssen geschieden oder corrigirt verbes⸗ bsonder sert, bey den letztern aber bloß, das reinere von dem 6rbolkon überflüßigen ausgelesen, und in gewisser Maaß er⸗ erben nn weichet werden. Wenn also die metallische Mi- scalschen. nera mit ihren Gesteine ist genommen oder her⸗ eulbeder uyaus gegraben, so werden sie in denen Puchwercken Idet.Oet,.gantz klein zerstossen und gemahlen, das gemahle⸗ Lemmi, del. ne wird mit genugsamer Menge von der übrigen 6 giogen. P gesaygert, und das schwere mehr metallischSe⸗ diment oder der Schlich wird getrocknet und denn yst Ohemt geschmoltzen. Eben solches geschicht auch bey dem denepetdth Leime und Odischen Sande, daher macht mon Wunn Sold Sand. Gold⸗Schlich. Wenn aber das ra Etrtz in das Gesteine eingesprenget ist, so muß der⸗ 11 selbe, damit er könne geyucht werden, und daß die ueh kleineren metallischen eingesprengte Theile von sei⸗ ae naem harten Cörper nicht allzusehr zerrieben werden, clil 1 ö durch ———;——.....7—.. 33² Einleitung zur CHymie. durch eine Röstung und Ablöschung erst erweicht werden, darauf erfolget denn ein doppelter Elkect, 1.) daß das Gesteine inwendig zerbrochen und mür⸗ be wird, 2. werden die metallischen Theile, die in demselben zerstreuet liegen, durch das hefftige A zusammen geschmoltzen in gröbliche Körner, wel⸗ che denn bey der Zerpuchung nicht können so zer⸗ rieben und klein gemacht werden. Man verhütet aber deßwegen so sorgfältig, daß diese kleineren metallischen Theile nicht so gar klein zerpucht werden, damit dieselben nicht, wenn sie so gar zart sind, in der Abschlemmung zugleich mit der Erde aufsteigen, und also verlohren gehen. Wenn denn also die metallische Materie geschlemmet ist, oder wenn die Substan sehr häuffig ist, wird sie mit der Substanz entweder ohne oder mit Zuschlägen geschmoltzen. §. 2. Damit man aber wisse, von was für Att das Metall sey, und was für Unreinigkeiten dabey sind, so wird deßwegen erst davon eine kleine Pro⸗ be durch die Probirer gemacht. Gleichwie aber diese in kleinen, und die Schmeltzung in grossen, eben das Subjsctum und Objectum vor sich haben, auch mit eben den Werckzeugen verrichtet werden, sintemahl die Schmeltz Probe mit der kleinen Probe muß überein kommen; Also werden wir in der Chymie zufrieden seyn, die Sache in kleinen, jedoch nach ihren vornehmsten und gründlichen Umständen, die mit dem grossen Wercke gemein sind/ furzutragen, und recommendiren einem jeden zu eigener weiterer Beschauung und Unter suchung derer in smmamchh Rt hH N Hatiaz he, Ph iie Hch Mehnchugt WRER ttettt Hm⸗ I* Einleitung zur Chymie. 355 —v deren insgemein gebräuchlichen und sonst künfftig bochum. nütllichen Machinen zu grossen Arbeiten. Hen Talh Ehe wir aber die Operation selbst, nemlich die duhih! Abscheidung des reinen Metalls von dem Gestei⸗ che Him. ne, darinn es lieget, fürtragen, so müssen wir erst ht Enm.. noch etwas weniges von der andern Unart, die sich Hun. an die Metallen hänget, nemlich von denen flüchti⸗ gen und corrosivischen Mineralien melden. Sel⸗ n en Kerde Keds „Dans T. Cadmia, Tutis, Hompholh tale bi gech bißweilen eine saureSubstan⸗, die die Metalle selbst mn 3. in einem(h zernager ale ener ee n 7. sammenwachsung eines Arsenici und Schwefels . I mit einer metallischen Minera, entstehen die Me⸗ Fossd tall artigen Marcaliten, die aus vieler flüchtigen tzuch Substanz und dem übrigen fixern, so aber nicht 0 schmeltzet, sondern zu einer mulmichten Asche sich Hahst resolviret, bestehen. Alle diese Dinge mussen fur mkale 5 der Schmeltzung von dem Metalle geschieden wer⸗ Heehe Iy den, das geschicht nun bey bloß flüchtigen Dingen, Hachdie durch die Röstung oder Reverberirung, da die Mi. o n gesjs nera entweder klein gepucht, oder grob, durch das maschs Glühen von dem flüchtigen Theile, der im Feuer ichto weg fliehet, befreyet wird: Wenn aber selbige sehr un dem häuffig sind, so werden sie durch geschickte Kam⸗ owedgt mern grösten Theils gefangen, daher haben sie +. die Gifft ⸗Fänge und das Ausschwefeln. Aber gbhen die sauer saltzigten Theile werden bißweilen durch Hckege Kochen und Einweichen in Laugen, bißweilen durch ehem Zumischung P, bißweilen endlich, wenn eine lumt Menge solcher unedlen Cörper, die diese 4 0 V —p 334 Einleitung zur Cyymie. sich ziehen, im Flusse zugeworffen werden, zer⸗ stöhret. J. 3. Und zwar aus folgenden Ursachen. Der gemeine Schwefel, wenn er mit den Metal⸗ len, welche sie auch seyn,(das O ausgenommen) gemischt ist, wird durch starckes Schmeltz Feuer nicht nur von demselben nicht weggetrieben, ob er wohl für sich sehr flüchtig ist, sondern noch weit fester in dieselben hinein getrieben, läßt sich auch nicht davon scheiden, als wenn man es erliche Tage starck schmeltzen läßt. Doch läßt er alsdenn biß⸗ weilen, wenn es also tractiret wird, die Metallen gantz spröde und ungeschmeidig zurück, oder er zerreißt in so langer Zeit einen Theil derselben son⸗ derlich von den unvollkommenen Metallen, und nimmt es mit sich in die A, daher denn die zur ück gebliebene Massa guten Theils zu Glase wird; We⸗ nigstens wird viel Zeit und Kohlen vergeblich ver⸗ spielet. Das Arsenicum, ob es gleich im Flusse weit geschwinder von denen Metallen verrauchet, als der&, macht das 2 spröde und ungeschmeidig, das D macht es zum Theil flüchtig, wie man denn jenes bey der Albation des, dieses bey der D cor- nus siehet. Wenn man aber das Acidum soll von denen Metallen treiben durch Feuer, so hat man nicht nur eine lange Zeit nöthig, wie man am O siehet, oder an denen geschwefelten Crocis ½ und& son⸗ dern es hänget auch ein wenig davon sehr feste an das Metall sich an, und läßt es nicht in Fluß kom⸗ men, sondern machet, daß es in Gestalt einer uh mich⸗ l . 5 6000 Gadende MIa Juhundt Flbengyah föggeslee Eypihd9 Bodeh lo Duu das OM nuth/ Jul der Mbattr dung des N schieben e Ol Haghn EU WMäuig Rust m grohen Osnihn Hhch gehe IN Vbocg sd Deftungen! Dapff S Ru psame Hass vm delcegamt n U h sc shg, IEEEEEEEENENEEEEE —..—— ——————— m Einleitung zur Cynne. 335 sen pidn,, Pehet. Schläcke über die übeigen Metallen ö gesset. laendy z H. 4. Gleichwie aber alle diese Dinge beym er mthnm Goide nichts vermögen, also reissen doch auch die Nauuum. Marcaliten eben dasselbe mit fort, wenn es wegen Stu;. Irrthum des Orts, bey kleinen Staubgen in dem⸗ cottrag. selden gezeuget wird, oder sie machen auch eine un⸗ oudem uo fluzige harte Schlacke, wodurch hin und wieder die u, sihtst! Spührgen O verwickelt werden, und also nicht zu antheich. Boden fallen können. er Am Das S nimmt auch alle Metallen in sich, ausser id, Ma das O, und macht sie brüchig, wie auch der Wiß⸗ urläk. muth, Zinck; Weil aber solche sehr offt mit eben Hel deslb. der Arbeit im Flusse, oder durch eine fliessende Schei⸗ uMonlen; dung des Metalls, von dem Gesteine leichtlich ge⸗ rdemn dem. chieden werden, so kan deren Abhandlung an ihrem Hoswid Orte bequem verspahret werden. Es ist aber weni⸗ bagehln ger Schwürigkeit, die flüchtigen Dinge durch die llach ingu. Röstung zu scheiden, sintemahl man nur die Mine⸗ len beuauct Lar in groben Stücken bey grosser Menge in die Ilchmeh Oefen thut, und Flammen⸗Feuer unterlegt, daß es memmn glühet, so gehet die flüchtige arlenicasischeSubstanz 00 das in einem Rauche ausfwärts die Plichte gleichfalls, wiewohl selbige auch bisweilen durch Ritzen oder UUtun Deffnungen niederwärts, herab fliesset, das nennen öhmunt sie Tropff⸗Schwefel, und wächset in langen Stan⸗ %gen zusammen Wenn aber häuffiges Fnium drin⸗ V 101 nen ist, so wird selbiges durch die Destillarion per H descensum von der Minera geschieden. Ists aber wos she ln nur was weniges, so wirds im Flusse selbst, mit be⸗ 1 1 sondern Zuschlägen, die es ablorbiren, davon ge⸗ HMabt schieden. Von 29 2—2—————————— 2..*1.— 336 Einleitung zur Cyymie. Von der Scheidung im Schmeltzen. §. 4. Wenn also die fremden Unarten geschie⸗ den sind, so muß das Metall von seiner eigenen mineralischen Erde, durch die Schmeltzung, wie vorher gemeldet ist, ab geschieden werden. Bey dieser Sache aber kommen zwey Schwürigkeiten für, oder zum wenigsten eine von den beyden. Die erste ist, daß diese mineralische Erde, ob sie gleich bey Gold nnd Silber sehr flüßig ist, doch an Flüs⸗ sigkeit den Metallen nicht gleich komme, vielmehr selbige verdicke, wo es nicht mit dem hefftigen& oder sehr zart fliesset. Ist aber diese Substan un⸗ flüßig, so ist sie geschickt, daß daher die Körnigen des Metalls durch selbige nicht herab fallen, und also nicht können in eine Maslam zusammen gehen. Zweytens die Menge des guten Metalls ist zuwei⸗ len so geringe in der grossen Menge einer solchen anhängenden Erde, oder lieget so verborgen in denen anderen Metallen eingewickelt, daß eine von denen beyden Verdrießlichkeiten entstehet, nemlich der kleine gute Theil in der grossen Menge Schla⸗ cken kan entweder nicht wohl in eine Mallam zu⸗ sammen gehen, oder wenn sie bey so starckem Feuer zusammen gehet, als zu Flüßigmachung einer sol⸗ chen Menge Schlacken erfodert wird, so wird sie allzu hefftig getrieben, und kochet gleichsam auf, daß sie von neuem fast Tropffen weise an dem Brey derer Schlacken sich einwickelt. H. 2. Diese zwey Hindernisse werden auf zweyerley Weise aus dem Wege geräumet; Erst, lich, daß man solche Dinge zuschlägt/ die so wohl V itrifi- — IM 11 en Slhl Oaa Wands smmgge Oung Woda Wee Ouf. mahuche Gedottogh Milid Hetlebeg hcrgl Inm fsr, 111⁰⁴ gqpduuch Rfmer ver cthodichet NN egn im Heundif le sochrK Eudast 98 Dermehen Deecherch mnan saato und), 0 Dal Heugg QU Hm .— anihn vitrificiren helffen, als auch den zarten Fluß des lu Glases befördern; dergleichen man häuffig hat oon seue ty Id San Ir e. Asnsche 80 bald Sand, bald flütige Leune, bald alcalinische W Saltze, oder in Mangel derselben ein Theil ꝙund vadn Of oder auch dieses letztere allein. Zu kleinen mimmt ö Shuhh man Bley Glaß, ein wenig Borrax, oder ein zu⸗ den Ia sammen gesetzt flützig S, deren Grund insgemein We, Ahstie O undist. Zweytens wird es corrigirt, ent⸗ rit, dgu weder, wie es ordinair gebräuchlich ist, oder noch komme, nie auf eine andere nützlichere Art, wenn es ein⸗ den heftz mahl Ausbeute giebt, doch kommen beyde in einem diese dobturn: Gedritten zusammen, welches dieses ist: Eine gros⸗ aher dehin. se Massa des Metalls, kan nicht mit eben dem A so herab lng. getrieben werden, als eine kleinere, und wenn sie Iusammen stäcker getrieben wird, so halten alle diese Theil⸗ Manlh. gen fester zusammen als eine kleinere, wird also vpe er Uv:aus einer Masluls, die ordinair durch alle Krümi⸗ O bbot! gen durchsällt/ und wenn dieselben zusammen ge⸗ Wdaßem]. sammlet werden, und hier und dar zusammen stos⸗ slehet nenn sen, endlich durch die Kunst eine grössere; indem nun Mage St. diese die gantze Oberfläche des Gefässes, darinn es t dan im Grunde fliesset, überdecker so werden leichtlich sucken alle solche Krumigen, da sie Stück weise herab fal⸗ Einleitung zur Wymie. 337 amng en len, in derselben untergetauchet. vtd, Ptt 9. 8. Das Metall, das man insgemein zur gechine Vermehrung dieser MalsæR gebraucht, ist das h. Des AM Beccher aber halt sehr wahr scheinlich dafür, wenn Wl. man statt dessen, verstehet bey Schmeltzung des O t hadh und Y, das D gebrauchte, so würde die Sache Am viel bequemer von statten gehen„ indem das 9 * Vin nicht nur vom& und vom Flusse nicht verändert h. 20 wird, 338 Einleitung zur CHymie. wird, sondern auch vermogen einer besondern, und durch blosse Experimente offenbahren Krafft, die nur dem Vermögen nach annoch, und gleichsam auf das zarteste in derselben Minera liegende und noch nicht aneinander hängende Stäubgen der me⸗ tallischen Principiorum zusammen zwinget, ei⸗ ret, und würcklich in ein vollkommen Metal ver⸗ setzt. Auf welchen Grund er auch seine Mineram arenariam qufgebauet hat, da er verspricht, wenn man dazu nimmt, werden etliche tausend, mit 5 aber nur so viel 100 Theile eingezogen und er⸗ halten. Gleichwie aber jederman siehet, daß diese letztere Ari bloß vützlicher sey bey Schmel⸗ tzung des O aus seiner Minera von wegen der Un⸗ kosten; Also läpt man im übrigen des 5 zur An⸗ ziehung des Y,/ welches mit einem Actu einen dop⸗ pelten Nutzen leistet, ziehet es das reine Metall an sich, 2.) beförderts die Glaßwürckung der da⸗ mit verbundenen Erde. Beym äber braucht es das nicht, denn es hat schon für sich einen so harten Fluß, und erfodert also ein solches A,als nur nöthig ist, daß die Glaßachti⸗ gen Schlacken nicht nur zugleich, sondern auch zart genug fliessen können, zu ihrer letzten Prexcipitation, (es wäre denn, daß das Gesteine sehr hart wäre,) und ist bisweilen die blosse Schmeltzung für sich schon genug zu der letzteren Præcipitation, oder daß sich es am Boden sammlet, und in eine Maslam zu⸗ sammen zwinget, indem die zart fliessende Schla⸗ cken die metallische Substanz, die durch geschickte Zuschläge von ihnen entrissen, gar wohl lassen zu Boden sincken. V. 4. hn Ih calldt danmak M hh Wiange vohlogf Ht Ren Hafctge anl doh Hbch M Res ul Mshaun Mishygg Run Rnih Wan Wt sagsitgte We Huhft Hh/ Mie — Einleitung zur Cymie. 339 RIH-2,.————— 1— 9. 4. Mit einem Wo te, es kommt fürnemlich Ndgt bey dem O, Dund 2 Ertzen die Schwürigkeit Rar für, selbige von ihrer dzu scheiden. Die übrigen Albunm. als 2 und 5, indem sie leicht fliessen, werden mit leichterer Mühe aus diesen ihren Ertzen heraus ge⸗ en zwinget schmoltzen. mnen Ml Um aber die Metalle von einander aus einer senedie confusen unter einander gegossenen Malla zu schei⸗ berprchtz den, die sie ein Electrum nennen, dergleichen vor 0 tausch Alters das Corinthische Ertz gewesen, so muß man ulen fürnemlich auf die Erfahrung acht geben, denn die nan siehtt, an shl, Würckung oder Effect kan mansa priori nicht ey dih Ei wohl begreiffen, daß das P alle übrige Metalle, aus⸗ wnan genommen das O und Y/ in die kleinesten Sräub⸗ dt b gen relolviret, die es bald in einer mürben halb am Aduu glaßachtigen Consisten auf ihre Superfit iem SRu heraus kochet, bald mit sich in die Capelle ziehet, rhügh;!bald mit sich in ein Glaß verkehret. t. 5. Wenn wir die Sache selbst wollen an⸗ It dnthh greiffen„ müssen wir bemercken die Ursache des udandult verschiedenen 5. der da in der grösseren Mͤtlitt und kleineren Probs anzuwenden fürkömmt, da ni man nemlich einen Probierer sorgfältig erinnert, ö 0 Rüp daß er das Ausstäubern seines kleinen Ertz⸗Pul⸗ 2i. vers guf dem Treibscherben und der Capelle sehr 2. sorgfältig verhüte, und wohl acht gebe, daß sichs Wn reine in das P hinein sencke, und die Schlacken TinhA in genugsam flüßig mache. Denn dieses alles muß hün man auf die Proportion des Probier. Gewichts sosche rechnen, welches, weil es sehr klein ist, nöthig a üist, daß es sahr sorgfaltig verhütet werde, dat 340 Einleitung zur Gymie. nichts von dem guten Metall in dem Eetze über⸗ sehen werde oder verlohren gehe, als woher in gros⸗ sen, sonderlich beym O, denen Gewercken ein gros⸗ ser Schade entstehen wütde, indem entweder die Schmeltzer verabsäumeten mehr heraus zu brin⸗ gen, als der Probierer verspricht, oderisie würden den heraus bekommenen Überschlag unterschlagen, oder die Käuffer und Verkäuffer würden am Silber leichtlich Verlust haben. 6. Bey der Probier⸗Kunst selbst aber kom⸗ men deren Instrument oder Werckzeuge für, da⸗ von die fürnehmsten sind, der Probier⸗Ofen, und was darzu gehöret, die Muffel, der Probier⸗Scher⸗ ben, und die Capelle. Die vornehmsten Opera⸗ tiones sind die Einkochung oder das Ansieden mit Bley bey flüßigen Ertzen; Bey hart flütigen aber eine gelinde Calcination oder Röstung, und end⸗ lich der Actus selbst, nemlich das Abtreiben auf dem Blick in O und D und 2. Die geringeren Operationes sind bey einem ins Gebürge einge⸗ sprengten Ertze, das Sichern und zum Schlichzie⸗ hen, das Verschlacken, das Rühren mit einem Rüͤhr⸗Eisen um etwas abzuziehen oder zu vermi⸗ schen, und die verschiedene Regierung des A, auch muß man sehr genau in acht nehmen das Abäthe⸗ men oder Abdämpffen der Capelle. 6. 7. Was den Ofen anbelanget, so ist dessen so sorgfältige Aufbauung, wie sie ins gemein ge⸗ macht wird, in Vergleichung gegen das Werck selbst, grösten Theus überflühig, unnöthig und su⸗ perstitiòs, und thut nichts zum Wesen der L⸗ on⸗ ö 6 d 0 Eon, dun en Heg Wil/ e D36Opa shaffal due Mii stl, Hant Ducch Alnh Afg dü u medaih Rimmt a sin v6N Nuach s Dchdm S Deh Wiht Dl dee AWudg Ehdez —''— 5. ———————————————————————F—F—F————— PPPPPPIFT.. Mie — Einleitung zur CWymie. 341 denn Frsl 2500 5— sondern nur zur Zierde und Wohlseyn, indem wahhan das gantze Fundament dieses Ofens bloß darinn am an beruhet, daß es durch gelindes Ziehen das Kohlen⸗ liäinn Feuer zu dem Grad lüffte, daß ine kleine Portion des Silbers könne ansgeschmoltzen werden, und ni daß man es in dem ziehen verringern und vergrös⸗ h ue sern könne. Zu dem ersten Zweck ist dienlich, daß ser wün:! der Ofen als eine Pyramide gebauet werde, oder . eckigt, oder ais ein Cylinder; Zum letzteren dienet sehst che das Aschen Loch, oder das Loch, da die durchstrei⸗ rckgeugst chet/ unter dem Orte, wo die Kohlen liegen, so mit Mobie Hpor einer Thür versehen, die man auf und zu machen YohenE kan, deren Lufftlöcher in der Gegend, wo die Koh⸗ Rnehussenv len liegen, und wenn man das& sehr verringern Thscg will, eine bequeme Decke, oben auf die Oeffnung Hlt fitynt des Ofens zu legen, denn die Structur oder Be⸗ Nötung/ d schaffenheit der Muffel erfordert eine gantz beson⸗ mdn dere Mäßigung der Flamme. Also soll die Muf⸗ „D fel, damit nicht die Flamme oder die feurige& (Hbcg age durch unmittelbahre Zulassung der Kohlen und die IunStih Lufftung dürffe sehr gehäuffet werden, nicht zu u hoch und nicht zu breit seyn. Zur Höhe sind 4. adr mechanische Schuh genug, zur breite und Länge Idson ninmt nan des Maaß bequem nach der Abmes⸗ um sung des Raums im innern Ofen, daß es nemlich Rn darnach sich so weit ausdehne, daß es so wohl von dedden Seiten, als im hintersten Theile uberall von ol Ri denen Wänden des Ofens 2. Finger breit abstehe, flh die vördere Seite aber muß zunächst an die Thür 2 91 der. Wand anhangen. unz Es wird die Muffel auch sonst eine Schnecke ge⸗ Midee. +2 nen 3 34² Einleitung zur Chymie. nemet, und ist ein thönern Gefäß, so dem Schnitte nach in der Länge cylindrisch ist, das ist halbrund und ausgewölbt lieget. Auf beyden Seiten sind sie unten am Boden etwas ausgeschnitten on 2. biß 3. Oe tern, wie auch an dessen hintern Theile, zu dem E de damit die Wärme durch diese Oeffnun⸗ gen gleichsam wolckigt in die Höhle der Muffel könne hinein schlagen oder hinein spielen, und die in eben dergleichen Linie liegende Capelle könne ein⸗ nehmen. Doch dür ffen diese Löcher nicht zu hoch seyn, damit nicht allzuviel Flamme könne durch⸗ dringen, auch nicht zu breit, damit nicht stücker Kohlen in die Höhlung hinein fallen können, wel⸗ che sonst, wenn sie zudlsche werden, und auf das Bley in die Capelle hinein fallen, leicht harte Schlacken verursachen. Diese Muffel lieget auf einemeigenen Gesimse, welches sie das Boden⸗ Blatt nennen, welches statt des Rostes, der in ei⸗ nen ordinairen Ofen ist, hinein geleget, so viereckigt ist, und die gantze Höhle in der Breite fast ausfüllet, das nur ein so kleiner Raum an allen Seiten des Ofens übrig blebt, daß die kleinen veebrandten Kohlen und Asche können hindurch fallen, hingegen die Lüfftung der Lufft durch das Aschen⸗Loch könne auf närts aufsteigen. § 8. Die kleinen Teste oder Treibscherben, werden entweder aus zähen mit Kieselsteinen ver⸗ mengten Thone gemacht, oder aus zerstossenen Hes⸗ sischen noch un ebrauchten Tiegeln, die mit einer genugsamen Menge srischen Thons untergekneten sind, denn an einem warmen Ort getrocknet, und da selbst ‚in. Oll 00 K 0 HAdd Wae lbn lat, de Reschertz Rssch ey 9 JH ausgchng Luch gut, lch st, ihl I Uh O fugtumnt ä ö I 2— —— Einleitung zur Cymie. 343 ISun daselbst in 14. Tage zum wenigsten gelassen, her⸗ Eu nach muß man sie erst unter der Muffel etwas ab⸗ chren Eemß Iun rauf se nmn whaln iir Werdinrda ö 5 Laebrduchtn Lan weh md man sie aber einmahl erst gebe ateit Ar⸗ dee. sie nicht wohl mehr zu einer neuen gocee 0— beit nehmen, doch wenn man sie ja zu einer nicht Whle du R eben so gar accuraten Arbeit wieder brauchen will, spaktg, W so muß man sie, nachdem man das Electrum aus⸗ wuleh gegossen, alsobald wieder in die Wärme setzen, Hungdu. und aiso langsam erkühten lassen. 5§. 9. Die aller accuratesten Capellen sind die⸗ n ue jenigen, die entweder aus ausgelaugter Asche mit n Bein⸗Asche und ein wenig zähen Thon, oder aus ah! Holt und Bein⸗Asche, oder endlich dloß aus ge⸗ h brandten Kuochen oder Bein⸗Asche gemacht wer⸗ uftlHet den. Diese letzteren sind die besten, doch haben sie het Bu die Unbequemlichkeit, daß auf denenselben das Ab⸗ se n treiben weit länger währet, hingegen die Bequem⸗ tee lichkeit, daß auf denenselben der Erfahrung nach Husfüll die sichersten Proben geschehen, und daß es kaum IuSeln möglich sey, daß man etwas, auch nur ein weni⸗ hten ges, vom Silber drauf verliren könne. Die aus salenhhge ausgelaugter Asche und Bein⸗Asche bestehen, sind hd,Hohnauch gut, indeß werden sie leicht heisser als dien⸗ lich ist, und schlucken also etwas von dem allzu BIUU subtil gemachten Metall in sich und vitresciren auch Heestune leichter. Diejenigen aber, dazu der Thon kömmt, IIITI haben erstlich einer gelinden vermehrten Abdämpf⸗ , e fung vonnöthen, damit nicht, wenn sie zugeschwin⸗ 0M de erhitzet werden, selbige Ritzen bekommenoder ungleich werden. Man muß aber diese Asche und W V 1* T 7⁰ N —— — ttt'‚ItItttIt....IttttIt.. D, 34⁴ Einleitung zur CHymie. Thon mit aller Sorgfalt von denen saltzigten und sandigten Theilgen, und von dem Laugen⸗Saltze der Asche reinigen, denn die alcalinischen Theile verkehren die erdichte dubltan? der Asche leichtlich in ein Glaß, und machen es weich, daher denn das gantze Gefäßgen leichte reisset Die lalinische, ad- stringirende Substanz, die man in denen Knochen auch dem Geschmacke nach verspüret,zerreisset auch die Capellen selbst, und zerstöret etwas vom Golde. Hiagegen der kleine Sand schmeltzet mit dem Bley zu einer glasichten Substanz, die in das Corpus des Gefässes hinein dringt, daher denn eine Höhle ge⸗ macht wird, die einen grösseren Theil Bley, und mit demselben leichtlich zugleich jetwas von dem edleren Metalle in sich nimmt, wenn es nemlich oben oder nahe auf der Fiäche liegt, welches auch die stückgen Kohlen, die man etwa bey der Asche gelassen hat, zu thun pflegen. § 10. Es wird aber solches guten Theils ver⸗ hinderi, daß nichts grobes von oben her sich sonst hinein ziehen köne, durch die Kläre, welche der sub⸗ tileste Staub von Knochen ist, sonderlich aus Fi⸗ schen, wenn solche gebrannt, ausgesüsset und durch Abreiben auf einen Porphyr Stein auf das zarte⸗ ste pulverisirt werden Dieselbige nun wird oben auf die frisch gemachte noch feuchte Capelle gantz gelinde überall gleich aufgestreuet, und durch einen gelinden Schlag des dazu passenten Stempels aufgedruckt. Die Knochen der Thiere nemlich scheinen deßwegen sonderlich zu diesem Wercke ge⸗ schickt zu seyn, weil dieselben am h i hi l — ö 108 0 R ö olem 0 00 schh du nih Muhdb Schau lat nt ohewättz Vlte/ V ffu. Oi D Gesise gaha,u P Hohbohn WallS. W leg e Alstt sod Mopdoch, tneh h woder h al Ech st, sashnf MHU figttys O 9TFFFFFTFFFFFTT......... mi. — I sich zu Glaß schmeltzen lassen, theils auch, weil sie ahihad als eine staubichte und nach sei en kleinesten Thei⸗ Wotte len nicht mehr feste zusammenhängende Substanz 4 sehr viel Porulös oder Löchergen läst, auch deßwe⸗ V Un gen sehr bequem ist, weil sie, als eine Materie die un ö sich vom Anicht sehr bewegen läst, mitten in denen i heissesten Flammen einen grossen Grad der Kälte aur behalten. was vange I. 41. Der Proceß aber nach allen Umstän⸗ Hlmtenb: den ist folgender. Man setzt in den Ofen die sun Muffel und unter die Muffel setzt man zwey Treib⸗ eheh Scherben, auch eben so viel Capellen, die Kohlen Delögn legt man oben auf die Muffel, und zündet sie von tbns unn. oberwärts an, das Aschen⸗Loch und die Seiten⸗ Namth Thüren, und oben auf dem Ofen läst man alles Hehs.offen. Die Kohlen werden so angeglühet, daß e dendie Gefässe unter der Muffel nach gerade linde glühen, in dessen vördern Ofenloch man eine gros⸗ Deihese Kohle hinein legt, die Capellen werden die erste her sch sn Viertel Stunde umgekehrt gelegt, daß der Boden waceder oben zu liegen komme, hernach werden sie wieder Delchus recht umgesetzt. Wenn die Gefässe gleich durch Ise ud d erhitzet sind, so ziehet man die Kohle aus dem W asdehn Mundloch denn trägt man mit einem subtilen ei⸗ nn shernen Löfel auf dem Test oder Treibscherben ent⸗ E weder 5 alleine, wenigstens 6mahl so viel als des udtuhn dren ist, oder das 5 gekörnet mit dem klein ge⸗ G stossenen Ertze erst vermischt. Wenn man das sunee,. B ohne dem Ertze hat hinein gerragen, und ee Hah. fangt bey starcker Hitze an zu cauchen so muß die n e Hitze gemildert werden durch Zumachung derer I V 5 Thü⸗ Einleitung zur CHymie. 345 392 Einleitung zur Cyymie. Thüren, und denn wird in das treibende 5 das klein gestossene Ertz sachte eingetragen. Dieses gemäßigte& unterhält man so lange in dem Gra⸗ de, bis das aufgetragene Pulver, so erstlich oben auf schwimmet, allmählich verschwindet, das ist, in die Maslam des Bleyes hinein gehet, oder sich hin⸗ ein ziehet, sie nennen es, es siedet sich an, es tränckt sich ins 5, zugleich werden an dem Rano immer mehr und mehr Theilgen einer glaßachtigen Schlacke erscheinen, bis es nach gerade die gantze Breite des Bleyes, sonderlich bey armen Ertzen, oder wenn es reichere Ertze sind, bleibt nur ein klein Löchelgen zurück, damit überziehet. Da⸗ mit aber dieses recht geschehe, so kan man mer⸗ cken, so bald der Rauch, der von dem aufgetra⸗ genen Pulver aufsteiget, abnimmt, so nimmt man erstlich den obersten Deckel vom Ofen wieder ab und öffnets etwas, hernach öffnet man die Sei⸗ ten Thüren, endlich auch die Thüren des Aschen⸗ loches, denn also, wenn das& wieder krieget, ziehen sich die Schlacken nicht nur besser zusam⸗ men, sondern sie fliessen auch leichter und dünner. Wenn man aber das Bley und Ertz zugleich ver⸗ mischt mit einander auf den Treib⸗Scherben setzt, so muß man eben die Regierung und Mäs⸗ sigung des A, von Anfang an gebrauchen, bis der Rauch aufhöret, und das Pulver zähe wird. Wenn aber diese glasichten Schlacken noch weiter zu erscheinen anfangen, so muß man die Massa mit einem kleinen eisernen reinen und glatten Rühr⸗ Eisen umrühren, und wenn sich ein. oder 6.—— — — ==2z —4—.— Id 90h absalg,h chehe 5 Uustirdet Wa W siclgclch: Wgie Ioo u ac den de hooseh Wohenag sun duttg M st Muh ud derg u fl R, Hamnehh 0 sabar é Aym⸗ — ttabeu eitagn. d Hang Rdne der, so esscht Hwindeh du schet ddas Ischacht dem Ruo a anet gafac gnde dey beh aumeh d„ gebt au bethehtl! 0 kün r oon dem aushe 1,o Hihmtu Osn wicd: nan die& ren des M Weder lieg Ir bisse hust ur und din Walech dad ⸗Sol GuUg 0 N R vu Ml Hern h K an di hn + gulthnn I I 10 V N. 34⁷ oder Klümper an der Seite oder am Grunde an⸗ hänget, selbiges herab stossen, damt es sich mit dem Bley mische. Wenn diß gesche hen, und die Schlacken, wie gemeldet, zusamme gehen, und nach vorgemeldter Masse erfüllet sind, so nimmt man die Kohle vom Mundloch weg, nimmt den Treibscherben behutsam heraus und die electri- sche oder vermischte Malsa, wird denn in einen reinen ausgewischten eisernen Einguß eingegossen, erkaltet, und mit einem Hammer gelinde geschla⸗ gen, daß die glasichten Schlacken ab springen und abfallen, und die Malla von selbigen gantz frey erscheine. 6. 12. Der Grund und Ursach vorgemeldter Umstände wird daraus bequem bekannt werden, wenn wir dasjenige wiederhohlen, worauf man fürnemlich muß acht geben, solches ist aber w.) das Regimen des A muß gemäßiget werden, weil man das Pulver aufträgt, und biß es zähe wird, nach dem der Rauch vergangen ist, biß es sich ab⸗ geröstet hat. 2.) Das stärckere Kegimen des& komt hernach, damit man dadurch eine zarte Fl es⸗ sung derer gläßachtigen Schlacken zuwege bringe, und zwar solches fürnemlich; Nächst dem aber der Rauch und dessen Ursach/ hernach die Vtresci⸗ rung derer Schlacken. Was das erste betrifft, so wird fürnemlich das& deßwegen gemäi⸗ get, um die Lüfftung zu vechindern, damit nicht der gewaltsame Zug der Lufft, wenn er mit der Flamme in die Muffel hinein gebracht wird, das so subtile mineralische Pulver, so schon von denen räu⸗ Einleitung zur Cynne. 348 Einleitung zur Cyymie. räuberischen mineralischen Dingen, die drinn sind, angegriffen wird, es zum Theil von dem Treib⸗ scherben herab wehe, und folglich die Probe un⸗ richtig mache oder kallire, indem es das eingelegte Gewichte verringert: woraus zugleich auch die Moderirung bekandt wird, damit nemlich die Lufft Wör Feuer nicht mercklich vermehren und ziehen önne. Was das andere betrifft, so können die metalli⸗ schen Theile sich nicht sencken und niedersetzen, wenn sie in dem Glase, welches nicht zarte fliesset, behän⸗ gen bleiben, und sich also in das Bley nicht ein⸗ träncken, daher die Probe wiederum falliret. Also wird dieser Incommodität vorgebeuget durch die Gewalt des A, die die Schlacken zu einer zarten Flüßigkeit als Honig zwinget. §. 13. Der Rauch sind die flüchtigen Minera⸗ lien, die in dem metallischen Ertze verwickelt sind, die durch das gewaltsame& ausgetrieben wor⸗ den; Daher der Probirer aus ihrer Farbe ihr Wesen vermuthen kan. Nemlich aus einer blau⸗ lichen Flamme oder Rauche, daß& drinn sey/ aus einem weissen staubichten Rauche, der bald fortgehet, den Arsenicum, gehet aber selbiger schwer, langsam und erst bey starcken Feuer, so ists die Cadmia oder Galmey, Koboldt ꝛc. So lange dieselben mit denen metallischen kleinen Theilgen zusammen hängen, sind selbige ungeschickt nicht nur vor sich zu fliessen, sondern auch sich in das Bley einzuträncken. Wenn man es aber gleich anfangs mit starcken& übertriebe, Wn 08 de Hh Relh 0 DMh GWn 1½ Tcnn Dem M Ichhn sammg 0 ahnvl Keniamf 3 lbge u . HN. hon dunh h d.1 cgesorgt D hullfüfgn Muuneng du Eh d h Harte Kuaun dn c leg has mins He •M Boafh Man Her Aans Wah, j Hm — ů des Ertzes gleich untereinander gegossen, der Wundn denn ein Theilgen des Bleyes in eine staudigte h dezuhn Schlacke zerfressen, das Arlenicum aber etwas ehdiß in Silber mit sich fortführen würde. Ini 1. 14. Die Glaßachtigkeit derer Schlacken henschu aber kömmt grösten Theils vom Bley her, denn, schun m wenn das Bley mit einer felsichten, sandigten, kießlichten Materie mit etwas hefftigeren& zu⸗ konnedm. sammen getrieden wird, so wird es alsobald mit dulchitzan. einander zu Glase und verschlackt sich, ja das Ar⸗ dutk flest: senicum selbst macht einen guten Theil des Bley⸗ 6Un: es zum Glase, und wird auch guten Theils mit munfültg“ selbigen zum Glase. ahgt dun VJ. 13. Diese aber bißher gemeldte Weise ist he von denen weichen und gelinden Ertzen zu verste⸗ hen, d. i. ja die mineralischen Unarten nur lose then Mu eingesprengt sind, und die einen zarten Quartz, herbcketsn. der leicht zu Glase wird, bey sich führen. Aber die etlehen v. hartflüßigen strengen, die mit denen rauberischen huer dutbeh Mineralien genauer untermenget sind, die wil⸗ uus eher den Ertze, die viel Wildigkeit bey sich haben oder einen harten festen Kiesel, einen derben festen Wer de. Knauer oder Quartz bey sich führen, ungeschmei⸗ Waber dige strenge unflüßige Ertze, erfordern einen et⸗ eue was unterschiedenen Handgriff. Nemlich sol⸗ t. Elchl che Ertze werden gestossen oder gepucht, und mit Hohe Di 9. Theilen, oder nach dem Ercker mit 16. Theilen moschhl Bley auf den Treib Scherben aufgetragen, da 0 shhν man das& zuerst mäßiget, biß endlich nach ei⸗ i ner ziemlich langen Weile das Pulver, wie oben Wn gedacht, von dem Rauche befreyet ist, und zähe ö 4⁰ wird, Einleitung zur CYymie. 43⁴0 350 Einleitung zur CWyymie. wird, wenn das erscheinet, so wird die Hitze ver⸗ mehret, biß es seine Schlacken gehörig von sich gegeben hat. Wenn aber, nachdem auch der Rauch aufhöret, und das Feuer etwas gemehret ist und es nicht sich abrösten, zahe werden und ins Bley eingehen will, so muz man etwas Bley Glaß zu etzen, damit dasselbige im Fͤiessen auch die übtigen flüßigen steinigeen Theile allmählih an sich ziehet, auflöset, und von dem Metalle ab⸗ reisset. 9. 16. Diejenigen Silber⸗Ertze aber, die mit vielen Cobold oder Berg⸗Gallmey verunrerniget sind, die muß man erst vor sich alleine rösten, und zwar solches erstlich in grösseren Stücken, nach⸗ hero aber zum andernmahle, wenn sie zu Pulver zerstossen sind, und denn muß man erst von diesem gerösteten Ertze das gehörige Gewichte nehmen. Bey Ertzen aber, die mit einem harten Felsen ver⸗ mischt sind, muß man mit genauer Aufsicht acht haben, indem sie im Feuer auf dem Bley fliessen, ob nicht hie und da ein Stäubgen heraus pringt, ob es nicht sprützt, da nemlich der harte Quartz, indem er von der Hitze berstet, leichtlich aus dem Treibscherben heraus springt, und ein Theelgen des nähesten Staubes mit sich verstreuet. Mehr dergleichen Dinge hat sehr genau und distinet Fachs in seinen Probier Büchlein p. 19. 20 ange⸗ mercket, den man nachschlagen kan. §. 17. Wenn also das Bley auf eine der vor⸗ gedachten Arten mit dem edleren Metall ange⸗ reichert ist, welches sie das Seygerbley nennen un E U v simtu Ie SM e Hom Ud le Dub⸗E W Sud chg in yn V Feuhaght das vunt nach gag daß de N füngt, a el Hihb Deauffege She usor Rubgl, geh oebymtt hgynn nn h Cohsinultt hnerwad Vlgihet, uum ge Do Hafeh H4R f Hi Ohm Einleitung zur CQyymie. 351 uldhhn, und wie gemeldet, die Schlacken abgeschlagen eh gihhg un. sind, so wird es durch mäßiges Schlagen mit ei⸗ nachden:. nen Hammer, so in eine Ründung zusammen ge⸗ Uel elwahyn. trieben, damit es nicht dunch die spitzigern Ecken, ihe Wenam. indem es kalt und hart auf die Capelle aufgetra⸗ Rettwas Yo. gen wird, dessen Obertheil abkratze. Auf die Ca⸗ Fles belle selbst aber„nachdem sie entweder mit dem Yell ab! Treib⸗Scherben unter währender Eintränckung Hon demy oder vor sich unter einer Muffel bey einer halben Stunde ohngefehr geglühet, und also allen noch Ethe chal in ihren Löchergen verschlossenen Dampff und abmeium. Feuchtigkeit von sich gegeben hat, wird alsdenn Olenee das vermischte Bley aufgetragen, hernach wird Inn Slünn nach gerade ein solcher Grad der Hitze gegeben, vmfiu. daß die Materie hin und wieder zu rauchen an⸗ Iumahh fängt, aus welchem Rauch man auch die Masse „Gen der Hitze abnimmt. Denn, wenn selbiger gera⸗ mhenn de aufsteiget eines Fingerbreits hoch, so gehet die nurhstt Hitze und das Werck recht, steigt es höher, so ists Randnsh dn viel, gehet der Rauch sehr tieff und niederwärts nii und kömmt nicht so hoch, so gehet es nicht heiß ge⸗ onhuner nug, wenn die Materie nur oben treibet, so gehet * al sie zu kalt. Wenn man also dieses Maaß des A „ 100 Lontinuiret, so wird die Grösse der Massæ immer Inin kleiner werden, bis es nach gerade grösten Theils vergehet, mancherley Farben um der Capelle al i herum giebt, die zuletzt in Gestalt eines Regen⸗ Hhd Hbogens erscheinen werden, und dann sstehet fast hin,„ auf einmahl die gantze Masla still, wird unschein⸗ l lil bar, und läßt nichts, als ein Körnchen oder Ku⸗ Nchelgen zurück, welches das Y seyn wird und O, hhin wenn 35² Einleitung zur Cyymie. wenn welches drunter ist. Wenn man es also mit der Capelle heraus genommen, wird das Körngen mit einer zarten Korn⸗Zange abgenommen. Wenn etwa ein Rindgen von dem Obertheil der Capelle noch daran hienge, die also das Gewichte falsch ma⸗ chen und vermehren könte, so wird selbiges nicht abgekratzet, damit nicht vom Metalle was mit ver⸗ lohren gehet, sondern das Korn wird in ein Papier⸗ gen eingewickelt, und mit einer breiten Zange ge⸗ drückt so springet das Rindgen ab, hernach wird es seinem Gewichte nach, untersuchet § 8. Diese Art zu probiren, läßt sich zwar bey O und Ypracticiren, um selbige von denen an⸗ dern Metallen zu reinigen; doch muß man davon nachfolgende Exceptiones bemercken, 1.) daß im Grossen eben diese Proportion und Beschaffen⸗ heit der Gefässe und der Oefen nicht angehe, son⸗ dern, daß man andere Umstände darbey gebrau⸗ chen müsse, ob sie wohl im Grunde eben dasselbe zuwege bringen. 2.) Daß durch diese Operation zwar die unvollkommenen Metalle von denen vollkommenen Metallen, diese beyde aber nicht von einander geschieden werden. 3) Daß da⸗ hero die Ertze derer übrigen Metallen auf diese Weise nicht können untersuchet werden, als da⸗ durch sie vielmehr zerstöhret würden. 4 Da auch bey diesen edleren Metallen im grossen Ab⸗ treiben, ein Theilgen des Bleyes noch damit ver⸗ mischt verbleibet,„ das nennen sie einen Bleysack und scheiden solchen durchs Brennen, das heist das Silder brennen, Silber sein brennen, und ein also ö gerei⸗ Nühtel On SI RWS eb R Gafufthe cug dis St stt 310 Hl schihnd Weldoch hinen R n daß dak Bal eh uge fiche, in Gssse W ni dynn gut d Eosse —— IIII I *—*. mi — Einleitung zur CHymie. 353 dane deremmgces Suder hessen see Band Silber. Die aolü Haupt Sache bey diesem Wercke bestehet in zwey ahinn StückenI.) daß man so viel A giebet, daß, indem AUN Hu das Silber schmeltzt, das Bley verbrennet, und wigts theils in Asche, thells in Rauch, theils endlich in ein sidslbsn Glaß verkehret werde 2 In Zublasung des Win⸗ Laleoct des durch den Blasebalg, der die staubichte Asche dedneh des Bleyes von dem Sllber heraus wirfft und zer⸗ deeln. streuet. Denen man, wenn man will, noch das Hhenhm zte beyfügen kan, daß die Operation in einem a⸗ I schichten Gefässe, nemlich ouf dem Lelt verrichtet „ssr.werde, als in welches ein Theilgen des Bleyes selbst Vhenhgdehinein ziehen kan. ö I§. 19. Die gemeine Frage ist, wie es zugehe, Hh,H/W.daß das Bley in das Gefäßgen von Holtz⸗Asche MD Botht oder Bein Asche hinein geschlucket werde? sie sa⸗ Hlhgen insgemein, daß das Bley die hefftige Hitze dueh gr fliehe, und sich also in den Löchergen des porösen etbn! Gefässes verberge, aber damit wird die Art und Rbbhen. Weise nicht ausgedrücket, wie es geschicht, son⸗ andern nur die Ursache, warum es geschehe. N. abet Es ist aber vermuthlich, daß das Bley durch 37D die Hitze so zart und subtil fliesse, daß es fast als Walen aul ein durchdringe, und sich niedersetze, und solches varden a um so viel leichter, je weiter die Löchergen in die⸗ sen Gefässen sind. N gosa Im grossen Wercke wird nicht alles Bley Wpoc dnl von dem Telt eingezogen, sondern es wird theils T in Gestalt eines Rauchs in die Höhe getrieben, und überziehet damit als eine Rinde die inneren ,un Seiten des Ofens, theils 3* es zu Glette, 2.— 1 3eeeeeeeeee... 77 154 Einleitung zur Chymie. verhärtet es)mit der Aschs und Sand vom Holtze und Steinen des Ofens, in eine steinichte und halb glaßachtige Coabitenz, des ubrige aber zieher sich in den Test hinein. Hernach, diewell solche grosse Teste oder Abtreib⸗Ofen, nicht aus solcher subtilen ausgelaugten, sondern nur aus gröberer Asche ge⸗ macht werden, so nimmt eben das Bley gemeinig⸗ lich einige Theilgen Silber mit in den Test, und wenn man solches von der Asche wieder reiniget, und in eine Maslam wieder zusammen schmeltzt, so findet man, daß ein solcher Centner 5/ der vor her gar kein Dgehalten hatt, alsdenn sülberreich werde, daher sind die Redens. Arten; das Bley wird durch unfleißig Abtreiben reich gemacht, welches sonder⸗ lich geschiehet, wenn der Aschen⸗Heerd nicht accu- rat genug gebauet ist. Dergleichen geschiehet auch in denen Ofen⸗ Brüchen„ Gallmey, Glette und vorgedachten Schlacken. Dahero man nicht nur in der Recht⸗ fertigungs⸗oder Gegen⸗Probe im Grossen unter⸗ suchen muß, wie viel Silber durch das Abtreiben hetaus gekommen ist, sondern auch, wie yiel desse⸗ ben mit dem Bley verlohren gegangen. V. 20. Deßwegen, wenn man Silber⸗ Ertze schmeltzet, so schlägt man solche Species zu, die noch ein wenig Silber in sich halten, als Schlacken, Heerd⸗Glette, Ofen Brüche. Ein solches aber zugleich noch Silber haltendes Bley, das aber die Kosten beym Abtreiben nicht austrägt, das ge⸗ braucht man zur Scheidung des Silbers vom 2 ober Kupffer⸗Seygern, und wenn es mi dem Kupffer Hrptg RWn wedu r W Gubh Boen/d Ien Scad Islher, d Tl Sihlch ei QOusache Oidhpsehet ieh de Hun S dihe Wise I ssgch RGebich Ine. O nenteag Ie sangsh bansthy ——155W——— — Einleitung zur Mymie. 355 1— Kupffer gemischt ist, so macht es solche Stücke, die ngln. sie die Frisch⸗Stücke nennen. eash Das Gold aber wird von denen übrigen Metal⸗ delsshe len auf jetztgemeldte Art durchs Abtreiben; Vom Hsolhe Silber aber durch die Quart geschieden. Des⸗ öhend sen Art und Weise diese ist: man nimmt von ei⸗ Boym. nem Gölder, oder Silberichen Golde,(welches die den len.Alten fürnemlich Electrum nenneten,) eine kleine wichnun. Probe, schmeltzt selbige mit 3. oder 4. Thelen Sil⸗ men schnth ber zusammen, laminirt die Massa mit einem Ham⸗ hen hann mer auf dem Amboß zu dünnen Blechen, und die slbunhe.werden denn mit 2 Theilen gefälten Scheidewas⸗ Bihddsers aufgelöset; Das ziehet das Silber in sich, das nihen Gold aber fällt als ein schwartzes Pülvergen zu hnd unn Boden, das wird ausgesüsset, und in einem klei⸗ nen Scherbigen oder Gold⸗Schaale gelinde aus⸗ dund geglühet, denn gewogen, und aus der Proportion Hga. machet man denn die Rechnung, wie viel und AdrR. solglich Silber in der gantzen Massa enthalten sey. Gusen uu. Die Ursache, warum manz Theile Silber zum i Ate Gold zusetzet, ist diese, daß das Gold in der gan⸗ N.Wehel hen Massa wohl zerstreuet werde, und nicht einige Krümgen Silber gleichsam umwickele, und auf diese Weise für dem Scheidewasser beschütze, und folglich, wenn selbige noch dran hiengen, 16800 das Gewichte grösser machen und also betriegen ien konne. Denn man kan es durch tägliche Experi⸗ e, mente zeigen, daß, wenn man Gold und Silber Hal. in gliiche Gewichte oder vam Gold mehres m⸗ —— sammen setzt, so schützt das Gold ein gut Theil Sil⸗ Sbbsber mit für dem Vk. U II. 33 92 Hn. u Sibet ectetu,/ I0 356 Einleitung zur Oymie. §. 21. Lacarus Ercker meynet daher, weil das vn das Dnicht auflöse, so werde man das O am höchsten läutern können, wenn das O darinn auf⸗ gelöset würde. Die Ursache, die ihn zu der Mey⸗ nung gebracht, ist ohne Zweiffel diese gewesen, weil man ins gemein dafür hält, daß die Schei⸗ dewasser, sie mögen auch bereitet seyn, wie sie wollen, allezeit noch etwas Silber bey dem O lassen. Das Antimonium aber, welches man sonst zu der Läuterung des Goldes nimmt, pfleget ordinair ein oder ander Gran O, wie sie es nen⸗ nen, zu rauben. Weil es aber scheinet, daß hier⸗ unter was verborgen lieget, so wollen wir die Sa⸗ che ein wenig genauer erwegen. Was hierbey zu mercken fürkömmt, ist folgendes; 1.) ob würck⸗ lich das vr etwas Silber beym Gold zurück ge⸗ lassen; 2.) ob die Unkosten nicht zu groß, das Gold mit vn zu reinigen; 3.) wie das ð nium vom Gold etwas raube? Die erste Frage bekräfftiget Fachs P. 64. der Edit. von 1678. Vom Hinderhalt des Scheidewassers, da er bezeuget, daß dem Gold, das durch die Quarte mit Silber vermischt und hernach mit vr wieder geschieden ist, etwas am Gewichte zuwachse, welches er zwar für noch an⸗ hängendes Silber hält; Allein es muß solches erst noch durch Experimente bewiesen werden, ob es würcklch Silber, oder aber, ob der Zuwachs nicht gut richtig Gold sey? Zu welchem Ende man wieder nachsehen kan, was wir oben vom E des O, in der Abtheilung vom gemeldet haben. Fürs andere muß man mercken, daß eine H el⸗ hul Nohug d 4 Iwi Mab Taneh h Kacshen Ruh Deis Ranzbn Heu mahr M V bch d Hchuham sshitew ch Slher Rul noßy Rfoseen 0 Herndd Sublinz de cluct, Machet. 2. d sernm Sichlishgt OWW h y o Non M 1 .—ę umig. Reinigung des O mit n im Grossen von wegen 15 Ohumnder unnöthigen Unkosten kaum statt finde. Denn Nün man fordert nirgends eine so scharffe Gold⸗Pro⸗ Adeh. be, daß auch keine Stäubgen Silber sollen drinn dchnis seyn. In einer kleinen Probe aber hat es auch it sn keine statt, wegen 2 Ursachen, 1.) weil das u selbst lber, leichtlich so viel Gold verstreuet oder an dem O⸗ ö Kalck sich so viel von der Subltanz des Vn anhän⸗ Einleitung zur Wymie. 357 / war deh Huun- gen könne, welches auch im Ausglühen noch blei⸗ „,Wüsteh bet, daß es auf beyden Seiten, die Probe falliren shunet,Mt kan; 2.) Ein starckes und sehr scharffes Vn, wel⸗ Halen rRl ches das Gold aröblich auflöset, nimmt würcklich We e mehr Theilgen vom Silber mit sich fort, als das 5)um bey dem Gold läst. Doch könte eine solche 60d zult behutsame Probe statt finden, um den vor ange⸗ UgoFbsL. führten Zweiffel, ob der Uberschuß von Ir wüfck. num bon lich Sülber sey, dadurch auszumachen. Das Füftgerf dritte muß man fürnemlich in der Abkühlung des Hmdaal. geflosseneu Sni suchen, in sofern solches⸗indem duf den es hier und dar schäumet, von der zart fliessenden Il Substanz des O leichtlich etwas in seine Blasen 0 aul nochet,„das solches ein 3. biß 4. Gran aus⸗ sit§. 22. Denn man hält das für die letzte Rei⸗ 00 nigung des Goldes, wenn man es mit 3. Theilen h Snü durch einen zarten Fluß zusammen giesset, lsie nennens durch das& gissen, denn also zerfrißt Ihen dass die Subltanz aller übrigen Metallen, und Ranziehet selbige in sich, und greiffet bloß das O nicht an, daher denn selbiges als ein schwer Corpus auf den Boden des Gieß, Puckels in Gestalt eines ö 33 Regu· DSIiDEDEeeExxxxeff 358 Einleitung zur CHymie. Reguli sich niedersetzet. Bey diesem Regulo ist noch mercklich, daß so ein weniges vom Antimonio, daß man es kaum am Gewichte mercken kan, an das Gold oberwärts sich so feste anhänget, daß es seine natürliche gelbe Farbe mit einer Weisse bede⸗ cket, sie sagen gemeiniglich, der Rauch des Anti- monü macht das Gold weiß. Von diesem Zu⸗ wachse muß der Regulus durchs Verblasen gerei⸗ nigt werden, gleichwie dasjenige, was ihm an sei⸗ nem eigenen Gewichte abgegangen ist, aus der Verrauchung derer Schlacken oder des Antimo- nii selbst wieder kan gesammlet werden. § 23. Was aber die Reinigung des Goldes von seinen quartzigten, oder steinigten und erdich⸗ ten oder lichten und arsenicalischen Theilgen an⸗ langet, so ist die erstere nach der verschiedenen Beschaffenheit des goldischen Ertzes unterschie⸗ den: Denn an etlichen Oertern findet man das Gold im Fluß⸗Sande bey kleinen Stückgen, Gold⸗Flämmlein und Flitschern, Flötzen oder Flössern, in so ferne man dafür hält, daß die Stückgen Gold anders woher aus einer Gold⸗ Ader durch die Gewalt des vorüber lauffenden Flusses abgespühlet seyn; Oder man findet das Gold in einer leimichten schmierigten Erde in et⸗ was grössern Theilgen; Oder gäntzlich als eine mürbe staubichte Substanz, dergleichen Ertze und Guben nennen sie Gold⸗Seyffen: Oder man findet in vorgedachtem Fluß und Trieb Sande Körneꝛgen, die bald rundlich bald fast viereckigt sind, schwärtz und gläntzend, welche mehrentheils bald, eine dün Ki Iu W a Esal Oaft Ghh M Oahir Moßsche R. l Huld⸗K was Hal N dme Räbge Th N Tdögen Michder te M. Hamen B ndde N 01 Whe mer sch⸗ Miib u. ctgl Huct I 90 U mi. — disen erh Svom Autnn le metceiz, anhärggh eiet W Rauch u Von dh Vabhhnt , Was Re Rgen is A odet deaut UWednn guug Hanigterurde liche Hehg LIU E l m fdel Lehn Eich Nühn“ Einleitung zur Chymie. 359 eine flüchtige Substanz in sich halten, bald eine solche, die zum wenigsten hariflüßig ist, und in einen sehr hartnäckigt⸗trockenen mulmichten Kalck zer⸗ fällt und solche nennen sie Schütel oder Schürl⸗ Körner, und die strenge unflüßige Substanz betit⸗ teln sie, Wohlfram; Oder es wird auch in an⸗ dern Metallen in Ertzen eingesprengt gesunden, daher es so gar selten nicht ist, daß einige Krüm⸗ gen desselben in denen Hlischen Kiesein und blut⸗ steinartigen Steinen ein gewickelt hängen, daß Eisenschuß und eisenschüßige Gesteine hältig sind; Oder es finder sich bey denen Mineralien in ihren Ertzen bald gelinder bald genauer eingemischt: Daher die ⸗Kiesse z. E. auf dem Geyer in den Meißnischen Bergwercken, und gelben Marcasi⸗ te, die etliche gelben Zinck nennen, und andere Gold⸗Kiesse, Ertze, durch Extraction mit vVn etwas Gold geben, bald mit, bald ohne Nutzen. Aus dem Sande und Leimen wird das Gold in gröbere Theilgen durch das Abschlemmen in Sei⸗ ger⸗Trögen gesammlet, deren etliche Saxen und Waschwercke genennet werden, welcher letzeren ihre Art entweder Taffeln, die aus zusammen ge⸗ leimten Brettern erwas abhängig gestellet sind, und den Plan⸗Heerd, oder grobe wölline und rau⸗ che Tücher, in deren Flocken das schwere Sedi⸗ ment sich einwickeln könne, zum Grunde haben: Theils hat man auch sowohl für Alters die wol⸗ lichten Felle derer Thiere zu dem Wercke ge⸗ braucht, theils nimmt man sie auch noch heuti⸗ ges Tages dazu; Man glaubet, daß daher die 8 4 Fa⸗ S————————+—+WłW 222 36⁰ Einleitung zur Wymie. Fabel vom güldenen Vlüsse in Colchide herge⸗ nommen sey. Durch beyderley Arten, sonderlich nach der ersteren, erhätt man nur die etwas grösseren Gold⸗Flämmgen, da hingegen die klei⸗ neren Flämmgen mit dem Sande oder Leimen offt gleich beweglich sind, und durchs Schlemmen zugleich häuffig mit weggeschlemmet werden, das Schlamm ⸗Gold stehet im Wasser zugleich auf. Daher, wenn man findet, daß solche Leimen reich von solchen Golde sind, so findet die vorher aus Erckern schon angeführte Weise statt, da er sagt, hey etlichen dergleichen Ertzen hätten die Arbeits⸗ Leute die Materie, die aufs kleineste zerpucht oder zermahlen, und durch ein Sieb endlich durchge⸗ schlagen gewesen, in solche Gefässe und weite hohe Mulden gelegt, daran immer eines höher gesetzet gewesen, als das andere, und da haben sie ein v oben auf geleitet, welches denn Stuffenweise auf die untern Theile abwechsele und herab falle, und sind also dieser Abschlemmung sehr künstlich zu Hülffe gekommen. ö Weil ꝛaber bey solchen ja fast allen Gold Schli⸗ chen öffters nur ein geringer Theil z. E. in einem Centner Schlich 2. bis 3. Quentgen bis ein Loth Gold enthalten ist, und diese Substanz bey so grossen Gewichte so gar sehr klein ist, so ge⸗ schiehet es gar zu leicht, daß mehr zurücke in den Schlacken behängen bleibt, als dasjenige ist, was davon heraus gebracht wird. Die beste Methode aber ist, daß man zu dergleichen Schlacken oder Schliche im Schmeltzen erwas Ei a R Dducn ein Hdt lich sn ckon Hd vom So 99⁰ uner tc Fommt, soldern al ahlch de II Hebisen G. Wid ehe A gahsh, Misthit Opchln lile Zutt um ethas Wtd, dan Tounah w samngg soldershch shn W V DMe. ———— 0adit n Mn sg nur N ingygn M ande ode te urchs Sha ymet woxdg aser zugtce solchedungn det die duhre estatt, Na am Nh Rastt Rrpoce Hdsch dut ssund web His hoherg aben steth Buffnweste Hetb fabeyd t kuslih InSedel MyE N O6 tnr Ul fen st, I Nr Ieh WbARRR Saht Einleitung zur Chymie. 361 das schon vorhero etwas Ohaltig ist, zuschmeltzet, oder man schlägt dergleichen Schlacken, zur Aus⸗ schmeltzung des MWoder des L statt eines Flusses in genugsamer Menge zu, die denn das Gold, das in ihnen noch übrig ist, leichter in die grosse Massa des andern Metalls einträncken, sonderlich, wenn diese Schlacken klüglich also unter das andere Ertz unterlegt sind, daß sich das Merall durch sie hin⸗ durch schmeltzen muß. In kleinern aber, wenn ein Gold⸗Ertz einer andern metallischen Ader ähn⸗ lich ist, so macht man die Probe durch Einträn⸗ cken in 5 und Abtreiben, auf eben die Art, wie vom Silber gemeldet ist. §. 24. Wenn einem aber zarter Goldsand, ein zarter reicher Goldschlich oder Goldsaamen für⸗ kömmt, so wird nicht nur die Probe in kleinen, sondern auch im grossen die Exrraction bisweilen durch die Amalgamation verrichtet: Nemlich der wird in einem gewissen Gewichte, mit einem gewissen Gewichte dieses Sandes gemischt, drauf wird eine Menge schlechtes oder heisses saltzigtes ð gegossen, und in einem gläsernen oder steinernen Mörsel mit einer höltzernen Keule(in grössern muß so wohl der Mörsel als die Keule von Holtze seyn) eine Zeitlang zusammen gerieben, hernach giesset man etwas mehr Ldazu, daß der Sand diluirt wird, damit sich die Llischen Theile zuerst setzen können, wenn denn selbige endlich in eine Malla zu⸗ sammen angewachsen sind, so wird der gantze Sand sonderlich auf einer flachen Schüssel leicht abgewa⸗ schen, der Mercurius wird durch ein Leder gedrü⸗ 3 5 cket, 36² Einleitung zur Chymie. cket, so bleiben im Leder die Odischen Theilgen die vom& zusammen gespühlet sind, ohngefehr noch mit 3. Theilen vom Mercurio selbst untermischt, zu⸗ rück, in Gestalt einer weichern Masse, die denn in einem kleinen Gold⸗Schälichen mit gelindem& durchs Abrauchen vom Mercurio befreyet werden. Das rückständige Pulver wird gewogen, so erfährt man, wie viel es austräget. Ereker schreibet für, man solle zu jeden Centner Sand oder Schlich bey 4 Pfund Mereur. nehmen/ oder vielmehr zu 3. Centnern muß man nach gerade 20. Pfund mischen. Je mehr Mercur. desto leichter gehet die Operation von statten, was davon überflüßig ist/ wird durch das Leder am besten wieder ausge⸗ druckt Wenn das, was im Leder zurück geblieben ist, eine merckliche Menge Mercur. bey sich behält, so wäre es nicht nur unnützlich solche durch blosse Verräuchung zu verlieren, sondern es würde auch denen Arbeits⸗Leuten gefährlich seyn, drum wird alsdenn die Scheidung am besten durch ein Oeft⸗ chen und Retorte angestellet, und zwar entweder eine gute steinerne, oder gläserne, oder eiserne, und einen Recipienten mit schlechtem V fürgelegt, das muß so hoch seyn, daß der Halß der Rerorre oder der Vorstoß in das eeingetaucht werde. Von diesem Vist nur noch zu mercken, daß auch selbiges etwas Mercurium in Gestalt eines vrs in sich nimmt/ und auch daher das Gold verquickt, daher kan man es bequeme zu einer neuen Amaigama⸗ rion statt eines saltzigten Wassers gebrauchen. §. 25. Bey den Proben derer übrigen W en geshieben Hechehen, detomcht e wbbe in gosene I Ah mithen dm Mag Ode Boht liehen vr. Mal hn 11Hahd machom l nhtn rd, Nn 6 I dij CH —..— Einleitung zur Cymie. 363 dschn Mh S 1b, Sn len in kleinen, und Schmeltzungen in grossen, muß stuen! man dreyerley in acht nehmen. 1.) Die offt häuffig Raleun. anhängende räuberische Unarten sind diesen Me⸗ mtals. tallen desto schädlicher, je leichter sie dieselben in 0 Hesthte⸗ Pulver, Asche, Schlacken oder Glaß resolviren, ohnnoder, indem sie sich sehr feste anhängen, erfordern Iche 0 sie grosse Unkosten zu deroselben Scheidung, daß d an wir von der dazu nöthigen Arbeit und Gedult nichts H melden. 2.) Die Art des Gesteines, die solche ht1 0 Adern in sich begreifft. 3) Das Metall, daß das wlce. Aadenien oder mehr vertragen kan. Was das in 1. erste anbeteifft, so schweiffen gemeiniglich beym Woh bbeft: viel häuffige& Kiese, beym und, Gahmeyi: n W sche, bey allen Oebaltische Urarten Diese flüchti⸗ tn gen Dinge müssen vom Ertze durch Röstungen ab⸗ , hehsshal! geschieden werden, welche doch, wenn sie langsam sahe duch! geschehen, den Lanzünden, und also seine Säure mnth wüen desto mehr ins& hinein treiben, daß selbiges da⸗ In, dumn her mürde Slisch und unflüßig wird. Also wird duch en! im grossen Wercke die Röstung entweder mit star⸗ unr u cken Ageführet, oder man treibt die Materie gleich oder eherne mit einem Schmeltz A, daher denn der nach bey⸗ O.fürgeeg d den Arten in Gestalt eines Dampffes wie Mehl Duetm oder Bluhmen, ehe er Zeit hat zu brennen, ausge⸗ 1 wede. A trieben wird, eines Theils aber schmeltzt er sich ins Daß du Metall hinein, daher kommt eine halb metallische ui st und halb Hlichte Substanz, die sie in einen Pyro: doltgu x machum Schlackstein oder Sporstein nennen, wel⸗ en AM cher nichts anders ist, als ein geschwefelter Crocus Sabrut Lris, der mit starcken& ist zusammen geschmol⸗ tzen. Um diese dubstan⸗ zu scheiden, so kommt man H ihm 36⁴ Einleitung zur Cyymie. ihm auf zweyerley Weise zu Hülffe: Im kleinen durch ein Alcali, als Omit ro figiret, welches die Probierer den Fluß nennen, welches, indem es den in sich ziehet, hernach das Metall frey durchs A läßt zusammen schmeltzen. Im grossen aber schlägt man erdichte Schlacken zu, sonderlich Eysen⸗ Schlacken, welche der Eweit eher und lieber an⸗ greifft. Man pflegt auch unterweilen im grossen Wercke Kohlen⸗Gestübbe zuzusetzen, von welchen in denen Schmeltz ⸗Hütten bekannt ist, daß es re. ducire, nemlich, daß es die mürben Substantien und halb verbrannten Calces wieder in einen me⸗ tallischen Fluß bringe. Die Ursach dieses Dinges ist vermuthlich eine von diesen zweyen, nemlich ent⸗ weder die geschwindere Wegtreibung des Schwe— fels, der noch seinem Wesen nach an dem Metall anhänget, denn es lehret die tägliche Erfahrung, daß solcher mit Kohlen und anderen brennenden Dingen weit geschwinder verbrenne, als allein: Oder der Zuwachs der sehr subtilen glaßachtigen / davon bekannt ist, daß sie in denen Kohlen häuffig zu finden sey, welche in kleinen Gestübbe, zu dem hartflüßigen, Pulver gemischt wird, der den metallischen Theil aufhält, daß er nicht mit denen andern, und sie zusammen, können in eins gehen, denselben heraus schmeltzet, daß er zu Glaß und Schlacke werde, und also den metallischen Theil verlasse. Zu der andern Substan⸗ aber, die sich an die unvollkommenen Metallen anhänget, nemlich dem Gesteine, wenn es strenge ist, so setzt man in der kleinen Probe ein klein wenig Bley⸗Glaß zu, das ö Ol —— Rt 0 fl ah Nöbi uf 0 iU n 9al Rl OeRthhe Uld Med Muon wuß n hej doß x Gaßadt Eeh, He MMls g n de d N. Mh omheneh? Rahtn Wi Fentz, dab Wan uid daag de ih hof Rmnt un innt un me —— Einleitung zur CHymie. 365 Ushi uß, das befördert d ö A dessen Vitrescenz am besten. Die⸗ min Denne bey der Art zu probiren statt, t R ie Fachs recommendiret um das ę auf gar oder usag auf rein zu probiren, da er es ebenfalls mit 5 an⸗ uchz siedet, nicht anders, als beym D Proben. Übri⸗ aum D dienen auch zu dem Zwecke die Alcalien und nr oben gedachte Flüsse, sonderlich nach Erckern der n 0 so genannte schwartze Fluß, der aus einem Theile schen um O und 2 Theilen P durch die Verpuffung gemacht auntss, N: und daher erdicht genug wird. narsan Bey denen Proben derer weicheren Metallen, 5 5 0 muß man wohl auf die Regierung des& acht ge⸗ L ben, daß zwar selbiges zur Herausschmeltzung und ö Rm Glaßwerdung derer Schlacken genugsam verstär⸗ bn llet cket, aber von wegen der Verbrennlichkeit des Ahend Metalls nicht lange in dem Grad erhalten, son⸗ Hlcteist dern der Tiegel bey Zeiten heraus genommen wer⸗ unn bemm! de. Man machet aber die Proben derer unvoll⸗ anne/ ab al. kommenen Metallen nicht in Probier ⸗sondern ge⸗ len gisu meinen Wind⸗Ofen, oder zwischen einigen Ziegel⸗ Denn steinen, dabey das&mit einem Blasebalge ange⸗ un Hsiiby, lasen wird. Mit einem Worte, wegen Verän⸗ Aundiuderung des Flusses stehet zu mercken, wenn das Achn. Ertz schweflicht ist, wie fast alle Ertze sind, so ae nimmt man füglich ein Alcali, ists das nicht, so immt man Bley Glaß. WN Rehalsch Vom Golde. MW ö Hanh m 5. I. Nachdem wir bißher die bequemern me. 1 chanischen Arten gesehen haben, mit welchen die 000 Metallen nach ihren Speciebus heraus gezogen wer⸗ 366 Einleitung zur Chymie. werden, daß man sie rein bekomme, so gehen wir nun fort zu einem jeden besonders, und beschauen jeglicher ihren verschiedenen Nutzen in der Chy- mie. Den Anfang machen wir vom Golde, als dem vollkommensten unter allen. Die Veesuche und Abzielungen, um derer willen dieses Metall so verschiedenen chymischen Operationibus unter⸗ worffen wird, gehören entweder zur Medicin oder zur Alchymie. Was seinen me dicinischen Ge⸗ brauch betrifft, so sind einige, die selben suchen, und hoffen, andere die ihn versprechen. Die ersteren se⸗ tzen das feste voraus, und ich weiß nicht woher, daß aus dem vollkommensten Cörper, der die vollkom⸗ menste Mischung hat, ein solch Medicament ent⸗ stehen müsse, welches aller Fäulung widerstehet, und aller Zerstöhrung aller anderen Cörper hels⸗ sen und sie heilen könne. Allein, wenn wir auch das übergehen, daß eben die, die Patronen von die— ser Meynung sind, selbst glauben, daß das Gold in seiner natürlichen Gestalt, darinn es der Verrotl⸗ tung so beständig wiederstehet, zu diesem Zwecke nicht geschickt sey,sondern sie bemühen sich vielmehr, dasselbe erstlich zu zerstöͤhren, und also dasselbe aus dem Stande heraus zu setzen, davon sie doch ih⸗ ren Beweiß Grund hernehmen; So kan jederman leicht sehen, daß darunter keine Connexion sey/ weil in dem Cörper selbst keine Corruption oder eine darinn bleibende Unzerstörlichkeit ist, so müsse auch dieselbe ausfliessen, und solches andern Cör⸗ pern auch geben; Jenes hat das Gold von wegen seiner Mischung und Figur seiner kleinsten i ö e, Elii Gid pach thsbn e w ckel Hl negalhsh wessd schmohng Präet, ghehhet en(ibo 0 schi Olitgen ge Hte Rarhoheck Ren. Oon WW u Iras Figglet Hetckt gf Ohuftpr ach bece, basththe Mi ymt. —— Dum le, nun müste selbiges nach dieser Meynug dieses / 2 ehnv. auch andern Cörpern würcklich mitiheilen. HenNOV Zwar diejenigen, die sich nach den Sternen Tuoneh, richten, und auf deren magnerischen Kräffte und ö Didt Einflüsse bauen, die bleiben dabey, daß sie das eudestan Gold so corporalisch geben, und vermeynen, daß Rahlabün seloiges bald magnetischer bald planetischer Wei⸗ Iullle se würcke, oder sie hoffen vielmehr, daß es so wür⸗ Heclanhu cken werde. Daher zwar die ersteren das Gold sbehe als ein Amuletum oder zum Angehänge ecom- „ Dissin mendiren, wiewohl selten so allein, sondern es muß Fctuleh: wenigstens zu gewisser Zeit gesammlet und ge⸗ ndul schmoltzen seyn: Bey andern muß es auch ge⸗ Medamen präget, d. i. mit gewissen eigenen Charactern Hlnndn gezeignet seyn, welche Buchstaben aus der Eva uun Eum ihrer Cabbela in dem Paradiß hergenommen zu seyn scheinen; Die letzteren aber geben die Gold⸗ Einleitung zur CWyymie. 365 „pmnl Iumnene. Blätgen gantz schlecht weg. Dahero auch fast Hßbaßh fein Hertz⸗Schweiß⸗ und epileptisches Pulver in önVuh dar Apohecken ist, dazu nicht Gold⸗Blättgen kom⸗ Uülhen 3%6. men. Von denen Tincturen des Goldes werden hahschuhnl wir unten noch etwas mehrers gedencken. Iodisth„ H. 2. Allein die alchymistische Untersuchung unnse! hat auf viele wunderliche Weise des Goldes Be⸗ Sm stängigkeit versuchet, aber sie hat es allezeit so un⸗ Eemn defleckt gefunden, daß auch Hiod in der heiligen Cunpith Schrifft protestiret von einer solchen Beständig⸗ Whhn keit, die von GOtt selbst werde unbefleckt befun⸗ uung. den werden, daß er werde gefunden werden un⸗ WMW 2— 6 versehrt als Gold. Diejenigen aber, die einige El Veränderung des Goldes angetroffen, aber durch ö‚ ein 36³ Einleltung zur yymie. ·IREE ein gantz ander Mittel, als auf dem gewaltsamen Weg'e, die befinden in der Untersuchung selbst, daß das Gold mehr würcklich verändert habe, als daß es solte leydentlich verändert worden seyn. §. 3. Es entstehen daher so wohl die gemeinern als auch die geheimern in Absehen auf das Gold eigentlich also zu nennende Operationes; Von welchen allen wir besonders handeln wollen. Die gemeinern Operationes also, die iheils zum mechanischen, theils medicinisch und chy mischen Nutzen angestellet werden, sind fast folgende: Die Amalgamirung, einsache Colorit2 und weitläufé tigere Gradirung oder Erhöhung, das Schmeidig machen, das Schmeltzen, welches alles man zur Vergüldung und andern Wercken aus dem Gold gebrauchet. Zur Medicin und Chymie hat man verschiedene Auflösungen und Niederschlagungen des Goldes, die man theils zum mechanischen Nu⸗ tzen, als den Gold⸗Purpur zur Email oder Amu⸗ lirung, und das Aurum fulminans, so zur Medicin gebraucht wird. Die Amalgamirung unter denen vorgemeldten Operationen geschicht, weñ man 1. Theil Gold z.E. 1. Ducaten nimt, solchen dünne laminirt, als ein Blat Papier, denn mit einer Scheere klein schnei⸗ det, die läßt man denn in einem kleinenen Tiegel gelinde glühend werden, zugleich läßt man in einem 2 andern Gefässe über dem& auf 6. 8. bis 12. Theil Mercur. viv. heiß werden, bis ein weisser Rauch will aus dämpffen, wenn der erscheinet, so schüttet man die glühenden Gold⸗Blechlein in den abuan, inein, 5. HtN ba en 1 Nunuen n Wa et Wouffn dangs Ben Mahst und R auc W obervitl 0u6/l V — daßde Hllichaff Inaegl 0d eh am Ahfeld dd O ön Iudausget alglacheg De Mite Wicdert Dulhur Reh, dad Röösubif dan Bech chhen fhn Mydg U an Sheh —— TITIIITITITTTIII ö— SSSSISII PPD‚I* ——.— —....... chm* Einleitung zur CWymie. 369 Dene hinein.der xercurius wird denn so lange in genug⸗ nsahun samer Wärme hehalten, bis man fühlet durch Rüh⸗ U— ren mit einem eisernen Dräthgen, daß das einge⸗ WrEeh j worffene Gold in selbigem gantz zergangen sey; vohlde e denn giesset man die Materie heraus in einen gläser⸗ haufkunen oder besser in einen eisernen Mörsel der heiß ist, Ppentie und zerreibts wohl mit der Keule, oder man schließt Mdehn blg. auch das Amalgama in ein reines Leder, bindet es hdeh; oberwärts recht feste zusammen, denn drückt man es Wundchnl aus, so bleibt das Gold zurück in dem Leder, nebst sasseh“. 5. bis 6. Theilen Mercur. als trockne und etwas ie mün harte Kügelchen, zu den Kügelchen thut man von 1 Huty neuen ein wenig von dem durchgedruckten Mercur. V Um. daß die Masla gelinde weich ist, und gleichsam eine 34 1 butterhaffte Consistenz hat, denn wird die Massa Ann in einem gläsernen Mörsel mit einem Fingerhut voll ů41— Sund ein wenig gemein Wasser, als zu einer gelin⸗ Leashn den Anfeuchtung genug ist so ange zerrieben biß rchansün! das durch das zugegossene Wasser aufgelöset milche und ausgewaschen ist, die Malluia selbst aber über⸗ ene all gleiche zart wie Butter sich befindet. Wenn also diese Massa aufs zärteste gerieben ist, so thut man V wutgen wieder so viel Mercurium dazu, daß wenigstens 10. „Delo Theil zu 1. Theil Gold kommen, und zwar deßwe⸗ aminu;) gen, daß das Gold, das es in vielen Mercurio auf Hlekeh. das subtileste zerstreuet ist, mit dem Mercurio auf Wnae dem Blech, das man vergülden will, sich breit aus⸗ lähtunta dehnen könne. 69 H60 Von dieser Malla wird ein weniges mit einem wssehnt und andern Tröpffgen silberichten oder kupffrig⸗ ten Scheide ⸗Wassers bestrichen, wenn es sich denn rnlke Aa über⸗ I x 37⁰ Einleitung zur Chymie. überall wohl angehänget hat, wird es aufgetra⸗ gen, und mit einem Wollenen oder Cattunen Par⸗ chent⸗Lappen bis zur Glätte aufgetrieben, wenn denn also die Bleche gäntzlich mit dem Mercurio verquickt sind, so legt man sie auf gelinde glühende Kohlen, bis der Merc. als ein Rauch verdämpfft und weggegangen ist, wenn der aufhöret, so siehet das Blech wohl gelb aus, aber nicht gläntzend, so daran noch etwas gelb Pulver hänget, wird es mit einem dergleichen Pinsel abgerieben, hernach wird es in ein Gefäß gethan, darinn rein Wasser enthalten ist, und denn die obere Seite des Bleches mit der Kratz Bürste, die aus dem zärtesten meßin⸗ genen Drathe gemacht ist, gerieben oder gebürstet, damit wenn noch etwas Gold sich oben her super⸗ icialiter angehängt hätte, solches denn auch ab⸗ gekratzet werde, das fällt denn im Wasser nieder, und kan zu weiterm Gebrauche wieder gesammlet werden. Das vr wird deßwegen dazu genommen, damit es, wie die Goldschmiede reden, dem Golde einen frischeren Grund weise, daß es für die Gold⸗ Stäubgen auf dem Obertheile des silbernen oder kupffernen Gefässes kleine Höhlichen ausfresse, in deren jeden sich die kleinen Theile des Goldes kön⸗ nen hinein setzen. Die gantze Sache bestehet darinn, daß die zartesten Theilgen des O, erstlich auf das D aufgeprengt, nachhero im Glühen eingeschmol⸗ tzen oder eingebrannt werden. Bey grösseren Wercken, wo man grosse Ble⸗ che überziehen, oder übergülden muß, welche nicht gleich durchglühen können, wie sichs gehdret, und in 0 00 Wün W bfabg I c ol Heu Ichd Whh and in el Bloch is st, ngeh hevags/ Mhs, Coalsteo⸗ hethugg Do i Rahez Wachz zn, flese, mf WA Hachet ale uuchen o SZwöt Iude Ben IITrocheh —..————.—.——.6.6—— „N —8——..—— Hm ang Einleitung zur Cymie. 37¹ Ie——— Dulu in welchen also, wenn schon der Lverraucht ist, Ihenthmn. noch kleine Theile des Goldes als ein Pulver zu⸗ ni denlin. rück geblieben sind und dran hängen, die durch al⸗ wl 0 lerhand Bewegungen und Herumkehrungen leicht Nuhun abfallen würden, brauchen die Goldschmiede ein uspug i eigen Kunststück um solches zu verhüten: Sie ma⸗ igh chen nemlich das Blech erstlich warm, denn über⸗ 2⁷ ziehen oder überschmieren sie das gantze Blech mit b9n 1˙• Wachs, so noch mit andern Dingen vermischt ist, in IU und denn auf das Blech getragen, und entweder ö Suedtde solches nach gerade herum geruckt., oder wenn das W Blech über einem grossen Heerde gehörig geglühet usahelu. ist, so wird gleichfalls das O wohl auf das„ Helchah eingeschmoltzen. Diß Wachs nennen sie ein Glü⸗ Hcbahe hewachs, dessen Ralis oder fürnehmster Grund ist denh! Wachs, der Röthel giebt eine gehorige dicklichte in Misa Consistenz, um aber die Vergüldung oder Auf⸗ Heder goen schmeltzung des Goldes zu befördern, thut man ajbgelos. Borrax hinzu, und um dem Gold zugleich eine schö⸗ dih, den Gl nere Farbe zu geben, den Grünspan z. E. Ree. gelb slrde; Wachs ziv. laß es gelinde schmeltzen, wenn es Sslbangh“ fliesset, mische folgende zart pulversirte Species aubste% darunter, als gemeinen Röthel 3 Loth, Grünspan, des Gobe! welcher calcinirt ist, bis daß er aufgehört hat zu Nbesehelé. rauchen(oder das 18.85 mortuum vom Spiritu hn ris Zwölfferi) 1. Loth, Borrax, so durch gantz ge⸗ hen alge linde Brennung ausgetrocknet und gekrauset ist, o⸗ der ausgelaugten Borrax 1. Loth Wenn man da⸗ Ws zu noch ein wenig als 51 zij. gebrand L will zuse⸗ 4 anen, in eben der Absicht, als man den Grünspan lühs. zusetzt, so stehet es einem frey. shj ayn n, Aa⸗ 9. 4 372 Einleitung zur CHymie. §.4. Nächst auf die vergüldung folgt die Co⸗ loriz oder Fardung des vergüldeten Bleches, wodurch das Gold/ so das Blech überziehet in ei⸗ ne mehr rothliche Farbe gezwungen wird. Zu die⸗ sen Endzweck dienet zugleich vorgedachtes glühe Wachs in etwas grösseren Wercken: Im klei⸗ nen aber, und zwar bey Silber⸗Wercken wird die Sache verrichtet, daß man das gelinde heiß gemachte vergüldete Blech in Urin von einem ge⸗ sunden Menschen, entweder so bloß, oder darinn ein weniges, etwa der zeste theil von& kaum beygefügt sey, ablesche. Verstehe, wenn erst das vergüddete Blech mit einer Brüste von metalli⸗ schen Drathe gekratzt, aufgefrischt, mit dem gelben Stahl geglättet, und also das Gold klüglich aus⸗ gedehnet ist. Man hat aber zweyerley Arten die Farbe des Goldes zu erhöhen: Die erste ist die wir jetzo gemel⸗ det, wodurch das Gold nur oberwärts gefärbt wird, die andere gehet tieffer, und färbt die gantze Gold⸗Massam durch und durch, erhöhet alle alle und jede desselben Theilgen sehr und alteriret sie/ welches sie bald ein Cement nennen, da sie die Ur⸗ sache für den Ettect nehmen, bald heissen sie es eine Iradation oder Erhöhung, davon wir bald her⸗ nach reden werden. ö V. 5. Wir müssen erst noch ein Wort von der Caloxiz erinnern. Man gebraucht diesen Nah⸗ men bald von denen jetztgemeldten Erhöhungen der goldischen Farbe, bald von dem damit verknüpff⸗ ten Eftect, von einer corroswischen Farbe,. e l W M 0010 11 I Webuth, H0 Ml Kh Ie fll h fih I di W gemsch dim duih efundeh her undd del Wenh uftht f hlalcht ll i den floketz x uae w s Mchllh U Lalchun! Vulckich e H mand I Hnd Hu wid ala ig Hah ettogs. boeb ckss dorf —— S 8* 0 2 3— EEEE nn ISSSEERREEE V DM Einleitung zur ymie 373 ung füuu.=.— hn u die übrigen Metallen, ausgenommen das Gold, Wihnntg verzehret, welches sie für eine Untersuchung des HenunSoldes brauchen, die in der Eil oben hin geschicht. 1 Nemlich wenn einem z. E. ein metallisch Stück Dr—111 füͤrkömmt, so den meisten Umsänden nach als 00. Gold aussiehet, sonderlich nach der gemeinen 4 A Probe auf dem Streichstein; So wird auf dem eüs g Probier⸗Stein ein starcker Strich von dem Me⸗ hun unun ktall aufgezogen, darauf streicht man einen Tropf⸗ hhoßarn fen entweder des zusammengesetzten Liquoris oder thel uusdes yr selbst, weiches alles, was unter der Massa ihe, bng! gemischt, und nicht recht Gold ist, und folglich in Wlt nm. dem aufgestrichenen Zug auch nach Proportion lhn. gefunden wird, gantz abfrißt, und hinterläßt nur Hop fügt hier und dar etliche Körnigen vom rechten Golde, oder wenn die gantze Massa aufrichtig Gold ist, u de gu zerfrißt sie nichts von dem Striche. Fachs ge⸗ Newieitos: braucht zu der Operation ohne Unterscheid entwe⸗ Huwarts g.der den zu sammen gesetzten Liquorem, den man ein Ysürbt deg. trockenes dr, oder wenigstens ein noch nicht destil- ehohetü— lirtes vr, so sich unter einer trockenen Gestalt ver undetem wahren, und alsobald in eine feuchte Conlistenz Hen,dus verkehren lätt, nennen könte, oder ein schon helfa würcklich destillirtes or, daß man solches, wel⸗ 0h WR ches man von denen beyden will, oder welches man zur Hand hat, wohl applicire. Solche Coloriz E nun wird gemacht aus O und gebrannten Alaun h ana zedes 1. Theil O 2. Theil O4 Theil, dazu thut hucht rN ö ö Ccioc man etwas Grünspahn„und zerreibt es mit Urin umt oder destillirtem Eßig in eine Masla, die weniger ns.oder mehr flüßig ist. Etliche thun auch& daru. Wiu Aaz Aber 37⁴ Einleitung zur CMymie. ge Aber weil von einer solchen Composition auch das Gold leichtlich zerfressen wird, so läßt man es lie⸗ ber weg. Die unvollkommenen Metallen nem⸗ lich, werden leichtlich von einer jeden solchen Säure zernaget, sonderlich in so kleinen Theilgen, als bey der Anreibung sich anhängen Daher wenn zu der Composition genommen ist, muß man wenigstens die Coloriz nicht allzu lange auf dem Ste ne lassen, denn man wird bald sehen, ob es von dem aufgeriebenen Striche was hat wegge⸗ nommen, wenn man die Colorizꝝ mit Wasser ab⸗ wäscht, allein mit einem Worte: Das vr ist be⸗ quemer. § 6. Die Gradirung hat ihr Fundament in der Substanz, davon wir oben gemeldet haben, daß sie mit dem Nahmen des goldischen oder me⸗ tallischen fixen Als bemerckt werde. Die mit an⸗ dern Mineralien geschehen, die gehen entweder pri⸗ vative von statten, in so fern nemlich das§ el⸗ nen, oder der Schwefel alle andere Cörpergen, son⸗ derlich des Silbers, die noch unter das Gold un⸗ termischt sind, zerstöhren und in sich ziehen, und indem sie also dasjenige wegnehmen, was das Gold bißher hatte bleich gemacht, so machen sie das Gold gantz rein in seiner eigenen Farbe: Oder einige ha⸗ ben den goldischen Schwefel entweder zufälliger Weise oder beständig, in grösserer oder geringerer Menge bey sich untermischt. Man hat auch Gradirungen des natürlich⸗ bleichen Goldes, die aber nicht beständig sind, die durch wiederhohltes Schmeltzen alsobald wieder verschwinden; 200 Ol⸗ abr samn U e Ml sichpogt de/ nh gechjen nihet h Bfärdg tones ud Ai ene HM iRund w auduce Nec.0U sud, ehn Nrdenke zri, shntlev RN Dol aaa asge O blf,n st V —.—p77.* Chm — — Einleitung zur CHymie. 35⁷ Mposteng ö blhnn solche sind nur so oben hin, und gehoren zur er⸗ Ien Muh. steren Classe der Coloriz. inn sn 9.7 Die Gradationes aber, die etwas mehrers 0l n 0 versprechen/ die erforderen dlese so genannte schwef⸗ I oun lichte dubstanz, die sonderlich im o/ und häuffig 3— zu finden ist. Well aber doch auch diese Materie Uuh halb flüchtig ist, und also ein starck nicht aus⸗ t0— 0 hält, es sey denn, daß sie es nach gerade sehr behut⸗ ddassog. sam gewohne, und sich intim mit dem Gold ver ei⸗ + W n nige. 2. Wenn dieses geleistet ist, es die Fixität des sie mt uvn, Goldes selbst nicht wenig verändert, wo es nicht u Dun! eine andere metallische Substan⸗ antrifft, darinn es * sich von neuem incorporirt, und also von dem Gol⸗ Irhum. de, darinn es bisher angehänget hat, wiederum Mgenduß geschieden werde. Diese Operstiones werden ver⸗ hbschenn. richtet bald durch Cementa, allein mit wenigerer Ide Den! Beständigkeit; Bald durch Solutiones, Præcipita- Henelo tiones und Extractiones, wie solches oben vom Llch ds“ ist gemeldet worden. 2Ohpergen,§. 8. Allein die beste Art ist diese, die Beecher das Ga: hin und wieder in der Concocd. Chymic. und mit sch pchen ausdrücklichern Worten p. 4“6. v. 14 beschreibt: Wis dal Rec. O und Sana,& nii so viel als vorige beyde smseüs sind, schmeltzs zusammen bey einer halben Stun⸗ de: den Regulum versetze wieder mit der Helffte&, 1 Oder aihy 5 ö ö Unden und ð nii, so viel als dieses mit dem Regulo wiegt, Ier odet schmelzs wieder, und das wiederhohle noch einmahl Imeiin der Dosi; Denn giesse einen Regulum vor sich Ien Gale allein ohne Zusatz, wenn er fliesset, wirff etwas H W drauß, und kreibs nnr dem A, daß ie woleh holher fllesse. Wenn man die Farbe noch stärcker ver⸗ üüt Aa 4 langt, —..—.—. V S 375⁵ Einleitung zur Cymie. langt, so kan man das Werck mit frischen und Vnio wiederhohlen. Eden das geschiehet auch, wenn man statt des Antimonii nur gemeinen& nimmt. §. 9. Der Grund der Operation ist dieser, in dem ist das embryonalische Gold, wie sie es nen⸗ nen, oder der Gold⸗& von mittlerer Fixität: Das wird zwar vom Antimonio nicht so sehr zerstöhret, aber wenn mans allein mit demselben schmeltzet, so setzt sich dessen Regulus nieder, davon Beecher in der Minera arenaria p. 37. gedencket. Wenn solches aber ein ihm gleich artiges Metall beköm̃t, nemlich das vollkommene Gold/ so wächset es leichtlich demselben eine Zeitlang zu. Hieraut ist auch gegründet die Vermehrung des Goldes durch diese Arbeit, die am angeführten Orte recommen. diret wird. §. 10 Nach dieser Methode wird auch die Gra. dation wohl verrichtet durch ein rothes gradiren⸗ des vitrum, welches man beschrieben findet in der chymischen Cancordanz p. 712. n. 28. aus zwey Theilen calcinirten Kieselsteine, ein Theil Croci von, und 3. Theile O, so mit kgirt ist, das wird in einem fest verschlossenen Tiegel etliche Stunden mit dem stärcksten A geschmoltzen, denn zerbricht man den Tiegel, wenn das Glaß nicht schön genug ist, so kan es in einem frischen Gefässe, wie vor, von neuen geschmoltzen, und eine Zeitlang im Flusse gehalten werden, und auf beyde Art wenn sich ein metallischer Regulus setzt, kan dersel⸗ be davon genommen, mit feinem D zusammen ge⸗ schmeltzt 111⁰¹⁴ 9alt OH. bds Ml Wich m HAbacht h gunst NIIUA Rih Kehen Il das MW fisih j Den Mh fis 3 140 W IIE + — Einleitung zur CHymie. 7⁷⁵ 1——— schmeltzt und untersucht werden, ob er ein oder an an fur 0. der Gran Gold auf der Capelle zurück lassen auill; hnm. Das Glaß aber kan man zur Schmeltzung und rn s Versetzung eines blassen Goldes gebrauchen. V dit S. 1½. Gleichwie man selbst gewachsen Gold uel Tih findet, so an Farbe, Geschmeidigkeit und Weich⸗ ̃tsoschn heit sehr unterschieden ist, davon man den Boyle inf 10 in seinen Tentamin. Physiol. p. 28. nachschlagen u,Wunn kan, da er ins besondere meldet, daß das mala⸗ „ callische Gold in Madagascar fast so leichte schmel⸗ anth. à tze als; Also verlieret eine jedwede Art des Gol⸗ N des, wenn etwas von andern Metallen oder sprö⸗ %% h! den Mineralien dazu kömmt, auch seine Ge— 5 e shmeidigkeit, und wird mehr oder weniger un— HHahen geschmeidig. Ol tecoan Dieser Fehler aber wird gemeiniglich verbes⸗ — sert, mit Zuwerffung des Borracis, ein wenig ti Iih cuchde oder O in Flüsse. Von welchem letzteren Ercker othes grach etwas merckwürdiges erinnert und anmerckerꝛ hrieben fnde Nemlich man lasse das Gold in einem Treioscher⸗ . 25,aus bel weich werden, daß es bald zart fliesse, wenn an Tyl C man nun siehet, daß es so weich wird, werffe man Pügit se ein wenig O zu, so wird der O mit dem Gold ei⸗ Vanl 46 nen kleinen Blitz oder Blick machen, und zugleich scmothen wird das Gold flüßiger und zärter aus einan⸗ Dos Hhl Der fliessen, denn muß man es alsobald ausgies⸗ vfishab sen; Denn, wenn mans unter dem Salpeter so Westzth lange fliessen läßt, bis von der Gewalt der Hi⸗ . auch dieses zarte fliesset, daß das Gold durch XIsen dasselbe durchleuchtet, so gehet die wenige Unart, die das Salpeter——9 in sich gezogen hatte, Aa 3 Wie⸗ ö 2———3—..F2222222————... 27*. 1 37³ Einleitung zur CHhmmie. wiederum zurück, und setzt sich ins Gold, und macht es wieder ungeschmeidig wie vorher. Auch ist des Fachsens seine Anordnung gut, da er befieh⸗ let, man solle das Gold, das im Probier⸗Scher⸗ bel geschmoltzen ist, langsam unter der Muffel und im& erkühlen lassen, indeß aber bis es hart wird, kan man den Scherbel durch gelindes Schlagen immer bewegen, daß die Massa so streiche, so ge⸗ schichts, daß die Masla die sonst spröde würde, als⸗ denn geschmeidig werden wird. §. 12. Die medicinisch⸗ und chywischen Be⸗ reitungen des Goldes versiren bishero mehren⸗ theils um dessen weniger oder mehr subtile Auflö⸗ sung. Insgemein wird es in vn aufgelöset, so aus Spiritu O und&, entweder bloß durch eine Vermischung und Digestion, oder durch eine drauf solgende Destillation der gemischten Materie ge⸗ macht ist. Je mehr und häuffiger der& darinn ist, je subtiler wird die Solution. Etliche machen das Vn aus* und O jedes zu gleichen Theile, mit oder ohne Ziegelmehl oder calcinirten Kiesel, wel⸗ ches am besten in einer Retorta tubulata destil- lirt wird, von wegen des Verpuffens und schäu⸗ menden Gewalt, so die zwey Concreta im& von sich geben. Wenn das Gold damit aufgelöset, die Solution digerirt, und mit frischen vs etliche mahl cohobirt wird, so verspricht Beecher in Ro- seto Chym. Exper. II daß es solle gäntzlich flüch⸗ tig werden. Ein dergleichen oder vielmehr noch mächtigeres Menstruum führt Andr. Callius in sei⸗ nem Tractate de Auro p. 10l. an: Er Lolu 6 — ihg Ru Hr daa H diedchunn dun HnR H Oen Hith W WM Iu in M beh doh pur il Oj5 1 an Thel fth aufs dir schös aufHbl seßt Iu gab! la dith At Hst vel he Elore Odtion stoßt lic Rel Mactem, Hasne UQWI „M 2. Einleitung zur CHymie. 379 HV lich reinen O mit Oleo Pli, und destillirts zum Hinre Spiritu, auf eben die Weise macht er auch den 111 Spiritum S, die beyden giesset er zusammen. In NNM eh diesem Aqua Regis löset er das Gold auf, ziehet l d uf die Solution zur Honig⸗dicke ab, und cohobiret es 6 6r dreymahl: Endlich mischt er mit der zurück geblie⸗ nde S. benen Honig⸗dicken Substanz zweymahl so viel o staches Oleum Oli, so aufs beste dephlegmirt ist, destil- ptodenin lrts aus dem Sande mit starckem A, so steigen, wie er meldet, die schönsten Rubinen auf. chymishn Kunckel in seinen chymischen Anmerckungen disheto eh im Anhange wider die Non Entia Chymica hat vcht subtHe bey dem zten Non Ente folgende Worte: Giesse I1 Ahhelst, nur in eine Solution des Goldes etwas vom Oleo f duch Oi, und destillirs zuletzt mit starcken A, so wird burchehehe ein Theil Gold nicht nur in Gestalt rother Trof⸗ IN Mllt fen aufsteigen, sondern es wird auch in Gestalt der X dalh der schönsten mit rother Farbe tingirten Federn Eulche mac auf siblimiren, wenn die& aber auf diese Flores hen Thaler stößt, so schmeltzen sie wieder in einen Liquorem, iu Keesel, x der gelb von Farbe ist. ö wubahtr del Caslius lehret am gemeldten Orten eine geschwin⸗ s u dere Art durch den Spiritum fumantem, vermit⸗ telst welchen er das Gold in einer Stunde in gel⸗ I dht be Flores zu sublimiren lehret. Er verraucht die Ishen uel Solution des Goldes, die mit Aqua regis gemacht hercher⸗ ist, daß nur ein kleiner Purpur⸗farbner Kuchen zu⸗ Hein rück bleibt, darauf schüttet er den Spiritum fu⸗ R mantem, setzt einen Helm drauf, und destillirs im ö heissen Sande; So soll alsobald, wie er sagt, bin⸗ + nen einer Stunde, so bald die Hitze anfängt die Gutl EU Ma⸗ —.—I PP 380 Einleitung zur CWyymie. Materie zu treiben, der Spiritus fumans die goldi⸗ schen Theilgen mit einer grossen Gewalt in die Höhe reissen, und sich mit selbigen in gelbe runde Flores fublimiren. Man löset auch das Gold auf in Spiritu O und Saltze; Hingegen von dem blossen Spiritu S läßt sich das rohe Gold nicht auf⸗ lösen, wo nicht nur ein weniges vom O dazu kömmt; Aber der Kalck des Goldes läßt sich von dem blossen Spiritu S auflösen, ohne Zweiffel, weil noch einiger Massen Olische Theile von dem Aqua regis dran hängen. §. Iz. Sonst wird auch das O durch eine trocke⸗ ne Calcination aufgelöset, worinn doch die ver⸗ borgen liegende Slinische Substanz das Funda- ment der Operation ausmacht. Der Autor des Tractats Sol sine veste,(der Orschall geheissen hat,) verrichtet dieselbe mit dem gemeinen S. Fine kius mit Hirschhorn: Cassius und andere mit Bimsenstein: Etliche mit Kieseln. Man nim̃t aber die sehr subtilen Gold-Bleche, die entzwey geschnitten sind, nach dem das Gefässe groß ist, die legt man Schichtweise, und ums andere mit einer von den vorigen Materien in Tiegel, den verstopfft und lutirt man wohl zu, zu unterst und zu öobeist muß allemahl eine Lage von S oder Hirschhorn liegen, in der mitten aber müssen die Bleche und die dazu genommene Materien eins ums andere genommen werden. Wenn denn der Tiegel wohl lutirt ist, wird es in ein cementir⸗A gesetzt, welches nach gerade vermehret wird, biß es er⸗ gluhet, in der Hitze wird es etliche E 0 Hal⸗ + — War Iln,N Rabdz 6 Wüg Rshhe WMII Rhofff Jocle EII hg Ele Rchro He u W ghe Bmsas lchenmn üwgg AIg sibgiß Ic h Hm M ö Einlei — inleitung 3ur Cymie 381 fumm halten, endlich wenn der Tiegel zerbrochen ist, fin⸗ Gevut det man, daß die darzwischen gelegte Materie en in gidemn hier und dar mit einer Purpur⸗Farbe gefärbt ist. uc dus G Wenn man gemein S darzu genommen, so kan die Ngegeh yy Farbe bloß durch Auflösung in kalten Wasser ge⸗ heGobnche schieden werden, da es denn in Gestalt eines sehr Ö vom 0 subtilen Pulvers, oder Croci Solis zu Boden nie⸗ des lift sa derfällt Hat man aber Bimsenstein oder Hirsch⸗ Hnegweft horn dazu gebraucht, so kan deren ihr Corpus Heponden durch Aufgiessung destilirten Eßigs aufgelöset ö werden, da denn eine goldische Substan⸗ sich nie⸗ Dulhe. dersetzt: Etliche aber behaltens als ein Pulver, son⸗ m deh LV.derlich wenn Hirschhorn darzu genommen ist, und onr dth ngeben es für eine sonderlich Gifft treibende und Der Autor Hertzestärckende Medicin aus. Diejenigen, die HchI gy da meynen, daß durch diese Operation etwas aus gmmt denen Gold⸗Blechen ausgezogen sey, die werden gantz offenbahrbetrogen, sintemahl die Bleche, die 0„ à Aum noch zurück bleiben, gantz gut Gold sind, welches et doch auf keine Weise seyn würde, wenn etwas von 9.0f W seiner Eslenz ausgezogen wäre. Es stehet viel⸗ Idete mitt⸗ mehr eine superficieile Benagung hierunter, in so⸗ I fern nemlich das zusammenziehende oder erdichte 6 W und gleichsan kalckichte S im Hirschhorn und h 1 Bimsenstein, durch die Treibung des Feuers ge⸗ an Hr trieben, und auf die äusserste Seite derer Bleche be⸗ I. L rn ständig angetrieben wird, und also etwas von de⸗ bub uli nenselben abnagen; ob nun wohl selbiges Purpur⸗ dum N färbig ist, so ist es doch nicht mehr etwas wesent⸗ i liches, als sonst ein andrer Purpur⸗farbener Cro⸗ Wlld, Cus 0— Gun 38² Einleitung zʒur Hymie. cus O, und ist nur ein gantzer Theil von dem gan⸗ tzen Aggregato des Goldes. . 14. Man bereitet nemlich aus denen Aflö⸗ sungen des Goldes auf verschiedene Weise Pulver, die man Crocos O nennet, und sind fürnemlich von dreyerley Farbe und vierfachen Nutzen. Der erste ist schwartz oder braun, und dienet dazu, wenn man ex tempore vergülden will: Der an⸗ dere ist gelb, und wird gemacht, wenn man das Gold bloß in vn auflöset, solches ab ziehet, verrau⸗ chet und gelinde ausglühet, und wird ins gemein Gold⸗Kalck genennet, und zu allerhand Amalga- mationen und Extractionen gebraucht Hernach der durch die Præcipitation gemacht wird, welcher dunckel⸗roth istr und wird Aurum fulminans(oder Knall⸗Gold) genennet, und zur Medicin genutzet; Der dritte ist Purpurfarb, und wird aus dem Au⸗ ro fulminante gemacht. Der erstere wird also gemacht: Man löset Gold in gemeinen Vn auf, da man 5. biß 6, Theile Vn zu 1. Theil Gold nimmt; Mit der Solution be⸗ netzet man klare reine leinnene Tüchergen, trocknet sie, und solches etliche mahl, biß sie die gantze So⸗ lution in sich gezogen, denn thut man sie in einen kleinen glatten Tiegel, und verbrennet sie mit ge⸗ linden Durchglühen. Die zurück bleibende Materie, so in Gestalt eines schwartzen Pulvers ist, wird zum Gabrauch verwahret, also: Man nimmt ein wenig von dem Pulver auf einen nassen Korck, und reibet das auf silberne Bleche, so ver⸗ güldet er dasselbe im Augenblick. Aber 4* diese Puba.“ + — NMMON rdnntdun guuhe Hahe/ dentn Ruade get sh Ylseh, 0 duord arekchent mit dah man uuns sern Hu Oder Hohl Wit demn Ind hid, velgn den Blch Höhl ehd ache gane Ide di senckey W het. On MpGad Fores it Dung darh shhnast azunder ben M —...... S....... m Einleitung ʒur Wymie. 83 Mie 383 Helungd diese Operation braucht man weit mehr Gold, als ordinair durch das Amalgama. Die andere Art auth dugl gebraucht fast keiner Kunst. Die dritte Art wird ne Wil bereitet, wenn man in eine Solurion des Goldes, ssnd un. die mit n, darinn innen ist, gemacht, ist nach din Nun. gerade Pri per deliquium aufgiesset, so schlä⸗ und dagn get sich das Gold nieder, in Gestalt eines gelben n wld Pulvers. Wenn es genugsam geruhet und sich „wenun gesetzet., so wird der klare ober schwimmende Li⸗ ö Ih ichtt, quor abgegossen ‚ das Sediment mit heissen Was⸗ wld un seretliche mahl ausgesüsset, und endlich läßt mans Lahndan mit der gelindesten Wärme austrocknen. Wenn muct he man von dem Pulver nur ein wenig auf ein ei⸗ Wtuid,ussern oder sonst ander Blech auflegt, und ein Licht nn. oder Kohlen⸗Feuer drunter bringet, so zündet sichs Medchen. mit dem allerhefftigsten Knall und Krachen an, rdauseau und wird zerstäubet, und macht nach allen Aus⸗ theilungen einen so starcken Schlag, daß es auf Mm dem Bleche, darauf es geleget ist, eine merckliche 950 Höhle eindrücket. Aus welchem Phænomeno 5 Hauhm elliche gemeynet, daß dieses, wenn es entzündet — ist wider die Natur des Feuers niederwärts sich . sencke, welches doch in alie Austheilungen geschie⸗ Reken! het. Der vierdte geschicht, wenn man zu dem ucsel! Platz⸗Golde gemeinen& zumischt, da man dessen Nennet ser, Flores mit dem Pulver durch eine gelinde Zerrei⸗ ui— bung vermischt, die Mixtur mählig bey linden aunn he schmeltzt, und endlich das Feuer vermehret, den& ul, Ap anzündet und ausbrennet, so bleibt ein purpurfar⸗ ieben Pulver zurüͤck. WI 6 4 MV ö . M Na 15. —* txtttttx...x..T.—————— 33⁴ Einleitung zur Vymie. §. 5. Von dem Auro fuiminante ist mescklich, wenn man dey dessen Bereitung zu viel oe da⸗ zu giesset, so vergehet ihm alsdenn die Fulmination. Hernach, daß, wenn der Effect also verlohren ge⸗ gangen, solcher nachhero könne wieder ersetzet werden, wenn man auf den Kalck als denn wieder etwas Spiritum urinolum giesset, und etwas dige- riret, davon man Kunckels und andere Observa⸗ tiones nachsehen kan. Wegen der wahren Ursa⸗ chen, woher bey dieser Bereitung der Effect der Fulmination in dem O verursacht wird, hat man verschiedene Speculeriones, die theils mit dem Matariali des Blitzes, als der Anzündung und hel⸗ len Lichts, theils mit dessen Formali als den Knall und Krachen beschäfftiget sind. Caslius im Tra- cteru de Auro p. 103. bemühet sich beyde zu verei⸗ nigen, da er sagt: Die Elichten Theilgen des Gol⸗ des würden keraus gekehret, und aus denen Ban⸗ den der gleichsam Harrairen Saltze, vermittelst des Feuers ausgewickelt, und wenn also der Ker⸗ cker gleichsam zerbrochen, und indem sie also so hefftig von einander springen, so treiben und prel⸗ len sie die Lufft, nicht anders als wie& und O bey dem gemeinen Platz⸗Pulver. Aber die grö⸗ ste Schwürigkeit steckt allhier in denen Wör⸗ tern: Der heraus gekehrte Gold⸗. Denn 1.) wird der O niemahls von jemanden, der davon zu re⸗ den gewohnet ist, für einen verbrennlichen zün⸗ denden, und also gemeinen Schwefel gehalten. 2. Die Redens Art, Herauskehrung, führt einen recht groben Mecnanismum in den Concept oder Be⸗ Dyfu N Whun Wundlgoß Infu Fee Opem chen M I Mhaalla, Wudchez m fllse Oach gen saht um Wamche Hodsher z Godyocht mine gd Huingemn dun Bh wenn man Rendir Unt m. V oulft goth 6 n schimz 14 —— N X 2.————.2—.2.2.... U N Einleitung zur Chymie. 8 mibeltelg. Begriff der Mischung mit sich, als ob die unzer. ihg IUne!. theilbaren Theile des Goldes bestünden aus Plich⸗ I debühmm ken, Vlischen und erdichten Theilgen, dieso schlecht Kaloehn. untereinander an die Seite gestecket wären, daß ne wibn neinem frey stünde selbige alsdenn mit einer leichten asckaann. Operation von einander abzusondern, oder an⸗ sehündtust derwärts hin zu versetzen. 3) Wenn der Knall aus NandeébE eben der Ursache, nemlich aus der Austreibung de vchn. des brennenden Schwefels im Golde, herkäme, so Ung deit! müste nothwendig das also fulminirte Gold in — rudun einem Theile seines Wesens zerstöhret seyn, da⸗ heh! von zwar viele wünschen, daß selbiges so hurtig hlun. geschehen könte, allen es geschicht keinesweges. wal al bul. 4.) Eben solches müste auch mit denen übrigen (lle! Metallen, sonderlich mit dem geschehen, als sch heyde ur welches mit vielen würcklich verbrennlichen. er⸗ Shne fuller ist, allein es geschicht nicht. Also ist, diese denn Sache nemlich, sehr dunckel und verwirrt, und e, Demn läht kaum eine warscheinliche Auflösung zu. am als dat Wenn aber doch die Nothwendigkeit ist, daß ein dam se dl goldischer, aber der unartig fremd, und das Inhn Gold mehr beflecket als constituiret, zu dem Ful- hobeld.mine erfordert werde, so mag man sich das wieder 4 erinnern, was wir kurtz vorher oben gemeldet von . Wal dem Blitzen und Scheine, welches entstehet, uwenn man auf das Gold, so wegen einiger anhän⸗ Den gender Unreinigkeit sprode ist geworden, mit O, n wenn man solches beym Anfange des Flusses zu⸗ bnls wirfft vorgehet. Daß also die Meynung ist: s n Es hängen sich an das Gold in der Præcipitation hunh selbst von denen schwefelichten Saltzen, ais Sal⸗ O, Bᷓ b peter D.— 386 Einleitung zur Chymie. peter und dem urinosischen Saltze des Kacs et⸗ was an, welches hernach mit der verbundenen nitrosischen Substanz, so aus dem Spri und Spi⸗ ritu O im Aqua Regis wiedergebohren ist, wei— ches denn durch sein Anzünden und Zusammen⸗ treiben diesen Knall giebet. 16. Eden das Aurum fulminans wird auch bereitet aus der Solution, die wölfferus in seiner Mantissa Spogyrica p.319. fürleget. Rec. O und gemein S oder S gemmæ jedes zviij. rohen O 5 löse es auf in schlechten V, in dem saltzigten iquore; koche d Loth subtil laminirtes Gold sehr lange, und endlich kochs ein zur Trockne, das trockne Gemenge löse wieder auf, kiltrirs und schlags mit Scri nieder. Wenn man aber auf die eingekochte Solution Spir. v. giesset, und solches eine Zeitlang digerirt wird, so nimt er die zarteste Solution des Odes an, welche diesen mercklichen Effect zeiget, daß sie ein eisern polirtes reines Geschirr, oder was es ist, wenn man es hinein stecket, alsobald vergüldet: welches Experiment nicht zu verachten ist, es führet sol⸗ ches der Autor des Tractats Sol line veste mit an. Remlich es sind verschiedene Chymici, die da hof⸗ fen, daß durch diese Solution, die sie Solutionem abque streptu ohne Geräusche oder Gewalt nennen, eine sehr zarte Zerlegung des Goldes ge⸗ schehe. Und gewiß in Absicht auf das gemeine Saltz, welches in seiner gäntzen Substanz dazu kommt/ verdienet der Process wo nicht einen Bey⸗ fall, doch wenigstens eine Untersuchung, 1 0 —9—8 Eh Viltunpi Wun 1 RW vuhl Huhgat elihden 97 Ga h Gobc durch u Hahtektr wohl ohn det sst. Oblala 1 —— n Meal Spiitosge schbshj 0 W, Her Wi Hlachen 1 bom Juc trobsch zn Nushe taln Hulg Go m De Lhau WHI Hm ꝗ Saht dehn du dal em Sput Rebohun ů und Zusez Uminins u Wülgench leget. Rer H des zrij A deh shz minites G ut Tochi, duf, slint Hkochtd Hallang dz tion des O het, daß sÿ Aas eb slt Agüdet:wet 6 fhrc e Vetemi. vwiti, W 50 8⁰ 00⁰0 eh gdes Goh Wasdt Heblt vonct b0n IL, Einleitung zur Cymie. 187 Erfahrung des Processes, der in der Concordantia Lriorum p. 299. n. 6. um einen Orischen Lum aus dieser Solution zu erhalten, fürgelegt ist. Daß aber eben diese Solurion weit subtiler und zugleich reiner sey, als die, die durch hefftige starcke Solven— tia verrichtet wird, als welche viel fester an dis Theilgen des Goldes sich anhängen, welches son⸗ derlich die Extraction mit demSpir. v. beglaubiget. H. 17. Diese Auflösung und Ausziehung des Goldes führet uns zu denjenigen Auflösen des Goldes, die man Tincturen pflegt zu nennen, wo⸗ durch man insgemein hoffet besondere wunder⸗ bahre Eftectus in der Medicin zu verrichten, wie⸗ wohl ohne genugsamen Grund, wie oben gemel⸗ det ist. Man bereitet aber diese, wie auch die Corallen⸗Tincturen gemeiniglich mit sauer öhlig⸗ ten Menstruis, zu welchen destillirter Eßig, der Spiritus vom Brodte, der Spiritus von Frantzo⸗ sen⸗Holtze, Wacholder⸗Holtze, Rußbaum⸗Holtze, da man selbige entweder zu andern Dingen zu⸗ setzt, oder sie nur bloß vor sich gebraucht, die denn das Menstruum ausmachen. Also werden der⸗ gleichen Tincturen gemeiniglich mit dem Spiritu vom Zucker, Honig, Manna, und mancherley nitrosisch öhligten Spiritibus versuchet, durch de⸗ ren Aufgiessung und Digestion über Gold, so mit corrosivischen starcken Wassern vorhero zu einem Kalck gemacht worden, sich eine Röthe aus dem Golde mittheilet, welches einige zwar gleich für die Tinctur des Goldes halten, andere aber die weiter sehen, halten es zwar auch für eine Tinctur Bh 2 die 388 Einleitung zur CWyymie. die aber aus der blossen Zernagung und Corrosion des Goldes entstehet. Die erstern nemlich mey⸗ nen, daß der& auf diese Weise aus dem Gold heraus gezogen sey: Die letztern ab er behaupten, das es nur etliche gantze zerfressene Theilgen und Stückgen Goldes sind, und keine wesentliche Theile des Individui. Diese letztere Meynung wird vornemlich mit diesen Geünden bewiesen: 1.) Weil die meisten solche Menstrua schon vor sich/ wenn man sie digerirt, eine sol che Röthe bekom⸗ men, 2.) oder daß sie zum wenigsten über einen jedweden andern Cörper durch die Digestꝛon eden die Farbe bekommt. Z. E. Der Spirmus vom Ho⸗ nig bekommt eben so wohl über calcinirten Bim⸗ Coralt„Calcinirten Kieseln, weissen calcinieten orallen, eine rothe Farbe, als über rothen Coral⸗ len und über O: Aus welchen beyden man schlies⸗ set, daß diese Farbe aus der darzwischen Setzung derer dunckein mehr oder weniger saurer erdichten Theilgen entstehen könne. 3.) Wenn man eine solche Gold⸗Linctur verrauchet, so bleibt bißwei⸗ len nichts am Boden zuruck, wenn die Verrau⸗ chung ist sehr gewaltsan gewesen, und wenn was zurück bleibet, und man reducirts durch den Fluß, so wird man nicht etwa einen wesentlichen Theil des Goldes, sondern bloß gutes Gold finden, aus welchen Experimente denn offenbahr ist, daß es keine Extraction, sondern eini Solurion des Gol⸗ des gewese sey. §. 17. Diejenigen Extraction des Goldes ver⸗ dienet eine höhere Untersuchung, da das Gold mit H — Iumh ault Dulcih. Do ReR dn Mqch i Wl Wengi Bezacht! Rh dasdao sh 1 x in schyyl 12 5 des Sibe Gebicht pefimecte gen: 10)4 gelton, a Im t5 Hol Rhen wid, hllz) cion, sid dus dnN achehe Kit. M.e Moh, hicstfl In N.) fosthc En lin, Oomn⸗ ieEm —ꝛß7./.ii—ß7.36———Jee— m⸗ nr. Hlgdcan stein nenhe lise dus dn in aberbehwz esene Helg keme wih lehiete M Nründen heut strurshonw Iche Moheht denfosten Ibgt die Dietbens Spintue uun et calinittot wessen ach Ubertothen heyden man Hpschen E sauter elde Wenn man o hläͤbt bift u die Ban und werng unc dug Dsthchne Gold fin Ubaht It, Vo f Oction d6& 389 mit mineralischen Menstruis in eine rothe Färbe aufgelöset wird, und am Boden bleibt ein gutes Theil Gold, so nicht aufgelöset ist, indeß aber doch seine Farbe verlohren und weiß ist. Unter dem Nahmen ist des Boyle Anmerckung ber ühmt in seinem Chymista Sceptico, da er den zusam⸗ men gesetzten Spiritum, der aus der Bereitung des Bezoardici mineralis entstehet, auf das Gold gegossen, und digerirt hat, so hat er gefunden daß das Menstruum sich mit einer rothen Couleur ge⸗ färbt, welches einen Theil des zugethanen Goldes in sich gezogen hatte; Das übrige Gold aber hat⸗ te es so weiß gelassen, daß es im Flusse der Farbe des Silbers gleich war, und beständig behielt, das Gewichte aber war als Gold. Bey diesem Ex⸗ perimente muß man zweyerley fürnemlich mer⸗ cken: 1.) Daß der Liquor entweder durch die Di⸗ gestion, oder durch stärckeres Herübertreiben, in⸗ dem es vom Bezoardico durchs Destilliren abge⸗ zogen wird, vor sich ohne Zusatz des Goldes errö⸗ thet; 2.) Daß diese Röthe nicht von der Extra⸗ ction, sondern von dem Zutritt etlicher Theilgen aus dem Menstruo herrühre, davon man mercklich nachsehen kan Becchers Phys. subterran. L. I. Seét. VI. c. 8. n. 9. Jedoch, wenn eine solche Extraction, d. i. eine höchst subtile Solution des Golds, wie etliche wol⸗ len, das Din O tingirete, wäre es für eine sehr köstliche Sache wieder einiger Meynung zu hal⸗ ten. Denn es wird hin und wieder gemeldet, daß solche Extracte, die sie Animas nennen, so, viel ö b 3 Sil⸗ Einleitung zur CWymie ——ttt 39⁰ Einleitung zur Cyymie. Silber in Gold ringiren soll, als des Goldes gewe⸗ sen ist, daraus die Extraction geschehen ist. Wor⸗ auf einige zwar zu versetzen pflegen, daß diese Der⸗ wandlung werde schädlich seyn, wenn man mib grosser Mühe das Gold wolte zerstöhren, und her⸗ nach mit Verlust solcher Unkosten selbiges wieder machen. Allein man muß mercken, 1. daß ein an⸗ ders sey, die Chymie zur Physic, ein anders zu Occonomie aus zuüben; Denn ob es gleich kei⸗ nen grossen Nutzen würde haben, so würde es doch der Curiolität genug thun, 2.) wenn diß Werck angienge, könte man nur eben das Gold mit d amalgamiren, und denn mit Zusatz einer genugsa⸗ men Menge Schwefels davon ein Zinnober sub⸗ limirt werden, der rückständige Gold⸗Kalck könte denn durch§ gegossen und durch Verblasen auf dem Teste tractirt werden, oder mit einem Gredir. Cemente, da es denn seine vorige Farbe leichtlich wieder erlangen, und die Arbeit zur Tingirung des Silbers nicht fruchtloß lassen würde. ö 6. 19. Wegen solcher subtilisirungen des Goldes, kan man sich sonderlich lassen recommendiret seyn, die Processe in Becchers Roseto chymico No. 18 19 und 24, in welchen das höchst subtil aufgelösete Gold unter die Stäubgen des Silbers mit einem Zuwachs eines ð nialisch und mercuri- alisch: arsenicalischen Theilgens auf das subtileste unter gemischt wird, und in dem drauf erfolgen⸗ Flusse durch eine genugsame confermentirende Bewegung, etliche Theile des Silbers mit sich vergleichet. §. 20. Afi RuuRun Uche Hal c Ghith vielios Woldm. ctat die h Caso de dung Heh Autor dee Dabop fan Wuftichth Ichel, L um Hhr Ihd achn dieset Sa uch dh doch abe Wad. Van Ishr c belschet, ch 00H — Einleitung zur Vymie. 391 Sdeh Ghgn FV. 20. Unter allen diesen Subtilisirungen des 4—— Goldes, so wohl im nassen als trocknen Wege, ist chehdosth. des D. Callii Erfindung nicht die geringste, das O henun in eine solche Subrilität zu bringen, daß, wenn man Rustohtengz es auch in die Gläser einschmeltzt, es anfangs gar en sun nicht zusehen ist; Aber nach einer leichten und neuen Lah Ih. Agitirung durchs Erglühen kömmt es zwar wie⸗ Mer ehun der zum Worschein, aher gar nicht in seiner natür⸗ n ch yah lichen oder einigen andern unmittelbar empfindli⸗ ch/ so wüuechen Gestalt, sondern nur mittelbar, da es denen Wudj.Gläsern eine purpurfarbene Couleur giebet, die so bas Hubn viel 100. Jahre durch ist für verlohren gehalten lst eenn worden. Weßwegen auch Beccher in seinem Tra⸗ ah un ctat die närrische Weißheit P. I.n. 29. p. 3. dem Gobäch! Cassio das Lob dieser wiederhergestellten Erfin⸗ uc Dabu. dung beylegt. Die gantze Sache aber macht der Mehenn Autor des Practars Sol sine Veste, public, der he Fatbe lie davon kan nachgesehen werden. Aber von seiner Igin. Aufrichtigkeit kan man die Erfahrung zu Rathe Irde ziehen. Denn wir wissen daß D. Cassius priva- Idg aim bekannt hat, daß er diese Entdeckung nicht 10 in übel nehme, indem noch wichtigere Momenta anae. dieser Sache weder dem Autori bekannt, noch 17 auch dahero zugleich beygesetzt wären, wovon 1——— doch aber die Erfahrung am besten urtheilen ů wird. ö i§. 21. Gewiß das Experiment des Orscholls uldu ist sehr curicux und höchst merckwürdig, da er 5 versichert, daß das vermittelst dem Lrio niederge⸗ 7 schlagene Gold eine gleiche Purpurfarbe dem Li- LIAL quori in der Præcipitation heybringe, als man d. B b 2 urch 392 Einleitung zur Chymie. durch die Niederschlagung mit bekömmt: Wie nicht weniger das Experiment, da er meldet, daß durch die Præcipitation, die statt des gememnen Y in Spir.v. rectificato geschehen war/ das Gold so zarte sey præcipitirt worden, daß es nicht eher als nach vielen Tagen zu Boden gesuncken, nicht in Gestalt eines groben Pulvers, sondern als ein Schleim. H. 22. Wir rathen denen curieusen Untersu⸗ chern ein solches Experiment an: Man löse Gold in dem vn auf, welches Cassius p. 101. recommen- diret, auch resolvire man in eben demselben einen v. Von diesen beyden Solutionibus, werde denn nach der Methode die an gemeldten Orte vorge. schrieben ist, durch abgewechselte Eintropffungen eins ums andere in den Spir. v. statt des Vrs die Præcipitation verrichtet. Die Materie, die mit der Zeit niederfällt, müsse von dem Spir. v. durch Abglessen, von dem übrigen aber durch eine freywil⸗ lige Austrocknung geschieden werden, hernach mit gemeinen Vetliche mahl die Materie ausgesüsset, das werde denn mit einer genugsamen Menge& in eine kleine Massam als ein Amalgama gebracht, die denn mit gelinder Digestion bey zwey Monate kan tractiret werden, und wenn sie gantz in eine staubichte oder trockne Substanz verkehret seyn wird, so probire man sie durch Aufwerffung auf geflossen Gold, ob es nicht einen mercklichen Nu⸗ tzen geben wird, als woran wir fast nicht feln. Mit dieser Subrilisation und Zuwachsung des Goldes kan man vergleichen in—.65 eto zweif⸗ 0 Sel Rohn Whe 750 Nckuch chy Wl gen Mol in sunl moh gsod Gahcheg einen. lohre Iah udenne If odet! H dit gade Deein wer DM wo Hechht in h der Maß dirglͤche hevt o ahin. O cha sol Monhg schht Hatthrng Immn Hmn. — ün a er MS t deb gpg War da ses nhth suncken, x sondemn d urieusth llt u: Mh b p. Lol.Peeam en dennsobn nibus, Padh lldten Outy ste Enttohf statt des v Mnenie, den m Spir v. x Irch eine fra n hernach nie dusgest amen Mengl Hme gehtt M se Rarbin ouukchart x Mwafih Ruclc sanich v m Zunh IUHeachen Einleitung zur ymie 393 seto chymico den ersten Process, den ʒten, da man den Zusatz des Ols bemercken muß, und den sen. V. 23. Es ist das gemeine Zeugniß der Ersah⸗ rung, daß durch grosses Schmeltz⸗Feuer dem Gol⸗ de gar nichts könne abgehen, wie Kunckel in seinen chymischen Observationibus anführet: Daß das Dund O jedes besonders in Glaß⸗Ofen einen gan⸗ tzen Monat Tag und Nacht beständig in eins weg in stetem Flusse sind gehalten worden, drauf habe man gefunden, daß das Gold gar nichts an seinem Gewichte abgenommen, das Silber aber habe We 6asten Theil des vorigen Gewichts ver⸗ ohren. Indeß gehet der Isaacus Hollandus einen gantz anderen Weg ein, da er einen Gold Kalck, der mit vr oder durch den& gemacht ist, in einem offe⸗ nen Gefässe bey 3. Monat und länger beständig in der gelindesten Glühung, oder einer solchen Hitze, die ein wenig grösser ist, als zur Schmeltzung des Bleyes möchte erfordert werden, erhalten heist, so verspricht er, werde es geschehen, daß das Gold in einen schwammigten, unbegreifflichen und nach der Maaß sehr leichten Kalck sich verkehren werde, dergleichen etwas, ob wohl einer ungleichen Far⸗ be, wir oben vom oꝰ aus dem Kunck= angemercket haben. Ob aber gleich der Isaacus Hollandus aus einem solchen Kalcke hernach bloß durch die Subli⸗ mation verspricht eine flüchtige Asche zu scheiden, die sich leicht in einen lauffenden Mercuriam bringen läßt, hingegen aus der zurück gebliebenen nicht sub⸗ limirten Substanz könne man vermittelst des de⸗ b 5 stil- DSISIEeeExxxx SSe. I 394 Einleitung zur Chymie. stillirten Eßigs ein salinisch Corpus bereiten, wel⸗ ches durch mancherley Operationes in einen rothen unquorem sich verändern würde, welches wir jedoch curieulen Gemüthern zur Untersuchung und Er⸗ fahrung recommendiren. Doch fällt mir hierbey ein des Kunckels Problema in seinen beyden son⸗ derlich seinen ersten chywischen Observationibus, das Oin eine mercurialische, rothe, styptische und, recht saure und weisse, erdichte, glabachtige Sub⸗ stanz von einander zu scheiden. Ob nun solches mit. diesen Operationibus, so wohl von wegen eben der Mittel, als auch wegen der Würckungen, überein komme, überlassen wir der Zeit. Besiehe Isaaci Hol landi Tractat, de Salibus& oleis metallorum. §. 24. Daß aber diese Calcination, die auch Cramer in seiner Disputation de Transmutatio· ne metallorum sehr recommendiret, dem Kun- ckel nicht fremde gewesen sey/ ist zu muthmasse, zum Theil aus denen Worten, die ihm an einem Orte entfallen, daß, da das gewaltsame Ain vielen Ta⸗ gen, ja nimmermehr, das Gold verletzen und zerstöh⸗ ren, oder ihm etwas abgewinnen kan, so könne ein langsames& solches in wenig Tagen leisten, und wo er von dem Sale Merallorum gedencket, so re⸗ commendirt er des Isaaci Hollandi Treue und Aufrichtigkeit in dieser Sache besonders. §. 25. Zu diesen Bereitungen des Goldes kan auch nicht unbillig gezogen werden, das nicht un⸗ ebene Phænomenon der Zerreibung des Goldes nach dem Langelott, davon wir theils oben ge⸗ dacht, und die Sache selbst findet man in seinen 1 — Gifton he es l nd Odel dx U¹ beham seher o lt heg gahaß Hhn düh. Mul Dug r r dabg Wommt diesen R Hket y Hhelsch Rab nackang Uogrih We 4 lutoß nnii —— RpusHuu ned An IIE esuhun h fltmt seihen H Oblerwuint the stypish ohhahh W von i Ucungnie Bischel Metalorun cihation, H He Taanomun litt, den l mnuhmi an ehend Ain diln Hund hpfen lastn l gamnckt, Einleitung zur CVymue. 395 Schrifften weitläufftiger ausgeführet. Das ein⸗ tzige kan noch gemercket werden, daß diese Reibung besser von statten gehe, wenn man die Keule nur gelinde, als wenn man sie starck aufdrücket, auch besser, wenn mans gelinde herum treibet, als wenn solches starck geschicht; Denn bey beyden, wenn man Gold⸗Blättergen dazu nimmt und sehr starck reibet, wird es mehr in Kugeln zusammen getrie⸗ ben, als daß eine zarte Zerreibung solte vorgehen. Die Ursache aber der Subtilisrung, die aus dem Reiben entstehet, wird vergeblich von der Lufft oder dem zugethanen Speichel so mühsam herge⸗ seitet, sondern es wird vielmehr gantz schlecht und bequem aus der Art der blossen Zerreibung nach seiner Subtilität so wohl, als nach seiner Flüßig⸗ keit hergeführet. Sintemahl es der Vernunfft gemäß ist, daß durch dieses Reiben die zerriebenen Theilgen zugleich mit in eine Ründe gebracht wer⸗ den. Nun aber wird ein jedes sehr kleines zartes Ding, je mehr es zur Ründe sich nahet, desto leich⸗ ter bewegt, je mehr es beweget wird, desto näher kommt es zur Flüßigkeit; dahero findet man bey diesem Reiben etliche Phænomena einer Schmie⸗ rigkeit und einiger Flüchtigkeit. Ins besondere aber stehet das Ehæenomenon, so zugleich unter die⸗ sem Reiben mit furkömmt, zu einer weiteren An⸗ merckung zu recommendiren, daß, nemuch das al⸗ so geriebene Gold, einen AIn Geruch von sich gebe; Wir recommendiren dieses denen, die Zeit, Mus⸗ se, Unkosten und Fleiß haben, es durch eine weitere Untersuchung zu examiniren. ö§. 26 396 Einleitung zur CVymie. § 26. Aber von allen diesen Tractationen des Goldes, schliessen alle Chymici und Künstler ein⸗ müthig, daß durch dieselben das Gold nicht we⸗ sentlich könne aufgelöset werden; Denn ob es oleich allerhand Veränderungen an der Farbe, Subrii⸗ tät, Consistenz durch diese und dergleichen Din⸗ ge erlanget, so rühren doch alle diese Dinge her, nicht von einer Scheidung derer Theile des Odes, sondern von der Anleimung, Anklebung vieler fremden Dinge, die zu dem O gebracht werden: Wenn solche von dem Gold wiederum geschieden werden, so erzeiget es im Augenblick wieder alle vorigen Eigenschafften, es wäre denn, daß, von de⸗ nenjenigen, die§. 29. gemeldet sind, die Erfahrung ein anders zeigete. Also wird auf einem andern Wege gesucht, wie das Okönne genauer aufge⸗ löfet, und durch die der metallisch en Natur eigene Mittel extrahirt werden. In dem Absehen wer den fürnemlich angestellet die Einweichungen des Goldes in mercurĩalischen Subject is, die entweder einer feuchten oder trocknen flüßigen Consisten⁊ sind, mit welchen das Gold zuerst sehr zarte auf⸗ gelöset werde, daß es fast in ihre eigene mercuri⸗ alische Consistenz, Subtilität und Flüchtigkeit ü bergehet; Hingegen mit der Zeit diese dazu gekom⸗ mene Dinge mit sich vergleichet, und in seine dub⸗ stenz dieselben mehr oder weniger verkehret. A⸗ ber hievon in der Zugabe ein mehrers. §. 27. Es wird dienlich seyn noch mit wenigen zu mercken, was insgemein durch das philosophi- she Gold verstanden werde, welches sie zur Fer⸗ men. ———.——— 0 W Is WeRe Rh nt aun mosch in eegf dahen wocuich Poobahe hu. N Gelda Herteram 9 N woitd/ di die Dret y/ Hehh dulch dis Hob fi! wend 42 Moi Alchym fundenwe 11 5 910;)L Mseasth dunochg InSef Pan hafsarg Hain Einleitung zur Wymie. 397 NMAAN mentation ihres Mercurii erfordern. Dieses ist Aundoilun nichts anders, als ein höchst lubtililirtes Gold, so 06 Gad yh in eine fermentirende Beweglichkeit gebracht ist, Denmeht daß, wenn es mit dem gemeinen lauffenden Mer- ube, VCurio verinischt ist, es dessen Theilgen nach gerade ddaglhhe! mit sich vergleichet, und also dessen gantze Menge le des Dm. in eine gehörige rechte Dicke bringe, daß derselde *Delbhse daher hernach ein wahres Gold wird nur etwas Wütm! weicher als das gemeine Gold, so aber doch alle gebmgt x Proben Wwie das gemeine Gold, besländig ausste⸗ Webenum gihh het. Der nächste Effect dieses philosophischen eoblc ur.Goldes ist, diese Vergleichung des Mercuri: Da⸗ dm, un her recommendiren wir die oben§H. 6.§. 7. F. 27. 74§. 29 gerühmte Processe, in welchen versprochen mein wird, daß das lubrilͤsmte Gold den Prium durch Ainnn die igetion in seine Subttanz verwandeln wor⸗ 23nn de, wenn man solches einiger Massen wahr findet chl durch die Erfahrung, so verdienet ein also bereites Gold für das wahre philosophische Gold gehal⸗ waahu: ten zu werden. lir enn 9. 28. Was die andern tunckeln rätzelhafften eh Caltte Meldungen betrifft, die hin und wieder bey denen scht Rtte Alchymistischen Seribenten von diesem Golde ge⸗ daee m funden werden, welche sich widersprechen und sich Hlicme unter einander wiederlegen, don diesen stehet zu wis⸗ I sen: 1.) Daß die meisten, die von diesem Kunst und mhs Meistterstück geschrieben, es entweder nicht verstan⸗ I hiln den noch gewust haben, und haben also ihre conku- thnl. sen Begriffe, die etwan in ihr en Einbildungen und ohnt Phanthalien hiengen, hingeschmieret; Oder die es dübpßüm verstanden haben, haben die physicalischen und l chymi- 90f 398 Einleitung zur Chymie. chymischen Ursachen nicht eingesehen, daher haben sie sehr übele Verknüpffungen gemacht, und sind gemeiniglich in den Jrrthum gerathen, daß sie et⸗ was für eine Ursache angegeben, so doch die Ursache nicht ist. Sie haben schlechte und geringe Dinge, und die nur von weiten zum Zweck concurriren, als die vornehmsten Haupt⸗ Ursachen angesehen, und dafür gerühmet. 2.) Daß die meisten, son⸗ derlich die von dieser Sache am wenigsten wissen, weil sie eine gantz vergebene Furcht und Besorgung haben, wenn diese Sache, die bey bösen Leuten so viel übels anzurichten höchst geschickt ist, allzuklar wurde bekannt werden, und unter das gemeine Volck gerathen, daß denn folglich würdige und un⸗ würdige ohne Unterscheid die sich nur darnach be⸗ mühen, dazu gelangen würden, so haben sie die klaren wichtigsten Aussprüche derer aufrichtigen Besitzer, bald verstümmelt, bald offenbar wieder⸗ eget, damit der Leser confundirt würde. Aus eben dem ersteren Grund und dessen letz⸗ teren Satze fliesset so viel und verschiedenes Ge⸗ zäncke, von denen philosophischen Menstruis im nassen Wege, davon man sehr wohl mercken muß, daß selbige alle in der Beccherischen mercurifici. renden Erde gegründet seyn. Die Operation mag nun herkommen entweder aus Speichel, oder aus Urin, oder aus gemeinem so man hin und wieder häuffig findet, sonderlich das Meer⸗Saltz) oder darin es am sparsamsten ist, aus O so etwas mehr gereinigt, oder aus groben O, der nur so schlecht weg ist aus der V ausgezogen und mit 1t er 2 M MM. W V M RPs I 889898... 333 ausann det B Ouqh ce h seo t wegelx der Mil Rariongg Zwact chs D ggen g Msend t hersh gachtt? demassn MOM Lecomme tum c. eoda, hni — schendürs gemaht,mj Hathen, so dochbist 0 gung weck cenan sachenauzt LLIII wenigserx Htund S.h bsged schlt s ela nter dab ghz wütdgll uur dunth ½ H deret aufthh offenbath wutde und besth Rschiedeneh Meadn Mhercke Hen meteu Opemtin SOyachl G(ml I M O 0jH nl, Einleitung zur Cymie. 399 ler Mühe muß gemacht werden, darinn sich es doch ein wenig mehr findet, oder aus dem Saltze vom Thau, vom Regen, vom Schnee, oder aus dem X, oder aus dem Spiritu von gemeinen D, vom Russe, oder endlich aus dem Butyro nii oder zusammen gesetzten Spiritu Bezoardico, der aus der Bereitung des Bezoardici mineralis entstehet. Der Irrthum der meisten lieget darinn, daß sol⸗ che Leute aus einer gantz eitelen Hochachtung die⸗ ses künstlichen Geheimnisses, theils vor Geitz, kheils wegen der Persvasion, die auf den grossen, und in der Natur ungewöhnlichen Axkum der Transmu- tation gegründet ist, dafür halten, daß zu diesem Zweck zu gelangen nur ein eintziger Weg sey, wel⸗ ches zwar wahr ist, wenn wir die Eslenz aller de⸗ rer dazu gehörigen Mitteldinge betrachten; Hin⸗ gegen gantz falsch, wenn man die verschiedenen Weisen dieser Essen⸗ ansiehet, die man gantz wohl mit verschiedenen herumschweiffenden Wegen ver⸗ gleichet Wir halten den trocknen Weg besser als den nassen, und können der Philaletha, Suchten und Clavey statt aller andern genug seyn, und recommendiren des Philalethæ Introitum aper- tum c. 18. und was wir oben vom& des Golds gemeldet, als eine Sache, die nicht geringe ist. Vom Silber. V. I. Auf das Gold folget der Beständigkeit und Dauerhafftigkeit nach, nun das Y, und solte solches billig in grössern Werth seyn, weil es zu meh⸗ rern Nutzen geschickt ist als das Gold, indem—0 eben —————.ttPttttttttf.. S 40⁰ Einleitung zur Cymie. eben dem Gewichte einen grössern Umfang macht auch eine grössere Härte hat; Wo nicht die Eitel⸗ keit derer Menschen dasjenige, was GOtt zu un⸗ sern Nutzen häuffig darreichet, eben deßwegen verachtete, und solche Dinge, die man seltener fin⸗ det, wenn sie auch wenig, oder gar nichts nütze sind, ohne Ursache erhebet. Es ist aber das 5 das allerweisseste Metall, feste und ins Mittel hart, klingend, läßt sich vom&und Flusse nicht zerstöh⸗ ren, und in Vergleichung mit dem Gold ist es in gleichen Gewichte fast noch halb so groß. Sein Gebrauch und Nutzen gehöret enrweder zur Me- chanic und ist also œëconomisch, oder zur Medicin und curieusen Chymie. Zur Mechanic rechnet man allerhand Gefässe, Blech, Silber⸗Faden, dabey fürnemlich zwey, Dinge fürkommen: Die Schmeltzung und die Vermischung mit andern Metallen, welches sie das Legiren nennen. Das erste zu einer blossen Herausschmeltzung hat keine Schwürigkeit, wenn aber das Metall fürnemlich ven einem vermischten schweflichten Dampffe ist spröde geworden/ so wirfft man um besserer Ge⸗ schmeidigkeit willen im Flusse, oder indem es will zart fliessen, ein wenig O zu, wie oben deym Gold gedacht ist, so wird es geschmeidiger. 6. 2. Was das Legiren des Y mit andern Me⸗ tallen betrifft, so braucht man gemeiniglich zu dem Ende&,/ afür etliche zwar Mehing nehmen, wel⸗ ches in grösserer Menge kan dazu gemischt wer⸗ den, und behält doch eben den Strich auf dem Streich⸗Stein, oder andere nehmen weiß& da⸗ zu, — l bchl Ros Sil glx 100.“ Regl erQuat Hang des Sl huch 3. l Wons) en RWige, ei Ruhie hlaue Wutung na hder Mero Msse Aatep l diese Tin sanmet, sohr Ihseben noch Hieh den sol Msqhreben: in von der slleltet worde 0 0W llschme Cafma lehdaher da Rgemanig Her mehr lad, Hohwel o is amt, woß H de Hm— — Einleitung zur Chymue. 4⁰1 sallof zu, aber beydes macht das Y spröͤde, das Y aber d uhlgh macht das Silber höchst un geschmeidig, so, daß ein waböby: Theil 3. 100. Theil D kan spröde machen, wel⸗ Ahe u. ches der Regulus znii noch mehr ihut, und in noch leansl kleinerer Quantität: Das Bley aber macht den 9a n! Klang des Silbers sehr stumpf, und verdirbet die sst abgds. Farbe. Is Mil§. 3. Zur Medicin ist die Meynung eingerissen, usenchtz daß das Dein Metall sey, so dem Haupt dienlich, denGhn deßwegen, weil man findet, daß die aus dem Dex. bsoget trehitte blaue Tinctur in der Epilepsie feiner amwebg Würckung nach nicht zu verwerffen sey, dahero oder un auch der Mercur. des Y ers von einigen als das ge⸗ Mechmen wisseste Antepilepticum gerühmet wird. Weil „Siber:aber diese Tinctur nicht aus dem blossen D her⸗ Uomme:! stammet, sondern aus dem kleinen Theilgen, so ung mteh demselben noch anhängen, so wird deßwegen der Hennn Eflect, den solche erzeiget, dem Silber nicht wohl Fung hat! zugeschrieben: Woraus zugleich mit erhellet, was aal füre man von der D potabili, so mit Salien aus dem Y in Duf bereitet worden, in der Medicin hoffen könne. im bst. 9§. 4. Der chymische curieuse Nutzen des be⸗ Udziehet sich mehrentheils auf die Eintränckungen und benden Confirmationes derer zärteren Theilgen des Gol⸗ des/daher dasselbe zur Corporisirung oder Einbrin⸗ Ihebgen gemeiniglich gebraucht wird, auch zur wenigen Wann oder mehr figirenden Cementation des Zinno⸗ mund: bers, von welchen beyden schon oben am gehörigen ing nd.Orte ist gedacht worden: Womit das überein 6 an kömmt, was Beccher in seiner Minera arenaria Stlsh 690 P. sqq· qus dem Lullio anführet. zun ut Ce Es *3* E‚TTTtttTtT!TT!TT TCTFTFTTRTRTRT. 4⁰² Einleitung zur Cymie. Es verdienet auch hieher gerechnet zu werden das curieuse Phænomenon, welches Arbusculum philosophicum oder Arbor Dianæ genennet, und also beschrieben wird: Man löset Nauf in vr, die Solution mischt man mit 3. bis 4. Theilen gemei⸗ nes v, denn wirfft man x hinein, nemlich eben so viel als das D gewogen hat, in einem runden Gla⸗ se, denn wird es eine zeitlang geschüttelt und herum geschwencket, dabey man denn das Mundloch mit dem Finger zuhält, hierauf denn setzt man es hin, und läst es ruhen, so wächset ein Cörper herfür, der recht als ein Baum aussiehet mit vielen Zwei⸗ gen. Andere rathen, man soll statt des Merc. so bloß, vielmehr einen in Aqua fort aufgelößten& dazu nehmen. Ubrigens ist der Nutzen bekannt, den das Silber in der Amalgamirung des Reguli 5 nii Olis mit Merc. leistet, aus denen obgemeld⸗ ten Articulis vom Mercurio§ 32. wie auch der⸗ jenige, den wir zur Beweisung der goldischen Sub- stanz in dem Mercurio animato berühret haben, eben daselbst§. 31. und im Articulo 2. von denen Metallen, da vom& der Metallen gehandelt wird. Vom Rupffer und Eisen. 5. 1. Diesen beyden undollkommenen Metallen haben eine grosse Verwandniß mit einander, denn daß aus& rechtes 2 werde, solches bezeuget die ge⸗ meine und bekandte Erfahrung; Daß aber durch die Kunst aus& auch könne Eisen gemacht werden, das berichtel Bec her hin und wieder. In eilichen Bereitungen kommen sie mit einander überein, nem⸗ — Ranshinder (Castung! Wst M l sss do Wandeand Hallchet es; ih der Scht Sunden d Nehtedaß Gfh wne N0 ubr gerden ur (chalten m gechwfel Es gahe lustaner⸗ in gut H hlld, auf ö 15 Metalls rauf so wi Herngsam rine habg uig wie Bi venn man Im Merall Sobesel d undd alsobg lasthret, S a ym. — chnt non lches Awal ine gaenn üNufhnn 4. Delng lu/ nemlah mem tunda hüͤttelt undz 3s Mude sehtuont in Cper. t mit ulaz talt des Ne aufhecßt Nutzen den itung des de dehen obge „ Me auc) galdihen Herühret hal 10 2. von de chandelt Eien. mmenen 20 nit enod 5 Henahdid ö Duni NN apadth vehrr Mb ande⸗ 0 10 Einleitung zur ymie. 403 nemlich in der Calcinirung und Glmachung. Die Calcinirung wird mit Schwefel verrichtet auf die⸗ se Weise: Man schneidet die Bleche dieser Me⸗ tallen in solche Stücken nach der Grösse des Ge⸗ fässes, darzwischen streuet man Schwefel eine La⸗ ge um die andere, das Gefässe macht man zu und verkleibet es, denn wird es in gelinder Wärme, daß der Schwefel bequem fliessen könne, etliche Stunden lang gehalten, letztlich vermehret man die Hitze, daß es erglühet: Denn zerbricht man das Gefäthß nimmt die Materie heraus, die ist schwam⸗ mig und brüchig, die wird denn zu Pulver klein gerieben, und eine viertel Stunde in gelinder Gluth erhalten mit steten Rühren, und also hat man einen geschwefelten Crocum des Metalls. Es gehet dieses geschwinder zu, aber mit Ver⸗ lust einer grösseren Menge Schwefels, als dessen ein gut Theil für der Würckung fortgetrieben wird, auf diese Weise: Man glühet die Bleche des Metalls mäßig, denn wirfft man Stückgen& drauf, so wird das Kupffer gar bald, das Eisen a⸗ ber langsamer zerstöhret, das Kupffer siehet aus als eine halbglaßachtige Schlacke, das Eisen ist löche⸗ rig wie Bimsenstein. Eben dieses geschicht auch, wenn man einen dicken Stab eines von denen bey⸗ den Metallen aufs höchste glühend macht, denn Schwefel darauf streuet, oder darauf reibet, so wird alsobald ein guter Theil desselben oben her zerstöhret, weiches herab springt, wenn man mit einem Hammer drauf schlägt. Ce 2 Am 4⁰g Einleitung zur Cyymie. ———.— Am allerleichtesten gehet die Sache von statten, wenn man ein zart granulirtes Kupffer oder Eisen⸗ feyl nimmt, darzu thut man 4 Theil Schwefel, so gröber oder kleiner pulve risnet ist, mschet es unter ein ander, und trägt es Loffel⸗weise in einen tunckel⸗ glühenden Tiegel; So wird die schwartze Masla aufkochen, denn wind es bald drauf gantz umher an der Seite sehr erglühet scheinen welche Erglü⸗ hung allmählich die gantze Maslam bedecken wird, wenn das vorbey gegangen ist, wird die Masla wie⸗ der etwas dunckel werden, die kan man mit einem Rüuhreisen loß machen, heraus ziehen, und einen neuen Löffel voll hinem tragen. Eben diese Ope⸗ ration aber gehet, wie mit dem Schwefel also auch mit dem z nio und gelben Arsenico,(die deyde vom Schwefel participiren,) eben so von statten, aus⸗ genommen, daß diese alle beyde sich fester, als der gemeine ,„ an beyde Mertallen, sonderlich an das Kufferi anhängen, Von der Calcination dieser beyden Metallen mit blossen A haben wir schon oben§. 44. an derwärts geredet. §. 2. Also folget nun, daß wir von ihrer Calci- nation durch Salia, mit welchen sie in einen Ol ge⸗ hen, jetzo etwas handeln. Dieser Salien sind für⸗ nemlich 3. die mineralisch, als das Acidum des Sulphuris, des O, und des gemein en S und ve⸗ getabilisch, als der destillirte Eßig, auch die sau⸗ ren Spiritus aus denen Höltzern. Das Acidum des Sulphuris oder das schon daraus geschiedene Oleum der Campsnan, wird auf Eisen oder Kupf⸗ fer aufgegossen, oder selbige werden ihm eben, da er m —— 1 öf asste bl0 R.e Theon WE mar H thalte Nerhidhnef sst nit 9 H„ ud de aj Hur de Dtang e sundet und d Croeu hion Scht ein glühn Schwese ö ö heraus u inem gel einom G iet halbe ren da de halten: D des Vge selben eine Der Cro tractitt, Schwofe dm v al schgenng geoct ur abemuß; bon geuen CHmt, — ESarum NUpfudnt HDgeletu Ist, mschagr eihe in eihen die schwatz döraufganhe enen wacge Ium bedechgt irddedleh kan wannt 5 ehen, u U. Ebeh diet ISchweft a i ehd hof sag, Lsch fiset,& „ondellch a Calination! ahlbenwt * ur von in Nuseineh Naset Hal eae HEh M O. V Wn it Nausnt W Einleitung zur ymie. 405 im Begriff zu scheiden ist, fürgeworffen. Das erstere gebraucht keiner Kunst; Das letztere setzt diese Theorie voraus: Das Acidum des Sulphu- ris kan man nicht, als durch dessen Ansteckung nur erhalten: Also mischt man die Feylspähne, oder vielmehr vorgedachten Crocum sulphurstum fast mit 8. biß 10. mahl so viel frischen Schwe⸗ sel, und denn wird es in der gelindesten Wärme, daß nur der Schwefel gelinde fliessen könne, eine Zeitlang erhalten, biß endlich der Schwefel sich an⸗ zündet und verbrenne. Oder man nimmt eben den Crocum, vermischt ihn mit einer neuen Pur⸗ tion Schwefel, wie vorhero, und trägt ihn ein in ein glühend Gefässe, wenn denn der beygemischte Schwefel verbrandt ist, so nimmt man die Masla heraus und pulverisirt sie, und denn wird sie in einem gelinden Erglühen/ daß sie nichr schmeltze, in einem Gefässe, so einen breiten Boden hat, bey einer halben Stunde lang oder weniger ohne Rüh⸗ ren(da das vorige mit Rühren geschahe) also er⸗ halten: Der also glühende Kalck wird in sieden⸗ des L geschürtet, und selbiges läßt man auf dem⸗ selben eine Nacht stehen, des Morgens wirds filtrirt. Der Crocus wird mit eben der Arbeit und Mühe tractirt, dabey man zuweilen ein wenig frischen Schwefel zuwirfft, und verschiedene mahle in dem§ ablöscht, welches denn endlich, wenn es sich genugsam davon voll gezogen hat, kan ein⸗ gekocht und erystallisiret werden. Der Crocus aber muß nach einer jedweden Auslaugung wieder von neuem pulverisiret werden. Dieses also be⸗ Ce 3 reite⸗ ——— SSSISIIII——..... 406 Einleitung zur CHynne. reitete Saltz nennen sie denn einen Slum SOtis oder Eris. §. 3. Ubrigens wird aus dem Glo Veneris mit leichter Mühe ein Gum Martis, wenn man jenes in Vauflöset und kocht, oder nur in starcker Hiße beständig treiben läßt, und immer nach und nach etwas Eisenfeyl hinein wirfft, biß das De⸗ coctum nicht nur den adstringirenden Geschmack verlohren, und eine Süsse bekommen, sondern auch, wenn ein poliret Eisen hinein gesteckt und eine viertel Stunde lang drinnen gelassen wird, es selbiges nicht mehr mit einer kupfferhafften Far⸗ be und Rinde überziehe. Es werden alle beyde Metalle in r aufgelö⸗ set, doch mit einer Ungleichheit, denn das Kupf⸗ ser macht eine grüne, das Eisen eine gantz dun⸗ ckel⸗rothe Solurion. Jenes macht ein grünes O, davon Beccher in seiner Phys. subterran. Sect. V. Cap. 2. H. 119. kan nachgelesen werden. Dieses ist ein rothes Magma, welches in der& zerflies⸗ set; wenn man von beyden die übrige Feuchtig⸗ keit hat verrauchen lassen. Das wird auch wie bekannt ist, in vr aufgelöset, aber es ist der Un⸗ terscheid dabey, daß wenn die Solurion auf den Ddritten Theil oder mehr verrauchet ist, so schies⸗ set das Silber mit dem übrigen Theile vr in fixe⸗ re Crystallen an, die nicht so leicht zerfliessen. Es werden auch diese Cörper alle beyde in destil⸗ lirten Eßig aufgelöset, dabey doch wiederum ei⸗ niger Unterschied vorfällt. Das Eisenfeyl wird mit 10. Theilen deltillirten Ehig digerirt, biß es entwe⸗ —55 aunder ge s st die Fausch y en Poct. Oedolaio Ruaeo abz inii Leb guhglosen, ö é Scalen Hs 0 vitd es de sie dil wan den ale wi 90 d wahren. Dab man will lloyft s, die Weise deltilitter Rlunliches 9—46 Ibckann ger in/ Hachgesch Narinn, lasung e Wop ssch g Hagch sso sie con chm. — dem Op he Hartis, p det nut nie dimmeftt ift, H irenden Gh Eommey, Rueh gch Ien ghlastn lupfazafta Ie i v , denn WAI dlhe garhl Hren grun Hen. Sd verden. Di b A Ihnge Fut Wdautt det ir st Oeluion d. shet ii, 0 Dpeit P lacht K I bepde doc pahln E x Einleitung zur Wymie. 40⁰7 entweder gantz oder doch grösten Theils aufge⸗ löset ist, die dolution wird eine zuckerhaffte Süs⸗ se an sich haben; Wo nicht, muß es mit einer neuen Portion Eisenfeyl weiter gesättigt werden. Die Solurion muß man durch destilliren, aus dem Balneo abziehen, daß nur der zte oder ale Theil zurück bleibt, das kan man heiß in eine Phiole ausgiessen, das Mundloch verstopffen, gelinde erkalten lassen, und alsdenn in einen Keller setzen, so wird es nach etlichen Tagen Crystallen geben, die sie Sal Martis nennen: Von solchen muß man den Liquorem wieder abgiessen, die Cry⸗ stallen mit einem eisernen Dräthgen hergus lan⸗ gen, und auf Papier gelinde trocknen ünd ver⸗ wahren. Das aber, wenn es granulirt, und wenn man will, mit einem Hammer noch weiter zer⸗ klopfft ist, oder auf Kupffer⸗Feyt, kan auf eben die Weise, wie vom Eisen gedacht ist, wit dem destissitten Eßig tractirt werden, so glebet es blau⸗ grünliche Crystallen. §. 4. Sonst ist auch der Grünspahn aus dem bekannt, dessen Art der Bereitung weitkäuffti⸗ ger in Iwölfteri Refuütetione Tackeniana kan nachgesehen werden. Die gantze Sache bestehet darinn, daß die Wein Trestern nach der Aus⸗ pressung des Mostes einen subtilen sauren Geruch von sich geben, und vermöge dieses Spiritus be⸗ nagen sie die 2 Bleche, und werden unt denen⸗ selben concentriret. Cc 4 K. 5. —.— X EEEEEER—— —— X—— SSISEEE PPSI¶I 4⁰½ Einleitung zur Wymie. §. 5. Die Bereitung zum medicinischen Ge⸗ brauch berühret vornemlich das Eisen, davon man viel und allerhand Eslentien vorgiebt, wel⸗ che alle nichts anders sind, als Soluriones des Ei⸗ sens, die weniger oder mehr sobtilisiret sind. Die bekandtesten und nützlichsten sind folgende: Das Eisenfeyl wird mit dem Safft von Borstorffer⸗ Aeffeln, und Quitten oder mit P, da man beym auf einmahl eine gute Menge v, bey jenem aber immer ein weniges hinzu thut, in einem verdeckren Gefässe länger oder kürtzer, als mit dem P bey 8. bis 12. Stunden gekocht, das De⸗ coctum, welches bey allen schwartz ist, wird fil. xrirt, und gleichsam durch Zugiessung Spir. v. über⸗ zogen, oder für der Fäulung verwahtet. Die aber diese Decocta einkochen, und denn erstlich mit ei⸗ nem starcken wohl dephlegmirten Spir. v. die Ex- tractiones machen wollen, die thun eine vergebliche leere Arbeit. H. 6. Man hat auch Præparata aus dem Eisen als Pulver, die sie Crocos nennen: So wohl den sogenannten adttringirenden, der nemlich bloß duꝛch die Re verberation gemacht ist, da gleichsam das o zu Asche verbrandt wird; Als auch den eröffnen⸗ den, der durch Befeuchtung mit destillirten Eßig und Elirung bereitet wird. §9. 7. Von diesen allen ist nun zu mercken, daß e mehr solche Præparata mit Acidis und solchen se⸗ e anhängenden Dingen gesättiget werden, desto mehr eröffnen, resolviren und abstergiren sie; wel⸗ ches sie eben auch thun, wenn sie saure Len en — 1 Lun gecsam in Wam mag Kaculut,o inbbitt sud Ichm se smchleh en Ehe uuderlch d Hypochon Mlitel. 8.D haben für lich sie sin solche sind cihirt iste spahn, w o hiller S Riglifene Urgr.Ape Wurtazil. 6 Mo che deter Chir Geschwü daß diese! bellhen ilsten doll moso gen der. TI. nuf Oucher! — ——— Im⸗ a0 ten in dem velbe antreffen, daß sie mit demsel ben 4. gleichsam in eine solche Zlische Consistenz geh en: Einleitung zur Wymie. 44o9 Ien borei* 1— Wenn man aber solche einnimmt, die nicht genug rmn acidulirt, oder die mit dem Acido des gemeinenn S Wschen imbibirt sind, und sie bleiben im Leibe zurück, so ziehen sie alle zusammen, daher beweiset den zu⸗ 7 In sammenziehende Crocus& in einem cacochymi- III schen Cörper eröffnende Würckungen, und ist CI sonderlich denen Scorbucis und noch mehr denen l un Avypochondriacis ein gantz eigenes appropriürtes lth, Mittel. koct, du§. 8. Die Sachen die aus dem d bereitet sind, dh U haben fürnemlich äusserlich ihren Nutzen; Mem⸗ sgdmy!lich sie sind ein Septicum oder zerfressendes Mittel, bahat An solche sind nun gebrandt 2, T das vor sick) cal. oon eslihs: cinirt ist(bloß durch die Reverberation) und Cörün⸗ in Spirx dl spahn, welcher die Basin oder Grund ausm achet Hahehe! so vieler Salben, um das von dem kalten Buandt ergriffene Fleisch wegzubeitzen, unter welchen das 20⁰H den Ungv. Apostolicum, MAgyptiacum und fusscum Sotbe Wurtzii. wohl die besten sind. mch bioß Aus eben dem Grunde gehet auch das blaue ð glechsand der er Chirurgorum zum Einsprützen in heßllichen Ich den u! Geschwüren: Überall aber muß man verhiiten, Celtlluth daß diese kupfferichten Sachen die Knochen nicht berühren, als welche sie leicht zerfressen. Die zar⸗ 0 testen Solutiones des, die mit dem Spiritu Neĩ vinoso gemacht werden, sind unter den Nahhmen h 0 der Y⸗VTincturen berühmt, und sind in epil epti⸗ 10 schen Zufällen zuweilen dienlich gefunden worden. leglh Die aber gröber sind, darff man innerlich nie⸗ Haulle Ce; mahls 41¹⁰ Einleitung zur ymie. mahls gebrauchen, indem sie Eckel, Erbrechen, Zernagungen des Magens und der Eingeweide, Durchfälle, Schlucken, Hertzens⸗Angst ꝛc. ver⸗ ursachen. 5. 9. In dem Olo fürnemlich, auch in dem ro⸗ hern Eisen selbst, und dessen sulphurirten Croco fin⸗ det sich eine sehr zarte kupfferichte Substenz, wel⸗ chem sowohl in der Chymie als Medicin von vie⸗ len vieles zugeschrieben wird. Sintemahl Hel⸗ montius dieselbe für das Haupt⸗Stück des La- pidis Buttleri, Marcus Marci in Fhilosophia Ve. terum restituta vor eine universal Medicin, an⸗ dere für den sogenannten&auri oder& philoso. pho rum halten, Marcus Marci hälts füt das Drif Helmontii. Sie bereiten selbiges durch eine Sub⸗ limation mit&, wie Boyle soll gethan haben, nach Vig ani Chymie, unter dem Nahmen des Secreri ignis Sris Helmontii; Andere, wie Viganus am gemeldten Orte ansühret, auch solches hin und wiedher in Becchers chymischer Concordanꝝ gefun⸗ den wird, meynen, es liege eben das auch verbor⸗ gen im Sale(Pli, so aus demselben nach der De⸗ stilletion des Spiritus und einem Theile des Oehls ist heraus gezogen, davon hin und wieder in der Concordan des Vitriols vieles stehet. 6. 10. Der chymisch⸗ curieuse Nutzen dieser Mesttlalle ist, theils zur Scheidung anderer Metalle pon denen Unarten des Schwefelt, dazu man das Eison gebraucht, z. E. Um den Regulum Anti- mohii von dem vielen Schwecel zu befreyen, auch das D bon dem Schwefel oder beygemischten An⸗ timo- — 77 timono loß Cuuung Gobch tlbs when /. nd von . lbri Schand Bet Hube das Haolch weij Atsenicum, 0 und Hal M. sch in eine od eiher Vie fliessn, v wenn die, examinire suche es, o sißt; We gut/so kan ed Wiederv wenig Sa man unte Theif ein si Fatbe, En we Weßmac Uasuchet u mishn Ce 40 Rec. 6 cug m * Pn I..— Einleitung zur Chymie. 4¹² Die timonio loß zu machen: Theils zur Fixation und ddabm. Gradirung des Silbers, und zur Erhöhung des b⸗j. Goldes selbst, da man denn wiederhohlen kan, was wir oben V. 6. gemeldet, von dem& derer Metal⸗ schhhn, len und von der Gradation g. 9. und§u. ꝛc. dunnon. g. II. Ubrigens wird das L fürnemlich durch al⸗ tdbe. lerhand Betrügereyen mit einer Silber oder Gold⸗ Hctoymn. Farbe verfälschet, bey welchen zum ersteren Zwecke, Oshun. nemlich weiß Kupffer zu machen, gemeiniglich der IhHEit Arsenicum, der zuerst mit Oo figirt ist, als die Ba⸗ Ilhln: sis und Haupt⸗Grund genommen wird. Z. E. Laß ersel-Mett 2 Ziv. fliessen, wirff drauf 38. Arsenicum, der mit nne Olsgirt, und mit einem flütigen Leimen und Y. Y H1.in eine oder andere Kugel gebracht ist, laß es bey uhm einer Viertel⸗Stunde in einem Gefässe zusammen gahens. fliessen, verhüte, daß keine Kohlen hinein fallen, Unmne wenn die Zeit vorbey, so gieß die Materie aus, e e sie auf dem Streich⸗Steine, und ver⸗ Ihen n suche es, ob es sich unter dem Hammer treiben Etcdneg läßt; Wenn sichs wohl hämmern läßt, so ists In gut, so kan mans aufbehalten, wo nicht, kan man ben ahke es wiederum mit Venetianischen Glase oder ein WIeö wenig Salpeter eine Zeitlang fliessen lassen. Wenn man unter das Metall die Helffte, oder den dritten WII Rn Theil, fein Yuntermischt, so behält es die schöͤn⸗ sehe ste Farbe, wenn man es träget. M Ein wenig curieuser sind die Albationes oder Hann Weißmachung, die mit der Erde des Odeci l, n versuchet werden, nach der Vorschrifft der Chy⸗ Whem mischen Concordanæ p. 376. n. 33. und p. 379. n. Ihseh; 40. Rec. Kupffer⸗Bleche so viel du wilt, ftratif. un cire es mit der Helffte der Erde vom rothen E, ö die 4¹² Einleitung zur Cyymie. die zuvor mit ausgezogenen und vom Saltze befreyet sey/aber die nur ein eintziges mahl, und nicht gäntzlich extrahirt ist, laß es zusammen in einen verschlossenen Gefässe glühen sünff Tage und Nächte, hernach nimms aus, und teeibs ab auf einem Treibscherben. Dabey man sich wieder zu Gemüth führen kan, was Beccher in seiner Phys. subterran. bemercket, daß die F des Pri, wenn sie mit Gold zusaminen geschmeltzt werde, dem Gold eine weisse Farbe giebt, die sich nicht leicht davon wieder scheiden läßt, und anderwärts nen⸗ net er ausdrücklich, was diese Erde für eine Sab⸗ stan- und Nutzen habe. Eine andere Art das Kupffer weiß zu machen, davon er auch Nutzen verspricht, findet man in Becchers Suppl II. Phys. subterran.§. 55. Man soll nemlich eine Y cornuam mit gleichen Theilen oder 2. Theilen 4 vermischen, die Mixrur in eine küpfferne Kugel, die aus 2 halben Kugeln(He- misphœæriis) bestehet, hineinlegen, und damit die unterste Helffte der Kugel anfüllen, die Fugen ver⸗ luriren, und mäßig A drunter legen, daß endlich die Kugel auf etliche Stunden dunckel glühe/denn, sagt er, öffne die Kugel, wenn sie erkaltet ist, was am Bo den lieget, schmeltze mit dem sckwartzen Flusse, so wirst du dein Gewicht des eingelegten Silders fin⸗ den. allein, der obere halbe Theil der küpffernen Ku⸗ gel ist von dem Spiritu dieses flüchtigen Silbers so durchdtungen, daß es grossen Theils in der Pro⸗ be recht und gut Silber giebt. Eben das kan man auch also anstellen, daß man die cornuam mit — m dm x D l Hchstele Blche/ Wodet mit e l, de dut ichet mah: st. Enea Iu der Lud del: Es fi Lador, d. iehe dahet sich ih eine grün werd von dener Weil wir hen konne zusannnen der Praoi kommt, d Gold⸗Tin dem Cogte solches we hel gemeir Vohlin de he/ und x‚ hylich sey Bituug, Huuß Ger 9—2.6 der Dot —F——— —.— Einleitung zur Cyymie. 4¹3 1 emit dem oder Ofeyl auf ein ausgehöhltes Kupf⸗ — uala fer Blech leget, und solches auf den Boden eines Wüzr Tiegels stellet, darüber leget män etliche reine Kupf⸗ IIII fer⸗ Bleche, endlich verdecket man den Tiegel, ent⸗ Iding. weder mit einem küpffernen oder thönernen De⸗ wansoy ckel, die Fugen verkleibet man wohl, und denn ver⸗ elh richtet man die Cementation, wie vorgeschrieben vlnn ist. Eine andere Art das Kupffer zu weissen, zeiget naht neir, Uns der Ludovicus de Comicibus, wenn er mel⸗ de schnt. det: Es finde sich ein wunderbahrer auflösender Dalbartg!. Liquor, der alle Grüne aus dem Kupffer heraus Edesn ziehe daher denn das übrige Corpus des Kupffers sich in eine Weisse verkehre, die niemahls wieder vuß Um grün werde, auch sey es alsdenn kein Corpus mehr Ht, sion: von denen 7. Metallen, sondern ein gantz neues. ernn y Weil wir aber den Liquorem nicht anders verste⸗ Ugechs) hen können, als daß uns in den Sinn kommt der 2Mxtur zusammengesetzte Spiritus O und Salis, der von WKuheh der Præcipitation des Bezcardici mineralis her/ Hoübm kommt der oben 8. 34. aus dem Boyle von den , di Fuger Gold⸗Tincéturen an geführet ist: Ubrigens, da aus dchun dem Cantexte des Autoris offenbahr ist, daß ein Agähron solches weisses Kupffer nur die Farbe mit dem Sil⸗ zhth ber gemein habe, aber dennoch zerstörlich sey, so Inn wohl in der Calcination, als auch in P nicht beste⸗ Nne he, und folglich darinn einem rechten Silber nicht 1 Aahnlich sey, so ists doch nur eine Schmincke und 00 Betrug, doch mag diese Albation zu allerhand W Hauß Geräth geschickt seyn. I 9. 42. Eine höhere Betrachtung aber verdienet H, der Vortrag Becchers wieder Rolfincium in nde M ange⸗ * R.SSSES F——— S......fff. 414 Einleitung zur Chyrnie. angeführten Thesibus Supplem. II. p. 819. Da er befiehlet, man solle auf gemeine Weise ein Vi⸗ triolum Veneris machen, selbiges auflösen, denn mit Urin niederschlagen, so werde eine weisse d niederfallen, die soll man aufhehen, wie er befieh⸗ let, bih man ihren Werth erkenne; welches besser ausgedrückt und erkläret zu seyn scheinet in der chymischen Concord. p. 670 unter dem Titel: Einbringen von dem Herrn von Srubenberg: Die Solution vom Ol(wir verstehen fürnemlich einen venerischen) wird mit alten Kinder⸗oder Män⸗ ner · Urin niedergeschlagen, das Pulver, so nieder⸗ fällt, sammlet man durch eine Filtration, trocknet es wohl, das soll man auf fliessendes Silber tra⸗ gen, so werde es in das Silber hinein gehen e. Das Silber soll man laminiren, in vr auflösen, so werde es die hinein gegangene Substenz wieder fahren lassen, wenn man selbiges schmeltzt⸗ giebt es ein weiß Gold/ welches man durch eine Grada⸗ tion denn vollkommen machen muß. §. Iz. Die andere Färbung des Kupffers be⸗ trifft eine gelbe Farbe, die gemeiniglich mit Gall⸗ mey durch eine Cementirung und Zusammen⸗ schmeltzung zuwege gebracht wird, da denn die Gallmey, die vor sich weder vollkommen metal⸗ lisch noch geschmeidig ist, doch mit dem Kupffer zusammen wächset, dessen Gewichte sehr merck⸗ lich vermehret, und zugleich mit der Ausdehnung sich hämmern läst. Eben dergleichen thut auch der Zinck, allein mit einer schönern Farbe, welches man mit wenig Worten angezeiget findet 4 der hy- —.5— cmshen m zuck: Aunwan! Wbtndi et dus de uuc disEr periment 0 Autimonid. e sognah 9. 4. A hellitet, u nan das o odet wit A Iet. W9 chen von gelegt, dal oben herd sast auf di han denn⸗ Usache die Esen in ve dem ähser tkioben wir heren The saarck gebr 6. Gchmiede seoHlauen Esen dahi Hahl wied Ehen derg n chm. —— nEUH Rehe WII ges aufhasy eide ie arj chen, Wegh ney wg aon schengt unter w! 1Dabethez n sümne Hinde dur Pue Titto, sssende E AIL XIT. Roobtunt shlubl, u ee — UUl Hufth nahnt Imm „ Nüb komma Rt dah Il 2—— E 7 Einleitung zur ynne. 415 chymischen Concordanz, wenn es heißt: Kupffet und Zinck ana halten den Rheinischen Strich. Allein man braucht so viel vom Zincke nicht. Aber zu beständigen Tincturen entweder des Kupffers, oder aus dem Kupffer, kan recommendiret, und durch die Erfahrung untersuchet werden das Ex⸗ periment von No. 14. in der Concordanꝝ vom Antimonio, und No. 18. vom Kupffer, wie auch die sogenannten: Pars cum parte. 9. 14. Aus dem wird fürnemlich der Srtahl bereitet, welcher gemacht wird, entweder, daß man das im verschlossenen gewaltsam glühet, oder mit Aschen selbiges sehr gewaltsam cem enti⸗ ret. Im grossen Wercke, wird die Massa oder Ku⸗ chen von guten geschmeidigen Eisen in starch'es gelegt, daß es sehr durchglühe, mit solchem A, daß oben her das Eisen gelinde herab fliesset, und zwar fast auf die Helffte des Gewichts, das übrige nim̃t man denn aus, das ist alsdenn Stahl. Nemlich die Ursache dieser Operaetion ist eben die, als ob das Eisen in verschlossenen gebrandt würde: Denn in⸗ dem äusserlich die Materie mit dem stärcksten A ge⸗ trieben wird, bis es fast fliesset, so werden die in⸗ neren Theile so lange gleichsam im verschlossenen starck gebrennt. §. 15. Es ist bekannt derer Eisen⸗ und Sägen⸗ Schmiede ihre Härtung des Eisens, die mit Och⸗ sen⸗Klauen verrichtet wird, indem sie ein glühend Eisen dahinein stecken, wenn sie solches etliche mahl wiederhohlen, wird das Eisen fast brüchig. Eben dergleichen geschicht bey Bereitung 1 isen⸗ 4¹6 Einleitung zur Mymie. Eisennwerck, die man brauchen will anderes Eisen damit zu schneiden und einzugraben, als die Feylen. Da z. E. die gemachten Feylen mit Asche, geraspel⸗ ten Nelauen, Glase ꝛc. stratificirt, und in einem Ge⸗ fässe gementirt werden, welches sie an einigen Or⸗ ten das Eisen einsetzen nennen. Also wird auch ein etwais dünnes Eisen, wenn es geglühet und in guten Tabgelöscht, und solche etliche mahl wiederhohlt wird, gantz brüchig Conf. Wedel. Pharmac. L. I. Sect. 4. C. 6. p.55 16. Hingegen wird das Eisen weicher, so wohl durch ein gelindes etwas längeres erglühen, daher es gleichsam schwammigt wird, welches durch eine Ablösung im d wiederum zusammen gepresset wird. Noch weicher aber wird es in einem Decoicto von Menschen⸗oder Kühemist, im Urin, in Zwiel eln⸗Safft ꝛc. als mit welchen Mitteln es ge⸗ schickst gemacht wird, wenn man was drauf einste⸗ chen swill. V. 17. Ubrigens können wir zum Beschluß die⸗ ses Articuls die geschwefelten Crocos von Eisen und Kupffer, oder, das Eisen⸗Ertz mit Glette und Kieselsteinen, oder mit Mennige oder Bleyweiß und Feuersteinen oder Fluß⸗Sand, wenn sie in ein Schwartzes Glaß, welches bey kleinen Stückern dunckelbraun ist, zusammen geschmoltzen sind, als ein gradirendes Glaß recommendiren. Von welcher Sache man etliche Exem pel lesen kan in der Concordantia partis cum parte n. 28. Con- cordantiæ XII. des Bergbuchs n. 67. 68. 69. Concordantiæ von Einbringen, n. 33. Ind wir — yM en de 12 bsch flese 1 M Ih, sebs usch zu d Whchfen N ind wohle Hilem The OEthe m W thischieder sonders Das 3 llichte, erd rennlich aus dieer Es ist heka hallung e it da mo funden ho shickt shy Ache verl Ind Polir und. De 6 mchw Munhe, ·n m⸗ I Einleitung zur Cymie. 4¹½ W +—.—.— 2 mahn wird ein verständiger Chymieus diese Vorschriff⸗ Wtühzg ten so zu mäßigen wissen, daß er sein Vitrumt)zart Andun. genug fliessen lasse, 2.) daß es lange genug mit dem schthn. edleren Metalle zusammen fliesse, und wenn es dicke Aondn wird, selbiges von neuen mit frischen gehörigen ühumn Zusatz zu diluiren, und dessen längere Daurung IuN 3 helffen wisse. Wenn man dieses recht verstehet Ibam und wohl ausführet, so sind wir gewiß, daß es keinem Theile der Welt an einem sattsam reichen O⸗Ertze mangeln werde. Esen wät, 4p.n Von Sinn und Bleye. erun uir§.1. Weil diese Metallen sehr von einander un⸗ Wniden terschieden sind, so wird man auch von jeden be⸗ enhn bonders handeln müssen. ö M Das Zinn ist also ein Metall, welches weiß, ulld leichte, erdicht, und gleichsam glaßhafftig, bald ver⸗ wabrrahs brennlich erfunden wird, und welches sich hernach 0 aus dieser Asche sehr schwerlich reduciren läst. Dh. Es ist bekannt, daß es bishero mehr in der Hauß⸗ aa uuhaltung, als zur Medicin und Chymie gebraucht uitl ist, da man doch sonderlich für weniger Zeit ge⸗ Dn funden hat, daß es zu dem letzteren nicht unge⸗ „c schickt sey. Zur Mechanic wird das zu einer lahn. Asche verbrannt, welche hernach zur Glättung Hect und Polirung kostbahrer Steine viel gebraucht nmend wird. Deßwegen macht es auch die Amaula oder Ml unl gemachten Gläser(Schmeltze) derer Goldschmie⸗ pne de milchweiß, wenn es nemlich, vermittelst der 30. ½ Mennige, in Venetisnisch-Glaß eingeschmoltzen 143 wird, da zwar die Asche nicht zu Glase wird, son⸗ 0 Dd dern 418 Einleitung zur ¶CHymie. ö dern nur der zarteste Staub menget sich mit ein un⸗ ter das Glaß, und zeiget seine weisse Farbe in dem⸗ selben noch reiner, und verursacht also ein milchweis⸗ ses und in eiwas durchsichtiges Glaß. Indeß hilfft die vitreseirende Mennige oder das Bley glaß die Subtilihrung dieser Asche, und also deren grössere Ausdehnung, indem selbiges gleichwie alle übrige und edlere Metalle, also auch dieses auf das zarteste resolvirt. §. 2. Poterius hat selbiges fürnemlich auch zur Medicin angewendet, als welcher sein Antihecti- cum draus bereitet, indem er ein Theil v mit eben so viel Antimoni zusammen schmeltzt, die Massam zerstößt, und mit zmahl so viel O verpuffet, aussüs⸗ set, und also als eine sonderbahre Anrihectische Me- dicin recommendiret, wozu doch aber andere noch ein Theil 5 zusetzen. Mynsicht aber recoinmen- dirt daß Sal 3eni als ein Specificum Anticolicum und also auch Anrihystericum, welches also ge⸗ macht wird: Man giesset auf die Zinn⸗Asche de- stillirten Ehig, digerirt es, oder kochet es eine Zeit⸗ lang ein, denn wird es tilxrirt, so hat es zeinen Ge⸗ schmack als ein Bley Zucker: Der Liquor wird in B.M. bis auf den dritten Theil abgezogen, das übrige wird mit dem Helme in einem Kölbigen etli⸗ che Tage in den Keller gesetzt so schiessen Crystallen an, dis werden gesammlet. Oder man cosgulirt die Solution, calcinirt es mäßig unter einer Muf⸗ sel, der Kalck wird denn von neuen in destillirten Eßig aufgelöset und crystallisiret. §. 3. In der Chymie hat das 1 fürnemlich einen tundechf Snntusfu Hchten I ne, O noni st fl 111 Hordeh. A ghacht ud fidet Tnctatede deAuro, fenbahr kutz vothe ser gerede durch de macht wo chymieo Ch st. commeno Hixation d Hen Zumi cen auch schen Ex Da er u phoretici wird, da . 3j we wohl geri Hbande ben asse chusag — Einleitung zur ymie. 4¹ Hashu einen dreyfachen Nutzen? Als zur Bereitung des W Spiritus fumantis, und derer per Deliquium ge- an machten Ylischen Oehle; Zur Reduction der Lunæ I Mi cornuæ oder wenn das Yenit dem Regulo Anti- du don monii ist flüchtig gemacht; Und denn zur Callischen as pagg Præcipitation des Goldes, die neulich ist bekannt chu dll worden. Von dein ersteren haben wir schon oben sh Justaty gedacht, da wir vom Spritu S gehandelt haben; Und findet sich der Process so wohl in Orfchalls Inlüm Tractate, Sol line veste, als auch in Cassii Tractate uA Ade Auro, in welchen beyden auch das letztere gantz Diyoffenbahr fürgelegt wird. Das mittlere haben wir Relt W. kurtz vorhero angefuhret, da wir vom weissen Kupf⸗ Humfhn ker geredet: Und die KReduction des Silbers, so Iutteh durch den Regulum Antimonii ist flüchtig ge⸗ 11— Wum macht worden, kan man lesen in Becchers Roseto i Ram. Ohymico unter dem Titul: Postens opus N. 16. Autial Es ist auch zu einer weitern Untersuchung zu re⸗ 6n gommendiren, ob, und wie weit, die noch zimliche a 0 Hixation des Mercurii, durch diese und dergleiz⸗ z.N chen Zumischungen des Zinns, wahr sey, derglei⸗ hcen. en auch diejenige ist, die in des Digby medicini- üthen schen Experimenten fürgeschrieben wird p. 137. Whe! Da er unter dem Nahmen eines guten fixen Dia⸗ phoretici(des Grafen von Orsord) beschrieben 0S, wird, da er befiehlet, man solle nehmen Lund Hess— aa. 3j. welches vorhero in einer Reibe⸗Schaalen h 70 wohl gerieben ist, solches vermischen und un⸗ nnnee ieeremander reiben, denn übern zusammen trei⸗ Ie e ben lassen, so wirds eine schwartze Massa/ dazu thut man halb so viel, oder weniger(nach der Dod⸗ Vor⸗ 42⁰ Einleitung zur Nymie. Vorschrifft nur kaum den zehnten Theil nemlich 3i. Ziñ, die Materie in einen Tiegel geschmoltzen, uad' endlich mit starcken glühenden getrieben, so werde ein braun Pulver zurück bleiben, dessen Nu⸗ tzen sehr gerühmet wird. Neulich zeigte jemand einen solchen Zettul, derselbe wolte, daß der Mer- curius mit Zinn solle amalgamirt werden, auf das Amalgama giesset man vr, so brauset es auf, nach solcher Aufwallung bleibet ein Pulver zu ück und setzt sich nieder, das wird gelinde unter einer Muf⸗ sel calcinirt, davon versichert er, daß es als ein fixer Mercurius bey denen Holländischen Medicis hin und wieder im Gebrauch sey. §9. 4. Die Bereitungen des Bleyes, sonderlich die zur Mechanic dienen, geben uns die Glette, Bleykalck oder Asche, Bleyweiß, Mennige, und das/ welches zwischen diesen beyden in der Mitten kommt, Bleygelb, welches alles denen Töpffern und Mahlern verschiedentlich nutzet. Zur Medicin und Chymie will man fürnemlich gebrauchen den Bley⸗Zucker und Megilterium des Bleyes. Auch nutzet man vorgemeldte Dinge in der Chi. rurgie, ja das h so rohe selbsten. Das Bleyglaß gebraucht man in der Chymie. Unter diesen wird die Bley⸗Asche durch eine gelinde glühende Calci⸗ nation gemacht in einem Gefässe, das einen brei⸗ ten Boden hat, darinn es offt und viel umgerührt wird. Die Glette entstehet sehr häuffig, bey de⸗ nen metallischen Abtreibungen in Grossen, wenn die zarte Asche auf das Bley fällt, und also mit demselben eine gleichsam glapachtige duuhte er⸗ E Rhasihi huh Abes lh, w g st/ W Immengel Gasassewi hhein gego Faheen! „Dle Rurttlet — —* nd geftes seh nit de en, un das Wild Blaüdte a trocknete cben sol Hhabe d —.— lbaß„ Wenn ma damit anh sihe schön ghet die gelland d mit geme Wenn n⸗ Reeglen set und je in Hn 9 O U Washen m —. In MI Hgegahtz n A Meden, düeh lh ht r Me, Nß un, ktwaden tuusetWeht⸗ ulae uh uultt dons. dapes ab shen Meülg Jat, I EII Man den i da Dnen 4 JurMle Rlauchel n di B. ge dul „Di Wte dell Hchend ö JR thh namn ufpan L lt, 100 0 0 ö Einleitung zur Qymie. 421 herfürbringet. Das Bleyweiß wird gemacht durch eine dampffigte Calcination, da ein grosser Helm, mit Biey, welches in so zarte Stäbe gezo⸗ gen ist, wie es die Glaser gebrauchen, so lose zu⸗ sammen gewickelt, angefüllet wird, in dem nutern Gefässe wird guter oder auch schon deltillirter hinein gegossen, zusammen lutirt, und das Gefäs⸗ se an einen gelinden warmen Ort gestellet, so steigen die zarteren Dämpffe des Eßigs allmählich auf, Und zerfressen den Obertheil dieser Bleche, wach⸗ sen mit denen kleinen bleyichten Theilen zusam⸗ men, und machen also einen vitriolischen Kalck, das wird denn mit heissen L und einer härinnen Brüste abgefeget und abgewaschen, und die ge⸗ trockneten Bleche wieder an den vorigen Ort zu eben solcher Zerfressung hingelegt. Die gelbe Farbe des Bleygelbs entstehet aus dem Bley⸗ weiß„ wenn solches gelinde calcinirt wird; Wenn man aber noch länger etliche Stunden lang damit anhält, so verwändelt sich solches wieder in eine schöne Röthe, nemlich in Mennige. Doch gehet die Rede, diese gelbe Farbe werde in En⸗ gelland bereitet, wenn die Calcination des Bleyes mit gemeinen S verrichtet und continuiret wird. Wenn nemlich das Bley in einem auf die Seite gelegten Topffe geschmoltzen, und denn ein gerö⸗ stet und zerrieben S drauf gesprenget, und mit ei⸗ nem Rühr Eisen umgerührt wird, so wird es in einen gelbichten Kalck verkehrt, das zugesetzte O wird denn davon wieder mit heissen Vausge⸗ waschen. D d 3§. 5. 4²² Einleitung zur Cyymie. §. 5. Alle diese Kalcke aber werden wieder in das vorige alte Bley reducirt, durch Schmeltzung mit Sri, Pottasche, fixen O; oder im Au⸗ genblick, wenn man O und Mana zusammen rei⸗ bet, und unter das Pulver, die Helffte Mennige, Bleyweiß/ Glette ꝛc. mischet, zusammen reibet, und die Mixtur anzündet; So wird bey der gewaltsa⸗ men Verpuffung das 5 von neuen in eine Rastam zusammen geschmoltzen. F. 6. Der Bley⸗Zucker wird gemacht, wenn man auf gefeylt oder granulirtes Bley bey 6. Thei⸗ le oder mehr destillirten Eßig aufgiesset, es dige⸗ rirt, die klare Solution filtrirt, biß auf den zten Theil herab ziehet, und denn zu Crystallen oder vielmehr fettige Sprossen oder Fäsergen zusammen wachsen läßt an einem kalten Orte, der oben schwimmende Liquor wird abgegossen, von neuen biß auf den zten Theil eingekocht, und denn wieder anschiessen lassen, das alsdenn zurück bleibende, wird durch gelindes Abrauchen verdicket. Das Magisterium vom Bley entstehet, wenn man in die Zucker⸗süsse Solurion das σ ri per deliqui- um giesset, die præcipitirte Subltan aussüsset, und in Gestalt eines sehr weissen Pulvers zum Ge⸗ brauch aufhebet. §. 7. Man nimmt auch den Bley⸗Zucker und Oli tis ana, reibet es zusammen, und giesset drauff, so entstehet die Lincturs Antiphitisica. Weil aber doch auf diese Weise die Extraction entweder nicht von statten gehet, oder nicht ge⸗ nugsam, so kommt man der W Uli⸗ — Haf/we ggndhele ehege Homwen 6s Wurdel fhit ode Hechichet! deer Tas Zoardico! 98 Mhe, ren, vnd des/ ode gen Leim mercken. lo flͤß 2)Jf mehr Bl sn Gew Dder M. reducitt daher set zu, Wel diß Gaß sen oder so himm halb eine Higer od dochseine st. Duchsi A n. Hym —— Weldeh wyg dutch En NIII I 1Hasee ammen u decdgn uen in eH gen Baphy Wsciestt, Ge bae MII sagen Ole, WIIL dengg hnnk bleh deldickel. IIII uu per d. Ditenz Oul Pubas p, N. 0/f in Aunen 11 Mnt Ehu Einleitung zur QWymie. 4²3 Hülffe, wenn man das zur Weisse calcinirte oder getrocknete Glum& gleichfalls mit destillirten Es⸗ sig eine Zeulang digerirt, bis es eine rothe Farbe bekommen, und also aufgelöset ist, beyde Solurio- nes werden denn vermischet, und bis auf eine Fet⸗ tigkeit oder Oehligkeit abgerauchet, und alsdenn geschiehet die, Extraction. Andere aber geben statt dieser Tinctur das Magisterium Bi mit dem Be- 2zOardico martiali gemischt. §. 8. Das Bleyglaß wird gemacht aus Bley⸗ Asche, als deren 2. Theilen mehreren oder wenige⸗ ren, und 1. Theil weisser Kiesel, glaßachtigen San⸗ des, oder auch Feuersteine, oder eines glaßachti⸗ gen Leimes. Bey dessen Bereitung annoch zu mercken. 1.) Je mehr Bley man dazu nimmt, de⸗ sto flüßiger und durchsichtiger wird das Glaß. 2.) Je länger es im Flusse gehalten wird, desto mehr Bley verrauchet, das Glaß wird dicke und sein Gewichte wird verringert. 3.) Wenn man zu der Mixtur Sꝙri, oder Pottasche zuwirfft, so reducirt es wieder einen Theil desselben in Bley, daher setzt man lieber Glaßgalle oder gemein S zu, welches seine Flüßigkeit vermehret. Wenn diß Glaß mit andern unedlern Metallen, z. E. Ei⸗ sen oder Kupffer und deren Kalcken gemischt ist, so nimmt es nach deren verschiedenen Proportion dalb eine schwartze, bald braune, bald rothe, we⸗ niger oder mehr durchsichtige Farbe an sich, da doch seine Farbe vor sich selbst grün und durchsich⸗ tig ist. Zu diesem Zwecke aber, nemlich zu der Durchsichtigkeit, wird erfordert, 1) eine reimere Dd 4 Sub. äüä;—F;——————— —... S.......... 4 ö 4²4 Einleitung zur Qymie. Substanz des Bleyes, daher dienet die Glette! hierzu nicht, als welche gemeiniglich mit Eisen h ll und kupfferigen Theilen beflecket ist, sondern man: pll de muß vielmehr Mennige oder Bley⸗Asche daun asshilfttl nehmen. 2) Die Schmeltzung muß im verschlos⸗ vyde dis senen verrichtet werden, von wegen der Ursachen, gmal die im vorigen§. gemeldet sind. 3) Es muß die⸗ shwelih b selbe lange genug, bey 3. Stunden und länger con. Mmleind tinuiret werden, und 40 die vorgedachten Sub⸗ à.aushee stantien, die einen zarten Fluß befördern helffen, hurch ene muß man nicht vergessen. Denn weil die Durch⸗ nitt. Dab sichtigkeit herrühret von der genauen und allerzar⸗ H90. Kinne testen Resolution und Zusammen treibung der bley⸗ Halt,das! ichten Theilgen mit denen Kieseln; So muß noth⸗ de Eipstn wendig eine langwührige Zusammentreibung und werden; Subtilisirung durch geschickte Materien das gantze stalen sch Werck ausmachen. uim Wis §. 10. Der chymische Gebrauch aber dieses hemach g Glases bestehet in der Eintränckung derer erdichten Rton, ol Schlacken des Martis und Veneris, daß, was nur nüham i in denenselben von guter Substanz umwickelt ist, Worthele könne heraus weichen. Und auf den Grund ist des Happlem. Becchers gantze Minera arenaria aufgebauet, wie auch des Glanbers, aus welchen er diese genom⸗ von du men, den er auch g. 8. anführet. Der gantze Pro- cess aber ist von diesem beschrieben in der chymi- 6V50 schen Concordanz p. 76. und folgenden. In der stantien Müschanic aber ist dieses Glaß das Fundament ssn, d. aller Amausorum(oder metallischen gefärbten Frd Gläser, Schmeltze,) deren man eine grosse Anzahl bnducht nemlich bey roo finden kan in der Concordanæ p. Neschh 6. selhen. — Hm anghm. 692. und noch etliche eben daselbst p. 709. von Knwelchen Isaacus Hollandus anmercket, je mehr und B.hd., ie zarter die Croci aller metallischen Ingredienti- mußn;en subrilisiret werden, desto herrlicher und treflicher hn. werde das Virrum werden, das alsdenn daraus gemacht wird. Aber eine solche Subrilisirung wird Einleitung zur Qymie 4²5 0. CIN ———— schwerlich besser verrichtet werden, als wenn die unn. Meralle in denen gemeinen corrolivischen Menstru. he is aufgelöset werden, die Solution wird alsdenn 1 durch eine gelinde Abstraction in B. M. dephleg- ů mirt. Dabey man nach gerade(wie oben§. 39. dh dq erinnert worden ist) die Gradus der Wärme allkügm: hält, das übrige läßt man zu Crystallen schiessen, „ Softr die Crystallen sollen mit destillirten Eßig extrahirt manbh werden, und die kan man wieder lassen zu Cry⸗ Wlll n stallen schiessen, denn von neuen solche in gemei⸗ naeem Wasser aufgelöset, die Solution filtrirt, und u ahn! hernach gäntzlich verrauchen lassen. Welche Ope⸗ WWllere! ration, ob sie wohl zu denen Amausis viel zu Wdaß, vul mühsam wäre, so kan man doch selbige zu andern mwick Vortheile sich wieder erinnern. Besiehe Becchers hOud Supplem. II. Thes. IV.§. 55. P. 72/7. H́HNVon denen halben Metallen, als Wißmuth, Di gun Zinck, Spießglase. i de§. 1. Wißmuth und Zinck sind ein paar Sub- nden stantien, die heute zu Tage noch wenig untersuchet WII sind, doch bezeugen sie durch ihr Gewichte und 0n v Farbe eine metallische und mercurialische Natur, W und nehmen in denen gemeinen Menstruis fast eben Cum: Ddieselben Schematismos oder Verkehrungen an, Dd als 4² Einleitung zur Chymie. als das 5: Sintemahl sie in deitinirten Eßig sich eben so leicht auflösen lassen, und demselben eine zuckerhaffte Süsse beybringen; In vr aber werden sie noch leichter aufgelößt als das Bley. Das ist mercklich, daß der Wißmuth in Spiritu O aufge⸗ löset, einen sehr häuffigen Dampffaus diesem Spi⸗ ritu forttreibet, weiches das 5 gar nicht thut. Die Auflösung wird durch zugegossenes niederschla⸗ gen, so sällt ein weisses Pulver zu Boden, welches in denen hitzigen Kranckheiten, da eine hefftige Hi⸗ tze bey ist, als ein ausdämpffendes und treflich alre. rirendes Mittel ist erfunden worden Man kan auf dieses Subjectum appliciren, was man in dem Tractatu, dreyfaches chymisches Licht, für Prædi⸗ cata und Lobsprüche findet. Der Wißmuth und Zinck dienet auch zur Me⸗ chanic, in so fern es den zarten Fluß der Metallen gleichsam im Augenblick verstärcket. Daher es gemeiniglich zum Löthen mit pfleget genommen zu werden. Was der Zinck für eine Farbe dem Kupffer ge⸗ be, kan man im vorigen aus dem Artic. 3.§. 17. ersehen. Man hat auch gelben Zinck, davon schon oben gedacht ist, welches sie insgemein Speaurer nennen, welches doch aber bishero zu nichts sonst gebraucht worden, als zu mechenischenMixturen. §. 2. Doch ist es sehr glaublich, daß in diesen Concretis sehr viel gute Irische und Odische Sub⸗ Hanz hänget, welche entweder schon würcklich bheommen ist, die aber von der darzu kommen⸗ den erfenicalisch en Materie wieder geraudet wird, oder, 1 — Ne, I Holkomh W e vaddh druckhch w Mccatd, Dpeninel DelS dahh Fanhegte Copehrhn Sibes .30 HiaHofl Hubttinz, Hs NeM H, sch! fbnin alderM Cst h R Wͤodke Udd Hach! doen geneh Damn win des Agtim Jls deih Der Adtim Nder/ de wWeddel. 3 heahhche retum — Hnit I Einleitung zur CHymie. 4²⁷ h—3 V 2* und In oder, welches dem Vermögen nach(potentialiter) Juuthn vollkommen zu machen stünde⸗ Von welchen Dh.: Dingen des Fachsii Muthmassungen in der Vor⸗ Tpe. rede verdienen nachgesehen zu werden, da er aus⸗ Wsam. drücklich muthmasset vom Cobold und dergleichen aunthth Marcasiten, und zwar durch Phænomene einiger his yhn Experimenten, daß in dem Cobold sein gröster Sann Theil Silber sey, und daß auch ein guter Theil Wchl. an dergleichen Marcafiten ein gut Metall sey. Man GInni kan hiemit vergleichen, die Concordantias Oli, die ⁷ Concordentias derer Einbringen, und des fixen ˖ Silbers ꝛc. ae 1 9 3 Das Antimonium aber giebt überall sehr obchst, piel Hoffnung, es ist eine metallisch⸗mineralische Substenz, von einer sehr zähen Vermischung, wel⸗ Iaahches alle Metallen, das Gold ausgenommen, aus⸗ Rß dun löset, sich mit denenselben gantz genau vermischt, I. Onja es subꝛilisirt selbst das Gold aufs höchste, wenn ht gaun ein ander Metall oder metallischer E dazu kommt. Es ist dieses Minerale zusammen gemengt aus ei⸗ duhuf! ner unvollkommenen halb⸗metallischen Sucttanz nniegund vielen, welcher, wie wir sicher glauben, von hndhdatul dem gemeinen Schwefel gar nicht unterschieden ist. Heneh Yu. Denn wenn man zu der regulinischen Substanæ ne des Antimonii diese schwefflichte wieder zusetzt, scheto⸗ aus dem gemeinen Schwefel, so wirds wie⸗ 6,Mnl der Antimonium, und hat die vorige Gestalt 0/ 08 wieder, davon wir hernach etwas mehr reden anong werden. Daß aber sein regulinischer oder mehr 4 0 metallischer Theil ein recht wunderbahres Con- I cretum sey, welches in denen chymischen Ope⸗ — ratꝛo. 46 —— Ai. WEEEPPEENRN. 4²⁸ Einleitung zur Cyymie. rationibus den trefflichsten Nutzen leistet, des sind wir gewiß. §. 4. Also wollen wir so wohl den chymischen als medicinischen Nutzen dieses Subjecti und des⸗ sen Bereitungen ausführen. Zur Medicin wird es zwar auf verschiedene Weise bereitet, allein eigentlich hat es nur zweyerley Nutzen, nemlich zum Brechen und den Schweiß zu treiben. Zum er⸗ stern, neinlich zum Brechen gebraucht man dessen Vitrification, dieser gehet nun vor die Calcina⸗ tion, und diese wird von der Sublimation derer Florum begleitet. Nemlich das Antimonium wird zart pulveri⸗ sirt in einem töpffernen Gefässe, das einen flachen Boden hat, auf Kohlen& gesetzt, doch so, daß der Boden bey einer Stunde lang nicht erglühe, so wird ein weisser Rauch unter beständigen Rühren (welches mit einem eisernen Löffel oder Keule aus einen Mörsel bequem verrichtet wird, wodurch auch zugleich das Klümpern verhindert, oder sel⸗ bige wieder klein gemacht werden,) mit dem sau⸗ ren Rauche des angezündeten Schwesels aus⸗ dämpffen, welcher die Instrumenten, die man zur Rührung gebraucht hat, mit einer staubichten Rinde überziehen wird: Wenn diese Stunde ver⸗ flossen, so darff man das Werck mit etwas ver⸗ mehrten& fortsetzen, und so es wider Vermuthen sich hat zusammen gebacket, so muß die Materie wieder vom A abgenommen und zerrieben wer⸗ den, und hernach selbige denn weiter fort calciairt, diß endlich kein Rauch mehr aus dämpffet, ob gleich der — du Bodh di Atin uit sh Wean! udanf faäͤnget V Rh Zusammel. den uud nach Antimoi einer hub eflisn, Eintauchu nes Esens euscheihet, Bech, A Hanget.so Hse Rh etbas! dah Wuns 5D Diesen, ge nom Aleai mt 2. Hdit efiossen, Vuffen bad M ei Mune Gespu s‚„ u Einleitung zur Cymie 429 Rulise. der Boden sichtlich glühet, und man ersiehet, daß n t 95. indeß in ein grau Pulver verkeh⸗ ta!ret seh. Muun Wenn man den Rauch, der in der Operation iUim ausdämpffet, durch aufgesetzte Töpffe oder Helme huelh, fänget, so giebt er weisse Flores. Wenn der übri⸗ lhn ge graue Kalck in einem Tiegel unter der Muffel nabn yzusammen geschmeltzt wird, so wird es erstlich Rin⸗ uuctnn den und Blasen machen, und wird dem Ansehen bot Mü nach, einem nicht anders, als das geflossene rohe Hublgun! Antimonium fürkommen, aber nach Verlauff einer halben Stunde wird es sehr zart und sachte Uid moy zerfliessen, davon man ein wenig zur Probe durch Idabehg!. Eintauchung und geschwinder Herausziehung ei⸗ dochsh. nes Eisens nehmen kan, ob es gläntzet, wenn solches niht agl. erscheinet, so kan man es ausgiessen, auf ein Znes Hodgengl: Blech. Wenn mans aber gantz durchsichtig ver⸗ loder Kell! langet, so muß mans weiter bey etlichen Stunden Autd, von: im Flusse erhalten, biß vorgedachte Probe, wenn Udat, n. man etwas mit einem Rühr⸗Eisen heraus nimmt, ul den nach Wunsch erscheinet. w§F. 5. Die näheste Bereitung desselben nach u,denm diesen, geschiehet durch blosses Schmeltzen mit ei⸗ Iun Lul nem Alcali. Nemlich, man läßt ein Theil S nii VSmit 2. oder 14 Theilen eines fixen Alcali gantz hel⸗ nle fliessen, da es denn, wenn es zart fliesset, feurige Iur Sin Tropffen heraus und oben auswirfft, denn wirds 1 Rehen bald in einen Giehpuckel ausgegossen. Wenn die Materie erkaltet ist, findet man am Boden des Iusttcl Gießpuckels einen Regulum, den muß man ab⸗ uf schlagen, das übrige wird klein gestossen und an u an 43⁰ Einleitung zur Cyymie. kan mans entweder im Keller per deliquium, oder bloß mit Vauflösen, die Solution filtriren, und das Pulver,/ so von der Solurion zurück bleibt, aussüssen, die dolution aber mit schlechten niederschlagen. Ein gleiches, nemlich eine Scheidung des reineren metallischen Theils von dem überflüßigen schwef⸗ lichten Theile geschiehet auch, wenn das Antimo- nium im Tiegel geschmoltzen„ und alsdenn ein Stück, oder Feylspähn, oder Blech, oder Körner, eines unvollkommenen Metalls als, /ode 5 hinein geworffen wird, und zwar, daß des Metalls zweymahl so viel sey, als des Fnii. So greifft der superficielle Schwefel dieses Concreti das Metall an, und verläßt seinen regulinischen Theil, der setzt sich also zu Boden und wird ein zusammengesetzter oder metallischer Regulus Antimonii genennet. §. 8. Weil wir vom& des Z nii oben schon heym Schwefel gedacht haben, so wollen wir jetzo fürnemlich seinen regulinischen, als den metalli⸗ schen Theil desselben besehen. Selbiger ist nun flüchtig, brüchig, dennoch schwer, berühret die Me⸗ tallen, und vermischt sich mit ihnen, läßt sich in Spiritu S oder vn auflösen, aber nicht so wohl mit Spiritu O, hat auch alsdenn dieses merckwür⸗ dig, daß, wenn derselbe vom Fnio einmahl geschie⸗ den ist, es sich hernach weiter sehr schwer mit dem⸗ selben vermischt. Einige bemühen sich auch diese Substanz ge⸗ schmeidig zu machen, daß es der Substanz des Bleyes soll ähnlich sehen, und bringen solches durch das Bley⸗Zucker zu wege, davon Basilii te, ri⸗ —** ö —7— Vumhe walden mentario 25 gl und wo u Welde NMohmen gemacht! Salhen, auch de sel meheh durch un schmeidi 9* dicin mi Dellen 5 in Kolle, glasemen Sonde ge Waseberwn tueO den mit oher d ae dietd hennet wi Wenn bol siche del dritte Welden, auf ener da es Il m —— Einleitung zur Cyymie.. Rn Triumph⸗Wagen des Antimonii kan nachgesehen L W werden, wie auch Kerkringins in seinem Com- 0 mentario darüͤber, ein solches Bley denen Chirur- lha gis gar sehr recommendiret, in allen Geschwüren, buhgun. und wo sonst das gemeine Bley pflegt gebraucht haflltan zu werden. Etliche aber verstehen unter diesen eud Un Nahmen den Regulum, der ohne Zusatz des Bleys udihn gemacht ist, so aber jedoch lange mit alcalischen chsch Saltzen, firen O und S Pri geflossen ist, daher leoHuauch der ihm etwas genauer eingemischte Schwe⸗ lahde fel mehr und mehr eingezogen wird, und eben da⸗ Eüge! durch zugleich der Regalus etwas von seiner Unge⸗ Hereth! schmeidigkeit nachgiebet. h⁰ H 9. 7. Ubrigens wird eben der Regulus zur Me- Wsohma dicin mit&to z. E. des Reguli I. Theil mit 2. dögigu. Theilen=Eti gemischt/ denn einen oder andern Tag ui übnin Keller gesetzt: Oder auch ohne dieses aus einem Opollanh: gläsernen Retortgen mit einem weiten Halse im ah dum. Sande getrieben, dabey das& immer Stuffen⸗ Bbher weise vermehret wird, so ergreifft der sanure Spiri- hellheed tus S den Regulum, löset ihn auf, und führet ihn , liht. mit üder durch die Retorte, und verursacht damit Rnchtt? eine dickliche Conliltenz, die Butyrum ö ni ge⸗ dists ut! nennet wird. eumhl Wenn man diesen Liquorem von neuen öffters Ishvand: vor sich deltillirt, so wird solcher ednlich, fast bey der dritten Wiederhohlung gantz flüßig und klar Hhn werden, welches auch geschiehet, wenn man ihn auf einer gläsernen offenen Schale in Keller setzt, auhte. da es zugleich am Gewichte vermehret wird, 300 F 4³² Einleitung zur Cymie. lich von wegen der aus der& angezogenen Feuch⸗ tigkeit. Wenn man aber auf einmahl und häuffi⸗ ges Vdrauf giesset, so wirds alsobald Milchweiß, und wenn es eine Zeitlang ruhig stehen bleibt, so fält ein weisses Pulver zu Boden, welches Xvitæe genennet wird. Wenn man kalt Wasser dazu ge⸗ nommen, und das Butyrum auch noch etwas grob und nicht flüßig ist, so fällt auch daher ein gro⸗ bes krümlichtes und mehr Olisches Pulver nied er. Wenn aber das Butyrum entweder durch wieder⸗ hohltes rectiflciren, oder durch die Fliessung per Deliquium ist flüßiger gemacht, und man immt heisses Wasser, so, daß das Butyrum Tropffen⸗ weise in dasselbe hinein getröpffelt wird, so wird das Pulver sehr zart und gantz Schnee weiß. Es sind einige, die diese Præcipitation verrich⸗ ten, daß sie statt des gemeinen Wassers ein V ri per Deliquium nehmen, und verhoffen dadursch ein Pulver zu erlangen, so bloß unterwärts purgie⸗ ren soll, allein der Effect ist nicht gewiß und be⸗ ständig. Eben dieses Butyrum, wenn es flüßig ge⸗ macht ist, so kan man nach gerade den Spir. O zu mischen, denn es wird sehr heiß, und die Mixtur pflegt sehr aufzubrausen, die beyden Spiritus wer⸗ den alsdenn durch eine Retorte mit mittelmäßigen aus dem Sande abgezogen, daß ein trocknes Pulver zurück bleibt, darauf wird wieder ein Spi⸗ ritus gegossen, und davon abgezogen, das Pul⸗ ver wird endlich ausgesüßt, und als ein Schweiß⸗ treibendes Pulver verwahret unter dem Nahmen des Bezoardici mineralis. 5 Auf i Minote, M ln 0 Rgosseh K Ri Puoer Balh nach dyn rdih 9 kleiben, ser dim auch ast sitt, unt rebt, Wals dds önü dbeapuff, dehefig dur regu letam 9 Dele! man die n Ret soßt be epien ga Horerch mi Einleitung zur Cymie. 433 —————— Wgng, Auf eben das Buryrum giesset man auch/ Risli⸗ lahlh mum, fo entstehet daher eben eine solche Erhitzung bcd Ryund Aufbrausung nach Verlauff einer oder anderen schahh! Minute, und deßwegen muß der Spir. v. gantz ein⸗ Ipahe, eln, daß allemahl Stunde darzwischen sey, auf⸗ Vssen. gegossen werden; So wird gleichfalls mit einer auc u hefftigen Reaction, wie gemeldet ist, ein weisses auc dch Pulver, das aber überaus sehr zart und leichte ist, delunzu Boden fallen, so gleichfalls Brechen macht, aber eer duymn. nach dem Brechen pflegt es einen Schlaff und un⸗ I H ker demselben, einen starcken Schweiß zu erwecken. LIA§. 8. Aber den Schweiß in der Medicin zu Uyunen treiben, bereiter man eben das Anrimonium, aus⸗ Uiser dem schon vorgedachten Bezoardico minereli, Sonen auch also, wenn man dasselbe 1. Theil zart pulveri- rpuiny sitt und mit z. Thellen reitien O wohl zusammen sn%reibt, in einen Tiegel oder glühenden Topff Löffel⸗ 10 fu u weise einträgt, so entzůndet sich der schweflichte Theil 11117 des Fnii mit dem O mit einer groben Flamme, 11 verpufft, und ein arfenicalischer Theil wird durch (hal. Die hefftige Flamme im Rauch mit fortgetrieben, Inesh der regulinische reinere Theil aber wird sehr ligi- .— ret am Boden mit dem alcalischen und alcalilirten Theile des Oi zusammen geschmelzet. Wenn IuSöln man die Operation in einer sonst fast unbräuchli⸗ t m chen Ketorte, die oben ein Loch hat, verrichtet, so l stößt bey jedem Eintragen mit grosser Gewalt ein wichej Osisch schweflichter Spiritus in den vorgelegten Recipienten hinein, und wird in dem vorgeschla⸗ anem genen wenigen Ygesammlet; Die ar senicalischen 1un Flores aber hängen sich theils in der Rerorre an, Ee theils 434 Einleitung zur Cymie. theils werden sie mit dem Rauche fortgetrieben in den Recipienten, und können alsdenn von dem Liquore durch die Filtration geschieden, und al⸗ so zugleich zusammen gesamwlet werden. Das vorgedachtet Magma aber, welches am Boden zusammen geschmoltzen ist, kan man alsdenn heraus nehmen, noch eine oder andere Stunde im Feuer schmeltzen, oder wenn er hartflüßig ist, nur mit starckem Feuer durchglühen lassen. Her⸗ nach kan es entweder per Deliquium zu einem Brey oder alsobald nach der Erkaltung durch zu⸗ gegossenes kaltes Wasser zu einem Pulver aufge⸗ löset, und solches nach beyden Arten in frischen Wasser etliche mahl gekocht, und also ausgesüs⸗ set, und endlich durchs Abschlemmen von denen gröbern Stücken geschieden, und denn aufgeho⸗ ben werden unter dem Nahmen des ð nii diapho⸗ retici, welches ein fürtrefflich Schweiß⸗treiben⸗ des Mittel ist, so auch das Geblüte von der Schärffe und fremden Unreinigkeiten befreyet und reiniget, und dem vorigen Bezoardico minerali in keinem Stücke was nachgiebt. 99 Eben diß ð diaphoreticum wird auch mit andern Metallen gemischt und denn verpufft, wie⸗ wohl auf verschiedene Wege. Das Oarische und Daeische Bezoardicum pflegen sie also zu machen? Sie nehmen z. E zi Butyri Fnii, drauf giessen sie 3i O, so mit vV aufgeloeset ist, oder einen Gold⸗Kalck der mit Spiritu gemacht ist; die es noch curieu- ser machen wollen, die digeriren es erst mit einan⸗ der Degc — derche dus fl durchdie 8s gen Godi 0 W in eheh N des beid Ouenge ihre bre blosseeh schensin Wis v dicinge schöohgel Hchen ran wr Ole l Centar.! s.egte Heshreth Ouufda solen se Ittwed Hes sehr Uthe B Spirtag dar dolur D mt . Hni —— hestethegte albdenn pyn Schitden, et Petde shes an dy ran mn der El e hufh lhen n Iuuum Ttalung dut am Mhn ELTII nd aso a/ umen von IWII des Fuich chwaß tl Hle boh! u hefteyel Eddeo wine V mwid A am denof 3 anß übufeh —5 Einleitung zur Cymie 435 der noch eine Zeitlang, denn giessen sie Spiritum(0 drauf, figirens damit, und ziehen das Menstrum durch die Destillation wieder davon, so haben sie das gemeine Bezoardicum minerale, darunter ein Gold ⸗Kalck sehr zart untergemischt ist. Auf eben dergleichen Art machen sie es auch mit dem Yz. E. zu einer jeden Untze Butyri Antimanii, solviren sie in eben dem Spriru O, den sie zur Præcipitation des Bezoardici gebrauchen wollen, eben so viel Quentgen Y, und mit dieser Solurion vollführen sie ihre Præcipitation. Also nehmen auch einige das blosse einfache Beroardicum minerale, und vermi⸗ schens mit einer Da cornua, und geben es denn ein. Was wir von diesen 2. Metallen, wenn sie zur Me⸗ dicin gebraucht werden, halten, haben wir oben schon gemeldet. So aber doch jemand Lust hat, der⸗ gleichen Dinge zu gebrauchen, dem recommendi⸗ ren wir eine geschicktere Art dieses Bexoardicum Oare zu machen, welche vom Glauber in seiner Centur. IV. H39. und fürnemlich 9 40. beschrieben ist, die auch im Koseto chymico propos. XIX. an⸗ geführet ist: Nemlich, nachdem die Solution des O auf das Butyrum Antimonii aufgegossen ist, so sollen sie zusammen digerirt und von neuen destil- lirt werden, so gehet ein gut Theil des Goldes, wel⸗ ches sehr subtilisiret ist, zugleich mit über, und dieses rothe Butyrum wird denn endlich erst figiret mit Spiritu. Oder nach dem§. 40. nehme man statt der Solution des Goldes nur eine Solution des, die mit Spiritn& gemacht, und lange digerirt ist. Auch ist die Solurion vom Golde besser, die Ee2 mit 436 Einleitung zur CWyymie. mit ein em Spititu ↄ und einem mit vn schon vor⸗ her gemachten Gold⸗Kalck bereitet wird. Zu einem Bezcardico Dari recommendiren wir auch des Becchers Process in dem Roseto chymico n. XXI. unter dem Titul: Postens Opusz Nemlich das Silber wird mit gleichen Theilen Reguli Antimonii zusammen geschmeltzt„mit 2. Theilen Ati gemischt, und daraus ein Butyrum Antimonii destillirt, daß das Gefäß endlich glü⸗ he; Zu dem Capite mortuo mischt man udlich wiederum eben so viel=ti zu, und destillirt selbi⸗ ges wie vor, und das so lange, biß die gantze Portion des Silbers mit dem Butyro ist ůͤbergegangen, das muß denn hernach mit Spiritu O kigiret werden, als ein ein faches Bezoardicum. Doch muß man in beyden Arbeiten sehr wohl anmercken, daß man einen XAtum nehme, der mit Ar bereitet ist Nem⸗ lich der wird in Vr aufgeloset, und mit einem Spi⸗ ritu Salis, oder auch einer Solutione Salis, ais eine D cornua niedergeschlagen, der Liquor wird ab⸗ gegossen, das Pulder mit gemeinen Wasser ausge⸗ füsset, getrocknet, und in einem Kölbichen 3 mahl sublimirt, so ist er fertig. ö . 10. Die beste Art das Bezoardicum Martiale zu machen, ist des Ludovici Methode, die er in sei⸗ ner Pharmacia anweiset; Nemlich man soll 1.Theil mit 2. Theil Antimonii in stascken Feuer schmel⸗ tzen, dabey man zuweilen ein wenig O zuwirfft, daß es helle fliesse. Wenn man das jetzo ausgies⸗ sen würde, so würde man einen Regulum finden, der fast den Aten Theil wieget; Wenn man aber die — NS0l 1101 Ml thieto/ Iumtkkoh flasetde dethsehg diesttS 10 0 f 0 der Eid hicht x Spthel Mach, Wugewor me st w Moden liht man Wanm ch Hase hige Hahget aus audd bd s co und d qethes d 9e sem Re A- ge dit Wadr 0 heme Hrde an mohr mun Haschts y H ** 1 Einleitung zur ymie. 437 U 63— 22 b die Schmeltzung continuiret, und die sehr zart flies⸗ recommet sende Masla gelinde mit einen stählernen Stabe bih dl rühret, so, daß man biß auf den Grund des Tiegels Ulr Posgh. damit kommt, so wird der Regulus, der am Boden glach. fliesset, diesen Stab allmählig zerfressen, und mit Nnch demselben zur Schlacke werden. Zu Beförderung rausenbaß dieser Sache kan man nach gerade immer ein we⸗ Gedß anlt, nig O hinein tragen; Wenn die Schmeltzung al⸗ Husheun! so eine halbe Stunde und länger continuiret, und Inddthl. der Stab, wenn man ihn bißweilen heraus ziehet, Ien nicht mehr funckelt oder schweisset, und an seiner 3 Spitze in nichts mehr verringert wird, so kan die Tabeggangh ö 5 AUlaffs, wenn man vorhero wieder ein wenig O Dohn zugeworffen, und sie also durch die hefftige Flam⸗ IucV e ist wohl flüßig gemacht, ausgegossen werden; eNachdem sie erkaltet ist, wird sie zerstossen, denn läßt man 2 Theil O in dem Tiegel schmeltzen, VI 2„ 8* — wenn es flesset, trägt man diese Materie Loffel⸗ ͤ 1.. weise hinein, endlich wird sie ausgegossen/ abge⸗ —τ lauget, aus gesüsset, und unter dem Titel eines Be⸗ Wise 2oardici Martiales verwahret, welches für Wei⸗ Wlochen z. ber, und solche Leute, die am Malo hypochondria- Co0o und der gelben Sucht laboriren, ein sehr be⸗ nacunun quemes dienliches Mittel ist. ͤ oode det§. u. Wenn man aber nur die Schlacken von uumeeinem Regulo S nii Hali nimmt, der mit einem Enart Alcali geschmoltzen ist, wie hernach wird gemel⸗ ang Ondet werden, selbige aussüsset, mit 2. mahl so viel te O vermengt, und in einen glühenden Tiegel nach Lglafl! gerade einträgt, und also verpufft, so entstehet ein Wüneen mehr martialisches Pulver, an Farbe wie Röthel, welches wir einen Crocum Martis S niatum zu Ee 3 nen⸗ 43³⁸ Einleitung zur Cyymie. nennen pflegen, so aber zu vorgemeldten Gebrauch, als ein eröffnendes und ablo birendes Mittel, noch bequemer ist, als das vorhergehende. H. 12 Das Jovialische Bezoerdicum aber wird gemacht, wenn der einfache Regulus Antimonii mit gleichen Theilen reines 4 zusammen geschmol⸗ tzen wird, denn pulverlirt, und mit 2. biß 3. Thei⸗ len O zerrieben, in einen glühenden Tiegel nach ge⸗ rade eingetragen, daß es verpuffe, endlich diexlal⸗ sam mit stärckeren Feuer geschmoltzen, und zwar bey einer Stunde lang, und unter der Zeit mit ei⸗ nem höltzernen Stabe bißweilen umgerührt, endlich ausgegossen, und kalt werden lassen, denn mit kal⸗ ten Wasser, oder besser per Deliquium aufgelöset, so bekömmt man ein weiß⸗grau Pulver, welches das Antihecticum Poterii genannt wird. Andere deltilliren eben diesen zusammengesetzten Regulum mit 3. Theilen ati zu einer Butter, das hgiren sie mit einem Spiritu Nitri, als ein gemein Bezo- ardicum. Wir pflegen das mit 2. mahl so viel 8 zu schmeltzen, den Kegulum davon abzuscheiden, und zu andern Gebrauch aufzuheben, das andere aber mit zmal so viel Nitri zu figiren, wie ein schlecht An. timon. diaphoreticum. Sintemahl auch in dem Antimonio diaphoretico nichis, als die reineste regulinische Substan⁊ zurück bleibt, und hingegen gehet bey dieser Opersrion und Proportion des Antimonii nichts in den Regulum h nein. 9. B. Die übrigen Medicamenda aus dem An- timonio, sind unter dem Nahmen derer antimo- nialischen Tiacturen bekannt. Man pfleget selbige zu —57 We Nauldb fl0 hn Rechhtt Tul redtifeit Ihen fi wn. Gschne Tnan Ich dar aht diese RW mosiah aub don Zohon ats Nosi sh Dtum ihl michpre wohded lagtdet ein guble h hda)j Ruuch ei Hogen, fltitt et suHm Qm — Remebiehhh Ws chende Herdcungh, Regus u. usammagt dmit 2 H nden Tht duff,dthp hnotha, M. nter derzun Anumpriühnte lasen dandt XIHm at ruu Met, u Mhunt vid. x dngehte Buna, dabt Hein geman! I umhlsoy Madzüschede eh,dis arde Wieenshtti Imahl auh H labt, Wn nd Propani WII I0 Ud n derl NW pfh Einleitung zur Cyymie. 430 zu bereiten aus denen geflossenen Schlacken des Reguli Mortialis, die mit Ound, oder mit Nitro fixo gemacht sind. Aber wenn der Spir. v. allzu sehr rectiticirt ist, so wirds ein blosser Spirv. Piatus oder eine Tinctura Salis Pri. Wenn er aber nicht sehr rectificitt ist, so solvirt er zugleich etwas gröblich einen Theil des in dem Alcali enthaltenen Schwe⸗ fels vom Antimonio, und bekomt auch daher den Geschmack. Ob es nun wohl als eine Prilirte Tinct und folglich, als ein ablorbirendes Schweiß⸗ und Urin treibendes Mittel, einen Nutzen erweiset, der nicht zu verachten stehet, so erzeiget es doch diese Würckungen nicht, in so fern es etwas anti⸗ monialisches in sich hält. Aber die Tinctur, die aus dem Vitro Antimonii gemacht wird, ist mehr antimonialisch, die Art und Weise hat Basilius Va- lentinus in seinem Triumph⸗Wagen des Anti- monii schon fürlängst fürgeschrieben, welches Seri⸗ ptum init des Kerkringii medicinisch und chy- misch⸗practischen Anmerckungen erläutert ist, und wohl verdienet gelesen zu werden. Doch kürtzlich lieget die gantze Operation darinn: 1.) Man macht ein gelblich Vitrum Antimon. vor sich ohneZusatz, wie es insgemein gemacht wird, aber gantz zart, und 20 so wird aus demselben mit destillirten Eßig durch eine lange Digestion einige Röthe heraus gezogen, 3.) der also gefärbte destillirte Eßig wird filtrirt, in einem siedenden Balneo abgezogen, doch mit einer gewissen Behutsamkeit, die vom Ker⸗ Kring fürgeschrieben ist, davon man auch etwas le⸗ sen kan in dem Tractat genannt: Digby chymische Ee 4 Ex- 4⁴⁰ Einleitung zur Chymie. Experimente; 4.) Auf die nach der Abziehung zurück gebliebene Materie wird/ gegossen.(Ker⸗ kring beschreibt solchen, daß er müsse mit ge⸗ schär ffet seyn) und der wird wiederum davon abge⸗ zogen: Das heraus gezogene wird alsdenn kiltrirt, in einer Phiole mit gelinder Wärme etliche Tage lang beständig digerirt, bis man siehet, daß ge⸗ färbte Teopffen mit aufsteigen; Denn wird es aus einem gantz niedrigen Kolben oder gar aus einer Retorte mit solcher Hitze, als nur der Spir. vin. inimer vertragen kan, destillirt, so gehet es mit dem Spie v. flüchtig herüber; Hernach wird der Spir. v. wieder in gantz gelinder Wärme auf die Helffte abgezogen, das übrige wird denn un⸗ ter dem Nahmen einer antimonialischen Tinctur⸗ aufgehoben, der am gedachten Orte unzählige Kräffte zugeschrieben werden. §.14. Ubrigens darff man nicht übergehen das besondere Experiment des Kerkringii von dem Pulver, welches von der ersten Extraction mit Eßig, und nach dessen Abstraction wieder zurück bleibt, wenn er selbiges per deliquium auflöset, und mit dem Liquore einen exculcerirten heßli⸗ chen Krebs an der Brust hat zur Suppuration ge⸗ bracht und getheilet, wie solches im angeführten Buche kan weitläufftiger gelesen werden. §. 15 In der Chymie braucht man das Anti⸗ monium oder vielmehr dessen metallischen Theil zu allerhand Zerlegungen, Extractionibus, und Reinigungen der Metallen Was die Zerlegun⸗ gen betrifft, so findet man davon ein Muster 25 er· —57 Belthi vellaip 1O t! skmd Heffung“ Nunit se⸗ 11 Dchyre el Iala R, Iham gad Wt RWat M si die den HSath ch nt! loch e as M Gaati⸗ st c. E dit bihe siogande Dder Bi jemlch duchg VlAnti Uchmen, Asiimor gachend Ibugen— I VRps er nistttz dumduurh ddmt me un sichet u, Dunth Hben dg gy u Wit, vl XII det Wüm Wicd dan müschen Ld Ot n begthen ningi bon Euradion W Wuum duft Meerirten Hoppu vede. un d WIUN onds, bi. I Einleitung zur Cymie. 44 Berlichii Dissertat. Inaugural. de Medicina uni- versali p. 44. vor geschrieben: Nemlich, das Metall wird mit Antion. geschmoltzen mit genugsamen starckem Feuer, deme man helffen kan durch Zu⸗ werffung etwas weniges vom O auf etliche mahl, damit sie sehr zarte fliessen. Der Kegulus wird davon abgeschieden, die Schlacken werden auf das zarteste klein gemacht, und endlich mit 9. Thei⸗ len des Fulminis gemischt, welches Fulinen aus 3. Theilen P, 2. Theilen O, 1. Theil bestehet, in einem geraumen Topffe an einem freyen Ort, da das Akeinen Schaden thun kan, und denn die gantze Massa mit einer Kohlen angezündet, die Mas⸗ sa, die denn zurück am Boden bleibt, wird von al⸗ ler Saltzigkeit ausgelauget, so ist sie ein Metall, wel⸗ ches mit dem regulinischen Theil des Antimoniĩ noch in etwas vermischt ist, welcher aber, indem das Pulver hernach in eine längere reverberirende Calcination ge stellet wird, allmählig verrauchet, und lässet einen sehr subtilen Crocum des Metalls zurück. Es geschiehet aber dieses weit geschwin⸗ der bey Bereitung des martialischen Reguli auf folgende Weise: Man legt alte eiserne Nägel, oder Bleche, oder Feylspähne, in einen Tiegel in ziemlich starckes Feuer, und wenn selbige wohl durchglühen, so trägt man Löffel⸗weise, 2mahl so viel Antimon. drauf,(will man aber Eisenfeyl nehmen, so kan man mit derselben gleiche Theile Antimon. zerstossen, und denn Löffel⸗weise in den glühenden Tieget hinein tragen, und hernach den übrigen andern Theil des Antimonü nachtragen,) Ee d der 44² Einleitung zur ymie der Tiegel wird denn mit Kohlen bedecket, und so lange recht starckes Feuer erhalten, bis daß alles hinein getragene Antimonium zerstossen ist, denn wird ein wenig Nitri zugeworffen, mit einem ei⸗ sernen Stabe unter einander gerührt, und über ein weilichen wieder ein wenig Nitri, und also zum drit⸗ ten und Aten mahl, bis das Gewichte des Nitri mit dem dazu genommenen Gewichte des gantzen Me⸗ talls, oder fast dem dritten Theil übereinkomme; Jedoch muß man das Feuer beständig in seiner Hefftigkeit erhalten. Die Malla wird denn in ei⸗ nen Gießpuckel ausgegossen, so findet sich ein Re. ulus, und häuffige braune, gleichsam glaßachtige Schlacken, dieselben können klein zerstossen, mit heissem Vgekocht, das Decoctum heiß filtrirt, das ubrige dediment ausgesüsset, das Ausgesüssete re⸗ verberirt werden, so hat man gleichfalls einen sol⸗ chen sehr subtilen Croc. tis oder ris: Oder es wird Pottasche oder Oxum, oder Sal Tartari in einen Tiegel mit starckem& geschmeltzt, daß es klar fliesse, da wirfft man vorgedachte Nägel hinein, und um ein weilchen hernach 2 mahl so viel Anti- monium, als die Nägel wiegen, und schmeltzet al⸗ les mit sehr starcken beständigen Feuer in eine zar⸗ te Massam zusammen, welches man mit einem Rühreisen erfahren kan, denn wird es in einem Gießpuckel ausgegossen, so geben sie einen Regu⸗ lum und Schlacken, welche, wenn man sie wie die vorigen reactirt, auch einen der gleichen sehr sub⸗ tilen metallischen Crocum geben werden. Bey dieser Bereitung mag man mercken, daß das Ge⸗ wichte — witt de Ifow galde beh st 96 Aatimonio doch vidd s Go s sohed wches w schlabet. de uli desen lichter r Schwdt Mypun auch mit auf ehen nur gesc Gold un ches das anderen schung! Mealle eingespre heswege schen. schnelte Vlehes halb daf Stber! gulame U Ayn —8. n ded U W len, h y N Rrsosag sen, U + hn pih I an hchtedth xn des gute elühaute ssandg u! I fdetschz san glit Hin Rrtosh heß int is chsals eu. O Tarn lcht, daß e Mgdlsu hl gl ad shm Funruh han nl Ii th sn ahstkt h1 EI Mulddh. Einleitung zur Chymie. 443 232323772722777772.7.t.t.——— wichte des Alcali mit dem Antimonio muß über⸗ ein kommen, das Antimonium aber muß nur nach gerade bey kleinen Löffeln voll eingetragen werden, denn sonst läuffts gerne über, 9. 16. Eben dieser so zarten Resolution vom Antimonio sind zwar alle Metallen unterworffen, doch wird das Gold ausgenommen, dahero, wenn etwas Gold in denen übrigen Metallen enthalten ist, so scheidet das Antimonium selbiges daraus, welches zwar Beccher der blossen Schwere zu⸗ schreibet, daß das Antimonium die übrigen Me⸗ ktalle dessentwegen könne fortspühlen, weil selbige leichter sind, als das Gold. Aber würcklich diese Schwürigkeit drückt noch diese Speculation und Meynung; 1.) Daß das Antimonium, wenn es auch mit feinem Golde geschmeltzet wird, es solches auf eben diese Weise fallen läst; Da doch dieses nur geschehen dürffte, wenn andere Metallen mit Gold untereinander geschmeltzet wären, 2.) wel⸗ ches das fürnehmste ist, so setzt sich das Gold in anderen nieder, ohne besonders grosse Beymi⸗ schung des Antimoni, aber zwischen die übrigen Metalle alle wird das Antimonium sehr feste eingesprengt, und würcket also in denselben kei⸗ nesweges durch die blosse Schwere, wie wir am P sehen. Denn wenn man Bley mit Antimonio schmeltzet, und in die fliessende Maslam Silber⸗ Bleche eingeworffen werden, so schlägt sich deß⸗ halb das Bley keinesweges nieder, sondern das Silber setzt sich vielmehr frey nieder in einen Re⸗ gulum, als welches jetzo vom Antimonio nicht an⸗ ge⸗ .... · 144 Einleitung zur CWymie. ——— gegriffen wird, indem solches schon eine Materie hält, daran es sich noch fester, als an das Silber anhängen kan. Practice aber ists wahr, daß das Animonium z. E mit Eisen entweder schlecht weg, oder auf eine von denen kurtz vorher ge— meldten Arten zusammen geschmoltzen, dasselbe sehr zart zerlöse, und daß das also zerlegte Eisen würcklich ein oder ander Gran 1——— das Silber ablegt, oder eindringe. Wenn z. E. die Schlacke ausgesüßt, und mit Y ktraritent, ekliche Stun⸗ den in einem verschlossenen Gefässe cewenrirt wird, endlich mit genugsam vermehrten& bey etlichen Stunden zusammen fliesset, die heraus genommene Materie wird, nachdem die Schla⸗ cken abgeschlagen sind, abgetrieben, und mit ur geschieden. Der Grund und Ursache dieser Sache aber lieget darinn, daß das subtileste in dem Eisen zer⸗ streuet und zerrissen liegende verborgene O, so durch diese lange Schmeltzung und Kochung viele 10⁰0⁰. mahl hin und her getrieben wird, einmahl von ohngefehr an das zugemischte Silber ange⸗ riehen werde, und wenn es da hinein getauchet ist, so bleibt es hernach so wohl vom Anrimonio als Marte ferner unberühret, biß es von denen⸗ . den, wenn selbige durch geschickte Handgriffe in der Schlacke gäntzlich geschieden sind, könne be⸗ sonders gesammlet werden. UÜbrigens ist auch das offenbahr/ daß die Schlacke, die vom Anti⸗ monio mit dem zerfressenen Metalle gemacht wird und also diese beyde zufammen vereinigt,* eyn, 9 — chh ‚ M 9 0 ö V. h Wahs Wun * IRh. nicht ku deßweghl re/ d uhetasd seu,he cbalhe 05 In gosse, Olber, Dele fi dob ubttg behh St fn Rider als hnz deb. Inbellom zustöhtet! legenhetg nit dem 9 Vrbads Iwan da et bon shen Co Lobophshͤ Ym. * neng WI i vaysch enmeh en kutz uh hwotheh N aho x On e EMet att, Ache Hapässe ern L sel, dete Ren dut cheh, Md 1 Sih Hüm bolgeh dSu I Sibe 4 uen dun un hun 4650 10 HHm snd, 00 W nun Hgenn aunhh i5 Einleitung zur Wymie. 445 seyn, und als ein Schaum über ein anders unzer⸗ fressen Metall oben schwimmen. §9. 17. Also ist Becchers seine Theorie wahr, wenn man es so verstehet, 1.) daß alle Metallen, ausgenammen das Gold, vom Antimonio zer⸗ sressen werden, und eden dadurch 2.) leichter wer⸗ den. Weil aber das Gold selbst vom Antimonio nicht kan zerfressen werden, so pflegt solches eben deßwegen, nach seiner eigenen metallischen Schwe⸗ re, den untersten Ort einzunehmen. Denn es be⸗ ruhet auf dieser Demonstration z. E. laß Ii. D flies⸗ sen, wenn es fliesset, so mische 3j. Fnii darzu, wenn es zart zusammen geflossen ist, so wird es ausge⸗ gossen, so wird man das Fnium ohngefehr mit zj. Silber, welches es zerfressen hat, auf dem oberen Theile finden, als eine schwammigte Schlacke, das übrig aber vom Silber, so noch nicht zerfres⸗ sen ist, findet man gantz dicke, schwer, und setzt sich nieder als ein Regulus. §. 18. Indem aber auch diese regulinische Sub⸗ stanz des Antimonii, ausser der schwefelichten, die unvellkommenen Metalle, und das Silber selbst zerstöhret und zerfrißt, so haben die Alten daher Ge⸗ legenheit genommen, das Antimonium selbst, bald mit dem Nahmen eines metallischen Saltzes, bald Vrü bald Rris, zu bemercken. In welchem Sin⸗ ne man auch Becchern verstehen muß, so wohl da er von dem sauren metallischen Saltze redet in seinem Commentario oder Urtheil über das phi⸗ losophische Werck im trockenen Wege;§. 105.. als auch wenn er in der Physica subterra. NDea 446 Einleitung zur CHynie. nea fürnemlich in Supplem. II. spricht: daß die Oia und Pra derer Metallen, unter einer metalli⸗ schen Gestalt erscheinen müssen. Auch in der Mi. nera arenaria in Cuniculo 33. von denen Xriis Corporum, da er sagt: Wie ein solches dubjeetum sey, welches von aller Unreinigkeit und fremden Unart gereinigt ist, so der Merc. Corporum und doch nicht flüßig sey? Mercke vom Bleye, nemlich vom Bno otis und Antimonii&c.&c. da er aus⸗ drückach den Regulum Antimonii, der von dem überflüßigen Schwefel sehr fleißig befreyet ist, am nächsten vergleichet mit denen gleichartigen(Ho— mogeneis) Merc. und mit dem Mercurio anima- to, der mit dem Ere Martis geschwängert ist, wo⸗ mit er gewiß etwas höchst merckwürdiges und viel⸗ leicht mehr, als er selbst gewußt und verstanden hat, scheinet gemeldet zu haben. Gewißlich wer sich dieses genau und bedachtsam erinnert, der wird nicht sehr bekümmert seyn, die Calcination des gemeinen Goldes zu errathen, die zum philosophischen Wercke erfordert wird, als welche ausdrücklich erfordert, und dabey erinnert wird, daß sie mit grossen Nutzen erfordert werde in dem Tractate: Kern der Alchymie, welches man sich wohl mercken mag. §. 19. Aber ein solches antimonialisches Bley soll reine bereitet werden ohne Zusatz der Animnæ des Bleyes oder des Bley Saltzes in der chymi⸗ schen Concordanz p. 718. n. 6 daß man nemlich nehme einen einfachen Regulum Antimonii, der aus dem antimonialischen Ertze mit dem Saug au 0 2— l E öH Dl WWihn dandeduß eer N Nubeh Sct 1it weddel 8 faffit 11.3)U I kan wal Oubsha meicklchn i, weches nialschen 30. U. A. Aatimon Maqhen a Umoni ge 4˙0 A halsche I D. Anz J. A. O6 fachꝛ ke Ieschmot Gan O enl Walung! d ng n chm — Lh Untet Wantt Tuch oh XII olhssoth, Rat mtt Canonr om Bihz &4N Wni, in Heichti LLIIL MNeA hwinn Rultage Ind pesurx WMundbech kümmert su 0 zer soldeit ind dahg ITL chmt,. Monält aid Kint Rin yn Auti MH Einleitung zur CWMymie 4⁴7 aus und O gemacht ist, und den schlagen sie von denen ersten schwefelichten Schlacken ab, und schmeltzen ihn so offte mit dem Flusse, bis derselbe Fluß beym Ausgiessen eben so rein, als wie er zugesetzt ist, ungefärbt drüber schwimmet, dabey aber noch zu mercken ist, 1.) daß alle Schmeltzungen auf eine ziemliche Weile continui- ret werden, 2.) daß man bey dieser Operation auf das fleißigste verhüte, daß keine Kohlen hinein fal⸗ len. 3.) Dieser Regulus, der schon ziemlich zähe ist, kan weiter ein oder das andere mahl auf einem Treibscherbel geschmoltzen werden, bis er zu einer mercklichen Zähigkeit oder Schmeidigkeit gebracht ist, welches man unter dem Nahmen des antimo- nialischen Bleyes verwahren kan. Also wird p. 341. n. 22. ein Titel gesetzt: Mercurium Plumbi Antimonii zu machen, da der Regulus mit dem Nahmen ausdrücklich beleget und PBlumdum An- timonii genennet wird. H. 20. Was aber der Regulus Antimonii bey metallischen Verbesserungen leisten könne, davon kan man nachsehen in der ehymischen Concordan⁊ P. 416. n. 3. 4. und p. 417. n. 19 20. 21. 22. p. 418. n. 28. Da nemlich gelehret wird, 1½) daß der einfache Regulus Antimonii, wenn er von dem zugeschmoltzenen Silber erst verraucht ist, etliche Gran O in denselben zurück lasse, 2.) daß der Cro- cus Metallorum, oder die Schlacke, die von der Bereitung des einfachen Reguli Antimonii aus- gesüsset ist, wenn er mit Silber cementiret, und endlich in dasselbe hinein geschmeltzt, und„Oin tun⸗ 4⁴³⁸ Einleitung zur Chymie. Stunden im Flusse zusammen geschmoltzen wud, dasselbe güldisch mache. §. 21. Ubrigens wird auch die regulinische Sub. stanz des Antimonii hequem gebraucht zur Extra⸗ ction derer sogenannten metallischen uin, und deren Befreyung von aller irdischen unartigen Unreinigkeit, daher entstehen die zusammen gesetz⸗ ten metallischen Reguli, als martialisch, venerisch, Nialisch. Hievon zweiffeln etliche, ob sie wücck⸗ lich etwas von dem Metall, durch dessen Zumi⸗ schung sie bereitet sind„ participiren oder in fich halten, und meynen, es sey hier nichts anders dar⸗ unter, als daß bloß der überflüßige Schwefel im Antimonio absorbiret werde, wenn das geschehen, so setze sich der reine regulinische Theil des Anti⸗ monii zu Boden. Daß also die Meynung ist: Die regulinische Substan? wenn sie mit viel an⸗ hängenden Schw efel vermengt ist, giebt ein Anti⸗ monium; Wenn man den Schwefel wieder weg⸗ nimmt, so wirds wieder ein Regulus seyn; Die Subjecta aber, die den Schwefel vom Regulo leich⸗ te wieder wegnehmen, sind Alralia./ Y, B. Wenn also eines oder das andere von diesen, zum Antimonio zugeworffen wird, so nimmt es dessen seinen& in sich, daher wird der Regulus bloß durch diese Action befreyet, und in eine metallische Ge⸗ stalt zusammen geschmoltzen. Allein das Ge⸗ gentheil zeigen viele Experimente. Nemlich ein solcher auch gantz reiner metallischer Regulus, läßt nichts destoweniger, bloß durchs Verblasen auf einer Kohle, ein reines Korn zurück, welches 5 der ro⸗ Prad. l gb Wo Fgde. S h EMA Haug darhh hebt e h. Fastebboe gent E MCgn Hühe! Negdsdr u. Rhalerof grum ad Henaria Jiten mü sathgten dum nügl des Esset schnungt Ger denn der an d kel det Enhe sol den Keg Gefch stantien! heürhte gulas no Manlh Hm — Wechnc de gig btauch Ischen Ulh Icdischn yy N²e Wanng Irtialichser iche ch ser duch Mrz iipirn H Tuchttad Napige Sad nm das ge Delh die Nan un sie mit sst. Hebrel. heftl wied Dalus schn, dom Hexil d. N Rvon deh om Negulotht, αPmacked Einleitung zur Qyymie. 447 Probe einige Spuhren von Gold und Silber giebt. Also, wenn der Regulus Martialis mit Zu⸗ setzung der Kohlen oder des gemeinen in einem Tiegel fließt, oder auch, wenn er vor sich mit star⸗ ckem&in einem Tiegel geschmoltzen, und eine Zeit⸗ lang darinn erhalten wird, daß er ausraucht, so giebt er ein röthich Pulder, oder fast Zinnober⸗ haffte Glores. Auch wenn er mit dem Menstreuo digerirt wird, wel hes aus drey Theilen destillic⸗ ten Eßigs und 1. Theil Aqua fort bestehet, so giebts eine grüne Extraction, welchs doch der einfache Regulus Antimonii nicht leistet. §. 22. Wir wollen aber, daß man desto ge⸗ nauer auf die Extraction derer reinen metallischen Srum acht haben solle, weil Beccher in der Minera arenaria p./3. ausdrücklich erinnert, daß man sich hüten müsse für dem Gebrauch der corrosivischen saltztgten Menstrudum, als welche leicht nebst dem nützlichen Theile des Reguli oder vielmehr des Eisens und Kupffers auch den erdichten stipti- schen unnützen Thell zerfressen und extrahiren, wel⸗ cher denn in der Zusammenschmeltzung sich wie⸗ der an den guten theil ansetzet, und denselben un⸗ ter der vorigen unedlen Decke wieder verbirget. Eine solche Scheidung aber wird am besten durch den Regulum Antimonii verrichtet, als davon kei⸗ ne Gefahr ist, daß er die erdichten styptischen Sub. stantien in sich nehmen werde. Wenn man aber befürchtet, daß ein solcher zusammen gesetzter Re⸗ gulus noch etwas von der groben Substanz das Metalls in sich enthalte; Dergleichen zu geschehen Ff pflegt, 4⁵⁰ Einleitung zur Cymie. pflegt, wenn der Kegulus Martialis mit starckem zusammen geschmeltzt, und bald aus gegossen ist: Oder wenn das dazu gebrauchte Aarimomum zu wenig Ereich ist: Oder dessen zu wenig dazu ge⸗ nommen ist, daß es dahero das gantze Metall nicht hat zerfressen können; Däher ut denn der Regulus poröõs oder löcherigt, nicht helle und gläntzend ge⸗ nug, sondern er erscheinet mihfärbig und aschfahl, und fliesser vor sich nicht als nur bey grossen&, der Venerische aber, wird in etlichen Tagen röth⸗ lich oder läuff an: So nehme man den KRegolum, zerstosse und mische ihn mit gleichen oder andert⸗ halb Theilen rohen Tü, die Mixtur trage in einen glühenden Tiegel, und schmeltze sie zusammen mit gehörigem A/wenn es dünne fliesset, so giesse es aus. So nimmt das Antimonium von neuen in sich, was noch vom rohen Metall in dem Regulo ge⸗ hänget hat, und wird mit eine Mühe der Regulus zugleich höchstgläntzend, welches man nach der ge⸗ meinen Operstion mit Salpeter nicht anders, als durch eine höchst mühsame und verdrießliche Ar⸗ beit, hätte erhalten können. 6. 23. Da nemlich jetzo eben die Rede fällt von der Reinigung des Reguli durch O, so leitet uns solches zu denuRegulo Antimonii stellato,(ge⸗ stirnten) in welchem und also auch in desselben Bereitung die Alten biel Geheimes gesetzt, ja auch sehr viel neuere. Allein man muß mercken mit dem Boyle in seinem Tractat de infido Expe- rimentorum successu, daß ein solcher Stern nicht bloß bey denen zusammen gesetzten Regulis, son⸗ dern Sh a 0 —. dn Mut u E Rache Wha HMn Gt Wde d W dunc gl siͤde x oss vß Rndo Kal d dickt, Oheh aus ce/ H Jume l daftesse daß steen Näherder hlehcht v Scaumg Ihd gant nih Henetdg Da Im Anti Huech Hahaa 1 m, ——— ual mitsoz Iutggfhn Aaunen U Wehig N RanteMo beah dudtz Lundghte Abigudet lut ber gas WIN T wan daegt Hacen darr Vuur mopri sie uume ssetso giste on neleg A6 dben Reg Nhe det de Man hach nicht andet dadiathlh N2Nesth⸗ O d stelav a Im RW eihthh er Ein 6 bepub, Einleitung zur Qynie. 451 dern auch bißweilen bey denen einfachen fürkom⸗ me, ja auch, wie wir bald hören werden, allzeit für⸗ kommen könne; Denn es liegt hier nicht an der verschiedenen Zeit und Conttellation der Gestir⸗ ne, noch auch, wie Boyle meynet, an den verschiede⸗ nen Arten des Martis oder des Anrimomi, sondern es lieget bloß an der Beschaffenheit des Feuers, Und der drauf stehenden Schlacke. Nemlich das Feuer muß sehr hefftig seyn, da⸗ durch geschichts denn, daß der Regnius sehr heiß siedet, indem es aber in dem Gieß Puckel einge⸗ gossen wird, und es siedet von denen Seiten ge⸗ gen das Centrum zu, und es wird zugleich von der Kälte des Gefässes unter dieser Bewegung ver⸗ dicket, so behält es noch davon die Meickmahle oben auf, nemlich eine Anzahl solcher langen Stri⸗ che, die von dem Umkreyse nach dem Mistel⸗ Punet zulauffen. Wenn aber die lalinischen oben auffliessenden Schlacken von der Consistenꝛ sind, daß sie entweder nicht dünne fliessen, oder unter währender Erkältung und Verdickung wieder breyicht werden und schäumen, so wird von den Schäumen die Ober⸗Fläche des Reguli ungleich und gantz voller Löcherchen, daß also die ster⸗ nichte Figur oben auf dem Regulo nicht kan gese⸗ hen wer den. Der eigentliche und leichteste Weg den Regu⸗- lum Antimonii stellatum zu machen, ist die erz Der Regulus, der mit ein wenig Antimonii von neuen erst geschmnoltzen ist, daß er rein werde von denen annoch beygemischten gröberen metalli⸗ Ff 2 schen 452 Einleitung zur Qymie. schen Theilen„ muß in einem starcken Tiegel ge⸗ schmoltzen werden, wenn es fliesset, so werffe mau nach gerade immer ein weniges reine O eiwa den gren Theu, drauff, welcher, wenn es im Tiegel auf⸗ steiget, indem es mit einem Theilgen des Reguli verpuffer, und als eine härtliche Rinde, die auch mit sehr starcken Feuer nicht flüßig ist, aufstehet, so muß man es unter den flessenden Regulum herab stossen„ so zerschmeltzet es in demselben auch. Wenn es denn dünne und zärt fließt, muß man es in dem Flusse eine halbe viertel Stunde siehen las⸗ sen, dabey muß das& starck unterhalten werden, einen Augenblick vor dem Ausgiessen muß es sehr verstärcket werden, denn muß die Materie in ei⸗ nem heißgemachten Gieß⸗Puckel ausgegossen wer⸗ den, und laß es erkalten ohne Bewegung oder Klopffen. Denn wird man oben auf eine saltzig⸗ te, feurige, durchsichtige Schlacke finden, wenn der Regulus mart alisch ist gewesen, ist sie grünlich, ist er jovialisch, so ist sie gantz Bernstein⸗hafftig, und der Regulus ist überall gläntzend, und mit ge⸗ stirnten Striemen besetzt, so fünemlich auf seiner Oberfläche einen Stern sehr genau fürbildet; Man verhüte aber ja unter der gantzen Operation, daß keine Kohlen hinein fallen, denn je sor gfältiger das verrichtet ist, desto unfehlbahrer wird die Sache von statten gehen. §. 15. Wenn dieser Regulus von neuen ge⸗ schmoltzen und solcher langsam geflossen wieder aus gegossen wird, so vergeht der Stern wieder, welcher, so offt es einem beliebt, durch 1 da —— da Wah del netcklh Udb ei lch den se m Salhe ausdt l Rlsto Heticum de aulim Re due Alt Uid. ot siche de/ Mit Hossen der auf 7. bih 10 6 den e sam glaß hen elhe so grift derselben bolhero woscher! sels in d e klein msche E waliger gyosen, NRNN mi. 1 Einleitung zur Cymie. 453 Rucen Tyh 1. t morN 1„ f vin dachten Handgriff wieder kan dargestellet werden. an anVon der Bernstein-hafftigen Schlacke ist noch 1 mercklich, daß dieselbe per Deliquium weich wer⸗ lgn R de, und wenn die Saltzigkeit ausgelauget ist, lässet Nadi sie eine Cerussain Reguli Antimonii zurück, nem⸗ uuft lich den regulinischen Theil des Antimonii, der aalt mit Salpeter ligirt ist Also auch, wenn der Re⸗ mihr gulus Antimonii mit 2. Theilen oder mehr Sal⸗ Iwun peter zerstossen, und als ein Anrimonium diapho- Suwiu reticum verpuffet wird, so macht solches eine Ce⸗ Riiriin russam Reguli Antimonii, wenn es nemlich wie e das Antimonium disphoreticum ausgesüsset Whan wird. Wenn diese Bernstein haffte Schlacke 1 Run vor sich etlichmahl, allezeit bey einer viertel Stun⸗ Wauba de, mit starckem Feuer geschmoltzen und ausge⸗ Bage gossen wird, und wieder erkaltet ist, selbige wie⸗ hehelfen der auf eben die Weise geschmoltzen, und solches Fldeh, n 7. biß 10. mahl wiederhohlet wird, so verliehret Asen es den caustischen Geschmack, und wird gleich⸗ Benstuhh) sam glaßachtig; Wenn aber unter dem Schmel⸗ hend, Mi tzen eine glühende Kohle hinein geworffen wird, Hemich so greifft der Salpeter dieselbe an, verpuffet mit sld derselben mehr flammenden, und lässet den Openuig, vorhero gehaltenen regulinischen Theil fahren, Ishigth welcher mit einigen Theilen des Kohlen Schwe⸗ fels in die vorige regulinische Consistenz in eine kleine Massam zusammen fliesset, die sali⸗ nische Schlacke aber wird dunckel und viel I0 R j 10 weniger(caustisch) brennend als sie vorhero Sn gewesen. MIN 40 Ff3 um NMI 0 45⁵⁴ Einleirung zur CHymie. ιιι⁰π⁰⁰0ïaν Um aber die augenscheinliche Demonstration des regulinischen Sternes zu wiederhohlen, so kan die reine Agtstein⸗haffte Schlacke an einem ver⸗ schlossenen Oite, damit sie nicht fliesse, verwahret, und statt eines neuen O, welches allemahl einen guten Theil des Reguli wieder auflöset, bequem gebraucht werden, selbst in der ersten Schmel⸗ tzung, ja in der Bereitung selbst, wenn man die oben angeführten Requisna in acht nimmt. §. 25. Wenn aber der regulinische Theil des Antimonii mit einigem Metalle vermischt ist, und von demselben soll geschieden werden, so geschicht solches am bequemsten durch eine gleiche Schmel⸗ tzung mit Salpeter, da jedoch zu mercken, daß diese, Schmeltzung getrieben werde, biß die Schlacken eine glaßachtige oder Bernstein⸗hafftige Subtili- tät erlangen. Denn also sind die Worte zu ver⸗ stehen, die Beeher hat in seiner Minera arenaria p. 37. daß das Y, wenn es mit dem Regulo und schwefelichten Subltanrien verunreiniget ist, bloß durch Zuwerffung des Salpeters in einem und eben demselben Gefässe, Flusse und& könne ge⸗ läutert und feingemacht werden, wenn man die Auftragung des Salpeters und Abziehung der Schlacken mit einem Rühr⸗Eisen so lange con- tinniret, biß die Schlacken des Salpeters nicht me gefärbet werden, welche Art fein zu machen nah seiner Ansüh ung weitläufftiger beschrieben ist beym Gisuber in Explicatione Miraculi Mundi. Da denn zu mercken, wenn ausser dem Regulo, noch andere Schlacken mit dem Metalle cht mischt — nit hn uhschig Hd f I dech 9 20. I Wbe de Nondlischre bb dom Le nubadde Ce Mere.uitæ, Edetgehe dicum w emdae aem unt Ner enes Rlade, u in die ilt Nanlch, ud denn Adtimoni deh lang sosches nomenon wohe dau Wleget, clcinirt! öhrerde uge auf he ide und nimm Geauchhg 7— Dennhn Iedethohlz te Mehay fhest,nz heb abech duföst, V estinEt bst, enn y acht unnt ulcish; Wũ. hemscht den g 0 Hechtet ed Ifde eit haflge L EI Mere il dan Eegl nget hth Ind „Pehl He bM II Saparh Esen l Hesttel MRcah u Un Ml Einleitung zur Cyymie. 455 ——œ.ꝛ——ß7'jꝛ7— mscht seyn, so sind die Schlacken zwar nicht durchsichtig, aber doch so zart als ein Glaß sol⸗ len also nicht bröcklich oder gröblich im Flusse Und breyicht bleiben. 6. 20. Zum Beschluß muß noch gemercket wer en die verschiedene Umkehrung dieser anti⸗ monialisch⸗regulinischen Soubitanꝝ: Nemlich, da aus dem Regulo ein fixes Pulver oder Schweiß⸗ treibende Cerusse, ein flüchtig Pulber als Flores, Merc. vitæ, ein Pulver von mittlerer Consiltenz, als der gelbe Crocus Merallorum, ein fixes Bezo- ardicum minerale, ein Glaß, und endlich wieder 5 kan draus gemacht werden: Und wiederum aus einem unter diesen von neuen die übrigen alle, oder eines unter diesen Verwech selungen kan nach gerade, wenn die Operationes verändert werden, in die übrigen jede besonders verwandelt werden. Nemlich, wenn der Regulus Fnii zart pulverißrt und denn in einem offenen Gefässe, wie das rohe Antimonium durch gelindes Glühen etliche Stun⸗ den lang calcinirt wird, so wird es ebenfalls in ein solches aschgraues Pulver verkehret, dessen Phæ⸗- nomenon aber doch mercklich ist, wenn z. E. das rohe dazu genommene Pulver des Reguli 1. Untze wieget, so wieget doch dasselbe Pulver, wenn es calcinirt ist, gusser dem zarten Rauche, der unter währender Calcination weggehet, nichts destowe⸗ niger auf ein halbes bis I. Quentgen mehr als vor⸗ her, indeß fällt es zugleich doch fester zusammen, und nimmt einen geringeren Raum ein, d. i. dem Gewichte nach wird es schwerer als vorher, der §f 4 Glöͤsse 4⁵⁶ Einleitung zur Wymie. Grösse nach kleiner. Wenn diß calcinirte Pulvber mit genugsamen& zusammen geschmeltzt wird, so giebt es ein gelblich Glaß, so etwas reiner ist, als das Glaß, das aus dem gemeinen Fnio gemachtist. Wenn man zu diesem Glase gröblich gestoßne Koh⸗ len zuwirfft, und in einem verschlossenen Gefässe mit starckem Schmeltz⸗& ohngefehr eine Stunde lang die Reduc tion verrichtet, so wird man finden, daß nach der verschiedenen Maaß des Gewichts, das Glaß nach aufgebrochenem Gefässe in einen Regulum reduciret sey. §. 27. Wenn aber der Regulus mit Salpeter verpuffet und ausgesüsset wird, so wird es ein weisses sehr fixes Pulver seyn, die Cerussa Regulĩ Aytimonii, dieses lasse man wieder mit gleichen Theilen Salpeter schmeltzen, daß die Masla zart genung fliesse, denn trage man eine glühende Koh⸗ le darauf, und erhalte sie darinn, bis alle Ver⸗ puffung aufhöret, denn nimm sie heraus, und wirff gröblichen Kohlen Staub dazu, dabey indeß das & sattsam gestärcket ist; Wenn die Stücklein Kohlen von der fliessenden Masse nicht mehr so bald aufgelöset werden, so wirff noch ein Stückgen Saipeter hinein, als eine Bohne groß, und indem dasselbe ve puffet, so wird die Materie ausgegos⸗ sen, so wird dieses Pulver grösten Theils in einen Regolum reduc iret seyn; Doch kan diese Redu⸗ ction auch bloß mit Kohlen, in einem zugemach⸗ ten Gefässe, wie vor gemeldet, verrichtet werden. Eben dieses geschiehet auch, wenn man den Mere. vitæ zur Aussüssung in siedendem v kochet, denn aus⸗ — austockhe shlht; lushe Dret sh hehdeh Hathes de Jloilt hen n f imonu mit ale e8 H Nalich sey Nitd ed gr Gostalt e Satz du nommen metalort auch wih glichfale Glase ka gulas Ar hus gleid gddachte ten wild das aus . Das Ant Opode gebt es Fube. er bboßr Hoschmo m aliith 1 chneh N das upgg, d bichgsch chlosen eschreher Vndmuß auf deHat uGsistn dasmt Süy II die Cerulich Hidet mt ku dMi; Hegabad bis all⸗ hetgus uule dabey 0 un die St RRuchtgth achenSh IL Nuterte dls 2 OIE da Ibem un Vnchrtl amndae E Einleitung zʒur Wymie. 457 austrocknet, calciairet, und mit stärckeren Feuer schmeltzt; Oder wenn das Bervardicum min rale auf eben die Weise, wie von der Cerulla gemel⸗ det ist, traetiret wird; Denn so wird aus allen die⸗ sen beyden ebenfalls ein Agtstein hafftiges Glaß, welches eben so, auf vorgedachten Arten kan re⸗ ducirt werden. §. 28 Ferner, man schmeltze den Regulum An⸗ timonii mit zmahl so viei oder mehrern S/ und halte es bey einer gantzen Stunde im A,(es wird dienlich seyn, daß das Gefässe zugemacht sey,) so wird es grösten Theils von diesen zerrissen, und in Gestalt einer Schlacke gehalten. Wenn aber das Saltz durch eine Aussüssung von demselben ent⸗ nommen wird, so siehet es aus als ein Crocus metallorum, doch ein wenig gläntzender, und ist auch würcklich ein Crocus metallorum, welcher gleichfalls nach genugsamer Aussüssung zu einem Glase kan gemacht werden. Wenn aber der Re⸗ gulus Antimonii mit 3. Theilen des Pulvers, so aus gleichen Theilen D und S bestehet, auf vor⸗ gedachte Weise, und mit gehöriger Zeit geschmol⸗ tzen wird, so wird die Schlacke schön gelblich, und das ausgesüssete Pulver ist Citron⸗farbig. §9 29. Wenn aber die Cerusssa des Reguli oder das Antimonium diaphoreticum mit 2. Theilen Soder sonst einem Alcali also tractiret wird, so giebt es eine etwas mehr oder weniger grͤnliche Farbe Wenn es ein Lalischer Regulus ist, so kan er bloß nach der ersten Art allein mit dem S also geschmoltzen werden, die Schlacke wird denn in f5 Was⸗ —..——————2—.—.‚‚‚.‚-ee—..—— +— 1 458 Einleicung zur Cyymie. Wasser aufgelöset, und darin ohne Ausdämpffung eine Zeitlang mit gekocht, so wird es ein schön gel⸗ bes Pulver. Ist es ein Regulus Martialis, und er wird auf die Art, wie vor gedacht ist, tractiret, so wird das Pulver Zinnober⸗farbig werden. Doch muß man mercken, wenn dieses nicht alsobald durch gelindes Kochen geschehen will, daß das gantze De⸗ coctum in einem mehr oder weniger offenen Ge⸗ fässe auf etliche Tage schlechtweg beygesetzet werde, so wird die Farbe würcklich zum Vorschein komen. Wenn man aber ein Vitrum§ nii oder Crocum metallorum bey der Hand hat, so kan man auch eines von den beyden mit 2 Theilen O rractiren, so gehet es durch die Zusammenschmeltzung alsobald in ein Antimonium diaphoreticum zusammen. §. 30. Wenn man so wohl das Vitrum, als auch den Crocum, das Antimonium diaphore- ticum, den Calcem, den Regulum, und den auratum mit Ato vermischt und destillirt, so gehen sie in ein Butyrum. Wenn aber eines von denen bereiteten Antimonialibus in die re⸗ gusnische, als seine allernächst natürliche Ge⸗ stalt, reducirt wird, und dieser entweder so schlechtweg von dem schweflichten Theil geschiede⸗ ne Regulus von neuen geschmoltzen, und im Flus⸗ se gemeiner drauf geworffen, und in dem Flus⸗ se ein wenig erhalten wird so hat man wiederum Antimonium. Oder diese Operation kan in ver⸗ schlossenen Gefässen verrichtet werden, da man erst eine cememtirende Wärme, hernach aber Fluß⸗Feuer giebt; Bey beyden ist dienlich, Gin Hefas⸗ 89 2— Gese 0 ahhen n Dage 30 W 1l weodit t / da V W I 1. do ln N Resulame Rexolas mag desh des Mont chymish d firg V Von de dehen Hm. n Einleitung zur Gymie. 459 Heduin ö 40 Gefässe verglaset seyn, wodurch der Schwefel Mand erhalten wird, da er sonst leicht die Gefässe durch⸗ I tst, mahn dringet. ö R 0 9 31. Es verdienet annoch gemercket und zu einer 7½ weiteren Untersuchung und Erfahrung recom- menditt zu werden eine Observation eines Freun⸗ Wbbabag. des, der da meinet, er habe erfahren, das z. E. augagfh zu Postens Wercke in Kseto Chymico n. 16. UhchesoW. und 18. da die Metallen vermittelst des Reguli Tushn sollen in ein Butyrum destillirt werden, man den i MUle Regulum ꝙ nehmen müste, und daß der einfache hn aue Regulus hier nichts ausrichte Welches ebenfalls heln In man denn auch nicht wird vergessen müssen, in Imatunai des Monte Snyders Processe, welcher in denen umümn chymischen Experimenten des Digby sentdecket ds Mun. und fürgeleget ist. ohium didt m, i Zuga e. und Von der Mercurification, Benn öder Ibos N Von denen Mercurüis derer Metallen und V 0—*—— en denen Mercuriis animatis und dem grossen Ilel d Wercke der Philosophorum. Mu mn I. Abtheilung. ** Von denen Mercurüs. III on ETW— 6§. 1.. NN 7700 Ys wird vieles von denen Mercuris Corpo- VHden/ N 6 43 ö ö HenKl rum herum getragen, un vorgegeben vieles W 6. davon verhoffet man; Allein die vorgeschrie⸗ üt benen 460 Einleitung zur Cyymie. benen Peocesse werden zuweilen durch die Erfah⸗ rung so wenig bekräfftiget, daß dahero Rolfincius nach seiner Parrhesie und Freyheit bewogen wor⸗ den, die Möglichkeit, selbige zu erlangen, in einer öffentlichen Schrifft gäutzlich zu läugnen. Und ob wohl denselben fürnemlich von wegen des Styli und angemaßten Arroganz, Beccher mit einem höhnischen Stylo widerleget, und das Gegentheil sonderlich im Supplem. II. zu leisten lehret; Auch Kunckel in seinen beyden chymischen Observati⸗ onibus und im Anhange: CHymische Brille wider die Non Entia, sich auf die augenscheinliche De. monstration beruffet, auch Langelottus in seiner Epistola an die Naturæ Curiosos die Art und Wei⸗ se, und alles, was dazu gehöret, weitläufftig fürle⸗ get; Una Kerkring in seinem Commentario über Basilii Triumph⸗Wagen des Antimonii also fraget: Wer ist aber heute zu Tage so unwissend und un⸗ erfahren, daß er nicht wissen solte, den Merc. ð nii zu machen, auf diese oder auf eine andere Art? Al⸗ so was zu Balilii Zeiten grosse Arcana und Geheim⸗ nisse waren, das sind heute zu Tage Experimenta gemeiner und schlechter Chymicorum: Nichts de⸗ stoweniger scheinet von neuen Cassius in seinem Tra. Gat de Aro p. 3. diese Sache wieder in Zweiffel zu setzen, wenn er sagt, daß unter 300. und meh⸗ reren dieser Sache wegen angegebenen und aus⸗ gearbeiteten Procefsen, ihm kein eintziger fürge⸗ kommen sey, daraus er dessen Möglichkeit hätte schliessen können. 62 Es mag aber nun das seyn, wie es wolle, so ist doch würcklich die genaue Erfahrung der Grund — 3 Gunddg e 1 da h Sal d das E Ahuhg des tung des! r andett rennlihe 93 wüddig dem ste wollen w Wolches d nes beis⸗ schreibun Der ꝛ glachen hok sh RMdpii x Oe Piih deh,, daß daß es ein Werde. denn in v Doligen belatet f ObgHogen Leh, damn 9 Di Hi sisch 5**. Own. Einleitung zur Cuymie. 46¹ N Grund der Bejahung Practice aber diese Wahr⸗ 6 Gbnen heit guszumachen, so ist das fürnehmste Werck⸗ in 6n zeug dazu das gemeine e, die flüchtigen urniosi⸗ uuni schen Saltze, der&/ der aus denen beyden bestehet, uHunn und das S Pti. Hingegen die gröste Beföde⸗ dehn. rung des Wercks ist die Reinigung und Sabtrilili⸗ heccher gj rung des regulunschen Theils vom Zaio, und de⸗ id mhn. rer andern Metallen, von dem überflüßigen ver⸗ lestinlgl. brennlichen und arleniealischen Erde. wishndle§. 3. Eine Mercurification des Goldes, die da Hiscbehuln würdig scheinet, daß man sie ecommendire, in⸗ duheshu dem sie aus dem Grunde der Erfahrung herrühret, nngelhns wollen wir communiciren aus einem alten Buche, seobeahl. welches betittelt ist: Alehyrmia vera oder Collecta- „ Hallcfe nes verschiedener wahrer Processen; Die Be⸗ Commein! schreibung davon ist folgende: imonidfft Der& wird etliche mahl(6. mahl nemlich) mit uuwisead gleichen Theilen S Gemmæ und zuletzt einmahl le den hevor sich lublimiret, und also zubereitet, denn muß heardeng. ein Spir. v Platus bereitet werden aus zᷣtislimo uad eahe Ubhn Oe Yri, das in verschlossenen ist reverberirt wor⸗ DeEm den, daß der Spir. v Blut⸗roth davon werde, oder Korum'Mdaß es eine recht sehr gesättigte Tinctur Salis Pri menng hwerde. Weiter wird dasO durch§ gegossen, und Wia denn in vn aufgelöset, welches aus Pj. dr und ʒiv. fr an + vorigen Kacs(nur durch Auflösung in dem r) chaneh bereitet ist. Die Solution wird biß zur Oehligkeit ehl abgezogen, und die setzet man denn hinzu crystallisi⸗ Mche ren,, damit sie gantz zu Crystallen anschiessen mo⸗ ge. Diie Crystallen werden mit drauf gegosse⸗ u/ Hlce nen frischen vn wieder aufgelöset, digerirt, und Eshh wie⸗ 4⁵² Einleitung zur CHymie. wiederum nach genugsamer Abstraction, crystalli. siret. Solches wind zum dritten mahl wieder⸗ hohlet, zum 44en mahl we den die Crystallen in destillirten Eßig aufgelöset, der von gemeine S ist abgezogen, und wiederum zu Crystallen schlessen lassen, oder wenigstens biß zu einer feuchten dicken Consistenz abgezogen. Diese dicke feuchte Ma⸗ terie, wird mit/ der vor sich aufs höchste recti⸗ ficirt ist aufgelöset und extrahirt: Das Extractum wird durch gelindes Abziehen zur Oehligkeit ge⸗ bracht. Zu der Substenz wird von obgemeldten sehr zart Emirten& so viel zugesetzt, als das dazu genommene O gewogen hat, und wird durch Rei⸗ hen in einem gläsernen Mörsergen in ein sehr zartes Magma gebracht. Wenn etwa unter dem Reiben der Spir. Vini verrauchet, und also das Magma zu dicke würde, so kan man ein wenig von dem frisch von der Materie abgezogenen Spir Vini wieder darauf giessen, die übrige Feuchtigkeit muß man von freyen Stücken selbst verrauchen lassen, daß es dicke werde, und zu kleinen Kügelchen könne ge⸗ macht werden. In Gestalt solcher Kügelchen nun muß man es in eine dicke Phiole thun, und vorge⸗ meldte Tinct. Pri drauf giessen, daß sie drey Finger hoch drüber stehe, die Phiole alsobald genau ver⸗ schlossen und in Keller oder kalt Wasser auf etliche Tage gesetzet. Wenn die vorbey sind, nimmt man es heraus, und setzt es nur in die warme& und wiederum, wenn etliche Tage verflossen, in gantz laulichtes Wasser, und darinn lätzt man es viele Tage, ja gar Wochen stehen, biß ein 3 0 ö ö edi⸗ —4— Heen + sgth Hiadd a Md S RSp Geblitthe W Gehi uad udd denn wide dobeh Oie Koh guad du Jucii Rhhh Rahruy und WI 01N ll dl Ichsch fi ⁰böf 6 N ahaken er Midd mt ꝛ nshyude Hen upflg Htepfteh duh ufe nichit SUR Chmn btreün ulten nilh on de Lash poh ge Cuhstalg z ersugt dich such Haußhh Ut Dübmn ur Hassch Ild vonhn Uhcht, und wid ut tgen mensh daunterdul ahodas venig wordat Opir Vah Ichiget Fauchen l Vügelhen Her Kchgh le Hu/ daß sedg Wödd gu Wiedls⸗ H E Helfbscoh IU H 10 V V Einleitung zur Cyymie. 463 Sediment erscheinet; Wenn das Zeichen kommt, so fängt man per Gradus an, aus einem gelinden Balneo die Materie in einem Kolben durch die De. stillstion und Sublimation zu tractiren, und zwar mit der Behutsamkeit, daß das erstemal der flüchti⸗ ge Spiritus in einem gelinden laulichten Balned ab⸗ destillirt werde, biß daß ein etwas dicklicher Liquor zurück bleibt, darauf giesset man dasjenige, was destilliret ist, wieder auf, und ziehet es wiederum herab, und das wird zum drittenmahl wiederholet, denn wird endlich alle Feuchtigkeit herab gezogen, dabey man nach gerade die Wärme vermehret. Die Kolbe wird in Sand gesetzt, und wird nach gerade durch gelinde Erhitzung, so noch etwas Feuchtigkeit darinn übrig ist, auch dasselbe weg⸗ genommen, und denn wird das A per Gradus ver⸗ mehret, und damit die Subliwarion verrichtet, in⸗ dem man den Gradum erhält, daß es fast glühet, aber nur dunckel braun. Dessen Maaß, darnach man sich richten muß, auch dieses seyn kan, daß so bald man siehet, daß sich etwas sublimirt, der Grad des Feuers, darinn es eben stehet, alsdenn erhalten werde. Alles was denn sublimirt ist, wird mit zmahl so viel σ per Deliquium ge⸗ mischt, und aus einer gläsernen verlutirten Retorte, in einem vorgelegten Recipienten, der mit halb angefüllet ist, hinein getr ieben, so wind sich alles, was revificirt ist, in dem vorgelegten Y, darinn auch vorhero etwas& aufgelöset, und also zuge⸗ mischt seyn kan, zusammen sammlen; Was man also in demselben lauffend findet, das nimmt 95 er⸗ 464 Einleitung zur CHymie. heraus, das übrige Wasser läßt man et iche Ta⸗ ge ruhig stehen, so wird sich wiederum ein wenig zu Boden setzen, so vorhero noch im Wasser sich gehalten und geschwebet hat, und denn kan man weiter etwa eine güdene Müntze hinein legen, um dadurch zu sehen, ob es noch etwas von einer Kli⸗ schen Substan? insich enthalte/ und obgleich auch dessen keine Spuhr mehr erscheinet, so riechet den⸗ noch dieses Wasser sehr urniosisck und flüchtig, das kan denn durch die Destillarion davon abgezogen, und das übrige Wasser weggeworffen werden: Den destillirten urinosischen Spir. aber kan man durch Eintröpflung Spiritur S versuchen, wenn von dessen Zugiessung etwos, so eine staubichte Consistenz hat, sich daraus niederschlägt, so kan auch dasselbe mit destillirten Eßig und gemeinen Saltz in gemässer proportionirser Quantität zer⸗ rieben, und also revificirt werden. §. 4. Was die Mercurification des Dund derer weicheren Metallen des und des endlich auch des 8 betrifft, so erlangen unter diesen für⸗ nemlich das D und 5 daher eine grosse Com- moditat, daß sie sich unter eine Niederschlagung cornuificiren lassen, wenn nemlich selbige in Spi⸗ ritu O oder vr aufgelöset, und mit Spiritu Salis niedergeschlagen werden, denn also wird das 7 sehr flüchtig gemacht. Indeß verdienen die Worte des Beccheri noch eine Uberlegung in seinerPhysi⸗ ca subterran. Sect. VI. c. 8. H. 9. da er spricht: Durch diesen Irrthum habe ich gelernet, die Mer⸗ curios zu machen, und in dem Saltze die Wusche ische —— lischeund von dem den; Un sogt dem stint der Mer⸗ metalisc deh arle 66, od eauff Vor und des einen Spiritu schlägt ovil incorp wird i 5 als bon be Handg cirt we uud voe p. 3o. gemein dern E Mm mitdo gelrod U ac/s hn —.. labt hannh Wiederun) nochin und dwyy Wehnarhg alwas up Jund chhht eshet, src sisctudfith On dabonch oglworfen II Suh I idesdi/ EEL Iit Qult .deh. atiot&. zundieh Wan F emgse neN amihschntt mntöyit n E A WI 99˙ A ö 6 I Eilan I Einleitung zur Qymie 465 lische und Mercurificirende E de, d.i. den Alcahest von dem Mercurio Philosophoum zu unterschei⸗ den; Und hin und wieder an verschiedenen Orten sogt er, sonderlich in der Minera arenaria, da er von dem stinckenden Menstrao des Lullii redet, daß der Mercurius nichts anders sey, als eine schweflicht metallische Subttanz, die von dem darzu kommen⸗ den arsenicalischen Schwefel des gemeinen Sal⸗ tzes, oder vielmehr des Meer⸗Saltzes in diese flüs⸗ sige lauffende Consiltenz gebraucht ist. Vom Lrio pni hat er in der Physica subteran. und dessen Sopplem. II. folgendes: Man bereite einen Bnum cornuum, indem man nemlich h in Spicitu Nitei auflöset, und mit dpiritu Salis nieder⸗ schlägt, das Niedergeschlagene wird mit zweymahl so viel gemeinem Saltz gemischt, beydes mit Bolo incorporiret, und mit starckem Feuer destilliret, so wird in das vorgelegte Wasser ein grosser Theil 5 als geblättert zugleich mit herüber gehen, da⸗ von bezeuget er, daß selbiges durch einen geringen Handgriff in einem lauffenden' leichtlich vivifi- cirt werde. Der Procels wud kürtzer beschrieben Und vorgelegt in seiner cehymischen Concordanz p. 330. Doch hat er daselbst die Beyfügung des gemeinen Saltzes ausgelassen, und erst in dem an⸗ dern Process gesetzt; Die Worte lauten also: Nimm Bley, so auf das subtileste gekörnet, und mit Spiritu Salis 4. bis 3.mahl eingeträncket ist, und getrocknetes und zerriebenes gemeines Saltz glei⸗ che Thesle, mische es wohl, thue Passauische dazu, so viel als beyde wiegen, mische es wiederum Gg sehr ————... PFPFFIII — Sꝗꝗee.‚eeeEeeeEEEEEExffff..—— 4⁵⁶ Einleitung zur Cymie. — sehr wohl unter einander, lege es in eine Retorte, und treibe per Gratus mit dem stärckesten offenen die Spiritus herüber, die werden das Bley gleichsam geblättert, und mit verschiedenen Far⸗ ben gefärbet mit sich herüber nehmen. Den Spiri⸗ tum Und alle die Materie die in dem Recipienten ist, vermische, thue auch den Sublimat dazu, der in dem Halse der Retorte seyn wird, und ziehe es aus einer neuen Retorte ab, bis zur Trockne, den Spiri- tum schlage mit Fri nieder, oder, welches besser mit S Tartati, biz es nicht mehr aufbrauser, so wirst du am Boden ein lauffendes v finden. Wenn das nicht ist,so ziehet es herab durch einen Helm, das her⸗ abgezogene rectificire, und præcipitire es mit Spi- ritu G. Dabey zu mercken, daß an diesem Ort kei⸗ ne Meldung geschiehet vom Bno cornuo, und wie er in der PHys. Iubterr. 333. n. 22. mit wenigen er⸗ innert: Der Saturnus cornuus uber Tartarĩ gegossen/ und mit dreymahl so viel& dettillirt, hat einen lauffenden Mercurium gegeben. §. 5. Man findet verschiedene Arten vorge⸗ schrieben den Mercurium Antimonii zu bereiten, doch stimmen sie alle darinn überein, 1.) daß sie ei⸗ ne gantz genaue und so viel möglich höchst zarte Subtilifirung und Verdünnung des KReguli, 2.) den oder die flüchtigen urinolischen Saltze vom Ruß, Urin, und gemein Saltz, auch wohl den destil- lirten Eßig ersordern und recoemmendiren. Wir recommendiren, ausser des Langelotti seiner Art diesen, der den Mineralien nach mit jenem gleich, aber nach der Art zu operiren, und der Proportion der —— der Hgie Cufchtül vied mmi nit gemte dufzesteh en R und de Stunden gluade d genählg Hudlimat Kebroche hmmet welches wan w ter une derhol gulus hermise Salis 1 Wasse stehe, werde man n 3. Tag dern 2 Hauffer hohen Wach schen! lang/ Hhan — 115 sthaghne Werden be fhen. Oen. Dol a dem Recz i Id,Iudsch ELI 6 Ve raasd W f d W. 111 hi hande 00 cDH.N EIIU aus RelKe — edene H WAAI moai 10 n0 nich 0 d6 Ke R4 osche 4oei 10 00N. mmenoll Agebn f I 0 L ö Einleitung zur Cymie. 467 der ingredientien ungleich ist, als welcher mit der Erfahrung überein kömmt. Der Regulus& ii wird mit 4. Theilen mirt, welcher aber vorher mit gemeinen Saltz allein muß E nirt seyn: Die aufgestiegenen Floxes werden wieder mit demjeni⸗ gen zu ammen gerieben, was am Boden geblieben ist, und das in gelinder Digestion bey zwey biß drey Stunden so erhalten, daß der& in dem Gefässe gelinde dämpffe, hernach wird der Grad des gemählig vermehret, doch noch mäßig, und also die Sublimation verrichtet. Denn wird das Gefäß zerbrochen, alles was aufgestiegen ist, heraus ge⸗ nommen und verwahret, mit dein Sedimente aber, welches am Boden zurück geblieben ist, vermischt man wiederum vier mahl so viel&, zerreibts un⸗ ter einander, und subliwirts wie vor, die Arbeit wie⸗ derholt man so ofst, biß aller darzu genommene Re⸗ gulus also mit aufgestiegen ist. Zu diesen Floribus vermischt man 2. mahl so viel dem Gewichte nach Salis Tartari, thuts in eine Phi le, und giesset Wasser drauf, daß es 3. biß 4 Finger hoch drüber stehe, und also alle salinische Substanz aufgelöset werde: Das Mundloch der Phiole verschließt man mit einem zähen Wachse, läst es denn oder 3. Tage ruhen, denn hält mans einen oder den an⸗ dern Tag in sehr gelinder Wärme, wenn die ver⸗ lauffen, so giesset man die gantze Materie in einen hohen Kolben, und lutirt einen Helm mit einem Wachs⸗Pflaster drauf, und delstillirt den urinoli⸗ schen Spiritum mit gelinder Wärme etliche Tage lang/ das W das in dem Kolben ist, wird auch Gg 2 biß — ö ö 46⁸ Einleitung zur Chymie. biß endlich zu einer Oehligkeit ab gezogen: Der uri⸗ nolische Spiritus wird vor ich von dem üderflüßi⸗ gen Phlegmate rectificirt, und selbiger wieder auf die andere öhlichte Remsnen? gegossen, in der vori⸗ gen Phiole, und wiederum ein en und ondern Tag gelinde digerirt, darauf wiederum sachte herunter gezogen, und dieses auch zum dritten mahl, denn wird der abgezogene Spirirus aufgehoden Auf das übrige Megma kan man, wenn es nöthig ist, von neuem eine genugsame Menge des Phlegmatis aufgiessen s vꝛele Tage lang auch mit ziemlich star⸗ cker Hitze, biß es fast siedet, digeriren, endlich das Phlegma biß auf eine Dicke abziehen, die dicke Materie kan durch gelindes Abrauchen getrocknet, denn klein gerieben, und in einem festen beschlage⸗ nen Kolben die Sublimation verrichtet werden, da män denn das& nach gerade vermehret bey 3. biß 4 Stunden. Alles, was sich nun lubligürt, das wird von neuem mit zwey mahl so vielen Sale Tartari zerrieben,(das Phlegma kan man drauf giessen oder weglassen) und in einer Retorte, da des⸗ sen eigener oder vielmehr der vorgestossene Hals, in das in dem Recipierten vorgeschlagene Wasser in etwas hinein getaucht ist, nach gerade alle 3 oder 4. Stunden das Feuer gemehrt, zuletzt auch von oben Feuer gegeben, und also herüber getrieben: So wurd man in den Recipienten das O finden, in das Wasser aber kan man dünne O⸗Bleche hinein legen, damit der Mercurius, der noch in Gestalt eines Dampffs, undiso dünne als Wasser in dem⸗ selbigen enthalten ist, nach gerade auf h i — sich ahse voh Weid abgezoge Die Ooe Cobobat deh abe uung der Diger Mt des de Hen Mer Experin 996 st ali Hecher fürgehe Del 2. The ls gel denn w men a denn pulvei hinein ger dr man d man t⸗ schboen s als es here die inn gllat! Em Einleitung zur Qymie. 469 i WDaehogn. Jyr on deu yg Hcgn p Regossa en Ud eud rum st V sich ansetze, und durch sie concentriret werde, von weichen er denn bloßz durch die Destillation kan abgezogen, und mit dem übrigen verwahret werden. Die Operation kan kürtzer ohne Abitraction und Cohobation des flüchtigen Spiitus verrichtet wer⸗ den, aber bey allen beyden muß maan in Ve nich⸗ III tung der Subli nation langsam verfahren. Nach Whihhah dieser Art sind fast dem Gewichte nach bey z. Thei, kür 100 le des dazu genonmenen Rgusi würcklich in ei⸗ 1 lälnt nen Mercurium verkehret wor den, und hat das Experiment seine sichere Gewißheit erwiesen. 96. Es ist uns auch noch ein ander Experiment — jür erlichen Jahren recommenditet worden, der⸗ udnrgte gleichen Art auch in der chymischen Concordanz ah slale furgeschrieben wird Nemlich, man nimmt einen unhn 2 20 des Hmii oder vielmehr seinen Regoli, und htun Theile dalis Tartari, giesset Wasser drauf so viel ds genug ist, daß es eine breyigte Substan⸗ werde, Hahlion denn wirds auf einen Porphyr sehr wohl zusam⸗ he koh men abgerieben. Zu dem Magme mischt man Iu henm denn 4. Theile rohen Tartari, der auf das zarteste orgesosat pulverisiret ist, denn thut man alles in eine Phi le geshlage 012 hinein, giesset Wasser drauf, daß es 2. oder 3. Fin⸗ Wbeldeh ger drüber stehe, denn verschliesset und verstopffet u, Mman das Mundloch, und läßt es ruhen, nur daß ethe man räglich 3. oder 4. mahl die Materie wohl um⸗ InRNfschwencket, und das Glaß gut umschüttelt; Wenn 6 5050 ees also einige Tage gestanden hat, so nimmt man es heraus, trägt es in eine Retortam tubulatam, LII ö 7 die iawendig verglaset ist, und in heissen Sand ein⸗ ngelegt steht, und zwar Löffelweise, und wartet alle⸗ n Gg93 zeit 77⁰ Einleitung zur Cyymie. zeit, biß der erste eingetrageneböffel voll nicht mehr rauscht oder kochet. Wenn denn die gantze Materie also eingetragen ist, so wied der Grad des& geweh⸗ ret, daß die Materie in der Retorte wohl trocknen könne: Denn nimmt man sie heraus, und treibt sie per Descensum, datz man das Feuer von einem Grad zum andern vermehrt, und endlich auch von oben starck Feuer giebt, in das vorgeschlagene Was⸗ ser her über, wie in des Langelotti seiner Operarion geschicht. Eben diese Operarion recommendiret auch Beccher in Supplem. II. Thess. IV. n. 190. §. 7. Nemlich an diesem ange ührten Orte proponitt Beceher die salinischen Mittel, die zur Mercurification geschickt sind, die sollen seyn, wie er will, einer alcalin schen saltzigten Textur, und also einer gleichsam Seyffen⸗hafftigen sehr subtilen Substanz. In der Absicht recommendiret er für andern das aus&* und S Tartari zusammenge⸗ setzte Saltz, dergleichen nemlich pflegt als ein Ca- put moi tuum zurück zu bleiben bey der Bereitung des flüchtigen Spiritus&ei. Hiemit vergleicht er aber die kurtz vorher gemeldte Mixtur aus Spri, und rohem Tartaro, da er nemlich in beyden das alcalinische fixe Sal Tartari, so hiebey flüchtig ge⸗ macht worden ist, als das Hauptstück ansiehet und recommendiret. Welches eben auch die äl⸗ teren Chymici, und unter denenselben die fürnem⸗ sten Besilius Valentinus und Isascus Hollandus überhaupt thun, indem sie zu der Sache den Tar⸗ tarum vorschreiben, oder sie sagen, der Tartarus vivificire die Metalle oder mache sie* Oon⸗ — Somdacke bOpol geben std Aberetten Heblättet Wercche I dg nen opie v. ge ah also be Hachtes n flch fed Ael an geme EFach den un ren a Seiten ein fü Da er icht u naria g Kunsto Will er ded ph und de beschaf heweise Glum ccheinet cordan. Spikita 2 e — Einleitung zur Cymie. 47¹ — Vach— Wümn Sonderlich aber lehret Ilaacus Hollandus in sei⸗ ms.. Opusculis die zu Franckfurt 1667. heraus ge⸗ Eist geben sind p 82. den Fartarum, davon er redet, so *⁷ 1185 zubereiten, nemlich einen rechten Liguorem der wubu; geblätterten v vom I, welcher aber durch viele Ghaum. Veräscherungen sehr zart und leichtflüfig gemacht 8 halhn ist, da nemlich das Spp mit destillirtem Eßig und an Spir. v. gesättigt wird. Doch vermuthen wir, daß lu ernche ein also bereitetes, und zu einer solchen Fixitͤt ge⸗ mion Ronni brachtes S vielmehr einen ügirenden, als ei⸗ ITbel nen flüchtigmachenden oder mercurificirenden Ef- mgehm fect erzeigen werde. Indeß verdienen die auch Wn an gemeldtem Orte von Beechern recommendir- .deilah te Flüchtigmachungen des Ori gemercket zu wer⸗ Uu Een den, unter welchen Processen wir recommendi- * ren auf denjenigen Achtung zu geben, da auf der n Seiten n. 190. der Titel beygesetzt ist: Die Art mmun ein flüchtig Salz aus dem Gli zu machen. pfenith Da er die Sache slostin dem Poutenten or Wae, beicht und obenhin berühret; In der Minera aue⸗ i naria aber, da er die Cuniculos oder verborgene Rimu Kunstgriffe erzehlet, die er verschwiegen habe.7. n u will er, daß man mercken soll; Die Bereitung Iulic Mühl des philosophischen Spiritus Urinæ aus dem O lo NYꝗV AN e„„ hat und dessen bewundernswürdigeKrafft, und wie der Haubhue; beschaffen sey; Und in folgenden n. 8. Wie man hn beweisen könne, daß dieses altralische Saltz, das uslbam; lum Mercurialisch seye? Dazu man die Antwort latlk scheinet gefunden zu haben in der chymischen Con⸗ rei cordanz p. 314. sub. n. 72. Rec. Des störcksten ,M Spiritus Oli, gieß es auf calcinirten Weinstein I 6 69 4 her⸗ 47² Einleitung zur Qymie. hernach ziehe es mit gelindem& her über, das her⸗ über gezoge e rectificire, so wird es als ein Spiri⸗ tus urinosus seyn. Nun nimm O, löse es auf in dem stärcksten vn, schlags mit feurigem Spiritu nie⸗ der, digerirs mit mäßigem A/ fütrirs. Die Proces. sus unter diesen n. 32. und den drauf folgenden, sonderlich den letzten n. 33 halten wir, daß sie zu verschiedenen Mercorificationibus sehr zu recom- mendiren sind. Also verlangen wir auch, daß man den VI. Process p. 199. sich mercke, da er sagt: Wenn man das O mit denens Saltzen, als O, O, und gemeinen Saltz, nemlich nach Lwölffers Manier auflöset, die Solution mit niederschlägt, darinnen Sp aufgelöset ist, der Liquer der oben auf dem Præcipitst schwimmet, wird denn wieder filtrirt, und mit Zusatz Spirirus Urinæ niederge⸗ schlagen: Wenn man das niedergeschlagene Pul⸗ ver mit mischet, und in einem Sublimir-Gefässe cermentiret, so werde sich es in einen Zinnober er⸗ heben wenn davon der schwefelichte Theil, auf sol⸗ che Asten, die bey der Revivilicirung derer Zinno⸗ ber gebräuchlch sind, abgezogen wird, so werde man einen lauffenden derhalten. Im Supplem. II. in der Phys subterr. sagt er n 253 auf dem Sei⸗ ten Titel: Gold wird zu Zinnober In dem Con- texte meldet er: Wir haben durch die Erfahrung gelernet/ daß das O durch etliche Saltze, z. E. O, O,/&, in der Concordan? schreibt er nur gemein SO für bloß durch Reiben und Kochen, vermittelst des gemeinen V, so resolvirt und zerlöset werde, daß es leichtlich in in einen verwandelt wird, E on⸗ sonditsch demsselben cher/ Wen h Huffn 1 Dinge lie scht! Setten⸗I. weteie Deutsch⸗ Concorda Unter ede Die Mei lublimite gemacht Revivin die Do auf ané NB N auf ind s niode oder dp sublimi 9.8. gen zu! P. OI. n im vor Weil1 nung tl struum Werden Und in: 0 1. + Einleitung zur Cyymie. 473 Wockaz sonderlich wenn gemeiner dazu kommt, mit Ont demselben sich in einen Zinnober subliq ire, wel⸗ *nn vom Schwefel wieder gereinigt ist, Fund cher, wenn er vom Sch ö ö fuit 0 ein lauffender& wird. Nachdem er ein und ande⸗ dnbuli re Dinge noch dazwischen gesetzt so proponirt er ul. eine sehr leichte Mercurification des, da der Ale. Seiten⸗Titel 254. ist: Ein Experiment das Y zu bs HMu mercutifieiren, welches Beceher eben auch auf huhn Deutsch, an eben dem angeführten Orte in der nth umn. Concordanz in eben der VIten no. vorschreibet. 3 She Unter eben der Namer im Supplemente sagt er: Achhin. Die Metalle können auch mit& oder dessen Geiste Rlt ut sublimiret, und also zur Mercurifiation geschickt III gemacht werden, daß ihnen nichts als bloß die K iduunt Re vivification mangelt: Mit welchem Vortrage IUe die Vorschrifft verglichen zu werden verdienet, Wurgim. auf angeführter Seite p. 314. no. 32. mit einem nHbimheh NB Nimm ein Metall, welches du wilt, löse es ehnn Zunh auf in Spiritu Urinæ, wenn es solvirt ist, so schlag schte Nule es nieder mit S. V.(es ist ein Zweiffol ob es soll Ing Dn oder Spiritus Oli seyn/ das præcipitirte Pulver n ord/ ir sublimire, den Sublimat revivificire. . Jo e§. 8. Ubrigens verdienet in Betrachtung gezo⸗ gen zu werden, was Beccher in Minera arenaria Her MR P. 61. n. 20. in dem Commentario über den schon uc dch im vorigen gemeldten Proceß des Lullii schreibet: HeEA Weil Lullius eines stinckenden Menstrui Erweh⸗ HII nung thut—— so müsse das stinckende Men⸗- Vohenn struum nicht nach den Buchstaben verstanden D röste werden, wo man nicht wolle betrogen werden. Wandotedt Und in den folgenden: In der vierdten Bereitung Gg 5 fäng⸗ ,,w —— 474 Einleitung zur Cyymie. —— fänget man das stinckende Menstruum unserer mercurialischen Hure, die mit vielen gehuret und eine Reaction gelitten, aber doch niemahls em⸗ psangen hat, sondern alles was sie berühret, mit einer mercurialschen Kranckheit anstecket. Um diese Problemata oder dunckele Redens⸗Arten aufzulösen, so scheinet uns die chywische Concor- danz ein Licht zu geben p. 429. n. 38. Und p. 577. n. 36. unter dem Titul: Verwandelung oder Pranl⸗ mutatio Spiritus Mercurii: Rec. Mercurium essentifcatum, oder der zmahl sublimirt ist mit Spiritu O, diesen erystallinischen Mercurium löͤse auf in dem firen Kac v, diese Solution imbibire in zartes klein geschnittenes Lösch⸗Papier, daß es als eine Massa zusammen gehe, deltillirs aus dem Sande, so wird ein gelblicher Spiritus übergehen, denselben rectifieire, so wird er so klar als ein Cry⸗ stall übergehen, den verwahre. Nun mercke diesen Spititum Mercurü circulire in einem wohl ver⸗ schlossenen und Harmetice bersiegelten Glase, biß er nicht mehr aufsteiget, sondern gantz fix im Grunde zurück bleibt, so kanst du vermittelst dem⸗ selben alle Tincturas O und D zur Medicin extra- hiren. Man muß aber mercken, daß man die⸗ sen Spiritum Mercurii erstlich einen Monat im Pferde⸗Mist müsse saulen oder digeriren lassen, dabey das Glaß wohl muß verschlossen seyn, daß es nicht verrauche, so wird es so süß als Zucker und wohlriechend als Ambra. Einem Verstän⸗ digen ist genug gesagt. Dieses scheinet das zu erklären was Beccher mit obgedachten Worten wolle, — woli N nicht sach uan licht Wis Ifaul dem ducch auSchbe s dos sch Coneorda tug des! Regteren d Hluibeode 9 Hbüo sche Loe schedo⸗ ten Oit gemein offt ver 9e veig dem S fall ged P hiht auch de geeigne Conco als ein um Ce oh die 99*7 saget h blalband HM V Einleitung zur Cuymie. 47 Tuah atolagn wolle, daß der Gestanck des Menstrui Lulliani doch unh nicht nach dem Buchstaben zu verstehen sey, wo va6 sehln man nicht wolle betrogen seyn. hel müth Was er aber am angeführten Orte von dem Wtl Nit jungfräulichen leuchtenden Liquore und p. 76. von nil dem durchsichtigen wäßrigten hat, der dem Mere. UA Schwere gleich und aus dem Mere. gemacht ist, das scheinet erläutert zu seyn in der chywischen Kele Concordan2 p. 312. n. 29. Da wird eine Berei⸗ Ul shur! tung des Merc. vorgeschrieben, daß nach denen (z letzteren Worten, im Grunde eine Perle zurück H M bleibe oder ein Licht der Perlen, oder das lebendi⸗ Sann ge philosophische Vdes Lebens, das alle metalli⸗ E sche Cörper in ihre erste Materie und philosophi- „l sches Sreducirt. Beccher aber sagt am angeführ⸗ ten Orte: Ich weiß gewiß, daß der Merc. von dem 1U gemeinen Saltz vermehret werde, und wenn er Aundn offt vermehrt ist, so gehet er in eine durchsichti⸗ Wetan ge vrigkeit. Welches derjenige, der den& aus sigeladl dem Saltz wird zu bereiten wissen, mir wird Bey⸗ Wderh gu fall geben, und zuglauben können, daß in diesem Kuben enicht nur der Schein des Mercurii, sondern uredaue auch der Glantz der Perlen inne seyn und ihm zu⸗ l /MA geeignet werden müsse. Aber in vorgedachter Hnnd Concordanꝝ wird dieser Process füͤrgeschrieben, als ein Mittel aus denen Metallen den Mercori. um Corporum zu machen. Unsere Meditstiones von diesen sind folgende: V1 M chs II 40 §. 9. In der Phyl. subterr. Sect. VI. c. 8. n. 9. hen saget Beccher: Es sey ein fürnemlich feuchtes WUEN bleibendes(permanens) mercurialisches Men⸗ n struum, ——— PSDII¶ 47⁶ Einleitung zur Cyymie. SSSI struum, mit welchem die Revivificationes derer Cörper geschehen, und auf der andern Seite spricht er, Er habe gelernet im gemeinen Saltz die arse⸗ nicalische oder Arsenie machende und mercurifi⸗ eirende V, d. i. den Alcahest von dem Mercurio Philosophorum zu unterscheiden. Im angeführ⸗ ten Orte der Concordanz aber p 312. H. 29 und p. 374 n. 85. befiehlet er, man solle die fürgeschrie⸗ benen gemischten und auf eine Oehligkeit abde: stillirten Solutiones auf acht oder mehr Tage di- geriten, so werde am Boden eine Perle zu ück bleiben ꝛc. Da wir denn glauben, daß man müsse einen Unterscheid gebrauchen, daß man nicht da⸗ für halte, die gantze Substanz sey von eben der Würckung, sondern, daß das, davon diese Mate⸗ rie besonders abgeschieden ist, zur Scheidung ei⸗ ner andern Essenz, nemlich der arsenicalischen, vielmehr zu thalten sey. 6. 10. Was den Gebrauch und Nutzen dieser Mercuriorum betrifft, der ist fürnemlich dessen Perficirurg oder Vollendung zu O, wenn sie mit einem sehr subtilisirten Gold oder philosophischen Gold eine Zeitlang digerirt, und mit demselben in einen fixen Præcipitat coagulirt werden, wel⸗ cher auf O und Yim Flusse geworffen, gutes und beständiges Gold bleibet. Von dieser Ope⸗ ration aber ist zu mercken, daß so wohl Alexander von Suchten, als auch aus ihm Beccher hin und wieder, sonderlich in der chymischen Concor- danz p. 112 f. 13. anmercken, daß solche kigirte Mercurü, nemlich die bloß durch die Digeltion mit — mtOfait alahyabe ni gimich obadd wi Beccher miydurch nug mit gite sn Hu. giebt uiß ner. ATeh Das& elmen lut stüchtige ret, dal Lutum Denme berbrenn e füͤrne Goldo,e uon, B Und kun so zaltet noch au⸗ Cörkper nicht als bigeerst corpori bihherg (augme Mercuni Hm Wirffauf andem Sht anen Sgyr de I ey t von deplle dden. Yar P sole Nest e Ochhehtt oder m d en eit heh Iben, daf un: „ daß u t 2 sey uon Debondche Iur Sn der Areda nd Nuhl fümemth u Oh der dloscht und mi x ullt + gewonft. EIII 0 wohls + m heccke Imischm(. s V 10 IX Einleitung zur Cyymie 477 mit O figiret sind, zwar die Capelle und das Vr aus⸗ halten, aber wenn sie mit dem Mercurio Antimo- nii gemischt werden, so werde es von demselben al⸗ sobald wieder in einen Mercurium resolviret, und Beccher sagt, das käme daher, weil solche Mercu— rii, durch die unhinzulängliche Operstion nicht ge⸗ nug mit ihrer F auf das genaueste vermischt und figiret sind. §.11. Die Schwierigkeit dieser Sache zu heben giebt unser Autor 2. Mittel an die Hand in der Mi- ner. aren. p. 86 gegen das Ende, da er spricht: Das Glaß ist von der Natur, daß es allen Dingen einen Ingress giebt, die Metalle im Flusse erhält, die stüchtigen und ausdämpffenden daineralia figi- ret, daher nenneten es die Alten nicht unbillig das Lutum Sapientiæ, und das Sigillum Hermetis. Denn es verhütet für dem A, daß die Cörper nicht verbrennet werden, und leistet viele nützliche Din⸗ ge fürnemlich NB. bey dem durch Kunst gemachten Gold, als welches noch zart ist, dem es eine Fixa- tion, Beständigkeit und Erhöhung zuwege bringt. Und kuetz hernach befiehlet er, man solle mit einem so zarten Gold, das nicht genugsam verbunden, noch auch genugsam mit einem gehörigen erdichten Cörper seiner Elleaz und Wesenheit bekleidet ist, nicht alsobald auf die Capelle eylen, sondern dassel⸗ bige erstlich mit einem guten vitro ligiren und in- corporiren: Und eben daselbst p. 89. träget er die bißher gemeldte Sache, nemlich den vermehrenden (augmentarorium) Gebrauch des metallischen Mercurii ausdrücklich für: Wenn du statt 11 rohen 47⁸ Einleitung zur Cy/mie. rohen Bni seinen Mercurium nimmst, wenn du statt des rohen oꝰ und ihren nimmst, und mit demselven den Mercurium eintränckest, und statt des corporalischen Glases mit dem Oleo vitri auf den Præcipitat einträgest ꝛc. Zur Praxi dieser Sa⸗ che kan man nachlesen, den zten Process des Roseti chymici, und statt des daselbst gerneldten gemei⸗ nen Mercurii einen metallischen Mercurium ver⸗ stehen. Von dem Oleo vitri kan man durchsehen die sehr wiederhohiten VII. Noten der Concor- danz, un d kürttzlich p. 347. n. 15. §. 12. Es ist aber zu mercken von denen bißher gemeldten Mercurificationibus, daß Beccher selbst in diesen seinem letzten Wercke, nemlich der chymischen Concordanz, und in seinem Urtheil über dem trockenen Wege der Tinctur, mit de⸗ nen meisten etwas aceurateren und genauerenChy- micis, diesen Weg der Mercurification durch Saltze, zu verwerffen scheinet, als wodurch nicht nur der schwefelicht metallische Theil, so wohl der wenigeTheil derselben(nemlich der unvollkomme⸗ menen) als auch der etwas mehrere Theil beym Gold durch die kürtzere oder längere Digeltion zerfressen und weggenommen werde: Wenn das geschiehet, so haben dergleichen metallische Mercu- rii sür dem gemeinen Merc. nichts besonders, oder keinen besonders grossen Vorzug. Daher recom⸗ mendiren sie vielmehr den sandern Weg der Mer⸗ curification, durch den gemeinen läuffenden Mer⸗- curium, welcher Weg oben unter dem Tilel des philosophischen Mercurü aufrichtig ist fürge⸗ Na⸗ Hragel. R Hnon dulch it,wenn baktaffige wenigstend sschen M genwsh senen N 8 den dl nen hetar geben,d Zuwach geschickt gleichen, nex Steh Vunh de Hufgel 6 64 A stoksschen Kioge N Qn ——. m nimmf y m Utranchg, u. 1 demOensz Zurbnudh n Proceßhe Ibst gehng Hen Menun LIII „Noien M en Und eu Hercunfia! K als H de Beh.Wn de m wehten YW 1 Uune pende: n maulltl Einleitung zur Wymie. 47⁷⁹ lragen. Aber auch bey dieser Art der Mercurifica⸗ tion durch die reluscitirenden Saltze, erinnern wir, wenn dem so ist, und die Erfahrung das gewiß bekräfftiget, daß bey dieser Operation die Salien wenigstens den grösten Theil des erfoderten metal⸗ lischen Mercurii, von seinem P entblössen, und selbi⸗ gen in sich nehmen, so muß man aus der Sache selbst seinen Rathschlag hernehmen, und den metallischen E/ den die Salien geraubt haben, wiederum von ih⸗ nen heraus zwingen, selbigen seinem Mere. wieder geben, damit er dadurch so wohl zum metallischen Zuwachs als auch zur philosophischen Operation geschickt gemacht werde. Mit diesen kan man ver⸗ gleichen, was Beccher von dieser Sache hat in sei⸗ ner sten Minera p. 41. bis 65. II. Abtheilung. Von dem multiplicirten/ figirten/ wieder aufgelöseten und wieder figirten philosophi⸗ schen Mercurio, oder Vom Stein der Weisen. 5. M s gefällt uns, um einer, entweder nützlichen oder curieusen Wissenschafft willen, unsere Abhandlung dieses Wercks, mit einer hi⸗ storischen Darlegung, als mit einer aufgelegten Krone zu beschliessen, damit einem mit wenigen be⸗ tannt 48⁰ Einleitung zur Chymie kannt werde, was denn vor eine Sache in so vielen Büchern, und mit wie wenig Worten sie könne gesaget werden; Was man von einer sol⸗ chen Sache halte und urtheile, und endlich was man davon begreiffen und gläuben könne. Es ist nemlich berichtet, daß schon von alten Zeiten her die Egypeier fürnemlich, denn auch die Araber, die Kunst gewust haben, die unedlen Melalle in edel zu verwandeln, als in O und D, welches fürnemlich durch die historuche Nachricht des Svidæ bekräfftiget wird, welcher meidet, daß die Egyptier, weil sie diese Kunst gewust, so reich und foselich so schwülstig geworden, daß sie öffters von dem Römischen Reiche abfielen, und Aufruhr er⸗ wecketen, daher habe der Kayser Diocletianus, als er diese Ursache erfahren, alle ihre Bücher, als wel⸗ che damahls nur mit der Hand geschrieben waren, die sie zur Erinnerung dieser Arbeit aufgezeichnet hatten, verbrennen, und diejenigen, die diese Kunst gewust, aus dem Wege räumen lassen. Nichts desto weniger ist doch diese Kunst fürnemlich von denen Arabern fortgepflantzet worden, daher sind schon für vielen hundert Jahren von einem kleinen Arabischen König Geber, einige Bücher von die⸗ sem Wercke geschrieben worden die auch bis auf unsere Zeiten aufbehalten sind. Fürnemlich aber ist im vorigen Seculo, wie wir schon oben im Anfang von der Chymie gemeldet, auch diese KunstGold zu machen, von neuem durch die grosse Ausruffung des Paraceli, durch gantz Europam gleichsam wieder aufgeruffen, und deren Srurium mit wunderdah⸗ ren E diss Scht Hsundenen Welt di cos, Poyl icht nut; dalyn gett Laacus H wiß gein Paracella ihre St druckt w dat inxM verborge hat mar ben, ob ohne M den Ztbe I behal de gehet etba hem Are glaubet! durch tr Dicatton wohl de sanmen sich zul! floffen h 92. aihn IChm. — O Ent Sih bie wing mad vn e ele, daude hon wnctz NRR ue wang UO)r Dasch Nahl elcher mahg Istoepas,. du, d siiß Uln, Wült sie lechttditer ad geshrthe Ietufe mgen, duR umen V Vunst füag. wotdeh anren Iugri Tdch dta 0 Rns shentkath LIUUU ascler ungech EII Einleitung zur CWyymie. 481 ren Schicksaalen angezündet worden, da er durch diese Schrifften, die zu der Zeit, durch Hülffe der erfundenen Druckerey in grosser Anzahl die gan⸗ tze Welt durchlieffen, zu dieser Kunst alle Medi- cos, Physicos und Liebhaber der Bergwercke nicht nur eingeladen, sondern fast mit Gezäncke darzu getrieben hat. Denn ob wohl schon vor ihm Isaacus Hollandus, und Balilius Valentinus ge⸗ wiß gründlichere Dinge von dieser Sache, als Paracelsus selbst, geschrieben hatten; So sind doch ihre Schrifften weniger gemein gemacht noch ge⸗ druckt worden, sondern haben vielmehr hier und dar in Manuscriptis untergedruckt, versteckt und verborgen gelegen. Aber von Paracelli Zeiten an hat man sich in der Sache sehr viel Mühe gege⸗ ben, ob wohl mehrentheils unfruchtbarlich und ohne Nutzen, ohne daß man eine feste Hoffnung, den Zweck einmahl zu erreichen, und eine Liebe dar⸗ zu behalten hat. Gleichwie aber die gemeine Re⸗ de gehet/ daß Baracelsus selbst die Erfahrung, die er etwa in der Sache mag gehabt haben, von ei⸗ nem Araber mitgetheilet bekommen habe. Also glaubet man auch bißhero, daß andere, entweder durch treue mündliche oder schrifftliche Commu⸗ nicationes, oder diejenigen die allerhand Rätzel so wohl des Paracelsi als auch andere, mit einer Zu⸗ sammenhaltung und Vergleichung gegen einander sich zu ihrer Regel nehmen, den Zweck näher ge⸗ troffen haben. §. 2. Unter diesen sind 3. Ordnungen am be⸗ rühmtesten, und etliche, die aus diesen herstam⸗ Hh men. 45² Einleitung zur Wymie men. Von der ersten Sorte sind diejenigen, die auf Paracelsi Anrathen aus dem Olo ihren vorge⸗ setztenZweck zu erlangen, und den Stein der Weien auszuarbeiten verhoffen. Die andern wollen, nach Anführung des Sendivogii, eben dasselbe aus dem G erhalten. Die dritten wünschen nach Anwei⸗ sung eines Auroris anonymi, Philalethæœ, der ein Commentator des Alexandti von Suchten ist, und eines sehr aufrichtigen Seriptoris Gastonis Dulconis Cis vei, den einer d' Espagnet ausleget, aus dem lauffenden Mercurio und Gold ihres Wunsches theilh afftig zu werden. 5. 3. Was den Process aus dem Y betrifft, so wird solcher fürgeschrieben, wie er so wohl ge⸗ schrieben als gedruckt unter dem Nahmen Jodoci Justi van Rehe herum getragen wird. Und deut⸗ licher hat denselben ein Medicus eines Churfürsten von Brandenburg Nahmens Müller ausleget. Diese Sache, wiewohl er sie nicht verstanden, hat Friedrich Geisler auf wenig Bogen drucken las⸗ sen, unter dem Titul: Excellens viridis nostri Me- dicina Leonis. Davon kan Berlichii Dissert. In- augural. de Medicina universali Cap. XI. nachge⸗ lesen werden. Die Operarion bestehet darin, daß aus dem E die gröbern Theile geschieden, die zär⸗ teren me tallischen Odischen Ellentien behalten, und durch geschickte Subtillisirungen erhöhet werden. Welche denn, wenn sie zum O gethansind, dasselbe⸗ auflösen, mit demselbe multipliciret, und also zu einer Tinctur werden. Von der Wahrscheinlich⸗ kett oder Schwürigkeit dieser Meynung in 3515 gleis Ing 10 wos V vasch Theorie schen Wil dannvaft schen Sil Seine C nennet daraus g lolophis Urheber! nius odet divogius Veusen/ u odt geleg AIcch wiode cchafftau lit und he Wese il te. Hi dioet n nommet hereikeben denn den ollorhand hahotyodt tun worde elsowohl vuch au 1 FXmn Einleitung zur Chymie. 483 d diggau— IOhen gleichung dieser dreyen Proceslen, werden wir het⸗ een Ghm nach etwas mehrers reden. eanden duh 9. 4. Was das O berrifft, so ist zu wissen, daß ben dosth für verschiedenen Jahren einer, uint des n eine Unschn 10i Theorie und rätzelhaffte Vorschrifft des alchymi⸗ Phigeie schen Wercks zum Druck gegeben, da er unter an⸗ Dern versichert, die erste Materie des philolophi- dr von Hochs 44½ ö an schen Steins sey die Lufft, oder vielmehr in derLuft; dEHI Seine Concentration aber werde in der, wie er sie f 00 nannet, jungfräulichen d gefunden, daher müste sie 1i daraus gezogen, gereinigt, und endlich in einen phi⸗ , osophischen Stein verkehret werden ꝛc. Der erste bs d Urheber dieser Sache soll einer Alexander Seto- Whnius oder Sidonius gewesen sey, bey welchem Sen⸗ Dahdü! divogius, da er als ein Fremder in Engelland ge⸗ Rnnd E wesen, mit einer Kranckheit überfallen, und darnie⸗ us eth der gelegen sey, so sey er von demselben wunderbar⸗ 11 lich wieder gesund gemacht, und in seine Freund⸗ nicht vaste schafft aufgenommen worden, da er ihm denn erzeh⸗ Bogen du let und bekant habe, daß er ein Besitzer sey, aber die inh!. Weise, ihn zu bereiten, habe er von ihm nicht erhal⸗ herlchlUE ten. Kurtz darauf aber, als jener gestorben, habe Hal 00% dieser jenes seine Wittwe wieder zur Frauen ge⸗ oboshe nommen, welche etliche Quentgen der noch übrigen E hereiteten Tinctur in Besitz gehabt hat: Daher ist Keuth denn Sendivogius zu dem Besitz gelanget, und hat allerhand Proben damit gemacht, folglich sey er ge⸗ humdi 0 reitzet, oder weil er für einen wahren Besitzer gehal⸗ 1 V%%ten worden, habe er einige Sachen geschrieben,die Vcutte% er so wohl aus denen merckwündgen Difcursenals auch aus denen merckwürdigen Mstis seines F Für⸗ MN Hh2 gängers 448 Einleitung zur ymie. gäugers geschöpffet, und vor sich aufgefasset hälte. Elliche aber und ins besondere Pantaleon meynen, daß seine rätzelhaffte Schrifften mit der Meynung des Philalethæ und Suchtenii überein kommen, aber von andern übel verständen würden. 6.5. Es mag nun seyn, wie es wolle, so haben doch die von der Luft geschriebene Proportiones, sie mögen nun vom Autore als ein Rätzel, oder dem Buchstaben nach verstanden seyn, ein solches Vermögen gehabt, daß die gröste Anzahl solcher Leute, die nur in einer subtilen Speculation ohne Praxi fleißig sind, ihnen nicht nur Beyfall zu geben, sondern auch selbst dieselben zu erläutern sich un⸗ te standen hat. Der Vortrag des Sendivogii be⸗ stand kürtzlich darinn: Die anfängliche Subttanz des Steins der Weisen sey allgemein zerstreuet, auch dem Nutzen nach, allgemein universel, sie sey vegetabilisch, animalisch und mineralisch, sie sey dieser aller und jeder Bewegerin und Ernährerin. Damit sie nun dieses Amt um desto besser leiste, so sey sie durch die gantze Luft ausgesäet, dahero fliesse sie beständig ein durch Dämpffe, Regen, Schnee in die Erde zur Erhaltung und Leben derer Mineralien und Vegetabilien, durch den Thau gantz besonders für die Vegetabilien, durch den lufftigen Dampff, der durch das Einhauchen ein⸗ gezogen wird, für die Animalien. Diese Substanz musse aus der Lufft gesammlet, von den fremden Unarten, die mit ihr ohngefehr entweder in der / oder bey der Samlung, oder in denen Ope- rationen vexwickelt sind, gereinigt, digerirt, endlich mit — mit Hold dA Was nige/ 0 hen ducc erhalten Saumt gewesen! dem geim der Ges auch de versiche jenigel: wenn de nes Sa bende N viereckig aber mi denn ab Fgur od lun, die d un nitrolist und seir Chymic lih in d Edition Ken hab del Nitr nun mit Wenn e Auft de. chm. schaushigg ebanengn len mit duz an Ubaah hr Iuden wihdn Ne is walh HNebehe Lapn als en anden shg eist HlenSperdhnt buuasilh M bag dts deoch alscholcy LII. Meln vluvette Dmenit ann urden Ii dose ns Is aus9 00 D mi ungund „, uuhl. enbilen, M. 700 bab Eieh leh. Oa 1 llt, UWll lol 111 U n 6 05 V Einleitung zur Qymie. 485⁵ mit Gold fermentirt, und also zu einem Steine der Weisen cosgulirt werden. Diesem sind ei⸗ nige, so den Buchstaben nachgefolget, und ha⸗ ben durch ihre Operationes ein nitrosisch Saltz erhalten: Andere, da etwa die Zeit, oder die Sammlung, oder die Art zu operiren verschieden gewesen ist, haben eine Substanz bekommen, die dem gemeinen Saltz ist ähnlich gewesen, so wohl der Gestalt nach als viereckigte Crystallen, als auch dem Geschmacke nach. Wiewohl etliche versicheren, daß diese Crystallen vielmehr denen⸗ jenigeu gantz gleich seyn, die da zurückt bleiben, wenn der Spirirus O von einer Hand voll gemei⸗ nes Saltz abgezogen wird, da zwar die zurückblei⸗ bende Massa, wenn sie solvirt und crystallisirt ist, viereckigte Crystallen giebet als gemein O, die aber mit Kohlen verpuffen als wie O. Weil denn aber viele, da sie gesehen entweder aus der Figur oder aus der Entzündung, daß die Crystal⸗ len die aus dem Thaue, Regen, aus der EAdurch S P und dergleichen Dinge angezogen werden, nitrosisch seyn, sie auch selbst in dem Sendivogio und seinen 12. Tractätgen, die Novum Lamen Chymicum betittelt sind, hin und wieder, sonder⸗ lich in der Schluß⸗Rede p. 5ꝛ. der Genevischen Edition von Anno 1673. offenbahr geschrieben ge⸗ lesen haben: Eine solche anziehende Krafft hat das Sal Nitri der Erde, welches auch& gewesen, und nun mit der Fettigkeit der Erde vereiniget ist: Wenn ein Regen geschicht, so nimmt er aus der Lufft die Krafft des—„und vereinigt dieselbe 3 mit W I 486 Einleitung zur QWymie mit dem Sale Nitri der Erde ꝛc. 2c. Da nun son⸗ derlich auch des Digby Commentatio de Planta- rum Vegetarione, vermittelst der nitrolischen Sub- stanz zu diesem Ruhme des allgemeinen Salpeters gekommen, so haben sie endlich alle eingewilligt, und sind eins geworden mit dem Salpeter, indem sie der vielen Arbeiten überdrüßig wurden, die sie in Aus⸗ ziehung des Saltzes aus dem Thaue und Regen⸗x anwenden musten, und haben dafür gehalten, daß man aus dem Salpeter die Fettigkeit der Erden scheiden müsse, damit also die drinn enthaltene reine würde, die müsse denn mit O vereinigt und concentrirt werden. Auch hat einer, Christoff Grummet, sich befliessen, diesem Aufzuge eine neue Autorität zu geben, durch ein deutsch geschrieben Tractätgen, so er benenet: Vom Blut der Natur oder Salpeter, da er gezeiget hat, wie durch blosses Schmeltzen des Salpeters mit Veuedischen Gla⸗ se, eine Purpur⸗hafftige, oder Amethysten, oder vio⸗ lette Farbe nach Unterschied der Operation heraus käme. Ob er nun wohl deswegen vom Kunckel im Anhange seines Tractätgens vom Phosphoro mi- rabili, übel angelassen wird, als welcher die gantze Sache auf die Magnesiam schiebet, der sie sich be⸗ dienen bey Clarificirung des Venedischen Glases; Nichts destoweniger so verdienet dennoch die De- monstration selbst, sie mag nun vom Salpeter oder von der Magnesia herkommen, eine weitere Be⸗ trachtung, Untersuchung und mehrere Anmerckung von dessen Ausgang, und zwar dieses deswegen, weil zu dieser Farbe, wenn man selbige sonst will in — ihen Gaß Honnöthent Hssechet, dem Taat curieulen: gegeben w. wenm mn Himmt das in geo tar au ren Unter gen dere recomane unten sch 9 K5 Dage me stanz„u Wurd/ es! lihen, we int den p vake/ de mossten u mendit, mein zy k in der dul der phil süoere, Ideszene Substanz elfodettg Mger, so chm — un Nu vmennii detunsh Wgemernet N Saaenan burden, destg EILR/ dafkgc itgtat x. die drnn aht um Odh III d Mufun bi donchge Vun Bulh Thete mit Vochehn IWethhin9 der Opemtu dgen wuhn om Phahul HII chiebehde Dastas Iukt daut ů Mbon Schel u, müuntdl W MII sw —5 Einleitung zur Qymie. 487 in ein Glaß hinein bringen, das Gold unmittelbar vonnöthen ist, welche Kunst doch so lange in der Un⸗ wissenheit, und versteckt gelegen, endlich aber in dem Tractätgen: Sol line Veste zum besten der curieusen chymischen Republic ist an das Licht gegeben worden. Und auch aus eben der Kunst, wenn man zu viel von dei goldischen Croco dazu nimmt, so entstehet eine violerte Farbe, und wenn das in gegenwärtigem Experimente vom Salpe⸗ ter auch geschiehet, so ist die Sache einer weite⸗ ren Untersuchung nicht unwerth. Ob aber deswe⸗ gen der Salpeter zum Philosophischen Wercke zu recommendiren stehet, und in wie fern, wer den wir unten sehen. 5. 6 Der Mereurius hingegeu findet heute zu Tage mehrern Beyfall, nicht zwar unter der Sub⸗ stanz, wie er aus denen Mineris heraus gezo⸗ wird, es wäre denn, daß etwa ein gewisser Zufall einen, welcher reiner als der andere oder vielmehr mit dem philosophischen& oder A mehr erfüllet wäre, darreichte. Nemlich es wird von denen meisten und vornehmsten eine Materie recom- mendirt, die dem gemeinen Mercurio, der insge⸗ mein zu kauffe ist, in allen Stücken gleich ist, ausser, in der Subtintät, Consistenz und Gewichte: Denn der philosophische Mercurius ist dicklicher und schwerer, doch ist er lauffend, flüchtig und Dfarb; Indessen aber, ob wohl der Mercurius unter der Zubstanz, darunter man ihn feyl bekommt, zu dem erforderten Wercke nicht dienet: Nichts destowe⸗ niger, so kan eben derselbige mit dem erforderten Hh 4 inner⸗ 4⁸ Einleitung zur CHymie. innerlichen erfüllet, und also, wie wir zwar glau⸗ ben, in seiner gantzen Substenz zum philosophi- schen Mercurio gemacht wer den. 9. 7. Alle die von der Praxi dieses Meisterstücks schreiben, die melden, daß eine Reinigung des ge⸗ meinen Mercurii, von einigen arsenicalischen Un⸗ reinigkeiten, die ihm anhiengen, geschehen müsse. Das Mittel, womit dieses müsse verrichtet wer⸗ den, wird von einem hierinn, vom andern in etwas anders gesuchet, der höchst aufrichtige Philaletha in seinem eröffneten Eingange Cap. II. stützet sich auch auf diesen gewiß recht güldenen Grund, wenn er sagt: daß die Artisten, da sie erwogen hätten, daß das Kind des 5ni des Goldes sein Bad sey, und von ihm alle Unreinigkeiten weg⸗ nehme, so hätten sie den Schluß gezogen vom grösseren zum kleineren, und gemuthmasset, daß er eben dasselbe auch beym Mercurio leisten würde. Aber die gantze Sache beruhet auf nachfolgenden Ursachen; Nemlich es scheinet, daß man hier er⸗ kennen müsse, daß hier vielmehr eine würckliche positive Vollendung und Zusatz des Als der Me⸗ tallen, oder des philosophischen Ers, als eine wegnehmende Abscheidung von dem Kin de des hni zu erwarten stehe. §. 8. Damit wir die gantze Thelin mit weni⸗ gen begreiffen und zusammen fassen, so erfordern diejenigen, die diesen Weg behaupten, man müsse ihren Mercurium aus dem gemeinen Mercur. und Gold bereiten, und durch langsame Digestion vie⸗ ler Monate selbigen zu einer Medicin er — Merbeyd smhaugen CEspagne der Achz lophische war, nic Philaleth figen Jut hohlung! Phibosop mena dis vorkohgn gebigst daher ist beit bere könne n licher al Welden, und der⸗ 9 9. in dehen Wieder z6 Ich dak das Ge die aus: d. i. di sud/ p liiget: tilet we bon den nat, und PPP Cm 1——— — Einleitung zur Wymie. 4³⁰ O„ II* 5 n Aber bey der genaueren Art und Anleitung auf die⸗ 0. sem langen Wege, haben sürnemlich Philaletha, d Espagnet, und der Autor des Lractats: Kern dessn. der Alchymie, die Strenge und Härte des philo- e Ronomn sophischen Stillschweigens„ die entsetzlich groß anSu war, nicht wenig gebrochen. Sonderlich hat der gen, Richher Philaletha fast alles gesagt, wenn er den sehr wich⸗ müss un: tigen Irrthum, wegen der nothwendigen Wieder⸗ vomeng hohlung derer Rotationen, und zugleich wegen des luufthn Philosophischen Goldes, nicht weniger die Phæno: CRUmena, die bey der verschiedenen Regierung des Ors t lhunt vorkommen,nach seiner Aufrichtigkeit auf das frey⸗ u. Mün gebigste zu verbessern übernommen hat. Denn Pudse. daher ist bekannt wordenwie der mit grosser Ar⸗ Ih beit bereitete Mercurius, entweder mit dem Golde Su köͤnne nuützlich tractirt, oder ohne dasselbe noch nütz⸗ min. licher allein zu seiner Vollkommenheit gebracht Haush“ werden, mit einer grossen Verkürtzung der Arbeit uun E! und der Zeit. eurang ufntei§. 9. Wenn wir also die Praxin überlegen, die dt, daß uu in denen Tractätgen dieser Seribenten hin und ncht eh wieder zerstreuet, gelehret ist, so fällt dieselbe gäntz⸗ at d6 l lich da hinaus, daß der Mercurius animirt, und ichen vil das Gold genugsam durch solche subtilisirungen, Idengns! die aus der Operation und dessen Materien fliessen, d. i. die dem Wercke homogen oder gleichartig Taelo s sind, præperirt werde. Die beyde sollen denn ver⸗ fastg s einiget und mit einander gekocht oder conkermen⸗ EII tiret werden, als wodurch das subeilisirte Gold mohen Mau von dem recht bereiteten Mercurio weiter verdün⸗ umberte net, und zu einer grossen Subrili tät und vollkom⸗ VHdcn 9h 5 menen 49⁰ Einleitung zur Cynne. meinen Flüchtigk it gebracht wird, und wird also nach gerade unter die Substanz des Mercurĩũ zäher untergemenget werden, hingegen wird es die Ge⸗ stalt derer Theilgen des Mercuri verändern, und in seine Gleichheit transforwiren, daher wird sein aggregatum, von wegen der veränderten Be⸗ schaffenheit der alten Lextur seiner kleinstẽ Theile, aus einem flüßigen, in ein trockenes und festes, und aus einem flüch'igen, in ein fixes Wesen herüberge⸗ hen, und aus dem Lrio ein subtiles Gold entstehen. Ich sage ein subtlles O.deñ das grobe corporalische O, so darzu gesetzet ist, ist durch diese Operation weit subtiler und durchdringender gemacht, ge⸗ schweige denn, der ihm beygemischte Mercur., wel⸗ cher nemlich, da er mit dem zugesetzten Golde in eine mit demselbigen gleichartige Substan⸗ transformi- ret ist, und da dieses nun so subtil gemacht ist, so wird er allerdings auch selbst in eine gleiche Subtili- tät verglichen werden. Wenn es also bereitet und einmahl subtililirt ist/ so wird es das philesophi- sche Gold genennet, und ist, alsdenn die erste Ope⸗ ration, die erste Rotation vollbracht. Zu diesem philosophischen O muß alsdenn eine neue Menge des vorigen Mercurü beygemischt, und von neuem, aber mit einem weit gelindern Regimine des Feu⸗ ers, die Digestion verrichtet werden, die auch in weit kürtzerer Zeit wird vollbracht werden: Denn ist es die Tinctur der ersten oder die Medicin der andern Ordnung, und die Operation wird die andere Ro- tstion genennet. Das philosophische Gold, so aus der ersten Operation entstanden, wird die Me- dicin — dicin dere Fehewaht hero sinde langet sin tir gewuß fect gesch worden, und dies lich zum. Mercuri Rotatior eines an 10. tha Rott Circula syre dub dern dar ctur selb in eben i Welden. Hannt. W. in ein un is, wac Curio be kan auf ein gröl und ges galpa. 0 Gobd⸗& Wenn mit sto chnnt — ald upt Des Mz gen padgh uri vath an d Wün inerkistz enes umi 1Ö Woht dtiles Goh grobecyn Urch dithy gendet aun nischte enn Neschten G ubsan un Ubti ganh nemne gethe Hl ts das pu denn den bi acht un ihert scht, Mdih Regiminel del dielt Derdth: De Medin dl IIUU Pijt 0 d/wo Einleitung zur Cyymie 491 dicin der ersten Ordnung genennet, doch ist sie noch keine wahre Tinctur, denn sie tingiret nichts. Da⸗ hero sind etliche gewesen, die biß hieher glücklich ge⸗ langet sind, und haben denn die Sache nicht wei⸗ ter gewußt, da sie denn nun keinen ringirenden Et⸗ fect gesehen, sind sie auf das Werck unwillig ge⸗ worden, und haben dessen Fortsetzung versäumet, und die Kunst einer Falschheit beschuldiget. End⸗ lich zum 3) muß eben diese Operation mit neuem Mercurio wiederhohlet werden, so entstehet die zte Rotation und Tinctur, deren ein Theil 100 Theile eines andern Metalls in Gold ringiret. 9. 10. Diese Arbeiten nun nennet der Philale- tha Rotationes, oder eine natürliche physicalische Circulation. Weil in der ersten Operation die fixe Substanz des gemeinen Goldes, in der an⸗ dern das philosophische Gold, in der zten die Tin⸗ ctur selbst flüchtig gemacht, und auch wiederum in eben derselben Operation zur Fixität gebracht werden. Es wird das philosophische Gold ge⸗ nannt, weil es höchst verdunnet und lubtilisiret, und in ein unbegreifliches impalpables Pulver gebracht ist, welches unter der Subltanz mit frischem Mer- curio vereinigt, von demselben desto geschwinder kan aufgelöset werden, nicht anders, als, wie durch ein gröberes Exempel, das Blatt⸗Gold viel leichter und geschwinder mit dem gemeinen L in ein Amal⸗ game. als leichte Butter kan zerrieben werden, als Gold⸗Körner, die wie Hanff⸗Körner groß sind. Wenn aber dieses allerzarteste Pulver wiederum mit starckem A in eine Mallam zusammenge⸗ schmeltzt 49² Einleitung zur Cyymie. schmeltzt wird, sonderlich, wenn solche subtile Glaß⸗ achtige Substantien dazu kommen, als Borax, Ca- put mortuum Oli, Alcalien&c. so wird wieder⸗ um gemein O daraus, und seine allerkleinste Theile werden in gröbere Pülbergen zusammen gebacken, daß eine weite langwührigere Zeit und hefftigere Treibung nöthig ist, dieselben wieder von einander zu reissen. §. 1I. Indetz muß man auch nicht vorbey gehen, noch einen andern Nutzen dieses philosophischen O, der sehr zu recommendiren und zu mercken ste⸗ het, dieser bestehet nun in dessen Vermehrung. z. E. Es hätte ein curieuser Liebhaber ein Theilgen des philosophischen Goldes, entweder durch eigenen Fleiß, oder anders woher communicirt erhalten: Wenn er den gantzen Theil mit der ordentlichen Quantität des Lrüi zur andern Rotation anwen⸗ det, und die Sache, entweder von wegen Zerbre⸗ chung der Gläser, oder durch ungehörige Regie⸗ rung des Feuers, übel ablieffe, so wird der gantze Schatz verlohren seyn. Damit man dieses ver⸗ hüte, so ist zu wissen, daß, wenn man das philoso⸗ phische Gold einmahl zur Hand bekommen, so könne es unendlich in seiner Quantität vermehret werden, als worinn die gantze ote Beecherische Minera perpetua lieget. Wenn nemlich nach dem Claveo des philosophischen Mercurii eben so viel oder, noch weniger mit dem philosophischen Golde vermischt, und mit fürsichtiger Regierung des Feuers digerirt oder cementirt wird, denn also wird eine grosse Menge des philosophischen Gol⸗ des, — de, den cuiiusu, nach/ 0 Uatze ph selbige/ x binnen ⸗ noch ein net wah len Mere der zibel fordett, den Atet kan zu versiche H„un Ualit 1 Ver die zlei er konn Dde binn da die P. grosse 991 quisita dert we lich den soll eint God, so das 3. das strume ö uE Ohm —— soceüste Ren at d und sthe ulh llnne sin wührgngn Rschne rit Indhn 16 piiulnt nd pnn Danin Win n muniait eh nit der au Rohm bbh bahv Rgehh o wide mam R man dab bekonnn tindt H beetteh n heal Memnih pliiipde Hitt R hitd dae Iphic Einleitung zur Cyymie. 403 des, den in der Vergleichung weit wenigern Mer: curium, in weit kürtzerer Zeit, seiner Proportion nach, vollkommen machen. Als wenn 3. E. eine Untze philosophisches Gold zur Hand wäre, so kan selbige, wenn man sie auf diese Weise tractiret, fast binnen 2. Monathen so vermehret werden, daß es noch einmahl so viel ist. Welches auch daher schei⸗ net wahrscheinlich zu seyn, weil das mit vier Thei⸗ len Mercurii tractirte Gold zum völligen Zwecke der zweyten Rotation auch 8. biß 9. Monathe er⸗ fordert, so wird ohne Zweiffel der 4te Theil auch den Aten Theil, der Zeit nur nöthig haben Doch kan zugleich mit gemercket werden, daß etliche versichern, daß durch solche wiederholte Vermeh⸗ rung, auch das philosophische Gold zugleich in der Qualituät oder Krafft vermehret werde, so, daß die ate Vermehrung in kürtzerer Zeit als die erste, und die zte in kürtzerer Zeit als die andere, und so fer⸗ ner könne verrichtet werden, biß endlich die oᷣte oder Ide binnen einer Woche absolviret wird, welches, da die Proportion allemahl verdoppelt wird, eine grosse Menge austragen kan. §. 12. Wenn wir jetzo zurück sehen auf die Re. quisita materialia, die zu dieser Operation erfor⸗ dert werden, so werden wir dreyerley finden, erst⸗ lich den Mercurium, 2) die Anims, die in denselben soll eingeführet werden, oder das Embryonalische Gold, oder der goldische, das philosophische A so das Fundament der gantzen Würckung ist, und 3.) das Gold selbst Sein werck zeugliches oder in. strumentales Requisitum ist die Auskochung:— OT- 494 Einleitung zur CHymie. Formale ist die Confermentation oder verglei⸗ chende untereinander Treibung(Coagitation assi milatoria.) Fürnemlich aber behaupten die Philo- sophi, daß das gemeine Gold zur Operarion nicht eben wesentlich nöthig sey. Philaletha lehret aus⸗ drücklich, daß, wenn man Gold dazu nähme, das Werck alsdenn auf 190. Tage und mehr verzögert würde, wenn er sagt: In dem gemeinen Gold wirst du unmittelbar unser Gold nicht finden, aber du kanst aus demselben, wenn du es mit unserm Srio auf 190. Tage digerirest, diese wahre und eben die⸗ selbe Materie finden, welche unser Gold ist,&B. auf längere Wege gesucht, NB. ist auch noch nicht so mächtig, als dasjenige ist, welches die Natur uns hat an die Hand gegeben. Und demnach(wenn nemlich gemeines Gold darzu genommen ist wenn du das Rad zum dritten mahl umdrähest, wirst du in beyden eben dasselbige finden, doch mit dem Unterschiede, beym erstern(da kein gemein Gold zu⸗ genommen ist) in 7. Monathen, beym letztern in an⸗ derthalb Jahren Item: Du must beydes wissen, in unserm Gold wirst du 2 biß 3 Monathe eher zum Ende kommen, als in dem gemeinen Gold, und doch wird das Elixir in seiner ersten Vollkommen⸗ heit von tausendfachen Kräfften seyn, da in dem andern Wercke es kaum hundertfach ist, d. i. in eben der Zeit, da die dritte Rotation des ersteren wird fertig seyn, wird bey dieser kaum die andere Rotation können absolvirt seyn Item: Wenn du diesen& erlanget,(nemlich das gemeine Gold/) so darffst du nicht glauhẽ, du habest den E sin essen —— desenMa Dinge/ in lägtos. 1e Mühe Materie! Und ein! chest in el kommen! wikst es H. B• he Sach beruhe. sophisch wird, so ter Mere 0 das amagan slbe bey dags selbig Ueund ze ausgedeht walt des! Endlich wird, 0 mit dick Nenge: d.i. ele sam ine füchtg sophis x N — N chm Einleitung zur ynne. 495 uan Mn. dessen Materie, welche du in einem unvollkommenen Cna.Dinge, innerhalb einer Woche, suchen und finden Halpemn. köntest. Item: Der Stein selbst stehet mit leichte⸗ Oeng: rer Mühe zu machen, als wenn du wirst die nächste leiug. Materie des Steins in dem gemeinen Gold finden. Ogung. Und ein wenig hernach: Wenn du unser Gold su⸗ Wnchm. chest in einem Mittel⸗Dinge, welches zwischen voll⸗ Ihmkommen und unvollkommenen ist, so suche fort, du Hifga. wiest es auch finden. Gun§. 33. Daraus wird denn offenbar, daß die gan⸗ Whhng. be Sache auf dem philosopbischen Ound Mere. Wh. deruhe. Denn, wenn der Mercur. mit dem philo⸗ uhnen(ephischen Onur ein wenig imbuiret und belebet gNün wird, so heisset er Mercurius animatus, ein beseel⸗ Wter Mercurius: Wenn denn der mit dem gemeinen O,/ das doch gehörig subtilisiret und vorbereitet ist, a malgamiret wird, so zerlöset und resolviret er das⸗ selbe bey längerer Weile, und Treibung des vrs, Heh das selbiges, wenn es in die kleinesten Theile zerthei⸗ Wglhe let und zerrissen ist, alsdenn weit in denercurium Hahleß) ausgedehnet, und mit demselben, vermöge der Ge⸗ Mbahß walt des vrs, getrieben und flüchtig gemacht wird; Myali Endlich aber in demselben nicht nur wieder dicke Hehege“) wird, sondern auch den Mercurium selt st zugleich n d mit dicke macht. Wenn er aber mit einer grossen shheMenge des philosophischen Odes imbuiret wird, nlchh!! d. i. welches alsdenn schon höchst subtil und gleich⸗ Riansam in einem mittleren Stande zwischen fix und Rhunflüchtig stehet, so gewinnet man freylich die gantze ImZeit, darinn aus dem gemeinen Gold das philo⸗ ll! lophische Gold gesuchet werden solle. II§. 14. N N ¹ deunae WId NNN Umdtahgh A 496 Einleitung zur CQymie. §. 14. Wenn aber ein Zweifel entstünde, in welchem Subjecto das philosophische Gold am nächsten zu finden sey? So gestehen wir unsere Meynung aufrichtig, daß wir glauben, die Ani⸗ mirung des Mercuri sey nichts anders, als eine Einführung eines Theilgens vom philosophischen Golde in denselben, daher ist die natürliche Folge, daß, wenn in einem Theilgen einer Subltanz, ein solches Theilgen ist, welches in dem Mercurio soll eingeführet werden, so muß in einer grossen Men⸗ ge desselben, auch eine grosse Menge seyn, die in den Mercurium kan eingeführet werden. §. 1j. Weil aber nun diese Substanz, in dieje⸗ nige Substanz, daraus sie hernach in den Mercu- rium eingeführet wird, fürnemlich aus dem o o⸗ der L gezogen wird, und ein Concretum ist, so aus vieler Terra secunda, oder metallischen Schwe⸗ feil bestehet: So scheinen aus eben diesem Grunde diejenigen nicht absurd zu seyn, die ihren Sinn auf den kehren. Denn weil der Sl nichts anders ist, als ein zart aufgelößtes oder 2; Nun aber das philosophische Gold in ꝰ oder 2 verborgen lieget, so ist die Folge nothwendig, daß es auch im Vitriole verborgen liegen wird. §. 16. Nun sind aber allhier viele Meynun⸗ gen und Fürschrifften der Procellen wegen der Art der Herausziehung, oder wie die überflüßigen und unartigen Theile des Ols müssen geschieden hingegen der gute und nützliche Theil, dessen so sehr wenig ist, erhalten werde. Etliche befehlen, man soll gantz einfältig procediren, und den Gl in —7 in gemen den subt getiten eine gelb Theil de daran a eldichter oder wo das de lich dert lindes& B. MI und zuf man de len wer niret,un Werck. Ien, wen uine Fe Diese E stillit st ruc geb aus zich nem bo von nei mit der ren und 9—1 1) daß mit gen unnühe hm V 1 Wesl astg, sopsch gtehe gyz Iu glubg H18 uag dom phülhz stdieuruhz W ehrh LIIII in dhngpsal IEII Ihtet wn. -st doblur ena dal Rumich abu n Cobden Rrmenn Vchen dünt dee iune derdth 90N 0 LL Hwendig⸗ WI n nid alhet W Procelate de lbefh I I S. . U raan Einleitung zur ynmie. 407 in gemeinen oder Regen⸗Wasser, oder einem an⸗ dern subtilen Wasser auflöͤsen, die Solution di- geciren, so setzen sich gelbliche Unreinigkeiten, oder eine gelbe Erde ode Ochra nieder, d. i. ein gutes Theil des enthaltenen Metalls, mit etlichen feste daran anhängender gröbern sauren und einigen erdichten Theilen, nachdem nemlich der l mehr oder weniger Ohafftig gewesen ist; Wenn denn das Sediment nicht mehr mercklich oder sicht⸗ lich vermehret wird, so wird die Solution durch ge⸗ lindes Ausdämpffen oder Herabziehung aus dem B. M daß der dritte oder der vierdte Theil übrig und zurück bleibet, herabgezogen, das übrige soll man denn zu Crystallen schiessen lassen, die Crystal⸗ len werden mit gelinder Wärme zur Weisse calci⸗ niret, und von neuem aufgelöset, und digerirt ꝛ das Werck wird so offt wiederhohlet, bis die Crystal⸗ len, wenn man sie von neuem lol virt und digeriret, keine Feces oder Unreinigkeit mehr fallen lassen. Diese Crystallen soll man destilliren, das, was de- stillitt ist, digeriren uud rectificiren aus dem zu⸗ rück gebliebenen oder Capite mortuo fein S her⸗ aus ziehen, solches gleichfalls reinigen, und mit sei⸗ nem vorher destillirten und reckificirten Spiritu von neuen wieder vereinigen, digeriren, und also mit der Arbeit in ein fixes tingirendes Ocoaguli- ren und verkehren. §. 47. Bey dieser Fürschrifft ist zu mercken, 1.) daß wenn dieselbe nach fürgeschriebener Art mit gemeinem Overrichtet wird, nicht uur die unnutzen Theile des I und Ris nieder⸗ fallen ——— PPPPPIIIIII s..—...——————I‚t.. 498 Einleitung zur Cyymie. fallen werden, sondern auch ihre gantze Substanz, und also auch alles, was in derselben enthalten wird. 2) Daß gantz ihöricht hier fürgeschrieben werde, daß man einen lo gereinigten Gidaraus der gröste Theil des enthaltenen Metalls niederge⸗ schlagen und geschieden ist, soll zu Crystallen schies⸗ sen lassen. Denn derjenige Theil des Gls, davon sein vornehmster metallischer Theil, durch die Niedersetzung geschieden ist, läßt sich gar nicht crystallisiren, sondern zerfliesset als ein feitiger onig, wenn er die& berühret. Was aber hier in Crystallen zusammen gehet/ das ist noch rohe, und ein gantzer D, welches noch alle seine Theile mit und bey sich hat; Wenn also hier etwas zu suchen oder zu hoffen ist so muß man es in dem fettigen öhligten Magmate suchen. H. 18. Der Lsaacus Hollandus aber tritt einen andern Weg ein in seinem Tractate de oleis Me- tallorum der befiehlet, man soll einen also gerei⸗ nigten O oder die Crystallen mit sehr gelinder Wärme calciniren, bis sie roth werden, und zwar dieses in einem verschlossenen Gefässe; Aus dem calcinitten Glo soll man mit einer guten Quanti- tät destillirten Eßig eine Solurion machen, und hernach den deltillirten Eßig wieder herab ziehen, die zuruck bleibende Materie wieder mit frischem destillieten Eßig auflösen, wieder abziehen, und die⸗ ses soll man so offte wiederhohlen, bis auch in dieser golurion keine Feces mehr fallen Das coagufum⸗ wenn man zuletzt den destilrten Eßig gantz abge⸗ zogen hat, soll man aus einer Retorte destilliren, so wür⸗ — wöden ge wosse Spi welde eit das solld engetth didse En guherion lich das wie Wo den seh: der Wei gemeine genden 9. Becche al fücg Viriol Mortüo! Sonderl untir der 1. 55.N ist, gehe: mit Spi Oehleg so schlä zu fernet celle hie D. 43.N soline durch ei gan wer Cm —— ihr gnteobz dusehn ach Hthet sigh WUL en Muutkz OUmehgt Nelds Ghil In Dal x LIII se db en Uhttt. Wo MII IL n d H ö nuß% uhn D Turtut del slene h Mitsh. th vedet x Ofss⸗ Iihe ahe luren uiht Einleitung zur ynne. 499 würden gelbe Spirirus, ein roth Oehl, und endlich weisse Spiritus herfür kommen, in der Kerorte aber, werde ein Schnee⸗weisses fixes S zurück bleiben, das soll denn mit seinem eigenen destillirten Oehle eingetränckt, in gelinder Wärme cosgulirt, und diese Eintränckung, Digestion, Solution und Coa⸗ gulation soll so offte wiederhohlet werden, biß end⸗ lich das gantze Cow positum fix, aber höchst flüßig, wie Wachs, und durchdringend als ein gewor⸗ den sey: Das soll, wie er verspricht, der Stein der Weisen, die Tinétur der Metallen, und eine all⸗ gemeine Medicin aller in denen Feuchtigkeiten lie⸗ genden Kranckheiten seyn. §. 19. In der chywischen Concordanꝝ des Becchers vom Olo, wird eben dieses auch über⸗ all fürgeschrieben, nemlich die Bereitung des Oleĩ Vitrioli, die Ausziehung des Sis aus dem Capite mortuo und derer beyder Vereinigung zusammen. Sonderlich mögen die Processe gemercket werden unter denen Tituln: Præcipitation des D p. 675. n. 55. Nimm Viteiol, der auf die Röthe calcinirt ist, ziehe das S mit heissem ð heraus, das befeuchte mit Spir.v. und laß es im Keller fliessen, von dem Oehle gieß Tropffen⸗weise in eine Solution des Ders, so schlägt sich selbiges nieder, und das vr bleibt gut zu fernerem Gebrauch. Es verdienen auch die Pro⸗ cesse hieher gezogen zu werden, die p. 420 n. 4. und P. 423. n. 14. stehen, nemlich der Ungrische Vitriol soll in destistirtem Ehig aufgelöset, die Solution durch einen Helm biß auf die Trockne herab gezo⸗ gen werden, der trockne Vitriol muß alsdenn in ei⸗ i 2 nem ——᷑]?————— EDSDSDSDRSDSDSDSDSDSSSSSi‚EEeEEEEeEeeeff S. oo Einleitung zur Cymie. nem verlutirten Tiegel bey 12. Stunden reverbe⸗ rirt werden, denn schüttet man wiederum destillir- ten Eßig drauf, und ziehet alle Feuchtigkeit gelinde wieder herab. Dieses rothen Vitriols nim̃ 1.Theil, und sublimire ihn mit 3. Theilen&/ denn reibe es wieder unter einander, und sublimire es wieder, endlich laß die Materie per Deliquium sich auflöͤ⸗ sen, was herab fliesset, das wird mit Zinnober 8 Ta⸗ ge lang digerirt, wenn die verflossen, giesse man den übrigen Liquorem ab, den Zinnober trage auf fliessendes Y, so wird sich nicht nur eine Vermeh⸗ rnng am D, sondern auch etwas O finden. Hier⸗ mit stimmet auch überein, das von dem Bercher in seiner Minera arenar. p. 35. recommendirxte Zin⸗ nober Experiment des Grafen Forgatsch, welches ebenfalls auch fürgeschrieben wird in seiner chy⸗ mischen Concordan⸗ p. 430. n. 43. Nemlich der Ungrische O wird calcinirt, mit destillirten Ehig auf etliche Tage digeriret, hernach wird der Li- quor filtrirt und abgedämpffet, biß auf die Consi⸗ stenz eines rothen Syrupi: Von diesem werden Zij. genommen, des Zinnobers 3v. selbiges ge⸗ mischt, und mit dem fixen Kac V angefeuchtet, (dergleichen auf eben der Seiten in der chymischen Concordanz n. 39. beschrieben wird) denn gelinde ausgetrocknet, diese Eintränckung soll 3. biß 4 mahl wiederhohlet werden. Endlich wird das trockne Pulver entweder auf fliessendes 7 getragen, oder, weil auf diese Weise der Mercurius verlohren ge⸗ het, dessen doch in zv. Zinnober, wenigstens vierd⸗ tehalb Untzen sind, so, wird die Massa mit dem ö D· Kalck 5.·.— Halck Ibetgett (kan elst p· 4 0.U schmoth und der denn ab schieden ihn selb den U gienge, de. B eine E gödis wirdei einen Gold Iosophi flüchthe muß erh gen Uut schen stan let wer den, wa sagt:7 um dad Cben d dem e Mortuc Ind sia 1* * AANXN — chm — 2.Sudar IIR H Fachctch Waotbiüsh Ien x/ xun subiminth DOciquun sür NIE vufoseh,gi du Zunhetz LILLLZT WaE Ofln NI Vecamme W HII I ust delliae enah uu fit, dß M E obet. H V n LI Hcst niht ugilzus, LI 7 2590 auuihud RN. Einleitung zur Cyymie 50¹ —jꝛtꝛi—ß——— D⸗Kalck zerrieben, und in eine Retorte gelegt, und übergetrieben, was auf beyden Arten zurück bleibt, (kan erst mit einem Vitro nach der Concordanz p.416. n1¹ν1 und p. 486. n. 83. etliche Stunden ge⸗ schmoltzen werden, und nach der Minera arem. p. dꝰ. und der Chym. Concord. p 405. n. 16.) wird als⸗ denn auf der Capelle abgetrieben, und mit vr ge⸗ schieden. Von diesem Process sagt Beccher, daß er ihn selbst probiret habe, und habe ihn wahr befun⸗ den, und daß in demselben nichts vom Y velohren gienge, und doch allezeit etwas Gold erhalten wer⸗ de. Bey allen diesen Experimenten also zeiget sich eine Spuhr der im Vitriol verborgen liegenden göldischen ls, und wird offenbahr gemacht, doch wird es zugleich durch alle diese Dinge, alsobald in einen würcklichen Zuwachs, und fixen gemeinen Gold Cörper reducirt, welches hingegen zum phi⸗ losophischen Wercke in seiner Subtilität, durch die flüchtige mercurialische Substanz erst eine Zeitlang muß erhalten, von allen noch anhängenden zufälli⸗ gen Unreinigkeiten und fremden Unarten abgewa⸗ schen, und endlich mit dieser mercurialischen dub⸗ stanz zugleich in einen zarten fixen Cörper coaguli⸗ ret werden. Hiemit kan dasjenige verglichen wer⸗ den, was Viganus in seiner Chymie p.5. hat, da er sagt: Daß Boyle den calc. O mit ac sublimire, um dadurch das priwum Ens Veneris zu erhalten. Eben dieses gehe auch von statten, wenn man aus dem calcinirten Vitriol oder desselben Capite mortuo, das Saltz mit heissen Wasser heraus zöge, und statt des Capitis mortui vom Vitriol dazu ge⸗ Ji 3 nom⸗ 502² Einleitung zur Chymie. nommen und auf vorgemeldete Weise mit dem & sublimiret würde. §. 20. Indessen aber, da fürnemlich Beccher in seiner Minera arenaria p. 73. und Physic. subterr. Sect. VII. n. 2. von der Mitte biß fast zu Ende des §. J. sehr sorgfältig erinnert, daß die Scheidung die⸗ ses fixen Schwefels und dessen Reinigung von al⸗ len fremden Unarten, nicht allzu wohl durch feuchte salinische cerrosivische Menstrua, als vielmehr durch halb metallische Concreta von statten gehe; So ist kein Zweiffel, daß die Operarion mit dem martialischen Regulo und metallischen lauffenden Mercurio weit sicherer sey, als diese durch den Vi— triol und aus dem Vitriol zuziehenden Operation, auch weit glücklicher werde von statten gehen. §. 21. Was aber das O betrifft, so gestehen wir, daß uns darinn gar keine besondere und helle pra⸗ ctische Wahrscheinlichkeit zu Hülffe komme, ausser der allgemeinen, da Beccher beym Anfange sei⸗ ner Phys. subterr. versichert, daß die Terra secun- da, oder das Principium des Schwefels ausser der metallischen Mischung, nemlich im O verborgen liege, wie er redet p.u8. n. 14. Da ader der Autor wegen der Art der Demonstration und Bewei⸗ sung sehr stille schweiget, ausser dasjenige, was er in der Minera arenar. p. 40. von dem Spiritu O anführet, der das Silder in Gold verkehret; So kan man von diesem Wercke nicht wohl etwas gründliches verhoffen. Wenn aber jemanden die Demonstrarion dieser Substan⸗ bekannt wäre, der wird ohne Zweiffel schon von selbst wissen, diese Sub —— Substan iten, Geh chen ‚ daß wi wit di. Sect. O M und de in eine demse gehöͤn Spirit rax ql eine E wilstẽ he Wie drauf, so wibst seh•W Gases scheine solches cken, sagt er Porire Silbe des( das g wegen N Umi ———* Dr M u. imenihhrh Idphjrh bih fa U dafdeeth suanunn Uuchuaht Mtrur, dl den uin sung Om metalsen HAAR Whthende On onstaun gy heff,gte LLII Huffehan e hem M LIU LIU Ich in Di Itieg W Iser dasng bhn d Godu uiht L rH I Einleitung zur Cymie. 503 Substanz mit dem Gold zu vereinigen und zu fi⸗ giren, wenn sie kigiret ist, alsdenn mit einem neu⸗ en Gewichte derselben Materie von neuen ausko⸗ chen, und dieses gehörig zu wiederhohlen. Jedoch, daß wir gantz aufrichtig handeln, so offenbahren wir diese unsere Muthmassung. V. 22. Beccher lehret in seiner Phys. subterr. Sect. V. c. 2. n. 119. einen sehr subtilen Spiritum O zu bereiten, der die Animam O in sich fasse, und daher grünlich sey: Wenn du diesen, sagt er, in einen Kolben thust, und ein wenig Mercurium demselben auflösest, hernach abrauchest, und mit gehörigen starckem Feuer in einen höchst⸗rothen Spiriturn treibest, und denselben auf geflossen Bor⸗ rax aufträgest, daß er wohl fliesse, bis der Borrax eine Glaß achtigkeit erlanget, denn ausgegossen, so wirst du ein schön blaues Glaß finden, das schmel⸗ tze wieder, und wirff in gehöriger Maaß Kohlen drauf, laß es wohl schmeltzen, und giesse es aus, so wirst du die Animam Sris(soll vielleicht O heis⸗ sen, welches eher recht ist) finden in der Mitte des Glases, die aus ihrer blaue verdicket ist, durch⸗ scheinend als ein Rubin, wozu dieselbige diene, solches stehet an diesem Orte nicht auszudrü⸗ cken, ꝛc. Im folgenden dritten Capitel n. 48. sagt er: Alle Mercurii Corporum, wenn sie eva⸗ poriren, so lassen sie einen rothen Fleck auf dem Silber zurück, welcher die unsterbliche Seele des O bezeuget. Wir könten an diesem Orte das gröste Geheimniß eröffnen,(wir verstehen wegen der Animæ O) ja wir haben schon in Ji 4 denen 30⁴4 Einleitung zur CYymie. denen vörigen Capiteln den gantzen Modum und alles was dazu gehöret, gemeldet, daß nichts übrig ist, als nur anzuzeigen, wo wir es gesagt haben. §. 23. Weil aber alle Philosophi überein stim⸗ men, daß je näher die Materien, die man zu ihrem Wercke nehmen will, der metallischen Natur schon würcklich sind, desto geschickter sind sie darzu, so schliessen wir, daß unter allen diesen Arten diejenige die geschickteste zu seyn scheinet, die aus denen lauf⸗ fenden Mercuriis und denen regulinischen schwef⸗ lichten Theilen gehet, wenn man nur die drey Din⸗ ge bemercket,.) die Animation des Mercurii, oder so jemand errathen und erreichen könte diejenige andere Substanz, die in dem neuen Tractate: Kern der Alchymie in der Vorrede, durch eine Beyfü⸗ gung oder Anhange, statt des Silbers, bey der A⸗ nimation oder Amalgamation des Mercurii mit dem Regulo recommendiret wird. 2.) Die noth⸗ wendige philosophische Calcination des Goldes, wenn man selbiges darzu nimmt, ehe selbiges mit dem Mercurio vereinigt wird. 3.) Der gehörige Gradus des Feuers bey dem Wercke, wenn cor⸗ poralisches Gold darzu genommen ist. 4.) Die Wiederhohlung der Rotationum. §. 24. Beyläuffig mercken wir noch, so jemand etwa den Tractat des Helvetii: Güldenes Kalb genannt gelesen hat, da der in der Historie einge⸗ ührte Künstler, dem Helvetio diese kurtze Beschrei⸗ bnng erzehlet: Sein Werck bestehe aus zwey Mineralien, und sey in Tiegeln vollendet, und habe vom Anfang bis zum Ende nicht länger——76 0 — 94˙ 06 3.9 hat/ un philolof imneref sst auch füßig reintgke des lab Iu e näher! in der. einem Cunic bihher Cxems schen E nun sol und er det met keit un leucht wenige kan g ches U gefäle meine fectg p. 206 wunde Uhm — Antzn I WWd U eridchttz vu ih HIml I an, denn Wsohn u ala sid Uh deinnh tde usomn Waünihat II 100 dts Meu rechen nt Reuen 0 N, Ruich iu Sibel IA on des Mren Id. 1) l inttion d6 Imt, theses . ½½ Wucc o omnen N ⁰m. nit ti: Ouhdl⸗ RIhin Wahe 00 E III Einleitung zur Cymie. 505 als 4 Tage, und erforderte nicht mehr Unkosten als 3. Holländische Gülden. Wer dieses gelesen hat, und zugleich anderswoher erfähret, was die Philosophische Calcination des Golbes sey, der er⸗ innere sich alsdenn derer Worte des Clavei: Es ist auch nicht dran gelegen, das Quecksilber mag flüßig seyn oder nicht, wenn es nur von aller Un⸗ reinigkeit und aller Suditanz, die von der Natur des lebendigen fremd ist, gereiniget seyn wird. Ja je vollkommener es wird verkocht seyn, desto näher wird das dubjectum seyn, die vom Beccher in der Minera arenaria p· 46. angeführet, und mit einem mercklichen Commentario in dem 3Zzsten Cuniculo bemercket sind. . 25. Weil nun aus allem demjenigen, was bißhero gemeldet ist, und aus denen gegebenen Exempeln, die Nothwendigkeit des philosophi⸗ schen Schwefels gantz klar herfür leuchtet, es mag nun solcher hergenommen werden, woher er wolle, und er mag entweder näher oder entfernter von der metallischen Natur, in Ansehung der Reinig⸗ keit und Fixität abstehen; So wird zugleich herfür leuchten, was für Operationes mit dem Zwecke weniger oder mehr zusammen kommen; Dahero kan alsobald ein muthmäßlich und wahrscheinli⸗ ches Urtheil von Linem vorkommenden Processe gefället werden. Ja man lieset auch, daß der ge⸗ meine Schwefel einen höchst merckwürdigen Et⸗ fect geleistet habe in der ehymischen Concordanz P. 290. n. 5. unter dem Titel: Ein Process und wunderbahres Werck der chymischen Kunst, Ji 5 oder —————p—p—p.¶ 1 + 506 Einleitung zur Chymie. oder eine gantz neue Manier die Linctur zu ma⸗ chen, allein mit conrinuirlichen Priren, ist eine nachdenckliche Operation; Das gantze Werck bestand darinn: Es ist ein feines Silber auf ei⸗ nem Testgen oder Treibscherben bey sechs Wochen lang alle Tage beständig im Flusse, des Nachts aber in einer Glühung erhalten worden, und den gantzen Tag über sind bey und neben dem Ge⸗ fäßgen, darinn das Silber ist, Stückgen& auf⸗ getragen, daß vermöge dieses angezündeten, oder vielmehr gewaltsam, theils in der Flamme, theils im Rauche oder Floribus fortgetriebenen Schwe⸗ fels, der Dampff/ daher wird im Processe gemel⸗ det, daß stets XB. ein dicker Rauch vom üͤ⸗ ber: Das gelauffen) den Ober⸗Theil des fliessen⸗ den Sülbers beständig angriff, und sich in densel⸗ ben hinein zog: Zu welchem Ende auch der Ofen dazu gantz künstlich ist gebauet, und das Silber mit dem Gefässe in einer Röhre gesetzt gewesen, als unter einer Muffel, jedoch die von einer Seite und nirgends als nur vorwärts durchgängig ist, dergleichen Gebäude ein jeder leichtlich in seinem Gemüthe begreiffen kan, wenn er auf den vorge⸗ setzten Zweck Acht giebt, welcher dreysach ist, 1.) daß das Silber mit seinem Gefässe in eine Röh⸗ re gelegt, 2.) der Schwesel also eingeworffen wer⸗ den könne, daß er neben dem Gefässe, darinn das Silber enthalten ist, niederfalle, damit 3.) der Rauch desselben beständig über dem Silber schwe⸗ ben und selbiges durchgehen könne. Der Effect dieser Operation soll, wie er meldet, Rasehn, eyn, — seyn/ da lch sch. loth/ V ten Pu in flesf es abe fen/o in eint man s⸗ sie sich und e wand st 0 Zerst nach CODE Sülbe glasich lich wi hey de Es ist sener nera let ei Schu lang solche ret. E eiher Sche sehre ECH. i— Einleitung zur CWymie. 2⁰7 Un nä⸗ seyn, daß das Silber in währender dieser Zeit erst⸗ Du i lich schwartz, Hernach weiß ‚ darauf gelb/ endlich sunshrn roth, ja gantz hoch und Bluteroth, und zu einem zar⸗ * W 10 ten Pulver geworden ist. Welches Pulver vor sich Labhtein fliessendes Silber nicht eingegangen ist, nachdem Has Mn. es aber auf 2. mahl so viel fein Gold ist aufgeworf—⸗ Men pordej y fen, so hat sichs mit demselben gemischt, und selbiges undan in eine glaßhafftige Subltan⸗ verwandelt. Wenn ,Shh: man selbige nun auf gestossen Silber getragen, hat sie sich in einem Augenblick mit selbigem vereiniget, uhen und 164. Theil desselben, in das beständigste O ver⸗ fortnemthant wandelt. NB. In währenden diesen 6. Wochen Didimbnath ist die Materie öffters herausgenommen, und durch dan Ruhn Zerstossen und Reiben klein gemacht worden, her⸗ XI nach ist es wieder hinein gelegt, und die Krirung Ef/M continuiret worden, auch wird gemeldet, daß das ELILL Silber selbst bey seiner Herausnehmung, als eine Wet, un glasichte Substan? gesunden worden sey. Gewiß⸗ lich wir glauben ebenfalls, dab mit gutem Rechte öhre gee e ul bey dem Titel, die Recommendation zugesetzt sey: duhh Es ist eine nachdenckliche Operation Beccher in Kloclt seiner Minera arenaria drückt unter der aten Mi- en, nera seine Gedancken also aus Plontpanus erzeh. Hn“ let eine merckliche Historie, von der Flamme des äuern Schwefels, die auf 2 geschmoltzen, und eine Zeit⸗ bHn, lang auf demselben gewürcket, wie auch Morhoft 40 lut“ solches in seinem Brieffe an Langellottum anfüh⸗ 4⁴˙ ret. Eine andere und weit mercklichere Historie, mit fille, M, einer mir bekannten angehängten Praxi habe ich in henmer Schrifften bey der Hand, aus einem Orte eines d. sehr alten glaubwürdigen Codicis, da vermittelst iner 308 Einleitung zur CHymie. πα⁰ʃłk¼dklmuuπ⁷⁰0MdGau einer beständigen künstlichen Application der schwefelichten Flamme das Süͤber in ein Glas und in eine Tinctur verkehrt wird, mit etlichen nicht ge⸗ meinen Anmerckungen. 9. 26. Aus eben der Uusache erinnert Beccher in seinem Consilio von pag. 74. biß p. 4. der chy- mischen Concordanz keinesweges unrecht, daß man die Experimente nicht negligiren oder üker⸗ sehen soll, die eine wahre und würckliche Verände⸗ rung z. E. des Silb ers in Gold, wenn es gleich ohne Nutzen ist, dennoch würcklich und in der That lei⸗ sten, als aus welchen die Warheit geschlossen wer⸗ de, daß in etlichen Subjectis diese Materie verbor⸗ gen liege, welche diebhilasophi ihr Anennen, nur muß weiter überleget werden, in welchen selbiges häuffiger verborgen liege, und wie es könne am leichtesten ausgezogen, gereinigt und ligiret werden. So lauten seine Worte p. 95. Lin. 2 2.) So ler⸗ net man bey diesen Arbeiten die Art und Natur des philosuphischen Feuers, welchem man gleichsam auf die Sphur kommen, und wie durch Strahlen zu der Sonne selbst gelangen kan, welches nach⸗ mahls einem, der in dem Uaiversal arbeiten kan, sehr wohl zu statten kommt. Wir fügen diesem noch klärer hinzu: Alle diejenigen Dinge, die da parti⸗ culariter das Silber in Gold, auch ohne Gewinn, nur ohne allzu übermäßig grosse Kosten verwandeln köͤnnen, die sollen statt des Silbers mit Gold tra- ctirt und dasselbe so offt wiederholt werden, biß es scheinet, daß das Gold gantz anders geworden sey/ nemlich eine dubstanz die gantz roth, und von einer mitt⸗ .— mittleren! nit Bide geholfen gewendet Silbet d meht al8 Gold m 6.77•0 Grunde in seinet hergehet Extract einzubri sen soli Croci wire es mache i Sisse d st, daßt zen sind er: NS sein Go 40. Gt lehret er tiren, 9. 2 Tinctu higlich! ligen X nicht u kurh bo PPC chu, — n Apsinn Sbernetbhn Iun Alan Heaimardat IUIU Wegis unch negigitn u: IILTLT Woenngh IIIAI Whest gaalht; dast Munn HihrAR XITI wit l0 Hundigutz KLaz M tun em Wau pieduche⸗ Ian, iversi ual Irsihm Dugt,Mul u ne nstrmn vbett 1h holven dets ahun, Einleitung zur Chymie. 305 mittleren Fixität sey: Die soll hernach entweder mit Silber tractirt, und ihm mit figirenden Vitris geholffen, oder zu mercurialischen Wercken an⸗ gewendet werden. Denn alles das, welches das Silber vollkommen macht, das machet das Gold meyr als vollko nmen, und ein über vollkommenes Gold machet auch das Silber vollkommen. 6. 27. Es scheinet auch gewißlich aus eben diesem Grunde die Nots sehr mercklich zu seyn, die Beccher in seiner Concord. p. 566. v. 28. und in dem vor⸗ hergehenden n. 27. setzt; Daß man nemlich einem Extracto otis, um es mit Gewinn in das Silber einzubringen mit Zusatz corporalischen Goldes helf⸗ sen soll. Die Worte sind No. 27. Bereitung des Croci Martis: Nimm Croci& und ana, subli- mire es zusammen 4. mahl, süsse ihn aus mit V, mache ihn trocken, träncke ihn 4. mahl ein mit der Sůsse des Bes, die durch destillirten Eßig bereitet ist, das wirff auf Gold und Silber, so wirst du Nu⸗ tzen find. N. 28. am Ende des Processes schreibt er: NB. Zu der YV, kan man nach Belieben etwas fein Gold sehen. Ich habe von 30. Gran hernach 40. Gran bekommen. Eben daselbst p. 563 n. 22. lehret er ein Extractum otis mit Gold zu fermen⸗ tiren, womit das übereinstimmt n. 24. p. 806. §. 28. Nemlich es stehet zu mercken, daß die Tinctur selbst, wie alle Seriptores darinn gemei⸗ niglich übereinstimmen, auf Silber und auf die üb⸗ rigen Metalle geworffen, den ausgenommen, nicht unmittelbar hinein gehet, dergleichen auch kurtz vorher von dem Silber, das durch die Pri- rung 51⁰ Einleitung zur Cyymie. rung in eine Tinctur verkehret ist, gleichfalls ge⸗ meldet worden; Sondern sie muß erst mit dem Gold zusammen geschmeltzet werden, davon Phi- laletha den Process ohne Umschweiff fürträgt im 34sten Capitul. N. 29. Und gewiß, man muß die Processe nicht so trockenes Fusses vorüber gehen, die aus diesem Fundamente fliessen, als in der ehymischen Con- cordanz p. 4ʃ16. n. I4. P.H78. n. 12. und im vor⸗ hergehenden n. 2. und dergleichen. Aus dem Grun⸗ de fliesset ins besondere Becchers seine Propasi- tion selbst P· 663. n. 18 6. Rec. So viel du wilt 3 Loth, Marck oder Pfund fein Gold, 3 Loth Marck oder Pfund fein Silber, 3. Loth Marck oder Pfund / laß es fliessen, denn setze dazu 2. mahl so schwer 5nii, gieh es aus, den untersten Regulum schläge ab, und auf einen Scherben verblasen, gewogen, und nachdem es geschmeidig, wie im ersten mit Gold, Silber und L versetzt, und mit Antimonio, wie zuvor, durch gegossen, geschmeidig gemacht, und also die gantze Woche procedirt, das feine Gold vermüntzet ꝛc. ꝛc. Mit welchen allen, ob wohl mit einen noch groben Processe, so viel vorgeschrieben wird: Nimm eine dubstanz, darinn das philoso- phische Gold gesunden wird, das scheide aus dem⸗ selbigen, und vermische es mit gemeinen Gold, daß es in demselben figirt, von denen fremden Unar⸗ ten geschieden, und durch dasselbe in das Silber hin⸗ ein gebrächt werde, setze ihm derowegen das Sil⸗ ber zu, so wird es verwändelt werden. Allein es gehöret eben auch hieher dasjenige vom Becchero, wenn —— wWenn er a scht: E in das G. yulhaffte hekomme st figitt rritt wo 9 30. mercuri Zwecke, in deml bishero! Mere. o Muster vuerst fü Iubtilihr ihem gle bereintge crialische citten Bu kleinesten ren, dure hig und nachgese mente ‚ mit kan tyro An cord. ste 15.18.10 277. Und chen, J CHh — delst, Rihth. semußesm welden nschwef san Ruß dibnchj chto, Ras du chnith . N. M XII cchens Lu N. G nG I DIII sen eun⸗ LLA „ Mith nd miant bmedi⸗ Girt, W on ale,N 0 viel XII „Dabshebm II vun sl ben Riel, ö Nbgun e E a Einleitung zur Cyymie. 51¹ wenn er an einem Orte in seiner Physic. sabterr. saget: Er habe einsmahls eine dergleichen Tinctur in das Gold eingeführet, davon dasselde eine pur⸗ purhaffte Farbe, doch ohne Zuwachs des Gewichts hekommen, welche aber doch, weil sie noch nicht ist figirt gewesen, also in dem 5 wieder concen· trirt worden ist. §. 30. Weil wir aber oben gemelder, daß die mercurialischen Processe, in dem Ab sehen und Zwecke, eine Tinctur dadurch zu erhalten, theils in dem lauffenden L gegründet seyn, davon wir bishero gemeldet; Theils in dem Principio des Merc. oder mercurialischen Liquoribus. So hat ein Muster dieses letzteren Monte- Snyders der Welt zuerst fürgelegt, welcher die höchst gereinigten und lubtilifirten metallischen ra aus und L2 mit einem gleichfalls auf das subtileste relolvirten O zu vereinigen, und vermittelst eines Antimonio-mer- curialischen Liquoris, nemlich des höchst rectifi⸗ cirten Butyri Antimonii zu inceriren, mit seinen kleinesten Theilen zu vereinigen, und endlich zu ligi⸗ ten, durch seine so viele und wunderliche Rätzel ein⸗ tzig und allein abzielet. Hievon kan der Tractat nachgesehen werden: Digby chymische Experi- mente, bald auf denen ersteren Blättern, und da⸗ mit kan man alsdenn die Aumerckungen vom Bu- tyro Antimonii vergleichen, die in der chym. Con⸗ cord. stehen p. 800. n. Ii. und drauf folgende n. Ig. 15. 18. 19. 24. wie auch der lange Process p. 264. bis 277. Und dieselben unter sich mit einander verglei⸗ chen; Ingleichen p. 20 1. und dergleichen. 31. 512² Einleitung zur CHymie —— §. 31. Aber diejenigen Processe sind von einer andern Sorte, die die mercurialischen Oehle zum Grunde haben, zu welchen würcklich ein lebendi⸗ ger Mercurius kommt: 3. E. in der chym. Con- cord. p. 793. n. 4. der also heißt: Das Goid wird aufaelößt in vn welches aus O und gemacht ist, denn wird solches digeririrt und sehr offte coho- biret, bis es endlich, wenn man auch oben starckes & giedet, gäntzlich in Crystallen oder rothe Flo- res sublimiret wird. Der Atus wird also für⸗ geschrieben. Rec. Mercurium so schlechtweg, löse denselben in vr auf, das vr ziehe wieder ab, der zurück gebliebene Mercurius wird für sich in einem Kölbgen sublimürt, und solches so offt wiederhoh⸗ let, bis er am Boden, als ein Oehl oder Wachs bey der gelindesten Wärme fliesset. Denn thue in zwey Theile dieses also fliessenden Mercurii ei⸗ nen Theil lubtililirtes Gold, und erhalte es in die⸗ ser beständigen Flüßigkeit, bis es ohngefehr in vier Wochen verkehret. werde, in einen eingehenden und tingirenden Præcipitat, oder vielmehr in ei. nen fixen Præcipitat, welcher auffliessendes Silber oder Gold geworffen, so schwer als es ist, zu gutem Gold wird. Hierauf zielet auch der darauf folgen⸗ de p. 808. fürgeschriebene Process, und der dar⸗ auf kommende p. 809 n. 31. Un.d 32. Welcher al⸗ ler Grund hauptsächlich bestehet in der Bereitung der subtilesten mercurialischen Substanz, welche das Gold, fürnemlich das durch mancherley Bereitungen darzu ist geschickt gemacht, auf das subtileste durchdringet, zertheilet, und mit 4* El⸗ —3—.—— ;* — selben d Wenn m hohlet so dringend hernach fͤufftigk dasselbe nenselbe auch for dieselben menstel 9.3 seinem! ihnen er ist etwa das phi Calcinat oder begt sich erinn Roseto e Experin chen Ab die zu ei helffen, dessen S Subtilis sonderet ter Unte Procesl inclul. IUhm⸗ 6—6 ocest sin W lschn Wohheh n Mn haßt: Dud 16 Ouht utunshreh nan auc siaben s Ium so H ITIcheM sih Ses wtftl Sen O naflest. A. fisgdende v.nd eth W a einen d „ Nit rl VDuffish Da abn NI urd z/ Mherds 0 In Hülu du du kt an helt M., Einleitung zur ymie 513 selben durch alle seine Stäubgen zuwächset; Wenn man aber das Werck etliche mahl wieder⸗ hohlet, so wird das Gold dadurch selbst sehr durch⸗ dringend und folglich höchst subtil gemacht, so sich hernach in eine sehr lange und sehr breite Weit⸗ läufftigkeit ausdehnen und diktundiren läst, daher dasselbe auch die übrigen Metalle durchgehen, de⸗ nenselben nicht nue materialisch zuwachsen, sondern auch formaliter und effeetive oder selbst würcklich dieselben auskochen, zeitigen und in die vollkom⸗ menste Temperatur oder Mäßigung bringen kan. §. 32. So jemanden aus des Monte- Snyders seinem oder einem dergleichen Processe, die von ihnen erforderte höchste Subtilifirung des Goldes ist etwa bekannt worden, derselbige kan, wenn er das philosophische O, oder die philosophische Calcination des gemeinen Goldes nicht erforschen oder begreiffen kan, eine von diesen gebrauchen, und sich erinnern des Experiments vom Digby, so im Roseto chym. n. 6. und in des Digby chymischen Experimenten gelehret ist, und mag aus derglei⸗ chen Arbeiten schliessen, daß alle diejenigen Dinge, die zu einer grossen Subtililirung des Goldes ver⸗ helffen, demjenigen können subordinirt oder an dessen Stelle gebraucht werden, welche die gröste Subtilisirung leistet; Und ist da kein eigentlich be⸗ sonderer, sondern nur den Graden nach ditteren⸗ ter Untercheid. Hieher kan man auch rechnen die Processe im Roseto chym. von N. I. biß auf 7. inclus. Kk§. 38. ——— S 4* äk 135 Einleitung zur CHymie. — H. 33. Zum Beschluß aber dieses unsers Com⸗ mentarii von der Tinctur der Philosophorum mag gemercket werden: Wenn etwa jemanden eine Substanz, die Farbe mag seyn, wie sie wol⸗ le, so sehr schwer, mehr oder weniger fix ist, ent⸗ weder anders woher, oder durch verschiedene und ohngefehre Arbeit zu handen stiesse, daß man un⸗ tersuche dessen Verwandschafft und Vermischung mit Merc. O und D. wie sich es damit arte, und daß man allezeit die 3 Historien im Gedächtniß behalte, sonderlich die mittlere, die in der Phys. subterr. Sect. III. c. 3. n. 14. 15 16. und 17 an⸗ geführet ist: Und eine andere in Berlic hii Dissert. de medic. univers. und dergleichen; Denn was selten geschicht, kan doch auch geschehen. So aber jemand so glücklich wäre, daß er so etwas erhielte, es sey auf welche Art es wolle, als welches bißweilen durch ohngefehre Arbeiten ge⸗ schiehet, oder durch Mittheilung und Geschenck, der erinnere sich desselben Vermehrung auf alle Art und Weise zu versuchen; Und in dem Ab ser hen erwege er wohl die Erinnerungen und Histo⸗ rie des Autoris von dem Kerne der Alchymie, und erinnere sich des Unterscheides, den Philale- cha in dem Wercke selbst, und in der Bereitung des Goldes zum Wercke, von wegen der Farbe bemercker, damit er nicht auch, gleichwie der Autor vorgemeldten Tractats, seinen Soatz ver⸗ hudele. . 34· 9.4. shugkel Seegen U ben wild und malt diese Sa waltet; und dah nes Wi Denn u sich se rung in geringer Mischlt wir daf so seh se unschäb berderbl Gürschur löthig se 940 9. Fürwan Begied se dubst. AVur der Ichm ——. u destz mal bu Tülucc; Vann umn Nag schn, wij det wge fl durch venhe den stest Nir dafft and Ant sih s dunst sonen in G Hlere, d n . HH K. M Dreiberhhü! danchen Iu Waut gechit Rätt, Ne A cht MI 66 K Hugtfhn W Hung und Zumahtun nz Udul Ehnetungal l Halhe du K ushade, 1uh, d uub/ R Einleitung zur Qynne. 316 §. 34. Da aber dem Grunde nach die Vor⸗ sichtigkeit bey allen diesen, von dem Göttlichen Seegen und Vorsehung umschrieben und umge⸗ ben wird, welche nach dem verschiedenen Absehen und mancherley moralischen Umständen auch über diese Sache und dessen Fortgang ohne Zweiffel waltet; So muß darnach ein jeder sich achten, und daher entweder den glücklichen Ausschlag sei⸗ nes Wercks, oder dessen Verhinderung erwarten. Denn wir glauben, daß die Sache an und vor sich selbst, oder die phylicalische Art der Verkeh⸗ rung in Gold, wenn man sie physiee schätzet, noch geringer sey, als die Säung des Korns, oder die Mischung des Brodt⸗Teigs: Hingegen halten wir dafür, daß, wenn man es moralisch schätzet, so sey sein Gebrauch, wenn man es wohl anwendet, unschätzbar, und dem, der es übel gebrauchet höchst verderblich; Dahero die Waltung der Göttlichen Fürsehung bey diesen Dingen ohne Zweiffel nöthig sey. j ö Von der Universal Medicin. 9. un ist das eintzige noch übrig, daß wir mit H wenigen die Lob⸗Sprüche der Universal⸗ Medicin berühren, unter deren scheinbahren Iürwand die meisten ihren Geld⸗Geitz und Gold⸗ Begierde, zu vermänteln suchen, in so fern eben die⸗ se dubstanz, nemlich der Stein der Weisen, nicht nur der Metallen, sondern auch der Menschen ihre 4 1 hoch⸗ 516 Einleitung zur CWymie. höchste Medicin genennet wird. Nemlich es giebt einige, die behaupten, daß diese Substanz wegen ihrer höchsten Durchdringung ebenfalls die Hu- mores mit eben der Proportion einer Verbesse⸗ rung alteriren könne, als andere Mineralien oder auch der rohe Zinnober bey solch einer Un⸗ gleichheit der Vollkommenheit, etwas derglei⸗ chen gantz mercklich leisten. Was die Erfah⸗ rung anbetrifft, so ist dieselbe all rar und selten, ausser den Lipidem Buttieri, davon man des Helmontii Tractat nachlesen kan, die Historie des Francisci Burrhi, die Fama und Gerüchte des Polemanni und dergleichen noch einige wenige. Kunckel aber hat dieses öffentlich in seinen chy- mischen Anmerckungen; Er habe gesehen und ge⸗ lesen die untrüglichen und glaubwürdigsten Acta des Laboratorii zu Augustusburg, in welchen in Gestalt eines Diari aufgezeichnet ist, wie viel an diesem, und wie viel Marck an dem Tage ei⸗ nes geringern Metalls als rü, Silbers ꝛc. durch die Aufwerffung der Tinctur, in vollkom⸗ men und gutes Gold verwandelt sey; Es sey bey dem gemeinen Manne bekannt, mit was für Curiosität die Chur · Fürstliche und Hertzogliche Famille zu denen Zeiten bemühet gewesen, ein und anderes besseres Medicament zu erforschen, und zu dem Zwecke keiner Kosten gespahret habe. Also sey wahrscheinlich, wenn die Tinctur eine solche Krafft in der Medicin hätte, so wůͤrden auch ohne Zweiffel davon zu der Zeit Experimenta ge- macht ——— macht v hon nich set, daß und kem 6.2. gehen greiffen men erquicke jenige könne, Tagen Gefahr begkeif ed solch Gegent cipium genblick gägtzlich todtet de Dier u 9e dera Elxir! selbige Es kön biß 2.C ne/ Wa Zug de len ode und wi — ö x + — Einleitung zur CWymie. 51¹7 Wudhn macht worden seyn, da er denn daher, weil da⸗ von nichts gemeldet wird, nicht undeutlich schlies⸗ 1 set, daß die Sache sich nicht so verhalten müsse, 1 und keine Universal- Medicin zu finden sey. a be h§. 2. Damit wir viele Weitläufftigkeiten über⸗ shet, duß; gehen, so melden wir, daß man eben sd leicht be⸗ l. VuNgreiffen könne, daß einedubstan⸗ seyn konne, die die r Uu menschliche Natur auch in kleiner Dosi höchstens ri Weerquicket, daß dieselbe gleichsam im Augenblick das⸗ h kundehis: jenige leisten, und die fremden Fermenta austilgen m und hah könne, was sie sonsten nicht, als nur binnen vielen loch tuun Ta gen, und zwar auch dieses nicht ohne mißliche Fllc Uin. Gefahr verrichter; Als wir durch die Erfahrung che hm begreiffen müssen, indem es in die Sinne sällt, daß huhnlo es solche Subltantien giebt, die in kleiner Dosi das Wbun,us: Gegentheil leisten, nemlich das würckende Prin. Wachlil. Lipium des Leibes, oder die Natur in wenig Au⸗ Hutenenngenblicken, so darnieder schlagen, daß sie entweder * gäntzlich oder doch gar sehr darnieder lieget. Also Lar tödtet das sehr concentrirte Tobacks⸗ Oehl ein h 161 Thier in einem Augenblick, wenn es nur die Zun⸗ u ge berühret. Besiehe des Frundeckiü Tractat de 1½ Elixir Arboris Vitæ Der Etus leistet eben das⸗ e selbige dey wenig Granen und in wenig Stunden. „ Es kömmt täglich für, was das rohe Opium, zu ein anett biß a. Gran schwer fürVerwirtung anrichten kön⸗ casen 7 nae, was der Tobacks⸗Rauch, ja nur ein eintziger n I U Zug desselben(dieses beydes aber bey ungewohn— ten oder da die Natur schon schwach ist) anrichten, und wie er den Verstand benebeln könne. Ins⸗ Kk 3 be⸗ 518. Einleitung zur Wymie. besondere ist vom Vitro ð nü zu mercken, daß das⸗ selbe wohl 100. Infusiones seht brechend macht, da ihm selbst doch kein Gran am Gewichte abgehet, und dergleichen mehrere, vie man nachsehen kan in Ettmüllers Disput. de parvis magnorum mor- borun initiis. Nun ist offenbar, daß in dem Stü⸗ cke, ein Beweiß⸗Grund von dem Gegentheil her⸗ genommen, leichtlich könne statt finden. 6. 3 Ob man nun alsd wohl zugiebt, daß es wahrscheinlich sey, daß eine Universal: Medicin seyn könne,(verstehe was die Kranckheiten und Fehler derer Säffte anlanget) so erhellet doch dar⸗ aus nicht gleich, wo dieselbe fürnemlich zu hoffen sey, und daß die Muthmassung vom Golde nicht wahrscheinlich sey, haben wir oben unter diesem Titel bewiesen. Doch ist die Meynung nicht un⸗ wahrscheinlich, die dem Steine der Weisen auch eine grosse medicinalische Krafft zuschreibet, wo⸗ mit wir doch aber von dem Satze wegen des Gol⸗ des nicht abgehen, denn der Stein der Weisen ist kein Omehr, ist auch aus dem gemeinen und rohen Gold nicht gemacht, wie aus vorgemeldten erhellet: Sondern hauptsaäͤchlich stecket hierunter der Spiri⸗ tus Mereuru, oder die penetranteste mercurialische Substanz, die vom Gold concentrirt und figirt, mit nichten aber vergröbert ist, sondern sie ist um desto mehr in ihrer Penetranz erhöhet, je mehr sie von der feurigen Bewegung, ohne davon zu fliehen, kan getrieben werden, und folglich solche be⸗ wunderns⸗würdige Operationes ausüben. Weil aber — cber det ceitfü kochten! lch det Eung i nischen und wü Gegent mercul rirten doch zu dern bi auch a samkei ckung, I betbifft dieseme gänblid veus In Iapidis (alcine auf ebe Crocus sernen zu erha Sauert dubstat stanz; 3u Bod * Chmn A ehr biheh 0 am Gechy emanmg Mri mexum Rbat, daßaz on dem Gach siatt pna Uvohl och Rhe Univerd. 0 DieHuce Rit so echcleh (he fümenlhr asung vn on obeh VSohe v 2 Stenx deim gewehg AIhe 5 borgew et Hiuntel etrenttstee⸗ (ohcenurmt ect il, hne inHH Wault/ OheY hch 10nes Hue Einleitung zur CQymie. 519 aber der Mercurius, wenn er noch in seiner Flüch⸗ tigkeit stehet, und mit einer flüchtigen rohen unge⸗ kochten und lalinischen Substanz gemehret ist nem⸗ lich der Xtus von einer solchen Krafft und Wür⸗ ckung ist, auch alle Mercurialia, die mit rohen lali⸗ nischen Substantien gemischt sind, höchst kräfftig und würcksam werden; So wird auch daraus im Gegentheil währscheinlich, daß, wenn eben diese mercurialische Substanz mit einer andern dige⸗ rirten Materie in der Fixität gemehret wird, und doch zugleich seine Penerran: nicht zerstöhret, son⸗ dern vielmehr multiplicirt wird, daß, sage ich, er auch alsdenn von der höchsten Krafft und Würck⸗ samkeit„ obwol einer gantz verschiedenen Wür⸗ ckung, seyn könne. M4. Was aber die Praxin dieser Operation betrifft, so wissen wir keinen Scriprorem, der in diesem Stücke deutlicher ist heraus gegangen, und gäntzlich nach den Worten geschrieben hat als Cla- veus in dem Tractat: De ratione progignendi Lapidis philosophici p. 74. unter dem Titul der Calcination, da er nemlich lehret, die Materie fast auf eben die Weise, als der bereitete unfählbare Crocus Martis, nach ihrer Fixation, in einem ei⸗ sernen Gefässe bey 8. Tage und Nächte glühend zu erhalten, daher selbige denn aufschwelle als ein Sauerteig, und in sehr kleine und unbegreiffliche Substatien gebracht werde, und eine unreine Sub⸗ stanz, die bisher noch sich drinne aufgehalten hat, zu Boden sich niedersetze, die nich nur von der Lin. Kk 4 ctur 510 Einleitung zur Chymie. ctur selbst fremde, sondern auch, wenn sie darbey bleibt, selbiger schädlich ist: Die ubrige aber alsa subrilisirte Substanꝝ werde erfunden werden, daß sie so zart sey als ein, nemlich, daß sie sich in einem jeden Liquore auflösen lasse c. Welchen Worten wir von wegen der Wahrscheinlichkeit nicht nur einen historischen Glauben beymessen, sondern wir unterstehen uns auch von dem guten medicinischen Effect einer dergleichen Substanz die gröste Nutzbarkeit von wegen seiner höch⸗ sten Probabilität oder Wahrscheinlichkeit, zu ver⸗ sprechen. §. 5. Aber der Allerhöchste, zu dessen Bewun⸗ derung und Verherrlichung uns so wohl die klei⸗ nesten als die grössesten Dinge hinführen und hin⸗ treiben, wird demjenigen, dem er will, die Liebe, Fleiß, Klugheit, glucklichen Fortgang, physicali⸗ schen und moralischen Nutz en aus allem dem, was bißhero fürgetragen ist, verleihen, dem sey die Ehre. ISAAC 15 H— ISAAC HOLLAN— ö Wege sin 28 Von den SDaltzen und Hehlen Dungthufthe: — der Metallen. When aus dau denh u. .“vupyaa pꝑpPpPpPpffff————————— ye P rwBevhtt.⸗ ⸗...— ꝓ——— uιι ö WI VMũ: — 2 WMI. — 3 PW 2 90* S..I...— 8 Ʒ⁰ο4 SSSSS Vorrede des Verfassers. An den Liebhaber der chymischen Wissenschafft, meinen geliebtesten Sohn. bwohl die Merhode aus denen Metallen⸗Saltze und Oehle zu verfertigen für ein solches chymisches Geheimnis auzu⸗ ) sehen, welches billig vielen andern vorzuziehen; Nichts destoweniger ist doch selbiges jederzeit ver⸗ borgen geblieben, also daß sehr wenige dahinter kommen/ und sich solches zu Nutzen machen könne. Die Haupt⸗Ur⸗ sache davon ist folgende: Die alten bhilo⸗ sophi beschworen einer den andern/ daß kemer von ihnen/ was sie von diesen gött⸗ lichen Geheimnissen wusten/ Lnenten⸗ fen⸗ 524 Vorede des Verfassers. fenbahren dorste/ als ihren Kindern und denen Filüs Scientiæ, wie auch andern/ wel⸗ che sie/ wegen ihres unermüdeten Fleisses und wahren Frömmigkeit zu diesem Wer⸗ cke tüchtig/ Und solches zu erlernen, für würdig erkannten. Daher findet man in allen ihren Schrifsten und Reden/ welche von dieser Sache handeln/ eitel Rätzel und solche dunckle Redens⸗Arten/ deren wah⸗ ren Verstand niemand/ als wer um die gantze Kunst weiß, errathen kan. Denn/ wenn man 1000. und noch mehr Bücher von denen alten Philosophen nachschläget/ selbige auch mit aller Sorgfalt und Nach⸗ dencken durchlieset/ so wird man doch in keinen einigen eine solche Anleitung fin⸗ den/ welcher man sicher nacharbeiten/ und sich davon die Herfürbringung der metal⸗ lischen Oehle und Saltze ohnfehlbar ver⸗ sprechen dörffte. Zwar sagen sie: 1.) Daß alle Saltze und Sehle der Metallen die sichersten und gewissosten Elixiere seyn/ 2) daß der gantze Hauffe aller Philosophen darinnen einig sey/ es werde aus den me⸗ tallischen Oehlen und Saltzen die vollkom⸗ menste Medicin, 3.) daß man durchke⸗ verberirung der Metalle mit leichterer Mühe⸗ mit Be Sintt ihe/ Eltze g Aullische shinden he werd Wercke sollen, so über Stillst so verd versteh schon! Dat metall für me lch bel che erd dens⸗ beschw 60 me Lei Ohltz sen er eher h Nfastt Vorrede des Verfassers. 5²3 ũ—u Mühe/ als auf andere Wege, zu ihren ö MWaph h Saltze gelangen könne, 4.) daß die me⸗ alldas tallische Saltze/ wenn ihre Feces davon ge⸗ Azuhoh schieden sind/ zu einen crystallinischen Stei⸗ uga. ne werden müssen: Allein/ wenn es zum Hhafsten Wercke selbst kommet, und sie nun sagen nRihgn sollen, wie solches eigentlich anzugreiffen/ WAu, so übergehen sie solches entweder mit llh, In. Stillschweigen/ oder Philosophiren davon mn so verdeckt und dunckel daß sie niemand hn! verstehen kan, als der/ welcher die Kunst soch men schon längst selbsten gewust hat. Pumn uuch enfib Darum, mein Sohn/ versicher e ich dich muhmwub mit Bestand ver Wahrheit, daß die Kunst W metallische Saltze und Oehle zu machen huchithe! für meines Vaters Zeit niemahls öffent⸗ shumm! lich bekannt gewesen. Weil ich dir nun sol⸗ chhsthoo. che eröffne und dabey kein sophistische Re⸗ shh“ dens,-Art noch dunckle Rätzel brauche/ so I• N beschwöre ich dich bey dem lebendigen Lhien! GOT/ daß du niemanden diese gehei⸗ aler Eme Lehre beybringest/ du müssest denn Rrdeugantz gewiß und ohnefehlbahr versichert I seyn, er werde die Wissenschafft dieser Kunst n HNoeher bey sich sterben lassen als verrathen. Sintemahl durch unbedächtige Elhrer „ 526 Vorrede des Verfassers. dieser Kunst/ vielerley Unheil in der Welt erwachsen kan. Denn solchergestalt könte es sich zutragen/ daß diese edle Kunst in gottlose und mit allen Sünden und Greueln befleckte Hande geriethe. Wie würde aber bey einem solchen Menschen die Ehre und das Lob GOttes ausgebrei⸗ tet? Würde er sich auch des Armen an⸗ nehmen, und ihm von seinen Uberflusse etwas zuwerffen? Würde er die unschul⸗ dig Gefangenen loßmachen? Würde sich auch die Christliche Gemeine seiner Hülffe zu getröten haben? In Betrachtung des⸗ sen hat man sich in diesem Stücke sehr be⸗ hutsam aufzuführen/ und allezeit wohlbe⸗ dächtig zu überlegen, ob dergleichen Offen⸗ bahrung auch dem göttlichen Willen ge⸗ mäß sey. Denn GOtt siehet das Hertz an, und wenn er solches aufrichtig befindet, so wird er ihm dieses Geheimniß selbst wun⸗ derbahr eröffnen/ daß er nicht weitz„ wie er darzu kommet. Ein Verstandiger mer⸗ cket drauf. Wisse demnach/ mein Sohn/ daß das Saltz der Metalle das Element der Erde sey, darinnen das Element des Feuers ent⸗ halten Hallen it 1•E gusserste aund v Merckef O Aller Erde al Metalle men. oder A sondern den un die Sal schmelt Ealtz! delt wo mene N Viel Th inneres zu kehr Hierdu ein The Theil u thllt eh eb zu H von v06 ö den, A — TE—— Ufassez ‚— Halngg Hcht Wse Sh en Einhn de gleithe! soschmget Otlcut h deohmn siineg U urde tr R LTU mahesihch Dau m Stthe IDdale derglcb Hichen M Kchet huih ftictnH eumntt nicht w Vasoade V III 0 0 Canat ked Me Vorrede des Verfassers. 527 halten ist/ und verborgen lieget. Denn es sind 4. Elemente/ Feuer und Erde sind die aussersten, Lufft und Wasser die mittlern. Aund& sind fir/& und V sind flüchtig. Mercke ferner mein Sohn/ daß das Aoder &e aller verbrennlichen Cörper von seiner Erde abgeschieden werde, nur allein die Metallen sind von dieser Regel ausgenom⸗ men. Sintemahl bey diesen ihr Oehl oder A von der vnicht geschieden wird/ sondern sie bleiben auch in Feuer ungeschie⸗ den und fix. Und dieses ist die Ursache, daß die Saltze der Metalle Elixir seyn/ und sich schmeltzen lassen. So bald ein metallisches Saltz in ein Elixir oder Medicin verwan⸗ delt worden, so ringiret es die unvollkom⸗ mene Metalle in vollkommene/ aber nicht viel Theile davon. Wenn man aber ihr inneres heraus und ihr äusseres hinein zu kehren weiß, so werden Oehle daraus. Hier durch erhält man soviel: da vor dem ein Theil des metallischen Saltzes 100. Theil und zwar nur in Cverwandelte/ so thut eben ein Theil dieses Saltzes/ wenn es zu Oehle worden/ hernach soviel/ das da⸗ von 1000. Theile in Gold verwandelt wer⸗ den. Woferne du nun/ mein e ö 6 32⁸ Vorrede des Verfassers. Saltz aus denen Metallen bereitet hast/ so wirst du sehr übel thun/ wenn du in Hoff⸗ nung eines schlechten Gewinstes/ alsbald von der Arbeit abstehen woltest. Fahre vielmehr darinnen freudig fort/ und ver⸗ wandele dein ꝰ in ein oo, welches in kurtzer Zeit geschehen kan, wie ich dich bey der Abhandlung lehren will. Zuletzt erinnere dich allezeit/ daß in der gantzen Chymie kein kürtzerer und sicherer Weg sey/ als der Processmit denen metalli⸗ schen Saltzen und Oehlen. Bey dieser Ar⸗ beit ist keine Gefahr/ man kan auch nicht irren oder fehlen. Hier sind keine Spiritus die davon fliegen, hier ist kein Figiren, denn die Materie selbst ist fir, daher darff man sich bey Regierung des Feuers um so viel weniger fürchten/ daß man fehlen möge. 2 Von 4—83—9—§—ĩ%—7ß7t.——— π———4—— —3—39—t..—— oder ein diesemn löse daf quf, w metallis wasser r ssse mi Schäff vufssn I—( 0) enhutpt——.— ö womhfth Von wins f 5 Wol Den Valtzen und Veh⸗ 4— len der Metallen. HII Der erste Theil. . Von den Wn. Saltzen aus den Metallen. — Das erste Capitel uVon der gehörigen Zubereitung des mun nn metallischen Cörpers, damit sein Mer⸗ r sind fin cCaurius desto bequemer ausgezogen Ithnfet werden könne. „ dahar aß mu komme auch aus was für einem Metalle es . wolle, hernach ein wahrhafftiges Elixir oder eine wahre Medicin ist und bleibet. Nimm diesemnach Gold oder Silber so viel du wilst, löse dasselbe in seinem gehörigen Scheidewasser auf, wenn es sich aufgelöset hat, so schlage den metallischen Kalck, wie gewöhnlich, in Scheide⸗ wasser nieder, den niedergeschlagenen Kalck aber süsse mit reinen Wasser ab, damit alle saltzige Schärffe davon* Auf diese 22* §. I. Feulkl s lässet sich überhaubt aus einem jeden Metall ein Saltz ziehen, welches, es 7 5 53⁰ Von den Saltzen und Oehlen der Gold und Silber⸗Kalck hinlänglich zubereitet, daß man ihn hernach in dem Calcinir-Ofen setzen kan, worinnen derselbe dergestalt eröffnet wird, daß er hernach seinen Merc. fahren und in die Höhe treiben oder sublimiren lässet. 6.2. Und auf solche Weise bekommet man nicht nur von O und D sein Saltz, sondern man ziehet auch auf gleiche Art aus 5, 2/ und Eisen ein Saltz heraus Jedoch sind Gold und Silber viel vollkommener und zum pbilosophischen Werck geschickter, geben auch ein stärcker Einbringen und sind leicht dahin zu bringen, daß sie zum Elexir und Saltz werden. Das andere Capitel. Von Ausglühen oder Reverberi⸗ rung des metallischen Kalckes. §. I. R imm den abgesüßten Kalck, thue denselben 22 8 in einen Satz⸗Kolben, d. i. in ein Glaß, welches unten am Boden breit ist, setze den⸗ selden entweder in einen Caleinir-Ofen, oder in einen Arhanor, oder über einen Dreysuß, gieb ihn nur so starckes Feuer, als man brauchet das Bley im Flusse zu erhalten, nimm dich aber in Obacht, daß es ja nicht glüend werde. VV. 2. Hast du nun Silber⸗Kalck, so laß das Feuer in 2. Tagen nicht abgehen sondern erhalte es deständig in gleichen Grad. Wilst du aber Gold⸗ Kalck reverberiren, so will es nöthig seyn, daß du ů das — das Heuet wall das die der sich n Silber un auch ling wird det. mahbs sel Vohtd den v „ tn Satz r gemsch Hdm dar largesieh Fiuer Grad so Kalck zu halte der 10. Tage Kalck ne hen d. bi ocht/ob nichtz m Malenje FFHFWIFF Md Osn — der Metallen 5 ynshgih urz ö Vichba, das Feuer in 6. Wochen nicht abgehen lässest N. 110 weil das viel einen härterern und festern Cörper hat, i Moz der sich nicht so leichtlich aufschliessen läßt, als Silber und die übrigen Metalle, daher muß es 10 lmmauch länger reverberiren. Und solcher Gestalt Am wird der metallische Kalck eröffnet, daß er nach⸗ Wu mahls seinen L desto williger fahren lässet. ů— n Das dritte Capitel. Ioptoc—— 11 Von der Art und Weise, wie man „ xffin! den aus diesem Kalcke heraus ziehen oder sublimiren soll. ö§.. Cxpinl enn nun dergestalt der Silber⸗Kalck del Rae— durch das Keverberiren eröffnet und 15 Ye/ gleich sam aufgelöset ist, so nim einen wei⸗ chin Aul! ten Saltz⸗Kolben, thue den Kalck hinein, also, daß er ziemlich dicke zu liegen komme füge einen weiten Halte, E Helm darauf, setze es in einen Sublimir. Ofen in d. 0 klargesiebte Asche, gieb anfangs gantz gelinde Whmehl: Feuer stärcke es aber nachmahls von Grad zu AahieVGrad so lange, biß der Kolben und der Silber⸗ n Dihl;Kalck zu glüen anfangen. Wenn es glüet, so er⸗ ö WIN halte den Grad des Feuers in einem, gantzer 8. biß 0 In10. Tage, gieb aber fleißiguchtung drauf, daß der ö Kalck nur glüe und nicht fliesse. Nach verflosse⸗ 8uhl nen 8. biß 10. Tagen besiehe den Helm, und habe 10 ö Wn acht, ob mehr Merc. aufsteige oder nicht. Steiget WITNTNN Guhinn, ö nichts mehr auf, so laß das Feuer abgehen, und die Materie erkalten, 92195 nimm den Helm ab, a so 32Von den Saltzen und Oehlen so wirst du darinnen deinen lablimirten Merc. finden so weiß als einen Schnee, nimm ihn heraus, und hebe ihn in einen reinen Gefässe fleißig auf. Auf den Boden des Kolbens wirst du ene weißgraue, aufgelauffene, lockere und schwammigte Erde an⸗ treffen, welche das metallische Saltz in sich hält. Hat man nun den Merc ausgezogen, so wird das tall es sey welches es wolle, sodenn eröffnet, lo⸗ cker und po 68. §. 2. Und so viel Zeit wird erfordert, wenn man den Laus den Silber⸗Kalck sublimiren will, hingegen dem Gold⸗Kalck muß man 16 biß 20 Ta⸗ ge Zeit lassen Du kanst auch den Gold⸗Kalck mit stärckern Feuer glüen, weil das Gold nicht so leicht⸗ lich(zu Glase) schmeltzet, als die übrigen Metal⸗ len, auch ausser dem, wegen seines festen und har⸗ ten Corpors, ein viel stärckeres Feuer als das Sil⸗ ber, und alle andere Metalle, haben, will. Was aber das Werck selbst anlanget, so ist die Arbeit davon bey allen Metallen einerley. Das vierdte Capitel. Wie man das Saltz oder die rück⸗ ständige Erde rectifciren soll ꝰ? ö§. 1. Dunmehro nimm dein Saltz aus den gläser⸗ 9 nen Kolben heraus, und thue es in einen &steinernen Krug oder Kolben, giesse daraus destillirten Wein ⸗Eßig von rothen Wein, laß es 4. Tage und Nächte in heissen Balneo stehen, Wre ö ruhre —— nihre es le wohlum. duwohl K wetden. das trübe chet, da mahuh diesen gie seischen Wie vorn abermab auch el Wenn den vori hest du Feces h meht da ter nicht 9.2. aufgeho sst, gef quf, und berlutit neo den Kolbene ses rein wͤck g Wosser shhen. and Och Abimmentz Hum ihn Rragz Rase eßu. ist du ah wan she Suz i EIT I sodenneth wind esonn Nuin muß manu: 10 bu Gchte des Godnth a de iigt sents sla⸗ el Fun d Ie, abe/x ö anget, O nerlez ö Upitil 500 Auch Nl der Metallen. 533 rühre es tägsich 4 bitß 65. mahl mit einem Holtze wohl um Der Kolben muß mit einen Deckel, der wohl einpasset und feste ichliesset, verwahret werden. Wenn diese 4. Tage zu Ende gelauf⸗ sen, so lässet man das Gefässe erkalten, dainu sich das trübe zu Boden setze, was so denn oben klar auf⸗ stehet, das giesse ab, und hebe es in einen fest zuge⸗ machten Gefässe oder Kolben besonders auf. Nach diesen giesse auf die rückständige Erde oder Fecies frischen destillirten Wein⸗Eßig, setze den Kolben wie vormahls, wieder in das Balneum, und laß es abermahls 24. Stunden darinnen stehen, rühre es auch etliche mahle mit einem Holtze wohl um. Wenn es kalt worden, so geuß den klaren Eßig zu den vorigen, und mache das Gefässe feste zu. Mei⸗ nest du nun, daß das rückständige, welches man Feces heisset, nichts mehr tauge, und daß kein Saltz mehr darinnen sey, so wirff solches weg, weil es wei⸗ ter nichts alis eine blosse Asche ist. §. 2. Nimm sodenn deinen abgegossenen und aufgehobenen Eßig, darinnen das extrahirte Saltz ist, giesie es in einen Kolben, setze einen Helm dar⸗ auf, und lege einen Recipienten für, verwahre und verlutire die Fugen wohl, und ziehe sodenn in Bal⸗ neo den Eßig ab, so wirst du auf den Boden des Kolbens dein Saltz rein, helle und weiß finden. § 3. Wenn solches geschehen, so giesse auf die⸗ ses reine Saltz, welches nach abgezogenen Eßig zurück gebliben, ein gemeines, reines, destillirtes Wasser, und laß es 24. Stunden in heissen Bained stehen. Woferne nun noch einige Unreinigkeit L1 3 bey 3 534 Ven den Saltzen und Oehlen bey dem Saltze geblieben, so wird es sich, wenn das Gefässe kalt worden, in dieser klaren Solurion vollends zu Boden setzen. Daher giesse das helle und klare Wasser, worinnen sich dein Saltz auf⸗ geloset hat, in ein reines Geschirr, auf die rückstän⸗ digen Feces aber geuß noch etwas von reinen de⸗ stillirten Wasser, laß es 36. Stunden in heissen Bolneo stehen, wenn sich das Unreine zu Boden gesetzet, so sammle das helle Wasser zu den vori⸗ gen, damit das Saltz, was etwa noch in den Bo⸗ den⸗Satze gestecket, vollends darzu komme, was sich aber als Schmand zu Boden gesetzet, das wirff weg, weil es nichts mehr tauget. §9. 4 Hierauf setze auf deinen Kolben, worin⸗ nen du das aufgelöste Saltz hast, einen Helm, lege eine Vorlage daran, verlutire beydes wohl, und ziehe das Wasser, wie bey Abstrahirung des Es⸗ siges§. 2. gelehret worden, in Balneo ab, so wirst du ein weisses und viel reineres Saltz finden, als das erste gewesen. Wiederhohle dieses Auflösen und Abziehen so lange, biß in der Solurion kein Schmand mehr zu Boden setzet, und sodenn wird dein Saltz zulänglich bereitet und zur Projection geschickt seyn. §. 5. Diese Methode, das Saltz zu extrahi⸗ ren, gehet nicht nur bey Gold und Silber, sondern auch bey allen übrigen Metallen an. Und ob man wohl, wie folgendes Capitel weiset, darinnen eine Veränderung treffen kan, so bleibet doch nichts destoweniger das Hauptwerck einerley. Das Von de den ge H II iht Sats Ien Dins vorherge berir-O wehnet, Nach d Nlt und und Se •2 odet Bl hen kein du West Reverd sagte X dls eine durch d Rund Oa wrdr owwe U deser langi dchir, aszin Hetbastanz 6. Sumna dis Iutenh Wosuh Wunauhnn I-s daru kunz 1 Boder g waht tunt drnen Kohn W5 Hstenm Hhire herdeh Aln IDaeo Mres Hah f echohle dt in de dn sthel, ud in 1t und iu dus Sa va oE alen ad.Idnũ pa, Au ht K aunng der Metallen 535 Das fünffte Capitel. Von der Methode, das Saltz aus den geringern oder unvollkommenen Metallen heraus zu ziehen. .. 8.ercke hiervon folgendes zu deinen Nutzen: S 6 Wenn du aus den unvollkommene Me⸗ in tallen, als z. E aus Eisen und Kupffer, ihr Sals extrahiren wilst, so must du solche für al⸗ len Dingen recht klär feilen, und sie sodenn ohne vorhergegangene Solution, 36. Tage im Rever- berir-Osen stehen lassen, und ihnen, wie schon er⸗ wehnet, beständig ein mittelmäßiges Feuer geben. Nach diesen ziehet man das Saltz auf eben die Art und Weise aus diesen, wie aus den Golde und Silber. §. 2. Hast du dir aber fürgenommen aus Zinn oder Bley ein Saltz zu machen, so must du diesel⸗ ben keinesweges feilen, sondern in Scheide, wie du weist, auflösen, den Kalck absüssen, sodenn in den Reverberir⸗Ofen setzen, und im übrigen auf obhe⸗ sagte Weise verfahren. §. 3. Woltest du aber aus Zinn oder Bley das Saltz ziehen, und nicht vorher ihren MIerc. besonders wegnehmen, so darffst du nur ihren Kalck in einen Röst⸗Tiegel oder in obbeniemten Kolben in Ee⸗ verberir-Ofen setzen, jedoch die Materie nicht höher als eines Queerfingers hoch legen, weil der Kalck durch das Erglüen, wie ein Schwamm aufquhet LI4 und 536 Von den Saltzen und Oehlen und aufsteiget. Man lässet den Kalck 12. Tage und Nächtein diesen Osen stehen) giebt ihm aber nur mittelmäßiges Feuer, damit der Kalck nicht etwa durch allzuhefftiges Feuer zusammen fliesse und zu Glase werde. Nach diesen läßt man den Ofen kalt werden, nimmt das Saltz heraus, und verfähret damit, wie oben angezeiget worden. Dieses Saltz nun ist eben ein so herrliches Saltz, alß dasjenige, weiches aus den Silber kommet, thut auch in der Projection auf Merc. eben das, was ersterwehn⸗ les thut. 9. 4 Kämme die aber die Lust an, aus v und 5 den Lheraus zu ziehen, und auch sein Saltz beyzu⸗ behalten, so darffst du diese Metalle nur, wie oben beym Gold und Silber erwehnt worden, sublimi- ren, nur darinnen gehet die Arbeit von obiger ab: daß du vund 5 20 Tage in Reverberir⸗Ofen oder Arhanor must stehẽ lassen, damit sie gehöriger mas⸗ sen aufgeschlossen und eröffnet werden. Sintemal ihr Xnicht so feste verschlossen, auch nicht fix, und in A sehung dessen, leichtlich von seiner Erde oder von seinen Cörper zu scheiden ist. Wisse aber, daß die zu erst angegebene Methode, den zu sublimiren, die beste sey, weil ein jedes Element sodenn seine Kraff behält. §.5. So ist auch noch dieses zu mercken, daß das⸗ jenige, was ich kurtz vorher überhaupt von der Ein⸗ äscherung oder Calcination der unvollkommenen Metalle gesagt, auch ins besondere von einem jeden davon zu verstehen sey, und zwar folgender massen: wilt du aus 2 oder oꝰ ein Saltz ziehen, so 20 91 ehr — scht zart ckund Ul Nevetbes ber os. müͤssen do ne sindU můüͤsson si alhu sta so bald! wird ein seine ge den/ so z Eßig au Wobey sten dol hernach Voh! * elstrecke und zwe schr wer . 2 thue es iidoch n — din Hast I H gebt iy 0 de atith sawmie fi laßt nandn heraus iuy Woiden Dih E dumet, Hunt NII diedusteu, ae Dauch set 2e Mallun Pehnt voda⸗ duWbetterth NReverderte danit sigght suet perden h„aucuiht on siner E Wsiechah NII. àEamaat d H Ubethebte WD Hohen ondett In Wo fIHAHN der Metallen 93⁷ sehr zart feilen und streus sie eines quer Fingers di⸗ cke, und nicht dicker auf Treibscherben, setze sie in den Reverberir-Ofen, und glüe das 2. 35. das Eisen aber 98. Tage ohnausgesetzt: Diese Metalle aber müssen darum so lange everberiren, weil sie unrei⸗ ne sind, und ihren L schwerlich gehen lassen. Jedoch müssen sie gelinde und lange glühen, und nicht mit allzu starckem Feuer übertrieben werden. Denn so bald man ihnen allzu hefftiges Feuer giebt, so wird ein Glas daraus. So bald nun dein Metall seine gehörige Zeit im Reverberir-Ofen gestan⸗ den, so ziehet das Saltz, wie du gelehret worden, mit Eßig aus, alsdenn hast du dein Saltz aus und æ. Wobey annoch zu mercken, daß du es nach der er⸗ sten Solution wiederum 3. Tage raverberiren und hernach nochmahls Eßig darzu thun must. Das sechste Capitel. Von der Einführung oder Proje- cion der metallischen Saltze. §. I. S ast du nun dein Saltz nach vorgeschriebener Methode zubereitet, so kanst du die Proje- ction auf den damit machen, weiter aber erstrecket sich desselben Krafft zur Projection nicht, und zwar darum, weil es entweder reine oder doch sehr wenige Spiritus hat. N. 2. Nimm demnach gemeines Qvecksilber, thue es in einen Schmeltz⸗Tiegel, gieb ihm Feuer, jedoch nur so starck, daß er nicht davon fliege. Her⸗ LI 5 nach EEE. 2*2 165 5j38 Von den Saltzen und Oehlen nach wirff 1. Theil von deinen Saltze auf 100. Theile des warmen Merc. Stärcke hierauf das Feuer, daß die Materie in Tiegel flesse wie ein auf den Treibscherben stehendes Silber, laß es in diesem Grad des Feuers so länge fliessen, biß es sich anlässet, als wolte ein Regulus draus wer⸗ den, sodenn kühle es gewöhnlicher Massen ab, so wirst du gutes und reines Chaben. Anhang. §. BI. Vle Saltze, sie mögen gleich aus den rothen oder weissen Metallen genommen seyn, so machen sie doch ein gutes Siulber. Immit⸗ telst schaffen die edlen Metalle ein stärckeres Ein⸗ bringen als die unedlen, welches dich die Erfah⸗ rung am besten lehren wird. 2 Woferne man nun diese Saltze umkehren kan, also, daß ihr äusseres hinein, ihr inneres aber heraus komme, so sind sie hernach Oehle und rin⸗ giren sodenn alle mit einander auch in Gold, da sie vorher nur den Mere in Cverwandeln. Denn da sie vorher nur Cmachten, so machen sie hernach reines und in allen Proben beständiges O, da sie als Saltze nur 100. Theile tingiren, so verwan⸗ delt hernach, wenn sie Oehle sind, Theil davon 1000 Theile Vorher thun sie ihre Würckung nur in das, als Oehle aber tingiren sie ohne Unter⸗ schied alle Metalle, wie ich nunmehro bald in 2.Thei⸗ je von den Oehlen aus Metallen darthun werde. Der Oeh neresk ren. 2 dahint Oehle! bestan als Sa Theiln dir abet tem Be Verstat lich wen schreib zulan dieses! verdri wirst! Gauts, Lechtk seyin! H — Noi bellen N VI V Ianb Yant HHN 3* hentes Eb 0 * 0 hgt Ul ein Regus xj hanHAh öhnhcherAnz Cha ul . gen glich uud tallea gaonn zn gults Sie Nal en süt vecher d cb. ndest Schhe Hihtin, ihtu Thnach nder aud u 1C Hocal esrdhtl EH H.e snd, I —7 I ssehe Wiu D iten s Hy, ule R1 Ve Hule duhun Inmchto 0 + 0 2 der Metallen. 39 Der andere Theil. Von den Oehlen aus den Metallen. Vorrede. Deliebtester Sohn/ nunmehro will ich dich lehren Oehle aus den Me⸗ tallen machen/ und folglich ihr in⸗ neres haraus und ihr äusseres hinein keh⸗ ren. Durch diese Veränderung wirst du es dahin bringen/ daß ein Theil von deinen in Oehle verwandelten Saltze 1000. Theile in bestandiges Gold verwandelt/ da es vorher als Saltz nur blasses Silber gab/ auch 1. Theil nur 100. theile tingirte. Ich rathe dir aber/ mein Sohn/ daß du alles mit gu⸗ tem Bedacht/ ohne Vorurtheil mit reiffem Verstande durchlesest/ un ja nicht verdrieß⸗ lich werdest, wenn dir die umständliche Be⸗ schreibung dieses kostbaren Werckes etwa zu lang vorkommen solte. Denn obwohl dieses Werck, dem ersten Ansehen nach, voll verdrießlicher Arbeit zu seyn scheinet: So wirst du doch bey öfftererLesung dieses Fra⸗ ctats, wenn du anders deinen Verstand recht brauchest, in der That erfahren: Es sey in deꝛ gantzen Welt kein at 54⁰ Von den Saltzen und Oehlen. das mit weniger Schaden und Verlust zu wege gebracht werden möge. Hilf ewiger GOtt/ wie viel Laboranten bringen ihre gantze Lebens⸗Zeit in den allerbeschwerlich⸗ sten und gefärlichste sophlstischen Arbeiten zu/ ylacken sich mit unnützen Dingen, wer⸗ den vom Rauch und Gestanck lahm und veralten für der Zeit, und habẽ doch am En⸗ de sonst nichts davon/ als daß sie ihr Ver⸗ mögen zugesetzt/ und zu ungesunden Men⸗ schen worden/ und gleichwohl tragen sie al⸗ le diese Beschwerung mit Gedult. Warum woltest du dich es also verdriessen lassen ei⸗ nen oder mehrere Monate mit den alleran⸗ genehmsten Arbeiten hinzubringen. Sin⸗ temal du den Nutzen davon hast, daß du nach Verfliessung solcher kurtzen Zeit/ mit wenigen Kosten, ohne alle Gefahr/ durch schlechte und angenehmen Arbeit einen un⸗ vergleichlichen Schatz erlangest. In Be⸗ trachtung dessen laß dich nicht verdriessen meineLehren fleißia zu wiederholen/ damit du den rechten Verstand davon begreiffen mögest/ bey der Arbeit aber sey fleißig, für⸗ sichtig/ fromm und ohne Wandel. Behalte, mein Sohn, alle diese und folgende Worte in auten Andencken/ und überlege ste fleißig mit eigem SOtt⸗gelassenen Gemuthe. Zube⸗ cibus ab res hiery me Asche die Feuc ein Halt ten, und Vgeruh schone gi sen. Die grunen e Schale, solcherg so nima Att für 10 sh slle ste grüne und y RumdOch — haben mu an mog hz ranten binn en dllchth Phltishnh Hühen Dy Gastuntth Iiih UIR umnzeine hchwehltz Ruchut Hrdriese ahatemit k Amnubann uwnhi h0 kurhe alle Gsch ran hn Iwidechoh Runthe Habrfut Wudth WI HN bünntgf A suaein, der Metallen. 541 Zubereitung des Vitriols, Welcher zu den Oehlen der Metal⸗ len sehr dienlich ist. H. imm von Römischen Vitriol eine ziemliche 5 Menge, z E. 10. 12. 16. 20. Pfund, mehr oder weniger nach deinen Gefallen, löse solchen in schlechten Wasser auf, und laß es stehen, damit der Schmand davon sich zu Bo⸗ den setze. Giesse die klare Solurion von den Fe- cibus ab und in eine steinerne Kolbe, oder ande⸗ res hierzu tüchtiges Geschirre hinein, setze es in war⸗ me Asche oder Sand oder ins Balneum, dämpffe die Feuchtigkeit so lange davon ab, biß es obenauf ein Häutchen bekommet, nach diesen laß es erkal⸗ ten, und das Gefässe mit dem Vitriol drey gantze Tage ruhig an einem kühlen Orte stehen, so werden schöne grune und durchsichtige Crystallen anschies⸗ sen. Diese grüne ist sehr gut. Hierauf nimm die grünen Crystallen heraus, thue sie in eine gläserne Schale, und hebe sie besonders auf. Weil aber solchergestalt noch mehr Feuchtigkeit übrig bleibet, so nimm das Abdämpffen nochmahls auf obige Art für die Hand, wenn wieder ein Häutchen oben sich sehen läßt, so laß es wieder kalt werden, 3. Tage stille stehen und anschiessen, so wirst du abermahls grüne Crystallen finden, welche du heraus nehmen, und zu den ersten in die gläserne Schale thun De as 542 Von den Saltzen und Oehlen Das übrige Wasser dämpffe nochmahls ab, biß es ein Häutchen krieget, laß es anschiessen, und thue die Crystallen zu denen übrigen, halt mit dem Abdämpffen und Anschiessen so lange an, bis aller Virriol angescho ssen und kein Wasser mehr übrig ist. Alle diese Crystallen trockne in deiner Glaß⸗Schale in einer reinen Stube aus, so wer⸗ den sie in ein weisses Pulver zerfallen, die Stube aber muß nicht heisser, seyn, als die Sonne mit⸗ ten im Sommer scheinet. §. 2. Dieses weisse Pulver löse wiederum, wie gemeldet, im gemeinen deltillirten Wasser auf, und wenn sich die Unreinigkeit zu Boden gesetzet hat, so geuß das reine und klare in ein reines Gesäs⸗ se ab, laß es, wie oben erwehnet, bis es eine Haut bekommet, abdämpffen, und 3. Tage ruhig anschies⸗ sen, so werden von neuen grüne Crystallen werden, welche in der Mitten heller und klärer sind als die obbeniemten ersten waren. Diese andere Crystal⸗ len werden dir eine so angenehme und schöne grüne darstellen, dergleichen du niemahls gesehen. Da⸗ her saget Geber und Hermes: Bewahret eure Grüne sehr wohl. Mit dem übrigen Wasser ver⸗ fahre in allen Stücken, wie ich jetzt erinnert, bis du alle Crystallen gesammlet hast, welche du wiederum in einer warmen Stube zu einen weissen Pulver must zerfallen lassen. Dieses Pulver lolvire wie⸗ derum in gemeinem deltillirten Wasser, dämpffe es ab, laß es anschiessen, heb die Crystallen auf, und mache wieder ein Pulver daraus, und wie⸗ derhohle diese Arbeit so offte, bis die Solution deme eine — kene Fece 3 Poloe hast, 0 9 reitet sey, ange wot ich abel einiges A muß ichi Zeit dam Vitriolft Dieses h lion gexei gehandel Kläüter ne und it sen besteh lest, sobt hlit, du he lit verge sst Gesst; mehr ühr nicht alle zu verste gen, We rachtun und vern Grüne s. Weise v bon Ve⸗ Krähter undhan —— Rfe nohnübg, In Ti Hlsn 6 ind ken Nh len toch an Stuht der rfal, Iu, N L het Eu Heltititten T Nkeit zu Dun Daneinehn vehnet, 410 Rühe Ctpstlar Rundkant t Deseunde Hehme und 6 niemahls Imes: Balh denübtn Itich khtehng hast wech ahe vost/ N In Wost,& 60 DeE oel durals, 17 00 R.S der Metallen. 543 keine Feces mehr setzet. Wenn du nun dein weis⸗ ses Pulver solcher massen gereiniget und getrocknet hast, so glaube gewiß das dein Vitriol recht zube⸗ reitet sey, und hebe dieses Pulver aus dem&so lange wohlbedächtig auf, bis du sein bedarffst. §. 3. Hier möchte Jemand fragen: Warum kan ich aber den Vitriol nicht auf einmahl durch ein einiges Abdämpffen zu gute machen, und warum muß ich ihn so öffters anschiessen lassen, und so viel Zeit damit zubringen? Ich antworte hirauf: Der Vitriol führet einen sehr subtilen Spiritum bey sich. Dieses habe ich in meinem Practat von Vegetabi- lien gezeiget, wo ich von denen subtilen Spiritibus gehandelt, welche sich in der äussersten Fläche aller Kräuter befinden, und gewiesen: Daß in der Grü⸗ ne und in der Blume der Kräuter ihr rechtes We⸗ sen bestehet. Woferne du also die Grüne verlieh⸗ rest, so versichere ich dich mit Bestande der Wahr⸗ heit, du hast keine Quint. Essenꝛ, und arbeitest fer⸗ ner vergebens. Denn wenn die Grüne weg ist, so ist Geist, veben und Wesen weg, und du hast nichts mehr übrig als einen todten Cörper, und dieses ist nicht allein von Kräutern, Pflantzen und Wurtzeln zu verstehen, sondern auch von allen andern Din⸗ gen, welche äusserlich grüne aussehen. In Be⸗ trachtung dessen, habe wohl Acht auf die Grüne, und verwahre sie soviel du kanst. Sintemahl diese Grüne so subtilist, daß du solche auch unsichtbahrer Weise verliehren kanst, besiehe hiervon mein Buch von Vegetabilien, wo ich gelehret, wie man aus Kräutern und Wurtzeln die Grüne ziehen und in eine 544. Von den Saltzen und Oehlen eine vollkommene Röthe bringen könne. Auf giei⸗ che Art must du auch die Grüne im Vitriol zu er⸗ halten suchen. Wenn du selbigen nun zum ersten mahle sogleich gantz und gar abdämpffen woltest, so würde ein Theil von der Grüne verlohren gehen, und gelbe werden, die Grüne aber ist die Quinr⸗ Essenz, welche wir im Vitriol suchen. In Betrach⸗ tung dessen, muß der Vitriol nach und nach und gemach abdämpffen und anschiessen, und wenn er keine Unreiniakeit mehr zu Boden fallen läßt, so ist er recht, seine Grüne aber lieget sodenn unter der Weisse verborgen, hingegen, so bald er wieder naß winrd, so verstecket sich die Weisse in die durch die Nässe heraus gebrachte Grüne. Wilst du aber beym Vitriol seine Seele, Geist und Leben erhal⸗ ten, so must du sein inneres heraus und sein äusseres hinein kehren, und dieses ist bey unserer Kunst ein grosses Geheimniß. Denn wenn du solchergestalt mit dem Vitriol umzuspringen weist, so wird er roth wie eine Rose oder Rubin, und seine 4 Ele⸗ mente werden ihre Vollkommenheit erꝛeichet haben, welches der Stein der Weisen ist, welchen dir GOtt aus einer sehr schlechten Materie, oder aus nichts bereitet hat. I. Zubereitung. V. I. imm nun dein weisses Pulver, wie ich dich ö solches machen gelehret, und thue dasselbe in eine Phiole, d. i. in ein Glaß, welches einen langen Hals hat, siegele es auf Wut rt — —— Mide dringenk in dutch n soheiß,l Laß es daß deir e fernet dunckel 10. Tag Achtun Findest das Fer 10. Ta Siehest stäccked sche imn ts röͤthe his d in daß es 0 das Fer eine ein ded Feu roth w nun de erkeich Feher ne and Vlibe Mole gakeht — HnUnN Oanemiih sebgn un. dar bdünnt Guünev ine aba sů riol suche. J Hic noc un auschesen,m Doe süh abet Igt N Igegen,r ich de Mosin Htünt W „ Gastut heraus ude II wem dl Hga wist NIbin I aumenhettee Isen sh.wot Mume/ Ie atog x stouin hl, Wlt; W 06 uf der Metallen. 94⁵ D Art zu, damit keine Lufft hinein, auch nicht heraus dringen kan, setze es in einen darzu dienlichen Ofen in durchgesiebte Asche, setze eine brennende Lampe darunter, und gieb ihm nicht stärcker Feuer als nur so heiß, wie die Sonne mitten im Sommer scheinet. Laß es so lange in den Grad stehen, bis du siehest, daß deine Materie anfängt gelbe zu werden. Laß es ferner stehen, bis es bey stärckerem Feuer ziemlich dunckel⸗gelbe wird. Nach diesem, wenn 8. oder 10. Tage für bey, so besiehe es genauer, und gieb Achtung, ob es anfangen wolle roth zu werden. Findest du gleich solches nicht, so stärcke doch darum das Feuer keinesweges, sondern laß es noch 8. oder 10. Tage in eben dem Grad des Feuers bleiben. Siehest du sodann, daß es nicht röther wrden, so stärcke das Feuer durch Zusetzung einer Lampe, und setze immer eine Lampe zu, bis du wahrnimmst, daß es röther wird, hierauf setze keine Lampe mehr zu, bis du in 8. bis 10. Tagen nicht wahrnehmen kanst, daß es an der Röthe zu nimmet, sodenn vermehre das Feuer, thue aber auf einmahl nicht mehr als eine einige Lampe hinzu, und steige mit Regierung des Feuers von Grad zu Grad, bis die Materie so roth wird als eine Rose, oder als ein Rubin. Hat nun deine Materie erstbeniemten Grad der Röthe erreichet, so laß sie noch 8. oder 10. Tage in eben dem Feuer stehen, und versuche, ob die Materie auch ei⸗ ne andere als die rothe Farbe annehmen wolle. Bleibet sie nun unverändert roth, so ist von deiner Materie das innere heraus und das äussere hinein gekehret, und du hast künfftighin nicht zu besorgen, Mm daß 546 Von den Saltzen und Oehlen , daß du deine Grüne aus dem Olverlieren werdest, weil sie in die Röthe verwandelt worden, und dar⸗ innen tieff im innersten Wesen verborgen lieget, al⸗ so, daß sie weder selbst heraus gehen, noch auch mit Gewalt heraus getrieben werden kan, und deine Materie bleibet in Ewigkeit roth, nur daß dieselbe noch nicht fix ist, denn wenn sie schon fix wäre, so wäre das gantze Werck verdorben. Sintemahl sie auch wiederum zu Wasser werden, eintrocknen, und über den Helm getrieben werden muß. §. 2. Ich versichere dich, mein Sohn, daß dir ausser dem Universal schwerlich ein grösseres Ge⸗ heimniß offenbahret werden möge, als dieses ist. Ja ich bezeuge dir bey GOtt, daß ich der erste bin der dieses Geheimniß in Schrifften kund gemacht, in⸗ dem solches noch niemahls ein einiger Philosophus gethan hat. Und gewiß, es ist in unserer Kunst kein grösseres Geheimniß zu finden. Dannenhero be⸗ schwöre ich dich, und alle die es verstehen, bey dem lebendigen GOtt, bey Vermeidung des ewigen Fluches und Verdammniß deiner Seelen, daß du niemahls an einigem Orte etwas davon erwehnest, als nur wenn und wo es die Billigkeit erfordert. Denn es ist ein Geheimniß über alle Geheimnisse. Sintemahl mit dieser Materie alle Metalle in ein Oehl gebracht, und so roth als ein Blut gemacht werden können, wenn man dieselben in ihren gehö⸗ rigen Scheidewasser auflöset, den Kalck davon nie⸗ derschläget, und absüsset. Denn C& und alle Metalle sind in ihren innersten roth, jedoch ist eines immer röther als das andere. Wenn man sie aber zur —— zur Rͤth und wled seine Fec ih ihrer dahnge dem, alo det dolut u sse nut auf den d Feces me wthes Or hom Vir 9.3. U Meallen, wird glei Kalck gen Gaß gell Gret, so din Ylub Wehhet, in sen Wig aler Unr aber bey Oehl ge von? I wahr de dige here solchrg kelt win beysam. hernach — öᷓ und Ohn —— WOhaan Dütwadopoy nvabmnh gchin hun uden kun nz 1uchuuh sieshufrht Wdotben Cte ssewadwat den vadan „n Cv dellach en glt mige,Mit Daßihdc Ufftn kudi L Sistinuusetht Inden. Denz di es vantll Bameidudet dantt E Lid Oen(In knro, Sup — der Metallen. 347 zur Röthe gebracht, so must du sie so lange auflösen und wieder coaguliren, bis sie gantz rein sind und keine Feces mehr haben, damit sich ihre Elemente in ihrer Vollkommenheit vereinigen. Sind sie dahingebracht, daß ihre Erde subtil und flüßig wor⸗ den, also, daß sie sich mit auflöͤsen läst, so blelbet nach der Solution nichts übrig als blosse Feces. Hast du sie nun durch öffteres dolviren und Coagusiren auf den Grad der Subtilität gebracht, daß sie keine Feces mehr setzen, so kanst du aus ihnen ein Blut⸗ rothes Oehl über den Helm treiben, wie ich unten vom Vitriol mit mehrern zeigen will. §.83. Und diese Methode hat nicht nur bey den Metallen, sondern auch bey den Lstat. Dieser wird gleichfalls in Scheidewasser aufgelößt, zu Kalck gemacht, abgesüßt, getrocknet, in ein reines Glaß gethan, nnd im übrigen wie der Vitriol tra- Ctiret, so wird ein Oehl daraus. Man kan auch den&sublimiren, und den Subliwat, wie oben er⸗ wehnet, in einem reinen Glase aufheben. Auf die⸗ sen Weg kan dein aufgelößter wenn er in Yvon aller Unreinigkeit gereiniget ist, seine 4. Elemenke aber beysammen geblieben sind, zu einem rothen Oehl gemacht werden. Was sagest du nun hier⸗ von? Ist dieses nicht ein grosses Geheimniß? Für⸗ wahr das ist was unerhörtes, wie man das inwen⸗ dige heraus und das aus wendige hinein kehren, und solchergestalt die Metalle von aller ihrer Unreinig⸗ keit reinigen, und dennoch ihre Elemente unverletzt beysammen behalten, ja was noch mehr ist, solche hernach in ein rothes Oehl bringen kan. Mm 2 9.4. 548 Von den Saltzen und Oehlen. §. 4. Was ich dich aber von den Metallen ge⸗ lehret, das kanst du auf gleiche Weise auch bey den 5 zu Wercke richten. Mercke mich wohl, hier ist Verstand vonnöthen. Sintemahl man noch niemahls gehöret hat, daß ein so wichtiges Werck mit so geringer Arbeit zu Stande ge⸗ bracht werden könne. II. Zubereitung. §. I. FNunmehro nimm deine Materie, welche bis⸗ H her beständig in gleicher Wärme gestan⸗ den, aus der Asche oder aus dem Sande heraus, eröfne das Glaß, thue deine Materie in ein anderes gläsernes oder steinernes festes Ge⸗ schirr, giesse über die Materie eine gute Menge destillirten Wein⸗Eßig, laß es 4. Tag und Nacht im siedenden Balneo stehen, rühre es täg⸗ lich drey oder vier mahl mit einem höltzernen Spatel um, nach Verfliessung dieser Zeit laß es kalt werden, was oben auf stehet, und klar ist, das giesse ab, und dagegen neuen Eöig auf die rückständigen Feces auf, und verfahre damit, wie oben vom O! erwehnet worden. Wenn du zum dritten mahle Eßig aufgegossen hast, so wirf die rückständigen Feces weg, Nach diesen setze auf den Kolben, darinnen du deine Materie hast, einen weiten Helm, und ziehe den Eßig bis zur Trockne ab, so wirst du auf dem Boden ei⸗ nen viel schöneren Gl finden, als der erste war. §. 2. Auf — 92.A hͤfahrel Zusgese ces weht zum sch ein feste und lege stilliren, tothes O Laß alles hunen haf hedächti wilst. den Boꝛ Schnee Nieses ist diese kar then Oll thun, s⸗ Wärme congult verwan 33 icht, f der me iel kot Elemen Blut i Meal die Er hoh d Nd Ochg der Metallen. 349 —— uur§.2. Auf diesen Ol. giesse wieder frischen Eßig, verfahre damit wie oben, und wiederhohle dieses Maar ngh x Aufgiessen und Abziehen so ofte, biß sich keine e⸗ Enaan ces mehr in der dolution zeigen, sodann trockne sie Wch inhn zum schönen und trocknen Pulver ein, wirff es in l Eih ein festes und dickes Glaß, setze einen Helm auf, und lege einen Recipienten vor, fang an zu de- titilliren, so wird erstlich ein gelber A,hernach ein Hah rothes Oehle und zuletzt ein weisser übergehen. Laß alles kalt werden, nimm die Vorlage ab, dar⸗ innen hast du das gesegnete Oehl, das hebe wohl⸗ 16 Mh bedächtig auf, biß du es zu deinem Saltze bedürffen Win wirst Nach abgenommenen Helm wirst du auf i den Boden des Kolben deine Materie so weiß als I Schnee und so helle als einen Crystall finden, und . siant dieses ist von obiger Materie die clarificirte Erde, Alerte eiht d diese kanst du zu Pulver stossen, und mit dem ro⸗ „lh 6 4 then Oehle imbibiren, in eine gläserne Flasche 60 siht um thun, sodenn über einen Dreyfuß auf gelinde (unt en Wärme setzen, und zum Stein der Weisen ein⸗ sung Nürd ö coaguliren, welcher alle Metalle in wahres Gold sicht, E verwandelt. In Hun MEl§.3. Ich gebe dir aber den Rath, thue solches Was nicht, sondern hebe dir dieses Oehle zu Bereitung der metallischen Saltze und Oehle auf, welches ein viel kostbahrers Werck ist. Wisse aber, daß das Hsa! V5 Element der Erde zugleich mit dem Oehle wie ein 10 I;Blut über den Helm gehet, wenn du die Saltze der I Metalle in Oehl verwandelst. Dieses aber thut 13 0 die Erde von Ol. nicht, weil sich hierbey das Oehl von der Erde absondert, hingegen die Erde und Mm 3 das 55j0 Von den Saltzen und Oehlen das Oehl von Metallen lassen sich nicht von ein⸗ ander scheiden. d. 4. Also siehest du nun, mein Sohn, wie gros⸗ sen Seegen GOtt in den Ol. geleget, so gar, daß du daraus ohne allen fremden Zusatz den Stein der Weisen machen kanst, welcher alle Metalle zu Golde machet. Du must aber, wie schon gedacht, das Ol-Oehl mit seiner eigenen Erde ligiren, welches bey den Metallen nicht angehet, weil ihre Erde zugleich mit dem Feuer oder Oehle derselben über den Helm gehet, und also der gantze Cörper in Oehl verwandelt wird, welches alle Metalle in wahres Gold verwandelt. §. 5. Auf eben diese Weise wird auch das Oehl des& und zii gemacht, bey welchen beyden die Er⸗ de mit ihren Feuer oder Oehl über den Helm ge⸗ het, und ihr gantzer Cörper in ein Oehl, das ewig dauret, verwandelt wird. Mit diesen Oehlen kanst du Wunder⸗Dinge verrichten, welche alle hier zu erzehlen nicht nöthig ist. Sintemahl du schon selbsten weist, was man von dem Oehle des für grosse Sachen erzehlet. Wisse aber, daß das Oehl des X in allen seinen Würckungen viel herrlicher sey, als das Oehl des 5. Diese Wahr⸗ heit behalte bey dir als ein Geheimniß. III. Zubereitung. §. I. Hh wende ich mich wieder zu dem ob⸗ beniemten Werck von unsern metallischen Saltzen, welche ehedem bey der 9 fSe Tlett K d Dheile inn. Ne Rede! nih d öen hel 9.2 Gcheidebd Silhetet ö dolution pweiten gl⸗ subte M= siehe dos im Helm get, so ni aus/thue Ol gebr und eine! stchen, bi Derfohr befohlen re/ vnd mache! höret he ͤber de Uäßt. A dem x denned lechte. nd Ochin ——2 — schithntz rein Echpg Rucgt Dusat dnEn cher dt W Wie shyge uigenen Ei l cht augcc tt Wandlent ase de gr delchts dl N M * V witd aud walchen n thl ubet du in en Odl Mdsh derlchten. gis. Eint bon denele t. Wisc men Winch N deb ö. HN Scheinsß litahh, nch Wogr I at m biy xNulße der Metallen. 551 auf Silber so viel thaten, daß 1. Theil nur 100. Theile Ktingirte, jetzo aber verwandeln sie vermit⸗ telst des Sl Oehls und ihres eigenen& 1000. Theile in Gold. Der L aber, von welchen hier die Rede ist, ist der oberwehnte Sublimat, wel⸗ chen ich dich in einer gläsernen Büchse wohl auf⸗ heben heissen. §. 2. Nimm also diesen La, und löse ihn in Scheidewasser auf, welches aus gleichen Theilen Salpeter und Vitriol bereitet worden, giesse die Solution in einen gläsernen Kolben, füge einen weiten gläsernen Helm darauf, setze es in klar ge⸗ siebte Asche, und gieb der Materie gelinde Feuer, ziehe das Scheidewasser davon ab, so wird der& im Helm aufsteigen, und wenn nichts mehr aufstei⸗ get, so nimm den Helm ab und den Sublimat her⸗ aus, thue ihn in eine gläserne Phiol, wie du beym Ol. gebrauchet hast, setze es in Ofen in die Asche und eine Lampe darunter, laß es darinnen so lange stehen, biß es die vollkommene Röthe erreichet hat. Verfahre hierbey, in allen, wie ich dir bey dem Ol. befohlen habe. Nach diesen solvire und coaguli- re, und wenn es auf das höchste gereiniget ist, so mache daraus ein rothes Oahl, wie du von Ol. ge⸗ höret hast. Wisse aber, daß der&gantz und gar über den Helm steiget und kein Residuum zurücke läßt. Auf einen andern Weg lässet sich weder aus dem§ noch aus den Metallen ein Oehl bringen, denn die bißher gelehrte Methode ist allein die rechte. Von Mm 4 552 Von den Saltzen und Gehlen Von Vereinigung des metallischen Saltzes und Oehles. ö 5. 1. Jast du nun dein Oehl Kunst⸗mäßig aus dei⸗ .nen Lheraus gebracht, so thue dein Saltz Vein ein Gefässe, wie hierbey abgemahlet ste⸗ het, setze es ins Feuer, mache ein gelindes Feuer darunter, damit dein Saltz oder Elixir fliesse, wel⸗ ches geschwinde und so leichte geschiehet als man Wachs schmeltzet. So bald dein Saltz fliesset, so laß dein Oehl Tropffen weise nach und nach hin⸗ einfallen, so werden sie sich beyderseits augenblick⸗ lich so genau mit einander vereinigen als Leib und Seele am Jüngsten Tage, weil sie beyderseits rein und von allen Fehl befreyet sind. §. 2. Nunmehro hast du Geist, Seele und Leib mit einander so feste vereiniget, daß sie in Ewigkeit nicht mögen vonsammen getrennet werden. Denn da nimmt der Cörper seinen eigenen Geist zu sich und figiret ihn in einen Augenblicke. Das Glaß aber, darinn du deine Materie hast, must du über ein so gelindes Feuer setzen, als wenn du etwas woltest flüßig erhalten, dabey aber die Materie, welche sliessen soll, nicht glüen dörffte. In diesen Feuer muß es 16. Tage stehen, in welcher Zeit deine gantze Materie wie ein zerlassenes aber nicht gekoch⸗ tes Honig, oder wie ein dunckel rothes Blut wer⸗ den und in Ewigkeit ein Oehl bleiben wird. Dar⸗ über freue dich mein Sohn Penn du hast die Ge⸗ heimnisse aller Geheimnisse, von der gantzen 20 wei schen L wandel I. Trae genwä Nimm laß sol weise d len, so ser in e ausbreit einner satlan dich m Dggl worde und Ochsh —— WSuld Huntnizig NI Wubeh abhnn icht an galg UeElrf Hte gaschihe ur DImEltt i I vach un bdastt at vetelnigen d I, Wol st E stibet sid. UGast, Seh. daß sienl Hiennet wade hener G gendlaks. A ie hass wust alb wentAe e e N I Riftt N Vnwahe tsabunle Kehe d Htibab HI vydt gulne 6 + der Metallen. 553 weil ein Theil davon bey der Projection 1000. Theile in Gold tingiret. Von der Projection. I. ᷓ§. WHenn du Projection machen oder tingiren wihn, so nimm solches nicht mit den X für, sondern erwehle dir darzu einen metalli⸗ schen Cörper, weil dieses dein Oehl die Cörper ver⸗ wandeln kan, davon ich die Ursachen in meinen I. Tractat von der Projection angeführet, an ge⸗ genwärtigen Orte aber nicht wiederhöhlen mag. Nimm aber Eisen⸗Blech, Kupffer oder Silber, laß solches glüend werden, und dein Oel Tropffen⸗ weise darauf fallen, lege dasselbe in glüende Koh⸗ len, so wird sich das Oehl da hinein, wie Was⸗ ser in einen Schwamm ziehen, darinnen aber sich ausbreiten uud das gantze Metall durchgehen. Und auf diese Weise wird es dein Blech in das boste Gold verwandeln, welches in allen Proben bestehet. §. 2. Hüte dich aber, daß du ja nicht auf 7 oder b Projeëtion machest. Sintemahl deine Medicin eher dieselben gantz auflösen und in ihre Natur übergehen, als aus ihnen einen goldischen Cörper machen wird. Ein mehrers hiervon zu erinnern ist allhier unvonnöthen, weil anderswo sattsam davon gehandelt wird. Was düncket dich nun, mein Sohn, von diesen Geheimniß? Dergleichen ist in der Welt noch nicht erfunden worden. Mm Burtze 2 66 554 Von den Saltzen und Oehlen Kurtze Wiederhohlung des vorher⸗ gehenden. — 1.) Von Saltzen. Qu hast gehöret.) auf was für Art und Wei⸗ se die Metalle aufzulosen seyn, 2.) wie ihr Halck zu preæcipitiren, 30 wie der metalli⸗ sche Kalck abzusüssen und zu trocknen, 4.) wie sol⸗ cher zur Sublimation zu zubereiten, damit hier⸗ durch sein d ausgezogen werde, 5.) wie das O im destillirten Wein⸗Eßig aufzulösen, 6.) von seinen Unrath zu reinigen, und endlich 7)zum Elixir zu machen sey. 2.) Von Oehlen. 5. 1. Sch habe dich auch gelehret, wie der Vitriol a) GVI clarificiren,) wie er durch öfteres Auf⸗ lösen und Anschiessen zu rectificiren und von allen seinen Fecibus zu reinigen, e) wie er in einen verschlossenen Gefässe in die Calcination gesetzet werde, doch also, daß seine 4. Elemente beysammen bleiben, 4) wie seine Grüne, welche er äusserlich hat, hinein und hingegen seine Röthe, welche er inwendig hat, heraus gekehret werden. 8. 2. Nechst diesem ist gezeiget worden, wie man den calcinirten Sl. wiederum in destillirten Eßi⸗ ge auflösen müsse, damit die Eeces, welche noch in ihm verborgen liegen, und sich eher nicht gäntzlich wegbringen lassen, biß sein inneres heraus und sein äusseres hinein gebracht werden, völlig abgeschie⸗ den werden. Erläu⸗ nen, w. Vitrio o hab sonst ar du ihm ner Ro äussere bracht! solvite leine Fe gest du erfängl dem inne 9.— gen: W selne be Materi⸗ mein worden und bi Wärm renllass geldset len. M winne und Gchhg —— 0 R hh, Was süt Wu Iösen sehg, I A, 30W l utrochen Herelten, dut de, GNR Fuulöser,& W. Wach Juub Ochla . het Hitde duh in urechfcin In, c)WN (CAlcinio Eumet a ne, wscht til⸗ ahe Mo ichtet wen. Helgtt wordahdt um in Helilt, 0— der Metallen. 595 Erläuterung. 9.. Hisse aber, mein Sohn, daß eine jede Sache weyerley Unreinigkeit oder Feces bey sich führe. Die erste Art davon stecket darin⸗ nen, wenn sie noch roth ist, z. E.wenn Anfangs der Vitriol aufgelöset und wieder eincoaguliret wird, so habe ich gesagt: Verwahre seine Grüne wohl, sonst arbeitest du vergebens. Zu der Zeit benimmst du ihm seine Feces, welche er äusserlich und in sei⸗ ner Rohigkeit bey sich führet. Sobald aber das äussere von ihm hinein und das innere heraus ge⸗ bracht worden, so must du von neuen anfangen zu solviren und coeguliren, biß sich in der Solution keine Feces mehr sehen lassen. Solchergestalt krie⸗ gest du die andere Art der Fecum hinweg, welche anfänglich nicht wegzubringen waren, weil sie in dem innern Wesen verborgen lagen. 9.2. Du wirst aber vielleicht einwenden und sa⸗ gen: Wie gehet es aber zu, daß das innere Wesen seine Feces nicht ablegen will, da doch die gantze Materie nichts als Wasser ist? Mercke demnach, mein Sohn, wenn eine Sache gantz zu Wasser worden ist, so befindet sich seine Kälte alle äusserlich, und bindet gleichsam die darinnen verborgene Wärme, daß sie nichts von dem, was sie hält, fah⸗ ren lassen kan. Weil nun die Kälte für sich gantz auf⸗ gelöset und offen ist, so läßt sie auch ihre Feces fal⸗ len. Woferne aber die Wärme die Oberhand ge⸗ winnet und das äusserste einer Sache einnim̃t, so machet 5 Von den Saltzen und Oehlen. —— machet sie ebenfalls, daß die Kälte ihre Feces weder lassen fallen will noch kan, weil sich die Kälte nicht vermag zu öffhen und folglich ihre Feces zurü⸗ cke hält. Ja sie hengen so feste beysammen, daß die Wärme und Feuchtigkeit, weiche sich in einer Sache befindet, zugleich mit einander weggehen, wenn man ihnen Feuer giebet, wie man solches siehet, wenn man in Balneo oder Feuer eine Dettil⸗ lation fürnimmt, allwo sie zwar V, Lufft, A, gar deutlich zeigen, die trockene Erde aber bleibet auf den Grunde liegen, und wird daselbst von der äusserlichen Wärme, wodurch das Gefässe er⸗ wärmet wird, beschlossen. . 3. Wer demnach, mein Sohn, ein wahres Elixir oder Quint· Essenz machen will, der muß alles zweymahl rectificiren, es sey gleich Wasser Kraut, Wurtzel, Zucker, Honig oder was es sonst für eine Materie seyn mag. Und ich schwöre dir bey GOtt, daß niemand dergleichen Geheimniß an das Licht gebracht oder in Schrifften offen⸗ bahret hat, als ich. 5.4. Damit ich aber wieder zu meinem Vor⸗ haben komme, so erinnere dich, daß ich schon oben gewiesen: Auf was für Art und Weise man aus den Ol ein bluthrothes Oehl destilliren könne, so, daß die Erde unten im Destillir. Gefässe zurück blei⸗ bet, ingleichen, wie die Erde mit ihren Oehle zu träncken, und 40. Tage im Ey oder Glase über den Dreyfuß stehen müsse, damit sie in den Stein der Weisen verwandelt werde. Ich habe dich über⸗ dieses nicht nur dein Vitriol-Oehl aufheben Wn on⸗ sondern Wasset von S trockne Feuers inneres dich da triol v ein 358 tallen b. machen ist und nunmeh list ja all Bereitu sig wie nen. innen und so V** vieder u N Vaß 062 dich daß 0 „VMar n I aα H destilea NHAE * IHH44 VRr.Ha 1 Ir·O re ml Nir EpoderSih“ 1%E uu sie WAN „ n * AII OHI. * der Metallen. 957 sondern auch verordnet, du solst den in Scheide⸗ Wasser auflösen, als einen Kalck niederschlagen, von Scheide⸗-Wasser absondern und abfüssen, trocknen, in ein Glaß thun, und solange über das Feuer setzen, bis es roth und sein äusseres hinein, sein inneres aber heraus gebracht wird, ferner habe ich dich damit verfähren heissen wie du mit dem Vi— triol verfahren bist. Ich habe dich auch gelehrt ein V Lij. ausziehen, solches in seinen Cörper oder Saltz einführen, und nachmahls den gantzen Cör⸗ per in ein Oehl zu treiben, welches zur Verwand⸗ lung geringer Metalle dienet. §. F§. Uber dieses habe ich auch gewiesen, wie du nach eben dieser Methode die Elemente aller Me⸗ tallen beysammen behalten, und dieselbe zum Oehl machen kanst, welches eine ausgemachte Wahrheit ist, und richtig angehet. Allein, mein lieber Sohn, nunmehro ermahne ich dich recht väterlich, du wol⸗ lest ja alle Worte, welche ich bey der Anleitung zur Bereitung des Saltzes und Oehles gebraucht, fleis⸗ sig untersuchen, überlegen, und ihnen wohl nachsin⸗ nen. Ich versichere dich, es werde sich schon der Mühe lohnen, wenn du mich nur recht begreiffest, da ich dich gelehret, wie du die Metalle über dem Helm führen solst, und zwar also, daß sie gantz und gar übergehen, und gantz keinen Boden⸗ Satz im Kolben zurück lassen. §9. 6. Und diese Würckung hat allein ein star⸗ cker von Eßig, daß er nemlich die Metalle von innen und von aussen aller Unreinigkeit entladen, und folglich ihr innerstes heraus und ihr äusserstes hinein ———— — 466660 N 2 358 Von den Saltzen und Oehlen hinein bringen kan, wodurch sie denn endlich so sub⸗ til und so aufgeschlossen werden, daß ihre Elemente nicht mehr getrennet werden mögen. Man befra⸗ get sich sonsten in der gantzen Welt, durch was Mit⸗ tel und Wege die Elemente geschieden werden kön⸗ ten, ich versichere aber, weil sie sehr subtil sind, so wird ihnen Niemand nichts abjagen, woferne er nicht die Cörper zu reinigen und zu eröffnen geler⸗ net hat. Wenn sie nun den durchdringenden und subtilen Eßig in sich nehmen, so steiget alles zugleich auf einmahl über den Helm. Denn woferne sie keinen Eti hätten und zum Feuer kämen, so würden sie augenblicklich fix werden, weil sich aber der Eßig in ihren offnen und reinen Cörper befindet, so gehen sie als ein Oehl über den Helm, und figi⸗ ren zugleich den von Eßig, welchen sie bey sich führen, mit. ö §.7. Mit einem Worte, mein Sohn, die Tvon Eßig sind unter allen die subtilesten, ja sie sind tau⸗ sendmahl subtiler, als die 4. Ellenzen, V.Vitæ, und man könte sie in keinen Gefässe behalten, wo⸗ ferne sie nicht zur Helffte fix wären, deßwegen lassen sie sich auch bey andern Dingen, denen sie zugesetzt werden, mit leichter Mühe sgiren. Besiehe hiervon meinen Tractat von Vegetabilien, allwo ich gezei⸗ get, was der Ehig und dessen seyn, und wie sie alle Dinge auflösen und aufschliessen. Von daß dal diesen le b. gat Vitriol. Ogchle f tingixen dill The allein tin 9H9—0 durch, u deinem ein höch guch de an dhn der Metallen. 359 ⁷—„ ö ig Von der Vermehrung des philoto- münn Ju Phischen Oehls. Vilhnig 9.. ö Ushlhnnmm. E Diesse von dem philosophischen Oehle ei⸗ siscu ihhd V. nen Theil und von deinem Vitriol-Oeh⸗ le 1000. Theile in oinen grossen Kolben, Idwalte. stopffe denselben mit einem eingeschliffenen Stöpf⸗ * öun fel oder Deckel feste zu, und verlutire ihm noch zum n Uberfluß, setze ihn auf den Ofen in rein gesiebte bsanilt Asche, mache ein Lampen⸗Feuer darunter, so heiß nals du es bedarffst, Wachs im Flusse zu erhalten, in ah daß dabey das Geschirr nicht glühend werde. In a du diesen Grad der Wärme laß deine vereinigte Oeh⸗ hh le 6. gantze Wochen stehen, unter der Zeit wird das Halden en Vitriol-Oehl zusammt den edlen philosophischen dihe Oehle fir werden, und diese beyde vereinigte Oehle tingiren hernachmahls bey der Projection eben so viel Theile, als das philosophische Oehl vorhin Run Sohn allein tingirte. ollesten ja§. 2. Geliebter Sohn, ließ diese Lection fleißig Elee durch, und behalte alles, was ich dich gelehret, in Olise s deinem Gedächtniß. Sintemahl es nicht nur Wh ddnein höchst wichtiges und nöthiges Werck, sondern R dani auch der Grund aller Künste ist. ten Dathh Anhang. ubl In§. 1. ö ö schl H du aber, mein Sohn, aus den Me⸗ abiagen, nh islisa. tallen nur ein gemeines Oehle, wie das von G. ist, verfertigen, so must du dein Metall y) in. Scheidewasser auflösen, 2) zum Kalck Y machen, V. N — 2— 560 Von den Saltʒen u. Oehlen der Metallen. machen, 3.) mit Wasser absüssen, 4. trocknen, 5.) in einer Phiole in die Asche setzen, und eben sol⸗ ches Feuer geben, wie ich beym Ol. befohlen auch so lange damit anhalten, biß es roth wird. Nach diesen löse es, wie den Gl. in destillirten Wein⸗ Eßig auf, coagulire es wieder, und wiederhohle diese Arbeit so lange, biß du keine Feges mehr siehest. Hierauf destillire es nach der Kunst, so wird dein Metall gantz und gar wie ein rothes Oehl übersteigen, und du hast ein edles Oehle, es tingiret aber nicht soviel als die Oehle, wel⸗ che aus den Saltzen gemacht werden. §. 2. Alle Oehle der Metallen werden durch das Vitriol-Oehle multipliciret. Du kanst auch mit leichter Mühe aus dem h ein Oehl ma⸗ chen, welches sehr starck ringiret. §. 3. Nunmehro habe ich dir durch göttlichen Beystand das Kunststück treulich gelehret, da⸗ durch du aus den Metallen ein Saltz und Oehl machen kanst. Dir aber will obliegen, solches also anzuwenden, daß du nicht Schaden an dei⸗ ner Seelen Heil und Wohlfahrt leidest. Erin⸗ nete dich hierbey des darauf gelegten Fluches, und thue getreulich, was ich dir nochmahls ge⸗ biete: Für allen Dingen dancke deinem GOtt, arbeite fleißig, hilf dem Armen von deinem Ver⸗ mögen, mißbrauche die Gaben GOttes nicht, glaube dem Evangelio, und führe ein heiliges Leben. Amen! E N D E Regi⸗ Aggrega Acali at flier ut sovil pitite und i stan⸗ Alcahel Allaun, ist bon den u set we nicht Amalg Ansidde Antihe Antim ist el calc daht ihm hI —— Ochlndet V 8 4.—.— e absüssa, Hntz sche thenn R ů an łg st. 56 uhnz A in deugs üüi. Mome Pag. 340. 5u kan r monrn 3 + mhuh Ablöschung, wie sie geschehe 36 n Acidum zerfrißt die Metalle in einen G 334 4½3 das allgemeine bestehet aus Nund Terr. prim 19 uR Aggregatum wird vom Atomo unterschieden 13 HMh. Alcali aus O und& 196 t nelh ö fixer und penetranter aus& ib. des& mit O 192 Mal so viel merckwürdiges zeiget 194.195. sie præci- Lapleut A pititen die mit sauren gemachten Solutiones s den end und im Gegentheil 54. ist nicht in solcher Sub⸗ Eungt stanz bey den Kräutern 182 0 dr dutAlcahest liegt im gemeinen 465 holch AE. Allaun, woraus er bestehe 21. I18 Ehe ist vom G wegen der kreytigten Erde unterschie⸗ Wil dbltg den u8. wie dessen harte Bände könne aufgelö⸗ uict Gl set werden 19. warum man aus dem gemeinen ahhtt H nicht leicht einen Spiritum erhalte 118 Wol gl Amalgamirung, wie sie geschehe 38.49 ah dtneAnsieden mit Bley 1 34⁰ danch dun Antihecticum des Poterii 4¹8. 438 Iman rog. Antimonium ö 4²⁵³ Guben Son ist ein licht lisch Subjectum 230. so mit O l calciniret ist 10oöo. Wie es das O raube 355 4 In davon hat Becher merckliche Dinge gesetzt, die . ihm wohl selbst unbewust 446. wie es die Me⸗ D talle verschlacke 5 Nn Anti- —9* * PP PEEeE Register. ———— 1.— Antimonium löset die Metallen zart auf, uBndd Aniimon. bringet in das Silber etwas Gold hinein 443. senhaf dessen Ursach ibid. chymischer Nutzen 440. ben seh medicinischer Nutzen 428. sein Butyrum 4333.(Enmibi dessen Fundament 134. kan aus vielen Slibus,, ane K dessen Vitro, 000&c. gemacht werden qus der 458. ein brechend⸗machend Mittel, so hernach Cocu Schweiß und Schlaff verursacht 433. Cerussa gemeine 453. wie es in Regulum zu reduciren 45j5. schwel: Crocus Salis. 450 uld Zi Antimonium Diaphoreticum Antimon dessen trefflicher Effeot ibid. Flores dessiben 233 def 429. Mercurificirung desselben 447. 466. seq. er yi d Bley desselben 447. dessen mancherley Redu- wie sie ction 456. Art zu revivificiren nach dem AQn me Boyle 231. Regulus ist metallischer Substanz Regul 430⁰. ist ein wunderbahr Concretum, und von Aqua Re trefflicher Würckung in der Chymie 427. was Arbuscul er in Verbesserung der Mekallen leisten könne Arlenicu 447. wie er von den vermischten Metallen zu Redg scheiden sey 454. macht das D brüchig 40rt. bißz extrahirt die Era der Metallen 448. wie er ge⸗ füchl schmeidig zu machen 431. wie er in d zu redu⸗ Alphat ciren 4³7.4. dessen Stern wird erkläret 450. Atomis wenn er im Schmeltzen vergehet, wie man ihn Maobrat wieder bekomme 452. hat etwas besonders Aslal im Amalgamiren 49. Reguli Compositi 448. Wosss Regulus Glis wird durch Zusatz frischen Fnii Mestän gereiniget 455. wird erfordert die Metallen keh in ein Butyrum zu deltilliren 45 Antimo- egister — Register. aclen mg Wargihinn Antimonium Diaphoreticum des Reguli Agt⸗ mishe Hn. steinhafftige Schlacken, welcher Art diesel⸗ . K rrn ben seyn 453. sonderlich offt per se geschmol⸗ Ima gzen ibid. warum man verhüten müsse, daß e M keine Kohlen hinein fallen 454. Regulus, wie N aus demselben& vitæ, Flores, Bezoard. Miner. 2i Crocus Metall. zu bereiten 435. ob er vom gemeinen unterschieden 427. rein zu scheiden ist schwer 231, am besten in Bereitung des Butyri und Zinnobers zu erhalten 23²2 Antimonii zarter Aexhepate wie er zu erhalten bic FPo. 233. dessen Ursach ibid. unreiner exhepate wie I-saben yr er zu reinigen 231. Schwefel Orunn 232. Tinét. arh wie sie zu bereiten 439. Vitrum 428. gelbes giebt emibeien ein merckliches Phenomenon 456. wie es in naalichtee Regulum zu reduciren stehe ibid. (oncteg Aqua Regis, dessen Bereitung 140. 378 DThin Arbusculum Philosophicum 4⁰² Mulh H Arsenicum, woraus er bestehe 21. rother, oder mischuen M. Realgar oder Sandaraea Græcorum, woraus D5 YMhl er bestehe 21. macht das& brüchig, und das d en flüchtig 34. fangen 33³ RUh Asphaltum 239 WdnmNAtomus was er sey 13 WenAusbrandt was es sey 3¹9 WeAuslaugung deren Würckung bey den Terris 295 hO Aussüssung was sie sey ö 53 e Ausstäubern muß ein Probirer sorgfällig verhü⸗ U len 339 —H766 I W 4. 6 ardert M HoHlt N Ihren I NB 2 des Register. des Authoris Rath, wenn man einen Schatz ge⸗ funden, ihn zu erkennen und zu erhalten 513 Ej. Urtheil vom philosophischen Wercke 514 Azoht Heslingii ö 283 B. Basilius Valentinus, was er durch die Stein⸗ Schlangen verstehe 196 Benzoë im Räucher⸗Wercke eingesogen, erreget tödtliche Zufälle 76 Bezoardicum Joviale 438. Martiale 436. dessen trefflicher Effeot 437. Minerale 432. Oare und Pare. 434 Bitumen 20. 239 Bley 417 aus welchen Terris es bestehe 19. des⸗ sen Würckung in Schmeltzung der Metallen 337. ziehet die Metalle in sich ausser O und 5 51. wie sichs in die Capelle hinein ziehe 353. im grossen Wercke ziehet sichs nicht gantz hinein ib. wie es Dreich werde 354. zerreisset bald alle Tie⸗ gel 302. welches Becchers merckwürdige MHixtur hindert ib. dessen Saccharum 422. Magisteri: um ib. Glaß 423. Anmerckungen davon ibid. dessen chymisch und mechanischer Nutzen 424. solvirt die unedlere Metalle sehr zart 418. Nu⸗ tzen in der Mechanic 4²⁰ Bley⸗Sack, was es sey 35 Bley⸗Weiß 4³⁴⁰ Blick, auf den Blick abtreiben 3⁴⁰ Blut der Natur 48⁵ Blut⸗ Borra* Culcini Capelle tersch der Ca) strur wet . N0 Chym der neu Cemen Cohob Dine Colori Wie! . —— num eunEtz duag hshadnd h i NMrue Munerte elis& H, ymcturg N ir sch cusa! Hinein uchtgutl mosse 0 wauci harum 4H Rrckune d chnishennt rale sh rid Ruibin Register. lut⸗Stein dessen Flores 139 Boden ⸗Blättgen 342 Borrax woraus es bestehe 22 C. Calcinirung 37 Capellen, wie sie gemacht werden 343. deren Un⸗ ter scheid 98 der Chymie ihr Alter 2. würckende Ursach 2. In- strumentalis causa 33. Definition 1. End⸗ zweck 1. Mittel. 1. Vorwurff 1. 26. Subjectum I. nothwendige Haupt⸗Anmerckung 14 Chymische Autores werden recommendiret 2.37 der neuern Chymicorum 3. Ordnungen 482 Cementirung, was sie sey 37. 52 Cohobirung, wie die anzustellen, daß ein fixes Ding flüchtig werde 7² Coloritz 372. dessen 2. Arten ibid. zum probiren wie sie zu machen 373. in was für Verstande es zu nehmen ibid. Combinirung ist das ꝛte Objectum Chymiæ 30. Collectiva was sie sey 57. Unitiva oder Gene⸗ ration 58. dessen Consectaria 68. eines bren⸗ nenden Spiritus 67. Handgriff der ersten, d.i. Vund Oehls 67 Composita solida aus fixen und flüchtigen zwey Classen 29. Fluida derer sind 3. Theile 29 Continuum und Contiguum wie es unterschie⸗ den 13 Corallen⸗Tinctur, wie sie insgemein bereitet 387 Nn 3 Cör⸗ Register. ——— Cörper ein natürlicher ist entweder einfach oder zu⸗ Esch b sammen gesetzt 3. Unterscheid des gemischten bester und zusammen gesetzten 4% slulee Corruption ist das erste Objeétum der Chymie Bete 26. der zusammen gesetzten und gemischten 38. Rrs erer flühigen Törper 39. derer aus 2. Solidlis dabe componirten 42. aus einem Fluido und So- Elæoa lido ö 4⁰ E'Eectri Croci, wie sie gemacht werden an Erden D. Etbe u Destillation deren Phænomena 83. Subjecta 41. Eßig d ů Gläser dazu und deren Höhe 4 und Detoniten 44. Esen Diamant der im finstern funckelt, und dessen Ur⸗ Gen sache 31⁰0 gieb Driff Helmontii 4¹⁰ + Fabad Edelgesteine 298. woher etliche den Glantz haben Fettigk ibid. deren Härte nach der Ordnung 308. de⸗ berh ren Farhen nach ihten Arten ibid. was ihnen Feuer die Farben gebe 309. deren Polirung ibid. 2 Eisen 402 aus welchen Terris es bestehe 19. des⸗ im N sen Caleination durch Schwefel 403. durch sey Salia 404. durch Fium übid. Crocus aperiens Tilru und adstringens 408. Dulcis 118. Subtisis 441. Fue aus 9 463. in& geworffen, macht es süß 179. Flͤcht Extract in dtragen mit Gewinn Esen sub Eisen ——. . —.— Huderiheg 1 chid vu u 10 I u Ind H uun mnenr Wunda nem Tlachg 1 derden omeni. W à 1 X siucl, Nu Register. Essen brüchig machen 4˙06 Regulus nimmt den besten Nutzen vom Alcali 193. Saltzes Cry⸗ stallen 406. allerhand Tincturen und deren Bereitungen 408. Glum 405. O aus Glo Qris 406. Nutzen in der Medicin und was dabey zu mercken 408 Elæosacharum woher es entstehe 50 Electrum was es sey 35⁵ Elementa 4. der Peripateticorum verdienen nicht den Nahmen der Principiorum 5 Erden vid. Terræ. Ertze wilde, wie sie zu trachiren. vid. minern 349 Eßig durch Kunst gemacht per Synthesin aus O und Terpentin 180. vom Weine 178 Experimenta die nur die Wahrheit zeigen ohne Gewinnst sind nicht zu negligiren 508. davon giebet er besondere Consilia 50½ S. Fabel des güldnen Fliesses woher 36⁰ Fettigkeiten derer Thiere werden mit Spir. vini verwahret 253 Feuer dessen Materie und Form g8r. Würckung 82. Unterscheid der Subjectorum 98. Gradus im destiliren 40. philosoplüscher was es sey 488⁸ Filtrum vierfaches 42 Fixe Dinge flüchtig machen und contra 78 Flüchtige trockene werden durchs* subtilisixet Nn 4 Fuß PRPRFPRPPRPCPCPCPCICFPFIFIFIFIFIFI I I I I———— Register. Flüßige sind nach dem Grad der Flüchtigkeit un⸗ terschieden 39 Frantzosen⸗Holtz dessen sauer Spiritus 24 G Gallerten der Capaunen 305 Generatio chymica macht Dinge, die der Natur ähnlich sind 31. 32. deren Mittel 57 Glette 420. dessen Reduction 4²² Gold ein Alexipharmacum cordiale 381. dessen Alchymische Untersuchung 367. Amalgami- rung 368. dessen Nutzen ibid. beschützt das Wvorm or 355. Vermehrung 375. durch Schmergel, Blutstein,& 300. durch Kunst gemacht, wird durch Glaß figirt 478. Calci- nirung durch lindes& 394. philosophische 446. trockene 380. wie es vom Y unterschieden 19. wird zu Zinnober und denn zu S 472. dessen Croci 382. deren dreyerley Farben und vier⸗ facher Nutzen ibic. wird roh vom Spir. nicht solvirt, wohl aber dessen Kalck und dessen Ursache 380. gemeines verzögert das philolo- phische Werck auf 190. Tage nach dem Phila- letha 494. Schmeidigkeit und wie es zu resti⸗ tuiren 37. Embryonalisch oder Schwefel von mittlerer Fixität 378. im Sio animato 290. Experiment vom Authore recommandiret 392. Extraction aus zartem Sande 361. soll y tingiren 389. ist von höherer Untersuchung ibid. fulminirendes 382. 386 Gold — Gold we sudd Gold p 7. wae aus desse mein poni Bere Med des . ckun Sem tior 195. dure . — Register. D0 Rul 22 H—— Aahshh,, Gold was merckliches dabey 384. wahre Ursachen Eü sind dunckel ibid. Erificirung 461.472 2e Gold philosophisches 396. dessen Wurckung 397. woher es den Nahmen habe 476. aus welchem dubjecto es am nähesten zu suchen 496. aus& und& 290. wie es zu bereiten 488. seq. I dessen Multiplicirung 492. Reduction in ge⸗ D mein O 491. wird in philos. Arbeit præsup- Nl poniret 290. was zu thun, wenn man dessen n Bereitung nicht weiß 513. Chymische und mm cotdigeg Medicinische Bereitung 378. Præcipitirung ung. A0. des Cassii 419. Reinigung von dem Gesteine an ibid Hict 358. Vom d 355. Refinirung 357. Anmer⸗ Enchtung ckungen darüber 356. Scriptores vom O 397. „ ˙ M Semen oder Schwefel was es heisse 313. Solu- Raf fann tion auf gemeine Wege, ob sie wesentlich sey Slodht 196. 396. durch eine trockene Calcination 380. om 9 M durch macerationes 396. ohne Strepitu genannt Donm 1 L 386. die subtilste mit einem mercklichen Effect e Fudal ibid. durch Salia und durch&in& gehe 472. d uod subtilisirung und Orshals Experiment davon desin Ktz— Cassi Erfindung 391. Processe mit der ba ʒergleichung recommendiret 390. Uberge⸗ Dn uh wicht aus der Quarte, ob es Anhänge oder ein Iu i Zuwachs sey 502. ausgekehrter Schwefel, 16. was es sey. 384 vio M Gold⸗Tractirung mit Sio, wie sichs entfärbe 357. im L0 Boyle, Hollandi und Kunckels Art 393. Lin- Kn Kuren, wie sie insgemein bereitet 387. Rei⸗ Hin Railn bung des Langellot, Handgriff, Ursach 394. ln ö Flüchtigmachung 258. 379.[. Register. Gold⸗Tractirung was vom Gebrauch in der Me— dicin zu halten 366. Sand und Schlich, was es sey ö 331 Sradirung 73. 374. privativa 374. die wieder Aalct un vergehet 374. deren Schwürigkeiten 375. de⸗ 9⁵e⁵ ren beste Art 375. deren Grund 376. durch ein: C Vitrum ris 376 dsseh Granulirung, wie sie geschehe 34. 35. coctu Dae was es für broducta 24. sind der Fllect Bäume ihre Lympha 304. deren Zusammen⸗ fiüch Schmeltzung 308. sind subrile Terræ 304. eerckein derer Animalien 305 Klre, Gyps 296. dessen Bereitung 277 Klenen Knöffel 5. Koboldt Herbigkeit, deren Ursprung ist ein lalinisches Prin⸗ Hohla, cipium 2 145 chere desti Mit 55— Jährung 58 seq. in welchen Sübjectis ihr durch Eeltln⸗ die Kunst zu helffen 64. Jährung derer Mo- Kräuto dus Mechanicus, Physicus 62. Unterschied d d mit der Confermentation 64. 65. ist entweder Ktebs⸗ verbindend 65. oder vergleichend 65. 71 siel Jalappa Bereitung deren Resinæ 247 Kunch Instrumenta der Chymie 94. der Administr· Huvpff tion 94. der Operation, die gemein 79. die Wi gewissen eigen sind 94 hen Juden⸗Pech 239 let Jungfräulicher Liquor ö 475 dn l. — S 2 Irn W M R dehch VI NN Hwürigkarn hrund„ Orund 30M e Produck 24. W. .n 4. eh daubtie Len ahe 60 Fabsecls Whh* . hr m cus 571 iu. 10 olahel 0 Register. K. Kalck ungelöschter 196. 197. hat 2. Substantien 196. Paradoxon der ersten Substanz ibid. wie es Stein hart werde 205. dessen Ursach ibid. dessen Gebrauch bey den Metallen 200. De- coctum giebt mit dem flüchtigen Saltze einen Eflect, der wohl zu untersuchen 199. ob es die flüchtigen Saltze sigire 200 Kerkrings Experiment wider den Krebs 440 Kläre, was es sey 34⁴ Kleinen Bauers grüner Unterzug 326 Knöffelii geheimes Antipodagricum 272 Koboldt soll ein gut Theil) halten 4²⁷ Kohlen, deren Unterscheid 99. dacaus nach Bec⸗ chers Experiment einen flüchtigen Spiritum destilliren 252. in einem verschlossenen Gefässe mit Atractitt, giebt ein merckliches PDæenome- non ibid. Stein⸗Kohlen 239 Kräuter, welche ein Olisch S haben 144. und wie es daraus zu extrahiren ibid. Krebs⸗Augen in Citronen⸗Safft aufgelöset, was sie würcken 146 Kunckels Phosphorus mirabilis 48⁶ Kupffer 402. aus welchen Terris es bestehe 19. Weißmachung 411½. Iq mit versprochenen Nu⸗ tzen 412. geschwefelter Crocus 217. 218. subti- ler Crocus 441. Calcination durch Salia 404. — durch 8 404. aus& 402 Kupffer Register. Kupffer gelb färben 444. Schmeltzung 338. gehei⸗ mes& des Helmontii 325. 410. Solution in vr und 406. Verfälschung 4u. Slum 404. Chymisch⸗ curieuser Nutzen 410. medicini- scher ist fürnemlich Scepticus 409. was es thue, mit Zinck tractirt 4¹⁴ L. Licht der Perlen, so die Metalle in ihr erstes Wesen verkehrt 475 Lufft, axiomata von deren Würckungen 86. des Boyle Meynung davon 84. Bereitung einer grünen Lufft ä 406 Luta durch Kunst gemachte 301. sq. die Gefässe zu beschlagen 303. Vigani Art ibid. wie sie zu ereiten 102. 103. zu den Fugen sind verschie⸗ den 302. Becchers zum Tiegeln, daß das 7 nicht bohre 302. Sapientiæ ist Glaß 477 m. Machine in Engelland 101 Magnesia wird gebraucht, die Gläser zu clarifici⸗ ren 486. Marcasithen rauben das Gold 335 May⸗Thau 3 102 Medicina universalis ist rar 915 Mennige 4²⁰ Menstruum, curieuse Gelegenheit der Benen⸗ nung 93. woraus es materialiter und formali⸗ ter bestehe 94. Cassi 378. feuchtes ah. eli- werde werde datum Mercur dulch recon Metal Mercur und d Mercur e gung Wah Deil Meyt volsp duc vNigu meir Cor sprie se 2 dub ibid hig HH . — h 5.5„Wayp ing 4, Hl Ihen J neh, epucs Hall inhrnig: n Miuun UC. Bunnt r 705,M ani M idn Runn fr im Dah ientie d dblit hur ruubm du 6 u, Stant Henullet 1 1 fuuul Register. Menstruum, Lullii stinckendes 473. philoso- phisch und sophistisch 92. differiren nach den Subjectis und Effectu 95. dessen Phænomeni Ursach und Exempel ibid. ohne Geschmack die Metalle und Edelgesteine auflösen 261. zweye werden recommandiret 176. 177. verschiedene werden beschrieben 176. seq. woher der Zanck datum 397 Mercurificirung des O und d 269. deren Art durch Salia wird verworffen, und die durch X recommendirt 478. des Bleyes 464. der Metallen 4⁵ Mercurial-Wasser eines Soldaten 280. Oehl und dessen Krafft ibid. Mercurius der gemeine, was er sey 464. sq. ist ei⸗ ne General- Substanz 21. 267. dessen Zerle⸗ gung ist schwer 265. Coagulirung 271. dessen Wäßrigkeit in acht zu nehmen 287. materielle Theile, davon schweigen sie 267. Becchers Meynung wahrscheinlich 268. der auch bessere verspricht 279. ist nicht genug gekocht 3ir. durch Kunst herfür zu bringen 76. künstliche Er⸗ zeigung giebt viel Licht 286. Dulcis 278. ge⸗ meiner præcipitirt 277. rother præcipitirt 276. Corallirung Crollii 271. dessen Erhöhung ver⸗ spricht Beccher 277. dessen Præcipitation per se 281. solches repetirt, verspricht mehrers ibid. Sublimirung 272. Der Venetianer ihre Art ibid. dessen Fundament ibid. der O ist unnö⸗ thig dazu 273. curieuse die zur metallischen Chymie sehr nützlich— er- III AB. Register. EE Mercurius der gemeine, sonderlich zu Orischen Tincturen ibid. dessen Destillation 284. Di⸗ gestion, obs auch in der Lufft geschehe 31z. lange, ob daraus O werde 282. Verkehrung in ein V 284. Vermehrung vom gemeinen 475. wahre Fingirung 49. Fixus Diapho- reticus der Holländer ibid. figirter Spiritus, die Tinéturen zu extrahiren 474. Revivifici- rung 278. aus Zinnober⸗Ertze 265. aus felsich⸗ tem Ertze ibidl. Resolution in seine Principia ver sucht 286. Reibung mit Sien der Mühe nicht werth 271. Vitæ 432. wie er in den phi⸗ losophischen& zu verwandeln 488. wie er in 4 zu verkehren 77. zum philosophischeu Wer⸗ cke 487. Spiritus fumans dazu dienlich 279. animatus ist eine Art des Philos. 288. wel⸗ cher animatus zu nennen sey 495. wie er ani⸗ mirt werde 289. giebt Gold nach Suchtens Handgriffe ibid. recht animirt bezeugt was merckliches 313. Philos. oder Metallorum oder Corporum 288. 315. 489. liegt im gemeinen S 465. wird von vielen geläugnet 459. Wahr⸗ heit wird bewiesen ibicl. zwey Meinungen da⸗ von 288. feuchter und trockener Weg und ihre Autores ibid. welcher Weg am besten 299. Grund seiner Bereilung 460. dessen Nutzen und Würckung 288. zielet auf Gold 476. der Jungfräuliche 265. der Metallen mit Gold ligirt halten die Capelle und Quarte, aber nicht den önii 477. dessen Ursach und Mittel da⸗ wider bid. Metal⸗ — Malle, wiche l deute 311 in weltk ihre Pli 0b die u den 318. syn hon den genblick vier un wandel von un in Wel ret we lucht; hung! Atten auf 2.“ seh, vnd 529.0 res Ke Kalck wie n rectif gering auszu Droje von de Vetll Ocht —— *— adalich g, ‚ th NIHIHHHE NE Nt H INSCV V Ade M.. ing vom gengh 41 ö 405 Tixu hy Dl. fging rn Aen 474. Neht + I 26, N on Rnt Lr IH V.. Mit O + AN* IIIU dandeln M OllOIphS. INVN 1ʃ⁵ WAI Mh Nii EPhil 7* V V5 1 al Oun 0 W 2 5 dOu ane& Register. — Metalle, was sie seyn 310. deren Unterscheid zir. welche unreiff sind 22. was ihre Kochung be⸗ deute 3ur. geschicht auf zweyerley Weise ibidd. in welcher Ordnung sie gezeuget worden 314. ihre Principia schweben als ein Dampff 316. ob die unvollkommene mit der Zeit erhöhet wer⸗ den 318. die halben sollen Orich oder Drisch seyn 426. fliessen verschiedentlich 38. werden von den Unarten befreyet 330. werden im Au⸗ genblick von der Natur gezeuget 314. 318. die vier unedlere sind Composita 19. wie ihre Ver⸗ wandelung in der Erde geschehe 319. 321. werden von ungeschmackten Wassern aufgelöset 175. in welchen Menstruis und Ordnung sie solvi- ret werden 53. 54. mit& bereiten, werden leicht zu&14½. Ursache ibid. ihre Schmel⸗ tzung hat 2. Schwierigkeiten 336. die auf 2. Arten gehoben werden 337. dürch die Kunst auf 2. Wege erzeugen 289. ein todtes, was es sey, und wie es geschehe zig. von ihren Saltzen 329. von Ausgluhung oder Reverberirung ih⸗ res Kalckes 530. wie man den F aus diesem Kalcke herausziehen oder lublimiren soll 5zr. wie man das Saltz oder rückständige Erde rectificiren soll 332. seq. wie das Saltz aus den geringeren oder unvollkommenen Metallen her⸗ auszuziehen 535. seq. von der Einführung oder Projection der metallischen Saltze 537. seꝗ. von den Oehlen aus den Metallen 539. seq. von Vereinigung des metallischen Saltzes und Oehles 35½ Mine⸗ Register. Mineren, welche zuerst müssen geröstet werden 350. von D zu schmeltzen, mit welchen Zuschlägen 354. von O die& schüssen geben nicht alles her 322. Saalfeldische haben was eigenes 10. Adern haben O und D insgemein zugleich 321. mit Ar- senic oder andern räuberischen Arten vermischt, zeigen was merckliches ohne Extraction 322. Arenariæ Becheri ihr Grund 4²4 Mineralien, die zusammen gesetzten werden er⸗ zehlet 22 geMischte Cörper müssen von den zusammen ge⸗ setzten wohl unterschieden werden 6. sind der Zahl nach sehr wenige 8. 11. ihr Formale ist genericum oder specificum 10. werden im mineralischen Reiche recht gefunden 8. deren und der Compositorum Arten 15. doppelte Causa efficiens 9. erster und anderer 12. des erstern Festigkeit ibid. des andern 3 3 0 1¹. 153—— deren Werckzeug ist der Motus loca- 18 9 Monte Snyders Process mit einem Elischen Li- uore 51L Muffel soll nicht zu hoch noch zu breit seyn 342 Multiplicirung des philos. Goldes 492. verbes⸗ sert es auch in qualitate ibid. Y. Natur, deren und der Kunst ihre Wercke sind ved schieden nach der Zeit und Ort 10 O. Ofen, Ofend Ohmis malis mung Oehs und Phleg zu mi sie ihn sen de 9ewt ihre mati wie d re si ohher Philo soll v ppal aud Parade Petrol der Nant rehy Ehilgl Register. — 5 sengrisme O. —10 Ofen, deren Unterscheid 94. 95. seq. ht. Ohmeisen haben allein ein häuffig Acidum im ani- athen! malischen Reiche 166. deren Nutzen in Läh⸗ he mungen ibid. aishndux Oehl, woraus es bestehe 20. aus L und der ersten E und andern Erde fürnemlich 18. wie sie vom G Phlegmate geschieden werden 56. ob sie mit N zu mischen seyn 245. mit destillirten& geben sie ihm einen Geschmack ibid. die zarten wach⸗ LII sen dem Vmercklich zu 20g. deren sonderlich der den vadmn gewürtzhafften Destillirung 242. da muß man àCu HNIn SO zum Einweichen zusetzen ibid. im Geruch ist cfun u ihre Virtus speciftca 173. ob die Empyrev- tacht gux matischen eine Säure haben 255. stinckende, o MM wie deren Geruch zu verbessern 254. der Thie⸗ u M M re sind zweyfacher Art 252. der Vegetabilien anden de ohne destillirt und ihre Art 246. Flische zum philos. Wercke 512. des Glases Beccheri 213. ANM soll viele besondere Dinge prestiren 477. des %n philosophischen Oehls Vermehrung 559. ulehn aus denen Metallen, l. Metalle 539. seq. noch i Hl ö P. 6 C96171 Paradoxa der gemeinen Physic ö 8² , Petroleum wird durch eine Operation das Oehl der Erde 23⁹ Pflantzen, daß sie alle sollen O haben, beweiset Eh⸗ renpreiß das Gegentheil 184 x IM Ehilalethæ Grund zur Lfication 488 10 O O² Præci- 01 Register. Præcipitatum Oare so berühmt 283 Principia werden definiret 4. die dreye als S& und d werden unbequem so genannt 6. werden in Mineralien einfacher gemischt 16. Phyfica und Chymica, ob sie differiren 3. werden schwer aus den Compositis gezogen 15. ausser denen sind sie nur als Dampff 15. Helmont saget, das V sey es allein 7. Urtheil davon ib. Beccher statuiret Vund eine dreyfache Erde 7 Probier⸗Kunst, deren Instrumenta 340. deren Process 345. derer unvollkommenen Metallen drey Anmerckungen 363. warum das Aerst⸗ lich gelinde hernach starck seyn müsse 347. der gemeinen etliche Exceptiones 352 Probierer, worauf einer müsse acht haben 339 Probier⸗Scherben 44 8 E..... die Quarte 355. deren Ursache ibid. e 334 R. Rauch, was davon zu mercken 341. was daraus der Probierer urtheile 348 Realgar, woher es entstehe 2 Rectification deren Absehen im Destilliren 40 zum Regulo fällen, was es sern 55 Reich das animalisch und vegetabilische wird kürtzlich beschrieben 23 eq Resinæ, was es für Producta seyn 24. wo sie ge⸗ funden werden 239. deren chymische Tra- ctation 42 240 Resi- —— Resine, Delt ren l Htie Men wo e W Geste Ruß, 0 Saam Eun Salmia u flc mel Was hister —— Huihnt let. N W Im 2— c‚t II Rusdt V sie Aiemt z Hnahte As DoOl U W —— VI Ich uh lald ⁰ Me epuuone 468 MN Musc HNN Register. Resinæ, warum sie in Indien häuffiger 241. deren Destillirung, was sie zeige 76. flüßige und de⸗ ren Destillirung 244. etliche haben ein O Vo- latile als Succin. Benæoe 247. mit welchen Menstruis sie können extrahiret werden ibid. wo es häuffig mit Spir. Vini, bey schleimi⸗ gen erst mit Alcali 249. haben in flüßiger Gestalt grössern Eflect 248 Ruß, was es sey 173. dessen Destillirung ibid S. re die eine Milch geben, und deren 9— 85 ung Salmiac 136. ist ein flüchtig urinosisch ibic. zu Spiritu destilliret solvirt O und machts flüchtig 140. mit O gemischt fängt es Flam⸗ me ibid. wie es das O flüchtig machet 140. was es thue, mit Schwefel tractirt 142. wie es mit sauren Saltzen zu combiniren 136. 137. ist das vornehmste zum vn 41. sein Acidum mit dem flüchtigen O macht eine Scheidung 141. dessen Flores 137. Gales 139. werden durch öffters Sublimiren fixer 137.—— wird oder Mercur. sublim. tractirt 140. damit wird Schwefel und Zinnober Sublimirt ibich irem Glum Lris ibid. item rothe Corallen ibid. dessen saurer Spiritus 138. 139. flüchti⸗ ger Spiritus 139. ad extra ibid. Cariophyl- latus Valentini. 143 Oo 2 Salpe⸗ Register. ———.—. Salpeter, woher und aus welchen Principiis er ent⸗ stehe 20. 120. dessen Beschreibung ibid. die Ursach der Erzeugung mit Experimenten be⸗ hauptet 121. die Erddichte Substanz wird auf zwo Weisen geschieden 124. was dessen Cry- stallisation zerbreche ibid. wird zum philo- sophischen Wercke nicht recommendiret 502. 6ztum verum 191. macht die Acker frucht⸗ bar 147. soll einen tingirenden metallischen Schwefel haben, welches Becchers Parado- xon 236 Spiritus O, ob er von dem vr differire 127. wie er zur Medicin zu corrigiren ibid. ob er viel Erde habe, wie Kunckel beweisen will 130. auf (O Nri gegossen, was daraus entstehe 23 mit Thereb. zeigt eine schweflichte Sub- stanz 237. was er auf metallischen Cörpern thue 129. wie er vom O zu scheiden 127. nimmt den&nur in flüchtiger Gestalt in sich 47. wie er sehr flüchtig zu machen 29 Der sub- tilste oder Becchers Anima O 503. Becchers mit D digerirt, giebt Nutzen 237. Dulcis 131 Saltz überhaupt 105. bestehet aus Yund Erde ib. sonderlich der ersten und andern Erde 18. dessen Arten 106. wie sie unterschieden sind ibicl. Essentialia 152. nicht alle alteriren den Ge⸗ schmack 175. deren Essenz zu erforschen 105. deren Art, wie sie sich auflösen 89. haben für sich eine flüchtige Consisten 105. ihre Auflö⸗ sung in einer Schweins⸗Blase 36 — Salhe/ woralls inen bilieh Usache Eüsse drepac E men 13 Spirite gemach füchtig Ochl; gleich d dulchs iun der sie in schirde Wure Pflan derum stehet porti- veget den aus! et. ——— Wachmbixh Sechtubunti mit Ewenen Hie Hübtuam LIIIIA bid, pwimh R1 eonneh nacht N Mrt ngA ht Recdenh IILLL nigim iit u Ee Hos Nab darnth w II HufMauhe 1 0 1 LLLU machen u) nim O 60 Mn m. In V sichtt u ordardtl mushenße Valr Atr Lean u fl, uffon Rsckemdiole, 5˙D Register. Saltze, zusammen gesetzte 143. die festen, woraus sie zusammen gesetzt 19. sind in ihrer eignen Gestalt sehr flüchtig 20. der Vegeta- bilien, sind voneinander unterschieden 164. Ursache der Zusammenziehung, Saltzigkeit, Süsse und Schärffe 164. der Thiere sind dreyfach 166. saltzigte der Thiere in Harn sind als O 67. wie sie von der Oehligkeit zu schei⸗ den 168. der Thiere haben viel flüchtiges ibid. dessen Ursache ibid. die flüchtigen der Thiere können durch die Kunst gemehret werden 169. woher deren Crystalline Substanz rühre 20. wird durch H G oder Schwefel weggenom⸗ men 133. bekommt es wieder, wenn man den Spiritum auf S Vri giesset ibid. werden fix gemacht aus verschiedenen Terris 20. wie die flüchtigen erzeiget werden 170. wie diese vom Oehl zu scheiden 254. aus balsamischen, ob gleich das Oehl abgezogen 172. werden kurtz durchs Anzünden 173. saure aus den Säff⸗ ten der Kräuter durch Kunst 177. flüchtige, wie sie in Thieren gezeuget werden 170 aus ver⸗ schiedenen Subjectis, ob sie von verschiedener Würckung seyn 172. Art selbige aus denen Pflantzen zu ziehen ibid. wie die Theile wie⸗ derum zu scheiden 15. flüchtiges trockenes ent⸗ stehet aus der ersten und dritten Erde mit pro⸗ portionirtem Vi8. flüchtiges urinosisches 173. vegetabilisch fixes 181. ist nicht würcklich in den Vegetabilien 181. 182. sixes und caustisch aus Regulo& und 165 Oo 3 Sal⸗ Register. Saltze, saures, herbes in welchen Früchten 145. so die Metalle Verram und Corallen solvirt ibid. aus Thieren, bloß aus den Ahmeisen häuffig 166. Alcali, ob es in den Wund Kräutern 146. fixes caustisches aus vielen Subjectis machen 184. seq. caustisches aus 4 und O 192 aus dem Fräntzosen Holtze wenig, mit einem Hand⸗ griff aber vieles extrahiren 187. sind verschie⸗ den wegen der Coagulation 185. werden zu Mittel⸗Saltzen durch gelindes Verrauchen und vielen Saltzen 186. haben keine verschie⸗ dene Würckungen in der Medicin 183. doch sind sie zufäliger Weise unterschieden 184. und wegen verschiedener Operation ibid. Saltz das gemeine, woraus es bestehe 18. seq. hat drey Arten, Brunnen-Mehr⸗ und Stein⸗ O izr. Brunnen⸗SO bestehet aus dem Aci- do und der dritten Erde 20. Stein⸗S woraus es bestehe 22. ist zur Mercurification treff⸗ lich, wenn es veredelt ist 133. wird nicht leicht zerlegt iv2. wie es am Merr bereitet wird nzu wird in Indien aus gewisser Asche gemacht 186. der Alcahest und Merc. Philos. liegt drinn 465. Meer⸗S daraus das O zu scheiden en dessen Spiritus mit Eisen wird styprisch 47. mit Merc.crystallinisch und feste ibid. mechanische Experimente davon 164. wie er zum Spiritu fumante bereitet wird 134. den von den metallischen Theilgen reinigen ibid. mit einer alcalinischen Erde saturirt, greiffen nicht an 80. der Metallen, siehe Metalle 532. I. Sand, — Eund, Essehf Shacht Scheidu Schifft/ Relösc Schleim Gchlich Schwar Schwef b00 micis ein /d macht Nesol fenw et du zu un 200. fe — Oin Rin Srstnhgjh NI Ahm AMI Ahhleh 4— 709 n due AN V est und M — e AHIITtus mal „ V Italli nmenn VI unne kem 0 V NHM Duutr. 7 MHH Ar W 4 VI WMxV5N Hsche Register. Sand, statt dessen wird zur Destillation auch Eisenfeyle und Asche genommen 103 Schacht, was es sey 3¹⁷7 Scheidung im Fliessen 52 Schiffe, warum deren Brand vom Meer⸗V nicht gelöscht werde 31 Schleim ist ein seyffenhafftig Concrerum 176 Schlichziehen 340 Schwaden, was es sey 317 Schwefel, was es sey 202. lebendiger 19. 20 gel⸗ ber, dessen Ursprung 204. was es bey den Chy- micis heisse 202. geht seste in die Metalle ein, ausser das Gold 334. kan durch Kunst ge⸗ macht werden 75. ist ein Compositum wie die Resolution zeigt 205. auf Dein Fluß gewors⸗ fen, was es würcke 77. dessen Acidum ob es sei⸗ ner Substanz komme, oder ein Eflect des& sey zu untersuchen 205. Jerthum wird entdecket 206. seq. Verbindung mit andern Cörpern 2r7. destillirter Balsam und dessen Phænomena 237. Therebinthinatum a10. Fixation per se was davon zu hoffen 210. 219. durch S Oehl 2z. durch keinen Kalck, Sand 222. in gelindern A calibus 189. Ludovici Anmerckung darüber 221. andere Wege dazu, daß es zuwachse 222. sonderlich durch Merc. 223. dienet auch zur Transmutation als die Sulphurisirung des Y 506. Flores 209. deren Unterscheid vom Lacte ibid. Hepar. 211. mercklich Phænomenon bey dessen Resolution zu. die Materie ist metal⸗ lisch, wie Beccher consentiret 21¹² O⁰ 4 Schwe⸗ ——''''—ę—ᷣn—— Register. Schwefel, dergleichen Substanz aus den Kohlen 250. Oehl per campanam 215. Spiritus ist das allgemeine S 108. auf Eisen oder gegossen, macht einen 109. auf O nimut dessen alca- linischen Theil 125. Lac. 207. 226. Rubinus 207. weitere Flüchtigmachung 210. flüchtige Tinctur ibid. in eine fixe Erde gebracht, macht eine Art einer Tinctur 212 in dverwandeln Ex. perimenta 217. mineralischer 203. ist unter⸗ schieden wegen des Orts und der Metallen 217. OVo/σ ist überflüßig im Eisen 191. wenn es sich an die Metalle anhänge 209. dessen noch eine andere Art 249. fixer auf weisse Metallen geworffen, giebt die Odischheit und beständige Farbe 221. derer vegetabilischen Nahmen 239. seq. man gläubt, sie werden durch Kunst her für gebracht 250. Tropff⸗Schwefel 335. ausschwe⸗ feln 333. der Odische wird glücklicher aus dem Regulo Merc. als Glo gezogen 502. dessen Me- tallisirung oder Einführung in Merc. 213. soll in O liegen, nach Becchern 236. tingirender und fixer, woher er zu nehmen 324. wie er aus dem Eisen und 9 zu ziehen 324. 329. Schwürigkeiten ibid. wie sie zu heben 324. seq. dessen Einfüh⸗ rung geschicht auf zweyerley Weise, nebst der Cautel 327. wie sie die Metalle zu Pulver cal- ciniren 51. Jungfern⸗Schwefel 20⁴ Sendivogius dessen Haupt⸗Lehr⸗Sätze 484 Siegel-Wachs dessen Phænomenon beym Schmeltzen 8⁰ Silber — Giber davo nico wie e ⁰ Vern Mero die E. witd halten Suloh die TX ten il dem! 4⁰¹³⁰ Hol sin ö deckt Solutiot Cpeiche se l Spiege PPiritu des St —‚.— bißr —— —— 4 2 —83 ᷓꝑERERSeEeeeEeSEEeEeee —.— Register.— AuIE aut e 4 Wuhin Silber wird beschrieben 399. merckliche Historie Iaggr, davon 224. so cornuificiret, ist einem Arse- i nico gleich 77. dessen Reduction 4¹0. wie es vom zu scheiden 355. Figirung und Gradirung 4u½. was dem Autori begegnet 213. Vermischung mit andern Metallen 4⁰0⁰ Dumu „ Wung ꝛf. 1 Sn Mercurificirung 464. dessen Merc. wider „ die Epilepsie 401. Præcipitirung in O 323 Ihn 2 fn wird für den besten Weg des Zuwachses ge⸗ R halten ibid. wird vom 7 sehr brüchig 401. E Sulphurisirung ist nachdencklich 566. was Hunrdfn die Tinétur und Y potabilis leiste 40. Nu⸗ DILAI tzen in Amalgamirung des Reguli Martis mit shet wiü dem Mercurio 402. Nutzen in der Chymie lchn Mer 401. Medicin. ibid. Mechanic. 399 n duch H Sol sine veste der Tractat hat was gutes ent⸗ Rvist ut deckt 487 LLIII Solution, was sie sey 36. wie sie zugehe 46 oan o M Speichel, dessen Ellene, Helwigs vis aliena Ter- dler se löset die Metallen auf 176 256 irpill Spiegel die brennenden 101 Spiritus artificiosus Becchers 208 329 Sürht des Stahls Bereitung 4¹5⁵ 10 M Steine in leere Ertz⸗Gruben geworffen, werden MWW bißweilen Metallisch 319. Ursache ibid. des uld Buttleri 516. der Weisen dessen alte und uft 44 neue Historie 479. dessen erste Materie soll in 1960 der Lufft seyn nach dendivogio 483. das gantze 2** Werck beschrieben 495. beste Art der Berei⸗ hen tung 504. Process aus dem Olo 482. Hollandi und Becchers 408 0 Oos Ster⸗ Register. Steine aus dem Merc. das Haupt⸗Werck 488 Helveti in wenig Tagen 504. waterielle Requisita 493. an dessen Wahrheit zweiffeln einige 320. Krafft in der Medicin wied be⸗ wiesen 517. davon hat Claveus geschrieben 519. auf was Weise er verwandelt 225. 1J. Steine Kießlinge, können in eine schleimiche Sub- stanz gebracht werden, daraus Beccher einen Spiritum und Oehl gezogen 2000 beisse an Flüssen, wie sie zu tractiren ibid können nicht zu den Alcalien gerechnet werden iid. Stillschweigen das philolophische, welche Au- tores es gebrochen haben 489 Stollen treiben, was das sey 31¹7 Sublimation, wie sie verrichtet werde 37 T. ů Tobacks⸗ Oehl tödtet ein Thier fast im Augen⸗ blicke 5¹7 Teste 52. wie sie zu machen 342 Terræ oder Erden, was darunter zu rechnen 292. ihr Unterscheid 492. die brüchig sind 119. des Leimens vom Thone unterschieden 294 die dunckeln von den durchsichtigen scheiden, ist sehr schwer 300. die Bolarischen, sonderlich Leim, werden leicht zu Eisen 299. die 3. anfänglichen des Becchers 8. die 2. Metallen, als O und) ausmachen 19. werden selten rein gefunden ausser einer Zusammensetzung 17. verschiedene gefärbte entstehen aus deren verschiedenen Mi⸗ schung 8 Ter- Bn Register. ni.—— aaU Terræ oder Erde, die dritte gehöret den Metallen .. uunt ins besondere ibid. Concreta aus den zen Dn Terris 18 Medenn der Thiere ihre Knochen lassen sich nicht zu Glase machen 344 t Tinctura antiphtisica 422. epileptica die be⸗ beshiagh rühmt ist 409. der ersten ist die Medicin, der Rne berye andern Ordnung 490. die Philosophische V2n 2) vf gehet nicht in die Metallen ausser dem Mercur. nid fvt sondern erst auf Gold getragen 9⁰9 Wed t Topff. 239. 100. Phishe, 6 Turpethum minerale 271. 276 V. Vegetabilien sind zusammengesetzte Cörper, wor⸗ aus sie bestehen 23. deren besondere Wür⸗ Nuir fitu ckung lieget in der Resina 248. etliche geben 6 wenig aber sehr starck⸗ rüchendes Oehl ibic. etliche geqvetscht, geben einen üblen Geruch Rrt als die May⸗Blumen'bid. 21U Ungeziefer die stachlicht, ob sie einen Spiritum ½½ acidum haben 166 r Verblasen 43. dabey ist zweyerley zu 1 Wereng, 110. , ür Vergulden 369. sed. 4½ Verpuffen 43 ule Verschläcken 34⁰ In iu Verwandelung der Metallen, ob dessen nur ein Weg ist 399. auf welchem Weg selbige am h besten geschehen könne ibid. Vitra P— Registey. Vitra oder Gläser 310. werden von zu vielem Saltz brüchig 78. gradirendes, woraus es bestehe 416. Anmerckungen zum reichen Gold⸗Ertze 417. Ur⸗ sachen der Vitrescenz im Probiren 349 Vitrificirung 78 Vitriol, woraus er bestehe 21. woraus und wie er extrahitet werde 108. wird über der Erde heraus gezogen 74. wird durch Kunst bereitet 109. des⸗ sen metallischer Theil wird gezeiget durch Auflö⸗ sung und Niederschlagung 117. dessen subtile richtige Substanz wird für das Fundament ei⸗ niger Arcanorum gehalten 410. wie er gantz martialisch zu machen sey 1ꝰ. warum er bey wiederhohlter Solution nicht gantz zu Crystallen schiesse ur. warum er alsdenn häuffige Erde fallen lasse uiꝛ. im verschlossenen Gefässe mit ge⸗ schwinden& tractirt, läst den Olinischen Theil hart fahren 12. wird zum philos. Wercke re⸗ commendiret 496. Process daraus das philos. O zu ziehen ibid.. dessen fettiges Magwa hat die reinen Theile in sich, aber crystallisirt nicht 498. Calcinirung zur Weisse 1ui. zwey Phæno- mena ib. dessen Oehl in flüchtig Saltz verkehren 47¹. sein Oehl ist das wahre Sigillum Hermetis 221. dessen Oehl und Spiritus 113. seq. gemeiner Spiritus 16. alchymistischer Spiritus 15 flüch⸗ tiger Spiritus, wie er zu destilliren u14. Spiri- tus macht aus Eisen ein S 47. daraus der phi⸗ los. Spiritus Urinæ 47. sein sogenannter& fi- xum anodynum 234. wie er geschieden werde 235. Irrthümer deßhalb 234. Terra dulcis 118. Vitridl Register. — 51 le sein —* ite mortuo des Boy Wonuntet Vitriol aus dem Dde s Helmontii Aris 275. b Sd wer Vitriols, welcher zu den Oeh⸗ S len der nene sehr dienlich istt z4r leg. P len der Metallen seh W. ö Wum id 101. seq. verschiedene . Wasser, deren 9— 1— 9. Regen ibidd müunn Arten 110 Leren Reaueis 261. feuchtes Y, egaruih Thau ibid. Erde unterschieden, und ob es in Im Mit wie es von der— stehe 256. wie deren Proben 44½½— Erde zu o stillirte V, ob sie die Kräff⸗ +*)1 anzustellen 259. behalten 262. werden von 4½½— te ihrer Pflantzen iessung gemein Vver⸗ vin wuntt ckern durch Zugiessung g Wunibn fascht 26r. Gestilir ehen V.obs au Fischt abr. stillirten Y2sg. schlech HNemn hufe Würckung der desti die Glä 4„1.* aß es die sanih Vkan so auet r. Radeder wupiches COr- 2nen ser durchdringet 84. schmackt doch gifftig ma⸗ phio-W. sivisch und unge Thon um ⸗ Vom Thau, Regen,. dehen ieh Tunus en 261. auflösen 176. dessen Ef⸗ N Wmen die 3.Etentel dabrn ibid. vso ch fervescenæ 8d. üm ö bereitet 38. mineralische I I durch die* Senate Untersuchung 24 Huge ees d d Hände nicht nätzet, ist der 5uner trockenes 3 so die 265 1— 60.H1 Uffende* 7 nt davon 186. IP Aemdes tr n. Nruped in wenig en höchst rectifici er keinen 17.11 Snn khlegmetisch 194. warum den nicht 2. S ie kaanicht sind, wer unannt Ruß habe ro. die 7⁵ ö zu Eßig Wein⸗ ů Ien M ππν Register. Weinstock aus welchen Theilen er bestehe 157. 161 wie er vom unterschieden 163 wächst zusammen aus gelinder Verrau⸗ chung 139 dessen Ursach ist die Jährung 156 er macht die Metalle lebendig 47⁰ dessen Clarificirung 161 sein Cremor ö ibid. dessen Crystallen ibid. dessen Destillation ibidem. dessen Oehl mit Heft Kräfften 162 dessen Oehl per desiq. ibid. Spiritus und dessen Kräffte ibid. sein Sal 16² dessen Flüchtigmachung ibid. ist mit einem zwiefachen S versehen 162 dessen Erde macht das O weiß so nicht leicht wieder zu scheiden 4L Wetter, das böse Wetler austreiben 317 Naauswittern ö 31¹9 Wißmuth* ö 425 dessen mechanischer Gebrauch 4² giebt ein Schweiß⸗treibend Mittel in hitzi⸗ gen Kranckheiten ibid. Wißmuth, was er würcke im Spixitu O sol- virt 4326 Witterung 316 was sie verursache ibid. deren Anzeigungen ibid. 3, Zinn 156 I Wol Register. ——— rhsth 5. un Zinn 417 II constituirt die Schmeltze ibid. aus welchem Terris es bestehe 19 hnnn Asche können schwerlich reducirt werden bn.——. Mynsichti anticolicum und antihyste- ricum 4¹⁸ dessen Chymischer dreyfacher Nutzen 419 . m/echanisch und occonomischer 4¹⁷7 Hif Zinck ö 5 ½⁰ dessen mechanischer Nutzen ibid. ut der gelbe 4²26 * Zinnober, woher er entstehe 20.21 „ woraus er bestehe 226 ——— ob der Ungrische in der Medicin einen Vm Vorzug habe 225 O Reinigung des selbst gewachsenen 43 I 0 der revivificirte ist nicht besser als der ge⸗ Wii meine 227 Handgriffe bey dessen Bereitung 219. 75 hat 2. metallische Principia, gebraucht aber Wötg des zten figirenden 228 ahend Mul ohne Zusatz figiren ist vergeblich ibid. 1 Zinnober, wie er in seine Theile zu scheiden 226. sq. W ist ein unreiff Metall, wie es könne gereif⸗ x fet werden 22 ob dessen offtere Sublimirungen mit O nütz⸗ lich seyn 2²9 des Orischen Revivificirung ist schwer ib. Zinno⸗ kegister. Zinnober, Becchers Rühmungen desselben 230 Experiment des Grafen von Forgatsch hat Beccher wahr befunden 50⁰ Zucker 147 wird durch den Y zur Consistentz coagu- lirt 148 dessen Grund ibid. Ordnung seiner Bereitung 15¹ aus denen Pflantzen was ähnliches zu extra- hiren 152 seine Schärffe wird bewiesen 149 wird nach der Säure wieder zu Crystallen w158 dessen Oehligkeit 149 seine Refinirung 152 ist als ein trockner Spir. vin. 150 dadurch werden die Oehle mit L 337 ö 1¹⁰. daraus lehret Sala einen Wein zu machen durch die Gährung 158. q. 2 2 7* =— ͤN WP EeN 7 EI— 382— + 58 2 MTN 48 6 HN 57 2 f. — ungen dſſhn.. don Toxt Conlitenn 1 ng dähelchsge dſeſe iede uEgin 1 vwia. Khke win in Vu zu 1 dn* 3 2 S 6 4. 2 7 . 3 8 . . 3—— * * 2 1 . 4 4— „. 6 8 4. 9 1 — 1 1 RLIAAIANIIILILIIIIIII UI TLIIIIILIILIIIILLILNJ, — 11 EAA Hmn Pnnnnn d Oem 1 2 3 4 5 6 1 8 9 10 11 1 Mnnmmjſſſiſſſſſſſ 1l! Coiour& Grey Cortrol Chart Blue Qyan Green Vellow Hed Magenta White Grey! Gieos? Grey 3(74 Black