8 — 8 4 Univ.-Bibl. Siessen D ER ZUCKER, CAFFPEE— ND B A UMWO LL.EN· PF I. ANZ UNGEN IN S E R I A M VOM HE RRN GRAFHEN VON PODEWILS AUFf 6 US OW. BS den vielen Beschreibungen, die vom Anbau des Zuckers und Caf.Eioleitune lees gemacht werden, fehlt es uns doch an einer auf langjährigen Er- fahrungen gegründeten Berechnung über deren wirklichen Ertrag. Die- ses ist auch sehr natürlich, wenn man auf die gewöhnliche Geheimniſs- sucht der Kaufleute Rücksicht nimmt, die ihnen nicht zu verüblen ist. ö Ein offenes Verfahren würde in jedem Handlungszweige Nacheiferer er- wecken, mit denen sie den bisher allein genossenen Vortheil theilen müsten. Ich habe die vielleicht seltene Gelegenheit gehabt, 24 jährige Rechnungen von dergleichen Pflanzungen zu sehen und daraus einem 81 9 Beschrei- bung der 2 UBER DEN ERTRAG Freunde zu Gefallen Auszüge gemacht, wovon ich die Resultate vorle- gen will, ohne jedoch die Pflanzungen selbst nennen zu dürfen. Sie liegen alle drei in Suriname. Die erste, worin blos Zucker gebauet Colonien. Wird, liegt am Flusse Suriname ungeéfähr 10 englische Meilen(2 geogr. M.) oberhalb Paramaribo, der Hauptstadt der Colonie; die zweite, worin Caffee und seit 1780 Baumwolle gebauet wird, am rechten Ufer des Flusses Cottica in einer Entfernung von 174 engl. Meile(34 g. M.) vom Fort Amsterdam, oder dem Einfluſs des Camavini im Meere, und die Dritte, worin nur Caffee gebauet wird, am linken Ufer des Cot- tica. In gerader Linie ist die Entfernung 122 engl. M.(22 g. M.) von der vorigen, also 30 Meilen(6 g. M.) vom Fort Amsterdam. Wegen der vielen Krümmungen des Flusses Cottica, und da die Reisen nur zu Wasser geschehen, kann man diese Entfernungen vollkommen auf das Doppelte rechnen. Land und Feldmaaſse sind dort den englischen gleich. Die Meile ist die englische Meile, deren 73 auf einen Grad gehen. Der Acre ist das gewöhnliche Flächenmaas. Er hält, wie der englische, 43560 U◻Fuls, und ist gleich 27549 Rheinl. URuthen, oder 142 Berliner kleine Mor- gen. Die Feldmesser bedienen sich einer Kette, die 66 Fuſs lang 1t, und 660 dergleichen Ketten machen einen Acre. Gerhard irret also in seinem Contorist, wenn er sagt, dals die dortigen Maaſse die holländischen wären. Das Annehmen der englischen Maaſse scheint noch von der Zeit der Gründung der Colonie 1650 durch den Lord Willougby herzurühren. Selbst die Negersprache, die ein verdorbe- nes Englisches seyn soll, scheint der englischen Besitzung ihren Ur- sprung zu danken. Die Münzsorten dagegen, worin die Rechnungen * DER ZockER, CAFEEE UND BAUHWOLLEN-PPIANZUNGEN ETC. 3 geführt werden, sind die Holländischen; der Gulden à 20 St., der Stü- ber zu 16 Pf. Nach Gerhar ds Contorist beträgt der holl. Gulden 13 Gr. 95 Pf. Pr. Courant. Bei Vergleichung der Miinzsorten gegen die hiesige werde ich diesen Satz beibehalten. Nach ebendemselben ist in Suriname der Werth des Geldes, der Seltenheit des baaren Geldes halber, 20 p. C. höher. Die Rechnungen, woraus ich die folgende Auszüge gemacht habe, sind indessen in holl. Gulden geführt worden. Acre, Berliner Der Flächeninhalt dieser Pflanzungen sind KI. M. Der ersten, wo Zucker gebauet worden—— 1500. 2.575. Der zweiten, wo Caffee und Baumwolle gebauet wird 1500. 2375. Der zten, wo nur Caffee gebauet wirl— 1000. 15833. 4000. 63533.X * Die Feldmark Tempelhoff vor den Thoren von Berlin enthält 6552 M. 98 UR., und ist also ungefähr 200 Morgen grölser als diese. Bei einer im Februar 1768 aufgenommenen gerichtlichen Taxe die- ser Pllanzungen wurde der Acre im Durchschnitt geschätzt in der Zuk- kerpflanzung zu 130 FI. 54 Rthlr. 7 Gr. p. Berl. kl. Morgen. In den beiden andern Pflanzungen, wo zu der Zeit nur allein Caffee und keine Baumwolle gebauet Wurde, der Acre im Durchschnitt 200 Fl.(72 Rthl. 8 Gr. p. UM.) Der Werth der ganzen Pflanzungen war darnach 2—————————— Dνππππ½ππππνìπ⁷ρππνπιππππππιππνππππππνππππνì π x Zucker. 4 · VEUrR DEN ERTRAG 1500 Acre, die Zuckerpflanzung à 150 Pl. 225000 Fl.(128942 Rtl. 1500— die erste Callepflan⸗ zung à 200 Fl. 500000 Fl.(171791— 1000— dièézweite Caffepflan- zung à 200 Fl. 900000 Fl.(114527— 4000. ö 7250000 Fl.(415262— Bei den 1788 und 1794 aufgenommenen Privatinventariis ist keine Taxe gemacht worden. Vergleiche man diesen Werth gegen den unse- rer Rittergüter, so ist der Unterschied freilich beträchtlich. Man mulſs aber dabei nicht vergessen, daſs hier die Herrschaft gewöhnlich nur den geringsten Theil des Ackers und dort alles besitzt. Indessen gehört der Acker, wo der kl. Morgen mit 54 Rthl. oder 72 Rthl. bezahlt wird, immer zu den vorzüglichsten. In der Zuckerpflanzung war bestellet nach den Inventariis von 1768. 1788. 1794. Acre. Acre. Acre. Mit Zuckerrohr—— 217. 198. 1802. — Negerkost—— 61. 25. 46. Weide—— 42. 31. 344. Acker, der sich ruhet— 207. 167. 24 7½ In Cultur—— 427. 42I. 5084. Wildnis——— 1073. 1079 991³4. 150⁰ 1500. DER ZockER, CAFEEE UNLD BAUNWOLLEN-PrLANZUNCEN EfTc. 5 Es war also nur selbst in den letzten Jahren nichit voll in Cul- tur. Rechnet man die Anlage der Colonien von 1630 an, wo die Eng- länder Besitz davon nahmen, so haben 250 Jahre nicht gereicht, der Pllanzung urbar zu machen. Dem Mangel an Menschen allein ist diese geringe Cultur zuzuschreiben. Vergleicht man den Inhalt der Pflanzun- gen mit dem ganzen Inhalt der Provinz in den Charten, die den Be- schreibungen von Suriname, durch Fermin und Bünder beigefügt sind, 30 erscheinen sie wie ein Punct in der Wildniſs, und der Vergleich des cultivirten Landes mit der Wildniſs wird noch auffallender. Im 24 jährigem Durchschnitt von 1772 bis 1796 sind jährlich von 139 Acre(220 Morgen) geerntet 219 Oxhoft Zucker, beträgt p. Berli- ner kl. Morgen unbedeutend weniger als ein Ochoft. Der Inhalt der Ochofte ist verschieden. Indessen kann man 1000 Pfd. brutto, als ei⸗ nen Mittelsatz annehmen. Ueber den Verkauf des Zuckers habe ich nur einzelne Berechnun- gen vorgefunden, vovon ich eine zur Uebersicht des Verfahrens ausge- zogen habe. Den zesten December 1788 wurden in Amsterdam 20 Oxhoft Zuk- ker verkauft, die enthielten 20388 Pfd. brutto p. Oxhoft 101975 Pfdü. 408— Ausschlag à 2 p. c. 1998⁰.—5 3996— Thara à 20 p. c. 15984 Pfd. à 8 Pf. 58 1 w UBER DEN ERTRACG ö Fl. St. Pf. p. Oxhoft. 15984 Pfd. à 8 Pf. 3196. 16. Fl. St. Pf. ab Provision dem Banquier à 2. p. C. 65. 19. 3132. 17.— 256. 12. 14. davon Fracht und Havarie— 607. 8.— 30. 7. 7. Transp. ins Magazin.. Für die Ablieferung 2 159 6.— 15. 5 Wagegeld zur Hälfte · 25. 6.. 3.: Nachbinden der Gefäſse— 3. 10.—. 5.8 Mäller 8—— 12.— Magazinmiethe—— 4. 4. Provision von diesen Auslagen à 2 p. c. 62. 13. 3.. XI. 748 3— 2327.. ö ö Gewinnst 2391. 14.— 119. 11. 12. Der Preis des Zuckers war äulserst verschieden von 25 FI. bis 265 Fl. p. Oxhoft an reinen Gewinnst, in Amsterdam geliefert nach Ab- zug obiger Unkosten. Mehrere Umstände, besonders aber die stärkere oder geringere Zufuhr bestimmten ihn. Der hohe Preis in den letzten Jahren ist offenbar durch den Krieg entstanden. Der Durchschnitts- preis in den obigen 24 Jahren war p. Oxhoft 106 Fl.(60 Kthl. 20 Gr.) betrãgt p. Pfd. brutto den Oxhoft * ö 1000 Pfd. St. E.(Cr. 6..) mit Weglassung der Brüche. Der bei dem Auskochen des Zuckers gewonnene Syrop ist blos ——— ö DER ZockER, CAETEE ND BAHwOILEN-PrIANZVISGEN ErC. 7 im Lande verkauft, und zwar in Fässern, deren Inhalt ich aus den Rechnungen nicht genau ausmitteln können. Indessen werde ich ver- suchen, der Wahrheit so nahe als möglich zu treten. An Bruttosyrup scheint das Faſs etwas über 100 Gallon zu halten, und an Netto-Syrup hat es im Durchschnitt 99 Gallon gegeben. Nach einer Anmerkung in den Rechnungen ist er nach Legger verkauft, die 50 Pull und der Pull 3 Gallon halten. Der Legger ist ein holländisches Maaſs dem Ohm gleich, und hält 128 Mingelen. 100 Mingelen betragen nach Ger- hards Contorist 10344 Berliner Quart, alſo 1 Ohm 138 Berl. Ouart. Der Ohm hält 150 Gallon, also 1 Gallon nicht voll 1 Berl. Quart. Der Durchschnittspreis des Syrups War p. Gallon 7 St. 14 Gr. 6 Pl. p. Berl. Quart. Das Verhältnis des Syrups gegen den Zucker ist äuſserst verschie- den von 17 bis 68 Gallon p. Oxhoft Zuckergewinnst. Der Durchschnitts- ertrag ist 29 Gallon(26 Berl. Quart) p. Oxhoft. Der gewonnene Rum ist theils selbst verbraucht, theils im Lande in Pull à 3 Gallon verkauft. Der Durchschnittspréis ist p. Pull 2 Fl. 4 St.(10 Gi. p. Berl. Quart). Das Verhältnis des Ertrags gegen den Zuckergewinnst ist eben so verschieden wie beim Rum von 13 bis 62 Gallon p. Oxhoft im Durchschnitt 3 Gallon(2g Berl. Ouart) p. Oxhoft. Aus dem Abgange ist wiederum Syrup gezogen. Dieéses scheint aber nach den Rechnungen von geringer Bedeutung gewesen, und als bloſse Zugabe sowohl beim Verbrauch als Verkauf betrachtet zu seyn. Der Ertrag war 45 Gallon(40 Berl. Quart) p. 100 Oxhoft Zuckergewinnst. Bei Zusammenrechnung dieser verschiedenen Erträge beträgt der Gewinnst von einem hiesigen Morgen .. ——— n — —— e e,un. LEER DEN ERTRACG — —4 Athlr. Gr. Pf. 1 Ochoft Zucker 29. 2. 26 Qu. Syrup à 4 Gr. 6Pl. 2. 21. 2 Rum d 10 6r. 1. 5.— — 66. 22.— *— Zu Berechnung der davon abgehenden Bearbeitungskosten hat es mir vor der Hand an hinreichenden Nachweisungen gefehlt. Der Anbau des Caffees ist, wie bereits bemerkt, in der zweiten Cafleeanbau. Pflanzung seit 1780 mit Baumwolle verbunden und in der dritten allein betriéeben worden. Im Jahr 1785 scheint die Caffée baume ein besondęrer Unglücksfall betroflen zu haben, da in diesem Jahre in der zweiten Pflan- ö zung gar kein Caffee und in der dritten verhältnismäſsig sehr wenig ge⸗ wonnen worden. Schon seit 1780 lingen die Ernten an schlechter zu werden. Den Grund diéses Rückschlags habe ich nicht ausmitteln kön⸗ nen. Er ist aber um s0o auffallender als gerade im Jahr 1785 die er- giebigste Zuckerernte war. Die Anzahl der Acre so wie der Bäume, wovon der Caffee ge- erntet, ist nicht jährlich in den Rechnungen, sondern in den bemerk⸗ ten drei Inventariis von 1768, 1788 und 1794 aulgezeichnet, und ich habe also blos nach diesen den Ertrag nach der Morgenzahl heraus ge- bracht. Wegen des erwähnten gänzlichen Miswachses von 1785 habe ich den Durchschnitt von 1764 und von 178 jeden besonders ge- 20gen. Nach der Reduction trift p. Berliner kleiner Morgen im Durch- schnitt ö x Bau- DER ZucxEn, CarrE uND BAνιWOLLEN-PrLANZINCEN E1. 9 ö Bäume. Cewinnst. p. Baum. Pfd. Ct. von 1734 in der zweiten Pflanzung 325. 215. I. 0———— dritten—— 370. 214. 12. — 173 in der zweiten Pflanzung 250. 106.— 9. — itten—= 280. 140. 146. 435 Ueber den Verkauf des Caffees in Amsterdam habe ich blos ein⸗ zelne Berechnungen vorgefunden, wovon ich ebenfals eine zur Ueber- sicht vorlege. ö 7908 Pfd. Calfee in 28 Faſs, p. Faſs Fl. Sr. Ef. ö 459 Pfd. 4 115 St.— 4596. 10. 8. ö davon 2 p. C. Thara——— 91. 18. ‚ und 2 p. c. Provision——— 5955 9— 4414. 10. Ferner Fl. Ot. Fracht und Havarie 424. 5. ů Transport im Magazin 9. Für die Ablieferung- 13. 10.* Wagegeld zur Hälfte 15. ö Nachbinden— 5. 60. ö ö Mälclergeld—— 20. 15. Magazinmiethe.. FProvision à 2 p. C. 88. 6— II ö ö 584. 6. reiner Ertrag 3830. 4. p. Fals. 212. 6. 24 UBER DEN ERTRAG Der Caffée ist theils in Ballen, theils in Fässern verschickt. Der Inhalt an Pfunden ist aus den Rechnungen nicht immer genau zu erse- hen gewesen, weil Fässer und Ballen zusammen geworfen worden. Als Mittelsatz kann man annehmen p. Ballen 200 Pfd. p. Fals— 450— ö Der Durchschnittspreis des in Amsterdam verkauften Caſféee war, ů nach Abzug aller Kosten, die oben nachgewiesen worden, ö beträgt p. Pfd. in Berl. Cour. FI. St. Pk./ St. Pl. Gr. Lk. p. Ballen à 200 Pfd. 42. 3. 4. 4. 5. p. Fals 4 450— 138.7. 6. 4. · Da in Ballen nur wenig angekommen, so kann man den Durch- schnittspreis des Caffees überhaupt zu 4 Gr. p. Pfd. annehmen. Der Mittelertrag eines Morgens war in der erstern glücklichern Epoche Rthl. Gr. Pl. 214½ Pfd. Caffee à 4 Gr. 35 16. in der zweiten weni⸗ ger ergiebigen 123 Pfd. Caffee à 4 Gr. 29. 1. wovon jedoch wie beim Zucker die Anbaukosten noch abzuziehen sind., Baumwolle. Baumwolle ist erst 1780 zu bauen angefangen worden, und hat sich blos auf die zweite Pflanzung eingeschränkt. Die Zahl der Acre und Baume, wovon sie gewonnen, ist so wenig, wie beim Calfee, in — DER ZocRER, CAFFEE UND BAUHWOLLEN-PEI.ANZUNGEN ETC. 11 den Rechnungen bemerkt, sondern blos in den Inventariis von 1568, 1788 und 1794. Auf dem Morgen standen 1788 im Durchschnitt mit Caffeebäumen zusammen 3835. allein 5380. 1794 mit Cafleebäumen zusammen 213. allein 507. Da 1785 die Baumwolle, wie der Calfee gänzlich misrathen, 50 habe ich den Ertrag nur von 1758 genommen. Er hat betragen überhaupt 30937 PId. Im Durchschnitt jährlich— 309375— Die Anzahl der Bäume war nach dem Inventario von 1738 107968. — 1794 94248. im Durchschnitt wenig über 100000. und der Gewinnst p. Baum im Durchschnitt jährlich 24 Loth. Die Baumwolle wird in Ballen gepackt, die im Durchschnitt 200 Pfd. halten. Nach einer Berechnung des Verkaufs in Amsterdam, die ich aus den wenigen vorgefundenen ausgehoben habe, wurden verkauft 1394 Pfd. in 7 Ballen à 199 Pfd. 28— Ausschlag à 2 p. C. 1366 82— Thara à 6. p. c. EI. St. Pf. 1284 à 2 St. 14 Pf.— 1476. 12. UEBER DEN ERTRAG 210 in 1 Ballen. ö Transport Fl. St. Pf. 14.76. 12.„ 0 ö 4 Ausschlag à 2 p. C. 206 12 Thara à 6 p. c. . 194. Pfd. à 504 Pl. — 146. 13. in 6llentlicher Versteigerung 1623. 55 ö davon Provision à 1 P. C.—— 16. 5.— ö 1607. ö Kosten. FIl. St. ö Fracht und Havarie 20 124. 13. 4 Transport im Magazin— 4.— Ablieferung— 8— 6. Wagegeld zur Hälfte—— 2. 10. Nachbinden der Gefäſse— 4. 16. 3 Mäklergeldl—— 8. Magazinmiethe——— 4. 16. Versteigerungskosten—— G. 2. Provision à 2 p.... 4 5 32. 3. 8 ö 193. Ueberschuſs 1414. Der Durchschnittspreis der Baumwolle War Fl. St. Pf.. p. Ballen à 200 Pfd. 152. 6. ö ö 245 ö‚ D: Plun—— 13 3. ö p. Pfund in Courant 10 Gr. g Pf. V Rthl. Gr. Pf. x Es bringt also ein Baum à 2 Loth— 11. DER ZockER, CAFEEE UND BAUMWOLLEN-PrIANZUNGEN ETC. 13 Der Morgen, mit Baumwolle allein, mit 340 Athl. Gr. PI. B.äume im Durchschnitt— 20. 14. Mit Baumwolle und Caffèe an Baumwolle 300 Bäume——— 11. 11.— An Sclaven waren auf sämtlichen Colonien im Bestande 449. Selaven⸗ Von 1772 bis 1796. 2—— + Geboren 2 8— 5 2337. Gekauft—*——— 111. 2 Eingetauscht von andern Plantagen—— 12. ö 829. Davon frei gegeben———— 1. 0 Vertauscht..——— 10. ö Desertirt——— 8 8 4. Gestorben———— 2338 446. 1796 Bestand—— 383. Die sämtlichen jährlichen Bestände der verschiéedenen Jahre zusam- ö men gerechnet betragen———— 10329. ö Im 24 jahrigem Durchschnitt— 43⁰. Gebohren sind überhaupt———— 257. 777 Beträgt jährlichh—— 11. Gestorben————— 431. * Beträgt järlich ö Mehr gestorben als gebohren järlih— 7. eine Geburt auk ein Todesfall auf Welcher Unterschied zwischen Sclaven und freien Menschen. UR DEN ERTRACE Personen. 26. 36. In den glücklichen Preussischen Staaten trift im Dürchschnitt Bey der 1768 aufgenommenen gerichtlichen Taxe der Plantagen fanden sich taxirt zu—— 126 Männer— 140 Weiber 63 Jungen— 69 Mädchen 398 brauchbare 4 Männer. 2½) Frauen. Fl. 75625. 68650. 1603⁰. 12396. 172600. 51 Die Alters oder Krankheitshalber ganz unbrauch- bar waren und deshalb nicht taxirt Waren. 429. — ö Im Durchschnitt trift ungefähr auf 14 Sclaven ein unbrauchbarer. Die Taxe ist nach dem gröſsern oder geringern Alter und der Brauch- barkeit der Sclaven sehr verschieden. Ein Officier, deren auf jeder Colonie zwei waren, bis Ein Zimmermann oder Schiffbauer bis Ein Böttcher bis— Ein Zuckersieder—— Pr. Cour. Pf. Fl. KRthl. 1000. 674. 1500. 860. 900. 516. 800. 460. Gr. DER ZocRER, CAFFEE UND BAUNWOLLEEN-PPLANZVUNCEN ETC. 15 Pr. Cour. Fl. Athl. Gr. Pf. Ein Feldarbeiter bis—— 600. 344. ö Eine Hausmagd bis——— 700. 4022. Eine Feldmagd bis——— 500. 287. Ein Junge nach dem verschiedenen Alter von 50 bis 500 Fl.(28 Rthl. 18 Gr. bis 287 Rthl.) Ein Mädchen eben so hoch. Der Durchschnittspreis der Sclaven war ohne Rücksicht auf Alter, FI. Pr. Cour. Geschicklichkeit und Brauchbarkeit bei der Rthl. Gr. PI. Taxe einer Mannsperson—— 600. 344.ͤ— eines Weibes—— 490. 280.— eines Jungens—— 265. 145.— eines Mädchens—— 100. 105.— für jeden ohne Rüchsicht des Geschlechts und Alters— 404. 232.— ö St. Die 111 gekaufte Sclaven haben gekostet überhaupt 61986.— Beträgt im Durchschnitt für jeden— 468. 174 Und in Preus. Courant beinahe—*— 27⁰0 Athl. Sie bestanden in 76 Männer. 24 Weiber. 5 Jungen. 6 Mädchen- 111. r. 16 Ubrn DEN ERTRAG 80 habe ich den Unterschied der Preise nach der Art der Sclaven nicht ausmitteln können. eePP‚e V ö Rechnet man den Werth eines selbst gezogenen Solaven nach obi- ö ö gem Durchschnitt nur auf 450 Fl.(258 Rthl.), Wenn er das 15te Jahr erreicht hat und anfängt brauchbar Zu werden, so Würden die Erzie- hungskosten jährlich 30 Fl.(17 Rthl. 6 Gr. 6 Pf.) betragen. Bei dem hohen Werth der Sclaven ist eine harte Behandlung dem Vortheil des Coloniebesitzers zu sehr entgegen, als daſs sie im Ganzen wahrscheinlich wäre. Gewöhnlich sind diese Besitzer Kaufleute, die ihr Unteresse zu genau kennen, um ihm entgegen zu handeln. An Sclaven waren in sämtlichen Colonien nach S. 140. im Jahr 1772— 449. 2385. ——x weniger 66. Der Durchschnittswerth eines Sclaven War nach S. 142. 404 FI. (232 Rthl.) Der Verlust an den Sclaven war in diesen 24 Jahren Fl. 66 weniger im Bestande à 404 Fl. 26664. 111 hiezu gekauft nach 8. 141. für 51985. — 7 176 ö 78649. ——— 1 74 beträgt jährlich.— 3277. Vergleicht man dieses mit dem S. 141. ausgemittelten Durchschnitts- bestande der Sclaven 4 450, so beträgt es p. Sclaven im Durchschnitt im Da gewöhnlich der Handel auf Sanze Familien geschlossen wurde, DER ZockER, CArEE ND BAUWOLLENX-Pr.ANZUNCEN ETC. 17 im Preus. Cour. Fl. St. Rthlr. Gr. Pl. jährlich—— 7. 12. 4. 9— hiezu die Zinsen des Werths à 404 Fl.(232 Rtl.) 2u 4 p. C. 1—.. 9.• 5. 23. 16. 13. 14. welches der jährliche Verlust an einem Sclaven ist. Ueber die Beköstigung der Sclaven und deren Kosten linden sich wenig befriedigende Nachrichten. Ihre Kost bestehet hauptsächlich aus Pisang(Musa paradlisiaca), Igname(Dioscorea alata), Erdapfel etc. Zu deren Anbau sind jährlich in den Colonien eine bestimmte Anzahl Acres unter den Titel Negerkost ausgesetzt. Diese betrugen nach den oft erwähnten Inventariis 1768. überhaupt 164 Aore für 429 Sclaven, also für jeden un- gefähr à Acre(114 ◻Ruthen Rheinl.) ö 1788. überkaupt 155 Acre für 413 Sclaven, also für jeden unge- kähr 3 Acre(106 URuthen Rheinl.) Was die Sclaven an Fleisch und anderen Eswaaren erhalten, hat sich aus den Rechnungen nicht ausmitteln lassen, so wenig als was ihre Klei- dung und sonstiger Unterhalt kostet. Auf der Zuckerpflanzung sind im Durchschnitt von 1755 jährlich 457 Sclaven gehalten, 139 Acre(2340 Morg.) bebauet, und davon 219 Oxhoft Zucker geerntet worden. Auf einen Sclaven trift also ungefähr 15 Morgen zu bebauen, und 15 Oxhoft Zucker Gewinnst. Den Mor- gen zu 66 Rthl. 28 Gr. Gewinnst nach 8. 156. hat er 108 Rthl. 18 Gr. gebracht. E. 3 2 18 Usrn bEN ERTRAG * In der Caffeepflanzung ist die Anzahl der behaueten Morgen nicht jahrlich angeschrieben, ondern blos in den Inventariis von 1788 und 1794 angegeben worden. 1788 war der Bestand an Sclaven 124, bebaueter Acre 234(40 2 M.) und der Cewinnst an Cafkee 56767 Pfd. Es trift also p. Slave 34r Mor- gen, 4½4 Pld. Calfee, und diesen à 4 Gr. p. Pfd. 79 Rthl. Ertrag. 1794 war der Bestand an Sclaven 113, bebaueter Acre 196(24010 und an Gewinnst 40287 Pfd. Es trift also p. Sclave 2 Morgen, 358 Pfd. Gewinnst, und dieésen à 4 Gr. p. Pfd. 59 Kthl. 16 Gr. p. Sclaven. In der Caffee und Baumwollen-Pflanzung sind die bestellten Acre ebenfalls nicht jährlich angegeben, und es bleibt also wiederum kein an⸗ deres Mittel als die Inventaria von 1788 und 1794 zum Grundée der kolgenden Berechnung zu legen. ö 1788 wäar der Bestand an Sclaven 160, bebauet 175 Acre mit Callee 93— mit Baumwolle, jedes allein, 46— mit Caflée und Baumwolle zusammen 514(497 Morg.) und an Gewinnst 42298 Pfd. Caffee und 5280— Baumwolle. Es trift also p. Sclave nicht voll 33 Morgen, an Gewinnst. Athl. Gr. Pf. 264 Pfd. Caffee aà 4+Er.—— 44. 45½2— Baumwolle à 20 Gr. 8 Pf. 20. 5. 634½ 5. + DER ZockER, CaFEE ND BAUHWOLLEN-PrLANZUNGEN ETC. 19 1794 war der Bestand an Sclaven 143, bebauet 1284 Acre mit Caffee 53— mit Baumwolle, jedes allein, 11352— mit Calfee und Baumwolle zusammen 295(467 Morg.) an Gewinnst 38234 Pfd. Calfee und 2120— Baumwolle Es trift also p. Sclave 34 Morgen zu bebauen und an Gewinnst ö Rthl. Gr. PI. 268 Pld. Caffee à 4 Gr.—— 44. 16.— rn 15— Baumwolle à 10 Gr. 8 Pf. 6. 10. 352. 8. 7 47 125 Gern hätte ich den reinen Ertrag nach Abzug aller Kosten ausge- mittelt. Dieses zu bewirken fehlte es aber den Rechnungen an der nöthigen Vollständigkeit. —— 82— —— — 8 V 2 duuneuuuurmamumnumMRFUn amnn enganamamagmſandanmndſhinſcſinſſſinſſcſüſ eerxunxu Oem 1 2 3 4 3 6 7 8 9 10 11 13 15 16 17 18 19 20 2 —————