— ————— 1 4 1 1 V—— 4 Uaiv-Bibl. Giessen Ve H.“8 4 Ta Ansichten | 3080 FENDE |-- y kö |.. EMW erinovszuc Vieh jämmerlich verhungerte, das hielt man nicht dafür! Bey der vielen reinen Bragche, die man in jenen Zeiten hielt, war eine sehr frühe Winterbestellung mög- lim; man hatte also im Spätherbste sehr starke grüne Eb ärg< 230 880€%IKLEHNG vem f 119; l ja j Saat. Diese durften die Schaafe bey Blachfrösten bewei- übrig ge den, und wenn diese im Spätherbst und Winter häufig 60 eintraten, so hatten die Schaafe keine Noth, gänzlich 4 War die Gab es ober einen frühen und langwierigen Winter, = ban der die Felder mit Schnee bede&te, so waren sie übel daran, e haupt: Der Schäfer mußte sic) mit dem ihm überwiesenen An- / 0 y theil Winterfutter unter allen Umständen einrihten. Kam no den| noch dazu, daß die Heuerndte nicht reichlich ausgefallen, so war die Noth noch größer. Deraleichen ungewöhnliche E Creignisse änderten das, Schaffütterungsystem Feineswegs, Der Schäfer war bey so bewandten Umständen stillschwei- gend zu einem Ersparungssystem und in der Hauptsache | auf Strohfütterung angewiesen. Die Tolgen dieser Hunz | gerleiderey mögen wohl manchem Jährling, manchem Lam- | me das Leben gekostet haben. Doch dieser Nachtheil und | u Diet der geringe Wollertrag mögen wohl noch nicht der größte Grrop| Schaden gewesen sein, sondern vielmehr der Umstand; imnstes| daß während der Winterzeit, besonders bey anhaltendem den in Regen im Spätherbste, wo die Nahrung schon Enapp ge- et oder| worden und die nur noc: wenig vorhandene, der Nässe der gar und des Schmußes wegen, nicht einmal vom Viehe hat roh in| können genossen werden, gar nichts gethan, sondern nicht vertiee| einmal das Liegen auf nassen kalten Erdboden. in den e mn|! Horden eingestellt ist. Die damaligen groben Schaafe ha- mo IL ben zwar eher Ungemach vertragen, wie die Merinos; ofütte-| aber man hört von alten Leuten, daß ganze Heerden an hl zar der Bleichsucht abgegangen sind. +.| Diese Art Schaafzüchtung war damals allgemein "jen| und in allen deutschen Ländern gleich. Noch jebt sieht 0 me man in manchen und besonders bey Bauerschäfereien je ge| Spuren davon.: )»* | | 1 nm. Kapitel,(PAN Beschaffenheit der Wolle, Da man in dieser, für die Schaafzucht barbarischen, Zeitperiode noch keine Merinos kannte, auch davon nichts wissen mogte= welches Vorurtheil Friedric) I1. von Preußen viel Geld gekostet haben soll-- so kann man sich denken, daß der größte Theil der Deutschen Wolle derjenigen, die man noh jeßt in Pommern häufig hat, gleich) gewesen ist, was man daraus schließen kann, daß der Centner für 42 bis 146 Thaler verkauft worden. Dieß Lümmert uns zwar eigentlich nicht. Interessanter ist uns die Nachricht, daß die Sächsische Wolle schon damals pro Centner 35 Thaler gekostet. I< habe diese Nachrichten aus einer Schrift von dem Amtsverwalter Fink, dama- ligen Pächter des Petersberges. Er berichtet in derselben, daß Magdeburger, Halberstädter und Braunschweiger Wol- le zu dem erst bemerkten Preis verkauft sey. Die Schle- sische habe"dagegen mit Sachsen gleichen Preis erhalten undo er sic) deshalb von Schlesien Zuchtstähre kommen lassen. Daß Sachsen schon damals mehr wie den doppelten Preis für seine Wolle erhalten, wie die Magdeburger 2c,, ist in sofern merkwürdig,; wie dadurch der Beweis gelie- fert wird, daß sich die dortige Lokalität ganz besonders für die feine Schaafzucht eignet. Denn da noch gar keine Spanischen Schaafe eingeführt waren ,, so ist dom wohl anzunehmen, daß die Racen nicht von einander verschieden waren; die Ursache kann also bloß in der Lokalität, oder was dasselbe ist,= in dem Futter zu suchen sein, Schlesien hatte zwar na< Fink auc schon feine Scaafe, und es ist zu vermuthen, feiner wie Sachsen; aber es scheint eine andere Race gewesen zu sein, wie di“ in andern Ländern heimische, welches der Umstand be- weist, daß sih Fink Zuchtstähre aus Schlesien kommen ließ, die er viel näher aus Sachsen haben konnte, da.er 13 auf der Grenze. wohnte. Die bessere Qualität der Schle- 20058 sier datirte sich vielleicht von den Versuchen Friedrichs Il. I1. vn her, die er shon im Jahre 1748 machte, die Spani- mn man schen Schaafe einzuführen z; vielleicht auch schon noh frü- ! Woll her von denen der Oesterreichischen Regierung. Dem er- fig hat, stern schlug zwar=- den Nachrichten. zufolge=- sein 1 daß Versuch komplett fehl, auch der“ leßtern, so viel man Dieß weißz aber wäre es nicht möglich, daß doch jemand Nuz- if uns zen daraus zu ziehen gewußt hätte. Vielleicht liegt es (8 pro auch in der Lokalität von Schlesien, welche ebenfalls. wie yuchtn Sachsen der feinen Schaafzucht vorzugsweise zusagt. Je- Ww doh hat gegenwärtig Sachsen einen höhern Ruf, wie ersehen, Schlesien, den ersteres dem Anscheine nach der frühern 't Wol- Einführung Spanischer Schaafe zu verdanken hat. Schle: Ich will zwar den Sächsischen Schaafzüchtern gern halten 1. alle Gerechtigkeit widerfahren lassen und erkenne das Ver. mmm| dienst, welches dieses Land um die Verbreitung dex | Schaafveredlung vor allen andern hat, gewiß anz aber wee ich kann mich der Meinung nicht erwehren, daß die Säch- Eger X sische Schaafzuc zu bewerkstel- ligen. Bis dahin waren die hauptsächlichsten Hindernisse, die app, Abneigung der Schaafzüchter gegen die Sache gewesen. Wenn sie darauf eingingen, so geschah es nür aus Rü>- punkt, sichten. Die angekommenen Spanier aßen also gewisser- kamen maßen nur das Gnadenbrodt, und das gedeihet nirgends, Shuf auch bey Schaafen nicht, wodurch uns einleuchtend wird, wenn es uns jekt räthselhaft scheint, wie damals die Er: haltung und Fortpflanzung einer so kleinen Post Schaafe, die jedem zugetheilt wurde, so viel Schwierigkeiten hatte, daß sich von den ersten Versuchen in Preußen auch die, kleinste Spur verlohr. Sachsen hat das erste Gelingen des Projekts der Maaßregel zu verdanken, daß die angefommenen Spanier sofort auf Landesherrliche Domainen statisnirt und für Rechnung oder auf Kosfen des Staats unterhalten wur- den, wodurch das größte Hinderniß weggeräumt war. Da man in jener Zeit von der Schaafzucht über- haupt nur sehr beschränkte Kenntnisse hatte, so konnte der erste Erfolg nicht glänzend seinz. indessen war vorläufig durch das Bestehen der Unternehmung genug gewonnen. Es wurde dadurch das praktische Beispiel geliefert, daß Spanische Schaafe in Deutschland nicht' allein leben, sondern auch in der Wolle unverändert bleiben und einen unerhörten Gewinn bringen können. Praktisches Beispiel animirte damals viel mehr zur Nachahmung wie theoreti- scher Unterriht( gegen welchen leßtern man in unsern aufgeklärten Zeiten sogar noch sehr mißtrauisch ist, was Wunder, wenn es in jenen dunkeln Zeiten der Fall war) und so gingen denn die Schaafzüchter darauf ein. Die Bahn war nun gebrochen; die Lokalität war günstig; die Kunde von den großen Vortheilen bey Spa- nis 9.--- ..| züchtungswissenshaft und die Grundsäße der Veredlung 4.; mehr berichtigt sind, dieses Geschäft bis zu einem gewis- 1, 104 sen Punkt nicht so bald beendigt ist; so kann man wohl uh di,| einsehen, daß es damals viel langwieriger sein mußte, da j man die Scsicht auf die Qualität WW der Wolle genommen werden, sondern man durfte, um wk den Bestand vollzählig zu erhalten, nur fortschaffen, was nein sich Alters halber nimt mehr hielt. Zu Zeiten mögen Deispiet| auch wohl, wegen unzeitiger Sparsamkeit, ganze Heerden theoreti; Untergegangen sein, wodurc geführt wurde, indem schlechteres t, was| oder vielleicht ganz grobes Vieh angekauft werden mußte, Wo Won diesem Fehler kam man nur sehr langsam ab und 4 es ist darin eine der Ursachen zu suchen, warum die Säch- [tät war| sische Wolle in der Qualität nocspfeise beym Kartenspiele als bey einem Buche. Wenn nun an theoretischen Unterricht nicht gedacht wurde, so war jeder auf sein eigenes Nachdenken reduzirt und konnte höchstens Belehrung. von seinem Nachbar durch Beispiel erhalten, In den damaligen Preußischen Staaten war der shon erwähnte Amtsverwalter Fink, Domainenpächter des Peteröberges, der erste, welcher die Nüßlichkeit der Bendl Herden Gao welche "komm von( „ mite macht Ob 11 ny - dar währsch sammt mmh C über| (5 ve die dE wirthen als pt hatte m et Val fat das Übrige! dern 10 terschied im ver den dar Wel tihwen indem edelton Landvi, al Af<= "qa der Veredlung des Schaafviehes einsah und dieselbe bey seinen Wer zur Heerden in Anwendung brachte. Er zab deshalb den nicht Sächsischen Stähren vor den Schlesischen den Vorzug, Wssinhei welche leßtere er sich zu dem Behuf schon früher hatte ! Ehust“ kommen lassen, Der Umstand, daß er auf der Grenze we(1 von Sachsen wohnte, gab ihm die beste Gelegenheit, sich 1 dißin*, mit ersteren zu versehen, und seiner eigenen Angabe nah, Projekte machte er schon in den 70ger Jahren den Anfang damit. eise hielt Ob ihn seine Regierung unterstüßt oder wohl gar Natio- ten sein nal-Spanier zugeführt hat=- was man behaupten wollte =- darüber habe ich keine sichere Kunde erhalten. Am Z verar: wahrscheinlichsten ist, daß er sich aus Sachsen ange- : damals stammt und von dort her auch seine Zuchtstähre genom- Ye Anlei: men hat. Ja (3 u Er war es, der, so viel ich weiß, die erste Schrift v, Wim Über die Veredlung der grobwolligen Schaafe herausgab. Notiz ge: Es geschah im Jahre 1799, und also in einer Zeit, wo - Denn die vfonomische Literatur schon Eingang bey den Land- unvole fand und am ersten eine Schrift von Fink, der t und das als praktischer Schaafzüchter bekannt war. Ueberdem ht ver: hatte man Vertrauen zu ihm und die Ueberzeugung, daß heisen- er Wahrheit spra<, Er bewieß nicht allein die Mögliche (fir di keit darin, daß man auch in Preußen und dem ganzen nen jun: übrigen Deutschland Spanische Scaafe halten könne, son- tenspile- dern legte auch seine eignen Rechnungen vor, die den Un- terschied erwiesen, welchen Vortheil ihm seine Schäferey „edaht im veredelten Zustande gegen vor dem, brachte.„Es wur- reduzitt den darin nicht minder die Besorgnisse, wegen zu großem x duch Futteraufwande, beseitigt, die die nicht gründlich unter- richteten Landwirthe bis dahin besonders gefürchtet hatten, indem er erzählte, daß die Sachsen ihre Schaafe im ver- ow der 8; D uli edelten Zustande grade eben fo fütterten, wie früher das Ahl 4 Landvieh, und bemerkte, daß weiter nichts nöthig sey, als (1117. 0.2.00 das Vieh in einen solchem Zustande zu erhalten; daß es über die Schwelle springen könne. So einfach diese Mittheilung auch ist, so hat sie doc< gewiß unendlichen Nuten gestiftet und mehr zur Ver- breitung der Schaafveredlung gewirkt, wie es die gelehrte- sten Abhandlungen gethan haben würden; denn der größte Theil der Landwirthe wurde dadur<ß allarmirt und zur Nachahmung disponirt. Der, schon längst- entschlafene Verfasser hat sich dadurch ein nicht ho< genug geschäbßtes Verdienst erworben; denn wenn auch die Katastrophe der Scaafveredlung ohne sein Zuthun nicht ausgeblieben wäre, so hat er sie dom dadurch vielleicht um ein Jahr- zehend früher herbeygeführt. Hieraus ist dem Staate und Staatsbürger ein gar nicht abzusehender Vortheil erwach- Fen und die Nachwelt ist seinen Manen ein Dankopfer schuldig.=- Er war auch ein leuchtender Stern für sein Jahrhundert. Er schlafe sanft!!! Wir kehren wieder zu unserm eigentlichen Shema zurüE, Der Reiz für das schöne Wollgeld, welches Fink den Landwirthen unter so billigen Bedingungen versprochen, und aus seiner Scrift erwiesen, daß man sich kein Fut- ter aus Spanien zu verschreiben brauche, um mit den dortigen verwandte Schaafe zu halten; auch nicht nöthig habe, den Kornboden in außerordentliche Requisition deshalb zu seßen; so ließ man sich immer mehr und mehr darauf ein. Man konnte ja fast ganz bey dem gewohn- ten Futterungssystem beharren und brauchte höchstens etk- was mehr Oehlfuchen zu verwenden(die wahrscheinlich auch nicht theuer waren), Die Veredlung wurde also allgemeiner. Man entschuldigte sih zwar noch häufig. mit unpassender Lokalität; jedoch das Nüßliche erhält endlich immer die Oberhand, zumal wenn Geld dabey zu verdienen ist. | / Le (erding niht in sorgt, döhenl mie die Vel fannt, Die Y wohn zu ver nes Stroh ge- nug blieb, daß das Futter keinen üblen Geruch vom Mist annehmen konnte, Das Ueberflüssige, was. von jenen zu- rü&blieb, wurde aufgeharkt und zur Streue für anderes Vieh verwendet. Raufen(Hillen) waren nur hie und da gebräuchlich; untergeseßte Kasten(Krippen) aber nog gar nicht. War man genöthigt Körner zu reichen, so geschah es in kleinen dreie>ten, von zwey schmalen Brettern zusammen geschla- genen Krippen, die auf zwey Klößen ruheten und gewöhn- lich vor der Scaaffstallthür aufgestellt wurden, wo sie s9 lange stehen blieben, wie die Körnerfütterung dauerte. b. Ernährung der Schaafe während der Weidezeit in Sachsen. Mit der Sommerweide für die Shaafe ist man wohl in feinem Lande beschränkter, wie größtentheils in Sach» sen; sie sind also daselbst im Sommer gewöhnlich nicht sd gut genährt, wie bey dev vorerwähnten Winterfütte- rung. Eine Ausnahme hiervon machen nur zwey gewisse Zeiträume, nemlich der: wo die Wiesen dürfen behütet werden, und der: während der Erndte und kurze Zeit nach derselben. Der erste währt von Michaelis bis alten Walpurgis (414. May) bis zu welcher Zeit der größte Theil von den Wiesen in Sachsen nach beynah allgemein bestehender Ob- AB dyn sedan) ze Ot heerden wh Wint znden a, May Wirf / milde, Saa Yolle zieht, Gal 6, 1 um tung dea vermei schönet tigkeit Ang: niht dern( frglid -=- 417 "Dv . y WW: fervanz behütet werden darf. Im Herbst profitiren zwar . df: die Scker- oder Feldweide der Wolle mittheilen würde, zu iht bet vermeiden. Gewiß ein Umstand, der seinen Theil zur 4 schönen Sächsischen Wäsche und überhaupt zur Preiswür- ; digkeit der Wolle beyträgt. wis Cu Während der Wiesenbeweidung wurde die Feld- und WO(9 Angerweide geschont, was um so zwe>mäßiger scheint, da mus Jenly u nicht allein das Terrain von beiden sehr beschränkt, son- dern auch der Kräuter» und Graswuchs auf demselben nur kärglich war. Auf diese waren nun die Heerden reduzirt. Nach Verlauf von acert wurden, mehr Gras» wuchs hatten und in Verbindung mit der vorhandenen Rasenweide,=- woran es selten ganz fehlte, die aber oft im Ueberfluß vorhanden ist.=- dem Schaafvieh immer hinreichende Nahrung darbot. Es war au wohl Heide zur Weide vorhanden, die bey Regenwetter sehr gute Dienste leistet und so kamen die Schaafe immer mit Bäu- kknochigen, viel Umfang einnehmenden Gestalten auf, indem die mangelnde Qualität durc< die Quantität ersebt wurde. eee icht, 5 ii JAGER 5 WERE TEER Se ZEE FE EIE re IE hmen) IV. Kapitel. 4 Prinzipien der Beredlung im Allgemeinen. a bey [NWO Die Veredlungsprinzipien warten damals no< schr wurden,"einfach und von dem subtilen Unterschiede, den man in few der gegenwärtigen Zeit in der Wolle und in den Racen Grade kennt oder zu kennen glaubt, wußte man damals so viel nenen wie gar nichts. Eben so wenig wußte man. von der syste- 'w* oft; matischen Charakteristik der einzelnen Eigenschaften, die immer nach unsern klassischen Schaafzüchtern die Vorzüglichkeit Heide eines Zuchtthieres bedingt./| que Wenn nicht zu verkennen ist, daß die Wissenschaft - seitdem über diesen Gegenstand unendlich gewonnen hat; VORN, so ist auch unzweifelhaft, das die Praxis nur ausnahms- weise dadurch profitirkt. Sey es deshalb, daß man der Boden Anwendbarkeit der Theorie im" Allgemeinen nicht traut und davon wenig vortheilhaften Einfluß erwartet; oder 1 und zich, deshalb, daß man sie nicht genugsam kennt; oder des- „wie halb, daß sie nicht unter allen Umständen anwendbar zu vehrt seyn scheint. Kurz, im Allgemeinen beobachtet man noch die damaligen Grundsäte. ws A 9 Wir wollen aber dieser Periode nicht vorgreifen, son-. m sd:|; dern erst sehen, wie man darin bey dem Veredlungs- gewesen 4): igfalt Geschäft zu Werke ging. „467' Das Hauptaugenmerk der damaligen Schaafzüchter . war: höchste Feinheit, verbunden mit möglichstem Woll- reihthum. Nächstdem:- Bewachsenheit der Extremitäten air sd und gefuddertem Halse, und endlich: große starke Statur Pp mit regelmäßigem Wuchse, so viel wie möglich, breites Nh!.;:- 18382:* | Hintertheil. CEinen Zuchtstähr, mit diesen Eigenschaften M im hohen Grade versehen, nännte man(nocenpferd. Er spekulirte deshalb unauf-| hörlich, wie sie höher zu treiben sey. Die Sache bleibt also sehr problematisch. Die Finkschen Nachrichten füh» yen aber doch zu der Vermuthung ,/ daß das gegenwärtige "nene welchig 1 abep sem, Muse Aft, Fudder m auch ber in naligen Zeil "dim (auen, um sd n sehr ) hatte gesehm welchen mtadge dq zu nhet chaafe ße Spee gent; etoralß haben er war - md die wage + lat| en führ aprt Sähfische Elektoralschgaf von den damaligen in der Ge- stalt und den Eigenschaften sehr verschieden ist. Daß die Sächsischen Schaafzüchter auf die Gestalten, wie sie sich jezt in Sachsen vorfinden, vom ersten Anfang der"Spanischen Schaafhaltung hingearbeitet haben sollten, scheint mir auch nicht glaublich; überzeugt bin ich wenig» stens davon nicht; denn gekudderte, stark bewachsene Schaafe, liefern ohnstreitig mehr Wollgewicht, wie die spißköpfigen, dünnhälsigen, feingebaueten Thiere, die ge: genwärtig in ganz Sachsen ohne Ausnahme allgemein sind. Es ist auch nicht anzunehmen, daß sie diesen des- halb den Vorzug gegeben und kultivirt, weil sie die Mei nung hatten, jene trügen nicht so feine Wolle; denn es ist eine anerkannte Sache, daß beide Racen in der Wolle 'gleiche Feinheit im Durchmesser erlangen können und der Unterschied der Qualität nur in besondern Eigenschaften liegt, die in der Zeitperiode ,- wovon jeht die Rede ist, kaum von den, um so weniger aber von den Schaafzüchtern erkannt waren. Da leßktere also nur bey der Auswahl ihrer Zuchtthiere auf Wollfeinheit und INWollreichthum sahen, welche erstere Eigenschaft sich mit der Bewachsenheit der Extremitäten und den gekudderten Hälsen sehr gut verträgt;„die lehtere ihnen aber ganz be- sonders eigen ist: so hätten sie ja ganz gegen ihr eigenes Interesse gehandelt, einer Race den Vorzug zu geben, bey der nur die erstere Cigenschaft allein anzutreffen war. Ein so großer Rechnungsfehler ist von den Sächsi- schen Landwirthen gar nicht zu denken, sondern eher mit ziemlicher Gewißheit zu glauben, daß die geküdderten, stark N bewachsenen oder sogenannten Infantado:-Schaafe=- wenn man annimmt, daß sie zu Finks Zeiten in Sachsen alle gemein oder doch sehr häufig vorhanden waren== unwill»- Führlich, Hinsichts der Züchter von selbst eingegangen sind, „--.(24:--: „Von der muthmaßlichen Ursach dieses Ereignisses, dew werde ich in der folgenden Periode Gelegenheit nehmen, Dolle ausfährlicher zu redenz jeht wollen wir erst das fernere weil| Verfahren der Veredlungsmethode hören. und Der damalige Schaafzüchter sah im Herbst, wenn knn! die Stähre zu den Müttern gelassen werden sollten, mit einzi dem Schäfer gemeinschaftlich die Heerden genau durch ten, und ließ alls Thiere, die von den Müttern nicht zukom- von men, oder von den Hammeln nicht eingewintert werden nur sollten, herausseßen und ein Stußohr geben. Diese wur- zelne den entweder zum Verkauf. an. die Fleischer, oder zum thie 4 Schlachten für die Wirthschaft bestimmt. Man wählte vn hierzu nach dem Alter; bey den Müttern aber hauptsäch- eint lich mit Berüsichtigung der Wolle,* Nur Thiere,. die die j! bedungenen Eigenschaften(Wollfeinheit mit Wollreichthum' vr verbunden) besaßen, wurden für die Begattung bestimmt.| m, Die Stähre, welche man dazu gebrauchen wollte,/ form wurden gewöhnlich von in gutem Rufe stehenden Schäfe. wobl reyen angekauft, und sogar solche Schäfereyen beobachteten| mehr diese Maaßregel, die schon Hochedel waren und in andern wil nichts- besseres finden konnten, wie sie selbst zogen; denn x: ohne| man. fürchtete von der Begattung in der Blutsverwandt=-"7 undd schaft.=- Werschlechterung der Wolle. Cs mußten des/ winn halb auch alle drey Jahre frische Stähre angeschafft wer- j' Yat den und besonders, damit nicht der Vater mit der Toch. WW oder 7 ter Blutschande treibe. Wenn diese Besorgniß auch ohne|( Stoth war(dieß behauptet man in der neuern Zeit) und| um zu der Gebrauch von fremden Stähren, wenn sie nicht bese| Vessete sex waren, unbezweifelten Nachtheil gehabt hat: so will wetilid mich doch bedünfen, als"wenn ein nicht längerer Gebrauch| etw von Stähren, wie drey Jahre, sehr zweckmäßig sey.| und Nicht wegen dex muthmaßlichen Blutschande, sondern des- sen, halb, weil jüngere Stähre feinere Wolle tragen, wie äl- | div. nisses mmer, ferne vim n, wit | durch zufome werden » wur: e zum wählte ptsche die die thun simmt, ' tollty, Schäfe- dteten andern denn wandt: m UB sit wer “ Roh. < ohm () und icht bese se wil zehn Rz se. een deb: weil EAI ECHEIT EEE I m R IIDE- Sommmeeee=weeneenemag: | | ;- 2%= ere, Man wird zwar einwenden, daß sich eine gröbere Wolle nicht vererbt, wenn sie nur deshalb. gröber ist, weil sie von einem älteren Individuum produzirt wurde, und so umgekehrt mit den jüngern feinern; aber wer könnte dieß mit Gewißheit behaupten. Beweise, die sich einzig und allein auf komparative Versuche gründen könn= ten, sind darüber. nicht.“vorhanden, Sie anzustellen war von jeher sehr schwierig und wird es bleiben, indem sie nur mit hömäßige Paarung, vielleicht auch no<, durc; uns unbekannte Maaßregeln, seine Absichten erreiQte- Warum sollten wir also den Umstand, daß ein Stähr oder Schaaf in der Jugend. feinere Wolle trägt, wie im Alter, nicht auch für einen Fingerzeig der Natur erfennen und für unsere Zwe&e passend in Anwendung zu bringen suchen. Wir haben es zwar mit einem andern Objekt zu thun, als Ba&>well; aber dieß sprit mehr für die Sache, als dawider; denn verschiedene Zwee er- langt man nur auf verschiedenen Wegen, denn da die Dis- position zur Umgestaltung in vielen, wenn nicht in allen Thiernaturen unverkennbar vorhanden' ist, die sich durch eine auffallende Geneigtheit dazu fortwährend äußert* und beweist; so sollte man auch vermuthen: die Vorsehung wolle durch die Einrichtung, daß das junge Schaaf fei- nere Wolle trage, als wenn es alt werde, ebenfalls andeu- ten, daß der Mensch, wenn er den Umstand zu nußen verstehe, davon zu seinem Vortheile Gebrauch machen könne. Die Natur operirt in ihren Bildungen und Ueber- gängen zwar. wohl nach gewissen Geseßen, aber nach den Begriffen des Menschen immer zweideutig und successive. Aber in der Zweideutigkeit liegt eben die Aufgabe für den Menschen, wie Vortheile für ihn daraus zu ziehen sind. Sie erscheint in den Gestalten und Eigenschaften der Kin- der von ganz gleichen, konstanten Eltern. Der Unter- schied ist zwar vielleicht kaum merklich, weil die Ueber- gänge nur successive geschehen, und also ist die. kleinste Abweichung, wenn sie selbst vorübergehend ist, geeignet, zum Vererben zu disponiren, wenn mit Konsequenz dar- auf fortgebauet wird. Es ist mir also nicht ganz un- wahrscheinlich, das das Alter der Zuchtthiere auf die Wer- edlung Einfluß hat, der vielleicht von so wirksamer Art ist, daß dadurch in einer angemessenen Zeit, ein ganz eigener Charakter hervor gebracht werden kanna Selbst die Analogie spricht für diese Vermuthung; denn junge Thiere erzeugen, ehe fie vollkommen ausgebit- vt fads emhsen (uh zar m ell md T tigen L her zu H auf fel ums mittel it heben De niht ho VRN Theme 7 angefau wünschte V; Stähre dure)| Charzk Etähre E van mi bn es shlechtef tathail€ un 1 shehm| wicht a dadurch Golfe trügt, „der Natur Vndung zu Mam andern sprüht mehr e Zwe u da die Zise It in allen ' sich durch Ußert: und Vorsehung Ichaof fei alls andeye zu üben hm konne, vd Weber: 'r nach den ) successive, he für den ehen sind, 1 der Kin- der Unter- die Uebe die, Feinste |, geeigneb (quenz dat ganz uns f die Ver- samer Art ein gan) ewuthun) em aufge det find, zartere Nachkommen, die zu zartern Gestalten erwachsen(zwar nicht ohne Ausnahme), sie müssen also auch zartere Wolle bekommen( versteht sich, daß ihre El- tern edler Abkunft waren), indem die einzelnen Theile eines Thiers immer zu einander in einem einigermaßen rich= tigen Verhältniß bleiben und die Wolle auch als ein sol- mäßigsten wären; denn es ist jeht bekannt genug, daß am Hintertheile die schlechteste Wolle zu finden ist. Je breiter aber das Hin- tertheil erwächst, desto mehr Wolle wird davon geschoren, und da dieß nur auf Kosten der übrigen Körpertheile ge- schehen kann, indem ein Schaaf de2halb nicht mehr Ge» wicht an Wolle liefert, so wird das schlechteste Sortiment dadurch überwiegend und das Ganze verliert dadurch) am -- 30== Werth. Matt sollte deshalb auf ein so schmales Hinter- theil hinarbeiten, wie nur irgend möglich ist zu erlangen. Man war damals no< von der alten Lehre befan- gen=- die zu ihrer Zeit ihren Nuten haben konnte-= daß man einem breitgehüfteten, diEschenklichten Stähr viel Männlichkeit zutrauete, und ihn deshalb zum Sprung be- sonders qualifizirt wähnte; auch waren so gestaltete Hame- mel den Fleischerin angenehm, weil sie schwere Braten lie- ferten, was zu seiner Zeit allerdings zu berücksichtigen n9- thig war, wo die Beschaffenheit der Wolle als eine ganz gleichgültige Sache erschien. Im Betreff des übrigen Verfahrens=- so glaube ich, kann man es eigentlich nicht fehlerhaft nennen; denn man erreichte dabey alle die subtilen Eigenschaften, welche unsere Klassischen Schaafzüchter fordetn, Wenn die Aufgabe war: möglichste Wollfeinheit auf allen Theilen des Körpers bey höchstem Wollreichthum bervorzubringen, so erlängfe man, indem man sie zu lö- sen trachtete, auc) Geschlossenheit der Vließe und regel? mäßigen Stäpelbau; denn diese Eigenschaften sind immer eine gewisse Folge von jenen. Wo also bey möglichster Wollfeinheit in Verbindung mit Wollreihthum und in Folge dessen, Geschlossenheit der Vließe vorhanden ist== welchen Bedingungen beyde Geschlechter entsprechen müssen, wenn sie zur Begattung kommen dürfen=- da wird nie, oder doch selfen, ein Lamm gebohren werden, dessen Vließ sich in der Folge scheitelt, zwirnt, dessen Stapel sich in Stränge und Knöte bildet, oder was ganz kahlen Kopf und Beine nebst nacktem Bäuche hat u. s. w. Es geschieht zwar doH mitunter, und sogar in den konstante- sten Heerden; Solche Thiete, die als Produkt eines, von dem Schöpfer sehr weise angeordneten Naturspiels angesehen wege [ders| sen€ hntlicht ün 0 auß! Thiere nigsten: oben ut) Me[ih ft aufe fann sel; nigt al Dolle 3 Y yn R in der [11/778 Sräufelt gen verb fuß; üb Wa R att, V betrifft, wenig dl ban ge Hiltung, tn Het und by fo gesche en, sor m] m NERZ<<. IE 17 REES (4 Hinte: werden müssen; find in'der Wolle gewöhnlich fein; be- M hen, sonders bey den zuleßt genannten Eigenschaften. Ein mit ihn Vfanz diesen Eigenschaften begabtes Thier hat aber bey außeror- imb dentlicher Feinheit oft nur x Pfund, gewöhnlich nicht Etiht vil über ein Pfund Wolle, Im Extrem von diesen werden Sprung hz auch mitunter von gleichen Eltern ungewöhnlich grobe ltofo Dame Thiere gebohren. Beyde sind aber zur Fortzucht=“ we- Zrafen lip: nigstens für unsere Absicht=- gleich untauglich, und die tigen nds oben erwähnten Bedingungen schließen sie auch davon aus. (ine gan- Wer sich aber verleiten läßt, solche Thiere wegen ihrer oft außerordentlihen Feinheit zur Nachzucht beyzubehalten, 6 qlaube kann sole. J Diese Periode soll eigentlich in der Hauptsache von der Gegenwart handeln. Um aber den Zusammenhang des Ganzen nicht zu sehr zu unterbrechen=- welches zwar nicht ganz zu' vermeiden ist, da die Bemerkungen in verschiedenen Zeiten zur eignen Nachricht, keineswegs aber für den Dru> bestimmt, niedergeschrieben und nicht förmlich umgearbeitet, sondern nur gesammelt und hie und da vielleicht kleine Zusäße oder Abänderungen gemacht out wf Des nachdem WO aufgeh Des(! 1800| zosen 10 (se E dD; syritend Feldbau sahen; (an, vm H und far abr and die Chia ar niht; heft verfil www. yl Ahn,( wun), wollt, vy sich auf ganze€ nehm Thei "Wehen andern t Nahzucht he Wenn es statt fändig nenn; für Gel? von inschte, Dier um man bey Jahren ver- Wedschlag an Obi artigen Zeit, Hauptsache vo Zusammenhar m= wede + Bemerkung! ht, feineSwey bon und 11? melt und 1! ungen gum >. 33. wurden== so ist es nothig, einen Bli> rü>wärts zu werfen.| Das fernere Fortschreiten der Scaafveredlung wurds, nachdem sie größtentheils allgemein unternommen, wenn auch nicht grade ganz gehemmt, doch gewiß bedeutend aufgehalten, und zwar durch zwey besondere Ereignisse, Das erste: die außerordentlich hohen Getreidepreise voy 4800 bis 4806. Das zweyte:“der Krieg mit den. Franz zosen und die Beschränkung des Handels durch das poli tische System der Franzosen. Das erste hatte insofern übeln Einfluß auf die fort- schreitende Schaafveredlung, indem die Landwirthe dem Feldbau alle übrigen Branchen der Wirthschaft hintenan- seßtenz; denn sie erhielten Geld im Ueberfluß für ihr Ge- treide, Die Viehzucht überhaupt betrachteten die mehre- sten nur als ein nothwendiges Uebel, was zur Erreichung ihres Hauptzwe>s:=- möglichst höchste Getreideerzeugung =- unumgänglich nöthig war, und man weiß wohl, daß eine Sache, die man oberflächlich und. nur so nebenbey beachtet, niemals rechtes«Gedeihen und glücklichen Fort- gang hat. So stand es auch mit der Schaafzucht und dessen Veredlung. Man sekte zwar die Veredlung fort und kaufte von Zeit zu Zeit auch Zuchtstähre; das war aber auch alles, was gethan wurde. Nöthigenfalls auf die Schaafe etwas Getreide zu verwenden, daran war gar nicht zu denken; dieß konnte. man viel zu vortheil- haft versilbern, als daß man Schaafe damit futtern mogte, Ungern gab man ihnen etwas Kartoffeln oder Rüben,(die für die Viehfutterung nun schon bekannt wurden), weil man das Feld nicht damit beschmieren wollte, und meinte, sie würden nicht verhungern und sich auf der Weide schon wieder erholen. Und- so. war die ganze Schaafhaltungsmethode beynahe wieder auf unsere 3 -- 34= erste Periode zurügeführt. Sie. starben zwar nicht alle aus Hunger; aber die feinsten Thiere(die sich ohnstrei- tig schwerer futtern, wie die gröbern) gingen vor die Hunde, und an sorgfältiges Ausmerzen war nicht zu den- ken; denn man zog nicht mehr zu, wie durch Zufälle und an Alterschwäche abging. Im Allgemeinen wurde daher die Wolle eher schlechter, als besser, Indessen gab» es auc) Ausnahmen von der Regel und besonders ließ man sim in Sachsen nicht irre machen, wo auch vielleicht die Lokalität viel dazu beytrug, daß die Veredlung in fortschreitender Zunahme blieb. Vebrigens hatte die Veredlung und die Kenntniß der- selben shon zu tief gewurzelt, als daß sie wieder hätte in gänzliche Vergessenheit versinken können; auch gab es hin und wieder Männer, die sie durch ihr Beyspiel frisch im Andenken erhielten. So wie sic< alles um die Sache dreht, wobey am mehresten zu gewinnen ist=- wie man gegenwärtig bey der Schaafzucht sieht=- so handelte es sic) damals haupt- sächlich nur darum: auf welche Art, bey welchem Sy- steme des Feldbaues ist der höchste Körnerertrag zu exzie- len 2? denn wer damals Getreide genug zum Verkauf hatte, dem fehlte es eben so wenig am Gelde, wie jekt demjenigen, der eine gute, im Rufe stehende Schäferey besißt. Die Bemühungen und das Studium, welche man damals anwendete, um hierüber zu einem richtigen Re- sultate zu gelangen, vervollkommnete allerdings den Feld- bau, wozu die Einleitung der Englischen Landwirthschaft von A. Thaer den Weg eröffnete, Wenn nur zu ver- muthen ist, daß vielleicht schon damals der Grund gelegt wurde zu der spätern Wohlfeilheit aller landwirthschaftli- mäßigern Kultur-Methoden bekannter geworden, war es ein Leichtes, ein Uebermaaß von Fut- ter, und zwar in allen Bodenarten zu gewinnen; denn wo keins der erwähnten Futterkräuter fortkam, da wuch» sen Kartoffeln, die allen und jeden Futtermangel de&ten, und nur wenig anzubauen kosteten. Dadurch war die Aufgabe: mehr Vieh wie bisher halten zu können, es desser zu füttern und durch die bessere Qualität und grd- ßere Quantität des Düngers mehr Getreide zu gewinnen, größtentheils gelöst.;- Ungeachtet. die Viehhaltung immer noc< als Mittel zum Zwe angesehen wurde, so war es auch einleuch- tend geworden, daß beydes recht füglich vereinigt werden fonnte, indem man den Nuten vom Viehe zu erhöhen firebte, wodurch man den Dünger möglichst wohlfeil bes kam, und durch diese erhielt die Nubviehhaltung im All- gemeinen, besonders aber die Schaafzucht, neue Shwung- kraft. j Einen neuen Stoß bekam sie nicht allein durc< den Krieg mit den Franzosen 4806, sondern auch dur< das damit in Verbindung stehende Verbot des Handels mit England 3 indessen waren die Folgen davon nicht so schlimm, als man fürchtete. Wenn auch anfangs hin und wieder Vieh zur Verpflegung der Truppen requirirt wurde, so hatte dieß keinen bedeutenden Einfluß auf die Schaafzucht. Der Wollhandel, obschon durch das Ver- bot der Exportation nach England vorläufig gelähmt, kam dadurch in Thätigkeit: daß die große Armee na>t und abgerissen, zur Bede>ung ihrer Blößen, Bekleidung be- durfte. Am Gelde fehlte es derselben nicht, dessen sie fich durch ihre Industrie im Requisitionswesen hinlänglich zu verschaffen wußte, wovon leider Jedermann die eigene Erfahrung gemacht hat. So lästig die unaufhörlichen fannt „von Füts NW denn da uhr gel Neft, ) war dy nnen, und geb: einne), ) Mittel amleuth: - werden erhöhen URT ) im All: "hwung: r< den r< das Ww mit wr bo- ans hin require! ß auf die das Pete mt kam aft und dung be: dessen sie nkkngle 101101. Ufhörlic (0, || || | Kriegösteuern auch waren, so erwuchs doh=- da es sel- ten eine schlechte Sache giebt, die nicht eine gute Seite hätte==“ für die Schaafzucht der Vortheil daraus, daß Wolle ein gesuchter und gut bezahlter Artikel war. Die große Armee gebrauchte aber nur Waare mittler Güte; der Handel mit England,=- wo damals haupt- sächlich und in Masse nur feine Gewebe fabrizirt wur- den==“ war nicht erlaubt und so beschränkte sic) das Be- gehr, oder war wenigstens am lebhaftesten in Mittel- wollen.:: ? Bekanntlich liefern Schaafe, die Mittelwolle tragen, die mehreste Quantität, was Wunder also-- da sich die Produktion immer nach dem Begehr richten muß-- wenn man sich nicht allein nicht bemühete, seine Wolle zu ver- edeln, sondern dur auf höchste Quantität hinarbeitete und dadurch oft Nü&schritte machte. „Die Konjunktur des Getreidehandels hatte sich nach der französischen Invasion ganz umgestaltet. Die Preise fingen an sehr schwankend zu werden, wodurch die Scaaf-» zucht in immer steigendere Achtung kam, die in demsel- ben Verhältniß zunahm, wie. die Getreidepreise sanken und endlich, da das Betreide beynahe bis zur Werthlosigkeit im Preise herunterging, zur Landwirthschaft mit dem Feldbaue gegen früher im umgekehrten Verhältniß stand. Es wurde ihr daher= wie früher dem Feldbaue=- die größte Aufmerksamkeit gewidmet, zumal da ihr Produkt durch den freien Handel mit England, der in Folge des allgemeinen Friedens wieder hergestelt war, im guten Preise blieb. Besonders erreichte die feine Wolle einen hohen Preis. Dieß war der Zeitpunkt, wo Sachsens Schaafe goldene Vließe trugen, und wo die Besißer den Vortheil genossen, der ihnen für ihren Fleiß und Aus- dauer mit Recht gebührte- Denn sie erhielten nict allein für ihre Wolle unechörte Preise, sondern von nahe und fern trafen Käufer ein, die ihnen auch ihr entbehrliches Muttervieh für sehr gute Preise abkauften. Wer vorher und in der Franzosenzeit saumselig in der Veredlung gewesen war, indem die guten Getreidepreise oder der ziemlich gute Preis der Mittelwolle ihn hinläng- lich befriedigte, der sah nun seinen Fehler ein und er- kannte die Nothwendigkoit, das Aeußerste daran seßen zu müssen, um mit der Verbesserung seiner Schäferey vor- wärts zu kommen; denn durch den Ertrag von der Wolle war nur in dem Falle der Ausfall, welcher durch den Erlös für das beynahe werthlose Getreide entstand, zu de&>en, wenn sie eine gewisse Qualität erreichte. Durch die Verbesserung des Feldbaues boten sich aus- serordentliche Mittel dar, die Schäfereyen sowohl zu ver- stärken, als zu verbessern, und da die Landwirthe einse2 hen gelernt, daß durch eine reichliche Futterung ein glü>- licher Feldbau absonderlich bedingt werde; eine glükliche Viehzucht aber. direkt davon abhängig sey, fo sorgte jeder nach seinem besten Wissen und Kräften dafür. Die erstere: wegen der reichlichen Düngererzeugung, ohne welche kein glücklicher Feldbau denkbar ist."Die leßtere: um sv viel wie möglich Sterben zu verhüten und um eine zahlreiche Lämmerzucht zu haben; wo aber diese statt findet und wenig Abgang durch Sterben ist: da kann scharf ausges „merzt werden und sowohl die schlecht in der Wotle fallen- den Thiere, wie die übermäßig Alten, sind da fortzu: schaffen, ohne den Normal- Bestand zu schwächen. zun 4 mit daß 7]! Qua woh! wm es 44 nahe un ehrliches eig in ber eihewuip | hinläng: | und ex: [eben zu ey botz t Wolle ih den nd, zu fh wf: | zu ver he eine: 1 glüds üElihe te jeder estere: (M ken | se viel zaglreihe net und f auSges ! fallen: | fortzia 1 48:00 be eemaenmmnenmuen a) Haltung der Schaafe im Winter, Solche Güter, die ganz feine oder Elektoral-Scaafe zum Verkauf halten, nahmen davon= in Verbindung mit Zuchtstähren und für Wolle, Geld genug ein, als daß sie nöthig hatten, sich über die Wohlfeilheit des Ge- treides zu beklagen. Sie verwendeten deshalb auch große| Quantitäten zur Verfutterung für dieselben und so ist wohl anzunehmen, daß in dieser Zeit für solche Schäfe- reien der reichlichen Futterung und zwe>mäßigen Pflege alles übrige nachstehen mußte. I< will zwar nicht behaupten, daß dieß allgemein der Fall war; denn der. eine blieb aus Sparsamkeit bey der Futterungsart, die im in der zweiten Periode mit- theilte; ein anderer gab aus Rücksicht auf die Wolle keine Körner zum Futtern, und ein dritter hielt es für öfono- misch unrichtig, viel Körner zu futtern, da man mit Klee, Luzerne- Heu, auch mit Kartoffeln und Rüben den- selben Zwe erreichen könne. In Sachsen war das Hauptnahrungsmittel für die Schaafe Heu, wo dieß nicht ausreichte, traten Körner an dessen Stelle. Im Preußischen Lande wurden zwar auch wohl hin und wieder Körner gegeben; im Allgemeinen aber mehr Kartoffeln, die man entweder roh futterte oder erst Branntwein davon abtrieb und die Wäsche den Scmäßigste und vor- theilhafteste Futterung ist, gehört nicht hierher zu unter- suchen, und wird bloß bemerkt, daß bey beyden die beab- sichtigten Zwee(zwar der Sache angemessen) erreicht wurden, Inwiefern Uebertreibung,(besonders der Körner- ES 40 SIE Futterung) auf die Qualität der Wolle nachtheilig ein- gu| wirken kann, werden wir in der Folge hören. is ise ;; Dent b) Haltung der Shaafe im Sommer. daß Wenn auch im Allgemeinen anzunehmen ist, daß jeder hene Landwirth=- bey der Konjunktur für landwirthschaftliche) frog Produkte, wie sie jekt ist=- für seinen Schaafstand vor] fehl! allen Dingen sorgt; so ist auch zu berücksichtigen, daß| zur Lokalitäts- Verhältnisse und“ manche andere Umstände, dieß| niht mehr oder weniger erschweren. 2| sind Im Preußischen, wo es größtentheils eigentlich nie ny an Schaafweide gemangelt hat, ist diese Aufgabe jeßt, wo dem man bey sehr bedeutendem Terrain häufig Koppelwirth- j 0 schaften angelegt hat, sehr leicht zu lösen. In Sachsen 108 ist sie aber sehr schwierig; denn die Weideflächen sind„ms. größtentheils sehr beschränkt; die Felder werden fast alle' imd; besiellt, deren die Gutsbesiker nicht sehr viel haben, auch; j ist der Gra8wuchs darauf nicht Üppig und an Rasenweide| die) selten viel vorhanden, die auch nur knappen Graswuchs üm -„DIE:-] Jahr In den mehresten Wirthschaften wird also dem, in» 4 der vorigen Periode erwähnten Hungersystem noch gehule--) digt;'in manchen andern sucht man die rechte Mittel- straße aufzufinden, und in manchen, besonders wo die 4 Elektoralschaafe hausen, übertreibt man die Ernährung) sowohl im Sommer, wie im Winter.| Das quest. Hungersystem kennen wir hinlänglich, als. daß etwas darüber zu sagen wäre. In Betreff der rechten Mittelstraße thut man zwar| alles Mögliche, sie zu treffen; aber das ist nicht so leicht. win; Durch gewöhnliche Mittel, als durch Ansden von weißem fönnt 2 GEE EIE ne ane A... (lig eie het, daß jeh schaftliche stand vor en, daß e, dieß (ih nie ht, wa elwirth- Sachsen qm sind fast alls 1, auh nweide wuchs RA, 4 gehul Miel: wo die nahrung (anzu, zn zw sv leicht, 0% WelfeN FENEN Klee zur Weide; Anbau von rothem Klee, zum grün futtern im Stalle und durc) Eingeben von privativen Wiesen, erreicht man seinen Zwe> nicht vollkommen. Denn die weiße Kleeweide wird in der knappen Zeit trok: ken; der rothe Klee geräth nicht immer und die eingege- benen Wiesen, halten, wenn die Witterung anhaltend tro>en ist, nicht lange vor, weil al8dann der Nachwuchs fehlt. Die Schaafe können sich daher von Johannis bis zur Erndte, aller zweckmäßigen Vorrichtungen ungeachtet, nicht ein einziges Mal vollkommen satt fressen. Indessen sind sie doch viel besser daran, wie in der vorigen Porio- de, wo sie in Gefahr vor Hunger zu sterben warenz denn wenn auch der rothe Klee nicht zum mähen gewor- den, so giebt er doch zum Abweiden mehrere Tage Nah- rung und nach einem erfolgten Regen, wird die ganze Weide wieder frisch und grün. Wenn sie also auch etwas mager wurden, so blieben sie doc< gesund und kräftig. Uebertreibung findet aber in solen gekodderten Hälsen, mitunter fal- tiger Haut, breiten Gesichtern, die bis an die Nasenlö- cher, so wie die Beine bis auf die Klauen, mit kurzer verworrener Wolle bewachsen sind. Ihre Wolle hat dun- kelgelben, bey reichlicher Futterung fast braunen Fettschweiß und die äußere Fläche ist mit einem pehartigen Schmuß überzogen. Wenn beide aus rein Spanischem Blute ent- sprossen sind, so können sie im Durchmesser gleich feine Wolle tragen; jedoch steht die von diesen, der von jenen dadurch in der Qualität na<, daß sie etwas barscher im Angriff ist. Die erstern sind besonders in Sachsen anzutreffen, die lektern zerstreut in allen Ländern. Der Umstand, daß Sachsen das Elektoral- Schaaf in der größten Vollkommenheit und gewissermaaßen aus- schließlich= wenigstens in Masse besikt, hat häufig Anlaß zu Erörterungen über die Ursache gegeben, die da- durch noch auffallender sind, da man zugleich behauptet:, Sachsen habe früher keinesweges musterhaft in der Schaaf- züchtung verfahren. So viel ih mich erinnere, sollte Eu eum (left hie so! doch dam moht ander Hien ow ds voll vn fich Garch Untet ande habe Fant sich aus aus Ane! dm| Zhi Ep einfa Jehr men) weh N PORRNEIEEN I SEINE u eä“ 4“% mec) drt PRE-<--- SEREEN€= 0.-.-* u ka Wachten, der ans "nn die vie untere ie Oise: sopfe vd Erteom ben Fatt- manche x allen on brei- Rün, fer fal Nasenld« t funge haet dun- ettschweiß Edmuß ute ent: < feine 1 jenen het im NaUevefÄen, [Schaf fen aus? x haufig , die di? behwaptet: x Schw: at,[00 SIR WIS Sachsen, da es früher die Veredlung gar nicht nach Grundsäßen und überhaupt sehr fehlerhaft betrieben, die Elektorals dem Zufalle verdanken. Wenn darunter zu verstehen ist, daß es zufällig oder absichtlich die schönsten Individuen aus Spanien erhielt, fo ließe sich,(wenn es auch sehr unwahrscheinlich ist,) doch nichts Erhebliches dagegen sagen. Aber man scheint damit sagen zu wollen, als habe Sachsen, oder vielmehr mehrere seiner Schaafzüchter immer, und einer wie der andere, zufällig die besten Thiere zur Fortzucht getroffen. Hieran nicht zu weifeln, dazu gehört ein wahrer Köhler» glaube. Eben so auffallend ist, daß jeßt, wo man behauptet: das Berfahren der Sachsen bey ihrer Schaafzucht sey vollkommener geworden-- die Wollhändler dagegen erklä- ren: die Sächsische Wolle der edelsten Schäfereien habe sich verschlechtert! Es ist zwar nicht zu glauben, daß die Sachsen außer dem Verdienste: durch das erste glükliche Unternehmen der Einführung Spanischer Schaafe, auch andere Staaten dazu aufzumuntern= noch ein anderes Haben, um die Vorzüglichkeit ihrer Wolle; eben so wenig Lann man glauben, daß die vorzüglichen Eigenschaften si von dem Umstande allein her leiten lassen, daß die aus Spanien nach Sachsen gekommenen Thiere die besten aus den edelsten Heerden Spaniens waren. Denn die Anzahl war sehr„klein und es ist nicht glaublich, daß in den verschiedenen Heerden nicht selten eben so schöne Thiere zurügeblieben seyn; zumal da die edelsten Heerden Spaniens sich ziemlich alle gleich seyn sollen, und da die einfache Veredlungsweise, welche man noch vor einen? Jahrzehend in Sachsen und wohl(mit wenigen Ausnahs men) in ganz Deutschland- anwendete, den entschiedenen y (ze I Vorsprung, welchen Sachsen schon damals in der Quali- e tät der Wolle vor den Spaniern erlangt hatte, nicht her-| fir beyführen konnte; so muß man eher vermuthen, daß(ih v! Sachsens Oertlichkeit sich ganz besonders für|«ew feine Schaafzucht eigne, und die besondern,| 2-| FE GAG EISSSSD E62 NE an eu IR IIR-„Seen 7; n EE TEGRR R IS“ WIENE it Quali: niht here qm das ne für sondum, erordens scheinlicn, en Shay seyn, im: sißt; wels hat, wo tammten, führung im mehr dem Qu sen Pre e Menge vaffer ers en wollte; Zossen he ieh be Theil allet oder späte, dur) Dr enen Opa» unmittelbar em Dent genschaft! eicht me 1] anden SEIEN 7 EEE Eben so wenig ist es Wahrscheinlich, daß das Säch- fische Elektoral= Schaaf, wie man es beschreibt und wirk- lich vorfindet, je unter den Eskurial- Heerden,=-- wovon es abstammen soll=- in derselben Gestalt, mit denselben .) 7 Wenn diese Beschreibung auc< zu unvollständig ist, um daraus auf die eine oder andere Race mit Gewißheit' schließen zu können, so geht wenigstens mit hinreichender Zuverläßigkeit daraus hervor, daß das gegenwärtige Elek- toralshaaf von dem damaligen merklich verschieden ist. Die Wollbewachsenheit der Extremitäten läßt=- alsneten Zustande einen außerordentlich aromatischen Geruch. Der Klee äu- ßert sogar eine Verschiedenheit, gegen den, mancher an- dern Lokalitäten. Er scheint getroEnet nicht allein nahr- hafter; sondern im grünen Zustande zeichnet er sich schon dadurch besonders aus, daß er ohne große Vorsicht gefut- tert werden kann und nicht leiht die Blähsucht(Winde- sucht) erzeugt, was in manchen Gegenden sehr leicht, dort aber nur bey übermäßigem Genuß und sehr nasser EIE 2 Witterung geschieht. Hiervon zu schließen, könnte man fast glauben, alle dortige Nahrungsmittel wären dem Viehe homogener. Selbst das Wasser ist so weich, oder besißt eine be» sondere Eigenthümlichkeit, welche sich den Sinnen dadurch am gewissesten darstellt, daß sowohl die Woll- wie die- Zeugwäsche eine ungewöhnliche Weiße erhält, ungeachtet man mit beyden sehr wenig Umstände macht. Bey erste rer jagt der Schaafzüchter seine Heerde vor der Schur heute einigemal durch ein zwar tiefes, aber schmales Flüß- hen, womit Sachsen in vielfacher Richtung durchflossen ist, und morgen wieder; wodurch er eine Wäsche erhält, die sich mit jeder gewöhnlichen Schurwäsche messen kann.* Wohingegen Scaafzüchter in manchen andern Ländern, ihr Vieh halb" todt hezen und quälen; mit der Hand waschen, und bey allem Fleiße nicht erlangen, was jene spielend erreichen. Die Zeugwäsche der ärmeren Klasse geschieht gewöhnlich ohne Seife und dennoFg erlangt sie in ihrer Art eine ungewöhnliche Weiße, VR CHILE DEP 20 9008 der vorstehenden Meinungen durch die Erfahrung. Wenn ein einseitiger Beweis auch nicht definitiv für oder gegen eine Sache entscheiden kann, so unterstüßt er doch im fraglichen die Behauptung: daß die Besc und kulpig, mit breiten Stirnen und bis an die Na- senlöher mit Wolle bewachsen, so, daß die Thiere kaum aus den Augen sehen konnten. Ihre Hörer waren sehr stark, die Hälse diE mit zierlichen Koddern und die Vließe ganz schwarz von Farbe, die durc< einen klebrigen Peche- überzug erzeugt war. In der Wolle sehr dicht und ohne Spißen. Uebrigens ziemlich ausgeglichen; jedoch im An- griff etwas barsch, dabey aber feine Wolle. : Diese Thiere, die dabey sehr gut gefuttert waren, produzirten sich als recht imposante Figuren und man sah sie mit Vergnügen. Nach zwey Jahren, in welcher Zeit sie auf Sächs sischer Weide und mit Sächsischem Futter genährt waren, sah ich dieselben Thiere wieder. Sie hatten sich während dieser Zeit so verändert, daß man sie kaum wieder er- kannte. Der pechartige Ueberzug war ganz verschwunden, ungeachtet sie sehr gut genährt waren, und kaum bemerkte man daran eine etwas dunklere Farbe, wie die Übrige Heerde hatte. Wenn sie auch noch etwas weiter geribbt, wie die übrigen Sächsishen Stähre erschienen, so waren doch die tonnenformigen Bäuche fort. JIhre Wolle hatte dieselbe Sanftheit und Milde, wodurch sich fast alle Säch- sische Wolle auszeichnet, und war von lebterer kaum zu 4 Sum mnasigen, breitrüdigen Gestalten, durch die Kodder und Bewachsenheit der Extremitäten, als Infantados aus, Lektere schien mir sogar nicht mehr in so hohem Grade vorhanden zu seyn. Auch glaubte ich die frühere Dicht- heit der Vließe zu vermissen; indessen erschienen diese viel- leiht nur deshalb lo>erer, weil der klebrige Map nicht darin vorhanden war. Um Vergleichungen mit Wolle von ihnen, wie ie jeßt trugen, mit solcher von ihren Blutsverwandten in ihrer Heimath(wohin mich mein Weg führte), anstel- len zu können, nahm ich einige Wollmuster davon. Ohne ein vollfommner Wollkenner zu seyn, mußte man den be- deutenden Unterschied erkennen, der sich bey der Verglei- chung mit lekßterer ergab, und selbst der Schäfer dieser Schäferei mußte der aus Sachsen mitgehrachten Probe den Vorzug gegen die seinige einräumen. Der Unterschied war so groß, daß er weiter keinen Einwand wußte=- deren diese Art Leute sonst eine Menge zu Tage fördern == als daß die Schaafe, wovon ich die Muster hätte, wahrscheinlich sehr Wollarm wären. I< sagte ihm end- lih, daß die Probe von Thieren aus seiner Zucht sey, was ihm zwar sehr schmeichelhaft schien, aber dennoch wollte er es nicht glauben. Er äußerte zwar auch die Meynung, daß die Beschaffenheit der Weide großen Ein- fluß auf die Beschaffenheit der Wolle habe; aber in zwey Jahren könne sie einen so auffallenden Unterschied nicht erzeugen.: Von den Nachkommen der erwähnten beyden Stähre, die sie in Sachsen erzeugt, konnte man mir nicht, vorzei- gen, indem sie gemeinschaftlich mit noch einigen Sächfi- schen Stähren zu den Muttern gekommen waren; mit Gewißheit läßt fich also gar nichts darüber sagen. Ueber- Verd Ihn tun laßt auf ver fer| fen| nase brau edi die aud eini in h ditt dis dem war die Descendenz noh zu jung und also noch nicht | Aoter umd vollfomimen ausgewachsen; die Bildung der Gestalten wie [Wb au, die der Wolle war deshalb noch nicht beständig. Ich Doham Grabe kann daher bloß im Allgemeinen bemerken: daß man "here ht zwar in den beyden Generationen, die während der zwey ent diese vi Jahre entstanden, hin und wieder etwas mehr Bewach- e Vettshwij senheit der Extremitäten wahrnahm;- daß einige Gestalten | davon etwas stämmiger zu seyn schienen; daß aber vom 1, Wie fü pechartigen Ueberzug nicht die Probe zu finden war, und verwandten überhaupt kein merklicher Unterschied in der Wolle fich tt), anstel- zeigte. 0", Ihne jan den be- er Verglei- En:. dif wasn VI. Kapitel, him Yrobe Ghluß-Folge. p Unterschied AISHEN wußte= 4 M; ge fördern Wenn man also beru>sichtigt, welche auffallende ster hätte, Veränderung in der Wolle an den vorerwähnten beyden „ihm inde Thieren durch die Vertauschung ihrer heimathlihen Ernäh- Zuht set) rung gegen die in Sachsen in so Lürzer Zeit entstand; so ve denneh läßt sic) fast mit Gewißheit ein weit stärkerer Einfluß ar nud Die auf die Nachzucht erwarten. Cs 107007 80h einigen Ge- großen Dir nverationen nicht allein jede Spur vom Infantado- Charak- her in zwey ter in der Wolle verschwinden, sondern auch die Gestal- (hid nicht ten werden den eigenen Charakter des Sächsischen Elekto- ralschaafs annehmen( vorausgesebt, daß die zuerst ge-- Stährt brauchten JInfantados ganz fein, völlig ausgeglichen und 0' edle? Abstammung waren), Jc< vermuthe sogar, daß sich aal M die Nachkommenschaft von sold)en Infantados, wenn sie . in| auch mit Müttern ihrer Race gepaart waren, schon nach u) 7 einigen Generationen ausartet und nach und nach Säch- gen, Web? n N ima Sin MEERE"; EEE; 4 fische, Elektoral-Wolle, so wie Sächsische Elektorol-Schaafe präsentirt. Man kann also mit ziemlicher Gewißheit“ be- haupten: daß die besondern Eigenschaften der Sächsischen Wolle ein Produkt der Cigenthümlichkeit Sächsischen Fut- ters ist. Endlich kann man vermuthen, daß jede Schäfe- rei, wenn sie bey reiner Inzucht bleibt, sich nach Be- schaffenheit der Nahrungsmittel vorzugs8weise zu ihrem ei- genen Typus hinneigen wird. Je milder und süßer die Gräser und Kräuter, je weicher das Wasser, je näher wird sie dem Elektoral- Charakter kommen und je höher wird derselbe zu treiben seyn. Je sauerer, herber, harzi- ger die Gräser, je härter das Wasser, je mehr wird die Wolle der von den Infantados gleichen. Dieses Hinneigen zu einem gewissen Charakter scheint der Fingerzeig der Natur für den Schaafzüchter zu seyn, auf dem kürzesten Wege sein Ziel zu erreichen, sowohl für denjenigen, der Mestizen besit, als für den, der sich einen kleinen edlen Stamm ankauft und darauf fortbauet. Alle Schaaf-Racen, wenn sie auc< von ganz edler und konstanter Abkunft sind, behalten nicht ihren eigenthüm- lichen Charakter, wenn sie in eine andere Lokalität ver- sebt werden. In dem, wozu sie sic) am mehresten hin- zuneigen scheinen, wird in der kürzesten Zeit, etwas Voll- kommenes seiner Art, etwas Konstantes zu erlangen seyn. Es ist demnach für jeden Schaafzüchter höerheit zu be- Heerden,„gegnen; er hat sich also gewissermaßen von selbst aufge-&: 1, außer drängt.' Hätte man ihn schon bey der Einführung Spa- tern, in nischer Schaafe bis auf die Gegenwart vorzugsweise und mit den* ohne Unterbrechung Lultivirt, so fragt sic): welche Höhe eilhaffef die Sächsische Schafzucht jeht schon eriangt?=- wenn ste dE<<.i. WE WE E6E ELE sonst der vielleicht zunehmenden LoEerheit wegen nicht hö- her zu treiben ist? Ich gebe gern zu, daß der eine oder andere Charak- ter=-. wenn er au< der Lokalität nicht zusagt= auf längere oder kürzere Zeit kann fest gehalten werden, wie z- B, bey einer Lokalität, die der Infantado- Race zu- sagt, wenn man hier Elektoral-Schaafe züchten will, Dur< eine aufmerksame Auswahl der Zuchtthiere wird man hier zwar auf kurze Zeit seinen Zwe erreichen z aber ein immerwährendes Widerstreben, ein gewisser Kampf mit dex Natürlichkeit, wird unverkennbar seyn, Es wer- den von Jahr zu Jahr mehr sich dem Infantado-Charakter hinneigende Individuen fallen und endlich die Allgemein- heit desselben nicht mehr zu vermeiden seyn.- Wenn man auch reine Elektoral- Väter und Mütter zusammen paart; sie werden dennoch= wenn sie nicht. etwa immer aufs Neue von außen herangezogen werden=- zum größten Theil Infantado- Lämmer zeugen. Länger ist zwar ein gewünschter Charakter festzuhals ten, wenn er auch der Lokalität heterogen ist, durch Her- beyschaffung fremder Zuchtstähre 3; anzurathen ist diese Maaßregel no<4 weniger 3; denn zu einem konstanten Charakter ist auf diese Weise fast gar nicht zu gelangen, YI. Rapitel. M 8 a 41 ID 8 FT OSUSIEM Ob es rathsam ist, mit Behartlichkeit auf eine sich willkührlich zum Ziel gesehte Race hinzuarbeiten, ohne die Lokalität oder die Neigung des vorhandenen Stammes zu | niht Dö: Ww Caf 8= uf eden, vn Race zw "fm wil, iets mird en; abet Kampf s Werz Zhanster gemein: enn man en pant; mer aufs fon Zheil stzuhal: h Her“ | diess ysianten gelangen, ane sic ohne di ams zu (9, ERLE berü>sichtigen, ist zwar nicht. mein Zwe, hier weitläu- fig zu untersuchen, da ic mir selbst die dazu nöthige Scarfsicht nicht zutraue; ich will daher meine Ansicht nur in der Kürze mittheilen. Es ist fehlerhaft, bey einer Lokalität, die der In- fantädo- Race homogen ist, durchaus Elektoral- Schaafe züchten zu wollen, und umgekehrt; denn die Nachzucht wird sich immer den, der Lokalität zusagenden, Cigen- schaften hinneigen, und durch ein eigensinniges Widerstre- ben, durch angekaufte Elektoral- Stähre, ein unaufhör- lich buntes Gemisch der Wollbeschaffenheit„vergegenwärti- gen. Man wird platte, hohe, dichte und loFere Stapel/ den Charakter der Elektorals und den der Infantados in allen Abstufungen erblicken, wenn auch der Urstamm von der edelsten konstantesten Race war, und wenn man von irgend einer Wolle sagen kann, sie habe gar keinen Cha- rakter, so. ist es diese, und der Wollhändler wird nie da- für bezahlen, was er für Wolle, die auch nicht feiner, aber gleicher ist, bewilligt. Man wundert sich oft, warum man so seht viel ge- ringer verkaufen muß gegen eine andere Schäferei, die doch auch keine feinere Wolle hat, und glaubt, jene Schä- ferei habe in ihren eigenen Beutel gelogen u. s- w- Dder wenn man von der Wahrheit der Angabe Überzeugt wird, so glaubt man: die' Zuchtstähre taugen nichts, oder man sey überhaupt mit dem angekauften Stamm- Vieh ange- fährt 26," Freilich taugen die Stähre nichts 3; aber nicht deshalb, weil man meint sie sind schlecht, sondern weil sie für die Lokalität nicht passen. Eben so wenig haben die Stammthiere die Schuld, ste werden nur nicht so ge- züchtet, wie es die Lokalität erfordert. Am mehresten werden die Schaafzüchter irre geleitet dur die Sucht, Sächsische Elektoral- Schaafe zu erzic* -- 56= hen. Es würde eine Thorheit seyn, wenn ich behaupten wollte, daß dieß keinem außer Sachsen gelingen könne. Cs kann sowohl ganze Provinzen wie einzelne Lokalitäten außer Sachsen genug geben, die den Sächsischen mehr oder weniger gleich sind, vielleicht sie auch noch übertreffen. Wer kann so genaue Kenntniß davon haben 2 Aber. sehr Häufig ist es auch nicht der Fall und grade das Gegen: theil davon vorhanden; demohngeachtet will man aber Sächsische Elektoral- Schaafe erzwingen, und hier findet das Vorerwähnte seine Anwendung und kann daher sehr schaden. I< glaube sogar, daß durc< die Vermeidung dieses Uebelstandes mehr gewonnen wird, als durch den Sprung aus der Hand, der doch nur die heterogene Paa- rung verhüten soll; denn hierdurch kann ein gleichmäßiger Charakter nur auf Umwege=- und also nicht auf dem möglichst kürzesten--- erlangt oder festgehalten werden. Ia man wird auch dadurch seinen Zweck nicht erreichen, wenn die Disposition der Heerde=-- welche von der Be- schaffenheit der Futtermittel abhängig ist.-- nicht berech: net wird. Daß viele Schaafzüchter ihr vorgeste>tes Ziel erreich: ten, ohne Rücksicht auf obige Bedingungen genommen zu haben, beweist nichts gegen meine Meinung; denn wie ich schon erwähnte: kann es in allen Ländern und Pros vinzen Lokalitäten geben, die sich für die Produktion von EClektoral- Wolle eignen, und wo man hier darauf hinar- beitete, erreimte man bald seinen Zwe, Aber eben se viel Schaafzüchter wird man finden, die schon mit dem größten Kosten- Aufwand mehrere Jahre arbeiteten und nichts Gleichmäßiges zu Stande brachten, ungeachtet fie alle Regeln der bessern Schaafzucht beobachteten. Es ist auch nicht hinlänglich, die Wahl der Race nad, der Würdigung der Lofalität überhaupt und insbe- rm IIIS ) Eehauptay Enn, e Uhilitäten sischen wihe ) Übern, Abet. fü das Gez: man abw Pier findet daher sehr meidung durch den gene Paz: Ichmäßiger Ü auf dem “4 Werden, € erweichen, | der Yps je berech: ( erteich: m I denn wie und Pres uefion bon auf hingt: et eben sd mit dem ten und| achtet sit j ver Nat!) und ji| ER 70 EI sondere nicht danach: ob sie reich oder arm ist, zu tref- fen. Beyde können sich zur Züchtung von Elektoral- Schaafen und eben sowohl nur für Infantados eignen. Es kommt mehr auf die Beschaffenheit der Vegetabilien an, als auf ihre Menge. Obschon die erstern auf süßer, die lebtern aber auf sauerer, harziger Weide zu Hause zu gehören scheinen, so ist es doch nicht rathsam,=- wenn man das eine oder andere zur Disposition zu haben glaubt=- sich danach über die Wahl zu bestimmen z denn man kann sich leicht irren. Wenn die Lokalitätsbeschaf- fenheit in Extremen vorhanden ist, wohl nicht; denn jeder Landwirth und jeder Schäfer weiß das eine von dem an: dern zu unterscheiden. Aber wenn sich von beyden in ver- schiedenen Abstufungen vorfindet; so ist gar nicht zu bes Urtheilen, welches der überwiegendste Theil ist, und wenn die Weide oder Heuwerbung reich ist, so reicht es nicht einmal hin, das richtige Verhältniß genau zu wissen, in- dem die Weidethiere die schlechtern Gräser nicht fressen, und sich demzufolge bey ihrer Ausbildung zu dem entges gengeseßten Charakter hinneigen, als man vermuthet hätte. Um also keinen Mißzriff zu thun, ist es nothwen- dig zu ermitteln,- zu welchem Charakter sich eine Heerde am mehresten hinneigt(was nur dadurch möglich ist, daß man sie genau beobachtet), und dieser ist es, der mit aller Konsequenz verfolgt werden muß. Es 1st aber oft schwie: rig, ihn zu finden.; Um den sich zum Ziel gesebten Charakter zu erlan- gen, ist ein Haupterforderniß: Stähre zu“ haben, die demselben volikommen entsprechen. Wer sie sich nicht zu erziehen gekraut, da ist die Aufgabe nicht leicht, sie zu bekommen: denn wenn man auch in andern. edlen Schä- fereien, dem sich zum Ziel genommenen Charakter, ähnz- liche Individuen findet, so gestaltet sich die Nacgkommen:- schaft oft nicht grade so, wie man erwartete. Am rath- samsten ist, wenn man sich einmal entschlossen hat, von dieser oder jener Schäferei seine"Zuchtstähre zu nehmen, auch dabey so lange zu beharren, bis man ohne Gefahr eines Rückschlages reine Inzucht treiben kann, und dieser Zeitpunkt tritt ein, wenn die Nachkommenschaft allgemein zu dem projektirten Charakter übergegangen ist und nicht mehr=-- wie etwa als besondere Ausnahme( was auch in den ältesten konstantesten Heerden der Fall ist) davon abweicht.| Vorausgesebt, daß der Urstamm edel warz so ist nah dieser Erscheinung kein Bedenken mehr, eigene Stähre zur Fortpflanzung zu gebrauchen, selbst in dem Falle, wenn sie noc< nicht den höchsten Grad der Fein- heit erreicht hätten. Denn man ist dabey am sichersten, wegen der Gleichmäßigkeit des Wollcharakters, welche wohl nur selten in einer sogenannten konstanten Heerde anzu- treffen ist.- Um aber den höchsten Grad der Feinheit zu erreichen, insofern er sich mit der gewünschten Wollmenge verträgt, ist nun erforderlich, die sich hierzu qualifizirene den Zuchtstähre auszuwählen und bey dem Merzen strenge Rücsicht darauf zu nehmen, Ob aber das Verfahren dasselbe seyn darf, wenn man es ursprünglich mit Mestizen zu thun hatte? ist eine andere Frage. Wenn ih sie gradezu'mit ja beantworten wollte: so würde dieß von einem sehr großen Eigendünkel zeigen, da unsere ausgezeichnetesten Schaafzüchter der * entgegengeseßten Meynung zu seyn scheinen... Jc< unter stehe mich deShalb bloß zu bemerken, daß'es in Preußen und Sachsen doch eigentlich nur wenige Schäfereien giebt (vielleicht gay keine?) wovon man mit völliger Gewißheit sagen kann: alle Thiere sind aus rein Spani- schem Blute entsprossen. Demohngeachtet kauft mand guvern man 9 fahr 1 konsta sondet Auch darch de 7 sm! Herde | m sich a in de NW nicht Blut auh wenn veredel «ford edel ange - verech Ahnet wenn und 9 gatin wad war! wenn der 8 y 1 1999 m rah: 5: "ht man aus vielen Zuchtstähre, ohne bey dem einen oder Abe. andern bessern oder schlechtern Erfolg wahrzunehmen, und 006 man hat Beyspiele, daß ein entschieden ächter Merino- ai" 4 stähr unedlere gröbere Kinder erzeugt hat, als solche von Id Vn konstanten Mestizen erzeugte, und nicht etwa im Cinzelnen, ft allgemd.;.: m sondern im Allgemeinen und durch mehrere Generationen, . 4 Auch findet man Mestizen-Heerden, die sich nicht allein 3 durch sich selbst schon viele Jahre in einem hohen Grade n der Vollkommenheit erhalten; sondern sich sogar verbes- ! sern und nicht selten mancher sogenannten rein edeln 7; sv if Heerde im Wollpreise den Rang abgelaufen haben, Es ,(me ist auch ein Zeichen der Beständigkeit einer Heerde, wenn in dem sic) alle Individuen möglichst gleich in den Gestalten, wie der Fein: in der Wollbeschaffenheit sind. Wenn also eine Mestizen- seren,. Hserde diesen Bedingungen entspricht, sollte man alsdann (he wohl nicht annehmen können, daß alles ursprünglich unedle te ant Blut aus ihnen entschwunden wäre?| inheit zu Die Spanischen Schaafe sind von der Sündfluth hex ollmenge auch nicht feine Merinosz; sondern sie mögen wohl=- (ifiziten wenn auch schon seit Jahrhunderten=- wie die unsrigen | sirenge veredelt seyn.(Es fragt sich nur, ob grade Jahrhunderte erforderlich sind, um qaus unsern Landschaafen eben so fi wm- edele Thiere herzustellen, wie sie gegenwärtig in Spanien 0? ist eine angetroffen werden?=- oder: durch wie viel Generation antworten- vererben oder schlagen die Wolleigenschaften zurü> auf die gendäufe] Ahnen der Mütter? Id glaube kaum auf dreyz denn hter der wenn man die Veredlung mit gewöhnlichen Landschaafen 4 unter: und guten Stähren anfing, so fällt in der dritten Gene: Preußen cation oder nach neun Jahren kein einziges Lamm mehr, jen giebt was den Müttern, wie sie beym Anfange der Veredlung Geißel! waren,/ ganz gleich wäre. Cs scheint mir daher, als Span: wenn eine Mestizen-Heerde, die schon vor neun Jahren in vet fav der Qualität der Wolle einer ursprünglich edeln gleich wär und sich während der Zeit immer gleich hielt, densel. ben Werth hat, wie diese, und so mögen die Zuchtthiere von beyden voreinander keinen Vorzug haben. VII. Rapitel, Welcher Bortheil ist bey der Züchfung der Elektorale Sccaafe gegen die dex Jnfantados? - Den Vortheil, welchen die erstern gegen die lektern augenbliFlich voraus haben, erzeugt nur der Wahn der Menschen; ein solider, reeller ist es nicht. Der Zwe der Schaafzüchtung ist: Wolle zu erzeu- gen und für dieses Erzeugniß Geld einzunehmen. Dieser Zwe ist aber durch die geschifte Züchtung einer Infanta- do- Heerde vielleicht in höherem Grade zu erreichen, als wenn dazu Elektoral-Schaafe gebraucht werden. Es kann zwar nicht bestritten werden, daß die Wolle von diesen, wegen ihrer ganz besonderen Sanftheit und Milde, der von jenen vorgezogen, und also besser bezahlt wird, in- dem davon sehr leichte, schön glänzende, weiche Gewebe gefertigt werden können, Dahingegen hat jene den soli« dern Vortheil, daß sie besser ins Gewicht fällt und die daraus gefertigten Fabrikate dauerhafter und haltbarer find. Die Welt sicht heut zu Tage zwar mehr auf den Schein, und will für ihr schönes Geld hauptsächlich die Sinne befriedigt haben, oder kurz, sie will betrogew seyn, und deshalb der starke Begehr nach Elcktoral- Wolle, Wie kann uns dieß auch wundern; das Schöne wird ja immer bosser bezahlt wie das Nübliche, dieß kann uns auch ganz“ gleichgültig seyn; der größere Vortheil bleibt Hufe yfantal (iht 1 sheet Stan ven) noh Stein 1 und 5 gewiß Gt dert 1 für d wiirde | niht a dem R geh v ihrr' welche na; mir al Flchen des dar Weh Gish! Eo rüde mitteln ==1696.-2- . venfd hinfichtlich der Wollproduktion dennoz auf Seiten der Wtthier Infantados. Der Beweis für diese Behauptung ist sehr leiht zu führen, al8: eine hochedle.Elektoral- Heerde scheert im Durchschnitt pro Hundert Stü> 40 schwere Stein Wolle, und das ist viel angenommen. Site soll den Preis von 36 Thlr. pro Stein erhalten, beträgt in Summa 360 TShlr. Eine hochfeine Infantado- Heerde eftoral: erhält dagegen von ein Hundert StüF im Durchschnitt 123 schwere Stein. Wenn man für jene 36 Thlr. an- nahm, so kann man für diese unbedenklich) 30 Thlr. pro Stein notiren, was für 12x Stein 375 Thlr. beträgt, : lehtern und also für diese ein plus von 45 Thlr. pro Hundert. ahn der Das Verhältniß im Wollertrage, wie im Preise, ist gewiß nicht zu Gunsten der JInfantados angenommen, We Sollte man für die ersteren etwa 410% Stein pro Hun- Diese dert in Anrechnung bringen müssen, so kann man auch Iyfanta: für die lektern 43 Stein und darüber annehmen, und so ent, als würde man bey diesen immer noh Vortheil haben, 8 kann- Aber ein so überzeugendes Exempel seßt man gar diesen, nicht an, um die größere Nukbarkeit der einen oder an- We, der dern Race zu ermitteln; Mode, Liebhaberei und das Bes WW, gehr nach Elektoral-Wolle bestimmen die Schaafzüchter in - Gewebe ihrer Wahl; am häufigsten aber thut es der höchste Preis, den soli welcher für einen Stein der- erstern bezahlt wird. MHDier- . Und die nach zwey verschiedene Schaafracen zu würdigen, kömmt wor sind, mir aber grade so vor, als wenn man zwey verschiedene Schem, Jlächen Akerland nach dem Preise für ein gewisses Maaß e Sinne des darauf gewonnenen Getreides bonitiren wollte, wenn 0, und vielleiht ein Scheffel Ro>en von der einen um einige Groschen theurer verkauft würde, als von der andern. yon vi So wie hierbey die Ertragsfähigkeit in der Quantität be- Fann 1 rüsfichtigt werden muß, um den wirklichen Werth zu er- heil biid mitteln; so ist es auch dort nothig; denn ein Boden, N M Geng ngs Se SIE gf fa IR> kudderten Zuchtstähre die gesuchtesten und angenehmsten; gegenwärtig die dünnhälsigen, mitunter halbna>ten Elek- torals. So wie bey der Rindviehzucht jede Race an ih- rem Orte ihre besondern Vortheile haben kann; so ist auch bey der Sc 1 hoy 9) 3 Z E Doll ein festes und undurchdringliches, gleichsam so ebenes Bließ formiren, als wären die Haarspiken mit einem Wid fl; M fo Zuge abbarbiert=- haben sollen. I< habe diese Beschrei- jd bung irgendwo gelesen] womit der Verfasser das Bild der 8 bey iin höchsten Vollkommenheit in der edeln Schaafzucht malen 10 4 wollte, Wahrscheinlich hatte er aber nur die höchste Voll- | het 5 kommenheit der sogenannten Infantado- Race im Sinne (60%-=- denn die äc von so lich, der nur auf Kosten ihrer eigenthümlichen Sanftheit wr den und Milde entgegen gearbeitet werden kann, und eben sich ave, desShalb ist ein festes und undurchdringliches Vließ bey ih- der Zü nen nicht denkbar. Die Seidenartigkeit der Wollhaare denselben verhindert gleichfalls die ganz ebene Oberfläche des Vließes, eiten We indem die Wollfäden nicht steif genug stehen. Wenn man em mie also annimmt, daß es nur Infantado- Stämme sind, Ew( Elektorals, wie sie sich in Sachsen finden, oxistiren st shon| wahrscheinlich in Spanien gar nicht) die eine Vollkfom- die einzel| menheit erreicht haben, wie der Verfasser jenes Gemälde hät ww|, zeichnetz so kann man den Spaniern wahrlich keine feh- alten uy)| lerhafte Züchtung zum Vorwurf machen, und wie wäre EEE dieß auch denkbar, da sie so gut wie wir wissen müssen, |: 5% k n| Sz7 “im. 2 nn mn en- EN u EE ARNE: 00- Lii 7 is. m“ daß die schönfte Wolle am besten bezahlt wird; denn das Fnteresse der Menschen steigert«mmer bey Geschäften und Handthierungen die Kenntniß und den Fleiß. Es ist aber kaum glaublich, daß die Spanischen Schaafzüchter je auf die Aehnlichkeit, der Gestalten u. s. w Rüsicht genommen haben sollten; wahrscheinlich pälten sie nur Bedacht auf eine preiSwürdige und also feine olle, so wie dieß ebenfalls in frühern Zeiten auch in Deutschland der einzige ZweE war. Um so auffallender muß es seyn, daß sich diese Aehnlichkeit in jeder Hinsicht demohngeachtet eingefunden hat, und man muß schon da- dur& auf die Vermuthung kommen, daß die Beschaffen- heit der Lokalität dabey wirksam war. 138 Ungeachtet der einfachen Züchtung, welche man noh vor einem Jahrzehend in Sachsen beobachtete, finden sich dort häufig Heerden, deren einzelne Individuen sehr viel Aehnlichkeit in den Gestalten und dem Wollwuchse mit einander haben. Wenn sie nicht so frappant ist iv von mehrern Stämmen in Spanien behauptet AM SR 2C0 Lömmt dieß wohl daher, daß man nicht bey ganz reiner Inzucht geblieben und der Zeitraum noch nicht fo sehr- lange ist, wo man die Spanier einführte. ie i: Falls von dem Einflusse der ee CEE 56 darauf hingearbeitet hat man nie,: Endlich behauptet der Professor Ribbe i mehr erwähnten Werkschlag zeigenden Mütter| zötrieh zu ganz oder möglichst bald davon aus. Ein sehr bedeutenso it, wl der Rückschlag würde aber in Kurzem bemerklich werdens mie we wenn man das Gegentheil beobachtete, oder wenn man + undi nur eine solche Heerde hinsichts der Fortpflanzung sid 03(in solbst überließe. Id trete daher der Meinung des Herrn Professor Ribbe insofern vollkommen bey, daß die Spanischen und gewöhnlichen Landschaafe einerley Abstam- mung haben und folglich in der Race ursprünglich nicht von einander verschieden sind. Die Ursache des Unterschiedes kann meiner Meinung nach nur darin gesucht werden, daß theils das Scaaf in verschiedene Lokalitäten einheimisch gemacht wurde und sich dem gemäß von selbst in verschiedenen Gestalten und mit verschiedenen Eigenschaften der HautbedeXung nach und nach naturalisirte; theils würden diese Gestalten und Ei- genschaften von den Menschen nach ihrer Convenienz durch sorgfältige Auswahl der Zuchtthiere geschaffen. Diese Eigenschaften sind nun in Extremen vorhanden und es scheint fast unmöglich, daß ohne Zumischung vom Blute feinwolligen Viehes, aus dem uns von Ribbe beschriebenen Ungarischen Landschaafs=“ Merinos zu er* zeugen wären. Wenn man aber annimmt, daß vielleicht so wenig das Ungarische wie das Merinoschaaf dem Ur» schaaf gleich ist, sondern beide nur nach dem jedesmaligen Interesse der Züchter auf entgegengeseßten Wegen hervor- gebracht; wenn man berücksichtigt, wie viel die Lokalität mitgewirkt; wenn man bedenkt, daß man, um diese bey- den Racen hervorzubringen, vielleicht Jahrtausende einen entgegengeseßten Weg verfolgt hat, indem für diesen feines Gewebe, für jenen grobe Pelze oder Häute vortheilhafter waren; ,so erscheint uns eine gleichmäßige Abstammung wohl als möglich. Cben sowohl ist aber auch wahrscheinlich, daß alle Schaaf- Racen von ein und derselben Abstammung, so schr sie auch durch die Einwirkung der Menschen oder durch die Lokalitätsbeschaffenheit von einander verschieden geworden, auf ihre ursprünglichen Eigenschaften zurüczu- | Hofossa Otishen 0 Vion: nala he ? Meinung Schaf NN e und sih „und mit 1a) und und Ei- m Wirch 1 jorhanden jung von n Ribbe ho8 zu er vielleicht dem Urs maligen 1 hervor: diese beye ende einen eseh feieo heilhafter fammung nung, schen od verschiede 1 zul führen sind. Sie werden sogar ihren ursprünglichen Cha- rakter von selbst wieder annehmen, wenn sie sich in einer diesem Prozeß entsprechenden Lage befinden und die Ein- mischung der Menschen aufhört. Daß dieß aber nicht in kurzer Zeit geschehen kann; ist sehr einleuchtend; denn eine Sache, die zu schaffen vielleicht Jahrtausende erforderte, kann nicht so bald wie- der ganz von selbst verschwinden. Dessen ohngeachtet ist aber'eine bedeutende Verschlec terung in kurzer Zeit wohl denkbar(besonders wenn die Lokalitätsbeschaffenheit mitwirkt), wovon man in der prak- tischen Merinos8zucht sprechende Beweise hat. Sie scheint anfangs eben so“ raschen Schritts rü>wärts zu gehen, wie die Veredlung vorwärts, wobey man in der ersten Generation schon ein Halb gewonnen hat, in der zweiten ein Viertel, in der dritten ein Achtel u. s. w. In demselben Ver- hältnisse würde eine beabsichtigte Zurü&Fführung auf den ursprünglichen Charakter nur möglich seyn, und also dazu eine geraume Zeit gehören. Wie viel mehr wäre aber nicht dazu erforderlich, wenn der Mensch gar nicht dabey mitwirkte- Aber die ersten Rüschritte würden demohn- geachtet sehr merklich seyn, wofür die unaufhörliche Ge? neigtheit zum Verschlechtern spricht. Ueverdem scheint die ganze Natur in der Vernichtung einer durch Kunst und menschlichen Fleiß geschaffenen Sache viel wirksamer zu seyn, als bey ihrem Entstehen, wo ihr Widerstreben sich überall offenbaren wird, wenn sie ver Mensc< in enge Bahnen zwängt. Sie läßt sich zwar gestalten und for men, und durch die ununterbrochene Thätigkeit der Meri? schen auch in diesen widernatärlichen Gestalten und For?- men erhalten; aber zur Beständigkeit ohne Unterstüßung sind dieselben nie zu bringen. EE 2% SSEeeBbeg ree Snf FES 3 SAGE Ain Fl “ p-4 4; :| I... Konstante Heerden existiren demnach aar nicht,. oder man müßte sie alle so nennen; denn eine Heerde, die auch nur einen sehr mittelmäßigen Grad der Feinheit bes sikt, wird denselben durch reine Inzucht bey zwekmäßi- gem Verfahren nicht allein erhalten; sondern sie wird ihn sogar steigern. Cine Verbesserung auf diesem Wege wür- de zwar=- wenn ein fürzerer möglich. ist, nämlich der: durch Ankauf besserer Zuchtstähre, wie man selbst besitt =- fehlerhaft, aber gewiß nicht unmöglich seyn. Die Sächsischen Schäfereien geben hiervon den Beweis, indem sie jekt bessere Wolle liefern, wie die ersten Schaafe aus Spanien mitbrachten.. IH will durch diese Betrachtungen keine8wegs den Ausdru> konstant befritteln; denn jeder gebildete Scaafzüchter weiß genau, was er bezeichnen soll, und wenn ein Wort eine Sache richtig bezeichnet, so ist es an. seinem Plab. I< wollte nur vorläufig den Beweis führen, daß Mestizen, wenn sie eine Wolle liefern, die der von ächten Merinos in der Qualität gleich kommt, mit ihnen gleichen Werth haben, und daß man bey der Inzucht nicht mehr Rükschlag zu gewärtigen hat, wie bey diesen. Es versteht sich, daß diese Behauptung nur von solt, wovon der Shaafzüchter ehedem gar nicht8 wußte, und bemühet sich, sie zu vermeiden. Ob diese Kunst schon allgemein, oder überhaupt ganz klar, oder vollkommen erreicht ist, mögte wohl zu bezweifeln seyn. Die mehrsten dieser Fehler, die man auf die Vererbung schiebt, oder darin sucht, daß heterogene Thiere mit einander gepaart werden, finden sich vielleicht in der Haltung und Futterung, auch in der unzweEmäßigen Wahl der Race, welche man züche ten will, worüber schon in dem Vorhergehenden das Nö- thige bemerkt wurde. XB„Kapitel. Elekfocal-Wolle. Die Sächsischen Wollhändler behaupten: die Wolle der edelsten Sächsischen Schäfereien sey schlechter geworden. So wenig die dortigen Scmäßigste Futterung seyn, um die schönste Wolle zu hie Bolt ProE Sie wirkt in der Art auf die Gestaltung der € geworbt Thiere, daß, wenn sie wenig Masse zu sich nehmen, ihre 3 auß tt Eingeweide sich nicht ausdehnen, und da alle einzelnen wlan Theile des Körpers aller lebenden Wesen in- der Regel sich „gegeneinander in ein gewisses Verhältniß gestalten, so ent- - stehen unter obigen Umständen bey der Schaafzucht schlan- fe, feinknoc ein und dadurch wird die Wolle stärker und länger im Haar.. Ein Schaaf gebraucht eine gewisse Quantität Nah» rungsstoff um leben, wachsen und gedeihen zu können. Erhält es sehr süßes, mildes, nahrhaftes Futter, so ge- braucht es nicht so viel Volumen, wie im entgegengeseß= ten Fall, und bey dem Minimum des erstern wird es== versteht sich, wenn es edel ist=- die feinste Elektoral- Wolle produziren, sich in der feinsten Gestalt darstellen. Reicht man ihm„unter demselben, so wird es verkrüppeln, die Wolle spröde und abgestorben seyn und bald an Bleich» sucht sterben. Bey dem Maximum wird es zu einer hos hen starken, aber doch verhältnißmäßig schlanken Gestalt empor wachsen, und seine Wolle wird ungewöhnlich lang einen auffallend größern Durchmesser der einzelnen Fäden erlangen; aber doch, so viel unter solchen Umständen mög» lim, eine gewisse Sanftheit und Milde behalten. 0 fo em: Man findet jekt in Sachsen sowohl die erstere, wie 0 shlan: die lehtere; jedom mag diese wohl am häufigsten seyn ja In und dadurch noch mehr an ihrer Güte verlieren, daß u man die Körnerfutterung zu weit treibt; denn sehr schd- ann nes Heu wird selten in großen Quantitäten gewonnen; sehr Unmy der Klee geräth nicht immer; die Weide ist am häufigsten " dim sehr knapp und das Getreide wohlfeil. nie "m 4 Wenn man auch einräumen muß, daß Körnerfutte- war vor rung auch den Bauch nicht füllt; so läßt sic) daraus enmwbitig, nicht folgern, daß, wenn sie in Mastfutterung auSartet, i| ehrt die Wolle dadurch nicht verschlechtert werden könne, wenn Ff alt auch die Gestalten, außer der Größe, keinen fremdartigen die Siche Charabter annehmen. I< weiß zwar nicht zu sagen, ob WOMEN und in wiefern die Bestandtheile der Körner von denen (0 Orta der Gräser bey der- u Wenn man die Wolle wegen ihrer geringern Quali- tät etwas billiger verkaufen müßte 3; dadurch würde jener Zwe nicht verfehlt 3 eine größere Quantität erseßt den. geringern Preis mehrfach; aber dadurch, daß solen 2c. Am wenigsten von Hafer. Die besondere Milde und Seidenartigkeit, welche der Elektoral-Wolle und insonderheit der Sächsischen in hohem Grade beywohnt, wird nicht allein durc) knappe oder ma- gere Weide und Futterung erzeugt, sondern es muß da- mit auch eine gewisse Milde der Gräser und Kräuter ver- bunden seyn, denen wiederum eine besondere Nahrhafftig- keit eigen ist. Die erstere Eigenschaft der Gräser(welche die Schäfer quede nennen) scheint besonders auf die er- wähnten Wolleigenschaften hinzuwirken. Auf welcer- heit im Stapelbau bemerken, der wie die Gestalt selbst, mehr hoch und schlank als platt und gedrängt ist, und so läßt sich auch vermuthen, daß die einzelnen Wollfaden mehr röhrenartig sind, deren äußere Wände sehr zart seyn mögen und dadurch der Masse das sanfte Gefühl verur- sachen. NWas könnte uns auch zweifelhaft machen, über den Einfluß der Nahrungsmittel für die Schaafe auf ihre | j | et gumonv NT Pferde zung! hey hi Hat: das NW weni! ve Ik uh eh dew,' 3 bein* yes len, dern halität Neigut füt, serweß wb hand mit ds durch (et, | Maße und iW Dale zu t bnhüchtige he ic 10] hee en, Sude x, it, weldy by jen in hem we oder m vs muß dar Aräutor vor- Nahrhaftige fer(wehe auf die ers wih! Vik mh aus: 1 der Praxis Bomerfung: welches es oftam Fut- enger us went Ups ungen Ord? so kernig und gewisse Zur Gestalt[05 gt jp un on Dollfaden hr zurt[em Yefühl ven" en Üb afe mf << 81<= Wolle und Gestalten; da man doch die größere Milde der Piemonteser Seide in den dort zarter vorhandenen Maul- beerbaumblättern zu finden glaubt. Cben so erhalten die Pferde feinere Gestalten, wenn sie während ihrer Ausbil- dung wenig, aber nahrhaftes Futter bekommen. Sogar bey diesen wirkt die Nahrung auf die Haut und das Haar. Bey der erwähnten bildet sich die erstere dünn und das lebtere kurz und fein, und alle sind sich mehr oder weniger ähnlich, wenn auch nicht ganz gleich. Die Pfer- de, welche sich bey saurer Sumpfweide ausbilden, sind sich auch alle ähnlich. Sie haben die Bäuche, plumpe Kno- mäßige Paarung unter- stäßt, und so das Pferd in seiner Vollkommenheit gewis:. sermaßen geschaffen. Oder wenn man lieber annehmen will, daß das Urpferd in möglichster Vollkommenheit vor- handen war: so wird dadurch dasselbe erwiesen, was ich mit dem Gegentheile darthun wollte, nämlich: daß sid) das Urpferd sehr verändert hat, was hauptsächlich nur durch die Nahrungsmittel geschehen seyn kann. X. Kapitel, Die Wolle der Infantado- Race. Nach dem Durchmesser der einzelnen Fäden betrach tet, findet man sie in derselben Feinheit, wie die Elekta z ß sie hat aber mehr Kern, oder vielmehr die äußern Wände der einzelnen Fäden sind stärker, und deshalb ist sie im Angriffe nicht so sanft wie jene, weshalb sie der Elekta pro Stein um einige Thaler nachsteht. Dafür erhält man aber bey der Infantadozucht mehr Gewicht, so, daß der geringere Preis dadurch hinlänglich entschädigt wird., Wenn ich die Meynung äußerte, daß die Elektoral- Wolle mehr durch knappe, süße, nahrhafte Nahrung er- zeugt werde: so behaupte ich von der Infantado- Race, als Gegensaß der erstern, daß sowohl die diEknochigen, tonnenförmigen Gestalten, wie ihre Wolle, mit dem ihr eigenthümlichen pechartigen Ueberzug und. gelben Fett- schweiße, das Produkt einer saueren harzigen, dabey aber reichlichen Nahrung ist. Dergleichen Futtermittel= sie werden auf der Weide genossen oder getro>net im Stalle == find zwar weniger nahrhaft, wie solche, die aus süßen Gräsern und Kräutern bestehen. Die Quantität muß in - diesem Falle die Qualität erseßken. Weide dieser Art ist gewöhnlich sehr graswüchsig und die Thiere finden hier immer Fraß. Die Freßlust derselben wird um so mehr gereizt, je weniger das Futtermittel nährend ist, wovon man täglich Beweise hat, Z. B. nimmt ein Mastochse von dem ihm gereichten sehr nahrhaften Futter nicht halb so viel Volumen zu sic<, wie ein Zuchtochse von dem ge- wöhnlich magerern Nahrungsmittel. Die Bäuche der Schaafe auf solcher Weide und im NMinter mit solchen Futtermitteln ernährt, sind immer an- gefüllt, und tonnenförmig kommen fie im Sommer des Abends in die Horden. Daß eine Futterung dieser Art eine andere Gestaltung der Thiere bewirkt, wie eine knappe nahrhafte Haltung, dünkt mich, kann beynahe gar nicht bestritten werden 3 problematisch ist aber, ob sie auf die Wolle einen ähnlichen Einfluß hat? iere Wm fta Wollstapel mit=- dem Grade der Veredlung“ angemes- fw wit sen= feinem Wollhaar: so bilden sich im entzegenzeseß- 0(D vw ten Falle, wo die Gestalten großartiger, klumpiger in et wid, den einzelnen Theilen ausfallen, dichtere Vließe, kernigere Ceftonk Wolle- Alle einzelnen Theile des Körpers stehen-aber hrung ew mit einander in zu genauer Verbindung, als daß der eine do- Ratz, sich nicht immer mit den andern nah einem gewissen Ver- nochigen, hältnisse ausbilden müßte und die Wolle ist auch ein Theil 54 desselben, m Tett- qbey abe Eine ausführliche, treffende Definition über Ursache fe und Wirkung, diesen Gegenstand betreffend, ist für mich 0 Ciale eine zu schwierige Ausgabe, als daß im mich darauf ein- u süfen lassen könnte; ich bemerke also nur: daß wenn eine vo- muß in luminöse Nahrung einen üppigen Wuchs der Staturen It if hervorbringen kann, ohne besonders nährend zu seyn, ein m hier Üppiger Haut- und Wollwuchs eine natürliche Folge seyn 0 mehr muß. Vielleicht extrahiren die einmal gröber gebildeten om Naturen aus den erwähnten voluminoösen Nahrungsmits- Rasacse teln zwar viel, aber nicht so feinen Nahrungsstoff, wie icht hald im entgegengeseßten Fall, der eben sowohl einen Üppigen 1 demn ge: Wollwuchs bewirkt, wie er eine großartige Gestalt her- vorbringt. Dieß läßt sich auc) kaum anders denken; denn e un) im wie gesagt, die einzelnen Theile des Körpers werden im- met an: mer in einem richtigen Verhältniß zu einander bleiben. nme des Es wäre denn, daß der Mensch dieser Natürlichkeit entge- jeser Art gen arbeitete; dieß ist ihm zwar möglich, aber nur be- ne Enapyt dingungsweise- Feines Haar hat er schon aus grobem gar niht geschaffen. Aus einem dichten Vließe kann er auch ein sie auf di lo&eres herstellen; wenn er aber unter den in Rede eim stehenden Umständen darauf hinarbeiten wollte, so würde 6* Oe einm Übe uin SOEST EE EEE wm KEREN 1713 Mes er seiner Convenienz grade entgegen handeln, wie in dem VII. Kapitel dieser Periode gezeigt ist. Außerdem finden in der Thierschöpfung nie oder sel- ten Mißverhältnisse in den einzelnen Theilen. statt, wie wir bey den Thieren, die in der Wildniß leben, deutlich wahrnehmen. Sie unterscheiden sich nur durch das ver- schiedene Alter) oder auch hinsichtlich der Nahrungsmittel, die ihnen die Natur der Lokalität gemäß, worin sie leben, darbietetz immer aber in der verhältnißmäßigen Ueberein- stimmung der einzelnen Theile. Ungewöhnliche Abwei- hung derselben oder Naturspiele in der Nachzucht, die man bey den Nutthieren wahrnimmt, zeigen sich eben- falls bey jenen nie, die nur eine Folge der menschlichen Künsteleien sind; indem die Natur von dem, ihr von den Menschen aufgedrungenen Zwange abspringt. Es ist anzunehmen, daß die Natur bey der Bildung und Fortpflanzung der Haus- und Nutthiere nah densel- ben Geseken, wie bey derjenigen der wilden Thiere ope- ritt. Der Mensc< kann durch seine Einwirkung ihrem Wege eine andere Richtung geben; aber oft nicht auf eine willkührliche Weise, sondern nur unter besondern Be- dingungenz so 3. B. kann wohl jedes Infantadoschaaf in der Nachzucht durch die Paarung mit einem Elektoralstähr in diese Race umgewandelt werden; aber unter der beson- dern Bedingung: daß die Futterung dabey berücsichtigt wird. Geschieht dieß nicht, so wird man seinen' Zwe nicht vollkommen erreichen. Eine Lokalität, die einer Heerde Scaafe Nahrung anbietet, die voluminös, aber nicht besonders kräftig ist, wird sogar jede Nace mit der Zeit in Infantados umwandeln, wenn es auch nicht die Absicht des Besißers ist. Wenn sie vorher dem Elektoral- stamme angehörte, so wird, wenn sich die Gestalten jener Race nähern, der Wollwuchs üppiger, dichter, kerniger ' in dem ' On fel: taft, Ww » doutiih das ver: gömittel, ie leben, [eberein: Abwei: t, die ) We: schlichen on den Dildung ) densel- 140M ihrem t auf va Der haf im orsstähr er beson- Uesihtig! w Zwd ie eine 08, aber wit der nicht die (Eleftotal: (ten jeher , femi NBI Caus werden; dadurch aber an Sanftheit verlieren, aber nicht an Feinheit, naß dem Durchmesser== wenn sonst die fernere Züchtung nicht fehlerhaft ist. Man findet zwar mitunter Infantados, die ganz grobe Haare unter dem Halse, im Naden, auch wohl an den Keulen haben; dieß ist aber keineend. Warum sollte man also nicht glauben können, ie etwa daß sie bey den Schaafen eine ähnliche Wirkung hervor* noch ge: bringen? Daß sie bey denselben ebenso, wie bey den Kühen, üchsische auf die Milch, auch auf das Wachsthum der Lämmer, Dliehe, wenn sie nac) dem Abseßen darauf geweidet werden, vor- Pollfas theilhaft wirken, ist erwiesen genug.- Aber weniger ist eu sie, wohl beachtet, inwiefern sie auf die Wolle und auf die 6 Dex Charakteristik der Thieye wirkt,, Män. wärde im Irrthum seyn, wenn man glauben en dess Wollte, eine Weide von weißem Klee oder Spargel sey en), wel ein Arkanum gegen allehülsiges leichtes Korn. Wenn man nun annimmt, daß vs dis der Schaafkörper mit seinen Säften der Wolle ist, was der 1. I| Boden den Pflanzen seyn muß, so. ist die natürliche Folge: Fw 8 daß verschiedene Nahrung verschiedene Wolle erzeugt, wenn u füssen. sie auch ein und. derselben Race gegeben wird.|. magn Ist also die Verschiedenheit der Nahrungsmittel sehr e für die; groß, so wird der Unterschied in der Wolle sofort bemerk- Gam| bar seyn; ist sie weniger von einander abweichend, so wird we Urte| sie die Thiere wenigstens dahin disponiren, daß die Wolle ' Gräser, in der Nachzucht einen bemerkbaren Unterschied zeigt. m. Wf| Es wird sich dabey dasselbe Verhalten in seiner Art na ie beurkunden, wie bey gewissen Gewächsen, die in verschie- ihnen 3 denen Boden.gesäet werden; 3. B. Erbsen, Linsen, Ha- insich fer 26. Die erstern verändern sich in manchen Boden gar 1, sauer; nicht; in manchen nur in längerer Zeitz in manchen schon im zweyten Jahre, und in wenigen Jahren werden Wik- ken aus erstern, wenn fie auch noch so sorgfältig von Wienfeldern entfernt gehalten werden, Der Hafer än- dert sich in Kurzem, aus glatten schweren Hafer in rau- hen leichten um, wenn er von gutem Boden in Sand verseßt wird. XIII. Kapitel.; Der pechartige Ueberzug der Jnfantkados und die verschiedenen Farben des Fetts: gleichmäßige Haltung, ist x 10 beant: sehr doppelsinnig und bezeichnet nicht eigentlich die Sache „durch den deutlich genug, welche man darunter verstehen soll, Da ), daß die ich mir keines andern und deutlichern zu bedienen weißz duch noch die Sache aber für wichtig genug halte, um darüber ins Klare zu kommen; so wollen wir uns zuförderst etwas näher damit bekannt machen. Unter dem Ausdru>: gleichmäßige Haltung, kann man eines Theils verstehen: als müßten die einzelnen Heerden zu jeder Zeit des Jahres=- im Sommer eine gleichmäßige Weide, oder bey Staufutterung immer eine gemeinen, gleichmäßige Quantität grünes oder tro>enes Futter; im Winter aber eine gleiche Quantität Heu, Stroh 2c. er- halten 3 andern Theils: als müsse bey der Ernährung wih, vf des Viehes- darauf gesehen werden, daß sich alle einzelnen ex besonden Thiere zu jeder Jahres8zeit in der Beleibtheit ganz gleich Einfluß hat, seyn, und dieselbe auch das ganze Jahr über in ein und om Borherge demselben Grade behalten. Das Lettere scheint zwar eine m Oegenwät- natürliche Folge des Erstern zu seyn; dem ist aber nicht so. ehm Guss Davon abgesehen, daß mathematische Schlüsse in der zu sage." praktischen Schaafzucht überhaupt keine Anwendung fin- ven Kapitel) den, zumal bey großen Heerden; so können auch allerley igens gin ungewöhnliche Ereignisse und besondere Umstände eintreten, 6 fest füh die bedeutenden Einfluß auf ganze Heerden, so wie auf wagen) um j einzelne Individuen äußern, als: die Witterung, die er Gpusfa Verschiedenheit der Nahrungsfähigkeit der Futtermittel, das > verschiedene Alter der Thiere, ob sie kürzlich geschoren sind oder nicht u. s- w- Dieß sind alles Umstände, die die Beoleibtheit der Schaafe und also die Beschaffenheit ihrer Wolle im Ganzen bedingen. Im Einzelnen sind es die- jenigen: wenn sich einzelne Individuen bey gleichem Fut- ter entweder ganz besonders fleischig bis zum Vebermaaß und wieder andere ungewöhnlich mager halten. Hiervon erhält man zweyerley Wolle, nämlich lange gröbere und Eurze feinere- Dergleichen Mißverhältnisse sind jederzeit, in manchen Jahrgängen aber in hinreichender Menge vor- handen, um den daraus entstehenden Unterschied in der Wolle nach der Schur im Ganzen bemerkbar zu machen. Sie entstehen daher, daß manches Thier besser frißt, mehr säuft, bessere Verdauungswerkzeuge hat, wie ein anderes; auch hat wohl dieses und jenes einen Krankheitszufall ge- habt, oder ist shwächlich geboren u. s: ws. Der lebtere Begriff des Ausdru>s: gleichmäßige Haltung, ist daher meiner Meinung nach der richtigere. Um im Ganzen eine ununterbrochene gleichmäßige Beleibtheit zu bewirken, ist es daher viel zwe>mäßiger; die Heerden recht fleißig zu besuchen; um sich) durch An- schauen derselben von ihrem Bedürfniß zu Überzeugen, als nach gewissen Grundsäßen, oder um ein gewisses Ziel in der Wollmenge zu erreichen, im Zimmer das Maaß und Gewicht des Futters=- wenn auch reihlih=- zu be- stimmen:| Die Fütterung willführlich zu regeln, um den er- wähnten Zwe> zu erreichen, erfordert aber einen sichern praktischen Bli, ohne welchen ein bloßes Augenmäaß leicht irre geführt werden kann z denn ein Schaaf präsen- tirt sich nicht zu allen Zeiten des Tages gleich gut. Dat es sich eben"recht satt gefressen oder viel getrunken, so sieht es besser aus, als vor der Mahlzeit. Indessen ist „ne wl herpa 5 feyn; sd lad die Zu die V gutes löst N daß) frisch? zu 0 Vell ron; hier 1 Zwed Her) fonne vel petit wenn | per 1 Art d ; Nin tüchtig den JT "nen, Stopye Diese man de seht da ) voten find sind sh"4, die die [afanhät ihrer en find 43 Me: y gleichem Zu: zum Uebermag alten, Dietbon je größere und nb jederzeit, in vor- wsd in der var zu machen, ser füt, ht vie ein andere WWE gleichmäßig! ah der richtige, ene gleißmäßige el zweEmäfiger, hh uch Ine 4 Weka 1 gewisses Ziel 10 x das Macß un) üg= zu bs wi, am Om dt: aber einen sichert 1068 Jugenmänß yp Sharf präsen“ gleich gut; It 4 geteunfen) 1 6 I sl eine wirkliche Zunahme am Fleisch oder schon die Geneigtheit hierzu für den praktischen Schaafzüchter gar nicht zu ver- kennen; denn bey keinem Thiere ist eine bessere Futterung so leicht bemerkbar, als bey Scs im Sommer entgegen, wo den Schäferknechten die Heerden mehr allein überlassen werden müssen, und sie können während der Weidezeit leiht den ganzen Plan verderben. Sie sind gewöhnlich für ihre Heerden so im- pottirt, daß sie sie nudeln mögten wie Gänse, besonders, wenn sie eignes Vieh darunter haben. So lobenswerth diese Fürsorge auch ist und bey knap- per Weide von unbezweifeltem Nußen: so taugt sie in der Art doch nicht für meine Ansichten. Während der Erndte pflegen sie der vorherrschenden Meinung:„„dieß sey die rechte Zeit, den Scaafen tüchtig was auf den Pelz zu hüten, damit sie etwas in den Winter bringen und während desselben zusehen kön- - nen,“ so recht eigentlich zu fröhnen, zumal wenn die Stoppel Gras hat und es viel abgebrochene Aehren giebt. Diese Meinung schreibt sich noh aus den Zeiten her, wo man den Schaafen geringes Winterfutter gab, und also sehr darauf rechnen mußte, daß sie von den Ribben 7 Net EEE --- O8== zehren- konnten wie die Dachse: Da nun den Schäfern nicht einleuchtet, daß die wünschenswerthe Gleichheit der Wolle dädurch beeinträchtigt. werden kann; das Vorurtheil für jene Meinung aber mit ihrem Leben verwachsen istz so lassenssie sich. schwer davon abbringen, „Um/'das zu Viel zu vermeiden, ist nichts weiter nöthig,. als eine genaue Beobachtung. der Heerdern; eine richtige Beurtheilungskraft, ob sie im Zunehmen find, oder ob: sie im gleicgqmäßigen Stande bleiben, und eine nachdrü&liche Zurechtweisung im ersten Fal. Dem zu Wenig aber muß durch Einräumung von Weide, oder Zuschuß von Futter im Stalle abgeholfen werden. WBe- sonders ist das Lebtere im Spätherbste häufig nothwendig. Eine befannte Sache ist, daß junges Vieh, dessen Ver- dauungswerkzeuge noch nicht vollkommen ausgebildet sind, auch desShalb, weil es noh“ im Wachsthume steht, sich schwerer futtert, wie Altes,(versteht sich nicht zu Altes) weshalb denn auch die Hammel das magerste, die Jähr- linge sehr gutes, und die Mutterschaafe von der Zeit an, wo sie hochtragend werden, bis dahin, wo man die Lämz mer absebt, das beste Futter erhalten. Bey diesem Ver- fahren bleibt nicmäßigsten Maaßregeln wird es doch nicht ge- lingen, eine ganz gleiche Beleibtheit aller einzelnen Thiere zu bewirken. Dieß ist aber auch nicht nöthig; denn nicht jede kleine Verschiedenheit in derselben bewirkt einen den Sinnen bemerkbaren Unterschied in der Wolle. Es soll mit dem Vorhergehenden auch nur angedeutet werden, in wiefern eine zu große Verschiedenheit des Zustandes der einzelnen Individuen der Qualität der Wolle nachtheilig seyn kann. nh Wh fie et: 1, Wo Fh Det m diese schl e shht Wi verhindert wid, 1 Beobachtung 8 doch nicht ze Inzelnen Thien ig; denn nit uit einen den Bele,(8 foll fet werben, in Zustandes der ele nachtheilig Seite 35 SIE PS WET ETD 15. 05B. ramaenanae ann a Zeile 26 lies feine statt seine 12 14 on as jar DO) WD -“ 7;*“„ama WSI WD jed ja fas > zz mes W die Anwendbarkeit st. der Anwendbarkeit könne statt konnte hatten statt halten. sollten statt selten produzirt statt präsentirt noh statt nicht Elektoral- statt Elektorale beliebteste statt beliebtesten wurden statt würden jederzeit statt jeder Zeit Aufgabe statt Ausgabe hohes statt sol