Uaiv.-Sibi. V Giessen —,— em -“ BEEREN IESFEDGNN Be: 0721 AN€) BE ntwurf eines Systemes der Landwirthschaft Ludwig Wallrad Medicus) xönigl. Baier. Hofrathe, öffentlihem ordentl. Professor an der Ludwig- Maximilians Universität, correspondirendem Mitgliede der fönigl. Baier. Afademie der Wissenschaften, meh- xerex anderer gelehrten Gesellschaften Mitgliede. KCAD 8 S S1. AND A a& MÖEGLIX/ Heidelberg, bei Mohr und Zimmer. 1809, „„ Seiner Excellenz dem Hoe kam meinem Streben ein Vater? land, und ein Vater zu Hülfe, von denen der leßte*) mir lebende und liebevolle Duelle *) Leider den Wissenschaften, seiner trauernden Familie ,. und dem zahlreichen Kreise seiner Freunde und der Verehrer seiner vielseitigen wissenschaftlichen Verdienste dure angemessen wäre. Be- trächttiche Zeit konnte ich mich über den Plan oder die systematische Anordnung des Ganzeny und über die Art der AuSarbeitung der Theile nicht völlig mit mir selbst vereinigen. An der ersteren habe ich so lange geändert, daß sie nuny wie es mir scheint, mit einiger Vollendung in die Hände des Publicums komt. Was die Augarbeitung der Theile anbelangt, so konnte a zir Xt und durfte es nach meiner Ueberzeugung meine Absicht nicht seyn, ein ausführliches das große Ganze im vollständigen Detail umfassen- des theoretisch- praktisches Werk, von welcher Art ein gutes in Deutschland, der kaum endli- kerbaues, ein Werf dessen ganzer Umfang guf 4 Bände berechnet ist. XU von ihm erreicht werden, den er'in seinen Ver? hältnissen nüßlicher dem höheren Streben nach mehrerer Universalität von Kenntnissen zuwen- det. Das nächste Object für die schriftstelleri- sche Thätigkeit des Universitätstehrers über Landwirthschaft bleibt demnach die-Ausardbei? tungeines Lehrbuches in compendiarises mit Richtigkeit und Vollständigkeit zu paaren; allein sehr viele Erfahrungen gaben mir immer nehr die Ueberzeugung, daß dieses noh zur Zeit bei dem praktischen, beschreibenden Fache der Landwirthschaft weniger mögli» als es bei manchen andern der Fall seyn mag, beson- ders aus dem Grunde sey, weil die unbearbei- var zir XIN tete Lücke noch allzuzros ist, die zwischen land- wirthschaftlichenGegenständen und denen Wis7 senschaften statt findetz aus denen diese in leß- ter Potenz ihre Gründe hernehmen müssen. Wie läßt sich z. B. bei der Lehre vom Boden jene aphoristische Kürze mit Vollständigkeit und Richtigkeit in Verbindung bringen? Die bis- herigen Versuche sprechen für diese Behaup? tung; der Kürze des Ausdruckes wurde häufig die Richtigkeit und Vollständigkeit so sehr auf- geopfert, wie umfassende systematische Anord»- nung. Aus diesen Gründen fand ich mich be- wogen die abzuhandelnden Materien häufig nur anzudeuten, dem Vortrage freieren Spielraum zur weiteren Ausführung überlassend, ohne je- doch bei dieserDarstellungsart die mir zustehende Freiheit aufzugeben, manches mehr auszufüh- ven, was ich hiezu geeignet fand, oder in No- ten zu den einzelnen 8. 8. manches speciellere beizufügen, wenn ich mich im Stande fühl- te, merfwürdigere Aufschlüsse oder Ansichten mitzutheilen. So entstand die gegenwärtige Schrift, die der erwähnten Art der Bearbei- kung wegen den Titel eines Entwurfes erhielt; NIV und deren meister Text in Noten bestehet; wel-| e am wenigsten ent- spricht, und mic) öfters in die unvermeidliche Nothwendigkeit seßte, dasselbe anzuführen, was bei den nämlichen Materien in ähnlichen Schriften sich nothwendig finden muß. Bei Diesen literärischen Bemühungen habe ich aus/ ländische Literatur zwar nicht vorzüglich berück- sichtiget; welches in meiner Lage nicht möglich wary aber noch weniger ganz umgangen; sol 42, Zz EN) 4-.. ve XVII schaftskunde sey, wird der Freund dieses Fa-+ und Lpz. 1300) in unseren dermaligen Verhältnissen ,. seitdem das Geld als all emeines Zeichen des Werthes angenommen ist, Erlangung des höchsten nachhaltigen Geldertrages als. den lehien Zwe aller Gewerbsbeirieb amieit an, so kann man die vehre von der Hervorbringung und Gewinnung lands wirthschaftliczer Naturproducte auf einem bestimmten Rau- me, zu dem Zwece des nachhaltigen Geldertrages, Land wirihschafiswisseuschaft nennen.: v 2. Da klimatische Beschaffenheit die Productionen dex Land- wirthschaft, sowoyl in genereller, wie in spezieller oder lo- kaler Hinsicht, bedinget, so ist eine Laudwirtysc werbes begründet“ Nothwenvdigkeit der Crrich tung landwirthschaftliher Unterrichtsanst alten agiler | Art von Seiten solHer" Regierungen, welch? | diese ersie und wichtigsie OQuelie des Jiationalreich- | thymes gehörig zu'würdizen wissen. DEE 3pes ziale kandwirth schastoschulen den Zweck haben, prak- tische Oekonomen( Lokalpraftif ier für gewisse Gegen- | den) zu biiden, so ist es gegens seitig die hauptsäch- lichste. Besiimmung von 2 nan uref zen, über L2and- 0 M7 wirthschaftswis Jenschaft auf Universitäten, solche as mnmisse jenen mitzutheilen, die sich in der Regel D* 4 zwar nicht zunächst zur unmittelbaren Ausübung bc- stimmen; denen sie aber demohngea 1789. 4- pAnnal. der Niedersächs. Landw. 10. 413. 3. Nothwendigkeit, Zwe> und Einrichtung eines öfonomi- schen Gartens zum Behyufe landwirthschaftlicher Vo.l sun- gen auf Universitäten. Ob die u;nterricmann Bibl. 6. 568). Mathe ius Lehrb. für ängehende Landpre- diger. Jena 1791. 8.(Be>mann Bibl. 16. 494).- Krü- niß der Landpfarrer in seinen verschiedenen Venhältnissen u. sf. w. Berlin 1794. 8.=- Ein Berzeichniß von vielen Geistlichen, die sic) als laudwirthichaftrliche Scriftsteller be- kaunt gemacht haben, findet man in Stum pf Landwirth- schaft für Geistliche und Schullehrer. Jena, 1790. S. 9. ESfuhe die Verbindung der Rechtsgelehrsamkeit mit den Kameral- und dkonom. WiTenschaften. Kassel 1782, Pütter, Hufeland juristische Encyklopädien u. s. w. 5. Ueber Akademien des A&erbaues, Versuchs- und Muster: layvwirthschaften(experimental-farms, Sinclair PpropoSals for establishing by Subscription a joint, Stok Tontine Com- pany for ascertaining the principles of agriculture impro- veinents, London 1799; Thaer Engl. Landw. 1. D'R815%.225 2. 2843 das. 298 Marshall's Vorsylag zu einer Anstalt ähnlicher Art. Sotiche allerdings wüns)euswerthe unsial: ten bezwe&en vorzüglich die Erweiterung des Gebietes der landwirthschaftlichen Wissenschaft durch Ausmiitlung neuer landwirthschaftlicer Wahrheiten auf allen Wegen(4. 3.), besonders durch Anstellung richtiger Erfahrungen, oder durch Berichtigung der bereits bekannten. Jyrem Zwec>e nach sind sie demnach ganz abweichend sowohl von dem Zwede 6. ZT. des UPniversitäts- Uuterrichts über Landwirthihact, wie von jenem der“ Spezial- Landwirthschaftsschulen. 2ogtere lassen fic) mit ihnen um so mehr in Verbindung bringen, da überhaupt die Verbindung von Spezial- Lanvwirthschafte- -, schulen mit einer praktischen AFerbauwirthschaft unumsgng2 lich erforderlich ist. Soll ein Lokale zu letzterem Zive>e für eine Deutsche Spezialschule vollfommen tauglich seyn- so muß es möglichst die Fähigkeit zur tiniversalität dev landwirthschaftlichen Praxis, d. h. zur musierhasten Aus- übung aller im gemäsigten Himmelsstricge mögliczea Zweig? derselben realisiren, 4 Spezialschulen für Landwirthschaft sind theils für die bes- sere Bildung vou Jünglingen aus der KlaFe der. Landkeute selbst, theils für den mehr wissenschaftrlicpen Unterricht jun- ger Männer, die eine forgfältigere Erziehnug erhalten ha- ben, bestimmt. Erstere. betreffend gehört hiehcr? die erste Banernschule in Böhmen, welche zur Erlernung des Baucrn- handwer?s auf dem v. Schönfeldischen Gute Trinowa ange- legt worden ist. Prag 1791. 8. RNaffn Versuch über den besten Plan zu einer praktischen Echule für den Ak>erbau. Altona 1798. 8-= WBon Spezialschulen leßterer Art ha- ben sich in neueren Zeiten Auszeichning erworben: das ber Celle bestandene laudwirthschaftliche Institut des Hrn. G. 9. Thaer, welches seit dessen Umzuge in die Preusischen Siarten zu Möggelin, ohnweit Frankfurt an der Oder, fortgeseßet wird. Das Georgicon des Grafen Festetits zu Keszthely in Ungarn: Oratio in auspiciis anni Sch Oolasticit 33801= 2 in Georgico Keszthelyensi illustris8imi Comitis Georgii Festetits de Tollna, dicta a Joanne ab ASboth, Prof, Sopronii 1801, 8. Landwirthschaftliches Institut des Hun. Fellenberg zu Hofwyl unweit Bern: Ynsichten dex Schweizerischen Landwirthschaft, und der zweäamäßig: sien Mittel sie zu vervollkommnen von Em. Fellenberg. Bern. 1808. 8. 106 S.(Allg. Zeit. 1808. 70.220008 3312 das Franzds. übersebt von Karl Pictet mit Anmerk. Genf 1208, 138 S. 8. Bericht des Hrn. Pictet über die Fel- Jenberasche Anstaht in Bibl. Britan. December 1837. Land- wirth. Blätter von Hofwyl, herausgeg. v- E. Fellenberg, 1tes Hest- Aarau'1808. 3. 151 S. Landwirthschafts- Insu des Hru. Geri>e zu St. Lüdgeri unweit Helm- srädt. Unterichfed zwischen höherer und niederer Landwirthschaft berhaupt, und nach dem Sinue des v. Seutter in dessen Versuch einer Darstel!ung der höheren Landwirthschaft, für Katueralisren ,. OeivRomen 16. Lübe> 1801. 84 7 8. Nach dem bekannten Zwe>e dieses Entwurfes wird je- nen Theilen stets die mehrere Ausführlichkeit gewidniet werden, welche in Bezug auf die gesammte Staatswirth» schuit die wichtigsten sind, oder welche am meisten auf die Erreichung des untergeordneten Zwe&es der EStazatswirth- schaft hinwirken, da alle die zu dem so vieles umfassen»en Ganzen gehören, in der beschräntten Zeit eines akademischen Semesters nicht mit gleiczer Ausdehanng abgehandelt wer- den können. Dem Stgatsdiener und Kameralisten kann vas Det.il von manchen untergeordneten landwirthschaftlichen Gegenständen gleichzültiger seyn, aber yöchft wissenswardig ist es für ihn, wie durch rationeiten Betrieb der geiamm- ten AFerbauwirthschaf;, dur) vernünftige A>ereintheilung, poFenden Weqysel der Früchte, durc verhältu: mäßiges Jn- einandergreifen von Futtcrbau, Viehzucht, Getreidba.: u. Ff. w. das endliche Nesultat von Wohlstuud der Ctaatebür- ger, von Ueberfluß alter londwirihschaftlichen Producre, von sÜcherer Grändung des vermehrten Naitonalreichihumes hers beigeführt werden könne. C. 6. Geschichte der Landwirthschaft. Ihr Hauptre- sultat ist: daß wir die Ausübung dieses edlen Ge- werbes überail mit ausnehmend vielen Hindernis- sen aller Art überladen von dem grauen Aiterthume übertragen erhalten haben. 1. Goguet Unters. von dem Ursprunge der Geseße, Künste und Wissenschaften z Lemgo 1763. 3. B. 4. Rössig Ver- such einer Geschichte der Oekonomie, Polizey und Kameral» wissenschaft. 2 Theile. Leip. seit 1782. 82 Des. Gr. v. Hartig kurze historische Berracht. über Aufnahme und Ver- fall der Feldwirthschaft 2c. Prag und Wien 1786. 38- v. Engel Versuch einer Beantworiung der Frage: welche Vortheile hat die Landwirthichaft von ver Aufklärung im I8Sten Jahrhundert u. f. w. Leip. 1798. 8. Anton Ge» schichte der deutschen Landwirth. bis zum Ende des x6te1n Jahrhunderts. Görliß, seit 1799. 3 Th. 88 Gregoire esSai historique Sur Vetat de Tlagriculture au Seizieme Siecle. Paris en 12. 4.(Beckmann Bibl. 22. 520.) Tyaer Grundriß einer Geschichte des Axerbaues, iu Ynuagl. des Aerbaues 1807. Januar.! 2. Die merkwürdiaste Urkunde zur Geschichte dev Landwirth. aus dem Mittelalier ist die Wirthschaftsordnung K. Karl. d. Gr.(capitulare de villis vel curtis imperatoris), und das na< der von ihm gestellten Vorschrift verfertigte Jn: veutarium-einiger Kammergüter(Specimen breviarii rerum Äscalium Caroli M.). Anton Gesch. d. L. 1. 175. liefert von beiden neue Uebersekungen nebst vielen historischet und dfonomi' chen Anmerkungen,== Das, Angelsächsisher Ka: kender in Gemälden, aus dem eilften Jahrhunderte ngsale, Lebenvende sv vieler dko: nomischer Gesellschaften. F, K. Medicus warum stiften ödfon. Gesellschaften so wenig Nugen; Vorlesungen vox Pfälzischen physifalisch- dkonomischen Gesellschaft. 2. 285. 2. Fraufreich hatte in dem Jahre 1799 mehr als 40 ökono» mische Gesellschaften, deren Zustand A. Young in seiner Reise durc< Frankreich schildert. Die bedeutendste war und- ist die Societe.roy, d'Agriculture de Paris; nachher Societe d'Agricultnre du Depart, de la Seine, dermalen Societe imperiale d'agriculture du Dep. de la S. Eben so Jtalien. EEEPEHENODEHEERITOÜTEENIEEEREN y 9 3. Anch England hat fehr viele ökonomische Gesellschaften, die älteste ist die Dubliner von 1736, und. die Londoner Society for the encouragement of arts, manufactures and commerce(seit 1753. Eine glänzende aber gilzuschnell vor- übergehende Erscheinung war der Board of agriculture des Lord Sinclair: Account ofthe origin ofthe board of agri- culture and its progress for three years aster its eStabliel- ment;by; thie president,(Si Wohn Sinclair)" Lendon 1796. Annals of agriculture by A. Young. vol. 30. Thaer Engl. Landwirthschajst. 1, 47, und 2. 2. 268, S. 9. Hülfswissenschaften für das landwirthschaft- lime Stadium sind demselben mit den ökonomischen Wissenschaften überhaupt gemein: Mathematik in verschiedenen Beziehungen, ökonomische Maturge- schiore, Physik, und besonders Chimie. Die öko- nomische und technische Chimie ist ein neuer Zweig dieser schönen mir Physik so enge verschwisierten » Wissenschaft, welcher die Anwendung ihrer allgemei- nen Grundsäße auf ökonomische und technische Ge- genstände macht. TI. Lavoisier Resultate über einige Versuche in der Land- wirthschaft, in Crells him. Annal. v. 1797. 9tes Si. über- seßt. Auch in Hermbsrädts Archiv der Agriculturcerbaufunst in der eng» sten Vorbindung stehen; in dessen Archive der Agricustur- chemie 1. u. 2. B. Chaptal chemie appliquee aux, arts. Paris 1807. 4 Tom. 8.=- Besonders gehören auch hicher die Floren einzelner Gegenden, wie Sch raufk's Baier. Flora. 2 Bände, München 1789. DOekonomisch- tehnische. Flora der Wetterau, herausgegeben von Gärtner, Meyer und Scmann physikalisch- bkouomische Bibliothef. Göt- ting. seit 1770, 24 B- 8.;; 2 Dessen Uebersicht der landwirthschastlichen Literatur, in, deutscher Laudwirthschast, 6te Yusl. S. 22=-54- G. R. Boehmeri Bibliotheca Scriptorum historiae natu- ralis et veconomiae. Lips. 1785. 54.534 4 Weber Handbuch der' dion. Literatur. Berlin 1803. 2 Bd. 8.(euthält gleichwohl nur die in deutscher Sprache geschrie: benen, oder in diese übersesten Werte).: TY J]. D. Beifs repertorium dommentationum a Sotietatibus Ziterariis editarum. Tom. 5, Oeconoimia, Göttingae 1805. 4. Römische Literatur, Scriptores rei rusticae veteres latini Cato, Varro. Co- Jjumella, Palladius, quibus nuac acceXt Vegetius de mulo medicina, et Gargilit Martialis fragnentum, cura KM. 7T7Gasnert,& J.G. Er megtu: nn, Lips» 1773)4: 2 T. vdr TG Se nDelder. 4.102 86% LeeDol7942P797 Des Columella zwdif Bücher von der Landwirthschaft, Überset von M. C- Curtius. Hamburg und Bremen F769. 8. 2. B. Columella Abh. von Bäumen, als Anhang zu sinen 12 Büchern über Landw. 2c. übersezt von IJ, Riem. Drevsden 1791. 8. Varro von der Landwirthschaft, übers. von J. F. Mayer. Nürnverg 1774. 83 auch von Goitfried Große, mit erläutern- den- Anmerkungen aus der Naturgeschichte und den Alterthü- mern. Halle 1788. 8« mit 1 Kupf. p, Virgilii Maronis'Georgicorum libri 4, mit friti- schen und dion. Erklärungen von D. Martyn. Deutsch über- sezt von IJ. IJ. Dusch... Hamburg und Leip, 1759. 8- Vir- ail's Landbau, 4 Gesänge; üb rsest und erläutert von I. H. BV oß. Eutin und Hamburg 1789. 8. The HusSbandry of the ancients, by Adam Dic3o0n. Edinburg 1788. 2 Tom, 8. Ausführliche Werke älterer und neuerer Zeit, und Lehrbücher. Pet. de Crescentiis opns rural. commodor. Argent, 1486. fc1. Deutsc< Strasburg 1531. fol. Ital. in Venetia 1542, Z» Camillo Tarello ricordo d'agricultura Venet. 1567. 435 Cco- zetto, illustrato, etc. dal Scottoniz; Venet. 1773. Conr, Heres- bach rei rusticae libri IV. universam agriculturae disciplinam Continentes, Colon, 1573. 8. Spirae Nemetum 1595. 8. Die Werke des Colerus(calendarium perpet, et 3ex libri oeco- nom.; oeconomia rural. et domestica in 6 Theilen; die ältesie Auflage soil von Wittenberg 1591 seyn); Florinus(Oeco- nomus prudens et legalis, heransgegeben. von Donauer. Närndberg 1702. fol.); v. Hohberg(georgica curiosa, NRüin- berg 1682)- Olivier des Serres, Seigneur de Pradel ,„ C Theatre d'agriculture et mesnage des champs. Paris 1600, Lyoa 1675, neu herausgegeben von der Pariser A&ecbangeseils schaft mit vielen Anmerk. in 2 Bd. Paris 1805.) 1, s. Ww. v. Rohr Einleit, zu der Land- und Hauswirthschaftskunst < Dein Leip.. 1720 3 dessen Hauswirthschaftsbuch. Leip. 22. 31, 4. t F- U. Stissers Einleit. zur Landwi. und izei der Deutschen. Jena 1746. 17007 n Im(0 Du Hamel du Monceau traite de la culture des terres, guivant les principes de Mr. Tull, Paris 1750-1761. 8, 6 T. Dess. Flemens d'ädgriculture, Paris 1763. 2 Th. g. v. Fisch er Liefländ. Landw. Buch. Halle 1753. Leip. 1772. 8. v. E&hard Experimental- Oeconomie, 1754 3 umgearbeitet V. L. JT. D. Succow. Jeng 1779. 8. Hagedornlandwirthschaftlicher Haushalter. Berlin 1755. 8. T. G. Leopoldt Einleit. zu d. Landw. Berlin 1759. 43 umgearbeitet von Niem, 5 Theile. Breslau 1852. 4. Chr. Reichart Einleit. in den Land- und Gartenbau. Erfurt 1759. 2 Th. 8. m. Kupf. auch 1769. Wiegand wohlerfahrner Landwirth. 2 Th. Wien 1762. 8. 1777. I. Mill vollständiger Lehrbegriff von der prakt. Feld- wirthschaft; m. K.(a. d. Engl. vom Prof. Dusch und Jünger), 5 Th. 8. Leip. 1764. v. Pfeiffer Lehrbegriff sämmtl. ökon. und Kamerglwissenz sch. 1 Th. Landwirth“ Lehrbuch der Landw. in 4 Th. Leip, 1774. 8-(wird von Schubart öfters als Opfer der guten Sache angeführt, der mit aller Selbstverläugnung von seinem Wege abgehen mußte, und ein unglückliches Ende genommen haben soll). Fabricius Anfangsgr. der dkonom. Wisseunsc<. Flensburg 1773. 3- Koöpenhyag. 1783. - Jung Lehrb. d. Landwirthsch. der ganzen bekannten. Welt, Qetp. 1783. 8. - I. Niem monatliche prakt. ökon. Encyklopädie. 3 B. Leip, 17852 9:21. 170722001208:? v. Beue>&endorff Gesebbuch der Natur für den wirth- RENEE Landmann, oder Grundsäße der Landw. 3. B, Hale 1780«+'8« 43 v. S und Leip. 1800. 8. v. Steindel Be- merk. über Thaer's Schrift. Leip. 1800. 8. RücCert Bemerk. über Thaer's Engl. Landw. Wien 1800. 8. v. Engel Anwend. der Engl. Landw. auf die Deutsche. Leip. 1803. 8. Leupert wirthschaftliches Taschenbu<, Breslau. Jahrgang 1804 und 1805. v. Zehmen vollständ. Lehrbegriff der gesammten Landw, 2. Th,* Leip»(17994 8. 14 4 Weisseubrucler. Erfurt 1302. 5 Th. 8,(mit deim aten Th. beginnt erst die Lehre v. A>orbaue). I. L. G. Levpold Agricola,' oder faßliche Darstellung des reuesien und Gemeinnüßigsten aus der gauzen Landw. 3 B. Han» nover 1303. 8.. Gert>e prakt. Anleitung zur Fährung der Wirthschaftsge- schäfte. 3 Th. Berlin 1804. 8. Weber sysiemat. Handbuch der deutschen Landwirthschaft zum Unterricht für wissenschaftlich gebildete Leser. 1 B. in 2 Abh. Züllichau, Freistadt und Leipzig 1805. 8. Di cson Praktischer Aerbau, oder System der verbesserten neuen Landwirthschaft. A. d. EC. Herausgegeben mit Anmerk. v. Thaer. 1 Th. Leipzig 1807. 8.(Von dem Originale Dicson Practical agriculture ist(London) 1807 eine neue jehr vermehrte Aufl. ix. 2 B. 4. mit 100 K. erschienen). Wörterbücher. Außer Bergins Polizey und Kameral- Magazin Frankfurt 1767. 9, B. 43 dessen neuem P. u. K. M. Leip. 1775. 6 B. 43 Krünis vfonomiicher Encyklopädie, fortgeseht von Flörke. Ber- lin seit 1773 bis 1808, 208 B. 85 dem Auszuge. aus derselben 5 Strelin Realwörterbuch für Oekonomen und Kameralisien, gehbren insbesyndre hieher: Dictionaire veconomique par Noel- Chomel fol, Lyon 1709. Amsterdam 1732, Comercy 1741. yar M. de la Marre, Paris 1767 3 B. fol.; überseßt Leip. 1759-1759 fol. 8'Th. Zinfens allg. vkon. Lexicon. Leip. 1744- 83 5te Ausgabe, vermehrt durch Volkmaun 17803 6ie Ausg. von Leich. Leip. 1800. 2. Th. tl. fol. 1; Allgemeines Haushaltungslexicon. Leip. 1749. 3' Th. 4. Onomatologia oeconomico- practica, oder bkon. Wörterbuch mit Hr. von Justi Vorrede. Ulm, Frankf. u. Leip. 1760.'8. Cours complet d'agriculture theorique, pratique, veconomi- que etc. redige par ROZ 10 NCHan ta EE ar meme, D.e- Jalauze, Lasteyrie etc. Paris I78L=-1896.:12/B. m. K» 15 Die beiden neuesten sind Suplementbände von Thonin u.'a, 3 aus dem Franz. des Rozier überseßt, berich.iget, mit Zutäßen vers feyen, und für Deutschland brauchbar gemacht.(Von Prof. Rumpelt u. a.) Leip. 1782 1. f. 7 B. 8. Enocyklopaedie methiodique: agriculture, par L'ahbe Tes gier et Thouin, Paris 4..(Einige Bände waren schon im An- fange der Revolution erschienen).; Gerimershausen dfonom, Real- Lexikon, Leip. 1795. u. f. B, 4- N Meißner övkon. Handlexikon. Halberstadt 1798. 2 B.z 2te starf vermehrte Auf. in 3 Bänden. Leip. x804(nebst einem Anyange? Hionomische Rhap odien in Alphabetordnung. Leip. 1804.) 7 S 1769. 3 Stücke. Samml. nüßl. ME ehten von der Gesellsch, in Krain. Samml. Laibach 1770. 4. Neue Sämml. 1 Th. 1779. das. 4 Schrift. der Königl. Dänischen Gand HAUSHENEnSgeel: B. Koppenh. 1776 bis 1790. Abhandl. der Landw. Gesellsch. zu Burghausen 1771. 2 B. 4-+ Oekon. Nachrichten der patriotischen Gesellschaft in Schlesien. Seit 1773 bis 1779 jährlich 1 B. in 4.= Neue dkon. Nachr. d. py. G. in S 1803, 2 Th. 3.; Annälen der Südpreusischen ökonomischen Societät, Heft 1. Posen und Leipz. 4805, 8. Vermischte Schrktkften. G. G. Zink) Leipziger Sammlungen 2c4 Leip. 1746- 4767. 8 16 B.;- v . Hanndoerische Sammlungen, 4 B, 1750 8, f. 4. Hannd- verische nüßliche Sammlungen 4 B, 1755 u, f.; Hanndy., Bei- dröge 4 B. 1759 8, f:z Hänndy, Magazin seit 1763. 2 38 "'v. Fr. v. H. CHohenthal) vermischte ökon. Samml.' 2 B. Qeipz= 1750. 8.; Dekon, Nachrichten. Leipz. 1750 u. f. 15 B. 8. Neue bkon. Nachr. seit 1763. 5 B.(beide herausgegeben von Freiherrn von Hohenthal.) Oekon. phys. Abh. Leipz. 1751. 3 B. 8. Schlesische dkon. Samml. Beesülau 1753. 3 B. 8. D. G. Screbers Sammil. verschied. Schriften,' welche in die dkon. u. s. w. Wissenschaften einschlagen, Halle 1755 u. f: 16 B. 8. Desselb. neue Sammlung 2c. 2c. Büzow, und Wis- nar 1762 u. f. 8 Th. Dess. neue Kameralschriften seit 1765 1769. 12 B. 8. Dess. Beitrage zur Veförderung der Haushal- tungsfunde.' Münster 1776. 8. N v. Justi ökon. Schriften. Berlin und Leipzig 1760. 2 W- isten Bandes 2. Ausl, 1706, 8. 1 Jer I. Reinhard vermis 3767. 8-5 dessen allg. dion. Magazin. 2 Jahrgänge. Hamburg 1782. 8+ I. Fr. Mayer Veitröge und Abhandl. zur Aufnahme der Land- und Hauswirth sch., nebst 10 Fortfesungen und Anh any gen. Frankf; 1769=- 1787. 8. IETER 3 Kayser Baueruphyysik, oder erste und zweite Linien der Naturkunde„des Aerbaues, mit einem Versuche zwölf prait« Abhandl. 2 Th. Fulda 1770. 8-;. Reine>er gründliche und durch sigere Berecendvorf) Berliner Beyträge zur Landwirth- schaftswissenschaft. Berlin 1774=- 91. 7 Th. 8.5 dessen allgett. Acerbaukatehismus 1776.53 umgearbeitet und berichtiget von Brieger 2 Th. Breslau 1798.z3 auch unter dem Titel: Un- terricht über den Aerbau für angehende Wirthschastsbediente. v. Bened>endorf kleine ökon, Schriften 2 B. Küstrin 1784; 8+ Joh. Be>maun Beiträge zur Oekonomie, Technologie und Kameralwiss.* Göttingen 1779. 8. 11 Th;: Der Sammler, eine gemeinnüßige Wochenschrift für„Bütt- den. Chur seit 1779 bis 1782. Vier Jahrgänge. 8. Cgrößten- theils herausgeg. von D. Amstein)z; der neye Sammler, ein gemeinnüßiges Archiv für Bünden. Herausgegeb, v. der dkon. Geseusc<. 1 B. Chur 1804, 8.; u Hube der Landwirth, eine periodische Schrift, Leipzig 4779. 2 B, 8. Neß Samml. einiger kleinen größtentheils landwirth;<. Aufsäße. Leipz. 1780, 8. Christ Beiträge zur Landwirthschaft. Frankf. und Leipz. 1782, 8,3 veränderter Titel+ auf eigene Erfahrung gegründete Vorschläge, den edlen Feldbau zu verbessern. Frankf. 1793. 8. CGermershausen) Hausvater in systemat, Ordnung; vom Verfasser der Hausmutter 5 B, Leipz« 1783 8. Borowsky Ulmanach für die Landwirche auf 17835 Frankf; a, d, O,.- “ v. Hofmann die Landwirthschaft für Herrn und Diener, rag 1784. 8. I. R. Forster Samml, von Abhandl;"ökon. und techno= log. Inhaltes. Haite 1784. 8. Löwe und Riem ökon: phys, Zeitung; 3 Jahrgänge. Breslau 178) und 85. 3. Fortaeseßt unter dein Titel; Riem dfon. Monatschrift. 2 Jahrg,- Dresden 1786 und 87. Riem phys. dkon. Quartalschrift 2 Jahrg, 1788 und 89, Riem vevs mischte dfoun, Schriften 2 Heste, Dresden 1789, u. 98.-Niem auserlesene Sammlung vermischter dkon« Schrift» Dresden 17909. 2 B. Riem neye Samml, vermischter dfon. Sh. 1792 = 1798. 12 Th. Dresden. Niem neue Samml.'von dfou, Schriften auf 1799. Rient neu fortgeseßte Samml, von dkon. und Bienenschrifren, 18592, 2 Liefr,; 1801 ebenfalls 2 Kiefr. 5 IT. F: Mayers Katechismus des Feldbaues, Frankfurt 785. 8. C, Bryant Verzeichniß der zur Nahrüng dienenden Pflan- zen. A. d. Engl, übersest und mit einem zweiten Theile verm. Reipz, 1785, 8 4* 320 3. 2. Schubart Edler vou Kleefeld ökon. kameralisti- ie Z0U8N Herausgegeben von L es ke, Leipz. 1786== 1795: 6 Th. 8.. Krämer landw. Belehrungen für die Gegenden. über: haupt, und seine Landsleute insbesondere, vder vkon. Etwas, mit Erläuterungen von Niem. Dresden 1786, 8. v. Cancriän vermischte meist ökou. Schrift. Riga 1786 4+ Naturhist. Briefe über Oesterreich, Salzburg, Passa» Bergtesgaden, von Schranf und Freih. von Moll. 2 V. Salz- burg 1785. 8. mit&. Sch rank Baiericche Reise. München 1786. 8. m. K. K. Ehrenbert Freyh. v. Mo4Al Oberdeutsche Beiträge zur Naturlehre und Oekonomie für 1787. Salzburg 8. A. v. Hennings kl. dkon. Schrift. Koppenhagen 1787% 2 Eamml. 8. Leo Landwirth. Briefe 16. Leipz. 1787. 8+ (Aug. Niemann) Sc 1793, und 17977 8,3 dessen neus dfkon, Beiträge, Berlin 1809,-8+ 21 Weigel Magazin für Freunde der Raturlehre,„Land- und Staatsw. 4 B. Berlin 1794. u. s. 8.: C. Mön< vermischte Aufsäße aus der Oekonomie, Natur» geschichte und Chemie, Marburg 1794. 8. E, Viborg Abh. für Thierärzte und Oekonomen a. d. Dän. Koppenh. s. 1795. 8-;| I. C. E. Schmidt Vorser- und Feldbaues. A. d. E. v. Hebenstreit. Leipz. 1801. 2 B. 8. v. Richthofen Entwurf einer AFerbautheorie 2 Th. Leipz. z801. 8.3 dessen nöthige Bemerkungen und Erläuterungen zu der neuen Akerbautheorie, Breslau 1805. 8. Krämer vermischte Beiträge über Gegenstände der Oeko- vomie. Breslau 1802. 3 St. 8. Hinze Auswahl einzelner Abhandl, über Landw. Polizei und Kameralw. Helmstädt 1801. 8. Friebe Grundsäße zu einer theoret, und prakt. Verbes, der Landwirth. in Liefland. Riga 1802. 8. 1 Bändchen, Weinli< ödkon. Taschenb. f. 1801. Leipz. 8. Freih. v. Lichtenstein Bemerk. über den Zustand der Landwirthsch. in der Oesterreich. Monar und Leipzig 1803, 8. Dullo die Kurländische Landw. Ein Vers. zu einem Handb. für prakt. Landw. aller Art. 1 Th. AFerb. Mietau 1804. 8. Fr. Kas, Medicus ökon. Abhandl. 2 Bändchen. Leipz. 1304. kl. 8.3 dessen kleine dkonomische Aufsäße. Leipz. 1804. kl. gs. B. Bell Versuche über den A&erbau a. d. E. mit erläu- ternden Zusätzen von A. Thaer 1. Th. Berlin 1801. 8. Weber kl. dk. kameral, Schriften. 1. B. Berlin 1805. 8. Grundriß e, AFersyst, f. Südpreußen, Posen u, Leipz. 1805, G. A. J. Leopold die Pfarxländerei Benutßung durb. 6. 653 7+ 6493 8. 44953 8. 481.) 3 v. Essen merkwürd,. Landwirthschaften in Deutschland und Dänemark. 1 Th. Wecselwirthsch. d. K. Dau. Kammerherrn v. Juel auf der Jusel Thorseng. Rosto> 1807. 8.(Annal. DEMED LN 3075. 7% 70): 7 * * Versuch einer landw. Geographie, oder Nachrichten von der Landw. einzelner Länder 1x B. Leipz. 1795. 8. Oekonomische Reisen. PVP. Kalm Beschreibung der Reise nach dem nördl. Amerika. Götting. 3 Th. 1754« 8..+ SIE: A. Young vkon. Reise dur< die nördlihen Theile von England. 2 Th. Leipz. 1772. 8,3 durch. die östlichen Theile. Leipz, 1775. 3 Th. 8.5 durch Jrtland 2 Th. Leipz, 47803 23 durc< Frankreich und einen Theil Italiens, überseßt und bears beitet von Zimmermann 2, B. Berlin 1793. 8. Hennings dkon. Beobacht, auf einer Reise durch Jüttland. Koppenh. und Leipz. 1786. 3 Olaus Olavius dfkon, Reise durc< Jsland. Dresden u. Leipz. 1787. 7] Begtrupp Bemerk, über die Engl. Landw. gesammelt auf einer Reise; a. d. Dän. v. Joer oder Bonitirung. J. F. Mayer Grundsäße und Anleitung zum Bonitiren 1c. Celle 1865. 4. (macht auch den dritten Theil von dem Werke über die Gcmeinheitstheilung jenes Verf. aus). 2, Wichtigkeit derev- baucs au der vollständigen Entwicklung jener noch näheren Antyeil nimmt, deren Hervorbringung und beliebige Bet2 mehrung vom Landwirthe abhyängt. 31 ; 2, Ueber"Einfluß" der"erdigen Bestandtheile des Bodens auf Vegetation, f+ vorzüglich die'Schradersche Abhandl,. nebst Fortsehung derselben im Arerheit dos Bodens herbeigeführt, welche in der Regel dur) Bearbeitung erlangt wird, und noch die wei- teren Vortheile, der Zertheilung und innigen Verbindung der nährenden kohlenstoffhaltigen Substanzen mit den Erde» theilhen des Bodens, der Gewältigung der Unkräuter u. f: w., gewähret. 4. Wichtigkeit der aufmerksamsten Beobachtung der Witterung in jeder yon einem Landwirthe bewohnten Gegend. Wiel: jährige Beobächkungen Über alle- Phänomene der Witterung und des Wachsthumes bilden einen auf Erfahrung gegrün- der sie angestellt worden sind. Toaldo Witterungslehre für den Feldbau; a. d. Ital.(von Steudel), Berlin 1777.3 3te Aufl. 1786. 8- Mill Versuch vom Wetter 2c. als Anhang zu dessen Feldwirthschaft.- Leipz. 1772. 8- Werenbergs Witterungslehre für den Landmann. N. Aufl. Leipz. 1802. 8. Keils Vorkenntnisse der Witte: rung; 2te Aufl, Leipz. 1798. Fresenius praktische Wet- kerfunde für Oefonomen. Gotha 1799, 8. Metareologie des cultivateurs« Patis 1799. 8. s Zweite Abtheilung omm Erster Abschnitt, Urbarmachung. Marquis de Turbilly mem, zur les defrichement« Paris 1759, 4761. Uebers, Altona 1762. 8.( Weitere Nach» richten von den Turbillyschen Urbarmachungen, und den Schi>- | falen ihres verdienten Urhehers, s, A. Young Reise durch | Fraufreich 1. 174)- v- Justi dkon, Schrift. 2. 246.- D. G« | Schreber Anweis. den Flugsand srehend, und dürre Felder zu | Wiesen zu machen, Leipz» 1764, 8- IJ, C. D. Schreber Be- | fhreib, der Quede, Leipz. 1772. 4+ JI+ Marshall Reißen 1. 209.(Be>&mann Bibl. 4. 168), St. Jean de Creyecoeur leitres d'un cultivateur Americain 1. 163, Hannöverisches Maz gazin v. 1772» S. 15388 Nachricht wie die Holläader ihre Dänen dur< verschiedene Gragarten befesriigen von Be>mann. Biborg Beschreib. der Sändgewächse und ihrer Anwendung zur Hemmung des Flugsandes; a. d. Dän, voit Petersen. Koppeuh. 1789. 8- Stumpf die Lehre von Leeden, Jeuag 1790. Rump über den Anbau wüster Marken, nud Westphs- deten äusserst schäßbaren Naturkalender für die Gegend, in "Des«zue H&id Mia Grie„Dt dr mA]... 2.008 ,:,0% zz 72 33 Tische. Bauerngospräche 11. VBppstabt 1787. 8.- Viborg Hotan. Bestuumung der Saudgewächse, mit einer Anweisung zur Hem- muuq des Flugsandes5 gekrönte Preißschrift, in des Verf, Samml, für Thierarzte und Oekonomen, Koppeyh. 1797. 2. 123. H-+ Maxshakll Landw. v. Yorkshire 1. 339. 324- Thaer Engl. Landwirthsch. 1. 209..;3 3 597, Annal. d. N. Sähs. Landw, v. L802. 271. Leouyhardi wie man den Flugsand dampfet, uad v. Gram, Rohl ond Viborg. Leipz. 1823. 4. Pearson on the use.of green Vitriol, and on the efficacy of paring and burning, depending. partly on Oxide, of Iron, Philosophical Magazine by. LTilloch Nro, 81. February 1805, S. 28. Die Mittel zur Hinwegräumung jener Hitz- vernisse, welche die Kulturfähigkeit des Bodens hemmen müssen der Kultur selbst nothwendig, vor- hergehen, und nach den natürlichen Verschiedenhä- ten der urbarzumachen den Leeden, Heiden u. s, w. von bald honigem, bald gemischtem, baiv sandigen Boden verschieden seyn, S. 29+ Von Menschen, welerbauwerkzeuge 3. 17. Tafs 4. Us 55 Y-406 Moräste, Brüche, Moore( Möser, Moose) müssen nach hydrostatischen Regeln„mit Kanälen oder Gräben durchschnitten werden, nachdem zu- vörderst der beste, Abflußort ausgemittelt,. und für den Abfluß hinlänglich gesorgt worden ist. Kul- tur des trocfen gelegten(abgewässerten) Mook- oder Torfbodens. Jm Kleinen ahmt der Landwirth jene Mietel bei nassen Gründen nach, um sie in gute Felder oder Wiesen zu verwandeln« x. Schrift. der Berner ökon, Gesellsch. v. 1761» 1762) 1763»p 1764. Abhandlungen über diesen Gegenstand von Stapfer, Gruner, Bertränd und von Haller. Ber< Ver: such wie morastige Gegenden zum Aberbau zu nüßen z Hanndvr. nüßl. Samml, 1755. 162, Lebetnt des Fränz Bal« thasar Freyherrn von Brenkenhoff. Leipz, 14783, 3. Adler Naricht von den Pontinischen Sümpfen und des xen Austro>nung.- Hamburg 1783. 8. Krüniß Encyklo» pädie 4. B. Austro>nung des Königshorstes. St, v, Sten: gel die Austro>nung des Donaumooses-. Mänchen 1791. 4. G. v. Aretin actenmäßige Donaumovovsfulturgeschichte. Mannheim 1795. 4: m. Karte. Schrank naturhistor. und dfon, Briefe über das Donaunoos. Mannheim 1795. 4+ Kling über Mooskulturen. Münden 1798. 8,;5 dessen Kulturversuch im Donauttivos,. München 1806. ,8.'Befs froy. Anweis, wie Moräste und Sümpfe auszutro>nen, und in nüblichen Boden zu verwandeln, A. d. Fr. mit. An- merk. Prag 1798. 83 Nöldechen öfon, und staatswirth2 schaftl, Briefe über das Niederoderbru<. Berlin 1868. 8. Riemann prakt. Anleit, zur Vorrichtung der Wasser«. gräben, Leipz. 1802. 8« Annal, d. N. Sachs, Landw. 3802. 371. Hermbstädt Arch, 1. 216, 2, Große Wirksamkeit des gebrannten Käalkes im Torfmoor- boden, Brennen des moorigen oder Torfbodens. Thaer Engl. Landw. 3. 607. 3. Grabenpflüge, Abziehpflüge oder Wasserrinnenpflüge der Engländer bei nassen. Wiesen u, dergl, Terrgin zu gebrau- 2» 36 hen; Be> mann Bibl. 6.. 3927 10. 364 u. 430; Thaer Acerbauwerkzeuge 3. 15- Taf, 12404436) 4. Merkwürdige Behandlung des Totfbodens in Holland(aus- veenen) s. Grabner Briefe über die vereinigten Nied«r- lande S-..72« 1:%5,1 Beseßung nasser Gegenden mit. wassersaugenden Bäumen Ellern, Eschen, Weiden, Pappeln). Dr. uin 6. Die höer und Wie- fen,„die versteckte“ Nässe enthalten,-dur< bedeckte Abzugs= gräben(anderdrains) lernte. ic; in dcr Schweiz keunen, wo dieses Verfahren, 3. B- in der. Gegend von Bern, seit (- unbestinmbaren Zeiten unter' der Benennung des Stein- actenlegens ausgeübt wird. Saugeschäc- nen der Sümpse und' die Entwässerung'kaltgründiger) Ac- der, nach“ dem Verfahren des Elkington: Uebersezt von "dem Gr. v- Podewills. Berlin 1799. 44 Thaev- Engl. Landw. 44 252« 2+ 4. 44(!|| "7. Die JItalieuische Urbarmachung“ versumpfter Gegenden durch. Aufschwemmungzen(Colmate italienisch, comblees franz.), die Simouüde uns näher bekannt gemacht hat(Landwirth- schaft Toskana's S. 7)» faun mit Recht als eine der präch- tigsten und größten landwirthschaftlihen Arbeiten:"angese- hea werden. 8. Hieher gehört auch die schöne Urbarmachung zu Wiesen durch herabgeschvemmtes Wasser(Schwemmwiesen).“May er über die- Anlage" der Bewässerungswiesen 1. eine gekrönte Preisschrift. Hännvver 183209.- m. K. 3 Annal. der Nie- dersächs. Landw. 4. B- Urbarmächung dur< das Abschwem- men des Moorgrundes, Be&mann Landw. 6, Aufl.'79+ 37 Zweiter Abschnitt. Bearbeitung. OG: 135: Zur Erlangung und Erhaltung der die Frucht- barkeit so sehr bedingenden vollkommensten- 20>er- heit des Bodens dienen, bei der Ausübung des Feldbaues im Großen, verschiedene A>kerbauwerk»- zeuge, von denen der Pflug das wichtigste ist. Haupttheile desselben und ihre wesentliche seine Wir- kung bedingende Construction. Eigenschaften ei- nes guten Pfluges. Hauptverschiedenheit unter den Pflügen. Nähere Beschreibung des Ebenepfluges, und des Gebirgspfluges« 1. Mehler Samml. der Böhmischen A>ergeräthe. Prag 1784.:8. oder dess. Landw. Böhmens. 1. Th. N. Aufl. 1794. 36 Kupf, 8. Thaer Beschreibung der nußbarsten ehen Acergeräthe. 3 Hefte. Hannover 1803 bis 1306, 4. m. K«. 2. Cv. Münchhäusen) Haäausvater. 1. 1. Arbuthnot mathemat. Veschreib. des Pfluges, in A. Young the far- Mers tour through the East of England 2, 523 560.(Ise in der Deutschen Ueberseßung dieses Werkes von 1775 weg- gelassen worden; in das Franzds. übersezt in Rozier obser- vations Sur la physique 1774+ 4+ 284)- Clarfe über die beste Bauart dr Pflüge, itt R. Dossie memoirs/of agricul» ture and other, veconomical artss Vol, 3. Hoffmann dkonom. mathemat. Beschreib. des Pfluges, in döfon. phy. Abh. 1. 829. von 1751. Abh. der Schwed. Akad. 21. 192. Berderbauwerkz. Heft 1. Francois de Neufchateau rapport Sur le perfectionnement des charrues. Paris an 9. 8. Der bestmöglichste Pflug, auf Erfahrung und mathematische Grundsäte gestüßet v. John Bayley. A.d. E. mit einigen Zusäßen. Berlin 1805. 8. Be&mann Landwirthsch. S. 106 enthält ein reichhaltiges Verzeichniß der in den verschiedenen Ländern üblichen be- schriebenen oder abgebildeten Pflüge. . Unzählbare Verschiedenheiten der Bauart des Pfluges in den verschiedenen a&erbauenden Gegenden. Eine der wich- tigsten für Deutschland liegt im Streichbrette, das theils fest, theils in der Art beweglich ist, daß es auf beiden Seiten abwechselnd befestiget werden kann. Diese Einrich« tung hat eine völlige Verschiedenheit des Pflügens zur Folge z gee kaun an Furche, gelegt werden, und man ist Richt in der Nothwendigkeit augeinander oder zusammen zu pflügen(wie bei festem Streichbrette), daher auch das beet» weise Pflügen nicht statt haben kann. Mit Unrecht wird dem Pfluge mit beweglihem Streichbrette, solglich auch mit beweglichem Seche, und mit zwäischneidigem oder herz- formigem Schare hin und wieder die Benennung des Pfäl- zischen Pfluges beigelegt. In der Pfälzischen Ebene ist der Pflug wit festem, noch überdieß auf eine sehr angemessene Art gekrümmtem Streichbrette, auf welches die neueren Ver- besserer des Pfluges in England befanutlich so vielen Werth kegen, schon seit unbestimmbaren Zeiten eingeführt.( Das sehr zwe&mäßig ausgeschweifke Streichbrett wird aus schd- uen buchenen Klößen gehauen, hin und wieder auch von starkem Eisenblech verfertigt, aus welchen Stosfen es über- all nachzuahmen, und leichter wie von Gußeifen zu exlan- gen ist). In dem Pfälzischen Gebirge dies« und jenseits Rheines- auc< schon im hügeligen Vorgebirge, hat man den Pflug, mit beweglichem Streichbrette; dasselbe hat in dcr ganzen Schweiz statt, und wird wohl in den meisten Gebirgsgegenden der Fall seyn, da man in solchen den Pflug mit festem Streichbrette nicht ohne sehr grosse Be- schwerlichkeiten gebrauchen kann. Die eigentliche Bencn- nung des Pfluges mit beweglihem Streichbrette sollte daz her Gebirgspflug seyn. Es ist auffallend daß die neueren, Verbesserer des Pfluges in England auf diesen nicht mehs Lexe Rü>sicht genommen haben, 4. Pflüge ohne Vorderpflug(Schwingpflüge in England); mit zwei Streichbrettern; ohne Seh; mit einem Sterzenz mit eisernen Rädern; mit gauz eisernem Vorderpfluge u.|. w.3 verschiedene Arten des Stellens zum tief oder ftaselmaschine, und eines sechs und viersermachung des Bodens höchst nük- lich angewendet werden. 1.(Schuhmacher) Abh. v. Ha>en, als einem vorzüglie- e Chorsehos) von Covk f. Begkruppy Bemerk. über die, Engl. Landwirthschaft 1. Taf. 2. Fig. 2 3 daselbst Taf. 3. eine einfache Häufemaschine, die in der Gegend von London stark im Gebrauche isst. Duket's Pferdeha>e, s. Thaer Aerbauwerkzeuge 2, Taf. 1. 2. 3- (ist auce, Thaer Engl. Landw. 3. 249. Bergen Viehzucht von Thaer, dessen Schaufelpflug 3 verbessert, abgebildet und beschrieben in A>kerbauwerkz. 3. 21. Taf. 7- Bergen von Thaer Taf. 1. dessen einfache Pferde- oder Kartoffelha>e 3; verbessert in A>kerbauwerkz. 3. 20. Taf. 6. Der Cultivator des Chateauvieux, Mills Feldwirthschaft 2. 107, Taf. 73 auch Schubart Schrift. 1. 74 nebst Abbild. Der verbesserte Cultivator, oder der leichte Pflug mit im Winkel beweglichem Streichbrette, welcher zur Bearbei- tung des Bodens zwischen den Reihen große Vorzüge hat. Man hat denselben mit zwey Streichbrettern, und mit ei: nem; sie sind minder geschweift, wie bei dem Smallschen Pfluge. s. Thaer AFerbauwerizeuge 1. 63z besondere Ab- bildung und Beschreib. des Pfluges mit doppeltem weit und enge zu spannenden Streichbrette, das. 3. 9. . Der Exrstirpator, Thaers AFerbauwerkzeuge 1. 77. „ Ju Deutschland kaun man die vorzüglichsten Englischen und ändere A&erbauwerkzeuge in natürlicher Größe vder in Mo- dellen sehr genau von Wallmeister Engelke in Hannover verfertiget erhalten(wovon ich selbst die sehr befriedigende Erfahrung gemacht habe). Annal. der Niedersäcendorf Lehre von richtiger Bedüngung der Felder. 17845 n. A. v. Germershausen. Küstrin 1791. 8. YA. Yvung 43 Versuche über den Dünger 5 in defsen Annal. d. Landw., deutsch bearbeitet. 2. 2744 R. Kirwan welches sind die paßlichsien Dungmittel für die verschiedenen Arten von Boden 1c. A. d. Engl. v. Lentin, Göttingen 1796. 83 auch in Crellst, zur Düngung derz> selben), Abfälle von Haaren und Wolle, Lumpen aller Art, das fgulende Blut, Fleisch, zerfleinte Knochen 1c. 3 aplende 44 Fische werden hin und wieder zur Düngung angewendet, Thran in England u. s. w.] S. 38+ Am häufigsten bieten sich zu diesem Zwecke aus dem Thierreiche die Excremente der Menschen und Thiere an. Was ihre Würdigung im Alge- - Meinen betrift, so ist es entschieden, daß nicht nur jede Gattung eine etwas verschiedene Wirkung her- vorbringe, sondern auch, daß bei dem Gebrauche des Düngers von derselben Gattung sich wieder Verschiedenheiten zeigen, welche großentheils von der Güte der Nahrung oder des Futters abhängen. x. Hißiger Dünger ist der praktische Ausdru> für allen, der von wohlgenährten. Thieren, wie Pf-cdeu, oder von Menu- schen erlangt wird. Der Unterschied zwirHen dem Dünger eines schlees Rindvieh, und dem eines Mastochsen ist außerordentlim groß, und lezterer ist unstreirig hiviger, oder hat mehr nahrhaf!e Theile, wie der eines blos mit Gras, oder gar auf schlechten Weiden genährten Pferdes, S. 39- |,-.. Nähere Würdigung des von Menschen her- “" Lührenden Düngers(Japanischer Dünger). x. Beispiele von Schäßung-und von Nichtachtung dieses für 0 die Landwirthschaft fo wichtigen Stoffes, z- wie die heimli- chen Gemächer eingerichtet seyn sollten, um in solchen auf j- eine, nicht edelbafte Weise und auch ohne allen Nachtheil |- für Gefundheit den nüßlichften Dünger zu bereiten. Man ] führt ihn der Erfahrung gemäß am besten im Winter auf die Felder, und laßt ihn eine Zeit lang, auf der Oberflä: - dhe liegend, dur&hart.Experimental- Oekonomie S. 162, vy. Münch- hausen Hausvater 1. 233. Mayer Beiträge 3te Forteß. S. 29. Des Schweizerischen'Ländmannes'Bdßhard Schreiben, die Zürcherische Dungbereitung betreff.; Zürch y 7 1789. 8. 7 Kupfer; auch in Höpfners Magazin für die Naturkunde Helvetiens, und Riems neuer Samml, ver- mischt. vfon, Schrift, 2. Th. v. 1792. Weber prakt, Be- merf. über die Anlage der Miststätten, in dessen kleinen dfon. kameral. Schrift. 1. 115. 8. Nüßlichkeit der abgefaulten Mistjauche 3 beste Bereitung des flüssigen Düngers, oder der sogenannten Gülle, Ju welchen Verhältnissen der Gebrauch derselben am nüßliche sten ist. Anwendung derselben in den Niederlandeu. Annal. d, N. S. Landw. 10, 227. 3. Geeignete Anwendung des gebrannten Kalkes als Fäulniß beförderndem Mittel bei der Dungbereitung im Allgemei- nen, und besonders bei jener, aus.menschlihen Excre* meiten, 4 4. Streumaterialien: Stroh, besonders Roggenstroh(am be» sten nach Art der Hohenloher in der Mitte entzwei ge- schuitten) 3; Hauptsurrogate desselben: Heide; Pftiemen (Spartium scoparium); Farrnkraut z Ried und Sumpfgrä- ser aus Moorgegenden, Tang(an den Meeresküsten)); in den Alpenländern saures Heu;"Torf 3; Wasen oder Plaggen; Moos; Sand; Sägespähne. Der Benußung des Baumlau» bes und der Nadeln aus düffentlihen Forsten zu diesem wede wiedersezt sich die geläurerte Forstwirthschaft. Jm R GEMSEN kann der Eigenthümer nach seinem Willen verfahren, wenn die bestehende Verwaltung ihm den unge» hinderten Genuß derselben gestattet, 5. 46. Der nüßliche"Gebrauch des Düngers hängt" von der schicflichsten Jahreszeit, und noch mehr von dem für jede Bodenart verschiedenen Grade seiner dur< faulende Gährung erlangten. Güte ab. Langer und kurzer Dünger. Verschiedene und be- ste Behandlung desselben auf dem Felde, Wie oft gedüngt werden, wie stark die Düngung je- desmal seyn müsse? Die Beantwortung einer die- ser Fragen hängt von der andern ab; bei beiden kommt vieles auf die natürliche Beschaffenheit des 47 Bodens, und auf den richtigen Wechsel mit Feld» früchten an. 1. Interessante Beispiele über das Maaß der Düngung, bei 3. bestimmtem Boden und Wechsel, stellt Hr. Thaer im zweiten Nachtrage zu Bergen Viehzucht S. 383 auf. . Beurtheilung des besten Gütegrades des Düngers, oder des besten Zeitpunktes zur Vermischung mit dem Boden im Allgemeinen. Nähere Anwendung auf die Düngung des Thon- Sand- und Kalkbodens. Sandiger, oder me- lirter sandig lehmiger, leichter Boden, erhält besser sc gelmäßtg. zu„die Ordnung d:s, Tosfanischen Feldbaues. aufz genonimen, und wird als der wesentlichste Punkt„desselben angesehen." Zu Deutschländ benäßet man am besten hiezu Widen“ und; andere Hülsenfrüchte, den lezten Nachwuchs: von Klee- Buchweizen, besonders auch Spergel. In eini» gen Gegeüden der Pfalz ist das Unterpflügen der zu die- sem Zwede gesaeten Wien, des Jezten Kleenachwuchses 11. dergl. sehr eingeführt. 2. Popowitsch angef. Abh. S. 191. grüne- Düngung um Caz pua“u. f w-“A. Young Annal."d. Atterb: 3. 2957 S.ön- ga über. grüne Düngung im Mayländischen mit Feldkohl und Lupinenz Simonde Landw. v. Tosfkana S." 42. Thaer Engl. Landw. 1. 178. Annal. d. N..S. Landw. 10, L52.- Hermbscädt Vorschlag hierüber, s. Archiv. I« 74; 3. Beunßung aller vegetabilischen Körper oder ihrer Theile zur Düngung:. Seepsianzen, Taug. oder Meergraß, Mod- der aus der Ses, Gräben. und. Teichen, Tors, Malz= te 49 staub, u. s. w. Treflihe Wirkung des Rußes,. Thaer und Einhof Einfiuß des.„Klima wird vielleicht" allzuwenig bei der Würdigung der Wirkungen des Kalkes., der*Asche Seifensiedevasche 26-"beächtet-, Inder“ wärmeren Pfälzische Ebene.fann. man, der Erfahrung gemäß. feinen ggronowmiz schen Gebrauch vou der Seifensiederasche machen. Yus vom benächbarten ungleich“ rawyeren Odenwäldischew Gebirze"hd: len»sie die Landleute+ auf- viele; Stunden.Weges].qus den Städten Heidelberg und Mannheim, und findeu sie vor: trefiich in ihren schweren Lettenboden. Jenes Beispiel" von der Wirkung des Kalfes-;im Sandboden scammet: ebeufalls aus einer sehr rguhen Gegend. her; S4154635 Gebrauch,„und Wirkungsart der verschiedenen Arten von Mergel.„Scdcwerer bettenboden kann durch Kalkmergel, leichter sandiger oder kalfigter Boden. Dur war ausser diesen Gegendey«nicht be Fanut.. v, Die jeßige Ausdehnung desselben in Europa und Amerika schreibt sich aus dem Höhenlohischen, und von denz Vielen her, welches Pfarrer Mayer hierüber geschr!ebeg hat. Ju dem Hohenlohischen zeigt er wirklich auFalende Wirkungen). vobgleichter sich häufig im Lande selks in der Näheder) Gegenden/änodenen ex angewendet wird, findet, und“ wird nicht allein: bei Hülsenfrüchten. und Kleegrten, ' fondern) beinahe». bei. allen: dort gebaueten„Gewächsen mit Nuben angewendet. 2. Im Bays de-Vaux. gebraucht aman mit idem besten Erfolge denim Gouvernemont Aigle„brechenden Gips, der zuvörz derst gebrannt und Damn, fein gemahlen„wird, aber,, wie ich allgemein behaupten hörte, in der Gegend, aus der er gezogen wird, nach vielen-Erfahrungeu, feine Wirkung auf Erhöhung"der" Vegerativn"äußern soll:+Die Ursäue des Brennens'"mag darin liegen? weil der: dortige Gips schou ziemlich„(Unbasterartig exhärtebYti“g 7 daher ohneworgängige Calcination nicht leicht“ im' nöthigen Grade"der Feinheit dargestellt werden könnto.“Bei ber“ innigew'Verbaidung der Schwefelsäure mit der Kalkerde im Gipse.Xanmd übrigens dersclbe durch das Brennen nichts, ausser etwas Kristalli- sationswasser, verloren haben. Durch die ausgedehnten Er» fahrungen über den Gebfäitch"des gebranuten Gipses in je, nem, grossen Landstriche widerleget sich das von selbsc, was Hin und“ wieder über die mögliche Schädlichfeitdesselben, 3, B,' für weideudes. Viehz< behauptet wird. 5-4' 4 32 3. J. Fr. Mayer Lehre vom Gips. Ansbach 1769. 2te Aufl., oder dessen Beiträge 1. 26013 erste Fortseß. d. Bei» träge S. 173 5 dess. Vertheidig. des Gipses. Frankf. 1771, oder Beiträge 2te Fortseß. 3 dessen Geschichte d. Landw.-v. Kupferzell, und Lehrb. d. Landw.; dessen Kupferzell durch die Landw. im besten Wohlstande S. 111. Berner dvkon. Samml. 1771."2. 31:3 Kilcker- Hülsenfrüchte nnd Wiesen, son- dern auch öfters bei Oelsgaten, Knollengewächsen und Ge- treide an. 3. Bemerk. d. Pfälz. phys. dfon. Gesch. 1769. 246. Anzeige vom Nußen und Gebrauch der Salzasche. Frankfurt und Leipz. 1773- 3- IJ» Fk-« Mayers Scriften und RÜ> erts Feldbau 2. 1. 177, 19 , Die wundervollen Dungsalze, von denen die kleinsten Quantitäten zur Befruchtung großer Grundstü>e hinrei- reichend seyn sollen, verdienen uur deßhalb Erwähnung» weil schon so oft vorhandene Täuschungen der Art von Zeit u Zeit stets von Neuem hervorgebracht werden, und Slau- ige finden. S. 54- Nüglicher Gebrauch der unausgelaugten Holz- asche, ver Torfasche(zu deren Erlangung der Torf 33 in einigen Gegenden Englands, blos der Düngung wegen, im möglichst langsamen Feuer verbrannt wird). Braunkohlenasche, Steinkohlenasche. 1. Thaer Engl. Landw, 1. 18x. Reichganzeiger 1799. Nro. 144, Stoße Schäßung der Torfasche im untern Herzogthu- me Berg. 2. Asche wird im Spessart auch auf leihtem Boden mit vie lem Erfolge angewendet; N au Landw. 2te Aufl. 5. 53. S. 55. Steinkohlen, zu zartem Pulver zerstampft, werden nam mehreren Erfahrungen zum- Ueber- streuen auf Kleefelder und Wiesen sehr gerühmer. 7. Be>mann phys. ökonom. Bibl. 7. 97. und 9. 559. Mayers Kupferzell, durc< die Landw. im besten Wohl- stande S. 116. N. allgem. D. Bibl. 75. 249 Ueber die Wirkung des Eisenvitriols und der Säuren sind die Meinungen sehr divergirend. Man vergleiche, den er- steren betreffend, Thaers Aeusserung in seiner Engl. Landw. 1. 94, mit Hermbstädt über den Nußen des Eisenvitriols zur Einbeizung des Saatkornes, in Nölde- <4 en Annal. d. Landw, in der Kur- und Neumark 1. H. 1803.(Annal. der Niedersächs. Landw. 10. 390), und des- sen Angabe im Archive der Agricultursbau in den umtiegenden-Sandfel- feideru gegen Käserthal zu mit dem besten Erfolge: verwen- det. Ein durch die Erfahrung erprobter Nachtheil desselben ist es aber, daß er gern Unkraut ziehet. Zur Neinigung der Küchengeschirre verwendetes Wasser, Waschbrühen, Fär2 bebrühen, u. s. w. 2. Künstlihe Düngermischungen(compost der Engländer, größtentheils zum topdressing verwendet 5.-46«3«)"Thaer Engl. Landw. L++-L63-4 0805 9. 57- In ber Art, wie der uralte in so vielen Ge- genden unter verschiedenen Benennungen eingeführ- te Gebrauch der Erdmischungen im Praktischen | eingeführt ist, fann dessen mannigfaltiger Nußen | zur Verbesserung der Eigenschaften der Boden- | mischung, öfters auch zur Düngung, nicht be 14 zweifelt werden. 1. s. unter andern J. Fr. Mayer Scriften an vielen Stel- len, der befanntlich mit.Gugenmus diesen Gegenstand be- tressend in Streitigkeiten verwielr war. Hr. Nücert war auch hier bemühet, die praktischen Meinungen des ex- steren, seines Schwiegervaters, theoretisch zu begründen. Obgleich die Gugenmusischen Gegengründe so wenig haltbar 55 find, wie Hr. Rüc>exts Vertheidigungen, so hat. das Ge- schäft des Erdmischens ,/ so wie es im Praktischen in vielen Gegendenyeingeführt"ist///denuoe dieses. Werkes gemäß genüget es, die Stelle anzudeuten, die diesem Gegenstande, nach der zum Grunde gelegten Eintheilung, zukommt, Ju so fern die Wässerung insbesondere für die Deutsche 56 Landwirthschaft Wichtigkeit besiget, wird ihrer bei dem natürlichen Wiesenbaue gedacht. werden. Ex. Ar. Yottng Annal. d. Landw. deutsch bearbeitet 2. 1443 dessen Reise durch Frankreih und Jtalien 3. 185= 213. ihn eg über den Nußen der Wiesenwässerung, und ie verschiedenen Wässerungsanstalten älterer und neuerer git in der Sammlung nüßlicher Aufsäße die Baukunst etreff. Berlin 1797. 1. 128. Fischer Gemälde vy. Va- Ienzia 1. 71. 160. 179. 203. Simonde Gemälde des AdFerbaues von Toskana.“ Tübingen 1805. S- 10. Trez- 2% of national irrigation by W, Tathan, Zweiter Theil. Von der Feldordnung oder den Acerbäausystemen. S. 59- Wenn auch der Saß: daß auf einen wohl- nennen Wechsel in der Folge der in demselben oden zu ekzielenden Gewächse sehr vieles anfom- me, und- daß man durch solchen in den Stand geseßzet werde, mit minderer Bearbeitung und Düngung einen im Ganzen weit größeren Ertrag zu erlangen, theoretisc< minder richtig wäre, wie dieses der Fall ist, so würde die Wichtigkeit der praktischen Gründe für denselben, ihn allein schon zum unbezweifelten Geseße für die ausübende Land- wirthschaft erheben. 3. Die Gründe für den Wechsel hat Hr. Thaer sehr richtig auseinander geseßet in Engl. Landwirthsch. 1. 261. 270 und Annal. der Niedersächs. Landw. 8. 386- 2. Ueber die ältere Meittung: daß man alle Jahre dasselbe Gewächs in jedem Boden zu bauen im Stande sey. 53 V. 0007 Das Hauptresultat dessen, was Theorie und e Erfahrung uns bisher über die Grundsäße des Wechsels gelehret haben, bestehet in dem Folgenden: je näher die aufeinander folgenden Fruchtarten mit- einander verwandt sind, desio eher wird der Bo- den in der Regel entkräftet ,, je. ungleichartiger sie aber ihrer Natur nach sind, desto länger erträgt er ihre Folge; man müsse daher stets mit Gewächsen von verfchiedener natürlicher Beschaffenheit" ab- wechseln.; 1. Besonders merkwürdig ist die Gleichförmigkeit- mit wel- » deren, die sie in neueren Zeiten abgeschafft haben. 2. Terram nec Senescere, nec fatigari, 51 Stercoretur, ist die Ueberschrift des ersten Kapitels im 2ten Buche von Co!u- mellz de re rustica, curante J. M. Gessnero. In diesem merkwürdigen Kapitel sagt Columella unter andern:'neque enim prudentis est adducit, tanquam in hominibus nimiz Corporis exercitatione,“aut oneris alicujus pondere, SiC cultibus et agitationibus agrorum fatigationem Succedere, Und besser unten! non igitur fatigatione, quemadmodum plurimi crediderunt, nec Senio, Sed nostra Scilicet inertia, minus benigne nobis arva respondent. Licet enim majo» rem fructum percipere, Si frequenti, et tempestiva, et mo- dica ztercoratione terra refoveatur, Daß wir, bei dem auch hier bemerkten traurigen Kreislaufe der Dinge, no< jezt da stehen, wo man vor so vielen Jahrhunderten stand, dieß ist eine nothwendige Folge der langjährigen Verachtung des ersten aller Gewerbe,/ und der nv<< jezt sogär nicht überall beseitigten Vorurtheile gegen die landwirthschaftliche Wis- senschaft.; 61 3; Die hypothetische Anfiht des berühmten Jngenhouß über den Nußen der Brache Cf. dessen Schrift über Erz nährung der Pflanzen S. 126 u. folgd.) kann nicht wohl eine Ueberzeugung umstoßen, die sich auf vollständige Be- leuchtung dieses vielseitigen Gegenstandes gründet, und ist von manchen, die den lieben uralten Gebrauch der Brache gar gerne gerechtfertiget wissen möchten, mit zu früher Freude aufgenommen worden. Seine Angabe, über die wahr“heinliche< Wirkungsart unmaterieller«Grundstoffe aus der Atmosphäre. auf den ruhenden Boden, scheint zu ma- teriell zu seyn z dem angebaueten Boden- mag dieser düns gende Zufluß so gut zu statten kommen, wie dem unange- baueten, um so mehr, wenn er mit den gehörigen Brach- gewächsen bestellet ist, die theils viele Bearbeitung erhei- schen, oder deren“ Wurzeln sogar öfters„Röhrchen sind, „welche den, Voden.trennen,, und der atmosphärischen Luft „deu Zutritt in sein Innerstes verstatten“(Annal. d. Nie- dersäc derselben(außer der Düngung), vollständige Bearbeitung und AufioFerung des durch den beständigen Getreidbau festgewordenen Bodens., 62 2. und Vertilsgung des Unkrautes: Aber es" müß die Rede von völliger Vertauschung dieses Feldbausystemes mit einem anderen seyn, welches die'Vortheile der bisherigen Brache mit dem Anbaue derselben zu vereinigen im Stande ist. 8/G54 Allein der allgemeinen Ausführbarkeit stehen EN RIE die größten. nicht.leicht, und nie in fürzer Zeit zu'beseitigenden Hindernisse im We- ge, weiche theils in der Verfassung der Staaten, oder in ihrer Verwaltung überhaupt, und in dem aus jenen Verhältnisseit zum Theile entsprin- genden Mangel, an. hinreichender„Bevölkerung, (entferntere, mehr verfannte,"| aber am meisten wirkende Hindernisse)... theils in der auf den Brachfluren“ bestehenden"Gemeinheit der. Weide des, Rindviehes, und, vorzüglich der“ Weide der Safe: theils endlich auch in der zerstreueren. La- ge der von einem Landmanne angebaueten Felder, (näher liegende Hindernisse,.) gegründet sind. So lanze diese beinahe überall, und häufig unter den drücendsien Formen vorkommenden Hindernisse nicht möglichst beseitiget sind,„ist eine. allgemeine Ausfährung von so großen und bedeutenden Ver- besserungen ganz unmöglich, man muß sich im Ge- gentheile häufig wundern,'wie es, bei ihrem Be- stande ,. nur so weit in mänchen Ländern kommen konnte,'wie dieses der Fall ist. Der unter. diesea- Umständen unvermögende, niedergedrückte," muth- lose Landmann ist,»:auch bei dem besien„Willen, nicht im Stande, solche auszuführen. pr 1. Soll diese für die meisten Stäaten, und insbesondere für Deutschland, so wichtige Materie nur einigermassen mit Vollständigkeit abgehandelt werden, so'“muß'“nothwendig 63 "Taus dem" Gebiete der eigentlichen Landwirthschaft in das der angewandten Staatswirthshaft übergegangen werden. Diese Datstellung wird durch den Zwe> akademischer Vorle- sunoen über" Landwirthschaft CF. 5), und durch die weitere Bektachtüng vollkommen gerechtfertiget, daß in den, Vorle- sungz?n über'Staatswirthschaft selbst dieser Gegenstand, da Er zu sehre'mit dem Praktischen verwebt ist, und zu viele praktische landwirthschaftliche Kenntnisse vorausseßet, selten mit..der. nöthigen. umfassenden„Vollständigkeit vorgetragen wird. Ausführung im Ganzen, im Großen, ist es, was' der Stagtswirthschaft. am meisten anlieget, und daher auh hier vorzüglich berücksichtige? wird,,. Dem einzelnen wohlhaben- den Maune. siehen uicht selten Mittel zu Gebote, von denen ein Gebrauch gemacht werden kann, wenn die Rede von der wünscheunswerthen Ausführung im' Großen ist, obgleich auch der Einzelne Wohlhabende nicht' selten in dem Dru>ke wis driger Lokalverhältnisse. unübersteigliche Hindernisse findet. 2. Aus der-Staatsverfassung entspringende Hindernisse haben unter andern ihren Grund," entweder in den persönlichen Verhältnissen des Lqndmannes 3''vder it'der' Art des Besi- Bes derwvon ihm. fultivirten„Grundstü>e.„Vorzüglich-gehd- retihieher die„Würdigung«der aus den. grundherrlichen„Ver- hältnissenwentspringenden„Arten„des. Besitzes in. Baieru Erbreihty)Leibrecht„ Neuttift.,. Freistiftz. der grundherrlichen Abgaben 5 besonders, der. Laudemien oder Handldhne u. s. w. Vereinigung der Grundstüc>e in-äußexrst verschiedenem Maaße und seist. in unverhältnißmäßiger Größe in,sogenauute Baus ernqüter,/«Maierhöfe20:„ Unzertrennlichfeit derselben,, Frohn» diensteroder/Schaärwerfke,u. s.-w. Besondere. Wichtigkeit des Abschnittes gus dem'Deutschen Privatrechte, von den Bauern, für den Deutschen Kamergalisten. „13-5 Iu dex-Staatsverwaltung gegründete Hinderniße? hier muß hauptsächlich.der Einfluß der landwirthschaftlihen Gescbges bung«oder der staatswirthse, Verkopp- lung. Es ist, unter andern, nicht überall anwendbar; da uämlich nicht, wo, wie in den Rheinischen Gegeuden, df= ters hundert und mehrere größere. und fleinere Bauern ei- ne Gemarkung von beschränkrer Größe(die oft nicht so groß ift, wie ein mittelmässiges Meklenburgisches Koypelgut) unter sich vertheilt besigen und anbauen. Zum Glück kann es in solhen Gegenden vollkommen entbehret, und durch auf die Lokalitär mehr passende Einrichtungen erseßet wer» den, worüber ich mir ein näheres Detail für eine andere Gelegenheiit vorbehalte. Am allerwenigsten können diese wichtigen Veränderungen durch positive Geseße herbeigeführt werden; jede Art von wang ist hier eben so unanwendbar, wie mit der Natur er Sache unverträglich, und müßte die schädlichsten Folgen nach sich ziehen. Möglichste Beseitigung jenes Heeres von Hindernissen, noch überdieß vereinigt mit besonderen Aufs munterungen, alleufalls auc) mit zwe>mäßigen Beispielen, diese Mittel sind allein im Stande, die gewünschte Wir- kung hervorzubringen. Von jenen Fesseln entbunden, wird die Landwirthschaft von/' selbst dem höheren, vervollfommnes ten Betriebe eutgegeneilen. Schles. dkon. Samml. v. J. 1753, I. 435 3 3+ 22» Patul- do esSai Sur V'amelioration des terres, Paris 1758. Frankf. auch Neuwied 1763. 8.,(giebt shon, nach dem ihm bekannt gewordenen Beispiele der Niederlande, Anweisung zur Ent- behrung der Brache, durc< den Anbau von Futterkräutern, Hülsenfrüchten u, s. w., freilich nicht im vollkommensten Wechsel, und macht auf die Wirkung der Winterbrache'auf2 merksam). v. Justi ökon. Scrift. 1. 270. Reinhärds vermischte Schrift. 2. 26453 Beweggründe zur Abschaffung der Brachfelder- Bernhard von Abschaffung der Brache 5 Bemerk. der K. YVfälz. dkon. Gesellsch. 1769. 171. Gu» genmus in den Bemerk. derselben Gesellsch. 1771. 77 Reiue>er gründli dieser zerstreueten Schrifs ten wäre sehr zu wünschen. Daß der Verf. übrigens vor» züglich nur gegen die damalige Ausführbarfeit des Brach= anbaues im Großen. in Baiern zu schreiben gesinner war„ davon überzeugte mich eigener Augenschein, indem ich schon im I. 1796 auf seinem Hauptgute durchgängigen Bracyan= bau mit der musterhaftesten Stallfütterung vereiniget fand). Thaer Engl. Landw. 1. 261. Webex über Abschassung und Einschränfung der Huth, Trift und Brache, in so fern diese Rechte den Nittergütern und Domainen gegen die Bauerngüter zustehen. Leipz.- 1800, 8. 9. 66. Die, bei glücklicher Beseitigung jener Hin- dernisse, zum Anbaue der befreieten Brachfluren ge- eigneten Gewächse müssen der Theorie des Wech- sels überhaupt entsprechen(8. 60.), ihr Anbau in den Brachfeldern muß die Vortheile des bisheri- gen Brachhaltens gewähren(8. 64. 3), sie müsz sen endlim das Futtersarrogat für die verlorne 5 66 Brachweide, und Mittel zur reichlicheren Dün- gung der zu dem Zwecke des höchsten Ertrages unausgesezt anzubauenden Felder- herstellen: Der abwechselnde Anbau der Brachfluren mit Hülsen- früchten ,- Futterkräutern, Knollengewächsen und verschiedenen Handlungsgewächsen zwischen den ge- wöhnlichen, Getreiderndten leistet diesen Erforder- nissen vollkommenes Genüge; insbesondere taugen für den Anfang dieser Wirthschaftsänderungen am besten grünabzumähende Wicken, Acer- oder Pfer- debohnen, Deutscher Klee, weiße Rüben und an? dere Wurzelgewächse zum abwewselnden Anbaue der Brachfelder. x. Mit diesen und no< weit mehreren Früchten(mit Ause- nahme der vorzüglich von den Engländern empfohlenen AFerbohnen), werden im zwe>mäßigen Wechsel die Brach Fluren in der Rheinischen Pfalz, besonders in der fruchtba: ren Ebene um Heidelberg, Ofrersheim, Ladenburg, Weine heim, Mannheim, Frankenthal, Speier, Worms yu.|f. w. angebauet. Bei dem Anbaue der Knollengewächse in die Brache ist verschiedenes zu bemerken, da sie an und für sic den Boden mehr oder weniger aussaugen, indessen muß dero selbe der nöthigen Auflo&erung des Bodens, und der Mannig- faltigfeir des Futters wegen, versteht sich mit der gehdris gen Auswahl, beibehalten werden.(Ueber Kartoffelbau in der Brache s-. ein richtiges Urtheil in Annal. der Niedero sächs. Landw. 10, 19D). Ist dem Futterbedürfnisse schon mehr abgeholfen, und der Boden schon wohl durchdünget, so fönnen auch noch andere Gewächse in den Brachflu- ren erbauet werden, vorzüglich Tabar, Mohn, Hanf, Wälschkorn„verschiedene Kohiarten(5. 187) 2C.- welches in jenem Lande auf das häufigste geschieht. Die hohe Kultur, die große Fruchtbarfeit, der ununterbrochen reiche Ertrag der Pfälzislenburgi Ge Koppelwirthshaft.' Ein Versuch über deren Anwendbarkeit in der Mark Brandenburg. Ber- lin 1793. 8. Gedanken cines Vatrioten über die Ein- führung der Koppelwirthschaft in der Mark Brandenburg; Annalen der Märkisch- dkon. Gesellsch. 1. 2. 88. Fi- scher Preißschrift über die von der Königl. Schwedischen patriotischen Gesellschaft aufgeworfene Frage, welches sind die rechten und allzeit geltenden Regeln, die bei der Ein- fünrung der Zirkulation des A>erbaues, oder der Koppel- wirthschaft in AYmässi- gen Aterbau nach Aufhebung der Gemeinheiten, besonders zur Koppelwirthschaft. Eine Preißschrift a. d. Dän. von Otte. 2 Th. Sqclleßwig 1799. 8. Thaer Engl. Landw. I. 706. Dess. landwirthschastlichhe Bemerkungen auf eiuer Reise durc< Hollstein und Mecklenburg; Annal. d. Nieder- sächsischen Landw, 1. 10253 2. 1593 3. 1. und 398 5 5. 1075 6. 37 3; besonders 96, Holisteinisches und Melenburgisches System Cist nicht geendiget). Schuhmadexr Prüfung der Urtheile über die Me&lenburgische Wirthschaftsverfassuug, die Schlagordnung und Koppelwirthschaft. Berlin 1804, 6. 63. Die Englische Fruchtwechselwirthschaft bestim- met die oben angeführten Grundsätze des Wechsels (5. 60.) näher dahin; daß man auf erschöpfende Früchte(exhausting crops, d. h. reifen Samen, besonders Getreidetragende) stet8 sogenannte verbes? sernde(meliorating crops, Hülsenfrüchte, Fut- kerkräuter, auch in einigen Rücksichten rübenarti- ge Gewächse) folgen lassen müsse, und verlangt aus diesem Grunde nicht selten, daß man nichr einmal zwei Jahre nacheinander Halmfrüchte in demselben Boden bauen soll. 7. Hinsichtlich der rübenartigen Gewächse ift das bereits be- merkte(5. 66. 1.) auch hier anzuwenden. Als verbessern de Früchte mögen sie nur dann anzusehen seyn, wenn das Vieh sie nac< Englischer Art auf dem Felde verzehrt,-in welchem Falle daffeibe auf zweifache Art eine gewisse Dunz 72 gung erhält, da es sich von selbst verstehet, daß sie nicht rein aufgezehret werden. Ueberhaupt sind sie und andere Knollengewächse schon deßhalb in den Wechsel auszunehmen, und die Anwendung jener Benennung auf sie läßt sich ei- nigermassen rechtfertigen, weil sie niht samentragend sind, dem Boden Lockerheit, der vielen Bearbeitung wegen, welz- che ihr Anbau theils gestattet theils erheischet, ertheilen, folglich das Unkraut vertilgen, und Mittel zur stärkeren Düngung, oder zum reichlihen Ersaße der durch ihren An- bau im größeren Maaße verlornen Kräfte herbeischaffen. Was die Hülsenfrüchte anbelangt, so sagt shon E>hart CExrperimental- Oekonomie S. 61): der A>er wird von dem Erbsenwachsthum gar nicht ausgesauget, oder entkräf: tet; sondern vielmehr davon so lo>er und mürbe, auch von allem Unkraute so rein, daß im folgenden Jahre alle Früchte vortrefflich darinn wachsen. 2. In der zur Fruchtbarkeit so schr nothwendigen vollkomm- neren Bearbeitung des Bodens liegt einer der Hauptvor- züge der Englischen Fruchtwechselarten, so wie überhaupt jeder vernünftigen Wechselwirths. Leipz. 1803. 8. Buggenhagen Betrachtungen über die von Herrn Karbe vorgeschlagene Einführung der Wechselwirthschaft 3; in dessen Beiträgen zur Aufnahme der Landw. in Schwed. Pommern. Rosto> und Leipz. 1803. 8- v. Steindel auf Erfahrung gegründete Anweisung die Landwirthschaft vermöge Einführung der Wecselwirthschast zu verbessern. Leipz. 1803. 8. A. Hoff: mann radikale Verbesserung des Akerbaues und der Viehs Wt, insonderheit für Shüringen 2c. Leipz. 1803. 8+ » S. 69. Nach hergestellten Grundsäßen des vollkom? mensten Wechsels muß es in jeder Gegend aus genauen landwirthscerbaue. Mänchen 1733. 4. Vreißschrift über die Fras ge: welches ist das beste Verhältniß 2c. Götting. 1786. v. En- gel Bestimmung des Verhältnisses zwischen dem Atker- baue und Viehstande.„Freiberg 1791. 8. Fulda ürer das richtige Verhältniß zwischen A&xerbau und Viehzucht. Tü 74 '2. bingen 1798. Vorzüglich gehört hieher: Bergen. Vieh- zucht, n. A. 471, und Nachtrag von Thaer 583. Annal. d. Niedersächs. Landw. 5. 286, 309, 3153 Verhältniß des Viehstappels zum A&erbaue. Das. 9. 129; wieviel Stall- dünger mit einem Stü>e Vieh gemacht werden kann. In gewöhnlichen Fällen muß bei A>erbauwirthschaften der Haupigrundsaß hierüber, den Gegeustand im Allgemeinen behandelt, allerdings folgender seyn: in hauptsächlich zum Acerbaue tauglichen Ländern soll in der Regel so wenig Kapital, als möglich, auf den Viehstand verwendet werden z so wenig Vieh, als mdalich, Cd. h. als die reichlicste Dün- gung in Bezug auf den Boden und das Ganze des Weh- sels es erforderlih macht), soll gehalten, dieses aber auf das vollfommenste genähret werden. Jn der Negel ist nichts verderblicher, als Futterankauf, nichts widriger, als Vieh aus Futtermangel abschaffen zu müssen. Bei den Ueber- schlägen des Futterbedürfnisses muß daher immer mehr Fuk- ter, als man braucht, in Rechnung gebracht werden, um auch bei Mißjahren jene geringste Anzahl auf das. vollfom- menste ernähren zu können. Der Ucberfluß in guten Jah- ren wird keine Verlegenheit verursachen. Unbedingte Ver- mehrung der Viehzucht ist in dem Grade verderblich, in welchem zu schwache Viehzucht die Vollkommenheit des Feldbaues unmöglich macht.* 75 Dy i-> btt+ Th 4, Feldbau oder Ackerbau. Ersffer Ab ONEL Futterbau, Erste Abtheilung. Natürlicher Futrerbau, GEE Bernhard Abh. v. Wiesenbaue, sowohl dem natürki- lichen als künstlihen. Frankf. 1763. 8. 3te Aufl. v. Steeb 2 Th. Stuttg. 1798. 8. J. C. D. Schreber bot. ökon. Abh. vom Grasbaue.. Leipz. 1763. S Verzeit:- niß derjenigen Schweizerpflanzen, welche vorzüglich zur Nah= rung d. V. dienen. Briegers Taschenb. für Gutsbesizer, Pachter 26. Bresl. 1797. Schlesiens Wiesengewächse S. 57== 89; Gragarten und Pflanzen auf niedrigen, mittel und hos hen Grasländern s. Marshall Landw. v. Yorkshire 2. 175. 6, Troene, nasse Wiesenz Tro&>enlegung lezterex 5. 30. 6 3 ein= und zweimätige z behütere, nicht: behütete.>tatheile der Beyütung im. Frähjahrey. welce unter„andern in der 78 Schweiz üblich ist, daher die dortigen vortreflihen Wiesen gleichwohl nur einmätig sind. Eher zu rechtfertigen ist die privative Herbstbehüthung, welche man in der Schweiz für unumgänglich ndthig hält, um eine schädliche Auflo&erung / des Wiesenbodens zu verhindern. 8. 73: Unterhaltungs- und Verbesserungsmittel der Wiesen: 1) durch die zu selten ausgeübre Dün- gung, welche das feinste und süsseste Heu erzeuget. 1. Allgemein eingeführte Wiesendüngung in den Schweizeri- schen Alpenländern, sowohl der Thal- als Berg- oder Als penwiesen; was Deutschland anbelangt, vorzüglich im Hohen- lohishen, in Schwaben u. s. w. Nüßlichkeit dieses A>erauf- wandes, der das Mittel gewährt, einschürige oder einma» tige Wiesen, in zweischürige zu verwandeln. Vorzug des Heues von gedüngten Wiesen, vor dem auf gewässerten er: zeugten, Fr. K. Medicus kl. dfon, Aufsäße S. 65. S. 74+ 2) Durch Wässerung, bei welcher hauptsäch- li< auf Klima und Erdrei<, auf das anzuwen- dende Wasser, und die Art es auf und über Wie» sen zu bringen, so wie auf die Zeit, in welcher dieses am vortheilhaftesten geschieht, Rücksicht genommen werden muß.(9. 58:) I. Bertrand de l'eau relativement a oeconomie.rustique, ou traite de Virrigation des pres,"Avignon 1764. 83 N. A. Paris 1801, 123; übers. Bertrand Kunst die Wiesen zu. wässern.. 1765.: 1774+ 83„Berner vdkonom. Samml. 1761. 483. Stapfer Versuche über Wiesenwäs, 5 Verner, dkon, Samml. 1761. 1762, Anleit. f. d., Land- leute, über Wässer. d. Wiesen, Zürich 1774.- Ueber. Wäs- serung der Wiesen und eine zu diesem Behufe eingerichtete Maschine. Dresd, u. Leipz. 1792, 8. Sce prakt. Anleit. 3. 92. Art der Hohenloher mit Schlamm von Ue- bersten Stangen, zin wel» tes Dach auf und ab beweglich ist. 4. Selbstentzündung des Heues, dur< darunter gekommenes Eisen befördert. 82 3.'Wiesenunkräuker.' Für das Vieh schädliche Wiesenpflanzen. Hacquet von Pflanzen; welhe dem Vieh schaden, in neuen Samml. d. dkon, Gesellsch. vy. Krain 1- Berner dfon. Samml. v. 1764. 4. bZ.. 6. Augrottung des Mooses auf Wiesen mit Rechen, verschie» denen. Eggen u. s. w, 3; fleißiges Düngen der Wiesen, nach angelegten unterirrdischen Abzügen(5, 30, 6.) wo diese nd thig sind, vertilgt es sehr bald. 7. Schädliche Thiere: Maulwürfe, Grasraupen, Ameisen, Rez genwürmer. Dralet art du taupier, Paris 1798 die erste, 1801 die neunte Aufl, Cadet de Vaux de la taupe, de 5es moeurs, de 5es habitudes, et des moyens de la detruire. Paris 1863. Wiesenhobel zur Zerstörung der. Maulwurfss haufen, Scmann Bibl. 14.31.) Ju.dtmann Ritter v. Ehrenfels über den Wiesen- und Futterbau. Leipz. 1791. 8. Hazel über den Kleebau. Heilbronn 47095. 8. Fr. Kal. Mec dicus über die wahren Grundsäße des Furterb. Leipz 1796. 8. Gotthard die Kultur der vorzüglichstzn Futterfräuter. Erfurt 4797. 8. Thaer Engl. Landw. 1. 326, 3. 466. Klappmeyer vom Kleebau, und seiner Verbindung mit dem Getreidbau?e, mit Rücksicht auf Lief- und Kurland. Riga u. Leipz. 17973 2ke v. U. v. Aufl. 1799. 8. Lunguist Anleit. die Banuernwirthschaf= Ten durch Kleebau und Stallfütt. zum höheren Ertrage zu brinz gen; mit Vorr. uy. Anmerk. v. Karsten. Berlin 1799. 8. Breitenbach Handb. des gesammten Futtergewächsbaues 1c- Beriin 1801. 8. Agricola von Leopold 1c. Bastide BVers. Über fünstl. Wiefen, in Riems neufortgesezter Samml. ver= Mischt. dkon. Schrift. auf 4803. 1009. 6.427848 Ausnehmender Werth des fünstlicken Futter« baues für den vervoüfommneren Betrieb der Land- wirthschaft. Vielfältige Erfahrung hat den vors züglichscen Werth des Deutschen Klecs, der LZu- zerne, und des Cspers zu diesem Zwecke außer allen Zweifel geseget. ZS, 79% Der Deursche oder rothe Klee, Hreiblättrige Wiesenklee(Trifolium pratense) taugt am besten zur Werbindung mit dem dreiflurigen oder dem verbesserten, Feldbbaue. Gewöhnliche und beste Kul- turart, Gegügsamfkeit in Ansehung des Bodens. Dauer. Kath dreimal abgemähet werden, weng keine Winterfrucht auf ihn folgen soll, in wel- [5] 82 en bemerkt). Es wird in den» selben im Ganzen aller Wahrscheinlichkeit na< weit mehr Luzerne und zwar stets im offeuen freien Felde, in wels ce so schädliche Klte, noch die gleich darauf im ersten Frühjahre folgende große Hiße und Dürre kounten ihr den mindosten Nachtheil zufügen, Sie war das eiazige Gewächs, welches man im Fruhjahre von 1793 auf den verheerten Fluren in vollfommenster Sqönheit erblifen fonute, Es giebt in diesem Laudstrihe 9* 84 nachdenkende Landleute, die sich eine ausnehmende Fertig? keit im Luzernbaue erworben haben, und sie nach Belieben zu jeder Jahreszeit ansäen und fortbringen. Am allerbesten geräth sie mit Gerste in das außerordentlich durchgearbeite- te Krappfeld, in welchem dieser in den zwei vorhergehen- den Jahren gebauet worden war, gesäet. Schon nach 6 bis 9 Jahren bricht man daselbst das Luzernfeld wieder umz dieses ist bei der durch die mächtigen W starken Verrasung kein leichtes Geschäft. urzeln entstandenen Nicht selten sieht man es durch 4 oder mehrere starte Pferde, vor kolossale Krapypflüge(5. 155) gespaunt, verrichten. Hat man aber diesen Boden, der nunmehr die Kraft eines Neubruches ges wonnen hat, einmal bezwungen, dann kann man aus dent felben ohne Düngung reiche Erndten von erschöpfenden Früch= ten mehrere Jahre nacheinander ziehen. 3. B. Rocque practical treatise of cultiv; don 1768. 8- Diese ganz abweichende ating Luzern. Lon« Art die Luzerne zu bauen, welche in England häufig gusgeübt wird, findet man auch in Thaer Engl. Landw. 1. 554 und 3. 495 beschrie- ben. Deutschland kann von dieser Methode keine Beleh- rung schöpfen. Ueber den sehr gausgedehnten und besser be- triebenen Luzernbau des südlichen Frankreichs, welcher mehr mit der Methode des südlichen Deutschla ndes übereintommt», indet man sehr interessante Nachrichten in A. Youngs vkon. Reise durch Frankreich, besonders bei der Zusammen- stellung der einzelnen Erfahrungen hierüber 2. 148. A+ Youngist S. 156 so billig zu sagen: wir(in England) Üben den Luzerubau schlecht aus, und das ist jederzeit lo ge- wesen. Eine vortrefliche Anweisung zum Luzernbaue erthei? let Hr. Graf v. Herzberg im zweiten Hefte des ersten Bandes der Annal. d. Märkisch vfon. schon im Jahre 1783 gedru&te Aufsaß Gesellsch.(Dieser beweiset,; daß der Hr. Verfasser schon sehr früh die wahren Grundsäße des voilfommenen Luzernbaues getannt habe, und daß er auch im nördlichen Deutschlande möglich sey. daß derselbe nicht mehr Folgen gehabt h Es ist auffallend at, wie dieses der Fall zu seyu scheint). Fr. Kas- Medicus über den Fut? fräuterbau, S. 18 u. fgde- Mayer über den Anbau und die Benußung der Luzerne, Leipz» 1798, 8» OG'Sre Esper, Esparzette, Saintfoin, Hedysarum Onobrychis, fommtr nach Rücke rts-und Mar- 85 shalls Untersuchungen und Erfahrungen in jedem geringen, troen gelegenen Boden fort, der, ne- ben der erforderlichen Tiefe, den gehörigen Antheil on Kalkerde besigzet. Wird am besten allein, und zwar nach der Getreiderndte in die umgestürzren Stoppeln gesäet- Giebt in der Regel nur eine, aber eine sehr reichlihe Erndte, in regnerischen Jahren nonens beim grünen Kkee wie roo 2 23 bis 20.(Tsen; A. Young Annal. 2. 178; 211. Middleton Landw. v. Middlesex 1. 143. Thaer Engl. Landw. 1. 4723 3. 517« Na den bisherigen Erfahrungen vertragen sie das Klima, wenigstens des nördlichen Deutsch- kandes nicht(Annal. ver Niedersä mann). Tr. stellatum, Sternklee, Faronche(jährig), v. Haller 5. 17. Tr. melilotus offi- einarum, Gteinfiee. Eine angebliche varietas. alba, mit weißer Blume, wird bei Frankfurt, um Vilbel, unter dem Namen. Schwed. Klee gebauet 3; Oekonom. techn. Flora der Wetterau 3 B. 1 Abth. 57. CDiese Kleeart, die mehr als eine Abart vom Steinklee„ und weit vorzüglicher als die- fer zu feyn seheint, fängt an mehreren Ortea an bekanat und angebauet zu werden. Schon in Heidelberg hatte ich 89 Samen von einem an der Tauber gelegenen Orte erhalten z; dieser alte Samen ist, im hiesigen dfonomischen Garten ans gesäet, trefflich aufgegangen, und erhält sich nun. schon im dritten Sommer sehr gut. Später ist mir dieselbe Kleeart unter andern Benennungen mitgetheilet worden. Ehe sie in die fehr hohen Blüthenstengel schießt, sieht sie besouders versprechend aus, wächst schnell, und hat ein ansehnliches saftiges Blatt. J< werde nicht ermangeln die näheren größeren EEN RWENDOR Versuche, welche diese Pflanze ver: dient, anzustellen, vor allem, um zu bestimmen, wie oft sie im Jahre gemähet werden könne). Tr. metlilotus coe- rulea, blauer Steinklee 3; wird im Kanton Glarus künstlich | gebauet, nicht aber der Fütterung wegen, sondern zur Be» reitung des grünen' oder Schabziegerfäses, dem nur diese Pfianze beigemenget wird 3; gerro>net nimmt sie den eigeu- thümlichen Geruch an. 2. Medicago falcata, Schwedische Luzerne. Wo die dächte fortkömmt, wird man vicht leicht auf den Gedanken kom- men, dieses gewöhnliche Unkeaut künstlich anzubauen; für ndrdliche Länder mag die Pflanze vieileicht Werth haben. Medicago Lupulina. 3. HedySsarum alpinum, obscurum. eoronarium, Sulla, eines der schaBbharsten Futterirguter, welches im untern Ttaiien einheimisch, aber leider für unsere Winter zu zärtlich ist, da es nicht einmal in der Lombardei zum allgemeinen landwirthschaftlihen Gebrauche, oder zum An- baue im Großen benuzt werden kann. Bern. ökon. Samml. v. 1768. 6, 49. v. Haller Futterir. 5 20. Juteressante Nachr. über'die Sulla von Symondes, s. A. Young An- nal. d. Landw. deutsc< bearbeitet 3. 50. A. Poterium Sanguisorba, Bibernelle, Engl. Burnet, nicht mit Sanguisorba officinalis, und Pimpinella Saxifraga zu verwechseln, v. Haller F. 263 ist in England öfters zur Winterschafweide angebauet worden. Poterium polygamum. 3. Cichorium intybus, Cichorien, schr gerühmt v. A. Young vfon. Neise durch Frankreich Ta2125 3.42" GN0,C Engl Landw. 3.. 507+ 6. BrasSica oleracea« Eine besondere Erwähnung verdient der in einigen Gegenden Englands häufig berriebene Anbau einer sehr großen. zur Viehfäütterung besonders tauglichen Abart des weißen Kopfkohles(Schottischer Kohl, Amerifka- nischer Kohl). Er zeichnet sich durch Größe, Schwere der Köpfe, oder durch sehr reichlichen Ertrag aus, und liefert ein treflihes zur Mafi von. Rindpich und Scasen. schr 992 taugliches Futter. Kulturart, im sehr guten Klayboden, ist dieselbe wie bei den Kohlarten(F. 287.) Die Bearbei: tung zwischen den Reihen geschieht öfters mit den bekann- ten Werkzeugen(5, 35.). Thaer Engl. Landw. 1. 359z 3. 4466 Geride praft. Anleit. 2. 262. Schnittfohl (Brassica oleracea Sabellica non capitata L.) Fann, ziem lich dienbach, Fränkisch- Grum- bach u. s. w.(hinter Schrießheim, Weinheim, Lindenfels) Qr wird der Nübenreps häufig zu diesem Zweeke angebauet; nac< ihm fönnen noh alle Sommergewächse gezogen wer- den. Diese treflihe Benußungsart des Rübenrepses scheint zu wenig bekannt zu seyn 3 allerdings mag derselbe auf diese Art benußet den Werth für Deutschland haben, wie die Winterwi>en für England. Bergen Viehzucht S. 312; Thaer Engl. Landw. 3. 516. 9. Erbse, und verschiedene Abarten derselben. Vicia biennis (Riem phys. ökon. Quart. Sce), pisiformis, crac» ca eto Coronilla varia, Lathyrus pratensis, Silvestris, la tifolius, Sativus. Galaega officinalis, ASstragalus glycyphyl« Jos, cicer,. Malva verticillata. Urtica dioica, Leontodon taraxacum. Heracleum sSpondylium. Chaerophyllum Ssilve- 5:16. Lotus corniculatus 1. f wo Im Tosfanischen wer- den Lein und Lupinen als Futterkräuter benußet, x0. Benußung des Laubes holzartiger Gewächse zur Fütte- rung: Esche(s. mein Forstyandbuc< 5. 80). Robinia pseu- doacacia, se, oder ausgesiohener Augen, Seßlinge 3; Vermehrung durch eingelegte, und durc< abge= schnittene Stengel, s, Gleditsch vermischte Abh. 1. 1575 Hermbstädt im Arc<. der Aariculturcmann Landw. 6. 176. 3. Die Abarten der Kartoffeln find beinahe un- zählbar- und no< feineswegs bestimmt, welches um so schwieriger ist, da die Fortpflanzung aus Samen nicht nur, wie gewöhnlich, neue Abarten hervorbringt, sondern auch die Fortpflanzungsart durch die Verlängerungsmethode bet dieser Pflanze dieselbe Abart nicht so getreu überliefert, wie dieses sonst gewöhnlich im Pflanzenreiche, und so bes stimmt 3. B. bei den Obsivarietäten der Fall ist. So viel ist entschieden, daß die ganz aroßen Abarten minder vor- theilhaft zur Nahrung für Menschen und Thiere, oder minder mehlreich, wie die von mittlerer Größe sind. Es scheint, daß jede Gegend, die sic) durch Karioffelbau aus- zeichnet, ihre eigenen Abarten kultivirt, oder nac< und nach solche sich eigen gemacht hat, welche unter Leitung der Erfahrung in der Gegend als die vorzüglichsten anz erfanut worden sind, und es ist sicher ein sehr schwieria ges, aber gleich verdienstliches Geschäft diese Abarten zu sammlen und zu ordnen. Eine wichtige Disferenz der Va» rietäten ist in ihrer kürzeren oder längeren Vegetationszeit gegründetz die verschiedenen Abarten von Frühkartosgeln sind, wenigstens im südlichen Deutschlande, viel zu wenig gefanut und beachtet. Geri>e praitische Uuleit, 2. 223 94 legt den Grund zu einer sehr zwe&mässigen Eintheilung'dex Kartkoffelvarietäten. 3. Nüßliche Anwendung der Kartoffeln zur Fütterung und zur Mast bei Pferden, Nindvieh, Schafen, Schweinen- Federvieh. Sie werden theils roh, gewaschen und zetsios- sen, theils abgefos 58 u. 59, und mit Zusäßen im ersten Theile der neuen gesellschaftl. Erzähl. Leipz. 1758- Krüniß Ency2 flopädie 35. 313. Aufmunterung und Anleit. zur Verfert. guten und schaften Brodes; Zürcnen. Riga 1772. 8; dess. Unter. alle Kräuter und Wurzeln zu tro&nen. Riga 1774. 8. Nähere Anweis. die Küchenkräuter und Wurzeln zu tronen 1c; bekannt gemacht von dem K. Preuß. Coll, Med. Berlin 1773. 4- Granet mem. zur les moyens de conser- ver les pommes de terre Sous 1a forme de ris ou de Ver- michel, Paris 1794. 8. Von den verschiedenen Nußungs- arten der Kartoffeln, in den histor. ökon. Abh. von einer Gesellsch. Gelehrten herausgegeb. Gießen 1790, 8. N. Müller über die leichteste und sicherste Art aus. Kart, Brauntwein zu gewinnen. 2. verb. Aufl. Nürnb. 1795. 8. Tessier Abbild, und Beschreib. einer Maschine, um Kartof., Rüben u. dgl. klein zu schneiden. A. d. Fr. Leip» zig 1803. 4.(Be&>mann Bibl, 22. 307, u. 12. 442). 27. Simon phys. prakt. Abh. über die Haus- und Lands wirthschaft. 1 Th. von der Abartung der Kartoff. Frankf. 1782. 8- m. K. J. M. K. hauswirthschaftliche Beobach- tungen über die S<ädlichkeit der Viehkartofeln, und die Ursache des Mißwachses nnter den rothen Kartoffeln. Zwei» brü>en 1785. 8. Sto>mar über Mißwachs und Abarz tung der Kartoffeln 2c. Berlin 1801. 8.=- Kräuselkrankheit der Kartoffeln(Einschrumpfen des Kartofselkrautes, t! e curl); Marshall Yorkshire 2. 119(daselbst Methode sie aus dem Samen zu ziehen); Middleton Landwirthsch.. von Middlesex 1. 139; Niem neue Samml. dkfon. Schritt. 6. 163.= Pfaff über unreife, frähreife und spätreife Kartoffeln, Kiel 1807. 8. as 7% GE Be Dickrüben, Burgunderrüben, Runkelrüben, Raunschen sind, bei dem vielen Zuckerscoff den fie enthalten, von anerkannter Güte zur Fütterung. Die gezogenen Pflänzchen werden bei schicklicher Wirterung Ende Mai oder Anfang Junius in den wohlgedüngren Boden gepflanzt, und fleißig bearbeitet. In sehr wohl zubereiteten Boden kön- nen die Samen unmittelbar gelegt werden. Ne- benertrag des Abblattens, wenn sie zum Behufe der Fütterung dienen sollen. Aufoewahrangs- und Fütterungsart. 3. Beta altissima Beckm.(betterave franz.); der Gestalt nach giebt es 1) runde, beinahe apfelföormige, 2) kurze, oben dicke, rettig- oder birnförmig zulaufende, 3) lange spin» delformige, nach und noch spiß zulaufende, an den Köpfen wenig ausgedehute Rüben. Der Farbe nach kommen sie mit rother Rinde und mehr oder weniger röthlichem oder rothgestreiftem, oder weißem Fleische mit röthlichen Krei= sen; mit weißer Rinde und weißem Fleishe; auch mir gelber Rinde, und mehr oder weniger gelb gefärbtent Fleische: vor. Die runde und rettigartige Abart wachst ins nerhalb des Bodens, oder die Köpfe bleiben demselben gleih. Die spindelförmige wächst am liebsten aus dem Bo» den heraus, vder verlängert ihre Rübe sehr nach dben. Die gelbe Abart wird in Franken, besonders um Bamberz gebauet, und soll den Vorzug besißen, daß die Rüben im Frühjahr länger aufbewahrbar sind. Jn den Rheinpfälzisen, im Au? gust, wird nämlich der Grund von der Rübe etwas wegges* zogen. Wenn sie halbna>eund aus dem Boden siehen, wap» sen sie am stärksten ia die Dicke. Bei der aus. dem Bdz- den wachsenden Abart, die dort gebauet wird, ist dieses siher das angemessenste Verfahren.* Immer'hat man in diesem Striche Landes die Runkelrüben den Turnips vor- vn ( » zf gezogen, und erstere ungleich häufiger angebauet. Daß sie aber zu den sehr aussäugenden Früchten gehvren, ist eben- falls durch die vielfältigsten Erfehrungen entschieden. -Z+ Hausvater 1. 307. Reicharts vermischte Schrift. S. 1. Abbe Commerell1 men. Sur la culture de Ja racine d'zbon- dance,-ou de disette, Lausanne 1786. 8. Riem das Ganze des Futterbaues(beschreibt die Kylturmethode vors zuolich gut). Annal. der Niedersächs. Landw. 7. 320; Nun» kelrüben von Westfeld und Thaer; DAA 72005 1307 Munkelrübenbau im Magdebargischen. Thaer"Engl. Lands wirthsch. 3. 406. Versuch einer botan. Bestims mung der Runkeln. Leipz. 1800. 8. 4. Zucker- und Branntweinfabrifation aus N. Rüben. Achard Anleir. zum Anbaue der zur Zuckerfabrifation anwendbaren Munkelrüäben, uud zur vortheilhasten Gewinuung des ZU2 ers aus denselben, Breslau 1893. 8. Dess. Nachricht über die Nunkelrüben Zukerfabrikation in Cunern in Schles sien. Berlin 1805. 8. mit einem Kästchen die verschiedenen Fabrikate enthaltend. Nöldechen über den Anbau der Runkelrüben, und die damit angesteliten Zukerversuche. Berlin 1799. 8.= Abweichende Kuliur der Runfelrüben zum Zwede der vorgeschlagenen Zuckerbereitung. Die Abart mit weißer Rinde und weißem Fleische, und die spindelförmige aus dem Boden herauswach/ende findet Ahard am zucers reichsten,(Ohne der fo wichtigen wie geimeinnüßigen Er- findung im mindesten zu nahe tretten zu wollen, glaube ich gus dem dfonomischen Gesjichtspunfte darauf aufmerksam machen zu dürfen, daß die ununterbrochene alljährig gleiche Production einer in dem Grade bedcutenden Menge von Runkelrüben, um eine dem Bedürfniß gemaß in das Große gehende Fabrikation darguf zu gründen, der Landwirthschaft an der Regel nicht leicht seyn dürfte. Da nur gewisse Ab- garten von Runkelrüben, und nur auf bestimmte Urt ge» bauete, zur Züderbereitung die gehörige Tauglichkeit besiz2 Ben, sv wird man auf alljährige Erlangung derselben in je: ner bedeutenden Menge und Güte durch Ankauf wohl in den wenigsten Gegenden sichere Nechnung machen dürfen 3 und uur eine sehr gewinnvolle Bezahlung könnte nach und nach diese Folge in manchen Gegenden in einem gewissen Grade hervorbringen. Was deu eigenen Anbau anbelangt, so fann man bekanntlich nicht alle Jahre Runkelrüben auf demselben Boden erzeugen, fondern dieses muß im ange- messenen Wechsel geschehen,(Es- gehören demnach große, fruchtbare, regelmäßig zu bewirthschaftende Landgüter, große verhältnißmäßige Viehstände dazu, Leztere würden um so bedeutender seyn müssen, da der so oft als möglich wieder: „7. € 98 | holte Anbau der aussaugenden Runkelrüben eine sehr ver- | stärkte Düngung nöthiag macht. Da aber eines der Haupt- mittel, diesen großen Viehstand durch Production des Gu- tes zu erhalten, eben durch die beabsichtere Verwendung der Rüben wenigstens zum Theile wegfällt, so müßte bei diesen Gütern noch auf außerordentliche Weise für die Er- seßung jenes Futterabganges gesorgt seyn. Leicht würde cs seyn, durch ein berechnetes Beispiel diesen hier angedeutc- ten Verhältnissen mehr Anschaulichfeit zu geben). 5, Marggraferten- am besten melirten Boden, im Junius gesaet, und fleissig behacket. 1. BrassSica rapa; Häuptvarietäten? gemeine weiße; rothe | oder rothföpfige 3 gelblihe Rübe. Bei der ersten unter- |' scheidet man die runde, oder in die Die wachsende, die 01 lange, nac) und nach spiß zugehende, und die wulstige- 09:4 zilinderförmige, die aus dem Boden herauswächst.(Die ! ungewöhnliche Größe, welche weiße Rüben manchmal in England erreichen, scen den Grund etwas von der Nübe weg, damit sie freistehend ungehindert nach oben zu- nehmen Faun. Durch Anwendung des Drillsäens und der Pferdeha&e hat man hin: und wieder in England die Kul- tur der Turneps zu vervollkommnen gesuet. 3. A. Young dkon. Reisen dur< England und and. Schrift. in sehr vielen Stellen. Bergen Viehzucht S. 216. Niem das Ganze d. Futterbaues 1c. Marshall Landw. v. Norfolk. 2. 65. Thaer Engl- Landw. 1. 3103, 3. 30x u. 427. Thaer Aderbauwerkzeuge 2. Taf. 7, Maschine zum Drillsäen des Rübsamens. 4. Englische Mittel gegen die Erdflbhe? vermischte Saat mit 2 Pfund Rettigsamen; Walzen bei Nacht 1c. 5. Ausführliche und ganz vortrefliche naturhistorische und ökon. Nachrichten von der Nübenraupe,(Tenthredo rapae 1.), die in England die größteu Verwüstungen in den Rüben- feldern angerichtet hat, theilt Marshall(Landw. v. Nor- foli. 2. 121 bis 198) mit. Anwendung der jungen Enten zur Vertilgung der Raupen, 6. I A Unu8g Gerglich. mit Marshall Norfolk 2. 198). 7. In Middlesex muß aller Boden, der mit Turnips bestellt wird, im Frühjahre erst ein anderes Futtergewächs(meist Wicken) tragen. Turnips und Wien abwechselnd gebauet, vervessern und reinizen jeden Boden 2c. s, Middletouy Jandw, Beschreib. von Middlesex 1. 146. S4:.014 Möhren, Karorten, gelbe Rüben können im Frühjahre in jedes trocken liegende, am besien ger dungte, sandige oder sandig- lehmige Feld gesät werden; sie sind in Ansehung des Bodens ziemlich genügsam, wenn er nur in hohem Grade durch Bearbeitung aufgeloc>ert worden ist, und müssen gejätet, dann einigemal gehac>et werden. Ausmas- 7 100 machen der gelben Rüben, Aufbewahrungsart; vortrefliches Futter für alle landwirthschaftlichen Thiere 2c. 1. Daucus carotta; Hauptvarietäten: gemeine gelbe, gold- gelbe, weißliche, röihliche Möhren. 2. In einigen Gegenden der ehemaligen Pfalz werden sie häufig im Großen zur Viehfütterung gebauet, wie um Freinsheim, Herxheim u. s. w. Das was ich mir über diesen Möhrenbau im J. 1792 aufgezeichnet habe, siimmt ganz mit dem überein, was Engl. landw. Schriften hier- über mittheilen. Man pflegt in jenen Weinbaugegenden, wo man ohnedem an vieles Bearbeiten mit der Hand ges wöhnt ist, den zum gelben Rübenbau bestimmten' Boden umzugraben, zum Beweise, wie sehr man von der Noth- wendigkeit der möglichsten Lo&Kerheit desselben überzeugt ist, die gelben Rüben werden auch meistentheils mit dem Spa- ten ansgemacht. Den Pferden sind sie auch nach dortigen Erfahrungen den Haber zu erseßen im Stande, nur sür Kühe findet man sie in jenem wärmeren Landstriche minder vortheilhaft. Der Same wird nur eingeschleift 21. Jn ei- nigen Gegenden des ungleich rauheren Westrichs bauet man sie gleichfalls häufig zur Mast für Ochsen und Schweine, Ceztere erhalten sie abgekocht), sv wie zum Aufziehen jun- ger Pferde, und dünget den Boden zu dieser Kultur mit möglichst kurzem Dünger, oder kaltet denselben. 3. Reicharts Land- und Garteuschaß 3. 1497 2165. BöGt- gen Viehz. S. 235. Niem das Ganze des Futterbaues. Anual. der Niedersächs: Landw. 10. 361. Thaer Engl. Landw. 1. 329 3 Z+« 304- 430] 4. Ueberstreuen des angesäeten gelben Rübeufeldes mit etwas Mohn, Senf, Anis 2c. 5. Nühlichfeit des zur Honigdie eingesottenen Möhrensaftes in der Haushaltung. 6. Juteresante Englische Nesultate über den relativen Werth der natürlichen und künstlichen Wiesen, der Kartoffeln Dirüben, weißen Rüben, Möhren und des Englischen Kohles als Fütterungsmittel, in Hiusicht des Ertrages, der Bestellungskosten und der Nahrhaftigkeit findet man gesam? melt in Thaer Engl. Landw. 3. 442, 452« Wie. höchst wichtig richtige Bestimmungen der Art für die augübende Landwirthschaft seyn müssen, bedarf keiner weiteren Aus einanderseßung. Der Englischen Landwirthschaft gebühret aii Mie-<-Hban SSÄ RE< ums PD TOI das Verdienst' uns- zuerst mit bedeutenden Versuchen hier- über befannt gemacht zu haben. 6.7925 Kohlrüben, Bodenrüben, Dorschen, Kohlrabi unter der Erde, Erbkohlrabi, Klumperrüben(tur- nip rooted cabbage Engl., chou-navet Franz.). Die gezogenen Pflänzchen werden nach Art der Kohlarten(FS. 287), oder der Dickrüben, im Ju- nius, in den bis- dahin wohlbereiteten guten Bo- den in der Entfernung von zwei Fuß gepflanzet, und einigemal behactet. 1. BrasSica. napobraszica, ist zuerst von Caspar Bauhin +620 beschrieben worden; wird in Schweden seit zwei Jahr- hunderten. für Menschen und Vieh gebauet. Die Deutsche Benennung Kohlrübe(Wurzelkohl) scheint am meisten be- zeihnend für diese Pflanze zu seyn, die ihrem ganzen Ha- bitus nach in das Kohlgeschlecen gelegten Torfboden belehrt worden sind. Später habe ich ihn in vielen Gegenden Frankens sehr verbreittet gefunden. Sehr bemertenswerth ist die schnelle Vegeta- tion dieses Wurzelgewächses, da es häufig noch ziemlich spat im Julius gepflanzet wird, und bis zum Spätherbste demohngeachtet noh schr große Rüben bildet. Mit der Nebennußung des Abblattens verhält es sich ganz nach Ber- gens Angabe S. 251. Jn der Art wie bei Diärüben aus- geübt soll es die Folge haben, daß die Kohlrübe leichter faulet, auc) holzig wird. 2. Reichart vermischte Schriften S. 17. Bergen Vieh- zucht S. 247- Frauz Fuß Abh. über Flac in Westgothland, daß der richtige Aunsdru> Kolrot oder Rotkol sey, und daß man unter diesen Benennungen in Schweden die Pflanze verstehe, die er in Deutschland häufig unter dem Namen Kohlrabi un- ter der Erde gesehen habe.(Daß sie indessen in Lappland nicht mehr gebauet werde, verstehet sich von selbst bei eini- ger Kenntniß von dem Zustande dieses Landes). Die Ver- schiedenheiten, die man bemerkt haben will, mögen etwa in einer kleinen, vielleicht der oben bezeichneten, Varie- tätsabweichung, und in der Verschiedenheit der Englischen Kulturart gegründet seyn, da man sie daselbst nach Art der weißen Rüben bauet, welches in Deutschland nirgends ein- geführt ist, Was die Dauerhaftigkeit gegen Frost betrift, fo fennt man das Verhalten unserer Erdkohlrabi in diesem Punkte noh nicht völlig, obgleich man mit Allgemeinheit weiß, daß sie in einem bedeutend hohen Grade ausdaurend sey. In Baiern ist die Kohlrübe die lezte Frucht, die im Spätjahre nach Hause gebracht wird, nachdem sie vor- 103 her dfters ansehnliche Frühfröste ohne Nachtheil im Felde ausgehalten hat. Walther führt bestimmt an, da die über Winter im Boden gelassenen Kohlräben im Frühjahre am wohlschmed>endsten seyen. Im Jahre 1806 und 7 habe ich viele der im Großen im Landshuter bkonomischen Gar- ten angebaueten Kohlrüben über Winter im Felde gelassen; sie haben fich trefity gehalten, und dur< den reichsten Samienertrag ausgezeichnet. Mit diesen Aufklärungen über diese Pflanze stimmt ganz wohl überein, was Be&xmann Landw. 6. Aufl. S. 276 und Vorrede S. XXIV. sagt. Brassica napobrassica ist es, welche schon-Bergius den Franzosen empfohlen hat, in Mem. d'agric. de 1a 500. oc- con. de Paris 1787 printemps p. XIX.(Während dem Drucke dieser Bogen, im Sommer von 1808, befinden sich im hiesigen ökonomischen Garten(aus von Berlin erhalte- vem Samen) viele sogenannte Schwed. Rüben angebauet, wo sie nac) Art unserer Kohlrübe behandelt wurden; alics was ich bis jezt an denselben wahrnehmen konnte, dient zur Besiättigung des Anzgeführten). S. 93+ Allzusehr ist der Anbau der Erdävfel, Topi- nambours, durch den zunehmenden Kartoffelbau verdrängt worden. Dieses perennirende und gegen die Kälte unsercrx Winter völlig ausdaurende Wur? zelgewächs liefert, zu einer Zeit in welcher Futter gewöhnlich zu fehlen pflegt, ein für alle Haus- rhiere, vorzüglich für Ochsen, Kühe, Rinder und Pferde taugliches und auch zur Mast anwendba- res Futter, 1. Helianthus tuberozus- v. Münchhausen Hausvater 3. 866. Reicharts Land- und Garteusch. 4. 500 Rein- hard vermischte Schrift. 1. 41. Krüniß Encyklop. 11. 226. Pfarrer G dt Aufmunterung zum Tartuffelbau(Hel. tuberosus). Suitgard 1794. 44 Oeivnomische Hefte, Jul. 1804, über die Erdäpfel. 4. In der Gegend des Donnersberges, zu heilpein Mo- scer, oder unter Wurzelgewächse, auch in Weinberge einzuiprengen. Man erhält auf solet, und später ausgebrohen) manchen Wagen voll schöner Kürbisse, die öfters ausnehmend groß werden, und für Rindvieh und Schweine, besonders für BEUTE 4-5 TWD= Feztere- neben andern Fütterungsmitteln, ein gesandes Fühe- kendes Futter im Spätherbste, da sie sich nicht lange aufc- Bewahren lassen, abgeben. Die großen Abarten von Cucur- bita pepo, wie ver Zentnerfürbis, tgugen zu dieser Beuu- ßung am besten.| Zweiter Abshlin Abh. vom Ursprunge, den Vorzüe gen und Hindernissen des Getreidebaue“. Frankfurt 1786. 8. Borowsky die besteu in- und ausländischen Getreidearten, Futtergewächse 1c. 5 2te Ausl. Frankf. a. d. O. 1789. 8. Voll- ständiger Unterricht über die vorzüglichsten Feldpflanzen Weizen, Gerste„ Korn, Haber, Hire. Prag 1796. 8. Joh. Riem das Ganze des Getreidebaues. Hof 1800. 8. Traite theorique et Pratique Sur 1a culture des grains, Suivi de l'art de faire le Pain, par Parmentier, Rozier, Lasteyrie, Detalause “ et par Gallket. Paris 1802. 2 tom. 8;(aus Rozier cours complet d'agriculture; Be&mann Bibl. 22. 443) vollständig überjezt mit den Kupf. des Originals. 2. B. Wien 1808. 8. I. B. Fischer über den Anbax ausländischer Getreidearten, T Heft. Nürnberg 1804. 4: Memoires 5ur 1a cnlture du ble, Bibliotheq. Brittanniquez; Agriculture Vol, 5. 499: S. 95. Würdigung des Getreidebaues. In wieferne eine auf eigene Production sic) gründende starke Getreideausfuhr als Maasstab der ökonomischen Vollfommenheir oder des landwirthschaftlichen Kul- turgrades einer Nation angesehen werden könne? T56 T. Vorzug der Einfachheit des Getreidebaues. Ex is“ mit el- ner mäßigen Düngung zufrieden, und verlangt auch den höchsten Grad von Lo&erheit oder Bearbeitung des Bodeus nicht. Bei einer kunstmäßigeren Behandlung gedeihet er um so besser, aber er kann auch reiche Exndten liefern, wenn er sie entbehren muß. Unbilden der Witterung vermag er am längsten zu troßen z; Öfters findet man, daß er vollkom- men gedeihyet, wenn man wähnte, er habe nachtheiliger Witterung mehr oder minder unterliegen müssen. Bei ge- ringer Bevölkerung und Industrie kann da wo fruchtbarer Boden in Menge, oder bei geringerem Boden viel Wie- sengrund vorhanden ist, mit dem geringsten Aufwande au Menschenhänden, bei zweijährigem Anbaue mit Getreide und einem Jahre Broche, zur Bearbeitung etwa auch Dün» gung, eine ungleich grössere Menge von Getreide produci- ret werden, als die sker, von den lokalen Witterungsverhältnissen, und vorzüg- lim auch von der natürlichen Beschaffenheit der zu säenden Getreideart selbst ab. Nothwendig muß fie daher, auc) bei der bloßen Beschränkung auf die klimatischen Verschiedenheiten Deutschlandes, bei einer jeden vielen mehr oder minder bedeutenden Abweichungen unterliegen. 3. Im Jahre 1794 sahe ich im Livinier Thale Ende Angusts die Wintersaat schon grünend dastehen'(wegen frühzeitigem Edhnee); im Waadlande glaubte man im Anfange des Octobers, daß es schon zu spät zur Wintersaat sey, und nimmt diese am liebsten um Michaeli vor. In der Pfalz säet man meist in der zweiten Hälfte Octobers und im An- fange des Novembers. Jn den sandigen Gegenden des sv- genannten Pruhrheines(un Graben v.f. w., zwischen Karlsz ruhe und Schweßingen) säet man die dortige Winterfrucht, Rocken, im November und December bis Weihnachten und Neujahr. Ekhart Experimentalökonomie von Succow S. 61 besrättiget diese späte Saatzeit des Kornes in sandigen Gegenden.(v. Saussure gegentheilige Meinung in sei» ner Abhandlung: es5ai 5ur Ia cause des disettes de ble, Geneve 1776. 8.)- Gleiche Verschiedenheiten haben in Ansehung der Sommersaat statt. 2. Verhütung des Einscen des Getreides im Herbste und Frühjahre auch in Deutschland, als ein höheres Kulturmittel bei dem Getreids- baue angewendet werden. Der Nacdhtheil der zu dichten Saat kdunte dur< lezteres einigermaßen gut gemacht wer- den. Hin und wieder ist es eingeführt, wie in einigen Ge- genden des Elsasses u. s. w.(Fs. 112. 1). 2. Die Nüßblichkfeit der reihenweisen Kultur, Drill- oder Pferdeha>enwirthschaft der Engländer(horsehoeing-husban- dry), so wie sie Deutschland zuerst auf eine vollständige Art vurc<4) Hrn. Thaer bekannt geworden ist(dessen Engl. Landw. 1. 477. 3- 121.), kann meines Erachtens nicht be- zweifelt werden. Sie ist Gartenkultur auf den großen Feldbau angewendet, sie löset das Problem, wie die höhcc? Kultur und der höhere Ertrag des ersteren auf den lezterein übergetrageun werden könne,'und ist die hdchst? Stufe, die der AFerbau erreichen kann; Erfahrungen vereinigen sich mit Gründen, um ihre Nüßlichfeit im wärmeren und gemgßt.: ten Erdstriche außer Zweifel zu seßen, wenn sie mit hiu- länglicher Düngung und einem richtigen Wechsel in Verbin- dung gebracht wird. Daß sie demohyugeachtet nicht überal!- 110 ja'sogar nur sor wenige Gegenden dermalen anwendbar sev, ergiebt sich als norhwendige Folge aus dem Gesagten selbst. Der Hindernisse die aus der Kostbarkeit der Drillwerkzeuge entspringen, daß sie in einem sehr steinigen, oder sehr ab» hängigen Boden uicht ausführbar sey u. s. w., nicht zu gedena ken, kann die Drillwirthschaft, eben weil sie die höchste Stufe ist, nur da Anwendung finden, wo der Zustand des Feldbaues sich dieser bereits sehr genähert, wo er die Mita telstufen, von der rohen Kultur an, bereits durcen bei dem reihenweisen Anbaue unserer Wurzelge- wächse, des Wälschkornes und mehrerer Handlungsgewächse. Die verschiedenen Sgemaschinen kannte man schon längst in Deutschland, aber dem Gebrauche nach nur unvoilkfommen ,- da Kenntniß der Pferdeha>&en und die vereinigte Anwen- dung beider, in welcher das Wesentliche der Sache lieget, vernachläsiget wurde. Ein Verzeichniß von Säemaschinen s. Be>&mann Landw.|. 70. und dessen Beiträge zur Ge-= schichte der Erfindungen 4. 381. Riem Beschreib. zweier Engl. Säemaschinen(die Winterscten Drillsaaten diesen mehr zugänglich seyn mögen, wie breit ITL würfige. Wenn Hr. Thaer Engl. Landw. 1. 435„sagt? das gedrillte Korn sey na< mehreren Beobachtungen dem Brande häufiger, wie anderes unterworfen, so könnte man hieraus einen Beweiß von der größeren Empfindlichkeit der Drillsaaten gegen Witterung herleiten; allein 3. 295 wird das Gegentheil, wahrscheinlich als Berichtigung, angegeben. Ein sich mehr gleich bleibendes, oder wärmeres Klima scheint allerdings, so wie Möglichkeit der Wässerung, wie sie wohl in Judien und Ching bei reihenweisen Saaten statt haben mag), erforderlich zu seyn, wenn die Driilkultur ihre hd<- ste Vollkommenheit erreichen soll. 4. Jn England wird das Getreide öfters auch reihenweise aus der Hand(ohne Maschine) gesäet oder geste>et 3 A. Young Annal, 3. 79- Verpflanzen des Getreides, GS; IOL1. Gemischte Saat mehrerer Getreidearten: Wei» zen und Korn(meteil);, Spelz und. Korn, in der Pfalz häufig 2c. 6. 162, Grundsaß über die Erdbede>ung des gesäe- ten Getreides; Gebrauch der Egge u. f. w.(6. 33). Anwendung der Walze(VF. 34)- Uebereggen des ganz jungen Getreides(in einigen Fällen)» G;: 103: Ueber das sogenannte Schröpfen des jungen Getreides im Frühjahre. I. Das Beweiden des Wintergetreides bei Froste mit Schas fen hat in seinen Wirkungen Aehnlichkeit mit denen des Schröpfens. Bei einem Boden, der das Schröpfen ndtyig machen würde, ist es daher keineswegs schädlich, in so feiz ne es bei gefrornem Boden gusgeübt wird. Bei nicht mehr gefrornem Boden wird zwar manc- spelzen fest umschlossen== mit Grannen Tr, 5p. aristata Gu von diesem giebt es mehrere Abarten, als Trit, 5p. aristata nigra, Afrikaner Winterspelz mit scenmehl/ das beste kann unter das Spelz- nichl gemischet werden. Sie ist daher zum Hausgebrauche so gut, oder noch besser wie No>en. Mir ist über den Anbau des Einfornes nur folgende Erfahrung eines in der Pfälzischen Ebene liegenden Dorfes befannt geworden. Meh- rere Jahre war der Rocken dur< Frühjahröfröste mehr oder weniger zu Grunde gerichtet worden; zufällig hatte sich etwas Einkorn unter der No>ensaat befunden. Dieses erhielt sich nicht nur ganz unbeschädiget, sondern vermchrte sic) durch Bestaudung in dem Maase, wie der Rocken, durch Frost gelichtet, seltner geworden war. Diese Erfay- rung, die Genügsamkeit des Einkornes, und der gute Gez brauch zur Hausconsumtion bewog die dortigen Landleute wenigstens sv viel besonders anzubauen, als sie mit Roc>en- mehl vermischt zu ihrem Hausbrode ndthig hatten. Das Einforn blühet mit dem Dinkel, also viel später wie Ro» >en, daher es sich nach jenen Erfahrungen so gut erhielt. Es zeitiget nach dem Ro>en, und muß, gleich Dinkel, ge- schälet werden. Man bauet es am besten als Winterfrucht, weil beim Sommerbaue, wenigstens im dürftigen Boden, die oynedem nicht reihe Pflanze gar zu dürftig ausfällt. S. 109. Korn oder Rocken ist nebst dem Einkorn und dem Haber die genügsamste der Deutschen Ge- treidearten, Es wird(hauptsächlich als Winter- jedom auch als Sommergetreide) im leichten, san- digen, oder überhaupt in solchem Boden erzielet, der für den Weizen oder Spelzbau entweder zu gering, oder nicht mehr fräftig genug ist, verlangt aber gleichwohl einen fehr wohl bearbeiteten Grund, und geräth ohne dieses nac Klee bei weitem nicht so gut wie Spelz. 1. Secale cereale, hybernum und aestivam, mit und ohne Grannen. Staudenkorn, 8. c. multicaule, compositum, mit welchen Abarten es sich wie mit den Aehnlichen(5. 105. 3) verhält. Wallachisches Staudentkorn, Aten ist, so verursacht jedoch der Umstand der sehr frühzeitig eintret- tenden und daher nicht selten von rauher Witterung, fal- ten Regen, oder auch manchmal: von Spatfrösten getrose- nen Blüthe, das ysufigere Mißrathen desselben, im Ver- gleiche mit andern Getreidearten, die im Ganzen weit zärt- licher sind, aber eben deßhalb auch später in Blüthe fom- men. Am fühlbarsten muß dieses in denen Provinzen Deutschlandes seyn, welche klimatisch am meisten begünsti- get sind.(Blühende Kornähren vom 20. April an in der Pfalz zu finden, ist in guten Jahren feine sehr' große Sel: teuheit). 3. Verschiedener Gebrauch des No>ens zu Mehl, Brannt- wein) Vferdefutter in England 2cx Große Wichtigkeit des Rockensirohes. G. 110. Gerste schicket sim am besten zum Sommer- baue, und ist stets eine der zärtlichsten und miß- lichsten Getreidarten, welche, neben angemessenem Klima und Witterung, gehörige Beschaffenheit und Bearbeitung des Bodens, bei wohl gewählter nicht zu frühzeitiger Saatzeit vorausseket. 1. Die große zweizeilige Sommergerste, Hordeum distichon, hat ungleich arößere Vorzüge zum Anbaue, wie die kleine vierzeilige Sommergerste, Hordeum vulgare, Von beiden hat man sehr viele Abarten. Hordeum hexastichon, vielzeilige Wintergerste 3 jedoch giebt es auch viele seten Gersten- arten; zweizeilige nackte Gerste, H. distichon nudum 1, und vierzeilige na>te Gerste, Himmelsgerste, Thoregerste, Jerusalemskorn, H. vulgare coeleste, die wohl. unter gehd= trägen Umständen auch sechszeilig, als H. hexastichon nu- dum, vorfommen mag. Abh. d. Schwed, Akad, 11. 53; Pountoppidan Naturgeschichte von Norwegen 1.1995 deF. 118 Naturgesch. v. Dännemärk. Koppenh. und Hamburg 1765. S. 110. Lüder Abh. und. Bedenken über das A>erwesen S, 281= 292 3; Viborg S. 22, 32, 37 uU. f. Annagl, des Acerb. 1807. 347- Einhof Bemerk. bei Unterfuch. der Himmelsgerste, Annal. d. A>erb. 1808. 1 H. 27. Landw. Zeit. 1808. Febr. S. 69. 4. H. bulbozum, zwiebelihe Gerste, von Mehler anges fährt z Be&mann Landw. S. 152, und Bibl. 21. 4709.' 5, Memoria del Pietro Arduino dei grani compressi da Bo- tanici Sotto la generica denominazione di Orzo; in Saggi Scientifici e literari dell" academia di Padova 1794, Tom. 3. P. 1. p. 117. Viborg botan, ökon. Abh. über die Ger- ste; eine Preißfchrift 1788. 4 3 übersezt Koppenh. 1802 8. 4 Kupf, 6. Anbau der aussaugenden Wintergerste wird größtentheils unvortheilhaft gefunden. Hin: und wieder ist es die Sache armer Leute, da sie am frühesten zeitiget;(den 13. Junius 1794 sahe im zu Olsbrü>en- im Westrich,- einer damals von Kriegsvölkern ausgeplünderten Gegend, Wintergerste schon schneiden, und auch auf der Stelle ausdreschen). Sie ist di>häutig, giebt weniger Mehl, und ist nicht so qut zum Bier anwendbar.( In- Baiern und den Rheinpfälzi- schen Gegenden nehmen die Bierbrauer sie wenigstens nicht, in den Niederlanden soll sie zu Braunbier angewendet were den, na< Balfamo, Thaer Engl. Landw. 1. 779). 7. Zum Malze liebt man keine friste Haber, Tatarischer Grüßhaber/ A. nudaz; Scre- ber neue Kameralschr. 5. 333, Krüniß Encyklop. 2. 668, 5, Nothwendigkeit des vftern Pflügerns des Haberfeldes, be- sonders des zweimaligen im Frühjahre. Nüßlichfeit des Uebereggens ver aufgegangenen Haversgaten,(Haberpropfen von einigen genannt) 3; wird nirgends regelmäßiger beobach- tet, wie in der Gemeinde Keulendorf in Schlesien, nach Riems ofon. Encyklopädie. Ist auch in den Nheinpfalzi- schen Gegenden hin und wieder üblich, VWVorzügliches Ge- rathen des Habers auf Neubrüchen, tro>en gelegtem Moors boden u. s. w. Ueber die na< neueren Erfahrungen in manchen Verhältnissen vorzüglichere späte Saat des Habers, s. Geri>e pratt. Auleit. 2. 216, und 3. LVII. Thaer Engl. Landw. 1. 456.= Winterhaber wird selten gebauet z Türbilly empfieglt ihn statt des Ro>ens für gewisse Neubrüche. Winterhaber sagt er, ist ein ganz anderes Ge- treid, wie Sommerhaber; er ist größer und ichwerer, wird vn höher, giebt viel mehr Stroh, ist für Pferde ungleich esser 2c. 6. Verschiedene Benukungen des Kernes, Mehles und Stro- 8 Haberbrod in Anjou, Schottland, Norwegen u. .,W. G. 112 Die Hirse(Rispenhirse) gedeihet im leichten sandigen Boden verhältnißmäßig besser, wie ande- xe Getreidarten/ am besten, wenn derselbe gedüngt ist. Sie muß im May dünn gesaet, nac< Be- dürfniß gejätet, auch schwach durcet werden, da sie uicht dicht stehen darf. Große Scwierig- Feiten der Erndte; wie diesen am besten zu be- gegnen? x. In Deutserung zur Aufnahme dieser Saat erhält. Hirse aber wird erst nach der Rvoggenerndte gesäiet. Sinz Beiträge zur Kenntniß. des Schweizerlaudes S. 622.= P,. maximum Jacq. 3 Pa- nicum. melfrugam wird von Prof. Walther als sehr er- träglich angeführt 1.? 2. Verschiedene Benußunggarten der geschälten Hirse, ihres Strohes u. s: w. Unsere Rispenhirse ist ein Hauptproduct aller Sandgegendenz dieses spricht für die angegebene Ka- rakteristif des für ihren Anbau, tauglichen Bodens. Zwi- schen HoFenheim und Waghäusel(unweit Shwetßigen) sicht iman ganze Fluren im sehr leichten Sandboden mit Hirse angebauet 3 sie geräth in. demselben, wenu er gut gedüngt Ut, vorzüglich, und verhältnißmäßig besser, wie Rocken. Daß sie übrigens in nahrhaftereim Boden, Neubrüchen, aufgerissenen Wiesen, ausgetro>neten Fischteichen 21€, um I2x fo vollkommener gedeihe, ift keinem Zweifel unterwor- fen. 6. IZ. Mays, Wälschforn, Türkischer Weizen, Tür- Fen, Kufuruß 1c, Zea Mays L.. Wo klimati- sche Beschaffenheit den Anbau dieser äußerst nüß- lichen Getreidart gestattet, sollte derselbe nirgends vernachläßiget werden. Sie gedeihet in jedem lo- Feren, wohlbearbeiteten, wohlgedüngten Boden, verhältnißmäßig am besten im wohlgedüngten Sand- boden, und wird reihenweise in 2 bis 3 schuhiger Entfernung im May gelegt, fleißig gehacket, und behäufelt, nach der Blüthe ausgebrochen, gefah/ net uy. sw, I. Zea Mays vulgaris, mit gelben, weißen, rothen, schwat- zen, bunten Körnern. Jhrer Farbe wegen ist zur Brod- Frucht die Abart mit weißen Körnern die sc<äßbarste; ich habe sie im Tyrolischen Innthale in der schönsten Vollkom- menheit angetroffen.(Diese weiße Tyroler Abart ist je- Hoh zärtlicher, wie die am Rheine gebaueten, sie muß sehr frühe im April gelegt werden, und zeitigt nur da, wo die- ses angeht.) Die zufällig entstehenden bunten Körner schien sic) der Farbe wegen niht zum Mehle, und wer- den daher nicht geleget, um ihrer Vermehrung vorzubeu- gen.= Der große Mays, Zea Mays americana, mit weiss sen und gelben Abarten von verschiedener Größe der Kol- ben. Auch die Amerikanischen weißen Abarten sind kräfti= ger, süßer und überhaupt besser zur Nahrung, kommen aber ebenfalls etwas später zur Reife, 2. Arthur Young geht zu weit, wenn er in seiner befann= ten Reise durch Frankreich(2, 33. 111), und der angehäng= ten Karte für die Mayskultur ein viel südlicheres Klima, wie für den Weinbau, nöthig glaubt, Man kann anneh- men, daß beide Pflanzen ohngesähr denselben Grad von Wärme verlangen, wo Wein gebguet werden kann, gedei- het in demfelben Verhältnisse auch das Wälshkorn. Derz selbe ertheilet übrigens- dem Maysbaue ein eben so interes- santes wie richtiges Lob. Wo in Frankreich dex Maysbau 122 ' anfängt, sagt er, da beginnt.auch der bessere A>erbau, da halt man feine Brache, hat vortrefflihes Rindvieh u. s. w. 3. Großer Ertrag, mancherlei Nebennußungen des Wälsch» korna>ers. In„sandigen Gegenden der Rheinpfalz wird dieses Getreide öfters häufiger wie alle übrigen im frisch gedüngten Boden gebauet, und zur Brodfruht verwendet, da man vus Erfahrung weiß, daß es in solchen verhältniß- mäßig vorzüglicher geräth. Wo das Klima diescr Kultur nicht mehr recendes Brod 5 doch wendet man es im südlichen Deutscylande nicht unvermengt, sondern mit anderem Getreidmehle gemischt hiezu an, weil es für sich allein nicht so sehr aufgeht, da- her nich? so gut ausgiebt, wie No>enmehl, auch weil das Brod, gleich dem aus Gerstenmehle verfertigten, leicht tro>net und aufreißet. Aus diesen Gründen wird das Wälsc. Leipz. 1793. Gotthard Kultur un? Benußung des Türkischen Weizens. Erfurt 1797. 8. v. Meidinger nähere Beleuchtung der Erfindung aus Runfelrüben Zur&er zu machen, nebst Beweiß, daß dieser in den Kais. Staaten vortheilhafter verfertiget werden kön- ne. Wien 1799. Gr. v. Rum ford kleiue Schrift. 1. 315- Weimar 1799. - lad Z-= gif EZEEE. Vieri 123 6, Eine merkwürdige Art oder Abart, deren Anbau man auch im südlichen Deutschland nicht kennt, ist der in Spanien, Jtalien U. s. w. gebauete kleine Mays, der mit Recht Zea praecox genannt werden kann. In der Gegend von Nizza wird er Cinquantina, in der Italienischen Schweiz Quarantinv, nac< der ohngefähren Zahl von Tägen die er zur Reife nothig hat, in andern Gegenden Torqueto- Mays genannt. Kör- ner und Kolben haben die halbe Größe der gewöhnlichen. Er wird in jenen Gegenden als zweite Frucht, na< der Hauptgetreiderndte gezogen. Arthur Young Reise durch Frankreich 2. 333 Sc inz Beiträge zur näheren Kenntniß des Schweizerlandes, Heft 5. 6213 Parmentier ange- führte Abh. S. 36. Wahrscheinlich ist das kleine Dreimo- nats- Wälschkorn der Amerikaner, dessen in Linne Pflan- zeusystem, nach dex Houttouynschen Auflage 12. 645 erwähnet wird, dieselbe Pflanze. Spätere Auflagen des Linneischen Systemes gedenken dieses kleinen Mays nicht mehr, mit Ausnahme der neuesten von Persoon. Auch unter den 16 Spezies von Mays des Tabernämontanus, die Tournefort in institut. R, Herb, nach der Farbenver- schiedenheit anführt, findet es sich nicht, eben so wenig in Laureiro flora Conchinchinensi, Nah den Erfahrungen, welche ih im Sommer 1806 u. 7 im Landshuter ökonomi- schen Garten dieje Pflanze betreffend machen konnte, zei- tigt der kleine Mays allerdings beträchtlich früher als der große, ob es sich gleich von selbst versteht, daß er ungleich längere Zeit in Deutschland zur Reise erfordert, daher auch als zweite Erndte nicht mehr gezogen werden kann, Ob ex weniger Ertrag liefere, müßte erst durc) genaue Versuche erdrtert werden, da die kleine Pflanze auch viel näher zu- sammengeseßet, sogar weitläufig aus der Hand, oder reic henweise gesäet werden kann. Da wo der große Mays nicht mehr gehörig reifet, könnte demnach der Anbau dies ses tleinen mit Wahrscheinli>* Der gemeine Buchweizen Polygonum fagopyrum LIHGeru- mentum Saracenicum nach dem lateinischen Trivialnamen, 5arrasin Franz.) hat e>ige, ungezahnte Samen. Der Si- birische Buchweizen, Polygonum tataricum(mit eigen ge (0) zahnten Samen) ist nicht perennirend, aber ausdaurend ge- (84 gen Kälte, daher der bei der Erndte ausgefallene Same sic) im Boden erhält, und bei wicderfehrender Wärme von neuem aufwächst.(Auch der Same des gemeinen Buch- weizens erhält sich indessen nicht selten über Winter im | Boden, und geht im Frühjahr auf). Polyg. emarginatum; je P. orientale; P. frutescens. 2. Schon in dem warmen Rheinthale jenseits des Bodensees» zwischen Sennwald und Ragaß, kann man den Buchweizen 1" als zweite Frucht, in die Korn oder Wintergerste Stoppeln p|) gesget, zur Reife. bringen, welches daselbst, so wie in südz lieren Gegenden, häufig geschieht, und bei reichem Bo» [| den überall thunlich seyn mag, wo die Wintergerste uach j1 oberangeführtem Beispiele shon am 13 Junius geschnitten Ah werden kann.| 3. Hauptbenußunggarten des Buchweizens? zur Brodfrucht und zum Küchengebrauche ist er treflih. Im Odenwalde nacht. man das meiste Brod aus diesem Mehle; besonders 358 mit: Korn oder Spelzmehl gemischt, wird es sehr s- haft.. Man weiß aus dem Buchweizen ein sehr weißes fei: nes Mehl herzustellen, das zum Hausgebrauche in Küchen, zum Backwerk u. dgl. sehr stark verwendet wird. Heide: grüße u. dgl. Der Hauptgebrauch im Odenwalde ist zur Mast vorzüglich für Schweine, Nach dem Wälschkorne, das daselbst nicht mehr gebauet werden kann, ist der Buchwei- zen diejenige Mastfrucht, der man im Odenwalde durchaus den Vorzug giebt. Widerlegung der falschen Meinung von der SONNE des Buchweizens für Schweine, wie die- se 3. B. in Krüniß Encyklopädie 7, 234 geäußert wird, und Erklärung, wie dieselbe entstanden seyn kann. Be- nußung zum Branntweinbrennen s. Annal. der Niedersächs. Landw. 1. 206. 4. E hart Oekonomie S. 81. Thaer Engl. Landwirthsch, 1. 459. CS. 115. Die verschiedenen Arten von Moorhirse sind sehr ergiebige Getreidpflanzen, deren Anbau im Großen indessen nur in den südlichen Ländern mög? lich ist. TI. Holcus Sorghum(Sorgho), H, sacharatus, H. halepensis, H. bicolor. Die beiden ersten Arten bauet man schon in der Ital. Schweiz, im südlihen Tyrol, und in dem be- nachbarten Mailändishen. Na< Scenem Orz= [1704 ten). Auf Madagaskar bauet man ebenfalls sogenannten ! weißen keine Wäßerung vertragenden Reiß auf hocmann Bibl. 2x. 477-(Wahr- scheinlich hat man bei diesen angeblich gelungenen Versus hen, den Reiß im nördlichen Deutschlaude zu bauen, eine Spelzabart für Reiß gehalten). | s. Gelegentliche Erwähnung der ehemals und noh jezt hin (090 und wieder angebaueten Bluthirse, Panicam 2anguinale, 8.00 und des Scmann Bibl. 19. 26 u. 416.= Hin und wie- der ist der Anbau des Kanarieunsamen( Phalaris canariensis L.) nüßlic) befunden worden, wie um Erfurt, der Niederz y lausiß, in England 2c, Young YAunal,- Deutihe Bear- | beit. 3» 390. jj 6." E17 Erndtegeschäfte, Bestimmung des Erndkezeit- | punktes, und der physischen und lokalen Gründe/ | von denen die vielfältigen hier statt habenden Ab- weichungen abhängen» SSE GE PS CTO IEE UW WRC IO zr, 272 zs 4.27 SG. 118. Werkzeuge zum Abschneiden und zum Mähen (Hauen) des Getreides. Ueber die Vorzüge der der Sichel und Sense. Glatte Sense, und gez reffte Sense, oder Sense mit dem Reffe, dem Haberremann Landwirthsch. 5.'84.. 2. 2. Uebci die Klopfsense, Brabantische u. s. w. Sense, Seich- te, Sicht oder Siget, sammt der dazu gehörigen Pique, dem Mathac>en oder Maaßhaten, in einem Theile des nördlichen Deutschlandes, den Niederlanden, Holland, Kur- land 2c, bekannt und großentheils eingeführt sf. Riem Ge- treidcbau S. 408, und dessen neufortgesezte Samml. auf 1799. 1 Liefr, S. 36. Vorzüglih Geri>e prakt, YAuleit. 3. 48. 164. S. 119. Wie das geschnittene oder gehauene Getreid beschaffen seyn müsse, um zum Einfähren und zur Aufbewahrung in Scheunen tauglich zu seyn. Behandlung jeder einzelnen Getreidart in dicser Hinsicht nach dem in Deutschland im allgemei- nen üblichen Verfahren; Liegenlassen auf den 1238 Schwaden 2:3 Binden der Garben; Aufseken in Haufen, Schober, Mandeln u. s. w. 1, Etwas über das zum großen Theile durch klimatische Vera schiedenheiten veranlaßte so vielfältig abweichende Verfäh2 xen anderer Gegenden; Rescanen oder Kornleitern im Liz vinierthale, und einigen benachbarten Bundnerischen Thäs lern. Sinz Beiträge zur näheren Kenntniß des Schweizerlandes S. 107. Taf, 2. Harpyfen in Krain. Haßije, Getreidedarten, Gärbendarren der Shweden/ in der Provinz Westnortland, veranlaßt durch den zur Ernd2 tezeit in jenen Gegenden schon sehr gewöhnlichen herbstli- wed. Ahhandl. 12 u. 14 B- Titius Ueberseß. von Duhamel Abs handl. von Erhaltung des Getreides z; Vorrede S; 21-9 Beschreib. und Abbildung der Kurländischen Riget. Hu? pel Topographie von Liefland 2. 2944 Krüniß Encyklo2 pädie 45. 3« Aehnliches Verfahren im Kleinen in dem zum ehemaligen Bistume Basel gehvrigen Muünstetthale 5 Berner dkonom, Abhandl. 1762. 4 St. S- 173+ Tro>2 nungsscheunen im Schottishen Hochlande, Garnett tour through the Highlands etC. London 1800. I. 84. U+ s» W+ 2. Erndtewägen oder Maschinen zur Beschleunigung des Ein» bringens der Aehren. Eine sol- mann Biblioth« 3« 271. 518. Vom ausgewachsenen Ge- treide, nebst den Mitteln, es zu erhalten und zu nüßen» EE TE- GIERL ERG << Svmmmemmmmemmmmen 129 Hamburg 1783. 8- Riem Quartalschrift. v. 1786. 3 B, S. 263 1787. S. 13 mit Abbild. Rössig über die Hülfs- mittel bei nassen Erndten, in ökon. Heften 9. S. 403. Untrügliche Art und Weise der Feldfrüchte bei regnigter Erndtewitterung in Sicherheit zu bringen. Weimar 1801. 8. 2. Verschiedene Methoden des Getreidefastens. GESTE Aufbewahrung des Getreides in Sceuneny Einbansen. Vorzüge der Aufbewahrung im Freien; Getreidefeimen erhalten in abgesondercen Höfen eine sorgfältigere Einrichtung wie Heufeimen(Y. 76), und müssen bedeckt seyn. S2: Absonderung und Ausscheidung der Getreide- körner aus den Acehren geschieht auf die mannig- faltigsie Weise: durch das Austretten und Aus- reiten; durch das Ausfahren mit Dreschwägen, Dreschwalzen u. dgl. von sehr verschiedener Ein- richrung; durc) das auf eben so mannigfaltige Art betriebene Dreschen mir Flegeln; durch sehr verschiedene Dreschmaschinen. I, Die meisten Nachrichten über diese verschiedenen Metho» den findet man in Krüniß die Dreschkunst sowohl älterer, als neuerer Zeiten.-Berlin 1776. 8, oder dessen Encyklop. 9. 505. 1. K. Schwedische Dreschwägen, ix den Abh. der Schwed. Akad. 16, 23, 3x B. beschrieben und abgebildet. Riem Getreidebau 424, Ueber das Dreschen mit Fle- geln, die Betrügereien, welche bei diesem Geschäfte statt haben können u. f. w., ökon, Nachr. 5. 455. Anlegung der Dreschteuuen?: E>x hart Oekonomie S, 99; Mayer das Ganze der Landwirthschaft 2. 97. 2. Die verschiedenen Dreschmaschinen sind theils in jener Ab- handl. yon Krüniß, theils in Be>manns Landwirth- 2 130 schaft 5. 88. 6- angeführt. Riem empfiehlt für Futter- stroh und aile Arten Sommergetreide besonders die in Rei- ; Annal. d. Niedersächs. Landw. 9. 162. | Melzer Abbild. und Beschreib. einer wohlfeilen, einfa 1] 1779- 88 Mund yom Unfraute z; eint Abh. 1 ZI welche von der K, Preuß, Akad. das Accessit erhalten hat. Leipz. 1787. 8. G. R. RBoehmer commentationes de plan- tis Segeti infestis- Vitebergae, 1792. 44 Marshall Yorkshire 2. 4. 2. Ueber die nachtheiligen Wirkungen der blühenden Verberis auf benachbartes Korn, worüber in neueren Zeiten viel ae- schrieben, worden ist, hat unter andera auch Marshall Norfolt. 2. 48. interessante Nachrichten mitgetheilt. 0AT25% Aus dem Thierreicpe. BWornämlich gehören hießer die Feldmäuse, Hamster, ESperlinge, vieler- BE 85,25: AE 3.50 N lei Arten von Schneen, Maikäfer, in einigen Ge- . 4< 3 N genden Zugheuschre>en,(Gryllus migratorins), Erdfrebse oder Werren,(Gryllus gryllotälpa), verschiedene Raupen u. s. w. I. Be&mann Landw.|. 101. Weber vfon, Lit, 1. 228. = 235. Gotthard die Feldmaus und die Mittel zu ih- rer Vertilzung. Exfurt 1803. 8- Gatterer über die Verminderung der Feldmäuse; Forstarhiv 10. 52. Sul- zer Naturgeschichte des Hamsters.. 1774. 8. R. Smith Handbuch zur Vertreibung der schädlichen vierfüs- sigen nad geflügelten Thiere. A. d. Engl. Hannover 18908 8. m. K, Shira Geschichte der Erd- Feld- und Acker- schne>en. Leipz. 1772. 8. Linne YAbhandl. über die S [S3] ßS. 128. Afterkorn, Mutterkorn(ergots). Fiudet sich bei allen Getreidarten, auch manchen Gräsern, am häufigsten bei dem No>en. Da nur einzelne Körner der Aehre durch dasselbe verdorben werden, so ist diese Kraukheit in der Regel ungleich weniger bedeutend, . Eschenbad) Bedenken von der Schädlichkeit des Mutter- foraes. Rosio> 1771. 8- Vogel Sdcus5seus, f. Be&xmann Biblioth. 2. 120. ( Ob künstliches Tro>nen vor dem Genusse des kaum ge- erndeten Getreides jene nachtheilige Wirkung zu befeitigen im Stande sey?) Nothwendigkeit der Reinigung der Getreidekörner vom Mut.erforne und dem Brandstaube. Methode der Hohen- loher, s. Mayer Lehrb. der Kupferzeller Landw. S. 113. . Eine besondere Krankheit des Mays beschreibt Jmhof in Diss. de Zeae maydis morbo, ad ustilaginem vulgo relato, Argentorati 1784. 4+ G129, Der Keimtod( Abortus seminum, Rachi- tis, Vavortement, Gidtforn). I. Raffn Pflanzenyhysiologie S. 331; Needham, Rof- fredi, Fontana, und nachher Abilgaard und Raffn haben die Würmchen untersum mann Biblioth. 1. 297). Plouquet Anweis. wie man ohne Früchte mit geringen Kosten sich ernähren könne, Tübingen 1771. 4.„Kurellg 138 pa*riot. Vorschläge, wie der Landmann wohlfeiler Brod haben fönne. Berlin 1771. 8. Le Sage analyse des hleds, avec des observat. Sur les Substances vegetales, dont les differentes nations font n5age au lieu du pain. Paris 1776. 8. Linguet und Tissot über das Getreide und das Brod, nebst Geschichte einer giftigen Erbse. Zuür< 1780. 8. Parmentier recherches Sur les vegetaux qui dans les tems de disettes peuvent remplacer les alimens ordinaires, Pa- xis 1781.& Hanndverisch. Magaz. 1790, S. 747« Dritter Abschnitt. Hülsenfrüchte. S. 139- Von ihrem Nußen als verbessernde Früchte ist bereits gehandelt worden(V+ 68)- Die vor- kheilbaste Anwendung der Drilimethode bei ihrem Anbaue hat vielfache Praxis in England außer al- len Zweifel geseßet. 1. Chem. Unters. d. vorzüglichsten Hülsenfrüchte von Einhofz Arch. d. Agric.k- oder Ausfernerbsen, in Zu>ererbsen(sine cortice duriore Baub.), und in Felderbsen 3; von allen hat iman dünn- und dikscha- lige, groß- und kleinfernige. u. f, w. Zu den ersteren gehört die Klunkererbse, P. hortense majus Bau»n.; ferner rechnet man hieher P. quadratum Bauh., Holländische Erbse, Graa- Yerter der Dänen; Kronerbse, Traubenerbse, Büichelerb- se, P. umbellatum Bauh, Von vielen Abarten gehört die Kultur blos zum Gartenbaue. . E&h art Oekonomie von Succow. S. 60. Riem Ge- treidebau S. 262. Tyaexr Engl. Landw. 1. 4713 3. 400. Dessen AFerbauwerkzeuge 2. Taf. 6, Abbildung eines Boh- nen- und Erbsendrillers, vo 87 2DAB Anbau und Behandlung der Linsen; ihre ver- schiedenen Benußungen. Gutes Futtersiroh u; s- w. (S4 15020475 I. E>hart Oekonomie S. 65, Riem Getreidebau 271. 2. Lens esculenta Moench, Ervum lens 1,, gemeine Feld- linse 3; Pfenniglinse, französische Linse(Lens major Bauh.) 5 Provenzer Linse(Annal. der Niedersächs. Landw. 7. 170, Ob sie botanisch in dieses Genus gehöre, ist noch unent- schieden. Nac< Walthers Landwiss, zte Aufl. 341 ist-die Pensilvanische Linse, Vicia leucosperma, dieselbe Pflanze). 6. 1492. Die Bohnen, Buffbohnen, Pferdebohnen werden auch in mehreren Gegenden Deutschlandes (in Schwaben, dem Badischen, im Hohenlohi- schen u. s. w.) einigermaßen im Großen angebquet, und verdienten als eine zum Brachanbaue vorzüg- lic) tauglime, zur Nahrung, Viehfätterung und Mast rreflich zu benutzenve Frucht, alle Empfeh- lung. Kuiturart: wo die Englismen Drillwerk- 140 zeuge nicht eingeführt sind, frühzeitiges reihenwei- ses Legen in minder grossen Entfernungen wie bei dem Türkischen Weizen, am besien im ziemlich schweren, und gut gedüngten. Bodens Behacken; Behäuflen; Köpfen. 1. Neichart Land- und Gartenschaß 5. 155. Thaer Engl. Landw. 1. 4653 441. 2. Vicia faba 1. Pferdebohnen, kleine Pferdebohnen, Faba HK minor s. equina Bauh. mit vielen Abarten.=- Mehr für den Gartenbau eignet sich die große Pferdebohne(Vaba bo- va), Oattenbohne, Saubohne, nebst ihren vielen Abarten 3 Magazanbohne, frühreifend; Windsorbohne, hat frumme Hülzen.(Be&>Xmann Beiträge 1. 27). GS. 143. jW Die Kultur der zärtlichen Phafeolen, Vits- 500 bohnen, Gartenbohnen gehört größtentheils dem | Gartenbaue an./ Doch werden theils die vanken- ' den, theils und noch häufiger die nicht ranfenden Warieräten in verschiedenen Gegenden Deutschlan? des, theils mit andern Gewächsen gemischt theils 14 für sich allein, mehr oder weniger häufig im offe- | nen Felde erzielet, und in den Wechsel mit an- dern Feldfrüchten gebracht. jh 1. Ersteres ist in der Rheinichen Pfalz auf verschiedene Art, AUEN 5 lezteres z. B. um Erfurt(wo eine Zwergbohne schx häufig |] unter dein Namen weißes Erfurtisches Böhnhen a>erweise 19.118 in den Brachfluren erztelet wird), und im Badischen in 149 der Gegend von Emmedingen, Offenburg u. s. w.-(wo 40 ebenfails, wie ich selbst gesehen habe,„eine Zwergbohne im P Großen sehr häufig als zweite Erudte, nach Winterreps oder Wintergerste gebauet wird) üblich. In leztgenannter | Gegen! weiden die Winterreys- und Wintergerstestoppeln | gestürzet, und die Bohnen reihenweise in anderthalb bis zweischuhiger Entfernung gelegt, die Pflanzen zweimal ge- hat und etwas gehäufelt. Sie werden theils grün, größz- tentheils aber gezeitiget zum Verspeisen, auc< zur Mast für Geflügel angewendet. Zum grünen Genusse können sie auch in Spelz und“ Kornstoppeln gelegt werden. 2. Steig- oder Stängelbohnen(Phaseolus vulgaris L.); Busch» oder Zwergboynen(Phaseolus nanus L.). Sr. Beller: mann sührt einsweilen von ersteren 29, von lezteren 6 Abarten an. Die Steigbohnen sind in der Regel die be- sten und zärtesten zum Genusse als grünes oder gesäuertcs Gemüse, aber auch die empfindlichsten gegen Kälte 3 Zwerg- bohnen sind in der Regel etwas härter, und können als Frühbohnen zu jedem Gebrauche gezogen werden, da es auch von ihnen fehr zarte Abarten giebt.=- Große Farben- verfchiedenheit der reifen Bohnen bei beiden Arten, ist bo- tanisch nicht wichtig, und scheint es auch in dkonomischer Hinsicht nict zu seyn. Unter den Steigbohneu unterschei- det Mönerbohne, Phaseolus Saccharatus, Die bunte Tür- kische oder Fleiichbohne, Phaseolus vulgaris coccineus L. wird um Jdstein gebauet, nac) der Wetterauer Flora, Bellermann einige Resultate von den Versuchen über die Veredlung der Gartenbohne, nebst Bemerkungen über die verschiedenen Gattungen derselben, im Tübinger Gar- tentalender von 1802, S. 17. [IN] S. 144- Wegen des großen aber nicht genug erfonn- ten Nutzens der zur Reife gekommenen Wicken (S- 84. 192) befonders zur Ochsenmast, sollten sie überall so häufig wie im Hohenlohischen zu die- sen Zwecken erbauet werden. LI. Man unterscheidet gewöhnlich von der Vicia sativa, die gemeine braune, die schwarze, und die weiße oder graue Wicke, nah der Farbe der Frucht. 2. Reichart Land- und Garteusxhart Oekonomie S. 63. J. Fr. Mayers Schriften an vielen Stellen. 3. Die Wien sind bekanntlich äußerst genügsam in Ansehung des Bodens, dürfen aber, wenn man sie des Köürnerertra- ges wegen bauet, nach den Erfahrungen im Hohenlohischen in dieser Gegend nicht gegipset werden, weil der Wachs- thum der Stengel oder die Verlängerung dadurch zu schr 142 verstärket, die Reife der Körner aber verhältnißmäßig zu sehr verzögert wird. Nüßlichfeit des Wickenstrohes. 4, Reichthum der Natur an hin und wieder, besonders in an- dern Klimaten, oder ehemals angebgueten Hülsenfrüchten. WPterter Absen ist. Uebereins.immend mix unsern Erfahrun- gen läßt es sich schon aus seiner srarken Produc? tion in den nürdlichen Ländern schiießen, daß er Kälte in ziemlihem Grade auszudauern. vermöge. Seine verschiedene Behandlung bis zum Ausraufen der männlichen und der weiblichen Pflanzen. Go- winnung der Frucht. Große Verschiedenheit dee weiteren Behandlung, bis er aus der Hand des Produzenten in die des Fabrikanten übergehen Fann, in Ansehung des Rötens(Land- und Wasserröte), Dörrens(in für Feuersgefahr gesicherten Dörranz- sialten), Brechens, Schwingens(oder der Behand- lung auf der Reibmühle), des Hechlens u. sw. 1. Cannabis Sativa- Unter den gehdrigen Umständen wächst der Hanf zu einem der siärksten Sommergewächse heran. Man hat höheren, stärkeren, oder niederen, dünneren, mit feinerem oder gröberem Faden. Chinesischer Hauf. 2. Duhamel Part de 1a corderie, 2. edit. Paris T7Z00,5 4- Marcandier du chanvre, Paris 1758. übersezt nebst Aus- zügen aus andern Schriften, Freistadt 1763. 8. Berner dfon. Samml. 1760. 200, Tscharner vom Hanfe;*755-+ 417 Felice vom Hanf- und Flachsbaue. E>hart Oe- Fonomie 68. 115. 703-&. La Hard Abh. vom Haufe, Wien 1785. 8-« Biallon prakt. Auleit. zum Flachs- und Haufbaue. Hannover 1794. Riem Getreidebau S. 357-+ 3. Der Hauffultur besonders schädliches Unfraut3z der Hauf- würger, Orobanche major, O, ramo52, S. 159. Zein oder Flachs verlangt einen wohlwelirten, sehr reim bearbeiteten und durchdüngten, jedoch) in der Regel nicht allzu fetten Boden. Behbandlungs- art bis zum Ausrqufen. Weiteres Berfahren. 1. DvD [4] Linum vsitatissimam, Abarten: kurzer Frühflachs, aiebt auf dem Hunnsrü&>en das feinste Gespinst; wird fräöh, im März zesaet 3 langer Spatflachs, iim Mai ges«et, hat ei- nen gröberen, hanfartigen Faden; Springflachs ,/' mit aufz springenden Samenbehältnissen, giebt einen ziemlim groben jedoch zum Hausgebrauche, tauglichen Faden.(Bemeri. der phys. vfon.: Gesellsch. 1774. 56).; . Berner ökon. Samml.. 1760 175 3 1761. 307 3 1762. 193 3 Tscer Flachsbaues, in Bemerk. der Pfalz. phys. dkon. Gesellsch. 1774. 50. Das: v. NETE 65. Fliesen v. Fla und seiner Stellvertreter, Berl Uv 1VLOL< 1.82 zwopratt."Ano weis. zum Flachöbaue, bis zir Weberei, und Beweiß der Möglichkeit auf allen Böden Yeinen Flachs zu erbauen; ge» prüft und mit einigen Anmerk. verschen von Riem.- na 1804. Riem Getreidebau S. 302."Breitenbach Flamany Bibl. 6. 343). Un- terricht über den Kohl- und Rübsaatbau im Oestreichischen, Wien 1780. 8. m. K Frensdorf vom Nepsbaue nach Brabantischer und Flandernscher Art s. Riems neue Samml. vfkon. Schrift. 8. S-» 23.(1795). Marshall Yorkshire 2. 97. Annalen der'Niedersächs. Landw. 4x 3366 Riem Getreideb. S. 204. Breitenbach Oeldkonomie. Erfurt 1800. Der Nübsen und der Reps als Sommer- und Winz terfrüchte. Leipz. 1808. 2, Hauptfeinde des|Nepsbanes: Erdflöhe(5. 95. 4), wo Kalk- düngung anwendbar ist, hat man hin und wieder gefunz- den, daß der Kalk sehr gegen sie wirke, s. Bemerk., der phys. dfon. Gesellsch. 1776. 146) 5 Pfeiffer(Raupen ei- nes NRüsselkäfers, Curculio), Niems phys. ökon. Quar- talschr. auf 1787. 4- 49 3 dessen Monatsschrift von 1786. 2170. 4. Oelgewinnung und Behandlung. Eigenschaften des Oeles und Vorschläge zu seiner Verbesserung. DOelkuchen, ein trefliches Fütterungsmittel. 5. Oelmählen s. Baier theatrum machinar, molan;: S. 81. Schwed. Abh. 78. 265 29. 3487(Chinesische Oelpresse). Ro zier observat, Sur la physique 8. 417. Cancrin praktische Methode Oehlmühlen nach ganz neuer Art zu bauen. Marburg 1799. 8. m. K., auch in dessen technol. Schrift. Reichold Beschreib. einer Oelhandpresfe. DOsng- brück 1788. 8, << S. 154 Der hömantn Bibl: 23. 137)s Häufig hat man die auch int hiesigen dkon. Garten erprobte Erfährung gemacht; daß aus im Herbste äusgefallenem Sämen erwachsener Mohn vollkommen gera? th ist: Ini Anfang Seprember 1825 ließ ich. einige Länd- wen mit weißemt und gratteni. Mohne bosäen, der 1807 vollfomnmien geräthen ist. Möglich) mag demnach diese Külz turart; wenigstens in nicht allzukalten Wintern vder bei nicht allzümtgänstiger Frühjahrswitterung; allerdings seynz ob aber; äußer der etwas früheren Reife, sich) no< mehrere Vortheile bei derselben erg: ben würden, massen künftige Ers fahrungeit entscheiden; Vor der Hand scheint mir dieses der Fall nicht zu seyn; auch darf es nicht übersehen wer? den, doß einer der Hauptvoriheile der Mohnkultur gerade in der Mdalichfeit lieget, sie als Sowmerbau betreiben und zwischen den Wechsel des gewöhnlichen getreidebauen- I5ZL den Feldbausystemes ohne weitere Aenderungen eintheilen zu können. 4. Beste Behandlung und Aufbewahrung des in der Kälte flüssig bleibenden Mohnöles(wmile d'oeillet). Verhältniß» mäßiger Werty der Oelkuchen zur Fütterung für Rindvieh und Schweine. 5. Da wo der Mohn so häufig wie in den Rheinischen Ge- genden gebauet wird, muß die Polizei auf einen höchst- schädlichen Mißbrauch aufmerkfam gemacht werden. Die Bauernfrauen pflegen nämlich manchmal den schreienden Kindern, um sie während ihrer Abwesenheit auf dem Feide zu stillen, einen Trank von Milch, in welcher Schalen von Mohnfkbövfen gekocht worden, zu geben, welches diesen aus- nehmend schädlich werden kany. Won einein sehr wäardigen Landgeistlichen in der Gegend von Gränstadt habe ich schrc>- liche Beispiele diesex Art erfahren, von Kindern, die durmann Bibl, 22. 156. 7. Andere Oelgewächse: Dotter, Leindotker, Myagrum Sati- vum(Camelina Sativa, Ft Kas. Medicus: Pflanzengat- tungen S. 67. Taf. 1. Fig. 11., in der Normandie Cam- meline) wird auc) in den Rheinpfälz. Gegenden hin und wieder gebauet, wie um Ellstadt, unweit Dürfheim; giebt ein gutes Speisedl, kommt im geringen Boden fort, und scheint im besseren ergiebig zu seyn. Annal, der Schles. Landw. 2tes Quart. 1804. 783 über den Anbau des Engliz schen(?) Oeldotters. 3. Der Anbau des weißen vder Englischen Senfes, Oelsen- fes, Sinapis alba, ist in neueren Zeiten mit Recht häufig empfohlen worden, und beinahe überail wohlgerathen, wo er versucht worden ist... ss Reichganz. v. 41797. Nr. 2703 und von 4r801, Nr. 169. Anweisung zu seiner Kultur von Cranz. Das Oel soll zum Brennen und Kochen für den gemciaen Mann beser als Rübödl seyn. Versuch den Engl, Seaf als Oeipfianze zu bauen, Dortmund 1798. 8- 6, Helianthus annuus, die große Sonnenblume, sangt als Oelgewachs gebauet den Boden gusnehmend gus. Dällin- her nber die Kultur und Benußung der Sonnenblumen und Weberkarden, Eichstädt(Ingolstadt). 1800, 83; Bel: lermanns Abh. öfon,„und technol. Jnnhaltes. Erfurt 1798. Laudwirtyschaftl. Zeitung 1804. Nr. 15. 10.. Chinesischer. Oelrettig ,,. Räphanus chinensis- oleiferys; müßie um wohl zu gerathen als Winterfrucht gebauet wer- den fönnen(da er als Sommersrucht. sehr spät zeitiget), welches im ndrolichen Deutschlande selten gut geräth3 dann würde ex auch mehr gegen Erdflöhe gesichert feyn, die ihn mehr. wie Nettigblätter lieben.. Schwed. Abh. 26. 335. R- Forstex Samml, v, bkon. und teung der in Deutsch- land noch unbefannten ächten, zahmen Watidpflanze z u. s, Ww» nebst Nachrinen. iz36 x. Reichart Land- und Gartenshoß 4. 77. Sestini Brie: fe 2. 993. Wagner wie man Wiener Safrau in Baiern ziehen fönne. München 1784. 8. Ulrich Petrak prakt: Unterricht den Niederöstreichishen Tafran zu bauen, Wien 1797. 8 2. In der Republik Wallis, besonders um Sierre, wird der Safran uicht selten zwischen Feisen gebauet, wenn sie nur etwas mit Grund«ausgefüllt, und warm gelegen sind; Ss I 59 Die Samen des Safflores(Carthamus tinc- torius) werden zeitig im Jahre in ein fertes wohl? elo>ertes Land nicht zu nahe zusammengelegt, die 67€„ Janzen gejätet auch etwas behäc>et, und die Blür then, nachdem sie etwas welf und dunkler gewor den sind, abgenommen, worauf man sie im Schät- ten trocknet. 4. Schwed. Abh. 17. 2080 Neichärt 4. 945 dfon. Nachr. 4. 844- Beckmann in novis commentarlis SOC. Yeg., SC- Göttingensis 4. 89-« Schrift. d. Leipz. üfon. Geseilsc- mann aezeigt hat, fönnte auch von der mit 23asser aus- ziehbaren gelben Farbe des Safflors Gebraitch gemacht werz den. Bonußung des Samens zu Oel, Hühnersutter u. s, Ww; (0 160. Tabak. Die besonders gezogenen Pflänzhart Ex- perimentaldfonomie 70. v. Justi dkonom. Schrift. 1. 334. Korge Unterr. zum Anbaue des Tabaks, Breslau 1775. 8, N. A. 1779. Kling der Tabakbau, für den Pfälz. Landmann. Mannheim 1778. 8.(Ba>haus) vollsiänd. Abhandl. vom Ta"akbaue. Darmstadt 1779. 8. Rieben Anleit. zum Tabakbaue. Dresden 1789. 8. Halle die Tabatsmanufakiur, over vollsrändige Oekonomie des Tabak- baues. Beriin 1788. m. K. steht auch im Schauplaße der Künste und Handwerke 16. B. Traite complet de 1a cul- ture, fabrication, et vente: du“tabac. Paris 1791. 8. Gotthard die Kultur, Fabrikation, und Benußung des Tabatfs. Weimar 1802..8-. Marquard über die Benu- Bung der Tabafsiengel zu Pottasche. Berlin 1799. 8. Chrijt Anweis. zum einträglichsten Tabatkbaue, Frankf 1799. 8. . In den Rheinpfälzii Dau Ran ) 159 Krüniß 25, 179; zu Packpapier, nam S<äffers Ver: suchen; zum Anbinden u. s. w. 3 Hopfensurrogate. G.. 1.627 Der Anbau des Süßholzes(Glycirrhiza glabra) hat sic) um Bamberg erhalten. Nach- dem die aus Wurzelstücken gezogenen Pflanzen ohn- gefahr 4 Jahre im besten möglichst aufgelockerten Boden, der inzwischen zu anderen Kulturen von passenden Garten- oder Wurzelgewächsen jährlich verwender wird, gestanden haben, werden ihre Wur- zeln mit möglichsier Sorgfalt ausgegraben. Aus den im gehörig aufgelocerten Boden bleibenden Wurzelfasern sprossen neue Pflanzen hervor, die bei jener Veranlassung gehörig geschont und behacket werden. 3, Justi ökon. Smann Vorbereitung zur Waarenkunde 1, 392. Schneidawind: Versuch einer statistischen Beschreibung des Hochstifts Bamberg. Bamberg 1797. 8. 2. Benußung dieser interessanten Wurzeln als Zusaß bei der Bierverfertigung sollte in Deutschland, nach Englands Bei- spiele, nic wen a lkk marie bun mmm 0 ZW ME. EE M 07.03 8 Vi'eheruht. SATDE Die Wichtigkeit der Viehzucht erhellet schon aus dem vorhergehenden(ß. 25. 36-- 47- 79.). Ael- ter als der Ackerbau, ist sie als einer der haupt- sächlimsten Grundpfeiler der ganzen Landwirth- schaft anzusehen, daher von ihr zum Theile alle gründlichen Verbesserungen derselben ausgehen müs- sen. Die Viehzucht liefert dem Landmanne einen schr grossen Theil seiner Nahrung und seines Ver- dienstes, dem Fabrikanten mannigfaltigen rohen Stoff zu vielen und den unenrbehrlichsten Verar/- beirungen, und macht, in Geldeswerth angeschla- gen, einen Haupttheil des Nationalvermögens der Staaten aus, auf dessen Erhaltung um so mehr Sorgfalt und Aufmerksamfeit verwendet werden muß, je leichter derselbe vernichtet werden kann. I1 162 Erster Abshnitt. Rindviehzucht. GS. 166. Hönert Beiträge zur Landwirthsch. 2 Hefte. Bremen 1771. 8. S. Abilgaard Unterric NS.„ 388.1 N e äußeren Baues; Mannigfaltigkeit der Varierä- ten, Racen, die auch in Ansehung der Nußbar- . IR 5. ZUE e Feit, der Seichtigfeit der Unterhaltung, des Maä- stens uy. s. w. sehr verschieden sind, Große mehr , D e oder minder vollkommne Racen trift man. überall an, wo die Viehzucht mit Fleiß und Sorgfalr betrieben wird. Kleine, unbedeurcende Racen sind mit eben so vielen Abstufungen überall zu finden, €? a“, 6 e- wo sie vernachlassiget und schlecht ausgeübet wird, 3, Zähne, ihre Wechselung und Beschaffenheit in den verschie: denen Altersepochen. Hieraus heraeleitere Kennzeichen des Alters; andere Kennzeichen von der Stimme, den Klauen2c, bei Kühen von den Hörnern, die nach 8 Jahren dicht am Kopfe dünner werden, yon den Ringen an den Hörnern 2c5 Geri&>e prakt, Anleit. rt. 174, Das zehnte bis zwölfte Jahr ist in der Regel die Grönze der bescen Benyßung des Rindviches, CG. 109. Merkwürdigkeiten und Abweichungen des ine neren Baues im Vergleiche mit dem von Pferden und Schweinen. Das Rindvieh gehöret, gleich den Schafen, Ziegen, dem Rothwildprette u, and,, zu den wiederfäuenden Thieren, Gewöhnliche Be- nennung der vier Magen: 1) Wanst, Panzen, Rumen, 2) Haube, reticulum, 3) Löser, Buch, Mannigfalt, Omasum, 4) Fertmagen, Rohm, DLX Wr EFT 2 7 BE 771,1 Nn SER M Li AEI VER SCHS 961225474 ze 164 Abomasum, aus welchem das in demselben haupt- e*„ 0. sächlich verdauete Farter in den Zwölffingerdarm, Duodenum, übergeht. 1. H. Vink über das Wiederkäuen des Rindviehes, und die jezt wütyende Viehseuche a. d. Holl. mit einigen Anmerk. Leipz- 1779. 8+ m. K> Qu vrein Anatomie comparte 3, 393- Blumenba< vergleichende Anatomie. Göttingen 1805- S. 139 S. 17% Die möglichst vollkommene Betreibung der so wichtigen Rindviehzucht hängt ab: 1) von der ge- hörigen Bahandlungsart des Rindviehes, 2) der Sorge für Erhaltung und Verbesserung der zweck- mäßigsien Racen, 3) der Nachzucht, und der Auf- erziehung der Kälber selbst, 4) der Kühebenukung, oder der Milch- Butter- und Käsewirthschaft, 5) der Ochsenzucht und Behandlung, 6) der Mast. . G.. 174. Die älteste und auch noch jezt die gewöhne lihste Behandlungsart, ist die Weidewirthschaft. Ausführliche Betrachtung und Beurtheilung der- selben. Ihr Nachtheil: der beweidete Boden wird nie im höchsten Ertrage benüßet. 1. Wenn privative Weidewirthschaft, mit eigenem Vieh aus- schließend auf eigenem Grund und Bodeu ausgeübt, man- he gute Seite darbietet, und in manchen Lokalitäten am vortheilhaftesten seyn kann, so ist dieß feineswegs bei der am häufigsten vorfommenden gemeinen oder gemeinsct dem weidenden Vieh das Gegentheil von dem zu seyn, was ex seyn sollte, Vieles. gegen die Weide- wirthschaft überhaupt gerichtete, trift zunächst nur diese nachthyeiligste Art derselben. Auf in jeder Hinsicht vernach- läsigten Gemeinenweiden schöpft das Vieh den Keim zu so. vielen Krankheiten, die als Seuchen, bei der Leichtig- keit der Auste>ang ,/ die fürchterlimsten Folgen nach sich ziehen. , Noch weit mehr schlimmes ist über jene mir erst in Baiern befannt gewordene Art der Weidewirtiyschaft zu sagen, wel: der Weide ange- hdre; sie wird auf Wegen und andern Pläßen neben den Feldern, in allen Waldungen, auf vielen Mösern u. s. w. ausgeübt». Ohne alle Aufsicht lassen die Eigenthumer das Vieh auf solchen Orten umherlaufen, und sehen sic) nicht eher nach demseiben um, bis sie es gebraugen. Aber auf das häufigste tritt alsdann der Fall ein, daß sie öfters viele Tage, ja Wochen, vergebens suchen müssen, um das in. be- trächtlichen Waldun en verirrte Vieh«aufzufinden. Mit al- len Gattungen uaserer Hausthiere wird diese wilde Weide ausgeübt. Sie erzeugt die vielfältig“hadenbringende Noth- wendigkeit aue dem Anbaue gewidmeten Gründe mit Zäu- nean zu umgeben; öfters werden indessen diese schwachen Be- schüßungsmittel beschädizet, uud der Freund der Kultur ge- nießet des erfreulic)en Anbli>kes, weidendes Vieh in der Mitte reifender Getreidefluren zu erblixen. Für den Na- tnrforscher ist dieses Verhältniß interessanter, wie für den Oekonomen. Ersterer hat Gelegenheit unsere gezähmren Hausthiere wieder in den Zustand einer gewissen Wildheit zurü&gekehrt zu beobachten; Stutten werden mit ihreu Fäl- len im Frühjahre in Waldungen gelassen, und man befüm:- mert sich bis zur Erndtezeit, oder gar bis zum Herbste nicht mehr um solche; eben so junge ein und zweijährige Nin? der u. s, w.;. man hat Beispiele, daß viele Stunden von ih- ren Höfen entfernte Pferde den Weg na< Hause von selbst finden.=- Mandye von den in unserer Laadwirchschaft ein: gefährten Verfabrungsarten sind von Schriftstei:ern mit dem Ausdruc>k barbarisch bezeichnet- worden 3; wenn es aber et- was giebt, das denselben in der That verdient, das un- seren Zeiten zur Schande gereicht, und der Aufkl.rung Hohn spricht, die das 19te Jahrhundert über so viele Gez genstände verbreiiet hat, so ist es dieje wilde hirteulose 166 Weide! e« Die Königl. Bäiertsche Regierung, so ausge- zeichnet durch ihren regen Eifer für die Berbesserung der Kultur, für die sie schon so vieles gethan hat, wendete auch hier die erforderlichen Mittel an, um diesem Unwesen ein Ende zu machen. Die hirtenlose Weide, sogar das Umzäunen der Felder ist längst untersagt; wenn es-mir aber erlaubt ist einen Scenden Willen der Regierung eine thätigere Voll: zieyung werde ertheilet werden können. 5. Etiglands Weidewirthschaft ist eben nicht das lobens- und nachahmungswürdigste ver Engl. Landwirthschaft, obgleich sie grossentheils Privätweidewirthschaft ist. Sie gründet sich zum Theile auf die besonderen dortigen Verhältnisse CSs 68: 2+ G+ 172 Die einzig"ganz zu billigende, und die voll? kommenste Art der Weidewirthschaft wird auf den Aipengebirgen des Erdbodens, jedoch mit vielen WBerschiedenheiten ausgeübt. Kurze Darstellung der Alpenwirthschaft, welche ebenfalls vieler Verbesse- rungen fähig ist. 1. Di> Preißschrift über den Zustand der Alyenökonomie; Berner dkon, Samtül« v. I+ 1771« 1« Daäs S,. 78 3 Dal- --. SiaEe nile. Eu 167 Iifer Bemerkt. über die Alpendkonomie..-W. Medi- tus über die Alpenwirthschaft. Leipz. 1795. 8. Stein- müller Beschreibung der Schweizerischen Alpen- und Land- wirthschaft. Winterthur 1 Th. 18023 2 Th. 1804. 8. . Für Länder in den Verhältnissen von Tyrol, Vorarlberg, der Schweiz u. s. w. hat die Alpenwirthicerbauende, und ihre mög- lichste Aufnahme ist eben so sehr der ausmerksamsten Sorg- falt der Regierungen würdig. Aus det Salzhurgischen sind mir die meisten in Ansehung derselben erlassenen Verfü- gungen befaunt. [8] C. 173. Untauglichkeit der Weidewirthschaft für die in Deutschland am haufigsten vorhandenen Ber- hältnisse. 1. Daß die in Deutschland übliche Weidewirthschaft größtentheils eine gemeinsct, Bern 17743 2. Aufl. Bern 1789. 8.( Lebensge- F-hichte von Rudolf Tscmann Bibl, 18. 137). Riem nene Samml. 1. 121; Hubert ob die Stallfütterung mit hdcoster Benußung der Güter einzuführen sey? mit An- merk. v. Niem und Reutter.(Widerlegung des unten angefährten Aufsaßes v. Wollstein). Thaer in Ber- gens Viehzucht/ und häufig in seinen übrigen Werken, be- sonders Engl. Landw. 1.(2. Aufl.) 753. Stallfütterung im Toskanischen s; Simonde S. 60. 2. Minderung der Seuchen durch eingeführte Stallfütterung wird am sichtbarsten durch Vergleiche im Großen. Was von Haller über das progressive Wiederkehren der Vieh- seuche in Holland auführet, jiehe Berner vkon. Samml. v. 1772« 2« 51. Daselbst hat man im Durchschnitte jedes Toe" DTI2BB2D252 Tua u 7 169 Decenufum eine zu befürhten. Jm Hohenlohishen hat man während. den seit Einführung der Sta!fütterung verflossenen hundert Jahren keine Seuche mehr gehabt, nau Mayers Kupferzell durch die Landw. im besten Wohlstande S, 84 u. and. Stellen. 0: 1,70: Sehr vieles kommt, wenn Stallfütterung ge- lingen soll, a. auf gehörige Anlage und Ginrich- rung der Ställe an, die zwe>mässig, zugleich aber auch angenehm eingerichtet seyn, d. h. angemessene Höhe haben, hell, luftig, durchaus reinlich seyn müssen.(Raufen sind„unndthig). Eine zweckmäs- sige Anlage der die Stelle der Fenster vertretten- den Deffnungen macht die Duniischornsteine ganz entbehrlich. Hinter dem Vieh können Kühgräben, und Güllenlöcher, oder ähnliche Einrichtungen an- gebracht seyn. Nothwendigkeit der Sommerthü- ren, und Sommerfensier, wie solmässigste Einrichtung der Ställe. In Srällen mit einem Futtergange- in der Mitte u. sw., kann die Fütterung in kürzerer Zeit, odex bei gleißer Zeit mit weniger Gesinde verrichtet werden. S. 177- b. auf Kenntniß und Beobachtung der angemes- sensten Fücterungsregeln und Behandlungsart. 1. Bergen Viehzucht v. Thaer S. 305 und 313. 2. Nothwendigkeit der größten Reinlichkeit; vielen Krankhei: ten des Viehes wird dadurch vorgebeuget. Tägliches Aus- misten, Streuen, Bürsten, Nciben mit einer stumpfen triegel 3 hat zugleich auf die Gesundheit den heilsamsten Einfluß 3 in Holland hält man es für unumgänglich nöthig, wean die Kühe viele Mil< geben sollen, f. JI. Marshall Reisen 1. 31,(Würdigung dieses Wertes s. Volkmann Reisen durch die vereinigte Niederl. 32)3 fieißiges Wa- schen oder Shwemmen. ß. 178. c. auf reichliche Darreichung des in Hinsicht der verschiedenen Zwecke, die manz bei der Rindvieh- zucht haben kann, angemessensten Fatters selbst, nicht nur im Sommer, sondern auch und vorzüglich im Winter, 3. Dem milchenden Rindvieh muß weiches und nahrhaftes Futter gereimet werden z: Sommers grünes Futter, Win- ters Knoliengewächse(6. 87= 93) nebst Heu, Stroh, als Gesötte oder Hä>erling u. f. w. Wichtigkeit der Treberfütz terung, vder der verschiedenen die Milcenes- fräftigeres Futter ge- wöhnt. Mastfutter s. unten,. 3. Häerlingsladen, f; Be&mann Landw, 5. 337. 3- w 6. 199.. Einwendungen, die gegen die Stallfütterung gemacht werden; sie treffen theils nur ihre schleh- te Ausübung, oder beziehen sich auf Lokalitäten, oder greifen ihre Wesenheit selbst an. 17€ x. Von der Lebengart wildey Thiere kann wohl nicht mit Grund aualogifch auf das gescsten und steilsten Gebirgen CF. 172) für der Natur des N:ndviehes entgegengesezt halten, wie das ruhige Stehen im Sialle, bet welcher Lebensart der physiscerbaues getrie- ben werden; das Mehr von Terrain, das die Weidewirth- schaft erheischen würde, verwenden wir nüßlicher für den A&erbau. Glücklicherweise hat die wohlthätige Natur auch hier die ndthige Einrichtung getroffen, und es möglich ge» macht, die Viehzucht mit zleicher Vollkommenheit auf ver- sviedene Weise, oder so zu betreiben, wie es Verschieden- heit der Verhältnisse und Zwe&>e nöthig macht. Gerade bei den fär das menschlihe Geschlecht wichtigsten Wirth- schaftszweigen findet diese wohlthätige Einfachheit am meiz sten stait(5. 95. 1). 2. Gegen die Stallfütterung haben unter andern geschrieben: Germershausen Hausmutter 4. B. Mathesius Lehrb. für angehende Landpred. S. 91. Cgiebt gleichwohl den Nußen der Stallfütterung des Rindviehes zu). G. R. Böhmer Diss. an pastus pecorum in stabulis potius quam Pratis instituendus. Vitembergae 1775. 4.* Besonders Wollstein Belehrung der Landleute über die Zeichen und Ursachen der Hornviehseuche, von der Hamburg. Gesel!sch. zur Beförderung der Künste und nüßzlihen Gewerbe zum 172 Bosten der Landleute(??) herausgegeben und vertheilt; auch im Neichsanz. 1799. Nr. 171. Schade, daß der als Thierarzt rühmlich bekannte Verf. fich so sehr gegen die Stallfütterung, die er sicher nicht gehörig kennt, erklärt, und auf diese Art, durch die Autorität seines Namens, der so vieljährig und vielfältig bewährten guten Sache nachtheilig seyn kann. Was er unter andern in Ansehung der Franzosenkrankheit sagt, die durch jie> haufiger erzeugt werden soll, ist gegen die allgemeine Erfahrung der Ge» genden, in denen man Stallfütterung seit Jahrhunder»- ten gut auszuüben versteht, da eine Nothwendigkeit sc in England, der wohl auch mit der Er- langung eines angemessen guten Arbeitsviehes in Verbin- dung zu bringen seyn mag), oder Milchergiebigkeit,( bei- des ist niensce(eyn mußte, » 175 2. Culley über die Auswahl und Veredlung der vorzüglich: sten Hausthiere 3; a. d. Engl. von Franz Daum, wm. K Berlin 1804. 8.(das Original von 1786, u. 2. Aufl. 1794.) Ueber das Haushaltungsvieh als Pferde, Hornvieh, Scha- fe, und Schweine, und über die Vervollkommnung dieser Viehärten nam dem Verfahren der mitrelländischen Graf: schaften in England. A. d. Engl. des Marshall(von Westfeld) Götting. 1793. 8,(aus Marshall the rural oeconomy of the midland Counties, London 1790). Max: shall Yorkshire 2, 279 3 dess. Norfolk 2. 292. Thaer Engl. Landw. 3. 617, 635. Begtrupp Bemerkt. über die Engl. Landw. 2. 137. Dicson prait. A&erb, 2. 335- Abbildungen der Engl. Nacen von Carrard, in Cul: ley's Werk, und in Thaers Engl, Landw. 3. B,. S. I184+ Bei der Nachzucht selbst ist noch vieles ins- besondere zu bemerken. Ueber das zur Nachzucht scyilichste Alter des Rindviehes; Behandlung der Kuh während der Trächtigkeit, besonders Trocken- stellung 6 Wochen vor dem Kalben, u. s. w. 1, Manches hieher gehörige findet sich in'(Rottmanners) Gedanken über die Verbesserung der Landeskultur in Baiern Cin Westenrieders Beitr, zur vaterländischen Historie 2c. und Landwirthschafr 1 bis 4 B.) Riems neue Samml. vfon. Schrift. 13. 76, Reutter Anweis. den Kühen bei schweren Geburten zu helfen. Riem und Reutter dion. veierin. Hefte; Rindviehzu<ßt S. 35. Getric>e prati. Anleit,"1. 178,0, f.; STSS5,, x Kälberzucht; ihre Auferziehung durch abge- sondertes Tränken(nachdem sie die Kuh einigema! ausgesaugt haben), oder dur; Saugen an den Kühen. Behandlung der zum Schlachten bestimm- ten Kälber. L. Se prakt. Anleit,| 1. 189. 2. In der Schweiz zieht mau die Kälber hin und wieder mit Geiseamil) aufz in den Niederlanden mit Buttermilch.| 6. x 80. Kuhwirthschaft und Milc, blutig werden, Geride praft, Auleit. 1, 153. S. 188. / Unzählbare Verschiedenheiten haben bei der K6- sebereitung statt. 3. Schles. 5fon. Nachr. 1. 260. Schwed. Abh. 4. 154. Hättz nyvr. Magaz. v. 1770. 6. 109, 8. Twamley's Auweis. Eugl. Käse zu machen. Franftf: 1787: 8 Krüniß Ency- klopy. 35. 415. Holländische Käsebereitung s. Riems En- cyklop. 3 B. October; Grabnuer Briefe über die vereinig- ten Niederlande S. 41. u. f. Edweizerfäsebeieitung, M e- dicus Zilpenwirihschaft 76, u, s. w. «2, Milchzucker aus den Molken. Branutwein aus Milch, s- OSeretskowsky de Spiritu ardente ex lacte bubulo, Argentor. 1778. 43 Essig aus Buttermilg s. Pallas nord. Beitr. Leipz. 1783. 4. 68. S. 189+ Butterbereitung aus süßem, oder saurem Rah- me; in den Niederlanden aus der ganzen unabge- rahmten süßen Milc<. Ausnehmender Einfluß der arößetien Reinlichkeit auf die Bortreflichkeit beider Miichproducte. 1. Schwed. Abh. 1745. S. 135 3 A- Berg Versuch wegen des Butterns. Hönerts Beiträge S. 89. Hausmutter 224. Krüniß Encyklop. 7. 433 Briefwechsel über 4. 224 die Melenb. Landw. 1. 221. Harlands neues Buttet- faß, Leipz. 1891. Peßlers Beschreib. und Abbild. eines neuerfundenen Butterfasses. Braunsce. Berlin 1305. 8. Busch System der gesammten Thierheilfunde, 2 Th. Marburg 1807. 8.=- Ueber Thierarzneischulen s. Viborg Samml. 1. 1693 Gotthard Vers. eines Lehrplanes für Thierarzneischulen. Erlanzen 1796. 8. Bojanus über den Zwe> nnd die Organisation der Thierarznueischulen, Franif, 18095. 8. S. 194, Hauptsächlichste Rindviehkrankheiten, vortüg- lich von den Rindviehseuchen(Lungenseuchen, Ma- genseuchen oder der Löserdürre 2c.) I. Krüniß Verzeichniß der vornehmsten Schriften von den Rindviehseuchen, Leipz, 1767. 83 Webers dkon. Literat. p| 185 5. 85==91: Va Haller vonder Viehseuhe. Betner vfon. Saniml. 1772. 2 St. 513 Bern 1773: Wollstein das Buch von Viehseuchen, nebst einer Abh. gegen das Umbrin- gen der Thiere in Seuchen: Neue Aufl. Wien 1804,- 8. Deho über die wirklich herrschende Rindviehseuche 3 a. D. tal; von Weikart, Fraukf. 1796- 8- A>ermann nuä-| Heve Aufschlässe über die Natur der Rindviehseucen i der Viehseuche. Greifswalde 1783.(Schumacher) die hehobene Gefahr bei dem Eintritte der Rindviehf; Berlin 1779. 83 vermehrte Aufl. unter dem Titel: die sichersten Mittel wider die Gefahr beim Eintritte der Rindviehseuche. Berlin 1793. 8. v: Oerßeu Bekanntmachung der im Me- klenburg: erprobt. Jnoculat. Hamburg 1779. 4+ Neue Ab- handl; der Zellischon Landw. Gesellsch. 1: 137+ 3. Sogenanute Milzseuche oder Milzbrand(der gelbe Schelm in Baiern); das Feuer oder die Bräune z die Mundfäule 3 Kolikz Husten; Kräze, Raude, Geschwulst der Euter z Klauenkrankheiten; Blutharnen 3 Franzosenkrankheit(ist uns Fchädli<; s: Graumann Abh. über die Franzosenkrankh: des Rindviehes: Rosio> und Leipz. 1784. 83 Riem eine besonders Art Wiesenverbesserung nebst Riebens unfehl-! batein Mittel die Franzosetikrankh. des Rindviehes zu hei: sen. Dresdei 1737. 83 Frenzel über die Franzvsenz- Fränfh, det Thiere: Leipz. 1799: 8); Häarballen) aega= gropilae; Eingeweidewürmerz schädliche Jusekten, als Oestrus bovis üU. ss; W:€ 4: Aufblähen des Viehes(Windsucht). Gebrauch des unge-| löschten Kalkes, Annal. der Niedersächs, Landw, 9: 174+ k Stich mit dem Trofarz Fr. Kas. Medicus in Bemerk;' der Pfälz. phys. ökon. Gesellsch. 1771. 269: Noth vom' Anlaufen des NRindviehes. Götting. 1773: 3- Riem An- 6 seit: das aufgeblähete Vieh zu reiten. Berlin 1775. Bon» r winghausen Beschreib. wie das aufgeloffene Vieh durch den Stich zu veilen. Tubing: 1776- N. Aufl. Nördling-.|| 1: 3789; 83 Krünuts Encyklop: 24 743+ Weiße Gebrauch| v I83 des Trokars Leipz. 1789. Walther über das Verhalten des Landmannes nach dem Kriege, nebst Pilgers Auyang über das Aufblähen und den Trofar. Gießen 1800. 8. Viborg. vom UYufblähen 2c. Heilungsart nebst Geschichte dieser Krankheit, in dessen Samml. 1. 89. Bergen Vieh- zucht 314. Gerice pratt. Auleit. 1. 148. - Mayer Fortseß. der Beiträge 3; neunte Fortseß. 253, über Viehassetkurunz. Faust Plan zu einer Viehassekuranz; Reichsaunz. 1800, Nr. 16, 17. 51« 16. Or S. 195- Versuche mit Angewöhnung der Büffel(Tau- rus buffelus) im Salzburgischen, und vorzüglich in Frankreich. 1. Im Salzburgischen hatte man wegen Wildheit dieser Thie- re den Versuch im Jahre 1794 bereits seit geraumer Zeit aufgegeben. 310.001 150% Ab“ schn. 1:€. Sel Abh. vom Scafvieh. Stargard 1743. 8- Ellis von der Englishen Schafzucht, in Schre- bers Samml. 11. B. Hirsch redli& Unterr. von Schafen und Schäfereien. Erfurt» 4765. zweite Aufl. 2 Theile. Leipz. 1757. 8.. Carlzer traite des betes a laine, ou methode d'elever et de gouverner les TroupeauX aux champs et a Ja bergerie. 2 Tom, Paris 1770. 4. Ylouquet von Veredlung der Wolle und Verbesserung 184 des Ehäfstandes.- Tübingen nebst Nachtrag. 1781. 8. Danvben- ton instruction pour les bergers, et les proprietaires de tvrou- Peaux.' Paris 1782. 8. Troisieme edit. par Huzard, avec d'au- tres vuüvrages Suf les moutons et les/laines:"Paris 8027 S- Daubenton Katechismus der Schafzucht, herausgegeben von Wichmann. Leipz. 17843 Neue Aufl. 1795. 8. Dauben- ton extrait de Vinstruction, Zeme edit, Paris an 3. Dessen Fleiner Schäferkatehiemus 3 a. d. Fr. v. Waldmänn. Leipz. 1796. 88 Strunsß sreimüthige Briefe über die Set- bau 2. 351 S. 197- Mannigfaltiger Nuten der Schafzucht. All- gemeine Uebersicht der Naturgeschichte der Scha- fe; natürliche Werschiedenheiten, die sich unter den vielfältigen Schasracen im äußeren Baue, den in- neren Eigenschaften, der Constiturion, der an Be- schaffenheit, Qualität und Quantität so verschie- denen Wolle u. dgl. finden. Jnsbesondere Wider- legung des gewöhnlichen Borurtheiles in Deutsch- land/ vermöge dessen man die Schafe für sehr " 185 - zärtlich und nicht für fähig hält, große Kälte aus? zuhalten. Gegentheilige natürliche Unfähigkeit, große Hiße zu' ertragen;(obgleich Verschiedenhei- ren der Race hier Unterschiede hervorbringen, da es zärtliere oder verzärtelte. Racen und Jndivi- duen giebt). Schon hieraus ergiebt sich das Un- geeignete einer eingesperrten Lebensart für Scha- fey deren natürlicher. Hang Freiheit ist, und die bei häufigen Wanderungen, besonders in hodchgele- genen troenen Gegenden, am vollkommensien ge- veiyen« 1. VPallas neueste Beschreib. des Sibirishea Schafes oder Steinbockes, auch des Kirgisisen Widders, nebst einer Unterxs. des Schasviehes bei den Asiatischen Völkern.. Ber- lin 1779. 8. Engl. Racen s. Culley, Matrshail, Thaers und Dicsons angeführie Werke. Fink Weant- wort. dex Sinclairschen Fragen, die.Schafracen in Deutschland betreff. Halle 1798. 8.( die Fragen sindet man au<4 in Be>mann Bibl, 17. 314). Gericke prakt. An- leit. 1. 280. Lasteyrie(Marquis de Solignac) traite Sur les betes a laine d'Espagne. Paris 1800, 8. übersezt von Hübbe. Hamburg 1850. 8. 2. Zähne, ihr Wechsel 1c5 Kennzeichen des Aiters, Geri- &e praft. Anleit. 1. 290. 3. Haarige Schafe der heißen Klimate; Autoritäten für die Verwandlung der Wolle in Haare in heißen. Klimaten hat Be&>&mann angefährt Bibl. 22. 222. Ihnen entgegen muß Lasteyrie's Angabe geseßet werden, der unter der Wolle der im- wilden Zustande lebenden Farroeschen und Jeländischen Schafe Stichelhaare, nebst zweierlet Arten von an Feinheit sehr verschiedenen Wollfäden gefunden hat. 4. Schäferschulen 3; die älteste ist wohl die, welche der um Schweden so verdiente Yhlströmm zu Höhentorp in Schwe- den errichtet hatte. Anszeichnung hatte sich.in späteren Zeiten die von Daubenton zu Montbar errichtete erwor- ben.= Neuere Französ. Schäsferschule zu Alfort, Nambouil- let 16.==- Sächsishe Schäsfershulen zu Stolpen, Hohen- stein u. and. Orten. Ob die ferschule des(18057) ver- storbenen Fink, zu Petersberg bei Haile, noch bestehe, ift mir nict befannt, S. 108. Aus den natürlichen Eigenschaften der Se praft,'Anleit. 1. 367, Abilgaard und Viborg Shafzüät, oder lange liegen bleibt. Soll diese Einrimtung, durch welche Ges meinden ein erhdhetes Einkommen zu erlangen suchen, nicht in andern Beziehungen schädlich werden, so muß sie mit folgenden geseßlichen Verfügungen verknüpft seyn: 1) daß mit Winterfrucht beste llte Felder,-die sich in jenen Fluren finden könnten, strenge geschont werden müssen, 2) da'ß durc< sie Niemand gehindert werden dürfe, eigene Schaf- M nach freiem„Willen in vorhin bemeriter Art zu be- treiben. S2 Der Genuß der mannigfalrigen aus der Schaf- zucht entspringe nden Nugungsarten für zum Acker- baue hauptsächlich geeignete Gegenden, die sich in denen in Deutschland größtentheils vorhandenen Verhältnissen Spr hängt feineswegs von Er- Ktn der Sch: fereien ab, fondern kann auch vh- ne diese, und zwar im höheren Grade, erhalten wer- den. Eigentliche Strakfütterung, wie bei dem Rindviehe, kann zwar mit Schafen nicht ausgeübe werden(6. 197). Horden- oder Pfercpfütterung g, abwechselnd zu Hau Ie oder auf eigenthümli ichen Fel: dern(aur Wiesen), auf üden, vder schlecht ange- baueten der Düngs 14 bedürfenden GrundstüFen, in der Nähe von Futteräccern betrieben, mehrer aber dagegen das Mittel, Schafzucht auch in zum unausgesezten Anbaue geeigneten Lenk feen und bei zersireueten Feldbesigungen so sehr mit jenem zu 195 vereinigen, wie dieses unter solchen Verhältnissen möglich ist,| 1. Nähere Auseinanderseßung des vielfältigen Details der Horden oder Pferce prakt. Anleit, 1, 311), Nüßlichfeit des Salzes,- (Bewegliche) Krippen mit Raufen, welche zur Hordenfütz terung am tauglichsten sind 3; insbesondere vorzügliche Einz- richtung der(nicht beweglichen) in der berühmten Wirth- schaft des Hrn. Grafen von Magni, zu E>ertsdorf in der j Grafschaft Glaß, eingeführten, mit senkfrccten Raufen, s. Vers. über die Schafzucht in Preußen S. 58. 1. f,= Auf solche Art, oder als Weidewirthschaft, je nachdem das Lokale zu dem einen oder dem andern sich mehr eignet, sollte die privative Shafzucht eines jeden bes trieben werden, der fie ausüben will.| | 2. Ohne behaupten zu wollen, daß diese Art die Schafzucen Lassen)- S< ubart von Kleefeld Abh, Huth, Trift, und Brache, 101 die größten Gebrechen der Landw,(1782), nebst. Nachtrag, und dem prakt. Erweise, daß alle Schäfereien ohn? Huth und Trift bestehen können(1783) u. s. w., s. dessen ökon. kameral. Schrift, besonders 4 u, 2 Th. Stumpf neueste Nachricht über den Erfolg der eingeführten( Shubart:- Holzhausenshen) EStallfütterung 2c. Prag 1785. 8. Fr. Kas. Medicus über Verbesf, der Schafzucht, in Vor- les. der phys. dkon Gesellsch. 1, 345, oder dessen öfonom. Abhandl, 2. 252. L. W. Medicus über die Nachtyeile der gewöhnlichen Schsfereien. Mannheim 18023 auch in dessen kl. Abh. 1. 87202. Von besonderer Wichtigkeit ist bei jeder Art die Schafzucht zu betreiben die angemessenste Win- terbehandlung der Schafe. Warnung vor den ge- wöhnlichen aus irrigen Begriffen entstandenen so höchst nachtheiligen niederen, dumpfigen, allzuwar- men Schafställen, die ein Haußtgebrechen der bis- herigen Deutschen Schafzuten, jedoch 192 eingefriedigten Vorplaßes, in welchem die Schafe sich bei gedffneten großen Thüren nach Belieben aufhalten können, und der auch dazu dienen kann, um die Hordenfütterung abwechselnd nah B-dürfniß oder Willführ, besonders in der heißesten Sommerzeit 21c, zu Hause auszuüben. Beschreibung und Abbildung eines großen zwe>mässig eingerichteten Schaf- stalles, in dem angeführten Versuche über die Schafzucht in Preußen S; 31. 2. Ueberwinterung im Freien! Daubenton extrait de l'in- Struction, p+ 26. Fr. Kai. Medicus über Verbesserung der Schafzucht, in Vorles. der Pfälz. phys. ödkon. Gesell- schaft 1. 355, oder in dessen okon, Abh. 2. 2643 Thaer Eugl. Landwirth. 3. 787 3 Cranz vionom. Reise 1. 137. v. Trembi>y über die Durchwinterung der Schafe in freier Luft 3; Annal. des ACerb, 1. 721./ GAZ O2: Bei der auf was immer für eine Art bekrie- | benen Schafzucht ist es von der größesten Noth- wendigkeit auf Erlangung der, in Hinsicht der ver- schiebenen Hauptzwecke, die man bei der Schaf- zucht haben kann, vollkommensten Racen, und ihre möglichste Veredlung bedamann Biblioth.'22. 216. 3. Hafster Goldgrube in Verbesserung der Schafzucht 1c. Finke Schriften über die Schafzucht. Berlin 1799. 8. Stumpf Versuch einex pragmatischen Geschichte der Schä: fereien in Spanien, und der Spanischen in Sachsen. Leipz. 1785: 8."Ueber die Fortpflanzung der Spanischen Schafe, herausgegeben vom Consecil d'agriculture, in Ordnung ab= gefaßt von Gilbert, übersezt v. Textor. Glogau 1798. 8.»Von- der Spanischen Schafzucht in Ansbach und Bai- reuth, auch im Würtenbergischen. Herausgeg. von Goeß. Nürnberg 1798. 8. vorzüglich S. 24 und, 80, Lasteyrie histoire"de V'introduction des Moutons a laine.sine dE Pagne dans les divers etats del Europe et du Cap. Paris 1802. 8. Übersezt mit Aumerkf. von Friedrich Herzog azU Hollstein- Be>. 2.Th. Leipz. 1804. 8; weitere usäße zu der Ueberseßung von dem Hrn. Ueberseßer, s. vfon. Sammler. Eilftes' Stü> 1826. Volz über Sypa- nische Schafzucht im Badischen, s, Badisches Magazin 1. B. Karlsruhe 1803. 8. 4. Neuere Nachrichten machen uns mit dem sehr merkwürdi«s gen. ganz vorzüglichen Gedeihen der Schafzucht überhaupt und“ der Spanischen. Schafzucht insbesondere guch auf den Küsten von Neuholland bekannt. Das Engl. Gouvernement hat zu verschiedenen Epochen. schöne Merino's„nach, Port2 Jackson bringen lassen, die sich dort bei weiterer Verbrei- tung vollkommen erhalten, und ausnehmend vermehrt ha= ben, Das Kreußen. der Mexrinowidder mit der gemeinen Race hat eine bewunderungswürdize Veredlung der Wolle hervorgebracht,- und bei der Gute der Weidey in. Neu? Südwales hat sich auch ihre- Quantität sehr beträchtlich ver= mehrt. Sogar das Kreußen der haarigen Schafe mit Eng- lisen und Spanischen Widdern hat dort bei gehörigem Verfahren den besten Fortgang gehabt; s. Bibl. Britian. Nr. 219 S. 72,7 und weitere Ausführung in Voyage da decouvertes aux terres australes execute par ordre de S, M; PEmp. et R, Sur les corvettes le Geographe, le Natu- raliste etc, pendant les'anntes 1800-- 1804; redigte par M, F. Peron, Paris a limprim, Imper, 1807. 4. m. V: K. Tom. L, P+ 40L1 7- 4047 Woselbst folgende Steile yorfömmt:„, durch 13 194 das Kreußen der haarigen Schafe mit Englischen und Spa: nischen ist in weniger als 10 Jahren die Verwandlung der Haare der Afrikanischen und Asiatischen Race in Wolle ge- lungen, welche zwar noch nicht sehr lang ist, allein sich durch einen hohen Grad von Feinheit und durch die“ Eigen» thümlichfeit auszeichnet, daß sie sich sehr sanst und seiden- artig anfühlet“== Gutes Gelingen der Spanischen Schar fe im Königreiche Italien. S. 204+ Mit ihnen in Verbindung muß das vollkom- menste Detail in Ansehung des bei der Nachzucht zu beobachtenden Verfahrens,(bestes Alter, Jah- reszeit u, dgl. zur Nachzucht, Beschaffenheit der Ströhre, Behandlung der trächtigen Mütter, der eämmer u. s- w.) gebracht werden, 1 | 1. In der Regel ist der Gewinn bei den zweimal im Jahte lammenden Schafen nur scheinbar,: | GS 205: 44)) Eine Nebennußung durch Milch oder Milch- producte ist in der Regel nicht wohl mit Vortheil mit der Schafzuc EMU T95 204 angedeuteten ab, und muß mit guter Behand» lungs- und Fütterungsart(FS. 202.) in BVerbig- dung gebracht werden, um diese Thiere für die Ver- edlung empfänglich zu machen, und um die veredelte Wolle auch in vermehrter Quantität zu erhalten. L. Finf über ungefünstelte und sichere Verfeinerung aller groben Wolle; in den neueren Abh, der Cellischen Landw. Gesellschaft 2. 1.(Celle 17838.), besonders gedr. das, 1790 u. 17943 auch in dessen Schrift. über Sthafzucht, Halle 1799. 8. Letters and papers on agricult,, of the Bath- So- ciety 5. 15253 8. 1,(Be>mann Bibl, 17. 4103 205, 199.) Sinclair and Anderson report of the Committee, to whom the Subject of Shetland wool was referred, Edinburgh 1790, 8.(Be>mann Bibl, 17. 305). Facts and observat, tending to Shew the practibility and advantage of produ cing clothing wool, equal to that of Spain, by Parry, Bath 1800, 4:(Götting. Anz. 1800. S. 11293 Allg. Lit. Zeit. L80L, Nr. 331.) Lasteprie's bereits augef. Werke, 6. 207. Dekail der Schafschurgeschäfte(welche mit vielfältigem Vortheile nur einmal im Jahre vorge- nommen werden), und weiteres Verfahren mit der Wolle bis zum Uebergange derselben aus der Hand des Produzenten in die des Fabrikanten. Gemei- niglich ist die Wolle vom Rücken und dem obern Theile der Seiten, dem Kreuße, und den Seiten des Halses die feinste. Die nächstfeine finder sich an den Lenden, der Seite drs Bauches, und oben am Halse; die dritte Sorte an den Schenkeln, Vor- derfüßen, am untern Halse, und am Vorderkiefer: die vierte am Kopfe, Schweife, den Beinen. I, Stumpf Gesch. der Span, Schäfer, S. 49. La steyrie Seschichte der Spanischen Schafe 2c; Abilgaard und Vie- borg Schafzucht 5. 37 nebst dem Kupfer, 5, 39 1cz Dau: benton exwaitete, S, 165, IZ* " 196 2. Folge der Arbeiten in Spanien: 1) Scheren,' von Leu»? ten, die es besonders erlernet haben; 2) Sortiren, von ebenfalls darauf gelernten Leuten 3; 3) Waschen, durch ei- gene Wächer in besonders erbaueten Waschhäusern, welche Lasteyrie beschrieben und abgebildet hat; 4) Troänen, bedarf noch mehrerer Vorsicht wie das Waschen selbst. 3. Verschiedenheiten des Wollertrages der Quantität nach 5 Berhältniß der ungewaschenen Wolle zur gewaschenen in der Regel wie 5? 2. 4. Oves tectae vder pellitae der alten Tarentiner, Mäga» xier u. s. Ww. 5. Schafe welche ihre Wolle zwei Jahre ohne Verlust tra- gen können, s. Lasteyrie's Geschichte der Einführung 1. S. 97 U+ 98. 3 6. Lammwolle: ob das Scheren der Lämmer rathsam sey? Gerice prakt. Anleit, 1. 383- WENNS Hammelwirthschaft. Ju den Deutschen Schä- fereiverhaltnissen liegt die besondere Ursache der hau- fig ausgeübten Verstümmlung männlicher Lammer zu Hämmeln, welches im Allgemeinen geschichet, um das Fleisch zu veredeln, das Schaf zur Mast geschickter zu machen, seinen Wachsthum zu beför- dern, und es mehr zu zähmen. 1. Geri(tke prakt, Anleit. 1. 303- 319 375.77 Verschnei- den der weiblichen Lämmer, nach Carlier und Dauben- ton Extrait de Vinstruction pag» 143» Y. 200. Mast der Schafe. Wird am häufigsten und vollkommensten in England betrieben,. wo Zofal- verhältnisje sie zur gewinnvollsten Benußungsart des Schafes erheben, welches viele und wohlge? lungene Bemühungen hervorgebracht hat, um mvg? 197 lichst mastfähige Racen. zu erlangen(S. 181. I- 203). Die Erfahrung hat den Gebrauch der Wur- zelgewächse und des: Kohles hiezu und besonders zur Wintermast in jeder Hinsicht am meisten( weit mehr wie die Körnermast) bewähret. Häufig mä- siet man auch. die Schafe auf den besten Fettwei- den(die ihnen feineswegs, nac< dem gemeinen Vor- urtheile, schädlich sind, sondern voilfommen wohl befommen, wenn nur kein stehendes Wasser auf ih- nen vorhanden ist); mit grünen Futterkräutern U- s. w. 1. Thaer Engl. Landw... 1. 6685 3..399 U. s..1W. 790 M2 Die vielen Krankheiten, denen das Schaf mehr als andere Hausthiere in Gegenden ausgesezt ist, welche die Schafzucht auf eine naturwidrige Art betreiben, haben außer dem angeführten(8. 202), ihren Grund in schlechter Weide, dürftiger und schlechter Fütterung, widriger Witterung(die dann am nachtheiligsten wirkt, wenn das Schaf, aus er- L,, e steren Ursachen, bereits in den Zustand der Krank? " a“... e.,€- e lichkeit übergegangen ist).“Der thierarztlichen Hul- fe lassen sie theils mehrere, theils mindere Hoff- G, nung Übrig. L. Zu den ersteren gehören? Schafpo>en; Aussaß, Raude, (giebt Gelegenheit zur Unterscheidung der Heerd2a in reines und Schmiervieh) 3; Blutharnen; Zungenktrebs; Klauenkrank- heit; Krankheiten der Euterz krankhafte Zufälle bei Gebur- ten; Trommelsucht 3; Durchlauf; Rü>enblutz; Läusesucht. Zu den lezteren: Drehsucht; Lungenearzündung; Fäule (Faulkrankheit oder das Faulfressen) zu welcher.Darment- zündung, und die verschiedenen wassersüchtigen Krankheiten, Brust- und Bauchwassersucht,“Egelkranfheit(Lebereutzün- 198 dunq, Wutmkrankheit der Leber) gehören; Blutfluß oder Schlagfluß; fallende Sucht. 2. Schafpo>en? Finke Beschreib. der Po>en und deren JIns- oculation. Halle 1798. Busc< Anleit. die Scen. Cödthen 1804. 8. Si> über die Schafpo>en und deren Einimpsung. Verl 1804. Tolberg Erfahrung über die Pocken der Schafe, nebst Anweis. sie auf die leichteste und sicherste Art zu impfen. Magdeburg 1805. 8.-- Nach vielen Versuchen foll die nicht gefährliche Vaccination der Schafe das beste Präservativ gegen die leicht tödtiihen Scen seyn: s. Westfetd's Verfuche hierüber im Hanndverischen Maga» zi. 3 Geri>e prakt. Anleit. 1. 3483 Abilgaard und Vi- borg Schafzucht S. 147. Thaer behauptet das Gegenz= theil s. Niedersaen, Fasciola hepatica; I. | C. Schäffer die Egelshne>en der Schafe, und die von | diesen: Würmern entstehenden Krankheiten. Regensburg „45 4. Hyqatis cerebratis, Scafgehiru'- Blasenwurm, .ueese. 0401) 5, Drehkrankheit? Leske vom Drehen der S<. Leipz. 1780. 4,5 N. A. 1799. 8. Riem auserles, Samml. ökon, Scrift. 1. (414] B. 45 3 2B. 2H. x3. und in den folgenden Theilen. Riem | und Reutter ausführlihe Praktik des Trokarirens der 1! Drehschafe.'"Dresden 17913 2te vermehrte Aufl. Dresden 1 1801. 8. Raffn über die Drehsucht, in der Dänisch. phys. | dkon. Bibl. 1. 254.(Koppenh. 1794. s- Be>mann Bibl. 18. 413). Finke Erfahr. über die Kopfwassersuce Anweis. wie man die schädliche Drehkrankheit in den meisten Fällen heilen könne. Berlin 1805. 8. m. 1- K+ 6. Fäule; Geri>e prakt. Anleit. 1. 334- Roßkastanien als Präservativ und spezifisches Mittel dagegen|s. Dauben- eä am gm FÄ wu fr nern T09 kon Schäferkatechiemus von Wichmanu S. 164, 1741. f,5 Lasteyrie Geschichte der Einführung 2. 19 u, 393 über die Schafzucht in Preußen S. 112. Dritter Abshnitt. Pferdezucht. HEIT. Marx Fugger von der Zucht der Kriegs- und Bürger- pferde; aus dem Altdeutichen nach der Originalausg. von 1578 übersezt mit Anmerk. und einem 2ten Theil verm. von Woll: stein. Wien 1786. 8. William Cavendish Duke of Newcastle general System of horsemanship. London 1743. fol. übersezt von Pernauer, mit Anmerk, v. Solleysel, m. K. Nürnberg 1764. Fol. Zehntners Unterricht von der Pferde- zucht, Berlin 1754. 17703 dess. Abh, von der Kunst Pferde zu kennen. Frankfurt u, Leipz. 1757 4+ Aufl. 1774. V- Sind Unterricht in der Pferdezucht. Frankf. 17695 dess. vollständiger Unterricht in dea Wiss. eines Stallmeisters 4. Th- m, K. Göt- ting. 1770. Fol. v. Neizenustein vollkommener Pferdekenner. Uffenheim 1764. 2 Th. 4. m. K, 3 Ansbach 1782. Brugno- nes von der Zucht der Pferde, Esel, und Maulthiexe 1c, a. d. Ital. von Fahner. Prag 1790. 8. Bourgelats An- weis. zur Kenutniß und Behandlung der Pferde, A. d. Franz. von Knobloch. Prag und Leipz. 2 Th. 1790. Abilgaard Unterricht von Pferden 2c. Koppenh. u. Leipz. 1771. 8» Pri: zelius vollständige Pferdewiss.. Leipz. 1774. m. KR.„Hart- mann Pferd- und Naulthierzu&te Roßtäuscherfünste 3; un. Aufl. mit Annterk.,und Zu- säßen von Rosenzweig mit 119 Figuren. Leipz. 1780. 8. Behamb Roßtäuscherreht, vermehrt von Salander, Augs- burg 1745. 4-4 Münter Roßtäuscherre und Vorliebe derselben ihre ganze Thötigkeit wid- "9 meien, oder die bloß für Pferdezucht und Behandlung an- gestellt und besoldet waren, oder,“ wie Kavalleristen, den nächsten Antheil an ihr nehmen mußten. Wir besißen da- her eine Menge vorzüglicher Schriften über Pferdezucht, und es genüget hier aus diesen Gründen mit einer mög- lichst abgefürzten Darstellung derselben.. 2. Kenntniß- des Alters, s. vorzüglich Wolkstein Bruch: stüxe'S, 185.: gol EG. 213: Angemessenste Fütterungs 7 und Behandlungs- arf des Pferdes, und insbesondere des landwirth- schaftlichen Arbeitspferdes. 1. Würdigung der Getreidearten und Hülsenfrüchte zur Fük- terung der Pferde. 2. Beschaffenheit und beste Einrichtung der Ställe. Marx Fugger y. Wollstein S. 12=- 203; Gerice prakt. Anleit. S. 391c. 3. Nothwendigkeit und Einfluß der Reinlichkeit, dur< tägli- < bei der Pferdezucht mehr, wie bei der Zucht anderer landwirthschaftlichen Thiere bekannt, daß Begat- tung in naher Verwandtschaft“keineswegs nachtheilig, son- dern vielmehr bei diesen Thiergeschlehtern nothwendig sey, um edte Näcen rein oder in'allen ihren Vollkommenheiten fortzupflänzen. Man wvergleihde, was schon Marx Fug- ger von. der Zucht 216. und Wollstein in diesem Werfe und seinen Bruchstüken über diese' Gegenstände sagen. VET Inwiefern diese Veredluxngsgrundsäße bei den gewöhnlichen. Gestütanjialten in Vollziehung ge- 202 bracht werden? Wilde, halbwilde, zahme Gestüte. Sogenannte Landgestüte können bei gehöriger Ein- richtung vieles zur Veredlung der Racen beitragen. 1. Winter von Adlerflügel Stuterei. Nürnberg 1703. Fol. Kraujens Gestütaarten. Nürnberg 1724. Essai sur les barras. Turin 1769. 8. übers. Leipz. 1798. 8- v- Oeb- schelwiß Abh. von der Stuterei 1766. Mem. sur les har» 7as. Utrecht 1770. 8-+ Bergius Polizei- und Kameral- magazin 8. 295. Prizelius Beschreib. des Sennerge- stätes. Lemgo 1770. 8. Sind Abh. von d. Pferdezucht, und Anlegung der Gestüte. Frankf. a. M. 1777. 8- Wolle stein Bruchstücke über wilde, halbwilde, Militär und Land- gestäre. Wien 1786. 8. Cals 2zter Th. von Marx Fug- gere.) Cggers über Landgestüte. Nosto> 1795, 8. Von den Hanndverischen Landgesrüten s. Annal. der Niedersscen; Spat; Beinläh- Nn aller Art, Hüft- Fessel- und Huflähmungen 3; Horu- üfteac. . Literatur der Pferdekrankheiten s. Webers öfkon. Liter. 2. 38= 49.= Lafosse Lehrbegriff d. Pferdearzneiz. a. d. Fr- von Knoblo<, mit Vorrede von Wollstein, 4B. Prag und Leipz. 1787 u. f. 8- Robertson Pferdearzneikunst. Stuttgard«17583 Breslau 1777. 3 Th.3 Wien 1789. v- Sind der geschwind. heilende Pferdearzt. Frankfurt und Leipz. 173863 n. Aufl. 1791. 8: Rohlwes von den aus- serlichen Krankheiten des Pferdes. Lüneburg 1785. Dews. von den innerlichen Krankheiten der Pferde, Lüneb. 1786.. 8. Plouquet Roßarzt, Tübingen 1786; z3te viel veränd. Aufl. Tübingen 1792- Gibson von den Krankheiten der Pferde und ihrer Heilung, 2 Th.-a. d. Engl. Götting.-1780- 8. Abilgaard Pferd- und Vieharzt in einem kleinen Auszuge. Koppenh. und Leipz. 1784. Neueste Aufl. 1801 8. Wollstein das Buch von den innerlichen Krankheiten dex Füllen, der Kriegs» und Bürgerpferde, Wien 1787« 205 Wollstein das Buch für Thierärzte im Kriege. Wien 1788. 8. Kersting nachgelasene Manuscripte über die Pferde- arzneiwiss., herausgeg. v. Sothen, Berlin 1789; 3te A. mit Anmerk. und Zusäßen v. Sothen. Brounschw. 1801. v. Tenne>er Handb. der prakt. Heilmittellehre für Pfer- deärzte. 2 B. Leipz. 1799. Busch und Daum Archiv für Roßärzte und Pferdeliebhaber. Marburg 1788. 1796. St. v. Tenne>er Journal der prakt. Roßarznei und Reitkunst. Leipz. 1799. 8. G52202. Nuügßlichkeit des Esels für den landwirthschaft- lichen. Gebrauc), Was die Bastarderzeugung bei- der Geschlechter anbelangt, so ist das Maulthier (mulus, mulet) weit nußbarer, wie der fleine seltnere Maulesel(hinnus, bardeau). 1. Brugnones von der Zucht der Pferde und Maulthiere 3 Hartmann Pferd- und Maulthierzucht u, and. 2. Von den fabelhaften Jumaxrn, oder den vorgeblichen Ba- starden. vom Pferd- und Ochsengeshlec Schweinezucht. Frankf. 1792. 8- Gotthard'.das Gan- e der Schweinezucht. Altona 1798. 8. Rvem und Neutter fon. veterin. Unterricht über Zucht u. f. w. der Schweine, Leipz. 1800. 4+ /m, K«“"Geri&e pratt, Anleit,. 1; 203= 274.- 9. 222. Verhältnißmäßiger Nuten, und Uebersicht der ökonomischen Naturgeschichte der Schweine, 6:5 0 Gesichtspunft aus welchem der vortheilhafe te Betrieb der Schweinezucht zu beurtheilen ist. Scpweine sollte man in jeder Landhaushaltung in der Regel nur so viele halten, als mit den man- Merlei Abfälßen der Wirchschaft größtentheils erhal- ten werden können. Vorzüglich vortheilhaft ist da- her ihre ausgedehntere Verbindung mit solchen Ge: werben, welche viele zur Fütterung und Mast taug- | liche Abfalle liefern. Eine im Allgemeinen stark, und so. sehr(in Ländern, die Gewerbe jener Art nicht häufig ausüben) ausgedehnte Zucht der Schwei- ne, daß diese selbst zu einem Gegenstande des Aus- fuhrhandels werden, überschreitet die nüßliche Haus- zucht dieser Thiere, und ist für das Ganze der Landwirthschaft in der Regel keineswegs vortheil- haft. I. Wo ganze Schweineheerden» sogar mager, auf das häufig» ste über die Landesgränzen getrieben werden, da muß das Bemerkfte nothwendig eintretten. QOhnedem fehlt! es be- kanntlich beinahe überall der ndthigen Viehzucht an Futter || eine in jenem Grade starke Schweinezucht sezt also Weiden 1? und zwar die fär diese Thiere vorzüglichste Weide, nämlich 19:14 Weide auf Brachfeldern voraus; die Brache aber der Shwei- ne wegen zu erhalren, dieß läßt' sich noh ungleid) weniger | rechtfertigen, als wenn es wegen Schafen oder Rindvieh ] geschiehet. 2. Branntweinbrenner, Bierbrauer, Stärkefabrifanten, Müle- ler, Bäcker, auch Gerber sind besonders in dem obenange- führten Falle. Besonderer Nußen des am besten etwas eingefohten Stärfewassexs zur Schweinemast; es.enthält 207 den zu>kerartigen und den, glutindsen. Bestandtheil des Ge- treides, nimmr erkältet eine gallertartige Consistenz an, und wird mit-Trebern u. s. w. vermise 1. 208, 1. f. V4 22.7 Verschneiden der jungen und alten Schweine von beiden Geschlechtern. 1. s. vorzüglich Geri>e 1. 225. 1, f VERANT Schweinemast. Waldmast, und Hausmast. Oekonomische Bemerkungen, die bei Ausübung.der ersteren beachtet werden müssen. Zu lezterer die- nen Getreide, besonders Wälschkorn(H. 113. 4)» Buchweizen(S- 114. 3) und Gerste, am besten geschroten, Hülsenfrüchte,'besonders Bohnen, und Erbsen, auc< Wurzelgewächse, und vor al- lem müssen diese Thiere bei solcher viele nasse Fit? | MEH terung erhalten."Grosser Nugen des Spießglan- zes bei der Schweinemast. TL. A. Young über das Mästen der Schweine, übersezt im Hanudver. Magaz. v. 1770. S. 402. s. Be>&mann Bibl. 3- 196. Neuenhghn Brauntweinbrennerei. Erfurt 1791. 8. S. 460, 494. Geri&e 1, 241. 6 229. | Krankheiten der Schweine: die Finnen; das wilde Feuer oder die Bräune; gesc und Geruc) benehmen, weng dem Futter fleißig Salz bei- gemen«t wird, welches Mittel in der Rheinpfalz bei jener Beraänlassung sehr bewährt gefunden worden st. S. 230. Veredlung der Ziegenhaare durch Kreußen mit Angorischen- Böcken(Capra Angorensis) ist 0“.« e<- G> schon versucht worden, und gewährr die besie HofF- nung des Gelingens. 1. Nach Fx. Kas. Medicus dkon. Abhandl. 1. 90. hatte schon die dritte Generation der in der Pfalz durch Angori- sche Böcke veredelten einheimischen Nace beinahe gar ieine gemeine, sondern beinahe durchaus feine Angorische Eei2 denhaare. Leider wurde der bis dahin wohlgelungene Vers such nicht weiter fortzeseset, und Dur) Vernachlässigung spärerhin alle guten Folgea deFelben veraichter, S. 237- Auch die mit langen, gefräuselten, glänzen- den, seibenarrig feinen Haaren bekleideten Ango» 4.47 212 rischen Ziegen selbst geben, nach in Schweden, verschiedenen Gegenden Deutschlandes u. s. w. an- gestellten Versuchen, alle Hoffnung sich in aller BVollfommenheit so gut auf Deutschen Boden ver- pflanzen zu lassen, wie die Spanischen Merino s. 1. Schwed. Abhandl. 5. 222« Fr. Kas- Medicus dkon. Ab- handl. 1. 89. Mem. de la 50c. d'agricult, de Paris 1787» trimestre de printems pag, 1,' Die neuesten Nachrichten findet man in der Bibliotheque Britanique, Tom, 9., Nb- theil. agriculture p- 107- Geneve 18043-man verdanfet sie einem Franz. Geschäftsträger in der Levante, „ Auch die Nachzucht der reinen Race ist in der Pfalz, bei völliger Vernachlässigung, eingegangen. Ungerecht ist aber das hin und wieder geführte Urtheil, daß die Angorischen Ziegen ausgeartet seyen, im Gegentheile, der Versuch ist vollfommen gelungen, so lange man sic) Mühe gab, und die gehdrige Behandlungsart befolgte. Nur durch Vernach- läsigung, besonders durc< nicht geleitete Nachzucht, Unz achtsamkeit in diesem wesentlichsten Punkte, den man am Ende sich selbst überließ, mußte es dahin kommen, daß die erzogene reine und veredelte Race verunedelt wurde, Dw 213 1508 19 WO 17 360 2. 20.150.308 119 36: IIA Zweige der Landwirthschaft, welche nicht in noth- wendiger Verbindung mit dem Hauptgewerbe siehen. [| Erste Abtheilung. Aus dem Pflanzenreiche, Geser AbsH nitt: Obstbaumzucht. S7238: Bochmer Bibl, P. 3. Vol. 1. 746. Webers öfon. Lit. 1. 329. Uebersicht der neuesten pomologischen' Literatur I. Heftz(Literatur von 1797). Fraukf. 1799. 8. ** »* Versuch einer Geschihte des Obstbaues in Frankreich. A. d. Fr. des Legrand d'Aufssy, Frankf. 1800. Sicler allgem. Geschichte der Obstkultur, von den Zeiten der Urwelt, bis auf die gegenwärtigen. 1. B.z nebst einer geuetischen Obst: karte. Fraukf. 1803. 8.(verglich. mit allgem, Lit. Zeit 1804. Rro. 275, 276, 277). %* * Reicharts Land und Gartenschaßs zter B. Der Dev?- s 1792 3. n. Wfl.)„1800. 8.- Schiller Bäum- zucht. Neustreliß 17953; n. Aufl. 1800. 8. Prakt. Anweis. zum vortheilhaften Anbau der Früchtbäume. Leipz. 1797. 8- Fuß der Baumgörtner. Prag 1797. 8. Heinke Beiträge zur Be- Handlung, Pflege und Ver mehrung der Fruchtbäume. Wien 1798; zweite verde. u. vet rmehrte Aufl. Leipz, 1801. Gott- hard volltändiger Unterricht in der Erziehung und Behand- lung der Obstbäume, Erft 1798. 83 zte verbes. und verm. Aufi. 2 Th. Erfurt 1802 1895. Stein Handb. der Obst- baumzücht, für SWUNCHLee Hannover 1801. 8."Christ thevret. prakt. yomolog. Handwotterbuch. Frankf. 1802. 4. m. K: Jdeler über die wirtbschoftliche DUNDEE Berlin 13802, 8 Vemy Haudbuch der Obsthaumzucht, A. d. Fr. Go- tha 1303-8. m: 3 K. Forsyth Anweisung zur Kultur der SECHSTE auf Besehl der Engl. Regierung befannt gemacht. YA. d,. Engl. übersezt von M einede. Berlin 1803. 8- m. K. -- Siä ler Deutscher Obsigärtner. Weimar seit 1794 bis 1804. 2297285. ß. 239- Nußen und verhältnißmäßiger Werth der Obst- baumzucht. 9. 240. Sie wird betrieben in eingefriedigten Grund- stücken,(Baumgarten, Obstgärten), an Wegen, auf Feldern, in Weinbergen. Leztere Arten wer- den durch die bedeutende Nebennugßunz an Obst getechtsertiget, und föhnen in einem gewissen Gra- ZU de auf eine dem eigentlichen Feld- und Weinbaue sehr wenig nachtheilige Art mit demselben in Ver- ' bindung gebracht werden. 7.„Yeber Einfriedigung und verschiedene Arten derselben (todte und lebendige Befriedigungen; unter den ersteren sind die Wellerwände von Lehm- nah Art des Pisebaues„ besonders zu bemerken). Zu Umzäunungen taugliche Strauch- arten. Häusvater 3. 65 3 Anweis. wie Hecken u. dgl. an- zulegen. Gledits< phys. botan. Abh. 2. 395. Anweis. zur Anlegung guter Hecen, auch ganzer und halber Mauern von Feldsteinen, auf Befehl der Hanndver, Kammer. Han- hover 1786. 8. Meni. Sur les haies destinees a 1a cloture des pres et des champs, couronne par 1'academie de Lyon, Par Amodureux. Paris 1787. 8. Gragsmann über An- leaung der Heten vad lebendigen Zäune. Berlin 1793. 8. Communications, to the board of agriculture vol. 2. ent- hält eine ausfährliche? Abhandl., über alle in England üb: lichen Arten Land zu befriedigen. GETZ AE „Die so vielfaltigen und so verschiedenen Va- vietgten, die bei unseren Obstarten angetroffen wer- den, sind überhaupt höchst wahrscheinlich durch Fortpflanzung aus Samen nach und nach erzeugt worden, und stammen die vorzüglichsten insbeson- dere aus den Gegenden her, wo derfelbe eine an- gemessene Vereinigung des edelsten Klima, des be- sten Bodens und der höchsten Kultur fand. Fort- pftanzung durch Samen ist noF immer das Mixr- ter nene Abarren von Früchten zu erzeugen, die nach Beschaffenheit des Klima, unter Beiwirfung des Bodens, und der Kultur, bald edler,-bald minder edel ausfallen müssen. Sollen die erlang- fen Möarten rein fortgepflanzt werden, so müssen die Wermehrungsarten durch Verlängerung( Ber- edlungsmethoden) nothwendig zu Hülfe genom- men werden. 216 L;; Wildenow und Home yer gefrönte-Preißschriften über die von der Erfurt."Akad. aufgegeb, pomologische Preißfra-. gen. Erfurt 180x. 8. Kurt Sprengel die pomologi2 schen Preißfragen der Erfurter Akad. vor mehr als 2000 Jahren beintwortet; Tübinger Gartenkalender von 1803 Qur< mit Anmerk. begleitete Ueberseßzung vou Theo- phrafts Geschichte der Pflanzen 3. B., 2. U. 3. Kapitel.) 2. Daß. auch im Deutschen Klima sehr edle Obstvarietäten erzeugt werden können, beweiset(nebst andern National- Obstarten) der fogeuannte Borsdöxfer Apfel(bei den Fran- zvsen Reinette batard), welchen Christ den König unter den Deutschen Nationaläpfeln nennt z; vermuthlich ist er durch Aussaat von Reinettekernen in Deutschland entsiauden. G.'242« Bei dem gewöhnlichen Betriebe der Obstbaum- zucht müssen demnach die aus Samen erzogenen oder freiwiilig aufgewachsenen Wildlinge in der- Regel zu- vörderst veredelt werden. 1. Samenschulen, Baumschulen, Verpflanzung in solche, und übrige Behandlung. Bei der unerläßigen Nothwendigkeit der höchsten Lo>erheit des Bodons für das gute Gedeihen der gepflanzten Bäumchen ist das am besten im Hexbste vorzugehmende Rigolen, Notten, Wenden des zu Baum- schulen bestimmten Bodens eine mehr eigeathümliche Be- haundlungöart von der größten Wichtigieit und Nüßlichleit. . Henne Anweis. wie man eine Baumschule anlegen soll. Halle: x771. 85 fünfte stark verm. Aufl. 1796. 0.027009 G v8 Anmweis, zur vortheilhaften Anteglng der Baumschu- len. Altenburg 1780, 8. v. Dieskau das regelmäbige Verfegen der Bäume in Wäldern und Gärten. Meinin- | gew;z. 2. Aufl. 1788. 3.. Meyen phyf. dron. Baumschule. 1) Nrn 178 zweite Aufl. Stettin 1797. 8. m. K. Phy f. vfon. Baumschule, oder vollständige Anweisung 2c. Fraukf. und & j' Leipz. 1792. 8- Gemeinshaftliche Baumschulen im Erfur- ter Gebiete, s. Cranz dfon. Reise 2. 114. 142. 6.243. Verschiedene Veredlungsarten> DOfuliren, Pfropfen und Kopuliren.(welches auch als eine Art des Pfropfens angesehen werden kann). 217 “ 1. Aeuglen, Okuliren mit deim Schilde in das schlafende, und in das wachende Auge,(ersteres ist„am vorzüglichsten). Okuliren mit etwas Holz sehr vortheilhaft; hiezu dient der Abschieber. Christ Obstbaumzucht Taf. 1. Fig. D. Okuliren dur< Nöhrlein, Teicheln, Röhrlen. 2. Pfropfen(Impfen, Pelzen, Zweigen) in den Spakt, in den Kerb, in den Sattel(ziemlich unsicher), zwischen die Rinde, Vorzüglichfeit des Pfropfens unter dem Boden vder in die Wurzel. Verschieden hievon ist das Wurzel» pfropfen, oder das Pfropfen gusgehobener Wurzelstüce, die nachher in die Baumschule gesezet werden. CHierinn bestehet des Agricola Universalvermehrung der Bäume. Re- gensburg 1716. 43 hergusgegeb. und vermehrt von Braus: sern. 2. Th. Regensburg 1784. Fol.) Absäugen, Ablace tiren(greffer par approche). 3. Das Kopuliren gelingt sehr leiht, und kann beinahe zu jeder Jahreszeit, die Epoche der großen Hiße und des Fro- stes ausgenommen, mit gleichem Erfolge vorgenommen wer- den. Herbst- und Winterkopulation soll sogar noc< Vorzü- ge besißen. Verschiedene Arten desselben, Kopuliren mit dem Rehfußschnitte 163 das sogeyannte Pfropfen mit der Zunge, vder das Englische Pfropfen, eben so das Anpla- den, oder das SERN Pfropfen kann hieher gerechnet werden. Ueber das Anpla>en s. Stein Obstbaumzucht 121,98. 4. Das Ueberpfropfen oder die Doppelveredlung(Aufseßen ei- nes edlen Reises oder Auges auf einen bereits veredelten oder an und für sich edlen Stamm) kann zwar keine neue Varietäten hervorbringen, scheint aber, bei durch Erfah- rung glücklich geleiteter Wahl, sich als Mittel zu bewäh- ren, um bereits vorhandene Varietäten noch mehr zu ver- edeln, oder zu verbessern, auch sie von manchen widrigen Eigenschaften zu befreien. Treffz Erfahr. und Beobacht. über die Veredlung der Baumfrüchte, und Wildenows Bemerk. über diesen Aufsaß im Archive der Agriculturchem, 0032 5. Umpfropfen. erwachsener Bäume s. Christ Obstbaumzucht S3T275 6. Vor allem sezt die Ausübung der verschiedenen Vered- lungsarten. jene Kenntnisse voraus, welche Obstbaumarten die Veredlung durc< andere mit der gehörigen Voilfom- menheit annehmen. Es haben in dieser Hinsicht befannt» lic) Verwandschaften( wie man sich ausdrücen kann) scart, die blos aus vielen Erfahryngen entnommen werden können. S. 244« Mittel edle Obstbäume ohne neue Veredlung zu erhalten gewährt die auf vielfältige Art ausge- übte Fortpflanz ung durch Ableger oder Senfer, und die schwierigere durch Stecreiser oder Schnitt- 8; von edlen Stämmen. . Die Fortpflanzung edler Obst/orten dur< Stereiser, wel- D07 überhaupt nicht leicht ist, hat bei den gewöhnlichen Steinobstarten die meisten Schwierigkeiten,-obaleich der Mispeibaum und die Kornelkirsche, weiche Christ(Obst- baumz. 3. Aufl. 135, 407) irrig zum Kernobste rechnet, hievon eite Nusnahme machen. Die erlangten Stämmchen werden zwar in der Regel nicht so hochstämmig, wie auf gewöhnliche Art erzogene, bleiben aber immer zu den mei-. jien Zwecken der Obsibaumzucht brauchbar genug. 2. Ablegen durch in Scherben oder Kästen eingebundene Zwei- ge. Nodh- ergievigere Ablegungsmethoden, wie Umlegen der Bs ume, Unaterbauung mit einem Gerüste, werden, bei der Leichtigkeit veredelte Obsibäume zu erhalten, nicht an- gewendet. 6. 245: Die Obstbäume werden theils hochstämmig/y theils als Zwergbäume, Franzbäume, gezogen;(Ge- länder-„oder Spalierbaume und Buschbgume). Theorie des Baumschnittes in beiden Fällen. 1. Liegelste iner wohlerzogener Zwergbaum, Leipz. 1747. 8. Scler. Weimar 1797. 8- Rocholl die Kunst Zwergobscbäume, und uater diesen vorzüglich Spalierbäume zu erziehen und zu behandlen.* A. d. Fr. Leipz. 1803. 8. Bbhandl. über die Erziehung, Pflege und den Schnitt der Obstbäume am Spalier nud als Pyramiden, A. d. Fr. Lez- teres nach der neuesten Anweis, ves Hrn. Calvel in Pa- ris. Mit Zusäßen u. Anmerk. von Sickler. Leipz« 1803. 8. m. K. Forsyth Obstbaumzucht 2c. 219 2. Cine besondere interessante Art von Zwergbanmzucht ist die Obstorangerie in Scherben z; Diel über Anlegung einer Obstorangerie in Scherben. Frankf. 1798. 8. 3 dritte Aufl. 2 5205804. m... K./ 3. Anstalken zur Erlangung frühzeitigen Obstes, Treibmauern, Treibhäu'er; vorzügliche Englische durch Wasserdämpfe er- 0 welche in durch den Grund geleiteten Röhren cir- culiren, CS. 2:10) Die Schwierigkeiten der Bestimmung der so vielfaltigen Varietäten der einzelnen Obstarten wer- dern immer mehr und mehr erleichtert. 1, Pomologia und Fructologia von Kn voy. 2. Th. Leuwar- den 1758 u. 1763. Fol, m. K.; übersezt von Huth, nebst einem zweiten Theil von Zink. Nürnberg 1760 u. 1766. Fol. m. K. Pomona, or the fruit garden. London 1759. fol. Du Hamel du Monceau traite des arbres fruitiers. Paris 1768, 4. überf. v. Oelhafen v. Shöllenbach, Närnberg. 1771. 4. m. K, J. Mayer Pomona Franconica, vder Abbildung und Beschreib. der im Würzburger Hofgar- ten gezogenen Obstfrüchte. Nürnberg 1766 bis 1801. 3. B. 4. in. K. Kraft Pomona Austriaca, oder Abbildung von 367 Obstgattungen. 18 Hefte, Wien 1791. 4. m. K. Si- ler Deutscyer Obstgärtner;(die Kupfer der Obstvarietäten können auch besonders gefauft werden)., 2. Varietätenverzeihnisse und systematische Veschreibungen derselben: Catalogue des plus excellens fruits, qui 5e trou- vent dans les pepinieres des Chartreux 43 Paris 1767. 8. übers, Wien 1774. v. Mündhausen Hausvater. 3. 243. Salzmann Pomologie, Potsdam 1774. N. Aufl. Berlin 1793. 8. Manger'Anleit. zur systematischen Po- mologie. Leipz. 1780. 2 Th. Fol. Rößler systematisches Verzeichniß aller u. 7. w. Obstarten. Prag 1798. 8. Diel Versuch einer systematischen Beschreib. der Deutschen Kern- obstsorten. Frankf. seit 1799. 8. Wrede pontologisches Handbuch, oder Auszug aus d. Deutschen Obstgärtner Gu- sammenstel/ung. der dort beschrieb. Obstvarietäten). Hanno- ver 13803: 8. 3. Nachformung der Obstvgarietäten in Wachs: Si>ler po- mologisches Kabvinet. seit 1796, 19 Liefer. Weimar. x E20 4. Christ Man zur Anlegung cines Obsrgartens durch regel mässiges Verpflanzen einer ausgesuchten Sammlung der be- sten Bäume, nebst einer Liste von mehr als 700 Sorten. Franff. 1800, gr. Fol. G124.7 Pyrus domestica, Birnbaum. Hauptab- theilung der Birnfamilie. Pfropfen der Birnrei- ser auf Quittenwildlinge, um Zwergbäume zu er- Halten. Aufzählung der kaum bestimmbaren Varietäten selbst erfor dert eigens Werke, und kanu aus solchen in diesen Ent- wurf, in weichem die Obstbaumzucht nur eine untergeord- nete Stelle einnimmt, nict aufgenommen werden. Herr Diel hat die Birnvarietäten nach dem Geschma>e der Früchte in secnen oder Dörren vorzügliche, s; Duroy Harbkesche Baum- zucht 2. 354- Mottbirnen, oder zur Weinbereitung vor- zugliche. 2. Die kleine Lazerollbirn, Pyrus pollvilleriana C. Bauh, pollveria L. wird richtiger als eigene Gattung angesehen CLazarolus pollveria Medic.), und ist aus dem vfonomischen Gesichtsöpunkfte nicht wichtig. Malus domestica, Apfelbaum. Eintheilung der ausnehmend vielen Abarten nach Diel: x. Kant- äpfel, 2. Rosenapfel, 3. Rambouräpfel, 4. Reinet- ten, 5. Streiflinge, 6. Spitßäpfel, 7. Plattäpfel. 1. Man nimmt zum Theile an, daß die vielen Aepfelvarie- täten aus Malus sylvestris, Holzapfel, und Malus paradi- SiaCa» Paradies- oder Johyannisapsel(Pyrvs praecox Pal- 1as), vielleicht auch noch aus einigen andern entsianden seven. Wichtigieit des Johannisapfels für die Zwergobst-, baumzächt von Aepfeln. em M SI I IR CES ATS WOS R ES-= ASE IE 2 421 S. 249- Ouitten. Cydonia maliforma, Apfelquitte; C. oblonga, Birnquitte; C. Lusitanica, Portu- giefische Duitte. : 212.50. Sorbus domestica, ber Speierlingbaum, ge- hört mit dem größten Rechte in das Verzeichniß der Kernobstarten Deutschlands, da er im füdli- von jauerlich süß, bis fast ganz süß, Süßw ichsel 3 b. mit dem fleinen Sauertixschenbigite, düunen meist hän- genden Zweigen, im Gejschmacte süßlich sauer, bis fast ganz sauer, Weichsel.(Prunus. austera Ehrh.)3 B. mit nicht far: bendem Safte, hellrother, fast durchsichtiger Haut, a. mit dem grossen Sauerkirschenblatte, aufrecht stehenden Zweigen, im- Geschmacke von sauer süßlich bis fast nauz süß, Gla- firschen; b. mit dem fleinen Sauertirscnblatte, und dün- nen meist häagenden Zweigen im Geschmace von süßsauerz lich bis zu sauer, Umprellen.(Prunus acida Ehrh,). 3. Cerasus fruticosa, Strauchfirsche(Prunus cerasus pumila C. Baubini, Pr. fruticosa Pall., Pr. chamaeceragus Ehrh.). Die Ostheimer Kirsche, Fränkische Wucherkinriche, ist die kultivirte Abart dieses 6 bis 8 Fuß hohen Strauc. Borkhauseun Forstbota- nif. 4421, Jhre Geschichte betreffend, findet mau einiges in den dfonomischen Heften 1807 Januar. 4. Cerasus Semperflorens, immerblühende Kirsche. Duroy Baumzucht 2. 270. Wetterauer Flora 2. 1388. 5. v. Truchseß Ordnung der Kirschenabarten, im Deutsch- scheu Obstigärtuer 10, 47. v VI25,27 Die so zahlreihen und äusserst verschiedenen Obstarten, die gewöhnlich zu dem Geschlechte des Pflaumenbaumes gerechnet werden, sind noh nicht in die gehörig ricmtige Ordnung gebracht. 1. Die Pomologen nehmen gewöhnlich folgende praktische Nb- theilung an? A. Zwetschen und zwetichenartige Pflaumen 3 B. Damaszenerpfigumen 3; C. Mirabellen, D. Spanische 223 herzförmige oder Diapree Pflaumen 3 E. endlich Italieni- sche runde oder rundliche Pfaumen, Perdrigons und Nenue- claudes.= Die Kirsc- * Mann Biblioth. 4. 666. 6. 255» Kornelkirsc mann Bibl. 20. 557. 2. Treflihe Benußungen dieser Früchte besonders zu einem guten Obstwein, Essig, und Branntwein|f. Christ Obst- baumzucht S. 828 u, 836; beste Bereitung desselben nach Härxlemann, Walthers Landwiss. S. 753. Stachel- beerwein(Goozeberry- wine) ist in England ziemlich ver- breitet. 3. Himbeere, Rubus idaeus(rothe und weiße); Riesenhimz beere aus Chili zeigt sic) sehr dauerhaft bei uns. 4. Berberis vulgaris, Squerdorn, verdient wegen dem nüßliz chen Gebranch seiner angenehmen Sgure iy Fruchthefen gezogen zu werden, S. 264. Hahnebuttensträucher erhält man durch Wur- zelläufer, Ableger, Saat, au<4 durch Veredlung. I,-R052 villo5a, Hahnenbuttenrose. 1:57 S 265.' Auch die Kultur/ der Feigenbäume(Ficus carica) fann in die Pomologie wenigsiens des südlichen Deutschlandes aufgenommen werden. Man bindet sie im Winter am sichersten ein, oder be» deckt sie eingelegt mit Erde. Die Stämmchen werden am leichtesten durch Ableger, auch Seec>- reiser, oder durch Veredlung auf Samenbäumchen erhalten. Feigenhäuser. Vielerlei Abarten, 1. De Ja Brousse traite de la culture du figuier. Pariy 774. 8- Hausvater 3. 002. CE 12:60: Von den Agrumen taugen die Pomeranzen (Citrus aurantium) mehr zur angemessenen Zucht in Deutschland, wie die zärtlicheren Citronen oder dimonen(Citrus Medica L.). Erstere verlangen zur Ueberwinterung ein nach Südost gekehrtes hel- les Haus, das nur bei der Eisfkälte ganz wenig erwarmt wird. 1. Vollkammer Nürnbergische Hesperides, vder Beschreib. der edlen Citronat- Citronen- und Pomeranzenfrüchte. 4 Th. Fol. Nürnberg 1708. Fortseß. 1714.- Hausvater 3. 531. Fr. K. Medicus vom Baue der süßen Pomeran- zenstaude(1776)z in dessen dfonom, Abhaudl. 2. 113, Mannheim 1804. C,1267- Obsterndte 3 Aufbewahrungsart. Verschiedene Benukungen u. s, w. 1. Boehmeri Bibliothi, 1. 2. 514- Be&mann Viblioth. » 20. 433+ Hartmann Hauswirthschaft S, 175... Staf- 2209 ford vom Cydermachen 0. d. E. Baireuth 1772, Christ Obstbaumzucht 337= 495. Voth mann Bereitung, Yuf- bewahrung und Anwendung) des Apfel- und Birnweines. Göttingen 1793. 8. Gottrhaxd Bereitung des Obstivei- nes, Branntweines und Esfiges. Erfurt: 1805: 8. Obstdarren: Chrift Obstbaumzuel Wetterbeobamäßige Be- schränkung des Längenwachsthums, und Aufmerksamkeit auf die Rinde, deren äußere abgestorbeue Lagen, wenn] sie sich bei fränklichen oder alten Bäumen zu sehr angehäuft 473 vai 0 3727 ; haben, abgelöset oder abgekraßet werden müssen. Einschnit-; te in die Rinde; Abschälen derselben, d. h. Abnehmen der 4 | äußersten abgestorbenen Nindeulagen. 7 |! !|: uE? Zweiter Abschnitt. Weinbau.! 41.1000 S,.+270-'= || (00,000 Bochmeri Bibl. P. 3. Vol, 2. 535. Weber ökonotn,| "W Fiterat. 1. 348:== v. Dehn viticultura Germaniae oecono- mica, herausgegeb. von v. No hr. Leipz. 1730. 8. Cerste Aufl.| 1626. Leipz.) Bidet traite zur la nature, et Sur la cülture| de la vigne; sur le vin etc; 2 edit, p, Duhamel du Mon- 8 eeau- Paris 1759. 2B. in groß 12. Ueberseß. der ältern Aus8g.| Leipz. 1754.(V- Vorster) der Rheingauer Weinbau. Frank- ve 1765. 8. Anleit, wie die Reben zu pflanzen. Bern. 1766. j 83 in französ. Spraces, nac< der Bauart von Kurpfalz. Franif. 1781. 8- Fischer Seinen Weinbau. Würzburg 17823 n. Aufl. 1791. 8. Christ'v ae a Be- handl. und Verbesserung des Weines. Frankf. 17933 1. Aufl. 1809. 8. m. K. JFoh. Dercsnyti von Derczen über SEokaps Weinvau, dessen Fexung: und Gährung. Wien 1796. 8. K. N. Hausen Weinbau und Weinhandek in der Mark Brandenburg, nebst den dkon. Grundsäßen zur Wiederherstellung des dortigen I3 227 WIRE v. Thtele. Berlin 1798. 3.(Be>mann Bibl. 55). Simonde Gemälde der Toskanischen Landwirthsc&mäßigen Bewässerung und einer angemessenen Beschüßung der Trauben gegen die Sonnenhiße in. den- heißesten Tageszeiten abhängen. Erste- xe ist in vieken Gegenden Jtaliens 2c. üblich; im Walliserlan- de, in einigen Lagen um Ston,. ungleich. häufiger aber im | Ital. Sirol, und bereits um Boßen, wo die Lokalität Wäse- | xung gestattet, habe ich sie eingeführt gefunden... Auch um Jsvahan, der vormaligen Hauptstadt Persi2us, zwischen 34 und 352 der Breite, werden nach Olivier die Weinberge gewässert 3. traite sur 1a culture de 1a vigne, 1. 219. Von Spanien erzählt Eolumelka, daß man damals die Wein- berge in den Hundstagen mit De>en von Palmzweigen be- schattet habe, um das. Verbrennen. der Trauben zu verhü- ten; Fr. Kas. Medicus. bkon. Abh. 1.464. Die süd- lichste Begränzung des Weindgudisrrictes auf unserer Hemi: spähre macheu, so viel mir bekannt ist, die Kangrischen IJaseln aus, auf denen ein treflicher Weinbau sich bis zum | 272 det N. Breite exstrest.. Seine nördliche Begränzung | ist auf derselben ohngefähr der 5oste Grad. Weinbau auf dem Vorgebirge der guten Hoffnung, zwischen. 33 und 34* | der südlichen Breite. 2. Staatswirthschaftlihe Würdigung: des Weinbaues in dew Deutschen Ländern. Der Weinbau wird, der Erfahrung ges mäß, da wo er getriebea. werden kann, öfters zusehr aus- gedehnt; da ex indessen den Produzenten selten, sondern vorzüglich die Weinhändler bereichert, so sollte er nur in den vorzüglichsten Lagen einer Weinbaugegend, am aller- wenigsten aber in Ebenen(in Deutschlauds klimatischen Ver- haltnissen) ausgeübt werden. Man sollte es dahin zu brin- [) e r gen suchen, daß die Bewohner von Weingegenden ihre ge- ringen Lagen, oder gar Ebenen, mehr zu einem zwe&>mapt= gen Aer- und Futterbaue verwendeten, der ihnen einen solideren Gewinn und eine bessere Existenz gowähren wür- de, wie der so oft mißratheunde und am Ende doh nur geripge Wein. 3. Geschihte des Deutschen Weinbaues, Anton Geschichte der Deutschen Landwirthsch 1, 106. 409. Wahrscheinlich führten die Römer ihn ein, oder machten die Deutschen damit bekannt. Um das Jahr 280 enistanden die ersten Weinberge um Speier, Worms und- Mainz, als Kaiser Probus den Gallen den Weinbau. wieder erlaubte, den Kai- fer Domitian um das Jahr 95 verboten hatte. Aus dem neunten Jahrhundert hat man Nachrichten von Weinbergen im Breisgau, Chur, Handsce m. K. Nürnberg 1784. Garidel histoire 41es plantes qui naissent aux enwirons d'Aix; Aix 1755, fol. Sprenger's angeführte Schriften. Helbling Beschreib. der in der Wiener Gegend gemeinen Weintraubenarten, in den Abhandl. einer Privatgesellsch. in Böhmen„ herausge- geb. von Born 3. 3503 4. 83. Giornale d'Italiäs 11. 259 Walcher Traubentabelle in Be>&mann Betträgen 11. 143. Frege Versuch einer Klassifikation der Weiutorten | nach ihren Beeren, Meisey. 1804. 8. 2. Die Stammart, von welcher man glaubt, daß alle Varie- täten entstanden seyen, wird Vitis vinifera genannt 3 als ei- ne besondere Hauptart wird von vielen V. laciniosa ,. die [ Petersilieutraube angenommen. Mit der Entstehung der so vielfältigen TrFubenvarietäten verhält es sich wohl eben so, wie mit jener der Obstvarietätenz. sie sind wahrscheinlich durch Anziehung aus Samen in vorzüglichen oder besonde- ren Verhältnissen des Klima und Bodeas entstanden, und durch die Verlängerungsmethode rein fortgepflanzt worden. Höcrstwahrscheinlich ist hier ein no< nicht genug benuztes Feld vorhanven, unt die Zahl der Traubenvarietäten noch weiter mit Nußen zu vermehren. Ortlieb auf Erfahrung gegründete Anweis. und Plane zur Verbesserung der Landw., vorzüglich des Rebenbaues. Strasburg 1789. 8- Die unz ter der Benennung Ortlieber befannte Rebenforte ist im | Elsaß beliebt und verbreitet. ||» (M 3. Hauptsatz im Rheingau; der kieine Riesling, und Orlean- NAUN sex, denen Kleinberger beigemengt find, v. Vorster S. 1093-im Pfälzischen Rheinweingebirge: leine Rieslin- | ge, Traminer, Rulander,(nicht selten wird in diesen Ge- ]“ genden ein vortrefiichher Traminerwein(blos von Trauben dieser Abart) bereitet, wie zu Edenkoben, Gimmeldingen u. s- Ww.) 3; Weißalben und Oesterreicher(Silvaner) werden in diesen Gegenden für unbedeutende, blos viele Brühe gebende Traubensorten gehalten. Hauptsaß in Franken? fleine Rieslinge, Elblinge€ Brauutrauben) Muscagteller, / 7%€ ALE SEDO, EB BIR Sma“GBR - 2353 [; | Sunker u. a. 3 Oesterreicher" liebt wan am Würzbarz und Werthheim, sie sollen in deu dortigen Lagen mit Nieslin- gen und andern. gemischt einen treflichen Wein geben. 4. Musterhafte Verordnung der Fürstlich und Gräflich Löwen» fteinishen: Regierungen vom 7, November 1804, nach wel: her, um dem Werthheimer Weinbaue seinen Ruf zu er- halten, geboten wird, welche Rebenvarietäten in dieser | Gegend, und in welhem Verhältnisse sie angebauet, welche | aber, als die Güte des Weines verunedlend, nicht ange: | bauet werden dürfen;(Rieslinge, Elblinge, Oesterreicher, Muscateller, Droilinger und Junker werden in dieser Ver: ordnung als gut anerkannt, und sollen angebauet werden, 1/3 des Saßes soll immer aus Rieslingen: bestehen; Roth2 fränkisch, Weißfränkisch„ Suß- und Sauerschwarz, Umläu- rer weiden verboten). Leztere darf man auf die in Fran» ken im November üblichen Fechsermärkte( wo, nach dorti- ger Sitte, die von Landleuten im Großen gezogenen bes wurzelten Ableger zum Verkaufe ausgeboten werden) gar nicht bringen. Besonders angestellte Fechserbeschauer müsz fen darüber wachen, die verbotenen Varietäten confisciren, und die auf die Uebertrettung gesezte Geldstrafe erheben. S. 274. Boden und dessen Vorbereitung zum Wein- baue durch Rotten(Rigolen) und Düngen. Nüg- lichfeit des Rasen-'oder Plaggendüngers, beson? ders im hißzigen Kalkbestandtheile enthaltenden Bo- den, der Ueberführung rait fettem Grunde, in vie- len Fällen mit anderer Erde, Mergelschiefer 1c. Ver- schiedenheit des Klima, des Bodens, und der Kulturart, erzeugt Verschiedenheit des Weines, auch bei derselben Traubenvariergät. I, Obgleich der Weinbau beinahe in jedem Boden getrieben werden kann(ich habe im Walliserlande und in andern Ge- genden“ Weinberge gesehen, deren Grund und Boden bei- nahe ganz aus Felsengeschieben oder aus Grand bestand), so erfordern doch die vorzüglichsten Rebenvarietäten, zu ih- rem besten Gedeihen, gewisse Bodenarten, welche der Reb- mann fennen muß, Traminer z. B. verlangen schweren aS<< 40„I- ZENO EREN", HEL * Boden, und bleiben im leihten Sandboden kleinbeerig; auc im lezterea gedeihen die treflichen Nieslinge gut, ver- fieht sich in guten Weinbergslagen, denn für rauhore Ge- 00 taugen diese spät und schwer reifenden Trauben nicht.) ß. 275- Da der Weinsto> sich nach der Verlänge- rungsmethode so leigt und auf alle Art fortpflan- zen läßt, so bedient man sich überall derselben, je- doch auf sehr verschiedene Weise, zur Anlage neuer Weinberge. Man legt sie reihenweise mit gehörig zugeschmttenen Stecreisern an, die man bei. dem jährlichen Schnitte der Reben auswählet, steckt diese theils unbewurzelt in den Boden(Blindlin- ge), oder läßt sie zuerst in Gärten, auch in ande- rem schicklichem Terrain auf Feldern Wurzeln zie hen(Reiflinge- Beides ist die hauptsächlichste Me- thode der Mittel- Rheinischen Gegenden). Oder man zieht auf verschiedene Art bewurzelte Ableger, (Fränkische Methode), die man Fechser, Knothölzer, Geißvärte, oder Grußlinge heißt u.s. w. 1. Auch in Ansehung der Individuen von den für eine Ge- gend tauglichsren Traubenvarietären selbst machen aufmerk: same Weinbauern(Winzer, im Elsaß NRebleute, in Franken Häcker) einen großen Unterschied bei der Wahl des zu neuer Anlage bestimmten Seßholzes.. Sie nehmen dasselbe, oder bestimmen sole Stö>e am liebsten dazu, welche üble Wit-. terung, oder andere Unfälle am besten ausgehalten, und troß derselben stets am meisten getragen, auch die besien Trauben. oder den besten Wein geliefert haben. Da über- haupt junge Reben,(Jungserureben) welche die erstenmale tragen, die meisten und die. vorzüglichsten Trauben hervor- bringen, so finden es auch jene bei weitem am besten, wenn sie das Seßholz von ganz jungen Stöcken der besten Individuen nehmen können. Dieß ist zugleich das Mittel den Zeitpunkt der Erträglichfeit junger Weinberge sehr zu 237 beschleunigen, und überhanpt eines der vorzüglichsten Ge» heimnisse des veredelten Weinbaues. 3. Die überall bekannte, schon durch Columella beschriebene, auch von Colerus richtig angeführte, und von Gauvpens so sehr empfohln? Methode des Versenfens der Stö>e ha9 be ich um deu Bieler, Neuenburger und Genfersee allge- mein eingeführt gefunden. In diesen Gegenden werden Weinberge nie neu angelegt, sondern ganz alte nicht mehr traghare Stde hauet man aus, und gräbt dagegen be- nachbarte noch etwas bessere in den Boden in der Art ein» daß man nur einige ihrer verzogenen Aeste an ven gehdri- gen Stellen aus dem Boden hervoxragen läßt, die nach und nach neue Stv>e bilden, während das alte“ eingegra2 bene Holz in Fäulniß übergeht. Diefes ganze Geschäft heißt man in jenen Gegenden das Gruben der Weinberge, provigner les vignes3 die aus derm Boden hervorragenden Rebäste, les provins, im Gegensaße von marcottes, be- wurzelte Ableger. Einige Traubenvarietäten grubt man um den Neuenburgersee nur alle 53 bis 60 Jahre, andere„ besonders die zum /rothen Weine dienenden, alle 10 bis 12 Jahre.* Das Gruben ist ferner bekaunt und zum Theil eins geführt im Veltlin( Be&mann Bibl. 12, 98), in Bün- den und andern Theilen der Schweiz, in der obern Marke grafschaft Baden nac) Sprenger, in Burgund auf Cote ro- tie nach Roziter, in verschiedenen Gegenden Sachsens, ivo schon die Weingebirgsordnung von 1588 dieses Geschäft Qort die Sganfe genannt) deutlich beschreibt 1c, Saussüre hat das Gruben ganz besonders empfohlen, in seiner Abh. Maniere de provigner Sans engrais(1775, ati) Lausanne 1786, beigefügt der Shrist:! Articles vignes, raisins, ven danges et vins, tires du dictionzire encycloptdique), und glaubt es der neuen Anlage mit Bliudholz vorziehen zu können. Nach ihm soll man die Löcher tiefer machen,-und den obersten Grupd, zur Ersparung des Düngers, um die eingegrabenen(gegrubten) Stüö>e legen. Der Hauptvor- theil, den alle Freunde dieser Methode als hauptsächlichen Grund für sole in Weinbergen ÖPder in mit Trauben zum Theile angelegten Gärten, hin uud wieder auch von dem einmaligen Versenten ganzer Weinberge, naces, da er gepfropft gleich im ersten Jahre Früchte bringt. Es geräth segr leiht, am besten in den Spalt unter dem Boden, wobei inan am unteren Ende.des Piropfreises etwas altes Holz stehen 1äßt. S: 270 Behandlung der Weinberge in den ersten Jahren. ST 277 Jährige Weinbergsarbeiten: Beschneiden, in manchen Gegenden Pfählschlagen, dann dreimali2 ges Behacken u. s“ w. Aeußerste hier vorkommende Verschiedenheiten, in Ansehung welcher die Theo- rie es noch zur Zeit selten wagen darf, gegen die Erfahrung(wenn sie richtige Lofalerfahrung ist) entscheiden zu wollen. H 3 j 239 I. Das Beschneiden der Reben kst von der allgemefnen Wein- bauart einer Gegend, ob man sie höher oder niedriger, au einfachen, oder an zusammengesezten Pfählen oder Latten (Kammern), oder ganz ohne solche, zieht, abhängig; die praktischen Grundsätze des Rebenschnittes müsen in allen Weinbaugegenden Resultate von aus Klima, Lage, Erd- reich und den für die Gegend vorzüglichstein Traubvenvarie- täten hergeleiteten Erfahrungen seyn. Nach dem Verhält: nisse der Verschiedenheiten dieser Wirkungen muß es überall verschieden betrieben werden, und darf man fic) nichr wun- dern, wenn aud dieselbe Rebenart im Schnitte in verschie- denen Gegenden abweichend behandelt wird, vbgleich ich auf der andern Seite weit entferat bin, jede der verschie- dentlich eingeführten Arten von Praxis rechtfertigen zu wol- len. Die allgemeine Theorie des Rebenschnittes muß in die Kategorie des Beschneidens der Obst- besoaders der Zwergobsibäume gehören, nur muß dasselbe bei dem Wein- aue, wegen dem sv ausnehmend starken„Verlängerungs- vermögen der Reben, um so häufiger und fiärfer ausgeubt werden, weil ohne dieses die Weinberge bald in unfrucht= bare Rebeagebüsche verwandelt seyn würden. 2. Taugliche Holzarten zu Pfählen, Latten 1. dal., Eichen» holz, in dessen Ermangelung Kiefernholz, und andere wei- dye Hölzer. Im südlichen Frantreich, dem Elfaße, und in den Nheinpfälzishen Gegenden feunt man den vorzüglichen Werth des zahmen Kastanicziholzes zu diesem Behufe. Ganz vorzüglich tauglic) würde das Akazienholz hiezu seyn. Anwendung des Jialievischen Scilfrohres CArundo donax L.) als Stüße der Reben im Toskauischen, s- Simoude Gemälde der Tosfanischen Landw. S. 85. NEL 788 Erndte oder Herbsiverrichtungen.( Aussuchen der besien Traubensorten, oder der zeitigsten Trau- ben, ein gutes Mittel, um den Wein zu verbessern. Sitre in Burgund, nicht auf einmal alle Trauben zu lesen. Wein der ersten Lese(Vin de primeur). Das beste Alter der Weinberge gehört mir zu denen Punkten, in Ansehung welcher die b563 EE Ie. (8 V 240- verschiedenartigste Behandlung angetroffen wird. Man läßt sie häufig 50 bis 100 Jahre alt wer? den, legt sie an manchen Orten nie ganz neu an» sondern unterhält sie blos durch das sogenannte Ausflien CF. 275+ 2)- Gewisse Traubensorten behalten länger als andere ihre kraftvolle Thätig- keit in Hinsicht ihres starken Ertrages und guten Productes. Ueberhaupt“träge nebst dem Klima und der Lage vorzüglich Verschiedenheit des Bo- dens zur Verlängerung odex Abkürzung ihrer proy ductiven Dauer bei. Im Aügemeinen scheint es jedoch aus schon angeführten Gründen(8. 275 1.) am vorzüglichsten in Bezug auf Quantität und auf Qualität des zu erlangenden Weines zu seyn, wenn man die Weinberge nicht zu alt werden läßt» sondern sie etwa alle 24 bis 39 Jahre neu anlegt» Durch eine Art Sclageintheilung, wenn man jährlih 5 oder 5 eines Weingutes(mit Einrech? nung der 4= 6 Jahr, in denen die ausgerotte- tea Weinberge am besten mit andern Gewächsen des Wechsels wegen, und um den Boden wieder gehörig in Bau zu bringen oder zu reinigen, an- gebauet werden) neu anlegte, würde der Zweck der nothwendigen Verjüngung ohne einen sehr merk- lichen Abgang im Ertrage(besonders bei Beobach- tung des 9. 273, 274 angedeuteten) und ohne einen sehr fühlbaren auf einmal zu besireitenden Kostenaufwand erlanget werden können. SY. 280. Abweichende Art, nach welcher der Weinbau in Jtalien und ähnlichen Ländern betrieben wird, 241 indem man die Reben zum Theile an hohen Stay» gen zieht, oder sie an Bäumen hinanfranken 166t, aue an Häu» fern und an Bäumen) zu finden sind. 1022/26 Ausnehmende Verschiedenheiten der Weinbe- reitung. Hauptsächlichste Folge der Geschäfte: Mosiern(am besien und reinlichsten mit hölzernen Feulenartigen Kolben, oder auf hiezu vorgeschla- genen Traubenmühlen, Christ vom Weinbau 1277 Taf, I. 41+ 2.)3 Keltern; Gäßhren u, s, w. I. Außer denen bereits angeführten SkHriften gehören'insbez sondere hieher: Hartmann Haugwirthschaft. Stüunttgard 1792. S. 124. Rozier Abhandl. von der besten Art, die Weine zu bereiten u. s. w., ga. d. Fr.+ Zerbst 4773. 8. B. Sprenger Anleit. zur Verbess. der Weine in Dout d= land. Stuttg. 1775. 8: Fabroni Kunst Weine zU ver- fertigen, a. d. Ital. mit Zusfäßen v. Hahnemann. Leipz« 1790. 8. Cadet de Vaux allgemein verständl. Anl-it. zur Verfertigung des Weines, 4a. d. Fr. Tübingen 1801. 8,5 andere Yeberseß. Franif, 1802. 8. T6 VAE„7 ZEISER, IE RIESIGE NENN NV 242 2. Absonderung der Kämme vor dem Keltern€ Abrayppen, Abresffen am Rheine, Reitern in Franken) ist zwar das Mitrel den Wein angenehmer, süßer, wohlscender zu machen, in der Negel aber soll es ihm an der durch Halk- barfeit bezeichneten volliommnen Güte Abbruch thun; aus- gepreßt kann ohnedem nicht viel aus den Kämmen werden. Bei der Verfertigungsart der rothen Weine ist indessen je ne Absonderung nothwendig und eingeführt. Das innere Häutchen der Weinbeere ist es bekauntlich, das bei den meisten der zur Bereitung des rothen Weines dienlichen rothen oder blauen Sorten den rothfärbenden Stoff ent- hält, der dur< die Gährung erst völlig aufgeschlossen wird. Der Most muß daher auf den Hülsen oder Trebern gäh- ren, und wird nach vollendeter Gaährung ost gefelter“. Gleich nac< dem Mostern erfolgt jene Absonderuag, am einfachsten, indem man den Most durch ein mit Holz ein- gefaßtes Drathgitter(Reff in einigen Gegenden) laufen läßt, und die liegenbleibenden Kämme mit den Händen fo lange abreibet, bis außer ihnen nichts mehr auf dem Resse liegen bleibt. In der Gegend von Gimmeldingen, Kall stadt, Bockenheim beobachtet man besondere Sorgfalt bet der Gährung dieses mit den Hülsen vermischten Mostes. Sie geht in Bottigen vor sic; diese werden mit Tüchern bede>et, alle Tage werden die in die Höhe gestiegenen Sülsen fleißig mit den Aermen hinuntergearbeitet. Die gährende Brühe befommt eine saturirt rothe Farbe, ist vditig undurchsichtig und nähert sich dem Zähen 3 dabei ist se äußersc fäxbend. Erst wenn nach dem Keltern der junge rothe Weia einige Zeit in Fässern gelegen, und die un- merfliche Gährunz größtentheils beendet ist, hat er seine angenehm durchsichtig rothe Farbe erlangt, und wird gauz hell. CEs giebt jedoch) auch einige Traubenvarietäten mit xothem Safte, wie jeue aus welcher um Cahors der Tin- ten- Avernat oder Pontiac, und bei Neapel der Lacrymä- Christiwein, bereitet wird 3 Landwirthsch. Zeit, 1808. 35.) 3. Einkochen des Mostes, um ihn zu verbessern, oder um seine Menge in Jahren eines großen Ueberflußes zu ver- ringernz seine mögliche Verwendung zu Syrop und Zucker in Fällen lezterer- Art, besonders in Spanien und andern Südländern, in welchen sich eine größere Menge von Zu- &erstoff in den Trauben ausbildet. Benubung der Tre- srern, zu einem schwachen Rachweine durch abermaliges Auspressen, nachdem sie vorher mit Wasser vermischt wor- den, zur Futterung, oder zu Branntwein. Traubenkernöl 3 1 Wärz. Malter giebt 24 Pfund Oelz; Binder zuverläß« Anweis. zur Bereitung des Traubenferndles, Stuttgard 243 1787. 8. Fis 268), schädliche Thiere u. dgl. LT, Das Einlegen der- Reben über Winter, und, ihre Bede- &>ung mit Grund scheint eine sehr zweideutige Sicherungs- magsregel zu seyn, In Franken ist es meist vingefähret« auc im Kanton Basel üblich, nicht aber an den Weinge- birgen des Mittelrheines. Fischer Fränf. Weinbau.>». A. S, 51. scheint ebenfalls der Meinung zu seyn, daß 25 in Franken besser seyn würde, die Weinberge nicht zu bede- &en, und bemerkt, daß im Ganzen gewiß der dritte Tyeil der Fränkischen. Weinberge wirklich unbedeä>t bliebe. Ia einer der besten Fränkischen Weingegenden, um Eschern= dorf, geschieht es nicht. Eigenrliche Winterfröste 15>ren befanntlich sehr selten die Reben im südlichen Deutsh.anz de; den eingegrabenen und im Frühiahre wider in die Höbe gezogenen, müssen die ohnedem schädlichsten spaten Frähjahresfröste am allergefährlichsten seyn. Solche Nebz stöte sind der Sicherung durch Näuchern am meisten be- dürftig, s. Obstbaumzucht 5. 268, 2. 2. Curculio bachus L,, Attelabnus bzchus Fabr, Von den Rebenstichern, eine Preißschrift. Mannh. 1764. 4. Von den Nebenstihern, drei Schriften, Manuh, 1771. 8, auch Bemert, d. Pfälz, phys. ökon. Gesellsch, 1770, 2 Th, 16* 244; Dritter Abschnitt. Gartenbau. 9. 283»"3 Boehmer Bibl, P. 3. VoL 1. 671, Weber dkon. Li terat. 1. 299, P2 Laurembergii Yorticultura, Fran- cof. ad Moen, 1654. 4. La Quintinye parfait Jardinier. Paris 16909. DAG 17505/ 2,1 DT 92.. 10: Hesse Deutsch. Gärtner Leipz. 1710, Fol. H- Hesse neue Gartenlust, mit einem vie! ten Theile verm. durch Th. Phytologum. Leipz. m. K+ 1700."4+ Mave und Abercrombie prakt. Anweis. zur Gartenkunst. A. d. Engl. Leipz. 1776. 8. Rene Dahuron vollst. Garicn- bau. A. d. Fr. Weimar 1738. 1769, 8. Chr. Reichart Land- und Gartenschaß. Erfurt 1753. 6 Th. 8. nebst Anhany« 5te Aufl. das. 1793+(No< immer eines der schäßbarsten Deutsch. Originalwerfe von unverjährbarem Werthe). Lueder Briese über die Bestellung eines Küchengartens. 3 Aufl. Hannover 17783 Foriseß. der Briefe 17763 Beschluß der Briefe 1783 3 Lueder Briefe u. sw. in einen umständlichen Auszug gebracht. 3 Th. Hannover 1798. L. P- Krause Gärtner, oder Hand- buch 206.- 3- Aufl. Langensalza 1754- 8- Leipz. 1787+"'C. L- Krauseus Unterricht von der Gärtnerei. Berlin 1773- Wal- ters Anleit. zur Gartenkunst. Stuttgard 1779. 8-3 1. Aufl. 1792- 89 Schabol vom Gartenbaue 3 a. d. Fr. 3 Th. m. K. Frankf. 1775: 8. Wilke Samml. der Gärtnerregeln, Hale 1783, und neue Samml. 26. Halle 1787. 8- Bloß(eigentlich Duaine) Gartenkunst; umgearbeitet v. Christ 4 Th. Leipz« 1797. Die wichtigsten Lehren des Gartenbaues. Leipz« 1797. 8+ Gotthard Gemüß- und Küchengartenbau, Erfurt 1797. 3+ I. C. F. Müller Anweis. zur zwe>mäss. Behandl. des Gemü- Fe- und Obstgartens, nebst einem Anhange von Blumen. 2 Th. Frankf. 3-+ Aufl. 1801, Fdeler wirthschaftliche Gärtnerei in Briefen. 2 Th. Berlin 1798. 8- Engel Gärtner, oder mo- natliche Anweis. u. s. w. neu hergusgegeb. v. Leonhardi. Leipz« 17982 885"SO; midt der ehrliche Baum- und Küchengärtner 2c. Leipz. 1802+ N. Aufl, 8+ Dietrich das Ganze des Garten? baues 26. 2+ B+ Leipz. 18092. 8. Dietrich der Wintergärt- ner, oder Anweis. die beliebtesten Modeblumen und vfonomi- schen Sewächse ohne Treibhäuser und Mistbeete zu überwintern, oder fur den offenen Garten vorzubereiten. Zweite verbess. u. verm. Aufl, 3 Theile, Weimar 18092» 8+ «* 245 The Tnglich gardeners dictionary, by Miller. gte Aus» gabe, London 1768. Fol. übersezt; Nürnberg 1769= 1776. 4. B. 4. Vollst. Anleit. zur Wartung aller Küchengartengewächse, a. d. Engl.'von Lueder./ LübeE 1760. 8. IJdeler der Gar- tenfreund, in alphabetischer Ordnung. Berlin seit 1795. 4. B. 8. Dietri< Wörterbuch der Gärtnerei und Botanik 1c. Weimar 5 Th. 8. Vollborth Handlexicon für Küchengarten- Freunde 206. Leipzig 1802. 8.= Neuenhahn Journal für Gartnerei. Erfurt 1795. u. folg. 8. Dietrich vfonom. botan. Gartenijourn, Eisenach 1795. u, folg. 8. Gartenzeitung von K- Sprengel. Halle 1803. 4- Sti>ler allgem. Gärtenjourn. D28eimar 1804. 4. ; 9.283 b; Nuten und verhältnißmäßiger Werth des Garfkenbaues. TI. Eine möglichst kurze tlebersicht desselden darf hier vorzüg- lic) aus dem Grunde nicht fehlen, weil Gegenden, in de- nen der Feldbau sich bereits einer erhöheten Vollfommen- heit zu erfreuen har, manche Zweige desselben mit diesem in Verbindung zu bringen wissen, wovon sehr viele Beispiele aus den Rheingegenden., den Niederlanden, der Lausiß u. s. w. befannt sind. So sagt Gugeumus in der Beschrei- bung des Feldbaues von Haudschuchsheim( Bemerk. der Pfalz, phys. ökon. Gesellsch. von 1776. 75.):„sobald Reps oder Wintergetreide von den Feldern ist, hat der Land- mann seine Blaukohlyflanzen schon auf einem Gartenbeete so weit erzogen, daß er jene nur umstürzen und mit Blau- Fohl beseßen darf. Diese Nacherndte ist gemeiniglich ein- träglicer wie die Vorerndte, da dieses Gewächs sich im strengsten Winter unter Schnee und Eis erhält, und za einer Zeit verkäuflich ist, wo alle frische Gemüse fehlen“. Die angebaueten Brachen dieses Landsiriches liefern die häufigsten und mannigfaltigsten Beispiele dieser Berbindung des Land- und Garteubaues. Hin und wieder wird in an- dern Landstrichen Anbau der Zwiebeln im Großen mit dem Teldbaue in sehr einträgliche Verbindung gebracerbaumäßig, d. h. mehr im Grof- sen, zum Verkaufe zieht, wie die von, Erfurt, Nürnverg, Bamberg 1, s. w. 6.: 284. Iu der Regel verlangt der Gartenbau Bear? beitung und Düngung des Bodens im höheren Grade. Widqytigkeit des von Zeit zu Zeit vorzu- nehmenden Rigolens, Rottens, Wendens des Gar- tenbodens(9. 242. 1).> 1, Mannigfaltige Gewächse, die zur Einfassung der Garten- beet? dienen können. 2. Mannigfaltige Werkzeuge zum. Bearbeiten des Gartenbo- dens, zum Wässern oder Begiessen 2c. G. 2854 Samen der Gartengewächse, ihre Behand- kung, Aufbewahrung, Anwendung nach der Ver- schiedenheit ihrer Dauer, des Bodens, der Jah- reszeit, Witterung u, s. w. Saatgeschäfte, Leich- tere Fortpflanzung vieler Gartengewächse nach. der: Berlängerungsmethode« S. 286, Zur früheren Erlangung; mancher: zum Ver- feen bestimmten zärtlichen Pflanzen, oder überhaupt zur Erziehung der zärtlichen Gewächse bedient man sich auf eine sehr interessante Weise der durc< be- deckte Mist- oder Treibebeete hervorgebrachten er- höheten Wärmetemperatur. Anlage ,. Behandlung der verschiedenen Arten derselben. 1. Reicharts Land- und. Gartenschaß 3. 44. Lüders Briefe 3. 177. Hausvater 3. 649. Dietrich Gartenbau 1L. 10.260, 6.2874 Die meisten Kohlarten können, nach Verschie- denheit der Saat- und Pflanzzeit, als Som- mer- oder. als Wintergewächse im guten, am be- sien erwas schweren, wohlgedüngten und wohlbe- arbeiteten Boden gezogen werden. 1. Brassica oleracea 3; die Hauptabarten, die hieher gerechnet werden, sind: der weiße Kopfiohl, Weißfraut, Kappus, Br. ol. capitata;(der rothe Kopffohl, Nothkraut, und der Windelstädter Kopfeohl, oder das Spizfrühfraut, sind weitere Abarten von diesem, wahrscheinlich) auch Brassica inaxima vcanadensis, ST. 86. 6, u. and.). Savoyer Kohl, Wersing, Br. 5abauda 3(der Sprossenkohl, oder Nosenkohl gehdrr hier). Grüner Wersing, Herzkohl, Br. sabellica, (der Winterblattkohl ze. ist aus diesem erzwungen, auch rechnen viele den Schnittkohl, Br. 5abellica non capitata, der'von verschiedenen Farben vorkömmt, und von Lüder für eine Abart des Unterkohlrabi gehalten wurde, zu dem grünen Wersing). Braunfohl, Blaukohl, Köhlkraut, Br. Selenisi2, Mit vielen grünen und bläulichen Abarten, als Plümage- Kohl, Bardowiker oder niedriger Braunkohl,(Br. fimbriata pumila Baub, etc). Br. gongylodes, Obertohlrabi, von verschiedenen Farben. Br. napobrassica, Unterkohlrabi CS. 92). Br. botrytis, der Blumenkohl, Karviol, chou- fleur, ist uicht wie die andern eine zweijährige, sondern eine jährige Pflanze/ daher die Art der Samenerziehung abweichend, und in Deutschland überhaupt; nicht ohne Schwierigkeiten ist z(Reichart Land- und Gartenschaß 3. 110 lehrt die Art der Samenerziehung, doch üben geschi>- te Kunstgärtner nunmehr eine andere aus, die vollfomm- ner seyn soll; bei dieser wird das Leben der im Herbste erzogenen Pflänzehen über Winter künstlich gefristet 3; in halbwarme bede«te Mistbeete gegen das Frühjahr hin aus- einander gepflanzet erhält man die frühzeitigsten Käse, von denen man eine gewisse Anzahl in größerer Entfernung un- bedect ftiehen, und in Biüthe kommen läßt, um sehr zei: tig den möglichst voilfommenen Samen zu erhalten). Broc- colt, oder Spargelfohl, Br. asparagoides crispa Bauh,, ebensalls eix2 jährige Pflanze, die für eine Abart vom Blumenkohl govalten wird, und auf verschiedene Art vor- Fommt; vorzüglt& unterscheidet man den gemeinen(mit mehreren Unterabarten, die im Frühjahre angesäet werden müssen), und den blumenkohlartigenw, oder. in der Gärtner- forache blumentragenden, welcher zugleich Rosen oder Käse Blumen), gleich dem Blumenkohle, bildet, daher die Be- nußung dieser und der Stengel gestattet; man hat weiße, braune und andere Unterabarten dieser no< wenig gefann- ten tröflihen zum Theil sehr hohen Broccoli- Abarten, wel- en des Blaufohles hervorkommen, mit der Benennung Broccoli). 2.. Spielmann olerum Argentoratensium fasciculus primus et alte, Argentorati 1769 und 1770- GSt. Schwizer Methode die Jtal. Broccoli, Spanische Cardoon u. d. gl. zu ziehen. A. d. Engl. Leipz, 1755. 8- Jacob dkon. Handb. zur Beförderung des frühen Anziehens der Gemüse und Obstarten in Miscbeeten und Treibehäusern. Frankf. 07 MTL AZO SLI. eM 3. Ju manchen Alvengegenden der Schweiz habe ich bemerkt, daß die gewöhnlichen Kohlarten in dem schweren Boden dieser hohen falten'Rezionen, in denen kein Getreid ge- bauet wird, und kein Wintergetreid gebauet werden kann, in denen wenig oder kein Obst, mehr wächst, ihre höchste Vol!fommenheit erreichen. So verhält es sich auch auf den- Höhen des Juragebirges, die blos Sommergetreide erzielen können. Die berühmte Gegend von la Chaux de Foud und Locle. ist unter“ andern auch wegen des treslich- sten Gemüses merkwürdig, das sie“ hervorbringt z nirgends sahe ich dasselbe in solcher Größe, Schönheit und Vollfom- menheit wie auf diesen erhabenen Hochgebirgsebenen, die blos zur Viehzucht völlig geeignet scheinen. Einen ent- fchtevenen Vorzug haben diese Gemüse auch in Ansehung des Geschma>es, daher sie häufig auf die Tafeln von Neuf- e erwas Hanfsamen- 249 den mpn zugleich zur Samengewinnung benüßet, auf Kohl- oder Krautä>Fer ein, weil der Geru<) der Hanfspflanze den Ranpen zuwider ist. Wälschkorn scheint die nämliche Eigenschaft zu bessßen; wenigstens bemerkte ich vor meh- reren Jahren, als in der Heidelberger und den benachbar- ten Gemarkungen unzählige Raupen alle Krautfelder abge- fressen und zu Grunde gerichtet hatten, daß nur jene der- selben ganz verschont geblieben waren, welche in abwech- seladen Reihen auch mit Wälschkorn nach dort eingeführter Kulturart, bepflanzet waren, obgleich leztere' öfters dicht neben abgefressenen lagen. Ein anderes Mittel s. Annal. der Niedersäer als die der beiden andern ./ sind,- ud. in fetten Boden vor Winter gesäet. öfters aus- nehmend groß werden, Cist der vorzüglichste). 2. Rumex patientia, Englischer Spinat. Atriplex hortensis„ Melde, von der man die weiße, rothe und bunte unter- scheidet. 3. Hier kann des Anbaues des auch als Gemüse öfters be- nüzten langblätterigen oder Spanischen Sauerampfers, Ru- mex acetosa, und des runden oder Französischen Sauer- ampfers, R. 5cutatus, aus Samen oder durc Vertheilung der Wurzeln, erwähnt werden. Eben so des aus Samen fortzupflanzenden Kerbel, Scandix. cerefolium, Spanischer Kerbel, Sc. odorata, 6. 2.89. Von dem Mangold, Römischer Kohl, Beiß- fohl, Bete, werden vorzüglich die Blattstiele, auch Blatter zu Gemüse verwendet. 2530 I. Beta ecicla(5. 89.); man unterscheidet grüne, weiße, und Römische Bete, oder Schweizer Mangold,(Beta maxima Jatissimo caule), Wird in der Schweiz sehr häufig gebauet. Neichart 3. 131. S. 290. Anbau das Salates, Lactuca sativa; viele Abarten desselben; Kopf- Steckh- oder Schnitt- und Bindsalate- Man bauer sie als Früh- Som- mer- und Wintersalace. GÜ20B: Rapünzelsalat, Feld- oder Nüßcenden ,» e kö Wurzelknollen aus im Julius gesgetem Samen ge- zogen. 1, Die wohlshme&>euden einer ausgedehnten Benußung fä: higen Knollen der Jndischen Batatenwinde, Convolvulus Batatas L,, Ipomoea Batatas Lamark, Patate douce, mit zu&>ersüßen, mehligen, weißen, rothen und gelben Knollen, können bei uns nur in bede&ten von Zeit zu Zeit von Neuem erwärmten Mistbeeten gezogen werden, Neuer- dings werden sie auf diese Art in bedeutender Menge in St. Cloud gebauet, vz 308. Von der Erdmandel, Cyperus esculentus, werden die kleinen Wurzelknollen im May in ge- höriger Entfernung in ein warmgelegenes wohlbe- reitetes Land gelegt, "AM.D- 129v00 LIN 256 I. Auch Manetti führt bereits die Erdmandel an,| Ves mann Bibl. 1, 300. Dex verstorbene Hofgärtner Sh w eis fert in Karlsruhe, der in Spanien, bei Gelegenheit der nach dem Badischen gebrachten Spanischen Schafe, ihren Anbau und die dortige Benußungegrien kennen lernte, hat sie zuerst für Deutschland emyfohlen, s. dessen Aufsaß über die Erdmandel in Bex ers Taschenbuch für Gartenfreunz de von 1798, und im Tübinger Gartenkalender von 1799. 'Christ Kaffee aus Erdmandeln. Frankf. 18009. Zweite Aufl. 1801. Böcking über die Erdmandel. Giesen 1801. Müller Anbau der Erdmandel, uebst Anhang von der Erdnuß, Lathyrus tuberosus.« Frautf. 1802, 3. S. 329» Die verschiedenen Zwiebelarten werden zum Theile in mehreren Gegenden im Großen angebauet. Frühzeitige Saat im lo>eren, reinen, kräftigen Garienboden; Verpfläanzung kleiner Steckzwiebeln, und weitere Behondlung. 1. Allium cepa, Sommerzwiebel, Zipolle; man hat weiße und rothe, so wie von beiden viele weitere Nbarten. Die edelsten von ihnen, die großen Aegyptischen, Portugiesi- schen und Spanischen verlangen, wegen der größeren Zäctz lichfeit, eine eigene Wartung. A. üistulosum, Winter= zwiebeln, lange Zwiebe!n, von denen man ebenfalls weiße und rothe hat, welche der Kälte noc< besser wie die erste- ren widerstehen.( Die um Wien gebauete Bergzwiebel- Al. multibulbosum Jazcq., wird von einigen mit Al. nigrum TL. für identisch gehalten). Al. porrum, Porre, Spoutz scher Lauch, von dem man Sommer- und Winterlauchg hat 5 Perllauch stammt von Porre ab, wie Lüder zuerst gezeigt hat; s. dessen Gartenbriefe 1. 170. Al. sativum, Knob» lauch, in Sicilien einheimisch, reift bei uns keinen Sa-= men. A. scorodoprazum, Rodenbollen, Schlangenknob2 lauch, in Dänemark und ähnlichen Gegenden wildwachsend, Allium ascalonicum, Schalloten, in Palästina einheimisch- blühet bei uns nicht, und muß daher durch die kleinen Brutzwiebeln fortgepflanzet werden. Al, schoenoprasum» Schnittlauch, Hohllauch, wird durch Vertheilung der Std- &e vermehrt. Zu ihm scheint der große Hohliauch- Johau- nislauch, zu gehören. Lüder Briefe x. 89. 2% KE zae= ulld 237 3, Reichart 3. 2370. Fränkische«-Samml. 3. 1373 v. Pfeif- fer Lehrbegriff 1. 263, vom Goc&mann Bibl, 15, 163). Hausvater 3. 452. wD :4 253 6.3127 Von feineren Gartengewächsen werden die Spargeln am besten aus zweijährigen Wurzeln, oder sogenannten Spargelpflanzen im höchst fet- ten und lockeren Boden erzogen. I, Asparagus officinalis; man unterscheidet vornehmlich grü- ne, weiße und rothe Spargeln. 2. Reichart 4. 56. Wie viertelpfund schwere Spargeln zu zichen? s. Mayers Beiträge 1. 387. Seidel An- weis. Spargeln mit wenigen Kosten zu bauen. Erlangen 1786. 83 Dietrich Gartenbau 1. 156. u. s. w. S. 313» Die jungen gebleichten Sprossen des See- fohles, der aus Samen und Wurzelschößlingen gezogen wird, werden auf ähnliche Art benußet. 1. Crambe maritima; W. Curtis Beschreib. und Kultur des Seekohles; a. d. Engl, v. Müller. Göttingen 1801. 8. (Be&mann Bibl. 21, 356).& . Von Cr. orientalis wird dieselbe Benußung in der Krimm, nach Pallas, gemacht.= Die in Mahren wildwachsende Crambe tatarica verdient als Wurzelgewäc wird, dient zum Genusse für Menschen, und soll in Böhmen dem Rindviehe mit vielem Nußen gefüttert werden... Jac- quin Miscell, Austr. 2. 2743 Lübe>s patriot. Wochenblatt für Ungarn, May 18043 Prof. Hoffmann Vorrede zu jener Uebersezung von Curtis, vp 6 Z44. Die zärtlihen Artischofen werden durch an alten Stöcken entstandene Nebensprossen, oder auch dure. 0% 20.55 Auf ähnliche Weise behandelt man die erwas weniger zärtlichen Cardonen, Spanische Carden, deren Same in Deutschland leicht zur Reife ge- bracht wird, und deren Stengel und Blattrippen gebleicht gegessen werden. I, Cynara cardunculus. Sxen gesäet werden, da die Bestellung mit Anis den Aectern siatt einer Brache dienen könne- Er wird um Et» 261 Furt und in andern Gegenden im Großen gebauet. We- seutliches Oel aus der Spreuz fettes aus dem Kerne. KrünißB Encyklop. 1. 172. Dominicus Erfurt und das Erfurtergebiet. Gotha 1793. 8. 2. Schwarzer und weißer oder Englischer Senf, Sinapis nigra und alba, von welchem lezteren der durch Handmühlen zerz malmte Same am schärfsten ist. Wird>im April gesäet. (Von seiner Benußung als Oelpflanze 5. 154. 8.) Rei- er von 300 Quadratruthen kann 8 Zentuer tragen). Landwirthschaftl. Zeit. Nr. 14. v. 1805. 4. An< der Schwarzkümmel, Nigella Sativa, und der Da- mascenisch? Schwarzkümmel werden manchmal im Großen, jedoch ersterer mit mehr Nußen angebauet. Neichart 4. 101,(PDT. der Coriander, Coriandrum Sativum. NRei- MALT 16..16 5. Fenchel, Foeniculum vulgare Mill., statt dessen man auch aus Jtalienischem 40 den süßen Feunen, Regenwürmer 2c.(5. 125.) Rei- hart 6. 163-- 260. Schäfer Radhr. von einer Raupe: Regensb. 1752. 4- Hauvvater 5. 880. Gledits< verz: mischte Abhandl. Berlin 1789. 2. 264. Pezold Mittel die uns schädlichen Raupen zu vertilgen; Koburg 1794. 8. Hanndöverisches Magaz. v. 1801. August, Ehrhart Beis trage zur Naturkunde 7. 83. Zweite Abtheilung. Mas de Mm Dh et ve 1.00 Erster Abschnitt, Bienenzucht. 971 2214 Boehmer Bibl, Script. Hist, nat, et oecon, Vol. 2. 280 =- 331. Weber öfon. Lit. 2. 95= 116. NRössig Geschichte der Bienenzucht in Deutschland, in dessen Geschichte der Oeko- nomie 1. 314= 466.. * J. Swammerdam Bibl, naturae p. 369= 3503 deut- she Ueberseßung. Leipz. 1752. Fol. S. 149= 219. Reau- m ur memoires, Vol, 5. 207= 7283 dessen physikal. bkonomiz sche Geschichte der Bienen, a. d. Franzds. Frankf. und Leipz. 1759. 4.(Nürnberg 1759. 4.) Bonnet oeuvres Vol, 5.p. 1. 61. TJ. Huntexr in. den philos, transactions 1792. p. 1. 128. Huber nouvelles observat., Sur les abeilles. Geneve 1792, 8.3; übers. mit Anmerk. v. Riem, Dresden 1793. 8. m. Kupf. EE gelehrte Anz. v. 1793. S. 1517 3 Be>mann Bibl. I8, 243. [1[3 . Abhandlungen und Erfahrungen der phys. ökon. Bienenge- sellschaft in der Oberlausiß. 4. B. Dresd. 1766." Gemeinnü- ßige Arbeiten der kursäce. Zelle 1796. 83. Ramdohr Maga- zinbienenzuce im Herbsie, oder schwacher mit stärkeren, die so viel Honig abgeben können, als jene zu ihrem Ausstande( Durchwin- terung) nothig haben, kann mit Nugen auf verschiedene Art vorgenommen werden. 97 334. Auslassen des Honigs, oder Scheidung des- Felben vom Wacse, und reine Darstellung beider Producte, 1. Honigwein, Meth z Honigessig; andere Benußungen des Honigwassers. S. 335- Unfälle, welche die Bienenzucht treffen kön- nen? Weisellosigkeit, Drohnensuch art Experimentalökon. 310. Die Hausmutter. 4. 841. Krüniß Encyklop. 26. 1. Gotthard das Ganze der Federviehzuc Anleitung zahme Tauben mit Nußen und Vergnügen zu un- terhalten. Strasburg 1802. 8-3 2ter Theil: Anleit, wilde Tauben im Taubenhause und im Zimmer zu unterhalten. Strasb, 1808, 8+ CG. 343: Behandlung der auf verschiedene Art, beson- ders in wasserreichen Gegenden nüßlichen Enten, und 273 S. 344 der Gänse; Schädlichkeit großer Gänseheerden, und Mittel die Zucht dieser Hausthiere in unschädliche Verbindung mit dem Feld- und Wiesenbaue zu bringen. Dritter Abschnitt. Teichfisc&haxrxts CExperimentalökonomie. 456. I. G. Leopoldt Landwirthschaft. Berlin 1759. 527« Scen gelegt werden, und über Winter aus- frieren können. Um in Karpfenteihen dem Ueberhandneh- men der Frösche zuvorzukommen, und sie zu vertilgen, kann einiger Beisaß von Hechten von einerlei Größe nicht ent- behrt werden. Diese lieben Frösche noh mehr als Fischnah- rung, und leßtere sind der Karpfeyzucht um so nacmann Landw. 652. Philosoph. transact. Vol. 48. P- 2. Art. 106, Sdmann Landwirthschaft 652 und Bibliothef 20. 68. 3. Besondere Zucht der Karauschen und Schleyen in ganz klei- nen warmen zwischen Feldern oder Wiesen liegenden Was= serlöhern u. d. gl. 3 s. E>hart 467. 67 3506- Behandlung der Hechte(Es80x lucius) in Teichen. 1, Ueber gedeihlihe Anzucht ihrer Brut in fleinen mäagern Teichen; s. Annal. der Niedersamaun Bibl. 6, 4193 20. 67.) C. 355: Anhonz von Krebsen, Weinbergsschne>en, Scildfröten. 278 IT. Herbst Naturgeschihte der Krabben und Krebse. Berlin 1781=- 1796. 4. m. Kpf. Phys. ökon. Abh. 2. 257. 362. Oekonomische Nachrichten. 5. 4393; Krüniß Encyklop,. 48- 223. 249. 2. Schne>enberge, zur Zucht und Mastung der Weinbergs- schne>e, escargot,(Helix pomatia) im Kanton Appenzell Glarus(woselbst iH welche gesehen habe). Hannöverisch. Mag. 1764. S. 776. Oekon. p9ys. Abh. 2. 852. Helve- tischer Almanac, Zürc< 1786 3 Gothaische Handl, Zeit. 1786. 38.) 3. Schildkröten werden in Böhmen, Ungarn, Polen erzogen und gemästet. Boehmer Bibl. P. 2. Vol. 2. 4. GSdneiz ders Natargeschimann Bibl. 12. 175z 13. 177.) Schoept histar, testudinum 20. 11."Erlang, se 1792. 4. Vierter Abshitt. Kaninlichsten sein Ende erreicht. Aber auch zu diesem Zwe&e, wie die durch Er- fahrung bestättigte Theorie schon längst gelehret hat, darf reine Art des Zwanges ausgeübt werden, alle Anstalten zur Beförderung des Seideabaues müssen auf Freiheit gegründet seyn. Besser werden aus den öffentlichen Baumschulen Mauk- beerbäume au Gemeinden. oder Judividuen, die Seidenbau treiben wollen, verschenkt, als mit Zwang verfauft. 2.. Geschichte des Seidenbaues. Schwed. Abh. 6. 136. Si- monde 28, und and.=- Sehr gerecmaun Bib. 2. 395. „ Die für Deutschland vorzüglichste Behaudlungsart ver Biu- me und Fütterunggart des Laubes scheint die in Persien 11. s. w. eingeführte, wie wir sie aus Pallas Bemerkungen auf einer Reise in die südlichen Satthalterschaften des Russischen Reiches in den Jahren 1793 und 94 fennen lernen, zu sfeym Man. zieht nämlich dort die Maulbeerbänme nicht hochstam- mig, sondern, in der Sprache unserer Forstwisseuschast, als Schlagholz in sehr kurzem Umtriebe, oder als Buschholz» desen Zweige man jährlich abschneidet, um sie mit den Blä tern den Raupen vorzulegen, welches ausnehmende Vorzü- ge an< in Ansehung der Verbesserung der Seide hat, da junge d. j. an jungem Holze erwachsene Blätter die beste Seide geben. Yehnliche Behandlungsart trift man in den Deutschen Weinbaugegenden häufig in Ansehung der Weiden git, deren jährigen Triebe abgeschnitten und zum Anbvinden vorwendet werden; s. Medicus Forsihandbuch 5. 130. Wer es aus Erfahrung weiß, daß die Seidenmaulbeerbäu- me ijeiten in Deutschland die Vollfommenheit wie in Jta- lien erlangen, welches vorzüglich dem Umstande zuzuschrei: ben seyn mag, daß sie die Mißhandlung des Abblatens im deutschen Klima rzehr wie im Ttalienischen rügen, der wird die großen Vorzüde jener Behandlungsart für Länder in die: fen Verhältnissen zu würdigen wissen. Wahrscheinlich löset fich das, was bisher über die Vorzüge der Anzucht der Manlbeerbäume als He>en gesagt wurd", in. diese Methode der Büschholzzucht auf. Vorgeschlagene Surrogate: Morus rubra, Wangenheim Nordamerik. Holzarten 37.3; M. tatarica, die mif dem Si- nesischen(vermuthlich M. Indica) identisch zu seyn scheint; Be&mann Bibl. 14. 3125 45.82. Fütterung der Sei- denraupen mit den Blättern des sten Oesterreichiscmann Bibl. 10. 227; 14. 5773 19. 240: 3. Die Abhaspelung der Coccons ist das erste Geschäft der Fabrikation. Vaucansons verbesserte Methode des Ab- haspelns, die in Piemont eingeführt ist, hat derselbe in histoire de 1'academie 10Y, V+ 1749, P- 142 mitgetheilt. 283 6. 301: Feinde der Seidenraupenzucht, und Krank- heiten der Raupen. 1. Zu den ersteren gehören vorzüglich verschiedene Raupentöd- ter aus dem Geschle 1801. 8. - Garve über den Karakter der Bauern. 2. Aufl. Breslau 1796. 8. Weber von den Wirthschaften der Bauern. Leipz. 1800, Weber über Thätigkeit und Unthätigkeit, und die Mittel die Arbeit den untern Voltsklasen, beson- ders den Bauern zur Gewohnheit und zum Bedürfnisse zu machen. Leipz. 1804. 8. S. 364. 2. LandwirthschaftlichesArbeitspersonale, Dienst- gesinde( Ehehalten), Taglöhner. Die Unenrbehr- lichfeit desselben bringt eine der allergrößten Ber schwerden für den Landwirth, und einen der un- angenehmsten Theile seiner Geschäftsführung her- vor, der durch verjährte Lofalverhältnisse vieler Gegenden häufig noch mehr erschwert wird, Ge- sindeordnungen. if D LI. v. Engel Briefe über die Maasregeln, welche die Land- wirthschaft bei der immer mehr steigenden Menschenmenge zu nehmen hat. Freiberg 1797. 8. Des Grafen v. Pode- wills Wirthschaftserfahrungen, 2 Th. 1= 53, von Wirthschaftsbedienten, den Kosien ihrer Unterhaltung, Spei- sung 2c, 2. Zweifelhaftes Glü> bei den mit manchen Gutsverhältnis- sen verfnüpften persönlichen Dienstverpfiichtungen durch Froh- neu oder Schaarwerfe, Hand- und Spanndienste, 521305, 3- Ein Landgut. Jede beliebige Vereinigung von Grundstücken 2c. zu dem Zwecke der Ausübung des landwirthschaftlihen Gewerbes kann so benannt werden, Die Lehre von Landgütern kann aus sehr verschiedenen Gesichtspunkten, vorzüglich dem dko- nomischen und dem rechtlichen, betrachtet werden. x, Was man in Deutschland unter den Benennungen Ritter- güter, Bauerngüter, und jenen der so vielerlei vorhande- nen Arten derselben(in Baiern bei leßteren. Erbrec&endorf oeconomia korensis 1. 251. Ueber Taxat. und Veranschlag. der Güter. Dresd. 1788. 4.3(Auszug aus der oecon. forens. v. Kersten), Der Kauf und Verkauf, wie auch die Pacmann Bibl. 16. 254=“ 256.) v. Engel Vers. den Werth der Grundstü>e zu bestimmen. Freiberg 1793. 8. Ferber Grundzüge zur Werthschäzung d. G. in Mexlenburg. Berlin 1796. 8. v. Thomasius kurzer Unterricht, was bei dem Einkauf eines Ritter- oder andern Landgutes zu beobachten. Leipz. 17943 2. Aufl. 1797. 8. Wiesiger Allg. Grunds, zur Bewirkung einer richtigen Taxation. Zerbst 1797. 8. Fredersdorf Anleit. zur BVoranschlag. der Domainen und anderer Güter, nach all- gemeinen Grunds,, samt Negister. Hannover 1798. 8. v. Jordan Grundsaße über die Abschäßung der Landgüter. Prag 1801. 8. Kermes prakt. Handb. zum Gebrauche bei Ritrergutsfäufen und Pachtungen, Leipz, 1802, 8. Hg>- gemann LandwirthschaftsrecteBetrügereien derVerwalter. 2 Th. Leipz. 1788. 8. Bulla von den Pflichten der Verwalter. Prag 1796. 8. Leopold Taschenb, für Oekon, Verw. 3. Aufl. Hanno- ver 1805« 8+ 7. Ueber Verpachtungen, verschiedene Arten derselben, und die Regeln für Verpächter und Pächter. Guts- oder Wirth- schaftsinventarium(lebendiges oder Viehinventarium, und todtes Juventar., Mobilien, Fahrniß); Verpachtung mit oder ohne Jnventarium.=- v. Bennigsen dkon. jur. Abh. von Pacht und Verpacht der Gäter. Leipz. 1759 und 1771. 8.(Oek. Nachr. 11 Bd.) Richter von der Würderung der Inventariensrücke bei Güterverpa Entw. einer Landbauk. Götting. 1779. n. Aufl. 2 Th. das. 1792.'8.-(Lange) Gedanken über die wirthschaftliche Bauart auf dem Lande. Breslau 1779. 8. Manger öfon. Bauwissensch. Leipz. 1785. 1. Auf. 1795. 83; Germershausen Hausvater qter Bd. Can- crin Bauschriften 2 Theile. Frankf; 1792. 8. Bär An- weis. wie Landgebäude bequem, dauerhaft u, s. w. zu baus: en. Leipz. 1796. 8, n. Aufl. 1802. 8. Meinert die Landw. Bauwiss. 2 Th. m. Kupf. Halle 1796. Desselben der londw. Baumeister, oder die unentbehrlichsten Kennt- nisse der Landbauk, m, Kupf. Halle 1802, Gilly Hand- Huch der Landhaukunst m. Kupf. 2. Bde. Berlin 1797, 4+ Sceyers prait, Baukunit dion. Gebäude. Leipz. 1797. 8. im. Kupf, Riem und Reutter ökon. veterinär. Heste Über Zucht 2c. und Stallung der Hausthiere.„Leipz. 1799. 4. m. Kupf. Sinclair über die zweamäßigsie Einrich- fung landw. Gebäude, Aus dem Engl.( Communicat, to the board of agriculture, Vol., 1.) mit Zusäßen von"Late: rie. Leipz. 1805. querfol. Westfeld über die landiv. Baugrt der Engl,, mit Ynmerk. y, Thaer in dessen Engl. Ed TD EEEEEENe 4 26-42 289 Landw. 2. 1. 132. Allg. Liter. Zeit. v. 1801. 2 Bd, 3 über einige Fortschritte der Landwirthschaftsf. dur< die Bemü- hungen der Britten. Oekon. Samml, 1. 97. Riedel Entwürfe gewöhnlicher in die dkon. und Landbauk. einschlagen- der Gebäude. Berlin 1803. Querfol. Riedel Abriß der landw. Bauwiss.- Berlin 1806. 8. m. Kupf. Sturm Be» merk. über einige Mängel der Niederdeutsch. Landbauk. Ber- lin 1806. 8. m. Kupf. Triest Grundsäße zur Anfert. richtiger Anschläge, welche die Landbaufunst in sich begreift. Berlin 1808. 1 Bd. Ders- über die möglichst wohlfcile Bauart der Scheunen. m. Kupf. L. Catel guter Rath für den Landmann, welcher durch die Folgen des Krieges sein Wohnhaus, seine Ställe und Scheunen eingebüßi hat. Ber- lin 1808. m. Kupf. 2. Bauen mit Lehmsteinen, Lehmpaßen; Wellerwände; Pise oder Lehmbaukunst. Abhandl. a. d. Landbaufunst, vom Bau der Lehm- oder Wellerwände. Berlin 1787. 8. Gilly Be- schreibung einer vortheilhaften Bauart mit getro>neten Lehm- ziegeln. Berlin 1790. Cointeraux ecole d'architecture rurale; Paris 1791. 4 Hefte. m. Kupf. 3 überseßt: prakt. Lehrbegriff der Baukunst auf dem Lande 2c. m. Kupf. in 4 Abtheilungen. Wien 1794. 8. Cointeraux Sule d. länd- lichen Baukunst m. Kupf. Nürnberg 1793. 8.(Auszug). Goldfuß feuersiherer und dauerhafter Häuserbau von wohl» feilen Lehmpaßen. Dresden 1794. 8. Siegling Vorschlä- ge dem Bauholzmangel abzuhelfen, vorzüglig durd) Einfüh- rung der Lehmbausteine. Erfurt 1795. Seebaß das Ganze der Pisebaufunst, nac) Cointergux, 2. Aufl, m. Kupf«. Leipz. 1803. 8+ S. 367- 5. Landwirthschaftliche Haushaltung, welche auch für die vollfommene Aufbewahrung und Er- haltung der gewonnenen Producte, bis zu ihrem Verbrauche oder Verkaufe, zu sorgen hat, I. v. Münchhausen Hausvater. ater Bd. Germexrs- hausen Hausmutter inallen ihren Geschäften. 5 Bde. Leipz. 1778. Dess. Hausvater. 1. Bd. Leipz. 1783. 8. Titius Grunds. der theor. Haushaltungskunde. Leipz. 1780. 8. Prakt. Handb. für Hansväter und Hausmütter. Quedlinb. 1788. Hartmann Vers. einer Anleit. zur Hauswirthsc mann Anweöds. die Nechnungen kleiner Haushaltungen: zu fähren. 2, verb, Aufl. Götting. 1800. 8. 6. 368- 6. Landwirthschaftliches(Ackerbau- Viehzuchts- Haushalts.-2c.) Geräthe, Justrumente und Werk- zeuge aller Art, durch thierische Kräfte oder durch Menschenhände in Thätigkeit geseßt; Wägen, Kar- ren u. dgl.(Alles was Schif und Geschirr, Sat- tel und Zeug genannt, und zun sogenannten tod? ken Jnventarium gerechnet wird.) 6. 369. 7. Landwirthschaftliches Vieh verschiedener Art, Saatgetreide, Vorräthe aller Art für Menschen und Bieh bis zur nächsten Erndte 2c. S. 379: 83. Landwirthschaftlichhe Gewerbe. Einige Ge- werbe müssen mit Ausübung der Landwirthschaft in Verbindung gebracmann Bibl. 19. 491). Hinze Grundsäße des landwirthsch. Rechnungswesens z; Helmstadt 1339. 4+ Annal. des AFerb. 4. 1245 Gyllenbourkg über landw. Buchführung; das. 467- Thaer Methode der landw. Buchführung, Thaer Metyode 2c. vur< das zu Mögelin eingeführte Shema erläutert. Berlin 1807. 8. Annal. d. Acerb. 5. 553, Schulz über landw. Büchhalt. 3 das, 5. 610,-Y Witte über landw. Buchh. 3 6. 338, Gr. Pf. über landw. Rechnungsw. z 6. 413, über dasselbe von Gablenz 3; 7+ 121- Bemerk, über Thaer doppelte Buchführung. Landshut, gedru>t bei Joseph Thomann. v — ————=——— ͤ