hof. Mit Hinſicht auf den Betrieb| der Gaul dwikthſ genannte Gebürge endiget, iſt bekannt und hinlänglich beſchrieben, Coblenz, welches 25%, 49/, 54“ dſtlich von Ferro, und unter 50%, 21“, 55“ ndrdlicher Breite liegt, iſt auf der Erdzunge, welche der Zuſammenfluß des Rheins und der Moſe! bildet, gebaut, und von gedachter Ebne, welche ohngefahr 5 Quadratmeile Flächeninhalt enthält, auf zwei Seiten umgeben, Die vorzügli>(7. 4 Ne] Py;ſ< 3 G hürgern nur jo viel Raum ſich findet, unt vorbei gehen zu kön- orfe ges nen, und nur mit vielen Koſten hat die eine Seite von Coblenz nach Bingen fahrbar gemacht werden fbnnen. hilden, Nur einige wenige Orte haben daher Aerbau in der Niederung am Rheine, indem ſie mit ihren Grundſtücken auf den Plattformen der Gebirge liegen, und es herrſcht hier eine ganz andere Wirthſchaftsart wie in der Niede- rung, wegen der rauheren Temperatur und der roheren Erdartetn, umig in erbaut, wer ven == WI ut.-. 1 | Ice matt| ZE|;; W| ebäuden Die am Rheine gelegene Yecker haben 04 äu?] tif, 6 ßerſt milden RSI II: IREEN der bei qu-|] , di Behandlung und SOO wenig UZ erfordert,| 5 Dieſe Grundſtüe ſind aber meiſt von geringem Umfange| und geſchloſſene Güter gar nicht zu treffen. YAlles iſt; zehrdt in äußerſt kleine EEE En IEEE SE älle| vu ohne ein beſtimmtes Syſtem bewirthſchaftet, ſich größten-| .. fheils auf wiederholte Erzeugung des Roggens beſchrän- R ken. Da in dieſen Gegenden der Weinbau, dem YA>er- em Ws baue vorgezogen wird, ſo bleibt dieſer aus Mangel at Dünger größtentheils, in einer gewiſſen Ohnmacht. | Es iſt bemerkbar, wie ſich die bürgerliche Verfaſſung /“" 08“ X ev: ä0“TY 6.19%. S'».| wm meiſt nach dem Boden, wo ſie eingeführt iſt, richtet, Bei ji* €. er enen GERDwumun un> uns war von Früheſter Zeit der geiſtliche Stand in allen ſeinen Nüancirungen ſo recht zu Hauſe, und welcher Stand war auch unſerer Gegend ihrer Natur nach ange- meſſener als dieſer, der bekanntermaaßen mehr und beſſer getrunken, als gegeſſen hat. 73 d2 T20:0p.€ x09 4.086 Dieſe iſt wie überall im ſüdlichen Deutſchland ſchr abwechſelnd, beſonders im Winter, welcher dadurch oft nur wenige Tage hat, welche einige Feldarbeit zulaſſen, Man kann den Winter zu drei, Frühling zu zwei, Sommer zu vier und Herbſt zu drei Monaten annehmen. Regen hat die Umgegend des Hofes nicht zu häufig, in- dem alle Strichregen bei nur einigem Winde ſich auf dem weſtlich gelegenen Gebirge brechen, und auf die an-| dere Seite des Rheins hinſchlagenz; daher ſie nur bei ſtillem Wetter oder Platzregen, die Gegend treffen. Gefährlich ſind die Spätfrdſte, und ſelten geht ein Jahr vorbei, wo der früh geſaete Roggen nicht leiden ſollte. Obſchon es der Gegend nicht an Gewittern fehlt, ſo halten ſie doch über der Gegend nicht, Die älteſten Leute erinnern ſich nur eines ſehr nachtheilig gewordenen Hagels, ſeit ihrer Lebenszeit. Der Weſtwind iſt vor- herrſchend, und man müßte demzufolge mehr Regen ver- muthen, es bleiben aber grvßtentheils nur Schauer welche leicht vorübergehen; dagegen ſind Nebel ſehr häufig, der beiden Flüſſe wegen; ſie tragen viel zu Erfriſchung der M 46 vi Pfa un) em Zug Bolten, folgt Ae Der Cichte ver Moſe aber gew (Gj den meh genden, rung De befunden daß ſold duchſiedt auch ein | mung en dens dei Jh, | feinen oder n | Rheine |gethalti chalte den iſi, 10 iir alley 10 welcher tach ange: und beſſer hland ſeht durc) 0 t zulaſſen ] zu zwei, mnnehmen, ufig, in: ſich auf f die an: » nur bei en geht ein enen Sommern die Früchte dem Verderben ſehr ausgeſeßt, und deswegen auch weniger im Werth. Der eigene Boden des Hofes hat uach empyriſch- enheit ſehr ſprode, tro>net bei naſſer Witterung bald ab, und iſt dennoc<+ bei gehbvrig tiefer Pflügung hinlänglich Waſſer anhaltend. Unter dieſer pflugbaren Krume liegt zuweilen eine nicht ſehr di>e, aber äußerſt feſte Schicht von Schurf, welcher aus kleinen, mit Thon äußerſt feſt vereinigten Kieſeln beſtehet, und hier Brid genannt wird; wo ſolcher ſich befindet, iſt der Obergrund gußerſt undurchlaſſend. v/ GS un 1 ame. fie 1 Unkräuter, welche auf dieſem Boden am häufigſten hervorfommen, ſind die blaue Kornblume, AcFerwinde, Vogelwicke, und d ſeltene! mehr wel] den ſt 3 geht€ tionen ohne| te R legen der Eggt der 9 glaub dung einlide, er Olige: ft durch: um eine 4 hervor: den Veſer 3 befinden, Verderben ! Worth, empyriſch: unter ihm 96 Sand, vCnet hei | gehörig een ein on Cut, vereinigten yo ſolcher aſſend, aufge Kornraden, Klatſchroſen, Knoblauch, Hünerdarm, Kaßzenflee, Melde, Aerdiſtel, Queen, Wucherblume, Kamille, und das bei aller Anſtrengung nicht zu vertilgend« doch ſeltenere Schaftheu. I< habe mir viele Mühe gegeben, ſolche los zu werden, aber größtentheil8s ohne Erfolg, ich fragte nach und durchſuchte alle Schriften, aber vergebens. Mehrmaliges Düngen, tieferes Pflügen, Hakfrüchte, mehrjähriger Klee, alles half nichts gegen dieſes Uebel, welches mit ſeinen Wurzeln mehrere Fuß tief im Bo- den ſteckt. Zur Vertilgung des größten Theils dieſer Unkräuter geht eine gut fortgeſelßte Fruchtfolge allen andern Opera- tionen vor. Solche verlieren ſich unverwerkt nach und nach, ohne daß man es gewahrt, beſonders bei gleichzeitig gu- ter Düngung, wo die Früchte ihnen ſtets im Wuchſe über- legen bleiben. Ihr zur Seite ſieht ein zur rechten Zeit ſowohl bei der reinen Brache, als den Brachfrüchten, angewendetes Eggen; wenn man es nehmlich anwenden kann, wann der größte Theil dieſer Kräuter gelaufen iſt. Es iſt kaum glaublich, welche Wirkung dieſes bei wiederholter Anwen- dung thut; hat man aber Queen und die Wucherblume zu befampfen, ſo muß man mik aller Anſtrengung zu Felde ziehen, und jedes halbe Wirken iſt verloren, I< fand einen Theil meines AFers ſehr verquet, JJ er trat ſo in die Rotation, daß ich ihm nicht recht zur Zeit beikommen konnte, daher ich endlich doM Gewalt vrauchen mußte, I< ließ nun leicht pflügen, und alles mit eiſernen Eggen tüchtig verreißenz hierauf ſtellte im acht erwach- ſene Knaben mit kleinen Karſien hin, welche den ganzen Ader neuerdings ha>en, vie Queen ausziehen, zuſam wen nehmen und auf Haufen bringen mußten. NRach- dem dieſe abgefahren waren, ließ ich die ganze Opera- tion, Pflügen; Eggen, Ha>en, alles von neuem wieder2 holen und Kartoffeln einpflanzen, wonac<) denn der U>er vollfommen gereinigt erſchien. Der Wucherblume iſt auf keine andere Art leicht beizukommen; ausziehen hilft nicht, ſie muß gleichfalls vom U>er abgefahren werden, 65 3, 108 1100105.006 1 350 8 I< hatte bei dem UAnkaufe dieſes Grundſtücks zum Theil die Abſicht, meine mir erworbenen theoretiſchen Kenntniſſe in Ausübung zu bringenz ic< wollte zugleich wo moglich das Angenehme mit dem Nüßlichen verbin= den, und ſo ſchien mir ſeine Lage nahe bei einer Stadt in feinem Dorfe, und doch nur einen Büchſenſchuß davon entfernt, für mich bequem und angenehm. "4 zu uft, it zur Gewalt viſernen wach: janzeit WBorherrae. Berin6.er. Wie die Sage geht, gelangte der Kemperhoff durch Tauſch von ſeinen früheren Beſißerinnen, den Kloſter- frauen in Kamp, einem am Rheine zwei Stunden vor Coblenz gelegenen Dorfe, an die auf dem Beatus- Berge bei Coblenz dazumal wohnenden Carthäufer. [9,9] ID habe mir Mühe gegeben, von denen noch le- benden Ordensmitkgliedern einiges über ſeine früheren Ver- ß das Kloſter in den Jahren 41757 die alten Gebäude ausgebeſſerk, ein neues Kelterhaus mit hältniſſe und Schi&ſale zu erfahren, aber nur ſv vicl aus8gemittelt, da Kornböden erbaut, und Anſtalten zur Anlegung eines Hopfengartens gemacht habe. Aus dem noch ſtehenden Theile des älteren Wohn- gebäudes geht hervor, daß es anfänglich zu keiner aus- gedehnten AFXerwirthſchaft mag gedient haben, wahrſchein- 1 iſt die Beſißung, welche ehedem eine Almende, wie ſie noch" jetzt oft genannt wird, geweſen,. durch die in der Vorzeit zu Moſelweiß wohnhaft geweſenen Ritter, dem Nonnenkloſter geſchenkt, und von dieſem an die Carthäuſer durd) Tauſch gekommen. « dieſes Kloſters, obſchon von dem Welt- leben entfernt, unterließen dennoch nicht, ſich dem fo nothwendigen Geſchäfte des AXerbaues zu widmen. Ihren Urbarmachungen wüſter Ländereien, ihren Anlagen bedeu- tender Weinberge, welche durch ihre Koſtbarkeit nicht leiht das Unternehmen von Privatperſonen hätten ſeyn Die Mönche NOE können, haf die Rhein- und Moſelgegend manchen rei- zenden Anblif und Genuß zu verdanken. Ihren Einrichtungen zufolge war nehmlich ein Theil des Ueberſchuſſes ihrer Einkänfte, welchen ſie für ihr Kloſter nicht gebrauchten, oder welcher im Ailgemeinen für den Orden nicht verwendet werden mußte, entweder zur Anſchaffung neuer GrundſtüXe, Anlegung von Wein- bergen, Urbarmachungen, oder neu aufzuführenden land- wirthſchaftlichen Gebäuden beſtimmt. So lobenswerth dieſe Grundſatze, ſo nüßlich ſolche dem AFerbaue beſonders in jenen Zeiten geweſen, ſo darf doch keine8weges außer Acht gelaſſen werden, daß die Aufhebung dieſer Inſtitute zum jesigen Flore des Aer- baues unendlich viel beigetragen habe. Die durch viele Jahrhunderte fortdauernde Erwer- bung und Zuſammenziehung aller einem ſolchen Kloſter vortheilhaften oder angenehmen Güter, welche nie wie- derum in den Beſilz eines Privatmannes übergehen konn- ten, die ihnen gehörigen Zehnten, Drittheil, die jeden an- dern Aer ausſogen und nur den ihrigen bereicherten, die Dienſtbarkeiten, Triftgerechtigkeiten ihrer Schäfereien, ihr Reichthum, der dem höheren AFXerbaue auch dadurch ent- gegen, daß nie eine angeſtrengte Cultur erforderlich war, um ihre Bedürfniſſe zu befriedigen, und noch einen Ueber- ſchuß zu gewähren; ſind ohne die auffallenden Reſultate die dieſe Einrichtungen nach ſich gezogen und klar vor unſera Augen liegen, hinlänglich, der geſchehenen Verän- derung in landwirthſchaftlicher Hinſicht das Wort zu re- den. Soll auch zu ſeiner Zeit in anderer Rückſicht die Cinrichtung ſolcher Inſtitute nicht ſo fehlerhaft geweſen ſeyn, ſo haben wir hierbei nur den Einfluß zu berü>kſich- tigen, welche ſie auf den A>Xerbau gehabt hat; freilich) verfallen wir nun auf der andern Seite in den eben ſo | gefährlichen Fehler der unendlichen Verſtü>kelungen, welche dem Acerbaue auf einem anderen Wege mit unerſeß- lichem'Nachtheile bedrohen. Den Carthäuſern gehörte der ganze Berg, worauf jeßt das Fort Kaiſer Alexander erbaut wird. Ein Theil ſeiner Fläche, nebſt dem größten Theil ſeiner Abhänge, war vor etwa 30 Jahren theils Wald, theils Buſch, ſie 10 etwa 300 Morgen unter dem Pfluge haben; welche ſie in reiner Wechſelbrache liegen hatten, ein Jahr um das andre größtentheils mit Körnern beſäeten, und mit ihrer Schäferey mit Zuſchuß von einem nicht bedeu- tenden Rindviehſtande im Dünger erhielten. So viel ich ſelbſt geſehen und von andern gehört, war ihre Cinrichtung nach damaliger Art gut, und über- traf jene der Bauern, welches auch nicht fehlen konnte, da das Kloſier allen Vortheil zu genießen, die Bauern allen Nachtheil zu bekämpfen hatten. Das ſc, der mehr wie jede andre bekannte Gegend, in ſeinem jeßigen Culturſtande, beſonders von der Car- thauſe angeſehen, den Namen eines Garten verdient, von Jahr zu Jahr halb in Brache. Die unbedingt unabänderliche Fruchtfolge war? Brache, Roggen, Brache, Gerſie, Brache, Spelz. Ohne Wieſen, ohne Futterbau, bei ZzvbUligem Pflü- gen, mit halb verhungerten Viehe, bei Zehnden und Frohnden, bei unzähligen Feſt- und Feiertagen, ohne Ljebe zum eignen Heerde, war es kein Wunder, daß feiz nem dieſer Kloſterpächter nach Ablieferung ſeines Pach- tes Brod auf 6 Monathe übrig blieb; ſie gingen um ſich das Fehlende zu erwerben in den Tagelohn. Daß es nicht an den Willen und der Regſamteit dieſer Menſchen lag, ſondern die beſtehenden Einrichtunz gen die Schuld trugen; bezeuget ihr jeßiger verbeſſerter Zuſtand. Da mehrere und viele noch leben, welche auf die- fem Schauplatze des Mangek und Elendes gewirkt haben, (ſo habe ich oft Gelegenheit gehabt mit Verwunderung deren Ausſagen und Erzählungen über ihre geführte Le- hensweiſe und den dazumaligen AFerbau anzuhbren. Der Wald, ſagte Conrad Bourmer tear unſre uflucht, und unſre einzige Stüße. Wir hatten keine Jdee einer andren einer beſſern Exiſtenz. Den ganzen Sommer zogen wir Buben ein Stü Brod in der Ta- ſche gegen 5 Uhr Abends zum Walde mit unſern Och- - ſen, welche bei jeßiger Zeit niemand ſich würde gez trauen ſchen zu laſſen. Gegen 6 Uhr Morgens ging's nach dem Dorfe zurüF, eine Suppe wurde eingenomz men, und ſo gings von 7=- 10 an den Pflug. Von 414 bis 3 zum Walde, eine Stunde und mehr dauerte die Reiſe, und ſo konnten wir nach Mittag kaum einige Stunden fahren, wo es denn nach wie vor zum Walde ging. Dünger hatten wir beinahe gar nicht, da die Ochſen Tag und Nacht, die Kühe doc) den Tag durch im Walde ſich befanden. Den wenigen, welcher gemacht wurde, erhielten die Weinberge. Kam nun vollends der Winter, ſo dachten wir uns glücklich, wenn wir ſo viel Stroh hatten, als unſre Ochſen freſſen mußten. Im Frühjahre mußten ſte nicht ſelten, da ſi e nicht ſichen konnten, aufgehoben werden. Man denke ſi I< die Arbeit die ſolches Vieh leiſten konnte, den Ertrag den ſo bes bauter, ſo gedüngter A>er gab. Welches Gefühl dieſe Menſchen beſeeligen muß, die ihren jeßigen Zuſtand, gegen die BWergangenheit halten? Aus vdlliger Armuth, die ihnen freilich von ihren reichen geiſtlichen Pachtherrn als eine Canoniſche Tugend vorges prediget wurde zum Wohlſtande, aus ewiger Abhängig- keit zur Selbſtſtändigkeit, aus armen Pächtern zu behag: lich lebenden Eigenthümern geworden, zu ſeyn? We 2 Dieſes Alles hat die Zerbrechung der Feſſeln be- GZ v wirkt, welche die AFXerb auende Kläſſe umſchlangen. Tau- ſend und tauſendmal überwiegt das dadurch bewirkte Wohl, die einzelnen Beeinträchtigungen welche dieſe Ver- 3 h änderung hervorgebracht hat. In dem einzigen Dorfe Moſelweiß leben jeßt 420 Familien beſſer als ſonſt nicht 30 leben konnten. Wer wird bei ſo auffallenden Beiſpielen noch für gut halten bei einer andern Einrichtung zu verweilen, oder die Ein- führung einer ſo nüßlichen Veränderung zu verzögern. Die Aufhebung, oder richtiger zu ſprechen die Ver- änderung des Zehnden, der Verkauf der Staats- Gäter, ihre Zerſtükelung zum Theil, die Freiheit jedes ſeiner Grundſtüe nach Willkühr zu cultiviren, Aufhebung al- ler Triff= und Hutheberechtigungen, haben dieſe für den Ackerdau, für die Vermehrung der Erzeugniſſe, und Ver- beſſerung der Viehzucht, ſo glückliche Metamorphoſe be- wirkt. Nur dieſe Veränderung konnte den durch die ver- mehrte Bevdlkerung, erforderlichen größern Aufwand an Lebensmittel das Gleichgewicht halten, indem ſie den Landmann in den Stand ſeßte, jene Producte zu er- bauen, welche dem bei vorhergehenden Verhältniſſen ge- wiß eingetretenen Mangel für jetzt geſteuert haben. Wir ſehen nun in unſrer Gegend ſtatt den ehema- ligen in Lumpen gekleideten Bauern, gut genährte und gut gekleidete Landleute; und dieſes oft bei geringen Be- fißthume. Denn 25 Morgen ernähren bei uns ſeinen Mann; er hält darauf 2 Ochſen, 3 Kühe und 4 Rind. lit per müſſe (ohle und' werd "s Nohn! „ev! 1 7 Leider wird dieſer ſich noch in ſeiner Jugend befind« liche Wohlſtand kein großes Alter erreichen, wenn die vermehrten Staatsbedürfniſſe die Abgaben ſo vermehren müſſen, wie in der leßten Zeit, wo ſie im Banne von Coblenz in einem Jahre auf das doppelte geſtiegen ſind, und das folgende Jahr deſſenungeachtet, haben vermehrt werden müſſen. Die für den A>erbau ſo glückliche Aufhebung des Zehnden, hat den Staatsverwalter, wie wir nun ſehen ein leichteres Mittel in die Hände gegeben, die Grundſteuern auf die leichteſte Art zu ſteigeren. So überſteigt die Grundſteuer auf dem linken Rheinufer ſchon ein Fünf- theil des reinen Ertrags, da ſie doch nur den zehnten Theil betragen ſollte, und hierzu geſellt ſich nun die Wein- moſt- Steuer, die den Winzer drücend trifft. Es ſcheint faſt, als müſſe man am Rheine die Aufhebung der ſo häufigen Klöſter beklagen, und ihre Wiederherſtellung alles Ernſtes zurü>wäünſchen. An ih- ren Thüren konnte man doch eine Bettelſuppe erhalten, wenn man nicht mehr Mittel ſich zu ernähren fand, da- gegen iſt jeßt alles als Luxus- Artikel der Beſteuerung unterworfen. Der Rheinländer, der von früher Jugend an in ewiger Bewegung einem meiſt undankbaren Boden ſeinen Unterhalt abtroßen muß, deſſen körperliche Kräfte dadurch früher abgenußt werden, ſoll ſich dieſer die Labung ver- ſagen, die ihm die ſorgenvolle Mutter Natur darreicht, weil ſie ihm nothwendig, ja unentbehrlich iſt, wenn er nicht früh ſein Leben in Siechheit hinſchleppen ſoll? S1 41-10! Dr 0.38 6-1. - Die Bewohner hieſiger Gegend ſind von mittelmäßi- ger unterſeßter Statur, ihre Geſichtszüge regelmäßig, doch nicht ſtark gezeichnet, ſie ſind ſehr nervigt, und zu jeder landwirthſchaftlichen Verrichtung geſchi>t; dagegen nicht ausdauernd. Die ſchwerſte Unternehmung iſt ihnen will- kommen, lange aber darf ſie nicht anhalten, ſonſt bleibt ſie auf halben Wege unvollendet. Jhnen fehlt der bei jeder Unternehmung ſv nöthige Einrichtungsgeitt, welches beſonders in ihrer Hauswirthſchaft ſichtbar iſt. Obſchon ſie ihr Vieh nicht vernachläßigen, ſo ver- wenden ſie doch nicht die Sorgfalt darauf, welche man ihm an andern Orten angedeihen läßt; auch ihre A>er- ind weder ſo zierlich gebaut, noch ſo ſorgfältig unterhalte wie an vielen. andern Orten, zom rt 1 gei 4 Go YJ)+ | Ihr Teinperament iſt ſchr munter und lebhaft, und immer entſchieden zu immerwährenden Scherz geneigt, deswegen ſie auch bei keiner Arbeit, die zu ernſthaft iſt, und wobei nicht kann geſcherzt werden, lange aus- halten. Obſchon im Weinlandg lebend, kann man nicht ſa- gen ſie ſeyen dem Trunke ergeben, obgleich mit ihnen nicht leicht ein Geſchäft ohne eine Flaſche Wein kann abgemacht werden. Ihre Sprache iſt bündig und beſtimmt, nicht ſelten mit etwas Wiß untermiſcht. In der Unterhaltung neh- men ſie ſich das Wort oft ab und dulden nicht das ei- - "4 WW wun ki weil ms Sinne nieman (yy; ich denn indem loſophet der Rel vom Gi I tichtun ble Y neigt net Moſe (ndre ſn,| FSME 3.> SEE NE ner lange allein ſpricht, derowegen ihre Perioden nur kurz ſeyn dürfen. In frühern Zeiten warf man ihnen Bigotterie vor, weil man die eingeführte Art des Cultns, nicht von dem Sinne des Volkes zu trennen wußte. In neuern Zeiten gab man ihnen Unglauben Schuld, Beides mdogte wohl gleichweit vom Ziele entfernt ſeyn; da es aber den Rheinländer weder an geſundem Ver- ſtande, noch richtigem Gefühle fehlt, ſo wird wohl auch niemand zweifeln, das er Religion hat. Obſchon kein Bonifacius mehr ndthig iſt, ſo kenne ich dennoch kein Volk, das ſich mit mehr Reſignation der Regierung eines höheren Weſens unterwirft, wie der Rheinländer; der deutlichſte Beweiß ſeiner vollendeſten Aufklärung. Für den Augenbli& wiſſen die guten Leute freilich nicht recerbau hatten früherhin beſtandne Ein- richtungen manchen Cinfluß, die jeßt noc< beſichende re- ligivſe Formen wirken nur wenig mehr ein, Obſchon wenig ſtreitſüchtig und zum Kriege ges neigt, iſt doc) kein Volk mehr däzu geſchiXf und geeig net viele Strapaßen zu erfragen, wie die Rhein= und Moſelbewohner und ic) bin gewiß, das wenn ſie wie andre in den Fall kommen ſollte, Muth haben zu müſ- ſen, ſie ſich alsdann den ſic) damit am meiſien brü- [9] = 48 d= ſtenden Völkern, ohne zu erblbden an die Seite ſtellen konnten. Im allgemeinen iſt ihre LebenSart ſehr mäßig, Rog- genbrod und Kartoffeln ſind ihre gewöhnlichſten Nah- rungsmittel. Ein Glas Wein der einzige Genuß den ſie ſich zuweilen zukommen laſſen. Ihre Körper ſind daher auch bei reifern Jahren zeitig abgelebt, indem durch die Arbeit in den Weinbergen, die nicht allein ſehr be- ſchwerlich iſt, ſondern auch den Winter hindurch unun- terbrochen fortdauert, ihnen die Ruhe verſagt iſt, die der Nordteutſche in ſeinen langen Wintern auf der Ofenbank genießt. Ihre Kleidung hat ſich in neueren Zeiken ekwas ver- ändert, ſie tragen ſtatt der ehemaligen leinenen Kütteln, blaue Hemden, wie die Niederländer. Ihr Element iſt ein ungebundnes Leben, welches man ſie dennoch nie mißbrauchen ſieht. Sie eſſen zu Hauſe lieber troFen Brod ehe ſie in Dienſte treten. Leider haben der lange Aufenthalt der Nordländer den häufigen Genuß des Tabaks und des Branntweins bei ihnen eingeführf, 8. 8. Größe der Wirthſchaften. Als Landwirth und Liebhaber der Landwirthſchaft darf ich zwar nicht für die ganz große Wirtſchaften ein- genommen erſcheinen, aber ich kann es nicht über mich gewinnen, den grenzenloſen ZerſtüFelungen und den da- man 8 herühn nun 1! derm| uns! füt| € verd gen? ſollte konne Nac id[| ter ge werden 7 freilich wehnl Drall (M nid ein funf; zehn ſtellen Nog- lah: 1 ſie aher ) die be nunz: der bank ver: teln, hes 1 zu ien. den bei 2.440)-> durch entſtehenden hb<ſt verkrüppelten elenden Bauer- wirthſchaften das Wort zu reden. Wie lange hat man ſich hierüber geſtritten, bevor man auf das ſo natürliche, ſo nahe liegende Urtheil des berühmten Thaer kommen konnte? welches gewiß für nun und immer dieſen Streit ein Ende gemacht hat. Die ekelhafte Geldgier welche nicht gewinnen, ſon- dern alles allein haben will, hat die Zerſtückelungen bei uns ins unendliche getrieben, um den Preiß der Grund- ſiüe aufs höchſte zu bringen. Cine ſchleunige Maaßregel der Regierung welche verordnete, daß die Grundſtüke nicht unter einen Mor- gen vertheilt würden, wäre jeßt gewiß nicht zu tadeln: ſollte ſolend, die Gebäude hatten durch den Krieg gelitten, und ſahen einer zerſchoßnen Fahne nicht unähnlih. Die Franzoſen hat- ten daſelbſt eine BrüXe über die Moſel geſchlagen, auf den Grundſtü>en des Hofes einen Brückenkopf mit Lauf- gräben aufgeworfen, und auf dem Hofe ſelbſt ihr Ma- gazin und ihre ndöthigen Werkſtiellen und Schmieden er- richtet, Man kaun ſich nach ihrem Ybzuge ſein Anſehen, worin ſie ihn zurückgelaſſen hatten, denken. I< hatte zuerſt für Fenſter und Thüren, Böden und alles zu ſorgen, um die Cyclopenhdhle in eine menſchliche Wohnung zu verwandeln, Die Verlegung des Stalles und eine andre Einrich- fung deſſelben war meine erſte und angelegenſte Sorge. Er war nahe an der Küche und ſowohl dadurch als auch weil er etwas enge war, ward ich veraniaßt, ihn in ein anderes Gebäude, das vorhin zu einem Kelterhauſe gedient hatte zu verlegen. J< hatte allda den ndöthigen Raum Krippen herum zu ſeßen, und das Futter mit den Wa- gen einzufahren; ein nicht zu berechnender Vortheil und .neNa I hm cheL.ugr große Annehmlichkeit. fluß = WM.= Die Düngerſtätte oder für den Fall treffender zu ſagen das Dürgermeer, nahm den größten Theil des Hofraumes ein; man 0 mte ohne es zu durchwaten nicht zur Scheune kommen. Ylles Waſſer des großen Dach- ö werkes ſirdmke darin zuſammen und floß durch eine flug angelegte Rinne ſammt aller Jauche hinaus, Die Eigenheit der Oertlichkeit hinderte mich, ſo gern ich auch gewollt, den Stall nach Brabanter Urt einzu- richten, ſo daß man hätte durchfahren können; ich mußte mich aljo bei meinen Anſtalten begnügen; dagegen fonnte im meine Düngerſtätke auf die Nordſeite des Stalles und außer dem Beringe des Hofes anlegen. Zwei Thüren führten dahin, an deren Seite im Jauche- vehälter anlegen ließ. Die Scheune war räumig, gut angelegt, nnd zum Durchfahren eingerichtet. er NE e zum Thore Landwirthſchaftliche Gebäude. L; Im allgemeinen ſind die landwirthſchaftlichen Ge- bäude am Rhein und der Moſel ſehr unzwe&>mäßig ans gelegt, man ſieht beim erſten Bli&, daß ſie keineswegs auf den AFerbau berechnet geweſen ſind. Groößtentheils am Fuße der Ritterburgen oder der Nachbarſchaft eines Kloſters gelegen, ſcheinen ſie in frühern Zeiten nur be- ſtimmt geweſen zu ſeyn, die Dienſileute der Ritter uud Mönche zu beherbergen, emm 7 adwmmnen 4“ Wald und Reben bedeckten zur Vorzeit die ganze Gegend ausſchließlich, und noch vor 30 Jahren waren ſelbſt die wenigen Ebenen am Rheine und der Moſel mit Wein bepflanzt, welche erſt in neueſten Zeiten des nun verbeſſerten Ertrags des Acerlandes wegen ausgerottet wurden, deshalb auch der größte Theil der Dörfer ſo ſchlecht, ſo enge erbaut iſt, daß einem grauet darin zu wohnen. Obſchon keine Gegend einen ſolckmaäßige Sparſamkeit von Seiten der vorigen Regierungen, war die Haupturſach warum auf dem Lande nur bei höchſter Noth und als- dann nur höchſt dürftig gebauf worden iſt. Statt daß man dem Bauluſtigen hätte geſtatten ſollen, alles nd- thige Holz unentgeldlich, nach ſeiner eigenen Wahl und den Erforderniſſen auszunehmen, hätte es auch eine oder andere Inconvenienz nach ſich ziehen mbgen, konnte der Landmann hovchſt ſelten gegen Zahlung, und nachdem er ſolches noc C.. 1] Fur's erſtemal ging dieſes auch; der wirkli) von Natur gute Boden, und der Umſtand, daß er noch dieſe Pflanze nie getragen hatte, machten, daß der Klee mit Hülfe des Gipſes gut kam, dieſes gab denn nun, wie es auch anfänglich) anders wo der Fall geweſen, die Veranlaſſung dieſes Vorurtheil mehr und mehr zu befeſtigen. Auf ſolches geſtüßt ließ man den Klee fol- gen wie und wann man wollte, er ging wie natürlich ſchr zurüF, und man kam in neue Verlegenheit, be- ſonders da kein Vieh mehr nac) dem Walde getrie- ben werden durfte, hen In dieſer Lage und in 20% dur< ähnliches Ver- fahren SERRE volligen Ohnmacht und Entfraf- 5 hes der jeßt nach 8 Jahren" 20 Rthlr, pro Mor- gen beträgt nicht mehr aufbringen. Ich befand mich in einer ſeltſamen Lage, ich konn- te mich nur bei meinen todten Rathgevern Raths erho- len. I<) war der erſte, welcher in ,der Gegend, mit einem neuen, einem verbeſjerten Wirthichafts- Syſteme “NILE IN Sr ES 1. a31Gfvaotp- ey Yola Oly- nach richtigen Grundſäßen auftreten ſollte. Wiele Au- ee Gh; A NEE I8 AIN A UE 13 PIE CES onjt auf keine lLandwirch ſchaftliche Berrich= gen welche|; tung gerichtet waren, thaten ſich auf, da viele Privat- ſonſt andre Geſchäfte betrieben, Grundbe- ie GN 040 5.0 SO GE RSS RAR AS REES 6 ſizer geworden, und jo war yeder begierig- zu ſehen, oy SEE(OX 5 L105N 248 G.-> m Y2 bei dem Betriebe der Landwirthſchaft etwas mehr als 3 EIE SIGE ZT wu Kouzundumunirieod vm man zu ſehen gewohnt war herauszubringen ſey, Da nun doch nad) einem Syſteme der Ordnung und Regelmäßigkeit wegen, auch damit wenn es fehlgehen ſollte ich eine Rechtfertigung für meine Verfahrungs- weiſe hätte, vorangeſchritten werden mußte; ich auch wie mein erſter Plan war na) dem meiner Nachbarn weil ſie ſelbſt keines befolgten nicht anfangen konnte, ie ich mir alſo ein Syſtem aus den mir bekannz Obſchon ich mit aller möglichen Reſignation diefes *b angefangen, und auf mehr als einen 5.40 in en erſten Jahren meiner praktiſch=landwirthſchaftlichen Laufbahn gefaßt war; ſo hatte do das Fifferbeint ers da ich vor allem an- dern auf Stroh bedacht ſeyn muſte, einen ſo großen Reiß für mich, daß ich mich entſchloß mit dieſem Sy- ſteme anzufangen, womit ich eigentlic) hätte enden ſollen. Anſtatt ich geſonnen war, die Erfahrungen anderer zu benußen und nichts vorab zu verſuchen, bekam ich durc) vorbenannten Mißgriff in der Wahl meiner Wirth- ſchaftsart, ganz wider meinen Willen an meinen gan- zen Arcal ein Experienz=-Feld, ohne es gewußt oder ver- muthet zu haben. I< legte getroſt das Ganze in fünf Felder, verließ mich auf die Zukunft, und that Augen und Ohren für die Gegenwart zu. Meine Folge war 1) Hafrüchte. 2) Gerſte. 3) Klee. 4) Roggen. 5) Roggen oder Spelz. Meiu Dünger erlaubte mir kaum den zehnten Theil zu düngen, dieſen erhielten die Kartoffeln. Da ich nun wegen Mangel an Dünger mein Heil in vermehrter Ar- beit ſuchen muſte, ſo ließ ich es ſowohl an gutem dbfte- ren und aud verkifteren Pflügen nicht fehlen. Der Klee kam gut, die Kartoffeln ſo ziemlich, aber die Halmfrüchte, waren Strohreich und Kornarm. Die Arbeit war gut, das Syſtem fehlerhaft, der ndthige Dünger konnte nicht gemacht werden, auch war Feiner beizufaufen. I< hatte weincn Viehſtand für den erforderlichen Di „id) (inf weld 1 Dünger auf 5 Morgen 4 Stü>X aufgeſtellt. Dieſes reichte aber bei hinlänglichen Futter und bei gehvriger Einſtreuung wegen zu großer Erſchöpfung des Bodens, welcher ohnehin ſehr Dünger verzehrend iſt, nicht zu. I< muſte nun mehr Düuger, folglic) mehr Futter, und durfte doch auch nicht weniger Stroh haben. I< ließ die Sache ſo einige Jahre gehen, um zu ſehen wie es ſich entwieln würde, und wie dem Man- gelhaften am beſien beizukommen ſey, So geſtaltet, obſchon noch ſehr unvollkommen, wieß meine Wirthſchaft ihre gute Procente aus; aber ich hatte nicht die Genugthuung meine erbauten Früchte in der erwänſchten Vollkommenheit zu ſehen, warum es mir doch einzig zu thun war, weil bei Erreichung dieſes Zwedkes, ich die ſichere Verfahrungsweiſe dazu zu ge=- langen, durch mich ſelbſten inne werden muſie. Ohne Dünger iſt nichts, ohne hinlänglichen Dünger nichts Vollkommenes zu erlangen; wer dieſes, wie ich ſtufenweiſe erfahren, wer wie ich beobachtet hat, wie dieſelbe Pflanze erſcheint wenn man ihr nothdürftig, wenn mas ihr hinlänglich, und wenn man ihr Dünger vollauf zukommen laſſen kann, der wird nicht in Abrede ſtellen, daß der größte Reichthuim eines Landwirthes in der Düngergrube geſucht werden muß; und kein Wirth kann landwirthſchaftlich reic) genannt werden, bis daß er, wie einer meiner Freunde zu ſagen pflegt, im Miſte bis über den Ohren ſte>t. Es iſt ein nur zu bedeutender Unterſchied, ein in gehdrigem Düngerſtande und richtiger Rotation ſich be- findendes Grundſtück fortdauernd in erforderlichem Stan- [09] a de zu erhalten, als ein gänzlic) davon entbloßtes, aus-| Ü geſogenes, beſonders bei vertiefterem Pflügen dahin zu mj! bringen, daß es davon ergriffen, davon durchdrungen, und in Erzeugung hd<ſt vollkommener Früchte den Bez nig weis davon darlegt. ag Indeſſen war und blieb dieſes mein Ziel, ich wollte the einmal nicht einen Theil meiner Ye>er, ſondern alle zu Nn gleicher Zeit in möglichſt erreichbarer Vollkommenheit ſe- ahn hen, bevor ih ſtehen bleiben wollte; und dieſes ſollte win aus meiner Wirthſchaft ohne fremden Zufluß einzig und gan allein hervorgehen. Wie viel Jahre darauf hingehen u| würden, ließ ich ſd lange hingeſtellt ſeyn. die Zu dieſem Zwe&e zu gelangen, muſte nun zuerſt lid) mein Viehſtand noch vermehrt werden, dieſes konnte lich) zum Theil ohne Nachtheil geſchehen, da die Molkerei frü wegen Nähe der Stadt ſich gut rentirte; indeſſen lieferte en mir hierzu mein Wirthſchafts= Syſtem nicht hinlänglich fa 16004 mir blieb alſo nichts übrig als zu einer reinen jeu Wechſelwirthſchaft überzugehen. ſus - hafte nun freilich mehr Futter, aber auch ſta ein Fünftel ein Viertel zu düngen, dabei weniger Str. ts da ic< aber ſo viel Futter erbaute daß ih beinahe kein des Stroh verfutterte, ſo reichte dieſes mit etwas Streu- teh laub hin.|"ſ IV ſtelite auf 4 Morgen 1 Stü> Vieh auf, wo- zu von eine Kuh) im magern Zuſtande 3 bis 400 Pfund, ſo ein Ochſe 5 bis 600 Pfund wiegt, nur dieſer Viehſtand TV war im Stande in 7 Jahren, nachdem ich 4 Jahr- in ſc Fünffeldern und 3 in reiner Wechſelwirthſchaft gearbeitet Lo id hatte, im achten Jahren Ha>früchte, Klee, Spelz, und| üb Hafer, in demſelben Jahre in ſeltner Vollkommenheit, hinzuſtellen. Ih will meine Verfahrungsart hierbei erzählen, nicht zum belehren, denn wir haben jeßt ſo vortreffliche agronomiſche Schriftſteller, das wenn ihre Lehren nur theilweiſe befolgt würden, alles für den AFerbau als ge- wonnen angeſehen werden müßte, auch nicht zur Nach- ahmung, indem es nicht leicht einem Wirthe gelingen wird, auf dem von mir betretenen Wege eine vorher ganz vernachläſſigte Feldmark auf dieſen Punkt hinauf zu ſchieben, das nur bei einer bedeutenden Stadt, wo die Molkerei die Koſten des Viehſtandes de>t, es mdögs= lich ſeyn kann, den erforderlichen Dünger mit den mdg- lichſt geringſten Koſten herbei zu ſchaffen. Den T in Hak- früchten,+ in Klee, erſtere direct, dieſer indirect, erfordern ein Dünger- Quantum welches wenn man keinen bei- kaufen kann, unbegreiflich jedem vorkommt, der die Er- zeugung dieſer Früchte nicht in ihrer Vollkommenheit ver- ſucht hat. Es iſt wenig ſchwer, mehrere GrundſtüFe eines Gu- tes dahin zu bringen, daß ſie jährlich den Vorſte>ſtrauß des Ganzen bilden, aber eine ganze Feldmark groß oder klein in allen ihren Verzweigungen, und ohne alle tech- niſcyze Gewerbe, zu einer vollendeten Wechſelwirthſchaft zu bringen, muß, wenn es ohne Aufopferung geſchehen ſoll, auf einem andern als dem von mir eingeſchlagenen Wege geſucht werden, und eine zu vollkommene Wirth- ſchaft kann hier, wie unſere beſten Wirthe eingeſtehen, leicht durch) eine minder vollfommene an reinem Ertrage übertroffen werden, wenn man die Sache mehr rein land als ſtaatswirthſchaftlich betrachtet, denn in dieſem Falle kann die Erzeugung eines oder mehrerer Producte dem Staatsverkehr ſehr nüßlich, dem Producenten aber wenig einträglich ſeyn, weshalb dfriers beide Anſichten getrennt dargeſtellt werden müſſen, um die landwirthſchaftlichen Vortheile nicht mit den ſiaatswirthſchaftlichen zu ver- wechſeln. Eine Induſtrie, die den Landmann zum Heßhunde, zum ununterbrochenen Galeerenſclaven macht, nein, ich geſtehe es, für ſolche bin ic) nicht. Aus dieſer Urſache bin ich dem Weinbaue gramm, weil er eine mühevolle Arbeit erfordert, welche den Körper im beſten Alter ſchon ver- dirbt, und dabei nicht lohnt. Jc>< ſehe gerne arbeiten, liebe anſtrengende Arbeit, aber ſie muß nicht niederdrük- ken, nicht verderben. Die vervielfältigten, oft ſich drängenden Arbeiten des ſo hoch geprieſenen Ackerbaues der Niederländer, die meiſt dahin gerichtet ſind, dieſem indüſtribſen Volke Stoff für ſeine Betriebſamkeit zu geben, wird gewiß nur theil- weiſe, und nie im Ganzen bei uns mit Vortheil nachge- ahmt werden dürfen. Es iſt bei keinem Geſchäfte am wenigſten bei dem N>erbaue, rathſam das äußerſte zu ſuchen, ſelbſt ein Boden der etwas an fich hält, iſt nachhaltend dem Land- wirthe nüßlicher, als einer welcher alles gleich hergiebt und ganz auszuſaugen iſt, wobei es denn, wie es bei uns auch gewohnlich der Fall iſt, kommt, daß die Bauern bei ihren getrennken Grundſtücken ſo oft ihre Wirthſchaft von vorn anfangen müſſen, indem ſie auf einem neu ge- düngten Acker ſo lange herumpauken, bis er'wiederum in gänzliche Erſchdpfung verſunken iſt, ſtatt ihn durch mä- ßige Nachhülfe für immer in Kraft zu erhalten. Die Schonung der im Ader liegenden oder hinein- gebrachten Kraft, iſt einer der allerweiſeſten Maaßregeln welche ein denkender Wirth bei ſeiner Bewirthſchaftung in Anwendung bringen kann; iſt dieſes Verfahren eine Reihe Jahre fortgeſeßt, ſo ſicht ſich der Wirth im Stan- de geſeßt zu wollen, und es wird gelingen. Mit großer Bewunderung wird jeder einſichtsvolle Land- wirth, die auf Düngererſparung ſo vortreflich eingeleitet und berechnete Fruchtfolge der Pfälzer anſehen. Ich habe nicht Urſache zu vermuthen, daß ſie von irgend ei- ner ander8wo auf gleichen Boden eingeführten Bewirth- ſchaftung an reinem Ertrage übertroffen werde; aber ich fürchte, daß das ſo ſeltne Wiederkommen des Düngers auf' ihrem Boden, dem rothen Klee den Untergang be- reitet hat, J war: ich ließ ihn durchbrechen und oge noch einen Fuß tiefer auswerſen. Da man hier eine ſolhe Operation noch I ge- ſehen hatte, und das Grundſtü> auf die Landſtraße ſtieß, ſo fehlte es auch an Zuſchauern nicht, die ihre EH gen darüber machten; als es aber nun vollends aus Auffahren der Steine zum ausfüllen kam, ſo glaubte| keiner mehr verbunden zu ſeyn, das Lachen zurückzuhalz| zuöz ten, und mein Verfahren für eine Culenſpiegelei zu er-| Ha klären, indem nichts einer Tollheit ähnlicher ſehe, als| fiher Steine auf einen AFer zu fahren, welche jeder andre| Yeh auf alle mögliche Art los zu werden ſuchte.| Wee Der| | | | ZE nem Ei EEE RR ER ei<< 10! Der Paſtor des Orts ſuchte mich freundſchaftlich von meinem eignen Nachtheil abzubringen; ich mußte ihn auf den Stand der Früchte a1 1f'8 künftige Jahr ver- tröſten, und die Ur ſache dieſer Unteruehmung auf den Rath eines Freundes ſchieben, um ſeine gute Meinun 1g doc< nicht ganz zu verſcherzen. Im folgenden Jahre, als er auf dieſem Felde den einträchtig ſchönen Stand der Früchte ſah, glaubte er doch, das Ding ſey ſo übel 1 /.t, und bemerkte: auch er habe ſolche wäſſerigte Ste ſſen 8 1 ar tt ſeinen Ye>ern, welche er wünſche troFen zu legen, wenn er nur verſichert ſeyn könne, daß die Sache auch für di Zukunft Stich hielte. e rere = I< ließ in der Folge me ſolcher Unterzüge anle- ) gen dom? ſo, das im in der Mitte oder beim Zuz- ſammentreffen der Canäle ein etwas tieferes Baſ- ſin anbringen und mit Steinen ausfällen ließ; die Waſſer verziehen ſic) ſo leichter, und die Obdverfläche tro>et eher ab. 8. 44, H 94 591 jeh; Dieſelben Grundſäße, welche ich mir bei meinem auszuſührenden Aker-Syſteme vory zeichnet hatte, ſuchte ic) auch bei der Nufſtallung ee es Viehjtapels zu bes folgen. So vielen Reiz auch immer das jeydne fremde Vieh für mich hatte, ſo wollte ic doch wo moglich bei der einheimiſchen Race bleiben, -<< umme zunmug“ <<< ESSE SPEI AILEEN.. TE. NE Nichts iſt ſchwerer als durch Ankauf zu einer gu- ten Aus8wahl von Rindvieh beſonders von Kühen zu kommen, qute Stücke: kommen ſelten in Handel bevor 1 89 2 a“.„ M b+ Y, 3. Bud 4“ 4»"04. 5 ie abgenußt ſind, daher auch viele Jahre dazu gehbren =.- um eines guten Viehſiapels habhaft werden zu künnen; dieſer iſt aber alsdann auch ſehr ſchaßbar, beſonders da eine Kuh ahnlicher Geſtalt, leicht das doppelte einer an- deren gleicher Art. in der Molkerei werth ſeyn kann. Die hier gekaufte Kühe ſtammen v.om Weſterwalde, welchen man in hieſiger Gegend, in Hinſicht ihrer Güte allgemein den Bourzug giebt. Ihre Geſtalt iſt gut, ihr Temperament munter, ſie geben nicht viele aber ſehr gute Milc<, legen aber bei gutem Futter zu gern Fleiſc) an, und werden dadurch weniger milchreich. Neben dieſen hat eine kleinere Rage, welche man hier von einem Orte der Grafſchäft Wied Steinmeler nennt; und welche aus dem Süderlande dorthin zu Markt gebracht werden viele Vorzüge, ſie ſind leicht im Futter und einzig gute Milcher- J< beſiße eine Kuh dieſer Raze, welche 4225 zwei Zentner wiegen wird, ſie gab nach dem Kalben 9-- 40 Quart Milch, welche Nie- derungs= Kuh hält damit den Vergleich aus? So vortheilhaft dieſe Race iſt und bei Auswahl noch mehr ſeyn müſtez ſo wird ſich doch nicht leicht ein begüterter Wirth entſchlieſſen nur ſolche Kühe im Stall zu haben, ſeine Wirthſchaft würde keine Figur machen, denn etwas muß doc) ſeyn was auffällt und ein ſchd- ner gut gehaltner Viehſtand, iſt allerdings die großte Zier- de einer Landwirthſchaft. wz== GEN Ja IEE FE qu es 9 Obſchon wir wegen unſrer Lage wenig Zuzucht ha- 0:3 ben können, ſo iſt ſolche doch allem Ankaufe weit vorzu- jebor;. : ziehen, indem nach meinen ZENT SENG igen gezogne Kühe die beſte Milcher und freundlicher ſind, mehr Zu- 46 vten Rein:.““: ) neigung zu ihrem Herrn haben, und auch in Erwiede- ) " ) kd rung mehr von ihm geliebt werden. && JID>"SCHIENE": Zn Vc?- yn Funfzehn Kühen, hab ich alle hier bekannte Jr,; mroinom(Stzllo aophal". s 0" ald Racen in meinem Stalle gehabt, worunter Worweſter- Jib,. ee 121 mit y+. C RE Gas Yk,> Ve, 00 il qg 7 OJOLNREenn- von bunleip UilCi eSar VU y 6 pi or Ganſfs unn Slam mroiforr Bowiv; be, weißem Kopfe und Wamme, weitem Gerippe, wei- "-..C 2/% yY Y„ect-=;(e2.2 4 5>. N 4. 3+- 145, 4.(„ 7. ten Huftinvchen, hochangejeßtem Scweife j1ich) befan- /;C EZ 17| « SSB 7 PARSER EBD;>€(2:02“ TE den. Sie ſind anfangs, wenn ſie in unjer Futkker kom- men gute Milcher, ſeen aber bald Fleiſch auf und wer- den weniger Milchreich. Shron ſind Die vo hob TIPoſTorpmy 5198 ESFR 2 Ihnen ſind die m hohen Weiterwaide vorzuticehen* l ſie ſind Kaſtänienbraun mit weißem ſeltner braunem Ko- eier- SEA NE 3 EBA ABR EEE SEIEN EREN; 4 AUEH m[SSA ZIAIES- aft Pſe, tieineien ind feineren Hornern; mehr fiacyem als fon- y!/ TCO 37 “; Os 3 4-4 720 7 Y« 514> x 27216 0 tter nenformigem WEripPpC y Leiizte jieyenden VYUYLINDE en: Der > Y v" e-.-.- u Hc ans vr]+ mohr] Havrf EE STEIGE: 7 BD ADAP S c tejer Schwanzknochen mehr abgeſcharſt, ihr Haar iſt feiner, und c, ihr Temperament milder, | ie 7 y N1to- Dann folgen die voraenarntite Steinelet, ſiv ſinp Flein (eZ SPTEREN DIDI 118 TLCL- UC iinQ T VE ge| EA; 53.14- x Tt oft im 2501 welle(9;[ uc! Nn Vvoit LOC eil(83( 48 ve 2«“ 1 nc ona> o OD 5 p wahl dünnen leichten KnoHenvaue, feinem Kopfe zu nd lang m tf ein dr innem OMWMwanze, ite HOVEN: ein efwas dummes Anſehn, Y|; Gurttaig f Y& 7 EH YI 3 nl E Gal bleiben be guten Jutiet ſo jiang jie mitchyen jtefs mager, PF%., 3."3 54„Y. 4 ESS 8 WEIT „4m und können den Klee nicht aut verlragen, hh. S2 5. Pz; Du Foren 1 zel-- (DE Zole e EPG Me Jace iommt x L ſi Bl ," 117 Ie„ 0 wiel BEUTE 5255 y oi" u| Y „iet feinfnocdlM und Jeinhaari mettt Tard!4:; vei 18€ tfin-= %» E17: 4 det man oft den bei ven Englander ſo beliebten Schl, Kon R ES SEEZIE<Ä Zum mm. 7 7= ME ichen genfovf mit furz ſie ſind gute Milcher Seltner. finde gelb von Farbe, Horner, ſind ſehr fr ihres guten Baues und (39] en DEHN 67“5. I+7 und lebhaften Augen, auc) Y nur etwas weichlich. t man, die Pfälzer Rage; ſie ſind kurze ſtarke wegen der ſiarken Knochen viel Figur im haben meiſt hartes <5 8 PLIEZERT 5 07 aßig und dauerhaft, und machen Stalle. Mehrere Individuen ſind gute Milcher, verzehren aber viel Futter. auch die Ochſen dieſer Rage bei uns e bei noch ſo ( Vor einiger ſche Race wie allen großere andern ſie hatten vergeſſen, die holl bringen, deren G ſtigen ſalzigen andrem Boden wachſende Futkterkräuter Man hat ihnen und ihre Milch ras die zur Milcl Ingredienzien, mehr wie Von den Fleiſchern werden ſie wie nicht geſucht, weil wenig vielem Fleiſche nur Fett an- Zeit hatten einige Wirthe die Holländi- r Art hier eingeführt, es ging ihnen Wirthen, die dieſes verſucht haben, holländiſchen Marſchen mitzu- habſonderung ſo günz alle andre auf ſich vereint. durc) Branntweinſpülicht nachzuhelfen yergiebigfeit zu befördern geſucht, ſie wur- den aber dadurch ſchwach) und muſten abgeſchafft werden. Unſre Land- Karakter, und zwar wr hat eigentlich feinen beſtimmten er ſchlechten Sorge für die Stamm- Ochſen wegen. idg wird einer auf dem Weſterwalde, bald auf dem Hundsrü>X, bald in der Eifel, bald „ Mayenfelde, oft au men alle "Wirthen ,; weiche oft zu mittlerer Größe, ihre der Pflege ab, und iſt voch oft über mogliche Figuren zum auf dem < in der Pfalz gekauft, und ſo fomz- Borſchein;z bei guten etwas Sorge dafür tragen kommen ſie Milchergiebigkeit hängt von r alles Erwarten groß. | Nur mit der größten Vorſicht können Kreuzungen vorgenommen werden, wenn ſolche vortheilhaft ausfallen ſollen, es iſt viel rathſamer eine für gut anerkannte Race, wenn es auch etwas mehr Koſten verurſacht, rein einzuführen und ihre Augbreitung zu befördern. Man rann einen Viehſtapel zu großer Vollkommenheit brin- gen wenn man Gelegenheit und Geſchma> hat in den aufzuziehenden Stü>en eine gute Wahl zu treffen, und alles nicht gut ausfallende gleich ausmerzet, Man muß ſreilich nicht denken alle Vorzüge fämmtlicher Viehracen in einem Stapel zu vereinigen, beſonders da immer auch die Meinungen über ihre Vorzüge noch ſo ſehr getheilt ſind. So, um mich in IE Nähe zu halten, giebt man in der Pfalz der Landes- Rage, vor ver überrheiniſchen Bvgelberger den Vorzug zur Maſtung, und bei uns geht ein Fleiſcher nur ſehr ungern an einen fetten Och- fen, wenn er nur in etwas einem Pfälzer ähnlich ſieht, dagegen er einen überrheiniſchen Ochſen jeden: andern weit vorziehet. Vorzüglich hat der Bauer bei uns auf die Dauer- haftigkeit der Ragen zu ſchen, kommt eine weichliche Art bei kargen Wintern nur in etwas zurück, ſo geht beinahe der ganze Sommer hin, ehe ſie auf guten Fuß zu brin- gen ſind, während erſteres Vieh gleich in einigen Wo- chen ſich wiederum im beſten Stande findet. Dieſer Nachtheil tritt beſonders gern bei dem ſchweren Marſch- viehe ein, wenn es auf einen Boden verſeßt wird, wel- eer die Futterfräuter nicht vollfommen abet, abe ſchreXend fehen die großen fee aus, wenn das Fut- RE EEEIER 312 WREN ter nicht gedeihen will; giebt man auch noch ſo viel Futter, ſie Fommen doch nicht zurecht, und klug der Wirth der zeitig umſattelt, wenn er dieſes bemerkt, MERE 27 Hierzug bedient man ſich in dieſem Bezirke der Ochſen, Sſchließlich. Hat man Gelegenheit Ochſen zu haben, wie ich ſtets bemühet geweſen ſolche zu halten, ſo kommt ein Paar gut angelernte Ochſen in der AFerarbeit dem be- ſien Pferde gleich, Man ſucht ſolche vorzugs veiſe vom [.+. TJQ 5 REDA SP) 4» 41 Y+ 541.(=>+ 1.0 5044 GE 5 boben YVBejterwalde zu ervalicn. Schon ihre äußere Ge- 7+ 1i/€ 2241402)::455(ny+ z.op GKioitzo0opw(Z5ap+- ſtalt iſt:zum Zuge vor allen- andern hieſige! Gegend vor- (04-: I GE 2 APIS SYio ZU 251( theilhaft in die Augen fallend. Die Rüdenknochen ſind jerade,- die Hüften weit ſtehend, der Schweif iſt gut ange- ſeßt nicht zu lang, die Schenkel gerade mit ſtarken Seh- nen, die Vorderfüße kurz, die Schultern: im Schufte weit, Kopf und Hörner nichkf zu groß, das Auge ſtark zurüF gewendet, die Farbe meiſt hell Kaſtanienbraun mit weißem Kopfe, der Bli> freundlich, und der Huf un- übertrefflich I< müßte mid) ſehr irren, wenn es zur Arbeit ir- gendwo eine beßre Rage geben mögte, ſie ſind gelehrig und dauerhaft, ſeßen leicht Fleiſch und Fett auf, ihr Fleiſch iſt feinfajerig und DIE Die Fleiſcher ziehen ſelbige allen andern Arten vor, ihr Gewicht. variirkt von 7 bis 900 Pfd. im fetten EE: Leider daß ſie wegen des zu frühem Anſpannens ſelten zur volligen körperlichen -- 39=- Ausbildung kommen. Die letzten, weiche ich hatte, haben ſich zu 4200 Pfund ausgemäſtet, und 160 Pfund Fett zehn Reichsthaler Courant verkauft. Fett ſind ſie zu Hundert und vier und vierzig Reichsthaler gebracht worden. Bei dieſem allen kann ich dennoch der Meinung derer nicht beipflichten die zu glauben geneigt ſind, der Ackerbau ſey eben ſo gut mit Ochſen wie mit Pferden zu betreiben. Einträglicher, im Allgemeinen nüßlicher iſt es zuverläßig für den Landmann, aber was Landbau und alle damit verknüpfte Arbeiten ſelbſt betrifft, ſo ſind ſie ſfammtlich zu jeder Zeit ohne einzige Ausnahme beſſer und angenehmer mit Pferden zu beſtreiten. Da man zugleich auf ein gukes Pferd, zwei gute Ochfen rechnet, bei uns Pferde und Ochſen meiſt mit gleichen Futter ge? füttert werden, ſo findet auch keine größere Koſtbarkeit in Hinſicht der Fütterung ſtatt. Auch die Ankaufs-Summe iſt gleich, nur iſt ſolche mehr bei Pferden wie bei Ochſen auf's Spiel geſeßt. 8. 16, DSA L Bei Aufzucht des Viehes kommt es nach meinen Beobachtungen, um es ſchön und groß zu haben, auf eine ſorgfältige Pflege und gute Fütterung in den er- ſten Jahren an: Man hat weiter nicht nothig ſo auf- merkſam zu ſeyn, wie Viele vorgeben, aber an hinläng- === 0010 lich guten und geſunden Futt arf es durchaus nicht, eben ſo wenig wie an einem guten im Winter nicht zu kalten Stalle fehlen; ſind dieſe beide Gegenſtände gehd- rig beſtellt, ſo ſind mit äußerſt weniger Ausnahme alle Hinderniſſe des Gedeihens gehoben. Warme Fütterung OED dem Rindviehe weniger gut wie kalte, obſchon es etwas vkonomiſcher ſeyn ſoll, und es beſſer im Winter darnach ausſicht, dagegen hält es ſich ſeſter und geſunder vei ſiets 1476 Futter. Man läßt hier gewdhnlich die Kälber an der Mut- ter ſaugen, und da der Molferei wegen ſie meiſtens ; agen"erbauen Eze ſo bleiben ſie dabei bis ſie abgenommen werde Werden ſie bloß mit ſüßer Muc) aufgezogen, a wird ihr Fleiſch viel zarter und weißer als wenn ſie nehenbei andern Trank erhalten. Ibſchon"4 Kuh mehr wie die andere ihrem Kalbe WED ſo hat dieſes dennoch wenig zu bedeuten. Hal- 1 ſie wie dieſes oft geſc 7 ie Milch 3 3 ſv ließ 8 ihnen Salz Seen und darauf ſcharf R dadurch ilch und ſie ſind froh, wenn ſie ſich ih- rer entledigen FR CEV 2 leich vor und bis 5 SE rathe ich nicht zu gahling von der gewöhnlic ſeßt da (2 Fütterungsart voraus gez ß ſolde gut geweſen abz SURE nach der Geburt bei welcher alles Hin» und Herlaufen, alles ungewohnte Geräuſch verhütet werden joll, ſind alle übrige Vorberei- fungen überflüſſig. Eine ſtarke Streu, nach welcher die wühe vorzüglich ſuchen und ſcharren, darf nicht fehlen, alle Zugluft, beſonders in ſchr warmen Ställen muß ſorgfältig verhütet werden; nach der Geburt gebe man SEEN 7 MER IEE vollauf laulichtes Geſvoff, verdünnter Kartoffelnbrei oder etwas ähnliches iſt am en ſtarke| derungs= Gefäße reizende Ingredienzien ſind wegzulaſſen, da dieſe Theile um dieſe 7 ohnehin gereizt genug ſind. Alle übrige Manipulationen, bei fehlerhaften Geburtet ausgenommen, 4B 3 vermeiden, und in dieſem Falle weiß ve doc: niemand weniger zu helfen wie der Bauer, der bei den|" Biehe““ aufgewachſen iſt; ſeine Unſtalten, ſein Benehmen im allgemeinen iſt kaum anzuſehen, man ſollte glauben die Dorftirche käme in die Wochen, und müßte einen neuen Thurm gebähren. Soll ein Kalb aufgeſtellt werden, ſo laſſen wir daſ- CXY Mutter ſaugen, wozu ihm - ſelbe bis 6 Wochen an der denn nac und nach etwas Geſöffe mit Schwarzbrod ge- reicht wird, fängt es an Heu zu freſſen ſo wird ihm dieſes vorgelegt bis es mit den Kühen zum übrigen ge- Y Tutt eX ouvagl wöhnlichen Tuiicer Ü ergehen Fann. Da meine Wirthſchaft auf Molkerei vorzüglich be- yechnet war, ſo ſuchte ich angelegentlich zu guten Milch- | rühen zu kommen. Zuerſt durch Ankauf, nachher durch Zuzucht. Gute er mbgten nach meinen Beobachtungen, in ihrem ganzen Baue und Geſtalt, ſv wenig als moglich in ihren Berhältniſſen dem ver Ochſen hnlich ſeyn. Cc Kleinere dünnere Hörner, ein blöderer Bli>, ſanfteres Benehmen, ſchmale Stirne, enge Schultern, weiteres Gerippe, engere Hüftknochen, abgeſchärfteres Kreuz, und dünner langer Schweif, haben ſich bei mir ſo wie die helle gelbe Farbe ſtets in Molkerei fowohl als Futterhaf- tigkeit am beſten bewieſen. Die Milchergiebigkeit, bei der Stallfutterung in Ge- genden, wo die Natur nicht ſo günſtig wie in den Mar- ſchen, und Alpen wirkt, beruht auf mehr zuſammentref- fenden und gut einſchlagenden Umſtänden, beſonders wenn ſolche nicht durch ungewöhnliche Mittel herbeigeführt, Vieh vollkommen geſund dabei bleiben ſoll, als man gewohnlich glaubt. Nicht die Race allein, die glückliche Auswahl der Individuen der“ auf Ort und Stelle paſſenden Race, nicht die Quantität des Futters, vorzüglich aber ſeine Gedeihlichkeit durch ſeine Analogie mit dem Tempera- mente und der Conſtitution des daſſelbe verzehrenden Viehes, dann ſeine auf die Abſonderung der Milch wir- kende Beſtandtheile, ſelbſt das Waſſer, womit ſie ge- tränkt werden, dann ein Jahrgang vor dem andern, machen bei demſelben Viehſtapel, bei gleicher Behand lung, einen ſchr bedeutenden Unterſchied. Iſt der Som- mer zu troXen und das Futter wird bald zu hartſteng- licht, ſo friſt das Vieh nur zur Notydurft, iſt er viel regnicht, ſo tritt derſelbe Fall auf entgegengeſelzter Seite einz; iſt ein kalter Winter zu erwarten, ſo nimmt im Herbſte ſchon“ die Milchergiebigkeit ab, und das Vieh ſet Fleiſch auf, um ſich gegen die Kälte des Winters zu ſchüßen, dagegen hilft nun kein Streben. EE meme mmm tt. ) e 4144 als IAN 8 0' aZ0 4„Tl[a Ich hätte gern dieſe Beobachtungen durch compa= UZ ANE 5 SHINE 0,000 AO WIES TR 685 Dur lT ro EZ ZNDNEE AA rative Verſuche ins Reine zu ſicüen Luſt gehabt, aber Unruhe des Krieges, ließ keine Muße zu eini- 2 die ew! p gem EEE 1, viel weniger zur Ausführung übrig. Alle ins Auge fallende Milchberec.- 2 Maaqad.<+= 6 Stallzins 2.- 2 Rthlr.'74 4000 Quart Milch: 56 Rthir, Kalb. s 5"-- Deficlt Gepe Dieſes Deficit kann nun zwar nicht der Wirth, doch oft die Wirthin ausgleichen, womit?=== emen€ IEEE Ferie; rnrumnnmenmemenZZen <= 44<=> ic) meine bei friſchem Milch verkauf, doch nur zum Th hingegen habe ich auch den Ertrag im ſchlag genommen. Dennoch zweifle ich, daß der Dänger frei zu bringen ſey. zeil, S: 18. Mi Tach äveneig 5f 4:09 Wer einmal eine Landwirthſchaft im Gallopp zu ſehen wünſcht, der darf nur eine betrachten, die bei einer nahe gelegenen Stadt ſich mit friſe unmöglich, daß ſie ohne den Erlbs, den ſie aus: der Milch 500% leben und dabei ihre Steuern und Zinſen bezahlen könnten. Reiniichkeit€ gewiß die erſte Annehmlichkeit eines gut geregelten landwirthſchaftlichen Haushalts, bei einer 1) Molkerei abey iſt ſolche unumgänglich nothwendig. Obſchon weniger leicht zu bezwecken wie in der Stadt, ſo iſt doch nicht diejenige Umſtändlichkeit ndthig, die man für unentbehr- lich angiebt; ſind Hausgerathe, Gef 8 rein, ſo iſt es weit weniger ſchwer ſie ſo zu erhalten, als wenn: man erſt wiederum zu pußen anfängt wenn der Schmut ec+ ENE- S0EE 12442 2 IB fw m Cous. Noaurfnliiris überhand genommen; Übrigens zeichnen unſere Landleute ſich in dieſem Fache nicht ſehr vortheilhaft aus, und es 4 446"l(75 i0w 4(40 DD VY 4 wäre zu wünſchen, daß ſie hierin unſern Nachbarinnen, zl a NA HH N JZ4 4[ 34.4 3+46 5 ven HolUanverimnnen und Bravanderinnen, mehr nachah- men moglen, 2 4(564+ GE ETD 426 7. DR TBILS I Behandlung und Fütterung des Viehes. Sv ſehr im Ordnung und Pünktlichkeit liebe, ſo ſchr haſſe iM Pedanterie in landwirthſchaftlichen Verrich- tungen. Bei Landleuten iſt ſie auch gewiß ſehr übel an- gebracht, und das Beſiehen auf Kleinigkeiten macht bei ſo ungewandten Leuten oft mehr Hinderniſſe, als es Vor- ! theile zu gewähren im Stande iſt; ſie werden mißmüthig NEMEN 47. und verzweifeln am Ende, alles das vollführen zu kdns- nen, was man von ihnen fordert, dagegen iſt das Aus- führen des größten Theils ihrer Arbeiten nicht ſo ſchwie- rig, daß man um ihre vorzügliche Geſchi>lichkeit verle- gen ſeyn I< hatte zum Futtermachen im Sommer, zum ſtampfen des Wurzelwerks im Winter einen Knaben von 16 Jahren, er hatte 146 Stü> Vieh und auch den Milch- transport nach der Stadt zu beſorgen. Da er 4 bis 5 Stunden oft in der Stadt zubrachte, ſo blieben ihm, die Speiſeſtunden abgerechnet, Faum eben. ſo viel zu ſeinen : ESE SR DEIOTDES SECHSTES„ſt, Verriuwtungen übrig. Cin Mo dc geworden ſeyn ſie tranken immer davon wenn ſie auch am Fluſſe nicht den geringſten Durſt bezeigt hatten. Die Kühe waren erpichker darauf wie die Ochſen. Bei warmen Tagen wurde ſämmtliches Vieh geſchwemmt, oft die Kühe noc<) den Tag vor dem Kalben, ohne daß es ihnen im geringſien geſchadet hätte. Oer Stall war ſo eingerichtet, daß das Futter vor die Krippen geſahren werden konnte, eine IEM 1 Kind kann hierbei (Zz welche nicht genug zu emvpfehlen iſt. ohne Mühe und ohne Gefahr, 20 his 30 Stück Bieh Cat -- 498 tern, der Reinlichkeit nicht zu gedenken. Das Bieh wird viel folgſamer, viel zahmer, wenn e im Auge hat, als wenn es mit dem Kopfe gegen die Wand ſtehet, man ſichet beſſer, wie und wie viel jedes Stu frißt und es wird weniger Futter verzettelt. Rau- fen hatte ich nicht, mir ſcheinen ſie vbiUlig überflüſſig und [4 hinderlich, da das Rindvieh ſein Futter mit der Zunge, und nicht wie die Pferde mit den Lipven ergreift. Mein Stall, den ich nur eingerichtet, nicht erbaut hatte, maß eine Hdhe von 22 Fuß. Ic fürchtete mein Vieh würde von der Kalte leiden, und meine Nachbaren waren, ſo kann man ſich nichts MERN denken, als die pP] a G7 Kühle im Sommer und die angenehme Wärme im wr welche in dieſem Stalle ſtatt fand. GT3 5: 93; 51; wan L75rt2 mr Spe ir"Et Igea ne Mein Viel) war ſiets von der beſten Geſundheit, Es< EE*> Nu, 11a 2479 544:“ Len liegen ſoll? 4 Pfd. ſind nicht hinlänglich und 8 nicht zu viel. I< ließ der Verbeſſerung des Düngers wegen, im Sommer zweimal die Woche, im Winter einmal ausmiz- ſten, auch einige mal die Woche ſtriegeln und die Fahne des Schweifes auswaſchen. Da ein Stü> Vieh reinlicher wie das andre iſt, ſo muß man darauf acht haben, und denen die ſich gerne beſchmußen mehr unterſtreuen. Man muß ſorgfältig darauf ſehen, wie die Kühe neben einander aufzuſtellen ſind, die gefräßigſten ſind an die EFen zu binden, und wohl zu achten das kei- ne bldde zwiſchen zwei unruhigen zu ſtehen kommt; einc ſol de So leicht man glauben mögte, daß das Streuen keiner beſondern Aufmerkſamkeit werth ſey,(OM UEFDO- bei des Dängers wegen viele Sorgfalt ndthig, da- mit er in ſeiner erſten Inſtanz gehörig behandelt werde. Ich ließ auf einer in der Wand feſtgemachten alten l Senſe das lange Stroh in zwei Theile ſchneiden und rechnet iſt, ſv ) gerne e Rühr "nn find a8 fel: are iſt dü DE werde, alten 1 und ſo ſtreuen; bei jedem friſchen unterſtreuen, welches täglich dreimal geſchahe, wurde das nicht ganz vertretene von vorne nach hinten gezogen, und friſches vorgeſtreut. 'Um dem nie aus den Augen zu verlierenden Zwee des beſt zu erhaltenden Düngers auf alle mdgliche Art nahe| kommen, ließ ich meinen Kühen höchſtens 3x Fuß Raum zum Stehen oder Liegen. Für ihre Gemäch- 7 iſt wie man vermuthen könnte nicht durch größe- ren Raum geſorgt, ſtatt ſich zu gewdhnen gerade zu lie- gen, legen ſie ſic) in die Quere, werfen ihren Miſt nahe bei der öfters aber in die Krippe, und was der Haupt- Nachtheil iſt, ſo wird ſolcher durch dieſes EAEG "VEN nicht gleich und ebenmäßig getretet Jede Kuh in eine eigne Abtheilung zu Je Ie habe ich ſehr unbequem gefunden, beim Melken, Reinigen und Füttern. Auch leven ſie nicht ſo behaglich zuſammen, wenn ſie nicht aus einer gemeinſchaftlichen Krippe freſ- ſen, ſich leFXen, mit einander ſpielen, und mitunter zanz ken können.- Dieſes alles gehdrt zum Viehleben und muß berüFſichtiget werden. Die Kühe werden bei uns mik einer Kette, welche unten einen weiten Bügel mit einer Wirbel hat, ange- bunden, ſie hängt ihnen nur auf der obern Halskante und berührt die Seiten wenig. Bei dem Bullen hatte ich die Vorrichtung getroffen daß ihm die Halskekte bei dem Losmachen nicht durfte aufgeſchloſſen werden, es wurde nur der untere Theil durch einen Knebel in den Ring des Wirbels eingehangen, und man hat nicht nd- thig jedesmal über den breiten Hals des Thieres überzu- greifen, wenn man es an- oder lo8Smachen will, UYller h* ' | | > dud FEIN Vorſicht ungeachtet iſt es oft nicht zu ver meiden, daß bei dem Bullen wegen des ſehr fleiſchigten Halſes die Kette, welche ohnedies etwas ſtärker wie bei den Kühen ſeyn muß einſchneide; ich habe mehrere Vorrichtungen verſucht die mir kein Genüge ge eleiſtet haben um Dieſes zu vermeiden, bis ich eine Art Kummet, über welche eine Kette lief,==“ welches ich bei einem Rhinozeros, um ihn feſt zu machen, geſehen hatte,=- anfertigen ließ, da ſolches ganz gut hierzu paßte. A 20 8. B-u-4l en. Die Behandlung dieſer bei der Landwirthſchaft fo unentbehrlichen Thiere iſt eine der unangenehmſten und gefahrvollſten; die Bekanntmachung eines ſichern Mittels ſolche gefahrlos zu machen, würde dem Erfinder den Dank eines jeden Landwirthes erwerben. I< habe nicht unterlaſſen in Schriften und mündlich mich hierüber belehren zu wollen, aber vergebens; könnte man dieſen Thieren nur die Hörner nehmen, ſo wäre viel gewonnen, aber man kann ihnen nicht einmal viel von den Spizen nehmen, da das Leben bei ihnen weit hervortritt, das einzige was ich noch anwendbar gefunden, iſt immer zwei Menſchen bei dem Bullen zu haben, daß wenn ei- „ ner auch hingeworfen wird, der andre helfen kann, mit zweien giebt ſich doch der Bulle nicht ab, hat man einmal mit Schlagen angefangen,“ bereiten ſie ſic) immer zum Fechten, und man iſt nie ohne Gefahr. Am un- räber jeſen met vizen mme ruhigſten ſind ſie, wenn ſte in Brunſt gehen, im Juli und Auguſt; wenn ſie auch fonſt ſehr fromm geweſen, ſo iſt ihnen um dieſe Zeit nicht zu trauen. Ein guter Bulle kann mehrere Jahre, wenn er- nur zum Sprunge herausgelaſſen wird und nicht mit der Heerde geht, 80 bis 100 Kühe fäglich beſorgen, ſchon nach zweien Jahren kann er auf dieſe Art 20 Kühen genügen, So ndthig es iſt, daß wo vie Kühe zu jeder Jah- reSzeit begangen werden, beſonders in der Nähe einer Stadt, ſo iſt doch nirgends dafür geſorgt, daß das gan- ze Jahr hindurch ein Bulle vorhanden ſey. Durch viele Mühe hatte ich es dahin gebracht, daß in meiner Gemeinde, der Stier nicht allein das ganze Jahr gehalten wurde, ſondern es auch weder der Gemeinde noch den Bauern einen Heller gekoſtet hatte; durch ein unge- ſchi>tes Benehmen derſeiben dauerte dieſes nur ein Jahr, und ſte mußten wiederum ihren alten Brauch hervor- ſuchen. Der Stier wird nehmlich jährlich dem das Wenigfte für jeden Sprung nehmenden übergeben, der dann zugleich den Genuß von 1X Morgen Wie- ſe erhält. Dafür muß er aus ſeinen Mitteln den Stier kaufen und denſelben die Monate Mati, Junt, Zuli, Auguſt, September und Oktober halten. Dieſem zu Fol- ge wird dann gewohnlich der ſchlechteſte und wohlfeilſtie welcher zu haben iſt, gekauft. Die vorige Regierung ſchien geneigt, etwas in die- ſer Sache zu thun, wenn es mit bloßem Wollen"abge- macht geweſen wäre, da aber ein ſolches Unternehmen viel Nachdruck und viele Beharrlichkeit erfodert, und ſich ſo etwas nicht befehlen läßt, ſo kam es wiederum in Vergeſſenheit und blieb nach wie vor den Bauern über- laſſen. Piehhanm der Der Ankauf der Ochſen zu unſerem Gebrauche, da wir der Maſt wegen oft wechſeln, erfodert viele Ueberl gung, um ſiets Vieh zu haben welches gleich gut zur Arbeit wie zum Mäſten iſt. Hat man die allge- meinen Regeln des hierzu beſi tauglichſten Viehes hin- länglich gefaßt, ſo iſt die fernere erſte Erforderniß ein ſichrer ſcharfer Bli,= bei Kunſtſachen würde man Ge- ſchma> ſagen-- ſodaun iſt der erſte Bli, welchen man auf ein Stü> Vieh wirft vor allem feſt zu halten; wenn einmal darüber geſprochen, theilweiſe beſehen und befühlt e- worden iſt, ſo ſteht man nicht mehr ſo ſicher in Beur- Te des Ganzen. Mein erſter BliFX ging zwiſchen den Hörnern von vorne über den RüFen, ganz von der - en Beſichtigungsweiſe abweichend, wo der Ochſe iſt bloß von hinten aus beſehen und verhandelt Wenn die Bruſt ſo viel möglich vierkantig, di di B e zultern weit, die Blätter breit, die Füße(urs und - nander ſtehend mit breiten Knien, der Hals frei, die Theile nicht zu ſehr ineinander verwachſen ſondern ſich frei in ihren Muskeln bewegend, der Bruſtknochen rund ſind, ſo conſtatirt dieſes nach unſerer Meinung ein ht in lber: ndern ohen an 55 ee gutes Vordertheil, dagegen ſind ein vernageltes im Widerriſſe enges, wie in der Bruſt ſpitzes Vorder- theil ſehr zu. vermeiden, ſolcbeinig, die Kraftäußerung welche meiſt bei der Arbeit durch das Vordertheil bewirkt wird, hat nicht Feſtigkeit genug, ſie gewbhnet ſich beim Zuge nicht ſelbſtſtändig zu gehen ſondern lehnen ſich an einander, kragen dieſer Schwäche wegen den Kopf nicht frei ſondern unter ſich, wodurch ie leicht ſtürzen, endlich fehlen ihnen beim Verkaufe an die Fleiſcher einige der Hauptfuhlen, wie man hier die Fettgriffe nennt. In Hinſicht und bei Beurtheilung des Hintertheils, ſicht man auf weite Hüſtknochen, hochangeſeßten dien Schweif, breite Schenkel und gerade hintenaus gehende Knie. Indeſſen weicht meine Meinung von dem Vorge- ſagten in Rückſicht der beiden zu verbindenden Eigen- ſchaften der Arbeit und Maſtfähigkeit in etwas ab. Meine Beobachtungen gehen nehmlich dahin, daß Ochſen etwas ſchwerer zum Fett zu bringen ſind: wenn ſolche weit ſtehende Hüftknochen und hoch angeſetzte Schwei- fe habe, beſonders wenn alle Knochen ohne daß das Vieh mager iſt, aufſſallend marquiren und ſich nicht ſo zu ſagen ineinander mehr verlieren, endlic) wenn die Hörner ſehr di und ſtart ſind. Fn Hinſicht des ganzen Körpers, iſt wie man es auch jeßt mit den Pferden zu nehmen gewohnt iſt, ein kurzer gedrungner breiter Bau einein ſchlanferen vorzu- ziehen. = 4= Der Farbe nach ſind Ochſen von dunkleren Farben lebhafteres und thätigeres Temperamentes'wie die von hellerer Farbe, gewöhnlich aber auch LIE Schade daß dieſes in jeder Hinſicht ſo vorzügliche Vieh meiſt in ſeiner Jugend dur) zu fr 0. At nen und ſchlechte Fütterung größtentheils verkrüppelt wird.| nſpanz Briehhäaundel der Iuden Der Viehhandel iſt ausſchließlid) in den Händen der Juden. Es iſt bekannt, daß dieſe bei allen ihren Ge- ſchäften nur das ſchlechteſte an ſich zu bringen ſuchen, um die Waare nur wohlfeil losſchlagen zu können. Bei dieſem Handel werden nun alle Betrugskünſte angewen=- det. Der Landmann iſt bei uns größtentheils ſo von mſtrickt, daß er nicht das geringſte unter- nehmen kann, wo ſie ſich nicht hineinmiſchen. Kein Stü> Vieh groß oder klein kann beinahe verkauft werden, ſie nehmen auf eine oder die andre Art Theil daran, ſie laufen zu jeder Zeit auf eine ſv unverſchämt zudringliche Weiſe in ſein Haus, daß es Verdruß erregt ſolches anzuſehen; haben ſte den Landmann erſt mit ein Paar Thalern in den Händen, ſo kommt ey vollends auf keinen Kup = 2 Vs dan grünen Zweig mehr. Sie haben hier ſo den Gebrauc im Durchſchnitt auf 18 Ihlr. angenommen werden. Sie bezahlten folglich ihr Futter, welches bei höher getriebe- ner Maſtung vielleicht der Fall nicht möchte geweſen ſeyn. Meine Nachbaren, welche vormals nur ſelten zu eigenem Gebrauche einige Ochſen fett gemacht, und ſolches nach ihrem Verfahren nicht vortheilhaft, bei jeßi- ger Zeit aber gänzlid) unthunlich gefunden hatten, weil ſie geglaubt„ohne Körner beſtehe keine Maſtung, fanden doch ſpäterhin Geſchma> an meinem Verfahren, und es gefallt ihnen jelzt recht gut, ſo bei einem Paare Ochſen 5 RE EEE041 54 6 BIR 220 eine größere Fläche damit be- düngen, aber aus bloßem Waſſer eine Gülle zu bereiten, welche dem Urin des Viehes nahe kommen ſoll, dann, daß der Miſt nichts an Güte verliere, wenn ſeine Haupt- beſtandtheile im Waſſer aufgeldſt, zu Gülle gemacht wor- den, kann ich ſo lange für keinen landwirthſchaftlichen Glaubensartikel halten, bevor ih nicht geſehen, daß eine Sache in ihrem Ganzen unverändert geblieben, wenn man ihr ihre Hauptbeſtandtheile entzogen hat. Kein Hand- werker hält ſo gerne ſein Verfahren für das beſte, als der Bauer, beſonders der Kunſtbauer. Ich kabe meine Jauche, da ich ſolche nie auf Pflan- zen, Gräſer und Klee ausgenommen, gebracht, nicht ver- dünnt, ſondern wie ſie aus der Diſtillirblaſe meines Vie- hes übergetrieben war, angewendet. JIc< habe dabei nie gefunden, daß dadurch die geringſte nachtheilige Folge entſtanden ſey, obſchon ich eine große Quantität auf eine Wieſe habe bringen laſſen. Dagegen iſt auch das Auf- bringen einer hinlänglichen Qnantität von einer ſolchen auffallenden Wirkung, die man ſelbſt geſehen haben muß, um ſie zu glauben. Allen Gebrechen kranker Wieſen, welche nicht an Näſſe leiden, hilft es auf einmal ad, gipſt man zugleich im Frühjahre die im Winter mit Jauche befahrene Wieſe, ſo entſteht ein Raſen von ſol- 12587 CT a44..4 it“. Aar 3 3 bei dem Kartoffelbau, der noh ſelten mit dem Viehe be- trieben wird, anwenden. er Leider ſind für unſre Gegend auf einige Zeit dieſe Vortheile ſehr durch den Feſtungs8baun vertheuert worden, indem dieſer meiſt alle Tagelöhner in Beſchlag genom men hat; der Tazelohn ijt dadurch auf 50= 60 Kreu- zer, und in leßtet Erndte und im Heuen bis auf 4+Fl. 30, Kr, und mehr getrieben worden. Die Einführung Ea ei nun an nothwendig zu »„> ie ps. GQ „M4' 0rlro...0 CHE 1 PPA 67 IEE 491.+) 14:4 EEE 4 PB PO CAAD vie meiten Uno uiiigijten zungen reuie auf bie FidBar- -- 69.= gute Zahlung finden, die zurückgelaſſenen Frauen b gen dann den Ackerbau, el 8. 2,9. W10L, MUN 3€ vt y TC enb on he >23 7 INDE x 13:2 2 8 3 9-20 SWIOD, Y. 3.02; ' Bei oberflächlicher Anſicht unſeres AXerbaues iſt er- verden EIT 2 E ichtiic, daß unſre Aderleute nicht ohne Intelligenz fon j N.% Y 1344 wor aniſchy EFA'o 2 45. TCrarroln owoh! beim mechaniſchen AFerbaue als ihrer Frucht- eren/ jolge verfahren; indeſſen fehlt es ihnen dennoch an einem feſten Syſteme, wonach ſie ihre Handlungsöweiſe ordnen, ne: und na Gründen feſtſtellen könnten. heit Alle Künſte, alle Wiſſenſchaften, alle Handwerke nder werden gelehrt, 3 einzige ſoll erlernt werden, ohne je vt zelehrt zu werde! Es iſt- zu glauben, daß von jeher dieſes ſc ausgedehnte, ſo ſchwierige, ſo NIE Geſchäft, wels: u ST 4 4 EE NEIN 4 4“4 4.+5 3 6 ee|. 4 Während große Corporationen zuſammengeſeßt aus ent den SNES SCHEN WVannern ihres Zeitalters, ſic) 0 viele Jahrhunderte hindurch die größte Mühe gegeben haben, den größten und erleuchteſten Nationen aufs ge- gelb) v 3 N» wa 2. 002 TNJaRolt 3442,06 gehen naueſte darzulegen, WIE et jener« Zelt GULIeCHe REET 4 1 E08 4 A EE WERE<. Yie.4 8 ſß mit welches kein Oh1 gehdrf und rein AUE yen unter= und ließ man es für die Ausbildung der Landwirthſchaft eines >r Mae EEE ! | | I. Gewerbes, worauf der ganze geſellſchaftliche Zuſtand ba- ſirt iſt, zu ſorgen, unterließ man es den Landmann in ſeiner Jugend mit den nothwendigſten Grundſäßen ſeines Gewerbes bekannt zu machen. Wie wenig iſt im Ullgemeinen der wahre Zuſtand des Landmanns gekannt, wie wenig wird er je gekannt werden, wenn man forkfährt ihn diejenige Aufmerkſam- keit zu verſagen, welche er ſo ſehr verdient. Man iſt in dem irrigen Wahne, er ſey gegen alle Verbeſſerungen gegen jede vortheilhafte Veränderung, man müſſe ihm ſolche aufdringen und aufzu 4 Cs iſt kaum glaub- lich, daß ein ſol Ein ganzer Staat hat an einem A&erhof, um Ver- ſuche darauf anzuſtellen genug, da 090 der Regierungs- Bezirk jeder Provinz ein oder mehrere Muſter-Wirthſchafteu haben ſollte, erſtere müßten ſich bloß mit Verſuchen be- 6. ftigen, dieſe die gelungenen Berſuche in einer regel- täßig geführten Wirthſchaft angewendet darſtellen. Er- fd könnte A>erbaulehrer, leßtere A&erbauer bilden. Eine Verſuch- Wirthſchaft kann ohne bedeutende Koſten nicht ausgefährt werden, wohl aber eine Muſter- Wirth- ſchaft, dieſe kann vielmehr zur Zeit dem Staate eine höhere Einnahme als eine gewohnliche Wirthſchaft ge- währen. Wir ſetzen zum Beiſpiel, es fände ſich ein wiſſen- ſchaftlich- praktiſcher Landwirth dem die Regierung eine Domaine zu einer billigen Pacht überließe unter der Verbindlichkeit allda eine Muſter- Wirthſchaft zu errich- ten; wie viel würde das Yerarium nicht gewinnen, venn eine ſolt machen alle Pflugarten ten Pflug, , egenheit in allen N DIEN die viel ZEISER ſind als mancher glauben mvögte, welcher nie„Dä en Pfiug geführt hat, um zwebdmäßig zu ſeyn erfordert werden. So weit meine Erfah rungen reichen, ſind die jekt für nothwendig erkannte Pflugarten» wenn ich mich nicht SENEN. GER zu genau an den Begriff der gänzlichen Umwendung des Grundes halte, nur mit zwei verſchiedenen, in ihren Hauptbeſtandtheilen ſich wenig ähnelnden Pflügen genü- gend auszuführen. Die gehdrig pflügenden Pflüge ſind weniger zum Rühren des Untergrundes geeignet, als die Stollpflüge mit ſchwalem Schaar und Rüſter, die ihrerſeits weniger zum eigentlichen pflügen geſchi>t ſind. Wir müſſen da- her zu beiderſeitigen mir unerläßlich ſcheinenden Arbeiten auc) beide Pfiüge beſißen; zu dieſem Ende gebe ich vem Brabander Stelzenpflug für unſere Gegend auch darum den Vorzug, weil wir hier keine Kraftanwendung des Pflügers auf den Pflug geſtatten, unſere Pflüger vielmehr gewohnt ſind, gerade einher zu ſchreiten, und ſich eines Stäu- tel8 zu bedienen, womit ſie den Pflug von allem ſich an ihn ſeßenden Erdreich und Kraut zu reinigen gewohnt ſind. Ihm zur Seite und zum Nebengebrauche ſtehe der uuſrige, oder ein ähnlicher, wovon, da er hinlänglich be- Fannt iſt, ic) nur noch erinnere, daß er jeßt ſtatt dem ſonſtigen hölzernen Streichbrett, ein eiſernes hat; ſeine Rader ſtehen weder feſt auf der Achſe, noch laufen ſie auf einer Achſe um. Durch den Rumpf des Vorderge- ſtelles läuft ein eiſerner Stachel, worauf die Räder theils ſich hermdrehen, theils mit ihm zugleich herum laufen. Unſer Pflug drückt fürchterlich auf das Vorgeſtell, mehr am Rheine hinunter hat man dieſem Uebel dadurd) abzuhe!fen geſucht, daß man den Gründel einen ſtumpfern Winkel mit dem Stich machen läßt, worauf das Schaar geſchoben iſt; er fällt aber beim Wenden dadurch leicht und oft um. 4 Deb.- MP“ EIE EI. HD 1 SPT es 5 Y.( HET 641 Unſer Pflug iſt ſehr mangelhaft, hat aber die Eigen- 177 heit, ven Bauer, mögte ich ſagen, zum guten Pflügen JE zu zwingen, weil er nicht geeignet iſt, weite Furchen zu halten, und ie Str rippe gleich ſichtbar iſt, zum flüge S: 31 enger: 24 Pflugarbeit. eiten Wir ſind auf dem Wege, von dem übermäßig ties „is en Pflügen, beſonders auf einmal, langſam zurüczu- rum treten; ich unterſcheide aber zwiſchen tiefem Pflügen eine des LoFXerung des Untergrundes; und wenn ich pflügen ſage, ehr ſo verbinde ich damit im engſien Verſtande den Begriff tüu der vollendetſten Umwendung des vom Pfluge erg UI ) an Bodens. Hier das uE Maaß M treffen, welches nicht ſind, allein bei EEE Boden, bei verſchiedenen Früch- eder ten, in verſchiedener Gegend, ſondern auch bei jeder ver- ) be chiedenen Witkerung, in welcher das Pflügen vorgenom- dem men wird, verſchieden bleiben muß, wird nicht ſo leicht eine einer beſtimmten Norm unterworfen werden können, ſeine ſie richtige Anwenduug wird ſtets ein Maaßſtab der Intelli- 90 genz und Des MoWDenzenn eines rationellen Landwirthes eil bleiben. Da die Erfahrung uns lehret, wie langſam die fen Natur bei m 001 des Bodens verfährt, um ihn (el, zu einer nur mäßigen Vegekation geſchi>t zu machen, ſo und wird es ewig unrathſam ſeyn, ihremmäßigſie iſt, wird nicht leicht bezweifelt werden; die Kraft concentrirk ſic) bei dem Ochſen mehr im Nak- fen und im Vordertheile, und hat weniger Unterſtüßung durch die Füße wie bei dem Pferde. Ich habe Ochſen und Skiere mit einem Horne große und ſchwere Wagen aufheben ſehen und dieſes mit einer Leichtigkeit, welche mich ſehr verwunderte, Ob ihnen, wie empfindſame Schrift- ſteller glauben wollen, ſo viel Gewalt durch das Zuſam: nenjochen angethan wird, muß ich darum bezweifeln, => velches iſt ihr wot den; Rat: Bungy Dien 4IO8 Bagen ART wei! “dut „wii Ni uam Wei, „„ enmmmmemnns/ y===“ - weil die ſehr große Kraft welche ſie in dem Kopfe haben ſehr angegriffen werden muß, ehe ſie leidet. Dagegen wirken ſie mit ſolcher[Kraft bei dieſem Joche, welche bei jeder andern Anſpannunggart nicht in Wirkung zu ſeen iſt. Daß man übrigens die Ochſen etwas ſtark angreift, hat ſo viel nicht zu ſagen. Unſere Pflugarbeit und unſere Fuhren werden auf eine Urt ausgeführt, daß unſere Knechte keinem Pferde- fuhrmanne zu weichen ndbthig haben, in Laſt und Gex ſchwindigkeit, wobei ſich unſere Ochſen zugleich gut bei Leibe halten, und nur bei heißen Sommertagen den Pfer= den in der Arbeit weichen. Da unſere Ochſen nur mit der Stimme regiert wer- den, ſo muß der Führer gut zu ihnen zu reden verſtehen, dieſes greift beſonders beim Eggen oft ſehr an, 366578 25 0 66 1 108 20 Dh 1 MG 8 Im Aligemeinen, und mit Hinſicht auf einen frü- herhin angegebenen Boden, hält man hier alle Pflugarten, welche nics bei anhaltender Tro>enheik Fein feichtes Unternehmen, und greift Geſpann und Füh- rer der m unjeres Pfluges wegen ſchr:an, weil folc bei dieſer Arbeit nicht leicht eing«je3t wer- 3 Ly 3...; 4. 4rrr] L2 LCD IR LEN Gür den kann, indem er dadurch ins Tanzen . ce laat.„nnt 3 0pN 5„0 51+ man bei uns zu jagen pfiegt; Dennod) Werden me mehrt .:. waoplonft 4: Wolhos PSE 9) PR 78 55 wie zwei Ochſen vorgelegt und lieber die Arbeit ausge- ſeBt„ el Yy m man jich entjchließen follte vier Ocjen vor- (4: Bei unſerm Boden kritt es nur ſelten ein, das et | Tiv ha 14" Toi 31 ſei ox Tiefo Hf|y- den rechten Tid hat, um gleich zu gehvriger Tiefe pflü- gen zu können, um dadurch) nie in Verlegenheit zu kom- men und nicht genothiget zu feyn, auf dieſen Zeitpunkt warten zu müſſen, laſſe ich zuerſt die Rinde abſchälen und gleich vere, gen, Statt ich nun bei dieſem Werfah- gleich) nach 3-4 Tagen von neuem pflügen kann, muß man bei dem u gewohnlichen 3-- 4 Wochen warten bevor man von neuem den Pflug anſeßen kann. ue I4C EI ENIES(4 ARE EU<(5052 MT- ACIEEE So gern nmignwWe ZFpuMmie ein Liefes wſiugen Hertra- gen, ſo halte ich doc: ein Pflügen von 8 Zollen, und ein hinzugefommenes Rühren des Untergrundes von vier Zollen, NBs bis zu einer Tiefe von 12 Sollen zuſam- € 7 -y men, für diejenige Pflug= Tiefe bei welcher jede bei uns gebaute KSE mit weniger“ Ausnahme zu gebdriger Vollkommenheit gebracht werden können. Glülich der Landmann, der bis zu ſolcher Tiefe, gleich guten Boden D ASE Mas oo:(4olhi7>(94) CEN WIPA SENE<) hatte es indeſſen in kurzem dahin ge- BA+ ein Morgen mit leichter wurde, Da ich aber die Wirkſamkeit der Wechſeigeſvanne kannte ſo genügte mir dieſes nicht, und ich ſüchte dieſe fobald als-- einzuführen. Dieſes gab indeſſen zu Discuſionen Anlaß, welche Urſach hätten ſeyn kdn- nen, daß. nicht leicht ein Knecht bei mir hätte in Dienſt treten mbgen, ſo angreifend und unausführ= bar wurde dieſes angeſehen. Da dennoch dieſes Unter- nehmen ſv gut einſchlug, daß mein Knecht ſich ſelb- ſten etwas darauf einbildete, und ſic einen Vorzug umz OEG über ſeines Gieichen herau8nahm, ſo war es ohne fer- nere Folgen. IT< ließ nehmlich Morgens die Ochſen nüchtern, den Knecht mit einem Schnaps ermuntert. anſpannen; ſie gingen von vier bis ſieben Uhr. Sie kamen dann nach Hauſe. Nachy dem Frühſtüke um 8 Uhr wurde das zweite Geſpann, welches mittlerweile Zeit gehabt ſich ſatt zu freſſen angeſpannt, und bis eilf Uhr damit ge- fahren. Von 41 bis 41 Uhr Ruheſtunde, von 1 bis 4 Uhr kam das erfte Geſpann an die Urbeit, von 4 bis 5“ Veſperbrod, von 4 bis 7 Uhr wurde das zweite Geſpan wiederum angeſpannt, und ſomit waren zwei Morgen ze- mäachlich umgelegt. Daß auf Crits dieſe Weiſe das Vieh im beſimdglichen Zuſtande verbleiben müſſe ſah wohl jeder ein, daß aber die Knechte es nicht gut aushalten würden, beſorgte ich anfäng- lich ſelbſt. Der gute Fortgang, der Arbeit, die Munter- und Thätigkeit des nie müden Viehes, die regelmäßigen Pauſen, beſonders aber daß ſie bei aud fürzeren>. nungSzeit weit weniger zu den Ochſen zu ſprechen haben, da ſie raſcher gehen, welches mehr als alles wu WÜ guirt, machte daß auc) die Knechte ſolches rec acs(7:41 wränhen, mit wenigen Mittel, iſt eine unvergleichliche Sache, ſie je ſreilich nicht überall und zu jeder Zeit anzuwenden, wo ſie aber einzurichten iſt, geht ſie allem andern Ve rfahren M vor. Beſſer kann man den Vortheil der Wechſel l1geſpanne damit zt: nicht bemerken, als beim Düngerausfahren, wenn man jo viel Fuhren hat, daß die Lader nie ſtille ſtehen. Bei 8 4 Uhr nicht zu ſehr entfernten Aer wird dann“ leicht viermal 18 5 Uh ſo viel ausgefahren, als bei einer anderen Einrichtung, Geſpann dieſes greift aber die Lader ſehr an, und ſie müſſen mit az R: einem guten Trunke unterſtüßt werden. ſmdglichen D aß abe SE jeh anfang: R Da E0A 18 Uhr je Munte lmäßigen Da beim Wurzelnbaue eine gute Rogolarbeit, jeder - Inſpar: andern vorgeht, ſo darf ſie doch nicht jederzeit in dem 1 haben, Sinne ausgeführt werden, welchen man damit verbin- wie fall det, nehmlich daß der untere Grund herauf der obere cht zu unter gebracht werden ſoll; dieſes iſt nur in beſondern Fällen mit Nutzen anzuwenden. Dem gewagten der Ro- gene golarbeit auszuweichen und dennoch ihren Nußen nicht zu öf entbehren, laßt man bei uns eine einen Fuß tiefe Schicht ve, wd ausgraben, und ſelbige zurücwerfen, dann wird die un- eitem ni! tere rohe Erde umgeſpadet, dieſe bleibt nun an ihrer |(4 Ne Stelle liegen, hierauf wird die nächſtfo Igende obere Erd- 47 qu ſchicht auf dieſe herüber geworfen, und ſo fortgefahren, » fin 6* M 58-107.44 100[59] 2 45 /3.08 ELE Zee Dv E„"Y. Bei dieſen Verfahren wird dem Nachtheilt „4.5 olim Narr! 10“;»702 vnylion wichen, welcher Durd) vie Herau fbringung eines rohen ) de, Lapawwniodc 9 44“ 4:1 cc 5»- Cal SomNor TIJQ:5014 Untergrundes zwar nicht den eie vlgenden Wurzeln ) Ö JI 3) 1: prmmnanr 5“1 4*+»Nopy„* cf 45 ieurtz für 4jeßt, dennoc< den Folgenden andern Früchten konnte 3 verurſacht werden; und doch zugleich „SEPT Qa tb 54 mae i Piti? Y GQ DIe xVW Ll ung 10185 Untergrundes auf eine nicht ſchädliche vielmehr ſehr vell- fFommene Weiſe erreicht. Dieſe Arbeit wird hier ſelten anders als zu Kartof- feln angewendet, obſchon ich die Erfahrung gemacht ha- be, daß ſie den Runkeln beſſer wie dieſen zufagt, in eli- nen neu angerodteten Weinberg, wenn auch der Boden noch ſo roh, noch ſo ſteinigt iſt, ſahe ic) doch die Run- AN keln jederzeit vorzüglich gerathen. E r n nn E A 50>(745 WirthſchäftsSyſteme. JT ot+3 51 37 1+-f hſc af Z=uuſror 91 54.4 dor 44% 35]- DIET uv: ent. Zirfl 4) fis= Oyſjtem„u ernnvden, wWeli- d Wäre der Verkauf der Domainen, welche anfangs u ſehr geringen Preiſen und vortheilhaften Zahl bedingniſſen abgegeben worden ſind, nicht eingetreten, ſo würden unſre Bauern ſchwerlic)d aus dem Stande der ungs= Tageldhner haben heraustkreten können, und es ware leicht möglich, daß die künftige Generation ſim des Zu- ſFandes ihrer Väter nicht mogte zu erfreuen haben; da die ſo ſehr vermehrte Bevdlkerung die unendlichen Parz cellirungen jedem ein nur zu kleines Fle¥ Land zu- kommen laſſen. Der größte der einzige Wortheil welc der kleine Bauer bei ſeinem A>Xerbau findet iſt bei ſich ſelbſt in Tagelohn geht und von der Arl er für ſeine Wirthſchaft verrichtet, lebt, |! j ] j So viel und ſo oft als möglich Roggen zu erbauen iſt heute no) mit weniger Ausnahme die Baſis unſe- rer ganzen Wirthſchaft, aus dieſer geht die ganze Anlage der Wirthſchaft ſo wie der Fruchtfolge hervor, die nun viederum ihrerſeits mit vorgeſagter Ausnahme eine ganz regeloſe Wirthſchaft darſtellen, welche nun auch nicht ih- ren Grund ſyſtematiſcher Ueberlegung, ſondern meh- rentheils dem unbeſtimmten Willen oder Bedürfniß zu verdanken hat, welchem zu folgen oder welches ZU ve- ſtimmen der Bauer durch ſeine Verhältniſſe bewogen wird Nach dem Roggen folgen im Range die Kartoffeln, und influenziren auf die Fruchtfolge, ſie bauen daher 4.14 TJ[8 3, 3. 4G Es 4 Sub No, 4. Roggen gedüngt. Rogen. > Spelz. Kartoffeln. No. 2, Rühen gedüngt: Gerſte. Roggen. No. 3+ Kartoffeln gedüngt, Pas. wagen. 1 zu(414 wngtt] Baſis yy! p:/|(. wf Sub. No. 4, Brache gedungt. gane Ahhh. vw Kohl. 1 vir KUN Roggen. NE PHE dam% eie a) Rogen. „ch„cs nr IL) NY Ilz jena> | vewwogen Roggen. Fartofeln, vahau 1 VAN Klee. M0 102 SOLDAare: 1) Hakfrüchte gedüngt. 2) Sommerung, Winterung. 3) Klee gegipft. 4) Winterung. Y 11 Bei uns bleibt dieſe Folge mit Einſchluß aller Han- “1 ro ( ZE M4 Ni: HUNTS SCO 4oNloich delsgewächſe und Molkerei die vortheilhafteſte, vielteich! | mit weniger Ausnahme rein landwirthſchaftlich betrachtet überall; ſollte auch eine andre mehr Geld in den Ko h / liefern, ſo bringt dieſe doch ins Haus ſelbſt einen ſol- 1 Katzen und Hunde wie man zu ſa- gen pfiegt genug haben. Dieſes iſt der wahre Wohl- +" Soo 2 3 Yrhlix 32 ZE FEIERN and des Landmanns, und der Anblick des überge nährten Viehſtandes, der Hoßtopfigen Knechte, der geſunden Viehmägde, der rothwangigten Kinder, der kugelrunden Hausfrau, zieren einen Landhaugshalt Siche wie die Flügel, Harfen und Guitarren, welche man un- ier und in den Händen der Töchter unſerer jeßigen Kunſt- vauern findet; denn das nennt man ſeit einiger Zeit auc) hier Bildung, wenn ein Mädchen alles kann, außer was ihr zu wiſſen nothwendig iſt. Statt von einer ſolchen Schönen mit freundlichem Geſichte und einem guten Rah- me bewit te| zu werden, fängt ſie beim Eintritt gleich ſv jämmerlich auf einem Inſtrumente an zu lamentiren, daß man glauben ſollte, man ſey unter eine Heerde Ka- zen gerathen, welche alle mit in einer ſolchen Wirthſchaft zuweilen einige Unordnungen vor, wenn den Dienſtbothen Arbeiten auf- getragen werden, wovon ſie keinen Begriff haben. So hat 3. B. hier vor kurzen eine Magd, der aufgetragen rde das Zimmer und die Geräthe zu reinigen, auch Harfe und Guitarre geſcheuert, ſo daß ſolche für jeßt und immer die Stimme verlohren haben,=- jede eden Wirth glü>lich, der es ſo weit ge- j Y gebracht hat eine folche einfache Wechſelwirthſchaft zu fuüh- ren, und nicht genptbig iſt ſich mit zu vielerlei Cultur- Hegenſtänden zu befaſſen. Leider iſt der Weg dahin oft ſteil, Auch mich hat es viele Mühe gekoſtet, dahin zu 3 3>»+4111. HET€ GE 4= SCHLE 5, 40%" 5 47. Z gelangen, und nur tiefſehende Wirthe werden ſich bewo- hen fol: zu ſa: Pohl- überge: w Rh: gleich entiten, "de Rae wurden, 1 einige wn auf: home NE gen finden, den nvthigen Aufwand an Mi daran zu wagen, weil der wahre große Rußen dieſer GOES nur theilweiſe und nur einem geübten Au- ge ſichtbar iſt. Ich geh zur Darſtellung meines Verfahrens bei dieſer meiner Fruchtfolge, und zu dem eigent 0 des theils hier im ENEN üblichen, theils von mir eigends befolgten Baues über. I< hätte Tauſende erſpart, wenn «>»;»= OO;+31 viY- Jahre darum herum zu fahren, Bei einmal vollendeter Cin- al!»„1> C+ 5.& y. richtung geht alles jo leicht vun ſtatten, g eppe jo qut in- ES SSE HINT LM nr ande: Z BENDEL einander, daB veim Worhandenjeyn zweac maß 1g 3; verbeijer- ter AFergergthe,' durchaus ein Drittheil aller Urbeit er- . Sommerang oft und Ee mit einem Schnitte; die Lo>erung und Reinigung des Bodens ohne beſondere Brache, das ineinandergreifen aller Arbeiten, ſo wird ge- wiß jeder, der dieſe Wirthſchaftsart verſucht und ſolche SEPA 3 SOR IPB EE! mien Hrncs.„Quas litate.'erung ohne ) Rüſter vor, da dieſe Verrichtung der Arbeit ein ſehr un- vollendetes Anſehen giebt, weil--- hätte man dieſes geſehen,=- ſonſt ſogleich der arme Pflug ſammt ſeinem Urheber verdammt worden wäre. Der lateiniſche Kar- tofjelbau machte den Bauern vielen Spaß. Nach ſechs Tagen hatte ich herrliches und zum Haufeln erwünſchtes Wetter, ich ließ nun die Rüſter an- hängen, ſchnurgerade Furchen in gleicher Tiefe ziehen, deren Boſchung wie gele>t erſchien wegen der oben aufſtehenden Feine Lücke UNIS ße des Kartoffelkrautes. In einem Tage wurde nun ſo viel abgefertiget, als ſechzehn Mann zu verrichten“| im Stande geweſen, und die Leichtigkeit der 1-> wn O“ ni ps.-- o T ) e . 53- (MT) 11 LUS 7 o «a vel 3 ) C,2 ſes ' i0- dAaf- 3 geivpohnl tk + 4- 3» . k| y j L o kv DE Rk |] Y Te Av | iL lug '' | 48%: vP j ver hacen u c ie Arbe Wen Mäercei wih: ! ji“ on eyn, D e Z: aut 1 . er) Ig H] 1 ( ' 3 bundnenm y D ZZ v- 5 den Here ch 1 bei 1*> 47 1 Y 4 „T 14 34 zu giauden iel ii ( zT LU .„> adden, 0 | G> aß das | L Y 3 [TURIN ) mas 1 | Y ; 45 ; I 1“ t 1 | ( und Y || i y ä T + (19) 1 Woſmuan VejviiLl y ? x / RE< 4 Ee L cgangierl t 4 44 4 y 1 e All zomoino MAlgemeine 2... run 7 3 Lartojjein, 2 | [ZZV ; ael Y 11) 442. Win 1 INePYCl Y 4) LADCHVEr 7 m : Y | „ iſt, gut zu eſſen und luſtig zu leben, ihn zu vermögen, nur in etwas ſeine Schuldigkeit zu thun, dazu gehbdrf für einen rechnenden Wirth viel Geduld. < FE S.« 42. Ha>früchte. Kartoffeln. Ich hatte, um vun die für mich kauglichſte Me- thode des Kartoffelbaues inne zu werden, mehrere be- kannte Pflanzungsarten verſucht, aus welchen ich mir folgende ausgewählt und in meiner Wirthſchaft einge- führt habe. Der für Kartoffeln beſtimmke A>Xer wird vor dem Winter zu 4 Zoll tief gepflügt, ſo bleibt er bis zum Frühjahre in rauher Oberfläche liegen, damit er nicht zu feucht wird, und im erſten Frühzahre gleich artbar iſt. Bei erſter gerechten Witterung im Frühjahre, laſſe ich das Tiefpflügen vornehmen, Zwei Pflüge gehen in derſelben Furche, der erſte mit weit geſtelltem Rüſter tritt vor, der andere mit euge geſielltem folgt; ich ſehe, daß zu 12 Zoll tief gegriffen wird. In dieſer Lage bleibt der Aker drei bis vier Wochen. nN . y en Rüſu ) ſi 11,17, Nach dieſem wird ſcharf nach allen Nichtungen gez eggt, zu 6 Zoll tief gepflügt und nach acht Tagen vereggt. Nun folgt vas Miſtauffahren und Ausbreiten, drei ßig zweiſpännige Sturzkarren für den Morgen. In dieſer Verfaſſung bleibt der At. 46 bis 438 Schefſel, nachdem ſie größer oder kleiner ſind, werden zur Ausſaat für den Morgen erfordert, Ein Pflug uud 6 Leger fertigen 15 Morgen den Tag, Zehn bis vierzehn Tage nach der Beſtellung laſſe ich ſchon vereggen, doch mit der Vorſicht, daß die Kar- | | | ' toffeln nicht aus ihrer Lage gebracht werden: beim G€ 1. ausfommen der Kartoffeln in der viettertMBode nach dem Legen, wird von neuem ſcharf nnd doppelt vereggt. Iſt dieſes zweimalige Eggen bei jedesmaliger guter Witterung vorgenommen worden, ſo wird der AFer ſich in einem ſo vortheilhaft reinem Zuſtande befinden, daß alles fernere Behac>en bei gewöhnlichen Jahren unterbleiben kann, und bei vorauszuſeßenden tro>enen Sommern unterbleiben jollte, I< muß mich über dieſes leßtgeſagte, welches auch fein Grundſaßz und nur eine Meinung ſeyn ſoll, näher erz klaren, da ſie im Allgemeinen dem SEEN bei dem Karkoſfelbaue widerſpricht, obſchon ſie nicht neu b- 1 und ich auch ſchon irgend wo anders gehört zu haben mich erinnere, einige Kartoffelnarten liebten das Behäufeln nicht. M IK « Zenn die Kartoffeln in zu großer Entfernung ſtehen, und ſie zu einer Art gehdren, welche kein ſtarkes Kraui macht, folglich I n y.- AMIT DIESE POE, SEB 274 Ahe DIN D-23255 rung ben Boden nicht hinlänglich bede>t, mithin leicht GG c; 1501+".»+..> vy Foron VRiLts diejes bei heißer und anhaltend trockene ZBIEre 8 684/14 alle Feuchtigkeit in den kleinen Hügeln verdunſtet, und 0“ dieſe Wikkerung, wie es oft eintritt, mehrere Monate an- halt, jo iſt gewiß ein leichtes Beha>en dem Behäufeln vorzuziehen. So haufig aud) M n6909en wird, die Kartoffeln lieb- ten ein ſehr häufiges Rühren und Bearb eiten 44101 Har 7; Y(53 FSE FESSASS EAS SEL IO Diejes DD( CG) ſe ine Grenz zen, ic) habe beim( ariendaue dic . 80 8346 53a2 Rohar de 64) 3 »b, achtung gemacht, daB dav Dehaucn den Pflanzen . 7 SI GIEV PED POSE A;2 0 nur in einer ſehr mäßigen Tiefe zuträgilw, alles weitere €& Gis SGP BEEIN SEH ECSUNG[GIEBT AIN!- SEHEN D- jie meijt in ihrem Wachsthume geſtört werden, „ und m 0i I< habe mit einem doppelten Streichbrettpfluge nach niederländiſcher Art gebaut, behäufelt und drei Mor- gen in einem Tage abgefertiget. Bei gebundenem Bo- den kommt man mit dem Behäufeln oft in Verlegenheit, wenn man die lette Zeit abwarten wollte; fällt ungün- ſige Witterung ein, ſo kann die UArdeit gar nicht oder nur hd<<ſfi uuvollkfommen ausgeführt werden. Beim An- häufeln mit dem Pfluge muß man wohl zuſehen, daß der Grund recht übereinander 0 damit das ekwa zwiſchen den Pflanzen in den Reihe 2: Unkraut bede>kt werde. Bei dieſer Vorſt! 4 kann gedachte Arbeit mit dem Pfluge eben ſo gut und für das Auge| ſchöner ge- macht werden, als mit dem me der bei uns größten theils zu dieſer Arbeit gebraucht wird Wenn das Kraut welk geworden, werden die Kar- toffeln gewöhnlich init dem Karſte, bei mir aber mit dem Pfluge ausgehobenz auch zu dieſer Arbeit genügt unſer Pflug; er überwirft die ausgepflügten Bollen nicht ſo ſehr mit- Grund. Die Aufleſer werden nach Maaßgabe der Furchen in gehörigen Diſtancen aufgeſtellt, ſie nehmen die herausgeworfenen Karkoffeln in kleine Körbe auf, und leeren ſolche in größere hinter ihnen ſtehende aus, womit ſie in die bereit ſtehenden Sturzkarren getragen und ab= gefahren werden; man Wu mit 6 Menſchen 2 Morgen in einem Tage. Ich habe immer Gelegenheit gehabt, meine Kartof- feln in Kellern unterzubringen, welche ich bis an das Gewblbe vollſchütten ließ. Sie blieben hier bis zu Ende Februars unberührt liegen, wenn ſie nicht früher ver- braucht wurden. Dann müſſen ſie aber umgeſchaufelt =. 46 und nicht 60: ſo ho< aufgeſchüttet werden. Dieſes Schaufeln muß nach 44 Tagen wiederholt, auch den Kartoffeln ehr Luft gegeben werden, ſie feimen dann nicht, welches ein nicht unbedeutender Vortheil iſt, und viele Arbeit erſpart. Bei uns werden mehrere Arten Ka irtoffeln gebaut, am häufigſten die glatte runde, Sie iſt von Einführung der Kartoffeln noch übrig geb lieben, ſie ſcheint mit einem mäßig guten Boden vorlieb zu nehmen, giebt dann aber freilich nur eine geringe Ausbeute. Ihr folgt die lange Speiſekartoffel. Sie iſt eine von den Arten, welche nur dann gut gerathen, wenn ſie in einem ihnen gut zuſagenden Boden gebauf werden und ihnen die Wikterung günſtig iſt. Ein leichter Bo- den iſt ihnen nur allein angenehm, doch haben ſie, in janftem Lehmboden erbaut, den beſten Geſchma>. Sie variiren darin am meiſten von allen andern Sorten» Zu groß ſie zu erziehen, iſt nicht rathſam, die mittelmäßigen ſc nicht ſonderlich, doch wird ſie ſehr geſchaßt. Wir haben ihre Einführung dem würdigen und für unſere Gegend ſo ſehr verdienten Lezay Marneſia zu verdanken,=-- der dankbare Landmann nennt ſie daher die Präfekts- Kartoffel,=- Allenthalben erſcheinen noch Ueber- bleibſel ſeiner Verbeſſerungen und Verſchönerungen, Was eine Reihe von Jahrhunderten überſehen und vergeſſen hat, dieſes kann off ein gufer Verwalter ſchnell nachnehmen, Seine Regſamkeit zu vortheilhaften Verbeſſerungen war unermüdet, er ſchaffte verbeſſerte AFergeräthe, Saamen, Pflanzen, Bäume herbei, zog Fenntnißreiche Männer aus dem Dunkel hervor, und griff ſelbſt mit an, um die Land- wirthſchaft aus ihrer Verachtung hervorzurufen, Ey war einer von jenen Verwaltern, welche nicht allein Orangen zu brechen, ſondern auch einen Baum zu pflanzen ver- ſtehen, daher Segen ſeinem Andenken von dem Land- manne, den er ſchäßte und ſchüßte!=- Er beruhigte das Gemüth des Landmannes, welcher nur zu oſt ſehen muß, wie müßige Pflaſiertreter den Ertrag ſeiner mühe- vollen Anſirengungen leichtſinnig verpraſſen, und ihm hiebei zum Lohne, daß er dieſes alles herbeiſchaffen muß, kay (42 bei jeder Gelegenheit den Fuß in den Nad>en ſeßen, Ueber ein Volk, bei welchem dieſe Grundſäße herrſchend geworden ſind, und welches man ſolche täglich ausüben ſicht; über dieſes die ſieben magere Jahre von Egypten, .- Y Ze. M+ IP IIFEEN es verdient etite foliche ZU) HAU Um wieder auf unſere Kartoffeln zu kommen, ſo er- kenne ich für Lehmdoven die gelblichhweiße mit rauher Schelfe, nicht feſtem beim Kochen zerfallendem Fleiſche für die vorzüglichſie in der Landwirthſchaft, ſie giebt ſehr gut aus, hält 565 am längſien, iſt von gutem, Menſchen und Viehe angenehmen Geſchmacke, geſund und nahrhaft und vor allen zur Brennerei geſchi>k. 5 Die Knollen ſind meiſt von gleicher Große, und haben wenig ganz kleinen g ganz Auswurf. Sie hängt ſehr feſt am Sto>e, iſt folglich ARE I:. ES nicht zu früh gelegt ſeyn, wachſt leicht auszuheben, will aber alsdann ſo gut, daß ſie mit den viel früher geleg- ten zugleich in Blüthe tritt. Jhr ſchdnes hellgrünes, nicht zu geiles Kraut, Kes die Pflanzungen, wenn ſie gut mit einem doppelten Streichbrettpfluge aufgeſtrichen ſind, auch fär das Auge angenehm. Unter ihm, weil es nicht ſehr ranket, ſondern mehr aufrecht und feſter ſteht und den Aer gleichmäßiger bede>t, bleibt der Boden ſehr artbar; ich baue ſie daher vorzugsöweiſe, auch wer- den ſie zur Fortpflanzung ſehr geſucht. I< habe meiſi ig Scheffel vom Morgen gewonnen, Jahren haf man auch angefangen die hundert und ſechz Seit einigen frühere ſogenannte Jacobskarkoffel anzubauen. Da ſte vor allen andern, die weiße lange ausgenommen, reift, |;| 3 SE(4 ſo eignet ſie ſich vorzüglich zum frühen Verkaufe nad) 1 der Stadt, Sie wird ſchon frühe im März gepflanzt, Racken ſot 05 "“ Abe heiden (glich WBDeh' von Coto bem Fleiſch ie giebt ſeht , Menſchen d naythaft wollen ſind zan Weinen ſt folglich epn, wachſt früher geleg: Dellgrünt 1, wenn ft ufgeſtrichen ihm, wei und feſter der Boden auch wer: habe meiſ yvonne gefangen dl " I nm nb „fuſe nad ; geplan), == 8=< trifft ſie aber, wenn ſie gelaufen iſt, ein ſtarker Froſt, ſo kann man nur auf den halben Ertrag rechnen. Jhr Geſchma> bleibt nicht lange gut. S. 43. Runrerln wurden in früheren Zeiten mehr wie jeßt gebaut. Site waren ehedem mehr geſchäßt als fle verdienten, und wer- den jeßt mehr vernachläſſiget als rathſam iſt. In einem tief royolken Boden erreichen ſie ihre mögliche Vollkommenheit. Sie können eher den Dün:- ger, als eine tiefe und gute Bearbeitung des Bodens entbehren. Wenn bei anzulegenden Weinbergen, wo der Bo- den. drei Fuß tief royolt wird, Runkeln unter die eingelegten Reben gepflanzt werden, ſo gedeihen ſie auſ: ZIEDENEN wenn 4: der Boden gr Lb ßtentheils Stein iſt; doc< bin ich der Meinung, lieber mik einer minder vollkommenen- dieſer Frucht vorlieb zu nehmen, als ſie auf dem Wege des Royolens zu ſuchen, Es iſt eine bekannte Sache, daß ſie allein gefüttert nicht gut auf die Milch wirken, aber 5 Runkeln, 2 Kar- 3 toffeln, ſind den Kartoffeln allein gefüttert auch bei Molkerei vorzuziehen. Als Fütterung für Ochſen in ſie feinen andern Wurzeln nach. Bei AIRE Baue erfordern ſie vielen guten und wohl verrotteten Dünger, laſſen aber das Feld in beſſerm Zuſtande wie die Kartoffeln, vertragen die Winkerung beſ- Ag ==< evinmden- 0 „eee eren IE -- 100-=- ſer in ihrer Folge, wozu ſich dann Spelz am beſten eig- net; nach dieſem kommt Klee beſſer .. IB r als nach Winterung, 1:5 af PH EN a 83+ 20 EIE ir die auf Kartoſſelan gefolgt iſt. WDE 3 IE 2 5 44 21, ALPE-H 24 2 SEN SEE =P) h WWE durc) dL« JAUvjlage EUNTes jet? geſchagten 4 ACH 5 Fw SEW 2 HI 2/2(> pictit ll ov2 3494 7 R ER= AEG 5-7 landwirtold afiitwen Sdcriſtiſtebers bewogen, einjtmals - > > da +. I"2 5 100)-3 fn BEEREN 0505 1 3. yo 1 meinen Zunitein nuit jetWiC x»flugarten gegeben, mis) da-= bei aber ſo übel geſtanden, daß ich dafür wie vor dem Feuer warnen muß. LEN(549 N 6 Tob. CAL.341 Der Saamen wird zu Ende Februars, ſpäteſtens 4":5 5. 4.9 3 Rs NSE>2 3 3 Anfang März in die Erde gebracnet, und bei Plaßregen nicht wh zu ſehr zuſammengeſchlagen. Sind ſie angewachſen und fangen zu treiben an, ſo wird beha>t, nicht eher; ein früheres oft ungeſchiätes Behacken ſivrt ſie in ihrem Wuchſe. Auf meinem Boden liebe ich das zu klare Beha>en nicht. Geblattet werden ſie nicht, es ſtbrt ſie wie auch die Waſſerrüben ſehr in ihrem Wuchſe. Ihre Erndte iſt die leichteſte, doc< darf ſie nicht verſpätet werden- I< machte beim Nachhauſenehmen der Runkeln meine Eintheilung auf den Verbrauch des Krautes, und nahm nach und nach. ſo viel täglich nach Hauſe, als ich von dem Kraute verfükterte-. Nach dem Abendeſſen verſammelte ſich mein ganzes Hausperſonale im Rindviehſtalle; es ſeßte ſich, Groß und Klein, um den Runkelnhaufen, mit Meſſern verſehen, jeder hatte ſei- nen Korb, worin die Runkeln fielen, welche gleich nach dem Wurzelnkeller gebracht wurden. Beim Nachhauſe- nehmen der Rüben beobachtete ich gleiches Verfahren, ich habe es fordernd und angenehm gefunden. Ihr Ertrag fällt oft ſehr bedeutend aus, aber hiezu fommt es bei uns ſelten, weil ſie zu viel und guten Dünger erfordern, welcher ihnen nicht immer zugetheilt werden kann. Rüben. Die Waſſerrübeu werden bei uns nicht ſo häauſig ge- baut wie in der Pfalz, im Elſaß und in den Niederlanden, indeſſen ſind ſie doch beliebt und haben nur den Kartktof- feln weichen müſſen, welche ihnen mit weniger Ausnahme, nur den Anbau in der Stoppel überlaſſen haben. en< 1447:„ il;us oyl(to Pf; N 3, aber iegt toffeln nnd Runkeln im Ft rühjahre ihre erſte Pflugarten [ und guten erhalten haben, wird der Rübena>er abgeeggt und die „tho Vertiefung vorgenommen, ſo bleibt er unberührt, bis der er zugefheiit;.|. ven Rüben beſtimmte Dünger aufgefahren werden kann Das Düngerquantum zu Runkeln kann vollkommen feyn, zu Kartoffeln darf es ſein Moximum nicht überſchreiten, bei den Rüben iſt je mehr je beſſer. Der Dünger wird gleich unkergepflügt, beſonders wenn Tro&enheit vorhe! 0 iſt, und gewalzt; ſind HIESSEN die Kartoffeln gepflanzt, ſo wird der Rübena>er 6 Zoll 0? haufig gee MET.<; IT as(as 3 Ewige 8< j tief von drei zu drei Wochen DE die Saatfahre wird Niederlande) 4 5: auf ſehr enge und nur 4 Zoll tief gegeben, ſiark vereggt und den Jur H | Anfangs Juli beſaet, von neuem vereggt uud geſchleift. er Auf| Walzen verträgt unſer Boden ſelten, -“- EI ARCEN Oie aw ="404= Nichts iſt den Rüben nachtheiliger als zu dichtes Säaenz alles nachherige Eggen, Verdünnen, Haen kann dieſem Uebel nicht abhelfen. Die Rüben werden, wenn ſie fünf bis ſechs Blätter haben, ſcharf geeggt, nach vierzehn Tagen wird dieſes, wenn die Witterung nicht entgegen iſt, wiederholt. I< will lieber vereggt und nicht beha&t, als beha>t und nicht vereggt, Gewdhnlich wird bei uns weder vereggt noch behackt; auch ich habe noch nicht beha&t, dennoch habe ich zwar keine Rüben zu ſechzig bis ſiebzig Pfd.(?) wie in Evgland, aber zu 14 bis 18 Pfd. ſehr häufig ge- zogen. JT ſehe darauf, daß ſie nicht zu enge, aber auch aus obigen, bei den Runkeln angeführten Urſachen nicht zu weit ſtehen. Ihre Erndte iſt bei mir jener der Runkeln gleich, auc< bei den Rüben laſſe ich ungern das Blatten im Felde zu. Gleiche Urſachen, gleiche Wirkungen. Hier wird weder die Tellerrübe, noch die Turnips, hier Hornrübe genannt, in ihrer Reinheit gebaut, dage- gen eine Baſtardart, die vor beiden Vorzüge zu haben ſcheint; ſie iſt länglicht rund mit ſehr ſtarkem Kraute und feſtem Fleiſche, Im Freien halten bei uns die Räben ſelten den Winter aus; ich glaube mehr der ſo oft wech- ſelnden Witterung, als der Kälte wegen. Stoppelrüben werden jeßt weniger wie ſonſt gebaut dennoc< habe ich mir viele Mühe mit ihrem Anbau ge- geben, aber ich bin nie dafür belohnt worden. Wenn ſolche dennoch ſollen erzielt werden, ſo halte ich es für die einzig zwedmäßige Art, den AFer, welcher Roggen getragen, noch Kraft hat, und lo>er genug iſt, nach ab- Y NENN 1 Dien Fann 3 behadt 1 Weder Veregt NE, Den nod 319 Ih.(?) häufig ge: - er auch ahm nicht e Tutnip, aut, dage zu haben raute und je Rüber oft wech: nſt gebaut Anbau 97 1% We ih d fr jet ui brachter Erndte in ſchmalen-< Furchen umzubrechen und zu beſaen. Cs iſt übrigens eine von den Arbeiten “, Z Criapf 417 Nie folafich So(4 EE CHTE DICT EOS 144. 8.8“7; 3 Maſriugetr wjt, die fvoligita) den LYBipilH) YCvr vrangen; da jie deihen den AXer den folgenden Früchten in einem er- ſchöpften Zuſtande überlaſſen, ſo mdögte ic den üblen Namen, welche man den Brachrüben angehängt, den Stoppelrüben lieber zukommen laſſen, auch iſt ihr Ex- vy oNfo,r Nat, Nn SE 4 F G+;. G trag nur ſclten bedeufend, und hr oau BN Dad x Es 3 2110 44088153 ul 2 a44 445 344... Futter auf andre Vi nicht äu et KA BE;€ Y(7% Gp 6 XY 2 8.„“„ Der allgemein eintraglichſte Bau der Rüben, iſt ..»otCirttout IQ:-F 4; 7 ute 1ach grün abgefütterten Wicken, zugleich einträglich und ISS ESSA R ILS SEGNE DAUS SENN Zu ZNT RZSUCHE angene yn danegen mNnuB DIE"Sprardei*;un OÖ CAGE]! nu yx CER AIS< ZIT EBENE LE... de de; MSIE 20) FEE den Wien ſo voliendef ausgeführt und auf die Rüben „ 3 C 34:“35 Now 44+s ZIPESE-P7 berehnet ſeyn, daß der AFer, wann die Wien abge- ) NERN|/ x(2, 2 Impr(114 Yo 34 leich bracht ſind, mit einem ſchmalen tiefen Schnitte gleich "STEEG OM EIUC SN FIGUR 2420 Et 4P3 05: A zum Cinſäen der Rüben tauglich liec Zu Stovppelrüben halte ich die runde Rübe tau e, gerathen die runden auch nie ehr ſv giebts doch immer noch eine ziemliche Frucht, von er Turnipys erhält man alsdann nur ganz unbedeutende cen häufig ſind, darf man mit dem Säen nicht zbgern und muß ſolches gleich nach Johanni verrichten, damit das Kraut bei heranna- hender kühlen Witterung, wo das Ungeziefer ſich ver- mehrt, ihm ſchon erſtarkt, Troß bieten kann. S. 45. 4 EAM DEN ZUM: Obgleich bei uns ſchon lange bekannt, hatte er doch in frühern Zeiten nie jene Stelle in der Fruchtfolge erx- halten, welche ihm gebührt, und welche zu ſeiner voll- fommenen Ausbildung ndthig iſt. Gänzlich unbekannt mit den Fortſchritten des AFerbaues fremder Gegenden bauten meine Nachbarn denſelben anfangs zuweilen nach Gerſte, ſpäterhin und jeßt grbßtentheils nach Winterung. Er ſollte nach ihrer Meinung dem gänzlich ausgeſogenen A&er wiederum zu neuer Kraft verhelfen. Da unſer Boden dem Klee gut zuſagt, und er auch bei ſchlechter Behandlung noc< ganz erträglich kommt, ſo wurzelte dieſes Vorurtheil um ſo tiefer, und erſt als ſie meinen in die erſte Frucht, nach gutgedüngten HaE- früchten geſaäeten Klee ſahen, glaubten ſie endlich, daß eine verſchiedne Behandlung einen größern Ertrag hervor- bringen könnte, I< baute den bei uns eingeführten großen Klee. Seine ganze Conſtitution iſt robuſter, er blüht ſpäter, und ich kann ſeinen Ertrag auf ein Drittheil ſtärker als den des andern annehmen, wenn er auf ihm angemeſſc- o' doch y vW:- befannt egenden n nah ierung, nen Boden gebaut wird. Er darf nicht ſo dicht wie der andre geſae.t werden, weil ſeine Pflanzen ſehr ſtark wer- Wu < P Gus ar vr Ohr CIE GUY den, und oft ſogar drei Fuß hoch, bevor ſie in Bluüthe reten 3 zeigen ſich die Blüthentöpfe jo muß er ſowohl zum Futter als auch zu Heu gemähet werden, indem er fich ſonſt leicht lagert, wonach er mulſirig wird, und nicht mehr gut zu mähen iſt. Gut beſtanden gab er von dex « Ruthe einen Karren voll, wovon drei zureichten zwanzig Stü> Vieh auf einen Tag zu futtern. Ihn ſo früh als möglich zu ſaen hab' im nach meinen Erfahrungen am zuträglichſten gefunden. J< nahm ſechs Pfund auf den Morgen, welche vollkommen reichten 3 dicht ſtehende Pflanzen geben zwar ein Feineres Futter, halten auch den AFXer mehr rein, aber nur zwei Drittheil der Quantität gegen die in regelmäßiger Ent henden Pflanzen. Auch iſt das zu di> ſäen bei reichem A&Fer deshalb nicht vortheilhaft, weil bei naſſer Witterung der Klee von uniem herauf gerne mul- irig wird, der erſte Schnitt iſt dann frei lich oft nicht ſo rein, der zweite aber macht alles EHR gut. So nüßlich ein fleißiges vereggen des Klees auf leichtem Boden im Frühjahre, ſo vorzüglich iſt ſelbiges auf mehr gebundnem; dieſe 7? war aud) noch nie bei uns geſehen worden, und ich der erſte, w velcher ſolche Wann die Vegetation begonnen, nicht eher ſtreut man auf den Morgen drei Centner Gips, der hier pro 100 Pfd. 30 Kr. koſtet. Wie man auf den Gedanken kommen konnte, daß der Gips nur einſeitig auf die Pflanzen, auf welche er - ru 41 0ILIREIEIREREN ge | 4 ' 2 | . Y 1A | || || I| || "MW / | | kj ) | Ed /.:;.4 1; 3 19/8 ==. 408; geſireut wirke, wie dieſes Männer von ausgezeichneten, daß er mehr gehauen als gemäht werden muß. Wenn er um ihn zu tronen, gemäht wird, ſo laſſe ich ihn in einfache Schwaden legen, dieſe bleiben bis zum völligen Welken und einfachen Abtrocknen liegen, dann werden ſie mit hdlzernen Gabeln gewendet; ſind ſie bei günſtiger Witterung in dieſer Lage troFen geworden, ſo werden ſie mit dieſen Gabeln auf kleine Haufen zuz ſammen getragen, und hier etwas mehr abgetro&Fnet, endlich-werden ſie in Ladehaufen aufgeſeßt. Tritt vährend dieſen Verrichtungen Regenwetter ein, ſo hat ſich der Wirth vorzüglic) mit Gedult zu waffnen, und ſeine Leute durc) Unruhe und üble Laune nicht in Un-= ordnung zu bringen. Nür ſehr lange anhaltendes Regen- wetter kann bedeutenden Schaden bringen. Iſt der Klee e nur hinlänglich abgewelkt, ſo kann man im Nothfalle ihn chon auf kleine Haufen bringen, um ihn ſpäter hin von neuem auszubreiten. Sehr verliert der Klee an ſeiner Qualität, wenn man zum Abmähen den vollen Ausbruch der Blüthe ab= wartet, auch an ſeiner Quantität, wenn ich genau rech- age nehme, welche .. 47 ne. Wenn ich die acht bis vierzehn er länger im Felde ſteht, dann ſehe wie viel erſterer nad) vem Abmähen wiederum herangewachſen, leßterer auch en a T ) =- Seeder 4 AER EP eZ SE mm + 24 fr+“ 2058 1; M4+ b>;“ muthmaßlih durch anfängliche Bildung des Saamens den A>er mehr ausſauget, ſo ſtehe ich nicht an zu glauben, das erſteres vor dieſem unläughare Vorzüge ha- be. Der früher gemähte giebt ein feinerr3 nahrhafteres äutter, er kann günſtigere Witterung beſſer abwarten, währ. vend der andre bei etwas langem Liegen auf dem Felde, bei dſterem Wenden, beinahe alle Blätter verliert, und was übrig bleibt mehr Kleeſtroh als Heu zu nennen iſt. In dieſen Fällen muß der Wirth EE den Man- gel eines guten Witterungs= Kalenders empfinden; die Aufſtellung eines ſolchen würde meines Erachtens nüßli- dier und verdienſtlicher ſeyn, als die EntdeXung eines neuen Cometen. In früherer Zeit, wo mein Boden noh nicht in ſo ſtarkem Düngerſiande war, konnte ich auch Saamen er- zielen, ſpäterhin ſtanden die Stengel nicyt mehr, und die Blumen waren meiſt taub; er geräth beſſer auf leichte- (4 2508 . ZEI) in pop 7; 814* Yahl EN 1 ſel. rem?Soden, wo er gewiß gut lohnt, wie ich[opf et= fahren. Ser TleeimIirDd wegen viagie der Stadt pft) Mor- gent veis verpachtet, gegen den 15ten September muß das 1! VEIL SE GEES ERAT ESOA-ZU GIG A DSS DEE Feid eer ſeyn, er iojtei vierztg Viv funf und vierzig Kthlr. c| Klee gern folgt, ſo wird bei uns doch die Kartoffeln als einträglichſte Folge an- & geſehen, beſonders bei kleinen Bauern, wann es ihnen an Dünger mangelt. Es iſt wahr, der längere Gebrauch des Klees bis ſpat in den Herbſt, die ſchr gute Reini- gung des Näers, der hohe Ertrag machen dieſe Folge ſehr reich), nur unterbricht ſie jede regelmäßige Rotation. Gedachte Folge kommt oft vor, doch) folgt dem Klee am gewoöhnlichſten Roggen, welcher aber oft ſehr ins Stroh ji, Wöhr Nor 4 eines NNEN amen er und dy f Teidhte: ( 60 MM (es U- pft Mor: 5. 2 "to Das 18 D08 74 nit, % m ) Ihnen kunn jehraun » Reh: << 4:4 3<<< geht, wenn der Klee tief umgebronen zum grünen Futter geeignet; während alsdann der junge Klee, bedenklich, feines junges Gras trächtigen Kähen, vornehmlich den ungebohrnen Kälbern oft tödtlich iſt, allein gefüttert dem Viehe den Durch fall, den Pferden Verhitzungen zuzieht, iſt die Luzerne gänzlich unſchädlich. Bei Molitereien iſt es von unzuberechnenden Nußen und Annehmlichkeit vierzehn Tage früher mit ihrem Verbrauche anfangen zu können. Daß die Luzerne dfter wie der rothe Klee gemäht wird oder mich beſtimmter auszudrücken gemähet werden muß, iſt genau betrachtet zum Theil nur Schein; es wird da- durch gebothen, daß ſie in ihrem halben Wuchſe gemäht 3 7 WESER Zz .... „oi g Einn. ns am Samt aman ! Pp | 116= werden muß, wem fie nicht hartſtenglich werden und ihre Tauglichkezt zum Futtern verlieren ſoll: beim Houen /.) 3 Ö [x| dieſer Pflanze iſt gute Witterung ndthig, wenn man Kleeheu und nicht Kleeſtroh einſcheuern will. Daß wenn ſie 10-- 20 Jahre auf einem AFer geſtanden, ſolcher Ha> und Halmfrüchte nach ihr in großer Vollkommen- heit trägt, beſonders wenn ſie tährlich eigen Dünger Gips oder Aſche erhalten hat; iſt nichts beſonders. Nur wo ſie wie in Frankreich, wie bei uns der rothe Klee in die Rotation eintritt, im erſten Jahr nach ihrer Anſaat eine vollfommene Schur liefert, der Boden warm, mehr tro>en als feucht iſt, geht ſie dem rothen Klee vor. Ihr Anbau vermindert ſich bei uns ſehr, ob es qut iſt, kann ich nicht entſeheiden. SETIIE CZ 4„€ 44 ER EE EAD IS I 088 Je mehr die Luzerne aus unſer Gemarkung zu verſchwinden anfängt, je häufiger kommen nun ſeit eini- gen Jahren die WiFXen im Anbaue vor, I< habe ſie, da ſie bei uns gänzlim abgekommen waren wiederum in Erinnerung gebracht, es iſt eine Pflanze, die außer Kälte alle Wiederwärtigkeit und jede Behandlung verträgt, und hierin mit der Luzerne in ſtar- kem Contraſte ſtehet. Ohne Dünger, mit Dün ger, gleich unterpflügt, mit dem Dünger unterpflügt, den Dünger nach der Saat übergebreitet und ſie durchwachſen laſſen, Werds vin yn) Vie y tom drall Wan gy (77* vergohrner Dünner, roher Dünger aller Art, eine, zwei, drei Pflugarten, alles nimmt die Wie und erzeigt ſich dankbar 3; jede Zeit nach dem Februar bis in den Auguſt kann ſie geſäet werden. Vor der Blüthe gemäht, nach angeſeßter Blüthe mit den Schoten, nach geo eiften Kor- neru, zu jeder Zeit und in zedem Zuſtande kana ſie gut und mit Vortheil benußt werden. Es iſt ein wahrer Rheinländer, welcher nach aller möglichen Hudelei doch noch fröhlichen Herzens ſeyn Fann; dieſer Homogenität wegen bin ich dieſer Pflanze ſchr gut. Ihre Verträglichkeit bereitet den A>Xer für jede Folz gende Frucht ſehr gut vor, Rüben oder Raps in die Stoppel grün abgemähter Wien gehen des Nußens und des gemächlicheren Baues wegen den meiſten an- vern Früchten vor. Beinahe keine Frucht läßt den Bo= den, in ſo angenehm zarfem artbarem Zuſtande wie grün abgemähte Wien, der Pflug der Senſe auf der Ferſe, iſt unerläßliche Bedingung, ſie iſt diejenige Mehr die die Kluft zwiſchen dem Dreifelder und Wechſel- Syjte ausfüllt, und den Uebergang erleichtert. Ich habe ſie größtentheils uur als Futterfraut gs- baut, und nur einen Theil reif werden laßen. Beim Verfüttern muß man fich hüten, daß das Vieh fich nicht daran übernimmt, inden es anfangs ſehr gierig darüber herfäallt; es bekommt das Rindviey, weil ſie fehr erhißzend ſind leicht davon die Klauenſeuche. Dieſes Uebel iſt gefährlich und ABER ENE doch leicht zu heben, wenn man gleich Sorge t trägt gehvrige Mittel an- zuwenden. Das davon er rgiſſene Vieh wird auf eine rei: = 1148== ne Streu gebracht, die Füße welche daran leiden, werden mit warmen Waſſer ganz rein gewaſchen, ein Lappen wird ihm durch die Spalte gezogen, und alles abgetroner, dann ſtreiht man mit einer Feder ein wenig Scheide- waſſer in die Spalte der Klaue; bei einigmaliger Wie- derholung dieſer Verrichtung wird das Vebel, wenn nicht Verſaumniß oder etwas anders hinzugekommen, weichen. Den Pferden ſind die Wien mit Berückſichtigung des Vorgeſagten ein ſehr gutes Futter, auch den Ochſen und Schweinen ſind ſie ſehr gedeihlich, auf die Molkerei wirken ſie dagegen nicht ſo gut. I< habe die Wien gegipſt wenn ſie etwas ſich auf dem Boden zu entfalten anfingen; man hat nicht nbthig, beſonders bei früh geſäeten damit zu eilen. Ihr Wuchs iſt anfangs ſehr langſam, aber auf einmal neh- men ſie gleichſam ſehenden Auges zu: Kalte Witterung macht oft einen langen Stillſtand in ihrem Fortkommen, daher zuweilen ſpäter geſäete die früher geſäeten einhoh- len und öfter an freudigem Wuchſe übertreffen. Von allen Futter ſind ſie am leichteſten abzubringen und auf- znladen, Knechte und Mägde ſind froh, wann es auf's Wicenfutter losgeht. Zu Heu laſſen ſie ſich bei ſtarkem Wuchſe auf fet- fem Boden, nur bei ſehr günſtigem Wetter verarbeiten. I< habe ihren Ertrag, obſchon ſolcen ihnen zu mächtig werden; jeder Theil wird für ſich zu gleichen Theilen geſaet, und dann zuſammen untergepflügt, dieſes giebt dann ein Fräftiges, gegenhaltendes Futter, welchem wohl beim Zugviehe nicht leicht ein anderes gleich kommen mögte. Wir bauen die größere und auch kleinere Wicenart, iſt es auf Futter berechnet, ſo ziehe ich die größere Art bei der Kdrner- Erzielung. mag der Unterſchied nicht vorz Da die kleinere Art weniger Kraut bedeutend feyn. macht und ſo muthmaßlich den A&er weniger angreift, gte ſolche vielleicht an manchen Orten noch vorz! fo mv zu- ziehen ſeyn; ganz genau ſind meine Verſuche hierüber nicht geweſen, beim Brodba>den können ſie bis zu einem Sechstheil dem Roggen beigemiſcht werden; es giebt ein gutes Brod für das Geſinde; dieſes iſt auch fie und nüßlichſte Art ihres Verbrauches in die zwe>mäßig der Wirthſchaft. Ihr Werth ſteht meiſt dem des Roggen gleich, mehr als acht Scheffel Ertrag iſt ſelten, vfter aber weniger zu erwarten. Sie ſind eine der ſicherſten Stüßen der erm 7 PRI CIE www EN TTT SHELL SEST ZUE Z208== Stallfütteruugs- Wirthſchaft, und eine Hülfsquelle, wel- t ſich aber beſſer wie der unter Winterung. Das Wienſtroh bekommen die Ochſen ſo früh wie möglich, wenn es lange liegt wird es zähe, und das Vieh ſrißt es nicihd den; die fruh 40 gehen etwas mchr ins Stroh. [7 allgemeinen wird hier die kleine gelbe gebauet. IM Die Leute bleiben gerne bei dieſer Art und mit recht, ah wenn es ſeine u hat, daß alle andre Arten nach feuchte und nach wiederum in dieſe einartean- J< habe einmal fe far die franzbſtſche 20(a cul noir) gebaut, ſie trägt reicd)- 1 Nm iich und iſt von gutem Geſchmade. Der Gips wirkt ſehr gut auf die Erbſen, aber ſie== rochen ſich nicht gut, gegipſie Garten- Erbſen ſind kaum zu eſſen. Ihr Ertrag iſt 6 bis 8 Scheffel pro Morgen. So zuträgli? gut ſtehende Erbſen dem Aer ſind, ſo verderben ihn ſchlecht ſtehende ſo ſehr, daß er in meh- bſp reren Jahren nicht mehr zurecht zu bringen iſt; ſiocken ſte in ihrem Wuchfe und ihr Gerathen wird zweifelhaft, ſv „Dir greife man früh zur Senſe ohne ihr mögliches Beſſer- dhich! werden abzuwarten; grün abgemähte Erbſen hält man it 0) hier für das beſte Milchfutter. Sie werden zu dieſem pus Behufe oft unter die Brachrüben geſäet, und zum Vieh- futter wann ſie in Blüthe treten agusgezogen, SHEET)] TE mD 20 IE„53. Bö <= 2 ZU Sie werden beim Reifen nicht zu ſpät mit Sicheln zuſammengerollt auf kleine Haufen gebracht, abgetro>net und abgefahren. Es iſt eine ſcXen gemiſcht, es giebt ein ſehr gutes Brod, wenn X dem Roggen beigemengt wird. g. 49. 2520 10€ H. Nicht die eigentliche Pferdebohne, ſondern die große- re Art, hier Saubohne genannt wird hier gebaut; doch nur zum Verſpeiſen. Von mancherlei Spielarken dieſes Gewächſes, wel- dhe hier ſtar? gebaut werden, findet ſich am haufigſten eine kleinere frühere Art, ſie reift bald, wird aber gleid) hart, und iſt nur ganz jung für die Kühe geeignet. Ich bauete eine großere, welche nach dem Trokenwer- den grün bleibt, ſie iſt von gutem GeſchmaXe und trägt auch voll. Der Bau der Bohnen iſt hier nur auf den Verkauf nach der Stadt berechnet, wo ſie häufig verſpeiſt werden, und zur Abwechſelung der Kartoffeln beſtimmt ſind. Die Landleute lieben ſolche ſehr, und es iſt auc eine gute Speiſe, weil ſie ſchr ſättigend und nachhaltend iſt. Dieſem zufolge ſollte man glauben man würde auch einige Aufmerkſamkeit auf ihren Anbau verwenden, 0 fei weiſ 71 hodys, 2 bed! erd"R wr DON: vy“ ſoy 4,2 Jt(we je NW aufgfen y leis) eignet, enter: trägt pirde end en, aber. Fein Gewächs wird ſorgloſer behandelt, wie die Bohne.>ie werden am erſten Tage im Jahre wel- cher dem Pfluge den Zutritt ins Feld geſtattet, auſge- ſact und untergepflügt; daß man ſie ſo früh wie möglich ſaet, iſt alle Aufmerkſamkeit, welche man ihnen angedeihen läßt. Selten gedüngt noch ſeltner behaFt, ſind ſie den rohen Kindern der Natur gleich, welche ſich ſelbſten über- laſſen ohne weitere Vllege gedeihen. Groößtentheils ſtroz- zen die von ihnen beſelzte Felder vom Unfkraute, und ein Botaniker könnte unter ihnen alle Unkräuter unſrer Flur *»uſammengedrängt finden, vcen; ohne dieſes iſt an keinen vollkommenen Ertrag zu de nfen. Oh- 6"4“ ne dieſes lohnen ſie nicht allein ſehr ſchlecht, ſondern le- gen den Boden ſo feſt, veruntrauten ihn ſo ſehr, daß eg j/"4+ en 2 man die Zeit nicht erwarten kann, wann ſie das Felt räumen, und man dem Unfuge ein Ende machen kann. Es gehbren drei Scheffel zur Saat breitwürfig, auc) zum Reiheſäen rathe ich nicht zu weniger, ſie zu enge zu legen iſt nicht rathſam, zu weit auch nicht, es fehlt ſonſt die EE -zumen das Feld frühzeitig, da man ſie bald tachdem ſie ETNU aufziehen, und auf dem Felde .... Sie nachreifen laſſen kann. Ich kann das Abhauen des Oberntheils der Stenge wann der Haupktheil der Bohnen angeſetzt hat, als eint . RE Amm CEE„bh 3a A prey dem guten Bohnenbau anexe Operation aus Erfahrung empfehlen? ſie kommen ſchneller zu ihrer Ausbildung, werden ſchöner, nichkf mit Roſt befallen, räumen das Feld eher, und ſaugen ſolches muthmaßlich auch weni- Dieſes Verfahren giebt zwar weniger Stroh, vielleicht auc) etwas weniger Körner, da es aber dennod) Öfters und meiſtentheils wegen den Aphiden, welche beim Unter- laſſen, die ganze Pflanze verunreinigen oder verderben vorgenommen werden muß, ſo iſt es gerathner, die hdch- ſie Nothwendigkeit nicht abzuwarten, und freiwillig zu dieter Operation zu ſchreiten, welche dann am beſten mit einem Säbel vorgenommen wird. Ihr Gerathen iſt bei uns auch bei ſchlechter Be- handlung nicht ſeltner, aber ihr Ertrag bei weitem dem in England nicht gleich; zwdlf Scheffel iſt eine aute, ſechözehn eine ſeltne Erndte., Ihr Werth etwas höher als der des Roggen, dagegen iſt die bei uns gebaute, wie geſagt nicht die kleine 2315 tragende, ſondern die Garten- Bohne. Sie werden, wann ſie x ne Bündel gebunden, zum gefahren. if ſind aufgezogen, in klei- roFnen aufgeſtellt, und ab- 38 > 8 %- Beim Dreſchen muß man ſeinen Leuten ein leichte- res Aufjſc ſomit der Raps zugleich verdünnet wird. Raf 1110,11;| Ich habe viel über den ſo oft beſprochenen Bau 1700 ... == 4561-4: dieſer Pflanze geleſen, gedacht und nachgefragt, lange jeden ihr förderlichen, jeden hinderlichen Gegenſtand er- wogen, viel erforſcht wie ihr vortheilhafteſter Bau ohne 2 Brache auszuführen ſey und ohne zu verpflanzen. Jh preche aber ſtets nur von den Vortheilen, welche ihr dex Wirth geben, den Hinderniſſen, welche zu heben in ſeiner Macht ſteht, immer mit RübliX auf den vor mir ha- benden gebundenen Boden. Mit wenigen Worten will ich die daraus hervorge- brachten Reſultate zur ferneren Berichtigung angeben. Vorerſt, kräftiger, ganz verrotketer DUD ſo nahe mdög- lic) der Wurzel gebracht, dann, Verhütung des Aughe- bens durch den Froſt. Daß der Raps auf ihm angemeſſenen Boden eine andere Behandlung erträgt, wie da wo ſein Anbau ex- zwungen, iſt klar, und jeder Landwirth hat nicht allein bei dem Rapſe, ſondern auch bei jeder andern Frucht, 2 dieſen Unterſchied wohl ins Auge zu faſſen. | Wie viel hat die wiſſenſchaftliche Be arbeitung der Landwirthſchaft, dem AXerbaue allein dadurch genußt, jeit ſie diefes beſtimmt zu unterſcheiden gelehrt! zur vollkommenen Erzielung des Rapſes EE 7m' LY Oy c.-. y>*4> 2141921" 5 auf Sandboden, iſt das Einlegen durchaus ndtl hig, aber auf Boden, der ſich hinlänglich ſchließt, und feucht iſt, ULM Denn beim Verpflanzen ij ja auch nur die Drache zu zwei Drittheil entbehrlich. Wir wollen ſehen, ob wir den Weg finden, ſolchen ohne ZU Mdr Brache erbauen zu k Vorausgeſetzt, der Boden eigne ſich ſchon zum Theil von Nakur zum Rapsbau, ſtehe in dazu erforderlicher Vq we ſie lm! jw, quen fand er: 5 hervorge | Ingeben, "je mög: 8 Jushe- Rahau 4! Ooden eite Anbay er- (ſ(500 „en Wehen) ' en, 00 07 h| m inn WTO 4/0 ) k-' 1,„hh 10.1013 128== Kraft, venn ohne dies würde ic) nie an ſeinen Bau den- ken, ſo gebe ich eine tiefe Furche vor Winter, damit ſich die Feuchtigkeit ſammeln und eindringen kann; ſo bleibt der Acker bis zum Frühjahre liegen. Bei gerechter Wikt- terung im Frühjahre wird ſcharf und wiederholt geeggt, Dünger gut und voll aufgebracht, Wien aufgeſaet, un- tergepflägt und feſt zugewalzt. Die Wicken vertragen dieſes gut, die Feuchtigkeit wird zuſammengehalten. Nach abgebrachten Wien zu 5 Zoll tief gepflügt, ſogleich geeggt und zugeſchleift. Nach vierzehn Tagen alles mit eiſernen Eggen auſf- geriſſen, gerade vorwärts und in die Quere, dann ge- pflügt und von neuem vereggt. Zur erſten günſtigen Saatzeit leicht gepflügt, vorge eggt, geſaet, eingeeggt und zugeſchleift. Kein Freund von dem?„ich hab' einmal oder mein Vater hat einmal dieſes und jenes, ſo oder ſo gehabt,“ welches man von den Bauern ſo oft hdrt, beſonders da ſie niemals die hinzugetretenen oder günſtig eingetroffenen Umſtände hinzufügen können; ſo muß ich doch hier ſa- gen, daß Herr Zimmermann in Coblenz einſtmals auf einem vorgeſagtermaßen beſtellten A>er, ohne fernere Nacharbeit, vierzig Scheffel pro Morgen geerndkfet hat. Der Raps iſt im Pflanzenreiche mehr ein Leer- maul, als eine gefräßige Pflanze, im Gegenſaße mit der alle ihr dargereichte Nahrungstheile verſchlingenden Kars toſfel, ſeyen ſie auch noch ſo roh. Der Raps hingegen muß im Boden mehr Nahrungstheile finden, als er ge- braucht, derowegen es auch keine auffallende Erſcheinung iſt, wenn er den Aer nicht ſo ausſaugt, daß der fol: | h Nj | *-- 123== g&nden Frucht nichts übrig bliebe. Seine weder tief ge- henden noch ſich weit ausbreitenden Wurzeln, müſſen ihre nährende Subſtanzen nahe bei ſich finden, um davon Gez brauch machen zu können. Zu der erſten Pflanzenbildung muß der Raps ganz auf- geldſten Dünger finden, bis er ſo ausgebildet und ex- Fräftet iſt, auch von weniger vollkommenem Gebrauch ma- dt hatte ſie ſich gut, die Aehren ſchoſſen vortrefflich, im Stroh reichlich; kam es aber zur Erndte, ſo waren dreizehn und vierzehn Scheffel alles was man vom Morgen erhielt. Ich baute ihn nach Klee, einfahrig, dreifahrig,=- Stroh genug,=-nach Kartoffeln, Erbſen, Roggen, dreimal, viermal gefahren, tief, weniger tief, früher, ſpäter geſaet, gewähl- tes fremdes Saatkorn, alles nahm jedoch einen gleichen Ausgang. Sorgfältigeres, tieferes Pflügen hat aufs Stroh, nie auf die Körner gewirkt; ich habe ihn leicht in ganz engen Furchen untergepflügt, eingeeggt, alles nahm den- ſelben Gang. I< kann als Hinderniß des Gelingens meiner Ver- ſuche nichts anderem Schuld geben, als den häufigen Rhein= und Moſelnebeln, welche ſich auf unſerer Flur die Hände geben, die auch der Aepfel- und Traubenblüthe "WdE, und nn man di fiat Jabey, 1, ſolche W Weit zu Shen, eine ſehr vel. ve I) doc) ij Jen, welche eit vorginy, 0) nothiwen: ) Ann [te ftetd Ds „ die Jehrey 1 6 aber zu Sefel ale al, biertmgl l, gewahl: n glühen WES ht in zan nahm den meiner 4 Haupt “ur Dy mn[Naa -- 131= ſo nachtheilig ſind; dieſes war denn auch mein leidiger Troſt,- mit welchem ich denn zum Weißzenbaue überzugehn beſchloſſen hatte. I< bin der erſie, der das Eggen des Roggens im Frühjahre vorgenommen, und den frdhlichſten Wuchs der vereggten Saat bewirkte. Die gerechte Saatzeit des Roggens iſt bei uns die erſte Woche des Octobers, der früher geſäete leidet leicht durch die Frühfrdſte, und geht ſehr ins Stroh. Man ſäet mit der rechten und linken Hand aus ei- nem großen Tuche, von welchem zwei Zipfel unter den Arm durch über die Schultern gebunden werden, der un- tere Theil wird um den einen Arm gewunden, und bil- det ſo einen oſſenen nicht tiefen Sa>, woraus wirklich gut Säen iſt. Hat der Saäer die Reihe herauf geſäet, ſo wird das Tuch um den andern Arm gewunden, und mit der andern Hand geſäet. Gute Säer ſind hier wie auch anderwärts nicht ſehr haufig, deshalb eine gute Säemaſchine ſehr wünſchens- werth bleibt. Leider haben wir hier'ſo wenig Gelegenz heit, uns mit gutem verbeſſerten Akergeräthe zu verſehen, indem alle Verbeſſerung des.AFXerbaues noch lediglich dem Privatmanne überlaſſen bleibt, S. 52. E rim"51e Dieſe wurde früherhin einzig, jeßt noch größtentheils mit der Sichel beſchafft. Das Tagewerk eines Schnit- ters iſt funfzig Ruthen Magdeburgiſch. 9* =< 132-- Unſre Schnitter ſind meiſt- vom Weſterwalde, welchen Erndtezeit-am Nheine. ein Schlarafſenleben ie 2409 bei uns die Erndte zuerſt einkritt, ſo haben wir das Vor- futtern. Dieſe Leute, welche nur geringe Lebensmittel gewohnt ſind, faßten gewohnlich gierig über die beſſeren Speiſen her, und bringen ſtatt zu arbeiten, die Zeit meiſt mit Liegen, Schäskern- und-Eſfen zu, ſo daß ſelten die Geduld reichen will, dieſe Wirthſchaft anzuſehen, Hierzu die leßten theuren Jahre, welche durchaus bei der frühe ren Methode zu bleiben nicht erlaubte, da. man die Erndte pr. Morgen nicht für 4 Thaler 46 Groſchen beſchaffen konnte. I< ließ mir daher Pier äus der Ge gend von Bonn kommen, wodurch dam die Koſten für den M rgen auf 14 Groſchen ermäßiget wurden. Sie gebrauchen zu ihrer Arbeit die Haufeüfe, ein Werkzeug, welches unter den befannten Werkzeugen zur Förderung der Arbeit allen andern vorgeht."Meine Nachbarn hatten daran zu ta- deln, daß: die Köpfe der Gaärben nicht ſo zleich würden wie beim Abbringen mit der Sichel, folglich etwas am Anſehen verlöhren, da es aber am wenigſten darauf an- kommt, auch die Stoppeln ſehr kurz ſtehen bleiben, ſo blieb ich bei meiner Wahl, wobei ich mich recht gut be- funden habe, und ſehr gewünſcht hätte, dieſe Methode bei uns einführen zu können, aber dieſe Senſe gut zu führen erlernt ſich ſo leicht niht, und ſelbſt gufe Picker müſſen erſt zur Erndte in Uebung ſeyn, bevor es leicht von der Händ geht. Indeſſen behagte meinen Nachbaren dennoch die alte Was wd Ih | I" ild ey 50 langſame und' bei dieſen Zeiten ſo koſtſpielige Methode iF 7 Y*. Ay 0“ Y ps u“ war, obſchon früherhin die Wande ganz ſchwarz davo! geweſen ſind. I< ließ nehmlich vor der Erndte die | Scheune ganz ausräumen und aufs beſte reinigen, dann te] Mit; gute HIM Se ELIE 5 EG-! 9| wurden einige Garben Roggen geſchnitten und in die 1997.00 Z 14%. BV Scheune gelegt. Unter dieſen ſammelte ſic) nun die ganze Sippſchaft, ſie wurde ausgeſchüttelt und den Hüh- NEN nern vorgeworfen; dieſes wurde wiederholt, bis keine ſich „dg k : | dan lie ien | mee FF 7 / EEE In --= 41598== fte Ts ei u...| Me eil ich die mit Spelz beſtelite Felder vom Unfraute ſtrotzen ſah, ſo bekam ich eine Art von Abſcheu vor dieſe Frucht, und es gingen mehrere Jahre hin, bevor ich mich | jved: zu ihrem Anbau entſchließen konnte. 1 mi dt mn Fahre Waren fte Da ich kein großer Freund von Sommerfrüchten bin, Roggen nach Kartoffeln gar nicht gut kommen wollte, ſo war ich gendthigt eine andre Wahl zu treffen. Ich hatte vor drei Jahren 6 Morgen Kartoffeln 2 und 2 Morgen Runkeln, worauf ich Spelz folgen ließ. m haus Nachdem ich dem Ad>er nach gehörigen vereggen eine tiefe Pflugart gegeben hatte, wurde den 3ten Februar wird, ſv Spelz aufgeſäet, und leiht in engen Furchen unterge- befannt, pflügt« wie Nn Die Saat wuchs kräftig und üppig, die Dorſpro- ve jeBige pheten zahlreicher wie im alten Teſtamente, verkündigten 1 Mißwachs. Der Winter war gelinde, und im Anfange . des Lenzes hatten ſich die Grasbäuder auf dem Boden " 6. ſo ausgebreitet, daß nicht mehr auf die Erde durchzu- Aus ſehen war, und ſie ſo eine dichte Matte bildeten. Meine gi Nachbarn traten zuſammen, hielten Rath wie dem Vebel 8 abzuhelfen ſey. I< harrte mit Vergnügen ihren ſich in Wat M endloſen Widerſprüchen verlierenden Rathſchlägen zu, und 0| war demnächſt ſo klug wie zuvor. oden vf: Das Frühjahr rü&te vor, ich hatte an meinem ; Ful Svpelze die herrlichſte Wieſe, beſchloß demnach, ſolchen im auch ſo zu behandeln, uud ließ ihn vor Fuß wegmähen di und zum Futtee abfahren, Meine Nachbarn glaubten ; '». 8 FE m P*wweeZagemeee 7 SE 00 --. 136:= nun ich hätte geerndtet, und es ſey Zeit den Aer um- zubrechen und mit Sdmmerung zu beſtellen, Der Sommer ſtellte ſich mit anhaltend frockner Wit- terung ein, mein Spelz ſtand in ſeinen Yehren wie ge- ſcen zu erholen, und langſam zu geſtehen, daß ſeit vielen Jahren kein ſolcher Spelz ſey geſehen worden. Indeſſen war dieſer Spelz nicht ganz vollfommen, jeine Aehren waren klein geblieben, und ich ſchäkte ein Fünftheil Körner weniger als er ſonſt wohl hätte geben ronnen. Bei dieſer Gelegenheit ſtießen mir einige Bemerkun- gen auf, die zu denjenigen Beobachtungen gehören, wel- e! ei- nen Schaß, welchen ihm kein Feind, kein Dieb rauben, und den nur er zu jeder Zeit wiederfinden kann, nur dieſer vuchert auch in der Erde vergraben, während jeder an- dere ſeinen Tod in der Erde findet, wenn er lange 54 MER== t Alfet: 0: vergeſſen zeigt er no< unbemerkt ſeinen wohlthätigen Cinfl UB. [3.0 Ieodme"if ft ps> e...%«“= Y- 61"SER" Mir zeigte ſich der Svelz: nach Runklen beſſer, wie ol ten wih Y::.(5:44> c Gitarre 4 nach Kartoffel, auc< der'in' den' Spelz nach Runk- 1 ii vk c< pdY 5 2 vs Kap wie HN ih OD yr Gs. 1 len geſäete Klee kam beſſer, wie der nach Kartoffeln, die- ſer hatte viele leere Stellen, jener ſtand geſchloſſen. fein ſel v; 7 I Zwei Jahre nachher hatte ich in ein zweijähriges Kleefeld Roggen geſaek. omen, Ich hatte ihm wider meinen Willen ungünſtig ein- Hähte ein getretenen Witterungszuſtandes wegen nur eine Furche te geben geben können. Der Roggen wurde eingeſäet und lief zu meiner größten Zufriedenheit." Zemerfun: Wir hatten vein"Schne&enjahr, und jedermann war ren, el: wegen der Saat ſehr beſorgt, ich überging meinen Rog- h erwar: gen, und da er ſehr gut ſtand, dachte ich ferner nicht achtungs: mehr daran. vorhetge: Indeſſen wurden die Klagen wegen des Verderbens der . Vicht Saat ſehr häufig, und in einem Geſpräche darüber ſagte auf die mir einer meiner Nachbarn, auc) ihre Saaat verſchwin- pr un: det; ich lächelte ein wenig, die SchneFXen verderben al> les, entgegnete er, Ffehen ſie nur zu. Ic< beſuchte meinen Noggen, und zu meinem nicht geringen Erſtaunen hatte ihn das allgemeine. Loos ge- | wel: O roſfen. Indeſſen konnte ich keine Schne>en finden die .. das Uebel verurſacht haben ſollten, ich ſah näher hin, und wir hatten ſtatt ven vermeinten Shne>en den Wurm fel eis rauben 176: un bah welcher alle Pflanzen in die Erde gezogen hatte. 1 DIN ver wr Die beſte Saatzeit war verfloſſen, noc) einmal Roge- . Im gen zu ſäen war bedenklich, er konnte daſſelbe Schickſal ==. NSSS-=== haben, der Entſchluß mußte kurz ſeyn, man war in Er- wartung, was ich thun würde. Ih ließ meinen Roggena>ker mit eiſernen Eggen tüchtig kämmen, Spelz aufſäen und unterpflügen. Meine Nachbarn wußten nichts einzuwenden, aber die verlorne theure Saat, der Scheſſel koſtete nehmlich 4 Rthlr. 8 gGr., ließ ſie lange deliberiren, ob ſie folgen oder es abwarten ſollten. Die Roggenſaat wurde von Tag zu Tag kärglicher, und verlor ſich ſtellenweiſe ganz; ſie mußten nun zu ſpät zu dem einzig übrigen Mittel greifen, und Spelz aufſäaen. Im folgenden Frühjzahre zeigken ſich die Saamen- blätter des Spelzes nicht häufig, dennoch ließ ich kühn meinen Spelza>er, auf welchen ſich noch viele Grasklo- ten befanden mit eiſernen Eggen füchtig hernehmen. Dieſe Verrichtung hier nicht üblich, gab zu mehre- ren die Sache nicht genehmigenden Discuſſionen Veran- laſſung; ſo mit einer Saat umzugehen, welche kaum ge- ſproßt, vielweniger an Ueppigkeit leide, ſchien ein mehr als thbriges Verfahren, und ſelbſt Wirthe, welche ſich ſonſt gern eine Verbeſſerung gefallen ließen, konnten die- ſer Operation ihren Beifall nicht geben. Da der ſo behandelte Aker an der Straße lag, ſo hatte dieſe Behandlung vielen Tadel auszuſtehen. Ein Frennd, welcher um dieſe Zeit mich beſuchte, hatte ein Geſpräch zweier Landleute, welche vor ihm an dieſem AFer vorbeigegangen mit angehört. Mein Herr Hergen, == ſagte der eine mich apoſtrophirend,=-- daß geht ſo nicht ſchad! ſicher hat, ließ) var in Cr;. u...„ue ie m Er ihr wißt noc< nicht alles, ſo geht man nicht mit einer Sa- . Eine ) dieſen ſchlechte Erndte iſt bei jedweder Frucht traurig, aber eine Gerdt) ſchlechte Spelzerndte übertrifft alle andere an Erbärm- „ilt(ichfeit. 4 Bl== Wir haben mehrere'Spelzarten, weiße und braune, mit: oder ohne Granen. Die beiden erſten arten in ein- ander, die leßte iſt beſtändiger doch ſeltner. Die braune wird vorgezogen, man weiß aber nicht warum. Spelzerndte. Die Spelz= Erndke iſt von allen Halmfrüchten die bedenflichſte, und erheiſcht vorzüglich gutes Wetter, gut kann ſie nur mit der Sichel vejchafft werden, tritt lange TroFenheit ein, ſo ſpringen die Aehren leicht ab.; iſt der Svelz geſchnitten und es tritt nur ein kleines Regen 42:70 ein, ſo wächſt er gleich aus und wird ſchwarz Sein Anſehen iſt dadurch unwiederbringlich verlohren, des- wegen man alle Vorſorge für dieſe Zeit tragen muß, Er kann nach dem Einſcheuern gleich gedroſchen und verkauft werden; es iſt auch ratbſam bald d dazu zu fhun, und ihn früh zu verfauſen, kommt einmal Weißen zu Markt, ſo wird dieſer vorgezogen, obſchon das Spelz- Mehl mehr Anſehen hat, auch feineres Brod giebt wie Weißenmehl. Unjer Spelz wird vorzüglich geſchäßt, und etwas tiyeurer wie aller andre bezahlt Er wächſt bei guter Bh ſehr üppig, ich babe Aehren geſchen, wo gagus den Spelzen noch neue Spelzen mit Körnern aufgewachſen ſind, und ſo doppelte Reihen gebildet haben. ei Früchten di 49979 veiter, qut » Ut lange voig, vod) u 194.0 INT EEE IE 13058 27 Wird häufiger auf der gegen den Rhein gelegenen (5)| 6 Mdts) e Seite äls auf der zu der Moſel gebaut, weil hier der Boden etwas ſpröder iſt. Ihre gewdhnlichſte Folge iſt nach Brachrüben. Man ſicht ſie ſelten anders vorkommen, darauf folgt Roggen, zuweilen auch Klee, doch ſeltner Obſchon ſie mir nicht gut gerathen, auch im allges meinen lange Zeit bei uns kein Gedeihen gehabt, ſo hat ſie in lezten Jahren dennoch gut gelohnt, und iſt beinahe dem Roggen im Preiſe gleich) geweſen. Die zweizeilige iſt bei uns nur bekannt, man pflügt Dreifal und vereggt jede 7" ſie wird größtenthetl8 un= tergepflügt. Die Sa u in die leßte Wochen des Aprils, früher geſä ſie ſtart in's Stroh gehen und pP„„f g weniger kornen, k] Hafer wurde mit weniger Ausnahme vor zehn Jah- ren beinahe gar nicht gebaut, es ſeyn dann um einem ganz ausgetragenen A>er vollends den Reſt zu gebenz denn bevor gedüngt wurde durfte auch keine Spur von Kraft: ſic) mehr im Aer befinden; ſo war es und iſt es zum Theil noch Sitte. Zugleich hielt man den Boden hierzu zu gut und die Frucht zu wenig lohnend. Dieſes haf ſich nun in etwas geändert: da die Winterung, beſonders nach Kartofſeln nicht recht gera then will, der Preis des Hafers während des Krieges hoc) war, der nach Hakfrüchten geſäete gutes Gedeihen gehabt hat, ſo iſt ſein Anbau beliebter geworden. Für den AugenbliX giebt man dem Kammbhafer vor dem weißen den Vorzug, er wird hier Ungariſcher genannt, er iſt eine beſonders ſchbne Frucht im Felde: auf dem Boden aber und in der Krippe gefällt mir der andre beſſer. Sein Stroh iſt inde ſſen DIE die Körner aber weniger zart, und im Scheffel- Ertr ag dem andern nicht überlegen. Auf ſchwerem 0Perd Boden würde ich ihm vor dem andern den Vorzug geben, nach mehrjährigen Beobachtungen habe ich ihn darauf beſſer wie den andern gerathen ſehen. Bei uns iſt es noch meiſtens angenommen, der Ha- fer bedürfe am wenigſten Dünger und Sorgfalt im An- bau; dieſes iſt nun eine von jenen dem-vervoll? 15 Ä OS = ... = Z 2 LEN teren AFerbau am WATCH hädlichſten Maximen, we zerſtören man alle Sorge tragen muß, beſonders in ei- nem Lande, wo viel Hafer gebaut und der Haäuptge- genſtand der Cultur iſt, wie dieſes- auf dem Hunds- rü>, der Eifel und dem Weſterwalde der Fall iſt. Hälfte Oie des Ertrags einer ganzen Gegend kann durch fol: er vor Winter, um [: Ertrag 17 nicht vom Untraute zu leiden auf's beſte zu Hafer vorbe- Wftigen Zy reiten laſſen. J< hatte zur Saatzeit eine Reiſe ge- " geben, ad macht, welche mich verhinderte den Acker vor der Beſtel- 0 Darauf bj lung im Frühjahre zu unterſuchen. Der Hafer wurde nac meiner ſchriftlich gegebenen Verordnung auf die minen, der rauhe Furche geſget und eingeeggt. fühlt ime et meiner Rückkunft lag mein Haferad>er ſo ſchdn, daß cer mir wahre Freude machte, ein kleiner Winkel ervolfomm EDA harte nicht gut ausgeeggt werden können, und war aus Is 1000 31; erfjehen ſo liegen geblieben. Als ich das Feld beſehen hafte, ließ ich das Verſaumte nachholen, und die kleine y 7 «< nder in el: * Hauptge- ] C>e aufgraben; ich fand den Boden außerordentlich hart und fing für meinen Hafer an beſorgt zu werden. Er tam ſehr langſam doch ſtatt rein vom Unkraute zu ſeyn, erftickte er faſt darunter; nur ein hd<ſt anhaltendes J8- 1 Hund: (8, Zi 1 dur) ſl: and fehlen k Ep:.:; ) ten ionnte ihn retten, dennoch) kann ich meinen Verluſt er nidt 31| 08 SRE SIEB EE IEEN I; zu einem Fünftheil meiner Erndte anſchlagen, von welchem „47 ein leichtes pflügen mich vielleicht würde gerettet haben, ene Om " invem bei ſchnelleren Wuchſe des Hafers das Unfraut wo Dr 4. we I„:(7 ARE ! ihm nicht ſo ſchr Meiſter geworden wäre. Das ſonſt ſo -==zuw AAA zwermäßige Eggen konnte nicht angewendet werden, in- dem man Gefahr gelaufen wäre eher den Hafer, als das Unkraut augszueggen. Ich. halte ein tiefes Pflügen zum Hafer für über- flüſſig, obſchon die Niederländer oft dazu royolen; dieſes geſchieht-:aber nicht. des Hafers, ſondern der folgenden Frucht wegen, iſt auch bei ihrem AFerbaue mehr zuläaßig “ vd erſprießlich, da ihre ganze Einrichtung und Rotation von dieſem Royolen Vortheil nimmt. Bei uns geht die- jer Hafer ſehr in's Stroh, eine Sache, die ich als ſehr bomertbare Folge bei allen Halmfrüchten nach zu tiefem Lflügen ſehr verabſcheue. Man ſäet hier den Hafer ſo früh wie möglich oft mit Hintenanſezung der ndthigen Zubereitung des Akers. I< warte gern das. Cintreten einer milden Zemperatur ab, er kommt fröhlicher und wird dem Unkraute mehr Herr Er wird mit. der Geſtellſenſe abgebracht, und bleibt einige Zeit vor dem Aufbinden auf dem Felde liegen, Weißen. Weiten wird fur den Augenblick in unſerer Gemar- kung weniger, wie in der Umgebung gebaut, obſchon unz- ſer Boden mehr als jene dazu geeignet iſt, er auch bei gehdriger Verrichtung recht gut geräth; darum glaube ich daß ſobald einmal der Boden bei uns in jenem Düngere ſtande ſich befindet, um Weißen ohne Brache erzielen zu könen, wer aber EILEN 145 et Werde. wn, können, ihn vor jeder andern Halmfrucht der Vorzug ge- Hafer, EEN by bühret Ich für mein Theil war entſchloſſen, ohne weiteres zu dem Bau dieſer Frucht überzugehen, und ich zweifle keine8wegs an dem guten Erfolge, glaube ſogar, daß ehe ' zehn Jahre werden verfloſſen ſeyn, er auch bei uns mehr 4 u. wie andre Kornfrüchte erbaut werden wird, um ſo mehr da er ſeit mehreren Jahren beſſer wie andre Halm- | fI04 [?, Wl M uns geht y. 5 7 | 0 0 früchte gerathen iſt, Bevor er geſäet wird, welches im Laufe des Octo- bers geſchieht, wird er mit Kalk und A[ſche gebeißt. Daß ein unvollfommenes krankes nicht ganz reif gewordenes möglich ij SEEG EE(0 5 Saatkorn, beſonders für den Brand empfänglich iſt, '4 NoQ VN 8,2 Y vito Geh, Z' SE|.- AU 5 A glaubt man auch hier; keineswegs aber, daß dieſes den Lenne Brand verurſache. Es muß dieſes beim Weißen wie bei anderem Getraide eintreten, da derſelbe nur iraufe mehr j ſeine vollendete Reife auf dem Felde erhalt, noch erhal- nd Die-: Ee viel ten darf, wenn er nicht unſcheinbar werden ſoll. r(4 liegen,: ER.:;; Jc< bin ſehr begierig zu wiſſen, ob meine beim Spelz gemachte Beobachtung haltbar iſt, und auch beim Weißzen eintrifft, nehmlich daß auf tieferem Boden, weni- ger und ſeltner Brand, wie auf ſeichterem zu bemerken ſey. - Gemat- 8,59 ſcon un guch du IV KEL] En werden bei uns ganz der lieben Natur überlaſſen, ſind Dunes nir 8 aber ſo ſelten, daß ſie ſic) nur da vorfinden, wo die Fiu j<' ; VO? fonen, 2 dE 5 =" 146<- > Ueberſtrömungen des Waſſers ihren Aufbruch nicht er- laubt haben, Wenn Wieſen nach dieſer Behandlung dem Ertrage der Futterkräuter bei weitem nicht gleichgeſteilt werden =? Tr können, ſo 1] nem Ertkrage, der gewi Aufmerkſamkeit des Dd “„y- geſtehen, Daß ennoc<4 eine gut gepflegte Wieſe von ei- 3 in jeder Hinſicht die gerechte 8 Xandwirthes verdient, und ich muß as vorzügliche Gedeihen meiner wenigen Wieſen mir vorzügliche Freude gemacht hat. Ich habe indeſſen wie bei vielen andern 4 des Acker= baues gefunden, daß die Wieſen gleichfalls vorſichtig be- handelt werden müſſen, wenn ihre Erzeugniſſe vo EE REREN ſeyn ſollen, und daß nur ihre meiſt gänzliche Vernach- läſſigung mit die Haupturſach iſt, daß ſie gegen andere Fukterkräuter ſo ſehr zurückſtehen. Bei hochgelegenen nicht zu bewäſſernden Wieſen iſt nichts ſchädlicher als das Behüten im Frühjahre. Der erſte Schnikt, auf welchen nur mit Zuverſicht gerechnet werden kann, und der den SG EE. liefert, muß auf alle Weiſe geſchont werden; ſelbt mit der größten Vor- ſicht geſchehene Abhütung iſt nicht ohne Nachtheil; nur Noth- wendigkeit, Ueberfluß an Wieſen, beſondere Vortheile bei Schäfereien und Milchwirt hſchaft, bei welchen Umſtände die- ſer Nachtheil durch andere V Zortheile überwogen wird, kann dieſes Verfahren einigermaßen recht tfertigen, wohl zu be- merken, wo feine eigentliche Vieh- oder Ploße Wieſenz- wirthſchaft iſt, ſondern nur der höch ſimdgliche Ertrag an Neu zum Behufe des A&erbaues erzielt werden ſoll. Von allen landwirthſchaftlichen Y Verbeſſerungen iſi die vervollkommnetere Cultur der Wieſen die am ge- wer Mo hen jem jen ver ſa ven mi die ruh nit Ing Dan Cpfin Y" 6; OO eNtelt Wedey BNE Fo WIV, 6 Rolir! M HTH MD) Aaund Ot Die Juodh AN 1 p und Id) miß (he Vernach: gegen anden! 1 Wieſen ff jahre, Zu ot gevechnd + muß ul "I, MUB AU --“ 147-- ſchwindeſten lohnende, wenn man die ndthig erforderlichen Mittel zur Hand hat ſolche auszuführen, beſonders aber wenn die Wieſen ſich eignen, daß die Düngung zugleich mit Jauche und Gips kann vorgenommen werden. Die radicale Veränderung, welche in einem Jahre bewirkt werden kann, iſt kaum glaublich; das Verſchwinden alles Moſes, die Erſcheinung vieler vortrefflichen vorher kaum bemerkten Kräuter, das Drängen der Lotus= und Kleear- ten, das Uebergewicht der guten Kräuter über die gerin- geren, die im Allgemeinen lebhaftere Vegetation, geben derſelben Wieſe ein ſo verändertes Anſehen, daß man ſie kaum für dieſelbe vom verfloſſenen Jahre halten ſollte. Unbedenklic) kann man die Jauche unverdünnt auf den Raſen fahren, wenn ſolches im Winter geſchiehet; mit Behutſamkeit muß es im Frühzjzahre geſchehen, wo die Pflanzen zarter ſind. Der Gips wird zwei Zentner pro Morgen beim Sproſſen der Pflanzen aufgeſtreut. Da bei uns der Preis eines Morgens Wieſe leicht zu vier und fünfhundert Thaler bezahlt wird, ſo iſt ihr Ertrag nicht lohnend genug, ſie ſehen daher ſammt und ſonders ihrem nahen Umbruche entgegen. Indeſſen den Vortheil bei Seite, ſo übertrifft eine ſchöne blühende Matte für das Auge jedem Garten an Reiz, und die Umgebungen eines Landhauſes, wenn ſel- bige aus Wieſen beſtehen, geben demſelben ein vorzüg- lich freundlich ländliches Anſehen. Die rechte Zeit des Heuens zu tkreſſen, erfordert viele Ueberlegung, unſere Leute ſind alles Nachdenkens darüber überhoben., Sie haben den 15ten Juni ein für allemal 10* -- 148-- dazu Feſt beſtimmk; doch ſehe ich ſo eben ven 8ten Mai zu Metternich, eine halbe Stunde von hier, eine Wieſe mähen, deren Gras über zwei Fuß hoch iſt; ſie kann aber bewäſſert werden. S.,00: 55-e Tam ob 4 m: Wenn gleich der Weinbau unſerer Gegend nicht ge- eignet iſt, um als Muſter zu dienen, vielmehr manche Gegend der Moſel ihren Weinbau ſo betreibt, daß es oft ausfieht als berühre ihn das ganze Jahr hindurch kei- nes Winzers Hand; ſo ſehe ich doc) den Weinbau nicht allein als Haupt-Betrieb8zweig der Rhein- und Mo- ſelgegend, ſondern als eine National- Angelegenheit an, und kann nicht umhin, etwas über ſeine, den beſſeren Betrieb hindernde Gebrechen zu ſagen. Die vorzüglichſten Hinderniſſe ſeines beſſeren Gedei- hens ſind Mangel an Dünger und Thewrung der ihm unentbehrlichen Pfähle. So ſchwer immer erſterem ab- geholfen werden kann, ſo iſt doch eine Verbeſſerung nicht unmöglich, während leßterem bei einiger zwe&>mäßigen Vorkehrung gänzlich abgeholfen werden könnte. Während jährlich die ſchönſten Eichen in grdster Anzahl von der Moſel und dem Rheine kommend nach Holland gehen, ſteht der uns ſo liebe, ſo unentbehrliche WeinſioX, ohne die ihm ſo ndthige Pfähle traurig an ihren Ufern. Es ware eine ſehr große Erſvarniß wenigſtens für Enn pſv zen en öfen 7, ',(ine M, Soi“ 5 ffe Zam gend nicht au mehr mand den Weinby jein: und My: legenheit am - den beſſeren pieren aß: unz nicht vehmöſigen " bv. In grole mmend mente » frau) an + ma Cy pils für 449-- Gemeinden, welche eigene Walduagen haben, wenn je- dem Weinbergsbeſißer an Eichenholz unentgeldlich ſo viel verabreicht würde als erforderlich wäre, jährlich den zehn- ten Theil ſeiner Weinberge zu bepfählen; wir würden dann in dieſem Zeitraume das. Vergnügen haben, die al- les belebenden Reben ferner nicht mehr trauern zu ſehen; ver Weinbau würde ſich vermehren, ſich verbeſſern, inz dem eine bodeutende Ausgabe[wegficle; der Aufwand n Holz wäre nicht großer, indem das jeßt dazu verwens dete weiche Holz eben gut zum brennen iſt, obſchon es in den Weinbergen nur einige Jahre dauert. Sollte dennoch ein Ausfall in einer, oder der andern Gemeinde- Einnahme entſiehen, fo iſt dieſer Schaden weniger zu bes achten, als der Verluſt, der durc< Vernachläſſiguug dies fes vortrefflichen Products, entſteht, welches mehr als zedes andere ſeines geringen reinen Ertrags und doch ſei- ner Nothwendigkeit wegen alle Aufmunterung und Unters 2 ſiabung verdient. So wie ich nur. mit. Vortheil eine jedem Grund und Boden, jeder Lage angemeſſene Frucht erbauen kaun, ſo ſoll auch in jedem Lande alles auf die Haupterzeug- niſſe hingewendet, jeder andere Gegenſtand dieſem unterz geordnet ſeyn und ihm die Hand biefen- QDesSwegen müßte das ſtrenge Verboth des Laubſcheerens in Hoch- wäldern durchaus nicht allein gemildert oder aufgehoben, ſondern die Gebirgsbewohner, denen es allgemein an Stroh und andern Streu= Surrogaten fehlt, dazu auf- gemuntert werden. Wir würden gewiß bei guten Jahren ein reichliches Drittheil mehr Wein erzeugen, wenn die Weinberge der Moſel und des Rheins nur in mittelmä- == 450-- Bigem Düngerſtande ſich befänden. Die Weinberge er- fordern vielen Dung und mehr wie der AFerbau; wo ſoll dieſer hergenommen werden, beſonder3 da man die Mittel zum Erzeugen des Düngers auf alle Weiſe er- ſchwert? Dieſer Gegenſtand iſt viel wichtiger als er bei oberflächlicher Anſicht erſcheint, da der gut gepflegte und gedüngte Weinberg nicht allein mehr, ſondern auch beſ- ſern und geiſtreichern Wein liefert, welcher folglich auch theurer bezahlt wird. Indeſſen wird hieran wenig gedacht; wenn der Land- mann nur die Abgaben bezahlt, wie er es beſchafft, ob er es beſchaffen kann, darum kümmert ſich niemand, des- wegen auch der Winzer größtentheils in einem mitleids- werthen Zuſtande zu leben gezwungen iſt, dem wo nicht ganz, doc< gewiß einigermaßen abgeholfen werden könnte. Statt deſſen erſcheint ein neuer Comet, der in ſeinem Scweife die Trankſteuer in der Art ankündiget, daß man ſogar die Erlaubniß erkaufen muß, von ſeinem ſelbſt ge- zogenen Weine zu trinken. Größtentheils trinkt hier jedoch der Winzer ſeinen Wein nicht, ſondern verſpeiſt ihn ſchon, bevor er gewachſen iſt, indem er ſein Brod gewöhnlich das Jahr hindurch borgen muß, und mit dem aus ſeinem Weine gemachten Erlbs zahlt. Nun ſoll er, bevor er den Wein verkauft hat, ſchon die Steuer bezahlen, ſomit nimmt dieſe Auflage den Character einer neuen Grund- ſteuer an, welche um ſo drüFender iſt, da der Weinbau ſchon an ſich hoch in Steuer geht. Veinb ege x [Fer ba UU WW) da man di le Diſe er: ger als ex hei gepflegte u) dern auch bij Folglich aud der Cand eſchafft, el emand, des: em mitleid: Nn Wo nicht erden fnnte, rin ſeinem |, daß may m ſelbſt gt: : hier jedoch ihn ſchon, juli) das 18 ſeinen bevor er en, ſomit jen Orund: t Weinhat PP WB" 078. Die Obſtcultur it bei uns nicht unanſehnlich, und j R macht einen nicht unbedeutenden Handelszweig nach dem Niederrheine und nach Holland aus. Dörfern hieſiger Gegend ſehr, und man könnte 1 zn häufig gepflanzt; ſie ſtehen oft fo enge, daß auf dem Boden keine Frucht gedeihen kann. Sie geben die erſte Kirſchen ſind vorherrſchend; ſie werden in einigen 8) Erndte im Jahre und ſind daher dem kleinen Bauer ſchr willkommen. Leider werden ſie ſeit einigen Jahren von einem Wurme geplagt, der oft die ganze Erwartung vers eitelt. Ihnen folgen die Aepfel, ſie tragen aber. hier weit ſeltener wie in der Wetterau, der häufigen Nebel wegen, welche muthmaßlich die Befruchtung hindern; auch iſt 9 ihre Erziehung und Behandlung hier nicht jo gut wie uud Hinauffegen dork. Durch ein immerwährendes Yuss= „T15wo vi l>» Cn' Cy L454.(05 verlieren ſie alle Form und Fruchtäſte. Birnen gedeihen auf unſerm Boden am beſten, wer- den aber ſeltener geſunden. In früheren Zeiten wurden ſehr viele Welſche Nüſſe hier erzogen, mehrere kalte Winter, und der liebe Kries ö/ haben ſtark darin aufgeräumt. Die Nüſſe, woraus jwu= herhin Speiſedhl geſchlagen wurde, gehen jeßt groößten- theils nach Holland und von da nach Amerika, wo ſie als Deſſert gegeſſen werden. SENSEI Bei der vorigen Negierung ſollte jede Gemeinde eine öffentliche Bautüſchule haben, welche der Schullehrer unz ter ſeiner Auffſicht haben ſollte, ſie ſind theils nicht über- all zu Stande gekommen, theils aus Manget an Pflege wiederum eingegangen. Es wäre nicht ohne Vortheil gez weſen, wenn man auf ihre zwe>mäßige Anlage und auf ihre Fortdauer geſehen hätte, beſonders in hüglichten Gez genden, wo die Obſibäume an den Abhängen Schutz vor heftigen Winden haben, vorzüglich gedeihen und vfter tragen, folglich die Obſtcultur, wenn ſie mit Einſicht und Mäßigung betrieben wird, viel einbringt. Wir haben hier Dvrfer, welche A>er und Weinbau ha- ven, aber das Gerathen des Obſtes dem des Weines vorzießen, Hauswirthſmäßig geführt werden ſoll, eine ſo ununterbrochene Aufmerkſamkeit erfordern als die Landy virthſchaft, doch er- heiſcht das eigentliche des Aerbaues und der Viehzucht nicht ſo viel Nachdenken, und macht dem Wir the ſo viel und mancherlei Sorgen als die Hauswirthſchaft, und die Hausfrau hat in einem nur eben bedeutenden Haushalte auf dem Lande einen Stand, der nicht zu beneiden iſt. Selten machen ſich die Bewohner der Städte einen richtigen Begriff, wie ſehr die DBU die„Sitten, die Meinungen der Landleute von den ihrigen verſchieden "einde ein "ehrer un: icht über: hen un) | ſie mit 'inbringt, bau ha- Weines rig und rodyene ſind. Wer. nicht durch Zufall over dur) langes Nach- en dahin gelangt, ſich die Weiſe auf ſie zu wir- ken eigen zu machen, der wird nie im Stande ſeyn, auf Menſchen aus der dienenden Klaſſe zu ſeinem Vor- theile zu wirken, und ſich einen gut organiſirken Haus- halt zu verſchaffen. Von LIE auf an ein ungebun- eine Art von freiem . 2. denes zwangloſes Leben gewöhnt, ganz nach ihrem Sinne zu handeln gewohnte Weiſe, ihre (/ . zweite Natur geworden, und nichts iſt ihnen[äſtiger als ſich an ein regel- und ordnungsmäßiges Berfahren zu binden. Ganz für ihren Kdrper lebend, iſt ihnen jede Anſtrengung zuwider, und jede Gelegenheit ihre Krafte zu ſchonen, ſich Ruhe anzutkhun, wird ohne alte Ruckhicyt ergriſſen. Sie ſehen nicht ein, daß die Nothwendigkeit, Sc ihren Unterhalt zu verſchaffen, ſie zur Urbeit ruft, ſondern ſie glauben nur. von ihrem Brodheren gezwuagen, allein für ihn zu arveiten. Hat man einen Knecht vder eine Magd zu miethen, ſo iſt ſich wohl zu hüten ihnen vorzuzählen, welche Ar- beiten ſie zu v&richten haben, ſte erſchrecken und werden bedenklich, ob ſte alles dieſes zu leiſten im Stande feyen; fagt man ihnen aber(ſo unſinnig es auch iſt) ihr habt gar nichts zu thun, es iſt eitel Spielerei, ſv kann man an ihren Mienen bemerken, wie behaglic) es auf fie wirkt. Indolenz iſt das Ziel ihres Strebens und ihre größte Se- 8 I< habe dieſes nie anſchaulicher empfunden als | Yeunßerung eines Grenadiers des Kurfürſten von Trier. Bei einem Hoffeſte fuhr der Fürſt ſammt ſeinem ganzen Hofſtaate in großem Pompe durc) die Stadt. “- Wozu all dieſer Spektakel, ſagte Türk, ich ſollte Kur- vw Wi I EN EEN„NEED EE erzaE ee dn fürſt ſehn, ich wollte mir's beſſer machen? ich aß mei- nen Hirjebrei, und legte mich aufs Heu, Cs iſt eine nie außer Acht- zu laſſende Wahr- 2+“ Ö heit, daß es vortheilhafter iſt eher etwas zu.... als zu viel Geſinde zu haben; nichts giebt zu mehrerer Un- ordnung zu mehreren Vernachläſſigungen Anlaß, als wenn man für ſein Hausperſonal nicht hinlänglich Beſchäfti- gung hat, er hat dann immer Zeit, und nichts geht vorwärts; nie arbeitet es beſſer als wann cs ſo recht im Schuſſe iſt und ſich etwas angreifen muß. IT, iſt im Stande ſich bei dieſen Menſchen in gehdriger Achtung zu erhalten. Nichts wirkt nachtheiliger auf ſie als Lob, iſt man mit ihrer Arbeit zufrieden, oder haben ſie ein oder anders gut ausgeführt, ſo darf man ihnen ſeine Geneigtheit in allgemeinen zu erkennen ge- -e-> ſachen Pit, ſo halten H mit Tn ber: " ge: richten ) an: 5 friſch "haus Ich ge: ) dem ben, ihnen auch) eher zuweilen ein Trinkgeld als ein be- ſtimmtes Lob über einen Gegenſtand ertheilen, ſonſt glau= ven fie am Ende für jede ihrer Schuldigkeiten gelobt und belyhnt werden zu möſſen und muFjen wenn dieſes nicht geſchieht, Kleine Diebſtähle, beſonders an Vickualien achten fie nicht, man muß ihnen daher die Gelegenheit hierzu möglichſt benehmen, Man irrt ſehr, wenn man durch religidſe Mittel auf ſie zu wirken gedenkt; haben ſie dies einmal gemerkt, Flugs hat das ganze Haus die Larve angelegt, ſchelimt dann und ſtiehlt unter dieſem leichten älles beſchönigenden Mantel, und wehe dem der ihn nicht bei Zeiken zu lüften verſteht. Auch glauben ſie än Geſpenſter fürchten ſi auch davor am Tage, iſt äber ein Schelm- oder Liebesſtuäscen von dergleichen Unterneh- mungen ab, ſo daß es eine Seltenheit iſt, daß ſich je- mand anders als blos Bauern, welche nichts anders un- ternehmen können, damit befaßt. Man muß befürchten, daß diejer ſo zu ſagen fortdauernde Krieg in Friedens- zeiten den A&erbau in manchen Gegenden um etwas zu-= rudbringen wird. Die für eine verbeſſerte und zuſammen- hängende Cultur ſo vortheilhafte einzelne Güter,-- wel- ken auf die Summe von 20 Rkthlr. für den Magdeburg, Morgen getrieben worden ſind. Wie ſich die Pächter herausfin- den können, werden die eintretenden Conjunctern erſt feſt- ſtellen können. Für den Augenblif ware es ſchwer ih- nen einen reinen Gewinn zuſagen zu können. Gewdhnlich ſind die Termine mit weniger Ausnah= me, zu drei, ſechs und neun. Jahren fortlaufend, ſo daß in jedem Drittheil abgegangen, aber auch ohne Erneue- rung bis nach Ablauf des neunten Jahres die Pacht fortgeſeßt werden kann, . 64, Wirthſchafts- Koſten auf 50 Morgen VWeagdeburgiſch. UA Anlage-Capital 8000 Rthlr. 5 0)(OSUS Sud Betriebs-Capital 4000 Rthlr. ZU SEHNDE GENT 3 2000 Contribution 7! 55 Ausbeſſerung. 2 NORES GUmma 81522 || ' [|| ji |[|N 119 0] 18188 19,304 | "4 Karkoſſeln Roggen Spelz Hafer Kleeſaaämen Givs Tagelohn Oel Bei vorſtehenden Ausgaben könnte vielleiche bei ei- 100 Transpork Feldbeſtellung. Zufällige Ausgaben Geſinde und an Tagelohn Fleiſch Zugällige Ausgaben + 9 & Summa 17 8145 Rthlr. 235=- 10-- 301= 15=- 40-- SS ZZ 50-=-- S( DISE 36= 200= iD-=- 4109-= 40.“== 55= 50-- TE nem Bauer, welcher den großten Theil ſeiner Arbeiten en. 751R 010. 400-- Dadurch emerge-7- = 161=- Dadurch könnte denn eine Bilanz erfolgen, welche dieſem die Zinſen ſeiner Capitalien zur freien Dispoſitiow= überließ. Wer aber nicht ſo ganz als Bauer leben will, wird gehalten ſeyn, wo nicht alle doch den größten Theil ſei- ner Zinſen beizugeben. I< habe hierbei nur die Summen vorgetragen, welche vor zehn Jahren hier die Güter gekoſtet habens wollte ich die jeßigen annehmen, ſo müßte die Bilanz um 40 pro Cent mehr zum Nachtheil des YA>erbaues unſerer Gegend ausfallen. Indeſſen kann man auch von einer beſchränkten Gegend, wovon hier die Rede iſt kein ganz entſcheidendes Urtheil auf die ganze Landſchaft fäl- len, denn wenn dieſes ſo ganz der Fall wäre, ſo mdg- te bei noch einmal eintretenden Zeiten, wie die jüngſt verſloſſenen waren, jeder frühezeitig aller Bilanzſtellung überhoben ſeyn, und mancher bewogen werden, unſeren lieben Nachbar Rhein mit dem Miſſiſippi oder Ohio zn vertauſchen. 8.65. ? 8 k- 3) Wirthſchaft- Ertrag im Jahr 1818 auf EZ g! 50 Morgen. Da die Localität meine Wirthſchaft vorzüglich auf die Molkerei hinwies, ſv hatte dieſe aus derſelben duch ihre vorzüglichſte Einnahme,| Meinen ſpeciellen Aufzeichnungen zu Folge konnte ich im Durchſchnitt der Jahre auf mehr nicht als auf drei Maaß Mil GO SRE taſtut g> 5 86..-== Zerkauf von I10ggeit>+ SOT ZZ RZ: Spelz N x 38,0 ZIE di Hafer.+ 137- 12- Kartoſſeln 2 N GO 2 np Els Summa 4609= 7= Bei dieſer Ertrag3= Ueberſicht darf ich die wichtige 7 Bemerkung nicht übergehen, daß ſo eben zeßt der An- -> 3 2 ov ollopt»e Y(KD) vm 3. fang der Folgen einer verbeſjerten Cultur ſichtbar ge- worden, und daß durchaus vorauszujeyen, daß I1n der 5 TI“, w 6,"„WE os GA GE BESTER TN EIE SUE PPA IS.„"o ons Folge jh vile Koſten noc(i) mbgien Un<= vermindert, Der Ertrag ſic) aber um T vermehrt haben. Oe 97.00, S Betrachtung über den Ertrag der Län- dereien. Wenn man den gegenwärtigen ſo hohen Ankaufs: Preis der GrundſtüFe, ihren ſo hohen Pachtzins, die ſtarken Steuern, die großen Kriegeslaſten, welche dit Grundſtüke haben kragen müſſen, und deren Nachwe- hen noch ſchwer auf ihnen laſten, aufmerkſam betrachtet; 1? iſt leicht zu GEN daß nach Erſchwingung alles 1) iſt deſſen es kaum möoglid daß dem größten Theil der /| » = 8= Landleute ſo viel übrig bleibt, ihr Leben genüglich durch- zubringen z recerbau unverändert, wie er ſo beſteht, ohne hinzugekommene Verbeſſerungen neuerer Zeit durch erhöhete Jndüſtrie und fleißigeren Betrieb allein, ein ganzes Viertheil mehr abwerfen könne, und es iſt nicht zu leugnen, daß hierin noch viel zu thun iſt, be- vor man allgemein zu gewaltſamen Neuerungen zu ſchrei- ten hat. Wir haben hierin alles von unſerer jeßigen Regie- rung zu erwarten, wenn ſie- zu ſeiner Zeit mit den zu ergreifenden Mitteln wird bekannt ſeyn. Jetzt will je- der wiſſen was man'machen joll, wie. aber, weiß kei- ner. Wenn einmal die bei uns gegen die Arbeitsbienen ins unproportionirliche angewachſenen Hummeln wer- den abgeſchwefelt ſeyn; ſo wird man auch Zeit finden an == 1466-=- das Verſohlen der Schuhe zu denken, da alles auf ſolchen gehen muß. Den geringen Wohlſtand, den ſich ein oder der anz dere Landwirth-- durch den A&erbau nicht anexe zufällige Umſtände- verſchafft hat, fängt man an in den Städten zu beneiden. Man hat darin meines Erachtens ſehr un- recht; ſollte wohl ein Grundeigenthümer, der ein Cavital- werth von 30. bis 40000 Thlr. beſitt, zu deſſen Um- friebe ſich Tag und Racht ſcheeren mu 4 nicht berechtigt ſeyn, ſich einige ATEN EELS zu verſchaffen, die jeder 3 « Y Nandwerksmann in der Stadt a als unentbehrliche Nothdurft nicht verſagen kann? Dieſer iſt im Stande, jedes ſeiner Kinder dahin zu bringen, mit.wenigem Wor- ſchuß ſich. denſelben Wohlſtand zu verſchafſen, den er genießt, wenn es nur arbeiten will; aber bei dem Landwirthe fällt dieſes hinweg, wenn ſeine=-- wenn auch für ihn anſehn- liche=- Habe unter mehrere Kinder vertheilt wird Die bei uns erſchienene momentane Cpoche des in die Augen fallenden Wohlſtandes des Landmannes, wel- ches die fo leichter Weiſe gemachte Acquiſitionen hervor- gebracht haben, vereint mit den hohen Getreidevpreiſen leßterer Zeit, wird bald verſchwunden ſeyn. Da unſre Gentlemen Farmers feine Zuſchüſſe aus Oſti- und Weſt- indien beizulegen haben, ſo darf ſich auc niemand ver- leiten laſſen, auf hohe Renten bei Anlegung ſeiner Capi- talien in Grundſtücken zu ſpeculirenz wer aber auf ſichere Anlegung ſeines Vermdögens, auf die 4292 unabhän- gig von andern ſich den größten Theil aller nothwendigen Bedürfniſſe ſelbſt erzeugen zu können,=- was MERE bei theuren Zeiten von größter Wichtigkeit,=- bedacht iſt; auch I EE (0 = A67 5 dieſem Geſchäfte mit Vortheil ſelbſt vorſtehen kann iſt gewiß dazu zu rathen, denn nur der Eigenthümer 9 / ce kann mit ſeltener Yusnahme bei uns die gehbrigen Renz ten aus feinen im NFerbaue angelegten Capitalien ziez hen, doc) ſolche nicht wie mon zu rechnen gewohnt iſt, alle zurüklegen, ſondern muß ſie größtentheils, wenn er nicht ſehr BINN leben will, verwenden. Nur ſehr ſtige Conjuncturen ſind im Stande, den Ertrag dahin u bringen, daß die Procente als reiner Ertrag übrig ven, und dieſe Fälle ausgenommen, bleibt das Sprich- wort immer wahr, daß das was die'genägelten Schuhe auf den Speicher tragen, ſie auc) wiederum herunter holen. Dieſes im Auge wird man leicht begreifen, daß es mit dem gefürchteten zu ſchnellen Reichwerden der Landwirthe nicht leicht Noth haben wird. Deſſen ungeachtet iſt doh kein Nahrungs-, kein Er» werbszweig angenehmer und mit den Grundſäßen eines rechtlichen Mannes verträglicher wie der Aerbau, keiner ſo ſelbſtſtändig und der Natur unſeres Weſens ſo änge- meſſen, Das ut igeſibrte Leben in der freien Natur hat für den welcher Land- nnd Stadtleben ri«' hat, als meinen Geſchäftsgenoſſen in der Ferne zu ſagen, wie unſer Handwerk zum Theil am Rheine betrieben wird; zugleich aber auch die Zuſammen=- ſtellung erleichtern foll, welche nothwendig iſt, um die ge- ſammten Verhältniſſe der Landwirthſchaft in Deutſchland zu überſchen, und ihre vorſeyende Verbeſſerung zu be- fordern. Haben wir einmal richkige und berichtigte To- pographien aller in Deutſchland befindlichen Be riebsarten des landwirthſchaftlichen Gewerbes, ſo wird ſich manches noch ſchwankende, feſtſtellen, ſich leichter das eigenthüm-: liche von dem allgemeinen trennen laſſen, und ſo Wiſſen- ſchaft und practiſcher Betrieb diejenige Haltung bekomz- men, welche ſie vor allen andern Wiſſenſchaften zu erlan- gen fähig iſt, beſonders dg ſie ſchlicht und gerecht alle Y Schwindeleien und Charlatanerien, an welchen zu dieſer| Zeit alle andere Wiſſenſchaften und Ge werbe ſo ſehr kränz feln, wie wir ſehen, von ſich weiſt; ſie will was ſte j wänſcht, was ſie ſucht, vor ſich ſehen, und ſolches weder|.-| unter der Erde, noch in der Luft, vielweniger erſt nach| dieſem Leben finden. Berlin, gedruct bei SEED: Rieta. Liſſen⸗ erlan⸗ ſij 1 n)ekom Iſen 1 ach „ f n 11 ————xxſn.——-———“ 6 Solour& Grey Sontrol Chart use Blue Cyan Green Vellow Hed Magenta White Grey ¹ Grey 2 1 Grey 3 Grey 4 Black — v 2