8 — 141 *** 8s 4 8¾ 4. O&SG 4☛ G S 5 PS T TF G „ 7$ 88 G G 8 98 “ G OG) O O. O. O O. O O. O O Ae ◻ Oß O6 C OS O 4 '' O— S O — 98 1 ““ 8 err*reErne P PrnT T AAA* 8 NT S ) 8 6 G “ O ‿ & eeunae der Landwirthſchaft. G i& εννιμμ 43 4. H NShe rest ieeeettthigtitttitihti tisrittititisthiwtrittwirttiétiiitn: 9..* ℳ—* e⸗ 9.....* 4. †. K P.. e 882ee8ee 3 4 — — Rit oo Mit 3 Dan 3 und 4 2 5 5— “— . e wern"Dv a zugleich aber quch über das Univeſen dabei in Duutſchland, beſonders in der Haupt- und Reſidenzſtadt München und"ganz Baiern V::0. it SLDIICLZ2PÜatHhHP of H a zZi, Ritter des O. d. b, Siz., correſpond. Mitglied der königl. Central= A&erbaugeſellſchaft in Paris, dann dex Leipziger vfonom. Societät, Ehren- und correſpond. Mitglied des großherzoglich badiſchen landwirthſchaftlichen Vereins zu Ettlingen, correſpond. Mitglied der k. Centralſtelle des landw, Vereins in Würtemberg, der k. k. landw, Geſellſchaft in Steyermark, und Ehrenmitglied des landw. Vereins im Herzogthum Naſſau- +» Vorgetragen in der PEET Berſammlung des landwirth- ſchaftlichen Vereins in München. Mit einer Beilage über die Hornviehſtallungen der königl. würtemberg. Verſuchs- Lehranſtalt zu Hohenheim, nebſt einigen Notizen über die Dängerbereitungsart daſelbſt, vom Herrn Direktor v. Schwerz. x 1) z Dann einer zweiten Beilage über einen Muſterſtall für die veredelte Schafzucht und Staſlfütterung der Scafe, nebſt allen nöthigen Erläuterungen, und einer dritten Beilage über die beweglichen, geruchloſen Abtritte, den größten Vortheil der Landwirthſchaft, und die großte Wohithat der Menſchheit gewährend, Sammt 3 Stein-Zeichnungen und 2 Holzſ eH m»,. 73 3 ß wr all ht Dieſe 5te Auflage erhielt noch: ſehr wichtige Zuſäßet 1) eine nähere Entwicklung des Gährungsprozeſſes bei dem Dünger, 2) über Knochenmehl und Knochenmühlen. Dieſer Artikel bedurfte um ſo mehr einer nähern Erläuterung, als die Knochenmühlen und Kno- är AE- DIR I-- E G SETS NOTEEDENUNEN- N 1776. AN6 6 I.„2. hed SEE EISEIEEN. Z Sie m Prinzi 17 Ü l ſ Ia Hier zu iſt das Landi nue de ſchauen YFers Stand, nen Fl oder Ii Uu! um zu ſ 2) wi Dün Untiwort der Pan Ralf und der bfg Keihe b Wah die lihe Rint Planzeya Uhgemein, SN -- un ZR TIENT in pgp 1 GZT Et dee> MERE 2, Üb EEE ie<- Sede ig I l='.- R> hr IE, 50, Gia 2 r-.. ncae 7 4.-“ Fe ES we+= FE X= en ESCHEN-===. EE RSC GIG III 230 HET Heute== München den 3. Junius 1821 hielt Hery Staats- ſer, man die daraus gebildete Krume, oder obere ſchwärz- liche Rinde des rohen Bodens== die Dammerde oder Pflanzenerde, in der neuern Zeit den Uumus oder im Allgemeinen den Dünger. Zur näheren Bezeichnung ſind auf allen Seiten Saftröhre verbunden, gus der Wurzel in jeden Punkt der Pflanze ſteigend, undder Rinde zu ſie) ausmändend, wodurc< zugleich das Licht auf die mächtigſte Weije in den Saft zu wirken vermag, um die organiſche Thätigkeit ſtets zu reigen, Nebenbei beſiben ſie nog eigene Einſauggefäße, die mea EE e S 5; Rath von Hazzi in der öffentlihen Verſammlung des landwirthſchaftlichen Wereins in Baiern folgende Rede. Meine Herren! unferſung nd- hert ſich mehr der Natur des Holzes. Einen wichti- gen Gegenſtand maden noch die Blätter aus. Sie dienen den Pflanzen, um ihrein oberen Theile eine größere Oberfläche zu geben, ſohin eine größere Men- ge Waſſer und Luft in ſich zu ſaugen. Sie müſſen aiſo in etwas die thieriſche Lunge erſehen, weßwegen die Lunge der Thiere dem vegetabiliſchen Blatte auch nachgebildet iſt. Daher begreift ſim, warum das Le- ben der Pflaazen mit dem Verluſte der Blätter ent- weder in den Scheintod(des Winters), oder in den Wirklichen hinabſinkt. Die Fortyflanzungsorgane aber, vder die männlicgen und weiblichen Geſchlec) Die Sorgfalt, die in China und Japan auf das Dün»- gerſammein aller Art gerichtet iſt, überſteigt allen Blauben.'Man erſigunt z. B. wie da jeder Barbier das gebrauchte Bartſeifenwaſſer zum Düngergebrauch auf die ſorgfältigſte Weiſe bewahrt und verkauft; zud[9 durch alle Gewerbe dur Halle 1807, Ew. [umellg, dius 4, Nomaden: 17 Theil [e wahre ſich bil: Finſter- e Ultett goriſche vielten, Cit mmm n ihm amlän- ; Oder ehrer," M den en Flei: allein vung rt Ge? brigen bebaut, - ng da chuld,'' [and== | Nieder“ a bei je? die helle dd Exfre- ür Aer? jen, daß 1 frucht je Rein Häuſern, (, zu ja gelb d. Das be, gleich vurd meh“ Abftufun* (btheilung , Fenntuiß j ee 17 der Klaſſe ihren beſtimmten Zweig übernimmt, Dieß alles oeſhieht ohne Jemandens Zuthun, und mit ſol: eines Käufers auf der Leipziger Meiſe ſeyn dürfte. Solc<;e Waarenlager giebt es 10== 20 neben einander, und es ijt zu bezweifeln, ob in dem Weinkeller irgend einer ehemaligen Abtei die Sor- ten jo genau und richtig nach Gegend, Ulter und Güte Elaſſifizirt waren, als es dieſe gewürzhaften Maſſen find. Der Käufer kömmt mit einem Sto>e, viſirt nach allen Seiten, und beurtheilt beim Herausziehen deöſelben nimt ailein die Quantität, ſondern auch die Qualität der Waare, wonach dann der Handel ge- ſchloſſen roird. Daraus dringt ſi< wohl die Ueber- zeugung auf, daß da jeder Landwirth vom Dünger, Kraft und ſeinem Werthe vollkommen unter- richtet iſt. Dieſes bemerkt man auc< beim erſten Un- blick jelbjt am Fleinſten UFergute. Wie reinlich iſt da alles zuſammengepußt! Der Hof, die Gaſſe, die Ställe gleichen ſHönen Gemächern, wo man ſich ſogleich zum Speiſen niederſehen könnte, ohne vom Schmutz oder üblen Geruche beläſtigt zu ſeyn*), Die Düngerbaufen machen die Zierde des Hofes, Ueberalf gewahrt inau auch eine eigene Unrichtung für den flüſſigen Dünger, ſage für den flüſſigen Dünger; denn er iſt es, den die Japaneſer und Chineſen in höchſten Ehren haltern, der im Canton Zürich den Ertrag der Felder und Wieſen verzwanzigfachet hat, and der in Beigien und ſeiner *) Erſt in Nordholland== da kann man wohl ſagen, daß die höchſte Retfnlichkeit herrſä&t, man gleichſam die Schuhe ausziehen muß, um in die Stube, odex in den Sigh) zu treten, TI 19 Toskang ſtets glei große Wunder wirkt. Aber was herrſcht da auH. für ein Fleiß, nicht nur für jede DüngerfabriFation bei den verſchiedenen Düngerhaufen, ſondern aute Karren mit dichten waſſerhaltenden Böden und feſten ganzen Seitenwänden, welche Karren nebenbei ſo leiHt ſind, daß ſie ein O Foſtet zu Montfaucon, alſo am Plaße 8=- 9 Fratcs. Es wirft ſohin dieſe Unternehmung nicht nur der Com- pagnie einen beträchtlihen Gewinn ab, ſondern auch der Landwirthſchaft ſowohl in den Umgebungen von Paris als von ganz Frankreim wachſen die größten Vortheile daraus zu, Die nämliche Compagnie hat nun unter Donat 1819 au die Entde>ung gemacht, aus dem Urin, der bisher ganz unnüßin Gruben verſenkt wurde, ein gleiches, ja noch wirkſameres Düngerpulver, oder Urin- Pulver, Urate genannt, zu verfertigen, wozu 1818 Ca- zeneuyve die beweglichen Ubtritte erfand, Uuch ſonſt iſt in ganz Frankreich jeht alles rege, ermuntert durch die in allen Departements vorhandene U>erbaugeſellſchaſten, und beſonders geſpornt durch den ſeit zwei Jahren bei dem Miniſterium des Innern beſtehenden k, Landwirth- ſchaſtsrath*), oder k. Central- UcXerbaugeſellſchaft in Paris, auf den Dünger nach dem Beiſpiele dex Nie- derländer und Engländer die größte Uufmerkſamkeit zu richten, und überall die nöthigen Kenntniſſe darüber zu verbreiten, Es find auch ſeit Kurzem große Vorſchritte geſchehen 7 wie der Bericht des Miniſteriums des In- nern an den König im vergangenen Jahre bewähret, Hauptdüngermacher find ferner die Schweißer, von deuen andere Nationen ſchon Vieles hierüber gelernt haven, und noch lernen können, Ein guter, ordentlicher Düngerhau- fen iſt da auch die Zierde, der Stolz eines Bauernhofes, tität der Materie, die man nac< den Geruch unter» ſucht und ſ<äßt. Der Auswurf der Proteſtauten, die immer Fleiſch eſſen, wird theurer bezahlt, als der von guten Katholiken, welche der Faften wegen ſim dasſelbe oft entziehen. Eben ſo gilt der Dünger in einem adelicen, Städ- te, ja auf Ulles, was uns umgiebt; und wer ſtaunt nicht über all den Schmut und die Fahrläßigfeit, die von allen Seiten in die Ungen ſpringen? Wer kann läugnen, daß durch Dörfer meiſtens kaum zu fahren, wenigſieuns ntct, den Manzel alles Pußens, zeigend Der Barren( Futtertrog), wie alle Gefäße, Geſchirre und Werkzeuge ſtroßen vom Schmuße, eben jo die Wände und Deen, von Spinnengewebe, und von Ungeziefer*). Froh iſt man, aus ſolchen ſcheußli- lichen Löchern wieder zu kommeu.=- Von der Kenntniß des Düngerhaufens, ſeines Gährungprozeſſes entdeckt man ſelten nur eine Spur. Die Zeit des Düngeraus- führens iſt meiſt der gelegenen Zeit, oder ganz der Willkühr der Dienſiboten überlaſſen. Es kömmt der Dünger oſt zu naß, oft ſchon verbrannt, oder ſchimm- lig auf den Ucker, und beſißt daher dea dritten Theil der Kraft nicht mehr des gehörig gegohrenen Düngers. Uljo find zwei Drittheile fier verloren, Eben ſo be- merkt man bei dem Düngerausführen, daß ſchon am Wege ein großer Theil von dem Wagen fällt, eine ei- gene Düngerſjtiraße bis zum Uder bildend. Dort wird auch der Dünger ſorglos abgeleeret, bleibe in kleinen Haufen, oder auf dem Felde ausgebreitet viele Ta Gb» Wochen oſt, ſo liegen, bis ihn das Einpflügen trift; und ſo ſind idm, bevor er in die Erde kömmt, von Luſt und Sonne ſchon die beßten Säfte geraubet, wie man aucy nac dem Umpflügen meiſt noch große abge- ſpühlte und vertro>nete Lappen gewahret. Auf gleich ſchädliche Weiſe verfährt man bei den Wieſen, die man im Herbſije mit Dünger überlegt, und dann im Früh- Zahre wieder davon beſreit, Das Uusbreiten des Dün- *) Da, wieſchon bemerkt, ſttſc ref2 t. Dieß iſt alles Wirkung des ſorg- ſäliigen und ausdauernden Fleißes daſelbſt in der Eandwirthſchaft. ENSE REN ALEC gers im Spätjahre, und dann Abrechen im Frübjahre ha- ben doppelte Köſten verurſacht, während Sonne und Luft die vligten und ſalzigen Theile dem Dünger, alſo auc) dem Boden entziehen. Die ganze Nachbarſchaft fühlt ſolHes durM die üblen Gerüche nur zu ſehr, wenn dieſen ausgebreiteten Dünger der Schnee nicht deXt. Indeſſen wahr iſt, daß in manchen Gegendeu die Landwirthe ihre Aecker dur<'Mergel, Kalken und andere Miſchungen von Erde zu verbeſſern ſuchen, auch andere Düngermenge gebrauchen, 3z., B. in der Ge- gend von Nürnberg mit Lumpen 2c., endlich daß viele Wieſen gegipſet, gewäſſert, mit Jauche begoſſen wevr- den*). Wahr iſt aber auch, daß man nur zu viele Beiſpiele anführen könnte, wie dabei nach ganz falſchen Grundſäßen verfahren, und dadurch die Sache eher üb- ler, als beſſer gemacht wird, ja daß Zeit, die Urbeit und das Geld ganz zwecklos hier verloren ſind. Wir wollen nun bei den Flecken und den Städten betrach- ten, was da für eine Wirthſchaft mit dem Dünger vor ſich geht. Man findet bei ven Flexen beinahe die nämlichen Verhältniſſe wie bei den Dörfern, alles den gleichen Sc&er bald wieder eine Vergrößerung erfordert!!=“ *xx) Sie wurde vermög eines allerhöchſten Reſcripts vom 19. December 1809 der Stadt aufgetragen, Vorhin Hatfe die Gemeinde keine Koſten dabei. amm- ps IT<---=-=- ma TE u === FR =< '- 20 jedem HausZeigenthümer, ein großer unnüßer Koſten verurſacht wird. Daß die Straßen niht rein ſind, zeigt doh leider der täglihe Uugenſchein, Es kehre wohl Jeder vor ſeiner Thüre, und maHt einen odep zwei Haufen Kehricht. Nun ſchleppt ſiH den ganzen Tag durch ein langweiliges Stadtfuhrweſen herum, um dieſe Hauſen aufzulegen. Schon dieſe Haufen ſind nicht genau zuſammengerichtet, und bleiben, wie ge» ſagt, 1 oder 2 Tage liegen, oder doh ſo lange, daß ſie meiſt wieder zum Theil auseinander getreten werden, und mancli< auseinander geſtreut umher, ſind ganz frei der Sonne ausgeſeßt, verlierer dadurc< natürliH alle Kraft, und verpeſien die ganze Nachbarſchaft, und die zahlreich Borübergehenden, wie Jederman ſich täglich überzeugen kann, Un Boraben- den der Zeiertage geht es uoch gräulicher zu; da wird Nachmittag zwiſchen 2 bis 5 Uhr gekehrt. Koth und Staub füllen den Dunſtkreis der Straßen, wodurch eine Menge Menſchen ſich treiben, und von dieſem Staub! und Uebelgerücheu voll ſich pfropfen; welche Barbarei Hören wir nun, was nebenbei dieſe ſchöne Operatioit, der Stadtfammer oder Bürgergemeinde jährlich koſtet und erſtaunen wird man darüber. Nach vorliegenden legalen Rechnungsauszügen muß die Stadtfammer allein für dieſes Geſchäft das ganze Jahr hindurk aller Vorübergehenden auf der Stiege ſchon ausgeſchüttet!! Flüſſe, Bäche, Ka- näle ſind eine große Wohlthat ſür eine Stadt, aber ſie können nicht den Zwe haben, einen allgemeinen Ub- *) Es kommen jährlic< gegen 1400 Fuder zuſammen, und beim Verfauf gilt das Fuder höchſtens 30 kr., meiſtens aber, wie von der Behörde ſelbſt bemerkt wird, nur 24 Xr. indem der Dünger meiſt zu mager oder verbrannt iſt== wie auch wegen der vollen Sorgloſigkeit ganz natürlich. Dieſe Einnahine beträgt demnach jähr- lich faum über 500 fl.!! 38) Und tragen hiernach einen gleich häßlichen Nahmen., Wie fehr ſticht dieſes mit den Grundſäßen der al- ten Römer ab, wonac< die Brunnen and fließendes Waſſer unter die heiligen-- unverleßlichen Dins “ge gerechnet wurden, und ganz einleuchtend darun: ter gehören. Auch einer der größten Menſchen undLänderbeſiker der Erde Jenghizkhan gab das weiſe Geſeß:„,daßs Nie:nand ſich oder ſeine Kleider im fließenden Waſſer waſche, oder ſonſt den mindeſten Unrath hineinwerfe, indem, wenn der Strom trübe gemacht würde, dur< ſeine Ausgss dünſtungen die Kranfheiten und vorzüglich der Don- ner entſtünde.“ WahrliH ſehr zu beherzigende Leh- ten;; | * „ »- tritt und Uufenthalt von Millionen Ratten daraus zu machen. Eben ſo wenig können ſie den ZweT haben, den Dünger for!zujm;wemmen, da ihn bier der Boden ſo dringend begehrt. Münchens alte Bürgermeiſter dachten ſicher nicht daran, als ſie für die Stadt die ſo wohlthätige Unſtalt ſchufen, die Iſar in vielen Uermen durch die Stadt zu leiten. Die Geſundheit, die Möge lichfeit viele Waſſerwerke, Mühlen, Fabriken in Bewe- gnng zu ſeßen, Waſſervorrath bei Feuersgefahren, wa ven ihre edle Ubſimt, Sicher nie ein allgemeiner Ab- tritt. Während ein ſolper Kanal die wahre Zierde ei- ner Stadt ſeyn ſoll, kann man keinen ohne Eckel hier ſehen, nur Ubtritte daran, oder Unsgüſſe dahin, als bei den Kaſernen, Schlachthäuſeru, Stallungen und andern Werkſtätten gewahrend, Dieſer Unrath in dem Waſſer erzeugt natürlich ſtets die üblen Dünſte, die der Geſundheit ſchädlich ſind: ja er bringt der Stadt auf 24 Tage noch ein ſchre>licheres Ungemach.=- die Uusfehr nämlich, Die Kanäle werden zur Herbſtzeit auf 44 Tage abgelaſſen und gereinigt» Es herrſcht dann die Peſt beinahe in allen Straßen 3; deun der Koth wird auf die Gaſſen gebracht, und da weggefahren. Da er zu naß iſt, w ihn umſonſt kein Menſ<, daher führt ihn die Stadt: Kammer meiſt ſelbſt auf ihre Wieſen, und verpeſiet auch wieder die ganze Nachbarſchaft, ohne daß den Wieſen, wie ſchon bemerkt, dadurch viel Vortheil zu- geht, dieſer Dünger alſo auch wie verloren zu betrach“ Dieſe Uusfehr koſtet der Gemeinde jähr- macht mit dem 12 Jahren ten kömmt. lik davon iſt der Abfluß des Regen- und Brunnenwaſſers, alſo ſchnellere TIroXenlegung der Straßen; aber wie werden dieſe Kandeln gegenwärtig mißbraucht! Sie müſſen wieder einen offenen Ubtritt darſtellen. Uus jedem Hauſe kömmt alles Spülig von Küchen, Waſchereien, Brauereien, Werkſtätten und Fab- rifen, aud) Urin dahin geſen, und ſie al- lein den Haugeigenthümern zur ſtrengen Pflict zu machen, auch die Einrichtung des Pozizetfuhrwerts, bisher beſtimmt, den Koth wegzuführen, welches ſehr nachläßig geſchah- einzuſtellen. Bald zeigten ſich auf allen Seiten die wohlthätigſten Folgen, Sieh die Verordnungen vom 28. Nov., 5. und 9 Dezbr.= in der Berliner Zeitung vom 29, Nov- und 23, Dezbr« 1800 126, 39 und Uusbildung der Pflanzen, ſohin auch zur Hervor- bringung der möglichſt größten Fruchtbarkeit*). Dieſe verſchiedene Dünger- Materialien thei- len ſich wieder in drei Klaſſen, als trocene, flüſſige und grüne. In die erſte Klaſſe rehnet man 1) den Miſt aller Thiere, 2) die Verweſung ihrer Körper und Kno- mäßig zu führen. Für dieſes gehö- Ünſtliche und verſtändige Anwendung, Florenz 1819== über? vs Zuſammenwirken von Wäſſerigkeit und Wärme Z en Däne: 58 EE 200 indem Hr. Gazzert zählt man 6 Erforderniſſe auf: ex Anwendung des friſchen Düngers ,/ wie er aus EE SUECH,. Z. 2 erſalzet, dem Stalle kömmt, das Wort ſpricht. Herr Gaz 1) Gleichförmige Vertheilung des Miſes, das iſt: Ingen,„bi ie EN NTIDEING ERIN 117 eine ge: er muß auf der Düngerſtätte gehörig gemiſcht, 3- B« ; ne Quantität Pferdeau würfe in ein metallenes i i i; d Dun: Geſchirr gethan/ ſolches bede>t, mit einem ſc auf der Oberfläche nicht vermodere tat, daß die Maſſe au Gewicht mehr als die Hälfte und in der Höhl in Schi> 3 enn fie als ſo bedeutend, vermieden, und daher der ſriſche 66 Dünger ſogleich in den Boden gebracht werden ſoll, oder aher„vom wellen nach vorhergegangenen ape Viele dkonomiſche Schriftſteller faßten dieſe Theorie geringem Faulungsprozeß auf ds Acer geführt gierig auf, bis ſie Hr. Staatsrath Thaer in den LIEN SIDE Dew Aewſermgen DEE Mdgl. Annalen Bd. 11. St. 1. mit ſiegreichen Wafs2 ESS Thaer bei Gelegenheit der Schrift fen beſtritt. Auch ich habe ſie als Redafteur des hervor, was EIER 07 35 Gegen En Gähr Wochenblattes des baieriſchen landw. Vereins Stü Vendumt: desft hes| MeZENL ENEN über die Au? Dir 33.== 1823, und nod ausführlicher in den dfono» vi Eben DE IE in den Mund gelegt miſchen Neuigkeiten Nr 56, v- I. 1823 angegriffen, ſche Chemiker.(<„Itt daß„der Veran engli» pff und zu zeigen geſucht daß das Ganze 10 Ier Vee DEES IN+ Davy- auf den der Rezenſent jich Fäub wirrung der Begriffe fich. herumtreibe, indem main Dee Di vthoritat zur Verwerfung der Gährung 4 Miſt und Dünger miteinander vermiſcht,- und* SEHT 208; EIE Ie Davy unterſtüßt viel» in: nicht die Grade der Gährung unterſcheidet,; 22 je EN ES, indem er in der frags 1442 I< frug dabei, was hat Gazzeri bewieſen?=> AALPAE OE| S. 591 ſagt?„Ein zn ! Antwort, nichts anders, als daß der Miſt dur< die EE SIGE ex Glahn iſt dem zuſam ad iſt längere Zeit der Gährung am Gewicdte und-Volu2 mengeſehbten Dünger in den Miſigruben ſehr nach» : men verliere. Dieß iſt aber ganz natürlich ein theilig; es iſt ungleich beſſer, daß überhaupt gar kei: ſe ab: 2072 ZIM ABEs Duns< eine ne Gährung Statt findet, als d«: , nothwendige Folge- die bei jedemden halten, und das Vieh MRTG ELDRENE? feindlich ausgeſprochen, und ſchloß durch läugere Zeit, im Sommer mehrere Tage, im emiſchtet ue"E orten:„und ſo ſtimme im denn aus ei- Winter mehrere Wochen durch, in denſelben fiehen peſrehend-= 28 Erfahrung und Prüfung in die Erfahrungen laſſen- Bei einer fleißigen Wartung geht dann we 0. Gab KIRAN Thaer ein, daß der Dünger am zwez der von den feſten, no<4 von den flüſſigen Exfremen» ' nüßliche mäßigſten ganz friſch, wie er aus dem Stalle fommt, Z den etwas verloren; die ganze Maſſe wird durch das 39 Ueberbaupt iſk gemiſmäßigen Dünger: Stätte. Wie man eine Ubtrittsgrube anlegt, muß man auch die Düngerſtätte herrichten, das iſt, waſſerdicht Liegen, Treten und Augduaſten der Thiere auf das Genaueſte vereinigt, und der Urin von der Streue ganz eingeſogen. Die gleichformige Stalwärme uns terhält auch die Faulung gleichförmig, und der Düne ger reift daher früher. Sieh Verſuch einer wiſſen: ſchaftlihen Anleitung zum Studium der Landwirth» ſchaftslehre von Leopold Trautmann 1c. Wien 1814. B, 1, S. 377. Auf eine ähnliche Weiſe ge» ſchieht auch die Behandlung des Miſtes im Wäür»- tembergiſchen, und in den Niederlanden beſonders z da ſchwört man in vielen Gegenden allein auf dieſe Düngerbehandlung. Sie iſt ſiher auch weniger foſt- ſpielig, da ſie die Operation der Düngerſtätte gr dß» tentheils erſpart. Auch iſt man irrig, zu glauben, daß dieſes ein großes Stallgeſtanf hervorbringt. Der Augenſchein beweiſet das Gegentheil, wie ich mich ſelbſt öfter überzeugte. Sieh die Beſchreibung der niederländiſchen Stallung in Hohenheim, Sieh über eine ähnlihe Art im Landgericht Waſ- ſerburg,! Wochenbl. d. idw. Vereins, Jahrg. 15. S. 25.) Man hält in Anſehung des feſten Düngers= dieſe niederländiſche Methode no< für die bete, Wes» nigſtens=- die Hauptſache, der Sährang8prozeß iſt dadurch am ſicherſteu vollführt. AZE Zen Be 2-7 49 “- machen, ſohin durch und durch gut mit Thon ausſc mit einem ge“ in der Erde am längſten aus. Dieſe mäßige Gah- pfen wöhnlichen oder auch hölzernen Sprißkruge befeuchten, rung eignet ihn für jeden Boden, und ſtellt ihn als ds das iſt beſprißen, wie der Gärtner die Planzen. Man ven Kern jeder Düngerſtätte dar« Dieſem entgegen 'falls nimmt dazu Jauche aus dem Jauchenbehälter, oder da“ geſezt zeigt ſich au3e für Waſchlauge oder Spülig aus Küchen 2c., im äuſ- Der Schafmiſt, Er gährt trocken und ſchnell, I ſerſten Fall auch gemeines Waſſer. Will man die iſt alſo zu hißig« Die Pflanzen können ihn nur in der Gährung beſchleunigen, und in 4-5 Wochen ſicher geringer Quantität vertragen, auch halt er im Boden id, vollenden:(denn gewöhnlich braucht ſie 6-3 Wochen), nicht an. Er paßt für träge, ſchwere, kalte Thonbö- den ſo muß man den Düngerſto> ein wenig mit ſalzigen den, die er erwärmt und lebendig macht. Dazu wen» vas oder ſalzhaltenden Dingen beſchütten, als Vitriolſäure, det man auch das ſogenannte Pferchen an. Immer nan Weinſtein, Glauberſalz, Bitterſalz und Gips. Um beiſer ijt aber der Miſt im Stalle, auf obige Weiſe ien ſchnellſten wirkt Kalkwaſſer*), oder Menſchen- Urin« gebraucht, oder als Miſchung auf die Düngerſtätte*). and Uebrigens, wie ſchon geſagt, nimmt unter den Dün- Der Schweinmijſt iſt das Gegentheil des vo- uft ger- Materialien rigen, milde, wäſſerig, langſam gährend, und von we- gen ad 1) der Miſt der Thiere den erſten Plaß nig Wärme. Deßwegen nennt der Landwirth ihn ei- jün: ein. Er hat ganz verſchiedene Eigenſcen, bißig und zu ſammeln. In größerer Maiſe äuſſert er ſich beſon- ver“ ſalziger Natur. Seiner alsbaldigen und bigigen Gäh- ders wiräſam als oberflächliche Düngung auf Getreid- ; Saaten. Un===- 44 Quantität ſehr große Vortheile gewährt. Uebrigens muß dabei die Dazwiſchenkunft des Regens eintreten, um ſeine Wirkung in Thätigkeit zu ſeßen, ſonſt könnte er Alles verbrennen, ſohin eher ſchaden als nüßen. Die beßten Dienſte erhält man von ihm in Wein- und andern Gärten, In den Niederlanden leiſtet er die beßten Dienſte auf Leinfeldern als Ueberſtreuung,== Endlich trift die Reihe Die Epkremente der Menſcen, und dann die Grube mit Erde zu- machen. Die: Auflöſung wird dann mit 10mal ſo viel Dammerde gemengt, und die Wirkung dieſes Düngers iſt auſſerordentlich**), Die Knochen kann man oder mit lebendigem Kalb gemiſcht zerſeßen, ſo auch alle hornartigen Subſtanzen der Thiere, oder, was noh beſſer iſt, als Mehl ge- brauchen, wozu man bereits in Weſtphalen eigene Stampfmühlen bat***?). Dieſes Mehl oder Pulver ") Bei großer Seidenzucht iſt wohl der Miſt der Sef- denwürmer guch von VLedeutung; da er aber eine gute, grüne Farbe liefert, ſo gehört er nicht hieher. *2) Was die Liebe für den Aer vermag, ſieht man guch in dieſem Stüc>e wieder bei den Belgen. Iſt alle Hoffnung zum Aufkommen eines Pferdes oder Stückes Hornvſfeh verſchwunden, ſo geleitet man es auf das Feld, öffnet ihm die Adern, und läßt es das Blut im Gehen verbreiten. Das Fleiſch wird, mit Ausnahme der Haut, in kurze Stücke zer- haft, geſtreut und ſogleich mit Erde bedet, um ſv auch als Düngung zu dieneg, was ſich guch ganz Ruffallend zeigt, *x7) Die Knochen und das Knocung die Engländer. Die neue- ſten Nachrichten ſagen hierüber, daß das Düngen mit Knochenmehl auf eine ganz guſſerordentliche Weiſe überhandaimmt. In der Umgegend von Lon- don find ſhon mehr als ein Dußend Mühlen, de- ren jede täglich 20 Tonnen Knochen in Mehl ver- wandelt. Eine Tonne roher Knocheu wiegt 2000&, Im Jahre 1822 wurden über 33,000 Tonnen Kno» t, und mit Erde überſchüttet werden. Man verfährt gewöhnlich ſo, daß man den Hau- fen nach 40 Tagen wendet, ihn neu vermengt, nämlich im Verhältniß von 40 Karren Erde zu einem Karren der erſten Miſchung. Man läßt dann das Ganze ei- nen Monat lang ſtill ſtehen, ehe man Gebrau< davon macht. Dieſer Dünger dient im Frühjahre vorzüglich zum Ueberſtreuen der Getreidſaaten, und der Wieſen, wie auch aller Futterfräuter- Bald zeigen ſich davon die wohlthätigſten Folgen, ad 4) Ulle Ubfälle aus. Fabriken und Werkſtätten können oder für ſim zu Dünger ver- arbeitet, oder zum Aufſchien, und pfiugt ſie, beiläuſig 6 Wöochen vor der Saatfurcern, Vernünftige Landwirthe ſtreihen näm- lih das Stoppelland== d. i, ſie ziehen mit dem Pfluge 3 Zoll tiefe Furert dem Felde ſchaden. So ſammeln ſie auc< Neſſeln, Farrenkraut, Reinfahren, Günſter, Buſchwerk, Strünke, um fie theiis zum Einſtreuen, oder auf die Düngerſtätte zu gebrau- eweis gut ver- Faufen*), ſich und andern dadurch großen Nugen ſchaf- fen, Für fich allein wirkt er am ſtärkſten in kieſig-, Freidig- und Fkalkigem Boden. Ein Gemenge von 2 Theilen Ruß, 2 Theilen Kalk, und 140 Theilen Erde ſtreut man mit beßtem Erfolge über die grüne Wine terſaat im Frühjahre, über Sommerfrucuet und klein gemacht, ſo bringt man ihn in eine viere>igte Schichte von der Di>e eines Schuhes. Nahe dabei zündet man ein Feuer an, worüber man einen Keſſel mit Waſſer aufhängt. Darein kömmt auf 32% Maß Waſſer 6 Unzen Pott- aſche, Bis das Waſſer kocht, muß die Pottaſche darin wohl herumgerührt werden. Die Auflöſung davon gießt man nachher über die ganze Torfſcnet, 2) ſo viel wie möglich klein geſioſ- ſen, 3) die andexn Subſtanzen recht innig damit vermengt werden, und endlich 4) der Haufen ngc< jeder Operation lange genug ruhig liege« 50 Im leichten, kieſigten, kalkigten Boden iſt der Torf nicht allein als Dünger ſehr vortheilhaft, ſondern dient auch, dem Erdreihe mehr Zuſammenhang zu ge- ben. Nicht viel taugt er für Klay- oder Lehmboden, Es verdient bemerkt zu werden, daß in Gegenden, die bergicht und zugleich torfhaltig ſind, das AUerland ge- wöhnlich kieſicht erſcheint, oder ſollte es auc) aus Thon beſtehen, dieſer doh feine Tiefe hat. Hier kann der Torf mit Einſier von Weihnachten bis Fe- bruarz; die Weißenſaat im April, die Gerſie im Mai, und den Winter durc< auch den Garten, Er fand, daß der Wachsthum aller Pflanzen ungemein ges wann, daß auch alie Hülſenfrüchte, Kohl und andere Küchenkräuter, Zwiebel 1c. noch einmal ſo ſchön TH wohlſcme>end wurden, als die ſeiner Nachbarn, d ie mit gutgefauliem Pferdemiſt düngten. In Deutſch» land und Baiern kam die Benüßung der Jauche ſchon ſo ziemlich in Anwendung: allein da fie friſch, und ohne Miſchung auf Feider, Saaten und Wieſen geführt wurde, verbrannte ſie natürlich dieſe, und dieſer Mißgriff bracer in vlühende Gärten umgeſchaffen. Und dieſes Pfuhlen verdanft die Pfalz einem einzigen Manne, einem Schweißer und Mennoniſten, M 0[> linger mit Nahmen-- ſätt 1787 erſt im Grabe. Sieh Beobachtungen über den Uckerbau der Pfälzer, von Schwerz., Betrlin, 1810, ME aten eeemeemiteeEEeEZEg |e "=*-. us 82 m Urin Schäfel JOD< Fuß tief Ztegel: g war), Vferde-, Er ret: n, fau- ehälter Yumpe. zeſchirrt ſtiſch, Wieſen * und n üblen on was je beſie großer wlhge e Janve m Vebet ex füt die amit öfiet ben, SI eachtet. Tt hl, und in Bauety Miſcſrätte oder Be Darüber Htung mit den Pfuhl iſr von ſy ie Pfälzer Landwirt) eiben kan» font au „Ut, -.&t, indem die nämliche Geſellſchaft daſelbſt, und in Berlin ein Privilegium auf bewegliche und geſtankloſe Abtritte erhalten hat. Dieſes Privile- gium wurde auch hier nachgeſucht, aber ohne Exrt- folg. ES verdient weiter nachgetragen zu werden, daß alle eingezogenen Nachrichten von Wien und Berlin den Fortgang dieſer Fabrifationen von Pou- drettes und Urates beſtättigen, und für die Land» wirthſchaft die größten Vortheile daraus erwachſen. Dieſe meine Abhandlung hat auch hier in München die Aufmerkſamkeit über dieſen Gegenſtand neuer? dings erregt, und der Herzog von Leuchtenberg ließ ſich die Anrichtung von ſolchen beweglichen und ge- ruchloſen Abtritten ſogleich jim Großen aus Paris fommen, und in ſeinem Pallaſte in Münden auf- ſtellen, wie es Jedermann einſehen kann.= Sieh die Beilage Nr. 3-+ Aber weit wichtiger und nüßlicher iſt die ſcte Behälter oder Kaſten von gewöhnli- hem, am beſten Eichenholz, gemacht, aber waſſerdicht und 5 Schuh tief. Sie können auch auſſer dem Stalle angebracht ſeyn, wie in dem Hohenheimer Güllenſtalle«. Auf jeden Fall muß man noh einen großen Behälter --- einen allgemeinen Sammler haben, um die kleinen Behälter dahin ausleeren zu können, Und in dieſen wo *) Wir ſind, ſagt der vortrefflihe, um ſein Vaterland nnd den Acerbau ſo hoc unten durchgeſeihten Urin, und für die ver- ſchiedenen Spülige aus den Küchen, Wäſchereien 2c. Iſt nun auf obige Weiſe alles Flüſſige des Kuhgrabens in den Behälter abgelaufen, ſo muß man Zmal ſo viel Waſſer hinzufügen, bei Maſtvieh 5-, bei Pferden und Schafen 4-, bei Menſchenurin aber Omal ſo viel, Jeßt wird dieſe Maſſe in größere Behälter zunächſt geleitet, wenn ſolches nicht ſchon auf Hohenheimiſche Weiſe ge- ſchehen iſt, und der Gährung überlaſſen, Sie iſt wäh- rend dem Sommer in 14 Tagen=- zur Winterszeit in 4== 5 Wochen, in einem großen Sammler in 2 Monaten vollendet. Ob die Gährung vollendet iſt, ers fennt man daran, wenn die Jauche bein Rühren nicht mehr ſchäumt, Falls man Menſchenurin beifügt, kann man die Gährung um die Hälfte Zeit verkürzen. So iſt nun die Gülle fertig, Sie ſeht oben eine Faſerhaut an, welche man abſchöpft, und auf die Düngerſtätte bringt, wo man auch eine Begießung vornehmen kann, = *) Man macht dieſem Miſt den Vorwurf, daß der Dün- ger nun um ſo ſchlechter auf der Düngerſtätte aus- fallen müſſe, weil durc< das Güllenbereiten ſchon das Beſte und Saftigſte abgeleitet iſt. Unterdeſſen die Erfahrungen beweiſen das Gegentheil. Der Dünger wird auf der Duüngerſtätte noch ſo gnt wie vorhex ohne Gülle. Dieſe hat nur das Geiſtige ex» halten, was: ſich ſonſt ohnehin verſlühtigt hätte. Dem Dünger bleiben noMg die nämlichen Kräfte, gleich dem Rindfleiſch, um doch ein Beiſpiel zu ge? ben, wenn ſchon die Snppe bereits abgeſotten iſt. Sieh D. Bürgers Lehrbuch derLandwirthſ4yaft. Wien 13819. S. 147- Es iſt dabei überſehen, daß ſelbſt das Waſſer an ſich ſhon eine nährende Kraft beſißt, eine Menge Thiere in ſich aufgeldst hat, und daher fruchtbar macht, wie dieſes auch das Wäſſern der Wieſen beweiſet 2c. 36 damit dieſe Faſerhauk tiefer in den Düngerſtoc> dringt. Mittelſt eines Faſſes, oder noch beſſer des in der er- ſien Beilage gezeichneten Niederländer Karrens, bringt man nun, und zwar zu jeder Zeit, nur nicht bei Re- genwetter, großer Hiße und ſtarkem Winde, die Gülle auf die Felder, während dem Winter auf den Schnee der Saat oder Wieſe. Im Sommer kann man jede Saat oder Wieſe, jedoch dieſe nicht, wenn das Gras ſhon einige Höhe hat, damit begießen, vorzügliH aber den Klee nam; dem Schnitt*?), Die Wirknngen davon überſteigen alle Erwartung. Man ſicht auch, daß die- ſe Düngungsweiſe die mindeſten Koſten verurſacht, bei Wieſen 3. B. alle die Leute erſpart, die man beim Ueberdüngen und Ubrehen im Frühjahre braucht, Die Schweißer rechnen die Produktion der Gülle(von einer Kuh täglich zu 2 Eimer= 200 11h. Gülle,(da- von 150 fb. Waſſer und 50[b. Excremente), und ſie zeigt wirklich eine wahre Zauberkraft, ja übertrifft alle bisher bekannten Düngungsarten. Es verſteht ſich, daß die Gülle in allen Ställen, ſowohl der Kühe, Schafe, Pferde und Schweine auf die nämli. Ein kleiner Karrenkaſten für 1 Pferd nach Niederländer- Art iſt immer beſſer dazu, als ein Wagen. Sieh die Beilage 1. **x) Sieh Shwerz-- Beſchreibung der Fellenbergis ſchen Wirthſchaft zu Hofwyl. Hannover 1816. S. 98 2c., wo die ganze Güllenwirthſchaft vorkommt, dann den Land- und Hauswirth von 13820. Nr. 41. Die mögliniſche Annalen 2ten Bandes 3tes Stü> S. 374. Endlich das Wochenblatt des landwirthſchaft- lichen Vereins in Baiern, Jahrg. X. S, 413-4602. Welche vortrefflihe Dienſte die Gülle ſtets letz ſtet, beſonders auch bet dem Leinbau, darüber ſieh den Bericht über das Streben der Hohenheimer- Anſtalt in landwirthſcung nicht neu ſey: denn in der päbſtlichen Provinz Romagna(berühmt wegen des vortrefflichen Hanfbaues, des beſten in Italien: er iſt zugleiß 12 bis 15 Fuß hoch 2c.)* Übte man dieſe Düngungsweiſe ſchon lange in den Hanffeldern. Man ſet in dem für die Hanfſaat beſtimmten Feldern Saubohnen? wenn ſie in die Blüthe gehen, a>ert man ſie im Spätherbſte um, ſomit iſt dann im Frähjahre das Feld nicht nur für den Hanfbau gedüngt, ſondern bürgt zugleich im 2ten Jahre darauf für eine herrliche Weißenärnte. Dadurch haben die Landwirthe ihre Felder allgemein ſehr verbeſſert, 99 mittelmäßige, ja ſene, bhißige, Sand- und Kalkgründe: deßwegen ſind auch ſo große Mißggriffe ſchon geſchehen*). Es muß alſo zuerſt die Hertlihkeit, wo er in Unwendung kömmt, reif erwo- gen werden. Es gilt der Grundſaß, baß er nur da die bejien Dienſte thut, wo der Boden für ſich wenig vder gar keinen Kalk beſißt*), Dieß iſt der dichte, ſchwere, zähe, feuchte, träge und harte Thonboden. Eben ſo großen Nuten verſchafft ex=- das iſt: der gebrannte Kals, von dem allein immer die Rede iſt, auf naſſen, ſauren, vitrioliſchen Boden, indem er die Säure vertilgt, und die Natur der Mittelſalze hervor- bringt, alſo die Fruchtbarkeit befördert. Denn es iſt die Weſenheit des gebrannten Kalks, daß er mit Be- gierde die Feuchtigkeit einſaugt, die DOehle aufnimmt, und die Säuren zerſeßt. QSo verivandelt er auch die vegetabiliſche Materie in ein ſchleimigtes Weſen, welches zur Pflanzen- Nahrung durch ihn gleichſam verdaulicher wird, Doch auf die Urt der Unwendung kömmt vie- les an. Die beſte iſt in Miſkt iſt, darüber auszuſtreuen, oder mit Salzwaſſer zu begießen, ſo anch die Erde um die Bäume und Neben, oder endlich das Salz in einer Miſchung von Ruß, Aſche oder Dammerde guszuſtreuen. Aber nie darf ſolches mehr geſchehen, wenn die Pflanzen einmal über der Erde ſich ſehen laſſen. Baiern-- eines der reichſten Länder am Salze, aum mit ſo bedeutenden Salzfabriken verſe? hen, was fönnte es daraus für ungemein großen Nußen für die Viehzucht als Futtergemenge, und dann als Düngermittel für die Fluren und Gärten ziehen, während jeßt ſo wenig geſchieht! Ja auf eine unverzeihliche Weiſe bei den Salzfabriken ſo vieles Salzſohlenwaſſer, und derlei Spülige ohne alle Beachtung bleiben, verſinfen, oder davon[laus fen, auch die Bäche, Flüſſe und Quellen verderben!! Sowohl hier als in andern Ländern ſchreibt man dem Staatsmonopol und der Salzregie=- die trau2 rige Urſache zu, daß die Salzpreiſe ſo hoh ſtehen, ſo viel bet den Salinen außer Acht bleibt, und alſo Salz kaum noMm im Gebrauche der Landwirthſchaft erſcheint. Ein verſtändiger Landwirth in Baiern hat mit beßtem Erfolge bereits Salz als Dünger ange- wandt, und ſchlägt vor, um Felder, Wieſen und Gärten in üppigſten Zuſtande zu verſeßen, auf dieſe Weiſe zu verfahren:„Man brauc zu erreichen, keineswegs das ſchon fabrizirte, und als Kaufmanusgut bereit liegende Kochſalz, ſon2 dern lediglich die Salzſohle, oder in Ermauglung derſelben, gemeines Brunn- oder Flußwaſſer, oder Statt leßterem noch beſſer, in einem Behälter zu- ſammengelaufenes Negenwaſſer, nebſt dem Pfannen- ſiein oder auch dem Steinſalz. Man löſe demnach in einer von den vorigen drei Flüſſigkeiten kalt ſo viel vom Pfannenſtein oder Steinſalz auf, bis ſie das davon hineingeworfene nach öfterem Umrühren uuagufgeldöst am Boden liegen laſſen. So werden 3. B. 230 Pfund derſelben 50 Pfund Salz enthal» ten, die übrigen 130 Pfund aber Waſſer ſeyn, bei welcher Proportion, die man nach Belieben oder Umſtänden vermindern oder vergrößern kann, ich jeßt ſtehen bleiben will. Dieſe 230 Pfund geſättigter Salzla>e thut man in einen dreimal ſo viel faſſenden eiſernen Keſſel: bringe ſie in Sud, und werfe behutſam, in Brocken, damit es nicht überläuft, 4100 Pfund ungelöſchten Kalk darein, wobei man es, wie beim Kalkablöſchen fleißig umrühren muß. GSGollte alles di> wie Bret werden, ehe aller Kalk eingetragen iſt, ſo gießt man von gemeinem Brunn-, Fluß- oder Regenwaſſer ſo viel nach, als erforderlich iſt, den Kalk gar hinein? werfen, und darin löſchen zu können. Die Propor2 tion des Salzes zum ungelöſchten Kalk iſt alſo im- mer wie 1= 2. Um in der Folge das Wägen zu erſparten, und die Urbeit zu erleichtern, darf man ſich nur ein Eichgeſchirr machen laſſen, welches yon der geſättigz ten Salzſohle z. B. 232 Pfund faßt, ſc werden 3 dergleihen volle Geſchirre wieder 230 Pfund, das iſt 50 Pfund Salz und 180 Pfund Waſſer ausma- hen. Weil man auch den Kalf nicht immer friſch und ungelöſcht haben kann, ſo kann auch Statt deſſen der unter einem Dache, damit es nicht darauf reg- nen kann, in der Luft zu einem Mehl zerfallene, genommen werden. Man wiegt ein Mäßl,(wovon 52 auf einen baleriſhen Meßen gehen) gröblicht zerſtoſſenen ungelöſchten Kalkes 23F Pfund, folglich dergleichen Kalk in einem Geſchitre, welches 11 ſolen Brei eingeſotteu worden, dann ſcen werden läßt. Nun muß man einen viere>kigen, von Mörtel oder Lehm aufgemauerten, auch nah der Zahl voriger Kugeln genugſam großen Ofen haben, welcher 13 bis 2 Schuh vom Boden einen gemauerten Roſt, und un- ter dieſem auf einer Seite 1 Schuh breites und 15 Zoll hohes Aſchen» und Zuglo< hat, welches man, um den Zug erforderlich geben zu können, zum Theil oder ganz verſchließen, oder wieder öffnen kann. Auf den Roſt legt man eine Schicht von dür rem, ſchlechtem Neiſſig, darauf eine Schicht einfach von den Kalkfugeln, dann wieder eine E€ icht Reiſſig und Kalkfugeln, und ſo fährk man Schicht um Sicht ſo fort, bis der Ofen voll iſt, wobei die leßte Swhicht oder Lage oben Nelſſig ſeyn muß. Dieſe leßte Neiſſig- Lage zündet man an, und läßt alles gemach von oben ntederbrennen, wobei man das Feuer mittelſt des Aſchenlocert man nach abgeoche- nem Waſen die Erde um den Stamm herum auf, und ſireut etwas davon darauf.“ Wenn bei den Salzfabrikfen ſolner'Wikt- terung vor dem Säen und Eggen auf die Furchen des gevſlügten Landes, und egget ſie dann leicht ein. Noch größere Wirkung bringt die Pottaſche hervor; wegen ihrer Koſtbarkeit kann ſie aber nur in Verbindung mit andern Düngemitteln dienen, 3. B. 6 id. Pottaſche mit 20 1b. Salz und 12 Eimer Jauche zuſammenge- kocht, und auf 2 Fuder Dammerde geſchüttet, dann be- nübt» Die Engländer gehen damit verſchwenderiſcher um, und nehmen 200 1b. auf einen Morgen zu obi- gem Gemenge« Sade nur, daß in Deutſchland die gebrauchte Pottaſche auf Bleichen meiſiens weggeſchüt- tet wird, da die Lauge nur eingekocht und mit Erde vermiſcht werden dürfte, um ein vortreffliches Dünge- Mittel zu Seifenſieder- und Potra- ſchenſiederlauge kommen ſo ziemlich überein. Um beſten iſt es, ſie mit 2 Theilen Miſt und 10 Theilen Erde zu miſchen, einige Tage öfter zu ſtürzen, und ſo- nach vor einem Regen das Ganze auf Uecker oder Saa- ten zu ſtreuen- Vorzüglich bekommt ſolches dem leh- migten Boden oder ſauren Wieſen ſehr gut. neueſten Erfahrungen in England brachte ein Compoſit von Seifenſieder-Ubfällen und Dammerde-- noch beſſer friſche oder Jungfernerde, aber öfter mit Jauche begoſ? ſen, den vorzüglichſien Gartendünger hervor. ad 3) Bereits iſt von der Nüßlichkeit der Torf Aſche geſprochen, aber auch die Steinkoblenaſc Raſen oberhaib ver» ſchloſen werden kann. In jedem der vier Pläße zwiſchen dem Luftzuge und der äußern Bekleidung zündet man Feuer aus Holz und troFnem Raſen anz hierauf füllt man dieſe Art Ziegelöfen tnwendig mit tro>nem Raſen voll, welcher ebenfalls bald anbrenntz und wean nun dieſe Gluth ſo recern Grund, der Sand den trocknen, brennenden Boden, und ver Thon das ſchwere, träge, zähe Land. Einleuchtend kann ießterer als Miſchung mittelſt Ueberfahren für die erſten zwei nüßlich, und ſo entgegenoeſeßt der Kalk und der Sand für den Thonboden dasſelbe ſeyn, ZZwecmäößiger er- ſHeint aber immer die Unwendung des gebrannten Kalks und gebranuten Thons oder Klay's, oder die Ueberführung von Dammerde, Fleißige, kluge Land» wirthe ſuchen ſie überall ſehr mühſam auf, in Wäldery, oder wo auf kultivirten Plägen Gebände aufgeführt werden, oder Raine, Hügel 2c, abzuſtechen ſind 2c. 2c. die übrigen drei Oeffnungen verſchließt man, und öffnet ſie nur, wenn ſim der Wind dreht. So wie ſi< min der Klay innerhal% des Ofens anhäuft, ſo muß man die Mäuer bes Gehäges erhöhen, ſo, daß ſie wenigſtens 15 Zoll über die wagrechte Lage des Klayes geht, und die Oberfläc<ße desſelben gegeu die Wirkung des Windes auf das Feuer ſ&üßt. Das hauptſächlihſte Geheimniß bei dieſem Brande beſteht in der Erhaltung der äußern Mauer,-damit die Luft von Außen nicht durchdringen kanu, ingleichen der Sorge, daß die gauze Bodenſläcbe des Ofens leicht, aber gleichformig mit Thon bede>&t werde. Wenn der Thon ein Paar Tage zuvor getroänet iſt, bringt es Vortheile. Wenn der Ofen recht im Zuge iſt, braucht man weder Steinkohlen, Torf noch Holz hinzuzuſeßen, der Klay brennt von ſeibſt. In einigen Orten wird der Thon auch in hohen Oefen wie Kalf gebrannt, welches man für uoch beiſſer hielt. x) Die Chemiker hingegen neun. Die übrigen erſchefs nen aber nie rein und in großer Menge. Sieh Lehrbuch der Laudwirthſhaft von Dr. Burger. Wien. 1819. S. 16- Dieſe Urerdarten ſind aber ſchon von darum auch von großer Wichtigkeit, weil der Landwirty immer zuerſt ſeinen Boden fragen, oder unterſuchen muß, indem z. B. in einer Kalk- gegend auH die Dammerde immer ſchon mehr von dieſer Urerdart in ſich enthält, und ſich alſo der mebr weiters dahin gebrachte Dünger 2c. darnach richten mus, ſohin dieſer Gegenſtand innaer in Veberlegung fonnnen ſoll. SEE ae 149 (4 Akten pH: | ihm | einen nſelbey jeden “ Da: =- die hon, Sand on das ebteter n zwei Sand ger ers anten der die Lands aldery; jeführt 1 8 und ) wie it get v abet ; weil fragels ! Falls hr von (ov det ar1a9 in 69 ad 12) Kompoſt Jede Zuſammenſepung, von Düngerſorten und Düngermitteln iſt eigentlich Kom" poſt. Im weiteſien Sinn kannte man den Kompoſt ſchon vor vielen Jahren*) unter dem Namen Dünger- Magazin, wo man nämlich aile Düngermaterialien und Düngemittel ohne Unterſchied und Ubſönderung ſchihtenweis bäuſt, einige Zeit gähren läßt, und das ganze Gemenge auf die Felder führt, So giebt auch Thaer**) das beßte Rezept zum Kompoſtdünger da- mit an:„Man nehme alles, was man von thieriſchen und vegetabiliſchen Subſtanzen erhalten kann, miſche es wohl durcheinander, ſeße etwas lebendigen Kalk hinzu, und ſonach Erde ſo viel, als zur Uuffangung der fim entwickelnden Produkte nothwendig iſtz man laſſe das Ganze gehörig abgähren, und ſteche es bvſter um, bis alles fic zu einer gleichartigen Maſſe verei- nigt hat.“** Die ſpeziellen Kompoſie heißt man übri- gens diejenigen, wo nur einzelne Düngerarten und Düngemittel gemengt werden, von denen bereits viele angezeigt ſind, als von Salz, Dammerde, Ruß, Torf, Holzaſche 26.' Erſt die Engländer gaben dem Kompoſi- Dünger in der neueſten Zeit eine eigne Bezeichnung und Würdigung, ihn das Kleinod der Landwirthſc aft nennend. Sie verſtehen unter dem einfachen Kompoſt die Miſhung der Dammerde mit gebranutem Kalk, Gewöhnlich nehmen ſie für jede Kubik:Yard Erde zwei Bu5hels ungelöſchten KalF, und zur Düngung eines Ucre 39 Kubik Yards Erde, und 169 Bushels leben- digen Kalk***)- Um dieſe Menge Erde zu erlangen, pflegen die Landwirthe die Boräcker zu beiden Enden des Feldes 10 Zoll tief zu pflügen, und die Hälfte der hiedurch aufgepflügten Erde zu dieſem Zwede auf Hau- fen zu ſammeln. Ohne allen Nachtheil kann dieß am *) Sieh meinen Katehismus der baietriſchen Landes- Kultargeſeße ſammt einem Unterricht der Landwirih» ſhaft, München bei Strobel 1804. ax) Th aer Grundſäße der rationellen Landwirthſchaft» 14, BB. S. 208. 988) Ein engliſcher Acre enthält 5022458 7) Fuß baier, Maßes. Eine Kubik- Yard hat 27 Kubikfuß. Zwei Bnösöhels machen etwas über 3 Kubikfuß. Alſo kom- men auf 27 Theile Erde dem Maße na< 3 Theile ungeldſchten Kalfs zum engliſchen Compoſidünger. Und nach dieſem Verhältniß träfen auf ein baieri» ſches Tagwerk zu 49,000[] Fuß 7640 Kubik- Fuß Erde und 196 Kubik- Fuß Kalf, oder in Kubik- Klaf= 47 7% Kubik- Klaſter Erde und 3 Kubik= Klafter 70 ackerbaren Grunde geſchehen, indem ohnehin die Bors Ae>er durg das Uusräumen des Pfluges am Ende des Feldes im Laufe mehrerer Jahre an Tiefe der Dammerde zugenommen haben, Dieſer Kompoſt paßt natürliH nur für ein kalfarmes Feld. Den großen Kompoſt, für faſt alle Felder tauglim, beißen ſie den, der aus mehreren Düngermaterialien beſteht, als Kalk, altem Mörtel, grünen Vegetabilien, Kreide, Gärbe- lohe, Sägeſpännen, Seifenſiederaſche, Miſt 2c., welche Maſſe in Haufen geſchlagen, zu Zeiten umgewendef, und mit Jauche begoſſen wird. Der Kompoſtdünger, ſagen die Engländer, hat ganz vorzügliche Eigenſchaf- ten. Er kann die unwirthſchaftliche Methode verdrän- gen, nanen Teichſelamm zu Handen, legt damit die vorige Miſchung genau durcheinander, und ſchaufelt ſie einigeimal um, Wenn dieſes geſchehen, ſo werden damit in einem waſſer- dichten, in der Erde gemact, und einige Tage in Ruhe gelaſſen. Man findet dieſen Dünger beim Oeffnen der Grube als ein feines troFnes Pulver, womit man gleic) na< der Saat den Ver über ſtreuekt und egget, Für einen Morgen iſt dieſes Pulver hinreichend, und giebt-- 2 Jahre wiederholt --- eine 4jäbrige Benüßung- Nr. 2) Anderthalb Viertel Kochſalz mit zwei Viertel glänzenden geſtoſ- ſenen Kaminruß werden genau miteinander gemiſcht, und in kleinen Pottionen in einen kochenden Topf mit zwei Eimer voll alter, fetter, wohlgeſaulter und flarer Mittjan&e getragen. Nachdem die Maſſe bis zur Honigdi>e verkocht iſt, fällt man nac< und nac< 6 Eimer voll derſelben Miſtlauche nach, und wenn von der ganzen gefochten Portion zuleßt noch etwa 2 Eimer voll übrig ſind, ſo wird ein halbes Schäffel reine Holzaſche eingerührt, daß es eine zähe, di>e Teigmaſſe wird. Dieſer Teig wird in Brode geſtohen, welche man im SdHatten an der Luft erhärten läßt, und ſie von Auſſen noh mit Holzaſhe wohl umſtreut. Sind dieſe Düngerbrode tro>en, ſo werden ſie zu zartem Staub zerſchlagen, und unter anderthalb Schäffel friſchen, feurigen, lez bendigen Kalk, der in kleine StüFe zerſchlagen wor- den, gemiſnem Wetter zündet man dann die Haufen mit dürreim Reiſ- ſig, Heidekraut oder Stroh, welches an der Windſeite angelegt wird, an, und läßt es mit aller Vorſicht höchſt langſam brennen. Je mehr man dabei den gc ſchi>ten Köhler nachahmt, deſto beſſer iſt es. Ehe noch die Haufen weiß und zur Uſche gebrannt ſind, wird das Feuer gelöſcht; ſobald dieſelben hinlänglich erfalten, ſucht man ſie gleichformig auszubreiten, und ſo ohne Verzug unterzupflügen. Cine noch kürzere und bequemere Methode iſt dieſe, wenn man Wurzeln, Un- Fraut, Stoppeln, Sern und wilden Lehden leiſtet dieſes Ub- brennen ungemein gute Dienſte. Der Boden wird da- durch entſäuert, ausgetrocnet, und lebendig gemacht; Unkraut und Inſekten verſchwinden allmählig ganz« Die Produkte des Verbrennens miſchen ſich mit dem Boden, und die Uſche der verbrannteu Materialien wirkt als Reißmittel. Es gedeiht dann alles. Ge- mit einer Rübenſaat an, und wechſelt wieder mit wöhnlich fängt man zuerjt geht dann zu Getreid über, Futterfräutern, ad 15) Endlih die Wäſſerungen. Uuch das Waſſer für ſich iſt ein Mittel, das Erdreich zu beſſern. Die Kunſt des Wäſſerns beſteht darin, Waſſer, dem man eine willrührliche Richtung geben kann, zur rech- ten Zeit in die Wieſen und wieder daraus zu leiten. Die Zeit, binnen welcher das Waſſer auf einer Wieſe bleiben darf, um die größtmöglichſte Wirkung hervov- zubringen, hängt von der Urt des Bodens und von der EE Ez, -“SE ? Yield: ." Ye den Yu den wit) abgeſte: Tichtehn, ec Übergyr jen oder Ingewot: hun in ergeſtelt, jens zus trodnen om Reif: Rindſeite Vorſicht den 96 Ehe aut find, länglich 1, und re und m Un: hp dent ichſor* 1 und mtrau* ſes Vb- ird da“ macht; Gatte t deit rigliert Ge- af am x mit < vas beſſert, :, dem ur red“ u Leiten xe Vieſe hervor von der 793 EREN ik RI 74h Jahrszeit ab, Man wäſert die Wieſen oder im Früh- ling oder im Herbſt, Im erſten Falle muß es geſche- ben, wenn der Schnee verſmäßige Vorſchläge vor, und 768 B. Die ſeit dem 1. Jänner 1867 beſkehende nnglück- liche Urt des Ubführens des Gaſſenkoth8 durch Stadt» Kammer- Fuhrwerke ſey ganz aufgehoben. Jeder Gaſſen- Reiniger bringt, wie in andern Orten, das Kehricht auf der Stelle in ſeinen Hof nach dea Ubtrittsgrube. Wenn in eineim Hauſe keine ſolHe beſteht, muß man gleich- wohl, wie ehedem, mit dem Nachbar ſich vereinen, dem die Vermehrung des Düngers von ſelbſt erwünſcht ſeyn muß, C. ES gelte das ſtrenge Verbott, Ubtritte ganz frei zu ſtellen oder auf Flüſſe, Bähe und Ka- näle zu richten, oder aus Ubtritten Ubzugölei- tungen dahin zu machen. Nach und nach müſſen alſo die Vorkehrungen dazu getroffen, vielmehr überall die ſo wohlthätigen beweglichen geruchloſen Ubtritte einge- führt werden, und zwar ohne Unsnahine der Kaſerney und anderer Ööffentlicher Gebäude, Strenge Verordnung muß es bleiben, daß jede Verunreinigung des fließen- den Waſſers ſtrafbar iſt. D. Gleiche Unwendung hat dieſes auf Fleiſchbänke, Fabriken, Bräuereien, Werkſtätte, Bäder:c. Der Ublauf davon darf nicht mehr in das vorbeiſließende Waſſer, ſondern nur in eigne Behälter kommen. E. Der nämliche Fall iſt bei den Kandeln und Rin- nen aus den Häuſern. Es eignet fich nur das Regen- waſſer und das aus den Brunnen und Brunnkäſten zu dieſem UNusguß, keineöwegs aber ein Spülig aus Küchen und Werkſtätten, oder der Urin wie bis jekt 1c, Alles dieſes muß in dem Urinbehälter Plaß finden, und Nichts darf bei Strafe davon in die Kandeln ausfließen, oder dahin getragen werden, F. Selbſt bei Wäſchereien iſt es nicht geſtattet, deu Unrath oder die Lauge in die Bäche, Kanäle oder Flüſſe zu ſchütten, ſondern alles dieſes muß in den Urinbebälter oder auf die Düngerſtätte kommen. Das Gleiche hat mit den Rückſtänden bei Bleichen 2c, zu geſchehen. G. Findet ſich unter Tags an einem Plate oder E>Xe der Straße eine auffallende Unreinlichkeit, ſo haben die Polizeidiener die Verbindlichkeit, den HausSeigenthümer zur alsbaldigen Reinigung anzuweiſen, weil eine ſolhe Un- reinlichkeit die Sphäre einer gebildeten Geſellſchaft beleidigt, doh dauert das alte ſchlet, endlich 5) der Urin am Siße von dem Kothe mittelſt eigner Rin- nen geſöndert, und für ihn ein eigner waſſerdichter Be- hälter ſammt einer Pumpe angebracht, auch dahin öfter Kalk oder Gips geworfen werde. währten Geſchäftsmännern= alle Artikel gusarbei- ten, und darüber abſtimmen. Vor deim Aufhören dieſer wichtigen ſo gemeinnüßig gewirften Stelle wurden die zwei größten Aufgaben auch noch gelö- ſet, nämlic< die beſagte Baupolizeiordnung, worüber ſeit 1489=- alſo über 3 Jahchänderte Nichts mehr geſchehen iſt, vollſtändig ins Reine gebracht, und ſo auc< der Generalplan für Müncen, Dieſe 2 Ar? beiten ſollten dem ganzen Reihe zum Vorbild und zur Richtſchnur dienen, Es wäre bei den Baulich- feiten, wo ſtets ſo große Mißgriffe vorkommen, da- durc einem dringenden Bedürfniſſe abgeholfen. Dieſe Yeten liegen ſeit vielen Jahren beim k. Miniſterium des Innern, und ſind da in der Regiſtratur begra- ben!!-- In dieſem Entwurfe kommen nun folgende Säße für den gegenwärtigen Gegenſtand vor. Anlage der Abtritte. S. 40). Wer ein neues Privet auf ſeinem Grun- de gegen ſeinen Nachbar, und deſſen eigene, oder gemeinſchaftliche Mauer ſeßen, oder wer ein altes, ruindſes Privet repariren will, der muß 3 Schuh in ſein Eigenthum zurückweichen, auch die Sruüube von unten und von den Seiten einen Schuh di> mit Leiken(hier Tegel genannt) ausſchlagen, und auf ſolhe Art wohl verwahren, damit dem Nach» barn dadurc< kein Nachtheil zugehe, Zu dieſer Ar- beit muß nur ſolcher Leiten verwendet werden, wel- , und Nach: er At? , wel: erdiht iſcheit wet: g der nicht Zwir ß eit Die? tr mit [ingen ei zu ſauge Piatel + weil Blaten be muß een det + wird. er fein [e Hinz h Koth ſen die ÖL mammmaunnenennnen Ü N. In Unſezunz der bisherigen Schwind- oder Verſißgruben finde eine Ubänderung Plaß: denn ſie find es, welche bisher die Brunnenquellen verdarben, und ein Hauptdüngermaterial verlieren machen. Statt den Schwind- und Verſitgruben ſtellt jeder Hauseigen- thümer die bemerkten wajſerdihten Behälter für den Urin, alles Spülig aus Küchen, Werkſtätten her tc. Gehörig geſchloſſen hindern mehrere ſolche Behälter im Hofe in Nichts. Und ſind ſie einmal eingeführt, und die Vortheile dieſes flüſſigen Düngers bekannt, ſv wer- den Landwirthe und Gärtner darum ſich drängen, um die Wieſen, Felder, Gärten damit Winters- und Som:- merSzeit zu übergießen. Wie ſchon geſagt, mit etwas Kalk verliert ſich jeder Geruch. Doch muß das Regen- waſſer davon abgehalten, und ſolches allein nach den Kandeln geleitet werden. Es verſteht ſim, daß dieſe Einrichtungen nur als Regeln gelten, und nur nah und nach zu bezwecken ſind» Dieſes alles gewinnt nun eine ganz andere Geſtalt=- durF die Beilage Nr. Z« Oeffnungen in die leßtere weit und bequem genug vorgerichtet ſey. b) Was die Schläumäßige bewegliche Abtritte anbrachten, Es wurde nämlich) in die Abtrittsgrube ein waſſerdicen, rein und ordentlich erſchei- ne, und der Waſſerlay* nicht mehr gehemmt werde. Zu dieſem Zwecke(oll eine gehörige Einebnung des Dorfgebietes vad die Nivellirung des Ganzen voraus- gehen. %x) Neben der Straße und den Gräben gehört zu ven 2 Seiten ein ordentlicher geräumiger Fnßpfad we- nigſtens zu 3.= 5 Schuh, den öfter neuer Beſchütt zu bede>en hat. GSdön und nüßlich iſt es auch, ne- benher eine Baumallee anzubringen, 1) Für die Straße und Gaſſe ſelbſt ziemt ſich gleihe Sorge. Die zuſammengekehrten Straßenhäu- fen dürfen nichr liegen bleiben, ſondern müſſen nach den Übtrittsgruben gebracht, und neuer Beſchütt aufge- führt werdenz Nirgends im Dorfe, in den Gaſſen oder E4en und Winkeln darf ein Unrath oder Koth- haufen zum Vorſchein kommen, k) Es fann zwar bei den Dörfern nicht wie bei Städten und Fle>en das Düngerausfahren auf die Mitternachtsſtunden ſich beſchränken, ſondern es muß ſelbes freien Lauf haben. Doh wegen der ſichern und waſſerdichten, geſchloſſenen Wägen finvet die nämliche Strenge Statt, damit nicht, wie bisher, Dorf- und Feldwege davon ſtets die ſen ſollen aber dieſes höher trei- ben, und einen Volks- oder Bürger- Baumgarten errichten, der zugleich öffentlicher Spaziergang wäre, uad als Plantage diente, für die Pflanzungen um die Stadt, auf die Straßen und die ganze Gegend. Jeder Bürgermelſter ſollte einen Stolz darein ſeßen, mit Errick finden wir nun die volle Ueberzeugung, daß der Dünger das Eiement, das wahre'Lebensprinzip der ganzen Landwirthſchaft ſey.=- Geſehen haben wir, wie deßwegen der Dünger in an- dern Ländern mit größter Sorge gepflegt, gewürdigt iſt.= Geſehen haben wir zugleim, wie er zu beach- ten, zu behandeln kömmt, um über Felder, Wieſen, Gärten die wohlthätigſten Wirkungen zu verbreiten. Geſehen haben wir endlich, daß es nur unſere Unkunde, Nachläßigkeit,„Trägheit, ja wirklich unſere große Schuld allein es iſt, daß Deutſchlands, Baierns Fluren noch nit den Segen wie die Felder anderer Länder an ſich tragen, und daß feine Klage ungerechter, ſtrafba- rer ſich zeigt, als die, noh allgemein Deutſen, Dörfern noch erſt die Fräſtigſten Düngermagazine dar. Ulle verweſende Kör- per und Knochen, alle Ubfälle von den Scchlachthäuſern, in den Werkſjätten, Fabriken und Manufakturen ſind zum beſten Dünger umzuſchaffen, gleich den koſibaren Hehlkfuchen und Oehlen. Es ſchmücket ſich der Wald jedes Jahr mit neuem Laube, das, wie Stroh und alle Pflanzenſtängel, die Hauptbindung des Miſtes, dann des Düngers machen. Uuch alles, was an Pflan- zen auf der Erde und im Waſſer welkt, iſt ſchon wie- der bedeutender Gewinn für die Düngerſtätte- Selbſt aller Waſſerſchlamm, das Gaſſenkath, alle Sägeſpänne, jedes Kehricht von Landſtraßen, aller Mauerſchutt häu- fen mit den wirkſamſten Stoffen die Düngermaſſe. Nicht minder thun dasſelbe der Malzſtaub und derlei Ubfälle hei Bräuereien, das Gärberlohe, der Ruß, auf mannigfaltig wunderbare Weiſe. Wenn man bisher die wüſten Strecken von Moräſten, ſogenannte Möſer mit Schrecken ſchaute, ſo entdeckt ſim jeßt, daß die Natur auch da Schäße von Dünger dnrch Torf und Torfaſc- lien um, und gebt ihnen aus eurem Düngermagasin die neuen Kräſte.=- So wird euc< dann wodhlthätig der Boden lohnen, dankbar und mit Wucher euren Vor- ſchuß zurückerſtatten, die Reinlichkeit, Geſittung, damit eure Geſundheit, euren Wohlſtand, euren Lebensgenuß erhöhen. Die ganze Erde, eure Heimath, euer Woh- nen, ja der ganze Himmel wird ſich freundlicher um euch geſtalten, und mit dieſem neuen Leben,“ iſt das böchttze Glück euch ſo gegeben. Das Ganze ward von der Verſammlung einſtim- mig mit allem Beifalle aufgenommen, ja von mehrery Mitgliedern dasſelbe nebenbei mit verſchiedenen Bemer- kungen und Unekdoten beſtätigt, wonacter Urchitekt durch die anliegenden Zeichnungen vollfommen in den Stand geſeßt werden, nach ihnen etwas Vorzügliches für die- was wir ſehr wünſchen, da Stallungen, ſen Zwe zu entwerfen, gut angelegte Mijtbereitung, beſonders in Bezug auf von hohem Intereſſe ſind, denn ohne Miſt iſt fein U>erbau; ohne guten und reichlicgen Miſt von ſelbſt kein guter Uckerbau. Untergepflügte grüne Begetabilien ſind nur aushelfende Surrogate,(Nicht entgegenſiehend der Meinung des Hrn, Pr. Giobert zu' Turin.) Vielen und guten Miſt mit den verhälts nißmäßig geringſten Koſten zu erzeugen, darin beſteht die große Kunſt des Landwirthes, Die LHuantitäc des Miſtes wird durch die Luantität des Futters und des Streumaterials beſtimmt. Die Qualität des Miſtes hängt von der Qualität des Futters, rials, von dem Zuſtande der Thiere und von der Miſtbehandlung ſelbſt ab. Die Vollendung als ger erhält der Miſt entweder im Miſtihofe, oder auf dem Felde. Man unterſkt. Da er gegen Mittag liegt, und von der andern Seite geſchüßt iſt, ſo fror er im Winter 18327 niht einmal zu, ob er gleich mit nichts als mit jenen einfachen Läden gedeckt war. In der vordern E>e diſes Gülleſanmmlers befin- det ſich eine große viereckige Pumpe, die mit jedem Zuge 0,720 Kuvikjuß Flüſſigfeit abführt. Der Gülle- Xarren wird unmittelbar darunter angeſchoben, 8) Die Dee des Stalles, vom Fußboden des Futterganges 15 Fuß entfernt, iſt getüncht, mit ſtarken <<< E5 an ET R lä RIGI EP TEIADENS LINEN 92 Hohlkehlen. Darüber ſind Zimmer unter einem Mane: ſarddache. 3 0) Die Futterſchupfen zum Unfahren und Uuf- bewahren des Grünfutter8s, welches bei der Speiſung durch die Verbindungsthüren mit dem Hac>en auf die Futtergänge geſchleift, und dem Bieh vorgelegt wird, ſind offen, und ruhen auf Pfeilern. 10) Durch eine Röhrenleitung wird das nd: thige Waſſer in die Kuhgraben gebracht. 11) Die noch nicht völlig eingerichtete zweite Hälf- te des Stalles ſoll künftig als Kälber- und Rinderſtall- auch für Maſtvieh dienen.; 42) Der Miſthof, oder die Miſiſiätte, nicht ver- tieft, nur etwas abhängend, mit Schutt und Steinen ausgeſchlagen, hat zwei ausgemauerte Jauchefänge, die oben der Erde gleib ſind, in welche ſim alle überflüſ- ſige Jauche aus dem Miſte entweder unmittelbar oder vermittelſt einer ſeichten Rinne zieht. Uus den Jauche- fängen wird dann von Zeit zu Zeit durch eine Pumpe die Janche wieder über den Miſt gebracht. Die Dach- traufe iſt von der Miſtſtätte abgeleitet. Wir halten uns für verbunden, an dieſe Beſchrei: bung bier einige Bemerkungen über Zubereitung und Berweudung der Gülle zu reihen. Man läßt vor Ullem den Kuhgraben bis zur Hälfte feiner Höhe mit Waſſer anlaufen. Der Harn der Kühe fließt von ſelbſt hinein. Um nicht zu viel Streu ver- wenden zu dürfen, werden die Fladen von Zeit zu Zeit mit der Forke oder Miſtgabel aufgenommen und in den Graben gelegt. Kommt es zum Uusmiſten, ſo wird die Streu in dem Graben einigemal hin und hergeſhleppt, damit eines Theils der thieriſche Uus- wurf dur< das Waſſer ausgewaſhen, und andern Theils die Strohſireu durch und durc) in dem Schlam:- me getränkt, und damit überzogen werde. Die ausge- waſchene Streu wird dann auf dem Rande des Gra- bens in mehrere ſpitzen Haufen aufgeſchlagen, damit der Ueberfluß an Feuchtigkeit ſich wieder in die Gräben entledige« Darauf-wird dieſer Miſt auf einem guten Schiebkarrn nach der Miſtſtätte in ſreier Luft zebracht. Da dieſer Miſt ſih durc; den Druck des Aufeinander- ſehens noch vieler Feuchtigkeit entledigt, ſo iſt an dex niedrigſten Seite der Stätte ein ausgemauerter Jauche- fang nöthig, um im Erforderungsfalle die Jauche wies der auf den Haufen zurückzubringen, emen Sennen TEE () 4 ben Nin n und Vj: Erin en auf de legt mird, d daz nw; eite Hält inderſtal, nicht ver Steinen Inge, die überflüſ: bar oder 1 Jauche- e Pumpe die Dach Beſchrei reitung ur Hälſtt er Fühl reit vers Zeit zu en und jet, ſo n und Uns“ andern t ſich die Maſſe in dem Kuhgraben, und vermindert ſich zugleich durch das, was in die Streu dringt. Man läßt alſo von Neuem Waſſer bis auf ein Paar Zolle unter dem Rande hinein, wiederholt dann am andern Tage die Operation mit der Streuwäſche und ſo fort, bis der Graben voll iſt. Nun werden die Schieber gezogen, und dem Quarke der Ausgang in die Güllekaſten ver- ſchafft. In wenigen Tagen beginnt die Gülle zu arbei- ten. 8 erheben ſich Blaſen aus der Tiefe. Eine im- mer zunehmende Kruſte zieht ſim über der Maſſe zu- ſammen. Das Ueberpumpen von einem in den andern Kaſten ſcheint die ſtille Gährung nicht zu unterbrechen. In Kurzem findet ſicß die Kruſte wieder ein, und er- reicht die Diäe von mehrereu Zollen. Bisher ſtieß man bei uns dieſe Kruſte von Zeit zu Zeit zuſammen, und ſuchte die Maſſe fleißtg aufzu- rühren, welHhe dann ſchäumte. Verſuche werden zei- gen, ob es nicht beſſer ſey, die Kruſte unberührt zu laſſen, bis ſie ſich von ſelbſt ſenkt, welches allemal ge- ſchieht in dem Verhältniſſe, als die Gülle zu ihrer Reife kommt. Uuf jeden Fall geht ſolches in dem Sammler vor ſih. Die Kruſte legt ſim zu Boden, und das Uufrühren wird bei dem Auspumpen nöthig. Die vorher gelbe Farbe der Gülle wird nun ſchwärz- liM, welches wir als das Zeichen ihrer vollkommenen Zeitigung betrachten. Sind alle Güllekaſten gefüllt, ſo werden die älteo- ſten außen in die Sammler, und die friſchen Kaſten in die ausgeleerten überpumpt, Unausgegohrne Gülle auf grüne Vegetabilien zu bringen, iſt nicht rathſam, Wenn gleim weniger äßend als friſche Jauche, ſo bleicht oder ſengt ſie doch in jenem Zuſtande, der hier ge- machten Erfahrung nach, den jungen Klee, Die Werkzeuge, welche man bei dem Gülleweſen nöthig hak, ſind: a) Ein guter breiter ShHiebkarren mit geſchloſſenem Boden zum Uusführen des Miſtes, b) Eine gewöhnliche Miſiforke oder Gabel zum Durch- ſhleppen der Streu durH den Kuhgraben. cc) Ein Rührholz mit langem Stiel, wie bei'm Mörtelma- Hen. d) Ein dreizin>Figer Hac<>den mit langen dünnen Zähnen und langem Stiel zum Uusfiſchen des Strohes, welches ſich in die Güllekaſten ſhHleicht, und zwar der Pumpe kein Hiaderniß in den Weg legt, wohl aber der Ergießung dex Gülle durH das Zapfenlo des Faſſes oder Karrens. e) Ein guter Güllefarrn, der die Flüſſigkeit auf das Gleihmäßigſte vertheilt. Da bei dem Uufbringen des Düngers überhaupt, bei dem eines ſchnell wirfenden, daher auF ſchnell vers gebenden aber beſonders, viel auf eine ebenmäßige Vee- theilung anfömmt: ſo hat man allerhand Vorkehrunz- gen für die des flüſſigen Düngers getroffen. Bald war es ein bloßes Brett, bald ein gereiftes Brett in Geſalt eines Fächers oder Schwalbenſchwanzes, bald ein durchlöcherter ſchwebender Trog, auf oder in welche die Jauche ſtürzte, und ſich nach der Breite vertheilte. Allein da man gedachte Borrichtungen immer von hin- ten an dem Faſſe oder dem Kaſken anbrachte, ſo war" die Folge, daß der flüſſige Strahl bald über das Brett hinausſchoß, bald ſtärker, bald ſchwächer gegen dasſel- be anſchlug, in dem Werhältniſſe, daß die Brühe in dem Faß mehr oder weniger zur Neige gieng, mithin eine ungleiche Vertheilung zur Folge hatte, QMSolches zu vermeiden, hat man aber nur das Zapflo< nicht von binten, ſondern von unten anzubringen, und dieſer Mündung ein kleines horizontal ſchwebendes Brett auf den Deckel gelegt wird, Un der Falle be- finden ſich dd) ein Ungriff, um die Falie zu heben. Er ſteigt etwas in die Höhe, damit die Falle bei dem Uuf- oder Zurückſchlagen nicht flaM auf den Deckel zu liegen Fomme, und dann nicht leicht anzufaſſen ſey. e) Zwei Schiebriegel von Holz, die Fülle zu ſchließen. f) Das Loh, durch welches der Stiel des Zapfens durchzugehen hat, damit man bei dem Ziehen das leß- tern nicht nothig habe, die Falle zu offnen, welches bei dem Fahren nicht ohne UAusſchwappen der Flüſſig: Feit geſck. Es bleibt deßhalb, beſonders bei verditer Güſſe, nothwendig, daß ein Knabe vermittelſt des ZUN 0, eule<<< A13 / Fe 2 4 4 'borg:| e niht Da): Zeid) urd: q um erzlg! vet: 1a Sig BBaſe| / %. / Bon der ſo allgemein angerühmten Schrift „Ueber den Dünger, als das Lebensprinzip der Landwirthſchaft 2c. vom „Staatsrath von Hazzi, mit 3 Beylagen, 3 Steinzeichnungen und 2 »HolzſchnittsabdrüFen, als über die Hornvichſtallung und Güllewirth- »ſchaft bei der Lehranſtalt zu Hohenheim, über einem Muſterſtall für die „veredelte Schafzucht und Stallfütterung der Schafe, dann über die be- »weglichen und geruchloſen Abtritte, den größten Vortheil der Land- „wirtſchaft und die größte Wohlthat der Menſchheit gewährend„« hat ſo eben die dritte-- ſehr vermehrte Auflage die Preſſe verlaſſen, und iſt ſowohl wegen der ausführlichſten Behandlung de3 leßten Gegenſtan- des, als näherer Entwicklung des Gährungsprozeſſes bei dem Dünger, dann des Artikels über Knochenmehl und Knochenmühlen, des über Salzdüngung und des über Gülle-Benüßung 2c. von ſolch großem Intereſſe, daß dieſe Schrift nicht wohl ein Landwirth, oder Polizeibehörde entbehren kann, 4. Preis; 1 ft. Die Fleiſcchens das Brett, welc>>SSShmiliee---> Eee mala 4 9 A M6 | V Dünger-Kapitals bei der Gülle in ſchnellecer Zeit vor fen, und nachher ein wenig datin. vertheilt, IF man y '; 1"1 ſich gebt, als bei jeder andern Düngerart. Ein Um: zureihend mit Stroh verſehen, ſo läßt ſich vortheilhaf: 1% '(7 ſtand, der nicht genug beherzigt werden kann. 5) Daß ter die Streu täglich wegbringen, wodurch das Dop: r auf Wieſen und Klee die Gülle die einzig wahre Dün- pelte-an Dünger gemacht werden kann, ohne daß die: gerart iſt, wobei nichts vergeudet wird, und der Waſ- ſer bei der vorliegenden Stalleinrichtung viel an Lua: v!; ſerzuſaß ſchon als Waſſer niht ohne Nuten iſt; lität, verliert. Der Dünger bei unſerer ziemlich kärg: ||| außerdem, daß durch dieſen Leiter die Nahrungstheile= lichen Einſtreuung in Hohenheim, iſt gewiſſer Maßen 'Y ſogleich den Wurzeln zugeführt werden. 6) Daß die mnur zu ſpeckig. SuM 5 Gülle vor der Jauche den Vorzug habe; da dieſe- be- 4) Die hölzerne Rinne zwiſchen dem Biehb- 4'9: 3 kanntlich nur auf ein Jahr, jene aber nuſerer'Meinung ſtand und'dem Futtergang, in welche das Waſſer zum R| Z; nach durch ihre mehr feſten Beſtandtheile auf mehr al3 Tränken durch einen Hahn gelaſſen wird, dient auch ein.Jahr wirk. 7) Daß Diejenigen, die ihre Uecker und Wieſen in der Nähe der Wirthſchaftsgebäude ha- ben, fich nicht einen Uugenblick bedenken ſollten, zur Güllefabrifation überzugehen, daß dieſelbe aber bei ent- ſernten Beſißungen, des ſchweren und langwierigen Transports wegen, unſerer(Erfahrung nach, weniger räthlich iſt. Be Brabanter Stall Die Hauptmaßen laſſen ſiH im Grundriß und Pro- fil abnehmen, Die Uimfaſſungswände dieſes Stalles “8.5 find, ſo wie die des Gülleſtalles, von Brockenſteinen | aufgeführt und verpußt, Nur die nördliche Wand des Brabanter Stalles und die ſüdliche des Futtermagazins ſind von Fachwer? mit Backſteinen ausgemquert. als Futtertrog, und hat einen Uusfluß zur Ubleitung der überflüſſigen Tränke, Die Waſſerleitungsrohre iſt punktirt im Riß augedeutet, 5) Die in Stein flach gehanene Rinne, in welche der Harn fließt, hat ihren Erguß in einen Jau-| IHefaſten; man hält den Harn auch ſtellenweis in der Rinne an, und ſpreitet ihn mit einer eiſernen Schau- ſel über das Miſtlager, welches bei ſtarker Einſtreuung oder bei tro>nem Futter täglich geſchehen muß. Um der Flüſſigkeit zu dieſer Vorrichtung genug zu haben, läßt man gleichzeitig etwas Waſſer mit in die Rinne laufen. 6) Der Bang, der von dem Viehſtand beravb nach dem Miſilager führt, dient zugleich den Kühen, Die StalldeXe vom Fußboden des Viehſtandes 21 Fuß entfernt, iſt mit Brettern zugeſchlagen, und hat zwei Zuglöcher zum Ubführen des Dunſtes, Der Dach- boden über der Decke wird, um das Gebäude nicht zu belaſten, niht benüßt. 1) Der Futtergang, mitPlatten belegt, 6 Fuß breit bis zur Krippe. 2) Der Biehſtand niedriger als der Futtergang, liege nur: um einen Fuß Die Urſache davon ijk, weil bei einer ſtarken Vertiefung die Kühe eine längere Unkettung erfordern, oder ſim ſonſt nicht niederlegen könnten, Die Verlängerung der Unkettung würde aber die Nachtheile haben, daß die Kühe einander beunrubhi- get, und zu weit hinaustreten würden. Derr gepfla- ſterte Stand hat einen ſanſten Hang zum Ubfluß des Harns,. 3) Die Miſtgrube, mit gepflaſterter ebener wenn ſie zugelaſſen werden ſollen, daher auch der Bulle zunächſt ſeinen Stand dabei hat. Uußer dem gedach- ten Zulaſſen kommen die Kühe nicht von der Stelle, 7) Der Jauhebehälter iſt von Holz, und in die Erde eingegraben. Die hier angebrachte Kannel oder Rinne von ſtarkem Eiſenbleh, um beim UAusichö- pfen der Jauche leztere nach Uunßen zu bringen, iiegt ſo hom, daß der Jauchekarrn darunter geſchoben wer- den kann. 8) Vei den Ein- und Ausfahrten der Miſt- grube für ein zweirädriges Fuhrwerk hat man wohl zu achten,. daß an dem Orte der Ausfahrt der Boden ſich ſo ſanſt als möglich erhebe, ohne welc endliH der ganzen Einrichtung ten Jaw plattem Eiſen. Die Kanten ſind etwas nach Uußen ab- bleibt die Zubereitung des Düngers, der im Stalle 3 in der gerundet, um dem Bieh die Haare nicht abzureiben. erzeugt, und vollendet die mögli< höchſte Stufe von Schar Von. oben öffnet es ſim mit einem Gewinde, Güte erreiHt, deren er fähig iſt. dein Regen wver- Treuung Die kleinen eiſernen Stäbe rr müſſen ſich noth- wäſcht ihn, keine Sonne dörrt ihn aus, kein Wind Um wendig in den Ringen drehen. Cie haben ohne die entzieht ihm etwas von ſeinen fruchtbaren Theilen, haben, Ringe einen halben Fuß in der Länge. Wollte man Selbſt das, was auf ihm verdunſiet, ſchlägt größten- Rinne aber das Mäuercmäßig, daher gut. Uller- gan. Kein beſchiverlicdes Uufpunipen der Jauche, oder 550 dings iſt dieſe Unlegart dem Vieh im Unfang etwas gar Walſſerzuführen, ſondern ein bloßes MEDEEIPEENGEN gühel ungemäclih, aber in wenigen Tagen iſt es daran ge: mit der Schaufel aus der hinter dem Vieh EE 306 WPHG; und verlangt's niht anders, Die Zweckmäßig- Urinrinne hat dabei Statt. Iſt man mit DEE Stroh wi keit findet ſich darin, daß das Vieh bei'm Freſſen ein- verſehen, ſo kann man das Doppelte an Dünger pro- - ander nicht ſtört, daß von dem langen Futter nichts: duciren, ohne ſeine Qualität zu verſchlechtern, wie bei 20 verloren geht, indem die Kühe nicht bei vollem Maule eiuer ſolchen Einſtreuung bei der Düngerfabrikation auf er Mit mit dem Kopfe um ſich her ſchleudern fönnen, wie dem Miſthofe nach gewöhnlicher Urt geſchehen würde, v Zu es gewöhnlich mit dem grünen Klee zur Fliegenzeit ge: Alle Einwürfe, welche Unkundige gegen die Berei- es zu ſchieht; daß die Kühe ſich nicht quer vor die Krippe fung des Düngers im Stalle gemacht haben, Halten 1 6 lagern, und daß ſie nicht zu weit zurücktreten können, vor der Erfahrung nicht Stich« ie hie! 7* A Ee -<mäßig iſt, und dann können wir ſagen, daß ſolches in Hohenheim bisher noch niemand auffiel, Je mehr Miſt im Lager, um ſo ſchöner ſieht's aus. Der vierte Einwurf, daß geräumigere und höhere Ställe dazu erfordert werden, als gewohnlich, iſk wahr. Der dazu erforderliche größere Raum zahlt ſiH aber ſehr gut, Wir“ kennen einfache Bauern im Herzogthum Geldern, die ihre Ställe bloß deßbhalb dur<4 Unbauen verlängert haben, um den Miſt darin beberbergen zu Fönnen, Was es ſonſt no< für Einwürfe gegen ein ſo beilſames und zweckmäßiges Verfahren geben mag, iſt uns unbekannt, es ſey denn der, welchen uns ein. Bauer im vorigen Jahre machte, daß es wohl im Winter kalt in einem ſol 104 Wir ſchließen dieſen Miſt- und Ställe- Vortrag mit der Verſiherung, daß der Stalldünger nach der angeführten Brabantiſriegel haben, die nach Gutſinden hößer geſteckt werden können, und wodurch ſich der aus Brettern konſtruirke Barn auf die erforderliche Höhe bringen läßt, Oben ſind die Barn und Raufen, oder die Futterräume, mit Deckeln verſehen, die an eiſernen Bändern an den Raufenſtangen gehangen find, und ſich leicht auf- und zumachen laſſen. Die Deckel auf dem Wandgeſchirr können entweder durch Handha- ben ganz abgenommen werden, oder ſie ſind ebenfalls Da jährlih nur zweimal,- 197 mit Bändern verſehen, und können durch eiſerne Ringe aufs und zugehoben werden» Ulles Uebrige gibt ſich klar aus den Detail- Zeihnungen. Das General: Co- mite des landwirthſchaftlichen Verein beſißt ſehr ge- naue Modelle von der Einrichtung des Dopypelbarns und des Wandgeſchirrs, durch den fleißigen Zimmer- palier Uicher verfertigt, und wird ſolche Jedermann, der ſic) hierüber näher zu unterrichten wünſcht, vor- Bei der Nacht iſt der Stall in der Mitte durc<; eine Laterne erleuchtet, die an einer Schnur aufgezogen und niedergelaſſen werden kann. Der Wächter oder Schäfer ſchläft in einer erhöhten Bettttelle, wohin er vermittels einer kleinen Leiter ſteigt. Die unbedeckte Tränke iſt 25 Fuß hintes dem Stall im Freien angebracht, mit Lattenhorden, oder mit einem einfachen Geländer, eingefaßt. Hier wird ebenfalls eingeſtreut und Miſt gemacht. Die Brunnen laufen nur ſo lange, als die Wechſel gezogen ſind. Die Waſſertröge ſind auf beiden Seiten mit einfachen Ge- ländern verſehen, um das Einſteigen der Schafe zu zeigen laſſen«== verhindern,== Die auf dem beiliegenden Zeihnungsblatte darge- ſtellten drei Landgebäude deuten zugleich an, wie kleine Scafſtälle für 30 bis 45 Stück, wozu zwei bis drei Widder erfordert werden, mit den verbeſſerten Barn, einzurichten ſind. Möge dieſe Sache vielfache Theil- nahme finden, und bald zur möglichſten Vollkommen- beit gedeihen! V. Weitere nöthige Bemerkungen. Ein zwe&mäßiger Schafſtall gehört gegenwärtig zu den wichtigſten Urtifeln in der Landwirthſchaft. Deßwegen ordnete das General- Comit& des landwirth- ſchaftlichen Vereins eine eigene Kommiſſion nach Weyern ab, welc geſchnitten. Für die Kartof- ſeln und Rüben ſind die einfamäßige Saall die Krone auf, indem er ſo gebaut iſt, daß er nebſt der Sonnenſeite ſtets friſche, nie warme, verdorbene, oder Zugluſt hat, und den Schafen immer große und freie Bewe- gung geſtattet. Dieß erhält ganz vorzüglich ihre Geſundheit und Munterkeit. Man muß die Thiere ſehen, und erſtaunt dann tber ihre Schönheit, feine Wolle, Größe des ganzen Körpers und über ihren Wohlſtand.“ Der rei- werke kurze Seitenröhte in ſelben zu leis ten, was bereits ſchon vielfältig geſchieht, Es iſt dann auch leiht die Vorrichtung anzubringen, daß ſiH dieſe Seitenröhren an ihrem untern Ende mit einer Klapp? ſchließen, wie der Dedel auf dem Siße geſchloſſen wird, und auch ſogleich ſelbſt wie der öſſnen, ſobald dieſer Dedel geöffnet wird, 0 u es n Netze QAtörah es land: Daltenen enſtand in Yar ehmen, | ſolch" ſagten 1 bon Inſee, :(uh ing im pölbten öhnlih eigent: : unter 000 Reifen eſtelt, bis 9 licher mung zernen n das hoben, zwei dten Faß inen fal? bis dann Ges ande man nd in y[els es if day » mit dem ler 113 zum oberſten Boden iſt ein ſeiner ganzen Länge uach, wie ein Sieb, durchlöertes, oben und unten offenes Rohr a 2 Zoll im Durchmeſſer, von Zink- oder Ku- pferblech von 43 Linie Die angebracht*), durch wel- des die„mit den fejten Excrementen durch den Trichter mit etivas über eine Linie großen Löchern in das Faß gefallenen Flüſſigkeiten durchſickern, in den untern Raum unter dem Boden k k, und aus dieſem durch eine zur Seite befindliche Oeffnung i und ein daran geſtecktes Rohr 11 von Kupfer- oder nach der Erſahrung noch beſſer von ZinkbleH, in das untere Faß BB ſich er- gießen. Uuf ditſe Weiſe wird das unten liegende Faß mit Urin und anderu durch den Ubtritt geſchütteten Flüſſigkeiten gefüllt, während die feſien Stoffe in dem vbern( ſtehenden) Faße ſich anhäufen; da aber die er- ſtern dem Bolumen nach immer weit mehr betragen, als die leßtern, ſo muß man für ein Kothfaß immer zwei Harnfäſſer in Bereitſchaft haben, daß, ſobald das eine voll iſt, auf der Stelle ein zweites leeres Faß vorgelegt werden kann, Eben ſo muß auch ein zwei- tes Kothfaß von gleicher Konſtruktion und Größe vor- banden ſeyn, um dasſelbe leer an die Stelle des ex- ſtern ſeßen zu können, ſobald dieſes ganz voll iſt**), was man durH Unklopfen von Uußen leicht erfenut. Ehe man aber das volle Kothfaß von ſeinem Geſtelle berabnimmt, wird zuerſt der kleine kupferne, oder noh beſſer zinkerne Trichter ef g aufgezogen, und die DOeff- kung iin Deckel des Faßes mit einer runden hölzernen Klappe, weiche an ihrem Rande, nach Urt eines Ventiles Fegelförmig abgedreht iſt, feſt verſchloſſen, wie Gig. 4 von oben anzeigt, Um dieſen Theil der Borrichtung noc< deutliher zu machen, iſ? der obere Theil eines Kothfaßes Fig. 5,, nac) einem größern Maßſtabe per- ſpektiviſch dargeſtellt. Man ſieht daſelbſt A A den obern Boden des Faßes; BC D die Oeffnung in dem- jelben; E F die weggehobene Klappe; a b eine auf leß- tere befeſtigte eiſerne Schließe oder Riegel. mm zwei im Boden des Faßes ſeſtgeſchraubte eiſerne Ringe oder Dehre; H die Oeffnung für das Seiherrohr.=-- Wenn nun das Faß verſchloſſen werden ſoll, ſo wird die Klappe auf die genau paſſende Oeffnung gelegt, der Haen des Riegels a durch das Ochr m, und das *) Noch beſſer iſt es, wenn man zwei oder drei ſolche Röhren nebeneinander anbringt. vi) Sieh hierüber unten die weitern Bemerkungen, 114 ringförmige Ende b über das Oehr n geſteckt, ſodant der tleine beweglihe Schlußhaken h vorgeſchoben. Dieſe ſo verſchloſſenen Kothfäſſer, und die mit einem in die Oeffnung 1 geſchlagenen Spnnde geſperrten Harn:- fäßer werden dann durF die geöffnete Fallthüre M O aus der Grube unmittelbar auf einen Wagen oder Kar- ren geladen, an den Ort ihrer Beſtimmung abgeführt, dort ausgeleert, mit friſchem Wajſer ausgewaſctein; und es iſt gut, das NAFLE führende Faß mit einer Matte zu bedesen. 8 4:15 und haben Leinen üblen Geruch bemer?t, auch die voll- Fommenſte Reinlichkeit geſunden, ſo daß man bier einen Ubtritt gar niht ahadet. Es hat ſich zugleich der beßte Erfolg in jeder Hinſicht bewährt. Das obere Faß mit dem Kothe braucht alle 4 bis 6 Wochen, das mit dem abgeſonderten Urin aber alle 10-- 14 Tagen ge- leeret zu werden, weil auch öſt Waſch-, ſo anderes Waſſer in denAbtritt geſhüttet wird, und ſohin auch in das untere Faß berabläuft, Die Unrichtung iſt in der alten Schwindgrube angebracht, und kann alſo in jedem an- dera Hauſe auf die nämliche Urt geſchehen. Bei einem neuen Gebäude Fann dazu eines'Ubtheilung des Keliers ohne alle Gefahr gebraucht werden, indem man; dieſen Raum für den-Upparat mit einer guten Thüre ver- wahrt, und ſich für Ein: und Uusbringen der Fäßer der gewöhnlichen Kellertreppe bedient. Jedoch in den meiſten Fällen, beſondeas bei den beſtehenden Gebäu- den, wird man die gewöhnlichen Schwindgruben gut ausgereinigt, und vben mit einer liegenden Flüget- oder Fallthür verſehen, anwenden müjſen, Doch wird man die Schwindgrube etwas tiefer zu machen haben, in- dem ſich alle Ubtrittsröhren in einer ſolHen Geube ver- einigen ſollen, und die Uufſtellung des Upparats den noöthigen Raum und auch die nothige Höhe begehrt, damit man alles hineinſtellen, und das Flüſſige ſich auch in das untere Faß ſondern kann, Es muß alfo der Maurer oder Zimmermann, jedoch beſſer der Ex- tere, die Grube ſo konſtruiren, daß deſſen Höhe ſich nach dem Durchmeſſer des Urinfaßes richtet, und das Faß, welches darauf zu ſtehen kommt, von aßen 4 Seiten wenigſtens 6 Zoll Raum übrig läßt. GO quot vortheale . dieſer beweglichen und geruchloſen Abtritte. 4). Entfernung jedes durch die bisherigen Abtritte unvermeidlich verurſachkfen verpeſtenden Geruches und der der Geſundheit ſo nachktheiligen üblen Zugluſt. 2) Erhaltung'und Schonung der durch die bishe- rigen Ubtritte in ihren Grundſeſten und Mauern an- gegriffenen Gebäude, gegen Salpeterſraß, gegen feuchte Mauern 2c, 3) Verhinderung der Vergiftung des Brunnenwajſ- ſer8, durH das unverhütbare Eindringen der verfaul- ten Materien aus den bisherigen Ubtritten und Ub- fritts- Kanälen in die Waterleitungen, 4) Entfernung alles Ungeziefers, als der Ratten, Mäuſe, Kröten u. dgl. dur< Entziehung der ſie in den bisherigen Ubtrittskanälen anlockenden Nahrungsjtoffe, 5) Herſtellung der Reinlichfeit in den Gebäuden, da der Uusleerungsdienſt, welcher für die bisherigen Abtritte und Senbgruben nur mit Beſchwerlichkeit für alle Einwohner ,„ und ecfelerregend für das ganze Pub- lifum verſehen werden Fann, bei den beweglichen und geruchloſen Senkgruben zu jeder Stunde des Tags auf mean een I BEREDEN 116 eine Urt vorgenommen wird, die von der Berführung von Wein- oder Waljſerfäſſern.in Nichts unterſchieden iſt. Sie verhindern alſo zuglei< die BVerderbniß und Berunreinigung der atmosphäriſchen Luft, welche bei den alten Gruben durH die Uusdünſtungen der verderb- lien Gasarten entſtehen, welche ſowohl der Geſund- heit der Stadtbewohner als der Erhaltung und Uuſbe- wahrung mancher Kunſt- und Manufaktur- Erzeugnijſe ſo nachtheilig ſind. 6) Erſparung beinahe der halben Koſten bei neuen Gebäuden, in welchen Ubtritte erſt anzulegen ſind. Zu- gleich iſt das größte Problem in der Baukunſt für die Wohngebäude gelöſet: denn bigher war ſtets die größte Schwierigkeit und Verlegenheit der Ubtritte und die Scwindgrube, wo anzubringen, Es ſollte nur die Tordſeite genommen, und die Nähe der Brunnen und Keller 2c, vermieden werdey, Man fand daher im Bauplaßte höchſtens ein oder zwei Punkte, dieſes alles fällt nun hinweg. Man kann jekt zur Uufſtelung der Fäſſer jeden Punkt des Gebäudes ſelbjt im Keller dazu gebrauchen, ſohin die Ubtritte anlegen, wo man will. 7) Bedeutende Werminderung der Reparaturen bei Gebäuden, in denen dermalen ſchon Ubtritte beſtehen. 8) Beträchtliher Gewinn an Raum im Gebäude und ſomit um ſo mehr Zinsgerträgniß, da auch die an den UÜbtritfen näher liegenden Zimmer zweckmäßiger als dermalen verwendet werden können, 0) Berhütung, daß in die neuen Ubtritte beweg- licher und geruchloſer Senkgruben, wie es in den bis- herigen möglich iſt, ſey es durch Zufall, Nachläßigkeit oder Abſicht, Silber- oder Metallgeräthe, Münzen oder viel- leiht Zeichen begangener Bergehen oder Verbrechen verborgen, oder wohl gar in ewiges Geheimniß verhül- let werden. 10) Beſeitigung und Niederſchlagung aller Pro- zeſſe zwiſchen den Nachbarn wegen der Ubtritte, Shwind- gruben, worüber z, B, in München immer den Hun- derten nach anhängig ſiad, und worüber die Nachbarn um das Geld und in ewige Feindſchaften und Strei- tigfeiten gebrakerbau von I. P.+ von Scel zum Deffnen) K Ta ſal es ZE baier. Eimer haltend... 8fl.=?kre. Schloſſerarbeit für H eiſerne Reife, die Z Böden mit Leiſten, jede Leiſte mit 3 Schrau- ben, und das Luck beſchlagen. Or 4 mleg Kupferſchmidarbeit für den kupfernen Sei- ber, dann das Rohr, welches das obere Faß mit dem untern verbindet.. TT-=-- Untere Faß. Schäflerarbeit für das gleich große Faß, ohne den Zten Boden, alſo nur. GEG zii Schloßer für 6 eiſerne Reife:. 8:=- 40 fl.= fyr. ( Dazu gehört dann nur noM die hölzerne und zin- kerne Kappe, oder Einſchluß des Ubtrittsrohrs€ e und ef, welches ſi< jeder nach Verhältniß der Ubtritts- Röhre machen läßt.) MHP NP 50 2 RT af, Obere Faß von gleicher Größe. Arbeit von Schäfler, Schloſſer und Spängler, wo das Faß zwar auch mit Eiſen beſchlagen iſt, aber die Bö9- den feine eiſerne Schrauben haben, und der Seicher anſtatt von Kupfer vom Bleche gemacht iſt 10 fl.=- kr. Untere Faß vou gleicher Größe. Scäfler... 2 Z. TD Schloſſer«< 2 5 7+. 50 29 il.=- fr. UPD ab 00 FR aS ee Uuf dem Lande kann der Bürger und Bauer ihn no< wohlfeiler machen laſjen, indem das eichene Holz nicht ſo theuer iſt, die Fäſſer auch eben keine eiſerne Reife brauchen, ferner der Seicher vom cichenen Holze gemacht ſcyn kann, -===> - 5 mme x vL 120 Uebrigens iſt es bequemer, wie oben hemerkt iſi, wenn man wenigſtens überall das untere Faß doppelt befißt, weil es öfter geleert wird. Unterdeſſen iſt es nicht nothwendig. Wenn das untere geleert wird, kann man das obere bis dahin verſchließen; und wenn das obere geleert wird, kann man ein Schäfſel, oder an- deres Geſchirr einsweilen unterſtellen. Das General- Comite des landwirthſchaftli eingeſeben werden, und Fömmt au< auf dem nächſten Oktoberfeſte mit "den landwirthſchaftlichen Maſchinen und Geräthſchaſten auf der Thereſienwieſe zur Uusſtiellung*), damit Jeder- maun von dieſer ſo wohlthätigen Einricqtung Kenntniß nehmen kann. Es läßt fich alſo erwarten, da die Ko- ſten ſy unbedeutend ſind, und die Vortdheile für die Landwirlhſchaſt und Menſc 7fl.=- kr, Untere Faß eben ſo.: SEN ian 917 13 fl. IRE Er. Ee- mire 4 ZS E-TEN EE-<3- ES id HEER: SIE». rät- Aue eng+T SEG b zi es ES IJEeper. GI AI H EEN LLIUGAEHGIUL - rl ):. - P24A32pL“"zuw.ef 21 FZ g 22729 27 257777 a zialen Eo> 4 GEE AEN SII 0 2.-e EEE IE DEE* e 7 4 ED GSEUES ve VASP) 89,29 74247 2 e 227250 12AE2IRIT SPP BG H 3x; SIA ETTA SPAUDDDAET G is 5 GIEREN EE RE 2:5 ER 252.080 7:|.| 527 2922217 35 7 1p8 Pate 0 BEEREN 7 534.)- TEL| Zir 24. Es IEE IE m IEEE 0302 A|(ET 2.| 7 EE GE he 2 a ata 657|; j. Ee 750? RE!*; UP 224 2]| WT? 5[: DB MTAN EE. 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