Eh. 2 „ = —2 — — O — ——— ———— K2 —„— — . ,v. 1 5 4 4 4 1 5 3 ———— tschaftliches Giessen * 7 — ꝗ—— ————ͤöäöä⅓⅛⅓ Institut 2 X —— 8. .— huꝛblee. 5 — ——— p —— 1 NIRO | Es ver“6|| To We. x 7; Peg, E*- PEE <== <> “> FME» min<< mein<< jauecl. 5 3==== -== b=3 2- Zz=„TD/= Zz -===<->-=-=<=--==>> Geneigter Leſer! Pal a R 8 W 28 ware vielleicht nicht nothig, -? dieſem Buche eine Vorrede vorzuſeßen, wann es nicht 7x; die Gewohnheit alſo mit ſich brächte 3 indeme ſich viele darinnen zu erſt erſehen, ihren Appetit reißen, und daraus urtheilen wollen, ob ſolche Ma- terien in einem Werk abgehandelt wor- den, daß zu deſſen Durchblätterung eine mehrere Zeit zu verwenden ſeyl In dieſer Abſicht, dem geneigte einen Vorſchma> zu geben, v was in gegenwärtigen Blättg der Länge abgehandelt iſt, kat X 2 Vorrede. Voraus verſichern, daß hierinnen mit vieler Sorgfalt und weitläufig von dem allgemeinen Unterſchied der Wö- gel gehandelt wird. Es ſind allhier nicht bloſſe Speculationes enthalten 3 ſondern es gehen die General- Anmer- kungen ſowohl in dem Fang, Aetzung, und andern, guten Anlaß, ohne welche man ſich hier und dar leicht verſtoſſen, und ſeines Zwecfes verfehlen könnte. Zu geſchweigen, daß auch dieſe Gene- ral- Erkenntniß ein curivſes Gemüth merklich ergöße, und ſich der Mühe, welche man zum Durchleſen antvendet, ſchon damit zur Genüge belohnete, wenn gleich weiter kein Nuten, der ſich jedoch beſagtermaſſen reichlich fin- davon zu ſchöpfen wäres da al- Bs unſireitig, daß auf ſolche IVei- ktudium hiſtoriae naturalis, und Ten Theil de Avibus, davon | und andere, ganze Folianten ge- win ZH IEA, Vorrede, geſchrieben haben, merklich befördert wird. In der Special- Abhandlung wird nach Ordnung des Alphabets ein jeder Bogel inſonderheit nach ſeinen Farben beſchrieben, zu dem Endüs damit der Unterſchied zwiſchen Männlein und TLeiblein deſto klärer werde, weil man ſich bey Auswählung der Vögel zu dem Ilbrichten öfters in der Wahl ,. aus Mangel genugſamer Kenntniß, betrie- get. Wobey zu erinnern nicht vergeſ? ſen worden, welcher Bogel gelernig, mithin verdiene aufbehalten zu werden oder nicht? Es wird hieſelbſt hinläng“ licher Unterricht von verſchiedenen Ar- ten des Fanges zu finden ſeyn,(obwol dieſes eigentlich mein Zwe> nicht iſt, ſondern davon. nur bey gegebener Ge- legenheit geredet worden,) und zu wel- <- Bögeln fehlet3 theils weil die abgerich- feten Hunde nichts taugen 3 theils weil man ſonſten keinen Bericht von hin- länglichen Vortheilen hat, von welchem allen an ſeinem Ort gehandelt worden. ZSE N Vorrede. Bey der Einſtellung hat man es öf- ters verſehen, daß man den Yogel wi- der ſeine Eigenſchaft entweder in hohe oder niedrige Häuslein gethan, oder daß ſolche ſonſten nicht gehöriger maſ- ſen bereitet geweſen3 item, daß man den Vogel mit Grünen über die Zeit bede>et, ihme das Freiſen in Tröglein vorgeſeßet, darüber mancher Bogel er- hungert 3 daß man auch) wohl ihme un anſtändige Nahrung vorgegeben, da- von er crepiren müſſen. Allem dieſem vorzubeugen, ſind verſchiedene neue Gattungen von VBogelhäuſern, und viele nüßliche Erinnerungen ſowol die- ferwegen an Handen gegeben worden, als auch wegen der Fütterung und Itah» rung, da man unterſuchet, welen ſeye: da auch von der Darre, von dem Schwiken der Canarien- Vögel, und andern Krankheiten, und wie denenſel- bigen abzuhelſen, geſaget wird. Bey der Abrichtung zum aus- und einfliegen äuſſern ſich folgende Mängel, daß man Weiblein für Männlein darzu erfieſet, davon erſt geſaget worden 3 daß man den Vogel zur Unzeit fliegen laſſe; daß man keine Lo> unter das Fenſter ſtelle; daß man ſie nicht genug- ſam für denen Naub- Bögeln ſchüßez daß man in Paarung zur Zucht Bögel ungleicher Art zuſammen werfe, und was dergleichen unzähliche mehr ſind, welche in dem Buche ſelbſt hie und da, und wie man ſich dawider verwahren ſolle, mit allen vortheilhaften Hand- griffen, treulid) angezeiget, auch ſonſt mehrere Vorurtheile wegen TVegfan:- gung lden| dem und| enfel, ; un nge, jatzy dens egen das - reimen= == c nug| (50 y ibes| oge| und Nd, da, wen nd Vorrede, gung der Nachtigallen, Ausrottung der Sperlinge und Krähen, u. a. geahndet worden, ſo daß ich hoſſe, es werden hierinne genugſame Erläuterungen al- ler Zweifel zu finden ſeyn. Z,. E,. Ihrer viele haben mir eröfnet, daß, ob ſie gleich alles gethan, was nöthig, ſo habe doch die Abrichtung der Wögel nicht al- ſo von ſtatten gehen wollen, wie ſie ſich Hofnung dazu gemachet. Es wird ſich aber in Durchblätterung dieſer Bögen augenſcheinlich darthun, daß deſſen nie eine andere Urſache geweſen, als weil man die Handgriffe und die Zeit nicht recht in acht genommen hat, Ich habe genau angezeiget, wie die mehreſten Vögel zu gewöhnen, daß ſie wie die Tauben, oder noch zahmer aus und einſliegen, ferner deren Gattun- gen mit andern Geſchlechtern, daraus Baſtarde zu ziehen, ingleichen ſelbige zur a Ei<< eR IE A IE EEE GE Ie 5 SIL Fer wie 92 EHE Vorrede, zur äuſſerſten Zahmigkeit, damit ſie auf der Hand ſingen, zu bringen, und dann ihnen fremde Geſänge, oder Lieder ler- nen zu laſſen« Uebrigens, weil mein Vorſaß war, nichts zu ſchreiben, was ich nicht ſelbs ſten durch ſichere Proben erfahren hat- tes ſo iſt dahero geſchehen, daß ich ei- nen Catalogum von einigen mir unbe- Fannten Bögeln angehänget, um. da- durch andern, welche Gelegenheit und Luſt darzu haben, Anlaß zu geben, daß fie an ihrem Ort fleißig aufzeichnen und dem Publico communiciren mögen, was ihnen davon bekannt iſt. Endlich, da ich in andern Scribenten vieles tbeils wahres, theils falſches, angetroffen, davon ic) doch etwas zu melden zu meinem Vorhaben nicht für dienlich gefunden3 fo bin ich, die Cu- riolſität des geneigten Leſers ſattſam zu fiit- Vorrede. ſtillen bewogen worden, meine Gedan» ken über des Herrn Hervieur euridſes Tractätgen von denen Canarienvötzeln zu eröffnen, und ihme das Wort zu ſprechen, wo die Erfahrung beyſtim- met3 hingegen auch einige Stellen zu bemerken, wo entweder die Erperienz oder die Natur und Eigenſchaft der VWögel das Widerfpiet belehret, damit man fich alſo dieſes gedachten Tractät- gens deſto ſicherer bedienen könne, Es fame mir auch des.Mitelli, eines Mahlers von Bologna Büchlein von wenig Blättern zu Handen, welches von ihme in Kupfer mit gar kurzen Beſchrei- bungen denen Liebhabern zu Gefallen verfertiget worden. Es ſind etliche fon- derbare Inventionen, womit man die ſonſt liſtigen Vögel berüFen, und in das Neß bringen, oder doch mit Det- gnügen ſchieſſen kan. Id) habe mich daher reſolviret, des Mitelli aus dem Jtalie- uummwenreeeewenmmehreenzzerunugenerupmenzzeenrug--„.- 186- Tab. VI.-= 5. IE- 210 0202 VAS----- 219 Tab. VU.-=--- 223 „PAD 4XG< a--- 247 "Tab. X:----- 27 T2DS XU- 5 Z-- 286- “PAbSDEN---=- 3009 Tab: XD----- 319 TL ADSENINVZ= I> Z- 355- P 20 XCVS- 2 S 3 383 PAU NML 132< 4 SEELE ib. EAD NVIUE- S D-- 300 0 a0:: XVIII.- 7%--= 397 Lab XIX.----- 412 PDZ ANE-----« 46L “E3b: NXT.- Z--- 463 ZFAbZDEXUE=.“-- 464 Tab. XXIII.- EE--- 496 620: XSCUV:==--- ib. Tab. XXV.“M«= vn 497 Tab. XXVI1L Tab. YXVI. Tab. YXVII. Fig. Fig. H.- 1008 un Tab. XXIX. Tab. XXX. Zu Mitelli I Fig. I. gehöret zu= agdluſt, PAaD- 673 675 677 ÖSxI 683 685 682 689 691 693 <== So << a. DE = 222 "Se 1-0 M2 15-16-1510 = wo H 4-0 <=? “DEB.="... wolf x. >" ed===en EEE 680 63x 683 685 687 689 69x 693 695 Von Von demallgemeinenUnter- ſchied der Vögel. 6 emm: 2 H ie Mannigfaltigkeit des Unterſchieds T= der Vögel äuſſert ſic) auf zehnerley weiſe: In der Art ihre Speiſe zu nehmen und zu ge? nieſſen. Durch den Ort ihres Aufenthalts. Durch die Zeit ihres Strichs. Durch den Ort, den ſie zu ihrer Brut erwählen. Durch die Gewogetheit, fic)in Haufen zuſam? men zu ſchlagen, oder einander anszuweichen und einander zu meiden. Durch die Eigenſchaft einander zu locken, oder nicht zu locken. SEE E Durch die Art der Veränderung ihrer Farben. Durch die Zeit, wenn ſie ihr Geſang hören kaſſen. Durch die Weiſe ſich zu reinigen und zu baden. Durch die Weiſe ihren Jungen das Geaßz zu geben. Hierzu komm? aber no hat, eine Ark Beere y die Miſtel genennet; auf den höchſten Bäumen zu finden, welche ihm allein anſtändig ſind- und von andern Bögeln unbetaſtet bleiben, Die LTachtigal, welche die Würme, ſo fie findet, erſt ködtet, und darnach verſchlucket, ſelbi« ge auch, ſo lang es warmiſt/ in den Stauden; wann es aber anfängt kühl zu werden, ſie auf der Erden unter dem Laub zu ſuchen weiß. Das Nothkehlitten, welches im Sommer nichts als Würme hinein ſchlucket, im Herbſt und Winter aber verfaulte Gräslein und Würzelein, aud) vieles anders; ſo man nicht weiß, in deny E*tauden zuſammen ſuchet, und verſchluet. Das Rothſchwänzlein ,/ beederley Art, dae von dasjenige- welches in Städten wohnet, ſich mehr mit Müden und Fliegen als mit Würmen nähret; und was es friſſet, ſo wohl als das ande: re, ſo auf den Bäumen Würme ſuchet, mit Ver- ſchlucken zu ſic) nimmt. Das in Städten woh- nende läßt ſich) ſelten auf der Erden antreffen; ſondern ſuchet ſeine Speiſe, wann es nicht den Jungen zu Gefallen ebenfalls Würme von den Bäumen holet, nur auf den Dächern; allwo es vermuthlic) von moßigten Ziegeln etwas genieſe ft. Das Garten» Rothſchwänzlein aber 11095 eine ſel und ie auf integ n" ſys he Ir! hſten tandig ben, ſo fie » ſelbs den) uf der iner ſi und edlein, n deit im Freſſen. 11 ſeine Nahrung gar öfters bey dem Aufenhalt dex Nachtigaln, Die See-Amſel, welche mit der Rothdroſchel kommet, und mit ſelbiger auf einerley Art ſich nähret, Der Staudenſchnapper, welcher, weil ex im Frühling ſo zeitlich kommet, ehe no Würme zu haben ſind/ vermuthlic eine Speiſe genieſſen muß, die wir nicht wiſſen. Der Steinbeiſſer, welcher ebenfalls, ob ex gleich viel ſpäter kommt, weil er doh an Orten ſich aufhält/ wo wenig Würme ſind, nemlich bey Steinbrüchen und ſteinigten Wegen, vermuthe lich eine andere Speiſe, die uns unbefannt, zu fin» den weiß. Der Storch den wir auf den Wieſen und Teichen Fröſche und anderes genugſam verſchliuts Fen ſehen.; Alle Arten von Tauben, davon die Ringel- tanben, welche die beſten unter den wilden Jauben ſind, ſich auch Beere belieben laſſen/ und zu ſolchem Ende gerne einfallen, wo Heydelbees ve ſtehen. Da hingegen die Zohltauben und Turteltauben, ſo viel mir wiſſend, nichts als Körner, kleine Steinlein auf dem Feld/ und als lerhand Sgaamen genieſſen, 12 Vom Unterſchied der Vöttel Die Nögel, welche ihre Speiſe gleichſam hineinle>en, ob ſie ichon, was hart iſt, zerbeiſſen, oder ver- ſcet, hernach aber die kleinen Stücklein hinein lecket. Der LTeuntödter, der ſeine Speiſe, wie der Habicht zu ſich nimmt. Der Rab ,» welcher, weil er nichts als Fleiſch friſſet, und fein Vogel iſt, der etwas kauen kan; groſſe Stücke aber auch nicht zu verſchlingen ver- mag/ alles was er friſſet/ erſt klein machet, und dann le>end zu ſich nimmet. Alle Arten von Schnepfen, welche die Würmleim aus ſumpſigter Erden, oder Kühfoth heraug ſuchen. Alle Arten von Spechten, wie man an dem Grünſpecht ſo balden wahr nimmt, welcher ſeine Zunge in die Ameiß-Hügel hinein ſte>et, und die daran hangende Ameiſen dann hinein lecket, Der Stahr, deſſen Natur man in den Ges» mächern genug wahrnehmen fan, ob er gleich, wann manihm Körner vorgiebt, ſolche verſchlin- get, ſo lecfet ex do< was weich iſtz dahingegen die 14- Vom Aufenhalt der Vögel.|-7 die Amſel und Droſchel auch) was weich iſt, hinein us ſchlucet, wie man ſiehetf, wann mar. ihnen in„ZE Milch geweihte Kleyen füttert. M' Der YWidhopf, welherſeineſiin>ende Spei? Z ſe nicht anders als gemächlich hineinle>end zu ſich B-" nehmen fan, und den Schnabel, faſt wie ein"E Schnepf in dem Koth herum wühlend gebrau?„R Met.-) 101 Vom Aufenhalt der Vöge, x nD In dem Wald halten ſich auf: N Die Alſter, nehmlich alſo» daß ſiein dem Wald/ vl brütet; und zu Nacht darinnen ruhetz je- DD. doch wird man ſie nicht leicht in tiefen Wäldern Er antreffen, ſondern nur in ſolchen Wäldern, wo in iw der Nähe Wieſen oder Felder ſind, und auch in un ſolchen hält ſie ſich bey Tag nicht länger auf, als|S ihre Brut und Junge erfordern, bey denen ſie ab un und zuflieget. Sie brütet aber nicht weniger Vi auch weit entfernet vom Wald nahe an Häuſern 08! kn den Gärten, und gehöret alſo nicht unter die| 4 Wögel, welche eigentlich) im Wald wohnen. Th „Die Amſel, welche eigentlich ein Wald-Vos ve gel iſt, undinden tiefeſten Wäldern, wann ſie nur lien junge Schläge finder, angetroffen wird. Dieſe vis) entfernet ſic gar nicht vom Wald, und mag mit y den Gärten nichts zu thun haben, als allein zu Nag Her Zeit, wann ſonderlich die Jungen der in jet En EIIIE n eg uvm ) hinein hnen ix e Speſs dzu ſich vie ein jebrays ' Wald etz jew älderh / wolt uh in f, als ſie ab eniger wſern tex die 1, d-Vo? ſienur Dieſe nag mit Jein zu f Kirs ſcm Dom Aufenhalt der Vöge, ac ſchen halben hinaus ſtreichen/ und wann diejeni- gen) ſo über Winter bleiben, zur Schnee-Zeit dex Hunger hinaus rreibet, Das Auer»Geflücel, welche nirgend anders als im Schwarzwald ſich aufhalten, in Laubwäle dern aber, ſo viel mir wiſſend, nicht bleiben. Das Hirckhun, welches, wann ich nicht irre yp dann hierinnen bekenne ich meine Unerfahrenheit y nicht nur im Stachelzoder Schwarzholz, ſondern auch im Laubholz, ſich antreſfen läſſer. Die Droſchel, welche ebenfalls ein vechter Wald-Vogel, der mittenin den gröſten Wäldern, obſchon auch oftmals nur in Vorwäldern, und ſo wol im Schiwarzwald als im taubholz, ſich an? treffen läſſet. Der Emmerling, welcher eigentlich unter die Lxechten Wald-Vöge! um ſo weniger gehöret, weil er weder bey Tag noh zu Nacht im riefen Wald bleibet, ſondern allein an den Vorwäldern/ wo junge Schläge ſind, und zwar meiſtens nur im Laubholz ſich aufhält, jedom darum unter dieſe Claß mit gezählet wird, weil er gleichwol gar öf kers an den Vorhölzern wohnet und brütet. Der FinkE, welcher mitten in den tiefeſten Wäldern, die viel Meil Wegs lang ſind, wohnet/) und doh auch entfernot vom Wald in den Gary ken, und ſolcHen Orten brütet, wo viel Meil Wegs kein Wald zu ſehen iſtz auſſer der Bruts Zeit aber iſt ſein Aufenhalt meiſtentheils an den WVorhölzern, Die 16 Vom Aufenhalt dex Vögel FE wn Die Gereuthlerche, welche ſic) ſo wohl an gl! den Vorhölzern als mitten im Wald, und wie var der Fink/ auch in den Gärten aufzuhalten pfles plm! get, und fich ſo wol das Schwarzholz als das zam Faubholz/ wie der Fink auch thut, gefallen läſſet, wf Der Gimpel, welcher an den meiſten Oro| ml ten auſſer im Winter, da ihn der Hunger treibet, zur nur in tiefen Wäldern wohnet. dad Das Goldhänlein, welches das ganze Jahr ſmt 1% hindurch im Schwarzwald wohnet, wh] Der Grünling, welcher nur in Vorhölzern(0 wohnetk, und ſich in den tiefen Wald nicht hinein mien begibt- es müſten dann auch Felder darinnen lies ve en.„wr . Der Zabicht, welcher das ganze Jahr hinz ns durch ſein Lager nirgend ander3 als im Wald auf-|: 1 ſchläger, und von dannen täglich im Winter wei?| ms ter als im Sommer nach) dem Raub ausſtreichet. 0" Der Zäher, welcher ebenfalls ein rechter(mD Wald-Bogel, der auſſer dem Wald nicht lang wo bleibet, wann er gleich die Eicheln zu ſuchen, ſich wen etliche Stunden heraus begibt, und liebet er ſo(m wol die Laubwälder als die Schwarzwälder, doch vn 14] ziehet er dieſe vor. E Der„Zänflinet, welcher, nachdem er rs unter die Wald- Vögel bloß allein da- Gs rum mit gezählet worden, weil er zu Nachts| ſniß in die Vorwälder einfället, auch hier nicht über-|| b4 gangen werden kanz doh muß ich bekennen, daß enth ich ganz anderer Meinung worden, und jeßo da?| Wl für halte, ex gehöre weder unter die Wald-Vs- WiN gels Bn.| wohl an und wie ten pfles Ag das en läſſt, ten Dry ' treibet, je Jahr hölzern | hinein jen lies rt hinz [d aufs ox weir (et, rechter t lang n, ſich ter ſd doeh) mer 1 de Nachts t über? en, daß eko da? (d-V0- gels Pom Aufenthalt der Vöttel, 17 gel, noch unter die Garten-Bögel, ſondern, ſo viel nehmlich den rothbrüſtigen Hänfling betrifty vielmehr in das Feld zu den Lerchen, nemlichy darum y weil er nict nur ſeine ganze Nahrung auf den Feldern ſuchet- ſondern auc? wann man es recht betrachtet auf dem Feld brütet, nicht zwar auf der Erde wie die Lerche, aber dec finden y 28 Vom Strich der Vöge. RR en finden, daß die Anzahl der Stand-BVögel merk» lic vermehret würde. Gröſten Theils ziehen hinweg? ie Alſter, welche im Winte! nur einzeln ge? ſehen wird. Die Amſel, welche ebenfalls in ſchr geringer Anzahl nur dort.und da eine, wo Beere ſtehen, ſich jehyen läßt. Und iſt dieſes ſo wol bey den Amſeln, als bey andern dergleihen Bögeln merkwürdig, daß faſt gar keine Weiblein, ſon dern lauter Männlein im Winter geſchen wer» den. Worx die Mühe nimmt an Orten, wo al» ferhand Beere wachſen, mit Schlingen oder mit einem groſſen auf Amſel gerichteten Meiſen fhlag zu Fellen; der wird den Winter über leicht» lich ſechs oder ſieben Amſeln fangen, er darf es aber vor etwas beſonders achten, wann er darunz ter ein Weiblein befommt. Und eben dieſes tragt ſich zu mit Finken, mit Rothkehligen, und andecn mehr. Die gelbe Bachſtelze, welcht in ſchr gerin? ger Anzahl, dortund da eine auch im Winter ge? ſchen wird. . Das Zraunnellen, mit welchem es. eben die Bewandniß hat, als mit dem Rothkehligen. Die Doble, welche ſich im Herbſt in ſo groſ? ſer Anzahl als die Krähen ſehen laſſen 3 im Wins ker aber dermaſſen abychmen, daß man leicht etliche hundert Krähen im Reiſen. auf Fahra ſiratſet / D. ſua NO Zul felt I| hy) lm! ll dor bt ME fü Gil | ft; dert | mri | fummt y NO | Ze] ſuf miſe dy (1708 (Wr Ch (by 184 (Che Wh (ndaof ! | tom fd vy! iht ſ' ip jow ringer ehen, h den dgeln ſony wer? vo al ex mit eifenz leichts vf es wun dieſes und erin? vg yn die groſ Wins leimt Fahr? voſſen Vom Strich) der Dögel. 29 ſtraſſen antriſt/ ehe man nur eine einige Dohle darunter fichet, Der Fink, welcher einzeln auf die Miſten ein- fället, wann es Schnee hat, wann aber kein Schuee lieget; in den Vorwäldern des Früh- lings erwartek, Der Grünlintt, bey dem ich zwar angeſtan? den, ob er nicht zu den Vögeln gehöre/ die im Land bleiben, weil er ſich auch) im Winter, wann fein Schnee iſt, mit groſſen Haufen. ſehen läſs ſet 3 doch weilen, wann Schnee iſt, man ihn nur einzeln, ſo wohl als die Finken zu ſchen bes kommt, mag er unter dieſe Claß mit gezählet werden. Der Zänflintg erwecket noch gröſſern Zwei? fel 3 dann dieſer läſſet ſich nicht einzeln ſehen, es müſte dann erwann den erſten Tag, da es ge? ſchneiet, geſchehen, ſondern er iſt entweder; wan« der Schnee vom Felde gehet, in groſſen Haufen bey uns; oder er verſchwindet, wann tiefer Schnee fallt, auf einmaßl. Doch iſt dieſes wahr, daß die Haufen, die man im Winter ſies het, ſo groß nicht ſind, als diejenige, welche im Herbſt nac) der Strich-Zeit( dann im Strich ſichet man nur zu dreyßig oder vierzig mit einan- der fliegen,) faſt-ganze Felder bedecken, ſo daß nicht zu läugnen/ daß die meiſten, obſchon viel- leicht nicht ſo weit als andere Vögel, hinweg ſtreiſzen, mithin mau den Hänfling gleichwohl zu dieſer Claß zählen kan. Dex 30 Vom Strich der Vötel. Der Zäher, welcher unſtrittig hieher gehö? ret, indem er ganz einzeln herum fliege? und die Eicheln ſuchet y die er zuvor im Herbſt unter die IPurzel vergräbet. Die Weiſe, welche ſowohl 1 Männlein als Weiblein y Folglic) niet, naß were den könne, und fie ſich in dem Stand befinde, bey entſtehender Unruhe der See, oder na< gehalte- ner genugſamer Ruhe, augenblicklich wieder ihre Reiß anzukretten.: Alſo gehen au< die LTachtittaln und andere MWürm-Boögel immerfort dem Gebüſch nach, und begeben ſich auf der Reiß ſo wenig in das freye Feld nieder/ als wann ſie bey uns ſind, ſondern durchwandern die Luft, bis ſie wieder Stauden und Gebüſche finden, welches ſie auf Verwuns- derungs- würdige Weiſe/-wie die Wachtel das Feld, auch in der Nacht wahrnehmen, und ein? allen, ' Die Zeydlerche weichet auc) nicht von dem Schwarzholz, ſondern unterſcheidet es gar genau von dem andern Gehölz, auf welchen ſie ſich aus hoher Luft zwar niederläſſet/ aber ſo bald ſie mer- Fet, daß es nur ein Laub-Waldiſt, denſelben vor? bey ſtreichet» und eine beſſere Einkehr ſuchet. Die Turteltaube ingleichen trachtet nur nach) Schwarzholz, und flieget doch, wie man verſichern will, im Frühlingſtric< in Geſellſe pder Baumwurzeln, unter welche, vder do< an welche ſie ihre Eyer leget. Der Gibis/ welcher auch zur Hüncr-Art kan gezählet werden/ aber an keinem tro>enen Ort bleiben mag/ ſondern/ wie die Waſſerhünlein un- kerſchiedlicher Art, ſumpfigte Orte liebet: Von ſol)en Sumpf und Teiche liebenden Bögeln ſind, ſehr viele ausgelaſſen, weil deven Eigenſchaften bier zu Land nicht wol zu erforſchen 3 dahers we- der von dem Rranid), no/ oder ein Wachholder- büſchlein zum Schuß: wiewol ſie öfters ihr Neſt bloß hin auf den Baſen, oder in das Feld, fedoch nahe bey dem Holz machet. 2 ie (u 694 | 197.1 u! "TOMB 11440 dia! 1967/) 01 75 ie fw jh JP| m n48 | did] ni in dem Zrüten. 43 Die DJeven, welche wie der Gibis ihre Eyer an ſumpfigten Orten, wo kleine Hügelein ſind, oder auf Waſſer-Blätter, ſo. ſchr in Sumpf ſte- hen, legen, daß ſie nicht einmohl völlig von der Naſſe- befreyet ſind. Sie haben dieſes mit den Gibißen wol gemein, daß ſte zornig in der Luft herum ſchweben 3; und für ihre Eyer und Junge eifern 3 ſolche ihre Eyer ſind aber nicht gut zu eſſen, wie die Gibiß-Eyer, welche für gar köſtlich gehalten werden 3 und die Meven ſind auch keine Schnepfen-Art wie die Gibikenz ſondern gehö- ven vielmehr zu den Schwalben. Die LTachtigal, von der man zwar nicht ſa- gen kan, daß ſie ganz auf der Erden brütez3 dann ſie macher ihr Neſt mir Eichenlaub in kleine eiche- ne oder andere Stöcklein und Reißlein, die eng beyſammen ſichen, hinein, daß es meiſtens faſt eine Spann ho von der Erde kommet, ob es gleich, weil es länglieht, unten her die Erde, oder den inder Erde ſtehenden Stoc> erreichet. Das Rorbkehligen, welches hingegen öf- fers ganz auf der Erden unter einem Sto>k oder Wurzel hinein, ſelten aber auf einen Sto> hin- auf bauet. Der Zeckſchnarr, der bekanntlich in den Wieſen oder im Getreid, wie die Wachtel, ganz auf der Erden brütek. Alle Arten vou Schnepfen, deren theils im Wald, theils bey Teichen im Sumpf, theils an flieſſenden Waſſern, undtheils in Wieſen/ jedoch alle auf der Erden brüten.- er | 44 Vom Unterſchied der Vögel:| u. Der Sceinbeiſſer, welcher ſich gern bey(in Steinbrüchen, oder, wo er die nicht hat/ uur an|„vd! ſteinigten Wegen, wonehmlich an den Fahrwegen we auf der Seite her ſteinerne Fußſteige ſind/ auf-| zuhalten pfleget. Und zu dieſem gehöret auch ein.| Ww! anderer Bogel, den ich ſelbſten nicht nennen kan, ml der aber oft für den Steinbeiſſer oder Stein-|| fehl ſchmatzer angeſehen wird, indem man bald dies|(mö ſem, bald jenem den Namen Rothlerche beyle-| get, da ſie dom beede merklich unterſchieden ſind:|(WH Dann der Steinbeiſſer iſtan dem Bouch, wenig»|' ſtens das Männlein/ weiß, wie auch hinten bey|. VIM dem Schwanz, und am Rücken duufel-blaulicht;|| hat auch einen ganz kurzen Schwanzz der andere| 4: Hingegen hat einen langen Schwanz, mit dem er|(Vik zittert/ wie eine Gereuthlerche, und ſieher dex Ge? p-| Win reuthlerche/ welche er jedo auf der Erden, einige fleis ne Stauden Vögelein, worunter das kleine Wirwldlein gehöret, welches am Bauch weiß, und zur Zeit/ da die Nachtigal kommet, ebenfalls ſein furzſchallendes Geſang anſtimmet, und in den Stauden zu weilen faſt wie eine Otter zis ſchet, ſo daß man nicht vermeinet, daß es ein Vo- gel ſey. Im Gebüſch brütet: Die Amſel, deren Wohnung das ganze Jahr hindurch die Stauden ſind, ſo gar daß ſie, wann das 2aub abfällt, im kaub-Gebüſch ſich nicht mehr aufhalten mag, wiewol ſie ſtets das Schwarzholz mehr liebet, und nur zur Brut Zeit, wo nahe ein Schwarzwald ift/ in das nächſte Laub» Gebüſch ſich hinaus begiebt, auch wol, wofern es ſonderlich dick iſt, darinnen brutet. Der DornreiFH, welcher ebenfalls in dem di- >eſten Gebüſch ſich aufhält/ zu Anfang des Herb» ſtes aber davon ziehet, wiewol einer von ſeinem Geſchlecht, der 1781 ch ziemlich lang bleibet, Die Droſchel/ welche ebenfalls nirgends ou? ders bleihet, als wo es dickes Gebüſch hat, ob ſie SleiH ihr Geſang oftmals auf den Gipfeln der Bäume, wo. fein Gebüſch iſt, verrichtet/ wie die Amſel auch thut. VBeede haben meiſtens ih- ve Meſter in den nächſten dickſtehenden Staus deny 46 Vom Aufenthält der Dötgel imme den, allwo die Amſel ſelten Manns hoch ihr Neſ&6 dro" mitkleinen Würzelein, Mos, und Wolle machet,| Dim die Droſchel hingegen das ihrige über MannshoH(yyy bauet, und inwendig ſo glätt ausfklebet, daß man| wtirh" denken ſolte, es hätte ſelbiges kein Kleber gemacht.| qu" Der Dornreich macht ſein Neſt auch in eben Wrug u der Höhe, wie die Amſel-Neſter ſtehen, aber ſchr| mW liederlich, von bloſſem Gras und etwas Wollen, 8877.13 ſd daß wan ſich verwundert, daß es ſtehen bleiben| fOpfinbuny kan 3; unddoch ſtehet es ſo feſt, daß es kein Wind-| Neff und ſturm beſchädigen mag? auch brütet er nur im R Orgy 2aubgebüſch/ hingegen im Schwarzholz gar ſel- wen Dy ul ten, 3| fWenäCherl Der- Emmerlivsy, welcher zwar nirgends beh nice brütet, als wo es Gebüſche hat, es ſey gleich Laub»-|(04097 gebüſch oder ſchwarzes Gebüſch/ ſein Neſt aber| Win Dy ganz auf die Erde, und oft, wo langes Grag ſte-| NEN Hef, etliche Schritte von den Stauden hinweg| Nuſfvink! bauet; es nimmt der Emmerling zu ſeinem| Wiking Neſt, was er in dec Nähe findet, oftmals Mos| ir Ey, und dürre Grasſtengel oder Schmeligen/ oft-| Ioſt mals auc) Stroh, 2aub und Wolle 3; dann der| Whnddfube) Bau eines Neſtes fällt dem Emmerling gar nicht Wer w ſchwer/ weil er ſclbiges nirgendsE anzubinden| hWinh und feſt zu machen hat, ſondern dagjenige, womik| di, er bauet/ nur über einander her ſchlichtet, weil es| Knie auf der Erden ſtehet, und ohnehin nicht wanken ve kan 3; zuweilen bauet er zwar Ellen hoch von der| pee Erden, jedoch in ſo dichte Acſte hinein, daß ſein| Vil Gebäud eben ſo wenig, als auf der Erden wanken| ſil Oh; fan, 5 145 Äh | | | hRf e machet, mns hoch daß man gemadt, in eben ber ſchr Bollen, bleiben Wind- wr im ar ſel? rgends ) Laude ſt aber ag ſies jinweg ſeinem Mos ] oftz jn der nicht jindeu womit veil es vanken on der oß ſein vanten Det in dem Zrtüiten. 47 Der Gimpel, weicher meiſtens in groſſen Wäldern junge Schläge ſucher, welche ſo di>k ſies hen, daß man kaum durchkriechen kan, daſelbſt bauet er hinein/ ſelten hößer als eine Amſel, je- doh zu weilen auch ſo hoch als eine Droſchel, und brauchet zu ſeinem Meſt ebenfalls, nach Unters ſchied des Orts, verſchiedene Materialien; Ich habe wenig Gimpel-Neſter geſehen 3' einige aber, ſo ich gefunden- waren mit kleinen dürren Fichten» Reißlein/ und ſchr zarten Mos gebauet. Die Grasmücke, welcher Name vielleicht einem Bogel zukommt, den wir in dieſen Lauden gar nicht haben/ inzwiſchen aber einigen Vögeln beygeleget wird, denen er nicht zukommen kan, weil dieſelbe ſich gar nicht im Gras aufhaltenz derjenige Vogel aber/ den ich unter dem Wort Grasmücke verſiche, iſt eine Rörhling oder Rothſchwaänzleins-Art, der ſeßet ſich immer auf die Grasſtengel/ and-brütet zwar zuweilen hinter einer Stgude, aber lieber in einet freyen Wieſe, jederzeit auf der Erde, und gehötet daßer eigent- lic) nicht unter die im Gebuſch brütenden Vegel, weil er, nur ermeldeter maſſen, oftin einer groſ- ſen Wieſe wohnet, wo etwann wol ein paar klei- ne Stäudlein ,/ aber weit und breit kein Gebüſc iſt; von welchen ſeinen Aufenhalt in den Wieſen vey den Dornreichen und Rothſchwänzlein ſchon gemeldet worden. Der Grünlineg, welcher zu ſeiner Brut mei- ſtens Schwarzholz erwählet, und einen ſehr di- Fen, in etwas allein ſtehenden Baum ſuchet auf bew 48 Vom Unterſchied der Vögel| | -. nea uE dem er ſein Neſt manchesmal ſehr niedrig, nicht wle Im ſelten aber auch ziemlich hoch ſeket3z wiewol er ait 19.19 vielen Orten im Laubgebüſch und dicken Hegen»| hien? mit den die Obſt- oder Baumgärten eingefane(4 Jepht gen ſind, ebenfalls brütet, und ſolchen ſeinen Bau| ſtd meiſtens von lauter Mos bereitet.| hymfs Der ZHänflinet, von welchem nur in ſo weit| löjm6h geſagt werden kan/ daß er im Gebüſch brüte, weil| fit;hm! er gleichwol nirgende hin bauet/ als in die Staus| nr H den y am liebſten in Wacholder oder anderes Ge»| mf hh) buſch, ſo mitten im Feld ſtehet 3 er ſezet ſein Neſt hw. welches er mit kleinen Würzelein und Reißlein fm befeſtiget- inwendig aber mit Wollen ausmachet/ 00,0 oft in eine Staude hinein, die gar nicht dict i(t 5| bi'nGit j und an Orte, wo die Stäudlein oftmals ganz| Widu 1 einzeln ſtehen,| hin Die Zeydlerche welche eine der lieblichſten| hh: Vögel iſt, die wir haben, und gewöhnlich unter gu It Wacholderſtäudlein oder nur auf Ellern nächſt| fehit4; dem Schwarzholz ihre Brut verrichtet, und das| im"0% Neſt, wie die andern kerchen, mit weic)en Gras» elch ſ|tengeln und kleinen Blümlein, auch Mos, aus-| bur) iy machet- damit die Eyer weich) und warm liegen z bey uns findet man kein?Heydlerche, welche nicht y wie ſchon gemeldet/ im Frühling und zur Brut- Zeit vortreflich ſinge 3 es ſtreichet aber im Herbſt eine andere Art ebenfalls hier durch, die etwas gröſſer, vom Geſchrey aber nicht unterſchieden 3| dieſe ſingen gar nicht. Man wird gar ſchr betro-| gen, wann man dieſelbe fanget/ und vermeinet man habe ein Männlein Heydlerche PENNEN weis Bani mii BÜ ne IR nnd Dä. I 7] wa RR< See HOREE== arl | niht [eran Hegen) ngefahs en Bay ſo weit , weil Etaus gs(Bes Neſt fein achety 3 Qa) ſimſten ) unter nächſt 1d das Oras? / aus legen 3 nicht/ Brut, Habſt o etwas hieden; hr bett meint) Ommen wh in dem ZBrüter, 49 welches ſingen werde, weil ſie, ſo bald man ſie nur aus der Hand in die Stuben laufen läſſet p ſobald einen Ton» als ob ſie ſingen wolte, von ſich giebet welches jedoch eine betrügliche Freude iſt dann ſie machen wohl ein paar Vatter Unſer lang nach einander eine Wiederhohlung einerley lieblichen Schalls daher; aber es iſt nichts dar» Hinter» dann das Geſang folget nicht nach, we? nigſtens mir hat keine ſolche ſingen wollen 3 doch kan es ſeyn; daß ich erwan nur Weiblein ers Ttappet habe. Wo dieſe brüten, iſt mir nicht bekannt. Der Ü3önc ſind, zuweilen aber ganz licern läſſet 3 und diejenige, ſo es auſehen, in Verwunz? rung ſczet, wie es möglich, daß es hangen bleibe. Die Krähe, die da ſowohl im Schwarzwald als im Laubwald und auf einzelen Feldbäumen bauet, ihr Neſt aber jederzeit ſehr hoch ſtellet, ſel- biges auch faſt wie die Aelteſtern, jedoch) inwendig wärmer machet- und mehr Federn, Wolle und Haare einträget als dieſelbe, Der Wiſtlec, der ebenfalls- obſchon nicht ſo ſchr an Gipfeln, do) ſehr hoch bauef, und nicht Gern anderswo als im Schwarzwald/ oder doh wo Laubholz mit Schwarzhokz vermenget ſtehet/ ſeinen Plat zu niſien ſuchet. Der Rab, der da im Schwarzwald ſein Neſt nicht anders als auf die Gipfel der höchſten Tan- nen ſcßet: Ob er auch im kaubholz brüte, iſt mir“ nicht bekannt, doch will ic) nicht zweiſeln, hohe Ei- auf einerley Art bauen 3|„IK nur dieſes iſt mir bewußt, daß ſowohl die Hohle uw krah, welches die gröſte Art, als das kleine|(ut Baumläuferlein, welches das kleinſte unter) Oladen dem Specht- Geſchlecht» anders nicht als in 26-|"DS '*ern brüten. Man ſaget von den Spehtenz/"W daß, wann ſie Junge haben, und man ihnen das| ag Loch mit einem Keil verpflöcke, ie ſobalden ein R|| Kraut bringen, durch deſſen Kraft der Keil her?|[M7 ] ausſpringen müſſe: Welches ich aber ſowohl als)"7 dieſes für eine Fabel halte, was man von dem j"4 Rahbenneſt ſaget, daß nemlich wer dahin ſteiget x|[4500 Sinn und Gedanken verliehre, und. darüber| 09871 ſich leich:lich zu todt fallen könne.| ND Der Sperling; nemlich der Feldſperling,| WG Grütet ebenfalls nur in Löchern hoher Bäume| VW jedoch oft ganz niedrig- und muß, wie oben ges|(106 meldet worden, nur darum hohe Bäume ſuchen,|(wS weil niedrige junge Bäume nicht hohl ſind, und"Wp Feine Löcher haben. Er trägt ſo viel Stroh, Fex"af nd dern und Gezeug ein, wie der Hausſperling„ daß I" wann man es heraus nimmt, man faſt einen ganz|"EK zen Hut voll bekommt.| vs Der Stahr, welcher auch nur auf hohen u ' Bäumen, und nicht anders als in ſolche Löcher| a Sräiet, die hoch droben ſmd,| WiS Der) ] | "nan > In den en hech un was mir ſy | Hätt» dauenz Hohls kleine unter in 202 Dien t n das n ein (ber? hl als h dem eigets rüber rling um pg n es dien y , und y) Fes p daßy R ganz hohen öcher Di | in dem Zr1rten. 57 Der Stieglig; welcher ſowohl auf hohen Bäumen, als auf ganz niedrigen Bäumlein und Stauden, ja auf bloſſen Hopfenſtangen bauer. Die wilden Tauben, davon die zwo Arten, nemliy die groſſe Ringgelraube, und. die Turtel?- Taube zwar auf hohen Bäumen, aber nur in der Mitte/ auf die Aeſte bauenz die Zohl- taube nicht anders als in Löchern, meiſtens ſchr hoch auf denen Eichen niſtet. Gleichwie nun die meiſten hievorgeſezte, ſo zu ſagen, in freyer Luft brüten, und keit Dach, als Laub und Gras haben: Alſo Brüten hingegen in hoblen Bäumen, oder doch unter dem Dach oder Felſen/ Loch: GN Zacbſtel2e, welche eben nicht aliezeit in Zoöchern, jedoch allezeit au einem bedeften Ort brütet, wo ihr Neſt nicht naß werden kan, Die Doble, welche allezeit 41 die Löcher und, nirgendg anders brürct, nemlic) entweder in Felſenlöcßer, oder in Löcher hohler Bäume, oder in Löcher hoher Häuſer und Thürne/ um welcher willen ſie ſic) an erlichen Orten mit groſſen Hau fen in Städten aufholt. Die Meiſen, welche alle, bis auf die einzige Schwanzmeiſe, die man anch Schneemeiſe oder Pfsnnenſticl neunef, in die Löcher brüten. Die Rohlmeiſe brütet gerne in hohle Bäume, das Loch mag weit oben oder nahe unten bey der D 5 Erden | / 58 Vom Unterſchied der Vöttel| GE ARE EG=. 6 Erden ſeyn 3 und machet ſich ein ſehr groſſes Nd ; Neſt von Wollen, Mos und Federu: Die ffe | Blaumeiſe brütet eben ſv wohl nur auf Bäus-- vm men, und nicht gern niedrig, ſondera in einem wind Föchlein, das hoch oben iſt, daſelbſt trägt ſie, wels? uf ars hes zu verwundern, erſtlich alles faule Holz/ aus wg dem 2Löchlein heraus, hernach wann der Plaß ge? mdf reinigt, fängt ſie erſt an, was ſiezum Neſt brau- NEE het» hinein zu fragen 3 dieſes thun zwar andere: uw Meiſen auch, doch iſt es von ver Blaumeiſe am u) leichteſten wahr zu nehmen. Die Zolzmeiſe Huld gel brütet ſelten in Bäumen, ſondern in abgehaue-| wjſiml nen Stöcken, die 2öcher haben 3 und eben alſs| hhid macht es die Schopfmeije, welche beede dein| kbit Schwarzwald gar zu lieb habeu, als daß fie ihm| nüwſh dae ganze Jahr hindurch auf eine lange Zeit ver-| nb laſſen ſolten! Die Zanſmeiſe aber dur ' Vorl ee NEE 19 In | ſich an Wah jermaufs hr hin ber mit [, dant nel, / wels u bleiz je Ves zuſam men zu ſie ver? us fliez ih nur ſe ies ammer Y zween de Vb "| und vann fl ange von WE Dy in Schaaren. 63 Die Gibvin<, die im Frühling und im Herbyt vie Begierde beyſammen zu ſeyn, genugſam anze'gen, Das Orgsleit? oder DJeerzeißlein, we hes bey uns auch fremd, aber einer von den Vögeln iſt, die gar nict von.einander bleiben können, ſondern ſo lanz ſie in dieſen Landen ſich auföalten zu tauſenden beyſammen liegen, dahero ſie in ſehr groſſer Menge auf den Heerden und mit Leim gefangen werden z worinnen ſich zwiſchen dem Graslein und Finken ein merklicher Unterſ EIU ING “s 40,90 || j 47 jy 14: SEU 4 ZUM '| 0' BINN 11 1 000)4 ' EO + WEN |;|/ h| :66 Von Zuſammenſchlatunt der Vögel. und laſſen ſich von ihrer Schaar durchaus nicht trennen, bis ſie entweder die Zeit der Brut, oder die Situation des'Orts, als z, E, die Städte, aus einander zu gehen zwinget, Die Stahren, welches ebenfalls ein Vogel iſt, der groſſe Geſellſchaft der Seinigen ſuchet) und ſich davon nicht trennen läſſet. Der Stiglirz/ deſſen Begierde, in groſſen Scaaren verſammlet zu bleiben, man von der Stund au, da die Jungen abfliegen, gnugſam wahrnehmen kan, “Das Zeißletn, welches nicht minder bey ſei- nem-Haufen treulich aushält/ und ſo gar nicht allein bleiben mag, daß, wann es durc; Schieſſen oder ſonſten geſchrecet und getrennet wird, mit- hin ſich allein befindet/ ihm kein Ort ſo gefährlich iſt, wo es, auf ſeines Gleichens Zuruffen, nicht Hinflieget, In geringen Haufen, ſonderlich, wann - der- Strich würklich angefangen, findet man: Di Alſter, von welcher man gar nicht ſagen " kan, daß ſie ſich in Haufen ſchlagenz dani ſie fliegen niemals nahe zuſammen, und wann man gleich im Strich 15. oder 20. hinter einander herfliegen, oder in einer Wieſen gehen ſiehet, ſo kan dieſes doch kein Haufen heiſſen, und iſt alſo allerdings an deme/ daß ſie in geringer«Anzahl ſtreichen. Die Bachſtelze- mit welcher es eben iw 40 i oſe [ -emmmmmenet ene, eek älte wamenmenmmeenen emm EAI ID ammer ee (A hund! ſ9 M Wt!| 20,00 | 8 u BETTEN 07) L ID Jim by | Mut fetht ||(NP Aah |(08 Fehn, „ud neu |(Pv) Kin | K vit |"9 vn | | |„m]" ſ W ib Voyel, haus nicht ut de (dte aus iy Vogl |] ſuchet) 1 groſſen von der gſa bey ſeis or nicht d, mit/ efährlich 1 nicht ( ſagen 13 dani d wann einander het 1 diſe alh in Schaaren. 67 ſchaſſenheit hat: dann auch dieſe wird man nie mals Schaarweiß fliegen ſehen, weil ſie nur hin? ter einander her in geringer Anzahl ihre Reiſe fortſetzen. Die Weißdroſſeln, deren man über Feld ſele ten mehr als zwo auf einmal ſtreichen ſiehet, zus malen ſic auch nicht oft bey hellem Tag, ſondern bey der Demmerung oder gar bey der Nacht ihre Meiſe thun, wann ſie aber gleich in einem Gebuſch von ohngefähr ſich verſammlen, ſo wird die Zahl doch ſelten auf 20. anſteigen, Der Emmerlint 5 bey welchen ſich wol öfter als bey den vorerzählten zuträgt- daß ſie in gros ſer Anzahl auf ein Feld zuſammen treffen- und has be ich nicht ſelten bey ſchönen Tagen im ſpaten Herbſt, da der Strich am ſtärfeſten gegangen, oder gar meiſtens vorbey geweſen, zwey tauſend auf el? nem Feld liegen ſehen, ſie machen ſic) aber weder auf der Erden nahe zuſammen, noch im fliegeny ſondern ſtehen allmäßlig aufy und theilen ſich in kleine Haufen, welche doch auch nicht Schaar? weiß fortſtreichen, ſondern im fliegen hinter ein» ander her folgen, und alſo nienden fol» S geiy | he m fe MULL nh, CAY! V136 wd (41 404) 94 ehe 8 Wwe 00 Ain Noe uf, 1 vn hy. ) iN iR Hin"hx Nh Ayl N 0 Vögel N, daß fe oder in dl Wm daß fe , Jedew pfen, da einen Vo ift, der und mit ' wol bey Vögeln ey Hänf- ne ſolche woſiedie ftenhin- ur zehen » Baume fen ſie die ug nict „des ſie | welche nals mit an den h ſo ſulle ) ſie hin- e(am we? nd| mg m austtn als jeh h unter di denden giW/ in Schaaren. 69 gen, danno BURST EEE EE + ie GEH SIE 5 Cdr wre „5 Von Zuſammenſchlagung der Vötzel. welche in groſſen Haufen ſtreichen- gezählet werz den könnte. Mix den übrigen Meiſen hat es eine andere Beſchaffenheit: Die Zanfmeiſe ſtreichet gar nicht mit Haufen, und gar nicht über Feld wie jedoch die obbemeldete drey Arten thun, ſon- dern ſie gehet dem Gebüſch nach, und folget immer eine der andern, al8 ob ſie einander jagen wolken und alſo macht es auch etwas tiefer im Wald die Scopfmeiſe: Die Schwanzmeiſe aber pfle- get nur bey der Zahl zu bleiben, die ein jedes paar ſelbſten gebrütet» doch waſtet ſie ſich über weite Felder, allwo ſie, wann ſte Bäume antrift, ein grofles Geſchrey machet, und in der Kälte ſchlagen ſic zum öftern zwo/ auch mehe Bruten zuſammen, Gar nicht rotten ſich zuſammen: die Amſeln, welche die Einſamkeit lieben, und gar niemals trachten zuſammen zu kommen zx ſondern nur zuſälliger Weiſe, weil ſie einerley Ort durchwandern, einander antreffen. Die Zäber 7 welche zwar einander locken/ und verlangen zuſammen zu kommen, jedoch nicht bey- ſammen bleiben, ſondern ſo bald einander ver- laſſen, und dann/ wann ſie einen ihres Gleichen hören, denſelben wiederum zu ſich ruffen, jederzeit mehr aus Vorwiß, als Geſellſchaft zu halten, doch fliegen ſie öfters einander nach, in Hofnung von ihren Cammeraden zu einem Eichbaum oder andern Fraß geführet zu werden. Und dieſes mag die Urſach ſeyn, warum der allweiſe GOtt dieſen nur ermeldeten zween Vögeln, der Amſel und dem Häher y davon einer ſo wenigals der andere begie- rig (fem! "Nm (lige 3 Waan ſu, 9m ENE (why)| N-1] 01609 6 | Vt WWE, NED "35 078 Döyel, =rezeug let twetz Jar eg ein e ſireichet et Feld) Un, ſon? et Öee Wolfen Wald die aber pfles edes year ber weite (Hft, ein ſchlagen ſamten, em: hel, und Winch; ley Ort n, und dt beys x vit? Zeichen jederzeit 1) doch yng von vandern mag die ſen nut und dem rebegi ' Von dem Locken der Vöttel.=%7x rig iſt, bey ſeines Gleichen zu ſeyn, dannoch zweyer- ley Eigenſchaft gegeben, nemlich daß die Amſel ihres Gleichen gar nicht locket, als etwann im Strich, wann ſie über Feld flieger 3 der Häher hin- gegen ſeines Gleichen ruffet, ob er gleich bey ihm nicht zu bleiben begehret: dann die Amſel findet überall. ihre Nahrung auf der Erden,»oder wo Beere ſind in Stauden, und hat alſo nicht nöthig geruffen zu werden 3 der Häher hingegen ſuchet ſeine Nahrung gar ſchr auf Bäumen, welche ihm leichter gemacht wird, wann er an: den Ort wo etwas anzutreffen, von ſeinen Geſellen gerufs- fen, und ihm die Müh erſpahret wird', die rechte Eichenbäume oder auch Orte, wo ſie auf der Erden etwas finden, ſelber zu ſuchen. Die Kirſchvögel/ welche vermuthlih, dann gewiß kan im es nicht ſagen- auch in dieſe Claſſe gehören. Die TTachtitggallen, ſamtallen andern Stau- den- Vögeln. Die Rothkeblitgen. Die Rothſchwänzlein, Die JZaunkönitlein. Von dem Locken der Vögel, Die Vögel ſo einander nicht lo>en, je- doch auch nicht vor einander fliehen, ſind dieſe: 57 Amſel, welche zwar zuweilen einandek los >en, aber nicht in Meinung zuſammen zus E 4 fom- ſ „-2 Von deim Locken der Vögel. Fommen, ſondern nur entweder einander zum Flie? gen anzureißen, oder einander zu warnen, oder gar zur Drohungz denn die Amſeln verfolgen einanz der, nichtaber ſo ſehr als die Nachtigallen und die Rothkehligen 3 jedoch ertragen ſie einander inſo Fern nahe, wann ſie einander nicht in das Geſicht Fommen; ſo daß, wann gleich eine Amſel merket, daß eine andere in dex nächſten Stauden iſt, ſie nicht hinein flieget um ſelbige zu verjagen, wie der Nachtigallen. Gebrauch iſt; waun ſie aber nahe beyſammen, ſchieſſen ſie ſo wol auf einander los als die Nachtigalu y nur mit dieſem Unterſchied 5 wie ſchon gemeldet; daß. die Amſeln mit einer klei- nen Ausweichung fich vergnügen/ die Nachtigaluy Hingegen ihres gleichen gar vertilgt wiſſen wollen, Es iſt die Amſel ein ſo einſamer Vogl, daß er auch, zu Nacht an keinem ſolchen Ort ruhen wil], wo ein anderer Bogel, ſonderlich einer ſeines gleichen in der Naheſiket 3 und dieſes iſt die Urſacy, warum fie alle Abend anden Ort ihres Aufſißes ein ſo zor« niges Geſchrey, wie den, Jägern» die ſich auf DPildpret anſtellen, wol bekannt iſt, von ſich hören. läſſet, nemlicß damit ſie andere warnen und von fich treiben will, Dergleichen Geſchrey geſchie- Het darum ſd ſehr ſpat, weil nach ihrer Eigenſchaft die Amſel eine von den Vögeln iſt, welche unge- Mein ſpat fim zur Nuhe begeben. Das Roth- Fehligen, ihre Befreundin, thut ihr es nach. Degsgleichen thut auc) ein Vogel, der zu ſolchen Wurmefreſſenden Bögeln gar nicht zu zählen, ſon-. dern vielmehr unter die Claß deren, die Körner freſſen;-zu rechnen iſt, welcher eben ſo ſpat ſcen, ſondern gar einander verfol- gen ſind: DE LTachtittalfen, welche, wie hier oben ſchon gedacht, ſich gar in feiner andern Meinung hören laſſen, als andere zu vertreiben, allein die Frühlings-Zeit ausgenommen, zu welcher ſie mit ſingen und pfeifen ihr Weiblein zu ſich ruſſen, aur mit pfeifen von den Weiblein geruſſen werden, Die Rothkehligen, welche in dieſem Stück den Nachtigallen ganz gleich ſind. Die Rothſchwänzlein, zweyerley Art, ſamt den )/ WD (1107: TE fun We Wb hem Ag 1175 "WM nE) Wua eh Tirbh "Ihe, N" y 0 Uy Wh 0 el, umu vielmeh! Ötes unter den groß ob ſie ein en ſichtet, Ur einzeln vor Aus jey ihren tet vie d doch, Saß ge? erſucht ieſe oder pt beun- nicht fel en ſho! Reinung (jein die v ſie mit Von Veränderung der Farben. 5 den hieroben ſchon gemeldeten ihnen verwand- ten Vögeln: Alle übrige Vögel nun; welche in den lezten zwo Claſſen nicht gemeldet worden, ſind ſolche, die ihres Sleichen gern um ſich haben, ſuchen/ und ihnen lorfen. Von Veränderung der Farben. Ihre Schnäbel und Farbe verändern im Frühling, jedoch nur die Männlein: Dee Amſel, welche gegen den Frühling einen goldgelben Schnabel befommt; und wann fie. ihn einmal bat, denſelbigen nit mehr abfär- bet, ſondern behalt, ſo lang ſie lebet, welches je- doch, wie die Färbung aller Vögel, nur von den Maänukein zu verſtehen. Der Emmerling der da im Frühling einen gelben Kopf bekommt, ſolche ſeine Zierde aber im Winter wiederum ablegt, und die ſchönen gelben Federn ſowohl an der Bruſt als am Kopf mit bräunlichten überzießet und verdunkelt, jedoch alſo; daß der Kopf alle Jahre gelber wird, und die alten Emmerlinge auc im Winter viel gel? ber augſchen, als die Jungen x weil ſie je älter ſie werden, je mehr von ſolcher gelben Farb im Winter behalten, da hingegen die Junge ſolche im Winter nicht weiſen können.| Der FinE, welcher im Frühling ſogleich bey dem Widerſtricy einen hochblauen Schnabel gleichſam von der Reiß mit ſich bringt, 1 ur Kop SETE u ea Wider 4 FR en I 43% e eee NE IRRIGE 8] 18; 19 D' „F| JI hi x SEIEN EEN EEG ür iin 76 Von Veränderung der Farben. Kopf blau färbet/ undan der Bruſtröther, nicht weniger an den über die Flügel gehenden weiſe ſen Federlein viel ſ<öner wird; ſolche Farb jedoch länger nicht behält) als ſo lang er ſinget, in der Wildniß bis Johannis oder doch nicht viel länger in dem Bogeſhaus aber/ wann er wol gehalten wird, undetliche Jahre darinnen ſtehet, bis Mi- dHaelis/ auch noch länger, deſſen Urſach ihm aber nicht zur Geſundheit gereichet, ſondern endlich den Tod bringet/ wann ihm nicht geholfen wird, weil ſo ſpätes Singen ein Zeichen iſt/ daß dem Vogel die Vermauſſung hart anfommet, und alſo die Begierde nicht zurück tretten und ſich legen kan. Der Zausſperlinet/ welcher ſchon im Winter wann die Tagwachs anzugehen beginnet einen fohlſchwarzen Schnabel. befommt, ſelbigen aber im Auguſto wieder ableget, wie der Fink ſein Win- terfleid ordentlicher Weiß ſchon im Julio anzichet und den blaucn Schnabel mit einem weißlichten verwechſelt. Der 5änfline>, welcher an der Bruſt und Kopf unvergleichlich ſc KNEE SL IES WESEL. 15 R IEE Neu WEISE 12 ZIELEN NED wr lgt EF EE WE GI A M DEA 8 Baen m R BN NEL 4 12 5 „ar lr 80 Vom Unterſchied der Vögel immmer monmenmgdg oder was er gelernet/ es ſeyen gleich Lieder oder andere Bögelgeſänger, eben in der Zeit und Art/ wie die Canarien-Bögel. Der Grünling, welcher ebenfals als ein in dieſe Claß gehörender Vogel, ſothane Zeit und Weiſe in acht nimmt, nur daß er im Herbſt etwas fäuler zum Singen iſt, und nac verrichteter Mauß lang innen hält, ja öfters nicht gern ehe anfängt, als bis die Tage zu wachſen anfangen. Der Zä&nfling, welcher ſehr ſingbegierig iſt, und ſo gar dem Canarien-BVogel es gleich thut daß er auch im Herbſt bey ziemlich kalten Wetter, wann nur nicht würklicher Froſt einfället- ſein Ge- ſang continuiret 3 ja ob es gleich ſtarf frieret/ wann nur die Sonne warm ſcheinet, läſſet er ſich doch nicht abſchrecfen, auf den an der Sonne ge? legenen Bäumen ſein Geſang zu verrichten/ wel? 2 einige 7 84VomtU. derVögel inAerzung der Juntien. einige- ſo lange die Jungen gar flein ſind, folg? lid) zarte Aetzung brauchen, die Speiſe eben ſd wohl in den Kropf hinein ſkeft, uud aus ſel? bigen hernach heraus ſpeyen, welches man ſon2 derlich bey den Störchen wahrnehmen fan; Dieſe- wann die Jungen noh gar klein ſind, füh- ven nichts im Schnabel, ſondern entweder im Schlund undin der Gurgel, oder im Kropf/ und geben ſie hernach) den Jungen heraus. Eben alſo machen es die»Zabichte: aber we- der bey den Störc[iegetjedermann vor dem Geſicht herum, und iſt dahero ſo bekannt, daß ſelbige von Farben und Leibes- Gröſſe zu beſchreiben, etwas ganz überflüſſiges wäre. Dieſes aber iſt, fo viel die äuſſerlice Geſtalt anbetrift, merkwürdig, weil es nicht ein jeder in acht nehmen möchte, daß ihr Schwanz anders, als vieler anderer Vögel Schwänze, formirk iſtz dann an ſelbigem ſind wie bey den Phaſanen zu ſchen, die mittlern Fe- dern die längſten, und die übrigen nehmen EStafs felweiß ab, ſo daß die äuſſerſten die kürzeſten ſind, Ihr Schnabel iſt länglicht, doc nicht ſpikig zu- gehend/ wie vieler andern Bögel, vielmehr iſt er vornen um ein weniges dünner als hinten, aber ſtark, damit er tüchtig, etwas hartes zu zer? beiſſen und zu zerknirſchen. Es iſt die Alſter um ein merkliches kleiner, als die Krähe, aber einer Dohle wird ſie an der Gröſſe faſt gleich kommen, vbgleim jene, wegen der Alſter ſehr ſchmalen Bruſt, dier ſcheinet, zumaßlen die Alſter auch ihrcs langen Schwanzes wegen gegen. der Dohle ſchr lang ausſichet.| Des Fangs iſt dieſer Vogel nicht werth, es geſchehe dann um ſeiner Augrottung willenz3 danu zum eſſen taugt er nicht/ und ſonſten iſt auch) nichts mit ihm zu thun das eine Beluſtigung mache, auſſer man nehme ihn jung aus dem Neſt/y F 3 uud 167% u is EE<; M? ahl eine | Baum | ſteden) bergen) » hüt is Von der Alſter oder Setze, 87 häufig zu, ſonderlic) wann man ihnen einen aus? geſtopften Haaſenbalg dabey ſehen läſſet/ und fällt eine um die andere herunter. Im LTovember ſind ſie meiſtens ſchon ver? ſirihen, und deren wenig noH vorhanden/ auch ſo leicht nicht mehr zu bekommen/ und braucht es Mühe, einer lebendig habhaft zu werden, Hingegen Im December Januario und Februario, da meiſtens Schnee lieget darf man ihnen nur auf einem Vogelheerd ein Aas Hinwerfen, ſo kan man deren unterſchiedliche da- bey fangen. Die Speiſe der Alſter iſt; ſo lang ſie in der Freyheit ſind/ allerkand Gewürme, verfaulte APurzeln/ auc in groſſen Hunger abgeſallenes Obſt und Früchte: im Vogelhaus oder herum? gehend in einem Gemach, nimmt ſie mit Brod und gefochtem Fleiſch vorlieb, das man ihr über dem Eſſen giebt. Wann ſie daran gewöhßnet, und zahm iſt, flieget ſie ſolches zu holen zum Fenſter herein, und nimmet es ihrem Herrn vom Tiſch Hinweg.- Dieſen Bogel zum aus- und einfliegen zu brin- gen, iſt gar leicht/ es ſey gleich, daß man ihn nur taubenzahm zu haben verlange/ oder daß man ihn zu noh gröſſerer Zähmigkeit bringen wolle yp dann das rohe Fleiſc), auc) nur eingeweichtes Brod, oder auc< nur was man ihr vom Ti'h giebt/ ſcen, gleich als ob es ſich mit Koth beſchmieret hätte 3 den 70 e Mte 1008 4 9 Joch dem[40 vt 19x | Yeti NEN NND nh(eh | u 19h: jW 1 SY kit 1: " 006 vf(MEN I, We.“: Wil 1x jeg DB 16 7 "4 Chr n Wollt) Auethan hr flit Vogel Farbge in fohl- abel ges want ft, und " ſonz Meib- ) mehr 1Farh 1 ſon- Unters nz abs e Far anzend 4 falt ty) oh ; einer derſel [8 ans e und ih othfeh van? Es bt? auch derſelbe I" glei den ei ſit Von der Amſel. oT ſtet Sommer aber vor und nac der Maus, iſt beeder Schnabel dunkelbraun, und wann gleich das Männlein in der Maus kohlſchwarz wird, behält es den braunen Schnabel dannod) bis ge- gen den Frühling, da es zu ſingen oder zu pfei- fen anfänget,> Welches im Martio bereits geſchichet, da ſie ſich zur Brut anſcen, unter dem Baum aber eine niedrige Hütte machen- und in ſelbiger ver- mittelſt eines den Vogelfangern wohlbefanns ten Juſtruments eine Stimme von ſich hören laſſen, als sb eine Eule ſchrie, ſo wird man kurh vor der Soanen Untergang leichtlic) alte und junge Amſeln fangen können. ngleichen kan man ſie mit Panthern gar leicht fangen- wann man dieſelbe durch junge Schläge ziehet/ und die junge Amſel darauf zutreiben läſſet. Weiter, obgleich der Fang etlicher Amſeln(67 ; et fut M |(mw] 01.00 | ſp biß if We 10,035 ANL y 1 N 0 Win m Wine 8 fomineh Geaß Any einander and, uind ſchie ſſen, e befome en ſol, Monty (8 4487 | Ende (8 ihre Junie jungen zw 1 haben d, w0 eineht „ dens melt aber x vet? fanno „hören au fur) (ie und at leicht Schlägt N nN In je | Is Von der Amſel. 93 en. Im Julio iſt ebenfalls nichts anders zu thun 3 der Fatzg mit der Eule gehet in dieſem Mionat und in dem folgenden bis mitten im September hinein am beſten an, ſonderlich wann man eine lebendige Eule auf die Hütte ſetzet, oder; in Ermanglung des ren, aus einem Haaſenbalg einen Eulenfopf for- mirt, und ſelbigen vermittelſt eines in die Hutte hinein gehenden Stäbleins, an welches er ange? bundeniſt, zuweilen reget, damit die Vogel mei? nen, die Eule ſey lebendig und rege ſich. Noch leichter ſind in dieſem Monat lebendige Amſel zu bekommen, wann man auf einem nahe bey einem Wald ſtehenden Kirſchbaum, an einem nicht gar warmen Tag y damit der Leim nicht ſchmelzet, hin und wiedex Leimſpindeln ſteckt, ſv wird cpu nr Kit 6, „BGS< 94 Von der Amſel. wird man mit Luſt manchesmal 30. in einer Stund herab fallen ſehen. Im Autguſto bleibt es eben bey dem Fang, auſs ſer daß es auf dem Kirſchbaum nicht mehr angehet, Im September, weil die Amſel ſtreichet, iſt ſie mit Schlingen, wo man Schnaiden machet, ſchr häufig zu fangen/ wer ſie aber lebendig ha- ben will, muß auch in dieſem Monat die vorige Ari gebrauchen, oder groſſe Meiſenſchläge aufs? richten und Bogelbeer hinein ſtreuen, dann um ſol? ehe Zeit wird die Amſel begierig nach allerhand Beeren-« Auf Heerden bekommt man wo dann und wann- nachdem dieſelbige ſituirt, eine Amſel aber nur zufälliger Weiſe, weil es kein Vogel iſt y der ſich lo>en laſſet, ſondern ganz einſam, wie dje NMachtigal, herum irret. Im October bleibt es wieder; wie im Sep- tember. Im LTovember ſind die Amſeln bereits gar verſtrichen, und iſt nichts mehr vorhanden, als was im Winter da bleibet3 deren ſind aber weni- ge 7 und iſt bey den im Land bleibenden, wie bey andern Vögeln mehr, dieſes merkwürdig, daß man allezeit 29. und mehr Männlein ſichet, ehe man ein Weiblein fängt. In dieſem Monat laſſen ſie ſic) am beſten mit groſſen Meiſenſchlägen; darein man Vogelbeere ſtreuet, lebendig bekommen. Im December bleibt es, wie im November: wann aber Schnee fallt, verläſſet die Amſel den Wald, und iſt in dien Heen mit Beeren deſto leichter zu fangen, Im NE 7/0 y 000019 jm"Gl 1 hu Ear NUK | vii Whg y' neh Ny x WINE, he Wyn "y wp: Nh j ae , Ih eint Fang au vangehet, eicet/ ſſ meet, ndig ha- e vorige ge aufs um ſols erhand 0 dann Amſel gel ſ/ wiede 1 Seps ws gar 1, als went je bey fg man Vs man ſſca ſie , darein men, vember! mſei den m def JW Von der Amſel, 95 Im Januario bleibt es ebenfalls bey dem vo- rigen, "Sm Sebrunario hingegen, wird es noch ſchwes rer eine lebendige Amſel zu bekommen, dann ſie fangen an zu ſingen/ und gehen nicht mehr ſo viel auf die Erde. Und giebt es deren glei) mehr als vorher, weil der Wiederſtrich vorhanden ſv hal» ten ſie ſich doh in dicken Wäldern auf, und ſind der Mühe, die man anwendet, ſie lebendig zu bekoms men, nicht werth, indem eine zur ſelbigen Zeit ges fangene Amſel, ſie müſte dann ſo bald um Licht»- Meß gefangen werden, den folgenden Frühling und Sommer doh nicht ſinget, ſondern ein gans zes Jahr vergebens muß gefüttert werden, wann man ihr Geſang genieſſen wili. Ihre Speiſe belangend, wie dieſelbe in ihrer Freyheit nach Unterſchied der Jahres- Zeit aller- ley Gewürm und Beere iſt, ſo gibt man ihr hinge» gen in dem Vogelbaur in Milch geweihte Sem» mel, gekochtes Fleiſch, allerley Beere, und öfters nur Hanfförner mit Rocken-Brod vermengt, nach» demman ſie gut oder ſchlecht zu halten geneigt iſt. Es iſt die Amſel wegen ihrer Geſchicklichfeit y Lieder pfeifen zu lernen, ein ſo bekannter Vogel daß nicht nöthig, davon viel zu melden, Vor dem Stahrn iſt ihr billig der Vorzug zu geben, weil dieſer ſeine ungemeine Geſchilichkeit, damit er alle andere Bögel, ſo viel ich weiß, übertrift durch ſeine Unbeſtändigkeit geringſchäßig macht; da hingegen die Amſel zway nichts neues mehr ler? net, ſo bald der Frühling vorhandeniſt, hingegen was ſie fan, ihr 8ebtag behalt, wann ſie auch ün Uns 56 Pon der Amſel. hundert andern Vögeln ſäſſe. Sie iſt einer voin den Vögeln, die erſt im Frühling ſingen/ und Fänget im Wald an, ſo bald der Schnee abgehet; daher man ihr nac) Weyhnachten am fleiſſigſten vorpfeifen muß, Sie brütet nirgends, als im Wald, und mei» ſtens zweymal, ſelten Manns-hoc< in Büſchenz hat das erſtemal 4, oder 5. das andere mal aher 3. oder 4. Junge. Etliche brüten auch dreymal Sie läſſet ſie) ſehr zahm machen, jedoch zu deim Aug-und Einfliegen aus dem Zimmer deswegen nicht gewöhnen/ weil man ißr nichts ſo Gutes zu freſſen geben kan, als ſie drauſſen hat, Ihr Freſſen ſchlucket ſie. Ihr Aufenthalt iſt ſtets das Gebüſch, es ſey Saub oder ander Wald. Der Strich, wiewohl ihrer viel von den al? ten Männlein über Winter bey uns bleiben, gehek im Herbſt, gleich nac Bartholomäi an, doch iſt ernicht merkſam, weil ſie niht Haufen-weis ſtreiz chen, und nicht ſo ſchr als andere, im Herbſt auf die Borhölzer/ da ſie mit Schliagen und Heerden gefangen werden, zukommen, ſondern ſo bald auf die tiefe Wälder zu eilen. Daſelbſten brüren ſie; und machenihre Neſter ganz niedrig- wie ſchon gemeldet, fangen auch ſo zeitlich an/ daß die erſten Jungen gar öfters zu Anfang des Aprils ſchon abfliegen. Sie ſind niemals Zaufen- weis beyſammeny, locken au ſelten einander. Zu färben pflegen ſie den Schnabel nac) Weyh- yachten, und behalten alsdann die Farbe ſo 7 “ We v y huh f M Em 6 Y y NUNN (6098 fe ſe m„8 vy O0 j wi (1.00“ Qing 3 14.08 NE nt jej Of "od 3 H bfi ZUM Ou Nen Wi fü 6 dig Ng] | EREN wma | einer bi" Nel, und € abgehet, feiſſigfie und me Guiſchels [aber 3, drepmal zu dein Siegen Wees ZU (esſeh en. als , gehet do) if ß ſitel ſt auf erden 0 bald Neſter auhſ) fiets zu ſammel) hWeyſ' e ſo lan) ſ Md Don der Amſel. 97 ſie leben, die Weiblein aber bekommen keinen ge ben Schnabel. Sie fangen an, gleich ſo bald der Schnee wegs gehet zu ſingen, und continuiren ihren Geſang bis zegen Johannis, Ihre Federn reinigen und bäden ſie im Waſs ſer, und bringen denen Jungen die Aeßung mit - dem Schnabel, Dieſer angenehme Bogel iſt zum Aus z und Einfliegen gar nicht zu bringen, wie ſich aus der Ergründung ſeiner Narur von ſelbſt ergiebet y dann er lebt nur in Wäldern y und nährt ſich von Gewürm/, welche mani ihmin Häuſern nichr geben kan, friſt er glei auc) Beer; und nimmr mit Semmel und Milch zar zern vor lieb, ſo käſt er ſich doM dadurc< nicht bewegen, ſolcher Speiſe willen die Wohnung in den Gebt ſchen zu verlaſſen, und ungezwungen in einem Gemach zu bleiben Hingegen mit Amſeln Baſtarden zu ziehen; ſoll eben nicht ſchwer ſeyn; wann ſich nur ein beſonde- rer Bortheil und Luſt davon zu verſprechen wa? rez und fönnte dieſes mit Droſſeln, von beederley Art, mit Miſilern, wann der Miſtler das Männs lein wäre, auch mit Cranwets- Vögeln, mit Stahs ren aber darum nicht füglic) geſchehen, weil der Stahr in Löchern brütet, und ſich alſo richt darzu ſchicket. Wer es verſuchen wolte, würde mik Droſſeln und Amſeln es gar leicht zuwegen brin» gen, wann er ſie gleic nicht in einem Gemach flies gen, ſondern nur in einer Stube lanffen licſſe und ihnen ein Gebüſch ohngefchr Tiſch hoch in das G Zims nN = 3 | [| , R 4% 58 Von dem Auerßan, zimmer machte/ in welches ein von Weiden oder, Stroh geflochtenes nach dieſer Bogel Gröſſe ge? richtetes Neſt zu ſezen wäre. Und müſſen ihnen zu Aufäzung dex Jungen Semmel und Milch- Heuſhreckenzund allerhand Käfer gegeben werden, Daß die Amſeln kieder pfeifen, und anderer Vögel Geſang, doch kein anders als das im pfei- fen beſtehet, nach machen lerne, iſt eine ſo bekann». te Sache, daß davon vieles anzumerken unnothig iſt, als alein dieſes, daß man der Amſel zwa von“ Jugend auf vorpfeifen, aber den meiſten Fleiß erſt alsdann anwenden müſſe, wann ſic bereits vermauſet hat/.da hingegen bey den meiſten an» dern Vögeln, nemlie) bey denen, ſo das ganze Jahr hindurch ſingen, es um ſolche Zeit ſchon zu ſpat iſt. Endlich zur äuſſerſten Zahmigkeit iſt die Am ſel nicht: wol geſchift, dann ſie trachtet immer ſich zu verbergen/ und hinweg vonder Hand/ ob ſie gleich; wann man ihr einen Wurm oder Beere die ihr ſchmecken auf der Hand zeiget, ſich reißen läſt» ßerbey zu kommen, aud) ſich mit der Hand fangen /: und u die Hand ſetzen läſt, aber wie nur gemel- det, kaum thut fie etliche Pfiff, ſo eilet, ſie wieder von der Hand hinweg. Der Auerhan. Puh dieſer Vogel iſt einer von denen, bey wel- <4en Männlein und Weiblein von einander ſehr fenntlich ſind: dann der Han iſt ſchwarz, die Henne aber an der Farb gänzlich wie andere wilde Hüner-Arten, als Phaſanen und dergleichen, und wie ) mere| 00910 Hut 4 aut! My 09] j ful meh [fu 1 1/51 0 Wig' 10) NOL in Vis "vn Aud an "WF Ty 1 Wi[; Uy(0 Dt"| MN ſ4 ſin fib wig "ih in W EREN Weiden odet - Gröſſe gv ſſen Ihnen md Milh, ven werden, hd anderer 8 Im pfels fo befann» unnothig war von im Fleiß € bereits iſten ame 18 gane ſhon zu die Am- nme ſich 06 ſie Reer die (pen laßt ſangen) ie gewels ſie wieder y bey wb yn einandet qwar), de ndere wild (eichen) und We Don dem Auerhan, 93 ie bey dieſen, nemlic) bey den Phaſanen, der Han mit ſeinen rothen Augen pranget alſo hat auch der Auerhan dergleichen ſchöne Farb über deu Augen, und iſt der Schnabel ebenfalls blaus Ücht anzuſehen, da hingegen die Henne einen braus nen Schuadel behält, Die übrige Leibeg»sGeſtalt betreffend, geben die Auerhanen an Gröſſe einem „Indianiſchen Han nicht viel nacy, doc ſind ſie et- 4vas geringer, und ſehr viel furzbeiniger, ſo daß ſie ſo wol, wann ſie auf der Erden ſien, als ſonderz UH auf den Bäumeny faſt wie ein Habicht auss ſehen 2 ingleichen Fommet bey den Hünern die Zarb mit der Farbe der Habichten faſt überein, und werden jene öfters von deu unwiſſenden für Dieſe ungeſehen und.geſchöſſen. Wer die Ambition hätte, die an einigen Orten die Nieder 5 Jagd ſo verächtlich macht, daß man mit derſelben gar nicht umzugehen weiß, und faſt Feinen Vogel kennet., der könnte ſich darauf bes Aleiſſen, von dem Auerhan ſchr viel zu ſchreibeny -«ilein weil er nunmehr dem Adcl entzogen, und als kein den Fürſten zugehörig und alſo zur groſſen ..)agd zu rechnen iſtz laſſen ſich. ſolches viele nicht blenden, ſondern bleiben.dabey, daß die kleine Jagd mehr Luſt mache und Nathsnynen erfordere: Ges ſichen auch'dahero gern, daß von den Auer-Geflüg fie nicht viel Nachricht habenz es iſt auch nicht viel- mehr denkwürdiges von ihm zu ſchreiben, als von einen Jndianiſchen Hahns dann was voneiner Geilheit gemeldet wird, iſt meiſtens Exaggeration, ſo viel aber daran wahr iſt nicht ſo Bewundes """"-würdig, ais die ſo genannte groſſe Jäger- 2 2-*9 100 Von dem Auerban. die davon dem Auerhan etwas ſagen müſſen/ weil ſie von allen andern Bögeln nichts wiſſen, in8ge? mein vorgeben: Maſſen ein anderer Vogel, in der Begierd, ſo wohl unachtſam iſt/ als ein Auerhan, und können dicjenige das beſte Urtheil fällen/ de- nen beydes bekannt, ob uns in der Geilheit eine Wachtel, ein Kraut- Vogel und ein Fink nicht mehr Luſt mache, als ein Auerhan. Er hält ſich das ganze Jahr in groſſen Wäldern auf, weil er ſich im Winter von jungen Schoſſen an Bäumen nährt/ und daher ein hartes Fleiſch befommt, ſo daß, wann man fraget/ warum die von Adel noch Rebhüner fangen/ und doch keinen Auerhan ſchieſſen dörffen, man keine andere Ur- ſach zu geben weiß, als weil der Auerhan gröſſer iſt, dann daß ex edler ſey, kan kein Menſch ſagen 5 der Birkhan ift zwar etwas edler/ als der Aucr- han, mir aber ſehr unbefannkt, daher ich ihn an fei- nem Ort y nebſt dem allein vor groſſe Herrn geho- rigen Reiger übergangen. Doch halt ich dafür wann man die Eyer von Indianiſhen Hünern ausbrüten lieſſe, und die Junge anfänglich mit Ameiß-Eyernſſpeiſete, daß ſolche wohl zahm zu machen wären- dann die meiſte Bögel die über IBinter bey uns bleiben, ſind ſchr dauerhaft und leicht an ſchlechte Koſt zu gewöhnen, warum ſolte nicht auch das Auerhan- Geflügel zu gewöhnen ſeyn, zumalen wann man es mit einer Indianiſchen Henne auzgehen lieſſe? dom was man noch nicht probirt, fan nicht für gewiß ausgegeben werden 7 ſondern ich überlaſſe das Judicium den Hirſch- gerechten Jägern, deren einer zwar ohnlängſt ei? nen : Th: 36 |(Www (dE NN W NN[ (usf A NA! |(EID | hun 90 ve 00, lg 9,0: )| 4» "m RK "9 EU GEE ny ſen, wil len» indy? Dogel, Inder 1 Auerhay fällen, des eilheit eint inf nidt Waldetty Schoſſen eo Fle ſch aum die feinen dere Ur? warſſer ſh ſagen; er Auer m an fel umgeht h dafür x Hünern glich mit zehm Yeüber haſt und um ſt gewöhn adianiſhen noch nid! em werden) en Hieſl Auland 1] Von dem Aue?han. TOT nen Trackat von Bögeln herausgehen laſſen, dar?. innen er, aber ſeine Unwiſſenheit auf allen Blät-. tern verrathen, und den in ſolchen Dingen er- fahrnen zum Gelächter gedienet hat. Die Er- fahrung wird zeigen€ weil viel in dieſen Tractät- lein enthalten, ſo ſelbigen ſchnur-ſtracfs contrair iſt, und gänzlich ihm widerſpricht) welcher von, beeden wahr geſchrieben. Alle Hüner- Arten gleichen einander in gewiſſen Stücken, und inan- dern ſind fietvieder eine von der andern unterſchie? den: ein Phaſan iſt darinnen mit einem gemeinen Haus-Hun zu vergleichen, daß er keine lo>ende Stimme hav, und ſo bald- er die Mutter uicht mehr braucht, ohne ſic) nach Geſellſchaft zu. ſehnen, gern allein bleibt/ hingegen hat das Rebhun: eine ſocfende Stimme, und halt bey ſeiner Troupe 5 Der Phaſan gleicht dayinnen einer Wacheel, daß er viel Weiblein ode Hennsn, jedod) wie: die Wachtel ſolche nur ſucceſive oder nac und: nach annimmt, welches die mitihren Schaden. wohl er- Fahren, welche ihm mehr als eine Heune auf ein? mal geben /, der Rebban hingegen behält beſtändig nur eine Henne, und wartet gedultig die Brüt» Zeit aus. da hingegen der Phafan und die Wah? tel nicht länger eine Henne behalten;. als bis ſie zur Brut ſchreitet, hernach ſuchen ſie eine andere, und wann dieſe brütet, die Dritte und ſo fort. Der Haus-Hahn aber nimmt viel Hennen auf einmahl 3 wie es aber mit dem Auerhan und Birkhan beſchaf- fen, weiß ich nicht. Der Indianiſche Hahn hält es dißfalls mitden gemeinen. Haus- Hünern/ daß er viel Weiber G 3 auf - L N TET GERE bi Shai YO2 Von dem Auerhan. auf einmahl nimmt, hingegen hält er es in einem Stuck mit den Rebhünern, nemlich darinnen, daß er eine locfende Stimme hat 5 daßero die In- dianiſszen Hüner einander lo>en, und das ganze „Jahr. beyſammen bleiben, da hingegen die Haus? Huüner, ob ſie gleich ſo lang ſie zung ſind eine lockens de Stimme zu haben ſcheinen, Cwiewohl fie mehre aus Furcht allein zu ſeyn, und aus Sehnſucht nach der Mutter ſchreyen., als in Meinung ein an- Ders zu ſich zu ruffen) ſolche lo>ende Stimme ſo- bald ſie erwachſen, verließren, zwar dannoch wo fie ein anders ihres gleichen ſehen- und ohngefehr vernehmen ,/ auch eiwann einen Hahn frähen kö- ren p deme gerne nachgehen„ aber nimmermehr lo eken und ruffen; damit ein anders fommen ſoll. Die Wahtek wie nur gemeldet, nimmt wie der* Phaſan-Hahn mehr Hennen» eine nach der an- ern, ſie hat aber das ganze Jahr hindurch eine[o- Rende Stimme wie das Rebhun, und ſizt wie dies ſes auf feinem Baum, weicht aber von des Reh- hans Art darinnen wiederab, daß ſie nicht bey ih- rcx Schaar hält/ nemlich daß die Jungen und Als fen nicht beyſammen bleibens dann die Rebhüner- bleiben beyſammen Jung und Alt, ſo viel fie ges brütet haben, und laſſen nicht gern ein fremdes einfommenz die Wachteln, ob ſie gleich wie das: >Kebhun eine locfende Stimme immerdar behat- ten, bleiben nicht känger beyſammen, als ſo lang, ſie der Alten nörhig haden, wann dieſe Zeit vor« bey, und die Alte ſie verkäſt, ſo zertrengen ſieh die Zunge in wenig Tagen darauf ebenfalls, und fin- det man ſie zerſireuyer, dort und da drey' odsr vier bey "ufd in| jW(47 ef It Nf! de una Bt I Hife 4 ve du Fn In vift MM 1000 9E0Y! 16 M0 0 8 Ka! Z- 2: W- 2727 22 =<< ner 1199); -Z ZI = 7 Zz-= Z- ZZ = m er Ga een ->-=- 22-7 II 08 In einen 0) Daring, jero die Jh 1d das gane 1 die Haus eine lodfens Hl fie mehr Schnſucht h9 ei an Imme ſos 1100) wd hofchr hen hör nehr 107 vn ſh, wie de der anz eine[07 wiediez 6 Reh ey ho und hüner (ſiege fremdes wie das r behal (5 ſo lan Jet vors en ſich die , und fi ) ader vi h) Von dem Auerhan, 803 beyſammen/ weldyes GOtt ohne Zweifel darum ihnen eingegeber hat, weil es ein Wogel der bey uns in Winter nicht bleibet, ſondern ganz verſtrei? het, und alſo unmöglich eine jede Schaar, wie ſie gebrutet worden, beyſammen bleiben kan, die Reb» hüner hingegen die nicht ſo weit ſtreichen, können wohl beyſammen bleiben. kezlich iſt die Wachtek auc? darinnen den Hauß-Hünern gleich; wie gänzlich ungleich ſie ih- nen ſonſten ift, daß ſie ſo wohl als die jungen Hauß?- Hahnen ſchon um Jacobi da ſie kaum ein paar Monate akt iſt, den Weiblein nachlauft, und ſich paaret, wie man dann um ſolche Zeit ſchon junge AHPßachtel-Männlein mit dem Ruff fängt. Wann man initten in einen Wald wohwuete welches wohl niemand wegen. der Luſt abzund zu- fliegende Auerhanen zu haben begehren wird/ ſo möchte es wohl angeben, daß man Auerhanen in ſeinen Hof hinein fliegen ſahe, wie man an kuſtig gelegenen Orten, halb zahme oder ganz zahme andern Ort gehet es nicht ay, und iſt alſs umſonſt Hierzu Anleitung zu Feben. Baſtarten mit Auerßanen nnd Indianiſchen Hünern zu ziehen, iſt aber woßl möglich, warn man junges Auer-Gefiügel von Indianiſche H TE nern ausbrüten läſſet, und dieſelben zur äuſſerſten Zahmigfeit bringet. Allein dieſe Erziehnug' ges Het anderſt nicht glücflich von ſtatten/ mai treibe dann das junge Auer-Geflügel, wann ſie-vorber 3. Tag- lang mit lauter Ameiß-Eyern geſpeiſſet worden/ mit ihrer Pfleg-Mutcer der Jutianiſchen G 4 Henne Phaſanen abzund zuſlicgen ſichet/ aber an einem = 104 Von dem Auerhan. Henne alltäglich in einen Sc ſich weit hinunter an- der Bruſt ausbreitet, um die Augen herum eben- an dem Ort, wo die Stiglis uad die Kohlmeiſen- weiß ſind, iſt ſie gleichfalls weiß, doch eben nicht gar hell. weiß, ſondern etwas dunkler/ als eine Meiſe, und alſo iſt ſie auc) unten am Bauch/ wo- die ſchwarze Bruſt aufhöre. Die Flügel ſind bey den Achſeln mit ſchwarz und weiſſen Federn gezieret, und eben ſo iſt dev Schwanz, welcher oben her die Farb vom Rucken behält, an den kezten Te dern zu öeeden Seiten weißlich eingefaſſet 3 die Fuſſe ſind ſchwarz und hoch, uud der Schnabeliſt ſp'tig, auf die Ark, wiv ihn die Nachtigal und anz ders ILL fakt"1X “() 4: NOU |; jw" EU (N0400 "" 19! mE el | ih" "u |D:| (ef JU iE " Wit ſ völgu 9 vn F: oh); Ps ſu "Nd DW nin€ ec | iy," Cim| Fn' NG 4„1 4 49 | | | | | | | | | | (, ET HEEND elien bp an e Nennen, waſ; iq 7] m ebam ver Bögel le ſchwarze do/pwärb een; und die ſchwarze will auh in der Gefängniß nicht anderſt als ihre Befreunde die Gereuthler- - vornen aber geht er ſpikig zu. An den Füſſen haben die Baums- Häclein etwas beſonders vor allen andern Vö geln; daß nemlich ſie nicht, wie andere Vögel, vorn drey Zehen!; und hinten nur eine haben 3 ſondern fie ſind dießfalls mit etwas beſondern von der Na» kur begabt,'und habeny wie die Papagey- vornen zwo Zehen, und hinten zwo, damit ſie ſich an die Bäume auf und ablaufend feſt anklammern köns nen, Hiernebſt ſind ſie auch darinnen- gleich den Allſtern und Phaſanen; von andern Vögeln unkerſchieden 3 daß im Schwanz die mittelſte Fes dern die längſten ſind 3 da hingegen bey andern Vögein die äuſſerſten Schwanz- Federn länger gls die mittlern befunden werden, Ihre Leibes-Geſtalt iſt nicht wol proportionirks weil ſie von Leib dick und dabey kurzbeinigt/ auch mit einem groſſen Kopf begabet ſind. Nach der Hohlkrah folgt der Grünſpecht, der an Eröſſe einem Kranwets» Vogel gleichet, und am gänzen Leib, ſonderlich an der Bruſt, grünlicht iſt, etliche, vermuthlich die Männlein/ haben am Kopf auch etwas rothes. Nach dem Grünſpecht folgt eine andere Ark/ die wieder etwas kleiner iſtz dieſe iſt am Rücken H und 1714 Von dem Baumbhäcklein. und Flügeln. ſchwarz, doch ſo, daß die ſchwarzen Jlieg-Federn mit vielen weiſen Flecken beſprenget. find 3 der Kopf iſt gleichfalls ſcichte, das blaue Spechtlein, und das Baums» läuferlein fommen im ſpaten Herbſt zwar auch in die Gärten, ſind aber doc< ſchwer zu fangen- auf? ſer daß der Blauſpecht auf die Hanfförner in die Meiſenſchläg gehet 3 die übrigen müſſen nur zus fälliger Weiſe mit Leimſpindeln, die man an dem Stamm dicker Bäume halb Manns hoch ſtecker, und alſo dreher, daß ſie faſt am Stamm anliegen, gefangen werden. Iſt alſs bey dieſem Vogel un- H 2 Röthig, =. 116 Von dem B&umbscklein. Apwnent WIr“ VI köthig, nach allen Monaten ſeinen Aufenthalt zu beſchreiben, desgleichen iſt nicht nöthig zu benenz nen, wag man ihm in ſeinem Gefängniß z ur Nah- rung geben ſoll, weil ungewiß, ob er davon zu bringen.„Seine Speiſe iſt ohnedem gar nicht be- kannt, auſſer daß man weiß, daß ſie alle zuſammen von zarter Baumrinden ſich nähren, und daß der Blauſpeht Hanf friſſet, der Grünſpecht aber ſeine lange Zunge, ſo tveit er fanz in die Amiß-Huiigel ſtecket, und alſo die daran klebende Ameiſen vers ſchlucket. Etwanun möchten ſie mit Nußfkern und ändern Ohſt/ auch vielleicht mit Milch und Kleyen zu ers Galten, und der Bortheil zu gebrauchen ſeyn, daß man anfänglich- um ihnen die fremde Speiſe ken» nen zu lernen; einen Baumin das Zimmer ſtellte p deſſen Stamm wenigſtens Armdick wäre, und an ſelbigen hinan klebte, was man wolte, daß ſie freſs» ſen lernen ſolten- welches dann die Erfahrung zeigen wird. Es ſollnoh eine Art Baumhälein geben, wel? = rveemg Wfenthalt 34 0 zu beneny ßzur 5 Ih! ' davon M aw hit es 'ufamhel nd daß der aber ſeine 1f-Qigel nellen ve nd ande] yen zu ew ſeyn, daß eiſe fon er ſtellte) , und an 194102 fahrung 4, vb fande heben/ mhadiein Hohttrahe über dem Fingers Geld abe! q, wm des jem yo) ENE yy, 8 Ww Von dem Baumh&cklein. T17 dere Baumhäcklein. Auch ſoll es der Gröſſe nach, zweyerley Grünſpecht geben. Eo iſt faſt nicht wol zu ſagen, welches der kleine? ſte Vogel ſey 3 das Königlein, ſoinsgemein dafür gehalten wird 3: das Bäumläuferlein, oder das Goldhänlein., ſo auf dem Kopf Federn hat, die wie das ſchönſte Gold ausſehen/ und deßwegen nicht überall bekanntiſt, weil es ſich nur in groſſen, Wäl? dernauf den höchſten Bäumen aufhält/ und. nicht leicht gefangen wird, als zuweilen. von ungefähr 5 mitdem Meiſenkloben, oder mit der Eule und Vo? gel-keim. Nur evrmeldeten.3. Vögeln iſt an Klei? nigkeitgleich, wo er ſie nicht überfrift-, einanderer Vogel; der im Herbſt, wietwvol ſehr ſelten, an den Orten geſehen, wird, da in. den Gräben no< lan? ges Gras oder Shmalgen ſtehen bleiben- daſelb- ſteu lauft er herum wie eine Mauß, und iſt ſ9 gar nicht wild, daß man ihn manchesmal mit der Hand, gar leiHt aber mit einem Fiſchßkamen. erwiſchen kan; er iſt gelblicht und ſo klein, daß man ſich) dar- ob verwurnidern muß. Etwas weiter von ihm an- zumerken ,. weiß ich eigentlich nichts. Cs mochte wohl dieſes, die relich groſſen Hau? fen zu ſtreichen pflegen, aus dem Königreich Boh- men her, davon ſie den Namenhaben; welches bey uns wohl wahr ſeyn mag: es. iſt aber doc< gewiß, daß ſie in Böhmen ſo wohl fremd und Gäſte ſind» als bey uns, daß alſo ſieno< weiter von Norden hervor kommen y und etwann über Böhmen ihren IBegnehmen müſſen. Sie ſind ganz ohne Geſang, ſonſt aber ix dex Stuben oder Kefig einige Zeit fortzubringen. 7 welche Mühe etliche ihter ſchönen Farb willen ſich nehmen, Und eben ſo iſt mit dem Böhmlein nichts anzu- fangen, dann es bleibt bey uns nicht/ und kan das hero nicht Augzund Einfliegen. Auch wird ſchwerlich ein Vogel zu erdenken feyn, wann er ſichgleich an Gröſſe zu ihm ſchien möchte» welcher mit ihm zu gatten wärez in. der Stun- | Nini) |(ubnfel e mh| 110018! (em vn| Ci by [Tnhipl ah np gb;| Wf, Nn KI M 148! py Mik SEESEN (nung dy peiß man, erden, ww) ufig gefalts eitlang Ft in etlich ſteng mit no) viel It Et oge ß jan von bedeu es fon? en aws ch Boh? [ches bey ) gewi fte ſity Notdet m ihten eu der Genge vhm fe) Hs any d fan dv Von dem Braunellein, 123 Stuben wird es gar bald zahm, aber die äuſſerſte Zahmigkeit iſt nicht von ihm zu hoffen, weil man es jung im Neſt nict'machten 3 jeßo aber hat man ſie auch nit ſchwarzen Augen, die folglich ſo ſcharf ſe- „ Hen als die gemeinen Canarien-Vögel, und dem Habicht mit ungemeiner Behendigkeit entgehen fönnen 3 wie ſie dann-an ſchnellem Flug alle anz dere Arten der Vögel, ſo Körtner freſſen, weit übertreffen. Auſſer'dieſen giebt es gelbe, ſemmel» Farbe, aſchenfarbe, ſchneeweiſe mit rothen Auden, ſchneeweiſe mit ſchwarzen Augen, ſchecfigte, nem» lich weiß und ſchwarz, oder braun, aus) ſchwefel- gelb-üund braun, und dann folſiſchivarze 3 wiewohl ich zweifle, und es noch nicht geſehen, daß es ſct gemacht, Auch von dem Canarien-Bogel kan nicht nach den Monaten gehandelt werden, weil derſelbe in unſern Landen gar nicht in der Freyheit, ſons dern allein ein Gefangener, und wann man ißm die Freyheit in den Gärten eine Zeitlang vers Hönnet, ſelbige doch länger nicht zu genieſſen fä- hig iſt, alsvom May an bis im September, wel- Ge Zeit über er alle Stunden oder doch alle Tas geg 126 DPVon dem Canarien- Votjel, ge, an dem Fenſter und Zimmer, wohin er zu fliegen gewohnt/ gefangen werden kan, Wie er in dem Vogelhaus friſch zu erhalten, iſt jeder? mann befannt, und wiſſend, daß der meiſte Vor? theil darinnen beſtehe/ daß man ihn niemahls ohne Sand laſſe, und ihm öfters etwas grünes| im Winter weiſes Kraut, im Sommer aber al? lerhand andere Dinge gebe 3 wobey man ſich jedoch wann Mehlthau fällt, wohl in acht zu nehmen hat. Da ich eben vom Aus-und Einſliegen des Cas narien-Bogels rede- wird nicht undienlich ſeyn mit anzufügen die Beſchreibung eines Vogelhau- ſ?s, welches zu allen denjenigen aus- und ein- fliegenden Vögeln, ſo Thürlein aufzuſtoſſen ge? ſchickt ſind, nüßlich, ja faſt nothig iſt, wie nächſt? ſtehendes mit Tab, 1. bezeichnetes Kupfer ans weiſet;; Lit. a. zeiget das Thürlein, welches die Vogel einwärts aufſtoſſen müſſen, und hat das Vogel? haus gar kein Thürlein/ welches ſich auswärts aufſtoſſen läſſet- wie in dem vorhergehenden iſt gemeldet worden, weil die Erfahrung geleh* rot/ daß die Vögel, wann ſie eine Zäitlang nicht gefangen werden hernach aber merken daß ſie das auswärts aufgehende Thürlein, nicht mehr aufſtoſſen können/ ſic) gar zu ſehr drängen, und durch das herumfladdern um das Thürlein, ſich allzuſehr abmatten/ und einander ſclbſt wild machen 3 dergeſtalt daß wann man ſie bald wie? der ausläſſet- ehe ſie vergeſſen; was ihnen be? gegnet iſt, fie wohl gar einen Scheu nehmen/ len. und auch hineinwärts nicht mehr aufſtoſſen wol? M EU P29.496. "TaB 1.7000.== “-AOIHTTIILLIL/1IL11111711/1/) WERREEDES MNU AME; 777,70 NN70/7,777,0 VNL.47,,5 W Y VS W V W VW VW VS D „I VILLE VAL] 4; DLD ADU Bet? duch fhiebn inv hc: fe. 103 ,(M *| mv(03 »! Phi"€ vm ite! | uv WAET ſO vH , m of | Wide dd JE (Dl 1 „mw,| (tien WE IN kin u | fn) '? mal| dm; ; Geſt fit, ; a";"4. 3<<00m ID Von dem Canarien* Vottel, 1327 Aewennungn, len. Dieſes zu vermeiden y zeiget lit. b. einen andern Ausgang, vermittelſt eines in das untere Bret oder Boden geſchnittenen runden Löchleins, durch welches die Bögel, die oben durc zueilet, Keine Färbung iſt an ihm zu ſpühren. Sei- nue Sing-Zeit dauret y ſolang er nicht mauſet, das ganze Jahr, Zu baden pflegt er ſic) im Waſſer, nicht im Sand, und ägßet ſeine Junge gus dem Rropf, Was ſeine Speiß ſeye, iſt jedermann befannt y doh können dieſe, ſs ihre Bögel gerne lang bes halten, hierbey erinnert ſeyn, daß fie ihnen nicht viel Haberkern, oder gar keinen, lieber ganzen Habex, hingegen lieber Toder dom auch nicht zu viel, und keinen Leintoder der älter als ein Jahr Ut, auch nicht wann ſie junge haben, unter dem Hanf miſchen. Mir Hänflingen ſie zu gatten iſt um deswillen etwas gar ſchönes, weil man das durch erlangen fan, daß die Jungen, wann ſie Nur die Strich-Zeit, den Septembr. und halben Octkobr. über innen behalten werden y hernach den ganzen Winter aus- und einfliegen.. Es muß aber ein ſolder Hänfling, der mit dem Canari»- Weibleix brüten ſoll, meiſtens mit lauter Rübo ſaat/ daraus man Del ſchlägt, damit er nicht von vielen Hanf gar. zu fett wird/ geſpeiſet werden bis er zu dem Weiblein eingeworfen wirdz da gledann freylich nicht zu vermeiden iſt, daß er nicht auc) Hanf bekomme, der doh. damit der Häufling deſſen nicht zu viel genieſſe, zur Hälfte mit Haber vermiſchet oder gar hinweg gelaſſen werden fan, weil ein Canarien- Bogel wann er dabey grünes befommt, bey puren Haber gar ; 4 2 wohl Enanummen 22 1322 Von dem Canarien- Votel. wohl dauret. Will man im Ausfliegen anfäng- lich ſeine alte Bögel nicht wagen, ſo nehme man die Jungen zween Tag hernach, wenn fie abge? flogen ſind, undlaſſe ſie kühnlich in einen Garten fliegen, hänge aber ſobalden einen oder beede Als ren y jeden in einem beſondern Kefig oder Bogel- Haus, mitten in einen Baum hinein, dee oben Bretter darüber, daß es nicht darauf regnen kan; und gebe ſolchen alten Vögeln, nebſt ihrem ge- wöhnlichen Futter, Ameis- Eyer und Hünerſal» ben,(dahero das Vogelhaus ziemlich groß ſeyn inuß,) ſo wird man bald ſehen/ wie die Alten die ungen zn ſich ruffen/ und aus dem Vogelhaus äßen. Alſo laſſe man Junge und Alte drey Tag lang Tag und Nacht drauſſen, hernach aber ſtel? ke man die Alten unter das Fenſter, wo man ha ben'wil!, daß die Jungen künftighin aus- und einfliegen ſollen/ ſee darneben einen Meiſen- ſchlag, jedsch alſo gerichtet, daß er nicht zufallen fönne, in denſelben ſtreue man Rübſaat, Saalat?- ſaamen,(dann die Jungen haben eben feinen Hanf nöthig, und würden bey dem Hanf von den Sperlingen zu ſchr geplaget werden-) ſ? werden ſie allgzemach anfangen aus dem Meiſen- ſchlag ſelbſt zu freſſen, nebſt welchen aum ein Ge» ſhirrlein mit Waſſer zu ſeen iſt. Wann dieſes geſchehen/ kan man die Alten wieder hinweg thun, wohin man will/ die Jungen aber 4. bis 5. Wochen lang beſtändig Tag und Nacht, von der Zeit ihres erſten Ausflugs angerechnet, alſd fliegen laſſen; hernach aber den Meiſenſchlag ſtellen] daß er einfalle, und fie fange, da ar. ſie -.: ann NE N je kus Judas. wald" (5 man A, en anfang nehme ma "ſie abe en Garten ' becde Ih er Vogl ede ob nen fany rem ges Yinerfals roß feyn Wten die gelhaus rey Tag vet ſtel? man ha us z und Mellen? ufa Saalat? 1 finn af von a)h Reiſe hen Ob ana Weſs t hing ew g. bis ho t, von dt que, 0 aſel) DELM daw Von dem Canarien-Vottel. 133 dann bis auf das andere Jahr zur Brut-Zeit in- nen behalten muß: ſobald aber das Jahr darauf die Baume wieder ausſchlagen, kaun man folche Bögel kühnlich wieder in den Garten auslaſſey y da ſie dann, in demſeibigen brüten» und ſich. be ſtändig am dem Feunſtey', wo ſie gewohnt ſinds ein? finden werden. Wären die jungen Battarten von. Häufling und» Canarien ſo müſſen. fie zwar dennoch, wann ſie das erſtemal 4. Wochen geflo- gen» eingefangen werden, man kan aber dieſe ſo- gleich nach Michaelis wieder fliegen- und den gan? zen Winter drauſſeu laſſen, deh müſſen ſie noch an keine warme Strube gewöhnt ſeyn, und pro? fitirt man darbey dieſes, daß ſie viel ſchöner und mit dew rothen Federn- an der Bruſt und auf dem Kopf von der Natur gezieret werden, welche ſie» wanw ſie in den: Vogelhäuſern eingeſperrt find, weder bekommen no ſole wann ſie ſelbige gleich: vorher haben, lang behalten Eonſien iſenochzu erinnern, daß eim junger Canavi-"Vo» gel„ den man ſeines gleic:en nicht: ſoren laſſet» unvergleichlich: woh? der Nachtigall nachſingen. lernet/ wenn man ihn im Sommer, ncinlich itt: Junio und im Julio zu einem das Nachtigall-Ge- ſang ſingenden Hänfling chat, hernach aber nach Weyhnachten da. die“ Nachtigall in. den Zim? mern zu fingen anfänget„„ ohne einez andern Wo- gel darzt! zu thun-- neben derſelben ſ9 lang. die Machtigall ſchläger„ bis hinaus in den May hans gen läſſe. Die Canaricn-Vögel. Lieder pfähenw zu lernen iſt. etwas- gemeines und lang. nicht ſo augenchm y- als dieſes- daßers ic davon nichts X 3 melde z- mn ia 134 Von dem Canarien-Vottel, melde, hingegen fie zahm zu machen, daß ſie auf die Hand fliegen x iſt etwas gar angenehmes, wel? Wes zuwegen zu bringen, man ſie alſo tractiren muß, wie bey den Sperlingen gemeldet wird- und ſie den zwölften Tag ans dem Neſt nehmen, da ſie dann mit einem Teich der von' gehacften Hüs ner-Eyern, weiſſen Mahnſaamen und mörben in Waſſer geweichten Eyerbrod gemacht wird aufgeäßet werden, von welchen 3. Stüclen man eines ſo viel nimmt als das andere.- Jedoch wann ſie zur äuſſerſten Zahmigkeit gebradt wer» den ſollen, muß man lie nicht, wie die Sperlin- ge, hinans auf die Bäume laſſen, ſoridern nur in dem Vogefhaus behalten, und ſo oſt ſie hungerig ſind, etwann alle zwo Stund, auf die Hand flie- genlaſſetw, womit- wann der junge Vogel ſchon capable wäre, nunmehr in dem Bogelhane ſelbſt zu freſſen- doch 4. bis 5. Wochen continuirt wer- den muß 7 ſo wird die Luſt, die man mit einem ſol» een abgerichteten Vogel haben kam; die Mühe ſchen belohnen. Noch beſſer gehet dieſes aber mit einem jungen Extigliß an weil derſelbe durc das Zerzaujjen der Diſtelknöpfe, die man ihm auf der Hand vorhalt, ſich noc«angenehmer er- weiſet/ bey der Brut irren viele gar fehr, die da vermeinen, es ſey beſſer, wann ſie zu einem Männlein zwey Weiblein thun, in Meinung daß ſonſten das hißige Männlein das Weiblein nicht brüten laſſe, welches doch ſehr ſelten unb nirgends gls in ſehr engen Käſten erfolger/ da ſie hingegen wiſſen ſollen, daß wo 2. Weiblein ſind, die Jun- gen ſelten alle auffommen, und man in ee mehr Mu CE hm (offuie4| wia | kai 8770 hy | ha] fj 1119 Img hi, Mud] lm] ( fun ""uf Jn jW, TREERNN „Vu ſenf mes m M0 racing eewird, u) hehmen, dt dien Dür 3 nd mörby et wird, jefen man Jedoch nüt ier Eperlin- wur ür fungerig Hand fiz ogel ſhon jaus ſelöß ie wers einem ſols die Mühe ſes aber ſelbe vir won hm ehmet> e fehr je 3 Ce jewnung dv eiblein mi umb nirgen 3 fie hingt) Von dem Canarien-Votgel. 3235 mehr nicht als von einem Weiblein zu hoffen hat 7 weil das Männlein zumahl wann die Weiblein beede zugleich das eine gröſſere, das andere kleine “junge hat- nicht beede Neſter mit Aeßung ver»- ſchen kan, und alſo die kleinſten Jungen wo nich? - alle do zur Hälfte darauf gehen; anderes Un» gemach zugeſchweigen: Beſſer iſts man bleibe bey der Natur ſo fähret man am beſten. End» lich iſt von Canarien-Bogel noch dieſes zu mel? den/ daß wann man einen jungen Vogel der in beſten Sang- Begierde iſt, ohngefehr zu End dez Jannariüi/ bey Tag an ein Ort ſicllt, wo es ſiofinſter iſt, und dieſes etliche Tage nacheinan? ner continuiret, bey Nacht aber allezeit eine Lam- pe oder anderes Licht an ſein Vogelhaus hängt- er in wenig Tagen, mancesmal auch gleich den er* ſien Tag bey Nacht zu ſingen anfängt, und da? bey bleibt er alsdann/ ſo lang man ihn bey Tag finſter zu ſicllen ſic) die Mühe nimmt. Es thun zwar dieſes auch andere Vögel, als eine Nach- tigal im Februario,/ und im Martio ein junger Fink. Der Handgrif wird ſich in allen dem einem Liebhaber leichtlich ſelbſßß geben) und iſt dahero theils Erinnerung überflüßig? Man kan ein Männlein Hänfling mit einen Weib- lein Canari wohl auch drauſſen auf den Bäumen brüten laſſen, und ſchöne Baſtarten davon ziehen. egiſt auch viel ſicherer- als wann man ein Mann fein Canari mit einem Weiblein Hänfling gegat? tet fliegen läſſer, weil dieſes leicht von einem wil? den Häufling- Männlein verführet wird. Hin- gegen profirire man merklich, wegen der vielen TN 4 Jungen ..-“= 336 Von dem Canarien-Vottel. Jungen ſs das Hänfling-Weiblein bringt, wann man ein ſolches mit einem Canarien- Männlein üm Zimmer zuſammenläſt, und fan man die Jun? gen, welche viel ſchöner ſind, wann ſie von folchen fallen, als wann der Hänfling ein Männlein iſt, dannoh fliegen laſſen, und auf oben gemeldete Art gewöhnen; ſonverlich wofern das Männlein Co2 narie das Jahr vorher gewöhnt worden, mit wel- "en man dann die jungen Baſtarten ausläſt, ins dem das Hänfling» Weiblein wieder auf neu 23c- legten Eyern in Zimmern brütet. Und iſt noch dieſes zu wiſſen, daß ſolche Baſtarten viel dauer» Hafter ſind als die rechten Canarien- Vögel, dant fie[FHlagen ſic) zu wilden Vögeln» und genieſſen nebſt dem Futter ſo man ihnen zu Haus giebt, auch drauſſen der wilden Koſt, die Canarien- Voget Hingegen fallen ſchr ſtarf in die Gäxten auf die Hünerdärme;» odex anderes Grüne, und wann wie manches Jahr geſchicehet, oben gemeldeter maſſe Mehlthau darein fällt, ſterben ſie davon, daher9 guks daß matt wanna ſolche Jahr kommen; die Cas narien-Vögek nicht eher als um Jacobiausläſt 5 da ſolcher Gift oder Meelthau zu fallen aufhört. Wovon man bey verſtändigen Gärtnern bald Warnung und Nachricht haben kan. Auch trift dieſe Gefahr meißens nur die neu zausgelaſſenem Vögel„ welche nahe bey denen Häufern bleiben und in die nächſte Gärten ewfallen, Vögel hinges gen die f-Vösgel, wel Vogel, jedoch ein Weiblein unter das Fenſter, wo vorher das gegat»- tete Paar gehangen, da man dann ſchen wird, daß das gepgarte Weiblein zur würklichen Brut ſchrei- ket, und das Männlein ihm beſtändig wie auch den Jungen die Aeßung zuführet. Das unter dem Feuſter hangende Weiblein aber nimmt man dann nah etlichen Tagen auch hinweg, weil man keiner 20> mehr nöthig hat 3 Solte man jedoch ſehen wann man das erſtemahl das Feuſter auf? macht, daß weilen das Weiblein erwann auf dem Meſt ſigend bleibet und brütet, ſein Männlein ſich allzue << IN TENE TRIDENT SIEBNEN“43 GETIER Ä R RAR AAÄNNT WAEREN GEE JT 40 Von dem Canarien-Vogel. == allzuweit entfernen wolte, indem es überall auf den Bäumen ſingen und nach einen Weiblein ſich begierig, erzeigen wird, ſo kan man auc) wohl. die übrigen 2o>-Wögel an den andern Fenſtern: etliche Tag länger hangen laſten; damit das in der Luft herumſchieſſende Männlein im Nachſuche nach dem Weiblein ſich nicht verirre; ſondern ſel biges: in dem Gemach ſinden lern?z. Die andere Weiſe zu Auszund: Einfſiegendem Canaxien-Be2 gel zu gelangen y iſt folgende:: man läſt ein paar Cazarien-Bögel in einem Kaſten oder in einer Seruben Junge ziehen/ und wann. die Jungew abfliegen„- trägt man dieſelbe 3. oder 4. Tag her€ nach. hinaus in dem Garten und laſt ſie aus/ das Männlein aber ſezt man in einep3 geraumiichen: Bogel-Hauß unter das Fenſter, wo' man will, daß das künftige Jahr der Ausflug angeſtellt werdet. ſoll. Das Vogel-Hauß mus darum geräumlichy ſeyw, damit man dem Männlein grüne Waare- als Hünerx- Schaar y Saalat, Creutz- Gras und: dergleicheg zu Aczung der Jungen ſo viel es ns- thig hat.» des Tags zwey oder-dreymaßl hineinge- ben kan. Und- wany das Weiblein nicht etwant ſchon. wieder Eyer kegt, ehe die Jungen abfliegen 7 wie ſich: meiſtens. zuträgt- weiche zu verderbew dann ſchad 1- are» thut man auc) das Weiblein in. ein. beſonders Vogel-Hauß, und ſtellt es in eben. das oder in ein anderes Fenſter. Kaum wird eis me oder beede“ Alte alſo an: dem Feuſter eine Seund-kang ſtehew; ſo werder: ſich die ausgelajje? "neu Jungen, welche hin und: wieder in den Bäu- wen verborgen ſien; zu reges anfangen/ nud auf ; das: v Zur das zu am wen ICH ſiräm) ſ Geſt ſummt! NENE fol 8 1 Jun jm Moe Wilm iy Jim Aber H mer In NUT 708 When iir H 3 ii 19.1000 WM, Hh res ) Oelih Ni Ii (inh"W Ving "iH W um erali auf Welbleit u wohl Fenſiein ag indie amfuchen dern fels ? andere enz Viz in paar n einen junge ag here 8] das: mühen A daß werdet aumlid) Waagre cas und 7.007 meinge etwa) fliegen y derbe iblein its in eben wird 1? ter eine aclaſt? 4 Bau nud auf das Von dem Canarien-Vottel. 141 das Zuruffen der Alten herbey geflogen kommen y um wie man mit Luſt ſehen wird/ von denſelben aus dem Bogel-Hauß wo hinein ſie den Schnabel ſte>en- ſich aßen zu laſſen 3 zu welchem Ende die Spriſſel des Vogel-Hauſes nicht gar zu eng-bey- ſammen, ſondern alſo beſchaffen ſeyn müſſen/ daß ein Vogel den halben oder ganzen Kopf durchſte- fen kan. Längſtens in 8. Tagen daraufy freſſen die Jungen vollkommen ſelbſten, und werden in einem Meiſenſchlag der geſtclit wird, daß er nicht zufallen kan an eben dem Feuſter geſpeiſſet 7 die Ilten aber werden hinweg gethan x damit ſie zu fernerer Brue ſchreiten, und die Anzahl der Flies genden vermehren können. So oft dann ein ſolches Neſt voll Junge 3- oder 4. Wochen lang des Flugs gewohnt hat, werden ſie eingefangen p und über Winter zu Aufſioſſung der Vogel? Häuſer gewöhnet- welche vorher"'beſchrie- ben und darzu dienlich ſind-' daß man hernach künſiige Jähre,/ wann man viel paar fliegen hat y dieſelbe ohne Meiſenſchlag bey angehenden. Herbſt wenig Tag nach einander allein einem Vogel? Hauß fangen könne. Dann es iſt zu wiſſen, daß man ſie, wann es Bögel ſind, welche der kalte Luft nicht gewohnt haben, nicht cher als mitten im May auslaſſen dörffe 3 diejenigen hingegen.7 wel» he der Kälte gewohnt, und etwann über Winter meiner Kammer aufbehalten worden, wo hinein es nicht gar zu ſtark frieren kan, dörffen wohl zu Anfang des Aprils ausgelaſſen werden, doh muß man dieſe ſowohl als die erſten um Michaelis wie? der einfangen, ſonſten treiben ſie die Reife bn | veis almenmmn enmenunnmnnnmmmmmunmn mmm Benn mimen in mmm emen Iman E SEE a „Irm zu-„:- 1 Ein 1 1 1 T T T 3 EINHUNSEIGERT 020522 VESA 3 EINE-4 1 TL T a 0 VD I 1 1 ty[=] | enam; T KE E 7 [= Wim 8 T E= E= 00 IE] =' 4. zz.(| mm T(IEE= E[7] 1 111.100 1 j 1 IE==| y aur(027 8 Z 4- 9 -|| 8 WESIEE D| j| 2 =-'y H- ki- p-| j E68 NO 1=4)(Zi 1 af B=|: 1 a| q '' EE 5 ji 1 2E 33 es| 3 EH 1E p 7: tx X? LAT dRIEDE= 2 M'3 4 T T 1 Bl/ ++... TL 4 1- 1 AGEIIN 8] 1) 02 1| WEH(ERR 746| 1 E-t T T'e 1 iy Fo. EE WILINTET 8 T T 1.|] R 1 u€ dx yn === zT= K-== 4 .| GES ee ane 10 SSSEITEREN GEIE | ep" Oln an | ur || Ginig Ank 1834 | VE m; 3» Autfihin 7 ud 109 M Aus" H R" „e) | fim 8 tig wl, 7 Wh dt | Wält 1; M N N 's Via win"""ed “4" k Von der Dohle, 145 welchende Spyrüſſel, darauf das Thürlecin ſonſt ruhßet, auf die Seitegehet. Die Doyle, Die Farb dieſes Vogels iſt?ohl/mwarz, ſo gary "= daß wie bey den Raben, auch der Schnas bel und die Füſſe eben dieſer Farbe findz doch hat er hinten an dem Kopf- wo der Hals anfängt yp ganz graue Federn, die etwas vom Hals ſelbſt einnehmen, recht auf die Art, wie man etliche Krähen ſicehet; die ſich dadurch von den ganz ſchwarzen Krahen unterſcheiden. Seine Leibes x Geſtalt, nach der Groſſe glei Met einem Häher, nur daß die Dohle an der Bruſt etwas dicker, und alſo der Häher viel ſchlanfer uud länglichter ausfiehet. Dieſer Vogel iſt gänzlich wie die Alſter zu Halten; an vielen Orten zwar nicht zu bekommen anetlichen aber eben auf die Art wie die Aijter zu Fangen- auch jung aus dem Neſt zur Sominer- Zeit auszunehmen. EsSiſt, der Farb und dem Nahmen nach, ein ſo bekannter Vogel, daß an etlichen Orten faſt kein Kind iſt, das ihn nicht kenner, dann er brütek nirgends lieber, als in den alten Gemäuern py und Thürnen der Städte; jedoch, ohne daß man die Urſacy wiſſen kan, hält er ſich in vielen Städs ten gar nicht auf, m Strich ſicht man die Dohlen viel tauſend auf einmahl fortziehen, und machen ſie in den Feldern, da ſie einfallen, ein ſolch Geſchrey, daß man kaum ſein eigen Wort K hören m. dr & 145 Von der Dohle. hören kan. Sie ſind aber zu ſolcher Zeit eben| nicht gut zu ſchieſſen, wie ihnen dann auch nicht viel nachgeſtrebet wird, weil die einzelen, die in dem Winter von ihnen bey uns bleiben, auch auf das Aas fallen. Wann man ſie jung aus dem "Meſt nimmt, und mit ihnen verfährt, wie von fen 3 insgemein fliegen ſie auf den«Feldern, den Sperlingen gemeldet worden, ſo ſind ſie überaus artig, fliegen den Winter über hinweg/ ohne die Zahmigfeit zu verliehren: dann den er? fien Augenblick, da ſie im Frühling ſich wieder einſtellen fliegen ſie ihren Herrn wieder auf die Hand, und ſtellen ſic) an, wie vorhin.. Ihre Speiſe iſt wie der Alſtern, hingegen ſind ſie ihnen an Gelernigkeit bey weitem nicht gleih3 Männ- lein und Weiblein ſind nicHt von einander zu ken- nen ſie brüten den Sommer über zweymal, 4. oder 5. auf einmal/ und ſind faſt in allem unſern Krähen gleich, von deren Freundſchaft ſie kom- men, Wie ſchr etliche ſich bemühet zu ergrünz den, warum die Dohlen in einigen Städten ſs häufig und in andern eben alſo ſituirten Städ? fen gar nicht brüten/ ſo hat man doh bisher die xechte Urſach nicht erfahren können. In Regenſpurg, in Altenburg, zu Halle, und anderer Orten mehr brüten ſie in groſſer Menge- Hingegen in.der groſſen Stadt Nürnberg und ans dern an Situation Regenſpurg gleichfommenden Orten ſind keine oder wenig zu ſehen, welches ein gewiſſes Zeichen iſt, daß dieſem Vogel ſolche Orte wegen des Fraſes oder einer andern Urſach/' die man nicht weiß, ganz unanſtändig ſeyn müſ- ws N(ut Wann 1] vi) 10) I Zit dn Gau ft Ven, dein den ans Ig auen WU, tie din (10 find ſi: hint, 0,1 den drs fl) wieder jW auf die nt,. Thre Miſie ihuen di) Mant- ile zu few Mi ymal, 4+ lv m unſetn vH fie forms ( ergrühr 9 maden[8 nuja Stad- hyisher bis Iypſle) und Joy Mendt 9, und al! dipmmensy 39, weldes ſt ogel ſollt gen Urſa) qi) ſeyn mp | Felde)/ 4 / Von der Dohle, 147 wo ſie nahe dabey in Städten wohnen/ mit den Krähen vermiſchet, herum, fie ſind aber von der Krähen Natur ganz unterſchieden, ſonder? lich darinnen, daß die Dohle in Löchern und ſo viel möglich faſt nicGts anders als die gemeine Tauben, viel päar Dohlen nahe bey einander brüten, da hingegen die Krähen ihre Neſter wie die Alſter machen, und ihres gleiczen nicht gar zu nahe neben fich leiden. Wenigen iſt vielleicht befannt, daß es no eine andere Art ſolcher Vo? gel giebt, die man Riethe nennet, dieſe ſind au Gröſſe wie. eine Krähe, auch eben ſo ſchwarz, auſſer daß der Hals, wann wan näße darauf fie? het, auf die Arc wie etliche ſchwarze Tauben, viel ſchöner iſt und glänzer 3 der Schnabel iſt merks lich länger als bey den Krähen/ und hinten her einen Finger breit ganz weiß, auch iſt das Ge? ſchrey anders, und kommt faſt auf Doblen s Art heraus: Dieſe Vögel ſind in dem Altenburgis ſchen häufig zu ſchen, und laſſen ſich in etlichen Stüten mit den Krähen vergleichen, dann ſie brüten nicht in Löchern wie die Dohlen, ſondert niſten auf Bäumen wie die Krähen, hingegen erwählt ſich ein paar Riethen nicht einen Baum allein nac) Gewohnheit der Krähen, ſondern es bruten auf einen Baum der groß iſt, wohl 10. 12. Paar, ſo daß es artig anzuſehen, wann man auf einem Baum ſo viel. Vogelneſter ſtehen ſichet« Man weiß keine andeee Urfa<&> warum an den Orten wo dieſe Riethen ſind, ſogar auch die allge? meinen Krähen in den Städten auf die Gaſſett Niederfliegen, und wie die gemeinen Taubeit K 2 herum neten 184 Von der Dohle, 8 herum gehen, daß man ſie faſt mit einem Sro> erſchlagen kan, als allein dieſe/ daß ſie durch die Riethen/ die ſo zahm und,kühn ſind, darzu ange? führt und gewöhnet werden. Die Dohle läßt ſic) zum Aus- und Einfliegen vortreflic) wohl gewöhnen, und iſt um ſo viel ans genehmer, weil ſie auch in der Stadt ihren Herrn nicht verläßt. Man nimmt ſie jung aus dem Neſt, ätzet ſie auf wie die Alſter/ und läßt ſieg wann ſie nur ein wenig Kräften zu fliegen hak/ auf die nächſte Dächer hinausfliegen, ruft ſie als? dann alle Stund mit einem Zeichen, das man ihr mit dem Mund giebt, wieder zu ſich, und gewöhnt ſie dadurch/ daß ſie ſelten eine Nacht von dem Ort, wo ſie in einer Stube zu ſitzen pfleget, hin- weg bleibet, wie ſie dann auch bey Tag immer? dar ab- und zuflicget. Jedoch muß man ſie An- fangs über 4, bis 5. Wochen nicht fliegen laſſen, ſondern ſie innen behalten, bis der Strich zu End des Octobris, oder Anfang des Novembris vor- bey iſt, ſonſten verſtreichet ſie und iſt verlohren. Wann man aber nur den erſten Strich vorbey) läßt, darf man ſie das andere Jahr, da ſie, wann man ein Paar hat, und ihnen eine Gelegenheit mit einer Höle wie den Tauben in der Stube )machet, bey ihren Herrn, oder wann es an dem Ort mehr Dohlen giebt, doch in der Stadt brüs ten wird, ſie in dem Herbſt fühnlich verſtreichew laſſen- und nicht ſorgen, daß ſie umkommt, als welches ſelten geſchiehet, dann wo ſo viel tau- ſend mit einander gehen/ wie man ſie im ſpatett Herbſt ſonderlich) bey Regenwetter mit WE en nennen nmmmanmen wnn ng, ig (00 a in. 5 9) * y Wot WH = zT, Inem Ste De durch die WLarzy ange! WU Einfliegen| wo viel am 1 Kren Herry jnhaus dei inv laßt ſie 1) Ypgen hat, mv ſie als 44 man ihr hügewöhnt 1ybywon dem hy get) ins 8( immer? et) fie Ans ihn laſſet) a zu End ahris vorz Arlohren, 98 vorbey) „1'068, want 9 jegenhäit 8 1 Stube 1) m an den „Z radt bri! 4 Orftreichs |» Emm!/ aw 7. viel tau "Am ſpaten "EE. yuſägi pn * dH ze. PP. ae, m“ 4 LEL A am Leib iſt als der gemeine, ob er ſel» bigem ſchon an der 2änge nichts nachgiebt. Und. dieſer iſt es, der noch weit ſchöner ſiagt, als der fchwarzkopfigte, und alle ändere Sorten der Dornreiche. Er iſt aber ſchwer zu fangen. Der ſechſte iſt. das weißbauchigte Voögelein-, welches etliche Tag. vor der Nachtigal kommt, und in den. Stauden ein ganz kurzes trauriges. Geſang von ſich hören läſſet. Dieſes iſt an dex Groöffe wie ein Schilf-Dornreich, aber am Bauch: fehr weiß, und dadurch von allen andern zu un» Ferſcheiden» die übrige Farbe iſe gänzlich wie die Farb der allgemeinen Dornreiche. Will mar nun. das Braunellein auch zu die» fem Geſchlecht zähle, worinnen ic), ob es tüglic geſchehen fönne, noch anſtehe;, ſo wäre ſelbiges der ſiebende Dornreich, - Und das Wiſyerkein, oder wie es andere neys: next, das Weidenzeißlein, könnte wohl den achten Befreunden abgeben. Dieſer Vogek giebt an Zärtlichkeit der Nach» Figal ni ausſiehet, auf die Art wie ein Miſtler/ ſo daß ich dieſelbe den kleinen Miſtlier nennen würde, wann nice meſſen ſolte, ob ſie gleich den Federn und Ge- ſtalt nach, viel längeriſt, einen Kernbeiß nicht viel übertreffen. Der Kopf iſt länglicht gefialtet 3 und der Schnabel/ ob er gleich wie einer Amſel x oder Droſſel Schnabel geformety iſt doch viel ſub- tiler/ und etwas ſchwärzlichter. Die Füſſe ſind auch ſchwärzlichter als bey einer andern Droſſel, aber der proportion ihres Leibes nach/ alſo beſchaf? fen, daß ſie eben ſo hochbeinigt ausfichet. Vonder Droſſel kan gleichermaſſen uicht geſagt werden y wie ſie jedes Monat zu bekommen ſey y weil ſie länger nicht als von dem Martio bis in den October bey uns bleibet, die ſogenannte Roth- droſſel fü 9X Gin)| „fing! 111 wDhi jw D (vv 11(hr; PENN | 1 Ku Jh M M 3 Q h Wied (Mn). (03 adern Droſ- Kranyets „untern zel Jogel; feiß oraunen mi yr ſirimlicht (dem unterh vienbareng,| "urmfecſſens| enbaden zu| hwarzlicten| phuAnfang Bobu| Zamen Roth| B der anders| Gan dieſet| | | 3) Fleiner dl| aan die V| „tn undG! gig nicht vd 3) gefialttt) „er Amſil Pioch viel ſab 7 Füſſe ſind pm Droſt alſo beſch) Ye iht geg minen je) „tio bis 11 „nte Not) droſſ! Pon der Droſſel. X63 Hroſſel aber erſt im Herbſt mit dem Kranwerg-Vo» gel in Teutſchland„anfommet- und vorher gay nicht geſehen wird.“8 Im W7artio Fan die Weißdroſſel ſowol als Rothdroſſel am füglichſten auf den Heerden, vermittelſt einer guten 2oc> gefangen werden. Im April aber iſt die Rothdroſſel, es müſte dann das Wetter gar Falt und Froſtig ſeyn, mei» ſtens dahin, und die Weißdroſſel tritt an ihren Stand, wo ſie drüten will, in dicken ziemlich ers wachſenen jungen Schlägen, die mit groſſen Bäus men uptermiſchet ſind, daſelbſten verrichtet ſie ihr Geſang ſowol iw Laubholz als im Schwarzhol;, Undiſt unmöglich zu- fangen, al3, wann man ja eis ne ſolche ſingende haben wolte, mit Vogelieim aus Den Gipfeln der Bäume, wo ſie zu ſingen pfleget. Zm UJapiſt ſie gar leicht bey ihren Jungen zu Haben, und eben alſo. auch"IHE „Im Junio, da die lezte Brut abflieget. Im Julio gehet es ſchon auf andere-Weiſe an, Und darf man nur eine Jebeudige Eule pder eine Haſenbalg, der wie eine Eule ausgeſtopfetiſt, dar- , Zu gebrauchen- und vermittelſt eines an etlichen Orten wol bekannten Inſtruments ſo man AVichtel nennet, in einem Wald eine niedrige Hütte brauchen, und.mit der Wichtel gegen Abend das Eulengeſchrey nachmachen auf den Bäu- Men aber, ſo nächſt.an der Hütte ſtehen, zwey bis Drey:Mannghoen, ſo wird Man Droſſel genug bekommen. -Droſſel brauchet, und kan alſo deren genug lebendig überfommen, Im October endet ſich der Strich meiſten? theils vor Ende des Monats, und iſt alſo in den folgenden Monaten bis in den DJ9artium keine Droſſel mehr zu ſchen. 3 Die Nahrung der Droſſel, ſowol der Rothdroſ» ſel, als der Weißdroſſel, beſtehet, ſo lang ſie in der Freyheit ſind, in allerhand Beeren, Würmen und anderen Dingen die zum Theil den Menſchen nicht befannt, aber eben die Urſach ſind, warum dieſer Vogel in der Freyheit ein hohes Alter erlan? get. In dem Vogelbauer hingegen, oder wann man ſie in der Stuben laufend hat, iſt wol kein beſſerer Fraß für die Droſſel beederley Art, als die in ſüſſe Milch geweichte Hirs-Kleyen 3 wiewol ſie auch eine lange Zeit mit bloſſem Brod ,/ wann man ihnen darbey allerley Beere giebt, erhalten werden können. Die Sommer- oder Weißdroſſel flieget nicht Haufenweis, wie die andere, ſondern nur zu 3: 4- auf einmal, und läßt faſt kein kleines aldlein vor? | | N] M3] ALL (u mil8 NIERT, ke mit WM [109.40 8 Ife mE mw IE WIN Vhth? kin mH 6 vn] vl m, 9 vn "4 NY W? | | | | Wim, roſſel hiws agen, well cs nicht als Fang hichet zeigen wh| Stigung ve| 11, zu before| Du eben det| 4ngende bew| Den zu teden| Set, undfan| |, ph mäſs S[ſo in dis| om fw Ö Kothdr ol ſie in det| Remen und Menſche! J', warum| gilter erlatt der wann t' vj wol fein ra; wiel ? 0d/ wan! H, erhalt olieget nö „nur zu) g Waldlein j: vow Von der Droſſel. 7165 armen er nm vorbey, in welches ſie im Strich nicht einfällt/ das Her es dann kommt, daß hernach ihrer wohl 39. 4.0. 50. zuſammen: kommeu: jedoch bleiben ſie nicht beyſammen, ſondern ſie zerſtreuen ſich ganz unvermerft wieder; Im ſtärkſten Strich, kurz vor Michaelis, ſtreichen dieſe, ſonderlich. bey Mondſchein ſehr oft bey der Nacht, zu welcher Zeit ſie wohl am ſicherſten ſind/ weilihnen bey Tag aller Orten mit Heerden, Schlingen und Vogels eim nachgeſtellt wird." Wann man ſie in dem Neſt bekommt, werden ſie ſehr zahm, doch iſt wei- ter mit ihnen nichts anzufangen- weil es ein Vos gel, der ſich von Würmen nähret, wann erin ſei? ner Freyheitiſt, und.den Wald liebt, ſo, daß er zum Ausg-und Einfliegen nicht kan gebraucht werden. Die Männlein und Weibkein ſind nicht von eins ander zu kennen, und muß man es dahero auf etlis 3 | zam== 766 Don der Droſſel. Bartholomäi an, die Wein- Droſſel aber kommet Furz voy dent Kranwets-Vogel. Von der Brute iſt oben ſchon gemeldet, Die Weiß-Droſſel vottiren ſich nicht zuſam- inen! hingegen die Roth- Droſſel in ſchr groſſe aufen. - Die erſte löcket ihres gleichen wohl, aber auſs ſer dem Seſang nicht begierig 3 die andere hingez gen hält-mit dem Loeken ſchr ſtark an. Das Ge? ſang ſtimmt die Weiß- Droſſel faſt mit dem Fin- fen/ zuni wenigſien furz hernach- ats. - Keine vonbeeden pflegt ſich zu färben- oder es iſt ſelbiges doch gar nicht merklih- Sie baden ſich beede nur im Waſſer, Und: bringen ihren Jüngen die Speiſe in? Schnabel. Ihre Speiſe, ſo lang ſie in der Freyheit ſind iſt, wie bey den meiſten Vögeli y nicht allerdings befanüt, auſſer daß man ſichet y daß fie' Beer ünd Gewürme freſſen: in dem Vo- gelhaus aber fönnen ſie mit Kleyen in Milch ge? weicht lange Jahre friſch erhalten werden. Von der Abtichtüng iſt nichts zu wielden, weil dieſer Bögel zu allen dergleichen ſehr unfähig iſt -„Wer wur ein wenig die Eigenſchaft der Vögel innen hat, verſtehet von ſelbſten, daß die Droſſel zum Aus-und Einſliegen nicht geſchit; und zur Baſtarten-Ziehung erwählt zu werden nicht ver- dienet. Wohl abee iſt ſie werth, daß man ſie re/ hater von der Kehle an einen ſo ſchönen blauen Fle>, daß kein ſchöners blau weder an den Pfauen noch an der Blaumeiſe kan geſchen werden. Bey dem Schnabel, an den Backen her, Hat er gleichſam eitren Bart, wie die Rothdroſſel, und ſein Schwanz iſt der Länge nach halb roth, Halb braun, ſo daß die Federn bis auf die Hälfte des Schwanzes ſo roth ſind, als die Federn eines Rebhuns oder einer Nachtigal- hinten EE aber mm der uſt pb Gmbh Wuff Jad 078 - he 1.00 Dutch! " Day) j | Wyerwifd hm ope hi UNE, (mN hm kl 0) van 1090 1 009 fh Neha] m lin (When mn) "nh Ney vic Wh WWE] y auch ſole zeigen, und jarbe haben, "nabel un) Eißvogel ſcht unforwe cht gar lane jemlich breit roportionihe| » obgleid as| |: nach dens| jm einig| | üngeſfalt m| x ant Waſſt) 3 der Eiſi| pſt vom Sey| | Farbe eins 5,08 dunflt;| Elicht, de) pie ein weiß iim in ſolchen s' an einen 5; blau wt fan geſch aden her) othdroffel, || halb roth 7 die Hälfit g'dern eine ten hinaus | abs Von dem Eißvottel. 169 aber juſt zur Hälfte mit dunkelbraun oder aſchen- farb beſchlieſſen. Die Füſſe ſind ſchwarz, und dec Scnabel gleichfalls nicht anderſt, als der Schna- bel und Füſſe eines Rothfehligens. An der Leibes-Gröſſe gleichet er gänzlich einem Mothkehligen, iſt eben ſo hochbeinigt, und hat faſt * einerley GSeberden, wird auch von etlichen, wie man mir ſagt, für deſſelben gleichen gehalten, und Blaufchligen genennet, Das Blaukehligen iſt ſen, daß wenig gelbes, ja bey manchen gar nichts davon herausſcheinet, an dem Kopf, der Kehle und- obern Theil des Halſes aber/ fallen bey den Männlein: im Frühling die ſchwarzbräunlichten Federn gar hinweg/ daß nichts als gelbes übrig bleibet, und der ganze Kopf ausſiehet/ ais wann cr mit Wachs überzogen wäre- unten am Leib je- doch obenher wo der Schwanz bald- anfängt, ſind eöthlichte Federn zu ſchen, von der Farb, wie der Nach? yy EE f(a IK) M 19 u(no 0) we u doe NYA NE |(iS me vlog 1.018 we mf |, FEE M wehe 1, aud) thy| Fan man. ene| boinder man! |! und ihn dy) pd ſich aber aus| Eſſer begicht,| 5 wilder Vyy| BE anglich auß| Hh wenig du| Shet, und fh 4 inter mſn| auch hin gr die ſonen Eber dasail en ſone] Sunfehhaum E theils Al)| gintern hi [zel alſo bd» jn gar nichts br Kchl und zn bey ds raunlicht zjelbes not) |: als war am beib 1 fängt) ſind arb wied Naß? Von dem Emmerlintt, 173 Diachtigall Schwanzfedeen ſind 3 des Emmer? lings Schwanz ſelbſten iſt abfärbig bräunlicht, und hat zu beeden Seiten an den zwo lezten Schwanzfedern, wie die Finken, weiſſe Spiegel. Die Leibes-Geſtalt iſt wol proportionirer, längs Ücht, wozu der ziemlich lang Schwanz etwas bey? frägt. Der Schnabel iſt kurz, doch nicht ſtums pfigt, ſondern länglicht geſtaltet, und inwendig zu beeden Seiten von GOrt mit derjenigen Schär? fe Cwo man es nicht gar Zähne heiſſen ſol) begae bet, welche diejenigen Vögel, ſo ihren Fraß nicht ganz hinunter ſchlucken, ſondern vorher zerbeiſſeny unentbehrlich nöthig haben. Die Füſſe ſind wes der zu lang no< zu kurz, ſondern wol.geſtaltetz und gleicher die Gröſſe des Leibes einem Natters windel, wofern der Emmerling an Gröſſe ſelbiges nicht gar übertrift. Es ſind aber noh zweyerley Arten Emmerlin- ge, nemlich der Zortulan und der()oos-Emsz- merling: dieſe beede ſind einerley Gröſſe, aber um ein merfliches kleiner und ſchlanfer, als der gelbe Emmerling.! Der Schnabel und das Geſchrey oder Stimme dieſer beeden Vögel zeigen an, daß ſie ſehr nahe Befreunde des gelben Emmerlings ſeyen: Der Hortulan hat auch auf der Seiten der Bruſt-et- was gelblichte Federn, und iſt am Rücken braun wie ein Emmerling, mitten an der Bruſt aber har er röthlichte Federn, wie der gemeine Emmerling Hinten über den Schwanz hat. Er ſiehet ſonſt etvas hochbeinigter ans als der gelbe Emmer? ling, und dadurch ſcheinet er ſich gych der Bach- ſielzen? ee H SIEHE === Von dem Emmerlint, 174 ſtelzen-;Art zuzueignen, daß er, obſchon nicht ſchr doch in etwas mit dem< 320 “% N SD XD 2 04.“ 3. S 0,026.90 Z j' Et 090 SSER SHE ES) Ö > SEIS > 0.6... & 19367 00508 6.6 3% I LO Ee 0 40. 53 ...; 0, SESSEES SPEE MESE EINS SEESSSEN 522 + 025 5 5 - ..." 6. 0 00025250 Z en Ge.";. EZ“„.+ ZO 3 Y 26768, SIS; SEIS ASE- Es 3. 6.2 NICI 0 1 8 DV X 8 NE 32 +... KN OS) 00.0... 305 56% SG. s DO I SRS SE> Ss G 05%. I EE SEE SNS KOHLE EN GEO SEZ„ 5 VAKSNW . 8 S2-..<< ZSS as G 904.0090 xX<. BEANIE BEESE NEG* S5 .. M% PE“ 0 69750, GEDI, SCHOSS S SIS DS EESDEH IGES- s S 350 GST LEHZS; EU 308505250202 4000 528 N 4 5 ERSA RER LOL GSE.„“ 222 SESDDCHNeO 5% ES SCO DONE SOSE.. 8€ Se NE, .“ 7“ v 2 Ss Ss nee vp 4 ELSE En es u. 0 9 SES NX 00 > SIE D SCH C ORN ANUS SEN DSA ZES ES EIR Ds Ad NSE SZR SCHL IDSSSZC HR GEES TTHISEE EERBNRENLLTIPBNZEBRQQOIIG c l u ENTE HI . D 7- E= 7Z-=D z>-Z 2= 272„= ZZ== ZZ ELZ ZEI S SES SS MES€ EZ=S «=-2+ Öſie alle few S). mehr dl > e Beſchtik Wicht gemw 3 undi SW/ahmen un) amm durſt efannt ſid, ) Seſtalt dieſe Dten betiifty Fn ollen Dv inten hab S1, und ſ Sten. 2 [-5| veeniht glu ogac die ſv zh alle Teh En duch nw gets mit aby! feine Ju hlt an% de Von der Ente. 185 gen ſollte/ ein groſſer Tractat zu ſchreiben wäre. Die Vernachläſſigung des ſtudi phylici iſt Urs fach» daß von dieſem Vogel- davon doch einige Arten uns täglich vor Augen herum gehen, no) das meiſte unbekannt geblicben. Eine ſchöne Luſt iſt zu haben wenn man junge zwilde Enten; wo man wegen Teichen Geles genheit hat bey den zahmen aufziehet, und/ welches gar leicht iſt, ſie gewöhner, alle Nacht mit den zahmen in den Stall zu gehen: dann von dieſer Gewohnheit muß man ſie nicht abweis- hen laſſen- und. wann ſie anfangen Federn zu befommen, daß fie bald fiiegen könnten, muß man(wie bey allen jungen Vögeln, wo ſie blei- ben ſollen, das erſte Jahr in Aeht zu nehmen iſt,) ihnen dieſelbe beſchneiden x oder ſie. einfperven 5 und eher nicht wieder hinaus laſſen, bis ſie ſich vermaußt baben, und der Enten- SkricH vor“ bey iſt, welches im Oetsber geſchiehet: Hernach Jäßt man ſie wieder mit den zahmen Enten frey gehen, und reißt ihnen; wana ſie etwann die Fe- dern währenden Einſpergens abgeſtoſſen haben die Srümpf aus» damit Y ihnen wachſen, ub zum Fliegen geſchiekt werden: dann alsdann iſt Feine Sorge mehr zu haben, daß eine ſolche Em» te ihr Lebrag, od ſie gleich etliche Meilen wegs flieget» bey Nachts aus khrem Stall bleibe: da» Her ſie andere mit fic) in die Teiche bringen; und uſt und Nuten ſchaffen. Ihre Junge aber werden dannoch für ic ſeköſt nicht zahm, ſon- dern ſsllen ſie zahm werden, NZ müſſen ſie auf eben ſolche Art iractirt werden. Sonſt iſt merk- 5 würdig- a--" 185„Von der Ente. würdig-y und den Unerfahrnen faſt unglaub- lich- daß die wilden Enten, auf den Wenden, ja wohl auf hohen Tannen„ ihre Eyer haben, und. die Jungen. hervac<. im. Schnabel. in die Tei- die tragen/ wie auch, daß, daſie das ganze Jahr auf fein trosfen Land niederfallen ,. ſie doH haus. fig in die Felder kommen- wo. abgeſchnittene Gerſten lieget: welches dom, kunegwegs verur? ſachet/ denjenigen. beyzupflichten, die da ver2: meinen fie haben den.Geru<-von der Gerſfen., Damit man nicht die Mühe haben. dörfe, die- jungen Enten: alltäglich einzutreiben, welches», wo groſſe Teiche ſind, oft beſchwerlich. ſoiſt gut 3 daß man an. ihren Stall zweyerley Thären mas: de 5 die äuſſere von Brettern, wie gewöhnlich p- die andere aber von Gittern, mit Fall-Thürlein;, ſa die Enten aufſioſſen» und ſich: ſelbſt fangen, Da läßt man. den Tag. über beede Thürea offen 7. damit die Enten, ſo oft ſie hungert, frey aus und eingehen können, gegen den Abend abcr macht man die Gitter-Thür zu, daß ſich die Enz ten fangen;. und wann es Nacht iſt]. maigt ausſehen. Die gröſte, ſo ich kenne; iſt der Schuby, wel? ) zu Naht Ey nicht di it S le andere Snodzu bes Ep ſehr un gage ſchr dann dn + Öſe a und eine ; gihn] nah elpans rahmen 3 1 nach einen] Von dem„Zinken, 189 = einander ſeufzte, und jammerend klagete« Die leinſte von allen iſt an der Gröſſe wie ein Kern? heiß, ehe noch kleiner/ und dieſe iſt ſchr wohl zu gewöhnen uad abzurichten. Dieſer Vogel iſt nict werth, daß man ihn le- bendig erhalte es ſey daun zu einiger Art von Vögelfangy darzu er in holen Bäumen leicht zu bekommen iſt, und wird dahero Hier übergangen. m Schwarzwald ſoll es ziemlich groſſe Cuy Jen geben, welche fohlſchwarz ſmd, und einen x0z then Schnabel-auch einen rotheu Ring um die Augen haben. Ob die Eulen bey Tag ſd wenig andere Vögel bey Nacht ſehen, und die Sonne ſie blen? de, if noch ungewiß/ und nicht ausgemacht» diee ſes aber iſt gewiß daß wann man ihnen in eis zem Zimmer bey Tag etwas zu freſſen vorgiebt/ ſie es eher nicht anrühren, bis es Nacht wird/ eben wie ein anderer Vogel, dem. man bey Nacht etwas vorgiebt, ex müſte dann auf das äuſſerſie Hungrig ſeyn, und ein brennendes Licht bey dem Vogelhaus haben y das vorgegebene Futter eher doch nicht angreift, bis er des Tages Licht ſießet. Und die Eule iſt eben ein ſolcher Vogel, mit dem nichts anzufangen/ dann wer wollte ſie wür? digen ſonderlich mit ihr umzugehen/ als ſo weit man ſie andere Vögel zu fangen gebrauchen kan. Der Fink “Vf an Farben ein ſchöner Vogel: Das Märn- lein iſt am Kopf ſchwärzlicht- oder vielmehr | dunkel FI ee =" 192 Von dem Finken. dunfelbraun mit blaulichten Federn vermiſchet. Im Frühling fallen die andern Federlein wegz und wird der Kopf ganz blau, nur daß er, wo der Schnabel angehet, ein kleines ſchwärzlichtes Flecklein behältz es gehet diefe blaze Farbe hin fen her auch faſi etwas weiter als mt" am Kopf,, und nimmt den obern Theil des Halſes, jedoch nur etwas weniges» zugleich mit ein; wo ſie aber aufhöret, und zur Zeit, da das blaue nicht vor? handen iſt, fängt eine angenehme ziemlich. hells braune Farb an, uud gebet über den 4.5 Ru Een hinaby bis nahe an den Shwanz, allwo ſie grünen Federn Plag maHetz der Schwanz iſt dunkel ſchwarzfärbig, und faſt niGt ſäwarz zu neunen, ſondern vielmehr blaulicht deſſen äuſſerſte zwey p Zu Zeiten drey Federn, folglich vier oder ſechs Federn, haben am Ende weiſſe Spiegel/ wie bey den Sti igliten zu ſchen: von der Kehlen an bis hinunter an den Bauch iſt die Farbe bey dent Männlein pfirſchblücrohz und wird im Frühling ebenfalls ſchöner, als die übrix ge Jahreg- Zeitz 4m Enide des Bauchs femmen weiſe Federn die unter dem Schwanz wieder? um mit grünlichten verwechſelt werden. Die Flügel ſind ebenfalls dunfelbraun auf ſchwärze lit hinaus ragendz3 zwerg über aber iſt ein ſchöner weiſſer Strich zu ſchen, faſt eben auf die Art» wie die die Stiglitze einen gelben Strich über die Flügel haben: jedoeh mit dieſem Un terſchiedy daß der Stiglite ihr gelber S trich an den langen Federn ſich befinder; der Finken weiſſex Strich hingegen nur in fleinen über die langen M IR AI EEE R fR€ "w [ungen L| dey Fi)"El DuD bi) ce deel NUE MEN a gu“ 0 10 Op bv m 1 lupe de] Qunts(ÄN 6 WVL m Nen auſ Wilh eM ): vn KE (MT WW EhnSl Aude ben(8S Anch wens Vm Chy 6; in, I "wn Inn 1S AU ww Chyh Nh] 1 Satzen 2107 | 1EN Vicht M hw 18, Wedel [Mahr vow Mich| nip| I fie| un ſi| m Ww| | iſfen Yl| Weiſſe| pon| hidie| (nd| iy| Ahnen| )|(vet?| 4 Di| ooty| 4 ey inten yd auge) Von dem Finken. a. langen oben an der Flieg etwas herausreichen- den Federlein beſtehet. Der Schnabel vieles Vogels iſt im Winter bey etlichen ganz weiß, bey etlichen dunfelbraun unterlsffen z jedom ti: 9 er wie er wdlley ſo wird er bey den Männlein auf das hö<ſte blau, ſo bald rie in das Geſang gerathen: wietvoht iF ſelber ein ſehecdigtes Mannlein gehabt, weles einen ſchneeweiten- Schnabel behalten aljo nicht gefätbet, und dans noh geſungen kat, Dannes iſt merkwürdig, daß es ſcloßweiſſe Finken Fiebt die im Frühling einen biauen Sdcnas- bel befommen, wie alle Finken, und daß man guch weiſſe ja vft nur ſchectigte antrift- die; wie ich ſelber einen gehabt, nicht das geringſie färben, ſondern bey dem Seſjang den ES hnabel ſchneeweiß behalten 3 welches, wer es nicht geſe- hen, kaum glauben wird. Dann Da nün erſtermeldter maſſen dieſes Männiein nicht ſchneeweiß ſondern nur ſchecfigt geweſen» deſſen Schnabel doF weiß geblieben, ſv kan ich nicht begreifen y wie es zugehe, daß- icm-bey ei- nem andern guten Freund ein“ ausgeſtopftes ſchneeweiſſes Männlein geſehen, welches in wah? render Sing-Zeit geſtorben; und einen ſchönen blauen Schnabel gehabt maſſen ſich wohl zu verwundern, und eine beſondere Urſach ſeyn muß, warum der bunte und ſchecfigte durc) das ſingen nicht blau worden; der ſchloßweiſſe hin- gegen, wie andere Finken, einen ſchönen blauen Schnabel bekommen,|; 'Das 40: | ' j 186. M |; 4100 ,| 4y j| JEM 10 190 19.008 Ny| 0] 0,90) 4 192 Von dem Finken. Das Weiblein iſt am ganzen untern Leib dun» Felweiß, als ob es kothigt worden ware 3 im übrigen hat es zwar einige Merkmahle von den andern Federn» womit das Maännlein pranget, ſie ſind aber ganz abfärbig, und iſt weder etwas blaues noch etwas ſchön weiſes x wohl aber auf denz Bürzel auch etwas grünliches zu ſehen. Die Gröſſe und äuſſerliche Leibes- Seſtalty worinnen die Waldfinken die Gärtenfinfen in eto was üdertreffen, iſt ohngefehr einem Hausſper»- ling zu vergleichen- zedoch iſt ex ſchmaler und Länglichter, und der Schnabel nicht ſo dick, dans noch dabey alſo formiret, daß man wohl ſichek y es ſeye dieſer Vogel nicht allein Würmey ſon? dern auch Körner zu zerbeiſſen- und ſic) von- beederley zu nähren, erſchaffen. Im Paxtio iſt gar leicht einen Finken zu bes Fommen, dann man darf nur, ſonderlic) want man eine Locke haty eine Vogelwand nahe bey dem Wald auf das Feld niederſmlagen, wo mant Finken einfallen ſicher, und wann zur ſelben Zeit noch Schnee fället, hat man nicht einmahl einen kockvogel nothig- ſondern man kan nur den Schnee von dem Platz, ſo das Garn überſchlägt» mit einem Beſem wegkehren, und etwas weni» ges von Hanfförnern hinſtreuen, ſo werden ſich bald mehr Finken, als man lebendig zu behalten begehret, einfinden. 3m April tretten die Finken ſchon an ihre Stände- und ſind deſto leichter durch den Stich zu fangen- wann may nemlich unter dem Baum? ' wd 6" = penn| poſe[07 100| (in nat! auf ves WHH het vy?| du zd! wwf bi| 008) 11000, (duft Eul: wi au hh" j ub Wet urs Vil io, vm Ehe tm Schl3S0 ſabe(6 ds wiſt 8 lh"a 9 11 Anyone Auml N hn Widu Nd Wb | 7 | Gn pn Zelh büns| 11 wäre; in (mahle vm| 3 Mänteh| Pig, und hon weiſt, 18 grünlige I 08 Weft) Enfinfen In) Fn Haushe) eihmaler 1) Eſo did„hw F wohl feh Zeme(Ww kund fid) gFinfen zu | derli) vm Frnd nah) ben, won pur ſelben nm ein? van hur dt 4 über(lig) etwas Wen ] werden(9 1 zu behalt pon an iht H den[210 dem Daun) 4] Von dem Finken. 193 wo ſie ſingen/ ein anders Männlein mit abge» ſchnittenen Flügelfedern laufen läſſet, und ihm ein natürlich krumm gewachſenes Spreißlein auf den Schwanz binder, daß der eine Theil in der Länge und Dicke einer inittelmäſſigen Stes >enadel gerade in die Höhe ſtehe ,- daran dann oben auf an der Spitze ein wenig guter Bogels leim, ſo viel als eine groſſe Erbis austrägt, ges ſchmieret wird. Ein ſolcher ausgelaſſener“ Vos gel lauft faum etliche Schritte unter dem Baumyg wo der andere ſinget, dahin, ſo fähret dieſer y ſo bald er einen Ruf von ihm höret, ſchon heraby und bleibet an dem Vogelleim kleben, Biel luſtiger aber iſt dieſer Fang zu vollbrins gen, wann man der Finken mehr hat, und alſo den Verluſt eines oder des andern nicht achten y ſondern es wagen darf- denjenigen y den man ausläſſet, und das Spreiſſelein aufbindet, die Flügel ſo wenig zu beſchneiden, daß er noch ziem» lic) zu fliegen vermöge, folglich- wann er einen Baum erreichet, ehe der fremde ihn ſiöſſet, ver? lohren werden kan. Dann viel ſchöner iſt es an duſchen, wann der fremde ſeinen ihm zum Bes trug ausgelaſſenen Feind in der Laufe einholet 5 und mic ihm zur Erden fället, welches meiſtens geſhiehet, und unter zehenmal faum einmcl ſich duträgt, daß der ausgelaſſene ſeinem Feind ents Linnet/ und einen ſs dien Baum trife, daß der nacheilende ihn aus dem Geſicht verliehret, immaſſen, wann nur dieſes nicht geſMiehet, es nichts zu bedeuten hat, wann gleich der Flüch- tige in einen ee füieget/ dann ſein ei- ferſüchz x94 Von dem Zinken. Ferfüchtiger Feind greiſet ihn auch mitten in dem Baum any wann er ihn nur erbliket, und fällt in ſolet, und alſo vermitelſt dex Soc zu Zeiten einen erhaſcher. Im December, wie auch Im TJanuario und Im Zebruario, bleibt es dabey, wofern nicht Schnee fället, da dann auf Winterheers den, und ſo gar in den Höfen nahe bey den Miſten- oder in den an den Häuſern gelegez nen Gärten, die Ankörnung leicht und bekannt iſt, welches auch, wann man eine L2Lo> darzu ges brauchet, manchesmal ſchon angeher, ſo bald es nur ſtark gefrieret, obgleich noch fein Schnee vorhanden Zur Schnee-Zeit/ eder wann es ſtark friereky Fan man zu aus 5 und einfliegenden Finken leicht kommen; Man ſezt einen Lockfinfen unter das Fenſter, wo man will, daß künftig ein oder mehr Finken aus- und einfliegen ſollen, und einett Meiſenſchlag darneben, in welchen man, wis auch auſſen herum/ Hanf ſtreuet, oder wann die Meiſen und ESperlinge den Hanf" allzuſchr hins wegfreſſen, nimmt man Dotterz und alſo füt? fert man die herzufliegende fremde Bögel, bis in den Martium: hernach fängt man ſie, thut ſie in die darzu beſtimmte Vogelhäuſer, hehält ſie darinnen, daß ſie zahm werden, den ganzen Sommer, und läſſet ſie alſo die Singzeit darins nen zubringen, oder will man ſie auf dem Heerd brauchen, fan man fie wobl gar verfinſtern und verhalten, wie es die Vogelſjießles nennen: ſo? N 2 dann 1? 196* Von dem Finken. dann im October- oder wann man ſie auf dem Heerde nicht gebrauchet, ſogleic) nach verrichte- tem Geſang, im Julio läſſet man ſie 14. Tag lang in einer Cammer fliegen/ und giebt ihnet nirgends zu freſſen, als in ihrem auf dem Fens ſter ſtehenden Vogelhäuslein/ damit ſie dahin»| ein zu gehen, und ſelbiges, ſo oft man will, him ter ſich zuzuwerfen ſich gewöhnen: thun ſie die ſes nun 14. Tagoder 3. Wochen lang- ſo macht man das Fenſter auf, und läſſet ſie hinaus flies gen, und kan verſichert ſeyn/ daß theils ſogleich bleiben, und über Nacht in der Cammer oder Stuben allezeit ſiken, theils aber zur Schnee? zeit oder wohl das andere Jahr darauf ſich ohn- fehlbar wieder einſtellen werden, maſſen ich alles dieſes aus der Erfahrung ſchreibe. Die Nahrung betreſſend, iſt dieſes ein Vogel; welcher nicht nur Würme, ſondern auh Saamen zu ſeiner Speiſe annimmtz dahero er, ſo lang er in ſciner Freyheit iſt, auf den Feldern cben dasjenige ſuchet, was die Lerche friſſet/ auf den Bäumen aber nicht weniger ſii) auch mit Würmern füttert. In dem Vogelhaus nimmt er mit allerley Saamen vorlieb, Es iſt aber zu wiſſen/ daß der Hanf ihme ſchädlich, und ein Fink bey ſelbigem nicht dauret, ſondern mit Lein- doter oder Rübeſaat geſpeiſet ſeyn will/ ob er. geip)/ gleich den Hanf viel lieber friſſet, hingegen iſt er mic Rübeſaat und Leindoter mehr als 20. Jah» re fortzubringen/ ſonderlich) wann man ihm zu? weilen etwas von gehakten Hünereyern oder Flein geſchnittenen Aepfel vorgiebet, a... i 2 er gt imp ho dd nte (tank /D 71.108 depot IE nid fin ZEN e(kho 38P: ara ISE (Ip Abe(IH 1 jd Fus nh, vy Iv 190708 27 vid, auf 11: I 1(no 3SS) Wen 1 vert e nOEE Wiht I(Br Wine NiErES fm N wb| yy Ündenlg wit,(Fs Winiger dN 0] iht»! ih Wort Nigg ET vm; Wi Dw S " NN 9 < ſie auf den a) verriht | ſie 14.7 d giebt ihre! uf dem Ry nit fie dah» an wih, thun ſieh ng N wih e hinaus fü theils ſold Cammety zur Gh) rauf ſich aſſen id 4 eg ein Dy) uch Stam ) er ly Feldern ſet auf h auch 1 (haus m) 6 iſt abt) DH, undi en mit wil| hingegen| [8 20.) an ihm pern hl ſ ] ', Von dem Finken. L97 fic) zu hüten, daß man dieſen Vogel, wie zwar bey allen andern ebenfalls in Acht zu nehmen/y niht in ein niedriges Bogelhaus thue, oder die Stänglein/ auf welchen er ſigen, und zu Nacht ruhen ſoll, nicht ſo hoch hinauf mache, daß dev eingeſperrte Vogel die Dee mit dem Kopf er? reichen kan: dann wann dieſes geſchicehet, wird er ſobalden überſichtig, und iſt von ihm wenig vder gar kein Geſang, auch nicht daß er ret friſch bleibe, zu hoyren. ann man ihn ein? ſtellet, iſt, wie bey allen neugefangenen Vögeln nöthig, daß man ihm das Freſſen nicht im Trög- lein, ſondern alſ» vorgebe, daß ex. gezwungen wird, auf daſſelbe zu tretten 3 darneben wird ihm in einem kleinen Geſchirrlein das Saufen vorgeſeßet, und die Stänglein hinweg gethan damit er nicht auf ſelbigen herum hüpfe, und darüber in Ermanglung der Speiſe, welche er entiveder nicht kennet, oder vor Wildigkeit nicht annimmt, nicht vermatte und umfommez wie man dann ſeiner Wildigkeit wegen ihn anfang? lich an einem lichten Orte mit einem grünen Tuch bedecket, auf daß ſich der neugeſangene Bogel deſivweniger ſtoſſe, und deſto lieber freſſe; wann abey etliche Tage vorbey ſind, darf man ihm fühnlich wiederum Stänglein in gebührender Höhe in das Vogelhaus machen, das Futter in die Tröglein geben, und das grüne Tuch hinweg thun, immaſſen kein Vogel beſtändig mit Tuch behänget bleiben ſoll, ſondern vielmehr das Vo- gelhaus unbedeckt gelaſſen werden ,. damit der Vogel der Leute gewohne, und fic) nicen mögen: wels? hes deſto eher zu erhalten, ſie auch, wann die Geile zunimmt, den überfliegenden nachſtret : oder Finfey Mineofärhin EB Jahr niht Qarb hem) Sj einen ven „Svanyg der Pit? Mann, =S. iſt dam)t Me Jahrnit Sn allgem ZSnn. dag keinem vs wen lſſt, 1 wohl Yi we ſolche Wi ) DB eugte Ju »] undiſctyt ESI diem S mmh ve Ge ſchwiji zg ſondern m ufa glei eager ſof gyeiſe Yo), x xy(11) bleibe! jegBemeht 19 ſehr» vh 15) ſondern“ eer ay rinne LN j, - Von dem Finken. 215. iſt, daß-wann man nur ein'weiſſes Weiblein hat- all dasjenige; was oben gemeldet. worden, richtig iſt, und man das andere und dritte Jahr erwarten muß, eheman weiſſe Junge bekommt/ bey einem weiſſen Männlein hingegen es ſich öfters anderſt verhält ,, und obige Regul. nicht. allezeit eintrift x indem; es: ſich zuträgt, daß man auc wol das erſte Jahr weiſſe. Männlein bekommt: deſſen Ur- ſach ſeyn 11ag- daß wie auc) bey den. Tauben zu ſehen: iſt, die Jungen der Farb nach lieber den Mannlein als den Weibſein nachſchlagen.. IPas. auc.) oben gemeldet worden ,/, daß die Ab2 richtung der Zinken zum Aus-und Einfliegen, bey) Schnee-und Winters-Zeit geſcheher müſſe, iſtnur der Sicherheit halben alſo-bemerket, weil, wann man etwann Finken hat, die ſchon vermauſt gewe- ſen, da man ſie gefangen, oder wohl gär alte ſindy allerdings nüchig iſt, daß man die Schnce-zZeit er? wartet, egiſt aber dabey zu wiſſen, daß; wo manum Jacobi- Junge Finken fängt, die noch nicht. vers. mauſet haben, man ſelbige gar wohl im Novems ber ehe dann Schnee fälr, auf oberzählte Weiſe quolaſjen, und alſo viel-ehe die Abrichtung: ganz ſicher anſtellen könne. Auch iſt die Abſchneidung der Federn, ſolchenfalls nicht nötbhig, ſondern bey. ohngefähr einfallenden Regen-Wetter bisweißen ynſicher, Hingegen, der Fink iſt zu. allen demjenigen ge- ſchicke, womit eine Luſt zu haben: Aus-und einzu“ fliegen. löſt. er ſich. vortreflich, wohl. gemöhnen/ wann man, entweder Finken die um Jacobi ehe ſie verinauſer„ gefangen. worden; nach dem Herbſt» “» „ 3 Im R mmm eam=. ee 20 EDATZR R ws 9% 20km 0 DIER en “: Von dem Finken, ſtrich im November bey angehenden Froſt, oder auch andere Finken, die man nicht ſd jung einge fiellt, zur Zeit, da das Land wärklich mit Schnee bedeFet iſt, ausfliegen läſſet, undunter das Fen- fier, wo fie vorher in einem Gemach etliche Wochen Lang geflogen ſindy einen friſchen Loc>-Vogel ſeßet p worzu die neugefangenen am beſten findz wies wohl wann. man deren viel hat, man beſſe thut, wann man eine Steige gebrauchet, wie vorhin - an die Hand gegeben und beſchrieben worden. - Am rathſamſten iſt, und die beſte Luſt gibt es 5 wann man zum fliegen Weiblein erwählet, und felbige hernach ſo lang innen behält/ bis der Frühe Ungs-Strich vorbey iſt, da dann« wann man ſie Hernach wieder ausläſſer» ſich Männlein darzu fin? den und angatten, und treflic< einander herum jaz gen bis 2. oder 3. paax ſich vertragen lernen/ und wechſelweiß in der Steige oder im Gemach ihr Freſſen einander zu gönnen gewohnen. Es iſt aber zu wiſſen, daß die Weiblein im Herbſt mei? ſtens alle verſtreichen, alſo wer ſeine Finken auch int Winter bey uns ausfliegend haben will, um welche Zeit ſte friedlic) mit einander leben, und ob fie gleich auf einander ſiechen, ſich doh nicht auf den Tod verfolgen x der muß dann keine Weiblein Fondern Männlein abri= D==> SS.=>=-“ DD= BIM. 2X: << LIE=<< 4-2 2 u 2 I rp=* Edie ZZ> <<. "Ehe ih) Hprden + AGEN BS fon) BS mit ehen „q verſch € He meiſien) S0) def "pati ein gene ds 59: ſie niht awo von ' fini] ej Von der'Sereuchlerche.. 223 "Am Wario iſtdie Gereuthlerche„zom nich Im Land. Im-April fommet ſie und if mikten ſn-dieſem Monat-eben der luſtige Fang mit ihr anzuſtellen, ider bey dem Finten beſchrieben worden; dann'es erwähltauch dieſer Wogel ſich gewiſſe Bäume, auf ':welchen“er ſein Geſäng verrichtet, und von'denen er in'vollem-Singen näch Art-der Lerchen, jedoch nſchtin: AME"wie die-andere Lerchen/ ſon? 'derngeräde in: die Höhe- 15.0 und“auf:die Gipfel der Bäume ſich wieder niederläſſet: Wann man nun unter ſöichen Bäumen eine-andere'Gereuthe tkerche, nemlich ein Männlein, laufen läſſer, fährt Diejenige, welche ſich alldsrt' ihren'Stand'erwähz Tet, gleich als blind im Zorn auf ſie hermiter,'und 'wird:au"dem aufgebundenen'mit Bogel-Leim bes ſchmierten Spreißlein eben'auf-die Art-gefangen. Wie die Finfen. Im ÜJay währet dieſer Fang'noch fort, doch Faum die-Hälfteſelbigen Monats, und'wer'hers nach einen Gereuthvogel fangen will, y wuß es lies füiger angreifen, nemlich bey kühlen Tagen, oder ſehr früh Leiniſpindeln aufdie"Gipfel der Bäume ſtecken, wo er ſichet3 daß die Gereuthler auf dem Felde, vermittelſt einer Schlagwand oder ei- nes ordentliechn Heerds bekommen 3 dann in dies ſem Monat, da keine mehr finget, iſt ihnen nicht mehr abzumerken, auf welche Gipfel der Bäume fie auffallen und bey dem Neſtiſt gleichfalls kei- ne mehr anzutreffen, ſondern ſie fallen zu be er NE EEE EN IIS DGS R zu mii H ze) 19'M gfu M heaein'De NUN 8 vr Gau [91/ Mut) HHN kym/18: af(uma) elitär| per ör| 110700 1) [pft iM| (pr iE: iF, e8) (tam(3äfe Kneten fr Ing 366 vine vl kuäfnt 7 Wr h; Nr "VK In, pA Y "um uE Et, PENATEN E mehrthſe I: ſhi M) elngen fu Minz, jderozuthin Ont, diby) SS Jung bi |S! „es noh Wii H denſnhn fp endigenp unrſt un) (7 Finkety 0 Behler EMOL) PEET: PTH Von der Bereuthlerche. 22: Zeit mit kleinen Schaaren in bergichte Felder nie» der undfönnen auf einem Heerd mit groſſer Luſt gefangen werden, want man ſolches Fangs hal» ben einige GereuthlerHen., die des Jahrs vorher gefangen worden, verhält, damit ſie erſt um ſolche Zeit- wie andere verhaltene Vogel/ ihr Geſang verrichten. Man ſeßet nemlich 4. oder 5. ſolcher Gereuthler ſind. Dieſer Fang iſt in OeſterreiM ſehr bekannt, no) viel vorträglicher aber ſoll er ſeyn, wann man auf einer Wieſe etliche 100. Schritt von Bäumen entfernet, eine Hütte machet„ um dieſelbe 2. bis 3. Bäume aufrichtet, die man mit Leimſpindeln beſie- Fet, und ohne eine 20> zu gebrauchen/ nur mit ei- nem Zz 226 Pon der Gereuthlerche. nem gewieſſen Pfeiflein, welches der Gereuthler? et, wie ich dann vou einem ſo. her Sachen ſehr erfahrnen Freund verſichert worden, daß man auf ſolche Wei- fein einem Morgen 300, bis 409. fangen könne. Im September verliehren ſie ſic) ganz und gar, und ſichet man die folgende Monate keine mehr 3 dahero von ſelbigen nichts zu gedenken, fon? dern jeßo allein von der Gereuthlercen, denen die Füſſe-ausgeriſſen werden) damit ſie nicht hinweg hüpfen oder kriechen können 3 ſollten dieſe nicht zu bekommen ſeyn, ſo kan mäna dem neus)* gefangenen Vogel endlic?) nur Regenwürmer vorgeben, deren er aber alle zwo Stunden wiede? rum friſche haben muß: wann nun der Vogel aus dem ihm vorgeſezten ganz ſlachen Tröglein/ oder zum Theil auf dem Boden des Vogelhäusleins dieihm vorgelegte Speiſe kühnlich und friſc) an? zugreifen beginnet- fängt man an und miſchet ſol? ches Futter mit ſüſſem Kas, au klein gedruckten Hanf, doch alſo, daß wol acht zu geben, und ſo oft das gewohnte Futter, nemlich die Ameis-Eyer die Heuſchre>en oder Regenwürme hinwegge- freſſen worden, und der Hauf oder ſüſſe Kss allein iin a MILLE) [iq 10001 j LEE WAufäe ji "NDER| ar m38d)| wm 8 ba men ei 1.112087 (ove, Or ju py)-| Nm: 17 (707 47 hy (1,9 247 Or umf 4| nun teWs|) WHEN br Wife| Nhe| e, "FEIEREN Gereuhlers ey lotet zeerfahrueh fſolihe Wie gen fönn, ich ganz un) Nonate teh? jedenfen, Ihe Nehrut Behalten] 1 Vogelhat 5 aufw 3 das ihr vo ieſes Futty a ſie zu habt | in Heuſchty vn damit Innen; Gly da dem na egen Stnden wied) pt Vogel au dglein/ ow 2 gelhausleint ad friſch au )miſchet ſl 1 gedrucfteh meis-Eyet) ' hinwegg? e Kas 99) (iy) Von der Gereuthlerche. 227 im Tröglein liegen bleibet, man ſo bald wieder etwas beſſers darunter miſche, bis man algemach die Ameis-Eyer und dergleichen ihme je mehr und mehr entziehet; und dann mit lauter ſüſſem Kas und flein gedruten Hanf abſpeiſet, da dann ends lich, wann ungefähr 14. Tage vorbey ſind, ma fühnlic) nur gedrucften Hanf mit Semmelmehl vermiſcht füttern kau, und es genug iſt, wann man die Woche zweymal zu Ergößung des Vogels ſüſ» ſen Käs oder Topfen darunter menget. Uebri- gens nimmt dieſer Vogel mit einem ganz kleinen BVogelhäuslein vorlieb/ und dauret 6. bis 7. Jahry wann er nur darbey rein gehalten wird. Will man ihn aber zu Zeiten heraus in eine Stube laſ- ſen, undihm Waſſer zum Baden geben, ſo iſt es des ſio beſſer, und man fan deſto gewiſſer verſichert ſeyn 7 daß er friſch bleibe, Männlein und Weiblein iſt ſehr ſchwer von- einander zu erkennen, und muß man die Wahl meiſtens nur wagen. Wann man nahe an das Ort kommt, wo er ſeine Junge hat, ſonderlich wann ereinen Hund ſiehet, ſchreyet er ſehr heftig y auf die Art; wie andere Bachſtelzen, wann man nahe bey ihrem Neſt iſt, die doch nicht ſo zornig mit Schreyen anhalten, als die Gereuthlerhen/ die ganz auf der Erden brütet, und öfters»auch auf der Erden ihre Nacht-Ruhe hält: daher man y wann man nur Gedult hat, fich in das Gras nie- derleget, und ihnen eine Weil zuſicher, ihre Jun? gen leimt bekommen fan. Site ſind unter die rech? ten Sommer-Vögel zu zählen, deren über Winter gar feiner geſehen wird 3 kommen im Frühling P 2 auh Ping 228 DLon der Gereuthlerche. auch eher nicht wieder/ bis mitten im April, kurz vor der Nachtigall- und bezeigen den Fin? ken ſich gleich,( wie ungleich ſie ſonſten der Art nach ihnen ſind,) daß ſie unter die Bäume da ſie ihren Stand nehmen/ auf einen angebunden, wie blind, herabſtechen, und an dieZeimſpindel fahren wie auch, daß nur ermeldter maſſen ſie nicht einer ley Geſang haben, ſondern immer eine anderſt fingt, als die andere, doch ſind bey ihnen der Un- terſchied nicht ſo viel/ als bey den Finken, welche ſeztere auch, wann fie jung aus dem Neſt aufge- zogen und das andere Jahr im Frühling zu einer Gereuthlerhe. gehangen werden, von dieſer vor? freflic) das Geſang annehmen. Obgleich durch die Bewegung des Schwanzes zu ſehen, daß dieſer Vogel der Bachſtelze ver? wandt iſt, ſo iſt er hingegen doch an der Farb einer Lerche ziemlich ähnlich/ aber etwas ſchmaler und känglichter.: Sein&reſſen le>et er. Der Autenchalr iſt an bergichten Orten auf der Erden, meiſtens wo Holz ausgereuthet wird x das Geſang aber verrichtet er auf hohen Bäumen. Von dem Strich iſt auch ſhon Erwähnung geſchehen, wie ingleigen von dem Ort ſeiner ZArut./ Er flieget im Strich mit kleinen Zaufen/ ge? het aber ſehr begierig auf die WO Keine Färbung nimmt er gar nicht vor, fängt aber doch, ſo bald er kommt- im April zu ſingen an, und fähret damit fort bis in den Julium. Er badet ſich im Waſſer und vielleicht auch im ; Sandy „-BP Ed SE! (mit, NL um SS! u) M ſup)|: nE' jen(690 (Dy 18 vmſulat m 6 LC By NO) mug)| Une hm) 2 f Im 46 Wee Ni(JZ) IFE" GZT =2erpinen pril» frz den Yps | der Art ne, d ſie den, je [fahrn, ict einerz e anderſt der Uns ſt aufge/ zu einer eſet vdr? t ſeyen, als die aus dem Neſt genommen werden/ auch) zum an? dern, a)" m bas EE M vu Zolls; (ud (hm03gt A EN hnf Mhitb; LL! 10 10 1897 R y 190 iy"F 70. 140% 3 WO), | He, = ih [ezelt zu Ihres | anderer Yes darf das 7 | ey das frethy ' ein Fink, dip in befomml, im May dis | ſeines glds 1) ſonde 1, oder wan das erferuty in herbey zu (yt mehr Ke 1(anger abe Icht zu ratheh enzu laſſet) auß Finten dit wann ſie df Elhes wide 1:ch Hous zz! Sergefommen vorfien Bruh gart nah Sreuthlerdn g dr auf ihr wandern Or! D daß fie y dt ſeyen) ehen di ae alb H zum aus derm reiget wird zuzugreifen. Yon der Gereurhlerche. 233 dern zu Erlernung, eines ſchweren Geſangs, wie das Nachrigall-Geſang iſt, gar nicht taugen; als welches zu erlangen äm beſien iſt, daß man nur eis nen einigen vom Neſt genommenen Finken im Fe? ' bruario zu eines wohlfingenden Nachtigall. thut 5 aber mit dem Gereuthlerchen«Geſang hat es eine ganz. andere Beſchaffenheit, dieſes iſt dem Finken leicht, weil es keine ſolMe Abwechslung; hat. wie das Nachtigall-Geſangs und deſſen Laut der Fin fenz Stimm näher kommt„ dahero zur Erlernung ſolchen Geſangs ein junger um Jaeobi gefangener Fink, wann: ſchon deren. mehr zu einer Gereuthler? je gethan. werden, gar wol. geſchickt iſ, Sons ſten, iſt ſchon. angemerfet worden, und hieher zum Beſchluß noh mit wenigen zu meiden, daß wann man eine Gereuthlerche einſtellen will, man ihvy wie der Nachtigall und allen: Wurm- freſſenden Vögeln, anfangs Würme oder, Ameis-Eyer ge- ben, und das Tröglein wohkgewohnen laſſen muß; ehe man ihr eine andere Speiſe anzunehmen zu? muthet, das Tröglein muß in der Mitre des Vo- gelhauſes ſtehen, und glaſirt ſeyn; beſſer aber iſt es wanns gläſeru iſt, damit dex Vogel die Würme wohl kan kriechen ſehen; und- auf ſolche Art anges Und wann einige Tage vorbey, ſeßt man ihm andere Speiſe zwar vor; man läſt ihm ſelbige aber anfänglich nur zwein oder drey Stunden, endlic) zu halben. Tagen, und dann endlich ganze Täge, ſo; daß man anfänglich alle drey Stunden wieder einwal ſeinen gewohn? ten Fraß mit dem neuen verwechſelt/ endlich aber alle halbes Tag/ und zuleßt als Tag dieſe Wechs? P 5 lung 234 Von. der Gereuthlerdhe.. lung vornimmt ,. wann man: ſeines Vogels(den man oft unter vielen, ausgeſücht, auch oft ihn zu fangen. weit nachgegangen. iſt-- gewiß ſeyn. will, Lezlich: wann 14.. Tag vorbey /- und. man. merfet;. daß er bey. der fremden. Speiß dannoch wol aus: - ſiehet, läſt man. die friſchen. Ameis-Eyer und die Mehl-Würm ganz und-gar.abgehen;. und muß er ſich nur an ſüſſen: Käß oder wie man ihn etlicher Orten.nennet, Dopfen, oder wann es eine Nach» tigall iſt, an gedörrten. Ameis- Eyern. zu. Zeiten, erfriſchen;. Es. muß einer gar keine Wiſſenſchaft: von der“ Vögel Eigenſchaft haben, wann. er ſich einbildety er wolle eine Gereuthlerche zum Aus-und. Einfſlie?: gen gewöhnen. Und Baſtarten von.ihr zu. ziehen, wäre. wie bey, der- Bachſtelzes zu deren. Geſchlecht ſie gehöret 7. ſchon geſagt worden ,. ebenfalls. eine vergebliche Sache-, die. der Mühe nicht werth. wäre.. Hingegen. ſie zur äuſſerſten Zahmigkeit zu brin? gen, iſt. leicht. und ſehr angenehm, dann ſie voll?: bringt alsdann. ihr Geſang ſehr angenehm auf der Hand, do) muß. ſie-eine Alte ihres. gleichen h0- ven- ſonſt. geräth fie. auf ihr natürliches Geſang, nvicht.. Und ſie. ein. fremdes: lexyen. zu. laſſen, trägt auc: die Mühe nicht aus 3; daun was für ein Geſang foll ſie lernen? ihr Geſang iſt weit lieblicher als das Finken-Geſang 3 und ob ſie gleich faſt einen Schall hat wie ein: Canarien-Bogel, ſo ſchickt ſich ihre Art doch auch zu dieſen Kicht/ zB gefer aß. g (gde vy“ pls ae | 2403 0: 43 0." (4 NCE is ps(utg jun nd: AUEN Är wia [ID+] 9097 27 ( | | 03 Wd nan ihn de nes(m Nah Ene 7 vſe be jet ſi MMMH eu Ene PE0N4 1140,94 ine NGO ) wär.| nigfät zh ), dan ſe! geha 26 lig elces 00 NL jedn Oi (etigurs eid foſi(iy „ſo ſed! ſ e wei! um| Von dem Gibirz. 2365 daß der meiſten Canarien-Vögel Geſang ihr eben? falls: an: Lieblichfeit weichen, muß.. Der Gibitz.. Hy: Farbe: dieſes. Vogels. verhält ſich faſt wie die Farbe: einer Alſter.. Dann: der ganze Vogel iſt. ſet/ und den 2ock-BVogel unter das Bäumlein oder mitten hinein ſeßet, ſo wird man erfahren, daß die vorbey ſtreichenden Gimpel ſo bald anfallen, und an den Lein? ſpindeln ſich fangen. Im April iſt keiner mehr im Strich zu haben y es müſte dann der Schnee gar ſeht lang ſcyn lie? brüten, fein Gimpel mehr anzutreffen. Wer al? gen geblieben 3 auch) an den Orten, wo ſie nicht ſoindieſem Monat einen fangen wih/ und doh an einem x l.„I N 240 Von dem Gimpel oder Blutfinken. einem ſolH leicht zu bekommen iſt. Wohnt man aber an einem Ort, ws die Blutfinfen das ganze Jahr hindurch bleiben, ſv kan man in dieſem Monat und das ganze Jahr über» felbige in allen Gärten und Weinbergen antreffen. Im gy, wie auch Im TJunio, und: : Im ZKuguſto find ſie bey ihren Neſtern zu aben. Im Auguſto, ja oft ſchon im Julio, ſfreichet| die kleinſte Art der Blutfinken bereits diejenige Orte durch, wo fie ſonſten nicht anzutreffen ſind. Im October folgen die zwo oder wie etliche dafür halten, die drey gröſſeren Arten, davon die gröſſeſte und ſchönſte doch nicht aller Orten ſich ſe- hen läſſet, und ſelten ehe nachfolget/ als wann Schnee fälltz3 ſie fallen aber in dieſem Monat, in- gleichen Im LTovember y Im December» Im Januario und Im FSebruagriso in allen Heerden einy wo ſie Wogelbeere finden, und ſind ohne L2oc> zu fangen/ hat man aber Lo> darbey, ſd können in ſolchen Monaten, ſonderlich im October, ſowol auf den Heerden, als mit Leimſpindeln obberührtermaß ſenin einem Morgen gar leichtlich 39. bis ie ge? an? (0% 1.4.10, u| IN:0 - puiS| ſim(993: WÄ) 100 lh 6| Mön en AN) I| "OD| DIE UE Id nge 17Vy UNE 7) ' WEL Whbß in W be wee UT) y | tfnben, T= die Vf: 0 ver wuß, 3.4, Melly jichten qr einer bh ft. Yehl itfinfen di m in def Öige in aldt || feſten zn p, freht ts Vejenif fen find) wei A N, dav Pete ſ hat, ſie auch gleich vor dem Fenſter, jedoch in geringer Anzahl, mit ei? nem Meiſenſchlag, darein man Hanf ſtreuet 5 zu bekommen find. Im Janvario aber, nemlich mitten in dies ſem Monat, kommen ſie wieder mit ſo groſſen Hauf? "252 Von dem Grägslein. Haufen zurück, als fie im Ockober und Novema ber durchgeſtrichen ſind 3 bis ſie Im Februario ihren Widerſtrich beſchlieſz ſen, wie dann im Martio oder April ſelten noc) eines zu hören iſt,; %m Bogelhaus läſſet ſich dieſes ſchöne Vöge» lein gar leicht mit gedrucktem Hanf, oder weil es bey dieſem Futter zu fett wird, mit Leindotter und Rubeſaat viel Jahr lang erhalten/.doM behält es ſeine Schönheit ni LN ; 13(2 2<=> wd [1 Ini Wh vt 4 Wf 7] jh K "4| u. 'W>=4 29 din gom EA ENE M grün, doh „ie braune Item ſind 16 nd Gönen gel vb Aut ht 0 4 Minger fü, R a Mnliht u | JM uch ve Ot bbb 4 1Dif voher 9(epfkein herky 416 Kof ih 4 aM. Mw |.16 Unterſhi) 1 Sf Plitt vy) aS ende, d) ſhine ja 1 Mchn wi) ' Day nen 4 Is 1 auſ ej au ein Weis 4.568 Interſchi) 0" Maun '. Vet u EEZEUN hyger Voy: a! Von dem Grünling.- 255 "nean wege an der Bruſt dicker geſtaltet, wird einen Haus? ſperling ebenfalls übertreffen) die kleinſte Art aber iſt um ein merkliches geringer als ein Haus? ſperling/ und ſieget, ſonderlich wegen des kurzen Schwanzes, viel kürzer aus, Der Schnabel iſt dic, hinten her wohl noh einmal ſo di> als der Schnabel elnes Feldſperlings, dann es iſt cin Vos gel, der harte Körner und Beere zerknirſchen muß, doch iſt er vornen her etwas länglicht wie ein Sperlingsſchnabel auc) iſt; der Kopf ſchi- net groß zu ſeyn/ welches jedoch, ob der Bogel - gleich furzbeinigt iſt, ihn nicht ungeſtalt machetz die Beine ſind, wie ſchon gemeldet; kurz, und alſo auch der Schwanz, welches verurſachet, daß er die>f ausſiehet, Es iſt ſonſten ein einheimiſcher Vogel, und an allen Orten bekannt.' Im LWM9artio findet er ſich ſchon an den Or? ten ein, wo er im April ſeine Brut anfangen will, und iſt daſelbſt mit einer Loc>/ auf die er jederzeit begierig gehet, wann man entweder in dem näch ſten Feld eine Vogelwand niederſchlägt, oder auf Bäumen, wann man Leim darzu gebraut 7 gar leicht zu befommen. Jm April, ſo lang er nicht brutet, iſt es eben ſo, und wird er im dieſen beeden Monaten entwes der in Vorhölzern 3 wo junger/ ziemlich hoher/ jedoh nicht ſehr di> ſtehender Schlag iſt, oder ws ſonſten an Hegen und Waſſern Erlen-Stau- den ſiehen/ angetroffen, Im 17ay, und ſchon in der Mitte des Aprils mandes- Von dem Grünlintg. manchesmal iſt ex bey ſeinem Neſt zu befoms men. Im Junio/ und öfters auch Im Bae ja bisweilen gar Im Auguſto, währet ſeine Brut iioch fort, doch begiebt er ſich gegen dem Ende dieſes Mo- 256 nats in entlegene Vorhölzer, allws er nicht leicht. zu fangen, weil ganze Schaaren auf ein oder et? licher Lo>vögel Geſchrey ſich nicht gerne kehren und umwenden. Im September hingegen, fällt er ſehr be- gierig auf den ausgezogenen Hanf und in die Heerde ein, und iſt die Menge zu fangen. Im October, wie ingleichen ſchon im vori? gen Monat/ ungefehr act Tage vor Michaelis) gehet er ſtarf im Strich, auch über weite Felder. Hinweg, aber nichr mit Schaaren, ſondern höch» ſtens 10. bis 12. mit einander/ und läſſet ſich zu ſolcher Zeit ſowehl auf Feld-Heerden, als auf an? dern, mit Gebrauch einer Lo>. gar leicht fangen. Wann das Laub fällt vergröſſern ſich die Scaaren, und fallen nicht ſelten in Kranwets- Vogelheerde 40. bis 50. auf einmal ein. Und ſo geſchiehet es auch im Lipvember nicht weniger Im December. Im Januario, da meiſiens Schnee liegek) und 4m Zebruario macht er ſich gar zu denen Häuſern- wiewohl nur einzeln/ weil die meiſien im Striche weggehen, und iſt auch einer unter de?| nen | jen R 7, Wh Bay'A x(in Sh Et"ud jahe wi we D1; guſs! NNEN ds 6mD: PV! H pb! wh jumfee Nf vom D M Ny Amd NEN ji 0.0' Wins by 87 P] 1] wih) wein 4 M nh M ey"es|! "nr Um y "Win(a) Vin vd) Chnnig == == 2-2 == e-- Cit wh 82 diſes 9) | vent niht | 18 en hey | Gm EE MU) Ve mr 4 Miſt) (9) Eon H 4/98 Dipl 1) SO A 4! Bind v| uliſe NH M BE | Pi y gum ſh) p Au | | ' | | gwen 4 3800 iel | jg eg dl mi NETE OE "4 y Porn dem Grünling. 257 nen Bögela y die nac einer 2o> an die Feus ſter hinan fliegen, Er dauret in der Gefängnis ſehr lang; und iſt feicht zu erhalten, wann man nur anfänglich y wie ſchon zum öftern erinnert worden,“ihm das Freſſen auf den Boden des Vogelhauſes ſtreuet 3 Er kan den puren Hanf und ungedrückt vertras gen, doch iſt rathſam» wofern man ihn nicht zum ausfliegen gewöhnet/ daß man ihm in dem Vogelhaus etwas Grünes, Saalat, Hüners ſcharn, weiſſes* Kraut, und nach Beſchaffenheit der Jahrszeit» Wachholderbeere, darneben gebe. Des Grünlings Gelernigkeit iſt zwar nicht ſonderlich zu rühmenz dann ob er gleich; wann man ihn jung vom Neſt nimmt, und zu andert ſingenden Vögeln hängt derſelben Geſang ans nimmt ſo gehet es doH anders nlcht an 7 als wants ſeine Lehrmeiſter- deren Geſang'er lernen ſoll„ ſehr fleißig fortſingen? hingegen erſeßet er, wie meiſtens bey dergleichen mittelmäßig gelernigen Vögeln zu geſchehen pfleget, dieſe Langſamkeit und Untüchtigkeit, mit deſto gröſſerer Beſtändig» keit, maſſen er, was er einmal kan, nicht wieder verändert, wofern er nicht allzubald unter ſeines gleichen geräth. Er treibet das ſchlechte Geſang y das er hat, das ganze Jahr durch, und verdieneb daher 7 daß man ihn von einem verhaltenen Fin» ken) oder andern ſoichen Vogel, der ordentlicher Weiſe nur im Frühling ſinget/ lernen laſſe, ex muß aber, ſobald er nur allein friſſet, zu ſeinemn Lehrmeiſter gethan werden/ welches auch bey dew Giigliten in Acht zu nehmen iſt.. R Sein 278- Von dem Grünling, Sein Freſſen zerbeiſſet er 7 und hat ſeinen Aufenchalt in den Vorholzern,| Auſſer-wanmner im Strich) gehet, ſo.um Bare- tholomäi geſchiehet, und den Hanf auf. den Fel? dern ſuchet, das ganze Jahr durch. .. Verrichtet auch ſeine Zrut in Vorhölzern, oder doch ſonſt in. Gebüſchen. Nach verrichter Brut ſchlägt er ſic) zu groſ- ſen Zaufen/ dahero evr-au)/ wie meiſtens der? gleichen Bögel, auf die Lock ſehr begierig iſt. Seine Färbung im Frühling iſt, ſo viel den Scnabel betrift, nicht ſehr merkſam, dann er ſingt das ganze Jahr. Zu baden pflegt er ſich im Waſſer/ und trä- get ſeinen Jungen die Speiſe im Kropfzu. I< getraue mir wohl zu verſichern, daß mit dieſem Vogel und den Gimpeln oder Blutfin- ken Baſtarten zu ziehen ſind/ die eine ſchöne Farb befommen, es mag gleich das Männlein ein Gim- pel, und der Grünling ein Weiblein/ oder der Grünling ein Männlein- und der Gimpel ein Weiblein ſeyn..- Wann man nicht weiter als nur eine halbe Stunde weit vom Geholz. wohnet, oder ob man gleich nicht ſo nahe ein rechtes Gehölz hat/ doch „wenigſtens nur einig Gebüſch in der Nähe anzu? treſſen iſt, läßt ſich dieſer Vogel/ auf die Art wie „man die Canariey- Vögel tractirt( zu welchem Ende mandie alte Grünling bey dem Neſt fangen muß) ſehr wohl abrichten, und wann man ein ſolches abgerichtetes Paar Erünling hat, kan man ſie in einer Cammer brüten laſſen, und ihnen Canarien-Eyer unterlegen, worbey man diß ge? winnt m wenne 3) w pit vJ ath we grun ſi! aW de ID jm 10)| MTL, 090 Jt wf Gd! (ft mir 304| Ayla, J19M| M 9| Mum ſediE 8 (IW,] DE 10070"M Wia Ghs jn bg NM vm Benut NC 114 Wp g6 NM-7 Wbplau 10) uli Gr win din fes ie EN Kid Dy Whg g Nm) d Wi Mem N 12|] ſ In VW, 12 194. 3 Joche] YAO u 4 2 meſſen |(Mityiſi,| | de viel 4 | A, dann& | Me, ud Lew En, vd | adi 7 113 Seſhw] 9 aepuln m 0 FENEN 4 1'150 Oimnl4 : Ber(in 6) | zach | Dif 6 Na 3 fte Ie iW we Najo 1 dis! mans Im)(at Py und 100 vem 1,0) 11111] Von dem Grünlintt, 259 winnt- daß da ſonſten in den Jahren, da viel Meelthau fällt nicht ſelten alte und junge Cana? rien s Vögel in den Gärten- an den bechauten Kräutern den Tod freſſen, man auf ſolche Weiſe ſicher geſtellt wird 3 Dann die Grünling bringen den jungen Canarien- Vögeln ganz anders y ſelbigen eben ſowohl anſtändiges Geäß, und wann ſie abfliegen, führen ſie ſolche junge Canas rienzBögel zu ſolhHer dem Gift weniger unter? worfenen Speiſe an, bringen ſie aber dannoch nicht weniger wieder mit ſich in die Cammer, wo ſie geniſtet/ zu ihrer in dem Vogelhaus habenden Speiſe, ſo daß die jungen Canarien-Vögel eins und augszufliegen ſowohl angewöhnet werden, als wann ſie durch ihre eigene Alte wären geführt worden. Damit aber die alte Grünling, ob ſie gleich die erſte Brut gezwungen in der Cammer verrichtet x nicht die andexe wider ihres Herrn Wilien dar? auſſen auf den Bäumen oft eine halbe Stund weit von dem Haus anſtellen mögen, da die Ca? narien-Eyer unterzulegen unſicher wäre, iſt 109 thig, daß man ſo bald die jungen Canarien-Vö9 gel abfliegen, vermittelſt eines oben beſchriebe? nen Bogelhäusleins/ dergleichen man bey jedem einzund ausfliegenden Vogel brauchet, einen von den alten Grünlingen es ſey das Männ» lein oder Weiblein, fangen, und ſo lang einge? ſperrt laſſe, bis die jungen Canarien-Bögel keis ner Anführung mehr bedürfen, da man alsdann, den andern Alten auch fängt, und das Paar wieder zuſammen in der Cammer y- da ſie vorher M2 gebrü? etage 268 Von dem Grünlinty. gebrütet, eingeſperrt behält, bis ſie wieder Eyex Haben. “Solche Grünling aber Alte und Junge zu» ſammen zu bekommen, iſt gar leicht, dann wann man die Jungen findet, und ſie faft flück ſind, ſet man ſie nur mit ſamt dem Neſt in ein nächſt dem Baum), wo das Neſt geweſen, in die Erden gegra- benes 2öhlein/ deet ein Gitter oder Garn dar? über- und oben darauf ſtellt man einen Meiſſen- ſchlag, der keinen Boden hat, da dann die Alten auf das Geſchrey der Jungen zufliegen, ſelbige auch, ſo bald ſie ſolche erblien, und ſie zu äßen befliſſen ſind, darüber aber den Meiſſenſchlag zuwerfen und ſich fangen. Alsdann rhut man Alte und Junge in ein Vogelhaus, und giebt ih- nen ungedruckten Hanf, mit welchen die Alten die Jungen aufäßen. So bald man nun mer? ket, daß die Jungen möchten fliegen können, läßt man ſie hinaus in dem Gorten, und macht es gänzlich al'o wie mit den Canarien- Bögeln 5 und ſolche zahmgemachte Grünling find alsdanm tauglich- wie ſchon gemeldet, das andere Jahr darauf junge Canarien-Vögel zu führen, Ges ſtalten wie bey den Canarien- Vögeln ſchon ge- meldet worden, zwiſchen dieſen beeden- Vös geln ſich eine genaue Verwandtſchaft zeigef, Aus dem daſelbſt angeführten Exempel iſt es klar/ und habe ich es ſelbſt geſehen 3 dieſes aber ſtehet noch dahin doch kan man es leicht probiren/ ob nicht ein junger von einem Männlein Hänſling und Weiblein Canarien gefallener Baſtart, den man ohne ſeines gleichen fliegen lieſſe, ſich i. n9 wind ven NER| C- H CM: X I,O (h"68 WE Ing! vx Vriaß (AURO Uy, E77: We Wiehe Epe Vd June zu AU, damn wan A fd Fiby Rt VN Än näch den J1 Erden gegrw ) Vr Garn dat "inen Meiſſen 119 1m die Alte 0 Down, felbige PUNENENG 06 Röſenhlag 31 hut wan 19) ud ebtije ee hin ve Ali Minn vun ph finnen, Wf! zb und mt! zl: Dig; Er find oleden) 8 andere I 13 ihren, O) Weln ſho 9! Febeedn V Dſhaft JM vp is fa 36 aber füh! Epprobirey| In DEN art q iq daw wi|| Von dem Grünlinet. 26x no< weil er dem Vater nach ein Hänfling iſt, unter die Hänflinge miſchen würde. Wann der Baäſtarten etliche mit einander ges wöhnt werden; iſt gewiß/ daß ſie weder viel zu Grünlingen noch zu Hänflingen ſich ſchlagen, ſon» dern allein beyſammen bleiben, läßt man aber rechte Canarien-Bögel nebſt ihnen fliegen, ſo ſchlagen fie ſi zu denſelbigen an meiſten. Wann man ihnen Canarien-Eyer unterlegen will, iſt nöthig daß man die kleinſte Art darzu erwähle- weil die gröſſere Art den Unterſchied der Eyer zu merken pflegek, und ſelbige gemei- niglich zum Neſt herausſchmeiſſen. Es hat unlängſt einer verſucht, eine groſſe Menge Ca- narien- Bögel, nachdem ſie in einer Kammer ſchon Eyer gelegt hatten, in ſeinen Garten flie- gen zu laſſen, in Meynung daß ſie wieder kom»- men ſollken: aber es war ſehr wunderlich gethan, uud gehet nicht an, wann man fie nicht vorher gewöhnet, wie dann der gute Freund durch ſol- '<“en Vorwiß 49. Paar auf einmal eingebüſſet. Bey dieſer Gelegenheit könnte ich zwar ein Mittel zeigen, wie man hundert und mehr Paar die zuvor nicht gewöhnt werden, in einem Gar- fen zur Brut-Zeit fliegen laſſen ſollte, und zwar ohne einige Sorge, daß nur einer( es müſte ihn dann ein Raubthier fangen) davon auſſen bleibe: Wann nemlich der Ausflug alſo zugerichtet iſt daß etliche Weiblein mit abgeſchnittenen Federn weit hinaus laufen/ und ſich zur Lock hören laſ? ſen können. Allein weil ich es bereits an einem Ort communicirt und beſchrieben, wie es anzu- R 3 fangen KINN NIN 262 Von dem Grünlinty, fangen ſey laſſe ich die Gemeinmachung dieſet TJnvention annoc unter das Feuſter und läßt die andern aus- ſo gewohnen ſie in wet nig Tagen den Oxt ſo vollkommen» daß fie nicht miehr weg geheu» waun gleich weiches Wetter einfällt, und fein Schnee mehr liegt. Doch Fängt man ſie hernacm im Frühling, wie oben erinnert worden. Von der Baſtarten- Zucht die man mit dieſet Vogel anſtelten kan iſt bey dem Canarien- Vo» gel ſchon Meldung geſchehen 3 und ſchickt er ſich bu feinen, als zu Gimpeln/ zu Canariet/ und endlic auch zu Haänflingen. Mit änſſerſter Zahmigkeit an ihm ſeine Luſt zu Habenz iſt dieſer Vogel ebenfails fo geſchit, daß er auch den Canarien-Bogel hierinnen übertrift zund weiß ich feinen andern Vogel- der ſolcher Mühe beſſer werth iſt. An Gelernigkeit und ein anders Geſang an? zunehmen, iſt er hingegen dem Canarien- Vo» gel nicht gleich- doch iſt er auch viel beſtändiger» und läßt, wann er einmal das Finken- Geſang oder 77 iv EE läden je; it ua] py Wg! ' 197/027 ja Viton MILE UT] ſm bidar Wufels 1089 1 uh vARI6 19097; M When x Nutha e hax)| We Hinlogreb th 15 M. Wen pt ww m"7: Via Why, 7 nw. LEN 11 Angew) Eins "Man ſing jW | auf dem Dur jeden In dt be Me ahm Wehe, Siniren, und 66 Ipehrenda Zj Rene Art zewih 4) ioſſen; und Qen Trihter hy Sun Chit Itat das Farſty Dehn fiel hn On daß fe nl! Fweihes Ier 4 ligt Ming, Wie 0 S nani Di (Canaris cd ſhit a) Sia gam ſene Uf >) gſi Innen übertr) H, dit lh ixus Oefen 1 vp ane) | beſtandig" zofen- G Ww Von dem Grünlinte. 265 oder eines andern begriffen, ſo leicht von ſeines gleichen ſich nicht irre machen, als derſelbe. Weil dieſer Vogel zum Au3-und Einflieget? unter allen andern der beſte und. willigſte iſt, ſo will ich hier den Handgriff anfügen, wie man dieſen und andere Vögel das Thürlein ihres Vos gelhauſes aufſtoſſen lernen ſoll, als welches auss und einfliegende Vögel allerdings müſſen ge- wohnt ſeyn, wann man ſich derſelben verſichert wiſſen will, Wann ein neugefangener Grünling viers zehen Tag oder drey Wochen des Vogelhaufes gewohnt iſt„[macht man ihm das Thürlein auf, und läßt ihm nur das Freſſen im Vogeihaus, das Trinkgeſchirrlein aber nimmt man ihm hin- weg oder gießt es aus, daß es leer hangen bleibt, und ſeßt ihm hingegen ein offenes Geſchirr auſ» ſer dem Vogelhaus/ ſo daß er das Waſſer durcſß den ebenfalls offen ſtehenden Trichter, oder ſon? ſien durch das offen ſtehende Thürlein bequem ſchen kan, auch wird der Trichter, nemlich der Drat, der wie ein Trichter ausſichet, deſſen Figur in dem vorhergehenden zu ſehen, gar hinweg ge- than, daß das Loch ganz offen ſtehet, da wird dann der Grünling nicht zwar durc< ſolches Loch, ſon- dern durch das offen ſtehende Thürlein zum Freſs- ſen in das Vogelhaus hinein, und zum Saufen wiederum herausgehen. Wann er dies nun et- liche Tage getrieben, läßt man das Thürlein, wel- ken-Haus, ſo mit einem gewiſſen Hands grif muß gebraucht werden, wie die Wachteln mit dem Ruf zu lo>en, und wann der Guckgu alsdann begierig, aus Eiferſucht an den nach» ften Baum anfällt, ihn, ehe er den Betrug wahr? nimmt, herab zu ſchieſſen. Wann dieſer Vogel kurz vor den Johannig-Tag zu ſchreyen aufhört„ fängt er an ſchr fett zu werden, und läßt ſich um Bartholomäi noh antreffen, um welche Zeit ex eines Schuſſes wohl werth iſt, Daher er, ſol» = <= | nfeh 6 18! | ud. 38C(1 | fige / umg v Ö, wam ny Sd bie, 3) an den dy DEN het BD ſb 1 H im Miih Kyuſio ſhy 7 ANNEN & aroſe Yh Efe Guy Fer uh Flein, Ende diet SD Und wet! SS vohl int) 4 ihre Hoch M hlig z4 gi mh zen Wirt! pg her auf 1 €; an auöft) Det Auſt! nn man Lenden zw Von dein Sabichr. 271 gel vor das Fenſter, und ſiecke ringsherum Leim? ſpindeln, ſo fähret er hinan, und fängt ſich. Alle Arten von Habichten werden mit rohem friſchen Fleiſch, woran nicht viel Fett iſt, erhal? fen 3 gleichwie aber ſoli MA hn| "Duſk wie 4 elch» | Et y Inder] ] Dany ine| h; dasY: cht auh; Vici ENE) |(fim vd, x en au dt jh ' qd Nida 0 We ve Heri) anz mit(0) yah j od) etws ve Ni die Fink hen ſy) „Im ſj! Von dem Z&äher.| 275 ſolche blaue Federlein ſind nicht nur blau, ſon- dern mit ſchwarzen Strichlein abgetheilet, wel- et, alſs/ daß man vermittelſt eines in die Hütte hinein rei- Henden Stäbleins ſolHen Eulenfopf ein wenig S3 bewe- 278 Von dem Zäher.- 4 bewegen fönne, damit die ringsherum ſißende|| Vögel vermeynen, die Eule rege ſich. Der:ganzy|; Py ze Baum iſt in einer Stund zubereitet; und we-|| den mancet 3 dann je mehr man deren Hatz: je... M1 mehr fängt man, und iſt der Fang unter achtzig| bis hundert Leimſpindeln nichr wohl anzuſtellen, Wann nun alſo der Baum und die Hütte zube- reitet iſt/ ſezt man ſich entweder vor Aufgang der Sonne, oder ein pagr Stunden vor deren Tie dergang/ da der Baum anfängt Schatten zu be- kommen- damit der Leim nicht flieſſe/ in die Hütte hinein; und nimmt ein gewiſſes Juſtrument,| nemlich die Wichtel, von Holz gemacht/ mit welz s bhefommet. Wann es zu Abends-Zeit iſt, continuiret man den Fang bis es faſt ganz Nacht Ut, weil in der Dunkelheit er die Amſel und Rothlehligen, welche bey Tag nicht anfallen, und öfters Eulen gefangen werden. Jezt beſchriebener Vogelfang wirdin dem an? gefüaten Kupfer-Blat» Tab. X noch deutlicher vorgeſtellet/ allwo lit. a. anzeiget wie weit der Baum von andern Bäumen entfernet ſichen „müſſe 3 lit. b. bemerfet die Hütte, Tit. c. weiſet die abgeſtümmelten Aeſte, und die darauf 967 4 jieäte EE Sianenenezneenninenzztdnice milie Tena Dänen 0000 (4j] WW, nter | an. Bitt 1 pfa | dem, Bett! Lindi 00 ft, mit ban "1 „NT „wd ng 1! Kn öftet!- ANCH Cp guy 03 ild „10 yy TUA ANNIE We welch . WW T WW y dn WERS Von dem ZSäher. 279 geſteckte Leimſpindel. Wie nun dieſe geſtüm- melten Aeſie den meiſten Theil des Baums eins nehmen, ſo zeiget lit. d. wie der Übrige Theil des Baums am Gipfel ausſeße. Um die Hütte her- um, theils Manns hoch, theils nur halb Manns Hoh, werden kleine Stänglein, 1.€, gebunden, und für die Rothkehligen, Nachtigaln, und der» gleichen Bögel an) mit Spindeln bede>et. Die lebendige oder ausgeſiopfte Eule, ſichet man uns fer lit.€. An lit, g. iſt zu ſchen/ wie die Bögel, ehe ſie die Spindel loß reiſſen und herabfallen, zu zappeln pflegen. Im Auguſto iſt ebenfalls dieſer Fang noh das beſte Mittel, Häher zu bekemmen. Im September iſt es etwas ſchwerer, ei? nen lebendigen Häker zu erlangen 3 dann man trift ſie an ſolen; ws er ſichet daß die Häher anfallen. Im October ſind ſie meiſtens dahin/ und alſo ſchwer zu befommen/ auc anders nicht zu haben, als wann ſie ungefähr aus Vorwißin die Bogelheerde einfallen. Im LT7ovember weiß iH gar keinen Rath/ wie man einen Häher fangen ſoll 3 dann ob ſie glei) in den Schlingen, ob man den Kran? S4 weit? 232 Pon deim Zäher. werg-Vogelnrichtet, ſich öfters fangen, bekommt man ſie daſelbſten doch) nicht lebendig; ſondern tur todt. Im December, wann Schnee fallt, iſkes wie- der leichter einen lebendigen Häher zu erlangen, dann man ſicher ſie an den Wurzeln der Bäume mit dem Schnabel den Schnee zerſcharren, um, wie etliche dafür halten, die Eicheln hervor zu ſus en 3 da ſie dann mit Fällen und groſſen Schleifen auf die Art/ wie die Meiſenſchläg gerichket, wann man Eicheln oder Nüſſe hineinſteet, leicht zu bekom» men ſind. Und alſo bleibt es auch Im Jänuario und Im IJebruario/, in welchen Monate- oder ſo oft es Schnee hat/ ſie auſ zu den Häuſern flie? gen, und mit einer Schlag- Wand auf den Plä- ' Ken, wo man für die Emmerlinge und andexe Vö- gel richtet- gefangen werden fönnen, - Anlangend des Häßers Nahrung- wann man ihn im Vogelhaus hält; oder in der Stuben lau“ fend hat, allwo er ſich ſchrzahrmn erzeiget/ iftnichts beſſer- als daß man ihn/ wie die Kräanwetg-Vö» gel, an Kleyen in Milch geweichet gewöhnet z-er nimmt aber auch mit Brod, ſauern Käß; und ge- Fochtem Fleiſch, ſo man ihm vom Tiſch hinweg giebt» vorlieb/ und wird am beſten mit Nüſſenrund Eicheln erfriſchet. Abſonderlich iſt zu merfen; daß er ſauber gehalten ſeyn will/ und dahero ein Geſchirr mit Waſſer, um ſich darinnen baden zu können, nicht wol entbehren mag. Von zune. (nR) "ICH 1/H MTL (10/0 Wt] 1 2 7| yu Anvm WEN 01-1 R 116 0 NIE [OE I, vEN "" hm || Wl NW g Eon Many ny" hy M iW Ny| wn ' befund| 1(ndern BUN z erlangen, er Mum| Wen| ervor uſw er Fünf | verſie Gleifen gy| | wann be zubefom.| | "194,40 zſern fler idm Dv Eindere M a] x; a H = tuber(uh „| mio gr vet "NU1881 | u Zh hint") x jhiſerund (mein gaht! ein ga bade h Yo Von dem Zäher. 281 Von demjenigen Vogel, der etwas kleiner als der gemeine Häher, mit etnem kurzen Schwanz, und ganz ſc)! unten am dere Vi! Sing eim 100 11 Kopf) un) „fommt 61 - Eultern! » wie dan? |) (6 alles 100! j0| Von dem Sänfling 285 es im Herbſt wieder ab, auſſer daß es an der Bruſt etliche wenige rothe Federn auc) über Winter behalt. Das Weiblein bleibt überein, und iſt daran zu erkennen, daß es am Kopf und Rücken nicht ſo hellbraun) ſondern mit ſchwärzlichten Federn viels mehr als das Männlein bederket iſt; desgleichen iſt es an der Bruſt nicht ſo braun, ſondern mehr ſchwarzduplicht, und gar leiht noch in dem Neſt zu erkennen, Die Leibes-Gröſſe gleichet einem Canarien- Vogel, doch hat der Hanfling einen kürzern Hals yp und kürzere Beine. Die Füſſe, wann man ihn fängt, ſind ganz ſchwarz, behalten aber dieſe Far? be nicht lange/ ſondern werden weißli-Vögel in Gruben, die may in die Erde gräbet, verſteket) der Vogelfanger ſelbſt auch mit wenig Reiſig bedeckt in einem Erd- loch ſiert/ und ein paar angebundene oder angeſilte Hänflinge auf den mit Hanf beſireuten Platz ſißen haf, die er vermitttelſt eines Fadens regen fan gehet es wol an, zumal wann er ſic) die Schaar von einem andern zutreiben läſſet/ daß er etwamt 100. auf einmal im vorbeyfliegen mit der Bogel? Wand ertappet und niederſchlägt 3 es beſtehet aber nur im Glück, und darf man mit dem rücken nicht warten bis ſie ſich ſetzen. Dieſer Fang gehet im Herbſt am beſten an, aber auch Im COlfartio/ ſonderlich wann ein kleiner Schnee iſt, ſind ſie auf dieſe Weiſe noch zu bekom? men. Jedoch der rechte Fang iſt folgendeymaſſen anzuſtellen: Man beſtreuet einen groſſen Plaß wie zu groſſen kerc= Zs- Maua aii ZEIG ZG EZ ZS Von dem Zänfling. 287 „wie eiſerne Federn zu thun päegen, das Garn mie ſolcher Gewalt hinüber ſc es Stricklein 1t.&, auf 3. bis 400, Schritt fort zu einem Baum oder Hecke, wo dex Vogelfänger ſich verbirger, der dann; wann ex ſicher, daß eine groſſe Schaar Hänfling auf den Plaß eingefallen ſind, nur ein wenig an dem Strick anziehet, und dadurch zutvegen bringet, daß das Garn ſo ſchnell als ein Bliß hinüber fähret, und oftmals tauſend und mehr Bögel auf einmal bedecfet. I Im April gehen ſie ſchon augeinander, und ſchreiten mitten in dieſem Monat zur Brut, von welcher Zeit an man ſie bey ihrem Neſt fangen muß, an Orten, wo es Wachholderbüſch, oder anz deres nahe;am Feld, oder mitten im Feld, geleges nes niedriges Geſtäudig hat. Im ÜJav,* Im Junio, Im Julio, bis mitten Im Auguſto bleibet es immer in dieſem Stand, dann obſehon die meiſten Paar ihre Brue im Julio beſchlieſſen, ſchlagen ſie ſich'doc; ohne daß die Urſache be- kannt» ſelten niederfallen, ſondern aus einem na? türlichen Trieb; zu einem vom Schnee befreyten bande eilen» Wer ſich die Mühe nicht uehmen will, dergleis y mit Zeimruthen auf kleinen Sträuchen mitten int Feld fangen, immaſſen dieſer Vogel nicht anders als eine&erche das ganze Jahr hindurch ſeinen Aufenthalt in Feldern hat und allein zu Nacht in die Vorwälder oder anderes Gebüſche einfällt. Ausfliegende Hänſlinge/ wie auch Grüunlinge in Vogelhäuſer zu gewöhnen, darinnen ſich auf einmal nur ein einiger Bögel fängt, deme das Thürlein folglich offen ſtehen muß/ iſt darum ſchr beſchwerlich- weil dieſe beede Bögel, ob fie ſchon eingeſperret) mit andern Futter gezwungen vor? lieb nehmen müſſen wann ſie auszund einfliegen ſollen) nichts als Hanf haben wollen und gibt man ihnen den nicht/ von dem Ausflug ſich gar entwöhnen 3 gibt man ihnen aber Hanf, ſo gerä- then zumalen um Jacobi, oder im Winter, die Meiſen darüber/ und laſſen die Bögel nicht in ih? re Häuſer eingehen verwüſten auch ſo viel Hanf, daß man ihnen unmöglich genus geben kanz da? Heroes dann nöthig iſt, daß man zu dieſen beeder?- key Vögeln ſolche Vogelhäuſer gebraucht die in Scub- 7 u M M mf geln M NI| und 1/70) ut| „7 wn| (e(hel| (in, DDG 4 UI (hn, 1006: 1 nent di| Wbt| WE| Wan,(09| "4"H| tu.n mine hund j- „7| Vn aul 6| Wirten aſe (it X "NU(106 eH JU nde. 3] SIDO Un ity," 2 > EEE REST SGG ENG ve eden (| ded KOſn u hon 1 j hört Urſache y 3 eine es befin (0, vw Orbe ſtewerht) en mitn nicht ao) dug Kin zu Nett je Anf hy id nh id €, dwh (edu » Wb wun tud fg md fu fw mf, ſ py Mittel)| (nit) 977001 en fam) (eſe Da bie u Schubthürlein haben, welches der Vogel, ſo of: er hinein will, aufſchieben, und hinter ſich zuwer- fen muß, worzu fie über Winter, oder auch die jun gen im Sommerin dem für die ausfliegenden Voö- gel beſtimmten Gemach in kurzer Zeit abzurichten und zu gewöhnen ſind, daß, nachdem das Vogel- haus großoder klein, ſic) wol acht und mehr in ei- nem Haus nah einander fangen. Nun müſſen aber ſolMe Vogelhäuſer nicht nur ein Thürlein haben, ſo ſich hineinwärts aufſchieben läſſet, und die Bögel fängt/ nemlich hinter ihnen, wanu ſie ſchieben, zufällt, ſondern es iſt noch ein anders Thürlein nöthig,-ſo fich auswärts aufſchiebet, da- mit die abgerichteren Vögel, wie ſie zu einem bins ein gehen, zu dem andern wiedee hinaus gehen fönnen, ſonſten gewohnen ſie des Fluges nichr rece ich über das 2oen werde, und äßet allſo damit die jungen Vogel ſehr glülich aufz maſſen die zungen Canarien-Wöogel dabey ſo friſch bleiben als ob ſie von ihren Alten geäßet wurden. Was dieſes Bogels Speiſe im Feld ſey, kan man ſo wenig ale bey andern Vögeln eigentlich anzeigen, auſſer daß man ſichet, daß er auf den Hanf ſchr begierig ſich anleget, und darauf auch mit Leimruthen ebenſalls leic/ gehet aber vornen etwas ablänglicht zuſammen/ wie eines Sinfen Schnabel, 3 304 Von dem Zausſperlint, Ob man ſchon dafür halten möchte, von dieſem Vogel ſey bekannt, ſowol was er in ſeiner Frey- heit freſſe, als auch mit was man ihn in der Ge? fangenſchaft erhalten müſſe, ſo iſt es doch weit ge- fehlt. Dann es iſt gar kein richtiger Schluß: die Sperlinge fliegen Haufenweis in das Ge» rraid, und bringen daſſelbige auf dem Feld und auf dem Boden um/ ſo folget, daß ſie lauter Kör» ner freſſen. Wie gar dieſes nicht angehe/ zeiget ſich ſobald/ wann mau nur einen Sperling in ein Vogelhaus ſperrt, und ihm Körner zu freſſen giebt, da wird man finden/ daß ex über ein Monat nicht dauren kan, ſondern wann er bey Leben bleis hen ſoll, mit anderen Speiſen, mit Semmel und Kleyen in Waſſer oder Milch geweicht/ mit Heu- ſchre>en und andern Würmern gefüttert werden muß: ſo gar wann man ihn in der Stuben frey herum laufen läſſet- dauret er in die Länge nicht bey lauter Haber, ſondern will Hanf haben/ und darneben Brod bekommen, oder die Freyheit“ges nieſſen, aus dem Zimmer hinaus auf die Gaſſen fliegen zu können 3 dann ſolhenfalls nimmt er mit Lauter Haber vorlieb, und hat keiner andern Spei- ſe nöthig 3 allein eben dieſes zeiget an/ daß er auf dem Felde- oder nur auf der Gaſſen, neben den Pflaſter-Steinen etwas befomme, welches man weder weiß, nor ihm geben kan/ und ohne wels ches dieſer Vogel doch nicht wohl über ein Jahr/ friſch und geſund zu behalten iſt. Von dem unterſchiedlichen Aufenhalt, und wie er jedes Monat zu fangen ſey iſt hier wol nicht zu gedenfen, weil dieſer Vogel das ganze Jahr"2 MED 7 / ys BS gi pi ſ„P Auufan(''I3 (auſen pj nher Befun widr. Dis pn 10 EULE WO M7T0M) 1 um un) En v p,0% fm EU Wen MSIE Wind 16 jp (nnen Fi | wiſs ON ſtute nihES: die wie 3 Dey IAN I Wegen Pp Vynſhe ud ah En lint| --=-= hte, vnd] x in ſy, nm ihn lohr), [ es do vy ichtiger Et) eis in ty) af dem ſhy uf ſie laute) ht angeht) ien Gyh Korner uy H über 1) 4 er bey(in) „nit Sem Dveicht, ni A gefüttett) Ider Eity' van die finh! Zdanf häh) we die ij! „46 auf dh zs mimt „oer andi? »] an vt Z ſſen, 10 " 4971 welt! „2, und hy „> über in) enhält, 1 Jhier wt" p gan a Von dem Saysſperlintt. 305 durc<, ſonderlich in den Städten, bey den Häuſern, bleibet- dann von den meificn Lands häuſern gehet er im Auggufto hinweg, undfkome met erſtzu Ende des Septembers, oder, nach Beſchafſenheit des Orts, gar erſt im October wieder. Wie er zur Schnee»Zeit in Städeln zu Hefommen ſey, iſt allen Bauern bekannt, und zu eben der Zeit, Fan man ilm auch zu Machts unter den Spärren der Dächer mit der Hand fangen. Im Sommer hingegen, wie die alten Sperlinge zu fangen und zu nähren/ elne vergebliche Sache wäre, alſo kan man zu ſolcher Zeit die Jungen in ähren Neſtern haben, oder ſie auf die Weiſe einfans gen, wie unten bemerket wird, Der luſtige Fang Fanfurznach Michaelis angeſtellt werden y da die jungen Sperlinge im Strich gehen, und oft zu etlihen tauſenden in nahe bey Städten gelegenen Feldern meiſtens an den Fuhrſtraſſen einfal? Jen; wann ſie daſelbſt aufgejagt werden, ſetzen ſie ſich auf die nächſt gelegene Stauden, welche man dann nur mit zwey bis dreyhundert guten Leim ſpindeln belegen darf/ und die Sperlinge auf dem Feld gegen ſolcher Stauden zu- auftreiben, ſo kan man deren etliHe hundert nicen können: Gleich als ob die Finken z ihre ſc gerne. Er färbet ſeineu Schnabel gar zeitlich im Frühling kohlſcen, oder das hingeſireuete Futter auf? freſſen"tan.» wie dann, damit auch keine Taube Schaden thun, könne, vornen noch etliche Spriſ- fel bey der Fallthüur in die Höhe gehen müſſen, durc< welche wol die Sperlinge aber keine Taube hinein laufen'fönne. Die Sperlinge nun deſto eher anzureißen, welche zu ſolcher Zeit; weil ſie Junge haben, ohnedem alles dur<ſuchen„ hängt wan neben. dex Fallthut in einem beſondern Boe gelhaus einen, Tanarien» Wogek, over was man gen einige alte Sperlinge einfinden; und den aus- geſireuten Haber, unter welcen man auc) etwas Brod: odex Käß ſtreuen mag, hinweg tragen, um ihre bereits abgeſlogene Jungen damit zu äßen und der Junius kommt kaum heran, ſo ſtellen ſich die Jungen ſelbiit ſo häufig ein, daß man che der Johannis-Tag kommt, deren wos mehr als dreyſz ſig auszund einfüegen ſichet, und farm genug Fut- fer hinaus ſtreuen kan. Wann dann dieſes zum längſten 4. Wochen alſo gedaurot» läſt man ein? mal zufallen; und fängt deren maychesmab ein ganzes Dußent auf einmal, davon man daun, nachdem man will, und das Vogelhaus groß oder klein iſt, nur 3. oder 4. behält, die übrigen aber und fonderlich die Alten, als welche nichts taugen und ſic) nicht gewöhnen laſſen, heraus nimmt und wies NY der (97 ER| 0090,01 481 ſi 119) 13 | y 043 078 11109; JE iy(| WEI ji 040) 84] (44 11,41 / || jl 1111) == 0 wm= eee Öger dre. 814 Von dem Sausſperlintg. der fliegen läjt oder würget. Von ſolcher Zeit any-bleibt der äuſſere Schlag zu, und die gefange- ne Sperling werden in dem inwendigen Haus/,in welches ſie durch die zerbro an das Fenſter kommen.) wollen aus dem Neſt genommen ſeyn. Alle dieſe Arten abcr laſſen ſich gewöhnen durch ein Fenſter in die: Stuben zu kommen- und iſt dieſes auf dem 2and- viel bequemer als in der Stadt, indem man da? ſelbſt auc» ganze zahme darunter fliegen laſſein darf, welches in der Stadt bey den Sperlingen um deswillen gefährlich iſt, weil,-bey ſo viel Leu ten auf der Gaſſe ein zahmer Vogel leicht gefan? gen werden fan; dahingegen auf dem 2and zum Exempel ein' zahmer Hänfling unter die andern. vermiſchet, in viel Tagen wegen weiten Fluges niemanden zu Geſicht kommet, als bis er wieder nach Haus zu. ſeinem Herrn zurück fehret. Und wann er gleich auf dem Feld geſchen würde, ſd köunte ihm. doch ſein eigener Herr, den er fennet, das Ve |.„ZE buſh mis „wm au fet mah MATIS DUE: WELL Jn(dM MELZT um ND) 904 090), 106,98 finde (190 (0 NESt (UE 7 Mn(3 ß "nt 60 Nemi ('t wet | 515 [ing bieder ſah Or yet dany ? Biſte eißleiny in und G)) in act Dey au Mi 5 Art zuſ | woll" edie Eth ee Fin hn 5 Ort ſh) Ewe( M 51) im Di) Enen) wi De dicht! BB Feufiet 0 geuf den em M im NT|] Feige g S1 da 3 die an p(el Jup u er wit ht ly E württ' rel fen) Wy durch das Vogelhaus beſtändig wieder herein in Dy dem IE 317 raden auf ſfliegen, eile er denſelben, in Din Läſten nach. Davor aber iſt ſich zu hüten daß man einen ſolchen zahmen Wogel nicht darauſſen in der Wildniß brüten Taſſe ,' dann wann eln Menſch oder anders Thier zu ſeinem Meſt naßek, wehret er ſic ganz unvorſichtig und wird darob ges Fangen Wann es nemlich ein Wogel iſt, der Von dem 3 Neſt genomtnen, und dur< vorgeſchrie- bene Art id Weiſe zur äuſſerſten Zahmigkeit ges- bracht. worden. Bor' nicht ſd viel darauf wei Dey vill, daßer ein ſo groſſes Vogelhaus wie oben beſchrieben wor- deny für die Sperling an ſein J NML ELEIT „ſen will, weil ſelbiges der Zierde halben und keinen Uebelſtand an dem Haus zu machen, mitguten Dele a far ben angeſtrichen werden muß, der fan aum nur ein kleines: Bogelhäuslein darzu brauchen, in ſel- bigen die jungen Sperling, wann ſie vorher 4+ "Wochen lang daraus gefreſſen, fangen y und ſie ſdann bis Michaelis in der Stuben behalten, da? ſelbt ſie mit Hanf, wie oben ſchon gemeldet, ge- ſpeiſet werden müſſen, Wann man ihnen die Flügel verſchneidet y ſo kan man ſtein der Stuben laufen laſſen, bis ſie zur Mauß-Zeit um Bartho- lomaäi ſelbſt wieder fliegen lernen: Alsdann um Michaelis wird eine Fenſterſcheibe gesfnet y daß ſie wiederum in ihr Bogelhaus hinaus kommen Foönnen, worinn ſie anfänglich) ihre Speiſe geho- let, und gefangen worden, Da wird man dann ſehen, daß ſie hinaus auf die Gaſſe fliegen, und die 318 Von dem Saugſperlint, die Stube kommen, wie oben ſchon erzählet wor- den, Der Franzöſiſche Author, der von den Canas» cien s Bögeln ſchreibt, von deſſen in das teutſche überſezten Tractätlein an einem andern Ort Mel» dung geſchiehet, beſchreibet ſehr ſchöne und koſtbas re Bogelhäuſer, und wie er von allen bis auf ein weniges, darinnen ich ihm nicht beyfallen kan, ſchr wol und nach der Wahrheit raiſonirt, alſo gefällt vielen ſonderlich, was er von den Bogelhäuſern oder vielmehr groſſen Käſten gedenfet, die many ohne daß ſie ein Bemach verunzieren, in vorneh? men Zimmern haben kan, Wann man alſo in einem Färſtl. Gemach ausfliegende Canarien? Vögel, oder Grünling, auch nachdem die Situa tion, Hänfling oder gar nur Sperling haben woll? te, welche lezte zwar dem Namen nach verächtlich, der Zahmigkeit wegen aber zu äſiimiren ſind, ſo föunte man ſc<<ön Eichenholz zu dem Kaſten nehs men- ſelbigen auf ſaubere Knöpfe ſtellen, und ents weder zur Zierde, wo das Licht hinein gehen ſoll, auf einer Seite ordentlice Feuſter in verguldetes Bley gefaſt, und auf der andern verguldeten Drat nehmen, oder man könnte zu beeden Seiten nur verguldeten Drat gebrauchen. Doc) damit das Zimmer vor der Luft bewahrt bliebe, würde es beſſer ſeyn, wann zu beeden Seiten Drat, an dem inwendigen Theil aber noch darüber Flügel von Feuſtern wären, daß wann gleich auf der augsweit- digen Seite alies der Luft exponirt wäre/ und die Vögel daſelbſt hinaus fliegen könnten, man dan? nad) inwendig die Fenſter hätte, welche im Win» ger ESN DKHKTKTIENTUKTIENETTE aus nw,| TTCN ejohe 1 ve Dy in das ih| ern On ne und fh Wen bia falen iet, alf vj p Vogelhin "fet, vem 8.177 m m ende Coy dem We ts ing hat mad vd (mrn M), um Auſe iele und) men m. jg im verg irn bergab pubeedanE ( Dey lebe) WIND) uw j Drat, ar per ul y vf der eue. NLM EN 2 ma (he in?) ) Dil 65 zz mun LINIEN mm UT103T0 j 4420 Anz>> 5 IST === 2: ſe) u] NN [he ma 91 Ehib u“ [u nh: A dE nm)"80 |ſimd!(011 EL 1121 Opf 1107] NE€ "" M Oeftä TD 07 y STEEN 7 hhied(ab AEN ". Neg (fn 15 "ut biTH nim) Poti dem Zausſperling, 319 rer das Gemach vor Kälte bewahrten, durch wels et ſeyen, Der Sperling hingegen- wann er etlichemal betrogen wird, fößt das einwärts gehende Thürlein iM mehr ks inwart (0(100630, (ffe 1D (NOD Wah w ID M iE! NEL (p Bu (90m 79 puſu h.M Wfl vm Ci vibe gar! vo ds hh Wi Dd ge Wy () 11704* Aue ſm€; NN Wea MAD in den|] 5 6,0", "vie VEN H, Ei Node" din in dal B man| St hürlein| E(et; 1 =S hemny S2 buran) Edie Cy WEr odit4 EE| Fon u he Wiſh Se Hull) - ÜL Mi wiede hn Erling 1 | auſg! eS) bedie! E ehe nN W SS wiſſy) > gan) qu WEH Jena 1 SSC Stal be „A nv " Von dem Zausſperling., 32 mehr auf/ wann er das Loh bedet ſichet, wels her Zſtigkeit vorzukommen auf der Seiten, wo das einwärtsgehende Thürlein iſt, zwiſchen dem ſelben und dem Loch ein kleines Wedel-Sträuegen aufgeſteet werden muß,' Der Grünling kan zu zweyerley Zeit im Jahr abgerichtet werden- nemlic) im Sommer wann man ihn aus dem Meſt nimmt, und im Herbſt x auch darf man ihn, wann der Strich vorbey, den ganzen Winter fliegen laſſen. Mit dem Hänfling verhält es ſich. nur ermeld? ter maſſen ſchon änderſt, ſo gar daß man ihm auch die Freyheit nicht gönnen darf, wann er gleich vorher im Sommer abgerichket worden. Der Fink kan gar zu keiner andern Zeit abgerichtet werden, als allein im Herbſt und im Winter 5 Der Hausſperling aber kan nicht anderſt als in der Jugend gewöhnet werden, darf aber dom wie der Grünling ſobalden im Herbſi wieder in die Freyheit kommen, ohne daß man ſich etwas zu bes ſorgen hat; woraus dann erſcheine) daß der Bor? theil die Bögel abzurichten bloß allein auf die Ers gründung ihrer Eigenſchaft beruhe, wovon dann ſo viel den Sperling betrift, ſchon weitläuſtig gehandelt worden, mithin überflüßig wsre/ ſelbis ges hier zu wiederholen. Die Heydlerhe. hf von Farben und Gröſſe mit wenig Worten zu beſchreiben, weil man nur zu merken hat y daß ſie ohngefähr um den dritten Theil am 2eibe kleiner iſt/ als eine Kornlexcen wer? den ihnen auch dieſelbe gefangen- und die groſſen zerſchnitten/ die kleinen aber lebendig vorgewor?- fen, und dienen ſolche zur gänzlichen Erneuerung ihrer Geſundheit. Jh hätte dieſen Vogel wohl zur Lerchen ſeßen können, dev er y„als einer Befreunden, im Herbſt und im Frühling bald zu folgen pfleget 3 Weit er aber nach ſeiner Würdigkeit ihr weit vorzuzie- hen, und ſich nirgend lieber als auf groſſen Hay» den und Bergen aufhält 3 will ic ihm nach die- ſen ſeinem Beynahmen/ den Vorzug und das Zeugniß geben, daß dieſes der einige Bogel iſt/ ſs rait der Nachtigall um den Vorzug ſtreitet. Dann, ſinget jener bey der Nacht, die Heydler- nach? folget, und. nicht/ wie die Feldlerk achten, mit ſo unſäglichen Haufen ſtireichet, da hinges gen die Heydlerche, wie begierig ſie der Lock zuei- tet, dennoch nur in kleinen. Häuffein ihre Reiſe verrichtet. Welches: zwar nac) der unausſprechlihen Weigheit GOttes„. die aus. den geringſten Din? gen herfür leuchtet„ vermutßlic daher kommet, und dein Feldlexrhen etwann deswegen die Art einander zu locken nicht eingepflanzet iſt, weil ſie auf flachen. Feld- ohnedem leicht“ einander ſehen und zuſammen. kommen können, da hingegen die Heydlerchen„ wann ſie in Büſchen und ganz wü- ſten Gründen: hinſtreichen„ einander immerdar verliehren würden, want. ſie nicht beſtändig ein- ander zuruffeten. Sie brüten nicht wie die an- dern Lerchen, den Sommer über dreymal, ſon? dern nur zweymal x haben aber eben ſo viele Jun ge, als die andern, nemlich das erſtemal 5. und das andermal 4. welche„ wann ſie abfl egen, ſich nicht zerſtreyen- und.von einander kommen, ſon- X 7 dern 32 Von der Zepdlerche. dern bis zum Strich unzertrennlich) beyſammen Halten. Das Männlein iſt von dem Weiblein unmöglich) zu kennen, nach Art faſt aller dex Bögel, die ein ſchönes Geſang haben, Doch find muthmaßlich allezeit dieſes die Männlein, die am Kropf und Rücken am meiſten ſchwärz»- Lic ausſehen. Auſſer ihrem Geſang aber und auſſer ihrem Fang, hat man keine Freude von ihnen. Von ihren Eigenſchaften in beſſerer Ordnung jedoch fürzlich zu gedenfen, muß ich wohl beken» nen, daß ihre Farbe nicht ſchön iſt. Ihr Freſſen, was nicht gar klein iſt, ſcheinet ſie hinein zu lecken. Ihr Aufenthalt iſt beſtändig auf Feldern x die nahe am ſchwarzen Wald liegen, Ihr Strich geſchichet wie oben gemeldet, Und if fie km Herbſt gar ieichtlich mit dem Jiaht- Garn zu fangen- welcher Fang jedoch gleich, ſo bald der Strich angehet, angeſtellet werden muß; weil man ſonſten nur Weiblein bekommt, als welche den Zug beſchlieſſen, und mit kleinen zzaufen ſs ſtark neben den Hölzern in die Felder einfallen, daß deren oft 2. 3. hundertzu» famment kommen, danno< aber unter ſelbigen Faum 25. Männlein ſich befinden. Ihre Brut verrichten fie auch an ſolchen Or- ten meiſtens unter Wachholder-Stauden, mant nehme fich aber nur nicht die Mühe ſekbige aufzu- ziehen, denn wenn ſie gleich mit Ameis-Eyern auffommen, danren ſie doch nicht. Wietvohl eis Rige dafur halten- daß ſie dauerhafter u gis Qube N db» 44 DORNZIH f jet Danl G v> put, e bG„hen m Uhr uod Nus, .“ 1« N* € ar Ars IO vin ns a NR VENT MOM(omm "SDNITHT k» Py Nm 03 DANE walt Li DA “T Ü. var. | a We| €, EE Ih bepfanen dem Weſſely [ foſt er bee haben, 4 die Miel, neſs ly d auſt Mem on Ihn,| eſeter Depng iG when ig ME AEN jen, oben mlhety mien Dahhle edo? ih et wern WWGy ,(als 1) mi Eien Höhn indie VEN 00 » unter Khgeh an fh Dr Stauden Mo o ſelbige mif| JntiwEhen| Wt| oft M| jf] Von der Zeydlerche. 329 als wann man ſie darauſſen fänget. Von ihrer Verſammlung in Haufen iſt bereits zweymal gedacht worden. Von ihrer Lock aber iſt dieſes anzumerken daß die HeydlerhHe nach dem Gimpel für den allerbegierigſten Bogel zu halten die auf die Lo> zukommen dahero/ wer etwann über Winter eine behalten hat, die nur ein Weiblein oder krank iſt, mitderſelben im Frühling, wann ſie kommen, 34. Tage nach Lichtmeß, bald eine andere fangen Fan, maſſen, wann er ſeinen Loe- Vogel in das Feld niederfelßet, die andern, wann ſie ruffet, noch da er dabey ſichen wird, ſchon darzu niederfal- len, da ſie dann mit einem kleinen Gärnlein ge? ſchwind zu betriegen ſind, Ihre Federn färben fie zwar einmal nicht mehr als das andere mal, dom kan man, wann man ein gepaartes Paar bekommt, in dem Früh- ling das Männlein dadurch unterſcheiden, daß es an den Federn mehr weißlicht, obwohl auch an Kopf und Rücken mehr ſc gar leicht zu fangen iſt: Dieſen kan man ſo fett machen als den Hortulany, cs kan alle Herbſt deren ſehr viel zu ſolchem Ende zuſammen fangen, wann man nur einen Heerd im freyen Feld ſchlägt, und in Ermanglung eines Moß-Emmerlings, allgemei? ne Emmerlinge zur 2o> gebraus Bögel ſtünden wäre es[mon geung/ die augsge laſſene an ſich zu lo>en und iſt gar nicht zu zwei feln, daß ſie ſich zu ihrem Sutter nicht einfinden y undin der Nähe Junge brüten ſollen. Doch darf man nicht denken, daß ſie alltäglich zu ihrem Freſe ſen kommen werden, das würde auch zu viel koſten) wann man hundert und mehr Paar auslieſſe 3 ſon» dern dieſe und dergleichen Vögel- wann ungefähr 14. Tag vorbey ſind, werden ſich ſelbſt zu nähren ſuchen, und oft in aht Tagen kaum einmal wieder an ihr Ort um zu freſſen kommen. Dahero man auch die Sauf-Tröglein, die man anfangs etliche Tage auf die Bühne ſekzet/ als her- nach nicht mehr nöthig, hinweg thut, und ware gnug/ wann man für zwanzig Paar/.die man das erſte Jahr auslaſſen könnte, täglich drey gute Hand voll Haber mit Hirs vermiſcht, hinſtreuete 7 welches man nach und nach auch unterlaſſen dörf- te, wann man ſehete, daß wenig Hortulan vorhan? den/ hingegen viel andere Vögel das Futter hin- weg freſſeten. Aus der Wenigkeit der Hortulan wäre aber gar rücht zu ſchlieſſen, daß die übrigen darum verloh? ren wären/ dann ob man gleich währender Bruky deren nicht viel anſichtig würde, iſt nicht zu zwei? feln, daß nicht nach vollendeter Brut ogleig um aco? NUNN hh)"LE | wh DE juin when ir | uh"M 01.42 (an M 11(08 (Newer IBN vp ungen 09 MUL ads na (ten, bi Afatebemt! 00 dem 19 |, Ibelin | uſed j Hl)(M | Winding Wande] (K07M) Eu UNN itty (Ohe In, (MGi Mit Zeiſiiny D 8 herch(h She eh) Sum,| pt 60, Cn zwe) 1S10, die vB nict iu) Zicht einf) 18, Dt! Wu hren) 1) zuvid Sault we van SS bſt zu! DE 1000 ;2U [Zah „ea cht; Ml) un)! je 7 diem „Flic dt) ims)» Wit M terloſt! Ztulan Ms Zu "CITE Eper weren y „init Syt WW. Von dem Sortulan«: 337 Jacobi, deren eine durc ihre Junge vermehrte Anzahl ſich einfmden ſollte, da man dannſo bal d noch vor Bartholomäi einen Heerd, wie man ſons ſten auf kleine Vögel zu ſc» Vögel/ deren man bald mehr bekommen wurde, die ganze dort herum geſchehene Heck hinweg zu fangen, innen zu behalten; und was man nicht verſpeiſet, das andes re Jahr wieder auszulaſſen hätte. Dann die mant nicht fangen würde, giengen mit dem Herbſts Strich alle in andere Lärder hinweg, wohin ſie der inſtintys naturalis freibet 7 und wann deren kaus ſend wären, bliebe nicht einer im Land. I< hatte bereits mit einen paar Hortulan, die mir von einem hohen Ort ſind verehret worden y einen Verſuch gethan und daſſelbige Männleitt laſſen ausfliegen- das Weiblein aber zur Loc> ins nen behalten, da dann das Männlein acht Tag lang ab und zugeflogen/ da ich aber hernach das Weiblein auch auslieſſe- und nicht gewahr wurde py daß ihm etwas am Flügel fehlte, bis es erſt in eine groſſe Stände hinein flatterte/ darinnen ich es zwar wohl hätte fangen können, wann ich die ſo ſchnelle Gefahr vermuthet hätte- undalſs verlohe id) ſelbiges ſogleich die erſte Macht, weil es ver? muthlich durch eine Eule oder ander Raub-ThieL umdas Leben gefommen, das Männlein hingegen bliebe viel Wochen, und ſo lang in derſelben Gey gend, daßes gar leicht die Zeit über eine Brut, wo nicht mehy, hätte verrichten können, es lieſſe ſelbis 9% ſich faſt täglich ſehen oder doh ſein Geſang Y hören ij 111811 338 Von dem Rernbeiß. emwopurg Du hören. Dieſes dienet alſo zu einem Beweiß, daß alles obige unfehlbar ſich praticiren laſſen würde, welches jedoch andern Liebhabern zu reiferer Jever? legung anheim geſtellt bleibt, Der Kernbeiß. Ds Kernbeiß Farbe iſt am Kopf theils dunkel- braun, theils hellbraun/ nemlich am halben Theil des Kopfe iſt er dunkelbraun, und am an“ dern halben Theil iſt er auf ſolche Art hellbraun, wie die Rebhüner am Kopf braun ſind 3 der übri» ge Rücken bis an den Schwanz iſt ebenfalls dunkelbraun- welche Farbe auch die Hälfte des Schwanzes einnimmt, die äuſſerſte Hälfte aber iſt mit ſchwärzlichter Farbe beſchnitten 3 ic kan irren, weil ich jeßo7 da ich vas ſchreibe, keinen Kernbeiß, vor mir ſehe, doch hoffe ich, daß das meiſte eintref- fen ſoll. Unten her hat er erſtlich eine ſchwarze Kehle, die Bruſt aber und der ganze Bauch hin? unter iſt Fleiſchfarb. Alle dieſe Farben hat das Weiblein auch, auſſer am Kopf nicht das hellbraunez und die übrigen Farben, die es hat, ſind alle viel dunfler als bey dem Manniein. An der Gröſſe, dem Leibe nach, wird der Kern- beiß einer Weindrofſſel nichts nachgeben z dieſe aber iſt dicker an Federn- und ſichet wegen ihres langen Schwanzes und der hohen Beine aller- dings gröſſer aus. Des Kernbeiß Schnabel iſt ſehr di, und gröſſer als der Schnabel eines Gim- pelg, doch iſt er nicht ſo ſtumpficht ſondern vornen ein flein wenig zugeſpißtz auch iſt der ZUE nict pM| 0.0 pehnig| ME jen Vuhi9G| wd| ft, Un9 WOW) furturg H) im di MWp AMEN EE «,' A! Juul Wihes Nay TEE KANE nihil dn aw Weih zn big:| RE Im Vene On laſſen wih) E vefen vy p] AU Holley) mlich aml; SD| Und(ty M! tt(illy En ſind; de) 109.007 pi die Häſft! ji? Hälfte he! M) 3(0 fami Seinen Furl) is meſee 4 eine[hm Sze Dith) Std vie Io Sedum EIwird 40 hgeben;" p jet wegn) 4 Beh 155 Gn) Ebel in8 00 pu fondern : der Cm ;| Von dem Rernbeiß, 339 nicht ſden Schnabel ſchien ſoll. Dieſer Vogel hält ſich das ganze Jahr am liebs ſten in Buchwäldern auf, allwo er auch brütet. Im ÜJartio iſt er nirgends als daſclbſt zu bes kommen, und anders nicht als mit einem Lock-Vos gel, vermittelſt einer Schlagwand zu fangen, wo? hin er durch die 20> ſich bald nieder bringen und betriegen läſſet. Im April fängt er ſeine Brut an, und iſt ſel» biges Monat über, wie auch Im U7gy am beſten bey dem Neſt zu fangen. Im TJunio hingegen, oder wenigſtens zu Ens de ſoles Monats, theilt er ſich in alle Gärten aus, und ſuchet Im Julio die Kirſchen ſehr fleißig, da; want man einen 2oc>- Vogel auf eine hohe Stange ſte? Fet, und eine kleine Staude darzu hinauf bindety welche mit Leimſpindeln verſehen wird, manzu ſol? , und ſchlage einen ordentlichen Heerd darzu; auf welchem der Fang; Im September und October eontinuirk. Wann ein ſchöner Herbſt iſt, gehet es auchnoch Im LTovember an, Im December aber iſt wenig meßr von den Kernbeiſſern zu ſehen, und was noch im Land blei- bet, verbirgt ſich immer weiter in den Wäldern bis es ſcneyet, da ſie dann Im'Januario, wiewol in geringer Anzahl, wieder heraus getrieben werden. Im Februario hingegen werden ſie ſchon wies derum in den Buchwäldern Schaarweiß geſe- hen, unddaſelbſten obgemeldeter maſſen entweder anf Heerden angekörnt, oder mit einer Lock ges fangen, In dem Vogelhaus iſt dieſes Vogels beſte Nahrung Hanffkörner 3 er nimmt aber auch mik Leindotter und andern geringen Futter vorlieb, Sein Schnabel iſt ſo ſtark, daß er zur Noth wann er dur< Hunger getrieben wird, einen Kirſchkern oder andere harte Kern zerbeiſſen kan z weßwegen man auch die Finger vor ſeinem Zorn zuverbergen hat. Wann magihn einſtellt/ iſt, wiebey allen Bö- geln, die Vorſichtigkeit nöthig, daß man ihm An- fangs das Futter alſo vorſireue, das er darauf tretten muß z wann er aber einmal gewohnt, iſter ſehr dauerhaft 3; wird auch ſchr zahm, ſonderlich wann man ihn jung aus dem Neft En unz WaR Nn 1 08 (m WD! 1) "es h u 0 h, Wan| « MW WW" "W., Vit 5 1ß, wam EE] ſienthut, 1a iM» Wänhyn; entlich ober cm) ehet es uw nig Wehr wan noh im in den Dihy, geringe Id) eden fefa Schat ih he maſſen m mit ſes Dott mt abet aht 1 Juf wih uf er u ven Hi ID en erbt y vor ſam | webe dud daß mah 47 das rv l gewohn M zahm, fut 3 dä Jeff vm Von dem Kerbeiß. 342 Zum aus- und einfliegen iſt er leit abzurich? ten y 23 iſt aber nicht ſicher 3 dann er bleibet niche lang gehet durch, man müſte dann nahe bey einem Buchwald oder an einem ſolchen Ort wohnen, wo die Kernbeiß ohne diß brüten, und ſo zu reden zu Haus ſind, Wann man einen jun- gen Kernbeiß zu dem Ende aufziehet, daß man ihn zur äuſſerſten Zahmigkeit bringen, und wie mit einem zahmen Stiglitß, Hänfling, Grünling Zeißlein odes Gimpel, und dergleichen, auf der Hand mit ihm-ſpielen will- darzu iſt er gar wol zu gebrauchen, Ob er, wann man ihn aus dem Neſt nehme; welches zu finden leicht iſt, und zahm machte, nicht dannko< anderer Voögel-Geſang, ſowohl als der Gimpel; der von Natur do< aud keinen hellen Geſang hat, zu lernen, geſchift ſeyn möchte, iſt zwar doch nicht ganz gewiß, ſondern nur der Ber- muthung nachzuſagen. Von ſeinem Freſſen iſt ſ vielen für den ſchönſien Vogel gehalten wird. Bey dem Männlein iſt der Kopf und der ganze Leib oben und unten dermaſſen ſchön gelb, daß kein Mahler die Farbe höher bringen kan: dann er ſiehet anders nicht aus, als ob er mit gel- hben Tulipanen- Blättern beflebet wäre 3 der Schwanz iſt bey dem Männlein kohlſchwarz, doch am Ende etwas gelb, bey dem Weiblein aber iſt er etwas abfärbiger, jedoch ſo, daß das hocen und dergleichen, ſofommen doch ſeine übrige Eigenſchaften mit dem Raben, ſowohl als ſeine Farb/ ziemli) überein. Wann man eine Junge Krähe aus dem Neſt aufzießet, ſo Läßt ſie ſehr artig ſich gewöhnen, dohift ſie ſolcher YI)Nühe nicht ſo wohl werth, als eine Dohle, davon ſchon gemeldet worden. Man zähler der Krähen unterſchiedliche Arten/ darunter nach den ganzen ſchwarzen, die bekannt ſind, die ſogenannten. Nes bel-Krähen, die etwas gröſſer und faſt wie eine Dohle, an dem Kopf und Hals grau ſi ſind, daß man unter 50. und mehr ſchwarzen faum eine mit ein grauen Kopf ſichet: a!ſo iſt es in Frankreich, zum wenigſten einiger Orten, ſonderlich um Pa» ris herum, recht umgekehrt, weil man daſelbſt uns ex 50.. graukföpfigten kaum elne ganz ſchwarze fndet. Nächſt dieſen heißt man auc) Blau-Krähe den? jenigen dunfelbraunen Bogel, der im Frühling und Herbſt bey uns nur durchſtreichet, und zwar faſt ſchreyet wie eine Krähe auch einen ſolchen Schnabel hat, im Flug aber viel anderſt iſt, und mehr Berwandſchaft mit dem Häher-Geſchlecht als mit den Krähen hat. Von der gemeinen Kruhen ihrem Brüten, und von dem Unterſchied des Männleins und Weibleins, und dergleichen, öſt auch unnothig zu melden/ weil dieſer Vogel gar Feinen Vortheil bringet. Bon der Krähe iſt ſchon bey der Alſter Mel-, dung pt,) M8 bm; PRLEM Oy lat „mD| MN)| |(1 n j (m t vues 0:11) OE) hM 7 NO| ""ii " y« ww Wan | finan EN NH === Vir dem Jh M aub Zeh Ben, ſolty 78 t dem Jh (ix erein, 1 | GS ſtaufieh 1)»et, allwodie Caſtaniens braune Farbe anfänget- aber nicht gar bis zu dem Schwanz dauret, ſondern zwiſchen dem Rücken und dem Schwanz iſt noch ein ſolches graues Flecklein zu ſehen, der Schwanz aber iſt ſ brauchet einen Kranwets- Bogel lebendig zu erhalten bes gehret, wird genug von ihm geſagt ſeyn; wann man meldet, daß er fait ohne Unterſchied wie ein Miſtler tractirt ſeyn will, Er hat den Namen von ſeinem Fraß, weil die Wachhslder-Beer an vielen Orten Kramets oder Kranwets-Beer genennet werden, Dieſen gehek er Vo(2 427 7.707 nden Wint 1 Jur Dop DI iſe NN MG WE | lit D Wehn u wN po. HE br te, M TN: oho mit H u, den 1 ap undd Kohm, NG vor Vr 108 Mog zu(3 u fier ful LUBIE END, jW bere Ie Wh ma Mun hi weiht h'n ſh 1) Mh den( Don, -....] hen in imm7 In einn y wücfeniſ triſt vi der 0(1! m die Größ ay ve viel dy hu droſſel, oN It ein wih] t nod) Furio m Aſten) es Shwinyy) etz der Eln) "nes Miſs ubtiler ls ich niht mad) per über ghls vicd; u Mt viel verw) pn er zutüdh) jolderbuſgu (wE y geſchreibun Jang" ne 2od hw) | zu erhal 4 ſagt ſey! M terſchied m Fraß„Ww y n Kram! M M" Von dem Kranwers-Votjel. 351 er in dem Winter ſehr nach/ in dem Sommer aber iſt der Bogel bey uns gar nicht, ſondern brütet in groſſen Wildni iſſen und Wäldern, als in Moſcau und dergleichen Ländern/ von denen er, wann es beginnt falt zu wetden, und in ſeinem Vaterland tiefen Schnee ſekt, ſich in unzählichen Schaaren zu uns heraus begibt, und da Haufen-weis gefan? gen wird. Bon welchem Fang man ſehr viel ſchreiben könnte, wann man nicht, wie mit Fleiß öfters wiederholet wird, zeigen wollte; daß die Menſchen mit dieſem angenehmen Geſchöpf GOttes, den Bögeln, nicht allein mit ihrem Untergang und. Tod, ſondern aucfigte Krumſchnäbel etwas lichter ausſchen, und mehr in das grüngelblichte fallen. Der Unterſchied dieſer Farbe kommt das von her, daß das Männlein, wann ſie das erſtemal mauſſen, welches im April und May geſchie- het,(weilen dieſer Vogel, wider aller anderer Vöso gel Natur im December, Januario und Februas eis brütet,) ganz roth wird, und dieſe Farbe in der anders vy n "5% (0 ae 2 Mu, i ſi MUT Je jh ] 4 Ww | WWE ven eat 1 MI: Ih)'"ul 6 ' ping(DO vm fes | j jun WEB | when DANN j, vy(1a que IBS OE Ei Wi fe W W om ""ih N | Ii(ha Gini NEN| fs MT "Not j Jn€ DimL, | len,* Ji der CE Nie Vdc " ( 7 Ee ao“ | Hnabl,| leich fam| gers Deed by t 5 und allin iſiler, alloy, m vier Stihy ſen o) alihy hdeiney Deff) Wehen fan, vy d Vorthel 1) jmabel, 3: Schnabl) je Farbe ud) Tel iſt ſym) Jt undnit blaß und gw Hlbliht, u)! Ider Shmy! faſten heil(p/ Jen Shw) 8) Farbebh) 4 ber ſhe) OÖ: Zeißlen 1) mum ſchn) S das pw 5' Farbe fu vim ſie vrt) und M!"M pl aſer an Saris u"| adi u Ni Von dem RKrumſchnabel. 353 änderten Mauß erſt mit grüngelb verwechſekt, ſo daß die grüngelben die alten Männlein, die rothen aber die jährigen Männlein/ die ſcheigten hinge? gen y als welche auth das erfie Jahr nicht roth wer? den, die Weiblein ſind. Unten am Baud), wo das rothe, das grüngelbe; oder das ſcyexfigte ſich endiget, hat auch dieſer Vogel etwas weißlichtes bis an den Schwanz hinan/ und die Flügel, nem? lich die längſten Federn, ſind ebenfalls nicht roth noch grüngelb, noch ſcheckigt- ſondern bey alen yp was Farbe ſie ſeyen/ dunkelbraun und ſchwärz- licht 3 ſie werden aber, wann der Vogel nicht flies get ſondern ſtill ſißet, mit andern kleinen Federn bedeckt, daß danno< der ganze Vögel roth oder grüngelblicht ausſicher. Die Gröſſe betreffend/ giebt es zweyerley; das von die gröſten am Leibe ſtärker als eine Winter? droſſel x die kleinen aber 7 wenn man die Federn wegthut 7 nicht viel gröſſer als ein Hausſperling ſind. Der Schnabel legt ſich vornen mit den Spißen übereinander, bey theils- daß der obere Schnabel auf die rechte/ und der untere auf die linfe Seite 3 bey theils aber daß der obere Schna? bel auf die linke, und der untere auf die rechte Sei? te ſtehet, welches Urſach giebt, daß etliche die er? ſten für Männlein, und die andern für Weiblein halten wollen, auch vorgeben, die erſten, wo nem? lich der obere Schnabel die rechte Seite behält 5 ſeyen zur Arzney wider die fallende Sucht beſſer; wann man täglich austrinft, was der Bogel in ſeinem Waſſer-Tröglein überläſſet, es iſt aber ein pur lauterex Irrthum und ſchon ausgemacht p wong 354- Von dem Krumſchnabel. wann ſie zu Anfang des Decembers paarweiß flie- gen, und gefangen werden, daßein revoögel hören fallen ſie ganz willig an, und ſonderlich die Meer» zeißlein in ſolcher Menge, daß manchesmal auf einem Anfall mit ohngefähr 20. Spindeln,(mehr| pflegt man ſelten zu haben) deren 40, zugleich ge- 32 fans 356 Von dem Krumſchnabel. Fangen werden/ da man dann die Stangen nieders läſſet- und was nicht ſelbſt herunter fällt/ von den keimſpindeln abnimmt, die Spindeln abbu- ßet 7 oder neue einſiecket, und die Stanze wieder in die Höhe richtet. Im April währet dieſer Fang, noß immer fort. ö 4m Ulay abet hat der Strich, ſo viel mir be» wuſt, ein Ende. Doh habe ich von andern ge? hört, daß ſie dieſem Fang um Johannis obgeles gen 5 welcher Beſchaffenheit ich nicht re<ßt kundig 3 und alſo unerfahren bin, wie dieſes Vögel Im Julio ,/ und 6 “Im Auguſto zu bekommen feyn'möchte. <“*m September, wenigſtens gegen dem En? de dieſes Monats- gehet dieſer Vogel im Wider» ſtrich, welchen andere Vögel im Martid halten; und wird alſo *%m October und LTovember auf mur er- meldete Weiſe gefangen, dabey man in a= | jäng Wh' -=- | SENN 1 ic+ foMiab jeh) voy war G&' | Johan] o nihtrh ih dieſen Yy| ch feh nh, ens gegn] : Vogel 4 im Mohlun ymber wn y man nar bereits zah)] nemlih 6 oder an a won die Ran A | 4.0 Jogel u (a e übe fau? 1 einem naht ealidy u WD! WDE) 1) Von dem Krumſchnabel. 367 welche Mühe man aber nicht nöthig hat, weit eit Krumſchnabel, welcher auch nicht vom Neſt aufe dezogen wird/ ſich dännoch leicht zahm machen läſo ſct; die alten Vögel aber inegemein zur Brüut-Zeit aus feiner andern Urſache gefangen werden, als damit man. die jungen durch ſelbige aufäten laſſe. hre beſte Speiſe iſt das ganze Jahr hindurch nichts anders als Holzſaamen/ welen aufhören, noch ziemlich weit oben; fangen weiſſe Federn.an, welche ſich bis zum Schwanz erſtrefen. Männlein und Weiblein ſind hart von einander zu unterſcheiden, und ob- gleich die, bey denen die Erdfarben bräunlichte Fes dern am meiſten hervorſcheinen, weil fie von den hellen weißlichten und ſchwärzlichten weniger abgeſtochen werden, die Weiblein ſeyn mögen, ſo iſt do< der Unterſchied ſo gering, daß er zwar wol mit den Augen zu ſehen; mit dem Pinſel aber ſchwerli< vorzuſtellen ſeyn wird. Die Gröſſe der Kornler ſchweben, und ſich ſingend aufzuhalten, nöthig haben. An der hinderften Zehen bekommen fie, wie auch die Heydlerche, wann ſie ſich vermauſſen y ungemein lange Klauen, mit welchen ſie hinweg ſtreichen, und im Frühling ſelbige nicht ie ſo ang wur“ ED | jm! 10; | ſog 7 um 9 ea Wav "ULD Gundi| " 12),| wun)| Vn) (WE 1 WW(€!| |;(uE; Y (4 Nep MM:18: wichen) 0 un190| Wie,| » bs| m VD;| wnn| feen j" y 9| I US| "bas| Wa Os Wag x WET 7 Doe, =, € 25" pF 4 " - | Sieg nN | 3 Iod bat Ero |: Seile Zies |; Mi abet 17 »S'm: Drs | DWaehen by Zy "ps „| Benſen | Mühe fe kx R fn und 7 1| Ii beiden, 0 >| fn brau 2448 weil ft ja;khtn 1 J4G:(run Jam das es Von der Lerche. 353 lang mit fiH briagen 3 ira Sommer aber werden ſie noh kürzer/ und iſt darüber bey den an ſolchen Dingen Luft habenden ſchon manhesmal die Fra- ge entſtanden: Warum doc? der Schöpfer, der nichts vergebens ordnet, eben zur Strich-Zeit dies ſem Vogel ſo lange Klauen ſchaffet, welche matz Sporn nennet, Im T7artio/ kurz naH ſeiner Ankunft, iſt dieſer Vogel am beſten mit einem Nactgarn zu befommen, oder wann Schnee fällt, kehret mart auf den Feldern einen Platz, und ſtreuet Haber dahin- wobey ſie/ vermütelſt einer Sclagwand; ſchr häufig können gefangen werden. Man fängt ſie auch zu ſolcher Zeit mit Schlingen, die man an eigem Bindfaden in den Furchen, wo man vorher mit einem Beſen den Schnee wegkehs ret, und Haber hinſtreuet; aufzuſpannen pfleger. Wann kein Schnee iſt, fängt man ſie eben za der Zeit, undauch no gefangen werden. Es gehet aber dieſer Fang am heſten zu Ende des Auguſti und im September any ehe die kerche alle Furcht vor dem Hächtlein verliehret, und ſich deren noch erinnert 3 im Octo» ber aber muß man mit dem treiben gar behutſam ſeyn. Im LTovember y Im December und“janpario iſt feine Ler, als welcher diez ſer Vogel nicht nachgehet, ſondern auf andere Weije müſen betrogen werden. Weil dieſer Vogel in kein Gebüſch kommet, ſondern im Strichz entweder in der höchſten Luft 5 mit groſſen Häufen dahin ſtreiFet, oder in ebnen Feldern ſich einlagert, folglich ſich nicht leicht von ſeines gleichen weit verirren kan, und alſo nicht nöthig hat, daß er dieſelbea mit Locken zu ſic ruffet, iſt ihnen von der Natur keine eigente liche lofende Stimme gegeben: dann ob die Ler? ende Stimme von ſich hören leſſen, Nach 386 Von der Lerche, Nah dieſem von der Feldlerche geführten Dis ſcurs in beſſerer Ordnung noch etwas von ihr zu fagen, iſt zu wiſſen, daß ſie ihr Freſſen lecker, wie man wohl ſiehet, wann man ihr Milcden R € MB Sel vy je tlm) » 5) wiel 4: Schn 4 het|! Es befiht! Fr ein! Sein Al wi und Die bey? Suden(] „yn Von der Ueiſe. 372 amzzepau ſicm- neiget, und alſo ſehen auc) der Schwanz und die Flügel aus welche letztern abey nicht mit Düplein verſehen find. Wie viel ähnliches fie mit der Holzmeiſe hat, ſo wohnet ſie doh nicht bey derſelben im Schwarzholz, oder doh ſelten; und nur auſſen daran, ſondern ſie enthält ſich lieber im Laubholz bey der Kohlmeife. Die Gröſſe iſt wiederum einer Holzmeiſe gleich, und ihre Eigenſchaften-an Kräften im Schnabel und Füſſen ſind wie der andern Meiſen.: - Die Schopfmeiſe von gleicher Gröſſe, hat auf dem Kopf ein kleines ſpikiges Schoöpflein von blau und weißgeſprengten Federn/ und. dex vor? dere Theil, von dem Scuabel an bis an ſolches Schopflein, iſt von gleicher Farbe; auh iſt. der Kehle etwas von ſolcher„Farbe mitgetheilet 3 im äbrigen iſt der untere Leib bis hinab zum Schwanz dunfelweiß, und der Rücken ſamt den Flügeln und Schwanzfedern ſind mausfarb., Sie hat/ wie die Hanfmeiſe, und ingleichen die Holzmeiſe, ſo gar einerley Farbe mit ihren Weib- lein, daß deſſen Geſtalt beſonder nicht beſchrieben werden kanz auch har ſie alle übrigen Eigenſchaf? ten mit den andern Meiſen gemein. So viel aber die Wohnung und den Ort ihres Aufent halts betrift/ hält fie es allein mit der Holzmeiſe- Die Schneemeiſe/ welge etliche Pfannen? ſtiel nennen, iſt die kleinſte unter allen„hat aber den längſten Schwanz, der bey ihrem. kleinen Seiblein nicht anderſt ausſiehet, als ob der Vogel daran angeſpieſſet wäre. Sie iſt am Kopf ganz AQ 3 weiß 7 894 Von der HÜeiſe. weiß, auſſer daß ſie über den Augen, und unten an dem Kinbaen braune und ſchwärzlichte Streiflein hat 3; der Rücken iſt aum mit braun und ſchwarzen Flelein, darunter etwas weiſſes Hervorſcheinet/ überzogen/ und die Flügel ſind gleich alſoz die ſehr langen Schwanzfedern aber ſind meiftens ſhwärzlicht/ doH mit etwas weiß geſtriemten: Federn untermiſchet. I| x 4 90N l a bi j 3, MEN I Dd(wine) 19 auc mithy Wer etwas wh MU die Fiel) Swanziedens IG wit ewt) E. Mi ben biet) Erben, !| Dorwage 6.) UT VESE ji FEd zm Zu) DM 18- ze) jaMeilung Im 10! 1 Genaue u Av die Ip) ver jed Qben vb! vEdgma 1 18 verm! gel min 2 eaten 0) (Wiſe m! Sar ür" NE dert | Fr Zu vSVegt" "SEG Y qchr Em wigene Es Von der Weiſe, 355 aber ſein Neſt nicht in holen Bäumen und Stäm»- men ſuchen, wie aller andern Meiſen, jondern auf ſtarfen an dem Stamm anſtehenden Aeſtenz daſelbſt träget er ſo viel Moos und Federn, mit welchen das Neſt inwendig ausgemacht iſt, zus ſammen, daß man es nicht in einen Hut faſſen kan 3 und in ſolchen zuſammen getragenen Klums pen, der ſo verwunderlich geſchlichtet iſt, daß es eine Menſchen Hand nict nat; alsdann eines nach dem an- dern, und darauf deren mehr auf dem Tiſch hos len. Welche-Verſtefung. der Hanfförnlein wahrhaftig eine Art von Nachſinnen anzuzeigen ſcheinet, und mit dem inſtinetu naturali ſich nicht zulänglich genug beſchreiben läſſet. - Seit kurzen habe ich erſt erfahren, daß die Mei- ſen durc Hunger gezwungen, wann ſie vorher an die Freßtröglein gewohnt ſind) auch mit Ha- ber vorlieb nehmen;- und davon nicht wie von dem Hanf erblinden, ſo daß diß wohl die Speiſe ſeyn wird/ mitder eine Meiſe, wann ſie den Som? mer über Heuſchre>en und anders Gewuürm bee kommt, und im Winter nichts als Haber genießt viel Jahre länger, als man ſouſten erfähret, zu erhalten ſeyn möchte, ſo do Anzeh) giederli 17.100 yi groſſe 5 Farbe)" „3 aby | | Vön dertJeiſe. 381 behalten; obſchon nicht die zahmeſte, doch) deswe- gen die angenehmſte/ weil ſie am allerunruhig- ſten iſt und ihre Nahrung in allen Ecken und Winkeln ſuämet Wann die Meijen nicht eben ſo viel Klauen hätten, als andere Bögel/ und an den Schwänzen ſich auc) ein gar zu groſſer Unterſchied wieſe, ſo könnte man ſie unter die Baumhäcklein zählen, zu denen ich die ſogenanns te Klehner zwar atich geſezt, ungeacht ihnen keis ne Klauen mangelt, weil dieſelbe ganz, wie die Baumhäcklein/ an den Bäumen, rings um die Aeſte herum laufen, welches die Meiſen ſo be- ſtändig nicht thunz und daher, weil ſie auch an der Anzahl der Klauen, von den Baumhäckiein abgeſchieden ſind, billig für eine beſondere Art gehalten werden. Alle Meiſen le>en ihr Freſſen, dann ob ſie die Nußkern und anderes jc ſey, als einey die man alsdann erſt fängt, Sonſten etwas von andern Bögeln zu lernen, iſt dieſer Vogel von Natur dermaſſen ungeſchickt, daß es gar pur ohn- möglich und ſo lächerlich iſt, es verſuchen wollen, als wann man einer Taube etwas vorpfeifen wollte. Die Urſa iſt; daß die Meiſe nicht dich? tet, nom auf ihr Geſang ſich befleiſſet, ſondern ix Geſchrey von Natur ohne nachzudichten her» vor bringen kan. Um Johannis hört man der Holzmeiſen Stimme oft mitten in Städten, auf ßohen | vn| Was hh agen, 4 hnen[ehh Ben ande! Seiden fi! 4: fiſh bl ER 0hlmih En Jer dim] BE nid m Sid mt! pg Nm M nf verh Waſſer di ZS ſeh) ein etw)! zer Py) (garpin) Suden Wi 195 Gf niht) fet, ju apud Ero(m) X1> SIAM)! ; AM SS 00) zua fe OE ECENCHEETATEAENNNTTTEANAT NATEN AE atw; HWY m) HETTINGEN Der M eden-„Seplag A. aur äd auf die Erden geſfelt, über ein klaez. nes, mat emen Garnlein oder(Gitter 3 em die„Jungen Grunlkng C. zuſehen ſeynd, Zanz der Boden wirt pott ATTTET IDN EEE M ==W u ARE 1050 0538 Wie == des fAncken feines, nur mit dem Unter,| = hied, daß es an ſtatt des vermattel/t =jemes abweichenden drats GABEN |= I Thurleins. Zwey Ihurlen habe da === denen hauf)- Sper ingen gehorige von fich eines einwerts, das anderg AUSWEVtS aufſchriebe., A. daſ zw hauftf ft vor die meißen auch gantz dienlich» 1 Ai| STE M2 PIE u] fahren M)„IS MIN 1X BNL Ww brau D Vinnt; 08 (ſes Mug 097,7 i fic Nw R 34 Nyhhg iht reg ſ; MM(3 af def Op fe 3 vc ."(ſl vigf hr vy“ Von der ÜUJeiſe. 383 hohen Häuſern, und ſicher ſie auch daſelbſt anfal- len: ob es aber Holzmeiſen, oder vielmehr ein anders kleines, den Wiſperlein oder Weiden- Zeißlein ganz gleiches Vögelein iſt, als welches auch im Frühling bey ſeiner Ankunft des Schreyen und Geſangs halben, von denen, ſo nicht wohl erx- fahren ſind, für eine Holzmeiſe angeſehen wird, kan ich ſo eigentlich doch nicht ſagen. Tab: XV: Die Meiſen zum Aug-und Einfliegen zu ges wöhnen, braucht es gar nicht daß man ſie aus dem Neſt nimmt z man darf nur ſo bald der Strich vorbey iſt zu Ende des Octobers oder noh ſpater, eine Meiſe etliche Tage in der Stube haben, daß ſie derſelben gewohnt, herna (08)| NL ZU: vt 319, 148 | ju Joſe 0n WuM, | m Deum| | jm Drs| uf u bingeteat I u, vo Nas dr Ji Zenn 00 Yuf Khepeb) pn Ciand a) H UNTEN ER (Wf Den(133( ) ) ) ) | iw, Wld ' Taus I Fchrua| 4100070 77 KENT A Thmels un| Wr wer 3Bge ſohn WLan Gri) Olen hy 19 wen | 178| Otty BW: vl | ſhut | Wos(ih 18 Pt eſ; ( 2G iln | 1851 Oy 09 FME ben) 19077970 Belp 4 150 0 18:1 0, | (43 vy OP ett 0! AE» 20 1] pEeEin DEUTEN ' abit | A | fü ſa“ (ME) 7708 N Von dem LTN7iſiler. 385 davon bey dem Häher gemeldet worden; und dieſes gehet auch Im Auguſto an, Im September ebenfalls, Im October und Im LTovember werden noch Strich)- Miſt- ler- zwar nicht gar häufig, auf den Heerden gefangen 7 davon zu gedenken unnöthig, well dieſer Fang y wie auch die Art ihn im Sommer in der Finſtern zu halten, allen Vogelfangern befannt iſt, Im December, und ſchon in dem vorherge» henden Monat y fängt man ſie mit gewiſſen Vos gelhäuſern. Man hänget nemlich den Lockvogel an einen Baum, wo Miſtlerbeere gewachſen/ es ſey gleich auf einer Tannen, oder auf einem Apfelbaum, weil auf jedem ſolHhen Baum ein Miſiler ſeinen eigenen Stand hat, und zu ſolcher Zeit keinen andern allda leiden will, weswegen er blind vor Zorn auf den andern herabſtöſſet, und das Voo gelhaus, welches mit einer eiſernen Feder gerichs ket wird/ ſich über den Kopf zuſchlägek. Jm TJanuario und Im Februario währet dieſer Fang tio< ims mer fort, wofern nicht durch allzu groſſe Kälte x ſo doch ſelten geſchiehet/ die Beere abfallen.| Die Nahrung des Miſtlers iſt Kleyen in ſüſſe Milch geweiht, oder läßt manihn in einer Stus be h-xum laufen, ſo nimmt er er mit etwas ſchlech» tern vorlieb, wie die Amſel und Droſſelz ſeine beſte Speiſe/ mit der man ihn erfriſchen kan/ ſind Bb 2 Miſtcls 388 Von dem Tniſtler, Miſtelbeere; und allerhand Gewuürm, Heuſchre- >en,; und dergleichen z nah andern Beeren, als Wacholderbeeren, Vogelbeeren und dergleichen ,/ iſt er nicht ſo begierig als die Kranwetgvogel und die Amſel. Die Männlein find von dem Weiblein ſchr ſchwer zu erfennen, in der Jugend aber, wann ſie aufgeaßet werden, geben fie fich) durch ihr Dichten bald zu erkennen, da hingegen auſſer ſol- her Zeit, man es mit ihnen nur wagen muß. Sie brüten des Jahrs zweymal, und vas erſte- mal ſehr früh, gleich im Merzen, machen das Meſt gemeiniglich im ſchwarzen Gehölz ziemlich hoch, wo aber groſſe Eichenwaälder ſind, niſten ſie auch vielfältig auf hohen Eichen, und haben meiſtens 4. oder«. Junge. Er ſchlückt auch ſein"Eb ſſen wie die Weiß- droſſel. Und hat ſeinen Aufenthalt bey ihr im Schwarzholz meiſtens, doch auch in andern Holz 3 aber er liebt die Höhe der Bäume, und kommt nicht ſo oft in die Niedere herab, als jene, Sein Strich gehet auch um die Zeit an, da die Droſſel ſtreit, doch hält er es darinnen wie- der nicht mit ihr, daß ſie ganz und gar aus dem Lande ſcheidet, er hingegen dort und da ſich im Winter ſegen läſt. Er brütet auf Tännen- Bäumen oder auf Fichten ſehr hoch 3 und iſt auſſer der Brutzeit einer von den Vögeln, der/ ob er ſich ſchon in nahe bey Wäldern gelegenen Wieſen/ zufälliger Weiſe | | | | v Enn TE jeß vm 378 | elf Deh ih? Und hrt! N iy vn ü us zu 8 (Wet MZ eigim! jut Freaht fd EE 10) tragt IS dnb 1. S uſa Cim und WEL 1970), x Nufhdlung jn| weg | fo Ahe 15! vi eg eſ wid iln vo KAME hm& fag vn 4 4 ps: iT Mr keneg, ſin! ON Aeen je“| WE Wo ky Pr, 6... Ein, v9 Phy 'B Jyh VN einh; 1 196 Yeh) JU he 8 fich x 1 DANN KUEN] | IOtundhy | 639, meh | th 4 «==>- [50 ſy), = | | WO We! ' IS,hy| nB ahn | 18, 0 | wn pm 3 | 3 Spach! !"TU P:1010 DENN Pr 0 » of [11104 IV, 10) Von dem UJiſtler. 389 Weiſe dem Fraß nachtrachtend, bey hunderten verſammletz Doh nicht bey Schaaren bleibe. Und daher na< der Lock nicht begierig iſt, es ſey dann im Winter, wo er den Stayd hat, aus Zorn, oder da die Jungen einen ſingen Hören, Keine Färbung des Schnabels oder andern gehet bey ihm vor 3; ob er gleich nur im Frühling ſinge. Er badet ſich im Waſſer 5;% Und trägt ſeinen Jungen die Speiſe im Schnabel zu. So lang er in der Freyheit iſt, ernährt er ſich faſt wie der Kranwetg-Vogel von Gewürm und Beeren, ſonderlich von Miſteln in Winter: da andereihm verwandte Vögel, als die Weißdroſchel und Amſel, die neben ihm im Wald brüten, nur im Wald auf der Erden ihre Speiſe ſuchen, fliegt der Miſtler hingegen weit hinaus in die nächſte Felder und Wieſen. Er iſt einer von den zahmeſten unter dieſem Geſchlecht, ſou- ften aber iſt mit ihm nicht viel anzufangen, maſe ſen er von ſchlechter Gelernigkeit iſt, doch ſollte er, wann er ſehr jung zu andern Vögeln gethatt würde, no< wohl etwas imitiren lernen. Daun wir wiſſen, daß ein groſſer Unterſchied iſt, ob ein Vogel gleicg) von dem Neſt an dagjenige höret, was er lernen ſoll, oder ob er es erſt vernimmt, wann er ſchon eine Weile ſeines gleichen oder etwas andern nachgedichtet, welches einem jede die Erfährung noh beſſer weiſen wird: inglei- „Den iſt viel daran OE daß ein Vogel bey h2 dem 7 vt 809 Pon dem Miſiler. von welchem er lernen ſoll, ganz allein ſey 3 wel? . Dee eeezugge. zzz“ EZ "'w Khns RI Oe, Jollen ln Se Me) Wil''a un >-m Von dem VIoß-Emmerlinq. 39x Der Moß/ Emmerling, oder Rohrſperling« Sie Farb und Gröſſe dieſes Vogels iſt ſhon oben bey dem Emmerling beſchrieben worden. ch habe denſelben zwar einmahl brütend in einer ſumpfigten Wieſen angetroffen- auch ſei- ne Jungen bekommen 3; ſonſten aber mein Tag nicht anders als im Herbſt durchſtrei- Vogels ſich in das gewohnte Gemach zu be- geben. Baſtarten zu ziehen, würde mit Emmerlingen und Hortulanen vermuthlich leicht ſeyn, aber id) wüſte nicht zu was es dienen ſollte, Hingegen ihn zur äuſſerſten Zahmigkeit zu brin- gen, verdient er wohl, weil er ſchr ſchön von Far» ben und von Natur darzu inclinirek. Aber ihn andere Vösgel-Geſänge lernen zu laſ- ſen 5 iſt nicht rathſam, weil er nicht ſo lang ſinge als ein anderer Emmerling, alſo man nichts das- mit gewinnen würdez ſein natürliches Geſang iſt auch für ſich.ziemlich angenehm/ und gleichet dem Geſang eines Hortulans, Der Moßſchnepf. E* iſt der Moßſchnepf ſowohl als dey Walds- Ächnepf am Kopf und Rücken ganz braun mit ſe durchgehen laſſen, daß die Hälfte des Garns auf der einen Seite/ und das übrige auf der ano dern Seite ſtehet 3 da daun zu beeden Seiten 2, Kerl lit. 6. gehen, und die Bögel mit Spißruthen auf das Garn zutreiben, Da man ſouſten mi? dem Fang einer einigen Nachtigal oft länger als eine Stunde zubringet/ kan man auf dieſe Art, wann ſieim Strich gehen/ welches in den Hundstsgen geſchiehet deren in einer Stunde wol 10. fangen. Es iſt zu wiſſen, daß, wann man eine junge fin det, die gar zu hell ſchcinet/ und nichts von braun? lichten Federn untermiſchet hat, ſelbige ſowohl ein DPeiblein ſey, als diejenige- die lauter bräunlichte Federn und nichts bellfärbiges darunter gemiſchek haben, dann die gewiſſen Männlein müſſen zwar/ wann man ſie gegen den Weiblein hält, und be? erachtet- viel hellfärbiger ausſehen als dieſelben, jedoch der bräunlichten Federn nicht ganz berau? bet ſeyn, Wer alſo nicht betrogen werden will/ der halte im' Ausleſung der jungen Nachtigallen die Mittelſtraſſe, und werfe ſowohl die 46007 arbis vlt | nme | fehn ds 0: ſ | 0) uE | vam ud dv EE "NG WW CIO| wbb? 8 | 0 hm IG! | Ww fontS: jur wm JEH | Khiurch MMG NIE) 1 Wiherly Oft ot Aner Fs | NY inelch fürn vb nt Vongart It Tela ( fuge MANCHE ; Wd abeugeg Nh nict| Ex "ngo begeg eer „IMF Spot Chöper H ' dq bet 14 M Veltn fe) be | aug 8 in ih Ii Vendet y Ieeg fp 4 Geity 0, Aufi Dinfty dk Ontin 1) NOU Ds Gan 4 000097 LIT Eu Bot( Ee ulriuget) SI Es) bi| 978 von brau Fofml Zu 5] geht |„ſſt NO 9.19 ge mf ft Ee py NEEM fa) Von der Lrachtigal, 399 farbigen als die allzu braunen und dunklen hin- weg, und erwähle ſich diejenigen/ an welchen er die hellen und- braunen Federn alſo gemiſchet finder, daß doch das Helle vordringer. Zu Leipzig finder man in der Stadt ſehr viel Nachtigallen, von ei- ner beſondern Art, die man Sproſſer nennet, und welche aus dem Anhaltiſchen kommen ſollen; ſie ſchen gänzlich aus/ wie eine andere Nachtigal, auſſer daß ſie merklich gröſſer, und der Schwanz nicht ſo roth iſt, Ihr Geſang iſt aber bey weiten nicht ſo ſchön/ als das Geſang.unſerer Nachtigal- len/ dann es fommet auf Droſſel-Art heraus, und iſt nur darum zu achten, weil ſie faſt alle die ganze Nacht hindurch ſchlagen. Die Nachtigal ſowol als andere Vögel haben nicht einerley Geſang, ſondern ſind eine von der ändern unterſchieden 3. wer darauf acht gibt, fin- det, ſonderlic) wann er zwo Nachtigallen hat, welche nicht von einem Ort ſind, ſondern zehen und mehr Meilen von einander cntfernet waren, als ſie gefangen worden: Er wird merken, daß eine jede viel Schläge thut, welche die andere nicht kan, es ſind aber beederley Schläge ſo. ſchön, daß ntan doH nicht ſagen kan, welche ſchöner ſchlage, wie hingeger bey andern Bögel, als bey Finken, bey Gereuthlerhen u. a, der Unterſchied alſo be»- ſchaffen iſt, daß man ſobald merket, daß ein Vo» gel weit ſchöner ſchlage und ſchalle als der andere. Nach der Nachtigall ſollte dem Buchſtaben nach ein Vogel beſchrieben werden, welchen man Nachtſchatten ngennet- den ich aber, wie verſchiedes ne andere, deswegen übergehe, weil mit ihm des ny 4.00 Von ver Llachtigall, im Fang noch ſonſten eine Luſt zu haben: Eriſtin der Gröſſe wie ein Guguck, ſchreyet wie eine Krös te; und Aieget nur bey Nacht, ſonderlich wann ſich Togund Nacht ſcheidet, da flieget er an den Wäle dern hin und wieder, und ſchlucket auf einmahl viele 100. Mucken im fliegen hinein, dann ſein Schnabel iſt zwar klein 7 er kan aber das Maul dannoch ſo weit aufſperren, daß mau eine kleine Hand gar leicht hinein ſtecken kan. Esgiſt die Nachtigall dem Geſang nach, der edels Fe Bogel: dann obſchon die Hayd-Leret, wann man ihnen bis,den 24. April das un- ſchädliche Nachtigal!-fangen nieht verſiatten; noh erlauben will, daß ſie Junge aus dem Dieſi neho men oder fangenz geſtalten ſo bald die“Jutigen vorhanden ſind, die Alten ohnedem ihr Geſang be ſc MG Mf Saarl ves in am Ch '3 Nu 15 098/00 2 DZ(epn FR El (* JC 4 1977001 1 MEM 4 ANI » jim" " | | | j | | Von der TT7achtitall. 409 Nachtigall; die ein Männtetn iſt, zu einem abge? meinen Weiblein-Nachtigall gethan würde, man das erſte Jahr zwar nichts als junge Nacvytigaiz len von gemeiner Farb bekommen, das andere Jahr aber/ wann'wian ein Junges von der weiſz ſen erzogegenes Weiblein wieder mit dexſelben bri- ten lieſſe, ſich bald die Vermehrung der weiſſen zeigen, und das dritte Jahr nichts als weiſſe das von fallen würden, Es iſt auch) Erwähnung geſchehen, daß junge Nachtigallen aus dem Neſt zu nehmen, deßwegen eine Mühe ſey, auf die nicht viel zu halten; weil ſie, wann ſie keine Alte hören, vor ſic) ſelber auf ihr natürliches Geſang nicht fommen. Es iſe . aber zu wiſſen, daß, wer zwo Tiacheigallen oder derer mehr halten will, ſehr wohl thue ,; wann ex alle Jahr eine Junge, oder deren mehr, aus dem Neſt aufzieht, um das Geſang zeitlich zu haben, Solchergeſtalt darf er nicht ſorgen, daß die Mühe vergebens ſey, weil durch das heftige, obſchon un? geſchicliche, Singen einer ſolchen jungen Nach- tigall- welches ſie fobald im October zu treiben anfängt, die alte Nachtigall, falls ſie noh über 2. oder 3. Jahr nichtim Bogelhaus ſikßet/ exeitirt wird, ebenfalls ine Novembris oder hoöhftens zi Anfang des Decembris ihr Geſang auch anzuſtim- men da ſie ſonſten vor dem Januario oder Je- bruario ſich würde haben hören laſſen. Und auf ſolche Weiſe lernt die Junge ihr natüeliches Geſang, und bezahlt dur) unanfhörliches Siuv- Sendie angenommene Mühe überfiüßig, welche ohs Beden nicht groß iſt, weil fein Vogel zu finden g Cc s der 410 Von der TTachtittall, der leichter aufzuäßen- als eine Nachtigall, wann man friſche Ameis-Eyer bekommen kan ,/ die man doch länger nicht braucht/ als bis ficſelbft freſſen: alsdann fan man ſie zu friſchem Her), mit dürren Ameis-Eyern vermiſcht- zu Sammel und Milch» zu ze rſtoſſenen weiſſen Mohnſaamen, oder nur zi ſolcher Speiſe, wie man den Amſein vom Tiſch hinweg gibt, auch zu Kleyen mit Milch geweicht, gewöhnen, Wer nun Junge haben will, der gehe bey ges meinen Jahren den 25=- 28. May, bey ſpäten Jahren aber, wann es gar lang kalt geblieben erſt den 11--- 14, Junii hin an das Ort, wo er den May hindurch eine Nachtigall ſingen gehört; ſchlage mit einem Stock in das dort herum fich be? findende Gebüſch, oder laſſe gar einen Hund mit ſid) laufen, ſo wird er bald De daß die alte Diachtigalien aus Sorg und Zorn/ der Jungen wegen, ſchr hefilg ju pfeifen, und zu ſcnarren anfangen werden. Reget ſic NI nur eine; ſo iſt es ein Zeichen, daß entweder das Weiblein noch brü- fet, under erſt in 8. oder 10. Tagen wieder kom? men muß, oder daß er ſchon zu ſpat gekommen; und die Jungen bereits zu ſiark fliegen könnenz regen fich aber die Alten beede, ſo ſetze er ſich nie- der, und gebe Zct ſie mit Gebüſch, daß der Regen nicht Schaden thun kan, bis ſie groß fins, und ſelbſt freſſen kön ven: oder man fängt die Alte; und läſt ſie zu Haus aufäaßen- worzu man endlid) auch nur eine Alte nothig hat. Undiſt ambeſten, man ſchneide den Alten, man habe gleich) einen oder beede, die Flügel ab, und lege mitten in ein helles Zimmer ein abgehauenes Sclehen-oder anders Gebüſch, ſetze die Jungen hinein, und ſtreue friſche Ameig- Eyer herum» dabey aber keine Ameiſen mehr ſeyn müſſen/ damit fie die Eyer nicht vertragen, ſo wird man bald ſchen, wie die Alten nach ihrer Gewohn- Heit böß zu thun ,/ und die Jungen zu ätzen anfans gen werden. Die Alten aber zu fangen iſt gar Leicht, wann man nur erſtlic eine Junge haf. Dieſe ſet man in ein in die Erde gegrabenes Grüblein, und det ein kleines Gitterlein oder Gärnlein daraufz hernach nimmt man einen Meiſenſchlag, thut den Boden unten davon hins weg» und ſtellt ihn aufgerichtet darüber- ſo wird ſobald eine- Alte, und waun die erſte gefangen auth die andere fommen ,/ und mit einem Schna- bel voll Würm in den Meiſenſplag hinein fprin- gen/ um die Junge zu ätzen, darüber ſie aber ge- fangen werden; ſo daß man in einer Biertelſtund beede befommt. Sind alodann nocrz Junge im Gebüſch übrig- die man noch nicht gefunden„ ſd verrathen ſie ſich bey Entbehrung der Alten, durch Sdcreyen; wann ſie hungerig werten, ſobald felbſten, daß man fie al!e in kurzen finden kan. Wer das Nacht?gall-Geſang vom Octobris u ig Zi, Won„m 16 niht 0) LL UNE| ud y 168) ahh| P, mh UT ME | 3 Ahh |: Mh (09 fil | WS jn) 1 0777 4 Def J Hi ] 5 au) ""1% 4 Kew EN M6 x JEU 8 EI | 18 vn ud 1 Si un Ehl) n Er hw 211.0 (M 1, | 0 vy 1[AM ) y Eu in JE N |? 0 SKKOB |€| Ä"/ (NOM y| 48, ,| „| ( DIE rd Fe TaB: XIX. 729: 922- vz? FRE EE 1200085 HERE AME I EINEIN MIRI EE 2: , Zerget B; -gall getrieben.. DEIN EBE H> H he zur- Schlag A.„[Eehet auf der Erden neben dem die Nachtz;; Werſe „Wie | zus ewas vorge | | | ie Fenrge, welche | iz 5 ) ; -- |.[tap von); | den|> yd ſ; 087]„ve | Pugh 1 m | mſi! | Qrupf i 4. 0 vs pm 16] 190) 00(Ze R vn 1 vid zum: js VAD€ Wu NS Er jyNwD Tut feen Janis pg mD Nope au Puniys 010"eten 18%] | Im mene a ph vg 1 NE (4 pv -; hx v NW SEDN „1 m 170.3 Von der LT7achtitzall. 412 bis mitten in Julium, alſs über 9. Monat, ohne Interruption hören will, der muß dreyerley Naz tigallen halten, eine die 5. 6, oder 7, Jahr alt itt; die fangt erſtim April an, und ſingt fort bis Jaco- bi 3 eine andere, die nur ein oder zwey Jahr im Bogelhaus fikt 3 dieſe fängt urn Advent, oder wann ſie eine Junge hört, ſo ſie excitirt, auch wol eher an zu ſingen/ und continuiret bis mitten in April; und dann eine Junge, die aus dem Neſt genommen, oder ſo bald ſie abgeloſffen, gefangen und aufgezogen worden 3 dieſe dichtet zwar ims merfort, ſo vald ſie ſelbſt freſſen kan, ſie wird aber doch nicht ehe recht laut, als im October, und fährt alsdann mit ihrem Geſang fort bis zu Anfang des Aprils. Alsdann das andere und dritte Jahr fäng! ſieum Advent an, und continuirt bis zu An? fang des Mayes, Das vierdte und fünfte Jahr aber fängt ſie erſt im Mattio oder April an, und continuirt bis in Junijum oder Julium, vor wel? en, nachmachet. Die kleinen Neuntödter werden in Oeſterreich groſſe Dornreich genannt, weil ſie in den Dör- nern brüten: da ſie doch nach dem Schnabel/ Flug, und allen übrigen Eigenſchaften, nit unz billig unter die Neuntsdter gehören, Wann man ſie aus dem Neſt aufzieher/ werden ſie zahm ,/ und laſſen Dy) y 1 fen EN haſen, 1/D9 ni Wizae: ME u) 19.012 NEN. 090007 11. HNL 1078)» JW ngeiEab nern 67 M7) vue /Durig Untödter, ' der Reuntiyg) fan 1 Wel hy ird, daß)| Nn fan, hl 1 Und dadurhth, Üverfen, Niſt feine Ey) y d rohes She) Sand(omen Tzu Leber(wh Eiter bey unh), Ft ſie von der Au) Soſen, auf auh) DB: Vögel, jug t ihnen fuplh | Deuntödienhn Dfſen, win ES 9: Welden 8 allein be) y Ös fan mn ES)(ud) ſimog 4 ſondern m) „€ und Gras gel Ol)| At,"OE| verden in V4 2 veil fie in NE hh dem| S„ſafe 101) Dien, Zu E den Nn jop N]| " Von dem PTeuntödter. 42B laſſen ſich die von der kleinen Art zu allcrhand Speiſe 3 die groſſen aber, nur zu Fleiſch gewöhs nen. Beede Arten belohnen die Mühe, die man an ſie wendet, mit Ergößlichfeit, die fie machen 3 maſſen, wie gemeldet worden, der eine mit unge? meiner Behendigfeit/ ſeinem Herrn einen Vogel holtz der andere aber alle Vögel-Geſchrey, die ex nur einmal gehört/ nachmachet, worzu freylih eis ner; der drauſſen ſchon geflogen, tauglicher iſt, als einer, der vom Neſt genommen wird z3 weil man dieſen nicht. alle Vögel kan hören laſſen, die der andere in der Wildniß bereits nachahmen geler- net. Die groſſen ſind von ihren Weiblein nicht zu erkennen, die kleinen aber gar leicht,"und brü- ten dieſe in groſſen dien Stauden, allwo manin ihren Meſtern 4. 5. auch 6.“funge findet: die ans dern machen ihr Neſt auf hohe Bäume, jedoch nur auf die unterſten Aeſte, öfters auf-Birn-oder Aepfel- Bäume, die in den Feldern, weit von andexn Bäumen entfernt ſtehen, und haben gleiche falls 5. bis 6. Junge. Der meinſten Meinung gehet dahin, und ſie hat auch den beſten Grund, daß obgleich der Neuntödter in einer Stauden zuweilen einen Vo- gel mit Gewalt, wie ein Habicht, und aus Ge- ſhwindigfeit fängt, dergleichen Fang doch ſeinen Appetit nicht ſtillen könnte, ſondern er Hunger ſterben müſte, wann ihm nicht dieſes zum Vor- theil gereichete, daß die Bögel vor ihm nicht aus? zureiſſen begehren. Es iſt wahr, daß ein Neuntödker nimmermehr mit bloſſex Gewalt und Geſchwindigkeit; in freyey Dd 3 Luft y 422 Von dem LTeuntösdter. Luft, einen Vogel zu fangen vermag, wie hinge- gen ein Habicht zu thun pfleget: Es fängt ein Neuntödter aber nichts deſtoweniger fehr viel Bögel darumin freyer Luft, weil dieſelbe ihm zu entgehen, nicht alle ihre Macht und Geſchwindig? Feit anwenden/ welche ſie gebrauchen, wann ein Habicht hinter ihnen iſt. Sie ſchen den Neun- tödter für keinen ſolchen Feind an, ſondern derſ«l- be iſt nur ihr heimlicher Mörder, der ſich ſtellet als wolle er nur ſcherzen/ und die armen Vögel meiſtens mit Betrug um das Leben bringt. Die meiſten Vogel haben im Gebrauch, daß ſie ihres gleicyen) und auch andere,„ſonderlich im Strich ſehr herum jagen, welches man vor allen an den Emmerling und Bachſtelzen in Acht nehmen kan. Dieſes weiß ihr heimlicher Feind, und bedient ſich des Bortheils, daß er gleichſam verkleidet iſt, nemlich nicht wie ein Habicht, ſondern wie ein anz derer Vogel ausſichet. Darum ſezt er ſich an die Gipfel der Bäume, und macht allerhand, Vo- gel- Geſchren nach, worauf auch die Wogel y als welche ihn für keinen Rauh- Vogel halten, ſich nahe beyihm ſcken, und ſich nichts böſes verſchen: der Neuntödter ſtellt fich auch nicht, als ob er ihr Feind wäre; ſondern wartet bis einer oder mehr wieder hinweg fliegen, alsdann eilet er ſo ſchnell ex kan nach, doch nicht: wie ein Habicht 3 ſondern in dex Geberde eines Vogels, der ſcherzen, und den andernin der Luft herum jagen will. Da ſich dann oft begiebt, daß der arme Vogel, den er ver folgt, zumaken wann er höher in der Luft iſt, als der Meuntödter, ſelbſt auf dieſen herunter föfſer; . un - " E10 D | wins ' | KufG 4m 2 "9:4,| ktm Gin), LE MTL „ahnt Wdh KnatiD „ate 071 W" Ir jh dim Hy xd H» Wann 44 Wittigy 0 No WD vt Vipljsl ) Nät ddt Bw m Vplier x] jn Nun "iht vols dh tet | Wiſi Wig nf, Why NEN Wm, 3; 4 Ztödter, "IIR Qt(ey fm Meniger für| Gei dieſe py H und Grſty Q Ouen, I 4 ſehen ders M0, ſonden Dlt, dei SEEN ENNN| DO ben bring.) Hud dj Snderlim inh) PB 1 vor(find) En Nhtwhn) DY nd, und ks * MUN Beſonder Drum ſtu! MIENON gd die Dy! 4 Vogel hal) 5 idhts böſen) nict, det!) big eint" Ny A en Habit" vj der ſhu" „en wil! ee Beh 11720) Ww farbe | Von dem Pfauen. 423 und ihn vermeint zu jagen:"dieſer Mörder flies| het auch ein wenig, und ſtellt ſich, als fürchte er' ſich 3 ehe man ſim aber verſiehet, hat er den Vo- gel, der ihm doh leicht hätte entgehen können bey dem Kragen/ und fällt mit ihm in die nächſte Stande, Dieſer ſehr ſchädliche Vogel, der fich von laute Raube nähret, läßt ſich zum Aug-und Einfliegenn nicht gewöhnen, Und mitihm Baſtarten zu ziehen wüſte ich keinen Gatten zu erwählen; nächſt des me verdient er mehr daß man ſein Geſchlecht aus- rotte oder dünne mache, als daß man es ver? „mehre, Aber zahm gemacht zu werden iſt er wohl werth, dann damit kan man ſich eine groſſe Luſt machen- wann man ihn äuf der Hand angebun- den dahin trägt wo andere kleine Bögel ſind, und ihn hernach unter dieſelbe hineinfahren läſſet. Anderer Vögel Geſänge macht er von Natur nam, nicht aber aus Lehrbegierde, ſondern nur die arme Bögel damit zu betriegen und zu morden. Der Pfau. Den Pfauen übergehe ich, weil ich die Plinia- niſche Lügen nicht ausſchreiben mag, ſon? dern den, der des Pfauens Natur und Eigen- ſchaft wiſſen will, an den Herrn von Hochberg verweiſe, welcher in ſeinem Buch vom adelichen kand-2eben von dem Pfauen unterſchiedliches aufgezeichnet. Dd 4 Der =.eewen ct-==euggggennnn m 424 Von dem Phaſan. EAR DELNTETRrh 2 denz ng u Der Phaſan, DG gemeinen Phaſanen Farb( dann es giebt 4 aum ganz weiſe und ſchecfigte) iſt wunder- bar ſchön 3 der Kopfund Hals iſt dunkelblau, der Scmnmabel weißblaulicht; alsdann fangen ſich faſt mitten am Hale heliglänzende hochbraune Federn an, welche länglicht äusſchen/ und alle mit einer glänzenden Goldfärb eingefaſſet ſindz dieſe nehmen den ganzen Rücken ein. Die Bruſt iſt mit noch ſcönern ſolchen Goldfarben und hochbraunen oder vielmehr dunfelrochen Fes dern gezieret, worunter auch viele blaue und mit einem Wort fo ſchöne Farben ſind, daß ſie ſo we nig als tie Schönheit des Laſcihuns recht bes| ſchrieben werden können. Der Schwanz iſt nur ſblechr braun, und hat quer über ſFwarze Streifen. Die Heten ſind über und über braun wie eine 2erche, an dex Bruſt aber haben ſie etwas bellere Federn, die dennoch auf braun hinaus zielen, und aud) mit dergleichen dunklen Farbe, wie der Hah- nen hohe Farbe iſt, eingefaſſet ſcheinen ,. ſo daß doch endlich nicht anderjt geſagt werden kan, als daß die ganze Phaſan-Henye braun ſeyz ob ſchon des braunen nicht einerfey iſt. An Gröſſe ſind die Phaſanen mittelmäßigen keutſchen Hiünern aleich zu achten, ihre Leibes-Ges ſtalt aber, kommt tna) allen Geberden und dem Gewächs nach, worzu der lange Schwanz hilft, mit der Pfauen-Art überein. Es iſt der Einwurf geſchehen, daß fein"el ' fhei 5" quis,| |" Qaune DM) n hM fund füh: je mw 5) b werb 18 Wh 1.00 01 ſyr muß Dai 171 fre ws Rd "(ip) mh wu WIIRH) H UNE ENIM AT0.2M 1 Wo, erf Di Nefelten an VfH M9 NN NW,[6 4095 fn | Mid Dien 0 io ng! ſ 0644| "We Doi) fi Nb ibo es| |"nem," |(Vl Dy ky |"nOfD | M --<) und fit Goh 06 Efie bey Di 8 daher ſe) S verſitäht) Sid fog) ven Weihn + gehen[ih bofen, vf EUR 30, ub g,(ind;(00 lh ar beet 1 Sifien 107 TVG Ww Von dem Phaſan, 429 herum. Mau wird aber ſehen, wann man dis thur/ daß man von den ausgelaſſenen Hennen wenig Nuten hat, dann die meiſien Eyer und Jungen werden den Katen und andern Unge- ziefer zu Theil, auch verwildern die alten Hennen ſamt den Jungen, daß ſie aisdgnn nicht an- ders als mit Garnen und Rohren zu bekommen ſind, Den beſien Nutzen giebt es, wann man ſie alls Frühling paar weiß zuſammen ſtelier. Jetzo ſollte, nach der vorhabenden Ordnung, von dem Fang und Nahrung der Phaſanen et- was gemeldet werden z aliein in Teuiſchland giebt es feine rechte wilden Phaſanen, inmaſſen was wir wilde Phaſanen heijſen, doch feine andere ſind/ als die auf gewiſſe Futterſtätte gchen, und daſelbſt gefangen werden 3 dieſes weiß ich zwar wohl, daß man die wilde Phaſanen, auch ſo gar die zahmen, wann man ſie weit von dem Haus antrift, mit vorſtehenden Hunden und mit Ste>- garnen fänget 3 aber davon hier eine Beſchreis bung zu machen/ wäre vergebens, Der Herr von Hochberg, der ſonft gar accurat iſt, irret, wann er ſchreibt, die Phaſanen blei? ben wie die Rebhüner bis im Frühling Zucht- weiſe beyſammen, dann das findet ſich ganz an»- derſt, und ſichet man daß die Jungen, ſo bald ſie völlig erwachſen, wie die gemeinen Haus-Hünery gugeinander gehen. Die Geſtalt des Phaſanen iſt ſo beſchaffen, daß- man ihn nicht unbillig einen kleinen Pfauen nc1- nenkönnte, deme das Männlein oder der Hahn 908 dem blauen Kopf und Hals auch ziemlich gleich fommt, 432 Von dem Phaſan. kommt. Die Bruſt iſt mit Goldfarben und » blauen Federn untermenget, und noch ſchöner als die Pfauen haben: der Schwanz iſt auch lang wie bey den Pfauen, jedoch ohne Spiegel, und alſo bey weiten nicht ſo ſchön: die mittlern Federn ſind, wie bey den Aelſtern, die längſten, Auf dem Kopf haben ſie keine Cronen, wie die Pfauen, jedoch finder man bey den Hahnen auf beeden Seiten über den Ohren, etliche erhabene Zedern, welche an ſtatt ſolcher Cronen zu rechnen wären, Eo ſehr aber die äuſſerliche Geſtalt dem Pfauen nahe kommt, ſo entfernet ſind doch andere der Phaſanen Eigenſchaften von dem Pfauen- Geſchlecht: maſſen die Phaſanen ein und anders auc< mit den Rebhünern, und ſon- derlich dieſes gemein haben, daß ſie ſich wie die ſelben vor den Hunden trücken und mit Garnen überziehen laſſen, anders mit den Pfauen nicht übereinſtimnendes zugeſchweigen. Ihr Freſſen nehmen ſie, wie aller Hüner Ar- fen, nemlich verſchlingende, Ihr Aufenthalt iſt in Wäldern und Auen, davon ſie auf die nächſte Felder hinaus laufen, In den Ländern, wo ihr rechtes Vaterland iſty als in Ungarn, und an theils Orten in Franks reich 2c. ſtreichen ſie auf die Art, wie die Rebbus ner, bey uns aber werden ſie gemeiniglih nur von groſſen Herren in den Gärten aufbehalten. Sie lieben die Geſellſchaft nicht wie dis Rebhüs- ner, ſd daß auch die Junge, deren wohl 20. auf einmahl gebrütet werden, nicht gar zu lang bey» ſammen bleiben. Ihre „ewe 00) Om jp 1,01 du 910! W" ih hy KL rt) Q MW |(Wy 0)"D Y | Untſy6 | Wh) MEN | l ) | | | |(Ma St | liQmwt x do mlß 1,9 Into 490% | Wien 160 114107 L "met 3a 4 w BS Und noh fb) SScwag| y Uh mb Ohön; Nen ISMen, die lab 139 Croneh, 1) A den Deh; M, etliche ES tönen 311 u8rlihe Gift eferut fey YE Oſten hy) S4: Phoſm Sine u) | fie ſh 0) BW und mils Beden Mun .„Wf p 1.aller Dus ES derm u) I< Hinaus 0 3:8 Bele 5 Orten)! DS, wiede) x gemein prin auf" Von dem Phaſan. 431 Ihre Brut verrichten ſie auf der Erden, ob ſie gleich zu Nacht auf'den Bäumen ſißen. Zur Lock ſind ſie ganz nicht begierig 3 und was man von andern Vögeln wegen des Fär- bens; Singens, Badens, und Aetzens der Juns gen zum Unterſchied angemerket, iſt bey dieſen zu erinnern nicht nöthig, weil fich ohnedem verſtor het, daß die Hüner-Arten nicht ſingen, noh die Sude äßen, noch jährlich ihre Farbe verän» dern, auh ſich nicht anders als im Sand baden. Es iſt mit dieſem Vogel eine ſchöne nüßliche Luſt zu haben, ohne daß man, wie die groſſen Herren halbe Meilen lange Phaſanen- Gärten bauen läßt. Dann wann man die Eyer Jnudianiſchen Hünern unterlegt, deren eine Henne gar leicht 39. auf einmal ausbrüten kan, und den Junz gen die erſten 2. oder 3. Tag friſche Ameiſen- Eyer vorſtreuet, koſten ſie im übrigen nicht das geringſte mehr als Indianiſche Hüner, machen auc a=> ==. == C;h, K Preh fü) E einem Oct; Pon mehr; v Jed man wp) Els ehnzh, Sitwann 4,4 Nd, Why Bohn Zel fi haben» by 8 Tdh I verſichuym j[9 S: von Dim) Harten(9) pofahn fun ZS(hem div! R einmal) Dan fu «0! 7 AUE u Ge gement Jam 5) die eran jd wird mw" fen all uy" g var dah N + Jan NE rde) ve zul my; ern nien ' h | ) Von dem Quäcker; 835 Hälfte der Eyer, ſondern kaum das dritte Zheil wird gut befunden werden. Von des Phaſanen Zahmmachung iſt genugs ſamer Unterricht gegeben worden. Des einige will ic) den Liebhabern hicrbey recommendiren daß wann ſie mit Phaſanen Bas ſtarten ziehen wollen; ſie lieber eine Phaſan- Hens ne zu einen gemeinen Haushahn rhun mögen y als es auf ſonſt gewohnte Are anſtellen3 es iſt wahr, daß es auf dieſe Weiſe nicht ſowohl ange? Het, als wann der Phaſan das Männlein iſt, Hingegen wird die Mühe wie die Erfahrung ges ben wird weit beſſer belohnt werden, Der Quäker, Ds Quäckers, vder wie er in Oeſterreich ges hennet wird des LTicabizz, Farbe iſt ſchr ſchön. An bem Kopf iſt das Mänzlein ſchwärzs licht, und ſcheinen die Jedern mit dunkelweiſen eingefaſſet zu ſeyn; wann er aber alt wird ve? hen die weißlicten Federn gar hinweg, und wird der Kopf kohßlſchwarz, welche ſcO am Hals hinunter erſtrecfer+ hernach werden die Federn heller, daß ſie bräunlicht ausſehen, und ſind mit graulichten eingefaſſet, bis hinunter zu den Purs zeln, allwo dieſe braune Federn von den ſchön- ſten weiſſen Federn abgeldöſet werden 3 der wann man ein Weiblein Quäcker zu einem Männlein Finken läſſet, ſchöne Baſtarten ziehen/ und es iſt auch daran gar nicht zu zweifeln, weilen die Ver- wandſchaft beederley Vögel jedem der Sache e 3 verſtän- 438 Von dem Gugcker. verſtändigen ſic) ſelben vor Augen leger. Wer äm Winter einen Mikewitz vor das Fenſter ſez Bet; befommt in wenig Tagen zu ſeinem hinaus? geſtreuten Vogelfutter viel Gäſte, und kan mit dem Quäcer dasjenige noch viel beſſer anſtellen als mit einem Stiglig odex mit einem Grüns» Ling- was hicunten diesfalls angemerfet worden» nur daß der Quäcker im Frühling ſo gern durchgehet, welches er doch vergeſſen würs de, wann man ihn an dem Ort x wo er im Wins» Fer geflogen; erſt im May, mit einem Weiblein gepaaret, auslicſſe. Seine Nahrung iſt Feine andere als die man denen Finken giebt; dann ob er gleich den Hanf etwas beſſer vertragen kan, ſo lauft es doch zulekt mit ihm ab, wie mit deuen Finfen; wann man zu lang damit forrfährer. Auszund einzufliegen läßt ſich ein Quäker auch" viel leichter gewöhnen als ein Fink, und braucht es gar nicht, daß man ihn vorher zahm mache y wie den Finken; ſondern man kan ihn„ noh ehe er geſangen wird, gar leicht an das Fenſter ge? wöhnen, durH welches er künftig aus-und ein fliegen ſoll. Man ſeßt nemlich nur im Winter, wann es Schnee hat, vor das Fenſtrr, auf ein darzu bez roicetces Bret, einen Quäcker in dem Bogelhaus, ſo findet ſich bald einer oder mehr ein, und genieſ ſet in dem offen jichenden Meiſenſchlag- wie an? derer Orten gemeldet worden, die Koſt 3 da man dann, wann fie alſo ohngefähr drey Wochen ge- flogen, den Meiſenſchlag, der vorher feſt geſtellt Warg 0,19 u!(111 XA (u A iv Cu 107 pa Det 1089 UL! fz jf (uft 1.00| Wugfonn fn man IP? (engere Wm NE (Wd fut I 1109060199 1(000.40) Wh, ui! Oh Veniet 5 = Zr] "init vh3e het WT "Wulrn Nn mur Wofluß ) in,| N vs Pſy) 4 zu eiten ji Sofie und fyy iel beſſe vi Omit einen h fals( Dr im Jig DENNE Diet woe Cit einen Dh Pindere, deln ver glei du)! auf Pinfen, ha Eh ein Ziel g Fine u ther jahn) ata ih 1) En das jW) Dftlg auen yBinter, Ww) 4 auf ei » dem Dp je ein, m" enſchlag, vy die Koſi, drey Di" orhet ij h'] || || | Von dem. Quäker. 439 Inwent wanns wma 7 war, zum Fang richter/ und ſofort die gefangenen Vögel im Zimmer erſilich ein Monat lang/ jede än: einem beſondern Häuslein 3 hernach ſie in der Stuben aus ihrem Häuslein aus- und einzuge? heu. nur etliche Tage gewöhnet, und dann weiter ſie kühnlich hinaus fliegen läſſet/ ohne zu ſorgen daß. ſie auehleiben., Dann ſie werden ſich ſo bald auf ihren vorher ſchon gewohnten Bret vor dem Fenſter einfinden„ und entweder- naczdem man ihnen Gelegenheit machet, durch die Scheibe gar in. die Stube hineinfliegen- oder doc) auf ermel- deten Bret in dem Vogelhaus aus-und ein? geben» und., ſo off man. will, gefangen werden fönnen3 Jedoch muß, wie bey. andern Vögeln auch. anfänglich in Acht genommen werden/ daß wann man einen fängt man ihn nicht mit der Hand anareiffe, no< ſo balden wieder auslaſſe'z ſondern man: muß ſie etliche Tage in dem Vogels? haus. eingeſyerrt behalten/ damit ſie vor ſelbigem nicht einen Abſcheu bekommen 3; da hingegen wann es Vögel ſind„ die ſolcher Abwechslung des Fan- gens und wieder Auslaſſens ſcon lang gewohnt/ und vollfommen zahm ſind, dieſes nichts zu be? deuten haf» und darf man ſelbige des Tags wohl drey oder viermal fangen, und wieder auslaſſen y ohne zu ſorgen/ daß ſie dem Häuslein gram wers den möchten. Weiter iſt bey den Quadern ſich damit wohl vorzuſchen, daß man fie zur GStrich-Zeſt zeitlich innen behalte. Dann weil es. ein Vogel iſt, der in unſerm Laad/ nicht woh net, mithin nur im Winter von dem in kalten ndern fallenden Schnee zu unsgertieben wird- Ge X iſt 448 Von dem Gug>er. iſt nicht zu hoffen, wie bey dem Finken, daß, wann er verſtreichet, er doch in einem halben, oder endlich in einerm Jahr fich wieder finde 3 ſondern wann er einmal verſtreicht, iſt er ganz und gar verlohren. Dahero nothig, daß man ihn im Jahr nicht länger als 8. Monat fliegen laſſe, in dem Martio, April, Seprember und October aber in ſeinem Bogelhaus eingeſperrt behalte, Allſo daß es wohl dabey bleibet, daß unter allen zu folcher Luſt der Zahmmachung dienlichen Vs- geln der Fink, Grünling und Hänfling, jedoch nach Unterſchied des Orts, die beſten ſeyen; die- ſe verliehren ſich niht, wann ſie glel< verſtrei- en, ſondern ſie kommen, wann fie anderſt bey Leben bieiben, den nächſt folgenden oder doch den zweyten Strich) wieder. Die Häuflinge verlieh? ren ſic) auch alle Jahr, wann Schnee fällt im Winter 3 ſie ſtellen ſic) aber im Frühling wieder ein 5 und fliegen, wann fie auch eine Stund weit- und noh weiter von dem Haus brüten, doch täg? lich zu ihrem gewohnten Fenſter, daſelbſt Speiſe zu holen, Die Finken hingegen können zwar den Sommer über nicht kommen, weil mehr als einer ſich an ſelbigem Ort, zu ſolcher Zeit, nicht darf blicken laſſen 3 ſie find aber der ganzen Win- fer» ſonderlich wann ein Schnee fällt, ſobald vorhanden, und auch die übrige Zeſt, auſſer der Brut-Zeit, welche mit dem April anfängt, und um Johannis ſich endiget, unterlaſſen fie nicht, wenigſtens die Woche ein paarmal vor das Fey- ſier, oder in die Stube zu kommen: wiewohl'ek- liche auß alle Tage ab-und zufliegen, und über Machr yl Oaft iegen 0 100 fa gange Wi 1 | j WEN» edu [4 ſE vuhl,"0 ved u NM" fis Wi WENN, Währ uad 108070* Woge Dat AEH NN| hus Kue bh Hufen, fb AUM Wand 100 Wim mh falſe f MN JEN Pelm] In Wory mer übe|| On Guß ' Di hm, d When dar Ih y iy vn WE R t k Ate, 1. He Fily y em Halba | de finde; yy Ne Qa mh ny vi wel it fegen 34 Faber un))y Sngeſpent ly IA, daß um) ny dini) 14) Dänfin a! beſten fn DS fie alle 1) amm fem) < MGMT) 5 Hifi) €| Ehmlt) Ce briten) - NN daſhb R egen fünt) Sm m » folder 30) pden gup4 Ame fü Ege Zel pril aufet aterlaſſe 11 mal vr) ," fliegen; | ) ) [ Von dem Gugcker. 442 Nacht nirgend anders als in ihrem gewohnren Zimmern ſiken. Es iſt oben gemeldet worden p es fange die Brut der Finken im April at; und iſt do) der April auch unter die Monate geſeßt y in welchen die Finken noch ſtreichen- fo daß die? ſes für eine Contradition gehalten werden mot. Allein es iſt zu wiſſen, daß im April iho rer vicle and zwar nur Männtkein die Weiblein ſuchen, nog ſtreichen 3. jedoch die meiſte ſchon brüten. Der LQuäcer iſt zum Aug-und Einfliegen nog viel, lekhHter zu gewöhren als ein Fink, er braucht "nicht lang innen beßalten zu werden, wer einen koc>-Bogel hat; kan bey Schneezeit denſelben nur unter das Fenſter ſeen, und Körner neden. dem Vogelhaus ſtreuen, ſs werden ſich ſo bald an- dere einfinden, die ex daun hernach vermittelſt eis nes Meiſenſchlags, wann fie vorher etliche Wos Alſo ſoll vur fürzlich derjenigen Meinung berühret werden, die da vorgeben, die 8Kaben pflegen das Aas aus der hohen Luft, ja auf cine groſſe Ferue„ zu riechen: im glaube aber- daß ſchr wenige zu finden„ die ſim ein ſolches werden bereden laſſen. Dieſes. kanman wohl zugeben, daß ein Rab ſoweit als ein. anderer Vogel, wie eine wilde Endte und derglei-- et, welcher wie ein Hufeiſen formiret, und von den Jägern der Schild genannt wird: der Schwanz hat ebenfalls ganz dunkelrothe Federn, welche obenher mit bräunlichten guten Theils ier deäet 446 Von dem Rebhyun. dectet ſind, und ehe nicht geſchen werden als wann ſie den Schwanz ausbreiten, Der Schna? bel iſt bey den jungen dunfelbraunz bey den al- ten aber ziemlich hellblau. - Die Henne iſt am ganzen Leibe an der Dunkels heit ihrer Farbe, ſonderlich aber daran leicht zu kennen, daß der weiſſe Fleck unten am Leibe mels ſtens leer bleibet, und mit feinem S(| | | MMD) UE0 | NANO) ni j | ] (LAM) hit Dl; „4:| Wen| 7711 p NUS 94] Bn uft I 4 16 1) (tej ff „4 194| 00: ZU (fn! aß (mfa h Bn: Kat een Ven (7: LU R WW fob vd) 11€ "9S) k: Mu; RE (0)' WE] DE WET "iG ve ande y "derm H nen am fen hem El M Oer uy Sid ml ' Junge fan NEBEN | die Oemyy vete Dema4) 10a nn Oe dune einem Yay IH die Oy md; derehy bel; do 11001) genen neroiß d ſind ſſt in Ep ner 1(8 wr Ot| ſs nh |! Von dem Rebhun,. 447 fen ſey, wurde angeführet, erſtlich, daß ich ja ſelbſt, befennte, es ſey nicht dahin zu bringen 5 daß eine ganze Schaar alltäglich nach Haus fliege, fondern dieſes gehe nur mit zweyen oder dreyen an, und zwar am ſicherſten, wannman eines oder mehr mit abgeſchnittenen Flügelny zu Haus behalte, zu wels Hen ihre Cameraden zurück zu kehren, bewogen würden» und ſich ſchneten 3 dahingegen, wann man 7. 8 9. vder mehr fliegen lieſſe; ſim das Spiel bald verkehre./ und ſie ſammtliä) drauſſen blieben, dder doch ſehr ſelten, und nur von ohngefähr wies der naF Haus fämen. Zum andern hätte ich 35a ſelbſt geſchrieben, daß wann man gleich im Win- ker eine ganze ausfliegende Scaar hätte, ſelbige ſim doH nicht vermehrte; ſondern nur ein Paar bey ihrem Ausflug blieben, die übrigen aber im Frühling von ſichjagten, ſo daß dieſelben als wil- de auſſen herum brüten und auch wie wilde ge- fangen werden müſten, folglich ſey dann der Bra? ken ebenfalls nur mit Mühe und Koſten zu erlan? gen und die das Jahr zuvor daran gewandte Sorgfalt verlohren. Allein ouf die!en Einwurfiſt leicht zu anttvor* ken3 dann ſo viel das erſte betrift, daß ſchwer ſey, die ganze Schaar zahm zu behalten, iſt ſolches nur von der äuſſerſten Zahmigkeit; in welcher ſie ihrem Herrn aus der Hand freſſen, anzunehmen 3 und verſtehet fich dhnedem, daß man nicht lauter ſo gar zahme, ſondern auc halb zahme halten wird. Dann es iſt wahr, ſo bald die ganze Schaar hinaus flieget, ſehnet ſie ſich nicht mehr ſo ſchr nach Haus, kommet auch nicht täglich/ und wann nenten deg eri un de Ü 41 8 wia 446 Von dem Rebhun. wann ſie kommet, ſtellt ſie ſich etwas wilder anz aber was hindert dieſes an dem Genuß des Wild- prets? Muß man nicht einen S«paun. oder ein anders Hun eben ſowol in ihren Stall treiben, wann man es zum ſchlachten fangen will? Man darf die Rebhnner nur im nächſten Garten;»(dann wo ſie zu finden ſind, weiß män,) vonihrer Steſle Hinwegtreiben, ſo laufen oder fliegen ſie nach Hausz und der gute Freund, dein die zahme Reb»- huner nicht mehr haben naß Haus kommen wols len 7 hat daran gefehlet, daß er nicht eines nah dem andern zum Flug gebracht, nemlich immer einem 14. Tag, oder zur beſſerer Sicherheit, 3. Wochen länger nicht die Federn ausgeriſſen hat/ als dem andern 3 ſondern hat zweyen/ ja wol dreyen, die verſchnittenen Federn zu einer Zeit aus» gezogen/ nur weil er die Schaar geſchwind groß Haben wollte, dadurch daun geſchehen, daß die An- zahl deren, die den Flug nicht recht wuſten, größ» ſer, oder doch derjenigen gleich würde/ welche des Zlugs ſchon gewohnt waren, und alſo folgten die unwiſſenden den abgerichteten nicht nach- mit- Gin verurſachten die, ſo noch nicht gewöhnt waren/ durch ihr anhaltendes Ruffen, daß die, welche doch ſchon gewöhnet waren/ auch zurück blieben. Dann exiſt zu wiſſen, daß ein Rebhun, wann es 14. Tage laug nach Haus zu gelangen ſich ſelbſt beſtreben/ oder einem andern es anführendem Rebhun nachfolgen muß, in ſolcher Zeit viel beſ- ſer zewöhnet wird, und den Ort kennen lernt, als den ganzen Sommer über, da es von der India- niſchen Henne alle Abend nach Haus geführet wor? u| pp 111 ATL | Olin m WW 104 N gefegt „4 Jer u) 1:4 „wil NO NW Df Don ON p | 0), 00 1119 | ß un Gufe vf win aud NNEN 0, mund Wr Hund) WNberfehtN | andert Eh Erh NI bg hn Wufhi, '" AUEN "bhun, | | 4 mm I'm Genuß y) 1 Capayy | ren Girl) fangen Wl ten Oatty"4 j)) vonihe) Hi ſiegt«) P, vt h jn) auß 0) KS ernidtn dt van p ſere? Gift em aug '| NE irh u dm Sadr eh. 4 Ahn Ww rede | A wirde) q un) a by nit iht geht m daß h/ , auch zun „Nehm! | gen um es ſolcher)). et Fenn ves von dh fu Von dem Rebhun, 449 worden. Unten wird gemeldet, daß das Gärtz ſein, worinnen die Rebt jüner-auszund ein NAG an einem Ort ſeyn ſoll/ wo ſters Leute gehen, das mit ſie in ftetiger Gewohnheit bleiben/ Leute zu ſes hen. Aber auch dieſes iſt nur von den recht zahmen geſagt z wann einer hingegen: ſeine Reb hüner nicht ſo gar zahm erzogen har, oder ſie nicht ſo gar zahm verlar ngt, immaſſen die äuſſerſte Zah? migfeit zwar angenehm, aber nicht nö! zig iſt) der richte ſeinen Garten| iur nicht an einem ſolchen Ort zu- wo' immer Leute vorbey gehen, ſondert - macheihn an einem Ort/ wo es ſiili uvdruhig iſty ſo wird er nicht zu ſorgen haben, daß ihm ſeine Hüner oft ausbleiben- ja er wi(ed finden| aß ſie Meiſtens den ganzen Jag im Garten liegen, und vor Rachts ſelten hinaus fegen Alſo, daß dem ganzen Werke dadurc< abzuhelfen iſt; daß man px wann man ganze Schaaren fliegend haben willy das Gartl lein an ein ruhiges Ort mache, damic die düner, wann ſie verwildern, von der habenden Furcht vor Hunden und anderm Vieh, au der fFeils ſigen Wiederkehr nicht WBR werden. Der andere Beweißgrund iſt eben von ſo ſchlechter Erbeblich feit dann obgleich EMEN wahr ift daß im Frühling nu? ein paar im Sar ein fi N; aufhält/ weldyes die andern nicht(eh el > G tre -Jo brüten die übrigen doch alle rings um das Schloß hern ju; und der Winter zie he dem tande Fat 8 ndas weiſ'R[eid Qt 5|"os fin"Den| 7a) mn ein 5- um in den? pvflei aine Na hrung Nn ſur ben, devz geſtalt, d 5 lb iges, ſo vit man eine 5 H 2a Fa af und vreſzel iſety oder ſoyſten abſchaffet von einer Z f agufs 459 Von dem Rebhun, andern wieder in Beſik genommen wird 3 welches freylich alsdann nicht geſchiehet, wann der Ort gar zu unrühig iſt; als der nicht für halb zahme oder ganz wilde, ſondern allein für ſolche Rebhü- ner gehöret, die in ihrer Zahmigkeit verharren ſol- len. Man darf kühnlich ſeinen Huünerfanger ab- ſchaffen, wann man ſolche Hüner-Bärtlein um das Schloß her 5. bis 6. machen läſſet 3 dann es Fönnen, die Jagd-Revier ſey noch ſo groß, ſo viel nicht gefangen werden, als.man auf ſolche Weiſe zu Haus ohne Koſten ziehen kan 3; und überdiß ſind die gefangenen- die man in Kammern aufhebt, nimmermehr von ſo gutem Geſchma>, als die many ſv bald man ſie braucht, in ſeinem Hüner- Bartlein fängt) und alſo davon Luft und Nuken zugleich genieſſet. Geſetzt alſo, daß eine ganze Schaar nicht gern wieder nach Haus kommet, welches doc nicht ge? ſchiehet, wann obbemeldeter maſſen, die Hüner recht gewöhnet oder der Garten nicht an einem gar zu unruhigen Ort lieget3 geſezt auch/ daß in jedem Gärtlein im Sommer nur ein paar bleibe, als welches leßtere nicht zu läugnen: ſo iſt es doch allerdings an dem, daß auch Hüner, die man hat verwildern laſſen, aus ihrem Gärtlein nicht blei- ben, und daß einer, der auf dem Lande wohnet, ſeinen Tiſch durM Hund und Garne nimmer- mehr ſowol mit dieſem Wildpret verſehen kan, als es mit dieſer Erziehung geſchiehet. Auch iſt nicht nöthig, daß einer, der mehr ſolche Gärtlein anſtel- len will, das erſte Nahr in jedes eine Indianiſche Henne mit jungen Rebhünern gewöhnen A ons ! jet gym) phie hab dim (ud dh faſt NL m vuht Jem ars Dh Wr Schl (em (mz Oi Van! hen 5 Whtt| Mak "4m (0 ſto %, ih I Wel nn ſt Dh) IN Wfth) | wt! Van | Wit ve, ml Hind 7 he 19/011! Sm! 28fi LINEN Dyn) " v eh pe Dar TIR(ay)| € Qu" Eve Hit w 7 he(Ga 1016 0 Don dem Rebhun. 451 ſondern er hat genug, wann er eine Schaar junge Rebhüner hat, dieſe darf er nur, wann ſie vollig gewachſen, von einander thun, und ſie in die Gärts lein nach Gefallen augtheilen, daß in jedem den erſten Herbſt und Winter nur ein paar bleibe, wels TSE ENGA 290 "8%>= EAI. 452 Von dem Rebhun. mache er es mit allen, bis ſich in jedes Gärtlein zu dem darinnen mit abgeſ&nittenen Federn laufens- den ein fliegendes gewöhnet. Hernach) ſeße er ein jedes Paar in ſein Gärtlein, ſo ſie ſich ſelbſten er? wählt haben/ und ziehe den geſtußten die Federn aus, damit ſie wieder fliegen lernen, und nicht et? wann bey Tag(dann zu Nacht wird jedes in ſeine Hütte getrieben,) von einer Kae Schaden leide, ſy wird er finden, daß jedes Paar beſonder bleibety und ob ſie gleich mittinander erzogen worden, hers nach nicht mehr„einander leiden, ſondern ſich ein jedes zu ſeinem Gatten, und zu ſeinem Gärtlein halte 3 dann, daß in jedes Gärtlein ein Hahn und eine Henne müſſe geſeßt werden) verſtehet ſich oh? nedem. Und iſt nur dieſes ſonderlich in Acht zu nehmen, daß man dasjenige Paar, ſoin dem Gärt- lein bleiben ſoll, wo'vorher die ganze Schaar mit der Jndianiſchen Henne gegangen, nicht eher wies der aus der Behältniß in ſolches Gärtlein laſſen darf, bis die andern Paar ihre Gärtlein vollkom? men gewohnt haben, dann ſonſten, wann man die Behutſamkeit nicht hat, würden ſich die 6. Hüner/ ſo fliegen können/ alle zuſammen in ſolgarnen, welcher nicht luſtig y nicht fünſilim; und am wenigſten einträglich iſt, nichts melden, noch auch von dem Treib-Zeug res den willi, von dem ich do allerding viel halte, Hingegen will ic nur von den zwey ſchönſten Arten Rebhüner zu fangen, etwas anführen nemlic von dem Hochgarn- und von dem tiraſle, I< weiß nicht zu ſagen, welche von dieſen beeden Arten Rebhüner zu fangen der andern vorzuzie? hen, und ſowol die luſtige als die einträglichſte iſt, Das Hochgarn erfordert ganz ſtilles Wetz J f 3 Fer 7 See eee INI IENGE DENNEN IEE: " Pf ' |] 18:87 | vi zn | ph 9! | 454 Po dem Rebhun. ter; und kan dahero nicht alle Tage, ja oft lange Zeit nicht praticiret werden 3 hingegen iſt es oh- ne Unterſchied der Monate, ſo bald nur die Hüner überhalb gewachſen ſind, zu gebrauchen. Der tiraſs aber(man müſte dann einen lebendigen Ha- bicht dabey halten,) waähret nur bis Michaelis. Mit dem Hochgarn fängt man die ganze Schaar auf einmal 3 mit dem tiralle eben ſowol. Das Hochgarn iſt darum angenehm, daß es dem Herrn Feine andere Mühe macht, als daß er ſich bey an? brechendem Tage, oder bey angehender Macht an den Ort begiebt, wo das Garn ſtehet, und dem Fang zuſiehet 3 mit dem tiraſſe aber muß man in don Feldern herum reiten, und oft uur zu Fuß gehen, welches, wann es warm, beſchwerlich iſt, Man befommt mit dem Hochgarn des Tages nur eine Schaar, man müſte dann zu Morgengund zu Abends richten: dahingegen man mit dem tiralie des Tages, nachdem es vicl giebt, wol 6. und mehr ESchaaren fangen kan* doc) braucht man zu dem tiralſe einen Hund, zu dem Hochgarn aber hat man keinen Hund nöthig. Wer alſo ein groſſer Lieb? haber iſt, der gehet oder reitet des Tages mit dem tiraſſe herum, und findet ſich do[ulm.- <=<k; und führt ihn nah Haus y dann ihn ledig laufen zu laſſen, iſt höchſt ſchädlich, und muß er allezeit hinaus und wieder nach Haus am Stri> geführet werden/ welches die liederlichen Jäger zum theil nicht verſtehen/ zum theil aus Faulheit unterlaſſen, dadur< dann die Hund« gänzlich verderben: dann es iſt zu wiſs fen, daß dieſe Führung darum geſehen muß, da- mit die Hunde hinter ihren Herrn zu bleiben, ge- wöhnet werden, worzu man ſie, ſo oft ſie zu weit hervor tretten, durc einen Streich mit der Ru? ehen anweiſet. Wann dieſes nur ohngefähr ze- ßenmal, des Tags eine Stunde, und nur zwey Tao ge in der Woche geſchiehet/ ſo wird der Hund) wann man ihn im Feld ſuchen läſſek dadurch ſchon begriffen haben, daß ſo oft als man ihm pfeifer- und mit der Ruthen drohend zurück ge? hen heiſſet, es ſobald ſich hinter ſeinen ii egte? kehrt we? ag Du Ay 138! vad 957 FNALEN MIE MN| (Aufn 19 TE MNG Im pf! . JſenTO "wm Ze "fmr38 Wt, 1 ?| mann y löſſet hn NW Veſcnitng) H und(iſh) fend Pn fet OÖ; Euhinty) D 110(eſl) H Bred ſh Wer bo) Eun ht 377100 9(off Ee hinaus uv € werb) gil niet 00) Sen Dt ann ONEN eu zuu! fr vd gr ms nur 41 wir) NIL m löſe) W oft al! vy ja wer fm" | Von dem Rebhurn 459 begiebet. Welches man, damit er es wohl faſſe, auf jeden Gang etlichmal thun läſſet, nemlich ihn von der Schnur abläſſet, und ſuchen heijjet, bald aber ihn wieder herbey ruffet, und anbindet. Thut der Hund dieſes, wie er es dann, wann man ihn auf ſole Weiſe lehret, gar gewiß thut, ſo iſt er ſon halb abgerichtet, und hat man nur fort zu fahren, ihn allwochentlich ein paarmal vor einem geſtußten Vogel im Feld vorſtehen zu laſſen. Die Jäger vermeinen insgemein, der Borlaß müſſs durch ein Rebhun geſchehen, ſonſten, ſagen ſie, gewöhne ſich der Hund nur Bögel zu ſuchen. Aber es iſi Thorheit, man laſſe den Hund nur ſein Alter erreichen, ſo wird er ſchon unterſcheiden, was Haaſen und Rebhüner, und was Vogel ſind, Iſt der Hund nun drey viertel Jahr alt, und vor? gemeldetes mit ihm geübt worden, ſo führe man ihn das erſtemal auf Rebhüner, auf im Feld lie? gende Haaſen oder auf Wachteln, und laſſe ihn die Prob thun; ich verſpreche und gewähre es, er wird ſicdas erſtemal wol löſen, oder ſolite er fehlen» über zweymal nicht dörfen geſchlagen werden; wobey ferner in Acht zu nehmen/ daß wann matt ihn ſc faſſe, und davon nicht befreye, bis man uns gefähr etliche hundert Schritt weiter fortgegan- gen, ſonſten wann man ihn nach empfangenen Schlägen gleich laufen läſſet/ geſchichet es öf- kers, daß der Hund nach Haus ſpringet, und nicht mehr gern zu dem Herrn gehet, welches gar eine üble Gewohnheit, und oft nicht mehr zu ändern ift dahingegen, wann man ihn; nachdem er ge- ſchiaz “PH 4609 Von dem Rebhun, ſchlagen worden, eiliche hunde rt Schritte fortfüh- vet, er der Schläge ſhon vergeſſen hat, da man ihn dann wieder wenig li ebfoſet, und auf das neue ſuchen heiſſet. Daß ein junger Hund, wann er zu Haus'ange(eat wird, anfän glich nicht an ei- nen Strick, ſondern au eine Kette gebunden wetr- den müſſe- weil ſie ſonſten die Stricke e zerbeiſſen lernen, das iſt allen Jägern bekanntz aber daß man vor einem jungen vorſtehenden Hund, den manzum Tiraſs brauchen will, nicht ſchieſſen dürs Fe, das verſtehet nicht ein jede r/ und dadurch wer» den doch die meiſten Hunde, die ſonſten wären gut worden»- vernachläßiget. So oft man vor dem Hund im Flug oder auf der Erde ſchieſſen will, ſoll er abger'uſſen, und hin fer ſeinem Herrn zu bleiben geheiſſen werden, ſonſt(+ laft er ſic gar nicht mehr abcuffen, und iſt zum Treibzeug nicht mehr zu ge? brauchen. Eine fo jcen-Garns, "PI: 207 Die Rebhüner pflegen ſich des Tages über ger in einem We inberg oder in einem jungen Schlagy vder im ſpaten Herbſt? auf freyen Saamfeld, wo ſie vor dem Viech ſicher ſind,[0 ſiets an einem Ort aufzuhalten. An ſolche Orte wird geſottez ner Wait und Hanf hingeſireuet, der darum ges ſotten ſeyn muß/ damit wann es regnet/ derſelbe nicht aufgeßez3 auc) wann es auf Feldern und zur Schnee-Zeit geſchlehet, muß um den ausgeſireu? ten Waißen rings herum anderthalb Hand hoch ein fmwarzer Fäden gezogen werden/ welchen die FR bh nicht ſcheuen, die Krähen und andere Vögel aber ſich abhalten laſſen, den Saamen aufs zufreſſen. Wann man nun fichet, daß die Ribs hüner dieſe Koſt ſich“ gefallen laſſen, löſſet man ſte ſolche 462 Von dem Rebhun. ſolche ein paarmal auffreſſen, hernach ſtellet man über denſelben Platz ein viereigtes Garn, wel? t blei? ben 3 mitten im Garn muß ein eiſerner Ring lit. 2. ſeyn, dieſer wird über Manns hoh an einem ziem» lich dicken Stab lit. b. in die Höhe gezogen, ſo daß, weil die vier E>e lit. c. d. e. f. auf der Erde anges Heftet bleiben, das Garn die Figur einer Glocke vorſtellet, aum daher Glocken- Harn genennet wird. Ex verurſacht aber ſolche in die Höhzie- hung auf den 4. Seiten lit. g. h. i. k. in der Mitte eine Defnung, da das Garn ſo ho ix die Hoh ſie- het, daß gar bequem die Rebhüner durchlaufen können: Dieſen gibt man unter dem Garn wie- der zu freſſen, und binder ein Büſchlein unausge? droſc gerad herunter auf die Erden änget. Want nun die Rehhüner den Waitzen auch uns ker dem Garn heraus freſſen, und Waitz-Aehren ausdreſchen, wird der eiſerne Ring oben nicht mehr angebunden, ſondern alſo hinauf geleget y daß wann die Rebhüner den ausgeſtreuten Saa? men aufgeflaubet, und ſich wiederum über die Waißen-Aehren hermachen wollen, derſelbe hins abfalle, da ſie dana nothwendig an dem Faden an? ziehen, der Ring abrutſchet, und an den Stab Herunter fähret, mithin das Garn, welches ſo wei? te Spiegel haben muß, daß ſich die Hüner darin? nen -= = = <== "LaB >00 GEE IW| () ee0 2.520 ' XX | (| 19,9 ] NEN Oils fs we) et EE | wnverſh Shaun Deſchre! welß Yat fa Darn | aub Wied! figliher ei kon muß) jehen fan : gittemagl | Wfe lit, | mBrel, "6 DN | ny Erde vütherne" (heſch| Widen an || dam! Gielge du (ſer der | Wigemal Widen, Iny, ob bw)| 144 und Von dem Rebhun. 463 nen verſchlagen fönnen, herab fallt, und die gan- ze Schaar bedeet. Beſchreibung der Rebhüner-Streige, in welcher man die wilden Züner fänget. "120 X AL Wann es ſehr windig iſt, gehet es mit dem Glo- &>en-Garn nicht gar wol an, weil der Wind es hin und wieder reiſſet 3 dahero wird zu ſolcher Zeit, füglicher eine Steige gebrauchet, die nicht höher ſeyn muß, als daß ein Rebhun bequem darinnen ſtehen kan 3 die Weite aber mag ſo groß als ein mittelmäßiger viereigter Tiſch ſeyn 3 und die 'De>e lit. a. beſiehet in einem grün angeſtriche- nen Bret, welche im Winter mit Stroh beſireuet wird. Die 4. Saulen der Steige lit. b. c. d. e. find mit eiſernen Spitzen beſchlagen/ daß man ſie in die Erde hinein klopfen kan/ rings herum ſind drätherne Fall-Thürlein lit. f. f. t. f. gemacht, wel» he ſic hineinwärts aufſtoſſen laſſen, Dieſe Thürlein, deren auf jeder Seite wenigſtens 6. ſinds werden anfänglich aufgebunden, oder aufgeſpreis ßet, damit die Hüner ohne Hinderniß durch die Steige durchlaufen können, in welche und auch auſſer derſelben Körner geſtreuet, und wann fie einigemal aufgefreſſen, die Thürlein zugemacht werden, damit die Hüner durch deren Aufſtoſ» ſung, obſchon ſelten die ganze Schaar auf ein? mal, wie bey dem Glocken-Garn geſchichet, jedoch nach und nach ſich alle ſelbſi fangen. Bine 4.64 Yon dem Rebhun. Line andere Rebhüner-Steitje, vermicrelſs Deven man die„ungen von den Feld ad) Saus zu fegen gewöhnen kai, Tab. XXU, Wann man zahme Rebhüner haf und deren ein Paar im Frühling ſelbſt Eyer legen/ und die L ungen ausbruüten läſſet, ſo darf man doch, ob ſie ſchon vorher abzund zugefloFen; und noch ſo zahtn vr ſind, ſich nic= ohngefähr ein gemeines Haushun aufrecht darin» nen ſtehen könnte. Die andere obbeſchriedene Steige hat ringsherum Fallthürlein, dieſe aber hat nur eines lit. d. und die Sprüſſel müſſen ſo weit ſeyn- daß zwar kein altes Rebhun heraus kan ein kleines aber ausund einſcen, und dadurch verhüten kan, daß die Jungen im nac Haus tragen, nicht wieder hers aus kriechen.> Sobald nun die Jungen atsfals len, trägt man Alt und Junge jede in einem bes ſondern Säecfklein/ an einem Ort, wo vicl Heus- ſchrecken ſind, und ſeker daſelbſt die Steige hin yp ſperrt den Hahn hinein, die Henne aber nebſt den Jungen läfſſet man ins Gras hinlaufen, und dem Hahn gibt man in der Sreige zu eſſen und zu trins fen„- darneben bedecket man das Thürlein, ſo ſich einwärts aufſtoſſen käſſet/ mit einem Bretlein damit die Henne, wann ſie hinein wollte, ſich nicht fangen kan, ſondern herauſſen bleiben muß. Da ſie dann die Jungen führet, aber ſich nicht allzu weit entfernet, ſondern auf des Hahnes Zurufſen immer in der Nähe bleibet. Wann es beginnt Abend zu werden, thut man das Brerlein von dem Thürlein hinweg, damit. die Henne hinein frie- liche Anzahl Rebhüner fan- gen fönne, Zur Winterg»Zeit iſt es gewiß, daß diejenige Hüner/ fo den Winter zuvor in einen? GSärtlein aus-und eingeflogen, aksdann den folk: genden Winter ſich ohnediß wieder einfinden, und ihre Jungen, welche fie den Sommer über gebrü- fet, mit ſich bringer, dergeſtalt, baß wann man kaum eine Schaar hinweg gefangen, und den Platz eer gemacht, fih Mon eine andere einſtellt» Wie aber, wann fein Schnee fällt, ober wann matt weiß, daß man dec Häüner/ noch ehe es Schnee gibt, benöthiget ſeyn: wird, auch findet, daß die friſch gefangene Hüner, zumälen wann ſie bey ih- rex natürlichen- Koſt, etwas Körner hefommein Gg 3 und y- ü“ PE „= 14240 gge erte rä EE- I n GIER AI E um I-- N ar 0 8 TZ ll Er. 456 Von dem Rebhnn- und fett werden» viel beſſer|Hmmecken 5 als die matt vorher fängt x und in Kammern oder Käſten eins ſperret? Da muß man durc< Kunſt verbeſſern x was at Bequemlichkeit des Ortes abgehet. Wo man viel obbeſchriebene Gärtlein- und dieſelbe mit Halb zahmen Hünern, welche das Jahr vorher eis ne Indianiſ>=Ai KUEN fret bm Jh u, Vn) Vraag NO, a mig; In Or Men gen ehe Fil) 8 Dahn) N fa fh 0 Aut, a dq) mi y 1 fe Ot jntautl ELN de Juſy fan, WHH ref 0 v mi A x vor p Go wink 4 Ml ſen um] dam u? wr 7114 4 Von dem Rebhun. 479 ſpaten Herbſt, ſondern gleich nach Bartholomäi ſeine Familie nac Haus in den Garten bringt, da dann gut iſt, wann er, um ſich vevſte>en zu können. Getreid im Garten findet. Sollte ee abet gar-ausbleiben/ und weder um Bartholo- mai, no) wenn+s ſchneyet, wieder Fommen, ſo iſt es-ein Zeichen; daß er durc<-ein.Raubchier'das Leben-eingelüſſet/ und muß ſölhenfals das fol? gende Jahr wieder auf das nexe eine Henne im Martio ian dew Garten gerhan werden. Nicht ohne Urſa hat'GOtt dem Rebhän die Eigenſchaft gegeben, daß,:08:es wdhl Feines von einer fremden Familie um ſich leider/«auſſer was gar. ſelten:a1s matürlichen Urſachen gefchichet 3 es dannoch-:an der Begierde„ die'"Seinigen um ſich zu haben,-alle andere Hünerz Arten übertrift. Wann es im Winter Schnee hat, nähret ſich eis nes allein gar fümmerlich, weil ihm die Arbeit den Schnee zu zerſcharren, zumalen wann er gefröhren, gar zu ſauer wird3 welches auch ei? ne von den Urſachen iſt; warum ſichy wiewohl gar ſelten/ in harten Wintern zwo Schaaren zu- ſammen ſchlagen. Wo aber nun die Sthaar groß iſt, Fönnen ſie mit leichter Müh auch durch den tiefſten Schnee hindurch arbeiten; und des grünen Waißen-Saamens genieſſen. Auch dieſes iſt merkwürdig, da ſonſt bey allen Hüner-Arten das Männlein oder Hahn ſich wes nig an die Junze kehret, ja öſters ſie nicht einmal u ſehen befommt: ſo hat hingegen der allweiſe GOtt in der Rebhürner Natur gelegt, daß, obs ſhon die Henne die Eyer allein gusbrüten muß p der GIES 420 Von dem Rebhun. der Hahn ſic) doch der Jungen, ſo bald fie aus? fallen, auf das ſorgfältigſte anninimt» und ſelbi- ge ſo wohl brütet, als die Heane, weil ſonjten wegen ihres Aufenthalt3 im Feld unmöglich wäre /- daß die Henne bey Sturmwetter zwanzig und mehr Junge bede&en und ſchüßen könnte, Zu welchem End, der Hahn und die Henne, wann es regnet; zuſammen in ein Grüblein ſien/ und die Junge zugleich unterkriehen laſſen. Bey dieſer Gelegenheit wird der curioſe Leſer nur erinnert, und ihme Kürze halben überlaſſen, dergleichen Dingen weiter nachzudenken, und GoOrttes Allmacht zu bewuudern. Dann es iſt gewiß, daß jeder Vogel dieſe und jene Eigenſchaft nicht vergebens/ ſondern wie an ein und andern Ort mit wenigen berühret worden, oft etwas zu ſeiner Erhaltung nöthig hat, ob man wohl den? ken ſollte, daß er es nur von ungefahr alſo ges wohnt wäre. Unſere teutſce Hüner, auh die Phaſanen und andere Hüner, ſind gar nicht bes gierig bey ihres gleichen zu ſeyn, ſondern bleiben y ob ſie gleich einander nachgehen, doch auch allein/ und rüfſfen/ ſo bald ſie erwachſen ſind, nicht mehr zuſammen Hingegen das Rebhun hält bey ſei- ner Familie ſo ſtark, daß es wedey ein fremdes or? dentlicher Weiſe unterkommen, noch ſich von ſeis ner. Schaar trennen läſſet, wann man es auch eine. Meilwegs davon hinweg jagte. Gleichwie nun dieſes nur ermeldter maſſen vornehmlich darum geſchiehet, daß ſie ſich beſſer nähren m0* gen: alſo hat hingegen die Nachtigall, ſolcher beſſerer Nahrung wißen/ nothig, ihres gleichen von 2-40 20ER Üb emen menen en>= mmm mmm emma ee wem N 1) 00 | Ny M WW y WEINHEIM nnr“=== =- -nöglid curſe ) Immert H 17 Nat | M | Wurdi! | dus hey! | beevunber 10:08 Voſhen | vſe,! | 58' | | |y | j ' im ſch daſ ju Myſfigen "yr Anger R mg u ſh jen N wgwürdi | Ne alte Wp un m) Ww ir Du vſſn Fler I"Wein zu 4 ad pp Von dem Rebhun, 481 von ſich zu jagen/ weil, wann deren viel beyſame men bleiben, ſie unmöglich genug Würme fin? den- ſondern nothwendig erhungern würden, Zu welchem Ende ihnen die Narur eingegeben daß fie- wie oben ſchon gemeldet, ſo viel immer möglich, von einander fliehen. Es wolle der curioſe Leſer nachforſchen, warum die Bachſtelze immer mit dem Schwanz zittert? warum auch das Rothſchwänzigen durch eine andere Art von Bewegung ſelbigen niemals ſüll hält? als wos dur die Mücken rege gemacht werden- und an? ders dergleichen mehr 3 ſo wird er finden, wie verwunderlic) von dem Schöpfer alles anges ordnetiſtz und etwann Beyfall geben, daß es des Menſchen Weſen und Vernunft vielmehr ges mäß ſey die allweiſe Berordnung GOttes an Kräutern, Bäumen, Bögeln und andern Crea? euren zu befrachten, ſolchen nachzuforſchen, und ſic) darob zu verwundern 3 als an die Orte; wo man verfluchten Pracht treibet, hinzulaufen, und fich daſelbſt über Dinge zu verwundern und zu beluſtigen, welche, wann man ſie mit vernünf- tigen Augen anſichet, und ihre Veranlaſſung Urſprung und Zwe ſamt deme, was ſie nach ſim ziehen, betrachtet, in Wahrheit vera eyngswürdig ſind. Die alte Henne wird obbemeldtex maſſen von den jungen Hünern dadurch erfannt, daß ſie an der Bruſt ws der Schikd ſeyn ſoll, einen ganz weiſſen Fleek hat, worinnen gar kein braunes Jederlein zu ſehen/ dahingegen die jungen Huöner öfters wann ſie gleich nicht von geſchildeter- Art Hh ſind/ 356 482 Von dem Rebhun. find, kleine Schildiein haben. Das Scildlein verliehrt die alte Henne, wann ſie brütet, wofern fie aber nicht brütet- bleibt das Scildlein un- verſchrt, wie bey jungen Heuneu. Daher ein Säger y ſo die alte Henne den IPinter über por dem Habicht zu bewahren und im Frühling wies der fiiegen zu laſſen begehret beſſer that, wann er ſolchem Kennzeichen nicht gänzlich trauet, ſons dern lieber der alten Henne die hintere kleine Klaue hinweg ſchneidet, damit er den folgenden Herbſt gewiß ſeyn kan, ob er ſeine alte ausgelaſſe: ne Henne wieder gefangen habe oder nicht. Manches Jahr pflegt es zu geſchehen, daß in einem ganzen Diſtrict oft von etlichen Meilen, wo man vor wenig Wochen noch Eyer und Juw ge gefunden, die Rebhüner auf einmal verſchwin- den, daß Feines mehr zu hören noch zu ſehen iſt. Die Unerfahrne ſchreiben ſolches meiſtens einem vorhergegangenen kalten Winter zu /. in welchem ihrer Meynung nah alle Rebhüner erfrohren ſind, oder wann ſie etwann im Frühling noch Rebhüner ſehen/ oder auc Eyer finden, ſo ges ben ſie, wann im Herbſt keines mehr. vorhanden iſt, einem naſſen Sommer und einem Plaß-Re- gen die Schuld. Allein es iſt zwar nicht zt läuanen- daß die Platz- Regen viele junge Rebhüner verderben/ und daß im kalten Winter viel Humer nicht erfrieren/ ſondern erhungern 3 doch kan dieſes alles die Rebhünerx in einem gan» zen Diſtrict nicht ausrotten. Die ſicherſte Meys nung davon iſt dieſe, daß an ſolcher gänzlichen Ausrottung nichts anders Schuld ſey, als eine gewiſſe 7 4 ws " MA ATM | zu vil pm Woh (atglg pl Ne 195 Wich mim R (1 Iny ſa Zit 96 (4 190 ID Am oſe v-. 4m Werne hy WAND x jeu u Dun 3: vi" Ry Uher jn mhd 5 "yr 3% 1 00 die Whom (UNE (feen Wen| Vn nit al Sha lufen "iw ſt| NI Noon|| 2 Imm) R din fly | MN >(if, FE! ſchn" = MN Of m) gummi Shu 5) mfd LE ED hiinet 0 PT Fu! y » DAUN) Feine D y|| Deh Ws 5 fah“ Dern 1 os In 90) veg ) ſlch"7 711.10 ) W| / Von dem Rebhun. 4383 gewiſſe Art ſehr giftigen Mehlthaues. Die Gründe/ welche unfehlbar/ und einen jeden y dieſes zu glauben, bewegen müßten; übergehe iM allhier, Weitläuftigkeit zu vermeiden, und laſſe einem jeden hiermit heimgeſtellet, was für einer Urſach er dergleichen Abgang an Hünern beymeſo ſen wolle. Nächſtdeme iſt hier ferner zu erinnern, daß ſehr viele dafür halten, ob ruffeten die Rebhüner xp wann ſie einmal den Nachtfall gethan, vor aubres henden Morgen nicht mehr, welches ſich doß zu gewiſſer Zeit anders befindet. Im Herbſt iſk es wohl richtig, daß keines na? dem Nachtfall ſic) hören laſſe, ob ſie auch zehenmal aufgejagt würden- e8-mag Mondenſchein ſeyn oder nicht x und dies ex inſtinTu naturali, weil es zur ſelbis gen Zeit da die Hüner no< nicht ſtark, und der Raubthiere zu viel im Lande ſind/ alizugefahrlich wäre. Wann man aber im December oder Jas nuario bey Mondenſchein in der Naht eine Schaar Huner von einander jaget, ruffen ſie zus ſammen gänzlich wie bey Tag, und weiß ſich ein verſtändiger Jäger, zumalen der mit Hochneken fängt/ und die neuerfundene Probhenne verſte? het, ſolches wohl zu Nußen zu machen. Diejenige, welche die gefangene Rebhüner zum Verſpeiſen aufbehalten wollen- thun nicht wohl, wann ſie/ wie insgemein zu geſchehen pflegt» dieſelben mit abgeſchnittenen Federn, in eine Kammer laufen laſſen 3 als wobey ſehr viele, theils weil ſie aus Wildigkeit ſich niHt ſatt freſs ſen, wann ſie ſchon noch ſo viel vor ſich haben» Hh 3 ſon? 48, Von dem Rebhun. ſondern vermatten 3 theils darüber darauf gehen und verderben y weil diejenige/ ſo ehe in die Kam? mer kommen, die andern todt beiſſen, zugeſchwei- gen, daß ſich auch viele zu Schanden ſtoſſen, wann man hinein gehet. Dahero das beſte iſt, man laſſe einen Kaſten, auf die Art wie einen Bücher- Schrank, mit Fächern machen, der auf einer, je? doch nur auf der ſchmalen Seite, ein Gitter ha- ben, und alſo zugerichtet werden muß, daß jedes Fach nicht höher als nur ſo hoch) iſt, daß die Reb- hüner aufrecht ſtehen können. Ju ſolchen Ka- ſicn wird in jedes Fach eine Hand ho< Sand geſireuet/ und der Kaſten alſo geſtellt, daß die Seite, wo das Gitter iſt, oder wo man auf zwey) Seiten Gitter haben will, beede Seiten an die freye Luft kommen. Dann werden die Hüner/ ohne einige Beſchneidung der Flügel, jedes Volk in ein beſonders Fach gethan. Jn der Mitte je- des Faches wird ein Thürlein gemacht/ damit man ſo wohl ein Trinkgeſchirr/ als auch ein an- derszum Freſſen, hinein ſetzen, und ſo oft es nöthig, Hüner zum Verſpeiſen heraus fangen könne. So bleiben ſie viel beſſer, weil ſie ihrer Natur nach Luft und Sonne, Wind und Regen genieſ- ſen. Wann ſie zuweilen weiſſes. Kraut darin? neu bekommen, werden ſie ſchr fett. Doch iſt dabey zu merken, daß ihnen allezeit ein ganzes Haupt unzerſchnitten auf einmal hineingewör? fen werden müſſe. Wann der Kaſten zwo Klaſ- ter lan4, und eine Klafter breit iſt, ſo iſt er groß genug 7 und ſtehet jedem frey, wie viel Fächer er über einandey machen will. Dieſer Kaſten| gau 241782 | kfymilDn (01009 IQ (101.3 Jew Os jun) Geib DENON (0 und 930 10007022 MOE 1“ ie 197'00:7) 1100 0 Jaſe Dilſan Nat wnveH WW ühen„do! 1, und Ori nhnweg UG 4 nam ds | whſnbe | Arag: fn ji DF Walon dg 1“ 10967 CENT ag Kihn) nN hy j' || | 11/18 x u Ff KURT ky tn ſohny ww "y ve einen) ber auf lt dn Oh muß, 4) ) ſy M W u ſelha] Oud jeh) - fh 109000) ve Gilt! erben M lüge 10: Jude 1 ged » an mdf us fan!" (fe M“ nd Nur ſs ſei efetl, 1 et 1 8,10 faſten" (4 hf vie YAN ) 8 beſte ig | | | Von dem Rebhun, 485 auch darzu ſchr nützlich, daß man auf dieſe Weiſe die Hüner in dem Stand behält/ im Frühling de? ren einige/ ſonderlich) die alte Hennen, ſogleich wieder fliegen zu laſſen. Dahingegen waun fie in einer Kammer mit abgeſchnittenen Flügeln laufen- man ihnen/ um ſie fliegen zu laſſen, die verſchnittenen Federn- damit ſie wachſen, erſt ausziehen muß 3 welches oft zur rechten Zeit nicht zukrift, oder es begibt ſich/ daß die Hüner, wann ſie ihre neue Stärfe merken; ſic) im Anfliegen ſtoſſen und Schaden thun, Nah obiger ausführlicher Beſchreibung iſt gar leicht und ſehr angenehm, entweder in eis nem von Kaßen verwahrten Garten/ ausfliegen? de wilde Rebhüner, oder deren eine groſſe Schaar zahme bey einer Jndianiſchen Henne gehend zu haben 5 doch währet das lezte länger nict, ais bis in Febr. und oftmals nicht ſv lang, wann die Indianiſche Henne etwann, weil ſie ihres glei? eyg ergreifen, und welches man will, heraus nehmen könne. Dieſer Kaſten muß bis auf das Gitter- Zhürlein, ans welchem die Hüner in den andern Kaſten hinaus und wieder ßereingelaſſen werden x ganz von Brettern ſeynz und nur ermeldetes Gitter, ſo ſich auf- und zuſchieben läſſet, muß ganz enge ſeyn, damit fein Wieſel durchkomme. Der äuſſere hohe Kaſten aber kan nach Delienen 4 -7D yw G/M! 17] ps iu u 110% || | | 1 vy| M wis!| 0"Bt| um 0 1 9 [97| 17.0, MM; orb H I (Ages UU 1,0 ufo fl un h |(Nchun fdG) „ywive KBW 1) 170] KX Wine lib 4 (0 do Wr WW Nh Aben, x ENTEN | M nger | Wt Werf, | Nobo celan Noth, ii | 1 1 u een || SEEN NENE EEN EEN es= 25 Win Une fd ni Nh 10,439 "nui |"wi m | Inſt(vp =-. ue== Ww be n Ih, Dä fey Bien Tay M: be Liber ſhH O: niht 6 Chny 7 NEN y Ou lafu| Sieus ny Sj dag Eing) 7 MEN Sj) ALD) > 007) 197/007 7 9.0 2 wil 97 iy « Wu) Un) vn) XU ga 7 NM uf -(pW) dap) ur "1.10 Von dem Rebhun. 489 auf den Seiten von-Brettern oder von Gittern gemacht werden. Uuten bleiben beede Käſten offen, und werden auf die Erde ſo feſt aufgeſeßt/ daß ja darzwiſchen kein Wieſel hinein kommen könne, Oben iſt dev kleine ganz mit Brettern y ſo wohl als auf den Seiten 3 der groſſe hinge- gegen mit einem auch ziemlich engen Gara über- zogen. Ob man aber den groſſen auf den Seiten auch mit Brettern oder mit einem Gitter verwahren wolle/ ſichet zu eines jeden Belieben, Ferner das Thürlein an dem groſſen Verſchlag- dur welches das ausgelaſſene Huhn wieder hine ein laufen ſoll, muß nicht gröſſer ſeyn, als daß ein Rebhun ſich hindurch zwingen könne, damit Feine gemeine Haus-Hüner, wann der Kaſten na- he bey dem Haus ſtehet; hinein kommen/ und die Rebhüner beiſſen mögen. Wie man machen ſoll, daß ein Bretlein vor das Loch vorfalle, ſo- hald das Rebhun hinein bricht, iſt nicht nöthig zu beſchreiben. Wer Laſt zu ſol wa' er ju 1 Von dem Rebhun. 493 laſſen; würden ſich ſolche verlichren, und hinweg gewöhnen 3 dahingegen wann eines vorher recht gewohnt, täglich zu ſeinen Cameraden wohl 2. oder 3, mal hinein zu ſchliefen, folger ihm das andere, wann es etliche Wochen darauf, durch die heranwachſende Federn, die Kräfte zum Flie» gen befommt, treulich nach, und ſo macht es das dritte, das vierte, und ſofort alle, als welche eines immer 14, Tag ſpäter fliegen lernt, als das an? dere, weil obgemeldter maſſen nur alle 14 Tag eis nem die Ausziehung der Federn geſchiehet, mit? hin deren Wachsthum befördert wird. Anfängy- lim treibt man die, ſo fliegen können, mit des nen, ſo nicht fliegen, alle Abend in den verwahrten Kaſten öder Hütten, damit ſie von dem Ungezie? fer ſicher ſind: ſo bald ſie aber fliegen, treibt man ſie zu Nacht nicht mehr ein. Anfänglich zwar iſt man der Gefahr unterworfen, daß eini- ge in dem Verſchlag oder im Hof über Nacht ſiken bleiben, und von den Martern oder Wies ſeln gefreſſen werden 3 es dauret aber ſolche nicht lang. Dann kaum unterläßt man 8. Tage ſie ein? zuſperren, ſo fliegen ſie aus dem Trieb der Natur alle Abend hinaus in die Felder, und ſobald dev Tag anbricht, wieder herein in den Hof, und in ihr Gärtlein, und laufen ſo zahm herum als Hü- ner, die man in der Stuben bey ſich hat, nicht an? ders als die wilden Enten, welche auc im Hof zahm herum gehen) und wann man ſie drauſſen auf den Waſſern antrift, doM wie die recht wilden, ihr Leben durc; die Flucht zu erhalten wiſſen. Es muß aber/ wie ſchon oben gemeldet worden, 494 Von dem Rebhun. worden, das Gaärtlein an einem Ort ſeyn; wo im? merdar keut und Hund vorbey gehen/ damit ſie die von Jugend auf durc< der Jndianiſchen Hen? ne Anführnung angenommene Gewohnheit, bis zu Erlangung deren völligen Gröſſe behalten; nach deren Errichtung nicht mehr zu ſorgen iſt/ daß ſie wild werden, waann ſie ſcon hernach niht ſtets Leute ſehen. Maſſen bey aller Zahmmas- begierig folget auc) dahero mit auf den Finkenheerd zur 20>X getragen wird 3 dann es ſtreichet um Michaelis. Wo es aber brütet, und im Sommer ſich aufhält, weiß ich niht. Im Früßling und im Herbſt findet man ſie in den Stauden, da ſie wie die Rotho Fehligen zu fangen ſind.| Die(RIE zum Aus- und Einſliegen zubringen, gehet ſo wenig an als bey der Nachti- gal, dann ob ich gleich wohl weiß- day wann man auf dem Land wohnet, und man hat cin Rothkeh- ligen in der Stuben fliegend- welches ungefähr ausfommet, ſelbiges in das Haus wo es kan, wie der hinein zu kommen ſich beſtrebet, ſo währet dieſes doch nicht länger, als ſo lang Schnee lies get/ hernach bedankt es ſich für das Quartier, und Fommt nicht wieder. Baſtarten zieht es mit der Nachtigall/ es muß aber das Rothkehligen das Weiblein» und die Nachtigall das Männlein ſeyn. Selbiges recht zahm zu maßen, belohnet es wohl auch die Mühe- weil es ein ſchr angeneh- mes Bögelein iſt, Abeyx daſſelbe anderer Vögel Geſänger lernen zu laſſen/ iſt vergebens- weiß der Nachtigall 4 3 Stimm )| ID 8| jh |) ji 7X| IE 1h,| 163/4[| | 101 4 191]] 18;| ip)/ N[| 190]' (1811]| || 1 4911 y NEB 144 EE (148) 4 ji BE1AN ERIN ji| j' 450| jl) 1:1| " y jj 119! " 113 11 0408 UB|!| 5023 Von dem Rothſchroänzlein. Stimm ihme nachzumachen allzu ſchwer fallen würde, und wiewol ich es nicht verſucht, ſie dies ſe ſchwerlich begreifen möchte» anderer Wögel Stimmen aber, welche ihm leichter fallen wür? den ſind ihm darum nicht aufzudringen, weil das Rothflehligen kein Vogel iſt- der das ganze ahr hindurch ſinge- und man alſo lieber ſolche Bögel fremde Gefänge lernen läſſet/ die man Hernah das ganze Jahr hindurdz hören kan. Das Rothſchwänzlein. H“ den Namen von ſeiner Farbe, nemlich von dem rothen Schwanz. Man zählet deren Insgemein zweyerley: und ich will auch nur die Farben von ſolchen zweyen beſchrieben x deren Schwänze ganz roth ſind x wie ein Nachtigall Schwanz, Es ſind aber noch verſchiedene Vo- gel, wie unten gemeldet wird, welche wahrhaftig zu dieſem Geſchleht gehören, obſchon ihre Schwänze nicht durc<& und durch roth ſind/ ſon? 0 nur die Hälfte davon mit dieſer Farbe bemer? et iſt. Der Röchling oder-Rothſchwänzlein- welcher in holen Bäumen brütet, iſt auf dem Kopf weiß z die übrige Farbe, ſowol am Rücken als an den Flügeln, iſt lihtbraun, faſt wie bey einer Mach- tigall- ſo doch etwas mehr auf blaulicht ſich zu neigetz die Kehle iſt ſchwarz- und die Bruſt iſt roth, aber mehr gelb roth, als des Rothkehligen Bruſt, und wie das Rothkehligen nur oben an der Bruſt roth iſt, ſo gehet hingegen die Röthe bes vol h' gu kin 11710 TÄG j jW vp! Yuen | wad ppl [pm jicd NUN „due he Ot wig Di 06 m WA umge ENEN DANNA "0 with nR |, dat 1 Chin) NENN Deh Nahm; ede, 0 NR Wig Wh RK ZO ' verſi, ſ MUNG) ih ON| Df; eran il Kol zii(iſe)"y Di Nfg Ut TEEN Ei Man Bi) wid uwe Feber an j wie NTC ß vr NLG uf ven 30 Side warn wie bey auf Wh „ww [s vs 000 Kliem 7 Ging» 1 Von. dem Rothſchwänzlein, 503 uw des. Rothſchwänzleins zu beeden Seiten etwas weiter hinunter 3 unten wo der Schwanz an» fängt, iſt es ein wenig dunkelweißz der Schwanz ſelbſt, wieſchon gemeldet worden, iſt ziegelroth- und das Schtnäbelein iſt ſc Di h - 0] nn Walt" eh So Ns | | ) | IW wt 3] 0780 1] ; ſhad| M4 M und) hy | Gy If Bieſt) pelt mn" 7.1117 t 0 SKLDISCHÜCHHBR UTE Een 4“it. um CS AIZ<<<<<< Von dem Rotbhſchwänzkein- F0F5 EE iſt den bey Waſſern ſich aufhaitenden nicht un- bilig der Name YOaſjer-Ltachtittall, wie an einem andern Ort gemeldet worden- beyzulegeny weil ihre Stimme, waun ſie gejagt werden/ und das Nachtſingen ſie darzu gleichſam legitimirk. Dieſer Vogel wird auc) Blaukehliegen genannk; weil er eine unvergleichlich ſchöne blaue Kehl haty und iſt, wie an einem andern Ort ſchon angefüh? ret, wenigen befkannk. Wer die Curiofität haben und nachforſchen will, der wird obiges alles alſo befinden. Hier aber weitläuftige Meldung zu thun; iſtnicht nö- thig, indem alle dieſe Vögel, wie lieblich ſie ſin? gen, deswegen nicht groß zu achten, weil die Nach» tigall ſie am Gefang weit übertrift, und do? kaum ſo zärtlic) will gehalten ſeyn als dieſe. Das meiſte, was von der Nachtigall iſt geſagt werden» trift aum bey dieſen ein- und ſind fie, wie die Nachtigall, zu nichts anders zu gebrauchen/ als allein zum ſingen. Sie brüten alle in döchern 7 obſchon. einige- ſonderlich die Sragmvefe, nur in köchern von Erdſchrollen, und ſind bey den er? ſien befannteſten zwey Arten z Männlein und Weiblein gar leicht zu unterſcheidenz die ander9 aber etwas ſchwerere. Aue haben ſie alle die Art an fich, daß ſie, auſſer der Brut- Zeit; einan- der verfolgen, welches das Rothkehligen eben ſo wohl zu thun pfleget- Der Streinröthling der in Tyrol wohl befannt, und au Gröſſe einer Droſchel gleich iſt, mag unter dieſem Geſchlecht der Röthlinge, wohl der edelſte feyn; des wege er auch ſchyx theuer erfauft wird. ig Vorr 524 Von dem Rothſchwänzlein.. NIN). Von dem Rothſchwänzlein. iſt darum. nichts MU| zuſagen, weil es viel beſſere: Spedſe erfordert als 119.09 das Rothkehligen, und doch ſo viel, das Stadt- h Diothſchwänzlein berviſt/ am Lieblichkeit des Ge- ſangs demſelben. nicht gleichetz anlangend aber LINUMN das Garten- Roth; ſchwänzlein„- dieſes. Geſang des | Rothſ hwänzleins- Geſang, ebenfalls nict. viel Übertrift/ dann zum Rus-zund Einfliegen taugt. es nicht- und wäre gleich: eig. Stadt--Roth- AUFU Y ſchwänzlein;wie ich BEH glaube ,. leicht darzy | zu gewöhnen, ſo währet ex WT nicht länger als dem Sommer über/ hernach müſte: es- ſo koſtbar und. delicat gehalten. werden als die: Racht igall; weldzes wohl njät der Mühe werth wäre. Zur 4 Baſiarten- Ziehung es zu gebrauchen ,. ware ver» 14 gcbens. Sylches. zahm: zu: machen;. wäre leicht, aber warum wolite man. nicht lieber, weil es einerley Futter koſiet /. darzu. eine Nachtigall erwählen.? Und aus cben der UrſacF der mühſamen Hals tung iſt auch. nicht zu rathen einem Rothſchwänze lein fremde Gefänger aufzutragen.. Die See- Waſſer- Amſel. Cv ein Bogel/ der ſchr qut zu eſſen- aber weit x) er feinen Geſanghat, ſelten eingeſtellt wird 3 dahe roie I ihn nicht ſo genau in Acht genominen das ich ſeine Farv eig etlich zu beſchreiben wüſte: Dod erinnere id mich wohl, daß ex viel Schwar- zes haf; und an der Bruſt ſpreng Ut iſt/ faſi wie ein. Stahr, Au Größſe wird die See- Amſel ei? | gem Miſtler nicht viel nachgeben. (ME Weder | h,) 6 '" puer] feh M" jun . 4 WO ſy Wt 4 vy„m || MOK MER (uhtigoln wm(dl aſm; (i Fu WENG (ihm) u z Wagen Nb mit Guſe m a Ni y Kindt n ju) pw = ) Aah ahey Nes Oy"„ NN vf][ ) Eifige Ia du Giuhty u"| | 1! Wt| nN.“ 4 yd 4 m(ww: wäh| M / zi(1 m M em Ne [ik] 1,| (| | 4 N m"0; j n it: ends ht Gj„"(vie 0 1, 1 Von dem Schnepfen. 5.07 - Weder von ſeinem Fang noch F Fraß iſt etwas 3 zu ſagen. Dann was das erſte betrift, iſt ſie anders nicht als auf Kranwetvögel Heerden zu bekom? menz das andere aberiſt mir gänzlich unbekannt, auſſer daß man ſaget, ſie laſſe ſic) wie die Kran» wets:-Bögel an Kleyen in Mil) geweicht, gewöh- nen. Dieſes aber weiß ic) nunmehr gewiß, daß dieſe ſogenannte See- Amſel ein ganz anderer Vo- gelſey, als unſere Waſſer«Amſeln, die ich gleich? falls[8 weiter nicht feune. als EA ſie; ſonderligy im ſpaten Herbſt und im Früßling„» wann das Wetter auſgehet, ziemlich lieblich ſingen gehört, Soviel ich weiß, näßret ſie) die Waſſer- Amſel niht anderſt als der Eiß-Vogel, und alſo iſt auch von dieſer nichts zu ſagen, wiewohl ic) glaube, daß ſie mit Nachtigall- Futter wie das Blaufehligen, wovon bey dem Eiß-Wogel gehandelt worden, fort- zubringen ſeyn möchte. Der Schnepf. Non der Farbe des Schnepfens iſt oben bey den ZELAUEECH ſchon gedacht worden, daß er nemlich am Rücken ganz braun ſey- jedom au den braunen Federn ſchwarze Streiflein erſchei: nen, dahingegen die bräunlichten Federn am un- tern Feib mit weißlichten Fäßlein umfangen ſind. Au Gröſſe glei; her der Schnepf einem no nicht völlig ausgewachſenen Rebhunz ein altes Rebhuniſt 40 h diefer, ob er gleich der Schnepf wegen ſeiner langen Flügel viel gröſſe 2 ausfichet. Der Fang, wie derſelbe ſowol im; Truh hling als in; Herbſt anzuſtellen ſey, iſt allener- daſelbſt Würmer und kleine Scneeken zu ſuchen. Begehrt man daß ſie diß erweiſen ſolien/ ſo befommt man zur Antwort: Es gebe die Erfahrung, daß der Schnepf den ganzen Tag on einem Ort liegen blei? be; womanihn, wann er aufgejagt wird, hinſals ſen ſehen, da träfe manihn 4. 5. und mehr Stun? den darauf wieder auf das neu an, er müſte dann inzwiſchen von jemand andern ſey vertrieben worden,„Daß er aber auf die€ aamäcker- oder wo keine vorhanden- auf die IBieſen und andere Felder ſich begebe, ſey ohnediß offenbar und nicht zu läugnen, Allein es ſollen dieſe Leute wiſſen, daß der Schnepf feineswegs bey Tag an einem Ort, wie der Haas- ſchlafend liegen bleibt, ſondern er hleibt liegen wie die Rebhünerz3 und weilen er faſt an allen Orten y wie dieſe ſeine Nahrung fins det, flieget er bey Tag ſelten wieder auf, und ätzet ſich an dem Ort woer ift- doch alſo, daß er immer ſort laufet, bald hinwärts, bald wieder zurück und alſo eigentlic nicht liegen bleibt, dergeſtalt, daß er'manchesmal, wann es wenig Würme und andern Fraß an dem Ort- ws erhingefallen/ gibt undder Wald groß iſt, wohl 2. 3. und mehr hun» dert Schritt von dem erſten Plaz hinweg ſauft y und dann auch wieder zurück kehret, ſo daß er dan» noch an der alten Stelle/ oder doch nicht weit da- von wieder angetroffen wird: auc< wann ihn der Ort bequem, ſich auf dem Platz, da er R ge? AUEN SIO Don dem Schnepfen. Fallen, wieder finden läßt. Gleizer maſſen wie ein Volk Huner-oft in der Staude und Gebüſch, da es hinein gefallen; den ganzen Tag verharret und liegen bleibet, manchegmal aber nach Be- ſchaffenheit des Orts ſich in etwas entfernet, von ſich jeibjten jevec) nicht leicht aufſtehet. Welche Zeit das Bolk„Rebhüner nicht mit ſchlaſfen zu- bringet, 90 es gleich bisweilen an ſchattichten Ore. tet, oder wo es Sand zum ſcharren findet, ganz ſtill liegt, ſondern es lauft beſtändig hin und hex) zupſt am Gras, und genieſſet Würme, Heuſchre» >en, auch Körner, die esfindet. Daß es ſich aber zur Äbend-Zeit gus dem Wald erhebet/ geſchiehet gar nicht Hungers willen, ſondern aus natürli» hen Trieb, um vor dem Ungeziefer ſicher zu ſeyn, und einen ruhigen Ort zu ſuchen, weil in dem Paid von Füchſen,„Martern- Wieſeln- auch Haaten, die herum laufen; theils keine Sichers Heit, theils feine Ruhße zu hoffen. Und eben aus der Urjach verläſt der Schnepf, und zwar zu deſto mehrern Beweiß dieſer Wahrheit, noch viel ſpä fer den Wald, da er nicht einmal einen Wurm mehr ſehen kan; und bezehrt ſs gar drauſſen nichts zu freſſen, daß er vielmehr guf dem Felde an der Strelle, da er hinfällt, ruhend die ganze Nacht lies gen bleibet, und oft mit dem Lerhen-Garn gefan» gen wird, nicht aber, wie andere aus Jrrtyum vermeinen y bey Tag in dem Wald unbeweglich ſul fitet. Dieſes iſt wol wahr, daß das Rebhun/ welches den Wald viel zeitlicher verläſt, und den grünen Saamen ohnedem zu ſeiner Speiſe, ſd lang ex zart iſt, vor andern erwählt, auf denſelben mi Bun) 8 m uf EE NEN a ATE 4 Nm Judt EN „eh SN | vy | (WUNDE 7! 4.10)+ | NNN | vo 7.8 |"nrg NE| 3 | Sh Viſus Vt des HNE: ENT "jun Ciel GE Won dogg |'"h, Jul "M mis M M. 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Die Schnerfen, Größfel vder He>- ſchnarr, H Heckſchnarr iſt nach etlicher Meinung ein Beſreunder der Schnepfea, und von unter? ſchiedlicjer Art, davon einige in das Waſſcr ge? hen, ſo weit es ohne zu ſHwimmen ſeyn tanz anz dere ſchwimmen würflich y und gehören dahero vielmehr zum Geſchlecht der Waſſerhünlein und Täucherlein. Die Waſſerhrnlein, welche nir- gends als an den Waſſern bleiben, habe 1 ſo gar die Gröſſe, Farb und Geſtalt der Hectſch narr, daß ic dächte, man würde ſie nicht voneinander fen? nen fönnen, da ſie dann folglich entweder viel? mehr zu dieſem Geſchlecht., oder jene ſammt dew Heſcnarr zu den Schnepfen zu reſeriren ſeyn würden. Von allen dieſen, ob ich gleich 9 glaube, daß man ſie lebendig behalten könney weiß ich wentg, ſowol von wün euren 20 S1I2 Gröſjel oder Seckſchnarr. von dem Fang als ihrer Nahrung/ und muß da? hero davon zu melden andern überlaſſen. Die Farb des Heckſchnarrs, iſt ganzlich, wenigs ſtens am Rücken wie einer Wachtel Farb, nur daß er längere Federn, und alto längere Streife Har 5 welches verurſfachet/ daß erin etwae dunkler ausſichet, Am Hals ringsherum iſt er hohe braun, und au der Bruſt hinunter avau- wie ein zunges Rebhun, Männlein und Weiblein ſchen ganz überein aus, ſo daß von des Weibleins be? ſonderer Farbe nichts zu melden iſt. An der Gröſſe iſt der HeſtFnarr wegen ſeiner hohen Beine, faſt noch einmal ſo hoch als eine QPachtel- am Leib aber zweifle ich, ob er einer ge? mäſten Wachtel gleich kommen ſollte. Sein Schnabel iſt lang, doH nicht geformt wie eit Schuepfenſchnabel, ſondern nicht halb ſo lang nicht ſo geſtalt und nicht ſo ſubtil, vielmehr fleis nes mit groſſen zu vergleichen 7 nac dem Stor? valben hinweg füegen. Und geſezt., fie verkriechen ſich alle.3 ſo könnte man wol ſagen, daß eine Schwalbe eigentlich kein Bögel zu nen? neny ſondern das Mittel zwiſchen einem Bogel und einer Fliege ſey, wie eine Fleder-Mauß ,/ we? der ein Bogel noch eine Mauß/ ſondern das Mit- tel von beeden iſt 3. wann man ſie aber für einen Vogel paßiren läßt, ſo folgt nicht/ wie ſchon ges meldet, daß andere Vögel ſich nach ihr richtet müſſen, Der Specht. Syrer Specht und Baumhäclein iſt einerley Vo- gel, und alſo deſſen Farbe, Gröſſe und ande- res oben ſchon beſchrieben wordett- Im übrigen, wasman vorgibt, daß ein Specht; dem man ſeine Junge in einent' Baum verpflocke, vermittelſt eines gewiſſen Krauts, den Pflo> her? aus bringen, und man durch ſolches Mittel, dieſes älles äufſchlieſſenden Krautes habhaft werden könne, iſt eine Fahbelyund daher von der Art/ wie man es angreifen ſoll, gar nichts zu melden. : Auch iſt mit' dem Specht nichts änzufangen/ man wollte ihn dann zahm machen; und auf ſeine Fütterung mühſam bedacht ſeyn; ſo möchte TN en 5 [ye 9 by MW de "> | wi] C TL (uws 0 WIND WE «Sade M 77 | AI 3 Wen 8: () ' | bEdh ja! "8 | Gu 1: - Mt r | Wife wg hart; NE: "we HGn " Hing Nh|'n' Nh 592 [y 9; | | ) vd 1 DE nd Weld WR fen 6; IB ve DINO | Wh 82 hy Adly 17 M7 FAUN vnde DANE IE) Wi blo 17 ETON Von dem Sperling.- 515 allen andern. Vögeln wegen feiner Füſſe auf ver Hand ſißend dem Papagey am ähnlichſten ſehenz Der Sperling, 348 dem Häusſperling iſt oben ſchön gehandelt worden? Dek FeldſperlingUt am Kopf Cafo feebraun/ und hat um den Hals ein ſchwarzes Mingelein, unter den Augen an den Backen(ſt er weiß, hat aber“ doch in dent weiſſen ſchwarze Duüplein3 den Rücken. hinunter: hot er Federn, wie der Häusſperling, nur:ctwas licgter- und al2 ſo iſt auch der Schwanz etwas- helier und licht? brauner 3 an der Kehl iſt ex kohlihwarz 2 dieſe Schwärze reicher aber nicht an. die Bruſt hinuns ter; wie bey dem Hausſperling:; ſondern es fangen unter der Kehle ſobald dunkel» weiſe Federn'an x denen weiter unten hellweiſe folgen* der Schuas bel iſt das ganze Jahr hindurch ichiwarz+-.dod; ins Sommer nöch mehr/ als im Winter/ ündihat zu beeden Seiten hinten; wo. er am. dieſten iſt, eis was gelbes, Die Gröſſe eines Feldverlinas gleicht einen Hänfling,) nur daß dex Sperling au der Bruit et was dier ausfiehet. Seine Geſtalt ijt wol, pro» Portionirt 3 die Füſſe, welche bräunlicht ſind, kogs: hen weder furz nom hoch genemnetr werdens die Flügel ſcheinen zu ſeiner Gröſſe furz 3: deri Schwanz abor hat eine rechte tanges die Bruſt iſt dick, der= Kopf iſt ziemlich groß„:-der Schnabel iſt faſt gebildet, wie der Schnabel;eines Canarien- Vogels,doch mag er eia klein wenig länglichter ſeyn,| Zt 2 Zwis b 72 - g16 Von dem Sperling. Zwiſchen Männlein und Weiblein iſt faſt fein Unterſchied zu ſehen, es ſey denn, daß man ſie nes Gen einander halte, ſo findet ſich, daß das Welb- Lein an dem Kopf um ein merkliches dunkelfärbi- ger ausſichet. Der Hausſperling iſt faſt alle Monate hin- "durch, obſchon auch öfters auf andere Weiſe, ſehr Leicht mit Leimſpindeln zu fangen; wann man ihm abſiehet, wo er entweder in einer Stadt auf einem Baum oder Gartenhe>e, oder in Dörfern auf dergleichen Stauden mit Haufen anfället, Bey dem Feldſperling aber gehet dieſes nicht ſo leicht an, dann die meiſte Jahres-Zeit nehmen ſie gar weite Revieren ein- und ſind nicht alle Tage an eis ziem Ort anzutreffen; dom kommen ſie meiſtens zu Abends an ihren gewohnten Aufſiß, entweder in eine ſehr niedrige Staude, oder in einen alten MYeidenbaum, woſelbſt ſie, ehe es gar Nacht wird, mit Leimruthen, oder zu Nachts mit der bloſen Hand, am beſten aber mit einem Garn oder groſe ſen Fiſcet/ und alſo verſchloſſen ſey.“ Dann es' iſt der Sper- ling ein ſo lifiiger Bögel- daß er das altergeringſte ſo bald*apprehendiret; und wann er nur gewahr wird, daß das Loch- ſv vorhero effen geſtanden, nun bede>et iſt, ſo bald, er mag no< ſo zahm ſeyn, einen Abſcheu vor dem Vogelhaus bekommt. Lit. c. zelget das Thürlein,"welches der Sperling einwärts aufſiöſſet, worbey in Acht zu nehmen, daß das ko miſz 524 Von dem Straudenſchnapperiein, mitten des Junii bis hinein im October zuſam? men, machen ein groſſes Geſchrey, beiſſen ſich auch zum Theil miteinander herum, und wenn es ganz dunkel wird, bleiben etliche an eben dem Ort über Macht ,- die meiſten aber begeben ſich wieder an ans dere, doch ſelten weit entfernte Orte. Wie man nun bey ſolcher bequemen Gelegenheit die Stah- ren zu viel tauſeud auf einmal bey Licmt zu Nacht fängt, iſt bekannt. Mit den Sperlingen aber iſt auch keine Luſt zu haben, wann man an einem kühlen Tag, eine Stund vor ihrer Ankunft den Baum mit Leimſpindeln beſteckt, ſo fallen einer nach dem andern, und wo deren viel ſind, wol hun- dert herunter, ohne daß die übrigen in ihrem Geo ſchrey ſich etwas hindern laſſen, es wäre dann, daß einer von den Gefangenen gar zu jämmerlich Firrete, welchenfalls ſie wol auf einmal alle davon fliegen.| Mit dem Aus-und Einfliegen iſt es bey dem Stahren eine vergebliche Sache, dann man kan ihm nicht ſo gutes geben als er drauſſen.bekommt, Auch iſt es nichts mit der Baſtarten-Zucht. Aber hingegen in den beeden andern Stücken erzeigt er ſich vortreflich, dann wann er zahm ge? macht wird, iſt er überaus angenehm. Und wiegeſchickt er ſey, ganze Lieder und andere NEIGEN zu lernen, das iſt jedermann bes annf.' Das Staudenſchnaypperlein E)-vöret unter die Röthling. Das Männlein iſt. am Kopf ſchwarz- unter den Augen ſchön vordem! “e ſp) (wwe „ußht7 ß Fp | Afar I (70 mya pw zum | qm, Opp und! 14 Ddoleln | 1 10L | | v nne and höfe ng f Mlyn den bh und in ehh hn | ſm Ch [Fife fin bh faltet muh) Wt der Veiſenden iW M bo ihen un ( ve ndert WINE Vpeſende „nd mif 0 h findet Aub nl leih, er Auſe ſen ſhu ne m Die (eder any] Wia] (die Eih/ ht zu Näh) rlngen an an hn Jnfufin d falen dor nd Wh in ihrem webdav u jam 094,4 EL) an nE ſenf eben ver Glide mer jeh pi ver over et june den Juen in Von dem Staudenſchnapperlein. 525 ſchön weiß, am Rücken hinab iſt es auch ſceten. Es giebt noM einen andern Wogel, den mau unterweilen, und zwar billiger) Koth-Lexche nennet 3 weil derſelbe nicht nur an Farb und Geſtalt einer Lerche ganz gleich iſt, ſon- dern auch im Sommer y in Lüften ſliegend/ alſo ſchreyet 3 nichts deſtoweniger verräth er ſich mit der Bewegung ſeines Schwanzes, und im Herbſt; wann va Waan „Jehid 1 ufig än um"4 WE SE ML] (ln] 7 TE Foy( edu | wb vl ER j/08| ESSE EEGEEENN vn -4 A MN' WKN) vn Felds hh 7 M far| Were| puff V von lo hi" Wt vor) vo) Cem " vy het || " uf die ris eiſe ju Wonder Kh in Yetut einen Wi arten mi Leute fny (efelben, 1 Oban) Aeby | Oragmidy nd der Gry ven fel, 1 fenen Cid] kamen bem) ehalten mj ad vj! iden fh mi Hun Dif 1d do) lingt cot fa be wan A 112. epn De 0 (en ſollte 10 beſer uf al einen anbet zwo HÜgety nigt wean! NA 1/AUNG fegen) al10 per ſh mit NY. herbſt won) Von dem Stieliz, 5298 wanner ſtreichet, auch mit dem Geſyrey, daß er Bachſtelzen- Art ſey, iſt auc) deswegen von mir oben ſchon mit dem Namen Zelt-Bachſtelzen bes legt worden. Er brütet gern, wo ode Felder ſind, und flieget im Sommer, wang er aufgetrie? ben wird, immer als eine Lerche ſcrveyend, welches ſein Geſangiſt, in küften ſchr ho<& herum, machet aber nicht kurze Kreiſſe, wie die eren, ſondern ſchr weite; und ſlieget meiſtens gerade zu; daß er einem gleich) aus dem Geſicht entkommt, ob ma ihn gleichwol noch ſc- lein, und darauf fänget eine angenehme ziemlich hellbraune Farbe an, und nimmt den ganzen Rü- >en ein, bis nahe an dem Schwanz dasjenige weiſſe Flecklein kommt, welches ſo viel"Bögel mit einander gemein haben. Der Schwanz iſt kohl- ſchwarz, und hat an einer jeden Feder vornen an der Spike ein blaßweiſes Duplein 3 die äuſſern Federn am Schwanz aber, bey einigen auf jeder Seiten zwo- bey andern auf jedex Seiten drey, ſind mit. ſchneeweiſen Spiegeln gezieret 3 die Flügel-Federn ſind ebenfalls kohlſc = = n geit; (ſchwarz- 1 weiſen Durian 6 zwar(9 18 peter enno m jen Dab mei) Jud dem Gawen) hen M abt 1 Dehleln if der KN*oW2 Von dem Stigſlis, 532 der rothe Fle> am Kopf weder ſo ſchön roth, noch ſo breit 3 ſo iſt auch das weiſſe auf den Seiten nicht ſo ſchön hell, ſondern ſießet etwas ſImußig aus 3; ſonderlich iſt es daran zu erkennen, daß die Fliegbeinlein oder Amſeln des Mäanleins, vom Seibe an bis hinaus an vas Ende des Flügels, mit kohlſchwarzen Federn bedeckt ſind, dahingegen das Weiblein von dem Leibe an, bis über die Hälfte der Flügelbeinlein; nur braune Federn hat. Fers neviſt zwar in dem Winter der fehneeweiſſe Schnas bel, ſowol bey dem Männlein als bey dem Weib» lein, oben auf an der Spiße mit einem ſcwarzen Streiflein bezeichnet, dieſes vergehet aber bey dem Mannlein durc; das Geſang, bey dem Weiblein hingegen bleibt es das ganze Jahr, es müſte denn ſhon etliche Jahre alt ſeyn. Sonſten iſt die Leibes- Geſtalt und Gröſſe ei? hem Hänfling gleich, wiewohl es der Stiglite zweyerley giebet, davon die kleinere Art einem Hänfling nicht ganz gleich kommet. Der Schnas bel dieſes Vogels iſt zwar ſs geſtalter) daß. man wohl ſiehet, daß ſeine Speiſe Körner ſid, er iſt aber vornen ſo ſpitig, jedoch etwas gebogen, daß man ſonſt bey keinem, ſich mit Körner nährenden Vogel dergleichen finden wird 3 an der Länge über- trift er merklich einen Hänfling-Schnabel, und alſo noch mehr den Schnabel eines Canarien- Vogels, welche Gabe des länglichten ſpißigten Cchnabels ihm der Schöpfer ohne Zweifel um der Nahrung willen gegeben, Im Korigen iſt dieſer Vogel ſehr kurzbeinigr, und mit einem ziem? liH kurzen Schwanz begabet, ES Seis 532 Von dem Stitticz, Seine Nahrung ſuchet er faſt das ganze Jahr hindurch auf Diſteln, und andern ſold- Bogel brauchet/ oft etliche Tage warten muß, ehe eszutrift, daß einer oder der andere in Lüften vorbeygehend ſich hören läßt, jedo-Wogel/ Nn zumahlen wenn er ein Männlein iſt, mehr At. I< weiß ſelber nicht recht/ was ſie zu der 3 eſs (419) 5 Wa) „nD pe (49% ie iy Db 6 ae 1 ſeln Ay tengeln je, q Überblihe N ) ſomiſy fe in fi, 11) finden; vbs felt) wu » be uu n(jd JEMEN MN7100 D, jede)" D em a abe MEN MELLE | DNUG ght mm 3, wn 4 t ſich MI mH NI won 7:0 „mit ug (4a M nh/; Opp vie RN j "4 1 19 vas ZM Es (un Zur JE jupß DE] LE "NAIL vn WE vw MT 14, ge | 0-7) ei wb 01) 060 WM w ve| WL Guſen 104 8) NM jh ves (he Fe "mD ire),| wi 10007) 00 7 NM 1 7 V Wafer Ch Wo Jue bn 3 "mE Von dem Sciclig.| 537 damit er von ihnen lerne/ und man alsdenn der- ſelben Geſang auch im Winter hören könne, als von welchen er nimmer abläßt, er höre daun gar zu oft noch in der Jugend ſeines gleichen fingen. Dahingegen der Hänfling/ wann man ihn nicht in Ächt nimmt, gar bald etwas einzumiſchen pfleget. Will man haben/ daß dieſer Vogel aus einem Zimmer, oder aus einem vor dem Fenſter hangenden Vogel- Haus, aus-und einfliegen ſoll, und dom, wann man will/ wieder zu befom- men ſeye 3 ſo darf man nicht eben die Mühe neho- men/ das zu thun, was bey dem Hänfling gemel- det worden, nach welcher Invention es zwar auch angehet, und er gar gern in dem Vogel- Haus zu niſten pflegetz ſondern man ſezet nur im Win- ter einen Stiglißs, der der warmen Stuben nicht zu ſchr gewohnt in ſeinem Vogel-Haus, alle Tag vor das Feuſter, aufden Fenſter-Stein, oder auf ein beſonders Bret, wo keine Mäuſe hinkommen y und ſtreuet neben dem Bogel- Haus Hauf, hin/ ſte>et auch darneben hin ein Büſchelein Diſteln, davon etliche Knoſpen zu dem ausgeſtreuten Hanf gelegt werden. Das wird man nicht lang conti- nuiren fo wird durch das Lo>en des im Bogel? Haus ſich befindenden Bogels, ein anderer, oder deren mehr/ ſich hin gewöhnen/ und die Speiſe fleißig ſuchen, Wann man dies merket, hat man nicht mehr nöthig, den andern Bogel vor das Feuſter zu ſeen- als welchem in die Länge die Kälte Schaden thun würdez ſondern man hängt ihn nur inwendig an das Fenſter)«uswendig aber ſekt man ein Spring-oder Fall- Häuslein 21€ hins - WEN E= aamennn LII amm AI. ane EE nen 538 Von dem Stieglirz, hin, nicht den fremden Vogel damit ſogleich zu zu Fangen 3 ſondern die Sperlinge abzuhalten, daß fie das Futter nicht immer auffreſſen. Gedach- tes Spring-Häuzlein richtet man mit einem ſubs eilen Faden, durch ein kleines Sheiben-2öen/ fallen läßt: wann hingegen die ge?/ wohnten ZUE hinein gehen, thut man ihnen nichts; ſondern läßt ſie gehen, bis der Schnee bald abgehen will, und man zu befürchten hat, daß ſie verſireichen mögten; alsdann fängt man ſie» läßt ſie in einem Bogel-Haus wohl zahm wer- denz hernac< gewöhnt man ſie, daß ſie auh in der Stuben, welches gar leicht iſt, aus ihrem Vogel- Haus aus«und eingehen, und wird das Wogel- Haus alſo zugerichtet( worzu ein jeder ſeibjt eine Invention erbenfen kan ,) daß es, ſo lang man will/ offen bleibe3 und doch, wann man will, hinter dem Vogel, der ein gewiſſes Hölzlein berührt, jedo?) ohne Geräuſch, nicht wie ein Sypring-Haus y zufalle/ und ihn alſo unvermerkt damit er nicht iMeu werde, wieder fange. Man kan auch den Vogel gewöhnen, daß er ein gewiſ- ſes Thürlein- das hinein, aber nicht herauswärts ſich a aufchut/ ſelbſt aufſtoſſe, und hinter ſich zu- werfe, Einen ſolchen Vogel, der dieſes ge? wohnt, kar man zur Zeit, da er ſich mauſet/ im Augajto/ kühnlich fliegen laſſen, da er zwar ſich verlieren> aber im December, wann es Scnee hat, allezeit ganz verjüngt wieder fommen, und weit |"tr A. MICE j viljt»(AE | jut) vr 008,08 ö NI(IW u(iw img! ps | Wot)„ſyſ(ID | lr!„uder | Au) 8 " NO 10.2 j pu wh; tm 1072 ju im M Tt: 16 ka in halten 8 ja mh WW EE wi). 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Auch iſi, wann man ihn zum andernmal gefangen hat, nicht mehr nöthig, daß man ihn erſt wieder in der Stuben 0:ters heraus laſſe: ſondern man kan ihn ſtets einges ſperrt behalten, bis man ihn wieder gar 7 auf et- liche Monath, in die Freyheit ſeßen will. Wiie den Meiſen gehet dieſes auch an. Es iſt aver weder mit den Meiſen, noF mit den Stigli2 ken(als welche beede js gar von alicn Buben ſchr gefangen werden/ ſo daß man ſcinen Wogel zu Zeiten einbüſſet, und umſonſt auf dag Wiedcr- kommen wartet) dieſes ſo ſicher zu practiciren/ als mit den Finken, welche ſo leicht nicht gefangen werden, und von aller Gefahr beſreyt leben 3 wo nicht etwann gar nahe, ein ordentlicher Finken? Heerd vorhanden. Und wann das auch iſt, ſo braucht es nur, daß er einmal etwann durc WH ſien On 19910)) ſen; da dai Gäumlih Abet din pu] » wird& W| vn mjt auf der Dur) el if) du! var Im a| Want, Ar| 7781108) WETEN uf de fur)| pulſe| |, fonte freſſen I| „alo| H ih| gal(as ſehe| auf Auruntt „iht 10 mehr Vi 79.108 FA ald moglich of wurds Yan | | | Don dem Sriglitz. 55003 Wann dann 4. oder 5. Wochen vorbey ſind, kan man ihn wohl in das Vogel-Haus zu freſſen ge- ben, und manchen Tag allein freſſen laſſen/ nur daß man ißn unterweilen auch wieder an das Zu- fliegen erinnere, bis die Maus-Zeit vorbey iſt, Nah deren Bolibringung hingegen es nichts mehr zu bedeuten hat, wann man ihn ſchon ein ganzes Viertel Jahr und länger nicht mehr zu- fliegen lieſſe. Maſſen er deſſen ungeacend ſpielet, und dadur<) gewohnet, den Hals und Kopf ſtets über ſich zu drehen: dahero ſolche Vos gel an etlichen Orten Windhälſichen genennet werden. Wann man ja kein anders als ſo ein niedrig Vogel-Haus hat, da der Bogel die Decke erlangen kan, ſo iſt gut, daß man zum wenigſtett oben'ein Bretlein dder Tuch darüber mache, da? mit der eingeſperrte Wogel nict durchſehen; und zu ſolchen Spielen Anlaß bekommen möge. Auf der Seite des Häusleins mag er den Kopf und Schnabel hinaus thun, und ſpielen wie er willy das bringt ihm keinen Schaden. Auf oberzählte Art zur äuſſerſten Zahmigfeit und dahin gebracht zu werden, daß ein Bogel auf des Menſchen Hand ſiuget, und ihm aller Orten nachflieget, verdienen ſonderlich wohl die Erigli? Be erwählt zu werden/ wie nur gemeldet worden/ und nach denſelben die Hänfling/ die viel ieich? ter auſzubringen; die Canarien s Bögel, die Grünling, und die Sperling, die in Woſſer ge- weichte Semmel zu ihrer Speiſe erfordern Es iſt bey allen zu merken, daß man ſie im Neſt rein halten/ und, wie bey den Stiglißen ſchon ge- meldet worden, mit ihnen umgehen muß. Beſs- ſer iſt es, daß man auf einmal nur eincn allein abrichte 3; will many aber die Müße daran wen- den, ſo fan man auch wohl 6. 7. and mehr auf einmal gewöhnen, und wird einem, der es ver? ſuchet, ſole Muhe, wann ex die zuſt IDE abgerichteten Vögeln einmal ſichet, gewißlic) nicht reyen. Wer ſolc<= Bögel zum Aus- und Einflies 4 Un EE Jur[j/I juſehe Mt vo IS "('B) "414-4 Nus | bp W | ſha u 8 72 | ey] |(yfuwvels? ET 004-0 rochen 8| dv(nm SN | Im aH! ihr uſe NN: 0 NEE 11] NENE) Mws3iftn ve ueſſerife uſe vers WA 1190 NEN? je[4] Wbevoh: Jm andern 9 0 Gruul S Ih'mN.g N hm le "ubwnß y (aus fed em Hels 11) oel) | um nl ver mah en läßt."4 Der Stiglitz, der Grünling, der Hänfling, und das Zeißlein, ſind diejenigen Vögel, denen man am bequemſten Canarien-Eyer unterlegen, und Mm 2 ſie m55flie 6 548 Von dem Stiglis. gie von ihnen ausbrüren laſſen, auc< wenn man es recht anſtellt, ſogleich mit ſolchen ihren Alten aus» zund einzufliegen gewöhnen kan, Wegen Gleich- Heit der Natur, und, ſo zu reden, der Werwand? ſchaft willen, tauget der Grünling am allerbeſten: Weil aber ſeine Eyer um ein merkliches gröſſer, geſchiehet es leicht, daß das Grünling-Weiblein den Betrug merket ,/ und die, Canarien-Eyer aus dem Neſt heraus ſchmeiſſet. Der Hänfling iſt der Äckung halben eben ſowohl noch vor dem Stigliß zu erwählen, und irret der franzöſiſche Auctor, der allein von den Canarien-Bögeln ge? chrieben, hierinnen gar ſchr, daß er den Stig? fiß dem Hänfling vorziehet, Doch hat der Stig- liß auch, aber aus einer andern Urſach, den Vor» zug, weil er am dauerhaftejten/ und, da er ſeine Geſundheit immer behält, viel Jahr lang nach einander zu ſolher Zucht gebraucht werden kanz auch an allen Orten gut thut, Dahingegen alle die andern eine gewiſſe Gegend und Situation ſu- hen, und das Zeißlein gar. nirgends anders, als nahe bey einem Wald bleiben will. Jc< habe die Canarien- Eyer von andern Vögeln brüten laſ- ſen, und, damit ſie den Ort, wo ich ſie fliegend ha- ben wollen, von Jugend auf gewohnen, weil man nicht auezeit eine eigene Kammer darzu ubrig hat, ein gewiſſes Vogelhaus erdacht, welches hier beſchrieben werden ſol, Selbiges muß wenig? ſtens 3. Spann hoch, anderthalb Spann breit 7 und 2. bis 4. Spann lang ſeya,(wiewohl an der Gröſſe nichts gelegen, und man es auc) noch ein? mal ſo groß fan machen laſſen;) in der Mice fol c ,4v AAA iu NEE EIIIE INE IE SEINEN dmm beeilen H -== -= 2= == SE SE- BE- Von dem Stittlirz. 553 Bogel-Cammer hinein fliegen, ſondern ſich erſt im ſpaten Herbſt mit ſehr verminderter Anzahl wiederum einfinden, Baſtarten mit dem Cana- ri-Bogel zu ziehen, iſt wohl keiner würdiger als dieſer, weil es die ſchönſten Jungen giebt/ und gilt es gleich, es werde ein Männlein vder Weib- „lein darzu erwählt, dabey thut man aber am bes ſten, man nehme die groſſen ſogenannten Wald» - oder Brand-Stiglitzen. Zur äuſſerſten Zahmigfeit zu bringen, iſt kein Vogel geſchickter als dieſer x nicht zwar daß andere theils nicht leichter abzurichten ſeyn ſollen, ſon? dern darum, weil keiner angenehmer iſt, wann man ihn zur äuſſerſten Zahmigkeit gebracht hat, wie die Erfahrung denen zeigen wird, die es ver? ſuchen wollen.; Fremde Geſänge zu lernen iſt er auch ſchr ge? ſchi>t, undiſt ſonderlich zu rathen, daß man ihm das Hänfling- Geſang lernen laſſe, weil er viel dauerhafter iſt als ein Hänfling. Wann man ihn aber das Canarien- Geſang lernen läßt, ſo- verſtümmelt er daſſelbige nur, daß man nichts an? muthiges hören kan, ich habe einige gehöret, auch ſclbjt gehabt+ welche das Finken- Geſang geſun» ae; durch welches Mittel man dänn das Finken»- Geſang auch mitten im Winter zu hören bes kommt. Erklärung des Kupfers Tab. XXVI, vom GStigliken. A. iſt der Unterſchied des Häusleins, an wel? Hem oben B. ein Thürlein iſt, welches man aufs Mm 5 ſchieben SSS ENEN 25.20 nur ai IIm IE 5x | ' 1 "4 p| ? | + 4 R 1 ] Du ; M E m DuD m Fa = *% N 5" | 57 EN h; 1 | 3 ; x ZBRANEND ERN wenn 00120 554 Von dem Storch. ſchrieben und die Vögel zuſammen laſſen kan. C, zeiget das in dem einen Theil befindliche Fallthür- lein an, und D. das von ſelbigen Theil in den an- dern gehende Erkerlein, allwo das iz Neſt bry- fende Weiblein mir KE. bezeichnet iſt, Der Stor, Ghleichwie mit dem Storch auf keinerley Weiſe "einige Luſt zu haben z alſo iſt ſeine Gröſſe und Farbe zu beſchreiben, etwas ganz unnöthiges, wei? len er vor jedermanns Geſicht auf den Dächern ſitzet, Er wied weder gefangen, no< in Häuſern er- nähret, auſſer daß man bisweilen einen in den Höfen gehen hat. Wollte man aber ja einen le? bendigen haben, ſv iſt fein anderes Mittel, als die Schlagung eines Heerds und Vogelgarns- an Orten y wo man ihn hinfallen fichet 3 oder man müßte Schlingen auf ſein Neſt machen,; Sein Fras in der Freyheit ſind Fröſche, Kroe ten und anderes Gewürmy desgleichen auch Bie- nen, welche er zu groſſen Schaden der Haus» Bäter, von den Blumen herunter zupfet. In der Pefongenfbaft nimmet ex mit rohem Fleiſch vorlieb, Es ſoll noch eine andere Art Störche geben, die etwas kleiner, und am Kopf, Hals und Bruſt Fohlſchwarz ſind/ um die Augen einen rothen Ring haben, am Bauch weiß ſind, im übrigen aber alle andere Eigenſchaften im Klappern der Schnäbel mit den andern Störchen 58 o vs Or 8 (han Ne IWD Een NI (0 60 IF p mn (Jim aue huh Ve mi, BG 4 in Jul Ey iu EB 10ND& hm Zed DAUNEN. hp in Eul ih hes Mit arS Ma der NG I geen hh hem Tut Wo verlyy] u fie fi jpc vo) Wie => LI E:. 1009 Uebe, Miche Zulu Nelli bay Din Vefth +| Jil 06 Ine Ori) 3 tha W H den Vij Ed Duft | FERNEN SENT) SENEN Welt 1 [NACL] Jaht üg MIG ve uft N go id en, welche man für das rothe Wildpret machet, und darbey eine Vo- gelwand auf ſolche Weiſe hinſchläget, daß ſie über die Salzlecke hinüber reiche. Auch werden im Auguſto die Turteltauben auf den Wieſen und Feldern, noch mit beſſerem Nuten aber ſowol in dieſem Monat, als in dem folgenden, die groſſe: Tauben auf Heerden gefangen, davon ebenfalls der Herr von Hochberg in ſeinem adelichen Land? leben zu beſehen iſt, Sie fliegen im Herbſt wea/ und kommen im Frühling, jedoch die Turtel-Taube erſt zu Ende des Aprils, wieder 3 ſie gehen alle, wann ſie kom? men, ſehr begierig auf den Nuff, brüten den Som- ; mer 2 aug 2 Qut S kad Zuk) 8: muga ue| Welhn äber MNNUELE Rumme| „ute; uſchale]: gtd 8 Bd yy Weber CDI nB! |(droge Apt gerad joſe wnlije Wftrütehm€ Oh und fire) I doß fie 1851 tnen! M4 igt mB i" enfin Wee Zeh ze 0"hr(iß y H "an fomme] Nieht;(14 d | N'AANe NE Wan hm. | Aben | Inhuf 4 Wehn* == d: Tah 1) Nn liege] yi. Hh 4 de Kiuglud at pi u Pit Dahm 1100077 Fan a Oy 1 Grinbs =P SINN 00) NANU 5 Ih werb id 4 Dum) gy We Po 110% ww Anfall k" 911.14 A1.40 ?||(nde oe fam (nw! wir Von den wilden Tauben. 559 | mer über zweymal 3; und haben diß, vor andern in den Bäumen wohnenden Bögeln, beſonder, daß ſie ſich im Strich öfters über Nacht- wann fie aufgejagt werden, auf das freye Feld niederſeßen. Vor den meiſten, wo nicht allen Bögeln, has ben die Tauben dieſes beſonders/ und daher remar- quables an ſich, daß ſowohl das Mäaännlein als das NPeiblein, über den Eyern brütet z welches. an» dere Vögel allein den Weiblein überlaſſen. Wann mannahe dey,einem Wald wohnet, und einen Taubenſchlag hat, der hell, groß und ſauber iſt, laſſen ſich alle dieſe wilde Gattungen von Tau? ben/ mit andern Tauben, augzund einzuflicegen ge? wöhnen. Wann ſie in den Eyern andern unter? gelegt, bis der Strich völlig vorbey/ innen gehal? ten, im Winter von der Kälte, die ſie nict, wie gemeine, vertragen können, bewahrt, und in tem Frühling mit gemeinen Tauben gegattet werden ſo lang ſie nemlich die alten zahmen Tauben, die ſie ausgebrütet, noch äßen, läſt man ſie mit ihnen fliegen/ und ſtreuet in den Schlag täglich etwas Waißen/, daß ſie hinein zu gehen und dariunen zu freſſen gewohnen: ſo bald ſie aber völlig ſelbſt freſ- ſen, oder nicht lang hernach, wenigſtens ehe nom der Srrich anfängt, müſſen ſie gefangen, und erſt das andere Jahr im Frühling mit ändern gegate tet wieder ausgelaſſen werden. Die Baſtarten x die davon kommen y ſind zwar wegen des weiten Ausfluas, und oftmahligen langen auſſenbleis bens beliebt; legen aber wenig gute Eyer/ ſo daß ſie, ob die beeden Species der zahmen und wilden Tauben ſchon no ſo nahe miteinandsp Se: ind z iG EEE|: SEI Von den wilden Tauben. ſind; doch etwas von der Sterilirät, ſo den Bas ſtarten insgemein anhänget/ an ſich haben. Sowohl an den zahmen als auch wilden Tauben, iſt nach einiger Meinung, dieſes etwas wunderwürdiges/ daß eine Täubin, wenn ſie ſchon von andern Taubern getretten wird/ von ſolchen doch nicht, ſondern nur von ihrem zu concipiten pfleget: Und hält man dafür, es könne keine Täu- bin, wann ſie gleich eine Taube tritt/ einig Ey le- gen- wofern fienicht, ehe ſie ſich tretten läßt, mit dem Tauber vorher ſchnäbelt. Wodurch einige gar auf die Gedanken gerathen, es geſchehe die Imprxegnation mehr durc<-das Scunabeln; als durch den würklicen Congreſs. Was aber da- von zu urtheilen, läſſet man andere ausmachen. Doch diß har mir die Erfahrung gezeiget/ daß da ich eine Täubin in einem Shlag, wo ſechs ledige Tauber waren, gethan, und des andern Tages mit ſelbigen ausgelaſſen/ ſie bald von dieſem, bald von jenem Tauber, ohne mit ihr ſchnäbeln, ge? retten worden, dabey die Täubin ,/ ob es gleich 14. Tag gewährt, kein Ey gelegt 3 als aber die übrigen Tauber eingeſperrt, und nur einer bey ihr gelaſ? ſen worden/ hat ſie mit dieſem ſobald heſchnäe belt, und darauf congredirtz auch da dieſes ohn- gefähr 6. Tag gewähret, ſobald zwey Eyer ge? legt. So daß wahrſcheinlich, es könne keine Täubin, die nicht ſc Gröſſe, noch die Artihn zu fangen/ no< die Artihnzu ernähren, zuverläßig fund worden, Er hält ſich nur an ſol re vit 50 “". "4, YD 0 4, N „ XX DON NN 0 I. 7, . 22 555222 NIN u 00% Sia LTH= meh=>>>>= GSG GEE UGS Z= Zz ZAZA ZZ===== ==>=== ul>=„== Z-“--=zFz=-= z=z»= Z=-<>== SIE mrt<== M GTE=<€ ZZ-- 2 Kür. ij 43..=b. S7 Fr ars, 5,0 neden erntete Goyſten uf viert | wwe | pr 746,4M | dermit gewohn ) 7“ gefäht 10:| 48| ES|(nhl | piblein Won geſi (hen ſtehet ubm |(m dem in ||| wier) |(ueiſ mit wö mmmet, zukihtin 1 Mbend by wörech vhm laſſe Fina Wer Ip piſs auß I" des jw daß Wpſhehe vt wehr Vfaniht (it Chad ;(WENDY Uung Ua > H armes; Von der YVgchtel. 563 Sonſten wird der Wachtelfang mit dem Ruf auf vielerley Weiſe in Feldern und Wieſen geubett wann er aber reen rings um ihn her, Wachtel-Ste>gärnlein lit. d. und ex ſelber iſt mit einem Garn lt, e, das man den Tis raſs nennet, überzogen. Auf dieſe"Weiſe könnett gar leicht in einer Stalliing y deren ſich doch in eis nem Abend(dann es muß zur Abend-Zeit oder bey anbrechendem Morgen geſchehen) wol zwo machen laſſenz gar leicht 1 54 bis 20. Wachteln ges fangen werden y welct-Neße yp mit mehr Schaden als Nugen, I< aber fan dieſes nicht begreifen z noh mir einbilden; in was der Schaden beſtehen ſoll; Wem die Eigenſ eingeſtellte Männlein ihre Körblein den Merzen und April S2) wol gewohnenz hernach wann ſie in dem May anfangen wollen zi! ſchlagen, das Körblein aber ſo gewohnet ſind, daß ſie in Finſtern ihr Freße und Trink- Geſchirrlein finden können berupft man ſie'an Flügel und ſonſten hin und an s un | vw as wi (a ma| ELG (os un 3| MENN zer an /928 ſeht mE wle NEL) um ufve ID. ju(190! NUE jur)(eh 20 für und WB wis fü 1009€ (m wuſel 0 won IW Dachte WW andes| zi piſo wm ' Uhr 067) hn ſah 4 || leih M ; 1 Shira Welch vet "Ri, Vee DR NaNO mhſtelh 0 Wfaa| ( Ei,| | 11 gem 3 ) Vrſchen, aj Wingefähin E19 von wet 1Min f0 1/0 1931) deß(vy SA Revier ny Wi blein ſirh] I Ruf ly Qt, jid Jamie den hy) DU elblein fi Ser, man vs Jungen Dh |(8'S) Hund be 7 SENN gde Gi M 107 ENNAK PS leben Ot 18, »4' EN zeug wm ED tio, in Al „Soi du NENE ECH 124«a(gefiel 17(0 un) Ypril muſe ln den » we NNEN <" m 0 ONDE H" Von der Wachtel. 565 und ſeßt ſie in einen kühlen Keller: daſelbſten läßt man ſie ſtehen bis Bartholomäi. Juzwis ſchen etwann vierzehen Tage vorher, ſäet man an einen zum Wachtel- Stricm bequemen Ort, ein paar Tagwerk, länglicht geformt, mit Haber oder anderm Getraid, ſolchen Flec> Getraid um? ſtellet man auf einer ſchmalen Seite, und zu bees den langen Seiten die Hälfte- oder doch den drit? ten Theil, der Länge herunter mit einem Hochs garn auf die Wachtel gerichtet, ſonſten aber ges ſtaltet wie ein Hoet und klopfet ſie an demſelben ſo ſtarf in wäh xenden Ruffen, aus Begierd und Ungedul?t, daß die herzulaufende Hahnen davon abgelchre>et werden, und von ferne ſtehen bleiben. Welches ; zu r |„www uvm! V wid (yt darf Mt (nan 901ZD7 ſe m“ 8 at mi IE GhnhIn ſow 111SN | publ (na NOE (ulm MULL NNEN NUE WZ NNEN ſu 4:00 721 Gutes ſue ga1hEg Euheenznas Wet JeN ht wS d Nh fon 10 | mund bis hz danpB« uf nich kt Wh Nerd " Wer je Tchn LI png 2! Mwo Ein) & ud tri Inden Oy, I Stitty . validy, Zeman ft. 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Das andere iſt, daß die zahmen Hennen zwar beſſer ſeyen, als die wilden, wann es ſolche ſind, welche dabey in der Jugend dur< Anführung der Jndia- niſchen Henne im grünen gegangen, und des Ruf» fens gewohnt ſind, dann andere, die nur in der Stube erzogen werden, taugen nicht, und ſind dies fen die ganz wilden vorzuziehen, weil ſolche in der Stube erzogene Hüner von ihren Cameraden nie malen zerſtreuet und verjaget, folglich nicht ge? wöhnet werden, fleißig zu ruffen. Auf ſolche Weiſe kan man im Frühling gar viel Hahnen fans gen, und hat nicht zu beſorgen, daß man Schaden thuez dann die Hahnen, welche Hennen haben, laufen nicht, die aber keine Hennen haben, blei? ben nicht in der Revier, ſondern verſtreichen. Auch in dieſem Stu> emportirt es die Unwiſſen- heit, über die Erfahrenheit, wie bey dem Verbot des Nachtigallfangs, und andern mehr geſchiehek) wo es nur auf das befehlen, und auf keine andere Erwägung anfommet. Dann die unerfahrne Nn 4- Jä- F67 «68 Von der Wachtel. ägerey bringt an Fürſtlichen Höfen Klage wi» der die Edelleute und andere Jagds-Beſitzere vor ſie unterſtünden ſich im Frühling Rebhüner zu fangen, zu welcher Zeit man doch weder die Haa- ſen noch Rebhüner fangen und ſchieſſen ſoll, weil die einen ſchon anfangen trächtig zu werden, und die andern ſich paaren/ und wann der Edelmann gleich einwendet, er fange nur ledige Hahnen, die oßnedem verſireicjeu, und wann deren viel in der Gegend bleiben, wie zu Zeiten bey ſpatem Früh- ling geſchiehet, den brütenden Hennen Scha- den bringen y ſo heiſſet es doH: gib Straf, weil du die Zeit nicht gehalten, und der Fürſiliche Nae me legt das Stillſchweigen auf/ wann gleich wider den Herrn Jägermeiſter, und die ſich vor ihn fürch- tende- Regierung, ſelbſt viel einzuwenden wäre, Mir ſelbſt iſt ein Exempel eines Streits bekannt denein ſolcher Fürſtlicher Bedienter mit einer ade- lic Em, Y|| Oi 7 308 Jo borihh| + TRND) | ZT. | MET 106 Ee Sihl + 2 elf) > zur Dutt) gm SEE EU wi Gym) wand)|! p engreß fit) YE prod a feine am | ies 71 4“ CCC FTR EIIIE Von der Wachtel. 562. daß ſie, wie die zahmen Küner/ herum laufet wann man ſie rect in das Gras oder Getraid. ſetzen müſſe. Am beſten iſt es, man behalte das Häus- lein gar in der Handy ſo bleibt das Weiblein am bejien: wird es cin einigmal unverdeckt in das Gras geſeßt, ſo wird es ſobald wilder, und ſchlägt nicht gern mehr in der Hand, Daher gut, daß man zwey habe, eines in das Gras zu ſeßen, und über Nacht umſte>et, mit Garnen ſichen zu laſſen; das andere aber nur in der Hand zu halten, Mit Rebhünern gehet vom Martio eben dieſes ſche NN ION SL 1 20 GEEIG IN pps 672 Von dem YVidhopf. ſehr wohl anz es.müſſen aber die Hennen zahm, und deren nothwendig zwo ſeyn, damit, wann man eine-Hinaus trägt zum Fangen, ſelbige, weil ſie von Natur nicht allein ſeyn kan/ deſto geſchwinder ruffe. Dann da eine Wachtel. gar wol allein und einſam bleiben fan z iſt hingegen ſv!cet, und deren viel gefangen werden können.. Sollen aber die Hennen, friſch bleiben, ſo müſſen ſie nicht zu lang eingeſperrt, ſondern ſo oft ſie 8. Tag in dem Häuslein ſind, wieder etli- - Zeißlein nahe bey Erlenbäumen in einem Vogelhaus hinſeßen/ und Hanf herum fireuen ſo ſammlen ſie ſic) dergeſtalt, daß in eclich Tagen drey bis vierhundert auf einmal gezogen werden können, wiewol dieſes im vorhergehenden Mos < nate ſic) noch beſſer thun läſſer. Im April gehet es ſchon ſchwerer zu, und braucht es viel 20>, wann man nur etliche überre- den will/ daß ſie einfallen. Auch wollte ich zu ſols - Zeißlein in der Menge zu fangen ſind, Im September ſind ſie eben ſowol noch nicht überall zu haben, ſondern nur an einigen Orten/ nach Beſchaffenheit der nahe oder weit gelegenen APaldung. Im October abex fängt der Strich an, und verantaſſet ſie on alle Orte ſic? auszubreiten: als- dann iſt der Mühe werth, einen beſondern Heerd zu ſchlagen, und ſie mit Hanf, am beſten mit un- gusgedroſchenem Hanf, den man zu ſolchem Ende aufhebet, und in Kammern der Mguſe wegen an Styiz wnn Gulden (ut/ ſamt peiblihtD j. eG ide uud! und min! Ny Hunfom Oy 1700 pd furt Hurt u)| fe;(waſ in(ſſt, da (yen id Judi hh den f je Tohr ſchi ip) weildief feſten huf, ſ "Inter 1 Mmähtent | Wh nich " f wdr nde [iden 1) bir den, Muh Sein Zh 1 daß vm Wetton Reſte, 4| „Waldey| nicht hend ſi dieſs Tn Ort boy ow m fe adh eh zu 4 1 Juhu hies Guß M der Nenpe 4) owl wh einigen Ort) PAN pid in u vbr aw on Deed it mit un item Ende jew an Eme Von dem Zeißlein, 581 Stricken aufhängt/ anzuförnen 3 wo man das thut, ſammlet ſic) in wenig Tagen eine unbe» ſchreibliche Menge, von welchen man, wann man die ganze Schaar auf einmal fängt, wiederum eto liche ausläſſet; damit dieſelbe andere herzuzichen, und manin kurzem einen zweyten oder gar dritten Zug thun könne. Im LTovember währet der Fang meiſtens noch fort, welcher darum luſtig, weil er ſo lang dauret, und ſich ſo nahe bey dem Haus anſtellen läſſet3 immaſſen,; wann man will, es gar leicht ſich thun läſſet, daß man den Heerdnur etliche Schrit? te von dem Haus ſchlage, und aus einem Fenſter rücke. In dieſem Monat ſoll man anfangen und au< in den folgenden Erlen- Saamen, der man» -Vögzel rroc>en ſtehen, nahe hey dem Haus in einen Garten, und ſeßet acht Tage vor Jacobi einen/ oder ein paar Finken zur Loc hinein,( worzu neugefangene Junge am beſten zu gebrauchen,) ſireuet in einem oder zwey Meiſenſchlägen, die darneben ſtehen- aber feſt gt? ſiellet ſind, daß ſie nicht zufallen können, Hanf und anderes Futter 3 bey welchem ſich bald junge Fin- ken einfinden, ſonderlich wann man ihnen anfäng? lim ein paar Tage nächſt der Steige auf DU aß JAA is Ot vai und wi Zu veediene a uh Du " ZU fie? ſmo!) nt bige[den Im fr u beforder j Weder: au84 (ſer quvohne (4) Yattio au 1,| (allt fie Wuptieim y (Apt feiBiget Ii auß 3 WW) " Ww Zehe€ figen» Die 0 da ſü hihnte Bös [4 Jey ver fu damit AA auf det I Freund, Witten deg W " N Wwanzig7 0 Rutter 0“ I es hne hunähret "ive G n vögeln nd Nerd, Ih y als Sheen [ ſie qu uh , ſonden a von dem ſſen, wm * aus eth) 0, oderhn wal 4 N ib N| Wh| in „nile zug pM| eſe mei (84 1 9 y oan em DU ige h pm vw id ſd W ms Derbe gp (lt Aufl Dahm M mrodurfeh) 91 4 nur Fi 191.04 nN ar jw) mf )(al vnd 770 JG u ufäng! „a! eine Plaß/ Von dem Zeißlein, 533 Plaß, da man den Raſen weghauet, etwas hin? wirft. Ehe 14. Tage vorbey gehen, werden wol zwanzig und mehr daſelbſt ſich einlegen, und nichs wenig Futter verzehren, aber ſolches künftig wol verdienen. Sobald etwann acht oder vierzehen Tage nach Bartholomaäi der Stridy) angehet, iſt es Zeit, ſeine Bögel einzufangen, und ſie, bis es ſchneyet, nicht wieder auszulaſſen, inzwiſchen aber ſelbige jeden in ſeinem Bogelbauer zur Zahmigs- feit zu befördern. Im Schnee hernach werden ſie wieder ausgelaſſen, damit ſie des Orts deſto beſſer gewohnen: ſobald aber der Frühlingſtrich im Martio anfängt, fängt man ſi e zum zweytens? mal, ſtellt ſie dey Sommer über in die Finſtere braucht ſie im Herbſt auf dem Heerd, auf wel-"Bögel habe, dergleichen fein anderer we? gen ihrex Güte mir geben kan, weil ich ſie alle Do 4 Jahr EL E55 zus DED || N Ss j |] | | "359 584 Von dem Zeißlein. Jahr verjünget einſtelle, und der Gefahr nicht unterworfen bin, daß ihre Singbegierde im Vo- gelhaus abnehme, weil ſolcher Fehler nur davon herrühret, daß theils Vögel, wann ſie ihre Maus» Zeit im Vogelhaus aushalten müſſen, ſelbige nicht glücklich verrichten, nicht alle Federn verlich« xen, ſondern ihnen einige zu ihren gröſten Scha- den ſtecken bleiben, die hätten ſollen ausfallen; welches dann meinen Vögeln niemals wird ge- ſchehen können, weilen ich, ſo bald ich ſie nicht mehr brauche, wann ſie aufhören zu ſingen, und ühre dur< das Verhalten lang verhinderte, ſelten vollfömmlich glüklich abgehende Mauſe nun an- fretten wollen, wieder an den Ort und zu der Epeiſelaſſe, allwo ſie dasjenige, was ihrer Na- fur zuwider durch die Verfinſterung vorgegan- gen, und den Schaden, den ſie davon erlitten, er- ſetzen, und ſich bey mir verjüngt wieder einſtellen Xönnen. Wer nicht ſchon die Jungen zu Jacobi gewöhnen will, oder die Zeit verſaumet hat, der Fan fich auch, ſo viel er das andere Jahr brauchen will, ja dieſe ſelbſt, die er den Herbſt zuvor ſchon gebraucht hat, im Winter bey Schnee, nicht nur zur Steige, ſoudern gar in ein Zimmer gewöhnen, wie ſchon bey dem Finken deutlich beſchrieben ift, als wohin es eigentlich gehört, und ſich beſſer als Hieher ſchiefet: es iſt aber nur occaſione der Stei» ge ſelbſt, die nicht nur für die Finken, ſondern am beſten für die Zeißlein und andere ſolche Vögel, ſv Schaarweiß fliegen, und Sommer und Winter einander vertragen- ſich gebrauchen läſſet, DI walen k mE malen au Di worden, A Gelt di; „Beuel (nz gethan) jamie die wöchige Jul oden ll, geeih ie) aw Ghäfets Gege an ſid ven Dur Durd Jod von u H|f auf ſida von 8 hem Zhirlei 60 Wot(ja WW "ſols Di Wten au fly mögen Oiſl eng (pM ander! eden nid pn fan, bv Hand hee (if nic Wt Wat T| nmel LGefiht"4 erden, Zt UN| D!(hte ug Dffen hy| OD) autfy, Ens fi) y 8 ih fer 8 lingen 1) [Atte Wu - Vögel und das für die fliegenden nöthige Futter ſonderlich zur Schnee- Zeit ganz trocken bleibe, Die Geſtalt ſolcher meiner Stei»- ge wie ich ſie jeßund machen laſſe, iſt gänzlich wie eine Schäfers- Hütte. Und iſt das Dach von der- Steige an ſich ſelbſt, nicht durch Bretter, ſon- dern nur durch Spriſſel unterſchieden, damit die Bögel von unten hinauf kommen können: das Dad) iſt auf einer Seite mit einem kleinen Fen- ſierlein von Glas, und auf der andern Seite mit einem Thürlein verſehen, damit man, wann es ſc)neyet oder wittert, alles oben hinauf ſtellen könne. Da wird. dann den 2oc>- Vögeln an ſiatt des Waſſers zum trinken Schnee gegeben, undiiſt dabey noch zu wiſſen, daß die Spriſſel, ſs das Da von dem untern Theil ſcheiden, viel weiter( ja wol Hand breit) ausgeinander ſtehen müſſen, als die übrigen, damit die Bögel bequem von unten aus der Steige unter das Dach hinauf fliegen mögen. Dann an der Steige müſſen die Spriſſel eng ſeyn, damit keine Kag, Taube oder etwas ander3 hinein kommen könne, dieſes iſt aber oben nicht zu beſorgen, da vorhin nichts bey- Fommen kan, alſo dörfen nur ermeldete Spriſſel wol Hand breit voneinander ſtehen, Es iſt nichts leichter, als im September und October, wann man ein Zeißlein zur Lock vor das Oo 5 Fen- iN 4. EI Aua EESTI 536 Von dem Zeißlein, Feuſier ſeßt, und eine Reuße Hanf darzu ſic>et, andexe dahin zu gewöhnenz da ſie herna<; wann fie 8. Tag oder länger geflogeu, können gefan- gen/ zahm gemacht/ und zum beſtändigen Aus- und Einfliegen- mit Ausnahm der 4. Monate/ des Septembr. Octobr. Martii und Aprils ge- bracht werden. Dieſes hat mich veranlaſſet/ es auf gleiche Weiſe auch mit andern Bögeln zu ver ſuchen. Es iſt mir aber, ausgenommen mit Meiſen. und Sperling, niemals eher gelungen, alsaliein im Winter, wann Schnee gelegen, zu welcher Zeit aber man nicht wiſſen kan, was mai für Bögel bekommt/ weil alte Stand-Vögel von 5. und 6. Meilen herbey zu fliegen, durch Hunger gerieben werden. welche, wann ſiegleich den Ort fennen lernen, und zahm gemacht werden, nach dem man ſie wieder fliegen läßt, ſich an ihren al- tein Ort zur Brut begeben, und eher nicht, als al- lezeit nur im Winter bey ihrem Herrn in die Vo? gel- Kammer ſich einſtellen. Zwar iſt dieſes dan? noch curleus, und eriwecket, wenn die Bögel ge? zeichnet werden, eine Ergößlichfeit, ſeine lang in dem Bogelhaus gehabte, und nach vollendeter SingsZeit ausgelaſſene Bögel/ ouf ſolche Weiſe wiedev zu bekommen, Dies gab mir Anlaß, end» lich auf eine andere Invention zu gerathen. Man ſtelle eine Steige, wie eine Hüner-Steige die ein jeder ſo groß machen fan als er will, nicht hö- ber als halb Manns hoch von der Erde, in den nächſten Garten, auf vier um der Mäuſe willen mit Blech beſchlagone Pfeiler oder Stöocfe. In dieſelbige- die grün gugeſtpichen ſeyn muß/ ſeße mann f Re bela Pt I IO EO" 3 4 Tuo MUN ad dm] Nnhen fes] MU igen yp| 3, Di,| 4 Wok| Canleſſt,4| Egeln jh| Dm Er adun| eig,| Wf O)/Vyylm| 200079 ZENLNZY Aiden 0) (1,11) 0.10 "11124 100055400 gi Dg| 45.018 497/100 ſhe Dh I/ 0] 7) Ma Gut M [nde hw pv,[9 ve gf wi ve vj ih may a | 1] Te' W 4 Ww " j> |' y N Ww W W 4 Ww WW “ h 1| vE ES CW: DPZ| .%| LEES 8 IE DZ| 83.8| NV j= DENNEN| '€ IIIS,| NG ZI EI | MN A R 5 8 0. Sx EIE| 2| MIE <| SETE| [2 YO A EEE| y iW EIE ISS ie Brde le EIE EEE Ww yy 1 !" pon med! ſhi furj (nge Get ven und u (0, u) PD ſoy ueh)“ wede Gly! daa Hndett, | Ouufen, dat -(ef Biyl Ul oohufeen, die fah Dſl odet A Opmiſel | vohanden fü dq), din Do (üm Hat 1 | iemm lch |(ef Degel hit gelaminem 8 | whnſe eine haſs uſeſſen, | tnf“wügehe | Sil fie fid | wehſe wiede | Vithuſer | eehig hell | VP deſſe | ſim" w | 0 1 Rä | oicht eher ht und: iy Maik Von dem Zeißlein. 587 man von medio Juli an 7 alierley 2oc>- Bögel da ſic) in kurzen junge Finken z im Septembr.« junge Grünling, Hänfling und Stiglisß einfin? den, und aus den offen ſtehenden Wogelhäus? lein, auc) Meiſen-Schlägen/ das Futter geniel- ſen, ohne daß eine Taube oder Henne, als weiche in die Steige nict hincin kommen können, ſie davan hindert, Neben herum ſte>e man Hanf? Reußen, damit ſie lieber einfallen, und laſſe die 2oc>k- Vögel Tag und Nacht ſtehen: jedod) in Vo» gelhäuſern, die ſehr eng geſprüſſelt ſind, damit kein Wieſel oder Eule hinein zu greifen vermöge. Die Sprüſſel der' Steigen müſſen 3. Finger weit von einander ſichen, damit keine Kaze hinein frie? emen, ein Vogel hingegen leiHt durc- Vögel hinweg, mache die gefangenen- Vö- gel an einem Ort, wo viel deute ſind, zahm, und wann ſie eine geraume Zeit über in dem Vogel- haus geſeſſen, auch aus ſelbigem zu Zeiten aus? und einzugehen gewohnet, ſo daß es ihnen gleich gilt, ob ſie ſich gefangen oder frey befinden, laſſe man ſie wieder fliegen ,/ ſeße ihnen ihre gewohnte Bogelhäuſer in die Steige, daraus fieihr Futter Se hohlen. Auf ſolche. Art kan man ſeinen Bogel, deſſen Geſang zu genieſſen, wieder haben wann man will, auch verſichert ſeyn, daß, wann er 10. Meilwegs hinweg geſchicket würde, er), wo nicht eher, wenigſtens nach der Strich-Zeit er- friſcht, und mit ſchönen Federn wieder nac) Haus fomme«. 5»uedg lünen ERH IRE 7 588 Von dem Zeißlein, Man wird mir unrecht ſpreczen, daß nur von Bögeln allhier geſchrieben 3 edlere Thiere aber, ja ſo gar auch die gröſten unter den Bögelny als die Auerhahnen, Birkhahnen und dergleichen, die doh auf Fürſtk. Tafeln zu erſcheinen die Ehre haben, faſt ganz unberührt gelaſſen worden. Worauf, was im vorhergehenden mit wenigen Worten erwähnt, zur Antwort hieher wiederho»- let» und ſelbiges damit beſchloſſen werden ſoll, Erſilich iſt dies Buch nicht für die Jäger geſchrie- ben, welche ſich um Erforſchung der Eigenſchaf- xen der Thiere, mit deuen ſie umgehen, ſo wenig befümmern, daß ſie nicht einmal dasjenige alles wiſſen, was ihnen den Fang eines oder andern Zhiers leicht machen könnte, zu geſchweigen, daß ſie ſich die Mühe geben ſollten/ einem oder ändern no< weiter nachzuſinnen. Wie ſie dann, z. E. in8gemein alle glauben, der ungemein kalte Win- ter, den wir 1709. im Früh- Jahr faſtin ganz Eu- ropa ausgeſkanden, ſeye die Urſa), daß man hernach etliche Herbſt hindurch ſs wenig Rebhü- ner gehabt, und manches Jahr in einer Revier von 3. bis 4. Meilen, wo vorhin etliche 100. zu fangen geweſen, gar nicht ein einiges geſehen hat, IPBcl den fucum entdecket, gar in fur? zen niemand mehr zweifeln kan, daß dem Do- mino Territorii nicht überall die Jagd in ſeinem ganzen Territorio gebühre, obſchen etliche hun- dert Privati jeder darinneny verher ſeine eigene Jaad beſonder gehabt, WUnd eben aus ſolchem ſ<önen Srund flieſſet das Prineipium, daß dem Domino Territoriü frey fiche, wo Koppel- Jage- den ſind, zu gebieten, daß niemand jagen ſoll, bis vorher der Territorial- Herr gejagt Ja wann tiner ſchon 202. jährige Poſleſlion erweiſet 3 ſo wird er doH von ſeinem Recht abſtehen müſſen wofern er nicht zugleich zeigen kan, daß ſich ſolche Poſſeſlion auf eine von dem Territorial- Herrn erlangte beſondere Conceſlion. gründe. Ein jes des Schneider-und Suſter-Haus gehört, nach dieſem neuen Principio, mehr dem Territorial- Herrn, als dem Handwerkzmänn, der es erfauft oder ererbt. Und das Dominium eminens be? ruhet nimt mehr auf dem äuſſerſten Nothfall uud des Landes oFenbaren Nußen, ſondern auf des Territorial- Herrn Willen... Das nemo tenetur edere titulum ſuz poſſeſſionis, wird bald nicht mehr gelten, und die Edelleute/ die niht überall unter ſo Chriſilicher Obrigkeit ſiken, als ic), mö? gen nur an ſtatt der Haaſen, Rebhüner und, Kran» wets- Vögel/ Zeißlein eſſen lernen 3 wann gleich ihre Bor- Eltern Hirſchen oder wenigſtens Rehe gejaget haben. Doch iſt wohl ohnfehlbar gewiß, daß die Nachkommen deren, die durch Mißbrauch ihrer ee R R<<< R Ib -<===== 592 Von dem Zeißlein. ihrer bey groſſen Herren oder auch andern Ter ritorial- Herren, als in Graſſchaften und Reichs- Städten y habenden Dienſten ſolche Gerechtſame ſchmälern helfen, von dergleichen Wildpret nicht werden ſo fett werden, als ihre Vorfahren, die es jeßo an groſſen Tafeln genieſſen, Wer ausfliegende Zeißlein haben will/ worzu zu gelangen gar leicht iſt, und welches auch viel Luſt giebet, dem rathe ich deren viel zu gewöhnen, weilen, wie mit den Stiglißen geſchiehet, viel verlohren gehen, auch müſſen ſie nicht nur bey dem Herbſt-Strich, ſondern auch bey dem Früh» lings- Strich eingefangen und innen behalten werden. Wann dies geſchiehet, ſo brüten ſie nach verſaumten Frühlings-Strich nahe um das Schloß, ſonderlich wo Wald iſt, und beſuchen die Vogel-Cammer fleißig z nach verſäumten Herbſt? Strich aber bleiben fie den ganzen Winter bey ih- xen Herren, zwar geſchiehet es zum öftern/ wann ſie ſich am Hanf gar zu fett und überdrüßig geeſ» ſen haben,(deswegen gut iſt, daß man ihnen Wechſelsweiß 3. oder 4. Wochen nur Leindotter/ oder Holz-Saamen, und dann wieder 4. Wochen Hanf gebe) daß ſie auf etliche Wochen ſich ver? liehren, wann dieſer Abzug aber nur nicht ſo ſpat geſchiehet, daß darüber die Strichzeit einfället, ſo finden ſie ſich doch alle wieder ein, und wann ſie recht wohl gewöhnet ſind, kommen ihrer viele auch das andere Jahr wieder, welches man dur Hinwegſchneidung einer Zähen, die man doch nur halb hinwegſchneidet; erfahren, und verges wiſſert werden kan,; ' Baſtar- Nil 4 "7 Jafarten nud vr(aufe Sat ip un Z00 10 wr den va(9 Zu feſt bas 3a( vy m fa fehn n obel wund verh iſe nigen 6(WBl deſakm Gi (19100) ſolufds bes Wig Wem! nl 00 das ip Wenn heing Fenlhite 1 Hen ufa dam Zei geen bile ſj ih Wehe al! Niht gen, 4 inh Diehm 18 beſit 1.7 BINN] Vintl ) Ere AEpußi 0 EE mano j 000 Si, Dt „Eh ſh warde jSpfälet' 1 1, wann! after bi a). bud NEEL „a berger iſi Von dem Zeißlein. 593 Baſtarten ziehen kan man auch mit Canarien- Bögeln und Zeißlein- es muß aber bas Zeißleitz als der fleinſte Gatte bas Weiblein ſeyn. YMiit Stige ligen und Hänſlingen gehet es gar gewiß auch an aber warum wollte man eine Mühe anwens den, wovon ſchwerlich iHhöne Junge zu hofſei. Zur äuſſerſten Zahmigkeit es zu bringen, iſt das Zeißlein. ebenfalls ſehr geſchi>t und ange? nehm ,/ man kan ader darzu nicht gelangen, es ſeye dann, daß man ein Paarin dem Haus brüten; oder wann es fiiegende ſind, ſelbige den Strich verſaumen laſſ?, damit man ſodann die Jungen nicht weit von Haus finden könne, oder daß man es auf die Weiſe anſtelle, wie in dem vorhergehen? den bey dem Gimpel an die Hand gegeben worden. Ein anderes Bogel- Geſang zu lernen iſt es ſolhenfalls ebenmaäßig ganz willig und geſchickt. wie ich deren verſchiedene bey guten Freunden y und eines, das das ſchönſte Finken-Geſang dew Reutherzu geſungen/ gehöret habe, welches zus wegen zu bringen nösthig iſt, daß man den Fin? fen verhalte und verfinſtere, wie den Erfahr2 nen wohl befannt/ damit er zu der Zeit ſinge, da das junge Zeißlein ,- ehe es DRIISE zu lerne geſchict iſt, Von etlichen uibefannten Bögeln, 9![ſd habe ich hoffentlich erfüllet, was der Titel vetſprochen; dann es werdehi die Liebhaber alle Nachrichten bierinnen finden/ die ſie verlanF gen können, Wel tlauftige Beſchreibung von jes der 1E.00 viel SENG Bogelſönge zu machen ig 594 Von etlichen unbekannten Döteln. iſt meines Thuns nimmt, Die Rocola und Pan« tera, ſind die vornehmſten unter allen mir bekann? ten Vogelfänoen, wann ich den Jtalianiſchen MWachtelfang ausnehme, der aber nirgends, als am Ufer des Meers, und nirgends ais allein in ſelbiger Gegend des Toſcaniſchen Landes ſich pra cticiren läſſet. Man kan abex die Rocola uhd Pantera nicht ſowohl beſchreiben, als durch Jus» ger, die in den Kayſerlichen Erblanden leicht zu haben y jemanden zeigen vnd lehren. Wenig? ſtens finder der geneigte Leſev, wie jeder Vogel alle Monate zu bekommen ſey, als welches dem Abſehen dieſes ganzen Werkes viel anſtändiger iſt. Wer Vögel fangen will, um ſeinen Tiſch damit zu verſehen, der kan aller Orten davon Un? zerricht befommen 3 und wann nur dasjenige ausgeübet wird was in dem Hochberg zu befin? den 7 kän man damit ſich genug Nuten und Luſt mähen. Wer aber dieſen oder jenen Vogel zur Äbrichtung verlangt/ dergleichen meines Wiſſens vorhin nicht befannt geweſen; dem'iſt genug/ wann er weiß, wie er denſelben jedes Monat be? kommen ſoll, Jeßund aber auch etwas don Vögeln zu er? wähnen, welche ausgelaſſen worden, ſo verdienet: darunter die erſte Stelle die Nachtigall, welche man Sproſſer oder Sproßvogel nennel. Dieſelbige iſt in Leipzig gar wohl bekannt, und ſoll, wie ich verſichert worden, aus dem An? haltiſhen dahin gebracen eben ſo braun, und hat eine ſchwarze Kehle, neben herum aber/ wo das ſ | Guck verden fh Dei ffn, for Wine Ne ing, <= € wg| M ein| [Stigern fj| Sſ: Anal IB fly| Oud| nn der Oury! (88m Viply) MS wann few! SENE be 20| 3 E08 Wen| JB aber Sly! WEEiig(ain| PU ion a me) im Zu)| 0 Tm| ) NGE, 2 en PT, Y]) Gemahl) Gamba| Biihtmes| NEU) Su ie Er ſp eben "1.00 |' | j | Pon etlichen unbekannten Vötteln. 891 ungleich derjenige Wogel iſt, welchen man, wie Ich bin verſichert worden, in Tyrol und in der Schweiß zum öftern mir Canarien brüten läſſet. Daß es zweyerley Zänflinge gebe, iſt etwas ſo fundbares/ und-wird der Unterſchied ſo genau bemerfet, wie nemlich der Steinhäufling etwas gröſſer, von Natur edler und zahmer, der Roth? "hänfling hingegen kleiner und viel ſchöner ſey/ daß ich auch fein Bedenken getragen/ ſolche zweyer- ley Hänflinge zu beſchreiben 3 und zwar um ſo un? bedenflicer, weil man mirſo gar den Ort benen? net, wo cs lauter Steinhänflinge. und gar keins Rothhänflinge gebe, IH muß aber gleic ſo daß, wo die Schwingfedern aufhören ſollen/ ſc< wie ein neues Gelenk findet, bey welchem ein ans derer Flügel angehet: vermuthlich muß dieſex Vogel durch ſolche Orte ſtreichen, wo er ſchr be- henden und gierigen Stoß s- Wögel unterworfen iſt, welchen er nicht entrinnen fonnte, wann ihm der gütige Schöpfer wider ungemein grofſe Ges fahr/ nicht auc) mit ungemeinen Kraften, ſolcher zu entgehen, verſehen hätte: Etwann muß er ſeis ner 606 Von etlichen unbekannten Vögeln, ner Natur nach über Seen und Gebürge paßiren) da immerdar Strurm-Gewitter find, welche er nicht durchdringen könnte, wann ſeine Flügel nicht ſowol dargegen gewafnet wären, Kurz, etwas beſoriders muß es ſeyn, warum dieſer Vogel, und noch ein paar Arten von Schnepfen x dergleichen Flügel haben. Unter die Art der Schnepfen iſt der Brachvottel nicht zu rehnenz wann ich ihn aber zu den Gibitzen zähle 3 ſo ſtehe ich doch wieder an x ob ich aus Schnepfen und Gibigken ein ganz beſonders genus avium, zu welchem alsdann dergleichen ſpedies zu referiren waren; machen oder vb ich ſie unter die Hüner-Arten vo << Zz = . = == == DE |<=== == -< 572 27 Z==>..- zz 2.Z=- ==--I = vs mund qu wr dl! gufid vi 7100 fen Ziume Qorhat aug dar NN Rufuthut) I eumjehen mohlung andere ſh die Cat jar Autor UBER Day K- S Unihy"Wh MUN| Dit iQ 1a Wilh, 3] em Nepp Dell Dil ä TU vag erd „ege dw 13 SSC FS ing aus 00) En dut 47 x„vn zu ien; u PTE vit von den Canarien-Vögeln. 609 nicht länger als ein Jahr daurea toll, und hernach nicht mehr werth ſeye, als daß man ihn verbren? ne y beſtehet blos in der Einbildung, immaſſen ic) Käſten viele Jahre nacheinander gehabt und ſie alljährlich in der Sonne ſtehen laſſen, oh» ne daß meine Canarien- Bögel Schaden gelitten x oder das vierte fünfte Jahr die Brut nicht ſo glücklich verrichtet hätten, als das erſte Jahr. Dieſes iſt aber nicht zu laugnen, daß eichene Käs ſten im Zimmer viel ſchöner ſtehen, und der Au- &or hat auch darinnen recht/ daß ſehr nüßlich ſeyx wann man die Canarien-Bögel in ganz dräterne Kaſten thut, und ſiehinſeßet, wo die Leute beſtäns dig herumgehen, dann es iſt nicht zu ſagen, was die Zahmmachung der Vögel bey der Brut und ſonſten für Vortheil ſchaffe. Was aber von An? mahlung anderer Vögel gemeldet wird, an wel =, 13070 | IWO mie i'' Yu Wh | |(Nay al | the, N AMintmp| 0 870 M0) 3 1S0 ent Olin Um IE DENTEN | 09) hin | Shed ) 1Gylh | H Iyfido |E beit | 3 AN It N W 1)| em bnd ?| ih 39] u Ep 18/4 ge ? de En WT 100 |„" pen 4" von den Canagrien-Pögeln, G113 2and wohner 7 oder bey der Stadt ein Gartens Haus hat /. fan dieſem Zufall leihtlich vorkom» men, wann er andere Bögel, nemlich Erunlinge oder Hänſlinge gewöhner; daß ſie in ſeinem Gey mach aus- und einfliegen, und dann dieſen die Canarien-Eyer unterleget 3 dann dieſe Arr Vögel vermuthlich, weil ſie in das Land gehören und eingebohrne ſind; greifen nicht leicht vergiftete Speiſe an, ſondern bringen den jungen Canarien» Vogeln geſunde Aekung» und führen ſie an ſolche Orte an 7 wann ſie abfliegen 3 wiewol mir doch bes gegnet 7 daß ein junger Srünling ſelbſt, den ich mit der Hand aufgezogen- da er völlig erwachſen y und des Flugs gewohnet wär, krank, und am. Bauch aufgeſchwollen nac) Haus gefommen, aks welches ein Zeichen iſt; daß die Vögel Gife ge? freſſen haben, und konnte ic ihn mit allem ange» wandten Fleiß nicht erretten, Im fünften Capitel findet ſich nichts zu er- innern, noch hinzu zu thun, man wollte dann von der Geſtalt der unterſchiedlichen Baſtarten mel? den da aber gar vielerley Bedingungen zu mas. or bey Anführunag der Urſachen, die einen diebhaber bewegen ſollen, die jungen Canarien-Vögel von den alten hinweg zu thun, die vornehmſte aus» läſſet 3 dann er erzählet lauter Nothfäle, und es MR wider dieſelbe nichts zu ſagen: er meldet aber Qqs nicht, 818 Anmerkungen über Hervieux nicht» daß ſonderlich darum vortheilhaftig ſey„. die jungen Canaricn«Vögel den alten zu entzie2 hen, weil man durch ſolche eigene Aufjütterung ganz zahme Canarien- Vögel bekommt- welche ihrem Herrn auf die Hand fliegen 7 und darauf ſingen/ mithin vielmehr Luſt geben» als diejenige; welche von den Aiten. groß gezogen werden. Im neundten Capitel iſt auc nichts zu er- innern, als was bey dem vorigen ,-da von der Füt2 terung gedacht wurde; die Stunden betreffend ſchon erwähnt worden. Bey dem zehenden Capitel habe im gar nichts zu erinnern gefunden/ ſonderlic) was die Canarien-Bögel angehetz dann w|&s er von den Hanflingen' ſchreibet, will im nicht berühren; ob ich gleich nicht der Meynung bin; daß man die rothe Bruſt und den vothen Kopf zu einem Kenn- zeichen der Männlein ſeken ſoll, weilen ſolche ro- the Farbe nicht beſtändig bleibet- ſondern gänz?. lic) hinweg gehet; dahingegen das gewiſſe Kenn- zeichen eines Männleins der hellbraune" Rücken iſt, welcher bey den Weiblein ſowol als der Kopf ganz dunkel und ſchwärzlicht ausſichet. Das eilfre Capitel handelt von der Zeit und Weiſe die Canarien-Vögel auf der Flöthe pfeiz fen zu lernen. I< kan aber deme niht beyſiim- men; was der&v&or ſo gleich in den erſten Zele ken dieſes Capitels anführet- da er ſagt es habe ein Canarien- Vogel nach der Jachtigall unter llen Vögeln die ſtärkſte Stimme, dann dieſes befindet fich nicht alſo: eine Lerche ſingt weit hel? ler- und das Zaunföniglein, welches ſs WIEHL ais vi 1 aI gde Cu Gemmel we Nac ſl alin (er aufm! man einer ft her Zeit gew mar übet, 1 / wldete Nad fue ds ſeitig, d Aefe hindurf (ve ſehr lan AUhwelgen, iden Abri jgeſhweiget Yegel imme! (ar andern 5 fuſe nicht t 0, If au vamehmlich ("Vogels (en Canari Nd mit Leich wfingendet M0) AU einer Wherhün n" mh Y | Nn verſpy ENIE A, Als Wan Nhat Aird 15 ,| Smid vs) ' vet erh (4 398 beiin, in).„pajdof ma) 6 18 J/iumdw 00 08 en elke) dy| anden diy (|Stſſe ſw | Mur Nita 1| eld ) 09 INTER | veg peu 2 aſi u zou jet Sl u | Syhum W! Zuk N| vs „XN as == NIEREN von den Canarien-Vögeln. 619 als der Canarien-Wogel» hat,elne' weit ſtärkere Stimme als derſelbe. Wiederum iſt falſch, daß eine Nachtigal nicht ſo leicht aufzuziehen ſeyn ſoll, als ein Canarien-Vogel, da ſie doch viel leich» ter aufzubringen und ich gewähren will, daß wann man einer friſche Ameis-Eyer giebet, deren zu ſol? e beſſer ſeyen, als die von der dritten Hecke,- Und hat er wohl recht, daß er von ſolchen mit der Hand aufgefütterten Bögel mehr hält, als von denen, welche von den Al? ten aufgezogen werden: dann ich bin ſelbſt die- ſer Meynung/ nicht aber aus Urſache, welche der Herr Hervieux ängiebet, daß ſie von mehrern Kräften ſeyn ſollen 3 ſondern darum- well ein ſols = wun fell nn 640 Anmerkungen über Hervieux Meelthau fällt, und manihnen etwas zur Retung giebt, da kan ſich leicht zutragen, daß die Alten, denen es nicht ſo geſh)wind ſchadet, weil ſie das Giifr von ſich geben, anfänglich ganz friſch biei- ben, die Jungen aber traurig werden und ſterben; denen hernach die Alten gemeiniglich bald nad)- folgen. Auch iſt man von dergleichen Ermatz- tung junger Vogel alsdann uicht ſicher, wann man wider die Natur aus eingebildeter Moth? wendigkeit, welche ſic) in weiren einfliegen nicht ereignet; einem Männlein mehr als ein Weib» lein giebt 3 dann da füget es ſic), daß ſie oft zu? gleich das eine kleine und das andere groſſe Juno ge hat) und dahero nothwendig etliche davon ſterben müſſen, zumahlen wann ſie eine Mutter haben, die im Actzen nicht fleißig iſt, weilen das Männlein ſo viele Junge nicht mit verſehen kan/ zu geſchweigen viele Männlein die Gewohnheit haben, daß ſie nür eines Weibleins Junge ätzen das andere Weiblein aber gleichſam als ein Kebs? weib träctiten, und ſelbigem die Auſerziehung ihrer Jungen überlaſſen. IEE Daß äber von ſolcher Aufäkung die Alten ſs groſſen Vortheil haben ſollen/ ja/ daß ſie länge Icben als dieſe, welche ihre Jungen ſelbſt aufs füttern müſſen, fan ich mich nicht beredeit; und bin der Meynung, dieſer Vortheil beſtehe in ei- ner bloſſen Einbildung z weilen erſilich durch) das aßzen/ äls ein natürliches Werk, die alten Wögel nicht ſo ſehr mitgenommen werden, als man etwann denfen möchte, und zum ME 4 aur v eben Mes Boley We uf die wr Ruhe| og auß Nauſe li ve man du ih dahin 4 ſoft aufg) Oapflinget) zug, daß v Ruf wihe 19 Juch find 1 fe in der| niht habe f geſtorben)| wen, da jd by habe a (bem geb Heſer jner meld mh den vw iele Wt Zeit,! (ve Aten tv |ym Gon 11 dis f 14: flbſten |kußor a is und y Wik Eien| BI 9 10 Meh del 0) vel iW [Gz feiß yy IK und M OM) bal vW (MA Den Oy iche/ w JM dee Dy; 0 A fieg 0 A 1% NNN In goſew Olic by Phi Di (8 why 11: 000) 9; 110.0) nens dd | SEufin afp Ieh vt ß ſ iM ae Na 0 Ut; 1) feh 0 eid 1 0, Mah 7 M1: AO "" von dein Cangrien-Vögeln. 641 alles Böſe, was ſich in ihrem Leib ſammlet, durch die auf die Brut bald folgende Mauſſe, und Zeit der Ruhe wieder gebeſſert und corrigiret wird,; Daß auch die mit der Hand aufgefütterten die Mauſſe leichter überſtehen ſollen, als dieſe, wels et worden, wann ſie geſehen, daß ihre Hofnung nicht eingetroffen, und ſie an ſtart fünf- zehen oder ſec oder daß die Jungen von den Männlein aus dem Neſt gaezerret werden/ und daß die alten Canarien-Vögel'auf Untugenden gerathen, 3. E. ihre eigene Eyer zu freſſen, ſels bige mit Wollen zu bedecken/ die Jungen, wann ſie kaum 3. Tage alt ſind, aus dem Neſt zu tras gen, ſelbige, ehe es Zeit iſt, zu verlaſſen ,. ihs nen, wann ſie ſchon abgeflogen, die Federn aus- zuzupfen,; und dergleihen mehr, welche Uns fugenden ſie nimmermehr angenommen hätten; wann ſie recht wären gehalten worden. Alſo erkenne ich nur zweyerley Zufälle, wel? he einer, der Canarien-Bögel hat, nicht jeder- zeit vermeiden kan ,/ ſondern den Schaden über fic ergehen laſſen muß. Das erſte iſt, das die junge Vögel in d-n Eyern tödtet, wann z. E. zur Zeit, da ſie krie- chen wollen, allzunahe mit Stücken geſchoſſen 7 oder von Bauſleuten ſtark geſchlagen wird, oder ein ſchweres Donnerwetter cntſtehet, Das andere iſt das Gift, das in das grüne fölt, welches letztere ſo gar die ain 1) ge y were jW betti! wer aus " Ya! vage fall Dgl 90 derjenige Paar bel ſer wan einem Po vorigen(1 bim einen lh Zu ine» fen fitte hu erhalt ſe fliegen Ruge al wt Heil no der hurzweyb Wt) deß [in gert! bf a juſhied| hutrliche bin Triel ' udn Y mn vie 5 wildes Yet 1 (FM 10.1777) 4 hes) von ELE 12.0877 118), 4 Mv 0) | 109 Untwby D fiſh| e]| „Py Nn) | BON:f ww =22 (0 Sehmuy) 1 welt Im | Bene EE EEN 9 mär (arab in v LEN af 'E da ſie few by ſpon or wird, ds ts: PNG in Sy N] |; zuſe| vd von den Canarien-Vögeln. 655 gel betrifft/ die man auſ vei' Bäumen briüietig oder aus einem Gemach aug-und einfliegen läſz ſet. Wann ein ſolcher giſtiger Thau das erſte Jahr fällt, da einer ſich ausfliegende Canariene Vögel gewöhnet hat, ſo iſt er übler dran ols derjenige- welcher ſeine Canarien- Vögel jedes Paar beſonder in Kaſten bitten löſſer/ weil dies ſer wann er ſolches Wetter vermuthet, nur einem Paar etwas"grünes vorlegen, und den übrigen es entziehen kan, bis er fiehet, ob es dem einen, Paar“.ſchade 3 dann haben die andern glei) Junge, ſo kan er ihnen indeſſen gehackte Hüner- Eyer, Salat- Saamen, und dergleis > SID. SEE amm x? Ey N 19 fals 1 1698 dee Ahe 188% den mic M vieh 1 aUp ie 3 1SCeſhbeng 0] EU: AQ ind ao (Dicht Ant, 61 Nuns hm 9 geb) ] Wroſſs Iv AIN [9m nh aug uf | Zu 1, 0 aſu SEN Ns Qu jem(aet 10 aas Wl vy Muhr" 6 1. * damit die 66x Hölzlein an das kleine Vogelhaus hervor reichen Eule; der Neuntödter, oder das Hächtlein, wann fie über den eingeſperrten Vo- gel herwollen/ an ſole Drätlein oder Hölzlein anſioſſen, und darüber die darauf ganz leiß ru? hende Thür über ſic), oder hinter ſich, zuſchmeiſ» ſen, und ſich fangen, als welches ein jeder Liebe haber nach ſeinem Belieben inventiren kan/ und ſich verſichert halten darf, daß wann er die Brutz Zeit über, ſonderlich zwiſchen Joßannis und Ja- cobi, um welche Zeit die jungen Neuntödter abfliegen- ſolchen Fang fleißig ſtellet, ihm an ſeinen jungen Canarien- Vögeln, die ſonſten ehe ſie ſtark fliegen, in Gefahre ſind, wenig Sade geſchehen wird. Weiter giebt der AuTor den Liebſßabern denz Rath, ſie ſollen anfängli d) nicht lauter ſchöne x ſondern auc gemeine Canarien-Bögel anſchaf- fen, damit, weil dieſe dauerhafter» ſie ſolchen der andern Eyer unterlegen, und ihnen deren Junge aufzuziehen geben können. Es iſt aber no viel beſſer, wann man ja Bögel haben will, die nur darum da ſeyn ſollen, daß ſie anderer ihre Junge aufziehen, man nehme Hänflinge, Grün? linge oder Stiglikße, ſonderlich recommendire ich die erſten zwo Gatfungen, Dann ſo viel die von den Canarien-Vöteln, Stiglitße betrift, ſind ſie zwar darum den Hänflingen und Grünlingen noch vorzuziehen weil ſie der Fütterung halben mit den Canas rien-Bögeln übereinkommen, nemlich den Hanf vertragen können, und in einem Gemach mit Tt 3 denz anl. Zig | I ee u 2m 82 SENE SSRI ES URI IBN 5255 55.2007.2007.. 20000 NEN:- “ waee-- a. ie m 1 DIDRÜR DG FIIR ZDG 662 Anmerkuntten über Hervievx denſelben eingelaſſen werden können, ſo daß man die Camarien- Eyer nicht weit tragen; ſon? dern nur aus ihrem Neſt wegnehmen, und in ein Stiglitz- Neſt hinein legen darf, Wann man aber die Canarien-Eyer ſolcHen Vögeln unterle- gen will, welche ſodann die Jungen zugleich aus einer Kammer ab- und zu zuſliegen anführen ſols len, ſo ſind die Grünlinge und Hänflinge den Stiglißen vorzuziehen, als welche zwar eben ſv leicht zu gewöhnen ſind, aber nicht ſo beſtändig bleiben, und ihrer Eigenſchaft nach, die Jun- gen nur anführen ihre Naßrung auf den Sten- geln- wie Diſteln und dergleichen/ zu ſuchen, welches der Natur der Canarien-Vögel entgegen iſt dahingegen die Grünlinge und die Hänflinge auf die Erde fallen, und darinnen mit den Cas narien-Vögeln übereinkommen. Wann man ſie nur eingeſperrt um Canarien- Eyer unterzulegen behalten will, kan man enda lich die Grünlinge eben ſowol in eben die Kam- mer fliegen laſſen, wo die Canarien ſind 3 dann ſie können den Hanif und anderes Canarien-Fut- ker auch vertragen, die Hänflinge aber nicht, weil diefe von Hanf ſs diek und fett werden/ daß fie zu nichts mehr taugen. Jedoch iſt ſolchenfalls, nemlich ſie eingeſperrt unter die Canarien-Vögel fliegen zu laſſen, ein paar Stiglige mir lieber, als ein paar Grünlinge, weil die Eyer mit der Größſe der Canarien-Eyer beſſer übereinſtimmen, Gleichwienun dißfalls der Stigliß vor dem Grün» ling den Vorzug hat, alſo hat andernfalls, da man Vo GEE man ausf willy aus! jr der Ey) vu Borj man von pas Jahr! fegen gew heil Jahr| wa mir ZU Vel it unge, fl flogen wer ve ganze N ſe erzogen wam fremd hen die Cal ad Ihre eig Hbey| (nden Ci hinge» 1v0 (nlinge Wedarum, Rez-Elta Widen, d ve Somme (dh von 0 angel) I ſingen 104 fie welt (inſinger Ky hobey | 1 uit| NEN / anbie Hoy | 4 ) [8 Cuy NUTEN | 108 ben Wein) 1200007) (Shan u aper hu] 1751,|W vf 4 1 fehufils JF nar "pj: wi ih) Ie Fyn ' gevefinn ar me . verfih,| "' Von den Canarien-Vötgein. 663 man ausfliegenden Bögeln die Eyer unterlegetz> will/ aus eben der Urſache, nemlich wegen Gleich» heii der Eyer, der Hänfling vor dem Grünling den Vorzug: und iſt wol der Mühe werth, daß man von diefen beederley Vögeln einige Paar das Jahr vorher in einer Kammer ab-und zu zu-- fliegen gewöhne, und ihnen hernach im folgen» den Jahr Canarien- Eyer unterlege 3 ſo wird nian mit zuſt ſehen, wie fie die jungen'Canarien« Vogel, in Meynung, ob wären es ihre eigene Junge/ fleißig in Ächt uchmen/ anführen und. pflegen werden? welche Jungen dazn dermaſſen; die ganze Revier und die Kammer 5 worinnen ſie erzogen werden, gewohnen/ daß man als? dann fremde Anführer nicht mehr braucht, ſon-- dern die Canarien-Bögel in der Kammer brüten x uad ihre eigene Jungen führen laſſen fan. Dabey iſt aber gut; daß man einen wohlſim- genden Canarien- Vozel unter eben das Fenſter hänge, wo die Jungen durc< die Hänflinge oder Grünlinge augzund eingeführt werden, nicht nur darum, damit ſolH... d Dd mai L Wi|| j q ehh| ; würklicher Erfahrung . denjenigen dedicirt, ; ſo 1: die 3504d F|| ie Gb g k|| lieben, ' Pow)| dl%= Su Ei dit me ment>40 02220=“ Sc= gain N DREES T 8 ZzZZ=ZEZZ a Zz> Z ZZ MW SM ZEN EZ| Geneigter Leſer! ier findeſt du eine neue Art, dich ZH mit der Jagd zu erluſiigen, wann du etwann daran eine Freude haſt. Ich habe dieſe Arten Vögel zu fangen ſelber practiciret, und ſie ſind mir mit beſonderm Vergnügen gelum gen, ſo oft mich die Luſt angekommen, von dem Pinſel zu dem Bogeihaus zu greifen, und nach verrichreter Mable» rey auf dem Land eine Eradslichteit zu ſuchen, allwo ich mich ſonſten nicht ei- nen Augenbli& hätte aufrhaiten mögen, wann mich die Wiſſenſchaft Bögel zu fangen, nicht dahin gezogen härte, als wohrn mein Gemüth von Jugend auf geneigt geweſen, daß ich nach verrich» teter Arbeit mit dem Rohr mir einige Mühe gemacht. Danunijeto im Alter mir der Othem mangelt, wollteich gern, das dieſe meine Erfindung, mein 6 ZU 668 Vitelli Jagd- Luſt. 63 uäln tame dir angenehm ſeyn, und du galayben möchteſt, daß es etwas ſchr anreitzen- Des ſey; nicht jowol wegen der vielen Beute und Fangs, den du davon brin- gen wirſt,( dann wann du dieſes ſucheſt, muſtdu immer bey dem Bogelfang, den man in Ftalien paletajo heiſet, bleiben, welches die meiſte Beute giebt, aber auch die meiſte Mühe macht,) als viel“ mehr, weil es etwas angenehmes iſt, das zugleich der Geſundheit Nußen bringt. Dann ich rede mit denen, wel- c feſt, und ſteäcſt grüne Aeſilein darauf, und.ein eiſern Stänglein, das nicht glänzet, ſondern verroſtet, übri- gens mit Reiſern bede>t iſt. Dieſes ſoll ein wen!g hohlſeyn, damit das ande re Eiſen, ſo ſich darein fügen muß, fett oder geheb zuſammen gehe- Da ran muſt du ein Gewicht, obhngefähr von 3. Pfund, es mag Biey oder ſonſt etwas ſchweres ſeyn, anbängen,. wels ches im loßdrucfen vnd zuſammen ſ[chla- gen in der freyen Luft bevwangen blei“ ben muß, darauf mmmſi du dein Srrickiein in die Hand, wann du zu? vor die Bogelhäuſer und Lo>-Böge zu IM 15, GEEHRTER een EEE EEE DEES LERE Bun Bern erle REED ILI emen 7 kme SSEN PRE H LETT 670 Mitelli Jagd-Luſt. zu recht geſtellet haſt, und geheſt zu? rück, ſo weit es dir nöthig dünkt, in- deim dieſes zugerichtete Bätiunlein von den natürlichen wenigſiens achtzig bis hundert Schritte entfernet ſtehen muß, Wann du dann ſieheſt, daß auf das obere Eiſen, welches in der Gröſſe ſeyn muß, wie das Kupfer vorſtellet, ein Bogel ſich aufſeßzet, ſo zieheſt du mit deim Schnürlein zu, und iſt der Fang geicheßen. Auch muſt du in den Hän* den den Haſpel haben, wie du in der Figur ſicheſt 3 betrachte dieſelbe nur wol, ſo wirſt du alles verſichen, und dich leicht darnach richten können. WE 3 zZ| / WIr y| DEE un h y / 1)|; v N"H|'. (EM!=S y 4 - 10/5) 7 7; MR 19307| 4,)- Y L 1 /)" Y«| 4 /) d 7? N/ [5= Ee=zZ=== 1 j d y, j 4 1 47„DY P-/ 5 47 DV s ZRIZZZIT / // 14 NN:; WNNSNRSSE / VDZ dom S H.""45 /„is 7 NY p;/(2) wS 5 7 en<=<<.: /'B; 8 72? WETTE SA SP DPPP Ee ew PG LARGE nar eee EDS, VLL LZ IS 22.2.2771 WAR EN) 1)41J11 / H! 1/8)[Ip LZT 7 SEETAL GEE Rz 11h :;/ p7“„it ſ, y 0) 4 N, ſ ZZ. 0 3 A// 7/„ ELTERN 7 1 p 4/11/ Xa< 4: Wf! 1:/4 y 7| I H 2,- 5 444< - 0.-j Ä SEREEET TG<== Fe 6:2 15587| Er N 2 (V v jon zig Kü feb tent Dre lein 304 woi dam nicht bedec dam! ſich 1 hauſe laubt went dieſer fe vo! dem 7 lz di ver, "iht| nacht! verſch 4 Mitelli Jagd- Luſt, 61 n| Erklärungder andern Figur, 5 Ln der vorhergehenden Figur haft du die Ma» J nier geſehen, einen Bogel bey den Füſſen zu fonzen. Zu der gegenwärtigen aber will ich die zeigen/ wie du zween auf einmal fangen kanſt, Richte das Eiſen zu; nach der Gröſſe, die du hier jieheſt 3 obenher ſoll das Eiſen rundlicht, und uns tenher ausgeholet ſeyn, damit. der Faden oder Draty den du im Kupfer ſicheſt, ſich in das Rehr? lein oder Hohlkähle feſt einzwenge, mithin der Bogel behangen bleibe. Beſagres Eiſen wuß wol zugerichtet und Waſſerfarb augeſtrichen ſeyn, damit es ganz keinen Glanz habe, und die Vögel nicht ſcheu mache, dv kanſt es auc mit Blättern bedecken 3 doM müſſen keine Aeſte daran ſeyn damit die Bögel an ſtatt auf das Eiſen zu fallen ſic nicht auf die Rüthlein ſeen. Die Vogels häuſer muſt du auch mit grünen Reiſig oder bes. lanbten Aeſilein bedecken, und die Loc- Vögel wenigſtens 1 2. Ehritt hinwegficllen, auch muß dieſer Fang in einer Ebne, wenigſiets 30. Schrit? te von andern Bäumen, angeſtellt werden 3 mit dem Faden an der Haſpel kanſt du ziehen, ſo weit als du es nöthig findeſt) entweder in der Hütten, dder auc< herauſſen, wann dich nur die Vögel nicht ſehen. Die Erfindung iſt ganz nicht ſchwer nachzumachen, wann du es anſkelieſt, wie ich dix vorſchreibe- wird es dir gar leicht anachen, Want 672 Mitelli Jagd- Zuſt. Wann du den Fang mit dem andern Bäumlein anjteiten wilſt, muſt du folgendes in Acht neh? men: Du muſt an dem Gipfel eines Baums ei» ne Ruthe feſt machen, auf die Weiſe, wie es hier vorgeſchrieben iſt 3 in dieſ? Ruthe bohreſt vu ein 2o<, dur< welches ein ſubtiier grüner Faden gehen muß, der bis an das Ende der Ruthen reichet, auf die Art, wie es das Bauern-Volk macher, wann ſie die Vögel in Schlingen fan- gen. Sobald du nun ſicheſt, daß ein Vogel ſis) auf die Ruthe oder das Stänglein geſegt hat, muſt du den Faden ziehen, ſo fallt das Gegen? Gewicht ohngefähr von ſechs Loth ſchwer hinab, do> nicht. daß es die Erde ganz erreichet, und ziehet den Faden an, welcher an den Stab herab rutſchet, da du dann mit deiner gröſten Luſt ſe- hen wirſt, wie des, Vogels Füſſe geklemmet werden. Der Theil von der Ruthen, wo die Schnur iſt, und der Vogel ſich anſeßen ſoll, muß ohngefähr 3. oder 4, Zoll haben, und der andere Theil/ der an dem Baum angeheftet iſt, muß ohngefähr Armalang ſeyn. Merke aber, Daß darzu allezeit eine gute Lock erfordert werde. Es dörfte dir dieſer Fang vielleicht ſchwer vor? kommen; wann du aber die Zeichnung recht ans ſicheſt, wirſt du es aufs beſte ver- ſtehen, 6 ==<- 1 Vinſy nv Win: 3 Baums 1 Wiehe hreſt Une) Plitt ; inh n geſeh das(Oy Hwer eichen ' gefim) en, my nſehu "4 geheft] Rerb dert vm ſchwu 19 1 vip EE IEEE ER(x / WIE 29. 111 ag. 575. 8 7 | mwezugend“ Erfl W“ amdeibe . folgend Mat Hohe!| Strau lein y| | ſche, jn welt mel,| ein Dr lid) eit nen F fan au gar ni ; gel; a auf ſel über ol ; empor | tfräget, deſto e Acht N lein 19] hen ks gericht | Vvolin l ſ i | | | | j 1 l Mitelli Jagd- Zuſt, 6973 Erflärungder dritten Figur, ANann du die Bögel gern bey den Füſſen fans gen wilſt/ ohne daß ſie auf einige Weiſe am Leibe verleßt oder geſchlagen werden, ſo nimni folgende invention in Acht. Mach ein Bäumlein zu recht, das Mannes Höhe hat, und voller Löcher iſt, darein wan Sträuslein ſtec>en könne, damit das Bäume lein, ſo vicl möglich, einem natürlichen gleich ſche. Am Gipfel müſſen zwey groſſe Löcher ſeyn/ in welche du zween Stäbe, wie Riütncn gefor- met, mögeſt ſteen können, in deren jeden ſich ein Drat, in der Gröſſe, wie lit. 2. zeiget- füge lid) einlegen laſſe: Der Drat wird mit trocke» nen Farben angeſtrichen, daß cr nicht glänze, kau auch mit eriwas Laub bedeckt werden, ſo aber gar nicht in die Höhe ſtehen muß ,/ damit die Vö- gel; an ſtatt auf den Drat zu fallen, ſich nicht auf ſelbiges ſeven mögen. Dieſer Drat muß über obbemeldeten ausgehöleten Sräblein ſo hoch empor ſtehen, als eln ſiarker quer Daumen aus? träget, damit die Füſſe, wann man loß drücket deſto ehender eingezwenget werden, da dann in Acht zu nehmen, daß der Drat ſich in die Rinn- lein wol ſchlieſſen ms8ge. Damit„du recht verſic? hen könneſt, wie der eiſerne Drat in die Hohe gerichtet werden müſſe, ſo nimm das Kupfer wol in Acht; und wann ex dir ſchon anfänglich Uu ſchwer 674 Vitelli Jagd- Luſt. ſchwer vorfommt“zu“ verſtehen, ſv wende nur ein wenig Mühe. an/ es wurklich zu verſuchen, ſo wirſt du alles wol faſſen, Das Gewicht, wel- - Vögel ſind, mit Gebüſch etwas zugedek>t ſeyn müſſen, ſowol als der Ruhr- oder Lauf- Vogel, Mea“ Wend vue verſihn JF iht, vl MEN uß Op Gleid) ve 1 geht 1 nid) 1 film! gele| mie)| der hund ſeln mehr in amb). ffn[10)| uU I|& em m Dw:| | t ſho|| 17118 wu| zw ente; = qe e "4| ihn i 7U-» ſehr EE Bau FD Di dieſel nes N ' einen lein f (8ger nuf, nel den L vers kna deiy | GI: En DREIEICH BER EIER ÄHREN HAGER OB SEBBRÜET 2 23 ZEREE UESWNEORSRERE DEHNE NIETE BE IMET"277000 Nich Jagd- a 675 Exflär ung der vier te"F Figur. (Gehe mit vine zubereiteten Bäums lein auf eine Fläche, oder an ei- nen weiten-Plaß, der wenigſtens 80. bis 100. Schritte" von anden Bäumen entlegen iſt“, daſelbſt ſeß? es hin, may c in den Bogelhäuſern, und die Ruhr-oder Lauf- Vögel, wie gez wöhnlich, mit Geſträus zugedeft werden müſſen, 'Et- ZT UNE EEE Mitelli.F Mitelli Jattd- Luſt, 679 Erklärung der fünften Oy die Piſtolen in die Hand zu || nehmen, und die Bögel mit gv ' fer Gemächlichkeit zu ſchieſſen»„ Fanſt du es alſo machen: Wann es Schnee Hat, ſo kehre denſelben nah bey einem , wo die Bögel nieder zu - fallen pflegen, hinweg, daß die Erde | heraus ſichet, an den Gipfel des Bäumleins binde ein StüFlein Fleiſch ſo feſt an, daß ein Bogel ſolches auf einmal mit dem Schnabel nicht loß reiſſen könne. Dann mach in einer rechten Weite, weder gar zu nah, noc: gar zu entfernet, eine Piſtole feſt, und richte das Mundloch gerad auf das Fleiſch zu, bede>e ſie mit etlichen Acſt- lein, und binde einen langen Faden an den Drucer, ſv lang er nöthig iſt, day mit dü drauſſen, oder im Haus ver- borgen ſeyn kanſt. Wann nun die Uu 3 Vö- 4 GG====.= E 504 LSESSS eee na EEN Wei.; iE Si et nimm üg euer Siheememmehelninäägin ebnen<< II - 678 Vitelli: Jagd- Fu ſt. Bögel, welche meiſtens Krähen, YAel- ſtern, und dergleichen, ſeyn werden, das Fleiſch nehmen wollen, weil ſie niemand ſehen ,«den ſie zu ſcheuen bga- ben, da ſie ſonſten den Schuß ni icht aushalten würden, ſo ziehe du an den Faden an, ſobalden wird die Piſtole 1o8 gehen, vnd du wirſt qacwiß nit fehlen, wofern du nur dein Scſchoß recht gerichtet haſt, Zu Fanſt dieſes atic< auſſer der Ecdchner-Zeit in einer Fläche oder Wie- ſen anſtellen, und das Fleiſch auf der Erden an einem Pfio> feſt anbinden; jedoch) gieb Ree ein Bäumlein hin, daß es aus? Kehr ais ob es da gewachſen wäres; faſt an deſſelben Gipfel mache 3. Löcher, und ſie>e 3. Ruthen hinein, weiche faſt ſolana ſeyn müſſen, als das Bäumiein ſelber: wenig Schritte davon ſtelle die Wogelhäuſer mit Büſchlein bede>t hin, wie auch die Lauf- Bögel, Zwölf Schritte weiter hinaus,(damit der Dunſt ſich deſtomehr ausbreite) bind eme Piſtole feſt auf die Erde an, wie das Kupfer zeiget, nemlich an ein in die Erde geſte>tes Gäbelein, bede>s es mit einem Reißtein., bind an den Schneller einen Bindfaden, und geh mit demſelben hinweg, ſo weit du wilſt, richte aber die Piſtole gerad gegen des . n 3. auf den Bäumlein ſte>enden Jutben, wann nun die Vögel dar- auf fiken, ſo ziehe an, der Schuß wird- dir gerathen, dann die Invention iſt richtig. Un 4 Er“ GIE GOEREEIEEGEERNEGAIZTT EZEEE EHEC TTEUT WERE 3 680 NMitelli Jagd- Zuſt. Crifiariung der jiebenden Figur. ur Zeit, went es Schnee hat, kehre einen grofs» 2? ſein Plag, ſo viel du nöthig haft, das Garn hin» zulegen, wilft du aber zu anderer Jahrs-Zeit den Sang anſtellen,(worzu die Zeit, da man den Hanf augziehet, die beſte iſt, bey dem man viel Finfen; Stiglite, Hänflinge und Grüönlinge fänzt,) ſo maſt du einen Ort ſuchen, wo niedrige Bäume - ſind, aliwo du die 2oc>k- Vögel hinhängen, und die Ruhr-Bögel ein wenig darunter in Schatten ſe- Len kanſt, 5. oder 6. Schritte davon, leg dein aus einem ganzen Stü> beſtehendes Garn hin, wel- '- Bögel, und bede- &e ſie wohl mit Sträuslein, und noch einmal ſo weit davon, baue dir ein Uu 5 Hütty | |: | y" 4 4 p 4 I) F> M YERE) Ia| 147.408 j 11 14 jo &.| 14'/Y|" | 4NSBNDN „| ZE | y mm BE. | ANDY 1] 1.941! WHLENS | || 1501 (1 aw n W v1y i|“ MH || y [. 144408 '; ! 41 ſ 14.0080 EEERI 1 13, 395 19849“ 1917/ 15189). MEN DETEN),; 44| | eil y 19 06.009) 0 Df (|| p 1 | j EU 180 | 85"= KEN EE W" ; f j ' (1 4" 1/81 ß(] i |]|'7 192490) 1 DEL EDNG 7 4. (8'h? nN un|| j " N j ] |"j|' KN 1E:40008 BEE 141.040) MiB" || "4 H 1 j Gerbe EELS ne dt 68253 Mitelli" Jad- Luft. Hüttlein, das wohl mit Sträuslein bede>etiſt: dann daß es hier im Ku- pfer nicht wohl bede>et ſcheinet, iſt deswegen geſchehen, damit man ſehen kan, wie man dariny ſigen muß, In ver Hütten laß nur ein Fleines Löch- lein, damit der, Schuß von dem Blas- rohr vder Bal eſter, welches du brau- e von oben, bis faſt unten, lauter ſeht ſpißzige- und eines Zoll lange eiſerne Stacheln, und unten mach ein Loch, durch welches ein Eiſen gehe, das in die Erden gefſte>er die Stange feſt hal-. te, Ein wenig weiter oben, ohngt- fähr uE. 684 Mitelli Jad- Luſt. fähr eine halbe Ellen höher, lege eine Latte an, welche ohngefähr zwey Ellen lang ſey, pflö>e ſie nieder auf die Er- den, damit, wann die Stange umge- drehet wird, ſie ſich deſto ſchneller dre- hen könne. Ein wenig weiter, etwanr eine Ellen von der Erden, bind ein Schnurlein an, das ſo lang ſeyn mag, als du ſelbſt wilſt, du aber muſt in ei- ner Hütten, oder ſonſt an einem Ort verborgen ſtehen, alsdana, wann Vö- gel eingefallen find, reiß mit groſſer Gewalt an der Stange an, ſo ſtark du kanſt, ſo wird ſolche Stange oder Spieß, ais welche darzu zugerichtet iſt, ſich im Creiß herum drehen, und ohnfehlbar viel Vögel tödten, welche durch die Loc> und durch die angebun- dene Rühr-Bögel, die am Faden, als ob ſie fliegeten, in die Höhe gezogen werden, ſich betrügen laſſen, und Hirs oder andere ausgeſtreuete Körner zu freſſ?n, herzu kominen. Waun du den Schnee wol wegraumeſt, ſo ge- het der Betrug an. Er! ===, ege M teh Oh u die 7 Ide unh it gevf )[0 ji nge 1geridy Gen, 19m (may! den] < menen ==--“< d- d* I J 2 r' =<<<= v, ABT„2...:7444 <=-<<< EI) EN- ZUS EE<> 75 7 AI AI- Eu<<<=<=-= ZIF j GA Geze Im am E25.. ZIN Eier PZE<=? d EE ZZG I< er- ee CI RIN INES> 1255 Mttelli.EF! Mitelli Jagd- Luſt. 685 Erflärung der zehnden Figur. ilde Tauben, Turteltauben, oder andere dergleichen Vögel zu ſchieb ſen, und ihnen beyzukommen, ohne geſehen zu werden, brauche dieſe in- vention, Richt einen Baum zu, der inwendig hohl iſt, mit tro>enen Far» ben angeftrichen, daß er ganz nicht gleiſſe, bede> ihn mit Aeſten, die nicht unter ſich hängen, ſondern ſchön ge rad über ſich ſtehen, und richt ihn gänzlich zu, daß er, ſo viel möglich einem natürlichen Baum' gleich ſche in dieſem friech hinein, und trag ihn auf den Achſeln, er muß ſy viel Löcher haben, emmunnerie nem 000 1 IDEA HET BDE 686 Nitelli Jagd.- Zuſt, haben, däß du überall dich umſehen, und das Rohr hinaus Jegen Fanft, Mit dieſem geh unter andern Bäu- men durc, und drehe dich, wie dy es nöthig findeſt, damit du zu dem Bogel kommeſt, und ihn ganz bes quem ſchieſſen kanſt, du darſſt glau- ben, daß äuf dieſem Tragbaum, in dem ich ihn auf der Achſel gehabt, mir oftmals Bögel hinauf geſeſſen ſind; daraus.'du dand ſchlieſſen fanſt, ob die Erfindung nicht gut En fey., <===-2000% ameenennmen „Pis bite unwewamaanrenm Nitlli Jagd-Luſt: 6875 Erklärung der eilften Figur: gaieſe Jagd muß zur Schtee-Zöit angefichlet werdens da muß man an einem ebenen Plag, einen ganz rün- den Creiß machen, und den Schnte hinweg thun? alsdann nimm eine vier Cllen lange Latten, dieſe; ſo' m Dex Mitte ein viere>igres Loch haben müß, ſie>e in einen Zapfen, daran eine ſrähr lerne Feder iſt, den Zapfen aber in vin auf der Erden feſt gemachtes Bret; fo auf allen Seiten Spann lang ſeyn mag. Dieſes mach feſt in die Erden, mt vier Pflö>ken. Das Garn muß ſchr ſabtil ſeyn, wird auch deswegen ſchwarze Spinneweben genannt, und muß zwey Spann von der Frden ganz gerade gegen' den Zuggatn auf der an? dern Seiten über ſtehen, an erſt ge* meldeten ſtählernen Stängel, der im Bret ſte>et, ſv, daß der Stängel, weil er inwendig hohl, an dem Zapfen, in =-.- TOTAL ÄSTE EEE DERE GEERT ELE ENE, 4 ZIN FRGGEES> 5. N a SE Seam 688 Vitelli Jagd- Luſt, in dem er ſteFet, ſich gerne herum dre- het, da bindeſt du dann das Stricklein an das Eiſen, welches die loßſchlagen- de Feder halt, damit du, wann die Bögel mitten auf dem Plaßz ſind, und freſſen wollen, loßziehen karſt: ſo» baid du das thuſi, drehet ſich das Garn, vermitte!ſt der Gewait ſolcher Jeder im Creiß herum, und ja>et die Bögel ein, oder ſchläget theils mit dem Stab, woran das Garn angemacht iſt, todt. Du kanſt darneben in einer Hütten ſeyn, oder auch weit davon ſte- Hen, wann du nur ſehen kanſt ,, daß- die Bögel auf dem Platz ſind. Auch verſteht ſich, daß die Bogelhäuſer bes det ſeyn, und daß man Ruhr- Bögel dabey haben müſſe. Cs ſt eine ſehr luſtige Erfindung, und die gewiß wol angehet, Mtelli PF", 4 4000 KEES ünten ſen zt yn/ yn) ä gefahr keimſp 80€ mit di hören, keim 1 licher| ; dber 9 den) L1 dder 1 fen 36 | Ehiit ben, Mitelli Jagd- Luſt; 689 Sai; == werfe Erklärung der zwölften 4 Xigur. “DT der Jahrsg-Zeit) da die Finken wieder zu kommen pflegen; welches zu Ende der Fas ſten geſchiehet/ sft ein wenig eher/ oft ein wes nig ſpäter, läſt ſich folgender Fang anſtellen* Mimm einen Stab, der juſt Mannshoch, und unten zugeſpißet iſt; um ihn deſto beſſer einſtoſs ſen zu können, Jn denſelben ſte>c riugsher- um Hanfſtengel/ oben hinguf ein Büſchlein y und auf die Seiten hinaus 4. Ruthen» die ohn gefähr 2. Ellen lang ſind, dieſelbige ſte>e voll Feimſpindeln, es muß aber der Sto> wenigſtens 80 Scritre von andern Bäumen ſtehen, das mit die Vögel, die dahin woilen/ wo ſie die 2o> hören, nirzends anders auffallen können. Den Seim muſt du, wann es nicht gefrieret, gewöhn« licher maſſert mit Baumöhl anmacheny warn es aber gefrieret /“ ſo» braucge Nußsl, und reibe den Leim wohl ab-mit zween harten Steinen, oder nur mit einem eiſernen Spatel, damit er fein zah und dünne werde. Ohngefähr zehen Schritte weit davon- müſſen die Lock-Bögel ſte hen, mit Reißig bedecket- und du kanſt wohl S4 Xp au; 690 Mitelli Jattd-Luſt. auch einen Lauf- Vogel mitnehmen, und denſels ben an ein Rüthlein. binden, um ihn in die Hö- he zu ziehen/ daß es ausſiehet, als ob der-Vo- gel ſich eben vom fliegen nieder ſeßte 3 du muſt aber wiſſen- daß du den Vogel nur ziehen darfſt, wann die Vögel noch ferne in der Luft ſind, dann wann ſie einmal ſißen, darfſt du den Vo»- gel feincsweges rege machen, ſonſten fliegen ſie davon, an ſtatt daß ſie ſich hinzu nahen ſollen- Die Erfahrung iſt hierinnen die beſte Lehrmei- ſierin, auc) nimm dich in Aen, undihn zurichten kanſt, daß er ausſehe, als | obe3 ein natürlicher Baum wäre, An ſelbigem - befeſtige mit zwo Schrauben einen Baleſter, deſs ſen Bogen von gutem Stahl, aber nicht glän» zend, ſondern roh ausgeardeitet ſey, von ohn»- gefähr 18. Zoll lang 3 am Ende dieſes Baleſters ſte> eine Ruthe hinein/ die ganz gerad ſtehe, - auf welche ſich der Vogel ſeen ſoll, unten her an ſolcher Ruthen ſtecke Reißlein ein, oben her aber nit, damit der Schuß, der aus dem Baleſter gehen ſoll, ſeinen freyen Lauf habes den Baleſter ſpanne, dänn es ſchadet nicht, wann er gleich den ganzen Tag geſpannet bleibt, die Schnur, ſo an dem Drucker angemachet, ges het den Sto herunter bis an den Ort, ws der Schuß ſoll loß gezogen werden, es ſey gleich in einer Hütte oder freyem Feld, wann dich die Bögel nur nicht gewahr werden. Allezeit ver? ſtehet ſis, daß du Loc- Vögel im Häuslein s und angebundene Bögel dabey haben muſt, als welches den Fäng leichter machet. Wann du die Vögel gern lebendig fangen wolteſt, muſt Xt 2 dx : EN EHLEIRGERISG SEI“ REREN E====== En 692 Vitelli Jad- Luſt. du ein ſehr ſubtiles grün ſeidenes Garn nehmen, in der Geſtalt, wie das Kupfer zeiget, von 6. oder 7. Zoll breit, daſſelbe muß ein wenig einen Sack haben, und dex Baleſter:muß mit Reißlein umſtec>ket ſeyn:: Wann er nun loß gedrucket wird, ſo fährt das Garn wie ein Blitz über deu - Vogel her, ſacket ihn, und fällt mit ihm auf“ die Erde. Wilſt du den Vogel aber todt bekom- men, ſo nimim du an ſtatt des Garnsg, einen gefiederten Pfeil, der ausſichet, wie das Ku- pfer zeiget ſehr ſpißig/ wie eine ſtar- ke Nehnadel, welcher, wann loß gedrucket wird, den Vogel ſobald durchſpiſſet. Wilſt du dieſen Fang dreyfach machen, ſo muſt du auch drey Stäbe ſtecken, und ingleichen die Pfei- le; ſv daß ein jeder Pfeil über ſeinen. beſondern Stab hinfahre, welket. ſeyn ſoll, ob es gleich, hier im Kupfer nicht alſo vorgeſtellt iſt, als welches man deswegen unterlaſſen, damit alles genauer angeſehen werden könne. No: muß ich erinnern, daß. dieſer Fang in einer Ebe ue anzuſtellen iſt, und wenigſtens 70, Schritte ; von andern Bäumsn«' | | | | | | | E E E E | | | =mmemmeen emmmarremmmerenen monte emmmnn warm Rm ver merEme Dre=o mir- ive 0<0 em edmmmmmmanrnn mr Figura ZIV. Pag. E73. 8) EE LS SELE -<= <= [3: H-T<==ZZ2ZZ Mater S Mitelli Jattd- Luft. 693. Erklärung der vierzehenden Figur. Zy Nacht, wann es ſio>fſinſier iſt, und weder Monden-noch Sier- nen- Licht zu ſehen, und du wilſi an ſtatt, da andere ſich ſchlaffen legen, noch etwas auf die Jagd gehen, ſo kanſt du alſo verfahren. Nimm eine viere>igte auf eine Stange geſtellte Nahm, die etwa Manns hoch ſeye und überſpanne ſie mit ſubtilen Schni- ren, die wohl mit Vogelleim beſchmiert ſind. Jn der Mitte gehet ein Eiſen heraus, wie ein Hacken gebogen, bey zwo Spannen lang, an welchen ein in Oel. getunfeter Lumpen gehangen und angezündet wird. Zu dem Onde man ein groſſes Fläſchlein mit Oel bey ſich haben muß, weil deſſen nicht we- nig darauf gehetz da nun bey ſo grof? ſer Finſtermß dieſe Fackel dem Mond nicht ungleich ſiehet, ſo kan man damit an die Bäume gehen, wo man denket, daß ſic Vögel aufgeſcht haben, und auf der andern Seite läßt man mit ei- Xr 3 ner 694 Mitelli Jagd- Luſt. ner Stangen an den Baum ſchlagen, da werden die Vögel fliehen wollen, und deim Licht zueilen, darüber aber an den mit Leim beſchmierten Fäden hangen bleiben, auf welche Art du al- lerley Bögel betriegen kanſt. Dieſer Fang wird in den Gärten zu Rom vorgenommen. Wilt du mir vorwer- fen, daß. es nicht meine Erfindung ſeyez ſo iſt es zwar wahr; jedoch ſollt du wiſſen, daß man zu Rom runde Laternen zu nehmen pfleget, welche aber nicht ſo bequem ſeynd, als die meinigen, weit ſie viere>igt ſind, ha- ben eine gröſſere Weite, und laſſen den mit Leim beſchmierten Faden vielmehr Platz 3 und alſo iſt doch auch etwas von dein meinigen dabey, du 4 Ze ZE ogg<.>i-. er= ie:| 5a =S IZ. eid ad <--.- NMitelli Jagd- Zuſt. 695 Erklärung der ſunfzehenden Figur, Die hier beſchriebene Jagd, wird die Ochſen? Hatz genennt, und iſt nicht meine Invention 3 dahero ich mir die Ehre, daß ich ſie erfunden habe, nicht zuſchreiben will 3 du wirſt fragen y warum ich ſie denn. hier beſchreibe? aber hörey du wirſt erfahren, daß ich es thue, in Meynung, dir etwas luſtiges und angenehmes zu zeigen. Es wurde mir einmal von einem Prieſter aus Salay welcher Ort in dem Bologneſiſchen liegt, der meitz ſehr guter Freund iſt, geſchrieben, ich ſollte in den Wieſen ſelbiges Landes, wo es ſo viel Vo? gel gäbe/ auf die Dchſen-Haß gehenz ich, von dem heftigen Trieb meiner angebohrnen duſt an? geſpornet; nahm den welten Weg unter die Füſſe und verſchlukete, ſo zu reden, die Beſchwerlichkfei- ten deſſelben. Nachdem ich daſelbſt angelangetk war, nahm ich, ohne einen Augenblick auszuru ßen, den gemaßlten Ochſen-in die eine Hand, und die Büchſe in die andere, und alſo gieng ich von dem bemeldten Geiſtlichen, und andern Freun? den begleitet, an den zur Jagd beſtimmten Ort. Als ich nun dahin fam ,/ und noch wol 4. Büch» ſenſchuß von den Vögeln war ,/ ſtunden ſie auf, und flohen nicht anderſt/ als ob ſie einen Habicht geſchen hätten 3 welches mich nicht ſo fWr- verwunderte als dieſes, daß ich auch in Xr 4 gros 'E96 WMitelli Jagd- Luſt. gröſter Eil einige Ochſen, Pferde und Kühe; die "man da geweidet', nebſt drey Jungen, welche ſie hüteten, mit der gröſten Behändigkelt fliehen ſahe. An dieſem Zufall war meine Unwiſſen- Heit Schuld, daß ich den Ochſen mit Oel- Fars ben gemacht hatte, dahero; wie die Hirten her- nach erzählten, derſelbe einen groſſen Schein von ſich gab, und wie ein Spiegel leuchtete, daß man in der ganzen Gegend ein wiederſcheis nendes Licht ſahe, Lerne alſo, wann du dieſe Jagd anſtellen wilſt, daß du den Ochſen nicht mit-Oel- Färben, ſondern mit Waſſer- Farben wachen läſſeſt, ſs wirſt du erreichen, was du verlangeſt; ſonſt aber wirſt du deu Jrrthum mit Spott und Augslachen bezahlen müſſen, wie mir von dem Geiſilicen und der übrigen Geſell- ſchaft wiederfuhr, welche den ganzen Tag, und auch noch bey der Nacht, darüber mich auszu- ſpotten, und ihren Scherz zu treiben- nicht * aufhörten, Regi- ud! 0 pn AME GERÄ we EEE 20m EE hre „Fitüte
  • 24.004 udit, | an 197) jun"W Zu 0, | Tn Mu ly W" 1m 0,0 0 1 op 003 ) ew Dom M HAHL NH im Sreſſen. 00007 die Speiſe mit dem Schnabel zerknirſchen.: F <.. hineinleken. 12 Lom„Aufenthalt der Dögel. 14 225-- im Wald. 14 ZIE-.. in den Wieſen. 21 -== dinHäuſernund Städten. 22 ---.- in Gärten, 24 in und um das Waſſer« 24 Vom tri. 25 Welche gar nicht hinwegſtreichen. 28 ---=-- gröſtentheils. 28 --“-== gar binwegſtreichen. 32 Von dem Wiederſtrich. 34 Dom Unterſchied in dem Wrüten, 43 Welche DEG Erden brüten. 493 5= 1m Gebüſch. 45 --= mittelmäßig hoch. SI >== uf hohen Bäumen. 485 in hoblen DE unfer einem Dach vder Felſen-L3 55 5 nur einmal H 60 zwey und mehrmal. 6S Von3: uſammenſhlagung der Vögel. 62 in groſſe Haufen. 62 ii--- ingecinge Haufen» 66 Regiſter- der merkwürdigſten Sachen. VD; an dem allgemeinen Unterſchied der Vö- P-. S ..-- verſchlucken, Xx 5 Welche W(oo) WW Welche ſich gar nicht zuſammen rotten. Don dem Lo.ten., Welche einander nicht lo>en, jedoch nicht vo einander fliehen. -=== einander verfolgen, Pon Veränderung der Farben an den männlein. Welche die Farbe nicht merklich verändern. -“*= gar nicht verändern. Pom Geſang. Welche das ganze Jahr fingen. Welche gar nicht oder nur im Frühling ſingen. Pon der Arttiyrer Reinigung oder 2Hadens Don der Art zu ätzen aus dem Kropf. -- aus dem Schnabel. 70 71 r Don einem jeden Vogel inſonderheit, enthals tend 1) eine Beſchreibung nach den Farben, 2) die Urt des Fanges, 3) deſſen Speiſe 2t. und zwar. Pon der Alſter odev Zetze, --“=--"Amſel. dem Auerham ver Hadcſtelze. dem Baumbäcklein«. -“ Böhmiein. -- ZBrauneilein«. --- Canarien- Dogel« der Doble, dem Dotnreidy« der Droſſel. -- dem Lißvogel. ---== Wmmerlinq. DEBEEREN Mie die Emmerlinge und andere Vögel de8Nachts| 172 zu fangen. 177 Pohß der Eite, 134 ERES A 01 025 187 =. dent Strfen, 193 Von deren Fang mit dem Stich 193 =.== Übrichfung. 195 | Von SEES
  • er, 435 =/-> Kabern: 442 ---- Reblhlzun. 444 Ob außfliegende Rebhüner einen Nußen geben? und wie ſelbigezu gewöhnen. 447 Rebhüner-Fang mit dem Hochgarn und Ti: raß. 453 Abrichtung der Hunde zum Rebhüner-Fang. 456 Beſchreibung des Glocken-GarnLE, 461 --=== der Rebhüner- Steige zu wilden Hüneru.; 463 =.==--- zur Abrich j tung der Jungen. 464 . Wie die Rebhüner bey einer Indianiſchen Hen? ne zahm zu erziehen. 466 Von dem Kothkedhligen. 497 ---= Rothſchwänzlein. 502 -- der See- Waſſer- Amſel. 506 '== dem GSchnepfen., 807 -- den Scnerfen, Gröſſel oder ZeC- ſchnarr. gil --“= Schwalben, 513 -- dem SpeHt. R. 514 --== Sperling. F15 In ESFrLmnſuneeee JJ%Ö zF-ZFJZJ,ÜÖüumEeme=e-er rin eme; WE u il 057 M y Inventioneines Vogelhauſes für zahme Eper- y linge« 517 y Baſtarten- Sperlinge. 528 | y Don dem Stahr. 52x yl,=== Staudenſc