2 3 — 9 5 1— S 4 H 22 40 5—— ¹ 0₰ 3 ra ennn 8 4 b ◻ G —⁹ —— 8 — linig p Mi [—— „ tennade dhal nd. Und a „ Räümg f vs"Die Die Forſtwirhſhaft "der Privatforſtbeſiker oder Verwälter führen muß, || dargeſtellt ?* 16% rein praktiſcher Anſicht . wie ſie um ſie in Verbindung mit der Landwirthſchaft am vortheilhafteſten einzurichten, VON:+7 Dr. W- Pfeil, eönigl. preuß. Oberforſtrath und Profeſſor in Berlitt« T Ein integrirender Theil der allgemeinen Encyklopädie der geſammten Land= und Hauswirthſchaft der Deutſchen, En ER 2604-03 17:0, in Baumgärtners:Bucend, fort bis in das hohe Alter, und der Schaft verliert ſich in der Veräſtung. Durch Schneidelung ' kann man ſie zwär langſchäftig in die Höhe ziehen, der Stamm wird dann aber knickig, knotig und wimmerig, ſo daß er alle Spaltigkeit verliert, und höchſtens zu Bauholz mit der Säge verſchnitten werden kann. In der Jugend hat ſie ſtets eine ſtarke Pfahlwurzel, und bedarf ſie auch zum Gedeihen, welches davon abzuhängen ſcheint, daß dieſe tief eindringen kann. Mit dem 60-- 80. Jahre verliert ſie dieſe oft, bey höherem Alter beynah immer, und die flächer ſtreichenden Seitenwurzeln übernehmen dann allein ihre Ernäh- rung. Werden dieſe durch Streurechen entblößt, ſo wird der Stamm wipfeldürr, und ſtirbt auch oft ganz ab. Sie erträgt keine Beſchattung mehr, wenn ſie drey bis vier Jahr alt iſt; früher auch nur eine ſehr geringe, und muß im vollen Lichtgenuſſe heraufwachſen.- Der Schatten, welchen ſie macht, iſt für andere Hölzer, wie für die Gragerzeugung, nicht ſo nachtheilig, als der der Buche oder Linde, da ihr Blatt- ſchirm lichter und durchbrochener iſt, weil die Zweige ſich we- niger veräſteln. Ihre Augsſchlagsfähigkeit, die bloß am Stamme Statt ſin- det, da fie keine Wurzelbrut treibt, erhält ſich nach Boden und Wuchs verſchieden, bald bis in ein höheres, bald niedrigeres Alter. Je langſamer der Wuchs iſt, deſto länger ſchlägt ſie aus. An dürren Berghängen oft bis zu hundert Jahren und darüber mit Sicherheit, im Fluß- und Meeresboden oft nur bis zu 40 bis 50 Jahren. Diejenigen Stämme, welche an der Erde noch Knospen und Waſſerloden haben, ſchlagen auch noch aus, und können deßbalb uoch auf die Wurzel geſetzt werden. Am Stam- me des ganzen Baumes ſchlägt die Eiche ebenfalls gut und oft ſehr lange wieder aus, ſo daß ſie als Schneidelholz einen rei- ſind, bis zu 120 Jahren. Zu Kopfyolze, wo der Stamm in der Höhe von 5 bis 7 Fuß ganz weggehauen wird, eianet ſie ſich nicht, Der Ertrag der Eiche iſt außerordentlich verſchieden hinſichts der von ihr zu erwartenden Holzmaſſe, je nachdem der Boden iſt, auf welchem ſie ſteht. Unter günſtigen Verhältniſſen kann ſie ſchon mit 100 Jahren Stämme geben, welche alle gewöhn- lichen Bauhölzer und inländiſchen Spalthölzer geben 3; oft iſt auch ein Alter von 120 bis 160 Jahren dazu nöthig. Ganz ſtarte Hölzer, wie Mühlwellen, Schiffbauholz u, dergl., werden nicht vortheilhaft in“ ganzen Beſtänden gezogen, ſondern beſſer in ein- zelnen übergehaltenen, dazu geeigneten Stämmen.= Bey ei- nem mittelmäßigen Wuchſe läßt ſich für' den preußiſchen 9)7.08= gen wohl eine halbe Kläfter*), oder 40 Cubikfuß reine Holz- maſſe jährlich an Durchſchnittszuwachs erwarten, wenn der Beſtand voll iſt. An Schlagholz in 15- bis 30jährigem Um- IEA SEL in dieſem Theile der Eneyklopädie nur von preußiſchem Maaße ie Rede. G&G Forſuvirthſchaft, (416); Friebe 15 bis 25 Cubikfuß. Für den Mittelwald*) eignet ſich die Eiche als Oberbaum ſehr gut, ſobald man ſie fein zu hohes Alter erreichen läßt, da ſie dann durch ihren Schatten wenig Schaden thut, bald ein brauchbares Nußho1z3 giebt und reichlich Früchte trägt, wozu der freye Stand derſelben viel beyträgt. Als Unterholz gedeiht ſie nur bey wenigem und nicht ſehr be- ſchattendem Oberholze. Auch zur Bepflanzung der Triften und Anger in nicht zu engem Stande iſt ſie ſehr geſchickt, da ſie reichliche Majinußung gewährt, und der Gragerzengung nicht ſehr nachtheilig iſt, ſobald man nur die niedrigen Aeſte weg- nimmt. Bon ausgezeichnetem Nuten für den Landwirth iſt ſie als Schneidelholz an den Feld- und Wieſenrändern z; ſie giebt daſelbſt einen reichlichen Brennholz: Ertrag, ein vortreffliches Schaf- und Ziegenfutter durch. ihr Laub, im Stamme nod) Nubholz, welches vielfach zu Bohlen, Bauholz, ſelbſt Wagner- holz zu venußen iſt, ohne dem Felde nachtheilig zu werden.-- Bon ihrer Behandlung bey jeder Art der Benutzung und des Betriebes wird weiter unten die R tede ſeyn. Ihr Holz hat eine große Gebranchsfähigkeit, Sie iſt ein ſehr dauerhaftes Land- und Waſſerbauholz, welches jedoch nicht gut zu Balken, Sparren, oder einem Gebrauche, wo es hohl liegt und viel zu tragen hat, verwendet werden kann, da es ſich dann leicht frumm zieht. Das jüngere Eichenholz und die Kernſtücke geben ein feſtes und zähes Schirr- und Wagnerholz, die altern Stämme viele verſchiedene Spalthölzer, Von der Be- nußung deſſelben wird beſonders gehandelt werden. Die Dauer des Eichenholzes wird noch ſehr vermehrt, wenn-man den Stamm im May, ohne ihn zu fällen, bis in den Wipfel hexr- auf ſchält, und ſo erſt abwelken und dann austrockinen läßt. Auch das Einweichen in Holzſäure, welche bey den Theeröfen in großer Menge gewönnen und in der Regel gar nicht be- nußt. wird, ſchüßt das Eichenholz eben ſv wie 12des andere ſehr gegen Wurm und Fäulniß. Der Splint muß bey jedem Gebrauche, wo Dauer und Feſtigkeit verlangt wird, ſtets rein Hinweggenommen werden, da er dieſe Eigenſchaften nicht hat, ERN. und vorzüglich ſehr leicht im Trocknen vom Wurme angegrif- NEN fen wird. Er iſt ſehr leicht an ſeiner weißen“ Farbe zu er- 6 kennen, und oft haben die äußern Splintlagen die Diete ei: Hj; nes halben Zoils. Wo eine beſtimmte Stärke vom innern; Baume verlangt wird, wie 3. B, bey Mühlwellen, muß man fich von der Dire des Splintes unterrichten, und den Baum einterben, da dieſe in Abrechnung gebracht werden muß. Alte anbrüchige Stämme haben auch in den geſunden Theilen nicht die Dauer des mittelwüchſigen Holzes, auch eine geringere Brenngüte, Nach Werne>s Verſuchen**) verhält ſich dieſe MRG zu der der Buchen dergeſtalt, daß, wenn die Klafter Buchen 2300 11000 04 2 Thaler werth iſt, die Klafter Eichen etwa einen Werth von KU 1 Zhlr. 20 Sgr.(12 Thaler) hat, Die Kohlen ſind zwar EM im nach demſelben Schriftſteller verhältnißmäßig etwas beſſer, wer- Eb Nimo; *) Da in der Folge alle fechniſchen Ausdrüc>e deutlich gemacht werden, bin WE wird hier ihre Erklärung übergangen.“ hrp 00 m **) Phyſikaliſch-, Gießen, bey Heyer, 1808, NETGUEN *) eignet ſich „fein zu hohes hatten wenig 4 und reichlich viel beyträgt, ) Nicht ſehr be- er Triften und eſchilt, da ſie zeugung nicht zen Aeſte wege ndwirth ift fie ern; ſie zieht 1 vortreffliches Gtamme noh ſelbſt Wagner: zu werden,= bung und des . Gie iſt ein es jedoch nicht , Wo es hohl n fann, da es jewholz und die "nd Wagnerholz, ',. Von der Be- 1. Die Dauer vent„man den den Wipfel her: jötrodnen läßt, den Theeröfen - gar nicht be: e jedes andere yuß bey jedem rd, ſtets rein ften nicht hat, urme angegrif- Farbe zu er- 1 die Die ei: e vom innern ſen, muß man md den Daum en muß. Ate 1 Theilen nicht eine geringere halt ſich dieſe flafter Buchen jen Werth von len ſind zwar 18 beſſer, wer“ gemacht werden - und Zackenholz bey guter vollſtändiger Rodung" mindeſtens 1 Klaiter Sto&- und Wurzel- bolz rechnen kann,:; us Sehr wichtig iſt die Eiche in vielen Gegen durch ihre Rinde, welche vorzugsweiſe zum. Gerben, des Leders benutzt wird. Der Schlagholzbetrieb giebt bey einem Umtriebe von 18 bis 30 Tahren verhältnißmäßig die mehreſte und am beſten bezahlte Rinde, bekannt unter dem Namen Spiegelrinde. Von threr Ge- winnung und vortheilhafteſten Benutzung wird in der Folge die Rede ſeyn. N Die Früchte ſind ein befanntes Futter für Schweine, Schafe und andere Hausthiere, ſv wie eine Lieblingsnahrung der meh= reſten Wildgattungen. Aud) von ihrer Benutzung wird gehan- delt werden, Je nachdem ſie frey oder geſchloſſen, auf paſſen-= dem oder unpaſfendem Standorte ſieht, trägt ſie mehr oder we- niger, früher oder ſpäter, wovon in der Folge das Nähere. Die Blätter geben, im Auguſt und September entweder durch Streifeln, oder Abhauen und AusSſchneideln der ſchwachen Zwei- ge gewonnen, dann guk getrocknet, ein gutes„Futter für Schafe und Ziegen. Das abgefallene Laub giebt ein ſehr mittelmäßiges Düngungsmaterial, Das Gewicht des Eichenholzes iſt arün 70 Pfund, bey ge- wöhnlicher Trockenheit 60 Pfund. Da es auf dieſe Art grün ſpecifiſch ſchwerer als das Waſſer, wovon der Cubikfuß 62 Pf. wiegt, iſt, und ath halb getrocknet und in das Waſſer gewor= fen durch Aufſaugen der Feuchtigkeit ſchwerer wird, ſo kann es in runder Form oder diefen Srücken nicht geflößet werden, ſon- dern nur etwa in breiten dünnen Scheiten. Der jungen. Eiche ſind Roth-, Damm- und NRehwildpret ſehr gefährlich,-und ſelbſt die Haſen- verbeißen ſie im Winter. Sie kann dieß nicht ertragen, und geht in der Regel ein, wenn es mehrere Jahre hindurch geſchieht, ſo daß man nur bey vol- lem Schutze gegen dieſe Wildgattungen Eichen erziehen kann. Auch die Hausthiere lieben das grüne Laub ſehr, vorzüglich das Rindvieh, welches no) ſtarke junge Stämme niederreitet, um ſie zu befreſſen, weßhalb die Schonungen ſorgfaltig gegen Hu- tung geſchüßt ſeyn müſſen. Die Saaten müſſen ebenfalls gegen das Aufleſen der Eicheln durch mancherley Thiere geſichert ſey., wovon an einem andern, Orte näher wird gehandelt werden, 2; Die Maſt=- oder Rothbucde, Fagus sylvatica. Sie wird herrſchend gefunden, indem man beträchtiiche Stre- &en von ihr eingenommen findet, Vorzüglich gedeiht ſie in deu Borbergen der deutſchen Gebirge, auf Kalk-, Baſalt- und frucht- barem Lehmboden. Dod findet man ſie auch noch in den frü- ber vom Meere überſchwemmt geweſenen Ebenen auf Lehmbo- den von gutem Wuchſe, wie die ziemlich"ausgedehnten Buchen- forſte in Holſtein, Mecklenburg und Pommern zeigen. Auf->ei- BE 27 GE mmm wenenz=mgun, zemewermnaggeren zen NENN NNN R IT 0- GZ - Mh Forſtiwirthſct iſt, hat es große Dauer; als Landbauholz wendet man es in der Regel nicht an, weil es weder dem Wurm- fraße im Trv>nen, noch der abwechſelnden Witterung widerſteht. Der Cubikfuß grün wiegt 65 Pfund, bey gewöhnlicher Trocken- heit, wie fie das Holz im Walde erlangt, 50 Pfund.: Die Früchte werden zur Maſt für Schwarzvieh und Schafe benußt, geben bey guter Behandlung aber auch ein vortreffliches Speiſedl. Das Laub getrocknet iſt bey ſeiner Härte nur ein ſchlechtes Schaf- und Ziegenfutter. Streurechen erträgt die Buche gar nicht, da ſie viele Saugwurzeln in die obere Boden- ſchicht ſchickt, die dann abſterben, und das Kümmern ſelbſt den Tod des Baumes herbeyführt, der eine ſtarke Humusſchicht auch bey der Verjüngung des Waldes nicht entbehren kann. Mäuſe, Wildpret und Hutung können als die größten Feinde der Buche angeſehen werden, da ſie die erſten am Stanime be- ſchälen, ſelbſt abfreſſen, das Wild und Vieh ſie verbeigen. Doch erholen ſich die verbiſſenen Pflanzen gewöhnlich wieder, wenn ſie Schutz und Ruhe erhalten, Froſt, Dürre und Hitze ſind vor- züglich den jungen Pflanzen oft verderblich. Am mehrſten lei- den jedoch die Buchenwälder gewöhnlich unter dem unvorſichti- gen Entblößen des Bodens, theils indem lichte Stellen gehauen werden, theils indem man nicht aufmerkſam genug iſt, den Bo- den mit einer hinreichenden HumuSſchicht bedeckt zu erhalten, 3, Der Ahorn, Acer. a) Der gemeine Ahorn, Acer pseu- doplatanus; b) der Spitßahorn, Acer platanoides; c) der kleine. deutſche Spißahorn(Maßholder, Maſſeller), Acex Can:pesire. Dieſe Holzgattung- findet ſich nicht in reinen geſchloſſenen Beſtänden herrſchend in irgend einer Ausdehnung vor, ſondern nur unter andere Laubhölzer untergeſprengt. Sie ſcheint auch einen geſchloſſenen Stand unter ſich nicht zu'ertragen., ſondern den einzelnen zu verlangen. Der gemeine deutſche und Spiß:- ahorn. ſind gewöhnlich in Buchenwälder eingeſprengt, und lie- SEHR x Forſiwirthſchaft. RD (6,5) 420) . denſelben Boden und Standort, vermeiden eben ſowohl zu dürren, als ſumpfigen, vorzüglich, wenn er Säuren enthält, als zu bindenden. In einem friſchen humoſen Sandboden trifft man den Spitahorn zuweilen. Der Maßholder wird am häufigſten in kräftigem Flußboden und tiefgründigen Vorbergen an den Rändern des Waldes, am Felde und an den Wieſen gefunden, wovon er auch Feldahorn heißt. j Da vorzüglich die beiden erſten Arten, der gemeine und SG Spipahoxn ein Gegenſtand des forſtlichen Anbaues ſind, auch in vieler Hinſicht zuſammen abgehandelt werden können, ſo iſt von ihnen auch zuerſt die Rede. An Höhe erreichen ſie gewöhnlich dieſelbe Größe wie dieje- nige Holzgattung, unter welche ſie eingeſprengt ſind; in Hin- ſicht der Die bleiben ſie aber wenigſtens ſehr hinter der Eiche und Buche zurück, da ſchon ein unterer Durchmeſſer von 30 bis 36 Zoll ſelten iſt. Im geſchloſſenen Stande erreichen ſie einen ziemlich aſtreinen Schaft, der jedoch weniger vollholzig iſt, als der der Buche. Die Krone wird ſchirmförmig von ziemlich ſtar- ken Aeſten, die ſich nur in den äußern Spitzen in kleine Zweige theilen, gebildet; der Ahorn gewährt deßhalb auch keine ſo dichte verdämmende Beſchattung ,- als die Buche. Im freyen Stande bleiben die Aeſte bey 20 bis 30 Fuß Höhe, ziemlich vereinzelt, fortwachſend. Zwar hat er nur eine kurze Pfahlwurzel, doch ziemlich tiefſtreichende Seitenwurzeln, die von einer fruchtbaren a Bodenſchicht bedeckt ſeyn müſſen, wenn der Baum gedeihen ſoll. Streurechen iſt: ihm deßhalb auch verderblich. In der Jugend iſt der Wuchs auffallend ſtark, läßt jedoch nach 49 Jahren ſehr nach, ſo daß ihn nach 100 Jahren die Buche oft ſchon wieder im Überholt hat. Da man keine ſehr ſtarken Hölzer von ihm ver- 19:004 langt, ſo dürfte er mit 80 bis 90 Jahren am vortheilhaäfteſten Tt benutzt werden, obwohl man ihn gewöhnlich das Alter der do- minirenden Buchen erreichen läßt. Ganz vorzüglich iſt er als Schlagholz, weil er ſehr lange eine ausgezeichnet ſtarke Aus- ſchlagsfähigkeit erhält, und die Stockloden ſehr ſchnell wachſen. Ein 30. bis 35jähriges Alter iſt für ihn im Niederwalde in der Regel am vortheilhafteſten. Wurzelbrut iſt nicht von ihm zu erwarten, und er muß deßhalb ſo hoch gehauen werden, daß er am Sto>Xe wieder ausſchlagen kann. Durch Senker iſt er we- gen ſeiner ſtarken geraden Schüſſe, die ſich bald von allen Sei- tenzweigen reinigen, nicht zut fortzupflanzen. Ex erträgt in der Jugend weniger dichte und auch nicht ſv lange dauernde Be- 1000 ſchattung, als die Buche, und daß man ihn gewöhnlich in den 4% 0, ſehr dunkeln Beſamungsſchlägen dieſer Holzgattung erziehen will, G dürfte die Urſache ſeyn, warum von dem häufig erſcheinenden Anfluge ſo wenig herauf gebracht wird. Sonnenſeiten, zumal wenn ſie trocken ſind, ſagen ihm weniger zu, als friſche Mitter: nachtſeitenz er leidet an den erſteren auch weit mehr durch die ſpäten Frühjahrsfroſte, weil die Vegetation an ihnen früher be- ginnt. Als Kopf- und Schneidelholz giebt er weniger Ertrag, die Stämme halten auch die Behandlung nicht lange aus z; doch iſt die als Schneidelholz ihnen noch am erſten zuſagend. Das Volumen, welches er als Baumholz giebt, iſt nur im kurzen 1 Umtriebe beträchtlicher, als das der Buche; im mittlern von 80 4 bis 100 wird es ihr ziemlich gleich, im höhern nachſtehen, Als“M <<ausſchlag we- nigſtens nicht hinter Buchen und Hainbuchen zurü&>bleibt. Sein Holz iſt gleich gut und feſt, wie das der vorigen,=- Das gut geſpaltene, ausgetrocknete und luftig ſtehende Klafterholz kann vhne Nachtheil einige Jahre ſtehen bleiben; Knüppelholz und Reisholz verdirbt bald, und muß, wo mögli) im erſten Jahre, verfauft werden, 4, Die Ulme, Ulmus. a) Die glatte Ulme, Feldulme, Feldrüſter, U. campestris; b) die rauhe Ulme, Rüſter, U. Sativa. Dieſe Holzgattung gehört mehr dem Süden ,. wie dem Nor- den von Europa an. Jn Jtalien findet man ſie wohl als herr- ſchendes Holz, wenigſtens im nördlichen Deutſchlande nur in ſehr kleinen Beſtänden, ſo daß ſie in der Regel nur als unter2 geſprengt vorkommend angenommen werden kann, Auf paſſen-= dem Standorte dürfte ſie jedoch auch wohl mit gehöriger Sorg- falt rein und geſchloſſen. zu erziehen ſeyn, wozu dann vorzüglich die rauhe Ulme zu empfehlen iſts Sie verlangt einen kräftigen, humusreichen, dabey lockern und doch friſchen Boden. Frucht- barer ſandiger Lehmboden, eher feucht, als tro>en, in den Fluß: thälern ſagt ihr am erſten zu. Doch findet man ſie auch in den Vorbergen, vorzüglich in den Thälern, an Feld- und Wieſen- rändern, wo der Boden tiefgründig genug für ihre ziemlich tief gehende Pfahlwurzel iſt. Ihre Stammbildung iſt ziemlid) regelz mäßig, doch erhält ſie einen aſtreinen. Schaft nur im Schluſſe ſtehend, hat eine von ziemlich ſtarken Aeſten herrührende ſchirm- förmige Krone, während die Seitenäſte am Stamme weder ſehr ſtark werden, noch ſich ſehr weit ausre>en. Ihre Belaubung iſt nicht ſehr dicht, und ſte gehört daher nicht unter die ſehr verdämmenden Holzgateungen, weßhalb ſie ohne großen Nach theil auch in den Feldhe>en gezogen werden kann. Auch für den Mittelwald iſt ſie eine ſehr paſſende Holzgattung, um als Oberholz angezogen zu werden. Im Hochwalde miſcht man ſie unter Eichen, wo ſie aber, eine frühere Benutzung erfordernd, 19 Forſiwirthſchaft,. 7 (22).=„„W gewöhnlich in: des Durchforſtung herausgehauen wird, eben ſo[ui wächſt ſie mit Buchen, Hainbuchen, Eſchen und Ahorn herauf. wn 6 Ao Die Behandlung als Niederwald erträgt ſie ſehr gut, da ſie LUMEN theils eine lang dauernde Ausſchlagsfähigkeit am Stamme hat, jem theils ſich ſehr durch Wurzelbrut verdichtet. In der allererſten 10.0 Jugend iſt ihr Wuchs nicht vorzüglich raſch, und zumal da ſie 1 Ben vft durch Froſt leidet, häufig eher langſam zu nennen; mit 12 w bis 15 Jahren fängt er jedoch an zuzunehmen, und ſchon mit 70-- 30 Jahren hat man einen Baum, welcher: der Eiche und Buche von dieſem Alter wenigſtens gleich kommt, wo nicht ſie Übertrifft. Für den Niederwald- iſt ein 30-- 40jähriger Umtrieb wohl der vortheilhafteſte Umtrieb, denn als Buſchholz liefert ſie verhältnißmäßig nur geringen Ertrag. Im Hochwalde hängt das Alter, welches man ſie am zweckmäßigſten erreichen läßt, theils von den Holzgattungen ab, unter welche ſie untergemiſcht iſt, theils von der Stärke, welche die Nutholzgattungen erfor- Dern, zu denen man ſie am beſten abſetzen kann, Bauholz und Schirrhvlz für Wagner erfordern gewöhnlich 70-- 90 Jahr, Boh- len zu Kanonenlavetten, wozu ſie ſehr geſucht und hoch bezahlt wird, Schiffbauholz 120-- 130 Fahr. Sie läßt ſich ſehr gut als Schneidelholz=- nicht ſo gut als Kopfholz= behandeln, und iſt eins der empfehlenswertheſten Hölzer für den Landwirth dazu, weil ſie als ſolches nicht bloß ein ſehr reichliches Laubfutter, ſondern auch ziemlich viel Neis2- Holz, und aus dem Stamme ſelbſt noch Bauholz, Bohlen u. dergl. giebt, ſovald dieſe nur nicht aſtrein ſeyn müſſen, 6, Die Eſche, Fraxinus excelsior. Dieſer ſchöne Waldbaum verlangt, um ſeine Vollkommen- Heit zu erhalten einen kräftigen, jedoch nicht zu bindenden mehr feuchten, als trocknen Boden. Da er nicht große Tiefgründig- reit bedingt, ſo findet man"ihn in den Bergen, auf flach be- deten Felſen und in deren Spalten wurzelnd, wie im humus- reichen Sandboden, Selten kommen reine Eſchenbeſtände in gro- ßer Ausdehnung vor, und die kleinern gewöhnlich in feuchten fruchtbaren Niederungen. Sowohl in den Erlenbrüchern findet man ihn auf den etwas höhern Stellen, als mit Ulmen, Bu- heitholz, Juf Wur? < geführt um Stam? mlich von :ß theilt (che dann 14 jedoch fehr vi ydt dabe) unden m 1. Abſchn. iKenntniß der Forſtgewächſe. (4923) einem ſehr ſchönen Anſehen, ſie zu einem vortrefflichen Alleen«- baum geeignet machen, wo man ihr paſſenden Boden geben kann. Als Kopfholz läßt ſie ſich jedoch nicht gut behandeln, da ſie nicht ausdauert, und ſelbſt als Schneidelholz giebt ſie nur ge- ringen Ertrag, obwohl ihr Laub als Fut.er gut zu benutzen iſt. Im geſchloſſenen Walde ſtellt ſie ſich in reinen Beſtänden etwas licht, was man weniger bemerki, wo ſie unter andern Hölzern vermiſcht ſteht. Ihr Holz iſt als Brennholz dem Bu- chen ziemlich gleich, hat geſpalten und gut ausgetrocknet län- gere Dauer, und nur Reisholz und Knüppelholz muß bald ver- ſilbert werden. Der Stoholzertrag iſt geringer, als bey andern Holzgattungen, 3. B. der Eiche, da ihre fein geäſtelten, weit verbreiteten Wurzeln ſelten rein gerodet werden können. Das Holz wird von vielen Gewerben geſucht, da es feſt iſt und eine ſchöne Textur bat; vorzüglich verarbeiten es aber Wagner, Tiſch- ler und Rudermacher. Von letztern werden glatte, ſpaltige Klöße von 27 bis 30 Fuß Länge, 18 bis 27 Zoll Stärke, ſehr hoch be- zahlt, da ſie die ſchönſten und feſteſten Stromruder geben. Man würde dieſen ſchönen Baum gewiß häufiger finden, wenn er nicht ſo ſehr der Beſchädigung durch Wild and Vieh, und ſelbſt von Mäuſen ausgeſebt wäre. Auch vom Graswuchſe leiden die jungen Pflänzchen ſehr, da der Same gewöhnlich ein Jahr über liegt, eben ſo wie ſie keinen dichten Schatten. ertragen und gegen die Spätfröſte empfindlich ſind. Am ſicherſten erzieht man ſie in Pflanzkämxen, und pflanzt ſie dann untergemiſcht unter andere Hölzer aus, 6. Die Linde, Tilia. 23) die Sommerlinde, T. europaea; b) die Winterlinde, T. cordata, Jn Hinſicht des Standortes, der Erziehung und Benutzung (9? beide Arten ſo wenig verſchieden, daß das Folgende für eide zugleich gelten kann.= Sie zieht Ebenen den Bergen vor, gedeihet am beſten im friſchen, eher feuchten als trocknen humusreichen Sandboden, jedoch auch in Lehmboden, wenn er nur nicht zu ſtreng und bindend iſt; ſelbſt auf ziemlich armem und trocknem Sandboden iſt ſie noch zu ziehen, obwohl ſie dann ſehr im Wuchſe zurückbleibt. Nur ſelten findet man ſie im ſüd: lichen Deutſchlande in geſchloſſenen reinen Waldbeſtänden, und dann in der Regel als Schlagholz, in nördlichen Gegenden, nach Preußen, Polen,-Nußland hin, kommt ſie in weit größerer Aus dehnung vor. Die Linde würde nicht zu reinen Hochwaldbeſtän- den zu empfehlen ſeyn, da ihre Verjüngung durch Beſamungs- ſchläge ſchwierig, ihr Holz als Brennholz ſchlecht, als Nutholz nicht in großer Menge abzuſetzen iſt, ſelbſt ein lichter Stand im höhern Alter nicht das Volumen giebt, welches man nach ihrem raſchen Wuchſe erwarten zu können ſcheint. Sie erhält ihre Ausſchlagsfähigkeit ſehr lange am Stamme und treibt au viel zu Baumholz taugliche Wurzelbrut, woraus man nöthi- genfails ſo viel ſtärkere Stämme ziehen kann, als ſich zu Nuß- holz abſetzen laſſen. Schon mit einem Alter von 60 bis 80 Jah» ren erreicht ſie die Stärke, daß ſie zu Tiſchler-, Schnit- und Drechslerholz verarbeitet werden kann; ſie länger ſtehen zu laſz ſen, würde unvortheilhaft ſeyn, weil ſie nicht bloß dann im-rq- ſchen Wachsthume ſehr nachläßt, ſondern auch ihr Holz'an Weiße H 12 Forſiwirthſchaft. (424) verliert und dadurch für die genannten Arbeiter weniger bräauche- bar wird. Als Schlagholz dürfte ſie am vortheilhafteſten im 25- 30jährigen Umtriebe zu benutzen ſeyn, und kann an Maſſe wenigſtens die Hälfte mehr, bis das Doppelte, als der Eichen- Niederwald geben. Als Brennholz hat es jedoch auch nur den halben Werth, wie das Buchen. Als Bauholz kann es nux ganz im Trocknen als Stückholz, oder zu Balken und Sparren im Nothfall, benutzt werden. Dagegen wird es ſehr geſchäßtt zu Mulden, Löffeln und ähnlichen Schnitäarbeiten; die Tiſchler ziehen es jedem anderen zu den innern Käſten und Wänden gu- ter Schränke vor, wozu es gut bezahlt wird, wenn es die ge- hörige Stärke, Aſtreinheit und Weiße hat. Am beſten wird das Holz dazu äöleich nach dem Fällen geſchnitten und die Bret- ter müſſen, geſchüßt gegen Regen, gut getrocknet werden. Eine ſehr beträchtliche Nutung gewährt der Baſt, am vortheilhafte- ſten von 20 bis 30jährigen Stangenhölzern gewonnen. Er wird in der Saftzeit geſchält, dann im Waſſer geröſtet und auf einer ghnlichen Maſchine, wie die zum Flachsbrechen. beſtimmte, von den groben poröſen Rindentheilen geſäubert, wo er dann bey uns blvß zu, Dohnen, Baſtſtriken an Fiſchernetze u. dal. benutzt wird, wogegen man in Rußland vorzüglich Baſtmatten zum Verpacken der Kaufmannsgüter daraus fertigt. Es iſt dieß ein ſehr ge- ſuchter- und gut bezahlter Artikel, wofür Rußland jährlich mehr als Eine Million Thaler einnimmt z; und es wäre zu wünſchen, daß da, wo Lindenſchlaghölzer ſind, dieß Fabrikat auch in Deutſch- Jand bereitet werden möchte. Als Kopfholz läßt ſich die Linde ſehr gut behandeln, und giebt. nicht bloß einen reichen Holzer- trag, ſondern auch durch das getrocknete Laub ein gutes Schaf- und Ziegenfutter. Sie läßt ſich ſehr gut noch ziemlich ſtark ver- pflanzen, da ſie viel Faſerwurzeln dicht um den Stamm herum Hat, und wird ſehr als Alleebaum geſucht. Da ſie jedoch eine weite Aſtverbreitung und dichte Belaubung hat, ſo beſchattet ſie, dicht gepflanzt, nicht bloß die Wege ſehr und verhindert. das Austro>knen derſelben ſehr, ſondern verdämmt auch das Getreide auf den Feldern.= Die ſchönſten ſtarken Pflanzlinden werden in Holland gezogen, von wo man ſie bis nach Deutſchland kom- men laßt. Bey der ſtarken Nachfrage nach guten Pflanzſtämmen, wäre es auch gewiß da, wo paſſender Boden iſt, eine gute Spe- culation, in Pflanzkämpen dergleichen aus den Samen hochſtäm- mig und mit guter Krone zu erziehen. Dazu ſammelt man im|(Vin Uiiho Svpätderbſt. den reifen Samen und ſäet ihn in gut zubereiteten,| HUN Ina ſo viel als möglich vor ſchneller 3 veſung gefjicherten, lockern<;(Wt DW wdv; Boden in Reihen, indem man il etwa x Zoll hoch mit Erde* Wi is] bede>t„ wo er dann zuweilen im nächſten, zuweilen erſt im zweyten Frühlinge aufgehet. Wenn die Pflänzchen dann 3 Jahre alt ſind, ſeßt man ſie in die Baumſchule in Reihen, wo ſie nochmals verpflanzt werden müſſen, wenn man die Abſicht hat, große Pflanzſtämme für Alleen zu ziehen. Auch Wildlinge qus dem Forſte können Übrigens dazu in Pflanzkämpen heraufgezo- gen werden.| 5% 7. Die Pappel, Populus. a) die Schwarzpappel, P. nigra;(nN; Hb) die Aspe oder Es8pe, P. tremnla; c) die Silberpap- vel NP arba.]| Wir haben zwar in Deutſchland noch mehrere Pappelarten," 34 branche ſten im Maſſe Eichen: ur den es nur yarren eſchaut Tiſchler den gu: die ge: n wird 6 Bret: „Eine hafte: 1 wird f einer >. von 2y uns - wird, packten hr qe: ) wehr "ſchen, Yeutſch: e Linde Holzer: Schaf: rt ver: herum ch eine tet ſie, yt. das zetreide werden d tom: ymmen, e Spe: aus- ſchlag gewährt, welchen man 20-- 30 Jahre alt werden laſſen kann; wo er dann bey paſſendem Standorte wenig im Ertrage| MEN gegen den Eichen- Niederwald zurückbleiben wird. Als Kopf-| JANES holz läßt ſie ſich ſehr gut behandeln, und häufig werden die NN Triften und Aenger damit bepflanzt, da ſie reichlich ſelbſt, noch dalen im höhern Alter, ausſchlägt. Wenn die Kopfholzſtämme 10-- 12 ge np Fuß im Verbande ſtehen und alle zehn Jahre geköpft werden,; ſo geben ſie beynahe ſo viel Ertrag, als ein Niederwald von gleichem Umtriebe, und dennoch wird noch eine reichliche, wenn auch nicht ſo nahrhafte Gragerzeugung, als auf freyer Ebene, darunter erfolgen. Sonſt eignet ſich die Hainbuche wegen ihrer ſtarken Aſtverbreitung und dichten Belaubung nicht zur Anpflan- zung auf Hütungen oder an Gärten, Felder und Wieſen, indem ihr Schatten, wenn ſie nicht behauen wird, zu verdämmend auf alle Gewächſe wirkt. Sie entwickelt viel kleine Wurzeln nahe um den Stamm herum, welche auch nicht zu weit ausſtreichen, und läßt ſich deßhalb, ohne weitere Vorbereitung, ſelbſt noch in einem Alter mit Sicherheit verpflanzen, wo es andere Hölzer nicht mehr ertragen. Man kann die Pflanzſtämme« häufig auf freygewordenen Stellen, wo viel Samen aufgegangen iſt, weg= nehmen, ohne erſt nöthig zu haben, ſie im Pflanzgärtchen zu erziehen, Das Holz iſt ein noch beſſeres Brennholz, als das Buchen, nur dauert es, wie dieß, nicht lange, ſtockt und verdirbt leicht, vorzüglich wenn es nicht recht tro>en ſo eingeſezt worden iſt.,' daß ihm der freye Luftzug mangelt. Das Neisholz dauert kaum, ein Jahr aus. Als Nußtholz wird es beynahe ausſchließz- lich nur zu Wagnerholz, Schirrholz in die Mühlen, Maſchinen- bolz, von den Drechslern, und zu ſolchem Gebrauche verwandt, wozu feſtes Holz erfordert wird, welches gegen Feuchtigkeit ge- T ſichert werden kann. Es iſt aber auch dem Wurmfraße ſehr un- bu, terworfen, dem mart jedoch durch Einweichen in Holzſäure be-"" gegnen kann. Die jungen Hainbuchen- Pflanzen bedürfen und ertragen Schatten in der erſten Jugend, da ſie eben ſo, wie die Buchenyflanzen, leicht erfrieren und von der/Sonne leiden z je- doch dürten fie micht ganz ſo lange und dicht beſchattet erhalten werden, als dieſe, Wild und Vieh verbeißt ſie leicht, Mäuſe(M 8 beſchälen ſie- Das Verbeißen erträgt ſie jedoch, ſo daß ſelbſt CN Eu bins der verbiſſene Stamm noch wieder guten Wuchs erhält, wenn"iy A er nur Schonung und Ruhe genießt, was bey andern Hölzern, wie 3. B. bey der Eiche, nicht der Fall, iſt. Zu lebendigen Hecken läßt ſie fich dicht erziehen, und wird darum häufig dazu benutzt.'Jhr Laub iſt, im Auguſt geſawmelt und getrocknet, ein gutes Futter für Schafe und Ziegen. he ſelten gattung, igen Zu: (3 bis1 1: Baum: ſv weni: zu Nut- ) fie, tief Ot0Fqus: en laſſen | Erträge [8 Kopf: erden die bſt, noch 10-12 werden, ald von e, wenn e Chene, en ihrer Anpflane 1, dem nend auf In nahe Treichen, [bſt no e Hölzer ufig auf ſt, weg: tchen zu als das verdirbt worden z dauert ſchließ ſchinen: ywandt, geit ge: ſehr un? ſaure be- fen und wie die den Je erhalten Maule 6 ſelbſt , wenn Hölzern, jendigen fig dazu ty van, 4. Abſchn, Kenntniß"der Forſtzewächſe. (429) 9, Die Birke, Betula alba. Sie erſcheint in größter Vollkommenheit mehr im Norden von Deutſchland und Preußen, als im Süden, und dieß nur, wenn ſie auf einem friſchen lehmigten Kiesboden, den man gewöhnlich auf geringen aufgeſchwemmten Höhen findet, ſteht. Nur im Nor- den findet ſie ſich als herrſchende Holzgattung in großen reinen Beſtänden, im Süden von Deutſchland nur als untergeſprengte. Außer auf ganz ſtrengem Thonboden, findet ſie ſich fonſt beynahe auf jedem Boden und iſt der gewöhnliche Luückenbüßer für ſchlecht behandelte und licht gehauene Forſten. Dieß liegt darin; daß ihr Same ſich weit verbreitet, leicht aufgeht, wenn er nur Licht und Luft hat und der Boden nicht zu dürr ift, die jungen Pflanzen -auch durch Vieh und Wild weniger leiden, als die mehrſten an- dern Laubholzgattungen. Da ſie ſo leicht fortzubringen iſt und in der Jugend einen raſchen Wuchs hat, ihr Holz auch ein gutes Brennholz, und ein zu mancherley Gebrauche taugliches Nutholz giebt, ſo glaubte man lange Zeit, ſie als eine ſehr empfehlens- werthe Holzart anſehen und ſie als Schutzmittel gegen den ge? fürchteten Holzmangel anbauen zu müſſen. Sie leiſtet in forſt- licher Hinſicht jedoch nicht dasjenige, was man ſich von ihr ver- ſprach, und hat mehrere unvortheilhafte und nachtheilige Eigen-= ſchaften, welche ihren Anbau nur unter gewiſſen Umſtänden em- pfehlenöwerth machen. Ihr Wuchs iſt nur in der erſten Jugend raſch, ſhow mit 30 und 40 Jahren läßt ſie darin nach, wird von andern höhern, wie z. B. der Buche, wenn dieſe auf paſſendem Standorte ſteht, mit 50 und 69 Jahren eingeholt und ſpäter über- trofjſen. Wenn dieß auch bey dem einzelnen Stamme noh nicht einmal ſehr der Fall wäre, ſo iſt es dieß deſto mehr bey einem ganzen Forſtorte, indem die Birke darin ſich nicht/ geſchloſſen er- halt, ſondern ſehr einzeln ſtellt, ſo daß er bey dem Abtriebe we- nig Hovolzmaſſe giebt. Sie bleibt wohl um 2 als Hochwald hin- ter der Buche und Eiche zurück, kommt als Niederwald dieſen Hölzern gleich, übertrifft ſie etwas als Buſchholz. Dabey ver- ſchlechtert dieſes Holz aber eher den Boden, als daß es ihn, wie andere Hölzer im geſchloſſenen Beſtande thun, verbeſſern ſollte, weil ſie bey ihrer lockern Belaubung und einzelnen Stande nicht genug gegen die Sonne und den Luftzug ſchüßt, wodurch der, Humus ſchnell zerſetzt wird, bey ihren wenigen, nicht viel Er- ſaß gebenden Blättern, die leicht durch. die Luft weggeführt wer- den, denfelben auch nicht zu erſezen vermag. Dieß ſind die Gründe, warum man den Anbau der Birke nur empfehlen kann, wo ſie einen ausgezeichnet raſchen guten Wuchs zeigt, und ſich leicht von ſelbjt anſiedelt, wo man nicht leicht und nicht ohne viele Koſten andere beſſere Hölzer heraufzubringen vermag, oder wo ſie als Nutzholz ſehr Bedürfntß iſt ,. und darum beſonders gut bezahlt wird. Auf düirrem Sande, wo ſie nur durch ſtete erneuete Pflanzung erhalten werden kann, indem weder Stock- ausſchlag erfolgt vder ausdauert, noch Samen aufgeht, iſt ihr Anbau in reinen Birkenbeſtänden gar nicht anzurathen 3; die Kie- fer giebt daſelbſt immer mehr Ertrag. Schon aus dem Geſag- ten wird hervorgehen, daß ein langer Umtrieb für Birkenforſte nicht vortheithaft iſt. Baumholz wird man am beſten mit 40 bis 50 Jahren hauen, zumal da es ſchon früher anfängt, Samen zu tragen. Niederwälder werden im 45 bis 20jährigen 18". Forftiwirthſc der Birke nicht viel länger mit Sicherheit ausſchlägt, und wenigſtens ſpäter keinen reichlichen Ausſchlag gewährt. Mit Vortheil wird ſie in Kiefern, auch wohl Cichen und Buchen untermiſcht, um etwanige Lücken in den Beſtänden, welche ſich künftig bey höherem Alter des Holzes ſchließen werden, vorläufig auszufüllen und in der Durchforſtung mit 20 bis 40 Jahren herausgehauen zu werden. Sie giebt dann ein ſehr gutes Brennholz, oft ſogar ſchon Nutholz an Leiter- bäumen, Wagendeichſeln u. dergl., verdämmt auch, zu rechter Zeit herausgehauen, diejenige Holzgattung, welche ſtehen bleiben und künftig den reinen Beſtand bilden ſoll, nicht. Als Kopfholz läßt fie ſich nicht behandeln, würde auch, da ſie nur wenig Aeſte hat, ſchlechten Ertrag geben. Dagegen kann ſie ohne Nach- theil für die Feldfrüchte u. ſ. w. in einzelnen Stämmen an Fel: dern, Gärten und Wieſen gezogen werden, da ſie nicht verdäm- mend iſt. Der Weide verurſacht ſie aus eben dieſem Grunde bey- nahe unter allen Hölzern den wenigſten Nachtheil. Auch im Buſchholze können auf dem Morgen 6 bis 8 Stämme ſehr gut zu Baumholz gezogen werden, wozu man aber Samenpflanzen wählen muß, da daſſelbe nicht darunter leider, wogegen ſie aber nicht zu Unter- oder Schlagholze da taugt, wo andere Bäu- me dieß beſchatten, indem ſie durchaus freyen Stand verlangt. Das Holz hat etwas Über 2 der Brenngüte des Buchen. ZU Bauholz wird es wegen ſeiner geringen Dauer nur im Nothfalle benutzt z; die jungen Stangen dienen zu Reifen, die ſtärkeren zu verſchiedenem Wagenholzez; die ſtärkern geſunden und mit Ma- ſern verſehenen Stämme werden als Tiſchlerholz ſehr geſucht, Die äußere weiße Rinde wird zur Gewinnung des Birkentheers, welcher bey der Bereitung des Juften unentbehrlich iſt und ihm ſeine eigenthümliche Geſchmeidigkeit und Dauer giebt, auch zum Anzündungs- Material benußtz; doch darf ſie nur von gefällten Bäumen genommen werden, da die ſtehenbleibenden unter dem Schälen leiden. Der Saft giebt ein wohlſchmec>endes geſundes Getränk, wenn man ihn abgähren läßt und mit Zucker verſetzt, die deſtillirten Blumenkäßchen einen wohlriechenden Balſam. An- gebrannte Späne, in Bier gethan, verwandeln dieß in ſcharfen Eſſig. Der Ruß von der verbrannten Ninde giebt gute Buch- druckerſchwärze.=- Die Blätter geben nur ein ſchlechtes, von dem BViehe nicht geliebtes Futter, welches bloß für Schafe und Ziegen benutzt werden kann, 10. Die Erle, Betula alnnus. In Deutſchland findet man beynahe ausſchließlich nur die ge- meine ſchwarze Erle(Alnus glutinosa, Wildenow), als Wald- baum, in den nördlichen Gegenden, als Oſtpreußen, Lievland U. ſ.Ww., wird auch oft die nordiſche Weißerle, B. Alnus incana, getroffett. Beide Erlenarten ſind hinſichts ihrer Eigenthümlichkei- ten weſentlich von einander verſchieden, ſv daß von jeder beſon- ders die Rede ſeyn muß. Die gemeine ſchwarze Erle wird nur in feuchtem Boden, an Flußufern, in Sümpfen, Brüchern oder in ſehr friſchen und humußSreichen Sründen getroffen. Auf trocknem Bo- den giebt ſie wenigſtens keinen beachtungswerthen Ertrag, obwohl ſie bey-abgetro>neten Brüchern, wo die Wurzeln der alten Mut- terſtvöc>ke tief gehen, zuweilen in ſolchen gefunden wird. Neu an- gebauet kann ſie jedoch daſelbſt nicht werden, Sie hat viele, nicht <<<ern Untergrund verlangen. Selten trifft man ſie als Hochwald in großer Ausdehnung herrſchend, da ſich der Verjün- gung durch Samenabfall viel Hinderniſſe entgegenſehen, Der üp- pige Graswuchs, welcher gewöhnlich an Orten, wo die Erle wächſt, Statt findet und das Auffommen der jungen Pflanzen verhindert, das Auffrieren dieſer, im feuchten naſſen Boden, die häufig Statt findende Bede>ung der Oberfläche des Bodens mit Waſſer zu der Zeit, wo der Same abfällt und aufgehen ſoll, mächen es gewöhnlich ſehr unſicher, wo nicht oft unmöglich, einen neuen Beſtand aus dem Samen herzuſtellen. Deßhalb und weil der Stockausſchlag reichlich erfolgt, gut aufwächſt und hinreichend ſtarkes Holz giebt', behandelt man auch gewöhnlich die Erlenar- ten als Niederwald im 20 bis 40jährigen Umtriebe, wobey der Stoc> noc< ſicher wieder qausſchlägt. Die Erle wächſt in der Jugend raſcher, als im Alter, die Baumholzbeſtäugde bleiben ſel- ten recht geſchloſſen, da gewöhnlich viel Stämme abſterben, und ein 35- bis 40jähriger Niederwaldbetrieb dürfte deßhalb auch wohl wahrſcheinlich eben ſo viel Holzertrag geben, als ein 70 bis 80jähriger Hochwald, dabey aber die ſichere Erhaltung des Be- ſtandes ohne Culturkoſten voraus haben. Die Holzmaſſe, welche ein Erlenbeſtand auf gutem angemeſſenen Boden giebt, iſt ſehr beträchtlich, und man kann bey 40jährigem Umtriebe zuweilen wohl eine Klafter durchſchnittsömäßig jährlich für den Morgen holzen. Allerdings iſt dieß aber nur unter den günſtigſten Um- ſtänden der Fall, und der Ertrag nimmt ab, ſo wie der Stand- ort weniger paſſend oder der Beſtand auch nicht ganz geſchloſſen iſt. Immer bleibt aber die Erle auf ſehr feuchten oder auch naſſen Orten, wenn der Boden nur keine Säuren und keinen Raſeneiſenſtein enthält, die vortheilhafteſte Holzgattung zum An- bau für den Forſtbeſizer. Wo man Erlenbeſtände hat, muß man ſich ſehr hüten, ſie zu entwäſſern und trocken zu legen, weil dadurch dieſe, ſo wie jede andere Holzerzeugung oft vernichtet wird. Gewöhnlich enthalten die Erlenbrücher Moorerde=- todten vder verfohlten Humus-- welche den Pflanzen gar keine Nahrung geben kann, der Erle, die dieſelbe mehr aus dem„Waſſer ent- nimmt, nur als Befeſtigungsmittel dient, Jede Entwäſſerung muß dann den Holzbeſtand zerſtören, und der neue Anbau ſol: * beſtimmt unterſcheiden, hier| wd anzugeben. Wir können ſie zu dieſem Ende unter zwey Abthei- Jungen bringen: 1) Baumweiden, welche am beſten geeignet ſind, zu Kopf- holz benutt zu WEBEN oder das Bedürfniß an Brenn- holz zu befriedigen, , Der An- 1 vorteil: leſe dürfen nzung vor l Wurzeln ſehr leicht v Vrücher, hnlich eine alten Be: ttung bald vom Viehe ember und Vieh man: leben wer: fahr darin das Vieh ? gewöhn: f und er- fruchtba: n Boden, onſt wohl urzeibrut, eßhalb ein jchſten im 1 günſtig: Erle, in: n beſſeres u iſi deß: jemeſſenen wh Aus: men- und ) Verband and, üief ſchiedener en Forſt: 1 tleinern ume, im d beynahe ell zu be- zu genü- otanitern ; da ſie en Zwe ) ni 10 igkeit ſur den, hie ) Abthe1- zu Kup“ mn Brenn „EX aa 1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewächſe. |(433) 2) Strauchweiden, welche zu Neifſtäben, Korbruthen, Wegebeſſerung, Uferbefeſtigungen u, dgl. vorzüglich brauche bar ſind.; 1) Die vorzüglichſten Baumweiden zu Kopfhols, um Brenne holz davon zu gewinnen, ſind: a) Die weiße Weide(Salix alba). Es8 iſt die größte unter allen Weiden, welche als Baumyolz, Kopfholz und Schlag- holz die mehreſte Holzmaſſe giebt. Jm kürzen 40-- töjährigen Umtriebe, kann ihr auf angemeſſenem Boden darin nur etwa die Sqaalweide gleichkommen. Sie wird ein großer ſtarker Baum von 60- 80 und mehr Fuß Höhe, erreicht ein Alter von 60-- 80 Jahren, wächſt beynahe in jedem Boden, denjenigen, worin viel Säuren ſich vorfinden, oder welcher. ſehr viel bindende Theile hat, und darum ſehr ſtreng und feſt iſt, allein ausgenommen, ſo wie im felſigten ſehr ſchlecht. Feuchter, mit Humus reichlich vermiſchter- Sand iſt ihr jedoch vor allem zuträglich, und ſie gewährt darin den größten Ertrag. Selbſt in trocknem Boden=- nicht aber in ganz dürrem=- kann man ſie mit Vortheil ziehen; wenn er nicht zu flachgründig und feſt iſt. Ihr Holz wird zu Schnitnußholz, Brennholz, ſtarkem Zaunholze, Weiden- und Reifſtäben benubt. Man rechnet es in Hinſicht der Brenngüte halb ſo gut,-:als das Buchen. Auf feuchten Angern, an Bäz weide(8. ſragilis) liedt gleichen Bodeti; als die vorigen, hat etwas feſteres und beſſeres Brennholz, als ſie, bleibt aber auch im Ertrage verhältnißmäßig wieder zurück, Sie giebt nur grobe Zquniuthen, die ſchwächeren Zweige ſind ſpröde, und wo nicht Brennholzerzeugung beabſichtigt wird, ſtehet ſie den vorigen in Hinſicht ihrer Nutzbarkeit nach. Die jungen Zweige ſind braunroth, die Blätter auf beiden Seiten gleich dunkel- 1. 23 22 Forſtwirthſchaft. 1“ 15 (434)|“„ grün mit grünen erhabenen Adern, fallen gewöhnlich grün, mit vielen Roſtfle>en, nach dem erſten Froſte ab. Jn den Spißben der Zweige ſiven kleine Nebenblätter, welche mit Entwickelung der Knoſpen wieder abfallen. Das Holz iſt ſpröde, und die klei« nen Zweige brechen, wenn man einen größeren durch die Hand zieht, leicht in den Gelenken ab. Noch kann man als Kopfholz die Mandelweide(8. amysgdalina) und Korbweide(S8. pentandra) ziehen; doch ſt M Wuchs und Ertrag geringer, als derjenige der vorerwähn« ten Arten. Obwohl als Baumweide nur von geringer Größe und unz m, vortheilhaftem Ertrage, da der Wuchs im höhern Alter ſehr nach-= LEN läßt, iſt doch zu Brennholz im Niederwalde die Saal- oder Sohl- Nl weide, S. caprea, eine der ausgezeichneiſten. Ihr Holz iſt als ys Brennholz das beſte unter allen Weiden, wird zu 3--2 der Güte des Buchen angenommen, und iſt außerdem ſehr brauch bar zu Korbſpänen, um Kober, Körbe, Siebboden u. dgl. daraus zu fertigen. Ihr Wuchs als Schlagholz im kurzen, höchſtens 15--16jährigen Umtriebe, iſt außerordentlich ſtart, und wenn man von demjenigen des einzelnen Stockes auf eine ganze da= mit beſtoc>te Fläche ſchließen dürfte, ſo würde man wohl auf 60-80 Cubikfuß jährlichen Durchſchnittszuwachs auf den preußi- ſchen Morgen in dieſem Umtriebe rechnen können. Man trifft jedoch ſelten geſchloſſene Beſtände, und ſie kommt mehr einzeln in Niederwaldungen vorz auch iſt die Fortpflanzung durch Steck- linge nicht ſv leicht und ſicher, als bey andern Weiden. Immer iſt ſie aber eine Holzgattung, deren Erhaltung und Vermehrung NNN im Niederwalde vom kurzen Umtriebe die größte Aufmerkſamkeit wehr! verdient, da keine andere leicht mehr Ertrag geben wird. Dieß ed iſt jedoch nur auf friſchem Kalk-, Baſalt- oder Lehmboden der Fall, denn auf ſüumpfigem, dürrem Sand- oder Moorboden wächſt ſie, auf erſterem ſchlecht, auf letzterem gar nicht: Sie iſt bekannt und leicht zu unterſcheiden, 2) Von den Strauchweiden, welche vorzugsweiſe an den Flüſſen und in den Weidenhegern oder Werdern gezogen werden, ſind wegen ihres dichten Standes und ſchnellen geraz den Wuchſes der langen biegſamen Schüſſe vorzüglich zu eme pfehlen:" a) Die Bäachweide(8. helix), kenntlich an den unten A dul ſchwärzlichen, oben gelblichen Blüthen, den kleinen einſchuppigen FN Knvspent, den lanzertförmig zugeſpitßten dünnen' und zarten Blät- tern, die in der Mitte am breiteſien ſind, oben eine hellgrüne, unten eine bläuliche Farbe haben, mit einer ſtarken gelben Mit- telrippe, kurz geſtielt, am Rande der obern Hälfte fein geſägt, an dem der untern glatt und ungeſägt ſind. Der Boden, worin fie vorzüglich gedeihet, iſt feuchter Sand. Im Holzertrage als Brennholz bleibt ſie gegen die vorgenannten Weidenarten zurück, erträgt keinen langen, Umtrieb, da ſie ſich dann zu licht ſtellt| und manche Stöce abſterben, Zu Reifſtäben und Zaunruthen| iſt ein 5- 8jähriger, je nachdem der Wuchs raſcher oder lang-| ſamer iſt, gewöhnlich der vortheilhafteſte; die Korbruthen werden| alle Jahre. geſchnitten. Jedoch iſt es zur Erhaltung des Veſtan- j des vortheilhafter, nicht mehr, als zwey Jahre hintereinander,] WE En iE HT GIDRERGE EN SERS 15 SOLD EED BÜGEL DE DNA ENIEHR HE Dd nen 2005 WEED L AIBRI in ND mn wem 7 2E4 DE IRE L 04 Br Wr mD BE zen mu m R pn )- grüß, mit en Spihen niwidelung nd die fletc h die Hand beide(8, lehen; doch vorerwähn: ße und un: ! jehr nach: oder Sohl: 'olz iſt als > Der hr brauch: 1, daraus hochſtens wd wern ganze da: | Wohl auf den yreußi: Man trifft ehr einzeln urch Ste: , Immer ermehrung jettſamkeit ird. Dieß boden der Yoorboden ,. Gie iſt 8weiſe an 1 gezogen llen gera: 1) zu einte den unten ſchuppigen rten Blät- hellgrüne, [ben Mit- zeſagk, an nn, wenn rtrage als en zurüdt, licht ſtell? autruthen oder lang“ en werden 08 Beſtan- ereinander/ 14. Abſ erhalten ſollen. bb) Der Elzbeerbaum(Sorbus torminalis, Pyrus tor- minalis Willden. Linne) bedarf einen friſchen fruchtbaren Bo- den, da ex in ſehr trocknem vder ſumpfigem nicht fortkommt. In Hinſicht ſeines Wachsthums gilt daſſelbe, was vom Mehl- beerbaume geſagt iſt, nur daß der Stockqusſchlag etwas ſtärker iſt, obwohl er auch ebenfalls nur langſam wächſt. Man triſft ihn häufig als Baum, da er eben ſowohl um ſeines ſchönen feften Holzes willen, welches Tiſchler, Drechsler und Maſchinia ſten ſehr ſuchen, aeſchont wird, als wegen der eßbaren Beeren. Nur bey hohem Preiſe des Holzes kann aber ſeine Anzucht bey dem langſamen Wuchſe empfehlenswerth ſeyn. c) Die Ebereſche(8. aucuparia) kommt beynahe in jedem Boden fort, denn man findet ſie in trocknen Sande, wie im Bruche und auf naten Klippen; vorzüglich wird ſie aber in früchts= varen Vorbergen getroffen. Auch in den höchſten Bergen, in wel- ſonſt eingehet, Es iſt dieß auch zur Erhaltung des Holzes nöthig, welches dann leicht ſtockt, und nur Dauer erhält, wenn es im Winter gehauen wird. Dieß iſt ſehr brauch- wd bar für Tiſchler, Drechsler, Maſchiniſten und ähnliche Arbeiter, NN dd es feſt iſt und eine gute Politur annimmt. Als Brennholz hat es etwa 2 der Güte des Buchenholzes, d) Der Speyerlingbaum(8. domestica) wird mehr im ſüdlichen, als nördlichen Deutſchlande getroffen und nur in friſchen fruchtbaren Bergen, vorzüglich in Kalk- und Baſaltbo- den. Er iſt in Hinſiche der Güte und Nußtbarkeit des Holzes| der Ebereſche gleich, ſteht ihr aber in Hinſicht des raſchen Wuch-"UE: fes nach, win 13, Die Prunus-Arten, a) Vogelkirſche, P. avium;|, 0 b) Traubenkirſche, P. padus.| Shi) a) Der Vogeltirſchenbaum(Prunus avium) verlangt 3 Dreh einen fruchtbaren, doch nicht zu fetten Lehm-, Kalk- oder Baſalt= boden, welcher nicht feucht iſt, und gedeihet am beſten in den Vorbergen. Als Stockansſchlag wächſt er raſch, und die Menge Ausſchläge geben einen beträchtlichen Holzertrag, ſo daß er als SEHEN ein vortrefflliches Schlagholz anzuſehen iſt. Als Baumholz läßt hs ſein Wuchs ſpäter nach, und. er iſt dazu im Forſte deſto weni- WIEN ' ger empfehlenswerth, als. ſeine wohlſchme>enden Früchte nicht"ME leicht"gegen Entwendungen zu ſichern ſind, und er gewöhnlich HEN dabey ſehr beſchädigt wird. Dieß Holz kann keine Schneidelung n und Beſchädigung der Ninde vertragen, indem es dann einen„WU Gummifluß erhält und erfrankt, Das Holz iſt feſt, von ſchöner(nd Textur und Farbe, nimmt eine gute Politur an und wird deßhalb"m von Tiſchlern, Drechslern und ähnlichen Arbeitern ſehr geſucht,"mD => GFÄEEÖEÖEEEN FN ii emen nme. NELE ien AINDÄN nd een an. Za R Rde| neon ewas rus lor- baren Vo: ſortfommt, om Mehl: was ſtärker Man trifft es ſchönen Maſchini: en Beeren, nzucht bey . in jeden , Wie im mn früchte: , in wel: ſie noch, mholz in ird ſie je- tfeinW den Stof: yl erhalten ) im Früh: vermeiden, Erhaltung nur Dauer hr brauch: 0 Arbeitet, Brennholz wird mehr ind nur in Baſaltbo- des Holzes hen Wuch: ) avium; ) verlangt ver Baſalt: ten in den die Menge daß er als nholz läßt eſto wen! ichte nit ewöhnlich meidelung zn einen on ſchoner „d deal) w geſu 4. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewächſe. (437) Als Brennholz hat es beynahe 3 der Güte des Buchen. Die jungen, aus dem Kerne erwachſenen Stämme können durch Pfropfen mit ſüßen Kirſchen veredeit werden. b) Die Traubenkirſche(P. padus) wächſt vorzüglich im feuchten und ſelbſt naſſen Sande. Sie iſt überhaupt leicht forte zubringen, indem ſie ſich beynahe in jeden Boden mit Sicher- heit verpflanzen läßt, und deßhalb zut zu lebendigen Hecken, wel- en und. die etwas ſtärkern-Stammenden zu Korbſpänen für die Korb- flechter abſeben kann. AIs Byennholz iſt die Haſel zut, und ihre Kohlen gleichen beynahe den Buchen an Güte, Ihre Früchte ſind eine bekannte Naſchwaare, und gebeuy oft eine nicht ganz unbeträchtliche Nubung. Vorzüglich in der erſten Jugend leidet fie ſehr durch das Verbeißen vom Noth- und- Damwilde, ſo wie vom zahmen Vieh. Sie bedarf mindeſtens einer 40--12j6h: rigen Schonung, ſelbjt wenn ihr Wuchs gut iſt, 15. Der Faulbaum, Rhamnus ſrangula.: Dieſer Strauch wächſt in feuchtem, ſelbſt naſſem Sande, wel- - IDEEN IDES 1e Schweſy, er Feutchtig: iſt deſhalb 4f dieſe ody Eichen und erhafteſte it eie Dolzeat: aiie, welche als. Erleuch: lz eine lch: ne(ais ſp: Landmann We Flawmite zurzeln, ſy e gefundey nur dam damit qy, hafte Be: Forſtbeſiter | zu laſſen, jv nöchige n iſt jedoch as die FÜ, (fen, wenn Matens der denjenigen 3, eniwede 68, in der bis 3 Zoll an ſich die 0 wird der aver nah [8 der beſt en Schälen von Rinde Holz ſchn Ih dies in von eiten Nähe von - Anzünden Zehandlung roßen Gt: 'y ſid ein allen Blät- y Wichtig: y nvthigen d, konnen Erhalrung 3 Streunt: m Boden, men vel: gung von und muß Beſtande N 1. Abſene Reiſer, Moos und Flechten ſind, gefährlich, dex Sturm wirft das ältere Hvlz auf ſehr lo>erim und flachgründigem Bo-= den utn, vorzüglich dann, wenn es ſehr ſchlank heraufgeſchoſ- ſen iſt. Der Schnee und Duft hängen ſich) an die langen Na- deln an und brechen die ſchlanken langen Stangen und ſehr dicht ſtehende junge Dickigte nieder, weßhalb die Kiefer oft nicht in Gegenden gezogen' werden kann, wo Duftanhang und Roh: reif ſehr häufig Statt finden. Won den Mitteln, dieſen mannich- faitigen Beſchädigungen der Kieferveftände vorzubeugen, wird im Forſtſchutze die Rede ſeyn.=- Im freyen Stande, zu Allee- bäumen, ſehr. weitläuftigen Pflanzungen auf Angern, at Fel- dern und. Wieſen, eignet ſich die Kiefer nicht, da ſie dann unre- gelmäßig und zu“ ſehr in die Aeſte wächſt, Ihre Beſchattung wirkt zwar nicht nachtheilig; allein ſie erhält dann einen ſchlech= ten, dem Auge ungefälligen Wuchs, wobey ſie zu Bau- und Nuvholz untauglich wird; auch laufen ihre Wurzeln ſehr weit in das aufgelockerte Feld aus, verhindern und erſchweren dann das Akern. Der mannichfaltige Gebrauch dieſes Holzes zu Bau» holz, Brettern, Spaltholz und Nuthölzern verſchiedener Art iſt befannt.; 17. Die Fichte(Pinus picea nach du Roi, Pinns Abies nach Linne und Wildenow) wird mehr in den gebirgigten Gegenden getroffen. Jhre Wurzeln ſind mehr flachlaufend, als tiefgehend; deßhalb eignet ſie. ſich auch mehr, für felſigten und flachgründigen Boden, als die Kiefer, deren tiefgehende Wurzeln auch einen tiefgründigen Boden verlangen. GSehy fruchtbarer Kalk- und Mergelboden iſt ihr nicht zuträglich, indem ſie auf ſolchem leicht rothfaul wird z/ auf magerm Sande gedeihet ſie gap nicht, Sie bleibt in der Jugend länger klein, als die Kie- fer, und hat bis zum 30ſten Jahre einen ſchwächern Wuchs, kommt dann ihr aber vald gleich und gewährt auf verhältnißs= mäßig gleich gutem Bodem im;120. Jahre eine beträchtlich ärsßere Hvlizmaſſe, als dieſe. Dieß entſtehr daher„daß ſie ſich geſchl9ſ- ſener hält, und die Stammzahl auf einer gleichen Fläche größer iſt, die Stämme ſelbſt aber auch bey gleicher Dicke mehr Volu- men, enthalten, da die Fichte eine größere Länge erreicht und nach dem Wipfel zu auch weniger abfallend iſt, als die Kiefer. Man hat Fichtenwälder, wo der preußiſche Morgen mehr als Eine Klafter jährlichen Durchſchniteszuwachs erzeugt; ſchon bey einem mittelmäßigen Boden, kann man auf dreyviertel Klaf- tern für den Morgen von geſchloſſenen Beſtänden rechneit. Dieſe müſſen jedoch, da der ſtärkſte Zuwachs erſt im ſpätere Alter, als bey der Kiefer exfolgt, auch etwas älter werden, und man benußt die Fichtenorte mit Vortheil nicht unter 90 bis 100 Jahren 3 diejetigen, wo man ſtarkes Holz zu Brettkiöpern u. dgl. erziehen will, müſſen“ auch 120 bis-130 alt werden, indem von dieſer Holzgattung, wegen ihror flachlaufenden Wurzeln, welches macht, daß ſie leicht vom Winde umgeworfen wird, nicht 29 30 Torſtwirthſchaft. (442) ſo einzelne Stämme übergehalten werden können, wie bey der Kiefer. Auf ſehr fruchtbarem Boden, wo die Bäume nicht bloß früher die verlangte Größe erreichen, ſondern auch ſchneller ſchadhaft werden, muß man jedoch den Umtrieb auf 70 bis 80 Jahre ſeen, wenn man nur Brennholz und gewöhnliches Bau- 6 erziehen. will. Die Fichte verwächſt die Aeſte nicht ſo, wie ie Kiefer, und wenn man aſtreines Hvlz erziehen will, müſſen die Beſtände in der Jugend ſehr geſchloſſen gehalten werden, damit die Seitenzweige beſchattet ſind und deßhalb abſterben. Das Holz derſelben iſt von geringerer Dauer und Brenngüte, als das harzigere der Kiefer, und hundertjähriges kommt darin nur den 60 bis 70jährigen Kiefern gleich. Als Kohlholz kommt es jedoch dem Kiefern beynahe ,' obwohl nicht ganz gleich. We- gen der Gefahr, durch den Windbruch umgeworfen zu werden, iſt ſie ſchwerer durch Beſamungsſchläge zu verjüngen, um ſo mchr, als der Same oft nur in 5 bis 6 Jahren einmal geräth, znd die Schläge dann verraſen und zu wenig Samenbäume erhalten. Man treibt deßhalb da, wo das Stockholz, welches oft 3% der ganzen von der Fichte zu gewinnenden Holzmenge be- trägt und das beſie Kohl- und Brennholz giebt, benutzt wer- den kann, lieber den Schläg ganz ab, und ſäet oder pflanzt ihn dann aus der Hand an. Die Pflanzung hat in der Regel dabey den Vorzug vor der Saat, indem die jungen Fichten ſehr vom Graſe leiden, was man wohl in Pflanzktämpen, nicht aber auf großen Schonungen vertilgen kann, auch dem Aufziehen durch Froſt, welcher durch das Auffrieren des Bodens ſie einvorhebt, ſo wie dem Vertrocnen, fehr unterworfen ſind. Von dem Biehe leivet die junge Fichte weniger, als beynahe jede anvere Holzgattung, weßhalb man die jungen Schläge und Schonun- gen, da, wo der Graswuchs vertilgt werden muß, auch ohne Ge- fahr mit Nindvieh behüten kann, wenn man nur die Vorſicht braucht, nicht im May und Juny und nicht bey naſſem Wetter einzutreiben. Das Wild beſchädigt ſie weniger durch Verbeißen, obivohl ſie bey einem ſtarken Rehſtande auch dadurch) leidet, als das Noth- und Damwild durch das Beſchälen der 20 bis 50jäh- rigen Stämme, welche dadurch ſchadhaft und verdorben wer- den, indem dieſe' Holzgattung das Eigenthümliche hat, die verlorene Baſthaut micht wieder erſezen zu können, Der harzige Saft wird zum Pechſieden benußtz der Schaden, welcher durch das Harzſcharren verurſacht wird, vorzüglich wenn es nicht- un- ter den nöthigen Beſchränkungen Statt findet, iſt jedoch oft größer, als der dadurch zu erhaltende Gewinn, indem das Holz ſehr dabey an Dauer und Brenngüte verliert, zuletzt rothfaul wird' und geſcharrte Bäume auch keinen Samen tragen. Von den Inſecten iſt der Fichte vorzüglich der Borkenkäfer( Terme- Stes typographus) gefährlich, den man jedoch leicht unſchädlich macht, wenn man ſeine Vermehrung dadurch hindert, daß man jeden davon angegriffenen und krankwerdenden Baum fällt, ab- ſchält vder aus dem Forſtie ſchafft und bald verkohlt oder ver- brennt, wovov im Forſtſchuve ein Mehreres. Gewiß kann kein einträglicheres Holz an ſteinigten tro>enen Berghängen gezo- gen und angebaut werden, als die Fichte, ſo wie dürre Sand- 0 wiedex durch nichts mehr Ertrag geben, als durch die tiefer, q in! „a fi, | " WE UCH jc wu A ihr. und 00 pm Zhu IMMUN, hn it WON Vente 1 008,0) | u beſiegen | Fhndrud), „ firdien 1) BNB << Hi ER (ms Iutarkent UNEMIATEN aet ODTONZN NEE Wi JM Aly ra vit 5 NENNEN) fh Dus| m When/ WENN 0"| Wie bey des Ie nicht. bloß ic ſchneller 1f 70 bis 80 liches Bay: cht ſo, wi: vill, müſſe lien werdet, Ib abſterben, ) Brenngüh, fommt dar) Iholz kommt leich, We: zu werden, en, um ſo mal geräth, amenbäume z, Welches zmenge be: "nutßt wer: pflanzt ihn Regel dabey „ſeht vom < ohne Ot: die Vorſicht ſſem Wette! ) Verbeißy, ) leidet, als 0 bis 50jäh: dorben war e hat, d! Der harzige velcher dur es nicht: + jedoch m das Hy eßt rothfa! agen. Ve fer(Terme x unſchadlid t, daß mat " fallt, ab: lt oder vi“ iß kann fu jangen 90: dürre Sant: (18 durch d!! 14. Abſct find; ein Beduürfniß zu befriedigen, ſo d] wer“ zu erhälten ſiad. Wenn eine Holzgattung gar noch nicht in der: Gegend vorhanden iſt, ſo laſſen ſich weder ihr künftiger IBuchs, noh die Gefahren, welche ihr drohen, mit Beſtimmtheit ſtets voraus ſehen 3-man..muß dann doppelt vorſichtig ſeyn, ſie einzuführen, und immer erf im Kleinen probiren, um nicht unzwe>mäaßig Koſten aufzuwenden und zuletzt Blößen ſtatt der erwartete 1 ſehr lohnender Beſlände zu langte Holz einzeln vorfindet», da wird r (M evler ſtelle 71 einzelnet Holze e erhalten, 28vo man ſchon das ver- man wohlthun, es in ſeinem ganzen Verhalten erſt genau zu beobachten und zu 1 terſuchen, auch den Stan ort, welchen es ei minmmt, ſorgfältig mit.dem ihm beſtimmten, ſowohl mit Rückſicht auf den Boden, n als das Clima, zu WERTHE hkonh 1 Mar] .-“ = Es“wird hieraus genugſam hervorgehen, daß man keine Holzart unbedingt als die WMpfSSIEHBIGE: rtheſte anerkennen kann, wie denn WG die Erfahrunc genugſam gelehrt hat, dau-gerade diejenigen, welche am mehrſten und„Unbedin gt empfohlen wur- den, am(DE Ten geleiſtet baben. Jm DE EUNEIREN kann man aber allerdings wohl. eine F Holzgattung als vortheilhafter, wie die andere, erkennen, ſo wie man von vie IE ier gar nicht a ufgeführten, annehmen muß, daß ſie mit ſehr ltenen Aus- nahmen, die ſogleich in das Aue e ſpringen, unvortheilhaft zum ſind. So kann allerdings der Schlehdorn, wo Gradir- werke ihn bedürfen, Faulbaum ZU P ul erkohlen u. ſ. w. wohl vor- ilhaft im Verkaufs ſeyn, aber darum wird dieſe Holzer doch niemand im Allgemeinen als vortheilhaft empfehlen. Um ein Urtheil über den Vortheil, welche eine oder die ag- dere Holzgattung erwarten läßt, zu fällen, muß man Folgendes beachten und erwägen: 1) Welche von ihnen das größte Volumen von Holz durch- ſchnitts8maßig giebt, wenn man für jede den vortiheilhafteſten Zeitpunct annimmt. 2) Welche den größten Gebrauchswerth für den Eigenthümer Des Forſtes hat, im Fall ſie nur deſſen eigene Conſumtion be- friedigen ſoll, oder den verhältnißmäßig höchſten Preis bat, wenn ſie verkauft wird, »[ e x 8), 2525 +. we vie H ihn| €| 0 vs? jet uf u| NE +. wr 7 75 ole beſtimm ie Zinſen de enubung wit 1 110 Den web (he vorhandy 1, te zu ve: entge, wel Jaſſendſten jf, Boden gemi) rolyender Ge. erziehen, „nicht imma [d und Vih 1 zu ſchübeh und Nohrej zelnen Holt: tt ſind, ein zu erhalten der Gegend zuchs, noch tets voraus Unzuſühren, mzwetmäßig * erwarteten, jon das ver: thun, es in und zu Unt: t, ſorgfältiy den Boden, ; man feint ennen kann, daß gerade fohlen wur: n fann mon [hafter, wi er gar nid! (tenen Aus: heilhaft zum wo Gradit: v. wohl vor“ Holzer dv1) oder die au: in Folgend? Holz durd theilhafteſit Eigenthim! nſumtion ve jehſten 00 14. Abſ 30-2351. 802764 0,75 Mipven Werdet Ulme.: 28951..20...11.0,90: 120/425 GINNT ISS TLIEIEN GO 292171 0,644 Linde j 3 29-230. 12.35. 107682507995 Schwarzpappel 25==-- 3011:. 60: 1:07503150,72 Aspe% N 35-2 3081 35.11.0561 1207634 Hainbuche. ZOG 2208 UE 0,5( Dipke+ N 95 30;| 45-1.0:85..1-0:319|| Erle ELER 292.30.(5 35(50592.1.0.30| Ahn,| Weiße Weide. 20-- 25| 50| 0,50| 0,625»(uin, M Sqalweide. 204..50 1.0. 6921705862:| Nn miſen MUC IE 152>- 181 13 110,85|- 07316 5.| SENG Wenn das Holz nicht allein zu Brennholz, ſondern auch zit| We Nußholz verwandt wird, ſo läßt ſich nicht im Allgemeinen be- 260:» ſtimmen, welches zur Befriedigung der verſchiedenen Bedürfniſſe ae am zwe>mäßigſten gezogen wird. Dieſe ſind ſo mannichfaltig,| ne mien nls die Eigenſchaften der Hölzer verſchiedenartig, und ſelbſt die Me(eh "8 10) Vray Meinungen der Menſchen darüber abweichend ſind. Was im Verkauf den höchſten Reinertrag in Gelde bringt, und bey der eignen Benupung und Verwendung am vortheilhafteſten ers ſcheint, das iſt auch am mehreſten zu empfehlen, 0 2ELIRREAIIEIITEEIREN, BÜÄUTGZZGZZIGTETT TRR TT 0ER IOENG. off, fo wie Unſere bez: "E08 erhältniß t| der aus m: geglichs Maſſe und Brenn, gute OO (ap) cs [=] -- = WD )| 0,75 | ) ) )| 0,625 ) ) ern auch zu emeinen bt Bedürfniſſe annichfalti) nd ſelbſt di! , Was in und bey di! jafteſten(1 1. Abſchn;- Waldgeſchäfte im Jantar, (449) Von den Waldgeſchäften, welche gewshnlich im Mo- nat Januar vorfallen, und deren zweckniäßigen Beſorgung. 1) Holzeinſchlag. A. Im Hochwalde, Diejenigen Bäume, welche ſchon im Herbſte, wo man die jungen Pflanzen ſieht, ausgzezeichnet ſind, können in den Be- ſamungöſchlägen gefällt und ausgearbeitet werden, Doch muß man ſjich vorſehen, bey hartem Froſtwetter(von 8 bis 10 Grad Kälte Reaumür an) in ſolchen Schlägen arbeiten zu loſſen, worin die„Pflanzen nicht. ganz vom Schnee bedeckt jind. Die rohen Säfte im Holze frieren dann, machen das Holz brüchig, und ſowohl durch das Fällen und Ausarbeiten, als durch das Abfahren des Holzes geſchieht viel Schade, und man kann dann einen gut beſtandenen Beſamungsſchlag ganz vernichten. Von bloßen Theoretikern iſt dieß Frieren der Pflanzen geleugnet, weil ſie behaupten, eine'gefrorene Pflanze ware auch als exfrorene anzuſehen, und getödtet. Allein jeder praktiſche Forſiwirth weiß, daß die Säfte im Holze wirklich zu Eis werden, und nur der Bildungsſaft nicht friert; denn wenn dieß geſchieht, iſt die Holz- pflanze wirklich durch den Froſt getödtet z woher es kommt, daß man das Holz mit Eisfryſtallen angefüllt findet, aber nicht das Rindenſleiſch, worin vorzugsweiſe der Bildungsſaft aufbewahrt wird. So wie daher heftiger Froſt eintritt, müſſen die Holz- bauer'aus den Licht- und Abtriebsſchlägen weggenommen wer- den, und dieſe müſſen bis: zu weicher Witterung ganz ruhig bleiben. Spalthölzer laſſen ſich aus eben derſelben Urſache bey ſtrengem Froſtwetter, und bis das Holz ganz wieder aufgerhauet iſt, ebenſo wenig arbeiten, als aus grünem Holze Bretter ſchnei- den. Auch das Bauholzfällen muß mit gehöriger Vorſicht. be- trieven werden, weil das Holz ſich leicht zerſchlägt, B. Im Niederwalde: Ausſchlagwald fällt man nur nothgedrungen in dieſein Mo- nat, weil die-Stö>e bey gefrorenem Holze leicht ſplittern und beſchädigt, auch bey tiefem Schnee leicht zu hoch gehäuen wer- den, auch die Wieden zum Aufbinden nicht halten.'Erlenbrüche, welche nur bey Froſtwetter zugänglich ſind, machen jedoch eine Ausnahme, und der Januar iſt die gewöhnliche Fällungszeit derſelben, Regeln, welche in ihnen bey der Fällung beobachtet werden müſſen, ſind: a) Der Stroc> darf nicht ſo niedrig gehauen werden, daß er im Frühjahr vom Waſſer ganz bedeckt werden könne 3; aber auch nicht höher, als nöthig iſt, um ihn dagegen zu ſichern. b)- Dv< muß bey alten Erlenſtöcken, weiche ſchon mehrere Umtriebe erlebt haben, ſoviel von dem lezten Ausſchlage, wel- her jeßt abgehauen wird, ſtehen bleiben, daß der neue Yus- ſchlag fich daran entwickeln kann. SEE c) Die Rinde am abgehauenen Sto>e darf nicht beſchädigt werden, oder dieſer ab- und einſylittern ,/ weßhalb der erſte Hieb ſtets ganz horizontal oder von unten herauf zu führen iſt. - Reisholz läßt ſich bey ſtrengem Froſte nicht aufbinden, da die Erle dann zu brüchiges Holz hat, welches ſich bey ſtärkeren 1. 29 37 38 Forſiwirthſchaft.„m (450) Bäumen ſchon bey dem Fällen ganz in kleine Stäcken zerſchlägt z ir ihre+ die Fällung wird deßhalb nur bey gelindem Wetter vorgenommen. umb dj Das ausgearbeitete Holz muß, wenn es nicht ſogleich heraus- his Mi geſchafft werden kann, was ſehr wünſchenswerth iſt, auf ſtarke Jenn Unterlagen gelegt werden, damit es nicht einſinkt, wenn plötz- au lich Thauwetter eintritt, und dann oft wieder einfriert, Ueber- mE haupt iſt die größte Sorgfalt anzuwenden, das Holz ſo raſch,| mi als möglich, herauszufahren. M, H Kann das erlene Klafterholz nicht ſogleich verkauft werden, ſehen"9 ſo ſind die Klaftern mit einem verhältnißmaßigen ſtarken Ueber-(uß GIO maße aufzuſeßen z denn es tro>net außerordentlich zuſammen. fuel% Bey 6 Fuß Höhe muß es mindeſtens 6 Zoll betragen, wenn das vr SE Holz im September noch die volle Höhe haben ſoll. It ze 2) Die Holzanfuhr iſt in dieſem Monat bey Schlitten- ſelbſt 1IM bahn oder guter Winterbahn vorzüglich zu betreiben., theils weil jut, dabey größere Laſten fortzuſchaffen ſind, theils weil das Zug- aber! vieh nicht in der Ackerarbeit beſchäftigt iſt. Vorzüglich die ſtar- 6/97 kein Hölzer können auf Schnee leicht transportirt werden.;(00024 3) Aus demſelben Grunde pflegt der Verkauf der Bau-, wn(07€ wb- und Klotzhölzer in dieſem Monat am ſtärkſten zu ſeyn,| fm Es zumal da das in ihm gefällte Holz am dauerhafteſten iſt. Auch lift; M 77 dasjenige, was in dieſem Monat noch nicht verkauft und abge: INE fahren werden kann, wird doch in ihm ſchon im voraus gefällt,(en VT und kann ohne Nachtbeil für ſeine Dauer bis gegen das Früh.|| aufwoh me jahr liegen bleiben, wv es aber geſchält oder bewaldrechtet wer-||(dor„NO den muß. Von der vortheilhafteſten Art des Verkaufs dieſer| elt 10 zt Hölzer wird in der Folge die Rede ſeyn.) M 4)' Das Sammeln des Samens von Kiefern und YoabH| Fichten kann in dieſem Monat an gelinden Tagen Statt finden. Jungen FON Wo man denſelben auf den Schlägen nicht bedarf, wird er am Haunſt R leichteſten auf dieſen von dem Abraume der gefällten Stämme müſſe FM gepflückt; wo aber no< Pflanzen in ihnen mangeln, iſt es gut, hy der IEE Sorge zu tragen, daß die Zweigſpiben mit den Zapfen liegen by Vri/pS bleiben, um auf dieſe Art noch eine natürliche Beſamung zu| INMEDEBS erhalten. Wenn Kieferzapfen von ſtehendem Holze gepflückt wer-| Auth 1740 den, iſt es gut, Zeddel dazu auszugeben, um ſich gegen Ent-|(evg wendungen durch fremde Pflücker mehr zu ſichern. Auch muß Gt H das Abbrechen von Aeſten, Behufs der Gewinnung von Zapfen, NEG ſtreng unterſagt werden, da dieß vorzüglich bey Froſtwetter ſehr|[(iſe, im leicht geſchehen und großer Schade dadurch angerichtet werden| jm Et kann. Alte Zapfen, in denen kein Same mehr iſt, erhalten zwar,&| müſſen. 8 in Waſſer eingeweicht, ungefähr das Anſehen der friſchen, und IWIE werden von betrügeriſchen Sammlern untergemiſcht; doch kann| M nur ein unaufmerkſamer Käufer oder Abnehmer dadurch betrogen"Ws werden z denn die dunklere matte Farbe, die nie ſich vollkommen| EN mehr ſchließenden Schuppen laſſen einen ſolchen alten Zapfen bey Wi EB näherer Unterſuchung ſehr leicht erfennen.. Auch untaugliche,"OE wurmſtichige, mit Harz verlaufene, nicht ausgewachſene und Nu 16 keinen Samen enthaltende Zapfen laufen wohl mitunter z allein mind es iſt eben ſv ſchwer, dieſe herauszuleſen, als die Pflücker an- Gat zuhalten, ſolche nicht zu ſammeln. Die Aufbewahrung der Za-| Vedi pfen bis zum Ausſäen oder Ausklengen, findet in Scheunen,|""uß 4 auf Böden, oder in andern luftigen und trocknen Räumen Statt.;", 5 Bemerkbar iſt, daß die im Februar gepflüten Kieferzapfen leich-|""woß GE ENEN NNEN GE AEIEENN ENGERE EEE Es-. 2 2 N E > err rrrerum eneneeewenweeeweenneeeeeeeeeneeewweEZnnennanewwrwnnreen xen ſchlägt; nomen, ) heraus: uf ſtarke nn plok- « Ueber: ſv raſch, t werden, en Ueber: ſammen, venn das chlitten: o|(6 weil as 2119: die ſtar: ' Batt-, u ſeyn, . Auch d aba: Gefällt, 18 Früh: tet wer- 8 dieſer 14 und : finden, deram Stämme es gut, n liegen nung zu ict wet: en Ent: uch muß Zapfen, tter ſehr werden 1 zwar, 1, und ch fann jetrogen fommen fen bey ualichte, ye und ; ollein ader an: der 30* "cheunen en Stati fen leih: 1. Abſld kein Schnee liegt und viel Froſt. für die Schweine iſt, muß dafür geſorgt werden, daß ſie zu Waſſer können.= Das Streurechen in den mit Raupen befallenen Orten iſt in dieſem| Monate eher nachtheilig, als vortheilhaft, indem ſie jetzt zu tief und geſchübt liegen, als daß fie mit der Streu herausgebracht würden. Sicherer geſchieht dieß Ende Februar und im Marz bey ſchönen warmen Tagen. L Jagdgeſchäfte im Monat Januar, Die Klappyerjagden auf Haſen und Füchſe werden fortgeſett, die Suche auf dem Felde, oder das Heten mit Windhunden iſt nur bey offenem Wetter und nicht gefrorenem Boden anwendbar. Nebhühner können zwar bey Schnee geſchoſſen werden; jedoch iſt dem, welcher ſeine Jagd liebt, Vorſicht dabey anzurathen, da man dadurch leicht der Jagd Schaden thun kann. Am leich- teſten naht man ſich denſelben, wenn ſie nicht zu tief im Schnee auf den mit Winterung beſäeten Feldern liegen, entweder im| Schlitten, oder ganz. weiß gekleidet, am ſicherſten aber hinter 4 einem mit weißer Leinwand überzogenen Schirme, welcher den| R Jäger ganz de>t, Man kann dann die Hähne herausſchießen,! ane 100 die ſich am rothen Kopfe leicht erkennen laſſen.=- Auf vffenen MEIER Gewäſſern zeigen ſith oft wilde Enten und auch wohl Gänſe, 1m denen jedoch ſchwer Abbruch zu thun iſt. Wenn man ſich in Gmm'D einem dicht mit Reiſern beſte&ten Kahne unter Wind ruhig her- wohnt 00EE anfahren läßt, gelingt es wohl, einen guten Schuß anzubringen. LE Bey kleinern Gewäſſern läßt man am Rande Gruben eingraben, URUEL in welche man ſich im Dunkeln unter Wind anſchleicht, um dann hubs entweder Mondſchein oder den Anbruch des Morgens zu be- ht, nußen.== Rehböcke werden noch abgeſchoſſen, und ſind oft, PEL wenn Maſt geweſen iſt, in dieſem Yeonat ſehr feiſt.= Auch| Serjüng] auf Sauen dauert die Jagd fort, obwohl die alten Keuler durch| fm eT die Brunft ſchon ſchlecht geworden, und die Bachen tragend, Nutten die Friſchlinge bey hartem Froſte häufig ſchon ſchr abgekommen VſandE : ſind. Vom Noth- und Damwilde ſchießt man bey einem regel- R, Cm mäßig behandelten Wildſtande nur noch an Schmalthieren und(Ante, Spießern, was der nothwendige Bedarf verlangt. Wölfen, Füch-| 3) ſen, Mardern ſucht man bey friſchem Schnee durch Einkreiſen 3 khh:| Abbruch zu thun, wozu die nähere Anleitung erfolgen wird.| WG Fiſchottern kann man bey hartem Froſte in mondhellen Nächten|"mf auf ihren Ausſteigepläßen auf dem Anſtande erlegen. Fuchsbaue| Wins müſſen bey ſtürmiſcher, regnigter Witterung, oder bey Schnee- Wb d treiben, mit dem Dachshunde revidirt werden. Auch die Fuchs-»i4 oder Schießhütten ſind des Nachts bey Mondſchein fleißig zu|| ſj beſuchen. Das Fangen in Eiſen findet nur noch bey Mardern,|| Py an Orten, wo das Eiſen tro>en liegt, Statt. Für Wildfütterungen| muß in einem ſirengen Winter jetßt vorzüglich geſorgt werden,| und wird davon beſonders am anderen Orte gehandelt werden. fe 0428) ) js GE , dazezen 1 perda), weine iſt, (1074 Das 0 dieſen ebi zu tif U8gebracht | Marz bey Ortgeſekt, unden iſt wendbar, 1; Jedod zurathen, Im leich: 1 Schnee eder im er hinter [cher den Sſchießen, f vffenen [ Gänſe, n ſich in ahig her: bringen, ngraben, im dann zu be: ind oft, - Auch er durch tragend, kommen m regel: eren und 1, Füch- inkreiſen nn wird, Nächten ichsbaue Schnee: - (ßig zu Rardern, texungen werden, verden, Forſtwirthbhſausſchlag bewirkt wird. Einen Sto>, zum Wiederausſchlagen beſtimmt, vennt„man Mutterſto>, und nur, in ſofern nicht die zu einem vollen Beſtande nöthige Zahl von geſunden Mutterſtö>en vorhanden iſt, ſucht man dieſe durch Stämme aus dem Samen zu ex- gänzen, 3) Mit4elwald; Compvyſitionsbetrieb, gemiſchter Hoh- und Niederwald, giebt ſeine Bewirthſchaftung ſchon durch ſeine Benennung zu erkennen, Es iſt Niederwald, in welchem fortwährend auch zugleich Bäume von verſchiedenen Abſtufungen des Alters, ſo daß überail hinreichender Nachwuchs vorhanden iſt, erzogen werden ſvilen. 4) Ha>wald iſt eine in Franken und Schwaben einheimi- ſche Betriebsart, und zwar Niederwald, in welchem bey dem Abtriebe'der Boden 3wiſchen den Mutterſtökken mit der Hacke verwundet wird, um ſo lange Getreide darin zu ziehen, bis der Stoc>ausſchlag groß genug wird, dieß wieder zu verhindern. 5) Kopf- und Schneidelholz könnie man hochſtämmi- 328 Schlagholz nennen. Bey dem Kopfholzbetriebe wird der Stamm, in der Regel in einer Höhe von 6 bis 8 Fuß, ganz 42 Forſtwirthſchaft. (392) abgehanen, um die oben am Abhiebe hervorkommenden Aus- ſchläge von Zeit zu Zeit zu benuten. Bey dem Schneidelholz- betriebe läßt man den Wipfel des Baumes unverſehrt, und bes gnügt ſich, die immer wieder ausſchlagenden Seitenäſte abzus auen. y 6) Der regelmäßige Plenterwald, im Gegenſatze von der Schlagwirthſchaft, wobey der Baumwald an den zum Hiebe kommenden Orten(Schlägen) rein abgetrieben wird, wogegen im Plenterwalde nach gewiſſen Regeln nur hin und wieder eine zelne ausgewachſene Bäume herausgebauen werden, um das Überall verbreitete jüngere Holz heranzuziehen. Plenterwald im Schlagholze iſt gar keine Wirthſchaft.; 7) Das in neuerer Zeit von dem Oberforſtrathe Cotta in Vorſchlag gebrachte Baum feld. Man verſteht darunter den Anbau rein abgeholzter oder holzleerer Flächen mit ſo weit von einander entfernten Baumreihen, daß zwiſchen dieſen bis dahin, daß das Holz eine gewiſſe Größe erreicht hat, Feldfrüchte oder Gras gewonnen werden können. Keine dieſer Betriebgarten iſt unbedingt zu empfehlen oder zU verwerfen, wenn gleich die eine im Allgemeinen vielleicht mehr Vortheile gewähren kann, als die andere. Es hängt viel- mehr von dem Boden, der Holzgattung, dem Bedürfniſſe, den örtlichen Verhältniſſen und mancherley andern Dingen ab, wel- kaus- ſchläge erfolgen, die einen beträchtlich ſtärtern Wuchs haben, als die Samenloden, wie dieß bey dem Ahorn, der gemeinen und weißen Erle, den Weiden und Pappeln der Fall iſt. Als die nachtheiligſte Eigenſchaft der Laubholzhochwälder für den Privatforſtbeſiver iſt wohl die anzuſehen, daß man zu lange Zeit auf die Erndte des Holzes warten muß, dieſe da- durch an Werth für ihn ſehr verliert. Dieſe läßt ſich jedoch durch eine zweckmäßige Wirthſchaft ſehr beſeitigen, wovon dann die Rede ſeyn wird, wenn wir die vortheilhafteſte Art und' Weiſe, den Forſt zu benutzen, betrachten werden.= Die ſchwierigere und oft koſtbarere Verjüngung der Hochwaldbeſtände gegen Nie- derwald iſt zwar zu beachten; jedoch kann dieß nur da, wo ſich derſelben ungewöhnliche Hinderniſſe entgegen ſeen, allein für ſich bewegen, dieſe Betriebsart nicht zu wählen. Es ſept je- doch der Laubholzhochwald ſchon größere geſchloſſene Flächen vor- aus 3; ſehr kleine Waldorte und Forſte, welche einen jährlichen Ertrag liefern ſollen, eignen ſich nicht dazu. Die Schläge müſ: ſen wenigſtens immer ſo groß ſeyn, daß die jungen Orte nicht von den umherſtehenden alten Holze verdämmt werden, und daß man ſie den Regeln der Holzzucht gemäß behandeln kann. In welchen Fällen der Niederwald zweckmäßiger iſt, wurde zum Theil ſchon oben angedeutet. Hat man Holzgat-= tungen, welche ſich nicht zu Hochwald eignen, würde der An- bau ſolcher, aus welchen Hochwaldbeſtände erzogen werden könn: fe, mit vielen Koſten verknüpft oder unſicher ſeyn. Kann man einen vortheilhaftern Geldertrag aus dem Niederwalde durch gu» ten Abſatz des Reisholzes oder mancherley Nuthölzer erhalten, ſo würde es eine Thorheit ſeyn, dieſe Betriebgart aufzugeben. Die Anleitung zur Unterſuchung, was ſich vortheilhafter für den Forſtbeſizer darſtellt, Hochwald oder Niederwald, wird weiter unten erfolgen. Wo man auf den jährlichen Ertrag des Nie- derwaldes nicht eine Zeitlang, wenigſtens theilweis, verzichten kann oder will, da kann man ihn auch nicht in Hochwald um-= wandeln.= Für Forſtbeſizer, welche nur ſehr kleine und ver- einzelt liegende Forſtorte haben, wird da, wo Laubholz mit Vortheil gezogen werden kann, der Niederwald zur Befriedi= gung der Brennholzbedürfniſſe immer die einträglichſte und ein= fachſte Betriebgart bleiben. Da überdem bey dem oft wieder- kehrenden Abtriebe des Niederwaldes der Holzbeſtand weit leich: ter voll zu erhalten iſt, als im Hochwalde, ſo giebt auch jener häufig mehr Holzertrag, als dieſer, wenn letzterer gleich mehr geben könnte. Der Mittelwald kann ſehr vortheilhaft und empfeh- lenswerth für den Beſitzer kleiner Forſten ſeyn, ſobald Boden und Holzgattung für dieſe Betriebgart paſſend ſind, und die Wirthſchaft gut und mit gehöriger Umſicht eingerichtet iſt, w0= von unten die Nede ſeyn wird. Er gewährt den Vortheil der ſchnellen Benutzung des Holzes, geſtattet dabey die Erziehung von ſtarken Bäumen, ſein Materialertrag wird bey vollkommen zwe>mäßiger Behandlung denjenigen des Niederwaldes Über= treffen, Follte er guch den des Hochwaldes nicht ganz erreichen. 43 44 Forſtwirthſchaft.|„iW (394)| E Unzweckmäßig behandelt wird er dagegen häufig ſehr unvortheil-| WMfuhtt 2 haſt, und hat wohl daber viel Vorurtheil der Forſtmänner ge- Weſpen; gen ſich erregt. DENN Der Ha>waldbetrieb iſt vorzüglich den Gebirgs8gegen- Grell!"| den der preußiſchen Provinz Weſtphalen eigen, erſtre>t ſich je- ie(0 doch auch nach Heſſen und den NRheingegenden. Wo der Boden der 1 zu arm iſt, um mit Vortheil fortwährend zum Getreidebau be- 1 yofn. nußt zu werden, und wo man deßhalb genöthigt iſt, immex- 4 am IE während Neuländer aufzubrechen und auf die Ruhe zu ſäen, hat lande 03 dieſe Abwechsluyng der Benußung bald zur Getreide:, bald zur wnn Holzerzeugung unläugbar ihre großen Vortheile für die Bewoh-| wilhe L ner. In der Natur der Sache liegt es jedoch, daß dabey weder Biehtt 7 eine vollfommene Holzcultur, nod) eine ſolche Ackercultur Statt gen 1/0 finden kann, und deßhalb kann dieſe Wirthſchaft immer nur als ſonn€ nothwendiges Uebel, herbeygeführt durch Eigenthümlichkeiten des 1: Bodens und Climas, betrachtet werden, deren Einführung da„ums unvortheilhaft ſeyn würde, wo man den guten Boden für die MX Aerwirthſchaft ausſondern und den ſchlec dazu benutzen kann, wo nur| ein Stamm Raum hat, überdem die Weide auf demſelben nicht 104 verliert. Man findet ſie ſehr ausgedehnt in Italien, Flandern, 1. DG jedoch auch noc< in einigen Gegenden Deutſchlands, wie im| Zuſe Saaltreiſe, Herzogthume Magdeburg, Weſtphalen, Hildesheim| Ih ws U. 4, und es ware ſehr zu wünſchen, daß ſie in holzarmen Ge-| Zutraunft genden mehr ausgedehiat würde.| vom 036 Die Plenter-, Schleich-; Fehmel-Wirthſchaft gewohn! war in der frühern Zeit beynah die einzige in Deutſchland übli- We Fefe erung und Bloßliegen ſeine Frucht- barteit, und die geringe, vorübergehende Benutzung als Aeker- land wird dieſen Nachtheil nicht decken. Wo der Boden hin- längliche eigenthümliche Fruchtbarkeit hat, um ohne Düngung eine Zeitlang zum Fruchtgewinn und dann zur Gragerzeugung benußt werden zu können, wo an Aker Mangel iſt, da dürfte dieſe Art des Wiederanbaues abgeholzter Forſtländereyen wohl mit Vortheil angewandt werden können. 11, Welches Alter man das Holz erreichen laſſen muß. - Der Forſtbeſiter, welcher ſo viel Waldgrund hat, daß er jähr- lich einen Holzſchlag nehmen kann, muß beſtimmen, in welchem Zeitraume die ganze Forſtifläche abgeholzt werden ſoll, woraus von ſelbſt hervor geht, wie alt das Holz wird, oder mit dem gewöhnlichen techniſchen Ausdrue, es iſt für einen ſolchen Forſt die Feſtſezung des Umtriebes nothig. Dieß iſt für jede regelmä ßige Waldwirthſchaft unerläßlich, theils um zu überſehen, in welcher Form und Größe das Holz zum Cinſchlage kommt, theils Um die Größe der Schonungeflächen berechnen zu können, dann gber auch, weil überhaupt der Ertrag des Waldes davon ab- Hängt. - Folgende Rückſichien haben auf die Feſtſehung des Um- triebes Einfluß, welche man, jede nach ihrer Wichtigkeit in Be- ziehung auf den in. Rede ſtehenden Forſt, genau dabey würdi- gen muß. 1) Daß man brauchbares Holz von hinreichender Stärke er- hält. Zu Brennholz känn man. zwar auch nöthigenfalls ſchwa- s die Grenze » Cehr ſtuck des längſten Umtriebes= hinſichts der Kürze deſſelben iſt er en jedoch nicht willkührlich.=- Je ſchwieriger und koſtbarer der Erſatz eingehen: Fame, wel: der Mutterſtöcke iſt, z. B. an Klippen, in uncultivirbaren Brü- BE(überbälh,e länger ausdauern, Wo daher Servituten, Ab= ſatz u. ſ. w. es nicht hindern, wird man wohlthun, die Hoch-= waldbeſtände, welche Brennholz geben ſollen, nicht älter werden zU laſſen, als bis ſie anfangen, Samen zu tragen, zu Bau- und Nußholze nur ſo viel ſtehen zu laſſen, als man bedarf, oder mit Vortheil verkaufen kann; in dem Niederwalde aber kein höheres Alter anzunehmen, als daß man noch des reichlichen und kräfti- gen Ausſchlags gewiß iſt.; Folgendes Alter wird in dieſer Hinſicht in den gewöhnlichen Fällen das paſſende ſeyn. Eichenhod wald, A. In gzutem Boden, in der Ebene, Durch Samenſchläge zu verjüngen bey 80= 100 Jahren. Giebt gewöhnliches Landbauholz bey+"> 8048 42058= Starke Hölzer, Schiffbauholz u.|, w. verlangen 160= 200 '„1 pl zu 67 icht get Ojebt fia E Zurch O8 Giebt I! Jn m ja O0 » N forſ | w'B vr durch 6 J ſon S Durd) c/n Maz Es 44 (Durch Gos | hes M (Mittelbau | fürte qvE [Inmumn [2 170: MM Nd Gare ji wS (Sthelbau 8 | dyrles To 8 19,9 Ue | Otartes| On LO0jähr in SOjahriges Ayj man den 16 nigen Beſtyy holz einſhyy , 1 d, welche dieß aber 1) 1 Fann,(1) d 399 B. ZU Boden und im Gebirge,(2) Durd) Samenſchläge zu verjüngen in S 80-- 120 Jahren. Giebt gewöhnliches Landbauyolz in. 14002140- SE Giebt ſtarke Hölzer in..'.+ 480-200 7 Buchenho S 80-120-=- Starkes Bauholz in:: 7: 7. 400 140<= Maximum des Umtriebes. Ä 4 3 140-- C. Auf ſchlechtem Boden, Durch Samenſchläge zu verjüngen in 3 40= 60= (E01 ſcOWAMeS:, BAUNDIa iN> 3. 0 0.0 80.2400. Marimum ves Umtriebes, 100-=- Anmerkung. Auf ganz ſchlechtem Boden iſt 33x kein Bau- holz mehr zu erziehen, und man läßt die Kiefer höchſtens 60„Jahre daſelbſt alt werden. Fichte, «A. In gutem Boden, welcher nicht fetter Kalkboden“iſt. Dur< Samenſchläge zu verjüngen in. 60= 80 Jahren, Giebt ſchwaches und Mittelbauholz bey 60-100- Sr anres: Bahn rn 120-- 140= Maximum des Alter 5: 140= 50 Forſtwirthſchaft. (400) B. In rauhem Clima. Durch Samenſchläge zu verjüngen in 5 80-- 120 Jahren. Giebt ſchwaches und Mittelbauholz in." 80-120-- Starke84WaUhbl in 0 0) dre 0 22051605== IN AXIM UMSDES ALFeY SU 7.6 234 AL lee 1 160-- GC. Auf tro>nen Hängen im milden Clima, Durch Samenſchläge zu verjüngen in< 50- 70= Giebt“ ſchwaches Bauholz bey 8 S 80--100><- MEFLIMUN.2DeS? UMrriebes a. 0 Lida ie 120-- D. Im Bruchbovdet.|.; . Gar nicht durch regelmäßige Samenſchläge zu verjüngen. Giebt ſchwaches und Mittelbauholz bey«+ 60-100-- Maximum des Umtriebes ß 2. 1201= E. In fettem Kalkboden.| Dur Samenſchläge zu verjüngen in-. 60- 80= Giebt ſchwäches und Mittelbauholz bey 60- 80= Marimum des Untriebes.: i. 100= Anmerkung. Der Umtrieb in Weißtannen iſt dem in Fiche: ten gleich zu ſegen. Der Lerche giebi man, da ſie ſehr raſch wächſt, einen Umtrieb von 60 bis 80 Jahren, 43 Niederwald, Eichen. Ü Buſchholze d d T..*. 5- 8 Jahre. u Schälwaldungen. Z 3. 8-20- ZUen T: 14--20- äximum des Mitrieves" 0.25 24= Gemiſchte Niederwälder, wo die weichen Hölzey, als Linden, Aspen, Poppeln, Weiden - dominirend ſind, erhalten einen Umtrieb von 8-20 Jahren. Da, wv. die härten dominiren vm+ 40-39-- Dornen zur Abgäbe an Salinen uU, ſ. W«. werden benubt alle: 3 3 N 6-4 8= Das Unterholz im Mittelwalde wird wie Niederwald behan- delt; jedoch erträgt es einen langen Unmitrieb noch weniger, da die Stöcke in der Beſchattung früher die Ausſchlagsfähigkeit ver- 6olz in) va dh daß au wie u tonnen lung 19 anden! Beſuns der 20019 ("ir""J Oylun) SW * rw! (wilt 14 it M fand bedürfe ſhald VA befpaih A || fimtſ0y un Cin S Zie(18 DEE ZUE Wm)€ 8 uh vie'G |(nem de Wer Wenj wan img Hnſtiche 9 Wfl 14 wn ſE Wiehe, 19 es wird, miſch ten. Veſamut: 2. Abſchn. Waldbau. Beſaimungsſchläge. 51 '(401) lierctt. Das Kopfhols kann nur den kürzern Umtrieb des Nie: E Ct,; x Es 1 Ihm, derwaldes erhalten; mit Ausnahime der Hainbuche, wovon be: 460 reits die Rede gewefen iſt; 231 11: Von den BVortheilen und Nachtheilen der Beſa- 7078 mungsſchläge. 100> Beſamutrngsſ zum Einſchläge beſtimmten Bäume herausgehauen werden. 4994 57- Die Verjütigung des Holzes durch Beſamungsſchläge ge- währt zuerſt den Vortheil, den jungen Pflanzen, welche in der 40 Jugend Schuß ünd Schatten bedürfen, dieſen durch das alte IEE Holz gewähren zu können. Dieß verhindert den zu ſtarken Ein- fall der Sonnenſtrahlen, ſichert-gegen Froſtſchaden und rauhe Her Winde, erhält auch die Feuchtigkeit länger im Boden. Wo das Flüchtigwerden des Bodens.zu fürchten wäre, wird auch dieſem durch die Beſchirmung vorgebeugt. Selbſt der Wuchs: vieler Un- kräuter wird durch die Beſchattung zurückgehalten.= Wo aus einem oder dem andern Grunde der Schutz von oben, durch mehr NET vder weniger überſchirmende Bäume, Bedürfniß iſt, verjüngt 0 ie man immer den Hochwald durch Beſamungsſchläge z; denn keine ieee künſtliche Bedeckung erſet den dadurch zu erhaltenden Schutz ſo wohlfeil und ZWLEMEfiG. Vorzüglich bey Buchen und Weiß- Mh Riten tannen ſind ſie im Großen das einzige Mittel, neue Beſtände zu 202 erziehen. 33. 2 EET Ein zweyter wichtiger Vortheil iſt, daß man dadurch die Ko- ſten des Säens und Pflanzens erſpart, welche oft ſo beträchtlich ſind, daß der größte Theil des Ertrages des Waldes verloren 56 Jahren, gehen würde, wenn man alles aus der Hand anbauen wollte. 30 77- Nur bey herrſchenden Holzgattungen ſind übrigens regelmä- ßige Beſamungsſchläge anwendbar. Die eingeſprengten Hölzer 8> werden durch einzelne ſtehen bleibende Samenbäume fortgepflanzt; wald beh“ es wird daher auch nur von jenen die Rede ſeyn. Die unterge: weniger, da miſchten Hölzer werden nur Hinſichts ihrer Behandlung in den fahlgfeit ve! Beſamungsſchlägen jener berührt werden. Auf der andern Seite DE 26 Forſtwirthſchaft. (402 ) haben aber auch die Beſamungsſchläge wieder oft ſo viel Nach: theile, daß die Anſaat des Holzes aus der Hand bey Holzgat:- tungen, welche in früher Jugend einen freyen Stand ertragen, viel vortheilhafter und ſelbſt wohlfeiler iſt. Da im Beſamungsſchlage die jungen Pflanzen um den Stamm des noch ſtehenden Baumes herum aufgehen, ſo wird man da- durch verhindert, einen großen Theil des StoFholzes zu roden, und, kann bey hohen Holzpreiſen allein ſchon dadurch ſo viel ver: lieren, als die Saat oder Pflanzung koſten würde. Gewöhnlich wird der Schlag nicht mit einmal durch die ſte- hen gelaſſenen Samenbäume mit Samen überſtreut; die ältern ſchon vorhandenen Pflanzen leiden dann bey vielen Hölzern durch diejenigen Stämme, welche um der Blößen und Lücken willen noch ſtehen bleiben müſſen. Man erhält dadurch nicht bloß un- gleiche, ſondern auch ſchiecht wüchſige Beſtände, Darum zeigen die in Beſamungsſchlägen gezogenen jungen Kiefern gewöhn- . einen ſchlechtern Wuchs, als die im Freyen gemachten Anz aaten. Das Augrüen des Holzes macht oft ſo beträchtliche Koſten, als die Ueberſtreuung des Schlages mit Samen, und dennoch werden die Pflanzen ſehr beſchädigt, Wenn die Beſamung lange ausbleibt, kommt man in Verle- genheit, wie man den jährlichen Etat erfüllen ſoll, ohne die Be- ſtände zu licht zu hauen, und muß ſehr große Flächen in Dun: kel- und Vorbereitungsſchlag ſtellen, die dann wieder oft mit einmal beſamt werden. Dadurch tritt die unangenehme Noth» wendigkeit ein, der Weide viel größere Flächen, als bey re- gelmäßigem Anbau aus der Hand, zu entziehen. Auch muß man das alte Holz dann länger in den Schlägen ſtehen laſſen, als es dem Gedeihen der Pflanzen zuträglich iſt. Muß man, im Fall die Beſamungsſchläge ganz mißlingen, was bey Kiefern und Fichten oft der Fall iſt, dennoch ſeine Zu- flucht zum Anbaue nehmen, ſo wird dieſerwegen Verwilderung des Bodens, Verminderung der Dammerde bey ſehr licht geſtell ten Schlägen, viel ſchwieriger und koſtbarer, als wenn man gleich dem Adtriebe mit dem Anbaue gefolgt wäre. Man iſt Hinſichts der Leitung des Hiebes, der Zeit des Ein- ſchlages, der Zugutemachung der Nuthölzer, weit mehr durch die Beſamungsſchläge gebunden, als durch den Anbau. Bey erſtern muß man ein beſtimmtes Alter, und das Gerathen des Samens, in dem abzuholzenden Orte abwarten, bevor man ihn einſchlagen kann, was bey der Saat und Pflanzung nicht der Fall iſt. Große Nutbäume müſſen, ehe die Pflanzen heranwachſen, aus den Schlägen geſchafft werden; Nutzhölzer, wie Stabhölzer, VBreter u. ſ. w., können gar nicht in ſchon beſtandenen gearbeitet werden, ohne Lü>en zu verurſachen 3; nur eine kurze Zeit des Jahres ſind ſie zugänglich. Alles dieß ſind bey der Forſtwirth= ſchaft oft ſehr unangenehme Hinderniſſe, von denen man bey dem regelmäßigen Anbaue aus der Hand nichts weiß. Außer dieſen allgemeinen Nüſichten treten noch bey einigen Holzgattungen auch beſondere ein. Ueber" der Zugutemachung des Eichenholzes im Hochwalde brinat man gewöhnlich längere Zeit zu, und häufig iſt dazu ſo- gar noch eine Fortſebung der frühern Plenterwirthſchaft nöthig. Gat 8 wnwrthei j yy macht, ZD die[ry ue ſur Zü! I1 wet w8 na „ fihte(h'Mt | bruce 1 |(un GM! | JE Wh! ||(mt, Ii || ſchere, M0; |(Gut, 148 jur de 310 |, WS fefan,[163 wegen NESS wii Der AFESE Hof MMN || jf ſh by | mon || Mfals 199 Im 88 (Choy(iir it jh ED mmm 65 Wh | zun 6 UE? 0 viel Nach: bey Holzzat: nd ertragen, | den Statt ird man de: zes zu roden, h[0 viel ver: dur die für t;„die dltern Yolzern durch eücken Win ht bloß uv: arm zeig en gewöhn: nachten An: Ihe Koſtet, nd dennoch a ju Verle- hye die De: en in Dun: 'der oft mit 'hme Noth: [8 bey re: bh muß man laſſen, als , < ſeine Zu: erwilderung licht geſtell: wenn man it des Ein: mehr durch nbau. Veh jerathen des 'or man ihn ng nicht di ranwachſen, Stabhölzet nm gearbeitet rze Zeit ds Forſtwirt): n man be) "bey einige! N Hochwald! ift dazu ſ?' haft nothig 2. Abſchn. Waldbau. Beſamungsſchläge. (403) Auf der einen Seite müſſen die Samenſchläge bis zur Beſamung ziemlich dicht gehalten werden 3; auf der andern muß, wenn ſie erfolgt iſt, die Abräumung des Schlages in verhältnißmäßig kur- er Zeit geſchehen, was nicht allemal durchzuführen iſt. Dazu BEHG daß das Aufarbeiten ſtarker Eichen in den Schlägen viel Schaden thut, daß bey langem Umtriebe dieſe oft ſehr klein und unvortheilhaft angelegt werden müſſen. Beachtet man hierbey, daß= wenigſtens in den Ebenen-- die Saat der Eiche, durch die Verbindung des Fruchtbaues damit, häufig gar keine Koſten macht, ſondern ſogar noch einen reinen Ueberſchuß gewährt, daß die freyen Saaten ſehr gut und oft beſſer gedeihen, als die Be ſamungsſchläge, ſo wird der Nath gerechtfertigt erſäyeinen, wohl zu prüfen„- ob nicht lieber auf die Samenſchläge ganz zu vere zichten, und die regelmäßige Wiederanſgat vorzuziehen iſt. Vielleicht noch weniger vortheilhaft ſind die Samenſchläge in Fichten, obwohl entſchieden iſt, daß bey weitem in den mehre« ſten Fällen die Verjüngung des Waldes recht gut durch ſie bes wirkt werden kann. Dieß liegt darin, daß die Samenjahre nur in bald längern, bald kürzern Zwiſchenräumen eintreten, die junge 160 ſehr unter dem Graswuchſe, die alte ſehr unter dem Wind- ruche leidet. Dieß macht eine dichte Stellung der Schläge bis zum Eintritt des Samenjahres nöthig, die Befriedigung des Etats ſchwer, den Nachbieb, ſo wie ihn das Lichtbedürfniß ver- langt, oft unthunlich, das Gedeihen der jungen Pflanze viel un= ſicherer, als im Boden, welcher vom Graſe gereinigt ift, bey der Saat, vder der noch vortheilhaftern Pflanzung. Hiezu tritt fer- ner der Verluſt an Sto>holze, der bey der Fichte ſehr beträcht: lich, wegen der Menge deſſelben und ſeiner geringen Rodungss« Xoſten, ſeyn kann. Denn die große Unannehmlichkeit, daß max wegen der. ſteten Windbrüche, auf den Beſamungsſchlägen nie mit der Holzung zu Nuhe kommt, vereinzelte ſchwer und unvor2z theilhaft zu gute zu machende Beſtände erhält. Zuletzt iſt in Be« ſamungsſcFholz ein Einkorimet giebt; ünd wo man den Arbeitslohn und den Samen wobhlfeil hat/ wird der kähle Abtrieb und die Anſaat aus der Hand in der Negel vor- zuziehen ſeyn. Die Birke fliegt auf paſſendem, wunden und freygeſtellten Boden ſo außerordentlich leicht an, daß man gewöhnlich dieß in bereits vorhandenen Birtenwaidungen- am vortheilhafteſten der Natur Überläßt. Daraus wird ſich nun ergeben, daß die Verjüngung ſolcher Holzgattungen, welche ohne viele Koſten leicht im Freyen durch Anbou aus der Hand angezogen werden-können, durchaus nicht unbedingt in Beſjamungsſchlägen zu empfehlen iſt, ſondern daß man Vortheile und Nachtheile dabey wohl gegeneinander abwä- gen muß. Nod weniger muß man hartnäckig darauf beharren, ſelbſt bey den größten Hinderniſſen und Nachtheilen allein dur Beſamungsſchläge die Nachzucht erzwingen zu wollen, wenn man ſeinen Zweck wohlfeiler, ſchneller und leichter auf andere Art erreichen kann. IV. Von der Behandlung des Buchenſamenwaldes. Um Buchen in Beſamungsſchlägen erziehen zu können, muß man entweder Bäume genug haben, welche die Fläche hinrei- mäßige Stellung deſſel- ben, wenn er ſich durc< einzeln hervorkommende Gräſer be- grünt, ohne ſich jedoch mit einer dichten GrasbedeXung über- ziehen zu können, wenn die hohe Decke des trocknen Laubes ſich nach und nach ſo vermindert, daß die Buchel in die Dammerde zu liegen kommt; dabey aber doch an im'Herbſte überall mit der wohlthätigen Laubdecke bedec>i wird Uneigentlich nennt man einen Vorbereitungsſchlag diejenige Auslichtung geſchloſſener Beſtände, welche man um der SIGNET URN willen, weil Samenjahre ausbleiben, oder man in Dunkel- und Lichtſchlägen nicht hauen kann, indem die Pflanzen noch zu klein find, vornimmt, wo alle Bedingungen des Gedeihens und Er ſcheinens der P»flanz en im Dunkelſchlage ſchon vorhanden ſmd, wo folalich auch weiter keine Vorberei- tung dazu nöthig iſt. Dieß iſt nichts, als- die Stellung eines Dunkelſchlags, die nur dichter erfolgt, um die Dammerden- ſchicht zu erhalten und das Exſcheinen des Graſes zu verhin- Dexn, als:es nöthig ſeyn UND» wenn bey dem Anhiebe der Same 1900 abgefallen wäre. Die dichteſte Stellung, voraus- geſeßht, daß der Boden für die Beſamung vollkommen empfäng- lich iſt, die Bäume zum Samentragen geneigt ſind, iſt dann die beſte. Man muß in dieſem Falle wo“möglich ſich'begnügen, die] jenigen Bäume vorläufig wegzunehmen, welche nichts zum Schl luſſe des Waldes beytragen, die nicht zu den dvminirenden 95 Forſiwirthſchaft. (496) Stämmen gehören, auf keinen Fall aber den Schlag lichter ſtel: len, als einen Vorbereitungsſchlag. 3 Wenn der Same abgefallen iſt, muß der Schlag noch einige 2345 im Dunkelſchlage ſtehen. Die Grundſäße, welche hiebey efolgt werden müſſen, ſind nach Lage, Boden und Clima ab- weichend, ſo wie auch der Wuchs des Holzes darauf Einfluß 07 Aa ſüdlichen und weſtlichen trocknen Hängen im rauhen Slima hält man nicht bloß die Samenbäume etwas dichter, ſon» dern läßt ſie auch länger im beſamten Schlage ſtehen, als bey den» entgegengeſetten Verhältniſſen. Sehr hochſftämmig und ſchlank gewachſenes Holz, mit hoch angeſetten Zweigen, kann in den obern Wipfeln weit mehr Schluß haben, als kurzes,. aſt: reiches und dicht belaubtes, Folgende-Regeln werden als die gewöhnlich anzuwendenden Seiten dürfen, wenn gleich verſchiedene Verhältniſſe allerdings todificationen nothwendig machen können. Sobald der Same im Herbſte abgefallen iſt und das Laub ihn bedeckt hat, kann die Holzung in den noch zu dunkel ſtehen- den Orten beginnen. Sie erſtreckt ſich zuerſt auf das Ausäſten der ſehr aftreichen verdämmenden Bäume, indem die Zweige derſeiben bis zur oben bemerkten Höhe weggenommen werden. Sollte ſich verdämmendes großes Strauchholz im Schlage vor- finden, ſv wird dieß gleichfalls weggenommen-- kleine, einzein vorfommende Sträucher bleiben zum Schutze der jungen Bus- henpflanzen noch ſtehen. Stellen, wo nicht hinreichende Bue Heln hingefallen ſind, werden mit außerhalb des Schlages ge- ſammelten beſäet, indem entweder eine Laubdecke darüber 6030» gen-wird, oder dieſe Saat 2 bis 3 Zoll hoc< durch Einhacken dder Uebertfraen mit lo>erer Dammerde bede>t wird. Man bringe nun, durch den im Winter geführten und bis zum AUus- Kine des Laubes ganz beendigten Holzſchlag, die ſtehenbleiben- den Bäume in eine ſolche Steilung, daß, wo viel Schatten ver: langt werden muß, oder, wo man ſehr hochſtämmiges Holz hat, die äußern Zweigſpizen überall 6 bis 10 Fuß von einander ent- fernt ſind. Auf friſchem Boden, in geſchüßter Lage, bey däme mendem Holze kann dieſe Entfernung bis auf einige, zwanzig Fuß ſteigen. Der zu ſtarke Schatten wirkt eben ſo nachtheilig, als die zu lichte Stellung, die Pflanzen werden verzärtelt, ere franken, und ertragen die ſpäter doch nöthig werdende Lichtſtel- lung dann gar nicht, Das eingeſchlagene Holz muß aus dem Schlage an die Ränder und Abfuhrwege gerü>t werden. Wäre ein ſv reiches Samenjahr, daß offenbar die Buchein nicht alle zur vollen Beſamung gebraucht werden, ſo kann man bey weis nde Lichtſtäl zuß aus den rden, Wir (n nicht all! jan bey web den Schw: die unterge die obenau! bi8 4 Jahn) 1 dieſer 30! ſe Schad?! ſte, wo da? aushüten zU auſen in[0!' 2. Abſchn. Waldbay. Behandl. d. Buchenſamenwälder. (407) Nach Verlauf des angegebenen Zeit wird zuerſt das Unter- holz, ſowohl verkrüppelte Buchen:, wie andere Strauchhölzer, weggenommen, welches nun nachtheilig werden würde. Zugleich findet eine Auslichtung der vorhandenen Samenbäume Statt, vder man geht in den Lichtſchlag über, Die Auszeichnung der wegzunehmenden Stämme erfolgt iim September und October, wenn man die jungen Pflanzen deutlich bemerkten kann. Wo ſich ihr Beſtand lückenhaft zeigt, läßt man die alten Bäume noch ſehen. Wo ſie noch ehr klein und zurückgeblieben ſind, lichtet man den alten Beſtand nur vorſichtig und weniger aus, als da, wo ſie einen kräftigen ſtarken Wuchs zeigen. Bemerkt man Pflanzen, welche unter einem großen aſtreichen Baume durch Beſchattung zu leiden ſcheinen, ſv äſtet man dieſen lieber vorher noh einmal, als daß man ihn gleich ganz hinwegnähme, wodurch mit einem Male dieſe kränkelnden Pflanzen plötzlich frey geſtellt werden würden. Eine durchgehends gleiche Frey» ſtellung über den gauzen Schlag iſt ſelten möglich, dieſe muß immer dem Bedürfniſſe der Pflanzen angemeſſen ſeyn, was nicht Überall daſſelbe iſt. Wäre dieß der Fall, ſo würde man den dritten Theil des vorhandenen Holzes ſo wegnehmen können, daß dabey eine möglichſt gleiche Vertheilung dex ſtehenbleiven: den Bäume hewirkt wird. Nach dieſer erſten Auslichtung bleibt der Schlag abermals mehrere Jahre unberührt ſtehen, bis der Boden durch den daun 1 bis 2 Fuß hohen Buchenaufſchlag ganz gede>t iſt, und ſchrei- fet dann in gleicher Art zur zweyten Auslichtung, bey welcher das Holz bis auf ein Drittheil des vorhandenen Beſtandes au Samenbäumen weggenommen wird. Bey dem Aushiebe muß man dann noch vorſichtiger verfahren, als bey der erſten Aus- lichtung, wo die Pflanzen noch klein waren. Wo möglich bey Schnee, aber nicht bey ſchr ſtarkem Froſte, müſſen die Bäume gehauen, das eingeſchlagene Holz muß auf Schlitten, Schub- karren und Tragen herausgeſchafft werden; um die jungen Pflan- zen ſo wenig, als möglich, zu beſchädigen. Den Abtriebsſchlag nimmt man vor, wenn der Ort aber- mals einige Jahre im lichten Lichtſchlage geſtanden, und der zunge Beſtand eine Höhe von 3 bis 4 Fuß erreicht hat. Ein- zelne wüchſige junge Stämme, welche keine aſtreichen Kronen haben, können darin ſtehen bleiben, um zu verwachſen und einſt vorzüglich ſtarkes Holz zu geven, Die ſtärkern Stämme mit gr02 ßen Aeſten müſſen wo möglich vor dem Fällen ausgeäſtet wer? vs, ea dabey und bey dem Aufarbeiten weniger Schaden geſchicht.' Es können auf dieſe Art 8=- 12 Jahre vergehen, bevor man den Schlag, vom Abfall des Samens an gerechnet, ganz abhol- zen kann. Um nun jedes Jahr den Etat einſchlagen zu können, muß män ſo viel Fläche in Dunkel-, Licht- und Abtriebsſchlä- gen im Betriebe haben, daß man, ohne die Erziehung der Pflan- en zu gefährden, fortwährend holzen kann. Man nimmt deßz= alb gewöhnlich eine Fläche, welche den Bedarf für ſv viel Jahre enthält, als man über der Abholzung dex Samenſct wird, erhält derſelbe auc ſeinen vorigen Wuchs wieder, die trocknen Aeſte verſchwinden, und der Wipfel belaubt ſich von neuem durch friſch treibende Zweige, Die jungen Eichenpflanzen ſind vermöge ihres Wuchſes der Beſchädigung durch das Ausbringen des Holzes weit mehr un- Ferworfen, als die Buchen 3; es iſt deßhalb auch doppelte Auf- merkſamkeit nöthig, um zu verhüten, daß dadurch nicht der Beſtand lückenhaft wird.=<- Sollten ſich im Abtriebsſchlage noch unbeſtandene Stellen zeigen, ſo werden dieſe am beſten durch das Unterha>en von Eicheln in Beſtand gebracht. Die Hainbuchen können beynah ganz gleich mit den Bu- tellung 1" ieſe Holy oft ein I Qchtſtellun 3 Gras nin hen, da die! rücct werde" 2. Abſchu. Waldbau. Erziehung der Cichen u. ſ. w. (411) Auch ſind die verbiſſenen Hainbuchenpflanzen noch brauchbarer zur Erziehung von gutwüchſigem Baumholze, als die Buchen, weßhalb man ſie da, wo die Samenpflanzen mangeln, vbgleid) ſie oft ſchr krüppelhaft und untauglich ausſehen, überhalten kann. Das Schneideln der aſtreichen Mutterſtämme wird bey dieſer Holzgattung nöthiger, als bey jeder andern; da tief hänz- ende, weit verbreitete Aeſte durchaus keine darunter ſtehenden flanzen gedeihen laſſen. Um Eſchen im Beſamungsſchlage= gewöhnlich der Bu- e aufzulockern 3; ſo würde dieß dem Gedeihen der jungen Pflanzen, die einen feſten Bo- den nicht ertragen, ſehr zuträglich ſeyn. In Hinſicht der Licht» ſtellung verlangen ſie gleiche Behandlung, wie die Eiche. Die Ulme verlangt einen ſehr wunden Boden, wenn der Same aufgehen ſoll. Da man erſt im April und May mit Ges wißheit wiſſen kann, ob genügender Same zu erwarten iſt, bis dahin aber gewöhnlich den Schlag nicht ſo geſchloſſen erhalten kann, daß er ganz wund bleibt, um ihm erſt in dieſen Monaten die erforderliche lichte Stellung zu geben 3 ſo iſt.es beſſer, kurz vorher, ehe der Same abfliegt, d. h. im Monat May, die Flä» dhe, welche beſamt werden ſoll, nach Verſchiedenheit ihrer Be» ſchaffenheit, entweder mit eiſernen Rechen auftraben, oder mit der Hacke verwunden zu laſſen. Auch ſpäter muß man das Uebverz- ziehen des Schlages mit hohem Graſe oder wuchernden Unkräu- tern verhüten, indem die Ulme darunter ſehr leidet. Wo mög? lich, ehe die Samenbildung vollendet iſt, muß es ſo hoch, daß die jungen Pflanzen gegen alle Beſchädigung geſichert ſind, ab- inn werden; oder man kann es auch im Spätherbſt, nach em Abfal! des Laubes, durch Rindvieh aushüten und nieder- treten laſſen. Die Behandlung des beſamten Schlages, Hinſichts des Aughiebs des darauf ſtehenden, alten Holzes iſt verſchieden, ze nachdem die Holzgattungen ſind, woraus es beſteht. Buchen, Hainbuchen, Linden und alle ſehr dämmenden Hölzer, werden den jungen Ulmenpflanzen bald nachtheilig, müſſen gleich im er?» ſten Jahre ſtark geäſtet werden, ſobald ſie ſtarte, weit verbrei: tete Kronen haben, und ſchon im dritten, höchſtens vierten Jahre muß eine gänzliche Freyſiellung erfolgen. Die Ulme ſelbſt, hoch- ſtämmige Eichen mit geringen Kronen und alle nicht mehr ver- dämmenden Bäume können dagegen ohne Nachtheil in 6 bis 8 Jahren nach und nach herausgehauen werden, ohne daß Nach- theil daraus zu befürchten wäre, da die jungen Pflanzen auch das Heraus ſMuffen des Holzes ſehr gut ertragen. Gegen das Ueberwachſen durch weiche, ſchnell wüchſigere Hölzer ſind ſie ebenfalls ſehr zu ſchüßen. Die Birke, wenn ſie auf einem Boden ſteht, wo der Sa- me aufgeht, bedarf nur ſehr ſtarke Lichtſtellung und weder von Gras, noch Moos und Laub bede>ten Boden, um bald in Menge, felbſt von wenigen Samenbäumen anzufliegen. Auf 61 Forſiwirthſchaft. (412) ſehr dürrem Boden wird man jedoch umſonſt das Aufgehen des Samens erwarten 3; dieſer kann, wenn durchaus Birken daſelbſt gezogen werden ſollen, nur durch Pflanzung in Beſtand gebracht werden, Das kleine. Samenkorn der Birke kann den hervor- kommenden Keim nicht lange aus ſich ſelbſt ernähren, ſondern bedarf dazu genügende Feuchtigkeit, die junge Pflanze wurzelt vorzüglich anfangs nur ſehr flach und in der Oberfläche des Bo- dens, weßhalb ihr die Dürre doppelt nachtheilig iſt. Der trockne, humusarme Sandboden iſt daher für ſie nicht keimfähig und durd) Beſamungsſchläge auch nicht in Beſtand zu bringen. Dex gewöhnlich reichlich vorhandene Same verbreitet fich weit mit dem Winde, ſo daß kleine blankgehauene Orte von wenig Mox- gen, ſchon mit Sicherheit von nahe ſtehendem Holze beſamt werden. Mean läßt jedoch, vorzüglich bey größern Schlägen, lieber alle 20-- 30 Schritt eine gute ſtarke Samenbirke ſtehen, welche man an der ſtarken Beäſtung und Belaubung leicht er- kennen kann, und hauet dieſe nach einigen Jahren heraus."Von dieſen iſt in ſo lichter Stellung keine Verdämmung zu fürchten; wogegen andere Hölzer, von dichterer Belaubung, durch ihren Schatten bald ſehr nachtheilig werden. VI. Bon der Erziehung der Kiefer in Beſamungs- ſchlägen. Auf friſchem Boden bedarf man die Samenbäume zur Er- ziehung der Kiefer mehr zur Ausſtreuung von Samen, als zur Beſchüßung der jungen Pflanzen. Der Beweis, daß dieſe die lebtern nicht bedürfen, wird genugſam dadurch geführt, daß die ganz frey ſtehenden Saaten immer beſſer wachſen, als die be- ſchatteten Pflanzen, auch unter der Dürre nicht mehr leiden, als dieſe. Eine dichte Beſchattung vernichtet die junge Kiefer ſchon in den erſten Jahren entweder ganz, oder hat doch auf ihr fer- neres Wachsthum den allernachtheiligſten Einfluß. So viel'es nur irgend möglic) iſt, muß daher dieſe auch auf gutem und mittelmäßigem Boden, ſobald er mit Pflanzen beſetzt iſt, ver- mieden werden. Niedriges buſchiges Strauch- oder Unterholz, welches ſich häufig, von verdämmien Kiefern herrührend, auf den Schlägen vorfindet, aſtreiche Bäume, welche niedrig ſind, dürfen deßhalb auf ſolchen nicht geduldet, und müſſen entweder ganz weggehauen, oder doch ſtark geäſtet werden. Eben ſo ver- derblich) ſind ſchattige Laubholzbäume, und ſelbſt die an und für ſich nicht ſchr verdämmende Eiche wird doch für die Kiefer ſehr nachtheilig. Nur die Birke ſchadet ihr nichts. Es iſt ſehr ſchwer zu beſtimmen, wie viel Samenbäume man ſtehen laſſen muß, um den Schlag durch den, ſich ziemlich weit verbreitenden Samen ganz Überſtreut zu erhalten. Alte, fxeyſtehende, ſehr beäſtete Stämme tragen weit mehr Zapfen, als jüngere, vder ſehr im Schluſſe ſtehende; auf trocknem Boden iſt die SEamenerzeugung weit ſtärker, als auf feuchtem und ſelbſt wie auf friſchem. Man kann annehmen, daß wenigſiens 4 bis 6 Scheffel Zapfen auf: dem Morgen vorhanden ſeyn müſſen, utn ihn ganz-vollſtändig überſireut zu erhalten. Bey ſchmalen Schls- gen, wo„das angrenzende hohe Holz“ ſeinen Samen auf die leere Fläche wirft, muß man dieß freilich mit in Betracht zie- | „ih jm(u)(4 „hey im [MEN während in Hefte frägt, 1081 dur) ds heunf |) y ) wit m verliert 21 lite CEN pt 108 (09 10 VANCE « 1 jene 8 WERD 1 Alter vl Eh gen, whit! [inan 2140 font do! fn NN 218 4 vw WE (uh wer hm II 1% iir, fe(Vic nn Nufgehen IG jm ie ver Veden Fr NE 77 jm Kil Ein Hu fb! 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Da, wo der geſchloſſene Beſtand ſehr wenig Samen trägt', ſtellt man ihn häufig in einen Vorbereirungsſchlag, um durch die Unterbreäj)jung des Schluſſes die Samenerzeugung zu begünſtigen. Es iſt dieß ein Verfahren, welches nur in dem Falle zu billigen iſt, wenn man aus irgend einem Grunde auch nicht einmal die wenigen Koſten anwenden Fann, welche das Beſäen des Schlages mit geſammelten Samen, ohne weitere Verwundung, anwendet kann. Es dauert gewöhnlich 8--10 Jahre, ehe die licht geſtellten Samenbänme ſich als ſolche zei- genz in dieſer Zeit überzieht ſich der Boden, wenn er friſch iſt, mit wucherndem Graſe und Forſtunkräutern 3; iſt er ſchlecht, ſo verliert er vollends ſeinen Humusgehalt, ſo daß viel beträcht- lichere Culturkoſten ſpäter dennoch eintreten, wenn man den Ort in Beſtand haben will. Außerdem verliert man aber auch noc) ſo beträchtlich an Zuwachs, da die wenigen Samenbäume die ganze Zeit über, wo der Schlag ſo licht ſteht, nur wenig Holz erzeugen können; die Beſtände werden ſehr ungleich im Alter, da gewöhnlich auf ſolchen, lange in Schonung liegenden Schlägen hin und wieder jedes, Jahr einige Pflanzen ſich zel: gen, wegen welcher man die Weide nicht geſtatten darf, ſo daß man ſehr große ausgedehnte Schonungsflächen erhält. Man kann daher mit Recht die Regel aufſtellen, daß dieſe Art der GRIS in Kiefern: wo möglich vermieden werden muß: Dagegen kann in dem Falle eine vorläufige Lichtſtellung, auch wenn noch nicht ſogleich eine Beſamung zu erwarten iſt, empfohlen werden; wenn im geſchloſſenen Holze viel Forſtun- kräuter, wie z. B. gemeine Heide(Brica vulgaris), Heidelbee- ren(Vaccinium myrtnillus) u, dal,, ſich vorfinden, welche das Aufgehen und Gedeihen von Pflanzen verhindern. Dieſe ver- gehen bey der Freyſtellung in der Regel in wenig Jahren, und der Boden wird von ſelbſt wund und für die Beſamung em- pfänglich, während ſeine Verwundung durch die Hacke in ſol: djen Fällen mit nicht unbeträchtlichen Koſten verknüpft iſt. Den Anhieb eines Orts ,' den man in Beſamungsſchlag ſtel- len will, nimmt man gewöhnlich im November vor, damit die Kieferzapfen erſt ihre Neife erlangen: Die an den Zweigen der gefällten Bäume ſißenden Zapfen läßt man abpflücken und gleich in dem Schlage ausſtreuen, wenn man nicht etwa das Reis- holz ſo lange in demſelben liegen laſſen kann, bis ſich die Za- pfen geöffnet haben und der Same ausgefallen iſt.-- Behütet kann der Schlag mit Schafen und Nindvich bis zu dem Zeit- puncte werden, wo die jungen Pflanzen erſcheinen.; . Schon wenn dieſe Ein Jahr alt ſind, wird auf gutem und mittelmäßigem Boden der Schlag ſv licht geſtellt, daß alle 20 bis 30 Schritt nur ein Baum, wezcher keine niedrigen Aeſte haben darf, ſtehen bleibt, Man würde ſogar zum totalen Abtriebe ſchreiten dürfen, wenn nicht bey eintretenden tro>nen Jahren vft die Pflanzen wieder eingingen, ud es wünſchenswerth wäre, ſelbſt bey jetzt voller Beſamung, noch NReſervebäume zu behal: 63 :| :|„Ex 64 Forſtwirkhſchaft.|„DV |„m ten, welche nöthigenfalls noch einmal den Ort mit Samen wm überſtreuen können. Man wartet deßhalb mit dem Abtriebe, yi bis die Pflanzen drey, höchſtens vier Jahre alt ſind, wo man m uy y ihn unbedenklich vornehmen kann, und ſogar es muß, da ſonſt wah 5 der Schatten der ſtehenden Bäume zuviel Schaden thun wird, lic wes 4 Jſt der Schlag nur ſtellenweis beſamt, ſo läßt man diejenigen„Juf EO| Fle>e, wo die Pflanzen guten Wuchs zeigen, rein hauen und NOE 4 da noch Bäume ſtehen, wo ſie fehlen. Länger als 4, höchſtens| fer derſe 4 6 Jahre, darf man jedoch nicht auf dieſe natürliche Beſamung NEN| warten, ſondern muß die Lücken durch“ Anbau aus der Hand zu jdn WOH ergänzen ſuchen. Ungleiches Alter der jungen Kieferbeſtände iſt Iden, wl weit nachtheiliger, als in Buchen 3; auch thut das Fällen und den ms Herausſchaffen der ſtehengebliebenen Bäume aus dem größern das di)| horſtweiſen Beſtande, ſehr viel Schaden. Bis zum 4ten und zuhaueg 6ten Jahre läßt ſich das eingeſchlagene Holz, wenn es nur nicht nn 6 kälter, als 6--8 Grad iſt, ohne beſondern Nachtheil, mit Schlitz baue IM| ten- Wagen ausfahren, da ſelbſt das Rad Über eine ſv junge« Affen KO Pflanze gehen kann, ohne ihr Schaden zuzufügen. pine In|: Eine große Aufmerkſamkeit muß man darauf wenden, um ffe zu verhüten, daß nicht kleine verdämmte und verkrüppelte Pflan- Junge) 0854 zen im Schlage ſtehen bleiben. Man muß. bey ihnen auf fols ja 20161 gende Kennzeichen achten, die den größern oder geringern Grad(ly 16m M der Unterdrükung und Verkrüppelung, welche ſie erfahren ha- NNEN ben, bezeichnen. Werhältnißmäßig kleine, wenig ausgebildete wo Nef: 1 Spißknospen, Mangel an Höhenwuchs und ein bemerkbares| ſſmyſwym- Wachſen in die Seitenzweige, eine Bertrüppelung des Wipfele(Own, 18 3: I triebes, ſehr dünne Triebe, nur an den äußern Spißen mit kurs WöhbE m de zen Nadeln dünn beſetzt, weißliche, wohl gar mit Flechten bez| mmi ſetzte Rinde, enge Holzlagen und Jahresringe, ohne bemerkbare NN EU Markröhre und ſtatt deren, einen braunen dichten Kern. Pflan« ng en, bey denen man dieſe Kennzeichen ſelbſt nur in geringerm Silm Auw H rade antrifft, erholen ſich ſelten wieder und werden immer wo op unwüchſige Beſtände geben. Stellt man ſie plötzlich frey, ſo gehen ſie, wenn der Grad der Unterdrü>ung, welche ſie erfüh= v168 R xen, ſehr groß war, ganz ein. Außerdem werden ſie buſchiges|f: Strauchholz, welches nie einen guten Hühenwuchs erhält und erſt ſpät im Alter, wein ſie noc) wenig gelitten haben, die früs»| WI 7 h here Verdämmung Überwinden kann. Wenn nur irgend auf neue ſimuigg| geſunde Pflanzen zu rechnen iſt, iſt es immer Negel, die im| kbinnsg;| Schlage in der Beſchattung erwachſenen, ſich vorfindenden, auf ben unh Eies| irgend eine- Art zu vernichten, da ſie nur den neuen beſſern Anz' Emil flug hindern, heraufzukommen, Bloß auf ſehr dürrem Sandboz) im WE) den, wo das Flüchtigwerden deſſelben zu fürchten iſt, benutt 0 va man ſie ſo lange zur Deckung und Beſchüßung, bis dieſe Gez" 101: fahr vorüber iſt.=- Wenn man keinen zu langen Umtrieb in"SD Kiefern gewählt hat-- vielleicht von 70-- 806 Jahren-- ſo kann th„DS man ohne Nachtheil für die jungen Beſtände auf dem Morgen zu u zwey, drey bis vier Stämme junges, langſchäftiges, gewüchſi- d, jw Ar ges und keine zu ſtarken Kronen habendes Holz, von der Stärke Gim 3 des gewöhnlichen Bauholzes, überhalten und verwachſen laſſen, eſchict 3 um einſt den Bedarf an“ ſtarken Bretklößen, Mühlwellen und fen ſhmS andern ungewöhnlich ſtarken Nuthölzern vorzufinden.=- Wo m Gai ſolungen ſtehen, iſt es ſehr Unrecht, ſie, ſo mit Samen im Abtrieb, ': Wd wan iB, da funf thun wir), m" diejenigen 1 hauen un) 4, höchſtenz )e Beſamung der Hand 31 erbeſtände it Fällen und dem gün n 4ten u) es nur nid mit Schlit ne ſo jungs enden, um velte Pflatt en- auf fol: nern Grad Fahren har ausgebildet bemerkbar des Wipfel en mit für» Flechten be: bewertbar ern. flat "geringer den imm ich frey,|! 'e ſie erfüh ſie buſchig ; erhält un) en, die fell nd auf ne! gel, die in denden, au beſſern An: em Gandbo- iſt, benuht g dieſe Öf: Umtrieb in -- ſo tant em Morgen ;, gewühl! 1 der Stärk! <ſen laſſet (wellen un) en= wih M recht, 173 2. Abſchn. Waldbau. Erziehung der Fichten u. ſ. w. (415) wie in Buchen, no< auszuhauen. Der Schade, der dadurch angerichtet wird, iſt ſchon geſchehen und nicht mehr zu beheben, man vergrößert ihn nur noch durch das Fällen und die Abfuhr, beraubt ſich auch der in kurzer Zeit heranwachſenden, gewöhn: lich theuren, ſtarken Nutholzſtöc>e, Auf ſehr dürrem Boden iſt Beſchattung deſſelben mehr Bex dürfniß, und die jungen Pflanzen leiden auch weit weniger uns ter derſelben, ſelbſt wenn ſie längere Zeit dauert. Sehr ver- dämmendes Holz, niedrige Sträucher, Bäume mit tief hängen- den Aeſten, dürfen jedoch) auch nur dann darauf geduldet wer= den, wenn dadurch das Flüchtigwerden deſſelben verhindert wer- den muß. Sobald um ſie herum nur ſoviel Pflanzen ſtehen, daß dieß nicht mehr zu fürchten iſt, ſind ſie zu äſten und nach- zubauen, damit junge Pflanzen auf der von ihnen eingenomme- nen Stelle herauffommen können. Man ſiellt hier die Samen- bäume ſo, daß die Zweigſpizen nur wenige Fuß von einander entfernt ſind, läßt den beſamten Schlag zwey Jahre ſtehen und nimmt dann ein Drittheil des Holzes heraus 3; nach abermals verfloſſenen zwey Jahren das zweyte Drittheil, und wenn das junge Holz ein Alter von 6--8 Jahren erreicht hat,-ſo, daß es den Boden vollkommen deckt, wird erſt der Abtriebsſchlag ein= gelegt. Gewöhnlich kann man jedoch auch hier das Holz nicht gleichmäßig wegnehmen und vertheilen. Die friſchen Gründe, wo die Pflanzen einen lebhaftern Wuchs zeigen, müſſen früher freygeſtellt werden, als die Höhen. Vorzüglich iſt darauf zu achten, daß die Sandrücken oben hinreichend geſchüßbt bleiben, weßhalb man beſonders gegen Weſten und Südweſten die Bäu-= me, deren Kronen die Höhen decken, ſo lange ſtehen läßt, bis binreichende Pflanzen zum Schuße des Bodens vorhanden ſind. Sollten dieſe zu lange ausbleiben, ſo iſt es am ſicherſten, dieſe Höhen zu bepflanzen, da mit der Saat in der Regel daſelbſt wenig augszurichten iſt, VII. Von Fichten- und Weißtannen- Beſamungs- ſchlägen. Von den Schwierigkeiten, welche es hat, die Fichte in Be- ſamungsſchlägen zu erziehen, iſt ſchon oben die Rede geweſen. Sie werden deſto größer, je lockerer und flachgründiger der Bo»- den und daher deſto mehr Windbruch zu fürchten iſt, je ſeltener die Samenjahre ſind und je üppiger der Graswuchs iſt. Man kann dann deßhalb auch nur da zu ihnen rathen, wv das Stoc>k- holz wenig Werth hat und die Mittel zum Anbaue aus dex Hand ganz fehlen. Da einzeln ſtehende, früher im Schluſſe aufgewachſene Fich- ten ſo leicht vom Winde umgeworfen werden; ſo kam man zuerſt auf die Jdee, die haubaren Beſtände unter dem Winde, Dd. h. der Himmelsgegend'entgegen, von woher gewöhnlich die Stürme kommen, was gewöhnlich aus Weſten und Südweſten geſchieht, zu hauen, die Schläge kahl abzutreiben und in lan gen ſchmalen Streifen zu führen, ſo daß ſie von der vorſtehen= den Samenwand mit Samen überſtreut; werden. Es hat ſich dieß jedoch als unvortheilhaft gezeigt, weil bey ausbleibenden Samenjahren entweder nicht fortgeholzt werden konnte, oder 65 || j 6 6 Forſitwirthſchaft. (416) dieſe Schläge zu breit wurden, um beſamt werden zu können; vorzüglich aber, weil dieſelben gleich zu ſehr mit Gras Überz30- gen wurden, und die Beſamung immer nur ſehrlüc>kenhaft blieb. Um dieſem Uebelſtande zu begegnen, machte mat Verſuche, den ſogenannten Couliſſenhieb einzuführen, d. h. einen Streifen fahl abzutreiben, dann einen ſolchen von geſchloſſenem hohen. Holze ſtehen zu laſſen, und dahinter wieder einen kahl abgetriebenen Schlag zu legen, ſo. daß alſo hohes Holz ſtreifenweis mit kahl abgetriebenen Schlägen wechſelt. Auch dieß zeigte ſich jedoch als unausführbar, weil dieſe ſtreifenweis ſtehengebliebenen Beſtände dem Windbruche nicht weniger unterworfen waren, als einzeln ſte- hende Bäuyme, der Weidezug ſtets unterbrochen wurde, und man bey erfolgter Beſamung nicht im Stande war, das viele Holz auf dieſen Streifen zu rechter Zeit zu Gute zu machen, die Verrgz: ſung nicht weniger nachtheilig wurde, und die beſamten Strei: fen durch das Fällen, Aufarbeiten und Abfahren des Holzes außerordentlich litten. Man iſt däher in der neuern Zeit allge- mein Überzeugt worden, daß regelmäßige' Beſamungsſchläge durch übergehaltene Samenbäume, wie bey ändern Holzgattun: genz! das beſte Mittel ſind, die Fichtenwälder ohne Anbau aus der Hand zu verjüngen. Sehr weſentlich iſt. es; dabey den Hieb ſo zu führen, daß die Schläge unter dem Winde liegen, oder daß-man ſo hauet, daß das hohe geſchloſſene Holz immer nach der Himmels. gegend zu liegt; aus welcher gewöhnlich heftige Stürme kommen. In der Regel geſchieht dieß aus Weſten, Südweſt oder Norde weſt; doch können bedeutende Bergzüge, welche den Wind auf- halten; lange Thäler, die Nähe der See, die Sturmgegend ſehr ändern. Män erkennt ſie am ſicherſten, indem man an dett Veberreſten der Stö>e vom frühern Windbruche utziterſucht, nach welcher Richtung hin die mehrſten Stämme geworfen ſind: Auch läßt ſich an der Neigung der Stämme, allerdings aber bey Kies: fern. mehr;- als. bey Fichten; oft betnerken; daß ſie durch die Gewalt„des Windes- etwas, nach einer gewiſſen Himmelsgegend hin gebogen ſind. Dieſer„auf ſolche Weiſe ſich zu erkenven ge- benden Sturmgegend muß man dänn entgegen hauen:== Es iſt dieß zwar eine aligemeine Regel für die Führung des Hiebes; bey Holzgattungen; die veni Windbruche nicht ſehr unterworfen EH jedoch wenig beachtenswerth, deſto, wichtiger aber bey der Fichte. Det Mantel des Waldes; wvorutter man die aim Rande EIU Beſtände ſtehenden aſtreichen, weniger langen und vey den ſteten Angriffen des Windes beſſer in der Wurzel be- feſtigten Stämme verſteht, ſchont man ſo viel und ſo länge, als mbglich, weil derſelbe der Gewalt der Stürme am. meiſten Wie derſtand leiſten kann und ſie bricht.: „Man vermeidet, zu große Flächen mit einmal in An- hieb zu nehmen, um ſo länge, als möglich, geſchloſſene Be- jtände den Schlägen vorliegend zu häben, und holzt lieber an mehrern Orten, So lange die Samenjahre ausbleiben, unterbricht man den Schluß der Bäume ſo wenig, als möglich, theils damit der Bo- den weder verwildert, noch austro>net 3; theils damit der Wind weniger Gewalt auf einzelne, freyſtehende Stämme augüben „NS | 177 it va zd WE a Vu (uzifen, M | p6i0/18 jr nuf, ud ufoh hingen 194) het 114031 Jus Im 998 Jyfgbeda AR Yen Mi wurds; u | j"|, 0 de DE jo (a 0006 NEEL | hs: |'ut 16 jn, WOL jd"“D (bie Goälfp JDalten a 1 (Ctt(ea bfenmeren j666y JB (m v/ib Em di HEK fet; | NiB! (TEUR: 1 1 zu könnens Gras überty. denhaft blik Verſuche, den Ofreifen fahl 1 hohen Holy abgetrieben Weiß mit fahl fich jedoch al enen Beſtand (8 einzeln fü: "de, und hit jiele Hol; vf , die Vet amten Ein des Solz n Zeit ally: nungöſchlgt Ho!3gattun: Anbau auß zu führett, daß man ſy der Hinmelß ime fommen, t oder Not): ün Wind auf: Stunmngegen man an dn terſucht, nah n ſind; Aud aber bey 31 ſie durch di imthelggegn erfennen je auen= 8 jg des Hie", ij unterworfm - aber bey di 6 ait Ran v langen und + Wurzel bt ſo länge, al meiſten Wi mal in A hloſſene M [zt(ieber mit der Ile dam; NN mm? augühe 2. Abſchn. Waldbau. Erziehung der Fichten u.f. w. 417 kann. Die äußern Seitenzweige müſſen ſich DEere Bodenbede>Xung hindurch, die Schwere der Eichel bewirkt auch ſchon von ſelbſt, daß ſie ſich den Winter hin- durch an die Erde andrückt. Di>e und dichte Mooſe, welche ein dichtes Wurzelgeflece bey den Stäuden und Erdhölzern, weggeſchafft werden. Das Ausſchneiden kann geſchehen, wenn die Eichen ſchon auf- gegangen ſind; das Ausha>en wird am zweckmäßigſten kurz vor vder nach dem Abfall des Samens vorgenommen. Wurzelbrut von Aspen wird bey dem Erſcheinen eben ſo wie Haſeln und andere Hölzer, deren Laub das Vieh frißt, durch die Hütung leicht vertilgt, wenn man dieſe vor Abfall des Samens ſtark augüben läßt. Eine dünne Bedeckung des Bodens von Gewäch-= ſen, welche nicht viel höher ſind, als die Eiche, und dieſe nicht zu, ſehr beſchatten, iſt ihrem Gedeihen eher zuträglich, als nach- theilig; ſo wie auch die abfallende Eichel den am wenigſten wunden Boden bedarf und erträgt.| Schon in einem geringeren Grade iſt dieß bey der Buche der Fall. Sobald von ihr das Samenkorn auf eine etwas hohe und“ dichte Erdbede>ung fällt, vermögen die enttkeimenden Wur- zeln: dieſe nicht mehr zu durchdringen und in den Boden zu klangen. In geſchloſſenen Buchenwärdern" kann nur eine zu die Laubſchicht vorkommen, von deren Wegſchaffung vermittelſt | ZZ Seuuueainaunanniazeg hs ie ht ov; ht Ni 7 wm"EE, Einzeln 109 Quhen 0), | ur WIHIE ſäu! dm jm y„i ME |64w) werde) mit 3 fdy ver 0108 ad jw, 1 1» jo] Joh Ir jeh VORN jw 308% [weih Jm Wr [hung IH (01961 (000 NODE [104 M? 139: OID mt, 1.008 17 0070006 57 UNN 3 wih | vm (EEE (0: 0 | 194 Mie M 1198 17 I Way Neun SS ſt"JF EE "ve 2. Abſchn. Wakdbau. Beurtheilung des Bodens. 69 (419) Deſamungs- des gelichteten ARIEL URKRHE ſchon die Rede geweſen iſt. Wund- Wov der Wind das Laub ſtellenweis zu hoch zuſammengewehet hat, oder wo dieß vielleicht bey dem Samenſammeln übereinan- thnen wil der geworfen wurde, muß es ſo weit augeinander gebracht wer: vi], ; den, daß die Buchel auf friſchem Boden zu liegen kommt. tde tomme Einzelne Grasbüſche und Gewächſe, zwiſchen denen die jungen ven, müſſe Buchen geſchüßt ſtehen, wirken ſehr wohlthätig auf ſie, ſobald 1d verdämm nur ihr Wipfel von ihnen nicht überſchirmt wird. Solche Ge- ) verhinden ſträuche und Kräuter, welche dieß thun, müſſen hinweggenom- bewachſen men werden. Wv in lichten Schlägen der Boden ſchon ganz zu ens in diſer verangern anfängt, ehe der Same abgefallen iſt, muß er durch as der dm Schweine oder die Ha>e kurz vor dem Abfalle wund gemacht nicht, Ir werden. Mangelt die hinreichende Beſchattung von oben, ſo iſt ders M es zugleich 010: die Bucheln einzuha>en und einige Zoll hoch ung für mit Erde zu bedecken, SUSIE Für das Aufgehen des Birkenſamens iſt ein durchaus wun- Laube, dü der Boden unerläßlich. Wo er auf Laub, Moos, Gras oder ſträuche vy eine andere Bedeckung zu liegen kommt, kann dieß nicht erfol- n oder an: gen, da der ſchwache Keim dieß nicht zu durchdringen vermag. n Kräutern, Bey jeder lo>ern Bede>ung genügt gewöhnlich das Abkraten dringt durch 199 1308 mit Harken oder Rechen, was durch das Streuſam: , der Eichel meln häufig ohne Koſten bewirkt werden kann. Auch das freuz- Pinter hin: weiſe Aufeggen iſt oft ſchon hinreichend, Bey feſter Gragnarbe, oſe, welche welche ſo dicht iſt, daß der Same nicht hindurch zur Erde kom- jen, müſſen men kann, ſondern obenauf liegen bleibt, wird' die Verwun- » und lange dung durch die Hacke nothwendig, Dabey muß jedoch darauf jichte Dee geſehen werden, daß weder der Boden zu ſehr aufgeld>ert wird, en, da ſi noch daß, nächdem die fruchtbare Dammerdenſchicht oben wegge- „der Kein nommen iſt, der Same in ſchlechten Boden zu liegen kommt. ade Pflanz Alle Gewächſe, welche über die junge Birke, ſie beſchattend, Ihe ſo hoch Herwachſen, müſſen dadurch verhütet werden, daß man entye- tet, wirt der ihre Wurzeln herausſchafft, oder die in der Nähe befindli- en, Ginſte,ern en kurz vt! Boden werden die jungen, nur flach wurzelnden Pflanzen ſchr Wurzelbrut leicht- durch das Auffrieren des Bodens herausgehoben. Nur Wurze ZEW SPEER+ M STche 2 Dek bild die Haſeln und die Durchſchlingung mit Wurzeln, welche eine Dede bilden, die vie At dem Vuffrieren nicht unterworfen iſt, verhindert dieß; die Aufs ie Hurung 0 ES SEG EIS y RE Mo mens ſtat lo>erung des Bodens befördert dieß dagegen ungemein. Wenn Gewähr. daher nur ſolche Gräſer im Schlage, oder auf dem zu beſäenden ie nicht Raume ſich vorfinden, welche keine filzariige Decke bilden, viels vs nam mehr einſtielig den Samen zur Erde kommen laſſen 3 ſo ſind ſie ' wenigſten eher wohlthätig, als'nachtheilig, Der Beweis wird genügſam wenn dadurch geführt, daß die Erle auf ſumpfigen Wieſen im Graſe der Bult am beſten. wächſt und gedeihet, ohne daß der Boden wund ges ; hoh! macht werden darf,=- Höchſtens läßt man das die junge Er'e WWE überwachſende Gras ſv hoch wegſchneiden, daß dieſe dabey nicht wden verletzt werden kann. Legt(dagegen daſſelbe ſich filzartig über 1 Boden" den Boden, wie 3. B. der Manna- Schwingel, oder Schwaden vr ige(Festuca Hnitans) thut; ſo kann weder der Same zur Erde kom» gy 27: X Forſtwirthſchaft. (420) men, no die davon bedeckte Pflanze gedeihen. Man muß dann im Spätherbſte, bevor der Same ausfällt, mit ſcharfen Ha>en die obere Grasnarbe ſtreifenweis ſo abſchälen laſſen, daß zwar für das erſte. Jahr der Üppige Graswuchs verhindert und der Boden blank gelegt wird, daß aber doch auch noch Wurzeln ge- nug darin zurückbleiben, um ihn gegen das Auffrieren zu ſichern. Gegen Johanni und bevor der Same ausfällt, läßt man dann das hervorgefkommene Gras im erſten Jahre vorſichtig und hoch genug, um gegen Schaden ſicher zu ſeyn, ausſchneiden. Das zweyte Jahr ſind die Pflanzen ſchon hinreichend lang und ſtark, um dieſen Schutz nicht mehr zu bedürfen, und ertragen das Aus- ſchneiden des Graſes deßhalb auch nicht mehr.: Dem Aufgehen des Kieferſamens werden Flechten nie nach- theilig, ſie müſſen vielmehr, da ſie nur auf ganz armem Boden vorkommen, welcher durch die Entblößung zu ſehr dem. Aus- tronen, oder gar dem Flüchtigwerden ausgeſeßt ſeyn würde, ſorgfältig erhalten werden. Von den Mooſen ſind vorzüglich, bey feuchter Lage, die Waſſermooſe durch die Ha>e wegzufchaffen. Diejenigen auf tro>nem Boden verſchwinden in der Regel bey der Freyſtellung von ſelbſt, oder können leicht durch Augrechen und Streuſammeln weggenommen werden. Das Heidekraut (Erica vulgaris) wird nur dann nachtheilig, wenn es entwe- der, was bey ſtarker Schafhütung wohl der Fall iſt, da es, fortwährend verbiſſen, viel Seitenzweige treibt, den Boden ganz dicht bedeckt, oder ſo hoch und geſchloſſen ſteht, daß es die jun- gen Pflanzen verdämmen würde, Es muß in dieſem Falle der Schlag mit der Hake, und zwar ſo. tief verwundet werden, daß das Samenkorn nicht in den Heidehumus, ſondern in friſchen Boden zu liegen kommt. Wo die Heide ſich nur niedrig und büſchelweis vorfindet, wächſt die Kiefer ſehr gern darin herauf. Heidelbeeren(Vacoimium mprtillus), Preußelbeeren(Vac. vitis idaea), Bärenbeeren(Arbutus uva ursi) finden fich gewöhn- lich nur in der Beſchattung vor und verſchwinden bey der Licht- ſiellung von ſelbſt. Kann man dieß nicht abwarten, ſo müſſen fie da, wo ſie in Menge vorkommen, mit der Ha>e weggeſchafft werden, da theils wegen der dichten Bedeckung des Bodens, die ſie verurfachen, theils wegen des Schattens, weder der Sa- me aufgehen, noch die hervorgexommene Pflanze gedeihen kann. Mehrere Riedgräſer und Schmielen überziehen oft die Schläge, ſo daß ſie alle Beſamung, verhindern 3 auch das Farrenkraut be de>kt ſie zuweilen ganz. Man kann allerdings im zeitigen Früh- jahre und Winter, bey tro&nem ſtillen Wetter, den Schlag aus- brennen, ohne daß die Samenbäume dadurch verlebt würden, und der Boden wird dadurch hinreichend empfänglich für die Beſamung. Es iſt jedoch dieſe Maßregel im Allgemeinen nicht zu empfehlen. Um ſich zu ſichern, daß kein Schade geſchieht, Und das Feuer ſich über den Schlag hinaus verbreitet, muß man dieſen mit Gräben umziehen, auch hinreichende Menſchen an- ſtellen, die das Feuer leiten und hewachen, was nicht ohne Ko- ſten geſchehen kann. Es läßt fich aber das Ausbrennen theils oft nicht vor dem Abfliegen des Samens bewerkſtelligen, theils erreicht man dadurch. immer. den Zwe, welchen"män beabſich- tigt, nur unvollkommen. Der Boden wind zwar zur Aufnahme des Samens wund genug 3 dieſe Gewächſe kommen aber bald „we pr deſto b figen!- fade, 1.; ni pft| u zeigen(OMM ih von 3 weden 47 worfen(100 vam it. 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Abſchn. Waldbau. Schonungszeit d. Samenpflanzen. 421) nur deſto ſtärker hervor, überziehen den Schlag von JEANS und erſticken die Pflanzen. Beſſer iſt die Wundmachung mit der Hae, welche aber ſo tief erfolgen muß, daß die Wurzeln ſo viel als möglich zerſtört werden. Oft ſcheint ein Schlag ganz wund zu ſeyn, und dennoch zeigen ſich keine aufgehenden Kieferpflanzen. Dieß rührt gewöhn- lich von unvollfommnem, oxydirtem oder verfohltem Humus her, welchen man häufig in feuchten, oder früher der Näſſe unter- worfen geweſenen Kieferwäldern findet. Sumpfmooſe und Torfs ewächſe geben den erſten, der ſich leicht an der geringen Zer- vrung der Vflanzenfaſer erkennen läßt. Der zweyte giebt ſich durch ſeine ſchwarze und braune Farbe, das leichte und ſtarke Austro>nen, die fehlende BedeXung von Gewächſen, genugſam kund. Eine Wegnahme dieſer unfruchtbaren De>e bis dahin, wo man auf friſchen Sand ſtößt, iſt ganz unerläßlich, um-ei- nen ausdauernden Anflug zu erhalten. Bey. gehöriger Trocken- heit kann allerdings der unvollfommne Humus durch Feuer ſehr zur Beförderung der Fruchtbarkeit zerſtört werden. Selten iſt jedoch dieß Mittel anwendbar, da es ſchwer hält, das Feuer, ohne Nachtheil befürchten zu müſſen, auf größeren Flächen lange genug zu erhalten, um ſie ganz auszubrennen. Das tiefe Auf- a&ern mit dem Pfluge, oder das reihenweiſe Aushacken, bleibt vielmehr gewöhnlich allein übrig. Regel inuß es übrigens immer ſeyn, da, wo einmal die Ver- wundung des Bodens nöthig wird, auch gleich auf vollſtändige Beſtreuung mit Samen zu halten, und wenn dieſe nicht durch die Samenbäume zu erwarten iſt, gleich die Saat damit zu verbin- den, um nicht die Koſten der Wundmachung mit dem gewvöhn- lich viel unſicherern Erfolge noch einmal aufwenden zu müſſen. Keiner Holzgattung wird das Gras und ein Bodenüberzug durch Kräuter ſo verderblich, als der Fichte. Dieß liegt ein- mal darin, daß die junge Fichte nur ſehr flach wurzelt, und daher mit ihren Wurzeln in den Wurzelfilz des Graſes zu ſte- hen kommt, welcher ihr die Nahrung entziehet; theils auch wohl davin, daß ſie lange ſehr klein bleibt, und darum leicht über- wachſen und vom Graſe bedeckt und verdämmt wird. Eine voll- ſtändige Zerſtörung aller Gewächſe, welche eine dichte Bodenbe- deckung bilden, iſt daher zu ibrem Gedeihen nvthig. Dieſe kann gewöhnlich nur mit der Hake, womit der Boden tief genug verwundet wird, um auch die Wurzeln berauszubringen, bewirkt werden. Die drey- bis vierjährigen Fichtenpflanzen leiden oft weniger durch den Wurzelfilz des Graſes, als durch das Uehber- wachſen der Grasftängel. Dieſe ſucht man dann durch vorſich» tiges Aushüten der Schlägt mit Rindvieh zu ſchüßen, indem man nach vollſtändiger Verholzung des Maytriebes, im Spät- ſommer oder Herbſte, bey tro>nem Wetter, die Heerde ruhig und weit augeinandergehend, durchziehen läßt. So lange ſie Gras genug hat, wird ſie die jungen Fichtenvflanzen nicht angreifen. IX. Von der Schonungszeit der Samenpflanzey. Wenn die jungen Holzpflanzen nicht gegen das Abfreſſen durch das Vieh geſichert werden, ſo iſt wenigſtens da, wo die Waldweide ſtark benutzt wird, nicht zu erwarten, daß man ei- ey / 1 642 | 72 Forſtipirthſchaft. ES vii] (422)| jure ung nen guten Holzbeſtand wird erziehen können. Wie lange aber 1:18 ſic junge Pflanzen mit der Behütung verſchont werden müſſen, läßt| dige y ſich nicht beſtimmt angeben. Es MI dieß ab: 1) von der 9" Tinu En Holzgattung und ihrem Wuchſe; 2) von dem Ueberfluſſe oder| 4 far Mangel an Nahrung für das Vieh; 3) von der Viehgattung z| vu YU 4) von der Art und Weiſe, wie die Weide überhaupt ausgeübt wird. MENNO| . Zu 1. Holzgattungen, welche am-mehrſten unter der Bea|| bütung leiden, ſind die Eiche, Ulme, der Ahorn, die Eſche,; Hainbuche, Pappel, Haſel und Weißtanne. Weniger die Buche, 4 M 7 Linde, Weide, Kiefer, obwohl auch dieſen Hölzern noch die Hü« 1:44 voll tung leicht ſehr verderblich werden kann. Die Birks, Erle und u| Sr werden zwar am wenigſten vom Viehe angegriffen z ohne GN, 0: Schonung ſind jedoch auch ſie bey ſtarker Hütung nicht zu er» 100. 5 ziehen. Daß eine raſch wachſende Schonung auf gutem Boden Tf früher zur Behütung aufgegeben werden kann, als eine lang« 0.“ DW jam wachſende auf ſchlechtem, bedarf keines weitern Beweiſes. 007| - 28 2. Wo das Vieh wohlſchme>ende Gräſer und Kräuter NEEM N in hinreichender Menge hat, greift es die mehreſten Holzgattun- en j gen gar nicht an, und beſchädigt ſie mehr JUfAUGG, als abſicht: MN lich, Einzelne Stücke würden dann ohne bemerkbaren Schaden| 190? 30091 - eben ſo gut, wie das Wild-- in ſolchen Orten gehen kön|"Gs ' E s(4 aber in denjenigen Schonungen, welche man zur Behütung auf« lupe 20m nen, wo ihnen das Holz noch gar nicht entwachſen iſt. Gerade| werden 31904 giebt, fehlt oft Gras oder anderes nahrhaftes Futter ganz 3 das Vieh iſt alſo gezwungen, ſich vom Laube und den jungen Tries| y zw TC ben der Holzpflanzen zu ernähren, Wo dieſer Fall eintritt, kann| Du"BP man erſt dann einen jungen Ort als dem Viehe entwachſen ans»| autupen AIN ſehen, wenn alle Holzpflanzen, die zur Herſtellung eines vollen| 2 Beſtandes brauchbar und erforderlich ſind, eine ſolche Höhe und 9 it, MP Stärke erreicht haben, daß ſie, weder vom Viehe an ihrem WiR| nm 8) pfel und obern Zweigen erreicht, noch auch von demſelben nie:| re 46 dergebogen werden können. Dabey iſt zu bemerken, daß das Dun at Es Schaf zwar nicht, wie das Rindvieh, Verſuche macht, das Holz| jugehon umzubeugen und niederzureiten; dagegen aber, wie die Ziege,/ m"m auf die Hinterfüße tritt, um das Laub zu erreichen.| jm EH Zu 3. Unter allen Hausthieren, welche die Waldweide bes|(Wm nußen, ſind die Ziegen die nachtheiligſten. Dieß iſt jedoch auch|[Www St ſchon längſt ſo ſehr anerkannt, daß das Eintreiben dieſer Viehs||imyws P9Z5ungen in den Wald wohl in allen deutſchen Staaten geſeßsas/|(mj ich unterſagt iſt. Es wird deßhalb nicht nöthig ſeyn, näher|| m, 40 auszuführen, daß das Holz ganz erwachſen ſeyn muß, bevor| Heihidiy Ie man Ziegen eintreiben darf. Den Ziegen! folgen die Pferde, Cone 18 welche mit ihren ſcharfen Zähnen die jungen Triebe abbeißen, jeiss H.His ſelbſt auch noch einige Hölzer benagen und die Rinde abſchälen,. je gle Sie können ſehr hoch reichen, reiben ſich an den ſchwachen Stan-(0 Go gen und biegen ſie nieder, und nur erſt, wenn die obern Zweiz Wl ge und der Wipfel nicht mehr erreicht werden können, dürfen. 16 fÜr ie eingetrieben werden. Das Rindvieh, vorzüglich dann, wenn WIR 27 es einmal an die Nahrung des Laubes gewöhnt iſt, ſteht dem li WS Pferde hinſichts ſeiner Gefährlichkeit wenig nach. Die Zugoch- für Une ſen ſind die nachtheiligſten, dann folgen die Milchkühe, und am 01; Ww wenigſten ſchädlich ſind die Kälber und das junge Vieh, Den| Veberſih/; Schafen iſt nur darum eine Schonung früher einzugeben, als| 10Vwlzuge dem Nindviehe, weil ſie kein Holz niederreiten und umbiegen| ge ONEN Mw Daz ? lande aber müſſen, laßt 1) von der erfluſſe ober Tchgattung; Sgelbt wir), ner der De - die Eſch, t die Buche, 10) die Alt 0, Erle und iffen; hne nicht zu atem Boden eine lanz: 1 Beweiſes, nd Kräute Yolzgattun: (8 abſicht: 10 Schaden gehen fön &, GOttade tung Aufs ' ganz 3 daß ingen Tri tritt, fann achſen an: ines vollen , Höhe und ihrem Wi vjelben nig 1, daß das + das Holz die Zieht, [dweide bis jedoch auch dieſer Vieh: aten gejeh! ſeyn, nah! nuß, bevor die Werde, 4 abbeißen, » abſchalen, hen Stan: bern Zwei: en, dürfen ann, wenn - ſteht.den Die Zugl: he, und aun Zieh, Zi zugeben, aß 1 ubi 2. Abſchn. Waldbau. Schonungszeit d. Samenpflanzen. (423) können und weniger hoch zu reichen vermögen 3 denn außerdem nährt ſich dieſe Viehgattung eben ſo gern vom Laube, jungen Zweigen und Knos8pen, als jenes ,/ kann auch mit ihren ſchar- fen Zähnen das Holz noch weit eher abnagen. Wo übrigens der Beſtand den Schafen hinreichend entwachſen iſt, können ſie eben ſo gut ohne Nachtheil eingetrieben werden, als das Rind- vich; die unbedingte Schädlichkeit derſelben im Walde gehört unter die alten forſtlichen Fabeln.=- Am wenigſten nachthei- lig iſt das Schwarzvieh, wenn gleich es manche Schriftſteller als das ſchädlichſte Hausthier im Walde anſehen. Da es ſich nicht vom Laube nährt, jo wird es bloß dann nachtheilig, wenn es durch ſein Wühlen junge, flachſtehende Pflanzen ausbrechen kann. Bey ſolchen Holzgattungen, welche eine Pfahl- oder ſtarke Herzwurzel haben, iſt dieß ſchon bey einem Alter von drey bis vier Jahren nicht mehr möglich, bey den flacher ſtehenden, wie Birke, Fichte, Erle u. a., ſind 6 bis 3 Jahre erforderlich, um ſie dagegen zu ſichern. Wie nüßlic) oft das Schwarzyieh durch Zerſtörung der Gragnarbe, Unterwühlen des Samens, Verzeh- rung und Verjagung der Mäuſe, Aufſuchen der dem Walde ſchädlichen Inſecten wird, iſt ſchon berührt worden, und wird in der Folge noc< näher nachgewieſen werden.=- Auch die Gänſe werden zuweilen in dem Walde gehütet. Sie können nur ſo lange Schaden thun, als die jungen Pflanzen noch im Graſe ſtecken und durch den Koth dieſer Thiere verdorben werden können. Zu 4. Wenn Schafe und Rindvieh zuſammen in einem Walde gehen, iſt die Weide nachtheiliger, als wo beide Vieh- gattungen allein, jede für ſich weidet. Dieß liegt darin, daß das Rindvieh ſolches Gras verſchmäht, worüber eine Schafheerde ge- zogen iſt, dieſe die loſern Kräuter auch zu dicht über der Wur- zel abnagt, als daß dem Rindviehe etwas Übrig blieb, dieß da- her mehr auf das Laub angewieſen wird. Wenn das Laub noh weich und jung iſt, die Maytriebe im Nadelholze noch nicht 3e- nug verholzt ſind, iſt die Weide am nachtheiligſten. Des Mor- gens, wenn noch Thautropfen an den Blättern hängen, bey reqnigtem Wetter, wo das Vieh ungern das naſſe Gras frißt, geſchieht mehr Schaden im Walde, als gegen Mittag und bey trocknem Wetter.- Wo das Vieh unaufgehalten ruhig fortziehen kann, geht es weit weniger an das Holz, als wo es lange auf einem Flecke verharren muß. Dieß wird ſchon dadurch bewie- ſen, daß die Orte, wo es Mittag lagert, immer am mehreſien beſchädigt ſind, weßhalb auch dieß da geſchehen muß, wo kein Schade mehr zu fürchten iſt. Im Spätherbſte, wo das Laub ſaftlos iſt, leidet, mit Ausnahme der einzigen Erle, die dann gerade am erſten beſchädigt. wird, das Holz weit weniger, als im Sommer. Die täglichen Triftzüge müſſen weit länger in Hege bleiben, als die entferntern weniger benutzten Orte. - Aus ällen dieſen verſchiedenen Verhältniſſen ergiebt ſich auch eine verſchiedene Zeit als nothwendige Schonzeit; und es wird leicht daraus erſehen werden können, wie unthunlich es iſt, ein für allemal eine gewiſſe Zahl von Jahren anzugeben, welche das Holz mit der Weide verſchont werden muß. Um jedoch eine Ueberſicht der gewöhnlich erforderlichen Schonzeit zu geben, iſt beyfolgende Tabelle entworfen, worin zugleich, um Wiederho- lungen zu vermeiden, die Schonzeit des Niederwaldes mit auſ- genommen wurde, 73 74 14 Forſtwirthſchaft. A ; Boden und]. Schon- j"482 Holz-|Betrieb| Verhält-| Viehgat«„zeit,|Anmerkungen. nN ef gattung niſſe tung Jahre) IN| Eiche| Hoc<-[Boden[Pferde und|/- ag]. hur| wald Du T Rindvieh"R erhältn. 4 4 1 zung: Schafe 1j12--15| mil MAUTERN) ENTE; telmäßig,[[Mindvieh 26.125> 30 Bair!|| Verhältn, u t weniger|) Schafe 15-- 20 NCE| Nied günſtig. j WE DIRIE wo| „. 4 ei em ier Wald. Frh Nindvieh 1c,|110= 12 HEU DE INNEN vor-"|| Verhältn SEH SALAT NDE Bi . ÖS 4 günſtig. Schafe 6. 8 kommt, nicht auch mim[ Bodehter,| Mindvieh 16.|12== 16|verden müſſen, in| 94 al ie'S SNES 4 SPRISFSUUPILS| BE JAU 18 Schafe 3 7 10|waldes bedarf. Jus| Buche,| Hoch-|Boden gut)[Rindvieh 2c.|15=- 20/Der Mittelwald bes m| EN wald de 4"|ISchafe 12- 15 WW WN0 FS uche oden We-) wa /( 20= 251% und niger gut, 20007..005 EE| Ulme| u. ſ. Ww.| Nieder:|Boden gut?|Rindvieh 16.112-- 16| wald| u. f. w.[Schafe 10212 m. 4x FPD VG: Rindvieh 2c.[16= 20 lus+] 10 Schafe 12-=- t6| By, Erle| Hoch-|Boden gut? Rindvieh 1c,|12= 15| wald| u. fw.)/Schafe 8-10| Boden we- 4 mm 187 / Rind AGI 18| niger aut, SESEEMINT: 10-- 12| „4 U.; 7 2 Nieder-|Boden gut? Rindvieh 2c.| 3= 6| Biii| wald| u. ſ. w.[Schafe 27:4| ihn Boden we-) HE"0 niger gut HWNES 2: Es 5| : We f IEN; Birke| Hoch-|Boden gut?|Nindvieh 16.112= 15»(iE wald 35 ſ. w."j1Schafe 611,0; oden we-) [Rindvieh E16| Nieder:|Boden gut/ MinD 2c.] 6-10 wald| u. ſ. w."/Schafe 0418| Boden WEN 0 6.55 i . Rindvieh 2c.| 8= 12 niger gut/1= 20; ;; u. ſ. w. Sma 2044| Weide|Nieder-|Boden gut) Rindvieh 1c.| 8-- 10 wald Bits w.' Schafe 36: /8 nh 73 dven Wer, kindvieh 16.110-- 12 Nr gut EAEG 5 672: pe ne erfungen, wm eN bey dem Ty ide immervo: eit, daß bloß uSſchlag vor: + Nicht ay4 [odenerzogen müſen, in 1 Falle ex die it des Hod; bedarf, ttelwald be- ſelbe Schon: & der Rieder, 2. Abſchn. Waldbau. Von den Durchforſtungen. (425) Boden und| 5:;.|Schon- Holz:| Betrieb| Verhält- FI 080 zeit,|Anmerkungen, gattung niſſe 8| Fahre Harte|Nieder-|Boden gut;|Rindvieh 2c.112= 16 Hölzer| wald| u. ſ, w.(Schafe 8-- 10 ge Boden wWez) Rindvieh 26.146-- 18 miſcht niger gut Schafe 1324543 USM: c Weiche|Nieder-|Boden)|Nindvieh c. ZA wn wald SE ie ſchnell- Verhältn.(|1S UA ELENG u. ſw.)[Schafe Dopen 1.120925 |; 7 NIED 21122 2 s 156-2258 u. ſ, w.(|Schafe. X. Bon den Durchforſtungen. "? 2:(+ Je größer die Pflanzen werden, eine deſto VR 20 nothig, um einen geſchloſſenen Beſtand zu Ee 0. weniger können auf gleicher Fläche ſtehen und wachſen. Die 73 |' 76 Forſtwirthſchaft.| 8 y (426) 4 von Zeit zu Zeit nöthig werdende Herausnahme dieſer Über. oy) S/ flüſſig werdenden oder ſonſt abſterbenden Stämme nennt man| em Durchforſtung. Sie gewährt theils noch vor der Zeit der jn fi. (ASSE Haubarkeit des Beſtandes ſchon eine beträchtliche Nutzung z; theils| zuthi"M [Wp iſt ſie nöthig, um dem ſtehenbleibenden Holze den nöthigen Raum mn. Ds| t frühzeitig genug zu verſchaffen, da man ohne dieß an ſummari-(Ai/S 1 ſchem Zuwachſe verlieren würde, Eben ſo wie ein zu di> beſäee- unde ht tes Feld weniger Ertrag giebt, als ein ſolches, wo das Getreide» gik Hinlänglichen Raum hat, den Sto>X gut auszubilden, iſt dieß auch im, 91! Der Fall bey den Holzpflanzen. Wenn eine die andere im Wuchſe, 4190,) wegen zu dichten Standes, beeinträchtigt, gedeiht keine recht. golz H M Wie früh oder wie ſtarf man die Durchforſtung vornehmen Baul us M muß, läßt ſich nicht in beſtimmten Zahlen ausdrücken. Wiel- den Wis, 8 fache Rückſichten wirken darauf ein, von denen wir die vorzüg= ſond/M 2 1 lichſten hier darſtellen wollen.; werd+ 6 1) Die Erhaltung der Fruchtbarkeit des Bo- Fe den8. Nur in geſchloſſenen Holzbeſtänden findet eine ſtarke UL jj Humuserzeugung Statt. In ſehr lo>kerm ſandigen Boden verz= 738!|/ | liert ſich ſogar der vorhandene Humus, ſobald er der Einwir- ber(M); M kung der Sonne und Luft preisgegeben wird. Der ſtarke Bläte« We 3m terabfall, der Schutz gegen Sonne und austro>nenden Luftzug 018) It macht, daß gerade in ven jungen Beſtänden die ſtäriſte Humuse- iD| erzeugung Statt findet. Steilt man die Stämme ſo einzeln, der 1900 daß die Sonne den Boden beſcheint, die Lufteirculation darin mun ne freyer wird, wobey man noch recht gut ſo viel ſtehen laſſen kann, Gim: 9, als zur Herſtellung eines vollen Beſtandes in der Zukunft nv. ler HEy für rhig ſind, ſo wird offenbar die Fruchtbarkeit des Bodens gerin- SN ger werden, als wenn man den Beſtand geſchloſſen hiclt. Dar- Gunitf€ Kft um kann man den allgemeinen Grundſatz aufſtellen: Niemals dungole m M" muß eine Durchforſiung ſo ſtark ſeyn, daß dadurch di* Laubdecke vie MBH! I; weſentlich vermindert, oder gar ihre Verweſung geſtört würde.[7] nn h Dieß wird nicht geſchehen, ſv lange man den obern Schluß des Wien JO 3 N Ortes nicht unterbricht.; ve DE Fey Di 2) Der Boden. Armer, trockner, flachgründiger Boden bes 6ijeD y darf die Erhaltung und Vermehrung des Humus weit mehr noch," ju T y als reicher, welcher viel eigenthümliche Fruchtbarkeit beſit. Hu- ins 4% moſer Flußboden, welcher den Humus lange an ſich halt, wie fin| Er ihn das Oder- und Elb- Thal hat, wird unter der Freyſtetlung NE 4 weniger leiden, als trockner Sand. Letterer muß daher weit Hu u ſorgfältiger geſchüßt und gede>t erhalten werden. Auf der an-“„s K dern Seite iſt der Wuchs der Holzpflanzen im fruchtbaren Bo-] 4 4 u den viel raſcher, als im armen; dort iſt das Unterdrücken und-) ich S1 ſi A Abſterben der Überflüſſigen Stämme äeichter und ſchneller ents| vn( Sh: ſchieden= die dominirenden machen- ſich früher Luft, ehe ſie|" 196! di Schaden leiden, durch Beeinträchtigung von Seiten der zurück-| IN; bleibenden. Hier gehen oft im langen Kampfe um den Vor-| 4,0 n ſprung beide zu Grunde, da ſie ſich erſchöpfen, und verkümmern, wD| ehe er entſchieden iſt. Das Unterbleiben der Durchforſtung wird ph de deßhalb im guten Boden weniger Verluſt am Zuwachſe verurſa- 110 hen, als im ſchlechten. Daraus ergiebt ſich die Regel, daß Due; man zwar, je ſchlechter der Boden iſt, deſto ſorgfältiger ihn voll: wan W| kommen geſchüßt erhalten muß, daß aber auch alles dazu nicht hafte fis| nöthige, ſchon üÜbergipfelte Holz früher und ſorgfältiger wegs wf er app zunehmen iſt. dieſer Abet nennt man der Zeit yy zung; theil higen Rau an[Umm u diE beſiv das Getreidt „iſt dieß aus) e im Vuchh, eine rect, 9 vornehmen iden, Sil: die vorzig: des Pt: eine ſtam Boden ver: der Einwit: ſtarke Blät: den Luftzug ſte Humus: ſv einzel) lation darin laſſen Fant, zukunft nd: dens gerin: jelt, Dat: » Riemals 19 Laubdett tort würde, Schluß des y Boden bi - mehr nod) beſiht, ZU: h halt, iv! Freyſtellun daher weit Auf der an: htbaren BU: drüccen und hneller ent! uft, ehe fie der zurüc: 1 den Vor erkümmen) ſtung wi!) hie verun" Regel, di er ihn wl dazu nic fältige! wh 2. Abſchn. Waldbau. Von den Durchforſtungen. (427) 3) Die Holzgattung. Manche Hölzer halten ſich län- ger geſchloſſen, wie die Eiche, Fichte, Buche u. a.; andere ſtel» len ſich früher licht, wie die Birke, Erle, Pappeln, Dieſer Eie- genthümlichkeit muß die Durchforſtung folgen und entgegenkome- men. Manche leiden unter dem freyen Stande und dem Unbe» ſchübtſeyn der Wurzel ſehr, wie namentlich Buche und Fichte z andere empfinden dieß weit weniger, wie Kiefer, Eiche, Erle und Birke, Auch hierauf muß man hinſichts der frühern oder ſpä- tern, ſtärkern'oder Durchforſtung achten.. 4) Der Zwe> der Holzerziehnung. Je lichter das Holz-ſteht, deſto weniger aſtrein und langſchäftig wird es, Bauhölzer, ſpaltige glatte Nutholzſtämme erfordern einen ſol? t, was in der nächſten Zeit als unter- drückt vorkommen wird. 9) Eine Durchforſtung ganz beſonderer Art iſt es, wenn ſchnell wachſende Hölzer in langſam wachſende eingeſprengt ſind, und leptere gegen Verdämmung von erſtern geſchübt wer- den müſſen. So bey jungen Eichen und Buchenorten, in denen Pappeln, Linden, Birken u. ſ. w. vorkommen. Selbſt wenn das weiche Holz keinen Werth hat, iſt daſſelbe dann herauszu» hauen, ſobald es anfängt, dem Beſtande, welchen man geſchloſſen erziehen will, nachtheilig zu werden.=- Wo Birken in Nadel- hölzer eingeſprengt ſind, wird in der Regel der Zeitpunct ihrer Wegnahme von der vortheilhafteſten Benutzung abhängig gemacht. Verlangt man durchaus allgemeine Regeln für die Durchfora ſtung, ſo wärden ſie ſich ungefähr folgendermaßen geben laſſen: Alles. ſchon ganz unterdrückte, im Abſterben begriffene Holz, welches nichts zur Beſchirmung des Bodens beyträgt, kann zu jeder Zeit weggenommen werden. Es darf dieß eher noch auf gutem, als ſchlechtem Boden, wenn auf letzterem der Beſtand ſehr dicht iſt, unterbleiben.; Die gewöhnliche Art der Durchforſtung iſt die, daß man alle Stämme heraus hauet, welche nichts zur Bildung des obern Schluſſes beytragen. Nur wo Schnee- oder Duftbruch zu fürch- ten iſt, läßt man, auch diejenigen ſtehen, welche die dominirenden Stämme ſtüßen und halten können.. Man beginnt, in ſofern Servituten es nicht hindern, ſobald das Holz benubbar iſt, XI. Von den aus verſchiedenen Holzgattungen beſtehen- den Hochwäldern. Viele unſerer deutſchen Waldbäume, wenigſtens von den Laubhölzern, kommen gar nicht in reinen Beſtänden, ſondern immer nur in der Vermiſchung mit andern vor; alle kann man mit Vortheil vermiſcht unter einander=- entweder in vorüber- gehender vder bleibender Untereinandermiſchung, erziehen. Die Vortheile, welche man dadurch erreicht, ſind folgende: 1) Beſſerer Wuchs. So wie die Getreidearten offenbar ver- ſchiedenartige Nahrungstheile aufnehmen und bedürfen, ſo ſcheint dieß auch der Fall mit den Holzpflanzen zu ſeyn. Wenigſtens bemertt man deutlich, daß z. B. Birken, in andern Hölzern ſte- hend, einen dichtern Beſtand ertragen, als wo ſie rein vorkoin- men, ſelbſt mehr Maſſe daſelbſt erzeugen, als im reinen Beſtan- de.=- Ueberdem hebt oft die eine Holzgattung die nachtheiligen Eigenſchaften der andern auf. So werden die der Birke unbe- merkbar, wo ſie bloß eingeſprengt erſcheint. 2) Gemiſchte Beſtände geben mannigfaltiger Nutzholz, und befriedigen mehr Bedürfniſſe, als reine. Dieß bedarf keiner Er- läuterung, ſobald man beachtet, daß zur Befriedigung verſchie- denartiger Bedürfniſſe auch verſchiedenartige Holzgattungen er- fpderlich ſind. 3) Gemiſchte Beſtände ſind weniger Gefahren unterworfen, als reine, Wo Nadelhölzer ſtark mit Laubholze vermiſcht ſind, iſt Feuer- Sturm, Schnee- und Duftbruch weit weniger gefähr: lich, weil der Zuſammenhang des Nadelholz2s unterbrochen wird, 2. Widu! ji füm? nion Zil jen„AK under wh | Gow Heili"' Heyn NOW) 1m u Jandee, eren 109 lind Gid'S Ihaut, ni00 Ihne 10 welche 1% | mit eine 190% 160 jup vortieihn 00 Aufhcht ze 40) des 196 16. Ein NB; Jplangt, 88 ener SYH WTE] Beiffih diefe mM» Oetwalt,(Md ſO dE M | zu(in We CAGE, iolien(MO Am mig | 21 C/D nya zur 1908 fin) ev JID Gim jW| ENES „m vr SWE 77 ſicht,.. WINNEN lingen Ing S0 2. Abſchn. Waldbau. Hochwälder verſch. Holzgatkungen. 79 (429) als Uher: dieß ſtämmiger wächſt, als rein, Selbſt Waldinſecten greifen die reinen Beſtände weit leichter an, als die gemiſchten. Zarte, |(8, Wenn gegen Froſt empfindliche Hölzer leiden weniger, wenn ſie von eingeſprongt andern härtern geſchüßt werden.=-%; eſchübt we: So vortheilhaft aber eine paſſende Vermiſchung iſt, ſo nach- 0, in dene theilig wird eine unpaſſende. Zur bleibenden, wenn ſie paſſend Selbſt wenn ſeyn ſoll, gehört gleicher Wuchs, gleiches Alter, gleiche Behand- an heraus: lungsweiſe. Wo eine Holzgattung viel ſchneller wächſt, als die mn geſchloſſey andere, wird letztere gewöhnlich verdämmt. Weiden, Pappeln, en in Nadel Erlen in Buchen und Eichen unterdrücken dieſe bald. Kiefern itpunct ihm und Eichen auf ſandigem Boden können, zu gleicher Zeit ange- 319 gettadt, baut, nicht zuſammen gedeihen, denn die erſtere überwächſt ſehr ie Durhim ſchnell die zweyte, die dieß nicht erträgt. Eine Holzgattung, en laſſen; welche mit 60 Jahren gehauen werden muß, wie Aspe und Birke, riffene Hol; mit einer andern in Menge vermiſcht zu ziehen, welche 120 oder t, kannz 160 Jahre alt werden ſoll, wie Buche und Eiche, kann nicht ier nod auf vortheilhaft ſeyn. Man erhält dann mit 60 Jahren, bey dem Zeſtand ſch Aushiebe der Aspen u. ſ. w., einen lückenhaften Beſtand, ein Theil des Waldes liegt als Blöße 60 bis 100 Jahre productions- - daß man los. Eine Holzgattung, welche ſchon ſehr früh ganz freyen Stand 3 des obern verlangt, wie die Kiefer, iſt, wenigſtens ſehr ſchwer, mit einer < zu fürch: andern zuſammen zu erziehen, welche lange ſtarke Beſchattung HELEN fordert, wie die Buche,-:; Weit unbeſchränkter iſt man hinſichts der Vermiſchung, wenn ern, ſobald dieſe nur vorübergehend ſeyn ſoll. Man hat dann es in der Gewalt, die eingemiſchte Holzgattung wegzunehmen, ſobald ſie ſich nachtheilig zeigt. b) Zur bleibenden Vermiſchung eignen ſich Buchen mit Ahorn, 1 beſtehen Ulmen, Eſchen, Hainbuchen und Eichen, wobey die Buche am na- türlichſten die dominirende Holzgattung bildet. Buchen, zu gleichen 18 von den Theilen mit Weißtannen und Fichten gemiſcht, gedeihen ſehr gut, 1, ſonden. Die Eiche, wo ſie im langen Umtriebe ſteht, eignet ſich wee ; AEN niger zur bleibenden Vermiſchung, weil keine andere Holzgat= MU 11 tung ein gleich hohes Alter mit Vortheil erreicht. 0 2094 Erlen und Birken paſſen da ſehr gut zuſammen, wo naſſer ſehen. j Und trockner Boden untereinander liegt. pit Hrhf„Von den Nadelhölzern kommen am häufigſten Fichten und EE Weißtannen zuſammen vor, doch auch Kiefer und Fichte. Die 2 1 Lerche, wo es der Boden erlaubt, kann überall im Nadelholze 5 ſe eingeſprengt werden, bey dem Laubholze nur, wenn dieß nicht zu langen Umtrieb hat. ein vorfom: Zur vorübergehenden Untermiſchung und Heraushauung in nen es der Durchforſtung, iſt unter allen Hölzern die Birke die geeig achthe! 1 netſte, Sie beſchüßt, ohne zu verdämmen, wenn ſie nur nicht Birte unde: in zu großer Menge vorkommt, giebt frühzeitig ein gutes Brenn: 0.40 ho!z und ſelbſt Nußholz, nimmt. auch dabey ſo wenig Raum ein, Bbolz, ör: daß durch ihr Heraushauen keine bemerkbaren Lücken entſtehen. f feiner 5. Dft zeigen Hölzer Neigung, ſich in Beſtände einzudrängen, ng verſchie die man rein erziehen möchte, man läuft ſogar) Gefahr eine an- tungen(* dere Holzart zu befommen, als die man gehabt hat, vder ver- ; langt. Dieſe Neigung des Bodens, mit dem Beſtande zu wech: untere ſeln, verdient ſorgfältige Beachtung. Es kann rathſam ſeyn, ihr ymiſcht 6 zu folgen, zwe>mäßig, ihr zu widerſtehen, je nachdem die Ur: niger geſi) ) ſachen ſind, aus denen ſie entſpringt. 30 Forſtwirthſchaft. (430)| Da man! annehmen kann, daß jede Holzgattung ihre eigene Dan thümliche Nahrung hat und bedarf, ſo kann die eindrängende pm die"- mehr davon finden, als die bisher vorhanden geweſene, welche de darin i den Boden gewiſſermaßen erſchöpfte. So ſehen wir oft in Gez= ſp ſhell birgen die Fichte die Buche verdrängen, wie auch der Fall um: ſafe. gekehrt, wiewohl ſeltner, eintritt. Wo kein Grund iſt, die ver- Zi[Es drängte Holzgattung ſelbſt mit Aufopferung zu erziehen, mag ez etwed I man wohl dem Winke der Natur folgen,| zugute A Oft hat ſich der Boden geändert. Durch Entwäſſerungen ju ſind naſſe Gegenden tro>en gelegt, früher humusreiche Diſtricte vnde ſind. durch Entblößung von Holz arm geworden. Es würde jehigen."I Thorheit ſeyn, da, wo früher Erlen im feuchten Boden ſehr gut jünzung"00 wuchſen, ſie auch noch im tro>nen zu ziehen, wo Eichen im wengefa Im fruchtbaren Boden gedeihen, ſie im unfruchtbaren ferner erzwin= men[M0 gen zu wollen. Man kann der geänderten Eigenthümlichkeit des Aus den 300 Bodens nicht widerſtreben, ſondern muß ihr nachgeben, in= ficht 94 m Pm vm diejenige Holzgattung darin anbaut, welche am beſten Dm| 5 wächſt.« Prag EE| Häufig iſt es aber auch wohl nur die ſchlechte Wirthſchaft,.- nec Wd 1 welche dem Anbau der vortheilhaftern Holzgattung Hinderniſſe ung il in den Weg legt, die ſchlechtere begünſtigt. Unvorſichtige Lichte aneh- IEEE erſchweren die Anzucht der Buche, die Birke drängt Wiſermag 832 ich auf den Blößen wuchernd ein, Unrecht wäre es deßhalb, Welche Volſhe dieſe als das vortheilhaftere Holz anzuerkennen. Sie iſt nux/ ſiult hilt Folge der ſchlechtern Wirthſchaft, des ſchlechtern Bodens=- man Imücdie(ANS muß ihr möglichſt entgegenſtreben, um die beſſer? Wirthſchaft, Wide 148 den beſſern Boden wieder herzuſtellen. Läßt man ihr Raum, ſo bnugbar FEU wird der Boden ſo, daß er, wenn er jeht nur noch Birken brin= Bi 08 Ives gen zu wollen ſcheint, küvftig gar nichts mehr trägt.| Scheinbar iſt auch häufig nur das Eindrängen und Wuchern mancher Hölzer=- ſie halten nicht aus, vergehen, wie ſie kome men. Einige Aspen Überziehen große Flächen mit untauglicher Nude Ty) Wurzelbrut, nac) wenig Jahren verſchwindet dieſe von ſelbſt ji ht wieder. Selbſt die Birke wuchert dft nur in der Jugend, wird JE: ſchlehtwüchſig im Alter.| So gehört viel Umſicht dazu, ehe man da, wo ſich Hölzer| 58 ſtark in andere Beſtände eindrängen, einen Entſchluß faſſen kann, jeh 3! ſie ſo ſtark und ſo lange zu dulden, daß eine Wechſelung der m Holzgattung daraus entſtehen könnte. py) Von ſolchen, welche nur als Forſtunkräuter erſcheinen, wor«-' u unter ſoviel kleine und größere Sträucher gehören, kann hinz) yn mij ſichts ihrer Duldung nicht erſt die Nede ſeyn, Ehn(iD : R; Wehl; XII Von der Herſtellung einer regelmäßigen Waldwirth- 0 Uhle ſchaft, in unregelmäßig behandelten Wäldern. Nn 6 Höufig iſt ein Wald bisSher noch nicht in regelmäßigen Schlä- NN EN getr bewirthſchaftet worden, ſondern es hat darin die Plenter- uhd"34 2 wirthſchaft. geherrſcht. Dadurch iſt ein Mangel an Beſtänden uhd m von gleichem Alter herbeygeführt, und Stämme und Pflanzen ih For 8 von jeder Größe ſtehen überall unter einander. Man muß zwar ligen u T ſtreben, dieſen unvortheilhaften Zuſtand abzuſtellen, jedoch kann jon 0; 3 es nur nach und nad) geſchehen,| vifhlagen 11 | F7.0M 2. Abſchn. Waldbau. Waldgeſchäfte im Februar. 31 431 „ihn Ciel Man giebt einem ſolchen Walde den kürzeſten ni! 6 „Indrängendet die letzte Ziefen vnn: Zeit des Umtriebes, " 07 ie ſie kot OE' 50 untauglihe Von den Waldgeſchäften, welche gewöhnlich im Mo- » von ſelbt nat Februar vorfallen, und deren zwe>mäßiger Be- Einen wir) gend, ſorgung, fich Höht. 1) Holzeinſchlag. Die Bauholzanweiſungen müſſen been= faſſen kant) digt werden z; eben ſo ſind auch die Schläge zu räumen, aus hjelung dt welchen die Abfuhren des Holzes, um die jungen Pflanzen nicht zu beſchädigen, bey Schnee geſchehen muß. Mit Zugutemachung einen, wot: der Spalthölzer, welche bey Froſtwetter unthunlich iſt, kann fann hin- man gewöhnlich Ende dieſes Monats beginnen. Der Einſchlag 4 m den Erlenbrüchern muß beendigt ſeyn, da man nicht mehr auf anhaltenden Froſt rechnen kann, Auch die Abfuhr von Holze Zaldwirth bey Schlittenbahn hört in dieſem Monate gewöhnlich auf. ; Iſt der Schnee geſchmolzen, kann man in denjenigen Nieder» ern. wäldern mit dem Hiebe beginnen, wv früher wegen Froſt und igen Schl) tiefem Schnee nicht gehauen werden konnte. Was von Bau= die Plentt! und bis Ende des Monats noch nicht hat verkauft 4 Beſtändt! und abgefahren werden können, und wahrſcheinlich längere Zeit v Pflanz! im Forſte liegen bleiben wird, iſt wo möglich aus den Samen=- e wuß zw ſchlägen zu rücken und auf Unterlagen zu legen. Wo die Schläge M doch fan! ſchon jept beendigt ſeyn ſollten, muß die Aufzählung des einz2 „Y geſchlagenen Hvlzes erfolgen, 32 Jorſtwirthſchaft. 2. Abſchn. Jagdgeſchäfte im Februar. 432) c 2) Cultur. Das Sammeln der Fichten- und Kiefernzapfen wird fortgeſetzt, und wenn es ſeyn kann, beendigt, da bey war- mem Wetter im März ſchon häufig Same ausfällt. Bey dem Schmelzen des Schnees und Aufthauen der Brücher, kann die Aufſammlung des im Waſſer ſchwimmenden Erlenſamens fer- ner Statt finden. Die Zapfen der Lerche fängt man an zu pflü- >den. Baum- und Pflanzſchulen müſſen bey hohem Schnee nach- geſehen werden, daß die Haſen nicht Schaden darin thun z; bey Thauwetter iſt das ſich etwa darin ſammelnde Waſſer abzulaſſen. Sind die Zapfen der Erle mit Zweigen geſammelt, ſo müſſen dieſe nun ſpäteſtens auf den dadurch zu beſäenden Schonungen ousgeſteXt werden. Auch Birkenſamen kann man auf hinrei- e und Spießer oder Schmalthiere von Damm- und Rothwild, wenn eine unausge- ſetzte Lieferung davon erforderlich iſt, Die Fuchsbaue ſind. flei- gig mit dem Dachshunde zu revidiren. Bey offenem Wetter fin- 'den ſich die Enten auf freyen Gewäſſern ſtärker ein, wo man Erpel mit dem Schießpferde, oder in eingegrabenen Löchern, bey gutem Winde, erlegen kann. Die Wildfütterungen müſſen flei- Pig abgewartet werden. Dur) Fällen der Aspen und anderer Holzarten, deren Knospen das Wild liebt, ſucht man in Exr- mangelung anderer Hülfsmittel der Noth deſſelben zu begegnen. "u y. 66 m 4 Nieeron! ji Fel 16 di: Du eine bel rd pe Umirid fimhumd 06 11.54 Witiebe bo iS! jm de Zul Jie ab, Erlen vn NNEN? Obe fore 4 Vfg werden(mp | vg W In) 1,5 Un vn Bul MNEE felſiym'| lenbihm dam% ufen bmg? 4,9 vg nden un 5 1 Februar. Vefernzapfe da bey war: t, Bey den t, fann hy nſamens je. 1 an zU df Chnee hah: im thun; by er abzulaſſen t, 10 müſſe Schonung 1 auf, hinwj: des Chi, 13 der Eth faethauet jj, renden Fry = jr zu fürchte en Faſchintn ginnt ernſil niſt auf dit es, und di! 4 auf Walt: Bedürfniß by ntwendungn its Holz zu: he Rubholz 48 und mel Sagemüllern Inordnungen m gefroffen, Theerſchwt ſe fortgeſeht ß vom Hot: Spießer odi ine unau8gt ue find flei 1 Wetter fit: in, wo my ſchern, hy) müſſen fü und ande! man in( zu hegegn" Forſiwirthſ: Buſchholz- Betrieb. Die Eichen- Schälwaldungen ſind eine beſondere Art von Eichen- Niederwalde im 18- bis 30jähri- gen Umtriebe, wobey der Zwe, Gerberrinde zu gewinnen, vor» herrſchend iſt. Ob man die Erziehung vom Knüppelholze dem Buſchholz- betriebe vorziehen, oder umgekehrt letztern wählen ſoll, hängt von DEP 3BR LANGT dem Boden, dem Abſate und den Servi- tuten ab. Eichen, Buchen, Hainbuchen, Ahorn, Ulmen, Pappeln, Erlen und Birken eignen ſich zur Erziehung von ſtärkerm Holze z doch) gewährt die Birke dabey zu ſchlechten Wiederausſchlag, um vhne fortwährende Nachhülfe durch Saat oder Pflanzung einen vollen Beſtand und reichlichen Ertrag zu gewähren. Haſeln und Weiden ſind im Buſchholzbetriebe vortheilhafter, Auch der Yus- ſchlag der Buche verliert im längern Umtriebe ſehr an Kräftig= keit und reichlichen Trieben. In ſehr armem, flachgründigem Boden gewährt der kurze Umtrieb reichern Ertrag, als der län»? gere, indein in demſelben das Holz nur kurze Zeit kräftigen Wuchs zeigt. Je ſchwieriger die Ergänzung der Mutterſtöcke an felſigten Hängen oder in der Ueberſchwemmung ausgeſepten Er- lenbrücyern iſt, deſto kürzer wählt man den Umtrieb, weil nur dann die Erhaltung des vollen Beſtandes und aller vorhande- nen Mutterſtöc>ke möglich iſt. Wo man nur ſtärker Holz ver- kaufen kann, iſt der Buſchholzbetrieb unanwendbar, eben ſo wie er ſich vortheilhaft zeigt, wo Reifſtö>e und Korbruthen Abſatz finden und das Reisholz gut bezahlt und benugt werden kann, 84 Forſtwirthſchaft. (424). -=- Buſchholz ſchließt die Behutung gänz aus und gewährt bey- nahe gar kein Raff- und Leſeholz, wo daher dieſe Servitu« ten auf dem Forſte laſten, kann man ibn nicht wählen.= Ei- e und d hältniſſe erlaubv daß die hervorkymmenven Wusid Loßden ert 4553 IG t an der Erde, oder auch nod) etw Boden bede&r bervorbien jen, damit ſie ſich ſelbſt bewur zeln küön- wiſſeri Nen einen neuen fetbfty ſtändigen i 1 hängt die Unver dena- entveh irit dieß aber auch zugreich EN L( welder'deſto- vor züglticher ivrzeln UDB die dem Aus ſchlage Nadrung Eine Ausnahme von dieſer Regel des tiefen Hi nur die Sümpfe und Brü ch er, in denen oft bis 31 ein hoher Waſterxſtand iſt. In dieſen muß man no ſo hoc h hauen. daß der abgehauen e Stv> nicht gan ſer bede&t wird, da ſonſt der AUSſchlag ausbleiben Außerdem. kann man in dieſer Hinſicht folgende Grundſäzpe befolgen: 1) Bey allen Samenyflan gen und Reiſern, welche unmittelbar aus der E omm en, obne ſichtbar.mit dem alten Mutterſtv&e'z1 DINGE darf nicht mehr, als etwa die Höhe eines e nen„und 8 den. F „ den Stäan- de Hervor- jEMMmenZzU- en vder einzeln ſtehen + y )+ leibe i. 2) Bey len Hölzern, welche ſich durch. Wurzelbrut verjün- gen, haut man yt8(98 auch die alien Mutterſtöc>e in glei- nicht einſplittert, die äußere Ninde, durch welche die Kno82 pen. hervorbrechen ſollen; nicht verlept wird. Das abgehauene Holz darf nicht auf die Stö>e gelegt werden, wenn die Abfuhre deſſelben erſt zu der Zeit erfolgt, wo die jungen Triebe ſchon Hervorc ve vmmen ſind, müſſen die aufgebundenen Welien an die Wege ge bracht werden, um die Beſchädigung der. Lohden zu ver- meiden. Die zum Aufbinden der Wellen not higen Weide 1 mÜſz ſen den Holz ha HE„ange wieſen werden, damit ſie durc< das Hauen oder Schneiden derſelben ſo wenig NÜOWE als möglich verurſachen. Am: vort beilhafteſien werden ſie aus. alten,. bald zum Abtriebe kommenden Haſel: und Weidena? ren, oder von Birkenäſten entnommen. Sobald Nubhölzer, Pſlugſtangen 3"1 w. gen vor dem Abtriebe des Breunbol hauen, eiterbäume, Weinpfähle, rden können, ſo werde n dieſe zes durch Sachkundige ausges: ' 86 Forſtwirthſchaft. 4 (428) u„wl 2) Beſondere Regeln für die verſchiedenen Holz- frttt]„= gattungen, at wede. Eichenniederwald. An Holzmaſſe gewinnt man bey| Ihiefer gew] dieſer Holzgattung durch längern Umtrieb nicht, man verliert| vie Nut deſty mehr dadurch, je ärmer der Boden iſt. Nur in den erſten aſe wan Jahren iſt in ſehr flachgründigem und armem Boden der Wuchs Riedewg 7 der Ausſchläge ſtark, die Zahl derſelben vermindert ſich, je äl- de erhalt 900 ter das Ho!z wird. Auf Sandboden iſt der Ausſchlag ſchlecht Gamen 00 und der Niederwald-von dieſer Holzgattung unpaſſend. Auf ſchlag 3/Mi einigem, flachgründigen Lehmboden kann man mit ziemlicher| Dim! Sicherheit noch 60-=- 80 Jahr alte MutterſtöFe tief nachhauen.(umpfig M Schälwaldungen, von welchen die Ninde zum Gerben. verwandt große 104 werden ſoll, kommen zum Hiebe, wenn die Knogspen anfangen gen ſi 0! aufzubrechen. Man ſchält die Rinde auf doppelte Art, Entwe- zun fh; der wird die ſtehende Stange ausgeäſtet, die Rinde da, wo der den hu!) Abhicb erfolgt, eingekerbt und dann ſtreifenweis längs dem pon(1.00 Stamme abgeriſſen, von welchem ſie dann vollends, nachdem Gamen) I | er gefällt iſt, geſchält wird, oder es werden die Stangen vor» 0: id M | her gehauen, und dann mit einem hölzernen Lohſchliter abge-. vi dent eH borkt.= Von ver Behandlung der Gerberrinde wird weiter un- fehn Mit ten die Nede ſeyn. Jey watts Bey den Buchen- Niederwaldungen zeigt ſich der ſtärs da ze kere Zuwachs erſt im ſpätern Alter, und ſie werden häufig bey ohne us 1 einem 30-- 70jährigen Umtriebe zu Knüppelholz benußt. Der Yan hr: Ausſchlag verliert jedoch nach 30 Jahren ſehr an Menge und durd) 4668 y Wuchs, und da die Ergänzung eingehender Mutterſtöcke ſchwierig Ihe Enie iſt, ſo dürfte zu einer nachhaltigen Nutßung ein höheres Alter WS nicht vortheilbaft ſeyn. Man muß bey dieſer Holzgattung im MEER jungen Holze hauen, da der Ausſchlag am alten Sto>e nicht er- Manzungn folgt und die Verjüngung durch Wurzelbrut zu unſicher iſt. Die niht natürlichen Senker, welche ſich aus an der Erde liegenden Zwei: und aus E19 gen, vorzüglich bey kurzem Umtriebe, bilden, müſſen geſchont wer- mit dem 193) den und unbehauen bleiben, indem ſich daraus neue Mutterſtöe ben GH JEN herſiellen und der Beſtand ſehx verdichtet. Vom Wilde und Viehe rit mb verbiſſene, zurückgebliebene und ſelbſt verdammte Sträucher, er-(MNT 7 | holen ſich oft noch zu recht gutem Wuchſe, wenn ſie unabgehauen We Nf 1% ſtehen bleiben, und werden deßhalb bey der Einſchonung über- lod, fe gehalten.; beh 118, Von der Hainbuche gilt daſſelbe, was von der Buche 19m Unad geſagt iſt, nur daß ſie, indem ſie ſich durch Wurzelbrut ver- der[ol[Fr jüngt, immer den tiefen Hieb erträgt, und daher ein früher hoch ſtunde gebauener Ort ſtets nachgehauen werden kann, pu"ns Die Birke ſchlägt am häufigſten an den über der Erde lie- inten gs genden Wurzeln, oder dicht an der Erde, da, wo die di>e NRin- NETE de des Stammes dünner wird, aus. Sie? bedingt deßhalb zwar AUEN" tiefen Hieb, jedoch muß noch ſo viel vom Stoc>e über der Erde mrs ſtehen bleiben, daß die Cheile deſſelben, wo man den Ausſchlag den iE erwartet, nicht abſterben. Man will die Bemerkung gemacht ſie müh,| haben, daß gepflanzte Birken ſchlechter wieder ausſchlagen, als peln geſäete, was ſich jedoch wohl nicht in allen Fäilen verbürgen Ihnen 1 läßt. Mit Ende Februar hat man gern die Birkenſchläge been- haftoſtoy“ digt, und hält einen ſpätern Hieb dem Ausſchlage nicht günſtig. ſtalt"6 Wo man ſich bloß auf die alten Mutterſtö>e beſchränken muß,[mw iE teh Holi: ht man by man verlie in den erſty 1 der Wut | ſich, jed: lag ſchleht Jaſſend, uf it ziemliche f nachbautt, en verwarnt en anfanzn ſet, Entyy da, wo dy längs den 8, nachden jangen bop liber abge: weiter un: Fh dex Kite 1 häufig bey jenußt, Zu Menge un) de ſchwier) heres Alt zgattung im ode nicht et: her iſt. I genden wel: jeſchont wit: Mutterſitt de und Vieh! wäucher, unabgehau 'onung über nder Bult yrzelbrut vit: 1 früher h0 der rde lit? die diät Rin: deßpalb zw iber der Er?! en Ausſchit! ung gem chlagen, 1" on verbun! hläge 11 nicht gün) hränfen 1! 3. Abſchn. Behandlung der Wälder. Niederwald. (427) und dieſe nicht ergänzen kann, dürfte es gefährlich und für den Ertrag nicht vortheilhaft ſeyn, das Holz über 15-=- 20 Jahre alt werden zu laſſen. Da jedoch die Birke früh Samen trägt, dieſer gewöhnlich leicht und in Menge anſliegt, ſo daß dadurch die Mutterſtö>ke, welche eingehen, leicht wieder durch Anflug erſebt werden, ſo findet man auch viel gut beſtandene Birken- Niederwälder von höherem Umtriebe, welche dadurch im Beſtan- de erhalten werden, daß man auf dem Morgen drey bis vier Samen tragende Stangen üÜberhält, ſo daß Anflug und Aus: ſchlag zuſammen aufwächſt,;: Die Erlen-Niederwaldungen nehmen in der Regel ſumpfige Orte ein, wo ſie dann im nördlichen Deutſchland in großer Ausdehnung vorkommen. Wo ihr Wuchs gut iſt, ſchlas gen ſie bey 40 Jahren noc) vollkommen ſicher aus, und ergän: zen ſich auch bey hin und wieder eingehenden Mutterſtöcken durch den häufig abfallenden und auf von Waſſer freyen, feuchten Höhen von ſelbſt ſehr leicht, Das oft vorkommende Ueberhalten von Samenbäumen iſt jedoch nicht zu empfehlen. Der Boden übere- zieht ſich bey dem gewöhnlich ſtarken Graswuchſe zu ſchnell mit einem dichten Filze, ſo daß der ſpäter abfallende Same nicht aufgehen kann, die ſiehengebliebenen Stämme halten in der Regel weder einen doppelten Umtrieb aus, noch können ſte bey der großen Sprödigkeit des Erlenholzes nachgehouen werden, ohne großen Schaden an dem Anfluge und Ausſchlage zu thun. Man verliert deßhalb das ſtehengebliebene Holz, ohne Vortheil durch Anflug davon zu erhalten,=- Beſſer thut man, da, wo eis ne Ergänzung der Mutterſtö>e nöthig wird, den Schlag, wenn hinreichender Same in ihm fehlt, bey dem Abtriebe an den eme pfänglichen Stellen damit zu überſtreuen, oder die Lücken durch Pflanzung auszubeſſern. Gewöhnlich tritt erſt im December hin- reichender Froſt ein, um das Holz in den Brüchern einſchlagen und ausfahren zu können. Man wartet aber auch ohnehin gern mit dem Anhiebe, bis die Zapfen ſich öffnen und den Samen auf den Schlag ſtreuen, Iſt der Bruch ſehr unzugänglich, ſo darf nicht mehr täglich eingeſchlagen werden, als ausgerückt werden kann, damit das Holz nicht bey plößlichem Thauwetter im Sume- pfe verſinkt und verdirbt. Eine nöthige Vorſorge bleibt immer noch, es auf Unterlagen zu ſeen, um das Einſinken und Eins brechen der Klaftern bey Thauwetter möglichſt zu vermeiden. Im ſtarken Holze, wo zugleich das Reisholz mit benutt wer«- den ſoll, darf bey ſtarkem Froſte wenigſtens nicht in den Mor- genſtunden gefällt werden, weil das ohnehin ſehr brüchige Er- lenholz dann in den dünnern Zweigen in nichts, als kleine, zum Einbinden untaugliche Stücke zerſpringt. Die Weiden kommen als reine Niederwaldbeſtände nur an Flußufern und alten Flußbetten vor und werden gewöhnlich mit. dem Namen: Weidenwerder, bezeichnet, Nach Verſchie: denheit der Benutungsart wird das Alter beſtimmt, welches man ſie erreichen läßt, Zu Korbruthen werden die einjährigen Triebe geſchnitten, zu Reifſtäben, Faſchinen und Zaunholz giebt man ihnen dagegen einen Umtrieb von 5--8 Jahren. Am vortheil: hafteſten verbindet man den kürzern und längern Umtrieb dex- geſtalt mit einander, daß man nach dem Abtriebe zu Faſchinen einmal Korbruthen ſchneiden läßt, dann aber wieder 5--8 Jahre 87 Forſiwvirthſchaft.* 28) ie„dem Hiebe wartet, weil'das fortwährende Sch neid en ein: jahr iger Triebe zuletzt den Ausſchlag zu ſehr(MWa.- Der tiefe„dieb iſt bey Weiden. vorzügl im wichtig; da ur"bey tiefen Ausſchlägen und V Zurzeltrieben der. Beſtand ſich bi inlänglich ver- dichtet und guten Wuchs erhält. Ran muß.debhalb auh ſtets hinläng! id) niedrigen Waſſerſtar id)( Tie Weiden ertragen übrigens die Holzung Leyt nahe in jeder Jahreszeit zleich aut. Die vert veilbafteſ! e für den Weidengus2 ſchlag dürfte diezentige ſeyn, wo die ZUnvLyen anſan Zen QUſzU-: breen Bey der Haſel iſt der tiefe Hieb ebenfalls ſehr zu beachten vnd|f(ten Stvc>en nod zu yfehlen, d da ihre Aus- ſchläge i[ein! 5] fFwymmen. Bey gütent Wuchſe nan ein Alter Jahren zu ſchwa2 hen Reifſtäben, von 16=- 18 zu ſiärte:i und Korbſtbrkens Bez achtung verdi iE das Weidenſ JÖRFWER? wodurch viel Reifſtäve verborben WENN, und we[ches nan deßhalb nur in den älte: ſien Ortei] 1 darf, wo die 05 achen Ruthen nicht mehr a[Y'; mtr die zu Rei hige Stärke e is mber bis März. Bey den vermiſchten Niederwäld« 2 k „?e h r 4 3 ZEE SIR E EE 21| GE TIE 3 LIS EHEC 19) wirfeaden(EN WERT: MENN EEN DIe verrjwend rhalten würden. Der Abtrieb 4 Da im Mitteiwalde ei“ zume im Schlagholze ſtehend M| erzogen W n, us( Zeachtung bey ſeiner Bewirthſch ing ſeyn, l zu daß der Oberbaum(das Baumholz) paſſend für das Unterholz(das darunter: wachſende Schlagho!3) iſi. al Iche Hölzer ſeyn, wo das hatten verurſacht und das . So können nicht Buchen, 122 UI 10D DUIen und Haſeln ſo? es fonn bey Holzgattun- Fönnen nur Ulmen und rden, Aud) a is Baumholz ird, voraus ſtarken Be- ebrften zu eiim- „ Fann man paſſend zuſammen wi did) ten- verd amt nen Unterhoiz feine Beſchattung Hainbuchen und, 1407 15 6l8 Unterholz zuſf; dieſem Oberholze gen gedeihen. Dreh; N andere beſchatzend H die eiche 1) HALLE ie auf p h im Buſchhölze erziebe ; „+t KEG eſeß, VU QuUttung Le pfehlen ſey; Je Beſchattutig jedes zu Jeie verwal d paßjet Ve H 015 DENE eiche. Wenn der Mittelwald nicht unvorthe eithaft werden ſoll, dür- fen nicht mehr Bäums in iym ſtehen, als das das Unterholz noch ohne„merklichen Nachtd il darin wachſen kann. Wird dieß durcli) u ſtarfe Beſchatiun ig UBHEMNTETE ſo erhält man nur ei- nen raum- und lückenhaft beſtandenen Hochwald, und verfehlt dann den Zwe der Mittelwal dwirthſchaft, Schlag- und Baumholz zugleich zu erziehen. Es iſt dann beſſer, die reine Baumhol3- wirthſchaſt zu wählen, laſſet üs Er vai ſend iſt, Yee out he 4 us dit py„! 163 wald,!* ſorgfalt it hen 1099 het, 8 man. daD ni3111)"ES 3511 08 "jm W u 4 is| NW W| t 15 ws NNN! 114 M"w „ul 54 0 |- v/0e9 al m) vn ſ 51; TOR BAU na W 97: Gori ß ſ "mt, ZN ſhaft, 1 ' 2: 098 iv UW wh m, bB; Py rr WE 7 UNE | Polen|: | Grnygen pm j wine EE witg(19€ nh vm wum EL jm eib velho!;| [halb fel 1 'C nelden eit: 4 gen AUR3y: Bey aut 33 ſchtvy beten, 0 3! Reifſtäht 1 den alte nicht meht ex Abtrieh v den mit- atu) de O0 nnen hur Plmen und ven, Aud) Zautmhol ), vorau8z tarfen Be ſoll, dür: Unterhoh Wird? dieß an nur ew fehlt dan! Ba unv0l Baume 3. Abſchn. Behandlung. der Wälder, Mittehwald. KF<< Es läßt ſich ſchwer eine beſtimmte Zahl von Bäymen anze- ben, weiche wan bey einer gewiiſen Größe übert alten darf, ohne die Unterdrä>ung des Untethvizes fürchten zu in ien, Solz: gattung, Alter Und Wuchs des Oberholzes, Boden und der gere vder geringere Ertrag des Baum- 0der Interholzes ers M gen babey viel Verſchiedenheite em. Es ſcheint aber auch über» flüſſig, das vaſſende Verhältniß| DN und Unterpolzes in ngzubrücen, vielmehr wird es zwe&mäß ige x ſeyn, zur 4 EN „ Zul Beobach! zirkung der VBeſchaitut 7a au Fzufor dern, um dar: aus die inſichts der paſſenden Oberholzt nen'ge für jeden zu entwicde 02 Sntfwed er man dat ſchon Mittel- en. In beiden Fällen prüfe man nuBung 1 nähere Anleitung gege 'orbb eil hafter iſt, viel Baumholz zu er- lz vorzüglich zu begünſtigen. Findet nswerth, ſo thut man gern auf die Bee zich wald, vder ſorgfältig 4 ben. werden ziehen, vder man. das erite t 1 «- XY 6egel venen Fall i ; nubung des! MADLEE V erzicht und läßt ſo vie[ Lapreiſe ex(junge, zu Bäumen tag! ic)e und beſtimmte Stämme) ſtehen, als nöthig ſind, 1; Zaumholz(Hochwald) zu erhalten. Zeigt ſi Bellen= DO Waasholzes ſo vorihbeils Haft 5 zweckmäßig iſt, ſo vermindere m an die ich und AUs äſten der alten Bäume; t ßolz terdrüct zeigt 3 man vermehre das j durch mehr Laßreiſex, wenn fich ergiebt, daß es, um den vortbheilhafteſten Er trag des Wal Des ZU beziehen, nangelt. == Hier iſt einer der Fälle, wo ein Lehrbuch nichts thun kann, als darauf aufmerkſam zu machen, daß ein Gegenſtand vorhanz den iſt, welcher gepr! ift und feſtgeſtellt werd cin muß, wo aber dem Wirthſchafter überlaſſen bleiben muß, die Feſtſtellung ſelbſt nach dem"Ergeb iß der PURAU8 x vorzu nehmen. Wer beſtimmte Vorſchriften zur mechaniſchen 2 ührung durchaus ver? langt, findet ſie in den mehrſt t der Forſtwiſſens ſchaft, hier wagre man aber keine zu geben, Wenn der Mittelwald den Ertrag» gewähren ſoil, welc 348 er (S dulden, als Unterholz ſehr alt werden laſſen. Die alten Bäume Mig l geben fann, 0 474 u eben ſo wenig De aites O as Unte ( ſy Ie älter dieß wird, deſto mehr leidet es unter den atten des Oberbaumes; je ſeltner der Hieb. an einen Ort, dejio unvoiltommner fa! an man dieſen vertheilen und denjenigen Stela len Licht geben, welche es anfa gen zU bedürfen. St iel 8 Knüps- velho!z im Unterholze des. Mittelwaldes zu erzieben, wird deßs )[] elwa halb ſelten rathſam ſeyn, vielmehr wird man Sch in 2 Regel Forſtwirthſchaft. vortheilhafter auf die Erziehung von Buſchholz in demſelben be- (430) ſchränken. Für die Erziehung des Oberbaumes laſſen ſich fole- gende Regeln geben: 1) Man wähle dazu, von der verlangten Holzgattung, wo möglich aus Samen erwachſene, vollkommen geſunde, ſtufige oder ſtämmige Pflanzen aus. Wo Samenlohden fehlen, können auch in der Erde bewurzelte geſunde Sto>ausſchläge ſtehen bleiben. 2) Sehr ſchlank aufgeſchöſſene Stangen erſcheinen zwar zur Erziehung von langſchäftigem, aſtreinen Holze ſehr einladend, erhalten ſich jedoch, frey geſtellt, ſelten gegen den Schnee und Duftbruch, und ſelbſt der ſich an die Blätter hängende Regen beugt ſie zuweilen ſchon um. Man muß ſie deßhalb entweder eini- ge Fahre in etwas gelichteten Horſten ſtehen laſſen, bis ſie hin- länglich erſtarkt ſind, um ganz frey geſtellt zu werden, oder ent- weder gleich im Anfange, oder ſo bald ſie ſich bengen, die Wipfel heraushauen. Dieſe erſeheint ſich in der Folge wieder, ohne daß der Wuchs des Holzes dadurch ſo geſtört würde, daß der Zweck der Nutholzerzeugung dabey verloren ginge, 3) Man ſuche die zu große Aſtverbreitung der ſchon vor- handenen ältern Stämme durch Schneideln zu verhindern; gehe dabey jedoch von dem Gründſaßze aus, daß der Baum immer fo viel Zweige und Blätter behalten muß, als er haben würde, wenn er im vollen Schluſſe erwachſen wäre. 4) Man ſuche eine möglichſt gleiche Vertheilung des Ober- Me zu bewirken, ſo daß an keiner Stelle eine zu nachtheilige Beſchattung entſteht; aber auch an keiner, wo der Boden mit Vortheil Baumholz erziehen läßt, dieß mangelt, Das Unterholz ergänzt ſich im Mittelwalde durch den vott den vorhandenen Bäumen abfallenden Samen leichter, als im Niederwalde. Zeigt ſich eine Ergänzung deſſelben nöthig und wünſchenswerth, ſv muß man jedoch auch darauf bedacht ſeyn, bey eintretende Samenjahren ſolche Orte, bey denen dieß der Fall iſt, vorzugsweiſe in Betrieb zu nehmen, um den aäufges Zenden Pflanzen die nöthige Schonung und das erforderliche icht zu verſchaffen.;;;; . Von der Eintheilung und Hiebsleitung im Mittelwalde wird weiter unten die Rede ſeyn*), 111. Von der Hackwaldwirthſchaff. Der Ha>wald, oder die Hauberge, iſt Niederwäld, in wels e hinreichend ver- wundet worden iſt, ein oder einige Jahre hindurd) Getreide ge- baut wird, bis die heraufwachſenden Ausſchläge dieß wieder Unthünlich macht. Der Niederwald wird dazu in regelmäßige Jahresſchläge getheilt, welche groß genug ſeyn müſſen, um gehörig geſchont *) Mehr über die Mittelwaldwirthſchaft in: Cotta Waldbau, Dresden bey Arnvld. Pfeil, Behandlung des Mittelwaldes, Züllichau bey Darnniann 41324. | brat 61 Jung! | Bt) | vwl! und fh über UBS | oder KintBAY hainbats | vi Siu ME: 27! 000| vn 90 vid, 10 Me ſt mi'De DÜ€; Ww a Ww 195 Nd mich T Iinäu jh vo3g fad die 3633 ſelben be: nA fol: ttung, wwe de, ſtufe en, fönnen (äge ſtehen EUREN einladen), ohne 1) nde Nun weder ein 18 ſie hin: , oder ett: igen, die je wieder, rde, daß don vor: ern) gehe m Immer en würde, 68 Ober: waldwirthſchaft auf vie: len vereinzelten kleinen Privatgrundſtü>en betrieben werden ſoll, wie dieß gewöhnlich der Fall da, wo man ſie findet, iſt, gehört uerſt die Zuſammenlegung der einzelnen Theile in ein Wirth- dHaftaganzes dazu, welches man gewöhnlich Conſolidation der Hauberge nennt. In Verhältniß der Größe ſeines ihm urſprüng lich gehörenden Grundſtüc>s erhält dann jeder Miteigenthümer einen beſtimmten Antheil an der Nutßung. Dieſer Antheil kann jedoch nicht allein nach der Größe der eingeworfenen Fläche be- ſtimmt werden, ſondern er hängt zugleich von der Bonität des Bodens und dem Holzbeſtande des von jedem Eigenthümer ab- getretenen Grundſtü>s ab.;: Die Wirthſchaft in dieſen Haubergen iſt ſehr einfach. Der Holzbeſtand wird, wie bey allem übrigen Niederwalde abgetrie- ben und hberausgeſchafftz nur läßt man gern junge Samen:- pflanzen unabgehauen|ſtehen, um ſie bey dem Umhacken des Bo- dens gegen Beſchädigung zu ſichern. Was von Spänen und unbenutzbarem Reisholze darin zurückbleibt, wird auf Haufen gebracht und verbrannt, theils um den Boden zur Bearbeitung zu reinigen, theils ihn dur die Aſche zu düngen. Jſt der Boden ſehr verraſet, oder mit Ginſter und ähnlichen Unkräuiern bewachſen, ſo wird dieſe Bodenbede>ung abgeſchält, getro>net, und mit dieſem Reisholze zugleich verbrannt; die Aſche aber Über den Schlag ausgeſtreut. Je nächdem der Holzboden dicht oder licht beſtanden iſt, wird dann der Boden entweder mit dem Hainhaken, ähnlich dem gewöhnlichen Haken zur Umarbeitung des Ackers, aufgeriſſen, oder mit der Hainhäac>e umgeha>t, mit Korn, Buchweizen oder Hafer beſät. Bey dem Erndten ves Getreides iſt die nöthige Vorſicht nicht außer Acht zu laſſen, um die jungeti Pflanzen und Ausſchläge nicht zu beſchadigen z; auch wird, im Fall der Holzbeſtand zu lückenhaft iſt, wohl die Holz- ſaat mit der Getreideſaat gleich verbunden. Wenn die Frucht abgeerndtet iſt, wird das aufſchlagende Holz ſo lange geſchont, bis das Vieh ohne Nachtheil eingetrieben werden kann, und der immer nur ſehr lückenhaft bleibende Holzbeſtand giebt dann ei- n: ane Weide, Gewöhnlich wählt man einen 15-=-20jährigen mtrieb, IV. Von der Kopfholzwirthſchaft. Die gewöhnlichſte zu Kopfholz verwandte Holzgattung, und auch wohl die empfehlenswertheſte, wo der Boden ihr zuſagt, ſind die Weiden, von denen aber nur die größern Baumweiden dazu genommen werden müſſen. Sie ſind mit leichter Mühe anzubauen, gewähren eine ſo große Maſſe Holz durch ihre ſchnell wachſenden Ausſchläge, daß die geringe Brenttgüte hinreichend dadurch übertragen wird, und dabey kann daſſelve noch manche Bedürfniſſe an Zaunholz, Reifſtäben, Bind- und Flechtruthen, Senſen: und Nechenſtielen u. ſ. w. befriedigen. Dieſe von dem Forſtmann bisher ſo wenig geächtete Hoölzgattung kann deßhalb dem Landwirthe zum Anbau nicht genug empfohlen werven. Der Anbau der Kopfholzweiden geſchieht bekanntlich durch in die Erde gegrabene, wurzelloſe Stangen(Seblinge), Fol: gendes dürfte in dieſer Hinſicht beachtungswerth ſeyn, 91 10I9'F% T JForfwirthſchaft. 432 ( 7 Erkennung der verſchiedenen Weidengatktungen iſt ziem: lich ſchwer, und man achte deßhalb darauf, baß die Sebpſtangen nur vvn ſolchen Stämmen genommen werden, welche hinſichts ihres Holzes und Wuchſes, dem Z3wede 3a 13 entſprechen, für weichen man den Anbati des Kopfholzes vc vornimmt. Auf fri» ſchem und feuchtem, nicht zu feſtein Boden kann man des An- gehens. dieſer Sebtſtrangen ziemlich gewiß ſeyn,, und es wi vde das her Überflüſfie fey: Je erſt, zur Auspflanzung 10 das Freie, in Baumichuten vorzubereiten. Man haut ſie ain beſten. mit ein: tretender 9 Frühlingswitterung und Im vhnlich Ende F Februar vder Anfang März, aus etwa 23 bis 3 Zoll dien, 8-9 Fuß lan» gen Stangen» indem 47 den Wipfel bis au if dieſe Lange wegnimmt. Der AJohieb an beiden Enden geſchieht ſchräg, mit einem ſcharfen Inſtrumente, ſo daß die-SwioE nicht ein- ſplitiert, was durchaus vermieden werden muß. Alle Aeſte wer: den. ſcarf am Zeive weggenommen, jedoch ſo, daß die Rinde der Stange dur) 208 nicht beſchädigt wird. Ungern ſezt man die friſch«abgehauene Stange gleich, ſondern weicht ſie erſt 14 Tage ein, indem 498 0 ſte entweder ganz in das Waſſer wirft, oder. mit den St MIEREN bloß einſehtz; denn die Erfahrung lehrt, daß die ſo behandelten Seblinge Deſen angehen, als die friſch e eingegrabenen. Unt DUDEN la3t man die Pflanz löche r, ewa zwey Fuß 1(Cs Gevierte, bis in eine Ti(ef que ſgraben, vis in welche der DE den nich t leicht austroc>net: gewöhnt ich Zwei bi8 zwey und 7 1 halben Fuß tief. In dieſe Pflanzlöcher wn (&, 1443 odann die Sebi WEINDEN verge ſialt eingejept, nicht einge ſtoßen, d as mit ſich die Rinde nicht vom Stamine Feut; daß man ſie dicht mit feſigedrü&ter Erde umgiebt, ſo daß die beſſere, fruchtbarere um den Stamm zu liegen koinmt, Die Spite wird mit Lehm vder einem Stü>e Naſen bede&Et, um das zu ſtarke Austroc>ks Hen-zu verhindern, und wo Beſchädigung durd das Vieh zu fürch ten it, der Sta 58 m mit Dornen umwunden. Ende Nay 7 oder. Anfang Juny muß die Pflanzung„nache ſehen und von den untern“ Stammſprotſen gereinigt werden, 6 bloß die ohern Zusſchläge bleiben, welche der 7 tun igen Kopf bilden ollen. | Auf ſehr tro&nem Sandboden oder an Wegen, wo ein ra- ſcher Wachsthum der Stämme wünſchenswerth iſt, thut man beſſer, die Stangen ein bis zwey Zoll vi> zu nehmen und ſie erſt in Pflanzkämven, unter gehöriger Pilege, 53 vrdentlichen Pflanzſtämmen mit Wurzeln zu erziehen. Die geringe Mühe und wenigen Koſten, welche dieß verurſacht, werden reichlich durch die größere Sicherheit des Gedeihens erſei bt. und.'mair urde nicht ſo viel mißglückte Pflanzungen an den Landſiraßen finden, wenn man dieſe einfache Vorſicht ge: augfat 1 beachtete. In der Negel benußzt man das Kopfholz bey einem Altex von 5-6 Jahrenz doch hängt dieß ſehr von der Verwendung des Holzes ab, Unter den Übrigen Laubhölze yn wird,"auf friſchem Lehm- boden, Kalkſtein-, Thonſchiefer- und Bellchein Gebirgsboden, vorzüglich die Hainbuche zur Gewinn von Brennholz bes nußt. Sie läßt ſich ohne weitere Vorbereitun 6 mit großer Si- en und auf jedem Plate, wo nur ein Baum Raum hat, ſtehen= den Stämme bieten zwar dem Auge kein ſchönes Bild dar, man kann jedoch dieſe Stellen gewiß auf keine Art für die Land- wirthſchaft vortheilhafter benuben, da der Schatten ſolcher be- hauenen Stämme nicht nachtheilig wird, und, ohne Beeinträchtiz gung des Frucht- und Gragertrags, eine Menge Holz und Fut- ter gewonnen werden kann. Nach der Güte des Futterlaubes und dem Ertrage, dürften die verſchiedenen Hölzer im Nange, als Schneidelholz, folgendermaßen auf einander folgen: Ulmen, Eichen, Linden, Schwarzpappeln, Hainbuchen. Die Übrigen Laubhölzer ſind für dieſen Zwe nicht empfehlenswerth. Sowohl bey der Kopf-, als Schneidelholzwirthſchaft, muß immer im jungen Holze gehauen werden, das heißt, es müſſen Stumpfen von etwa einem halben bis ganzen Zoll Länge, von den lezten Ausſchlägen ſtehen bleiben, an denen die neuen Triebe bervorfommen. V. Von der Plenterwirthſchaft. - Es iſt ſchon angeführt worden, daß man in der neuern Zeit die Plenterwirthſchaft nur noch da beybehalten hat, wo eine plöbliche Entblößung des Bodens Gefahr bringen und die Nach- zucht von jungem Holze zweifelhaft machen könnte.; Die Art der Behandlung eines, unter dieſen Verhältniſſen beyzubehaltenden Plenterwaldes muß verſchieden ſeyn, je nach: TI. 23 Forſtwirthſchaft. (434) dem die Holzgattung eine andere, und die Gefahr, welcher man vorbeugen will, verſchieden iſt.; Auf Boden, wo Verſandungen zu fürchten ſind, findet man gewöhnlich die Kiefer, eine Holzgattung, welche viel Licht be- darf, um zu gedeihen und welcher daher die Plenterwirthſchaft am allerwenigſten zuſagt. Es kann entweder der Fall ſeyn, daß man bereits einen durchplenterten Wald, in welchem Pflanzen von verſchiedenem Alter und verſchiedener Größe ſind, vorfindet,- vder daß man die Plenterwirthſchaft in einem geſchloſſen erx- wachſenen Orte einführen will, Im erſten Falle muß man ſein Augenmerk vorzüglich darauf richten, jungen, auf leeren Stellen ſich zeigenden Pflanzen we- nigſtens ſo viel Licht zu verſchaffen, daß ſie nicht eingehen oder ganz verkfrüppeln. Dieß geſchieht durch das Aeſten der alten aſt reichen und verdämmenden Bäume, die Wegnahme ganz ver- Früppelter unwüchſiger Sträucher, und zulezt, wenn das junge Holz ſchon vier bis fünf Fuß hoch iſt, den Aushieb des alten Holzes. Man behandelt dann die Kiefer ungefähr ſo, wie die Buche, unter ſehr günſtigen Umſtänden, wobey man ſicher iſt, ſie noch zu: erhalten, wenn gleich ſie dabey im Wuchſe ſchr zurück- geſebt wird. Da man jedod) gar nicht die Abſicht hat, einen Beſtand von gleichem Alter zu erziehen, ſo erſtreckt ſich dieſe Augplenterung immer nür auf einzelne Stellen, und die jüngern Horſte bleiben ſo lange unberührt und fortwachſend, bis das auf andern lichtern Stellen zu erziehende Holz den Boden wie- der hinreichend deckt.: Bey einem erſt einzurichtenden Kiefern- Plenterwalde, wer- den einige Stellen hin und wieder horſtweis ſo ausgelichtet, daß der abfallende Same aufgehen, die Pflanzen wachſen kön nen z und erſt, wenn die auf dieſe Art entſtehenden jungen Horſte groß genug ſind, um den Boden zu ſchirmen, werden wieder an andern Orten ähnliche Lichtungen vorgenommen, bis zuleßt der ganze- Ort auf dieſe Art verjüngt wird. Die Plonterwirthſchaft an ſteilen, felſigten, uncültivirbaren Felſenhängey ,- führt man nothgedrungen, weil man heits Ge: wöhnlich keinen Beſtand von gleichem Alter und gleich nutbar vorfindet, theils die fortwährende Ueberſtreuung mit Samen wünſchenswerth iſt, damit der Zufall Samenkörner auf keimfä- Higen Boden, in Felſenſpalten u, dergl. führe, die dort bey günſtigen Jahren aufwachſen können. Man ſetzt dazu beſtimmte Zeiträume, z, B. von 10 oder 20 Jahren feſt, in welchen man den Ort dergeſtalt durchhauet, daß man das abſterbende und ſeine volle Nutbarkeit erreicht habende/ Holz wegnimmt, das ; s wüchſige und noch brauchbarere aber ſtehen läßt, Wie man das im Plenterwalde nachhaltig wegzunehmende Holzguantum berechnet, wird in der Taxation gezeigt werden, VI Vom Baumfelde. .„„Noch iſt das Baumfeld mehr in der Jdee, als in der Wirk- lichkeit vorhanden; da jedoch in der neuern Zeit ſo vielfach die En davon geweſen iſt, ſo kann es hier nicht ganz übergangen werden. „R Es porau'S vom. werde /Ls mn 3 Ott! Ds! NELLE pn ES Gettß! 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Die Neihen, in de- nen die Pflanzen ziemlich dicht nebeneinander geſetzt werden, kom- men 10-20 Fuß von einander entfernt, ſo daß im Anfange noch Getreide zwiſchen ihnen gewonnen werden kann; wenn aber die Zweige und Wurzeln anfangen ſich auszubreiten, die Grasnu- bung, entweder als Wieſe oder als Weide ſo lange Statt fin- det, bis der Zwiſchenraum in den Reihen ganz überwächſt. Nur wo Mangel an Feld, der Boden kraftvoll genug, nichts vom Wilde zu fürchten, Ueberfluß an Dünger und die Entfer» nung von den Ortſchaften nicht zu groß iſt, dürfte dieſe Jdee ausführbar ſeyn. Selten werden ſich aber alle dieſe Umſiände ſo zuſammen vereint finden, daß man das Baumfeld empfehlen Xonnte*). VILL Von der Umänderung einer Betriebgart in die andere. Umänderung des Hochwaldes in Niederwals. Alle noch zum Wiederausſchlag geſchiten Orte können gleich ſo abgetrieben werden, daß man ſie in ſo vicl Jahresſchlägen ab- hoizt, als der Niederwald künftig erhalten ſoll, indem man mit dem älteſten Holze beginnt und das Jung für die lezten Schläge beſtimmt. Das ſamentragende alte Holz wird in regelmäßige Samenſchläge geſtellt, um erſt zu Niederwald taugliche Be- ſtände zu erziehen, die Eintheilung aber dabey ſo getroffen, daß man ſoviel Jahre darin wirthſchaftiet, als der künftige Umtrieb des Niederwaldes enthalten ſoll, Das zum Wiederausſchlage zu alte, zur Samenſtellung zu junge Holz, bleibt ſo kange ſte- hen, bis es hinreichenden Samen bringt, um dadurch verjüngt werden zu können, wo ſodann dieß gleichfalls geſchicht. Bey der Umwandlung des Hochwaldes in Mit- telwald findet ein gleiches Verfahren Statt; jedoch läßt man im jungen Holze gleich die erforderliche Anzahl Laßreiſer ſtehen, und bey der Verjüngung der alten Beſtände durch Beſamungs- ſchläge, werden gleich die nöthige Anzahl mitteiwüchſiger Stäm:- me übergehalten, um bey den nächſten Hieben das bedürftige alte Holz vorzufinden. Die Umwandlung des Niederwaldes in Hoch- wald kann auf verſchiedene Art Statt finden. Wenn der Be- ſtand von der Beſchaffenheit iſt, daß er zu Baumho!z erwach- ſen kann, läßt man ihn=- indem man die erſte Umtriebszeit des Hochwaldes ſo kurz als möglich anſeßt= gleich fortwachez ſen, und begnügt ſich, bis der älteſte Schlag genügenden Sa:- men bringt, bloß mit einer ſtarken Durchforſtung, in welcher man das zu Baumho!z untaugliche weanimmt. Man muß zje- doch hierbey längere Zeit auf den größten Theil der Nutzung *) Siehe Verbindung des Feldbäues mit dem Waldbaue, vder die Baum: feldwirtyſchaft von H. Cotta» Dresden bey Arnold. 28* 95 96 Forſtwirthſchaft. 436) ganz Verzicht thun, und wählt daher liebey die andere Art, indem man nur ſo viel Laßreiſer ſtehen läßt, daß der Ort zur u der Haubarkeit in Schluß kommt. Bis dieß der Fall iſt ährt man, wie bisher bey dem Niederwaldbetriebe, mit den Durchhauungen fort, indem man den Wiederausſchlag des abs gehauenen Holzes ſo lange regelmäßig benußt, bis er von dem ihn überwachſenden Holze verdämmt wird.: Die Umwandlung des Niederwaldes in Mittelwald geſchieht ganz auf die zulept angegebene Artz; nur daß nicht mehr Laßreiſer ſtehen bleiben dürfen, als die Erhaltung des AuUs- ſchlags geſtattet, und daß bey der nächſten Durchhauung ein aroßer Theil der früher ſtehen gebliebenen Laßreiſer weggenom= men wird, und dafür wieder andere Übergehaiten werden. Die Umwandlung des Mittelwaldes in Nieder: wald beſteht eigentlich nur in Heraushauung der Bäume. Dagegen iſt die von Mittelwald in Hochwald ſchwieriger, und muß oft auf ganz verſchiedene Art bewirkt werden. Wo der Hauptbeſtand des Oberholzes aus alten Bäumen beſteht, die Laßreiſer und Oberſtänder fehlen, auch das Unterholz nicht zur Erziehung von Bäumen tauglich gefunden wird, kann man nur durch eine Behandlung gleich der eines Samenwaldes, d. bh. durch Beſamungsſchläge, ſeinen Zwe erreichen. Da jedoch ſels ten der Holzbeſtand geſchloſſen genug iſt, um eine regelmäßige Samenſitellung bewirken zu können, ſo muß eine Unterſtüßung durch Ausſtreuen von Samen, Auspflanzung lückenhafter Stel-= len, Ueberhalten einzelner Laßreiſer aus dem Unterholze, die Ergänzung des jungen Beſtandes zu bewerkſtelligen ſuchen. In einem ſolchen Falle giebt man dem Mittelwalde gleich den kür- zeſten Umtrieb des künftigen Hochwaldes, wenigſtens in Bezug auf den wegzunehmenden Oberbaum, und begnügt ſich, in den in der erſten Zeit noch nicht zur Verjüngung kommenden Arten vas für den Hochwald untaugliche 1n6terbel und die abſterben- den Bäume wegzunehmen. Ein anderer Fall, wo ſehr viele Laßreiſer und zur Erzie- hung von Baumholz taugliches Unterholz vorhanden End, ſett auch eine andere Behandlungsart voraus. Man behält dann, im Fall die Umtriebszeit des Mittelwaldes lang-- 30 bis 35 Jahr-- war, dieſe noch bey, oder verlängert ſie bis dahin, im Fall ſie bisher kürzer war. Die Durchhauung trifft nun alles ſtarke verdämmende Holz, wogegen man ſoviel Laßreiſer und ſchwache Oberſtänder ſtehen läßt, daß daraus ein Baumholz- beſtand erzogen werden kann, Von den Waldgeſchäften, welche gewöhnlich im Mo- nat März vorfallen, - 14. Holzeinſchlag. Brenn- und Spalthölzer können noch in dieſem Monate gehauen werden z jedoch ſucht man im Hoch- walde die Schläge zu beendigen, wenn es nicht früher hat ge- ſchehen können. Der Abtrieb der Kopf- und Schlaghölzer, auf zugänglichem Boden, dauert fort. Der Betrieb der Köhlerey bes | ||| y 118' | | gewieſen wähle m! ſv wied; aufgeth"? haut Gide wur, 1 | nur 8 |(wen m'G (die u'W || m, DW jw, vt fung(80 | Die Gar tiF | wm | wins | Eni chen 16 | nd 28 NENNEN | 006 Nf tft | vid u| ED For |(0: Auff Et Niobe Dentäg jr vH Ling der DiE. [dte (fm: ih dt- J(Oleuniy 5SY Warnen| fes Nen, Ing | Tmgbiu I Jierung ſgs |Gihäfer; [ald ſuhs Wügen be 3 Ferſe dere Art, er Dit zur der Fall if ', mit den lag des ah« er von den ttelwal) t daß nicht 16 des Ays: jauung ein Weggenon: rden, Nieder: 1 Bäume, chwieriger, den, Wo eſteht, die nicht zur man nur es, d, h, za fes ezemäßige terſtübung after Stel: holze, die chen. Ju h den tür: in Bezug <, in den den Arten abſterben: zur Erzie find, ſett halt dany, 30 bis 3 dahin,| nun alls reiſer und Baumholg: im N0- zune nod 1 im Hel) her hat 9 Gölzer, m göplerey vw 3. Abſchn. Waldgeſchäfte im März. (437) ginnt, und es werden die Kohlſtellen, DeXe und Schirmholz ans gewieſen, damit der Kühler dieß nicht auf eine nachtheilige Art wählt und benußt. Das Kiehnroden für die Theerſchwelereyen, ſo wie das Stückholzroden überhaupt, beginnt, ſobald die Erde aufgethauet iſt, und die aus den Schlägen abgehenden Holz- hauer können damit beſchäftigt werden. Die Bretſchnitter, Schindelmacher, Stabholzſchläger, Reifenſchneider, Muldenz2 hauer, Felgenhauer und alte andern Arbeiter, welche bey ſtren= gem Froſte ihre Arbeit nicht verrichten konnten, ſind in voller Thätigkeit. Sollte im Anfange des Monats noch keine Acker- 97 arbeit Statt finden können, ſo iſt die Holzanfuhre an die Ab»- lagen und Wege lebhaft zu betreiben., 2) Cultur. Kiefernzapfen werden nur im Nothfalle, und nur in den erſten Tagen des Monats dann noch angenommen, wenn man überzeugt iſt, daß ſie noch nicht aufgeſprungen ſind, Die Culturarbeiten, Verwundung des Bodens zur Saat, Pflan- en, Bewahrung der Schonungen durch Gräben und Zäune u, ? w., werden mit voller Thätigkeit betrieben, ſo wie die Wit- terung es erlaubt, Der Sandſchollenbau muß beendigt werden. Die Samendarren ſind in voller Arbeit, um wo möglich den gewonnenen Samen noch in dieſem und dem künftigen Monate ausſäen zu können. Gegen Ende des Monats beginnen die Saaten des Lerchen-, Kiefern:, Fichten-, Hainbuchen- und Eſchen- Samens. Den Winter hindurch aufbewahrte Eicheln und Bucheln ſucht man ſo früh in die Erde zu bringen, als die Witterung es erlaubt, Auf Ablaſſung des Schneewaſſers aus Pflanzkämpen und Schonungen, iſt auch in dieſem Monate noch zu ſehen. Forſtſchuß,.- Wie im Februar. Das Naupen- und Pup- pen- Aufſuchen iſt fortzuſehen z; vorzüglich ſind die Riten in der Ninde der Bäume nachzuſehen, da die Raupen ſchon ihr Win- terlager verlaſſen und Gch in dieſen aufhalten. Der Schmetter- ling der Forleule, Ph. Noctua Piniperda, zeigt fich und muß beobachtet werden; die Nonne liegt noch im Geſpinnſte; der Fich- tenſpinner fängt an, von den Bäumen herunterzukommen. Wo ſich der große Kiefernſpinner, Ph. Bombyx pin1, zeigt, müſſen ſchleunig die Naupengräben gezogen werden. Wenn bey ſchönen warmen Tagen Borkenkäfer in Fichtenwaldungen bemerkt wer- den, ſind die angefallnen Bäume aufzuſuchen und nöthigenfalls Fangbäume zu fällen.=- Waldfeuer werden bey tro>ner Wit- terung ſehr gefährlich, und die Aufſicht auf Waldarbeiter und Schäfer iſt in dieſer Hinſicht zu verdoppeln. Wo Ae>er an den Wald ſtoßen, iſt nachzuſehen, daß die Grenze nicht durch Ab= pflügen beeinträchtigt wird. - Forſtbenutßung. Nach Schmelzung des Schnees ſind die Waldbäche und Canäle zur Flößerey am beſten zu benuten. Das Lagten(Anreißen) der Fichten zum Harzſammeln wird be? trieben. Die Theerſchwelereyen ſind im Gange, und es muß auf Entrichtung des Zinſes geſehen werden. Man ſucht den Ver- kauf der Nuphölzer zu beendigen, denjenigen der Eichenrinde einzuleiten. Wo Holzſämereyen und Pflanzen verkauft werden, findet der Verkauf am beſten in dieſem Monat Statt. Ge;? Torſtwirthſchaft. 3. Abſchn, Jagdgeſchäfte im März, Jagdgeſchäfte im März, Die kleine Jagd iſt geſchloſſen, und das hin und wieder Statt findende Schießen von Paarhühnern, wenn es auch nur die Häbne trifft, ihr nicht vortheilhaft. Dagegen beginnt der Balz des Auer- und Birkwildes, ſo wie die Waldſchnepfe bey uns eintrifft. uud ſowohl auf dem Striche, als in der Suche erlegt wird. In ſumpfigen Gegenden iſt die Jagd auf Beccaſſinen jebt ' oft ergiebig.* Die Zugenten bedecken See und große Teiche, wo man ſie mittelſt des Schießpferdes, aus am Ufer erbauten Schießhütten, oder qus mir Geſtrauch verde>ten Kähnen zu er- legen ſucht. Das Schießen der Erpel derjenigen Enten, welche auf dem Jaädreviere-“ brüten, iſt für die Jagd ſehr nachtheilig, indem man häufig die ganze Brut dadurch verliert. Nur Neh- böcke, Schmalthiere und Spießer werden noch auf Befehl oder dringendes Verlangen geſchoſſen. Treibjagden auf Füchte können“ noch fortgeſebt werden, auch ſind die Fuchsbaue fleißig mit Dachshunden zu durchſuchen. Der Balg alles Raubzeugs iſt zu Anfang des Monats nod) gut, wird aber gegen Mitte und Ende deſſelben ſchlecht, Die Wildfütterungen ſind nur noc< in außerordentlichen Fällen nöthig. Mv, i.19 uf Winke 4 vi Ow Mmh It JEU Mu Dan E Wi: Temun& hn HiNeidy (1, 4055 nan diE 1177 In Und Eeih egen" Mirz, ieder Statt < nur die t der Balz fe bey ung Uche erlegt finen jeßt ße Teiche, r erbauten nen zu er: en, welde achtheilig, Nur Reh: efehl oder ven, auch rchſuchen, ats noh yx, wenihen Forſtwirthſlinge und Abſenker). Keine dieſer verſchiedenen Urten iſt unbedingt zu empfehlen oder zu verwerfen z denn jede hat ibre eigenthümlichen Vorzüge; vder auch Nachtheile; je nachdem die Verhältniſſe verſchieden ſind, unter denen man ſie anzuwenden hat./ Zuerſt entſcheidet zwiſchen Saat und Pflanzung= dent Abſenker ſind nur im Niederwalde anwendbar= die Wohlfeil: beit. Gewöhnlich hält märi die Pflanzung ſtets für koſtbarer z man irrt jedoch darin nur zu oft. Wo der Säme wenig koſtet; indem man ihn ſelbſt ſammelt, oder um geringen Preis erkauft; die Berwundung des Bodens keinen Aufwand verurſacht, in- dem vielleicht die Ackercultur mit der Holzſaat verbunden wird; wo die Saat ſicher gelingt; da iſt ſie gewiß wöhlfeiler. Man berechne dieß aber gettau, ebe man darüber entſcheidet; Wo 3. B, 6 Pfund Kieferſäamen a 15 Sgr; verwändt; für Verwuno dung und Beſäung eines Morgens 2 Thlr; 15 Sar. gezahlt wer- dein, da koſtet ein ſolcher 5 Thlr. 15 Sgr: Culturkoſten; und wenn er zweymal beſäet werden muß; 11 Thaler: Wenn mati ihn in fünffüßiger Entfernung, das Scho> Pflanzen zu. 2 Sgr6 6 Pf. Pflanzköſten gerechnet, bepflanzt; ſo betragen dieſe nur 1 Thlr. 20 Sgr. pyro Morgen, und bey gehöriger Vorſicht wird die Pflanzung weit ſicherer ſeyn; als die Saat; Die Pflanzung wird nur dann koſtbar; wenn man zu dicht pflanzt; oder ſehr alte Pflanzſtämime ſeßt, was man deßhalb beides möglichſt ver: meiden muß.;; Ueber die Wahl der Pflanzutig öder der Saat entſcheidet ferner der Boden. Oft geſtattet dieſer nur die erſte; zuweilen dagegen auch nux die lestere, Jn Erlenbrüchern; welche det 3) 400 Forſiwirthſchaft. (443) Peberſchwemmung anggeſett ſind, kann mar nur pflanzen 5 ebenſo wird dieß da rathſam, wo oxydirter oder verkohlter Hu- mus die Oberfläche dos Bodens bede>t, in welchem die jungen, von der Saat herrührenden Pflanzen nicht wachſen würden. Ein ſehr ſteinigter Boden, in welchem die Anfertigung von Pflanzlöchern zu ſchwierig oder gar unthunlich ſeyn würde, kann dagegen die Saat vorziehen- laſſen. Die Holzgattung beſtimmt ebenfalls darüber. Die Anſgat der Buche auf großen, frey. gelegenen Flächen wird ſelten auszu- führen ſeyn, man wählt lieber die Pflanzung 3; ebenſo iſt' die Saat der Eiche, vorzüglich wo man ſie unterpflügen kann, die- ſer vorzuziehen, Der Schuß, welchen man der Cultur gewähren kann, oder der ihr"mangelt, iſt eine der wichtigſten Rückſichten, und ge- wöhnlich entſcheidend über. den Vorzug 5 welchen“man der einen oder andern' Art des Anbaues einräumt. Wo es nöthig oder wünſchenswerth iſt, die Pflanzen“ bald dem Viehe oder Wilde eniwachſen zu ſchen, wo Verdammung derſelben zu befürchten | iſt, wie 3, B. bey Ergänzung, der Mutterſtö>ke im Niederwalde, wo Gras, Froſt und Dürre den Pflanzen, Wild, Mäuſe, Vös- gel dem ausgeſtreueten Samen nachtbeilig werden, da iſt die Pflanzung vorzuziehen. Daſſelbe gilt, wo gemiſchte Holzgat2 tungen zuſammen erzogen werden ſollen, von denen die eine raſcher, die ondere langſamer wächſt, indem man dann dieſem Uebelſtande dadurch abzuhelfen ſucht, daß man die: langſamer wachſende größer pflanzt. Ob der Boden bald vollkommen gedeckt werden muß, oder ob man um der Gragtnutzung willen einen lichtern Beſtand wünſcht, iſt ebenfalls zu beachten. Sehr dichte Pflanzung wird immer zu koſtbar, und im Fall man einen ſehr geſchloſſenen Beſtand ſchon früh verlangt, ſey es, weil man den Boden ge- ſchübt zu ſehen wünſcht, weil man eine Wildremiſe anzulegen beabſichtigt, oder aus irgend einer andern Urſache; ſo iſt die Saat dazu ſtets vortheilbafter. Die Pflanzung gewährt dage: gen den Vortheil, nicht bloß das Gras lange benutzen, ſondern felbſt Kartoffein u. ſ. w. zwiſchen derſelben bauen zu können, wenn ſie reihenweis gemacht wird. Wo man wenig Samen hat, iſt die Erziehung von: Pflan- zen in Pflanzkämpen ,- die Bepflanzung der Blößen„-rathſamz wo man wenig Acbeiter verwenden kann, wird die Saat un- vermeidlich. Zu Ausbeſſerung von ältern lückenhaften Schonungen iſt immer die Pflanzung paſſender, nicht bloß damit. man die zu große Ungleichheit des Beſtandes vermeidet, ſondern auch, weil dieſelbe ſicherer gedeihet, als die Saat, Wenn hiernach weder Saat, no< Pflanzung unbedingt über- all vorzuziehen iſt, ſo muß doch der letztern im Allgemeinen gewiß der. Bokzug eingeräumt werden. Sie gewährt immer fol- gende Vortbeile, welche der Sgat mangeln: 1) Gleichmäßigere und zwemäßigere Vertheilung der Pflan- zen. Bey der Sgat, wo das Erwachſen jedes ausgeſtreueten Samenkorns zu einem Baume viel unſicherer iſt,“ als bey der Pflanzung, muß man immer mehr Samen ausſtreuen, als ei- gentlich nöthig wäre, wenn die Saat vollkommen gelingt, Dieß. fact. Nawe derjenigen 1 (Wümlict| dings ſich|. zeigten,(8 Heng 10] | 0 erfohrun 4 forttomm! Dl 13 laßt[M | 0“"Ee iſt alen! , NG, j' di! 8 ih, Mi Hfanzung M Wende hy wa I a vs 8 fan, IM Ayr 10 UR igen, (I%B8 17 vB Nan Zn ) Joh (ne eri Se wer! NR «v (Ius | | I wg (1, vt 349 Ji 14 Aus WW iE vw von nN Vini MO ws 5 datunn vs 1 Cg Ait Da WZ die Citi; (4 ift 4 9“ em, UN ſ din Ni am WW EM | | 4. Abſchn. Bom Anbau des Holzes durch die Saat. 401 449) me Afa; giebt entweder zu dichte, oder dieß nur ſtellenweis, und doch verfohlter 5 no< an einzelnen Orten lückenhafte Beſtände, worunter der m die Jungen Wuchs derſelben leidet. Lange iſt der Streit: ob geſäete oder Ofen wirde, gepflanzte Beſtände beſſeren Wuchs hätten? geführt worden, fertigung vo und die Endentſcheidung dahin ausgefallen, daß mit Augsnahme ſeyn würde derjenigen Pflanzungen, wobey«, den Hölzern die ihnen eigen- thümliche Pfählwurzel genommen werden mußte, was aller- Die Anſzx dings ſich als nachtheilig zeigt, die Pflanzungen mehr Zuwachs ) ſelten aue zeigten, als die Saaten. Dieß kann nur von der beſſern Ver- ebenſo iſt dy theilung der Stämme herrühren,; jen fann, die 2) Die Pflanzung iſt ſicherer, als die Saat, Schon die Erfahrung: daß man da, wo man mit der letztern nicht mehr "Fann, dbr fortkommt, zur erſten ſeine Zuflucht nimmt, beſtätiget dieß. ten, und.jt: Es läßt ſich die Urſache davon aber auc leicht erklären. Die nan dep eine zarte, aus dem Samenkorne erwachſene, flachſtehende Pflanze ody iſt allen nachtheiligen Naturereigniſſen mehr unterworfen, als ' pder Wil die erſtarkte. Gras, Froſt, Dürre, zu ſtarkes Licht bey Höl: 1 befürctg zern, die in der Jugend Schatten verlangen, Vögel, Wild, Niederwald, Vieh, Mäuſe, alles dieß beſchädigt oft die Saat, was der Näuſe, Wi: Pflanzung entweder gar nicht, oder doh nur in geringerem - da iſt die Grade nachtheilig werden kann. Auch bleiben uns mehr Mittel, ht Holzzat: Dey obwaltenden Hinderniſſen ſie bey der Pflanzung zu beſiegen, on Ne ein als dieß bey der Saat thunlich iſt, wo gar nichts geſchehen 1 dann Dieſen kann, als das Samenkorn vertrauend der Erde zu Übergeben. die langſame nE in Saat- und Pflanzkämpen kann man auch die Saat djüßen. 1 muß, ober 3) Bey der Saat hängt man ſehr von den Samenjahrent tern Bißand ab, und die Culturen leiden oft große Unterbrechungen; die" flanzung wir) Pflanzung kann unauggeſett ausgeführt werden. pfa 4) Die gepflanzten Beſtände können, da ſie in der Jugend ſchloſſentt. SHE. NN gt: ftämmiger erwachſen, mehr gegen Duft, Schnee und Windbruch iſe anzug Sefichert werden. re 1. Vom Anbau des Holzes durch die Saar. H Eg en, fond 1) Von Sammlung und Aufbewahrung des 1 zu könn Holzſamens, von Pf iur wenn man guten, vollkommen reifen, gut aufbewahr- 3; fen, nicht zu alten und darum keimfähigen Samen bat, kann 0, rathſan) die Gant u man des Aufgehens deſſelben gewiß ſeyn, und deßhalb iſt dar- auf die größte Aufmerkſamkeit zu wenden.= Wir werden dieß MANON nach den verſchiedenen Holzgattungen, deren Anbau in der“ gr9v: mm 44 fen Waldwirthſchaft Statt findet, betrachten.; 4 el„Sammlung und Aufbewahrung der Eicheln. [Ab Zeit. Gewöhnlich Anfang bis Ende Octobers, da man ver- dingt über: meiden muß ,' die zuerſt fallenden Früchte zu ſammeln, indem edin3 1 darunter viel untaugliche ſind. Gut iſt es, dieſe letztern erſt WI mit Schweinen: und Schafen zu benußen, um die Vermiſchung immer| mit den beſſern zu verhindern. Läuft man nicht Gefahr„- daß Mar die Eicheln entwandt- durch Wild oder Vieh aufgeleſen werden, 9 de 1a ſo iſt es rathſam, ſie erſt kurz vor der Herbſtſaat leſen zu laſ- m fen, um ſich die Mühe des Aufbewahrens za erſparen. Unter „as ve y dem Baume liegend erhalten ſie ſich bis zum Eintritt des Fro- um,"3 ſtes am beſten. Selbſt zur Frühjahrsſaat kann man ſie da, wo eng+ IV. 29 Jorſtwirthſchaft. (450) 22 2 ſie im dichten Laube liegen, im Walde laſſen, wo es kein Wild giebt. Art der Sammlung, Däs hin und wieder übliche Schlagen und Schütteln iſt unvortheilhaft, da die ſo gewonne: nen Eicheln leichter verderben, als die, welche eine Zeit lang unter dem Baume liegend, ſchon abgetro>net ſind. Beſſer iſt das Aufleſen derſelben an tro&nen Tagen, und wo möglich, wenn ſie ſchon 8-14 Tage unter dem Baume getro>net haben, Der Sammlerlohn iſt verſchieden, je nachdem ſie reichlich oder ſparſam ſind, von 4 bis 12 Sgr. für den Berliner Scheffel, Wo man Urſache hat, nur eine der beiden Eichengattungen zu ziehen, muß dieß gleich bey der Sammlung des Samens be- rückſichtigt werden. Aufbewahrung. Zur Herbſtſaat auf tro>nen Böden, Scheuntennen, in Ställen, mit der Vorſicht, daß die Eicheln erſt vollkommen abgetro>net werden, ehe man ſie auf den Haufen bringt, und daß man ſie auch dann noch einen Tag um den andern umſtechen läßt, damit ſie ſich nicht erbiben. Für den Winter kann man ſie daſelbſt mit Laub be- de>en und vermiſchen, oder im Freyen mit Laub und Stroh eingede>t, gleich den Kartoffeln, welche im Felde aufbewahrt werden, in größeren Haufen gut erhalten. Nur muß man ſich dann gegen Mäuſe ſichern, indem man die Haufen mit ſenk- recht geſtochenen Gräben umgiebt. Die Aufbewahrung in Gru- ben iſt unrathſam, indem die Eicheln bey gelinden Wintern darin verſchimmeln oder zu ſehr keimen, auch die Mäuſe ſich hierein ziehen;„diejenige durch Verſenkung im Waſſer unaus- führbar im Großen, da die Fäſſer und Säcke, worin dieß ge= ſchehen ſoll, zu koſtbar ſind. Wo man einen tiefen, nicht aus- frierenden, abzulaſſenden Hälter mit feſtem reinen Boden dazu benuten könnte, würde dieſe Aufbewahrungsart eher anzuwen- Tagen, wozu man aber den Zeitpunct, wo die Kapſeln ſich genug geöffnet haben, und doch der Same noch nicht gefallen iſt, ſehr ſorgfältig wählen muß.= Die geſammelten Bucheln wer- den, wie Getreide, auf einer Scheuntenne gewurft, um nicht bloß alle Unreinigkeiten, ſondern auch die tauben Bucheln da- von auszuſcheiden. Aufbewahrung, Mit Laub vermiſcht und bede>t, wie die Eicheln, ſowohl auf Böden und in Stäl- len, als im Freyen. In Gruben eher, wie die Eichel, da ſie nicht ſo leicht, als dieſe, keimen; dom muß man gegen Mäuſe geſichert ſeyn. Im Waſſer verderben ſie. EE ER EISE WRE INTEL INSNEEIGGE vermit 19 aht, DG ſh'9 Gammlt Weis ft, ARENEN wan u len des"AM der Dich 106 ve ſon 149 is uſm ſin Cann Git, 1 6 Du, 12 piet urs wing Wfret man feinen 46m M (104 Nie 6 m Ug Indem be(5% | Jüſte „MEN abe imme | zuleht"4 LNENENT Ww Day 3 y 17 in Gin 2 68 Fein Dai wieder ii €[0 gewon: eine Zeit lay 1d, Beſſy it ) vd mig, trodnet hahn, € Teldlich dtp liner Schefil, ngattungen 4 8 Samens hv Herbſtſaat ay der Vorſit, den, ehe man ach dann 11) fie ſich nid mit Laub h; | und Ett) ' aufbewaht uß man ſit) "1 mit ſent: ung in Grü: den Winte ie Mäuſe|] Jaſſer ungub rin dieß gi: „ nicht aus: Boden dazu er anzuwen: m gleich die oy fallen, wv er Sam die Eichel ih & man wohl amen hab) 1 Fehren, u vorzuneht ven der Dir u Siebe iſt, um i8holz, Au Schütteln der | windſtillen Fayſeln ſi gefallen iſh Zucheln we :, um nid Bucheln d! ub vermit! and in 6! Sichel, da)" gegen Miu 4. Abſchn. Vom Anbau des Holzes durch die Saat. (451) Bucheln und Eicheln müſſen ſpäteſtens das nächſte Früh. jahr ausgeſäet werden. Hainbuche. Zeit der Sammlung, October und November; Art: in Tücher geſchüttelt, gepflükt, oder unter den Bäumen zuſammengetkehrt. Die Flügel werden zwiſchen den Händen abgerieben, der Same wird durch Siebe gereinigt, oder auch gedroſchen und gewurft, Aufbewahrung, Auf tro- nen Böden, in Gruben oder in Gräbchen mit Erde bedec>t, wie bey der Eſche. Ahorn, Zeit. Spitßahorn im September, bey dem ge- meinen und kleinen deutſchen Spitzahorn im October oder An- fang November. Art der Sammlung. Er läßt ſich abſchüt- teln bey windſtillem Wetter in untergehaltene Tücher; man kann ihn aufleſen und bey niedrigen Zweigen auch wohl pflücken. Aufbewahrung. Wenn der Same ganz tro>en iſt, wird er in Säcke gepackt auf trocknen Böden, oder mit trocknem Sande vermiſcht in Kellern, jedoch nicht länger als Ein Jahr, aufbe: wahrt. Wo möglich ſäet man ihn im nächſten Frühjahre aus, Eſche. Zeit. Vom October bis December. Art der Sammlung. Die äußern Zweigſpizen, in denen er büſchel: weis ſibt, werden mit einer an einem langen Stiele befeſiigten Hippe oder einer gewöhnlichen Raupenſchere, ausgeſpitzt. Oft iſt man auch genöthigt, die ſtärkern Zweige auszuhauen. Das Fäl: len des Baumes kann nur äuf den Schlägen Statt finden, wo der Hieb ihn ohnedieß getroffen haben würde, Wenn die Zweiz ge ſchon im October geſchneidelt ſind, hängt man ſie, büſchel- weis zuſammengebunden, auf Böden und klopft im November den Samen ab. Aufbewahrung. Jn ziemlich feſigeſtopften Säcken, oder in rein ausgeſtochnen Gräben von 1 bis 2 Fuß Breite, 1 Fuß Tiefe, in welche der Same 3 big 5 Zoll hoch geſchüttet und erſt mit Laub und dann mit Erde bedeckt wird, ſv daß der Graben wieder ganz angefüllt iſt. Im Frühjahre öffnet man denz; Graben, und zeigt ſich das Samenkorn zum Keimen geneigt, ſo wird der Same ausgeſäet. Sonſt läßt man ihn noch bis zum nächſten Herbſie liegen, damit die Saatpläße bis zum Aufgehen der jungen Pflanzen nicht zu ſehr verraſen, indem der Same gewöhnlich ein Jahr über liegt. Rüſtern. Zeit. Ende May, bis Mitte Juny. Am beſten iſt es, man wartet, bis der taube Same, der ſich bey- nahe immer in Menge zeigt, abgeflogen iſt, und ſammelt nur den zuletzt reifenden, Art der Sammlung. Abſtreifeln der Zweigſpiten, welche mit dem Haken von demjenigen, welcher den Baum beſteigt, herangezogen werden. Das Abſchütteln in untergehcoltene Tücher kann nur bey ſehr ſtillem Wetter und von niedrigen Zweigen geſchehen. Aufbewahrung. Am beſten wird der Same ſogleich ausgeſäet, da er in feſtge= ſtopften Säcken oder über einander liegend, ſchon in 48 Stunden verdirbt. Soll er bis zum nächſten Frühjahre aufbewahrt wer- den, ſo wird er auf(eigen Böden gut abgetro>net und dann in Säcken oder durchlöcherten Käſten aufbewahrt, Linde. Zeit. October von der Sommerlindez Novems ber und December von der Winterlinde. Art der Samma lung. Bon niedrigen Zweigen kann er gepflükt, die höbern, 29* 103 104 Forſtwirthſchaft, DL (452)„» nicht zu erreichenden müſſen auf die angegebene Art ansgehauen win oder ausgeſpitt werden. Aufbewahrung. In Saceen oder uf ds m durchlöcherten Käſten bis zum nächſten Frühjahr. en VE Birke. Die Zeit zur Sammlung iſt verſchieden In| it" u der Ebene auf Sandboden, in Fahren, wo alles früh reift, kann fR au ſie ſchon Ende Auguſt Statt finden, da ſonſt. der Same abfliegt z vuſhiet! doch. iſt hier Mitte September die gewöhnliche Zeit. Im Ge- prend, birge tritt die volle Neife oft erſt Anfang October ein. Man) ſy ſhw darf ſich durch den viel früher, und oft in Menge avbfliegenden gerieben 30 tauben Samen nicht täuſchen laſſen. So lange noch grüne werden| 3 Zäpfchen auf dem Baume ſind, iſt die rechte Neife nvc< nicht hedarf.[M eingetreten. Man erkennt dieſe an der bräunlichen Farbe der gängen RINN und wenn ſich dieſe, indem man ſie zwiſchen zwey"WE ingern ſo frümmt, daß ſie brechen müſſen, in lauter einzelne/ taff, vl Schuppen und Samenkörner zertheilen. Art der Samm: Jhewonn/D lung. Nur bey niedrigen Zweigen iſt das Streifeln anwend=| ſkuſym bar, und in der Regel liefert dieß nicht den beſten Samen.[nit 108 Das Ausſpizen und Ausſchneideln der Zweige, an denen die herliet 198 Zäpfchen ſiven, erleichtert die. Sammlung ſehr und iſt die zwe:| mU. mäßigſte Methode. Die ſchwachen Zweigſpißen werden dann| hſm i1M in 6-- 3 Zoll Durchmeſſer habende Büſchel gebunden, und| ſpi dieſe ſo auf luftigen Böden aufgehangen, daß ſie abtro&nen||Yſa,/Y/ könne, und der Same no< nöthigenfalls nachreift. Aufs»| Ww bewahrung. Bey dem Streifeln iſt dahin zu ſehen, daß der| von A Same auch nicht einmal eine kurze Zeit feſt in Säcken. zuſam=/ m|" mengepreßt iſt, oder di> übereinander liegt. Er muß auf luüftiz|(uf mw gen Böden, ſehr dünn liegend; oft mit der Harke gewen=|(wm. det, vollkommen abgetrvX&net werden, wo man ihn dann in|(enn Säen, jedoch nicht länger als ein Jahr, aufbewahren kaun. Au| KSD: den Zweigen hängend wird er, im Fall er noch denſelben Herbſt Y') M geſäet werden ſoll, kurz vor der Ausſaat ausgetlopft und durch| mmm Siebe von Blättern gereinigt, jedoch mit den Schuppen aus- M geſäet, Hat man Raum genug für die aufgehängten Büſchel,| und einen feſten reinen Boden ,- ſo läßt man zur längern Auf:|(u bewahrung den Samen von ſelbſt abfallen, oder klopft ihn im| ſinidi Frühjahre ab, wozu eine leiſe Berührung der Büſchel hinreicht,"4 Its d ue dann in Säcke zu thun, damit er nicht zu ſehr aus-| Emul m xocknet. let, ab 94 Erle. Die Zeit der Sammlung iſt verſchieden, je nach- vi- dem man den Erlenſamen mit den Zapfen oder durch Auffi- 1) die 499 ſchen. vom Waſſer gewinnen will, Im erſten Falle findet die jan m J Sammlung im Noyember bis Anfang December Statt 3 im zwey:/ jſyumz ten erſt nach dem Aufthauen der Brücher, gewöhnlich Februar| uin" oder ZEI Art der Sammlung. Die Zapfen gewinnt Whehrg man am beſten von aſtreichen, an den Rändern ſtehenden Er?(in den. Die Zweige, welche außerordentlich ſpröde und brüchig| iy, ſind, können entweder mit ſchärfen eiſernen Haken, von der ume Form eines gekrümmten Gartenmeſſers8, heruntergeriſſen werden, 13 me oder im Fall man die Bäume nicht ſo ſehr beſchädigen will, jeh 4.2 befeſtigt man eine eiſerne Gabel, ganz in Form einer Stimm- rehm gabel und nur etwas kürzer und ein kleinwenig weiter, an Gam? ve eine Stange, womit man ſehr leicht die äußerſten Zweigſpiten, ſelben| an denen die Zapfen ſißen, auskni>en kann. Die Zweige M :];() d werden, wie oben bey der Birke bemerkt iſt, auf luftigen Bö-|(my aug 4. Abſcha. Vom Anbau des Holzes durch die Saat. 105 | ausnen- (jt die zwet: den Luftzuge zu lange ausgeſebt wird. Wenn, wie es am verden dan beſten iſt, die Ausſaat bald nach dem Sammeln erfolgen ſoll, unden, un ſo erfolgt die Aufbewahrung deſſelben am zwe>mäßiaſten im (& abtro>nen Waſſer, wo er dann, ſobald man ibn ausgſäen will, nur ſo teſt, Auf viel an der Sonne getrocknet wird, daß die Körner ſich leicht hen, daz dy von einander trennen.= Der aus Zapfen gewonnene Same ace. zuſält: kann wohl ein Jahr gut und keimfähig erhalten werden; der uß auf luft auf dem Waſſer geſammelte muß durchaus ſogleich ausgeſäet arte gewett: werden. Die Samenhändler führen nur dieſen leptern, da die hn dann i1 Sammiung und Ausklengung der Zapfen zu koſtbar iſt, und es a fan, Zu iſt deßbalb auch nicht rathſam, Erlenſamen bey ihnen zu kaufen. ſelben Herbſt Weiden und Pappeln, Es werden dieſe Holzgattun« fe und durd gen zwar in der Regel beſſer durch Ste>linge und Wurzelbrut hupyen auf: fortgepflanzt, als durch Anſaaten z doch kann wenigſtens bey gten Büſch der Asye ver Fall eintreten, daß man ſich gute Pflanzſtämme längern M: aus Samen erziehen will. Deßhalb kann die Sammlung deſ- klopft ihn it ſelben nicht ganz übergangen werden, Zeit. May und Juny, hel binreit; nach Verſchiedenheit der Arten. Art des Sammelns, Die zu ſehr(us Samenkäßchen werden'zu der Zeit, wo ſie ſich eben öffnen wols len, abgeſtreifelt, und. in der Sonne an einem vor Wind ganz ven, je mh geſchüßten Orte ſv geſonnt und erwärmt, daß ſie ganz platen . durch Auff: und die lo>ere Wolle aufſchwillt. Dieſe wird dann mit Ru- Ie findet W then ſo lange gepeitſcht, bis ſich die Samenkörney davon tren- es im zweh nen und auf den Boden fallen, wo man ſie mit Sieben voll- nlid) Februat ends reinigt. Der Same kann dann ein Jahr lang in Säen fen gewin! aufbewahrt werden. EHE. tehenden Kiefer. Die ausgedehnteſien Holzſaaten ſind immer die und brüd!) des Nadelholzes, und die Gewinnung des Samens iſt deßhalb en, von?! auch von dieſem am wichtigſten.== Da der Zapfen der Kiefer iſſen. werdt! 18 Monate lang wächſt und reift, ſs kann man ein Samen- hadieen Ww) jahr ſchon lange voraus wiſſen uns die Culturen danach be- einer Sti! rechnen. Zeit des Sammelns, Ende October hat der Same ſeine volikommne Reife erreicht, und das Sammeln deſ- weiter,| 1 Sue&; Zweigen ſelben kann beginnen. Wo jedoch der Same ausgeklopft wers EN Zw den ſoll, und im Fall man Zeit genus zur Sammlung zu ba- [uftjgen M ben glaubt, wartet man beſſer bis Mitte Decemoer, weil die 106 1454 Forſtwirthſchaft.|„VW ſpäter geſammelten Zapfen ſich viel leichter öffnen und dadurch hte 1; die Mühe des AUBE ſehr erleichtert wird. Die Samm- in uf lung hört dann auf= gewöhnlich Anfang März-- wenn an| zpdi"! t warmen Süödſeiten die Zapfen anfangen die Schuppen etwas zu| qu WG öffnen, Art der Sammlung. Die leichteſte und bequem- Gm ſte findet auf den Schlägen von den Zweigen der gehauenen UE Stämme Statt. Auch die frey ſtehenden verkrüppelten Kiefern 0| mit vielen niedrigen Aeſten geben viele und gute Zapfen, welhe|(ju nN| leicht gewonnen werden können. Es iſt nur dabey darauf zu jein ED ſehen, daß die Sammler nicht aus Bequemlichkeit die Aejte und be ait Haken abbrechen, indem dadurch nicht bloß die künftiz nene ge Erndte verringert, ſondern auch der Baum ſehr beſchädigt jahren M3 wird. Bey der Abnahme iſt zu beachten, daß nicht alte Za- ihre 61120 pfen, in denen kein Same mehr iſt, untergemiſcht werden, werden"SD Zwar ſchließen ſich die Schuppen bey dem Einquellen derſelben Gyſten 1/9 wieder; doch ſind ſie immer noch ſehr leicht von den Samen 9) Iv 1,0 baltenden Zapfen zu unterſcheiden, da ihnen der Glanz der Hürden 4/M leptern mangelt, fich auch niemals der vollkommene Schluß"ur[0 NOE | der Schuppen, die bey guten Zapfen wie verkittet ſind, wieder| hm dn IN | berſtellen läßt. Das Sammierlohn iſt nach der Menge dr|„ms Zapfen und der Leichtigkeit, ſie zu gewinnen, verſchieden, von|(mym 9 4 Sgr. bis 10 Sgr. für den Berl. Scheffel, wobey die Transs| min portkoſten bis auf den Ablieferungsplatz, wenn dieſer nicht über| mis 1 Meile entfernt iſt, inbegriffen ſind. Vom Ausklengen'| nm" des Kieferſamens. Man macht Kiefernſaaten ſowobl dur<ß| win dl Ausſtreuung von Zapfen, als mit reinen„Samen. Die Zapfenz| ſſl ſaat hat, wo man ſicher iſt, immer hinreichende Zapfen an| ſtfnddi"m Ort und Stelle zu gewinnen ,' den Vorzug der größern Wohls: fen der BIE feilheit, indem man die Ausklengekoſten, welche 1 Sgr. bis DENNE 17 Sgr, für den Scheffel betragen können, erſpart, und ze- We bfeit Kk währt zugleich die Sicherheit, immer guten, unverdorbenen Saz| yt, WIS men zu baben. Der durch den Zapfen beabſichtigte Schut'ge: Guo uuf gen die Sonne für die aufgehenden Pflanzen iſt dagegen von| Betadahos geringer Bedeutung,-- Die Saat des reinen Samens hat| jnt6;)4 dagegen auch wieder folgende Vorzüge: 1) Die Möglichkeit einer ind jichrt8 gleichmäßigern Vertheilung des Samens, indem die Samenkör- puönehm h ner aus einem Zapfen gewöhnlich auf eine Stelle fallen, und ſchieben 39 35 die daraus entſpringende Erſparung an Samen. 2) Den wohl: fur ud Ds feilern Transport, wo der Same aus einer größern Entfer- beſhötrgumgg nung herbeygeſchafft werden muß. 3) Die leichtere Aufbewahe- Auf den 79 rung, da Zapfen nur höchſtens ein Jahr, an einem ſchattigen, 00 1 Wund nicht zu luftigen, jedoch vollkommen tro>nen Orte, ſic) aufs!(geln(S bewahren laſſen, ausgeklengter Same aber 2 bis 3 Jahr dauert, Aindey,| wenn er unter gleichen Verhältniſſen aufbewahrt Wird. 5 Diem| Fichte macht, daß man mit reinen Samen gleichmäßiger in der Cul-| hr, I tur fortfahren kann, und. nicht ſo ſehr von den Samenjahren| Yihy" 099211018 iſt, als wenn man ſich bloß auf die Zapfenſaat bes| NEN ſchränkt. 4) Dieſe letztere iſt nicht auf jeden Boden gleich. an- Inkn wendbar, Auf flüchtigen Sandſchollen werden die Zapfen leiht| 1 1m] verweht; auf Boden mit Moos, Gras, Heidekraut bedeckt, hit Wi 8 plazen ſie ſchwer; ſo wie überhaupt duch Feuchtigkeit dieß Nur aun ſehr erſchwert. Unter dieſen Verhältniſſen iſt deßbalb reiner wie deri. Same vorzuziehen. 5) Die Zapfenſaat iſt mehr von der Wit: dl Zupfen terung abhängig, indem der Same, wenn Negenwetter einfällt, fet 1 bis LF WPE M aun u...<<<<<<= 4. Abſchn. Vom Anbau des Holzes durch die Saat. 14107 und ded:(455) Die Gam: nachdem ſich„die Schuppen ſchon etwas geöffnet haben, leicht )= Wen im Zapfen verdirbt. 6) Bey der Saat des reinen Samens wird yen emit die BedeXung mit Erde leichter, und kann paſſender erfolgen.= und 90% Jm Allgemeinen kann man daher annehmen, daß da, wo der er gehaulin Same ohne großen Koſtenaufwand gut ausgeklengt werden velten Rite kann, die Saat deſſelben Vorzüge vor der Zapfenſaat hat. apfen ih Das Ausklengen geſchieht auf verſchiedene Art. 1) Auf bey da h! eigends dazu erbaueten Samendarren, wo der Same in ge- . vn beizten Gemächern ausgeklengt wird. Dieſe ſind nur paſſend ß die is und bezahlen die nicht unbedeutenden Koſten, wo die Sqa- hr beſch vin mengewinnung im Großen betrieben wird und bey Samen- Ni jahren mehrere hundert Wispel ausgeklengt werden ſollen. Da 4[5 ihre Einrichtung überdem nur durch Zeichnungen verdeutlicht Tin.de 5 werden kann, ſo wird Hinſichts ihrer Erbauung auf Kropf's De Syſtem und Grundſäte, Berlin 1807(bey Reimer) verwieten. en Cim 2) Die Ausklengung in Stuben iſt ſehr einfach. Es werden ehe& MW Hürden, ganz denen gleich, auf welchen Obſt geba>en wird, und ip Oluj nur ſo weitläufig geflochten wird, daß der Same bequem zwi- MIE ſchen-den Ruthen oder Spänen durchfallen kann, an Striä>en „enge de an der Stubende>e aufgehängt und mit Kieferzapfen bede>t. jeden, von Unter der' Hürde iſt ein Satuch befeſtigt, in welches der aus- is. T die Trans gefallne Same fällt, indem man, nachdem die Zapfen geſprun- ex micht übe gen ſind, an der Hürde rüttelt. Nur die oft ſehr niedrigen 1ötlengen Stuben der Bauerhäuſer und der Kiengeruch, welchen die 3a- owohl durd pfen in der Wärme verbreiten, verhindern die Einführung dieſer Die Zapfen: ſehr bequemen Anſtalt. 3) Die gewöhnlichſte und zwe>mäßigſte Zapfen an Art ſind die Samendarren, auch unter dem Namen„„Sprangka- ßern Wohl: ſten oder Bubberte““ bekannt, auf verſchiedene Weiſe eingerichtet. 1 Gpr, bis Die einfachſte und wohlfeilſte, und darum auch' in der Regel t, und(zt: die beſte iſt die, daß man ein Gitter aus hölzernen, Stäben, ſo vrbenen Gt: weit, daß kein Zapfen mehr durchfallen kann, ſchräg gegen die e Schuß'zt Sonne aufſtellt, dieß mit einem nach Mitternacht abfallenden Dagegen von Wetterdache bede&t und darunter einen Kaſten befeſtigt, in wels? Zamens hat hen der Same fällt, wenn die aufgeſprungenen Zapfen gerüttelt [ichfeit eine und gekehrt werden, Die untere Leiſte des Gitters iſt. zum Her= : ausnehmen eingerichtet, um die leeren Zapfen leicht herunter? fallen, un) ſchieben zu können.= Wenn ſich Weiber und Kinder der För- Den wohl: ſter und Holzhauer den Sommer hindurch mit dem Ausklengen ern Entfet: beſchäftigen, ſo kann auf dieſe Art viel Same gewonnen werden. » Aufbewaht Auf den gehäuften Berliner Scheffel guter Zapfen kann man ge- n ſchattigen, gen 1 Pfund Samen rechnen 3; das Wenigſte iſt 23 Pfd.= Das e, ſich auf: Abflügeln des Samens geſchieht durch Abreiben zwiſchen den jahr dauert, Händen.! 5570 ird, Dieß Fichte, Die Reifzeit iſt Ende October und Anfang No- in der Cul: vember, wo die Sammlung beginnen kann. Sammlung. amenjahren Wie bey der Kiefer; nür müſſen die Sammler- geübte Kletterer fenſaat bv ſeyn, da der Same immer in der Spitze des Baumes hängt. 1 gleich at! Kranke oder geharzte Bäume geben eben ſo wenig guten Samen, ayfen leid! als zu junge. Nach der Menge der Zapfen und der Schwierig- aut bedef) Teit des Sammelns, koſtet der Berliner Scheffel 135 bis 4 Sar. tigfeit di Nur ausgeklengter Same wird geſäet, welcher auf gleiche Art, phalb rein wie derjenige der Kiefer, gewonnen wird, Der Berliner Schef- von der Dit fel Zapfen giebt 1x bis 2% Pfd. Samen mit Flügeln, und ko- eter einfäll ſtet 1 bis 13 Sgl. auszuklengen, ſy daß man;das Pfd, Sa- w| Forſtwirthſchaft,„y 56); ji men oft noc< unter 2 Sal, kauft, zuweilen aber auch mit 5 jr, 1"4 Sgl. bezahlen muß, wenn die Samenjahre lange ausbleiben, ven Aufbewahrung. DerFichtenſaine hält ſich 4 bis 5 Jahre, wenn jeh dabe)| er auf einem tro&nen Boden, geſichert gegen zu ſtarten Luftzug, ju(ef aufbewahrt, und von Zeit zu Zeit umgewendet wird. Es ver: My 5 liexen jedoch jedes Jahr eine Menge Körner die Keimkraft, und werden:' ze weniger man nöthig hat, alten Samen zu ſäen, deſto beſſer iſt yy es, und deſto geringere Samenmenge kann man nehmen. Airen 1) vi Samen zu kaufen, wenn Samenjahre ausbleiben, vermeidet man zv 900 mehr, da dann der ſchlechtere theurer iſt, als der friſche M gute./ Edeltanne oder Weißtanne. Zeit, Ende September"" und Anfang October. Sam mlung. Durch Fällen der Bäus„| me, oder Abbrechen der Zapfen. Zum Ausklengen reicht es hin, Ii; die Zapfen auf einem luftigen Boden dünn auszubreiten, und Behn wenn ſie geſprungen ſind, ſie mit einer Harke umzukehren und Wollen, ſie dann durch ein Sieb zu reinigen, Der Same muß das näch:« ir u ſte Frühjahr ausgeſäet werden.| iE ; Lerche, Zeit. Der Same wird zwar im October und| mt, I Rovember reif; man bricht jedoch die ohnehin ſchwer plaßenden| m." X Zapfen, zur Erleichterung des Ausklengens, erſt im Februar bis| ann! Anfang März ab. Die Sammlu ng iſt bey der Menge der| 40: uH Zapfen und den kurzen Zweigen der Lerche nicht ſchwierig. Das| wm NE Ausklengen geſchieht am beſten auf Sonnendarren oder Bubber-| vin 17! ten, und man befördert das Platen der Zapfen durch Beſpren-|, VB gen mit Waſſer, was jedoch nur bey ſtarker Sonnenwärme, uns|(1% wenn die Schuppen noch ganz geſchloſſen ſind, geſchehen darf.|[wins 7 ee und En En nie die Lerchenzapfen nur bis| Ke Irad Reaumur Wärme, da ſie ſonſt verharzen. I=| jWwy ſame hält ſich 3-4 Jahre,.."% Se LCG| My Hinſichts. der Anſaat aller hier nicht aufgeführten Holzaat-| Zum SEN Is auf Ae Dima 0 BOTHE Nn Münſter- verwieſen, da der Naum de Auffü i In nicht geſtattet.; NEN SEAIENDEUNG VIE| NpG „Prüfung des Samens, Es giebt nur ein Mitte in hinſichts der Güte des Samens ſicher 7 ſtellen. Dieß id[2| mg in einem feucht gehaltenen, in einer warmen Stube aufbewahr-| ME ' ten wolienen Lapvyen, oder in Blumentöpfen, zur Keimung zu| nen bringen.|| m' | I 2) Von der Ausfaat des Holzſamens.| vie Allgemeine Regeln. iy 10 a) Verwundung des Bodens. Wo der Boden als mäht. empfänglich für den abfallenden Samen angeſehen werden kann Ww 8. (ſ. Monat Februar S. 683. 418.), da kann man auch nöthigenfalls NE ohne Verwundung deſſelben ſäen, ſobald der Same keine Bede:"hh fung verlangt, Es bleibt jedoch immer wünſchenswerth, den biw! im Freyen oft ſehr ſtarken ÖGrasgwuchs zu zerſtören, die Decke an welche in den Samenſchlägen das abfallende Lau;“ ? b, den Schug dung j; weichen das Oberholz gewährt, durch Erdbede>ung zu erſeßen, tm! und ſchon deßbalb eine Wundmachung des Bodens vorzunehmen. den uin) y Ueberdem iſt es aber guch die Fruchtbarkeit deſſelben ſehr beför: je dige 2::) je dj dernd, wenn man ihn auflockert, die Pflanzen gedeihen deſio beſ- a da 4, Abſchn. Vom Anbau des Holzes durch dle Saat. 409 (457) rauch my de.; N dm ſes, je tiefer ihre Wurzeln in die Erde dringen können;. und 5 Jahre ahn wenn man einmal die Koſten der Saat aufwendet, ſo ſucht man arb"Ohe ſich dabey auch, ſo viel als möglich iſt, des Gelingens derſelben 466 Gn zu ſichern. * Söhne Die Verwundung des Bodens muß dazu ſo vorgenommen vu und werden: A 1) daß der Same in keimfähige Erde zu liegen kommt; vermeide m."1 2) die paſſende Erdbede&Xung erhält z als der ide 3) daß der Graswuchs ſo weit zerſtört wird, um den junz= ; gen Pflanzen micht nachtheilig zu werden z de Sepfonhy 4) daß bey feſtem Boden die Wurzeln hinreichend eindringen [et- der Bhw können, reicht es(in, Dieß macht eine nach Boden und Holzgattung abweichende breiten, un) Behandlung des Bodens nöthig, die wir unten näher erörtern zufehren un) wollen. Zuerſt mögen aber einige allgemeine Betrachtungen dar» 15 das nd: Über voraugsgehen,: Für Samen, welche wenig ErdbedeXung bedürfen, als Kie: ctober und fern, Fichten, Birken, Rüſtern, auf Boden, wo nur eine Dee r plaßenden von Laub oder Moos das zur. Erdekommen deſſelben hindert, Fehruar bis genügt häufig eine Abräumung dieſer Dee mit Harten, ein Menge der Auf- und Eineggen. Auf lockerm, ganz wundem Boden kann vierig. Dj man auch die nöthige BedeXung dur Uebertreiben mit Schaf«- der Yubhy: verden geben,; DESG: rch Beſproy: Wo die Verhältniſſe geſtatten, dem zu beſäenden Waldbo- wärme, und den eine oder einige Getreideerndten vorher abzugewinnen, bleibs chehen darf das Umpflügen die empfehlenswertheſte Art der Verwundung, fen nur bis Same, welcher viel Erdbedeckung verlangt, kann untergepflügt Der Lerchen: werdenz anderer, welcher weniger erträgt, wird oben aufgeſäet, In der Regel zeigt es fich wohlthätig, ven Holzſamen mit dem Getreide zugleich=- jedoch dieß letztere nicht zu di>, damit es ten Holzpat: ſich nicht lagert und zu ſehr beſchattet=- zu ſäen, indem die Borchmett, Halme und ſelbſt noch die hoch ſtehen bleibenden Stoppeln die jührung ji Holzyſflanzen wohlthätig beſchirmen und beſchüben.= . Im Fall das Stockholz, wenn auch nicht mit Gewinn, doch Mittel, ſh ohne namhaften Verluſt, gerodet werden kann, ſo wird bey ge- jieß iſt, ihn ſchloſſen geweſenen jüngern Beſtänden oft ſchon dadurch allein ei- : ne außerordentlich vortheilhafte Verwundung des Bodens, der Keimung u dadurch gewiſſermaßen rajolt wird, herbeygeführt. Wo der Boden von einem dichten Grasfilze oder andern Gewächſen bedeckt iſt, oder wo nicht keimfähiger Boden, als n8, etwa unvollkommner, oxydirtör over verfohlter Humus, oben aufliegt, muß dieſe Bedeckung mit der Hacke, wo der Pflug nicht Boden als binreicht oder unanwendbar iſt, ſo tief weggenommen werden, erden kann daß das Korn in fruchtbare Erde zu liegen kommt, oder der öthigenfalls Graswuchs auf ſo lange geſtört wird, bis die junge Pflanze feine Bed; nicht mehr darunter leidet, Eine gänzliche Umha>ung des Bo- werth, de! dens wird in dieſem Falle, wegen zu großer Koſtbarkeit, ſelten die Dit angewendet und würde auch unzwe&mäßig ſeyn. Die Verwun- ven Schuß dung findet entweder ſtreifenweis oder plaßiweis Statt. Die zu erſehel Entfernung, in welcher die Streifen von einander gezogen WE orzunehinit den und die Breite, welche ihnen gegeben wird, hängt davon av: v Fohr heft wie dicht man den jungen Beſtand verlangt. Nur zu häufig en hel wird darin gefehlt, daß die Streifen zu dicht neben einander ges 110 JForſtwirthſchaft. (453) zogen und zu breit gemacht werden, wodurch die Cultur unnd- thig koſtbar wird. Es kann nur die Breite von mehr als 12 bis 18 Zoll, durch ſehr grasreichen Boden und die Nothwendigkeit, die jungen Pflanzen auf von Graſe freyen Plätzen zu haben, entſchuldigt werden. In Fällen, wo' es ſehr wünſchenswerth erſcheint, den Boden bald zu deen, wo man alle Durchforſtun- gen nußen kann, iſt es ſchon als dicht anzuſehen, wenn zwi» ſchen den wund gemachten Streifen ein Zwiſchenraum von 4 Fuß unverwundet bleibt. Auf friſchem Boden ſind 6 Fuß Ents- fernung zu empfehlen, und 7=8 Fuß geben ſelbſt no< Beſtän- de, welche ſchon früher, als das Holz Werth erhält, in vollen Schluß kommen. Ganz vorzüglich iſt dieß da zu beachten, wo große Flächen anzubauen und die Culturmittel nur beſchränkt jind.= Zu bemerken iſt nod), daß an Berghängen die Streifen immer horizontal am Berge entlang gezogen werden, um nicht bey Regengüſſen dem herabſtrömenden Waſſer Rinnen darzubie- ten, in denen die Pflanzen ausgewaſchen werden. Auf dürren Ebenen zieht man ſie von Abend nach Morgen, und häuft die abgeſchälte Erde gegen Mittag zu einem bohen Kamme an, um dem an dieſem Kamme geſtreueten Samen etwas Schutz gegen die Sonne zu verſchaffen. Das hier Geſagte läßt ſich auch auf die Größe und Entfer2 nung der Platten oder Plätze anwenden. Die Größe kann 6 Zoll im Quadrat, ohne gerade auf eine ſehr regelmäßige Form zu ſehen, ſeyn, und ſteigt oft bis zu 4 und 6 Quadratfuß. Dieſe letztere läßt ſich nur entſchuldigen, wenn man entweder die Saat zugleich als Pflanzfkamm benutzen und viel Pflanzen zur Ver- ypflanzung ausheben will, oder wenn Gras und Forſtunkräuter durchaus um die Pflanzen herum vernichtet werden müſſen. Au- ßerdem iſt es hinreichend, die verwundete Fläche einen Quas dratfuß groß zu machen. Cine Entfernung der Plätze von 4 Fuß kann als ſehr dicht angeſehen werden, 5 Fuß iſt die gewvhnli- ern, dem Sa- men ein beſſeres Keimbett bereiten, indem man die beſſere Erde dahin brinat, wo der Same zu liegen kommt, und zugleich kann derſelbe in dem Plaße auch mit mehr Sorgfalt bede>t werden. 3) Der Same liegt in dem etwas vertieften Loche geſchübter. 4) Es findet eine gleichmäßigere Vertheilung der klcinen Pflanzenhorſte Statt. Die von allen Forſtſchriftſteüern angenommene Erſparung von Samen untertaſſen wir, aus unten zu entwickelnden Grüns den, als einen Vorzug auzuführen. hb) Von der Samenmenge. Eine feſte Vorſchrift für die von jeder Holzgaattung des Samens läßt ſich nicht geben. Sie hängt ab: 1) Bon der Güte des Samens;z 2) der Gefahr des Auſleſens deſſelben durc) Thiere; 3) der Nothwendigteit, forſamen(I) Hördt, 1 Ibes Boden"56 |(hie volltum 32 | iy mtl «fiche 209 vein Kn over waſ yu! plat 498 Beſtunde 168 | Zo 116 Wid, um CE Rite ſem I und Kune fem Gam ft werben KJ Wiel zu bi: Wipe Dei I hungen he's Roe Eun(159 EN, 0) Y) Ganhr) ; je Heyl ar aud, KORUN wen 0 048 Aly a it N Lui et, m ſio hu N ben; Duns Itgend uws orm him“ erborbred hen Vid,| | ! 4. Abſchn. Vom Anbau des Holzes durch die Saat. 41411 (459) Cyltyr Uhnl: den Beſtand dicht zu erziehen, oder in der Jugend die Pflanzen r als 1 vj einzeln ſtehen laſſen zu können; 4) von der Abſicht, die Saat thwendighi: ur Auspflanzung zu brauchen 3 5) von der Schwierigkeit oder n zu hab, Teichtigkeit einer ſpätern Nachbeſſerung, und 6) von der Sorg- Inſchenewaß falt, welche man auf das Gedeihen und die Erhaltung der Cul- urhforftu tur wenden kann, da die Samenmenge deſto geringer ſeyn darf, - Wenn zi je ſicherer man iſt, jedes Korn in eine keimfähige Lage zu brin- aum von 4 gen, den Samen gut zu vertheilen, und jede aufgegangene Pflan» ) 6 Fuß Ort: ze zu erhalten. 0 bi Mit Unrecht hat man bisher die Samenmenge vorzüglich - In volle von der Art der Verwundung des Bodens abhängig gemacht, eachten, 1) indem man ein Drittheil mehr gegen die Streifenſaat bey der. ir beſchrärh Vollſaat(wo die ganze Fläche mit Samen überſtreut wurde), die Streifen und wieder mehr zur Streifenſaat gegen die in Pläten anſetzte. 1, um nid Darin iſt wenig Sinn. Wenn einmal drey bis vier Pfand Kies en datzubit ferſamen hinreichen, einen vollen Beſtand zu erziehen, ſo iſt es Auf dürren thöricht, mehr als dieß auszuſäen. Die Art der“ Verwundung, d häuft die des Bodens kann darauf keinen Einfluß haben, am wenigſten ne an, um die vollkommnere, wie 3. B. das Umpflügen, mehr Samen ns- hub gegen thig machen, als die unvyollkommnere, das Plätehacken. Die. gleichere Vertheilung des Samens, die auf einer ganz verwun- und Cytfep: deten Fläche möglich iſt, muß eher eine Erſparung herbeyführen, kann 6 Zoll oder man darf ja im ſchlimmſten Falle auf derſelben ebenfalls ge Form zu nur plaß- oder ſtreifenweis ſäen, wenn dieß zu einem vollen fuß. Dieſt Beſtande genügt. er die Gatt Von der zur Vollſaat erforderlich gehaltenen Samenmenge n zur Ver: wird, um einen Anhalt zu geben, bey jeder Holzgattung die tſtunkräute Rede ſeyn z; aber auch dieſe wird noch, nicht bloß bey der Plätze: üſſen. Au: und Reifenſaat, ſondern auch bey der Vollſaat ſelbſt, bey gu- einen Qu tem Samen und günſtigen Verhältniſſen um 3 bis x ermäßigt 2 von 4 ſuf werden können. Warnen muß man gegen die im Allgemeinen 1 gewöhnt: viel zu dichten Saaten, wodurch nicht bloß die Culturen unnd- hinreichend thiger Weiſe viel zu koſtbar, ſondern auch nur unwüchſige Scho- obwohl fi! nungen hergeſtellt werden,=- Es iſt ein höchſt verderbliches , dieſer aud Vorurtheil für die Forſtcultur, daß immer nur ſehr dicht ſtehende Saaten ſchön ſeyen, die doch eben deßhalb oft nicht wachſen ve weit fle: können. c) Von der BedeFXung des Samens. Jegrößer das 1 dem Gt: Samenkorn. iſt, deſto mehr Erdbede>ung erträgt und verlangt beſſere Erde es; je kleiner, deſto weniger. Viele unſerer Sämereyen gehen nd zugleich zwar auch ohne alle Bedeung auf, wie z. B. die Birke, Ulme, falt bede>t Kiefer, Fichte u. ſ. w. 3 allein eine angemeſſene, nicht zu ſtarke Erdbede>ung iſt allen vortbeilhaft. Der Same wird dadurch ge- » geſchühter, gen das Aufleſen durch Vögel, Wild und Mäuſe geſchüßt, das der Hint Korn liegt in deſto friſcherm Boden, je mehr Erde es bedeckt, die Wurzeln der jungen Pflanze ſtehen deſto tiefer und geſchütz: -Erſparun) ter, je mehr das der Fall iſt, und können Dürre und Froſt de- vin Grüt ſto eher ertragen. Man kann daber mit Recht die Regel ſo ge- ben: Man bede>e den Samen mit ſo viel Erde, als dieſer es 0. irgend erträgt. Dieß hat jedoch- ſeine Grenze, da theils das orſchrifs m Korn hinreichend Licht und Luft zum Keimen bedarf, theils die nicht get hervorbrechenden Samenlappen und Blätter nicht mehr mechani- ) der Oefaht ſcer oder feſt iſt, auf- oder untergeſäet werden kann, und eine verſchiedene ErdbedeXung verlangt, ſo iſt dieß auch bey dem Holzſamen. Der loFere Boden, welcher der Luft den Zutritt mehr geſtattet, der hervorkommenden Pflan- ze weniger Hinderniſſe entgegenſetzt, als der feſte Thonboden, geſtattet höhere Bedeckung, als dieſer letztere. Man prüfe ,- wie WE Erdbede&Xung ſeyn darf, und gebe ſie dann ſo hoch als möglich. A) Von den Koſten der Saat. Ueber die Höhe der- ſelben läßt ſich wohl nichts Feſtes beſtimmen. Sie hängen ab: 1) von dem Sämenpreiſe oder den Sammlungskoſten deſſelben z 2) von der Höhe des Arbeitslohns 3; 3) den Schwierigkeiten, welche die Bearbeitung des Bodens entgegenſeht 3; 4) von der Entfernung des Culturplatzes von der Wohnung der Arbeiter z 6) von der größern oder geringern Fertigkeit, welche die Arbei: ter bey Verrichtung der Culturarbeiten ſich erworben haben z 6) von der Möglichkeit, eine Frucht- oder Gragnupung mit der Holzcultur zu verbinden. Statt unhaltbare Culturkoſtenſäte zu geben, welche nie Überall paſſend“ſeyn können, ſoll hier lieber angeführt werden, auf welche Art man die Culturen am wobl: feilſten herſtellt, wobey jedoch das, was bereits über Erſparung an Samen und hinſichts der Art der Verwundung des Bodens geſagt iſt, übergangen wird. Alle Arbeiten, von denen man, nachdem ſie verrichtet wor: den ſind, noch genau beurtheilen kann,» ob es tadellos ge- ſchah, laſſe man in Verdung oder Accord machen. Dahin ge: bört die Verwundung des Bodens, das Samenſammeln, die Anfertigung von Gräben und Bewährungen. Um die Lohnſäte zu beſtimmen, läßt man einige tüchtige Arbeiter unter genauer Aufficht eine beſtimmte Anzahl Stunden das Geſchäft verrich: ten, woraus ſich dieſelben leicht ergeben. Zu jeder Arbeit wähle man die Arbeiter im Verhältniß der Kräfte, welche ſie erfordert. Was Kinder oder Weiber eben ſo gut verrichten können, dazu verwende man nicht den koſtbaren ſtarken Tagelöhner, ſondern dieſe, wodurch man gleich vortheil: haft für ſich und die armen Tagelöhner-Familien- ſorgt. Man trage Sorge, daß den Arbeitern die vortheilhafteſten, die Arbeit am mehrſten fördernden Inſtrumente gereicht werden. Dieſe Leute ſind zu arm, um ſich ſolche zu beſchaffen, zu un: wiſſend und zu ſehr für das Alte eingenommen, um ſich die Arbeit durch beſſere Hülfsmittel zu erleichtern; und da ſie einen beſtimmten Lohn verdienen müſſen, um ihr Leben zu friſten, ſo muß man die wenige Arbeit, welche mit ſchlechten Jnſtrumen- ten verrichtet wird, theuer bezahlen. Die Anſchaffung zwe- mäßiger Hacken, eiſerner Härten, ſtarker Waldpflüge, von Pflanz: bobrern, belohnt ſich deßhalb ſehr gut. Die auf Tafel I. befindlichen Abbildungen zeigen die ns- tpigſten und zwe&mäßigen Inſtrumente, und zwar 2. 1. eine Waldha&e, big. 2. eine Waldharke, Fig. 3. einen Pflanz: ſpaten, von welchem weiter unten die Rede ſeyn wird. a) I fitten, wihu/s Leſehre gebet „eat wn poſende'en hihſten SY gleich“ 6 Zol M der it, no gen jeh A 30 Dor 16 dies jo: 3 wb DE Beden vA * mihſt 36 NN kw 407 ſaat vi hufiecht u bi, mh teilhaft 1 build 5 | GulturtolI va)%18 cN CE und dieſer! Hhen, 2 dan 90108 (Dunwuh(h fungen Jan [Ain NSH vi" Sve eam (mhle nem Unt abet 1 wn die WE wh, 3- AUE: de Wes it M7 Eb Balis Veſa; Ofelley, | 4. Abſchn. Vom Anbau des Holzes durch die Saat. 1413 bededung i SER mt fm 3) Von der Saat der verſchiedenen Holzgat- » Getrei„" EN tungen.; “ 6 a) Von der Eichelſaat, Wo die Verhältniſſe es ge» verlangt, j ſtatten, den zur Beſäung mit Eicheln beſtimmten Boden zur oden, welhe vorübergehenden Getreidenußung zu verwenden, iſt folgendes menden Pn Verfahren das einfachſte und Wohlfeilſte. Der Culturplatz wird e Thonbode gerodet und ſo weit gereinigt, daß er mit dem Pfluge umge= an prüfe we axert werden kann. Sodann. wird er zwey Jahre mit einer n ſv feh ß paſſenden Frucht bebauetz im dritten Jahre werden etwa 4, 3 höchſtens 5 Scheſfel Eicheln auf den Morgen(preuß, Maaß) die Höhe te: gleichmäßig ausgeſtreuet, und ſo untergepflügt, daß ſie 5 bis e hängen" 6 Zoll unter der Erde zu liegen kommen, wenn der Boden lo» 0. deſſlhe:&er iſt, etwa 4 Zoll bey ſehr ſtrengem Boden. Oben auf kann wier iin noch einmal Winterroggen, mit.6, höchſtens. 8 Meten pr. Mor- 4);% gen geſäet und eingeeggt werden, welcher die aufgehenden Pflan- 6 Mi zen vortheilhaft beſchirmt, Bey der Reife des Getreides wird EME dieß hoch mit der Sichel geſchnitten, und die Garben werden un die Wege getragen.= Gewöhnlich zeigen ſich auf ſtarkem Boden nach“ einigen Jahren viel Saudiſteln und andere Ge- wächſe auf dieſen Saaten. Nur wo ſich dieſelben im Winter pelzförmig niederlegen, können ſie nachtheilig werden z; ſonſt ſind ſie die jungen Pflanzen wohlthätig beſchirmend, 4: AE Wo die Verbindung der Fruchtgewinnung mit der Eichel: 17 3.; ſaat nicht anwendbar ijt, wird die plazweiſe Saat am vortheil- GERIENN bafteſten. Es geſtattet dieſelbe das Aufgraben des Untergrun- des, welches für das tiefe Eindringen der Pfahlwurzel ſehr vor- ben haben; ung mit det oſtenſäße zu (bier lieber richtet wot: theilhaft iſt und das Gedeihen der jungen Pflanzen außeror2 tadellos ge: dentlich befördert, und i't die wohlfeilſte wegen Erſparung an - Dahin gt: Culturkoſten und Samen, ſichert auch das Aufleſen der Eicheln mmmeln, die durch Wild am mehrſten,=- Das bloße Einha>en derſelben, die Lohnſäte wo die Eichel in den mit der Hacke aufgehobenen Boden gelegt nier genäht und dieſer dann wieder angetreten wird, iſt weniger zu em- haft vernih: pfehlen.= Im Allgemeinen ſcheint die Eiche beſſer mit an- dern Holzgattungen vermiſcht zu gedeihen, als in reiner Saat. erhältniß de Hainbuchen, Ulmen und Eſchen ſind die paſſendſten Holzgat- eiber eben(0 fungen zur Untermiſchung, die ſpäter als Durchforſtung heraus- den foſtbarn gehauen werden können, wenn man einen reinen Eichenbeſtand eich vorthäl: verlangt. Bey der Bollſaat auf gepflügtem Boden kann man tgt, dieſe Vermiſchung ſo vornehmen:,; daß man die, ſtarke Erdbede- ilhafieſten&ung verlangende Eichel mit ein Viertheil bis der Hälfte der het en, gewöhnlichen Samenmenge unterpflügt, den Samen der Hain» 4 3105 buche und Eſche bloß über das Kreuz eineggt, denjenigen der (il; A Y fich die Ulme aber nur leicht übereggt. Bey der plazweiſen Saat macht Um I, i' man die für die Eicheln. beſtimmten etwas: größern und tiefer Dane em aufgelo>kerten Pläte, in welche 12-16 Eicheln in jeden gelegt u friſten, 10 werden„. in einer Entfernung von 7 bis 9 Fuß, und ſäet da- zwiſchen auf kleinere„und flächere die anderen Holzſamen. Iſt fiung zwi der Boden nicht zuſehr“ verraſet, ſo. genügt es auch, ſie bloß „von Pflayy mit einer eiſernen, Harke, dazwiſchen einzukraten. "4 b) Die Buchelſaat wird ſelten ängewandt, um große gen die 17 Waldblößen in Beſtand zu bringen, ſondern mehr, kückenhafte x Pig. 4:(Im Beſamungen auszubeſſern und auf einzelne, geſchübte blanke einen Po)! Stellen, Die platweiſe Saat. iſt dazu die anwendbarſte, Die wird, Forſtwirthſchaft. (462) Boden Plätze von der Größe eines Quadratfußes werden, nachdem bey Jm verraſetem Boden der Raſen abgeſchält iſt, aufgeha>t, 16 bis Game 20 Bucheln in jeden geſtreuet und 2x bis 3 Zoll hoh mit Erde, Zu die Plätze dann aber noch leicht mit Laub bede>t,-- Bey der„por Ausſaat der Bucheln in freyen, jedoch geſchübt gelegenen Pflanz» Uni M kämpen verfährt man folgendermaßen: Der Saatkamp wird in Weih 4-- 5 Fuß breite Beete abgetheilt; auf dieſe werden die Bu- AEN t. Bey dem Aufgehen wer» ad 7 u den die jungen Pflanzen ſo angehäufelt, daß die Samenlappen"; 0 auf der lo>eren Erde dicht aufliegen. Wenn dabey die Beete" un gleich nach der Ausſaat gut mit Laub bede>t worden ſind, 46H was immer unerläßlich bleibt, ſo ſind die Pflanzen in der Negt| 4 gegen die nachtheiligen Einwirkungen des Froſtes geſichert.=| je€'| Wo es die Verhältniſſe durchaus wünſchenswerth machen, große,| jm 100g frey gelegene Blößen mit Bucheln anzuſäen, bleibt nichts übrig,|[Mvs 4.|: als vorher das nöthige Schutzholz anzubauen, Dieß geſchieht| itt ud om beſten durch reihenweiſe Anſgat oder Anpflanzung von Fiche:| jim I ten oder Kiefern, zwiſchen denen dann die Ausſgat der Bucheln M erfolgt, ſobald dieſelben hinreichenden Schutz gewähren, und| ha Oe welche erſt geſchneidelt und gelichtet und ſpäter ſo weit weg-| Muir genommen werden müſſen, daß ſie die heranwachſenden Buchenz| 0.09 pflanzen nicht unterdrücken können. Zur Vollſaat werden 150| Nun Pfund Bucheln gerechnet.| Oye M c) Häinbuchenſame kann in gepflügtem Boden mit dex| 8) 18 Egge eine Erdbede&ung von 4 Zoll in feſtem, x bis 3 Zoll boch fn zu 6:4 in lo>erem Boden erhalten, wobey man 118 Pfund abgeflügez| Ww ten Samen auf den Morgen rechnet. Bey einem mit Laub,| Wt, m Moos oder ähnlicher nicht feſter Erdbede>ung reicht das kreuz: NELE weiſe Eineggen des abgeflügelten Samens hin. Die Plätzeſaat-[Wie Cre de M Hat nichts Beſonderes. Beachtungswerth iſt, daß die jungen Jim 88 104 Hainbuchen in ungeſchübter Lage ebenfalls leicht erfrieren.| Nrflde 49 d) Die Ahornſaat wird ganz der Hainbuchenſaat gleich| bei Boer dd behandelt, nur gewöhnlich im Frühjahre vorgenommen, damit/ With die jungen Pflanzen nicht zu zeitig erſcheinen, und dann. durch a Dur ZE die ſpäten Nachtfröſte beſchädigt werden, da dieſe das größte ATEN? Hinderniß ihrer Erziehung ſind. Gewöhnlich wird der Ahorn| Aufi 4 nur einzeln untergeſprengt gezogen, wozu die Pläteſaat am| 4, Orm mehreſten zu empfehlen iſt, wo dann dieſelbe auch noch im bn af di Frühjahre mit Laub gede>t wird.=- Man rechnet 60 Pfund Wid, zu p zur Bollſaat, bey dem Unterſprengen zwiſchen andere Hölzer 01 0 Df richtet ſich dieß danach, in welcher Menge man den Ahorn zu/ Wdenden 9 erziehen wünſcht. Wo viel Roth-, Damm- oder Rehwild ſteht,| mt 34 wird man dieſe Holzgattung ſelten anders, als durch Auspflan- Wie bas( zung großer Stämme heraufbringen, da ſie das Verbeißen nicht In, fo erträgt. dmm,| e) Die Ulmenſaat bedingt vor allem einen ſehr wun- bf mh, den Boden. Dieſe Holzgattung gedeiht:in der Regel nur auf ſaat Bn einem, ſehr zum Graswuchſe geneigten, und leidet doch auch 1 Ve ſehr unter der Ueberziehung mit Graſe..“ Wo man dieß nicht| hes 10040 durc< AFerung zerſtören kann, iſt es am beſten, im Frühjahre,| liche hy ſobald man ſieht, daß hinreichender Same gewonnen werden Vicht? Oni, 0 kann, nicht zu kleine-Pläße. ſo zu verwunden, daß mit dem| 1e augen: Grasfilze die Wurzeln rein herausgenommen werden, Bey feuchz| Wetnen Ho | j ===<.mu<=> B- 4. Abſchn. Vom Anbau des Holzes durch die Saat. 115 : 463 AR by tem Boden darf keine Auflo&erung des Platzes erfolgen,| 4. hoch ME die jungen Pflanzen leicht durc den Froſt aufgezogen werden, 440 Be Der Same wird nur, am beſten mit' den Händen, ſo mit Erde EI vermengt, daß er gegen das Aufleſen durch Vögel, dem er ſehr iE Pfle unterworfen iſt, geſichert wird. Die Saat kann nur bey wind- jo va ſtillem Wetter vorgenommen werden, Zur Vollſgaat rechnet man Reif Du gewöhnlich 25 Pfund für den Morgen. Auch dieſe Holzgattung Au en deſet ſcheint in Vermiſchung mit andern Hölzern beſſer zu geveiben "jet als 8 GEIE PU19 DIABLE; - Damen. ie'enſaat leidet eben ſo ſchr vom Graſe, abey die Yi die Ulme, und iſt um ſo ſchwerer dagegen zu ſchützen, 7 H worden ſn) Same, friſch ausgeſäet, gewöhnlich ein Jahr über liegt, und | In der Ney das Gras auf dem friſchen und feuchten Boden, auf welchem 3 geſichert,- die Eſche allein mit Erfolg gezogen werden kann, oft ſchon vor nachen, gruß) dem Aufgehen der Pflanzen wieder die Ueberhand gewonnen hat. nichts übry, Das beſte Mittel dagegen iſt das Ausſtechen und Umgraben ieß geſchieht nicht zu kleiner Pläte, ſo daß die untere Erde obenauf zu lie: 117g bon Fit gen kommt. Jn dieſe wird der Same reifenweis geſäet, um der Buchel nöthigenfalls die ſich zeigenden Gräſer und Unkräuter ausjäten vähren, un) zu können, wobey man ihm 3 Zoll Erdbede>ung giebt.(Die ſo weit weg: Auspflanzung iſt, da dieſe Holzgattung doch ſeiten in. großen den Buchen: reinen Beſtänden gezogen wird, in der Regel vorzuzieben. , Werden(50 Man rechnet 50 Pfund auf den Morgen zur Voliſaat,=- Das Geſagte läßt ſich auf die Saat der Lin de anwenden. toden mit Des 8) Die Erlenſaat bat vorzüglich mit zwey Hinderniſz 7 Zoll hoch ſen zu kämpfen: das im Frühjahre zu lange ſiehende Waſſer, ) abgeflügel: welches die im vorigen Sommer aufgegangenen Pflanzen noch | mit Laub, bede>t, wenn ſie ausſchlagen ſollen, und das Aufziehen durch t das freuß: den Froſt in dem humoſen feuchten Boden, wo in der Negel ie Pläteſae) die Erle gezogen wird. Gras wird ihr nur dann nachtheilig, ; die jungen wenn es ſich filzartig über die jungen Pflanzen hinweglegr. Nur ſolche Stellen können beſäet werden, auf welchen im May frieren, enſaat gliß das Waſſer genugſam abgefallen iſt, um den jungen Pflanze men, dant das Aufgehen und Wachſen zu geſtatten. Sobald 540(97 » dann. duch korn nur zwiſchen den Grasſtüken und Wurzeln zur Erde kom- . das aröfe men kann, iſt eine Wundmachung, noch viel weniger aber eine d der Ah Auflo>erung des Bodens durchaus nicht anzurathen. Beſſer iſt lägeſaat at es, das Gras im Herbſte dicht an der Erde abzumäben, und dann auf den benarbten Boden ſo zeitig im Frühjahre, als uch noh in KIN»: 09 Yfund möglich, zu ſäen, da dieß das einzige. Mittel iſt, das Auffrie- ndere Völ ren der Pflanzen zu verhüten. Die vielen tauſend oft jährlich en Ahorn zu aufgehenden Pflanzen auf naſſen Wieſen, wo Erlenſame an- ſchwimmt, zeigen genugſam das Richtige dieſer Verfahrungsart. ehwild ſteht: 17 h Juöpflan: Zelle das Gras ſpäter. ſich filzartig über die Pflanzen zu legen heißen nicht Pinus ſo laſſe man es ſo ho), daß ſie nicht beſchädigt wer- en können, mit der Sichel abſchneiden, wenn. ſich die Leute, ; beſſer noch, nich; Zolls 4 ſehr wur: 0 18 Wia:'t zum Rupfen entſchließen wollen. Zur Boll: gel nur au 13. Di 6 Bi! x doh aus; irkenſaat bedingt ſebr wunden Boden, da 4- nid DAS„deimte Samenkorn ſelbſt auf dem Laube, Mooſe und ähn* m Frühjaht" dichte WEN Erdbede>ung liegen bleibt. Wo ſich keine feſte, nen werd! DENIS rasbede>ung vorfindet, genügt jedoch, nachdem der Sa: aß mit di ei Usgeſtreuet iſt, das kreuzweiſe Eineggen oder Einharken mit ernen Harken, Gegertes Land. darf nicht nochmals zur Saat 1, Bey fend? 116 Forſiwirthſchaft. (464):: aufgepflügt werden, ſondern man beſäet es gleich nach der Erndte, und eggt den Samen ebenfalls ein. Wo der Boden dicht mit Graſe oder Kräutern bede>Xt iſt, wird eine Wundmachung, je: doch nicht Auflo>erung, in Streifen oder Pläten nöthig. Aus- geſäct muß der Same im Herbſte oder Frühjahre bey windſtil: lem Wetter werden, und erträgt eine ErdbedeXung von 2 bis zx Zoll in lockerem Boden, welche man ihm mit der Hand oder der Harke zu geben ſucht. Doch gedeiht die Saat auch ohne Bedeckung, da der Same bey ſeiner Kleinheit ſelten durch Thiere aufgeleſen oder beſchädigt wird. Wenn die Birke einmal auf? gegangen iſt, wird ihr nur ein ſehr üppiger Gragwuchs nach» theilig. 36 Pfund reichen zur dichten Vollſaat hin. - 1) Kieferſaat. Bey der Augdehnung, welche der Anbau der Kiefer durch die Saat hat, verdient dieſe eine beſondere Auf: merkſamkeit,=- Ueberall, wo der Boden kraftvoll genug iſt, um einige Getreideerndten zu bringen, das Flüchtigwerden deſſelben. nicht zu fürchten iſt, das Wild und die Lage des Saatplaßes eſtattet, Getreide auf demſelben zu erbauen, iſt die der Kiefer» gat vorausgehende Ac>ercultur das Empfehlenswertheſte. Man kann ſowohl Zapfen, als reinen Samen im Frühjähre nach der lezten Erndte ohne weitere Vorbereitung ausſäen, und dann den reinen oder äus8gefallenen Samen eineggen laſſen. Den rei- nen Samen kann man ſelbſt im Monat März und April ohne weiteres unter den, im vergangenen Herbſt dünn ausgeſäeten Winterroggen ſäen, wo ihn das wachſende Getreide wohlthätig beſchüßen wird, 4-=-6 Pfund Samen oder eben ſo viel Schef- fel Zapfen ſind, die vollkommene Güte des Samens vorausge:- ſeht, zu einem ſo dichten Beſtande hinreichend, wie man ihn nur wünſchen kann und geſtatten darf. Mit 3 Pfund und eben ſo viel Scheffeln kann män ſogar ſehr gut ausfkommen,=- Wo zwar der Getreidebau unanwendbar, jedoch der Pflug zu gebrau- eren Mooſen bede&ter Boden wird hinreichend durch das Freuzweiſe Uebereggen verwundet, kann jedoch dann nur mit reinen Samen beſäet werden. Wo der Boden nicht mit dem Vfluge oder der Egge zu verwunden iſt, wird er mit der Hake platz- oder ſtreifenweis entblößt. Ueberall ſind folgende Regeln beachtungswerth: Der Same erträgt überall in lo>erem Boden eine Bedeckung von 3 bis x Zoll Erde, auf Flugſand noch mehr, und je ſorgfältiger die Unterbringung deſſelben iſt, deſto beſſer gelingt die Saat. Die Ausſaat des reinen Samens kant von Mitte März bis Mitte May seſchehenz die Zapfenſaat nimmt man gern erſt dann vor, wenn man ein raſches Sprin- gen der Zäpfen vermuthen kann, damit dieſelben nicht lange alb geöffnet im Feuchten liegen bleiben. Den reinen Samen ſäet man bey windſtillem Wetter, um eine gleiche Vertheilung bewirken zu können.=- Damit derjenige, welcher die Ausſaat vornimmt, dieſe nicht bloß erlängt, ſondern auch mit der be.-, ſtimmten Quantität Samen auskommt, iſt es gut, ſo länge einzelne Morgen abzuſte>en und für dieſe die feſtgeſetzte Sa- menmenge abzutheilen, bis der Säemann ſchon durch den me- ung des Samens mit Erde verbunden werden muß. veſondere Iii Später, wo auch die untern Schuppen der Zapfen ſpringen und enug iſt N der Übrige Same ausfällt, wird daſſelbe noch einmal wiederz den deſſelhn holt.= Das Uebertreiben des Saatplazes mit Vieh, nachdem | Saatplayy der Same ausgefällen iſt, wirkt vortheilhaft auf das Gedeihetr 6.900 Oiefn der Saat, indem nicht bloß der lv>ere Boden feſtgetreten, ſon- heſte M dern auch der Same mit Erde bedec>t wird. 700 Auf ſehr dürrem Sandboden, welcher lange unbeſchübt und hre 07 dit der Sonne preisgegeben gelegen hat, mißlingen die Kieferſaaten ' und dann ſehr häufig, wenn ſte auf die hier angegebene Art gemacht were 1, Den tet? den, ſv ſicher ſie dabey auch unter günſtigen Verhältniſſen ges d Lil ohne deihen. Folgendes Verfahren kann in dieſem Falle mit Zuver« 1 auSgeſdeten ficht empfohlen. werden. Es werden'in einer Entfernung von de Wwohlihaiig 4 bis 5 Fuß Löcher von der Breite eines gewöhnlichen Spatens 0 viel Sche" etwa 12 Zoll tief, wie gewöhnliche Pflänzenlöcher aufgegraben und n8 vorausge: dann wieder mit dem herausgenommeiten Sande ſo angefüllt, wie man im! daß der. obere untenhin kommt, dieſelben jedoch etwa 4 Zoll nd und aa tief unausgefüllt bleiben. Sodann kraßt man um das Loch herum men;= 2 die beſſere Erde zuſammen und bereitet dem Samen ein etwa 13 zu gebrat: 2 Zoll tiefes Keimbett davon, indem man das Loch damit ſo Fuß vor ein hoch ausfüllt, daß nur noch 2 Zoll zur gänzlichen Ausfüllung Flechten u) fehlen. Hierauf werden 20 bis 30 Körner in dieß Loch gelegt 1d durch ty) und einen ſtarken Viertelzoll hoc) mit Erde bede>t, dieſe auch mh nur H feſt angedrückt oder getreten, Vorzüglich hat man darauf Acht, ht mit dn daß Körner dicht an die gegen Mittag gerichtete Seite des Lochs nit der Hai! zu liegen kommen, da ſie hier mehr gegen die Synne g6& gende, Regelt Ichübt ſind. derem Boden. Auf flüchtigen Sändſchollen muß vor allen Dingen durch (ugſand 10 Bindung derſelben die Saat gegen Ueberſchütten mit Sande oder jen iſt, deſt! Augrechen geſchüßt werden, wovon im Forſtſchuße die Rede Samens Fant ſeyn wird. Die Sandſcholle ſelbſt wird dann im Frühjahre, ſo » Zapfenſaat zeitig als möglich, Fahre um Fahre, d. bh. ſo, daß ein ungepflüg- ſches Sprin: ter Zwiſchenraum von der Breite der Furchen ſtets ſtehen bleibt, nicht lang! Umgepflügt, damit die Oberfläche derſelben uneben wird, da jnen Samt! Dieß ſehr dazu dient, ſie ſtehend zu machen. Sie wird vann blvß Vertheilun beſäet, ohne eingeegagt oder überrecht zu werden, da die Furchen die Ausſa! do<4 bald wieder zulaufen und ſich ausgleichen, wodurch der „mit der! Same ohnehin ſchon eine ziemlich hohe Bedeckung erhält.=- 289 ue, ſo(any! wilde Täuben, Finken und andere Vögel zu fürchten ſind, wei: Ätgeſett Gitern des Bo- dens. Das Gras wird der Fichte,- wegen der ſehr flach laufen- 4 den Wurzeln derſelben, und weil ſie ſehr lange klein bleibt und di 8 deßhalb leicht ganz überzogen wird, ſehr nachtheilig. Man läßt 5 ma 1€ es deßhalb auf den jungen Fichtenſaaten aushüten, da, vas iſe je Rindvieb weniäſtens, den kleinen Pflanzen wenig nachtheilig jane 9 wird, oder ausjäten. und ausrupfen. Am Harze ſucht man dier| Fm"! ſen drey Uebeln, und, wie die Erfahrung zeigt, mit Erfolg, auf| gel an ZM folgende Weiſe zu begegnen. Man ſchält auf einem Plate von Unbe 1 bis 2 Quadratfuß Größe den Raſen, in beſchriebener Art rein Eline[01,046 ab, und jireut nun den Samen am mittäglichen Rande ſo dicht ſide, we in einem ſchmalen Streifen aus, daß die jungen Pflanzen ganz dDp3u wohl dicht und geſchloſſen, wie Kreſſe, aufgehn. Durch dſeſen dichten vt(M Stand verhindern ſie das Eindringen des Graſes, und ſchüpen NNEN ſich ſelbſt gegen Dürre und Froſt. Man bedarf dazu allerdings beſen 3 fj “mehr Samen, etwa 12 bis 16 Pfund im miiden, 16 bis 20 Pfund blattm, A im rauhen Clima, da man in der Ebene recht gut mit 10 bis 12 Pfd. 610)(hie auskommt 3; allein die Erfahrung lehrt dort, daß einzeln ſtehende MM Pflanzen ſelten gedeihen.= Der Schutz der Fichtenſaaten ger ſnd 1115 gen ſamenaufieſende Vögel iſt ebenfalls nothig, da der Fichten: WWhiih[€ ſame nur 3x Zoll ErdbedeXung erträgt. bid vo 0 D. Weißtännenſaat, Die jungen Pflanzen ſind ſehr ſpon 15 empfindlich gegen Froſt, und gedeihen in der Regel nur in ſehr daſ NE geſchübter Lage, unter altem Holze oder zwiſchen horſtweis ſte- dE Cit hendem Geſträuch und jungem Nadelholze: Hier wird der Same fl ohe 3 yp X Zoll hoch mit Erde bede>t, und mit Laub oder Moos dünn| Überworfen, nachdem man den Boden platz- vder ſtreifenweis dy 100 jag verwundet hat, Auf größern Blößen, wo man den Pflug ge- mh, Di brauchen kann, wird der Same im Frühjahre auf das friſch ge- Kiſſa ypflüzte Land zugleich mit Hafer ausgeſäet, damit ihn dieſer den ſchüßt, und die Oberfläche nach der Ausſaat feſt gewalzt, Man im Dith rechnet 40 Pfund zur Vollſaat auf den Morgen. u Wim . m) Die Lerchenſaat. Dieſe Holzgattung wird ſelten im jeho)„1! Großen auf freyen Pläßen gemacht, weil dazu der Same zu ſchema theuer iſt, die jungen Pflanzen auch durch Gras und Wild ſehr dutch Zip leich: verloren gehn; man erzieht die Lerche vielmehr gewöhnlich in|dey N in Pflanzfämpen und ſett ſie dann in das Freye. Hat man da: bey Tute] zu Feine Welegenheit, und wünſcht dennoch, dieſelbe anzubauen, Genug And | 7 I Gehn erbindung ins d bey der Führ, er paul ji Und der Cp Die Dür, zy Wraß, ſind 4 Nenjagten, Ii € zu behin, IEtag zu und, Schatten ehil, der Gilde m) Otſeite zu ün Ichte eben ſv ehr dürren% ngen Pflanze dern des I r' flach laufe oin bleibt un 9. Man lieh en, da, de M Nachtheiliy ſucht wan Vie nit Erfolg,(1 nem Plage vu 'bener Art Nande ſo dit: Pflanzen za dieſen dichte ; und ſchüt dazu allerding 16 bis 20 Yu) it 10.bi8 1214) inzeln ſtehn) en, - DD Die Entfernung der Pflanzen von einander. Hierüber entſcheiden a) die Größe der Pflanzen, b> die Betriebs: art, c&c) das Verlangen, den Schluß des Waldes früher oder „4 jit, Fann! oy us an) jeu 1),),), TUKL be Wied MAL NMUN x mun der m|, jim hegen fe NEN jim ſe 101 yah! NAN hl| Jan Die 31 19/008 Heber fal SMI gle ahn, vnd 471900 fung ar *> NN) fm hl WI ! [1] ß und wahn ze, Mey 19% (23 FEIN bey welhy der fiche,| Größere Ctiny ung ſolcher 3), Jon Werden Es M Dolan Wfahlwurz Ww lefer und(ih, and Linde, wel Stamme hahn, erpflanzen, nde Geguftinh 1, daß die Hh 1 Werden, Ih mals Statt fp paten ſy zu 1 Verletzung y werden fön | vom Stam “ange behaltt, vird zum Alk flanzbohrer ay «x werden tant n wird nur! ift, mit eint Wegnehmen| 1 Blättern ni hrt werden,« dung nachthen) 1736 verurſacht Weſten ſv verbattnig We n Gipfel ſch) Sehr 1a) jr< Weg 3 ein, damit! erütteit unn tzung in Gl und es ent! mine aus din od mur auf (holz, vorzu veigen gar min gthoile aus!! , „+. 1 U wahren:? je Wurzeln! nen. Gr lezen, ſo“ 4 mit feucht! on eina!" ie Zis ves führ? 4. Abſchn. Anbau des Holzes durch Pflanzung. 469) ſpäter hergeſtellt zu ſehen. Zu a. Je kleiner die Pflanzen ſind, veſto weniger nimmt man Anſtand, dicht zu pflanzen, weil die Koſten nicht ſo beträchtlich ſind, als bey großen, damit der Bo- den nicht zu lange ungede>t bleibt, weil die kleinen Pflanzen mehr der Beſchädigung ausgeſebt ſind, als die großen. Als die dichteſte Pflanzung, die ſich indeſſen ſelten ſo dicht rechtfertigen läßt, kann man bey ganz kleinen Pflanzen eine Entfernung von drey Fuß anſebn 3; bey 2 bis 3 Fuß hohen iſt die von 4 bis 5 Fuß die gewöhnliche; bey ſtärkern 6 Fuß, und bey der Heiſterpflanz= SU d. h. bey Stämmen von 13 bis 2 Zvll Stärke, 6 bis 3, elbſt 12 Fuß, um geſchloſſene Hochwaldbejtände zu erziehen. Zu b. Niederwald wird am dichteſten gepflanzt, und zwar deſto dichter, je kürzer ſein Umtrieb iſt, und je geſchloſſener ſich die Holzgattung hält, ſo daß 3. B. Weidenheger in zweyfüßiger Enta fernung der Pflanzlöcher angebaut werden, Kopfholz auf Trif- ten u. ſ. w., wo die Weide erhalten werden ſoll, kommt 12 bis 25 Fuß von einander entfernt. Zu c. Sandſchollen, unter dem Bloßliegen ſehr leidender Boden, müſſen dicht bepflanzt werden, um ihn zu ſchüben.= Holzgattungen, die wie die Buche bald eine LaubdeXe und Schuß von oben verlangen, pflanzt man, wenn ſie klein ſind, ſo, daß ſie ſich mit dem 15. bis 20. Fahre wenigſtens ſchließen 3; Eichen, welche ſv große Neigung zur Aſt- verbreitung haben, und die einſt Nußholz geben ſollen, dürfen ebenfalls nicht zu weit von einander entfernt werden.=- Wo man die Zwiſchennußungen an ſchwachem Holze hoch verſilbern Xann, iſt die dichte Pflanzung eher zu rechtfertigen, als wo dieß nicht der Fall iſt. Man muß nie vergeſſen, daß jede Pflanze eins zuſetßen, gleich viel koſtet, und daß die Koſten ſich ungeheuer verz mehren, wenn man dichter pflanzt, als es durchaus ndöthig iſt denn man bedarf, wenn die Pflanzen Überall gleich weit von einander. entfernt ſtehen, bey einer Entfernung von 3 Fuß 3327 Stü> 4-“- 1871«- 1 PRES INES 13 102 Wipe 6 834"-= I 7 610-=- 8=+ 467-- 9-«- 369-- 140- 299-=< 42..-- 207= 14-- 152«= 16-- 116-- auf den preuß. Morgen, und wenn ein Schos 2 Sar, 6 Pf, zu pflanzen koſtet, ſv beträgt der Aufwand etwa von einer 3füßigen Pflanzung 4 Thlr. 18 Sgr, 6 Pf, 4-- E KES ER OILERS D=- 2 6 2 ab; 4 Eu 5 00 6= 4 und man kann daher vier Morgen in 6füßiger Entfernung pflatnt- zen, und nur erſt für daſſelbe Geld Cinen bey vreyfüßiger. e) Von der Ordnung, in welcher die Pflanzen einzuſetben ſind. Man hat diejenige für die beſte gehalten, bey welcher die Pflanzen überall gleich weit entfernt von einan- der ſichen, und deßhalb iſt die Pflanzung im Dreye&> die 6se- X 122 Forſtwirthſchaft, 470) EEG Der Vortheil davon beruht mehr auf der Einbils dung, als er in der Wirklichkeit begründet iſt, da der Stamm ſich ſo wenig mit ſeinen Aeſten, als Wurzeln ſtets kreisförmig aus: breitet, was dieſe Pflanzung vorausſett, ſondern ſich beliebig nach) den Seiten hin ausdehnen kann, wo er Raum, Luft und Licht hat. Die Erfahrung hat auch gelehrt, daß die in Reihen ſtehenden Stämme, 3. B. in Alleen, durchaus nicht gegen die im Dreye> oder Fünfe> eingeſehten im Wuchſe zurück bleiben. Da nun die Reihenpflanzung den Vortheil der bequemern Ab- ſtekung, der leichtern und richtigern Benutzung der Durchfor- ſtung und des Graſes darbietet, ſo. iſt ſie auch wohl allen übri» gen vorzuziehen, wo nicht etwa an Wegen eine ganz beſon- Dere Regelmäßigkeit verlangt wird. Man ſpannt dazu eine lange Pflanzleine aus, ſo daß die Reihen die verlangte Entfernung von einander erhalten, und bezeichnet die Stelle, wo eine Pflanze eingeſept werden ſoll, durch ein Pfählchen oder einen Hacken- ſchlag, indem man mit einem StoFe von der Länge der be- ſtimmten Entfernung an der Leine herunter mißt. Eine ſolche Bezeichnung der Pflanzlöcher iſt weniger noch um der Regelmä- ßigfeit: willen wünſchenswerth, als zur Erſparung der Koſten, da die Arbeit viel raſcher von Statten geht, wenn die Arbeiter 2060 ae die Stelle wiſſen, wohin eine Pflanze geſeßt wer- en 101. tf) Das Einſeßen der Pflanzen, Hierbey iſt vorzüg- lich zu beachten: a) daß alle Wurzeln in ihre natürliche Lage, die ſie früher hatten, kommen 3; hb) daß ſie überall dicht mit fri- ſcher Erde umgeben werden; c) daß es die beſte fruchtbarſte Erde iſt, welche ſie umgiebt; d) daß die Wurzeln ſich etwas ausdehnen können, wenn ſie anfangen zu wachſen, und weder unten, noch an den Seiten gleich auf zu feſten Boden ſtoßen z e) daß ſie einige Zoll tiefer eingeſetzt werden, als ſie früher ſtan- den;'f) daß ſehr ſtarke Stämme mit jeder Seite wieder gegen dieſelbe Himmelsgegend gerichtet werden, als früher. Um dieſe Bedingungen zu erfüllen, muß das Pflanzloc nicht die Be- < ven Vini! ſchädigung durch Froſt zu fürchten iſt, welche bey der Herbſt- vont zung) pflanzung häufig eintritt; c) Haſen und anderes Wild die Pflan- obern Judi zung nicht gleich nach dem Einſeven ſo ſehr beſchädigen, Das wird zue 4! gegen kann in Brüchern und an ſehr naſſen Orten nur im Herba 124 Jorſtwirthſchaft. (4792) ſte gepflanzt werden, weil dieſe im Frühjahre gewöhnlich unzy« gänglich ſind. h» Von Befeſtigung der Stämme, Das Anbinden an Pfähle iſt in der großen Forſiwirthſchaft zu koſtbar, und nur etwa bey Alleebäumen und Anpflanzungen auf Triften und Angern zu empfehlen. Selbſt größere Stämme, welche auf die oben empfohlne Art eingeſtutßt ſind, bedürfen auch keine beſon-= dere Stüße.. Will man jedoch ihnen dieſelbe geben und die Pflanzen nicht einftußen, ſo reicht da, wo nicht ein Umbiegen derſelben durch Nindvieh zu fürchten iſt, das Bezügeln hin, in= dem man einen Raſen- oder Erdhügel von 2 bis 3 Fuß Durch: meſſer und eben ſo viel Höhe um den Stamm anhäufelt, wos= durch das Logsbiegen deſſelben in der Erde verhindert wird. B. VondenPflanzkämpen. Wo man nicht ſehr gute Pflanzen aus freyem Anfluge, oder Ansſchlage, oder Sgaten nehmen kann, iſt es ratbſam dieſe in beſondern Pflanzkämpen zu erziehen. Man kann dort mit Wes nig Samen viel gute Pflanzen erhalten, da man im Stande iſt, fie daſelbſt vollkommen zu ſchützen, zu pflegen und viel Hülfss mittel anzuwenden, um ihr Gedeihen zu ſichern, die im Freyen unanwendbar ſind, auch durch mehrmaliges, Verſezen Stämme von beträchtlicher Größe erziehen, welche ſich noch mit Sicher beit verſetzen laſſen, weil fie viel kleine Wurzeln nahe um den Stamm herum haben. a) Bey der Auswabhl eines paſſenden Plates zu einettz Pflanzkampe müſſen folgende Rückſichten beachtet werden. 1) Der Boden. Er muß wo möglich bequem zu bearbeiten ſeyn, um nicht zu, viel Koſten zu verurſachen. Der zur Ausſäung des Samens beſtimmte Platz(Saatplaß) muß binreichend friſch und fruchtbär ſeyn, um das Aufgehen des Samens, guten Wuchs der jungen Pflanzen zu verſprechen. Der eigentliche Pflanzkamp, wohin die Pflanzen von den Saatbeeten verſetzt werden, ſoll wo möglich dieſelbe Bodenbeſchaffenheit haben, als die daraus zu bepflanzenden Orte, Ungern wählt man Stetten, wo. man. ſchwer zu vertilgende„wuchernde Gräſer und Unkräuter zu fürchten hat, 2) Die Lage muß ſo ſeyn, daß Beſchädigungen durch Froſt, Rohreif, Wild, zahme-Thiere oder Entwendungen nicht zu fürch» ten ſind. Die Nähe an der Wohnung deſſen, welcher zu ſeinev Aufſicht und Pflege beſtimmt iſt, iſt ſehr wünſchenswerth, ſo wie dann auch ein weiter Trangport nach den Orten, welche dar- aus bepflanzt werden ſollen, möglichſt vermieden werden muß. Waſſer, zum Angießen der Pflanzen bey eintretender Dürre und dem Berpflanzen, muß im K 2? ſelbſt od 3 dem Be zen; ßB im Kampe ſelbſt oder deſſen Nähe zu finden ſeyn. b) Von'der Befriedigung. Sie hängt von der Ge: fahr der Beſchädigung und der Dauer, welche man davon ver: langt, ab. Oft genügt eine lebendige He>e von Dornen oder Hainbuchen, auf den Auswurf eine8 um den Pflanzkamp gezoge: nen Grabens gepflanzt; oft muß ein dichter Ruthen- oder Planken- zaun denſelben gegen Beſchädigung durc) Wild und Vieh ſichern, je nachdem das Material zum einen oder andern leichter und wohlfeiler zu haben iſt. (M7! bn(aw ON zu un'M hingen, ZD ehre 5 witt fenTTuu zun D.'än FL je odere js der 180 inmal 18 fbi ME! ful an heit be ESU One EE M Cale weiß auf AK Bitten: 4M fm e) 1097 vie VAM müſen| Game da IE dem Hit Werſeßt ID! ſen(de/5e (Wuepfang| (nder eis Bat Fehlen Naſt; We (ziehen JU WW 15 url(M6 "ah we ter vom Een Funlic NG 2) nv(9 rehe 15 Indem 15 . mm Dachſen" 4. Aobſchn. Anbau des Holzes durch Pflanzung. 125 (473) ÖHnlic 003 e) Bearbeitung des Bodens. Das Umgraben deſſel- ben, auf eine Tiefe von 12--18 Zoll, iſt nöthig, um das Un- Jes Anbihy Xraut und Gras zu vertilgen, die gute Erde an die Wurzeln zu ) foſtbar, 14) bringen, den Boden genügſam äufzulo>ern. Die ein oder zwey wf KEriften 1) Jahre vorausgehende Benutzung deſſelben zu Kartoffeln, oder Gax- - Welche auf Tenfrüchten, laßt dieß am beſten ohne Koſten erreichen. Wo der uh feine ben Boden durch dieſe Bearbeitung- zu lo>er werden, austro>nen geben Und die oder durc den Froſt aufgezogen würde, läßt man ihn ſich wie- tein Umbiegy der vorher ſeen, ehe man ihn beſäet. j; eZUgeln hin, it: d> Eintheilung. Die Baumſchule wird eingetheilt in 3 Fuß Inh: Saatkamp und Pflanzkamp. Je nachdem man die Pflanzen gröz- mhäufelt, wi ßer oder kleiner, nur ein- oder zweymal verſeßt, iſt das Verhält« dert wird, niß der Größe beider verſchieden. Kleine Pflanzen, welche nur einmal verſeht werden, können x der Fläche zum Saatplate n0- - Anflige, di thig machen, zärtere nur 3 bis 25. Man theilt die ganze Baumz- ſchule gern in regelmäßige, nicht zu breite Beete, um die Saat- beete bequem von Unkraut überſehen zu können, um auf den Pflanzbeeten gleich die Zahl der vorhandenen Stämme zu wiſſen. Der Same wird auch um der beſſern Reinigung willen gern reihen= weis auggeſäet, und nur die ganz kleinen Sämereyen, wie 3, B. Birken- und Ulmenſamen, machen davou eine Ausnahme. Die Pflanzen werden jedesmal reihenweis geſeßt. Ebſam dieſe 1 dort mit ws m Stande iſt 1d viel Hülfk die im Freyen egen Stämme < wit Sichtts e) /Weitere Behandlung der Baumſchule. Da | nahe um den die Pflanzen beſtimmt ſind, bey zunehmender Größe verſetzt zu werden, ſo macht man die Ausſaat etwas ſtärker, als im Freyen. zes zu einett Pflanzen, welche unter dem Unkraute und Graswuchſe leiden, "den, 1) Der müſſen ſorgfältig rein gehalten und noch vor Johanni, ehe der en ſeyn, um Same des Graſes reift, durchha>t oder gejätet werden. Je nach usſaung des dem die aufgegangenen Pflanzen dicht oder weitläuftig ſtehen, ad friſch und verſeßt man ſie früber oder ſpäter. Es kann dieß ſchon im erx- guten Wucht ſten oder zweyten Jahre ihres Alters geſchehen. Auch bey dem e Pflanztun), Auspflanzen in Reihen werden ſie näher oder entfernter von ein- erden, ſoll ander eingeſetzt, je nachdem ſie in denſelben längere oder kürzere die daraus Zeit ſteben ſollen. Will man ſich das mehrmalige Verſetzen dex 0. man ſO Pflanzſtämme erſparen, und dennoch ſolche mit guten Wurzeln fürchten it, erziehen, ſo ſticht man mit einem ſcharfen Spaten die zu weit durch Frot ausſtreichenden Seitenwurzeln und ſelbſt die zu tief gehende Pfabl2 icht. zu für wurzel ab, ohne die Pflanze ſelbſt auszuheben, und tritt ſie nur cher zu ſeine nach dieſer Operation wieder an, Wo kleine Pflanzen im Win- engwerth, ter vom Froſte aufgezogen werben, muß man ſie, ſo zeitig es 1, welche dat“ thunlich iſt, wieder antreten. Das Gießen der Saatbeete und werden muß. eingeſezten Stämme muß vermieden werden, ſo lange es ſich ver- „ Dürre und meiden läßt, da man, wenn einmal damit begonnen iſt, bis zum ren Näht zu nächſten durchdringenden Regen nicht wieder damit aufhören darf. | Geſchieht es einmal, ſo muß man durchgießen, ſo daß auch die. von der O: unterſten Wurzeln befeuchtet werden. Die zu ſehr in die Aeſte 7 davon. ve! gehenden Laubholzpflanzen werden zwar etwas ausgeſchnitten z Dornen 0" doch muß man immer dahin ſehen, ſtämmig gewachſene Pflan- famp gezugt zen zu erziehen, da dieſe am beſten gedeihen.=- Nadelholzpflan» ober Paule zen, welche man gewöhnlich klein verpflanzt, werden in der Re- Vieh ſich" gel gar nicht verſetzt, ſondern gleich 500 den Saatbeeten in das leichter 17 Freye verpflanzt, was man bey der Ausſaat zu beachten Hat, indem man nicht dicker ſäen darf, als ſo, daß fie Raum zum Waſen bis zur Verpflanzung haben. !26 Forſtwirthſchaft. (474) Ungern benußt man einen Pflanzkamy zu lange als ſolchen, indem Boden, welcher nicht ſehr fruchtbar iſt, zu ſehr dadurch erſchöpft wird.'Man läßt vielmehr nach 10= 20 Jahren ſo viel Stämme darin ſtehen, als nöthig ſind, um ihn mit Holz in Be- ſtand zu bringen, und wählt wieder eine andere Stelle zu einem neuen aus, CG. Von der Pflanzung der verſchiedenen Holzgattungen, 1) Eichen, Nur junge, 2 bis 3jährige Pflanzen kann man ſv pflanzen, daß fie ſo viel von der Pfahlwurzel behalten, daß fich dieſe vollkommen wieder erſet, Dieß ſcheint aber zum voll- Xommnen Wuchſe der Eiche Bedingung. Auch vermehren ſich die Koſten der Pflanzung unverhältnißmäßig, je älter man die Pflanzen nimmt, Die Pflanzung ſolcher jungen Eichen mit dem Hohblſpaten iſt die zwemäßigſte, ſobald man nicht zu fürchten Hat, daß die Eiche von andern fie überwachſenden Hölzern ver- dämmt wird. Die Auflo>Xerung des Untergrundes ijt bey dieſer Holzgattung, die von Natur tief ſtreichende Wurzeln hat“, vor- züglich wichtig. Im Allgemeinen dürfte, bey großen reinen Ei- ke ſind,:eine Beſchüßung von Dornen, um zu verhüten, daß dieſelben ſie nicht durch das Abreiben der am Gehörne im Frühjahre befindlichen rauhen Haut beſchädigen. Hinſichts der Ulmen- und Eſchenpflanzung iſt nichts beſon- bers zu bemerken. 9) Die Birke läßt ſich, da ſie bald weit ausſtreichende Wurzeln bildet und wenig Saugwurzeln am Stamme behält, beſſer jung, als im höhern Alter verpflanzen. Das vortheilhaf-: teſte Alter iſt 3--5 Jahre; ſobald ſich die weiße Rinde am Stamme zu zeigen anfängt, wird die Verpflanzung ſchwierig. | p] piepurhtpf! | das(in)! nN ampfehe' |. 5) Die firfen 6003 Qn) " juchter? pode wir hu die Du fehn I "" 0:98 ; dur] j aum ng! hin Ballen ſtm& (mme AMEN]"LE kun GN dE m doi GE | 6) 3108 (NAME WANNE ſcm; Mu zung im IM „olf Jhom Arcy NAN Ken 110) 31 19 It[0 0)00 NUR UNEL 27 FTE Jeuhunn| E60 1204 nip nfne Jene Zire dE MWE NUNN [bt Wires [Gd zu 7 | VB jeh Ei 4 ner Die yyy i 1 ET jim Zug 8 ME | 64(0) 7 m 10 0 9 [bibi hen, | verſhlin 7 130 7 « 4, Abſchn, Aubagy des Holzes durch Pflanzung. 127 148 AfS Sölde IEE(475) iu ſehr M, Die Herbſipflanzung ſcheint ihr durchaus nicht zuzuſagen; eben ſo Tähren 0 iſt das ER dicht am Boden weggeſchnittener Stämme nicht 044) u empfehlen. IE EM 187 s 5) Die Erle pflanzt man 3--6jährig, und gedeihen die WTE ZU Clin ſtärkern Stämme, bis zu einem Zoll Durchmeſſer, in bhruchigen Gegenden gewöhnlich am beſten. Die Pflanzlöcher dürfen in ſchieden) ſehr feuchtem Boden erſt, wenn man den Stamm einſeten will, geſtochen werden, damit ſie ſich nicht voll Waſſer ziehen, da dieß die hinreichende Befeſtigung deſſeiben hindern würde. Dex abgeſtochne Raſen wird oben auf das Pflanzloch gelegt, um die Pflanze gegen das Aufheben durch den Froſt, das Aufſchwemse nen Fann neh behalten, df aber zum: men durch Waſſer zu verhindern, die Pflanze ſelbſt aver, ſo viel vermehren ſh es nur irgend thunlich iſt, ſchon aus demſelben Grunde mit alter mant dem Ballen vervflanzt. Das Einſtuten iſt für größere Stämme ichen mit bey ſehr zwe>mäßig.= Wo der Boden zu feucht iſt, um Pflanzlö- hf zu fürhin dier machen zukönnen, ſebt man die Erle ohne weiteres oben „Hölzern ver auf den etwas rund gemachten Boden, und umhgufelt ſie mit iſt bey dieſe einem Erdhügel, wie ſchon oben gelehrt wurde, deſſen Größe In hat; vor: von derjenigen der Pflanzen abhängt, n reimen Ei 6) Die Kiefer wird noch viel zu wenig verpflanzt, weil ſeyn, da ſie man glaubte, daß ſie ſich vermöge ihrer Pfahlwurzel nicht gut da- ht, zu eignet, Es kann dieß jedoch mit der größten Sicherheit ge- pflanzt wer: ſchehen; denn wenn ſie gleich einige Jahre nach der Verpflan= | der Beſchat: zung im Wuchſe zu ſtio>en ſcheint, ſo holt ſie dieß doch ſpäter Tanzt werden, vollkommen wieder ein. Das beſte Alter zur Verpflanzung iſt hem Aufſchle von drey Jahren. bis zu ſechs, oder dann, wenn ſie den er? » Pflanzung ſten und zweyten Quirl zu machen anfängt. Man muß ſie jedoch (aufes= ait mit ſo langer Pfahlwurzel als möglich einſepen, wozu ſich"der nd, und ded hohle Pflanzſpaten vorzüglich eignet. Wenn man beachtet, daß Rur domiti: gewöhnlich die Dürre es iſt, welche das Gelingen der Kiefern- ſind dazu zu culturen hindert, ſo wird man auch leicht finden ,' daß dieſem en den Zur durch nichts beſſer begegnet werden kann, als durch dieß tiefe 1 wobl 40 Einpſflanzen junger Kiefern, welche mit ihren Wurzeln. bis in 1 Schluß und eine Tiefe kommen, bis wohin der Boden erſt ſpät und ſelten austro&net.. Die beſte Art der Kiefernpflanzung iſt in Reihen in vierfüßiger Entfernung, und nur, wo flüchtige Sandſchollen ange- baut werden, und die Pflanzen zugleich dazu dienen ſollen, den Sand zu befeſtigen, iſt die zweyfüßige vorzuziehen. » man ind ſehr-raſchen 0 eine Dö, 7) Die Fichte wird anerfannt durch die Pflanzung wit twach/en an mehr Sicherheit angebaut, als durch die Saat, da ſich bey je- wohn) aus ner die Hinderniſſe des Gelingens der Culiur nicht ſo zeigen, LICHEN als bey dieſer. Gewöhnlich nimmt man ſie in einem 5-- 8jäh> e Weinig aus“ rigen Alter der Fichte vor. Dieſe Holzgatiung verlangt, daß her da mw ſie am Fuße beſchirmt und beſchattet iſt, Sind die Pflanzew von Dornen, einzeln erzogen, ſo geſchieht dieß durch die untern Seiten- Abreiben det weige, und ſie läſſen ſich dann auch einzeln verpflanzen. Ha- beſchädigen en ſie aber ſehr'gedrängt geſtanden, ſv iſt man genöthigt, ſie nichts beſo! büſcheiweis, 5--8 Pflanzen zuſammen, in ein Pflanzioc<- zu verſegen, indem bey dem Ausgeinanderreißen die in einander wöſtreichen" verſchlungenen Wurzeln ſonſt. zu ſehr beſchädigt werden würden, wms behin auch die Beſchirmung des Stammes nicht zu erlangen wäre. u; rtheilha) Bey einer Entfernung von 5 Fuß kommen die Fichten frühzeing € inde at genug in Schluß, und erwachſen dv< auch hinreichend ſtäm- py ep ſhmir) mig, um dem Schnee und Duftonhange widerſtehen zu können. 128 Forſtwirthſchaf?. 476) ( 8) Bey der Tanne iſt wie bey der Buche vorzüglich dar= auf zu ſehen, daß man Pflanzen, welche ſchon hinreichend an einen freyen Stand gewöhnt jind, auswählt. Sie wird deßs halb auch gewöhnlich älter verpflanzt, als die Kiefer und Fichte. 9) Die Lerche läßt fich leicht und ſicher, gewöhnlich in ei- nem Alter von 3-- 6 Jahren verpflanzen, wenn man nur nicht in zu dichtem Schluſſe geſtandene Stämme dazu nimmt, da dieſe vft fo lange und ſchlanke Wipfeltriebe haben, daß ſie ſich nicht gerade halten können. 2) Von der Pflanzung dur< Ste&linge und Ableger. Der Anbau durc; Sted>linge kommt bey der großen Waldwirthſchaft vorzüglich bey der Anlegung der Weidenheger an Flüſſen, und bey dex Bindung der Sandſchollen durch Pappeln vor. Die Weidenheger haben gewöhnlich den doppelten Zwe, die Ufer zu ſichern und den Waſſerlauf zu regeln, zugleich aber auch Reifſtöcke,„Korbruthen oder Faſchinen zu geben, wodurch ſie oft einträglicher, als jedes andere Holz werden.=- Wegen ihres Einfluſſes auf den Waſſerlauf dürfen ſie jedoch auch nur mit Vorwiſſen und Genehmigung der Waſſerbau- Polizeybehörde, wo eine ſolche beſteht,„augelegt werden, wo. der Fluß ſie be- rührt. Eine paſſende Auswahl der dazu zu verwendenden Weiden iſt ſehr weſentlich 5). Die Setreiter oder Setlinge werden von ein, zwey oder höchſtens dreyjährigen Trieben genommen, da ſtarke Stangen ſchon darum unpaſſend ſind, weil ſie leicht durch den-Eisgang heraus8gebromen werden. Zur Pflanzung werden Löcher von ein bis zwey Quadratfuß Größe, rund oder viereckig, was gleich iſt, geſtochen, welche nach untenzu et2 was enger ſind, und folglich etwas ſchräg abfallende Seiten» wände haben. Die Tiefe derſelben, von ein bis zwey Fuß, rich= tet fich. danach, ob der Boden tro>ner oder friſcher iſt, da man ſie gern ſv tief macht, daß wenigſtens die untern Spitzen der Sebhlinge ſtets in friſchen Boden zu ſtehen kommen, Die Exnt- fernung iſt bey dieſer Art der Pflanzung die kleinſte, ungern Über zwey Fuß, weil man theils gleich anfangs einen ſehr ge: ſchloſſenen Beſtand, den die Weide bey kurzem Umtriebe ver- langt und erträgt, bezwe&t, theils auch ſehr oft ſchon das Befeſtigen des Treibſandes im Fluſſe dadurch erreicht werden ſoll. Nach der Tiefe der Pflanzlöcher wird die Länge der Seßlinge bemeſſen, da dieſe auf dem Boden feſt aufliegen und drey bis vier Zoll über dem ganz augsgefüllten Pflanz- lot werden, daß ſie überall feſt davon umgeben ſind. Die Pflanzzeit dauert von deim Zeitpuncte im Frühjahre an, wo die Erde ganz auf- gethauet ijt,- bis dahin, wo die Weide anfängt, ſich zu ſchälen, wo man aufhört, weil die Seßhreiſer zu leicht durch Trennung der Rinde verlehpt werden. Im September tritt dagegen eine, *) Siehe Monat Januar, S. 22, 454 „? „m we „ k ſan 61'E MM OE hun) m den M line 20) " glei J(rttag 1" Jol, vH hten, 8 pr Oeſch (Juhen 8 Ih beſte EB (itieſe 19 | Wſe'S "" NL 2 I NB/ (Gde Wuſh! wehrerngel | Nicht gut Jide 31704 fihrt 14 [hw vas ANE? bi 1 Nas (dan mE 5MMM NE 7 riche JS m 6 oſten EG ft mange fin, fü dit weiß »"H 0" jh itt W ſeht nN ME NENT Wh 08 Nm I UE| M hl DN SEN es Ch und; Im Gil, Ami „reren m gru emen ug meme Manag- R AKIBA due H=< wmmenningete ee enen ee amm, 4. Abſchn. Anbau des Holzes durch Pflanzung. 129 borzüglig 140%. BRC (inteichen) wegen des niedrigen Waſſerſtandes ſehr günſtige Zeit zu dies Sie wird 1 ſer Art von Pflanzung ein, und die in dieſem Nonat einges fer und Fiht. Tebten Stecklinge gedeihen in der Regel vortrefflich.; NEE Die Schwarzpappel benußt man in ähnlicher Art zur Bin» vÖhnlich in& dung von Sandſchollen, Man erreicht zwar dadurch ſehr bald man nur ni den Zwe> den Sand befeſtigt zu ſehen, indem die Steck- UAE, bv linge bey richtiger Behandlung in der Regel darauf ange» 1, daß fie ſid Hen z allein der Wuchs derſelben bleibt immer ſchlecht, und auf Ertrag iſt wenig dabey zu rechnen. Deßbhald thut man auch ; wohl, die Pappeln nur als einſtweiliges Deckungsmittel zu be- lige un) trachten, und ſie in nicht zu engen Reihen, jedoch immer in der beſchriebenen, neſterweiſen Art zu pflanzen, zwiſchen dieſe | der grö Reihen aber Kiefern zu ſäen oder zu pflanzen, welche immer die beſte Holzgattung zum Anbau einer Sandſcholle bleiben, da hollen duch ſie dieſe nicht bloß dauernd binden und den Boden am mehrſten verbeſſern, ſondern auch den mehreſien Ertrag geben. 47 Abſentker werden vorzüglich zur Verdichtung der Schlag= elfen Sw, Holz- Beſtände im Mittel» oder Niederwalde angewandt. Das Ugleich abet Verfahren dabey iſt eben ſoreinfach, als das Gelingen ſicher, und 1, wodurch; dieſe Methode zur Erneuerung eingehender Mutterttöe oder -- Wegen Ausfüllung von Lücken empfehlenswerth, Es ſchlagen zwar od) auh nur alle Hölzer, ſelbſt die Nadelhölzer, wenn Zweige von ihnen mit MZR, Erde bede>t werden, Wurzeln 3; jedoch iſt das Abſenken bey Fluß fie be: mehrern. Holzgattungen, wie 3, B. bey den Erlen, deßhalb enden Weiden nicht gut anwendbar, weil das Holz zu bruchig iſt und ſich linge werden nicht gut zur Erde biegen läßt, Bey dem Senten ſelbſt ver- ! genommey, fährt mau auf folgende Art: Wenn der Kieferwald gehauen wird, veil ſie leicht bleiben nach derjenigen Seite hin, wo man die Senter verlangt; x Pflanzung niedrige Seitenzweige ſtehen. Man befreyet dieſe von Aeſten 2, rund od bis in die Spitze, wv drey his vier Zweige ſtehen bleiben. So=- untenzu("1 dann macht man mit der Hacke eine Bertiefung. in die Erde, ende Geli und legt in dieſe den niedergebogenen Zweig dergeſtalt, daß ey Fuß, nh: nur die ſiehen gebliebenen Zweigſpiten 8-- 12 Zoll lang her- iſt, da mu vorſtehen, befeſtigt den Zweig mit einem Haken oder Heftel in 1 Spißben dt der Erde, utid bede>Xt ihn gut mit den weggenommenen Ras- , Die Ei: ſenſtücken und darüber“ gelegten Böden. Die Zweigſpißen füt= ſte, ungen tert man dabey ſo mit Erde ein, daß ſie ſenkrecht in die Höhe ten ſehr gt: ſtehen. Es iſt dabey gar kein Nachtheil„ wenn der Zweig Umtriebe ver dicht am Stamme herausſteht und unbedeckt bleibt; man t ſcho das kann ihn ſögar zur Hälfte einſchneiden, wenn er zu ſtark wäre; eicht werden um ſich gut niederbiegen zu laſſen. Nur darauf muß man ge: dange der nau ſehen, daß der in die Erde gelegte Theil deſſelben nicht ſt aufliegen auf alte Wurzeln vom Mutterſto>e zu liegen kommt, da dieß ten Pflanz: ſeinem Gedeihen ſehr hinderlich ſeyn würde, Rothbuchen, Hain» | geſchieht buchen werden, wegen ihrer vielen niedrigen Zweige, vorzüglich des Pflanz abgeſenkt; doch ſind auch Haſeln, Weiden, Ulmen ſehr gut erden, daß dazu geeignet, wie Überhaupt jede Hvlzgattung, wo ſich nur eit dau! Zweige gut in die Erde biegen und befeſtigen laſſen. Solche e ganz auf: Sentker wachſen eben ſo gut, als Samenpflahnzen; das Geſchäft zu ſchalt) des Senkets verurſacht ſehr wenig Koſten, ind es iſt zu bes hv Trennung wundern, daß dieſe in Weſtphalen und am Rhein mit ſo vie agegen ei lem Erfolge und ſo häufig angewandte Cülturmethode noch ſo wenig in den Riederwäldern Norddeutſchlands getroffen wird« (IIS HEEL EISE INI INS VDE 130 Zorſiwirchſchaft. (478) Von der Befriedigung der. Schonungen. In Forſten, welche mit Häüätung belaſtet ſind, müſſen, ſelbſt nach der geſetzlichen Vorſchrift, die Grenzen der Schonungen ſo kenntlich bezeichnet ſeyn, daß ſie der Hirt nicht unwiſſentlich überſchreiten kann. Man: hat dazu Wiſche, Schonungstafeln oder andere Kennzeichen, die ſo befeſtigt ſeyn müſſen, daß mau Überall von einem zum andern fjieht. Beſſer iſt noch ein ſoge- nanntes Hegebeet, welches man macht, indem man die Erde zwiſchen zwey parallel um die Schonung laufenden, 3 Fuß von einander entfernten, kleinen. Gräbchen, von etiva 8 Zoll Breite und Tiefe, zujammenwirft. In lo>ern Boden kann ein Mann davon täglich) 15-=-20 Ruthen mächen. An Triften, und. wo die Gefahr des Einlaufes vom Viehe groß iſt, ſichert man die Schonungen durch Gräben, welche aber mindeſtens vpben eine Breite von drey Fuß haben müſſen, und eine even ſo große Tiefe, wenn ſie Schutz gewähren ſollen, oder auch durch Zäune und Verſchläge von Holz, Ein drey Fuß tiefer Graben vehält bey einer obern eben ſo großen Breite auf der Sople nur-eine ſpvlerm Boden kann Ein Mann in 10 Stunden wohl 3-- 4 Ruthen davon machen; in ſehr feſten, ſteinigten oder wurzelreichen auch wohl nur 1x Ruthe, Was maän für Zäune vder Vermachungen wählen muß, hängt von der größern vder geringern Gefahr"des Einlaufes ab, ſv wie von der Art des vorhandenen Holzes. Bey aufmerkſa- zmen Hirten und guter Juſtizpflege genügt Überall für Rindvieh eine auf Pfähle geſchlagene, etwa 3 Fuß über die Erde erhabene Strange, die um ſv eher leicht aus den Durchforſtungen entnom»- men werden kann, als ſie wieder zu Feuerholz zu benuben iſt, Gegen Pferde'muß ſie etwas höher ſeyn, und gegen Schafe und Schweine muß-eiwa 13 Fuß von der Erde eine zweyte Stange befeſtigt werden, um das Durchkriechen derſelben zu verhüten, In Forſten, wo ein ſehr ſtärker Wildſtand iſt, müſſen die Schonungen auch gegen Beſchädigung durch dieſen geſichert ſeyn, da ohnedieß wenig Rechnung auf Erziehung guter Be» ſtände gemacht werden kann. Dazu gehört ein 7--8 Fuß hbo- ber Lattenzaun, wozu wenigſtens 6 Latten übereinander ver«“ wandt werden müſſen. Daß ein ſolcher bey irgend beträchtli- e durch das Fegen-- welches zuweilen im März ſchon vorfällt=- vielen Schaden, und dann kann nur durch Abſchießen derſelben ab» geholfen werden.. Forſtbenußung. Wo Gragzettel ausgegeben werdet, oder die Grasnutzung verpachtet wird, geſchieht dieß jebtt. Rirch der Säft, der Birke zu Birkenwaſſer wird in dieſem Mo- nat geſammelt, Die Sägemühlen ſind jetzt vorzüglich beſchäf- tigt, und bedürfen ſtrenger Aufſicht und öfterer Neviſion, ws fie auf Rechnung verwaltet werden.; Jagdgeſchäfte im Monat April. Die SalzleXen werden zu Anfang des Monats geſchlagätz Strenge Auflicht iſt nöthig, daß das Wild in der Brut und Sebzeit nicht beunruhigt wird, oder Eyer entwandt werden; Das Rothwild ziebt ſehr in das Feld, und es iſt dieß zu ſchüßben. Der Beſchuß erſtreckt ſich nur auf Schmalthiere und Spießer von Roth- und Dammwild, wenn ſolches ausdrü>lich verlangt wird; doch iſt es beſſer, den Wildbedarf durch Reh-= böde zu befriedigen. Die Jagd auf Auerhähne, Birkhähne, Scnepfen und Erpel dauert fort, auch iſt die auf Becaſſinen zu betreiben.= Junge Füchſe werden gegraben und die Baue deßhalb fleißig nachgeſehen; Die alten Naubvögel können auf den Horſten(Neſtern) todt geſchoſſen und die jungen ausge» nommen werden. Wilde Tauben ſind auf den Ruf und bey Salzle>en zu ſchießen. Schweißhunde, welche im Herbſt gearz beitet werden ſollen, ſind jeht führig zu machen: ' verhüten, A "ſt TE TTWSCCO wm. 10.17 19 DD 29.207 WE EREREEINEN Die Fol x0 T A= 1, dy SS Die Nacht 136 Z Die Veſers "'ygeführt eS 0t werden ZA he die FE die Aüled "wiehung:S Welle Wees 1 tighe Fie Wid iſt,(S "zu gebet "Wien Abe "m gegen 2 "ylehre di „"Wm, Cis hy ie 52 "Wüthig n "1 Staa! 5 „itt die& "nen y 1) dyr) 2) dur 9) duns 4 dur; d) dur zs fe im Appl. Dahn Die Py, yy. » Rehbürte hnf Drfällt= vile en derſelben in gegeben werd; leht dieß jep; in dieſen Py: vzUgtich bihit: x Mehiſion, 1 1f 118 geſchlazit der Brut u) jandt werden 8 iſt dieß zi malthiee un es aubdrüäld axf durch Nit: 16, Birkhähn auf Becaſſimt und die Zu zel können u jungen aus» | Ruf und ht) m Derbſt get: ER unum mw emm iG...- ARE unerkannt nD Forſtwirtihſchaft. Fünfter Abſchnitt. Forſtſchutz, Die Forſten laufen Gefahr, beſchädige zu werden* I. dur zufällige Ereigniſſe; TI. durch menſchliche Handlungen. Die Nachtheile, welche auf die erſte Art entſtehen können, ZU verhüten, iſt noc Gegenſtand der eigentlichen Forſtwiſſen= ſchaft, Die Beſchädigungen zu vermeiden, welche durch Menſchen herbeygeführt werden, kann nur durch Aufrufung der, Geſetze ers reicht werden. Dazu iſt eine genane Kenntniß derſelben nöthig, welche die Forſt-Polizeylehre geben muß, die ſchon mehr unter die Hülfswiſſenſchaften zu rechnen iſt, indem ſie nur mit Hinzuziehung der Rechts- und Polizeywiſſenſchaft vollitändig Dargeſtellt werden kann. Da aud) noch überdem jeder Staat ſeine eigne Forſtpolizey- Geſezgebung hat, und deßhalb es uy- möglich iſt, eine allgeineine, überall anwendbare Forſt- Polizey- lehre zu geben.: ſo wird es in doppelter Art gerechtfertigt, wenn wir dieſen Abſchnitt nur in Beziehung auf die Beſchüßung der Forſten gegen zufällige Ereigniſſe ſpeciell behandein, und die Forſt» Polizeylehre dagegen nur in ihren allgemeingültigen Grundlagen darſtellen. Es liegt dieß ſchon in der Tendenz dieſer Darſtellung, welche alle Hülfs- und Nebenfächer ausſchließt, und zugleich auch nöthig macht, alles zu vermeiden, was ſich nur aaf einzelne deutſche Staaten beſchränkt,; .„Unter die Beſchädigung der Forſten durch zufällige Ereig mſſe rechnen wir den Schaden, welcher entſteht: 1) durch Sturm; 2) durch Feuer; 3) durch Waſer; 2) durch Froſt und Dürre;- 9) durch Duſt, Schnee, Rohreifz 134 Forſiwirthſchaft, (346) 6) durch Flugſand 3 7) durch JInſecten z 8) durch Mäuſe z; 9) durch Wildpret. 1) Verhütung des Schadens durch Sturmwinde. Er wird herbeygeführt durch: a) Bodenbeſchaffenheit; b) For- mation der Erdoberfläche 3; 6) Holzgattung und Wuchs des Hol- zes 3; d) Unterbrechung des Schluſſes. der Beſtände. Flachgrün- diger und dabey lockerer Boden, in welchen das Holz mit den Wurzeln weder tief eindringen, noch ſich darin ſehr befeſtigen kann, erzeugt den mehreſten Windbruch,-- ſo humoſer Sand- boden in feuchten Niederungen,= und erfordert die größte Auf- merkjamkeit, ihn zu verhüten. An Seeküſten, in kangen,, tief eingeſchnittenen Thalzügen, ſind die Stürme; heftiger, als in der Ebene des Binnenlandes. Flachwurzelnde Hölzer, wie die Fichte, ſind dem Windbruche mehr unterworfen, als tiefwur- zelnde, wie die Kiefer, in einem deſto hohern Grade, wenn ſie auch im Winter, wo die heftigſten Stürme find, die den Wind faſſenden Nadeln behalten. Schlanke, lang heraufgeſchoſſene Bäume, auf deren Krone der Sturm mit der Kraft des Hebels wirkt, laufen mehr Gefahr, als niedere, ſtämmig gewachſene. Dieſe wird noch geſteigert, wenn ſie früher geſchübt in geſchloſ- ſenem Beſtande aufgewachſen ſind, und erſt ſpäter den Angrif- fen der Sturmwinde ausgeſeht werden. Wo die Gefahr des. Windbruchs ſehr groß iſt, muß ſchon bey der Erziehung des Holzes darauf geachtet werden, ſie zu vermeiden. Wo ſie nur gering erſcheint, genügt es bey der Be- wirthſchaftung der ältern Beſtände, Sorge zu tragen, daß man ſie nicht der Gefahr, durch Windbruch beſchädigt zu werden, ausſeßt. Maßregeln, um ſchon bey der Erziehung der Beſtände Si- e wieder zurückklappt, und die darauf ſtehen- es Holzes m den jungen Pflanzen nicht verloren gehen. jähen im eit 2). Schäden dur<. Feuer. er anzuhauen: Wir müſſen die Waldfeuer. nach drey verſchiedenen Anſichten ), um für je betrachten: A. ihre Entſtehung und Verbreitung zu verhüten z » einen Man: B. fie zu löſchen; G. den entſtandenen Schaden in ſeinen Fol: munig gewach: gen weniger nachtheilig zu machen. » gewähren, A. Waldfeuer entſtehen durch: von Holzget 2) Zufälle. 020) ; Windbruc b) Nachläſſigfeiten und Unvorſichtigkeiten z icht. Inv c) abſichtliche Anlegung. 4 s ge das Lu) Bloße Zufälligkeiten zu verhüten, liegt außer der Macht des freyſtehend 1! Forſtmannes. ure Wurzeln, Nachläſſigkeiten und Unvorſichtigkeiten, durch welche Feuer nin M entſtehen kann, zu begegnen, kann eine ſorgſame Aufſicht im heit wis Walde allein möglich machen 3; Beſtrafungen, welche das Beſetz deßhalb verfügt, bleiben ohnedieß wirkungslos. Folgende Ge- G genſtände verdienen in dieſer Hinſicht vorzügliche Beachtung, 1: 136'Forſewirthſchaft. (343) Beäufſichtigung der Waldarbeiter. Bey troekner Wiiterung und an Stelten, wo Gefahr vorhanden iſt, darf ent- weder gar kein Feuer angemacht werden, oder nur-in Gruben, in welchen es von einem Erdwalle umgeben brennt. Sobald dis Arbeiter ſich entfernen, muß das Feuer ausgelöſcht und die Feuer- ſtelle mit Erde bedeckt werden. Bey. der Köhlevrey, wodurch) ſo oft Feuer entſteht, ſind fol- gende Megein zu beachten. Die Meilerſtelle: därf. nicht. auf Torfs rund ſtehen 3 es dürfen in ihr keine Wurzeln und Stöcke bleis enz in einer Entfernung von 20 Schritten darf kein Gegenſtand geduldet werden, welcher leicht Feuer fangen und dies dann. ver» breiten könnte. Die Köhler dürfen nicht bloß die Köhlerey nies mals verlaſſen, ſondern alle Meiler müſſen auch ſo zelegen ſeyn, daß ſie dieſelben ſret8 vollkommen. beaufſichtigen können, Bey dem. Meiler muß hinreichender Vorrath von Erde und ſogenänn= ter Stubbe ſeyn, um'ein. ausbrechendes Feuer leicht-erſticken zu TONNEN,> Kohlen dürfen nur ves Morgens ausgezogen werden, und. müſſen vor der'Abfuhr 24 Stunden“auf der Stelle liegen. Es foll nicht bloß' bey dem Ausziehen derſelben hinreichender Waſſervorrath vorhanden ſeyn, ſondern die Kohlenfuhrleute ſol» len auch ein Faß Waſſer an dem Wagen hängen haben ,/ um, KIM Feuer entſteht/ es ſogleich auf deim Wagen löſchen zu önnen, Andere Vorſichtigkeitömaßregeln ſind: Neiſende, Hirten und Beeren= oder Schwämmeſucher dürfen niemals Feuer im Walde machen. Bey der Jagd dürfen die Gewehre weder mit Werg- pfropfen, noch mit Täalapflaſtern von Leinwand und Barchend geladen werden, wo viel Gefahr vorhanden iſtz es müſſen viel: mehr Filz, Haare und ganz feine Lederpfiaſter dazu verwandt werden. Wenigſtens'muß der Barchend zu Pflaſtern vorher län- gere Zeit in ſtark mit einer Auſlöſung von Alaun gefättigtem Waſſer gelegen haben. Das Nachthrebſen und Fiſchen mit bren= nendem Kiene darf in Nadelholzwäldern eben ſv wenig gedul: det werden, als der Gebranch dor Fa>eln. Bey dem Ausgbrenz- nen der Felder und Schläge müſſen windſtille Tage gewählt wer- den, und der auszubrennende Ort muß durch Gräben. eingeſchloſ- fen, und kein Feuer Ffangendes Mäterial in deſſen Nähe ſeyn. Wo BienenFfim Walde ſind, dürfen dieſe nur an naſſen Tagen geräuchert und beſchnitten werden.- Das Tabakrauchen iſt in Orten, wo Gefähr vorhanden iſt, ganz zu unterſagen. Die ohne- hin ziemlich nuploſen Leuchtfeuer bey Inſectenſchaden ſind immer außerhalb der Dieungen auf freyen Stellen zu machen. Abſichtlichem Feueranlegen wird am beſten vorgebeugt, daß man verhindert, daß- jemand einen Vortheil davon haben könne. Dabin gehört: daß alle durch Feuer-beſchädigte Orte ſogleich in Schonung gelegt werden, daß die Holzberechtigten kein durch Feuer beſchädigtes Holz an ſich nehmen dürfen. Es iſt aber auch ſchon der Fall geweſen, daß Feuer durch: pflichtvergeſſene Forſibeamtie angelegt wurde, um Defecte zu verbergen. Dieß wird durch eine genaue Kenntniß der zu jeder Zeit vorhandenen Holzvorräthe verhütet. Die Verbreitung eniſtandener'Waldfeuer"zu verhüten, iſt nächſt dem raſchen Löſchen nur Ein Mittel: den Zuſammenhang dex Beſtände durch hinreichend breite, von Feuer fangenden Ma- prilien 0) Geſelle 0! ) fide Gan ſelben erleue fofofien| qu erho!€ 3. EH |, ung get 5 | met 1 ſnden 511 fer, als 8 iter Wal'M haben, un'97 fierher z/M Baldfeuer iE bi augen hot wird€ ben TE ſellen, DS gen, CNE ien, unS hiſt, mit fm Dorfvorents ſtelle 0:0 = zur Ith Vie Fehlen Wider, NIS | fer, ſol EK j" im Ai | imt des Jim die FE "das iS Sind |U helaub M Tegelz 1, Je nap I im IE Oh obe) (M Sräuter | Volzes 1 "nde „M yn 1S] | ums Dey trocyg Nf, darf ans Urin Grube, t, Gobald hi! „Und die Fey ſteht, ſind fol: nicht auf ys 1d Stde bi en Gegenſhund dies dann vis 0 gelegen ſehn, tonnen, Dy und ſogehäant: Dt erſticen zu zogen Werd, Stelle liegen, hinreichende führleute ſob haven, um, "4(öſchen zu e, Hirten und ner im Waly er mit Wey ind YVarchen) müſſen viel a3u verwandt 4 vorher län: " gefättigteln Hen mit Oren: wenig gedul: vem Augbrenz gewahlt wer: »eingeſhll: 1 Rahe ſeyn, naſſen Tagen auchen iſt 11 1, Die ohne: 4 ſind iner hen, gebeugt, daß haben könnt, e ſogleich in | fein durd E38 iſt abt! ehtvergeen ergon; Bir vorhanden verhüten, 1? amen angenden“( 5, Abſchn. Forſiſchuß. (349) terialien rein gehältene; am beſten-aufgepflügte Schneißen oder Geſtelle ſv zu unterbrechen, daß das Feuer an ihnen eine yatürs liche Schranke findet; auc die Arbeiten zum Löſchen durch dies ſelben erleichtert werden:=- In den großen'preußiſchen! Nadel? hvlzforſten theilt man ſchon dethalb die ausgedehnten Flächen in lauter einzelne Figuren von etwa 200 Morgen., welche durc offen erhaltene Getielle begrenzt werden(Jagen- Eintheilunag). B. Entſtandene Feuer zu löſchen, muß vor allen die Anprd2 nung getroffen werden, daß ein ſolches, ehe es überhand nimmt; entdeFi wird, und. die löſchende Mannſchaft ſic) bald mit paſz ſenden Inſtrumenten verſammelt, Auch müſſen ſowohl die För ſter,“als Schulzen und ſelbſt die Arbeiter„vorzüglich da, ws vfter. Waldfeuer ausbrechen, gehörig über das, was ſie zu thun haben, unterrichtet ſeyn, damit die nörhige' Ordnung Statt findet. Hierher gehören folgende Beſtimmüngen:» Jeder, welcher ein Waldfeuer bemerkt, ohne es ſelbit löſchen zu können, ift verbunz den ,. augenblicklich im nächſten Orte Anzeige zu machen.- Von dort wird die weitere Benachrichtigung den nächſten Orten-ge: geben. Jedes Haus iſt verbunden, Mannſchaft zum Löſchen zu ſtellen. Holzhauer. und. Männer verſehen ſich:mit Aexten, Sä gen, Spaten und. Hacken 3; Weiber und ſtarte Kinder mit Hax- ten, um den- Boden abzurechen, oder mit Eimern, wo Waſſer iſt, mit Schwingen, um Erde zu tragen, wo dieſes fehlt; Ein Dorfvorgeſezter muß die Aufſicht der. Mannſchaft auf der Feuer? ſielle übernehmen, um ſie nach Anweiſung der Forſtbedienten ur Arbeit anzulegen; er hat die Anweſenden zu notiren, um ie Fehlenden zur Berantwortung zu ziehen, und mus ſie ver: hindern, das Feuer nicht ohne Erlaubnig zu verlaſſen. Der Oberz förſter, ſobald er anweſend iſt, ordnet die Maßregeln zum Lb85 ſchen im Allgemeinen an; die Unterförſtex und Schulzen führen ſie mit der ihnen zugewieſenen Mannſchaft im Einzelnen aus; jedem die für ihn paſſende Arbeit zutheilend, und Achtung ge- bend, daß nicht Menſchen durch fallende Bäume beſchädigt wer den. Kinder und Weiber werden dabey vorzüglich in der Ferne mit belaubten' Zweigen angeſtellt, um Flugfeuer und. auf der Erde fortlaufendes auszuſchlagen. Vorzüglich müſſen dabey die Di>ungen und Schläge, wo viel dürres Holz liegt; beauffichs tigt werden; Regeln zur Löſchung des Feuters, Sie iſt verſchie: den, je nachdem das Feuer a) Lauffeuer, b) Gipfelfeuer 6), Erd: feuer im Torfboden iſt.. Lauffeuer, bey welchem die Flamme im der obern Erdbede>ung von dürrem Laube, Mooſe, Grafe und Kräutern u. dergl. fortläuft, dabey nur die untere Rinde des Holzes ergreift, ohne bis in den Gipfel der Bäume zu drinz gen, entſieht häufig in altem haubaren Holze, Laubhölzern, wo viel im Frühjahr und Winter trocknes Gras ſteht; Sie beſten Mittel zum Löſchen ſind: die Ziehung von Gräbett, das Abhar- ken, der feuerfangenden Erdbede>ung, das Ausſchlagen des Laufz feuers mit naſſen Zweigen, das Aufha>eit eines ſchnalen Strei fens ſtatt des Grabenziehens, indem dieß letztere gewohnlich. zu viel Zeit raubt, Bey einer großen Ausdehnung des Lauffeuers und nicht hinreichender Mannſchaft, um die Maßregeln zu ſei: ner Begrenzung beendigen zu können, bevor es an die Stelle kommt, wo gearbeitet wird, bleibt nichts übrig, als durch Ge- 137 138 Forſtwirthſchaft.. (350)| genfeuer einen Raum von feuerfangendem Material zu reinigen, und dadurch dem größern Brande Schranken zu ſetzen. Män geht zu dem Ende ſo weit von der Brandſtelle ab, als es Hitze und Rauch nöthig machen, und umgiebt dieſelbe, vorzüglich gegen die Richtung hin, wohin ſich das Feuer zieht, mit vielen kleinen Feuern, welche ſich bald mit dem großen zuſammenzie- hen und dieſem durch einen ausgebrannten Streifen Schränken ſeen,“ während. es leicht möglich wird, dieſe kleinern Feuer ſo zu leiten und in Schranten zu halten, daß ſie in der verlangten Richtung fortbrennen müſſen, und ſich nicht zugleich auch rück- wärts verbreiten.= Hauptregel bleibt es bey jeder Art von Waldfeuer, mit den Arbeitern ein wenig näher an daſſelbe her- anzugehen, als daß man die Wahrſcheinlichkeit für ſich hat, daß die Arbeiten zur Begrenzung deſſelben beendigt ſeyn werden, be: vor Rauch und Hiße die Arbeiter davon vertreibt.=- Hat das eigentliche Lauffeuer aufgehört, ſo müſſen brennende Stöcke mit Erde beworfen, brennende Bäume aber umgehauen werden, um ſie zu löſchen. Löſchung des Gipfelfeuers, Sobald das Feuer die Aeſte und Gipfel der Nadelholzbäume ergriffen hat und ſich in ihnen weiter verbreitet, giebt es nur Ein Mittel, ihm Schranken zu ſeßen 3; dieſes iſt: den Zuſammenhang der Holz- beſtände ſo weit zu unterbrechen, daß ein brennender Stamm den benachbarten nicht mehr anzünden kann. Man wählt dazu alte Wege und Schneißen,= denn einen hinreichend breiten Streifen in geſchloſſenen Beſtänden abzuräumen, hat man nie- mals Zeit genug,= um theils Raum zum Fallen und Weg- ſchaffen des Holzes zu haben, wenn dieß noc ſchwach iſt, theils auch nur den ſchon vorhandenen leeren Naum vergrößern zu dürfen. Stets wird“ dabey das Holz nach dem Feuer zu gefölt, um den Nücen frey zu haben, Sind nicht Menſchen genug, um auf allen Seiten arbeiten zu können, ſo muß man ſich auf die Stellen beſchränken, wo die Gefahr am größten iſt und ſich das Feuer am leichteſten hinziehen könnte, 3. B. müſſen Di>un- gen und Stangenörter am ſorgfältigſten geſchübt werden, wäh- rend man es nach Feldern, Wieſen, Blößen und Räumen zu brennen läßt. Das Flugfeuer iſt bey dem Gipfelfeuer außer- ordentlich gefährlich), und verbreitet ſich ſehr weit, weßhalb an allen Stellen, wo es zünden konnte, Wachen mit grünen Zwei- gen ausgeſtellt ſeyn müſſen, um es ſogleich ausſchlagen zu kön- nen. Bey' ſehr ausgedehnten Bränden: und wenig Menſchen bleibt auch hier nichts übrig, als das Gegenfeuer, um noch größeren Schaden zu verhindern. Man zündet dieß an Wegen Und Geſtellen an, um auf jeden Fall zu verhüten, daß es ſich nicht rückwärts verbreiten kann.=" Die Brandſtelle muß jedes- mal ſo lange bewacht werden, bis auch die lezte Spur von Feuer verſchwunden iſt. Ein Erdbrand kayn nur durch IJnundation, wenn dieſe mög- lich wäre, oder Gräben begrenzt werden, die ſo tief geſtochen werden müſſen, daß man entweder auf den Waſſerſpiegel, oder auf wirklichen Erdgrund, Sand u, ſ. w. kommt. G. Bey einem Lauffeuer wird nicht bloß die obere Erdbede- >ung, ſondern auch ſelbſt die obere Humusſchicht verbrannt z py! ob: opens ſch; ide für? woher vi aſ Dat dy nde Stöde mit 3) Schaden durch Waſſer, 1 Werden, un Wir können ihn abtheilen: A. in ſolchen, welcher durch flie- ßendes Waſſer, durch Hinwegſpülung von Erde oder Ueberwer- das Feuer die fen mit Gruß, Schutt und Sand entſteht; B. in ſolchen, wel- hat und ſich jen Verſumpfungen herbeyführen,; Mittel“, ihm A. Schaden durch fließendes Waſſer findet Statt: a) durch mz Ur Holz: Ausſpülen und Unterwaſchen der Ufer der Ströme, vonder Stamm Flüſſe und Bäche. Denſelben an größern, vorzüglich ſchiff- an wählt dazn baren Flüſſen zu verhüten, iſt nicht Sache„des Forſtmanns, eichend breit ſondern der Waſſerbaumeiſter, indem dazu häufig ausgedehnte hat man 1 Kenntniſſe der Waſſerbaukunſt gehören. Es iſt ſogar dem Forſt- ſen und Wit mann vder Grundbeſitzer in der Regel ſtreng unterſagt, etgen- ach iſt, theil mächtig etwas zur Sicherung oder Wiederherſtellung der Ufer an MUSSEN N ſchiffbaren Flüſſen zu thun, da dieß leicht einen nachtheiligen DE wilt Einfluß auf die Regulirung des Strombettes haben könnte. Das ei"9 Nähere darüber beſtimmen die Deich- und Uferordnungen jedes en 154 H) Staats und jedes beträchtlichen Stroms, welche der genau ken- p man IG ih nen muß, welcher mit ſeinen Grundſtücken die Ufer eines ſolchen en 8 1200, berührt. Um bey kleinern Flüſſen und Bächen, welche als Pri- M ERER vatgewäſſer zu betrachten ſind, Abreißen der Ufer, oder auch werden, mE Veberſchüttungen fruchtbarer Grundſtücke mit Schutt und Sand ? NEE zu verhüten, ſind folgende Maßregeln zu empfehlen* Abräu- felfeue|( mung unterwaſchener Ufer, damit das darauf ſtehende Holz nicht t, weßhal. herunterbricht und den Lauf des Waſſers hemmt. Abſtechen ab- grünen 3 brüchiger Ufer, ſv daß eine regelmäßige Doſſirung derſelben her- Wogen JE geſtellt wird, die dann mit Weiden oder andern viel Wurzeln ni Mn treibenden Strauchhölzern bepflanzt werden muß. Durchſtechen wer, m 04 größerer Krümmen, um den gleichmäßigen raſchen Abfall des jep an"7.0 Waſſers zu befördern, wobey jedoch auch wieder ſorgfältig dar- 1, daß es fi auf zu ſehen iſt, daß nicht ein zu ſtarkes Gefälle hergeſtellt und [le mus Jedes: dadurch der Fluß reißend, und ſein Bett zu ſehr auswaſchend, je Spor von wird, Wegräumung aller Steine, Stöcke, Baumſtämme, Sand- ' bänke u. dergl,, um eine zu große Aufſtauung des Waſſers zu no dieſe meg verhüten. 87 tief geſtochen b) Schaden durch Erd- und Waſſerriſſe an Ber: ſpiegel eV 5„Er iſt im Anfange leicht zu verhüten, wenn ſogleich, ſo- ald im Frühjahre vder bey heftigem Gewitterregen es bemerk- obere Grbidy bar wird, daß ſich das an den Bergen herabſtromende Waſſer nv verbannt in einer Rinne zuſammenzieht und dieſe auswäſcht, dieſelbe da, 140 Forſiwirthſchaft. (|(352) -wv ſie beginnt; ausgefülltgy bepflanzt und mit einem ſchüßenden„dt 8 Damme; der das zuſtrömende Waſſer"abweiſt, umgeben wird."M| „Iſt der-Exrdriß ſchon beträchtlicher, ſv müſſen auch dieſe„Arbei:„ Wu (DB ten eine"größere AuSdehnung erhalten, und es muß ein Ab- „ſtechen: der abbrüchigen-Stellen und eine Augpflanzung mit Strauchhölzern damit. verbunden werden;=- Um die in Bergen uid| 7 LIUV nN ſo-fehr--gefährlichen Erdriſſe zu verhüten, muß an Hängen von„erde beträchtlichem Neigungswinkel eine Abräumung von Holz, eine verbin m Auflockerung des Bodens, vor allem aber eine Umwandlung yon engen) 9: feſt benarbten Raſenflächen an„Ackerland vermieden werden; Bey Dat dt < y Culturen 7: wo Streifenfaat erfolgt, müſſen die. Streifen. hori-“m zonkal ,am Berge hingezogen werden, ſo. daß das Waſſer darin fl „nicht fortſtromen. kann;| Legenden 303 6) Augwaſchen der Wezde,- In Gebirgen iſt dieſer Zurfuh Schade oft ſehr beträchtlich. Er iſt bloß zu verhüten durch un- Wipe"ZE unterbrochene Aufſtierkſamkeit, ſv daß! ſogleich eine Beſſerung 1 En erfolgt, ſobald ey bemerkbar'wird. Durch. Ziehung eines mit 11 Nivel! Zu dem.Wege. parallel laufenden Grabens, in welchem das in den ju jihend3 | Fahrgleiſen Waſſer durch Querbalken abge» nh(nme | wieſen wird, die in einen ſtumpfen Winkel-quer über den Weg hai Näher Bt ſo eingegraben werdett ,- daß ſie zwar einen zum Abweiſen des nue Waſſers“-genügenden Damm bilden, aber do<- auch der Fahrbar- UADLE keit des Wegs nicht nachtheilig werden.] d> Abſpülen dex Dammerdenſchicht'an den Bergen ,- durch 3) Om das Regen- und Schneewaſſer: An den Berghängen hinlaufende Driften, wvdurd die Erde fortwährend losgetreten wird, machen 1,068 dieſe Hänge zuleßt ganz„unfruchtbar, indem die- loSgetretene rim Erde weggewaſchen wird. Mangel aun hinzeichender BeſioFung, 1 un) EEN und. daher Mangel an Schuß gegen» den herabſirömenden Regen, wh ie 198 iſt ebenfalls Urſache des-Abſpülens der fruchtbaren Erdſchicht, Wilten"| Das beſte. Mittel, ſie zu erhalten, iſt dichte Bede>ung ſteiler Hänge 1 Burg mit Niederwald von kurzem Umtriebe. Cine große Menge Regen he 66 verdunſtet dann nicht bloß auf dem dichten Laubdache, ſondern hin: das abgefallene Laup,- welches viel Feuchtigkeit verſchluckt, und .'.'„ X 14 Vas: ERG||')S die vielen dicht ſtehenden Mutterſtöcke verhindern auch, daß das 1) 19 (haltung Waſſer nicht-an dem Berge herabſtrömen,; und Humus und Erd- WINKE DE boden mit ſich fortnehmen kann. Wl De 9" B.-Verhütung des Schadens dureh) Verſumpfungen, So un- Ff| entbehrlich für das Wachsthum der Pflanzen ein paſſender Feuch-| 0 tigkeitsgrad iſt, ſo nachtheilig wird ein zu großer, Sobald als-Waſ-[04] vid ſer den Boden bede>t und den Zutritt der Luft ausſchließt, entz ne fehr 4 wickeln ſich Säuren, die Vegetabilien können wegen mangelnder te ngen fb Fäulniß nicht in vollfommnen Humus übergehen, ſo wie auch der| b 0133 vorhandene ausgelaugt und unfruchtbar gemacht wird. Deßhalb| Alg, 93( find» die Verſumpfungen für den Forſtwirth eben ſv verderbl ih,| ims als für den Landwirth. Sie entſtehen entweder durch Mangel| mi GH an Abfluß des ſich ſammelnden Waſſers bey umdurchlaſſendem| Wender GEH Untergrunde, oder durch Sumpfmooſe, welche die Feuchtigkeit| Cit mE 8us der Luft aufſaugen, und ihre"Verdunſtung verhindern. Man| jn kann oft ſchon der Verſumpfung durch die Erhaltung der vor-| ehe un EE handenen Entwäſſerungsanſtalten zuvorkommen, worauf bey nie-| Belehe w; drig gelegenen Gegenden die ſorgfältigſte Aufmerkſamkeit gericmtet| 3,38 ſeyn muß. Dazu ſind: folgende Gegenſtände zu beachten. Be:| vur ſols BD! aufſichtigung der Müller, Fiſcher, Flvßereybercchtigten, damit und es 5. Abſnen Jahren, Ausziehung der Waſſer- m Hängen gewächſe im Juny, da dieſe ſelbſt bey offnen Gräben den Abfluß von Dol), dt verhindern. Bäume, welche mit ihren Wurzeln die Gräben verz Wandlung in engen, mit den faulenden hineinfallenden Blättern ſie füllen, 1 Werden; Zy dürfen nicht geduldet werden, der Grabenauswurf muß in ſole Streifen hurmäßigen Plane richtig leiten zu können, worüber ber den Dy das Nähere am andern Orte,=- Die Verſumpfungen durch waſz= Abweiſen MOE Leun Mooſe werden durch Ausſtechung und Wegſchafe der Fahrbat ung derſelben verhindert, 213) Dere du 4) Schaden, A. durc Froſt, B. durch Hitzeund en hintaufen) Dürre, wird, mn A. Der Schaden durch Froſt entſteht: a) dur< Au fziehen e loSgenn der jungen Pflanzen. Bey Boden, welcher viel Feuchtig- er Beſieäm Xeit und eine unbenarbte Oberfläche hat, werden die Bodentheile menden Rn durch die bey dem Gefrieren des Waſſers erfolgende Ausdehnung ren Erdſcyin deſſelben mit emporgehoben, und auf dieſe Art nicht bloß von den Wurzeln der Pflanze getrennt, ſondern dieſe wird auch ſelbſt , Menge Reh! aus der Erde herausgedrängt, eine Erſcheinung, die unter dem dae, Jonen Namen: das Aufziehen der Pflanzen durch Froſt, bekannt genug rſchluct, um iſt, und viel Schaden verurjacht, Mittel, ſie zu verhüten, ſind 2 auch, daß dos Erhaltung der benarbten Oberfläche des Bodens, Vermeidung mus und Ends der AufloFerung derfelben, Entwäſſerung, um die zu viele Feuchs tigkeit wegzuſchaffen. Es ſind dieſelben jedoch ſelten, mannigfals wach, O0. tiger anderer Rüſichten und Hinderniſſe wegen, genugſam anzus ſender Feu: wenden, um dieſen Schaden zu verhüten," Bey der Fichtenſaat, zobald als M) welche ſehr auf dieſe Art leidet, ſucht man deßhalb das Aufgehen vSſchließt, en! der jungen Pflanzen in ſehr dichten Büſcheln zu-bewirken, en mange b) Erxfrieren der jungen Pflanzen und Aus2 y wie au) 7 ſchläge. Die Schußmaßregeln dagegen lehrt. der Waldbau. ird: Dehn 54) Führung des Hiebes, ſo daß dig vorſtehende Holzwand Schut ſy verderbun gegen die Nord: und Oſiwinde gewährt, das Ueberhalten über- durch May ſchirmender Bäume, das Benuten ſchüßender Steine und alter urhlaſen! Stöcke, um hinter ihnen zu ſäen, Vermeidung des Anbaues von e Feuchtigi! zärtlichen. Holzgattungen in Gegenden, welche dem Froſtſchaden indern. ſehr unterworfen ſind, können als die empfehlenswertheſten ans tung de! 4 geſehen werden.. eran B. Ruch gegen die Dürre und Hitze ſtehen dem Forſimann mfr Jin nur ſolche Mittel zu Gebote, die aus der Lehre vom Holzanbau beachten, 4 und. der Holzzucht entnommen werden müſſen. Das Ueberhaiten Hrige um veſchüßender Schixmbäume, das Tiefſäen des Holzſamens, das tiefe V4 23 142 Forſiwirthſchaft. (354) Aufgraben der Pflanzlöcher, das Bede>en der Saaten mit ſchü- endem Detkreißig, gehört hierher, 5) Duft, Sen fruchtbaren Landes, und raubt ihnen ihre ganze Fruchtbarkeit.: Wix beſchränken uns hier, von dem Flug- ſande im Binnenlande zu handeln, da der Bau der Dünen an den. Seeküſten die„Kräfte. des Privaten Überſteigt, und daher außer dem Kreiſe dieſer Schrift liegt. Es iſt beſſer ,'die Entſie- hung einer Flugſandſcholle zu verhindern, als die entſtandene mit großen Koſten wieder zu binden, oder ſtehend zu machen; daher erſt hiervon. Die Urſachen, welche die Entſtehung von Flugſand im Binnen- lande herbeyführen, ſind: a) unvorſichtige Abholzung ſehr. armer Sandrücen 3; b) das Streurechen auf Boden, welcher Neigung zum Flüchtigwerden. zeigt 3; c) das Wüſteliegen ſehr ſandiger Fel: der; d) Viehtreiben, welche über ſandige Hügel ziehen, und wor- zn der dem Anprallen des Windes ausgeſette Sand immer los- getreten und aufgewühlt wird 3; e) Unglücksfälle, wie Brand und Inſectenſchaden, wodurch große ſandige Strecken der ſchützenden Holzbedeckung auf längere Zeit beraubt werden, Zu a. Alle unbenarbte Sandhügel in dem Winde freygez: ſtellter- Lage dürfen nur durch ziemlich dunkel gehaltene"Beſa- mungsſchläge verjüngt werden, und das alte Holz iſt, ſelbſt wenn man dadurch Verluſt an Zuwachs hat, nicht eher auszu- hauen, bis der, junge Anflug den Boden genugſam- deckt. Die Schläge ſind nicht zu. groß unter dieſen Verhältniſſen zu fühs- ren, ſo daß die Hügel, wo die Gefahr groß" iſt, ſo viel als möglich ſo lange geſchüßt durch eine vorliegende Holzwand blei- ben, bis ſie wieder mit jungem Holze bedeckt ſind, Das Auf- lo>ern des Sandes iſt hier möglichſt zu vermeiden. Zu b. Wo wegen ſehr ſchlechten Bodens keine weitere Bo- dendec>e bemerkbar iſt, als Flechten und Nadeln, kann. das Streu- rechen, wegen der Gefahr des Flüchtigwerdens des Sandes„ nicht geſtattet werden. Selbſt das Beweiden ſolcher Orte ſollte unter- ſagt ſeyn, um ihnen eine ſchüßbende Benarbung zu. verſchaffen, EEE = „4 000018 6 Not wend VDE 3, 8 je Geha!( jm wn "beh (49% 4 4 elde 109 ju feine Fl hen fan IDS hr deten. 8) hs Wegt/'M Zu e. 1097 Jim Dolz S3 AMEN (prio MAE jj)(igen IEM 1 90, Döt Indit FE3 ji GONE 1 Women Wp en TENEN hir, 1m Es We Curb pj, vH (NON:€ fi(0 wol Inbe DardE Jhopben bID | 4998 ji8 dn be She fin? 1 15; 19 vc iSt NN ! Win 7 (ANN 7 |(vw(iS Nn - WSS Vehity A IE Ty h (2,81, M Sond 5 G ml 1 Den End, " | Ie Dder die u m0) dur MAUI 3) des Ki y 5. Abſchn, Forſtſchutz, 143 aten Init hi.(355) was wohl um“ ſo"eher geſchehen kann, als das Vieh darauf doch wenig Nahrung findet. Zu c. Wüſte Felder, welche wegen ihrer ſchlechten ſandi- gen Beſchaffenheit die Beackerungskoſten nicht mehr: tragen, müſ- ſen wenigſtens an. den ſchlechteſten Stellen mit Holz angebaut t Oft ſehr 4 [der Holzyfh € Zweige ,f) UE DIEB In Oh; Eh werden.;;; man Vafelh Zu d. Ueber ſandige Hüßel ſollten gar keine Viehtreiben, en, d, 0, iw welche täglich oder doch ſehr häufig benupt werden, ſv wie ſelbſt 3E. M 3 one Fahrwege gedüldet werden. Wo dieß nicht vermieden wer- perden Ww den kann, ſind fie wenigſtens zwiſchen Zäynen zu halten, hin- Pflanzen id ey denen. ein ſchüßender Holzbeſtand erzogen werden kann, um Ibholzern wu das Wegwehen- des aufgewühlten Sandes zu verhindern, E00.. Zu e. Wenn große ſandige Striche durch Unglücksfälle von 0 ihrem Holzbeſtande entblößt werden, und es untjunlich iſt, ſie | ſchnell genug wieder ganz anzubauen, muß man weniaſtens die hen des mi gefährlichſten Stellen durch einzelne Kämpe und Anlagen ſchleu- erhütung 4 nig ſchüßen, und in dieſem Falle lieber von der ſonſt ſo wichti- nd Yondwiy gen Regel, die Schonungen aneinander zu reihen, abgehen, um dender Gm nicht ſpäter einen ganz untragbar gewordenen Boden und koſtba: ſchüttet 9ut ren Sandbau zu erhalten, vx ihnen 7 Hinſichts dex Bindung des Flugſandes ſind zuerſt folgende 0% vem Zl allgemeine Regeln anzuführen. Jede Sandſcholle wird am zweck: dey Dünen) mäßigſien mit Holz, und in der Regel mit der Kiefer bey trock- t, und vi nem Untergrunde, mit der Weide und Pappel bey naſſem, ange: er,"die En baut, weil dieſe Hölzer- ſich am leichteſten darauf ziehen laſſen, te entſtan die-Sandſcholle am dauerhafteſten binden, und am imehrſien ver- d zu md beſſern, die Koſten des Anbaues noch am erſten wieder erſeizen., Alle empfohlene andere Sandgewächſe, ſie mögen Namen haben, nd im Zimm wie ſie wollen, ſind. nur da anzuwenden, wo„man tein Holz ing ſehr anm&nbauen darf, wie 3. B. in der Nähe, von Windmühlen. Wir (cher Neigung Übergehen daher den Anbau- der Sandgewächſe, wie Sandhafer, ' ſandiger Fel: Sueden); Sanddorn u,|. w. ganz mit Stillſchweigen, jen, und wor Die Regel bey jedem Sandbaue“ im Binnenlande iſt: nie: 1) immer 108: mals den herangeweheten Sand„aufhalten zu“ wollen; ſondern 16 Brand ud. timmer nur das Wegwehen des Sandes von der Srelle, wo er er ſchüßendy liegt, zu verhindern. Daraus entwickelt fich von ſelbſt die Lehre: daß man niemals dem treibenden Sande entgegen: bauen darf, Rinde fret ſondern vielmehr die Stellen zu befeſtigen ſuchen muß, von wo = nene er weggeweht wird.). "7 ſelbt Eine dritte Regel iſt: niemals größere Stellen mit einem ober auszu: Male in Anbau zu nehmen, als man ganz gegen das Wegtreiben . deft. DV des Sandes ſchüben kann. iſen zu füh Die vierte Regel iſt: daß alle Sandſchollen ſorgfältig gegen ſo viel als Betreiben, Durchfahren und Reiten geſchüßt ſeyn müſſen, um [zwand bl: Den Sand nicht aufzurühren, - Dos Au! Im Einzelnen wird ſich das Verfahren bey dem Anbaue der Sandſchollen folgendermaßen kurz darſiellen laſſen, weitere Dy Es kommt vor allem darauf an, zu verhindern, daß der-Sas y. daS: Mme, oder die eingeſehten Pflanzen weder vom Sande überſchüttet, Sandes"0 noh durch das Wegwehen deſſelben bloßgelegr werden. Man » ſollt unt: bat dieß zu verhindern folgende Mittel: vp ere a). das. Aufpflügen des Sandes z| 4. DISE Forſtwirthſchaft, (336) b) das Bede&ken mit Reisholze, Schilfbündeln, Lehm, Schutt, . oder andern dem Winde Widerſtand leiſtenden Gegen änden z; 1: c) das Umgeben und Durchſchneiden der Sandſcholle mit äunenz ad) das Bepflanzen. mit in Reihen ziemlich dicht geſetzten Nilanaen und Ste>lingen, welche groß genug ſind, um ſich ſelbſt u ſchüßen, ; Zu a. Das Aufpflügen des Sandes genügt, vorzüglich wenn von der Windſeite her noch ein ſchüßender Zaun vorgezo- gen wird, auf Ebenen, bey geringer Ausdehnung der Sand- ſcholle, und ſo lange auf derſelben noch keine muldenförmig aus- geweheten Vertiefungen(Sandkehlen) bemerkbar ſind.-- Der weck dabey iſt, der Sandſcholle eine ungleiche Oberfläche zu ge- en, und dadurch das Forttreiben des Sandes zu verhindern. Deßhalb läßt man aud) jedesmal zwiſchen zwey Furchen die Breite einer Furche ungepflügt ſtehen, was man Fahre um Fahre pflügen nennt, da dadurch die Kämme der Furchen ſchärfer her- vortreten. Die Richtung derſelben iſt ſo, daß ſie Front gegen den Windſtric) machen, mit welchem der Sand gewohnlid) forts treibt, alſo in der Regel werden ſie von Norden nach Süden zu laufend gezogen. Nur bey feuchtem Sande erhalten ſich die Fur= kung mit Sande geſchieht ofs nur zu bald und hoch genug durch den Wind, Zu b. Größere Sandſchollen, vorzüglich die Kämme und Gipfel der Sandhügel und die Sandkehlen, bede>t man entweder ganz, ſtreifen- und ſtellenweis mit Gegenſtänden, welche das Weg- „wehen des Sandes hindern und die dahinter oder darunter auf- wachſenden Pflanzen beſchüßen. Das gewöhnliche Material zur De>ung beſtehet aus Nadelholzzweigen, theils, weil dieß in der Regel das wohlfeilſte iſt, indem nach einigen Jahren ſelbſt das Holz nod zu Feuermaterial benutßt werden kann, und in der größten Menge zu haben iſt, theils weil darunter die jungen Mia am beſten geſchübt ſtehen und wachſen können. Doch iſt jede andere Decke, welche nur das Fortwehen des Sandes verhindert, ebenfalls brauchbar, wenn auch kein Same unter ihr aufgehen kann. Man breitet ſie dann ſtreifenweis über den Sand und ſäet zwiſchen dieſen Streifen den Samen aus,-- Selbſt mit „Reisholz det man nur an den allergefährlichſten Stellen die ganze Oberfläche, 3. B. in den Sandkehlen, Außer dieſen und den Gipfeln der Sandhügel, genügt es ſchon ſtreifenweis mit ausgelegtem Reisholze, welches ſtets ſo gelegt wird, daß das ab- gebrochne Ende gegen den Wind zu liegt, zu durchſchneiden. Die Streifen macht man 3 bis 5 Fuß breit; über die Entfernung, in welcher ſie aus einander ſeyn dürfen, läßt ſich nichts Beſtimmtes/ fagen, indem dieß von dem Grade der Flüchtigkeit der Sandſcholle linz ws binn au8000 unmöglich“M Deh K!! | fut 0, I qe Gandſcholl!M werden 11:4 Wetlengten 7 hinen halb 40€ ſhader mich"A jehen vſe! jj, DO IW a einen it kn feuchtes NEN it Gefühl 0 Wmajig ve ſum jm 9 indem de 06) Gonne 177 Gumtns 1468: Hunlid 1 uc ft 10 Aufregu 8884 we mög Bau auc IE NN Bul HabID Iiyunden S3 | vn aud FG 0 Jun Opinden ViSHE ir DE 278 Wd) Zufäe ENE 177 Jede, Je | Wit werdea lud die Zus Uhr,[onde Nn Cube St wi, ve En ENEN Äh Wiſchus; +"“ fe4d mn Echt, Eh ienden M Sandſcholl H" ) dicht geſe ), um ſich S3 198, boniaif ' Zaun bps ung der Gurt: (denformig jind,= Yy berfläche zu j; zu verhin 'y Furchen) ahre um Filz nh ſchärfer e Front zmn wohnlid) für ad Süden; "Ah die Fy 1,(AAR det) | wählt deff) en, mib 8 Kieferſm ter, als(ch) nd pro Nit fung geſhi igen nur Wa ve geſchleht 1 je Aäimine un) - an entweder jelche das Wiz: y darunier auf 10 Material zt veil dieß ind ahren ſelbſt 10, und inv nter die Jup fonnen It 1 des San! Same unter| über den 81! -- Gelbſt! en Stellt ßer dieſen! weifenweiß rd, daß ds! ſchneide) 4 Entfernung ds Beſümm der Gu WIEGE“Name AER EE IRE Leden SN„wm 5, Abſchn, Forſtſchutz, :(357) abhängt. Dichter als fünf Fuß auseinander werden fie ſelten zu ſeyn brauchen 3 oft iſt es hinreichend, wenn alle 25-30 Fuß ein Streifen, ſv daß er Front gegen den Windſtrich macht, ausgelegt wird. So lange das Deckreißig nicht eingewehet wird, iſt es auch nicht zu dünn ausgelegt. Hieraus wird ſich auch von ſelbſt ergeben, daß es unmöglich iſt, etwas Beſtimmtes über die erforderliche Menge an Dereißig anzugeben. Sie kann von 4-- 5 zweyſpännige Bauer- fuder bis auf 40 ſteigen. Letztere Zahl iſt jedoch nur für die eigentlichen Sandkehlen nöthig. Vortheilhaft iſt es auch, ſolche Sandſchollen, welche gede>t und dadurch zum Stehen gebracht werden ſollen, vorher aufpflügen zu läſſen und mit gutem aus- geklengten Kieferſamen zu beſäen, welcher denn aber wenigſtens einen halben Zoll hoch, ſelbſt Ein bis Ein und ein halber Zoll ſchadet nichts, mit Sande bede>t werden muß, da auf das Ein- rechen deſſelben bey. gedachten Sandſchollen weniger zu rechnen iſt. Dieſe ſtarke BedeXung des Samens iſt nöthig, um den Pflan zen einen tiefen Stand zu verſchaffen und den Samenkorne ein feuchtes Keimbett zu ſichern; ſie iſt auf dem lockern Sande nicht gefährlich, da der Zutritt der Luft, ſelbſt noch in verhält nißmäßig beträchtlicher Tiefe, hinreichend Statt findet. Zapfens ſaaten ſind für den Anbau der Sandſchollen nicht zu empfehlen, indem der Zapfen leicht vom Sande bede>t wird, und dann die Schuppen nicht öffnet, auch das Kehren und Ueberde>en des Samens mit Boden, vorzüglich bey gedeckten Flächen, nicht gut thunlich iſt. Zu c- Schon um die Sandſcholle gegen jede Beunruhigun und Aufregung des Sandes zu ſchüßen, umgiebt man ſie nicht blo wo möglich mit einem 4--5 Fuß hohen Flechtzaune, ſondern zäunt auch die unentbehrlichen durchführenden Fahrwege und Treiben ein, um ſie auf einen beſtimmten Raum zu beſchränken. Zugleich haben aber auch dieſe Zäune den Zwe, den dahinter liegenden Sand gegen das Wegwehen zu ſchützen, weßhalb matt ſie denn auch von Flechtreißig macht. Man kann dazu jede Art von Zaunruthen gebrauchen, da jedoch in der Regel in ſandigen Gegenden die Kiefer beynahe immer die am häufigſten vorkom= mende Holzgattung iſt, ſo verwendet man dazu gewöhnlich das ſchwache Durchforſtungsholz aus 20 bis 30jährigen Diceungen -=-- Bohnenſtangen= als. das wohlfeilſte und in größter Menge zu habende.. Zu Pfählen kann das ſtärkere Durchforſtungsholz be- nußbt werden. Von dem- Zwecke, welchen man durch die Ziehung durch die Zäune erreichen will, hängt nicht bloß die Richtung der= ſelben, ſondern auch ihre Menge oder Größe ab. Sollen ſie bloß zum Schuße gegen Beunruhigung dienen, ſo beſchränkt man ſich darauf, die Ränder, Wege und Triften etwa 3 bis 3x Fuß boch einzuzäunen. In ſofern dadurch aber zugleich das Fortwe- hen des Sandes-verhindert werden ſoll, ſind noch einige Regeln beſonders zu beachten. Zwar müſſen dann die Zäune Front ges gen den Wind machen, welcher den Sand forttreibt; allein da dex Windſtrich ſich ſelten feſt beſtimmen läßt und nicht immer genau eis ne und dieſelbe Richtung beybehält, ſo macht man die Zäune entz weder in Hufeiſenform, oder bricht ſie, nach Maßgabe der Seſtalt der Fläche, in einem ſtumpfen Winkel, um ſich den nsthigen Seis tenſchutz zu verſchaffen und einem aus abweichender Himmelsger- gend vorhandnen Winde zu begegnen. Die Höhe der zu dieſes 145 146 Forſtwirthſchaft, |(353)./ zr] Zwecke gezogenen Zäune iſt gewöhnlich 4-5 Fuß; eine größere uf bie Ia würde unpaſſend ſeyn, da man dabey nicht im Stande wäre, dem nführung, Zaune die nöthige Feſtigkeit zu geben. Wie weit ein ſolcher Zaun 1) zu Das Wegtwehen des Sandes verhindert?=- dieß hängt von dey on amſtl Form der Oberfläche der Sandſcholle und der Beweglichkeit des ehm] Sandes ab, Auf Ebenen und nicht ſehr beweglichem Sande kann telt,| der dadurch..erlangte Schut ſich bis. auf 50 und mehrere Ruthen vom dv" weit erſtrecken, an Bergen und. bey Sandkehlen oft kaum bis auf dur Wa 8 und 10 Ruihen. Den Sand, wo er ſehr beweglich iſt, bloß ſehen auch 8 Durch dieſe ſogenannten Coupirzäune befeſtigen zu wollen, iſt alle- lr(DP mal zu koſtbar, und man werbindet vortheilhafier das Ausbreiten" grün! von Deckreißig damit, Deßhalb begnügt man ſich in der Regel,|. eit die Zäune rund um die Sandſcholle zu ziehen, und dieſe dann niht[0 ve M0 noc<, wenn ſie groß iſt, ein oder zweymal mit ihnen zu durch-| Nadu iE ſchneiden, die übrige Deckung aber durch Deckreißig zu bewirken, SETE . Bud. Seit man durch die Erfahrung belehrt iſt, daß die Ito Mitte! AA jungen Kiefern ſich mit ſo aroßer Sicherheit verpflanzen laſſen, Wt, EE hat man häufig mit Erfolg angefangen, die Bindung nicht zU ge: 1 m ' fährlicher Sandſchollen durch Bepflanzung mit ſolchen Pflänzlin- jm in 7078 gen zu verſuchen, welche ſchoi*im Stande ſind, ſich ſelbſt zu ZU ſchüßen.'Das Verfahren dabey iſt folgendes. Die Pflanzzeit iſt| wm im Frühjahre, wo der Sand. noch feucht iſt, bis zum volligen farb Aufbruche der Knospen, oder im ſpäten Herbſte. Man hebt 4 act ſe bis 6jährige, im freyen Stande erzogene, vollkommen geſunde Hinen GM Pflanzen[vo tief aus, daß die Pfahlwurzel ganz berausgenommen 098 hre(H6 wird,"Te länger dieſe iſt, deſts ſicherer iſt das Gedeihen der ihn Verm Eat Pflanzung, weßhalb man auch, nur Pflanzen von lockerm tief- 1018 fe(3 gründigen. Boden wählt. Die Pflanzlöcher werden erft in dem Au-' WNTPNNE genblie geſtochen, wo die Pflanze eingeſeßt werden ſoll, da UE N ſonſt die Wände derſelben trocken werden und einfallen würden,| Man gebraucht hierzu am“ beſten den Pflanz- oder Hohlſpaten. UE j Da ſte ſo tief ſeyn müſſen ,- als- die Pfahlwurzel lang iſt. Das 20+ 4 Einſeßen der Pflanzen geſchieht ganz, wie oben gelehrt wurde,[AE nur iſt hierbey noch zu bemerken, daß die Pflanzung ſtets rei- A henweis, die Reihen nur zwey bis drey Fuß von einander ent- Jt, 0 fernt, die Pflanzen aber in ihnen nur ein. bis zwey Fuß ausein- NIE.» ander eingeſeßt werden. Bey Sandkehlen und an ſehr gefähr- NEE lichen Stellen, legt man zu mehrerem Schute zwiſchen ihnen u 1 Reisholz aus, Im Fall eine Sandſcholle mit Pappeln:' oder Weidenſteklin- Hinſicht erg! it. ode Mäe || C 1 j gen vepflanzt werden ſoll, zu deren Gedeihen jedoch durchaus ein H feuchter Untergrund vorausgeſeht werden muß, ſo wird die ge- 16. m wöhnliche beſchriebene Neſterpflanzung dazu angewandt, die in Ee| dem Maße dichter gemacht wird, je flüchtiger der Sand iſt.. Kr diegäne Jede größere Sandſcholle, welche nur erſt'in mehreren Jahren zam ED angebaut werden kann, muß vermeſſen werden ,' theils um im WE Stande zu ſeyn, auf dem aufgenommenen Plane den regelmäßig vn fortſchreitenden Bau, die Ziehung der Zäune u. ſ. w. projectiren 16 zu können, theils weil man vhnedieß nicht würde im Stande ſeyn, Verhnhung' den Koſtenaufwand und Bedarf an Materialien zu Überſehen. 4" 3 Daß'bey dieſer Vermeſſung der Windſtrich, die vorhandenen Weigne 1 E Sandkehlen, die genaue Elevation. der Berge und alle andern TE bey dem Sandbau beachtungswerthen Dinge berücſichtigt und ' ds | AINET gz. Üpineim Zie EIE UR amen:=>=-- Nr 1 2er amet moe,. re-EN 5. Abſchn, Forſiſcuzß. 147 B3 ine Aen;.|(359) ande wan. auf. die Karte getragen werden müſſen, bedarf wohl kaum-einer ein ſolder Anführung, bon 7) Inſectenſchaden. Der Schade, welcher durch In- Weicht vs ſecten. entſteht, iſt zu bekannt, als daß es nötypig ſeyn dürfte, hem Sande in ibn hier umſtändlich darzuthun, Er betrifft vorzüglich die Na- mehrere yy delhö!zer, und unter dieſen vor allen die Kiefer und Fichte, w0- ft faum bis 4; von die erſtere ſehr unter dem Raupenfraße leidet, die andere eglich ij durch„den Borkenkäfer angegriffen und beſchädigt wird.„Zwar wollen, Wall: leben auch viele Jnſecten von den Blättern des Laubhvlzes, oder das, Nuhr zerſtören auch deſſen abſterbendes Holz, ſelbſt auch hin der Ayl das grüne; allein der Verluſt der Blärcter wird dem Laubholtze, eſe bi was leicht wieder neue entwickelt und nicht dadurch erkfranit, j nicht ſo verderblich, als dem Nadelholze, und der Schade, wel- iEne, warme, windſtille Witterung der Vermehrung der Beidenſtedlt Forſtinſecten zuträglich, weßhalb vorzüglich nach Sommern, wel- ) durchaus ei hen dieſe Witterung"eigen geweſen iſt, auf die Vermehrung wird die 96 der Inſecten zu ga nicht vollkommen erreichen und ihre Eyer darin abe legen können, was jedoch auch noch als unentſchieden anzuſehen iſt, ſobald der Baum durch die große Zahl dieſer Inſecten zue gleich an allen Orten angebohrt und dadurch ſehr ſchnell krank: Bft wird, So iſt die ungewöhnliche Vermehrung dieſer, ausge: dehnte Waldſtrecken verheerenden Fichtenzerſtörer eben ſowohl anfangs Folge des krankhaften Zuſtandes der Bäume, als ſpäter Urſache des Abſterbens derſelben. Bey dem OM Laufe der Dinge verhindern ſchon die Thiere, welche ſich von den Inſecten nähren, eine zu ſtarke Bermehrung derſelben. Wenn dieſe aber von dem Menſchen vertilgt werden, ſo wird dadurch die Inſectenvermehrung unge: mein begünſtigt. Mit einem Yärchen, welches heute verzehrt wird, werden alle die Millionen getüdter, welche nach Verlauf von wenig Jahren ſie als ihre Stammältern betrachten können. Deßhalb ſind auch, ſo weit dieß von dem Menſchen ab- hängt, alle Thiere zu ſchonen, und ihre Vermehrung iſt möglichſt zu begünſtigen, welche zur Berminderung der ſchädlichen Walde inſecten beytragen. Eine Menge Raubkäfer, Raubfliegen, Schlupf-, Zehr: und Mordwespen ſind vorzüglich beſchäftigt, alle Raupen aufzuſuchen und zu vertilgen;-- leider iſt uns kein Mittel bee kannt ihre Vermehrung zu befördern, Dagegen wiſſen wir von den mehreſten kleinern Vögeln und den Ameiſen, daß ſie zur Vere- minderung der Inſecten eifrig mitwirken und dieſe können wir ſchonen und ſchützen; ſollten es auch mehr thun, als es geſchieht, da der Nutzen, den ihre Tödtung gewährt, ſo gering iſt. Andere Thiere, als wilde Schweine, Füchſe, Marder, Jltis nähren ſich öwar auch theilweiſe von Inſecten z; allein der Schade, den ſie auf andere Art thun, iſt überwiegend gegen den von ihnen in dieſer Hinſicht zu erwartenden Gewinn, und ſie können deßhalb auf keine Schonung Anſpruch machen. Nur unter zwey Bedingungen kann der Menſch hoffen, dey ſo verderblichen, immer mehr überhand nehmenden Vermehrung der Waldinſecten Schranken zu ſeten: 1) daß die Mittel allgemein, mit vereinten Kräften, ange: wandt werden; 2) daß ihre Anwendung vorzüglich gleich im Anfange erfolgt, wo„einr ungewöhnliche Vermehrung der Injecten bemerkbax wird, Einen einzelnen Wald kann man nicht ſchüßen, ſobald in allen andern ihn umgebenden Wäldern, die ſich ſchnell und weit verbreitenden JInſecten ſich ungehindert vermehren können. Um nur 10,000 Morgen rein abjuchen und von Raupen reis- nigen zu können, dazu gehören mehr Kräfte, als wenigſtens der einzelne Forſtbeſiber in der NRegel aufzuwenden vermag. Die Menſchen müſſen ſich bey dem Kampfe gegen Naturübel von dieſer Ausdehnung gegenſeitig unterſtüßen, wo die Kräfte des Einzelnen nicht qusreichen, das iſt der erſte Zweck des geſell: ſchaftlichen und bürgerlichen Verbandes.; qur im'9 je Zuſe jo 18 zur fin G 0. wedurh 16,9 175101910 dende Des Bennehrunn 1933 Bili0'S muß das 46 ſhadliche(19 08 noch wih fe jih unp36 Senne I einer 4 N mg, Ande 02)(8 wide 9 |))/Vey(efs: 3) vi IEE wi Won ae vs WIE |Reudtfende Derbeplod 1) 260 jetſten au 1984 den Feth(33 We fe IS (jd, Dun 1950 Srihjohee 1190 | 9(in[ür ji Data EE, Wahn 010198 | vi dn (bn Sir 130 No hal LETTIN 147 Vſtvndug MONT Nen Deto h kolben 013 Mn Wander Ve Befhrg 8 Weperihen zu EN Ven 8 „EE Am; Megtes bm; 4; fenwilhn 5 aldi€ |) Dab Mh, md unden Biuy durch Weſ har,), h,) auch die effy Eyer darin j eden anzu r nſecten 3 ſchnell Eun) | dieſer, hee eben ſ0wehl Ine, als ih hindern Ihn eine zu ſüß vem Menſth ehrung unz jeute verh nach Verly hten Fünnmn, tenſchen iſt mögli (ichen Wal) zen, Schlyy; 1. 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Sie hat 16 FÜße erreicht"eine Länge von 4 Zoll und beträchtliche Die. Der 13= 13 Zoll.lange Kokon hat ein dichtes Geſpinnſt, iſt gewöhnlich in die Riten ps Rinde" geklebt und die darin: be: findliche Puppe 1 bis 13 Zoll lang, iſt ſchwarzbraun, am Hin- terleibe mit röthlichen Einfaſſungen, Die Raupe hält ſich: am liebſten auf Kiefern von mittlerm und höherm Alter, auf trocknem Boden ,' von nicht zu Üppigem Wuchſe auf. Sie kriecht im Auguſt und September aus frißr, bis die erſien Nachtrfröſte eintreten, ſucht dann ihr Winterlager am Fuße des Baumes, auf welchem ſie lebte, indem. ſie ſich un- ter dem Mooſe, dem Laube vder der Dammerde, auen braunroch, gegen den Kopf hin weiß eingefaßt, mie G die Beine von gleicher Farbe gelb gefle>t,=- Die Raupe iſt 4152 Forſtiwirthſchaft. (364) na>t, 1% Zoll bis 13 Zoll lang, walzenförmig, doch vorn und Hinten etwas dünner, zuerſt gelblich und weißlich grün, ſpäteo grasgrün mit weißem Längenſtreifen auf dem Nücken, zwey gelblichen Seitenſtreifen und zwey orangegelben über den Füßen. Der Kopf braun, Bauch grün, Füße gelblich.=- Die Puppe iſt von einem glatten, feſten, ſchwarzbraunen Geſpinnſte eingeſchloſ: ſen. Sie hat 10 Ringe und zwey Schwanzſpißen, iſt lebhaft und bewegt ſich, wenn man ſie vorn anfaßt. Vertilgungsmittel, Eintreiben von Schweinen vom Auguſt, bis der Schmetterling ausfliegt, da ſie die Puppe gern auswühlen und verzehren. Wufſuchen der Naupe im Juny und SE wo ſie vom Baume hberabkommt, um ſich am Fuße deſſele en zu verpuppen, Ziehung von Rauvpengräben. Abſchütteln Läßt Aich dieſe Naupe leichter, als der Spinner z auch kann ſie ohne Gefahr mit bloßen Händen angefaßt werden. Schweine, Gänſe, Enten, welſche Hühner verzehren ſie gern und ohne Nachtheil. Alle übrigen in Vorſchlag gebrachten Vertilgungs- mittel ſind theils nicht anwendbar, theils von, wenig Erfolg. Die Nonne, Phalaena Monacha. Der Schmetterling leicht erkennbar an den weißen, ſchwarz gefle>ten Flügeln und dem roſen rothen Hinterleibe, welcher ſchwarze und graue Einſchnitte hat. Die Raupe bat nach den verſchiedenen Häutungen auch verſchiee dene Farben. Nach der erſten haben ſie einen gelblichen oder weißlichen Rücenſtreifen. Nach der zweyten hat der Rücken weiße Puncte und Flecken, einige rothe und gelbe Warzen und lange ſchwarzgraueHaare. Nach der dritten haben ſie einen glänzend ſchwarzen Kopf und ein graubuntes Anſehen, welches nach der vierten in eine ſchwärzlich braune, weißgrau marmorirte Farbe Übergeht. Der Kopf groß, rund, braun, mit einem dunklern Striche vorn herab, mit kurzen Haaren beſetzt. Von den 12 Ringen hat 0.8 6 dunkelblaue Warzen, init ſchwarzen oder grauen Haarbüſcheln, welche hinter dem Kopfe ſich vorwärts jträubend am längſten ſind. Die Bruſtfüße find rothgrau, die Bauchfüße grau und unverhältnißmäßig breit. Die Puppe iſt anfangs gxyün, ſpäter goldgkänzend, 3 Zoll lang, mit wenig Fäden an den Reiſern oder in dent Rißen der Rinde befeſtigt. Gewöhnlich kommt dieſe Raupe mit dem Kieferſpinner zu- ſammen vermiſcht vor, ſo daß gleiche Vertilgungsmittel für beide angewandt werden können. Doch ſitzt ſie in der erſten Zeit ihres Lebens klumpenweis in Geſpinnſten, da wo die ſcheiben» förmig zuſammengeklebten Eyer abgelegt wurden, ſo daß ſie zu dieſer Zeit leichter bemerkt und getödtet werden kann. Die Blatrtwespe, Kiefern- Afterraupe, Tenthredo pini. Das vollkommne Inſect ähnelt einer großen Bremſe. Es iſt mit Einſchluß der Fühlhörner 4 bis 6 Linien lang, mit gausge- ſpannten Flügeln 7 bis 9 Linien breit, Der Kopf oval, platt- gedrückt, bey dem Weibchen größer und auf. der obern Seite mehr gewölbt. Die Kiefern zweygezähnt, unter ihnen vier gelb- liche gegliederte Fühlſpiken, wovon das äußere Paar länger iſt, als das innere. Die Auzen groß, erhaben, ſchwarzbraun. Die Fühlhörner bey dem Männchen kammfsrmig, bey dem Weibchen aus 19 in einander geſchobenen Stüc>en veſtehend, mit weißlichen Haaren beſezt. Der Bruſtrücken in 4 Felder getheilt, bey dem aber im[1187 die Kaup) fen durc 4 qu jeder Mi Gtricht, M1: 7 Wm der Criſs Gefle ei /E wien(M,€ Ni 167 | bey Uyz1D07 Kat m Ioy Zweige| pvenvels MMW NittelrpWG (7900180 D Wenn ver! fis | ſt zy ti) | Gungenhiu En | Juvena| | O0 it, JE | Nen,(ST BURNN- DU (hr Würbänn AMGEN 7 00708 | Tod f5f | Ne pfernifen |(fi, Cue Wiiderh 0459 | in omg] ſonden, 0155 bin Cr, 4 ſhon A Z 10 Nen DF Win"iB "€ ene HERTEHEZ emen CRO nnn RE. zi SE NBEEGEERETL GESET erna man 2er knee Wemneemeee 22 222g EIT, 5. Abſchn, Forſtſchutß. 153 doch vom un i| 2520 h grün, fi Männchen mattſchwarz, bey dem Weibchen gelblichgrau. Bauch Rüden, m- UndzBauchrücken bey dem Männchen glänzend ſchwarz, bey dem hät ven Er Weibchen mehr gelbagrau. Das Männchen hat am After zwey Jie Yumi Xurze braungelbe Häfchen, das Weibchen einen Legeſtachel, wels oft eingeih,e zeigen, wenn der im Splinte angehäufte Saft. einen ſäuerlichen Geruch und Geſchma> an:- nimmt, Ee; Der Wiederanbau ganz abgeſtorbener oder abgeholzter: Orte muß ſv raſch. als möglich betrieben werden, deſto raſcher, je „" Nn (diet„E lt als'" wh VE und dus 99 m mds und diene vorzu 3) 196 Augheben 91 das Jona? Gorzüglh Buchen: 1 hoh: 110364 jilgung X Wworzüglic IB WW,(, WE 3 Jan fie vor NENN aufe(chr 1 (ſe, we mn WRE hen Id EE witenn, M und in Depp efült,,ei KA 0) Og: 244) Ii Webern Sp Macht, zieh! Bur Una FES Mangen u 8 Mil0ſtand JG Jit, Ds Sidi jen in Jol 130 Naen Der| Fü wm DE Wi uE pen Dobel ON Dild- Ir 6.0 90:3 Numy ih t| NR Den fil.€ Neut ma Dlzern Nuk Wüſt, 151 | Guthenn | AH lagen 13 Whört Gabon, ee IEH Te EE ARTE NENE ÜR.. 5. Abſchu,..“ Wald- und Jagdgeſchäfte int. May.-" 455 " De(367) Taſch vj ſchlechter der-"Boden iſt. Er iſt: im Anfange in dex Negel ſo leicht als ſicher ,. er wird"deſto“'ſchwieriger, jemehr der Boden ſen oft wis durch Bloßliegen/ ſeinen: Humusgehalt verliert, die Niedgräſer NÜdeſegt vn und das Heidekraut ihn überziehen. Nörbigenfalls genügt es, „dbne Stim ihn mit 1 bis 2 Pfund Kieferſamen pr. Morgen zu überſtreuen Dol; Ummery und dieſen eineggen zu; laſſen, ohne eine weitere Verwundung Wird, um vorzunehmen. dabey Deren 8) Dre Mäuſe thun durch Verzehren der Samen, das ſſen Verichy Ausheben der jungen Pflanzen über ihren Gängen, ſo-wie“ durch ' folgt eſ) das YAbnagen der Wurzeln und- Rinde ſehr vielen Schaden, ) und Fim Vorzüglich werden ſie verderblich' in'Pflanzkämpen, auf Eichen-, d ſowohl ſy Buchen- und. Fichtenſaaten, ſo wie in Buchen und Hainbuchen; Tden, ſom Hoch- und Niederwäldern, Das einfachſte Mittel zu ihrer Ver- ct ſeyn, iy tilgung ijt-die Schonung der ſich von ihnen nährenden Thiere, "nholz in vorzüglich der überhaupt unſchädlichen, wie Eulen, Mäuſeaare vegzuſchaft, u. ſ. w. Saatkämpe und Saatpläte kann man ſchüßen,'wenn leich geſit man ſie vor der Bejäung durch Schweine umwühlen-läßt, Jun- "mige, fi ge Schonungen läßt man im Herbſte aushüten, zum das die und Yrey Mäuſe ſehr beſchübende Gras niedertreten und wegfreſſen zu iſt Sorge 4 laſſen, wodurch ſie bemerkbar vertrieben werden. Nur in Saat- wade Stay kämpen, welche mit Gräben, die ſenkrechte Wände haben, uUmge- h Verfohty ben find, kann man daran denten, ſie durch Wegfangen zu ber- werden fam mindern. Dieß geſchieht am beſten, indem man auf den Beeten und in den Furchen ziemlich große Töpfe, halb mit Waſſer an- Raupen ww gefüllt, eingräbt. von[0 vin 9) Gegen das Roth-, Damm- und Rehwild, welches iden(0, im Uebermaße gehgt die Erziehung von Holz ganz unmöglich ten, 1/30 macht, giebt es nur zwey Schußmittel: daß es entweder bis & Stef zur Unſchädlichkeit abgeſchoſſen wird, oder daß man alle Scho- bEnoSpin Wl nungen und in Fichten ſelbſt noc> die Stangenorte„ wenn der . auf ſeie& Wildſtand in Rothwild beſteht, ſo tage mit Zäunen umgeben im Deroſte vt: läßt, bis ſie nicht mehr beſchädigt werden können. Haſen wer- fegen, Bucſ den in Rothbuchen- Samenſchlägen ſehr ſchädlich durch das Ab- aubares Dol nagen der jungen Pflanzen, und können daſelbit nichr geduldet iſt darauf zu werden, Wilde Kaninchen ſind für Feld und Wald gleich ges e nachdem. die fährlich, und man ſtrebt um ſo mehr, ſie möglichſt zu vermin- öfreſſen, de dern, da ſie ſo wenig nutzbar ſind.-- Auerwild wird durch „(m ſtehen la: Abbeißen der Knospen in Fichten und Büchen nachtheilig, und vefer ſpma kann ebenfalls nicht in zu großer Menge geduldet werden, on der Yam » Knop hn: c< weit leid! yenſpinner be aßt oft Wald- und Jagdgeſchäfte im Monat May, fruchtbar 2; SE; TORSCHPESL EEG ed MI Holzeinſchlag, Die Eichengerberrinde wird in dieſem vglich eint 530 ES INGE Reifſtäbe und Korbruthen, welche geſchält wer= ien and Fa Werben geſchnitten. Das Holz ſpaltet in diejem vindenleid Len 4 ME EE gut, und da den ſchnell austrocknenden Spalt= m Splint I ur) den, Einſchlag in der Saftzeit kein Nochtheil er- 19699" wachſt, jo wird er gewöhnlich jeht vorgenommen, Koöbhlerey, (0) Stockholzroden„dauern fort. Die Abfuhre aus den Nieder- waldſchlägen und jungen Beſamungsſchlägen ſollte ganz auf- holztet Nn gehört haben, Ip a ) tajcher, 7 156 Forſtwirthſch. 6. Abſchn. Wald- u. Jagdgeſch. im May. 368) - Cultur, Nadelholzpflanzungen können, in ſpäten Jahren, in Gebirgen, und überhaupt wenn der Maytrieb noch nicht ganz heraus iſt, noch in den erſten Tagen gemacht werden. Die Er- lenpflanzungen in den Brüchern ſind nächzuſehen und anzutreten, ſobald das Waſſer abfällt. In frühen Jahren reift der Ulmen- ſamen ſchon Ausgang des Monats an warmen Sommerhängen. Forſtſchuß. Die ſorgfältigſte Aufſicht auf Waldinſecten und zur Verhütung von Waldfeuern iſt nöthig. Das Weidevieh und die Sichelgräſerey, das Mayenſchneiden und das Baſtſchä- len, nehmen die Aufmerkſamkeit des Forſtmannes in Anſpruch. Nach Beendigung des Pflanzens und Säens werden die Arbei- ter zur Ziehung von Schonungsgräben und zur Wegebeſſerung erwandt.: 4 8. Die Jagd ruht größtentheils, doch müſſen die Salzle>en erneuert und die Fuchsbaue nach jungen Füchſen fleißig revidirt werden, Einzelne Mauſeerpel werden geſchoſſen=- Rehbö>e und Schmalwild nur auf beſondern Befehl; [ 5 Bb ewe Mai iba EE SN dv entdmr e+22. Wm -D<> 7 Sn Mm RT TI RE ; Gy . Hebt Au! | ſabi 11.4904 Wenn"DB 0" Nm, IW Ep NE ſihern, 1980 die Jerſiclan Im den JG j lm buiſS| lat, aus Efe “3 biin JE gy|| AB NEN] 4 im en do : überal j Die"“" nN <;: MOE ;; In unig Wine M Thi ub. Ie dim, Vini D fen ſnd; gedehnt; : Um ſo werden y; 3 . ZR LA ES GLEHN CETERA UÖÜÄEN We rr 43 menen mn ngen 4 IE mn mmer nemammeennmennenmeen 7m EIE my, Und anzy 1107 reift der Up: Gommerhing, Uf Walding Das Beider) d das Defſh;: es in Inn, erden die Thy, r Wegeheſtug 1058 Forſtwirthſ der Polizey iſt, das zu entfer- nen, was das Wohlbefinden der Geſellſchaft ſtört, ſo iſt aud) derjenige der Forſtpolizey, die Forſten gegen Beſchädigungen ZU ſichern, welche ihre Erhaltung gefährden könnten. Dieß bezweckt die Forſipolizey-Geſehgebung, deren Kenntniß.deßhalb nöthig iſt, um den Wald ſchüben zu können. Es hat dieſelbe zwar in al: len deutſchen Staaten eine ſich gleichbleibende allgemeine Grund- lage, aus dem: entnommen, was die Forſten zu ihrer Erhaltung bedürfen; im Einzelnen ſind jedoch die verſchiedenen deutſchen Polizeygeſeze abweichend. Der Beſtimmung dieſer Encyklopädie gemaß, welche für das geſammte deutſche Vaterland berechnet iſt, kann daher nicht das Einzelne, bloß Einen Staat Umfaſ- ſende darin aufgenommen werden, ſondern bloß das Allgemeine, Überall Gültige.; Die Forſtpolizey zerfällt in zwey Abtheilungen: 1) die Staatsforſtpolizey, und 2) die niedere Forſtpolizey. Die er- ſtere umfaßt die Beſchränkungen, zu welchen der Staat den Forſteigenthümer verpflichtet, um der Erhaltung der Forſten für den Nationalbedarf gewiß zu ſeyn, Es exiſtiren darüver in Deutſchland gar keine allgemeinen, überall gleich gültigen Vor- ſchriften, da in manchen Staaten, wie z. B. in Preußen, die Privatforſtbeſiver beynahe gar keinen Beſchränkungen unterwor- fen ſind; in andern dieſe dagegen bald mehr, bald weniger aus: gedehnt Statt finden. Wir laſſen daher dieſe Abrheilung auch um jo mehr ganz unbeachtet, ais wohl mit Recht vorausgeſett werden kann, daß jedem Forſtbeſiter die Geſetze ſeines Batex- 158 Forſtwirthſchaft. (3384) landes in dieſer Hinſicht bekannt ſind. Es geht uns hier nur die zweyte Abtheilung an, welche ſich mit der Beſchüßung der Forſten gegen fremde Eingriffe beſchäftigt. 1) Beſchüßzung und Erhaltung der Grenzen. Es gehört dazu eine Bezeichnung der Grenzlinie mit be- ſtimmt zu erkennenden, dauerhaften, nicht leicht zu verrü>ken- den vder ſich von ſelbſt ändernden Zeichen, Bäche und Flüſſe, welche ihren Lauf häufig ändern, oder abbrüchige Ufer haben, eig- nen ſich nicht gut zur Bezeichnung der Grenze, und wenigſtens muß eine ſolche geometriſche Aufnahme derſelben erfolgen, daß ibr Lauf,'wenn eine Aenderung deſſelben erfolgen ſollte, mit Be- ſtimmtheit wieder aufgefunden werden kann. Wege, welche ſich leicht verlegen laſſen, geben häufig Veranlaſſung zu Grenzirrun- gen, wenn ſie nicht mit andern Zeichen verſehen ſind. Auch die früher allgemein üblichen Grenzbäume=- mit einem eingehaue- nen Kreuze bezeichnet=- können leicht mit andern gleich bezeich- neten verwechſelt werden, ſind koſtbar, da ſie unbenutzt verfau- len müſſen, und deßhalb, werden ſie beſſer durch andere Merk- male erſebt.. Die beſten ſind unſtreitig behauene, mit Nummern und Buchſtaben verſehene Steine; wo dieſe aber mangeln, in fe: ſtem Boden Grenzhügel oder Kubitzen, 4 bis 5 Fuß im Durch- meſſer, 3 bis 4 Fuß hoch, abgewölbt zuſammengeworfen und mit einem 12 Zoll tiefen und breiten Gräbchen umgeben. An Treiben und auf ſehr ſandigen Boden, wo die Grenzhügel ſich nicht mit Raſen bede>en, ſind dagegen Grenzpfähle vorzuziehen. Die Grenze an Acker- und Wieſenſtüken wird am beſten durch en gebildet, um das Abpflügen und Abgraſen zu verhin- ern. Wo verſchiedene Grenzen zuſammenſtoßen, z. B. die äußern Gutgsgrenzen, diejenigen der herrſchaftlichen Grundſtücke mit de- nen der Gutgseinſaſſen, oder auch Servitutgrenzen, iſt es rath- ſam, am Puncte des Zuſammenſtoßens verſchiedene Formen der Grenzzeichen zu wählen, um alle Irrungen und Verwechsluns gen zu verhüten, Unter alle Grenzzeichen= mit Ausſchluß der bloßen Wege, Gräben, Bäume, Raine und Flüſſe,= werden Glas, Kohlen, Ziegelſtüc>e oder Tüöpferſcherben gelegt, um ſie als wirkliche Grenz: merkmale zu bezeichnen. Jede Krümmung der Grenze muß mit einem Grenzmale ver- ſehen werden 3; auch ſelbſt bey geraden Linien dürfen dieſelben nicht über 50 Ruthen auseinander ſeyn, ſondern müſſen mit Zwiſchenzeichen verſehen werden, «Von jedem Grenzmale muß man das zunächſt liegende deute lich ſehen können, und es darf niemand die dazu noöthige Auf: räumung der Grenze, welche auf gemeinſchaftliche Koſten zu be- wirken iſt, weigern. Die Grenzen ſtets offen zu erhalten, dient ſehr zur Vermeidung aller Jrrungen. Das auf der Grenze ſte- hende Holz, wie auch die eigentlichen Grenzbäume, werden in der Negel getheilt. Was von Zweigen Über die Grenze hängt, kann der Grenznachbar weghauen, ſo wie ihm auch die auf fi nen Grund fallenden Früchte gehören. Gräben müſſen ſo gezo- | zung einer 8 ( | py werden] | jun gl Im ve ate 307 M dr(4 Grenz jedes angre] damit der 17 ves Grenz 0! Orenzimale Idar Binte 1 biums 108 enthalten You |[geweinſhrt (ih 9 ſelbt verf genann ID ) Wh jan jur IE Grenz man - fofip M Werth[en- | Winte zu er 6481 ben Karten ffe 2) Ciyfiy Die Vit! Deldfrebel 18( Wehr, baldijens Ken, 1a jed 9| feh Abg Auepg! | Dem It die Urn, ves niche enge,| 130 SEUL CON AUSE AG in it- in Then des: M eu IAT UE vs NE: Dder Thin erholt zu h Dum ihrer 5 Id Outöhe' T, vy 6. Abſchn. Forſtpolizeylehre. 159 bt un hies 50 G EN(335) Beſch"W gen werden, daß die eigentliche Grenzlinie in der Mitte des Aung Grabens geht. j - Am beſten wird die Erhaltung der Grenzen durch Anferti- tenzen gung einer Grenzc auf der Grenzcnes Holz im Walde zu hauen, da geſchieht es nur zu leicht, daß ſie auch halb tro>nes und ſolches, von dem ſie glauben, daß es ſpäter einmal tro>en werden könnte, an ſich nehmen, Ueberhaupt gee ben“ die Holzungsgerechtſame nicht bloß Gelegenheit, die Enta wendungen unentde>t und ungeſiraft zu begehen, ſondern ſchwäs e, Baſt u, drgl., für einen Forſt ſehr ver- derblich, Sie findet vielleicht weniger deßhalb Statt, weil die Leute„» die ſich an den Gebräuch dieſer Dinge gewöhnt haben, ſie nicht bezahlen wollen, als weit ſie wegen der Geringfügig- keit des Einkommens, das ſie gewähren, gar nicht verkauft wer- den. Der Verkauf derſelben zu niedrigen Preiſen von den Schlä- gen, wo ſie ohne Nachtheil für die Forſtwirthſchaft gewonnen werden können, beſeitigt dieſe Entwendungen gewöhnlich, da es dann ſich nicht mehr der Mühe lohnt, ſich der Gefahr der Ent- de>ung und Beſtrafung auszuſeßen. ' Ueberhäupt gilt die Regel, Gras in den Schonungen, Wald- beeren, Haſelnüſſe und alle andern Dinge, dexen Entwendung - | ipl im| 5. 0) jr 18 a jW jr .» wid S wenden ow aeh ebenfa ZU vos Dr nid zu IM | fjolz die"M1 einlade,| wo feine 105 ſaft erle 197 Je) Der 110) ) ſehon, fon 1) NCE fo) die 1,10% hit 1 3096 Rioen Giuifhe; AUEN 55 NEN: 1! Whpeliher, a9p Ahpetaumt 140SY 8 Dol 0 0 Inhl eS Ae SOE en, NE BUNE" | WB Anm, witeH |*) Tri Wohſhity) NG Ora ui. 3) it 82277 500 Ug" Wg für j; 1087| Clhafe 5 "hig un)| t Ntbeit di 3 anweiſt, 6 - entwende eten Darf 1 alb ausführ olgen, ſind Wü en, Dt iſg 1 find, Die ben Imiter bft Auffichtätfy Nichts befinde; [yfſicht, ſy(6 Dd, als fehn e alt, ſhit es may din ver iſt, edi; r Verntiſchy rechtigten 17 dune Holz &, daß ſie, " daß g ſid Peberhau ge nbeit, eG „ ſonden(oN): 1 fred veutlich befin was dem Did erm Orlinden dy en welche dem dt ntwendung von imer andern Gd d;= dinſte a - häufigen Hol 8 außerhalb 8 alters auf dw 1,; , als hi Y, Pp - Forſt ſehr dt Gtatt, wein wohnt hi er Gering + verkauft m von den 60" aft gewon" vhnlich, 01" jefahr der 91 u un en, Du Enter 6. Abſchn. Forſtpolizeylehre,' (337) maß nicht im Stande iſt,/zu verhüten, lieber zu verkaufen; auch wenn man Gründe hat, es nicht zu thun. Es iſt weniger um des geringen Einfommens willen, was oft kaum den. Verluſt auf der andern Seite dect, als deßhalb, weil die Käufer Peniger Schaden thun und leichter zu beaufſichtigen ſind, als die Ent- wender; Ordnung und Regelmäßigkeit in der Wirtbſchaftsführüng tra- gen ebenfalls zur Vermeidung det Verluſte durch Entwendungen ey. Wo Holz überall in dem Forſie herumliegt und ſteht? das nicht zu rechter Zeit aufgearbeitete, umgebrochene oder trockne Holz die Bedürftigen oder zur Entwendung Geneigten gleichſam einladet, da iſt der Schuß des Waldes viel ſchwieriger, als da, wo ſeine Ueberſicht darch eine geordnete und regelmäßige Wirths ſchäft erleichtert wird. 3) Beſchädigung der Fotſte dur< Weidevieh. Unſere Hausthiere, welche im Förſte geweidet werden, thun Schaden:; durch das Verbeißen der Holzyflanzen, das Zertreten derſelben und Abtreten der Erde an den Berghängen, ſv wie das Lagern im Förſte, Der Nochtheil, durch das Verbeißen der Holzpflanzen ent- ſtehend, iſt verſchieden:; 1) Nach der Biehgattung, welche im Forſte weidet. Ziegen ſind die nachtheiligſte, und dürfen deßhalb auch in der Regel nicht im Forſte geweidet werden, wie dieß denn 3, B. im preus ßiſchen Staate ganz unterſagt iſt. Auf dieſe folgen die Pferde, welche mit ihren ſcharfen Zähnen noch Pflanzen von beträchtli- ender Gräjer und Kräuter werden die Holzpflanzen ſelten angegriſſen, da blyß die Ziegen das Laub mehr lieben, als Gras und Kräuter; 3) Nacy der Art. der Augübung. Wy Rindvieh und Schafe zuſammen hüten, leider das Holz mehr, als wo jede Viehgat- tung für ſich allein geht, weil das Rindvieh da ungern frißt, wo Schafe gegangen find. Wo die Heerden, wenig zahlreich, ruhig und einzeln durch den Wald ziehen, thun fie weniger 25.* 161 462 Forftwirthſchaft, (3583) Schaden, als wo fie ſeht zahlreich lange auf einem FleEXe fich aufhalten. müſſen. 4) Nach der Jahreszeit und Witterung. Nadelholzpflanzen leiden vorzüglich, wenn der Maytrieb hervorbricht; ſo bald die: ſer verholzt iſt, wird er ſelten mehr verbiſſen 3; nur die Schafe pflücken bey dem größten Hunger noch die Kiefernadeln ab. Das Laub der Laubhölzer wird im Spätherbſt, wenn es bart gewor- den iſt, weniger angegriffen, als im Frühjahre. und Sommer, Bey Regenwetter und wenn Thautropfen auf den Blättern hän- gen, greift das Vieh dieſe eher an, als bey tro>ner Witterung. Kann man bewirken, daß das Vieh nur zu ſolchen Zeiten in junge Orte eintreiben darf, wo es erfahrungsmäßig den Holz: pflanzen wenig nachtheilig wird, ſo können oft ſelbſt ſolFausſchlag oder Wurzelbrutz be- rf deßhalb auch ein höheres Alter, bevor es beweidet werden kann, als dieſe. Wenn deßhalb auch der Niederwald früher be- bütet werden kann, als die Schonungen des Samenwaldes, ſo iſt dieß doh nur auf ſolche Niederwälder zu beziehen, welche bloß Sto>ausſchlag haben, keine Ergänzung der Mutterſtöc>e durch Samenpflanzen bedürfen. Hieraus wird ſich von ſelbſt ergeben, daß es ſehr ſchwer, wo nicht unmöglich iſt, eine beſtimmte Schonzeit anzugeben, welche ein junger Holzbeſtand bedarf, um der Beſchädigung durch das Weidevieh zu entwachſen z; da dieß ſo ſehr von den verſchiedenen Verhältniſſen abhängt. Nachſtehende Tafel wird jedoch die gewöhnlichen Durchſchnittsſäte, einen gleichmäßigen, zu gleicher Zeit erzeugten Beſtand vorausſezend, nachweiſen: “m Duft". I 0114 WIR We) WE 2m Ne Fled 64 delholi iw t; ſo bald he nur die Ghy adeln ab, Zy es hart zöwn und vu 1 Vlätt tern hin; her Witten, Ihen Zehn 1 ßig den ih bſt ſolche, 1 60 Zeit 4 übergehen x, wie ſten Nothin) liebt es(h zenehme N/ ſe And)) ' Hütung| eden die Gu: tände gu vs 4 if undi ', daß es mi früher finn Vp ſpäter,| dingt durch di! ſende Holz ſchätigung Mi ure; N beweidet wnn „wald früher 1 amenwalds, 4, jeziehen, m er Mutter os ſehr ſO! eit anzug" - Beſchadig ſehr vo" nN de Tafel 1" Blei echweif ent. 6.. Abſnet werden. Auch wird daſelbſt eine ſolche Breite oft unerläßlich, daß die Fuhrleute nicht nöthig baben, immer einer und derſelben Gleiſe u folgen. Wo Vertiefungen ſind, in welchen ſich Waſſer zu- Umb müſſen Abzugsgräben und kleine Brücken angelegt werden, einzelne entſtehende Löcher ſind ſchleunig, ſo wie ſie be: merkbar werden, mit Faſchinen oder zerſchlagenen Steinen aus: zufüllen, die jedoch hinreichend mit Sande oder Kies in den Zwiſchenräumen ausgefüllt und oben bede>kt werden müſſen, ſo daß ein feſter Damm dadurch entſteht,=- Im Sande läßtſich nichts thun, um den Weg feſter zu machen. Im Bruchboden, oder an bruchigen Stellen, ijt das Auslegen des Weges mit Fa- ' | u Deren hutt hin| niht uf wende Do/ Gräben 30 joe aufg Ginen 1 Zu zung zug Gebie die In: 1 benachbar beſchadigt M dedt, 13 er 8 ame ede fir IR «[uppfälrige AM din Gl IE Jaht umi) ſv on Inzindeng Frlaubte DIM Du 8 ffe abge R werden biu 99 Bw Du Wan de DIE läſſigen 20198 ber Zel führen mij Wie Obſt ſondem wa Winter DE Ni Kes den un tw Gahe 4 teil für ii Veel wurd Vis gp 6 hn, da 5 Wim werd 6. Abſchn, Forſtpolizeylehre. 167 KENNE e(393) ieh] vi«ſchinen und Bede&>en derſelben mit Kies und Sand unſtreitig iht nn das beſte Mittel, um die Fahrbarkeit des Weges zu ſichern.-- Aim uh An Bergen muß vorzüglich darauf geſehen werden, daß die Fuhr- REN- leute hinreichend breite Hemmſchuhe anwenden, um die Gleiſe NW Dh nicht tief auszufahren, und daß das in den Wegen herabſtrö: ; mende Waſſer durch Balken, im ſtumpfen Winkel eingelegt, in Wird Venſelhy Gräben geleitet wird, die mit dem Wege parallel laufen, auch igen Beſchite jede ausgewaſchene Stelle gleich im Anfange mit eingeſtampften e Pechbeniung Steinen wieder ausgefüllt wird. „Agen, Du Durch die Köhlerey kann den Forſten vielfach Beſchädie „Same gung zugefügt werden, Um ſie zu verhüten, iſt die Wahl der 1m das Dun Kohlſtellen ſy anzuordnen, daß nicht Feuersgefahr entſteht, durch als Days hz; vas:Hu die An- und Abfuhren des Holzes nicht Schaden geſchieht, die EPN MA benachbarten Bäume und Di>ungen nicht durch den Meilerrauch Nn, Weide beſchadigt werden. Das Laub oder der Naſen, womit der Köbler m, Emy det, muß demſelben an ſolchen Orten angewieſen werden, wo Ioſt beziehn ex es ohne Nachtheil für den Forſt wegnehmen kann z auch die | Harzſchum Weide für die Küblerpferde, wenn er ſolche bedarf, verlangt en; ſorgfältige Beachtung, weil ſonſt dieſelben leicht Schaden auf [, müſſen vy den Schlägen und in den Schonungen thun. Da der Tag und Nacht im Holze ſich befindende Köhler ſchwer zu controlliren iſt, 4 Ahtrieb yp ſv erfordert er genaue Aufſicht, damit er nicht Material zum „= Brenk) Anzünden, zu Fa&keln, oder gar zu Holz zum Füllen, auf uns erlaubte Art an ſich nimmt, Bey dem Aufſuchen der Waldbeeren wird oft Ninde zu Gee fen), un bi fäßen abgeſchält; um Haſelnüſſe oder Baumfrüchte zu gewinnen, bt wn H werden häufig die Sträucher und Bäume dürch Abbrechen von "ver rv; Zweigen beſchädigt, was nur dadurch verhütet werden kann, daß 1990 14) man. die Sammlung dieſer Früchte allein bekannten und zuver- Ubung M 3 66430 läſſigen Leuten Überläßt, denen dazu die Erlaubniß durch beſon= m 9 018.3 0 dere Zettel ertheilt wird, die ſie zur Legitimation ſtets bey ſich Nn j führen müſſen.=- In jungen Schonungen läßt man ungern h erfolgt, day wilde Obſtbäume ſtehen, nicht bloß, weil ſie ſehr verdämmen, Rebenwegt ſondern weil auch unter und um jie herum alles bey dem Sam- 8 Mittel: den meln der Früchte zertreten wird.: 10008 Das Wiedenſchneiden, Baſtſchälen, Quirlſchnei- en 7" den, und ähnliche hinſichtlich des Werthes der entwende- ſichts der 5 ten Sache ſehr unbedeutende, aber durch ihren großen Nach- ; theil für den Forſt oft ſehr empfindliche Frevel, können in der gehauen Je Regel nur dadurch verhindert werden, daß die vorgefundenen und vdnet wend daraus gefertigten Gegenſtände eine ſtrenge Beſtrafung nach ſich lich, daß d! ziehen, da die Frevler hey der Begehung des Freyels ſelten bes ſelben Ot troffen werden können, < Waſſer iden ange 5) Von dem Sammeln der Waldſtreu, /"" AAN Der Wald bedarf der Düngung eben ſo gut, als der Ader, Fies ind denn die Holzyflanzen können ſich, gleich den Getreidepflanzen, müſſen,| nur aus dem Humus exnähren. Da nun aber dieſer ſich größ: 4 1977 tentheils allein aus verfaulenden Vegetabilien im Walde bildet, "Bruchbude der vorhandene auch fortwährend zerſezt und zerſtört wird, ſo 303 mit ju muß eine Erſchöpfung der Bodenkraft erfolgen, wenn die ganze H 168 Forſtwirt t; 5 FTorſiwirthſchaf Bodenerzeugung weggenommen und dadurch ein Erſa. des cone WG ſumirten Humus verhindert wird. Das erzeugte Holz müſſen(4, zum und können wir ganz benuten, da wir deßhalb den Wald an- gt bauen und erhalten; das jährlich abfallende Laub, die Nadeln MN 1100, 0 SEITN die Ertragsfähigkeit des Waldes nicht nur En nN zu erhalten, ſondern ſogar i ſ Beſtänd, M: 01229. 206 jvgar noch in geſchloſſenen Beſtänden zu werd ; 4 der =.„Es giebt noch Fälle, wo auch von dieſem Laube noch ein m 9w Theil benutzt werden muß, weit phne dſſelbe der Acker nicht in 4 1! einem ſolchen Düngungszuſtande erhalten werden könnte, daß er Es die Bevölkerung ernähren kann. Dieſe treten gewöhnlich da ein 1 wo Mangel an Wieſen oder zum Futterbaue tauglicher Boden, M? Dex arme und unfruchtbare Grund ſo wenig Stroh giebt, was 39 pn noch dazu zur Fütterung verwendet werden muß, daß er NE| KEEN durch ie e*“jene Production fruchtbar erhalten kann, jl| ern einen außergewöhnlichen Zuſchuß Ing!] u] MA RUEZT gewöhnlichen Zuſchuß an Düngungsmitteln de, 608 „Da unter ſolchen Verhältniſſen ſich gewöhnlich größ: rn | flächen vorfinden, als bedurft Aen. 4 WELLS ve a fen, wenn dann der Ackerbau ſelbſt auf Koſten des Waldes be-| günſtigt wird 3 denn was könnte noch ſo viel Holz. uns helfen mi wenn uns die Producte des Ackerbaues fehlen, die uns ernäh- MOE ren. müſſen. Dieſe Benutzung des Waldes muß aber immer ſo NETE weit beſchränkt werden, daß ſich derſelbe dabey erhalten läßt; JEM denn es ließe ſich wohl nichts thörichteres denken, als durc zu Mt ſtarkes Streuſammeln die Ertragsfähigkeit des Waldes, und da- jr ung durch zugleich die Streunutung ſelbſt zu vernichten: das hieße Np den Baum abhauen, um die Früchte zu erhalten.+(7 8 Die nothwendigen Beſchränkungen, denen das Streurechen p“" unterworfen werden muß, um dabey der Erhaltung des Waldes ir uf ai gewiß zu ſeyn, ſind verſchieden: ſin 5 1) nach dem Boden: und Feuchtigkeitsgrade, die aun 2) der Holzgattung, vuren 06 3) der im Walde Statt findenden Betriebsart,"0 En „Zu 1.. Zu einem belohnenden Holzwuchſe iſt immer ein ge- vun wiſſer Vorrath von Humus, erforderlich, Ie: ärmer daran der 0 Boden iſt, deſto mehr muß man danach ſtreben, ihn durch ver-„af faulendes Laub ſo.weit zu verbeſſern, daß er tragbar und. 28x Er- die Dine zeugung von Holz geſchickt wird. Sehr lockerer Sandvoden hat/ Bin wegen des ſtarten Luftzutritts eine ſtärkere Conſumtion des Hur/ Uh. ü mus, als lehm- Und thonhaltiger Boden, welcher denſelben bei--|"iti ſer an ſich hält, und da auch zugleich wegen ärößerer Tro>en-|"vi beit- des hochliegenden lockern Bodens hier oft die nötbige Feuch-| 730g tigteit zur Herbeyführung des Fäulnißprozeſſes fehlt, ſo geht ſo-| Ihn ung gar in ihm oft viel Laub verloren, welches gar keinen Humus| DUR giebt, indem: bey ſeiner Zerſtörung der Fäulnißprozeß überſprun- 3 ue gen wird, Dieſelbe Erſcheinung bemerken wir an Berghängen| ſj welche bey einem ſtarten Neigungswinkel der Einwirkung der"ns,| Sum und.Luft ſehr. außgeſept ſind, und Überdieß noch viel In IUmus durch das Abſpülen bey ſtarkem Regen und dem Schmel-| Oinwang / 1! zen des Schnees verlieren. Dieß rechtfertigt die Beſchränkung( Nd 6. Abſchn. Forſipolizeylehre. 169 (395) Erſah ded im des Streurechens, daß es auf ganz armem und ſehr dürrem Sande- dte Dol mif boden, zumal wenn dieſer flüchtig zu werden droht, und ihm die ) den Veh z7 Bedec>ung deßhalb nicht geraubt werden darf, an ſteilen Mit«- 0b, die Niteh, tags: und Abendhängen, wo möglich gar nicht Streu geſammelt Valdes nid 1 werden darf. Je mehr ſich der Boden dieſer Eigenthümlichkeit nm Beſtände nähert, deſto vorſichtiger darf das Streurechen nur ausgeübt werden. Dagegen wird es weniger nachtheilig werden, auf Byo- Qaube yu 1) den, der entweder einen ſeit lafiger Zeit aufgeſammelten Humus- er Atfer niht 0 vorrath enthält, und ihn zu bewahren vermag, wie der Marſch-, 1 fönnte vy Klay- und Bruchboden, oder einen ſteten Erſaß deſſelben durch wöhnlich dz iy das Anſchwemmen von Humus erhält, wie die Thalränder, die uglicher Bity Flußthäler, in denen die austretenden Gewäßer fruchtbare Theile vo) giebt, m; zurücklaſſen, oder der Boden durc) große Feuchtigkeit ſchon eine 1 muß, dj; natürliche Fruchtbarkeit hat. 7 erhalten bin Zu 2.“Einige Holzgattungen gedeihen nur bey einem ver- Üngungömil hältnißmwäßig beträchtlichen Humusvorrathe, wie die Eiche, Bu- ung, wel- d dem Gm dhe die Beſamung verhindert, beſchränkt iſt. " Beſchräntn 170 Forſtwirthſchaft. (396) No< iſt bey demſelben darauf zu ſehen: daß nicht Holzpflanzen durch das Auskraßen und Ausfahren un« mittelbar beſchädigt werden z daß nicht eiſerne Harken gebraucht werden, mit denen man leicht Wurzeln beſchädigen und bergusreißen kann z; daß diejenigen Holzgattungen, welche nur aufgehen und ſich er- halten, wenn eine Laubdec>e den Boden ſchübt, die nöthige Streuſchonung 10 bis 20 Jahre vor der Verjüngung in Be« ſamungsſchlägen erbalten. 6) Von den Waldſervituten und ihrer Aufhebung und Abfindung. Als das Waldeigenthum ſich bildete, waren diejenigen, wel: e haftenden Schulden für gelöſcht zu erklären, da ſie deſſen Reinertrag für den Beſitzer ſchmälern. Man erkannte jedoch in den Zeiten, wo die Servituten ent: ſtanden, das Bedürfniß der Schonung des Waldes, um ihn er- halten zu können, was für das Nationalwohl ſo wichtig iſt, nod nicht genug, um ſie dem gemäß zu beſchränken. Daher bat man ſich bäuſig in der neuern Zeit genöthigt geſehen, dieſe Beſchränkung einzuführen. Da ſich jedes Mitglied der bürger: ufer Oe hes Ganze pothwendt htl) 0 M: Gian| oder wen! haltung! dürfmi߀ pur deu! | Baldſert" |WBaldbeſi! |Berpfich |[9] 4 ſelbſt we baltung 24 liſyy 04 1Forhtun) Jpiutvelal Wirthſhaf won wd an Bed wm, immun )(ofert 2000 bes Dere ft | WB Reiſe, wur Hellungbun Dewehen ae Fünen if Jus babergß [wos der 036 önnen, De u werdet Wilen IE fühen, hh RN f,)) Oegeben N Wi. EN 6. Abſchn. Forſtpolizeylehre, 471 (397) | lichen Geſellſchaft demjenigen unterwerfen muß, was das Wohl 1Sfahrtn 10 des Ganzen erfordert, ſo iſt dieſe Beſchränkung, ſo weit ſie die : nothwendige Erhaltung des Waldes nöthig macht, vollkommen iE Denen On rechtlich begründet. fan; Die Geſetzgebung in dieſer Hinſicht iſt in den verſchiedenen hen und fich 1; Staaten ſehr abweichend, je nachdem man dem Walde mehr BE, die Nöth! oder weniger Schutz verleihen zu müſſen glaubte, weil ſeine Erz Jüngung in Du haltung und vollkommene Bebauung mehr oder weniger als Be- dürfniß erſchien. Es würde deßhalb unmöglich ſeyn, alle, auch nur deutſche Geſeze anzuführen, welche auf die Ordnung der hebung 11) Waldſervituten Bezug haben, ſo nöthig es auch iſt, daß jeder Waldbeſiter genau weiß, welche Rechte ihm zuſtehen, welchen Verpflichtungen er ſich unterwerfen muß. diejenigen,. Es giebt nun auch noch viele Fälle, wo ein Waldſervitut, + Jede Jt im ſelbſt wenn es ſo weit beſchränkt iſt, als die nothwendige Er- ) anden ſü haltung des Waldes fordert, dennoch dem Beſitzer deſſelben ſehr jen, die weih läſtig wird, indem es ihn in der freyen Dispoſition über den n Anſprud 4 Forſtgrund und deſſen Benutzungsart hindert, da in einem ſer- 19 als Geſch vitutbelaſteten Walde keine eigenmächtige Aenderung der Bes mit dem Y1 wirthſchaftungsart zum Nachtheile des Berechtigten vorgenom- oft ſehr unk men werden darf. Außerdem verhindern auch nod) ſelbſt beſon- weil der Wah dere Verträge oft die nothwendige Beſchränkung der Waldſervi- "ny Fonnte, 6! tuten, da ein Privatabkommen die allgemeinen geſetzlichen Be- Irt eben[0 gut ſtimmungen zum Vortheile des Waldbeſiters ungültig macht, in ßen muß, als ſofern ein rechtsgültiges Document die Schranken und Befugniſſe des Berechtigten genau beſtimmt. die Yaldpty„Dieß macht geſetzliche Beſtimmungen über die Art und x viele Dith! Weiſe, wie Servituten abgelöſt werden können(eine Gemeinheits- dienen zugleiß theilungs- Ordnung), nöthig, die wir auch ſchon in mehreren 8 Bedürfniſſe deutſchen Staaten, 3. B. Preußen, beſitzen. Auch dieſe Geſetze können in ihren Anſichten ſehr abweichend ſeyn, und wir müſſen uns daher hier darauf beſchränken, darauf aufmerkſam zu machen, 8 Gras, 4 was der Forſtbeſiter zu unterſuchen hat, um Überzeugt ſeyn zu nicht den vieh: können, daß eine Abfindung der Servituten für ibn vortheilhaft 1; ven Aymen ſeyn werde, und nach welchen Anſichten die Ablöſung ſelbſt im De eH AImteinen zu leiten iſt, um beiden Theilen kein Unrecht zuzu- e ügen.“ ihn! dy; ht 16 Bey der Abfindung einer auf dem Walde laſtenden Gerecht: ME 16: ſame kommt es darauf an, dem Berechtigten die bisher aus dem em Me Walde bezogene Nutzung in gleicher Größe in einer andern Art 7 204 dergeſtalt anzuweiſen, daß er ſein Bedürfniß künftig dadurch eben hümer Nn ſo gut' befriedigen kann, als es bisher durch die Augübung ſeis nn 095 W nes Rechts geſchah. 18 3 orf Die Fragen, welche ſich der Waldbeſiter zuerſt zu beantwor- 1 80 hat, 707 er auf die Ablöſung der fremden Gerechtſame an-= ; rägt, ſind: ervituten Wi Was koſtet ihm jebt die Augübung derſelben? 8, um ip] Welche Entſchädigung nach Quantität und, Qualität wird ſo wien gegeven werden müſſen, um es abzukaufen?; anten 4 Was kann der Wald eintragen, wenn er von Servituten befreyt iſt, und erſezt der Mehrertrag deſſelben dann das, was 172 Forſtwirthſchaft. (398) man bat geben müſſen, um die Ablöſung derſelben zu ex langen?' Der Gewinn, welcher durch dieſe erlangt wird, beſteht größten- theils in dem dadurch erlangten freyen Dispoſitionsrechte, und der daraus entſpringenden Befugniß, den Boden vortheilhafter benutzen zu können z; 3. B. durch Umwandlung des Forſtlandes in Aer und Wieſen, des Höchwaldes in Niederwald, den An- bau vortheilbaftrerer Holzgattungen. Der-Gewinn der Producte; welche bisher der Berechtigte bezog, erſetzt nur in ſeltenen Falz: ley, wo man ſie böber benußen kann, als dieſer, die dafür zu zahlende Entſchädigung. Raff- und Leſcholz, Kien- und Stock: holz, Gras, Maſtfrüchte u. dgl, wird man beynahe immer theü- rer erkaufen müſſen„als man ſie benutzen kann, da den Berech: tigten theils gewöhnlich dieſe Dinge von größerem Werthe ſind, als dem Waldbeſiter, theils auch er ſie mit geringerm Koſten=- aufwande gewinnen kann. - der Ausführung der, Ablöſung kommt es zuerſt dar: auf an:; Den Umfäng des Rechts, in dem es ausgeübt werden darf, genau feſtzuſtellen, denn davon bängt zunächſt die Große des Ertrags ab. Es muß derſelbe nach den allgemeinen geſetzlichen Beſtimmüngen, den beſondern beſtehenden Verträgen und Do- cumenten, ſo wie der bis8herigen Obſervanz genau ermittelt werden. Sobald die Schranken der Berechtigung feſtgeſtellt ſind, wird ſich die änzuſtellende Unterſuchung ferner darauf erſtrecken müſz: ſen, was ſie, innerhalb derſelben ausgeüht: 1) dem belaſteten Walde und deſſen Beſitzer koſtet= d, h. wäs dieſer mehr aus dem Walde entnehmen könnte, wenn die Berechtigung nicht vorhanden wäre. 2) Was der Berechtigte durch ſeine Gerechtſame für einen Ertrag bezieht. ZU 1, Der Verluſt, welchen eine auf dem Walde laſtende Grundgerechtigkeit dem Beſiter deſſelben zuziehet, kann a) unmittelbar, b) mitielbar ſeyn.: Unmittelbar iſt er, in ſofern die Berechtigten Gegenſtände benutzen, welche der Waldbeſitzer ebenfalls mit Vortheil beziehen könnte, z. B. Bauholz, Klafterholz, Maſt u. dal. m. Es wird - ein ſeltner Fall ſeyn, wo der Waldbeſiter dieſe Dinge höher be- nußen könnte, als ein Berechtigter, und da die Billigkeit, wie Gerechtigkeit, nothwendig bedingt, daß, wenn der Waldbeſitzer die Aufgabe einer Grundgerechtigkeit, die auf dem Walde laſtet, verlangt, er ven Berechtigten für den dadurch bezogenen Nuten voll entſchädigt, ſo wird ſehr ſelten mit Gewinn von Seiten des Forſteigenthümers, um des unmittelbaren Verluſtes willen, auf Servitutablöſung angetragen werden können. Wohl aber wird bey Dingen, die der. Waldbeſitzer weniger gut benüßen kann, als der Berechtigte, der unmittelbare Verluſt des erſtern oft kleiner ſeyn, als der Gewinn des leztern, und in ſofern daher der Be- 071.0 N | ( ver Ouredht huigen dt ger dat hieß dann| ſtadt, 2 fallenden€ freudes O Beige| eändert 1 perlangen leidet, I dem Forſie ſehr beina fung ein do fan! loſung zu hicpt unmit) pm nui u Derecht Buldbeſiger hahe uml ve vel 1 (wih micht 9 leid voll 4 Winn Jas, | 32 €(ſteten d 0 Font 098 engen ebenen 44) fim Ommc4 Ofelhey, | Im eing j bie Tubh M hezor Om faut wida! Weben u 2) Nuby Os SENE ENER NGEN SEESEN FENN ZE epn 2 Tame ng 6. Abſchn. Forſtpotizeylehre. 473 (399) ſelben 19 4 rechtigte» die Abfindung ſeiner Gerechtſame verlangte, ſo wird es I der Gerechtigkeit gemäß ſeyn, daß derſelbe nicht nach dem bis- beſteht pin herigen davon bezogenen Gewinne, ſondern nach dem dem Walde ÜnStechte 1 beſitzer daraus erwachſenden Vortheile abgefunden würde, wie N vortfeihe. dieß dann auch die preußiſche Gemeinheitstheilungs-Ordnung vor- des Forum ſchreibt. Dieß' beruht auf dem ſehr einfachen und in die Augen wald NEE fallenden Grundſate: daß, wenn jemandem ein Recht auf ein nder Pran fremdes Grundſtück eingeräumt iſt, er nicht zum Schaden des iGo& Beſitzers deſſelben die Art ſeiner Augsübung oder Benutung ab- iW jn geändert verlangen känn, ſondern nur allenfalls eine Aenderung VON"00 verlangen mag, wenn der belaſtete Grundbeſißer nicht darunter en: und Git leidet, Der mittelbare Verluſt, welchen eine Örundgerechtigkeit he mehr hip dem Forſteigenthümer verurſacht, kann mancherley Art, und oft da den Iich ſehr beträchtlich ſeyn. Gewöhnlich beſteht er in der Verhinde- im Werthe jz) rung einer vortheilhafteren Benüßungsart des Waldgrundes; Ingerm Sf doch kann er aber auch darin liegen, daß das Servitut Veran- laſſung zur Beſchädigung des Waldes wird, went dieſe gleich es zuerſt hn nicht unmittelbar in demſelben liegt, daß es zu vielen Aufſichts- koſten nöthigt, daß die Waldcultur koſtbärer wird u. ſf. w. Dä t Werden ky der Berechtigte in der Regel keinen Gewinn von dem, dem Me Größ Waldbeſitzer mittelbar verurſachten, Verluſte hat, ſv wird bey: inen gefl nahe(immer die Abfindung der Srundgerechtigfeit zwermäßig, ven 0 wo dieſer beträchtlich iſt. Sie iſt in dieſem Falle gewöhnlich M auch nicht ſchwierig, da dann der Waldbeſiter den Berechtigten END: lei I entſchädigen kann, indem er dabey dennoch) einen Gee winn hat.: Zu 2. Sobald der Antrag zur. Ablöſung der auf dett Wal: de laſtenden Grundgerechtigkeit von dem Waldbeſitzer ausgeht, ) ſo kommt es immer darauf an, den Berechtigten für die bisher toſiet=d,h bezogene Nutung ſo zu entſchädigen, daß er von dem dafür zu nte, wenn H gebenden Aequivalente denſelben Ertrag erhält, als früher von ſeiner Gerechtſame, Dieß bedingt eine Würdigung des Ertrags ame für im derſelben, Um eine Ueberſicht des Verfahrens /dabey zu geben/ müſſen Balde loſe) wir die Nutungen, welche gewöhnlich von Berechtigten aus dem m Walde bezogen werden, im Einzelnen betrachten. ellt ſind, wir erſtreden mü: I. Holzungsgerechtſame, 1) Brennholz. Der Berechtigte kann entweder a) ſeinen gan- 1 Gegenfänt zen Bedarf, over b) nur dasjenige fordern, was die Grundge- vtheil bezieht! rechtigkeit, in ihren geſetzlichen Schranken äuLgeübt, abwerfen m Gm kann. Im erſtern Falle muß feſtgeſeßt werden; wieviel dieſer nge höher Bedarf beträgt und-als ſolcher verlangt werden kann; im zwey- uligfert, ten, wieviel der Wald, ſeinem rechtlichen Zuſtande gemäß, erge: - Waldbeſipt ben, zum ganzen Bedarf des Berechtigten beytragen kann, vder Walde laſt bigsher erfahrungsmäßig beygetragen hat. In beiden Fällen iſt jenen uh entweder ein Forſtgrundſiuc zu beſtimmen, weiches eben ſo viel » Seiten 8 Brennholz geben kann, als bisher die Berecht ame, dder ein Ein: willen, kommen, für welches eine gleiche Menge, als dieſe bisher gab, er» ( aber wi? kauft werden kann, um als Entſchädigung dem Berechtigten ges "fat geben zu werden, "oft 10 2) Nuvholz, Nur ſolche Nußhölzer können überhaupt abge: aher vn 174 Forſtwirthſchaft, (400) löſt werden, welche der Berechtigte mit Sicherheit' auch nach der Ablöſung noch erhalten kann, in ſofern ſie ihm unent. behrlich ſind. Die zwe>kmäßigſte Ablöſung geſchieht durch ein Grundſtück, welches eine ſolche Nettorente giebt, daß das bisher durch die Grundgerechtigkeit bezogene Nutzholz entweder dafür angekauft, oder auf andere Weiſe erſept werden kann. Ein ſolches abzugeben, worauf er ſich dieſelben ſelbſt erziehen könnte, iſt gewöhnlich unausführbar, weil das Nubholz nur der kleinſte Theil der Holzerzeugung iſt, und daher auch viel Brennholz zu- gleich mit erzogen werden muß. IT: DENTEN Tam I0D Gräſereygereh:- tigkeit, Sie. bezwe>en die Ernährung des Weideviehes in der Jah- res8zeit, wo es Futter im Freyen findet. Die Frage dabey iſt: wie viel Vieh kann in dem belaſteten Walde entweder die ganze Weidezeit hindurch, oder während einer beſtimmten Zeit davon ernährt werden?-- Dieß wird ermittelt: entweder durch Feſt- ſtellung der Zahl der Tage, welche bisher erfahrungsmäßig eine beſtimmte Menge von Vieh im belaſteten Walde ernährt worden iſt?-- oder durch eine Bonitirung der Weidefläche, welche das Vieh fortwährend betreiben darf, hinſichts ihrer Ernährungsfä- EIE um danach feſtſezen zu können, wie viel Vieh eine be- immte Zeit hindurd) auf ihr ernährt werden kann, Jn beiden Fällen muß zur Entſchädigung des Berechtigten eine A>er-, Wie- ſen:, oder von Holze entblößte Weidefläche gegeben werden, daß dieſelbe Futtermenge mit einem gleichen Koſtenaufwande zu ihrer Erzeugung und Benutzung, als bisher, darauf gewonnen werden FOUDE In gleicher Art erfolgt die Ablöſung einer Gräſere»gerech- igkeit.! III. Streugerechtſame, Sie geben das Recht, im Walde Laub, Moos und andere Düngungsmaterialien ſammeln zu dürfen, um ſie zur Düngung des Akers verwenden zu können. Es entſtehen dabey die Fra- gen: a) wie viel liefert davon der Wald?-- b) welchen Dün«- gungswerth haben ſie? Um die erſte Frage zu beantworten, kann man, nachdem feſt- geſetzt worden. iſt, von wie viel Fläche, und von welcher die Streu geſammelt werden darf„unterſuchen, wie viel dieſelbe ge- ben kann. Gewöhnlich wird jedoch alles das, was möglicherweiſe davon geſammelt werden könnte, weder. wirklich gewonnen, noch auch bedurft, und man wird dadurch ein um ſo unſichereres Re- ſultat erhalten, als ſich überdem nur ſehr ungewiß beſtimmen läßt, welche Streumenge ein Wald, deſſen Holzbeſtände ſich fortwährend ändern, nachhaltig geben kann, Sicherer wird es in den mehrſten Fällen ſeyn, zu ermitteln: wie viel Zuſchuß an Düngungsmaterial die Berechtigten bedürfen, und deßhalb aus dem belaſteten Walde zu entnehmen befugt ſind, um ihren Acker, dem vorhandenen Viehſtande gemäß, in voller Cultur zu erhal- ten. Sobald der Wald dieß geben kann, ſo läßt ſich auch da- nach die den Berechtigten gebührende Streumenge am ſicherſten beſtimmen. eber| ww ſe nt und! Zuwen a die Ef gedüngt, d nicht zu 3 de erzeugt Gondwirth, en: aber im Abrede Birtbſchoff den würde ohne die 7 wüſten 000 dial geiäumd] dany dem€! loidh einent 6 Alen Hetouis iet werte vm dem wf vas wit(14 beſſer, als! ſwirte or! M0 | Za many [hie Ning Out-] Yalde h(] ober ere | ſtattet wog (ungöus ſt fommt 4 AINET! tur) dig Yeß wf 9) irh Y das geo zu füttern] | | ewig 1! | |. Jh „des, 197 | viöhalb das' NW, heit auß 1 e Ihm vont, jeht durd i' daß das hihe entweder bi en kann,(4 erziehen fönny, hur der Foinp Bremnhlz ih : es in der 3 rage daber| jeder die 64) en Zeit din er dur 3% 1gämäßig 1% nährt woh €, welche l Ernährungs ( Vieh eine m. Tu bein 1e Ader, Die 1 Werden, daß pande zu ihret onnen werden Pröſerepgerd: 008 und and! zur Dünzin dabey die ft „welchen Zir „ nachdem ji! on welder iel Dieſelbe de möglichen" ewonnen, 10 nfichereres 3 viß beſann; [beſtände 1? herer wn el Zuſcern, 3. B. das Buchen- und Eichenlaub beſſer, als das von Hainbuchen. und Birken. Im Durch- ſchnitte werden 3 Pfund Laub einem Pfunde Stroh gleich ge- achtet. Hat man entweder die Menge des Düngmaterials= mit Rüſicht auf ſeine Güte-- feſtgeſehbt, welche der Berechtigte bisher aus dem Walde bezogen hatz oder ermittelt, wie viel ihm aus dem Walde zu entnehmen gez ſiattet werden muß, um ſeinen Acker in dem nöthigen Dün- gungszuſtande erhalten zu können: ſv kommt es dann darauf an, ihm die Mittel, eben ſo viel Dünger auf andere Weiſe*zu gewinnen, anzuweiſen, um da- dur) das Streuſervitut abzufinden. Dieß kann geſchehen: a) durch Wieſen, welche den Berechtigten in den Stand ſehen, das gewonnene Stroh einzuſtreuen und ſein Vieh reichlich zu füttern, um mehr Dünger zu gewinnen z;. b) durch A>er, um Futterbau darauf zu treiben, Stallfütte- rung einzuführen und eine reichliche Winterfütterung zu er- halten. Es verſteht ſich jedoch davey,/wohl von ſelbſt, daß nur ſolcher A>er dabey zu benutzen„iſt,- der ſo reichlichen Ertrag giebt, daß'auf ihm mehr Düngmittel zu gewinnen ſind, als er zur Erhaltung der eignen Fruchtbarkeit zurück erhalten muß. Die Würdigung der Ertragsfähigkeit des abzutretenden Grundes, nach, dieſer Anſicht, iſt Gegenſtand der Oekonomie; weßhalb das darüber zu Sagende guch hier übergangen wird. VI. 26 176"Forſiwirthſchaft, (402): IV. Gerehtſame, welche eine unmittelbare Geld- rentegeben. Das Harzſcharren, Theerſchwelen, Aſchebrennen und ſelbſt die Moſigerechtigkeit, laſſen gewvöhnlic) eine Geldrente ermitteln, welche bisher durchſchnittsmäßig dadurch vom Berechtigten bezo» gen wurde. Die Abfindung derſelben kann deßhalb auch ſehr einfach dadurch bewirkt werden, daß demſelben ein Grundſtück von dem belaſteten Walde abgetreten wird, wovon er, ſey es durch landwirthſchaftliche oder forſtliche Benutzung, ein gleich großes Nettoeinkommen beziehen kann, als er bisher aus ſeiner Grundgerechtigkeit bezog. Ob zwar in dem Geſagten ſchon theilweis von der Art der Entſchädigung für die Aufgabe einer Grund- gerechtigkeit, die Rede war, ſo wird es doch nöthig ſeyn, deßhalb noch einige allgemeine Grundſäte aufzuſtellen, - Sobald der Waldbeſitzer die Aufgabe einer Grundgerechtig: keit verlangt, muß er auch dem Berechtigten eine Entſchädigung Dafür gewähren, welche dieſem daſſelbe NReineinkontmen nachhal: tig ſichert, welches er bisher aus jener bezog oder beziehen Fonnte. Ein Mehreres iſt derſelbe jedoch auch nicht zu verlangen befugt, da nicht vorausgeſetzt werden kann, daß ihm durch die Verleihung des Rechts mehr hat eingeräumt werden ſollen z; auch Muß er geſtatten, daß bey Veranſchlagung des Wertbes des ihm abzutretenden Grundſiücks die landübliche, ihm mögliche, Nu- bunggart zum Grunde gelegt wird, wobey daſſelbe am beſten rentirt, oder daß er mit Capital oder Geldrente entſchädigt wird, im Fall er glauben ſollte, das Grundſtück nicht der Veranſchla» gung gemäß nuten zu können, Die dieſer zu Grunde gelegte Benutzunggart kann jedoch nur eine ſolche ſeyn, welche der Berechtigte anzuwenden vermag, Auch muß dadurch dem bigher durch die Grundgerechtigkeit be- friedigten Bedürfniſſe eben ſo gut als früher genützt werden, eben ſo. wie alle Aufopferungen, die der Berechtigte wegen einex da- durc nothwendig werdenden Aenderung der bisherigen Wirth- ſchaftsweiſe machen muß, vergütet werden müſſen. Das Nähere Über Ablöſung der Waldſervituten in folgenden Schriften: Ueber Befreiung der Wälder von Servituten 2c.,- von Pfeil, Züllichau bey Darnmann, und Anleitung zur Ablöſung der Waldſervitute von D. W, Pfeil, Berlin 1828 bey Böe, Waldgeſchäfte im Monat Juny, Holzeinſchlag. Nur Spalthölzer werden noch in dieſem Monate gearbeitet, welche ſchnell und vollſtändig austroc>nen; als: Stab- und Böttcherhölzer, Schindeln, Schachtel- und Scheffel- hölzer, Wo tro&nes Holz in den Durchforſtungen eingeſchlagen werden muß, und bigher die Zeit dazu mangelte, können die Holze ſchläger damit beſchäftigt werden, da außerdem alle Schonungen (8 [1 erde S1 „jedoch„0 Gul des Dodlhn De NN Dim(M CG Erlan higen 0) 0% ſhwenbl angetret 090 zu werten werden, Mul überle, Ol der 50)009 (47:0 um) 73, 368% dun) die 161 Wnededen; FD! [Auen Nao wi LE: ae NNZ Deſſen M0 EL SAEND I 10007 20 [000 Game: - Juſfun Wei VAE eite, ED Ao, [Cg ln, Ih ſhloſen 14% Auch;" Oie 149 NWorfen val [oi maß Bh Verechtigten by dephalb auch fp (Bunpb ls en ein Orindſtig Wovon Wr, ſd; 8 von derh; einer Gry) doch nöthiz| ſtellen, Grundgerd 1e Entſchädiig fommen nad 09 oder beziy ht zu verl! 98 Ibm durd! den ſollen; al erthes des il mögliche,?!! ſelbe"am beſ ntſcholz kann ruhig bleiben müſſen, und kein grünes Holz, len Verderbens deſſelben gehauen werden kann. jedoch fortwährend gerodet werden. Cultur. Der Ulmenſame reift und wird geſammelt, went der Boden wund, genug iſt, auch nöthigenfalls- gleich ausgeſäet. Die Pflanzkämpe müſſen vom Gräſe gereiniaet werden. Tritt Düxre ein, ſo ſind die friſch eingeſeßten. Pflanzen anzugießen. In Erlenbrükhern, wo das Waſſer erſt jet abfließt, müſſen dieje- nigen Pflanzen, welche der Froſt gehoben hat, oder die bey aufge- ſchwemmtem Boden umgebogen ſind und ſich niedergelegt haben, angetreten werden. Wo das Gras den Schonungen verderblich zu werden droht, muß es vorſichtig ausgeſchnitten oder gerupft werden. Auch ſind die Unkräuter, deren Same die Schonungen Überfliegen and dadurch ſchädlich werden könnte, wo möglicd) vor der Reife deſſelben abzuſchneiden und zu vertilgen. Forſtſchut. Die Käferraupen, Phalaena Bomhyx pini, und Ph. Noctua piniperda, freſſen jebt am ſtärkſten und ſind durch die Menge und Größe ihres Kotbes ſelbſt einzeln leicht zu enide>en; wo ſie in. Menge vorhanden ſind, zeigen ſich jeht die Raupengräben am wirkſamſten. Die Gragholer, Erdbeerenſucher, Kühler und. Hirten nehmen die Aufmerkſamkeit des Forſtmannes vorzüglich in Anſpruch.- Bey heftigen Gewitterregen ſind im Gee- birge die Wege nachzuſehen, um ausgewaſchene Stellen ſogleich beſſern zu können, bevor das Uebel größer wird. Verwachſene Abzugsgräben werden jetzt am zwemäßigſten geräumt, ſobald ein niedriger Waſſerſtand es erlaubt, da die Gewächſe noch keiz nen Samen gebracht haben, und abgeſchnitten leicht eingehen. Wo Waldfeuer zu fürchten ſind, entſtehen ſie in dieſem Monate am häufigſten. Die Wieſengrenzen ſind zu revidiren, um das Ue- bermäben zu verhüten, .„Forſibenutung. Die Holzabfuhre wird wo möglich in dieſem Monate beendigt, bevor die Erndte beginnt. Wo Zettel zum Suchen der Waldbeeren ausgegeben werden, geſchieht es jebt. Auch gewährt dieſer Monat Zeit zu allen Nechnungsars beiten, vorzüglich zur Anfertigung der Verkaufsliſten des Nutz Holzes, Reviſion und Aufzählen der Beſtände und dgl. Die Con:racte über Benutzung der im Herbſte mit Getreide zu be- ſäenden, ſpäter zum Holzanbau beſtimmten Flecke können gee ſchloſſen werden. Wo eine Aufnahme des im künfrigen Jahre einzuſchlagenden Holzes erfolgen muß, geſchieht dieſe am paſe ſendſten in dieſem Nieonate. Eben ſo können die Culturanſchläge eniworfen werden, da man das Gerathen der Holzſamen wenig» ſtens muthmaßlich ſchon überſehen kann, Jagdgeſchäfte im Monat Juny; . Rehböe, Spießer, und bey ſtarkem Wildſtande auch Schmalz thiere, werden auf Beſtellung geſchoſſen. Junge Haſen nur für herrſchaftliche Küchen, auf gut beſetzter Jagd. Gegen Ende des Monats beginnt die Jagd der jungen Enten. Die Vertilgung des Raubzeugs wird fortgeſeht. Die im Herbſte abzuführenden 26. 477 : SEHEN 3 478 Forſtwirthſc SEES EDE ufer, 27257 20m 2 lte (1) Deiſs ID Cie zus| 07 X |(wnrt4 ! imi 1, Sebemig ſhmugs Halt/ Epp Cy wal l NU NE ft |+ NN(urs 1 1) Lon dähd "or dihg Wroper 43! "W[98 ms y 1" M,"38 W Ww 361 M wee im Jury, veralten zu| alde herne -, Dam: 10) ' Forſtwirthſen ſpäter im Wuchſe und erreichen nur eine geringe Größe 3; manche gedeihen gut im dichten Schluſſe, und es erhält ſich von ihnen eine große Stammzahl 3 andere vereinzeln ſich dagegen, und ihr lichter Stand vermindert den Ertrag, Je ra- ſcher eine Holzgattung wächſt, je mehr ſie im Wuchſe aushält, je größer und holzreicher die Bäume im Verhältniß ihrer Ent: fernung von einander werden, deſto mehr Holz läßt ein Wald erwarten. Dazu kommt aber noch eine Eigenſchaft, die nicht unbeachtet bleiben darf. Wenn ſchon. das, was wir vollen Schluß der Beſtände nennen, überhaupt nur beziehungsweiſe auf die Holzgattung, von der die Rede iſt, gebraucht werden kann, um dadurch eine gewiſſe verlangte normale Stammzahl zu bee zeichnen, da 3, B, ein 100jähriger Fichtenort immer eine größere eadtet Sd! umg aer umb Erg pal de M bevor" hal) ſe M baba(400 größere DIE «(ider DHE! werbe, 010 genen auf oe Fyn un fonerieog IDs ſind, | VIE ganze Datt! de gange NN Buds 380 Rs auf Weh wald unz fe mert ig 40 4 Don ff! und Che) wh 5 EH diej| DZ "4 gehen)"ar Vaumbs ſellen, 7 7. Abſchn.. Forſibenußung, 181 (391) Ingen des Bah Stammzahl hat, als ein gleich alter Kieferbeſtand, ſo finden wir Hümer des Pl auch noch bey der einen Holzgattung dieſe relative Vollfommens d eines Bald: heit viel ſeltner, als bey der andern. Die Kiefer kann unläugs 4 bar auf der beſten Bodenclaſſe bey 120 Jahren 64 Klaftern Abs ſondern auß H) (>| 'y) triebgertrag auf den preuß. Morgen geben, die Fichte auf ver- hältnißmäßig gleich gutem Boden bis 120 Klaftern, die Buche urch ein ande 52 Klaftern, Die Fälle, wo die Buche und Fichte verhältniß» + Wegen Welch mäßig hohe Erträge, die ſich dem höchſten BOPE ACHEN ſind ; aber unendlich viel häufiger, als wo man von der Kiefer einen 1 die Cimhn Ertrag erhält, der dem möglichſt hohen gleich oder nahe käme, weil dieſe Holzgattung weit ſeltner den vollen Schluß behält, ſten iſt; den ſie in einzelnen Fällen zu erhalten fähig iſt. Bevor wir verſuchen, ein Verhältniß des Maſſenertrags der verſchiedenen Hölzer nachzuweiſen, müſſen wir aber ausdrücklich Ubung des(Db ! bevorworten, daß auch. die beſte Holzgattung ſchlecht wird, ſo- erfüllen, vj 0 bald ſie auf unpaſſendem Standorte ſteht. Wenn daher die Rede , iſt untmiglh davon iſt, welche Holzgattung den Vorzug verdient, weil ſie eine So geben) größere Maſſe giebt, ſo kann dieß immer nur unter der ausdrück: maſſe zu erhw lichen Bedingung gelten, daß die, welche mit einander verglichen ie Nebennußt werden, auch auf dem Standorte, für welchen die Erörterung früh, als mh vorgenommen wird, ganz gleich gut wachſen. Die Kiefer giebt elhölzer find auf tro&nem Sandboden unläugbar mehr Holz, als die Tanne, aber auch 11! Fichte und Lerche, wenn ihr auch dieſe Holzgattungen im Maſe in zu betradhis TUE nach ihrer eigenthümlichen Beſchaffenheit überlegen 'de nur| hy nd. 164 1 Bey dem Ertrage der Hochwaldungen kann in Bezug auf rn Gewinn 1 ganze Wälder nur von den Holzgattungen die Rede ſeyn, wele berücſichtige: he ganze Beſtände bilden, nicht von den eingeſprengten, deren deßhalb ſchm) Wuchs im Einzelnen nur angedeutet werden kann. Wenn wir für jede derſelben einen Standort vorausſeßen, auf welchem ſie volles Gedeihen findet, ſo würden für den Hoch- wald ungefähr folgende Verhältnißzahlen des Maſſenertrags, den fie erwarten laſſen, angenommen und wenigſtens als annähernd betrachtet werden können: aber unbeacht! [yſt durch eine veichend überttt: , T je Fichte new Dalde d Tanne u 2-00 | erckausſ lag einen ſehr raſchen Wuchs baben, als ht werde! fan Baumholz entweder darin zeitig nachlaſſen, oder ſich bald licht amal 0 ſtellen. Dieß gilt von ſämmtlichen weichen Holzgattungen, als mer eine gw 132 Forſtwirthſchaft. (392)|„Pr : Weiden, Pappeln, Linden, Erlen, ſelbſt auch wohl von den Bir:| ANGE ken, vermuthungsweiſe wohl auch von den Ahornen. Diejeni-| Wt 8 gen Laubhölzer, welche im Wuchſe aushalten, müſſen,-ſobald ſie| AME J geſchloſſen bleiben, nothwendig als Hochwald eine größere Holz=| m pi j maſſe erzeugen, wie als Niederwald, weil bey dem jedesmaligen| hw+ 4 Abtriebe des leßtern eine ſo ſtarke Störung der Lebensthätigkeit vm m ' der Pflanze erfolgt, indem ſie aller zur Holzerzeugung. ſo we-| vl I 5 ſentlich mitwirkenden Theile beraubt wird, einen großen Kraft:| mE | aufwand zur Herſtellung neuer Knospen, Zweige und Blätter ſep, 11. nöthig hat, daß ein abgeholzter Schlag wohl das nächſte Tahr| ſd nicht ſo viel Holz erzeugen kann, als wenn er ſtehen geblie- ide; IM ben wäre. Dagegen kommt wieder zur Beachtung, daß es viel| im 17D ſchwieriger iſt, zumal in langem Umtriebe, die Hohwälder voll| bis zu DE producirend zu erhalten, als dieß/bey dem Niederwalde der Fall und dane iſt. Ein 200jähriger Eichenhochwald wird ſehr ſelten noch gez: ſchloſſen genug, um die volle Production zu geben, getroffen werden; bey Eichen- Niederwäldern von 16jährigem Umtriebe iſt es nicht ſchwer, ſtets den vollen Beſtand zu erhalten oder ber- zuſtellen. Iſt daher in der Theorie der höbere Ertrag der har- | ten Laubhölzer für den Hochwaldbetrieb anzuſetzen, ſo wird doch| häufig im Niederwalde in der Praxis eben- ſo viel oder mehr| Holz gewonnen, wenn gleich von geringerer Beſchaffenheit; wo-| von nur die Hölzer eine Ausnahme machen, die in der Jugend| inen langſam wachſenden Ausſchlag haben, wie Buche und Ulme.| Eine Schwierigkeit, den Ertrag des Niederwaldes genau zu be-| ſtimmen, liegt auch noch darin, daß bey ihm noch viel weniger| reine Beſtände vorkommen, als im Hochwalde, und doch die| Holzmaſſe ſehr von dem Miſchungsverhältniſſe der Holzgattun- gen abhängt.;| Als Verhältnißzahlen des Ertrags des Niederwaldes, bey gleich gutem Boden, wie oben bey dem Hochwalde angenommen,| werden vielleicht folgende als annähernd anzunehmen ſeyn: Buche und Hainbuche, gemiſcht 0,25, Eiche“.: N.; 0,44, Weide und Pappel 2< 0,75, Haſel..+.+ 0,37, SUL SERIES J2s 0,62, SZirke j 0,40 S> 3 5 wenn man den für die Holzerzeugung vortheilhafteſten Umtrieb wählt, Bey der großen Verſchiedenheit, die dabey aber der Bo- den herbeyführt, ſind dieſe Zahlen nur ſo weit für den praktii- ſchen Gebrauch geeignet, daß man daraus erſehen kann, daß da,| wo Buchenhochwald mit Erfolg gezogen werden kann, der Nie- derwald gewiß weniger Holzmaſſe giebt, bey der Eiche dieß nicht| 2 ſo der Fall iſt, die weichen Hölzer ſich im Niederwalde eher vor-“2 WM theilbafter ſtellen. M Ueber den Ertrag des Mittelwaldes iſt noch weniger etwas 2.8 ä mit Beſtimmtheit zu ſagen, als Über den des Niederwaldes, da LB. nur allein die Erfahrung, nicht Theorien und darauf gegründete ji m 50 Berechnungen darüber entſcheiden können. Es mangeln uns re- polu 8 gelmäßig bewirthſchaftete Mittelwälder noch zu ſehr, um die Er-; fahrungen über den möglichen Ertrag dieſer Betriebsart hinrei Ea denen R CC SS SRE REES NR SER SIESPERENSWASSIEY 981: 1521 WSS 1PCH WEMAUE MORINHORUGEEN BENN EP UDREE WD WIEENEITE 198 PEEIINREN aeöfen H t fig vor Augen hat, daß einzelne gutwüchſige Bäume, ohne be- n jein M merkbaren Nachtheil für das darunter und umberſtehende Bu- ebenſichtslos empfohlen werden kann. ann, Ds DAG IE| BE "1, der dis 2) Wir müſſen ſolche Wälder unterſcheiden: ausſchlag, noch natürliche Beſamung von ſelbſt erhalten können, ſondern die nach dem jedesmatligen Nbtriebe immer wieder von neuem mit demſelben Aufwande an- gelegt werden müſſen, ſo wird dadurch das Einkommen, welches man von dem damit angebauten Forſtgrunde hezieht, ganz oder doch größtentheils abſorbirt werden, wenn man die Zinſen des Anlagecapitals mit in Rechnung bringt. Bey einem gleichen Bruttoertrage, ſtellt ſich das Einkommen davon viel niedriger, als wenn man die vielleicht von ſelbſt und ohne Koſten anfliegende Kiefer gewählt hätte. Es iſt deßhalh nöthig, daß man jeder beab- ſichtigten Forſteinrichtung zugleich eine Ueberſicht der wahrſchein- lichen Koſten des Anbaues und der Unterhaltung des Waldes m wr " ven 9) 0 ats ier 108 Beſges 9! aus ſher 10% NELE detwaldes 00) delt, 10901008 Beidepieh 10) wos ihm 196 ſame Ir gn Gelbſt v1900) auf! 14! far Gel! wald al] Mmh fivg(Natl iſte dE AEN 08:0 gefährdet, JM ind Gw(Ds ſpiter vue hm WIE den Daf)! niht 148 (erfolten| Ww fung voleib CUE DU zu|, M8 MONE 9 1 bis zum 364% | ucionölcMig Weltbeſte Wenn er 97 Anh HEN In Fen fan, is as Wird nw lf aus Ps 7. Abſchn, Forſtbenutzung. 137 (397) ſelben Hh: beyfügt, um zu erſehen, wie weit dadurch das Reineinkommen Ae bj daraus vermindert werden kann.; von Nuhhy 5) Manche Holzgattungen und Betriebsarten gewähren hin- ſichts ihrer Augsdauer und Erhaltung eine ſo große Sicherheit des her doppelty Beſißes, daß beynahe keine andere Bodenerzeugung ein ſo durch- y aus ſicheres Einkommen verſpricht, als die des Waldes. So dte brian kann nur eine abſichtliche und mühſame Zerſtörung eines Nies: aet derwaldes deſſen Ertrag gefährden. Wird derſelbe richtig behan- ürfeh, delt, regelmäßig und zur rechten Zeit abgeholzt, gegen Wild und Weidevieh geſchübt, ſo giebt es beynahe in der Natur nichts, ef M was ihm gefährlich werden könnte, ſobald nicht eine gewalt= 7 ND ſame Aenderung der Productionsfähigkeit des Bodens erfolgt. es Dady Selbſt vorübergehende Beſchädigungen durch Froſt, Hagelſchlag, m geſenlihe Mäuſe und dgl. vermindern die Holzerzeugung darin, bey gro= einuehet mt: ßer Seltenheit der Erſcheinung, nicht auffallend. Der Mittel- Wetter zu he wald gleicht ihm darin, Schon weniger iſt der Beſitz und Er- jiervon ſhy trag jedes Hochwalds geſichert. Jede Verjüngung der Beſtände und wire iſt eine Kriſis, welche den vollkommenen Zuſtand deſſelben, nach eutungen fü den günſtigen oder ungünſtigen Verhältniſſen, mehr oder weniger Kebennuh gefährdet. Dürre und Froſt können ſehr verderblich werden, Duft I| und Schneebruch nachtheitige Folgen haben z; und iſt das Holz hoh ini ſpäter ausgewachſen, ſv treten oft wieder Sturm und andere Ge- venn wirt fahren ein, Es ſoll damit nicht die. Behauptung aufgeſtellt wer- Waldbeſizg den, daß es einer regelmäßigen und- gut geleiteten Wirthſchaft höhere odu nicht möglich ſey, einen Hochwald immer in gutem Zuſtande zu xt ſich auch erhalten, ſondern es iſt nur bemerkbar zu machen, daß die Erhal- or die Holz: fung voller Hochwaldbeſtände weit unſicherer iſt, weit mehr Auf- deultur dy opferungen erfordert, als dieß bey der Niederwaldwirthſchaft der Üchte über: Fall iſt. Dieß liegt ſchön darin, daß eine, z. B. im 20. Jahre, einer Aut: durc) irgend einen Zufäll im Hochwaldbeſtande entſtehende Lücke 1, muß mon bis zum Abtriebe deſſelben, alſo vielleicht 100 Jahre lang, pro- geſtaltenden ductionslos bleibt, wogegen ein lückenhaft gewordner Nieder2 erwartende waldbeſtand immer wieder voll in Beſtand gebracht werden kann, die daraus wenn er abgetrieben wird, wird dazu„Unter allen Hölzern geben die Nadelhölzer den unſicherſien Berechnung Beſitz, indem ihnen die Naturereigniſſe, über die der Menſch nicht Herr iſt,'am nachtheiligſten werden, ihnen auch Beſchädi- nes Dalde gungen viel verderblicher ſind als dem Laubholze, das ſich, in vie- 4.065 dil len Fällen, beſchädigt, durch neue Ausſchläge wieder herſtellen 7 300 kann. Feuer, Sturm, Schnee und Duftbruch, Inſecten, Wild, 015508 alles wird ihnen am verderblichſten; wozu noch kommt, daß ſie 16 071 bloß aus dem Samen erzogen werden können, alſo auch die nzt, dt 4 Gefahren, die bey der Verjüngung des Hochwaldes eintreten, IN nicht zu vermeiden ſind. Es liegt jedoch nicht außer der Macht EE des Menſchen, durch eine zwe>mäßig geführte Waldwirthſchaft ifwand m auch dieſem Nachtheile wenigſtens ſo weit zu begegnen, daß die ey, wl H Uebel, die ſie treffen, nicht mehr ſo beachtungswerth bleiben, um „ han 3 ſie von dem Anbau des Nadelholzes ganz abhalten zu können. Zinſen ds Sie ſind vorzüglich den großen geſchloſſenen Waldmaſſen und in feier menſchenleeren Gegenden gefährlich; weit weniger den kleinern [ niedrigen Gehölzen und ſtark bevölkerten Diſtricten, wo ſie oft alle Be- anfliegen deutung verlieren. In den erſtern wird es wünſchenswerth ſeyn, 1 jeder bet: wenn die Wälder bloß aus Nadelholz beſtehen, das Laudholz, wahrſcelt ſchon um der größern Sicherheit ſeiner Erhaltung willen, möge des Dalds 188 Forſiwirthſchaft. (395) lichſt zu begünſtigen; wo dagegen dieß letztere herrſchend vorkommt und die Nadelholzbeſtände unbeträchtlich ſind, oder einzeln zer= ſtreut liegen, iſt die Gefahr ihrer Beſchädigung zu gering, um ein Bewegungsgrund zu ſeyn, es nicht ziehen zu wollen, 6) Daß eine bald eingehende Nugung mehr werth iſt, als eine erſt in ſpäter Zukunft zu erwartende, wird auch ſelbſt für den, der keine ſpecielle Zinſenberechnung anlegen kann oder will, keines Beweiſes vedürfen. Dieß bedingt, daß man zur vorthbeil- haſteſten Benutzung die Holzbeſtände nicht älter werden läßt, als daß fie, von dem Zeitpuncte an, wo ſie überhaupt als benutzbar anzunehmen ſind, durch einen höhern Ertrag im höbern Alter, den Zinſenverluſt deen, den man dadurd) erleidet, daß man ſie nicht in dem Alter benutzte, wo dieß wegen Abſatz und Servituten möglich wurde. Man vergleicht dazu'den Erlös, den man aus einem Zz. B. 50jährigen Kieferorte nehmen würde, mit den Zinſen für 10 Jahre, die man zurechnet, mit dem Erlöſe, den ex 60jährig erwarten läßt. Iſt das Kapital, welches der 50jährige Ort mit zugeſchlagenen Zinſen giebt, größer, als das des Exlöſes aus dem 60jährigen, ſo iſt der Einſchlag des erſtern auch vortheilhafter. Durch die fortgeſetzte Vergleichung des Ertrags jedes Alters des Holzes, mit Berückſichtigung der Culturkoſten, Rebennutungen, Durchforſtungen, wird man das höchſte Geldeinkommen bey jedem ermitteln können. Ob ſich der Waldbeſizber dabey einfache oder Doppelzinſen rechnen will, indem er bey letztern von den Zinſen des Stammka- pitals immer wieder Zinſen rechnet und zum Stammkapital ſchlägt, oder bey erſtern nur die einfachen Zinſen zurechnet, muß ihm Überlaſſen bleiven. Der Wirklichkeit gemäß müſſen Zinſes= zinſen gerechnet werden, weil niemand Sinſen erhebt, um ſie todt liegen zu laſſen, ſondern ſie entweder“»erzehrt, oder. zu einem neuen Kapital bildet, oder ſie werbend in ſeinem Geſchäfte an: legt, was gleich iſt. Im erſtern Falle, wo er ſie zu ſeinem Un- terhalte bedarf, muß er anderes Geld an die Stelle der fehlen- den Zinſen borgen, und dieß gleichfalls verzinſen 3; im andern bil- den ſogleich die erhobenen Zinſen ein neues werbendes Kapital, ſo daß mit vellem Rechte nur die Zinſeszinsrechnung als richtig anerkannt werden kann. Man hat mit Unrecht behaupten wollen, daß bey einer ſchon eingerichteten Waldwirthſchaft, welche bey einem hohen Umtriebe die dadurch zu erhaltende höhere Bodenrente ſchon jetzt giebt, die Zinsberechnung gar nicht zur Sprache kommen könnte, weil der höhere Ertrag ſchpyn gegenwärtig einging, ſie vielmehr nur für neu anzulegende Wälder Anwendung finden könne. Wenn . B. eiw 120jähriger Buchenhochwald durch die beſſere und größere Holzerzeugung jährlich 2 Thlr. pr. Morgen brächte, die nachhaltig zu erwarten wären, ein Buchniederwald im 20jähri- hbolz heizt in der Regel beſſer, als das Netsholz, der Kern beſer, als der Splint 3; bey einigen Holzgattungen, wie 3. B, bey der Fichte, wo die Aeſte dichtere Holzlagen haben, als der Stamm, iſt auch deren Hizkzkraft größer. Schon daraus wird ſich ergeben, daß es ſehr ſchwer iſt, ein feſtes Verhältniß der Brenngüte der verſchiedenen Holzgattungen anzugeben. Noch weit weniger wird dieß aber deßhalb möglich, weil dieſe durch die ſehr verſchiedenen Forderungen bedingt wird, die man nach der Verſchiedenheit des Gebrauches an das Brenn- holz macht.: In vielen Fällen, 3. B. bey dem Ziegelbrennen, Kalkbrennen, Baen u. ſ. w.,'verlangt man ein ſtark loderndes Flammenfeuer und eine ſehr raſche Entwickelung einer großen Hie. In andern eine lang anhaltende gleichmäßige Wärme, wie bey der Stuben: heizung. In andern wieder ein langſam brennendes, mit einem- male nicht zu viel Hiße entwi>elndes Feuer. Abermals ändert ſieh) die Güte des Brennholzes, wenn man Kohlen daraus brennt, Die ſehr harzreichen Nadelhölzer verlieren dadurc beträchtlich im Verhältniß dex Brenngüte, die ſie als Feurungsholz batten. Die Verſuche, welche angeſtellt worden ſind, um die Brenn- güte der Hölzer im Verhältniß gegen einander zu beſtimmen, fanden nicht in der Anwendung auf ven techniſchen Gebrauc) Statt, für den ſie beſtimmt ſind, ſondern mittelſt verſchiedener UApparate, welche die Summe der entwickelten Wärme und allen: falls die Art des Verbrennens im Allgemeinen angaben. Wären ſie daber auch genauer angeſtellt worden, als dieß bis jeht noch ver Fall geweſen iſt, ſo würden ſie doch imtner nod) kein zuver: läſſiges Reſultat hinſichts des techniſchen Gebrauchswerthes der verſchiedenen Holzgattungen in verſchiedenem Zuſtande gegeben haben. Es iſt deßhalb auch der Vorſchlag ganz unpraktiſch, den Preis der Hölzer nach der durc ſie ermittelten Hibkraft feſtzu- jezen. Abgeſehen davon, daß dazu ein Monopol gehörte, um die Käufer zu einem Preiſe zwingen zu wollen, der nac) ihren Anſichten und Erfahrungen nicht im richtigen Verhältniſſe mit dem Gebrauchswerthe des Holzes ſieht, iſt auch das Reſultat | | | (0S her att) mi nictige 8] „(hent, E. hen Heit 14 nieſen vo wa. 4 umge I' der Birka es wit jch na (ide zu Ehe Verbal (6 Fh: vi EE: Cidn wil er 10S" uch 75; Wehen de VII: i L 1,8 7. Abſchn. Forſibenußung. 191 IN i SEE UIT der praktiſchen Beobachtungen bey der Verwendung des Holzes weit richtiger, als das Reſultat jener Unterſuchungen, Ein Zie- 4. gelbrenner, der aus jahrelangen Erfahrungen weiß, mit wel- jenen ver: mehrt, da im grünen oder naſſen Holze enthaltene Feuchtigkeit ſehr viel entwickelte Wärme abſorbirt. 1 2) Dauer. Wir müſſen dieſe unterſcheiden: a) ganz im Trocknen, b) im Waſſer, c) in abwechfelnder Feuchtigkeit und Trockenheit. a) Vorausgeſebt, daß ein Holz ganz getroc>net iſt, oder in ei- ner Lage iſt, daß es vollends-austroc>nen kann, dauert jedes ganz im TSroFnen ſebr lange, ſobald es nicht vom Wurme zerſtört wird. Alles junge Holz, ſo wie der Splint, iſt dem Wurmfras- ße weit mehr auggeſeßt, als das alte; vorzüglich iſt das alte harzreiche Nadelholz dagegen viel ſicherer, als das junge poröſe, Dem Wurmfraße unterworfen ſind vorzüglich: Haynbuchen, Ey- len, Birken, junge Nadelhölzer, der Splint des Eichenholzes, « ſchon weniger Buchen und Ahorn, Weit weniger angegriffen werden Eichen: Kernholz, harziges Nadelholz, Aspen, Ulmen. -- Mittel, die Dauer im Trocknen zu vermehren, ſind das Ueber- ſtreichen mit Oelfarben, die das Eindringen der Holzwürmer ab» NE ve Umbüllen mit Lehm, das Räuchern und Einweichen in Holzeſſig. 5) Da im Waſſer der Zutritt der Luft abgehalten wird, ſo kann auch, wenn es das Holz fortwährend bede>t, kein eigent: licher Fäulnißproceß eintreten. Es werden jedoch mehrere Höl: er, wie Weiden und Linden, in ihm nach und nach, wenn auch NE zerſtört, indem die Holzfaſer ihre Feſtigkeit und ihren Zus ſammenhang verliert. Dagegen ſind Eichen, Erlen, Kiefern, Lers t, beynade unzerſtörbar, vorzüglich die beiden erſten Holzgattungen. Vorkehrungen zur Vermehrung der Dauer bedarf es daher bei ihnen nicht; man kann ſogar das Holz zu jeder Jahreszeit friſ gehauen in das Waſſer bringen, da dieß die Säfte auslaugt, und ſo ihre Fäulniß verhindert. c) Die Zerſtörung des der freyen Luft und folglich abwech» ſelnder Feuchtigkeit und TroFenbeit auggeſetten Holzes wird durch die Feuchtigkeit und ihr Eindringen bewirkt, oder dadurch, daß das Holz in einer Lage iſt, worin die darin enthaltenen Säfte nicht vollkommen verdunſten können und in Fäulniß Über- geben. Je mehr das Eindringen der Feuchtigkeit möglich iſt, je häufiger und anhaltender das Holz demſelben ausgeſetzt iſt, deſto ſchneller: verdirbt es. Holz, deſſen Poren ganz dicht mit Harz angefüllt ſind, ſo daß keine Feuchtigkeit eindringen kann, ſolches mit ſehr dichten engen Holzlagen, muß dauerhafter ſeyn, als porös gewachſenes. Manche Hölzer ſcheinen aber auch der Fäul- niß widerſtehende Stoffe in ſich zu haben und darum dauerbaft zu ſeyn. Unter die dauerhaften Hölzer unter dieſem Verhältniſſe xechnet man vorzüglich: Eichen, Ulmen, olte harzreiche Nadel- Hölzer, beſonders Kiefer und Lerche, Die Mittel, die Dauer zu vermehren, beruhen auf den oben angeführten Bemerkungen. Vollſtändiges Austro>nen iſt vor- züglich wichtig. Man empfiehlt dazu das Abwelken. des Holzes auf dem Stamme, wo das ſtehende Holz grün und in der Saftzeit geſchält wird, und ſo vertro>net, wodurc das Holz ſehr große Feſtigkeit erhält. Eben ſo iſt das Darren und Räu« « fp Dir SCS SHEER ANNE BEWER IE EN WOELEE ERN migen in 61! „gj "DT nimm? nell ve 0918 fate, NOM | fol 1100 fun? be/H gg 54 iir Mot leicht 340: ſehr WH Huli (00) 7. NN, 2. und erhiny his Aebi ht wie 3 08) derbiege Ax dodurd 196% au Da8 AAGID Gann am WEN lich mur 686 11h put, Zug gehen,| ün JGamne, Shy Wimmel [tie Dinu/ yr „eu WOB| Wo ==<"eregmupezung= "==> G>==. == >= “, von wo die Wurzeln aus- Säfte auöl) gehen, ſpalten am ſchlechteſten, bey einem ſonſt glattwüchſigen Stamme, auch die Aeſte weniger gut, als der Stamm. Maſern, folglich ahn) Wimmern, grüne„und abgeſtorbene Aeſte verhindern vorzüglich m Holes 1? die Benutzung der Hölzer zu Spaltwaaren,; (+, oder NA- Gutſpaltig ſind die Eiche, Erle und Nadelhölzer, Mittel- ein onthalit! MR die Buche, der Ahorn, die Eſche, Linde, Aspe, "7 Miß Iv irie,; S; ä Wen" Schlechtſpaltig die Ulme, Hainbuche, die Schwarzpappel. H 4) Die Elaſticität, | A a“ Man verſteht darunter die Eigenſchaft, wenn das Holz, bey js ems dem Nachlaſſen einer daſſelbe biegenden Kraft, wieder ſeine vo» 9 vel rige Lage annimmt. Es wird dieſelbe für mehrere Maſchinen» x aum hölzer, für Balken in Häuſern, vorzüglich bey Böden, welche u);. HE ſehr belaſtet werden, verlangt, wobey jedoch zugleich auch eine ſem 3 7w große Feſtigkeit, ſo daß es nicht leicht zerbricht, verlangt werden arzreid) muß. Die auggezeichneteſte Elaſticität beſizt das Eibenholz(Ta- ett xus baccata)z; junge Hainbuchen, Maßholder und junge Eichen en au ijy haben ſie in einem geringern Grade 3; wogegen ſie alten Eichen 102 6 ſehr mangelt, die deßhalb nicht gut zu Balken und Sparren ge- (ten 4 a" braucht werden können, weil ſie ſich leicht krumm ziehen. Von rün 0„ alten Hölzern ſchätt man in dieſer Hinſicht vorzüglich: die Uls gu" men, Fichten, Kiefern, Lerchen, Tannen, Eſchen und Aspen. 194 Forſiwirthſchaft. 5) Die Zähigkeit.;. . Man nennt ein Holz zäh, wenn die Theile deſſelben fich merklich durch äußere Gewalt verſchieben laſſen, ohne ihren Zue ſammenhang zu verlieren, oder wenn ſich das Holz biegen läßt, obne zu zerbrechen, im Gegenſatz der Sprödigkeit, Hölzer der: ſelben Gattung mit dichten Holzlagen ſind zäher, als ſolche, die porvos gewachſen ſind. Jm Herbſte iſt das Holz zäher, als in der Saftzeit; am ſprödeſten iſt es bey Froſt, wo die Holzfaſern zuſammengezogen ſind; ſo wie man die Zähigkeit durch Erwär- mung und Ausdehnung der Holzfaſern ausnehmend vermebren kann; weßbalb man auch Hölzer, die ſehr gebogen werden, 3. B2 die Scheffelränder, vorher bäbet. Eben ſo kann man dieſe Eigen- ſchaft erböhen, wenn man das Holz welk werden laßtz wogeaen die gänzliche Trockenheit ſie vermindert und vftmals ganz auf: hebt. Bey ſchwachen Hölzern kommt ſie vorzüglich bey der Ver- wendung zu Weiden, Korbruthen und Korbſpänen, Reifſtöcen, Zaunreißig u. dgl. zur Sprache, bey ſtärkern dann, wenn ſie zu feinen Spaltwaaren, als Schachtelbolz, Schefelränder, Müh- lenſpleißen u. ſ. w., verwandt werden, oder, wie bey Wagnex- holz, eine große Haltbarkeit haben müſſen. Schwache, ſebr zähe Hölzer geben die Weiden-, Birken:, Haſeln-, Fichtenäſte und junge Eichen: Kernſtämme. Won ſtärkern werden vorzüglich Ulmen, junge Eichen, Eſchen, Hornbaum, Weiden, Fichten, Birken, Aspen als zähe betrachtet, Im höhern Alter verlieren alle Hölz: zer an Zähigkeit, Sehr brüchig ſind Erlen: und Kiefernäſte. 6) Die Feſtigkeit. Sie wird beſtimmt durch die größere oder geringere Kraft, welche nöthig iſt, um ein Holz a) zu zerbrechen,? b) der Länge nach zu zerreißen, Nur die erſte Eigenſchaft kommt gewöhnlich bey der techni» ſchen Verwendung, 3. B. bey dem Gebrauche zu Axen, Trägern U. dgl., zur Sprache, Die Hölzer beſiten ſie ebenfalls in einem deſto höhern Grade, je enger und dichter die Holzlagen ſind, Buchen, Eſchen, Eichen, Ulmen gehören unter die feſteſten Höl- zer, die Nadelhölzer haben dieſe Eigenſchaft in einem weit gerin: gern Grade,'| | 7) Die Dichtigkeit. Man muß ſie theilen: a) in die abſolute, wobey die Holz» faſern ſehr dicht und enge zuſammengedrängt ſind, die ſich bey dem Laubholz durch das Gewicht des ganz tronen Holzes zu ertennen giebt, welches aber für das Nadelholz, wegen des Harz: gehalts, keinen Maßſtab abgiebt.! b) in die gleichmäßige, worunter die regelmäßige Aneinan- derfügung der Holzfaſern verſtanden wird, ſo daß nirgends ein Zwiſchenraum bemerkbar wird.' Die abſolute Dichtigkeit entſcheidet ſehr über die Brenngüte, denn je dichter die Holzfaſern verbunden ſind, deſto mebr findet man davon in einem gleichen Volumen von Holz, und deſto mehr Nahrung für das Feuer iſt darin vorhänden z; vorzüglich gilt dieß in Bezug auf die Kohlen, y pw Ni PALE; Win]"E bie G jellär nam aid[5 EN( zg 107: Zu| Zur Ms Beit. 1 Gie faſern din größen eG Ge vun MM ſelben, 13) 900) Gpenliaft 13 hung unter! FES ſinenbölen wu Jeb ie , den das Holzgewebe » obne ims ſeiner Gleichmäßigkeit und Annehmlichkeit dem Auge vol bj lh darbietet. et, Nn Es giebt Hölzer, welche beide Arten von Dichtigkeit in ei- B we nem gleich hohen Grade beſigen, wie die Eibe, wilde Birn- und 3 R ds Aepfelbäume, der Elsbeerbaum, der Hornbaum, Maßholder. pi de iim Dagegen haben nur eine abſolute Dichtigkeit die Eiche und hw durd Emir Buche. me WIM-.„„--„ en vnn Nur eine gleichmäßige, ohne abſolute, die Linde, Aspe und gen werd". 4| 7 man dim Weide. en laßt; wn 8) Die Härte. ftmals zun Sie wird bemeſſen nach dem Widerſtande, welchen die Holze glich bey vi'% faſern einem ſchneidenden Inſtrumente entgegenſetzen, und hängt anen, Riſſid größtentbeils von der abſoluten Dichtigkeit der Holzfaſern ab. ann, want Sie vermehrt ſich deßhalb auch durch das Zuſammenziehen der- ffelrände, 11 ſelben, ſey es durch Austrocnen oder Froſt. Borzüglich iſt Roeſe wie bey Dyy Eigenſchaft beachtungswerth bey Hölzern, welche einer Reiz wache, ſa bung unterworfen ſind; wie bey Mühlkämmen und andern Max tenäſte u ſchinenhölzern. Auch nehmen ſehr harte Hölzer gewöhnlich eine vorzüglich I gute Politur an. Man kann annehmen, daß die Härte der Hölz- Fichten, zer ſtets im Verhältniſſe mit der abſoluten Dichtigkeit der Hölz» verlieren alt) lagen ſteht. d fefernäſ 9) Das Schwinden des Holzes. Je lockerer die Holzlagen ſind, deſto mehr tro>net das Holz geringere& zuſammen;, umgekehrt deſto weniger. Altes dichtes Holz ſchwin? j det deßhalb viel weniger, als junges, üppig gewachſenes. Es iſt ; dieß nicht bloß bey dem Gebrauche des Holzes, ſondern ſelbſt bey der Formung deſſelben im Walde zu beachten, da Holz, wel: net. Die' 1 Axen, ys barten Hölzer ſchwinden am wenigſten, die weichen am mehrſten. enfalls in(0 Unter letztern zeichnen ſich vorzüglich Erlen und Linden durch Holzlagen 1! ſtarkes Schwinden aus, ſo daß man das Klafterholz davon 1m- die feſteſten mer um einige Zoll höher ſeen muß, als Eichen, Buchen und inem Weir ji Hornbaum, um gleiches Maaß davon zu behalten. 10) Das Werfen, Reißen. a) Das Werfen des Holzes entſteht durch ein ungleiches ZU- woben die" ſammenzieben der Holzfaſern bey dem Austro>nen. Sobald auf ind, die ſd! der einen Seite dieß ſtärker erfolgt, als auf der andern, ſo muß odnen Ho das Holz ſich natürlich werfen, oder auf der ſtärker getro>neten zu- wegen des I" ſammenziehen und krümmen. Es kann dieß durch die verſchiedene Einwirkung der. austro>nenden Kräfte, die ſtärker auf der einen mäßige 1 Stelle, als auf der andern iſt, erſezen, jedoch auch darin liegen/ daß die Dichtigkeit der Holzlagen in einem und demſelben Srü> Holz ungleich iſt, indem die dichtern langſamer austro>nen, als die lo>ern. So wirft ſich das Eichenholz ſehr leicht, weil der aß nirgens! % 058 Kern viel dichter iſt, als der Splint, das Lindenho!3z viel ſelt efiv deſen ner bey der gleichmäßigern Dichtigkeit der Holzlagen. Ein Über- ud all gleich erfolgendes Austro>nen, im Schatten und ohne Lufi- züglich gie zug, verhindert das Werfen. RSS SSI GRRR wwe Ala i4g 126- Forſtwirthſchaft, (406) b) Das Reißen erfolgt, wenn die äußern Holzlagen ſich rae ſcher zuſammenziehen, als die im Innern, ſo daß jene entweder nicht mehr hinreichen, dieſe ganz u bede>en, oder die Holzla« gen bey dieſem plötzlichen theilweiſen Zuſammenziehen ſich tren: nen. Es ſind folglich dieſelben Urſachen, welche es bewirken, wie bey dem Werfen des Holzes, und gleiche Mittel müſſen an- gewann werden, um es zu verhindern z; vorzüglich iſi ein zu nen zu vermeiden. Bon der Formung und der Verſilberung der Wald- producte, Das Brennholz. Einſchlag des Baumholzes. Soll das Sto>holz mit benutt werden, ſo wird das Holz am beſten ſtehend gerodet, da es das beſte Mittel iſt, das Wurzelholz aus der Erde zu bringen, indem keine der vielen vorgeſchlagenen Maſchinen zum YAusheben der Stöcke praktiſchen Werth hat. Wo dieß nicht eſchehen kann, bleibt vom Brennholze, denn bey den Nußholz2 Neinen würde man dadurch den beſten Theil des Stammes verlieren, 2 bis 3 Fuß ſtehen, was das Roden außerordentlich erleichtert. Ailes Holz muß mit der Säge gefällt und zerſchnitten werden. Die Arbeit gehet eben ſo. raſch; der Baum iſt beſtimm- ter auf eine genau bezeichnete Stelle zu werfen, Wenn bloß die Axt zum Kürzen des Holzes angewendet wird, kann man nach der Länge der Scheite und der Stärke der Bäume 10 bis 20 Procent der Klafterholzmaſſe verlieren, und erhält noch obendrein unanſehnlicheres Holz, Alles Klafterholz zum Verkaufe muß nach Holzgattung, Stärke und Beſchaffenbeit ſortirt werden, weil a) wenn der Käufer, welcher nicht Gelegenheit hat, das Hol vorher genau zu beſehen, nicht weiß, was er erhält, da Holz zu ungleichen Werth erhält, b) das geringere Holz keinen weiten Transport erträgt, o) die Käufer häufig nur eine beſtimmte Hvlzgattung und ein beſonderes Sortiment verlangen und gebrauchen können. Doh kann alles Holz von gleichem Gebrauchswerthe, als Hain- buchen, Buchen, Ahorn u. ſ. w., zuſammengelegt werden, Jn das Klobenholz kommt alles über 6 Zoll Durchmeſſer. Es wird ſo geſpalten, daß bey einer Stärke von 6 bis 8 Zoll zwey Scheite, von 3 bis 10 Zoll vier, und ſo mit zwey Zoll Stärke auch immer zwey Scheite mehr gemacht. werden. In die Knüppelklaftern gehört das Holz von 3 bis 6 Zoll Dicke 3 doch wird gewöhnlich auch das anvrüchige, mitunter auch wohl das ganz ünſpaltige, hineingelegt, Zum NReisholze rechnet man das unter 3 Zoll, Die Scheitlänge iſt örtlich; am bequemſten zum Feuerbolze 3 Fuß, zum Kohlholze 4 Fuß, ſo daß der Meilex mit 2 Schichten geſett werden kann. Je länger die Scheite ſind, deſto meby Zwiſchen» räume erhält man im Holze. Man kann rechnen, daß dieſelben für jede 6 Zoll Scheitlänge mehr in glattem und geradem Holze um 1 Procent, in Knüppel- und frummenz Holze um 12 bis 2 Procent beträchtlicher werden. Alles Holz muß 1waöglichſt gut und dicht geſeßt werden, denn nur dieß ſichert einen vortheile- haften Verkauf. Jede verſuchte Uebervortheilung der Käufer dur) ſchlechtes Maaß beſtraft ſich niht nur ſehr hart durch unver- | || | | oute) n(ul 0 lingert 3088 ber DEE Oele IEE nahen 197 Rühn 50 061), 1INCHIAITH ſhon 11092000 has Grän 8008-17 vl 1E | Nur vy I | ungen IGN JH+ nie und SK falen, aut) hoh OFEN Walt Dabu Ohe, A! BENNO 17 I NAOLEB 1 [Ivo 28 14 fMöH | NENE vie Yobp ffn Kr jeden JE; unit he) 8 ſheer 4M Wil(ies NE 77 tem IG: wi' Noth) WS Git: IE an DM jem, H nur Höf 901 7. Abſchn. Forſtbenutzung. 497 wh;;(407) "00 vw bältnißmäßig niedrige Preiſe, ſondern Käufer, die ſich der Diss oder 6- eretion der Fuhrleute und Schiffer überlaſſen müſſen, können auch nziehen 670 gar nicht davon kaufen, weil dieſen dann-unter dem Vorwande, ve wm nicht richtiges Maaß erhalten zu haben, ungeſtraft davon ents Nn wenden können. | MO Die Brennholzhauer werden häufig gleich bey dem Brenn? 030) ih 44 holzeinſchlage gebraucht, um das dabey vorfallende Nutholz zu ſortiren, wobey man ihnen einen Gewinn am Lohne zugeſtehet, um ſie zu mehr Aufmerkſamkeit und größerer Sorgfalt anzuſyor- | der J nen. Es iſt jedoch dann auch ſtrenge Beaufſichtigun nöthig, | damit nicht unbrauchbares und mehr Holz, als abzuſeßen iſt, zu Nußholz ausgewählt wird. Hinſichtlich des Aufſeßens des holzes, Gil Klafterholzes ſind noch folgende Regeln zu beachten: Die Stellen | dazu müſſen ſo gewählt werden, daß keine Beſchädigung dev am beſten ſeln!;| ol WE Pflanzen, weder dur das Stehenbleiben, noch die Abfuhren genen Milf der Klaftern, zu fürchten iſt, Man darf dieſe nicht an Bäume. , Wo tii anlehnen, da deren hervortretende Wurzeln kein richtiges Maaß ey den Nihhh Se auch die Klaftern, wenn der Wind ſchwache Bäume il des Gin iegt, leicht einfallen. Holz, was bald verdirbt, muß, wenn es 1 aufer) längere Zeit ſtehen bleiben foll, auf luftige Stellen außerhalb t und zern der Dikungen und dichter Beſchattung kommen 3; auch ſind ſolchem aum iſt ie. Holze Unterlagen, vorzüglich auf feuchtem, weichem und ſehr 258 Bent Ne reichem Boden zu geben. Jede einzelne Klafter, ſelbſt wo ſie in END 450 Reihen ſtehen, muß zwiſchen feſt eingeſchlagene Pfähle kom» 405 0 WW men, und wenn ſie über 5 Fuß hoch iſt, in der Mitte mit dazwiz ; noch IE ſchen liegenden Reiſern gehakt ſeyn, So viel als möglich iſt faufe muß; das Setzen von halben Klaftern zu vermeiden, weil ihnen ſchwe MWNben 4 yer ein genaues Maaß zu geben iſt, als ganzen, das Aufſeten DREI doppelte Fläche koſtet, die Controlle und Zählung erſchwert wird. t hat, div ſ Nur vey ſehr zerſtreut ſtehendem Holze=- wie bey den Durchfor» 8 er erhält) ſtungen= und ſtarken, ſchwer hoch zu hebenden Stöc>en, laſſen . v fich nicht immer vermeiden. Das Sto>holz wird ſtets mehr erträgt reit und- lang, als hoch geſetzt, weil ſonſt die Klaftern leicht ein» zattung un) fallen, auch ſchwerer gut und dicht zu ſetzen ſindz wobey ſich eauchen fön von ſelbſt verſteht, daß ſie deßhalb doch den richtigen Raumge- erthe, als I balt haben müſſen. Das ſogenannte Uebermaaß, d. h. die größere ogt werden,! Höhe, als die vorgeſchriebene, welches man geben muß, damit meſſer,(6m die zuſammengetroFneten Klaftern noch das richtige Maaß halten, oll zwey Gi iſt verſchieden a) nach der Holzgatiung, b) nach der Jahreszeit, 16 wo es geſchlagen wird, oc) nach der Länge der Zeit, die es ſteht, rfe aud Im; EE a d) ob es von der Steile verkauft wird, oder nochmals vorher au wird gewöhnt die Ablagen gerückt wird, Die gewöhnliche Regel beſtimmt zwar ganz unſw für jeden Fuß Höhe einen halben Zoll Uebermaaß 3 doch reicht man 8 unter 3 damit'bey ſehr ſchwindendem, im Sommer beſchlagenem, lange reerbole PREN nochmals zu verfahrendem, wenn es das volle Maaß Schichten 310 ehalten ſoll, nicht aus. Wenn auch nur einer dieſer Umſtände mehr Zwi eintritt, muß man ſchon Einen Zoll auf jeden Fuß Höbe rechnen z 0, das dip treten alle oder mehrere ein, können ſogar bis zwey Zoll nöthig v geraden werden. Bey den Sto&klaftern iſt die größte Aufmerkſamkeit ze um 1,0 nöthig, um Betrügereyen bey dem Seßen zu verhüten, die bey 4 uabglig Scheit- und Knüppeltlaftern leichter zU bemerken ſind, wenn 4 von vr man nur die Vorſicht nicht vergißt, ſie vorn und MU zu meſ- AUE) ſen. Bey den ſogenannten Schmatſiv>en, d. YD. ſolchen, die nur tief aus der Erde gehauen oder geſpalien=> abgeſchmaßt== 7. Abſhn, Forſtbenutzung. 199 dieß wen;| 2„4:57 34409) en und vn wenn inan ſicher ſeyn will, daß ſie gut erfolgt, die nicht immer t überdegu 7 mögli) iſt, daß die Controlle bey dem Kohlenverkaufe ſehr ſchwies (afiern war rig iſt, vorzüglich wo große Vorräthe davon gehalten werden, Ny indem ſie ſich ſehr einmeſſen, daß ſelbſt Feuersgefahr bey dem eechtung de 3- Aufſchütten iſt= überhaupt aber, daß der Forſiwirth ſo wenig ae pn, als möglich gewerbetreibend ſeyn muß, weil ibn„dieß zu ſehr ſehen, me außerkalb dem Walde beſchäftigt, und er immer im Nachtheile angew gegen den eigentlichen'Gewerbsmann ſeyn wird.: an Un Es können jedoch Fälle eintreten, wo auch die Verkohlung 6 leih fh m für eigne Rechnung rathſam und ſelbſt unvermeidlich wird, Vor» fahren vw züglich iſt dieß der Fall, wenn große Holzmaſſen, z. B. durch 1 und Zehn Unglücksfälle, zum Einſchlage kommen, welche weder aufbewahrt, ihn noh zu einem annehmlichen Preiſe verſilbert werden können, und natd uh man rechnen kann, die Kohlen ſpäter gut zu verkaufen, m Verduhn x Es fommt dann, wie auch bey dem Verkaufe von Kohlholze ür billige Ie) Überhaupt, zuerſt darauf an, zu ermitteln, was das Holz bey Dan fn der Berkohlung bringen wird, vorausgeſett, daß die Preiſe der m, Erl, Koblen erforſcht ſind, Dazu iſt nöthig: und bartiy), a) Die Menge der Kohlen, die man zu erhalten hoffen darf, ufo feſtzuſtellen,.; Urſache, zh b) die Koſten zu berechnen, die das Kohlen verurſachen wird, .. ZU a. Die Menge der Kohlen, welche man zu erwarten hat, „won iſt verſchieden nach der Beſchaffenheit des Holzes. Buchen giebt hy peeM mehr als Erlen z; von einer dicht geſetzten Scheitklafter vekommt SIMGEN) man mehr, als von einer, Knüppeltlafter; tro>nes Holz giebt (HER 3 mehr, als grünes. Auch entſcheiden Witterung, Geſchi>lichkeit des Köhlers und andere günſtige oder ungünſtige Verhältniſſe darüber. Doch wird ſich im großen Durchſchnitte annehmen laſez ſen, daß man bey einer gewöhnlichen Köhlerey und gut geſettem waldtro&nen Holze, von einer Klafter zu 108 Cubikf, Raum etwa;: vom Scheitholze 56 Cubikf, groben Knüppelholze 43 Cubikf. viſſen Zeit für das H) von eingeſhl er Verkauf chen, noch im en, Bloß(1 Werthloſizit ſtarken Sto>holze 35 Cubikf, yn ſolche VB: Koblen, im Korbe gemeſſen, erhalten wird, ' Zu b. Die Koblungskoſten ſind noch weit-mehr verſchieden, nh einen bt als die Ausbeute. Sie weichen ab nach der Menge des Holzes, ene Holz mit da bey großen Quantitäten, wo ber Köhler ſtets voll beſchäfs 0 Dändler m tigt ijt, wohlfeiler gekoblt wird, als bey kleinen. Nach dere nicht überſiht Hohe des Tagelohns und des Fuhrlohns. Je nachdem das Holz tige Dare(it dicht oder zerſtreut, auf der Ebene oder in Bergen ſteht, die Des zu machen">e, das Waſſer nahe oder weit ſind, die Stellen vorhanden oder d ſelbſt um mit Mühe neu anzufertigen ſind und andere Dinge mehr. Na- delholz fohlt auch raſcher und daber wohlfeiler, wie Laubholz z Scheitholz macht weniger Koſten, wie Stoc>kholz. Es muß daher eine ſpecielle Koſtenberechnung aller Arbeiten der Localität ge» mäß erfolgen, damit man dem Köhler einen gewiſſen Lohnſat mit Zert! für jede ausgebrachten 100 Cubitkf, Kohlen, und auch wobl eine / vielmehr 1 Centime von dem, was es mehr herausbringt, als die ihm zur denen, Priicht gemachte Normatausbeute, fettſeßen kann, welches die ) f 44 beſte Art der Verlohnung iſt. Gewöhnlich ſchwanken die Kobe A Ny lungsfoſten zwiſchen 10 und 14 gute Groſchen für 109 Cubitfuß NEE Kohlen. ficht verd; HSE EESE SSH PSIG S8 08 EOS PEI AR DERI IETE CLS EINEIN AE BEH ENE = IIS SS SSS EEEN 20 2 MEDIEN SIEDET 200 Forſtwirthſchaft, (410) Es iſt ſchon viel über die beſte Art der Verkohluyng geſtrit: ten worden, wovon- 1) die Verkohlung im verſchloſſenen Raume, 2) in liegenden Meilern, 3) in ſtehenden Meilern, und zwar a) von unten . b) von oben anzuſte>en, die bekannteſten ſind.: Am mehrſten iſt die Verkohlung im verſchloſſenen, Räume empfohlen, wozu beſondere Verkohlungsöfen erbaut werden müſ: ſen. Die Erfahrung bat jedoch gelehrt, daß dieſelbe nur dann Vortheil erwarten läßt, wenn man mit Sicherheit darauf reche« nen kann, die gewonnenen Holzſäfte abzuſeßen, was nur in der Nähe großer gewerbetreibender Städte zu erwarten iſt. Au« ßerdem verzehren die Koſten der Erbauung und Unterhaltung des Ofens, die Anfuyhre des Holzes, die theurer iſt, als der Trans2= port der auf der Stelle gewonnenen Kohlen, gewiß den zu hof- fenden Gewinn, wenn er ja hinreichen ſollte, ſie zu decken. Die Übrigen Methoden dürften hinſichts der verſchiedenen Augbeute nicht ſo abweichend ſeyn, daß es ſich bey einer nur vorübergehenden Kohlung der Mühe verlohnte, eine in der Ges gend nicht übliche einführen zu wollen, und es iſt mehr darauf % ſehen, daß der Köhler nach der landüblichen Weiſe gut und orgfältig kohlt, als daß man eine ungewöhnliche Methode ein«' zuführen anrathen ſollte. Bey der Beaufſichtigung der Köhlereyen kommen vorzüglich folgende Gegenſtände vor.. 1) Unweiſung der Steilen- Sie müſſen ſo gelegen ſeyn, daß nicht Feuersgefahr zu fürchten iſt, daß die Anfuhre und Abfuhre des Holzes ſo wenig Schaden als möglich thut, weßhalb man fie micht in Schonungen dulden kann, Der Köhler muß nicht aus Bequemlichkeit mehr Stellen benühen, als nöthig iſt, ſondern auf einer und derſelben ſo oft kohlen, als das Holz in der Nähe es erlaubt, 2) Anweiſung der De>e, Der Meiler wird mit Raſen, Laub, Moos oder grünen Zweigen bedeckt, damit dex Kohlen» ſtaub(Stübbe) nicht zwiſchen das Holz fällt und das Feuer er- ſti&t, Dieß muß dem Köhler an ſoichen Orten angewieſen wer» den, wo es feinen Schaden verurſacht. 3) Sicherung gegen Entwendung von Holz. Sobald der Köhler für eigne Nechnung koblt, iſt bey unredlichen Menſchen zu fürchten, daß ſie bey Gelegenheit. der Füllung des Meilers, auch wohl bey dem Setzen, Holz entwenden, da dieß im Meilex ſelbſt nicht gut entdeckt werden kann, Es ift deßhalb ſiete Auf» merkſamkeit auf das umherſtebende eingeſchlagene odex Stamm: holz nöthig, um eine etwaige Entwendung ſogleich zu entdecken, 4) Controle der Verkoblung: ſelbſt. Der Köhtker darf die Kohlung zu keiner Zeit verlaſſen, um die Meiler ſtets im Auge behalten und jedem entſtehenden Fehler gleich abheifen zu können. Selbſt des Nachts müſſen die brennenden Meilex fleißig revidirt werden, Die ſorgfältigſte Aufſicht bedürfen die friſch angezüne- deten, die, welche ſchon vurcen her- ausgebracht werden, doch aber auch ganz durchgekohlt ſeyn, was man leicht erkennt, da die, bey denen dieß der Fall nicht iſt, in das Bräunliche ſpielen und noh die Structur der Holzfaſern zeigen. Nur die Kohien in der Mitte des Meilers(am LQuandel) ſind im mer vom Feuer ſehr angegriffen und in kleine Stü>en zerbröelt. 59) Bey der Verladung der Kohlen, Bevor man die Kohlen verfährt, oder in die Magazine und Haufen bringt, muß man ſicher ſeyn, daß alles Feuer in ihnen gelöſcht iſt. Dazu gehört, daß" dex Meiler entweder im Innern ganz mit Kohlenſtaub aus- efüllt, ſo daß das Feuer erſti&t, längere Zeit geſtanden(gez fühlt) hat, oder daß die Kohlen ausgezogen 24 bis 48 Stunden auf der Meilerſtätte gelegen haben, damit man in ihnen zurü>- gebliebenes Feuer entde&en kann. Auch muß der Köhler dabey ſtets Waſſer haben, um dieß ſogleich löſchen zu können. 6) Hat der Kühler Pferde, mit denen er das Holz anfährt, ſo muß dieſen die nöthige Weide an Orten angewieſen werden, daß ſie keinen Schaden thun; es gut ſeyn wird, ihnen eine Glo&e anzuhängen, um auch des Nachts zu hören, wo ſie weiden, Bedarf er Birkenrinde oder Kiehn zum Anzünden, ſo iſt nöthig, ihm die erſte von gefällten Birken anzuweiſen, um das Schälen der ſtehenden zu verhüten 3;= den Kiehn kann ex ſich aus dem Kohlholze ausſpalten oder graben. Eben ſo müſſen ihm die HaſelſtvF&e oder ander Holz zu Fackeln angewieſen werden, wenn er deren bedarf, Das Techniſche des Kohlungsgeſchäfts Übergehen wir, da theils zur Erläuterung viel Kupfer nvthig wären, theils doch ohne ſinnliche Wahrnehmung Niemand ſelbſt dadurch kohlen lernen würde, Wir empfehlen, um es kennen zu lernen, folgende Schriften: Cramer Anleitung zum Forſiweſen. Braunichweig 1798. Anleitung zur Verkohlung des Holzes von of Uhr. Gießen 1820, Krünitz Encyklopädie, 43, Bd. Art, Kohle. Von dem Cinſchlage und Verkaufe des Land-, Waſſer-, und Schifſbauholzes. 1) Landbawholz, Die Eiche und die Nadelhölzer geben das mehrſte Landbauholz z doch erſetzt die Aspe häufig die Leß- tern ſehr gut, und auch Exlen, Birken, Linden müſſen in Er- mangelung derſelben, zum Augsbaue im Jnnern, weniger gern zu Balken und Sparren verwandt werden, Zu Säulen und Schwel- len taugen ſie nicht. Forſtwirthſchaft. (412) Es wird' das Holz nicht ausgearbeitet im Forſte verkauft, ſondern rund, zn Stü>en von paſſender Länge und Stärke. Nur wenn man es längere Zeit im Forſte aufbewahren muß, läßt man es bewaldrechten, d. h. dergeſtalt beſchlagen, daß vier, von einander gleichweit entfernte, zwey bis drey Zoll breite Rinden: ſtreifen ſtehen bleiben. Bevor der Brennholzeinſchlag beginnt, zeichnet man das zu Baubolz taugliche Holz aus, und beſtimmt, was und in welcher Art es davon ausgebalten werden ſoll. Entweder fällen es die Brennholzhauer zugleich mit und ſchneiden es aus, indem ſie den Brennbolzabgang aufarbeiten, oder man Überträgt dieß be- ſondern zuverläſſigen Männern. Man kann dabey rechnen, daß zwey Mann im Nadelbolze in 10 Arbeitsſtunden:- 60 bis 80 Lattſtangen a 20 bis 24 Fuß lang 2* bis 3 Zoll im Zopfe, 20 bis 24 Bohlſtämme 3 30 bis 36 Fuß lang 5 bis 7 zul=«= 16 bis 20 Stämme klein Bauholz 3 36 Fuß lang 7 bis 83.-=- 10 bis 15-- Mittelbaubßolz 3 36 bis 40 Fuß lang 8 bis 93,---=- 8 bis 10-- ſtarf Bauholz a 40 bis 45 Fuß lang 10 bis 12 3.-= 6 bis 8 Bretklöte„vA fällen und zöpfen können. Doch bleibt ſich dieß jedoch allerdings nicht gleich, je nachdem das Holz zerſtreut oder nahe ſteht, aſt» reich oder aſtrein iſt, die Arbeiter geübt ſind und gute Werkzeuge Haben oder nicht, Ueber dem Fällen einer Welle bringen zwey Mann oft einen halben bis dreyviertel Tag zu. Im Eichen- und harten Holze kann häufig nur balb oder zwey Drittheile ſv viel Holz gefällt werden.| -„zum Bewaldrechten im Nadelholze rechnet man täglich auf 1 Mann| ; 2 Stü> klein Bauholz,' 17 Stü> Mittelbauholz, 1 Stück ſtark Bauholz,| Zum vollkantigen Beſchlagen dagegen x Tag auf 1 Stück klein, h Tag auf 1 Stü& Mittel- und 13 Tag auf 1 Stü> ſtark Bau- ol Bas die Beſchaffenheit des Bauholzes betrifft, ſo bemerken wir darunter vorzüglich folgende Sortimenter:; - 1) Mühlwellen. a) Hammerwellen für Hüttenwerke, vor- züglich aus Eichen, ungern aus Buchen, Fichten, Tannen, von 36 bis 40 Fuß Länge und bis 42 Zoll Zopfſtärke. b) Waſſermühlwellen aus Eichen und Kiefern von verſchie: Denen Dimenſionen, von 13-- 20 Fuß Länge und 13-20 Zoll Zopfſtärke bis ſich der Größe der Hammerwellen nähernd. c) Windmühlwellen, am liebſten aus Kiefern, doch auch Eichen, Fichten und Tannen, 30 Fuß Länge, am Stammende 24 Zoll ins Quadrat beſchlagen,: Alle Wellen müſſen geſund ſeyn, ſchnurgerade gearbeitet wer: den können, wo möglich aſtrein ſeyn und die Markröhre in der Mitte haben. Nach ihrer Güte und Seltenbeit werden ſie ge- wöhnlich nicht nach ganz feſter Taxe verkauft, ſondern höher, als zu der des ſtärkſten Sortiments; weßhalb man auch nur dann vorhandene Wellen einſchlägt(ihre Seltenheit voraugge: ſetzt), wenn ſie verlangt werden, und ſie bis dabin ſtehen läßt, wenigſtens aber achtkantig beſchlagen auf 3 Unterlagen und un- ter einem Wetterdache von ſchlechten- Bretern aufbewahrt, bis 3) ZI mühlen(16 zuweilen I? | vn ht | werden 1) aus Bu 1091 4 ZE lan) m"]: felt, uE weißen, dil 14 a)(lh!/ 04 Quarichwilt 7 TEEN vm, dais! vechnet(uttth Ne IE b) Gauß: belholz; Il ſe tann oH den, Im 4 zu velb: M 4 ) Ig bem ungen bj fe zu 811 Biff 17 Dieſe des 156) ſe a vu Meilhefteſi 3 e) Lely ! vim Ky f) J9S Oje von T! M(8 als 19) 5 V84 Wi bis Sie es eingehe“ Wing Who wurden du; | Ferſt verh nd Gtirh, 3u hren muß, jh nN, daß vier m Il breite inh hnet ENEN 8 und in wilßy eder füllen j" 8 aus, ihn Iberträgt Wik, bey AN n". 33 Zoll(m 30) 7 300== bis 83,-- bis 93,-= (8 123,- I jedoch alley nabe ſteht.) ) gute Weih [le bringen M nur baby nan täglich! f 1 Gtüd Ih tüd ſtart Du ft, ſo betnalt ttenwerte, , Qannen, m von verl! 1" 18-2030 ern, doc m Stam gearbeitet! arfröhre 1 werden ſe) ſondern 1)! man au!" Heit Dorau in ſtehen rlagen um ufbewahrt,"" 7. Abſe bey dem Windmühlenbäu, der Suhl oder Hauptträger, Halsbo& und Mahlvo> müſſen eine Stärke aben, um 24 Zoll ins Quadrat gearbeitet werden zu können. Nan nimmt ſie gewöhnlich aus Cichen oder Kiefern, 3) Die Trog: und Klobßhölzer in Walk-, Loh- und Oel- mühlen ſind die ſtärkſten Nuvhölzer, welche verlangt werden; zuweilen 40 bis 48 Zoll ins Quadrat beſchlagen, doch verhält= nißmäßig voii geringer Länge: Wo ſie noch vorhanden ſind, werden ſie oft ſehr gui bezahlt 3; gewöhnlid aus Eichen, ſeltner aus Buchen genommen. S; 4) Die gewöhnlichen Bauhölzer haben im Walde in Deutſchs land ſehr verſchiedene Namen, die häufig in jeder Provinz wechs ſeln, und wir begnügen uns daher, die Beſchaffenheit nachzus weiſen, die das Holz bey der verſchiedenen Verwendung hat.- a) Schwellholz; Am beſten Eichen, muß gerade zu den Querſchwellen wo möglich ſo lang ſeyn, als die Tiefe des Gea bäudes, zu den Längeſchwellen ſo paſſend eingetheilt werden könsz nen, daß die Ueberplattungen unter die Säulen treffen. Man rechnet bey gemauerten Fundamenten die Schwelle nur 5 Zolk di>, 9 bis 12 Zoll breit,; b) Saul: und Niegelholz, aus Eichen:, Ulmen- oder Na2 delholz. Da.daſſeibe in nicht ſehr lange Stöcke zerſchnitten wird, ſo kann dazu auct werden. Das Rad einer oberſchlächtigen Sägemühle hat 9 Fuß Durch- meſſer, und bedarf 6 Cubikfuß Waſſer in der Secunde; woraus ſich leicht wird beurtheilen laſſen, ob eine Gelegenheit zur Ans legung einer ſolchen vorhanden iſt. Man theilt die Bretwaaren ein in Bohlen, Breter und Lat- ten; denn das Pfoſten- oder das geſchnittene Säulholz muß mehr zum Bauholze gerechnet werden. Bohlen gehen mit der ' Die von 2 Zoll anz; Breter ſind von 13 bis! Zoll di>, und war Spundbreter von 13 bis 13“, Tiſchlerbreter von 3 bis 1“, erſchlagbreter, Kiſtenbreter, Ziegelbreter 2 bis 3 Zoll. Von den Latten ſind die Zaunlatten 4 bis 5 Zoll breit, 2 3. dic; Ziegels latten 3 Zoll breit, 13 3. di>; Strohlatten 2 Zoll breit, 12 3. di>; Spalierlatten 13 Zoll breit, 1 Zoll di>, Zu den Bohlen Werden ſtets die ſtärtſten Klöße ausgewählt, in denen ein Aſt, gewundenes Holz oder ein anderer kleiner Fehler weniger ſcha- Det, als in Bretern. Zu Spund- und Tiſchlerbretern nimmt man die ſchönſten und reinſten Stammenden, am liebſien zwi- ſchen 16 und 20 Zoll Zopfſtärke, Yuch Kiſtenbreter erfordern lattes, nicht gewundenes Holz, was jedoch etwas ſchwächer eyn kann. Die ſchlechteſten Klöße werden zu den Berſchlagbre: tern genommen. Das Holz kann zwar ſchwach ſeyn, von 10 bis 12? Zoll Zopfſtärke, muß jedoch, wenn die Latten haltbar ſeyn ſollen, nicht bloß ganz frey von Aeſten, ſondern darf auch durchaus nicht gewunden ſeyn.; Wo Sägemübhlen vorhanden ſind, kann man ſie entweder in Adminiſtration nehmen oder verpachten.: 4 „„Adminiſtration iſt nur dann zu empfehlen, wenn die Mühle größtentheils beſchäftigt iſt, Schnittwaaren für die eigne Con ! [0 WE überſ 119 h) Der Dj | turm! | Flein 98 | olß NIH | m 1) | c) ZM einer gen CER (7710. 1 Ni IEN (eten MQ! e) mn Beau Gat ſen H) Gul. Kt) | mn | deen 9 | 8) Ws Fn NEE KIOUP 7 | WB! [ebenfalls JD& vin Giße Sul Ne 1901 Weiche vie derſelhe 058 teln bejah Neher Sn [haf 3 ds eſtmmt(EE verun DiE m H alen 8 Ir uy aben auſchrte I, (pr"DB AI(s Q dahurd HE 7. Abſchn. Forſtbenutung, 205 land Und 3 8)(415) M fumtion zu liefern; ſonſt die Verpachtung unbedingt vorzuziehen. ic des Rie Man ſett den Lohnmüller in der Regel unter folgenden Bedin» gungen an:« 5 EE| a) Daß er als Gehalt etwas Gewiſſes für jeden Schnitt'er« hält, wofür er alle Arbeiten des Aufbringens und Schneis en iſt, amn, | Auf. den Ein On füh dens verrichten muß. Die Größe des Satzes richtet ſich nach WW(33 Amih der Beſchäftigung, welche die Mühle hat, die man dazu I Danderhit überſchlagen muß. SE 14 GtOfere Oli hb) Der Müller muß, wie in einer Mahlmühle, alle Reparas den in der Thy ANW! turen des gehenden Werkes übernehmenz auch was er an SEEN WENN En Kleinigkeiten ſonſt herzuſtellen vermag 3 erhält jedoch das ME wol dazu: Sägen und Schmiedearveit beſtreitet der Ei: 9 enthümer. ren Slühm ec)"Des Müller darf kein Holz ſchneiden, was ihm nicht durch ſtärfent Ehn) einen Anweiſezettel übergeben iſt, gleichviel, ob es dem Eis nnen"u Sh genthümer der Müble oder einem Fremden gehört. gemühlen in d) Es darf kein Klotz irgend einer Art zerſchlagen werden, | bevor er nicht von dem Reviſor abgenommen iſt; und der , um die Gin Müller wird verpflichtet, alles geſchnittene Holz noch unz ens 400 034 getrennt von der Mühle abzubringen.. wo die hie e) In wiefern dem Müller dann, nachdem die geſchnittenen , wird diet: Waaren in die Rechnung getragen ſind, der Verkauf gegen übe und Ks Ge überlaſſen werden ſoll, hängt von den Verhältniſz der Anlagyw en ab.; 58 niht M f) Soll dem Müller zugleich die Anfuhre der Klötze überlaſ: ſen werden, ſo muß dafür ein Lohnſat-, nach den verſchie: t 9 Fuß Du denen Entfernungen, feſtgeſetzt ſeyn.: eunde 3 won 8) Alles dem Müiler überwieſene Holz, ſo wie alles nachher enheit zur? geſchnittene, muß auf verſchiedene Art mit dem Hammer vor» geſchlagen ſeyn, um ihn controlliren zur können.| Breter und Bey der Verpachtung der Mühle richtet ſich das Pachtgeld Säulholz m ebenfalls nah der Beſchäftigung der Mühle und den verſchiede 1 gehen mi) nen Säen des Schneidegeldes, Zoll die, w Die Unterhaltung des gehenden Werks wird dem Pachter in x von aW gleicher Art, wie dem Lohnmüller, zur Pflicht gemacht; es muß Zoll, Yo derſelbe aber auch Sägen und Schmiedeärbeit aus eignen Mits 3, die; m teln bezahlen, ol We Ueber diejenigen Hölzer, welche der Pachter für die Herre Zu den pe ſchaft zu ſchneiden hat, müſſen nicht bloß die Lohnſätze genau denen beſtimmt ſeyn, ſondern auch der Ablieferungstermin, von Uebers er wenigen weiſung der Klöße an. ebretern um m liebſten 0 Breter erfus (was ſan m Verſchlag" Wo Mangel an Abſatz iſt, wird dem Müller in der Regel zur Vflicht gemacht, daß er eine beſtimmte Anzahl Klöße nach er Taxe nehmen muß. Auf der andern Seite muß man aber auc< demſelben ſolche zuſichern, wenn er fürchten kann, ſonſt Mage) nicht hinreichende Beſchäftigung für die Mühle zu haben, Faul ) Jepn» galt fallende, Klöße müſſen vergütet werden. u a Der Pachttermin geht am beſten von Martini an, damit ein ndern dn abgehender Müller noch Zeit hat, ſeine angekauften Klöße ab= wehr] zuſchneiden, der neu anziehende gleich Holz zum Schneiden an- ſie eniw kaufen kann..; . ih Kein Sägemüller darf Sägeſpäne in das Waſſer werfen, weil eu vt“ dadurch die Fiſcherey ruinirt wird. ' Die; y 206 Forſtwirthſchaft. (416) Bey Beaufſichtigung der Bretſchnitter, welche aus der Hand ſchneiden, kommt es vorzüglich auf folgende Gegenſtände an: a) Daß dieſelben die Bretklötze nicht ſtärker beſchlagen, als ſo, daß eine ebene Fläche von 6 Zoll Breite entſteht, um nicht Unnöthig an Breite der Breter zu verlieren, wodurch frei- lich den Schnittern die Arbeit ſehr erleichtert wird, und was ſie deßhalb gewöhnlich verſuchen.; b) Daß die Schwarte einen vollen Zoll ſtark angeſchnitten wird, da man, wenn ſie ſchwächer iſt, an jeder Seite ſonſt nur ein ſchlechtes Nändbret erhält; die Arbeiter aber allerdings einen leichten Schnitt mehr gewinnen;. c) Fehlerbaft geſchnittene Breter, von ungleicher Die, flüge| lig oder windſchief, werden nicht bezahlt.-: 'd) Hat der Klotz einen Sprung im Stamme(Waldriß), ſo darf dieſer nie quer durchſchnitten werden, ſelbſt wenn der Kloß dann auf die hobe Seite zu ſchneiden iſt, e) Bemerken die Schnitter an den Sägeſpänen eine faule Stelle im Innern des Kloßes, ſo dürfen ſie ohne Anweiſung des Forſtbedienten nicht weiter ſchneiden, und erhalten, obne deßhalb angefragt zu haben, nur die'bis dahin erweislic gemachten Schnitte bezahlt. . Bey Bretklößern von Nadelholz und einer Zopfſtärke von 14 bis 16 Zoll verdienen die Schnitter gegen 8 bis 10 Gar, in 10 Arbeitsſtunden, vorausgeſetzt, daß das Holz an eine Stelle DERE iſt, wenn man ihnen für jede zwey Fuß im Schnitte vezahit: ii;; En wi für 25086 Breter 22 Pfennig, RE BRN EIE R R BE -- 2zöllige Bohlen 5= 3=-- 6 dn e;- 4--- 8--; In Eichen tiüß das Doppelte gezahlt werden z in Aspen wohl ein Drittheil mehr, als im Nadelholze. Für Latten wird bey 18 bis 24 Fuß Länge im Nadetholze für jede 2 Fuß Länge pro Scho> 4 Gar. gezahlt, um gleichen Lohn zu gewähren, ſo daß alſo ein Scho> 20füßiger Latten 1 Thlr, 16 gr., 24füßiger 2 Thlr. koſtet, ſobald Ziegel- oder Strohlatten geſchnitten wer- den; Zaunlatten ſind um die Hälfte koſtbarer, Spalierlatten ges gen ein Drittheil wohlfeiler: Doch muß bemerkt werden, daß nur ſehr geübte und kräftige Arbeiter bey dieſen Sätzen auf den angenommenen Lohn kommen. - Hinſichts der Aufbewahrung der Breter iſt Folgendes zu bes merken: - Dieſelben müſſen, bevor ſie eingeſchichtet oder in Stöße ge- ſet werden, wenigſtens einigerntagen tro>en ſeyn, wszu man ſie gewöhnlich ſchräg aufgerichtet und ſo gegen einen Baiten ge- lehnt, daß ſie ſich nicht biegen, eine Zeitlang der Sonne und Luft ausſett. Bey dem Aufitoßen werden zwiſchen jedes Bret 4 bis 5 zöllſtarke Stäbchen gelegt, um die Luft durchſtreichen zu laſſen 3; auch wird vermieden, die Stamm- und Zopfenden der Sonne preiszugeben, damit ſie nicht aufreißen; Am beſten “* “+ j 3 zg CH eg dee GÜ 2 5 werben fit 1: mitt, 7 prt dieß ME Randbrele 27 | 16:,1-418.1108 ve 16 /+) fih mur M7 Solzgattt IN) bedarf dy 074 | a) Win Ins, dry Jlaugen, a | welches I! | auc eins |. 1) WM | dazu vo il | 0 ! * ferwoolt, Wbpugebet, 17 hid nicht DEG MN€ dem Zus am Zu Göhrholf u Röhren [wenn es 43 c) Niza) is und 3904 WON | 0) FMM! Iten a) CISE dep, Wenig Ae 3009884 erh ve Geſchine 198! 2.04 3%| AU OEN 1 eben Cim Wer Cub Mir (chine 7 ME nd Neitſilen Weer Ne vn j Birſt ka ju AW en 1") 3: llg"is en, ven)( e) Zz erden hir| ven, iE 8 7. Abſchn.- Forſtibenußung, 907 |(417) 10 tein werden ſie wieder kloßweis zuſammengelegt, und die Klöße nus Gen tand dy merirt, wie ſie in der Rechnung eingetragen ſind; theils erleich- WIChlagen, a6h tert dieß die Reviſion, theis vermeidet man, daß die ſchmälern niſteht, uns Randbreter nicht zurückbleiben, wenn man darauf hält, daß ſo ren, Wodurh; viel als möglich immer in ganzen Klößen verkauft wird. ert Wird, indy; 3) Das Waſſerbauho!lz. Bieles davon unterſcheidet ſic) nur darin von dem Landbauholze, daß man dazu ſolche angeſchnitten Holzgattungen wählt, welche im Waſſer ausdauern, Manches er Geite fon 1 bedarf dagegen auch einer beſondern Erwähnung.. ter aber dlenty a) Brunnenkaſien. Die beſien werden aus Erlen oder Ul- ; men, dreyzölligen Bohlen gemacht, da dieſe Hölzer nicht aus- eicher Dith u laugen, was! das gewöhnlich dazu verwandte Eichenholz thut, ; 47 welches oft lange Zeit nicht vlos das Waſſer färbt, ſondern ihm ne(Weil| auch einen zuſammenziehenden Geſchmac> giebt. 1, ſelbſt wr) b) Röhrhölzer. Kiefern, Fichten, Lerchen, Erlen werden ni dazu vorzüglich gewählt. Eichen laugen zu ſehr aus, Buchen verſtopfen ſich leicht, wegen der gern darin wachſenden Waſ- ſermooſe. Das NöpÖprholz'wird in Stücken von. 12 bis 20 Fuß abgegeben. In dieſen muß es ganz gerade und geſund, wo mög: lich nicht zu äſtig, ſeyn, wenigſtens darf es niemals abgeſtor- en eine fake ne Anwen nd erhalt)! (8 dahin in) bene Hornäſie haben, Die Stärre wird verſchieden verlangt, nach dem Druc>e, den. das Waſſer darauf äußert, Die geringſte iſt iner Zopf am Zopf: der dreyfache Durchmeſſer des Bohrlochs. Es kann das n 8 bis 10611 Röhbrholz zu. jeder Tahreszeit gefällt werden, doch müſſen die Holz an eint Röhren ſchleunig gebohrt und in vas Waſſer gebracht werden, y Fuß im 615 wenn es in der Saftzeit geſchicht, damit ſie nicht aufreißen. c) Rinnen zu vfinen Waſſerleitungen. Es wird dazu ſchwa- 5; veranſchlagt werden, Die Weiden- 16 Shit faſchinen ſind immer die geſuchieſten, und auch gewöhnlich die en 9 Kerlattt/ Xoſtbärſten, da man die Weidenruchen häufig gut zu Zaunrutben HE M4 und Reifſtäven nußen kann. Es iſi unrecht, wenn die Waſſer- nerft wd baumeiſter ausſchließlich darauf beſtehen, um damit auh das ſen Sahen Innere der Faſchinendämme zu füllen. zub Wuriji- und Decreißig kann nur aus ſchlanken Weidenru- + Folgend? then gegeben werden, da dieſe allein zu den Würſten lang und ne biegſam genug ſind, das Deckreißig aber beſtimmt iſt, durch ſeine oder in Gu Ausſchläge und Bewurzelung dem Baue den nöthbigen Halt zu ſeyn, wu geben und einen neuen Weidenhagen zu bilden, Es wird eden: 1 einen Bail falls in Faſchinen, nach dem eben. angegebenen Maaße gebun: der Gu, den, verabreicht. EEE: wiſchen Jt, e) Buhnenpfähle, beſtimmt zum Anpflö>en der Faſcyinen, t durfen werden häufig von den Stammenden des Faſchinenholzes auge: md ZE hauen, Iſt dieß dazu nicht ſiark genug, ſo werden ſie einfach 179/0 Im! VI. 27 I SEES CER SE KES UEERET RUE: WOOLI VEUDS ET AUER I< 23 IEE 21 ENEN SENG TERIAL ZU ESSEN 208 Forſtwirthſchaft. (418) drey Fuß lang, oder doppelt ſechs Fuß, 2 bis 3 Zoll di> aus rind- ſchäligen Kiefern, rothfaulen Fichten, Aspen, Erlen, Linden und ähnlicher Holze geſpalten, 2 Es giebt zwar noch eine beſondere Gattung von Bauholz -=- das Grubenbauholz-- zum Augzimmern der Berge werke, wir übergeben es jedoch hier, weil die außerordentlich verſchiedenen und viel Samen habenden Sortimenter jedesmal nach ihren Dimenſionen durch die Bergbeamten genau vorgeſchrie: ben werden, und jede Holzgattung von paſſender Form, die vor: handen iſt, dazu verwandt wird.; 4) Schiffbauhbolz. Die Eiche liefert vorzüglich das Holz zum Rumpfe oder Körper der Schiffe und ſelbſt der Flußfabr- zeuge, da man nur noch harziges Nadelholz in einigen Gegen- den dazu verwendet, wogegen dieſes ausſchließlich die Maſten und Segelſtangen giebt. Alle verſchiedenen Nationen, welche Seehandel treiben und eine Marine beſizen, haben für das Schiffsbauholz verſchiedene Namen, und ſelbſt oft abweichende Dimenſionen, und ſogar die viel einfacheren Stromfahrzeuge verlangen ſehr verſchiedenartig benannte Hölzer. Es würde un- paſſend ſeyn, hier zu ſehr in das Einzelne zu gehen, weil der Forſtbeſiger und Verwalter weder eine genaue Kenntniß der ver- ſchiedenen Schiffsbauhölzer bedarf, no< je durch eine Beſchreis bung derſelben in den Stand geſetzt werden kann, ſie im Forſte ſelbſt auszuwählen, oder gar arbeiten zu laſſen, Wir begnügen uns deßhalb hier auc damit allein, die Nachweiſung deſſen zu geben, was zu beachten iſt, um überſehen zu können, ob man mit Vortheil Schiffsbauholz verkaufen kann, und unter welchen Bedingungen dieß geſchehen muß. 1) Die erſte Erforderung dazu iſt der Beſitz des dazu taug- lichen Holzes. Man kann annehmen, daß die geringſte Dimen» ſion für Eichen, die als Schiffsbauholz in den auswärtigen Handel gebracht werden können, 20 bis 30 Fuß Länge und eine Stärke von 12 bis 14 Zoll Quadr. beſchlagen iſt. Aud) dieſes Holz- wird größtentheils nur noch zu Planken gearbeitet und nicht. beſonders bezahlt, wogegen längeres und ſtärkeres weit mehr Zzeſucht iſt. Zu Maſten aus Kiefern und Fichten iſt das kleinſte Maaß 60 Fuß Länge-und 55 Zoll Umfang, 12 Fuß über Hem Abhiebe gemeſſen. Der Preis erhöhet ſich beträchtlich mit zunehmender Größe, Für die inländiſchen Flußfahrzeuge werden, nach ihrer abweichenden Größe, bald gleich lange und ſtarke Bäume verlangt, bald können auch ſchwächere benutzt werden, Das Holz muß durchaus geſund und fehlerfrey ſeyn. Die Nae- delhölzer werden möglichſt ſchlank, gerade und aſtrein verlangt, bey Eichen iſt dieß weniger Bedingung, wenn ſie nur geſund und aushaltend ſind. Die gekrümmten geben zuweilen ſehr ſchöne Buchten, und aus denen mit ſtarken Aeſten können oft ſehr ge: ſuchte Knie- und Krummhölzer gearbeitet werden, - 2) Die zweyte Bedingung eines guten Verkaufs iſt der mog» liche und nicht zu koſtbare Transport an das Waſſer, entweder an die Bauſtellen der Flußfahrzeuge, oder um auf ſchiff: und flößbaren Strömen weiter in die Seehäfen verſandt werden zu können. Je ſeltner und geſuchter*das Holz iſt, deſto eher erträgt es hohe Transportkoſten; ſo z. B. kann ein Kronmaſt, der in London mit 5 bis 700 Thlr, bezahlt wird, ſchon theurer zu ſtehen | j | | 3 . | bis a [hun| 4 über 0! dar) pi nug ſeyn 07. F100 [bertheilen 16 verladen, Mt (feyn;[00 | Kiefern: ß nicht ſh) 41 [daf(08| after au) uE| de mn[143 fü in ve 0S (0 muß ma WS! voten, WISO vehhalh us|! GNFoba 304) Doly gear NN | 57048 hn Vedin( 7851 | a nt! |Rhufer Nerfs! | vem fen die 1.196 genfände uf 1 j Audarb Ar e) Neſfgs bhäht 1| beſtimm(08; Hs mD; Hheilt wirds! 00h 300 Aft erung Derfgh er Siuferfh 147: ) Dd ib! fn Dol: H halt, 308 mn JN ES Seeſſene 4|“ )8 DIEN borher|“ 7, Abſchn. Forſibenußung, 209 |.(419) SELL) kommen, als eine gleiche Maſſe gewöhnliches Eichen- Schiffbaus- ven, nb ue) holz, welches kaum 200 Thlr, koſten würde. Im nördlichen Deutſchland läßt ſich= 550 daß die gewöhnlichen Schiffs- ung bon Ba bauhölzer nicht über 27bis 3 gGr. für den Cubikfuß Anfuhrlohn em der Du bis an das Waſſer koſten dürfen, wenn man ſie noch gut die aufer verkaufen will. Die guten oder ſchlechten Wege entſcheiden Eienter jeht darüber oft mehr, als die Entfernung. Genau borpifn 3) Die Quantität des zu verkaufz?nden Holzes muß groß ges: der Forty, Ny. nug ſeyn, um die Koſten der Sendung von Arbeitern, der Rei«- ſen des Kaufmanns, des Transports zu Waſſer und zu Lande Drzüglich bi 44 vertheilen und de>en zu können, Wird das Holz in Schiffen [bſt der Zufh verladen, ſo müſſen es wenigſtens einige Schiffsladungen zugleich in einigen ux ſeyn 3; ſoll Eichenholz geflöſt werden, ſo gehört dazu halb ſo viel jeßlich die Teh Kiefern- oder Fichtenholz, wie deſſen Maſſe beträgt, da es allein Nationen, wih nicht ſchwimmt, Die Schiffsbauhölzer für den inländiſchen Be- „ baben fir darf laſſen ſich dagegen in der Nähe der Bauſtellen viel vortheilz + oft abwich) hafter einzeln, ſo wie ſie verlangt werden, abſehen. 7 Gtromihu 4) Da es ſtets der Fall iſt, daß eine Menge Bäume, wel« 1. Gs NEe zu Hep oht Bretklößen und Landbauholz aus. Hhe d. wih 5) Der Verkauf ſelbſt wird am zwe&mäßigſten unter folgens DANTE 1 den Bedingungen Statt finden:| a) Unter dem zum Einſchläge beſtimmten Holze ſtehet dem irh eine h des un Käufer die Auswahl frey... geringſte Im! b) Er läßt das Holz für ſeine Rechnung und Gefahr arbei- den auewi"i enz die Arbeiter ſtehen aber hinſichts aller forſtpolizeylichen Ge- ß Länge m genſtände. unter dem Forſtbedienten, und ſind nur allein hinſichtlich iſt. Auch n der Augsarbeitung des gefällten Holzes unabhängig von demſelben. m gearbeint c) Die Bezahlung geſchieht ſo, daß das Holz rund und un» 1d R bearbeitet nach Cubikfußen berechnet und für jeden Cubikfuß der ) Fichten 175 beſtimmte Saßz gezahlt wird. Die Meſſung und Berechnung des ng, 1? ujw Holzes erfolgt ſv, daß daſſelbe in lauter einzelne Walzen ge- beträchtlid 1 theilt wird, deren Durchmeſſer an beiden Enden keine mehr, als abrzeuge m zwey Zoll betragende Verſchiedenheit haben dürfen. Zur Erleich- lange und W terung der Berechnungen können Cubiktafeln'gebraucht werden. : ben H< DE zeichnet ſich vom Baume aus, ſo viel er davon:braus ) ſeyn 207 en kann,|: aſtrein verl d) Das nach dem Fällen ſich faul oder ſonſt untauglich zei: » nur geſund gende Holz bleibt für Rechnung des Verkäufers liegen. Iſt es eilen ſehr 9? zweifelhaft, ob der Baum geſund iſt, ſo bängt es von der Beſtim- nnen oft ſy mung des Verkäufers ab, ob er aufgede>kt, d. h. an allen Seiten nn) beſchlagen werden darf. Die bey untauglichem Holze Statt ge- ufs iſt vm babte Arbeit oder andern Koſtenaufwand tragen die Arbeiter oder aſſer der Käufer, je nachdem er ſich mit ihnen darüber geeinigt hat. auf ſhif:“' e) Die Abgänge an Spänen gehören dem Käufer, das nicht jandt werd! gemeſſene und bezahlte'Holz verbleibt dem Waldeigenthümer.| eſto eber 1113 4) Die Arbeiter ſind verpflichtet, den Baum in der von ih- ronmaſt 187 nen vorher bezeichneten und vom Forſibeamten genehmigten Rich- heures 38 19" 27% EEE REINS DE SIEHST SBG TL KORN 1 WEST NOE NI GERE EN EI ABE "ENEN< NCIEEN SS wen wn m= WEHRE Ee.+="ESS AEEESSSSN INI 210 Forſtwirthſchaft, 7. Abſchn. Waldgeſchäfte im July, (420 tung zu fällen, und haften für allen Schaden, der durch eine ab- ſichtlich gewählte andre Richtung bey dem Fällen entſtehen könnte. 8) Was an Hebebäumen, Unterlagew oder an Holz zur Flö- ßerey bedurft wird, muß der Käufer bezahlen, indem ihm nur das gemeſſene und berechnete Holz verkauft wird. h) Die Wege zur Abfuhre werden auf Koſten des Verkäufers ſo weit hergeſtellt, daß die Cbfuhre obne Gefahr bewirkt werden kann, wenn ſie bey dazu geeigneter Witterung erfolgt. Ueber den Preis, welchen man für das Holz erwarten darf, läßt fich durchaus nichts Beſtimmtes ſagen. Er hängt von der Beſchaf- fenheit des Holzes, den Transportkoſten bis in einen Hafen, dem ſebr wechſelnden Preiſe der Schiffsbauhölzer im Allgemeinen ab, Bey der vorgeſchlagenen Art de8 Verkaufs wird man aber wenig: ſtens ſicher ſeyn, genau zu Überſehen, was man wirklich für das Holz bezahlt erhält, was nicht möglich iſt, ſobald man ins Quadrat be- ſchlagenes Holz verkauft, was freilich die Käufer gewöhnlich wün- ſchen, da ſte dabey leichter den Gewinn zu Überſehen vermögen. Forſt- und Waldgeſchäfte im Monat July. Waldbau. Reinigung der Pflanzkämpe und Saatſchulen. Angieven der Pflanzen bey troner Witterung. Die Saatpläße, welche zur temporellen Uercultur ausgethan werden ſollen, kön2 nen umgeriſſen werden, damit bis. zur Beſiellung mit Getreide der Raſeu verſault.; Forſiſchub.. Die zur Abführung des Waſſers beſtimmten . Gräben können aufgeräumt oder neu gezogen werden. Auf Ver- hütung vor Waldfeuern ift ſorgfältig zu ſehen. Bey ſtarken Ge: witterregen ſind ausgeriſſene Wege zu beſſern, und entſtandene Bergriſſe zuzubauen. Zu den Waſſerbauten iſt bey dem gewohn- lic) niedrigen Waſſerſtande und den langen Tagen die bequemſte Jahreszeit. Wenn die Schmetterlinge des Spinners noch ſchwär« men, iſt im Kieferforſie noc) mit deren Vertilgung fortzufahren. Iſi ein Forſiort ſo ſtark mit Raupen befallen, daß man an deſſen Rettung verzweifeln muß, ſo iſt es beſſer, ihn mit Gräben einzu» ſchließen, das Holz zu fällen, zu ſchälen und auszufahren, Ninde und Reisholz aber ſo zu verbrennen, daß alle darin befindlichen Inſecten getödtet werden. Die Forleule findet man in der Verpup- pung begriffen am Stamme und ſie kann aufgeſucht werden. Eben ſo iſt zu beachten, ob es viel Puppen der Nonne giebt, um ſie zu vertilgen. Die Afterraupe oder Blattwegpe zeigt ſich, ſo wie die Kiefernſpannraupe, ſtärker, die Raupen des Däminerungsfalters und der Fichtenſpinner werden bemerkbar, In Fichtenforſten müſs» ſen die angefallenen Bäume(Wurmfichten) aufgeſucht werden. “ Forſtbenutzung. Die Hiebspläne für das künftige Jahr müſſen entworfen werden, um ſie der Behörde zeitig genug zur Genebmigung einreichen zu können, wo dieſe erforderlich iſt. Materialreviſionen werden am zwe&mäßigſten in- dieſem Monat vorgenommen. Stoc>rodungen, Einſchlag tro>ner Hölzer, Auf« machung vvn Lagerholz in den Brüchern, können durch Arbeiter, welche im Forſte beſchäftigt werden ſollen, vorgenommen werden. Auch die Anfuhr von Hölzern an die Ablagen ſchiffbarer Flüſſe kann noch bis zur Erndte mit Vortheil Statt finden. 5) M Ne(€ Duct(vizlt bol; weldiftt Wund Dötigl Dir(Hör EEN 2) das mv | Di ſüd Pird hivfgene genannten Oy- Niger ſel imm, Nh rd, und 8 Jt, als mg ſppltign 3» 5 FE iſte im Vuh, der durc iy" Mentſtehen Uh ton Aol 1036 1 WDE Thy w ind,"% ien des Viton ahr bwl wad 3 erfolgt, ena by I 1gt von vu Bify. 1 einen Dan Nin m Allgem) d man hn 0 Forſtwirthſ, zu großen. Weinfäſſern eben ſo lang und breit, aber nur 1 nde? bis 123 Zoll di&, zu gewöhnlichen Bierfäſſern u. dgl. 3 Fuß lang, YI. 23 EN EI HE SRE MED ADT PEIN SIEGEN 212 Forſtwirthſchaft, (434) 4 bis 6 Zoll breit, 1 bis 1x Zoll di>k. Es wird im Forſte ge- wöhnlich nur auggeſpalten, und aus dem Roben mit der Axt gehauen, um dann ſcho>weis verkauft zu werden. Man kann annehmen, daß durchſchnittlich zu 5 Fuß langen Bottigfrtäben von obiger Die und Breite 65 bis 70 Cubikfuß ganz gutſpaltiges rundes Holz gebraucht werden, um ein Scho> von 60 Stäben auszuſpalten, für 4füßiges x weniger. Der Ar- beitslohn iſt verſchieden, doch wohl nicht unter 1 Thaler bis 1 Thlr. 4 Ggr. für das Scho>. Wenn das Holz von 1 bis 1x Zoll Die iſt, werden etwa bey 5 Fuß Länge 40 bis 50 Cubikfuß rundes Holz bedurft, we- niger im Verhältniß der abnehmenden Länge. Cin Scho 3für- ßiges Holz koſiet gewöhnlich 8 bis 12 Ggr. augszuſpalten und aus dem Groben zu putzen; Das Böttherbolz aus Kiefern, Fichten, Tannen wird theils u Salz- und Kalktionnen, Fäſſern zu tro>ner Waare, theils zu Waſch:, Milce, ſondern ſo, Schtlichen| daß jeder Stab, der das feſtgeſezte Minimum des MRaaßes hat, ächtlichen und obne Fehler iſt, die ihn unbrauchbar machen, und jedes ' der beiden erwähnten Sorten durchſchnittlich oder gleich bezahlt 1);, wird.; | 5 Zoll min Das Minimum der Dieke und Breite, die Länge iſt unver- en MUB, un änderlich, wird für das engliſche Holz jeht gewöhnlich zu 2 und |, 17 iS 13,30 5 Zoll angenommen, welche das Holz noch, vollkommen getro>: j net, haven muß. In ſofern kein Stab dadurch verloren geht, den Gortihen: kann es für den Verkäufer ziemlich gleich ſeyn, wenn einzelne Stäbe auh ſtärker gearbeitet werden, die dadurch einen höhern Werth erhalten; denn das deßhalb mehr erforderliche Holz kann im Brennholze nur ſehr wenig bringen. Es iſt aber im Con- tracte dafür Sorge zu tragen, daß nicht alles Holz zu einer grü: ßern Die angeſpalten, und dadurch zum BVortheile des Käufers „ſodaß 39 und Nachtheile des Verkäufers weniger Holz gewonnen wird, ven gleich 11 Dieß geſchieht, wenn die Beſtimmung darim aufgenomingen wird, [ufſtäbe 1000 daß nur dann Stäbe dier, als zum beſtimmten Muaaße gearbei- 1 Im Wen HE wenn dadurch kein Stab irgend einer Sorte 18 300 em verloren gebt.: de run I es reine Augarbeitung der gefällten Eichen muß bedungett erden; Buufhh Wenn der Käufer das Holz durch ſeine eignen Arbeiter ſchla: ' pol; 1 gen läßt, ſo muß er auch ſelbt fehlerhaft gearbeitetes Holz, als ON M brauchbar, bezahlen. einz? wel.. In ſofern man zuverläſſige Stabholzſchläger bekommen kan's, 139.0: M iſt es unſtreitig die vortheilhafteſte Art des Verkaufs, daß man LG ih den Einſchlag für eigne Rechnung beſorgt, und das fertige Stab- nic m holz dem Kaufmann Überläßt; da es ſters unangenehm iſt; Ar: en/ beiter im Walde zu haben, welche für ein fremdes Intereſſe be: ( pal) 60 98* SENN 914 Forſiwirthſchaft. (436) ſorgt ſind, und von dem Waldbeſiper in gewiſſer Art unabhänz gig bleibetz; auch einem unredlichen Kaufmann es nicht an Mit- teln fehlen wird, den Verkäufer zu übervortheilen, ſelbſt wenn dieſer noh ſo viel Vorſicht anwendet, um ſich dagegen zu ſichern, wenn jener den Einſchlag des Holzes ſelbſt leitet. Im Allgemeinen iſt der viel geprieſene Stabholzverkauf ge- wöhnlich nicht vortheilhaft, und das: Holz wird dabey nicht den erwarteten Gewinn bringen, ſo daß er nur dann empfohlen wer- den kann,.wenn fein Abſaz an Spaltholz für die innere Con- ſumtion möglich iſt, Bis jeht ſind noc) keine Stabholzpreiſe gezahlt worden, wobey das runde Holz durchſchnittlich über 2 bis 2x gute Groſchen pro Cubikfuß bezahlt worden wäre, wenn man alle dabey unvermeidlichen mitte'özren Nachtheile beachtet. Regel iſt es, die Rinde der zu arbeitenden Stämme um jeden Preis zu verkaufen, und dieſe deßhalb, wo möglich, im Frühjahr fällen und ſchälen zu laſſen, da dieſe dom ganz ver: loren gebt und in die Späne gehauen wird. Das Holz zu Faßreifen. Zum Böttcherholze gehören auch noch die Faßreifen: Die längſten und ſtärkſten ſind die Bottig- und Stückfaßreifen, welche entweder aus geraden, aſi- reinen und ganzſpaltigen 80 bis 100jährigen Eichen oder aus ſchlanten Eſchen- und Birkenſtangen geſpalten werden. Bey der Seltenheit und Koſtbarkeit des dazu erforderlichen Holzes, der geringen Dauer, die ſie haben, kommen dieſe jedoch mit Recht immer mehr und mehr ab, und werden bald gar nicht mehr ge: arbeitet werden, da die eiſernen Neifen weit beſſer, und wenn man die längere Dauer und größere Sicherheit mit in Anſchlag bringt, ſelbſt wohlfeiler ſind. Di? gewöhnlichen Faßreifen kann man eintheilen in: große zu 9 bis 12 Fuß Länge, 13 bis 1x Zoll Zopfſtärke, mittle von 7 bis 9 Fuß Länge und 1 Zoll Zopfſtärke, kleine von 5 bis 7 Fuß Länge und 3 Zoll Zopfſtärke, Weiden, Haſeln und Birken ſind die Holzgattungen, welche ſie am bäufigſten liefern, und die deſto ergiebiger davon ſind, DIERT der Schluß des Holzes iſt. Die beſte Art des Ver- aufs iſt, daß man kurz vor dem Abtriebe des Ortes dem Bött= ſchneider' einen Diſtrict, der ungefähr die ver- langte Quantität enthält, anweiſt, damit ſie ſich daſelbſt ihren Bedarf nach den Regeln, die für den Abtrieb des Niederwaldes gegeben ſind, ausſchneiben. Sie werden dann ſcho>Xweis ſortirt, und vor der Abfuhre durchgezählt und abgenommen. Das zuU= rückgebliebene Reisholz wird nachher von den Brennholzarbeitern mit aufgebunden. Iſt der ganze Vorrath nicht auf dieſe Art abzuſetzen, ſo läßt man die übrig gebliebenen Reifſtäbe durc kundige Holzhauer aushalten, um ſie ſpäter in Schocken zu ver- kaufen, wozu ſie am beſten im Waſſer aufbewahrt werden. Diejenigen Reifſtäbe, welche geſchält werden ſollen, kann man erſt in der Saftzeit hauen.=- In Gegenden, wo viel Wein gebaut wird, oder in der Nähe von Salzwerken, ſind die Reif- ſtäbe häufig eines der aller vortheilhafteſten Nuthölzer. - 6) Wagner- und Stellmacherholz, Wir Übergehen diejenigen Hölzer, welche gewöhnlich in KlÖ- ben und Stämmen abgegeben werden, und beſchränken uns, von Aejenigen, peln weil wrden, Are“: gudin€) (ice u! 5 nN das ieh orzug! Lor 1 ſ var 90 den; 10 bau wd | immer 11 BM! | zurvfäl diefen 1 ED Felgen, 10 (en(BED von Verd des daz fuß ſeit' vewedigd iu baz! abgegeben gbſchnel 1108 den Biriihg! m, Vipen beet Wehe vod Gtamm| iw. un Witts m geg, n 7. Abſweis verkauft./ Felgen. Aus ſtarkem Holze werden die Felgen bloß aus vo Möglih, 1 e do aj erholze john ver Rindenkante gearbeitet, indem der Kern weggeſpalten wird 3 aröften im in Gegenden, wo das ſtarke, dazu taugliche Holz mangelt, be- 18 get gnügt man- ſich jedoch, das 9-- 10 Zoll ſtarke Holz in der Mitte ichen 0 einmal zu ſpalten, und erhält dadurch nicht minder gute und erden, dauerbafte Felgen, zu denen man eine geringere, weniger Foſt- hen Hohn bare Holzmaſſe bedarf. Das gewöhnliche Holz zu Felgen iſt Bu- jedoch mit 1e GE Felgen, was nach ihrer Länge verſchieden iſt z von ſtarken BU- alen m:en h daſelhR ibn abgegeben, von denen Ich der Stellmacher die einzelnen Naben os Riede abſchneidet. EE WIE Aodweis u Leiterbäume und Wagendeichſely, Gewöhnlich wer- nen I den Birkenſtangen dazu genommen; doch ſind auch Eſchen, Ul- enmbolzarn men, junge Eichen, ſo wie ſelbſt auf dem Stamme abgeweltte t auf diſs Aspen brauchbar dazu. Cine Wagendeichſel„und. ein ſchwacher Reifſtäht wi) Leiterbaum enthält eiwa 1 Cubikfuß 5 ein ſtarker Erndteleiier- > hoden zul baum das Doppelte, Sie werden ſtü>weis verkauft, auf den “vt wad Schlägen ausgehalten und plahweis von der Rinde befreyt, Dda- wahr 0 m mit ſie weder aufreißen no< ſtocken. len,(Du Sclittenküfen aus Rotbbuchen, welche ſo gerodet wer- wo Ne den, daß eine hervorſtehende ſtarke Wurzel das auſrecht ſtehende „ſind 1 vordere Ende bildet, werden 12 bis 16 Fuß lang gelaſſen. Dey jolzer, Stamm muß 10 und 12 Zoll ins Quadxat gearbeitet werden Fon 20000 nen, um ein Paar Kufen: zu geben. Zu den gewöhnlichen Bauner= obnlich in ſchlitten werden auch wohl Eichen mit einer geringen Krümmung j0fen uns gegeben. Die beſten find aus Birnbaumholze, wn mmm nemuneüggg 216 Forſtwirthſchaft, (438) . Verſchiedene kleine Sortimente, als Schubkarrnbäume, Linzſpieße, Pflugſterzen, werden gewöhnlich von Birken im Nie- Dderwalde ausgehbalten und ſtüFweis verkauft, Doch liefert auch die Durchforſtung im Laubholz- Hochwalde ſie gewöhnlich in genügender Menge, . Speichen werden oft von dem Stellmacher ſelbſt äus Eichen- und Eſchentlöpen gefertigt, doch für die größern Städte auch wohl in Scho>en ausgeſpalten verkauft, Sie ſind 2x bis 32 Fuß lang, 2x Quadratzoll geſpalten, müſſen aber entwe- der aus jungen Eichen oder Kernſtücken gemacht ſeyn, da doy Splint nicht feſt und dauerhaft genug iſt. Zu den gewöhnlichen Speichen bedarf man etwa 4 Cubikfuß per“ Scho, zu den ganz langen und ſtarken 7 Cubikfuß, Ein beſonderes, ſehr beachtungswerthes Holz ſind die Lavet: kenwände für das Geſchüß,- Die ſtärkſten für 24 Pfünder beſte: hen aus Bohlen 13x Fuß lang, 15 Zoll breit 53 Zoll ſtark. Es wird ausſchließlich Ulmenholz, welches ganz geſund und fehler- frey ſeyn muß, dazu verwandt, und bey der Seltenheit ſtarter Ulmen in Deutſchland, ſeb? hoch bezahlt, 7) Von Spalthölzern kommen ferner noh vor; Hindeln aus Eichen-, Agpen- und Nadelholze. Das Maaß iſt nicht gleich, Die Eichen ſind oft 24 bis 26 Z3vU lang, 4 bis 6 Zoll. breit, auf dem Nücen 1 Zoll di>, ſo daß 5 bis 7 Stüc>k eine Quadratelle deen. Diejenigen aus Nadelholz ſind oft nur 13 Zoll lang, 3 bis 5 Zoll breit, 8 Zoll die. Zu den Eichenſchindeln bedarf man pr. Scho> 5x bis 6 Eubikfuß ſpal- tiges Holz, zu denen aus Nadelholz nach Verhältniß der Größe weniger, Die geſpaltenen Breter aus denſelven Holzgattungen, unter dem Namen Schleißen oder Spließen bekannt, werden ſo groß geſpalten oder geſchnitten, daß 185 Stück eine Quadratruthe einfach, 370 St. doppelt deFXen, Wobey der Spließ 3 Fuß“ lang, 4 bis 5 ZoU breit, 3 bis x Zvll di& gerechnet wird, Es werden pr. Scho> etwa 5 Cubikfuß Holz erfordert, Die Dachſpäne aus ſpaltigem Nadelholze, zum Unterle- gen unter die Ziegeln, 1 Fuß lang, 3 Zoll breit, x Zoll di>, ſind zu 400 bis 450 Stück pr. Cubikfuß zu rechnen, Geſpaltene Zaunhölzer werden mannigfaltig gearbeitet. Zaun- ſtaken, am beſien aus alten ſchadhaften, jedoch ſpaltigen Eichen, 7 bis 10 Fuß lang, 6 bis 12 Zoll breit, auf der Rindenſeite 3-4 Zoll di, erfordern 120 bis 140 Cubikf, ſpaltig Holz pr. Scho, Zaunſpließen aus aſtreinen, ſebr ſpaltigen Kiefern vder Fichten, 4 bis 5 Fuß lang, 3 bis 5 Zoll breit, x Zoll di>, werden perpen= diculär zwiſchen 3 Latten eingefivc geſpalten, oben und unten mit einer ſtumpfen Spike ver- (M, un M! 9) Ei |feleändet, | Die da | ohm In 90% hab NA feit den! uche] (in a ip! 6) NEL. pute Nuhn 7 WE | ta wur) 9(nl pen und ber 644,19 NEE | wahn 6 | ud 38 | feln, 408 ben, um] Doſel: nf 008 Jr0ß Werden, Alten I, TW q | huh; (EN EN | ſin 3 mahl Und au jährig Dori Gille) 7. Abſchn. Forſtbenntzung. 247 Wank(439) Vieh ſehen, unt' es ſind zu einem Schoke an rundem Holze etwa 6 h ee Cubitfuß nöthig. Rwihnig. 9) Ein ſehr gut bezahltes Spaltholz ſind die Eichen- Schef- um felränder, weil das dazu erforderliche Holz ſchon ſebr ſelten iſt. Die dazu erforderlichen Klöte von 7 Fuß Länge müſſen 48 Zoll her felt hy ohne Rinde di> ſeyn, ganz geſund und ſpaltig ſeyn, ein feſtes Ee Gh Holz haben, wo dann der Kloß 128 Ränder für Berliner Schef- ve 3 fel giebt. EIE vt aber fe Siebränder, Schachtelholz, werden aus ſpaltigen Fichten )(07) und Weißtannen gemacht, und wo die Arbeiter einheimiſch ſind, en GeÖhnlih die ſich damit beſchäftigen, läßt ſich das Holz dazu oft ſehr gut CM verwerthen. SETE 10) Ruder. Für große Stromfahrzeuge müſſen ſie 18 bis 3 Nind bie Gay 20 Fuß lang ſeyn 3; die geſpaltenen werden wegen größerer Feſtig: 4 Pfünder bh keit den geſchnittenen ſehr vorgezogen. Die Eſche giebt die ge- Zol füt ü ſuchteſten, nächſt ihr die Eiche, wenn das Holz zäh und feſt iſt. jund und ih Ein Klot von 18 Zoll Stärke kann, wenn er ganz gut ſpaltig elfen fah iſt, 12 Stüc> geben 3; jedoch darf man ſelten auf mehr als 3 bis 10 rechnen. In der Nähe ſce, aus denen die Späne ge- ſpalten werden, gleich den ReifſtyFen, vor dem Abtriede des 1 ober Fi werden vu Niederwaldes aushauen, und verkauft ſie dann in Schocken an en dichten, 8 die Korbflechter. Die Größe derſelben iſt nicht gleich, und wes paltigem 0 ſelt zwiſchen 3 bis 5 Fuß Länge und 2 bis 3 Zoll Stärke, No 8(ihn: geben die Kieferwurzeln auf ſehr lo>erm Sandboden ein ſehr 4 0" ſagt) ſchönes Flechtwerk, woraus ſogar waſſerdichte Feuereimer ge- 42) macht werden, indem fie oft 15 bis 20 Fuß lang, fadenſormig en Nieden und außerordentlich biegſam auslaufen, Sie werden in 20 bis eſpaltenen m 40jährigen Orten herausgehauen und- geſpalten, wo ſie denn n Dauer, Wu vorzüglich) in Weſtpreußen, Poſen, Polen und Rußland oft vie Zoll Zah Stelle der Weiden und Haſeln vertreten. Gewöhnlich bemädh- fen Spie 0 218 Forſiwirthſchaft, (440 um tigen ſich die Arbeiter derſelben mittelſt Entwendung, und thun u dadurch nicht wenig Schaden am Holze. Man kann dem jedoch FID 3 Dadurch leicht begegnen, wenn man, bevor das Holz abgetrieben(m 0.4 8 wird, dieſe Wurzeln fle>weis verkauft, und dem Kaufer erlaubt, wert) ſie ſich auszugraben, de 107 Die Siebmacherſpäne, vorzüglich aus Saalweiden, gehören nd ebenfalls zu dem Flechtwertke. m dit N Hinſichts des Verkaufes aller dieſer Hölzer, mit Augnahme des' Mieder: Nl: Stabholzes, gilt für den Forſtbeſiter die Regel: daß es ſtots beſſer Gin Nor0 ift, das dazu erforderliche Hvlz rob an die Handwerker, welche es wa 00(0 bedürfen, oder die Leute, welche ſich mit deſſen Fertigung für den Zu ihr" Handel-ögeben, zu Überlaſſen, als es für eigne Rechnung im Forſte ngen ausarbeiten zu laſſen. Nean überſieht dabey beſſer, wie hoch das vit m 1] Holz wirklich verwerthet wird; may vermeidet viel baare Aus(qa- eingeterhg gen, eine weitläuftige Rechnungsführung, ſchwierige Coniroſle, pis in 005 das Aufhäufen von Beſtänden, die vft ſchadhaft werden und nicht ping) 18 adzuſeßen ſind, und würde bey ausgedehntem Handel mit gefertig= am ten Producten den Forſtbedienten durch nötbig werdende Reiſen« ſitt mn U. ſ. iv., ganz von jeiner eigentlichen Beſtimmung, der Exzie- his! 1 ) bung und Nuswabl des Holzes, abzieben, ihm die Geſchäfte des 0 NG Kaufmannes und Holzarbeiters auflaften, denen er ſelten ganz 4 in SUE gewachſen ſeyn kann. Jz Gegenden, wo die verſchiedenen(Be: 50 vs werbe, die ſich mit der Formung der genantütien Gegenſtände it, OE beſchäftigen, ſchon einheimiſch ſind, wird es nicht an Abſaß| Zie m des Holzes, welches ſie bedürfen, mangeln, wenn man dabey 17 Opt 2 die Regel nicht vergißt: daß es vortheilhafter iſt, alles zu Nuß- dud vit bolz taugliche Holz zu billigem Preiſe avbzuſepen, als nur we: his vn nig zu ſehr hoben. Wo dieſe Sewerbe mangeln, und doch Holz,|"js welches ſie vortheilbaft benutzen können, in beachtungswerther| Venge vorhanden iſt, wird es nicht ſchwer werden, Leute durch ir Zei| Guräumung von Bortheilen heranzuziehen, welche die Augar-| nun beitung und Debitirung übernehmen, in ſofern der Gegenſtand| im] einen Trangport in entferntere' Gegenden Überhaupt erträgt,| vn Am mebrſten muß man ſich vor der Aufbäufung von viel ſchlech- E EE tem Holze im Forſte oder in Magazinen büten, da man dabey|“ ul. nur zu häufig das ausgegebene Arbeits: und Fuhrlobn verliert,| RE vielmehr immer ſo viel als möglich die Schläge jahrlich aufs| ve zuräumen ſuchen. Sieht man, daß in den kominenden Jahren|< 5 ) dieſe wieder den Bedarf an Nußholz liefern, ſv ſchlägt man|[03 ml das nicht verkaufliche lieber zu Brennholz ein. Iſt aber Hoff-| juoby mig NUng, das, was in dieſem Jahre nicht abzuſeßen yt, iim folgen:) Ne diefe den abzuſezen, ſo läßt man es, wenn irgend die Wirthſchaft| fem Cen und Holzcultur es erlaubt, lieber bis dahin auf dem Stamme| mh UM: ſtehen. EH,| u 19 Das es unmöglich iſt, anzugeben, was man für das eine 06 vder andere Nutßholz fordern tfann, wird in die Augen fallen,] EG Dieß hängt theils von den Holzpreiſen im Allgemeinen av, theils NG. von der beſondern Nachfrage, welche der eine oder andere Ar- pu titel erfährt. die m. G A 13) Rindennußung, Die Benubung der Baumrinden eile mE ' zum Färven, um Gefäße„daraus zu wachen, durc) die Schuh- denmaſe 3 macher zum Einlegen ix die Sohlen, felbſt zur Battgewinnung, dieß theile iſt in Deutſchland zu unbeträchilich, um bier bebandelt werden! der Grid 7. Abſchn. Forſtbenußung, 92919 Uh, Und H(441) ann den 13 zu können. Dagegen gewährt vie Gerberrinde ſehr oft eine "0 NIE ſehr zu beachtende Nußung. Vorzüglich wird die Rinde der Fauſer ens, Eiche von den Gerbern geſucht, obwohl für'einige Arten der "un Lederbereitung, 3. B. däniſch Leder, derjenigen der Saalweide der Vorzug gegeben wird, und die Rinde der Fichten und Birz- ken da, wo die Eichen mangeln, deren Rinde erſeen müſſen, was jedoch nur unvollkommen geſchieht. Velden, aeh 4 Anenahnehg Die geſuchteſte und beſte. Gerberrinde iſt die der Eichen a es bots bay Nieder- oder Schälwaldungen in 12 bis 16jährigem Umtriebe, erte, Wel 4 Ein Morgen davon giebt, gut beſianden, 27 bis 30 Centner, oder ertigung für Ja etwa 90 Gebund 7 Fuß lang, am Stammende 3x Fuß Umfang. nung inf) Zu ihrer Sewinnung wird der Niederwald gehauen, wenn die er, Wie hoh bj Knospen anfangen, aufzubrechen. Das Schälen geſchieht entwe- [el baare Jyih, der am ſtehenden Ho!ze, indem die Rinde unten am Stamme verige Gti, eingekerbt, losgebogen und oufgeſchlißbt, am Stamme aufwärts verden und bis in die Spie ſo los8geriſſen wird, daß ſie an demſelben loſe del mit im hängend tro>nen kann, wo dann erſt das Holz gefällt wird 3 werdende Ny pder es werden täglich nur ſo viel Stämme gehauen, als ge- ng, der(hy ſchält werden können, Die Rinde wird ſorgſaltig gegen Näſſe je Geſhin» geſchüßt, getro>net und dann in Büſchel gebunden vertauft. er feln- Die Eichen: Stammrinde, vom Baumbolze, wird gewöhn: er ſchieden 6 lich in Klaſtern geſeht verkauft. Die Bäume werden dazu eben- ien Oran falls in der Safizeit gehauen, und gleich nac) dem VNbhiebe g2- nicht an 0% ſchält. Es iſi jedoch gut, wenn man dazu warme oder feuchte enn mb Tage wählt, weil ſekbſt in der vollen Saftzeit bey rwroänem kal: a[Les ht ten Wetter die, Rinde ſich ſchlecht vom Stamme trennen läßt. als nm Durch das Schälen vermindert man die Holzmaſſe, gegen Ungez (09200900 ſchältes Holz um 17 bis 20 Procent, und da das geſchälte Breun- tungen! holz gewöhnlich etwas woblfeiler iſt, als das ungeſchälte: ſv muß man bey Brennbolzeichen darauf Rückſicht nehmen, daß die- ſer Verluſt durch den höbern Nindenpreis gede>Xt wird. Bey Nußholz,'wo die Ninde doch verloren geht, iſt es aber immer ratbhſam, ſie vorber abzuſchälen, ſelbſt wenn man ſie nur zum VA Brennholzpreiſe verkaufen kann.")ä< der Die der Rinde kann SET IE man auf 4 bis 6 Klaftern des ſlebtaden Holzes 1 Klafter Rinde da man dN rechnen,. Die Aeſte liefern zwar die beſte Rinde 3; man verliert Orton A durch das Schälen derſelben jedoch den größten Theil des Neis- € Javru)| holzes, Die Rinde wird zu gewöhnlicher Scheitholzlänge ges Menn ehm kürzt, muß aber vor dem Einſepen in Klaftern gut getroFnet ſeyn; 10 at I wobey man Sorge trägt, daß die innere Seite nicht: naß wird. en, Leute du Iche die Audyt der Gegenſlan haupt erfrüßk ſi aber Die Klaftern müſſen, wenn ſie auch nur kurze? Zeit ſtehen„mit RÜDEN einem ſehr beträchtlichen Uebermaaße geſeht werden, da ſie ſich die Wirths mehr als jedes andere' Material ſenken, indem die bey dem f dem Gin Tro&nen muldenförmig zuſammengezogenen Nindenſchalen ſich durch den Druck der vbern Lagen wieder gerade biegen. Eine 1 für das iW lange Aufbewahrung der Rinde im Freyen iſt unthuynlich, da Augen fal in den eingeregneten Klaftern dieſelbe bald verdirbt. inen ab In einigen Gegenden iſt es übli, daß die Rinde nur ge- der anden pubt verkauft wird, d. h, daß, um den Transport zu. erleichtern, Die obere abgeſtorbene NRindenſubſtanz gleich im Walde mit dem . Banik Beile weggenommen wird. Um wie viel dadurch an der Rin= 1 die lil denmaſſe verloren geht, läßt ſich nicht genau beſtimmen, da u un dieß theils von der Dicke dieſer abgeſtorbenen Rinde, theils von Stael<; G AUE ETO; M wert ver Sorgfalt, mit der man ſie ganz oder nur tibeilweis wegnimmi, 220 Forſtwirthſcholz verſchwelt wird, wie es auch wohl jebt jn ganz Deutſchland üblich iſt, Die Anlage eines Theerofens, ungerechnet der Wohnungs- und Wirthſchaftsgebäude des Theerſchwelers, iſt nach der Größe „= / „3 pf niht! zu 6! und da[00] für Guhr: 7 Lit Fab WO heft ſioh" pom Zh, verſchiedens Cubitfus fettem 61 4 Felt 1 des Erin) (eie müſen, 4 Bund -„.„-) ! Wen ANN deßyl, zu EINEN ' Que In NE NL | Gb fers und ö jn,(55 ew aD I" 6,45 1 mm 19 endend 11/00 nv urd Irzl 0017) Js eh Dein 7. Abſchn, Forſtbenugung, 991 [9 wine ne(443) jeden Ant und dem Ziegelpreiſe bald mehr bald weniger koſtbat, wird aber Und Ehl doch nicht unter 100 Thaler zu rechnen ſeyn. Zuſehenden Jh Der Gewinn beſteht im erzeugten Theer und den Kohlen, |, hre Yyfby und da ſowohl die Preife dieſer Producte, als auch die Auslagen / und imay für Fuhr- und Arbeits!ohn außerordentlich abweichend ſind, ſo läßt ſich ſchwer angeben, in wiefern eine ſolche Anlage vortheil- otzüglih 1 Daft iſt oder nicht. Dieß um ſo weniger, als ſelbſt die Ausbeute ute= dm3y vom Theer, nach dem größern oder geringern Harzgehalte, ſehr kien. Nn„Folgende Berechnung würde als Beyſpiel zur Ermittelung 0 Glei han) des Ertrages eines Theerofens dienen können, wobey aber die üchtbam 1 Säße jedesmal den örtlichen Verhältniſſen angepaßt werden e it wm üſſen, 3 ſehr zus 11 Einnahme:: wöhnlid 1) 1 1 Brand von 12 Klaftern 12 Tonnen Theer a 5 Thlr. 60 Thlr. r Kien dh-=-=--- 720 Cyubikf, Kohlen 31100 Cubikf, 3 Thlr. 21= inem On) Summa 81 Thlr. eh Sunſhk Auggabe: yn, Maſh 12 Klaftern Kien zu roden a 1 Thlr. Ä 12 Thlr.= ab, wh deßgl. anzufahren a 12 ſgr, 5+: 6<== ing der WiN deßgl. zu putzen und ſpalten a 1 Thlr.: 12--=- jen das Vio 6 Tage a 6 gar. den Kien einzuſehen-+ 1=- 4% ſar. t man füt, 10 Tage Schwelen und Kohlen auszuziehen Tag (en, bis vir[um und. Nacht 3 12 ſsr.:. SEE-= er geſchält von 2x Klafter Schaalholz a 2 Thlr.„«? ES Summa 41 Thlr. 15 ſgr. Fallen einte Es bleibt folglich, ausſchließlich der Unterhaltungskoſten des 700808112 M Ofens und Geräths auf den Brand ein Reinertrag von 39 Thlr. Borth nw 15 ſar., ſo daß die Klafter Kien dabey noch Über 3 Thlr, Nein- en Füeſiqimh! ertrag ausgebracht würde. iſe hat aN Wo das Theerſchwelen regelmäßig betrieben wird, iſt es 0 wohl am beſten, den Theerofen zu verpachten; wobey es raib- 14, 3) 0. 1 ſeyn wird, folgende Contractsbedingungen zum Grunde zu d) IN AENA egen, im verloſen Der Contract kann auf nicht längere Zeit geſchloſſen werden, uerß, vos als man überſiebt, daß der Theerſchwelex den möglicherweiſe zu Die legt" fordernden Kienbedarf ſicher vorfindet. peil 100 Der Theerſchweler muß ſich die Orte, wo der Kien für Rech- id) Gei nung des Pachters gerodet werden ſoll, anweiſen laſſen, und iſt un Mehr verpflichtet dieſelben erſt ganz rein von allem darin befindlichen „+ brauchbaren Kiene gerodet zu haben, bevor er neue angewieten fte NN verlangen kann. ird EE- Er bezahlt den Kien atf beſten ſo, daß er für jeden Brand Oj eine gewiſſe Summe entrichtet, die der Quantität des Holzes, „preid) zu 77 welche der Ofen faßt 4 iſt; entweder den wangen> c angemeſſen iſt, wozu man! Mun cubiſchen Inhalt des"innern Raumes berechnet, oder denſelben 8 aud) durch Probefüllungen ermittelt. her Bohn! Der Ofenzins muß jedesmal erlegt werden, bevor das Schwes + nad“m den beginnt, “A / 922 Forſiwirthſchaft. (444) .„Jeder Verkauf von Kien von Seiten des Theerſchwelers wird nicht bloß wie eine Holzentwendung Überhaupt betrachtet, ſondern berechtigt auch ven Verpachter, in ſofern er erwieſen(11 ſofort den Pachtcontract aufzuheben. Die Unterholtung des Ofens und aller Geräthe muß der Pach- ter auf ſeine Koſten übernehmen, und zur Sicherung des Ver- pachters, binſichts der Rü>gewähr deſſelben im brauchbaren Stande, eine verhältnißmäßige Caution beſtellen. Das Schwelholz bezahlt derſelbe nach der Forſttaxe. Er iſt verpflichtet jedes Jahr eine beſtimmte Zahl Brände zu machen, und der. Pachtcontract läuft mit jedem lezten Dec, zu Ende, wenn er dieſer Beſtimmung nicht genügt bat; wogegen er aber auch gleichmäßig befugt iſt, den Kien für eine gewiſſe Anzabl Brände zu fordern.; Alle Augsgaben und Arbeiten, welche das Theerſchwelen ver- urſacht, fallen dem Pachter ohne irgend eine Ausnahme zur Laſt, Ob der Pachter, in Ermangelung abgefaulten Kienes, auch verpflichtet iſt, ſich friſche Stücke anweiſen zu laſſen, muß feſtge: ſept werden. Das HarzſcharreninFichtken kann nur in ſolchen-Wäl- dern, wo das Holz. gar keinen Werth bat, ſo rückſicht glos be- trieben werden, daß alles Holz ohne Augnahme, und ſo lange Zeit, bis es ſchadhaft zu werden anfängt, auf Harz benutzt wird. Wo Nutholz verkauft wird, beſchränkt man ſich auf die Verwun: dung und, Benutzung des Brenn: und Kohlholzes, und auch in Hinſicht der Zeit auf die letzten 8= 10 Jahre vor dem Abtriebe, Man kann annehmen, daß, wenn man in 8 Jahren viermal Harz ſcharrt, im 120jährigen/ gut beſtandenen Holze, wovon x der Stämme als Nubpholz geſchont werden, in Summa auf'dem Morgen etwa 23 Ceniner Pech gewonnen werden können. Koſtet der Centner 7 Thir., ſo wäre dieß ein Bruttoerträag von 15 Thir. 22 fgr. 6 pf. Man kann die Bereitungskoſten etwa zu 17 Chir. pro Gentner rechnen, 2% Cinr. alſo ZU 3-Thir; 11 ſar. 3 pf., ſo daß für ein viermaliges Scharren des Brennholzes auf einem Morgen etwa ein Neinertrag von 12 Thlr. 11 ſgr. 3 pf. zu ex- warten wäre, der ohne weſentlichen Nachtbeil bhinſichts der Güte des Brenn: und Kohlholzes gewonnen werden könnte. Sollte eine Kienrußhütte zugleich mit der Pechbütte verbun- den ſeyn, ſo würde noch auf 20 bis 25 Pfd. Kienruß pyro Mor- gen zu rechnen ſeyn, welche 1 Thlr, 8 bis 12 gr. als Reinertrag bringen können, und der Gewinn würde ſich dann noch um ſo viel erhöhen, Auch die Nußung auf Pech wird am vortheilhafteſten ver- pachtet, und würden dem Pachtcontract folgende Bedingungen zum Grunde zu lezen ſeyn: Es werden dem Pachter eine beſtimmte Zahl Bäume von ei- ner beſtimmten Di>e, wobey nur das Minimum angegeben wird, zum Harzſcharren angewieſen und angeſchlagen, welche ex allein benußben darf,; Jeder dieſer Bäume darf nur Ein Jahr um das andere auf Harz benußt werden und nur eine gewiſſe Anzahl Lagten von genau beſtimmter Länge und Breite, bey deren“ Anfertigung der ----= ar ( Gi 200 ; Doch 1! gemäß zum| weide gewielen 1 Ds / Ji 8 ventariums! De 3. (ung eer! fis pränum! zu G wan an aus 10009 wonnen 14 64 wert Vinf * per a08 Fa finde(inf 4 hthiid| 4) eQ Diebes, I Umſere Auf mevern Zeit 8 fihun vi wi we der Aid Bod die Inwor n06 8 Perdienen y | ; uh Weiden] Aut, Frübin Gewin 1h Dewinter aß Wr Galli e Wit Onvj Witung an * Aöreſig Gutter N AIMEE 7. Abſchn. Forſibenutzung. 993 ;(445) WAlp Splint des Baumes durchaus nicht verleht werden darf, ſind eue benfy geſtattet. H ener fi 2 Doch ſoll auch dieſe feſtgeſebte Zahl von Bäumen, die dein ' gemäß zum jährlichen Scharren beſtimmt ſind, ſtets voll erhalten ahem bey werden, ſo daß ſo viel, als dazu nöthig ſind, immer neue aus2 Sicherung di 1% Sewieien werden. GIRL ILISET; "ib andy Das Scharren ſelbſt muß im September beendigt ſeyn. TEM NIN Alle Koſten des Geſchäfts, ſo wie die Unierhaltung des Ins ' Terſitn, ventariums, trägt der Pachter,; "io zh Die Zahlung der Pachtgelder geſchieht, nach erfolgter Beſtek- : jedem lehty) lung einer hinreichend ſichernden Caution, in halbjährigen Ras mügt(af tis pränumerando. j; jen für deg Zur Grundlage eines zu ſchließenden Pachtcontracts kann / man annehmen, daß Ein Baum etwa 1 Pfund Harz giebt und aus 100 Pfund Harz 36 Pfund Pech und 6 Pfund Kienruß ge [d.4'; 5 E EU wonnen werden können. 1 Es werden zwar noch der Saft der Birke zur Bereitung des alten m Birkenweins, die Holzſäure zur Eſſigfabrication, mancherley Rin= leſſwnviiy den als Färbematerial benutt, es ſind jedv< alle dieſe Gegen- NEN, ſtände hinſichtlich der daraus zu ziehenden Forſieinnahme zu un- En beträchtlich, um veranlaßt zu werden, ſie hier zu behandeln. 0 rüde 15) Die Benutzung der Baumfrüccte, ) Mi.-% 7 e“ S hm, 44h Die Eicheln und Bucheln zur Fütterung und Maſtung des | Harz bem!;!| g L ch auf I Viebes, letztere auch zur Oelgzewinnung, verdienen vorzüglich Alo, md unſere Aufmerkſamkeit. Es hat zwar die Maſtnußung in, der i IFED am neuern Zeit nicht mehr den hohen Werth, wie früher vor Ein- m 0 Wpnl ie Zz< KC..m ive ce vordem führung der Kartoffeln und als der A>erbau verhältnißmaßig nm 8 Jahnn weit weniger Nahrungsmittel zur Ernährung und Fettmachung en Dole, der Hausthiere darbot; doch iſt dieſelbe vorzüglich da, wv der in Gua a! Boden die Augsdehnung des Ackerbaues nicht geſtattet, häufig den fön, d! immer noch eine ſehr beachtungswerthe Nutzung, Die Eichein verträg vu 13U verdienen dabey ſehr den Vorzug vor den Bucheln, indem das nem Bieh ſie nicht nur lieber und anhaltender frißt, ſondern auch fet- (9, MM 30 ter davon wird, die Schweine auch beſſern Spe> erhalten, Eine nol auf aus beiden Fruchtarten gemiſchte Maſt, iſt jedoch ebenfalls ſehr VENEN gut. Früher wurden ſie beynahe ausſchließlich zur Mäſtung der [bini 8 Schweine benutt, in der neuern Zeit, wo die Schafzucht viel bes nm fön), deutender geworden iſt, verwendet man ſie jedoch auch häufig . Behbätte m zur Stallſutterung für Hammel und Mutterſchafe, oder hütet Gimig m ſie mit ihnen auf. Vorzüglich die Eicheln bieten dieſer Vieh- u 35 gattung ein eben ſo geſundes, als nahrhaftes Futter dar, was Nam ns) die Körnerfütterung vollkommen erſebt. Nur müſſen ſie bey der Stallfütterung gut getrocknet ſeyn und ſich nicht erhitzt haben, auch nur immer in mäßiger Quantität gefüttert werden. Man nutzt die Maſt 1) durch Verpachtung, 2) durch Einfähme, ortbeilhaftm ende Des 6 Baume 5; Eo 3) durch Verkauf der geleſenen Früchte. 5 well! 7. In ſofern der Waldbeſiter nicht eigne Viehheerden hat, mit "1 zae denen derſelbe die Maſt benutzen kann, wird in der Regel die „des nde! Verpachtung, vorzüglich, wo ſie an die Weideberechtigten erfol: zahl Dy( gen kann, die gewöhnlich das Gras mit bezahlen, am vorideil: 115 1.2.2006 y 0 Anfertigen 224 Forſiwirthſchaft. (446) Hafteſten ſeyn, Die Maſt wird dann mit den wenigſten Koſten und auc< am vortheilhafteſten für die Schweine zu gute gemacht, indem die Pächter weder Stallung erbauen, no- ſicht auf die Menge der vorhandenen Maſtfrüchte, und des durch ſie feit zu machenden Viehes. Es feblt zwar nicht an Beſtim- mungen über die Menge derſelben, die bey voller Maſt in ei- nem vollbeſtandenen Walde zu er.varten ſeyn ſollen, So rechnet man für 100 Wellen bey voller Maſt 30 Scheffel Eicheln und im Buchwalde 7x Schfl. Bucheln, und da es nicht ſchwer ſeyn würde, die Reiſigmenge der maſttragenden Hölzer wenigſtens annähernd zu beſtimmen, ſo würde ſich auch nach dieſem Sate die bey voller Maſt vorhandene Quantität Eicheln und Bucheln, leicht angeben laſſen. Doch iſt theils der Ausdruck ,, volle Maſt“ ſchon et-- was ſchwankendes, theils tragen verhältnißmäßig freyſtehende alte Stämme weit mehr, als jüngere, im Schluſſe erwachſene, theils kommt es oft nicht allein auf die Menge der Früchte, ſon» dern auch auf ihre Güte, auf die vorhandene Erdmaſt an, und der- gleichen Dinge mehr, ſo daß ſolche“Säße durchaus nicht brau)» bar für die Beſtimmung des Pachtzinſes ſind. Mebr Sicherheit ſoll die Maſttaxe gewähren, indem jeder Baum beſichtigt und die darauf vorhandene Fruchtmenge ange: ſprochen wird. Auch bey ihr ſind jedoch Täuſchungen nicht ſelten, Theils iſt es ſchwer, ſich ein richtiges Urtheil über die Menge der Maſtfrüchte, welche auf einem Baume bängen, zu bilden, da man nur ſehr ſelten Gelegenheit'hat, es aus der Erfahrung zu berichtigen, theils kann man bey hohen, dicht belaubten Bäumen nicht einmal die im Wipfel hängenden Früchte gut ſehen, viele Früchte ſind oft taub und wurmſtichig, viele gehen verloren, weßhalb auch die Meinungen der Taxatoren bey der Schätzung der Maſt oft ſehr abweichend ſind. Es iſt zwar allerdings wohl nöthig, ſich durch eine genaue Beſichtigung des Waldes jzu unter- richten, wie viel Bäume und in welchem Maaße ſie fruchttragend ſind; man wird jedoch dabey nie die Erfahrung früherer Jahre, vorausgeſeht, daß der Vorrath der alten Maſthölzer ſich nicht be: achtungswerth geändert hat, außer Acht laſſen dürfen, um danach zu beſtimmen, wie viel Schweine wohl in einem Walde gemäſtet NE fn, u| Zucheln,/ jößende& dew Nan ven Dube aine pullet“4 aun M" Zy(1 liner Nl EN NO! ls Naps der Ge « Quögeheng Ginko gum MEL 17] NDL m, vL wm fahrung Du daß die Fil wohner di fer Gtadt D ſini 95 | WWB die E05 gettiehen I hahe def (mird oy eva 5: fs nötD NN 36 UN Men unter Ne 0 "ve H ht Buchen 7 82 1 | Turgot ted mug WI unt (Ot Mpen ven Ga) Weihen, Dy Ang WH' verlehen, tachten 0) effennen,| Mrd, da| | Jovi 7. Abſh. Das Hirtienlobn) früchte, 100) wird entweder im Tagelohne bezahlt, oder er bekommt etwas 92: zum jet, wiſſes pro Stü, gewöhnlich 3 bis 3x ggr., wofür er dann die anfangen zu! Beybirten halten mus, Außerdem erhält er das Recht, zwey gen Freyſchweine und jeder Beyhirte Eins mit eintreiben zu dürfen. hegen, 3 Müſſen die Schweine im Walde aufgeſtallt werden, ſo wählt md Gus; man für die Bucht, in. welcher dieß geſchieht, einen tro>nen Fle> oden aui) 3) womöglich in der Mitte des Maſtreviers, nicht zu entfernt vom wait beſer Waſſer. Für 3 Stück muß eine Quadratruthe Naum ſeyn, und pmfices du 7 außerdem ſind noch einige kleinere Ställe für etwa krank wer- damit je fd dende und deßhalb abzuſondernde Schweine einzurichten. So- Benn ur 6 | bald ſehr häufig Maſt gemacht wird, thut man am beſten, die eingefähme 07 Bucht mit Palliſaden oder Staken feſt einzuzäunen, die dann zU-|ü om immer gleich als Acer genutt werden kann; bey ſelten Statt findender de Ku Fähme genügt man ſich mit einem feſten, 5 Fuß hoben Stangen- wih 06 vd zaune. Wöchentlich zweymal müſſen die Schweine des Morgens M6 Del aus der Bucht, von dem Forſtbedienten einzeln ausgezählt wer:| Mur den, damit man ſich überzeugt, daß weder welche fehlen, noch mehr; and Zur ſich in der Maſt befinden, als bezahlt werden. Ih vf Dem Hirten, welchem eine Hütte neben der Bucht erbaut| de) Il, ZU werden muß, die er bewohnt, ſo lange die Maſt dauert, iſt fol:| ablen Seu 17 gende Inſtruction zu ertheilen:| 0 WD 1) Er muß für die Schweine haften und jedes nach einer für| eheſt wird] die verſchiedenen Srößenclaſſen ſchon voraus beſtimmten Taxe| gele Za ſchul bezahlen, was ihm fehlen würde. Stirbt ein Schwein, ſo wönliden DU muß dieß nicht bloß ſogleich angezeigt werden, ſondern es OMmihlen zel iſt auch die Haut deſſelben aufzubewahren, um ſie dem Eis gehbſen weft 9 genthümer vorzeigen zu können, vi Beſch 2) Jedes kranke Schwein iſt ſogleich von den geſunden abzu- 8 Nttudl ſondern; und dem Forſtbedienten davon Anzeige zu machen, um nehm"“ es nütbigenfalls dem Eigenthümer zur beſſern Pflege zurüc-| j fen, und OH geben zu können,; Py) 3) Außerdem iſt durchaus kein Schwein einzeln eher zu verab- vhm] folgen, bis die Maſt überhaupt aufgehoben wird. 17 Ou] 4) Jeden Tag muß die Heerde dreymal, Morgens, Mittags Mn rag und Abends zu Waſſer geführt werden,| Pz a ſeht lanpa7] entſteht, haftet der Hirte, ſo wie auch derſelbe das gewvdn-| und Ziegen 1 |( liche'>fandgeld entrichten maß, wenn er Schonungen vehü-, Ute, erndh tet, in die ihm der Eintrieb unterſagt iſt,;| in Deuthle | 1| 90 5) Zuerſt ſind die entferntern Maſtfrüchte, vorzüglich, wenn in 00m der ihnen Entwendungen zu fürchten waren, aufzuhüten, die| nähern bis zuleßt zu ſchonen. Die Heerde darf Übrigens nie| Uff zu lange auf einer Stelle gehalten werden, ſondern der Hirte 434 muß ſie, langſam weidend, ſo ziehen laſſen, daß ſtets ein| 46] Wechſel der Nahrung, Statt findet.| 341,7 6) Für Schaden, dex durch Umbrechen der Wieſen oder Ae>er| 2 | da Veh, u; onder Ea do| DENN DEN, Und eh ihpH bitten; Doh hi u, Dj Anti ee be dM. «+ Wofüt ben er da ed, eintreiben 39 Mh allt wetden, dy Ef, einen trocnn" micht ZU fm jtbe Naum(ot. 1) für ebw bnlen ve einjundn& . Wan am by 1 zäunen,) ſelten Gly d Fuß he) Shwein) Uhgeln a elche fohlen, mod Den, ven der Dude abw Maſt hunt, ih /" ) jedes naß dat raus befind Irbt eln Gil, Werden, Jander ren, um fe hem | den gefunden drs mielge Bum geſſen Dfepe ju nzeln eher zu 00 ben wi, Morgens I vorzüglid, 1m? 1, aufguhlien » daf WO „onder du en, das Ie! Bieſen ue Im felbe das gew! Schonungen 7, Abſchn. Forſtbenußung, (449) Die Nachmaſt, welche beginnt, ſobald die zuerſt einge» triebenen Schweine fettgemacht worden ſind, erſtre>t ſich ges wöhnlich mehr auf die Ernährung, als Mäſtung der Zuchtſchweine und der jüngern Thiere, die zum Cinſchlachten für den Tünftigen Herbſt. beſtimmt ſind. Der dafür zu entrichtende Maſtzins iſt deßhal9 auch ſtets" niedriger, als der für die Hauptmaſt. Jhre Dauer richtet ſich nach der noch vorhandenen Menge dex Maſt: früchte, hängt auch wobl von„der Witterung ab. Länger bis zum Februar, oder ſpäteſtens bis zu der Zeit, wo die Eicheln anfangen zu keimen, iſt fie jedoch nicht anzuſetzen. Wenn man Gelegenbeit hat, die geleſenen Eicheln an Schäfe: xeybeſiter, Fleiſcher in den Städten, Viebhändlex, Gaſtwirthe an den Straßen, wv ſtarke Schwein: und Hammelheerden treiben, vder) auch zur Stallmaſt, zu verkaufen, ſo werden ſie häuſig weit beſſer bezahlt, als bey der Fähme. Man muß- dann nur, hinſichts der Rufbewahrung derſelben eben ſo ſorgfältig verfahren, damit ſie ſich nicht erhivben, als bey vberjenigen der Sameneicheln,. Wenn nur Sprangmaſt iſt, ſo daß nur eine geringe Zahl Schweine eingefähmt werden könnten, iſt das Leſen und der Verkauf der Eicheln immer vorzuziehen, Die Benutzung der Bucheln zu Oel iſt ſehr zu empfehlen, da ſie ſich gewöhnlich dabey beſſer bezahlt machen, als durch die Maſt. Die Bucheln geben 12 Procent klares und 5 Procent trüs bes, nur zum Brennen taugliches Oel, oder vom Scheffel etwa 5 Pfund klares Speiſeöl und 2 Pfund Brennöl. Sie müſſen kalt geſchlagen werden, wenn das Oel zum Speiſen benubt werz den ſoll. Dieß wird dann auf Flaſchen gefüllt, in einem tro>nen kühlen Keller aufbewahrt, um es mehrere Male abklären zu könz2 nen, ſo daß der Bodenſatz zurü&dleibt, indem das klare Oel abe gegoſſen wird, wo es ſich dann in gut verpichten Flaſchen läns gere Zeit ſebr gut aufbewahren läßt, und im Geſchma&> dem ge- wöhnlichen Provencersöle wenig nachgiebt. Daß da, wo es in Oelmühlen geſchlagen wird, in denen man gewöhnlich Lein oder Rübſen preßt, neu? Tücher angewandt werden müſſen ,- um ibm keinen Beygeſchma> zu geben, iſt wobl kaum zu bemerken nöthig.= Die Oelkuchen der Bucheln zu Viehfutter zu benutzen, iſt nicht rathſam, da ſie namentlich für Pferde, giftige Eigenſchaften bes ſiven, und ſchon mehrmals Vieb davon geſtorben iſt. - Von den übrigen Waldfrüchten ſind die Haſelnüſſe no die beachtungswertheften, Gewöhnlich werden den Leuten, welche ſich mit ihrer Sammlung beſchäftigen, gegen einen feſtgeſetzten Zins Zettel dazu ertheilt, wobey aber das Zerbrechen und Heruns terreißen der Sträucher ſtreng unterſagt ſeyn muß. ] 16) Benubung des Laubes, Sie findet in doppelter Art Statt: 1) zu Viehfutter, 2) als Düngungsmaterial,: Zu 1. In den nördlichen Gegenden, wo das Futter bey einem ſehr langen Winter oft mangelt, werden zwar Rindvieh, Schafe und Ziegen mit den Nadeln der Kiefer und Fichte, als Winter? futter, ernährt; dieß wenig Nahrung WOL Futter iſt jedoch in Deutſchland nicht üblich, Man beſchränkt ſich hier darauf, YK 29 227 228 Forſtwirthſchaft. (450) vorzüglich für Schafe und Ziegen, entweder das Laub verſchiede: ner Holzgattungen im Auguſt und, September in den Niederwäl: dern abzuſtreifen, oder die Kopfhölzer in dieſer Jahreszeit zu bauen, um das getro>nete Laub im Winter vorzulegen, welches vvn einigen Holzgattungen hinſichts ſeiner Nahrhaftigkeit dem guten Heu ganz gleich zu ſeten iſt. Man kann, in Bezug auf dieſe, den verſchiedenen Laubhöl:| zern folgende Rangordnung anweiſen: Ulme ,- Eiche, Haſel, Linde, Hainbuche, Buche, Erle, Die Eſche, der Ahorn und die Roße- kaſtanie würden zwar ein gutes Futterlaub geben; doch erſchwe» ren die ſtarken Blattſtiele das Trocknen deſſelben ſebr; und da die Blätter nur in den Zweigſpiten ſien, ſo ſind ſie eben ſo ſchwer zu ſtreifeln, als an den Zweigen bey dem Schneideln des Holzes zu erhalten, wozu ohnehin dieſe Holzgattungen ſich nicht gut paſſen. Grün giebt auch das Laub der Eſche der Butter einen ſehr unangenehmen Geſchma>, und es iſt zu bezweifeln, daß es ſich getro>net zum Kuhfutter paſſen würde. Das Bir: kenlaub frißt das Vieb nicht gern, Das geſtreifelte Laub, welches no< keinen Froſt bekommen haben darf, wird wie Heu getro>net, und dann auf Böden auf- bewahrt. Die geſchneidelten Zweige werden in nicht zu große und nicht feſte Reiſigbüſchel gebunden, und im Freien aufgeſtellt, bis das Laub getro>net iſt. Dem Viehe vorgelegt, frißt daſſelbe die Blätter ab, und das Reisholz wird dann zum Brennen bes nußt. In Gegenden, wo die Wieſen mangeln, kann die Anpflan- zung von Schneidelhölzern zur Laubgewinnung dieß ſehr erſegen, und den Schäfereyen ein vortreffliches Futter liefern. Jn der Lontibardey wird eine Menge Vieh dadurch allein erhalten. Zu 2. Die Sammlung von Moos, Nadeln, Laub, um den fehlenden Dünger zu erſezen, iſt bekannt, und am andern Orte ſchon davon gehandelt, weßhalb wir es hier übergehen. „Es iſt immer zu wünſchen, daß eine Wirthſchaft ſo eingerich: tet iſt, es entbehren zu können, um den dadurch im Forſte un: vermeidlihen Schaden zu verhüten, Achter Abſchnitt. Vom Transport des Holzes, Man theilt den Transport des Holzes ab in: 1) denjenigen zu Lande, 2) denjenigen zu Waſſer. Von dem leßtern geht dem Waldeigenthümer und Forſtbe- atmten nur die Schwemmerey und Flüßerey auf kurze Entfernun- gen an, da die Erbauung der größern Flöße auf ſchiffbaren Flüſ:- ſen ganz außer dem natürlichen Wirkungskreiſe deſſelben liegt, indem ſie theils Kenntniſſe verlangt, die der Forſtwirth nicht Ge: legenheit hat zu erwerben, theils ihn aus ſeinem Reviere ent- fernen würde. Wir beſchränken uns daher auch ſtreng auf dieje- nigen Gegenſtände, welche in der gewöhnlichen Forſtverwaltung vorkommen, l | | | | | | | A: | uf nig fe Dt wobei! WE NO WE om ves Zu (00 bis 13000 zugleich NE achtet: fall als mp KE We Dere phate 004100 M vit 4 w6, N verdient aug Führung de 0 fen Fall Der 3 fhren wird X 9a(€ 1 ahd wn ve ie Rhtluigh gefährlichen 1 WTE ober der Zun 18 in. 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(451) 1) Der Landtransport, Auf ganz kurze Entfernungen werden in kleine Theile zer» legte Hölzer, ols Klaftechvlz, Spalthö!zer u, ſ. w., gewöhnlich woblfeiler durch Menſchen auf Schubkarren und Schlitten fortz eſchafft, als durch Anwendung von Zugvieh, indem bey die- er das Auf- und Abladen zuviel Zeit raubt. Daſſelbe gilt für dieſe Hölzer von dem Transporte an ſteilen Hängen, wo man erſt fahrbare Wege herſtellen muß, und doh das Anbrin- gen des Holzes an dieſe nicht würde vermeiden können. Auf welche Entfernungen der Transport durch Menſchen wobhlfeiler iſt, läßt ſich nicht genaw beſtimmen, da dieß ſehr von dem Vers hältniſſe der Löhne der Handarbeiter und Fuhren abhängt. Doch wird in der Regel das Ausgsrü>erlohn aus den Schonungen auf 100 bis 150 Schritt durch Holzhauer wohlfeiler ſeyn, wenn man zugleich den größern Schaden durch Zugvieh und Wagen bes achtet. Um die Anfuhre von Holz auf weitere Entfernungen ſo wohl: feil als möglich zu haben, iſt zuerſt die Herſtellung der Wege, ſo weit ſie von dem Forſt- manne abhängt, unerläßliches Bedürfniß. Sehr ſchlimme Wald- wege drücken überhaupt die Holzpreiſe ſehr herunter, und das, was im 6. Bd.(S. 392) hinſichts ihrer Erhaltung geſagt iſt, verdient auch ſchon deßhalb Beachtung. Hierzu kommt noch die Führung der Wege längs der ſteilen Hänge hin, um den zu gr9- ßen Fall derſelben zu vermindern. Ein Weg, der'mit Laſten be» fahren wird, darf auf 100 Fuß Länge nicht über 5 bis 6 Fuß ſteigen. Er muß dabey von Zeit zu Zeit wagerechte Ruhepläte, auch den nöthigen Raum haben, damit an beſtimmten Stellen die Fuhrleute ſich ausbeugen können. Die nöthigen Barrieren an gefährlichen Abgründen, oder die Einfaſſungen durch Baum- ſtämme, welche dazu beſtimmt ſind, das Schleudern der Schlitten oder der Langhö1lzer zu verbindern, dürfen ebenfalls nicht mans geln. An dieſe Wege muß das Holz ſo herangefahren werden, daß die Wagen und Schlitten bequem laden können. Nan hat zwar noch eine Menge Mittel, das Holz in ſteilen Bergen her= unterzuſchaffen, als Rutſchen, Röſen, Kähnelwerke, Schmierwege u. dgl. 3; wir übergehen ſie jedoch bier, da der Privatforſibeſiter, für den dieſe Schrift vorzüglich beſtimmt iſt, ſelten in der Läge ſeyn wird, ſich ihrer zu bedienen, ohne zahlreiche Kupfer keine deutliche Darſiellung möglich iſt, und eine Menge Schriften, unter andern: Handbuch für Holztransport von Jägerſchmid, Karlsruhe 1827, umſtändlich davon handeln, auf welches wir für die ſeltenen Fälle verweiſen, wo eine Kenntniß, dieſer Anſtal- ten wünſchenswerth erſcheinen ſollte. Eine andere Rükſicht verdient die richtige Wahl der Ja h'= xeszeit. Im Winter, wo bey Schlittenwegen und Froſtiwetter große Laſten mit geringem Kraftaufwande fortgeſchafſt werden können, wo die Ackerarbeit ruht und das Zugvieh des Land» manns unbeſchäftigt iſt, hat man gewöhnlich das wohlfeilſte Fuhrlohn. Doch tritt auch noch ein Zeitpunct zwiſchen der Saat und Erndte ein, wo es häufig möglich iſt, Fuhren zu erhalten. In ſofern Holz zu trangportiren iſt, weiches mit den ges wöhnlichen Wagen und Schlitten weggeſchafft werden kann, fah» 29* 229 Y 230 Gorſiwirthſchaft, (452) ren unſireitig die anwohnenden Landleute ſtets am wohlfeilſten, da ihnen die Anfuhre keine beſondern Ausiagen macht, und ſie mit einem geringen Rebenverdienſte zufrieden ſind. Wo jedoch ſtarke Schiffbau- oder ähnliche Hölzer anzufahren ſind, welche theils ungewöhnlich ſtarke Wagen, auc< wobl eine beſondere Kenntniß der Behandlung des Fuhßrweſens dieſer Art nd:hig machen, muß man die- Anfuübhre einem Unternehmer übertragen, welcher im Beſitz der nöthigen Mittel dazu iſt. Trocknes Holz iſt in demſelben Berhältniſſe wohlfeiler zu fahren, wie grünes, wie es an Gewicht durch das Augtroc>nen verliert. Ruch ſind einige Hölzer ſchwerer, wie die andern. Wie viel ein Paar Pferde oder Odyſen laden können, iſt natürlich nicht anzugeben, da dieß von der Stärke des Zugviehes, dem Zuſtande der Wege und der Entfernung abhängt; doch wird es nicht überflüſſig ſeyn, das Verbältniß der Laſt der gewöhnlich vorkommenden Hölzer anzugeben. Wenn ein zweyſvänniger Wagen eine Klafter trocknes Ei: nen zu können, Das Aufſezen an der Ablage oder auf dem Einwerfeplatze muß ſo Statt finden, daß man zwar gegen jede Wegſchwem- mung des Holzes geſichert iſt, das Holz jedoch ſo nabe und be- quem ſteht, daß es raſch hinter einander eingeworfen werden Xann. Je mehr man es zuſammenhalten kann, wobey ſich von ſelbſt verſteht, daß nicht mehr eingeworfen wird, als das Waſ: ſer bequem faſſen kann, ſo daß man ſicher iſt, daß das Holz ſich nicht ſtopft, deſto weniger Koſte: macht die Flöße, Vor«- züglich wichtig iſt dieſe Regel bey aufgeſammeltem Flößwaſſer, ws es darauf ankommt, den ganzen Waſſervorrath möglichſt zu enuben, Die beſte Jahreszeit zur Flöße iſt das Frühjahr, nachdem aller Schnee geſchmolzen iſt, ſo daß man weder ſehr großes Waſ- ſer zu fürchten hat, noch auch ein ſehr niedriger Waſſerſtand„zu erwarten iſt, weil die Winterfeuchtigkeit dieſen noch unterhält, Das Einwerfen bey hobem Waſſerſtande iſt nur bey denjenigen Flüßwäſſern rathſam, bey welchen ohne denſelben nicht Waſſer genug vorhanden wäre, Außerdem bat man Grund, ihn zu ver- meiden, indem dabey das Holz leicht über die Ufer geworfen wird, bey dem Fallen des WaſſerL viel liegen bleibt und eine FXoſtbare Nachflöße eintritt, ſelbſt auc< das Auffangen des Hol: zes gefährlich oder doch veſchwerlich wird, ( ph€ pfrede'D die Unter IE vj jew wbt wm au [4] unben(16 zu(iſe D hehe! ve GA tſet 196 Gnde 33 nehmen, NE | uner eis Veben | frunder 196 NET Gefäſs 8 Foch Dinter 11 087“ Rhue be nE der Holtfuny 03 Ho "Wo das iy ht, Ier, Hilla p; en Beſchidiym vohl Wogen 3; Flößer 1,40 rh das Git en iſt, M0) ne ebefft elan un ür H, DANN ſehr vin frifft,[00 nh; auc iſt brüchiges)) ot dem Flij dh ſtehend, js | Ginwerfepltt de Wegſchwat o nabe und worfen werd wobey fich 1 daß das A) ie Fl0ßt, ZU ber FIF eh Mö pjaht) nuch" hr gj Baſit voc unter" bey enn n: nid(M nd ihn ul Ufer gew! leiht und 7 ngen des yy 8. Abſchn. Forſtgeſ<äfte im Monat Auguſt, 233 (455) Die Nachflöße, d. b. die Begleitung des zuletzt eingeworfe- ne? Holzes durch Arbeiter, die mii Flößhaken zum Fortſtoßen d:s Holzes verſehen ſind, muß ſo raſch als möglich erfolgen, um das ganze Geſchäft bey gleichmäßigem Waſſerſtande zu beendigen, Bey der Schwierigkeit, die Arbeiter hinſichts ihrer Thätig-- keit controlliren zu können, iſt es am vorkbeilhafteſten, die ganze Flöße in Verdung zu geben. Gewöhnlich wird dabey ein gewiſz= ſes Quantum als Senkbolz accordirt, ſo daß für den Ueberſchuß der, nach Abrechnung deſſelben, ausgeſeht wird, der Unternehmer eine Tentieme erbält, dagegen aber auch erſezen muß, was feblt, Auf das Schwinden des Holzes kann 3 bis 8 Procent Verluſt am Volumen gerechnet werden, die böber3, Sätze dieſer Angabe entſtehen jedoch nur dann, wenn ſich v. ſtarke Rinde ablöſt. Unter ſebr günſtigen Verhältniſſen, d. b. vey einem ſehr guten Flößwaſſer, Sicherheit gegen Entwendungen, leichtem, klar ge- ſpaltenem Nadelholze, iſt oft gar kein Verluſt an Senkholz z ex kann aber unter ſehr ungünſtigen auch bis 15 Procent und darü ber ſteigen.== Für einen Unglücksfall, z. B. den Bruch des Flößrechens bey eingetretenem ſehr hoben Waſſerſtande können die Unternehmer nur dann haften, wenn ihnen nachzuweiſen iſt, daß ſie denſelben, bey gehöriger Sorgfalt und Thätigkeit, hätten verbüten können, oder wenn ſie ihn etwa durch unrichtige Wahl der Jahreszeit ſelbſt veranlaßt baben. Für Beſchädigung der Ufer, Mühlen, Schleuſen, angren=- zenden Grundſtü>e, müſſen ſie dagegen haften, und den dafür zu leiſtenden Erſatz aus eigenen Mitteln tragen. Ueber die Höhe der für die Klafter u. ſ. w. zu bewilligens den Säte kann zuletzt allein eine ſorgfältig geleitete und con= trollirte Probeflößerey Austkunft geben, wenn man nicht im EDEN iſt, die Data dazu aus den frühern Nechnungen zu ent- nehmen. Unbemerkt kann auch zuletzt nicht bleiben, daß die Fiſcherey unter dem Flößen ſehr leidet, und daß ſowohl der Eigenthümer derſelben darauf zu achten hat, als auch leicht Reclamationen fremder Beſitzer und Pächter entſtehen können, die nach ihrem möglichen Umfang gewürdigt werden müſſen, bevor man das Geſchäft neu einrichtet, Forſt- und Waldgeſchäfte im Monat Auguſt, Forſtſachen. In den Samenſchlägen ſind die im künftigen Winter und Frühjahr nachzuhauenden Bäume augzuzeichnen, - In den höhern Gebirgen kann zu Ende des Monats die Fichtenpflanzung beginnen, Ueberhaupt können zur Herbſtpflans zung die Löcher gemacht werden, in ſofern der Boden dieſe Vor» arbeit geſtattet. Die Fichten- und andere Pflanzkämpe ſind vom Unkraute zu reinigen.=- Nach warmen Sommern und in zeitigen Jahren, kann in der Ebene zu Ende des Monats gez- wöhnlich reifer Birkenſame geſammelt werden. Weidenwerder können durc) Stecklinge angepflanzt werden. In Kieferforſten iſt darauf zu achten, ob der Kieferſpinner ſich vermehrt hat, und wenn dieß der Fall ſeyn ſollte, ſind die befallenen Orte mit Raus 234 eaſy 8. Abſ:; In den Gebirgen iſt die Aufſicht auf die Sammler der Hin: Heeren u. ſ. w. nöthig, das Laubſtreifen findet gewöhnlich jetzt Statt, die Köhler bedürfen fortwährender Controlle, eben ſo" NENNE wo das Einbinden des Getreides in Wieden| üblich iſt,::| Die Maſt muß in der Mitte des Monats unterſucht und 4 nöthigenfalls taxirt werden, um den Hütunggsberechtigten die(in Preußen) mit dem 24ten Auguſt eintretende Maſtſchonung in der Zeit bekannt machen zu können.. j Die Etats hinſichts des Einſchlags für das künftige Jahr können nun angefertigt werden, da man ſowohl die verbliebenen Ä Beſtände, als auch den möglichen oder nothwendigen Einſchlag( K wird überſehen können. Bey dem Mähen der Wieſen und dem| m A>ern der Brachfelder, ſind die Grenzen fleißig nachzuſehen,|| Bild? damit ſie nicht verlept werden, Fri m, Bm hens Mi kam, del 8 wit in vd! Holz habihts Diele zu 4 WeNahg| ufwert'a 3 MN WE, M) ſchieben Syn rodut rh) ertlid) 419 ) jeh fein ie | Biſt ung ) hinke" . Whmnorg „4(BM Th ig | bro | fi ſich de ven Bepmiſhy Ai Feucigtnn 1) ift, day | in Unt, (eule wird y der Ahtephih wol, hey dy laden Werbe, hten antun der Vortr infor Der Aly Gewohnlid jz 44 Forſtwirthſen ſich“ gewöhn GATES Veranla 13 c lich diejenigen längs der ve HAN l ſumpften Flußufer, wie ſie Zz. B. längs der Spres, Havel, War- tbe u. ſ. w. gefunden werden, Sie jind, nachdem der Lauf der aa Flüſſe mehr geregelt worden iſt, ihr Waſſerſviegel in Rllgem niedriger liegt, als früher, in dex Regel nicht bloß leichter zu ents wäſſern, als die Einſenkungen in dem wellenförmigen Meexegbo- den, ſondern auch wegen der beſſern Waſſercommunitation auf Ca: nälen, die mit den größern Flüſſen ſich leicht verbinden laſſen, ei» ner ausgedehntern Benußung fähig, als die erſten, aus denen nur ein Landtrangport möglich iſt. Deßhalb ſind auch dieſe Torf: lager gewöhnlich die wichtigſten und einiräglichſten, und nur in ver Nähe großer Städte erhalten die erſtern Bedeutung. Die ausgedehnteſten Torfmoore liegen in den niedrigen Küſten» gegenden, welche früher durch das Austreten des Meeres ver: ſumpfti, erſt in der neuern Zeit durch Eindeichungen und Erhö- hung der Dünen troden gelegt ſind, wie z: B, in Holland, Oſtfriesland, Irland,/u; ſ; w. In den Bergen bildet ſich der Torf vorzüglich über dem Ge- ſtein, welches vorherrſchend Kieſelerde enthält, und in wagerech» ten Schichten gelagert! iſt, wodurch das Eindringen der Feuch: rigfeit„verhindert wird, Selten wird Torf in Kalkgebirgen oder Über Geſtein von ſenkrechten Spalten gefunden; dagegen deſto häufiger über Granit, Gneus und GSlimtmexſchiefer, wie am Oberharz, in Schottland und dem ſce liegt, Der Hauptbeſtandtheil beſteht ſchon aus ſo weit zerſtörten e NEG« 6) ems berat m wehr 30'109! welcher M verſtört 46.11) 708 1 Stay(M gi(9019 1) 69 | Bug WALZ Toren Mbh dew er Ilh (im Jener Hy | jeionet 31950 do M 1003 und 75 WFE | bol, DIM bitiup NIHN I" 48 ju WridS gi | DNM 3 1, f9 JN NE ANNER jihr, Ho mn jw NO AUNS Wibſchs WO NobiN Did De vm u hoh itt die Einiih te Mit. hohen 7 " DE | 9, Abſct getro>net ſehr feſt zuſammen, inz Jepp 42608 ſich RED mit einem ſchwarzen Kitte überziebt und 34 de t Innern ver indet. Es iſt die beſte Torfgattung, vorzüglich 109 0 geeignet zur Verkohlung, giebt ein lang anhaltendes, dabey aber ENT 0 doch ziemlich ſtark brennendes Feuer, wiegt 53.bis 60 Pf. pr. Cubf NSE und(37018 65 Cubf. find an Brennwerth gleich 1 Klft. Kiefern an 24 bolz.. Man findet ſogar von dieſer Gattung Torf, wobey 56 Cu» im M vn E20 NIN 20250 wie 1 Kift. Kiefernholz. ziemlich ſO m eine Torfſtecherey anzulegen, ſi gen amm," zu berückſichtigen und. zu DUDE NIMES DE ELE ort»- 1) die Holzpreiſe,; gattun 4 2) die Güte des Torfes, Eik er Faun 3) die Mächtigkeit des Torflagers, „040. 5"TT 8 ANI ue des Transports des Torfs: hirt fn 0 zu 1,;e olzüberfluſſe und daraus entſpringen= HE 48 HEN Holzpreiſen, iſt kaum auf Abſatz von IAI EAEEHS ekel u e(| zur eignen Conſumtion die Torffeuerung kaum einzusz 17 np ren, vorzüglich nicht, wenn die Bewohner der Gegend noch nicht f feiner) daran gewöhnt ſind. 100 Cubf, Torf können" zwar unter ſelbſt Zn zi nicht günſtigen Umſtänden nicht über 12 bis 16 Groſchen Gewin- f e“ hid NEE ANSE und alle beſſern Torfſorten würden deßhalb im: Ea EI er zu haben ſeyn; als in der Regel ſelbſt in holz= 000) M egenden das wohlfeile Holz iſt; allein deßhalb darf an„ſp an auch die größere Wohlfeilheit des Torfes richtig verechnet inge" 1287 nicht auf den Verkauf deſſelben zählen. Theils wirkliche, nd pit 420 eingebildete Unannehmlichkeiten bey demſelben, erſchweren hinfih0 WIIRE 7 der Torſſeuerung ſehr, wenn auch daran gewöhn- 416 eu“. EHI ſie oft der Holzfeuerung vorziehn, und nur bey ien 4 ohen Holzpreiſen entſchließt ſich der daran nicht gewöhnte en oben 2 große Haufe dazu« Sie bedingt zuerſt eine darauf berechnete ire 11]- wer ſ DG 30 240 Förſiwirthſchaft, (466) Einrichtung zur Feuer der Oefen, welche frühe bedarf einen ſtarkei 1 ung und deßhalb gewöhnlich Umänderung ) lz geheizt wurden. Der Torf ſch zu verbrennen und viel Hi- 3ugofen für ihn vorzüglich zu ße zu entwi&eln a em) fehlen ſind. r groß Meng ze Aſche, 1 welche zurü: il; ihig, daß- er auf einem Moſte verbrannt ZU darunter befindliches 8. Aſchenl od) fal- die Oefen ganz dicht ſeyn müſſen, um iM durchzüulaſſen, darf wohl kaum hme' Tor'ſge ruch iſt das zweyte, mebr ein- iche Hinderniß der allgemeinen Einführung Torfverbrat Er wird nur da empfunden, wo die Feue- rungen ſchlecht eingerichtet ſind, wy die Defen nicht dicht ſind und keinen Zug haben, die Schornſieine rauchen. Bey gut und dicht geſeßten Zugöfen aus Gael vorzüglich bey denen, welche von June] heizt werden, iſt durchaus nichts davon zu tt gj inder Beſuche 3? eines mit Torf geheizten es dann be merten, ob dazu diejer oder das be- bende Tvrfaſche, welche : H ie mit der Luft in Berührung komt t. und deßbalb mit großer It aufbewa 27d deren Wegſchaffung ſelbſt oft unangenehm wird, da ſie die wenigſten Oekono omen zu benußen wiſſe In E 1d iſt jei die Torfaſche ein ge- ſchättes Dung! beſonders verbrannt, und die Agri Benutzung. Selbſt die vie: len Torfb Eg ſind durch Bermiſchung mit Kalf zur Düngu! ſehr. lange - welcher von dem Gebrauch vbalten kann, ſobald es gem Koſtengufwande zu zen wegen Umänderung er ei 1. Dod)- wird man im- aß man vs wo er noch nicht üblich iſt, 4:4 und wenn„man den Torf beträcht: nen wahren Werth, geben kann, auf S[ſo tein Grt und, dieſes w 8? gut vorha gewinne: der Feuerung mer«a nehme er erſt bey ho lich wohlfeile Abſaß deſf ZUE guten Tor| nur. gerino Koſtenaufwa abzuräumen gen kommen> noch zu ey, ol handen ware. tiefen Torfiager haben in der Regel die pbern ney entſtandenen Schichten Es iſt jedoch oft nur mit beträchtlichem Toörſfyrücher von den/ obern Schichten jern, daß man zu den tiefern La- die To foildung Überhaupt Torf-in belohnender Menge vor- aber die le ichtern Sortei 1, welche went ger als 35-- 40 Pf tro&ene Cubf. wiege'n ſollten, abzuſetzen ſind, ſo iſt es ſe<1rig, die Güte des Torfs, durch die Un- terſuchung ſeine[Sowichts im ganz tronen Zuſtande, vorher zu prüfen. ZU 3. Dor Betrieb eines Torfſtichs und deſſen Einrichtung machen immer mehr oder I IIRE IDEN Die Ziehung der Grä:- ben zur Entwäſſe rung, die Erbaugng von Torfſchuppen, die An» led!(2 v yn„. dar" bringen 8 äl MM um)-04 D08 MW“ 9] 1, N-5 B, in 10 Ps x, 90 3) dM (1400 :vV 9. Abſchn. Die Torfwirthſchaft. 241 Ti Uhey 67) em, De 4 ſchaffung der Karren und anderer Utenſilien, bedingt ſtets eine bald en Und by3 A mehr, bald weniger beträchtliche Auslage, welche nur gede>t wird, Ihn vor) pls» wenn eine hinreichende Menge von Torf aus der Anlage gewon- 0, Weldy NN nen werden kann. Nach dew preußiſchen Torfmaaße ſoll ein, Roſte verbin tro>nes Stü> Torf 240 Cubikzol enthalten, 25 Stü>e machen 8 Ahenlod 3; einen Korb, und 240 Körbe oder 6000 Stü&F einen Haufen, ſeyn mö ia 6 Ein preußiſcher Morgen giebt- darf mehl bey 20 Zoll Tiefe des Torflagers 226,800 Stü= 372 Haufen, Nhe bey 25 Zoll Tiefe des Torflagey 3. 500 Stü>= 48 Haufen, vente, wohn 1 und bey jeder 5 Zoll größerer Tiefe 66,700 Stü> oder 11 Haufen mehr. 0 Hierbey iſt jedoch nicht zu vergeſſen, daß zuerſt die obere „40 t NACH ſchlechtere T Torfdecke a abgeräumt werden muß, und folglich, wenn ZUN ian- die Mächtigkeit des Torflagers entweder durch Aufgraben 0 4 1 vu Ei nſtoß ßen einer„zug eipibten Stange unt erſucht t, in Abzug zu 0 0 1) is bringen iſt. Dann kann man aver auch no<+ auf Brocken oder Nichts bew 4 Müll c a18 verloren gehend an nehmen, was bey der Gewinnung it Lerj pe und dem T Trangsporte zerbrö>elt und nicht zu benuten iſt. jer 0) Wit A 7“- p 204 Zu 4. Die Koſten der€ Zorfgewinnung zerfgilen AIN in die erſten Einrichtungskoſien, Tor fal, wih Z . Bei in 040 nigen des Stechens, TroFXnens, Ausfahrens und Auf- 0 ht d defi xt ens. des Torfes, " Beih y A. Zu den Einrichtungskoſten gehören: 7 Vefygonn a) die€ Intwäſſerung, va ſelten ein Tvyrfbruch gleich Anfangs otfaſche ein| tro>en genug ſeyn wird, um ohne Weiteres ihn ausſtechen ders verbtg zu könne Selbſt die! Man muß dabey von dem Grundſatz ausgehen, daß kein 19 mit Salt benubdares Wieſenland zum Torfſtehen'enupt werden ſollte, wovon man nicht die Peberzeugung hat, daß es dadvey ſo weit dem Gebräu ZETA werden kann, daß der Untergrund, bis wohin der Torf ann, ſobald 4 weggeſto18, Sräbe ira 8-2 Sox! land 40 zogen werden der Mop müſſen, wo die natürlichen* näte eine Vertiefung erhol- welche nung! ien m Üſſen,„ohne daß wf gusgebraumie D and, Widder U, 8 Ww. (ten, u ZU benuß en De DE M0 oj er Tann die Ct itwäſſert Us MCE „durch ieh wenn dazu NEN un die NEVER MWEM- nde porheny MUng des Z/ bey hohem Waſſer- / jiande der eitet werden ſoll, zu ht verhindern, m 4 Es wird feiner en Ührung bedür fen, daß es jung* die 1 ganz unmöglich iſt, dazu feſte Koſte äße anzugeben, ſondern daß Ippel 30.* 242 Forſiwirthſchaft. (468);/ der Betrag der Entwäſſerungskoſten, wo nicht die zu ziehenden Canäle gleich mit dem Torfſtiche verbunden werden können, je- desmal beſonders veranſchlagt werden muß. Sobald ein, Torfgrund nicht hinreichend entwäſſert werden kann, muß das Waſſer, wenigſtens da, wo der Torf geſtochen werden ſoll, von Zeit zu Zeit ausgeſchöpft oder geſchne>t werden, was jedoch nur bey hohen Torfpreiſen anwendbar iſt, da ſich ſonſt der Koſtenaufwand nicht dect. Als allgemeinen Durchſchnittsſat kann man annehmen, daß bey einem Tagelohn von 8 gr. oder 10 ſgr., da die Arbeiter bey dieſer beſchwerlichen und ſelvſt ungeſunden Arbeit gut bezahlt werden müſſen, wenn kein Ausſchöpfen des Waſſers nöthig wird, und ſonſt kein Hinderniß eintritt, das Grabenſtechen im Torf- grunde folgende Koſten macht, den Graben zu 7 Fuß Breite, bey 5 Fuß Tiefe(oder 12 Törfe tief) 9 bis 92 ar. 1 4"KE 3M0= 11.= 82,490 4 Or EE EN R 10 SI VERS 5 ie R ERS IS R EE R LIE SE EE EEE OE NZ NO UG EE a RAN WEN EUER TÜRER SIR NEN ANE 2-6== 6:2<< 28 230 - 2- 1 GEE WEI EEE EE) R SER NEALE wohbey jedoch vorausgeſett wird, daß das Ausſtechen ſo erfolgt, daß der ausgeſtochne Torf aufgeſept und benußt werden kann. b) Zu der erſten Einrichtung gehörte ferner die Anſchaffung der Geräihſchaften, welche ſich die Arbeiter nicht halten. Hierher rechnen wir die Karrenbahnen, auf denen der Torf aus deim Stiche gekarrt wird. Es werden dazu 2x bis 3 Zoll di>e, 10 bis 14 Zoll breite Bohlen von Eichen- oder Nadelholz genommen, welche in ſehr naſſem Boden noch Unterlager erhal- ten müſſen. Bey kleinern Torfſtichen, wobey das Augskarren des Torfes durch Menſchen vorausgeſept wird, iſt die Anlage wenig koſtbar, und läßt ſich leicht überſehen. Wo jedoch Bahnen für Pferde und Wogen eingerichtet werden ſollen, muß ein beſonde» rer Anſchlag deßha!lb angefertigt werden, Zum Stechen des Torfes werden zwey verſchiedene Inſtru: mente gebraucht: a) der Bunkerſpaten, zum Abräumen der über dem Torfe liegenden ſchlechtern Torf- oder Erdſchichten, wozu man jedoch aud gewöhnliche Gartenſpaten von hinreichender Stärke und Breite, die aber nicht hohl gearbeitet ſeyn dürfen, brauchen kann. b) Der Stechſpaten. Dieſer muß die Breite der Länge der Torfſtü>ke und etwas darüber, eben ſo die Höhe der Dicke derſelben haben, Gewöhnlich werden ſie 13 Zoll breit und 6 Zoll hoch gemacht. Sie ſind ganz von Eiſen, unten und an den Seiten gut verſtählt, am Stiele 3 bis x Zoll di>, unten ſcharf geſchliffen. Der Stiel wird in eine eiſerne Dille befeſtigt, und“ muß verhältnißmäßig lang ſeyn, um den Torf noch in den tiefern Gräben ſtechen zu können, Die Stecherplanke iſt ein gewöhnliches ſtarkes Bret, ſo lang, als der Torfgraben breit iſt, und. ſo breit, als'die friſch geſtoche- nen TorfſtüFe lang ſind, welches der Torfſtecher braucht, um bey dem Stechen darauf zu treten, zugleich aber auch als Maaß für die Breite des Grabens und die Länge der Torfſtücke benubßt. gie 80 Cy d h" ed den When! NET TG 0 gegr jeatiig 300 worfen us fin Ad, 7) hupen E gen, zur ſen fh 13 3. 6 folgende!N 7, PE| der Anu 3 proben 00.09 plant ey Syfehmeſe Koſten bn Gicht, 101 Poſten, D100 | 9 90M jh Inejto x [das ſehr IE das Ils den Naſd19 tige undo Trofnen ift [ſelten über a4 jur die Dp 4 [Vießturf 1965 he, um 194 vie im"The formt wu weihen JHhut mand es MONK tern zures Zs(50 M ber Ohren EE li bft| IN3 ehr w4 fn, MN muß, Ty Vitwung „Bhihhe en füh,) NÜVR er We 1 Torf deſde ned wen bar iſt, ſ? 1 ANN hy |. die Arbiiferk beit Aut bia); Jer nöthiy ji ZU jechen[0 ui0, Werden fab die Anſchafft) y nicht halt, denen der Yy 2 b83M oder Nadelby Interlager erh 8 Andfarren di ie Anlage wen och Bahnen füt uß ein beſon dhiedene Sufi: „Aumen der übt muß die 30 en ſo Wa ſen, um Zoll dit, un "Diſle Hina of nod[184] y 3 Bre,[0 10) friſch gefut" y braut als Mu eiſe bm? 9. Abſchn. Die Torfwirthſce fer- tig ſind, wenn man die Form abhebt. Alle dieſe Geräthſchaften ſind wenig koſtbar. Aud Torf- ſchuppen, von Bretern über leichtem Fachwerk zuſammengeſchla- gen, zur tro&nen Aufbewahrung des Torfes über Winter, laſ- ſen ſich hinſichts der Koſten, die ſie machen, leicht berechnen. B. Die Koſten der Gewinnung des Torfes werden durch folgende Arbeiten verurſacht. 1) Das Abräumen der obern unbenutzbaren Schicht, des un- zerſtörten Mooſes, Raſens, der ſandigen Erde u. ſ. w., bis auf den benubbaren Torf. Sie wird, nachdem der zu ſtechende Torfs graben abgeſchnürt iſt, wagerecht abgeſtochen, ſo daß die Fläche planirt erſcheint, und zuerſt bey Seite gelegt, ſpäter in die aus2 geſtochenen Torfgräben geworfen, um dieſe wieder zu füllen. Die Koſten bängen größtentheils von der Tiefe dieſer unbenutzbaren Schicht, gewöhnlich Bunkererde genannt, ab, und thut man am beſten, die Abräumung nach laufenden Ruthen zu verdingen, 2) Hinſichtlich des Stechens des Torfes, oder des Formens des Preßtorfes, muß zuerſt bemerkt werden, daß man dabey auf das ſehr ſtarke Eintrocknen deſſelben achten muß, welches dur) das Ablaufen und Verdunſten des Waſſers erfolgt, und nach den verſchiedenen Torfgattungen ſehr abweichend iſt. Der faſe- rige unvollfommne Moos- vder Raſentorf verliert durch das TroFnen am mehrſtien am Gewicht, am wenigſten am Volumen, ſelten über 2 vom letztern. Der braunſchworze Sumpftorf behäit nur die Hälfte ſeiner Größe, oft noh weniger, der Streich- und Preßtoxf verliert an Volumen die Hälfte bis 3. Es müſſen da- her, um die Torfſtü>e von einer beſtimmten Größe zu erhalten, dieſe im Verhältniß auch um ſo viel größer geſtochen oder ge? formt werden, und da ſich keine ganz feſten Sätze, wegen der abweichenden Beſchaffenheit des Torfes dafür geven laſſen, ſo thut man am beſten, durch Verſuche das Verhältniß der Größe des friſchen Torfes zum getro>neten zu ermitteln, wenn man letztern zu einem beſtimmten Maaße verlangt. Das Stechen oder Streichen des Torfes wird nach Tauſen- den, oder nach Häufen, ſeltner und unvortheilhafter nach aus- geſtochnen, Räumen(Schachtruthen u. ſ. w.) accordirt. Gewöhn- lich koſtet das Tauſend Torfſtüe, nah Verſchiedenheit der Schwierigkeit des Stechens und Auflegens 4 bis 3 ggr. 3) Das Auskarren, Trocknen, in Haufen Setzen, verurſacht ſehr verſchiedene Koſten, je nachdem es im Stiche ſelbſt erfolgen kann, oder in beträchtlicher Entfernung davon bewirkt werden muß. In der beſten Trockenzeit, im Frühjahr und Sommer, bedarf man, um den Torf zu tronen, nach Verſchiedenheit der Witterung, 6 bis 10 Wochen, ſpäter im Herbſt auch wohl 16 243 944 Forſiwirthſchaft. » (470) Wochen, ſo daß der im April geſtochene Torf oft ſchon Anfang Junys abgefahren werden kann, Wenn die Abfuhre daſſelbe Jahr erfolgt, ſo wird der Torf, nachdem er wie friſch geſtrichene Zie: geln getroc>net iſt, bloß in Tauſende, Haufen, oder nach dem Maaße aufgeſeßt, wie man ihn verkauft. Soll er jedvnen, Aufſeßen und Verladen ohne Verluſt zu bewirken, indem der Torf immer mehr oder weniger zerbrödelt, und der dadurc ent: ſtandene Müll weggeworfen werden muß. Im großen Durch- ſchnitt rechnet man gewöhnlich 2 Verluſt; er kann jedoch bey ſehr vorſichtiger Behandlung und ſehr feſtem Strichtorf weni» ger betragen; bey lo>erm Moos- oder Raſentorf iſt er dagegen aber auch häufig größer. Außerdem verwittert der Torf noch ſebr, wenn er lange einzeln auf der Erde liegt, ohne in Haufen geſeßt zu werden, oder den Winter hindurch im Freyen ſiehen muß, was wieder danach verſchieden iſt, yb er in kleinern oder größern Haufen ſteht, da die erſtern mehr leiden. Bey ſehr halt: barem Torf kann man auch dieſe Verwitterung durchſchnitt- lich 75, bey ſolchem von mittlerer Feſtigkeit 25, von geringer Fe- ſtigkeit x rechnen. Die Koſten des Auskarrens richten ſich theils nach dex Schwere des Torfes, theils nach der Entfernung, theils nach der beſſer oder ſchlechter eingerichteten Kaxrrenbahn. Bey gut. con- ſtruirtem Karren und ganz gleichen Bahnen inuß ein Mann 400 bis 450 Pfund Torf auf kürzere Entfernung laden, wonach ſich leicht die StüXzahl berechnen läßt. Das Auglegen, Umwenden, Aufſeten in kleine Haufen von 25 bis 50 Stü> zur völligen Austro&nung, koſtet gewöhnlich prov Mille 1 gr. 6 Yf, bis 2 gr. Das Zuſammenſetzen in Win- terhaufen bey Haufen bis zu 10,000 Stü> groß 9 Pfennige bis 1 Groſchen pro Mille; von 10 bis 30 Tauſend'von 1 Groſchen 6 Pfennige bis 2 Groſchen; bey Haufen, die noch größer ſind, bis 3 Groſchen, indem nicht bloß die Arbeit des Heranbringens, ſondern auch die des Aufſetens ſich mehrt, je größer die Haus fen gemacht werden, Die Bereitung des Preß- oder Strichtorfes kommt theurer zu ſteben, als das Stechen der feſten Torfmaſſe, Das Augbrin- gen des Torfſchlammes iſt ſchwieriger, das Einwerfen in große durchlöcherte. Koſten, damit das zuviele Waſſer vor dem Einſtrei- den in die Formen abläuft, mühſam und zeitraubend, und ſelten wird man das Tauſend Preßtorf unter 12 bis 16 Ggr. Berei« tungskoſten erhalten, da der Stichdorf gewöhnlich nur 3 bis 12 Ggr. koſtet. Von der Einrichtung der Torfſtecherey, Ein Torfſtich, welcher nachhaltig betrieben werden ſoll, wird zuerſt vermeſſen und'nivellirt, die Charte auch nach einem etwas großen Maaßſtab aufgetragen, und nöthigenfalls in Sectionen getheilt, um der nöthigen Genauigkeit bey Ermittelung. der Flächen und Längen gewiß zu ſeyn. Nachdem man die Tiefe u Je üblich 334 mp dn 00) 2100 ov vd aber jeu) „izt. Jom welhe veDn Huſen I in, ad I, M ſt(40112 [hohlen [denen 1 Drofen 1050 Doſſer off Speſegt 22 fort Werd, roden, 506 IM veſt ni0 tun,(08 Wit dem 488 die Bite im Infon 38 tuch weil fehlt, nichS) Wbt Dann x 0 UreEH Gl Ninh Maſſen Alien(NE: (he ſpäte Aen: 15 En Nen bige 9, Abſchn, Die Torfwirthſchaft, 945 ft[hon Why:(471) aſe j des benußbaren Torſlage rs. unterſucht hat, muß die Zahl der geſtrichen, jährlich zu ſtechenden To! fſtüke feſtgeſeßt werden, um dem ges (Wen aß den Torfbrud) in jo viel Qua'tiere oder S! iche einzuthei- er jed 07 0 len, daß jedes den Ic hresbedarf enthält. Die oben„angegebene 4 groen Fein Ausbeute pr. Morgen wird dazu die erforderlichen Sätze geben, Wen HH Mit Nücficht auf dieſe Eintheilung die nothwendig zu ſchaf- vas freilih ih fende Vorfiuth, die Benutzung der Gräben zum etwaigen Waſ- Arten, Toft ſert 7ansgport des Torfes, werden dat 8 zuerſt die Entwäſſerungs- fen, inden MEME gezogen, indem man, wie bey allen Entwäſſerungen, da der dabirh 1 eginnt, wo der Ausfluß des Waſſers iſt. 1 großen Dith Bey den abzutheilenden Torfſtichen darf man jedoch vicht Fann jebod by außer Acht laſſen, daß man nicht etwa bloß den jährlienplaß dreymal die Flä ithalten muß, von getinnh welche der Stich hat, indem theils der getro>nete 1EDUf in kleine Haufen auf dieſem zuſammengeſeßt, theils wie er tro&>en GöUS> HAAN iſt, abgekarrt wird. theils nach W Der Stich„wird in Gräbe ange elegt, welche die gat ICH für Bey gut.(t den jährlichen Torfſtich ab Leſte te Fläche dur<ſchneiden, die am ein Mann 4 vortheilhafteſten 6 bis..7 Fuß breit gemackt, daß man ſieis den 2 aum und die 1 en, daß te e"Enis wäſſerung vor- Broden hineinwirft, um ſie ſo wieder a in n Waſſer darin ſtehen bleibt, die unterhalte he aufen M" ausgeſett. fei PN Die beſte Form, in welcher die Torfſtüke geſtgcen, 5 bis 6 Zoll"hoch und breit ſin Di gew lich von 1 Groſät M auerziegelform, wobey die Breite größer 3 größer find, 68 paßt nicht für den Torf, da er dabey zu h Hetanbringn Hin ſobald der gefallne Waſſerſtand im Frühjal hr. es zr laubt, größer die DW mit dem Stechen beginnen, und damit ſo lan ge fortfahren 17 als die Witterung das Trocknen. deſ ſelben erwarten läß ft. iſs es im Anfänge des Stiches, wegen zu hohen Watſer] ſtandes, vder auch weil der Plat zum Au Slegen„und SIDE des Torfes fehlt, nicht gleich möglich, ihn bal in auszuſtechen. Mat geht dann zwar weiter vor, triſſt je]< die Eim ichtung, daß man durch einen Nachftich allen übrigen wegnehmen, und den A rein ausſiechen tann, ſobald jene Hinderniſſe beſeitigt nd. Sollte zu fürchten ſeyn, daß die Gräben bey plss au Dv eitn- tretendem. hohen Waſſerſiande Überſ c 7„210 10), müiſen von Zeit zu Zeit ürliche der „yd(all alten Stiche ſtehen bleiben, die das( vel- inen ei die ſpäter nam geſtoch: en! werden, wenn| zu EN Wagen- und KOPFEUDEHNeN benu pt, Sie ch zu diejein ß En n Ende für Schubkarren mit Laufdielen, für Wagen mit Faſchi- NG m nen augsgelegt, und mit S Sand oder Kies überſc chüttet werden. E-TE GELL 5 fenl EE HEE HS<---- 5205024 77 EEE 211 we EGGERS UT EEE 246 Forſiwirthſchaft,. (472) Das Abräumen dex Bunkererde und das Ausſtechen des Torfes, wird gewöhnlich ein und denſelben Ardeitern Übertra» gen, welche bald die nöthige Fertigkeit erhalten, wenn ſie ſich unausgeſeßt mit dieſer Arbeit beſchäftigen. Zu dem Trocknen, d. h. Auslegen, Umwenden und in kleine Haufen Setzen, ſind am vortbeilhafteſten Frauen und Kinder anzunehmen, weil dieſe Arbeit keine körperliche Anſtrengung erfordert, Zu dem Aus- und Zuſammenkarren ſind ſtar??e Männer erforderlich, welche ſich ebenfalls bloß damit beſchäftigen. Bey der ſchweren Arbeit, wels knen Grund ausgefahren und in Haufen gefahren werden, damit das zu viele Waſſer abläuft, und er nur noch denjenigen Grad von Feuchtig- keit behält, daß der Torf teigartig feſt in die Formen getreten werden kann, Man hat auch wobl, zum Ablaufen des Waſſers, große Breterkaſten, welche ſowohl auf dem Boden, als an den Seiten mit Löchern verſehen ſind, und in denen der Torfſchlamm ſv lange ſtehen bleibt, bis die Feuchtigkeit ſich genugſam abgezo: gen hat. Sobald dieß geſchehen iſt, wird er mit Schaufeln über die oben beſchriebenen Formen geworfen, und feſt in dieſelben eingetreten oder gedrü>t, dann oben abgeſtrichen, ſo daß die Form abgehoben werden kann und die Torfſiü>e auf der Erde zum Trocknen liegen bieiben, bis ſie gewendet und in Haufen geſett werden können, Hierbey iſt jedoch zu beachten, daß der Preß- torf, vorzüglich wenn er ſehr gut iſt und viel klebrige fette Maſſe bat, bey einem zu ſchnelken Tro&nen leicht Sprünge erhält und bann in Broken zerfällt, da er ſonſt viel feſter iſt, als der Stich- tori, Wenn daher Wetter iſt, wobey ex ſehr ſcharf trv>net, ſo muß er, ſo wie er oben eine feſte Rinde vefommt, wo möglich gleich in Haufen geſett werden, ohne daß man ſie vorher wen- det, um das Ausrro>nen nicht zu ſehr zu beſchleunigen. Das TroFengeſchäft wird dadurd) nicht verlängert; man erhält da- durch aber zugleich noch den großen Vortheil, daß Regen und Wind nicht ſo ſehr auf die Oberfläche des Torfes einwirken kön- nen. Auch den Stichtorf läßt man einzeln liegend nicht länger tro&nen, als daß er die nöthige Feſtigkeit zum Zuſammenſeten erhält, und bringt ihn dann in Haufen, die die Luft durchziehen Fann, um ihn gegen Verwitterung zu ſchüßen, Bon der Benußung der ausgeſiomenen Torfgründe, Die Meinungen über das Nachwachſen des Torfes ſind ſehr verſchieden, Es wird zwar von Niemanden beſtritten, daß ſich der Torf noch gegenwärtig eben ſo gut erzeugt, als früher; allein diejenigen, welche die Torfmaſſe zum größten Theil als einen kob- ligen Niederſchlag aus Waſſer und Luft anſehen, nehmen theils an, daß die großen jetzt vorhandenen Torfvorräthe noch aus der „4(niht my theilß? nun ſ!(m (ANE weide Ut wöhſ(erl 4 niſen eine II ge fo 0 zu ds R Dau(900 0 in einem 5 als in ein Ih G(14 ziemlich 179 unter dw heits 177 8 fen Deut 00 de in UDE wachſenen 1 wohl weh 7 wuſt Guita zeugt fid 19 de8 Zurf 48 UNE ee ind, vm IS UNE| (Eiſhöyfun? Yu M Nah inOS ſher zu ſcß Gilli wio KEN] tung aber ZE zeupte Torh wohl dieß, 46 tm Zufihifh ohl noh jiocnen 8 e aufwebnn Wt a; 3 Iutitlum g IN"W ZU f MÜ pber€ (EN) Arfüll win Wein Wan, dem Wuihig Zutfbrodg Ileuſn 1; ehm 6, abel 9, Abſt war, theils daß er nur wieder auf gleiche Art und. deßhalb auch nur ſo langſam entſiehen könne, daß deſſen Nachwachſen ſehr langſam Statt finde, ſv daß kaum an eine nochmalige Benußung ; des ausgeſtochenen-Torfes zu denken ſey, Andere Naturforſcher, " welche die Torferzeugung allein aus der Zerſiörung der Torfges Arbeitern Ubi) 0, Wenn yi a dem Tipeyn Ufen Gehn, zu ehwen, weil vs, [] | y ) ) vais M wächſe berleiten, behaupten, daß unter ganz günſtigen Verhält- wern niſſen eine ſo raſche Torferzeugung Statt finde, daß eine gleiche ho(0 Fläche fortvaurend eben ſo viel, und ſelbſt mehr Brennſtof er- atfin ds zeugs, als wenn ſie mit dem ſchönſten Hochwalde beſtanden ſey. un un Dau(Handbuch über den Torf S. 183) ſucht zu erweiſen, daß M SINE in einem Hochmoore viermal ſo viel Brennſtoff erzeugt werde, 0. das Beſerht als in einem gut beſtandenen Buchen-Hochwalde. E tiefen böen Es iſt wohl nicht zu beſtreiten, daß der Torf zum Theil ihn zwar auh m ziemlich raſch nachwächſt, wenn die Bedingungen erfüllt werden, 1, aus dem Hj unter denen die Gewächſe gedeihen, die ihn unläugbar größten: 1 iſt; die Oly theils liefern. Nicht bloß liegen die neu entſtehenden Torfſchich- pr, Der[0 jun: ten deutlich vor Augen,' ſondern die Erfahrung lehrt auch, daß uf trod Gu die in frühern Zeiten ausgeſtochnen Moore jet wieder nachge- amt da wachſenen Torf liefern. Es bezieht ſich dieß jedoch allerdings rad bon jut wohl mehr auf die leichtern Torfſorten, welche noch ſichtbar ie Formen iy aus zerſtörten Vegetabilien entſtanden ſind; denn der ſchwere wufen des Dſt Strichtorf, welcher ohne Spur vegetabiliſcher Ueberreſie iſt, ex- oden, als mlt zeugt ſich wohl zu langſam, um auf eine wiederholte Benutzung der Torfſchim des Torfſtichs, nachdem derſelbe erſchöpft iſt, rechnen zu können. jenugſam aby) Immer bleibt es aber für Gegenden, welche mit ihrem Brenn- t Schaufeln 1) materiale-oft beynahe ausſchließlich auf den Torf angewieſen foſt im Nieſe ſind, von großer Wichtigkeit, darauf zu ſehen, daß die Torf- „jo daß dieFim wirthſchaft möglichſt nachhaltig betrieben, und einer gänzlichen 1f der Erde zut Erſchöpfung der Moore vorgebeugt werde. in Haufen geſt Dazu gehört zuerſt eine ſolche Cintheilung des Moores, daß 1, das der Iiij: man hinreichende Zeit mit dem Ausſtechen deſſelben zubringt, um ebrige fette Maj ſicher zu ſeyn, daß der Nachwuchs an Torf die ausgeſtochenen rünge erhalt um Stellen wieder anfüllt, Dau nimmt an, daß ein Hochmoor in iſt, als der Gil 100 Jahren wenigſiens 2 Fuß boch aufwachſe, bey der Entwäſſe» ſcharf trodtt,) rung aber auf 18 Zoll zuſammenſinke. Der in dieſer Zeit erz amt, wo mögl zeugte Torf iſt aber nur von ſchlechter Beſchaffenheit, und ſos n fie vorher mt wohl dieß, als die geringe Mächtigkeit der in dieſer Zeit erzeugs» cleunigen, DV ten Torfſchicht iſt der Beweis, daß die Zeit von 100 Jahren wan H wohl noch zu kurz iſt, um darauf rechnen zu können, einen aus- daß Ny geſtochnen Torfbruc von neuem wieder zum vortheilhaften Sti- ,3 einien und dex Bunkorerde gefüllt iſt, durch kleine Stau- al6 FÜ' ſchleuſen wieder den paſſenden Grad von Feuchtigkeit erhält, EEN wenn er ganz trocken gelegt iſt, oder daß das Waſſer ſo weit + We abgelaſſen worden iſt, daß es nicht den Stich ganz bede>t, da dhe noh aus? | ] 48 Forſtwirthſchaft, (474) auf einer Waſſerfläche ſich nur wenig oder gar kein Torf erzeu- gen kann. Das Waſſer muß gerade die Höhe haben, den Boden ſumpfig zu machen, dem Myoſe und Torfgewächſe einen guten Wuchs zu verſchaffen, darf ihn aber nicht ganz bede&en; Nur wenn der Ort, wo ſich wieder ein Torfmoor bilden ſoll, Ruhe hat, wenn er nicht beweidet, oder wenn- nicht auf-andere Art dey Wuchs der Torfgewächſe geſtört wird, können dieſe das Nach- wachſen'des Torfes ſicher begründen. Da, wo man weniger das Nachwachſen des ausgeſtochenen Torfes wünſcht, als vielmehr die Umwandlung des benutßten Grundes zu Wieſen, oder auch wohl Akerland beabſichtigt, bes handelt man den Stich auf eine andere Weiſe, Die Abwäſſerung, vorzüglich zu Ackerland, muß hier voll: ſtändiger ſeyn, und bey gewöhnlichem Woſſerſtande der Waſſers ſpiegel wenigſiens 8 bis 9 Zoll, unter der Oberfläche des Bos dens. Man füllt den Stich zwar wiedex mit der abgeräumten Bunkererde an, vermeidet dagegen, zu viel TorfbroFXen darunter zu miſchen, welche nöthigenfalls lieber zu Aſche gebrannt: werden. ie eingeworfenen Raſenſtücke u. ſ. w. werden ſvrgfältig planirt, die etwa ſtehengebliebenen Dämme oder Waſſerbänke ausgeſtos- linge vorzüglich auf den bey niedrigem Waſs | zuu her m größern in en Dim genden Juöd SRerwundung (uder wüſt! winden, 0? bringen vt ſpe AM| goathen 0! das Aünftig! (Mlounigen 6! Furſt plm bey far (me ds 7 uin das Ol ſoitliden XU Dey Futtern Clennider ap hte en ea wl WENGEN PNENORL! werden[904 wendung dul TEN) rechen mit uh Sinete ſn Wenhl 34 Gehſt Mähr der 4 eine Nebiſiung Aren widerriſ wird, Do I8 FENEN tmn bey y" nid den erf eie Jaht ml zu Ahun; Dieß 119 In aoßouf Wertaupe y 3 fag des 7) Viſmann 19 Mihey, 5 ][] Bm 1 FAWN lik Wy 661 baut ud hap! mit Amn: h de, Die 9), niebuigfen 37 dv] rt Elfen ſy Bren,| 10, Weugy 9. Abſchn. Forſtgeſ<äfte im Monat Septemder. 249 (475) "9 Uf oy ſerſtande hervortretenden Sandbänken, fortgeſeht werden. Wo ede 1300 an größern Strömen Uferbauten gemacht ſind, belegt-man ſie Mf zt pn mit den Deuweiden, um die Bercauhung durch die davon aufſchie2 nz bebeden, Dy fenden Ausſchläge, zu erzeugen. Zu den Herbſtſaaten kann die m ſoll, Aube hi" Verwundung des Bodens erfolgen. Die Pflanzkämpe und Saat Jean 70 ſchulen müſſen noerarbeiten und erfordert ſcharfe Aufſicht. Ehen ſo wird IMM:- zur Her bſiſ ſaat leicht vom Forſigrunde abgepflügt und bey dem er den Zuſi Dpähen der Grummetw ieſen die Grenze Überſchritten, weßhalb | eine Reviſion der Forſtarenzen, da wo ſie an Grundſtücke ftoßen, vingig 1 deren widerrechtliche Ausdeht ung zu fürchten iſt, zwe>wmäßig - Mn wird, Wo Raupe nfraß votn Kiefe tſpinner iſt, müſſen die RauU- ſens, VOC yengräben gemacht ſeyn und offen erhalten werden, die Raupe MPE kann bey dem Herunterkriechen vom Baume, w as ge WDM WEIN DIVO) nach den erſten Nacht ifröſten. erfolgt, getödtet werden.* Der Forl:- eule ſucht man durch das Ein tveibe n von Schweinen Abbruch zu thun; die Nonne kommt gewöhnlich als Puppe vor, und wo ſie in großer Anzahl„iſt, können dieſe abgeleſen werden. Die Aſterraupe und der 5 8! ichtenſpinner mache n ſich vorzüglich im An- fang des Monats durc) ihr ſtarkes Freſſen bemerkbar, und der SForſtmann muß deßhalb nad) ihnen umherſpähen. Aud) das Aufſuchen, Fällen und Schälen der Wurmſichten iſt noch ſorte zuſeßen.=„Da die Abfu hre„des Hyölzes wieder anfängt ſtärker ""*„werden, ſo ſind die Wege dazu herzuſtellen, Sind durch Gez AUEL witer im Sommer Bergri| ſſe entſtanden, ſo müſſen dieſe zuge- 6 Bi 0 baut und bald mit Weiden„ausgep 4 0Der zur Bepflanzung rx Mal u 1 mit andern A? Gar 271 70 iat v vorbe zeitet Wera FO den. Die aobrüc 6“ wo der Waſſerſtand am ENE niedy zigſten iſt, am vortheil afteſt n zu deen und zu bauen, 1 feucht I" Even ſo die Dämme und Sch ßteiche, wogegen die 001 Bu Flößrechen, weiche dur) den Eis 8g gang eſchädigt werden könns2 j ten, herausgenommwien werven, Sind Forſiſtrafarbeiter zu vers ige y nieht 250 Forſtwirthſchaft. 9, Abſchn. Forſtgeſchäfte im Sept. 7 476) wenden, ſo ſind die nöthigen Neclamationen bey den Gerichten einzureichen, damit ſie dazu geſtielt werden, da es ihnen jeßt gewöhnlich am leichteſten wird, die Strafe abzuarbeiten, Die ſorgfältige Aufſicht wegen Verhütung von Waldfeuern muß no) fortdauern. Das Laubſtreifen iſt gewöhnlich in dieſem Mo- nat am mehrſien zu fürcnem Wetter nicht zu geſtatten iſt, beginnt in großen Wäldern, wo das ſchlechtere Holz nicht abzuſeven iſt, an feuch: ten Tagen,; äfte im Get, | bey den Opihin da e8 Ip ie abzarbein 3 | Waldfeyen vs hlich in Nefem enge Cont n ve Dafür Zuther (t t, ſowohl an Ys uf den Ahſop vt Vorläufige Conhy m getrofen wio YE auf Nie vod Ey Diejenigen Aly v je Rühle » Witterung ht dieß in Wii denn in Billy eſer Monat| yaſſendſte M1 en. Wo Olll erden, fanh men, Welge! beginnt in gs eben iſt, an ju Forſtwirthſholz wird nach beſtimmten Exfahrungs- ſäben,- über das Verhältniß deſſelben zum Stammholze berech- net, Folgende Durchſchnittszahlen, welche ſich jedoch ſehr-nac dem Boden ändern, da das ſchlechtere mehr Sto>holz und Rei: Big giebt, zeigen den Ertrag geſchloſſener Beſtände. Die ganze Holzmaſſe deſteht in *) Vorzüglich ſind zu empfehlen: König Holztaration, Gotha 1815« 4 Thlr. 8 gr. Hülfstafeln für Forſttaxatoren' von Cotta- Dresden bey Artvld. | | Gs it(00 3 pait ve.uprl zu geüß elit wichti 1 jeho meiſt hs 17 voher, vs | und Mabbo'i] te If Zuid delauf bie[uH mit dim FE vorüglige€ H Gul"7 | Juddehn9 | Söbmaon finde and 5 Gehald Mh baben, 119 Due(IK Wer zu beß Dam 9713 ) Ewing [2 VE den Sem Nit is ſe ode (wn; WAuhhen mak, d ENE Linh, fic) noh vz eine von Ahd Len zu nnn; bem Berihe da, wo der 1 Vehrſpinen d: W Wh 40, Abſchn, Die Forſitaxation, 953 bee?'(491) anden hat. Scheitholz, Aſtholz, Reisholz, Stoholz, er R.' bey Eichen in 0,692 0,07: 0,03, 91: hes mh Buchen 0,59. 04; 0,08. 0,23. bl; Birken 09974.2.2.0705: 0,03. 0,05. Wü, Erlen 40 jährig 0,83, 01. 0,05. 2 er nichtipn Vify. Kiefern 0732 01. 0,03. 0,14. odur Der naß; Fichten und Tannen 07. 01. 0,03. 0,17. -), zer eini Bey lichtem Stande des Holzes vermehrt ſich die Aſt-, ein define: Meis: und ſelbſt Sto>holzmenge immer mehr, je räuwlicher das Holz erwachſen iſt, und es laſſen ſich wegen der Abweichung - des größern oder geringern Schluſſes, keine beſtirimten Zahlen ate Helzbefny Dafür geben, man muß vielmehr in jedem einzelnen Falle das ft werden Verhältniß des StoE- und Reisholzes zum Klafterholze aufſuy2 = lehren oder fäule andeutet, 1x durch Erfah? 2) Sobald Wurmmehl, Späne, welche die Spechte ausgeha>t ht dieß, wennn haben, im Mooſe und auf den Flechten, wovon die'alten orber abſcäßt Bäume gewöhnlich bede&Xt ſind, liegen, oder gar Wurmlü2 [tat des Eindu!e, ausgefaulte m zu önnen Aeſte, Buceln, welche nicht von Maſern herrühren, ſind ſis u die En"en augsgeſpalten wird, eine gute Spaltigkeit verlangt, die man an den Rindenlagen, oder an der Lage der Holzfaſern bey herausgehauenen Spänen erkennt, Um die Länge und obere Stärke der Stämme zu veſtimmen, hat man zwar ſehr viele Inſtrumente erfunden, die unter dem Namen Dendrometer oder Baummeſſer bekannt ſind. Ihre Ane wendung wird jedoch bey irgend beträchtlichen Abſchätzungen zu zeitraubend, und es genügt gewöhnlich hinſichts der Länge das Anſprechen nach dem Augenmaaße. Um ſich dabey gegen weſente liche Irrungen zu ſichern, läßt man zur Beſtimmung derſelben Modellſtämme der verſchiedenen Größen fällen und mißt dieſe genau aus, Die obere Stärke läßt ſich ziemlich ſicher angeben, wenn man den untern Durchmeſſer kennt und ſich Erfahrungen Über den gewöhnlichen Abfall der Bäume, oder das Verhältniß der obern zur untern Stärke ſammelt. Zur richtigen Würdigung des Werthes der vorhandenen Holzmaſſen kommt es aber guch häufig nicht bloß darauf an, als les darin befindliche Nußho1z zu ermitteln, ſondern man muß auch berückſichtigen, ob dieß als ſolches abzuſetzen iſt. Jn ei- nem geſchloſſenen Nadelholzorte kann mit 40 und 50 Jahren je: der Stamm als Lattſtange, Baumpfahl u. ſ. w. angeſprochen werden, mit 60 bis 80 Jahren iſt alles zu kleinem Bauhdlze brauchbar, nur in ſeltnen Fällen wird ober ein ſo guter Abſatz ſeyn, daß die für den innern Maz;kt beſtimmten Hölzer, welche keinen weiten Transport ertragen, alle als Nutho!z verkauft werden können. Solche Hölzer dazegen, welche in den Welthan: del kommen, wie z. B. Schiffbaubolz, Stabholz, ſelbſt gewöhne: lic) gute Breter, können in den größten Quantitäten abgeſeßt werden und erfordern dieſe Beachtung nicht, ja ſie verkaufen ſich ſogar in großen Maſſen beſſer, als in kleinen, weil die Koſten, die dieß verurſacht, ſich dann. mehr vertheilen. In wiefern nun von dem abgeſchätzten Nutholze alles, oder nur ein Theil als verkäuflich anzuſehen iſt, hängt von der richtigen Würdigung der Verhältniſſe ab. Dem Geſagten gemäß begreift die Abſchäzung eines hauba- ren Holzbeſtandes zum Einſchlag und Verkauf in ſich: a) die Aufnahme des darin befindlichen NRubholzes nac den verſchiedenen Sortimenten, b) des Klafterholzes, ebenfalls mit RüÜFſicht auf Kloben-, Knüppel:, Sto>- und Reisholz, c) die Feſtſtellung des Nettopreiſes, zu welchem es einem Käu» fer überlaſſen werden kann, oder yves Icettvertrages, den der Eigenthümer bey dem für ſeine Rechnung erfolgten Einſchlag davon erwarten mag. Hierbey iſt zuerſt der Bruttoertrag nach Maßzabe der localen Holzpreiſe zu ermitteln, um dann die verſchiedenen Ausgaben, welche der Einſchlag und Verkauf verurſachen, davon abzuziehen und ſo den Netto- ertrag zu erhalten. | nd OM fühl, M Bah 0 Ww) 0. hut 1 jt(4,0 dum DIE (etwas SIE « im jn wi Rh e) Jm 746 (ud) 1008 bal 8 von feitSE wad Gin uu: | GWK 8,[0 ein) efunbes by emo ben 16 iht fun) 3; iy Deſti NE Vs Gin] ei FAN vn y, ſü Im, un4 Otzen ey DI er Orlyf Wh Wia(ht in dt m DE) bh SA, n Dat diy » ZJ 06 6; vg | 10, Abſchn. Die Forſttaxation, 255 m verbraudt Wi(493) Lerfreer Fen,"" Zu dieſen Aus8gaben gehören: SRE Abu; a) Das Schlagerlohn und die Anfuhrlöhne.; Wfbaubols bis, b) Die Zinſen des Kaufgeldes bis zu deſſen Wiedereingange 0 Ven Ape in bey dem beendigten Verkaufe des Holzes, ſo wie die Zinſen Gpaltigfe ban der verausgabten Schlager: und Rückerlöhne, Hierzu iſt es er Tape der Aul» nöthig, den Zeitpunct zu beſtimmen, wo die Verſilberung 4 des Holzes wahrſcheinlicherweiſe beendigt ſeyn wird. Et 33 Hef c) Die Aufſichtskoſten und Auglagen für Reiſen, welche we- unden, die Wh) nigſtens bey einem fremden Käufer oft nicht unbeträchtlich fannt find, My ſind, wogegen der Forſteigenihümer gewöhnlich ſie nicht zu en Übfhigung, venen hat, da die Beamten deſſelben die Aufſicht über: inſichts der Kip», nehmen.;:. < EE d) Die Aſſecuranzprämie gegen die Gefahr, Holz durch Dieb- Be ſtithmutg dy; ſiahl, Waſſer und Feuer zu verlieren. Sie hängt von den 'üllen un) nt Verhältniſſen ab, indem ſie gar nicht in Anſchlag kommt, iemlich Abe an) wo keine Sefahr irgend eines Verluſtes abzuſehen iſt, und und ſid Gh kann nicht unbeträchtlich angeſeßt werden müſſen, wo es oder by Tits ſehr ſchwer iſt, ſich gegen Diebſtahl oder Waſſergefahr zu ſi: e(Parallelogramme), getheilt werden. Dieß kann nur geſchehen, wenn die einzutheilende Figur eine hinreichende Größe, ziemlich regelmäßige Form hat, und die Schläge dabey die Ab- fuhr erlauben, und die Trift dadur< nicht verhauen wird. in 2) Die Eintheilung nah Forſtorten. Wenn der Forſt in lau- | ter vereinzelien StüFen liegt, ſo müſſen aus dieſen die Schläge | gebildet werden, indem bald mehrere kleinere StüFe zu einem Schlage Fenommen werden, bald ein größeres in mehrere ge- theilt wird, oder wenn ſich ein Ort der Schlaggröße annähernd zeigt, als ein Schlag angenommen wird, Da es ſelten möglich ay dringen) ſo ms dür Hein»„4 binpfgegen nN TM Nein 00/18 p' Nan h? n Duſchlo) jeklid 007 em wo en webe vors bey dngel] figuren DIS der wirtl 8 eintheilun auf den dV 00.00' Doſhrifieh Do ver WINE uwe bauen Wer 91 debe M0 neh Heber iv MEN je) Ne 6 vie der Aw wird Dageaund lid und die gröjere/ 3 vbr ungeha Eine ſehr(M m!„us NNEN? Mitt" NN? Hine füm dine[0,36 [elehe Mil eit aus Di je ever aeg ſnſcheine, 10, Abſchn, Die Forſttaxation, 297 und Betz„SGERE(495) < weh oder dringend. nöthig iſt, jährlich ganz gleichen Ertrag einzuſchlas ht anwend ſt gen, ſv muß dieſe Gleichheit, ſo weit es thunlich iſt, in der Rea di no gel der paſſenden Form und Lage ver Schläge aufgeopfert wer- ME den.- Dieſe Eintheilung nach Forſtorten wird aber nicht bloß fen für kleine, zerſtreut liegende Feldbüſche nöthig, ſondern in Ge- RC jewel. birgsgegenden, wo ſich durch Berge, Köpfe, Thäler und Schluch- aber ene by ten natürliche Wirthſchaftsfiguren bilden, iſt ſie ebenfalls die are, Um: Ori allein paſſende. 015 Wit Dew bern Man hat zwar noh eine dritte Art von Schlageintheilung 1, Ober füh bi: in Vorſchlag gebracht: die mittelbare, wo die Schläge nicht uf Blöße und üh: wirklich auf der Karte und im Forſie abgeiheilt werden, ſon= lz zu haben, k) dern wo. entweder nur jährlich eine beſtimmte Fläche zum Ab- v durſcnittlicy triebe vorgeſchrieben und jedesmal abgemeſſen wird, oder wo ey den Zeſen bey einzelnen größern Forſtorten und natürlichen Wirthſchafts- eholzt werten Ih figuren bloß die Beſtimmung gegeben iſt, wie viel Jahre in jes Inen Chliy! im der gewirthſchaftet werden ſoll, Es ſcheint jedoch dieſe Schlags & läßt ſh In eintheilung für den Privaten nicht paſſend, da er ſelten Beamte miß einer Aebi auf den kleinen Niederwäldern hat, die jährlich Abmeſſungen auch wh by vornehmen, oder die zwe>mäßige Leitung des Hiebes ohne feſte € Vorau Min Vorſchriften anordnen könnten, DBern aut Wo der Boden von gleicher. Ertragsfähigkeit iſt, theilt man ntheilun Wo die Schläge auch von gleicher Sröße ab, weil man von dem h, durc this Grundſatze ausgeht, daß man die lichter beſtandenen voll an» | Feld und Wh bauen werde, und dann auch gleicher Ertrag erfolgen müſſe, nter wir Zſt Iſt dabey der Beſtand ſehr ungleich, ſv wird für den erſten Um- men werden 1 trieb lieber noch eine vorübergehende Nebeneintiheilung gemacht, nden Größe, 1 indem man nach gutachtlicher Schätung die Schläge in demſel- yfeinander fol ben Maaße kleiner macht, wie ſie beſſer beſtanden ſind 3 größer, ſe, an welt wie der Holzveſtand unergiebiger iſt. Bey ungleicher Bodengüte igen Jahreöſht wird dagegen darauf Rü>ſicht genommen, ſo viel, als möglich, man ſie auc) fü Fläche und Bodengüte mit einander auszugleichen, ſo daß durch geben hat, die größere Fläche die geringere Ertragsfähigkeit übertragen wird, vder umgekehrt die kleinere Fläche durch den beſſern Holzwuchs. Eine ſehr ſpecielle Bonitirung des Bodens dazu vornehmen zu wollen, um eine ganz genaue Ausgleichung zu erreichen, führt ribatforſten u wohl nie zu einem belohnenden Reſultate, da uns noh die 1 0 0[MIA aus der Analyſe EE DIe(R WUM ein befümmiv Ünftigen Ertrag genau voraus zu beſtimmen. Es iſt auch ſel- DN iv ten eine ſo genaue ZWE ERROR: unerläßlich, und man kann ſich haben, wo Dy vielmehr mit der annähernden begnügen, Dieſe erhält man aber leicht aus der Beachtung des bigherigen Holzwuchſes, verbunden ſchr Nd mit einer gutachtlichen Schätzung der Bodengüte nach dem Au- genſcheine. Aus den Rechnungen wird ſich der bisherige Ertrag 110 der verſchiedenen Diſtricte ergeben haben, und wenn man dieſen Dieß hm 0 mit Rückſicht auf den Wuchs und die Dichtigkeit des Holzbe- nreichentt 0 ſtandes, auf ſein Alter, mit der Fläche vergleicht, ſo wird ſich ge dab 7 en Schluß auf die Ertragsfähigkeit des Bodens daraus NEN:"Eben fiſt es nicht anzurathen, wenn es darauf ankommt, der die 600 den gegenwärtigen Holzbeſtand zur gleichmäßigen Abnuhung zu ut zu(1 vertheilen, ſich auf künſtliche Berechnungen, Probehiebe und Av- ſchäzungen einzulaſſen, da dieß alles zu der Ermittelung des j| Holzvorrathes im Niederwalde als unanwendbar angeſehen wer- M mis den kann, Es giebt beynahe nur ein Mittel, um eine richtige EISERN bd 3 ds Bn aa 2 5 2538 Forſtwirthſchaft. (496) Vorausbeſtimmung über den zu erwartenden Ertrag eines Nie: derwaldſchlages zu treffen: aus der Erfahrung, die man bigsher über den Ertrag der Schläge gemacht hat, auf ihren zukünftigen u ſchließen. Es muß jedoch dabey auf die ſichere oder wahr- Eeinliche Verdichtung des Holzbeſtandes, den künftig ſchlech- 1 oder beſſern StoFXausſchlag die nöthige Rückſicht genommen werden. Sowohl das Project dex Eintheilung des Forſtes auf der Karte, als die Ausführung derſelben, iſt Sache des Geometers, in ſofern ſich dieß auf die Abtheilung der Schläge bezieht. Da- gegen fällt dem Forſimann die Verpflichtung zu: die Ertrags: fähigkeit des Bodens anzuſprechen, die Reihenfolge der Schläge, die durch ihre Nummerirung bezeichnet wird, anzugeben/ und ſelbſt über die Form(Figur) derſelben zu entſcheiden, Die Geo- meter ſehen ſtets, ſchon der leichtern Berechnung wegen, auf Regelmäßigkeit der Figuren und gerade Linien, Niemals muß aber dieſer Regelmäßigkeit das Bedürfniß der Wirthſchaft auf- geopfert werden, Die natürlichen Grenzen der Schläge, durch Gelder, Wieſen, Wege, Bäche, Thäler, Hütungsgrenzen u. dgl. gebildet, ſind ſtets den künſtlichen und oft ganz unpaſſenden ge- raden Linien vorzuziehen. Es muß daber auch das Project der Eintbeilung durch den Geometer im Einverſtändniſſe mit dem EN HEG geſchehen, und zuletzt deſſen Urtheile unterworfen werden, Taxation des Hochwaldes. Sie zerfällt ſtets in zwey Hauptabtheilungen: 1) Die Feſtſtellung-der Grundſäte der künftigen Wirthſchafts- führung oder die Wirthſcmäßig wird treffen können, welcher pipt alle Für! 4 geſchicht| erb | Quſtordt bender das 1 Befannt vod! Yon de hon den ver)? holes im 14 "8 daher 179 ihtung 820 afſunden 90 R! OBald in ei der Orope 0 Das Navi 8 an 10) zu 10 beredee wD übt DE 0 Höher VIET HUNTE NUR Eines Ner 000] | 6 it vi | Ant: dern 4E6 Dol aottung ver Bus 1916 top geben 166 jfber nele turn GE 190778 KN Left ſind bh JN 68 nien 40:08 den vet 7) V Inh Int, G ß 0, Vie Ins ihren zuhle g Furſtei(WH ern und Wieſen, ſondern auch die Trennungs-= linien ber Servituten, Jagdgerechtſame u. dal. 2) Die Verſchiedenheit des Bodens. a) nad) der Fort, d.h. Berge, Ebene, Expoſition) der Verghänge und Nichtung der Thalzüge z; b) nach der Ertragsfähigleit, in ſofern der Unter» ſchied ſo beträchtlich iſt, das ex bey der Berechnung des Er? trags beachtet werden muß; c) nach dem Feuchtigkeitsgrade, wobey jedoch gewöhnlich nur nas und feucht von troFen und dürr geſchieden werden. 3) Die Verſchiedenheit des Holzbeſtandes, a) nach Holzgattung 5 b) nach dem. Alter und Beiriebe; ce) nach der größern ober geringern Dichtigkeit, dem beſſern oder ſchlechiexrn Wuchſe. Auch hier ſind nur ſolche Verſchiedenheiten zu beachten, wel- die ſo bemerkbar ſind, daß ſie bey der Berechnung ves Er- trags nicht unbeachtet bleiben können. Reine Beſtände von verſchiedenen Holzgattungen werden nür geſchieden, wenn ſie ſo viel Fläche einnehmen, daß die Aenderung des Ertrags X 9I2c ; 32 Die Forſttaxation, 259 Dublin- SITE TGP SCHE RIND“ RSS HLIERIEUERSEE* GI TIS VOLLOGE R IUEGEN 1006.)"GRE ALE 2 NUE: ODE KE I€ WE TTK 11 den nA SST ETS SIE IS SOT SER SSS RENEE SN WERTINENEN |; RENTE 1GN SE WORPEUNGH TN. 45377 FEMM Forſiwirthſchaft. (498) beächtungswerth wird, Gemiſchte nur dann, wenn die ein: geſprengte Holzgattung als Nubholz oder als beträchtlich beſſeres oder ſchlechteres Holz beſonders berechnet werden muß. Die Alters8verſchiedenheiten werden in gewiſſe Alters» laſſen zuſammengefaßt, ſo daß dasjenige nicht geſondert wird, was in ein und derſelben Altersclaſſe liegt, worüber unten das Nähere. Immer beſtimmt mon aber ein gewiſſes Minimum der Fläche, unter welchem die Herausmeſſung nicht erfolgt. So iſt in der Inſtruction zur ſpeciellen Taxation der preußiſchen Forſten Ein Morgen als die kleinſte Fläche angenommen, die um der Boden- und Beſtandsverſchiedenheit willen heräusgemeſſen werden muß, 4) Der nicht productionsfähige Boden, Wege, Felſen, Sümpfe und Lachen, muß ſelbſt, weiin die Flächen kleiner ſind, von dem productionsfähigen geſondert werden, dainit die Sum- me deſſelben von der ganzen Forſtfläche abgezogen werden ant; 5) Eine beſondere Aufführung der Pflänzkämpe iſt wichtig. 6) Von den Wegen, Geſtellen, Alleen werden nur diejenigen nicht gemeſſen, welche eingehen ſollen und nicht benußt wer: den, oder auch nur vorübergehend zum Gebrauch dienen. 7) Wohnungen, Gärten, Theeröfen und alle Etabliſſements jeder Art, ſo wie alle auf die Forſtwirthſchaft und Jagd Bezug habenden Gegenſtände müſſen auf der Karte genau nad) ih- xer Lage und der Fläche, die ſie einnehmen, bezeichnet werden, 8) Die Gewäſſer mit ihrer IJnundationslinie, wenn Vebey: ſchwemmungen von ihnen zu befürchten ſind, müſſen ebens falls richtig verzeichnet ſeyn, Der Maäaßſtab iſt für die auftragende Karte ſo groß zu wählen, daß ein Fehler in der Vermeſſung oder Berechnung ver» mieden werden kann, oder wenigſtens gleich in die Augen fällt, wozu der von 50 Ruthen auf 1 rheinl. Decimalzoll als hinrei- ker Deer, | ) wut ei!. ver Forte] die unbehit ine m ht if: 1 wf, un dem der(17 Mühe du? hinwegenen rihtigung!? (ehen, MO "| NDK aw in . WU Forſtes 09 hält dai 17'S -(ufern 900 Weh Saru fin) aus 1075 wel EO win vhs Bim ed lungen befä buch ſhon NB jem Fal 8 |(Wm feße niht 179% und Terz 6 Ih Wiele a48 fiſt, beſtit, u fine vue Eb jen vi entert bag wn"ß 0. 007 bim ße hen Wi. y | WH Dafn an y j ! Bahrein ſh Crioß 10 Dejht) MENN y". 7 8 H UH den ji],"u erdiy, ht| ding nie; 10. Abſc mille, ä. aun de CASE BEE en LEE eiiien Forſiwirthſce gebildet werden,„und nur die am Rande liegenden Abſchnitte, die kein volles[| mehr bilden, an der äugeren Grenze unregeimäßige Eynturen erhalten. Die Größe dieſer|], vder was gleich iſt, die Entfernung, in welcher die paralleien Geſtelle von einander laufen, iſt zwar in den preußi- ſchen Staatsforſten ſo feſigeiebt, daß jede Seite des|]200 Ruthen, und dieß folalich 222 Morgen 40 Quadratruthen öläche haben ſvil 3-es iſt jedoch wohl unläugbar zwe&mäßiger, daß ſich dieſe Größe nach der Größe der einzutheilenden Forſifiäche und dex zu nehmenden Schläge richtet, auch ſelbſt ihre Form wird am vortheilhafteſten nach der Figur, welche der ganze Forſt bildet, geordnet. Hierbey muß man jedoch nicht etwa von der Jdee ausgeben, daß ein Quadrat ein, Jahresſchlag ſeyn ſoll, und dieſe Eintheilung eine Art Schlageintheilung ſeyn ſolle. Es ſy daſſelbe zwar eine Wirthſchafisfigur bilden, welche entwes der ſchon jevt, oder in ſofern der Holzbeſtand dieß nicht. er- laubt, wenigſtens im folgenden Umtriebe, zuſammen in Betrieb genommen wird, aber die Zahl der Jagen(immer gleich mit []) hängt durchaus nicht von den Jahren des Umtriebes ab, wie dies bey den Jahresſchlägen der Fall iſt, ſondern die Hölz: maſſe, vie in ihm ſteht, kann beſtimmt ſeyn, 1, 2, 3 und 10 Jahre auszureichen, Die Jageneintbeilung hat den Zwe und die Vortheile: 1) der leichteren Orientirung, da man durch die an die EXen des(] geſebten, numerirten und gezeichneten Pfähle, die auch auf ver Karte bemerkt ſind, mit dieſer in der Hand ſich ſehr leicht zurecht findet z 2) daß die Vermeſſung dadurch länger brauchvar gemacht wird, indem man viel Figu» zen von bekannter Größe, mit unwandelbaren feſten Grenzen, die da, wo ſich die Geſtelle durchſchneiden, überäll feſte Puncte darbieten, erhält; 3) daß die Hiebsleitung genauer und feſter beſtimmt werden kann, indem man die Reihenfolge der Jagen, wie ſie zum Abtrieve kommen, feſtſebt 3; 4) daß die Controlle der Kbſchägung, ſo wie der Verwaltung dadurch ſehr vervoll- Fändigt wird, indem man ſtets das Meſultat der Schätung mit dem des wirklichen Einſchlags bey dieſen einzelnen Figuren vergleichen, auch die Beſtände in der Rechnung von jedem einzelnen Jagen nachweiſen und dieſe deßbalb leicht revidiren kann 3 5) daß durch die-Verlegzung der Wege auf die Geſtelle nicht bloß eine große Exſparung an Grund und Boden, der dazu verwendet werden muß, erfolgt, ſondern aucigs ten, Stangenorten u. ſ. w. A. Man kann in deim haubaren Holze jeden einzelnen Stamm abſchäßen, indem man a) ihn nach Klaftern, Malz: tern, Faden, Ste&en, oder einem ſonſt im Walde üblichen Maaße dur erfahrne Taxaioren, Forſtmänner oder Holzbauer zach dem Augenmaße anſprechen läßt. Dieſe Methode iſt bey unregelmäßig gewachſenem, ſehr ſtarken, räumlich ſtehenden Holze die empfehlenswertheſte zur ſpecieten genauen Schätzung, ſobald man Scäßer hat, auf deren Uribeil man ſich verlaſſen kann. b) Man theilt die Bäume in Ciaſſen von verſchiedener Größe, 34 B. ſo, paß die 1ſte Claſſe 69-80 Cubikfuß, die 2te 50-- 60 Cbf., die 3te 40-- 30 Cbf, u, ſ. w. enthält, und dez ſtimmt aus mehreren gefällten und berechneten Bäumen eine Durchſchnittsgröße für jede Claſſe, die zwiſchen dem ſchwächſten und ſärkſten Baume dex Claſſe mitten inne liegt. Der ganze Beſtand wird dann dergeſtalt ausgezählt, daß jeder Baum in die Claſſe, wohin er ſeinex Größe nach gehört, eingetragen, die Summe, der Stämme jeder Claſſe dann mit dem Cuditkinhalte des Modellſtammes derſeiben multiplicixt wird, wodurc< man die ſummariſche Holzmaſſe des Orts erbält. c) Die. größte Ges nauigkeit erhält die Abſchäßung obne Zweifel, wenn man fich vazu der ſchon erwähnten Königſchen vder ECottaiichen Holztafeln bedient, den-unteren Umfang jedes Stammes mißt, die Höhe und Holzbaltigkeit deſſelben anſpricht und ſeinen Cubitinhalt dann in den Tafeln oufſucht. Bey einiger Einübung iſt dieſe Methode auch weniger zeitraubend, als es ſcheint, und wird eben ſo ſchnell zum Zwee führen, als ein einigermaßen jors- fältiges: Anſprechen des Holzes nah derm Augenmaaße. In ſehr regelmäßig gewachſenen, in Schluſſe geſtandenem Holze von gleichem Alter, vorzüglich bey Nadelholz, muß aber auch das YAuszäblen nach Claſſen ein hinreichend genaues Reſultat geben. 263 iter== 264 Forſtwirtdſchafr. (302) = Bey allen drey Methoden durchgehen die Schäter den zu taxirenden Ort in einer Reihe neben einander, und nicht weiter von einander entfernt, als daß kein Baum unbemertt und yy» geſchäpt bleiben kann, Jeder Baum, welcher notirt iſt, erhalt ein leichtes Zeichen in der Rinde, und an der Srenze dey Schäßungs!inte werden die Bäume geſchalmt, wobey, aber die Boithaut nicht verletzt werden muß, um an dem Schalme voie: der herauf zu gehen, bis der ganze Ort fertig taxirt worden iſt. Ylle dieſe Methoden bleiben, vorzüglich in großen Forſten, mit vielem haubaren Hoize immer zeitraubend und koſtbar, da ſie viel, geübte Taxatoren verlangen, und man hat um ſo mehe 211E das Verfahren abzukürzen, als dabey immer noch ein ganz genaues und ſicheres Reſultat erbalten wurde, und man ſah, daß es in den großen waldreichen Staaten koum möglich war, alle Forſten in dieſer Art abzuſchäßen. Das älteſte und gewöhnlichſte Auskunftsmittel die ſpecielle Aus zäh lung des haubaren Holzes zu Umgehen, war, und iſt nod) 1Cpt; daß man nur eine kleine Fläche zur Probe abſchäpt, 3. BV. 1 oder 2 Morgen, und die ganze danach berechnete, indem man annahm, daß jeder der übrigen Morgen eben ſo viel Holz entz- hielte, als der abgeſchätzte. Bey der großen Ungleichheit dey Holzbeſtände fiel aber glei in Liz Augen, daß man dadurc ein ungeheuer unrichtiges Reſultat erhalten mußte, eine zu hohe Schätung, wenn die Proveſläche beſſer beſtanden war, als durchſchnittlich das Uebrige; im Gegentheil eine zu niedrige. Um dieſem zu begegnen, ſchlug man vor, mehrere Probeflächen an verſchieden beſtandenen Orten, 3. B. an den beitbeſtande- nen, im mittelmäßigen und ſchlehren Beſtande zu nehmen, das gefundene Holzquantum zu ſummiren und den Durch: ſchnittsſaß pro Morgen, als die für den ganzen Beſtand anzu» ſehende Holzmaſſe, zu rechnen, indem man deſſen Fläche damit multiplicirte, Auch dieß bat aber wenig dazu beygetragen, der Berechnung der Holzmaſſe nach Probeſlächen mehr Zuverläſſig: keit zu geben. Geſet, man theilt den Beſtand in 3 Verſchie: denheiten, gut, mittel, ſchlecht beſtanden, der gute Beſtand habe 30, der mittle 20, der ſchlechte 10 Kiftrn, pro Morgen, ſo war die Durchſchnittszahl 30+ 20 4- 10=>= 20 und 200 Morgen a 20 Klftrn, würden zu 4000 Klftrn. zu berechs: nen ſeyn. Wenn nun aber nur 25 oder 20 Morg. mit 30 Klftrn., Z oder 40 Morg. mit 20 Klftrn,, 75 oder 140 Morg. mit 10 Klftrn, beſtanden ſind, ſo enthalten dieſe 200 Mrgn, nur 600+ 800 J- 1400= 2800 Klftrn, und man hat einen Jrrthum von 1200 Klftrn, Es wird in die Augen fallen, daß bey dieſem Berfahren nothwendig jede Verſchiedenheit gleiche Fläche haben müßte, wenn es richtig ſeyn ſoll, was wobl ſelten oder nie der Fall iſt. Die Abſchätzung nach Probeflächen iſt deßhalb auch in der That nur da brauchbar, wo der Beſtand ganz oder ziem: lim gleichmäßig iſt, und dann thut man beſſer, Eine größere Probefläche, vielleicht von 5-=- 10 Morgen zu nehmen, welche die geringen Verſchiedenheiten des Holzbeſtandes ſoviel als möglich umfaßt, als mehrere kleine. Tn ungleic beſtandenen Orten iſt ſie eine durchaus nicht zu empfehlende Methode, da ſie zu ungeheueren Täuſchungen führt. zienider Du N 1 Ioyn,00 ev Jud unben 1108 wn u Ga, bein auta IN) fahne Zan [und Softy 40 beſſen Wd aus dem 190 Puy H die Demon) 017] vy v jn genen AUSSEN langer ZOE " die Berei Iam 4! j! ſathweln; fa 4 Wile auf(fly 10 bn Her 9944 reinen Def fp Gefen bin! 10 lde Nd AON wen Zo H! WMlommeigO NW Aung| Wer nug 1] MENNE? WW Jana 1933 EE Chie bin 4y er nicht witer erte Und 1 notutiß, erhalt | der Grenze da ! WoEy aber bi em Gchalme wis Haxttt worden| 0 großen Fol, ) und Eſther,) | hat um fo mh bey immer 19 alten wurde, 1) en Etaaten bin zuſchäßen. 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Durch die Multiplication der als bekannt vor: ausgeſezten Fläche mit der durchſchnittlich pro Morgen anges nommenen Holzmaſſe, erhält man den Vorrath des ganzen Ortes.= Es iſt nicht zu erwarten, daß dieſe Ocularſchätung ein ganz richtiges Reſultat gebe; doch muß man ſie aber auch nicht mit der älteren, ſo oft gerügten Maſſenſchäpung verwechs= ſeln, wo die Holzmaſſe eines ganzen Diſtricts, deſſen Größe ganz unbekannt war, gleich ſummariſch angeſprochen wurde, Wenn das Urtheil des Taxators durch viele ſpecielle Abſchäpunz gen ſehr ausgebildet. worden iſt, ſo iſt er wohl im Stande, miß ziemlicher Sicherheit, und ohne daß grobe Fehler zu fürchten wären, die Holzmaſſe, die auf einer beſtimmten Fläche von 1 Morgen, Joch, 9der A>er ſteht, zu beſtimmen, auch wenn er den ganzen Diſtrict genau durchgeht, und dieſer gleichmäßig beſtanden iſt, einen brauchbaren Durchſchnittsſaß zur Berechs nung zu geben. Wo daber keine große Genauigkeit in der Ermittelung der haubaren Beſtände verlangt wird, ſondern nur ein gutachtlicher Veberſchlag, da iſt die Maſſenſchäzung, er- fahrne Taxatoren vorausgeſest, zur Erſparung von Zeit, Arbeit und Koſten ſehr zu empfehlen,: B. Die Beſtimmung der Holzmaſſe, welche jezt vorhanden iſt, wird eigentlich nur hey dem haubaren oder bald einzuſchlas genden Holze bedurft. Bey den jungen Beſtänden, welche noh längere Zeit wachſen ſollen, iſt der gegenwärtige Vorrath und veſſen Unterſuchung nur in ſofern beachtungswerth/, als darauf die Berechnung des künftigen Ertrages beruhet, indem man aus dem bisherigen Wuchſe auf den künftigen ſchließen muß. Man hat ſich ſchon lange bemüht, Erfahrungen darüber zu ſammeln: wie viel Stämme, und von welcher Größe, in jedem Alter auf einem voilkommen beſtandenen Morgen, Aer u. ſ. w. in den verſchiedenen Bodenclaſſen von jeder Holzgattung, die in reinen Beſtänden vorkommt, gefunden werden, Aus dieſen anz geſtellten Unterſuchungen und erhaltenen Erfahrungen ſind dann die ſogenannten Erfahrungstafeln zuſammengeſeßt, d. h. Tafeln, welche nachweiſen, wie groß die Stammzahl und die Holzmaſſe auf jedem Boden in jedem Alter iſt, wenn ein Ort mit Holz von“ vollkommenem Wuchſe geſchloſſen beſtanden iſt. Wenn man nun die Holzmaſſe, 3. B. in einem 20jährigen Orte, unterſucht, was immer nur auf Probeflächen geſchieht, die deſto kleiner ſeyn fön: nen, je jünger und gleichmäßiger beſtanden das Holz iſt, ſo daß in jungen Diigten wohl x bis 3 Morgen genutzt, indem man ermittelt, wie groß und di> die im Schluſſe ſiehenden Stämme geworden ſind, ſo läßt ſich daraus ſchließen, in welche Boden2 claſſe der Erfahrungstafein, der gefundenen Holzmaſſe gemäß, dieſer Beſtand gehört, und indem man in ihnen nachſieht, was von einem geſchloſſenen Orte in dem verſchiedenen Alter zu ers warten iſt, kann man den Ertrag deſſelben leicht für die Zukunft anſegen.= Es wird daraus hervorgeben, daß alle Unterſuchun» 265 -= 266 Forſiwirthſchaft, (504) gen des Vorrathes in jungen Beſtänden, ſich niemals auf den ganzen Diſtrict mit Auszählungen u. dgl. erſire>en, was auch ganz unausführvar wäre, ſondern nur zum Zwede baben kön- ven, zu beſtimmen, wie viel von ber Fläche deſſelben als voll beſtanden angenommen werden kann, und wie viel bey der Be- rechnung als nicht producirend in Abzug gebracht werden muß. Die eigentliche Unterſuchung ves Holzvorraths hat nur den Zwe, auf möglichſt vollkommen beſtandenen Flo>en durch Ermittelung der Größe der Bäume und der bigher erzeugten Holzmaſſe, der Ausgmittelung des Alters, ſich zu unterrichten, in welche Bo«- denclaſſe der Ort gehört, und demgemäß ihn nach den Erfah- rungstafeln berechnen zu können. Iſt der ganze Ort geſchloſſen beſtanden, hat das Holz glei- reme 2 00 20 m0gum MnanEI mug KI RER GEBIRGE HEERDE wn; 10, Abſchn. (505) wenn dieß überhaupt der Fall iſt, der Ort als vollkommen geſchloſ: ſen angenommen werden kann. Bis dahin erfolgen, wegen des u lichten Standes, keine Durchforſtungen, die debpalbd auch nicht erechnet werden können. Wäre der Beſtand ſo licht, daß ex ſelpſt zur Zeit ſeines projectirten Abtriebes noch nicht die volle Stamm- zahl hätte, ſo muß der Ybtriebsgertrag um ſo viel geringer an- geſetzt werden, als an der verlangten Stammzahl fehlt, wobey man jedoch von der Annahme ausgeh2n kan, daß alle fehlenden Stämme ſolche dritter oder zweyter Größe ſind, und die vors: handenen alle als von erſter zu rechnen ſind. - Schwerer no< als die Unvollkommenheit in der Stammzahl iſt diejenige im Wuchſe zu berechnen, da ſie ſich bald vermin- dert, vald gleich bleibt, valy fortſchreitet. Ein Buchenort, wel- t würde, ſo könnte dieß nur als Durchforſtungs» holz mit ſehr mäßigen Säßen in Anſatz kommen. Holzgattungen, welche die frühere Verdämmung ganz ver: winden und freygeſtellt einen ganz vollkommenen Zuwachs erlan- en, werden für den Adtrieb um ſo viel jünger berechnet, als ie ſich jeht Jahre im Wuchſe zurück zeigen, wie das Beyſpiel oben ergiebt. Der Ertrag derer, bey denen die Wirkung der Verdämmung bleibend oder fortſchreitend iſt, müſſen gutacht- 9 0 dem Urtheil des Taxators im Ertrage berabgeſett werden. Ein ähnliches Verfahren findet bey der Taxation ſolcher jun» gen Beſtände Statt, welche dur Bieb, Wild, Inſecten, Froſt beſchädigt ſud. Jedoch läßt fich bey ihnen in des Regel anneh» Iſt ſie ſo, daß über:' amar ttntnennn a.. ILE Tee IIE I AIT, EIG < 5 EITE DREIST wr Zur Forſtwirthſchaft Seite(507). | j "de, alg, Er fah vnn 48008 Ti0 be 17 Metten über den periodiſchen und jährlichen Holzertrag der Cichen- Ho 4 3376825(40 102122 LE BE PE IAS Eon Ui 33587. punch UB geſe D-20058 EN R ASE RESI SE--= j=-|-1|1-|-|| 150| 19 250| 241200| 44 41600 9 487 Holz 6| 20x00... 1% 1000|- davon Knüppelholz 70<= 11.-=-- 11.150 3.7.250| 154 200+] 600 899 Gen fs SchleWt 5 75% 802% 200 ST ERZE 150 E11-| 2|=|| 50|: 85 400|: 5 48-250| 24.400 9 41550 m Cluj EN 0220: 205 100| 235=|- j'=-|= 225 hd-|-| 3| 50| 12.4 4029| 7 8 150| 211"300| 4900 0 Hol 8 122120... 30 218137 41005[20074150 1204 42024 25 002102174 547 62022(188 22088 201 2220 22 1622-=- j 2425 orſtungs|' j' 8 vw| Ein vollkommener Cichenbeſriand auf gutem Boden enthält demnac< pro Morgen:] „V Beyſpil)| 2| h 15.24* || es nhalt.< Inhalt Ko)- Inhalt 5374: Inhalt- ung by 2 jz» WREN Zz= 1 28 4 an Klaftern 2| Z| 2299 an Klaftern[S2 Z 1 2,91 on Kiaftern 152 EM, KP 1 SS(<= jZ 2 WIRS NEE EE EEE€ 192 211(MWE IUR POENT EIS 38) 22| 122 4 SEI 2)»|»| al S=<128 12|2|02 Z| 22|2|92|0/22|)|S=)22 12|9|62 her juhs KE 20 1SS022 WZ IH WE=3 SEU 1. /142 1306721. 341| 45'139[14 182| 3540 140| 5 j45 44 S2/ 6211670114(8|22 12| 2E5,(104 82620(293| 31 133 1 12 25 54144 3160 j 3541 41|40[ 1! 184| 3605141| 5|46 9 41 224 64 11740 114| 81(2238 2| ZZ=A106 12730 f301| 4(3411 11 2 20146| 325221 3612] 41 141 fj 12 186 4 3670 1411| 5|4611 4 DO?EA 66 11810 145 81.1 232826.|< Z z 108 2840 j32 j-4|36 j 17| ZGa1148 13345[1371| 5[421] 13 183| 3735 142|| 54| 472] 4 2,21 58 91830 151| 9|241 82|| 22 7:3 /110 12950, J 331| 4(3714,41 GE 2150| 3437413851 5|435f 15 190 j 3800 j 4212| 52| 48 f 4 == 70 11950 1161| 9|2531 2| 221112 13060 f341| 41[39 1 14| DES M52 13530 j391] 5 j4419 12 192| 3865|431| 51| 49| 3 252| 79[2020421| 5.|26 JIE NA S4 zet4 3070 J352| 42/40 11 NZZ 2054 136222441-1. 5: 1464/12 NE 220 4 4421. 25.00-8,2 2 ZE j 74 12090 1212| 5|262] 11 S1Z9116 3280: j 37%| 44| 4121 11| ST S4156,.13716 1412| 51|47| 1! 196| 3995 145| 51[502] 3 ZEV 76-12160-)221.|,5/5-| 272 I 12.|| 5 4GST 118 13390 438| 5 43| 14 S1 S[ 458 38071443| 51| 481f 11 198| 4060 1451| 6|511] 3 ZEN 78 2230[23| 54| 2828 11|| ZEO 4120 13500 j391| 5|441 1 11| 20924160 13900 844| 51 14921 11 200 3 4125 j46| 6|52 45 80| 2300 624| 52|2924 11 » 2.r/ 8292090[222| 4 12614 14| S=4/122[20022433| 4 137| 141| S Dw/162 429121133| 4(37 j 14 2252| 84|2180 1231) 4|2744 12| ZS 55,124 13005 1331| 41|38 4= 554164| 2975 1331| 4|371] 11 ESA 86 12270 825| 4(29 1 12 E22 20126(31071 135| 41(3911 11| E SZ0166 130371134| 41|3814 1! 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Knüppelholz (u8ſchließlich ver Zw. Nubßung im 80. 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En 9' Ein vollkommener Kiefernbeſrtand auf ſehr mittelmäßigent Boden enthält pro Morgen:| bj] 04 1546 4132| 7 420|-2 S deer 62| 1616= u 190 1.0 Sw/ 821 2063 123| 3x[26:1 14 102 4 2740 131 14|35 jt Gk 6511686 144. 1 8 100). 2 MSS k 848 2136 j24| 35 12714 14 104| 2800 432 14 136 Zt j aeTS Re 6) 1758 1190 81.123.| 8 2E8 BD 86| 2204(25| 8x(2819 14x 106 3 2360 4324| 4(3644 1 Mit 2521 6311826 115| 85|23 EN 243 1 8812272 1252| 4[293] 15 103 8 2920 j334:| 4(37444| mä| 2 R SOG EISL Oe IIS TE€ 20 20028 4|30 fj 11 110 jj 2980 534| 4x(3851 1 EN R eS(01 1 MRS H 1) 02 12408 275.14 1394.41 112 j 3040 4344| 4:|39 I t SSE S9 10036401 05 6 1 2= 4m 2476 128[4(22 41 114| 3100 835| 4: 39-1 14 E=€| 7612106122 15 27| 12| ZSS 96| 2544 285| 4 j3279 1 116) 3160 J36| 4%| 40: 4 WEN 73.0.0476 1222(5[272002 15 22(> 8 FAO E20 BRin 8: 4 113 1 3220|37| 4> j41z1 1 SS.|11 X 30 1.2246 123| 54| 281 1|] X 100| 2630 30| 4x|341:4 14 60 0 374| 41.142 81 Gel mitt 2 1 mä Ein vollkommener Kiefernbeſtand auf ſchlehtem Boden enthält pro Morgen:| ae 60.4 1200. 1.221 44 1162 1.25 82| 1640 j131| 8[213] 11 2,55(| 62 1240| 34:| 14| 1717| 2 84] 1680 114| 8(22 j 12 „eh 64 4 1280 4-34|-14 1174| 2 86 4 1720 4161| 6(2218 11 4 2,52| 66.4 13201 441 14[184] 2 88| 1760 7163|'6[2229 1| Ehl 8:5| 68 4 1360 4 48| 14|185| 14 99| 1800 119| 4| 23 4 1 2 504 704 1400.4.7(12.119| 15 92| 1340 J 1921| 4(23x) 1 S2 I. 1210 19.40[12 107 1 5f5: 94 1 1880 820|] 4|24 8 1|; SSE 4 744.14804-8-4- 42| 20-4- 11 96| 4090 2201| 4[2418 14 = 285/ 76.4 1520| 85| 12| 202|- 44x 98| 1960 8211 4|25 9 1 52%| 784 1560 4102| 10[2057| 17 100972000 1 242| 4 125284 SS) X 8011600 4412| 10 1214| 12 | 246141349 921411915 4249 2 SMVAINE rr» F> F>> PD heads hend. herd. pes jens| om pod wd jed. em bed dd. bie. jeety über den y Erfährungs- T abelle pertodiſc ZETEEZ 3 WERE ERTE 5„Alter P diſche Nutzungen Periodiſch bleibender Beſtand DeE- 7 1. 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(5) men, daß hen kann, geht, als| | Nie ſie nai hie Verſch zenommen Der| aldbeſtän er Beſtim ur donn | m Cam: | Ir ganz 9 (ter erre' rt wird - Pr anzuſe | Nachf en preußi Rach pre! | Zu ih Peſtande | 1) Das | abget 10, Abſchn. Die Forſitaxation. 269 (507) men, daß die Wirkung der Beſchädigung mr ſv angeſehen wer- den kann, daß dadurch ſo viel an der Holzerzeugung verloren geht, als ſchon jett'aus ker verhältniſmäßig geringen Holzmaſſe, die ſie nach Boden und Alter enthalten, erſichtlich iſt, ſo daß die Verſchlechterung des Beſtantes nicht als fortſchreitend ana genommen werden kann. Der ſtärkere Wuchs des StoFausſchlags in jungen Hoche» waldbeſtänden bedingt nicht nur eine große Vorſicht hinſichts der Beſtimmung der Bodenclaſſe, ſondern es kann derſelbe auch nur donn zum vollen Ertrage, den die Erfahrungstafeln für aus dem Samen erwadſenes Holz angeben, berechnet werden, wenn er ganz geſund und tief hervorgekommen iſt, auch kein bohes Alter erreicht. Bey ſehr ſpät zu benutzenden Beſtänden dieſer Art wird der Ertrag vom Stockausſchlage immer etwas niedri» ger anzuüuſeten ſeyn. tachfolgende Erfahrungstafeln ſind diejenigen, welche in den preußiſchen Staatsforſten zum Gebrauche vorgeſchrieben ſind, (Nach preußiſchem Maaße berechnet.) Zu ihrer Benutzung, um den dereinſtigen Ertrag der jungen Beſtände danach zu berechnen, iſt nur nörhig: 1) Das Alter des Orts zu beſtimmen, in welchem er dereinſt abgetrieben wird, wobey man immer annimmt, daß es in der Mitte der Periode geſchieht, in welcher er zur BenuUz bung kommen ſoll=- pe HEM feſtzuſehen, nach welcher er berechnet were en ſoll-- 3) die Beſtimmung zu treffen, ob er voll, oder zu 3, 3, Zz U. ſ. w. beſtanden anzuſeßen iſt, wobey aver ſelbſt voll beſtandene Flächen immer nur zu 3 des Ertrags der Er- fahrungestafeln angeſett werden, damit man Ueberſchätzuns gen vermeidet und auf mögliche Beſchädigungen Rü>ſicht 100 auch lückenhafte Orie in demſelben Verhältniſſe er2 mäßigt-- 4) daß man dann in den Erfahrungstafeln die Holzmaſſe aufe ſucht, die der Ort, dieſen Annahmen zufolge, einſt zu ges ben verſpricht. (Hierher gehören die fünf Erfahrungstafeln,) Me ARIEN ZNR<<-< 107 IAD<== wle Äntittet tn.- emen= ane ai SEEN GEEEEEEIREN 270 Forſtwirtßſchaft. 508) ( Die Berechnung des Zuwachſes im jungen Holze liegt ſchon in der Berechnung nach den Erfahrungstafeln: denn indem man ſieht, wie viel mehr ein Diſtrict nach einer gewiſſen Zeit Holz giebt, als jeht, und wie viel bis dahin an urchforſtungsholz zu rMeen iſt, erhält man auch den bis dahin erfolgenden Zu- waches. Anders erfolat dieſe Berechnung dagegen an häubarem Holze, welches auc noh oft eine geraume Zeit ſtehen bleibt, und wor- an man ebenfalls. das, was noch daran zuwächſt, berechnen muß. Man kann ſie in doppelter Art anlegen: entweder, daß man nach Maaßgabe der Di>e der Jahresringe, die man als gleichbleibend annimmt, berechnet, um wie viel ein Baum in einer gewiſſen Zeit di&er werden wird, oder unterſucht, wie viel der Zuwachs im Verhäliniß der Maſſe des ganzen Stamms visher betragen hat, und von der Vorausſehung ausgeht, daß dieß Verhältniß au ferner bleiben wird. Bey der erſien Art der. Zuwachsberechnung, offenbar die einfachſte, kürzeſte und ſicherſte, wird der Baum ſtehend nach den Küönigſchen oder Cottaſchen Hülfstafeln verochnet; an einer eingehauenen Kerbe wird die Dieke der Jahresringe unterſ um zu wiſſen, um wie viel er in einer gewiſſen Zeit dier wer: den wird. Bey Fichten und Tannen, welche ihren ſtarken henwuchs noh im Alter behalten, bringt man auch dieſen mit in Rechnung, indem man den Baum für die Zukunft um ſo viel länger berechnet, als er wahrſcheinlich in der angenommenen Zeit ſeyn wird, was bey Kiefern, Eichen, Buchen und ſolchen Bäu:- men, deren Höhenwuchs ſehr gering oder beendigt iſt, nicht als weſentlich angeſehen werden kann. Man berechnet den Baum nach ſeinem größern Volumen, welches er, der angenommenen größern Di&e und Länge gemäß, in der beſtimmten Zeit haben wird, und vergleicht es mit ſeinem gegenwärtigen,= die Dif: ferenz iſt der Zuwhhe in den Cubik: tafeln berechnet man dabey den Zuwachs gewvhnlich für ſo *) Der Gebrauch) der angeführten Hülfstafeln iſt durc) die vorſtehende Se; brauchsanweiſung umſtändlich gelehrt, weößbalb hier uichts weiter darüber geſagt iſt. aui(hd 76 ;! R-m..is nßilten Bertl .-. ze“ m (es fallt 1P water werden W der Baum, m müſen. DOH dib am Diet E einwag nge | t, il 4 dem(9% .F9 BTPMN 3 gel die von eM dend alle ebe vH ;. [1) Nan(68 ſein] Zuwach en p) Non u huh Veſtif Wuſis und Af rechten, wie 19 getting bei WoNY man jeh jelny die fich 4 anwendet, ſonn zee,' ) Man fuß Oy des ganz Onhhts, um Dmg geht inden" vr nen Dif wb dard Jung Enie, | Wie Ait jebyt dry Ve UMM wi Nfhmung iy Dieſes Denic MR)|.„ | eg lh| | wn, 10. Ubſce eines Zolls erforderlich ſind 9). Da es unausführbor ſeyn würde, bey der letztern Methode den Zuwachs an allen Böumen zu berechnen, bey der erſtern äber Wweitläuftig iſt: ſo begnägt man ſich gewöhnlich, das durch- kba W| 0) itttiche Verhältniß des Zuwachſes zur vorhandenen Holzmaſſe leiht, undy n Bäumen Nun verſchiedenem Wuchſe und verſchiedener Größe brehnn" zu ermittelt?, ode? was gleich iſt, zu unterſuchen, wie viel auf Nr,(1 zebe 1009 Gubikfus Vorrath Holz erzeugt wird(ven Procentſaß al Blei des Zuwachſes feſtzuſtellen), damit man nur nöthig hat, die Ein einer md. jummariſe ,e Maſſe zu beſtimmen, und den Zuwachs nach dieſem Piel ber Zw CErmittelten Verhältniſſe hinzuzurechnen. A biöher bind Es fällt in die Augen, daß, wenn der jetzige Zuwachs er- pi Suhl) Wartet werden ſoll, auch die jeßige Holzmaſſe, die jetzige Zahl | der Bäume, an denen er erzeugt wird, unvermindert bleiben En, führ) Küſſen. Dieß iſt nun bey demjenigen haubaren Holze, wels IM des am Hiebe ſteht, nicht der Fall, da von dieſem jedes Jahr Shmi; 0 M) eiwas ein geſchlagen wird. Um dieſe Verminderung des Zuwade« Si verla ſeS, welche aus der Verminderung der Vorräthe, an denen ex Bei ee Erzeugt wird, entſpringt, zu berechnen: muß man WEN in Sie an H welchem Maaße die letztere Statt finden wird. Erfolgt ſie gleich: Said Wan Mäßig, ſo daß in einer gewiſſen Zeit der Holzbeſtand abgetrieben vird, 3. B. in 20 Fahren jedes 9 Jahr mit 75: ſo rechnet man Eu am kürzeſten die Hälfte des Zuſwva dies, welcher erfolgt ſeyn ) wldnly"PÜürde, wenn der ganze Beſtand unvermindert hätte 20 Jahr Bt it, nid 19rtwachſen können 9110 den Dy Nus dem Ge ſagten wird ſich nun leicht ergeben, in welcher S(genom Art bie von einem Walde in einem beſtimmien Zeitraume, in iE en Zit dem alle jeht vorhandene Beſtände abgeholzt werden ſollen(für M- ws eine velimmte Umtriebszeit), zu ertaitteln, Ee lOſſeheh Eil,- 1) Man ſchätzt das haubare Holz ab, und berechnet es mit 53 hoh, 24. einern Zuwachſe bis zu dem Zeitpuncte des Adbtriebes. a ſüß; m) 2) Man unterſucht den 3 uſtand aller jungen, no< nicht bes -» ſw" baren Beſtände nach 2 Boden, Hoylzgattung, Holzhaltigkeit, 10 un Wuchs und Alter, um. mit Hülfe der Erfahrungstafeln zu be» ie jährlidy rechnen, wie viel fie an Abtriebsertrag und Durchforſtung zur Zeit ihres beſtimmten ae 688 und bis dahin geben werden, S, die ht! wobey man, jedoch niemals den vollen Anſa der Erfahrungstas» N umen aufn) fein, die ſich ſtets auf ideal vollkommene Beſtände beziehen, = einpfehlen anwendet, fonbern dieſen nach Maßgabe der Umſtände um x bis Him) 1 xz ermäßigt. 409 NAT' 3) Man ſummirt den auf dieſe Art erhaltenen ſummariſchen 2 nhalt d Ertrag des ganzen Waldes, und theilt ihn dur die Jahre des E 3) Umtriebes, um den jähr lichen Abgabeſaß zu erhalten, = 8“0 Hieraus geht hervor, daß dieſe ganze Art der Schätpung, Differen)) indem ſie den Ertragſaß aus dem Avbtriebsertrage aller einzel: < nen Orte und der bis dahin wahrſcheinlich erfolgenden Durchfor- (Aft, “ 04 ſtung entwi>elt, nothwendig eine Vorausbeſtimmung verlangt, Aulich für wie alt jeder Ort wohl werden wird. Dieß ſetzt nicht nur die 8" Beſtimmung des Umtriebes voraus, ſondern auch die der Rei» y vo ſehende? „R dam*) Die preußiſche Inſtruction zur Taration der Forſten verbreitet ſich über dieſes Verfahren umſtäudlich. FSi, GEE ARE IIDTET 54. epo 77 ADE= mille mene DD<< eniän 972 Forſiwirthſcmäßig aneinander gereiht werden, 2) daß ſie eine paſſende Größe erhalten. Eine zu große Vereinzelung der Schläge, ſo daß die Scho: nungen und künftigen Beſtände von verſchiedeneni Alter überall untereinander im Förſte herumliegen, hat ſo viel Nachtheile, daß es ſehr wichtig iſt, auf Ordnung darin und eine Aneinan- derreihung derſelben ſo viel, als es die Verhältniſſe erlauben, ü ſehen; Bey zu vielen kleinen vereinzelten Schlägen wird die Ufſicht ſehr erſchwert, die Schonungen leiden unter dem Vieh» triebe und der Verdämmung des ſie umgebenden hohen Holzesz die Bewährungen werden koſtbarer, da ſie in dem Maage grds: ßer werden, als man die Schonungen mehr vereinzelt und ver- kleinert; die Wege werden dabey zahlreicher nöthig. Man ſacht deßhalb das Ho!z von jedem Alter, oder was gleich iſt, die Schonungen möglichſt zuſammenzulegen, wobey jedoch die übri: | | 6 „er nied jenige Ho) W if Das 8! aht, füchtig? . nur mi bracht wird 8 " einen My vice Watod tuhg der GIU bſeitigt; da! zum und op? daß die Dura u, 6, 10 niht 0 db, daß man (fläche m 7 niht eon (NIE! und bequem(19 Dieſe Ford feh auf der«3 alf die zu Flett und den Verh] Lahe, Oriße 11 wirden, Dai obfr mehrere 14 niht das eina [de umber(y h(baft8g lih zu nehmeß Unter inem 9% Gyſeme, verg den Birthſch ſaß(Etat) bey Fann, Die Oy ( v vf tim 2 2) Yv h Chleterer 3 | 10. Abſchn. Die Forſtkaxation. 273 ie|'; Ee(511) Pet he, ih gen Nükſichten nicht vernächläſſigt werden dürfen, um ſtets das: h Veen On jenige Holz zum Hiebe zu bringen, welches dazu am paſſendſten ed Uh, iſt. Dazu gehört: daß das einzuſchlagende Holz vollkommen WA brauchbar und zu benuten iſtz daß man das kranke, im Zu- 18 die Viſite wachſe zurükgehende, ſchlec)ter werdende Holz zuerſt einſchlägt z | daß die Orte, welche wegen lichten Beſtandes wen1t3 Holz er- „Nen, NaN: zeuden eber verjüngt werden, als die, wo ein voller Holzbes R bend. ſtand den vollen Zuwächs gewährt 3 daß derjenige Boden, wel: S amen. m wm fen auf der andern Seite wieder eben ſo wenig zu große Schläge, 7.7 als die zu kleinen und vereinzelten zu dulden ſind. Der Größe j| und den Verhältniſſen des Forſtes gemäß muß ihre zweckmäßige, geſtellt 1 Lage, Größe und Arrondirung der Beſtände ſorgfältig erwogen End, oda werden. Da es immer wenigſtens wünſchenswerth bleibt, ein p(l9e der vder mehrere Jahre auf ein und derſelben Fläche zu holzen, und I ewarit; nicht das eingeſchlagene Holz an vielen verſchiedenen Stellen im ES mmung) Walde umberſtehen zu haben, ſo muß man ſchon die Größe der Sens mun Wirthſchaftsganzen, oder Blöcke, ſo berechnen, daß die jähr- 5 jena m lich zu nehmenden Schläge zwe&mäßig vertheilt werden können. ae regelmij Unter einem Blo&e, Wirthſchaftsgänzen, oder im Oeſtreichiſchen Syſteme, verſteht man eine Waldfläche, für welche eine beſon: g16 der 61) dere Wirthſchaftsführung angeordnet und ein beſonderer Abgabe: ſatz(Etat) berechnet iſt, der jährlich daraus entnommen werden Nn kann. Die Gründe, welche zur Bildung eines beſondern Biockes bewegen können, ſind:|; daß die dt) Verſchiedene Holzgattungen. Wo ein Revier aus Erlen ; Wer iwd Und Kiefern/ aus Buchen und Fichten u. a. beſteht, und die 1[ Rach Släche, welche jede dieſer Holzgattunigen einnimmt, beträchtlich pl, Amm- Henug iſt, jährlich darin einen Schlag nehmen zu können, macht 43 lum Man auch beſondere Blö&e, Einzelne kleine Flecke verſchiedener 195 windt! Holzgattungen werden ſo an die Bewirthſchaftung der dominis- Ei dem 3 xenden Holzgattung angeſchloſſen, daß ſie ſo viel, als möglich, 154 hy) Mit den benachbarten Diſtricten zugleich abgeholzt werden, oder Maaße zl) in ſofern ſie nicht das dazu erforderliche Alter erreichen können, 4 h uw für fich abgetrieben, in der Periode zum Anſatze kommen, wo mi dieß geſchieht,: 4 2) Wo beträchtlihe Flächen beſſerer und wieder ſolche n| ſ y.. WE ſchlechterer Boden geſondert liegen, dabey aber die Diſſerenz ] 974 Forſtwirthſchaft. (512) in der Bodengüte ſo groß iſt, daß ſie verſchiedenen Umtrieb uU. ſ. Ww, bedingt, legt man gern jede für ſich in einen Block zU2 ſammen. 3) Wenn regelmäßig zur Beförderung des Abſatzes und Be- friedigung der Bedürfniſſe in verſchiedenen Gegenden des Forſtes Cs genommen werden müſſen, ordnet man danach die Blo>- ildung.) IN Wenn verſchiedenen Berechtigten Gerechtſame auf beſon- dern Theilen des Reviers zuſtehen, ſo macht dieß, wie ſchon an- geführt iſt. nöthig, daß die Holzung ſo angeordnet wird, daß ſtets der-blich zu verlangende Theil des Waldes, auf dem ein Servitut laſtet, venupt werden kann. Weniger kommen Hierbey die Holzungsgerechtigkeiten zur Sprache, und ſelbſt bey der Streugerec daraus zu bilden, ſv wird dieß, den richtigen Umtrieb' und die nachhaltige Benußung vorausgeſept, von ſelbſt exfolgen, und es iſt dieß wünſchenswerth. Da man jedoch durch Springſchläge, d. hb. indem man wit der Holzung in den verſchiedenen Servpi- tutrevieren wechſelt, dieſer Forderung auch genügen kann, ſo iſt dieß bey zu kleinen Diſiricten, worauf privative Servitutberech- tigungen ruben, vorzuziehen. 5) Die Geſchäfte veriheilen ſich beſſer unter die Forſtbedien- ten, wenn man jeden Verwaltungs- und ſelbſt Aufſichtsbe- zirk, in einen beſondern BloX bringen kann. Bey ſehr von ein- ander. entfernten Waldtheilen iſt dieß um ſo dringender anzura- then, da dann dabey gewöhnlich alle übrigen ſchon angeführten NENDE mitwirkend find, wenn ihre Größe'es nur irgend erlaubt. 6) Man hat auch eine beſtimmre Größe der Fläche für jeden Blo> vorſchreiben wolien, ſv daß weder ein beſtimmtes Maxi» mum, noch ein gegebenes Minimum überſchritten werden dürfe, Allein dieß läßt ſich ſchwer anders geben, als durch den allge- meinen Grundſatz: daß nie die Schläge ſo klein werden dürfen, daß dadurch die Cultur, Beſchüßung und Bewirthſchaftung we: ſentlich geſtört würde; auch nie ſo groß, daß dieſe Hinderniſſe einträten, vder ein fremdes Recht gefährdet würde, Es kommt auch eine beſtimmie Sröße um ſo weniger in Betracht, je we- niger man darauf zu halten geneigt iſt, daß ſtets in jedent Blo>e nur an ein und derſelben Stelle der Jahresſchlag genom: men wird. Wir haben abſichtlich eine ſchr, von der gewöhnlichen, ver» ſchiedene Reihenfoige der Gegenſtände gewählt, weil wir glaub- ten, daß eine ſorgfältige Unterſuchung der Beſtände, die ſchon die nöthigen Arbeiten zur“Berechnung ihres jeßhigen und künftigen Ertrages in ſich ſchließt, der Beſtimmung hinſichis der Größe der Wirthſchaftsganzen und Wirtbſchaftsiheile, und der Zeit ih- rer Benutzung vorausgeben müſſen, Dabey ſind wir von der Vorausſezung ausgegangen, daß der noch nicht bekannte Zeitpunct ihrex Abnutzung, der aber doch vorläufig beſtimmt werden muß, | | | i 0. un ſit mit! n fo pm he 11000 ein vſe des 3u'1 Gelten 1 Foſs fürn fimmung 9 halten wert? in den AM! Wirthſchaft! I? ſv entſprin a Hulzmaſſen 119 zum Hiebe ANM dazu am 1 NAN In die verſc «13 mögli IG Weriobe DE porbiufgen DE 10 zu wenig! IS tit, Rautns We Peu ms Bevor 61 merten, dafs 3) tern Werioderft [täte Zutundfa elne oder Defi ſil, Joch för Aeſtände imi NpSjenige 9.48 Inge ausda[är je Anſicht It 040) anders iF! ytoren bite dim al zwi „I unf Dine eine m welchem enj! ſh was er a ſt Imtiebe ns Otag des Uni Vf Gleic mag Ühleihung N Ius hy in he] 10. Abſcmäßig erſcheint. zrch den ay: Man unternimmt dieſe periodiſche Auggleichung bloß, weil Sr erden dürft ohne eine muthmaßliche Vorausbeſtimmung des Alters, in 8(haftung welchem ein Ort zum Hiebe kommen ſoll, auch nicht anzugeben ſe Hindan!| iſt, was er an Durchforſtung und Abtriebsertrag in dem beſtimm- E)!,(Es fut ten Umtriebe geben wird, weil man ohnedieß nicht den ganzen ih". 1% Ertrag des Umtriebes Überſehen und ihn für die ganze Zeit mög» M in jet) lichſt gleichmäßig vertheilen könnte. Auch gewährt dieſe periodiſche A(chlag 3m Auggleichung noch die ohnedieß nicht füglich zu erhaltende Ueber» ; it, welche Altersclaſſen zu jeder Zeit, die Holzung nach dem pnlichen, 1 Durchſchnittsertrage des ganzen Umtriebes vorausgeſetzt, vorhans „il wir gt) Den ſeyn werden, Mit einem Worte: die periodiſche Auggleis „die ſd) dung gewährt nur die Ueberſicht der möglichen Nachhaltig» nd Einfiiget keit in Qualität und Quantität, bey dem jebt angenommenen |; der ni! Wirthſchaftsſyſteme und Ertragsſaße, ſoll aber nicht die unabe ) der Zutil Anderliche Beſtimmung der Hiebsleitung für den ganzen Ums wir vun' trieb geben. 3 nte eitpun.„Daraus geht hervor, daß es wohl ſehr weſentlich iſt, bey Bee „werden 10h IE der Flächen, die in der erſten Zeit zum Hiebe kom« . 33 GENE MEL AIR<-- 20050577 ZEE 1. w0a0e emenenn Enn mm IEEE Forſiwirthſcſichten ſorgfältig zu erörtern, wie ſie oben bey den Grundſätzen einer richtigen Hiebsleitung an- gedeutet ſind, daß es aber eine zwe&loſe Pedanterie ſeyn würde, „B. die fünfte und ſechste Periode haarſcharf ſo abzugrenzen, das die für ſie berechnete Holzmaſſe genau in jeder gleich, oder auch in der ſechsten etwas ſteigend iſt, Es iſt dieß um ſo lä- cherlicher, als man doch nie mit irgend einer Sicherheit ſo viele Jahre vorauswiſſen kann, was die jungen Beſtände einſt geben Werden. Es genügt daher auch vollkommen durch die Nachwei: ſung der in jeder Altersclaſſe nach Abholzung der erſten Periode bleibenden Beſtände, ihrer Beſchaffenheit und des davon als mutbmaßlich erfolgenden Ertrags darzuthun, daß der für die Gegenwart angenommene Ertrag in Quantität und Qualität auch ferner in jedem Zeitabſchnitte wird erfolgen können, ſo weit dieß überhaupt ſich nachweiſen läßt, da niemand Herr der Zufälle und künftig zu befolgenden Grundſäße iſt, Dieß geſchieht ſchon genug, indem man zeigt, daß für jeden Zeitabſchnitt eine mit Holz von verlangter Qualität verhältnißmäßige Fläche, nach Größe und Beſtand, disponibel iſt. Auch der ſummariſche Er: trag dieſer Flächen, und mithin des ganzen Umtriebes, kann ge» nügend nach einem Durchſchnittsalter derſelben überſchlagen wer: den.=- Dadurch werden bey der periodiſchen Ausgleichung eine Menge zeitraubender und gar keinen reellen Werth habenber Berechnungen vermieden, denen man nicht entgehen kann, wenn man genau jede Klafter berechnen will, die jeder Periode zuge? theilt worden iſt.; Ueberbliken wir noch einmal die Geſchäfte der Taxation ge- drängt, und in ihrem innern Zuſammenhange, ſo ſtellt ſich uns der Gang derſelben folgendermaßen dar:. 1) Vermeſſung des Forſtes, und Sonderung der einzelnen Taxations- und Wirthſchaftsfiguren; entweder nach ihren naa türlichen, oder nach künſtlich gebildeten Grenzen. 2) Aufnahme der Beſtände, a) bey dem haubaren und ſchon jeht nußbaren Holze nach der darin vorhandenen Maſſe und dem ermittelten Zuwachſe 3; b) bey dem jungen Holze durch Beſtim- mung der Bodenclaſſe, der Holzhaltigkeit und des Grades der Unvollkommenheit, wenn ſolche Statt findet. - 3) Vorläufige Beſtimmung des Alters, welches jeder Beſtand wird erreichen können, und danach die Berechnung des Ertrags, a) bey dem haubaren Holz durch Zurechnung des Zuwachſes bis zur Zeit des Abtriebes, zur gefundenen Maſſe, b) bey dem jun- gen Holze durch Berechnung der als voll beſtanden anzunehmen: den Fläche nach den Erfahrungstafeln, ſowobl hinſichts der Durch forſtung, als des Abtriebgertrags. 4) Nach der gewonnenen Kenntniß des Zuſtandes und zu erwartenden Ertrags der Holzvorräthe, der Unterſuchung der Servituten und aller auf die Wirthſchaft Einfluß habenden innern und äußern Verhältniſſe des Forſtes, die Bildung der Blöde, und in jedem derſelben die der Perioden, - 5) Die Berichtigung des Ertragsſates(Etats), welcher durch Diviſion mit den Jahren des Umtriebes in die ganze in ihm ed Benutung kommenden Holzmaſſe, erhalten wurde/ wenn ich ergiebt, daß durch das mittelſt der periodiſchen Augsgleichung ab- aammälähe nn Abena ] pnderte n des NEN Borten; diE ermittelt IV immer Dol durh die 1 Flehen,| Holz gehau'l hung des(9 vie Beſtän'gl (68 bIHH [ung der 78 beſtimmte(M Imöglichen 95 dadurch einz | gel entbeh 190 begriffen b/11 bellen Day Fort Djs EA] ſtünde nach/19 Größe ver 47 Ww darn 107 dem alten Al durc Ing,384 ſv wie der 4 Die jut jeder der v01Ey anden find Efe fung dne 0196 8 Ti63 Aurchforſtulß won berediig WIEN puter Hot Wachſe für Ft 0 in jj ann getren Git: uE Hüglid, dis Iher Zabelhigp en Würde, FM- Ve Heberfich ti iW, deß 06 Inn, 10, Abſchn. Die Forſttaxation.- 52977 =(915) |(rächen ub geänderte Alter des Holzes, der berechnete ſummariſche Ertrag böleitin des ganzen Umtriebes eine Aenderung erleidet, Mit andern ji jem way Worten: die Ueberſicht, ob auch der Durchſchnittgertrag, wie er |) abzug ermittelt wurde, fortwährend geholzt werden kann, und dabey |. lei y immer Holz von der verlangten Qualität gefichert bleibt, erlangt ie m durch die'Nachweiſung der in jedem Zeitabſchnitte benubbaren Bere Flächen, ſo daß zu überſehen iſt, daß ſtets eine gleiche Menge bude einf gs Holz gehauen werden kann, und eine Verringerung oder Erhö- I NN w hung des Ertrags, je nachdem ſich dieß aus dem Alter, welches 3 erſten Iny die Beſtände dazu erhalten müſſen, ergiebt. MENT Es bleibt uns nun noch übrig, von der Form der Darſtel: ß der füh- lung der Taxe zu handeln. Wir ſind aber weit entfernt,. dazu E Duliid beſtimmte Schemas und Tabellen zu geben. Da dieſe für alle PREN E möglichen Fälle und Holzgattungen paſſen. müſſen, ſo erhalten ſie jj der TN dadurch eine Ausführlichkeit und Weitläuftigkeit, die in der Re- Sqeſhieht) gel entbehrt werden kann. Wenn man den Zwe der Täxation pitt M begriffen hat, und wenn man weiß, was in den verſchiedenen Taz Es Flä,| bellen dargeſtellt werden ſoll, ſo wird es nicht ſchwer werden, die M nmarik) Form dazu zu finden. Fir bes, kan) Das Taxationsprotocoll iſt beſtimmt, die Aufnahme der Bez: ſchlagen) ſtände nachzuweiſen. Es enthält, nebſt der Bezeichnung und M dleichung! Größe der abgeſchäßten Orte, die kurze Beſchreibung derſelben, art habt! die darin abgeſchätzte Holzmaſſe,-den gefundenen Zuwachs in "4 Fanny dem alten Holze, die Grundlage der Berechnung des jungen, EZ Period 3y durmäßigen Zeit der Benutung. Z Tati).. Die Holzbeſtandstabelle weiſt die Flächen nach, welche mit E eellt fd jeder der vorhandenen Holzgattungen und deren Altersclaſſen bes DE- ſtanden ſind, und wird gewöhnlich für jede herrſchende Holzgats „der eing! tung eine beſondere Beſtandstabelle entworfen. Ed ihm! 1) Das Taxationsregiſter zeigt, was jeder Diſtrict; ſowohl an T Durchforſtung, als Abtriebgertrag geben ſoll, indem der Ertrag und(0 davon berechnet und für die Periode, wo er zur Benutzung kommt, m und! ausgeworfen wird. Es wird darin zugleich die jeht gefundene & ſuſſ geſt haubare Holzmaſſe nachgewieſen, um mit dem gefundenen Zu: Ss Ww) wachſe für jeden einzelnen Ort in der Periode eingetragen zu 4 On werden, in der ſie geholzt werden ſoll.-- Da die Holzgattungen y darin getrennt ſeyn ſollen, oft das Nutz-, Kioben-, Knüppel-, jeder( Sto>- und Reigholz geſondert wird, ſo iſt es gewöhnlich un- FRUNG möglich, den künftigen Einſchlag für alle Perioden ſpeciell auf uw einer Tabelle nachzuweiſen, da dazu kein Papierformat ausrei: = hydn"" ſiebt, was ex geben ſoll. Darunter wird aller Einſchlag jeder Art, ſelbſt bey dem Abſchluſſe des Jahres die wahrſcheinlichen Verluſte durch Die- berey u. ſ. w. geſeßbt, um, wenn im haubaren Holze die Abbok- zung deſſelben beendigt iſt, überſehen zu können, was er wirk- lich gegeben hat. Exrgiebt ſich dann, daß die Schöäßung die davon zu erwartende Holzmaſſe zu hoch angenommen batie,.fo mus der Etat in demſelben Verhältniſſe, z. B. um 5, 3, 10 Procent, je nachdem die Schätzung zu boch war, erniedrigt werden, da ch dann annehmen läßt, daß dieſelbe überhaupt zu hoch war. Um- gekehrt, wenn der Ort mehr Holz ausgab, als berechnet war, würde der Etat auch in demſelben Verhältniſſe zu erbühen ſeyn. Dabey behält man zugleich fortwährend für die am Hiebe ſtehende Periode das Verbältniß der ſchon abgeholzten und noch abzutrei- benden Holzmaſſen und Flächen ſcharf im Auge. Hätte man ;- B. zu gleicher Zeit eine Fläche in Betrieb genommen, welche en 10jährigen Materialetat enthalten ſoll, ſo wird man gewiß im Stande ſeyn, ſchon nach 5 Jahren wenigſtens einigermaßen zu Überſehen, ob mehr als die Hälfte, oder weniger, oder unge fähr dieſelve abgetrieben iſt. Man vermindert, verſtärkt, oder läßt die Holzung unverändert, je nachdem ſich dieß demaemäß als zwe&mäßig zeigt, um ſicher mit der für 10 Jahre beſtimm: ten Fläche auszukommen. Im Fall einer der jungen Beſtände, die noch koin benutba- res Holz geben, ganz oder zum Theil durch ein Naturereigniß U. ſ. w. verloren ginge, ſo muß unterſucht werden, wieviel da- durch die Periode, welcher er zugetbheilt war, wahrſcheinlich we- niger Ertrag haben wird. Um ihr dieß erſeßen zu können und die Nachhaltigkeit nicht zu gefährden, iſt dann die Holzung ſchon jebt bis ſo weit zu verringern, daß hinreichende Beſiände aus den ältern Perioden übrig bleiben, daraus jenen Verluſt in der nun zu kleinen Periode de&Xen zu können, Von einem kürzern Verfahren zur Taxation der Hochwal- dungen wird da gehandelt werden, wo vom Ankaufe von Wal- dungen, oder Gütern, wozu Forſt gehört, die Rede iſt. Taxation des Mittelwaldexgs. Der Mittelwald hat ſowohl Baumbolzvorrätbe und Bautt- holzerzeugung, als Niederwaldbekände. Die erſtern find einzeln von jedem Alter untereinander gemiſcht, ſie können vober nicht ſo wie der Hochwald taxirt werden, in welchem man die Beſtände gleichmäßig zuſammen abbolzt. Bey dem Unterbo!ze kann dage- gen die Taxation des Niederwaldes mehr zur Anwendung kom- men, wenn man hinreichende Nückſicht auf die Verdämmung durch das Oberholz nimmt. Die Vermeſſung findet ganz nach denſelben Grundſäten Statt, wie bey jedem andern abzuſchäßenden Walde, Edenſo die Abtheilung der verſchiedenen Beſtandsfiaguren, welche einen abweichenden Ertrag geben, ſo daß ſie behufs der Schätzung ge2 ſondert werden müſſen. Die Abtheilung der Wirthſchaftsfiguren, Schläge und Perio- den kann zwar erſi nach der Beendigung der Unterſuchung des 280 Forſtwirthſchaft. (518) Ertrags jedey Beſtandsfigur gemacht werden; wir wollen jedoch, da ſie mit der Vermeſſung in der Regel verbunden wird, das Nöthige deßhalb gleich hier bemerken.? Man hat im Mittelwalde zwey verſchiedene Umtriebe, wo- von der eine die Zeit umfaßt, in welcher das Unterholz ſämmt» lich abgetrieben wird, der andere diejenige, worin alles vorhan- dene Baumholz, vielleicht mit Ausſchluß einiger zu ganz extra» ordinär ſtarken Hölzern zu erziehenden Stämme, zur Abnutung kommt, Wenn der Beſtand eines Waldes ſich nicht weſentlich Indern wird, wenn das Unterholz als voll beſtanden, das Ver» bältniß des Oberholzes zu ihm. als bleibend angenommen wers» den kann, ſo daß für die, ganze Zeit, die man mit der Abräu- mung des ganzen vorhandenen Oberholzes zubringt, bey jedes- maligem Hiebe eines Schlages immer ein und derſelbe Ertrag davon zu erwarten iſt, ſo kann die Abtheilung dex Schläge oder Perioden auch für die ganze Zeit des Umtriebes im Baumholz erfolgen. Wenn jedoch erſt ein paſſender Beſtand hergeſtellt wer- den ſoll,-wo das fehlende Unterholz noausſchlage eine Ergänzung der MutterſtöFe durch Beſamung erfordert und deßs2 Halb eine Wirthſchaft, ähnlich den Beſamungsſchlägen im Hoch» Walde, nöthig macht, iſt es beſſer, nur 3--4 bis 5 Schläge zuſammengefaßt abzutheilen. Es richtet ſich die Zahl theils nah den Jahren des Umtriebes im Unterholze, indem jede pez riodiſche Abtheilung gern gleichviel Jahre enthält, theils nach der Art der Wirthſchaft, die zu führen iſt, Bey 20jährigem Um- triebe kann man 4 Schläge zuſammenfaſſen, bey 25jährigem 5, U. ſ. w. Jn Birken genügt es, wenn man 3--4 Schlöge zus ſammengelegt hat, indem man nach 3--4 Jahren in ver Regel die ſtehen gelaſſenen Samenbäume wird nachhauen können und müſſen 3 in Buchen, wo die Samenjahre nicht ſo oft eintreten, wo die Pflanzen mehr und länger Schatten bedürfen und ertra- gen, kann man veranlaßt ſeyn, 6 und 7 Schläge zuſammntenzu»- legen.=- Außerdem hat nocſchneider, Stellmacher iO Cubitiuh Urn| i ;; im nächſten Frühjahr gehauen werden ſollen, um ſich ihren 9[0 4 Bedarf auszuwählen. In hohen Gebirgen beginnt die Fällung Sbet un Git edelholzes, Die Maſtnußung iſt im vollen Gange; wo 6 derduf St | auf dem preuß. Morgen bey vollem Beſtande, 8 eines M.| 1) Hochwald. Guter, Mittelmäßiger, Schlechter Boden, <| tiß de Eien 8 0140.28: 2,0: 12, Üben anzu: BUMEN 40 22202.00.2302 277 12. als dur Birken 9 212920210 2202 20. 12. (en, Wehh MICE EBER A0e 30. 12.7 excluſive "EI ttliche 3; Fichten da du 60: 40. 20,) Reisholz« 12, Tait 2) Niederwald, [S?)orhanden, Efe SINE 2 E 20. 16. Mdwenigſen DU u, Hainbuchen 16. 14, 125 MM/iinhalt 4 Ee AI CU 09.0345 2728 I Weh(TLC DNN EDIT ENERG 30. 20. [22"0990007 Weiche Hölzer gemiſcht 40, 30. 90% imehrt hy: 3) Mittelwald, [SS die Git: MUMEN 75 Te M Ue 225 18. 12; IE erfolty GEMIOD 42 er 0 7 0011245 20. 14. Die Erfahrung stafeln im Vorigen Abſchnitt ergaben, wie 1 E ucionh viel Holzwmaſſe zu einem vollen Beſtande gehört, und was mög- 1 Eane, Ir licherweiſe derſelbe geben kann z der Käufer kann. jedoch nicht DA Fit nad) jenen hohen Säten rechnen, welche ſelten aus ganzen For- ſten zu erhalten ſind, ſondern muß zu'ſeiner Sicherheit dieſe mä» Bigen zum Grunde legen, die ſchon nur bey einer guten Wixrth2 04 ſchaft mit Gewißheit zu erhalten ſind, 5 in| Wenn wir eine preußiſche Klafter Holz durchſchnittlich zu vm und ihr 80 Cubikfuß und ein Scyng, x Beſtand, Es die di Fig. 5. 100 Morg. mittelmäßiger Boden, haubar, x Beſtand, 3) demi Fig. 6. 37 Morg. guter Boden, Schonung, voll beſtanden, js Crfu Fig. 7. 100 Morg. deßgl. 50jähriges Stangenholz, 3 Beſtand, Tig. 8. 200 Mora. mittelmäßiger B., 60j. Stangenh., z Beſtand. gf beu 842 Morgen, jegiadh im:. b) Erlenbruch: 1 E zechnen 38 Fig. 1. 200 Morg, mittelmäß. Boden, von 1-- 15 J., x Beſtand, G: Ginſchiog Fig. 2, 100 Morg. ſchlechter Boden, von 1-30 J., 3 Beſtand. c) Birken. 21 Morg. gepflanzte Birken, mittelmäßiger Boden, 15 bis 20 Jahr alt, 3 Beſtand, 20h 283 Forſiwirthſchaft. (382) In der Kieferheide ſind: Guter Boden 217 Morg,, die aber bey der Berechnung wegen lüFenhaften Beſtandes nur für 152 Morg, gel: ten, da Fig. 1. von 30 Morg, auf 40 Morg,, Fig. 7, von 100 Morg. auf 75 Morg. reducirt werden muß, um dieſe Fläche mit dem vollen Ertrage berechnen ? zu können. Mittelmäßiger Boden haben 425 Morg. zu 220 Morg, zu berechnen, Sclec< 40 Cbkf.= 6080,) 220=>< 12 Cbkf.= 1200, Erlen“ 400=>< 30. Ebkf,= 3000, 75 24-2 507Ebff. 15085 Summa 4500 Cubikf. Birken 15=>< 28 Cbkf. 420. Summa 420 Cubikf, Oder die jährliche Holzerzeugung in dieſem 1263 Morg, gro» ßem Walde kann angenommen werden zu 13830 Chkf. Kiefern a 80 Cubikfuß 1 Klafter= 173x Klafter, 4500 Cokf. Erlen a 30 Chbkf. 1 Scho> Reiſig= 150 Scho> Er- lenreiſig, 7 420 Chkf, 22-. Cbkf. 1 Scho Reiſig= 14 Scho> Bir- enreiſig. - Dadbey iſt anzunehmen, daß 25 des haubaren Holzes in Kiefern wohl als Nutholz brauchbar iſt, ſo daß 17 Klftr. Nuß» holz 156x Klftr. Brennholz zu rechnen ſind. Es iſt jedoholz, um ihren Bedarf zu befriedigen, auch in ei: Sind, nem ſolchen Peaaße vorhanden iſt, daß ſie keinen Grund has ben, wegen Mangel daran eine Entſchädigungskläge anzuſtellen? DM td, zu Die Anſprüche der Berechtigten ruhen nicht auf der Perſon des : Gutgsbeſiters, ſondern auf dem Walde jelbſt. Kauft jemand „berecin einen Forſt, welcher devaſtirt iſt, ſo muß der neue Beſitzer die 15 Nu Folgen der Handlungen des frühern Forſteigentihümers vertreten. ! Die Forderung, frey Bauholz, das nöthige Brennholz aus ei- nem Walde verlangen zu können, ruht darum nicht, daß nichts mehr in demſelben vorhanden iſt, ſondern der Beſider muß ſie 1 3390 Cybil vielleicht auf ſehr koſtbare Art anderweitig befriedigen, bis der / Wald das Holz wieder geben kann. Deßhalb iſt es außerordent- lich gefährlich, einen devaſtirten Forſt, auf welchem beträchtliche €5100 Cult, Holzſervituten ruhen, zu kaufen, da es nicht genug iſt, das frey 1120 Gubif abzugebende Holz vom Exrtrage deſſelben abzurechnen, ſondern E| auch ſogar der mögliche Ankauf deſſelben berü&ſichtigt werden Erg gt muß, wenn es darin fehlt. c) Die Weideſervituten müſſen nach der Anſicht gewürdigt 1ESilaftet, werden: ob ſie die Herſtellung einer regelmäßigern und vortheil: Deh Ef. Baſten Wirthichaft, als die bisherige war, Hinderniſſe in den eg legen€ S3 hod Dir- d) Die Streuſervituten: ob ſie erwarten laſſen, daß dabey die volle Ertragsfähigkeit des Bodens erhalten werden kann? 155 Holzes 1 e) Maſtgerechtſame müſſen in der Regel abgelöſt werden, Kft. Nuhe da es hochſt unvortheilhaft iſt, die alten Eichenbeſtände bloß um derſelben willen beyzubehalten; und man muß prüfen, was x Jie duch die Ablöſung koſten würde. Hu=? iu 13 es belt f) Die Gefahren, vorzüglich die Dieberey, dürfen nicht au» du unſ ßer Acht gelaſſen) werden, in ſofern irgend zu fürchten wäre, (wied al zu fie den Ertrag des Waldes für, den Eigenthümer ſchmälern önnten. haben jet! Iſt der Wald nicht größer, als daß er die Bedürfniſſe des zim hand Guts, zu welchem er gehört, deXt: ſo kommt, es bloß darauf DS Jah an, die Ausgaben zu prüfen, welche die Gewinnung des nöthiz Mu ein Mit gen Holzbedarfs verurſachen, und es iſt nicht nöthig, die Netto: "jen, 0 rente des Forſtes zu berechnen, da ſie ſich ſchon in der Ertrags- [ae geſchlagt! ermittlung der Wirthſchaftsrente des Gutes darſtellt.=- Findet 2 tin Abw jedoch Holzverkauf Statt, ſo muß auch die Forſtrevenüe beſon: Zinn, hi ders ausgeworfen werden, " An Auggaäben ſind gewöhnlich zu berü&ſichtigen: ails Feiſty? 1) Beſoldung, js[3 dars 2) Schlagerlöhne und Arbeitslohn, welches man jedoch un- beachtet läßt, wenn man das zu verkaufende Holz gleich ſo d die S1! im Preiſe berechnet, daß. die Ausgaben, die deſſen Einſchlag M ſage verurſacht, ſchon davon abgezogen waren, ME ETS 4- 0 208.077 IM wn wien wwe mn 290 Forſiwirthſchaft, (334) 3) Culturfoſten, Grabenräumung u. ſ. w.: 4) Die Grundſteuern ſind gewöhnlich in venen bes Guts über» haupt begriffen.- Wenn man auf dieſe Art den Ertrag des Forſtes unterſucht hat, wie er ſich nach ſeinem gegenwärtigen Zuſtande und der bisherigen Wirthſchaft darſtellt, ſo iſt auch noch zu beachten, in wiefern die Ausführung einer Speculation möglich iſt, wo» durch) die Wirthichafi für den Beſitver einträglicher gemacht wer: den kann, als bjöher,. Es kommen dabey zur Sprache: a) Die„Holzbeſtände, in wiefern davon gleich mit Vortheil mehr verfauft werden kann, als der nachhaltige Abgabeſat der bisherigen'Wirthſchaftsführung erlaubt, ohne deßhalb die Nachhaltigkeit überhoupt zu gefährden.; b) Die Möglichkeit des Abſaßes,. c) Die Servituten, da die Wirthſchaft ſich immer in den Schranten halten muß, daß die Berechtigten nicht verlet! werden,; Das oben gegebene Beyſpiel wird geeignet ſeyn, dieß näher zu erläutern, Die Bruttorente für verkauftes Holz wäre nach den Holz: beſtänden: 17 Klftrn. Nubholz 3.4 Thlr,= 68 Thlr, 156x Klftr. Brennholz a 2 Thlr.= 313= 164 Scho Reigho!z a 1 Thlr.= 164- 545. Thlr, Davon gehen ab: Beſoldung: 020. 2554100561, Culturkoſien. 4 Ä 45- Summa 4145 Thlr. Bleiben 400 Thlr. zu 5 Proc. zu Capital erhoben= 8000 Thlr, An haubarem Holz von 100 Jahren und darüber ſind vor- handen in Figur 1 und 5. 3000 Klftrn., und zwar 300 Klftrn. Bau- und Nutholz, 2700 Klftrn, Brennholz.= Es iſt kein Hinderniß/ vorhanden, ſie einzuſchlagen, da kein Bauholzſervi- tut auf dem Forſte laſtet, das Gut vielmehr fzeyes Bauholz aus den Staatsforſten erhält, auh die Weideberechtigung einer ungewöhnlichen Einſchonung kein Hinderniß entgegen ſtellt. Wird das Holz verkauft, ſo erhält man eine Einnahme von für 300 Klften. Nuvho!lz a 4 Thlr.= 1200 Thlr, 2700 Kiftrn. Brennholz a 2 Thlr.= 5400= ; 6600. Thlr. Die man jedoch wegen möglicher Ausfälle u. ſ. w. nur zu 5000 Thlr. berechnet, Wird dieß Holz weggenommen, ſo bleibt die ſpätere Maſſe der Holzung zwar unverändert, indem das 60jährige Holz ſo- gar einen größern Durchſchnitt8zuwachs giebt, als das jebßige alte Holz, aber auf einen Nutholzverkauf iſt dann nicht mehr zu rechnen. Der Etat wird dann ſeyn:! 173x Klftrn, Brennholz 3 2 Thlr,= 347 Thlr. 164 Scho Reigholz 3 1 Thlr-= 164= ; 511 Thlr, reines Holzgeld, 11. Dou yu) gun find, 3:9 den, wl Nuban Myhl, Gj! 0D0 (rfabrunge je Ya in 0 yng8h0! wa das Dol) ten Borth 4 berech htrehe d dW dir* | entfern jeren, da | 5)/D( Y at des E rte, Nad dreigniſe Whnet we Ze Ümtri | 9D erden, y Tgeſialt, doppelt al) Zinſe rw G, dada beh Zinſthng Zinſen unh Neuem an Küufer ei geaabtn Ui ſie der erhalten, N, MINN | fed unberüht TS) zu budih, glich its A jemad M: „Dimmen ZZ S! tit Suhl „Dun 1. E: ohne vin ED the id" SE! niit vi H 1 Ni niht M0 Un AAL: [] <>» " ves Sly) ' EF ,=100020 & bi ſed vor S 1 0(ih „Giſih 1 Duo Sey Butttß 3 fin une Sen ſtellt,| PR) c4): 7 477 3(at R 141. Abſchn, Die Waldwerthberece aufgelaufenen Zinſen, dieſer Nutung, zu Gelde gerechnet, gleich iſt. 4 Es muß dabey ermittelt werden:| 1) Die Größe der Nutung, Dieſe wird. beſtimmt nach den Erfahrungen, welche man über den Holzertrag hat, indem man die Bodenclaſſe beſtimmt, und nach Maßgabe des Beſtandes den künftigen wahrſcheinlichen Einſchlag, ſowohl an Durchfor: ſftungsholz, als durch den Abtrieb aufſucht,| 2) Die Zeit des Eingehens, Man beſtimmt, wenn eher das Holz nußbar iſt, und in welchem Alter es mit dem größ=- ten Vortheil eingeſchlagen werden kann, um bis dahin die Zinz ſen berechnen zu können. Die Nutung kehrt aber nach dem Abtriebe des gegenwärtigen Holzbeſtandes wieder, und es ſind alle dieſe Nutzungen zu berechnen, bis ſie ihren Werth wegen zu entfernter Zeit des Eingehens für die Gegenwart ſo weit vers lieven, daß ſie nicht mehr beochtungswerth. ſcheinen. 3)/ Der Zinsfuß.. Es iſt der landübliche bey Ankauf vort Grundſtü&en anzunehmen, jedoch mit Rückſicht auf die Sicher- beit des Eingehens der Nuhung. Der Dieborey ausgeſepte Forſt- orte, Nadelholzbeſtände, welche der Beſchädigung durch Natur» ereigniſſe ausgeſeßt ſind, müſſen zu einem höhern Zins/uße bes rechnet werden, als gut beſto>te Niederwälder, welche im kur- zen Umtriebe keiner Gefahr ausgeſett ſind. 4) Die Art der Zinſen. Es können einfache Zinſen gerechs net werden, ſo daß die aufgeſammelten zum Capitale gerechnet werden, ohne daß von dieſen Zinſen wieder Zins gerechnet wird, dergeſtalt, daß ſich alſo das Capital bey 5 Proc. in 20 Jahren verdoppelt, in 40 Jahren verdreyfacht u. ſf. w. Man kann aber auch Zinſeszins rechnen, indem die Zinſen halbjährig oder jäh- rig dem Capitale zugerechnet werden, und dieſes dann nach dem dadurch vergrößerten Betrage verzinſet wird, Die Rechnung von Zinſeszins iſt die einzige richtige. Niemand häuft eingehende Zinſen unbenutzt zu neuen Capitalen auf, und läßt ſie viele Jahre todt im Kaſten liegen. Entweder ſie werden benubt, oder von neuem ausgeliehen. Man kann daber nicht verlangen, daß der Käufer eines Waldes ſich verpflichten ſoll, die Zinſen des dafür gezahlten Capitals ohne alle Entſchädigung aufſammeln zu laſſen, Um ſie dereinſt bey dem Eingeben deſſelben einfach ausgezahlt zu erhalten. Sogar die Sparcaſſen berechnen aus dieſem Grunde XI. 25 5 be wu tant ies SEE 291 Forſiwirthſc ZU9 dem ib „and iſt Ea I ies vu fw Wr 1W . 41. Abſchn. Forſtgeſchäfte int November, (337) I11. Berechnung eines mit nutzbarem"Holze beſtandenen Forft- ortes, deſſen Boden: na< Abräumuüung des Hölzes entweder mit Holz wieder in Beſtand gebracht, oder zu Acker, Wieſen u. dgl. benußt werden ſoll. Es muß dabey ermittelt werden:- a) Der Werih des jeht darauf befindlichen Holzes z; b) der Werth des Bodens./ Nachdem: das Holz ſowohl nach Nub-, als Brennholz ſorg2 fältig abgeſchäßt und nach den gangbaren Holzpreiſen berechnet worden iſt, muß unterſucht werden, welche Auslagen und Ge- fahren der Käufer deſſelben zu tragen und zu gewärtigen hat, bevor er das Holz zu verſilbern im Stande iſt, Zu den Augslagen gebören die Zinſen des Kaufcapitals, ſo wie des Betriep8capitals, welches er anzulegen hat, um das Holz einzuſchlagen und zu verfahren. Wir wollen annehmen, das gleich gezahlte Kaufcapital für das Holz wäre 5000 Thlr. und zum'Ein- ſchlage gehörten ſogleich: 1000 Thlr,, der gänzliche Verkauf wäre erſt in 3 Jahren zu beendigen. Der Käufer*müßte dann Zinſen rechnen für 6000 Thir. auf 1 Jahr, für 5000 auf 2-Fähr, für 3000 auf 1 Jahr, indem er die 1009 Thlr. Einſchlaglöhne u. f; w. erſt mit dem Verkaufe des lebten Jahres zurüerhält, Es gehören ferner dazu die Aufſichtskoſten für die Zeit der Dauer des Verkaufes, Die Aſſecuranzprämie wegen Diebſtahl, Ueberſchwemmung und Feuer läßt ſich ſchwer berechnen, da ſie bloß von Zufällen und Verhöltniſſen abhängt; doch iſt es ſtets für den Berkäufer beſſer, ſie zu übernehmen, als ſich auf den Erſatz eines etwaigen Verluſtes einzulaſſen, Der Boden kann ſpäter wieder zur Holzzucht beſtimmt ſeyn, Dann findet in obiger Art die Berechnung ſeines Werthes Statt, Er kann zu Aer und Wieſe benutt werden" ſollen: dann ift es Sache des Oekonomen, dieſen zu veranſchlagen, und dabey die Koſten der Urbarmachung u. ſ. w. zu beachten. Die Art und Weiſe der Berechnung des Wertbhs eines Waldes bat ſchon viel Streit erregt, und es ſind darüber viel Bücher mit tiefſinnig ausgedachten mathematiſchen Formeln angefüllt geſchrie- ben. Sie iſt immer nichts weiter, als die Voraugsbeſtimmung der künftig eingehenden Nutzungen, der Zeit, wo ſie zu erwarten ſind, Und der Zinſen, die bis zu derſelben ſo vergütiat werden müſſen, daß der Käufer die ſeines angewandten Capitals verzinſet erhält, Ob ein richtiges Reſultat dabey erhalten wird, hängt rein davon ab, ob der Taxator das vorhandene Holz und die möglicherweiſe davon künftig zu beziehenden Nutungen richtig beurtheilt 3»das Verfahren bey Berechnung dieſer Nutungen iſt ſo einfach, und kann mit Hülfe der vorhandenen Hülfstafeln von jedem Landwirth und Geſchäftsmann leicht angewandt werden. Forſtgeſchäfte im November. . Waldbau. Der Same'der"Hainbuche und Eſche kann in dieſem Monat geſammelt werden, und in ſofern der Exlenſame in den Zäpfchen gewonnen werden ſollt, ſo werden dieſe ebenfalls 29:5 293 I 4 : 4 ? ] . „| : 994 Fofiwihſhaft: 11. Abſchn, Fotſtgeſchäfte im Novbr, (388) jet gebrochen. Die Sammlung der Fichtenzapfen beginnt, die der Kieferzapfen nur dann, wenn man fürchten muß, daß man ſpäter nicht eine hinreichende Menge erhält, da dieſelben ſpäter gepflükt, beſſer plagen, Der Lerchenſame iſt zwar reif, doch wird ſeine Sammlung noc< bis zum Frühjahr verſchoben, da er ſonſt zu ſchwer auszukiengen iſt. Die Sgat des Weißtannen- ſamens, der Eicheln, Bucheln und Birken erfolgt, wenn man nicht zur Frühjahrsſaat genöthigt iſt, Die Pflanzungen der Lauhhölzer, vorzüglich. der Erle, in den. Brüchern werden leb- haft betrieben, wenn es die Witterung erlaubt. Auch können in tro&nem und feſtem Boden die Pflanzlöcher ſchon im voraus angefertigt werden, In den Samenſchlägen beginnt der Hieb, und ſelbſt das Un- terholz im Mittelwalde wird ſchon angehauen, wenn man fürch: ten. muß, im Frühjahr nicht damit fertig zu werden. Forſtſchutb."Der Kieferſpinner hat ſein Winterlager auf: geſucht, und kann geſammelt werden 3 die Neſter des kleinen Fichtenſpinners, Ph. Bomb. Pytiocampa, können aufgeſucht und zerſtört werden. Der Eintrieb der Schweine zur Vertilgung der verpuppten JInſecten, vorzüglich der Forleule, iſt fortzuſetzen. Sollte die Kiefern- Blattwespe Orte ſo kahl gefreſſen haben, das ißr Einſchlag nöthig wird, ſo iſt dieſer zu bewirken, und der ganze Ort zu roden, damit er im zeitigen Frühjzhr tief umge- pflügt werden kann, um die in der Erde liegenden"Pappen. zu erſtören. S Die Eichen- und Buchenſaaten ſind gegen das Wild zu ſchüßen, damit dieß die eingeſtreueten Samen nicht aufſucht. Das Grabenziehen- und die Räumung der alten Oraben iſt in dieſem Monat zu beendigen. Die nvothwendige Beſſerung der Winterwege darf nicht länger verſchoben werden. Die Uferbau- ten müſſen beſchloſſen werden, und diejenigen, welche nicht ganz geendigt werden können, müſſen wenigſtens in den Stand geſeht werden, den Eisgang und hohen Waſſerſtand aushalten u können. ; Forſtibenutvung. Der Bauholzverkauf beginnt, die Nuß- hölzer im Niederwalde werden nöthigenfalls durch die Nutbholz- arbeiter ausgehauen, Der Verkauf von Kiehn iſt in dieſem Mo- nat gewöhnlich am ſtärkſten 3 auch verſorgen ſich viele Käufer jebt erſt mit ihrem Wintervorratbe an Brennholz, weßhalb Holzlicitationen jebt zwe&mäßig ſind. Die Maſt geht in die- ſem Monat zu Ende, wenn nicht Nachmaſt gemacht wird, und wegen Aughebung der Maſtſchweine iſt das Nöthige zu veran- laſſen. Die Köhlereyen, welche nicht ſchon früher' beendigt wa- ren, werden geſch!oſſen. Die Holzanfuhre an die Ablagen und auf die Holzhöfe kann beginnen, ſobald die AFerarbeiten been: digt ſind und die Wege es erlauben, Gem Goh | Forſtweſen hv weng! Vrſchafte! Weih? bey upfhlen| Machen da bewaldleh biet, als| (0 dem eit Mee) Fuſe tridtte ein[lech me ſene u halte | OW, dee WEESEN RS TES UTETS SETE IE mg EIER ETI 67 P- SES ERR [::"M | | ima E by H 6 437 eis* vy 4 din, 4 MENN Z| vin Dann M En wn| EN Nah ln DE On bin 2 KONENN. „AUEN Forſtwirthſ Biſe 1 empfehlen iſt. Selbſt die Art des Betriebes, die Hvlzgattung, Dr Di Wich machen dabey Abänderungen nöthig, da ein gewöhnliüher Nie: Eu wih mt derwaldbetrieb weniger Kenntniſſe und weniger Gontrolle erfor= gi WE dert, ais ein Hochwald, der ſchwieriger zu veriüngen iſt, und = S0 in dem oine ſtarke Augnützung von Nutholz Statt findet, | Die erjte Sorge jedes Fornbeſigers bleibt aber immer, dar: PITTEN auf zu ſehen; daß er. redliche, treue, thätige, hinreichend un- vu m di Nu terrimtete Beamte erhält, Jede Verwa'tung iſt ſchlecht, in der ung davon abhält.: ß Man kann die Forſtbeamten, welche der Privatforſtbeſiter bedarf, in zwey Claſſen theilen: 1) bloße Schubbeamte, und 2) Revierverwalter. Der Schutbheamte braucht bloß leſen und ſchreiben zu kön« nen, im Beſiß der gewöhnlichen Kenntniſſe vom Holzeinſchlaz gen, Säen und Pflanzen zu ſeyn, die ſich ſchon durch den täg» lichen Beſuch des Waldes erwerben laſſen. Körperliche Geſund- heit, Ausdauer, Muth und'Dienſieifer ſind bey ihm die wich» tigſten Eigenſchaften. Die gewöhnlichen Jägerburſche, ſelbſt Menſchen aus dem Bauerſiande, wenn ſie nar nicht etwa zu viel Anhang haben, entlaſſene Soldaten, ſind dazu vollfommen brauchbar, ſogar gebildeten Forſtmännern vorzuziehen, weil man ſie wohlfeiler hat, und ſie ſich eher allen Arbeiten unterziehen, die bey der Forſtverwaltung vorfallen. Bey kleinen Forſten, de- rey Bewirthſchaftunz3 der Oekonomiebeamte oder der GSutshery ſelbſt leitet, kann man mit ihnen recht gut allein ausfommen. Ihre Beſpldung kann und muß im Verhältniß ſtehen mit der Stellung, welche ſie im bürgerlichen Leben einnehmen. Je we? niger ſie ſich über den gewöhnlichen Aufſeher von Tagarbeitern erheben, deſto weniger haben ſie auch eine größere Beſoldung zu verlangen. Gleichſam eine Mittelclaſſe zwiſchen dem wirklichen Revier- verwalter und dem Schutbeamten bilden die Förſter, welche zwar keine ſelbſtſtändige Verwaltung haben, indem die Anord- nungen zur Wirthſchaftsführung nicht von ihnen ausgehben, ſon- dern von dem Gutsherxn ſelbſt oder ſeinem Oekonomiebeamten, welche aber doh Rechnung führen und das eigentlich Techniſche des Betriebes angeben müſſen. Sie müſſen ſchon einen gewiſſen Grad forſtlicher Bildung beſitzen, haben ſchon mehr Verantwort: lichkeit, und ſollen durch ihre Betriebſamkeit zur beſſern Benutzung und Erhaltung des Forſtes wirken, Sie können eine Beſoldung |foder,' „N 0' jen, 0 N wirtiſhan ahm eine j vw ß da auzwand 3 vas die d, bildeten 9 ; die dung ant! da Qandes/1 (ehr ander! 1 beamten&) in dn 941 nnen ſolche, 0! Kemer CB 070 07.00 „figen vori fnmnen NORTE pen Amin genommen Das 1 fam barrel] din Forſbu pot hat H Guſt umhin] (au bera 1 ſn batten 3 je Rede| iw Nernf dy(1 Lille nv] Keil wi öbnlich f Inland un Im wün Bon| FU Yacht, an Vezu) dn Ii; Oy theile de 42. Abſchn. Anordnung und Controlle der Verwaltung. 297 Dh ye in j 5;(485) Onderh une fordern, die zwar geringer iſt, als die des Wirthſchaftsdirigen: fe dürfen, ten, aber doh auc) höher, als die des bloßen Schutbeamten. EMa 3u: Wo nun endlich dem Forſibeamten die ſelbſtſtändige Be- - Witigung wirthſchaftung eines größern Forſijes Übertragen iſt, wo von ; ihm eine wirkliche wiſſenſchaftlihe Bilbung verlangt werden Eni: muß, da iſt ihm nicht bloß der ſtets damit verbundene Amts2 Emu m aufwand zu erſezen, ſondern au die Beſoldung ſo zu ordnen, ADNET daß die anerkannten Bedürfniſſe eines Monnes, der unter den Edie With: gebildeten Mittelſtand zu rechnen iſt, befriedigt werden können. Jim Einh Die Größe der Summen ,. weiche als zwe&mäßige Beſol- S haben, zh dung anzuſehen ſind, in Zahlen auszudrüFen, iſt unthunlich, | fliegt da Landesart und Theurung oder Wohlfeilheit der Gegend dieß nz Ui: ſehr ändern können. Wir glauben lieber für die bloßen-S Benuhun zes, an den Forſthedienten gezahlt wird, als etwas zu betrach- = Beſoldun zen, was derſelbe, wenn es nach mäßigen Sägen fixirt iſt,'ge» an RAE GLS GRETE BIELEEEEEICHIENNRESEIRIRNEIEIRIRIN DAI 732 2RE IIe I 100 100er mz III 2er eren 293 ; F wirt 6 fr; (486) orſtwirthſcha wöhnlich ohne Widerſpruch zahlt, und was den Gehalt des Forſtbeamten vermehrt, ohne daß es dem Forſtbeſiter etwas koſtet, da man nicht allemal den Käufer dahim würde disponi= ren können, es über die Taxe zur For? caſſe zu zahlen. Auch die Tentiemen, oder der Antheil von der Einnahme nach Pro: centen feſtgeſebt, ſind deßhalb zu empfehlen, weil ſie die Aus- gaben des Forſtbeſivers für Gehalt in ein beſtimmies Verhäalt- niß mit der Einnahme bringen, und zur Ermunterung deſſeiben dienen,„ſich Mühe zu geben, die Einnahme durch gute Ver- Xäufe zu erhöhen. Wenn ſie jedoch nicht für den Forſtbeſiter ſehr gefährlich, für den Forſtbeamten oft ſehr nachtpeitig wer- den ſollen, fo müſſen ſie nur unter ſehr ſorgfältig zu beachten- den Bedingungen Statt finden. Dieſe ſind folgende: 1) muß der Einſchlag beſt'mmt feſtgeſeßt ſeyn, damit der Forſtbediente nicht verleitet wird, um viel Tentiemen(auch oft Stammgeld genannt) zu beziehen, unnachbaltig zu wirthſchaften, und den Wald herunterzuharuen, 2) Dürfen ſie nur von der Netto«- Einnahme, nicht dem Brutto- Einkommen bezogen werden, da ſonſt die Veranlaſſung darin lizgen könnte, zwey Thaler aus- zugeben, um dafür. wieber einen mehr einzunehmen, um die mehrern Tentiemen zu erhalten. 3) Darf dieſelbe nicht das Haupteinkommen bilden, ſondern das, was zum no*bwendigen Lebengunterhalte gehört, muß fixirt ſeyn, damit der Forſtbes diente nicht in Noth geräth, wenn aus irgend einer Urſache, vielleicht nach dem Willen des Forſtbeſihers, wenig Verkauf iſt, Es wird auch ſonſt das. Einkommen zu ungleich, da bey Sturm, Inſectenſchaden oder günſtigen Geiegenheiten oft eine ſtarte Einz nahme erfo'ot, und vann dieſelbe wieder längere Zeit wegfällt. Am vortheilbaſteſten ſcheint es zu ſeyn, bis zu einem gewiſſen Ertrage einer beſtimmten Quantität Holz, gar keine Tentieme zu zahlen;» dann aber beträchtliche Procente von demjenigen, was der Forſtvediente, Über dieſe Summe, für dieſelbe Maſſe Holz herausbringt. So 3, B. wenn die gewöhnliche Brennholz» taxe 2 Thlr. yroy Klafter beträgt, ſo erhätt der Forſtbediente gar nichts, wenn nicht mehr im Durchſchnitt einkommt, als dieß Geld. Von allem, aber was rvarüber von ihm für das Holz berausgebracht wird, 5= 10 Procent. Dieß hindert das“ Strez ben nach hobem Einſchlage, und regt ihn zum Fleiße an, das Ho!z hoch auszunußen, Negel muß es ſtets ſeyn, alle Geldeinnahmen, welche der Forſtbediente bezieht, durch die Caſſe gehen und ſie ihm von dieſer zahlen zu laſſen, Dieß iſt nöthig, um ihre widerrecht» liche Angdehnung zu verhindern, den Betrag dieſer Eiwnahmen ſtets überſehen zu können, und dann auch, weil die einzeln eins» gehenden Broſchen und zwey Groſchen ſelten gut genutzt wer- den, es viel beſſey für die Haushaltung iſt, wenn der Forſt« bediente etwas größere Summen mit einem Male erbält. Von der Controlle und Rechnungsführung. Kein rechtlicher Beamte wird ſich über die ſchärfſte Con- trolle beſchweren können 3; denn dem, der ein gutes Gewiſſen bat, kann es nux erfreulich ſeyn, darthun zu können, daß er xechtlich iſt, und die Unredlichkeiten ſind nicht ſv ſelten, als daß nicht ſtrenge Maßregeln dagegen gerechtfertigt wären. Auch 11,4 he 1 amte, wuderſieh that, wf lid) IN» fung für! die| dem For tft, da | noch autf ſeinen Ae | die Natu! | welher dt | Yerwaltu | haben, al | eine ſolch! | halten,' 4 als Dern zum Anwar] | Zuworfen! | laven, V! | votewund werden ſel | gerepen[eb Dat d0 | iu Comin | viforen zu 4 | rinoſen V1l | Sahuf v | das Inſehz! | Intergebeik (dem Inter 1 (li alles 1 [ wnd veran; | fm Einnaß nungäſhlg |als nihtig] jAbgebin, 4 |Veſtinde| jene Jol) 143 jed - Wiber führung dy (M bald y GUNINENN den ch del Cdther| fen lit, Geht jeh, ehnnwll 5- STEAK UREOTTETT en iE vm r TC Aanemere nennen nnen 0m-t zu bleiben, am allerhäu- figſten Defecte oder Veruntreuungen hexbey, und es iſt für Be: amte, weiche nicht immer ſtark genug ſind, der Verſuchung zu widerſtehen, wenn ſie ein Bedürfniß drängt, eine große Wohl: that, wenn ſie ſo ſcharf controllirt werden, daß es nicht mög= lic) iſt, dieſer nachzugeben, ohne nicht augenblickliche Entdes «ung fürchten zu müſſen. Die beſte Conirolle beſieht ohne Zweifel darin., daß man dem Forſtbedienten gar keine Caſſe läßt, ſelbſt die Einr'chtung trifft, daß er unter keinem Vorwande weder. Geld empfangen, nod) ausgeben darf, was zu den Forſtgeidern, oder ſelbſt zu ſeinen Accidenzien gehört. Er muß die Verpflichtung haben, die Natural- und Geldrechnung zur Controlle des Beamten, welcher die Caſſe hat, zu führen z er kann und ſoll bey größern Berwaltungen die Anweiſung der Einnahmen und Auggaoben haben, aber das Geld darf nie in ſeine Hände kommen. Iſt eine ſolche Einrichtung bekannt und wird ſie ſtreng aufrecht er- halten, ſo muß er ſich ſchon gegen jeden, der ihm Geld zohlt, als Betrüger entde>en, oder er müßte ſich mit dem Rentanten ju Unterſchieife verabreden. Es gehört aber ſchon eine große Verworfenheit dazu, ſich einem Dritten als Betrüger zu ents larven, der weit wen:ger Menſchen fähig ſind, als wohl Vere untreuungen, wenn ſie glauben, niemand weiß darum. Auch werden ſolche verabredeten, oder einem Dri:rten defannte Betrüsz gereyen ſebr leicht entde&>t. Hat der Revierverwalter Unterförſter, ſo ſind dieſe die bes ſten Controlleurs. Es iſt unendlich ieicter, die ſchärfſten Rex viſoren zu bint'-rgehen, als einen Menichen, der auch die ges ringſten Vorfälle in ſeinem Schubbezirke kennt und um jeden Berkauf wiſſen muß. Um dieſe Controlle einzurichten, ohne das Anſehen des Vorgeſetzten zu ſchmälein und ihn gegen ſeine Untergebenen zu compromittiren, iſt nichts erforderlich, als daß dem Unterforſter ein Holzhuch eingerichtet wird, worin wöchent- lich allies eingetragen wird, was auf ſeinem N- diere vereinnahmt und verausgabt wird, und daß ihm alle von der Caſſe quittir- ten Einnabmezettel ausgehändigt werden, die er bey dem Rechs nungsſchluſſe wieder abgiebt, Eben ſo muß er das, von ihm als richtig geführt beſche:n gte Holzbuch bey dem Jahresſchluſſe abgeben. Da der. Schutzbeamte zugleich die Aufſicht Über die Beſtände führen, und das abzugebende Holz anweiſen muß, ſo' iſt eine ſolche Einrichtung um ſo nöthiger, und liegt ſchon in dex Natur zeder Rechnungsführung. Ueberhaupt iſt ober auch die Oeffentlichkeit der Rechnungs- führung die allerbeſte Bürg“en, ob dabey Unterſchleife vorfallen. Wenn abex jedem Förſter, Schreiber oder andern Beamten die Rechnung zur Einſicht ofs fen liegt, ſo wird eine Unrichtigkeit darin leichter bemerkt, Sebr geheim damit thun, verräth auch immer irgend eine nicht ehrenvolle Abſicht. Feſte Taxen, nach beſtimmten Maaßen, ſind zwar auch ſehr zur Beförderung der Controlle geſchit, fie haben aber auch manche Nachtbeile, und es iſt im Allgemeinen nicht vortheile 300 Forſiwirthſchaff. (433) haft, zu ſtreng darauf zu halten. Zuweilen ſind Unterſchleife weniger zu fürchten, als Defecte, und dieſe zu verhüten iſt ebenfalls ein wichtiger Gegenſtand der Verwaltung. Die erſte Regel iſt: keine großen Beſtände zu dulden. Die Caſſe darf nie mehr Vorräthe haben, als zur Beſtreitung der Ausgaben bis zu der Zeit erforderlich ſind, daß wieder Einnah- men eingehen. Im zweifelhaften Falle iſt es beſſer, ihr wieder Vorſchüſſe zu machen, wenn ſie mit ihren Beſtänden nicht aus- kommt, als ihr ſolche längere Zeit zu laſſen. Auch“ die Natu» ralbeſtände müſſen von Zeit zu Zeit in einem Reviere gänzlich aufgeräumt oder abgefahren werden, ſchon um uicht Gefahr zu laufen, Holz verderben zu laſſen, was leicht geſchieht, wenn das ſchlechtere alte ſtehen bleibt, und wieder von dem neu ein: geſchlagenen verkauft wird, Reſte dürfen nicht anders geduldet werden, als mit aus- DdrüFlicher Zuſtimmung des Forſteigenthümers, und dany müſz: ſen bey Reviſionen die Reſtanten anerkennen, daß ſie noch ſchul: den, wenn dieß irgend zweifelhaft ſeyn könnte. Höchſt wichtig für die Controlle und Reviſion iſt es, daß die Rechnung ſo geführt wird, daß man jeder/Zeit im Stande iſt zu Überſehen, wie viel Holz in jedem einzelnen Forſtorte, der beſtimmt bezeichnete Grenzen hat, im Beſtande iſt. Wo Dur zu beſtimmten Zeiten in feſt abgegrenzten Schlägen ge- Hauen wird', wie im Niederwalde und Mittelwalde, darf, ſo lange der Schlag dauert, entweder gar nicht abgefahren werden, Oder nux, mit einer ſolchen Vorſicht, daß genau Überſehen wer- den kann, daß wirklich nicht mehr wegkommt, als die Rechnung nachweiſet. Eigentlich ſollte es nur bey Nutzhölzern geſtattet werden, die die Käufer durchaus gleich bedürfen und abfahren znüſſen. Der Schlag wird dann überzählt, ſo hald er beendigt iſt, Wobey die Zählung mit dera vorher übergebenen Schlagregiſter ſtimmen muß, und die Rechnung über ihn beſonders geführt. Im Hochwalde, wo oft Durchforſtungen, Windbrüche, ab- ſterbendes Holz, zu jeder Zeit eingeſchlagen werden müſſen, iſt dieß nicht gut ſo ſtreng durchzuführen. Es kann voeder alles Holz altein in den regelmäßigen Schlägen ſtehen, noch. kann man“ alle Abfuhr Untertage. während im Walde gehauen wird: Es iſt jedoch wünſc Cuirurrechnung geführt, was vorzüglich dann nöthig wird, wenn Saämereyen und Pflanzen beſonders vereFnet werden müſſen; ges wöhnlich bilder fie aber nur ein Kapirel in der Ausgaberehnung,. S7 uten| Die Reviſion der Technung muß innerhalo Jahresfriſt nach ZE 11hlz un) der Yvgabe erfolgen, weil xs„ſpatervin Richt mebr möglid) I Nn,.3,3 die erwa zu machenden Monita gründlich zu verfolgen, Iſt ES Gtah: und> nichts dabey zu erinnern ,.[d muß dem Rechnungsführer dieß Ed enb beſcheinigt wrd. Mn EM Ain iW Das Rechnungsjabr iſt ſehr verſchieden, und muß ſich den Dt(ch 0; Deconomie- und denjenigen anderer Rechnungen anſchließen. Das Katenderjahr iſt offenbar ſehr unpaſſend; denn wenn man mit dem erſten Januar anfangt und mit dem 3t1ſten Des cember ſchließt, ſv fallt der> Rechnungsabſchluß mitten in die Schläge und in die Zeit des ſtärkſten Berkaufs. Nicht bloß hat A ingen S1 vegabe dy MW ſyenes Ny Bin N der Forſtviamte um dieſe Zeit die mehreſte Arbeit, ſondern es kann EMU gudd) niemals der Ertrag eines Schlages in eine Jahresrechnung kommen zer wird vielmehr in zwey vertheilt. Das bequemſte Rechnungsjahr iſt für den Forſiwinih unfehlbay bagjenige, weiches S1, wiſſt 65 empfanzt A: nen, M mit dem ießten Juny l, ſyndern we rjalrecnung ver Forſiberr iſt dadyr<“, vaß ihm der Wirtyſchaftspian für.das ES ie viſht ganze Jahr ſchon im Boraus vorgelegt wird, im Stande, dena En dieſer di ſelben, und die beabſichtigien Ausgabven ſchon im Voraus zu ges SE nung dizi nehmigen, wodurc) viel Anfragen beſeitigt werden und der Forſts Edie Geldivi beamte in den Stand geſehbt wird, nach einem feſten Plane zu SE(10 ſehr ven wirthſchaften. Daß manche Gegenſtände nur muthmaßlich vore = 1) Aufga augzubeſtimmen find, wie 3. B, der wahrſcheinliche Abſab an SE n Wohl, ein Bau- und Nutholz, andere gar nicht, wie zufällige Einnahmen Wich beſtimmte für Maſt u. ſ.w. kann nicht davon abhalten, überhaupt einen Etat „7 biſondereß entwerfen zu wollen, Jede gut geordnete Wirthſchaftsführung ES ober dingt muß immer- auf einem vom Forſtiherzn oder deſſen Stellyertre2 M beſehen zu ter genehmigten Ctat beruhen,.: es allerdings Es würde'ganz unpaſſend ſeyn: bier ganz ſpecielle Recha Long und Dit nungsvorſchriften im Einzelnen und Nechnungsſchema“ geben zu EE em Forſtort wollen. Nicht bloß ändern ſich in Deutſchland die Einnahmes = jo zuſam! und Auggaberudrifen ſo vielfältig ab, daß es nicht möglich iſt, S+ werden, dafür ein Schema zu geben, ſondern die Größe des Forſtes, die Sial, ertheilt Einrichtung der ganzen Adminiſtration müſſen bey der. Art und „8 an Fauft Weiſe, wie die ganze Rechnungasverfaſſung geordnet iſt, auch er Zahlung, zroße Abweichungen darin für die Forſten berdeyfübren. Bey nt. den Em: leinen Gutsforſten, wo die Oekonomie verpachtet iſt, ein För * Einpfanat ſter die ganze Berwaltung von einigen hundert Morgen führt, I gt und füt wo der Gutsherxr alles genau überſehen und controlliren kann, erverwaltt! bedürfen feiner ſolchen weitläuftigen Rechnungsführung, als ſeinem Vs größere Berwaltungen,;: rungen, al Wo es an Gelegenheit fehlt, einem beſondern Nentanten 1109 des Hol das Caſſengeſchäft zu übertragen, und die Einnahme zu gering NE Anwi iſt, um einen eignen Beamten darauf zu halten, iſt dieſe ſo ſehr |; den Rech zu empfehlende Einrichtung nicht anwendbar, Wir baben uns - it SAEs SO SEGEERGREG Eee SHEÄRTISGSE R OIERREER HRIESER SINS AS I ESSIDTE DET SNT ETAT OOLONG BIETA TT<4< ÄEÖÄÖÖÄEEEE engen dm LE Sader Molen, 05 SE ZE LIT EN EEN EHE EEE GENDER ZENT DSESAEO NY VESSSINCN 8 INT DWREDHENN 120007 WIBENT VULG WERE? P WEIN BEEREN UngEE 2 PERES 2975 304 Forſtwirthſchaft, 42. Abſchn... Geſchäfte im December. (492) daher hier auch begnügen müſſen, die Hauptgrundfäße e der Forſt- ree übergeben werden„fönnen, damit ſie im Stande ſind, die Sclittenbo! yn und den Froſiweg zu deren Anfubr zu benuten. Auch die Contracte mit Holz: händlern* überhaupt müſſen ſchon geſchloſſen ſe zyn, damit dieſen icht die vortheilhafte Zeit zur A vfuhr der Hölzer verloren geht. Dagegen baben die Nuüholzarbeiter, 2 Breiſchnitter, Stabbolzſchläs» Fro Scintelmacher, Felgenbhauer u.|. W., ſo Wie der ſtrenge roſt eintritt, keine Arbeit, indem das gefrorne Holz ſich weder palten, nv gut mit der Säge ſchneiden läßt, und es iſi Sorge zu kragen, daß ihnen das brau:O4bare Hol 3 liegen bleibt, bis es aufthaut, die Leute ſeibſt aber bey dem 2[u8ſchneiden dieſes Hol- zes und dem Einſchlagen des Brennholzes beſchäftiat werden. YZuch den mit dem Reißigaufbinden beſchäftigten Holzhauern muß man wo möglich andere Arbeit geben, da die Weiden bey S0 nicht halten, und bey einfallendem Schnee auch das Reis» holz nicht rein aufgebunden w erden Fann. Wenn no< Maſt: ſchweine im Forſte ſind, mus dafür geſor gt werden, daß ſie bey Froſiweiter genügendes W Waſſer haben. =<=222222005000 20 17220000 Zember, I E: 1 aUuführen,| d Fichten: 271 Fröſte <) der Eyle> - ſt Offenes 1 machen Ze fönnen Pdern jet Ml den!|: E ur 0! 7 Mei u: 4) onat, Eauf des 5'r Lampe a möglich können, roſtweg it Holz: 4 dieſen iF 71 geht, oM3ſchläs! IAIG AD? ns FI ſtrenge| h weder (i Sorge| » bis es,| ſes Hol:| werden, ß zhauern+ ven bey 14 8 Reis h Maſt- 5 Ne 75 ſie bey 15 4 Z D FE 0,5 18 / rm SEE TN CIEEP SEEN 0 M; Sg INE.* Lor 2127240 /e/e. | / |' |; '. jj| | ", j | Leu dp. 15-207 054 ——— 4 — 8 8 — —-————————-— ——— Colour& Grey Control Chart Blue Cyan Green Vellow Hed Magenta White Grey! SGSroey 2 Grey 3 Grey 4 Black