* 5 Vnir. Sib. Giessen — 8— 4— 1 54 t 3 — 4——————— ———— 7 1——=————,4— gs d Krl.. Kdüa 6 Stas u Ken,w . — 2 1. —SArAn, - „ 4* 1 44 81 8 2* 74*. 2A N 274 .. 1 1 ———ᷓ ——————— 7SGE8 zg “4 h Grundriß 3 arbefunf allgemeine theoretiſche und praktiſche M 0-4 06047 40 0 000.20 zur rationellen Ausübung der - Wollen- Seiden» Baumwollen- und Leinenfärberey z ſo wie der damit in Verbindung ſtehenden Kunſt, Zeuge zu drucken und zu bleichen, Nach phyſikaliſch- | || | Ww E] R BE<< SSI ES EIE 1 | | W ſt Bumwollen pen Ofantt gum fait ver td Wurdeh, 10 (je)[» Wendel abzulegert; daß die innigſten Empfindungen des reinſten Dankes und der ungeheucheltſten 195 Ohne Vaterlandsliebe, welc-- dd un 2-2 9000 u ud 777 dal SERRE IE nrg (17 WD LD ED.€ IBer ſich wit den Produkten der Wollen- Seiden- Baumwollen- und Leinen- Manufakturen einigerma- ßen befannf und vertraut gemacht haf, dem kann es nicht entgangen ſeyn, daß weder die Vorzüglich» keit der rohen Naturſtoffe woraus ſolche verfertiget wurden, noch die Feinheit ihrer Gewebe, allein hinrei- hend ſind, ihnen denjenigen Zuſtand der Vollfom- menheit' zu geben, durch welchen unſer Gefühl für das Schöne gereit, und ihr Debit als Handelsgarti- fel befördert wird. Die Färbevey und die Druckerey ſind es vielmehr, welche jenen Gegenſtänden die Zierde ev- theilen, durc) welche ſie unſer Auge auf eine eben ſo angenehme Are überraſchen, als ſie unſerm Ver- ſtande, in Hinſicht der Mannigfaltigkeit und Schöne Beit der Farben, ſo wie der Formen in den Muſtern der gedruckten Zeuge, Bewunderung abzwingen, die auf ihre Wahl, und auf den dabey zum Grunde liegenden Geſchma>, einen ſo entſchiedenen Einfluß haben. Wenn indeſſen nicht geleugnet werden kann, daß der ſolide Zuſtand irgend einer Fabrik- oder Manu- fakturanſtalt, von dem vermehrten Debit ihrer Fa- orifate, und dieſer von der Schönheit und Vollkom- menheit derſelben abhängig iſt; und wenn endlich zugegeben werden muß, daß das Gefallende an den Wollen- Seiden-'Baumwollen- und Leinen» Fabri- faten, mit der Schönheit und Feſtigfeit der Farben, mit welchen ſie bedeckt oder durchdrungen ſind, in der engſten Verbindung ſteher, ſo ergiebt ſich hiex- AREATA EDE DI RENETS AIFS ENE IT ERREES 30 ND FREE NU PEU TEET 65-41: VMESS"GEE=y 22 000800 EURO SEIEN RIET. SAN H NEREETENENEN ö Z vibe j" Ffkamen BELHEL 82 5'D < RIT as AIL aus von ſelbſt: daß wenn eine Vervollfommung hrp unteß der Manuſakturen und Fabriken jener Art erziehlet eg werden foll, die aleichmäßige Vervollfommung der Dir) Hülfsoperationen, nemlich ver Färberey, Drucerey, m irheän und Bleicherey, welche gleichſam die Grundpfeiler| bindung 9 der Schönheit nnd Vollkommenheit aller ſolcher: Ma- put ange nuſafturwaaren ausmachen, zuerſt ins Werk geſeßt hier Sunfg werden"muß. wen Wer ſich aber mit den Operationen der Far- Jugibund) berey, Druckerey und I: nur einigermaßen va Rat befannt zu machen bemühet, und ſie mit dem das Deche Auge des Naturforſchers beobachtet, wird ſehr bald und(ee gewahr werden, daß ſolche ſämmtlich auf Miſchungen forſchen, f und Zerl egungen gegründer find, folglich ſämmtlich ſeimme um dem Gebiete der Chemie IEEE werden müſſen. aus weſen Der E- ſche Künſtler, welcher ſein Metier blos(heilt und 6 empiriſch erlernet hat, und ſolches nach beſtimmten El d Regeln und Vorſchriften auszuüben weiß, wozu dis Qanyz ihm natürliches Genie in der Anordnung, ſo wie ver Chemie Routine und mechaniſche Fertigkeit in der Ausübung werden; dw zu Gebote ſtehen, denkt freylich nur ſelten daran, wee demn daß ſeinen Operationen beſtimmte und unwandelbare 3, aus Urſachen zum Grunde liegen, von welchen ihre Er- be Zirbefun folge abhängig ſind: Aber er wird es auch oft zu en Sünfte ſeinem Nachtheil gewahr, daß wenn eben dieſe Ur- fn, zum. ſachen eine Modiſikation im Gange ſeiner Arbeiten De„ veranlaſſen, die dem erwarteten Erfolg zuwider iſt, er hh M Koſteu, Zeit, und Mühe vergebens aufgewendet hat. Wehe Wir j Der denkende Künſtler ahndet wenigſtens in WELT dieſen Fällen, daß keine Wirkung ohne zureichen- de Om; den Grund ſeyn kann; aber beym gänzlichen Man- Ife mes gel derjenigen Elementarkenntniſſe, welche zu einer" Me rationellen Beurtheilung ſolcher Erſcheinungen erfor- m ii. dert werden, ſucht ex dem mißgeglückten Erfolge ver- kinn ' ih gebiich vorzubeugen, er tappt im Finſtern, und macht Meid grnh XIIL durch unregelmäßig angewendete Hülfsinitkel das Uebel gemeiniglich ſchlimmer, als ſolches vorher war. Wird dieſes auf die Operationen und Erfolge der Färbekunſt, ſo wie der damit in ſo enger Vero bindung ſtehenden Kattün-, und Zeugdruckerey über» haupt angewendet, ſo ergiebt ſi hieraus, daß um dieſe Kunſtgewerbe zu yervollkommen, es unumgänglich nothwendig iſt, ſowohl die Materien, die in der Ausübung jener Kunſtgewerbe bearbeitet werden, ih- ver Natur“ nach genau kennen zu lernen, als auch das Verhalten derſelben, welches ſie gegeneinander, und gegen andre Materien beobachten, genau zu er- forſchen, folglih das Ganze der Kunſt auf be- ſtimmte und einfache Grundgeſeße zurückzuführen, aus welchen alle Erfolge mit Zuverläſſigkeit beur- theilt und erflärt werden können. Soll dieſes aber erreicht werden, dann muß das Ganze der Färbekunſt als ein einzelner Zweig der Chemie und Naturlehre betrachtet und behandelt werden; denn dieſe Wiſſenſchaften allein ſind es, welche dem Ganzen der Färbefunſt zur Stüße dies nen, aus deren Elemenkargeſeßen ſich alle Erfolge der Färbekunſt entwickeln laſſen, welche dem prakti- ſchen Künſtler auf ſeiner oft mühſamen und dunkelt Bahn, zum genauen Wegweiſer dienen müſſen. Wie oft bezahlt der Manufakturiſt, ſo wie der Inhaber großer Färberey- und Druckerey- Anſtalten, einzelne Farbenvorſchriften mit großen Geldſummen, und glaubt ein Geheimniß erkauft zu haben, das der Chemiker beym erſten Anblick ohne ſonderliche Mühe zu enthüllen vermag! Wie oft wird derſelbe durch Betrüger hintergangen, welche ihm Geheime niſſe verfaufen, die ſolches nicht ſind! Wäre der- ſelbe aber nicht blos empiriſcher Künſtler, wäre er zugleich gründlicher Chemifer, wahrlich! er würde R AREA IIND RERIS- TDENN ISC DTIDES 3 UTE TRIN DET EURER 5-65. VERE3- 2 BBE= 0.0(IE IIIOS ZEUGE GANGE TETE m an, n" u. we E ED Fim» FE bir M8 3 I > EEE=o K1Y v. 0. Ouen ſo! den Glauben an'alle Geheimniſſe ſehr bald verlie- KER GEARREERG: IN I SEE aine Oewun ven, er würde ſeine Geheimniſſe durch richtige Ent:- 07 308 has Gaunt wielung und Zuſammenſtellung phyſiſcher und ehemi-' ſcher Elementargeſeße aus ſeinem Verſtande ſelbſt er-| ſens pw? ſchaffen, er würde Erfindungen zu machen verms-| nim h gend ſeyn, die den Ruhm ſeiner Fabrikate begrün- gh ara den, und ſeine Erwerbsvortheile zuglei< nicht un“ und[unten belohnet laſſen würden. dung jedebt Sollen daver die Fabriken und Manufakturen veut] überhaupt, und die Färbekunſt insbeſondre, auf den- Gaehtcf jenigen Grad der Vollfommenheit empor gebracht vue werden, den ſie anzunehmen fähig ſind, ſo muß Jedes mN der Staat die Mittel dazw an die. Handrbieten, er Onde muß den praktiſchen Künſtler in den Stand ſeßen, de Nähen fich diejenigen Kenntniſſe auf eine gründliche Art er-. /Wfeirlice werben zu können, die derſelbe zur rationelleu Aus- binden, 1 übung ſeines Kunſtgewerbes nothwendig gebrauchtz| delte gl nd es läßt ſich dann mit Zuverſicht erwarten, daß|" in eben dem Maße wie die Kenntniſſe der Künſtler wt Ieſy berichtigt und vervollfommet werden, auch der Flor| Jeffät M der dem Staate ſ9 nüßlichen als unentbehrlichen| zewen Of Fabriken und Manufakturen, im gleichem Verhält- face niſſe zunehmen wird.| öſſung J Nur wenige Staaten ſcheinen es bisher gefühlt|(er Otafe zu haben, wie nothwendig es iſt, wenn das Fabrik- ſee, hey de und Manufakturweſen vervollkommet werden ſoll, zu- Uerpnidigf vor die Fabrikanten und Künſtler zu unterrichten, auf ve Zuufer welchem Wege dieſelben zur Vervollkfommung ihrer-| Cm mit Gewerbe gelangen können. wih u Wie glücklich muß ſic) daher der Fabrikanx,| fip en der Manufakturiſt, der Künſtler, und der Gewerbrrei-| ih in WW bende Bürger ſchäßen, der das Glück genießt, in ei- Degnlpnt nem Staake wie der unſrige zu leben, deſſen Mo» 3. narch mit der weiſeſten Aufmerkſamkeit über die in» hen Dy, tere Ruhe, die Obhut für den innern Wohlſtand des Ot Ier verlie: Ent. yemi- | ex: em: zrün- un: xv Ganzen, ſo wie für jedes Einzelne ſeiner Jnviduen, auf eine bewundernswürdige Art zu vereinigen weiß; 190 das Steuerruder des Fabrifen- und Commerzialwe- ſens einem Staats- Miniſter anvertraut iſt, welcher in dem großen Staatsmanne und Weltweiſen, zu- gleich alle Liebenswöirdigfeiten des Gerechtigfeitliebenden und ſanften Menſchenfreundes vereinigt; wo die Lei- tung jedes einzelnen Departements Staatsmännern an- vertraut iſt, die mit philoſophiſchen Scharff, lebhafter Gerechtigkeitsliebe, und ächtem Patriotigmus durch- drungen, feine Gelegenheit vorbeygehen laſſen, das Wohl jedes würflich Verdienſtwürdigen Individuums zu be- gründen; ws die ſpecielle Bearbeitung der Gegenſtän- de Räthey änverkrauet iſt, die Scharfſinn mit Gerech- tigfeitsliebe und patriotiſcher Uneigennüßigkeit ver» binden, wer in einem ſolchen Staate lebt, wahrlich der lebt glücflich. Auch das gegenwärtige Werk iſt eine Frucht der Aufmerkſamkeit, welche des Königs Ma- jeſtät, und deſſen weiſe Staats- Miniſter, jedem ein» zelnen Gegenſtande des geſammten Fabrik- und Ma- nufafturweſens widmen. Durch die vereinte Ver- anlaſſung Jhrer Eycellenzien, der Herren Staats-Miv- niſter Grafen von Hoym, und Freih. von Struen- ſee, bey des Königs Majeſtät, wurde mir der allergnädigſte Befehl zu Theil, die inländiſchen Fär- ber, Drucker und Bleicher, in den Grundſäßen der Chemie, mit Beziehung auf ihr Kunſtgewerbe, theo» retiſch und praftiſch zu unterrichten, und dazu ein eigenes Handbuch als Leitfaden auszuarbeiten, das ich) in dieſem Werke dem Publikum vorzulegen das Vergnügen habe. Bey der Augarbeitung dieſes Buches bin ich einen Weg gegangen, der von allen denen, welche andre vor mir hey der Augarbeitung ähnlicher By» 4 N> REREN I zue ines Eten SEES EINENI KE VIRUS 66-5:-4 GER083 2 EE=y EEN EEUKEIC GUI GET 27 ESI 7055 mz . D-- ES TEEOTEESRRÖRING SEE XVI ----- Gr u Md riß DIES ver Tab enung. PU eſchäft.!. 230 Eruleitung. nwolle, NNCH Z 1 Fort: 8 fer n einen- Allgemeiner Begriff yön der Färbekunft. Hypstheſen über die nen und Eytſtehuug der Farben, ans der ältern und neuern Zeit. News- Wollen tons EntdeFungen uyd darauf gegründete Hypotdeſe über dis werden Garben. Reflexion des Lichtes. Brechung des Lichtes, und») finden, P Geſeke für dieſelbe. Prismatiſche Farben. Einfache Farbeg 4 ht find, oder Grundfarben. Gemiſchte Farben. Wie die natürlichen" haben. Körper Farben zeigen. Unterſchied zwiſcheu Farbe und Farbe- 14 wand ſtoff. Zufällige Farben, Unterſchied der Färbekunſt von dex|[] henden Mahlerkung, Verwandſchaft der Färbekun: mit der Zeug- wn enmerf druckerfunfi.''; | By ven im| 6,4; W ngen,“ Ex Allgemeiner Begrif der Färbekunſt.| A 5. 5 e Z.'. d|| ID: Färbekunſt(Ars tindoria.' Ars infedoria) be-+ ſichet in einer durch Erfahrung erlangten Kenntniß ver- ſchiedene Raturerzeugniſſe von organiſcher Beſchaffenheit, 8 ſo wie die daraus verfertigten Fadrikate und Kunſtpro»| ; dukte, durch die Miſchung mit ändern Materien ſo z1x ate verändern, daß ſie fähig werden das Auge, und mittelſt A 2 EEE-= enn Zl EE><= an. Einige von ihnen," betrachteten ſelbiges„48 einen Ausfiuß aus den Körpern, andre«als ein Produkt der Neiſchung von Licht nnd Schatt>15 noch andre leiteten die Farben von ſalzigten un* metalliſhen Stoffen her. Qar 5 Des8-artes war der Erſie, welcher(in feiner 1637 erſchicgzen Dioptrik) der Wahrheit ſchon näher rückte, Er ſahe die Farben nicht für Eigenſchaften der Körper, R WS TEEN ' » AER<< 000225,= KUREN TT HERRES: 3.2 u kn ED NEED ep;.5: CER 6 ſondern für Wirkungen eines zwiſchen dem Ange und den Körpern befindlichen„Mittels ,' des Lichtes, an. Er ſchrieb den Theilen des Lichtes eine zwiefäche Bewegung, eine fortgehende ,- und eine umdrehende, zu. Seiner Vortiellung zufolge ſollte, wenn die erſte prädominirte die B/aue, wenn die leßtere prädominirte die Rothe, wenn b-yde aber in ihrer Wirkung einander gleich wa- ren, die gelbe Farbe entſtehen; welche drey Farben der- ſelbe ais die Grundlage zur Hervorbringung aller übri- gen betrachtet. Dagegen iſt nach ihm die weiße Farbe das Reſultat der völligen unveränderten Zurückſtrahlung. des auffallendes Lichtes, die ſch warze Farbe das RNe- ſultat des erſtickten over erlöſchten Lichtes; und alle übrige Farben. ſind als Reſultate des veränderten zurück- ſirahlenden Lichtes zu betrachten. S. 6. Boyle hielt(in ſeiner 21680 erſchienen Hiſtoria co- lorum experimentalis etc.) die Farben für den Kör- pern nicht inhärirende Eigenſchaften, betrachtete ſelbige aber doch größtentheils als Erfolge, die von der Lage der Toiſe auf der Oberfläche der Körper abhängig leyen, und in uney Modifikation des von dieſer Fläche zurückgeſtrahlten Licyus beſiänden. In Hinſicht des Un- terſchiedes zwiſchen Schwarz und Weiß, denkt er mit Descartes übereinſtimmend, und heſiätigt dieſe Vor- ſtellung dadurch: 1) weil weißes Pazuv ſich durch ein Brennglas- ſchwer entzünde, 2) weil ein ſchwerer Hand» ſchuh im Gegentheil an der Sonne ſehr brenne, 3 weil ein Brennſpiegel von ſchwarzem Marmor gar nict IE FRAELAEE IEE. ge und Er gung, Seiner mihirte othe, < wq- en det- v übri- + Farbe äblung, 8 Re- d alle unit [12 CO- Köt- elbige Lage angig Fläche 6 Un er mit ; Dot“ < ein Hand? 3) weil : Hit für / zünde; 4) weil die ſchwarzgefärbte Hälfte eines Dachzie- gels an der Sonne ſich ſiärker erhißt als die rothe, 6: HooEk(in ſeiner Microgräphia) nimmt nur zwey Hauptfarben Blau und Roth an, und läßt aus deren Vermiſchung alle übrige entſtehen. Blau iſt ſeiner Vor- ſiellung zufolge die Würfung einer unregelmäßigen Er- ſchütterung auf der Netßhaut des Avges, wo der ſchw- 18 Eline er wird Deb ſeither "beiloſeg bilden, in fei Gtrahl | aber Bin, ey Ein? agegen vorfye erfelbe „Ü = da. % 9 mit dem Einſallslothe. machte ,. der Zurücfſirahlung N tel(angulus reflexionis) genannt. Dehpde Winke einander jederzeit völlig. gleich. Jene Cigenſchaft des Lichtes„ wenn es. auf undurchſichtige aber glatte Blächen fällt," wieder. abzupralien, wird ſeine Zurückſtrahlung, oder Zurücfwerfung.(Reflexio) genannt; eine Eigen- ſchaft, die das Licht, in Hinſicht ſeiner Refſexihilität, mit allen übrigen elaſtiſchen Materien geinein hat. GS. 12. Brechung des Lichtes, Wenn ein Lichtſtrahl auf irgend eint dur<ſichtiges Mittel Ffenkrecht auſſällt, ſo geht derfelbe hindurch, ohne in ſeiner- Richtung irgend eine Veränderung“ zu erleiden. S, IZ> Man leite dagegen einen Lichtſtrahl; itt eig fits ſieres Zimmer, ſo daß derſelbe aus der Luft. als einem bünnern Mittel; auf einen gläſernen Würfel oder auf eine ebene Glagplatte, als, einem dichtern Mittel, uns ter einem ſchiefen Winkel auſſällt;. er wird jeßt-innerhalb ex GlasSimaſſe ſeine vorige Richtung ändern; und ſich em Eitifallslothe nähern. Geht derſelbe aber aus dem Glasfsrper in die Luft über /-ſo verläßt er wieder ſeine vorige Richtung, und bewegt ſich in einer andern fort, die von dem CinfallSlothe abwärts geht, %. LE| D 9. 24. 0402 GT 44 5.8 A M4 4 Qi to2. 7; “2 29808men wird. Brechung des“ Lichtes,(Re- nnd anten, AKS A SN ESSE SGSN 10 und das Geſeß nach welchem fie erfolgt, gehörig be- ſtimmen zu können, wird der Winkel welchen der ein- fallende Strahl mit dem Einfallslothe macht, der Ein- fallswinkel, und der, welchen derſelbe nach der Bre- geführt Nittel (zj. D. das ifallSlothe us,(St- el8, und jem ſteten ſiehen. em dichtel 18 Glas It je abwärts 8 des Eitv 198 wins 4 11 c)„In beyden Fällen beharret der gebrochene Strahl in der Brechungsebene, ohne ſich daraus zu ent- fernen.) Axnmerkung. Hieraus folgt alſo, daß. Lichtfrablen welche lothrecht auf die brechende Ebene fallen, in ihrer vorigen Richtung- alſo ungebrochen, hindurchgehen: deny hier ver- ſchwindet der Einfallswinkel, folglich auch ſein Situs, und eben ſs der im befändigen Verhältuiß mit ihm ſrehende Si- nus des Vrechuagswinkels, däher auch der Brechungswinkel ſelb| 3 und es kann daher feine Brechung mehr fatt finden., EG:0% Nach den darüber angeſtellten Erfahrungen findet ſich, daß, ohne einen merklichen uh zu begehen, das Brechungsverhältniß des Lichtes, wenn ſolches aus der Luft in das Glas übergehet, wie 3: 2, wenn es dage- gen aus der Luft im Waſſer übergehet, wie 4: 3 ge- ſeßt werden kann. Hieraus folgt alſo, daß die brechen- de Kraft des Glaſes zu der des Waſſers ſich verhält, wie 2*; 282" das iſt wie 3: 3, oder wie 45: 28, 5. 17: Auf, die Brechharkeit des Lichtes, wenn ſolches aus einem durchſichtigen Mittel-in ein anderes von verſchie dener Dichtigkeit übergehet, beruhen. alle Phänomene des Sehens durch durchſichtige Körper, 3. B. durch Glas, Waſſer, Luft, Oele 3c- Wegen der Brechung des Lichz tes, wenn ſoiches aus einem dichten Mittel in ein düng- neres überg« ehet, erſcheint unſerm Auge ein zur Hälfte im Waſſer liegender Stock zerbrochen; ein ziemlich tief TEPE im Waſſer ſchwimmender Fiſch, ſcheint nahe an deſſen DRE FERI E „ezeee<.< 12 Oberfläche befindlich zu ſeyn. Ein in einem. leeren Ge- ſäß befindlicher dem Yuge ſichtbarer Körper, verſchwin- det dem Auge, wenn er mit Waſſer begoſſen. wird. 2c. 2. ;*) Wie das Brechen des Lichtes in Kugelflächen von verſchiedenen Krün . Mungen ervſjoigt, wird in den Vorlejungen erläutert, und durch Verſuche verſinnlichet. 8-18. Farbiges Licht, prtsmatiſche Färben. - Man fange. in einem finſiern Zimmer das einfal- lende Soypnenlicht durch ein dreyeck!gtes Prisuma von weißem-Glas auf, ſo werden die vorher paralielen Strah- Jen nun gebrochen werden, und. nach dem Brechen gleich- ſam geſpaltet. auseinanderfahren. Man fange dieſe ge- »brochenen Strahlen mittelſt einer weißen Edene auf, fie werden darauf ein länglicht viereckigtes Bild entwerfen, das oben und unten mit frummen Linien begrenzt iſt, und viele in einander ſich verlaufende Farben: zu erken- nen giebt, in weichen man, von unten nach oben ge- rechnet, in verſchiedenen Abſtuſſungen folgende ſieben Farben, als Roch, Orange, Schwefelgelb, Grün, Hims- meldlay, Indigblau und Violet, auf einander gehäuft,. und mit ihren Kanten gleichſam in einander geſioſſen ettdeckt, Jenes gefärbte Licht, wird ein Farbenbi!ld (SpeStrum), und die daran wahrzunehmenden Farden werden prismatiſche Farben genannt, ß. 39 Jettes Phänomen wurde von Grimaldi(bereits 2665) zuerſt entdeckt,.,von Newton ader,(im Jahr 1666)/S did(97 nh 19 frah128) EN 477) wm eic Eil gira Oia Y (iſh NE D0 Def je 3y rd "ET. ig nl (wh d; ("'( Iq 0090 yy Wiele Ww bw, fg| ung jw fit hV« is ſi h' N DS: 5 leeren Gs 1666) gehörig entwickelt. Er fand nämlich das Saürben- verſchwin: bild fünfmal ſo lang als breit, da ſolches doch, weil, vid, 16,6, nach dem allgemeinen Geſeß- der Brechung, parallele Licht- jedenen Sey ſtrahlen nag der Brechung in einer Ebene payxallel blei- 3000 ben möſſen, kreisrund hätte ſeyn ſollen. S. 20. h Da indeſſen die Ausbreitung des Farbenbildes zeigt, daß die Lichtſtrahlen von ihrem Durchgange durch vas as einfa: Prisma bis zur auſſangenden Ebene beobachtet, diver- 1S1mq von giren(auSseinanderfahren), ſo nahm' er an, daß jeder| ew Straß: Lichtſtrahl aus Theilen von verſchiedener Brechbarkeit Den gleich: beſtehe; und weil das Farbenbild viele ſich in einander dieſe ge- verlaufende Farben zeigte, die in„der ſchon beſchriebe: ? auf, fie nen Ordnung auf einander folgten, ſo ſchloß er, daß' entwerfen, jene Farbenſtrahlen in einem verſchiedenen Grade, und grenzt iſi, zwar die rothets am wenigſien, die violetten hingegeit zu erfeh: am meiſien drechbar wären. oben ge-; D+. 213 )e ſieben|| it, Hiltia"| X 7 Man leite dagegen jeden einzelnen jetier farbiglern gehäuft,„Strahlen,„mittelſt einer ſchilichen Vorrichtung, durch geſiofät ein zweytes PriSma: es wird ſich ergeben, daß der vo» zarbenbild the Strahl unter allen am wenigſten, der violette )' dagegen unter allen am meiſten gebrochen wird; Durch viele Verſuche, und ihre ziemlich übereinſtimmenden Reſuls tate, fand Newton das Brechungsverhältniß beym Ue bergang aus der Luft-in das Glas: 4(beteits für das rothe Licht- 77 bis 77x: 50; für das orange-:; 7733 50 1" Farben (im Jaht 2 2 u ee Fe ee ee vw EE DOTS TEE: m| für das ſchwefelgelbe Licht" E 492250 iL für das grüne--- 77x: 50.|! SOR für das himmelblaue- 7 772: 50%| j" ve für das indigblaue-- 773: 5|(al für das violette--- zmi.bis 78: 50.| miſh? daher er das mittlere Brechung Sverhäl tniß aus der Luft : in Glas, für das grüne Licht wie 31: 20 feſiſest, 6.*23. M) das 10MV Man fange nun aber jene ſieben farbigten Licht-|„m firahlen mit einer plan- oder biconvexen Linſe,(einem| uvm Brennglas) auf, ſie werden ſich dadurch vereinigen, vit. 6 und, im Vereinigungöpunktte aufgefangen, ein weißes ihm 148 Bild entwerfen; hinter dieſem Punkte aber, wo ſich| die Strahlen durchfreußen, werden die gedachten-| Gen! au neue, äber in uütngekehrter Ordnung, zum|] Vorſchein kommet.| Nn Anmerküng. Außer den Verſuchen mit dem Priema, laſſen vl ſich jene Säße guch mit einer ſich um ihre Axe bewegenden,| ih und nach neben Sectopen mit dein(5. 18.) beſchriebenen ſie-; N ben Färben, näch beſtimmten Verhältniſſen ausgemahlten wh dlzexnen Scheibe verſinnlichen. Um die Perypherie des Krei- 19 Ip fe3 eitier ſoichen Scheibe gehörig auszumählen, theile man Wu die Sectores ng< folgenden Gräden: für die rothe Farbe Qhitob 4 452, jür die Orange 27%, für die Gelbe 482, für die Grüne ven v 602, für die Hinnyelblaue 602, für die Indigblaue 40%, für| nw] die I Dane 802%, Drebet may eine nach dieſer Vorſchriſt/ 1 ausgemahlte Scheibe ſchnell um ihre Axe, ſo erſcheint alles y Wach 4 weiß. SEE man andre Theilverhältwiſſe jexer Farben| Itmet gegen einander, ſs erfolgen bey der Bewegung der Scheibe=."-" uin ihre Axe andre Farben. win 73: 39, 73* 30. B 60 737 5 8! 50, der Lyfſt iſcht, fett Licht: ,(einem reinigen, weißes wo ſich ten Fat- 19, zum 9 laſſen vegenden, enen ſie emahlten des Krei- eile man he Farbe (es Grüt 40%, für Vorſchtiſt eint alles p Farben 15 | G:423% Jene Erfahrungen leiten uns ganz ungezwungen zu der Vorſiellung, daß das„weiße, farbenloſe Licht, als ein zuſammengeſeßtes Weſen, als. das Produkt der Miſchung von ſieben verſchiedenen. farbigten Lichtarten, betrachtet werden muß: S. 24». TJenem gemäß muß daher die weiße Farbe, als das Reſultat der Vereinigung der oben erwähnten'ſie- ben farbigten Lichtarten; die ſchwarze Farbe im Ge- gentheil, wie auch“ das Phänomen des Schattens lehrt, als der Erfolg vom Mangel des Lichtes ange» ſehen werden, 6. 255 Einfache Farben. Grundfarben. In ſo fern es nun als erwieſen angenommen weis den muß, daß die(5, 18) erörterten farbigten Litht- ſirablen Feiner fernern Zertheilung in ein anderes far- bigtes Licht fähig. ſind, ſind wir daher berechtigt, die . durch ſie erregten Farbenphänomene, als einfache oder Grundfaeben(Colores Nmplices, Colores Primitivi) anzuerkennen; aus deren Vermiſchung unter verſchiedes nen Verhältniſſen, Farbennüancen, die nun als ge- miſchte Farben(Colores Tecundarii. Coloxres Mmixtae) anzuſehen ſind; hervorgebracht werden müſſen. Anmerkung: Bey der Beträchtung des erövterten Gegen? ſiandes bin ich aus dent Grunde hlos dex Reſultaten, und der ihnen zur Erklärung dienenden Hypotheſe Newtons 987 Bi- zel be 7% AL === N DENE ien iR Fiete ern are deR rern om wehen KER IGE I A GNAS: Z F. 16 folgt, weil, wenn auch in der- Anzahl der angenommenen Grundfarben, ſich. eine. Vereinfachung gar wöhl"als möglich denfen läßt, doh dasjenige, was bisher Wünſch(iy. deſſen Soomtologifchen Unterhaltungen: 1. Band. 1773. und ig ſei- gen Verſuchen uind BewachHtungen über die Farben des Lich- 808. 1792), und andere neuere Naturforſcher darüber geſagt ha- ben, gleichfalls no4 nicht völlig als evident angeſehen wer- den kann. Doch iſt der Unterſchied jener Vorſtefungen von der Newtonſc+5 EIE. En, NIE HERPES 3:30 TSE GIL AES ZIELE UN Lar“ 7 id aI NESS Ge 46% 20| 5. 35| m Von den zufälligen Färden.| 1.0 Vöont den urſprünglichen und gemiſchtet 1, Qu Farben verſchieden, ſind die zufälligen(Colores acci-| dentales)., Dieſe find gzicht ſelbſiſtändig und von der[1.58 Zerlegung des Lichtes abhätfigig wie jene, ſondern dek"8 zureichende Grund ihrer Entſtehung kann überhaupt ſehr. Wu verſchieden ſeyn. I< begreife unter zufälligen Farben 1 6 alle diejenigen, welche erzeugt werden können; vin 1) von einer kranken Beſchaffenheit des Auges; wie|(5 bey den Gelbſüchtigen, welche die Farben allemal mv anders als bey einem geſunden Auge erblicken. Oder(fe 2) wenn irgend ein vorzüglich glänzender Gegenſtand Yu unerwart lange betrachtet wird. Oder 00.1 3) wenn man einen Gegenſiand durch einen andert. Moon durchſichtigen betrachtet,» W- em! 9. 35. NO 190) vlys dem zuleßt erwähnten Grunde, erſcheinen Un- fw ſerm Auge manche Objecte von einer ganz andern far» Toda bigten Beſchaffenheit, als ſie außerdem erſcheinen wür- fing 7 den. So ſehen wir: UN a) die Sonne oder ein andres helles Licht, durch ein| bi ſchwarz angelaufenes Glas betrachtet, bluthroth. j b) Ein an ſich ſchwarzer Körper durch einen weißen| Flohr betrachtet, erſcheint dein Auge blau.| Dif c) Eben ſo erſcheint uns das in unſern Adern ſich|; 5 bewegende dunkelrothe Blut, durch die weiße Haut| ity! betrachtet, blau.|"ib Oteh 5 26 0" der 1 deb t ſchr jarben 3; wit emal Oder ſtand ndern < eit th, veißelt n ſich Dayt <“c 21 d) In eitiem verfinſierten, aber durc<. Wachs.- oder Talglicht erleuchteten Zimmer, erſcheinen uns. hells roth gefärbte Gegenſtände orange, blaye grün 2 4 S. 37: Die Färbekunſt iſt von der Mahlerkunſt verſchieden. Won der Färbekunſt verſchieden iſt die Mahlerkunſt (Ars pidoria. Ars pingendi).. Der Mahler.(Pi&or) unterſcheidet ſich vom Färber(Tnfe&or) dadurch wes ſentlich. daß jener blos- die Oberflächen der Körper, mit ſchon exiſtirenden fardigten Materien(Mahlerfar- ben) mechaniſch bedeckt; wogegen der Färber die far- vbenloſen Gegenſtände in ihren kleinſten Maſſentheilen zu durchdringen bemühet iſt: und iadent er zwiſchen den Piginenteg und den zu färbenden Stoffen eine wahre chemiſche Miſchung zu veranlagen weiß, leßtere in deit Stand ſezt, beſtimmte Farbenphätnzomene zu erregen, die. nicht ſelten aus ver Miſchung zweyer an ſich farbenlo- ſen Objecte hervorgehen. Folglich iſt auch die Färbe- kunſt von der Mahlerkunſi vorzüglich dadurch ver- ſchieden, daß Erſtere ſich mit Miſchungen(innern Durch- deingungen), Lektere aber ſic) blos mit Mengungen (mechaniſchen Nebeneinanderſtellungen) beſchäftiget. C- 33. Mit der Färbekunſt nahe verwandt iſt die Druckerkunſt, Indem wir irgend einen farbenloſen Gegenſtand, mittelſt einem Pigment, zur Erregung farbigter Phäno» men vorbereiten, oder ihn färben, kann ſolches auf eine mehrfache Art geſchehen, und zwar: GERE 2 zn LEMM 1. | "| REN des. D- ji: ICE 4,2270 SETZES 2,2|] 2a) Einmal, wettn des ganzen Körpers"Oberfläche,| zur Reflexion einer beſtimmten und homogenen Farbe| vorbereitet wird; und dann iſt der Erfolg Färden im eigentlichen Sinne des Wortes.|| b) Zweytens, indem der farbenloſe Körper nur ay Bi einzelnen Stellen zur Erregung homogner, oder auch| 1 Heterogener Farben disponirt wird, und in dieſem| 11, Fall wird der veranlaſſende Prozeß, Drucken| ul jh, genannt. vy ||.| 6. 39. 0) Die Kunſt Zeuge zu färben, und die Kunſt Zeuge| u zu drucken(die Zeugdruckerkunſt) beruhen alſo ganz auf| einerlei Grundſäßen, und beyde ſind blos in der An- wendung und AYusübung der dabey zum Grunde lie» j y genden Regeln verſchieden; einander aber immer ſo ſehr Y Pe, verivandt, daß ſie, in Hinſicht der Urſachen worauf ihre| fn Erfolge ſich ſtüßen, unzertrennlich mit einander verbun-|| jh) I den bleiben.„4:| wan Anmerkung. Daß die Färberey immer nur homogene, die Druc>erey hingegen heterogene Farben auf den far- benloſen Zeugen veranlaſſet, und überdies auch Farbenphäno- 1 diy mene von beſtimmten Umriſſen darzuſtellen bemühe: iſt, macht(hin ſolche zwar fünfilicher und mühſamer als die Färberey, unter- ſcheidet ſie aber feinewegs weſentlich von derſelben, wie Wis dieſes die Folge mehr beweiſen wird,;||"inf dy, 0. 23 Erſier Abſchnitt. ammo emeeeneeaaneen(afd , Von der Färbekunſt überhaupt, vom Zwe>, Nußen und Werthe derſelben. Von dem Unterſchiede derſelben in die Wollen- Seiden- Baumwollen- und Leinenfärberey. Geſchichte der Färbekunſt, von der ältern bis auf die neueſte Zeit. 6. 40. Zweck und Nußen der Färbekunſt. Benn nur eine einzige Farbe exiſiirte, ſo würden wir ohnſtreitig, außer den Formen, keinen'andern Unter- ſchied der uns im Weltraum umgebenden Gegenſtände wahrzunehmen vermögend ſeyn. GS. 474 Die Vorſehung ſcheint jene Einfachheit für die Un- endlichfeit ihrer ſchöpferiſchen Kraft zu eingeſchränkt ge- halten zu haben, daher gab ſie der Natur das VWer- mögen, Objecte von verſchiedenen Farben zu ſchaffen, die, wie täglich die Erfahrung lehrt, in ſich ſelbſt, un- ter verſchiedenen Jahreszeiten Abwechſelungen unter» worfen ſind. Aumerkung. Man beobachte Thiers und Pflanzen zu vers ſchiedenen Jahregzeiten, die vorgehende Veränderung ihrer | j N 4 “. | 9| ] | y .. | + ) N j || |% |) h | 4 T " i ] NN | y | j '"' N* mi") " 3 1| ;+ =", Y M-p4' MED--8 H aux SE RLS War WS XC Z M 7 >- 5 0. aN<< nEIEN u FI AO IEIERD 5.1:- GtWs<< mm<--ve... 6 TET VEHRETTEÜS AE 24 Färben, vorzüglich beyttt Geſchlecht der Vögel, wird ſolches begätigeit. We Ihen Farben wechſel entdeFen wir nicht an den meiſten Blume, vom Anfang des Aufblühens bis zum Ab- fierben; welchen Farbenwechſel bieten uns Obſt und Beexen- früchte dar! 6. 42+ Der Färbekunſt Zweck iſt e8, farbenlofe Gegen- ſtände der Natur und Kunft ſo zu verändern, daß ſie unſern Augen pater denſelben Farben erſcheinen, welche die Natur töglich entſtehen läßt. KOT 432 Die Färbekunſt iſt alſo eine äc REREN IEEE RENE EO NIERT) 230 UNDEN TREN"Comaeun: 65.5:55 DIm8227 3085<=.: SEESEN w-„wera Se Nf EIE DRE. ſie ihren Werth und Nußen zu fühle; und dies iſt ohnſireitig der zureichende Grund, warum ihr die Auf- merkſampfeit biSher noch nicht geſchentt worden iſt, die in wohlgeordneten. Staaten ſo manche andre Kunſt ſich rühmen darf, der die Färbekunſt in keinem Fall nach- geſeßt zu werden verdient. S- 49: Wenn daher die JFärbekunſt bis jezt immer nur blos von ihrer mechaniſchen Seite betrachtet, und eben aus dieſem Grunde feiner weitern* Aufmerkſamkeit und Ausbildung werth geachtet worden iſt, ſo liegt der zu- reichende Grund davon yohnſtreitig mehr in einer fehler- haften Anſicht derſelben, als in einem Mangel innerer Fähigkeit, fich von einer rationellen Seite beurtheilen zu laſſen. E% H. 50. Wer ſich in deſſen nicht ſcheuet, dieſe Kunſt nach allen den Einheiten, woraus ſie zuſammengeſekt iſt, zu zergliedern, der wird bald überzeugt werden, daß die Zwecke, welche durch ſie für die menſchliche Geſellſchaft erzielt werden können, aus einem dreifachen Geſichts- punkte, in pſychologiſcher, phyſiſcher, und finanzieller Hinſicht beurtheilt werden müſſen. 9. 51.; Als Gegenſtand der Pſychologie, iſt die Färbe- Funſt der menſchlichen Geſellſchaft nicht viel weniger werth gls die Tonkunſt, Dieſe wirkt durch das Organ des UN ALE je w'G yfnuy) AM m, 10 00) vw! eber abt un) WIE ff, Nir9y EN (111307 [DR zu NEN ip) bfuy I funf 1") vi ki dies iſt ie Auf- iſt, die mſt fich 1) nach« We 11d eben eit und ver zu fehler- heren theilen i nach iſt, zu aß die ſchaft eſichts- zieller 27 Gehörs, jene durch das Orgatt des Geſichtes. Der EfF- fect von Beyden ſſimmt die Seele des Menſchen zu Em- pfinvungen, die einander ſehr analog ſind. Anmerkung. Schon im Jahr 1725. äußerte P.'Caßtel(in ſeiner Schrift, Clavecin oculaire betitelt), die Idee zu einer Farbenmuſik; ein Gedanke, der von Krüger(im Hambur- giſchen Magazin x. B. 4. St.) und von Briſſon(in ſeinem Didtionaire de Phyſique) ſehr begünftigt wird; der aber frey- lich yon Mäairan(in den Memoires de Pacademie de Pa- „xis 1737. Pag- 61.) für ein bloßes Spiel der Phantaſie er- Flärt wird,'aber demohngeachtet einer genauern und unpar- theiiſchen Prüfung werth iſt. CG 2522: Aus eben dem Gründe werden unſre Empfindun- gen, ſowoh! beym Anblick einzelner einfacher Farben, als beym Anblick einer nach beſtimmten Gradleitern ge- ordneten Zuſammenſtellung differenter Farden, auf eine eben ſo angenehme Art gereizt, als durch einzelne Töne und ganze Haraionien in der Muſik; ſo wie im Gegens- theil gewiſſe Farben, gleich den Mißtönen in der Mu- fik, die widerlichſten Eindräcke auf unſre Seele zu ma- +3 2002003 AIDE we zr 72 203 3: SEE u (8) (SI] Stoffe(Thermogenium), in beſtimmten Verhältniſſen gemiſcht, anſehen. SZ. 59. Seßen wir daher zwiſchen der an ſich nicht beweg- lichen Baſis des Lichtes(dem Lichtzeugenden Stoffe), und der Subſtanz, auf welche das Licht wirkt, eine? miſchende Kraft(eine Einſaugung, eine Anziehung) feſt, ſo wird es einleuchtend, daß nach dem Maaße, wie ein ſolcher Körper, eine größere oder geringere Maſſe des darauf wirkenden Lichtes zerlegt, ſolcher auch eine größere oder geringere Quantität des darin gebunden geweſenen Wär- mezeugenden Stoſſes in Freyheit ſeßen, und eine dainit im Verhältniß ſtehende Temperatur zu erregen geſchickt ſeyn muß> und alle Erſolge der freyen Wärme, welche bey der Einwirkung des Lichtes auf gefärbte Subſtanzen dargeboten werden, laſſen ſich daraus auf eine ſehr einfache Art erklären. CG. 60. Die Färbekfunſt eröffnet der Skaatsöfonomie und dem Handel eine der ergiebigſten Quellen, Die Färbekunſt iſt indeſſen nicht blos in phyſiſcher und pſychologiſcher Hinſicht betrachtet der menſchlichen Geſellſchaft wichtig; ſondern ſie bietet uns auch eine überaus ergiebige Oyelle des Handels- und der Staats- Einkünfte dar. Sie veranlaſſet und befördert die Kul- tur, ſo wie den Debit, und die Verarbeitung ſo vieler Pigmente(Farbenmaterialien), und anderer Stoffe(Fär- bermaterialien); und indem ſie auf die Hervorbringung ne TE "Orr |(hin) NE nit! „ah! qr 1) Qu 6/3 74 100.04 00 M "190 Win jmh' |"" Voy! Wm Grinſen Von y (I 0), ltniſeh t beweg: ffe), und iſchende ſo wird | ſolcher 3 darauf Seve oder en Wär damit Ni welche dſtanzen ine ſehr je und NN hyſiſcher ſchlichen! wh eint vy Staats? die ul ſo vieler fe(Fär- hringyn „rr 51 ſchöner und dauerhafter Farben bedacht iſt, wird ſie zu einem eben ſo wichtigen als ſichern Mittel, ſehr viele mit ihr in Beziehung ſtehende Manufakturen in Auf- nahme zu bringen, und den Nbſas ihre Fabrikate zu be- ſchleunigen: G. 615 So lange indeſſen die Färbekunſt nach Regeln und Vorſchriften blos mechaniſch ausgeübt wird, wird der Staat niemals die weſentlichen Vortheile daraus erzie- len die zu verſchaſſen; ſte ſo ſehr fähig iſt. Noch klebt man in der augübenden Färbekunſt immer zu ſehr am altet Herkömmen.; Noch iſt der Hang und die Liebe zur Wahl und Anwendung ſolcher Farbenmaterialien und anderer Hülfserforderniſſe; die auf fremden Boden, unter fremden Himmelsſtricden gewachſen ſind, weit grsö- ßer, als er es ſeyn ſollte, als er es ſeyn könnte. Aber Beydes abzuſtellen, und alle dazu dienliche Mittel it Bewegung zu ſeen, machen ächte Vaterlandsliebe und Nationalehrgefühl uns zur ernſten Pflicht; G. 624 Noch gehen aus den Königl. Preußiſches Staaten für Indigo, Cochenille, Saflor, Waid, Galläpfel, Schmack, und verſchiedene Farbehölzer, Wurzeln und Rinden: ſo wie für verſchiedene andre in der Färberey nöthige . Hülfsmittel, als Weinſtein; Salpeter, Citronenſaft, Grünſpan, Marxſeilier Seife u. ſ. w. jährlich mehrere Millionen Thaler ins Ausland; die dem Staate(viel- leicht ganz, wenigſtens zum Theil) erhalten werden könn: LfM. I> 47 00257 T= Bd eim i 4 e( RE De Zain: R en 0 »,c " Za 34 Wers) ats nd Cemaiin da an SEE A ENG RS SST SOI SE. EE wwe: . 4 pr“ Arii 2 BADET, tein, weinn das Mechaniſche der Färbekur|, ſich mit.dem Wiſſenſchaftlichen, deſſen ſie fähig iſt, mehr vereinbarte, 87 635 Dem denkenden Färber wird und muß ohynſtreitig ſchon oft der Gedanke eingefallen ſeyn: können die aus- ländiſchen Farbenmaterialien nicht erſpart? können ſolche nict im BVaterlande erzielet werden? Giebt es auf dem vaterländiſchen Boden nicht ſchickliche Sürrogate, die ihre Strelle ohne Nachtheil für den Erfolg in der Anwen- dung erſeen können?=- ich wage es zu behäupten, daß jene Aufgaben ſämmlich auf eine befriedigende Art velöſt werden können, daß wir auf dem vaterländiſchen Boden genug Sürrogate beſißen, welche die köſibarern ausländiſchen Bedürfniſſe für die Färberey auf eine wohlfeile und völlig zweckmäßige Weiſe erſeßen; und ich werde Gelegenheit finden, an einem andern Orte in dieſem Buche weitläufiger davon zu reden 6. 644 Solien aber jene Vortheile für den Staat, ſs weit ſelbige mit der Färberey, und einigen der wichtigſten Manufakturen, in enger Beziehung ſtehen, erreicht werden, dann mus der Gelehrte ich mit dein Künſiler verbinden, beyde müſſen gemeinſchaftlich, Hand in Hand, an der Be- förderung und Bervollfommung einer Kunſt arbeiten, die äuf das allgemeine Staats- Intereſſe, einen ſo ausge- breiteten Einfluß hat, ww] vu 01 fun8 fp „m " qe , 1 „yt „1 „ ji 6 „joſh + | Win' iu N hit N vw, (ſien y ſe Diſcht' Wihied, LT Heden inbarte, ſtei (ie aus? 1 ſoldie f dem die ihre Anwen: auptet, de In diſchett barern f eine „m h Drte 0 weit tigſten verden), bindet) der De ite) die ? 6, 65: Or (WF] SOE Aber auch der Staat ſelbſt muß mitwirken, wog dieſe Kunſt einen raſchen Schwurg bekommen, wean ge durch den Beweis von der Entbehrlichfoit ausländiſcher Bedürfniſſe, zur„Erzielung inländiſcher“Surrogate anges feuert werden, und deren Produktion belürderg ſoll. Sehr treffend ſagt in dieſer“ Hinſicht Biſch off*):-„Wonn ji „9eyd eine'Manufaktur'. oder ein: Handwert die Aufz „merkfampfFeit". und" Unterſtübßbung: großer Fürſio; mib j'dätriotiſcher Staatsmängner verdient;-"wen je 5 dis Bol „arbeitung und. Verbeſſerung einer-Kunſt dein vümugns 4 „Sleiß des Gelehrten, vornemlich aber des Cheititers, „erfordert, und durch neue Entdeckungen belohur; fs „iſt es die ſo nüßliche, angenehme, und ſharffinnige z/»Kunſt zu färben.“ *) Deſſen Verſuch einer Geſchichte der Färbekunf Stendal 1783. S. g 5. 66; Von dem Unterſchiede zwiſchen ver Wollen+, S&. den-, Baumwollen- und Leinenfärberey, Sowohl-die rohen Naturprodukte als die daraus verfertigten Fabrifate, die als Gegenfiände ver Färde- kunſt betracßtet werden müſſen, laſſen fich ſämnitiich in vier Hauptabtheilungen bringen, und ig wollene, be, ne, baumwollene und leigene unterſcheiden. Die hepden erſten ſind animaliſcher, die bepden lebten aber Bögäih biliſcher Ndkunft; aber bey älledem zeichnen ſie ſich in Hinſicht ihrer Fähigkeit, Pigmente auſzunehmen, ſehr verſchieden: ein Unterſchied, wovog der DeembiRadr 3 Färberunf€ zureicßende EE... > Arbe GÜ eE 34 Grund ganz allein in ihren von einander abweichenden Miſchungstheilen, und den verſchiedenen Mengenverhält- niſſen welche ſie gegen einander beobachten; zu finden iſt. ; 8. 67 Zum Beweiſe des hier Erörterten, bringe man gleiche“ Quantitäten Wolle, Seide, Baumwolle und Zwirn in Scharlachbrühe; und erhalte alles in einem gleichen Zeitraume ſiedend. Beym Herausnehmen wird die Wolle ſc<ön hochroth gefärbt erſcheinen. Die Seide wird ſich durch eine blaſſe Farbe auszeichnen; Baumwolle und Leineti werden gar keine Färbe angenommen haben. 6. 68. Jene in der Färberey faſt allgemein bekannte Exr- fahrung, kann feineSweges als eine Folge der größern oder kleinern Zwiſchenräume(pori) angeſehen werden, welche zwiſchen. den. erwähnten. Stoſſen exiſtiren ,. wie „ſolches ſonſt wohl allgemein angenommen, und auf eine mechaniſche Weiſe erklärt wird; ſie iſt vielmehr ein evidenter Beweis, daß zwiſchen einem und eben demſel- ben Pigmente, gegen farbenloſe Stofſe von verſchiedener ttatürlicher Grundmiſchung, ein eben ſo verſchiedenes Verbindungsvermögen(Anziehung) als exiſtirend ange» nommen werden muß. 9. 69. Um daher die Piginente auf Stoffe von einer un- terſchiedenen natürlichen Beſchaffenheit anziehbar zu 7... WW 0 wut 10M h ms Menden erhält- dy iſt, je man (e und | einem en wird , Die ichen; Farbe WEr größern werden, 1,» Wie nd auf ehr ein demſel- hiedener hiedens wd ang jet m bar zu 35 machen, und dauerhafte Farben in.ihtnten zu veranlaſſen, iſt es nothwendig, durch die Beymiſchung mit andern, an ſich- mc» angewendet werden, ſind die ſo, acnannen Detz 6.70: Wenn daher. nicht geläugnet werden Fann, und die Erfahrung es täglich beſtätigt, daß, um wollene, „ſeidene, baumwolleye und leinene Zeuge mit einerley Farbe zu färben, ganz. Kerſchievene Mittel und Wege eingeſchlagen werden“ müſſen, ſo darf es uns auch nicht wundern, wenn man ſchott von den früheſten Zei- twin an, die Färberey überhaupt unter drey Hauptab- theifungen gebracht, und ſolche a) in die Wollen- dvder Schönfärberet; b) in die Seidenfärberey, und c) in die Leinewand- dder Schwarzfärberey unterſchieden hat; 8. 714 Wie in der Folge weiter gezeigt werdet foll iſt die Wolle, als ein völlig animaliſches Produkt, zur An- nahme der Pigmente am geſchickteſten. Leinwand und Haumwolle ſind vegetabiliſche Stoffe, ſie laſ- fett ſi weit ſchwerer ächt färben; und auch zwiſchen WZ LE 1 Zel Ef . d | ' 1 - M EW Az Z-« ie Wa „Zw 57 04 it ZG ihnen exiſtirt in ver Ungehmbarkeit der Pigmente ein| mertlicher Unterſchied. Die Seide ſcheint in Hinſicht 3 ihrer Grundmiſchung: zwiſchen animaliſcher und vegeta-„'(! biliſcher Ratur das Mittel zu halten, und ſie liegt| ew 4 auch, in Hinſicht der Fähigkeit Vigmente aufzunehmen, hung(% zwiſchen beyden in der Mitte,[9 108 gn€ GS. 72.| wine Entwickelung des zureichenden Geundes, welcher| jene Eintheilung nöchig macht.| a Wenn es alſo von den älteſten Zeiten her Sitte jim «geweſen iſt, die Färbefunſt im Allgemeinen nach ihrer Wu JNysübung, nnter die oben(s. 70) angegebenen drey|(u 8 Zweige zu vertheilen, ſo keitet uns dieſes ganz na-| AME türlich auf die Frage: 3) ob dieſe Abtheilung in der| td, vn Nauarwr 3 Gegenſiandes gegründet iſt; 2) eb ſolche vurc< h- WD perſönlichen Eigenſinn veranlaſſet worden; 3) ob ſie auf| Dude die Hervot Geni ing der Farben einen weſentlichen Einy-|(Wien fluß hat?| wun | WHH GS. 73+| Was die erſte Frage betrifft, ſs iſt ſchon vorher| erörtert worden, daß die Obiekie der Färbekunſt, ihrer.d Tys intern Natur nach, unter drey Abiheilungen gebracht bf werden müſſe: daß eine jede Klaſſe dieſer Objekte ein| bol 8 “"eigenthümliches Verfahren, in der Methode ſie zu fär-| ligen 38 bein, nöthisg get und daß alſo eine ſolche Abtheilung 1) 74 der Färberey in drey Zweige, allerdings als in der 119 ve Natur defi ider angeſehen werden kann. 1 vs | p ente ein Hinſicht d vegetg- ſie legt nehme, Welcher je Sitte 4 ihrer ey drey zan Hd we Ihe dur 6 fie auf hen Eine 4 vorh ſi, ihre 1, 1 gebradt hielte eit fie zu füt NAtheilun) 8 Ww 9. 74. Was die Beantwortung der zwetten Frage betrift, ſo iſt keinesweges zu leugnen, daß es im Grunde nur eine einzige allgemeine IELP giebt, welche die Fäp- bung aller Naturerzeugniſſe zum Gegenſtande hat; folg» lich daß man von einem rationellen Färber auch mit SE verlangen kann, er müſſe in jedem einzelnen Zweige der Färbekanſt bewandert ſeyn, S. 75 Wenn man hingegen bedenkt, daß der Umfang der Färbekunft im Allgemeinen überaus weitläuftig iſt, daß jede einzeine Klaſſe der beſondern Naturprodukte. auch eigene Materialien, und eigene Methoden. in handlung beym Färben epfordert, fo wird es einleuch- tend, daß eine ſolche Abtheilung M Ueberſicht| des Gans- zen, ſo wie zur beſſern Ausübung einer jeden einzelnen Branche der Färdekunſt, nicht nur bequem iſi, ſondern ſelbſt nothwendig wird; obgleich eine NEE Noth- wendigkeit einer ſolchen Abtheilung, aus keinem Grunde weder hervorleiichtet, noch vertheidigt werden kann. 708 59 8 Or7 er <« Kk 672706, Was endlich die Bec antwortung der dritten Frage betriſſt, ob. die gedachte Abtheilung auf die Erzeugung vollfommener Farben einen. wohlthätigen und weſent- lichen Einfluß hat, ſo geben uns viele andere Fabriken und Manufakturen, in welchen verſchiedene Branchen nach verſchiedenen Abtheilungen bearbeitet werden, hier- von den Beweis, daß der vH welcßer immer nur | 38| einen und eben denſelben Gegenſtand bearbeitet, eine ſo| vollkommene Routine darin erhält, daß er den-Reſulta-| 4 ten ſeiner Arbeiten den. möglichſien Grad“ der Volikom?- in ns menheit zu geben vermag. Folglich läßt ſich daher auch| gu mit einiger Zuverſicht erwarten, daß der, welcher ſich[ wi Mur nur mir einer Abtheilung der Färberey allein beſchäftigt,| wm darin eine größere Routine, und in der Erzeugung ächter| Id und ſchöner Farben eine größere Geſchicklichkeit erhalten u Mw muß, als es beym Gegentheil der Fall ſeyn würde.| ve Anmerkung. Went bey alledem jede einzelne Abtheilung'" der Färbekunft no) Domenic Manni Commentarium de Florentinis in»(ove bO ventiss Ferrara, 17315 5*| Ging 6. 98. vu ; WET! 1 Yon jener Zeit an, erhoben ſich. die Manufakturen 00 in Italien immer mehr. und im Zahr 1429 erſchien. in Jue Yettedig die erſte,(und.im. IJ. 2.510 emendirte), Fäxb e-(0 ordnung, in welcher den Färbern, vie) Betreibung, ihrer; dom) Kunſt vorgeſchrieben wird*). Ein gewiſſer Giovani Beu- Ww gj tura Roſetti, welchem ſeib|.die neu emendirte Färber/ vprdung nicht voliändig genus zu ſeyn ſchien, reijete hier- auf mit vielem Koſienauyfwande in ganz Italien und atidern| ih, Ländern| hny. !) ſt frepkih | aus Flos (8 er auf f„wwelcheg ine Anger JAR für Irſeille, lange 66 es Moos, die Drſchel- entinis in» fatta yſchien it! / Farbe bung is ani Der pts Faves veiſete hit ad. andern Randen 49 Ländern herum, um ſich in der Färbekunt zu utteppichs ten, und ſchrieb nach ſeiner Zurückfunft, unter dem angeitommenen Namen Plictho**) ein eigenes, viel- leicht das erſte Werk- über die Färberey***), das die Baſis zu vielen nachherigen Verbeſſerungen derſelben legte. *) Ant. Zanon Lettere del Agricoliura, dell? Arti e dell Commercio in Venezia 1764, 1Fom7 PIP 1E-Tett; vr. 95) Plictho. dell? arte de Tentori che inſegna tenger Panniz tele bambaßi, et ſede€ per Varthe maggiore,.come per la commune, Väinezia 1548. Sim Ende des Buchs negant ſich der Vorfäſſer Giovano Ventura Roſettz Provifionato nello Arſenal.. ***) JT. Be>manns Anleitung zur Technologie 26. 4. Auge gabe 1796, S. 123 2€. 6. 99+ deiſt zweyhundert Jahre beſaßen die, Italiener, und insbeſondre die Venetiäner, faſt allein das Mo- nopol der Färberey, und zogen dafür außerordentliche Summen von ihren Nachbarn, ohne eben auf die Er- weiterung und Vervollkommnung der Kunſt die mitg- deſie Aufmerkſamkeit zu verwenden; und ſo war Ro» ſetti gleichſam der erſie, welcher im ſechzehnten Jahr» hundert, durch ſein eben gedachtes Du, die Färde- Funſi in einem heller Lichte darſtellte; und andere. Na- tionen, Franzoſen, Engiänden und Deutſche, zu ihrer gleichmäßigen verbeſſernden Bearbeitung atzfeuerte, 6; 100; Während dieſey Zeit gab(ohngefähr im Jahr 1630) der HermbRädt's Färbekrunfe:;, ZI) a Ze LEM 1 | | 2] ' Bx ui„Eis. n: << Wor4 734 ai eds We SIRERÜÜEHTE:...... |: 50 bekannte Phyſiker Cornelius Drebbe!l zu Alfmar,-„=D durch einen Zufall, die erſte Veranlaſſung zur Entdek» fi), 91 kung der Scharlach farbe, indem ihm das aus einten Nm zerbrochnen Glaſe herausläagfende und an den mit Zinn| nä verlöiheten Fenſtern herabfließende Königswaſſer, in eine)(60 Cochenilltinfktur fioß, und dieſe aus der kirſchrothen(ir(33 ; Farde auf der Stelie in die ſchönſie hochrothe umän- ui I „derte. Er exzählte dieſe Bemerkung ſeinem nachmaligen 193 Iv Schwiegerſohn, dem Schönfärder Kuffelor(einem wi Deutſchen von Geburt) zu Leiden, welcher nach einigen nfs Berſuchen jene Kunſt zur Vollfomwienheit brachte. Hie- uh Durch enttand unter dem Namen Kuſſelars- Couleur ird k eine neue Modenfarbe, welche, da ſie Kuffelar ei-|"a nige Zeit in ſeiner Färberey geheim' hielt, ihm viel|| Geld einbrachte.'|"R | wUhh ; GS: L1041-(iv NEE! Endlich kamen van Gälich und'van der Vecht| ip(M faſt zugleich auf die Entdeckung dieſes Geheimniſſes.| vii CE Von dieſen lernte es Gilles Gobelin, der damit in ps Verbindung mit ſeinem Bruder in Frankreich(unter der| Wii Regierung König Fränz des Erſten) ſein Glück machte. Da-| id 1991 her dieſe Färbe in Frankreich noch jezt Gobelins Schar- WL Tach(ecarlate des Gobelins) genannt wird, ſo wie ein EN von ihm hinterlaſſenes Gebäude, gegenwärtig eine Tape- 1| ten- Fabrik, nach ihm benannt wird. L 6. 182."Ww Einen Beweis von der damaligen Denkungsart 40 gibt folgende Anecdote*). Gobelin erbauete in einer Vorſiadt von Paris, an einem kleinen Bache, Bievor, -=-----= | Affing, Y Entdeb (8 eiten wit Zint ov, in(ne tchrothey je umän: hmaligen r(nem M einigen hte, ite ? ela ei: hm viel vr Vecht eimniſſes, damit in unter de | e A md ZU ZE 5ER: IEEE DEE 770552 -<00 NS EIR... h2!| i + Scharlachfarbe nun in einen regeimäßigen Gang gebracht„p : worden war, ſo blieb es doch mit allen übrigen Bran- hs : 532000200, IE INE I A EB ven, vorzüglich dem Indig und der Cochenille, Vor- theile zu ziehen; und die Niederländer„insbeſondre 10a- ren beſliſſen,' ſchöne lebhafte und dauerhafte Farben zu erfinden, Den Grund zum eifrigen Betrieb der Färz befunſt in den Niederlanden, legte Peter Kloeck, ein Niederländiſcher Maler, der auf ſeinen Reiſen nach der Türkey und im ganzen Orient die ſchönſien Farben auf Seide. und Wolle zu befeſtigen erlernt hatte. Dieſer brachte in ſeinem Vaterlande die Färberey ſehr in Auf: nahme, und trieb ſie ſelbſt bis zu ſeinem 15<0 erfolg: „fen Tode, Der Flor der Färberey in den Niederlanden war bald ſo groß, daß in der Folge Deutſc>land, England und ſelbſt Frankreich ſeine geſchicteſien Färber daher kommen ließ. SETO In Engfand hatte man zwar ſchon früher die Fär- berey zu kultiviren angefangen. Schon im vierzehnten Jahrhundert ließ Eduard der Dritte Färber aus waren die Färber in London ſchon ſo zahlreich, daß Eduard der Vierte eine beſondre Kompagnie von ihnen errichten fonnte, welche noch gegenwärtig exi- ſiirt, ihr eigenes Wappen führt, und ihre Niederlage in Dowgate- Hill halt. Nach der Entdeckung von Amerika kamen die neu entdeckten Fardewaarven in Eng- land im Gebrauch. Aus Mißtrauen gegen dieſelben wur- de aber nicht nur unter der Königin Eliſabeth der Gebrauch des Indigs eingeſchränkt, ſondern auch das Särden mit Kampechenholz gänzlich verboten, und Flandern nach England kommen. Im Jahr 1472 n66n af(Ws NEE dſh 16! UNE 1108 9) "nl hy Otady nen ab Weit| Ett Ws ty uu hal n [6 Yot- dre jögs Farbe der Fats ed, ein nach der "ben auf Dieſer in Jufs 0 erfolg: erlandeh Gland, idteſien die Fät- räehnten ber aus yr 1471 h, daß "ig eri jederlag! ung von | in Eh! [hen wu" jeth der auß das ", yyd 55 ſolc 45 ÄN..-.. KE EE 56 36-110. Je allgemeiner dieſe Farben waren, und je weni- ger koſibare Zurüſtungen ſolche erforderten, um ſoy mehr Menſchen fingen an ſich mit ihrer Darſtellung zu be- ſchäftigen; daher denn die erſten deutſchen Färber ſich genöthigt ſahen, in eine Zunft zuſammen zu tretett, vm thr Gewerbe. vor den Eingriffen Andrer zu 8 und dieſes gab den Urſprung zur heutigen Schwarzt ber- Innung. ; SELE Als endlich Kaiſer Friedrich der Erſte im zwölften Jahrhundert Meiland zerſiöShrte, wodurch viele Künſiler und Handwerker nach Deutſch land flohen; als die Deutſchen bey Gelegenheit der Kreuzzüge im Orient mit Wollen- und andern Manufakturen be- Fannt wurden, und die erlangten Kenntniſſe in ihr Va-5 terland zurück brachten; und als endlich im dreyzehn- ten. Jahrhundert die dur::; 6 daß die Färbekunſt, ſo wohl im Aligemeinen, als nach Der 4 5 ie. 4 4 ihren einzelnen Branchen, noch gar nicht auf deg 16.-; ]; Grad der Vollfommenheit gebracht worden iſt, den ſie bieten), | anzunehmen vermag, ſo iſt doch auch nicht zu leu giten, ſchad- daß ſie, und zwar vorzüglich im vergangenen Sekulo bis zum Anfang des jekzigen, die wichtiſigen Fortſchritte gemacht hat. Eee mv 8-1 T DE m EE teen" I| N](gren| ex. 5) H erdräns Die Chemie, die ſich über alles verbreitet, was/|] gegen zur mehrern Kenntniß der in dex Natur erſchaftenen*>' Wand" Dinge, ihrer Grundmiſchung, und ihrer Anwendung|| j! << ZZ <==3 Pf Go als BDevürfnaiſſe der menſchlichen Geſellſchaft abzielet, hat auc< der Färbekunſt ſo manche Unterſtübung darge- boten, von welcher ſie die wichtigſien Folgen für ſich, und für die Beförderung ſo vieler andern mit ihr in enger Beziehung ſiehenden Manufakturen gezogen hat. 6. 220. Jenes war vorzüglich von der Zeit an der Fal! als-die Gelehrten, Phyſiker und Chemiker, die Färbe funſt zu einem Gegenſtände. ihrer Unterſuchung wachten, und als viele Beſißer anſehnlicher Färbereyen anfingen, ſich die wiſſenſchaftlichen Gyundſäße der Phyſik und Chemie zu eigen zu machen, und ſolche auf die prakti- ſche Ausübung ihres Erwerbsözweiges anzuwenden. CG. 221: Die Färbekunſt ſelbſt hat fie) dadurch immer mehr einer wiſſenſchaftlichen Form genähert, und ſie wird bald als ein einzelner Zweig derr ="ür = Wg 7 " Cas -==un fn Körpet Hd) Tuch, Flanell, Kattun, Tafſet, Flachs nnd Lein"rk 1 e. ae|| ve wand, ſind fünſiliche Körper. EL 5) M Sermbſiädt's Färbekunſt. E 5 3 << ABIES mm dd | "MS x.... ET RÜHREN IE = 66| G. 123.| jeh B e 2.e 4 e-|( I Die künſtlichen Körper, als Gegepſtände der Che-| NE 2| NN 9 mie betrachtet- ſind entweder blos abgeſonderte Theile"m.| 'aus den natürlichen Körpern, und heißen denn Cducta.| ſhon9 Oder ſie ſind durch die Verbindung heterogener Stoffe 1] -<.' unter einander gebildet worden, und werden dann Pro-| Oba ducta genannt. 9 a) Salpeterſäure(Scheidewaſſer); Schwefelſäure(Bi- We p] Educte, N b) Zinſofution, Königswaſſer, Alaun, Bley- Zucker,' triols1)+ Pottaſche, Weinſtein und Jndig, ſind Salmiak 2c., ſind Producte.| it 5 8. 134| 4 7.| WOWDS Gemengtbeile der Körper.| zm) Bey der Betrachtung der natürlichen oder vat künſtlichen Körper, bieten uns ſelbige entweder einen in gleichartigen(homogenen), oder einen un'gleichar- 1 wiſe tigen(heterogenen) Zuſtand ihrer kleinern Theile dar. X Im erſien Fall werden ſie gleichartige, im lekten[1 Fall ungleichartige, oder auch gemengte Körper, NE und ihre Theile Gemengtheile genannt. 1 a) Salmiak, Salpeter, Weinſtein, Alaun, Arſenik, Grünſpan, Vitriol 2c., ſind gleichartige Körper.| b) Soda iſt ein gemengter Körper, Natrum Kohle| UU und Erde ſind Gemengtheile derſelben.| Jh ) lww9h S6. 135. bird) Aus den meiſien gemengten Körpern laſſen ſich die Ge- NE mengtheile durch Zerſiückelung abſondern, und. abgeſon- 1137 der Che wt Sheile Edutt4, her Stoff ann Pty ſaure(Vb dig, fin) ey- Zu, hen ir veder einen oleican Theile da im lebten te Körper, . Arſetib ae Korp, eum Kel ſch die Gv 1d abgeſen . 67 dert von einander darſtellen, ohne daß in der natür- lichen Grundmiſchung des einen oder des a ndern eine BVerämwerung: veranlaſſet wird. Sie laſſen. ſich ſchon durchs bloße Anſehen als heterogene Stoffs erken- nen, die nicht leicht mit einander-zu verwechſeln ſind; und unterſcheiden ſich hiedurch von den gleichartigen Theilen der Körper, die unter ſich einander vollkommen gleich ſind, V-120: Miſchungstheile. Beſtandtheile der Körper. Von den Gemengtheilen verſchieden, ſind die Miſchungstheile vder Beſtandtheile der Körper, aus welchen die Körper nicht blos gemengt, ſondern gemiſcht oder zuſammengeſeßt ſind. Sie ſind unter einander weſentlich verſchieden, und laſſen ſich nur durch eine wirkliche Entmiſchung(Zerlegung) der Körper, aus ihnen abſondert. a) Ein Stäubchen von zerriebenem Eiſenvitriol; iſt ein gleichartiges Theilc REE RPE->- 12,47 E10 Schwefel und Sauerſtoff 2409 <> Gad .-. [5] X =S RE 5 = > S> ee... > as daes s er > Gd < einer fet törielle O1 g auf plans 108 einfachen ſich,"Denn 4 genau! „a00 PUTEN ENEN; Eis OG 8. 139» Die fortgeſekte< und überall hundt/ UE uf unſe it Irgend ein aus? us dem "1 feſien in einen füßigen; Zuſtand über, Er iſt 8 die allgemeinen Urſache aller Flüſſigkeit itt der ganze Natur. Gänzliche Abweſenheit des Wärmeſiofſes, wür- ze alle flüſſige Gegenſiände im Weltraume erſiarrend machen. a) Cis iſt Waſſer, dem der WärmeſioF entzogen wor- den iſt. p> hb) Flüſſiges Waſſer if alſo aus Eis feſiem Waſer), und Wärmeſioff gemiſcht. 6. 143» Wenn der Wärmeſtoff aus dem Zuſiande ſeiner Mi- ſchung mit andern Körpern getrennt und in; Freyheit geſeßt wird, ſo dehnt er ſich in einer ſtrahlenden 2e- wegung nach allen Seiten aus, und zeigt eit Beſirehben wieder neue Miſchungen einzugehen. In. dieſem freyen Zuſtande wirkt derſelbe auf unſer Gefühl als Wärme, oder Hiße.| a) Man gieße 3. B- auf acht Loth gebrann n Zalf, ein Loth kalte3 Waſſer. Der Kalk wird das Waſ- ſer allmälich einſaugen, ohne eine Spur von Feuch- tigfeit erfennen zu laſſen: aber es wird ein gr! oßer Grad von Hiße entwickelt werden. Hier wurde alſo der feſte Theil des Waſſers an den Kalk ge- bunden, und der Wärmeſioff daraus in Freyheit geſeßt.' b) Aus gleichem Grunde bringen Waſſer und BVi- triolöl, wenn beyde mit einander gemiſc>>== A.<< gänmt wird; die daher auch um ſo färker ſeyn miß, je grö- ßer der Grad der Hißze war, welchen der Thoukörper aughielt- (Ioſiah Wegdwsood Beſchreibung und Gebrauch eines Thermometers, die höhern Grade der Hiße zu meſſen; kon der rothen Hiße an bis zur allerhöchſten, welche irdene Geſöße ertragen können. London 1786.) SE 151:„üs Der» freye WärmeſtoF vertheilt, ſich unter homo- genen Körpern gleichmäßig, oder ſekt ſich ins Gleichgewicht. Wenn der freye Wärmeſioff auf einen gleichartigen Feſien oder füßigen Körper"wirkt, fo durchdringt er venſelben nach allen ſeinen Maſſentheilen, er ſeht ſich darin ins Gleichgewicht, und der Körper erhält dadurch eine durchaus übereinſtimmende Temperatur. Dieſe Wärme. die ein Körper enthält, ohne Rückſicht auf ſein Gewicht, oder ſeinen Piufang, wird ſeine abſolute Wärme genannt. GS. 1525 Werden daber zwey gleichartige Subſtanzen von un? terſchievdenen Temperaturen: mit einander gemengt, z. BD. Waſſer von: 40, und Waſſer von 70 Grad Reaumür, ſo' ſet ſich die Wärme zwiſchen beyden ins Gleichge- wicht, d. i. das wärmere Waſſer gibt einen Theil ſei- ner Wärme ab und erkältet ſich, und das kältere nimmt jenen Theil an, und erwärmt ſich dadurch, bis ailes auf eine gemeinſchaftliche Temperatur gefommen iſt; und dieſe Temperatur wird jederzeit gefunden, wenn man „ww? pu 0 uu de da d!!9 ud vn NELE 47 E Y“ ſes Mn u) m pie Hſs de EE I[3 tem ZM! Zemp 11901 09 NIE Anis Teting; Netieig ihre ve (uh: 6 jält, 1 "igerg ſthtem Maru 1 M0 [AMEN t au8hielt. Gebrauch zu Weſſen, (che indens EN - ſic) ins hartigen ningt er ekt ſich dadurch Dieſe ſicht auf abſolyte von vit t, 3. D aumun) Gleichgt Theil ſeis ave nimmt 4 die Gewichtämaſſen dieſes Waſſers mit ihren Tempera«- turen multiplicirt', die Produkte zuſammen addirt, und nun das Ganze durch die Summe der Maſſen dividirt, da denn der Quotient die geſuchte Temperatur anzeigt und dieſes gilt für die Vertheilung der Wärme unter allen| Übrigen gleichartigen Materien. GS. 153- las jener Eigenſchaft des Wärmezeungenden Stof- fes zu andern Materien, fließen für die Manufakturen und Künſte, und für die Färbefunf inüseſondre ſehr wichtige Voreheite. Ran. ſeße z. B. den Fall, es ſoll Waſſer oder eine andre Flüſſigfeit gebraucht werden, deren Temperatur 96 Grad Fahrenheit beträgt. Man hade aber eine Portion von dieſer Flüſſgkeit/*de- ren Temperatur 60 Grad iſt, und eine andre: deren Temveratur: 180 Grad ausmacht.| Wie viel muß von einer jeden genommen werden, um durch die VWermen- gung die verlangte Temperatur von 96 Grad zu erhalten? CG. 154» Aus der vorher erwähnten Negel, daß ſich die Temperatur des Gemenges von zweyen gleichartigen Materien verhält, wie der Quotient aus den Produkten ihrer Gewichte oder Maſſen in die Temperaturen, folgt auch: daß die größere Maſe ſich zur kleinern ver- hält, wie die geſuchte Temperatur weniger der nie- drigern, zur höhern Temperatur weniger der ges ſuchten. Wird dieſes auf den oben angezeigten Fall angewendet, ſo würde man 956 weniger 60, zu 180 we- 8 hy 1,4 „By y] ][y ||| Ii" 15; N x 4 H's "& war | 7 „8| -" "Bx N GE 5 «Hut wn: a a B=57x 04 738 niger 96, das iſt 36 zu 84 haben. Da ſich uun aber 36 zu 84 wie 3 zu 7 verhält, ſo werden; um eine ge- 4] mengte Flüſſigkeit von 96 Grad Temperatur zu bekom-| MWB) men, 3 Theile von 180, mit 7 Theilen von 60 Grad| NE Temperatur gemengt werden müſſen. jem Anmerkung. Hier ift 96 die geſuchte; i80 die höhere, 41nd(1,099 60 die niedrigere Temperatur:. 010 7) 82.255."M Kapacität der Körper für die Wärme. BE NE Wenn dagegen ſpecifiſch. verſchieden geartete Mate-„Mt| rien mit einander gemengt werden, ſo findet keine iw| gleichförmige Vertheilung der Wärme zwiſchen ihnen ien ſtatt, und die vorige Regel kann nun nicht mehr in Anwendung gebracht werden: Man menge 1-25.. eite? abgewogene Quantität Leinöl von 75 Grad, mit einer"| gleichen Quantitat Waſſer von 100 Grad Fahren- jelü heit, ein in das Gemenge getauchtes Thermometer, fut wird 90 Grad Temperatur zu erkennen geben, da doch, ves wenn eine gleichförmige Vertheilung der Wärme ſtatt w"s “5 gefunden hätte, die Temperatur des Gemenges nur 85 im == Grad hätte ſeyn können. Hier hat alſo das Waſſer ve | 0 40 Grad Wärme an das Oel abgegeben; und ſich bis mib ) j' auf 90 Grad erkältet; dieſe 20 Grad Wärme haben vic 770 aber das Oel bis auf 90 Grad, folglich um 20 Grad vy ; IM in' der Temperatur erhöhet. Hieraus folgt alſo, daß wil y E| das Waſſer eine zweymal ſo große Kraft beſißt, den„| 'S| darauf wirkenden freyen Wärmeſtoff verborgen und un- Vis || wireſam zu machen 7 als das Leinöl; h4 X yi! a" un abe eite ges | befotn- 60 Grad ete, An) « e, e Mate- ot Feine | ihhen nehr itt „ZJ,(kW mit einer Fahren: momete, da doh, me ſatt ) hur 85 ; Waſſer ) fich bi me haben 20 rad alſo, daß iht, den und u R=== 79 8. 156. Aus jenem Erfolg ergiebt ſich alſo, daß wenn- gleiche Mengen Leinöl und Waſſer einerley Tempe- ratur haben, leßteres immer zweymal ſo viel Wärme- ſioff enthält, als das erſie. Jene Fähigkeit ſpecifiſch erſchieden gearteter Körper,- bey einerley Temperatur unterſchiedene Quantitäten Wärme zu enthalten, wird ihre Kapacität für die Wärme(ihre Fähigkeit Wärme verborgen zu machen) genannt. Wir finden dergleichen Phänomene bey mehrern Körpern, wenn ſie mit einan- der gemengt werden; und man kann ihre ſpeciellen Ka- pacitäten für die Wärme beſtimmen, wenn man die des Waſſers für ſelbige zur Einheit annimmt, und die der übrigen Körper damit vergleicht: PEL Die unterſchiedene Quantität der Wärme, welche ſpeciſfiſch verſchieden geartete Subſtanzen, zufolge ihrer Kapacitäten, bey gleichen Maſſenverhältniſſen und Tem» peraturen enthalten können, wird ihre eigenthümliche oder ſpecifike Wärme genannt. In der Färbekunſt kommen überaus häufige Operationen vor, wobey die Körper vermöge ihrer Wärme- Kapacitäten einen Effect ausüben können, der auf den Erſolg des Ganzen einen wichtigen Einfluß hat. Die genaue Kenntniß und Be- urtheilung dieſer Eigenſchaft; iſt daher dem Färber uns umgänglich nothwendig*);. < Anmerkung, Bevyſpiele von den aus den Kapacitäten der Körper für die Wärme abhängigen Erfolgen, finden ſich in der verſchiedenen Temperatur der Farbefiotren; welche ſie im [] <ö eNeeee enme mae neradann II purem Sine gg m“ Sa ae lpg SG== Ali 2a 355€ <== E; | ji 4 y i GER 1 mn ZfE E em Se Ei Www 704 „aF aet: oe Gocen erkennen laß jen. Ticht ſelten wirken die unterſchie- denen Kapacitäten, auf eine anfangende Zerſtöhrung der zu färbenden Zeuge hin. Geben 7 +) Erläuterung des Unterſchiedes awiſchen ſpecifiker und relativer| UE Wärme der&roTPet.| zuſigd tug0 Rihs Gin Wärmeleitung. fihe 190 vi 90 Wenn man Holz, Metall, Glas, wollnes und lei-| 5 nes Zeug einerley Wärmegrad ansſeßt, ſo geben ſie eine ſehr verſchiedene Temperatur zu erfennen, wenn ſie mit der Hand, oder wit einem Thermometer in Berüh- 18! rung gebracht werden. Wir erkennen alſo ofenbar, j(199) daß gedachte Subſtanzen, der aus einem in den andern Dem 3) Körper übergehenden Wärme, einen ſehr verſchiedenen uh vasß Durchgang geſtatten. Jene Eigenſchaft wird Leitungs-! wid. Ay jähigfeit der Körper für die Wärme genannt, 1 56(ind '(Imi 8. 159 vſe In der, ausübenden Färbekunſt fehen wir faſt be- uf iE Nändig Erfolge, die von der unterſchiedenen Leitungsfä- g (NN IE der Körper für die Wärme abhängig ſind. Go (1000 fFommt das Waſſer, oder eine Farbenbrühe, in einem Tu€ kupfernen Keſſel früher zum ſieden, als in einem zin- dim vg: nern; weil Kupfer ein ſtärkerer Leiter für die Wärme mid n iſt, als Zinn. Eben ſo ſehen wir eine Farbetnzbrühe Ine, m heißer werden, als eine andere. Wollne Zeuge, die) Ntzi0K warm gefärbt ſind, kühlen ſich langſamer ab, als Widen leinene 2c. Vfg M 160| lima DH 3 Unberſchit: "8 der 41 teldtiver und leis geben fie wenn ſie - Berüh: ffenbat, andern (Wenn KN faſt be- tuhgf d. GE in einen inem zit ie Wär! rbenbrüg! ue, Ü ad, als 4 160 21 G.51607 Sieden der Flüſſigkeiten. Verdampfung derſelben, Wenn man in einem Gefäße Waſſer oder eine andre Flüſſigkeit übers Feuer bringt, ſo zeigt ein hineinge- tauchtes Thermometer, eine immer mehr zunehmende Wärme derſelben, endlich erheben ſich auf der Obexps fläche ſichtbare Dämpfe, und die ganze Flüſſigfeit ge- räch in eine wallende Bewegung, welche das En genannt wird, G. 161. Wenn die Flüſſigkeit einmal bis zum ſieden erhißt iſt(wenn ſie kocht), dann zeigt ein hineingetauchtes Thermometer keine weitere Temperaturerhöhung, went auch das Feuer unter derſelben noch ſo ſehr vermehrt wird. Aber die ganze Flüſſigkeit wird nun nach und nach in einen elaſtiſchen Dunſt übergeführt, ſie- verſchwindet allmälig ganz aus dem Gefäße(ſie verfocht oder ver- dampft), und läßt, wenn ſie ſeſie nicht flüchtige Theile aufgelöſt enthielt,- ſolche trocken zurück. S. 162 Wenn die kochende Flüſſigkeit Waſſer war, und man die davon aufſteigenden Dämpfe auf die Kugel eines Tzermo- meters wirken läßt, ſo zeigt dieſes dieſelbe Temperatur an ihnen, wie im ſiedenden Waſſer(d. i. 80 Grad Reaumms oder 212 Gr, Fahrenh.). Aber die«ufſteigenden Dämpfe verdicken ſich wieder, wenn ſolche mit der falten Luft in Berührung kommen, und fließen in Tropfen zuſammett; die nun nicht mehr heiß ſind, OsymbHädt's Färbeinnſt. 5 Kn 3 > Übgen? SELIG ID. 3 k: 32 / p 6. 163, fis Die Fohmuziänderung ſolches Flüſſigkeiten aus dem we &ropfbaren. Zuſtande. in den. Dämpfförmigen, M 3 wenn ſelbige mit Wärmeſtoff in. Miſchung geſeßt wer- wa, „den. gründet ſich alſo auf die dem,.Wärmeſtoff. zufom- 13 mende-Eigeuſchaft, alle Körper. zu durchdringen, und'T eine ausdehnende- Wirkung auf ſelbige zu veranlaſſen 1017) C8+,143)-.- Aus.„eben dem Grunde„Fann, daher eis wni! einmal im Sieden befindliches Waſſer durch ſtärkere N Feuerung keinen größern Grad der Hiße annehmen, Wi weil alle fernerweitig darauf wirkende Wärme nun zu« feiner Ausdehnung in den dampfförmigen Zuſtand ver- j| wendet wird. ui 8. 164: ij Iiber nicht blos"die flüſſigem: Subſtanzen werdens| 4 Dürch die darauf. wirkende Wärme ausgedehnt, und in Dämpfe verwandelt ,- ſondern auch bey vielen feſten Körpern findet ein gleicher Erfolg ſtatt, wenn ſie dem;D Feuer ausgeſes8t- werden.(So werden Salmiak, Arſe- ju we nik und Queckſilberſublimat in Dämpfe verwandelt,(«4 dp: wenn man ſie erhißt; ſo ſteigen aus gleichem Grunde WD vonn dem brennenden Holze kohlichte, blichte, und ſalzigte KUM Zheiſe in den Schornſteinen auf, und bilden den Ruß. 11094 : G564| ſltvgay h Wtig| Diejenigen Körper, welche die Eigenſchaft beſibett|„hun: fich durch die Wärme in Dämpfe umändern zu laſſen;„s werden daher flüchtige Körper genannt., Sie unter- N ſcheiden ſich dadurch von denen, weiche ſich nicht ver-"a | aus dem migen, ſeht wer off zukon jen, und eranlaſen daher ein ung vdey Abdünſtung, geggunt. ? a 30 iln LIMS. ZIER: daN, 725 S4 Sea 167 Deſtillation. Um die Deſtillation einer tropfbaren Flüſſigkeit zu veranſtalten, bedient man ſich der Retorten mit Vorla- gen, der Kolben mit Helmen, oder auch im Großen der Deſiiltirblaſen von Kupfer oder Zinn. Die Defſtilla- tion aus gläſernen Geſchitren, wird im. Sandbade, die aus metallenen Geſchirren, im freyen Feuer veranſtaltet, In beyden Fällen nennt man den Prozeß eine Deſtilla- tion auf dem naſſen Wege, Sollen dagegen trockne Mate- rien deſtillirt werven, bey welchen kein Zuſaß einer Flüſ- ſigfeit angewendet werden darf, dann werden ſie aus eiſernen, irdenen, oder auch aus mit Thon beſchlagenen gläſernen Netorten, die man in einen Referberirofen Jegt, deſtillirt, und nun der Erfolg eine Deſtillation auf dem'trocknen Wege genannt*). *) Die Handgriffe bey den Deſtillationen werden in den Vorleſungen eeiäntert, und dut<) einen Prozeß verſiuniichet, 8. 163, Sublimation. Die Sublimation wird ganz ſo wie die Deſtil- lation veranſtaltet, nur daß man hier mit trocknen in dex Wärme flüchtigen Materien operirt. Sie ſteigen dabey in Dämpfen auf, welche ſich im obern Raume der Sublimirgefäße wieder verdichten, und zu feſten Maſſen(zu vielen auch lockern Maſſen) erſtarren, welche Syblimate genannt werden*). *) Auch die Sübliimation wird in den Vorleſungen mehr erläutett, und durch einew Prozes verſinnlichert. (04 (io i? ha) L fe m? gil' NE wb gul ud Gin ifm'18 NN x IQ(br fu IM IIe qe[13 ſama Vein g it di Habuy WEI s ÜÜfſigteit zu mit Vorlq- im Großen ie Deſtillg- dhade, die veranſtaltet, ine Deſtille vefne Mati einer Flüß “n ſie aus ſchlagenen erberirofen aten 1 Vorleſung die Deſi) trocfnen it Sie ſteigt ern Kau 0 zu feſiet en welt mehr erſautet) GT.069- Die Deſtillation ſo wohl als die Sublimae- tion ſind Operationen, welche"in der praktiſchen Fär- bevey Anwendung finden, oder doch finden ſollten, wenn ſie nach Grundſäßen ausgeübt wird. Sehr oft kommen Fälle vor, wobey die Anwendung des deſtillirten Waſſers, gegen die des Fiuß- oder Brunnwaſſers, in der Her- vorbringung einer Farbe, einen ganz nterſchiedenen Erfolg veranlaſſet, ohne daß man außerdem auch nur einen. zureichenden Grund davon anzugeben vermögend . S 4 4 5 3 iſtz wie ſolches weiterhin mehr bewieſen werden wird. Anmerkung Auch die Sublimation findet in den Färbereyetn oftmals ſftratt, ohne daß man daran denkt. Beym Schwe- feln wollener Zeuge, ſieigt nicht ſelten eine Portion Schwe- fel in Pulvergeſialt guf: dies iſi wahrer ſublimirter SPwefel, . GEIZ Os Bindung der Wärme. Gebundener Warmeſtoſf. So lange der Wärmeſioff in Berührung mit ge wiſſen Materien, ſolche in einen dampfförmigen Zuſiand überführt, iſt derſelbe gemeiniglich nicht mit ihnen wirk- lich gebunden, ſondern ihnen nur adhärirend. Daher eönnen Dämpfe ſolcher Art nur ſo lange exiſiiren, als ſie in derſelben Temperatur erhalten werden, bey wel- c wi Bax oui nab FT gin anm SSS SSS Ir nm 17077 17 ng 4 IRE 5 FIIR EF SU EN x 3:70 Dai a vein als fühlbare Wyn. zu wirfen: und in dieſem Zu- ſiande exiſtirt jener„Stoff. gebunden;«und. wird gebun- dener Wärme ſio: genannt, a). Beyſpiele von der vorgehenden Bindung des Wärz meſioffs-geben uns 1) das Scmeizen des Schnees und Eiſes; 2): die Kälte welche entſicht, wenn Friſcalliſirtes Glauberſalz„und Salpeterſäure. mit einander geizengt werden, GTE, n Wenn- dagegen der in irgend einem Körper gebun dene WärmeſioF entbunden und in Grepheit geſeht wird, ſo entſieht jederzeit fühldare Wärme, deren Intenktst oftmals ſehr"beträchtlich iſt. 12) Aus':dem Grunde entſteht eine beträchtliche Hike, wenn Ffoncentrirte Schwefelſäure(Bitriols1l1) mit Waſſer(Fs. 143. b.) gemengt wird. vb) Aus eben dem Grunde erfolgt Hiße, wein I: dig in Schwefelſäure aufgelöſt wird. Cc):Desgleichen beym Löſchen des“ gebrannten Ralfs (8.143. as Y-miit Waſſer. Veberhaupt entſteht'da allemal Temperatyp uprverinin- derung oder Kälte, wo Wärticſtoff verſchlücft. und gez unden wird: wögegen da, wo derſelbe aus ſeiten ige- bundenen Zuſtatide"entwickelt nnd in:' Frepheit geſeßt wird, Wärme oder HSiße hervorfommt. Dater ſes hen wir immey Kälte“ entſiehen beym Pes evergang der feſten Körper in die fiüſſige; odey lyftföpmige Geſialt; ? 87 dieſer" » 44 und. in allen umgekehtten Fäliett wird Wärme. oder ( CDyy-';):| 19/08 Hißeverregt, weildeun. der vorher" gebundene, Warme: 3 dez 7 ſtoff im Freyheit- gaſeßt wird» es Bats. es Cees Anmerkung. Jene Erfolge, wovon in der praktiſchen Färber ht, we/ rey ſehr oft Beyſpiele vorkommen, werden iw den Vorleſuys el] zZ.E“. (HE gen mehr erläutert- und durch Beweiſe verſinnlichet« [Anre mit JE. u. Von dem Lichtſboffe und'd om LicQte,;; web gebuns EIE 1(2 GUN7G5= jeht wird, Wir haben bereit3 das Licht als Urfache: der: Far 1.1100 ßen: betrachtet 3"!und? es*"ift"dur< Verſuche» mitdem PriSmaerwieſen worden)“ daß das reine weiße Licht im ſieben einfache Farbenſwahlen zerſpaltet“ werden kann. (61) mit Gegenwärtig: ſoll unterſucht werden," wie"das Gicht ſich in ſeinem freyen, und in ſeinem gebundenen. Zuſiande "m" Fh verhält. | Fall PEE TEN KETCHLEN . 11 Wenn wir: alle Erſcheinungettz welche„un83, das: Licht. in. ſeinem Verhalten, zu anderua-Stoſſen darbiebetn genau beobachten, ſo erfennen wir ſehr bald, daß das. vepwmigs Licht, als leuchtendes Fluyidum betrachtet, von einer daſ» und 66 ſelbe- erzeugenden Urſache, unterſchiede! werden myß. Wen dw| Heuck € geſept S 1:4 „Jene Lichterzeugende Urſache; oder; die eigentliche ah ſe "9 der Gefialt) Baſis des Lichtes: wird: Lich tſiofF'vder auch-Li ch t2 zeugendey Stoff(Photogenium) genannt, Das - wr Ix ze üer Mae> ZU AU y< 2 241000205 EN IEEE TERE 83 iwas dein Lichtſtoff zum Lichte ausdehnt, iſt der Wärme ſtoff. Lichtſtoff und. Licht, ſind daher- wie Urſache und Wirkung verſchieden, und dürfen billig üicht„mit einander verwechſelt werden. Bear Weun daher der Lichtſtoff in Verbindung mit dem Wärmeſtoff Licht zu erzeugen vermag, und wenn es in der Chemie erwieſen ifi, daß zwey ſich gleich Bleibende Stoffe, wenn ſolche unter verſchiedenen quantitativen Verhältniſſen mit einander gemiſcht wer? den, gemiſchte Produkte, volt» ſeht unterſchtedenen Qua- hitäten zu erzeugen geſchickt ſind» ſo folgt daraus, daß duch der Lichtſtoff, wenn ſelbiger zunter verſchiedenen quantitativen" Verhältniſſen mir dem Wärmeſtoff ge- miſcht. wird, Lichtgattungen von verſchiedenen Oyuqs litäten erzeugen mus. GETTE Wird dieſes aber auf die verſchiedenen farbigten Lichtgattungen angewendet, in welche das weiße Licht mittelſt dem Prisma zerlegt werden fann(S. 18.):-ſ9 folgt daraus+; 2) Daß das veite weiße oder. farkenloſe Licht, als das Produkt der nentraten vder geſättigten Verbindung zwiſchen dem Licht- und Wärmeſtoff, betrachtet werden muß. b) Daß dagegen, aus der völligen Bindung und" Ein- faugung-des Lichtſtoffes, durch irgend einen Körper, die ſchwarze Farbe, als Reſultat hervorgehet. -“<5Ba =.-- 0080 ATZE ESCCHÄUIET MUG GEET TIED... "" (m Dy) Wi leyt vw M Wit PV ur(06) nid Is OE Tinos) dſa! L lug"g Ug mit 19, yd ey ſich iedenen ht werz ' Dua- , daß edeneit | ge Dyas bigfent Licht „S0 „M aten eſioff, ) Eilt et, | 39 c) Daß die zwiſchen den weißen und ſchwarzen Far- bew liegenden farbigten Lichtgattungen(die prißma» tiſchen Farben), als. die Produkte der nicht neu- traien Miſchungen des Licht- und Wärmeſiof: ſes anerfannt werden müſſen. SO T78 Wenn alſo das farbenloſe Licht, als leuchtendes ' bewegliches Fluidum betrachtet, ein gemiſchtes Weſen auSmacht, ſo muß ſolches in ſeine Miſchungstheile. zer- legt werden können; und aus der Wiedervereinigung jener Miſchungstheile, unter g2gebenen(freylich nicht leicht beſtimmbaren) quantitativen Verhältniſſen, müſſen nun Lichtgattungen von unterſchiedeney Qualitäten, nemlich. von verſchiedenen Farben hervorgehen. V:: 459. Wenn wir aber zugeben, daß der Lichtſtof nit dem Wärmeſtoff in einer R m 7 (* 90 y 621824 I. m Hieraus läßt ſich nun das Phänomen der Farben, /DY welches“ bey der Einwirkung des Lichtes auf andre Ge-| miſt genſtände hervorgebracht wird, ganz nach"und in ihreyGrunds miſchung verändert werden"daß" die damit gefärbten Zeuge beſtimmte Miſchtungsver Hältniſſe von Licht- und Wärmeſioff reflektiren müſſen. S+; 185» Als Mittel zur Zerſiöhrung der Farben Fann das Licht wirren, wenn die durch.ſeine Zerlegung it Frey» heit geſekte Wärme, die Einſaugung gewi iſſer Stoſſe qus der Luft, durch die Pigmente veranlaſſet, und an- dere Miſchungen erzeugt, En nur farbenloſes Licht zu reflektiren geſchickt ſind: ob don auch in nianchen Fällen eine ſolc/ IG ham 17 G hne„Be 45 IRERWS.. GIIEERG: eien EL 3:0 u 515-0 9RED- 5-4: VERDE 1-3== SEESEN SINGEN wweVr wma re REER 00 eine ähnliche* Art behandelt werden? nur müſſen im leßtern Fall irdene Netorten angewendet werden, deren Hälfe mit gefrümmten blechernen Röhren. verlängert ſind. GC 10662 Jenes Sauerſtioffgas iſt alſo ein flüſſiges ela- ſeiſches Weſen, welches aus Sauerl!oF und Wärme» ſtoff gemijcht iſt. Es unterſcheidet ſich von der atmos- phäriſchen Luft in feigen Wirkungen gegen andre Kör- per ganz beträchtlich, und darf nicht mit ihr verwechſelt werden. Ns Beyſpiele dieſes Unterſchiedes find zu be- merfen: 1) die Schnelligkeit, mit welcher bios glim- mende Körper(glimmendes Holz, Schwamm, Eiſen- drath, auch ein glimmendes Licht) ſich darin Jammeyd entzünden; 2) die Schnelligkeit, mit' welcher ſie dariy verbrennen.- 3 S. 197. Wenn ein mit dem Sauerſiofgas in Berührung ſtehender Körper eine größere Berdindungskraft mit dem Sauerſioff beſit, als dieſer mit vem Wärmeſioff beſaß, ſo nimmt er erſtevon aus dem Sauerſiofſgas in ſich, und ſeßt nun den vorher damit verbunden geweſenen Wärmeſtoſf wieder in Freyheit, Dieſer Erfolg iſt das, was wir eine Verbrennung nennen, und mit der Verbrennung, wird nun das Sauerſioffgas wieder ver- nichtet. Brennen heißt alſo, das Sauerſiofgas durch ei- nen andern Körper entmiſchen, oder überhaupt einen Kör- per mit dem SauerſtoF verbinden. Ein brennbarer Körper iſt alſo derjenige, welcher die Fähigkeit beſist, das Sauer- ſtoF H | Wt Wal | hur)| [ins IV 6, üſſen im M, deren "et find, 1 el d Wär der afmeß- andre Kit verwechſelt nd zu be 08 glime , Eiſen [amwmehd ſe dany vührung mit dem ff beſaß, in ſich) eweſenen | if das, mit der jeder ver“ dur eis inen SÖrr y Förper 8 Gaue jf 57 fioffgas unter gewiſſett Umſtänd 1 zu zerlegen, und den Sauerſioſſgas daraus in ſich zu WE S8. 198. Die Verbrennung eines Körpers iim Sauerſioffgas, iſt entweder blos mit Wärme, oder mit Wärme und Licht zugleich begleitet, je nachdem der brenttends Körper LichtſtoF in ſeiner Gründmiſchung enthielt oder nicht, Jm leßtern Fall wird die Verbrennung mit dem Phänomen des Feuers begleitet ſehn, (7 S8. 199. Was nach dem Verbrennen eines Körpers im Sauerſtoffgas übrig bleibt, iſt. die Verbindung dieſes Körpers, oder eines ſeiner Beſtandtheile- mit den Sauerſtoff. War der brennende Körper eine Säure fähige Baſis, das heißt,* war er vermögend Än Verbindung mit dem SauerſioF ein ſauers Salz zu erzeugen, und war der Sauerſioff. in hinreichender Menge vorhanden, um mit vem brennenden Stoffe in neutrale Miſchung treten zu können, fo wird das.'Pro- duft dieſer Verbindung allemal eine Säure oder eit ſaures Salz ſeyn; und die Verbrennung wird in-dieſom Fall eine Säuerung eine Oxygenation gekannt. a) Man verbrenne Phosphor over Schwefel im Sauerſfioffgas, fie werden beyde in"ſäure Salze umgeändert werden, Went dagegen der verdrannte Körper entweder fein Säurefähiger Stoff(oxidirbarer Stoſſ, Säutre- Garne 5d1 3 Sörterug?, (3 3 zen ide een 4 Sener= + E22 MII ICHRE , Gd Se ee A)7<« WMege vorhanden ibar/ um einett es ee ttgos Subfrat) war, oder wenn dab SaterſicFgas t < n(TE 6 ie 0653+1 4 74? 79 blick Säurefähigen Stoff zu ſättigen, und in eine wirkliche " gändern, ſ9: wird der Erfolg. eine, Oxyd a- äu€ u 3 Y N= kh, 2 5(5 0 IE ISI DEG Dis.0..X5076 tion, und das Vraäduft Die! ſet Berdindung ein Dxy.D genännt. 1. 444.14 9% 1545 S Ef TET. Ge 440%. a) man bringe: an einer Stelie glühend gemachtes "Eiſendratd. it). Soduerſtoſſga8.-es, wird verdren: 3% 4 05»"o2 Tiſorngven! 1m Inj und ſich i8 cin ſchwarzes Stjoe9x)yD5 Umnanoern: &enes Fag as nacht: eigent: ſieteit" Gs? mengtheil in der ätmosp häriſchen Liuftiaus; und iſt it ſelbiger, dem Umfange ach, in einem Berhältniß von 5. zu 73 Theilen mit. einer andern GaSart gemengt; welche in der Fols?- näßer erörtert werden wird? BVeormöge des um üthalteneit Sauerſioſſgaſes 4 da &: her die atmvsphäriſche zuſt gefrbicf tr vie Werbrennung ßrentidbarer Körper,“ wie die Reſpiration lebender: Ge- ſchöpfe zu unterhalten. Beyde Funktionen kan fe aber nur fo lange augübett, bis das in ihr enthaltene Sauer- ſioffgas adſorbirt worden iſt, 9118 Beyſpiel hiervon, bedecke mait ein Stück bren- nendes Wachslicht mit einer gläſernen mit atmosphäri- ſcher Luft gefüllten Klocke, und ſperre ihre Oeffnung mit Wiſſer oder Queckſilber. Das Licht wird nach fur- zer Zeit verlöſchön, die zum Sperren gebrauchte Flöſſig» feit wird ſich zum Theil in der Klocke erheden, und | vrbri 10/0 Hit bt Dy pee luft; erfofo um enen - “m Dey) (emtachts DINE 86 erpenben H HNE WAS: pot(67 di aiß vo eengt, vw da 8 iſt das bröhhung der Ger j(je abet 16 Sauer? Stü bu topp + Definutg ) mad)[u m Fäſſig u. „vet, 0 jo vb GE| 5 den vorgegangnen Verluſt des Sauerſtioffgaſſes anzeiga, In der rückſtändigen Luftmaſſe wird ein hineingebrachz tes Licht ſo gleich. verlöſchent. a). Entzündet man Phosphsr it eingeſchloßner at- mosphäriſcher Luft, ſo findet-ein„gleicher Erfolg ſtatt. Aber ver Phosphor- erſcheint nun in eine Säure ungeändert. 8. 203: Zu den Körpern, welche mit dem SatterſioF in einer'großen Anziehung“ ſtehen, gehören auch die Pigs mente,/ Biele von ihnen werden durch die Miſchung mit. dem Sauerſioſf zit der“Farbe erhöhet-und lehhaftex gemacht; andre im Gegentheil, und. in. gewiſſer Hinz ſicht alle, werden/ wenn der Sauerſioff»itt-hinreichendey Menge mit ihnen in Miſchung tritt, dadurch zur Sepz vorbringung: der: Farden“ gang ungeſchickt gemacht; ſie werden verbleicht.. 2) Blaue LackmusStinktur in einem Glaſe mit Saunep» ſioffgas in Beröührung gebracht, verändert ſich au einem dunfelin Orte nicht; aun einem bellen ,.„wo das Licht darauf wirkt, wird ſie änfangs toth, und endlich verſchwindet alle Farbe, Das Gas geht hiebey größtentheits verivhren, 6. 2045 Hieraus etfennen wir alſo den zureichenden Grund, warum die Farben der Zeuge, wenn ſelbige anhaltend der gemeitiſchaftlichen Einwirfung der atmosphäriſchen fuft und des Lichtes ausgeſebßt ſind, allmählig verſchie- G 2 1002 Fen“ und verbleichen? denn der durch das zetlegte Licht frey gewordene WärmeofF, erhöhet ihre Temperatur, und die Miſchung des Sauerſioffes"mit dem Pigment; wird nun durc< die erhöhete Temperatur befsrderf. Folglich iſe anch'das Verbleichen der Farben“ an der Luft und Sonne, das Neſaltat einer wahren, obgleich ſehr langſam vorgehenden Beröreynung. S. 205: Toimsgleickem Grunde üben, auc< ſehr viele ſaure Salze eine Zerftöhrung der Farben aus, indem'ſie eis nen Theil ihres'Sauerſtoffes7""der in alien einen'Miz ſchungstheil'ausmatht, an die Pigmente abſeßen, und felbige dadurch Tentweder in ihrer Grundmiſchung“nur verändern; oder auch ganz zerſiöShren. Das«Bleichen „gefärbter und gedruckter Kattune, es geſchehe an der Luft, oder mittelt der Kunſibleiche, erfolgt alſo ganz aus denſeiben Urſachen, nemlich aus der vermehrten Einwirkung des Sauerſioffes. Von dem Salpeterſtoſfſe und dem Salpe» terſtoffgas. C. 206» Salpeterſtoff, auc< Salpeterzeugender Stoff(Ni- trogenium. Principium nitrogenium) wird ein eige? nes Element in der Körperwelt genannt, welches. die Eigenſchaft beſit, wenn es in einem Verhältniß wie 1 zu 4 mit dem Sauerſtoff gemiſcht wird, die Salpe- terſäuve(Scheidewaſſer) zu erzengein, SEP) FE I 7 dd 0 ECHT HÜGEL IE... | | => ZE SV A> 4 0 Dig wigen 6 "/ NE] KN juli€ Wan, 6 Vf, 6 "ſgh Vpteng Vi] legte Git pra, Yiqment, befördert, ht an der , dbyleiß viele ſaure dem ſe ett, und chung ime 8 Deichen ehe ani € alfo gat) vermehrte Salys Stof(X jed ein eis welches py nN wi! je Gal! 10 Anmerkung. Schr viele ZOPE noülten den Salpeterſioſf auch Sti>fivffz der Grund hievon iſß ſchwer auszumieteln. 662200 Auch der S AUS: terſioff findet ſich im Weltraume überaus reichlich verbreitet, aber gleich dem Sa uerſioff, und zwar auch aus gleichen Gründen, beſtändig mit andern StoFJen gemiſcht." Unter den öpaanifſchen Sud- Fanzen“macht derſelbe; in allen animaliſchen Kb! Zb ünd vorzüglich in einigen ihrer Gawenstheiles ſd: wie ans in einigen Gemengtheilen DIN vegetäbiliſchen Kö? per, einen Miſchungstheil ons. Weniger“häufig, ader doch oft genug, findet er ſich auch als Boſtandtheil- in vielen unorganiſchen Körpern, S. 9208: SalpeterſtoFga8. Wenn der Salpeterſtoff bio8 mit Wärmeſioff in Miſchung tritt, ſo“ wird ey dadureh in. einen VET ADLEN migen Zuſtand ausgedehnt, und das Prot dukt dieſer Miſchung, wird Salpeterſtoffgas genannt. S. 209, Ju dieſem Zuſtande wird der SalpeterſtioF bey der Fäalniß und Verbrennung'fehr vieler organiſch- anima- tiſchen, und auch„einiger vegetabiliſchen Materien, ent- wickelt, und in den Dunſtkreis übergeführt. Dies iſt RAOrſB der VO FÜDE DF Grund, warum wir das So!veterſtoffgas beſiäudig. als einen Gemeſtgtheil in der atuwsphäriſcher Luft EE finden, IZT EIN TIE TERE Sihn IIIA ZE "ZZ ig |. . Ie ee j ' 0 k N 3 - 4:0 |! " | | y | "|! iy" | | N ee j. ||. h( 1 W. 4 ß ſj! | 04!; VI u | v || ' 11 N ke j; [] 13 4 05 4! [||| | ;( 4 | T X |“[| 4 )[ M" -="Bx FT ut “DA ha. Gi AU DX *» vs Wo => al E25= FEIN üſſiger "ge ab: ht 5 und zu einer 1- Vüche igt und M7 ey Dip I09. ab, und änbert ſo'ches“in Eiſenoxid um. Der Waſſerſtoff geht. dagegen mit dem Lichtſtoffe (der“einen M diſchunasth eil im Eiſen ausmachte) und“ mit Wärmeſtioff. in Miſchung, und. wird als Waſſerſtoffgas. entwickelt. vb) Indem man Waſſer mit dem achten Theil Schwefelſäure(Vitriolsl), oder dem dritten Theil Salzſäure mengt, und in dieſem Gemenge Eiſen; Zinci, oder ein anders darin auflssbares Metall auflöſen läßt. Auch hiebey ſe8t das Waſſer feinen Sauerſioff an das Metall ab, und ändert ſolches in Metallorid vm, wooegen der “ſerſtoff mit dem Lichtſioffe des Metalls mit Wärmeſtoff gemiſcht, als Waſſerſivffgas entwickelt wird. Die»Säure geht hiebey“ mit dem gebildeten'Metalloxid in Miſchung, und bleibt als Metailauflöſung zurück S. 2282. In den Operationen der Färberey und ei rey, geht eine gleiche Erzeugung des Waſſer gaſſes überaus oft vor. Z. B. 2) bey der Aufiöſu des Zinnes im Königswaſſer oder der 2408 ſäure; 2) bey der Auflöſung des Eiſens in Eſſig; beym Roſten des Eiſens, wenn ſolches mit Watſer beneßt hingeſiellt wird; 4) bey der Zubereitung der meis fien Beißen, zur Druckerey: 5) beym Anſtellen der Küpe, in der Blaufärberey, und bey vielen andert Operationen mehr. jix oc diu Gemen EI FE Tao Se ARIELICHE. ".....= mer wenn Fon) 4 . 200 x Ue nr an alſo ein unzeblegter Stof, dem ans dem Grunde das Prädikat eines Eleme:l mit Recht zu erfannt werden muß. Uber dir Entſtehung des Lichtes, wenn er bfeant, d. i, weng er mit Sänuerſtoff in Mi iſchung tritt, läſſet uns eyfennen, daß er den Lichtſtoff als Miſchungstheil enthält,: In ſeinem reinen, und von fremdartigen Boymi- ſchungen befreyeten Zuſtande, zeichnet ſich der Schwefel durch folgende Eigenſchaften aus: 1) eine beligelbe Far» be; 2) große Gprödigfeit; 3) eigenthümlichen Geruch, wenn er gerieben wird; 4) Schueizbärkeit und darauf folgende vollfommne Flüchtigfeit, wenn er it verſchloſ- ſenen Gefäßen erhißt wird; 5) Unauſissbarfeit im W af- ſer und 6) Eatzündbarkeit, wenn er mit Berührung vom Sauerſtofſgas, oder der atimosphäriſchen Luft, hin» reichend erhißt wird, Als Miſchungstheil der VOMHEN H Körper, finden wir den Schwefel ganz vorzüglich in den animaliſchen Subſfänzen, vorzüglich in der Wolle oder den Haaren der Schaafe und andrer Thiere; und ihr äußerer Zu- ſtand iſt nicht ſelten das Neſultat, des ihnen it beſtimmten quantitativen Verhältniſſen beygemiſchtett Schweſelelements. In jenen Materien liegt der Schwe- fel mit Waſſerſtoff, KohlenſioF und Salpeterſioff ge- miſcht; die uuterſchiedenen quantitativen Verhältniſſe; kitter wolchen fone Elemente ſich gemiſcht b;fi iden, be- LINE CTI Si W ) 4 | ee 1 "zf H 7 ENEN ges 025 112 ſtimmen den unterſchiedenen- farbigen„Zuſtand jewer al!'V Stoſſe, und ihr Verhalten zu den Pigmenten: und wir yl erfennen hieraus den Schwefel als ein Mittel, daß ig geſgims den Operationen der Färberey, eine wichtige Rolle ſpieltk- MI | no! 67924.!«!; &:/: auf a Wenn der Schwefel mit dem Sauerſtoff it ml Miſchung tritt, ſo iſt das. Produkt dieſer Verbindung ml ein Stoff eigner Art. Nach dem unterſchiedenen quan- titativen Verhältniß des Sauerſioſfes gegen den Schwes- fel, können hierbey drey verſchiedene Reſultate der Mi- NN ſchung hervorfommen: nemlich 1) oxidirter Schwefel 3 zd 2) ſchweſlichte Säure; und 3) Schwefelſäure; ſie wer?„Mt den unter den gemiſchten Stofſen näher erörtert werden. Gu 48 Von dem Phosphor«, wet (Ia !: S. 235»! ab Phos8phor(Phosphorus) wird ein eigenthümliches"21 Element genannt, das in den animaliſchen und ve| getabiliſchen Subſtanzen einen ſieten und nothwens- digen Miſchungstheil ausmacht, und auf ihren äußera 4 Zuſtand, einen wichtigen Einfluß hat. 2 G+ 236» &n einem freyen Zuſtande läßt ſich der Phosphor NN als reines Element nicht darſiellen, derſelbe erſcheint 4 vielmehr in dem Zuſtande, worin wir-ihn kennen, jeder- Gn zeit ſchon mit Lichtſtoff verbunden: Ju dieſer Ber- W w bindung zeigt er folgende Eigenſchaften: 1) Er erſcheint my 6is Hd jeho «Und wir , deß ih (oe ſpielt, ſioff N erbindung hen Quanz en Schwes ' der Ni Schwefel; fie werz - werden, thümliches 1 und ve ) nothiven vet außer 41105 he erſcheint eh Neve hieſer Date e(eſhei ws 313 als eine eonerete Subſtanz voin gelbweißer Farbes- 2) iſt gegen das Licht gehalten. durchſcheinend; 3) von zäher Beſchaffenheit; 4) von einem eigenthümlichen knoblauch- artigen Geruch; 5) im ſiedenden Waſſer ſchmeizbars 6) vollkommen flüchtig it der Hißes 5) im Waſſer un- auffösbar; und-8) mit Einwirkung des Saupyrſoſfgaſſes, oder der atmosphäriſchen Luft, an einem dunfkely Orte leuchtend, und bey 30 Grad Reaum. Wwirilich entzündbar. ZS. 237 Der. Phosphor als ſolcher betrachtet, macht bis jeßt feinen in der Färbekunſt gebrauchten Gegenſtand aus. Aber als Miſchungstheil animaliſcher farbenloſex Subſtanzen,'welche gefärbt werden ſollen, ſpielt er eite wichtige Rolle: ſeine Kenntniß' iſt daher in der aus- übenden Färbekunſt gleichfalls unentbehrlich. Anmerkung, Die Reſultate der Verbindungen des Phog- phors mit andern Elemonten, werden in dex Folge am gehö; vigen Orte mehr erläztert werden. Zibepte Abtheilung BVon- den alkaliſchen Salzen, 8. 238, Allgemeiner Begriff von einem Salze, Salze(Sales, Salia) überhaupt, nennt man in der Chemie gewiſſe Subſtanzen/ welche ſich dadurch auszeich- nen; daß ſie 1) einen eigenthümlichenſalzigten Geſchmack auf der Zunge erregen; 2) im reinſten Waſſer lösbar ſind; DermbAor 5 Färbeſunft:- +3 'Z 1 Ww pb; I| v und 3) tticht über 200 Theile: ſiedendes Waſſer", gegen| 9 M. eines Theil zur Löſung erfordern.| ih S. 2394| je 4 as wi 0 Eintheilung der. Salze.)|,„a h Die Natur bietet uns, als- Miſchungstheile der| feht Körper, eine überaus große Anzahl ſalzigter Stoffe dar, vi, m welche in ihren OG. 2474- Um ſich von dem vorher erörterten zu überzeugen, unterſuche man irgend eine Pflanze, ſie wird keine al- Xaliſche Eigenſchaften erfennen laßen. Man verbrenne ſelbige bis zur Aſche, und die Aſche wird auf der Stelle das gegenwärtige Kali durch. den Geſchmack er- bennen laſſen. Man lauge'die erhaltene Aſche mit Waſ- ſer aus, und verdunſte die Lauge zur trockne, es wird ein weißes Salz übrig bleiben, welches nun das verlangte Kali iſt. , S. 248. Von einer ſolchen Beſchaffenheit iſt die in der Fär- berey eben ſo allgemein bekannte als gebrauchte Pott- äſche., die durc It dieſem Zuſiande wird es daher äßendes Kali(Kali cauſticum); ſo wie ſeine mit Waſſer gemachte Löſung, äßende Kalilauge, auc< Aeßlauge(Liquor Kali caufſtic Lexivium cauftigum) genannt. 8. 253. Um dem milden Kali ſeine Kohlenſäure zu entziehen, und ſolches dadurch äßend darzuſtellen, muß man ſelbigem einen andern Stoff beyſeßen, der ſich mit der Kohlenſäure lieber verbindet, als dieſe mit dem Kali, Ein ſolcher Stoff iſt reiner gebrannter Kalk, SEEG Si PRIZE 1 gm =. N <<< = aun 4 <<< T--I9 TERIGCE Tre 122 liefern u18 nach dem Verbrentien und. Einäſchern, frey- lich mit vielen kohlichten, erdigten, und fremdartigen Salztheilen gemengt, das Natrum in ihrer Aſche. Eine ſolche mit Natrum gemengte Aſche iſi diejenige Subſtanz, welche aus Spanien, Jtalien und an- dern Ländern, durch den Handel unter dem Namen Sude oder Soda zu uns fommt; wie bey der nd hern Beſchreibung derſelben weiter erörtert werden ſol. G..54 2605 Mildes Natrum. So wie das Natrum im Weltraume frey vo! Fommt, oder durch den Weg der Kunſt aus ſein Miſchungen mit andern Stoffen abgeſondert erhal! wird, iſt es gleichfalls nicht ganz rein, ſondern ſies mit einer Portion Kohlenſäure verbunden, und da- durch in einen milden Zuſtand verſeßt. CG: 251: In dieſem Zuſtande ſeiner milden Beſchaffenheit zeichnet es ſich durch folgende Merkmale vor dem mil- den Kali aus. 32) Es erſcheint, in geſchobnen Wür- feln kriſtallirt3 2) ſein Geſchmack iſt mehr kühlend; 3) es zieht an der Luft keine Feuchtigkeit an, ſondern zer- fällt, oder verwittert zu einem weißen Pulver, wobey es einen beträchtlichen Theil Waſſer verliert, der vorher in einem concreten Zuſtande(als Kriſtalliſation s- waſſer) in ſeinen Kriſtallen eingeſchloſſen war. pn Aufl “|W enn, fre mdaptigen te Aſche, | Viejenige | Und A4s 1m Namen y dif 010118 0 bo! ſein erhalte" yy fes und das fenheit m mil 4 Bit (end; 3) dern zel y vorhet tion8“ “ 123 G+ 262. Um das milde Natrum zu erhalten, ſcheidet man daſſelbe aus dem Kochſalze ab; in welchem ſol- Da wo man kein reines äßendes Ammotiuini itt liquider Form nöthig hat, kann man blos dem gefauyl?- ten Harn vor ſeiner Deſtillation, auf jeden Waſſereimer voll ohngefähr 2 Pfund, ungelöſchten Kalk zu ſeben, und nun deſſen Deſiillation verrichten, ſo gewinnt main auch hier einen äßenden Ammonium- Liquor, welcher in der Färderey mit Vortheil angewendet werden kann. Dritte Abtheilung von den Erden. Ss. 274. Allgemeiner Begriff von den Erden. Erden:(Terrae)- ſind Farbenloſe, unverbrentliche, leicht«zerreibbare,- für ſich"im Feuer nicht ſchmelzbare, und mit ſauren Salzen miſchbare*Subſianzen« Wir kön- nen 8: wd Goff; je miſſ | geht | Jm! ſe) [4] Wipp ( | Wey) andy, Ihew dy En 1 der EM Nh 1 Wu, Aiemii j 2 Pu zerfallen je Äefott (angfamen bey micht ud ſhe ht dagegen! . Init del» iſt au KM 16 Defaunt, iti m gefaule AAR zu ſeht) vingt may , welche! ven Fant det, verbuttlict ſpmelbart 1; WU few [14] 129 nen die reinen Erden/ bis jeßt weder in heterogene. Stoffe zergliedern/ noch aus ſv'chen zuſammen ſegen, ſie müſſen alſo als unzerlegte Stofſe oder Elemente angeſehen werden. Anmerkung. Erden vnd Steine ſind weſentlich nicht unter ſchieden. Gtreine ſind blos Produkte der Cohäfion, kleinſter erdigter Maſſentheite, Erden ſind die Reſultate der durch - die vernichtete Cohaiion getreunzen Maßentheile der Steige, S. 275% Einfache Erden. Elementarerden, Die< 5 WE.-- EITE" 3000 8. 2837 Werden dagegen auf einen Theil gebrannten Kalk 4 bis 6 Theile Wäſſer gegoſſen, ſo entſſeht eine Hiße, die dem Siedpunkte des Waſſers ynahe kommt, das Waſſer kommt ins Kochen, und ver. Kalk zerfällt nac und nach zu einem weißen Brey. Dieſen Erfolg nennt man das: Löſchen des Kalks, und der Rückſtand wird ſo wohl hier, als oben(8. 280) gelöſchter Kalk(Cal- caria extincta) genannt. Der zureichende Grund von dieſem Phänomen iſt dem oben(8. 281) angegebnen völlig gleich.. Nur kann hier fein ſo großer Grad von Hilze entſtehen, weil der freye Wärmeſtoff durch das Waſſer adhärireud gemacht wird. GC 284 Wird jener gelöſchte Kalk mit mehrern ohngefähr 509 Theilen Waſſer übergoſſen, und alles wohl! umgerühtt, ſo entſteht ein mil%; 131 [1] d.; N |."DS j| nr ZI IEE 5000- 138 mengt eine ſchlüpfrige Beſchaffenheit an, ohne ſich darin aufzulöſen, und erhärtet im Feuer, mit Vermin- derung ihres Volums,. 65302, Die Thonerde zeigt eine überaus große Fähig- ' feit, fich mit Pigmenten zu verbinden, und ſolche in andern Stoffen zu befeſtigen; daher ſelbige als die Ba- ſis für ſehr viele Mahlerfarben(Lackfarben) angewendet wird. . 9. 393 Für ſich findet die Thonerde zwar keine Anwendung in der Färberey, aber mit Säuren verbunden, iſi ſie der Färbekunſt ein eben ſo wichtiges als unentbehrliches Hülfsmittel. Hierauf gründet ſich die Anwendung des Alauns, ſo wie die Verbindtng der Thonerde mit Eſſig, in der Färberey und Druckerey, als eine unenk- behrliche Beize. Wir werden jene Berbindungen in der Folge näher erörtern, S. 304- Um die Thonerde rein darzuſtellen, und ſie mit andern Stofſen Behufs. der Färberey und Druckerey "verbinden zu können, ſcheidet man ſelbige am leichteſten und wohlfeilſten aus dem Alaun. Zu deim Ende wird eine beliebige Portion reiner Alaun in ſeinem zehnfachen Gewicht ſiedendem Waſſer aufgelöſt, die Nuftöſung fil- frirt, und nun, unter beſtändigem Umrühren ſo lange eine mit Waſſer gemachte Löſung von mildem Kali (S. 252) oder mildem Natrum(5. 260) hinzugeſeßt, Ohne ſh it Vernig 'oße Fähig: s d ſolche it [8 die Bq: angewendet nwendun nn, if fte behrliches dung des de wt eine unent: gen it der nd fie mit Jucker) n(ichteſtt! Ende wir) 1 zehnfae vf fib m fo Zange dew Kalt inge 139 bis kein Niederſchlag mehr erfolgt. Wenn der Nie- derſchlag ſich abgeſeßt hat, wird das darüber ſtehende Flüſſige abgegoſſen, der erdigte Rückſtand aber mit Waſſer ausgeſüßt, dann durch ein Filtrum von der Wäßſrigkeit geſchieden, und der erdigte Rückſtand ge- trocknet, welcher nun die verlangte Thonerde darſtellt. SG. 305 Von der Talferde. Die Talkerde(Magnelia) findet ſich mit Kie- ſelerde verbunden in verſchiedenen Steinarten, na- mentlich im Talf, im Speckſtein, ſo wie wit Thon- und Kieſelerde vereinigt, in der Walckererde ge- genwärtig. Mit Säuren verbunden macht ſie einen Be- ſtandtheil in manchem Brunnen- und Flußwaſſer aus, und übt in dieſer Hinſicht in der Färberey gar manchen Effekt aus, deſſen nähere Erkenntniß wichtig iſt. Ss. 306. Die reine Talkerde gewinnt man am beſien aus dem engliſchen Bitterſalze, in welchem ſie mit Schwefelſäure verbunden iſt. Man löſi zu dem Ende einen Theil Bitterſalz in vier Theilen ſieden- dem Waſſer auf, filtrirt die Auflöſung, und ſe&ßt ſo viel einer Auflöſung von mildem Kali hinzu, bis kein Riederſchlag mehr erfolgt. Das Niedergefallene“wird hierauf mit Waſſer ausgelaugt, und dann getrocknet, > C-. 307. Die auf jenem Wege erhaltene Talkerde iſt ſehr locker, farbenlos, und löſt ſich in ſauren Salzen mit SE IR R TEASE RSSCE ABN HERDREN VERSR WEIHEN IRE FIENE CHRI BRUNE EEE EEE IEEE€ “r= Trade+ 149| Braten auf; welches beiweiſet, daß ſie Kohlenſäure enthielt, die dabey als kohlenſaures Gas entbunden 18:0 wird. Im Feuer geglühet, läßt ſie dieſe Kohlenſäure| jeu von ſich, und bleibt als ein weißes, ſehr lockeres Puivev| 9 übrig, welches geſchmacklos iſt. Wird fie in ſauren Sai-/ 15 zen aufgelöſt, ſo haben die Auflöſungen einen bittern"9 Geſchmack 3; fie wurde aus dem leßten, Grunde ſonſ;"7 auch Bittererde, und weil ſie einen Miſchungstheit! in im engliſchen Bitterſalze ausmacht, auch Dirtey- N ſalzerde genannt. GE 208. Die Talkerde ſo wenig als ihre Verbindungen mit ſauren Salzen, ſind bis jeßt als Gegenſtände der|] Färbekunſt unterſucht, und angewendet worden.- Sie| uh hietet alſo der praktiſchen Färbekunſt ein neues Feld der 1. IW Unterſuchung dar, deſſen Neſultate, wenn ſie auch nicht| bin etwas Außerordentliches lehren ſollten, uns doch mit eis tn ner noch unbekannten Wahrheit bekannt machen werden."Ww vy) 9. 309-,"1 Von der Glycinerde. ww Die Glycinerde(Glycina) macht einen Beſiand- py theil, einiger Edelſteine, namentlich des ſibiriſchen Be-| rylls, und des Smaragds, aus; es iſt aber zu er-| warten, daß man ſie auch noch in andern Produkten| des Steinreichs entdecken wird. Anmerkung, Jene Erde wird auch Beryllerde(Beryllima),[fo auch Süßerde genannt; das lezte, weil ſie mit Säuren| ſübſchmec>ende Verbindungen liefert, fit (enſäu enfounden (hlenfäune wes Yulver auren Gal jen bitterh nde ſof bungötheil ) Ditte! bindungen fände der H, Gie ) Fah der auch nicht Ih mit eis 1 werden, + Beſiand- iſchen Dv aber zu 6 Yroduftn )(Bettina) mit Garen 141 SE23102 Die Glycinerde macht mit ſauren Salzen Vet- bindungen, welche zuckerſüß ſchmecken. Sie iſt im reis nen Zuſrande geſchmacklos und farbenlos, und im äben- den Kali(s. 252), ſo wie im milden Ammo- nium(8. 270) auf dem naſſen Wege anflösbar. Ob dieſe Erde einſtens, einen Gegenſtand für die Färbekunſt ausmachen wird, müſſen die in dieſer Hinſicht damit anzuſiellenden Unterſuchungen lehren. GS; 311: Von der Gadolinerde, Die Gadolinerde(GCadolina), welche zuweiſet auch Ytteverde(Yttria) genannt wird, findet ſich in ei- ' nee ſchwarzen ſchweren Steinart, im Ytterbyſchen Stein- 8 bruche zu Roßlagen in Schweden. Sie kommt in den werſien Eigenſchaften mit dey Gadolinerde überein, zeich- net ſich aber durch andre ſpeziſiſch von ſelbiger aus, und macht daher ein eigenthümliches, unter“ den erdig- ten Elementen aus. Ob die Gadolinerde ſich zu ei- nem Gegenſtande der Färbekunſi qualificiren wird, muß gleichfalls noch unterſucht werden, 8.: 324. Von der Aguſterde, Die Aguſterde(Agusta) findet ſich inr ſächſiſchen Beryl. Sie iſt geſchmackivs, farbenlos, im reinen Waſſer unauflö8bar, ſie gibt mit fauren Salzen verbunden faſt geſchmackloſe Miſchungen, nnd iſt in den alfaliſchen 14:2 Salzen unauflösbar. Auch von dieſer Erde muß es erſt noch unterſucht werden, ob und in wie fern ſie für die Färbekunſt wichtig werden kann. C+ 313Z- Von der Zirfonerde. Die Zirkonerde(Circonia) findet ſich in eini- gen Edelſteinen, Kgamentlich dem Zirkon und dem Hyacinth. Sie iſt im reinen Zuſtande farbenlos, rauh im Gefühl, in alkaliſchen Salzen unauflösbar, und gibt, mit ſauren Salzen verbunden, ſtumpfſchme- >ende Mittelſalze. Ob dieſe Erde in der Färberey An- wendung finden wird, iſi noch nicht unterſucht worden. Sagen: 8 Von der Kieſelerde. Die Kieſelerde(Silicea) findet ſich im Quarz, dem Bergkriſtall, und allen übrigen zum Kieſelgeſchlechte gehörenden Steinarten. Sie iſt farbenlos, geſchmacklos, rauh änzufühlen, und in ſauren Salzen, die Fluß- ſäure ausgenommen, völlig unaaflösbar. [Y 9. 315. Mit den alkaliſchen Salzen, in ihrem äßenden Zu» ſtande, geht dagegen die Kieſelerde gern in Miſchung, und wird, wenn jene Salze im gehörigen Verhältniß mit dieſer Erde verbunden ſind, in Waſſer auflösbar. Wird ein Theil Kieſelerde mit vier Theilen Kali- in einem Tiegel ſo lange geſchmolzen, bis die Maſſe e muß 4 en fie für hi eini und dem farbenlos, hauflögba, Umpfſchme "berey Ah: orden, im Duatz, geſchlechte =; AMR, EREN T 150 6, 332 Betrachtung der Metalle für ſich genommen, Von dem Golde. Das Gold(Aurum) iſt in. ſeinem reinſien Zu- ſtande gelb von Farbe, 29x mal ſchwerer als reines Waſſer, ſehr ſtrengfiöſſig im Feuer, überaus geſchmei- dig und dehnbar, und für ſich mit Berührung der Luft nicht oxidirbar, Es iſt das edelſte und koſtbarſte aller bekannten Metalle. Sein Auflöſungsmittel iſt das KÖö- nigö waſſer, und die vxidirte Salzſäure. S1 333% Von dem Platin. Das Platin(Platinum) iſt in feinem reinſten Zuſiande 21 mal ſchwerer als Waſſer. Seine Farbe iſt grauweißglänzend, ſeine Dehnbarkeit überaus groß. Es iſt härter als Gold, und für ſich überaus ſchwer ſhmelzbar. Sein Aufiöſungsmittel iſt, wie beym Golde, das Königswaſſer und die oxidirte Salzſäure. der... 33% Von dem Silber, Das Silber(Argentum. Tuna) iſt in ſeinem feinſten Zuſtande weißglänzend, 20x mal ſchwerer als Waſſer. Seite Dehnbarkeit iſt geringer als.die vom Golde, ſeine Härte aber etwas größer. Es ſchmelzt bey ohngefähr 1000* Fahrenheit. Sein Auflöſungsmit- tel iſt die Salpeterſäure. c/„4 J nn Ww ver Gei Qeda Wal Wen, vie Zw [8 reine geſchmet- der Duft ſe aller das Ab tenſe e Farkt 18 groß, - ſchwer | Golde, autre. 4 ſeien were als die vom ſqmzt git 9. 335 B3ot dem Queckſilber. Das Queckſilber(Mercurius. Hydrargirum) it in ſeinem reinſien Zuſtande ſilberglänzend, 24 mal ſchwerer als Waſer, und von, einer ſehr geringen Dehn- barfeit. Seine Schmelzbarkeit iſt ſo groß, daß es ſchon unter dem gewöhnlichen Gefrierpunkte des Waſſers geſchmolzen, und dader tropfbarflüſſig erſcheint. Es iſt in der Hiße(bey 660? Fahrenh.) vollkommen flüchtig. Sein vorzüglichſties Aufiöſungsmittel iſt die reine Salpeterſäure. SG. 336- Von dem Bley. Das Bley(Plumbum. Saturnus) iſt in ſeinem reinſien Zuſtande blauweiß, beynahe 12 mal ſchwerer als Waſſer. Seine Dehnbarkeit iſt ziemlich groß.€Es iſt fo weich, daß es ſich mit dem Meſſer ſchneiden läßt. Es ſchmelzt im Feuer noch ehe es glühet. Sein vor- züglichſies Auflöſyngsmittel iſi die Salpeterſäure., 8. 337- Von dem Kupfer. Das Kupfer(Cuprum. Aes. Venus) iſt in ſeinem reinſien Zuſtande hellrothglänzend, 9 mal ſchwe- rer als Waſſer. Seine Dehnbarkeit iſt beträchtlich. Seine Härte und Elaſticität größer, als die aller vorher gedachten Metalle. Es ſchmelzt bey 1450* Fahrenheit z iſt alfo ſehr ſtrensfläſſig. Es iſt in allen ſauren Salze (vorzüglich aber in der Salpeterſäure) leicht auflböbar. 52 Von dem Eifeg. Das Eiſen(Ferrum. Mars) fommt in feinem metalliſchen Zuſtande von einer vierfach verſchiedenen Be- ſchaffeaheit vor: a) Als geſchmeidiges gutes Eifen;%) als kaltbrüchiges Eiſen; c) als rothbrüchiges Eiſen:“ als Stahl. Es iſt am gewöhnlichſien ar auglänzen ohngefähr 8 mal ſchwerer als Wa aſſer. Seine Depubar: Feit iſt in jeder Gattung verſchieden. Seine Härte und Elaſticität iſt ſehr beträchtlich. Seine Schme! zharfeit im Feuer erfolgt erſt bey 1600* Fahrenh. Es wird erſt müßig, ebe es fließt, und läßt ſich daher ſchweißen. Es iſt in den allermeiſten Säuren leicht a uſtöSbar. 9. 339. Jene verſchiedenen Gattungen des Eiſ ſens unter- ſcheiden ſich durch verſchiedene Beymiſchungen andrer Stoffe. Rur das geſchmeidige gute Eiſen iſt reines Eiſen. Das Faltbrüchige Eiſen enthält Phos- phor; das rochbrüchige Schwefel: der Stahl hält Kohlenſtoff eingemiſcht. Ü Z. 340 Von dem Zityge. Das Zinn(Stannum. Jupiter) zeichnet ſich in feinem reinſten Zuſiande durch einen äus dem Weißen ins Blaue ſpielenden Glanz aus. Es iſt etwas" über 7 mal ſchwerer als Waſſer, nnd von einer beträchtlichen Dehnbarkeit, Seine Härte und Elaſticität ſind nur ge- --& | | A J =. |] |05 an ſitve m 1 Telnet denen Be Eiſens bh) jen; d) (äunzend: Dehnbar- arte und ovfeit im wird erf hwveißen, t fich it 1 Wefen 8 ive 7 then 19 L5 kw] ring. Es ſchmelzt: noch vor dem Glühen. Seite vor» zuglichſten Auflöſungsmittel. ſind die Salzſäure und das Königswaſſer. 8. 341. Von dem Zink. Das Zink(Zincum... Spiauter. Tutanego) iſt blaulichtweiß, und von einem kriſialliſchen Gefüge; 7 mal ſchwerer als Waſſer; von einer geringen Dehn- barfeit, aber großen Härte und Elaſticität.. Es ſchmelzt bey 700? Fahrenheit. Es iſt in alen Säuren leicht auflösdar. 9. 342: Von dem Wismuth. Das Wismuth(Bismutum, Marcasitum), auc< Aſce findet, die aus Eiſen wwe ſhnnt aus 41 [ey d) 1178 Im ſiv Y vid Zh Netty M7 11700) I ſhip,| LK eil mit Ky Ind it Wen eil) Wilde| v " Th Giite 300? Fah vorzügliche Und das muß ſol am erw nden liegt, zweyerle) "heile 10» ſammen yer ale naß aw ht, und oder im mten das en findet, (Balan, in einem dens wend falen[iSt „uetall/ aus Eiſ 159 und Schwefel beſiehet,- Dieſes lebte Spießglanz enthält aber immer etwas Eiſen eingemiſcht. C- 3452 Von dem Nickel. Das Nickel(Niccolum.. Regulus Niecoli) iſt granweiß, und von feinkörnichtem Gefüge; 9x mal ſchwerer als Waſſer, ziemlich dehnbar, und von über- aus großer Härte. Es iſt ſehr ſtrengflüſſig, und ſchmelzt bey demſelben Feuersgrade wie Kupfer. Sein vorzüg- lichſtes Auflöfungsmittel iſt die Sa!veterſäure. S+ 346: tim das reine Nickel zu erhalten, muß es aus ſeiner Vererzung abgeſchieden werden. Zu dem Behuf wird Nickelerz(Kupfernickel), in welchem das Nickel- metall mit Arſenik ,, WiEmuth, Kobald, Schwefel und Eiſen verbunden liegt, fein zerſtoßen, und dann auf einem irdenen Scherben, unter ſietem Umrühren ſo lan- ge geröſiet, bis keine arſenikaliſche Dämpfe mehr auf- ſleigen. Ein Theil jenes geröſieten Nickels wird nun mit zwey Theilen ſchwarzen Fluß, und einen Tiegel halben Theil Pech gemengt, das Gemenge in einem gefüllet, mit Koch ſalz bedeckt, nun zum völligen Fluß>gebracht, und im Tiegel erkaltet, Nach dem Erkalten findet mag oden eine Schlacke, unten aber das reduzierte Nickel: welches in dieſem Zuſtande aber nun noch einige frem- IJ de Metallſtoffe eingemiſcht enthält. 156 S. 347- Von dem-Kobald. Das Kobald(Cobaltum. Regulus Cobalti) iſt int ſeinem reinſien Zuſtande von einem mattweißen, ins Graublaue fallenden Glanze, und von blättrichtem Ge- füge; ſehr ſpröde und ſehr ſirengflüſſig im Feuer. Sein vorzüglichſtes“"Auflöſungsmittel iſt die Salpeterſäure, S4.432483 Man gewinnt das reine'Kobald aus dem Kobald» erz, in welchem daſſelbe mit Eiſen, Nickel, Wißmuth und Arſenik verbunden liegt. Man operirt hiebey grade eben ſo, wie ſolches beym Nickel angegeben worden iſt, 8. 349: Von dem Arfenik. Das Arſenik(Arzsenicum. Regulus arsenic1) wird gediegen in der Natur angetroffen. ES iſt ſchwarz? blau, von körnichtem'Gefäge, überaus hart, 8x mal ſchwerer als Waſſer, ſpröde und im Feuer, unter Aus- ſioßung knoblauchartig riechender Dämpfe, vollfommen flüchtig. Sein vorzüglichſtes Aufiöſungsimittel iſt das Königswaſſer. S. 359 Wenn das Arſenik mit Sauerſtoff in Miſchung tritt, ſo wird es in Arſenikoxid umgeändert. Ein ſolches Arſenikoxid iſt der gewöhnliche, in den Fär- bereyen ſo häufig angewandte weiße Arſenik(Arse- nicum album)(Giftmehl. Hüttenrauch, Raßenpulver). [| Zu m NN ay (genheit bi iM Html tofu gemi Ww Nin him ih balt)- if eben, in8 Ibiem Ot- er, Gain etſäure, m Robalds Wiſmut) bey grade orden if, arsenie) | Schwarz? gu mal ter Auf (Ifommen 1 ift das / Der weiße Arſenik iſt im Waſſer auflösbar, und zeigt eine ſalzigte Beſchaffenheit an. Es wird bey Ge- legenheit der Arſenikſäuren näher betrachtet werden. 1 SS. 351 2 Di, Von dem Mangatnes. Das Manganes(Manganesium) iſt in ſeinem reinen Zuſtande weißglänzend, von küörnichtem Gefüge. Es ift 7 mal ſchwerer als Waſſer, überaus hart und ſpröde, und nur im heftigſten Grade des Feuers ſchmelz- bar. Es löſi ſich in allen Säuren auf. G- 352. Das Matiganes wird mit Sauerſioff verbun- den, in einem oxidirten Zuſtande(unter dem Namen Braunſtein), im Mineralreiche ziemlich häufig ange- troFen, es.-iſt dann aber auch beſiändig mit Eiſenoxid gemiſcht. Wie ſolches, als Gegenſiand der Färbekunſt, im reinen Zuſtande dargeſiellt werden kann, ſoll weiter- hin erörtert werden: G. 353- Von dem Wolfram. “Das Wolfram(Wolframium) iſt in ſeiner? reinſten Zuſtande ſtahlglänzend, 27 mal ſchwerer al» Waſſer, ſehr hart, überaus ſirengfläſſig im Feuer, Sein Auflöſungsmittel iſt das Königswaſſer. GH 354 im das Wolframmetall zu erhalten, muß ſol- <= nen. di L= u = In | T58 Reduktion erfolgt aber überaus ſchwer.- Wan. findet das Wolframmetall mit Eiſen und Manganes ges miſcht, im gemeinen Wolfram, als Wolfram- erz; ſo wie mit Kalkerde verbunden, im Tungſiein. Werden beyde, im fein pulveriſirten Zuſiande, mit Salzſäure digeritt, ſv nimmt dieſe die fremdartigen Stoffe hinweg;«und läßt das Wolfram vxidirt,- als ein gelbes: im Waſſer ſehr ſchwer 1ö8bares Pulver zu- rück.| Daß das Wolframopxid für die Färberey ſehr wichtig iſi, ſoll in der Folge bewieſen werden. : ß. 355. Bon dem- Molybdän. Das Molybdän(Wolybdaenum),; auch Waſ- ſerbley genannt, iſt in ſeinem reinen metalliſchen Zü? ſfiande noch nicht hinreichend bekannt.* Mit Schwefel verbunden kommt das Molybdän im Molybdänerz, einer metalliſchglänzenden, ſehr weichen und blättrichten Subſtanz, im Mineralreiche vor. Wird ein Theil dieſes Molybdänerzes im fein zerriebnen Zuſtande, mit drittehalb Theilen Salpeter gemengt, das Gemenge in einem glühenden Schmelztiegel verpufſet, die verpuffte Maſſe mit Waſſer aufgelöſt, die Aufiöſung filtrirt, und ' dann ſo lange Salpeterſäure hinzu getröpfelt, bis Feine Srübung mehr entſicht, ſo fällt ein citronengelbes Pul- ver zu Boden, welches eine Verbindung von Molyb- dän und Sauerſioff iſt, und nun ein wahres Mo- lybdänoxid ausmachet. Dieſes Molybdänoxtd iſt, wie fernerhin erivieſen werden ſoil, ein für die Färberey ſehr wichtiger Gegenſiand. . nä fihrt), dw,| Ruder Aietauf Wed ſhy 1 WuSpen Ieant I" finde hes ge ram: nofteih, de, mit nDartigen tt, als [ver zU- ete ſeht - ven 307 Zbwſa dane), (iter 1 Theil ve, Mit enge in erpufſte ot, und bis fein! [bes Zub 0 wN ) if, wit Zärbered " CG: 356: Von dem Urat, Das Uran(Uranium) iſt hellbraunglänzend, bz mal ſchwerer als Waſſer, mäßig hart und wenig dehn- bar, wird im Feuer ader ſtrengflüſſig. Sein vorzüglich» ſies Auflöſungsmittel iſt die Salpeterſäure. 8. 357- Das Uratt kommt im Uranerze mit Schwefel und Eiſen(oftmals auch etwas Bley) verbunden vor. -Um ſolches zu reinigen, und für die Färbekunſi anwend- bar zu machen, wird das Uranerz verfleinert, mit Kö- nigswaſſer digerirt, und die entſiehende gelbe Auföſung filtrirt, Um das etwa darin befindliche Bley abzuſon- dern, ſekt man ſo lange Schwefelſäure hinzu, bis fein Niederſchlag mehr erfolgt. Die übrige Flüſſgfeit wird hierauf mit einer in Waſſer gemachten Auflöſutig- von weinneinſaurem Kali ſo lange gemengt, bis kein Nieder- ſchlag mehr erfolgt, und der Miederſchlag mit Waſſer ausgewaſchen. Es iſt jeßt eine Verbindung von reinen Pranoxid und Weinſieinſäure. 6. 358. Wird jenes weinſteinſaure Uranorid ſo lange aus» geglühet, bis kein Geruch mehr aufſteigt, der Rückſtand aber aufs neue in Salpeterſäure aufgelöſt, und die mit Waſſer verdünnte Auflöſung durch äßende Kalilauge Kies dergeſchlagen, ſo fällt das Uran ün oxidirten Zuſiande, als ain citronengelbes Pulver, zu Boden, welches nach 4 155€ S j| 1] De ee FE SDP, 3 742 -uzudl Cie -< 2" 5 Zu 7? 8.> R * S<-2008 I I IESE 4 16p gehörigem Ausfüßen mit Waſſer, getrocknet ſind aufbe- wahrt wird, S. 359- Von dem Titan.; Das Titan(Titanium) iſt dunkelbraun, ſehr ſpröde, höchſt ſirengflüſſig und etwas über 4 mal ſchwerer als Waſ- ſer. Es findet ſich oridirt, im Titanſchörl und im Titanit; im lektern mit Kiefel- und Kalkerde verdunden. Das Titanoxid iſt in der Schwefel-, Salpeter- und Salzſäure löSbar. Seine Anwendung in der Färberey iſt noch nicht unterſucht worden. S. 360. Von dem Chrom. Das Chyom(Chromium) iſt in ſeinem rein metalli- ſchen Zuſtande lichtſtahlgrau, und von kriſtalliſchem Gefü- 'ge, ſehr ſpröde und ſirengflüſſig. Das Chromgibt, mit ei- ner gewiſſen Quantität Sauerſtoff verbunden, ein Oxid von ſmaragdgrüner Farbe; wird es aber mit SauerſtofF geſättigt, ſo nimmt es die Eigenſchaften einer wahren Säure an, die nun eine rubinrothe Farbe beſit. SE 360:; Das Chrom findet ſich als Oxid mit Eiſen, Kieſelerde und Thonerde gemiſcht, im Eiſen 45 AEBIER.:«ISE 7 je= | 168| aus aufgethauetem Schnee entſiehet, wenn man beyde bend) unmittelbar ſo, wie fie aus der Atmosphäre herabfallen,% Wart ohne vorher die Dächer der Häuſer zu berühren, auf-"En fängt als yeines Waſſer angeſehen werden.- Im| iht : entgegengeſeßten Fall ſind fie ſchon wieder mit fremd!(kin! artigen Materien verunreinigt,| Zu) 42 DUS. 13804(ie Regenwaſſer und. Schneewaſſer find aus ſhe! dem Grunde dem deſtiljirten Waſſer gleich, weil ſie(im gleichſam eine natürliche Deſtillation ausgeſtanden ha»|| im ben. Sie ſind nemlich Waſſer, das durch die Wärme wu (vielleicht auch die Electricität) des Erdballs in Dünſte 10] verwandelt, und ſo in den Dunſtkreis übergeführt wor- 18] den iſt: das alſo bey ſeiner Verdichtung als Reget"3 oder Schnee, eben ſo rein aus dem Duufikreiſe herabo fallen muß, als fünfilich deſtillirtes Waſſer.; H. 381.' Oft if in Färberoyen, Druckereien und Bleichan- WW ſialten, blos zum Spülen der Zeuge, ein reines Waſſer ah erforderlich, welches nicht ganz rein zu ſeyn braucht. Df Oft enthält das gewöhnliche Fluß- oder Brunnwa“ſer ih Eiſentheile, und andre freindartig? Salze aufgelöſt, weiche|. 1 einen nachtheiligen Erfo!g veranlaſſen können. Ja die-| A ſem Fall kann auch ohne Deſtillation eine Reinigung"4 m"m dieſes Waſſers veranſtaltet werdes, welche zu jenem| Ih Behuf ſchon hinrelchend iſt.| p 3 | GS. 382.| ft ES enthalte z. B. ein„Waſſes viel Gips(ſhwe-"|(hy, "elfagern Kalk), und Eiſen aufgelöſt. Um ſolches von ih hah bey abfallen, 3 th, auf; rden, Im mit ſtemds| | find(u) h, weil f8 ſtanden hy die Wärme in Diünſit führt wor 3 Neget aſe herabe d Bleich» ines Waſſit yn brau Brunnwant gelöſt, weig! 8 Reiigun) is(nt Mit voy 1649 beyden zu reinigen, gieße man'in das Waſſer erſt fo Älange'in Salzſäure aufgelöſie Baryterde, bis kei- ne Trübung mehr erfolgt. Die Schwefelſäure wird ſich mit ber Baryterde verbinden, und in dieſer Ver- bindung als ſchwefelſaurer Baryt, unaufisslich: zu Boden fällen. Die dadurch von der Schwefelſäure befreite Kalferde wird gleichfalls niederfallen. Matt ſeße nun dem übrig?n Waſſer fo lange eine'mit Waſſer gemachte NufiSſung von Pottaſche hinzu, bis keine Trüs bung mehr erfölgt. Das Kali der Poträſche wird nun auch das Eiſen und alle etwa aufgelöſt geweſene erdigte Theile niederſchlagen.'“ Ein ſolches Waſſer ift nun zu den aliermeiſten Operationen in der Färderey und Bleicherey ganz vorziiglich geſchickt. 9, 5837 Vermöge ſeiner Grundmiſchung aus Waſſerſtoff und Sauerſtoff, iſt das Waſſer einer oft erfolgenden Zerlegung fähig. Soll dieſe ſiatt finden, ſo muß das Waſſer mit Materien in Berührung treten, welche ich mit ſeinem Sauerſtioffe lieber verbinden, als dieſer mit dem Waſſerſtoff. Materien dieſer Art ſind alle entzündliche Stoffe, ganz insbeſondre aber der Kohlen- ſioff, Schwefel, Phosphor und die Metalle, wenn ſolche dey einer erhöheten Temperatur mit dem Waſer in Berührung gebracht werden. Und eben dieſes er- folat bey allen organiſchen Subſtanzen, wenn man ſels bige, in Berührung mit dem Waſſer, in Fäulniß gehen läßt,: 4 | das 2. 8 * 26: 20005 7 .s u 3% EE+0 Rs ne Fefe 170 , S...334«. Auf dieſe Zerlegung des Waſſers gründet ſichy ſeine vorzügliche Wirkung beym Bleichen leinener und baumwollner Zeuge. Jhre gelbe Farbe iſt gemeinig- lich. die Folge vom, prädominirenden Kohlenſioff. Der Sauerſtoff des Waſſers, in Verbindung mit dem Sauerſtoff der Luft, und in gemeigſchaftlicher Ein- wirkung mit dem Licht- und WärmeſtoF, nehmen hier den Kohlenſioff zum Theil hinweg, und zerſiöhren deit Farbigten Zuſtand der zu bleichenden Zeuge. S. 385+ Das Waſſer macht übrigens ein Auflöſungsmittel aller ſalzigten, gummichten ,, ſchleimicner ſalzſaurer Kalkerde in einer gläſernen Retorte mengt, und bey ganz langſamen Feuer zwey Quart überdeſtillirt, ſo iſt dieſes der reine Alkohol. Was nachher folgt, iſt ſchon wieder wit wäſſerichten Theilen gemengt. Anmerkung. Die trocine ſalzſaure! Kaikerde wirkt hier blos als ein Mittel, welches die Wäſſrigkeit rinjaugt, und deren Verflüchtigung bey der Deſtillation verhütet. 8. 393+ Der Alkohol hat bisher noch keinen Gegenſtand in der Färbekunſt ausgemacht; ich werde aber weiterhin zeigen, daß derſeibe nicht ganz entbehrt werden kany, || Er m) M pine N 0104 (ſon) [M] hit 64) .(Anda)| jm Ah! eien Gi beh fuß Wifen dy bl af Vn ſi Hi fide, While ha [hben «art ih It 30 dem 1 en Je etorte Dahl m Feuer fd) ar Tropfett dem, neh auen Thile ie zurüf; ſrigfeit 46 ſillat wird einigter mt mein biet ſalzſaurer t, und bey irt, fo if rt folgt, n9t, wirft Wie DW! Ot, vd Da /(fand x witch ad EAM | 173 Er muß'daher dem rationellen Färber bekannt ſeyn: und dieſes iſt der zureichende Grund, warum ich ihn ſeiner Natur und Zubereitung nach hier beſchrieben habe, Dritte Abtheilung, Von den ſauren Salzen überhaupt, und von jedem einzelnen ins- beſondre; ſo wie von. ihren Verbindungen mit den alfaliſchen Salzen, den Erden, den Metallen, und den dadurch entſichen- den Neutral- und Mittel- Salzen, S. 394« Allgemeiner Begriff. Saure Salze(Salia acida), oder Säuren (Acida), nennt man in der Chemie eine beſondre Klaſſe : von ſalzartigen Subſtanzen, welche in folgenden allge- meinen Eigehſchaften mit einander übereinfommen: 1) Sie beſißen einen ſauren Geſchmack; 2) ſie färden das Lackmuß und andre blaue Pflanzenfarben roth: 3) ſie löfen die'alfaliſchen Salze, die Erden, und die Me- taille auf, und gehen damit eigenthümliche Saſlzverbit- dungen ein, die nach jeder beſondern Säure verſchieden ſind. 9. 395 Grundmiſchung der Säurett. Die ſauren Salze oder Säuren ſind feine ein- fache, ſondern gemiſchte Subſtanzen. Als Miſchungs» theile haben wir in jedem ſauren Salze zu unter» ſcheiden: 2) ein ſäuerfähiges Subſtrat, und b) 174 Sauneroff. Beyde müſſen aber in eitiem beſtimmten quantitativen Verhältniß verbunden ſeyn, wenn das Produkt dieſer Verdindung eine wirkliche Säure ſeyn ſoll.: 6. 396- Verſchiedener Zuſtand der Säuren« Dex Sauerſtoff kann mit irgend einein ſäure- fähigen Subſtrat unter verſchiedenen quantitativen Verhältniſſen in Miſchung treten. Der erſte Grad einer ſolchen Miſchung liefert die Halbſäuren, der zweyte Grad die unvol!kommnen Säuren, and der dritte Grad die vollkommenen Säuren... Einige volikom- mene Säuren haben ſelbſt wieder die Fähigkeit, eine neue Verbindung mit dem SauerſioF einzugehen, und hieraus entſtehen dann die oxidirten Säuren. S. 397- Anzahl und Nomenclakur der Säuren. Die Chemie hat uns bis jekt überhaupt mit 28 ver? ſchieden gearteten vollfommnen Säuren bekannt gemacht, welche durch ſolgende Namen unterſchieden werden: 3) Kohlenſäure; 2) Schwefelſäure; 3) Salpeterſäure; 4) Salzſäure; 5) Phosphorſäure; 6) Flußſäure; 7) Arſe- nifſäure; 8) Boraxſäure; 9) Wolframfäure; 20) Mo»- Wwbdänſäure; Ix) Chromſöure; 12) Kobaltſäure; 33) Weinſteinſäure; 14) Citronſäure; 15) Aepfelſäure;- 16) Kleeſäure; 27) Eſſigſäure; 28) Bernſteinſäure; 19 Gal- Insfäure; 30) Korfſäure; 21) Benzoeſäure; 22) zvotki- ſhe Gi Fettſäure zj) ZW eder un tWeidun) dw jem) Dip Yu! him Gim buy dif voy(hoh utbehrlich Anwerdun Tehty 43) ſun, 64 pluſ, rama, Citronſay Feinſtun, qe daher Waffen 9 Unnerty Nit Dey Nin Wimme wenn das | Gaute '", m faut: antitativen (Grad eine der zweytt der dritte . volfom- eit eine qm, md ven en. wit 28 DU gt gema), werden: 1) erſäure; d " Oy 119/040 Wä 13 fun; 18) 1; 9 01 , ap) footy ) 4 175 e' e ſche Säure, 23) Milchzuckerfäure; 24) Ameiſenſäure: 25) Fettſäure; 26) Harnſäure; 27) Hydrothionſäure und 28) Honigſieinſäure; welche nach ihrem vollkommenen vder unvollkommenen Zuſtande, noch manche Unterabs fheilung erleiven. „Aumerkung, Außer dieſen aufgeſtellten 23 verſchiedenen Säuren, unterſcheidet man noch ſieben andre, deren Eigen- thümlichfeit indeſſen noch nicht genau ausgemittelt und aner- fannt worden iſt. Dahin gehören die brandige HSolzſäure, die Milchſäure; die Raupenſäure; die Kan:phorſäure; die zooniſche Säure 3 die Kicheperbſenſäure; die Säure aus dem Harze von Südwallis, 8,398. Von den oben aufgeſtellten 238 ſpezifiſch verſchiede- nen Säuren, ſind die allerwenigſten bisher in der Fär»z berey bekannt geweſen, und angewendet worden. Viele von ihnen werden vielleicht auch immer für dieſe Kunſt entbehrlich bleiben, von vielen wird ſie aber bey heb „Anwendung die wichtigſten Vortheile ziehen. Zu den leßtern zähle iM vorzüglich die folgenden: die Kohlen ſäure, Schwefelſäure, Sälpeterſäure, Salzſäure, Phos- phorſäure, Flußſäure, Arſenikſäure, Boraxſäure, Wolf- ramſäure, Molybdänſäure, Chromſäure, Weinſteinſäure, Citronſäure, Aepfelſäure, Kleeſäure, Eſſigſäure„“ Beru- ſteinſäure, Galiusſäure, und. die Hyvdrothionſänre; wel- d) die ſalzſau- ' xe Thonerde; e) die ſalzſaure Talferdo. 1) Die ſalzſau. xs Glycinerde; 8) die ſalzſaure Gadolinerde; 1) die ſalz- ſaure Aguſierde; 2) die ſalzſaure Zirfonerde, 6. 469+ Von jeten Verbindungen hat man bis- jeßt faſt fei- ne einzige in der Färberey und Druckerey unterſucht und eingeführt; und dennoch verdienen? ſolches die allers meiſien mit vollkommnem Rechte. Die ſalzſaure Ba- ryterde, als Beiße für das Pigment der Cochenitle angewendet, gab mir auf Wolle ein angenehmes Violett. Die ſalzſaure Strontianerde, auf gleiche Art be- handelt, gab ein feſtes Carmoiſin. Von der ſalz- ſauern Thonerde iſt es außerdem ſchon bekannt, daß ſie vor dem gewöhnlichen Alaun große Vorzüge hat. Es verdienen daher jene Gegenſtände eine genauere Prüfung. Anmerkung. Die ſalzſaure Baryterde iſt außerdem noch ein vortreffiiches und unentbehrliches Mittel, um ger meines Fluß oder Brunneywoſſer, vom Gips und andern ſchwefelſauren. Neutral- und Mittelſalzen zu be- freyen. Wenn ntan die Anfldſung eines ſolchen Salzes in das Waſſer ſchüttet, ſo fommt, in ſo fern ſolches Schwefel- ſäure, frey-oder gebunden enrhält, augenblicklich ein Nie- derſchlag hervor. Die Baryterde verbigadet fich nemlich, wegen ihrer großen Anziehung dazu, mit der Schwefelſäu- - re; Und erzeugt damit ſchwefelſauren Baär'yt, der, weil ex unguflöslich if, zu Byden fällt, Die Salzſure bleibt bages Ww 6 TE ping W ver Oh (100 ju 3 ſammt Zim;| 0,081 1),0v8 11 hd Anal hfo 1 ſm H vrher-n Wetden|; ii ard If(h) Dy Ob ſol faus 1) De fehfyy, de; 1) Ve als ', 8 jeht faſi fü eren unterſud oldies die altw 1zſaured: ECohenit| hmes Wio/et (eiche Art be- ey det ſal n befannt, des Vorzüge hit, eine genau 6 if außerden Rittel) fm 8! jp8 und and!" (ſalzen 1) olden Galt y (des 64m wollig ds 7% igt M9 mud PT. 71LCG 7100 ber, wi galſfu 10 207 dagegen mit den Stoffen verbunden zurücf, welche vorher die Schwefelſäure neutraliſirt hielten. Man kann auf dieſe Art große Luantitäten Waſſer ohne bedeutende Koſten reinigen.: S. 470. Von den' ſalzſauren Metallen ſind uns. itt der Chemie bekannt: a). Das ſalzſaure Gold; b) das ſalzſaure Platin; c) das ſalzſaure Silber; 4) das ſalz- ſaure Queckſilber; e) das ſalzſaure Bley; tk) das ſalz- ſaure Kupfer; 3) das ſalzſaure Eiſen; 1) das ſalzſaure Zinn; 1) das ſalzſaure Zink; k) das ſalzſaure Wismut; 1) das ſalzſaure Spießglanz; m) das ſalzſaure Nickel; 1) das falzſaure Kobalt; 0) das ſalzſaure. Arſenik; p) das ſalzſaure Manganes5 q) das ſalzſaure Uran; 1) das ſalzſaure Titan; s) das ſalzſaure Chrom; t) das ſalz» ſaure Tellur. 9. 471: Auch von dieſen metalliſchen Mittelſalzen ſind bis jeßt in der Färberey und Drnuckerey nur die wenigſien befannt und angewendet worden. Das ſaizſaure Queckſilber(gemeiniglich Queckſilberſublimat, Mercu- rius Sublimatus corrosivus genannt), wird allein in der Kattundruckerey zu einigen Beizen angewendet. Das ſalzſaure Zinn iſt:als eine vorzügliche Beize bekannt. Die gewöhnliche Compoſition, newlich die Auflöſung des Zinnes in Scheidewaſſer, welches vorher mit. Salmiak oder mit Kochſalz verhunden worden iſt, iſt ihrer Natur nach nichts anders, als eine Verbindung von Zinnoxid und Kochſalzſäure, : ng 4 Mid “8 12 WE / 8 ä mn Mi . 1005 j NV nN MW iy mw€ BE " .. 268 Aber auch die Auflöſung des Zinns blos in Kochſalz- fäure thut die nämliche Wirkung; ſie. giebt eine Beize ab, die, wie Fabroni") bewieſen hat, ein Mittel dar- hieter, mit den unächten Farben von Campechen- und Braſilienho!lz, auf Wolle und Seide vollkommen ächt zu färben.| *) Fabroni, Anleitung auf Seide und Wolte die ungchton Farben des Campecden- und Braſilienholzes zu befeſtigen. In Hernibſtädts Maga? zin für Färber, Drucker uud Bleicher 2?c. 3. Band, Berlin 1832. Von der oridirten Salzſäure, 8. 472: Wenn die Salzſäure mit Säuerſtvff in'Mi- ſchung geſeßt wird, ſo entſieht daraus die oxidirte Salzſäure(Acidum müuriaticum oxidatum); eine Subſtanz, die ſich durch einen erſtickenden, der Lunge äußerſt nachtheiligen Geruch, durch eigen mehr bittern, ſcharfen als ſauren Geſchmack, und durch eine gelbe Farbe auszeichnet; die in der Kunſi- oder Hemiſchen Blei» ervey ſehr wichtige Phänome- ne veranlaſſet. *) Forſyth über die Wirkung der oridirten Salzſäure auf die Farben in Hexmbſiädrts Magazin für Färber DruFerx und Bleicher 26 1, Band. Bovlin 1822).( S. 473+ Die oxidirte Salzſäure wird in jedem Falle da hervorgebracht, wo Salzſäure nnd Sauerſtoff mit einander in Miſchung treten- Vor allen Dingen wen- det vet man fei) an/ Hed-aus: (lt vt gane] fürnepg felſaurd ſer Wild 1,9 Dee ei iN vefwit löt mah ke Cu] Ou land; Venn! fünt 4 (11190) (mt aut) Vo mt) torte imd ſeht bal) bende fre ſen, 1 vs oſe den Diſe Oni| vRohſal, heine Det in Dittel dars pech: ud € vohftmmn wchten Farben dez wbſädrs Dau erlin 183, aur, ?off in"M e oxidirte um), ee 1 Ve Yunht mehr bitter) ine gelbe Fache iſchen Dlt die, wie Zu attunfärn tige Phanom) auf die Jathin 7 py jeldpes 16 1,9% 260 det man aber hiezu das Manganesoxid(den Braun» ſtein) an, welches ein natürliches Und ſehr wohlfeiles Opid„austmacht, das den Sauerſtoff im Uebertüauß ons halt, und ihn, wenigſiens zum Theil, gern von ſich i6ßt. Sd. 474: „Zubereitung. dex, opidirten.„Salzſäure, In. eine gläſerne Retörte, welcnet, Er iſt nun die verlangte Wolframſäure 6, 318 Die Wolframſäunre erſcheint gewöhnlich in Form eines weißen Pulvers, das 50 Theile ſiedendes Waſſer er fordert, um einen Theil aufzulöſen. Wird ſie mit Sal- veterſäure digerirt, ſo entzieht ſie derſelben einen Theil Sauerſioff, und ändert ſich in ein citrongelbes Pulver um, Wird die Wolframſäure mit einer Auf- löſung des Zinns in Salzſäure verbunden, ſo ſcheidet ſie das Zinnorxid daraus ab, und bildet damit einen ans genehmen blauen Niederſchlag, Wird ſie für fich der Einwirkung des Sonnenlichtes ausgeſeßt, ſo nimmt ſie: nach und nach eine graublaue Farbe au, S. 519. Zwar iſt die Wolframſäure bis jeßt noch nicht als ein Gegenſtand ver Färbekunſt benußt worden, aber ſie verdienet ſolches um ſo mehr, da ſie zu den Pigmen- ten eine überaus große Anziehung und Verbindungskrafe erfennen läßt. Nach meinen Beobachtungen färbt ſie wollene Zeuge, ohne Anwendung eines andern Pigments, angenehm perlgrau, I< Fochte nämlich einen Theil Wolframſäure mit 30 Theilen ENE Wager. Ich beizte hierauf in jener opaliſirenden Auſlöſung ein Stück Caſimir, es nahm ſehr bald eine grüngelbe Farbe an, Beym Trocknen wurde daſſelbe perlgrau. Ein mit Wolframſäure gebeiztes Stück Caſimir gab, in Cochenillbrühe ausgefärbt, ein angenehmes Pon- ceauroth, Es läßt ſich alſo erwarten, daß fernere Verſuche mit dieſer Säure fehr 901098 Reſyltate dar: bieten werden, in Y NI leidt' wern) (öf (Gau[| Du det, De | M) Wd Or | R 90 90 ht Hindu mi Wfa 9 0 fun Ch Fant 4 hit, M Imm y de 9 Mr 008 W Dy NG in Form“ 008 Gaſſe ew ) femi Gal; erſehen dep 1 ctrohgely mit einer Ah |, ſo ſhey mit einen db & für Ich dy ſo nimmt j Gd nict als Ww, es ſe den Mme bindungöfaf zen färbt ſ! en Pigmeit, einen Zh eten Baſt, Aufloſung(4 üngelbe 3 rgrau, El Caſimit 40) ehm Zus das fr ME C. 5205 Woiframſaure Neutral- und Mittelſalzs« Wenn die Wolframſäure mit alkaliſchen Sal- zen in Berbindung kommt, ſo geht ſie gern damit in Miſchung, jene Verbindungen aber enthalten das Alkali ſtets verwaltend, und ſind nun im Waſſer ſehr leicht 1ö8bar. Man erhält jene Verbindungen ſehr leicht, wenn die reite Wolframſäure mit den in Waſſer aufge- löſten alkaliſchen Salzen digerirt wird, bis jene feine Säure mehr in ſich nehmen wollen. Die entſtandnen Verbindungen können nun verdunſtet und friſtalliſirt wer- den, oder man Fann ſie auch in liquider Form, als Beizen anwenden. In der Chemie kennt man 2) das wolframſaure Kali; b) das wolframſaure Natrum: und c) das wolframſaure Ammonium. Ihr Verhalten gegen Pigmente muß noch unterſucht werden. 67 15217 Auch mit den Erden geht die Wolframſäure Vers bindungen ein, von welchen bis jest nur noch 2) die wolframſaure Kalkerde; b) die wolframſaure Baryterde; c) die wolframſaure Strontianerde; 4) die wolframs ſaure Thonerde; und e) die wolframſaure Talkerde be- kannt ſind; ſie ſind ſämtlich im Waſſer entweder gar nicht, oder doch ſehr ſchwer lö8bar. Anme'rkung. Die Verbindungen der Wolframſäure mit den Metalloxyiden ſind noch gar nicht unterſucht worden z nur von dem Zinn weiß man, daß es in Verbindung mit dex Wolframſgure einen blayen Präzipitat macht, Von der Molybdänſäure und ihren neue tralen Verbindungen. CG. 522. Die Molybdänſäure(Acidum molybdaenicum) iſt aus Molybdänſioff und Sauerſtoff zuſammengeſeßt. Sie findet ſich mit Sch weſel verbunden im Molyb- dänerz, und kann daraus abgeſchieden werden,; Anmerkung. Das Molybdänerz kauft man unter dem Namen Waſſerbley von den Mineralienhändlern. Es iſt fettig vom Gefühl, hat eine Bleyfarbe, iſs von blättrichtey Textur, und ſo weich, daß es ſich mit einem Meſſer ſchnei? den läßtz auf glühende Kohlen gelegt, verbreitet es einen Schwefelgeruch. Es darf nicht mit dem Reißbley(Plun- bage oder Graphyt) verwechſelt werden, welches blos nach der äußern Beſchaffenheit einige Aehnlichkeit damit hat, aber dunkler an Farbe, auch nicht blättricht, ſondern mehr fürs nicht iſt. 8. 5723: Boreitung der Molybdänſäure. Um die Molybdänſäure zu erhalten, wird eit Loth zerriehnes Molybdänerz mit 2 Loth Salpeter gemengt, und das Gemenge in einen glühenden Schmelz? tiegel getragen. Die Maſſe wird verpuſſen, und nach dem Schmelzen eine Verbindung von mol!lybdänſaurem Kali, und ſchwefelſaurem Kali darſiellen. Man 1öſt dieſe Maſſe im Waſſer auf, filtrict- die Auflöſung, und ſeßt dann ſo lange Salpeterſäure hinzu, bis dieſe prädominirt. Es fällt hiebey ein weißgelbes Pulver zu wt" pop) 8 mit zelt! funden 1 ven muß dy rauſ! Deſſt/ tes, 1) Kung 1 fie glag2 119) ſü, ün Uhu; M3 j Cofimit N ſehr ang; Virfung io emtfey ſeit die Wltate' dten hen: daenicum)| ammengeſe, im Rol erden, "man unte Did handlern, Et) von WättrigN n Meſſer[91 Wreitet es eint goley(Din 4 blos mach di! wat Mt obern wehr H we (en, wird 1! oth Galt enden Gem) fen, und voloddisfat afl 7 die Dufiund "(di vi„Web 4 x 3 Z 8 Boden, welHes die Mölybdänſäure iſt, welche nun mit reinem Waſſer äusgelaugt, von den anklebenden fremden Salztheilen geſchieden und dann getrocknet wer- den muß. 9. 524. Die Molybdänſäure erſcheint, gleich der Wolf: ramſäure, in pulverichter Form, und iſt fo ſchwer im Waſſer lb8bar, daß ein Theil derſelben 579. Theile kal- tes, und nicht viel weniger von ſiedendem Waſſer zur Löſung erfordert. Mit Salpeterſäure digerirt nimmt ſie, gleich der Spe heb re e, eine citrojengelbe Far „Bezau. 9. 525. Ob und welche Wirkung die Molybd änſäure ges gen die Pigtnente habe, iſt bis jekt faſt noch gar nicht unterſucht worden. Eigene wenige Erfahrungen, welche ich bis jeßt darüber angeſtellet habe, beſtehen in folger» den. Jh kochte Molybdänſäure mit deſtillirten Waſſer. In dieſer Flüſſigkeit beizte ich ein Stück Cas- ſimir, es nahm eine zeiſiggrüne Farbe an, die beym Trocknen an der Sonne in eine graublaue wberging. A!s ich aber ein mit Mdölybdänſä ure gebeiztes Stück Caſimix in Cochemillbrühe ausfärbte, nahm dieſes fehr angenehme und dauerhafte violette Farbe an. Die Wirkung der Molybdänſäure gegen die Pigmente iſt alſo entſchieden, und es fommt nur noch: darauf an, ſie in dieſer Hinſicht genauer zu unterſuchen, um neue Reſaltate für die Färbefunſ zu erhalten. IGER | j | ſ hy | | | | ) IEEE n EEE =<-<=== << r= ==zz 230 6 2526. Molybdänſaure Neutral- und Mittelſalze. Die Molybdänſäure verbindet fich gern mit den al- Faliſchen Salzen, liefert aber keine völlig neutrale Mi- ſchungen. Man gewinnt dieſe Salze, wenn man die Molybdänſäure mit den aufgelöſten alkaliſchen Salzen' - digerirt. Die Verbindungen laſſen ſich keiſialliſiren, kön? nein aber auch in liquider Form angewendet werden, Sie haben ſämtlich, gleich der reinen Molybdänſäure, die Eigenſchaft, das Zinn aus ſeiner Auflöſung in Salz? fäure blau niederzuſchlagen. Yu dey Chemie kennt man davon a) das molybdänſaure Kali; b) das molybdäns» ſaure Natrum; und c) das molybdänſaure Ammonium, Die Wirkungen dieſer Salze, als Gegenſtände der Färz hefunſt, ſind noch nicht verſucht worden, CG. 527. Auch mit den Erden geht die Molybdänſäure Mi- ſchungen ein. Man kennt davon in der Chemie a) die molybdänſaure Kalkerde;-b) die molybdäuſaure Baryt» erde; c) die molybdänſaure Strontianerde; d) die mo- lybdänſaure Thonerde; e) die molybdänſaure Talferde: ſie ſind ſämmtlich im Waſſer ſehr ſchwer, beynahe un- auflösbar. Die übrigen Erden ſind in ihrem Verhal- ten zur Molybdänſäure noc: nicht unterſucht wordett. Das Verhalten jener Verbindungen zu den Yigmenten iſt noch ganz unbekannt. Anmerkung. Die Verbindungen der Molybdänſäure mit den gMetalloxiden find ſelbſt in der Chemie bis jet noch nicht gehörig erforſchet worden, TE Y ſuf y gebil uz) den 9 geſi 11177] ulf juni! Mien Jeirdt Ww Dy aht, lſa fä ſiure unſtet ' fi | WO vo nh Heh, Th mt Dex AF ) Neutal u Dehn man bh liſchen Gale fallen, Er endet erd), Nolybdänſüut jofung in Gal nie Fennt m 18 Olybda Ammonium de der Für bänfaute Ib Chemie 2) W inſaure Du) - d) diem aue Zul , bepuaht us ihrem Dv ſucht 1000 ven Pms 1111.86 4 9 4 JD ple bor 287 .““» Von der Chromſäure und ihren neutralen Verbindungen, Die Chromſäure(Acidum chromicum) ift aus Chrom- ſtoff(S8. 360) und Sauerſioff zuſammengeſeßt. Natürlich gebildet, findet ſie ſich an Bleyorid gebunden im Chrom- erz(dem ſibiriſchen rothen Bleyerz), welchos: man von den Mineralienhändlern käuft, und aus welchem fie ab- geſchieden werden muß. SO. 529. Bereitung der Chromſäure, Um die Chromſäure zu verfertigen, reibt man einen Theil Chromerz mit zwey Theilen milden Kali zuſammen, und kocht das Gemenge mit einer hinreichenden Quantität Waſſer, am beſten in einem gläſernen Geſchirre, bis alles in eine weiße Maſſe um- geändert iſt. Man filtrirt denn das Filäſſige, welches eine Verbindung von Chromſäure mit Kali aus- macht, Der aufgelöſte Niederſchlag iſt dagegen foh> lenſaures Bley. Um aus der Flüſſigkeit die Chrom» ſäure abzuſcheiden, ſeßt man ſo lange Salpeters ſäure hinzu, bis dieſe ſchwach prädominirt, und ver» dunſtet denn die ganze Fläſſigkeit zur Kriſtalliſation. Zus erſt ſchießt aus der Flüſſigkeit Salpeter an, nachher kriſtalliſirt die. Chromſäuyre, in länglichten Kriſtallen voy rubinrother Faxbe, 8. 539 Die Chromfäure beſikt einen eigenen metalliſchſau- ven Geſchmack, und iſt. im reinen Waſſer leicht lö5bar. Ihre Löſung beſißi eine dunk foſgelbe Farbe, wird ader, auf Papier geſtrichen und, der Soune ausgeſebt, grün; ſie ertheilt allen Berbindungen we! ſu ſie eingeht beſon- dere Farbet. In der Färbekunſt iſi jeye Säure biöher ihrem Verhalten nach noch gar nicht uniterſucht worden, aber es läßt ſich mit einiger„Zuverſicht erwarten, daß gie, als Beize angewendet, intereſſante ynd wichtige Reſultate darbieten wird. 9. 531, Chromſaure Neutral- und Mittelfalze. Die Chromſäure geht mit den alfaliſchen Sal- zen gern in Verbindung und liefert damit eigene chrom- ſaure Neutralſa!ze, die ſämmtlich eine gelbe Farbe ber ſiven. Man erhs't ſie, wenn die Chromſäure mit des alfaliſchen. Salzen zunmittelbar bis zur Neutralität ge- zuiſcht wird. Ju der Chemie cennt man davon 2) das chromſaure Kali; b) das chromſaure Ratrym; und c) das chromſaure Ammonium. Ihr Berhalten zu des Pigmenten verdienet unterſucht zu werden. 8. 533- Yott„den chromſauren Evden kennt man in der Chemie gegenwärtig nur a) die chromſaure Kaltz erde; und bd) die chromſaure Baryterde; ſie ſ ind Heppe zim Waſſer ſehr ſchwer 1858bar, .-== en WH ur Wht WWöbat 0. rhe, wind NE ) 1Sgeſcht, ztüy 8(ngeht biſt 8 Caure hilft Werſygt worby erwarten, Di LPWK 00) 8 Und widiy ſal) a un kaliſchen Gal € eigene chron gelbe Farbe(6 ſaure mit dit veutraditat a davon 2).dy!. ein; undd alten zu di fannt 1080 17 oje Aus fe job vd ) 239 S. 533- Von den chromſauren Metallen ſind in der Chemie ßefannt: a) das chromſaure Gold, von grüner Farbe; b) das chromſaure Silber, von carminrother Farbe; e) das chromſaure Queckſilber, von zinnoberrother Far- be; d) das chromſanre Bley, von gelbröther Farbe; €) das chromſaure Kupfer, von kaſianienbrauner Farbe; F) das chromſaure Zinn, von grüner Farbe; g) das chromſaure Zink, von gelblicher Farbe; h) das chrom- ſaure Wismut, von gelblicher Farbe; 1) das chromſaure Spießglanz, von gelblicher Farbe; k) das chromſaure Nickel, von gelblicher Farbe; die übrigen Verbindungen ſind noch unbekannt, Von der Weinſteinſäure und ihren neutralen Ver- bindungen, 8.534. Die Weinſteinſäure(Acidum tartaricum) finde: ſich in einem prädominirenden Zuſtande an Kali gebun- den im gewöhnlichen Weinſtein, einer in der Färbe- kunſt hinreichend bekannten Subſtanz. Sie iſt ein vor» züglich wirkendes Mittel im Weinſtein; fie kann daraus abgeſchieden; und im reinen Zuſtande dargeſtellt werden. Qui 5 28. Bereitung der Weinſteinſäure, Um die reine Weipſteinſäure aus dem Weitiſtein aß» zuſcheiden, wird folgendermaßen odperirt, Man verfer- tigt ſich eine»Aufiöſung von eſſigſaurem-Bley, in» / 240 dem einte beliebige'|Quantität roher Weineſſig oder Biereſſig, in einem kupfernen Keſſel, mit ſo viel fein geſtoßener Bleyglätte gekocht wird, als ſich darin auflöſen will. Hierauf löſet man eine beliebige Menge rohen Weinſtein(am beſien weißen), in ſo viel ſieden» dem Waſſer auf, als hierzu erfordert wird, und filtrirt die Auflöſung. Man gießt nun in die mit Waſſer vers dünnete Auflöſung vom eſſigſaurem Bley, ſo lange von der Aufiöſung des Weinſieins, bis fein Nieder- ſchlag mehr erfolgt. Man läßt dieſen weißen Nieder- ſchlag abſeßen, und gießt das Flüſſige ab, das jeßt eine Verbindung von eſſigſaurem Kali und freyer Eſ- ſigſäure iſt; man laugt hierauf den Niederſchlag zu wiederholtenmalen mit ſiedendem Waſſer aus und trocknet ihn. Er beſteht jest aus einer Verbindung von Weinſieinſäure und Bleyoxid; er iſt alſo ein weinſteinſaures Bley, 6. 536. Um aus jenem weitnſeinſauvren Bley die Weinſieinſäure abzuſondern, wiegt man halb ſo viel farke Schwefelſäure(Vitriolö!) ab, als jenes wiegt, man verdüunt dieſe mit 20 Theilen Waſſer, übergießt nun mit dieſer Säure das weinſteinſaure Bley in einem gläſernen Kolben, und erhält die Maſſe, unter öfterm Umrühren, 24 Stunden lang in ei- nem Sandbade in Digeſtion.-Die Schwefelſäure ver- bindet ſich dabey mit dem Bley, und ſcheidet die Wein- |feinſäure ab, die nun in der Flüſſigkeit aufgelöſt bleibt. Mag. filtrirt nun das Flüſſige, und verdunſtet ; daf baſſe 0 ens( ſunſäurt ver Firh: ſen, du yd 0044! Anme EIN Ze“ Delp [18 EB Ginbelunf man Ao) venſaſty ſehe abt) Imi; bar befunbog 107 gew Zy übt his ein Wund eine fi 417) Wgeſchen Cin fo ", N ſe h Vine 3 "Weſſig dw vt Pb. viol fein Wh IH Dariy eliein Ye ſo vil ſity ed, und fle nit Vaſſe yy Deb, fo kin) is fein Nite weißen Vier 0, das jeht nd freyer€ | Niederſchl ſer aus u) y Verbinduy) Wiſſe nN Bley NW wan ha)| ) ab, als jem eilen Baſt! vim feinſt und erhält 0 ben Lang 17 Gefen eider Dw AÜ fö pw vrdunf | 248 daſſelbe in einer gläſernen oder porzellanen Schaale de) ganz gelinder Wärme(am beſten auf dem oberſten Theiz le eines Stubenofens im Winter), da dann die Weinz ſieinſäure nach und nach zu! Kriſtallen anſchießt. Behufs der Färberey iſt es aber nicht nöthig, ſie erſt zu frifiallis ſiven, ſondern ſie kann in ftüſſiger Form au bewahrt und angewendet werden, Anmerkung, Die aus eſſigſaurem Kalif und freyer Eſſigſäure beſtehende Flüſſigkeit, welche(5. 535) tia der Zerlegung des Weinſteins ducch eſſigſaures Bley übrig bleibt, Fann, wie weiterhin gezeigt werden ſoll, zur Böreitung einer fartfen Eſſigſäure angewendet werden. Orc 537% Die Weinſteinſäure iſt für ſich bis jeßt in der Färdekunſi noch nicht angewendet worden, Zwar har wman zuweilen in Seidenfärbereyen, ſtatt des Citroz nenſaftes, eine glückliche Anwendung davon gemacht, ſolche aber, weil gemeiniglich das Pfund in fkriſtalliſcher Vorm mit 2 bis 3 Thaler bezahlt werden muß, zu foſt ' dar befunden. Nach der hier beſchriebenen Verfertigungs- art wird aber ein Pfund dieſer Friſialliſirten Säure, went ſolche in Färbereyen felbſt dereiter wird, ſchwerlich viel über ſechzehn Groſchen zu ſiehen fommen, welches, da ein Pfand dieſer Säure, in 26 Pfund Waſſer aufgelöſt, eine flüſſige Säure darbietet, die dem beſien Citronenſafe te an Gtärfe gleich iſt, als ein ſehr wohlfeiler Preis angeſehen werden Fann vnd muß, 6. 538: Eben ſo ſehr iſt es zu wünſchen, daß man dieſe Säue re, da ſie nun wohlfeil genug dargeſtellet werden kann, Devmbſtäde"s Färbekunft, Z 24:2. auch in andern Fällett, ſowohl-für ſich, als in Verbigs vung mit.. neutraliſirenden Stofſen ,.. gegen die Pigmente in der Färbekunſt. und Druckerey- unterſuchen möchte; Unterſuchungen. dieſer Art werden gewiß mit intereſſaty? ten. Neſultaten belohnen; und wenn dieſes auch nicht durchaus der Fall. ſeyn ſollte, ſo werden ihre Reſultate wenigſtens zur Enthüllung mancher noh unbefannten Wahrhelt Anlaß geben. S. 539: Weinſteinſaure Neutral- und Mittelſalze. Die Weinſteinſsure gehet ſowohl mit den abs Laliſchen Salzen, als mit den Erden, und den Metallen neutrale Verbindungen ein, und erzeugt da- mit eigenthümliche weinſteinſaure Neutral- und Mittel? ſalze, Sie zeichnet ſich hierbey vorzüglich dadurch aus, daß ſie ſich mit den weinſteinfauren RNReütralſale zen gern im Uebermaaß verbindet, und nun neue Sal- ze, die mit neuen Eigenſchaften begabt ſind, damit er- zeugt, die mit den neutralen Verbindängen nicht ver- - wechſelt werden dürfen. 6. 54% Von den wahren weiüſieinſauren Neutral- ſalzen ſind uns gegenwärtig folgende bekannt: 23) Das weinſteinſaure Kali, ans der neutralen Verbindung von Weinüſteinſäure und Kali zu- ſammengeſeßt.-Um dieſes Salz zu erhalten, darf matt nur Kali in Waſſer auflöſen, die Auflöſung zum Sieden erhißen, dann ſo viel gepylverteſß ) Reh? (0 Wufiy DR |" Vtüjr |"it Diſ 10) aher' dd in Dabiy 0 ve Vigment Nude möcht! mit IiTan (ſes auch nid ihre Reſult H unbefanny Nittelſale, hl mit dev den, und nd erzeugt 1 - ynd Mitte 4 vv au y Reyträlſ! pu new b Wingen nigt ren Seu befanut: ys der wil TE uy erb var N ve Aufl) W NT -e un 243 reinen Weinſtein(Weinſteinkriſtal) zuſeket; bis kein Aufbrauſen mehr erfolgt, und dann das Fiuidum zur Trockne eindicken. Da der We iz ſtein ſchon aus Kali und Weinſteinſäure, mit einem Uebermäaß der leßter 4 verbundeit, bes ſieht, ſo ſättigt ſich blos deſſen prädominirende Säure, und die Anwendung der frehen Weitz ſteinſäure iſt hiezu nicht erforderlich. b) Das weinſteinſaure Natrum, aus dep hes tralen Miſchung von Weinſteinſäure und Nä: frum zujammengeſeßt, gewinnt man, wenn itt Waſſer aufgelöſtes Natrum mit reiner Weigs ſteinſäure neutraliſirt, und die Flüſſigkeit kriſtal? liſirt, dder zur Trockne verdunſtet wird. &) Das weinſteinſaure Ammouiuin, qus der neutralen Berbindung von Weinſteinſäure nd Ammonivin beſiehend, wird erhalten, went inils des Ammonium und Weinſteinſäure bis zur neutralen Verbindung geſättigt werden, und das Tluidum entweder friſtälliſirt, vder zur Trockize vep: dunſtet wird. Dieſe Neuträlſalze ſind bis jeßt als Gegenſtände der. Färbekunſt noch gar nicht unterſucht worden; 8. 541; Wenn eins dder das andre vo" jehen wWeihſteit: fauren Neutralſälzein mit freyer Weinſteinſäure in Berührung kommt, ſo geht iektere- init ihnen eite neue Miſchüng ein, die ſchwer im Waſſer lös8bar iſt, und daher gleiß9 bey ihrer Enitehung aus der AuÄäis- 32 3 wr 5 244 ſung zu Boden fällt. Die niederfallenden Salze zeich» nien fich durch einen ſäuerlichen Geſchma> aus, und werden überſäuerte weinſieinſaure Salze genannt. Man gewinnt ſie, wenn man zu der im Waſ- ſer gemachten Aufibſung der Weinſieinſäure konzen? frirte Auflöſungen jener Neutralſalze ſeht, da dann die überſätterten Salze glei zu Böden fallen, In der Chemie kennt man von jenen Salzen: a) Das überſäuerte weinſitinſaure Kali, weiches unter dem Namen Weinſtein(Tartarus) hin- reichend in den Färbereyen bekannt iſt. b) Das überſäuerte weinſteinſaure Natrum,- c) Das überſäuerte weinſteinſaure Ammo nium, Die beyden leßteriy ſind bis jeßt naß ihren Wirkupn- gen in der Färbekunſt noch nicht unterſucht worden. Vom erſtern, nemlich vom Weinſiein, werde ih in der Farbenmaterialienkunde weiter reden. 160.) LISTE Von den weinſieinſauren erdigten Mittelſab zen ſind uns gegenwärtig in der Chemie bekant: a) Die weinſteinſaure Kalkerde; b) die weinſteinſaure Baryterde; c) die weinſteinſauxe Strontianerde;>) die weinſieinſaure Thotnerde; e) die weinſteinſaure Talkerde; 1) die wein- ſteinſaure Zirkonerde. Die übrigen Erden ſind im Ver- halten zur Weinſteinſäure noch unbekannt. Von dieſeit geutralen Verbindungen ſind die drey Erſtern, ſo wie Hie beyden Lektern, im Waſſer faſt unauflösbar, und Härften daher in der Färberey wohl ſcertheile aufgelöſt bleiben. Man filtrirt nun das Flüſſige ab, laugt den unaufiböbaren Niederſchlag mit Waſſer aus, und troknet ihn. dan gießt hierauf auf 3 Theile des trocknen äpfelſauren Bleyes einen Theil ſfiarke Schwefelſäure(Vitriolbl1), die vorher mit ächt Theilen Waſſer verdünnet worden iſt, und ſet alles 24 Stunden läng in Digeſtion. Die Schw e» felſäure wird nun an das Dley treten und in diefer Verbindung als ſch wefelſaures Bley unaufgelöſt liegen bleiben, die Aepfelſäure wird aber in Verbitt- dung mit dem Waſſer aufgelöſt übrig bleiben. Man filtrirt nun das Flüſſige, und raucht ſol und wird „„Zberſsauert zu Boden geſchlagen» 5. 573» Bon deit kleeſauren erdigten Mittelſalzen ſind in Her: Chemie befannt: a) die kleeſaure Kalkerde; b) die kleeſauyre Baryterde; c) die kleeſanxe Strontianerde; d) die Au ve(uw) yd dl Zu je8 ſaure de in'6 ode 1,10 u wan iD Gila, €) Iſs 7 Zim; 198 HUNN wid, dieſer Gan ben ma urde! pu1S Um Wglicfny Veineſg t i |v6 Oi p Watdlen Day | Abiet: Tay hnlich Weſch, tenden Glu, 1uflöfund big id, ) der, Meble 8 und Nate au reiner Ste ngeſeht, vertlefals(Sal net wird, ſs macht es eine der ſc&er vor. Es iſt indeſſen feines, weges nöthig, den theuren Bleyzucker aus Holland Fommen zu laſſen; man kann ſich vielmehr das eſſig ſaure Bley Behufs der Färbereyen und Druckereyen viel wohlfeiler, nach der(5. 5849) beſchriebnen Methode, durchs Kochen der Bleyglätte mit rohem oder auch deſfiillirtem Eſſig(ſo wohl Biereſſig als Wein- eſſig) ſelbſt verfertigen. rund ſolches gleich im fiüſſigen Zuſiagde: anwenden. S.. 594. e Bon dem eſſigſauren Eiſen macht mau als Beize zum ſchwarzen Druck, in der Kattundruckerey Anwendung. Man. dereitet daſſelbe, durch die Aufibſung des geroſieten Eiſens, in rohem Bier-oder Wein- eſſig.„An einigen Orten nimmt man Fatt des Eſſigs hiezu das ſaure Waſſer ,. welches beym Theerſchwelen, ſo wie bey Kohlenbrennereyen gewonnen wird. Auch wendet man gleich als Beize die Flüſſigkeit an,' welche bey der Reinigung des Eiſens, welches verzinnt werden foll, auf ven Blechhämmern übrig bleibt, und ebenfalls eine Verbindung von. Eiſen und Eſſigſäure aus»- macht. Nach dem BWorſchlage eines franzöſiſchen Shemifers, ſoll auch ſiatt des“ Eſſigs die brandigte Säure hiezu ganz vorzüglich angewendet werden können, welche man gewinnt, wenn Büchen- oder Eichenholz ei- ger trocfnen Deſtillation Ünterworfen werden. Jene ſaure Flüſſigkeit, welche ſonſt Holzſäure genannt wurde, iſi indeſſen voy der Eſſigſäure keine8weges verſchieden. S8. 595. Auch das eſſigſanre Zinn findet bereits eine ſehr wichtige Anwendung in der Kattundruckerey. Man Bereitet ſolches auf einem. zuſammengeſeßten Wege. Man löſet nemlich in Salzſäure ſo viel Zinn auf, als fie aufnehmen will. Man filtrirt die erhaltene Aufis- fung, verdünnt ſie mit deſtilſirtem Waſſer, und nn dn bf! paw D! Zu Bl und fäl hindi f (Ww€ Bly! wahrt You 01104 j wind, 31 (1099) vy 3 j Dub Wo gf 4 | figen,| Kolben| Veſſelben| Wit,| Guthe): 0 im füfign [4 "acht man(lj Kattundrucday ) die Uufiöſu vz oder Vein (des Eſſi4 | Sheerſchwel) nh wird, Aud eit an,'welß erzie werd und ebenfall ſaure aus» MUNG 3 die brandi! werden Fön) „Eichenholz 1 y, Jehe ſalt pot wurde, 1 vj erſchien at bereits(it vucfete). ID 0] 17 erhan n 269 tröpfelt: dam-ſo“ lange eine Auflöſung von: ſiäſau- rem Bley hinzu, bis feine"Trübung mehr entſteht, Das Bleoy'o pid] miſcht ſich hiebey mit der Salzſäure und fällt unaufiöslich zu Bodenz die Eſſigſaure-vet- bindet ſich? aber mit dem Zimnorud, und bleibt äufge- löſt.- Sie wird'!durch das"Filtriren' vom'ſalzſauven Bley geſchieden; und kann nun zum Gebrauch'aufbe- wahrt werden.,* Von der Bernſteinſäure und ihren neutra- len Verbindungen. C* Sut 329 Bernſieinfäure(Acidum füccinicum) wird in der Chemie ein eigenthümliches ſaures Salz genannt; welches man gewinnt, wenn der Bernſtein(Succinum) ein be- kanntes Erdharz, einer trocknen Deſtillation unterworfen wird. Wohlfeiler kauft man aber die Bernſteinſäure, unter dem. Namen Bernſteinſalz(Sal. ſyccini), von den Bernſieindrechslern zu in Preußen, die gedachtes Salz bey der Bernſieindeſiilla- tion gewinnen, und einen Handel damit treiben). ; 6. 597. Will'man'ſich die Beynſteinſäure ſelbſt verfets tigen, ſo füllet man einen gläſernen nicht ſehr hohen Kolben 3 voll Bernſtein, kättet auf die Halsöffnung deſſelben"eine" H'e!m, deſſen Schnabel in'eine Vorlage Teicht, uüd- verrichtet nut die„Deſtillation“ aus einem Sandbade, In der Vorlage erhält man eine*ſägerliche ..“+ H Biepis. ZJ py:| * | LEN Zah [Zfllie« -“ -b 270 Feuchtigkeit“ nebſt Berüſteinst, im Heim. aber ein ſaures Salz in ſpiſſigen Kriſtallen,. welches die Bern- ſteinſäure ansmacht.. Man reinigt. jene Bernſtein» ' Fäure; indem ſie in 12 Theilen ſiedendem Waſſer auf- gelöſt, dann mit Zuſaß- vom achten Theil ihres Gewich- tes:gepulverter gut ausgeglüheter Kohls gekocht, das Fluidum filtrirt,:und zur Kriſſalliſationm: verdanſtet wird, da dann die reine Bernſteinſäure in Kriſtallen anſchießt. 038 2 NH19G8 237 18 Die Berüſiein ſäure iſt bis jest in der Färberey noch gar nicht verſucht und angewendet worden: ſie muß „alſo, in. dieſer Hinſicht noch unterſucht werden.. Eben- ſo wenig. hat man gegenwärtig von ihren neutralen Ver- bindungen eine Anwendung in der Färbekunſt gemacht; ſie bieten alſo beyde„Gegenſtände neuer Unterſuchungen dar. N: S.* 399. Berüſteinſatre Neutral- und Mittelſalze. Die Bernſieinſäure neutraliſirt ſich gern mit deg alfaliſchen Salzen, und löſt auch die Erden und Me- talle gern auf. Von den bernſteinſauven Neutral- ſalzen ſind in der Chemie bekannt: a) Das betnſtein- ſaure Kalis; b) das bernſteinſaure- Natrum;-und<) vas bernſteinſaure Ammonium, Man bereitet ſie, indem die flüſſige Beruſteinſäure unmittelbar mit" jenen alfaliſchen Salzen neutraliſirt wird, und die neutralen Flüſſigkeiten entweder„für ſich aufbewahrt,- oder zur Friſralſifacion verdunſiet werden, NUE fein 0) uh he el ig hu) (AALEN | Gey Che) Ulten Viten, | ! Di aber dj O4 Ww Bery 1 Dien m Deſſau ihres Opinil: | gefocht,)) erdänſtet wi) in Stiftl f Der Färben den; fe muß dent,. Ebeys wutraleh Dety aaah; ſi ſüungen dar, ttelſalzt, gern mit di den und Ie ey Reutra Das betnfiely 1: umd) dy fie, inden) 7 91.11 an FÄFpti ' FAI 271, C& 605», %8o1 deti bernſieinſauren erdigten Mittelſalzen kennt die Chemie: a) Die bernſieinſaure Kalkerde; b) die bern» ſieinſaure Baryterde; c) die bernſieinſaure Strontian- erde; d) die beraſteinfaure Thoiterde;€) die berüſiein- aure Talferde, Die Verbindungen der Bernſteinſäure mit den übrigen Erden ſind noch nicht unterſucht wor? den. Als Gegenſiände der Färbekfun|F hat man bis jest noch feine jener Berbindungen unterſucht, C. 601. Bon den bernſteinſauren metalliſchen'Mittelſalzen ſind in... der.. Chemie bekannt: 2) Bernſteinſaures Silber; b) bernſieiuſanres Bley; c). bernſteinſaures Kupfer; d) bernſieinſaures Zinn; e)„bernſteinſaures Zinck: 1). bern; ſieinſaures... Alle, äbrige Verbindungen ſind noch unbefannt; ſie müſſen alſo, ſowohl als Gegenſtände der Chemie, wie auch. als, Gegenſiände der Färbekunf, erſt noch unterſycht werden.- Von der Gallusſäure und ihren neutra- len Verbindungen. 6, 602: Sallusſäure(Acidum- gallicum) wird in der Chemie eine Säure eigner Art genannt,«welche in den befannten Galläpfeln,. ſo wie in vielen andern Ve- getabilien, welche die Eigenſchaft beſiten, in den Auflss RD -- di /“.. ſungen des Eiſens eite. ſchwarze Farbe zu. eis ne-Beſiandtheil ay15aet; ai m 6% 1682: Die Gallusſäure iſt ein in dex Färbekunſt und Druckerey eben ſo ünentbehrli cher, als von jeher angewen deter Gegenſiand. Ohne ſie hat bis jeßt feine ſchwar- ze Farbe erzeugt werden können; uind ſie allein beſiht die Eigenſchaft, in Verbindung mit Eiſenorid, auf den Zeügen aller Art, jedoch nicht auf allen mit gleicher Feſtigkeit, eine ſchwarze Farbe zu bilden. '8< 604. 3 Die Gallusfäure liegt äber fo wenig in den Galls äpfeln als in irgend einer ändern vegetabiliſchen Sub-' ſtanz frey vorhanden, ſondern ſie iſt darin allemal, in ver- ſchiedenen quantitativen Verhältniſſen, mit Gerbeſtoff (Materia Scytodephica); nebfi gummichten und harzigten Theilen gemengt; wovon vorzüglich der Gerbeſtoff, bey ihrer Anwendung zur Hervorbringung der ſchwarzen Farben, oft eine ſehr nachtheilige Rolle ſpielet. 9. 605. Um die reine Gallvsſäure zu erhalten, muß ſolche ous den Galläpfeln, oder aus andern Subſtanzen, in welchen ſie einen reichlichen Beſtandtheil ausmacht(als den Eicheln5' dem:'Schmack;:-'der Eichenrinde, den Tormentill- und Natterwurzein 2c) auf eine zwect- mäßige Art abgeſchieden werden, wozy ſyfpendgenaſen vöperitt. wird,: 58 & 656| ' | Nav! zm ZD jah is fel(W 4 Subſtan lin mit 1 aftion der Ni fpfol(8 nm u ut lift)) |;» wiGe | Duſl ei Sehdh f] ji mj 1 un 7 u Y zu 119700 h | Färbehunf 0 Jeher angen bt Feine ſchw fie allein be) enorid, |(uf allen 1) zu bildet, gimden Gall obiliſhen Gut: Wem, iy ver mit Gerbeſiuf wund harzig y Werbeſiel 3 der ſchwar) piet, a8, muß feld !(ß eweis 7] /) 111[NG prae | 60) 273 . 6. 506, Bereifung der Gallusſäure. Man gewinnt die Gallusſäure am leichteſten, und zum Behuf der Färbekunſt und Druckerey rein genug, nach folgender Art. Eine beliebige Quantität Galläps fel(oder eine andre die Gallusſäure enthaltende Subſtanz), wird flein geſtoßen, dann zu wiederhoitenma- Jen mit faltenz Waſier extrahirt. Die erhaltene Exs traktion wird filtrirt, zur Honigdicke abgedunſtet, dann der Rückſtand mit ſechs Theilen waſſerfreyem Als Fohol(5. 392.) übergoſſen, und in der Wärme diges rirt. Der Alkohol nimmt die Gallusſäure in ſich, und läßt den Gerbeſioff, ſo wie die gummichten Theile, unaufgelöſi zurück, 9:2.007 Man deſtillirt nun dieſe geiſtige Extraftion aus einer Retorte über, bis die Hlüſſigfeit honigdick wird, fo gewinnt man den Alfohol wieder. Den Rückfiand laugt man dagegen mit Waſſer ans, filtrirt das Flüſ- ſige, und läßt es verdunſten, da denn die Gallus- ſäure in Kriſtallen anſchiest. Zum Behuf der Färbes rey kann jene Säure aber auch in flüſſiger Form aufs= bewahrt und angewendet werden. 8. 608; Eine ſo zubereitete veine Gallusſäure unterſcheidet ſich von den bloßen Extraftionen der ſie enthaltenden Stoffe in ihrer Eigenſchaft, in Verbindung mit Eiſen ſchwarze Sarben hervorzubringen, gar ſehr. Die damit erzeugten Hermbſtädt's Färbehunſt, S 8 27.4 Farben werden viel dunkler und ſanfter. Sie machi uf(ns alſo einen Gegenſiand der Färbekunſt. und der Drucke- werden 74 vey aus, der die größte Aufmerkſamkeit verdienet,..| jap S. 609./ Gallusſaure Neutral- und Mittelſalze.: 1, Die reine Gallusſäure beſibt, gleich jeder andern. fand Säure, die Eigenſchaft, ſich mit alkaliſchen Satzen, bar. mt Erden und Metallen zu verbinden, und damit ganz in dipl eigenthümliche Verbindungen zu erzeugen, die in der Jug Chemie unter dem Namen der gallusſauren Neutral: Gall| und Mittelſalze bekannt ſind; ſie verdienen aber ſämiat- 5] ſich in Hinſicht ihrer Eigenſchaften erſt noch unterſiicht datum | zu werden. vu || fü Jo! jſ Von der zootiſchen Säure und ihren neu- v y; valen Verbindungen. 7 6. 610. Zootiſche Säure(Acidum zooticum),(auch Blau- ſäure), wird ein ſäurer Stoff eigner Art genannt, wel- pl ww 72 „ = Are: E Z u „erm llt & zd Is 4 en FE[ZfMi X 458- DS wa. 43 - x 270 erfaltett. Bey dieſer Operation miſchet ſich die im Blute enthaltene zootiſche Säure mit dem Kati, und treibt deſſen Kohlenſäure aus. Die dlichten und andern fremdartigen Theile des Blutes werden ver- füchtiget, 5. 614. Man ſiößt nun jene kohlichte Maſſe zu Pulver, Eocht dieſes ſo oft, in einem eiſernen oder zin- nern Keſſel, mit Waſſer aus, dis die Maſſe alien fal- zigten Geſchmack verlohren hat, und filtrirt das Flut- dum. Dieſe Flüſſigfeit wird Blutlauge genannt. Sie enthält eine Verbindung von zootiſchſaurem Kali und freyem Kali aufgelöſt. S8. GI5. Um jene Slüſſigfeit vollkommen mit zvokiſcher Säure zu neutraliſiren, bringt man ſelbige in einem Keſſel zum Sieden, und trägt nun, unter ſtetem Umrüd- ren, ſo lange feingepulvertes Berlinerblau hinzu, bis bepm fernern Hinzutragen deſſelben, ſolches ſeine blaue Farde nicht mehr verliert. Man filtrirt hierauf die Flüſſig? Feit, und laugt den Rückſtand, der einen gelben Brey darſtiellet, zu wiederholtenmalen mit Waſſer aus, GS. 616, Da das Betrlinerblau eine Verbindung von zvootis- ſcerey wird ſie als ſchleimigter Zuſaß ſehr oft angewendet. S. 635 Vom Gluten oder Kleber. Gluten oder Kleber( Gluten. Matezia glutinoſa) wird eine eigenthümliche Subſtanz genannt, welche vor- züglich im Mehl der Getraidearten einen Beſtandtheil ausmacht, und, nach der vorher beſchriebnen Auswa- ſchung der Stärke, in der Leinwand zurück bleibt. Je- ner Gluten macht eigentlich den vorzüglich nährenden Gemengtheil im Getraide, und dem daraus gebackenen Brodte aus. Der Gluten zeichnet ſich durch folgende Eige nſchaften aus: Er iſi a) grau von Farbe; b) 6 AUEN c) ela- ſtiſch 3 4) unauyſöSbar im kaiten und warmen Waßter, im Silfohol und im Oel; e) aufiösbar im Eſſig; und 3) in der Aekßlauge. Er trocknet an der warmen Luft zu einer horn- artigen Maſſe aus; die, g) wenn ſie verbrannt wird, wie verbranntes Horn riecht; h) feucht aufbewahrt, fault er init denfeiben Erſcheinungen wie Blut. Seine Miſchutgs- theile ſind Kohlenſtoff, WaſſerfſioF, Salpeterſtoff, Phos- phor und Schwefel.: Anmerkung. Der Gluten iſt mit dem gerinnbaren Theile des Blutes; dem käſigten Theile der Milch, und dem Ey- »meiß Faſt- gans übereintinmend, Many findet ihn auch in den they Z wir dv De€ und wih ef 3 v Bell] Refuge n we! (er di] fen wird) Ong voy Ww Uy (un) by) fid) 4 a] in (8 eine NUNG Init| (mg hl u de Gib vd Gate Tent hid fü et, ena glutinol vt, welche be en Beſiandth| "ebpen Zug ;% nehponde (4) nanrenbid 12 aokarfang 48 gebacfentn eEpenſhoft ados) e) 61. Waſſer, 11 + und Fund t zu eine oy aynt ird) vahrt, fas hum ine Mi Zu Säften vieler agüdern Vegekabilien. Ex gerinit?, wenn ſolche zum Sieden erhisk»werden, und. ſcheidet ſich gis eine dem Ey weiß ähnliche Materie daraus ab. CG. 637- Vom Schleint. Schleim(Mucilago) nennt man eitien eigenthümliz - | ps| N X= b- ZZ feli fiibe NEI ERR EIN a Il Z02 nium aus, befikt ſonſt aber alle Eigenſchaften einer Seife, die aus Ammonium und fettigen Thei- len gebildet iſt, Aus dem Grunde wirkt derſelbe als Reinigungsmittel der wollenen Zeuge. Er beſißt aber vor einer gewöhnlichen Seife, in welcher Kali oder Ratrum an die Fettigkeit gebunden iſt, den großen Vorzug, daß er die wöllenen Zeuge nicht zerſtöhrt, weil ſolche vom Ammonium nicht angegriffen und zerſiöhrt werden können. Ä.0.-H085. 0.0, S. 678. Wenn jene organiſchen Materien, ſowohl die vege- tabiliſchen als die animaliſchen, in einem mit Waſſer durchdrungenen Zuſtande, ſich ſelber bey mäßiger Wärme überlaſſen werden, ſo trennen ſich ihre Miſchungs- theile, ſie gehen unter andern Verhältmſſen mit einaa- dey in Verbindung, und bilden neue Subſtanzen. Eine ſoviche von ſelbſi erfolgende Veränderung, wird Gährung (Vermentatio) genannt. Sie läßt ſich in drey Verio- den, 1) die geiſtige Gährung; 2) die ſaure Gäh- rung; und 3) die faule Gährung unterſcheiden. Durch die erſte wird brennbarer Geiſt(Alkfoho!), durch die zweyte Säure(Eſſig), durch die dritte ſtinkendes Oel und Ammonium gebildet, On Dene ihren Ge van Air! ſher Gag gehen 90 Vu zm wd ufunde 18 bewahrt 18 (A, DJ vu(im Wela „0 fut y i ih ns | 1: (MN Ah ven Dy Gäurey ſig ſirh Abefung H Die <<=>><“-= maze] 5. At ('€ Ky 's| br. af. Dr M7 EE Z0Z| we yn 6. 679.| et) Mi, Von den vegetabiliſch 8 Materien gehen alle| Er bit ah diejenigen, welche Zucker, Schleim oder Gummi unter| Ier Sili 1 ihren Gemengtheilen Bebit erſt eine SERGE und/ "WG" dann eine ſaure Gährung ein. Von den animali-| ht zerfühe 4 ſchen Subſtanzen gehen nur dieſenfgen Ju 03 ve| Taf eh Gäzhrung, welche Gallerte enthalten; die übrigen| gehen gleich in faule Gährung über. S. 680. Werden dagegen dergleichen organiſche Subſian- zen in einem vom Waſſer befreyeten, ausgetrockneten Zuſtande aufbewahrt, ſo können ſolche Jahre lang auf- bewahrt werden, ohne die mindeſie Veränderung zu erleiden. &. | | | | hier Wee- S8. 681. Werden ſiz dagegen in einem trocknen Zuſtande, durch eine trockne Deſtillation(bs. 167), einer ge- | | | | | j..= „numm ii wohl die biyt- Mil 1 waltſamen Wirkung des Feuers, in verſchloßnen Ge-| MN ve) 000 fäßen unterworfen, ſo gehen auch hierbey ihre Miſchungs- 7) ihre Diſh theile neue Verbindungen ein, und es werden neue Ma- iſſen int" terien erzeigt. uſa Er , wird Gäu) Nn 8.:1682% „in dew Zur Die vegetabiliſchen Subſtanzen liefern bey einer ſol- je ſaure Oi)- nen Deſtillation organiſcher Körper übrig bleibt, wird Kohle(Carbo) genanlht; und nachdem derſelße ein vegekabiliſcher;, oder ein animaliſcher Körper war, in-Pflanzen- und Thierkoh.le) unterſchieden; wobey zu: bemerken, daß: a). die Pflanzenkohble aus Kohlenſtoff,"nebſ erdigten und alkaliſchen Salztheilen; by=dis&" Thierkoh le aber, aus Kohlenſtoff nebſt Kalkerde und Phospho zuſammengeſebt zu ſeyn pflegt. DU? Kohlenſioff iſt ein Edult der zerſiöhrten Pflanzenfaſer, oder des animatli- ſchen Faſerſioffes. Anmerkung. Die Chemie unterſcheide?, ſowohl in der vege* eabiliſchen, als in den animaliſchen Körpern, noch ans t NUE wen DO u 40 1 pam 5 nagen 1046 mud Gig 10 ADR ub M[Td uni H! (406" vd) Ww vow 3 owt t F.07 wan H Ua Ni Khan 7)„I? Wſhp 4 Ww" "nt (AUMENY I a Ven rl ar fatbenieg 4; [9eN aufyaſcli; ien, ky etertalien, Fre mani und Mittal jentofen Zul elde mir fal d ſe hiedur| (et 30, maeht" ws jeher€ nde der Fir die Thieth Baumwoll) au einer jed y dmiſchun) uy tber Färbetunf jürbende Guß 6 tt) 1] pm 4 je pam 0 397 find, ſo zeigen ſolche doh in jener Hinſicht eine ſehr verſchiedene Fähigfeit, wovon der zureichende Grund als lein in ihrer verſchiedengearteten Grundmiſchung geſucht werden muß. JI< werde jene Materien einzeln hier näher betrachten. 9. 690 Von den thieriſchen Haaren überhaupt; und von der Wolle insbeſondere. Die rauche Bedeckung, welche die Natur viele Säugthieren auf der äußern Fläche ihrer Haut verlies hen hat, nennt man, in der allgemeinern Bedeutung des Wortes, Haare. Sie beſiehen aus überaus feinen Kanälen, welche mit einem markigten Weſen ausgefäl- let find, das, nach ſeiner größern oder geringern Maſſe; zind' der davon abhängenden Ausdehnung, ihnen eine verſchiedene Dicke und Elaſticität giebt, Ihre Farde iſi bald weiß, bald grau, bald braun, roth, oder ſchvarz. 8. 691, Nach ihrer verſchiedenen Form, ſo wie nach ihrer verſchiedenen Härte und Biegſamkeit, pflegt man die thie- riſcmann?"s Anleitung zur Technologie 1c. 4. Ausgabe. Görtine gen 1796.(S. 45 bis.96) enthält eine ausführliche Beſchreibung der verſchiedenen Wölſenarten, jo wie der Art ihrer Zubereitung und Ver- arbeitung.) G. 694. Die Wolle kommt, in Hinſicht ihrer Grundmi- ſchung, mit jedem„andern Thierhaar überein, und iſt Glos im quantitativen Verhältniß der Miſchungstheile von andern Haaren verſchieden. Als nächſte Beſtand» theile liefert die Wolle Gallette(8. 662.) und Fa» ſerſioff(8. 665.) welche Theile aber nur- durch eine Zerlegung auf dem naſſen Wege daraus geſchieden gg Aehulif! jdm hat fo! Ive Dil pit Dl wütet veil 11, Be) ww nige dal wißt ſul II 0 [bi 6 (indy (a LU | eld Auftr (UU BENEN Satun een genivärt eh dh gemacht hn ſſen nicht im AdheitSiufan y it ihrer. Ioſt x Neicen uy ſeidenartig im h f Iven| eiänet, einen y) Tt u id! Beſchufenbht, DU me Der Migmenke 6, 4. Aubgohe, GU) prliche Beſateihun ver Zubereitun mD 4 ihrer Ort x überöin, u| ie Diſcunvih 3 nächſte H 4, 66) jp ab Im dus NN giſhied! 399 werden Fönnen. Iu wieſern fie-ber Wolle ihre beſon- bere Fähigkeit zur Annahme der Pigmente ertheilett, verdient näher unterſucht zu werden. 8. 695- In ihrem Verhalten zu. einigen andern-StoFeik zeigt die Wolle mit der nachher folgenden Seide viel Jehnlichkeit, weicht aber von der Baumwolle und dem Leinen ganz vorzügliH ab. 2) Reines Waſſer hat, ſowohl in der Kälte als im ſiedenden Zuſtande, Fei- ne Wirkung darauf, Wird ſie aber im Papinſchen Topf mit Waſſer behandelt, ſo löſet ſie ſich gänzlich. zu einem gallertartigen Brey auf. 2) Alkohol bringt keine Veränderung an ihr hervor. 3) Salpeterſäure färbt die Wolle anfangs gelb- zerſiöhrt ſie aber vollkommen in der Siedhige. 4) Salzſäure wirkt in der Kälte nicht darauf, in der Siedhißze wird ſie aber dadurch es weicht. 5) Aetzende Kali und Natrumlauge löſen fie ia der Kälte und Wärme zu einer gallertartigen Maſſe auf, aus welcher zugeſeßte Säuren eine fles briche Subſtanz nebſt Shwefcl abſcheiden. 6) Von äßenden Ammonium wird ſie nicht zerſiöhrt, wohl aber dadurch vom Shmuß und übergäſſigen Fett ge eeinigt. S. 686. Von der GSeide«. Die Seide iſt das-Geſpinnſt der Seidenraupe odes des Seidenwurms(Phalaena Bombyx), welche ihre Nahrung von den Blättern des weißen Maulb.oers Zi0 baums entlehnt, Die Seide hat mit den thieriſchen Daarein viel Aehnlichfeit; in Hinſicht ihrer Grundmi- ſchung ſcheint ſie blos durch ein verſchiedenes- tives Verhältniß der Miſchungstheile von jenen verſchie? den zu ſeyn. Itt der Annehmbarkeit für die Pigmente, hält fie zwiſchen der Wolle und Baumivolle das Mittel. Eine vollſtändige Ueberſicht von demjenigen was zur Kegntniß ihrer Gewinnung und zu Butemachung erfor- bert wird, findet man in der hier angezeigten Schrift zuſammengeſtellt. CDer Seidenbau und die Mqaulbeerbaumzucht. Bearbeitet von I, G. Bebnke. Berlin 1794.) S8. 697. Die Seide zeichnet ſich in ihrem chemiſchen Ver- halten gegen einige Auflöſungsmittel folgendermaßen aus. Mit den Thierhaaren kommt ſie darvin überein: daß ſie x) im falten und kochenden„Waſſer unauflösbay iſt, 2) daß ſie auch vom Alkohol nicht angegriffet!, und 3) daß ſie von den äkßenden alkaliſchen Laugen zerſtöhrt. wird; 4) daß ſie von der Salpeterſäure gelb gefärbt, und, im Kochen durch ſie zerſtöhrt wird, Dagegen zeichnet ſie ſich von den Thierhaaren dadurch aus: a) daß die Säu ren aus ihrer mit Aeßlauge gemachten Yufiöſung keinen Schwefel fällen; b) daß ſie durch eine Digeſtion mit Alrohol, welchem etwas Salzſäure beygemengt iſt, ein färbendes Harz 90n ſich gibt, welches ihre natürliche gelbe Farbe bewirkte, ohne von ihrer natürlichen Härte und Feſtigkeit etwas zu verlieren,| 8 in der 7]' jow ie fi (Pinn jl je u, verſi n 0„m, " vie; Jiu feht eins up, 18 ni ihm vy u fel nun Unt Dilſqn Wide 103) 'Nbiga Vin bil! Oy Dam Witt,» ) Ih kerh; Wit den Hien» dt ihm Grund Aiedenz Quit von jenen hſt für die Vigna Nolle das Thy Neigen wag y wiemachung ih angezeigten Gy AUM zucht Bei 4 Qeniſchtn Dy o(gendermaßen as n überein! vi nauflöshar if, 1 ifo, und 3 en erfährt vi gelb gefärbt 1) Dagegen eint :. a) daß die) 1 Auflöſung fi! eine Digeſio m M1 jj, hes imm t/h! e no hirt Z11 S- 693- Ganz füglich gehört hierher anch noc< eine Erwähs« güng der Muſchelſeide(Byſlus). So nennt man eine ſeidenartige Subſtanz in zarten Fäden, gemeiniglich vor einer feurig gelben Farbe, welche die Ste>muſchel (Pinna rudis. Pinna marina) als ein Bartängliches Wes fen enthält, das zu Smirna, Palermo, und Meſſina zu verſchiedenen vortreflichen Geweben verarbeitet wird. Anmerk. Ueber die Zubereitung und das Bleichen der Seſ- de wird weiterhin gehandelt werden, 6. 699. Von der Baumwolle. Die Baumwolle iſt eine faſerige Subſtanz, wel- -(Anleitung zur Cultur der ächten Baumwolle in Oeſterreich. Wäen 1797) ſoli die Baumwolle» auch bey uns kultiviex werden können.. 6. 700. Als Arten von der Baumwollenpflanze, vder Baumwollettiſtaude(Goslypium), werden folgende unterſchieden: 1) Die frautartige Baumwollenſtaude(Gosſypium herbaceum). 1.0004 4] 3: | 4 312; 4 ij Sie it ein Sommergewächs, kommt urſprünglich in„7 ) j Arabien und Perſien wild vor, wird aber jet auf den Bu di/ griechiſchen Juſeln im Archipelagus, in Oſt- und Weſtiny- mi M 0000 dien, ſelbſt in Europa, vorzüglich in Spanien und Ito- a !.)); lien und mehrern wärmern Gegenden gebauet. Die Pflanze us 115 1! Hat einen aufrechtſtehenden, 2 bis 3 Fuß hohen, rauhen, dub HREN)!*. Frautartigen, voberwärts mit ſchwarzen Punkten verſehenen as WEH Stengel. Die Blätter fiehen wechſelsweiſe gegeneinander uh über, find behaare, in fünf au Größe abnehmende ausges„ein ſweifte Lappen zextheilt, und(nach Cavanilles und pn Murray) iſt jedes mit einer Drüſe beſest. Bey den Blatt- ML und Bluymenſtielen ſigen zwey kleine lanzetförmige Schuppen. UE Das Bluntenblatt iſt blaßgelb, am Boden purpurfarbig. i-4 Auf die Blumen, welche die Gefialt von Klocken haben,(7Y folgt eine Blumwenkapſel von der Größe einer wälſchen Nuß. aum Wenn ſie ihre Reife erholten hat, ſpringt ſie in vier Fächer, bt und die darin enthaltene Baumwoke läuft in der Wärme ſo upm fiarf auf, daß ſie die Größe eines Apfels erreicht. Sie fiellt MN, zun die verlangte Baumwolle(Bombax, Goslypium) där,|( Dieſe umgieht die Samenkerne, welche die Größe einer Erbſe hd haben, ſchwarzgrau, länglicht und wollicht ſind, und einen(Wins ölichten Kern enthalten, 1604 2) Die baumartige Baumwollenſfiaude( Gosſypium WM arboreum).! Win Sie wächſt in Oſtindien, zu einer Höhe von 5 bis 3 Fuß.| k Ihr Stamm iſt, ſs, wie die Wurzel, holzigt, und mehrere 7 Jahre ausdauernd, Die Blätter ſind in fünf Lappen zer- a theilt, lanzetförmig zugeſpilt, und endigen ſich in eine kleine|(ip Boxſto, Nach von Rohr*) ſoll die Baumwolle von deu| ft Frautgarrigen und den baumartigen Stauden, am deut: Gin lichten dur< die Samenkörner unterſchieden werden können z- wih. deren Figur auf die gute Beſchaffenheit der Baumwolle einen Auhy großen Einfiuß haben foll." *) Iul. 9: Rohr Anmerkungen über den Cattynbau 26. 1. 1, 2. Th. 1791: vihr Nat Ut Nh ab apt fh 91. 0 Deſi dani un V" Wquet, 2 Uß hohen, nh Duuften verh weiſe gegenehnn Abnehmende iW Cavanillyp bt, Bey dend) jetfÖrtmige Guy Boden pio, bon Rloden huh nor wälſchen 3 ſie in vier Süd ti der Wirte| mah, Gk fil x, Goypuum))y € Große eins Erf) It find WM ide(Goglypita he von 6 000 03M olyigtz 10) 000 in fünf Zapp 1 mE E00... umol 1 tand a pu APE 711.111 ver Bund(ms NULLEN 26,19% 3) Die barbadenfiſche Baumwollenſtaude(Gösſypium Barbadense). Sie zeichnet ſich von der vorigen dadurch aus, daß die Blätter in drey Lappen zertheilt, und unterwärts am Stiele mit drey Drüſen beſeßt ſind. Nach Schwarz*) unterſchei- det ſich auch die barbadenſiſche BaumwollenFfaude durch die Glätte des Blattes, ſ9 wie dadurch von andern Arten, daß die Samenkörner nicht au der Wolle feſt hängen. *) Schwarz, in dey neuen Abhandlungen der Königl. Schwed, Kkademie der Wiſſenſchaften. 2. B. S. 18 2x. Fahtlberg, über den Anbau und Nuten der barbadenſiſchen Baumwolle. In den neuen Nbhandl. der Königl. Schw. Akad. 2. V. S. 3 2. 4) Die rauche Baumwöollenſfaude(Goslypium hixr- gutum). Sie wächſt in Amerika. Die Blätter ſind in fünf ſpike Faypen getheilt und unterwärts, am Hauptnerv, mit einer Drüſe beſetßt. Der Stengel iſt gans ranch anzufühlen. Nach Schwarz*) ſoll ſich die rauche Baumwollenſiaude vorzüglich dadurch. auszeichnen, daß ſie merklich haarigt, die obern Blätter meiſt ungetheilt, und die Santen grün ſepen. *) Schwarz, 9, 4 O- 5) Die religidſe Baumwollenſtaude(Gosſypium re: ligiosum). Sie wächſt vortüglich in Oſtindien, und hat jenen Na- men wahrſcheinlich erhalten, weil ſie ſonſt zum Gögendienſt gebraucht worden iſt. Die Zweige und Blattſtiele ſind mit ſchwarzen Punkten geziert 3; die Blätter ſind tief, in drey, ſeltener in fünf ſpite Lappen zertheilt, und an dem mittlern Stiele unten mit einer Drüſe beſekt. Das Blumenblatt iſt weiß, ohne Fle>e, und der Griffel ragt über ſolchem hervor. Nac<ß Schwarz*) erkennt man die religidſe Baumwolleys ftaude am an den häuiigen ſchwarzen Punkten; welche ale Theile bedecken; an dem mehr getheſlten äußer" y] 1310 van |. 14:04 EE 54 Blummenkelch- und an dem dunkeln Samen, an welchem eine gefärbte Wolle hängt, die aber zuweilen auch weiß iſt. Nach Schwarz ſollen aus dieſer gefärbten Wolle die Chineſen „den ächten Nankin verfertigen.; 6) Schwarz,%& O. 6) Anßer dieſen fünf ßeſchriebgen Arten gedenkt der berühmte Be>man*) noch einer ſechſten Art, welche auf den weßindiſchen Inſeln Cotton. de Siam genannt wird, und nach Linne eine Abart der rauchen Saumwollenſftaude ausmachen ſoll. Die Staude ſoll. ſehr zärt- lich ſeyn, langſam wachſen, und eine ungemein feine, ſeiden- artige Baumwolle geben, die aber gefärbt iſt, und ſich bald durch eine gelbe, bald durch eine kaffeebhraune Farbe auszzichnet. Die Samen ſind. grün, und hängen ſv feſt ant der Wolle, daß ſie mit den Fingern ausgeflaubt werden müſſen. Sie ſoll nicht in Ballen, ſondern nur pfundweiſe ver- kauft werden. Außerdem hat auch Murray noch ein Gos- ſypium latifofium und rubrum beſchrieben; wovon das lette in Arabien wild wächſt, und ſich durch ein röthliches Blumenblatt, einen purpurrothen Kelch, und roth geaderte Blätter auszeichnet. 8) I. BeE>mann*"&8 Waarenkunde, 1. Stuck, S. 72-8e, G. 701. Wenn gleich alle dieſe verſchiedene Arten der Baum wollenſtaude eine bravc ; x 328 114% 10h beſtimmt find, erkennen laſſet, Hier. lehrt die Erfah- n vang hinreichend, daß einige ſolcher Pigmente, von den N| zu färbenden Stoffen, aus der Farbenbrühe leicht und ohne weitere Vorbereitung aufgenommen werden, andre hingegen einer eigenen Vorbereitung bedürfen, S. 722 Jenem bemerkbaren Unterſchied zufolge, können zuerſt gemachten Vorſchlage, die Pigmente in ſub» fantive(Pigmenta ſubſtantiva), und ädjective (Pigmenta adjectiva) eingetheilt werden. 23) Zu den ſubſiantiven Pigmenten gehören alſs alle. diejenigen, welche ohne vorhergegangene Vor- Bereitung der damit zu färbenden Zeuge, eine Ver- bindung. mit denſelben einzugehen vermögend ſind. b) Zu den adjectiven Yigmenten gehören hingegen diejenige, welche ſich in den zu färbenden Zeugen nicht abſeken, bevor dieſe nicht durch die Vorberei- fung wit andern Stoffen zur Annahme der. Pig mente disponirt worden ſind.. *) Bankyvoft eygliches Farbebuch, Ueherſeßt von Jäger. Leipzig 1597, S. 728, Die Pigmente, welche in der Färberey überhaupt atlgewendet werden, wirken gegen die Zeuge von ver» ſchiedener natürlichen Beſchaffenheit und Grundmiſchung auf eine verſchiedene Art. Die Fähigkeit irgend eines Zeuges, ſi mit einem Pigment zu verbinden, iſt auf eine. in ſeiner Grundmiſchung gegründeten Anziehung, daher. ganz füglich, nac) eigem von Bankroft*). NN fn ms M DU 1 | 0tON M 1 ii 1:| Nin| 0778 19.8 " i» (m ip Vuhtt | Was WE Tag mit"| Ne jm jh More« fuß "4 " lh) de M ENEN Wa inen WM, Wi Vedürfe, 0 zufolge, Ey vm Banff; Banent! jz hh 1). HEHN Werden, menten vin other dn den Zn WD hen bern Een gehör zu fächert aa Durch Ne Dos Annahme) at won 34000.00 Färberey(ht)! die Zuge und. Grunig igkeit 190) um | ih„4 gel 10 329 oder, woſelbſt fie im Uebermaß vorkommt, Mette- que getianttt. 6. 733. Die Waldcoc44 "iD 50 | N ſ | . E| I kJ y 1 4 z | | T % + Fr"A; OTt Ehaptal,(a. a. O.) entweder 10 bis 72 Stunden lang mit Weineſſig eingeweicht, oder auch blos den Dämpfen deſſelben ausgeſeßt. Leßters Operation erfor» dert weniger Zeit, und iſt ſchon in einer halben Stupy- de beendigt. Die getödteten Inſekten werden dann auf leinenen Tüchern auSgebreitet und getrocknet. Sie be- Balten eine weinrotche Farbe, und ſind nun Kaufs mainnSwaare.? Von dem Gummila>, GS. 762. Gummilac>(Gummi laccae) nennt man eine Syß- ſtanz von beſondrer Art, welche in Indien, durch den Stich kleiner Inſekten, aus den Zweigeit verſchiednex Bäume hHervorquillt, und wegen eines in ſich enthaltenden vothen Pigments, vorzüglich vormals, in der Färberey zum Purp urroth angewendet würden. Jene Subſtanz iſt indeſſen feineSweges ein Gummi(S. 640), ſondern, wie Geoffroy*) nach eigenen dariber angeſiellten Beobach» fungen bemerkt, eine Art Wachs, welches ſeine rothe Farbe den Embryonen eines kleinen Inſekts, die darin Fleine runde Zellen und Höhlen gebauet haben, verdanft. *) Geoffroy Obſervations ſür 1a G omme facque et ſyp Jes autres matigres animal es qui furnisſent Ia Teinture de Pourpre. Jn den Memoires de 1'academis de Pas L18, 1714. Pag, 122 etc, | 8. 763. „Die wahre natürliche Nbkunft jenes Gummilac<>s iſt, erſt in neuern Zeiten durch Kerry*)- entdeckt wor» vn 6 hingt das ard | M8 Uſt 007 eim wie RU Vb kam uy Way Gly " 09) bloß h Mitt(if WENN Cit Werden Don Ww ont, 01 id nan Ey [matt eike Cp Dur den Sti jedner Bäump Wenden rothen ) zun ne Gubin ), ſondern, b) fellten Deobaß: hes ſeine tolh! eft8, die dant aben, verbar me lacque et It ent[a Tainture demie de? Gymn (971.108 den. Geinen Beobächtungen" zufolge entſteht'es in den gebirgigten Gegenden von Bengalen zu beyden Seiten des Ganges, auf einigen Arten von Tei: genbäunmen, und zwar dem indianiſchen Feigenbaum (Vicus indica), dem Badughas(Ficus religioſa), ſo wie auch dem BDruſibeerenbaum(Rhamnus Jujuba), dur< den Stich ein?8 kleinen Inſekts, der Lackſchild. laus(Coccus Lacca), auf den Zweigen genannter Ge- wächſe, und dem daraus Dervorquelſenden uilchartigen Safte, ") James Kerr,(yon Petna in Bengalen). Ty dey Philo- fſophical Transactions LXXT I, Vol, P. IL pag. 374 bis 382 etc, - 8. 764: Nach Kerr finden ſich jeune Inſekten auf den ges nannten Feigenarten, deren nach der Verleßung aus- queliender Saft,- wenn er verfrocfnet, ganz die Bes ſchaffenheit des Gummilacks beſikt. Jene Thierchen exiſiiren in ſo großer Anzahl, daß die Zweige dadurch wie mit einem rochen Staube bede?e erſcheinen, wegen der Beräubung ihres Saftes die Blätter ver- lieren und austrocknen, +: 755. Im November und December fommen die leinen Lac>ſchildläuſe von dex Größe einer Fleinen Laus hervor, Friechen eine Zeitlang auf den Neſten der Bäu- me' herum, ziehen ſich dann aber, gleich den Blattläu- fen,“ an den äußern ſaftigen Zweigen feſi, aus denen und en 348 nun im Monat Janvar 5a8 Gummila> hervorquillt, welches die Thierchen bedeckt, uud an den Zweigen be- feſtigt, und ſchon im Monat März zu kleigen länglich» ten Zellen und Höhlungen ausgebildet iſt, SG. 766 In jenen Zellen ſchwellen nun die befruchteten gLackſchildläuſe während den darauf folgeuden Mo»- naten zu einer unbeweglichen kleinen Blaſe an, die mit einem rothen Safte angefüllet iſt, in welchem(im Oc» tober und N9 vember) zwanzig bis dreißig Eier oder Maden herum ſchwimmen, und von dem Safte leben. S. 767« Iſt der Saft"aufgezehrt, ſo bohren ſich die jungen Inſekten durch den Rücken der Mutter hindurc<, ent- fliehen nun, und laſſen, die leeren Häute zurück. Bevor dieſes abex geſchehen, nemlich wenn die trächtigen J1- ſeften wit ihren Tier fich uoch in den Zellen eingeſchlof- ſen befinden, werden die Zweige abgebrochen, und 87 erocknet, und ſtellen nun das Guymmilack dar. GS. 708- Bon dieſan Gummila> unterſcheidet matt im drey verſchiedene Sorten: 1)- Stock» oder Stat- (Lacca in haculis. Lacca in ramulis); 2) Kör: in granulis)3 und 3) Schell- oder wovon nur allein das unft ausmacht. < Kere aus dem nach den Bemer? Handel genlact nerlacf(Lacca Tafellac>(Lacea in tabulis); Stocklacl einen Gegenſtand der Färber Anmerkung. Der&öenevlac beficht na von den Zwyigen abgefraßten Lad 3-if aber; | | 170 | ut] 6401) pufp | feh | gl | p' v UAE Gerbetun vv Zeigen by u epn ppc t if, 1 die Gefrchy uf folgenden) Blaſe an, dim! welchem(111) 3 dreißig it 1 dem Gafte Ii 6 ſich die Jun) a hnduch, e* we zug. Ds die trädtigen 7 Zellen einge) gthrochen„m mila da Herſh I“ „Stad: 4 nam (ad 3))-.6h0" j von M a) lud y MICH ; 0 a if “4„7 Ö 4 y; fungen. andrer, ſchon eines Theils ſeines Färbenden Weſons durch eine Ausziehung mit Waſſer beraubt worden. Der Schellac> iſt dagegen der durchs Einweichen ſeines Farbe- ſtoffs völlig beraubte, nun geſchmolzene, und zu dünnen Ta- feln ausgezogene Körnerlac>. Dieſer wir» gewöhnlich zur Verfertigütg- der La>füruiſſe und des StiegellqEs an- gewendet. Er iF im Alkohol nicht völlig auflögbar. 8. 769. Der ächte Stocklack iſt mehr oder weniger roth, hart, durchſichtig, uneben, durchlöchert, und umgiebt die Zweige! ganz oder zum Theil mit einer harzigten Rinde. Im Munde wird er erweicht, ſchmeckt f jhgwach bitter, färde ven Speichel roth, und theilt dim Waſſer beym Kochen ſeine rothe Farbe mit, Seine rothe Far- be verdankt er blos der Farbe des Inſekts. Seiner Grundmiſchung nach, ſcheint er aus Gummi, Harz und Wachs zufammengeſeßt zu ſeyn. Sein Werth iſt um ſo größer, je röther ſeine Farbe iſt. Von den Pigmenten des Pflanzeureichs, G477,0. Das Pflanzenreich liefert uns eine überaus große Anzahl färdende Materialien,. weiche, der Zube unr eben ſo wichtig als unentbehrlich vnd, Jene Vgmente des Pflanzenreichs laſſen ſch, ach den Farben welche ſie zu erregen vermögen, ganz füglich eintheilen; 1) in blaufärbende; 2)' in hu gief öd fende 3) in geid- färhende. Ich werde die wichtigſten derer, weiche entweder ſchon im Gebrauche Gnd, oder noch in Ge- brauch fommen möchten, hier näher erörtern, ö füg 348 Vot den blaufärbenden Pigmenten, S: 771: Von dem Jndigo. Der Jndig(Indigo. Pigmentum indicum) iſt eine eigenthümliche Subſtanz von feuriger dunkelblauer Farbe, welche in Oſi- und Weſtindien aus mehrern Arten der daſelbſt. wachſenden JIndigopflanzen durch eine künſiliche Bearbeitung abgeſondert, und als Fav? bematerial dargeſtellet wird. GE 722 In Oſt» und Weſtindien wächſt die Indigo» pflanze wild, wird aber zur Fabrifation des Indigs auch abſichtlich gebauet. In Amerika bauer man vont Der Indigopflanze drey verſchiedene Arten, und zwar: 2) Den Anil(Indigolera tinctoria Lin.), eine fleine ſirauchartige. Pflanze, die nicht über zwey bis drey Fuß hoch wird. Der Stengel iſt in viele aufrecht ſehende Zweige getheilt, an we l. unterſcheidet ſich aber von derſelben da- durch, daß Blätter und Zweige mit einem ſilber» „Farbnew Filze bedeckt ſind, und die Saamenſchote nur: drey Saamenferne enthält. Dieſe Pflanze wird in Tunet ſehr häufig gebauet, und in Ame- vika der meiſie Indig daraus verfertigt. 3) Der wilde oder zweyſaamige Indig(Indi- goſera diſpeirma Lin.),.-aus welcher Pflanze der wenigſie Indig gewonnen wird; 8. 773- Die Art vnd Weiſe, wie'aus jeiten Pflanzen dex Indig verfertigt wird, iſts ſchr verſchieden. Die An- ſialten worin man den Indig: zubereitet, werden JIndi- goterien genannt. Fabrifationsanſtalten dieſer Art ſinden ſich vorzüglich in Aſien auf der Inſel Java; it Afrika zu Senegal und MadagasScar; in Amerika zu St. Domingo, und in den benachbarten Colonien, vorzüglich am Miſſiſippi, etiva 5 Meilen von Neg- Orlean. In Europa auf der Inſel Maltha. S.. 774- Um aus den verſchiedenen Indigopflanzen den Jn- dig zu gewinnen, werden die zur Reife gefommenetz Blätter, bevor noch die. Blumen ausbrechen, entweder allein oder nebſt den Stengeln abgeſchnitten, von der etwa anklebenden Erde durch Abſpühlen mit Waſſer ge- reinigt, und dann ferner verarbietet. Hiezu find drey Geſaäaße nöthig, welche in einer verſchiedenen Höhe über- einander angebracht ſind, wovon das. Erſie die Wei» 359 fFüpe over Fäulnißfüpe, das Zweyte die Rühr- füpe, und das Dritte die Ruheküpe genannt wird. Dieſe drey Küpen beſtehen in Trögen die von Steinen gemauert"und ſiufenweiſe übereinander geſtellt ſind. 6. 775. Die gereinigten Blätter und Stengel der Sndigpflanze werden in die Weichküpe geworfen; die Küpe mit Waſ- ſer gefäliet, und die Blätter mit Holz beſchwert, damit ſoiche nicht im Waſſer emporſteigen können. VermöBge der hohen Temperatur des Dunſikreiſes jener Gegenden, kommen die eingeweichten Pflanzen ſehr bald in Gäh- rung» ſie erwärmen ſich, das Waſſer verdickt ſich, es entwickelt ſich Waſſerfoſgas und Kohlenſaures8gas, es bilder ſich ein ſfarker Schaum, die Flüſſigkeit bekomint eine violblane Farbe, und die Pfianzenfaſern ſchwimmen oben auf. Su 7761 Weng jene Operation ſoweit beendigt iſt, ſo wird der am unterm Theil der Weichküpe angebrachte Hahu geöffnet, und nun die Flüſſigkeit in die darunterſtehende Rührfküpe abgeläſſen. Hierin wird ſte mit eigenen In- Frumenten geſchlagen, auch durch befändiges Schöpfen ünd Gießen ſo lange in Bewegung erhalten, bis die in der Flüſſigkeit hängenden Gasarten entwichen ſind, und die Farbetheile eine Neigung ſich abzuſeßen, erfennen laſſen. (An einigen Orten ſeßt man auch Kalkwaſſer zu, um die Kohlenſäure dadurch zu binden, und das Abſoyndern der»Farbetheile zu befördern)- Die Farben* | | „ele(rh guſerd! zu huf" Odi 0 ande? ſhut p emed vin dH guten iba fm 1vN (0 uu 1URL wi 94), 00 erhilt N| fh 1 gm ih void ſaß jh| rn abge Verſch Ven ſib mat Ah bie Nh Üpt wee wit) m Die Wa Opp 090100107) el der Spbiypty; ie Rüpe mit Y ) beſchwert, dy fönnen, Dun) eG jener Gegerby Wr bald in 6) verdieft ſich, wfanrebgas,| Wett betomy ofen Sn jgtif; fo m) angebracht 9) je Darunter fie mit CIpeben| fündig 64) aten, ONEN! iden fi) u" m erf u Gurt (iw 1 v ä „V zum men mm mg 55! theile ſenfen ſich nun allmählig zu Boden, und' die dar- überſiehende Flüſſigkeit nimint eine gelbe Farbe an- 9. 777: Jeßt wird nun die Flüſſigkeit in die Ruheküpe abgelaſſen/ in welcher ſich nun die gebildeten Theile des ndigs abſehen. Die Nuheküpe iſt mit drey überein- ander angebrachten Hähnen"verſehen, welche dazu be- ſtimmt ſind, die Flüſſigkeit von dem abgeſekten Indig-zu trennen Durch den erſten: und zweyten Hahn leitet man die gelbe Brühe ab; der dritte dienet dazu, die Farbentheile ſelbſt abfließen zu laſſen, die man durch Filtrirheutel laufen läßt. Wenn jene Farbentheile an- fangen teichigt zu werden, ſo werden ſie in viereckigte hölzernen Kaſten gefüllet, und nun der darin enthaltene Indig unter Schuppen vor der Sonne geſchüßt, und ſo an der Luft getrocknet. S. 778. Der auf ſolche Art gewonnene Indig iſt ſich immer gleich, er. mag aus der einen oder der andern Pflanze erhalten worden ſeyn, wenn nur bey ſeiner Abſcheidung Fein Fehler begangen worden iſi, und keine fremdarti- gen Theile mit ihm verbunden geblieben ſind; welches vorzüglich dann der Fall iſt, wenn der blaue Indigo- ſaß ſich von der darüberſiehenden gelben Flüſſigkeit nicht rein abgeſeßt hat. 8. 779- Verſchiedene Sorten des Jndig's im Handel. Von dem in Handel vorkommenden Indigo un- ſcheidet man mehrere Sorten. Der vorzüäglichſte Iudig 362 fommt aus Oſfiindien; dieſem folgt in ſeiner Güte der mexikaniſche oder Guatimalo- Indig, und hierauf die weſtindiſchen Sorten. 6. 780 Vormals wurde der oſtindiſche Indig vorzüglich von der holländiſch- otindiſchen Kompagnie nach Europa gebracht, und nach den Gegenden, wo die Waare her» fan, mit verſchiedenen Namen belegt, als Läuro. d'Agea, Biana, Java? Indig 16. Gegenwärtig bringen die"Engländer aus ihren oſtindiſchen Beſikun- gen jährlich über. eine Million Pfund Indig im Handel, von welchen einige Sorten dem Gyatimalo- Indig nicht nachſtehen. Jener Indig geht gewöhnlich über Cadix nach Amſterdam, wo er auf öfegtlichen Auctionen gerßeigert wird. Man unterſcheidet davon im Handel mehrere Sorten, Tiſſot, Flor, Sobres und.Car» 2e8, deren Preis aber nicht ſehr von einander abweicht. GENS» Der meiſie Indig, welcher nach Deutſchland, und insbeſondre in den„preußiſchen Staat fonimt, und verarbeitet wird, iſt größtentheils Domingo- Indig: welcher über Bordeaux, Havre, Nantes, Marxr- ſeille, und Hamburg in den Händel gebracht wird. Iu den franzöſiſchen Häfen, wird jener Indig ſortirt, und nun unter verſchiedenen Namen, als Flottindig, fein, gut, ordinair, gefeuert, Stüs Bemerkungen über. den Waidbau in Thüringet« In Bertbollers Handöuth der Färvekunſt, 2. Theil Eu 62:26); S. 803+ Um die goſammleten Waidblätter als Handelspro» dukt darzuſiellen, erfordern ſie eine eigne Beardeitung, die in Folgendein beſieht. Die geſammleten Blätter werden mit Waſſer geſpület, um ſie vom anflebenden Sande und Erde zu beſreyen, denn aber ſo ſchnell wie möglich an der Sonne gefrocfnet, und hiedurch vor dem [61 11110! mr il mien 4, dn jn gp Caye 1 ung „DB runde zuge per fr j han v 19; vl iv: "78 Ren ue die dah m zy . Y wing [hof ht boy Wieden zu ve Zu diy le DU fie mit bey abi en, und , Eben hn wer UEG mn zur daum Edit (es in je erſt oha, ) des Dai Baidbau i 1.2, Zheik Adept arb y Di Nependen mE « vm 393 Schwarzwerden geſchüßt? Die mäßig getrockneten'Blätter werden hierauf in einer Mühle zerquetſcht, und der dar« aus entſiandens Teig in einzelne Haufen zuſammengeſchüt= tet, der durch„eine Bedachung vvr dein einfallenden Rez gen geſchüßt. werden muß. Nach einem Zeitranm'voin 14 Tagen„werden die Haufen gewendet, und alles wohl untereinander gemengt,"Aus jenem Bre) werden nun runde Ballen geformt, und dieſe, vm die überflüßige Feuchtigkeit davon zu jagen, unter einem Schuppen der freyen Luſt ausgeſiellt. Jene übereinander gelegten Ballen-erhißen ſich allmählig„. und dunſien einen Gxe- ruch nacb- Ammonium Cb: 265.) aus,'der- uin ſo fiärfer it, je mehr die Temperatuv des Dunſtkreiſes beträgt,"Um jene Hiße noch zu vermehren, feuchtet man die aufgehätften Waidballen von Zeit zu Zeit mit Waſſer an,„und ſeßt dieſe Operation ſo oft fort, bis vie Ballen zerfallen... Hierauf. wird das Zerfallene vol- lends„getrocknet, in Fäſſer verpackt, und nun als Kaufmannsgut in den Handel gebracht. 1 9:"804. Jene Zubereitung des Waidkrautes ſcheint ynams gänglich nothwendig zu ſeyn, um dadurch ſein blaufarb- "nes Pigment durch eine veranlaſſete Fermentation zu ent- wickeln, und daſſethe zum BDlaufärben zu diſponiren. In Frankreich wied der meiſie Waid vorzüglich in Laugaue- doc, in der Provence, und in der Normandie ge- ßauet, und der Erſte für den beſten gehalten. I Deutſchland iſt der Waidhau vorzüöglich in Thüringen ſehr üblich. Ju den preußiſchen Staaten hat man ix z64 Schleſien, im Herzogthum Magdeburg, und an einigen andern Orten der Kurmark, nicht ganz zweck: loſe Verſuche darüber angeſtellt, und es wäre ſehr zu wün- ſchen, den Waiddau in unjerm Lande mehr zu kultiviren, Anmerkung. In Thüringen, ud namentlich yum Erfurt, wurde der Waidbau bereits im x3ton Jahrhundert algemein betrieben. Noch im Jahr 1616 beſchäftigten ſich 300 thü 4- eingſche Dörfer mit dem Waidbau 3 manches Dorf löſte da- für jährlich 12 bis 16200 Thaler. Die lette Zurichtang des gewonnenen uud geballten Waids in Thüringen war ehemals, und ifi es noch, ein Stadtgewerbe, das, ſo wie auch der Handel damit, vorzüglich in Erfurt, Gotha, Cangenſalze» Tänfiad?» . und Aryfrade betrieben wurde, welche Oerter man vormals, aus eben dem Grunde, die fünf Waidhandelsftädte nannte. Geitdem aber, während der Mitte des xöken Jahrhunderte, die Holländer aus Oſtindien den Indig nach Europa brach? xen, wurde dadurch der Waidhandel ſehr vermindert 3 auch ilt es leicht möglich, daß gegenwärtig auf ſeine Kultur und Be- arbeitung weniger Fleiß als vormals verwendet werden mgg. (Röſtig Deytrag zur Geſehießte des einheimiſchen Waidindig3. Im Jout2 nat für Fabrik, Manufakturen und Handlung. 15. B- 1798. S. 332 20.) "Grego5? Der Waid enthält ein blaufärbendes Pigment in ſich, das mit dem wahren Indig ganz übereinſiim- mend zu ſeyn ſcheint. Er färbt daher, auch ohne An- wendung des Indigs, ſehr danerhaft blau, aber die damit gefärbten Zeuge haben weniger Glanz, als die 09 144 mit dem Indig gefärbten.- Man fabricirt auch wirkli ſchon ann verſchiedenen ODertern einen ſolchen Waidindig, der dem franzöſiſchen an Güte nichts nachgiebt. Eine Fahrike davon iſt zu Neu-Dietendorf, einem zwiſchen rf!„v Zit[44 hy Guiding vas man ende dn geſu| (Qu vat veſſt jein) Rut pant pP) ka | wiſgt dj Feber hin NEE mj Y When, m yd. zwe: vWÜh: Wt, Erſt) AUgehi 300 dj [öfe Dy bang dy ehema, ? Zend Denfüh als, dus ante, nhertt, brach“ 48 m Zt 0 tg. m Jouts 332 41) jeht in aufm ue Iv aber di! NE vll) M (int wiſchen 362 / = Erfurt und Gotha belegenen Orte, woſelbſt durch eine Herrenhuter- Gemeinde jährlich an 300 Pfund Waiditndig verfertigt wird. Es wäre ſchr zu wünſchen, daß man auch im preußiſchen Staate dieſe Fabrikation einleiten möchte3 welches, wie ich glaube, noch nicht geſchehen iſt. (Quartremere d*Igjonwalls 6) Er enchält eine freye Säure, und ſeine mit Waſſer gemachte Antochung brauſet daher, wenn Kalkerde hin- zugetragen wird. Anmerkung, Einen Beweis, wie rathſagt es iſt, den Krape bau in Deurſchland, und vorzüg!ich in den königl preußi- ſchen Staaten zu befördern, giebt Gugemus*), indem ed bemerkt: daß jährlich 150,00 Cextner Krap aus Holland nach der Schweiz und nach Deueſchland vorkgauft wer» den, wofür an 4,500,290 Gulden nach Holland gehen. Ebene Detzelbe**) bemertt: daß, wean man die Wurzeln zwey Sommer in der Erde liegen läßt, von einem Morgen zy 363 nürinborger Quadratrutyen Fläche, 8 bis zo Centyex dürre Wurzeln, und hieraus 5 bis 6 Cextner feier, und 3 bis 4 Cextner gemeiner Krap gewonnen werden können. *) Guagemus Bemerkungen über den Krap, in den Bemerkungen des' kurpfätzig- pbyſikal. ökon. Geſellſchaft vom Iahr 3727, Fx) Derſelbe, Ebendajyeibſt vom Jahre 1771, 6. 3155 Die freye Säure, weiche der Krap gewöhnlich ent» hält, iſt ſeiner Wirkung beym Rothfärden, vorzüglich bey den baumwollnen Zeugen, ſehr nachtheilig, Nach Haußmann*) kann dieſe aber abgetumpft, und die Wirkung des Kraps merklich erhöhet und verbeſſert wer- den, wenn iman dem Krap gleich beym Auskochen, auf jedes Pfund zwey Loth kohlenſaure Kalkerde(zers ſoßene Kreide) zuſeßt, welche ſich mit der freyen Säure Ag 2 | AIMEEH j 111.000 1 IEE 372 | jj 41 des Kraps verbindet, und. damit unauflöslich zu Bo- |, 3) 0 den fällt. 16)| R UNE 3) Haußmann Verſuche Über die Tarben, welche man mit den Ziumns 10:3 167: auflöſungen, und den gefärbten ODriden diejes Metalls erhält. In 44 007 j. Hermbſtädts Magazin ſür Färder 26. X- BV. S. 82. Jen m| 6. 826. | 4(1B Vielleicht liegt das meiſte Pigment im Krap durch ein erdigtes Mittelſalz gebunden; und dann ließe ſich erklären, aus welchem Grunde die alfaliſchen Salze y(R eine ſo vorzüglich gute Wirkung auf den Krap aus- 10| 1990 üben, wenn ihre Auflöſung im Waſſer zur Extraktion % FV"| 41]'.« 4 1018 Feines Pigments angewendet wird. Vebrigens8 ſcheint 4: es, daß der Krap zweyerley Pigmente, ein rothes 1] und ein gelbes enthält. Es wäre daher zu unterſu? 64 hen, ob und auf welche Art man beyde von einander en: trennen, und den Krap, gleich dem Saflor, in ſeiner 10,"| xothfärbenden Beſchaffenheit dadurch verbeſſern könne. pM' j 8. 817. 4: I Außer der Wurzel von der Färberröthe(Rubia 1 tinctorum), haben die Wurzeln von verſchiedenen ans a j) jf deru Gewächſen gleichfalls die Eigenſchaft, dem Kräy 15" ähnlich zu färben; dahin gehören vorzüglich die herz» 1,4 blättrige Röthe(Rubia cordifolia); ſo wie die Wur» 00| zeln vom Färberlabfraut(Galium tinetorium); vom 1,4 40 wahren Labkraut(Galium verum); vom weißen Me- 0 01:4 gerfraut(Galium mollugo); vom Waldmegerkraut (Galium ſylvaticum); vom Wieſenmegerfraut(Galium boreale); vom rötheartigen degerfraut(Galium ru- biuvides) 3 vom Klebfraut(Galium aparine); vom Far iG zu it Det Zinn M a 97h Krap dis m ließt jh iſche Gy) Rrop ab 1 Ertrabi genß ſche n roth“ u unterſw m Üandee We ſern font, the(Ru ſchiedenen t, demi! zich die| „wiede s torium), 1 am weir 5 71008 erf(Galivn y(balium 1 | 373 kerwaldmeiſter(Aſpernla tinctoria); vont Acferwaldmei- ſier(Aſperula arverſs); von der unächten Bergröthe (Aſperula cynanchica); vom geblätterten Waldmeiſter (Aſperula laevigata); von der rothen Ochſenzunge (Anchuſa tinctoria); von der virginiſchen Ocßſenzunge (Anchuſa virginica) u. ſ. tv. Solche verdienen daber ſämmtlich in dieſer Hinſicht näher unterſucht zn werden, Von dem Satflor. S. 818. Der Saflor, eine vorzüglich in der Seidenfärberey unentbehrliche und wichtige rothfärbende Subſtanz, bes ſeht aus. den beſonders zubereiteten Blymenblättern der Saflorpflanze oder des wilden Safrans(Carthamus tinc- rius), einer einjährigen Pflanze, welche in Negypten wild wächſt; ſonſt aber auch ebendaſelbſt, ſo wie in der Levante, in Oſtindien, namentlich in Amboina und den benachbarten Inſeln; in Spanien, it Deutſchland, vornemlich im Oeſierreich, in Elſaß und in Thüringen, abſichtlich zum Behuf der Färbes rey gekauet wird. 6. 819, Die Saflorpflanze erreicht eine Höhe vont 2 bis dritkehalb Fuß; ſie beſiht eiförmige, ungeſtielte Blätter, die ziemlich hart, und am Rande ſiachliht ſind. Sie trägt eine zuſammengeſeßte Blume. Der Blumenkeich iſt eiförmig, und beſichet aus vielen wie Dachziegel über? einander gelegten Schuppen, wovon die äußeren kurz ſind, 374 und ſich mit einem großen blättrigen Stachel endigen, welcher bey den innern nach und tnach- kleiner„ die Schuppe ſelbſt aber größer wird. Die Vläümchen ſind ſafranfarbig, und reichen weit über den Kelch hervor. Sie bilden röhrenfsörmige, fünffach eingekerbte Zwitter, mit wahßenförwmigeim Staubbeutel, einem Griffel, und einfacher Narbe, und ſiken auf einem platten, mit Haox- xen verſehenen Blumenbette. Die Wurzel iſt faſericht. Der Same weiß, länglicht, etwas eckigt, und ohne Krone, und liefert ein gutes fettes Oel, Die Biumen zeigen ſich im Julius und Anguſt, und der Same wird im Herbſte reif. S. 320. Den feinſten und ſchönſten Saſtor erhält matt aus Aegypten, der Levante 26. Aber auch der europäiſche iſt keine8Sweges ohne Werth, und es wird blos auf eitte verdeſſerte Zubereitungsart deſſelben ankommen, um ihn jenem als Färbermaterial vollkommen gleich zu machen. In Deutſchland ſäet man den Samen im Monat März, auf einen trocknen, nur mäßig gedängten, etwas ſan- digten Boden. Im Julius und Auguſt, wenn die Blu- men hervor und zu Reife kommen, muß. die Sämms- ſyng behutſam und regelmäßig unternommen werden, ym nur diejenigen Blumen zu gewinnen, welche den ſeis nen Saflor zu liefern vermögend ſind, 6. 821. Wenn ſich die Blume öffnet, ſo iſt das Blutnet- blatt und der Staubbeutel gelblich von Farbe, nachher uzw'N ei 4| "0 I gfu, 1 u de Gu 1 NL| ſet 6, ht 1. jeder NELE vrt| pu 8 Ww iw Wan ---------=z- Mh!(| uh vhm| (1 Ih: 11000777 ni JBl NE vie 18 Deſſin ſammy jmque 4 vir) d v (yn, pr hal Odin feiner, y neh fe Zh herber rö Zum Griffel, w) 0, wit Da ift foſt) + Und Oh Die Bluey d der Gam tü aus mwN [08 Auf Ait on, um ihn zu machen 'onat Math etwas ſat) 4 die Di „die Gini men Werd, velhe des js | bos Aluiel jr, 10 375 ändern deyde, vorzüglich. das erffs, die gelbe Natbe in eine rothe um. Weil nicht alle Blumen zu gleicher Zeil ihre Reife und Vollkommenheit erlangen... ſo miß der Safior- Kultivatenr, wenn jeg Farbenänderung einge treten if, die rothgewordenen Blumenköpfe abſchneiden, oder die Blüten. aus. dem Kelche heraus nehmen laſſen. Die übrigen bleiben dagegen ain Stamm der Pflanze figen, bis ſte gleichfalls ihre Reife erhalten haben, Pebrigens fann das Übnehmen der reifen Blumen zu jeder Stande des Tages geſchehen. Am beßſien iſt es aber, die Gammlung zu einer roccnen Tageszeit zu veranſtalten, und die geſammleten Blumen ſo ſchnell wie möglich an ver Luft zu tro>gen, weil ſie ſfonſi vott der anklebenden Feuchtigkeit leicht ſchwarz und verdor: ßen werden.;; CG. 822%. Tzie auf jene Art geſammieten Blumen der Saflor- pflanze erfordern vun eine eigene Zubereitung, um als verfäuflicher Saftor dargeſtellt zu werden. Sie enthal? ten gewöhnlich zweyeriey Zigmente, eint gelbfärbenves, und ein rothfärbendes. Erſtes iſt im Waſſer volikdm- men«auflö3bar., letters läßt fich im reinen Waſſer für ſich nicht aufibſen. Hierauf gründet fich die, Methode, wie der Safior. in Aresypten zubereitet wird. Nach Haſſelquiſt und Niebuhr*) werden die friſch ge- ſammleten Blurnen des Saflors, zwiſchen. zwey Steinen zerquetſcht, ynd der Saft ausgepreßt. Der Rückſiand wird dann zu wiederholtenmalen mit Salzwaſſer. gewa? ſchen, dany. mir den Händen aunsgedrücft, hierauf auf - u beg IEE veil ee eh KEN EEan “ v... 26». 4 3... wo pure wren N 576 Matten ausgeſireuet, und an einem ſchattigten Orte ge- tro>net. Die auf ſolche Art zubereiteten, und bis auf einen gewiſſen Punkt getrockneten Blumen, werden nun unter dem Rameit Saffronuen in den Handel gebracht, *) Carſien Niebuhr's Reiſen nach Arabien und andern unittiegenden Ländern,“ 1. Band. Kopenhagen 1774. S. 152, wojſelbſt auch Tab, XVI, die Sallorprefie abgebildet iſt, Haſſelquiſts Reijen yah Paläfiing:c,-S, 523 1<, 6.822. Der aus der. Levante kommende Saflor unterſchei- bet ſich von dem europäiſchea, und namentlich vom thüringiſchen dadurch, daß er weniger elaſtiſch, reiner, etwas feucht, und in Maſſen zuſammengedrückt iſt, woge2- gen der leßtere mehr trocfen und locker erſcheint. Dieſe vom levantiſchen Saflor verſchiedene äußer BeſchaFenheit, ſo wie die geringere Güte des thüringer Saflors, hängt nac< Beckmanns*) Bemerkungen blos von der un- regelmäßigen Bearbeitung des leßtern ab; und er fann dem orientaliſchen ſehr nahe gebracht werden, wenn er eben ſo wie jener beaybeitet wird, *) Be>mann in den Nov. Commentar, Societ, Beg. Goet» tingens. Tom. IV. pag. 69- und. Tom. VI, pag. 79. Auch in deſen pbyſikal, ökonom, Bibliothek, 5, B, 1774. S. 235, 13. B. S. 278 u. 17. B. S,. 258 1, G. 824. Der Saflor macht für die Seidenfärbereyen noh immer ein wichtiges Handelsobjekt aus, und es iſt um ſo mehr zu bewundern, daß man in den preußiſchen Staaten, woſelbſt, ſo viel mir bekannt iſt, noch gar in 62 fein 19e zu M un gu ih an ja M we bp und M man diner A: - f kj]"ET zi81 wb u“ wf un, vid! mn uin „ufen EM Inn eff vm IE (wii Wo 4 "fun Ew än, ven nod benuht yr Dum H: biſſen Z| 1, 11 Hfürd 4 tele... 6. eis in 14 A on as 768, :' WW Dit y ud bi8 auf BUTEN nd(he ndern UNN 0, Wöſelh auf eLQUifE Nip M7109000) entlich von 0, eine, (I), woge: ft; Dieſe Weh, 08, Jagt 1 der uns 10 er Fany , wenn „Beg, Goth 577 fein Safior gebauet wird, auf deſen Erzielung noch feine Aufmerkſamket verwendet hat. Ich habe vor ei- nigen Jahren mit deſſem Anbau einen Verſuch im Kleis nen gemacht, der mir eine ſehr gute Ausbeute dargebo» ten hat. Ich habe die geſammleten Biumen ganz nach ber oben deſchriebnen orientaliſchen Methode behandelt, und ein vortreflihes Produkt erhalten. I<. werde meine Erfahrungen erweitern, und. deren Meſultate zu einer Zeit bekannt machen.- I< bemerke nur noch, daß der Saflor auf einem mäßig gedüngten, ſandigten Boden der Mark ſehr gut fortfommt: daß man die Blumenblätter fammten tann, ohne die innerſten Samenkerne zu ſiöhren; daß man aus dem Samen noh ein brauchbares Brennsl preſſen kann; daß die trocknen Stengel und Blätter im Winter ein gutes Futter für Schaafe und Ziegen dar- vieten; daß die zu dicken Stengel ſelbſt al8 Brennma- terial benußt werden können; daß die Pflanzen wedex verpflanzt, noch begoſſen werden dürfen, und ſo der Uefer, welcher zum Saflorbau verwendet wird, in ko» nomiſcher Hinſicht auf mehr als eine Art vortheilhaft benußt werden kann. Da übrigens das Einſammlen der Blumen von Kindern verrichtet werden fann, ſo iſt bey deſen Kultur nicht leicht Mangel an Menſchenhänden zu befürchten. CE. G. Lidbe>, Über die Art den Eaflox zu pflanzen. In den Abhband!l. der königl. ſchwed. Akadem, der Wiſſenſchaften. 37. Band, fürs Jahr 1775:'S. R8 2.5; 378 6. 825: Chemiſches Verhalten des Saſlors. I< habe bereits(8. 822) bemerkt, daß der Safior zwey Viomente, ein gelbfärbendes, und ein rothfärden» des enthält; und dieſes iſt auch ſelbt beyin zubereiteten Safior noch der Fall, Jene beyden Stoffe ſcheinen ſich wie Gummi und Harz von einander zu unterſcheiden. Waſſer exkrahirt aus dem Safivy eine gelbe Tinktur, die fiets trübe iſt. Zugeſebte Säuren maßen ſolche heller; Alkalien machen ſie dunkler. Beyde erregen darin einen geringen falben Präzipitat, worauf die Flüſſigkeit ſich mehr. aufflärt. Präzipitat. Zinnauftöſung bringt feine merkliche Ver- änderung hervor. Weingeiſt extrahirt aus dem Saflor eine gelbe Tinktur. Yeblauge gibt mit dem Saflor eine dynfelgelbe Tanktur die durch Säuren röthlich wird, und eiten gelden Präzipitak fallen läßt. Mildes Kali zieht eine gelbe Tinktur aus, die durc< Säuren einen yöthorn Präzipitat fallen läßt. CG.- 827» Die vorzüglichſten Mittel zur Extraktion des roth- Färbenden Pigments aus dem Saflor ſind die alfalis« ſchen Satze. Am beſten wird der Saflor hiezu in einen leinenen Sar gefüllet, dieſer in Waſſer gelest, und ſo oft mit Füßen getreten, bis der Safior dem Waſſer, weiches oft abgegoſſen und erneuert werden muß, keine gelbe Farbe mehr mittheilt. Der ſo ausgewaſchen? und von ſeinem gelben Pigment befreyete Safior wird nun ausgedrückt, dann der Klumpen zertheilt, hierauf mit Ilaun erregt darin einen dunfelgelben wi im geöße u Mit 9 1 (Rb ji | dt Gofto Fire» zubertiteln heine ſh Mendt, inf, di Ihe hellt; darin eint ſigfeit 54 vfolgelben ſiche Det m Gaflor ſm ein 0 NA, pildes Sel ueh ein 1 des roth pie(ilch in in eim) wt, ud) dew Df 4 ww,“ ain NG un 0" pid 100 (ej 1 etwa ſechs Proceut zerſioßener Pottaſche beſireuet, ſo» dann in ein mit Leinwand atsgeſchlagenes Gefäß gefüllt, und Waſſer darauf gegoſſen. Dieſes löſt das Kali nebſt dem. färbenden Stoſfe auf, und fließt in ein untergeſeß- „tes Gefäß ab; und. dieſes Aufgießen des Waſſers muß ſo oft erneuert- werden, bis die Flüſſigkeit farbenlos abläuft. S. 828." Bey jener Extraktion des Saffors durch Falihalti- ges Waſſer verbiert das rothe Pigment ſchy viel von feiner Farbe, und wird gelblich. Zugeſebte Säuren aber, vorzüglich Citronſäure und Weinſieinſäure, neu- traliſireg„das Alkali, uod ſtellen die ſchöne rothe Farbe wieder her. Anmerkung. Auch das gelbfärbende Pigment des Saſlors läßt fich zur Darſiellung gelber Farben anwenden,|e ſind aber nicht a, woſekbſt das Ra Holz eingeſchiffet wird, erhalten hat. -& 832%; Chemiſche Eigenſchaften des Braſilienholzes. Das Brafßſilienholz gehört, wie befannt, zu den vothfärbenden Pigmenten aber es ſcheint zwey verſchit- va 1:0 u mi "w zul nimmt(2) NL (at dD mit(1 fed, iq welt CT: mögen) (Gali als Dm Juma nim Nz 07] Ww. DS ni] 1; 1840 uv In 8 ing| ſeh mn pie Uh in(HN velhee h d felfigten IF Dab ' Und hart , und ſy e eines Kirſchſticls, und ſind der Länge nach mit höckerigten Erhebungen von verſchiedener Form und Größe dekieidet; ihre Farbe iſt äußerlich grau oder auch ins Braune neigend; im Innern ſind ſie weiß. Man unterſcheidet drey„DIEB dene Arten von dieſer Flechte: a) Eine Art, welche aus dem ſüdlichen Fratk- reich fommt, die größte unter allen iſt, ich durch eine hellgrüne Farbe auszeichnet, und das wenigſie Piginent enthält. b) Eine zwegte Art, welche von der Küſte der Baxr- barey erhalten wird, kleiner und zärter als die vorige iſt, ſich durch eine dunklere Farbe auszeich- net, und ſchon mehr Pigment enthält. Hermbtädt's Färbekunſt, Bb Ä 380 c) Die dritte-iſt„die von-den canaria iſien Inſeln, ſie iſt die feinſte, zarteſte, und im. Preiſe zweymal ſo hoch als die vorige*). Anmerkung. Nach Hellots 7%) Bemerkungen ſoll man pon- der Kräuterorſeige auf dem Ciiaude Seneriffa jäö3r- iich 509 Centner, oder 25 Sonnen, und auf andern Inſe zher 2005 Centner, nemlich 409 auf den eanariſchen Jü- feln, 326 auf Fuerta Ventura, 320 auf Länſavokre; 369 auf Gomera, und 800 auf Ferro gewitmenz von allen dieſen hält man die von den beyden lektern Inſeln gewon- nene für die bekie, *) 5. Be>manns3 Beyträge zur Geſchichte der Erfindungen, 3. Band. S. 334?%. =) Heltots Färdekunſt 76. Altenburg 1792, S. 332 20 Ge R40 Die Erdorſeille(Lichen parellus), du Yarelle und Orſeilie von Auvergne genannt, wird in Frankreich gewonnen; ſie beſiehet aus einer runden Kräſte, die aus irregulairen, zuſamm? gfließenden Wärzc= Ee iin-==--- emi >. 2 ED<==== ZZ<==<== E RR GGZI=<<<== ==-. DIA ZR== E<==== erte REESE=.<<=<==Z==<==. eie-.- 1 3 Be*-( s 3.€ H <-“- ED NI: 4.765 2 EZ- p 1732; WT 0m g I 7 4 3 E 1.„“ 48 FN"is"WE DE“ Bi 1375 5 I.- EE“ el 1=& 4 e c es: S EZ 8 EX 1 6/ 54 +0 GS. 845. Art die Orſeille zu prüfen. Die Orſeille iſt einestheils nach der Moosart, wors aus ſolche bereitet worden,«anderntheils aber nach der Zubereitung,' und der dabey beobachteten Genauigkeit verſchieden; eine noch nicht vollkommen beendigte Fep- mentation der. Maſſe, ſo wie eine ſchon angefangene Fäulniß derſelben, wirken beyde ſehr nachtheilig auf ihre gute Beſchaffenheit. Um ſie in ihrer Güte zu prü- fen, breitet man etwas von dem naſſen Brey auf der obern Fläche der Hand aus, läßt ihn daſelbſt trocfnen, und. wäſcht dann den Flec> mit kaltem Waſſer ab. Bleibt der Fleck ohne merklich bläſſer zu werden, ſo zeigt ſolches die gute Beſchaffenheit der Orſeille an; verſchwindet hingegen die Farbe des Flecks, ſy taugt ſie nichts. 8. 846. Nus der Kräuterorſeille wird auc< in Hot- land das Lackmus bereite. Zu dem Behuf wird je-' nes Moos mit Urin, Kalkwaſſer, gelöſchtem Kai? und Pottaſche eingeweicht, und ſo lange zuſammen in Gähr rung erhalten, bis alles in eine breyartige Maſſe von blauer Farbe umgeändert iſt, die durch öftere8 Umrüh- rez vor der Fäulniß geſichert werden muß. Jene Maſſe wird hierauf auf einer Mühle fein zermahlen, dann dur< Haartücher gepreßt, in kleige Würfel ge- formt, und dann getrocknet. Cin gutes La>kmus muß rein, ſchön violenblau, leiht und zerreiblich ſeyn, ſich in reinem Waſſer faßt völlig zu einer blauen Tinktye woes [1][15 nh) [vu [NE UO 41 392 auflöſen, und durch zugeſehte Säuren eine rothe Farbe ; annehmen. Dutheh pen =(Färber PA IGDE: zur Minet ralgeichichte verſchiedener Fänder. 3 Batt» aber va Des&S: 2802 bis 383. Demachy* 2 Laborant im Großen. 7. B.1S. 275 28.3 1 Orth: S. 3847. beendigt! 34 t7 nangefonnn Hieher gehören auch die blauen Schminkläpp- nachteilig 4 hen, Tourneſoltücher oder Bezetten(Tourne: ENEN ST EEN weleße nach Montet*) zu Grand- Brey auf y Galargues in Languedoc, aus der daſelbſt wach- ſelbſt roden fenden Maurelie(Croton tinetorium) nach folgender Irt 2271 Doſſer 4 Göreitot werden. Man ſchneidet die Pflanze, wenn ſolche werden,| blühet, über der Wurzel ad, zerfivbßt fie, preßt deit /?:< A Saft aus, welcher eine dunkfeigrüne Farbe hat, und uon ſelle au, EWU hänge man ſo viel feine leittene Läppchen in dieſen Sa“, RWN; als hinreichend iſt, ihn vollkommen einzuſangen. Zen? Läppchen werden hierauf getrocknet v1nd über den Duni von faulem Urin, der vorher mit gebranntem Kalf ges ws in. Dy mengt worden iſe, aufgehängt, wodurch vermöge des ehyf wid! davon aufſieigenden Ammoniums8 die Lappen eine ein Kalt ut blaue, mit Waſſer leicht auswaſchbare Färbe annehmen. men in Amtmorkung. Mit dieſem blauen Sourneſol darf der ge Maſſe 1) rothe Tourneſol vder die rothe Bezetta nicht ver: ſtetes Um wechſelt werden. Lebtere kommen aus der Gegend von Kon»- muß, ſtautinopel. Sie beſtehen gleichfalls aus fleinen, ſcho van een" Nepcaup ten Läpphen 7 denen die darauf ſikende rothe Farbs aui; wahrſcheinlich. burch Coch enille gegeben werden ig. (a:) Montet in deny Memoires de Vacademie de Dai YI 64. 3 ufd mu Boreitungsart der blauen Tlicher, woraus man in Holland den biauert Hi) DM ſ4 Tourneſol dereitet; in Demachys Laborant im Größen, 3. B699 1 bh 1 217%.. os ZE BWEN Von. dem Perfio. 6. 848.; "Unter dem Namen Perſio*) kennt man feit 5% Aigen Jahren ein Farbenmatial, welches als ein Mit- fel zur Erſparung des Invigs und der Cocenille, in der Wollen- und Seidenfärverey, nicht ganz ohne Nuben angewendet wird. Der Perſio beſiehet(ſos wie ic) dieſes Material eben vor mir habe) aus einem ro- then Pulver, das die Farbe einer zerriebenen mexrifa- niſchen Cochenille beſikt, Er verbreitet einen uvin» döſen Geruch, iſt faſt geſchmacklos, und zeigt, wenn er gefauet wird, zwiſchen den Zähnen eine gewiſſe Zahigs feit, wie fein zermahlne Holzſpäne. Ey färbt det Speichel dunfelviolet, und theilt ſeine Farbe auch dem reinen Waſſer mit, wenn er damit in der Wärme diges rirt wird, Jenes Material wird von den Fabrikanten Streiber, Eichel und Compagnie zu Eiſenach in Thüringen verfertigt, und das Pfund zu 16-- 18 Groſchen ziemlich häufig debitirt. "2€. S.(CE, Stryeiber) über den Gebrauch des Perſio in der Wollen; und Seidenfärberey, als ein ſicheres Mitrel, viel Indig und Cychenitls zu erſparten. Nebſt einer dazu gehörigen Farbentabelle in natürlichen - Zeugmüſtern. Leipzig 182, S, 849. Dem erſien Anſehen nach ſollte man den Verſio „ für irgend ein durch faulen Harn zudereitetes färbendes * Moos halteg, das- dann getrocknet und gepulvert wor- den iſt. Aber der Streiberſche Perſio iſt ſolches we- nigſtens nicht; ic< halte dieſes Material bloß für eint fei em uod ME id dart ſt wan gum fin! mil pakt! gel abel ms NE. 11174 | 1 Oni 4 vv hin;| m Oui bann Daum| night I gef 30| Wiſſer d; | fit u lin Mt (ille, iy "4 ohne |'(ſz 1 Ene tv Bh egifg | n uvm enn N Wäg |! def |.) den 3 Ves Z fantt ) enah hj=18 ei Dolen:s 18 Sochenille 4(ürlichen 3 - Perf erbendes "TEG 95(we | iy ein 95 393 fein zermahlnes, mit gefaultem Harn durc Se ner bedienen ſich dieſes Holzes, mit einer rothen Erde vermengt, zum Färben der Baumwolle und ihrer Kleidungsſtüke. Maun verarbeitet die Paraguatanrinde gegenwärtig bereits in England, wo ein Engländer, Namens Milnes, ſie zuerſt aus Gujana gezogen har, und es iſt zu wünſchen, daß auch deutſche Färdereye% bald Verſuche- damit anſtellen mögen, 6. 8556, Außer den bisher abgehandelten rothfärbenden Ma>- terialien, find noch folgende unterſucht und in Vor- ſchlag gebracht, aber noch nicht allgemein eingeführt worden: 1) Das rothe Sandelholz*), nemlich das Holz von dem auf den Bergen von Oſtindien wachſen- ven rothen Sandelbaum(Pterocarpus Santalinus); 2) die in der Mitte der Dolde ſienden unfruchtbaren Blumen der Carotte**) oder wilden Möhre(Daucus earott2a), welche auf einen guten Boden gepflanzt, un? fre gelbe Moorrübße darſtellt; 3) die gemeine rothe Rübe(Beta rubra); 4) die Blumen vom Johannis poder Blutfraut(Hypericum perforatum); 5) die Bee- ren vo der Rheinweide(Liguſirum vulgare); 6) die Wurzel von der rothen Ochfenzunge(Litholpermum arvenſe); 7) die Wurzel von der Steinhirſe( Litho- ſpermum officinale); 8) die Wurzel von der gemeinen Specklilie(Lonicera periclymentum);' 9) die braune Poſte(Origanum vulgare); 3210) die Rinde vom, Schleendorn(Prunus ſpinoſa); 12) die Rinde vom Fa- "baum(Rhamnus frangula); 13) die Wurzeln vom Sanerampfer(Rumex acetola); 13) die Tormentill ober Blurwurzel(Tormentilla erecta); 14) die Beeren vom TCThrifiophsfraut(Actaea ſpicata) und mehre- ve>) andere Pflanzenſtoffe. *) Votzler itber die beſte Methode, Zeuge mit rothem Sandel zu färben. In v. CrtellsEmänns Vordereirung zur Wäarenkunde. 1,B- 1. St. SD. 137 2. *) Kulenkamp*"s Preisſchrift über die gelbfärbenden Mäteriglien. Imm Hannöverſcheü dpagazin vom Jahr 1773. S. 610. Voti der Quereitronrinde. 3. 367. OQuerciironrinde, ay9 Quercitronhödlz; 9781,| jeu u! ut, iF fapnteh T va der 1 (unf pile? Die zmG bem zu 0) fundrwfe pr) kigtlt fund erd] Jan) dem de fo DE deiii knmeemeeenzeieriiiicciiiiziit & ad 4? "9. au |") Jung (1150;[5 "6.00 Zetſelind ve 16] Wi.18 | 3 RDy Und beſit 14 ſOimad, j Zutbe mit j « vn Vany Vlihe Eu Im NhnfG In) Vunrbaf| Walz, ()(Rx Hen, 30 it völ HN gelbliht pi fönmt Din Git s welded hol) ji hart, 67, u gt 140 73 kyopefärdt 96, Järde ) gmacht 4) läßt vou Auf 9.16.15 wait es DAN 403 oder gelbes Eichenholz(Yellow-Oak) in Engli- ſchen, und Bois de Quercitron ini Frän;Sſiſchen 382 nannt, iſt ein noch nicht ſehr lange in Deutſchländ Hes Fanntes gelbfärbendes Material, welches nach Kaim*) von der in Nordamerika wachſenden ſchwärzen Eiche (Quercus n?Fra) abſtammt, deren Rinde imän it Philadelphia zum Gelbfärben der Wolie atiwehdet. Die gemahlne Rinde dieſes Baums ſoll von dei Fär- bern zu Halifax und Leads, ſo auch in den Kai: tundruckereyen in Mäncheſter**), als das wohlfeilte und leichteſte gelbe Farbemarerial gebraucht werden; eit Pfund derelben ſoll mehr Pigment enthalten, als drey Pfund vom beſien Gelbholz***), und ein Cenytner eben ſv viel, als zehn Centner Wau leiſien: *) P. Xalm's Reiſen 1c. 3- Theil. S, 340. 7) Ivurnat für Fabriken, Manufakturen und Handlüng, 1792 und 1755. S. 92.. "38x*) E. Bankroft, über den Gebräuch dec Quercitronrinde, London 3555, Derſelbe, Unterricht über den Gebrauch der Quercitröntiude, ih dev Färberey und Kattundru>erey. In Hermbſtädts Mägazin für Fätz ber ic: 3. B. 1882; S: 18076. S- 3655 Die OQuercitronrinde iſt gelb von Farbe, ſ. Sie theilt dem Waſſer eine angenehme gelbe Farbe mit, die mittelſt Beize von ſalzſauerein Zinn, von Alaun, und vont eſſigſaurer Thonerde, alle inögliche Schättirungen vom hellſicen Citrongelb, bis zum dünkelſten Orange herab liefert, die lebhaft und dauerhaft ſind.; x Cc* 40% Bon dem Orleatt 6. 869, Dex Orlean,'au< Roukouy, Arnotta und Anhiote genannt, iſt eine eigene gelbfärbende Subs ſianz, welche aus den Samenkapſeln des in Braſilien, in Mexico, und in Domingo wachſenden Orleans Haumes(Bixa Vrellana) durch eine eigene Zubereis kung abgeſondert, und als Handelsprodukt dargeſtellet wird; und ſeiner Beſchaffenheit nach eigeutli< eins Art von Saßmehl ausmatht. 6. 879, Die Samenkapſeln jenes Banme38 enthalten elke Menge fleiner röthlicher Samen, welche mit einer ſc de Gb aſility Orleah argeſieltt fins Int „WW 0[ab em üb (1,(vet » feiger» und dat 'y Kw () dur) e davon uh m Jus 9,04 3) 8> 4 Zs fud, W 405 Anmerkung, Kußer der hier angegebgen Bereitungsart ſolien die Amerikaner noch eine feinero-Art Orlean verfer digen, indem ſies die Samenkerne mit ven Händen, welche ſie vorher mit Oel einſchmieren, zerreiben, das dadurch entſte hende Liminont aber mid einem Meſſer abnehmen, und an der Soune trocknen.| CPatet Labaes Bemerkungen über die Verfertigung des Roukou, Aus deſſen Beſchreibung der ſranzöſiſchen Inſeln in Amerika. In H.ellots Färbekunſt 16. 2750. S. 5:8 1x. SEEGAE Der gute Orlean iſt äußerlich braun, beſißt aber ittwendig eine ſchöne gelbrothe Farbe; er iſt im Waſ- ſer und im Alkohol, beſſer aber im leßtern, als im erſten auflösbar- Die mit Waſſer gemachte Ab- fochung zeichnet ſich durch einen ſiarken Geruch und un- angenehmen Geſchmack aus, iſt gelblichroth, und etwas trübe, Zugeſeßte alkaliſche Salze erzeugen darin einen weißen Präzipitat, und ertheilen der Brühe eine helle angenehme Orangenfarbe. Werden die alkaliſchen Salze dem Orlean gleich beym Abkochen zugeſeßt, ſo beſördern ſie ſeine LöSbarkeit im Waſſer, und es entſicht gleich» Falis eine orangengelbe Farbenbrühe. S. 87% Werden zu der mit alkaliſchen Salzen gemachten Abkochung des Orleans Säuren gebracht, ſo erzeu- gen ſie darin einen in alkaliſchen Salzen l88baren ovraite gefarbnen Präzipitat, und es bleibt ein blaßgelbes Flui- dum zurük. Kochſalz und Salmiak bringen itt jener Abkochung keine merkliche Veränderung hervor. Alaun erzeugt darin einen reichlichen Niederſchlag von 496 fehr dunkler Oratigefarbe, und es bleißt ein aus dem Citronengelben ins Grüne ſpielendes Fiuidum zurück. Eiſenvitriol erzeugt einen orangefarbnen Nieder» ſchlag, und läßt ein blaßgelbes Fiuidum übrig, Kupfervitriol bildet einen braungelden Präözipitat, und das übrig bleibende Fluidum iſt gelbgrün. Zinm- auflöſung bildet einen ſehr langſam niederfallenden Präzipitat, von citronengelber Farbe. €I. Be&Emann?s Vorbereitung zur Waarenkunde ie. 2. B. 2. StüFk. S. 207, 209.1. 214. AuZ Böhmer?s techniſche Geſchichte dex Pilan- zen 26. 2. B. S. 131 bi3 136.) Von der Kurfumewurzel, 8. 873: Die Kurkumewurzel, auch Gelbwurzel, Gur- femey, gelber Ingwer, und von den Franzoſen Terra merita genannt, iſt die Wurzel dex Kurkumes pflanze(Amomuny Cuccuma), welche in ven wäſſerich» ten Gegenden von Oſtindien, vorzüglich in Mala- bar, in Ceylon, und auf den molukfiſchen In- ſeln gebauet, und nicht blos nach Europa, ſondern auch nach Aſien und Amerika verhandelt wird. Jene Wurzel iſt länglich und knotig, äußerlich gelb, inwendig aher mit fſafrangeiben Streifen durc mann in den Berliner Sammlungen 2c, S. 4226. Pörner in (4 deſſen Verſuchen zum Nuzgen der Färbekunſt 26. 3- TL« S. 138 und 434 7.) a) Die Blumen und Blätter der Canadiſchen Goldru- the(Solidago canadensis). Sie geben, nac) Gadd, dem Tuche eine ſchöne gelbe und beſiändige Farbe. Nach Succow gieht die Abkochung dieſer Pflanze dem mit Eifſenvitriol vorbereiteten Tuche eine' lebhafte ritronengelbe Farde.| alien an eng ß ww „ "wen 1; f „Quit 3 ". 9 Zu du "hiM (0 My ' 9001/08 | wh | mill! |(eli! ("X 1) De Id | ſyDy |(0! 110 | pal NN | 10R' | Chny) | It hey Aubrey Map f Wbt 1EN "W 0] de Tt ud N | 411 10milh)[Ga ddd in den Äbhänd!. der Wönigl. ſchw. Akademie dv Wiſſenſchaften 10, anz,...29: B, S. 191. Succow Verſuche mit der Canadiſchen Goldrurhe und 5 der Sammetblume. In von Cvellsenklee(Medicago ſativa) aK eine gleiche Art behandelte. bär Ü Vogler Über den Nugen des Kloeſamiens in ver Färberunſt. Inv. Creils und N---- D--- | ab; ham Mv qu(M) furt!| wels Dh Ya 8 vn Def page Ju otho); NE | R! au oy NN] Wie Dy ql, hn) Og 109 1 Zy'"""ZN ig dam vhe un iG t Cope pid, 4 Hb üglid | Förbel Veſſel ) Seta» eng mblättt I(Amyg- Duft E SO 74.6.8 "u A egi Zu noh! eib SN Hu! Dew > ft Zw un 109 uliden . ſywarv . env ] ien ky Von den Galläpfeln. S. 881. Die Galläpfel(Gallae) auch Gallus genannt, ma- Hen in der Färdekunſt und ihren verſchiedenen Zweis gen einen eben fo wichtigen als unentbehrlichen Gegen- ſtand aus. Die Galläpfel ſind beſondere Auswüchſe, welche, durch den Stich eines kleinen Inſekts in die Blatiſtiele der gemeinen Eiche(Quercus Robur), vorzüglich aber der in der Levante, in Spanien, in Oeſterreich, in Frankreich und in Italien wilds wachſende Zerreiche(Quercus Cerris) veranloſſet, und aus dem dadurc<& zum Ausfliießen gebrochten, und gls mählig anfgetroctneien Safte, gebildet worden ſind, G. 882». &enes Inſekt, welches Galſinſekt(Cynips Quer- cus folii) genannt wird, iſt ſehr klein, und mit vier häufigen Flügeln verſehen. Das Weibchen deſſelben Hefigt an der Spitze des Schwanzes einen feinen Stas net wird, bevor das kleine Inſekt ſeine Volleiidung erreicht hat, ſo findet man ſolches, beym Zerſchneiden des Gallus, in der Mitte deſſelben in einer Fleinen Zelle aufgetrocfnet vorhanden, und er iſt nun hit durchlöchert. S. 884. Die Galläpfel ſind alſo aus dem äufgetrocfne- ren Safte der Eichenbäume gebildete, dald runde, bald glatte, bald mit vielen Warzen und Knoteit verſehene Auswüchſe, deren Farbe bald ſch warzgrau, bäld röth- lich, bald weiß, bald grünlich, bald gelblich iſi Inwendig beſtehen ſie aus einer faſt ſ» derthalb Zoll lang; äußerlich iſt ſie glatt, kaffeebraun und glänzend; innerlich iſt ſie etwas heller und enthält vier braune linſenförmige Samenkerne. Der Geſchmack jener Schote iſt anfangs etwas ſüßlich, nachher aber überaus herbe und zuſammenziehend. 6.892: Die Einwohner von Amerika ſollen aus jenen Scho» ten, bloß durch die Verdindung mit Waſſer und Thon, eine dauerhafte ſchwarze" Farbe bereiten. Bringt man zu. einer Abkochung der Dividivi ein Stäck mit Alaun vorbereitetes Tych, ſo nimint es eine ſchöne goldgelbe Farbe au; komint aber ekwas Eifenvitriol hinzu, ſo ändert ſich die gelde Farbe fogleich in eine ſchwarze um; auch können durch anderweinge Zuſäße, noch andere Farben damit dargeſiellt werdet. (I. Be& mann, Vorbereitung zur. Waarenkunde ze. 3. Stü>, S. 385 ze. Bergius in den, Abkandl, der königl. ſcmwed. Akademi. der Wiſſen: ſchaften 26. 35. B: S. 60 te. Hil.ds gothaiſche HändeiSzeitung, i99x. S. 83:c.) Von den Nußſchalen, 5. 7802 Die Nußſchalen beſtehen in der noch grünen äußern Schale der Früchte des Wallnußbaums(Juglans regia). Sie ſind fleiſchig, grün von Farbe, und glatt; im Geſchmack ſehr bitter und herbe, und färben die Hände braun. Jene Entſtehung der braunen Farbe aus den friſchen Nußſchalen, ſcheint vorzüglich auf ihre einſaugende Wirkung gegen den Satzerſioff iin Dd 3 M zr “3 jw:<+ < Fei Lt: Zz rg 8 R en SEE ia <.< 5 E 420 Dunſikreiſe gegründet zu feyn. Der Saft der arütten reifen Nußſchalen färbt ohne weitern Züſaß die Wolle dauerhaft nußbraun; welche vorzüglich dann ſchön wird, wenn die Wolle vorher mit Alaun gebeizt war, S. 894 In Frankreic< wendet man die Nußſchaleun zu jeder Zeit an. Man ſammlet ſie im Herbſt, füllt ſie in große Tonnen, und übergießt ſie mit Waſſer. Sie erhalten ſich auf dieſe Art Jahr und Tag, und nehmen in Hinſicht ihrer färbenden Eigenſchaft an in nerer Güte zu, Anmerkung. Eine Abkochung von der Wurzel des Walls zußbaums verhält ſich beynghe eben ſo, wie die Schaien. Von dem Sc beſtehet aus den aufgetrockneten und feinzermahlnen Zweigen und Blättern der Sumach» pflanze oder des Gerberbaums(Rhus coriaria), einem Strauchgewächs, das in Syrien, in Paläſtina und der Levante wild wächſt; in Spanien, in Jtalien“ und Portugal, anch in Frankreich bey Monxtpeil- lier aber abſichtlich und mit Sorgfalt gebauet wird. . Zu dem Behuf werden alle Jahre die Zweige bis auf die Wurzel abgeſchnitten, getrdcfnet, und auf Mühlen zu einem gröblihen Pulver zermahlen. Jene Pflanze- Fommt auch ber uns gut fort, und ich werde vielleicht fwd) ſcm Y, ſin 9"" | yn| fe Ma Weh d Jah(mh je Muh! ſwr) 100 0 100) WE an der Arühn| die Wollt dnn ſchl |] j (An ebeigt MB ſalt Eerbf, füll Sit Baſt, k1 Ta, vn) M0, ju“ Dall 30 ORN wettet 1 Guymac 31), eine giina un 4 Jtalie pe nte > 1! wir), DEE 1 Nihlen 5 Nan! de bielih! 41 bald Gelegenheit erhalten, ihren Anbau int Lande zu verſuchen. S. 895% Der Schmac> iſt in ſeinem gemahlnen Zuſtande ein Pulver von gelbbrauner Farbe, von einem eigen- thümlichen Geruch, und ſehr zuſammenziehenden Ges ſchmack. Er enthält, wie die Galläpfel, Gallus- ſäure und Gerbeſtoff in ſeiner Grundmiſchung, je* doch mehr vom leßtern als von der erſtern. F. 897- Die mit Waſſer gemachte Abfohung des Schmaek befigt eine falbe, etwas ins Grüne ſich neigende Farbe, ändert ſich aber bey der Einwirkung des Sauerſtof- fes aus dem Dunſtkreiſe in braun um. Für ſich färbt jene Abkochung falb, ins Grüne ſpielend. Mit eſſig- ſaurer Thonerde aber bringt dieſelbe ein ſchönes und dauerhaftes Gelb hervor. Mit Eiſenaufibſung ver- bunden, färbt die Schmackbrühe geſättigtes Schwarz. Ueberhaupt nähert ſich die Schwärze, welche der Schmacr erzeugt, der von den Galläpfeln am meiſten. S. 898. Von jenem ſpaniſchen Schmack verſchieden, iſt der virginiſche Shmac>(Rhus iyphinum); welcher bet ' uns häufig wild wächſt und ſehr wuchert. Er kann aber weder in ſeiner färbenden, noch in ſeiner gev- benden Eigenſchaft, dem ſpaniſchen an die Seite ge- ſe6t werden, S, 899. Außerdem gehören hierher noch folgende Materia- lien, welche als Surrogate der Vorigen, mehr oder weniger, mit Nußen angewendet werden können, und auc< wirklich angewendet werden, '2) Die Rinde der gemeinen weißen Birke(Betula alba), deren mit Waſſer gemachte Abkochung, in Verbindung mit Eiſen, zum Schwarzen und Grauen gebraucht wird, b) Die Rinde von dem gemeinen Erlenhanm oder Ellernbaum(Betula alnus), ſo wie vom weißen nordiſchen Erlenhaum(Betula incana); welche für ſich braun färbt, und unt Eiſen eine ſchwarze Farbe erzeugt. €) Die filberfarbene Potentille(Potentilla argen. tea), ein fleines anf Bergen und ſaadigtem Bo» den wachſendes Pflänzchen, welches(nach Vogler), wenn deſſen mit Waſſer gemachte Abkochung zu einem mit Eiſenvitriol gebeizten Zeuge gebrächt wird, ein ſattes Schwarz erzeugt,, (Vogler, von dem Gebrauch der filberfarbnen Pokentille in der Färberey, beſonders zum Schwarzſäcben. In v. Crells dhent, Annalen, 3784. 1, B. S. 108 26.) S. 900, Außer den hier gedachten ſchwarz-, braun-, grau- vder falbfärbenden Materialien, giebt e8 noch eine ſehr große Anzahl, welche hin und wieder, vorzüglich in verſchiedenen Ländern, mit Nußen angewendet worden vy) | T Im 17718 | Ws [vw ſR 7 Wh m [der bp den h' dem 1:4 66 zw hy m! "gg Win p; M WEN Matetig| wehr oder "aw, Wd|» 8(Betuh hung, is Otzen un) I an obe| im meißen belie für 19 ſ zum ſh x jylich in 30 orden 425 ſind. Sie alle hier aufzuführen, würde zu viel Räum erfordern; ſie ſind indeſſen durchg Böhmer*) ſehr gut zuſammengeſtellt worden, auf deſſen Buch ich daher zur nähern Kenntaiß derſelben verweiſen muß. *) Böbmers techniſche Seſchichte der Pflanzen 14. 2. Th. S. 284 bis 318 1c, Von einigen an ſich nicht färbenden Sub- ſtanzen, welche aber zur Entwickelung, Nüancirung und Befeſtigung der Pig- mentein derFätbekunſterfordert werben. 65. gol. Allgemeine Bemerkung. Wenn die Pigmente der bisher abgehandelten fär- benden" Materialien aus ihnen entwickelt, und auf far- benloſen Zeugen! befeſtiget; oder wenn farbenloſe Zeuge überhaupt, es ſey mittelſt bloßer Reinigung von frem- den Stoffen, oder mittelſt einer Durchdringung mit ſchicflichen Beizen, zur Annahme ſchöner und glänzender Farben geſchickt gemacht werden ſollen, ſo werden hie- zu mehrere Materialien erfordert, deren Kenntniß in der praktiſchen Färbekunſt unentbehrlich iſt. Viele von den hier abzuhandelnden Materialien ſind zwar in den mÖplihn |» zu des 1 das(1 Sonliſct je)(aw) B ebraudt | u, JENS mwictit Xcilotica), 2 yptett qi, und 9(junge, MENEN erbt 8 8); aus Neon M] Ws wean GEIE: & 425 zum Berfauf, von wo aus der größte Theil nach Max- ſeille und Liv9ynyo verbandelt, wird. ß. 905. Das arabiſche Gummi beſiehei aus rundlichen, tropfenartigen Stücken, von der Größe einer Wallnyuß, und größer, ſeine Farbe iſt weiß, hellgelb, oder braun, es iſt aber, gegen das Licht gehalten/ allemal. durchſich- tig. Aeußerlich iſt es runzlich, im Bruch aber glänzend und muſchlich, Es beſit weder Geſchmack noch Geruch, und iſt im reinen Waſſer vollkommen aufissbar. Seine ſehy concentrirte Auflöſung läßt ſich in Fäden ziehen; und hiedurch unterſcheidet ſich das Gummi vom Schleim. 5. 906. Das ſenegaliſche Gummi(Gummi Senegal, auc< Gummi Senegalenſe, und Senica genannt,) wird aus der in Guinea an beyden Ufern des Fluſſes Senegal wachſenden ſenegaliſchen Sinpflanze (Mimoſa Senegal), gantz auf dieſelbe Art wie das arabiſche Gummi gewonnen. Es iſt vom erſiern we- ſentlich gar nicht verſchieden, zeichnet ſich aber gemei- niglich durch eine hellere Farbe und größere Reinigkeit von ſelbigem aus, S. 907. Dey überaus häufige Gebrauch des arabiſchen und ſenegaliſchen Gummi is den Zeugdruckereyen, in der GSeidenappretur:c,, macht es für ſelbige zu ei- hem ganz unentbehrlichen Mittel, Der theuxre Preis, - ] BE 3 | hM |: Ww W| 4 in welchem es ſeit einiger Zeit geſtanden hat, ſcheint gewinnſichtige Materialiſten veranlaſſet zu haben, ein Surrogat fär das Gummi zu erfünſieln, welches unter dem Namen von Gummi verkauft wird, und womit ſchon mancher Fabrikant recht ernſilich betrogen worden iſt. Dieſes leztgedachte Surrogat, welches ſchon häufig von Hambars naß Berlin gebracht worden iſt, hat äußerlich mit deim ächten Gummi ſehr viel Aehnlichkeit; es unterſcheidet ſich aber durch ſeine faſt gänzliche Un» anflösbarfeit im reinen Waſſer auffallend von demſelben. Aechtes Gummi muß ſich im reinen Waſſer vollfommen zu einer klaren Flüſſigkeit auflöſen. Jenes Surrogat ſchwellt darin auf, wie ein Schwamm, ohne ſich zu idſen, oder dem Waſſer eine kledriche Veſchafſenheit zu ertheilen. I9 will ſolches falſches Gummi nennen, und jedermann vor ſeinem Anlauf warnen. Es ſcheint mir, aus in kochendem Waſſer aufgelöſeter, und wieder getrocknetey Kartoſſelfärke verfertigt zu ſeyn. ;"4. 9084 Behufs der Zeugdruckereyen hat man in Eng- jand verſchiedene Surrogate ſtatt das Gummi bekannt gemacht, welche jedoch ſämmtlich ohne deſſen Beyſal nicht drauchbar ſind, und feinesweges das Gummi gan erſezen. So ſchlägt Wilkhins folgendes vor: Es wer- ven nemlich zu 1000 Pfund Leder oder Pergament? abfällen oder Hammelfüßen, 1409 Pfund Waſſex gegoſſen, und dieſes Gemenge 7 bis 3 Stunden gekocht, his es die Dieke eines ſtarken Leims, erhalten hat, wel- , ud bildet mit warment Waſſer einen dicken ſchlöpfeigen, nicht völlig vurchfich- tigen Schleim, der ſich nicht in Fäden ziehen läßt. Die beſie Sorte des Tragants iſt diejenige, welche am wenigfien farbigt erſcheint, 6. 912. Yon dem im Waſter aufgelöſien Tragant we- Fanitlich nicht verſchieden, iſt auch der ſchleimichte Stoff einiger bey uns einheimiſchen Vegetabilien; dahin ge- hBrent: 3) Der Leinſamen, welcher(nach Blaikier), wenn er mit heißem Waßſer angebrühet wird, vaſ- ſelbe in einen bicken Schleim verwandelt. bp) Die Onittenkerne, welche, wenn fie mit. Waſ- fer antgerieben werden“ ſolches in einen farbenloſen Schleim umändern.. c) Der Flöhſamen(vom Plantago Pſyllium), wovon ein Quentshornſame(vo Trigonella foenum graecum), welcher mit Waſſer angebrühet, eben- falls einen dicken Schleitn darſtellt. techniſche Geſchichte der Pflanzen. 2. Theil,.S. 383 ndung eines Ingredienz ſiatt des Gummi 2c. In Fepertorimm ffir Künſte und Manufakturen tt. (G. R. Vöhmer, F. Dlaikier Erf Geißlexs allgem. 2, Thtil, 1798, S. 328 16:3 | UE AL | 04 | rei gu | us Eh | wiſt! 0; | Gully IA juifs 0" Np 1: „""1 N in En "Oy Wehn Wy [eo der' 0 ſch, 1j| rige| Wegs 5 ſy, Weh vförmig ficht, job ann uhſe in Wt, 3) eld! | n 1110972 in Cf ; 1977 ät); tv 4 1.4) Bae 19) nieſen ] 9 um), p.(mit 8 -Tpenun I eben + * 32 1,1 NA „M us | veel 7100 * r IE. Wa 93 Von der Stärke, 6. 913, Die Stärke(Amylum), auch Kraftmehl ge- nannt, iſt der reige mehlartige Beſiandtheil aus dem Weizen. Der Weizen, ſo wie die meiſien andern G e- treidearxten, beſtehen ans Stärke(F. 632.), aus Kleber(59. 635.), aus Gummiſtoff(8. 639.) und aus etwas Zuckerſioff(3. 631.). Das kalte Waſſer wäſchet den mehlartigen Beſtandtheil aus, während Gummi und Zucker dainit in Auflöſung treten, und der Kleber unauflösbar als eine zähe elaſtiſche Subſian: zurtick bleibt, S. 914. Die Stärke iſt im kalten Waſſer gägzlich unau“ « Iö8bar; vom kochenden Waſſer wird ſie aber aufgelsf, und ändert ſolches in einen zähen Schleim um. Sie wird daher als ſolcher in der Zeugdruckerey ſehr häufig angewendet. Die gute Beſchaffenheit einer ſolchen Stärke hängt vorzüglich davon ab, daß ſie nicht mit unzerlegtem Mehl oder Kreide vermengt iſt, weil ſolche ſonſt bey ihrer Anwendung ſchr nachtheilig wirken ksn- nen. Man erforſchet das Daſeyn des Mehls am beſten, wenn man auf die zerriebne Stärke wenig Waſſer gießt. Sie darf damit feine klebriche Maſſe bilden, ſondern muß ſich leicht darin zertheilen, Eine hiebey entſichende klebrige Beſchaffenheit zeigt allemal ein vorhapdenes un- zerlegtes Mehl an, Enthält ſolche Kreide, ſo brauſet ſie, wenn Eſſig darauf gegoßeg wird, D 4 "ZM es 0: -3x"B EI SERN a Von. der Poktaſche, CG. 915. Die Pottaſche iſt ein unreines mildes Kali DUNN(6. 245.), welches, ſelbſt wenn ſie von vorzüglich guter 111,34 y Beſchaffenheit it, dennoch allemal verſchiedene fremdar- (0494 tige Salze, als ſchwefelſaures Kali(5. 427), ſalzſaures Kali(5. 457.)- erdigte Theile, und etwas Manganes- prid(3. 352.) eingemengt enthält. Man gewinnt die Pottaſche auf den Porttaſchſiedereien, indem die Aſche von harten Hölzern, vorzüglich Eichen-, Bü- hen» und Nhornholz, mit Waſſer ausgelaugt, die fange zur Trockne verſotten, und absdenn das trockne Salz, welches man rohe Pottaſche nennt, in dem dazu beſtimmten Kalzinirofen, bis zur Weiße geglühet wird, da denn das Produkt: unter dem Namen. Falzi- nirte Pottaſche in den Handel gebracht wird, 8 916. Die verſchiedenen im Handel vorkommenden Sor? reiz der Pottaſche, als deutſche, ruſſiſche, amerikani ſche 2c., unterſcheiden ſich blos durch einen verſchiedenen Zuſtand der Reinigkeit von einander; in allen macht | das Kali den weſentlich wirkſamen Beſiandtheil aus. NDL Waidaſche nanate man vormals. eine ſehr reine Pott- aſche, welche in Fraykreich aus Weinreben und Weinhefe bereitet würde, deren mai ſich in der Waidfärberey vorzüglich bediente, Die Danziger Waid- oder Weedaſche, welche gegenwärtig unter jenem Namen verkauft wird, iſt gemeinigliche eine ſehr | Ww | 4/0 | cih NK in Ini jm hy ONE Ritfia 1110974) I. WW al I mr =.= uE<> e="“".*> 5 ar | uli Et) m 7 Dieemdas „lſaueg 2 nan: Et di! zm die L|, Zi vy, di 0 M yt dem „Miht gän iG jety Gott vita Jegiedenen py wacht mil auß pe Al 4 4 un 71 1/08. ge YA putt ve ſeh! 451 unreine Pottaſche, Noch unreiner iſt aber die in Preußey verfertigte Okras oder Ds, Härte und“ Klang, die matt gewöhnlich als Merkmale einex guten Pottaſche anzuſehen pflegt, können dafür gar nichts ents ſcheiden) ſie ſind oft von Nebenumſtäuden abhängig. Die wahre Gäte einer Vortaſche wird nur allein nach deni Gehalt an reinem Kali, nach der vorher angegebe Methode ,-gefunden, ; 0907 520: Der Nachtheil, welchen eine mit Kiefelerde ver- fälſchte Pottaſche der Färberey gewähren kann, iſt un- abſehbar; denn kommts eine folche Pottaſche mir irgend einem ſauren Mittel in Berührung, ſo wird die RK ie- ſelerde daraus niedergeſchlagen, ſie ſeßt ſich dann in den feinſten Kanälen der zu färhenden Zeuge feſt, por» hindert ſolche zur Annahme der Farben, und macht ſie fecfigt; ein Umſtand, der ſo häufig in den Färbereyen „Hortowmt, und wovon. man nicht immer gleich die Ur- Jache errathen kann.. Von der Sode, 9. 921, Die Sode(Soda), auch Sude genannt, iſt eine Verbindung von mildem Natrum(F. 260.) mit kohlich- ten, und erdigten Theilen, oftmals auch wenigem Schw e- Fel und verſchiedenen Neutralſatzen. Man gewinnt ſolche in Spanien, Frankreich, England und. Italien, durch die Verbrennnug verſchiedener auf ſalzigtem Boden, oder am Detmbſttdt's Fätheignt: Es' -= 454 MeereSufer gewachſener Panzely, die gemeitiſchaftlich un-|| ſelber, ter dem Ramen der Kalikfräute? bekannt ſind, indem| Ie ſolche getrocknet, und in Grähen bis“ zu einer zuſam»|[mE mengoeſinterten Aſche verbrannt werdem. Die Sode|| geg nüterſcheidet ſich alſo dadurch von der Pottaſche;|| daß leßtere das Kaki, erſtere aber das Natrum als|| wirkſamen alkaliſchen Stoff enthält. 4|| Fh IE 4 ny| EM b. 4 A j ere GEE[| Et Die Sodey, ſo wie ſolche im Handel vorFomut,|» gem erſcheint gewöhnlich als eine foſie, poröſe Maſſe, von||| mw in! ſHwarzer oder auch hellg grauer Far be, und von einenz'/ dalj Ni alfaliſchen Geſchmact, Die vorzüg glichſte fommt aus ws Spanien, U8d wird im Handel unter dem Nämen der| wn alifantiſchen Sode verlauft, Sie iwird aber auch|| ſhe 5 in Deutſchland verfertigt, und die deutſche Sode iſi p| in 4 in der Regel reiner ünd beſſcy als die alikantiſche.'| wh Anmerkung. Für die preußiſchen Staaten verfertigt die| Jof] Fönigl. Fabrike zu Schönebe> bey Magdeburg verſchiedene| WIE 'Sorten von Sode u billigen Preiſen 3 und zwar voy der or-|; dinairen Sorte an, bis zum reinſten Natrum. Man'addroſe 0% ſiret ſich deshalb an die k vit. Zuſiand, Die leßtrere enthält das Kali zum Grunde, v nAWr(Oledens und iſt daher alleinäl weich, eder ſchmierig,| ähn der 01 4 ) FN 8. 925 a9ommiſ Die gemeine Seife, welche auch Talgſeife ges pSutea m„Hannt wird, verfertigen die Seifenſiedereyen, ins „DK dem ſie aus Aſche von harten Hölzern,(oder auch 7 Pottaſche) Kalk, und Waſſer, eine Aeßlauge G. 254) 4 verfertigen, in dieſer durch Hülfe. des Kochens eine ait)( hinreichende Menge Talg G- 673.) auflöſen, uud danit m“9 der entſtandenen Auflöſung die nöthige Menge Ko<- » völlig ſalz zuſchen, um die Seife in einem feſten Zuſiande Ei ß abzuſcheiden, Hiebey bildet ſich erſt ays der Verbig- iH: Ee 2 430 dung vom. Kalt, der Holz» oder Pottaſche, init dem zugeſchten Talg, eine Schmierſeife, Kommt ader das Kochſalz zur gekochten Maſſe, ſo giebt ſv!l- 'net, und in Tafeln zerſchnitten wer? ven kann. Sie kann ſiatt der Holz- vder Pottaſche auch mit Sode geradezu bereitet werden, und bedarf dann keines Kochſalzes zum Abſcheiden aus der Lauge. Anmerkung. Die Lauge, weiche nach der Hinwegnehmung der Seife übrig bleibt; wird Unterlauge genannt. S2 iſt eine Verbindung von ſalzſaurem Kali, mit ander? Pnreinigfeiten, und vielenti Waſſer. Sie wird oftmals als ein Reinigungäsmittel für wollene Zeuge in der Walkerey angewendet... Sie hat hiezu gar keinen Werth, und dienet blos die Zeuge zu veranreinig'm. 4 6220207 Die marſeiller, auch venetianiſche, fran- zöfiſche und Oelſeife genannt, wird aus Baum-? oder Olivenöl und äßender Natrumlauge verfer- tiat. Man unterſcheidet davon zweyerley Sorten, wei- ße und märmorirtet: Jene Seife wird vorzüglich in- denjenigen Ländern, wo das Baumöl wohlfeil und in Menge zu haben iſt, namentlich in Spanien, in Por- tugal!l, in Italien und in Fränkreich, und zwar, wie man behauptet, in ſieinern Pfannen geſotten. - Zan nini ein. a air mnie KEN EHAUSEE (' ſpan | iwſien, 1| Delgen hedecft aus, gel eit Einigen vern di! | hay ive! MW ih Ww hald ay) thrat) Wen bend ſtift(a | grüne ode | wen Get |(nemen; im M | | 437 he, ii| 8. 927- Komm| Unter jenen Seifenarten ſind die venediſche, die (icht fob| ſpaniſche und die alikantiſche Seife die bekann- | Wo teſien. Dieſe Seife iſt gewöhnlich weiß an Farbe, fet- alzſäu tig im Gefähl, und von einem nicht unangenehmen Aus dy ODelgeruch. Aeußerlich iſt fie oft mit einer grauen Ride gfeit(et bedeckt, und in Zunern ſichet ſie zuweilen blaßgrän h auf di aus. Nur die venetianiſche Seife hat in der Re- minen, gel einen buntmarmorirten Zuſtand, welcher ihr nach witten wer Einigen durch zugeſeßten Kupfervitriol, nach An» Vortaſcht dern durch Jndig, oder auch durch Cochenille gege- (nd bedarf ben werden ſoll, 1! auge, 6. 928. 3) eu Die ſchwarze oder. grüne Seife, atich wegen? nt, 64 3 Fe,;;;: ut nber ihres weichen Zuſtandes Schmier eife genannt, wird 3 [| | | y 4 oftmals ald bald aus Hanfsl, bald aus Rüböl, bald aus Fiſch- thran mit äßender Pottaſchenlauge durch das Ko- p, und dienet tal*) in neuern Zeiten annoch die Zubereitung einer | pe aM: Wollſeife bekannt gemacht. Man erhält ſolche, weiin 4 E in einer äßenden Kali- oder Natrumlauge, durc Hülfe des Kochens, ſo viel Abgänge von Wolle, oder auch ſchon verwebten alten woltnen Zeugen aufgelöf K 1 belt werden, als ſie aufzunehmen vermögend iſt; wenn man „Nn feld die entſtandene Augöſung dann Kitrirt, und fie zur Dh Ov Troge abdampft. Dieſe Wollſeiſe beſit eine ſchwarze Net; Farbe, und möchte. wohl, als Gegenſtand des Wa- Hfohol ſchens und des Bleichens, uuter allen Seifenartei 0 fees die lebte. Stelle einnehmen. Wyn*) Ch ptal. Beobachtungen über die Wollſeife. In v. Cretts F än 441 Von dem Eiſenvitriol oder Kupferwaſſer, S. 935: Vitriol(Vitriolum) wird überhaupt jedes me- talliſche Mittelſalz genannt, welches aus Schwefel- ſäure(Vitriolſäure 5. 416.), und einem oxidir» ten Metall zuſammengeſeßt iſt, Eiſenvitriol oder Kupferwaſſer(Vitriolum Martis) nennt man aus- ſchließlich dasjenige metaßiſche Mitteiſalz, welches aus oxidirtem Eiſen und Schwefelſäure gebildet iſt. S. 936. Der Eiſenvitriol(Vitriolum Martis. Witrio. lum fexrri) wird auf den Bitriolwerken aus den Eiſenfkieſen(geſchwefeltem Eiſen), durch Nöſien der- ſelben, Auslaugen mit Waſſer, und Verdunfung der Lange zur Kriſialiiſation, verfertiget. Auch gewinnt man ihn aus dem natürlichen oder gewachſenen Bitriol(dem Bergiskel), durch Auflöſung und Kriſiallis ſation deſſelben. Man unterſcheidet vom Eiſenvitriol oder ſo genanntem Kupferwaſſer drey verſchiedene Arten; nemlich: a) Den reinen Vitriol oder grünen Vitriol, welcher wahres veines ſchwefelſaures Eiſen G. 432. 9.) ausmacht. b) Den atmünter Vitriol, welcher beyttahe aus zwey Theilen Kupfervitrio!(5, 940.) und nur einem Theil Eiſenvitriol beſtehet, und nach Hahnemann*). dadurch bereitet wird, daß eit ſchon angeſchofſener Kuchen vom Kupfervitriol mit einer Lriſtalliſivbaret;- Lauge von Eiſenvitrivl übergoſſen wird, die nun über ſelbigem gerinnt. Man erhält ihn geneiniglich in Broden, welc<ße unten blau, obenauf aber gränbraun find. c) Der doppelte Adler, auch falzburger Vitrio!, worunter ein Vitriol verſanden wird, der meifi aus gleichen Theilen Kupfer und Eiſenvitriol beſtehet, und ſich durch eine meergrüne Farbe auszeichnet. » Hahne Bann, in DKV Ladorant im Gropen:6. 3. Band, S. 202 kt.; In det Färbereyen unterſcheide: matt den Vitriol gfe nach den Ländern, ws derſelbe verf fertigt worden iſt, ais engliſchen, ſalzbarger, goßlarſchen, magdehurger, ſchleſiſchen, ſächſt ſchen Vitriol ic. Der wahre Unterſchied der im Handel Gefahntei, und in den Färbereyen ges bräuchlichen Vitriolarten, gründet ſi) aber Feinesweges auf die Län der, wo er bereitet wird, ſondern vielmehr auf ſein? verſchiedeye Grundmiſchung; und wenn der Tabrikant dieſe richtig inne hat, wenn er eine ſoiche Vi- eriplart zweckmäßig zu analyſiren weiß, ſo wird uud. 15 es ihm auch leicht ſeyn, ſolche nachzuahmen, und zur völligen Zufriedenheit der Färbereyeit zu verfertigen, 8. 938: Der ift und Gfoſ Gebrauch des: Vitriols ig den Färbereyen wird'zu den ſchwarzen;"grauen, und : Fulben Farben/ und zur falten Inydigoküpe verwei- det. ZU die Word pm, zignend nw ve der zyt! ſell, m eine! halten; Zins] Var ſw 3; Dlaudy ti; 1] volfomi] iden;' (ete) 0: jh bi Wbt vitioh auf das daz( Gauer ſehen, Vieſes 6 Nol ſehe Vittiel hbitrig!| N gerin, Ww welche 0, zer Zein, 7 dr mei a Neſtchet,(4) pien), ND 16 2, Ban), zw Dito oftorden if, FP ahuger, PANE R eten av need day vielmeh! iu wenn di 5 ſeie 2 F wird un) 8" weh, u 4" fert fertigen E 1 149) 108 jd "ARUN + 443 det. Zu den erſiern find„die fupferhaltigen Eiſenvitkiole die vorzüglichſiten. Zur lektern wird dagegen ein gans reiner, wahrer, ſich durch eine völlig grüne Farbe aus- zeichnender Vitriol erfordert, der überdies nicht mit ei- nem gelben Ocher beſchlagen ſeyn darf.. Eig Vieriol, ver zur blauen Indigoküpe vollkommen brauchbar feyn ſo, muß vollkommen neutral ſeyn, und das Eiſen in einem möglichſt unvollkommen. oxidirten Zuſiande ent- halten; es darf ihm weder.-Kupfervitriol, noh Jinkvitriol, noch Alaun beygemengt ſeyn, S.. 939. Man erforſcht die Güte und Brauchbatkeit eines ſolchen Vitriols. für die Blaufärberey vnd die Slaudruckerey am beſten durch folgeade Eigenſchaf- ken: 3) Daß er in ſechs Theilen kaltem Regenwaſſex vollfommen aufiösbar iſt, ohne einen gelben Saß 3u bilden; 2)„daß ein in deſſen Auflöſung gehängtes Pds lirtes eiſernes Meſſer nicht mit einer Kupferhaut über- zogen wird. Ju erſten Fall enthält er ſonſt zu ſtark vridirtes Eiſen, im letztern Fall enthält er Kupfer» vitriol eingemengt; and beyde ſchaden ſeiner Wirkung auf den Indig, weil dieſer bey der falten Jüdigtüpe dazu beſiimmt iſt, von ſeinem natürlich gebundenen Sauerſtoff(8. 798.) einen Theil an den Vieriol abzu- ſehen, um im Kalk auftösbar zu werden; und weil dieſes nicht ſiatt haben Fann, wenn das Eiſen'im Vi- triol ſchon zu ſtark oxidirt iſt, oder wenn ex Latin vitriel eingemengt enthält, = 444 Bon dem Kupfervitriol oder blauen Vitriol G,. 940%: 04500 Der Kupfervitriol(Vitriolum eupri. Vitrio: lum Veneris), welcher wegen ſeiner Farbe auch blauer Vitriol, und cypriſcher Vitriol, auch blauer Galißenſiein genannt wird, iſt aus Schwefelſäure und Kupferoxid zuſommengeſeßt, und macht alſo ein reines ſchwefelſaures Kupfer aus. Geine Farbe iſi ſaphirblau, und er kommt in einzelnenzs meiſtentheils rhomboidaliſchen Kriſiallen vor. Man erhält den Kupfer- vitriol auf den dazu beſtimmten Siedereien aus den geröſieten Kupfererzen, durch Auslaugen derſelben und Kriſialliſation der Qauge. Er wird in den Färbereyen weit weniger als der Eiſenvitriol gebraucht; zu ei- nigen Beizen iſt er aber unentbehrlich. Seine Güte be- ſtimmt man dadurch, daß er ſich in ſecer(Saccharum Saturni) iſt eint me» talliſches Mittelſalz, aus Eſſigſäure und oxidirtem Bley a AD 202 Mi Genk amines Bley | verf! Alf: | zerieht (ſig | gedun ſour ug |: JA lideg [" der | vy rig, und y Alaun, Milch, efelſaun geſättigt 'v em , , Rehe) ! gelben : Söhrende SÄtjdye dd aht äu I y| 3.0, un wogegen gt mehr ate Alm 9 a Gt ch aus 36 6 SELL AU NU poirten Zl 449. Bley gebildet. Der meiſie Bleyzucker wird in Holland verfertigt /indem man Biereſſig deſtillirt, dann durch Hülfe des Kochens in bleyernen Keſſeln ſo viel fein zerriebnes Bleyweiß darin auflöſt, als der deſtilhrte Eſſig aufnehmen will, Die Auflöſung wird hierauf ab» gedunſtet und friſtalliſirt, da denn das gebildete eſſig- ſaure Bley in kleinen ſpieſſigen Kriſtallen als Bley» zucker anſchießt, S. 949, . Der Bleyzucker wird durch die meiſten Farben- ßrühen zerſeßt; die Pigmente hängen ſich an das darin befindliche Bleyoxid, und ſcheiden. ſolches von der Eſſigſäure ab. Daher gehört-er zu den vorzüglich- ſien Beizmitteln, beſonders in den Kattundruckereyen. Noc< häufiger wird derſelbe aber in ſolchen angewendet, pm ihn mit aufgelöſiem Alaun zu zerlegen, und daz durch deſſen Thonerde mit der Eſſigſäure zur eſſig- ſauren Thonerde(8. 559.) zu„verbinden. Die Güte des Bleyzuckers wird daran erfannt, daß er in ſechs Theilen kaltem deſtillirtem Waſſer vollkommen l88- bar iſt, ohne einen uegufMglichen Bodenſaß- fallen zu laſſen, IE - Von dem Weinſtein, „9. 5050; Der Weinſtein(Tartarus), iſt ein natürliches ſäus erliches Pflanzenſalz, welches ſich an den innern Wän2 den der Weinfäſſer naH und nach anſeßt, wenn der Beem b(r4ds's Färbskunſt, Ff SISI D-19002 Fe<<: ERR I TS: 4592 Wein lange dävauf liegt. Seine Beſtandtheile find Kalt (8. 245.) und Weinſteinfäure(8. 534), welche letztere darin in einent verwaltenden Zuſtande enthalten iſt. S. 951, So wie der Weinſtein im Handel vorkommt, wird derſelbe gewöhnlich roher Weinſtein(Tartarus grudus) genannt, und nachdem er aus rothen oder weißen Weinen gewonnen worden iſt, näch ſeiner Farbe in rothen Weinſtein(Tartarus rüber) und wei- gen Weinſtein(Taärtarus albus) unterſchieden. Man gewinnt den meiſten Weinſtein in Frankreich, und in den Rheingegenden. Ex enthält in ſeinem rohen Zuſtande ſehr viel ſchleimichte Theile eingemengt, denen er ſeine Farbe verdankt, wovon derſelbe aber durch Auflöſen in Waſſer, und SAB wung der Lauge, be- u werden kann, Von deim Weinſteinrahm. S. 952: "Der Weinſteinrahm(Cremo>d tartarz) iſt von rdhen Weinſtein weſentlich gar nicht, wohl aber durch einen größern Zuſtand der Reinheit verſchieden, Man „Zereitet den Weinſieinrahm in Montpeitllier, in Ve- nedig, und zu Werthheim, indem der rohe Wein» fiein in heißem Waſſer aufgelöſt, der Auflöſung eine fette 1hdnigte Erde zugeſceßt, dann ſolche filtrirt, ver- dunſiet, und kriſtalliſirt“wird. Jn dieſem Zuſtande der Kriſtalliſation, kommt der gereinigte Weinſtein im Dan- "I" | ver 3 wo| | winy| 101.8 din pi WE (inelsd! ſpol olg werd; bi j[7] Bi 4 dv)| eing dan 0 3 451: Kd Ra » lebten del unter dem Namen Weinſteinkriſtali(Criſallus ji4,14 tartarz) vor; wird dieſer Weinſteinkriſtall zu einem zar: ten Pulver zerſioßen, ſo wird ſolches nyn erſt Weitz» y Beinrahm(Cremox tartari) genannt. ] N ivd Von dem Grünſpan, en aber 6. 9534 h ſent' Der Grünſpan oder auch Spangrün(Aerugo, Ed(oil: veride aeris), iſt eine befannte grüne Mahlerfarbe, kt: Nit wovon die feinſte Sorte aus Languedoc erhalten jp: und in wird, er iſt eine Verbindung von Kupferoxid, Kohlen- I| rohen ſäure, Weinſteinſäure, und Eſſigſäure. Man verfertigt ay deten den Grünſpan daſelbſt, indem man Kupferplatten it m dyß irdenen Töpfen mit Weintrebern ſchichtet, und dann in hy Ww einem Keller ſo lange?ehen läßt, dis ſie mit Grün- || ſpan überzogen ſind, welcher ſodann abgekraßt wird; worauf die rückſtändigen Platten abermals geſchichtet | werden, bis alles in Grünſpan verwandelt iſt, Einige bedienen ſic) auch ſtatt der Weintrebern des ſauern Weins, womit ſie die Kupferplatten beſprengen, an: reif: vel dre des Eſſigs. In allen dieſen Fällen wird durch Je duch eine vorgehende ſaure Gährung Eſſigſäure gebildet, die 7. Tut dann, mit gemeinſchaftlicher Einwirkung des Sauerſtoffes 4 in Vs aus dem Dunſikreiſe, das Kupfer zerfrißt, und es nach 4e Diiv und nach in diejenige Subſtanz umändert, die uns unter vm int dem Namen Grünſpan bekannt iſt. TUM 6. D34: > ed Von dem gemeinen Grünſpan verſchieden, iſt der 97 0 ſs genannte Friſtalliſirte Grünfpan, der auch ' Ff 3 452 ganz uvinrichtig deſtillirter Grün ſpat, und. Grüt fpanblumen(fores viride. aeris, flores-Jeruginis)) genannt wird. Dieſer iſt eine neutrale Verbindung von oxidirtem Kupfer- und Eſſigſäure, und wird durch die Auflöſung des gemeinen Grünſpans in deſtil- lirtem Eſſig, und nachmalige Verdunſiung der Aufis- ſung zur Kriſtalliſation verfertigt. Er erſcheint in wiit- felichten Kriſtallen von danfelgrüner Farbe- Man er- hält dieſe Subſtanz auch, wenn man aufgelöſten Ku- pfervitriol(8. 940.) ſo lange in aufgelöſten Bley- zucker(5. 984.) gießt, bis kein Niederſchlag mehr er- folgt, dann das Klare vom Bodenſaß abfiltrirt, und ſolches abdunſiet und Fyiſtallifirt. Von dem weißen Arſenik, 5. 955- Der Arſenik(Arlenicum) iſt ſeiner Natur nach- ein eigenthümliches Metall(5. 349-)3; das in ſeinen metalliſchen Zuſtande Arſenikönig, oder auch Sch er- Henkobalt genannt wird; iſt derſelbe aber mit einer gewiſſen Menge Sauerſtoff verbunden, ſo erſcheint er pxidirt, als arſenigte Säure(3. 506.), er wird nun weißer Arſenik(Arſenicum album), auch Giftmehl und Hürttenrauch, und wegen ſeinen gif» rigen Eigenſchaften Raßenpuiver genannt, S«. 956 - Man findet den Arſenik. im Mineralreiche, entwes der ſchon al8 weißen Arſenik, oder mit andern. Ma» ferien! fü 7 „pohe) den amm! Weißen mſt erhalt vel n ſ (Ee ver Fuobha p[1] jw R wig] (ber vu (gen) Zu ber [nannt| [und G Erſſery Operme und wit | | | | | | | M fut einm N I 9" ). Grit: ruginis) dig von vnd wird iG> der Aufi je ih wis ( Rahn 1öfe Sw geh ley b; mehr er Ji, u | | aufe dah 00 ſeinem ph Sher Zit eint Ghent« 3 ee win 4), aß 97144 7 4 3: zr 14535 e 4 tevien verbunden. Der gewöhnliche weiße Arſenik wirb beym Röſten der arſenikhaltigen Kobalterze gewonten, -wobey derſelbe in weißen Dämpfen aufſieigt die ſich in. dem Rauchfang(dem Mehl- oder Giftfang) an- ſammlen, und aw dem untern Theil deſſelben zu einer weißen emailleähnlichen Maſſe zuſammenſchmelzen. Der meiſte weiße Arſenik wird aus Weiſſen in Sachſen erhalten. Man bekömmt ihn entweder in ſchweven zet- brechlichen Stücken von glänzend weißer Farbe, oder auch ſhon zu Pulver gemahlen, als Arſenifmebkt. Er verbreitet auf glühenden Kohlen einen giftigen, wie Kyoblauch riechenden Dawpf. Seine Güte erforſcht mat daran, daß er in einem Tiegel im Fetter geglühet, ohne Rückſtand verflüchtigt wird. Er erfordert um aufgelöſt zu werden, gegen einen Theil 80 Theile kaites, aber nur 35 Theile ſievendes Waſſer. Seite iſ iſe it 199777 a Sils)“ g1 Wfa F ZOG Gy «I |] Fünfter Abſchnitt. Von den Operationen, welche in der Färbekunſt vorgenom» men werden, um die zu färbenden Materien zur An» nahme ſchöner“ Farben vorzubereiten: vom, Waſchen, Wal- ten, Schwefeln, Büken, und Bleichen.derſelben. S. 964. Benn die verarbeiteten wollenen, ſeidenen, baum» wollenen, und leinenen Zeuge gefärbt oder mit Farben bedruckt werden ſollen, ſo iſt es nothwendig, vorher ſolche von allen fremdartigen, ihnen anklebenden Stof» fen zu befreyen, um ſie zur Annahme ſchöner und glätt» zender Farben geſchickt zu machen. Dieſes geſchieher durch Waſchen, Walken, Schwefeln, Bücken, und Blei- t machet. Beyde Uebel müſ- ſen daher gehoben werden. Dieſes geſchiehet 1) da- jen ſolche, durch, daß ſie zu wiederholtenmalen in heißes Waſſer JYpfind, 0 getaucht werden, um die daran klebende freie Säure, ſo 46) bis acht wie den Schwefel hinweg. zu ſchaffen; 2) dadurch, daß pz(hiedenen man ſolche durch Waſſer ziehet, worunter feingeſchlemme- um a te Kreide gemengt iſt, welche die Säure bindvet. Das . ſummt vorzüglichſte Mittel it aber, meiner Erfahrung zufolge, as nid die geſchwefelte Wolle und die wollenen Zeuge, durch St ſu! deſtillirten Urin, oder Uringeiſt(8. 267.) zu ziehen, wo» Se 477/20 bey ihnen nicht nur alle anklebende Säure vollkommen R und entzogen wird, ſondexn ſie auch ihren harten Zuſiand vere 14 zwey lieren, und viel Geſchmeidigkeit und Weichheit annehmen. r = Dere mme .== Sur 462 Bleichen der wollenen Zeuge mit Fflüſſi- ger ſchweflichter Säure,' (8. 974 Seit dem man den zureichenden Grund eingeſehen hat, wie der ſaure Schwefeldampf beym Schwefeln auf die Wolle und wollenen Zeuge wirkt, und ſeit dem die Natur und Grundmiſchung der ſchweſtichten Säure(5. 4356) dekantit gewokden iſt, hat man dieſe mit glücklichen Er- folg zum Weißmachen der wollenen Zeuge in Anwen dung gebracht. 6. 975, Um die ſchweflichte Säure zum Bleichen der wol 1550 Zeuge im Großen anzufertigen, deſtilirt man nach der(d. 438 b.) angegebener Axt einen Theil zerſtoße- net Schwefel, mit vier bis ſechs Theilen Vitriolsl, aus einer gläſernen Retorte, aus deren Halsöfnung ein lan- ges gläſernes oder bleyernes Rohr, ſenkrecht in ein h9- hes cilindiſches, mit reinem Fluß waſſer gefülletes Gefäß geleitet iſt, und deſſen obere Oeffnung durch einen höl- zernen vder bleiernen Deckel verſchloſſen werden kann. Die Säure welche ſim gasförmig entwickelt, ſteigt in uftförmigen Blaſen in das Waſſer, fie wird von ſelbi- gem abſorbirt, und ändert daſſelbe in eine flüſſige ſhweflichte Säure üm. Aus einem Pfand Schwefel, und ſec ausgerungen, und hierauf getrocknet, S8. 979. Jenes Verfahren iſt hinreichend für diejenige Sei- de, welche nicht ſonderlich ſchön auszufallen braucht, . ſoll ſie dagegen weiß verarbeitet, oder mit verſchieden empfindlichen Farben gefärbt werden, denn muß das Verhältniß der Seife größer genommen. werden, Zu derjenigen welche weiß verarbeitet werden ſoll, werden auf dundert Pfund Strehne 30 Pfund Seife erfordert. Die Auflöſung darf aber nicht kochen, die darf höchſtens 70 Grad Reaumur betragen. Man hängt die Strebne ant dem Carvilierſivek mit dem einen Ende in die Brühe ſo lange ein, bis der eingetauchte Theil vom fürnißarti- gen Weſen befreyet, bis er weiß und biegſam worden iſt. Man dreht hierauf die Strehne um, damit auch der übrige Theil in der Seifenlauge eingetaucht wird, und drehet dann die Seide ſo lange um, dis ſie zugerich- tet iſt. Die Seide id dabey aber 4 bis 6 Loth aufs Pfund von einen animaliſchen färbenden Weſen, welches die übrige Seifenlguge ſehr leicht zur Fäulniß disponirt, Anmerkung. Die verbundenen Strehne der Seide werden Matos genannt. Ein Maxto enthält vier Kyuppen, und eine Knuppe enthält, bey der Organſinſeide ſechs Strehne, und bey dex Tramſeide vier Strehne, . S8. 980. vy hird d huf eing fomimt Geiſen Pfund yer Ze den, 4 1Geite€ (Geide 0) v M MN eh, Ww Gilb E Dien fim ſel je 0. im R(ine offinh je ala | "vi eichen| t Anfiöhm "01 wohn verden muß Den, auf Dey: 9 getrof E Tejehige Ch Bi len brandt, + berſchicdeg 51 muß de „Iven, ZU 1, werden 38 erfordert, 13 Mf Sie Gn 8, die Brüh ouffnifarte aiim worden 6(aud di Hold, u) Sy) zugeh 18 ft) auf . weih“ En diOponitk ue; FN per fue 4 ſehe ſeht 1 jj 8. 080, Kochen der Seide. Wenn die Entſchälung der Seide verrichtet iſt, wird die Kochung derſelhen veranſtaltet. Zu dem Bes huf wird die Seide in Taſchen(in Säcke von groder Seinwand) gefocht, ſo vaß in jede 25 dis 30 Pfund Fommen:- Man hängt dieſe Taſchen aufs neue in ein Seifenbad, zu welchem auf 1co Pfund Seide nur 15 Pfund Seife verwendet werden, erhält ſie darin ben-vis- ner Temperaeur von 70 Grad Reaum. anderthalb Stun» den, und wendet die Taſchen öfters vm, damit die Seide eine gleichförmige Hiße erhält, worauf ſodann die Seide ausgerungen und geſpült wird, vr S. 981. Bleichen der Seide, Die lebte Operation, welche mit der Seide vorge. nommen wird, iſt das Bleichen vder Weißmachen der- ſelben. Man unternimmt diefe Arbeit vorzüglich, um der Seide eine ſchwache Schattirung zu geben, und ih- zen Glanz und weiße Farbe dadurch zu erhöhen. Nach einer ſolchen Schattirung, die verſchieden iſt, erhält die zubereitete Seide auch verſchiedene Namen, als x) Chi- neſiſchweiß; 2) Silberweiß; 3) Azurweiß oder Blauweiß; und 4) Zwirnweiß, 8. 952, Um das Bleichen der Seide zu veranſtalten, wird dazu eine Seifenauflöſung verfertigt, deren güte Bes ſchaffenheit daran erkannt wird, daß ſie bepm Schlage Hermbſtäde's Färdefunft, Gs -Z- x“% 466 einen Schaum gibt. Um aber der Seide die genannten(hy? Farbenſchattirungen zu geben, wird folgendermaßen| qm! operirt.; zu ben 2) Zum wach war, daß. das Beaumſc"Hiſchen Subſtätizen,»der chineſiſchen oder Nenfinſeide gleich zu bleichen, pv BE felihtt und ohne ibe die natürliche Steiggkeit zw tauben, I? Herm bſt ädtg 1 2: Nga far Färber 26. 1, Bd. Beplitt 1852. S. 104!e.| ENEN": 4.2 1 7 m Erdung des 8. 987 4| Di Gur di JH habe jene von Beaume angegebne Operation MU Pen ſho oft mit glücflihem Erfolg unternommen, und zwar 4| (6 980) nach folgender Methode. In einen ſeinern Topf, oder Mi „R Vp ein Zucferglas, vder einen Topf von we eißem Sanität3-) Y ; gut, britgt man ein Pfund gelbe Seide. in Serehnen, m z und gießt darauf ein Gemenge von 3 Pfund mäßig in: M die nw fiarkem Alkohol(6. 386.) und 6 Loth mäßig fiarker, 9 €, von aller Salpeterſäure freyer Sälzſäure(5, 453%| Y E Man verſchließt den Topf mit einem gut paſſenden D= . Deckel, und erhält. ihn 22 bis 236 Stunden lang bey ie pu der einer Wärme von 18-Grad Reanm. öder 72x Graff Fah- e,, ſondery fn renheit, Der Alkohol zieht bald'eine grüne(Tiyktur NUCIZMLG A79 daraus, und die Seide wird weiß.- Man ringt'die Seide aus, ſpült ſite aufs neue mit Alfohol aß, wäſcht fie dann in Waſſer, bis alle anklebende Säure per» ſchwunden iſt, undtrocknet ſie an einem ſchattigen Orte. Anmerkung Gemeiniglich iſt dieſe"eine Operation ſchon „“ hinreichend. Sollte» dieSeide noch gelb bleihen,) ſo muß ſie - einer zweyten. ahnlichen, Operation unterworfen werden. Der Alfohol, welcher vorig bleibt, ſo wie. das erſie Spülwaſſer, werden, um die Säure abzuſondern, mit etwas Pottaſche ge- Mengt, und hierauf aus einer Blaſe mit zingernem Helm über- gezogen, da dena der Alkohol aufs neue gebraucht werden Fann. Die ſo gebleichte Seide kommt der weißen< vollkommener kann die erſte Reinigung der Baumwolle, ſs wie der baumwolleten Garne und Zeuge veranſtaltet werden, wenn man ſie in der€ haptalſchen Bleichanſtalt dem Dampfe der äßenden Sode oder Kalilauge, welche den zehnten Theil des Gewichts der baumwollenen Zeuge an äßendem Satze aufgelöſt enthält, und worin die Zeuge vorher getränkt ſeytt müſſen, ausfeßt. Die Gewalt der Dämpfe, welche in diefem Raume auf die mit alkaliſcher Subſtanz durcha Drungenen baumwollenen Zeuge wirken, leiſtet mehr als alles Bücken, und greift zugleich die Zeuge am ives Higſien an, Von dem SE HHEN der Baumwolle „+8. 092, Nachdem die baymiwollenen Zeuge durch das Bücken von ihrem harzigten Weſen befreyet worden find, werden. (m ve En (he) unſet fung dv u) ve fert jdas Y4 blnihe | | | DE) tib dip D et; dam ien, pöih s|(in, 4 + ſen Oy| 300 Thily <| 12 Ciih Dehm 1848 hindy, Em Cpt EN 17 Zeuge 1Balſhiy M; er iS Febids Aufg ündoft ſept 46 welche 70; durchs M it mwiht ea ih OE Z LZ * es Bidet nai werden 475 fie nun ferner weiß gebleicht." Sölhes geſchiebet 2) et» WVeder"durch die Luft-' oder Raſenbleiche“sder b) durch die oxidirte Salzſäure: oder Cc)"Sur die Dampf=. und Raſenbleiche zu gleicher. Zeit..-Ich werde jede beſondre Meihode in Ki rzem. 2: an Dec ſchreiben.. Von der Quft- oder Raſenbleiche, 5 894 Die atmo8phäriſche Quft, w welche des Dunſikreis überall ausfüllet, iſt ein G? menge von beynahe drep Theilen Salpeterſisffsgas(S5. 210.) ynd nur einem Theil Sänerſioffgas(8. 2193).:nsge des fe8- tern wirkt fie ais ein überaus geſchicktes Mittel, die farbigten Stoffe dry vegetabiliſchen Subſtanzen,"in wet: hen mit ſct werden muß,| S."1008. 145% Die Vorbereitung des Leinen, welches gebleicht werden ſoll, iſt in verſchiedenen Ländern und an vep- ſchiedenen Oertern ſehr von einander abweichend. Alle verſchiedene Methoden hier vorzutragen, würde mich zu weit führen. I< begnüge mich daher, folgende Methode insbeſondre anzuführen, da ſie mir nach eigner Erfahrung einen günſtigen Erfolg gewähret hat, und da ich ſolche als"die einfachſte und wohifeilſie betrachten kann. . 9. 2009, Man weiche die leinen Gaxne,.:oder auch die ſchon fertigen Gewebe, ſelbſt wenn ſie noch die teigartige.Appres tur des Webers enthalten, in großen Bottigen mit reinem, nicht eiſexhaltigem Flußwaſſer ein, und laſſe ſolche bey einer Temperatur, die wo möglich nicht unter 35 bis 18 Grad 'Reaumür beträgt, 3 bis 4 Tage ruhig liegen. Es erfolgt hiebey ganz von ſelbſt eine Art von Sährung, durch welche die Appretur zerſiöhrt, die feinſten Faſern aufgelockert wer- den, und der natürliche Fürnis' ſchon eine Veränderung 1] | | Gajot | ſaft "wn" | KE ſolche Untellt | | [ze, dez Id endlig|. des Flach nd Geil das Yith j reitung dy in abzweg;- 1Shyſcheibyn, EEN 18 gebleicht 10 an vir py, I wih 100 Metho 3 Erfahrung va ich old jan 14 die ſche! artige App) ; mit ve „de bey eint his 18 6) ,(3 efolt ur welt Jodert we eränderun 483 ſeiner Grundmiſchung erleidet, die ihn zur nachherigen Angöſung. disponirt. Man nehme hierauf das Zeug aus der Flüſſigkeit, ſpüle daſſeide in einem Fluß, und befreye ſolches von der überfiüſſigen Wäſſrigkeit. 6. 1010, Nach Beendigung dieſer Operation wird. die Leins wand gebükt, das heißt, man legt Fe nun in.eine Aetlauge, welche auf jede 200 derſelben; 39 Pfund äßendes Kali oder Nätrum, und 210 Pfund gemeine ſchwarze Seife aufgelöſt enthält, und.mit fo vielem Waſſer-verduant iſt; daß-das Deaumeſche Galzareomerer nur 5 Grad darin zeigt... In dieſe. Fiüſ- igfeit weiche“man jekt die“ Zeuge, und laſſe ſolche dez) "einer- Temperatur: von 18 dis 20 Grad Reami. etwa 43 Gtunden liegen, Man nehme ſie dann heraus,!alſe ſvicbe durch Stampfen und Treten von den entlockerten Unreinigfeiten befreyen, dann in einem Fiuß wohl ausſpülen/ und ausringen. Man behandle ſol9e. zum zweytenmal ganz nach derſelben Art,-und ſie find zun zum fernern Bleichen vorbereitet. Aunmerfung. Man hat in neuern Zeiten entdeEt,"daß der S folge zu hp werden vn * und Zuup (zu madd, vd berbeſſetn ÜBeijen, 118 in der m ve dem Gegehs 9 fe(ehren au befeſti- & lianeiren; Wen und 41 Erfolgt peilen blo egen 190000) "rden fal, . Pets peds Deh u ſhes phie eben | vorhan 487 denen. Farbe miſcht, und ſolche nach Erforderniß. nüans eirt, nemlich zu einer andersgearteten Reflexion des Lichtes disponirt. 6. 1015. Die Anzahl der Beizen läßt ſich beynahe bis ins Unendliche vervielfältigen: denn es müſſen ehen ſo viel verſchiedene Beizmittel ſich denken laſſen, als man Salze, Erden und Metalle, ſo wie ihre verſchiedenen Verbit- dungen unter einander kennet, und als die Verhältniſſe derſelben zu der großen Anzahl der befannten Pigmente auszumitteln ſteht.. Aber eine ſolche ausgebreitete Kennt- niß der Beizmittel ſeßt die Anſtel!ung neuer Verſuche voraus, wozu ich im zweyten Abſchnitt, welcher die Im entgegenge- ſepten Fall kann das Beizmittel ſich nicht aus der Auflöſung trennen, und die Entſtehung und Befeſtigung einer Farbe bleibt unmöglich. C. 1018. Tritt aber der mögliche Fall ein, daß das anzu» wendende Beizmittel in keinem andern Auföſungsmittel lös8bar iſt, als in einem ſolchen, mit welchem daſſelbe in größerer Anziehung ſieht, als mit dem Pigment, vder dem zu färbenden Stoffe, dann iſt es unum- gänglich nothwendig, ein viertes Mittel zu Hälfe zu nehmen, welches, ohne auf die zu erregende Farbe einen merklichen Einflyß zu haben, die Anziehung zwiſchen vem Del mittel Yamen! N zenden on di ung 1egel Denn mit fel wt ab 10M; hi, en| ſole Gen| | It 409 ih While falliſht den fd hyygin Med vun by! f Zuſtand 4| üben fam| ein Andey| einer yk| das Ab! er ſenſei Dahl des| aw et boy fol| deizmit| vn| nt iß, wit atgegenge t aus det Yefeſtigun das al ſungöwittd en daſſelh! Yigmenh 17:907..1600 be einen iſche) 489 dem beizenden Stoffe und feinem Auflsfüungs- mittel ſibhre, und den erſton zur Verbindung mit vem Pigment disponirt. S. 1019 Die. Aufſsſungsmittel, deren wir uns ſür die bei- zenden Stoffe bedienen, ſo wie in den meiſien Fäls ien die ſauren Salze, und die aus ſolcher Verbin- vung entſtehenden Beizen ſelbſt, machen daher in der Rege! erdigte oder metalliſche Mittelſatze aus. Wenn alſo der Fall eintritt, daß das Beizmittel mit ſeinem Auflöſungsmittel in größerer Anziehung ſicht als mit dem Pigment, ſo muß dem Pigments vorher ein Stef beygeſeßt werden, der die Beize zu zerlegen, und das Aunsöſungsnittel von dein aufge- 4 öSfien Stoffe zu trennen vermögend iſt; und einen ſolchen finden wir allemal unter den alftgli- ichen Salzen, 6./ 102.0: Wivr können die uns gegenwärtig bekannten Beizen, nach ihrer«verſchiedenen Grundmiſchung, 9a11z füglich eintheilen in: 1) ſanres 2) alfaliſche; 3) erdigte; 4) me- talliſche; und 5) gemiſchte Beizen, utter welche Abtheilun- geit ſich ſelbſt alle fernerhin noch auszumittelnde werden rangiren laſſen, Von. den ſauren Beizen. S. 1021.; Saure Beizen nenne ich die ſauren Salze“co Säuren, ſowohl in ihrem fr eyen, als zum Thei 499 an einen neutraliſirenden Stoff gebundenen Zuſtande, im ſo fern ſie geſchickt ſind, als Vorbereitungsmittel zur Annahme und Befeſtigung der Pigmente,* für die zu färbenden Zeuge zu wirken. Es iſt wahrſcheinlich, daß uter der beträchtlichen Anzahl von ſauren Salzen, welche am gehörigen Orte erörtert worden ſind, ſich ſebr viele finden werden, welche als vorzügliche Beiz- mittel wirken können; ſie müſſen aber in dieſer Hinſicht er't noc: unterſucht werden. Zu den wenigen ſauert Beizen, die uns jeßt, und zum Theil auch gegenwärtig noc< ſehr unvollfommen in Hinſicht ihrer Wirkung als ſolche bekannt ſind, gehören folgende: 2) Die Salpeterſäure(Fß. 449)- b) Die Arſenikſäure(8. 498)- c) Die Wolframſäure(8. 516). d) Die Wolybdänſäure(8. 522)»|, e) Der Weinſtein und Weinſteinrahm(58. 950U. G. 3. wovon die drey mittlern, nach meinen Erfahrungen*), in einem hohen Grade das Vermögen beſizen, als Be- feſtigungsmittel für einige Pigmente zu wirken. *y Meine Verſuche und Bemerkungen über daseraufldſung hin- zu fommt;"weil zin"dieſem Fall die Schwefels fäure des Ulauns abgeſtzmpft wird, und weit mehr Thonerde mit der Eſſigſäure in Mis ſ Färben, die Zeuge zu ſpühlen, dann wieder in die Beize, A“(yd uud von da wieder jn die Flotte zu bringen. Jun allen dier 507 ZD ſen Fällen har das Woſſer womit geſpühlt wird, auf die Far» E ge bewirt. beg ſelbſt, einen. beträchtlichen Einfluß, Er miſchung 17.0009 va Fu ky EE 10000 - pon di | Ni 1 Achter Abſc; ein > PU, nemlic apt Rall Es Fwd 2 Fache a vim af 36 Rüpe d| 2 dem Do Slit ſo wb "| eſ „Minu yen ſih) men 0 517 Feßt wird die ganze Flüſſigkeit nochmals wohl un- tereinander gerührt, und die Küpe iſt nun zum Färben brauchbar. Sie muß ferner bedeckt und ſv warm ge- halten werden, daß man die Hand, obne ſchmerzhafte Empfindung, einige Minuten lang darin erhalten kann. Von den Zufällen, welchen die Waidkspe unterworfen iſt. [| 6 2050, Die Waidküpe iſt ganz insbeſondre zwe ſehr nachtheiligen Zufällen unterworfen, nemlich 3) dem Sch arf- oder Schwarzwerden, und 2) dem Durchgehen oder der Fätulniß. 2) Das Scharf- oder Schwarzwerden der Waid- füpe wird daran erkannt, daß ſelbige, wenn ſie vorher eine ſchöne blaue Farbe gaß, nun beym Aufdecken eine ſchwarze Farbe angenommen hat, keite blaye Adern oder Blumen mehr erkennen läßt, beym Umrühren der Flüſſigkeit immer ſchwär» zer wird„ und nun an die Stelle des ſonſt ſiechen- den ammoniakaliſchen Geruchs einen ſüßlichten Gerach angenommen hat. db). Das Durchgehen, oder die eingetretene Fäul- niß, einer Waidkfüpe wird daran erkannt, daß die blauen Adern und Blumen der Küpe verſchwin» "den; daß die Flüſſigkeit eine röthliche Farbe at» nimmt; daß der ſonſt am Boden liegende Brey in die Höhe ſteigt; daß nun ſtatt des ſonſt ſiechenden ammoniakatiſchen Geruchs ein faynler ſtinkende» Geruch zum Vorſchein kommt, und daß ein hin- eingehängtes mit Indig dunkelblau gefärbtes Stück Tuch(der Wächter) ſeine biane Farbe zu verlieren anfängt. WIe | C. 21064, Naß Quatremere d'Isjonvals Erfahrungen gründet ſich das Scharfwerden oder Umſchlagen der Waidküpe auf ein Pebermaß des KFalrfs, womit ſelbige- geſpeiſet worden iſt. Um eine ſolche umgeſchlagne Küpe wieder herzuſiellen, wenden die Färber gar mancherlep Mittel an: ſie ſeßen ihr bald Weinſtein, bald Kleye, bald Urin, bald Krapp zu. Nach Quatremere iff es aber ſchon hinreichend, eine durch zu vielen Kalk ſcharfgewordene Waidküpe, ohne Zuſaß irrgend eines Stoffes, immer um den dritten Tag zu erwärmen, und dann ruhig ſichen zu laſſen; und er ſahe ſie durch dieſes Mittel vollkommen wieder hergeſtellet: ſo daß ſie eine gute Blume zeigte, und nach dreytägiger Ruhe wieder daraus gefärbt werden konnte. nd 6. 1062, Das Durchgehen oder die Fäulniß einer Waidküve, ſcheint ſich auf einen Mangel an Kalk zu gründen. Iſi die Fäulniß wirklich eingetreten, ſo muß ſie durch einen erneuerten Zuſas von Kalk und fleißiges Umrühren gehoben werden. Zu dem Behuf muß mait den an der Luft zerfallenen Kalk, von 2 Stunden zu “2 Stunden, und in kleinen Portionen, ſo oft zuſeßen, “kis der faule Geruch verſchwunden iſt, bis die Küpe wieder eine blaue Blume zeigt, und ein hineingehängtes EE du edh ſeits aud Jalan Gerderh! Yen) Ve di T eigen - Vadd| fegelfän gemantt ' finn) häh Vaſe welöſt, (Mund ian fin ab Jtenidan "u den "Curd Fab! 48 6 0)„ſ Kalt E hilt ß ein Eul gefärbt] 1 Zarb; y Erfahrung ſchlagen 1 womit felbiy- vlaghe Rüy | Wanderly! | bald Kley) atreimen jeden Sal! jend eines wärmen ve fie duc) 1 ſo daß ſ! viger Kuh is eint um Ralf j1 1, ſo nt 130 feißid « muß mw Zundel yt zuſeht) ) die Ai! gehängt „519 Stä>23] 29 ſebten Eiſonvitriol-. verrichtet wird; die Verhältziſſe 8%/(md -. 4] 7 2 WeELAEN SGä. Lx,- DE 0010065 | hiezu ſind verſchieden 3] aſhi 4 2) Nach Haußmann werden hiezu 356 Pfand friſch| ſhurhi! gebrannten Kalk mit 1500 Ouart Waſſer ges 13] löſcht, der entſtandenen Kalkmilch werden hierauf« wii "4 mach dem die Küpe hell oder dunkel färben ſol) 03 32 bis 25 Pfund mit Waſſer abgeriebner Indig-| erf [9] zugeſeßt. Ferner werden nun 30 Pfund völlig a-'kupferfreyer Eiſenvietriol in 60 Quart Waſſer| gy | aufgelöſet, und alles untereinander in die Küpe digol, 4 gebracht. Man erwärmt die Küpe ganz gelind, geht 4 4 und läßt denn alles bedeckt ſo lange ruhig ſiehen, fami dis der Indig aufgelöſet iſt, welches ſich durch die 6 Siel Entſtehung einer blauen Farbe andeutet. N' eten va d) Nach Bruchmann*) wird eine ſehr gute kalte. wi,| Indigoküpe erhalten, wenn auf 2 Pfund guten Erlliry Indig 3 Pfund Kalk, 2x Pfund Vitriol,+. und die nöthige Menge Waſſer verwendet wird.“ m Derſelbe macht die Neiſchung von Kalk, JIndig ve und Waſſer in einem Keſſel, erwärmt die Flüſs 140 ſigkeit ſo weit, das; man die Hand darin leiden 7 fann, feßt dann den Vitriol hinzu, und läßt nun ZM die Blumen hervorfommen, worauf ſodann die etwas abgefühlte Maſſe erſt in die eigentliche R Küpe gethan wird. ue| Kalt, 2) S. Bruchmann Erfahrungen und Beobachtungen über die kalte dig u „Indigfüpe. In PEE ſar Magazin! fär Färber, 1a B- S« 37. 16 aſche EE S--2065,?| übrige ' Sonſt unterſcheidet. man auch noch die Urinfä- dez de PEN, in welchen die Aufiöſung des Indigo durch fäu-| nig 421 ng lenden Urin geſchieht; dem no< etwas Krapp und Potts |- aſche zugeſeßt wird. Dieſe Urbeit iſt in der That ſehr " friſ ſchmußig, und die Urinfüpe kann daher gänzlich ent. Veſſer x behrt werden, da ſie durch die vorher beſchriebenen Ar- en hie, ten gänzlich erſeßt wird. arden ſo) | KU Erflärunz der Waid- und Indigoküpe. md illy;; WE S. 1066, 0 Die gehörige Einrichtung einer Waid- und Ins- 4 a!. digvofüpe, und.der Erſtern ganz inöbeſondere, wird mit ip ehen Recht als eine der wichtigſien Operationen in der ges | ved di ſammten Färbekunſt betrachtet, und die Erfolge, welche | ſie uns darvdietet, ſind ſo mannigfaltig, daß man nicht; |, eit ſeiten darüber in Erſiaunen und in Verlegenheit geſetzt+ RU wird, um den zureichenden Grund derſelben zu ihrer[78 6 il, Erklärung auszumitteln. NDEr Fr zweckmäßige Kenunts) ZD [, vin niß von den dazu gehörigen Hülfsmitteln und ihren"' vm pemiſchen Verhältniſſen, ſeßt uns in den Stand, auch"]| ; 107 hier manches Dunkle in ein gehöriges Licht zu ſeßen und Mio pp! vii Jolgerungen daraus zu entwickeln, die für die ausübeg»||| 43 de Färbekunſt von der größten Wichtigkeit ſind. M" 8| väpt nun ME Pan dit S- 1067«% be Die Hauptingredienzen zur Waidküpe find Waid, 4 Kalk und Indig; die zur Indigkupe, Kalk, In 15) „17 die falt" dig und Eiſenvitriol, oder ſtatt des-Kalks Pott- Ü 47U0M aſche»und ſtatt des Vitriols- der Krapp. Alle| 5. übrige Beymiſchungen alis Krapp, Kleye und Wau veinfh bey der Waidküpe, ſo wie Oprement 2c. zur nh fü Iudigküpe, welche zuweilen angewendet werden, € EAP EDER Dtn Dimmen 2 SI 00 ZF 2" 522 ſind zwar Hülfsmittel, die aber zum Weſen der Küpe nicht erforderli) find. N C- 1068, Was den Waid betrift ſo iſt ſchon(5. 806) bewie- ſen worden, daß derſeibe einen blauyfärbenden Stof von der Natur des JIndigs enthält, und daß dieſer durch eine. Fermentation daraus entwickelt wird. Fers- ner iſt es bekannt, daß der Indig in ſeinem natürli- mehr grün. Gobald aber der aufgeldſie Indig mit dfüht und Sauertioſſgas in Berührung kommt, zieht derſelbe den ſtehung, eit verlohrnen Sauerſtoff wieder an, und ſeine vorige blaue yn Oränden, Farbe wird wieder hergeſtellt, Hieraus folgt alſo der Hleimchten zureichende Grund, warum die ſogenannten Blumen en Judig der Waidküpe hlau ſind, und warum das aus der 9 der Küpt Waid- und Indigfüpe gefärbte Zeug grün erſcheint, und nun erſt bey Berährung mit der Luft, ſeine ſYöne (6,1063) if blaue Farbe annimmt. | Von dem färben mit der Waid-'und Jn- 1407| digfüpe, auf Wolle, Seide, Baumwolle peſehtetah, und Leinen.' har act) S. 1071, rfolt ein! Die Waid- und Jndigofüpe ſind beyde ge- „Jein fchicft, um Wolle, Seide, Baumwolle und Leinen darin Ko NE. 2. EF Dame de Dat nennen Üb m m EI IEEE“ WEnn Zac“ 524 blau 38 färben, doch wird für die lekßte dieſer Apo ten der Zeuge die kalte Indigoküpe ganz vorzüglich an-] gewendet. Um in einer oder der andern Küpe zu fär-| - hen, iſt es nöthig+ 2| |« ebfärb! a) Zwey Stunden vorher die Küpe recht wohl ums zurühren, um nochmals alle Thcile gut unterein» ander zu bringen..: b) Mus man den untern Theil der Küpe mit einem aus Stricken geflochtenen Gitter(der Trift) und dieſes(wenn Wolle oder wollene Garne ge» färbt werden ſollen) auch wohl noch mit einem en- gern darüber gezegenen Netze bedecken, damit der Teig ſich während dem färben nicht qufrührea, 1 und die Farbe ungleich machen kann. €) Die zu färbenden Tücher, Garne zc. müſſet vorher von allem Sc ausgewunden; worauf fie ſo gO- ſchnell wie möglich getrocknet werden muß. Wird die ze Zu Küpe ſr, daber ſie auch noh zekßt unter dean Namen Sächſiſches, auch GroßFenbhaypner Blay bekannt iſt. S. 1073 Sr än rin miel än üb MEHR mwemmertiliin emit emen... MP " ffe, hauſen, ſien,[/] Nye beweiſen ihres€ durc it machen; entbund dv En hes 4, y 990) 0 529 M, Wh-„if' T 1078, eh'- Beym Zuſammenreiben des Jndigs mit der Schwes| 129, ma felſdüre; erfolgt eine beträchtliche Erhißung, ein Auf» women m brauſen, uad die Ausſioßung von ſcyweflichtſauren Duns ſfen; worauf die Miſchung dunn wird, und nun die alte ZAufiöſung des Indigs erfolgt iſt. Dieſe Erſcheinungen 44 beweiſen hinreichend, daß die Schwefelſäure einen Theil der ſih ihres Sauerſioſſes an den JIndig abſekt, um ihn das durch in dem übrigen Theile der Säure auflssbar zu machen; daher denn auch der dadurch aus der Säure entbundene Wärmeſioſf in Freyheit geſeßt wird, und nun voberaud die Erhißung zuwegebringt. tino eint Ihwefels S1. 2929- 0 Fhnit Ueber das Berhältniß der Schwefelſäure zum Jys.? 4 20 dant dig, zu dem ſächſiſchen Blau, iſt man noch; niche D bUweſc ganz einig,|| 74, genäht a) Bergmann räth an auf einen Theil Indig 1] N Mama, iM acht Theile Schwefelſäure zu nehmen."4 4 1 Nam b) Quatremere d'Js8jonval nimmt auf einen ws ) 8 Nim Theil Indig ſec Ge SIE Z. | 6,39 || Keſſel, man drehet dagegen die vörbereiteten Zeuge hinein, EE und hält. ſolche in der Brühe eine Stunde in Bewes| in 94 gung. Hierauf läßt man die Brühe ins Sieden kom- gurl 19] men, wendet das Zeug fleißis darin um, worauf daſ-| gebleicht 14, ſelbe denn, na eipem Zeitraum von 2 bis 23 Stunden, Ayföſu die ſchönſte Farbe angenommen Haben wird. Auf dieſe des(am) Art behandelt,“ kann. man mit 4 Loch. Indig 310 Pfund| widet« woljenes Zeug ſehr ſchön blau. färben.| mt || werden 9-1 2.0494|| unzgt i 6;-|| wz Dieſe letztere Vertahrungöart qualificirt fi< auh|| 1,17 ganz vorzüglich für die Seide. Daumwollenen uind lei| wN neu Zeugen giebt man beſſer ächte Farben durch die|: Balda alte Inviglüpe.|| EGiewird | Yind Von den Färben mit Berlinerblau, Drud 8. 1084, Das Berlinerblau,: welches das Produkt der Miſchung von Eiſenoxid, zootiſcher Säure und Thons- DU IERS: i' erde ausmadMet, iſt als eine angenehme blaue Mahlers farbe hinreichend bekannt. In mueren Zeiten hat man Zlaut; mit glüiflichew Erfolg verſacht, däſſeibe auf baums- diz ai wollene mnd feinene Zeuge zu befeſtigen. Auf-Wolle geben, und Seide nehmen ſich die Farben weit weniger gut füpe aus. Die mit dem Berlinerblan erzeugte Farbe, Pty widerſteht der Luft und den»Säuren 3 dagegen wird ſel-| fünf: «bige voin den alfaliſchen- Salzen, ſo wie von.der Uſher M 4 Seife ſehr bald zerfiöhrt uud gelb gemacht.| 533 > 08 hin, 9. 3 tin Deity Um baumwollene und leinette Zeitge mittelſt 4 fü Berlinerblau zu färben, werden ſolche, nachdem ſie vorher E' auf dy geblei<ßt worden auß zuvor in einer mäßig warmen > Etindy Auflöſung von kupferfreyem Eiſenvitriol ſcc auf baumwollene und leine Zouge. 1 8. 1085.|. ß alt di%on dem engliſchen Blau.|| 4, Shop Um baumwollene Zettge mit dem ſchönen Blat. zu 3 „pe Mahl drüdene welches foren) DE Namen des* MALM eN| G 330 0% Blaues defannt iſt, läßt wan ſolc Pl und pOqment, FF» if di! H innorid HY: eben ſd am as (ew! Gat 2m oftmalß 3 epjenget, Sn allei) g(heu „Iharle) 3 Z weine 4: 0 539 lich auf das Nuſieden oder Beizett, und das Rs- then. Alle dieſe Operationen. müſſen billig mit Hülfe des reinſten Waſſers, und in Keſſeln vom reinſten Zins veranſtaltet werden. 8. 1095. Zum Anſieden werden auf 200 Pfund Zeug ge- meiniglich 6 Pfund reiner Weinſtein verwendet, dem man, wenn er im Waſſer aufgelöſt iſt, 16 Loth ges pulverte Cochenille, und 5 Pfund in Königswaſſer ges machter Zinnauflöſung(8. 1034 c.) zuſebßt, alles wohl untereinander rührt, das Ganze bis zum Kochen erhißt, und hierauf das Tuch hineinbringt, das einigemal in der Brühe ſchnell herumgezogen, hierauf er langſam bewegt werden muß: worauf ſolches nach einein Kochen von 3 Stunden aus dem Keſſel genommen, gelüftet, und dann geſpühlt wird,. 6. 1096. Zum Rösthen der Farbe des Scharlachs bereitet man ein Bad, das für 100 Pfund Tuch aus 53 Pfund Cochenille, und der gehörigen Menge Waſſer dargeſiellt iſt. Man ſekt dieſem Bade 13 bis 14 Pfund Zinnauſtöſung hinzu, miſcht alles wohl untereinander, und legt nun das angeſotiene Tach hinein, das einigemal ſchell darin gewendet werden mnß. Man läßt ſolches nun 2 bis 3 Stunden in der Brühe fochen, yimmt es ſodann heraus, jüftet daſſelbe, und ſpühlt es. Anmerkung. In vielen Fäörbereyen bereitet man das Bad zum Röthen gleich in der Brühe des Erſiern, und man erhält einen eben ſo guten Scharlach,“ 640 DB pes Um mehr Feuer und Glanz in die Farbe des Scharliac Wfedeh din ie Fleiner, je dunkler. Gelbhol, ſen gelbe 6. 1100. FI Die Salpeterſäure(das Skeidewaſſer), wel- '. Loipzig 1776. ) 544 Färben der Baumwolle mit Cochenille:. ß. 1105, Um die Bayimwolle mittelt Cochenille roth zu färben, wird nam Vogler*) das Zeug in Zinnſo- lution. 6 Stunden. eingeweicht, ſodann geivaſchen, in eine Aafiöſung von Tiſchlerleim getaucht, und dann an einem ſchattigten Orte getrocknet. Das. ſo vorbereitete» Zeug wird nun in einer Cochenillbrühe gefocht, dann nosmals durc Leimwaſſer„gezogen und getrocknet, Anmerkung. Die leinen das 196 werden ganz nach derſelben Art behandelt. *) Vogler über die Methode, Baymwolle und Leinen mit Cochenitle rc?h zu färben. In Hermbtiäd?s Magazin für Fätber 20. 2. Baud, Bon dem färben mit polniſcher Codchenilie,' mit Kermes, und mit Gummilac>, 6. 1106. ><"nehme dieſe drey Pigmente hier in eins zu- ſammen, vm zugleich dadurch“ anzudeuten,.daß ſie vonn der Art ſind, daß ſolche in der Färberey entweder gänzs lich entbehrt werden Fönnen, oder doch: die damit er- zeugten“ Farben, beym jeßigen Zuſtääde der Kunſt, auf ändern Wegen zu erhalten ſind. Sie“ werden daher ätich, wenigſiens in Deutſchland, gar nicht'mehr- gebraucht. 2) Um mit der polniſchen Cochenille(8. 746.) zit färben, wird das gepulverte Pigment in einem kupfer? nen Keſſel mit Kw as Ceiner aus warnen Waſſer und Rocken armin Fee Di: 545 RoFenmehl bereiteten gegohrnen ſäuerlichen Fläſſig- Feit) gebracht. Die Wöslle wird in einer gleicben nile m Tlüſſigfeit. und etwas Alaun vorbereitet, uud. nar die 3 in Zinn vorbereiteten Waaren in der erſten Brübe ausgefärdt. A Är din Die Farbe des Zeugs iſt ein unangenehmes Rod, | und dan Mit Zinnſolurion dehandelt, defam ic Orat» dordegn ge; und eben fo, wenn das Zeug mit Wein» 1 2Öt, den ſtein oder mit Arſenikſäure vorderettet war, k vd| Lad: b) um olle mit Kermes zu färhen, wird ſolche, mit | Waßer gekocht, deim etwas Kleye,= Alaunund Z. Weinſtein zugeſest iſt, Um eine geſättigte F4rde vun 7 zu erhalten, mus faji eden ſoviel Kerwmes, als dis zu färbende Zeug beträgt, angewendet werden. R. du Die mit dem Kermes erzeugtie Farde iſt eime Art < HIG SdDarlac, und war unter dieſem Namen dekoniit, „10679 edor man die Cocheatlie und idr? Behandlung wit Zinnſolution feynren lernte. In Frankreich jm j03 man noch jeh: aus Kermes und Krapp ut vis zu 2 = Dadſc> ariard dereiten, wonnt die Turdane für 44 fie vn 2 8=< 4 die Levante gefärbt werden. Die mumt dein 9 ſe 97) NY Kermes dargeſiellten Farden, find jehr dauerhaft, dai iw L Zunf, WW% 4. 22 e Ä & Um. mit Guymmilaf zu färden, weiches j:5t car ver au) M vs zicht mehr angewendet wird, wird ſolches in Waſſer Dh A SQ- ps in ausgefocht, das Tuch ader mit Ziauſolution vor» 14.008 bereitet, und dann in der Brühe ausgefärdt. Wir-* - ne Eupf W Lamy(Vosler Verſuchs mit" den Schärla beeren(den Kertite3? in Ads „Daſ um keßt ihres Nußens in dex Särbekunft:c. Weblar 1790) DN- in by Vetmb SDF s SFärvrfunſt,; M m Ref! * EZ... SEIEN A, dn<Ümeetnn Ünn, 5m emma 14 am 1m ain Wem Seen nR Ex< wel TRR med 549, Von dem. färben mit„Krapp oderx'-dem Kerapproth.| Bon der Kruppfarbe auf Wolle, Q- 1107, j; Der Krapso ertheilt der Wolle eine ſchr ange» gie und dauerhafte rothe Farbe,„aber ſie erfordert eine eigne Vorbereitung der Zeuge, wenn ſie ſchön und dauerhaft werden ſoll. Um die Wolle und wollenen Zeuge zur Krappfärberey vorzubereiten, werden ſolche vorher 2 bis 3 Stunden lang in einer Beize, die für jedes Pfund Zeug 10 Loth Nlaun, uad 2 oth Weinſtein enthält, angeſotten.- Man bringt ſoleßbe ſodann in die Hrappfiotie, welche für jedes Pund Tuch 3 Pfund Krapp enthält, und läßt nun vie Farbe vollends anſieden- S. 3108. Die Färben-aus dem Krapp auf Wolle können «ßer merflich verbeſſert, und ſelbſt dem Scharlachroth ähnlich gemacht werden, wenn man dem Krapp beym. 9(ysziehen etwas Kali(Pottaſche) zuſeßt, wenn das Tuch, mit einer Beize von Alaun, Woihſtein und Zinnſolu-- tion vorbereitet, und dann in der Flotte ausgefärbt wird, Noch vorzüglicher iF es aber, auf jedes Pfund Krapp, weicher zur Flotte ausgezjogen werden ſol, 4 dis 6 Loth ge ſgoßne Kreide, ſiatt der Pottaſche zuzuſeßen) und nun das vorbereitete Tuch darin'auszufärden. Anmerkung, Das Färben mit dem. Krapp iſt noch lange zicht zu denjenigen Prade der, Vollſiqydigfeit gebracht» Gi R EZ a. al j h"" m (am dig 0] werdet Coden für je! und? werben, nar Aeg ſeth feh dw, und en nit Non Y Oothig beſt, bereity hafts ufer Sap fie der den Mt, La fehr an) horbert(in ſchön u) (d wellen "1, werben + Beit de |, ju) 8 4 bringt für jedes |(At max fe Höhe) parlare nap be 410 Zu g3iunſolw gefarbt wird zd Sr6)) 6 fat) 9)“ ſchen».WW= 13 1 woch ly) vit 6600 547 den es anzunehmen geſchi>t ift. Es verdient aber um ſs mehr Aufmerkſamkeit, da das Pigment dazu eln jeßt vater ländiſches Produkt iſt. Ich hoſſe nächgens etwas Voliſtätts diges über dieſen Gegenftand liefern zu könneg. Vom Krapproth auf Seide, S. 1109, Auch die Seide kann mittelſt des Krapps gefärbt werden, obſchon die Farbe nie ſo ſchön wie mit depx Cochenitle ausfällt, Zu dem Behuf muß die Seide für jedes Pfand mit einer Beize von 8 Loth Alaun, und 2 Loth Zinnſolution 22 Stunden lang geweicht werden. Die ſo vorbereitete Seide wird alsdann in ei- ner Krappflotte, welche für jedes Yfund Seide aus: 26 Loth) feinem Krapp, und etwas Gallus dereitet wor? den iſt, in mäßiger Wärme ausgefärdt, dann geſpühlt, und an der Sonne getrockner, wodurch fie ein ſchönes zürtſches Roth annimmt, Von dem Krapproth auf„Baumwolle und Leinem CG 1150, Baamwolke und Leinen qualificiren ſich ganz vorzüglich zum färben mit Krapp, doch erſtere noch beſſer, als lebtere, Sie erfordern. aber eigene Vors bereitung durch Beizen, wenn ſie ein ſchönes und dauer» haftes Roth annehmen ſollen. Haußbmwaun*) hat es außer Zweifel geſeßt, daß die freyz Säure, welche dem Krapp faß beſtändig inhärirt, ſein&färsende Eigenſchaft fehr ſchwächt, und es daher ſehr rathſam iſt, auf jedes Mm 2: f, 1) “4 | 94 1,85 (NE ) jW | ß (113 * «IM 2 47 ma 1„= * GERE mg dw" 0879 we GR 0-0 ! 275 Üb üenegnrmenaunds i0 vm dn mm m ;| jh. 548| j../ pire ;] Pfund Krapp 4 Loth Kreide zur Abſeympfung ſeiner| Zu “im Säure zuſehen, EE ät In|| geſeht, , 4&. 1111,.“ inl Um Baumwolle, Garne oder Zeuge, mit Krapp| gpu) zu färben, müſſen ſolche zuvor vollkommen entſchält| in ſeyn. Von dem Roth, welches mit Krapp der Baum-| f wolle gegeben werden kann, unterſcheidet man-das| hil eigentliche Krapproth, und das türkiſche Roth. 1, /,M Cine vorzüglihe Art, das Exrſie zu färben bes j M ſtehet darin: daß die eniſchälte Baumwolle, oder: 4 die„durch HAetlauge vorbereiteten Zeuge, vorher ig| 71 einem Bade, welches aus einem Viertheil ſo viel Gall-| Ipfeln bereitet iſt, als man vom dem zu färdenden| N Stoſſ anwendet, gegallet wird. Hierauf wird ſie in 4| bet einem Bade das für jedes Pfund Zeug ein viertel Pfund] pit) Alaun*), und 3 Loth Soda enthält, alaunt. Die fühel ſo vorbereiteten und gebeizten Zeuge werden dann wohl Zin äusgerungen, und langſam getrocnet,| weis x) Mährend dem alauneu. fans dem Bade noc< mit vielem Vortheil etwas] ve Bleyzuc>er, oder etwas Zinnaufliöſung in Salzſäure zuge jeht werden, um die Farbe zu ekhöben, welnen „BU 6. 1112. Dey Um die mittels der Beize vorbereiteten Zeuge aus-“ zufärben, werden auf 20 Pfund derſelben in einem| Zeſſel 240 Quart Waſſer, bis auf bo* Reaum, er» Ap wärmt, denn 6 bis 63pfund ſeiner Krapp in der Flüſſigkeit|“ 5; wohl zertheilt, wenn alles wohl unter einander gemiſcht iſt, die Zeuge hineingebracht, und bey derſelben Tems- anuaanhis EED: / 549 hg Seim peratur 5 bis 2 Stunden in der Flotte erhalten. Die Zeuge werden dann aus der Flotte herausgenommen, der Flotte ein Pfund milde Kali- oder Sodalauge zus geſeßt, und nutz die Zeuge darin abermals 12 bis 15 v Minuten gelinde gefo>. Züuenz/wagn dus =. = a 08 7 ay SESESESSSNGGGGNN on k N > 720N „<>= ze 22 ggme=; 952 - ſolches zu verfeytigen, wurde lange als Geheimtif be- frachtet, iſt aber glücklich nachgeahmt worden. Dieſe Art der Färbung iſt eine der zuſammerngeſchteſien und beſchwerlichſten; ſie läßt ſich füglich auf 17 verſchiedene Operationen vertheilen, a) in die Entſchälung; 2) in Schaffothbeize; 3) in die Oelbeize:- 4) die erſie Satzbrühe; 5) die zweyte Salzbrähes 6) die dritte Satzbrühe: 7) die vierte Salzbrühes; 8) die Waſchung: 9) die Gallung; 20) die Alaunung; 11) die Befreyung vom Alaun; 122) die Widerhohlung der dritten Opera» tion; 23) der vierten: 14) der fünſten; 15). der ſechſien Operation; 36) die Färbung; und 277) die Belebung. Es iſi hier nict der Raum, alle dieſe Operationen weitläuftig zu erörtern; es muß dieſes, ſo wie vie Theorie des Ganzen, dem mündlichen Unter- richte vorbehalten bleiben.; (Ueber die Verfertigung des rürfſchen Garns in der Levantte, beſonders int Griechenland. In Hermbſiäds Magazin für Färbeyp:c. 1. VB. S. 80 26. Haußmann Verſuche üver.die Farden, welche man mit Zinnauflöſung erhält, 2c. Ebendaſelbſt, S. 58 ze. Ch aptal Berracha fkuug Über die chem. Wirkungen der Beizen beym Notbſärben der Baut wole,- Ebendajelbſt, S, 172 2.) Von der Art, baumwollne Zeuge mit . Krapp zu druc>en, 6 G195.| Um mittelſt dem Pigment des Krapps, Kattune voth zu drucken, müſſen ſolcholz. 6. 1117, Färben der wollnen Zeuge mit Braſilienholz. Wenn Wolle. oder wollene Zeuge mit dem Pigment des Braſilien oder FeoxnyambyEholzes gefärbt 4,4" 4 Mn MIE.» 5 IRE 552. werden ſollen, ſo erfordern dieſelben eine, Vorbeveitung durch ſchickliche Beizen.- Dieſe beſtehen 2) in eiter Auf- löſung des Nlauns mit dem viertey Theil Weinſtein; b) Salzſaurem Zinn mit Alaun und Weinſtein; - Ohne welche gedachte Zeuge entweder gar feine fonderliche Farben annehmen, oder ſolche doch ſehr wenige Beſtän- digfeit haben würden. bB. 1415. Um die Flotte zu bereiten, wird das zerkleinerte Holz einige Stunden lang mit Waſſer ausgekocht; wo- bey auch zugleich eine Portion Alaun bey der Extrak- tion zugeſcßt werden kann. Eden ſo kann die Fiotte aus dem Braſilienholz miteinem Zuſaß von Eſſig odex - Citronſaft zubereitet werden. Ofimals kann daſſelbe vor der Alaynung auch mit einer ſchwachen Brühe von Galläpfeln oder Schmaef ſchr vortheilhaft vorbe» reitet werden. | GS 1119 Um die mit der Beize vorbereiteten wollenen Zeuge in? einer ſolchen Flotte auszufärben, iſt es ſehr gut, ſie vorher einige Tage der Luſt auszuſeßen; wobey zu bes merken, daß eine und eben dieſelbe Flotte verſchiedene Farben von unterſchiedener Schönheit, hervorzubringen ver- mögend iſt. Der erſte Anfall giebt immer die ſchlechteſte Farbe, und ſpielt ins Gelbe, der zweyte giebt die ſchönſte Farbe; der dritte wird. matter, Es iſt daher rathſam, beym erſien Ausfärben nur die gröbſten Zeuge atztzu- wenden, und jedesmal vorher die Nüancen der Farbe zu erfroſchen, bevor ein neyes Stü ausgefärbt wer- bereitung ) iner Auf Ühftein,: , Eifonderüg 7 Be Deſig Seren Scht; yp ſW! Ertreb Motte aus Y 119 ode 03 daſſelbe Zirühe von 4, Eſt vorbh 01 Zeug! 93 gut, fit 7a) zu dy ſchieden! "VEND Beth 2! ſchön! I: rath ſa)€ > ge I zi win *& 553 den foll. Die Farben welche mittelſt des Brafſilien- Holzes hervorgebracht werden, haben ſtet8 viel Glanz and Feuer: und erhalten, durch die Anwendung der Zinnauflöſung zur-Beize, eine ganz vorzügliche Feſtigkeit. 5 (I. Fahroni Anieltung, die unächten Farden des Braſilienholze8s auf IQole end Seide zu befeſtigen. In Hermbſtäde"3 Magazin für Sär; ber:c. 1. B. G. 857 2e.) Vondemfärben der Seide mitBraſilienholz. 5. 1120.. Man wendet das Braſilienholz in der Seiden- färberey vorzüglich an, um damit unächt Carmoiſi zu färden; aber Fahroni*) hat gezeigt, daß man damit eben jo ächt und ſchön, wie mit der Coche nille färben fann, wenn nur die erforderlichen Beize mittel dabey angewendet roerden. 25% Fabr oni. a 62 111970 27. 8c* CG. 1121, Die Seide, welche mit Brofilienholz gefärbt wer- den ſoll, wird voher mit 20 Pfund Seife auf hundert Pfund gefocht. Zum unächten Carmoiſi giebt man der Seide vorher eine ſchwache Alaunung, ſpühlt ſie hierauf im Fluß aus, und bringt ſie hierauf in die Far- benbrühe, in welcher derſeihen die erforderten Schatti- rungen gegeben, werden. Zum dutnfelrotrhdraunen Carmoiſi ſeßt man dem Bade etwas Brühe von Campedjenholz zu, auch wohl etwas Kali; zum Ponceau oder der Feuerfarbe wird der Seide GG ZZ | + 4 ] 17] v 3 ; | M! 11 14 4Y Ey [4 ve „ 8 fr + j "FÄ. 7 „4| (; 19 | h14 1/5 j 114 | Nl 4/8 ( " AILBE ( IE! 11] 01/3 (141,8 j Ob |. 14"a 4 H| | 1 | | 7 3 IEE EEN 2a 1.0.08 5 mm «4UUD.... SEN EE ure. TF wü Ss 564 orh2r ein Grund von Orlean gegeben, fie wird als- hann gewaſchen, alaunt, und dann in der Flotte auso gefärbt.:. : 6. 1122. Zum ächten Carmoiſi aus dem Braſilienholze wird nach Fabroni*) eine Beize aus ſalzſaurem Zinn(6. 1034), Kupfervitriol und Weinſiein an» gewendet, ynd der Flotte ein Abſud von Galläpfeln “pder Erlenrinde zugeſcht. Die Adſufungen in ver Farbe werden durch die verſchiedenen Verhältniſſe der Ingredienzen gegeben; ſollen helle Farben erzeugt werden, ſo wird die Flotte durch einen Zuſas von Salz» ſäute'geſänett. «) Fabroni in Hermbſiädes Magazia für Färdeki 1x. VB. S. 72 und 74 G+ Färben der Baumwolle mit Braſilienholz und des Leinen, GCG. 1123- Um Baumwolle oder baumwollne Zenge mit. dem BPraſilietißolz zu färben, wird ebenfalls die ſalzſaure Zinnbeize als das beſie Vorbereitungsmittel angewen? det. Zu dem Behuf werden die Zeuge vorher in einem fiedendheißen Bade von Galläpfeln eige halbe Stunde hßerumgezogen„ hierauf ausgerungen, und denn in einer Flotte von Brafilienholz die ſiedendheiß'ſepn muß, eine Stunde lang bearbeitet; welche leßtere Ope- vation, in einem neueit ZBraſilienholz- Bade, zum zwey? tenmal wideeholt werden mus. M dieſes geſchehen, ſs wird das Zeug außgewunden; und nun in ein Beiz? EEE NES SIGE HONSLDOGGIRE ERST€= GIE R En | " | ? 555"| * Wird al Sab gebracht, welches aus ſalzſaurer Zinnubeize| CRlotte aub und vielem Flußwaſſer verfertigt iſt, worin das. Zeug 16/ 04 Minuten lang bearbeitet wird. Hierauf kommt nun.das"| | |“. Zeug wieder in ein heißes Brafilienbad, worin daſſelbe lenfoly+ Stunde bearbeitet wird. Dieſe mit einander abwechſelns-||| UNTEN ven Operationen möſen 6 bis 8 mal wiederholt wer» 3, Inſteinw den, bis die erforderliche Farbe dargeſtellt iſt, worauf|) Äpfel das Zeug an einem ſchattigten Orte gekrocknet weys; fungen ih den mus,- Per hälniſ'| D AUT MIE; U von Galp Die Leinen-Zeuge nehmen zwar die Farbe des-, '! Braßilienholzes viel ſchwerer als die baumwollnen| 3) "ARMY an, aber ſie können dem ohngeachtet, wenn ſolche auf|] 5 eine ähnliche Art vorbereitet werden, auf dieſem Wege 8 »lienhoh! ziemlich dauerhaft gefärbt werden; und dieſer Gegenſiand Z wird ſich leicht noc, 564 gelb, und Jonquiliengelb zu gebeit, muß man dieſelben ent- weder länger oder kürzere Zeit im Bade laſſen, oder auch dem Bade verſchiedene Zuſäße von alkaliſchen Salzen,, Orlean 30. zumiſchen. Das grünliche Gelb wird durc< etwas zugeſekte Indigoküpe gegeben. Als. kalien machen die Farde alfemal dunkel, Alaun klärt folhe auf. Färben der Baumwolle mit Wai CG. 1144. Um mittelſt des Waus die Baumwolle gelb zu färben, wird das Waubad, nach dem die Farben hel- fer oder dunfier ausfallen ſollen, aus verſchiedenen Quantitäten Wau im Verhältniß zur Baumwolle ver- Fertiget- Die Baumwsoöile vder die daraus verfertigten Zeuge müſſen vorher gebült ſeyn. Nach dem Unterſchiede der Farbenſchattirung, welche bewirkt werden ſoll, wes T den ſie entweder alaunt oder nicht. 2) Zum Hellgelb wird das Zeug vorher mit dem vierten Theile ſeines Gewichtes an Alaun 24 Stun- den gebeizt, und in einem Waubade ausgefärbt, das für jedes Pfund Baumwolle 8 Loth Wau enthält. Die gefärbten Zeuge werden nach dem Färben in einer Auflöſung von Kupfervitriol, welche für jedes Pfund Zeug:8 Loth Kupfervi- zvidl enthält, anderthalb Stunden eingeweicht,- Hierauf in einer naß eben dem Verhältniß verfer- vigten Seifenauflöſung geknetet, und 3 Stunden lang damit gekocht, worauf ſolche gewaſchen und ge- tro net werden. ab. unben Br Eeden RIES W" bin WU hut | Gell! hinws (ben, dine Vefelben in) |, eder auf Ihen Gale 9 eld hij) beben, Mil" „laus fh 53,6 = HENNE Garber heb Eeſchiedehen atolle ve FINN SEN 5[al 10 140! mit Din 10) 24 Styl 16 mögefärh) "qt Bu & vd dv » etvitrio 3 ufer veni ; DU ve) € nden(0) Zum Z + 565 b) Zum Citvonengeib wird das Bad aus eben fs viel Wau als die Zeuge wiegen verfertigt. Mani giebt dann denz Bade etwas Sodalauge, und ringt die vorher mit Alaun geheizten Zeuge nach den! Färben aus, ohne ſie im Setfenbade zu behandeln. ce) Zum dunkelgelb nimmt man für jedes Pfund Baumwolle drittehalb Pfund Wau, nebſt ein Quentchen Grünſpan, und ſeßt dem Bade etwas Sodalauge zu, Die Zeuge werden zu dem Bes huf nicht alaunt, ſondern für ſficß ausgeſärbe, „Auch kommen ſie nicht ins Seifenbad., "4 | S. 1313455 Um das Waugelb auf Kattune zu drücke, wer- den ſolche mit eſſigſaurer Thonbeize(5, 10238) vor- Gereitet, dann im Waubade ausgefärbt, und das Gelbe von den nicht gebeiztey Stelien dur die Bleiche hinweggeſchaſſet.; ; 6. 1146 Eben jene eſſigſaure Thonbeize qualificirt ſich auch, um vas Waugelb ſowohl auf die baumwoll?- nen als die leinen Zeuge beym Tärdben zu befeſtigen. Gelbfärben mit Scharte mit dem Ginſter : gd mif Cureume. CG. 1147, Die Scharte(8. 860) und der Ginſier(8. 877) geben, wenn ſie auf gleiche Art wie der Wau, und mit denſelben Beizen behandelt werden, ähnliche Farben, Die === ee| en Eur einr wren WE= 38 NOE WIELEN 3115 7 AR “Ka; EZ 566 meiſte Anwendung. der Scharte wird indeſſen nur bey der-grünen Farbe gemacht. 8. 1143. Auch die Curcumewurzeln(bs. 873) und das Fiſettholz(8. 8565) werden für ſich wenig angewendet, ſie geben ſchöne, aber nicht dauerhafte gelbe Farben. Die Curcume wird daher mehr gebraucht, um andere gelbe Farben damit zu ſchattiren, als ſolche für ſich, damit zu erzeugen,; Daſſelbe iſt auch der Fall mit den Avignonksr- nern(8. 875). Die Art damit zu färben iſt ganz der beym Wau angemerkten gleich; die Farbe iſt ſchön aber nicht haltbar, Färben mit dem Gelbholze, ; S. 1149. Das Gelbholz muß, um ſein Pigment von ſich zu geben, ganz nach derſelben Art, und die darin zufär- benden Zeuge müſſen mit denſelben Beizen behandelt werden, wie ſolches beym Waufärben bereits angege- ben worden iſt. Die Farben, welche man aus dem Gelbholze erhält, ſind- weniger angenehm, als die aus den andern gelbfärbenden Pigmenten, aber viel dauerhafter. S. 1150, Nach Chaptal*) kann aber die Farbe des Gelb- holzes, ohne ihre-ſonſtige Feſtigkeit zu vermindern, auf den höchſien Grad der Feinheit gebracht werden, wenn man der Flotte vor dem Färben eine gute Portion kleinex ended]?„7 ik. K <<< Timer 2 mem LG 580 ſchon erwähnten Schriften die genaueren Angaben zu“ ihrer Darſiellung; ihre Abſtuſfungen gehen faſt ins Uns endliche. Anmerkung. Der Raum erlaubt es hier nicht, die Zuſattinetn- ſetzung jener Farben alle einzeln hier aufzuſtellen. Im Unterrich? te, den im mündlich zu ertheilen verpflichtet bin, werden ſolche * nach ihren hemiſchen Verhältniſſen erläutert, In einem weit- läuftigein Werke, das ich über die Färbekunſt auszuarbeiten gedenfe, werde ich jeden einzelnen Gegenſtand ausführlich ab- handeln, und deſſen Reſultate auf die Grundſätze der Chemie zurück zu führen bemühet ſeyn. 4 Roy den ſi Aus den fem Zu Iich, daß welger da | bey werde meines 3 | ſchied auß Dey |[oherfhet Dittl, d Hin gel Geifenl ren ys Welche im „ben aus, hit Werde Den Und Aitpes. WEU 1. ins Uh € Zuſehen, m Untorrice Iverden foldt EE Neunter Abſchnitt, Dpopwarbeiten führ ab Von den Mitteln, die Feſtigkeit der Farben auf den ges der Chemi: färbten und gedruten Zeugen, zu prüfen. S. 1174. Aus den Grundſäßen überhaupt, welche bisher in dies ſem Buche vorgetragen worden ſind, folget ſehr deuts lich, daß wir im Grunde keine einzige Farbe kennen, ! welcher das Prädikat der Aechtheit abſolut zugeſchrie- ben werden könnte, weil der Sauerſtoff ein allge- meines Zerſiöhrungsmittel für alle Farben ohne Unter- ſchied ausmachet, S. 11754 Wenn von der Nechtheit einer Farbe die Rede iſt, ſo verſtehet man darunter ihre Haltbarkeit gegen diejenigen Mittel, deren Wirkung ſoiche am meiſten ausgeſeßt iſt, Dahin gehören a) die Luft; 2) das Waſſer; 3) die Seifenlaugen; und 4) die Gewächsſäuren uud die ſau- yen Ausdünſtungen, namentlich die Kohlenſäure, weiche im Dunſtkreiſe eine faſt ſtete Wirkung auf die Far- c ben ausübt; wozu endlich noch der Schweiß gerech- net werden muß, der, beſonders bey gefärbten wolle: nen und ſeidenen Stoffen, an denjenigen Theilen des Körpers. welche am häufigſten ſchwißen, wie unter 582 den Armen ze, eine auffallende Zerſiöhrung gegen die Farben ausübt, 6. 1176. Es kann als ein ziemli< allgemeines Geſeb an- genommen werden, daß alle diejenigen Materien, wel- Aren M7 Dur im G. ver yy Send ſit ZI ehjenlo SUN fe dp BD der ni (Shih Oy 3 * Az y “* I. vy GE : N 2 Ww B85 (Die Zahlen zeigen die Seiten an.) A. Abdampfung. 83. Abdunſrung. 383. Acetum 259 eitillatum 263. Acidum 173, aceticum 2359, ar- fenicicum 229. arfenicoſum 226 boracicum 228 carboni- cum 117 chromicum 237 ci- irnicum 246 empyreumaticum 303 Huoricum 218 gallicum 271 hydrothionicum 278 ma- Dcum 251 molybdaenicum 234 munaticum 202 muriati= cum oxidatum 208 miricum 194 nmitrolum 197 oxalicum 255 Plosphoricum 214 ſuc- cainicum 269 ſulphuricum 183 STulphurolum 192 tartaricum 239. woliramicum 230 zooti- cum 274, Actaea ſpicata 396, Adeps 300, Adler Doppelter, 442, Adrianopolitaniſches Roth 3; Verfahren damit zu färben 549; Adſtringentienz; über das Schwarzfärben der Wolle, Sei- de, Baumwolle und des Lei- nens damit durch Hülfe einer Eiſenaufldſung 570 u. f, Rechtheit, der Farben auf ge- - gefärbten und gedructen Zeu- ve Mittel ſie zu prüfen 58x Pe Te 7 Aepfelſäure; Kommt vorzüge lich im Aepfelſafte mit andern Subſtanzen verbunden vor 251 Findet ſich. auch in vorzüglicher Reinheit im Safte der Berbe- rißveeren und Schlehen 252 Mit Citronenſäure verbun- dey ttift man fie in den Sta- . 8 171 Eil In. Ch, Arti) 0 ie ge St beftent 18 TENE MIENE pi Verbindun UN 5 409, A 12.406, Rifeht aue H Geferftof 11 y 7 fall in) Aide 14 OU (in allen abt E80 vetbtaltet AU Deflhen au FE Hube, Di 8) trofne Zu Zn Deinen 8 dem Gil € Defiilativ Rall 126 utmilden odi P ſue v) gru 116,|, g(6enden Am! ve Bird ao dt ZIE zum ſgh Hon und De) PANNEN 5175 u 6 ch) Saia Zfeljjure 10 pire 4 MV= (77: 417 Entſteht! 0 0 Ammonium, äßenden Ammonium mit Wär- mefßtioff 127. ſalzſaures; Anwendung deſſelben in der Färberey 205. FERM SIED perſica 3 412« Amylum. 283 429. tinctoua Anchuſa en) 373- Angulus incidentiae 8 reflex10- 1118 9 Tefractus[, refractionis 10. Anhlote; 44,: Ankommen, der Waidfüpe 514. Anſieden, der Zeuge; Was man darunter verſieht 507 f. 539.. HUSH EE 92 153 crudum 154. Aqua calcariae 132 barytae 134 ſtrontianae 137 fortus 194 Te= gis 217. Arbutus uva urfi 337. Arenartla lerpillifolia 337. AÄrgaman 42, Argentum 150, Argilla 137. Arnotta 44%:. u.] Ars intectora 3 pictoria ſ, pin- gend 21 tincioria 3. Arſenicum 156 452 album Eb, aitricum 453. Iubrum 454- Arſeunigte Säure; Eigen- ſchaften derſelben 156227 Sy- vonymen 156 Iſt im Waſſer aufldslich und zeigt eine ſal- zigte Beſchaffenheit 357 If bloß durch einen geringen Sauerſioſſgehalt von der Arſe- nikſgure verſchieden 226 Iſt tn der Färberey und Druckerey ein eben ſo bekannter als uns entbehrlicher GegenFand 227 Sie ght mit den Alkalien, den mehrften Erden und Me- talloxiden eine Verbindung ein 227 Vorkommen in der Na- tur 452. Prüfung tyrer Gute 3 Arſenik; Kommt gediegen in der Narur vor 156 Eigenſchaf- ten dieſes Metalles Eb, Es 587 löſt ſich in Königswaſſer be- ſonders leicht anf. Eb. Arfenik, weißer S,. Arſe- nigte Säure. Arſenikmehl 453- Arſenikfoxid S. Arſenig- te Säure. Arſjenikrubin 454. Arjenikfſäure; Wird durch die Verbindung des Arſeniks mit dem Sauverſioffe erhalten 222 Verfahres, diejis Säure gus dem weißen Arſenik durch Salz? und Salpeterſäure zu bereiten 222 Aetivlogie dieſes Prozeſſes 223 Sie iſt für die Färberey und Drucferfunſft ein wichtiges Mittel Ev. Vorſich- tigkeit bey ihrer ARuwendung wegen der Giftigkeit dieſey Säure 224 Sie giedt für ſich gls Beize angewendet ſchöne und feſte Farben 224 Arſenik ſäure und Ammonium 225 u. Baryterde 225 u. Kali 224 u. Kalkerde 225 u. Metalle 326 u. Natrum 225 u. Setrontian- erde 225 und Täalkerde 225 u. Shonerde 225. Aſchbley 153.-. Aſche; Iſt der Ruckſtand vom Verbrengen der Kohle 104. Aſchenjalze S. Alkalien, arvenſis cynanchica M laevigata 273« tunctor1a4 Aſtragalus Tragacantha 427» Atmosphäriſche Luft; In ihr geſchieht das VWerdbreanen nicht mit der Schnelligkeit wie im Sauerſioffgate 96 In wels shornſaamenz Gelbes Pigment daraus 499 Schleim daraus 428- Bombax 311 f. Borax 228, Boraxſäurez; Findet ſich in der Natur mit Natrum ge- bunden im Borax228 Berei- tung dieſer Säure aus dem Borax durch Schwefelſäure 228 Aetiologie dieſes Prozeſ- ſes 229 Eigenſchaften dieſer Säure Eb. u. Alkalien 229 u. Erden 230 u. Metalle 230. BorFenz Beſtehen aus Faſer- und Gallerte 298. Bow-dye 55% Bowfarbez; wird bey den Egländern die Scharlachfarbe genännt 55.: Brandtwein. Iſt eine Ver. bindung des Alfohols mit Waſſer und Oel 172, Braſtilienhol353 Beſchreibung des Baumes von welchem es - Fommt 380 Chemiſches Vers halten 38x f- Rothfäcben der Wolle, Baumwolle, Seide u. - des veinens damit 551 u. f. Bräunz Are und Weiſe wie wan bieſe Farbe auf Wolle, Bammpolle, Seide und Lei- nen cizeagt 57%; BAN boll S. Braſilien hols;. Braunſfeinz; Iſt eine Ver- bindung des Manganes mit (Sauerttioff, welche häufig in - der Natur vorkonimt 157: Brechung des Lichtes, 9 Ges ſchieht nur, wenn ein Licht“ firahl ſchief aus einem dich- tern oder dünneren Mittel auf ein dünneres oder dichteres fällt, nicht aber wenn er ſeuf- recht auffällt»Eh. Geſebe für die Brechung x0. Sie gk ſchieht immer in einer und derſelben Brechungsebene 33. Bredung wi aus der Zu auß der Y Jufcder Y beruhen 91 Gehens ge Sörper farbigen 1 Breißang! Brechung Drehung! Brenn foffans m Fürpet eit haupt eine Gauerſoff) Brombeer: tonenſäure 247. Brouloneta Branz von alt fre | frey 165, 33 | man anon FETE Bücten der man darun Verfahreit je gr, Butter 300, Uyrum 39; ſiv zu, | | Creithutt Cady Cocher 043 4-7 Carling| yel Üneta 199 alorteum 7 Campeche) Ped ehe äMpliora 5 mbigiug 1 Zufer ! Candy latz; 558 „tien Brochungsverhältniß des Lich- Caragachgarn 316. 907 70 tes bey ſeinem Uebergange Carbo 304, «' aus der Luft in das Glas, und Carbomum 104. MANIE aus der Luft ins Waſſer 1x. Carmoiſi; Wie dieſe Farbe n 423 Gin Auf der Brechung des Lichtes entſteht 542. /| beruhen alle Phänomene des Carmoiſi, ä<ßtes; Ueber das Y Sehens durch durchſichti- unf de: deſſelben auf Wolle BEE| ge Körper Eb. Entſtehung des 533 au Seide 534. Findet fih j farbigen Lichtes durch die Carmoiſi, unächtes; auf 4 Netymw Brechung 12. j| Seide 553. j vap228 Din Brechungsebene 15. Cartes 352. Jim aus Brechungswinkel 10. Cartamus tinctorius 373, AUCTTCNN Brennen; heißt das Sauer Carviiierſioc> 464, Q dieſes Dioj) ſioffaas durch einen andern GCagcalotte 419, IS[heften Ni Körper entmiſchen odey über- Cathetus incidens 8. Atalien 2390, haupt einen Körper mit dem Cera 293.' Metalle 230, Sauerſioffgaſe verbinden 95..' Ceraſtium arvenſe 337, 338. Chen aus Faly Brombeer24; Eathaltei"Ci! Cetaceuin 305, <10ENN tronenſäure und Aepfelſäute Chemia 62 vnetoria Eh. K“ 247; 2524 Chemie 62 Hat die Exfor- Eid bey Ia Brouſfsonetia tinctoria 400, ſchung der Grundmiſchung der 4 WSA Brunnenwaſſer; IE nicht im Weltraum exiſtirewden Ge- 1 von aller fremdes Beymiſchung genfrände zum Endzwec> 63% if eine Det frey 165. Verfahren weiches Sie zerlegt die Körper in ihre FEEN man quwendet die anfgelöſten Miſchungstheile, und ſeßt ſie 418 Theile zu erkennen 166. daraus wieder zuſammen. Eb, 30, Dian Bücken der Baumwolle; was Sie iſt keine empiriſche Kunſt, ETTING man darunter verfeht 471. ſondern eine Erfahrungswiſſen- 6m Du Verfahren bey dieſem Pro- ſhaft, die aus einzelnen Ex- . futhfücht 1 zeſſe 471 f. faprungen und Beobachtunz neg ole Gitt! Burter 300. Ben eine Theorie erbaut, und Ait 5511 Butyrum 300, dieſe zu einem ſyſtematiſchen 331) Diſe)-- Byflus 311, Ganzen verbinder 64. 5 =+ uf Bil Chemiſches Blau S, Säch- G ie und 1 ſiſcer; ifi friftalliſit» dieſer Säue daraus durc LIEONT eer Zucker 283. Kali und Sälpeterſänre Es gn! annabu lativa, 323, S EEN MAE HE 1855 DE rpiete Sie iſt im Waſſer leicht[65 592 bar und. hat dann friſch eine dunkelgelbe, ſoyſt eine grüne Farbe 238 Uu. Alfalien 238 1. „Erden Eb, 1. Metalle 239. Circoma 142.; Citronenſäure. Findet ſich in vorzüglicher Reinheit im Safte der ECitronen 246. Kommt auch in den unreifen- Preißelbeeren und Traubenkir- chen fas ganz rein vor 247: - Mit Aepfelſäure verbunden be- findet ſies, ſich in den Stachel Heeren, Johannisbeeren, Him- beeren, Brombeeren und Hei- delbeeren Eb. Metdode dieſe Säure aus deim Citronenſaſte Durch Kreide und Schwefel- ſäure darzußeilen 248. Ob ſie pls Gegenſtand der Färbekunſt vom Citronenſaſte verſchieden ift. 259 und Alfalien 250 UP. Erden 250 uv. Metalle 251. Citronenſaft: Art und Wei? ſe wie er gewonnen und vers Fendet wird 246. Ex beſteht mehrentheils aus“ Cirroneu- ſäure, ferner aus Aepfelſgure, Schleimtheilen und Waſſer 246. Säfte welche mit dem- ſelben völlig ühereinfommen 247. Bereitung der Citro- - neuſäure daraus 2438|. Cobaltum 159. Coccmella 33020=! Coccus cactt 331?icis 341 Lacs „ca 345 polonicus ſ[; rad1ct 336; Cochenille; Ward gleich nach „ihrer Entdoc>ung in der Fär- berey. angewendet 54: Giebt deim Tuch das mit ſchwefeljau- zem Kobalt gebeizt ik ein an- genehmes und, dauerhaſtes Wiolett 192. War die Befze ſchwefelſaures Uran, ſo wird das Tuch olivengrün Eb. Mit der ſaſpeterſaußn Baryterde entficht ein dauerhaftes. Pon- ceauroth 201. Mit. der ſäle yeterſauren Strontianerde ein dauerhaftes feuriges Roth- brags Eb, Mit dem ſalpe- teyſauren Köbalt ein ächtes heil Mordoree 252.- Mit dem ſalpeterſauren Uran ein hell Olivengrün- 202. GSalzſaure Baryterde als Beize giebt ein angenehmes Violet 205. Die NAVBEIG Stroätſanetde ein "feſtes" Carmoiſi“ Eb. Die Wolfyamſäure als Beize at- gewendet giebt ein angeneh- mes-Ponceeauroth 232. Die Molybdänſäure hingegen eine dauerhafte violette Farbe 235. Mit eſſigſaurer Bätyterde'ge- beizte Wolle wird dunkel Pon- eeauroth 566% Mit eſſigſau- ver Stroptianerde gebeizte hins- gegen feurig Ponceauroth Ebs Veber das Färben der wolle- nen Stoffe damit 538 1. f. Verfahren die Baymwolie da: mit zu färben 544 S: Ser iſt eine wahre Auflöſung des Zinnoxid in Salzſäure 208, Cremor tartart 450. Griftalli tariari 451, Croton tinctorium 391, Cruor 297. Cuprum 151, Curcume S, Kurkyma- wurzel. CyD1ps quercus folil 419. Eppriſch ex V itriol 190, D. D ämpfe; Entſtehen durch die Serbtndung eines flüchtigen Körpers nt Wärmoeſioff 82 Bey ihrer Entſtehntg entſieht Memahl Kälte 86 Wons ſie in fropfbar- flüſſige öder in feſte Körper Übergeben, ſo entſteht Soärme 37 Unterſchied vonden Gaßarteyn 94.; Dampfbleiche; Worin dies erfahren heebt 479. Art und Weiſe wie fie angeßellt wird 480€. Daucus carotta, 396-. Dephlogißiſirce Salzsſäu- re, aii SG, Oxptdirte Salz 47 1.200 Deſillation; Beruht auf der Eigeyſchaft der Dämpfe ſich in ber Kälte zu tropfbar- flüſſigen Körpern zu verdichten 83 De- - fid. auf trocknem Wege/84 Auf naſſem Wege Eb. Detvnativn S, Verpuf- es. Diamantz, ift ein reiner Koh- lenfiof 105. Dageſtivſalz, 265.; Divijbivi: BVorfominen in der 693 Natur 418 Gebrauch in der Färberey, 419, Druckz blauer, ächter und un- ächter auf Kattun 533 u. rother 550 f. 555 gelber 565 567 ſchwarzer 575,5 Druckerkunſt; TJ| mit det Fäcbofunſ ſeht nahe verwandt. 21 Unzerfeheidet fich voy der Färberey bios dadurch, daß leßtere nur immer homogene, die Druckerey hingegen heteroe gene Farben auf den farbenl9- ſen Zeugen veranlaßt. 22. 5 Durchgehen, der Waidkfüpe, 517. E, Patfate des Gobelins, 56, Edukte; Sind bldße abgeſon- derte Dhoifle aus den natürli- hen Körporn. 66: Eigenthümliche Wärmez 74 SG. Spoeifike Wärme. Eivdickung 83 Eisfallsloth 3. Einfallsvuni;t, 8 Einfallsſtrahl, 8, Einfallswinkel. 8 16 E183 iſt coneretes Waſſer. i64 Eiſen; Komint in ſeinem mes laliſchen Zuſtgade von einer vizrfac) verſchie: enen Beſchafs fenheit vor, nämiich als ges ſchmeidiges Eiſen, kaltbrüchi? ges, reothbrüchiges Eiſen zud Gtahl 152 Eigonſchaften des Eiſens. Eb. Eiſen und Eſſige fäure 268 11. Kohlenſäure 182 . yn, Schwefelſäure 190. Eiſen, eſſigſaures; Dient als Beize zum ſchwarzen Druck in ber Kattundruckerey 268 499 Leichte Methode daſſelbe zu bereiten, Eb. Eiſen, kaltbrüchigesz; Ents hält Phosphor, 152. Eiſen, föhlenſaures; 182 Finde ſich in manchem Fluß- 3% P M 2 ae 1 Ef a Beli. E) | X 594 jd Huellwaſſer aufgelöſt Eb. Eigenſchaften eines ſolchen. Waſſers. Ed. Nachtheilige Ei? genſchaften welches ein ſolches eiſenhaltiges Waſſerin der Fär- berey, beym Bleichen und beym * GSpühlen hervorbringt» 182 Ab- ſcheidung deſſelben durd) Kalk- waſſer. 183. Eiſ: n, VOLT DEUM 78 055 Ent- Däalt Schwefel. 152 Eiſ2u,.. ſalpeterſaures; :- Färbt Wolle, Seide, Baum- wolle und Leinen Nanquingelb. 202 Als Beizo: betrachtet. 498. Eiſen, ſeh m ehe AREEEs I90 Wird in der P27 ſehr viel SEOLREME: 192 S. Eiſenvi- Ei(el. b eit& eſſiäfaure 499 Ka- auge 498 499 ſalpeterſaure Gifehhddims Iſteine Verbin- dung des Chromsöxids mit Ei- ſen; Kieſelerde und Thon. 160. Eiſenvitriol; 190 B fördert die Aufiöſung des Jndigs in Kalkwaſſer 358 Bereitung im „Großen 441. Drey verſchiedene "Arten döſſelben: 441 442 Ge- brauch in der Färberey. 442 443 Eigenſchaften eines guten “ Vitriols 443 Verfahren mit demſelben und durch Hülfe der Adſtringentien auf Wvlle, Sei- de, Baumwolle und Leinen eine ſchwarze Farbe hervorzu- bringen 570 a. f. Der reine iſt in der Schwarzfärberey nicht iy 28 wie der fupferhaltige Eigb1. 455.| EHEM EIREATGENE 10 es giebt zehn 129 S. Erden.. Elemente 68 S, Grund»- ſtoffe- ) GENU N VFC EIWEHUSE Oel. ER abrehmatiſche Säure 303. Kann als Eſſig benyugst werden. Eb. EFG bu Verfahren, die baumwollenen Zeuge damit zu druen.. 533. EIE DNNING: 7 S. Seul EREMA der Seide; Was mat darunterverſteht. 463 Ver- - fahren dabey. 464 u. f. 467- Erden; Sind farbenloſe, un- verbreinliche, liche, für fich im Feuer nicht ſchmelzbare und mit ſauren Salzen miſchbare. Suoſcanzen 128, Unterſchied. von den Stei- jien 129 Esgiebt zehn ſpecifiſch verſchiedene, einfache odex Ele mentarerden. Eb. Die. Ele- „mentarerden Fomizen, in der Natur. nie rein. für ſich; ſoy- dern immer untereitiänder ver- bunden vor Eb... Ihr Nutzen für die Färbekunft Eb, Erden z u... Aepfelſäure 254 u; Arſenik- ſaure 225. U-, BernFeinſäure 271, U. Boraxſäure 239 1. Chromiumſäure 238 Uu: Citro» NIE 250 U- Eſſigſäure 265 Flußſäure 221 y: Gallus- ſure 274 u. Hydrothionſäure 280 11. Kleeſäure 258 f,; u. Koh- lenſgäure 180 u. Molybdänſäure 236 U; Otidirte Salzſäure 212 u. Phosphorſäure 217; u..Sal- peterſäaure 200 u; Salzſäure 205 206 U. Schwefelſäure I88 u. Weinſteinſäure 244 n- Wolf- ramſäure 233 vu. Zootiſche GSäure. 278: Erlentdnde: Gebrauch in der Färberey. 424. Erze; werden die natürlichen Berbindungen der Metalle mit andern Materien gengant 144+ Erſcheinungen: 4. Eſſig; Wird durch die ſaure Gährung ſolcher Flüſſigkeiten erhalten, welche zuckerartige oder mehlartige Dheite enthiel- ten, und bereits die geiſtige Gähtung überſtänden baben 259. Er deſteht aus Eſſigſäure, Weinſteinſäurse, Aepfelſäure, Schleimtheilen und. Waſſer leicht zerreib-+ 6,5 prenthe Yetfectt us Re/ von Y Bierheft brandt poy Don Jus ihm ſiure Dür Eſſtg; de | dine€ Eſſigſam lipft4 AA | Cfine 259 | Iptivy" | füh 263, Diſh durch der te, Eb, erhält md tion Des Gdwerl (y) Ne| "In de Sit ſim. Wide 266, 8 EG 167 1,6, ) Thowerde | Eyveißie| 1170010) . Hfeht 41 „hlen 4| Veſſelben, 6 | Vetta Raturette Gitbefun) daß fie) S 18 dani! 0D;z, Zel, Jide, Qi Ciif ſau) YES Wöfiani 1 A Den Gy Mn ſpei WE we |: Gs Dt Eln px DUNE IE SiO ow MSD(nder vet! | Dohr Nußy | AA 1), Erden; |(SE: Merit VE einffure ) nR 230. 11, | ieS; City | 192 zu 265 | /T&: QM | Der hlonſhur |. feh feh | Wirte ||S offre 21 | 2991.64 3 Yolsſaur heiitjure 18 2 9711. Dol) x? Zuid | wS In de | tide | wern nennen | ps ie || guannt le '-s7 FEN ſau Seifiefil SIN 014 zg NO y(abet ' ſur) iD Wa Paſ! » .* 260, J| in der Färberey eine unentbehrliche Flüſſigkeit Eb-« Berfertigung eines ſehr guten aus Roſinen mit einen Zuſaße von Weinſiein, Syrup und Bierhefen 260 261. Aus Korn- braudtwein dtürch einen Zuſaß von Honig und Weingein 262. Aus ihm erhält man die- Eſſigs ſäure durch DeFiliation 263. Eſſtg; deſtillivter; iſt ver- dünnte Eſſigſäure; 263; Eſſigſaure; Iſt der vörzüg- lichfis ſaure Beſiandtheil im Eſſige 259. Wird durch Deſtil- lation aus..dem Eſſigs erhal- ten 253. Verfahren die durch Deſtillation. erhaltene Säure durch den Froſt zu kotnzentri- ren. Eb. Die ſtärkte Sgure erhält man durch die Deſtilla/ tion des eſſigſauren Kali mit Schwefelſäure und Maynganes- 90xyd- 264: Gebrauch deyſelhen in der Färbekunft Eb. Elſſig- ſäure u. Alkglien 265 y. Baryt- erde 266.1. Bley 267 u Eiſen 263 11; Erden 265 u. Metalle 267 1. Strvottianerde 266 y; Thonerde 265 u; Zinn. 3563: Eyweißſtoff; Kommt ſehr mit demBlutwaſſer überein 297.. Beſteht aus Faſerſioſf und Gallerte 298. Eigenſchaften deſſelben; Eb. F. Fabrikate; Sind verarbeitete Naturerzeugniſſe. 4. Särbekunfg; Ste beſteht darin; daß ſie die Naturerzeugniſſe von organiſchen Körpern, und die daraus verfertigten Fäbrt- Fate und Kunſiprödufte durch die Miſchung mit anderen Ma- terien ſv verändert, daß ſie fähig werden die Empfindung einer Farbe iti Auge hervor- zubringen 5 44 Eins ihrey 595 Sauptitiomente ift die Beſtie mung der Mittel und Wege welche angewendet werden müſ- ſen, um durch: die Miſchung heterogener Stoſſe unter hbe- ſtimmren Duantitäten, ihre Ovralitäten ſo zu verändern, daß ſie dadurch föhig werdet das auf fie wirfeide Licht zu zerlegen uid zur beſtimim:: 1 farbigen Zurückſtrahlung zy dis- poyireyn 19. Unterſcheidet ſich dadurch von der Wahlerfunſt, daß ſie mit Miſchungen; dieſe äber mit bloßen- Mongungett zu thun hat 2x: Jt nahe mit der Druerkfunſt verwändi 332 Worin ſie ſich vötn dieſet Kunſt unterſcheidet, Eb... Ihr Zwe ift es, fſärbenloſe Gegetj2 ſräade der Natur und Kunſt ſo zu verändern; daß ſie un- ſern Augen unter denſelben Far? ben erſcheinen, welche die Natu täglich entſiehen läßt 24. Iſt die wahre Nachahmerinn des Natur. Eb. Die ZöFlegungen und Miſchungen welche ſie zus Erreichnng ihres Endzweckes Voyrnimmt, find nſt denen wel- cher fich die Natur bedient für analog zu hälteg Eb. JF der Theil der Chemie welchet die Zergliederüng der Pigment? te, ihre Miſchungen unter ſich Und mit andern Sübſtanten, ſo wie die Erregung neuek Farbenphänsmene durch fie jutiä Gegenſtände hat 25 Ihr Nußen iſt dreyfach, nämlich phöſiolö? giſch, phoöſiſch, und finanziel 26, Ueber ihren phyſiologtz ſchen Nußen 27: Nußen ii phyſiſcher Hinſicht 28 1 fi Sie eröffnet dev Staatsvfonomie und dem Händel eine- der er- giebigſten Duelten 30 us f. Un? terſchied zwiſchen der Wollen- Dauntwolien- Leinen.» und Sei? denfärberey 33 u.*f. Urſache dieſer Eintheilung 36 ü. f; Es giebt nur eine Färbermiſt 37. Pps * DEL M 4 aß TRL, ' da. FRZ L 596 Geſchi Feuer; Iſt die Verbindung des * reinen- weißen Lichtes mit freyem Wärmeſtoſfe 92." Feuerbeſtändige Körper; - Was man darunter verſiehen muß 83! 2; 4.0.55' N Feuerrothz; Erzeugung dieſer - Farbe“ auf Wolle, Seide, Baumwolle und Leinen 527. IMONCA- es II religiosa 345% Fiſetholz 492 Geibfärhen da- SAG 5002272 GET EL IN Flachs; Gewinnung deſſelben 2 z18 Anbau im Preußiſchen Eb. Bearbeitung durch"Röſten, Brechen,"Schwingen und He- aurnde aer 7 tz Dy evt 82 6 .) halb) pl merden +. err bett e emu) 3 pm) gen über 892 Sle bringen: dabei Kälte hervor„86 Verurſachen Wärme wenn ſie in den feſten Zugtand übergehen 87. Flußſäure; Kymmt inder Na- zur mit Kalkerde verbunden im Flußſpath vor 2x8 Zubereitung aus Flutbſpath usd Schwefel ſäure, 2719 Aextivlogte dieſes Prozeſſes Eb. Sie löſt die Kie- ſelerde auf 220 Ste iſt noch gar nicht in der Färbekunſt gebraucht 220 Eigenſchaften dieſer Säure Eb, Flußſäure und Aguſterde 22x und Am- moatuwm 220. und Baryterde 221 u. Gadolinerde 221 u. Bly- einerde22x u. Kalt 229 u. Kalbs erde 221. U, Kieſelerde 231 U- Mtalle 22x 222 u. Natrum 220 ii. GStrontianerde 221 Uy. Talferde 321 u. Thonerde 22x 1, Zitkonerde 221, Flußwaſſers Itnicht ganz von gller fremder Beymiſchung rein 165 Vorfahren um die darin Ruigelonen Salze zu erkennen 166 Fraxinus excelſior 412, Fußielholz 492. Fuftikholz S. Gelbholt, G, G;adolina I41 Gadolinerde; Findet ſich in der Natur im Gadolinit 14r Iſt ein etgenthümliches erdiges Element. Eb. If no) nicht als Gegenſignd der Färbekunſt unterſucht worden Eb, Gado- linerde u. Flußſäure 22x. 1, Kohlenſäure 180 u, Phosphor- ſäure 217 u, Salpeterſäure 200 u. Salzſäure 2056 und Schwe- feligure 188- Gährungz; Iſt eine von ſelbſt erfolgende Veränderung orga- niſcher Körper 302 Sie iſt ent- weder die geiſtige, ſaure oder faule Eh. Aufzählung der Mas 999 terien welche blos fn geiſtige und ſaure, oder nux in ſaure,' oder nurinfgule Gährung übers. gehen 303. Galium, aparine, boreale, mol- “ Jvgo, raubioides, ſylvaticum, t1notorium, verum 472. Galitenſtein S. Kupfer» vitriol und Zinbvitriol. Gallae 413 de Aleppo 415 Tur- cicae Eb. Galläpfelz Enthalten vorzüg- lich viele Gallusſäure 271 Sind ein beſonderer Auswuchs an den Eichen 413 Wie ſie entſte- ſtehen 413 f. Ihr äußeres An- ſehen 414: Verſchiedene Arten derſelben 415 Chemiſches Ver- halten 415 f. Gebrauc) jn der Färberey 416"Ueber das Scerey 44. Gollypium, arboreum 312 bars hadense 313 Berbaceum 316 y ib. higut! zeligio! Granes d 7 Baum 0111; hem 1 hien E in das dieſe Fat wolle,( eren Orunſpt dung v0 weinßein noh et heygemt ſertiguh' Oriiſy( ode fr eine veut Supferopy ſd08 4521 Grünſyy Otundia fetveten ders" hig. 15 Oryadfic ſquiget) Welche fe) ſchung in niehe Füh 91) der Jet bofan ſqiedenen fan füt| für ſich v maß fich agen| ty Vir 79; Ouatime ummi 9 poms 4 lente(, tha 42: Summi; Wer Vfg wan def LO | || || bel| | Eb 1 ZUMIN Ahd Geifit| Eee 4 mache| 0, ud hy| ZUNE Am GE| 17 6084|) | | E| EE Ngenthüh ie 234 Ni) 5(hes Meh E> haftend beſteht au > ſuff, En 1<< MT200 1% 00100000 [By des Bl El ute ED oon üben 8 addi Wh won Fi Sie(um Gi 123/85, jw 710 Defiat D<; Was nian darun ter verſteht 344 Iſt kein Gum- mt, fondern eine Art Wachs Eb. Vorkommen in der Natur 345 Wie es entfieht 346 Vers ſchiedene Arten deſſelben Eh. Das Stockla< macht bioß einen Gegenſtand der Färber rey ats 347 Vetfahren damit roth zu fürben 545, Gummiuieſina 291. Gurfumey GS, FSyürfäames wurzel. H. Ha ate; Beſtehen aus FaſerſioF und Galerte 298 f. Begrif von denſelben 308 Man pflegt ſie en Rückſicht ihrer Härte und Biegſamkeit in eigeytliche Hagre, in Wolle und in Box- ſien abzutheilen 307. Haematoxylon campechianum 352. Halbearmpiſi 542. Halbſäure 174, Halbſcharlach 533. Hanf; Anbau und Zubereitimg deſſelben 323. Harn; If nicht immer von ei- nerley Boſchaffenboit bey den Thieren 30x, Als Gegenſtand der Färberey betrachtet Eb. Der fanle Harn wirkt als eine aus Ammonium und Fett be- ſiende Seife 302 438. Parngeiſ 25 H 602 Hart; Iſi eine-Verbindnyngzder| getheriſchen: Oele„mit Sauer- fioff 292 Man unterſcheidet die Harze nach. ihrem flüſſigen und feſten Zuſtände Edv. Gie kommen als: natürliche Be- gandtheile- in vielen Vegeta- bilien vor 250 Eigenſchaften der Harze 291, Hauſeublaſe; Stimmt voll- fommen mit der Gallerte yber- ein 296 Beſteht aus"der Schwimmblaſe der zum Stör: geſchlecht gehörigen Fiſche Eb. Heede 320 Verfeinerung devr- ſelben, und Bearbeitung zu einem baumwollengrtigen Zeu- ge 321 Heidelbeeven; EnthaltemCi- tronenſäureundAepfelſäure 247. Heiperis imodora 361.; Hexenkraut S. Wau, „Hieracium pilofella 340, Himbeeren; Enthalten Ci- tronenſäure undAepfelſäure 247. immelblau; Brechungsver- hältniſſe beym Uebergange die- ſes farbigen Strahls aus der Luft in das Slas 14 Bringt auf rothen Gegenſtänden eine ſchwarze Farbe hervor 18. e Hißeo; iſt Wärmezeugender Stoff. im freyen Zuſtande 71. u. Hüttenrguc 156 452 Hydrargirum 151, Hydrogenuum 106. Hydrothionſäure; Iſ eine Verbindung voy Schwefel und Waſſerſtoff 278 Bereitung die- ſer Säure aus geſchwefeltem Eiſen durch Salzſäure oder Schwefelſäure 278 279 Andey- weite Bereitung aus geglü- hetem Kalk und Weinſiein 279 280 Sie ſchlägt das Gold me- talliſch aus feinen Auflöſungen nieder 280 U. Alkalien 280 u. Erden Eb. und Metalle Eb.* Hydrothionſaures Gas; " Entſteht durch die Behandlung des geſchwefelten Eiſens durch Salz- oder Schwefelſäure 279 Es hat den Geruch nach fau- „Jen Eyern. Eb. Es verbindet ſich leicht mit dem Water, und ſtellt dann die flüſſige Hys drothionſaure dar 279. Hypericum perforatum 396: & BO Jamaikaholz S.|Kampe- “ geholt. Ichtiocolla 296, Indicum; des Pliniusz ob es ' unſer Judig geweſen iſt 47. Judtg; Schickſale die derſelbe “ſeit ſeiner Entdecfugng in der Färberey erlitten hat 54 u. f. Wird du:ch Salpeterjäure in eine gelblichbraune Fluſſigkeit umgeändert, welche ſetdene, wollene, baumwollene und. lei- nene Subfianzen dauerhaft gelb färbt 198 Was man darunter verſieht 348 f. Pflanzen aus welchen man iha bereitet. . 348 Art und Weiſe wie man ihn dargus verfertigt 349 Verſchiedene Sorten deſ- ſelben, welche im Handel vors kommen 35x u. f. Verfahren die Gute des Judigs zu prü- fen 353 f. Chemiſche Eigen- ſchaften deſſelben 355 f. Seine Auflöſung: zn Alfalien wird durch OpermensF und rohes Spießglanzbeſärdert 358 Dieſe Auflöſung zerſeßt die atmos8-' phäriſche Luft, der Jndig fallt zu Boden, und es bleibt blos Salp-terſtoffgas zurück 359 Er enthält einen Theil Sauerſioff leicht gebunden Eb- Beſtand- theile 360 Erhält erſt durch die Hinzukunft"des Sauerſtoffes eize blaue Farbe 523 Die Auf- - Iöſung deſſelben in waſſerfreyer Schwefelſäure giebt das Säch- ſiſchblau(S. dieſes) 528 Judty go und Alkalien 357 u. Alko- hol 355 und Eitenvitriol 358 y, Hull tirſaure 3 y. he jr 355 gynigdla <(Wituiß D ſes farpin Quſt in ds gudigen) einer Eils Einar 48 fol 520€ 2:1 Derſelhen Baumuol f. Run maße Indigo 348» 2 Indigotera( t Indigote Lnfector 4,“ Johanni die Weißen, jen Wmihn And Aepfel (3 lußta wuett Tuglans regi, Tupiter 193, Kiſigter; iſt Eyweis latns 9 hehlbe i6 Durch es fj ferſcheidet fey in de Miſchung: Mehren Datſielly 1 otta Beiftein h nach fal "8 verbindet m Waſſen Aüſſige Hs| 179| ZSA I, ENNN Din by „DIE py die Derjellt Bugg inde Sat 40 S eeriu 3? Juufigtt ge[eden gene u)(et gerhaftgelh 8 dannen „wz u haet, lum 36 n Eiſe wie? ve verfettigt PENUTEN Fandel von „1 Berfahre D 68 ju pe K, Eigen zi f, Gelnt 8(0 wir) "FÜBUN per(358 Diel Yi amo zZ dig falt ) lebt bL0S 18.3590 J- Suerſo SS. Heja) FENN = werſiofs ( ZU afeton Sad Sid 4 uy „7 100 geim 338 - 8. Kalfwaſſer 358 11.: Salpe- terſäure 356 u. Salzſäure'357 u. Schwefelſaure 355 u. Waſ- ſer 355. Indigablay; Boechungsver- baitutiß beym Vebergange die- ſes farvigen Lichtſtrahls aus dey Luft in das Glas 14, Indigküpez; einer faiten mir Pottaſche 519 Eineyx audern mit Kalt und Vi- friol 520 Erklärung dieſer Küpe 21.1: f. Von dem Färben mit derjeibey guf Wolie, Seide, Baumwolle und Leinen 523 1. f. RNüchige Verſichtigkeits- magßregel; Dabey 524; . argentea Indigofera diepermat 348, tinctoria Indigoterien 349. Iniector' es; Johannisbeeren; GSowshl die weißen, rothen als ſchwar- zen enthalten Citronenſäure und Aepfelſäure 247. LG lufitanica 361. tanctouna 390. Tuglans vegia 419, Tupiter 1f52«. RK. K äſigter Theil, der Milch; iſt Eyweis 2598. Kalt 115 1i6, Kalt; Iſt his jekt noh unzer- legt 115 Ji in der Rothglü- hehiße feuerbeſrändig Eb. Wo- durch es ſich vom Natrum un- terſcheidet 116 Es fomint nicht frey in der Natur, aber als Mijſchungstheil“ faſt. in den mehrſten Gewächſen vor 117 Datſtelluug deiſelben aus der Pflanzenaſche, oder ſogenann ter Potta|cde 117. i Jus dem Weinſtein gls Weinßteinſals 603 118 If im gewöhnlichen Zu- ſtands nicht vollkommen rein, ſondern enthält immer noch et- was Kohlenſäure, und iſt dann mildes Kali rw 139 Darſtel, lung des aßenden Kali durch Hülfe des gebrannten Kalkes 119 f.- Im reinen Zuſtande ſchießt es in ſchönen großen Kryjailen an 120 Macht mit überſchüſſiger Weiaſteinſäure den Weinſtein(S. dieſen) 244 Mit überſchüſſiger Kleeſäure entſteht das Kieeſalz(S. die- ſes) 258 Kali und Arſeuikſäure 224 225 1, Boraxſäure 229 1, Flußbjäure 220 u. Kleeſgure 258 u. Kohlenſäure 179 u. Phos- phorſäure 217 u. Salpeterſäure 199 11. Salzſaure 205 4. Schwe- felſgure 188 uy. Weinſieinſäure 242 f- und zootiſche Säure O7 5 bein 0 1018 Kali, arſenikſaures, 224 Verſchiedene Methoden dieſe Verbindung zu erhalten Eb. Eigeaſc(u pT) dann Rieſelfeuchtigkeit 143, Zwey bis drey Theile derjel- ben bilden mit einem Theile Kalt oder Natrum das Glas. Eb. I| ſehr häufig ein Ver- unreivtgungsmittel der Pott- aſche, und Fann daher des Fär- berey ſehr nachtheilig werden Cd. Kieſelfeychtigkeit S, Kie- ſelerde, Kleber S. Gluten. Hleeſäure; Komnit vortüalich im GSauerkleeſalze mit Kali verbunden vor 2557. Bereitung verſeiben aus dem Kleeſalze durch eſſigſaures Bley und Schwefelſäure 255 256. Exr- zeugung dieſer Säure durch die Behandlung des Zuckers mit Salpeterſäure 256. Eigen- ſchaften der reinen Sänvre 257. Sie ſcheidet die Kalterde gis ihren Verbiadungen ab 257 u. Alfaliett 258 y. Erden Ed. u. Metalle 259. Kieeſalz; Iſt die Verbindung des Kali mit überſchüſſiger Kleeſayre 238. Wird aus den Säften mehrerer Kräuter, de- ſonders des Sauerklees berei- tet Eb. Kualiuft; Beſeht aus zwey Dheilen WaſſerftofFgas und ei- nem Theile Sauerſivffgas x19, Küuochen; Werifabren aus den weißgebrannten. durch Hülfe der Shwefelſaurg und des Al- Fobol die Phosphorſäure abzu- ſcheiden 215 f. KnochenſubFanz; JK vom Faſerſtoff vielleicht bloß dure die Luatntität' der- Beſtand- theile verſchieden 298. Kn oypernz; Was- ſie ſind 415. Lon woher man ſie erhält 417. Unterſchied 901n den Gall- äpfeln Eb. Dobalt; Eiaeyt Metalles 156. 346. Körper; IF alles was im Weltraum exiſtirt, uus um- giebt und auf ugſere Siütne wirkt 64. May uitterſcheidex an ihnen Ihre Materte und ihre Stgenſchaften( S. dieſe) 65. Eintheitang in natürliche und fünſtliche Eb, Jn Edgkte und Produkte 66. Gemeng- theile der Körper 66 67, Mix ſchungötheile derſelben 67, Grundftioffe ober Elemente der- ſelben 68 69, Abtheilung in flüchtige und feuerbeſiändige 82. Schmelibare Körper 832. Brennbare Körper 96, Vers ſchiedenes Verhalten zum Wärs meſioff 72. u. f. Körperlehre 63 S. Phyſik. Kohle; Iſt der ſchwarze Rück- fand weicher übrig bleibt, wenn organiſche Körper einer troc>k- nen Deſtillation unterworfen worden, oder wenn man ſie im vfenen Feuer ſo lange brenne laßt, bis ſich feine Flamme mehr entwickelt 103 304: Sie leidet in verſchloſſenen Geſäs 606 ßen im ſtärkſten Fetter keine Veränderung 194. In Berüh- rung mit der atmosphäriſchen Luft aber verſchwindet ſie dann zach und nach und. es bleibt Aſche zurücf 104.' Iſt ein zu- ſammengeſeßter Körper und beſteht aus Kohlenſtöff und erdigten und ſalzigten Theilen 104. Unterſchied zwiſchen der vegetäabiliſchen und animali- ſchen Eb. 304. Hat die ſchwar- ze Farbe vpm Sauerſtioffe 195: Kohlenſäure. Entſteht durch die Verbindung des Kohlen- ſtoffes. mit dem Sauerftoſfe 205. Bildet mit dem Wärme- ſioffe das foblenſaure- Gas 106, Hat einen wichtigen Ein- fluß auf die Färberey Eb. Be- ſteht aus 28 Theilen Kohlens- ſioff und 72"Sauerſtoff 177: Gewinnung dieſer Säure Eb. Iſt bisjeht noch nicht als Ge- genſtand der Färberey ange- wendet worden 178. VWerbin- det ſich mit den Alkalien, Er? den und Metalloxiden 179. | Kohlenſäure u Ammonium 179 u. Baryterde 185 u, Eiſen | 182 U- Gadolinererde 280 u, Glieinererde Cb. u. Kali 179 | ju. Kalkerde 180 üU- Metalloxi- de 182. U. Nattum 179 u. Sttpontiänerde 180 u. Talker- | de 180; Köhlenſaures. Gas; Ent- -fieht durch die Verbindung des Kohlenſtoffes mit. dem Sauer- , Noffe und ift gasförntige Koh- lenſäure 105. Verſchiedene Mes thoden es zu gewinnen 177. I| eine wahre Säure 173 Ei- genſchaſten dieſes Gas Eb. Kohlenſtoff; Iſt das ſchwarz- färbende Weſen der Kohle 104. Macht ein eigenes überall vers breitetes ſehr wichtiges Ele- ment in der Körperwelt aus io4. Jſt in der Kohle durch den Sauerſioff ſchwarz gefärbt 105, Spielt eine wichtige Rolle in der Färbekunſt Eb. Korkkrapp 369. Kraftmehl S. Stärke. Krapy. Ueber den Anbau und die Beſchaffenheit der Pflan- zen woraus er bereitet wird 368.„Zubereituttg der Wurzel der Färberröthe zur Bereituag des Krupps 359. Verſchiedene Arten des Krapps 269 370 Kennzeichen eines guten Krapp 370 f. Die freye Säure wel- <*e der Krayy enthalt, muß ihm durch Kreide entzogen weiden 371. Er ſcheint e,u 50- thes und gelbes Pigment zu enthalten. 372: Von etnigen ändern Wurzeln, welche eben- alls ſo roth färben wie der rayp 372 f- Verfahren mit demſelben roth zu färben 546. Vom Krapproth auf Wolle, Seide; Baumwolle und Lei- nen 546 Uu. f. Verfahren baum- wollene Zeuge damit zu dru- „Wen 550fe Küchenſalz 205.. Kuffelars-Couleur; War- nni die Scharlachfarbe zuerſt ſo genännt ward 50. Kunſtprodukte; 4 Welche Körper mas darunter verſte - hen müß 65: Kupfer; Eigenſchaften dieſes Metalles 15x. Löſt ſic) in allen Säuren; vörzüglich aber in Salpeterſäure ſehr leicht auf Eb. u. Chromiuniſäure 235 u- Schwefelſäure 150. Kupfer; eſſigſaures; Ber reitung 502. Als Boſze be- „trachtet Eb. Kupfer/ſchwefelſaures; 195 Wird in der Druerey ſehr viel gebraucht 192: Kuvpferbeize, eſſigſaure 502. KupferniE el; Iſt ein Niekel- erz 155. Art. iind Weiſe den NicEel däraus darzuFellen Eb. Kupfervitriol 199. Beſtand- theile 444: Gebrauch in der Fächer! ver 01 Rufer femi! furfunl men irg vi Yerfal gels zu0 Rwa83€ 167 Le Emu Krüutelt tigung ZE Daraus 3. Brdmu die Eint (NN na vs Lana 307,| Laugenſy| Zeim, if Leinen; iF mittelſt Rotyfärbyk durch By Oiſeille 57 Gelbfätbes Gmarzfir Eitheilunje und Dra grauen Kvy Zeinenfärg von der 55 und Geidy Leinſaam) M de 19y T bidihe 0“ Lichen, cal, 1118, COC), 1aceus[9 Üpermug Panetings Ahe hid Farbf Ww 69 5, Etitls, eden Anu amhelt ve Wop er bv) th vi Do the jur Ondy 1969, Sully Aan m Cines gul Su (eye Gin Leni) M ARreide u SE Melt 06 4 (bes Dima) 118; So Wh] 0 wede 8 firben wit H * Verfahren x 1 ju Aürben.3y fh auf Dil Gvolle und „1iefahten ban! E Im wn 1; " Suſe R "6% m ANHIN (1; 4 M gba hafter 1) j u 3 VON 1 beite ft NL 3 ſelf fu j 3006 30) „DD > 7]'"| v Duden D Gaja“l Kern) -(md Du! » NR Färberey uns Beſtimmung ſei- ner Güte Es. Kupferwaſſer 199 S, Ei- fenvitriol, Kurkfumewurzel; Vorkom- men in der Natur 406. Artett derſeiben Eb. Zubereitung 407; Verfahren die Zeuge damit gelb zu färben 565. Kwasz; Was es iſt 544; IB in baculis in granulis Lacca un SEEEIE: 346, in tahul1s LaE mus; Zubereitung aus det Kräutevorſeile 390, Verfer- tigung der Tourneſolläppchen daraus 391. La mustinktur;-Wird durch die Einwirkung des Sauer- ſtoffgaſes erft roth und her- nach verbleicht ſie gänzlich 99: Lana 307.: Laugenſalze S. Alfgalien; Leim, iſt Gallerte 295. Leinen; Blaufärben deſſelben mitteiſt einer Judigküpe 527. Rotyfärben durch Krapp 547 f. durch Bräſilienholz 555 durch Orſeilie 556 Verfahren beym Gelbfärben deſſelben 562 u. f.; Schwarzfärben deſſelben 570 Erthetlung eineb feuerrothen und Orangefarbe 577 einer grauen Knd falben Farbe 579; Leinenfärberey; Unterſchied von der Wollen-Baumwöllen- und Seidenfärberey 33 u- f. Leinſaamenſchleim 285 428. Leitungsfähigk eit der Kör? per für Wärme 809: Libidipb1 418.: Lichen, calcarius 388 candelas 1118, cocciferus, digitatus, ſo- liaceus fübtus lacuroſus, Ju= Nperimus 388 parellus 386 Parietinus 5; pultulatus. 358 607 roccella 385'laxatilis, taria« Treus 388, Licht; Iſt die allgomeine und vinzige Urſache des Sehens 4 Meinungen welche Ariſrokeles und Descartes davon hegten 3 Reſlexioy deſſelben 89. Es hat die Eigenſchaft der Re- flexibilität mit gallen übrigen elaſtiſchen Materien gemein 9 Geht unveränderr durch ein durchſichtiges Mittel hindurch, wenn es ſenkrecht darauf fällt Eb. Weicht vou ſeiner Rich- tung ab, wenn es von einem dichteren Mittel in ein dün- neves, und umgefehrt übergeht 9 Mittel zur Beſtimmung dex Geoſeße für dieſe Brechung des Lichtes 9 10 Das weiße farbenloſe iſt ein zuſammen- Beſeßtes Weſen und ein Pro- dukt der Miſchung von ſieben farbigen Lichtſtrahlen(S. Far- ben ſpectrum) 15 17 Ohne das Daſeyn deſſelben iſt keine Anſchauung irgead. eines.Oh- jeftes möglich 17 Die verſchie- denen Temperatüren hängen . von der Verſchiedenheit des zerlegten Lichtes und det da- durch veranlaßten Abſchneidung der Wärme aus ihnen her 29 Es beſteht ais leuchtendes Flui- dum aus einem eigenthümli- *en Lichtzeugenden Setoſfe und dem Wärmezeugenden Stoſſe in beſtimmten Verhälrtiſſeä 30 88 VErd von den zefärb? ten Subſſfhzen näch Maäßgä- be ihrer Verbindungsfähigkeit init dem LichterzeugendenStoſſe vder der Bäſis des Lichtes zerſeßt und dadurch die Tems- peraturen hervorgebracht 30; Beſteht aus Lichtſtoff und Wär- meſtoff, und muß daher als gemiſchtes Weſea in ſeine Mi- ſchungstheile- zerlegt werden können 89 Es wird voy allen Körpern welche Anziehung zum Sichtzeygenden Stoffe haben 5 |) Gos zerlegt, 1nd dadurch die ver? ſchiedenen Farben hervorge, bracht. Eb. IF bald ein Mit- tel zur Erzeugung, bald zur Zerſiöhrung der Farben 91. Reines weißes Licht bringt in Verbindung mit dem freyen Wärmezeugenden Stoffe Feuer hervor 92. Licht, einfaches; Beſieht aus lauter Strahlen von glei» t der Verbindung eines Metal- les mit dem Sauerſtoſſe 146. Sie ſind entweder unvollkom- men oder vollfsmmen, je nach- dem ſie, mehr oder weniger Lichtſtoff verlohren, vder Sans erfioff, aufgenommen haben Eb. Berſchiedene Farben dorſelbet Eb. Auf wievielerley Weiſe Metalloxide entgehen Fönnen 147. Wenz. ſie ihres Sauer- ftojſes beraubt werden, ſy ex- ſcheinen ſie wieder als Metalle 148,'S, Reduktion. Nicht galle Metgllogide laſſet ſich durch bloßes Glühen redyeiren; ynd. darauf, beruht der Unter ſchied der edlen und unedlen . Metalle 149.. CR Metallum 143. dudile 145 ſras eile Eh. ?- AYnilotica 4245 Mimoſa; denegal, 42565 SSE EIE IIS SOR SSS ZIIIEEENS+ IEEE 609 Minerae 144::-- Miſchungslehre, 62, GS, Chemie. Miſchungstheile;(Sig die ungleicha-tigen Diyeile der Kör- per 67 Sie find von eingan- der weſentiich vorſchieden und laſſen ſich"ur durch eine wires liche Zerlegung der Körper gus(nen auſondern 57. Gis ſind entweder nahe oder ent? fernte 63. eer Mirtelſalze; Sind die Veps biidungen der Säure mit Era den uns Metallen 176. Sie ſind daher entweder erdige öder metau-iche Mittelſalze Eb. Ihr Nutzen in der Färberey iſt ſehs groß. Eb. Mittelſalze, erdige; 276, Aus Aepfelſäaure 254 aus Ars ſenifſäure 225 aus B-ruſteig- ſäure 271 aus Boraxſgutre 230 aus Chromiumſäure 238'aus Cittonenſäure 250 ans Eſſige ſsure 265 aus Fiußſäure 221 aus Gallusſäure 274 aus Hy- drothionſäure 286 aus Kiee- ſävre 258 aus Kohlenſäure 130 aus Mo!ybdöänſäure 236 nus Oxpidirter Salzſcute 212 aus Phosphorſaure 217 aus Sale peterjäure 199 aus Salzſäurs 205 206,aus Schwefelſäure 188 aus Weinſeinſäure 244 aus Wolf amſäure 233 aus zooti? ſcher Säure 278 Mittelſglze, metallifche; 376. Aus Aepfelſäure 254 aus Arſenikſaure 266 aus Boryſteins ſäure 271 aus Boraxiäure 230 aus Chromfamſzure 239 aus Citronenſaure 25, aus Eſſigs ſaute 267 ans Flußſguro. 237 aus Hydrothivaſäure 280 dus Kleeſgure 259 aus Kohleaſäure 182 aus Möliybdänſäure 236 aus DOxidirter Salzſäure 212 aus.Phs8phorſgure 218. aus „Salpeterſaure 201- aus Salz- im 207 Aus Schwefelſäure q ufa and e; Eigenſ, und hat eine gelbe Farbe 208 Liefert der „ Kattunfärbercy und Druckerey wichtige Vortheile Ed. Zube- reitung derſelben durch die Deſtillation desKochſalzes mit Schwefelfäure und Braunfiein 209 Man kann ſie auch bloß durch Salzſäure und Manga- negoxyd bereiten 210 Yetiols- gie und Augeinanderſeßung die- ſes Prozeſſ2s Eb. Exiſtirt auch im gasförmigen Zuſtatide 211 Wichtige Eigenſchaften inRück- ſicht ihrer Wirkung auf orxga- niſche Körper Eb. Oxidirte Salzſäure und Alkalien, Er- den und Metalle 212. Sie zer- ſett das Ammonium ſogleich wenn ſie damit in Berührung kommt Ed. Verfahren, mit der- ſelben zu bleichen 474 u. f« Sie wird zum Bleichen entwe- der als Gas, oder als tropf- bare Flüſſigkeit, oder im neu- tralifixten. Zuſtande angewen- det 475 Anwendung zum Blei- . Dre; 6:3 BHASir; Beſchäft?gt- fich mit den augemeiten Eigefſchafteu aller im Weitraume erſchaſſes hey, und für die meitſchlichen Sizue wahrnehmbäacen Gegex- ſrände, 9 ohne dadurch eine Vers anderung in ihrer GENRE ſchung zu veranlaſſen 63. Pictor 971! P1pmenta 324 adjectiva 328 ſub- itantiva Eb, Pigmente S. Farbeſioffe. Pigmente des Pflanzen- reichs S. Pflanzenpig- mente. Pigmentum indicum 348. Pil1 307. Pimpunella faxifraga 337. Pinguedo 299. Pinna marina[, rudis 311, Plantago p[y1lium 428. Platin; Eigenſchaften 7150 Iſt der ſchwerſie befaünte Körper, und bloß ia oxydirter“ Salz: ſäure aufis2bar Eb. Plattinbig 353. Plumbum 151, PonCgana Corläri2 418. it allca DIgra) 4L12« Potentilla argelitea 422» ani;eryy; re] 3) 337: Po eenrülle Gebrauch in der Färberey 422. Pottaſche; Ji Kali das aus der Kiche von feſten Holzarten ausgeiaugt iſt 117 Iſt kein rei- nes Kali, 118 Wird ſehr häufig mit Kiefelerde verfälſcht und kann-dann in der Färberey überaus nachtheilig werden 143 Gewinnung derſelben 430 Vers ſchiedene Arten derſelben Eb, ethode die Menge der damit verunreinigten Kieſelerde zu beſtimmen: 431 Werjähren dies ſeibe in Rückſicht ihres eigent. lichen Kaitgehaltes zu prüfen 432 Kennzeichen einer guten Potta'cht 433. Preißelbeerenz Enthalten im Populus 614 ünteifen ZuFäude faſt reine Citronenſäure 242. Principium carbonmum 104 hy- drogenium 106 nitrogenium * 100 oxygenium.g3, Produkttre, Natur: und Kunſt- 5.4. Produkte; Sind Fkönſilliche Körper die-durch diz Verbin- - dung heterogener StoyFe untor .. einander gebildet werden 66. Prunus ipinola 396. Pterocarpus lantaluius 395. Punctum 1uncidens 8. Purpur; Tſ die erſte Farbe voy Deren Urſprung uns die Denkfmähler des Alterehums einigs Nachrichten aufbewahrt haben 4r.: Purpura 49,; Pyrometerz Beſchreibung und Einrichtung des Wedgwoodi- ſchen 75. Pyras Communis 412;* 8)| “Gd DueEſilber; Eigenſchaften dieſes Metalles 151 Jt jehr leichtfüſſig Eb. Es 19ſt fich in reiner Salpeterſäure vor- “züglich leicht auf Eb. 1. Chrs- miumſgure 239 u, Salzjäure 3207. Quecſilber, ſfalpyeterſau- : 0.68 3 Färbt Wolle und Seide roth 202. Oue>ſilber, falzſaures; Wird in der Kattundruckerey - äu einigen Beizen gebraucht 207, Queſilberſublimat 2057. Quercitronhol;;: Vorzüg- lichfeit dieſes Färbematerials 403 Eigenſchaften undE Meytnungey über die Jeatur dieſer Farbe 6 7. Beſist die größte Brechbarkeit 13. Bre- . 205,' Salmiac>kſpiritus 128. Sapeterhathſäure 197, Bo- reitung derſelben 198.; Salpeterſäure. Wird aus den Salpeierſtoff? un Saquep, ſivff:, in dem Verhält::ſſe, Wi? 1 zu 4 gebilbet, 1c0 194, Die Natur liefert uns dieſe 2A'ive Durch Kali reutrali- ſir 194.- De NM Fäufliche Säure iſt ſelte rein - 295» Verfertigung derſeivzn ſus Salpeter- uns Schwefels ure. Cb. Unreine Berei FUugeart im Großen 195 196, Prü: ung dieſer Säure in Nb; ſicht der Stärke ihrer Cons centration iind zhrer gänzlichen Retnheit yon fremder Beyg- miſchung 196. Wichtiger Ein- Auß auf die Färberey und Diuckerey Eb. Sie witrkt ſchon für ſich, als ein fatven- des Mittel für wollene und ſeidene Zeuge 197, Wird Heym Auflöſen des Kupfers oder Eiſens darin, the.ls in ſalpetrigte Säure, theils in Salpeterhalbſäure umgeäudert 798. Aendert den Indig in eine gelböraune Flüſſigkeit um, welche ſeidene, wollene, baum- wollene und leinene Subſtan ven ziemlich dauerhaft gelb geht 298." Sie i| für galle vegetabiliſch« orgahiſche'Mar reiien ein fräftiges Zeritühe rungsmitrel, welches auf die ſchwache Anziehung- ihrer Miſchungstheiie begründet zu ſeyn ſcheint 195. Salpoter- ſäure und Aguſterde, 203 ünd Ammonium 199 und Baryt- „ erde 200 201 tind Eiſen 202p und Gadol nerve 200 und Gly- einerde Eb. uad Kali 199 und Kalkerde 209 und Kobalt 202 vid Metglie 3201, f. u. Na- wum 1959 und Oueckſilber 202 ynd Silber Eb, a. Stronatian- " erde 200 201 und Kalkerde 209 und Thoyerde 203 20x, und Urat 202 und Zirkonerde 2C0,. 4 Saipeterſaunre Salzſäure Pubs: Galpeterſtoff; Bildet mit dem Sqayerſtoſfe die Saipeter- ſäute 100 194. Finde: fich im Weitraum über.us reich? lich verbreitet 101. Bildet mii dem Wärmejioffe das Sa'peteiiofigas(GS. dieſes) Es. IK ein Beſtandtheii als ler animalijichen Gubtanzen LOT: Sqalpeterſtoff, oxidivter 197. Bereitung deſſelben 198. Salpecerſcoffgas, Entſteht du:M vie Verbindung des Saipeterſtoffſes mit dem Wär- meſtöffe 101, Entſteht ſehr häufig bey der Fäulniß und aud) beym Verbrennen Eb. Wird von allen faulenden-ani- maliſchen Körpern entwickelt 102, Macht einen befiändigen Gemengtheil, der atmogphä- riſchen Luft aus, Eb. Jii zunt Athmen der Thiere und zum Verbrennen der“ Körper un? tauglich 102, Es ſcheint auf die Farbeſtoffe feinen Einflu zu haben Eb. Salyetrigte Säure; Ehyt- (echt, wenn auimaliſche Ma- Mmm 0 4 E-- 0,| KETTE 4 he te 2“ Zerſtöhe p auf die| j+)- Ihrer Ühdit zu C Gulpetet; Eiſen 202, - IN Gly- =| 139 und balt. 203 Eg 1, Ry PC ſilber 202 EN trontian: St Sylter AU 203 207, Bli fonerde Dliſgun [der mit WG 34lperen 8 dei ich JA td x ide Sm das 3 biet) zie Del Ab . MANGA) u(dirter 46 he 198: zg Eittcht fen des ME Dit Dt jeht 2.110000 Spei Ch 25 18a SET pr finden 11214 Oi zun pe u) zum [4.807 zieht ay (Es Einflu >»(it! 18 x)! CHEAT RE I arr eden 2m El Wb, wm aub mee amd 00 terien: durch Salpetzorſäure gelb gefärbt werden 197. S83!3z; Was man darunter vertehen. muß 113.- lung in alfaliſche Salte, ſaure Salze, Neutralſalze und Mit- felſglze 114 GS. Al: S«:z, alfgliſche3; Ffülien, Sz, ſaures; S, Säuren, zſaure; Ig eine Säntre, welche tn der Natur mit Na- trum verbunden iim gemeinen Kuchenſa:z2-, Stein- und Moor, ſoize vorkommt 202. Sie iſt bis jet noch zu wenig in der Färbekunſt gebraucht, da ſie doc in dea mehrfien Fäilen die Saipeterſäur» erſeßen wür- ds 203. Bereituag dieſer Säure aus Köchenſalz tind Schwefelſäure 293. NAetislo- gie dieſes Prozeſſes 204. Die verkäufliche iſt jelten rein Eh. Eigenſchaften diejer Säure, Eb. Dient in Verbindung mit dem Alkhsl zum Bleichen der Seide 369. Saizsſäure und Aguſterde 295, und Am- monium 205, und Baryterde 206, und Gadolinerde 206, und Glycinerde Eh., und Kali 205, yund Kalierde 205, und Metaile 207, und Natrum 205, und Nye&filber 207, und Strontianerde 206, und Kalk- erde Eh., und Thonerde Eb,, und Zinn 207, und Zirkon- opidirte, erde 206 Salzſäure, di S. Opidirte Salzſäure. Sammtblume; Gelbes Pige- ment daraus 411, Sandargc, 454. Sondelholz, roches; 396, Sapanholz, S. Fernam- bu>holz. Saponaceum 9287, Satureus 151, Sauerfkleeſäau?e,S. Klee- ſäure. Sayerkleeſal;,/ S. Kleeſalt, SSS SSS SINN TN ET WSIS SSE SENEN 617 Sauerwaſſer, Was daryn- ter zu verſtehen iſt 473, Es dient dazu, den gebleichten Zeu- gen ihren noch rückſtändigen Farbeſiofſ zu entziet)ey, Eh, Saättierſtoff, S Süurezeuys gender Stoff, Saueriſtoffgasz Entſteht dure) die Berbiydung des Saurezeygenden Sxrsffes mit Wärmevoff: 94.; Vorkommen in der Natur“ 420. Beſtandtheile und 345. Eigenſchaften und Beſtaüdtheile deſſelben 347“ Streichkraut S. Way, Strontiana 136, Strovtianerde; Kommt in der Natur mit Kohlenſäure und mir Shwefelſäure verbuns den vor 136. Darſtellung der- ſelben aus dem Strontianik durch Huilfe der S2!pekerſäute vder der- reinen Kohle Eh, Aus dem Schüßit durch mil- des Kali Eb. Iſt im reinen Zuſtande weißgrau, äßend; im Waſſer auflöslich und ge- gen Pigmente auf verſchiedene Weiſe wirkſam 137. Stron- tignerde u, Arſentkſäure 225 vy. Eiſigjäure 256 1. Fluß)äure 221 4. Kohlenſäure 180 u, Pyosphorſgure 217 y. Sglyes 621' kerſäure 200 1. Salzſäure 206 u. Schwefelſäure 183 u, zyo- tiſche Säure 258, Strontianerde,; eſſigſau- rez Giebt als Beize mit der Cocenillbrübe ein feuriges days erhaftes Ponceaurorh 256, Strontianerde, ſalpeter- ſäure; Giebt als Beize mit der Cochenillbrühe ein dauer- haftes feuriges' Rothbraun, 20117 Strontianerde, ſalsſsuroz Giebt als Beize mit der Co- Menhir ein feſtes Carmoſt 206. Stronwtianit; Iſt die Ver, bindung der Stronrienerds mit Kohleyſäuve 136, Darſterllung der reinen Strontianerde darz aus. Eb,:; Strontianwaſſey; It die Verbindung von einem Theile Strontianerde mit 250 Thei- len Waſſer 137. Studentenblume; Golbeg Pigment daraus" 411. Sublimation; Gründet ſich auf die Eigenſchaft der Däm- pfe ſich in der Kälte zu feſten Körpern zu verdichten 83. Ver- richtung dieſes Prozeſſes 84. Sucanum 269, Succus eitri 246 Sude S. Soda Süßerde S. Glycinerde. Sulphur 1105, Splveſßier; Iſt ein Kunſtproz duft das zum Verfälſchen der Cochenille gebraucht wird 335. Syrup; Iſt Zueker der in den quantitativen Verhältniſſen ſeiner Miſchungstheile' eine Stöhrung erlitten hat 283, El Tafella> S. Schellack agetes Ppatula 411, Salg 3605, ZIER R STER PIN REO TRIERER 7 GEEIENINIE SP EINERENIPNSRITRRNP STIRN VS TEIINIIEININIISIIE 922 Talkerde; Kommt iu der Na- tur in verſchiedenen Steinar- zen nnd um Bitterſalze vor 739 Dorftellung derſelben aus dem engliſchen Bitterſalze durch mitdes Kali. Eb. Iſt im reinem Zuſtande locker, far- benlos, und mit Säuren ver- bindungsfähig' Eb. Sie iſt noch nicht als ein Gegenſtand der Färbekunſt unterſucht worden 2.49 Zalkerde u. Arſenifſäure 225 u. Fiußjäure 221 u. Koh- Jenſäure 180 yu Phosphorſäare 827 y. Salpeterſaure 200 11. Salzſäure 206 uy. Schws- felſäure 188.; Tartarus 244 449 albus 450 cerudus Eb, ruber Eb, Taſchen 465. 4 Tellur, Eigenſchaften dieſes Metalles x6x-Vorfommen in der Natur Eb. y Telluruum 161.; 8: Temperaturen; Die verſchie- Ddeuken müſſen einzig und allein als verſchiedene Effeite einer vorgegangenen Zerlegung des Lichtes, und der dadurch ver- galaßten Abſcheidung der Wär- me daraus, angeſehen werden 2,9% Terpentiuz Iſt das Harz » aus den Fichten 2906 Terra, fullonum 439 merita 406, Terrae 128. Thermogenium 30 709% Thermometer; Dient zur Be- ftimmung der Menge des freyen Wärmeſtoffes 72 Man nimmt an demſelben zwey feſie Punkte für die Kälte und Hike, nämlich den Gefrierpunkt und den Siedepunkt au 72 73 Vers ſchiedene Sceatea an demſelben 73.; Threviſcher Körper; Bec- ſteht aus ſehr verſchtedenarti- gen Theilen 294 Nähere Bes fiandtheile 295 Tyierbohle 394.| Thonexde; kommt in der Nas eur in ake! Shonärten und füt: Alaun als weſentlicher Mi- ſchungstheil vor 137 Im rei- nen Zuſtande iſt ſie farbenlos, locfer, an die Zeuge hängend, wird durch dte Verbindung mit Waſſer ſchlüpfeig uzd er- härter im Feuer 137 Sie zeigt eine überaus große Fähigfetr fich mit dea Pigmenten zu ver- binden, und dient daher als Baſis vieley Lackfarben 138 Mit Schwefelſäure und Eſſig- ſäure verbunden dient ſie(1 der Färbefunſt als unentbehr- liche Beize Eb. Darßiellung derſelben aus dem Alaun durch mildes Kali oder Natrum 138 f. u. Arſenikſäure 225 u. Eſ- figſäure 265 u. Flußſäure 22x VU. Phosphorſgure 217 u. Sal- peterſäure 200 y. Salzſäure 206 uy, Schwefelſgure 188 u. Weinkieinjäure 245. Thonerde, eſſigſaure; I| ein ganz unentbehrliches Mit- tel in den KattundruFereyen 265 Bereitung aus eßiigſäu- rey: Bley und Alaun 2665 495 Anderweitige Bereitungsarten 496 Eigenſchaften welche ſie als Betzmirtel hat 494. Thonerde, ſaipeterſaure; Einfluß auf die Färberey 203 Iſt deſſer wie der Alaun 20x Als Beizmittel betrachtet 493: Thonerde, ſalzſaure; Muß dem gewohnlichen Algyn vsr- gezogen werdeit 206. Vorteſiiche Eigenſewaften als- Beizinittel 493 f. Bereitung und Gewinnung 494. Thonerde, ſc|, I| “4 DA 15500 4 if: 1510984 vy 4. G Duten 141750 pi ep| u dus vm " de, Baumwolle und Leinen 524 U. ff. Waide S. Way. Waidmutter 361. Walken der Wolle; Zweck die ſer Operation und Verfah- rungsart dabey 459. Walkerde; Was man darun- ter verſteht 439 Eigenſchaften 449. Wallrath; Stimmt in gewiſ- ſer Rückſicht mit dem Fett Überein, iſt aber nicht in Al Falten auflöslich 3292. Waſchen, der Wolle; Bemer- fungen über dieſen Prozeß 458- Waſſer; Beſieht aus Waſſer fioffgas und Sauerſioffgas 107 3263 Verſchiedene Methoden das WaſſerſtoF3a8 gus d-mſel- ben darzuſtellen und zu entwi- dein 108 109. Phyſiſche Ei- genſchäfren deſſelben 143 E:ne Zerſeßung deſſelben find?t bey vielen, iu der Färberey, Dru EKerey und Bleicherey vorfom- Menden Operatiouen fiatt 154, | von Natur nicht flüſſig ondern coneret. Eb. Worauf ſich das Sieden oder Kochen des Waſſers gründet Eb. Das SPaſſer kann in drcy vecſchter Denen Formen exifiiren 164. Vorkommen deſſeiben in der Natur 165- Man muß F!uß- waſſer, Ouellwaſſer, Regenwaſ- ſer und Thauwaſſer unterſchei- Den 165 Unterſchied zwiſchen Hem harten und weichen Waſ- ſer 166. Wie man ſich ein ziemlich reines, zum Färben; “rucken und Bleichen anwends bares Waſſer verſchafft x68;5 Derlegyns des Waſſers 1569, uf die Zerlegung deſſelben Bünder fich ſeie. vorzüglichſte irfung bepm Bleichen 170. Anwendung und Gebrauch deſ- ſeiven in der Färberey Eb, Wie man ſich vom Daſeyn Der fohlenſauren Kalferde im Waſſes„Überzeygß 389 IB» 625 Enthält oft kohlenſaures Eiſen aufge!'dſt 382. Eigenſchaften eines jole!t Ey», Wie man es durch die Zerſeßung des Waſ- ſeys dus demjelben darzuſtellen vermögend if 108 109 Erzeugt ſich oft bey den Opyerarionen der Fä berey und Drucksieh 709 Gigenſchaften dieſer Gas- art 1109 Macht mit des Hälfte [1] 3 +. m Ze«fa. m dE.02 k u“ aa EIE„ - AIT Ln m Zip EE wert 549" 25 08 42 Aen 4. 1% fv! 0 y PD p y/X 8! 4] 8): f] || 71] 29.9 üs Uden an vit um, m( = M uN 2. PNS.= 702 205 mem 826 Sauetfioffaas das Kya"aas Waſſerzeugender Stoff, S. Waſi(erfioff, Wau; A' bai zur Bereitung ei- nes Pignientes daraus 397 Eigenſchaften deſſelben 398 Verfahren Seide, Wolle, Baumwolle und Leinen dar- mit Gelb zu färben 562: U- f. Gelher D:u> auf Kattun dar- mit 5565. Wedgwoodiſcher Pyrome- ter; Beſchreibung und Ein- richtung deſſ lden 75- "Weichfüpe 350- Weingeiſt und Alf?shol. 3Woinſtetn; Bereitung des Pa? (li.daraus 117 118. Die Sättre deſſelben wird durchs Ver» brennen zerſöhrt 118 Verfah- ""Fen die Weinſteinſäure daraus zu bereiten 239 E' beſt-ht aus Weinſrernſäure und Kalt mit Überichüſſiger Säure 243 f. Vorkommen in" der Natur NOH f 1 0D SITAC AISEEN Weinſteinſaure; Finder ſich im Weinſtein 239 Verſähren - fie daraus durch Hutire des eſſigſauren Bley und der .“ Schwefelſäure zu trennen 2498 Jit biejeßs noch nicht in der Färberey ängewendet, könnte “aber(in der Seidenfärverey Natt des Citronenſaftes 82: hraucht werden 241 f. 1. Am: monium 243 it. Ammoniunt mit überſchüſſiger Säure 244 u. Erden- 244 Kali 242 1. Kali mit überſchüſ- ſiger"Säure 244 Uv. Kupfer 245 8. Metalle 245: 1, Natrum 243 yy. Natrum mit über- ſchüſſiger Säure 244 8. Thon- erde 245. „Weinſteinkfryſtall 451. Weinſteinrahm 450. Weinſteinſalz 118. „Weiß; Meynung über die Notur dieſer Farbe 6. ' Iſt das Reſultat der Vereini» guns ber flehen pritmatiſchen Farben(S. Fadbenſpees- Frum) 15 17, Iſt das Pros duft der Geſäikigten und vets- tralen Verbindung zwiſchetw Licht- und Wärmeſtoff 38 90. Weibmachen S. Bleichen. Werg&S. Heede, Wiede S, Way. 1a Wiederherſtellung S. Re- „dufkrivon, 5m Wismurh, Eigenſchaften dieſes Metalles 153. Löf ſich in-/ Salpeterſäure vorzüglich leicht auf Eb. u Chromiumſäure 239« Wiosmuthbeize, glpeter- ſaure; Bereitung derſelben 502 f.' Wolfram; Eigenſchaften dies ſes Metalles 157. Das'Kö- nigs waſſer iſt das wahre Auf- ldſungemittel deſſelben'Eb«. Da:ſirlung dtoſes Metalles aus dem Wolframerz, worin es mit Eiſen nnd Mangänes verbunden iſt, und aus dem Dunsgſtein, worin es ſich" mſt Kalkerde verbunden befindet 158 Bereitung der Wolframs? ſäne baraus 231.“ Woliframium 157.? Wolframſäure; Vorfotmen in der Nat3r 230 Darſielung derſeihen aus dem 4: Ieh durch Salpeter und Salzſäure 231. Gie erſcheint gewöhnlich als ein weißes Pulver,+ durch Digeſtion mit Salpeterſäure aber wird fie gelb; und mie ſalzſaurem Zinne macht''ſie einen angenehmen blauen Nie- derſchlag 232. Sie färbt wol? lene Zeuge; obne Anwendung eines andern Pfgments perl? grau 232. Als Beize mit Co- enillbrühe ausgefärbt, gieb? ſie ein angenehntes Poncequs Loth Eb. y. Alkalien 233 UU Erden Eb, u Meralle,- Eb. Woll12; Beſteht aus Faſerſtoff und Gallerte 258 f. 308f Was '"mön darunter eigeittlich ver? 0:10 no | zty€ fine auf den| vnd ''" Grün NO EEE (aten ub| ung| 5, Bltiqy e je lung 6,4, mſchaften bind Löf ſieh 1 orzüglic li KENNEN ); WAlpeteH ENG DaſelbH ſaft 7: Df [18 wahre Au vefſelben SE 18 Metal Eme Worin h)) Manges Women | 8(ut ven Def 4 nder Belſtat) L 3; Detto 10 Daegu „em Don 410 Gun Ne gewöhnlid ge v zeter 0000 ) me Olawed NW ; je farkt 00 7770) venen 7 jeſſe it ev UE ps NE ale 33 0 "Fehen: müſſe: 967. Worſchfedene Arten derſelben 308 Kennzel- chen einer guten Wolle- Eh, Wird vom Waſer nur int Pa- pinianiſchen„Topf angegriffen 309 Leidet- durch den Ulfohol Feitie Werättdorüng Ev. Wird durch die Salpeterſäure: An fazgs gelb, in der Siedhike aber zerföhrr. Eh. Werd vom äßenden Kalt und, nicht aber vom Ammoniak in eine gallertartige Maſſe ver- wandelt: 309 Waſchen derſel- hen 458 Walken 459 Schwe- feim 450 Bleichen mit flöſſiger ſchweflichter Säure 462 Ueber das Blanfärben der'eiben ver- mittelſt der Waidfüpe 524 vermirtelt des. ſogenannten Sächſiſchblau 530 u. f. Roth- färben derſelben vermittelſt bes Schariachs 538 u- f. Auftra- gung des Tarmo'ſi darauf 542 othfärben derſelben durch poiniſche Cochentile, durch Kermes und Gummilack 544 f. durch Krapy 546 durch Bra- lien/ vver Fernambnc>holz 551 burch Orjeilie 555" dupa Per: ſio 557 durch Gaflor 559 Gelbfärben derſelbea durch Wau 5632 durch Scharte, Gia- fier und Cureume 555 durch Gelbholy 566 durch Luerei- tronrinde 576 durch Orlean 569 Schwarzfärben durch. Ad firingentien und vine: Eiſen: auflöſung 571 3. f, Violetfär- ben verjeiben 575 Feücprothe und DOranzgefarbe darauf 577 Grünſgrhen berſelben 578 Braunfärben 579 Grau- vdex Falbfirben 579 f Wolkenfärberen; Unterſchied von der Baumwollen- Seideyn und Leinenfärberey Wollſxife; Bereitung derſel bon 439- Wyrherit; Iſdie Vorbindung der Baryterde wir Kohlenſäure 133 Darſtellnng der Barpterde CIE anne s= umwetrkl 2s Dl vum du de ee 2 en II EN: Zinfvitriol; Gz daraus* dur<--Salpeterſänpe 34, 9. Nellow= Oack 403. VPrtererdeS, Gadolinerbs?2, Ntixria 141. Z. Zerfallens; des gebrannten Kqlfes an der Luft 131. Zerlegung oder Entmiſchung der Körperz iſi die Trennung derſetben in ihre„Miſchungs- theile(G- dieſe) 67. Zerftü>elung: It.die Sren- nung eines Körpers in ſeine gleichartigen, oder in ſeine Geimengtheile 67. Zeyge, bauymwollene; leinene, ſeidene, wolleyne S, Baums wolle, Lein und Flachs, Seide, und Wolle. Mittel die-Feſtigfeit der Farben auf den gedruckten und gefärbten zu erfennen und zu prüfen 581 Uy. f. Zincum 153. Zink; Eigenſchaften dieſes Mes talles 153 yy. Chromiumſgure 239. Beſtandtheile deſſelben 444. Gewinnung int Großen und Anwegduang ia der Färberen 445. Zinn z Eigenſchaften dieſes Mes talles 152 Es löſt ſich beſoy- ders in Salzſäure und Köntgs- waſſer leicht auf 153 u- Chro- miumſäure 239 u. Eſſ'gſäure 268 u. Salzſgyre 207 1- Wolf- ramſgure 233. Zinu, eſſigſaure 8; Anwett- dung in der Färberey als Beize 258 501, Methode dafſeibe zu bereiten 268 259 5923. Hb mline derm rn Mgr de Imp mara 025g Men. mmi R... 56. Zee ge= Eu nd de Dame “22% 24 TRAT 4 1008 707 0800-7*WNEEIBTERENEEEG“ ZUEEEEIRN de pw!- IT G28 Zinn, ſahtſauves; Iſt die “ gewöhnliche Compoſition 207. Bereitungsmethoden 207 208 5009 501, Als Beize betrache vet 500. Zinubeize, eſſigſaure; 501 ſalzſaure 500. Begitung der ſalzſauren 541. Zirkonerde; Fitidet fich im irkon und Hyaeinth 142. I| arbenlos, rauh anzufühlen, und in Alfalien unauflösli< Eb. Iſt noch nicht als Gegenſtand Der Färberey unrerſucht Eb. Zirkonerde u. Arſenikſäure 225 -"Y- Flußſäaure 221 4. Phosphor- ſäure 217 u. Salpeterſäure 200 Yy. Salzſäure 206 uy. Schwe- Felſäure 388, „Zootiſche Säure; Wird eit ſaurer StoF genanut der einen Beftändtheil des Berlinexblau dausmacht, und die blane Farde deſſelben verurſacht 274- I| in allen animaliſchen Materien gebunden vorhanden 274- An- wendung in der Färberey und Druckerey 275. Zootiſche Säu- re u. Ammonium 277 u. Ba? ryterde 278. Uy. Kali, 275 1. f. u- Kalkerde 278. u. Natrum 277 u. Strontiauerde 278. Zu>er; Giebt Sauerkleeſäure, wenn man ihn gehörig mit Salpeterſäure behandelt 256- ft ein ganz eigenthümlicher Pflanzenfioff 282. Wird am veichlichten aus dem Zucfker- rohr dargeßiellt- Eb. Eigea- ſchaften dieſes Körpers Eb. Begandtheile deſſelben 282. Zurükſtrahlung des Lich: Les 8» Zurückſtrahlungswinkel 9. ap. 2200544425550 —-— P———— 2 ——— 2— ————— 4 Muuegnie b b 274. AA Nateriee A. 1 Naley un a(ſche Siu 27 1. Ba⸗ Ietlleſſnn, irg mit helt 236 B huͤmüccher .* Dud ag a zuter 1* thn pets Eh, Fer 482. 2 des Lic: inlel? — —— N ———O S—————— ———————— —— ————— — ——ℳ ¶ yß́;- S — * — —— H„ — * 4 4 4 . t. 5 S 7 danes Shart