8 — ———;—ℳõU ——— .;. Univ.-Eitl. Giessen — 2— ———— 2— —————„ 12 8* 1 —— 1— 2——*— ———==——— ZY=— 2— —— S—= S — — — ——— ¹ 3 3 1—— ———————— KEEN R" DSSS SGERENN SD M4 Gr undſäße AR, 5 6..."5 6: x experimentellen Kammeral- Und agronomiſkerbaukunſt, ſo wie die forſt- und landwirthſchaftlihen Gewerbe in ſolher Art in Anwendung zu ſeßen, daß angehende Staats- beamte theoretiſch und experimentell danach unter- richtet werden könnten, Kaum war das Buch erſchienen/ ſo begann i< auh Vorleſungen darüber zu eröffnen, denen ein eben ſo zahlreiches als glänzendes Publikum von Zuhörern zu Theil ward,*unter welchen die höchſten Staatsdiener und die erfahrenſten Land- wirthe ſich auszeichneten. VII1I Ewig wohlthätig in der Erinnerung wird mir aber ein Privatiſſimum bleiben, das des jeBigen Königs der Niederlande Majeſtät ſich von mir darüber vortragen zu laſſen geruheten, in welchem mir die Gelegenheit zu Theil ward, dieſen Alllerdurchlauchtigſten Fürſten bewundern und lieben zu lernen. Der-Veifall über meſne Vorleſungen nach dieſem Handbuche iſt bis jeßt ſtets derſelbe. ge- blieben 3 ſie werden zahlreich beſucht, und ich darf mir ſchmeiheln, nicht ohne Nußen für die Theil- nehmenden. Die hier erſcheinende zweite Ausgabe iſt durch aus neu bearbeitet; möchte ihr derſelbe Beifall zu Theil werden, den die erſte erhalten hat, Berlin, im Monat Mai TS1L74 Herxmbſtädt, <>. * 07“ Borbie.ir14.h7: FU rer ff en Aubgabe Die Ansgarbeitung und Herausgabe des gegenwärti- gen Buchs wurde dur<4 eine Vorleſung veranlaſſet, welche im im.abgewichenen Winter über die darin abgehandelten Gegenſtände für ein zahlreiches Au- ditorium von ſehr gebildeten Zuhörern hielt, das größtentheils aus Geſchäftsmännern und Gösterbe- fißern beſtand, denen es ein Bedürfniß zu ſeyn ſchien, ſich mit den neuern Fortſchritten in der Naturwiſſen- ſchaft, und ihrer Anwendung auf die Gegenſtände des, praktiſchen Lebens, in ſo fern ſie mit ſelbigen in Beziehung ſiehen, bekaunt zu maßen. JM entwarf das Bu als Leitfaden zu meinen Vorleſungen ,' ver- ' theilte die Bogen einzeln, und ſo entſtand unerwar- tet ein zuſammenhängendes Werk, I iſt, auch die anderweitigen Künſte, Fabriken, Manufakturen und techniſchen Gewerbe, zu einer andern, Zeit nachzuholen, und ſolche in einem allgemeinen Handbuche der chemiſchen Technologie zuſammen zu ſtellen. Sollte dieſes Buch dem Staatsmann, dem Fi- nancier, Kammeraliſten, Agronomen und Forſtbe- dienten zu einer nicht unangenehmen Lektüre in na- turwiſſenſchaftlicher Hinſicht dienen 3 ſollte endlich der angehende Kammeraliſt oder Agronom darin die Wahrheit begründet finden, daß ohne ein gründli-| Griſr er Nb ehm Allgemeine Ueberſicht der chemiſchen Elementar- Geſeße, als Vorbereitung zur Kammeral- Chemie,<. 20 Nähere Betrachtung der chemiſchen Elemente,, 2% 21 Erſfie Abteil mngug. Wärmeftoff. 4<.: GE 27 Vertheilung der Wärme N+ 3 S4, Kapacität dev Körper für die Wärme,. 7 DIE DS Kochen der tropfbaren Flüſſigkeiten. Verdampfen derſel- ben. Dünſte,... 022,6 Zweite Abtheilung. Der Lichtſtoff und das Licht, 2 Ä DR Das Feuer,++.++ 32 ? DiE EM btihliet 1.400097 Der Sauerſtoff und das Sauerſtoffgas,. PAN ZD Vierte M vufene un 9. Der Stiekſtoff und das Stiſtoffgas.. Z„22.226 Die atmoſphäriſche Luft 3 der Dunſtkreis.» 47 175 S XIV .: s Seite' TEN ee A brab ee 1 T umg. E| Der Waſſerſtoff und das Waßſerſtoffgae. 7 7 4,0 Dao | Knaligas....;; 4:2 Die 79! :;- 190; SEE NES EIE AGD: Z | Der Kohlenſtoff und die Kohle.;; SELE 1 |] SUnre Vente mb tb ertung:'.: Ww MEM 3 3, | Der Phosphorſtoff und der Phosphor.: 32500' MOE er Abit bh eit'tun.g. iy| ds=< M| Der Shwefelſtoff und der Schwefel,. N 27249 Deſi| MICHE PIC Ab el UNN 9:' Die metalliſ+ 62 3 en!| vs* Da as Natron,+.++>+ 63 078) 8)' 3 44] p Die Soda.; E 4< 63| Scheidung des RUE s aus dem Küchenſalzz= VERO zul Däs Ammonium.. 3 N 3 2,00=| Mildes Ammonium,% 2 2 NIEIGG„zi Aetendes Ammonium.% 7 7% 68 k-| Ammoniumgas, Satmiako iſt, 8 8 22408 710| Kalte.++++.+ 69 4 4|! Roher Kalk. Kobhlenſtoffſaurer Kalk... 69|„= :> 918] Reiner Kalk, Acßkender Kalk,: N k 69| e-| : Der Baryt. 7 A<. 2 70| ue X Reiner Baryt, Aekender Baryt... pa ZI| M| ; 9, Der Strontit,;;:. GNT Mr X! ] Yi Dr ;| Enlire Abtheilung...- die 3| Die Erden,.+++ TE 73 die 139| “" Die Talkerde... N. SE BZZ Einijpo)| Die Thonerde,...“. 75, Jein| Die Kieſelerde,+.+.. 455678 Ped zy| 20:2 Dt:€ IA bf M u+45| Mehr gemiſchte Subſtanzen, wel+ S4 Die Wolken,+..; ME 587) Der Regen. 8+: n 3 85 Der Hagel..+? 2: S5 Der Schnee,+ 2:.> 86 Das Gewitter, 5+ N 50 2G0 Reines Waſſer,... S 88 Deſtillirtes Waſſer..=+ Ä 88 Zwerte Abit-he wn: Der Alkohol und ſeine Eigenſchaften,.. 89 DREIER en M GEE We Ruen.g: Die nächſten Beſtandtheile der Vegetabilien, MEE02 Das ätheriſche Oel. EIE Z n Z 93 Der Kampher,:? E Ä SE42.4000 Die Pflanzen- Harze.+> ER 7 Der Seifenſtoff und der Extraktiv ſtoff. N. 98 Oxydirter Seifenſtoff, GExtraktivſtoff,, N2070/0 Der Gummi. E:;- AEO Gummi- Harz,.».+% 25007 Schleim.; r E TSN Das Pflanzenmehl“. x TERIOS Der Pflanzenleim oder Kleber und das Pflanzeneiweiß oder der Eiweißſtoff.; Z 8+ 104 Das Pflanzeneiweiß,+ 2 8 SEL SEHONS Der Zuker,+. 5+ 2.1.0.0 Der Schleimzu>er/. JS. DETLOZ Die fetten Oele und Foltigkeiten..- D-00727 Das Wachs. R+ A: 221.00 Der Gerbeſtoff, N“" 4 Lz 9.0 Die färbenden Stoffe. Die Pigmente,: ZE DLO Einige andere Pflanzenſtoffe.. 2 SEDE LIE Die Pflanzenfaſer,. R EZB Produkte der Pflanzen bei GONE Teomptraturen, 5 U12 Ne rte Mb eh er Fung Die nächſten Beſtandtheile der animaliſchen Körper. E04 Einfachere nähere Beſtandtheile der Animaltien. Gallerte, 3415 Die Lymphe. Das thieriſche Eiweiß.; ETD eee«alen Mitri- 8(auth---- 42 2215 ER TIIRE GAR ZIE IEE S7 205- Daan“Z | VE XVI| - Seite|| Das Fett.;. R A N SIRENE,; Der animaliſche Faſerſtoff,; 5 ENES 9 Ey| Die Osmazone.. Ä E N UT Die Knochenſubſtanz Ä ä I LZ 25.172/0| Animaliſche Abſonderungen, Mile,. N GER(I; rus;; Das Blut. 2 N 2 Es SEE WEZ 87| Der Mucus...< 2 IEE Der Speichel,>. 4 s 2 5 1 208 Die Galle,+.-» SE I822N gum| Der Magenſaft.. K Ä: EE ZA Bon My;| Das Gehirnmark,% A> SEE ANS Nui Das Ohrenſc 1 SIDE) uuSi| Die Eſſigſäure, 3 d y 08- 1 1BE 2| Die Bernſteinſaure,.. E DILUEA|| Die Gallusſäure;„ 4;; SCHES VmSt| Die Blauſäure. 2 N.: Ed 126 i X: Sechzte? JeBs Wege eer Än em nee Rg wen eä ned erer neee wenne mmer tmn nim um enn zd: NG GERNE SE IE"9 Tg ume genen [We Kd0.700 > u DD TDZ ZamaDnmd az-=-= [ZS dD Jad IE Bad; do Et ds das Se.erbaukunſt.+:* A Erſte MbotiwWerkunmg. Von den Unveränderlichen Beſtandtheilen des Bodens3, I Von, den alkaliſqen Gemengtheilen des AFerbodens3z der Kalk, 2 N 4. Von den erdigen Gemengtheilen der ettrume die Taifk- erde,.++ R+ Der Thon. E< 7“< Verſchiedene Arten des Thons: a.' Der Töpfer- oder Ziegelthon.+“ b. Der Kley, 4+++ C> Der Lehm,++++ d. Der Letten. A..+ Der Kicſelſand,& S A Ä. a. Der Mahl- oder Quellſand,.++ b. Der Pertſand, Grand oder Kres.. N c. Der Glimmerſand, 8+ A+ d. Der Fluaſand, 7 N 5% 4 Von den metalliſczen Gemengtheilen der AEerkrume, Das Eiſen,%|+ a,'Das Eiſan robi und Eiſetloxyd 8+ ps b. Der Sckerkrume,,.+. 2.209 Phyſiſche Unterſuchung des Bodens,„,%+ 2209 Specifiſches Gewicht,<% 3+7 /- 209 Zuſammenhang....++. 1627077 Die waſſerhaltende Kraft, S.+ 3 ZZ Farbe, Geruch und Geſc, 4: SEP 5 Temperatur des Bodens,%<++: 216 Chemiſche Unterſuchung des Bodens. ,.++4 217 a. Oberflächliche Unterſu+. 1.220 Beſtimmung der ſalzigen Theile, R S+. 220 Beſtimmung des Kalks.. R« 4.222 Beſtimmung des Eiſenoxyds, 2 I 224 Beſtimmung des Humus, 4: n ie 12:28 Beſtimmung des Thons.: Ig b. Vollſtändigere Zergliederung der NEEL 43 12.277 ; BUTZCCELTHe AUD SEN ZENTSUHNUNZIG: Von den thieriſchen Exkrementen, als Grundlage zu Bildung des Humus,+ 3 E 3+1222 Die menſchlihen Exkremente,..+ 234 Exreremente des Hornviehs«.. 4.237! Ertremente der Pferde,.*.+..239 « SEESEN-. | , ' 252 234 237 239 Seite Exkremente von Hühnern und anderm Geflügel.. 52.20 Grfremente anderer Thiere,« G+ 4 22248 FTünfmwe Abh eilwngFs. Von dem DUR ZM dem Sei und don verſhicdenen < Arten deſſelben..&&? SETA Beget«abiliſcher DUNG.+++“243 Animaliſcher'Dünger. t:;„15245 Vegeto- animaliſcker- Kartoffeln.;. 4+ 304] Beſtandtheile der Kartoffeln unter verſchiedenen Zuſtänden: 0 3. Gefrorne Kartoffeln,„, 5 7 42205"m b, Gekochte Kartoffeln,.;.-] 307|; DP c. Gekeimte Kartoffeln.:-+ 307| m Zergliedbrung der Kartoffeln.. ji 245009"er 1,18! Eiäfter Abtheilung. u Beſtandtheile der Rüben- und Betenarten, ſo wie der übri- gen Wurzelgewächſe;,+ S 5 Z100 Beſtandtheile der Runkelrüben, A N 4 SGZUI NM Beſtandtheile der Mohrrüben. N 2+ Z15 1357 Beſtandtheile der Paſtinakwurzeln,-, STIEL dw3s ms 7 WDE NA ZDe Abtheilung. e? Veſtandtheile der Schotengewächſe,. 7 GIE IE Veſtandtheile der Waſſerrübe,| N JUNS EZ ge Beſtandtheile der ſchwediſchen Rübe, 3. 318 ZU Beſtandtheile der Kohlrühbe,. IZ18 al G: FEEN ENERGIEN Dee NSN F GREEN 8 SEEN HRE ORTE REIEN NIDENRST 7 OEL eIUZRE IN be IE Beta era 0 m5g. Beſtandtheile der ſogenannten Futterkräuter, des Klees, der Luzovne, des Spergels 2, N 2. - Beſtandtheile der Luzerne, Ä Z 5 5 Beſtandtheile des rothen Klees, EE..: Beſtanddöeile des weißen Kloes. A N| Beſtandtheile des UA&erſpergels. 2 Ä. Beſtandtheile der grünen Futterwiken, S 2 Beſtandtheile der narbonniſchen Wien,. 8 Beſtandtheile der weißen Lupine, 7; E Pier ze hmm te Abr etlumg Beſtandtheile einiger andern nüßlichen Gewächſe.) Beſtandtheile der Noßeaſtanien."5202 R 2 Beſtandtheile des Mais oder türkiſchen Weizens. 4 Beſtandtheile des Buchweizens.; 8 3 Beſtandtheile des Spargels,.. p Wierter Abſchniia Chemiſche Grundſäße der Forſtwiſſenſchaft(die forſtwiſſen- ſchaftliche Chemie), Einleitung,.*. Se Erſte Mbitihenl ung: Die Kenntniß des Waldbodens, nach ſeinen vorwaltenden Beſtandtheilen, ſo wie nach dem Einfluſſe, welchen ſole auf die in ſelbigem kultivirten Baum-, Strau- und Staudengewächſe ausüben. 2+ 3 Von den vorwaltenden Beſtandtheilen des Waidbodens,+. Von den vorwaltenden Erden im Waldboden und ihren Ein- fluß auf die darin wachſenden PflanzenZ X Zweite Abtherlnug. Von der Grundmiſchung oder den näheren Beſtandtheilen der vorzüglichſten Forſtgewächſe. 3 2 8 Organe der Bäume und Sträucher.- 8& Von dem Safte der Bäume und Sträucher. 4 S Duet ee Mb u eum: Von der Art und Weiſe, die einzelnen Theile der Forſtge- wächfe chemiſch zu zergliedern, und die nähern Beſtand- theile derſelben von einander zu ſcheiden,„.: L.0vv»vvv vd DZ DANN L= O- OOP GOMO ummdadd di Gv m PLL ONDZ BDMD0 AO Dvd 0v bd OI [S7] Oo XXII; Seite Vorläufige Prüfung zur Erkenntniß der vorwaltenven Be- ſtandtheile.+++++ 1355 Prüfung auf Gerbeſtoff.++ 4 SE553 Prüfung auf Gallusſäure,++++4.254 Prüfung auf Pigmente.+ 3++ 354 Vollſtändige Zergliederung eines Pflanzenkürpers,+ 356 Vorläufige Prüfung auf Säuren, 4++ 3558 Vorläufige Prüfung auf Gerbeſtof.,. N STS 20,8 Vorläufige Prüfung auf Gummi und Seifenſtoff.+ 359 Wirkliche Zergliederung des troc>enen Extraktes.+ 359 Zerlegung der mit Waſſer extrahirten vegetabiliſhen Faſer. Z61 MIR eU€ AWT elena: Erforſchung der Urſachen, von welchen der geſunde oder Trante Zuſtand der Bäume und anderer Waldgewächſe abhängig iſt..- 8;(102.05 SIM ffe Abt veniam ig. Erforſchung der phyſiſchen: und chemiſchen Qualitäten der Waldgewächſe und ihrer Brauchbarkeit für die techniſchen Sewerbe. 5%><+. 368 Beſtimmung der feuernährenden Kraft irgend einer Holzart, 568 Beſtimmung des Gehaltes ver Kohle, welche ein gegebenes .. Gewicht Ho!z zu liefern vermag..+ EIE] Er Beſtimmung des Kohlenſtoffgehaltes in irgend einer Art Rohle.+ R+| 4375 SeWmeike Ab their an ng. Von den forſtwiſſenſchaftlihen Gewerven,. N 40(57:06 ' Von der Kohlenſ OD << <-> "zen, eite Entſtehung des Torfs,.+.€: NES E22 Eintheilung des Sorfs«+ GE. 3 12 4.18 Beſtandtheile des Torfs«.+;+ 4290 Beſtimmung des Kohlenſtoffgehaltes in Fe Foxfkohle, Ke+. 422 Die Torfaſche.?» 5 3> 025 Zu nſftev Moe Mn irt Chemiſche Grundſäße der RIET Gewerbe, Ein- leitung,++.++ 425 Gr fe Ab Ch u 8. Die Branntweinbrennerei, R 0. Ä+ 426 Arten des Branntweins, N+>+“ 424 Branntwein aus Getreide. 5+ 3.“- 429 a: Das Malzen des Getreides,.. Hs 4:20 b. Das Scroten des Getreides, N M 18 HZO c. Das Einmeiſ.+ 478 Weineſſig.++..+ 479 Künſtlicher Weineſſig. 2..>+ 4,81 Honigeſſig.:+++ SELN] Getreideeſſig 3 Biereſſig, 7%- X«+'482 : Beſtimmung der Güte des Eſſigs...+ 484 ;"Deſtillirter Eſſig.+.+++ 485 Gebraud) des Cſſigs.+ R 3 E486 Vr ett enker,....+ 488 Darſtellung des Ahornzu>ers«.<" 224,89 Der Runketrübenzucker, en. 2+ 490 'Zu&er aus Stärke, 3<“ 2003 Fünfte Abtheilung. Die Stärkefabrikation, E EKO a. Fabrikation der Stärke nach gewöhnlicher Art 3 das Scroten und Einmeiſchen..++ 495 b. Die„Gährung,+5.|+ 497 c. Das Austreten,>..+ 497 d. Das Abſüßen..< R 5 498 e. Das Trocknen der Starke, KENN 20 4.2499 Fabrikation der Stärke naß neuex A. gB/, 499 Kartoffelſtärke,.+ E E 1500 EEE ENEN ENEN NN HETT TEE 4 SCHEN KEINE. SEHREEEHKEHT ER FAGREENGETTENT in wummeeeneiitgg ng nne mmm nar = =. = EI + 482 ; 484 + 485 Se Mee Abtheilung. Die Brodbäterei. d WERTE+ Das Ankneten des Mehls zu Teig.% fip Gährung des angekneteten Mehls,*. Weißes Brod; Semmel z Kuchen,+ ZS Das Baden des Brodes,. 2108. Brod aus Kartoffetn.... Siebente Abthetrlnns. Die Zubereitung der fetten Oele, die Oelſchlägerei. Materialien zu fetten Oelen,++. Ausſcheidung der Oele.+.. Eigenſchaften der fetten Oele,.. Reinigung der fetten Oele, N.. Arhte Abtheilung: Fabrikation der Butter und des Käſe. 7 Bereitung der Butter.+.. Bereitung des Käſe,".+.. Nennte Abtherkums. Die Seifenſiederei. 3 S Ä 5 Zubereitung der Seifenſiederlauge, R Das Sieden der Talgaſeife mit Holz- oder Poltaſs, ,. Der Rauchtabak, Ä++ E Der St,. 2 7. SUISWEN te Abt heilung. Die Verunreinigung des Branntweins durd) Kupfer, IRMA btb erung Die ungeſunde Wirkung der Sümpfe, Moräſte und Kloa- ken.+ R* N SEREN 3 eum ter Abtheilung. Die bleihaltigen Glaſuren der irdenen-Küchengeräthe, Zwe Nene 6 Ave lung Nactheiliger Einfluß einiger te GI War N(5) Z= en Siem Ip ln Em 7 EB 4-=5-„2 in == 2.2002 ÜR SER EEE= GE ii ==== GER SSI ESE GE IR <> R IE BEI> Zir EE vammmanmemeneneeEEEE DARIO CPR IK PAAREN, experimentellen Kammeral:Chemie. E in be: 45-4 104 SG. 1. Chemie in der allgemeinſten Bedeutung, bezeichnet die wiſſenſchaftliche Erkenntniß von der Grundmiſchung al- ler Körper, die den Weltraum bilden, Sie wird daher auch Miſchungskünde genannt. 1227 Man gelanget zur Kenntniß von der Grundmi- ſchung eines Körpers, wenn man denſelben in ſeine Be- ſtandtheile zergliedert, das Quantitäten-Verhältniß der- ſelben beſtimmt., und die Qualitäten erforſchet, welche ſie bei der Wechſelwirkung mit andern Materien unſern Sinnen darbieten, O1: 54; Die chemiſge Grundmiſhung eines Körpers, er ſey durc die Natur oder durc< die Kunſt erzeugt, kann nicht a priori demonſtrirt werden, unſre Erkennt- niß derſelben kann nur ein Reſultat der Erfahrung ſeyn, A 2' GP 4 Aber der menſchliche Verſtand weiß die einmal bes kannte Erfahrung zur Beurtheilung und Erklärung der durch die Natur oder die Kunſt veranlaſſeten Verän- derungen der Körper, ſo wie der davon abhängenden Erſcheinungen, in Anwendung zu ſetzen. a) Daß zum Brennen eines Körpers Sauerſtoffgas3 erfordert wird, iſt eine Erfahrung. b)' Das da, wo Verbrennung ſtatt finden ſol, Säue xr- ſto ffga 8 vorhanden ſeyn muß, iſt ein aus der FRG rung abgeleiteter Vernunftſcnen Wege genannt. 2a) Ein Beiſpiel der Löſung auf dem tro>&nen Wege, giebt das Zuſammenſcnen Wege, giebt das Zuſammenſs, noch in dem Produkte der Löſung wahr- genommen werden kann. a) Dies iſt der Fall, wenn Zu Fer, Küchenſalz, Sal: peter 2c. in reinem Waſſer, auch wenn Kamphor oder ein Harz in Weingeiſt gelöſt werden. 67.1256: Bei der Auflöſung wird aber nicht blos die Cohäſion zwiſchen den gegenſeitigen Maſſentheilen be- wirkt, ſondern ſie üben auch eine chemiſche Anzie- hung gegen einander aus, die Grundmiſchung eines jeden einzelnen Stoffes wird vernichtet, und aus ihrer Vereinigung gehet ein neues Produkt hervor, a) Dies iſt der Fall, wenn Ulkalien oder Erden oder Metalloxyde dur; Säuren aufgelöſt werden. 9. 37- Wenn dem Auflödſungsmittel(z, B, einer Säure) ein anderer Stoff(3. B. eine Erde, ein Alkali 2c.) dargeboten wird, ſo nimmt die erſtere von dem leßztern nur eine beſtimmte Quantität auf; und das Maſ- ſenverhältniß der aufgelöſten Subſtanz gegen das der Saure beſtimmt nun die chemiſche Affinität beider zu einander, . NE Z87 So erfordern(nac) Kirwan) 100 Theile tro>ne Schwefelſäure; 215 Theile Kali, 165 Natron, 110 Kalk, 90 Ammonium 2c, zur neutralen Mi- ſchung, und ſo drücken jene Zahlen die Affinitäten der ſie bezeichnenden Subſtanzen zur Säure aus, 9. 39 Durch den Effekt der chemiſchen Affinität zweier heterogenen Materien gegen einander erfolgt eine neue „Miſchung, oder die Produktion eines neuen gemiſchten | 2: |[M = 5 ang wahr: Ww, Gal: Aumpher 1, blos die eilen bes Inzie: ng ned aus Ihrer eden oder erden, 3, einer nn Alfalt on dem 8 Raf: das Dee eider zu voCne atton, en Mi: ten der zweiet € neue (ſchen 343 Körpers, der ſowohl in der Form, als in den Qualitäten von ſeinen Miſchungstheilen verſchieden iſt, Miſchende oder zuſammenſeßende Affinität, Ruhende Affinität. GG. 407 Der Erfolg der chemiſchen Miſchung zweier hetero- gener Materien wird eine miſchende Affinität genannt. Das durch Zahlen ausgedrückte quantitative Verhältniß der Materien in ihrem neutral verbundenen Zuſtande nennt. man die ruhende Affinität der- ſelben, in der gemiſchten Subſtanz. a) So iſt die ruhende Affinität zwiſchen den Beſtandtheilen des Gypſes 1103 venn 100 Theile S... 18|| nufalturen, und dfkonomiſch- techniſchen Gewerbe her-| uf EED vorgegangen, welche mit der Chemie in einer mehr oder E20) weniger bedeutenden, Relation ſtehen.| m, Y G. 572(hen „“ Die Chemie lehret alſo die natürlichen Körper nach in„QV ihrer Grundmiſchung und ihren davon abhängenden peld 1" Kräften erforſchen. Die Künſte, Fabriken, Manufak-|„iM turen und Gewerbe wenden die ihnen durch die Chemie m, 120 dargebotenen Erfahrungen an, um ſolche fürs praktiſche(vm 149 Leben in Ausübung zu ſeßen; 9: 58 A Die Urqauelle, äus welcher alle Beſchäftigungen fut UD fultivirter Nationen entſpringen; iſt der Ackerbau in DENTEN ſeinem weiteſten Umfange. Auch die Akerbaukunſt iſt|„il! alſo ein überaus wichtiger Zweig der allgemeinen Chemie,|| untiigtt 9. 59+|| wut Der denkende Landwirth iſt der Experimenta-- ue tor, die Erde iſt ſein Laboratorium, in welchem[690 er die ihr dargebotenen Früchte ernähret und vervielfäl- M tiget, fo wie er durch ihre Zergliederung, Abſonderung|(Mik: und Miſchung neue Edukte und Produkte daraus her-|| ur hfls vorgehen läßt, die dem Staate die wichtigſten Er-| wa werbsquellen eröffnen, und den darguf verwendeten Fleiß belohnen; CG. 60 Der Künſtler, der Fabrikant, der-Manufakturiſt, und der Gewerbetreibende Bürger im Staate ſind die- jenigen, welche die Erzeugniſſe des AFerbaues und der Viehzucht weiter verarbeiten, ſolche veredlen, und zu den| wichtigſten Gegenſtänden des Handels vorbereiten,| G7 61;| Der Financier, der Kammergliſt, denen die obere| werbe Jet * mehr ober Örper mh hängenden Naufal: ie Chemie iftigungen Torbau in yfunſt iſt 1 Chemie, mentä- welchem ervielfäl uderung us her: em Er enden - fafturs ſind Ditz und der duden N" je obere 19 Aufficht über die Verwaltung des Staats und ſeiner Revenüen anvertrauet iſt, deren Zweck es daher ſeyn muß, die Produktion zu vervielfältigen, und die natär- lichen, ſo wie die künſilichen Erzeugniſſe durch Umtauſch in baares Geld zu verwandeln, folglich den Handel zu beleben, dürfen daher mit den Grundſätzen, auf welche die nächſten Erwerbsquellen ſich ſtüßen, nicht unbekannt ſeyn, wenn ſie ſie aus richtigen Geſichtspunkten über- ſehen und beurtheilen wollen. V+. 027 Jene Grundzüge ſind hinreichend, dasjenige be- ſtimmt zu erläutern, was unter dem-Prädikat Kame- meral-Chemie verſtanden werden muß: ſie begreift neimnlic) die ſpecielle Anwendung der- Chemie auf die damit in Beziehung ſtehenden Gegenſtände des A>ext- baues, der Forſiwiſſenſc< aft, der Künſte, der Fabriken, der Manufakturen, der landwirth- ſchaftlichen Gewerbe, und endlich der Geſund- heits-Polizei in ſich. Jeder einzelne dieſer ver- ſchiedenen Zweige der Kammeral- Chemie, ſoll un- ter beſondern Abſchnitten, WEB 0 abgehandelt und erortert werden. AIRES TEST 8 ARME A Ban he mmm dt 154 Weber debe SAUEN 1220 20 Erſter Abſchnitt. Allgemeine Ueberſicht der chemiſchen Elementar- Geſeße, als Vorbereitung zur Kammeral- Chemie, 6. 62. Diie heterogenen Materien, in welche man zuleßt die natürlichen Körper chemiſch zergliedern kann, werden chemiſ Jon in den 0 bie! Var- 1 Jorm ge fenden bloß atur er dem Feuen jomogener 1 Uempe- e Wärme mperatur Nittel von 0 Zumpe: eſſen dm ſſen und verhalt 253 ſich die Temperatur des Gemenges, wie der Quotient aus den Produkten der Maſſen mit den Tempera- turen, dividirt durch die Summe der Maſſen. Kapacität der Körper für die Wärme, 9. 86, Werden hingegen heterogene Subſtanzen, die ſich nicht chemiſch miſchen, unter gegebenen Maſſen und Temperaturen mit einander gemengt, ſo richtet ſich die Temperatur des Gemenges nach den Fähigkeiten * derſelben, den Wärmeſtoff in ihren Zwiſchenräumen ver- borgen, und färs Thermometer unempfindlich zu machen. Jenes Vermögen wird Kapacität der Kor- per für die Wärme genannt. a) So beſißt das Gemenge von gleißen Theilen Oel zu 702 Fahrenheit, und Waſſer von 100? Fah- renheit, eine Temperatur von 90%. Hier ſett alſo das Waſſer 109 ſeiner Wärme an das Oel ab, und erhebt ſolhes in der Temperatur um 2093 folglich ver- Hält ſich die Kapacität des Waſſers für die Wärme zu der des Det 51, wie-25 44 b) Qued&ſilbex von 1109? mit Waſſer zu 44% dei [x gleihen Theilen gemengt geben ein Gemenge, deſſen Temperatur 479 iſt, Hier verliert alſo das Que>ſil- ber 632? Wärme, und dieſe erheben das Waſſex uur um 39 in der Temperatur: folglich verhält ſich die Kaa pacität des Waſſers zu der des Que>ſilbers, wie 21:13 das heißt: die Wärme, welcſilber um 21 Grade der Temperatur, 05.877 Hieraus folgt alſo, daß, wenn. gleich die Tempe- ratur von verſchiedenen heterogenen Subſtanzen dieſelbe iſt, ſie dennod) in gleichen Maſſen verſchiedene Quan- tütäten des Wärmeſtoffes enthalten können: daraus eier me 4 und das Waſſer 21mal mehr Wärmeſtoff als das Mi Quedäſitberx,;|, CG. 883. Vermöge der verſchiedenen Kapacitäten der Kör- 0 per für den Wärmeſtoff laſſen ſic) auch die Erfolge der* aj! Mr Xaltmachenden Miſchungen erklären, weil hiebei allemal 0410 das Produkt derſelben, um flüſſig zu bleiben, Wärme|(M einſaugt, und daher Temperatur- Verminderung ver-| NND anlaſſet,| jn a) Daher ſſilbers aber auf 25259 Reaum, oder 600* Fahrenh. geſtiegen, ſo erheben ſich die'zu Dunſt ausgedehnten Theile mit Gewalt; ſie ſteigen in Blaſen empor, und ſeßen die. ganze Flüſſigkeit in wallende Bewegung; ſo entſtehet das Kochen der Flüſſigkeiten, Y. 00: Beim Kochen der tropfbaren Flüſſigkeiten in offnen Geſchirren werden ſolhe nach und nach gänzlich in Dünſten oder Dämpfen verflüchtiget, und nur die nicht flüchtigen Theile, welche ſie etwa eingemiſcht ent- hielten, bleiben zurück, Man nennt dies das Ab dun- ſten oder das Eindi>en, | C5: 9x. 3 Läßt man die in der Wärme flüchtigen Flüſſigkei- ten in verſchloſſenen Gefäßen kochen, 3. B, in Deſtil- lirblaſen, in Kolben mit Helmen, in Retor- ten mit Vorlagen 2c., ſo verdicken ſich die Dünſte in den Vorlagen, und gehen in die tropfbare Form zurüF. Cine ſolche Operation wird Deſtillation „genannt, C..1027 Werden hingegen concrete Subſtanzen in Gefäßen- eingeſchloſſen der Einwirkung des Feuers ausgeſeßt; ſo verändern ſie entweder ihre Form gar nicht, oder ſie nehmen eine liquide Form an, oder ſie werden in Dämpfen verflüchtigt, die ſich in der Kälte zu concreten Subſianzen verdichten, SG. 95: Im erſten Fall werden zene Körper feuerfeſte, im zweiten werden ſie ſc. x s WiteetmBbBilÄWwett.W-eiriWÖeweeewneEEwnNn INIT ETS GEGR ER: TIIETEEEIETEEE" BEREDEN EREN,-=ik* 70 ſcheinen den Lichtſtoff als einen Miſchungstheil zu enthalten, der mit-dsvwSpefrenz- ihrer ſpeciſiken Natur und Conſtitution unzertrennlich verbunden iſt, G101 Eben ſo iſt es wahrſcheinlich, daß die Farben der vrganiſchen und anorganiſchen Körper, welche ſie im erleuchteten Zuſtande in unſere Augen werfen, als Folge des in ihnen gebundenen Lichtſtoffes anzu- ſehen ſind: ſo daß nur diejenigen weiß erſcheinen, welche das Licht unverändert reflektiren; alle übrige aber farbig erſcheinen müſſen, welche das darauf fallende Licht in ſeiner Miſchung ändern, und ein im quantitativen Verhältniß ſeiner Miſc. Gö <4 5kelnde' Gas unter mit Waſſer ge- füllten Gefäßen auf. Die Salpeterſäure leitet man durch glühende irdene Rühren, die Chlo- rin- oder oxydirte Salzſäure ſeßt man der Ein- wirkung des Sonnenlichts aus. a) Beweis dur< die Darſtellung des Sauerſtoffgaſes, aus irgend einer jener Subſtanzen, GG: 1167 Die für ſich zerlegbaren Metalloxyde entmiſchen hiebei das mit dem Wärmeſtoff gemeinſchaftlich darauf wirkende Licht; ſie ziehen den Licht ſtoff dar- aus an, um die metalliſche Form wieder anzunehmen z ein bildende * Säuren ermöge de et werden, m, Gay: ch Retalls ilberory), ter den Säu: e Chlorine Lzen: 1)alle : Chlorin: zt man die ingen in dungbrohre 8 Feu, ſer, und aſſer 98: re leitet je Chlo 1 der Ein: toffgaſes entmiſchen ſchaftlich ſioff dar? zunehmen) 35 und ſie geben den Sauerſtoff an den Wärmeſtoff ab, der ihn zum Sauerſioffgas ausdehnet, 06 217 Die Säuren, ſowohl in ihrem freien als in ihrem an neutraliſirende Baſen gebundenen Zu- ſtande, üben eine ähnliche Veränderung auf das aus dem Feuer darauf wirkende Licht aus? das Säure fähige Subſtrat tritt mit dem Lichtſtoffe, der Sauerſtofftritt aber mit dem Wärmeſtoffe in Mi- ſchung, und wird zum Sauerſioffgas ausgedehnt. H+ 118;; Das Sauerſtioffgas, welches wahrend der Vegetation der faftigen und andern Pflanzen exhalirt wird, ſcheint theils von dem wahrend der Vegetation zerlegten Waſſer, theils von der zerlegten Kohlen- ſtoffſäure abzuſtammen, die ſie durch die einſaugen- den Gefäße der Blätter aus dem Dunſikreiſe in ſich nehmen. 55. 2:05 So ſehen wir den für ſich nicht darſtellbaren Sau- erſivff ſich faſt ununterbrochen mit andern Elemen- ten miſc..„iF Produktion neuer Körper aus, wie ſolches weiterhin OE 5 e. ve ſpecieller erlautert werden wird,; :; J;, Wien 0 A DE He bauung: j H | PEIN; we Der Stiäſtoff und das Stiſtoffgas. fi 5. 121 j1'W -. zd: Su Wenn die Verbrennung des Phosphoxrs in ein?"ED geſchloſſener atmoſphäriſcher Luft(b. 111. a.) beendigt 4: iſt: ſo findet man den PhoSphor in eine tro>ne Poi Säure verwandelt, und die Luft iſt um 21 Procent r im Umfang vermindert. Jene Säure wird Phosphor-| EL ſäure genannt.|| M WEGE 20204| Die naſtoffgas(Gas azoticum) genannt, 4,00 a) Eine gleihe Ausſcheidung des Sti>ſtoffgäſes aus M| der atmoſphäriſchen Luft erfolgt auc<, wenn 00, Metalle darin verbrannt oder oxydirt wer- den,|| b) Wenigev rein, ſondern mit kohlenſtofffaurem Gas p gemengt, gewinnt man das Sticdſtoffgas nac der|( Verbrennung des Salpeters, ſo wie der Fohlen- Nis ſtoffhaltigen organiſſtoff(Azotum) gengaunt, + 1244 Das Strickſtioffgas iſt um etwas ſpeciſiſch- leich- ter als atmoſophäriſche Luft, farbenlos, ſchwer mit dem Waſſer miſchbar, und weder zur Erhaltung der-Ver- brennung, nod) der Reſpiration tauglich, a) Jenes Element beſißt die Eigenſchaft, in der völlig neutra» len Miſchung mit dem Sauerſtoffe, die Salpeter? ſäure zu produciren? daher ſolhes auc< Salpeter2 ſtoff oder Salpeter zeugender Stoff(Nitco- genium), ſo wie das Produkt ſeiner Miſ 1.202 Die atmoſphäriſche Luft iſt aus zweien differenten GaSZarten gemengt, dem Sauerſtoffgas und dem Stickſtoffgas, und zwar in einem quantitativen Ver- haltniß von 21 des Erſtern zu 79 des Leßtern, in 100 Theilen des Umfangs. Gewöhnlich hält ſie auch etwas kohlenſtofffaures Gas eingemengt,. Gg. 130, Ob in den höchſten Regionen der Atmoſphäre noch andere Gasarten exiſtiren, wie einige Erfahrungen zu beweiſen ſcheinen, dies zu unterſuchen gehört nicht hieher. 5741 310 Als ponderables und compreſſibles Fluidum, übt die atmoſphäriſche Luft einen ſieten Dru auf jeden in A ema beein me Üb uin 545 bga wnn mn (194) nihj A fend Is NEE Dd. |S | am EE WNNIE ſi "36 jeg neh| („| as NW, WRteig Ir gewengte it welchen es zur Un: , und auf "hen einen Anhäufung Seftricität, eften und ßten Theil nt expan- eigentlich diſſerenter 8 und demn iiven Ver HUfN.2100 1ch etwas phare nod) vfaheungen „vort nicht dum, übt ſ jeden Ww 39 ihr beſindlichen Körper aus, der bald abnehmend, bald zunehmend iſt, und aus dem jedesmaligen Stande des Barometers beurtheilt werden kann, GE 132 Die natürliche ſpecifiſche Dichtigkeit der Luft bei einem Barometerſtande von 23 Zoll und einer Tempera- tur von 65? Fahrenheit oder 1422 Reaumur, ver- hält ſich zu der des reinen Waſſers wie 1:800, ſie iſt alſo 800mal ſpeciſiſch- leichter als Waſſer, OG. 155: Die ſpeciſiſcge Dichtigkeit der atmoſphäriſchen Quft wächſt theils mit ihrer zunehmenden Befreiung von fremdartigen Dünſten und andern Theilen, theils mit der Berminderung der atmoſphäriſchen Temperatur, GS. 134 Ihre Dichtigkeit nimmt aber ab nacelnde Waſſerſtoff- gas ein Edukc des dabei ,entmiſchten Waſſers, das ſeinen Sauerſtoff an die Metalle abſetzt, welche da- gegen ihren„iur abgeben, der mit dem Waſ- ſerſtoff in Miſchung tritt, worauf nun durc) den aus der. Säure frei werdenden Wärmeſtoff das Ganze zur Gasform gusgedehnt wird, 9. 1453. Das Waſſerſtoffgas iſt in ſeinem vollkommen reinen Zuſtande farbenlos, geruchlos, und 14mal ſpe ſpe ciſiſch- leichter als atmoſphäriſche Luft; es iſt un- fahig, die Reſpiration und die Verbrennung AU [4 vy m) j ! "IE 4 if => wm etl TER 4:2 zu unterhalten; es iſt aber ſelbſt entzündlich, wenn es bei der hinreichenden Temperatur mit Sauerſioffgas in Berührung kommt. CG. 7 34h ' Werden zwei Theile Waſſerſtoffgas mit einem Theil Sauerſtoffgas gemengt, und das Gemenge “entzündet, ſo verbrennt ſolches mit einem bedeutenden Knalle, Die“Grundlagen. beider GasSarten vereinigen ſich mit einander, und es wird Waſſer erzeugt. Cin ſolches Gemenge wird daher Knallluft, oder Knall- g as genannt, 9. 145. Außer dem Sauerſtoffe, dem Lichtſtoffe und dem Wärmeſtoffe geht der Waſſerſtoff auch mit allen übrigen Elementen eigne Miſchungen ein, und producirt neue Subſtanzen, aus deren Form und Qua- litäten ſein Daſeyn erkannt werden kann; wie ſolches weiterhin näher erortert werden wird. Seh ot e"Abr hh eit umg; Der Kohlenſtoff und die Kohle. C,1:140: Die Kohle, welche nach vollendeter flammender Entzündung des Holzes und jedes andern Pflanzenkör- pers zurück bleibt, iſt ein ſehr gemiſchter Körper, ſeine Miſchungsrheile ſind: Erden, Salze, Lichtſioff, und ein ganz eigenthümliches für ſich nicht darſtellbares Ele- ment, welches Kohlenſtoff oder Kohle zeugen- der Stoff(Carbogenium) genannt wird, Si ve em nen ene einen m Inn br ie ie Sn dannn wem | | | FEE) |(y)/t /5M (9000 13 | d yp 1 | Wl Na; | WIN nv ENNO wh | WOS jW Ion 49 dt 9: NOZ "oed » Wenn eb ſio ffg as nit einem Gemenge eutenden vereinigen gt, Ein '"Snall: ffe und ud) mit 1, und Ww Zug e ſolches 18 mende! nzenför: ', ſeine f, und 5 Ele? (gen 43 G27 147% Der reine Kohlenſtoff iſt für ſich nicht darſiell- bar; aber in der Miſchung mit dem Lichtſtoffe und wenigem Sauerſtoffe bildet ſelbiger die reine Kohle, welche ohne irgend einen Rückſtand verbrenn- lich iſt, Hierdurd unterſcheidet ſie ſich von der g emei- nen Kohle, welche allemal einen mehr zufammenge- ſezten Körper ausmacht. a) Der Diamant ſcheint ein Produkt der. neutralen Miſchung des reinſten Kohlenſtoffs mit dem rein- ſten Lichtſtoff e auszumacne Phos- phorſäure, oder wenn eingediEter menſ der f mit dem Wä EDEN in Miſchung tritt, i welche in ſumpfigen Gegenden, wo animaliſche und vegetabiliſche Materien faulen, zuweilen im Dunkeln emporſteigen, ſind bald durch entwickelten Phosphor- waſſerſtoff; bald durch Phosphorwaſſerſtoffez gas veranlaſſet, 1) Daher ſind auch die ſumpfigen Gegenden zur Säuerung des Erdreichs geneigt: weil der Phosphorwaſſer- ſtoff, namus- papier, ſie beſißt einen ſauerlichen Geſchma>, und der Hydrothionſtoff verhält ſic) überhaupt wie eine Sgure, G 1178; Soll die Miſchung des Schwefels mit dem Waſ- D 2 592 ſerſtoffe veranſtaltet werden, ſo muß ſolches durc eine prädisponirende Affinität geſchehen, GS. 179. Man erreicht jenen Zwe, wenn man den S< w e- fel mit Metallen oder mit Alkalien in Miſchung ſeßt, und die Produkte derſelben mit Waſſer und. Sgau- ven in Bernbung bringt, a) Darſtellung des Hydrothiongaſes. CC 11805 Die aus jenen Miſchungen gebildeten Produkte zerlegen auf der Stelle einen Theil des Waſſers, ſie ſaugen Sauerſtoff daraus ein, und entwickeln Waſ- ſerſtoff, der mit der übrigen Maſſe in Cohäſion bleibt,, ME 281: Werden aber jene Materien mit Säuren in Wir- Fung geſeßt, die ſolche auflöſen, ſo miſcht ſich der aus den Säuren frei werdende Wärmeſtoff mit dem ge- bildeten Hydrothionſtoffe, und dehnt(00 zum Hy» drothiongas aus, 3. 182. Salpeterſäure und Chloringas(oxydirte Salzſäure) können dieſe Entwickelung des Hy dro- thiongaſes nicht bewirken, weil ſie den Schwefel- waſſerſtoff auf der Stelle zerſezen, Waſſer erzeu- gen, und den Sch wefel niederſchlagen. a) Beweis durel, das Kobalt, das Arſenik, das Mangan, das Wolfram, das Mo ly bd än, das Uran, das Titan, das Chrom, das Tellur, das Tantalum, das Cererium, das Junonium, das Columbium, das Palla- dium, das Rhodium, das Osmium und das Iridium, Viele derſelben ſind Reſultate der Entde- Fung neuerer Zeiten, und verdienen noch näher erforſcht zu werden. a) Sollte ſich die wirkliche Metallität der aus den Alka- lien und den Erden darſtellbaren Metalloide be- ſtätigen, ſo würde die Anzahl der jeßt bekannten Metalle dadurch no< vermehrt werden, b) Ob.ſich die Eigenthümlichkeit des Kohlenmetalls begründen wird, das ſeit Kurzem von Döbereiner aufgeſtellt worden iſt, muß. die Zeit lehren. NEE vm emma gg ne feng En gegn | Wu x; vs 0 || wt! woh 3, 3) ihn tit und acket im ſund durch hinreichen) ſeßt werden welche aus werden föne de die peci- Metalle eine de ſind ſpe: Wveten der Silber, et, das ömuth, Kodalt, cam, das Chrom, 'erium, Palla: md das x Entde: erforſch! den ATEN: loide be en Metalle metalls exeinev Cr wi G44187. Man pflegt die Metalle in edle(nobilia) und unedle(ignobilia) einzutheilen. Zu den edlen Me- tallen gehören Gold, Platin, Silber und Qued- ſilber,(vielleicht auch Nickel und Tellur) zu den unedlen alle übrige. Der eigenthümliche Karakter edler Metalle beſtehet darin, daß ſie ſich ſchwer oxydiren, und ihre Oxyde mit Entwickelung von Sanerſtoſfgas für ſich reduzirbar ſind. Ge 1188, Eben ſo unterſcheidet man dehnbare(quctilia) und brüchige(fragilia) Metalle: ze nachdem ſie ſich unter dem Hammer, ohne zu zerreißen, mehr oder weniger ſtre>en und dehnen laſſen. Wir kennen in- deſſen kein einziges Metall, welches nicht einen ge- wiſſen Grad der Duktilität, und auch ebenſo keines, das nicht einen gewiſſen Grad der Fragilität be- haupten ſollte, ß. 189, Jedes einzelne der vorher genannten Metalle iſt ein Produkt der Miſchung aus ſeinem eig enthümli- net und in Gruben bis zur zuſammen- geſinterten Aſche verbrannt, ſo nennt man ſolche Sode (Soda); ſie unterſcheidet ſich alſo von der Holzaſche dadurc), daß ſie das Natron als alkaliſchen Grund- 64 theil enthält, wogegen in der Holzaſ 2274 Wird dem milden Natron, eben ſo wie beim Kali, die Kohlenſtofffſäure durch gebrannten Kalk entzogen ,-ſo nimmt ſolches einen höchſt äßenden Zuſtand an, und ſtellt nun im liquiden Zuſtande die Natronäßlauge, und im tro>nen das äßende Natron dar, GG. 228+ Sowohl das Kali als das Natron können einen ſehr heftigen Grad der Hilze aushalten, ohne ſich merk- lich zu verflüchtigen. Sie werden daher auch feuer- Hermbſtädt's Kammergl»-Chemie, E 66 beſtändkge Alkalien genannt."Ihre Feuerbeſtän- digkeit iſt indeſſen keinesweges abſvlut 2“ denn ſie ver- flüchtigen ſieh, wenigſtens“ zum Theil, wenn ihre mit Waſſer gemachten Löſungen gekocht werden, und ganz, wenn ſie der Weißglühhiße ausgeſetzt werden, Dritter Artikel. Das Ammonium. CG. 229» Das Ammonium(Ammonium) iſt ein Produkt der chemiſchen Miſchung aus 80 Theilen Stiſtoff und 20 Theilen Waſſerſtoff, das man durd) den Weg der Kunſt in dieſe Beſtandtheile zergliedern, und aus ihnen zuſammenſeßen kann, G,. 239 Das Ammonium zeichnet ſich im reinen Zuſtande durch einen. flüchtigen, durcen deſtillirt werden, C. 2233 Daher wird Ammonium erzeugt während dem Fau- len des Fleiſches,' des Blutes und. des: Ur ims, Daher dunſten zene Materien im Fortgang ihrer Fäul- niß beſtändig Ammonium aus, wovon vorzüglich der flüchtige durchdringende Geruch) der Pferdeſtälle im Sommer einen Beweis darbietet. S8. 2534 Eben ſo gewinnt man das Ammonium, wenn Knochen, Hörner, Klauen und andere thieriſche Ab- gänge trocken, ſo wie wenn fauler Urin, faules Blut 26: am beſten mit einer Verſezung von zerfällenem Kalk vder Holzaſche, auf dem naſſen Wege deſtillirt werden, : CG,"235 In beiden Fällen iſt aber dieſes Ammonium mit ſtinkenden Oeltheilen dur, in zwei Theilen ſiedendem Waſſer ld8bar, und ſchießt aus der Löſung in Kriſtallen an. Er färbt das Kurkumepapier braun, das Fernambukpapier violett, und kommt in ſeinen allgemeinen Eigenſchaften eines Alkali mit den übrigen Alkalien überein. CG. 2482 Sehr oft findet ſich der Baryt als Miſchungs- theil in den Akererden, faſt beſtändig in der Aſche der meiſten Hölzer; ſo wie auch viele Getreidear- ten, wenn ſie zergliedert werden, Spuren davon mer- ken laſſen... Mit Säuren neutraliſirt, bildet derſelbe ganz eigenthümliche neutrale Salzverbindungen. a) Der Ba,ryt hat eine überaus große Affinität zur Schwefelſäure, Die Löſung des äßenden Ba- rxyts im Waſſer(das Barytwaſſer), ſo wie der ſalpeterſaure und der ſalzſaure Baryt, ma hen daher ſehr wichtige Reagentien zur Prüfung auf Schwefelſäure aus, Sechſter Artikel, Der Stceontutr: S. 249+ Der Strontit(Strontiona) iſt, gleich dem Kalk und Baryt, erſt ſeit kurzem aus der Klaſſe der Er- den in die der Alkalien übergetragen worden, weib ſeine Eigenſchaften ihn als ein Alkali qualificiren,; S. 250: Der Strontit kommt mit Kohlenſtofffſäure neutraliſict im Strontionit vor, einer Steinart, die zu Strontion in Schottland gefunden wird: auc, in 25 Theilen ſiedendem und in 150 Theilen kaltem Waſſer lösbar, und ſchießt aus-der erſtern Löſung in Kriſtallen an, Gegen die gefärbten Papiere, ſo wie in den übrigen allgemeinen Eigenſchaften eines Alkg li, kommt ſolcher mit den andern Alkalien überein, SS EETETSSTERRSSSSSSSSSSSSSSSETTESSSSSSSSSWRRLL EEE EEE NEN en"! 0/1 A NU M, 70 iW" 16 Nike ſe der Ex. den Ae Wen, ſ 13 Offfaum Steinatt, den wird; 1 Meiſten 1 auf, und die, wenn Eigenſchoft vontits 4 Nr ſid: Yam(d,|, hon Fat- ; Theilen y loöbat, allen al, 4 übrigen umf fuer ETTFTAIE MM biboybeiätl ung; DEE€ dre-n. SG. 254 Erden(Terrae) nennt man eine eigne Art natür- lier Subſtanzen, die ſich im reinen, von aller Koh- lenſtofffäure befreiten Zuſtande, durch vollkommne Farbenioſigkeit, Unverbrennlichkeit, Geſchmaloſigkeit und Unaufldslichfeit im reinen Waſſer auszeichnen,. Ö 1 255: Jene Cigenſcererde gefunden wird: ſo wie ſolche auch, neben dem Kalk, einen Miſchungstheil der thieriſchen Knochen ausmacht. a) Die Talkerde beſißt die Eigenſchaft in der Verbin- dung mit Säuren Salze zu erzeugen, die ſich dur< einen bittern Geſhma> auszeichnen, daher ſol. 2583 Durch die neutrale Miſchung mit der Schwefel- ſäure erzeugt die Talkerde das bekannte Bitter- ſalz, aus welchem ſie daher auch im reinen Zuſiande abzeſchieden werden kann, wenn deſſen ſaurer Be- ſtandtheil durc; Kali oder durch: Natron gebun- den wird, a) Verſinnlihung der Abſcheidung der Talkerde aus dem Bitterſalze durc< ein Experiment. S. 259 Die Talkerde erſcheint entweder rein, oder mit Kohlenſtoffſäure verbunden, je nachdem ſolche durch äßzende oder durch kohlenſtoffſaure Alkalien ab- geſondert worden iſt, 65.122007 Sie iſt im reinen Zuſtande farbenlos, geſchmack- los, unauflösSlich im Waſſer, und wird von den Säu- ren, mit Entwicklung von Wärme aus den letßtern, aufgeldſt.'Sie zeigt naz dem Glühen keine Aeßbar- keitz auch keine Einwirkung auf die gefärbten Papiere.. Iſt ſie mit Kohlenſtoffſäure verbunden, ſo wird ſie ohne Erwärmung mit Brauſen aufgelöſt. Die Auf- RN HNE 11007 vs m" H NIE "us! “> NF 0En en erhalten det andern (en a ex ed: ſv wh götheil de der Verbin: die ſi< durc r ſolknen, und macht ſo ſeine Fruchtbarkeit daurender, 67122055 Mit Kalk geht er gern in Miſc Aus der Verbindung von Thonerde, von Schwe- felſaure, und von wenigem Kali entſieht ein kri- ſKalliirbares, zuſammenziehend ſchmeckendes Tripelſalz, das Alaun genannt wird. Der Alaun wird theils durch die Natur, theils durch die Kunſt erzeugt. 5: 5.270. Wird dem in reinem Waſſer gelöſten Alaun mit Waſſer gelöſtes Kali oder Natron zugeſeßt, ſo miſcht ſich ſolches mit deſſen Säure, und ſcheidet die Thon- erde daraus ab; daher dieſelbe auc Alaunerde ge- nannt wird,:- 2) Verſinnlichung der Darſtellung der Thonerde aus dem Alaun dur< ein Experiment.? VE 227.15 8 Die reine Thonerde iſi farbenlos, geſchmack: los, an die Zunge klebend, unauflösSlic?) im reinen Waſſer, und erhärtet im Feuer, ohne äßend zu werden, Mit Säuren neutraliſirt, erzeugt ſie ſüßlich zuſam? menziehend ſchmeckende Salzverbindungen. G...027.25 Die Thonerde findet ſich theils rein, vorzüglich aber als Thon in den allermeiſten AFererden gegen- wärtig, und macht in ihnen das Bindungsmittel für den Sand, für den Humus und für viele andere Erdarten, ſo wie für das Waſſer aus,| Sie ver- dienet daher aus dieſem Geſichtspunkte beſonders berück- ſichtigt zu werden, DyttLer Artikel SOBT en EN eb erde 9. 273 Die Kieſelerde(Silicia) in threm reinen Zu- ſtande unterſcheidet ſich von allen übrigen Erden dadurch, daß ſie(mit Ausnahme der Flußſäure) von keiner andern bekannten Säure auf dem naſſen Wege ange- griffen oder aufgelöſt wird, 9. 274+ Die Natur bietet uns die Kieſelerde faſt völlig rein im Bergkriſtall, im Quarz, und im weißen Sande dar. Sie iſt farbenlos, geſchmacklos, geruch- 103, flebt nicht an die Zunge, knirſcht unter den Zäah- nen, und läßt ſich vom reinen Waſſer weder löſen, no erweichen. O=. 275 Für ſich iſt ſie im Feuer unveränderlich, in Ver- bindung„mit Kali, mit Natron, mit Kalk oder mit Baryt kommt ſolche aber in Fluß, und erzeugt Glasartige Produkte, von verſchiedener Beſchaffen- heit, a) Kali und Natron im Verhältniß wie 4: 1 mit der Kieſelerde zuſammen geſchmolzen, geben opaliſirende, im doppelten Gewicht Waſſer lösbare Produkte, b) Dieſe durc< jene Alkalien im Waſſer gelöſte Kieſel: erde, wird Kieſelfeuhtigkeit genannt, c) Darſtellung der Kieſelfeu<,tigkeit, und“ Experi» mente mit derſelben. Ce 27.038 In einem mit andern Erden, ſv wie au< mit Me- talloxyden gemiſchten Zuſtande macht die Kieſelerde einen Beſtandtheil der gefärbten ſogenannten Halb- edelſtein e aus, Jhre vorwaltende Beſchaffenheit reinen Ye en dadurh, von feine Sege ange: e faſt voll) m weißen 08, geruß: yr den Zi: löſen, no) , in Vet Kalt ode und erzeugt Geſchaffen ;1 mit der opoliſirende, fte ſte Kieſt! mt und Expitt c) mit Me jeſelerde en Halb „hoffenhe" 79 giebt ſich gemeiniglich durc< die Härte jener Steine, und ihre Fahigkeit mit dem Stahle zuſammen geſchlagen, Funken zu geben, zu erkennen, 9. 277+ Der gemeine Sand beſieht größtentheils aus zerfallenem oder verwittertem Kieſel, und iſt nur zu- fällig mit einigen andern Erden gemengt. Der Sand- ſtein iſt ein Produkt der Cohäſion zwiſchen den kleinern Maſſentheilchen des Sandes, Die Farbe des Sand- ſteins oder des Sandes hängt von beigemiſchten Metalloxyden ab. 6,278: Mit äßendem Kalk gehet der Sand gern in Miſchung, und erhärtet damit zu einer im Waſſer nicht erweichbaren Subſtanz. Daher werden beide zur Erzeu- gung des Mortels beim Bauen angewendet, j Ba ene zzz ene R ee 80 Zweiter mente dieſelben ſind: Abſchnitt. Mehr gemiſer- ſtoff beim Reifen der ſüßen Obſt- und Beeren- frü te gebildet wird; 2) die Weingährungz 3) die Eſſiggährung, und 4) die faule Gäah- rung oder Fäulniß. 9. 285 Die wichtigern Produkte einer ſolchen mehrfachen Miſchung laſſen ſich füglich unter nachfolgenden Ab- theilungen näher betrachten, Ge Nb ED en: Das Waſſer und ſeine Eigenſchaften. 62 2.805 Das völlig reine Waſſer(Aqua) iſt ein an ſich Hermbſtädt's Kammeral: Chemie. F Ö2 concreter Stoff, ein Produkt der chemiſchen Miſchung aus 12 Theilen Waſſerſtoff und 88 Sauerſtoff im Hundert, Bei der Temperatur des Gefrier- punkts wird das concrete Waſſer Eis(Glacies) ge- nannt. a) Ritters Vorſtellung, daß das Waſſer ein einfaches Weſen ſey, daß es ſi< durch den Beitritt von poſitiver Elektricität in Sauerſtoffgas, ſo wie durch nega- tive Elektricität in Waſſerſtoffgas ausdehne, wird wohl immer eine ſinnreihe Hypotyeſe bleiben. 9. 287. Das concrete Waſſer beſitzt eine große Affinität zum Wärmeſtoff, es wird durc deſſen Beitritt in eine tropfbare Form übergeführt, und behält dieſe ſo lange, als die Temperatur der Atmoſphäre nicht unter den natürlichen Gefrierpunkt ſinkt, 6.288 Tropfbar flüſſiges Waſſer iſt daher ein Produkt der Miſct, und dem Durchbruche des Sonnenlichts iſt kein Hinderniß geſeßt,; 8. 301, Ziehen ſich aber zwei in ihrer Elektricität entgegen- geſetzte Wolken einander an, ſo gehen die entgegengeſetzten Elektricitäten in einander. über, die Wirkung der Elek- tricität wird gleich Null. 9. 302, In dieſem Zuſtande wird der Wärmeſtoſf frei, es verbreitet ſid) zum Theil in der Atmoſphäre, und erhebt ihre Temperatur, theils hält er das Waſſer der Wolken als verdichtbaren Dunſt gelöſt, ß- ZOZ+ Daher erſcheint jezt der Horizont zetrübt, es wer- den dicke ſichtbare Wolken gebildet, die Atmoſphäre wird feucht, und das"Zunehmen der Feuchtigkeit wird gegen das Hygroscop wirkſam, G+ 304 ZL EILT IM 702205051077 Erfolgt der Uebergang beider durch entgegenge- ſeßte Elektricitäten gebildeten Wolken langſam, ſo wird da3. Waſſer im tropfbaren 04 ande dem Erdballe zuge- & führt, und es fällt als Regen herad, 5. 305 Der. Hagel = Durchläuft der Regen eine Region des Dunſtkrei- ſes, welche falt genug iſt, denſelben gefrierend zu machen, oder wird durch Mitwirkung der Elektricität in den höhern Regionen des Dunſtkreiſes, NLLBON und durch ſie Kälte vergnlaſſet, ſo erſigrret das herab- 80 fallende Waſſer zu kriſtalliniſchen Eiskörnern, und bil- det Shloſſen oder Hagel. 6 25.00 DIE IPE TEN MEN ee Erfolgt der Uebergang zweier dur) entgegenge- - Fſeßte Elektricitäten gebildeten Wolken im Winter, alſo bei der Temperatur des Gefrierpunktes,, ſo erſtarrt der Dunſt zu lo>ern Kriſtallen, und fällt als Schnee herab. 0. 2074 Regen, Hagel, und Schnee ſind alſo durc< das- jenige Waſſer gebildet, welches vorher durch eine ge- meinſchaftliche Wirkung des Wärmeſtoffes und der Elektricität zum permanent expanſiven Dunſte aus- gedehnt', und zur Erzeugung der Wolken verwendet worden war, G. 308 Daher erhebt ſich die Temperatur der Atmoſphäre kurz vorher, ehe Regen, Hagel oder Schnee herabfal- len will. Daher ſind Regen, Hagel, und Schnee, indem ſie herabfallen, allemal mit freier Elektricität be- gleitet, die bald plus, bald minus iſt, S- 3099. Das: Griw.i bier. Auch das Gewitter, ein Meteor, das mit Blit, Donner und Regen zugleich begleitet zu ſeyn pflegt, wird durch die Elektricität der Atmoſphäre hervorge- bracht. G+ Z10: Gewitter entſtehen vorzüglich dann, wenn die At- moſphäre und der Erdball entgegengeſetzte Elektri- eitäten behaupten; auch dann, wenn dur) entgegen- ", und bil: entgegenze inter, al; ſv erſtant 13 Schnee ) durch das: rh eine ze: es und de Junſte aus: verwendet Akwoſyhäte ve herabfal md Gde, trieität bes ſeyn pfleg) 6 Nerborg An die At- te Elekiri- | entgegen? 87 geſeßte Elektricitäten gebildete Wolken in den. höhern Regionen ſchnell in einander übergehen. GZ So lange die Luft tro>en iſt, macht ſie einen Nicht- leiter der Elektricität aus, und verhindert den Ueber- gang der Elektricität des Erdballs in die des Dunſt- Fretjes«. S. 312. Wird aber die Aimoſphäre mit Feuchtigkeit bela- den, ſo wird ſie zum Halbleiter der Elektricität, ſie bildet zwiſchen der des Erdballs, und der der Wol- ken eine Communikation. GZ. Hiedurch ſchießen beide Elektricitäten mit Scnel- ligkeit in einander über, Jndem die Elektricität der Wolken durch die nur unvollkommen leitende Atmoſphäre in ihrer geraden Bewegung auſgehalten wird, durczackformigen Richtung, die wir am Blitz wahrnehmen. S8. 314 Der Donner, mit welchem jenes Phänomen be- gleitet iſt, ſcheint durc) das Vacuum erzeugt zu wer- den, welches im Augenbli> der Entladung einer Wolke in der Atmoſphäre gebildet wird. Der Regen, welcher nach dem Gewitterſchlage gemeiniglich erfolgt, iſt das in die tropfbare Form zurück geführte Waſſer der Wolken, ST 2155 Der Gewitterſchlag folgt den ſiärkſten Leitern der Elektricitätz daher ſchlägt er gern in Bäume, in Gebäude, in Menſchen und Thiere, und in das Waſſer. Er zündet da, wo er etwas Zünddares 68 findet; er zerſchmettert blo3 da, wo er nicht zünden kann: daher der Unterſchied zwiſchen einem kalten. und einem heißen Gewitterſchlage. GE 21,067 Met(055: IWrT NN 6 x Da das zur Bildung der Wolken verwendete Waſ- er durg die Wärme und die Elektricität des Erd- balls gemeinſchaftlich ausgedehnt worden ſt, ſo hat ſvlne überdeſtillirt, ſo bleiben die nicht flüchtigen Subſtanzen: zurü>, das reine Waſſer erſcheint in der Vorlage, und wird deſiillirtes Waſ- ſen.(Aqua destillata) BED GS. 319. Man kann das reine re er auch durch. die Kunſt erzeugen, wenn Waſſe! Baſſi 40 ff gn as und Sgauerſioff- ej gt mln zd Du ſi[A M 40 jünden Fanp- CN Un) einem "dete Wal: des Erd: it, ſo hat Iaterien wit Ausdehnun ee gebildete wie es aus ines Waſ- rydirtes grünen aufgelöſten ödunſcung ner Deſtille 38 gemein! bleiben die in Vaſe! „tes Bal: die Funſt gerieft? 89 gas in einem Verhältniſſe von 12 zu 88 im verſchloſſe- nen Raume verbunden werden, und beide Gasarten völlig rein ſind. a) Eine ſolhe Waſſerbildung erfolgt beim Abbrennen des Knatllgaſes(8. 144) 3 ſo wie auch dann, wenn W aſ- ſerſtoffgas in atmoſphäriſnen ge-|" 1. Sym glüheten ſalzſauren Kalks mit gleich gutem Erfolge| ; 10.20: bedienen.|! | BENN Ge. 3252 hw Die| Auf dieſem Wege gewinnt man drei Deſtillate; 4 ' MIN das Erſte wird gereinigter Weingeiſt(Spiritus| wil WU vini rectificatus), das Zweite wird höchſt gerei- 7"0 nigter Weingeiſt(Spiritus vini rectificatissimus), ſy : SENN das Dritte wird abſoluter Alkohol(Alcoho]l ab- Gutjufy = 0| Solutum) genannt. Wi Din 0 0) a)'Zur Prüfung des Branntweins auf ſeinen Gehalt an| bt, „SON Alkohol bedient man ſic des Alcoholometers. Im| kn 100) gewöhnlichen Branntweine(Scank- Brannt-| mbiſ „By wein) ſinkt ſolches, bei 122? Reaumür, auf 25 bis zo tnioffe EEN ein, und zeigt dadur< ein Verhältniß von 25 bis 3o kino „BN Procent Alkohol, und 70 bis 75 Procent Waſſer an."Pn WENN Im Spiritus rectiticatus ſinkt ſolendes Oel, Der Rüdſiand im Deſtillirgeſchirr hat dagegen den Geruch, und den gromatiſchen Geſchmack verloren, a) Man unterſcheidet überhaupt drei Hauptarten der Oele: 3) nämlich ätheriſche,(welhe auc deſtillirte oder weſentliche, ſo wie flüchtige und rieende, li- quide Beſtandtheile der Pflanzen aus, denen dieſe den Gerud) verdanken, 9. 339% 547 Die ätheriſchen Oele ſind in der Wärme flüchtig, ſe m zuglei geſon ſung) Paß font den! Dram ? Miſchn ſof in eine wegt, m vn my Pah wind 11100 und ſind); blau, Wi fu Wichlich Wenden ih Zy 904 je. 8, Oder 0 en Wein der , Ut Köbern "nen Dram ,[0 lange m dünſten fe ſtanz, ſchung de antitat de ſilit wie Roſen: x, mende Oel yeum) qt? ver, Pr eder mit darunter be 1; öl; und 18 wärmern und ſwim: onders ge ele machen odende, 1 n dieſe den » flüchtig, 95 ſie werden daher bei der Deſtillation mit dem Waſſer zugleid) verflüchtiget, und aus der Pflanzenſubſtanz ab- geſondert. Ein Theil tritt mit dem Waſſer in Aufld- ſung, und erzeugt damit das riechbare deſtillirte Waſſer. Die ätheriſczen Oele vieler Fruchtſchaalen können auch durchs Auspreſſen daraus abgeſondert wer- den: wie das Citronvl, das Bergamottöl, das Hrangenvl20. SS. 340. Die ätheriſchen Oele ſind Produkte der natürlichen Miſchung aus Kohlenſtoff, Waſſerſcoff, Sau- erſioff und Lichtſtoff, gleich dem Alkohol, aber in einem andern quantitativen Verhältniſſe zuſammens geſcßt, Sie enthalten mehr Kohlenſtoff als jener, und brennen daher mit einer Rauch und Rus abſeßen= den Flamme; wobei ſie, gleich dem Alkohol,. in Waſſer und kohlenſtoffſaures Gas zerſekt werden, GS. 341. Die aus verſchiedenen Vegetabilien gezogenen äthe- riſchen Oele unterſcheiden ſich nicht blos durc<) Geruch und Geſchmad>, ſondern auch durch die Farbe. Sie ſind bald farbenlos, bald gelb, bald roth, bald blau, bald grün, bald braun 2c. 9. 342 Als allgemeiner Karakter aller ätheriſchen Oele iſt zu bemerken? 1) daß ſie vom abſoluten Alkohol reichlich; 2) vom Waſſer nur in geringer Maſſe gelöſt werden; 3) daß ſie verbrennlich; 4) daß ſie bald ſpe- cifiſch- leichter, bald ſpecifiſch- dichter als Waſſer ſind: 5) daß ſie keine Miſchung mit den Alkalien eingehen; 6) daß ſie gern Sauerſtoff einſaugen, und dadurch zu harzartigen Subſianzen verdi>t werden, Zweiter Artirel Mer Km voher. S- 343+ Eine den ätheriſchen Oelen ſehr ähnliche Subſtanz iſt der Kamp her(Camphora). Er zeichnet ſich durch eine concrete kriſtalliniſche Form aus, iſt ſpeciſiſch- leich- ter als Waſſer, ſcen. a) Der Kampher findet ſich im lebenden Zuſtande des Kamphortorbeerbaums, in eigenen BVehpätltniſſen deſſelben, theils flüſſig, theils concret, Ex ſcheint da- her ein erſtarretes, kriſtalliſirbares' Del auszumachen. Ex bildet dur die Einwirkung von rauchender Sal- peterſäure kein Harz: dieſes zeichnet ihn weſentlich von den ätheriſcneten Vegeta- bilien, ſo wie in vielen Farbeſtoffen, 3, B. dem Gaflor, dem ODrlean, vielen Fär behölzern uU ſ. w., die daher dur< alkaliſhe Zuſäße extrahirt werden müſſen. Snes Artirel Ier Guenimit. SG. 354. Der reine Gummi(Gummi) oder Gummi- ſtoff(Principium gummosum), wie uns ſolcher in Form des arabiſchen oder Senegalgummi dar- geboten wird, macht einen für ſic) beſiehenden Beſtand- theil der Pflanzen aus, G+ 355» Der reine Gummi iſt concret, meiſt farbenlos, durchſcheinend, zerbrechlich), muſchlich- glasartig im Bruch, geſchmack- und geruchlos, unguflöslich im Al- kohol, im Aether, und in. den ätheriſchen Oe- len, wird aber vom reinen Waſſer vollkommen zu einer Xlaren klebrigen Flüſſigkeit gelöſt, 4% ps =." pu DN 3 201 I. 330%. Z ee METZ EZ I LE fUGE ES< ZIE EE SEINES IT%| A.7' IZ H FT 13 SIT 25 x"[M:„-. y-5% WCW»? UT ER Tie E43 REL T- DE D« es LEL CS IE LELTT LEIT WUT 39€ KBC T+it -- F.- p 2 27 zruuolils um Duſtin rhror SpanPuart Lity& VERSE Ki ZUL G Kis t SIPMTASTSATMA SI - Vs|+ --- Antgorf&or Fame 5 zer akar ans aug alſa Honipel- zt GH€) win Ghib*>. Lu+4 8%+ v*++(WORDT Wt+ EMS MMA SOR L+»<4.5 .. a Reailauaatt Kr En vorn Minen anuenelchie- Tis(TWSS.> xy Nay„2 2. vw Kurz els au.“DT zs 0 Gu iW WELITeR, UECQVIEM VuoS IQ DUO) DER TE LODOCE = SM-.<<< 2.7 Ney„ Ar I*7 ir 5 Sr ch X o-r Ill€ r! M- c T y 1m 73 TI Tu UnD ver O-CITENITOFN Durm VvDeiz ZZLIEVDHLV! VAragus EE DITIS 2 2. DEIN EIDITT(3 mond am and ame dan Comm nnt aul hinweg gengmmen EDEN- UT, WENN HNE DIET les ZüreL ZT yy awwea beyxtd gx awN 5 X zi.>.* zul„dn ari So mpu ZU 32 53 Ouen.* 3v-Y wr AN SIE- ZIEL EXITADIET W ei.„SIN 1CEHSTEern ELHDEINT DEr N-.- S2 ZE Z- a... 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Sein Verhalten zu den Alkalien kommt ganz mit dem des Pflanzenleims überein. 7. 1572 Troen deſtillirt, verhalten ſich der Pflanzen- leim, ſo wie derxEiweißſioff, ganz wie animaliſche Subſtanzen. Sie liefern Ammonium, ſtinkenves Oel, und im Rückſtande eine phosphorhaltige Kohle; die nach dem vollkommenen Einäſchern ein Gemenge von phos8phorſauren und von ſc< wefel- ſauren Kalk zurück läßt., Ihre bildenden Elemente ſcheinen alſo KohlenſioF, Waſſerſtoff, Sauerſtoff, Stickſtoff, Phosphorſtoff, Scwefelſtoff, Lichtſtoff und Kalk auszumachen, Zehnter Artärel, NE PEU Ee 1 6. 372. Der reinſte ZuFer wird Zu, kriſtalliſirbar, im Alkohol und im Waſſer lösbar, und verbrennt auf&lühenden Kohlen unter Ausſtoßung eines ſtechend- ſäuerlichen Raus. G. 373 Der Zu Ferſtoff macht einen nähern Beſtandtheil in den meiſie1 ſüß ſchme>enden Vegetabilien aus, Vor- züglich findet derſelbe ſich im indiſcen Zu>errohre, in den ſüßen Weinbeeren, in andern ſüß ſchme- Fenden Obſt- und Beerenfrüchten, und in den ſüßen Beeten- und R übenarten, aus welchen der- ſelbe durch eine ſchi>liche Zergliederung ausgeſchieden werden kann. teten en Fominf(an Pflanden maliſch infende thaltig! ſchern ein ſer(Saccharum mucosum) ge- nannt,- Von einer ſolchen Beſchaffenheit iſt der gemeine braune Zukerſyrup, aud) der Honig, ſo wie der eingedickte Saft aus ſüßen Aepfeln und Birnen 2c. Der Schleimzucer iſt, glei) dem wahren Zucker, im Waſſer und im Weingeiſt völlig lösbar, Eilfter- Artikel, Die fetten Oele und Fettigkeiten: SG. 376. Wenn Mandeln, Mohnſaamen, Hanfſaamen, Rüb--, ſaamen, Leinſaamen, Bucheckern 2c. zerquetſcht wer- den, ſo läßt ſich,'nach Abdunſtung der Wäßrigkeit, ein fettes Oel daraus auspreſſen. Manche andere vegetabi liſche Subſtanzen, z. B. Cacaobvohnen und e Muskatennüſſe, geben, auf gleiche Art behandelt, 103 eine concrete Fettärt. Die fettige Grundlage in ſolchen Subſtanzen wird Fettſtoff(Principium un- guinosum) genannt. Iſt das daraus geſchiedene Fett liquide, ſo wird ſolches fettes Oel(Oleum un- guinosum), iſt es concret, ſo wird daſſelbe Butter (Butyrum) genannt. a) Die fetten Oele und die concreten Fettarten unterſcheiden ſic) blos in Hinſicht der Konſiſtenz, und dieſer Unterſchied ſcheint blos auf einer kleinen Anomalie im quantitativen Verhältniſſe ihrer bildenden Eicmente gegründet zu ſeyn. b) So lange die fetten Oele noc< Gemenatheile der ſie producirenden vegetabiliſhen Saamen ausmachen, ſind ſie darin mit Pflanzeneiweiß, ſo wie mit Pflan- zenſ, welchen viele beſißen, ſind von fremdartigen Beimiſchungen, als ätheriſchen Oel- oder Dar 3 theilen 2c,, abhängig, und laſſen ſich davon ſcheiden. 9. 378 Die fetten Oele ſind verbrennlich, und ver- brennen mit Flamme, wenn- ſie als Nahrungsmittel eines Docdjtes angewendet werden. Mit den äßenden Alkalien gehen ſie gern in Miſchung und erzeugen Seife, Sie deſtilliren nur bei 4 bis 5002 Fahrenheit iy clpium Heil in gls ein niſchen (enfera (inen zu Ww Y ZU / [08,6 We Daſſet riſe tal | Orundn | yeni "5 IE WE TT R FN OSS REN DETER NGEN „ it | ü fs nn 2] br von„Wt 22 I< an 4 wor ra e** 8 €» Le) es W-I.N 8.8 Bd O3 s“> ir“": ds. ; 2 ſ +2 2 e“-s)+2+ N /2« 0 09]? OE -] r2 E"u 3.4 Sg S“3 N; fr 1 n(&&s wind. r2;&| wms 4= 4) y TI& 9, is T ZW.- t KD .“.> EE 6(5,8)) M!„2 5 >- R; Dr 2 Wo EV-8. 5%=.*. Gü.... 1+ 24 I|„m EE 34 es r= ks zr 4".& 5 ZD wDG 129;"a."We=. 3) GC; 847.200 25 Gz Ein€ 14 Us y 82 Si a&. i= os.(€|(=W* MU 4 af pr erd N'z/ /-. wm m 5 5 WD OO WW dd M*S EZ m“ ds | S wü: 33 022 Wm"Rs"ert js e 3 2- :% 1)>>““. 4- 3 K&2 v=-=5 Ts R3 1 ß as j. ii /I€ 2> 2& Se=& Fr- G. 2 S2+8 EI> Aces ns-V es ert» E2 F>. tz Nn)=() 7/2 | G) 58 SS- 86 8 808.8“Wai. WE=..8 2 v +.. TZ d Gs, üs€ ſ.» dE-“ SE, dach. nr..> iS ve] 73- 2 2, d-d-=- 3. ſa eZ 4 DT, as n& 8.5 5 14 E38 MOI ES. Gv GS“ mr 9& 3>" 1.) 2„4[2€ FZ bd+ ent S 4“es 4-4"Ea[2;- 8.0 22 c:+=» 4-> 44[.) 43 va 2 ey ii>2.=< s: 4 pgs.»> 6s. Dv ür! 5 84 iT rs es) 5) u 8"-: S TD 8 d Mer 3[M? zr 42 N 83>: 9 2 ZD-s; k+3 x=€ AAKEN. NE dd in MR AD-- 4) 2 MRM.=) € es kal e« ir 4“ es A N 3 wüiid=. V En OÖ“+*“ = j' Gs.>€:;: 3&(t; * 2 en 2.3 m]& bs KI GSG D: ſI EZ “t dd<< ZT=“ 6:3 Bund 2.4 N) Tad TT M I5 K“+ 5] & 14 er€ e.. EE ö83"O ZI G&G OI+.= 65]+. e- r| ps 4>4 KD 4.+..“ E 7 E57 ved Saat NY 4 3... 4[3) 2+ 3 4“43 t 2„ /I.'-(„)- äs Ts"„-.. „- ä WE Has 2.» 6 ZZ& Kr"" TE N es ve; 3 GS 8.8 2 7[0 c N 2 ans.[MT> Z N es N|+| S8 6+ YI eS 8 BS 4 en Nas rs> 1 3-0 3 Gus -] E 2&**.» 4 +(8) 2 Y 6*" u 1: 8... 03 4.> was 99- aD„V] 2;:„2 4-4 M[72] DD .<» eS 85..>5 ES 3>]. T S(8)“DD e*4 DM Mile a A u E 8& es Ww 43; T= Er-1 M>--& 5&+. Wees> 2x T 2:, 4 Wies pM. ur/& ii 4 3 naß- SE€ 4. um 2 um m a.s 82 wt. Cis 5, pix 33-- E+ Q2 5 3.. 4 ON 2 c en? 9 ul es s S is . r rr[-[+ L c x 25 M Q; 8 SB OEG 22 ego: G- 5= ESE& 8 aA G„zs ZD 4 « zs.- W0i-4M5- Miler.. 9 dat„ H wi ct“ un>= SS 84 d>() ee 92 f'- M. 7 20-4 4 Ss- 13/ Wurd. ET ics 8 5,8 Ge& 5 5 8 KI ves er 4e&> fert 2,(ür-- 83 z4 34 ZUE: 8 S ÖSE 8 Mün 8 Ef d-+> 2- te&=& Zil[DS N 22 2 x Cc' R- A&"KE;„in 8. 3 EG€ 508 JEN un"5 5= P-= EE Gif.& iv Es"dr Ä 5 ji="3 54 4 d€ 4 z+-+„+. "Gael 505= Suß 3 et, 5€ =]&3- 4-. d 83&= Es S ne=) RE) vs ak iM(5 ; E".- »2 TW-1;e m mer“75 =S Oe M;- IF aui s, ö,>.»*>»- 2> ZA 34-: x; Y S=| 1=. 2 2.5 5-.€= 2 2 Mi= WE Z2 S2& 38 -;.>;5> Es EE 3<> =--. 2.=€ H- ED S7= e= es EX 825:<> 7.-!.. Ss 5 25> 2€= X 2 2 22 zZ«< E S== Z=)„= E-€ mB=>= 2>. e- TO=3 2 S 28€=> Bz Be= 58 VB aum KR. 38. 53 2 Ie> GER HOCHNNUEEIG en 110 Dreizehnter Artikel, Der G- ex 5b- Cf 0F0F; 0.1281: Mit dem Namen Gerbeſtoff(Principium scy- todephicum) wird ein eigener näherer Beſtandtheil der Begetabilien bezeichnet, welcher ihnen einen zuſammen- ziehenden Geſchmack, und die Eigenſchaft ertheilt, thie- riſche Häute loh gar zu gerben: wie die Galläpfel, die Eichenrinde, die Birkenrinde 2c, 6....5827 Der Gerbeſtoff liegt in den Vegetabilien gemei- niglich mit Gallusſäure gemengt. Man überzeugt ſich von ſeinem Daſeyn: 1) durch ihren zuſammenzie- henden Geſchmack; 29) dadurch, daß eine mit Watßſſer gemachte Extraktion derſelben den Tiſchlerleim aus ſeiner mit Waſſer gemachten Löſung, in gegerbten Flob- ken, niederſchlägt. a) Der Gerbeſtoff wird von Einigen als weſentlich nicht verſchieden von der Gallusſäure gebalten- Er hat das damit gemein ,. daß ſeine mit Waſſer gemachte Löſung das Eiſenoxyd aus den eiſenhaitigen Salzen ſchwarz niederſchlägt. Er unterſcheidet ſich aber woſent- lich davon, dadurc<, daß die Gallusſäure die thie- riſc die Wurzeln, die Blumen 2c. haben die Eigenſchaft, farbig zu erſchei- nen, und entweder unter ſchicklichen Behandlungen beſit! dem; ſegen mit d N (eZ ſyeuf| ber bet Pflan) De 4 [vi 108€ 132.1 5 3 beſtimmte färbende Subſtanzen aus ſich abſon- f, dern zu laſſen, wie Indig und Orleanz; oder ſie ſetzen eine Farbe an verſchiedene. Zeuge ab, wenn ſolche mit dazu beſtimmten Grundlagen vorbereitet, in den mit Waſer gemachten Abkoungen jener Pflanzen be- handelt werden, Ob jene Eigenſchaft, verſchiedene 1CIPIUM 309. andtheil de 3 men Farben zu produciren, einem eignen färbenden Princip eilt, th: zuzuſchreiben iſt, oder ob' nicht jene=Sigentehaft von apfel, em Zuſammentreifen mehrerer difſerenter Elemente ab- hängt, verdient noch näher unterſucht zu werden, a) Alle diejenigen jener Pigmente, welſtand wird 1) genannt, Ai un LemyG ern Dfaude ihnen abge“ Jandlung 8 Temperatur | des Vaſſer 113 CÄSS835 ſolche hingegen tro>en deſtillirt, wobei die Temperatur bis zum Glühen kommt, ſo trennen ſich die entferntern Elemente,- ſie miſchen ſich wieder nach einer neuen Ordaung, und unter andern quantitativen Berhältniſſen, und es werden neue Produkte gebildet die in dieſem Zuſtande vorher keine Beſtandtheile ör Vegetabilien ausmachten, r 9. 389+ Jene Produkte beſtehen in Waſſer, in Kohlen- waſſerſtioffgas, in kohlenſtoffſaurem Gas, in brenzlichem Oele, und in brenzlicher Säure (Holzſäure); zuweilen auch in Ammonium; wo- gegen im Rückſtande eine feuerbeſtändige Kohle übrig bleibt, Anmerkung, Wer ſich in der chemiſchen Zerglie- derung der Vegetabilien üben will/ findet dazu in Hermbſtädts Anleitung zur Zerglie- derung der Begetabilien na< phyſiſneten Zuſtande die Beſchaffenheit des Leims, und wird Gallerte(Gelatina) genannt, ß. 396. Die reine Gallerte iſt farbenlo8, geſchmaclos, H 2 Np wovon gemengien die chemi“ 116 geruchlvs, und im re einen Waſſer lv8bar, Ihre mit Waſſer gemachte Löſung geht leicht in ſaure Gährung, und aus dieſer in Fäulniß über 2) Dicethieriſche G allerte 53 mit dem Pflanzen- ſcnet, und troen deſtillirt, ſo wird ſie entmiſcht, Man gewinnt daraus Waſſer, Ammonium, ſtinkendes brenzliches Oel, Koh- + lenwaſſerſtoffgas, Stickſtofgas,. und im Rückſtande bleibt eine glänzende Kohle zurück, die nach dem Aus- glühen farbenloſen, phoSphorſguren Kalk zurück läßt. 9. 398. Jene Produkte der tronen Deſtillation werden aus den entfernten Elementen der Gallerte erzeugt, die ſim? während der Einwirkung einer hohen Temperatur trennen, und unter andern- quantitativen Verhältniſſen "s; mit einander miſchen, um jene Erzeugniſſe zu produci- ren. Jur der K e allein iſt hier ein Edukt, Die entferntern Elemente der Gallerte ſind Kohlenſtoff, Waſſerſioſſ,€ Ef, Phosphorſtoff, Lichtſtoſff, Sau- erſtoff, und Falk Zweiter Artikel Die Lymphe. Das thieriſche Eiweiß. 9. 399. Wäſcht man mageres Fleiſch zu wiederholten malen mit reinem kalten Waſſer aus, filtrirt die Flüſſigkeit dur<. Papier, und ſeßt ihr dann Alkohol zu, ſo ſchlägen ſich farbenloſe geronnene Flocken daraus nieder, die in der Hißze zu einer hornartigen Subſtanz erhärten, Ein "I. iw M" eon ſin Fauln fhion om H) ) 2<> 2a RIED BZ: [Y Why A)-: 05,708 7 T 2441 Des« wr 8 we. +: hte m) Eine öleihe Gertnnung erfolgt, wenn die Flüſſigkeit tpa 0 8227 22. L. s ue Gahrun, bis nähe zum Sieden erhißt wird. S. 409 em 4 TE» Fend“e'€. WIe xD-El€. Yflanu Lene Subſtanz, welFHe mit dem thteriſchen E i- 3. weiß und dem Pflanzenleime(h. 370.) viel Aehn- WARE 1 lichfeit beſißt, wird-gerinnbare Lymphe genannt, Sie DiE Das mengt ſich im FONENEN ZG mit dem Waſſer, im 4 Hel fb gerönnenen iſt ſie aber darin vollig unguflvslich, eben ſo im Alkohol; ſie geht im feuchten Zuſiande leicht in Fäulniß, und es wird Ammonium nebſt Hydro- thiongas und Phosyhorwaſſerſtoffgas daraus 1 Rückſt) ad) dem ij: Kalk zu ue EIS SEE:; 4 entwickelt. Sie löſt ſich in den aenden Alkalien auf, und Salzſäure ſchlägt ſie unter Entwickelung ; von Hydrothiongas daraus nieder, tion werd: E IEE:./ j 2) Durch die tro>ne Deſtillation liefert die Lymphe ganz|| erzeugt, di dieſelben Produkte. wie die Gallerte, Ihre entferntern Temperatur Elemente müſſen daher, mit Ausnahme des Sc WAS SIUZEIN(1.228 Hine DIL rer ptſiof, Gar? S CG 401 Das Fett(Adeps), welches nad) ſeiner verſchie- denen Conſiſtenz bald Talg(Sebum), bald Schmalz, weiß:(Azungia), bald Butter(Butyrum), bald Thran genannt wird, macht einen für ſich beſtehenden Ge- mengtheil in den thieriſchen Körpern aus, der durchs vie Flüſfigie AUG[MMEIEN derſelben in gehdriger Temperatur daraus wol, D abgeſchieden werden kann, JM a) Das reine Fett iſt in der Regel farbenlos, gertne Maſſe mit Alkohol extrahirt, und die Extrac- tion wieder zur Trockne abdunſtet, b) Wenn- friſches magere38 Nindfleiſcch bei gelinder Wärme für ſich deſtillirt, wird, ſo gehet Osmazone in die Borlage über. Sechster: Ar tikel: Dae AERZTE 8. 409 Die Knochen der Thiere ma 2.DE ein Produkt der Miſchung, aus Gallerte, aus Fett, aus Lymphe, und einer erdigen Materie aus, welche letztere allein Knochenſubſtanz gerannt mird. a) Knochen und Knorpel ſcheinen blo38 in der Aushil- dung von etnander abzuweichen, und mit dem zunehmen- den Alter der Thiere, die leßtern in die erſtern über zu gehen. VN 28007 Werden die thieriſchen Knochen zu wiederholten malen mit Waſſer ausgekoc er und: 4)2Waf geſchieden werden können, GE 4125 Wenn die Mild) ſich ſelbſt überlaſſen wird, ſo ſon- dert ſich der butterartige Theil, in Verbindung mit etwas unzerſtörter Mild, auf der Oberfläche ab, r+und bildet den R ahm oder die Sahne, die.älſo von der Milch ſelbſt blos durch weniger Waſſer und Mangel an Käſe unterſchieden iſt, + 413 ; Wird friſche Milch mit Citronenſaft oder Weinſteinſäaure gemengt, und das Gemenge er- 4613 ſo fallen der Käſe und die Butter gemengt zu Boden, wogegen der Milchzu>er gelöſt bleibt, Die übrig bleib zende Flüſſigkeit wird ſüße Molke(Se- FUN Acts: dar ce) genannt, SG. 414, Wird die ſüße Molke verdunſtet, ſo ſchießt eine ſäßlich ſchmecende, im Waſſer ſchwer lösbare kriſtalli- niſers, denn diefer iſt auch in der ſauren Molke no< unverändert verbun- den 3;- ſie wird dur< einen eigenen Stoff von ſchleimar«- tiger Beſchaffenheit herbei geführt, welcher der Mitch inhärixrt, Aus der Mil< läßt ſich daher au<, nach ihrer geiſtigen Gährung, Branntwein darſtellen, GEE ANOZ Jene Säure miſcht ſich mit dem käſigen Theile der Milch, und macht ihn gerinnen; wogegen der fet- tige Theil ſich als ſaure Sahne auf die Oberfläche wirft. Zwiſchen beiden ſteht ein durchſcheinendes, ſäu- erliches Fluidum, welches ſaure Molke(Serum lactis acidum) genannt wird, a) Die von den anklebenden fremdartigen Theilen befreiete Butter, verhält ſic) als wahres Fett. Der ks ſige Theil der Mil< verhält ſich mit der gerinnbaren Lymphe gleichartig. b) Die ſaure Molke iſt eine Verbindung von vielom Waſſer, von einer Säure(der Milchſäure), von Phosphorſäure'und von phosphorſaurem Natron, mit wenigen käſigen Theilen ver- bunden, 123 Zwetter Artikel, N m ein vw kill: E34 2188 8 BITE At. 01h, vit 6.' 417. Das Blut iſt ein gemengtes Fluidum. Läßt man friſch gelaſſenes Blut ruhig ſtehen, ſo ſondert ſich ſolches in eine rothe Maſſe(den Blutku Hen), und in eine gelbweiße Flüſſigkeit(das Blutwaſſer). 62: 418 atmen Ory hald darauf ſſtgartig, E; IEE: I Der Blutkuchen iſt eine gemengte Subſtanz, ſeine Gemengtheile ſind Waſſer, Lymphe, Faſerſtoff, Mil ſMmohot-t 2. OM 048 rothfärbendes Weſen, und ſalzige Theile. Das roth- 5, denn Dieſer EEN GIS I 455 I< "Abert Weibl. färbende Principium hält Eiſen als Beſtandtheil. von ſchleimat« V 1 tr der Milch ZN 5.2 Bl we.. u 5 35 y auch, nad Das Blutwajjer iſt ein Produkt der Miſchung darſtellen aus Waſſer und aus Lymphe, nebſt wenig Galle, und einigen ſalzigen Theilen. zae Wei! 3) Daher gerinnt der größte Theil des Bluts in der Hiße z |) und aus eben dem Grunde fault ſolches leim: gſäurd), vo gen Theilen. Er trocknet an warmer Luft zu einer horn- q aurem vtia>0 T+;.;<&:L 5 DUE% artigen Maſſe aus, und fault feucht, uater Entwicke- [19 lung von Ammonium,; Fd 124< Bierter Artikel, DRere> Srpie 1020.14 GE 421. Der Speichel, welcher während dem Kauen aus den Speicheldrüſen des Mundes ausgeſondert wird, iſt eine geſchma*- und geruchlofe Feuchtigkeit, von ſchau- miger Beſchaffenheit, mit dem Waſſer mengbar, und gerinnbar dur Wärme und Alkohol, GE 4225 Der Speichel iſt ein Produkt der Verbindung von Lymphe, von wenig Gallerte, von Kochſalz, und von Waſſer. Nur im Zuſtande der Krankheit iſt er zuweilen ſauer, zuweilen alkaliſc<, Er faulet S gleich dem Blutwaſſer. Tunſrer Artirtel; 6). 0130 OEM 1 167.0 G. 423+ Die. Galle iſt ein braungelbes ,. bitter ſchmecken- des Flutdum, welches ſich in der Leber der Thiere abſondert, und in der Gallenblaſe angeſammlet wird. Eingedickt hält ſich die Galle Jahre lang. ohne Verderbniß, Sie iſt im Alkohol lösbar, und die Löſung wird vom Waſſer nic ſalz, und' thieriſche Subſtanz. Seine Grundmi- ſchung, ſo wie ſeine Ei genſchaften, ſind aber verſchieden, erbindung Ve n d nachdem er von Fleiſch- oder von Pfilanzenfreſſenden Thiec 1 Rohſalg, ven genommen worden iſt, Kranfheit if; Eul Siebenter Artikel, Da Ge bar nmartr GS. 425- Das Gehirnmark iſt eine markige Subſtanz, von ganz beſonderer Beſchafſenheit. Nach Four- croy's Unterſuchungen iſt das Gehirnmark eine be- ſondere eiweißartige Subſtanz, von halb concretem Zu- ſtande, mit einigen phoSphorſauren Salzen verbunden, ohne eine Spur von Fett zu enthalten. cer Fhmeſfe) ver der Zhi py augeſaet jw la one ar, und die ie beſist näheren Dt afro, em& 426, gens 90% Das Ohrenſ refähigen Subſtraten(Basxes acidifiables), und Sauerſtoff. Die liquiden Sänren halten guch mehr vder weniger Wärme ſtoff eingemiſcht, 9. 437+ Jede beſondere Säure iſt gewöhnlich aus zwei bil- denden Elementen erzeugt, dem ſäurefähigen Sub- ſtrat, und dem Sauerſtioffe. Vom Subſtrat Cv Hetmbſtädt's Kammergl»Chemise,< <<<<<-=AIIR RI IIIS Wb=, 150 hängt der ſpeciſike Karakter jeder einzelnen Säure ab; der Sauerſtoff iſt allen Säuren gemein: er iſt das Säure erzeugendein denſelben. 3) Wir kennen auch einige Säuren ohne Sauerſtoff, in welchen der Sauerſtoff ſich wenigſtens zur Zeit noh nicht hat erweiſen laſſen. b)' Dieſes iſt der Fall bei der Salzſäuve, der Hydro: thionſäure, der Hydrotiodſäure, der Fluß: ſ:a ure und der(Bor axſaure. DObvbrſie ſich als ſolche beſtätigen werden, muß die Zeit lehren, c) In den meiſten derjenigen Säuren, in welchen der Sauerſtoff zur Zeit noc< nicht hat erwieſen werden können, iſt das Daſcyn des Waſſerſtoffes faſt außer Zweifel geſeßt. Es ſcheint daher, daß au? en Guro ab 3,9997) ſ dai ? Gauerſfeft 115 zur Zit nh , der Hyd; , der Fluß ? ſic) als ſold in welchen der erwieſen werden ffes faſt aufet auc< der Paſ: die Eigenſchaft ubſtraten Git: fannt eines auerſioffe ertelzau! &(Oxydum) o(Acidum in“ Gaue(dar P, die Salz: Sauerftoſſ uren bild? macht m Gubſitaten, nvollfomm vorwug in der pie) D- mwdſ<"“ Yho8pho" 131 ſäure(A. phosphoricum), und phosphor ig e Saure (A. phosphorosum) 2, a 9. 440. Die ſäurefähigen Subſtrate ſind entweder einfaſtoff 16, oder ſie ſind gemiſcht, wie der Zu er, das Kraft- mehl 2. Im erſten Fall entſichen Säuren mit einfachem, im zweiten Fall entſichen Säuren mit gemiſchtem Subſtrat, a) Der Zu>er, das Kraftmehl, das Gummi, die Harze und mehrere ähnlihe Subſtanzen enthalten immer ſchon mehr oder weniger Sauerſtoff in ihrer Grundmiſchungz ſie machen daher bald natürlich) gebil- dete Oxydüle(Viertelſäuren), bald Oxyde(Halb- ſäuren) aus, b) Aehnlihe Ory düle und Oryde finden ſich auch unter den nähern Beſtandtheilen der animaliſchen Sudb- ſtanzen. zB. die 1Ga lle x bi0.50d1e 29. m phie),"die Galle u. ſ. w., die dur) die Mittheilung von Sau- erſtoff gleichfalls in die Beſchaſſenheit wirklicher Säu- ren übergehen. SG. 441, Zufolge der verſchieden gearteten ſäurefahigen Sub- ſirate kennt die Chemie gegenwärtig eine bedeutende Anzahl von ſpecifiſch verſchieden gearteten Säuren, von welchen indeſſen hier nur diejenigen näher erortert wer- den, welche als Gegenſtände der Kammexral'- Che- mie eine Anwendung ſinden. SG: 442 Zu jenen Säuren mit einfachem Subſtrat gehören: 1) die Kohlenſtoffſäure; 2) die Schwefelſaure; 3) die Salpeterſäure; 4) die Salzſäure; 5) die Phosphorſäure, Von denen mit gemiſchtem ev: 3 2 “4 152 Subſtrat kommen hier in nähere Beirachtung: 1) die Weinſteinſäure; 2) die Citronenſäure; 3) die Aepfelſaures;- 4). die Kleefſäure; 5) die Eſſig- ſäure; 6) die Bernuſte nſäure; 7) die Gallus: ſäure; 8) die Blauſaure. Ulle übrige gehören vor das Forum der al lagemeinen Chemie, a) Eine vollſtäadige Ueberſicht aller in der Cremie bekannten Särvren, findet man in Hermbſtädts Grundriß der al!gemeinea Experimental- Ghemie, 1, 2, 3 und 4 Sheil. Berlin bei Rottmann. Erſt er Abtheilung: Säuren mit einfa, weder zur Unterhaltung der Reſpiration, noch der Verbren- nung tauglich ,' und wird vom Waſſer total eingeſaugt, welches damit die liquide Kohlenſtoffſäure dar- ſiellt. a) Verſinnlihung dur< Experimente. OS: 449 Kommt die Kohlenſtoffſäure mit ſolner Säure, und 25, 6 Waſſer gemengt, Sulphuricum. Q.. 453» Man gewinnt die Sch wefelſäure: a) entweder durc< die Ausſcheidung aus ihren natürlichen Verbin- dungen; oder b) durch die Erzeugung aus ihren bilden- den Elementen. Das erſte geſchiehet durch die trockne Deſtillation des vorher bis zur Weiße kalzinirten Ci- ſenvitriols; das zweite durch die Verbrennung des Schwefels in Vermengung mit Salpeter, Ihre Fabrikation wird bei der Vitriolbrennerxei weiterhin gelehret werden, SG. 454: Die tropfbare S< w efelſäaureiſt in ihrem reinen concentrirten Zuſtande farbenlos, dickflüſſig wie Oel, we= Vitriolöl(Oleum vitrioli) genannt, S- 455. Jene Säure iſt ſcharf und brennend von Geſchmack, und verkohlt alle organiſche Subſtanzen, mit denen ſie in Berührung kommt. Mit dem Waſſer miſcht ſie ſich ſehr leicht unter allen Verhältniſſen, aber mit Erhi- hung: die mit 8 Theilen Waſſer verdännte Schwefel- ſäure, wird gemeiniglich Vitriolſpiritus(Spiritus vitrioli) genannt, . 2) Weyn die concentrirte Schwefelſäure unter verſchiedenen quantitativen Verhäitnifſen mit Waſſer gemengt wird, ſo nimmt ihre zerſtörende Kraft gegen organiſche Körper ab, und verbält ſich nun wie“ das Quadrat der Waſſermenge, womit ſie verdünnvp iſt: ſo daß, wenn die Wirkung der Säure, im nicht verdünnten Zuſfande, gdich Eins iſt, die Wirkung des Gemenges von einem Theil Säure und zwei Theilen Waſſer, eine vierfach) ſchwächere Kraft beſißt u. ſv W. S- 456. Der eigenthümliche Karakter jener Säure ergiebt ſich am deutlichſten aus den neutralen Salzen, welche ſie mit den Alkalien, mit den Erden, und mit den Metalloxyden erzeugt.- Sie" werden ſchwefel- ſaure Sia l30(Sala Sulphurica. Sulfates) genannt, und gehen, wenn ſie mit Kohle geſchmolzen werden, in den Zuſtand der Sner reiner Salpeter mit 15 Theil concontrir- ter Schwefelſäure verbunden, bis zur Trockne überdeſtillirt werden, die Schwefelſaure aber vorher mit 2 Theilen reinen Waſſer verdünnt worden war, a) Darſtellung dex Salpeterſäurez Verſinnlichung der- ſeiben dur< ein Experiment, b) Was in der, Retorte zurükbleibt, iſt ſmner veiner Salpeter.mit 1. Theil concentrirter Sſtoff- oxyd, iſt ein Produkt der Miſchung aus 44, 50 Stide> 4|. 000 ſtoff und 55, 95 Sauerſtoff, Sie iſt niht miſchbar mit dem Waſſer und erſcheint in einem gasförmigen Zuſtande, Das ſalpeterhalbſaure Gas ſaugt' mit Begierde Sauerſtoff aus dem Dunſtkreiſe ein,| und wird dadur< in Salpeterſäure umgewandelt,| Sie iſt an ſich ſelbſt nicht ſauer, und zeigt daher auch| fel Xeine röchende Wirkung gegen das Lackmuspapier, [1701 d) Man gewinnt die Salpyeterhalbſäure gasförmig, una als ſalpeterhalbſaures Gas, wenn reguliniſche AOA | Metalle(beſonders Kupfer) in mäßig ſtarker Salpe- jn 1] terſäure aufgelöſt werden; auc< wenn organiſche bar 1 orydirbare Subſtanzen(wie Zucker, Phosphor, end, Holzſpäne2c.) mit Salpeterſäure in pneumati- ſchen Vorrichtungen gefocht werden. Die Salpeter-|;) ſäure ſekt hierbei einen Theil ihres Sauerſtoffes an jene Materien ab, und ihr zweiter Theil wird als| Salpeterhatlbſäure gasförmig entwicelt,| e) Das Sticſtofforydül iſt ein Produkt der Miſchung| "aus 653, 3 Stiäſtoff und 36, 7 Sauerſtoff. Man gewinnt. ſolches, wenn ſalpeterſaures Ammo-| nium, mit ſeinem doppelten Gewichte Sand gemengt, aus einer gläſernen Retorte deſtillirt wirdz auc< wenn man Zink in ſehr verdünnter Salpeterſäure aufliöſet z aucſtofforydülgas zurück läßt, Na- türlich gebildet ſoll das Sti>ſtofforydülgas ſich| auch in der Schwimmblaſe einiger Fiſche finden,| €) Das Stidſtoffoxydülgas mengt ſich mit dem Sau- erſtoffgas ohne zerſeßt zu werden, Auch mit dem ſalpeterhalbſaurem Gas gemengt, erzeugt es| Nn keine Säure in ſelbigem; Lichte brennen darin lebhafter| M2 als in atmoſyhäriſcher Luft z es iſt aber nicht vermögend| Ch die Reſpiration zu unterhalten, Vom Waſſer wird es 09 kotal eingeſaugt,| vm ; DEN ) dis Gtifſton 4, 30 Gti: en niht wihbap nem Quan (ve Gas mt Dunſtfreig[| € uUmgewande, jeigt daher aus 16papier, (ve gaöformig, enn requliniſhy arfer Galps enn organiſe Phos8phot, e in pneumati: e Salpeter: zucrſtoffes heil wird als elt, der Miſchung |off, Man ves Amm: and men wd; auh wen! alpeterſäur! on, Went 001 inem Eiſen 1 jalpeter: fro ff entzier &(apt, Nd- dülgas ſih he finden, mit dem Gal Auch mit dit t, erzeugt 0 darin lebhafte! igt vermögend oiſer wird 6 a.-. memnegregnmeann zur a ien urzezzereenunenen= 141 Viertev Artikel, Die Salzſäure.(Die Chlorinſäure, Die Ha- logenſäure.) 6. 464. Wenn gewöhnliches Kochſalz, mit Schwe- felſäure gemengt, deſi.llirt wird, ſo wird eine Säure eigener Art entwickelt, die man Salzſäure(Acidum muriaticum) genannt hat. Sie kann in drei verſchie- denen Zuſtänden exiſtiren: 1) gasförmig; 2) tropf- bar und rauchend; 3) tropfbar und nicht rau- nes Kochſalz und 53 Theile hö<ſt concentrirte S ure ein Pom alogen(+ 47% von Gauer 3 der Ahe de! ) vas eigenthun" ) ſit giebt, 1] 143 der Verbindung mit dem Waſſerſtoffe, ein der Chlo- rine ſehr ähnliches Produkt. Die genauere Entſchei- dung dieſer Fragen muß fernern Unterſuchungen über- laſſen bleiben, Die oxydirte Salzſäute. Das-Eu 470. Wenn ein Gemenge von 4 Theilen Ko<ſälz, z Theilen Schwefelſäure, 13 Theilen ſc<;warzem Manganoxyd Theilen Waſſer in einer pneumatiſch- chemiſchen Geräthſchaft der Deſtillation unterworfen wird, ſo entwickelt ſich ein Gas in gelb- grünen Dünſten, welches oxydirt ſalzſaures'Gas, auc< Chloringas und Halogengas genannt wird, a) Darſiellung dieſer Gasart durd) ein Experiment, ! 9. 471. Ueber die Bildung jener GasSart, ſind die Meinun- gen noch getheilt. a) Man nahm früher an, die Salzſäure, welche bei Darſtellung jenes"Gaſes aus dem Kodſalze ent- wiFelt wird, theile ſic) in zwei Hälften. Der eine Theil löſe das Manganoxyd auf, und entwickle dar- aus das Uebermaaß des Sauerſtoffes, der zweite Theil verbinde ſic) mit dieſem Sauerſtoffe, und er- zeuge, damit eine orhydirte Salzſäure(Acidum mu- viaticum oxydatum), die durd) den Beitritt des Wäre meſtoffes zum orydirt ſalzſauren' Gas(Gas acidi muriatici oxydati) ausgedehnt werde, und zZ b) Davy, wel; es zerſtört die Farben aller Vegetabilien, wird vom Waſſer total eingeſaugt, und ſtellt damit die li- qurde vrxydirte Salzſaure(Wie tropfbare Chlorine) dar, S9. 473+ Die entfärbende Eigenſchaft jener Subſtanz, ſie mag gasförmig oder liquide ſeyn, macht ſolche zu einem wichtigen'Gegenſiande. für die Bleichung lei- nener und-baumwollener Waaren, Sie zerſtört das farbige Weſen derſelben und bleicht ſie weiß, Ani- maliſche Subſtanzen, Wolle und Seide, werden davon gelb gefärbt, a) Verſinntichung der bleihenden Kraft jener Gasart, durch ein Experiment, Se 4744 Jenes Gas wird unter EntwiFelung von Licht und Wärme entmiſcht, wenn Phosphor, oder wenn leicht oxydirbare Metalle, vorzüglich Spießgl anz oder Wismuth, im verkleinerten Zuſtande hineingebracht werden, 3) Beweis dur< Experimente, S« 475+ Da3 Produkt der Mengung jener Gasart mit Waſſer, ſowie die GaSsart ſelbſt, befördert das Kei- men alter verlegener Pflanzenſaamen, wenn ſolche darin eingeweicht werden, indem ſie eine den Keim belebende Veränderung darin vergnlaſſet, G+. 476, GARE<< [non Qüpe: alinhn Guhl: eine gtingeh 1 bitterh Gs tabilien, wih damit die|; tropibar! Subſtanz,| nacht ſole Weicung le: Sie erſt weiß, Int de, werde! x Gaar dy mp bon Lit x, oder wenn ßalanz ode! ineingehrau! G gönn vvert das Zu m ſold! darin zwi belebend! 9,46 145 G. 476. Jenes Gas neutraliſirt das Kali, das Natron, den Kalk, den Baryt und den Strontit, Das Ammonium wird dadurd zerlegt. Mit Metall- oxydengeht es keine Miſchung ein, Ss 477+ Die neutralen Verbindungen der Alkalien mit jenem Gas geben im Glühen reines Sauerſtoffgas von ſich, und bleiben als gemeine ſalzſaure Alkalien zurück, a) Hier wird nach der ältern Anſicht die Salzſäure in der Glühhiße von den Alkalien angezogen, und der Sauerſtoff gasförmig entwickelt, b) Nah der neuern Anſicht, nach welcher die Alkalien natürlihe Metalloxyde ausmachen, verlieren ſie davei ihren Sauerſtoff, und ihre Baſen gehen mit der Chlorine in Miſchung. G.- 478. Werden die durX, höchſt feuerbeſtändig, ſchmelzbar, und verglasbar. Yu befördert ſie die 0] Verglaſung anderer Subſtanzen. In Verbindung mit DNN Kohle deſtillirt, wird ſie entmiſcht, und es wird P h o s- phor gebildet. 6. 482 Außer ihrer Eigenſchaft, PhoSsphor zu lie- fern, wenn ſie in Verbindung mit Kohle deſtillirt ') jW" wird, karakteriſirt ſich die Phosvhorſäure auch 45 0[0 die Berglasbarkeit ihrer neutralen Salzverbindungen i1 000 160 0 2000 Feuer. iM als zur ſo wi) Sul, 4 by zun Guerſio Ne der Vio) und Doſe ſuf als H mit Gaye wnimali wmimalj Crirementen nN, und in 1 un ſolche abe: Ywefelſaur 1; nigt, und dy aus den Ant: gepulverten Zu ' wefelſäut, Waſſer verdün t werden, | Pho8phor wwefelſgurt? eſa FW vs, geruchlth wertbeſtändig, dert ſi dt yhindung 1! 5 wird Pho? phor zu lv ple Defüllit ve auc) dure) bindungen iw 147 9:4: 0 2506 0 105.028 2860704480 5.8 9."483 Wird dem Phosphor weniger Sauerſtoff gegeben, als zur Bildung der Phosphorſgäure erforderlich iſt, ſo wird pyosphorige S äure(Acidum Phosphoro- Sum. Aride plosphoreux) erzeugt, Sie erſcheint flüch- tig, von knoblauchartigem Geruche: ſaugt aber leicht Sauerſtoff ein, und geht in Phosphorſäure über. a) Die phosphorige Säure iſt ohngefähr aus gleichen Sheilen Phosphor und Sauerſtoff zuſammen ge- ſekt, b) Die phosphorige Säure wird beim Zerfließen des PhoSsphors an der atmoſphäriſchen Luft mit der Phosphorſäure zugleich gebildet, c) Die übrigen Säuren mit einfachem Subſtrate gehören vor das Forum der allgemeinen Chemie, Hier ſind nür diejenigen näher eröxtert worden, welche mit den ſpäterhin zu erörternden Gegenſtänden der Agronomie und des Kammeralweſens in Beziehung ſtehen, Z weinte Abt hz e-i Xun 9: Säuren mit gemiſchtem Subſtrat. CG, 1484; Die gemiſchten ſäurefähigen Subſtrate ſind entwe- der Produkte der natürlichen Miſchung aus Kohlenſtoff und Waſſerſtoſſ, oder ſie enthalten auc noch den Stick- ſtoff als bildendes Clement. Kommen ſolche zum Theil mit Sauerſtoff verbunden vor ,. wie der Zucker, die animaliſche Gallerte 20.5 ſo machen ſie:natürliche animaliſche, ſo wie Pflanzen-Oxyde aus. NELE . Ein und eben daſſelbe gemiſchte Subſtrat iſt daher geſct, ſehr mannigfaltige Säuren zu produciren, ze KE 2 2 oem 82 146 nachdem der Sauerſtoff in'größerm oder geringern Maaße damit in Verbindung geſeßt, und ze nachdem das quan- titative Verhältniß der übrigen Elemente dadurd) mehr oder weniger abgeändert wird, Erſter Artikel. Die Weinſteinſäutrte. 9. 486. Die Weinſteinſäure(Acidum tartaricum, "Acide tartarique) findet ſich zum Theil an Kali gebunz- den, ohne dadurch neutraliſirt zu ſeyn, im Weinſtein (Taxtarus), einer ſauren, ſalzig- kriſtalliniſchen Sub- ſtanz, die ſich aus jungen ſauren Weinen nach und nach von ſelbſt abſondert, und an den innern Wänden der Fäſſer anlegt.' a) Die Weinſteinſäuvre macht au einen Beſtandtheil in dem Safte der unreifen Weinbeeren,.der Johan- nisbeeren und, vieler andern ſauren Obſt- und Bee- xenfrüchte aus, aus denen ſie abgeſchieden werden kann. 0. 1874 Man ſcheidet die Weinſteinſäure aus dem reinen Weinſteine, Weinſteinkriſtal l(Cremor tartar1), wenn man ſelbigen ſo lange in mit ſiedendem Waſ- ſer geimengte Kreide trägt, bis kein Aufbrauſen mehr erfolgt, und den hiebei unauflöslich niederfallenden weinſteinſauren Kalk mit Schwefelſäure zer- legt, den erzeugten Gyps abſondert, und die flüſſige Säure zur Kriſtalliſation verdunſtet, : a) Darſtellung der Weinſteinſäure dur ein verſinnli- ner Weinſtein- ſäure und 215,5 Kriſtallwäſſfer, b) Hundert Theile waſſerfreie Weinſteinſäure ſind zuſammengeſeßt aus 19, Kohlenſtoff, 10,5 Waſ- ſerſtoffiund 70,5 Sauerſtoff, 9+ 489. Als eigenthümlicher Karakter der Weinſiein- ſäure iſt zu bemerken, daß ſolche in Verbindung mit dem Kali, dem Natron und dem Ammonium gern überſäuerte Salze bildet, und das ſalzſaure Kali zerlegt. Ihre mit neutraliſirenden Stoffen erzeugs= ten Verbindungen ſind im Feuer zerſtörbar, Zweiter Artner Girroncenaſanrr re S. 490 Der Citronenſaft iſt ein gemengtes Fluidum, aus Aepfelſäure, aus Pflanzenſchleim, aus Die - vielem Waſſer, und einer eigenthümlichen Friſtalliſir- baren Säure gemengt, welche leztere Citronenſäure (Acidum citricum. Acide citrique) genannt wird. 2) Die Citronenſäure macht auc< einen Gemengtheil in dem Safte der unreifen Stachelbeeren, der I0 hannisbeeren, der ſauren Kirſchen, der Him- beeven 26, aus, ==<==<= naue ae ee SE Ri SEE ERN 5im Zr = 8+:; 491. Man gewinnt die Citronenſäure vein, wenn man den Citronenſaft bis auf den achten Theil ausfrie- ren läßt, und den Rückſtand mit 2 Theilen Alkohol kalt eytrahirt, welcher die Schleimtheile ausſcheidet. Wird c ed. | der Alkohol abgedunſtet) ſo ſchieß zuletzt die"Citro: || nenſäure zu blättrigen Kriſtallen an. / || 2) Reiner noch kann man ſie aus dem Citronenſafte ||| ſcheiden, wenn ſolcher durch Kalf nenträliſixrt, und der 14.0449 zu Boden gefallene citronenſaure K alk.,;im vorher AAN) getrockneten Zuſtande, mit der Hälfte ſeines"Gewichtes 14); Schwefelſäure.(nah der 5. 437, angegebenen Me- 03,0 0906] thode) zerlegt wird, 14 0 b) Hundert Theile tro>ne Citronenſäure ſind(nach j|| h'| 1 Gay-Lufſac) zuſammengeſeßt aus:53, 312 Ko hlen- 1]/ 1, ſtoff, 6,330 Waſſerſtoff und 59, 859 Sauerx- 81 1) 040] 1| 0. (9,00) 140 HE" G 492. | 11| Die kriſtalliſirte Citronenſäure iſt angenehm- ſauer |. 9) 1119 44 Ge I vie 4.. 8 3 e ION! von Geſc, ſchärfer wie die Wein ſfteinſäure, h) 00 leichter löbSbar im. Waſſer,„und 3erſtörbar ,im Feuer. Yo SPAEEE MN KOKN 55 S 8 je;; 2 Jauk 2 7 NN: Sie unterſcheidet ſich aber weſentlich von der Weinſtein- en 3 ENG Ie: Ep j? Nep 20 M ſäure dadurc<, daß ſie mit den Alkalien keine über- 8082 300 R! Z Ee L ew 11|| ſauerte Salze erzeugt.: | 10 1,0 4 Dritter Artikel. ej|| 4 e 1 Hj 1 4). 150 Mee 4 001.0 j 14,48| j' 0 C. 495: 9704) 1 4). y e.. Z 04 010 1900) Die Aepfelſäure(Acidum malicum. Aride "4| 0)% nN--.--- AR Ps SDR 4,0100) malique) findet fich im Safte der ſauren und ſüßen 8 M9 Aepfel, mit Zucker, Schleim und Waſſer gemengt. „NEN LE; S„DU Ld NN ||)| jj)- Auch die meiſien andern Säfte der Obſt- und Beeren- SEN UWENN ZUE I Z DER' || 0 früchte, enthalten die Aepfelſäure als Gemengtheil, 4106004 0.07)- ME ZD freche ma: ſcm, und Gis ;) Die lim) ft Jex Acet tt Nin, en eil 9 vcw fee Y Bt die City Sitronenſe äliſirt, unh Kalk, im vorh - feines Gewitty angegebenen Ih äure ſind(ndl 91Ä Ko hley ; 859 Gauer Anm Fa feinſau) (bar„im Je er Weinſte yn Feine über licum, Aid on und ſüße fer gemengt, „(nd Deere Wi 151 O+ 494 Die reine, von aller fremdartigen Beimiſchung be- freiete Yepfelſäure er] ſcheint liquide, braun von Farbe, mäßig- ſauer von Geſchma>, nicht kriſtalliſirbar, und iſt im Feuer zerſtörbar. Mit dem Kali, dem Natron und dem Ammonium liefert ſie immer zexfließbare EE Man ſcheivet die Aepfelſäure aus dem Safte der ſauren Aepfel, wenn man ihn vorher durch das Aufkochen mit Eiweiß klarificirk, um die gerinnba- ven Theile daraus hinweg zu ſchaffen 3 dann die übrige ſaure Flüſſigkeit mit Natvon ſättiget, und das gebil dete äpfelſaure Natron durch eſſigſaures Blei zerlegt, Hier wird äpfelſaures s Blei, als ein un- auflöslicher Niederſchlag, gebildet 3 aus welchem nun durch die Digeſtion mit Schwefelſäure diereinere Aepfe:: ſäure abgeſchieden, wird, b) Künſtlice) gewinnt man die Aepfelſäure, wenn 2 Theil Zu>er mit 3 Theilen Salpeterſäure bis zur Bilvung einer kaſtanienbraunen Flüſſigkeit gekocht wird, Vierter Artikel, DD. 4.5002. 48 50-2002 0.8.20. GS. 495+ Die Kleeſäure(Acidum oxalicum. Acide 0Xxa- ligue) findet ſich zum Theil mit Kali verbunden im Sauerkleeſalze(Oxalium. H?2/>l'oseille), das, aus dem Safte des Sauerklees, oder Haaſenklees (Oxalis Acetosella L.), des Sauerampfers(Bu- mex Acetosa L.) 2c, durchs Verdunſten und 5 NSE ren gewonnen wird, 6. 496. Man erzeugt die Kleeſäaure auch künſilih, wenn Zu>er mit ſeinem ſechsfachen Gewichte Salpeter- ſäure ſo lange deſtillirt wird, bis keine rothe Dämpfe 152 mehr übergehen, da ſolche denn aus der rückſtändigen Flüſſigkeit kriſtalliſirt, Sie wird deshalb auch Zu> er- ſäureenannt, a) Hundert Theile Kriſtall- Kloeſäure ſind zuſammenge- ſeßt aus 77 tro->ner Säure und 23 Waſſer, b) Hundert Theile trockne waſſerfreie Kleeſäure ſind zu- ſammyengeſeßt aus 56, 566 Kohlenſtoff, 2,745 Waſ: ſerſtoff und 40, 689 Sauerſtoff, 6) Darſtellung der Kleeſäure dur< ein verſinnlichendes Experiment, Ne 40767 Die reine Kleeſäure erſcheint in farbenloſen, vierſeitig ſäulenförmigen Kriſtallen, ſcharf- ſauer von Geſchma>, an der Luft verwitternd, und iſt im Feuer fublimirbar, ohne zerſtört zu werden; ſie löſt ſich im Waſſer mit einem kniſternden Geräuſch auf, und ſchei- det den Kalk aus allen ſeinen Salzverbindungen ab, Sie geht gleich der Weinſtein ſäure, mit dem K ali» dem Natron und dem Ammonium gern überſäuerte Salzverbindungen ein. a) Zöre große Anziehung zum Kalke madt ſie zu einem eben ſo wichtigen als unentbehrlichen Reagens für die Prüfung auf Kalk, und ſeine Abſcheidung aus andern Berbindungen. Fünfter Artikel, De Efſtaſlaure. i 9. 498. Die Eſſigſä ure(Acidum aceticum. Avcide ace- zique) findet ſich fertig gebildet im Splint der zungen Bäume, Mit vielem Waſſer, Schleime., und Wein- ſieinſäure gemengt, bildet fie den Weineſſig(Ace- tum vini. Vinaigre), der ein Produkt der auren, oder Eſſiggährung iſt; und nebſt dem Bzereſſig(Acetwn cerenst werden 1 Die [8 ine ſymad un uvVa NE ſun; Di in Verh fun ind trg Zu und Ef; ) du Jene WU worde Uſſerſ "" Wes des vida alb auh 306, 'e ſind UN 23 Waſſie (eeſäure fy dif, 2,7453: In verſinnliky in farben) atf-- ſauet 4 d iſt im Zy ie Löſt fich 1 If, und ſch) indungen: ah it dem Fal cn überſäuert nagt fie zu eint Neagens für) Aung aus anden! 1, Avid? ät: int der Ju », und Weit- eſſig(02 - jauten, ode! ig(AcetW! 153 cerevisiae) bei den Eſſigfabriken näher abgehandelt werden wird, a) Natürlich gebildet findet die Eſſigſäure ſich auch in den reifen Fruchtbeeren von Suma, ſo wie in den RO ſen. den JUiteverblumenu. 1 w.z.aus denen ſie durne Eſſigſäure ſind zuſam2 mengeſeßt(nam Gay-Luſſac) aus 50, 224, Kohten- ſtoff, 5,029 Waſſerſtoff und 44,142 Sauer: ſtoff. 9. 499+ Die reine waſſerfreie Eſſigſäure iſt liquide, farben- los, in der Kälte kriſtalliſirbar., ſcharf- ſauer von Ge- ſcnem eſſigſauren Natron oder eſſigſau- ren Blei und Shwefelſäure durch ein verſinnli- t ſehr mäßig-ſauer, etwas adſtiringirend, kriſtalliſirt in theils ſchuppigen, theils nadelformigen Kriſtallen, iſt in 3 Theilen ſieden- dem Waſſer lösbar, fället das Eiſen aus ſeinen Auf- ſungen ſchwarz, und iſt im Feuer ſublimirbar. Sie macht ein wichtiges chemiſches» Reagens für das Eiſen auS, C+ 25.4016 Das Subſtrat der Gallusſäure iſt aus Koh- lenſtoff, aus Waſſerſtoff, aus Sti>ſtoff, und wahrſcheinlich auch Phosphor ſtoff zuſammengeſegt, welche durd) den Sauerſtoff in Säure umgegandert" ſind. Sie findet ſich in der Brühe der ausgegerbten Lohgruüben der Ledergerbereien immer gegenwärtig, Achter Artifel, DETE BEN ASUSTEAZUET Ee GEE 5IA54 Die Blavſäure(Acidum borussicum. Acidum cyanicum. ride prusSigue) 5.2 ſich in den bittern Mandeln, den Blättern vom Kirſchlorbeer (Pruni „Ama ſhe mall gebun) blaue Wenn Iman H) Saſſer ver Ey ait ncht älte noh 1 dern ertraftiy Stinffur) , Aewinnt m) Zalläpfeln mäßig„faut, ſchuppigen eilen ſieden: ſeinen Auf: ebar, Se das Eiſen iſt aus A dfoff, u mmengeſeht, umgeandert uSgegerött! vortig, m Acidum a bittern 4lorden! 157 (Prunus Lauro- Cerasus L.), den Pfirfichblättern (Amygdalus Persica L.), der Rinde der Traubenkir- ſche(Prunus Padus L.) 2c., auch in allen feſten ani« mäliſchen Subſtanzen, und an Eiſenoxyd gebunden, macht ſie das faärbende Weſen im Berliner- blauaus, a) Die Blauſäure kommt theils nakfürlich gebildet in den genannten Vegetabilien vor, theils kann ſie durch die Kunſt zuſammengeſeßt werden, b) Das concentrirte Waſſer der bittecn-Mandetln, ſo wie der Blätter des KirſE- muspapier zu röthen, c)'Wird die fceie Säure jener Wäſſer durc< Kali oder Natron neutraliſirt, ſo ſchlagen ſie nun die Auflöſun- gen des Eiſens in Säuren blau nieder, Der Nie- derſhlag iſt blauſaures Eiſen, d) Man gewinnt die Blauſäure künſtlih, wenn Sal- miak, Kohle und Kali zuſammen geglühet werden. Es bleibt dann blauſaures Kali zurück, e) Die Blauſäure ſheint aus Kohlenſtoff, aus Waſ- ſerſtoff und aus Stickſtoff gebildet zu ſeyn, und keinen Sauerſtoff zu enthalten. CG. 512. Die Blauſäure erſcheint in ihrem reinen Zu- ſtande gasförmig„, iſt aber mit dem Waſſer mengbar, Sie beſit einen durnes Blut und 1 Theil mildes Kali zuſammen geglühet werden, und der Rückſtand ausgelaugt wird. Site ent- hält immer noH Eiſen gelöſt, „Sten en ber ABT heit ng DLAUECEX S>-12Wi2 0 1420 703 j STER ZA Salze(Sales. Salia. Se/s) werden die Produkte der neutralen Miſchung genannt, welche aus der Ver- bindung der Säuren mit den Alkalien, den Erden und den Metalloxyden hervorgehen. 6 5157 Nach dem ſpeciſiken Unterſchiede der ſalzfähigen Baſen werden jene Produkte 1) in neutrale kali- ſhe, 2) in neutrale erdige, und 3) in neutrale 'metalliſche Salze unterſchieden: aud) werden ſie durch die Benennungen Neutralſa lze, erdigeMit- telſalze, und metalliſche Mittelſalze auSge- zeichnet, 6. 516. Wir kennen gegenwärtig eben ſo viel neu = da .-- - e.Sal 3 verbindungen, als BWerbindungen der ver THIWDEWEN. UGT L Y „Ne n mit den Alkalien, den Erden, und dei Metalloxyden denkbar ſind, 67 517% Daher. giebt es kohlenſioſſſaure Salze(Salia cax- Hons hun 108, x jrates, Color! Cali! A (he In) Jm fu dir Jod die even und R; vy' JO Unten UDE enam in liquide iw Lilöſung y Theile E19 Em ſammen degli wird, Sieg; ung, die Vrodift aus der Yet: » den Erde! der ſalzfähig! utrale Fal: inneuttalt hy werden ſie dige Mit a136 qu! Luals(Salt Jeri Wide verſäteden [3] 159 bonica. Carbonates), ſchwefelſaure Salze(Salia sul- phurica. Sulfates), ſchweflichſaure Salze(Salia sulphu- T05a. Sulfit 8S), ſalpeter aure Salze(Salia LETICIA: INTE trates), ſalzſaure Salze(Salia muriatica, Muriates), Chlorin- oder oxydirt ſalzſaure Salze(Salia chlorinica. Salia muriatica oxydata. Muriates oxygenves) 1c, Gen 50 Die neutralen Salze zeigen oft wieder eine chemi- 3 Xerboden, Gartenboden, Waldboden) genannt. Der Boden macht daher das rohe Material aus, aus welchem der Landwirth, nach deſſen mehr oder weniger zweckmäßigen Bearbeitung, größern oder geringern Ertrag erzielen kann, F+. 49215 Der Boden iſt ein Produkt der Mengung aus man- nigfaltig verſchieden gearteten Subſtanzen, Erden, und andern Materien, 9. 522. Die differenten Subſtanzen, aus welchen der Bo- den gemengt oder zuſammengeſeßt iſt, beſiehen;: a) ent- weder in ſolchen, welche dauernde-Beſtandtheile deſſelben aAus- Qualitä wahn ys N nh ORN wähl 4... NE jäße auf ' ausübenty q gro nom! Kothen Defbay artenbod! pt daber Di jwirth, nad) Yegrbeitung, n ung aus „ Erden, 1% (un der Du hen; a) en! eile deſfelhe pu 161 ausmachen; oder b) in ſolchen, deren Quantität und Qualität nach Umſiänden veränderlich iſt, a) Die erſtern bleiben ſi) in Hinſicht der Quantität faſt immer gleich. b) Die leßtern ſind nach Beſchaffenheit der Umſtände oft veränderlich, ſo wohl in Rückſicht ihrer ſpecifiken Natur als ihrer Quantität, Erſte Abtheilung: Von den unveränderlichen Beſtandtheilen des Bodens. 8. 523- Die ſic) immer gleich bleibenden, und in ihrer Natur unveränderlichen Beſtandtheile des Bodens geben zur wahren Nahrung der darin wachſenden Pflanzen nichts ab; ſie machen vielmehr nur das Medium aus, in welchem ſich die nährenden Theile fär die Vegetabi- lien anſammlen, und wodurch die Wurzeln der Gez wächſe feſt gehalten wrrden. a) Hierher gehören alle einfache Erden, ſo wie die Produkte ihrer Mengung und ihrer Miſ err ums. Erſrer"Artafel. Gp 07 ZG AIST Ze*rLED:€ 9.- 531: Die Talkerde(Bittererde) findet ſich, gleich dem Kalk, obſchon weniger häufig, zuweilen im Boden gegenwärtig, und iſt ſonſt immer mit dem Kalk ver- wechſelt worden. a) Man nennt jene Erde Talkerde, weil ſie in allen im Mineralſyſteme zu dem Talkgeſende Salze erzeugt. GS. 5532« So wie die Talkerde als Gemengtheil im Aerbo- den vorkommt, iſt ſie allemal mit Kohlenſtoffſaure ver- bunden. Unvermengt mit andern Erden erſcheint ſie in dieſem Zuſtande in pulveriger Form, geſchmacklos, far- benlos, leicht zerreiblich, OG.+ 533* Die Talkerde brauſet in dieſem Zuſtande mit den Säuren, ſie wird, wenn ſie rein war, von der ver- dünnten Schwefelſäure vollkommen aufgelöſt. Die Auflöſung ſchmeckt bitter, und lieferxr beim Abdunſten ein leicht lbsbares, bitter ſloſen Syps erzeugt, der nur in 400 Thei- len Waſſer 1l6sbar iſt, ſolches trod! „NY 8)« [9 en p/Der Aten aus, fi. daven, WU NEN Zunge, nen eigm eiliger Oben in Kü uhd hat Do Vufien, Üeilen hy det fich, gl weilen im Be) dem Kalt veil ſie in alm y led te gehinun ent ausmaht, [ſie mit benny dende Gul) al im AFerh ſoſſe! 1 eſweint ſi SOmacflos, it fande mit 1! „von der Ww, wfgeldſt, 2 beim Abdunfi! al), im aw a1E, der vo Di +, weil ſetbtgt nin 400 I) G+ 554 Mit Waſſer angeknetet,“- bindet die Talkerde nicht. Sie- ſaugt etwa die Hälfte Waſſer ein, ohne ſolches-austropfen zu laſſen, und dunſiet ſelbiges an trockner Luft leicht aus. a) Vermöge ihrer ſäurebindenden Eigenſchaft wirkt die Talk- erde, wenn ſoiche der Actertrume beigemengt iſt, mit dem xpohen Kalk gleichartig. Zweiter Artikel, TD. ekt Tah 0: 4102 FF: 55355 Der Thon macht einen Gemengtheil in faſt jedem Boden aus, ſelbſt der'ſandigſte Acker iſt nicht völlig frei davon. GG. 536. Iſt der Thon rein, ſo zeichnet er ſich dur fol- gende Eigenſchaften aus:.. trocken hängt ſolcher an die Zunge, und verbreitet, wenn er angehaucht wird, eiz nen eignen Geruch“ Er ſaugt mit Begierde Waſſer ein, reichlicher als irgend eine andere Erdart, nimmt mehr davon in ſich, ohne ſolches tropfbar von ſich zu laſſen, und halt daſſelbe auch länger an ſic), ohne es auSzuz dunſten,. a) Jene Eigenſchaften des Thons hängen von ſeinen Mi- ſchungstheilen, der Thonerde und'der Kieſelerde ab, von welchen jede einzeln dieſelben veranlaſſen hilft. SG. 537+ Außer den eben genannten Cigenſchaften des Thons zeichnet ſolcher ſich im reinen Zuſiande auch dadur von dem Kalk und der Talkerde aus, daß er nicht mit Säuren brauſet, 8 9 zs 9.00. SEIDE IOU 166 ß. 538 Der Thon iſt, glei) dem rohen Kalk und der Talkerde, im Waſſer unauflösbar, gehet aber leich- ter als jene Subſtanzen damit in einen mechaniſchen Zu- ſammenhang, und ſeßt ſich nur ſehr ſchwer wieder daraus ab. a) Daher zeigen alle über einer thonigen Grundtage hin- fließende Wäſſer in der Regel eine getrübte Beſchaffen: heit. . 6. 5539 Iſi der Thon einmal mit Waſſer geſättiget, ſo nimmt derſelbe keine größere Quantität davon in ſich: daher pflegt auf einem Thonlager das Waſſer ſich lange zu halten, ohne eingeſaugt zu werden. ß. 540, Der mit Waſſer durerkrume vorz man gewinnt ihn nur donn, wenn der gemeine Lehm, durh Shlämmen, vom beigemengten Sande befreiet-wird. b) Sandiger Lehm iſt ein ſolher, der in Hundert Thei- len 15 bis 20 Procent Sand eingemengt hält. c) Lehmiger Sand iſt ein ſolcher Lehm, der in Hun- dert Theilen 50 bis 60 Procent Sand eingemengt hält, d) Se mehr dex Lehm mit Sand beladen iſt, je magerer ) iſt ſeine Beſchaffenheit, d.."Der Qüe tr en. MVR 245088 9 Der Letten iſt die magerſte aller Thonarten. Seine Farbe iſt gemeiniglich grau, gehet zuweilen aber auch in die braune und gelbe über. a) Im gemeinen Sprachgebrauche, auch in dex Sprache der S5 SIE ELISE NN fands! Au) Darf gupfert pet licht pac dem Der iat fein) (1019,97 (bet 4 Di NQ), De Rieſel, weng Th! Ew niht wir? jn die WIe -- Sa Zmenetteiim. tun.«än 171 Bergleute, nennt man Letten einen ſehr fetten Thon. Nur in der Sprache der Landwirthe, wird mit | Ditd felche 0 Viſſer läht thon, und hy.: dem Namen Letten ein ſehr magerer Thon bezeichnet, 9, 555 nem beigenit Der Letten beſit, im mit Waſſer erweichten Zu- () Aud) enthiß nd mehr oh ſtande, überaus wenig Zähigkeit und Bindungsfähigkeit. " Auch hält er das Waſſer weit weniger an ſich, als der Tüöpferthon, der Kley, und der Lehm, Er trock- net leicht an der Luft aus, ohne zu berſten, und zerfällt hie vein vor;; DERE | nach dem Trocknen ſehr leicht. wieder im Waſſer, tr Sand qe: jeilungen de N 0 Der Letten enthält allemal eine bedeutende Ouan- tität feinkörnigen Kieſelſand beigemengt; weniger reich iſt ſein Gehalt an Eiſenoxyd. Er enthält nicht über 4. bis 10 Procent wirkliche Thonerde in ſeiner ner fehn; er Sand, ſehr hauf Miſchung. feinen Sand 1/3098 |rume vorz? x x zaman Dritter Artikel, menen Sand Der“ Küue ſell nd. Hundert Zhi: GS. 555- hält, Der Sand beſiehet faſt blos aus: verkleinertem der in Hun- Kieſel, dem entweder gar kein, oder doch nur ſehr ) eingemengi wenig Thon beigemengt iſt: er bindet nicht mit dem Waſſer, ſetzt ſich darin zu Boden, und läßt dieſes leicht hindurc<, wobei die geringe Maſſe des ihm beigemengten Thons mit weggeſpült wird;: daher ſolcher auch leicht an der Luft austrocknet, ; CG. 556: So wenig wie der reine Kieſelſand im Waſſer er- weicht wird, eben ſo wenig zeigt ſelbiger eine Wirkung gegen„die liquiden Säuren, von welchen ſolcher nicht angegriffen wird, 1 je magen Qhonarten veilen aber 7 prae dir D| y 2) Nur von der Flußſäu ve wird der Sand- auf dem naſ- ſen, und von der Pho5sphorſäure au< auf dem tro>nen Wege gelöſt, 1' b) Die äßenden Alkalien löſen den reinen Sand ph|, in der Schmelzhiße gleichfalls auf, und erzeugen damit, na Er unterſei- det fich vom Mahlſaude durch größere Körner, die gleichfalls durchſcheinend ſind. CC. Der Glimmerſand NEB ZEE Der Glimmerſand verdankt ſeinen Urſz prung gemeiniglich dem verwitterten, Glimmer, einem Ge- mengtheile des Granits.- Ey fühlt ſic ſanft'und fet- tig an, und zeigt die Cinmengung feiner; glänzender Blätterchen, Man findet ihn zuweilen wenige Fuß tief in der Erde,; MADE DV FÜr a nd. 9.„5024; Der Flugſand beſiehet aus undurchſichtigen Kör- nern, die oft ſo fein ſiyd, daß ſolche eine zarte Pulver- form beſitzen und vom Winde gehoben werden, woher der Name Flugſand entſtanden iſt.“ Der Flugſand iſt immer mit. wenigem Thon gemengt, welchem ſolcher ein ſchmußziges Anſehen, und eine wenn gleich ſehr geringe woaſſjerhaltende Kraft verdankt. a) Der Flugſand kommt dem Glimmerſande am nächſten, und ſcheint vielleicht demſelben ſeinen Urſprung ZU BEDDANTEN Am häufigſten findet der Glugſand ſich in der A Cerkfrume gegenwärtig, Von den metalliſchen Gemengtheilen der Abderkrume. Erſter Artikel, DO 05,850 bv. 0:01. 9. 563.- Das Eiſen, welches-häufiger als irgend ein an- 174 deres der uns bekannten Metalle auf vem Erdboden ver- breitet iſt, findet ſich auch als ein faſt ſtetiger Beſtand- theil in der' AX erkrume anweſend; do nie reguliniſch, ſondern immer ſchon mit Sauerſtoff verbunden, bald als Oxydül, bald als Oxyd; nicht ſelten findet daſſelbe ſich mit Kohlenſtoffſäure verbunden, als kohlenſtoffſaures Eiſen, wie auch(beſonders in den Torfmovren) mit Schwefel verbunden, als Ser- Ffrume, den zureichenden Grund von der Farbe aus, durc; welche die Ackererde ſich zuweilen auszeichnet. 1 Erdbeben ber; ſtetige Veſtand: Die Pumi erbundyy, bh - Jelten jede rbunden, 04 (beſonders 4 "bunden, als Ire vereinigt Ire vereinit Blaqueiſen enſan) ge en Zuſtände der Agty oxyd, Ciſenoyy) Eiſen un) zu bilden, Fiſen ohn: yd zu bil- ) durc ei ) durc) ei h mehr ob! "In dieſen! m Ader jarbe aus, 6zeicnet, 4] a) Bei einem gut kultivitten Boden hängt die ſererden von ſerkru- me in fla Ackerkrume, und wirkt für alle Pflanzen, deren Wurzeln eln ß Z tief eindringen„ ſehr nachtheilig. a) Der Giſenſand kommt bald feinkörnig, als ei- gentlicen und Muſchelſengehäuſen durchſegter W Kalk, der nur äußerſt wenig Thon enthält, Y; Zweiter Artikel, ;| DIED u SEH OEM WORM CI| 9. 578- ; Der Thonmergel unterſcheidet ſich vom Kalk-| mergel durch den Unterſchied im quantitativen Ver- hältniß der Beſtandtheile; ſo daß derjenige Thon- mergel genannt wird, in welchem 60 bis 80'Pro- cent Thon, mit 20 bis 40 Procent Kalk verbunden ſind, DRE S. 579+| Der Thonmergel erſcheint bald grau, bald braun, bald röthlich., bald gelblich,'bald blau- ei eminem Se JEM€ IN I.; Fällen von beigemiſchtem Eiſenoxyd ad,, 2a) Der Thonmergel. beſizt, gemeiniglich eine größere Härte als der Kalkmergelz er fühlt ſich, fettig an, und klebt mäßig an die Zunge z an dev Luft zerfällt er langſamer, und eben ſo im Waſſer 3 im Gtühen brennt ſolcher zu, einer ſchlechten Art. Mauerſtein. b) Auch der Thonmergel brauſet mit Säuren z Eſſig: ſäure und Salpeterſäure löſen aber nur zw ſchen 20 bis 40 Procent Kalk daraus auf, und laſſen den Thon zurück, SS rtrrer„Artirel, Der Sandmergel. 6." 5803 Der Sandmergel(aud kieſiger Mergel genannt) kommt oft in harten Klümpen vor, ge- meiniglich iſt er aber blättrig: und zerreibbar. An der Luft verwittert derſelbe nur langſam, und auch im Waſſer zerfallt er nicht leicht, a) Die Farbe des Sandmergels iſt bald braun, bald, grau, bald bleifar big, Er brauſet mit den Sä u- renz ſie löſen aber nur höchſtens 10 bis 15 Procent Kalk daraus auf; der Rückſtand iſt Thon mit 75 Procent Sand gemengt, der im Glühen. nierm Mergelkatrlk eingemengt ſind; 184 SZ weite Abtheilung Beſtandtheile des Bodens, welche veränderlich und nicht immer dieſelben ſind. Erſter Artikel. Der Humus oder- die Dammexrde. H. 5816 Mit dem Namen Dammerde(Humus) hat man bisher, durch eine falſche Anſicht geleitet, an ſich ſelbſt ſehr verſchiedene Gegenſtände IEE welches'hier einer Berichtigung bedarf, CG.' 582. Bald begriff man unter dem Namen Dammerde die als Reſultat der Fäulniß und Verweſung organi- ſcher Subſtanzen entſpringende ſchwarze pulverförmige Subſtanz; bald die AFXerkrume, nehmlich die obere a>erbare Erdeſchicht des Bodens; bald ein Produkt der Mengung verſchiedener Erburten und an- derer Subſtanzen untereinander, 6. 583-+ Eine auf richtige chemiſche Grundſätze gegründete Beurtheilung deszenigen, was Humus oder Damm- erde genannt wird, läßt uns. einſehen, daß ſolcher mit den wahren Erden des Bodens nicht verwechſelt werden darf, ; S. 584: Der wahre Humus macht nur einen Gemengtheil der obern Bodeofläche des Ackers aus, Er iſt dasje- nige, was der Aererde Fruchtbarkeit ertheilt; folgli diejenige Subſtanz, welche"den Pflanzen zur hauptſäch- lichſten Nahrung dienet, die. das Wachsthum der Pflan- vegei Feuch Otzani| miſchen ven In, umrlig ſind, etde, ws) har ima“ an fich ſeltf welches hip ammerde ng organi: verförmige die ober? + bald ei ten und aw gegründete Damm: 0 ſolche! verwehlt jemengtheil iſt dasle- ; folglich guptſach“ ex Pflan- 185 zen begünſtiget ,“ und von welcher der Reichthum des AFerbodens abhängt. SIMEON 5555| Der Humus iſt ein Produkt der Fäulniß und Verweſung der vegetabiliſchen und animaliſchen Subſtanzen, welche dem Boden durc die Natur oder durch die Kunſt zugeführt werden, 9. 586. Befinden ſich die organiſch)- animaliſchen und vegetabiliſcſfſilber geſperreten Glocke nebſt atmoſphöriſcher Luft ein, ſo ſaugt er ſolche zwar nicht ein, er ändert aber ihren Gehalt an Sauerſioff- gas in köhlenſioffſaures Gas um, weil der Sauerſtoff der Luft einen Theil des' Kohlenſtof- fes daraus anziehet, S8. 597+ Was hier die Kunſt im Kleinen bewirkt, bewirkt die Natur im Großen: denn der dem Dunſtkreiſe gus- geſezte Humus ſaugt unabläſſig Sauerſtoff aus der Atmoſphäre ein, und dieſer erzeugt mit dem Waſ- » ue SE ID = 4 Meteaiien-nuc meme=mit 183 ſerſioffe Waſſer, und mit dem Kohlenſtoffe Koh- lenſtofffaure, oder er bleibt mit dem ganzen Humus verbunden, und ändert ihn in oxydirten Hu? mus um. SN des Humus. Auflöslicher Humus.; 9. 598. Cine der Vegetation überaus wichtige Subſtanz, welche der Humus während der darauf wirkenden atmoſphäriſchen Luft erzeugt, iſt der Extraktivſtoff Seifenſtoff), eine Subſtanz, welche, wenn der Humus mit Waſſer in Berührung tritt, völlig davon "gelöſt wird, und beim Abdunſten der Löſung, als eine braune, ſchmierige Materie zurückbleibt; er iſt immer ein Produkt der Miſchung aus Kohlenſtoff, Waſſerſtoff und SauerſioF, aber in einem abgeänderten quantitativen Verhältniſſe jener Elemente. 8, 599, Aber auch der durch die Extraktion mit Waſſer von ſeinem Extraktivſtoffe befreiete Humus exr- zeugt denſelben aufs neue, und man kann ſolchen durch eine wiederholte Ausfochung in größerer Maſſe daraus abſondern: ein Beweis, daß durch' die Einwirkung des Sauerſtoffes aus dem Dunſtkreiſe jener FB SE tivſtoff wirklich erzeugt wird, a) Werden gleiche Quantitäten tro>ner Humus, wovon der eine Theil unverändert, der zweite aber vorher zu wiederholten Malen mit Waſſer extrahirt worden war, in verſchloſſenen Gefäßen deſtillirt, ſo liefert der ex- ſtere weit mehr Kohle als der leßtere im Rück- ſtande, b) Dies beweiſet alſo offenbar, daß der Kohlenſtoff zur ( N pp wn) Zu) "0m ums itte" Völiher e Eubſy, F witfenten aftivſiof wenn der Vllig davon „ As eine iht; er iſe Vohlenſtof, geänderten mit Waſſer mu6 er hen durch ſe daran) jefung dy „Extral: 1118, wohon aber vorher worden war, ut der et „im NG: feff zu 389 Erzeugung des Extraktivſtoffes mit dem Sau ex- ſtoffe, ſo wie mit andern Elementen in Miſchung tritt,| c) Wird die mit Waſſer gemachte Extraktion des Humus, welche den Extrakbivſtoff gelöſt enthält, zur Trockne . verdunſtet, ſo erſcheint der leßtere als eine extraktähn- liche Subſtanz von brauner Farbe, >: 600; Jener Extraktivſtoff iſt das wahre nährende Princip für die Pflanzen. Herr von Sauſſure*) hat durch direkte Verſuche bewieſen, daß ſolcher durc die Wurzelfaſern in die Pflanzen übergeführt wird. *) Theod. de Sau ssure: Recherches chimiques Sur Ja Vegetation; Paris, chez le Ve Nyon Arkit etc. Auch in Hermbſtädts Arnet, ſo beſtimmt das Tro>ne die Quantität des Exrtraktivſtoffs, welcher in einem gegebenen Gewichte des Humus ent- halten war, 6.- 606, Der durch die Einſaugung des Suuerſtoffs in ſeiner Grundmiſchung einmal veränderte Extraktiv- ſtivff des Humus widerſteht nun der Einwirkung äußerer Einflüſſe immer mehr: zuletzt erleidet derſelbe aber doch eine völlige Auflöſung, und es bleiben blos Kalk, verſchiedene Erden, und die Metalloxyde zurück, welche bildende Elemente der zerſtörten Vegeta- bilien ausmachten,; 2) Daher finden wir, daß unzwe&mäßig kultivirter Boden na< und nacy. ſeines Gehaltes an Humus gänzlich be- raubt, und dadurc< auf längere oder kürzere Zeit un- fruchtbar gemacht wird 3 wenn ihm nicht der Verluſt an nährenden Stoff, durch gehörige Düngung, zurück ge- geben wird, | 62116.075 Eben ſo lehrt die Erfahrung, daß ſelbſt in viel- jährig gut kultivirtem AXer der Humus nicht im glei- ern und auf Wieſen, in Torfmooren, auf Anhöhen aber da vorzüglich, wo das Heidekraut(Erica vulgaris L.) wächſt, findet ſich der Humus von dem gewöhnlichen darin verſchieden, daß er ſäuerlich ſchmecet, Lac>muspapier röthet, folglich völlig ſaure Eigenſchaften beſitzt. 2) In niedrigen Gegenden häuft dieſer ſaure Humus ſich oft zu ſtarken Lagern an, Der auf Anhöhen befindliche iſt lo>erer, ſtaubiger, und von ſchwärzerer Farbe, b) Die Säure, welche der ſaure Humus enthält, iſt theils Eſſigſäure, theils Phosphorſäure, theils Gallusſäure, die ſo feſt mit dem Humus verbun- den ſind, daß ſelbſt ſiedendes Waſſer nicht vermögend iſt, die freie Säure ganz daraus hinweg zu nehmen, c) Aus gleichem Grunde hat aud) eine jede andere Säure die Eigenſchaft, ſowohl den durch reines Waſſer auflöSbaren, als den durc) Alkalien im Wäſſer auflösbar gemachten Humus.aus der Auflöſung nieder zu ſchlagen, und ihn in unauflöslihen Humus umzuwan- deln, weil nur ein Theil der Säure ſich mit dem nie- dergefallenen Humus verbindet, 6. 615: Das mit dem ſauren Humus gekochte Waſſer, Hermbſtädt's Kammergl-Chemie, Als 0x=."egen en I EID, grr me 194 welches nur wenig von ſelbigem auflöſt, beſikt eine weingelbe Farbe, und hinterläßt nach dem Verdampfen ein ſaures Extrakt, das von dem Extraktivſtofſe des gewöhnlichen nicht ſauren Humus(ß. 600,) ſehr abweicht, a) Jener ſaure Ertraktivſtoff des Humus löſt ſich weni- ger leiht im Waſſer auf als erſterer, und wird auch dur< die Einwirkung der Luft nicht unauflöslich ge- madt,. b) Kalilauge löſet aus dem ſauren Humus niht nur die Säure, ſondern auc; den Erxtraktivſtoff auf, und aus der dunkelbraunen Auflöſung ſcende Maſſe dar, die ſi; nur ſner Erde von einem Aker, deſſen Werth 5 Schilling war, 165 Rheinl. Duodez- Kubikzoll Luft; aus der Erde ei: nes andern Akers, der 5 bis 12 Sciilling werth war, erhielt er 425 Kubikzoll 3; aus der Erde eines dritten Ackers, der 12 bis 20 Schilling werth war, gewann ex 56-Kubikzoll z und aus der Erde eines vierten Ackers, der über 20 Schilling werth war, gewann er 72 Kubik- zoll gasförmige Fiüſſigkeit. b) Jene überaus einfache Methode der Entmiſchung giebt uns aber nur einen ohngefähven Maaßſtab, die Güte eines Akers zu ſhäßen, und«ſeinen Werth darnach zu beurtheilen. Genaue Reſultate kann eine ſolkernde Kraft den Cinfluß äußerer Agentien aus der Luft, nämlich den des Stickſtoffes und Sauerſtoffes begünſtigen; züſſe, ſo wie ſolcher auöge "vfahrung, die 008 ſo wie ſolcher die bindende Kraft, welche aus einem uf. den jau- Uebermagße von Thon entſpringt, mildert, veranlaſſen, yſende Wit Wirkung des Mergels. 6 6046, Der Mergel, es mag Kalk-, Thon- oder Sand. mergel ſeyn, wirkt allemal vermöge des darin enthal- tenen Kaltes auf den Humus, und befördert ſeine Auflöſung, ſo wie die Bildung des Extraktivſtoffs; bei ſolchen aus ſeiner Erwähnung als Düngungsmittel wird dieſer Ge- je Eigenſchaft gen; fo wie x Thon be- genſtand weiter erörtert werden, 6 noh einige ie nigt zu br d. aude Dritter Artikel, die Wetation D5.1.xe(CH MOIRE SEN: „injglid beige 0:5. 64.75 1 unterſuchen, Man hat von jeher von ſalzigen Beſtandtheilen im Fiſenoxy) Boden geredet, ohne mit dem Ausdruck Salz einen zu- heilig zu 3; 3 runde 1 ape reichenden Begriff zu verbinden,'' Aus dem Grunde iſt 1 204 es hier um. ſo nothwendiger, dieſen Gegenſtand zu be- richtigen. 52 DAS: Salze überhaupt werden die Produkte der chemi- ſchen Miſchung genannt, welche aus der Vereinigung gewiſſer ſalzfähiger Baſen, nehmlich der Alka- lien, der Erden und der Metalloxyde mit den Säuren hervorgehen, +. S.4.0493 Von der großen Anzahl der uns bekannten Salze werden in den verſchiedenen Arten des Bodens, ſo wie im Dünger, nur einige gegenwärtig gefunden; und dieſe beſtehen vorzüglich: 1) im ſchwefelſauren Kalk(Gyps); 2) im ſalzſauren Natron'(Koch- ſalz; 3) im ſalpeterſauren Kalk(Kalkſalpe- ter); und 4) im ſcerkrume als ein weißer Anflug hervor, a) Ganz mit unrecht wird ein[open Anflug von Vielen für Salpeter gehalten, 97 6535 Der Gyps befördert das Wächsthum einiger ="mpeg ee[EI 1005 200 Pflanzen im hohen Grade, wie ſolches aus vielfachen Erfahrungen bekannt iſtz er macht ein Reizmittel für dieſelben aus, das ihre Organe in vermehrte Thätigkeit ſet, und ſowohl das Reſpirations- als Exhalations- geſchäft befördert. Eine weitere Erörterung dieſes Ge- genjtandes, wird bei ſeiner Anwendung als Dünger gegeben werden, Das ſalzſaure Natron. Das Kochſalz. SS. 654». Das ſalzſaure N atron(Natrum muriaticum) oder Kochſalz, iſt ein Produkt der neutralen Mi- ſchung aus Salzſäure, und Natron mit Kriſtal- liſationswaſſer. Ina ſeinem natürlichen kriſtalli- niſchen Zuſtande ſtellt ſolches das Steinſalz(Sal gemmae) in ganzen Flözgebirgen dar. Im Waſſer ge- lbſt hingegen findet ſich ſolches im Meerwaſſer, in den Salzſoolen, und in vielen Quellen und Brunnen. Es findet ſich nicht ſelten im Urine der Thiere; und wir ſehen alſo, daß der Wege, durch welche das Salz dem Ackerboden zugeführt werden kann, ſehr viele ſind, a) Kochſalz(Sal culinaris), Steinſalz(Sal gemmazg), und Seeſalz(Sal marinum) ſind weſentlich gar nicht verſchieden, ſie ſind aus denſelben Beſtandtheilen, und auch in denſelben quantitativen Verhältniſſen zuſammen- geſeßt. b) Außer dem, daß das Kochſalz hin und wieder als ein | veränderlicher Gemengtheil in der A>erkrume gefunden wird, woſelbſt ſolkerkrume ohne Veränderung ihrer chemiſchen Grundmiſchung offen- ; NG 0/01:: Zu jenen phyſiſchen Eigenſchaften de3 Bodens und deren Erforſchung gehören: 1) die Beſtimmung ſeiner ſpecifiſchen Dichtigkeit, oder ſeines ſpecifiſchen Gewichts; 2) die Größe ſeines Zuſammenhanges; 3) ſeine waſſer- haltende Kraft; 4) ſeine Farbe, Geruch und Geſchmack; 5) ſeine Temperatur: ich werde jede einzelne dieſer pby- ſiſchen Eigenſchaften hier näher erörtern, Erſier Artikel, Specifiſc.../' M bei ſeiner Bearbeitung den einwirkenden Inſtrumenten pain v j; 0 entgegenſeßt: ſo wird beim vorwaltenden Thone jeh 1.11% der Boden ſchwerer(d. i, feſter, ſchwer zu bearbei-|>" - 04) tender), beim vorwaltenden Sande wird ſolcher leih- Guell | vn ter(d. i,. lockerer, leicht zu bearbeitender) Boden ge- Bu 3 AUH| nannt, /BP 4[| j Gf -- H 10IED Wenn dagegen vom ſpecifiſchen Gewichte eines Bo- Wit f0i9t dens die Rede iſt, ſo wird darunter die Differenz des flgende 0904100008 abſoluten Gewichts verſtanden, welches gleiche Volumina yl, Au | 090 1 verſchiedener Bodenarten gegen einander, oder gegen hit eine 0604 1 8416; Z 8) in reines Waſſer behaupten, jen Gem FE(10h a) Soll das ſpecifiſche Gewicht einer Bodenart beſtimmt PR OENDUM: werden, ſo darf man nicht aus der Acht laſſen, daß die "m 2 000 demſelben inhäricende Feuchtigkeit eine bedeutende Diſfe-| et a 106! renz im Reſultate veranlaſſen kann, Daher iſt es un- umgänglich nothwendig, die Unterſuchung nur im Zu- 106 ſtande dex Tro>enheit zu veranſtalten, "m- b) Man wiege irgend ein beliebiges Gefäß, 3. B. ein Bier-; 100: glas, genau ab, fülle ſolen gemachten Erde, deren ſpeciſiſhes Gewicht be-- ſtimmt werden ſoll, und wiege dieſe. R AU 1.00) d) Man dividire nun mit dem Gewichte des Waſſers in ſaimme NONNE 5 das Gewicht der Erde, da denn der Quotient das Ver- it,| FIN NNN)| hältniß beider Gewichte ausdrü>t, welche das Waſſer'„] 19:4),; und die Erde, bei gleichem Volum, beobachten. ber IK "||| t e) E3 wiege 3, B, das Waſſer, welches das Glas ent- 1 Dehn iE hielt 3000 Gran z die Erde aber 6000 Gran, ſo wird) Wnhtel ſie) die ſpeciſiſer, als daß ſolcher den Pflan- zenwurzeln gehörige Feſtigkeit geben könnte. Der Hu- ex Lr F, oder - mus muß daher allemal mit der Erde gemengt ſeyn, wenn er tragbaren Boden bilden ſoll, Daher muß ein ſolcher Boden, durc. ß. 678. Die Farbe des Bodens iſt theils vom Humus, theils vom vorhandenen Eiſenoxyd in einem Erd- reich, theils von beiden zugleich abhängig. Sie giebt weder ein Merkmal für ſeine Grundmiſchung ab, noh hat fie auf ſeine pflanzennährende Kraft einen bedeu- tenden Einfluß. eeezeeernn emen eee ere nrnGnrmÜmeaenne=<-=.uuu | | da6 ſches 1 mw! Far!) der alm der zt| zupa feſch) Ye wem! und Oe | Thon Oe einig Geſch Aon fan Inge ſev W gieße dam; 0Ilfo mimen dy nn fein Wai | demn die Ge: Iten Vat, hy pe ſole zurif; nn man glace 008 Yodenö m) en zu Ächigen eſd Ningt biol: hne Anpiehung Yotohtät wil + ſparſamer 31 15 240 P710/8 1 Humus, einem Erd- Sie giebt gab, noh agen bedev- 215 HS.. 679 Da aber ſchwarze Materien mehr Licht einſaugen, ſolches zerlegen, und Wärme"daraus entwickeln, als andere von helleren Farben, ſo vermehrt die ſchwarze Farbe des Bodens die Cinſaugung vom Lichtſtoffe, der allerdings den Gewächſen heilſam'iſt; und durch den zugleich ſich entwickelnden Wärmeſtoff wird die Temperatur des Bodens erhöhet, und ſeine Vegetations- Kraft begünſtigt,; a) Der Humus ertheilt dem Boden bald eine ſ nimmt man nie im AFerboden wahr. Am meiſten werden Gerud) und Geſchma> des Bodens durſichtigen. Im erſten Fall muß die Erdkrume nur ſo weit ausgeſtoken anzufühlen iſt, und nichts weiter mehr am Gewicht verliert. Der Gewichts- Verluſt, welchen die Erde hiebei erleidet, zeigt an, wie viel ſie Wajſer enthielt. Zweiter Artikel, Beſtimmung der faſerigen und ſteinigen Bei- mengungen. CG. 602, Um die der Erde etwa beigemengten faſerigen Sub- ſtanzen, als Wurzeln, Stengel, Saamenkapſeln, Blät- ter 2c., ſo wie die ſteinigen Beimengungen zu beſiim- men, bringe man. hundert Theile(z. B. 25 Loth) der ausgetro>neten Erde in einen ſehr fein durchlöcherten Durchſchlag, oder in ein Haarſieb, und knete ſolche mit reinem Regen- oder deſtillirtem Waſſer ſo lange, bis ein dünner Brei daraus entſtehet, aus welchem hin- zugegoſſenes Waſſer nichts mehr hinwegſpület, Man tro>ne hierauf die im Durchſchlage oder dem Siebe rückſtändigen Faſern und Steine, und trenne ſolche dann durchs Ausleſen. Jedes Einzelne für ſich gewo- gen, wird alsdann das Gewichtsverhältniß angeben, in welchem ſie der Erde beigemengt waren. 220 Dritter Artikel, Beſtimmung des Sandes. 6« 6953. Man rühre die dur) den Durchſchlag oder das Sieb gelaufene Flüſſigkeit mit mehrerem Waſſer auf, Der Thon und die übrigen zarten Erden werden ſich mit dem Waſſer mengen, der Sand wird ſich aber früher zu Boden. ſetzen. Man gieße nun die obere Flüſſigkeit ab, ſne Erde wenigſiens zehn Pfund Waſſer zu ſiehen kommen, und unterhalte alles in einem zinnernen Keſſel unter ſtetem Umrühren mit 2 läſſt " aun I Mun a „„" ſt,| Gull Rube Ww kny lay oder vz 1 Waſſer au m werden ſid vit) fich aber un die obere zu wiederhol: nd wiege ihn 1, x ein aim untern 5 ann der einen on 4 zu 4 Zul 1 if, aus web m Ablaſſen de? (et fil) zu din miher no zum ; das Gcläm elagerten fi fel prlen Foſerthel: (es Wisglühent nthaltenen waſſer, ſo fins zehn alte alles ehen mit -- KEENE FF ST FN SIN 2 ÄN 2:21 einem hölzernen Spatel 30 Minuten lang im Sieden. Man laſſe hierauf die Erden ſich abſezen, und die Flüſſigkeit abklären. Man wiederhole nun das Aus- kochen der rückſtändigen Erden mit friſchem Waſſer ſo oft, bis das klare Fluidum durch zugeſeßte milde Kalilöſung keine Trübung. mehr erleidet; worauf zuleßt alles durc<) DruFpapier filtrirt werden kann. a) Um das Fluidum mehr in die Enge zu bringen, läßt man ſold)es bis auf die Hälfte abdunſten. Beſitzt jones Fluidum eine waſſerklare Farbe, ſo beweiſet ſolche einen - Mangel an Extraktivſtoff, deſſen Daſeyn hingegen dur< eine gelbe odex braune Farbe der Flüſſigkeit angedeutef wird. Oft entſtehet die braune'Farbe auch erſt dann, wenn das Fiuidum einige Stunden der Luft ausgeſekt iſt. j 9: 695. Um die Gegenwart der verſchiedenen ſalzigen Bex ſtandtheile darin zu erforſchen, nimmt man eine Portion davon und unterwirft ſie folgender Prüfung; indem man ſie in Weingläſer vertheilt, a) Bringt ein Zuſaß von mildem Kali oder Na- tron eine Trübung darin hervor, ſo zeigt dieſes das Daſeyn von Salzen an, deren Baſis Kalk pder Talkerde iſt. b) Wird durch zugeſetztes kleeſaures Kali eine bedeutende Trübung veranlaſſet, ſo zeigt dieſes das Daſeyn von Kalkan, ) Wird durc) äßende Kalilauge eine Trübung herbeigeführt, ſo zeigt dieſes das Daſeyn von Talkerde an, a) Bringt ein Zuſaß von Gallustinktur eine rothe, violetie, oder blauſchwarze Farbe darin hervor, ſo beweiſet dies die Gegenwart von ge- löſtem Eiſenoxyd, 2 > .“ ds e) Bringt ſchwefelſaures Silber einen käſi- gen Niederſchlag darin hervor, ſo zeigt dieſes das Daſeyn von Kochſalz, oder ſalzſaurem Kalk, oder ſalzſaurer Talkerdean. -F) Bringt ſalpeterſaurer Baryt eine Trü- burtg darin hervor, ſo zeigt dies die Gegenwart von ſcne Rückſtand verbrennt auf glühenden Kohlen mit Geräuſch, ſo zeigt dies das Daſeyn von ſalpeterſauren Salzenan. ' 662.696, Jene vorläufige Prüfung der mit Waſſer gemachten Extraktion iſt alſo geſchi>t, uns vom Daſeyn derjenigen Stoffe zu überzeugen, welche das Waſſer aufzulöſen vermögend war. ß. 697. Um jene Materien, die z. B. 1) in Gyps, 2) in "Kochſalz, 3) in Eiſenvitriol, 4) in ſalpeter- ſauren Kalk, 5) in Extraktivſtoff beſtehen mö- gen, völlig von einander zu trennen, verdunſte man das ganze Fluidum, anfangs in einem zinnernen Keſſel, hernach aber in einer gläſernen oder porcellanenen Schaale, bis alles troXen geworden iſt, wobei, vor- züglich gegen das Ende der Arbeit, die Abdunſtung fehr gelinde betrieben werden muß; man wiege hierauf den tro>nen Rückſtand. S. 6983+ Um deſſen Beſtandtheile zu erforſchen, wird ſelbi- ger nun folgenden Verſuchen unterworfen. 1) Iſt er geſchmacklos, und zwiſchen den Zähnen ) | ſammen | anni "| Ube| Ve, 700 7 N0 Jey biejeg ver alpen“ erden "vt eine Wb die Gegen als Opps x Trodine abze: ) verbrennt vf ) zeigt dies de a[zen an, er gemachten yn detjenigen x aufzulöſen 09)5, 9) m jalpeten * Jefiehen 0: pbunfie matt men Feſſel, orcellanent vobei, vot: mſtung ſeh! hierauf den wird ſelbi- den Zhne! zähe, und zieht er keine Feuchtigkeit aus der Laft an; ſo iſt es Gyps. 2), Beſizt ſolcher einen ſcharfen Geſchmack, ziehet er Feuchtigkeit aus der Luft an, und verpuffet derſelbe auf glühenden Kohlen“ ſo enthält er Kochſalz, Kalkſalpeter oder ſalzſäuren Kalk eingemengt. 3) Beſitzt er die vorigen Eigenſchaften, aber dabei einen bittern Geſchmack; ſo hält er ſalpeter- ſaureoder ſalzſaure Talkerde eingemengt. 4) Iſt der Geſchmack zuſammenziehend und tin- tenartig, ſo beweiſet dies das Daſeyn von Eir ſenſalzetn, 5) Beſißt der Rücſtand eine ſehr dunkelbraune Farbe, und eine klebrige Beſchaffenheit, ſo zeigt* dies das Daſeyn des Extraktiviioffes dar- in an. 6. 699. Bei der oberſlächlihen Prüfung des Bodens iſt es hinreichend, blos das ſummariſcze Gewicht des ſalzigen Rückſtandes anzugeben, und zu ſagen, das derſelbe aus den darin gefundenen Beſtandtheilen zu- ſammengeſeßt iſt; ohne daß es nöthig iſt, ſolche von eingnder zu ſcheiden, Fünfter Artikel, Beſtimmung des Kalks. G. 700. Ob die nad) dem Auskonen Zuſtande in mit reinem Waſſer verdünnete€ ſ- ſigſäure, welche naknem milden Kali, übergießt nun das Ganze in einem zinnernen Keſſel mit deſtillirtem Waſ- ſer, und kocht die Flüſſigkeit eine Stunde lang, während welcher Zeit das verdunſtende Waſſer von Zeit zu Zeit erſeßt wird, b) Man läßt nun die Flüſſigkeit, die ſich jeßt durch eine dunkelbraune Farbe gauszeichnet, ein Paar Hermbſtadt's Kammeral- Chemie, P m(3/; Stunden lang ruhig ſtehen, worauf das Klare BE IN vom erdigen Bodenſaße ſo behutſam wie möglich abgegoſſen wird, I c) Dem Rücſtande ſeßt man aufs Neue den zehn- 6 2 ten Theil troc>knes mildes Kali zu, füllet 4 EN den Keſſel abermals mit Waſſer, und kocht die Maſſe noch eine Stunde lang. 15 d) Jeßzt iſt gemeiniglich aller Humus aufgeldſt; die jh) Mn Flüſſigkeit wird nun durch Drucpapier filtrirt, 8 über den erdigen Rückſtand auf dem Filtrum ſo oft reines deſtillirtes Waſſer gegoſſen, ſolches farbenlos hindurc< gehet; da denn die vom Humus befreiete Erde auf dem Filtrum zu- rü bleibt, die nun getrocknet und gewogen wird, 44| 6.205 || 140 Um nun den durch das Kali aufgelöſten Humus (1.00 UE äus der braunen Auflöſung zu ſcheiden, wird ſie bis MINEN)- zur völligen Neutralität mit verdünneter Schweſfel- | 4) ſaure verſeßt, da ſich denn bald nachher der Humus . in Geſtalt brauner Flocken ausſondert, und ein wein- fläres Fluidum zurück bleibt,- Man ſcheidet nun den abgeſonderten Humus dur ein abgewogenes Filtrum von Druckpapier, da denn nach dem Trocknen die Ge- wichtszunahme des Filtrums das Gewicht des trocknen Humus angiebt.; a) Der tro>ne Humus erſcheint in Geſtalt einer ſc iſt.; 5 b) Die gelbe Flüſſigkeit, welen ausgeſchieden wird, Achter Artikel. Beſtimmung des Thons. C2..20.0: Was nah der Abſonderung des Humus zuräc> bleibt, iſt nun Thon, deſſen Gewicht ſeinen Gehalt in der unterſuchten Erde ängiebt. EN He; 4 707 D- Wenn bei jener oberflächlichen Unterſuchung der AFererde nur jeder gefundene Beſtandtheil in beſtimmten Einheiten nach Procenten bemerkt wird, ſo gewährt ſolche eine hinreichende Ueberſicht von der chemiſchen Grundmiſchung derſelben. Gewichtsverluſte ſind hiebei freilich nicht zu vermeiden; ſie pflegen indeſſen immer nur unbedeutend zu ſeyn, und größtentheils im entwiche- nen Waſſer zu beſtehen. b. Vollfiändigere Zergliederuüng der Aber- Frume. 9 708/ Wer ſich aber mit dieſer oberflächlichen Zergliede- rung der Ackererde nicht befriedigen will, ſondern eine ganz“ vollſtändige verlangt, der muß dahin bemühet ſeyn, alle differents Beſtandtheile nicht nur vollkommen von einander zu ſcheiden, ſondern auch die quantitativen Verhältniſſe derſelben zu beſtimmen 3 er muß ſelbſt den zuletzt übrig bleibenden Thon noh chemiſch zergliedern, um die quantitativen Verhältniſſe der Thonerde und der Kieſelerde zu erforſchen, aus denen er gebildet iſt, um ihn ſeinen Plas in der Klaſſe der Thonarten P[») 2285 anzutweiſen. Eine ſolche vollſtändige Zergliederung iſt indeſſen weniger Sache des Agronomen, als des Chemikers von Profeſſionz indeſſen ſoll hier eine An- leitung für diezenigen dazu gegeben werden, die Neigung fählen, ſich in dergleichen Unterſuchungen zu üben, ; GET 700: Man beginnet zu dem Behuf den Anfang der Zer- gliederung, ganz nach derſelben Weiſe, wie ſolches be- reits(8. 691. bis incluſive 707.) erdrtert worden iſt, Von nun an ſdreitet man aber weiter, um auch den Extraktrivſtoff des Humus, die einzelnen Salze, die einzelnen Er den u, ſ. w,, vollſtändiger von einan- der zu ſcheiden, ie ß. 710. Um ein möglichſt vollſtändiges Schema zu geben, wollen wir voraus ſetzen, es ſey eine ſehr zuſammenge- ſetzte Aererde zu zergliedern, in welcher 1) Thon, 2) Sand, 3) Kalk, 4) Talkerde, 5) Kohſalz, 6) ſalzſaurer Kalk, 7) ſalzſaure Talkerde, 8) ſalpeterſaurer Kalk, 9) ſälzſaures Eiſen, 10) auflödslicher Humus, 11) unauflögslicher Humus mit einander verbunden ſeyn ſollen. WIDE LD Um dieſe Zergliederung zu veranſtalten, beſtimme man erſt den natürlüchen Waſſergehalt(nach 9. 691.); dann den Gehalt der faſerigen Beimen- gungen(nad) 9. 692.); den Gehalt des Sandes (nach 5. 695.). Nun koche man die geſchlämmte Erde mit deſtillirtem Waſſer zu wiederholten Malen aus(nach 9. 694.), um alle falzige Theile, ſo wie den auf- löslichen"Humus daraus zu extrahiren, und prüfe die Abkochnng nach der(5. 695,) angegebenen Methode, >| um ic) jieczen mim genen Exit je Seglirdeny| nomen, H 0 ſoll hie eh eden, die Neun en zu Üben Anfang der Zet: , Wi ſolches her tier worden if e, vm auh iy einzelnen 34l3s diger va ear: Scdhmt zu geber, ſeh juſmmenge weſhe 1) hon, €, 5) Sohjalh ure Zaltecdt Saures Eiſen, auflögliger 17) en, beſtim? ehalt(md n Beimen: es Sandes ſämmte Erde [en aus(nach wie den auf“ 1,(nd prüfe „en Metho)! um ſich von der Natur der darin gelöſten Salze zu überzeugen. Dann ſchreite-man zur Zergliederung der mit einander verbundenen Salze, und des mit ihnen gemeinſchaftlich gelöſien auflösSlichen Humus(des Extraktivſtoffes).: G+ 712, Um jene Zwecke zu erreichen, muß folgendermaßen operirt werden; a) Man dunſte die geſammte durchs Auskochen er- haltene Flüſſigkeit, in einem zinnernen Keſſel oder einer porzellanenen Schale, bis auf den Umfang von einem halben Pfunde Waſer gelinde ein, und laſſe ſie dann erkalten. Was ſich nach dem Er- kalten ausſcheidet, iſt Gyps; er wird durch ein Filtrum getrennet, mit wenigem Waſſer nahaet und gewogen. b) Die übrige Flüſſigkeit wird zur mäßigen Trockne abgedunſtet, das Eingedickte mit ſeinem ſechs- fachen Gewicht Alkohol in einem Glaskölbhen übergoſſen, und damit gelinde digerirt. Die braune Tinktur, die ſich bildet, wird nach dem Erkalten filtrirt, das Filtrirte mit Waſſer ver- dünnet, und durch das Abdunſten, oder Deſtilli- ren, der Alkohol getrennet. Er hält jeßt die zerfließbaren Salze(ſalzſauren Kalk, ſalzſaure Talkerde, ſalpeterſauren Kalk) und den auflöslichen Humus gelöſt. c) Um den auflöslichen Humus(Extraktiv- ſtoff des Humus), der ſich in der Flüſſigkeit findet, daraus zu trennen, wird ſie mit ſehr wenig reiner Eſſigſäure verſeßt, und da- mit ruhig hingeſtellt, da denn der Extraktiv- FI ZE.. I. SEI. in;: << T>- wede == MII. 2m * wma<10 MX | j IK! j iM| | | 8- "au mw 1 ! me M; pi /' 8 kf | 21008| j 230 1; in m ſtoff ſi in Flo>en von brauner Farbe daraus 0410)! abſondert, die ſpäterhin durch ein Filtrum ge- || trennt, getroc>net und gewogen werden. | d) Die übrige Flüſſigkeit enthält jezt die zerfließ- 10|! baren Salze: Man verdünne ſie mit dem [y ſenet und gewogen, da denn ſein Gewicht die Maſſe„des in der Erde vorhanden geweſenen kohlenſtoffſauren Kalks angiebt. zun wird der räckſtändige vom Kalke befreiete Thon, nac der(ß. 704.) beſchriebenen Me- thode, von ſeinem Gehalte an unauflvsli- hen Humus durch mildes Kali geſchieden, und aus der Auflöſung durc< Eſſig- oder Schwefelſäure gefället, ausgeſüßt, getrock: net und gewogen, Der rückſtändige mit Waſſer wohl gausgeſüßte Thon wird nun getrocknet, dann in einem Glas- kolben mit ſeinem dreifachen Gewichte reiner con- centrirter Schwefelſäure, die vorher mit ihrem gleichen Gewichte Waſſer verdünnet wird, verſeßt, damit bis zur Trockne der Maſſe ein- 'gekocne Maſſe wird hierauf mit Waſſer ausgelqugt, das nicht Gelöſte dur ein Filtrum von der Flüſſigkeit ge- trennet, dann ausgeſüßt, getro>ner und gewo- -genz; eS iſt Kieſelevde, 232 k) Die filtrirte Flüſſigkeit enthält nun die Thon- erde, gemeiniglich mit Ciſenoxyd verbunben, in Schwefelſäure geldſt. Sie wird mit mehrerem Waſſer verdünnet, und ſo lange mit reinem blaufauren Kali verſetzt, bis kein blauer Nie- derſchlag mehr gebildet wird. Wenn der blaue «- Präcipitat ſich gelagert hat, wird er ausgeſüßt, ge- troc>net und gewogen, Eriſt blauſaures E iſen, das in. 100 Theilen 50 Theile Eiſenoxyd enthält, 1) Die übrige Flüſſigkeit wird nun mit milder Kalilauge gefället, der Niederſchlag gut aus- geſüßt, ſtark ausgetrocknet und gewogen; er iſt die reine Thonerde., Aus dem quantitativen Verhältniſſe der Thonerde zur Kieſelerde in dem unterſuchten Thone, läßt ſich nun leicht beſtimmen, ob er Töpferthon, oder Lehm, oder Letteniſt, Dt 8 xb.es Abit. hee 4il wr. Von den thieriſchen Exkrementen, als Grund- lage zur Bildung des Humus. 9. 713. Der Humus, als das eigentliche nährende Mittel der Pflanzen, iſt das Reſultat der Verweſung todter organiſcher Subſtanzen des Thier- und Pflanzen- reichs, So lange ſie ſelbſt in der Fäulniß und Ver- weſung begriffen ſind, für ſich oder in der Vermengung unter einander, werden ſie im Zuſtande ihrer Verände- rung Dünger oder Miſt genannt, GEPA Zur Bildung des Miſtes benußt man in der Land- meme - wie „un H G4w ah 4 nm fü! ſ Suff ht j N| 6 (md! | ſchnden Vet Nahr Gent! ſundth Interſs vs fel Wb hun yd hunden, ) nit Witten e mitn in MayerNy 11 Der Day Seſüßt, ge "eb Eiſen, hd enthält, it wilder 09 gut auf: ogen; er if "honerde , läßt fich er Cehm, 0; 13 Orynt de Mittel 14 todfer Janzen: ind Ver- mengung Ferande- x Und wirthſchaft beſonders die Exkremente der verſchiede- nen Hausthiere, der Kühe, der Pferde, der S.hwervmes der: SMAMaMpnNe- der. Huhnner ul 13052 aber auch die Exkremente des Menſd en ſind hiervon nicht ausgeſchloſſen. Alle dieſe Exkremente, entweder für ſich, oder in der Vermengung mit vegetabiliſchen Subſtanzen, find es, aus weldjyen durch den Proceß der Fäulniß der Miſt, ſo wie durc) den vollendeten Proceß der Verweſung der Humus hervorgehet, OG.* 715. Thieriſche Exkremente nennt man die Produkte der Mengung und Miſchung tÖrſtörter vegetabili- ſcher und animaliſcher Erzeugniſſe, die von den Thieren als Nahrungs3mittel genoſſen, durd) den Aktus der Organiſation und des Lebens im Magen der Thiere verändert, durch den Proceß der Aſſimilation zum Theil zur Ausbildung ihrer eigenen Subſtanz verwendet, und nach Ausſonderung des Aſſimilirbaren durch den D arm- Fanal ausgeworfen werden. CZ 7.10: Die thieriſchen Exkremente. ſind daher in threr Grundmiſchung einander nicht gleich; ſondern ſie unter- ſcheiden ſich darin theils na der verſchiedenen Art der Thiere, von welchen ſie abſtammen, theils nach den Nahrungsmitteln, welche ſie genießen, Eine genauere Kenntniß jener Exkremente nach ihren verſchiedenen Be- ſtandtheilen ſeßt uns daher auch in den Stand, den Unterſchied'des daraus gebildeten Miſtes, ſo wie des aus ſeiner vollendeten Verweſung hervorgehenden H u- mus, richtiger beurtheilen zu können; ſie ſollen aus dem Grunde hier einzeln näher erdrtert werden, 19114) 234 11007 L- Erſter Artikel, Die menſnet. b) Dieſe tro&ne Maſſe wird auf einer beſondern Mühle zu Pulver gemahlen,- und das dem Scnupftaba> ähnliche braune Miſtpulver, untex dem Namen Miſterde(Pou- drette), als Düngungsmittel verkauft,*) x) Hermbſtädt's Ar 2) Hundert Theile tro&ener Koth, laſſjen- beim vollkomme- nen Verbprennen nur 15 Theile Aſche zurü>, die aus Kochſalz, Glauberſalz, phosphorſaurem Natron,'phos- phorfaurem Kalk, phosphorſaurer Tatlkerde, nebſt ſehr wenig Gyps und Kieſelerde beſtehet, GS. 723- , jener Analyſe zufolge, 100 Theile friſcher Menſchenkoth 73, 3 Feuchtigkeit, nebſt 26, 7 troner Subſtanz enthalten, welche in 100 Theilen 85 verbrenn- liche Maſſe enthält, die eine Verbindung von Kobhlen- Da ſioff, von Waſſerſioff, von Schwefel und,einigen andern y Fombuſtiblen Materzen ausmacht, ſo ſiehet man hieraus vf wie ſehr der Menſchenkoth als Düngungsmittel benußt Se zu werden verdienet. fah 3) Da man im Durcſcnen, 55 und. das Trocne als Brennmaterial gebrauchen, ſo würde EI man davon 54,300 Gentner erhalten, welches in ſeiner|(je 7 Wirkung wenigſtens eben ſo viel Centner Kiehnholz gleich| fe ſy geſhäßt werden kann. Da aber der Haufen Kichnholz: ohngefähr 60 Sentner wiegt, ſo würden damit über 900 Di Haufen Holz, und dafür über 16,200 Thaler(na< dem| tren jezigen Preiſe von 30 Thaler für den Haufen, 27,000| Thaler) erſpart werden können.: b) Auf jeden Menſcen? dümgsare Subſtanz, folglich aus hben NN R ut em Reim au 1 D0be Weh, WR che Weile friſt 0, 7 trocfne 83 verbrenn: vn Fohlen: nigen anden F man Wera ömit henubt nden Figl 12 ragt dieſes für | in A enthielt, jn Nigdeburzer 12 Aber, zu 9% Ungets exforterb nit dem Uofal 566 Morgen ht a jene 225,97] df austrodnen, joy,[0 würde jes in ſeiner hnholz alc n Kiehnholz it Über 900 “(ne< deim 1, 27,000 inder zu täglich we erlin von ngenommen, fund jähr? apaedunftel, feli zu FIS SFSSISF FI III SII SII der Maſſe von 197,100,000 Pfund, 9,855,000 Pfund, oder 89,592 GCentner- Rechnet man nun hievon für einen Magdeburger Morgen zu 180 Nheinländiſchen Qua- dratruthen, wie vorher, 612 Gentner, ſo werden mit jener ganzen Maſſe des Urins, wenn er auf den AFer gefahren wird, circa 146 Morgen Landes ſtark bedünget werden können. Zweiter Artikel, Exkremente des Hornviehes. j S8. 724 Ueber die Exkremente des Hornviehes ver- danken wir den Herren 2c. Thaer ſnd Einhof*) eine ſehr genaue Zergliederung; wozu der friſche Koth von Kühen angewendet wurde, die mit Rübenkräut auf dem Stalle gefüttert worden waren. *) Hermbſtädt?s Arc aus, der mit der Zeit ſcharf und mulſirig wurde, Jhre ſpeciſi- ſche Dichtigkeit betrug 1047 100 gegen Waſſer, und ſie ſanken darin zu Boden. Reagentien zeigten darin weder freies Alkali, noch freie Säure, und beim Aus- tronen blieben 283 Procent troFne Subſtanz zurück. CG. 726. Concentrirte Schwefelſaure entwickelt aus den fri- ſchen Exkrementen Dämpfe von Eſſigſaure, die wahr= ſcheinlich aus einem darin vorhandenen eſſigſauren Salze durch die Schwefelſäure entwickelt wird. ; 66 7274 Als 16 Loth friſche Exkremente mit reinem Waſſer » lte iiglit 3 dining NEI lich Waſſerſtoffgas und Ammonium, nebſt koh- 238 äusgewaſchen wurden, blieben 45 Gran Sand zurück, Das Flüſſige ließ, nach dem Filtriren und mehrmaligen Auswaſchen, eine gelbliche Pflanzenfaſer zurück, die getro>net 10 Quentchen wog, ß. 729. Das nach dem Answaſchen übrig bleibende Flui- vum lief beim Filtriren durch Papier waſſerklar durch, hielt ſic) auch klar im verſchloſſenen Gefäße, nahm aber an der Luft, durch Einſaugung von Sauerſioff, erſt eine gelbe, dann eine bräune Farbe an, und ließ nach- dem Verdunſten 90 Gran einer braunen, bittern, im' Waſſer leicht lb3baren Subſtanz zurück, die im Alkohol unauflöslich war, und unter Entwickelung von Ammo- nium faulte, Eine genauere Unterſuchung lehrte, daß ſie phosphorſauren Kalk, phosphorſaures und ſalzſau- res Kalt enthielt, G- 739. Die im Papierfiltrum zurück bleibende Materie iſt ſchleimig, grün von Farbe, und riecht, im erwärmten Zuſtande, wie Rindsgalle. Sie iſt im Waſſer, im Alkohol, ſo wie in den milden und in äßenden Alkalien auflöslih. Jene Materie wog trocken 6 Quentchen, und verbrannte wie eine vegetabiliſche Subſtanz, Sie macht dasjenige aus, welchem die Exkremente ihre Farbe verdanken. 9. 7531 Wenn die Hornvieh- Exkremente faulen, es ſey in Berührung mit der freien Luft, oder unter einer mit Luft gefüllten Gloe eingeſperrt, oder blos mit Lehm bedeckt, ſo ſaugen ſie Sauerſtoff ein, und es wird end- Leno] yet) yedart „um! pid, full) | ſoy) |(wee) | inveſt it weld | vj auf | [' an( Gru nähen durch| heim J ben Oer wither Wet! nhih tip "" u jur, N) uy(en f EN vn Nelberde Zu vofechor Durd df, nahm aber E40 977; und ließ nah „ bittven, in ein Mhol von Ammo- lehrte, daß ad jahn: de Materte (9770000 , im ven Walter Duentdjen, 03, Öl ihre Farbe es ſey in einer m! mit Lehm wird end? vf for lenſtoffſau vem G as entwickelt; ja oft gum Sal- peterſäuxe gebildet? endlich gehen ſolche in einen ſpe>artigen Zuſtand über, I 9. 9532: Werden die gefaulten Exkremente troFen deſtillirt: ſo liefern ſie kohlenſtoffſaures Gas, ſo wie Waſ- ſerſtoffgas, nebſi Kohlenwaſſerſtoffgas; und wenn die rückſtändigas Kohle vollends eingeäſchert" wird, ſo gewinnt man aus der Aſch e kohlenſtöffſauren Kalk, pho3phorſauren Kalk, Talkärde, Thonerde, Ei- ſenoxyd, Manganoxyd, Kieſelerde, ſalzſaures und ſchwefelſaures Kali, Cin Theil gener Mäterien muß indeſſen ohnſtreitig dem Strohe zugeſchriebön werden, mit welchem die Exkremente vor dem Ausſetzen zur Fäul- niß aufgelockert werden, Dritter Artikel. Exkremente der.Pfetde. ß. 7233.| Die Exkremente von Pferden, welche mit einem Gemenge von gleichen Theilen R vggen und Ha- fer, verſeßt mit Strohhechſel, und dem nöthigen Gras-Heu gefüttert wurden, habe ich ſelbſt einer nähern Unterſuchung unterworfen. Sie zeichnen ſich durch eine bräunlich- gelbe Farbe aus, ſind weich beim Anfühlen, und hauchen einen widrigen, ſtinken- den Geruch aus. Jhr Geſchmack iſt fade, wird- aber mit der Zeit ſcharf ammonialiſch. Ihre ſvecifiſche Dich- tigkeit verhält ſich zum Waſſer wie 106: 100, Sie ſind im friſchen Zuſtande völlig neutral, Beim völligen Aus- tro>nen laſſen 100 Theile 32 Procent trockne Sub- k; RPE! 9 5 DED EN -.| 4 //' "„ S Aube nm enten 240 ſtanz zurück, die wenig Geruch beſitzt; und ſtaubig zerfällt. SS. 734» 4 Sechzehn Loth der friſchen Exkremente von Pferden wurden einer gleichen Zergliederung unterworfen, wie die vorigen. Man erhielt daraus: 1) 3 Loth. Faſer- theile, 2) 360 Gran einer ſcharf und widrig ſchmecken- den Subſtanz,(die aus einem Gemenge von phosphor- ſaurem Ammonium, benzoeſaurem Natron, Galle, und eiweißartiger Materie beſtand), O9. 735- - Werden die friſchen Exkremente unter einer mit Luft gefüllten Glv>e eingeſperret ſich ſelbſt überlaſſen, ſo hauchen ſie ein ſtinkendes Gas aus, das aus Koh- lenwaſſerſtoffgas, aus hydrothionſaurem Gas, aus Phosphorwaſſerſtioffgas und aus Ammoniumgas gemengt iſt. Trocken deſtillirt, verhalten ſie ſich den Exkrementen vom Hornvieh ziemlich gleich. Wierter Artitel;: Exkremente von Hühnern, und anderem Geflügel. G.. 736. Eine Unterſuchung der Exkremente der Hüh- ner(des Hühnerkothes) verdanten wir dem ver- dienſtivollen Vauquelin*), Er hat dabei den Hah- nenkoth und den Hühnerkoth von einander ge- trennt, weil wohl vorher zu ſehen war, daß der leßztere, wegen der Bildung der Cierſchale, vom erſtern in der Grundmiſchung difſeriren müſſe, *) Hermbſtädt?s Archiv der Agrikultur- Chemie 2. 5x Bd, 25 Heft 2, QS, 737- „(m ZU ford! NU Und fauby nie von Won Etworfen, vy 3 oth Joſy ig ſcmecfen: von dhosphor- N, Gy, und Unter de md ſelhf MOprofen, , 00 18 Ab: Fon O3, aus umgab aewengt ben Cyfromenten nd ad te der Du) wir dem 09 pei den Dal pinanet 987 3 Aer eßtert, „erſtern in ue: Chemie 16 241 9. 737. Der Koth von Hühnern iſt ſchwärzer, magerer und an Nahrungsſtoff erſchöpfter, als der von einem Hahn, Der letztere enthält hingegen eine große Menge eines weißen kreideartigen Stoffs, der ihn bede&t, und ſich leicht davon löſt, ß. 738. Jene weiße Materie, die auch im Kothe dex nicht Eier legenden Hühner gefunden wird, iſt weder im kalten, noung*) auf den Südſee- Inſeln, nahe an den Küſten von Peru, in 50 bis 60 Fuß mächtigen Lagern gefunden wird, und einen Handelsartikel ausmacht, der zum Düngen verbraucht wird; der Guano hat ſowohl im Geruche, als auch in ſeinen erhißenden Eigenſchaften, wenn ſolcher als Dünger angewendet wird, mit dem Taubenkothe die meiſte Aehnlichkeit,' b) Der Koth von Tauben, von Gänſen, von Enten und von anderm Geflügel, kommt wahrſcheinlich, Hermbſtgdt's Kammeral-Chemise, v] wenigſtens in qualitativer Hinſicht, mit dem Hühnexr- kothe überein. +) Hermbſtädt's Arneten ſtark bewachſenen Teichen und Sümpfenz 12) die zum Theil nur halb verkohlten Vegetabilien und deren Wurzeln, welche beim Raſen- brennen übrig bleiben; 13) der Torf oder die Torf- mooreoerde, lekßtere jedoch nur unter gewiſſen Bedin- gungen; 14) die Holzerde von abgeſtorbenen Bäumen aus den Waldungen, 2) Von den Vegetabilien, die einen rein vegetabili- ſ miſtartiy! ſenen Teichen halb verfohltn e Dein Faſer Wer bie Zurf vſe Dedinz ftorbenen vegetabilt in Fäulnis gegen alle Nie: ihren nähern doll enthal: [jen ähnlide en vegeto* 1; zu ihnen Zweiter Artikel: Animaliſcher Dünger. 9.“ 747+ Zu dem animaliſchen Dünger gehören alle thieriſche Subſtanzen überhaupt, welche fähig ſind zu verfaulen und zu verweſen, und ſo in die Beſchaffenheit des Humus über zu gehen. Sie können billig einge- theilt werden in feſte und in liquide; ſobald ſie nur eine rein animaliſche Grundmiſchung beſißen. ' a) Zu den Subſtanzen von feſter Beſchaffenheit, die - als animaliſcher Dünger wirken, gehören: 1) Abgänge von Horn; 2) Klauen und Hufe der Thiere; 3) alle Knochen ohne Unterſchied; 4) die Abfälle der thieriſchen Subſtanzen in den Ledergerbereien; 5) alle thieriſche Haare und Borſten; 6) alte Abgänge wol- lener Zeuge, falls ſie nicht mehr zu Papier brauchbar ſind; 7) die abfallenden Späne bei den Knochen- und Horn- Dredhslern; 8) die Erde, welche von verſcharreten und ver- weſeten Kadavern geſtorbener Thiere übrig bleibt; 9) das geronnene Blut, welches in den Zu- Ferraffinerien, beim Klären des Zuckers mit Blut, erhalten wird.= b) Zu den Subſtanzen von liquider Beſchaffenheit, welche als animaliſcher Dünger wirken, gehören: 1) das Blut, welches in den Sclächtereien häufig unbenußt wegfließt;' 2) der Urin der Menſnen Wieſengrundes gewinnt man wenigſtens 50 Centner Rüben, die im faulenden Zuſtande als eben ſo viel v e- geto-animaliſ "hy, "Wat 1 WG er Dh id“ nd im Zy Ih Fi brich zu Ibrhjn ten au6gepfl, Wf überlaſſen, d Ahmählig in andelten tren ens 50 Genfer eben(0 Biel 08 1, ten nnen yrum), der Ww BiFen, Aſenzeunde, 4 Zi Re ven Verwoſun 1107 Din Lopſmoo ihm nie an en Maſe 15, Wird jebrann? 19 Monait y Regen des be- Ine ſe (dp, 255; Bearbeitung mit Kalk leiſtet dagegen dex Torf gar nichts.: a) Wer reich an Erlenbrücen iſt, kann die Moox- erde derſelben, die mit verweſeten Vegetabilien beladen iſt, ſtatt des Torfs, jedo< immer nur in der Verſe- hung mit gebranntem Kalkmergel, mit Erfolge als Dünger benußen, NI O5 Mit gleich gutem Erfolge können auch, da wo ſie zu haben ſind, als brauchbare Dünger- Surrogate benußt werden: a) Die Sägeſpäne von jeder Art Holz. b) Die ausgelaugte Faſer der Lohe, welche in den Lohgerbereien(hier in Berlin ohne Be- zahlung) zu haben iſt. c) Der Schlamm aus ſtehenden Sümpfen und Teichen, und ähnlichen Gründen, a) Alle Abgänge von Thieren, als Horn- und Knochenſpäne; Hautabfälle der Leder- gerbereien; Lederabgänge von alten Schuhen, Pferdegeſchirren und andern Riemenzeuge; alle Arten Abgänge von Haa- fen und Wolle, von wollenen und leine- nen Zeugen, in ſo fern ſie niht an die Pa- piermanufakturen verkauft werden können, und der Ruß aus den Schornſteinen, Aber alle dieſe Subſtanzen müſſen billig vorher mit gebranntem Mergel gemengt, in einem feuchten Zuſtande ſich ſelbſt überlaſſen bleiben, bis ſie in volle Verweſung übergegangen ſind; im entgegengeſeßten Falle wird man nur langſam ihre günſtige Wirkung em- pfinden, Hat ,man Gelegenheit, während der vorge- henden Fäulniß und Verweſung jener Materien, ſie von 256 Zeit zu Zeit mit dem Urine der Thiere zu begießen, ſo' wird ſolches von weſentlichem Nußen ſeyn, Siebenter Artikel, Yon der Fäulniß und Verweſung. NG 706: Die Erzeugung des Humus, aus jeder organiſchen Subſtanz iſt ein Reſultat der Faulniß und Verwe- ſung, der man die Subſtanz unterworfen hat. Beide beſtehen in von ſelbſt erfolgenden Veränderungen, denen alle organiſche Subſtanzen unterworfen ſind, wenn ſolche nad) der Beraubung des Lebensreißtes, und unter dem Zutritte der atmoſphäriſchen Luft im feuchten Zuſiande ſich ſelbſt überlaſſen bleiben, 2) Dur die Entfernung der Feuchtigkeit, alſo durnen, kann jeder organiſ, 7768. x Jenes iſt vorzüglich dann der Fall, wenn Subſtan- zen, die Kohlenſtoff, Stickſtoff, Waſſerſtoff, Phosphor und Schwefel als bildende Elemente enthalten, in der Berührung mit Waſſer und Luft ſich ſelbſt überlaſſen bleiben. Hiebei werden, durch eine neu eingetretene Thätigkeit und eine darauf gegründete Wechſelwirkung jeyor Elemente Kohlenſtoffſäure, Kohlenwaſ- ſerſtoff, 0 ny) |y"4 ſowi NN 9 00) wb | mah |; | ein 0 [50 der 6 | Uuftß ſaufen verden 1 (3 min Nater gebet 0 ſvedar WW eigen Der ng! ſih vy Heh) , veſung, der otganidn und Jerwe- 0 hat, Beide kungen, dinen 1 ſind, wend 68, und Unter hten Zuſiande t, alſo durchs Förper vor eden ee Foz dt dmiſhung, um wer Votenien yd des eige: ver verw ſ an Sudſat- „ Pp ten, in der 7 überlaſſen eingetretene gſewirkung hten af „ ferfo)) . 257 ſerſtoff, Hydrothionſäaure, Phosphorwaſ- ſerſtoff; Ammonium und. Salpeterſäurg ge: bildet, von denen die fünf erſtern gasförmig entweichen, und die Gerüche der faulenden Körper verbreiten. Hermbſtädt: Ueber die Fäulniß und Verweſung, mit Rückſicht auf die Bildung des Düngers oder Miſtes, In deſſen Archiv der Agrikultutr- Chemie, 3x Vd, 28 Heft. 9. 769. In einem ſolchen Zuſtande der faulenden Verweſung organiſcher Subſtanzen ſtellt ſich uns der gewöhnliche gemengte Miſt dar, Seine verſchiedene Beſchaffenheit, ſo wie ſein verſchiedener Geruch, je nachdem derſelbe aus den Exkrementen verſchieden gearteter Thiere her- vorgegangen iſt, hängen von der verſchiedenen Grund- miſchung jener Exkremente ab, die in der Vermengung mit dem untergeſtreueten Stroh, in Faulniß übevges gangen find. 8. 779» Werden dieſelben organiſchen. Subſtanzen unter der Einwirkung von vielem Waſſer und weniger Luft ſich ſelbſt überlaſſen, ſo gehen ſolche in die Be- ſchaffenheit einer weichen breiartigen Maſſe über, es werden viele gasförmige Flüſſigkeiten exhalirt, es entweichen nicht weniger tropfbar- flüſſige Materien in Dünſten, und die ganze Subſtanz gehet nach und nach in den Zuſtand des ſogenannten ſpeXartigen Miſtes über. Solches iſt der Erfolg der eigentlichen wahren Fäulniß,. 67428 Werden hingegen dieſelben Subſtanzen unter Mit- wirkung von vieler Luftund von wenigem Waſſer ſich ſelbſt überlaſſen, ſo tronen ſie leicht aus, exhaliren Hermbſtädt's Kammeral-Chemie, R 258 weitigere und ganz anders ſtinkende Gerüche, und gehen in den ſogenannten vermodertet Zuſtand über, G. 7724 / Bleiben dieſelben endlich mit wenig Waſſer und wenig Luft in Berührung, ſich ſelbſt überlaſſen, ſo erfolgt dasjenige, was Verweſung genannt wird, und die Produkte, die hiebei gebildet werden, ſind von denen, die die wirkliche Fäulniß erzeugt, merklich verſchieden. a) Bei der Fäulniß wirkt der Waſſerſtoff aus dem Waſſer, das hier zerlegt wird: er bildet mit dem Kohlenſtoff den Kohlenwaſſer- ſtoff, mit dem Schwefel den St und einhüllet; und durch die up vor äußern nachtheiligen Einflüſſen geſchüßt iſt, No ZI Soil der befruchtete Keim des Saamenkorns be- lebt und entwickelt, nähmlich ſoll derſelbe zum Fötus oder Embryo umgeſchaffen werden, ſo ſind Reizmit- tel erforderlich, die jene Belebung bewirken; und dieſe finden wir in'dey 2: des Sguerſioffes ge- aründet, R Tr ZM uten weder oder b) zal | für(eſ | H L ' 16 ;)& “yr - k) RSS EZ ee" (hlofa nfl,; GEE Jue Cmnedy VEEN| was M Die Art und Weiſe„wie der Squerſtoff dem un. ENG zenkeime mitgetheilt) werden kann, iſt dreifach: a) ent-| rin weder. dur<. Chlorine(oxydirte Salzſäure),| dur) 0 oder b) durch Waſſer, oder c) durch Sauerſtoff- ( 3.48; aber pft ſind dann die Erfolge ſehr verſchieden.! 4712 wrgm „Die Wirkung der Chlorine(der oxydivrten "% Salzſäure) iſt ſo auffallend, daß nach von Hum- boldt3 zuerſt gemachter, und durch alle andere«Phy- ben mit den ſifer beſtätigter Erfahrung ſelbſt veraltete, im bloßen NVehnlictt: Erdreich niſtoffgas und Fohlenſtoff- , Wer ſaurem Gas. Vewirſy, Ww: Sg, 784«. Erbe vin Von Sauſſüre der Jüngere*) ſeßte 18 * dem Eint Erbſen unter eine mit 113, Kubikzoll dur< Kalkwaſſer nid Pim, gereinigte atmoſphäriſche Luſt gefültete Glo>e, die mit Queckſilber geſperret war, auf deren Oberfläche nur ) Ai nah ter x Kubikzoll reines Waſſer ſchwamm, in welchem die- * Wd air". Erbſen zur Hälfte untertauchten. Nad) einem Zeit- Der Faulen, un) JEDI j 83 hy raume von 8 Tagen hatten die Erbſen vier Linien lange gelen Jin Wurzelfaſern geſchlagen, ohne daß die Laftmaſſe eine g ögraben zu Verminderung im Umfange erlitten hatte +) Hermbſtädt's Arc» Un wenig auc) andere Vegctabilien?"und ſelb Abgänge A beh Ins von Thieren, in ſo fern ſie noh nicht in Verweſung| (PENN gegangen ſind und H umus gebildet haben. Dagegen| ſehen wir die Wirkung jener Materien im zweiten und' dritten Jahre erfolgen, weil ſie nun Zeit haben zu vers| weſen und Humus zu erzeugen,,| Vüngetg/ GZ 861, VBegetabilien können alſo nur in ſo fern als näh- 1 WIRD render Dünger wirken, in ſo fern ſolche vorher verweſet, | der Bere und in die dorm des Hum us übergegangen ſind, Ent- ac) un) na) hielten ſol und die Kar- 147 toffeln, Span 4 Jahre zm 10 M, 279 4)|; Zweiter Artikel. Dinget) „44 Wirkung des vegeto-aänimaliſchen Düngers. Jie m. 6. 803;| 140] Der vegeto- animaliſche Dünger iſt jeder 2,| Bil! 1000,| Pflanzenart zuträglich, ſelbſt dann, wenn ſie von einer 4 0 rein- vegetabiliſchen Grundmiſchung iſt: weil Pflanzen Z 1064)/ ſolcher Art nur den rein- vegetäbiliſchen Extraktivſtoff Zz MN BE einſaugen, den Stickſtoff, Schwefel- und Phosphovſtoff det etl 3 1400 hingegen unverändert zurülaſſen, nas 4(9) S. 804. Mttlf |||| 0 Vorzüglich zuträglich und unentbehrlich iſt aber pu Gerweſt 1 160114 vegeto- animaliſche Dünger allen denjenigen| die Ein | I86) 1/00 Pflanzenarten, die Stickſtoff, ſo wie Schwefel-| fuſe€ 4 NEAN ſtoff und Phosphorſtoff zur Erzeugung und Aus- niht. 4 EN, bildung ihrer nähern Beſtandtheile erfordern: dies iſt| vlweh ME der Fall 1) beiallen Getraidearten, fo wie beiallen)7 3"9„90 Hülſenfrüchten ohne Unterſchied; 2) bei Beten-, NEN Rüben- und Kohlarten; 3) bei Hanf-, Lein-, Rüb- | AEON! ſaamen und allen übrigen Oelpflanzen; 4) allen Arten 4(1| von Zwiebeln, Knoblauch 2c,; 5) allen Arten von Klee, 4 ji 130, auh AFerſpörgel; 6) Waid; 7) Taba>; 8) den Gar-| 6 NENN! tenblumen,.|%( ij 1| 1,9 GS. 805,| unſ | y 1 j Alle oben genannten Feld- und Gartengewächſe zu mh | 197 jW,| zeigen bei der Zergliederung ihrer Saamen(der Ge- bum 1 u| 1, traidearten und der Hülſenfrüchte vorzüglich) eine mehr fe fed ' 10|| vder weniger bedeutende Quantität Kolla oder Ciweiß- tn 4 [HAD' ſioff, und erfordern alſo ſchlechterdings Stickſtoff, //|VWiy 10 6 Schwefelſtof und Phosphorſtoff zu ihrer Bildung, die+ Im 10 ihnen im rein- vegetabiliſchen Dünger nicht dargeboten v werden können; ſie bedürfen alſo vegeto- animaliſchen' R SS ZZ Zz SS IEE NR 271 el(4 Dünger, wenn ſie mc> verſchiedenen Arten deſſelben. weil Wanja j 6.896; 2 Gnraftiofof Da der Dünger, er mag rein-animaliſcher,| oder rein- vegetabiliſcher, oder vegeto-ani-| maliſckſtoffes aus der Atmoſphäre, und ſo die Produktion des Kalkfalpeters im Erdreiche begünſtigen, wodurd) ſeine die Vegetation befördernde Kraft gleichfalls vermehrt wird. 972..01.27 Roher Kalk wirkt mit dem Kalkmergel über- einſtimmend, daher auch dieſer ,; wo er in Menge und ohne bedeutende Koſten zu haben iſt, ſowohl auf ſum- vſigem ſauren Moorboden, als auf thonreichem Bo- den, die Stelle des Kalkmergels vollkommen er- ſetzen kann. Fünfter Artikel, Wirkung des Gypſes oder Duxes. 6781243 Die Wirkung des rohen ungebrannten Gyp- ſes, oder des ſchwefelſauren Kalks, vorzüglich auf Wieſen, auf Kleefelder, auf Hülſenfrüchte U. ſ. w. iſt bekannt, Mit ihm übereinkommend, ſowohl in.der Grundmiſchung als in der Wirkung, iſt auch das ſogenannte Düngſalz, oder die Düngaſ a: N.-- zem 200005 uy"20 SEE IEOREIEENE» ANNEN Eda= mm 45- FER Ze erge epn 002 we: Eg AI 2m rit. 281 CG. 3832 TN Mas hingegen die entferntern Beſtandtheile betriſſt, die als-bildende Elemente in den nähern ange- troffen werden, wie der Kohlenſtoff, der Waſſerſtof, der Stickſtoff, der Sauerſtoff, der Schwefelſtoff, der Phosphorſtoff, die Jodine, die Erden, die Alkalien und die Metalloxyde, ſo können dieſe nur auf dem tronen Wege erforſcht werden. EE Getrih an zu Deſtin (€ derſelbe Üetntern, en, die Rehe Erſter Artikel. Beſtandtheile des Weizens. [ion find die: DB GTG SZE: "den Fönney, Der Winter- und Sommer- Weizen(Triti- en mertlic cum hybernum et aestivum L.) iſt die nahrhafteſte aller- Getreidearten; aud) enthalt derſelbe unter allen äübri- gen die größte Quantität Kolla, eine Subſtanz, die ea, ganz eine animaliſche Beſchaffenheit beſißt, und mit / Wiifges- den fFäſfigen Theilen der Milch, ſv wie mit' der Mus- nden Git Felfaſer des Fleiſches ziemlich übereinkomntt. 11.717.000 GTTUSZ46 legten, find Ob die große Quantität'der Kolla im Weizen von Hien ge der Natur des dem Erdreiche beigeſeßten Düngers ab- mah hängig iſt? oder ob es eine natürliche Funktion des Weizens iſt, ſol u Scheffel Taubenmiſtz das acäEne Maſſe reducirt hätte, und dann von Jeder "pen Arne Art ein gleiches Gewicht angewendet worden wäre, und Mohl-10 2600: 9. 828. en ml vat: Alle zene Beete wurden mit einerlei Art Weizen (Wan(mit platten. Aehren, ohne Bart, Körnern von gewöhn- 4 30h, j licher Farbe und hohlem Halm) im März beſäet. Der Teheen, ge Ertrag an Körnern war beim Taubenmiſte am reich-| umd langen ſten; dieſem folgte der Menſchenkoth; dann der| ' Veizen Menſchenurinz hierauf das O<ſenblut; hernach| Mehl von der Pferdemiſt; dann der Kuhmiſt, und endlich| Wen(aus die verweſeten Vegetabilien, welche den min-| dy Follg, deſten Körner- Erträg lieferten. Die erſteren Beete ilie- MUNZ ferten mehr als den ſenen Deſtillation 2(Er) des Weizens übrig bleibt, phosphorſauern Kalk - Extra enthält, hat ſhon Marggraf bewieſen. m LC c) Der phos8phorſaure Kalk findet ſich auch im rohen daß der) Weizen, mit einem Ueberſcen auf die Mühle gebra gebracht, ſo wird mehr von Feibigem gepulvert und durchgebeutelt, als wenn ſol mmm Si a. G| MAIER 1 m.====» nage,»»EEN ZID IEEE: mg. gm Ei ah REH annimmt. a) Das reife Stroh enthält etwas mehr Seifenſtoff und etwas weniger EGiweißſtoff, als die grünen Stengel 3 und unterſcheidet ſich auch von den leßtern durch den Gehalt an Kieſelerde, Die gelbe Farbe des (rü Gſt Theil ſiyren Wm 40( hm 16 Nun, 1 I yß, ZERE SII..-- nme<< M vmmmwu tt en= n zn See EE IEEE EEE. 4 eme vl ſ+' j. 289 1 Fit; des Strohes, ſcheint vom ausgebleichten Wachſe ab- mehl u"hangig zu ſeyn. 2015 hir b) Als nährende Subſtanzen der grünen Gerſtenſtengel Fen Aultu) kommen vorzüglih der Seifenſtoff und der Ei- weißſtoff in Betrachtung z; weniger das grüne S a ßz mehl. Die Pflanzenfäaſer findet ſich hingegen faſt unverändert in den Exkrementen der Shieresz vielleiht verdanken dieſe ihre grüne Farbe dem grünen A Saßmehl. Der phosphorſaure Kalk wird ' wahrſcheinlic) zur Bildung dex Knochen und Hörner verwendet. Seifeniy oh fanden ſi) c. Die unreifen Gerſienkörner. Roth 2 Duut- f ſi n an Eiweiß: 9. 850. ;(Oran Bit: Die Körner waren völlig auSgewachſen, ließen ſich zeufaſet, leiht zerdrücken, und gaben dann eine milchige zähe ind Pflan- Flüſſigkeit, Zwölf Loth der grünen Gerſtenkörner lier= 30 ferten bei deren chemiſchen Analyſe 1 Loth 3 Quentchen und 40 Gran grüne Hülſe(eine Berbindung von 14560 grünem Saßmehl, von Pflanzenfaſer und von N yv a- ZIE= KC Ah, Seifenſtoff), 6 Loth 1 Quenichen wäſſerige yeife Oe!. 3 3: iSſtoff mi 3 reife Zh eile 13 Gran Ciweißſtoff mit phosphor- aun 5) en und qu ſaurem Kalk verbunden, 51 Gran Kolla, 2 Quents Ieboreinfitttt: erartige Subſtanz, 1 Ouent- Hen 16 Gran Seifenſtoff, 7 Quenthen Am y- VEN lum, 218 Gran Hülſenſubſtanz und 2 Gran Ver- eten m 1 rd jene Di vum ot di d. Die reifen Gerſtienkörner. € einen hit- nahern Der - Guſt GE 8517 Bei der damit angeſtellten erſten Zergliederung ga- fen off 3 En„ 5 a ben 16 Loth reife Gerſtenkförner 7 Quentchen 10 zan lehter? Gran inhärirendes Waſſer, 3 Loth Huülſe und ht;: , jw 0 11 Loth 50 Gran Mehl zu erkennen, Hermbſtädt's Kammeral-Chemie, T | 9. 852. - Dagegen ſchied man aus 16 Loth Gerſtenmehl: 6 Quentchen Wäßrigkeit, 44 Gran Eiweißſtoff, 3 Quentcer, 2 Quentcnen des Gerſteybrodes einen bedeu- tenden Einfluß hat, weil der Schleim die Feuchtigkeit ſtark an ſich hält, i SG 8354 Die Kolla aus Gerſtenmehl unterſcheidet ſich durch geringere Zähigkeit von: der des Weizen- und des Rvggenmehls;: dagegen iſt das Gerſtenmehl reicher an Schleimzu>er als das Weizen- und Roggenmehl; daher auch- die Gerſie früher fermen- tirt als der Roggen, und deshalb zur Bierbraue- rei geſchickter iſt. In den unreifen Körnern fan-- den ſich zwar beinahe dieſelben näheren Beſtandtheile wie in den reifen; ſie ſcheinen aber ſämmlich einen mindern “Grad von Ausbildung zu beſien. N Gerſte lift) 0 L 05 EU JEW Zufian „gehe | Hfiz ſir zam) Yunfun j Menge| Witine unit ema- DDD DIe errln egmrgn 0 wmmen ER hre 291 a) Nah der von Schrader angeſtellten Prüfung der erdi- ) Gem gen Beſtandtheile in den Gerſtenkörnern liefern " Eien. zwei Pfund WERTEN in ihrer Aſche: 6655 Gran Kie- DIN;> Gran kohl EN: "7 h ſelerde, 24585 Gran kohlenſtofffſauren„Kalk, PE; 2 Duhe. EE SRH ffſaure Talkerde, IZ 7 Gran wten 15 09 Thonerde, 6 73 Gran Manganoxyd, und 355 4 Gran Eiſen. Au hier ſcheint dem Ex) perimentator der m mi„y K ; Phosphorſaure Kalk entgangen zu ſeyn, "orſaurn 1 Poth 20(Fray e. Der Roſt auf der Gerſte. ft von 1 Zuert-: 6. 855. Der Roſi(Rubigo) beſteht in einer Krankheit der Gerſte, welche mit dem Brande des Weizens Yehn- Ung gehet etz lichfeit beißt. Er überfällt die Pflanzen, wenn ſie eben Reizen: un) ini Begriff ſtehen, ihre Körner auszubilden: die grünen Pfoit in der Spelzen einzelner Körner, oder auch aller Körner einer wantitativen Aehre ſchwellen an, und werden mit einem ſchwarzen | dieſen ab: Pulver angefüllt, das nach dem Zerplaßen der Spelzen 2 oazenmehl als ein feiner Staub vom Winde weggeführt wird, wn x das 6...8507 3 enen beds Jener ſchwarze Staub röthet im angefeuchteten bie Feudtight Zuſtande das La Emus papier, undgiebt mit Waſſer, „ angeknetet einen Brei, ohne ſich aber im ſiedenden Waſſer zu Schleim aufzulöſen. Die mit kaltem Waſ- „ſcheidet ſch- gemachte Extraktion ſc ünſten ſHwarze Flocken ab; und liefert eine geringe rſcenmeh Menge ſäuerlichen extraktförmigen Rückſtand, der freie vizen- un Phosphorſäure enthält, Dieſe ganze Subſtanz jher fernen? ſcheint blos eine Verbindung von Ko hle und freier jerhraut Phosphorſäure zu ſeyn.: „nern fan 37 107 Jenen Reſultaten zufolge iſt man berech tigt zu ſchließen, daß die Bildung des Roſtes in der Gerſie Feinesweges durch darauf geworfenen. Saamenſtaub von T 2 ndtheile wit nen minde Gi IN ICE <= 292 Pilzen, oder durch Inſekten, ſondern durch eine vorgegangene verkohlende Zerſtörung des mehlartigen Beſtandtheils gebildet wird; weil durd die unterbro- er, 8 Loth 2 Quenthen Amylum, 1 Loth 25 Gran Taſertheile, 1 Quent- == finden Dh ein y des Wägen rd) Die Witbee y Vtmoſhue dem aſi ündett, ſo ) Wf den Ei; KA | ; | | | | | ' qt,<:;. GARE IRELTIRCHN 1 N Hen 5 Gran inhärirende Feuchtigkeit, 45 Gra ahem des Getreis Berlu ſt. 0 Segetum, Rh 5 3; uE INE et,» Wp a) Das Hafermehl zeichnet ſich durch ſpecifiſche Leichtig- Leit, eine gelbweiße Farbe und einen ſchleimig, ſüßlichen Geſhma> aus, Es iſt leicht lö8bar im kokelt waren, und einige derſel- 'ben bereits Schoten angeſeßt hatten, wurde in dem von den Schoten befreiten Zuſtande der Zergliederung unz terworfen, und gab. folgende nähere Beſtandtheile zu erfennen, vg. 862. In ſechzehn Loth des gedachten Krautes fanden ſich 12 Loth 2 Quentchen wäßrige Theile, 53 Gran Amylum, 1 Loth 2 Quentchen 40 Gran Pflanzen- faſer, 1 Quentc eee ZIELEN ZO-DIERDEEEI EE EIN an>= mn 7 5 205 ") e zx.. a.- EE€-»» 7. EEE fn als nähere Beſtandtheile: 13 Loth wäßrige Theile, TTTENEN:' Zr Pflan DE "E:4"Ube 1 Loth 1 Quenter, das Uebrige bejiand in Waßrigkeit, (ted Fanden fij d."Die reifen Erbſen: 8, 535 Oran CZ 8605 Pflanzen Sechzehn Loth reife Erbſen zeigten bei der Saßmehl damit vorgenommenen chemiſchen Zergliederung folgende jorſauter nähere Beſtandtheile: 2 Loth 1 Quentchen wäßrige franz, 2 Theile, 3 Loth. 2 Quentchen eines Gemenges aus den 1 Duentchen äußeren Häuten und einer mehlartigen Faſer, 5 Loth 1 Quentchen 5 Gran Amylum, 2 Loth 1 Quent- erartige Subſtanz, fande an 1 Loth'g Gran Schleim, 11 Gran phosphorſaure jenen Sad? Erdenz alſo ein Verluſt von 3 Quentchen 49 Gran, ven Wafer 296. e. Die Aſche der reifen Erbſen. S5. 866, Sechzehn Loth reife Erb ſen lief, ferten, nad) voll- kommener Einäſcherung, nur 1 Quentchen 12 Gran Aſche; ſie haben alſo, mit Ausnahme von 2 Loth 1 Quentchen wäßriger Theile(9. 865.), 13 Loth 1 Quentchen 8 Gran verbrennliche Subſtanz ent- halten, Sechs und neunz:4 Gran jener Aſche lieferten, nach dem Auslaugen, 47 Gran ſalzige Stoffe, welche außer kohlenſtofffſaurem Kali, 9 Gran Phosphorſäure, 5 Gran Schwefelſäure, 5 5, k Salzſäure und 0,5 Thonerde enthielten. Und 49 Gran des ausgelaugten Rückſtandes lieferten: 5x Gran Kieſelerde, 12 Gran Fohlenſtoffſauren Kalk, 1 Gran Thonerde, 7x Gran Phosphor- ſauren Kalk, 2x Gran Eiſenoxyd, und 21 Gran mit Ammonium verbundene pho8phorſaureTalfk- erde; alſo einen Berluſt von 3 Gran, Zweiter Artikel, Beſtandtheile der Saubohneng. 0,-.8625 Von den Saubohnen(Vicia Faba L.) wurde die zu Speiſen vorzüglich brauchbare Art angewendet. Sechzehn Loth derſelben im reifen Zuſiande gaben bei der damit vorgenommenen Zergliederung; 2 Loth 2 Quent«- er, Aus ihrer Aſche ſonderten ſie Kali, phosphorſaures Kali, phosphorſauren/ Kalk, phosphorſaure Talkerde, und phosphorſaures Eiſen, In der Hülſe entdectten ſie Gerbeſtoff, Dritter Artikel; Beſtandtheile der«Linſen. 9. 868, Die Linſen(Ervum Lens L., Cicer Lens Willd.), welche der Unterſuchung unterworfen wurden, beſtan- den in der kleinen Art, und waren auf lehmigem Sand- boden gewachſen. Sechzehn Loth derſelben lieferten an näheren Beſtandtheilen: 3 Loth fa ſerige Subſtanz, 44 Gran Eiweißſtoff, 22 Gran phosphorſaure Erden mit wenigem Eiweißſtoffe verbunden, 2 Quentchen Seifenſtoff, 3 Quentchen 50 Gran Schleim, 5 Loth 3 Quentchen 53 Gran anim aliſch- vegetabiliſche Subſtanz(Kolla), 5 Loth 1 Ouent- Hen Amylum, und 11 Gran Verluſt,“ Jene Grund- miſchung iſt hinreichend, um zu beweiſen; daß die Lins ſen zu den nahrhafteſten Subſtanzen gerechnet werden müſſen.; - a) Nach Fourcroy und Vauquetlin enthalten die Lin- ſen Amylum, Eiweißſtoff, und ein eignes 3 rüe nes Del, Die Häute derſelben enthalten Gerbeſtoff Y und noene Bohnen lieferten an näheren Beſtandtheilen: 1 Loth 48 Gran Hautſub- ſtanz; 1. Loth 3 Quent ggg 00 nomen. Ei hm 2- 0 Neermumigen ama wen ee ZIEGEN 2 : 299 Kolla, welche die Hülſenfrüchte enthalten, in ihren Eigenſchaften von der aus den Getreidearten bedeutend abweicht. / GE 87:25 Die Kolla aus den Hülſenfrüchten unterſcheidet ſich von jener aus den Getreidearten durch eine leichtere Lösbarkeit in den Alkalien, und in den Säuren, ſo wie dadurch, daß ſolche ſtets eine nicht davon trenn- bare freie Säure enthält, die in überſäuertem phosphorſauren Kalk zu beſichen ſcheint; jene Materie iſt daher hier- auch, um ſie von der gewöhnz- lichen Kolla zu unterſcheiden, mit dem Namen ani- maliſch- vegetabiliſ aus, und-durch das Einäſchern, und Aus- laugen der daraus erhaltenen Aſche ,! liefert dieſelbe phosphorſgures undſchwefelſaures Kali, SE 82710 Jene eigene änimaliſch-vegetabiliſche Sub- ſtanz in den Hülſenfrüchten iſt es auch, welche, wenn ſie mit Waſſer gekocnet und gewogen. Das Klare, von dem Amylum geſon- derte Fluidum, wird nun in einem zinnernen Keſſel zum Sieden erhißt; es. gerinnet ein Theil der Subſtanz, dieſe iſt der Eiweißſtoff. Er wird durch ein Filtrum abgeſondert, getrocknet und gewogen. Das übrige Fluidum wird nun nach und nach zur Trockne abgedun- ſtet. Die tro>ne Maſſe iſt ein Gemenge von Shleim- zucker und von Gummi oder Pflanzenſer daraus extrahirt, da denn 1), Wh Wo der Gummi ungelöſt zurück bleibt, elbe(ud W h9p„ t> er; und ih Zehnte A PE he DE gs on jolcher Ip etinengung hot Beſtand Eh eule.der Kantofferin | Stof IVG CG. 677+ ch ſowohl für Die Kartoffel(Solanum tuberosum L.) iſt von aſtigſien Tals langen Zeiten her als ein nüßliches Nahrungsmittel für Menſchen und Thiere anerkannt worden; über die Grundmiſchung derſelben konnte indeſſen nur eine zweck: “ mäßig angeſteilte chemiſche Zergliederung entſcheiden, weil es ohne dieſe nicht möglich war, eine Bergleichung- 6 und der ihrer näheren Beſtandtheile, mit denen der Getreidear- WENDE ten und der Hülſenfrüchte", ſo wenig in qualitativer als hen aehlaic! quantitativer Hinſicht machen zu können, (ner Gi S8. 878. 9 oft etnat Die chemiſche Zergliederung der Kartoffeln iſt (wih Zus in neueren Zeiten durch Pearſon, Cinhof und „00, fe wird Pfaff auf eine, ſehr genaue Art veranſtaltet worden; , womit das aber es iſt mit Wahrſcheinlichkeit vorauszuſeßen, daß 4 mn dai ſowohl die Art der ausgeſeßten Kartoſfeln, als auch die +, eten Natur des Erdreichs, die Wahl des Düngers, ſo wie [um aefor die Witterung auf die Grundmiſchung der Kartoffeln eſl zuu einen wichtigen Einfluß haben müſſen, welcher, wo Gutfan): nicht das qualitative, do< das quantitative Verhältniß der näheren Beſtandtheile bedeutend abändert, welches zu entſcheiden alſo noch ſpätern Unterſuchungen aufbe- halten werden muß, jn Fiteum 3 übrige pabzedun? ahn 9. 879,| jhlein Herr Georg Pearſon*) bediente ſich..zu ſeiner 1); 502 Unterſuchung der Nierenkartoffeln(Kidney pa- tatoes).. Hundert Theile von der äußern Schale be- freiete Kartoffeln gaben ihm zu einer Zeit 0,68 Waſſer, und 0, 32 Mehlz zu einer andern erhielt er dargus 0,72 Waſſer, und 0, 28 Mehl, x) G. Pearſon Beobachtungen Über die Beſtand» theile der Kartoffeln. Zn Hermbſtädt?s Arne Subſtanz zurück, |*) Einhof chemiſche Unterſuchung der Kartoffeln 2Ce“ In Hermbſtädt's Archiv der Agrifultur- Chemie, 2ic' Bd, S, 37 26 8 882. Bei einer Unterſuchung des aus gefrornen Kartof- feln geſchiedenen Saftes, in Hinſicht der darin. befind- lichen freien Säure, fand ſich, daß ſolche aus Wein- ſteinſäure und Phosphorſäure gemengt war, Dur die Einäſcherung von 8 Loth trockenen Kartoffeln wurden 96 Gran ſcharf alkaliſch ſcende Aſche gewonnen, die, wie die fernere Zergliederung lehrte, aus 64. Gran Kali(worin außer der Kohlen- ſtoffſäure auch noene Maſſe zu N üg NA I EE =. neee limited" 2...-- 594 erkennens 32 Loth dieſer Kartoffeln im rohen Zuſtande enthielten 4 Loth 30 Gran Amylum, 1 Loth 3 Ouent- hen 40 Gran Faſerſubſtanz, und 55 Gran Ei- weißſtoff, Dritter Arriti>x.el: M3 0 07004 84 0-4 04.0 4,46 Gl 8844 Hundert Theile Nierenkartoffeln beſtanden aus 81% Wäßrigkeit und 182 tro>ener Sub- ſia n3; 32 Loth derſelben lieferten; 2 Loth 3 Quent<ene Subſtanzs 52 Loth derſelben gaben bei der damit angeſiellten Zer- gliederung?: 4 Loth 3 Quentchen 20 Gran Amylum, 2 Loth 2 Quentchen 30 Gran Faſerſub ſtanz, und 54 Gran Eiweißſtoff zu erkennen, a) I ſelbſt baue jekt vierzehn verſchiedene Spielarten von Kartoffeln, die in ihrer Form, ſo wie in der Farbe und in dem Geſ an, und ihre Temperatur iſt höher als die der ſie umgeben- Hermbſtädt?s Kaminerai- Chemie, U (1! M: (|] IK 14| yi] " 1 im| MA 3, AB" "R | 1!/ IT Bj || N |] j MIEEG, HUET) uh 3 „ſ MAE" 158 ji] 48!1/ 300 y 09): ||, 08 '| |. y 11, || N || i j| | zv h| Y 0 NTM [1] NYSE! Wel 1j[| 1| y jj h| R SNES GENEN „deen; IE 306 den Atmoſphäre? ein Beweis, daß eine Wärmeabſonde- rung hierbei ſtatt findet; welches ſich auch dadurch be- ſtätigt, daß ſolche oft, wenn die Temperatur der Atmoſphäre viel niedriger iſt, denno von andern aus, und aus dieſen preßt ſich beim Drücken ein ſüßer ſyrupartiger Saft aus. 67“ 893 32 Loth in dünne Scheiben zerſchnittene gekochte Kartoffeln gaben nach dem Austrocknen 9 Loth einer harten brüchigen Subſtanz von röthlicher Beſchaffenheit und völlig glaſigem Bruche, welche im zerriebenen Zu- ſtande ein gelblich- weißes Mehl darſtellte. 1502 18.018 Werden die gekochten Kartoffeln zu Brei zerrieben und derſelbe mit kaltem Waſſer ausgewaſchen,' ſo löſet - dieſes eine geringe Quantität Pflanzenſchleim daraus auf. Der ausgewaſchene Brei läßt kein Amylüm aus ſi) abſcheiden; auch löſt derſelbe ſich durchs Kochen nicht zu Schleim auf. a) Die weſentlihen Veränderungen, welche die Kartkoffeln durnet und gewogen, und das Gewicht der tro>nen Schalen(). 899.) davon abgezogen. Aus dem Waſcnet und gewogen, Das übrige Flui- dum wird gelinde zur Trockne abgedunſtet, es ſtellt nun den Schleim dar. Der zuerſt gedachte dur< Auspreſſen der zerriebenen Kartoffeln gewonnene Saft enthält ein. Gemenge von Weinſteinſäure und von Phos- phorſäure, die nur ſchwer getrennt werden können, mit einem farbigen Stoffe verbunden. Genn er bund. Beſtandtheile der Rüben- und Betenarten, ſo wie der übrigen Wurzelgewähſe. S8. 901, Die Zergliederungen, welche biSher mit den Rüben- und Betenarten, ſo wie mit den übrigen Wurzelgewäch- ſen angeſtellt worden ſind, waren ſo oberflächlich, daß man höchſtens' die Qualität ihrer näheren Beſtandtheile, weniger aber das quantitative Verhältaiß derſelben dar- aus entnehmen kann, daher ich es unternommen, einige ſelbſt zu zergliedern, andre ſind vom verſtorbenen Crome zergliedert worden, | 9. 902. Die Rüben- und Betenarten ſind ſämmtlich ſo reich an beigemengten Waſſertheilen, daß der wäßrige An- theil gemeiniglich 80 bis 82 Procent darin ausmacht, ſo daß die troFene Subſtanz nur 18 bis 20 Procent be- trägt. Die näheren Beſtandtheile, welche die tro>ene Maſſe viiden, beſtehen: 1) in Zuc>erſtoff, der in gm ü ; nE ken; 5) ſe geſe jyzymmi; das Mi den[1 d NEN nen fal) mit gewahlt hs gemittelt WAN Wfcht, [) „Purqu (wen B NUE Völ! | eiten, N mit ein Dahin 9) Y fe YD y er m Woge) 0 in Cn jim 0 dem Witiy Dd Dar Gr, 8 übrige" € ſtellt yn“ aft enthält vn Pho 8: erden Emmen, vp atten, ſv (6, «vm Kühen: Quczilzawin 3071190) 171000202 „ſelben dat“ nen, enig! nn Crom! ji fo teich feige An! puömaht, wotent be? je oden! ſv? 11 einigen nur die Form des Schleimzuceers beſißt: 2) in Eiweißſtoff, den ſie ziemlich reichlich enthal- ten; 3) in mehlartigem Weſen, welches, wenn ſie gekocht werden, eine ſckerartigen Theilen auszumachen ſcheint; aber viele von ihnen enthalten auch äpfelſaures Am- monium nebſt ſalzſaurem und ſalpeterſaurem Kali, das leßtere vorzüglich dann, wenn ſie auf einem mit Pferdemiſt oder Schaafmiſt friſch gedüngten Boden gewachſen ſind? ſo wie ſie endlich noch ein eignes riech- bares Weſen enthalten, von welchem es noch nicht aus- gemittelt iſt, ob daſſelbe in einem ätheriſchen Oele, oder in einem andern äßenden riechbaren Stoffe beſteht. ES Erſter Artikel, Beſtandtheile der Runkelrüben. G. 993 Die Runkelrübe(Beta cicla altissima) auch Burgunder Rübe gennant, kommt in vier verſchie- denen Varietäten vor, die auch eben ſo wieder, wenn „gleich nicht im qualitativen, doch im quantitativen Ver- hältniß der oben'genanüten näheren Beſtandtheile diffe- riren, wenn ſie auch auf einerlei Boden gewachſen, und mit einerlei Düngungsmittel kultivirt worden waren,“) Dahin gehören: a) Die durchaus weiße Runkelrübe mit wei- ßer Schale und weißem Fleiſche. b) Die Runkelrübe mit gelber Scale und weißem Fleiſche, c) Die Runkelrübe mit rother Schale und weißem Fleiſche,' d) Die Runkelrübe mit rother Schale und weißem Fleiſche, das mit rothen FEDER durchwachſen iſt, *) Sigiem. Friedr. Hermbſtädt's Anleitung zur prakt.'ödkonom. Fabrikation des Zukers und eines brauchbaren Syrups aus Runfkelrüben 2c, Berlin 1821 O7 71207 6: 904 Um das quantitative Verhältnis der näheren Be- ſtandtheile in den Runkelrüben zu beſtimmen, habe ich mich der leßtgenannten Spielart bedient, häufigſten als Viehfutter gebauet wird. da dieſe am Die damit an- geſtellete Zergliederung, deren weitläuftigere Erörterung an einem andern Orte gegeben werden ſoll, hat mir folgende Reſultate dargeboten: a) b) Hundert Theile dieſer Runkelrüben, die in mit Kuhmiſt mäßig gedüngtem ſandigem Lehm- boden von mir ſelbſt gezogen worden. waren, ggz-, ben, in Scheiben zerſchnitten und in der warmeix Luft ſtark ausgetroc>net, 830 Theile verdunſtbare Wäßrigkeit und 20 SIE tro>ne Sub- ſtanz. Hundert Theile derſelben Runkelrüben, die einer vollſtändigen Zergliederung unterworfen wur2' den, gaben dagegen an näheren Beſtandtheilen: 80 Theile Wäß zrigkeit, 4,5 kriſtalliſirba- ren Zucker, 3,5 S en 00 50 Oi Om==mit Auge NEE ZIG neIEIIEPS:- gen mmer ed m<-->-<=--. 4-..i 3513 tro>ne Faſer, die etwas Amylum, nebſt Ciweißſtoff und Pſlanzenfaſer enthielt; wobei alſo ein: Verluſt von 0,75 ſtatt gefun- den hat, ! Cw"' - 7 PES dib REESE AE E, Zan wirr äl 23 Lamarine ininnken HÖ 3: t Oh yd then Vip ' 8. 995. „EN p Mit den Runkelrüben in der Grundmiſchung und„“ 3 B= 5- T ein) ziemlich“ übereinſtimmend, und nur im quantitativen, "eG,; M feine8weges im qualitativen Verhältnig der nähern Bez ſtrandtheile davon verſchieden, ſind auch: : a) Der gemeine weiße Mangold(Beta vulga- näheren Ds KEEN 1 ris alba).: m, habe id v bh) Die gemeine rothe Rübe(Beta vulgaris Da Dieſe an| rubra). ' Damit ttz S. Srötterung IEE Zweiter Artifel, . hat mie Befiandtheile der Mohrrüben. GF 9067 4 Wein' Die Mohrrübe(Daucus Carota), auch gelbe dem Yhie Möhre genannt, gehört zu den Doldengewächſen, Waben, aW Sie wächſt eigentlic) wild in den Wäldern, wird aber der warmer gewöhnlich fkultivirt. Mit dergleihen im Garten- whunfchare lande kultivirten Mohrrüben iſt die Zergliederung 1: Suh: von mir angeſtellt worden, deren weitläuftigere Be- ſchreibung anderwärts erörtert werden ſoll, Als Re- hen, di» ſultate der Zergliederung habe ich gefunden: wenu a) Hundert Theile gute gelbe Mohrrüben nÖfheilen laſſen beim völligen Austro>nen 80 Theile W88- iſirbas rigkeit von ſic), und es bleiben 20 Theile it 61y:| troFXne Subſtanz zurück, jweiß, b) Hundert Theile vollkommen zergliedert, lieferten » aßen: an nähern Beſtandtheilen: 80 Theile verdun ſt- 8, 0,25 bare Waſſertheile, 6,30 niht kriſtalliſir- baren Schleimzu Fer mit wenigem Glycion verbunden; 1,75 gummiartigen Schleim, 1,20 E-weißſtoff, 0,35 gerinnbares äthe- riſc<< SG 272 25 25.285 m=> 7“-7 AID.=<= 0nif age NIET ZIE IHEIS:- rpg mmm EE ak RI 315 Wien 0;?. GE Option c) Eine mit den Blättern der Paſtinakpflanze Nus angeſtellte Zergliederung lehrte Crome**) als PE nähere Beſtandtheile derſelben kennen, in hundert Theilen: 79 Procent Waſſertheile nebſt etwas ätheriſchem Oel, 3,22 grünes Saßmehl, Inlih Oi die aufst Ww / n/ w A y ee EEE EH 1 Fife«mmh aman amen, ün geen IE> un, 5-.= E "8 Tnylu"/ 60"Eiweiß ff5 0527:mit-S aferdurc- jun drungene wach sartige Subſtanz, 7,85 Ex- traktivſtoff mit Schleim und Schleim- ützuh. zu>ker verbunden, 9,06 Pflanzenfaſer. *) Erome chemiſ. 4> Futter dir den waren, zeigte in hundert Theilen 79 Procent ver- von dieſer dunſibare Wäßrigkeit, und an anderweitigen Stof- 1:0 fen: 8 Procent SchleimzuF&er, mit Glycion ; gemengt, 2,5 gymmiartigen Schleim, 2,5 Ei- 318 weißſtoff, eine nicht beſtimmbare Quantität eines flüchtigen riechbaren Stoffes, 3,5 ſalzige Materien, 7,2 Pflanzenfaſer mit Amylum verbunden; Verluſt o, 3, welcher Verluſt wohl mit in dem verflüchtigten äßenden Weſen gegründet iſt,- Zweiter Artikel. Beſtandtheile der ſer mit Glycion und einem eigenen rübenartig „welder ſell! riechenden und ſcharf ſchme>enden Weſen' größer wit gemengt, 2,50 Eiweißſtoff, 3,50 gummiarti- Sie biet gen Schleim, 0,50 ſalzige Materien, 6Pflan- n ſehr Erajiz zenfaſer mit Amylum gemengt, 0,50 Verluſt, x der Unter: Sie kommen daher in ihrer Grundmiſchung der Rota utacdingtem baga am nächſten. ul verklhen 6,146 9 inhöritendy Jene Shotengewächſe, von welchen bald die fande fleiſchige Wurzel, bald das Kraut zur Nah- », 9 Inet rung der Menſchen und Thiere angewendet wird, "FER deren Saamen auch benutzt werden kann, um ein brauch- igttigen bares Oel zum Brennen daraus zu ſchlagen, verdienen zelt daher ſammtlich aus dieſem Geſichtspunkte chemiſch zer- e Stoffs gliedert zu werden. Von den Kohlarten(Brassicae) [yum ver gehören hierher, außer den ſchon erörterten, nod) fol- gende: a) Der Grünkohl oder Braunkohl(Brassica oleracea viridis). |, b) Der Weißkohl(Brassica oleracea capitata). c) Der Wirſing=.oder Savojerkohl(Brassica oleracea Sabauda). t ODA) d)* Der Blymenkohl'(Brassica oleracea bo- trytis). Sie ſollen mit der Zeit ſämmtlich von mir zerglie- dert werden, Dv eizehnte/ Abtheilung. Beſtandtheile der ſogenannten Futterkräuter, des Klees, der Luzerne, des Spergels2c. 98. 9015. Die oben genannten Futterkräuter, welchen billig auc) noch die verſchiedenen Grasarten ange- reihet werden müſſen, machen ſo wichtige Gegenſtände für den Landwirth aus, daß ſie ſchon längſt verdienet hätten, aus dem agronomiſchen Geſichtspunkte chemiſch zergliedert zu werden, um ihre Grundmiſchung", ſo weit ſolche von, den nähern Beſtandtheilen abhängig it, näher kennen zu lernen. Jetzt verdanken wir eine Zergliede- rung derſelben dem verdienſtvollen, für die Wiſſenſchafz- ten viel zu frühe verſtorbenen Crome, deren Reſultate hier mitgetheilt werden ſollen. Mas andere Chemiker früher über dieſen Gegenſtand geliefert haben, iſt entwe- der unter aller Kritik, oder ſie ſind dabei von ganz un- vichtigen Geſichtöpunkten ausgegangen, ſv daß die Re- ſultate ihrer Arbeiten von keinem Werthe für den Land- wirth ſind.: a) So hat Röſſig*) eine chemiſche Zergliederung des ſpa- niſchen Klees geliefert, nach welcher derſelbe aus vieler wäßriger Feuchtigkeit, aus einem ſalzig flüchtigenalkaliſchen Liquor, aus etwas Oel, aus einigen Erden und aus etwas Kali beſtehen ſoll. L3er kann ſol mee 4= 323 zu&er, 3,13 Seifen- oder Extraktivſtoff, 1,12 phoSphorſauren Kalk mit Eiweißs« ſtoff verbunden, 12,00 Pflanzenfaſer, Dritter"Artikel, Beſtandtheile des weißen Klees, 5 6. 918. Der weiße Klee(Trifolium repens),'der gleiche falls durc; Crome(a. a. O. S, 519.) zergliedert wurde, war zweijährig, und wurde von einem Weide- platze entnommen; Stängel, Blätter und Bläüthen wurden zugleich mit einander gemengt der Zergliederung unterworfen. Hundert Theile derſelben gaben an nähern Beſtandtheilen: 80 Procent IB aſſertrheile,: 1,07 grünes: S;ahbmehl, 3,51 EGiweißſorf, 10,21 Harztheile, 1,52 Shleimzuc>er, 2,40 Seifen- Vder Eytrabktuvſoff 10585 phosphorſauren Kalk mit Eiweiß verbunden, und 11,46 Faſexr- theile,; Vierter Artikel, Beſtandtheile des Aderſpergels. 65 02:03; Der Acerſpergel oder Spark(Spergula ar- vensis), welcher gleichfalls durch Crome GIESEN S. 3532.) chemiſch zergliedert worden iſt, wurde im wild gewachſenen Zuſtande angewendet, wie er im ſan- digen Lehmboden zwiſchen der Gerſte ſtand, theils noch in der Blüthe war, theils ſchon Saamen angeſeßt hatte; es wurde die ganze Pflanze der Unterſuchung unterworfen, Hundert Theile des Spergels zeigten an nähern Beſtandtheilen; 77 Procent Waſſertheile, X..3 y 3,24 1,30 grünes Saßmehl, 2,29 grünen Eiweiß- ſtoff, 0,835 phosphovſauren Kal lf mit Eiweiß verbunden, 5,520 Seifen- oder Extraktivſtoff, 14,97 Fäſerthe eile, alſo einen Veritäjt von 1, 41, Sünfter Artikel, Beſtandtheile der grünen Futterwiken. 6. 920, Auch die Wi>en(Vicia Sativa) ſind dur; Crome (3. ü. O. S. 321.) zergliedert worden, Sie waren im Gemenge mit Hafer im lehmigen Sandboden gewach- ſen, der im Jahre vorher Hafer getragen hatte, und hatten eben die Blüthen entwickelt. Hundert Theile derſelben lieferten an nähern Beſtandtheilen: 77, 50 Waſſertheile, 2,59 grünes Saßmehl, 1,95 Pflanzeneiweiß,. 7,64 Seifen-- oder Exkrak- tivſtoff, und 10,41 Fäaſertheile, wobei ein Ueber- ſchuß von 0, 09, der.in dem nicht völlig ausgetroc>neten Exytraktivſtoffe geſucht werden muß, Sedster Artikel, Beſtandtheile der Narbonniſchen Wide. GC 021% Die Narbonniſce, im noch grünen Zuſtande zergliedert, an nö- her Yeſia Weile, 1.67 Ein hunden, 3 und-d24 Ye Diet bohne yd 1W1108 ven Oauet te, AÜ M (undes 7 Cmen du Troän ſelbigen alot Fel monng 8 ;( ahm ſy ju 7 me| ( fenF! j Eptraltyg; MAE uy LEN EN ÖW Een, d duch Croyy Sie Mann dboden gend: gen hatte, un) undert Th eilen; 77,51 Wehl, 2,95 de Eptral: 06 en ebe! „udzeräne ), | Bit, Varbonen wicht, 1 in feht mö): pom mien h der durc) ien Zerglit mſs er TENE ae a La el Se Lm .. ee unmmwewwenrzeen zes=== ggnnn. Nunn 325 hern Beſtandtheilen zu* erkennen? 79,50 Waſſer- theile, 3,83 bräunlich- grünes. Sakßmehl, 0,67 Eiweißſtioff, 0,93 Harz mit Eiweiß ver- bunden, 3,62 Seifenſtoff mit Schleim verbunden, und.41,45 Pflanzenfaſer, Siebenter... Artikel; Beſtandtheile der weißen Lupinen. 67 822. Die weiße Lupine(L.upinus albus), auch Feig- bohne genannt, wird nebſt andern Spielarten derſelben in unſern Gärten oft zur Zierde gebauet, In Jta- lien bauet man ſelbige dagegen ſehr häufig, und nußt ſie, grün untergepflügt, allgemein als Düngungsmittel beſonders für die Oelbäume, welche mit den reifen Saamenkörnern der Lupine gedüngt werden, denen man vorher: durch Aufquellen und nachheriges Trocknen ihre Keimkraft entzogen hat, indem ſie mit ſelbigen umſchüttet werden. Die Lupinen machen zwar kein Futtergewäs fürs Vieh aus, ihre An« wendung als Düngungsmittel ſowohl im grünen Zu- ſtande als auch im Zuſtande der reifen Frucht machen ſolche dem Landwirthe wichtig, CEine Unterſu- hung derſelben im erſtern Zuſtande verdanken wir Crome(ga. a, O. DS. 329.); eine Unterſuchung der reifen Früchte haben Fourcroy und Vauquelin geliefert. a) Nad) Crome's Unterſuchung lieferten hundert Theile der friſc ee IEEEIEIE-eTE INR 0 0 1,3) Erſter Artikel., "50% Beſtandtheile der Roßkaſtanien. DIM Y aul| aus H 9. 924- Faſertiy Die RO OIAUTE SPEI Ds Hippocastanum) iſt inder, ein im ſüdlichen, wie im nördlichen Deutſchland ſehr tung Der pd) gedeihlicher Baum, der faſt jährlich reichlich Früchte trägt, deſſen Früchte den Vorzug haben, daß ſolche von von Boat er0y: Kühen, von Schaafen und von Ziegen gern ge- eſe(ewig nt extrahiche noſſen werden, daß ſie wegen ihres reichlichen Gehaltes H mn in an Amylum erforderlichen Falls auf Stärke benußt gliſche Gk werden können, daß ſie vermöge eben dieſes Beſtand- y elöft wil theils ein Material für die Branniweinbrenne- m, nod) it rei darbieten; endlich, daß ſowohl die Fruchtkap- .-“ ſeln als die braune Schale der Früchte, und eben ſo auch der mehlreiche Kern derſelben nach dem Verbrennen eine überaus kalireiche Aſcere Beſchaffenheit, eine gelbliche Farbe und einen ſüßlichen Geſchma> an; laſſen aber beim Genuß noh immer einen ſcharfen Reiz im Schlunde zurück,:| 6. 026. I Um die nähern Beſtandtheile des von der äußern Schale befreieten mehligen Kerns der Roßkaſtanie kennen zu lernen, wurden ſelbige einer zwe&mäßigen Zergliederung unterworfen; Der Kern wurde zum fri- «ſchen Mehle zerſtoßen, und 12 Loth des Letztern zerglie- dert. Die daraus geſchiedenen nähern Beſtandtheile waren? 2 Loth 1 Quent mn a un nere mg mI po Zweiter Artikel. Beſtandtheile des Mais oder türkiſchen Weizens. GE..0272 Man unterſcheidet vom Mais oder türkiſchen Weizen(Lea Mays) zwei Spielarten, den großkör- nigen und den kleinkörnigen. Der erſte, welcher von den Italienern mit vem Namen Seſſantindö be- legt wird, gebraucht, von der Blüthe angerechnet, um reif zu werden; 60 Tage, Der zweite, von ihnen DQuaran- tino genannt, braucht, von der Blüthe augerechnet, nur 40 Tage, um reif zu werden; er verdient daher vorzüglich im nördlichen Deutſchland angebauet zu werden, weil er ſicher mit Ausgang Septembers zu Reife kommt, S. 928. Der Mais macht für den Landwirth in jeder Hinſicht einen ſehr wichtigen Gegenſtand aus, weil nicht nur die reifen Körner deſſelben ein kräftiges Nahrungs- - mittel für Menſchen und Thiere darbieten, ſondern die Pflanze auch, im grünen Zuſtande abgemähet, ein ' ſehr kräftiges milcherzeugendes Futter für milchende Kühe darbietet, und getrocknet, als Heu, von Küs- hen und Pferden ſehr gern genoſſen wird, 6 0202 Eine ſehr genaue und vollſtändige Zergliederung. des Mais oder türkiſchen Weizens, ganz aus dem agronomiſchen Geſichtspunkte angeſtellet, verdanken wir dem verdienſivollen Herrn Profeſſor Burger zu Kla- genfurt, Hier ſind die Reſultate derſelben; a) Tauſend Theile der friſchen, ſo eben vom Felde entnommenen Maiskörner, gaben bei der da- mit angeſtellten Zergliederung?: 236 wäßrige v Z0 Feuchtigkeit, 64 Hülfen, 72 Keimkörpexr, 80 Schleimzu>er, 10 Eiweißſioff, 173 Amylum, 293 Kolla oder Kleber, 22 exr- dige Theile, b) Tauſend Theile Maiskörner, zehn Monate nach der Erndte zergliedert, lieferten: 130 wäße- rige Feuchtigkeit, 73 Hülſen, 86 Keim- » Eörper, 98 SchleimzuFer, 12 Eiweiß- d) 3 g) ſtoff, 212 Amylum, 358 Kleber, 27 erdige Theile, Tauſend Theile Maiskörner, bei 8092 Reaumür ausgetro>net, gaben an Beſtandtheilen:+ 95 Keimkörper, 90 Hülſen, 112. Shleim- ZU Mer 55 BS4 SG ÜW LIBS SFF 5 243. Am v.l.um, 41,6 Kleber, Z1erdige Theile. Tauſend Theile der grünen eben in Blüthe ſtehenden MaiSsſtaude; ſo wie ſelbige als VBieh- futter benußt werden kann, gaben bei der damit angeſtellten Zergliederung an Beſtandtheilen; 813 wäßrige Theile, 62 Schleimzucker, 4 Eiweißſtoff, 121 Faſertheile,; Tauſend Theile der getro>neten Maisſtau- de(Maisheu) gaben an nähern Beſtandthei- len: 334 Schleimzuer, 25 Eiweißſtoff, 641 Faſertheile, Tauſend Theile der völlig reifen Maisſtängel, zu der Zeit unterſucht, als die Kolben abgenom- men waren, gaben an nähern Beſtiandtheilen: 676 Waſſertheile, 104 Schleimzud>er, 3 Eiweißſtoff, 32 Amylum, und 185 Fa- ſertheile, Tauſend Theile derſelben Stängel, im völlig | Der den Zaul | Im funde maründ Zuſande Ztr fü hiſſen) hiſige Zu nigt aud | nh zei WR | vn ihn ho gui fonte; Sahm 1,24 Ch "m" 0,04 %<= 5 van 5.200. NNNLBÜÜep ZSE III: XI.====nſ0065/.Swagglde ASEN ZEI EAEEEEG:"0 EEE Eg EEE REER mene mam 231 2 Feind,:. "2,40 trocknen Zuſtände, gaben an nähern Beſtandthei- DEB OK nw& R+ NE- Moh len: 320 Schleimzu>er,. 9. Eiweißſtoff, | (1200) 101 Amylum, 570 Faſertheile,| Burger, vollſtändige Abhandlung“ über die Natur-| zehn Nuk. geſchichte, Kultur und Benugung des Mais, Wien| 1; 130 wih 1809, j „V fein;;- 12 Üneife Dritter Artikel. 1, dige“ Beſtandtheile des Bucneten Zuſtand'e, als Buchweizenheu, ein nahrhaftes m Blüthe Futter für die Kühe darbieret; ſo wie der von den qe 6 Dieh- Hülſen befreiete Saame(die Buchweizengrüße) ein hade vo kräftiges Nahrungsmittel für Menſer mit Seifenſtoff und einem eigenen Salze gemengt, 2 Quent| GE wn be ib Wenge S., 933+ Die Anwendung der chemiſchen Elementargeſeße auf die chemiſch- wiſſenſchaftliche Kenntnis und Beurthei- lung derjenigen Gegenſtände des Forſtweſens, welche mit der allgemeinen. Chemie. in Beziehung ſtehen, und nur durch ſie rationell erklärt und beurtheilt werden könz nen, macht den Gegenſtand der Forſt- Chemie aus, O+ 934 Die Forſt- Chemie iſt ein wichtiger, biöSher aber noch wenig bearbeiteter Zweig der Kammeralwiſz ſenſchaft; ſie zerfällt billig in zwei Haupttheile, 7 Der erſte Theil begreift die chemiſche Natur- wiſſenſchaft; der zweite begreift die-chemiſche Erkenntniß der forſiwiſſenſcerboden, daß derſelbe nicht bearbeitet, mit hinzugeführtem Dünger gedünget, und abwec- ſelnd mit dem Saamen der Feldfrüchte beſäet wird; folglich muß auch ſeine natürliche Beſchaffenheit eine andere ſeyn. 9. 9383, Die Natur hat den ausdauernden Bäumen, Sträu- 530 -“AFNEREIEETEEINEEN NN ee> IG nus SID Tn.==== nage NEED Ern Em erg mpg in pme x Ed meren mI unn EP DES GDER 7n N] / 3:19 end die als eben ſo viele Haarröhr 7.405 ( der Thiere ähnlich in der Thätigkeit geſchäßt' wer- ) des Uns den kann, ſhe.<) Die Bläthen ſind die Eier der Pflanzen, aus [Über m, denen die künftige Frucht entwickelt wird; die ) Früchte ſelbſt machen daher die Grundlage zur Fortpflanzung und Vermehrung des künftigen jed Älo3(3 (0 Geſchöpfs aus, nem Ahe int Aal; ah,; 4500; IN Me Nit as E! Die Strauchgew ä Hh ſe ſind blos in der förper«- ; lichen Ausdehnung, d. i, in ihrer Größe und ihrem Durchmeſſer von den Baumgewächſen verſchieden. 5 den Blatt Sie enthalten weniger Holz, aber im Verhältniß zur e Werbottren ganzen körperlichen Maſſe mehr Splint als die Bäume, 'n die Zweiy Alles übrige iſt bei ihnen mit den Bäumen gleich zu jah Faſen ſetzen, des Blattes nnt mit Zweiter. Artikel: v Weſten von Von dem Safte der Bäume und Sträucher. d nE, vn)» 67"054, hs bar De Wenn die Nahrungsmittel, welche die B äu- vt Wehn Dai me und Sträucder mittelſt der Wurzelfaſern aus vatnägefüge der Erde aufnehmen, in den Gefäßen des Splints heine Gals der Bäume emporſteigen, ſo bilden ſie in ihrem flüſſigen atf: Zuſtande dasjenige, was Baumſaft(Succus com- enge Flein: munis) genannt wird; eine Flüſſigkeit, die hier die 6 111007„. Stelle der Lymphe bei den Thieren vertritt. Geht imd, hte der Saft von da weiter bis zu den Blättern hin, ſo Jer, der 4 erleidet er eine neue Veränderung, die inden Blättern atz, hald ſelbſt ſtatt findet, und nun wird er eigenthümlicher uömacht. Saft der Pflanzen(Succus proprius) genannt, ver Ziume 9. 955+ vem Blute Das Emporſteigen des Saftes und ſeine Verän- u> APSO PEREN 50200 vo eS EEIEIGENE IE“ANE Eda== m 5 746 derung iſt ein Werk der Aktivität des Organismus und der Lebensthätigkeit. Solches erfolgt nicht blos im Frühling und im Sommer, ſondern ſelbſt im Win- ter, wenn die organiſc| |] 2.42 "Wpp En 34. 1] GLN)4>4 ht niht,- Luft auf== 15* Regaum, ſtieg, hat ohnſtreitig m ſeinen Grund darin, daß dann die Bäume aus: 1 einen 3; zudünſten beginnen, wodurch die adhärirende fit be m Wärme zur Fohöärirenden gebunden wird, Zeugung 4 und die Verdunſtung von Feuchtigkeit veranlaſſet. Womb)*) Salome, in Hermbſtädt's Arce der Wälder, Daher ven Auf ſiehet man auch den Schnee bald, ſchmelzen, wenn der Waldboden mit Preußelbeeren-Sträuchern m Uſt mh(Vaccinium Vitis idaca), oder mit Wintergrün AN(Vinca minor) bede&t iſt. Schneller ſchmilzt er fevner 0 wich da, wo ſelbiger die Fichten und andere Baums- OE ſtämme umgiebt, als da, wo er nicht mit lebenden puh Pflanzen in Berührung ſtehet. geſehen*) Slevogt, in Hermbſtädt's Archiv der Agri- ( kultur- Chemie, zr Bd, 15 H, S, 47 2c. m Rent Tempern S.« 957+ jauf, di Hieraus gehet alſo hervor, daß die Bäume und um vs die Strauchgewächſe, ſo im Winter, wie im jen det Frühling und im Sommer in ununterbrochener Le- ve Minz 4 bensthätigkeit ſich befinden; daß dieſe, wie„bei einigen Thieren, in ſirenger Winterkälte zwar gehemmet, nie NN aber ganz aufgehoben wird; daß ſie freilic) im Fr üh- x fuern ling am ſchnellſten vorgehen muß; weil dann ſich eine 348 neue Thätigkeit über die ganze organiſche Natur ver- breitet, 9. 958. Der allgemeine Saft der Bäume iſt ſich in- deſſen niemals gleich, ſondern weicht in der Grundmi-- ſchung eben ſo ſehr ab, als die Klaſſen, Ordnungen, Gattungen und Arten verſchieden ſind, zu denen die Bäume gehören; welches ſeinen Grund wohl allein. in dem ihnen eigenthümlichen Inſtinkte hat, vermöge wel-' ers in verſchiedenen bei uns einheimiſchen Ge» 3559 wächſen, In deſſen Arc-- PED Zn en merge: mpg 000 zm EEN Sami nnn y t 33! a) Die in den Feld- und Gartengwäcſen be- ſonders vorwaltenden nähern Beſtandtheile ſind Zucker, Schleimzucker, Gummi, Amylum, Kle- ber und Eiweiß. b) Die nähern Beſtändtheile-der Waldgewächſe ſind vorzüglich Harze, Schleim, Gerbeſtoff und Gallusſäure, | GC. 1,062: Die nähern Beſtandtheile jener vegetabiliſchen Er- zeugniſſe beſtimnfen. nicht nur die ſpecifike Natur der- ſelben, ſondern ſie geben ihnen auch, je nachdem ſie mehr oder weniger vorwaltend darin enthaltend ſind, einen hohen Grad der Brauchbarkeit für die Manufak- turen und techniſchen Gewerbe; daher iſt es wichtig nicht blos für den Chemiker von Profeſſion, ſondern auc) für den Forſimann ſich mit ihnen und mit der Methode ihrer Ausſcheidung bekannt und vertraut zu machen: a) Bisher war es dem Forſimann genügebd, die Er- zeugniſſe der Waldungen nach der größern oder geringern ſpecifiſchen Dichtigkeit des Holzes und der davon abhängenden Brauchbarkeit derſelben, als Nußholz oder als Brennmaterial, ZU kennen, und den kranken oder geſunden Zuſtand derſelben zu beſtimmen, b) Oder die Tendenz deſſelben ging dahin, die Maſſe der Kohle kennen zu lernen, welche aus einem gegebenen Volum des Holzes durd) deſſen Ver- kohlung gezogen werden kann, c) Oder es war die Abſicht, bei den Nadelhvl- zern die Maſſe des Theers zu. erforſchen, welche daraus gezogen werden kann, oder die Maſſe 352 N des Peh; zwei- Doſſer, tens durch die Prüfung mit Reagentien. ker, Aul a) Durc»;„ 000 UT folten, vorher zur Annahme des Pigments gez ; hörig vorbereitet werden, worauf man ſolche in eine eſenauÄl= von Waſſer gemachte Abkochung der Subſtanz ein- IN taucht, und dieſelben einige Minuten lang warm darin | y md erhält: da ſich denn bald zeigen wird, ob, und welche BA Farbe daraus gezogen werden kann, up wil, told a)'Als Vorbereitungsmittel, um den Zeugen eine 07 Mel Baſis zu geben, die das Pigment aus der us ahpufore Abkochung des Pflanzenſtofſes zu binden ver- 19 W mag, bedient man ſich am beſten für wollene en Rep) Zeuge 1) einer Auflöſung de3 Zinnes in ſohes eint Salzſäure mit wenizg-Weinſtein verſeßzt, oder [uöſaurt 2) einec Auflöſung von Alaun mit wenig Weinſtein verſeßt, Zu den baumwollenen ' oder leinenen Zeugen hingegen dienet eine Auflöſung von eſſigſaurer Thonerde, „Stoffe b) Man weicet das Zeug in eine oder die andere daewicßh Baſis, welche ſeiner Natur angemeſſen iſt, ein, „heitſt erhalt ſolches einige Stunden joan ighe dem 5.% Siedpunkte des Waſſers, darin, ziehet ſolches dann heraus, und läßt es tronen. ce) Das ſo vorbereitete Zeug wird nün in der mit Waſſer gemachten Abkochung der zu prüfenden Subſtanz einige Minuten lang gelinde gekocht, da denn bald das Reſultat ſich ergeben wird, VS.- 970. Jene Prüfungen ſind hinreichend, um die Brauch- barkeit einer Subſtanz für die Ledergerberei oder für die Färberei zu erforſchen, und ihren Werth daraus beurtheilen zu können. Wer aber weiter gehen, und eine vollſtändige Zergliederung veranſtalten will, der muß folgende Regeln dabei vor Augen haben, und ſich durch) eine öftere Wiederholung der Verſuche die erforderliche Routine zu erwerben ſuchen. Zweiter: Artikel; Vollſtändige Zergliederung eines Pflanzen- körpers. 8. 971. Soll die Zergliederung einer Holzart, einer andern Waldpflanze, oder eines einzelnen Theils derſelben ver- anſtaltet werden, ſo fängt man damit an, eine genau abgewogene Quantitat derſelben lufttrvFXen zu machen, um das derſelben mechaniſch inhärirende Waſſer zu ver- jagen- Man läßt ſolc mehr davon annimmt. Man gießt nun alle fiber We Produkte der erhaltenen Ausfochungen zuſammen, und FIG! filtrirt ſie durc Drucpapier- Die rüFſtändigen Faſern u mäht), werden hingegen getro>net. . 08 S8. 974 7 M Man verdünſtet nun das filtrirte Fluidum in einer ee gläſernen oder porcellanenen Schale ganz langſam bis “. zur Trockne, und beſtimmt das Gewicht des trocknen “ nd Rückſtandes, ſo wie ſeinen Geſchma> und Geruch, 0 NM fe Gt: 358 Vorläufige Prüfung auf Säuren. R. 975 Um durch einen vorläufigen Verſuch zu erfahren, ob, und welche Freie Säuren darin enthalten ſeyn können, löſet man eine Portion des trockenen Rückſtandes in der vierfachen Quantität reinen deſtillirren Waſſers auf, filtrirt die Auflöſung, und vertheilt ſelbige hierauf in mehrere kleine Gläſer, um ſolche mit Reagentien zu prufen: 1) zeigt hinein getauchtes La>muspapier eine rothe Farbe, ſo enthält ſie freie Saure, 2) Läßt man ein Paar Tropfen concentrirte falzſaure Kali- auflvſu 4 hineinfallen, und es bildet ſich ein körniger Niederſchlag; ſv beſtand die Säure aus Weinſtein- -» oder Kleeſäure; 3) erfolgt kein„Niederſchlag; und färbt ein Tropfen der HRR wenn ver in eine fOwache Eiſeagufldſung fällt, ſold)e ſchwarz, ſo war es 2 lusſaure 4) Sclagt 4 Flüſſigkeit aber lzſaure Kali nicht nieder, und färbt auch die Eiſenauflvſung nicht ſchwarz, ſo war es Citro- nen- oder Repfelſä ure, Erſiere erfennt man daran, daß weinſteinſaurce Kaliauflöſung in dev Flüſ- ſigfeit einen Iicedet"Tchlag bildet; leiztere daran, daß Fein Niederſchlag erfolgt; ojt>können aber auch mehrere Sauren gemeinſchaftli Ds handen ſeyn. Vorläufige Prüfung auf Gerbeſtoff. 9. 976. Um die Prüfung auf Gerbeſtoff zu veranſialten, verdünnet man einen Theil der Auflöſung mit mehrerem Waſſer, und tröpfelt nun-eine mit Waſſer gemachte Auflöſung von Tifſchlerleim oder von Haufenblaſe 5 irgn iſ vid fi jengeſeht dert vlei) Am or)! hol, un) Sollte dv Jefand. Di Nunme er 197080 (a jarnh ze Va hz Hans Vir! zu Geſun nommen, m Ertty hipe in vite alls 16 Füſſg UÜhirhelte Wh iR Jm 1 m deen EE RE EEE SIE nn-- 9003-4 INI GREET FEDOGEEEEEF.-00G ug"SERGE IGGGEEENE> ZIEREN EN er 7 wt SIE 359 FGfury hinzu: iſt Gerbeſtoff in der Flüſſigkeit enthalten, ſo ; wird ſich ein flockiger Niederſchlag erzeugen; im entge- gengeſesten Falle wird das Fluidum klar und unveränz "9 Wu wih, dert bleiben. ten Jeg Ein, Üandes in by Vorläufige Prüfung auf Gummi und Doſſer auf| Seifenſtoff. Np Neuf in| G4-077- Shazer zu Man übergieße ein Loth der tro>nen Maſſe(5. ämön 974) in einem gläſernen Kölbhen mit ſechs Loth Alko- Ute BR hol, und ſtelle das Ganze einige Stunden in Digeſtion, ſaure Fal Sollte der Alkohol ſehr wenig davon auflöſen, ſo 1 ein förniyy beſtand die Maſſe in Gummi oder in Schleim. einſt Nimmt er dagegen alles oder do) den größten Theil ſchlag; md in ſich, ſo beſtand ſie in Seifenſtoff. Wird die 8 in ein! klare farbige Auflöſung mit ihrem gleichen Umfang r ei- aw, ſo war nem Waſſer gemengt, und es erfolgt eine Trü- (ſſt aber bung derſelben, ſo zeigt dieſes Spuren von gelöſtem farbt muh di Harze an. NE 0 tri BERIIOE Zergliederung des troFenen 74.701008 EN Extraktes. wan, dh 0: 290784 uh mehrt Hat man 3, B, Gummi aebſt Gerbeſtoff und Seifenſtoff dur die vorläufige Prüfung wahrge- nommen, ſo wiege man eine andere Portion des trock- fuff: nen Extrakts, 3. B. vier Loth, genau ab, übergieße ſelbige in einem Kolben mit 16 Loth Alkohol, und di- ; gerire alles fünf bis ſechs Stunden lang. Man gieße 10.000 das Flüſſige hierauf ab, und digerire den Rückſtand zu mehreren wiederholtenmalen mit neuem Alkohol, bis ſolcher keine zung Farbe mehr davon annimmt, Der unaufgeldſte Rück- Fendt)! 560 ſtand erſcheint dann gewöhnlich klebrig, und mit einem zuſammenziehenden Geſchmac> begabt, und iſt in die- ſem Falle eine Verbindung von Gummi und Gerb e- ſtoff. 9. 979. Man löſe ſolchen in deſtillirtem Waſſer auf, und tröpfle ſo lange eine Auflöſung von Hauſenblaſe zur Auflöſung, bis dieſe keinen flockigen Niederſchlag mehr darin erzeugt: ſo' wird der Gerbeſtoff mit der ge- loſten Hauſenblaſe verbunden niederfallen, der Gummi aber rein zurück bleiben. 2) Kennt man das Gewicht der tro>nen Hauſenblaſe, welne des Rückſtandes in einem Lampenofen über, ſo wird der Seifenſtoff im reinen Zuſtande zurück bleiben; deſſen Gewicht nun beſtimmt werden kann. 8. 981. Enthielt aber die tro>ne Extraktmaſſe auch Wein- ſteinſäure, Kleeſäure und Gallusſäure, ſo lbſe man einen Theil derſelben beſonders in Waſſer auf, und ſetze nac) und nach eine mit Waſſer gemachte L2bö- ſung von mildem Kali ſo lange hinzu, bis alle Säuren vollkommen neutraliſirt ſind, und auch kein Kali mehr vorwaltet, Nun verdänne man jene neutrale Fläſſig- keit mit mehrerem Waſſer, und ſetze ſo lange eine abge- wogene Auflöſung von eſſigſaurem Blei(Blei- zu der) veranlaßt Ra ſüße den! gieße 1] Gut puflöſut ge Die 61) verbinden dann us 00 hie Wein leeſaut, et Gallus Zerlehn Wu jirton Fal reifachen Ganze vie ſodann da u8, det| Wm Fann, eu; 3) Fall dirt diſe (et 361'* Nie zu>er) hinzu, bis kein Niederſchlag mehr durch ſelbige 4 6. "Ne veranlaßt wird,|| Nm un Gs; 7082;|| 5 Man ſammle jet den gebildeten Niederſchlag, 9] ſüße denſelben mit Waſſer vollkommen aus, und über-| j. | Vaſſer gieße ihn in einem Kölbhen mit ſo viel verdünnter|| Wuſenblafe 3u Schwefelſäure, als die gebrauchte Bletzuc>er-/ [eberſhlag mee auflöſung erfordert haben würde, um vollkommen 0, ff mite" zerlegt zu werden, welches vorher erforſcht werden muß,(0. 8 verfallen, de Die Schwefelſäure wird ſich mit dem Bleioxyd jh verbinden, und die andern Säuren ausſcheiden, die 1 fahet, mb dann. aus der klaren Flüſſigkeit durchs Verdunſten und j) i igt mun di Ge Kriſtalliſiren nach und nach getrennt werden können:. Nd 1a, den Okt die Weinſteinſäure ſchießt in blättrigen, die|| Kleeſäurein dün n-ſpießigen Kriſtallen anz; die(0 Gallusſäure bleibt zuletzt übrig, 109 wird Dar € v Ahn der Zerlegung der mit'Waſſer extrahirten vegeta- jd zu Dody biliſchen Faſer, 4) 1910000 GELLE ita jW| Aafen; 198 Man übergieße die rückſtändigen mit Waſſer extra- ji) hirten Faſern in einem gläſernen Kolben mit ihrem 00 dreifachen Gewicht Alkohol, und unterhalte das j u) Vein: Ganze vier Stunden lang in Digeſtion. Man filtrire ſaure, ſ0 ſodann das Fluidum, und preſſe den Rückſtand wohl Baſſer up aus, der nor einmal mit Alkohol nachgeſpählt wer- machte dr den kann, um alle anklebende Harztheile daraus hin- Ie Gaubet wegzuſchaffen. fal meht a) Falls die Faſern Extraktivſtoff(d. i, oxy- » Züſſg:; dirten Seifenſtoff) enthielten, ſo wird auch ine abge dieſer nebſt dem Harze durch den Alkohol ge- N(blei löſet, 362 S6. 984+ Man vermenge das Fluidum mir dem vierten Theil Waſſer, und deſtillire ſolches ſo lange aus einer Retorte über, als no< Alkohol erſcheint, worauf der Rückſtand in diner gläſernen oder porzeilanenen Scale vollends zur Trockne abgedunſtet wird. a) Man digerire nun jenen tro>nen Rückſtand mit ſeinem vier- oder ſechsfachem Gewichte S< w e- feläther; war die Subſtanz reines Harz, ſo wird er ſich vollkommen darin löſen. bh) Bleibt nach der Extraktion mit Aether ein Theil ungelöſt zurück, ſo iſt ſolcher Exiraktivſtoff (oxydirter Seifenſtoff). 6. 985- Der von allen extrahirbaren Theilen durch Waſſer und Alkohol befreiete Rückſtand ſteller nun die reine Pflanzenfafer der zerlegten Subſtanz dar, die ge- trocknet und gewogen wird, um ihr Gewicht zu er- fahren.;| a) Es iſt. einleuchtend, daß nah einer gleichen Verfahrungs- art auch jede andere Forſt- und Waldpflanze analyſirt werden kann, wenn es darauf ankommt, die Natur und das quantitative- Verhältniß ihrer näheren Veſtandtheile zu erforſchen. Rur müſſen am Ende alle erhaltene Re- ſultate auf ein gemeinſ ertheilen, Eigenſchaften, al, mx die faſt in jeder ſpeciſiken Holzart verſchieden ſind, oder aud 1) und die man durch wiederholtes Auskochen mit mn Oer 16 Waſſer, ſv wie durch die Digeſtion mit Alkohol ve Beim Im: ng und nach daraus extrahiren kann. A Up ges 9. 998, NJA Wenn das Holz von aller ihm mechaniſch inhäri- renden Wäöäßrigkeit durchs Austrocnen befreiet worden 19. iſt, ſo zeigt ſolches einen ſehr verſchiedenen Grad der (a Feſtigkeit, welcher mit ſeiner abſoluten Dichtigkeit int“ 10000 genauen Berhältniß ſtehet, Wenn aber die Holzarten ER verbrannt werden, ſo wird ihre natürliche Grundmi- | ſchung bedeutend verändert, ihre igummigen, harzigen und ſeifenartigen Beſiandtheile werden zerlegt, und die "SVEN entfernten Elemente derſelben werden unter andern Ver- ANN? hältnifſen gemiſcht, wodurc< alsdann verſchiedene neue Stoffe gebildet werden, welche beim Verbrennen ent- weichen, (vs Duets, a) Daher ſehen wir die verſchiedenen Holzarten mit int Wetwiele Rauch verbrennen, welcher bei den Nadelhödl- weißte fet: zern einen vlichtharzigen, bei den Laub- vB, hölzern einen vlichtſauren Geruch verbrei- + anzuſehen tei, und im erſtern Fall zu einem lo Fern, im vernäht letztern zu einem feſten glänzenden Rus ſich verdichtet, worauf der Unterſchied zwiſchen Kien- oe Oelde rus und Glanzrus gegründet iſt, (uche 3 6. 999- | fürpetn Diejenigen Theile, welche beim Brennen des Hol- zes als Rauch entweichen, gehen für deſſen feuernäh- x ah zu rende Kraft unmittelbar verloren; denn der Rauch führt (mt! Hermbſtädt's Kammeral-Chemie. Aq 379 allemal eine bedeutende Quantität Kohlenſtoff mit ſich fort, welcher, wenn ſolcher im glühenden Zuſtande mit der Luft in Berührung gekommen wäre, durc ſeine Zerlegung eine bedeutende Quantität Wärmeſtoff entwickelt, und die Hißze vermehrt haben würde, : 9. 1000, Bretnen, im eigentlichen Sinne des Wortes, heißt überhaupt nichts anders, als das Sauerſtivff- gas der atmoſphäriſchen Luft durch einen Körper entmiſchen, der geſchickt iſt, den Sauerſtoff daraus zu binden, und den vorher mit ſelbigem verbunden ge- weſenen Wärmeſtoff in Freiheit zu ſezen. Das Licht, mit welchem die freiwerdende Hitze begleitet zu ſeyn pflegt, und welches das eigentliche Phänomen des, Feuers veranlaſſet, wirkt dabei als eine Nebenſache, die zur Heißung nichts beiträgt. 9. 1001, Soll über die feuernährende Kraft irgend einer Holzart ein zuverläſſiges Urtheil gefället werden, ſo muß das Holz nicht bei gleichen Umfängen, ſondern bei glei- hen abſoluten Gewichten in dieſer Hinſicht unterſucht werden. Nicht alle Holzarten behaupten eine gleiche ſpeciſiſche Dichtigkeit, die Laubhölzer ſind ſpeci- fiſc) dichter oder ſchwerer, die Nadelhölzer find ſpecifiſch lo>erer oder leichter. Die größere oder geringere ſpecifiſche Dichtigkeit einer Holzart hängt allemal von der größern oder geringern Maſſe des Koh- lenſtoffs ab, der in einem gegebenen Umfange deſſel- ben enthalten iſt. ß. 1002, Um die ſpecifiſche Dichtigkeit irgend einer Holzart zu beſtimmen, bedient man ſich am beſten der geſonders Fammet Blech&! Aus N uh| von zezeh nothig i7 mfen des ed, dur jl Da 9) Ein hes el vs Re SR eee na I0* Sia“ Soblaht En 371 ae, beſonders dazu eingerichteten, unten mit einer kleinen vin,“4 Kammer verſehenen Nicholſonſchen Hydrometers von ; Bitms Blech angefertiget. 4 40 a) Es erfordere. B das Hydrometer, um bis an ; die Marke ſeines Stiftes in Waſſer einzutauchen, eine Gewichtszulage von 3450 Gran, d Mm M.=;. | vs More b) Man lege nun aber ein Stü H olz auf ſeinen Onrfuff Teller und ſetze ſo viel Gewicht hinzu, als erforder- ) 18 Ager lich iſt, das Inſtrument wieder bis an die Marke er fioff Doras einzutauchen. Hiezu werde z, B, 2200 Gran ! Wrfudn 3 erfordert; ſo beträgt das abſolute Gewicht des jeben, Vj Holzes 3450= 2200== 1250 Gran, be beglei 3 c) Man ſchließe nun das Holz, ohne das Gewicht Wfänomen 1 vom Teller zu nehmen, in die untere Kammer des benſache, Apparates ein, und das Inſtrument erfordere nun, um wieder bis auf die Marke einzutauchen, eine Gewichtszulage von 1920; ſo hat das Holz 1 ieend eint! 1920 Gran Waſſer aus der Stelle getrieben, und werden, vm ſein ſpeciſiſches Gewicht iſt folglich X338= 0,6515; ndern Di gr 1,000 gegen Waſſer verglichen, W" tung CG 10057 eine Jleidle Aus der ſpecifiſchen Dichtigkeit läßt ſich (ud ſpei nun auch das Volum finden, welches ein Stück Holz dell von gegebenem abſolutem Gewichte beſißt; wozu es nur Zieztßir iſt, das Gewicht des Waſſers, welches beim Ein- olart hing! ſenken des Holzes in daſſelbe aus der Stelle getrieben dei Auhe wird, durch das abſolute Gewicht von einem Kubik- ug! veſſel zoll Waſſer zu dividiren,. a) Ein Rheinländiſcher Duodecimal- Kubikzoll re i- nes Waſſer wiegt 290 Gran, folglich iſt das gend einer Volum des vorher gedachten Holzes= 232= 0 6, 62 Kubikzoll. Ra 2 372 b) Wird aber das Volum von einem Kübikzoll mir der Anzahl der Kubikzolle in einem Kubikfuß mul- tiplicirt, ſo erhalten wir zum Produkte das abſolute Gewicht von einem Kubikfuß Holz; die- ſes beträgt, im angenommenen Fall:= 6,62, 1728=40 Pfund; weldes z. B. der Fall beim völlig tronen Eichen holze iſt,| Hermbſtädt, Bemerkungen über eine ſehr einfache Methode, die ſpecifiſche Dichtigkeit der Holzarten zu beſtimmen» In deſſen Ardiv der Agrikultur- Chemie, 7r Bd. 1s Heft, 1817,; | Freiherr von Werne>, von dem ſpecifiſhen Gewichte der vorzüglichſten deutſchen Holzarten. In Herm b- ſtädt's Ar läßt,' alſo auch ver- ſchiedene Maſſen Kohlenſtoff als verbrenn- liches Weſen enthalten kann, ſo kann die Maſſe der Kohle ſelbſt aus einer Holzart nicE, über die feuernährende Kraft der wf 8 vorzüglichſten deutſchen Holzarten im verkohlten Zu- ; ſtande, In Hermbſtädt?s Archiv dex Agritkul- ſeen Rit tur: Chemie 2c,, 6x Bd, 286 H. 1812, S, 48 2C+ 4% Dritter Artikel. vs entwel-; IEEE Beſiimmung des Kohlenſtoffgehaltes un 1t- : 0 gend einer Art Kohle. m. abedienen? CG. 1009, )z, vorher Die feuernährende. Kraft irgend einer Kohle hängt wie na) allemal von der Maſſe des darin enthaltenen Kohlen- ''. 1, m ans ſtoffes ab, und kann aus dem Gehalte dieſes Elements ""', 160, Din nur allein mit Sicherheit beſtimmt werden- Um den 376 Gehalt des Kohlenſtoffes zu erforſchen, bediene man ſich des nachfolgenden Verfahrens; a) Die Kohle wird nach ihrem abſoluten Ge-| -wichte, ſo wie nach ihrem Volum beſtimmt, und hierauf auf einer abgeäthmeten Schale von| N Porzellan unter der Muſfel eines. Probierofens 4 einm ſo lange ausgeglühet, bis eine völlig unverbrenn- J ffm" liche Aſche zurück bleibt.| wil „b) Die Aſche wird hierauf gewogen, da dann ihr| jw! Gewicht, abgezogen von dem ganzen Gewicht der| der ſi Kohle, den Gehalt des Kohlenſtoffes angiebt, jin verd der in der Kohle enthalten war..|Veſiand Hermbſtädt, Beſtimmung des Kohlenſtoffgehaltes in me, bie „einer Kohle, In deſſen Arcnes in kleinere Stücke zerſchlage- nes Holz, in einer Retorte eingeſchloſſen, der trocknen Deſtillation dergeſtalt unterworfen wird, daß die Retorte mit einem Woulfiſces Oel, und aus dem Gasentbindungsrohre wird ein Gemenge von Kohlenwaſſerſtoffgas und koh- lenſioffſaurem Gas entwi>elt, Jn der Retorte bleibt dagegen das Holz in einein verkohlten Zuſtande zurück. a) Nicht blos das Holz, ſondern auh jeder andere Theil einer Pflanze giebt dieſelben Reſultate, wenn er einer gleichen Behandlung unterworfen wird. b) Selbſt die durc< das Auskocen des Holzes mit Waſſer, oder durch die Extraktion mit Alko- hol aus dem Holze geſchiedenen Beſtandtheile, als Gummi, Harz, Extraktivſioff u. ſ. w, geben, wenn ſie einer gleichen Behandlung un- terworfen werden, dieſelben Reſultate. c) Gehören die Holzarten zum Geſchlecht der Nadelhölzer, ſo iſt das ölige Weſen in der dial Jeden, wo " werden, phildende hn den Paſſer foßb| Yei der Clement KER Rn tded SI EP: je E IH GRR. wm. emma m 2 IEH: iv ai - EE ST vy IIS 1207<> EIGER I> AERA 145 BIDDE SERER TENDEN gen mb Aab Vorlage ein Gemenge von Harz und Terpen- ) USp 1 5008 DIE- EEE H thindl, und zeigt eine dem Theer ähnliche '/ u„M Beſchaffenheit. ) in einm» ad) Gehören ſie zum Geſchlecht der Laubhölzer, ſo zeigt das vlartige Weſen in der Vorlage eine Aol Getfuhl dem flüſſigen Glanzrus ähnliche Beſchaffenheit. Ohwefel e) Die Säure, welche man gewinnt, iſt bald Eſ- Ii Gauer: ſigſäure, bald Eſſig- und Gallusſäure, Fe, din Dafs enthält aber immer einige Oeltheile aufge- wandelt, löſet. | GC 440155 de zerſchluzt Die Veränderung, welche die Pflanzenkörper er- . Der trodin leiden, wenn ſolche einer trocknen Deſtillation unterwor- g die Netott fen werden, iſt in der Wechſelwirkung ihrer einfachern nden if; fw ſie bildenden Elemente begründet. Dieſe Elemente ſind vue, ein in den allermeiſten Pflanzenkörpern Kohlenſtoff, ahh wird Waſſerſtoff, Sauerſtoſf, in vielen auch Stick- 6 u Eos ſtoff, ſo wie Erden, Alkalien und Metalloxyde, m der Ketotle Bei der Einwirkung einer höhern Temperatur treten die Ater Zufare Elemente mit einander in Wechſelwirkung, und erzeugen nun die mannigfaltigen Produkte, et anbete a) Ein Theil des Waſſerſtoffes. vereinigt ſich mit (abe, wend ſo viel.Sauerſtoff, als-er bedarf, um Waſſer fen uid zu erzeugen, das zuerſt in die Vorlage übergehet. Aeli mi b): Ein zweiter Theil des Wa ſſerſtoffes verbindet „nigt ſich mit ſo viel Sauerſtoff und Kohlenſtoff, uri als erforderlich iſt, die Säure zu erzeugen, die föff w' gleichfalls in die Vorlage übergehet. „hung un? c) Ein dritter Theil des Waſſerſtoffes verbindet ſich endlich mit ſo viel Kohlenſtoff, als er be- darf, um brenzliches Oel zu bilden, das zuleßt überdeſtillirt. 0", hecht det geſe 0 dv 380 a) Während dem Gange der Deſtillation, faſt vom Anfange bis zum Ende, entwickelt ſich ein Ge- menge von Kohlenwaſſerſtoffgas und von Fohlenſtoffſaurem Gas, wovon das erſtere aus Kohlenſtoff und Waſſerſtoff, das leß- tere hingegen aus Kohlenſtoff und Sauerſtoff gebildet wird, e) In dem Falle, daß die behandelten Vegetabilien Kleber oder Pflanzeneiweiß unter ihren nähern Beſtandtheilen enthielten, wird auch Sti>- ſtoffgas entwickelt, und ein Theil der S ure ſindet ſich an Ammonium gebunden, F) Wenn die Arbeit beendigt, wenn alle flüchtige vder verdunſtbare Materien entwickelt ſind, dann bleibt der übrige Kohlenſtoff mit wenigem Sauerſtioffe, ſo wie mit den er digen, den al- Xaliſc x 1] 144 14108 Hf . AIRE (f| 1 1115 DUH (1104) "lG "| 01 4 8B/1 jj KU j vt] [| ( j j; 188) 1:1 100 4 441 1141||| [EM] NKAN MMB! B 4090) H] BARI) N DBEBII "H|. 14:1 1:08 MER 25 HAB 11.1578 y/ j| nen. = D ET ==== 584 einem gegebenen Gewicht, oder einem geg e- benen Volum der Kohle allemal im genauen ' Verhältniß. Zweiter Artikel, | x 7 Von der Gewinnung und Benußung der Holzſäure. 62= 101.04 Die Holzſäure(der Holzeſſig, der Kohlen- ſaft), welche ſowohl bei der Kohlenſc| WE Ka IEEE AS ST aanmetereäeel , des oblin: "ſc Deſtillirchelme verſchloſſen werden kann, um die ANNEN 5; DE EE EEE 1) Sure, die emporſieigt, durc ein mit»Waſſer ß " fommen e.: “- umgebenes Kühlrohr zu verdichten und abzulei- ns" Hermbſtädt's Kammeral-Chemie. Bb Hei ten. Der untere Theil des Kegels müßte keſ- ſelförmig gewölbt ſeyn, um diejenige Säure, welche ſich im Kegel verdichtet, ſo wie den Theer aufzunehmen, und in ein Reſervoir abzuleiten. Im untern Raume des Kegels müßte ein aus feuerfeſten Kacheln von gebranntem Thone erbaueter kleiner Windofen angebracht ſeyn, der mit aus Thon gebrannten Rühren verbunden iſt, welche die Hiße des Ofens bis an den obern Theil des Kegels fortleiten, während die am obern Theile des Kegels zur Seite ausge- hende Röhre, die Dienſte eines Schwenſteins far den Ofen leiſtet,. b) Vielleicht könnte auch, ſtatt des aus Steinen gemauerten Kegels, eine ans transportablen Platten von gegoſſenem Eiſen zuſammen ge- fete Pyramide deſſen Stelle vertreten, ſo wie ein aus Eiſen gegoſſener und mit eiſernen Wär- meleitungsröhren verbundener Ofen benutzt werden könnte, da die mit den ſauren Dünſten in Berührung kommenden Flächen ſich ſehr bald ſo mit Theer überziehen werden, daß kein Eingriſf der Säure mehr zu befürchten iſt. In ſolchem Fall könnte auch der untere Theil des Gebäudes aus einem eiſernen Keſſel beſichen, der zur Aufnahme und Ableitung der Flüſſigkeiten be- fſümmt iſt. *) Hermbſtädt?s Ideen zur Verkohlung des Holzes in verſchoſſenen Näumen, und der damit verbun- denen Gewinnung der Holzſäure, In deſſen Archiv der Agrikultur- Chemie 2c., 7x Bd. 15 H, 3 317, | Pro uft 0 1| 105.44 | gewenner'H -| ve tin] a) zu (6 Ye 7 im ver Ynftüher FN Rg R EHRT TI nean el GC.1022, Neri Eur Außer der Gewinnung der Holzſäure gewähret Int, Dw die Berkohlung des Holzes in verſchloſſenen Räumen ein Reſt noc< mancherlei andere Vortheile, die bei dem Verkoh- le Des iy; len in Meilern verloren gehen; dahin gehört: 1) die don gebraut größere Ausbeute an Kohlen, welche. wenigſtens 30 "“ ngebnh Procent des Holzes"betragt, da hingegen bei der aw Röhren Verkohlung in Meilern, weil dabei immer ein Theil 3 Ohuß M dn Holz zu Aſche verbrennt, kaum 25 Procent Kohlen eiten, when) gewonnen werden. 2) Die Gewinnung des Theers, 1 Ge muhye der beim Verſchwelen in Meilern ganz verloren gehet, a) Die Benutzung des Theers zu Wagentheer iſt jedoch nur dann zuläſſig, wenn Nadelhöl- zer im verſchloſſenen Raume verkohlt werden; b) Durch die Verkohlung der Nadelhölzer im verſchloſſenen Raume wird alſo die Koh- lenſchhwelerei zugleich mit einer Theer- ſch velerei verbunden, welches allemal von + One grogem Vortheile iſt,: M c) Der Theer von Laubhölzern enthält kein ZIER Harz, er iſt blos ein dic>es brenzliczes mit Den fein; aus Efeinen anöpottablen Wann de: we, fo wie Fn Var: 1(ehr tal) fo: (400 Holzſaure durchdrungenes Oel, das nicht als .“ Wagentheer benußt werden kann, das hinge- KR| gen zum Tränken des Holzes, welches zu Waſ- 3 Gebude;; 6 6 ſer bauten gebraucht werden ſoll, mit Vortheil ENEN; i 177 benußt werden kann, weil ſolches dadurch vor „F„te We; e 4 2.. Wpfeiten der Fäulniß und Zerſtörung im hohen Grade ge: . ſhüßt wird, ung ds 9033 ZE 1092 damit verbun“: y? i.( 31 deſſen Die Holzſäure, die beim Verſchwelen des Hol- „8 19 zes im verſchloſſenen Raume gewonnen wird, iſt anfangs von: trüber Beſchaffenheit, ſie klärt ſich aber ſchr bald, Bb 23 388 indem ſie die no< eingemengten 18 M0D Deltheile fallen laßt. Sie nimmt nun eine gelbrothe Farbe an, beſit einen rußartigen Geruch und GAD und läßt ſic) ohne Verderbniß aufbewahren,* a) Wer die gewonnene Holzſäure in einen engern Raum um dadurch den Transport derſelben zu erleichtern, kann die Froſtkälte im Winter dazu ber - Xoncentriren will, nußen. Wird ſie„dieſer in Fäſſern ausgeſest, ſo gefrie- xen die.Waſſertheile, dagegen die von ihnen be- freiete Säure in liquider Form beharret. Sie kann hierdur<. bis auf den äcer- Fabriken, für die Grünſpan- 4 .“- 3 2.*..«“.-/ 1194 Imad; briken und für die Bleiweiß-Fabriken, in 119 ("* ZE MEAD 88 2(0 1,8 welchen. Fällen ſie immer noch brenzlich riechen||(y NEE|(0). 1| und ſcnen Deſtillation oder Ausbratung in verſchloſſenen Räumen unterworfen werden, eine Art Jheer liefern, ſo bedienet man ſich zu ſeiner Darſtel- lung doh nur der Nadelh vlzer, und von dieſen auch “nur derjenigen, welche am reichſten mit Harztheilen durchſeßt ſind. ]% Zu den vorzüglichſten Nadel hölzern, die zur Theerſc GEEIGNETE EINIG AISID Man,|"wid weder des Theerofens, der aus Steinen erbauet iſt, (Gem 1 Thy. oder man verrichtet die Arbeit, wie 3. VB. in SE I<) w e- en den,-it Gruben, die in die Erde gegraben ſind. Ölen hy a) Der gewöhnliche Theerofe naiſt unten walzen- heer im y förmig und.vben mit einer gewölbten Kappe Ot iv Son- verſehen,* Der Boden des Ofens iſt entweder aus Steinen gemauert, in der Mitte vertieft und mit einer Rinne verbunden ,. durc< welche der aus- je Unteſhu) gebratene Theer zur Seite abläuftz"oder er hat im der Jaht untern Theile einen eiſernen Roſt über einem erhen, dine eiſernen im Boden durEs Beſchreibung der Theer- 7„öfen. In Sc 1020», Wenn der gewöhnliche Theerofen durch das Kohlenlo--“APGERNGEEHEESNGE ENGINE er Immer Lp,= m euniRE nag.»FE pe eegEIS Enn Kummer EE 4 AEI EPGEN<- Degen -„ // 2 p Fe EE: nen EIS< " A 305 He be nuher ANAT PP welchem ein Theer y elfen" von Mf EDE GRrde ſc)wimmt, den man| 0) mit einer Kelle abſchöpft.| c) Zuletzt. erſcheint ein;di>er ſchwarzer Theer,| 1 Beli der. big zum-Ende der Operation ausfließt.| "gen fed d). Nach-der dünnern oder di>ern Beſchaffenheit| 146240 des.-Sh-e,e.18„aſo..Wie nach. der. hellern oder wi vit), dunklern Farbe deſſelben, wird. ſolcher in She ej Wagen- oder. Radtheer und in Schiffs-2 ehim db theer unterſchieden, und in Tonnen verkauft. enen Siem L, H. Wieſenhavern, Abhandlung über das Theer: und Pechbrennen., Breslau 1793. Kayx- ſten, Anweiſung die Theergalle oder das au3 den der Theer::? MADER Kohlenmeilern rinnende Sauerwaſſer. zu ſammlen. 0 Zu Rtem's auserleſenen Sammlungen wichtiger iin" dkonomiſcher Schriften, 2r Jahrgang zte Liefe- „hans Be xung« S, 30, 4 hindfen n; 62.103205 In Sch.weden*)(namentli Holze, voll, bedeXt ſie mit Moos und Raſen, ' zündet das Holz im Innern an, und läßt das 4,7" 10 Feuer dergeſtalt langſam fortſ 4-2 ABER ian ung ER EN R RR R EN Anni: Vn, WF Ap dH en Vitlg ) venten ert gem) Dauern Erverbögpeh Zurihting bis qreberz num | Fame gen 26 48 20, ( nd feine Ol vieultue: Gje a ſhwelt vw hn durch Ofen vd jl Dipe verl pfl; dns uſes ind mit hn vz ve Au wf vin zen vet dah w 1 werd 0 tii, 4 Dontel M zweiten Ze zw | Fal 395 mit ſtillſtehender Luft ausgefället, welhe, als ein ſehr ſchlechter Leiter für die Wärme, das Ausſtrömen der Wärme aus dem innern Mantel in die äußere Luft abhält.| Hiedurch wird über die Hälfte an Zündholz erſpart, welches au- ßerdem zum Heizen des Theerofens erfordert wird,| b) Der zweite Fehler wird gehoben, wenn man dem Theerofen die Geſtalt eines großen Deſtillir- kolbens mit einem aufgeſeßten Helme giebt, wodurch der feinere Theer, in Verbindung mit dem Oele und einer bedeutenden Maſſe Holzſäure, die ſämmtlic< aufwärts ſteigen, durc< den Helm übergehet, dagegen der gröbere Theer unten abfließt,**) 5 *) Bernard Bodde, über den Nußen und die An- wendung der eingeſchloſſenen Luft als eines ſchlechten Wärmeleiters. In Hermbſtädt?s Ar RENNEN SVS Bewe ILSE ZUSEHEN ANDERE ZAZEN Orn,=% une eng» FEN DREES epn Hmm I 397 nen wh Wh Seite des Baumes, und fährt ſo fort, bis man die Höhe von 8 bis 9 Fuß erreicht hat. elde by ce) Um die Einſchnitte zu machen, bedient man ſich engin,: einer Art von Ha>e, deren Schneide nag n Aran,)' oben gefrümmt iſt, um dadurch zu verhüten, das 1 Ihrem Ehn ſolche nicht zu tief in das Holz eindringt, enthin Dur d) Man hat Beiſpiele, daß ein und eben derſelbe (arhiit entweher Baum, wenn er ſorgfältig behandelt wird, ohne det au) Durd zu erkranken, 100 Jahre nach einander auf Ter-? 25 zum Aethe: penthin benußt werden kann, 9. 1034. Der auf ſols ſtatt, we: en feinere Go niger zur Bereitung verſchiedener La>firniſſe, il um teh: zu Kitten und zur Bereitung verſchiedener Arz- erwendet Wot neimittel. 1 aus Dem; Fünfter-Artikel, Mam Die Gewinnung des Terpenthin- oder Aen, m den.% . Kienöls.* Went MINN SS. 1037. als Der gewe! Der Terpenthin iſi eine Verbindung von einen feſten Harze und einem ätheriſchen Oele, wel- in, auß We djes leßtere, wenn man den Terpenthin einer Deſtilla- endes uuf tion unterwirft, mit Zurülaſſung des feſten Harzes, eZuihn daraus entwickelt wird, Jenes Oel wird guch Krumm- ee Aided holzvl genannt. -turhfoht a) Man bereitet das Terpenthin öl gewöhnlich, en ana indem man den reinen Terpenthin in kupferne fn imtitt Deſtillirblaſen fället, die Hälfte ſeines Ge- zo) zum i8;. wichtes Waſſer zuſeßt, und nun die Deſtillation verrichtet und ſo lange fortſe3t, als noch Oel in die Vorlage übergehet. qe de b) Anfangs erſcheint das Terpenthinvl völlig 4020 waſſerklar, und wird in dieſem reinen Zuſiande auch Terpen nthinſpiritus genannt. c) Gegen das Ende der Deſtillation gehet ein gelb- liches mehr zähes Oel über, das ſchon einige Harz- theile mit fortgeriſſen hat. Cs wird Ter.pen- thinbalſam genannt. 4) Das feſte Harz bleibt in der Deſtillirblaſe zurück und wird fernerhin auf Harz oder AANG nium benußt. e) Hundert Pfund Terpenthin liefern im Dur» ſchnitt 25 Pfund Terpenthindl. GS. 1033. Außer dem, das das Terpenthinödl aus dem Terpenthin ſelbſt gezogen wird, kann: ſelbiges auch noch in ergiebiger Menge gewonnen werden, wenn man die Theerſchwelerei in völlig verſchloſſenen Räumen veranſtaltet. Hier gowinnt man eine bedeutende Portion ſehr dünnflüſſigen Theer, der durch den Deſtilliv helm ausgeſchieden wird, + a) Jeunes dännflüſſige Harz iſt gelb von Farbe und hat einen theerartigen Geruch. Wird ſolches nach der vorher beſchriebenen Weiſe mit Wajſer deſtil- lirt, ſo gewinnt man daraus gleichfalls an 25 Procent ätheriſches Oel, das von dem aus Terpenthin erhaltenen ſich durch einen ſchwa- - firniſſen gleic) dem vorigen mit Vortheil be- nußt werden kann. b) Was nac dieſer Deſtillation in der Blaſe zurück bleibt, iſt nun ein ſehr reiner Theer, SehSter 1 ſo wied veſatli) |[iq wl | 5: m n I N="- wma ve EIIIE RT FEEAEI RE Re RR WR NN Tr ua 42 1 Felndy Wink| n | Sechster Artikel, jenanyt, 1 jet a Die Verfertigung des Harzes, des Kolopho- jo ith niams und des Pechs. 7) Zein; S. 1039, Das Harz, das Kolophonium und das Pech, Lrbofe zurk ſo wie die verſchiedenen Sorten des letztern, ſind im er lone weſentlichen nicht ſehr verſchieden, und beſtehen ſämmt«- lich in dem feſtern harzigen Antheile, welchen die Na- em im Dur: deilhölzer, und beſonders die Wurzeln derſelben enthalten. Die verſchiedenen Pecharten enthalten dieſes Harz nur in einem im Anfange der Zerſtörung Saus ben begriffenen Zuſtande, wovon auch die Farbe und der eIbiges aus) Geruch des Pechs, ſo wie ſeine Zähigkeit und Klebrig- wenn mat keit abhangig ſind. zu Zaum CG. 40408, jede Vortion Man unterſcheidet von jenen Materien gewöhn- 1 deſilit/ li<: a) Weißes Harz, au< Burgundiſches Harz genannt; b) Kolophonium oder Geigen- von Zube un) harz; c) gemeines Harz, auch Pichpech und » des md) gelbes Pech genannt, und d) gemeines Pech oder ufer bel Sc bleibt, als gelbes Harz oder'P ed).; Das weiße oder ſogenannte Burgundiſche Harz gewinnt man aus dem gelben, Zu dem Behuf wird ſolh 2- u; x fir Zager es ſind auch die kleinen Fäſſer und Butten, js den 30" Cc 2 404 welche eine Anzahl Menſchen, beſonders Weiber und Kinder beſchäftigen und ernähren, indem ſie von ſelbigen angefertiger werden, ſo wie das Holz zu ſelbigen höher, als auf irgend einem andern'Wege, in Geld umgeſeßt wird. b) Eine überaus große Maſſe Kienruß wird in Thüringen und am Harze fabricirt, von wo aus ſolcher nac) Bremen und Hamburg ge- het, und von da in großen Maſſen na) England und Holland verſchiffet wird, Gg. 1042. Um den Kienruß zu fabriciren, werden entweder die ſogenannten Pech grieben, welche nach dem Aus- ſchwelen des Theers im Theerofen zurück bleiben, beſſer aber friſches ſehr harzreiches Kienholz, gewöhnlic) Wurzeln, in einem Ofen langſam ver- brannt, wobei der davon aufſteigende Rauch ſich zu R uß verdickt, und als ſolcher in einem beſondern Be- hälter angeſammlet wird, a) Der Kienruß-Ofen iſt mit einem ſehr langen liegenden Schornſteine verbunden, der ſich in eine Luftdicht verſchloſſene aus Brettern erbauete Kammer endiget, die in der Dee eine große Oeffnung hat, um den zum Verbrennen nöthigen Luftzug zu unterhalten, und über welche, um das Verfliegen des lo>ern Rußes zu vermeiden, ein kegelförmiges Sieb geſtellt wird. bp) Der zarteſte und feinſte Kienruß iſt derjenige, der ſich im Siebe anſammlet; er wird Pfund- ruß genannt, 8. 1043; Der fertige Kienruß wird entweder in platten die 514 | Zin (uf Ver] vita ein Rt, inh vefahten, ſuit der mh ate Ou„Seis deme Än 25 Dirn ASE EE 1920 00080 FT Wg==-%=-50N"NGNDEEAIE ve ERES en SITGES HE 405 Fleinen Butten(Rußbutten) verpackt unnd verſendet, von denen jede einzelne nicht über ein halbes Quent- Mſynd NE / KN nh aut ny EN ey SGGG<< m Sami ae Erin HE: Deed fos r vy auf ien ; nied nicht über 2 Groſchen koſtet; oder er wird in größern 11] muß wis oder kleinern Fäſſern verpackt und verſendet,| s wit, 60.0 a) Von den großen Fäſſern enthält jedes etwa| hamburg ge zweiund ein halb Loth Rußz ſic werden nach 108 mh Guia) Hunderten, das hundert zu 1 bis 2 Thaler 0) verkauft.:|)? b) Von den kleinern Fäſſern faſſet jedes hdnet, da dann das Salz Kaufmannsgut iſi. a) Nach Jägerſc- SEIEN aum END== 2 mem 55 0 FE RE R gee OR FRI eu umme eran ama un enge hr 4 2f; Alen 411 h.| vg Zehnter Artifel. Gs | 1)... 8 N wabern 4 Die chemiſ 3 des Baſſins hatte daſſelbe merklih) an ſeiner 104 dem Mar: Tiefe verloren, es bildeten ſic) Waſſerpflanzen| 8 19(ei einer darin, die ſich ſehr ſchnell vermehrten, und das(0:00 oe M One Baſſin immer mehr auszufüllen ſtrebten, YAls(jy': nf, nac<4 5 Jahren das durch eine Ueberſc<) wemmung 0, onferhn mit Schlamm angefüllete Baſſin gereinigt werden 1,08 Vildung de mußte, fand ſich der ſandige Grund mit einer 4|. ordentlich Fuß mächtigen Lage von Torf bede>kt, der in"| ß ien forts allen ſeinen Eigenſchaften dem guten Holländi- 08 3 de fe ſchen Torfe gleich) kam, iW. (Qorferaz c) Während jener Torf ſich erzeugt hatte, beſtanden" , vie fam die Pflanzen, die ſich im Baſſin generirten, in der 11),| 18 Form langen Bachconferve(Conferva rivularis)„M3 NENN und im Waſſerfederball(MyriophyUum spi- 4 mpwahnt, catum). Am Rande des Baſſins ſtanden nur we-| m aul wei j nige andere Pflanzen, die aber nicht von der Art 0)j few waren, daß ſie zur Erzeugung des Torfs Geige: 1, 008 uneht: tragen haben konnten.(008 aſſe vt a) Nach vollendeter Reinigung des Baſſins war keine 1094)4 tones ge Conferva rivularis mehr darin zu bemerken, jh 1) Gl dagegen das Myriophyllum spicatum ſo„|| äh ſehr darin überhand nahm, daß ſolc 2277 pm R Ed EE Ait ZS IGER FE RE R R RT SI NIN EDEN EIER. 3 Re KE dn WE igen[hin; AE 45: je 2 dotriquetrum; 3) B'Serpillifolium; 4) B. Squar- um rosum; 5) Meecsia uliginosa; 6) Dicranum glau- mm cum z'7) Polytrichum juniperifolium; 8) P. SIe yuccaefolium; 9) Dicranum cerviculatum; 10) Wade a» Dicranum intermedium CRoMzeB; 11) Splach- 1, 10 men, num ampullaceum; 12) Jungermannia Sphagni; Dotundifolig) 13) J. bicuspidata; 14) J. excisa; 15) J. tomen- en bifoli; tosa; 16) Marchantia Polymorpha; und auf ei- De); 3) An-- nigen Torfmooren, die ſchon beraſet ſind, kommt (Ledum pah nun auch vor 17) Melica caerulea; 18) Arundo 11m Orp00- Calamagrostis; 19) Carex Leucoglochin:; 20) C. z0petrum pb ampullaceca; 21) CG. pSeudocyperus u. a, m, Deere(Tar h) Endlich iſt nun die Decke des Moors ſo did, daß vine Öra8 auch fleine Bäume und Sträucher darauf Wurzel Ca Wf, faſſen, beſonders: 1) Betula Alnus; 9) B. pu- hne nod hescens, 3) Baba) 8.2035 SYN CA dem das Gale; 6) Juniperus communis; 7) Pinus Sylve- u Wh eine Stris; 8). Salix caprea; 9) S. acuminata; 10) S, 1, Nah hb Yosmarinifolia; 1 1) Rubus fruticosus u, 8. m, (05; 9) Jue*) Crome, über den Torf und die Gewächſe, denen er ae(Erpbo- ſeine Entſtehung verdankt. In He ermbſtädt's n APM der Agrifultur- Chemie 2c,, 4xr Bd, 26 H, D S, 253 2. Car(- DE S9. 1055, % E Nach) dieſer Darſtellung über die Erzeugung des za 400 fs müſſen wir alſo zugeben: daß ein Theil der zu (bar ſeiner Bildung geeigneten Pflanzen den eigentlichen plum Stoff des Torfs darbietet, während ein zweiter Theil dieſer Pflanzen von den erſtern eingeſchloſſen wird, woraus denn die zuſammen gehäufte Torfſubſianz her- vorgehet. Aus dem Grunde erkennet man-auch eine fo große Verſchiedenheit der Pflanzen, die vereinigt den Hermbſiädt's Kammeral-Chemie, Dd 12 Ippiers) le), "Ww emit Bp do 438 Torf bildeten,.wie aus deſſen Textur fehr deuilich her- vorgehet. a) Jenes, verbunden mit der allmäligen nur nach und b "- nach erfolgenden Bildung jener Pflanzen, giebt uns zugleich eine deutliche Vorſiellung von der Verſchiedenheit des Torfs aus. einem. und eben demſelben Moore, wenn ſolcher aus verſchiedenen Tiefen entnommen iſt, Die vielen gerbeſtoffreichen Pflanzen, welche in die Bildung des Torfs mit eingehen, verbunz- den mit der Phosphorſäure, die aus den abgeſtorbenen Inſekten, Gewürmen und Am- phibien bei ihrer Zerſtörung hervorgehet, ent- halten den Grund, warum derſelb2? nicht völlig verweſet und ſtets Spuren von einer inhärirenden Freien Säure wahrnehmen läßt, ESinchetlung dev Tvrfs. 5, 10056. Nad) der verſchiedenen Beſchaffenheit des Torfs, ſeiner LoFerheit, Feſtigkeit und ſpecifiſchen Dichtigkeit, unterſcheidet man denſelben dur verſchiedene Namen: als Papiertorf, Raſen- oder Heidetorf, Moor- oder Stichtorf, Sumpftorfund Baggertorf, a) Der Papiertorfiſteine Zuſammenhäufung von -b) Der Raſen= oder Heidetorf iſt der, welcher Pflanzenwurzeln, von Stängelnund Blät- tern; dieſe liegen ſchichtweiſe über einander, und laſſen ſich gewöhnlich wie die Blätter eines Buchs von einander abſondern. Der Papiertorf iſt ein vollkommener Torf, aber leicht und locker und als Brennmaterial von keinem. großen Werthe. iner( (1 einen joſef Iſande Fund ' Naher EO- WR SSE EST n deftige I:» 1 mmuereer zrnenraneg 20 ZEH EEE 2utr- FN Rg R R R en€* G 88€ LME Mi Er Au* Nikl 419 die oberſte Lage der Torfmoore-bildet. Er beſte- het aus meiſt noch. unverweſeten Wurzeln und här- | WENN "0 tecn Pflanzentheilen. 5Ex rennt ſehr leicht und feln' mit Flamme, ohne EMigen Geruch, und läßt a" j eine faſt farbenloſe"Me zurück. When c) Der Mooxr- oder Stichtorf findet ſich zunächſt ! unter dem Raſentorfe, Er beſtehet aus Pflan- "00; und ändern Theilen, die zuſammenhän- ne wie gen und es daher geſtatten, daß ſolcher, als eine 3060, wehen zuſammenhängende Maſſe, durch das Ausſtechen - Wie ms Ia gewonnen werden kann, Er zeichnet ſich durch eine men braune, Farbe aus, vrache, an:- I) Der Sumpftorf beſtehet:in einem-durc<) Waſſer niht vlg erweichten, ſchon mehr in einen veränderten Zu- whaeizenden ſtand übergegangenen Torf, in welchem noch viele nur halb zerſtörte Pflanzentheile enthalten ſind, ; Er nimmt nach dem Trocnen einen ziemlich feſten ie Zujtand und eine ſchwarzbraune Farbe an, e) Der Baggertorf ſindet ſich in den Torfmoorxr- wt 0 Zu Seen, iſt ſo weich wie Schlamm und muß aus- m Dufte, geſiſcyet werdenz er wird in großen hölzernen Rah- ene Nen men zuſammengetreten, um ſelbigem die erforder- ef Ne liche Feſtigkeit zu geben, und iſt im völlig trocknen gert, Zuſiande ein ſchr gutes Brennmaterial, Oufung bot GOE0572 mund Der Torf, von welcher Art er auch ſein mag, iſt vaude, um immer eine Verbindung von halbverweſeten und dadurch ai Buds in einen unvollkommenen Humus übergeführten Pflan- M zenſtoffen mit Säure verbunden, Er ſtellt in dieſem (eder und Zuſtande einen vollkommenen ſauren Humus dar, und eri, kann daher, außer dem Nuten, den ſolcher als Brenn- 11, vll! material gewähret, auch als Düngungsmittel Dd 2 4.20 mit großem Vortheil in Anwendung? geſeßt werden, wenn ſolcher vorher mit ſauredämpfenden Subſtanzen verſetzt worden iſt, um die freie Säure zu binden, und den Humus aufldslich zu machen, a) Aus dem Grunde kann der Torfmulm, ſo wie „die loXere Moorerde aus dem Grunde der „] Torfmoore, auf Dünger benutzt werden, wenn man ihm für jede hundert Theile, dem Gewichte nach, 5 Theile gebrannten Kalk zuſeßt, alles wohl unter einänder mengt, das Gemenge befeuch- tet und 6 bis 12 Monate liegen läßt, da denn das Gemenge einen ſehr brauchbaren Dünger darbietet. b) Landwirthe, die im Beſitz großer Torfmoore ſind, und ihn wegen Mangel an ſchiſſvaren Strd- men nicht als. Brennmaterial abſetzen. können, xönnen daraus, als Stellvertreter des Miſies, vielen Vortheil ziehen, Herymbſtädt, über die Anwendung des Torfs als Düngungsmittel, In deſſen Archiv der Agrikul- tur- Chemie 26, 4x Bd. 15 H. S, 104 2, Beſtandtheile des Torfs. G. 1058 Eine Zergliederung des Torfsiſt.durc) Thaer und Einhof*) veranſtaltet worden, Die Reſultate derſel- ben gaben zu erkennen? 1) daß der Torf ſiets eine freie Säure eingemengt hält, die ein Gemenge von Pho 8- phorſaäure und von Eſſigſäure zu ſein ſchien: 2) daß derſelbe vom Waſſer nicht geldſt wird, ſondern daß ſelbiger nur eine ſchwach gefärbte Extraktion damit bildet; 3) daß ſolcher hingegen durch zugeſeßzte Alka- lien, gleic) dem Humus, im Waſſer löSbar gemacht | FP | | yneumat | 94 sf) t! |; „m 04 Gee R RE I I a IAIN En drIEN“Ai ban ii SE opt WH, enn „IN ON an MH ] j/ fil | Winden, we LICHT Orundey Werden, weng den Gewichte Hain(eg einene beſer (, da den by 0 yr); vurbin, 4 Ww Ul Ww eh bee Np 6, 104% tis Thaer un) lhate berfes eine freit pon D0087 in ſien; d, funden ion damit ge M iy ar ema 421 wird, ſo das nir eine geringe Quantität Pflanzenfaſer zurückbleibt. . 2) An einer ganz genauen tee ung des Torfs, wodur< die quantitativen Verhältniſſe ſeiner nähern Beſtandtheil le ausgemittelt werden, mangelt es'zur Zeit no<3 ihre Anſtellung iſt ſehr wünſchenswerth. *) Thaer und. Ein hof, Unterſuchung zweier Torf- arten, in Rückſicht auf Torfpvüngung,-In Hermbſtädt?'s Archiv der Agrikultux- Chemie 2?c,, 1x. Bd, 28 H, SD, 354 26 9. 1059, Wird der Torf einer tronen Deſtillation in einem pneumatiſchen Apparate unterworfen, fo entwiceln ſich gasförmige Flüſſigkeiten, die in einem Gemenge aus Kohlenwaſſerſioffgas, kohlenſtoffſau- rem Gas, aus Sticſtoffgas und aus wenigem Schwefelwaſſerſtoffgas beſtehen. In der Vor- lage ſammlen ſich an tropfbaren Flüſſigkeiten; ein Fluidum, das widrig. riecht, und eine Löſung von durch Eſſigſäure und durch Kohlenſtoffſäure zum„Theil gebundenem Ammonium ausmacht, und ein brenzliches Oel, das zuweilen in der Kalte zu einer butterartigen Maſſe gerinnet, In der Retorte hleibt der Torf verkohlt zurück, a) Ob ſich alle Arten des Torfs hierin gleich verhalten werden, muß ſich durch genauere Unterſuchungen ergeben. h) Das Oel kann, da ſolches keine freie Sä ure eingemengt hält, als Wagentheer ſehr gut benußt werden. c) Die Kohle beträgt im Durchſchnitt 40 bis 59 Procent der angewendeten Torfmaſſe, 6.“10607) Die Torfkohle verbrennt ohne Rauch und ohne 4.22 widrigen Geruch“ zu verbreiten, und ſtrömt eine Hiße qus, die der der brennenden Holzkohle nichtnachſteht. a) Dur die Verkohlung des Torfs kann ſolcher alſo zum Gebrauch für die Schmiede, ſo wie für andere Metallarbeiter, vielleicht auch fär die S 2 SEE 4.7 120x700= glIHOOGIRP WEL EPNEEEEGT daf I A Mein WEREn. 2ER
zwiefach: entweder ſie ſind"(R in 100): dazu beſtimmt, die rohen Erzeugniſſe des 018 AcFerbaus auf eine mechaniſche oder che- pj! miſche Weiſe ſo zu verändern, daß veredelte E dukte oder Produkte daraus hervorgehen; oder ſie ſind dazu beſtimmt, Bedürfniſſe zu erzie- len, die der Landwirth nicht entbehren kann, S+ 1066. Bon dieſen Gewerben kommen hier, als mit den verſchiedenen Zweigen der Kandwirthſchaft in Beziehung ZGZ ZZ =<== 426 ſtehend, in ſpeciellere Betrachtung: 1) die Brannt- weinbrennerei; 2) die Bierbrauerei; 3) die Eſſigbrauerei; 4) die Fabrikation des inländi- ſchen Zuckers; 5), die Fabrikation der Stärke; 6) die Brodbä>erei; 7) die Oelſcerbau treibenden Landſtädte eingeſchränkt werden,' Erſte. Abtheilung. - Die Branntweinbrennerei. SG 1067, Branntwein, d. i. gebrannter Wein, nennt man jedes entzündliche, brennend ſcer- aden, branntwein, 5) der Obſibranntweinz; 6) der )(pn Aude Getreidebranntwein; 7) der Kartoffelbrannt- „ſw wein; 3) der Beten- oder Rübenbranntwein. df! a) Der Arak wird in Indien auf eine verſchiedene Weiſe bereitet. Auf der Küſte Coromandel bereitet man ihn aus den zuckerreichen Blumen der Bass1a latifolia W., die neben ihrer Säßigs| keit zugleich einen lederartigen Geruch beſiten,| aa den man au in dem daraus gewonnenen Arak| nicht verkennet. Ferner bercitet man ihn daſelbſt|, He jn um aus den wohlriec)enden Sgamen der Eleusine| Ww 7' het und gähren läßt. Auch beſonders auf Cey- Fluiden lon aus De Palmzu 30055 Der aus dem Säfte I Bortassis EIE bereitet wird. Die uy vt Gährung der Flüſſigkeiten wird in Schläuchen von friſchen Ziegenhäuten veranſtaltet; auch verrichtet man ſie in gegerbten Ziegenhäuten. Endlich be- reitet: man aus dem Reis einen Arak, der aber von ſchlechterer Beſchaffenheit iſt. b) Der Rumoder Tafia wird in Oſt- und Weſi- c)/ d) e) indien aus dem friſch gepreßten und in Gahrung geſetzten Safte des Zu Ferrohrs bereitet, Eine ſchlechtere Sorte gewinnt man aus der Mela ſſe, welche nach der Scheidung des ZuFers aus dem Rohrſafte übrig bleibt, Der Franzbranntwein wird im ſüdlichen Frankreich durc die Deſtillation des Weins gewonnen, und nad der Provinz benannt, wo der Wein gewachſen war: als Coignac, Rouſſi- lon, Cettem. Eine ſchlechtere Sorte bereitet man aus der Weinhefe oder den Weintre- bern, die man fermentiren läßt. Der ZuFerbranntwein wird aus den.zucker- haltigen Abfällen bereitet, die in den europäiſchen Zuckerraffinerien vorkommen, und die man zu dem Behuf vorher in Gährung bringt. Der Cider- oder Obſtbranntweinwird durch die Deſtillation des Obſtweins erhalten, (Ueber die Bereitung des Araks in Indien, In Hermbſtädt's Muſeum des Neueſten und Wiſſens- würdigſten 2,, zr Bd, 1816, S, 376 2c.) CS. 1069. In Deutſne Hefe dargeſiellt werden e) Die / | | | ] | (y v m und bert) Weile Tſe Niſe M wir) ſ tte: Him FEES SR LIESS PST: . Naräfn= 2 RE:== 1-44 2m:"ee EEHTGEEENNEIE: I pn,-- 4 IEE IEE Oe EEE rr EN<<<; nrg Gr ZIEH GGG E. 433 'Vihy e) Die mit.der Hefe geſtellete Meiſche beginnet die Gährung ſchon in einem Zeitraume von weni- ZIEHN gen Stunden, und nach 24. bis 30 Stunden iſt Mt, m; j. ſolche vollendet. hd f) Wähpend.cder Fermentation entwickelt ſich koh- H lenſtofffaures Gas mit geiſtigen Dünſten Wmitipe M vermengt. Die Maſſe ſchäumt und brauſet, ein „A! darüber gehaltenes Licht erliſcht. Die Hülſen big bi det begeben ſich auf die Oberfläche, die Temperatur Genta| ſteigt auf 25 bis 309 Reaümur.. 0 00 g) Wenn die Fermentation beendigt iſt, verlieren flüſſiger I: ſich älle vorige Erſcheinungen, die Hülſen fallen" zu Boden, der ſiechende Geruch verliert ſich, die v Dur Die Temperatur ſinkt auf die des Dunſikreiſes herab; vewfufe ein über die Flüſſigkeit gehaltenes Licht brennt walz mit fort; die Flüſſigkeit klärt ſich, und nimmt einen nau, dieſe. weinartiigen Geruch und Geſchmack an. Fe auf(Hermbſtädt, chemiſche Grundſäßte 2c, S, 148 bis Re de 177:) 4, M e. Das Luttern der gegohrnen Meiſche. yt werden; 9. 1075, veau fü Die gegohrne Meiſche iſt jeht eine Verbindung elan), von Alkohol von„Waſſer, von eſſtgartiger hefe niht und Aepfelſäure, ſo wie von Hülſen- und Kle- 0 Felt beriheilen des Getreides. Um die reinern geiſtigen jan 8 I Theile von den fremdweitigen zu trennen, muß die 4 oth Maſſe der Deſtillation unterworfen werden; man nenat 0 pie dieſe Arbeit das Luttern(eigentlich Läutern), auch- wird ſie das Abſchwälen, und das Deſällat wird Lutter(Lauer, Läutex) genannt, a) Man ſtreitet ſich zur Zeit noch um die Begntwor» aM's Kammeral-Chemie, Ee en Feu“ ) als Joge“ BE E4| wein, der in 260 Theilen ſelten mehr wie 10, 12 bis tung der Frage? ob die gegohrne Meiſche den Alkohol ſchon fertig gebildet enthält? oder ob ſel- biger erſt während der Deſtillation fertig gebildet werde? ein Gedanke, auf welchen man dadur geleitet worden iſt, daß, bevor die Meiſche nicht eine Temperatur von 70 bis 75" Reaum, angez- „nommen hat, blos Waſſer überdeſtillirt; da hin- gegen aus einem Gemenge von Alkohol und Waſſer, der Alkohol ſchon bei 70* Reaum, ſich zu verflüch- tigen beginnet, b) Um die Meiſche abzuluttern, wird die Lutterblaſe damit angefüllet, und die Deſtillation ſo weit fortgeſelzt, bis zuletzt blos Waſſer übergehet. c) Bevor die Blaſe mit dem Deſtillirhute ver- ſchloſſen wird, muß die Heitzung derſelben ſo lange fortgeſeßt werden, bis die Maſe, unter ſtetem Umrühren, die Temperatur von 709 Reaum, ängenommen hat, um alle etwa no< anklebende Kohlenſtoffſäure zu verjagen, und das An- brennen des Gutes zu verhüten. ad) Wer mit dem Meiſchwärmer arbeitet, kann hingegen die darin erwärmie Meiſch e ſogleich in die Blaſe überleiten, wodurch der Gong der Ar- beit im hohen Grade beſchleuniget wird. e) Was nacnen im Durchſchnitt 25 Procent tro FXne Subſtanz, und enthalten alſo 75 Procent Wäß- rigkeit... An Branntwein, von, 30 Procent Alkohol nach Richter, oder'4:5 Procent nach Tral- les, gewinnt man dargus'6 berliner Quart; folglich) kommen für 1 Quart. Branntwein 163 Pfd. rohe, oder L Pfund tro>ne Kartoffeln zu ſtehen, b) Hundert Pfund friſche rohe Kartoffeln ſind im Volum gleich einem berliner Schejfel. S. 1079. Um die. Kartoffeln auf Branntwein zu ver- arbeiten, werden ſie vorher gewaſchen, dann gekocht, hierauf zerkleinert, und endlid) mit eineni Zuſaße von geſchrotenem Gerſtenmalze dem Einmeiſchen unter- worfen. a) Um das Verhältniß der Wäßrigkeit zu den. Kar- toffeln zu beſtimmen, reducirt man ſelbige aus den Gehalt an trockner Subſtanz: d. i, man be- rechnet für jede 100 Pfund frijche Kartoffeln 25 Pfund trockne Subſtanz, 438 b) Als Malzzuſaß iſt es hinreichend, 4x Procent von den friſchen oder 162 Procent der getro>- neten Kartoffeln in Rechnung zu bringen, a- Das Waſchen der Kartoffeln. S5, 1080, Um die Kartoffeln. von den anklebenden erdigen und andern Theilen zu befreien, werden ſie entweder mit einem Beſen in einer Wanne mit Waſſer, oder in einem weitlöcherigen aus Weiden geflochtenen Korbe, oder am beſten in einem eigenen dazu beſtimmten Waſchappa- rate*) gewaſchen, bis das Waſſer klar abfließt. *) Eine ausführlichere Beſchreibung und Abbitdung des gedachten Apparats findet ſich in meinen chemie- ſchen Grundſägzen der Branntweinbren- nerei2c G,401,+ Tab, VII. b. Das Koen der Kartoffeln. 9. 1031, Man kann die Kartoffeln zwar auch im rohen unge- kochten Zuſtande, nachdem ſie vorher zerrieben worden ſind, auf Branntwein verarbeiten; um aber den eigen- thümlichen Geruch zu vermeiden, den ſie in ſolchem Zuſtande dem Branntweine mittheilen, iſt es beſſer, ſolche vorher zu kochen, weil hierdurch auch zugleich ihre Zerkleinerung erleichtert wird. Das Koen der Kar- tofſeln wird am beſten mit Dampf veranſtaltet, ſo weit, bis ſie ſich mittelſt einer Gabel leicht durchſtechen laſſen, und dadurc die erlangte Gahre zu erkennen geben. a) Um das Kochen der Kartoffeln mittelſt Dämpfen zu veranſtalten, bedient man ſich eines gewöhnli- t iſt, deſſen Boden einen Roſt bildet, mit dem er luftdicht über der Oeffnung des Keſſels ruhet. An der Seite iſt ex mit einer luftdicht verſchließbaren Thüre verſehen, aus welcher nun die geköcnen Subſtanz beim Einmeiſchen wie 8 zu 1 beobachtet werden, ſo kommen in Rech- nung?.' 1) Bon 100 Pfund Kartoffeln, trockne Maſſe Z.. irn 25:5 Pfd: 2) Malzſchrot IGT» xm z: 194-ANGRRIEENE ENE> em 45 EIR REER R Re Rn R EE We RIS eu mme yregmraamn me unn DEE IIEREIER 441 De ws, "GE 4 In 100 Pfund Karkofſelnſind ih, enthalten an Waſſer. 725 Pfd.= 30 Quart, Waſſer zum Einmeiſchen von ter mob 4. S0: Mean;. N IH-=42= we"| 00 zum Stellen von 12 j vin Die 7 Reaum. 8.; 528- Zz21-=- It din w EI See: 3 Zs GEH Wen R IERS 0 Summa,“ 2348 Pfd.= 94 Juart 5M wobei das Verhältniß der Flüſſigkeit zur trocknen henijhen Gn Suüubſtänz wie 8.2 22 (ZN Das Meiſchwaſſer wird ſiedend heiß in den Meiſc aus; die Säure iſt 442 HE; ein Gemenge von Weinſteinſäure, von Phosphor- ſäure und von Aepfelſäure, Das Abluttern, ſo wie das Weinen des Lutters wird wie bei der Meiſcne Subſtanz an 80 Procent Wäßrigkeit gebunden, a) Die Bearbeitung der Runkelrüben und der Mohrrüben zu Branntwein geſchiehet ganz auf dieſelbe Weiſe, wie bei den Kartoffeln; auch wird dabei der Malzſchrötzuſaß' in dem- ſelben Verhältniß hinzugefügt. b) Die Ausbeute an Branntwein aus jenen Ma- terialien kann für 100 Pfund derſelben im friſchen Zuſtande auf 5 berliner Quart angeſetzt werden. (Hermbſtädta, a, O, S; 139,' 409 U, 413 2.) die ner terd! path) ar ) HIS w-- IM pus E-TEN SE een WIE 5-00„Ind.. a ma SENN SSR SSS SR EE EI NND SIEWERT EEE DLR unmmnen<<53-SINIEEIET"ea e0E GENE E 443 A Db bahe 6 1 Eblin Vierter Artikel, pit) wis Die Geräthſelnden geiſti- 1, Df Der gen Dünſteſich im obern kältern Raume des Rohrs 14 u hot niederſchlagen, und in die gährende Maſſe zurück Wf ſtießen, uni b) Verſchließt man den Bottich völlig hermetiſch, (hen Zeit) und leitet man das ſich entwickelnde kohlenſtoff= 00 5 Ds ſaure Gas in ein Gefäß durch Flußwaſſer, noc: inen Zul beſſer durch Kalkwaſſer, ſo giebt dieſes Waſſer bei der Deſtillation Branntwein, zum Beweiſe, daß geiſtige Theile verflüchtiget und an das Waſſer Hh| abgeſetzt worden ſind, nena as te 6 Die Branntweinblaſen. R S. 1089, DID 40) Die Branntweinblaſe, welche dazu beſtimmt| h iſt, die Meiſche darin zu deſtilliren, und die Trennung o der geiſtigen Theile von dea wäßrigen zu veranlaſſen, v hat, in Rückſicht ihrer Form und Dimenſionen, auf 1] den Gang der Deſtillation, ſo wie auf- die Erſparung be an Zeit und Brennmaterial einen ſehr wichtigen Einfluß; Y ſie muß daher in beſondere Betrachtung gezogen werden, N a) Die Branntweinblaſe zerfällt in drei Ab-| theilungen,- nämlich: 1) den Keſſel, 2) die j Bruſt oder Wölbung, und 3) den Hals und j ſeine Mündung,|] b) Die beſten Dimenſionen für eine Blaſe, in der die Meiſche von wenigſtens 200 Pfund"Smäßige Form,| „"" hb) Der Helm iſt blos dazu beſtimmt, als Dunſt-| „ih, leiter zu dienen, darauf gründet ſich ſeine jetzige Ke m Bde. ane REED 0a meet gen Aub MICH 448 €. Geſtalt, Er beſichet in einem oben abaeſtumpften Kegel, deſſen Baſis ſo weit iſt, daß ſie'in die Halsmündung der Blaſe paſſet>"Am obern Theil iſt er mit dem Dunſtrohre verſehen, deſſen Durch- meſſer beim AuSsgange aus dem Helme wenige ſtens 3 Zoll, beim Eintritt in die Kühlgeräth- ſch aft hingegen 4 Zoll betragen muß. c) Um das Ueberſteigen des Gutes zu verhüten, kann am Helme außerhalb ein Trichter mit heberför- mig gebogenem Rohr angebracht ſeyn, durch wel- hes, wenn der Trichter mit kaltem Waſſer voll- gefüllet wird, ein Theil deſſelben in den Blaſen- keſſel hinabfällt, und die ſteigende Meiſche zum Sinken bringt. a) Die neueſte Vorrichtung des Blaſenhuts iſt der ſogenannte ſc 2770er; 55. I ERR SR ett eOÖO FIF TTT em nenn Werner me unn dw EEE RERE 453 "Up f) Nach Go Meiiböten Formentation hat ſich die tvo>- 350% ne Subſtanz.in der Metſc (Hermbſtädt?s chem. Grundſäße d? K, Branntwein ENEN zu brennen, S, 131 2c,) 04 NR N810,005 Sechster Artikel, Von der Branntwein- Wage und dem Alko- holimeter. ; uf jh "M wun S. 1095. „uh M Der Branntwein iſt ein Produkt der Mengung äu„' aus Alkohol, aus Waſſer, aus ſtinkendem Oel „0768 und aus ſehr wenig Eſſigſäure, Seine Stärke oder 0% W Güte wird durch den Gehalt an Alkohol beſtimmt, m der in einem gegebenen Maaße oder Gewichte des atfobn Branntweins enthalten iſt, Man bedient ſich zu dal 0 dieſer Beſtimmung unter allen übrigen bekannt gewor- Ey denen Inſtrumenten am vorzüglichſten des Alfkoholi- DW 7" metexrs, - GEE i ASC 4 Gitana mm m SHD nben tn li dm m WEN eee IEE 454; 3) Das Alkfoholimeter beſtiehet in einer aus Glas oder auch aus Metall angefertigten hy- Rein droſtatiſchen'Wage, die beim Einſenken in einen Bränntwein, bei gegebener Temperatur, die durch ein damit verbundenes Thermometer an- 0 gedeutet wird, den Gehalt des Alkohols in fatto ſelbigem auf einer darin eingeſchloſſenen Skale nach- omen! Procenten andeutet. tt, f b) Man hat jeßt zwei Alf oholimeter im Gebrau- der ihn , ſo wie ſein angenehmer vt vs Geruch aud) noh von der Art des Weins ab, aus » „nh welchem er durch die Deſtillation gezogen. worden iſtz wobei aber das Daſeyn eines dem Eſſigätber ähnlichen Weſens in ihm nie verkannt werden kann, a) Um den Getreide- oder Kartoffel-Brannt- wein dem Franzbranntweine möglichſt ähn- lich zu machen, mus ſolcher vorher durch Kohle gereinigt ſeyn. Man ſetzt ihm dann für jedes Quart* Quart guten Eſſig, nebſt 1 Quentchen Salpeterſäur zu, läßt das Gemenge 5 bis 6 Tage ruhig liegen, und unterwirft ſolches als- ' dann der Deſtillation, Hb) c) Man erreicht einen ähnlichen Erfolg, wenn man dem Branntweine für jedes Quart 15 Quentchen Eſſigäther, nebſt I Quent. 110.05 INE 7]|. SE ED. e. Die Kunſt der Bierbrauerei zerfällt in ſechs Hauptoperationen, nämlich: 1) das, Malzen des dazu beſtimmten Getreides; 2) das Extrahiren des geſchro- Tp hm. tenen Malzes; 3) die Verſetzung des Malzextrakts Norty 9].„ 't 15 Zuenih oder der Würze mit dem Hopfen; 4) die Stellung der (A(004 We ' Galpeter gehopften Würze mit Hefen; 5) die Direktion der Fer- de Veftilirk mentation; und 6) die Wartung und Aufbewahrung des INTAS fertigen Bieres, )(NM ZUA: Erſter„Artitel. ' Das Mallzen. ke ber Zur Em nN 6211100346 Was für eine Art des Getreides man auch zur 1077 Bierbrauerei in Anwendung ſeßt, Weizen oder Ger- ſte, ſv iſt das Malzen deſſelben, allemal eine nothwen- dige Operation, die zeder«audern vorausgehen muß. Das Malzen.des Getreides beſtehet: | Maſſer Ot a) Im Einweichen deſſelben in hölzernen oder (7 ſteinernen Quellbottichen, welches ſo NN 1005 y ni lange fortgeſeßt wird, bis je) die Hülſe des Ge- vy ſ treidekerns l(öſet. y M EEN w b) Im Keimen des Getreides, indem man das „(0 JWbby M id gequollene Getreide auf einer ſteinernen Tenne in AU "" der Höhe von 5 bis 6 Zoll ausbreitet, und das NN EY 460 Ausſchlagen der Wurzelfaſern abwartet, ohne daß die Blattkeime gebildet werden, c) Im Trocknen des gekeimten Getreides, welches veranſtaltet wird, um den Fortgang des Keimens aufzuhalten, und die angenommene Feuchtigkeit des Getreides zu verflüchtigen. a) Das Austrocnen des Malzes wird entweder auf luftigen Boden blos an der tronen Luft, oder auf dazu beſtimmten geheizten Darren ver- richtet. So entſteht im erſten Fall Luftmalz, im zweiten Darrmalz, 7 11025 Beim Quellen und Keimen des Getreides erfolgt eine weſentliche Veränderung ſeiner Grundmiſchung; :- das Waſſer, mit welchem das Getreide durchdrungen iſt, wird entmiſchet; es ſetzt ſeinen Sauerſtoff an Malzens ein Gemenge von kohlenſtoffſaurem Gas und Waſſerſtoffgas entwielt wird; die Kolla des Getreides wird hierbei in die Wurzelfaſer umgeändert, wogegen der mehlartige Theil in Zucker und Schleim- zu Fer übergeführt wird. &) Selbſt etwas Alkohol wird beim Malzen ge- bildet und entweicht in Dünſten, b) Das Getreide verliert beim Malzen 8 bis 10 Procent am Gewicht, von welchem Gewichtsver- verluſt meiſt die Hälfte in Wurzelfaſern be- ſieht. k CG 1105, 265 Das Malzen erfordert viel Aufmerkſamkeit; wird ſolches zu früh beendigt, ſo bleibr ein Theil Kolla den mehlartigen Beſtandtheil im Getreide ab, und ent-| zieht ihm einen Thei! Kohlenſtoff; daher während des, (ſleber) des Biers geſe yimmt, Zus, viel Mog gehe a) Zi ſ > R dz Vy N| ft[]( en ſy| fen 1, NIKE 8) 2nen des gekeimten- Getreides an der etteibes wp Luft dient blos dazu, die Feuchtigkeit daraus hinwegzu- 1 10002,27 ſchaffen, welche ſolches außerdem in. eine faulige Fer- & Wehſteungen mentation überführen würde. AUZUN a) Das an der Lauft getrocknete Malz ſtellt nun das WEU Luftmalz dar, ohe WIN b) Das Trocknen auf Darren erfordert viel Vorſicht, aura Du wenn das Malz nicht wirklich zerſiört und ange- via) ve u* brannt werden ſoll: es ſtellt das Darrmalz dar, ed ungen) c) In England darrt man zum Theil mit Waßſſer- „u öhlin damvyfen, wobei nie ein Aubrennen möglich) Uſt, | 8. 1195. jn What Das Luftmalz pflegt man auch wohl auf Malz- darren vollkommen auszurro>nen, in welchem Zuſtände vy 907 ſolches Welkmalz genannt wird. Darrmalz wird » Gift hingegen daszenige genannt, welches ſo ſcharf getrocknet NG iſt, daß es-einen Anfang von Röſtung erlitten hat; daher auch die daraus bereiteten Biere eine braune Farbe und einen weniger ſüßen Geſchhma>, als die aus vehit 90* Luftmalz bereiteten, beſitzen. „vr jow a) Um das Luftmalz auf der Darre auszutro>nen, : ) SSE EIE EE II ZA I azur FAI mE 1-00 02 Mew n em Seewetter nr 20 7ER MIR IE In IRE EE 204.007 darf die dazu angewendete„Wärme nie 30" Re- gaumur überſteigen. b) Beim wirklichen Darrmalze kann die Tempe ratur auf 49?, 50", 602? und höher ſteigen, je nachdem ſold)es/gelb, hellbraun oder dun- kelbraun erſcheinen ſoll. c) Die Farbe, ſowie die zunehmende Bitterkeit, welche das Malz auf der Darre annimmt, iſt in dem ſtatt ſindendet Röſten ſeines Sergehaltes gezründet.| Zweiter Artikel. Das Shroten und das' Extrahiten oder Mei- ſ Verfahrungsart zum Anmeiſchen und Extrahiren des Malzſchrotes als Fen ober Di die heſte angeſehen werden muß, ſo weichen doch einige Brauereien von dieſer Methode ſehr ab. Einige meiſchen blos lauwarm an, und kochen dann die Meiſche mit dem Malzez; andere kochen die heiß bereitete Meiſche gar nicht;) nod) andere filtriren die gekochte Meiſche nochmals über die Trebern ab, welches natürlich eine. Ungleichför- migfeit in das Bier bringen muß. „GC: 4 201087; v Die Hauptregeln, wobei es beim Cinmeiſchen des Malzſchrotes ankommt, ſind: 1) Verhütung der Auſlöſung der no<+ damit gemenzten Mehltheile; 2) vollkommene Extraktion des Schleimzucers und MUNG 0 SMET ANW: Matz | Afee H NENN 100 -„7 Muſſe hs IN ON) UNtOE AIN! n.| | ae der Gummitheile; 3) Entfernung des Schleims, 0 DIN) DIE 2006< tl n| Am der in der Hülſe enthalten iſi. Um dieſe Zwecke vereint h unta 2000 zu erzielen; iſt es zu empfehlen; das Einteigen mit AR; Waſſer von 659? Reaum, zu veranſtalten;| und einen zweiten Aufguß bei 70? Reaum, zu machen. a) Wer die abgeſeigerten'Trebern vom erſten und zweiten Aufguß noch zum drittenmal aufgießen will, thut wohl, dieſen dritten Aufg.us allein ,(1,0|Y TLD ' GS ALiRELLIT LTM u keen nl dm 0 EIENR ESEL EISE a< 464 zu behalten, und ihn auf ſchwaches Bier zu verarbeiten. FG: 21100+ Was die Quantität des Waſſers betrifft, welches zum Einweichen und Anbrühen des Malzſchrotes erfor- dert wird, ſo richtet ſich dieſe allemal nach der Stärke, die das Bier erhalten ſoll, und kann alſo ſehr verſchie- den ſeyn: Hat man eine ſchwache Würze, ſo kann man auch durchs Verdünſten einen Theil der Wäßrigkeit ver- jagen, wobei ſich viele Theile von Kolla abſcheiden, und ein ſo viel mehr helles und klares Bier erhalten wird, a) Nach Verhältniß der Bierart, die man bereiten will, muß auch Malz von verſchiedenen Ge- treidearten, ſo wie von verſchiedenem Grade der Röſtung, angewendet werden, „b) Das Koen der Würze'iſt zederzeit heilſam, weil dadur< aller Kleber gausSgeſchieden, und ein Elares Bier gewonnen wird, CE 1.1079 Die Würze iſt ein Produkt der durch Waſſer-. “wirkten Auflöſung der Zu c>ker- und Gummüiütheile, welche das Malz enthielt, und die nun von den Tre- bern oder Hülſen äbgeſondert ſind. Je größer die Quantität des erzeugten Schleimzu>ers in dem Malze war, um ſo geiſtreicher erſcheint auc) das dar: aus gebildete Bier. Die Gummitheile hingegen geben dem Bier Konſiſtenz und nährende Kraft. Die Würze zeichnet ſich durch einen angenehmen kräftigen Geruch, ſo wie durch einen ſäßlichen Geſchma> aus, und giebt beim Abdünſien eine braune ſyrupartige Flüſ- ſigkeit, aus welcher durc Alkohol Schleimzucker geſchie- den werden kann, Drik- 72 | 4"- m. | emal Dieſem ver Y Biers Bür | Quant MIN 15 Wbt, vs Naht 1 md) Der Chit, A feht Gepfchle EEN jet Venue 0l1) ſehn 090010900 Oie man Dati diebenen Ot Wedenem Ota) Ryk Wh WON I y dur) fe py Ounmpeis ", ur a ZIE MOR ot auß 00 00 Heile NON " fuß N „mit fufigen (ſps au wp Ww 0, , „de(ON als RA) 2 R TT ede Je EE ES SN S SEZEN wm verena me we erg AER Na=== 3 03 SII 465 Dtibterr Artikel: Verſeßung der Würze mit Hopfen. ET LELTS Wenn die Würze, ſie ſei aus Luftmalz oder aus Darrmalz bereitet, durch Hefe in Fermentation ge- ſetzt wird, ſo erhält man ein bierartiges Getränk, das allemal leicht ſauert und der Verderbniß unterworfen iſt, Dieſem Uebel wird nicht nur abgeholfen, ſondern guch der Wohlgeſchma> und die geſunde Beſchaffenheit des Biers in einem hohen Grade vermehrt, wenn man der Würze vor der Fermentation eine verhältnißmäßige Quantität Hopfen Zzuſeßt, die nach der verſchiedenen Art des Biers allerdings ſehr abweicht. a) Der Hopfen(Humulus Lupulus) enthält auger einem ſehr balſamiſchen ätheriſchen Oele, das dur) die Deſiillation dargus geſchieden werden kann, ein balſamiſches Harz, ſo wie Gummi und Seifenſtoff; und dieſe näheren Beſtand- theile des Hopfens ſind es, welche, wenn die ge: hdrig gemachte Extraktion deſſelben dem Biere zu- geſeßt wird, ſolches dauerhaft, geſund und wohl= - ſcQmed&end machen. b) Die Quantität des Hopfens, Welher der Würze zugeſeßt wird, richtet ſich theils nach der Güte deſſel ben, theils nach dem Grade der Bitter- I den das Bier erhalten foll, GG 11127 Methode, deren man ſich in der Bierbrauerei bedient, um der Würze den Hoxyfen zu geben, iſt verſchieden, Einige kochen den Hopfen mit der Würze, gndere infundiren ihn blos mit ſelbiger, noch andere Hermbſradt's Kamimergal-Cheimie. Gg 4.00 ſetzen denſelben gleich dem Waſſer zu, welches zum An- brüben-des Malzes gebraucht werden ſoll,. Da aber der Hopfen, wenn ſolcher gekoritzenſaft, der' Corianderſaamen, der Jngber, das Küchenſalz, der ZU Ger, die Parvadisköürner, (Hermbſtädt's Sammlung praktiſcher Abhandlun- jungen für Branntweinbrenner, Bierbrauer 26. 2r AC 91711 Zu' beigeſeht! ſolches 0 Fade tion 1199 bur) ain u0d wan! Guete! Ez ve Def der Atm Ginle ESS REIEN- EUIYEFE>-“4A5ENDEEZEEDEHTEN EIN Ms -==umipä eng IEE DEES epn, mer MEER| AE EIREIETWIENENEGERF II vn IEE IIEZER FE JE | 4Ö7 DW 3,: 5 “ Ww Bd..S. 120 21. Deſſen chemiſche Grundſäße, der 7 fl Kunſt, Bier zu brauen. Berlin 1814, S, 114 wird, fen I bis 157.) Kft, in) 100) R Qull ſeyn, wenn man nicht einen Umſchlag der gährenden Maſſe befürchten will, 'b) Nach der Temperatur der Atmoſphäre muß man ſich auch in der Temperatur der Würze rich- ten, welcher die Hefe gegeben werden ſoll; und dieſe weicht wieder ab, je nachdem leichte muſſiz- rende,'oder ſchwere Lagerbiere daraus gezo- gen werden ſollen, je mehr oder weniger ihre ſpe- ciſiſche Dichtigkeit beträgt. c) Daher kann das Brauen ſchwerer Lagerbiere nicht zu jeder Jahreszeit gleich gut veranſtaltet werden, und man muß das“Aufbewahren und Stellen der Würze an einem ſolchen Orte vorneh- men, wo man die Direktion der Temperatur in ſeiner Gewalt hatt nämlich in Kellern und ge- Räumen 2c. " Ge 11450 3m mittlern Durchſchnitt können folgende Regeln beobächtet werden, wobei angenommen wird, daß zwei- erlei Arten der Würze, nämlich zu leichtem, und zu ſchwerem Biere geſtellt werden ſöll: Iſt die Temperatur der. So muß die der Und die der ( Atmoſphäre: 7"%<4 leichtern Würze ſt den Bottich“ in)(Un und wartet nun den Eintritt und die Beendigung d WELTEN Fermentation ab. a) Hat der Schaum, welcher ſich auf der gährenden 171111000007 0008 Maſſe bildet, die größte Höhe erreicht, und iſt er id gut venfitt im Begriff, wieder zu ſinken, ſo iſt die Fermen- "Wifhewahmn 1 tration im Bottich vollendet. fen Orte var) b) Jeßt wird nun das Bier in Fäſſer gebracht, wo ' Zemperatyr die ſich bildende Hefe aus dem Spunde eines je- Mte und ge den hervorquillt, und in untergeſekten Gefäßen aufgefangen werden kann. c) Läßt das Emporheben der Hefe nach, ſo müſſen DEE die Fäſſer mit reinem Waſſer vollzefället und KEEN gut verſpundet werden, damit das Bier ſich klären NOTEN kann,| q 4) Hat das Bier ſich auf den Fäſſern geklärt, ſo ' BEN wird es auf neue Fäſſer abgezogen, um ſolches von 4 der daraus abgeſonderten Unterhefe zu trennen, N) GE 00074 400 Soll das Bier nicht auf dem Faſſe ausgähren, ſo 195 wird ſolches, bald nachdem die Würze mit Hefe geſtellt . worden, in kleineren Fäſſern verfahren, um daſſelbe nun WG auf Bouteiilen zu füllen, und das Gähren oder Aufſto- (0 ßen in ſelbigen vorgehen zu laſſen. Biere ſolcher Art find ſtark muſſirend, weil, wenn auch die erſte Fermen- Ww„tation und die Ausſcheidung der Hefe vollendet iſt, doch "LN eine fortivährende Gährung daxin ſiatt ſindet, welche die 479 | a) tigſten des Bi Dt;(0] H 040) 17 a) b) c) Kohlenſtoffſäure erzeugt, die dem Biere die muſſi- rende Eigenſchaft ertheilet,. Von ſolcher Art ſind die leichten muſſirenden Biere, wie ſie hier in Berlin getrunken werden, vie ſic) aber auch ſelten länger als acerartigen Beſtandtheilen des Malzes zu veranlaſſen, um dem Biere die erforderliche geiſtige Beſchaffenheit zu geben. Die Gäahrung iſt eine der wich- Erfolge in der Bierbrauerei; ſie kann die Güte er8 im hohen Grade befördern, ſie kann aber guch veranlaſſen; daß das ganze Gebräude umſchlägt, oder wenigſtens ein ſchlechtes B ier gewonnen wird, Die Fermentation der Würze erfolgt ohne allen Zutritt der äußeren Luft, und man kann, wenn ſolhe in ver- ſchloſſenen pneumatiſd-'chemiſchen Geräthſhaften veran- ſtaltet wird, die ſich dabei erzeugende und gasförmig ent- wielnde Kohlenſtoffſäure in Gefäßen auffangen. Einwirkung der äußeren Luft iſt allemal mehr nadthei- lig als vortheilhaft 3; ſie ſeßt leicht Sauerſtoff an die fermentirende- Maſſe ab, und ändert einen Theil des darin erzeugten Alkohols in Säure um, die leiht- den Uebergang der ganzen Maſſe in Eſſig begünſtigen kann.- Es iſt daher vor allen Dingen nothwendig, den Zutritt der atmoſphäriſchen Luft zur gährenden Maſſe ſo viel wie möglich abzuhalten, und den Gährbotti- Sis TI 2 Fa. ,"ZU 3 rwe emen emen em R ee Reen>-- an IE mmm Binnen 2 Me ln Üb ErE EEE: 20-020 blen LRIÜLH n= inn amen re zs AJ + G fortdauernde Wirkung derſelben, wodurc< die Maſſe des Alkohols vermehrt und die Abſonderung der dem Vier medjaniſch beigemengten Hefe befördert wird, b) Rathſamer iſt es daher auc, immer, das Vier dur Uebergähren ais dureh Untergähren ausfermen- riren zu laſſen, weil im letßtern Falle die ſich auf den Grund des Faſſes legende Hefe leicht eine neue Verbin- dung mit dem Biere eingehet, und ſol erhalten), NE GE 11207 Aur u: Auf jene Fäſſer muß das Bier vollkommen klar " aur(el abgezogen,- wenigſiens alle 14 Tage mit IEE. irh fh UW Biere nachgefüllet werden, damit nie ein leerer Raum » jp bolumm im Faſſe entſtehen kann, welcher ſonſt das Eindringen des Sauerſtofſes von außen bewirkt, und dadurch eine ſaure Gährung im Biere veran laßt, Gi: 1.2527. Eine zweite Bedingung iſt die Kühle des Raums,; in welchem die mit dem Bier gefüllten Fäſſer aufbe- 5, wahrt werden. Gute trockne tief gelegene Keller, wo die Temperatur nie über. 13 bis 14 Reaum. im Som- te" pj)[1] ſe| jp uwe at ' M nigt 4.70 mer ſteigt, ſind hierzu am paſſendſten, Die Fäſſer müſ- ſen aber' ſtets vollkommen luftdicht zugeſpundet ſeyn, um dem darin enthaltenen Biere feine Gemeinſchaft'mit er äußeren Luft zu geſtatten. CEben ſo wenig dürfen die Fäſſer bewegt werden, weil ſich ſonſt die untere Hefe leicht mit dem Biere vereinigt, und ſolches trübe und ſchleimig macht, auch ſeinen Geſchmack verdirbt. ' Hefe, künſtliche, Zubereitung derſelben. FX 1102.87 Die Hefe oder Bärme iſt ein Produkt der Mi- ſchung aus Kolla, Schleim, Schleimzucker, Alkohol, Kohlenſtofſſaure und Waſſer, die ſich zuſammen in einem fortwährenden Zuſtande der Fermentation befinden, und daher geneigt ſind, beim Zuſatz zu den gährungsfähigen Flüſſigkeiten, die Fermentation därin ſchneller zu veran- laſſen, als ſolche außerdem erfolgt ſeyn würde; ſie macht daher das Ferment oder gährungerregende Mittel aus. a) Der Weinmoſt, ſo wie die friſchen Säfte der Obſt- und Berenfrüdte, welche ohne Zuſaß eines Fer- ments leicht in Gährung gerathen, enthalten eine n a- türliche Hefe, die, wenn ſie zum Sieden erhißt werden, gerinnet, wodurc ſie ihre Fähigkeit zu gähren verlieren, GG. 1129.: - Beſindon ſich wein- oder bierartige Flüſſigkeiten einmal in Fermentation, ſo erzeugt ſic) darin die Hefe von ſelbſt, und ſcheidet ſich entweder unter der gegohre- nen Flüſſigkeit ab,(Unterhefe), oder ſie wird auf die Oberfläche derſelben geworfen, ſie tritt aus den Oeff- nungen der Gefäße heraus, und wird dann Oberhefe genannt. ! | | pp N hr3y werde! auc! ein 0! 71 Wu hann. mſt 15 zweif hildete (uten hn 19 gez jeht Rog entſte und n Ream dem) ä I I<- Lb* R-ANEREEREEEEae* 0m 0.5 Jene künſtliche Hefe ſeßt freilich bei ihrer erſten Zubereitung die Anwendung von ſchon vorhandener Hefe voraus,„indeſſen wird dieſe nur das erſtemal, und in kleiner Quantität erfordert. Hat man einmal die Fer- mentation: einer gährungsfähigen Maſſe veranlaſſet, ſo bildet ſich nun die erforderliche Quantität Hefe immer von ſelbſt/ und man bedarf dann keiner neuen Anſchafe- fung derſelben: wodurch alſo immer eine bedeutende Er- ſparung gemacht wird, die vorzüglich für Bränntwein- brennereien wichtig iſt, da dieſe gemeiniglich an Hefe Mangel leiden, Dritte Abtheilung. De Effaomrauner er y. 1132. Wenn weinartige Flüſſigkeiten, 3. B. Wein, Bier, Meth 2., bei mäßiger Temperatur mit Berührung der Luft ſich ſelbſt überlaſſen ſind, ſv gehen ſelbige nach und nach in eine ſaure Beſchafſenheit- über, ſie werden in Eſſig umgeändert. Der Uebergang derſelben in Eſ- ſig gründet ſich auf die Einſaugung' des Sauerſtof- fes aus dem Dunſtkreiſe, der durch die Bereinigung init dem Alkohol und den wäßrigen Theilen die Tſſig- ſäure erzeugt, ; ß. 1133 Da alle ſpiritudſe Flüſſigkeiten die Fähigkeit beſi- pen, in Eſſig überzugehen, ſo ſieher man hieraus, warum ſo mannigfaltige Arten des Eſſigs im Handel vorkommen, welche auf die Verſchiedenheit jener Ma- terien gegründet ſind: als Weineſſig, Bier- oder AIL tin fah" Jemen atur V Gau EN nE Ie R ERT Ini. E 479 Getreideeſſig, Zukereſſig, Honigeſſig und ei Kei ihn,; SD u 19 beiin, die künſtlichen Eſſige, welche aus der Verbin- 4"nde, dung verſchiedener gährungsfähiger Subſtanzen bereitet * eml, werden, u einmal Ny; S. 1134. aſt ena- Die Hauptbedingungen zur Erzeugung des Eſſigs mia Def Imm beſtehen? 1) in dem Daſeyn des der ſauren Fermentä- ver neu Kois tion fähigen Stoffes; 2) im Hinzutreten eines die ſaure eine Webntenh 6; Fermentation befördernden Ferments; 3) einer Tempe- ) für Bränntety ratur von 20 bis 25* Reaum,/ und 4) dem Zutritt von ning us Sauerſtoffgas zur gährenden Maſſe. Jene Bedin- gungen ſind allgemein erforderlich, von welcher Art auch der Eſſig ſey, der zubereitet werden ſoll. a) Aller Eſſig, ſo wie er gewonnen worden iſt, heißt in dieſem Zuſtande roher Eſſig, und enthält außer der KREN wahren Eſſigſäure auh no viele fremde Säu- ven ſo wie einige Salze,. Dur die Deſtillation kann er von den fremdartigen Säuren und Salzen bee is. freict werden.; | 9 Mt 0,- B EC, AR 8(S. F. Hermbſtädt's Anleitung zur gemeinnüßigen- vit Se Kenntniß, der Natur und Fabrikation des Eſſigs. Berlin 1807.) eh 00 109.119 ur, fe wohn i 0, fe Aw Erſter Artikel. Mhm ir Gl::. na M:€ TENE Ef YA 1.507 „UNN bie Kettig) I LINIE du de EM Weineſſig nennt man den in vollkommen ſaure MORUMTIE Gährung übergegangenen Wein, Der Wein gehet für ſich in Eſſig über, wenn ſolcher der Einwirkung des Sauerſtoffgaſes der Atmojphaäre bei einer Tempe- ratur von 20 bis 22* Reaum.., in offenen Gefäßen aus- geſeßt wird. Man kann aber die ſaure Gährung deſſel-- -ben beſchleunigen, wenn ihm ſaure Fermente zugeſeßt werden, <= 14 j | 4 |!" j ;= u Ern| DS d-ung VID < WEERTEENEGN 480 CG. 2.4.0205 In Frankreich, wo der meiſie ächte W Beineſſig fabricirt wird, mengt man den Wein mit der Hälfte ſeines Umfanges von ſiedendem Weineſſig in einem Faſſe mit weitem offenen Spunde, das in der auf 20 bi erwärmten Gährungsſtube erhalten wird. Hat man 3. B. 40 Quart Wein mit 20 Quart kochendem Cſſig auf dieſe Art gemengt, ſo ſindet man nach einem Zeit- raume von 8 Tagen alles in Eſſig übergegangen. a) Man ſeßt jezt wieder 10 Quart Wein zu, der die Temperatur des Gährungszimmers beſitzen muß, und man findet dieſen nach 8 Tagen wieder in Eſſig umgeändert.. Man fährt nun mit dem Zuſatz des Weins zur ſauren Maſſe in gleichem Verhältniß von 8 Tagen zu 3 Tagen fort, bis das Faß gefüllet iſt, und es enthält dann bloßen Eſſig, der nun abgezogen und auf andern Fäſſern aufbe- - wahrt werden kann. b)"Statt des Eſſigs bedient man ſich ais der nach y dem Preſſen des Moſies übrig bleibenden Wein- käme als eines ſauren Ferments, Sie« gehen ' ſeicht für ſich in ſaure Gährung, und veran- laſſen dann dieſe im Weine, wenn ſie ihm bei- gemengt, und in der gehdrigen Temperatnr da- mit in Fermentation erhalten werden, Eben ſo können die jungen Weinblätter, ſo wie die Roſinenſtiel e als ſaure Fermente angewendet werden, Q+ L1137+ Der Landwein, welcher in den Preußiſchen Pro- vinzen gewonnen wird, liefert, auf g! eiche Art behan? delt, auch einen brauchbaren Weineſſig, 2 der aber um jo ALG 7 ß ſät henſe wei xm ENSE HIE IRE E02 RAINER 0 IRREN DSH< TEPEE Stemmen en TE Na, aga nr u 481 vt Ate: ſo ſtärker und reichhaltiger an Säure wird, wenn man| Dein ath;, demſelben vorher den funfzigſten Thei! ſtarken Brannt- I. Mi] en wein oder Alkohol zuſeßt, Min y' der auf 20h:| „" yn; Zweiter Artikel,| €+2 cm 3. 14 herben Ei; Künſtlicher Weineſſig. j 1 vd dnn Zeit:& 4133;| WON Itt Deutſ TFT RD 49/1 vs DEE IETI TOTH S* R Rg de eee Ee EE EIR FRN 435 pu,|"'!y ; Fi)ey ſtande, in einem Meiſchbottich- erſt mit 25 Quart lau Tietny warmem Waſſer angerührt, hierauf 25: Quart kochendes * dum Eh hinzugefügt, alles wohl unter einander gearbeitet, und om Dtn noch 150 Quart ſiedendes. Waſſer nac DE mert Erft.; NTA] vun CG 11174 Wird der Eſſig, von welcher Art derſelbe auch A NKU| 3| ſey, aus' einer Blaſe mit einem Helm und Kühlrohr u über den 2oſten Theil ſeines Gewichts Kohlenpulver EH bis auf den 16ten Theil ſeiner Maſſe übergezogen, ſo „Ei; erhält man eine waſſerklare Säure, welche deſtillir- WEN ter Eſſig genannt wird. Er iſt eine Verbindung von reiner Eſſigſäure und'Waſſer. Läßt man ihn gefrieren, ſo erſtarren die Waſſertheile, die Säure Na bleibt fläſſig, und nimmt nun einen größeren Grad von .-'Stärke an. 4386 0 Sechster Artikel,“] Gebrau< des Eſſigs. G+. 1140, Der Eſſig hat einen ſehr auSgedehnten Gebrauch. Seine Anwendung als diätetiſches Mittel zur Zuberei- tung vieler Speiſen, zum Einmachen verſchiedener Früchte, und ſeine Anwendung als außeres und inneres Arzneimittel ſowohl für ſich, als in Verbindung mit andern Subſtanzen, machen ſeinen Verbrau ſehr be- deutend. Als Gegenſtand der Künſte und Manufaktue ren findet der Eſſig Anwendung; in den Cottondruk- kereien, den Seidenfärbereien, den Bleiweiß- und Blleizucker- Fabriken, in den Fabriken von verzinntem Eiſenblech/ beim Sieden der meſſin- genenoder tomba>nen Metallarbeiten, End- lich gebrauchen ihn die Parfümeurs: 1) zur Zube- bereitung der zuſammen geſeßzten wohlriedh'enden Eſſige,(wie aromatiſchen Eſſig, /inaigre des quatre Voleurs, Roſeneſſig, Lavenduleſſig); 2) zu den zuſammen geſekßten Tafeleſſigen, (als inaigre d' Estragon, Vinaigre compose pour la Salade etc.)+ ſo wie zur Verfertigung der Moutarden, Zw" der Verfertigung jener künſtlichen Eſſige iſt in meinem bereits(CF. 1134.) bemerkten. Handbuche Anlei- tung gegeben worden,; Ed .„Vierke Abtheilung. Fabrikation des inländiſchen Zudets. GF=1050:; Der Zucker iſt eine Subſtanz eigner Art, ein Er- zeugniß vieler Vegetabilien, das daher auch in vielen 1 W her, w wn R Flimai und, bem 11 ſchieden gen; 2 wb vorzu Zu 3) <-- r=D=. wre M= nern aus MEERES R SE SST RRnggRgggRgRRgRRRRRBeÜ EI DI
ers. Um den Zucker aus den Ahornbäumen zu gewin- Menbiun nen, werden ſolche in der Mitte des Januar, oder „vw a guch erſt im Februar, mit einem Hohlbohrer bis „Pafoichung 1 auf das Holz angebohrt ,- der Saft in untergeſeßten en Dl Töpfen geſammlet; dann ſogleich bis zur Konſiſtenz des- eme Syrups eingediät, und dieſer hierguf einer zweiten DEN Siedung bis zur Erſtarrbarkeit unterworfen, der kriſtal- „vr tub liſirbare Syrup in Zucerhutformen gefället, nach dem | iht Erſtarren durch Oeſſnung der Spitzen vom noch inhäari- we renden Syrup befreiet, endlich aber mit Thon gedeckt, a MN I 14.01 zuu) um ihn völlig weiß zu machen, Elfi Sei II enen DIRE Wt 3024 Chamer IT Enden me mmi emu mer mmm zu A 9 Edie= Are mr EEE 04. m merten ien ue SÄEN u = ieemmemun nme än 0 Sü IE. ES. enn I< ierten m üm uma MENN<< IEIETEIR 490; a) Man bohret die Bäume 1 bis 1X Fuß über der Erde mit einem€ Zoll im Durchmeſſer haltenden Bohrer an; und zwar gegen Morgen, gegen Mittag und gegen Abend. b) Um das Ausſließen des Saftes zu begünſtigen, wird in jedes Loh ein von ſeinem Mark befreietes Stäbchen Holunderholz geſiet, das etwa 2 Zoll aus der Rinde hervorraget; und nun der langs ſam ausfließende Saft in untergeſetten Topfen geſammlet.: c) Um den Saft vor der Gährung zu ſchüßen, muß der Ertrag von jedem Tage am Abend in flachen Keſſeln von Kupfer gleich) bis zur Konſiſtenz des Syrups eingedickt werden. d) Der geſammlete Syrup wird zuleßt mit Kalk- waſſer aufgelöſt, mit etwas Ciweiß oder fri- ſchem Rin ds blut klarificirt, dann zur Faden- Fonſiſtenz eingekoen des geklär- MENU ten Saftes zum dünnen Syrup; 5), das Einkochen „ii(ey jenes Syrups bis zum Fadenziehen 3 6) das Abfließen we! | 492 (1,1% des Syrups vom gekörnten Zu Fer aus der Form; 7) das Decken des Zuckers mit Thon. (M a) Das Waſchen der Runkelrüben geſchiehet 4"mit kaltem Waſſer; das Zerkleinern derſelben |' zu Brei wird durch bewegliche Reibeiſen veranſtaltet.;; b) Das Auspreſſen des zerriebenen Breies muß "KS ſo ſchnell wie möglich veranſtaltet werden, damit der Brei ſich nicht erhitzen kann, weil ſolches der Kriſtalliſirbarkeit des Zuckers ſchadet,- c) Eben ſo muß der gepreßte Saft ſogleich im Keſſel zum Sieden erhißt werden, ohne vorher lange. zu ſtehen.| a) Wenn er ſiedet, ſcheidet ſich eine bedeutende Maſſe geronnenes Pflanzeneiweiß ab, das abzgeſchäumt werden muß.; 7 e) Dem vom Eiweiß befreieten Safte wird nun für jede 100 Pfund 10 bis 12 Loth gebrannter Kalk zugeſeßt, und das Feuer unter dem Keſſel hinwea genommen. Der Saft nimmt nun ſehr bald eine völlig weinklare Beſchaffenheit an, Wenn er ſich auf dem Keſſel geklärt hat, ſo wird das Klare vom Bodenſatze abgezogen, und nun in fla- Xerhutformen gefüllet, in denen er nach wenigen Stunden ex- ſtarret.: h) Nach dem Erſtarren werden die Spitzen der Formen gevffnet, und ſolche über die Ablaufge- fäße geſtellet, in welche nun die Melaſſe(der Schleimzuder) abfließt, und den erſtagrreten Zucker als eine poröſe Maſſe zurückläßt. 3) Wenn keine Melaſſe mehr abfließt, wird die Ober- fläche des erſiarreten Zuckers mit Thonbrei gez deckt, deſſen Feuchtigkeit bei ihrem Durchgange durc) die Zukermaſſe den noch übrigen Schleim- zucder auflöſet, und den wahren Zucker als eine hellgelbe körnige Maſſe zurückläßt, die nach dem Austrocknen an der Luft die Moskowade(den Rohzuder) darſtellt, k) Hundert Pfund Runkelrüben, auf ſolche Weiſe verarbeitet, liefern im Durchſchnitt 3 bis 4. Pfund Rohzuc>er von guter Qualität, und 3 Pfund Syrup(Melaſſe), aus der ſich noch etwas Zurker ausſcheidet,. (Bemerkungen über den Foktgäng der Fabrikation des RNunkelrüben- Zu>kers 2c, In Hermbſtäd“t?'s Muſeum des Neueſten 2c, 3x Bd, S, 273, Ebenda- ſeibſt 5v Bd, OS, 358 2t,) DSritrer Wrrirel, Zyc>er aus Starre GERAILES Die Erfindung der Kunſt, das»Amylum(die Stärke), ſowohl die aus Weizen, als die aus Kar- toffeln, in eine ſüße dem Zucker ähnliche Subſtanz ntv rregewwenn www mme TEE EEE ENGEN Ee EEE SS Sze

RBB RISS ee Pe IIS RR Rg ege ee SIT“ WII 2 d EE nE ETG ' 495 ; WW Ait, Nd.. ue.. 4) Der dünne Syrup wird nun mit etwas Eiweis M. With Did- es 2': " 4 Wu verſeßt, aufgekocht, durer, |(S. Fr. Heprmbſtädt's Anleitung zur Zubereitung luden land. 074) des Zu>kers aus- Stärke 2c, In deſſen Archiv der Agrikultur- Chemie 2c, 6: Bd, S, 169 2c,) mii De mit Duet wehe| m Foben Rill 8 getrennte Sp, JEM Le M Vt e Un de et, und Dam W Ko, Dre Samt efabre tt ative I UR MU GC. 1139. Lepft, rex Mit dem Namen Stärke, auc<; Saßmehl oder A m dam JO Kraftmehl(Amylum), bezeichnet man den reinen NENE mehlartigen Beſtandtheil, welcher in den Getreidearten, WWNofyt ant 000 als Weizen, Roggen und Gerſte, dem erſiern aber insbeſondere mit Gummi, Schleimzucker und Kolla ges mengt vorhanden liegt, nachdem ſolcher auf eine ſchic>- liche Art daraus abgeſondert worden iſt, Man verriche- tet jene Abſonderung der Stärke aus den Getreidearten in den dazu beſtimmten Stärkefabriken gemeiniglich nach folgender Methode, Erſter Artikel, Fabrikation der Stärke nach gewöhnlichet Art. „fl a. Das Scroten und Einmeiſ> Ä ün Sn L REED 2940 u ummewmm ke db fü DIEMELSEE ZES-= xda kn a EEE EE ban BERNE WE In SE I Eun ee-- 496' und dünnen Hülſen von allen beigemengten fremd- artigen Sgamen befreiet worden iſt, wird derſelbe init Waſſer gewaſchen, getrocknet, und auf einer Mühle grob geſchrotet. Man vertheilt hierauf das Schrot in- qnehrere Meiſchbottiche, in die man vorher etwas MWatſer gegoſſen hat; um das Anhängen des Schrotes am Boden der, Gefäße zu vermeiden. Iſt der. Bottich zum dritten Theit mit Schrot gefüllet, und. dieſes mit dem darin beſindlichen Waſſer wohl unter einander ge- rührt worden, ſo wird noch ſo viel kaltes Waſſer dazu gegoſſen, bis daſſelbe über dem Schrote ſtehet, wenn jenes niedergedrückt wird, worauf alles bis zur Bildung eines dännen Breies recerſtoffes, welchen das Getreide enthält, ENE iw Tally Bſſichy Chobe feht, vom abn, Derſelbe gehet dur die Wechſelwirkung mit dem Waſſer 6' erſt eine weinige, hierauf aber eine ſaure Gährung eh ht: ein. Im erſten Fall wird kohlenſtofffſaures Gas wt arhonnt u) 00) und Alkohol gebildet und entwi>delt, In der zwei- ten Periode wird der Alkohol durch die Mitwirkung der äußeren Luft in Eſſigſäure übergeführt, welche | TE die Kolla auflöſet und nun die Abſonderung des mehl- dn 10h: eu artigen Beſtandtheils aus dem Getreide, nämlich WW 4“! der Stärke begünſtiget, hv W| m" NI nh q "CD zib 6 Dab Auer er en. 5. 1164: Iſt die Gährung vollkommen beendigt, ſo wird die gegohrene Maſſe in einen Sack von Leinwand(den Tretſac>) gefället, derſelbe zugebunden, und in dem Tretfaſſe durc) die Arbeiter mit den Füßen getreten, Hier quillt nun ein mit Stärketheilen beladenes milchig- | tes Waſſer aus dem Sake heraus, welches durch. das “ am Boden des Tretfaſjes befindliche Zapfenlod) abfließt, Hermbſtädt's Kammoral-Chemie, IP! ; int! ht[90] länd nn räte>> EÜ Hiker.» nea 20400 mminan gen ub SäC kn= GE EEE San fe 2 SDR dn IEEE EEE ENE INS ENER ISENSE Sheen 498|' und in ein anderes Gefäß übergeführt wird, während man daſſelbe dur ein auf dem letztern ruhendes Haarz- ſieb durchfließen läßt, um die mit.Fforigeriſſenen Kleyen- theile zurückzuhalten, Roith,: a) Iſt das erſte Austreten vollendet, ſo wird friſches Waſſer auf ven Tretſa> gegoſſen, und das Austreten des Rück«- ſtandes erneuert, bis ſich keine“Stärketheile enthaltende milchigte Flüſſigkeit mehr aus der: Maſſe hervorbringen läßt, worauf zur fortgeſekten Behandlung des Dur 70m 5 EI IREFENEE GE Sr NIERE agu ===> 1:%20000 1008087 GUNHFRRTGREEET 22350500 ww"AIS HEFTIG. ke 499 He derholtenmalen mit Leinwand gedrückt, um die Wäßrig- Batu] keit dargus«abzuſondern. EN ei Das Tro.>nen der Stärke. "Nie fee Bi; GE 1074 BE Die Stärke wird nun aus dem Abſüßbottich heraus- 3 298 eben genommen,“in Stücke zerſchnitten, dieſe auf dem Tro- 1 Ep Inge&enboden auf leinene Tücher gelegt, und jedes mit einem gebrannten Ziegelſtein bedeXt, welcher die darin ſißende [H Feuchtigkeit leicht einſaugt. Die halb troFenen Stücke werden hierauf auf die hohe Kante geſtellt, und indem man ſie oft wendet, an der Luft im Schatten vollends ume midi, 1 ausgetroc>net, bis ſich auf der Oberfläche eine mit dem offer wird mun4 Meſſer löSbare Schale erzeugt; die Stärke wird hierauf ene fügen)= geſchabt und vollends ausgetronet. Das Abgeſchabte an Ro! und Getronete wird zu Puder gemacht, 4 3 Zehen Ae a) Seitdem der Puder außer Gebrauch gekommen iſt, wſd Hpi MQM das Abſchabſel auf Stärkezuc>er zu ver- di än(I. C. G. Weißes ökonomiſche Technologie 2c. 1x 1900 Thl, Erfurt 1803, S, 2162c, u: 2r Thl, S, 10 2c,) zun put 00 00 2 Zweiter Artikel. vu dea Dy Ww»;. Fabrikation der Stärke nah neuer Art, )"ke 26 vp I " ; 9. 1168. DS vas Itt DI Jenes iſt die Verfahrungsart, wie die Stärke ge- vm mahlt(1? wöhnlich fabricirt wird. Allein die franzöſiſchen wend 0 und einige deutſch e Stärkefabriken haben eine beque- „auf“ mere Methode eingeführt, die im Folgenden beſteht: . 11008 1) der Weizen wird ungeſchrotet in einem Quellbottich „Nj mit Waſſer gequellet, der quellende Weizen zuweilen 4„u umgerührt, und das Quellen ſo lange fortgeſeßt, bis ve die Körner ſich zwiſchen den Fingern Er laſſen; ZS% A kik eren* Sni n et erden 20-4 u ummlmm gaben umb BÄLLE= HOUV 2) nach dem Quellen wird der Weizen durc< ein Sieb vom Waſſer getrennt, und mit einem Walzwerk zer- quetſcht, das über einem zum Theil mit Waſſer gefüllten Bottich placirt iſt, oder er wird auch in Tretmühlen ansgetreten; 3) der gequetſchte mit Waſſer gemengte Weizen, welcher auf dem Trichter unter dem Walzwerk liegen bleibt, wird mit den Händen ausgedrückt, und einer zweiten gleichen Bearbeitung auf dem Walzwerke unterworfen, worauf mit dem“ Rückſiande das Bieh ge- füttert wird. Aus der durchgelaufenen Brühe wird nun aber die Stärke ganz nach derſelben Methode abgeſon- dert, wie ſolches bei der ältern Verfahrungsart bereits erdrtert worden iſt,; a) In Frankreich, England, Spanien und Holland läßt man die fertige Stärke, nachdem ſolenkammern austvo>- nen, um ibr alle Feuchtigkeit zu entziehen, damit ſie "nun in Fäſſer verpakt, und auh zur See tranſportirt' werden kann. Sie wird in dieſem Zuſtande Amydam genannt. Bei einer vollkommen guten Beſchaffenheit muß die Stärke blendend weiß von Farbe ſeyn, ſie darf weder! GeruF noH Geſchma> beſigen, und muß beim Zerbrechen der Stücke ein Geräuſch veranlaſſen. ' Hundert Pfund Weizen liefern im Durchſchnitt 30 bis 55 Pfund Stärke. (ECE. F. W. Jägerſh 9m a GIE& Mate 4) vy Verh hn Zweiter Artibel; Gährung des angekneteten Mehls. 7 il bt Deienv G+. 1175,| 1 Du hw) Läßt man. eine Portion der mit dem Waſſer ange-| NM Voferne) kneteten Mehlmaſſe, mit, wenigem Salz und etwas. Cſ[-| SD SE ſig verſeßt, bei einer Temperatur:von 26. bis 18? R. un, Ia, adde ſtehen, ſo geräth- die Maſſe in Bewegung, ſie ſchwillt Oie 31 ub auf(der Teig kommt ins Gehen), und es entwickelt ſich kohlenſtoffſaures Gas aus demſelben; kurz die ganze Maſſe geräth in die weinige Fermentation, die bald in M7 000 die ſaure Gährung übergeht, wobei die Maſſe einen 4 bos One b ſäuerlichen Geruch und Geſchmag> annimmt, und in Pfoperatinven zit: diejenige Subſtanz verwandelt wird, welc;e Sauer- DINE teig genannt wird; in welchem die Gegenwart einer WT freien erzeugten Eſſigſäure nicht verkannt werden fann. CG 11767 1005 Unterſucht man den gebildeten Sauerteig, ſo EEN zeigt derſelbe eine vom Mehl ſehr verſchiedene Grund» miſchung; das Kraſtmehl, der Schleimzud>er ;„gpl und die Kolla laſſen ſich nicht mehr daraus abſcheiden; „wahl ihre Natur iſt verändert und es iſt ein neues Weſen er- ET zeugt worden, welches vorher nicht exiſtirte,: EE 5. Is Ibm JS Gehen wir auf die Urſachen. jener Veränderung (in Neu 6 und die dadurch veranlaſſete Wirkung zurück, ſo folgt (elan 3 33“€ 3. a jim 7"daraus, daß der Schleimzucker des Mehls in den u wt! Zuſtand der Weingährung, der Mehlſtoff hingegen 7 Lc zum Theil in die Eſſiggährung übergegangen iſt. „WW Nn Die dadurch gebildete Eſſigſäure hat die Kolla f|(40 ce, in e. "0 des Mehls aufgeldſt und ſie mit der Stärke, die vor- 504 her nur einen Gemengtheil im Mehl ausmachte, in Mi- ſchung geſeßt,“: G+ 1378, Jene in die ſaure Gährung übergegangene Teig- maſſe macht jeßt ein Ferment aus, das geſchickt iſt, eine neue Portion mit Wäſſer angeknetetes Mehl ſchnel- lex in Gährung zu ſeßen;' aus welchem Grunde der Sauerteig auch vorzüglich angewendet wird, um'die Gährung der Mehlmaſſe beim geſäuerten Brode zu be- fördern und zu vegünſtigen. a) Der Säuerteig bewirkt alſo' in der mit Waſſer ange- - Xneteten Mehlmaſſe dasjenige, was die He fe'beim Zu- ſaß zur Branntweinmeiſche oder zur Bierwürze veranlaſſet 3; indem er dieſelbe zur Miſcl, Kuchen 2c., dagegen beim Gebrauch des Sauer- teigs auch das geba>ene Brod immer einen mehr oder weniger ſäuerlichen Geſchma>X annimmt. Sg. 1180, Je nachdem man alſo mehr oder weniger Sauer- teig anwendet, um die mit dem Waſſer angeknetete Mehlmaſſe in Gährung zu ſeen, hat man es auch in ſeiner Gewalt,"ein mehr oder weniger ſaures Brod daraus zu produciren, ſo wie es der Geſchmac> verlangt. - We Rehlms ſolche| aufgeh! eine por yum Ed! (548," weichen! yd po! ys V! Ic=p gehel ſchwa! Wer| heich We DZI RR PR RIS GG " NEON 4 WE| epn bh 3 Mahd Erbe Dey ſin "hn pb h KONN ſü Ital: Ober zur Bittel) id un everÄnhn 1 Nfypirt, bie fett gefunden Aah | |, Ruht, 003 ew 701.10. „- Ii" pw uf meh wag „my„0 he) 0' 40 an SI ee agen, eulen IEE in / 503 S. 1181,' Wenn man die mit dem Sauerteige angeknetete Mehlmaſſe, nachdem die Gährung vollendet iſt, und ſolche ſich nicht ferner mehr im Umfang vergrößert oder aufgehet, aus einander reißt, ſo zeigt ſolche inwendig eine poröſe Beſchaffenheit und es entwickeln ſic Blaſen von Xohlenſtoffſaurem Gas daraus,. Dieſes Gäs, welches durc die zahe Teigmaſſe vor dem Ent- weichen geſchüßt iſt, macht alſo die Urſache der lockern und poröſen Beſchaffenheit aus, wodurch ein gut gebac- nes Brod ſich auszeichnet, Dritter Artikel, Das Backen des Brodes, GL E11827 Wenn der gut ausgegohrene Teig einer verhältniß- mäßigen Hiße im Backofen ausgeſeßt wird, um die dem Teig inhärirende Feuchtigkeit daraus hinweg zu jagen, ſo bleibt am Ende das Brod im gebackenen Zuſtande als eine lo>ere poröſe wohlſchmec>ende Subſtanz zurüc, die äußerlich mit einer gelben oder braunen, harten glänzenden Rinde umgeben iſt, je nachdem ſolches aus Weizen-, Roggen- oder Gerſienmehl, oder qus ihrer Vermengung unter einander bereitet worden war, | JT VL82: Um das Brod zu backen, wird der Ofen ſo weit geheizt, daß auf ſeinem Boden geſireutes Mehl ſehr bald ſchwarz wird, ohne jedoch ſich zu entzünden, welches einer Temperatur von 4489" Fahrenheit(= 1842 Reaum,) gleich kommt. Jn dieſer Hiße bleibt das Brod ſo lange, bi3 es die vollkommene Gährung erreicht hat oder aus- ==2 De do 26 ir 0 udn me.=== errei ir äiönnn n 7 mhh unn ire = mme vante ve IEEE I-III RR FEAT

leichter, welcher Verluſt ſich aber nicht inmer gleich iſt, ſondern nach dem größern oder kleitz« nern Umfange des Brodes bald..mehr, bald. weniger beträgt, ſo daß der Verluſt zuweilen auf 4 oder 53 herabfinkt: jener Gewichtsverluſt kommt alſo auf Rech- nung der größeren oder geringeren Quantität des Waſſers und der Kohlenſto ffſäure, welche das Brod beim Backen ausdünſtet. SG, 1185 Die Quantität des Brodes, welche man aus einer beſtimmten Maſſe Mehl gewinnt, verhält ſich zu dieſem ungefähr wie 4 zu 3: ſo daß im Durchſchnitt 53 Pfund Mehl 4 Pfund Brod liefern. Nach einigen 4 Enge- land bekannt gemachten Verſuchen behauptet man 5 mehr Brod aus derſelben Maſſe von Mehl gewonnen zu ha- ben, wenn zum Ankneten des Mehls eine mit Waſſer gemachte Abkochung der Kleye ſtatt des bloßen Waſe- „ſers genommen wird. Eigene Verſuche darüber haben mir bewieſen, daß man auf dieſem Wege keinesweges mehr ,“ wohl aber ein kräftiger ſchmeckendes Brod ge- winnt. ß. 1186. So wie das Brod aus dem Backofen kommt, ei net ſich ſolches hur einen eigenen ſehr kräftigen und mzeneh! wenig? ſolches höheren miſchy! Erzeug? paö mit P oder h ſhe? ganz 1 Jem hir Ao! | ſw (0 TRR SR Jr RR UZI SERRE SRE EE wn dx UI IIR= 200(EIHIRELENEZE ANEIGNEN mr> m »J 9: nh Ohe 597 iy Jirfdn fey angenehmen„Geruch“ und"Geſchmack aus„den es in ; Jos jb wenig Tagen verliert, aber wieder annimmt, wenn man '"N e: 3; SENE Zin by" ſolches aufs neue erwärmt... Es ſcheint daher bei einer vi" Nn, höheren Temperatur eine Veränderung in der Grund- miſchung des Brodes vorzugehen, die vielleicht auf die Erzeugung eines eigenen ätheriſchen Oels gegründet iſt, ENEN:;: EE, das mit der Zeit daraus entweicht. ATEN NN Ve ih Ant: j Se, 10 1676; WMA Wird das fertige Brod, es ſey ganz weißes, oder halb weißes, oder ſchwarzes, einer chemi- ſchen Zergliederung unterworfen, ſo zeigt daſſelbe eine- ganz ändere Grundmiſchung als das Mehl, aus wel- ehr, Wd Doe (en auf 35 Mi (11009 1/1),.. AHRern(Fagus SyIvatica); man kann hierzu nonen in kupfernen Keſſeln unmittelbar über dem Feuer der zerquetſchte Same. leinen in NUA einer Art von Waſſerbad veranſtalten, 97710"it.(Beſchreibung eines Dunſtbades zum Erwärmen der “ MTL gequetſ und Geruch ertheilet, weiche die fetten Oele gemeiniglich beſitzen. Indeſſen kann auch ein zu ſtarkes Erhizen des'geſtampften Samens ihnen einen brenzlichen Geſchma> und“Geruh mittheilen, wo- für man ſich alſo zu hüten hat, GZ 11027 Zu den reinſten fetten Oelen, die man im Fall der Noth auch zum Fetten der Speiſen ſtatt des Oli- vendls anwenden kann, gehören: 1) das Mohnöl; 2) das Oel vom chineſiſchen Oelrettig, und 3) das von den Buche>ern, Die übrigen haben ſämmt- lich zu viel Geruch und Geſchmac>, als daß ſie ohne Widerwillen genoſſen werden könnten; ſie dienen daher nur: a) zum Einfetten der Wolle in der Wollenſpinne- reiz b) zum Brennen in den Oellampen, und c) zur Fabrikation der weichen oder Schmierſeife, wozu hauptſächlich Hanf- und Leindl in Anwendung geſekt werden. IE a) Die fetten Oele haben entweder die Gigenſchaft, an der Luft allmählig auszutro>nen oder niht. ZU den austro>nenden Oelen gehören: 1) das Lein- 31; 2) das Mohnölz 3) das Senfdöl, Sie werden (3 ihre Far mengie verdanf viele€ ds ſi Flam Im hem, Y zugl tm G der laſſet ſen di ſchafe ſie.qua (Geh ölet Folge Weinig tone Nhrt di| EI EIE IEEE“Mr NEE R RS M SER NI IEEE NEE ISIN DNN Rp Zun ; 514 Ni N vorzüglich zum Firniß. für die DUMLLLERRETEN ſo Ten,- wie für die Malerei verwendet, ; Vierter Artikel, KE" nyy 12408 4 ve woll 17h Reinigung der fetten Oele. Vds, aj | Oe 15 00 EEN Es iſt ſchon erwähnt worden, daß die fetten Oele ihre Farbe, fo wie ihren Geruc) und Geſchma> beige- mengten-ätheriſchen Oelen und Harztheilen ! " 1 WS MN 1 er Jip Why M0| verdanfenz aber fie enthalten geweiniglich auch noc iele Schleimtheile eingemengt, welche veranlaſſen, ej, wah daß ſie ſcnetem Küchenſalze in.einem eiſernen Keſſel erhißt. Das Salz zichet die SSE an, und das Oel erſcheint nun klar. b) Rübösl, Hanföl und Leinöl auf dieſe Weiſe beax- beitet, werden rein und klar wie Wein, und verlieren einen großen Theil ihres Gerucer, einen eigenen thieriſchen Schleim und überſäu- erten phosphorſauren Kalk unterſcheiden; Ge- mengtheile, die nie ganz fehlen, die aber, nach dem Alz ter, der Geſundheit, ſo wie den Nahrungsmitteln, welche die Kühe genießen, im quantitativen Verhältniß ſehr verſchieden ſeyn können, und nach eben dieſer Berſchie- denheit auch die Beſchaffenheit der Milch beſtimmen. Erſter Artikel, Bereitung der Butter. 8. 13199, Die Butter iſt ein reines Fett, das die Mil enthält, und das durch ſchiliche Mittel daraus ge- ſchieden wird, Sie zeichnet ſich, wenn ſie vollkommen rein iſt, bald durch eine weiße, bald durch eine gelbe Farbe aus, hat einen milden angenehmen Geſchmac, iſt geruchlos, von 808 feſter Konſiſtenz, ſchmilzt bei 2859 Reaum,(= 88? Fahrenheit) zu einer klaren Flüſ- ſigkeit; wobei ſich aber, wenn ſie nicht vollkommen rein war, käſige Flocken ausſcheiden. Ci: 12004 warmen Orte(etwa bei 55" Fahrenh.= 103* Reaum.) „in offenen Gefäßen ſich ſelbſt überlaſſen bleibt, ſo ſchei- det ſich ſehr bald auf der, Oberfläche der Rahm, und der käſige Theil mit der Wäßrigkeit gemengt, bleibt als eine ſäuerlich) ſchme&>ende ſchlüpfrige Gal- lerte darunter ſtehen; aus der durd) das Erwärmen und Auspreiſen der Käſe abgeſondert werden kann, Hermbſrädt's Kammeral-Chemie, Kft u enttenu EIE Wine Sn ZES I uE ne mmm Seme Hää ne 7 Än Im Sob auen, Khan- =ur= ait aht: 10 NDEEIERE ERCI. mb 2 MIE RERE<27-50 Se dnnn Sa EIIIE IS ES Stati FU da denn das ſäuerliche Fluidum als Molke übrig bleibt. a) b) Die vont ſelbſt erfolgende Säuerung der Mil iſt eine Folge einer erlittenen Fermentation ihres eigenen Schleimgehaltes- Dieſer gehet anfangs in eine weis, nigte und on da in eine ſaure Gährung über, wo- dur die Trennung des Fettes begünſtiget wird, das nun im unvollkommen getrennten Zuſtande als Rahm ſich auf die Overfläche begiebt, Der Nilc des Käſe hervorbringen, ' GC; 22041; Um den K äſe zu verfertigen, wendet man den kä- figen Theil der Milh entweder allein, oder in der Ver- mengung mit dem Butterartigen an: daher der Unterſchied zwiſchen gemeinen Käſe und Süßmilch- Käſe; von welchem letztern man theils nach den ver- ſchiedenen Ländern, worin er bereitet wird, theils nach den Thieren, wovon die Mil< entnommen wird, theils nach den Beimiſchungen, die man dem Käſe giebt, ſehr vielerlei Sorten unterſcheidet. G. 1205 In der Schweiz, in England, in Italien, in Holland, jetzt auch in verſchiedenen Gegenden Deutſchlands bereitet man den unter verſchiedenen Namen bekannten Süßmild)-Kaſe aus der friſchen nicht geſäuerten Milch, welche durc Kälberlab zum Gerinnen gebracht, und, das geronnene, aus Butter und Käſe gebildete Gemenge von der Molke befreiet, zu Käſen geformt, nach dem Austrocknen derſelben g e- ſalzen, und dann der von ſelbſt erfolgenden innern Gährung in einem trocknen luftigen Keller überlaſſen wird. a) Das Lab, welches zum Gerinnen der Milch ge- braucht wird, bereitet man aus dem Magen neu gevorner geſchlachteter Kälber. Der Magen wird zu dem Behuf von der darin enthaltenen ge- ronnenen Milch befreiet, dann mit Waſſer aus- gewaſchen, mit Salz eingerieben, getro>net und 1) q) RTR SR ee R I SN 517 Ruin ſhHwach geräuchert. Gießt man dann etwas reines bank Waſſer hinein, ſo nimmt ſolches ſchon nach 24 fw wür Stunden eine ſaure Beſchaffenheit an, und ſiellt ffn nun das Lab dar. Von dieſer ſauren Flüſſigkeit ; iſt ein einziges Loth hinreihend, um 60 Pfund 0, WE man Den 6 Milch dadurd) aerinnen zu machen. ENE b) Um die Mild) durd) das Lab gerinnen zu ma AITERNEN hen, erwärmt man dieſelbe in einem Keſſel bis EIN auf 36 bis 40* Regumur, ſett dann das Lab zu, ENEN NEN rährt alles wohl unter einander, und ſiſchet die (te wit), geronnene Maſſe mittelſt eines Netzes aus der ge- 4 entnom trennten Molke heraus. Die geronnene Maſſe NIEHEN wird nun gleich in die für den Käſe beſtimmte Form gebracht, durd) ein gelindes Preſſen von -“ der noch anklebenden Molke vollends befreiet, dann WENN aber zum Austroänen ver Luft ausgeſeßt, Shiden Gl! c) Wenn der Käſe lufttrocken iſt, wird er in den a ls ei Keller gebracht, außerhalb mit Küchenſalz ein- gerieben, und ſolches ſo oft wiederholt, bis er in gal ew 9, ſeinem Innern hinreichend damit durchdrungen iſt, und die Gährung, welche ihm den gehörigen Ge- ſchma> ertheilt, überſianden hat; wozu oft ein längerer Zeitraum als ein Jahr erfordert wird, Man prüft die Fertigkeit oder Reife des Käſes, wenn man ihn mit einem dünnen Hohlbohrer bis in die Mitte anbohrt, und er ſich beim Her- ausnehmen des Bohrers durcern, und das Auslaugen derſelben zu begün- ſtigen. GT 212002 Um die Lauge zu verfertigen, wird die Holzaſche Füx ſich, die Pottaſche und die Soda aber in Ver- mengung mit der Hälfte Holzaſche zerſtampft, durchge- ſiebt, ein Haufen daraus gebildet, der in kleine Stücke geſchlagene Kalk hineingelegt, und mit Waſſer bis zum Zerfallen gelöſcht, dann aber alles unter einander gear- beitet, und das Ganze in dem Laugeäſcher zweimal aus- gelaugt, Man gewinnt hier zuerſt eine ſtarke Lauge, welche 18 bis 20 Procent Alkalitheile geldſt enthält, und Feuerlauge genannt wird; ſodann aber eine. ſchwächere, welche nur 4 bis 5 Procent äßendes Alkali gelöſt enthält, und Abrichtelauge genannt wird, 23) Bei jener Operation finden folgende Wirkungen ſtatt. Die Aſhe, die Pottaſche, und die Soda enthalten [|] Iden 90 [vf 0v] pj A (vy feder jz| aud | ſchied | nod j | uöge y Be 2 NR RE R Rn FETT EE EEE ' 21 Uh 5 ihr Alkalimit Kohlenſtoffſäureverbunden, Der Kalk. entziehet ihnen die Kohlenſtoffſäure, und führt ſolnet nun leicht an der Luft, und läßt ſic) dur< Brechen und Schlagen von der Fa- ſer abſondern, ohne daß dieſe eine Zerſtörung erlitten hat; wogegen, wenn die Fäulniß fortſchreitet, die faule Subſtanz in die Faſer hineindringt, und ſolche auf eine unzerſiorbare Weiſe-braun färdt, 5... 1224, No ſchneller, und zwar in einem Zeitraum von 24 bis 30 Stunden, können Flachs und Hanf gerv- ſtet werden, wenn man ſolchs in einem Kübel mit Waſ- ſer bei der Temperatur von 75 Grad Reaumur über- gießt, in welchem man den zwölften Theil des Flat, und das tro>ne Salz bis zur Farbenloſigkeit kalzinirk, wi ß. 1229. Die ganze Kunſt der Pottaſchenſiederei zer- fällt in 4 Hauptoperationen, nämlich in 1) das Aſch en- brennen; 2) das AuSlaugen der Aſhe; 3) das Verſieden der Lauge zu roher Pottaſche; und 4) das Kalziniren der rohen Pottaſche, um ihre braune Farbe zu zerſtören, und derſelben die ge- bräuchlichen Eigenſchaften zu ertheilen, Erſter Artikel, Das Aſhenbrennen. CE 12205 Um die zur Pottaſc< e beſtimmte Holzaſ ERR RR DEES = >. - = | G. 1233:' Jene Ueberſicht einiger der wichtigſten Pflanzen für die Pottaſchenſiederei und deren Ausbeute 824- PYott- aſche, giebt uns einen Beweis, daß, wenn man ſich darauf einſchränken wollie, viele der kleineren Pflanzen ſtatt der Waldbäume anzubauen und ſie zu verbrennen, man nicht. nur weit mehr Aſche, ſondern auch eine un- gleich größere Quantität Pottaſcen, beim Auflöſen in 2 Theilen kaltem Waſſer nur wenig unaufs- lb8bare Theile zurücklaſſen, und die klaxe Löſung darf mit Säure verſetzt keine Gallerte bilden; welches ſonſt beweiſt, daß ſie mit Kieſelerde(nämlich mit Sand) während der Kalzination zuſammen geſchmolzen worden war,; a) Eine vollſtändige Ueberſicht der verſchiedenen Arten der im Handel vorkommenden Pottaſche, nebſt der Veſtim- mung ihres Gehaltes an Kali, findet man in::Hermbe- ſtädt's allgemeinen Grundſäßen der Kunſt zu bleichen, Berlin 1804« x Dre VZ e mne Rb Tt Heit Die Fabrikation des grünen und weißen Glaſes. SS. 1259. Wenn hier die Fabrikation des grünen und wei- Ben Glaſes mit zu den landwirthſchaftlichen Gewer- ben gezählet wird, ſo geſchiehet ſolches beziehungsweiſe, Fas weiß, 7 D/E ds ver Do Berat a) M pn: (10| b) din m zw 3 bw ER TT fOr r W Af in ſo fern nämlich ein Landwirth' durch das Lokal, fo 004 970 wie durd) ein Uebermaaß an Brennmaterial(Holz oder en Torf), das er auf keinem andern Wege zu benußen weiß. zu einer ſolnen; worauf ſolne Gemenge, unter öftern Umrüh- ren, ſo lange kalzinirt, bis die Maſſe zuſammen ſintert, und. dadurch den Anfang der Schmelzung erkennen läßt. *2) Die Kalzination des Gemenges, welches Fritte | | | jy 1 werdig)! lieiht] beige hd gle wenn ſow angeg d geſeh in genen au nehm af " kin. 541 NT genannt wird, verrichtet man in einem beſondern " in der Halle des Glasofens angebrachten Kal- Ef zinir- oder Frittenofen,. der durch die aus bin dem Glagsofen ausſtrömende Hiße geheizt wird, WiN De 3,4 5: JE].| n 6; und ſeßt das Kalziniren bis zum anfangenden Roth- glühen fort; um aus den alkaliſcnen an der Luft weder reißen, nod) zu ſtark ſchwinden und ſich im Feuer roth brennen, n a) Man wählt am liebſten einen ſolchen Shon aus, wel- z.sß 299 DUE Dipffn In bis ſinn 0[M] tod wn M OM BT WEN jn] 10) 00) „W N ß bei einer gewaltſamen Ausd IE Bü berge 2122 ariden en mun ma MÄ 547 O+- 1255: Das Brennen der Ziegeln wird entweder in dazu beſtimmten aus Steinen gemäuerten Ziegelöfen, oder in Meilern veranſtaltet. Die Ziegelvfen find entwe- der gewvolbt, geſchloſen, und mit gewölbten Zuglöchern verſehen; oder ſie ſind offen, und, nicht gewölbt; oft ſind fie auch bloß aus Wällerwänden von Thon errichtet, die ſich 12M! ſelbſt zu Stein brennen, Die Mei- ler r(Feldöfen) errichtet man aus ungebrannten Mau- 42049 ſo% die erforderlichen Schürheerde, Schürlöcher und Zuglöcher übrig bleiben: man verliert dabei aber inmer an SUE aterial, aug a) Die Dachziegeln und die Mauerſteine zeichnen ſich bald dur eine rothe, bald durc< eine gelbiiche Beides iſt Folge der größeren oder kleinern welche dem Thon beigemengt Farbe aus. Maſſe von Eiſenwoxyd, war, C. 5202502 Das Brennen kann mit Holz, mit Torf und mit Steinkohlen verrichtet werden. Man muß aber anfangs die ſHhwächſie Hitze geben, um erſt die Wößrig- keit langſam aus den Rohſteinen zu verdünſien,. welche ſie ehnung ſprengen würde. Wenn keine Waſſerdünſte ſich mehr entwi>eln, wird das Feuer ſchneil verſtärkt, um die Steine in Glut zu ſeßenz doch darf die Hiße nicht ſo ſtark ſeyn, daß ſie wirklich ſchmelzen. Zuletzt werden endl ich alle Oefſnungen des Ofens verſchloſſen, um die gebrannten Steine langſam abkü hlen zu laſſen., a) Die Steine werden kreußweiſe in den Ofen eingeſeßt, ſo daß Zwiſchenräume von einem Finger breit SEIDEN damit die Hiße gut dur<ſtreichen kann, b) Die Zeit des Brennens in einen großen mit Steinen Mm 2 ÜmBeeemM ERN RN JÖ R ggg GENEN 548 ausgeſehten Ofen dauert wenigſtens neun Tage, bis alle Steine gahr ſind.; (I. E. Eiſelen's Anleitung zum Ziegelbrennen bei Torf? Berlin 1802,) S.« 1257+ Borzüglicher als die gemeinen Mauerſteine ſind die Klinker, welche zum Waſſerbau beſtimmt ſind, und zu Harlingen in Friesland, ſo wie bei Pot8- dam und in Flensburg aus einem weißen eiſen- ſreien Thon, in der Verſezung mit ſehr wenigem Kalke und Sande, bereitet und gebrannt werden, Sie zeichnen ſich durc eine weißgelbe Farbe und einen Anfang der Verglaſung aus, Sie erfordern aber auch eine ſtärkere Hilze, als die gemeinen Mauerſteine, um vollkfomnten gahr gebrannt zu werden. *v Tanyſter Artirel Das Glaſiren der Dachziegeln. 0712587 icht ſelten pflegt man den Dachziegeln eine Verglaſung zu geben, um ſie dadurch noch dauer- hafter gegen Luft und Regen zu machen. Dies geſchieht entweder dadurch, daß man die lufttrocknen Ziegel mit einem aus gelöſchtem Kalk, Holzaſche und Waſſer bereiteten dünnen Brei beſtreicht; oder daß man ſolche erſt halbgahr brennt, und ſie hernad) mit demſelben 'Vrei, beſſer aber mit einem Gemenge von feinem Sande, Bleiglätte und Waſſer überzieht, in welches ſie eingetaucht und nun einem zweiten Brennen unterworfen werden. a) Soll die Glaſur eine Farbe erhalten, ſo ſeht man derſel: ben Metalloxyde bei, b) Soll ſie ſX, daß nod“freie Säure vorhanden iſtz ſo unterſucht man, ob der Katk entweder ganz, oder nur zum Theil aufgelöſt worden war«. b) Iſt verſelbe vollkommen verſchwunden, ſo war ex ſehr rein und qualificirt ſich nun. ganz vorzüglich zum Bren- nen., c) Bleiben nur 10 bis 15 Procent unaufgelöſter Rückſtand übrig, ſo kann er auch in, dieſem Zuſiande noch gebrannt werden, obſchon der davon erhaltene gebrannte Kalk weniger gut als der erſtere HE d) Bleibt aber nah der Auflöſung 25 bis 30 Procent RüE- ſtand übrig, ſo taugt derſelbe niht mehr zur Kalk- brennerei, wenn man nicht einen ſehr ſt, welches den Zutritt des kohlen- ſtoffſauren Gaſes abhält, Dritter Artikel, NS EIN(M CS IN RLN E52 GEFEN 273(I 9. K 1267. Der gebrannte Kalk findet. in den Manufakturen und Künſten, ſo wie in dem bürgerlichen Leben eine man- nigfaltige Anwendung, nämlich: 1) in der Ackerbau- kunſt als Dünger; 2) in den Lederg erbereien zum RE<< UEIES 554 Abhaaren der Häute; 3) zum Weißen der. Häuſer und Stuben; vor allen Dingen aber 4.) zu Verfertigung des Mörtels und anderer waſſerdichten Cemente beim Land- und Waſſerbau; ich werde daher den Mörtel insbeſondere hier einer näheren Betrachtung un- terwerfen, b 1268. Mörtel, oder auch Cement wird"eine Verbin- dung von gebranntem Kalk, von grobem Sand, und von Waſſer im breiartigen Zuſtande genannt, die dazu beſtimmt iſtZ die zu verbauenden Mauerſteine ent- weder zu verbinden, und die gemauerten Wände zu be- werfen, um ſolche dadurch vor der zerſtörenden Einwir- küng der Luft und des Regens zu ſchüßen: oder auch, um waſſerfeſte Keller und andere Räume damit zu be- deen, CG 112607 Wenn gleich mit Waſſer gelöſchter Kalk und Sand immer die Hauptbeſtandtheile zur Bildung des Moör- "tels ausmachen, ſo kommen doh bei der Zuſammen- ſetzung eines guten Mörtels manche Umſtände in nähere Betrachtung, die im Folgenden beſtehen: 1) man wähle dazu einen reinen, gut gewaſchenen, etwas grobkörni- gen Kieſelſand; 2) noh beſſer als gemeiner Flußſand qualiſiciren ſich dazu: a) die Puzzollane(vulkani- ſche Aſche), und b) der Traß(vulkaniſche Brec- cie) wegen ihrer pordſen Beſchaffenheit; 5) man ver- kleinere den Kalk vor dem Löſchen, menge den Sand hinzu, und verrichte nun das Löſchen deſſelben; 4) man menge den Mörtel mit klebrigen Materien, als Blut oder Glanzrußz 5) man ſetze dem gebrannten Mor- tel vor dem Vermauern noch eine Portion gepulverten ungelödſc WR aſche? wogegen Holzaſ veranlaſſet- Man fann daher auch aus altem Mör- nance Unfene 0 tel wieder Kalk brennen, der aber dem aus reinem m beßdn; 1) 034 Kalkſtein an Gäte ſehr nachſtehen muß, 0010 01..0/ 06 ; GEE Eee I de REER R ÜR RP AM R HI ENIE<< EIESEIE Scchster Abſchnitt. Chemiſsz; 7) die Verunrei- nigung des Branntweins durch Kupfer; 8) die ungeſunde Wirkung der Sümpfe, Moräſte und ploafen; fochtopf! Einfuß eini gela hie! nal Ee die! Die 8 welcher die (eben, iF Element, 1 | inderfar de ber Ropylt |" Prec | uh 1 Vr) || a) LeiB unt) ſyiy renn der hb) Yec1h 80 übt M (ON Außen darin vory tionen 09 Oehalte arty feu em, NENE R Fd IE We na WRG EE Gli in INR IIKERDE EIER EIIIE SEE STE u SCHN EREN Db 00077 Zamenaiangmnn umme SEIEN= N GI<< Zuil...< aii 03<= 557 A | Kloaken; 9) die bleihaltigen Glaſuren der Kochtöpfe; 10) der der Geſundheit nactheilige Einfluß einiger techniſct,"nicht allein den 4 Sauerſtoffgehalt des Dunſtkreiſes zu vermindern und ihn mit kohlenſtoffſaurem Gas zu beladen s 17.48 ſondern es können auch> andere der Geſundheit höchſt We Zuſe? nachtheilige Miasmen dadurch in den Dunſtkreis über- geführt werden, die unter beſondern Umſiänden die Luft des Dunſikreiſes für die darin lebenden Menſchen höchſt 71 Minn ungeſund machen können: ſo daß die oft nicht wahr- What Up nehmbare Grundlage zu einem Heere von Krankheiten. 107 07 dadurch gelegt wird. 4 Ae a) Zu den Mitteln, welche die Maſſe* des Sauex- Sern, in Oft ſtoffgaſes im Dunſikreiſe vermindern, die des Stiäſtoffgaſes vermehren, und kohlen- ſtoffſaures Gas erzeugen können, gehören: 1) das Athmen der Menſck- Weird Na ſtoffgaſes vermehrt werden kann, gehören, außer der Reſpiration und dem Brennen AOT NUA der Lichte: 1) das Aufbewahren der lebenden „time! Pflanzen; 2) der i: bewohnten Zimmern fau-= vpahun 10927 lende Speichel; 3) das Aufbewahren mit „a, WR S Me r- wi ee 20 werben mem ma fi De 560 oxydgas aus, das auf der Stelle todlich wirkt; 2) das zu frühe Verſchließen der Ofenröhren, weil auch hiedurh Zohlenſtoffoxydgas in - das Zimmer übergeführt werden kann. d) Zu den Mitteln, wodurch die Luft des Dunſtkrei- ſes mit einer der Geſundheit überaus nachtheiligen Gasart, nämlich dem Stickſtoffoxydülgas, ſelbſt im Freien beladen werden kann, gehört: 1) das Faulen des Urins auf den Straßen; 2) das Faulen aller animaliſchen Abfälle in der freien Luft, in ſo fern dabei viel Ammoniumgas in den Dunſtkreis übergeführt werden>kann, das durch ſeine Wechſelwirkung mit dem Sauer- ſtoffg as des Dunſtkreiſes, nun Sti>ſtoff- ſtoffoxy düulgas zu erzeugen vermag. G+ 1277. Die Mittel, welche angewendet werden können, die nachtheiligen Wirkungen eines verdorbenen Dunſtkreiſes auf die Geſundheit der darin lebenden Menſchen zu vernichten, ſind zur Zeit noch iinmer ſehr begränzt; ſie beſchränken ſich höchſtens auf die Verbeſſerung der Luft in eingeſchloſſenen Räumen, das iſt, auf die Ver- nichtung des kohlenſtoffſauren Gaſes, der ain- monialiſchen Ausdünſtungen, und einiger an- derer ſtinkenden Ausflüſſe in verſchloſſenen Räumen, wenn ſie vermittelt krankhafter Ausdünſtungea(durch Blattern, durc) kräßartige Krankheiten, „durch veneriſche Krankheiten; durch Nachtſtühe le in den Wohnungen der Gefangenenu. ſ, w.) veranlaſſet ſind, durch die Anwendung des gebrann- ten Kalks oder durch das Räuchern mit ſauren Mitteln, Zur Zerſtörung des Kohlenſtoffoxydsga- ſes AEG ja8 undd" git noch!" - 3) zul 0a hens ſepn)9 hen 8 demi loſas unt end ſtel16 faßl| ſav9 b) zu 177 m, aus /).“< )]47 GG: 4 614 c) Zu, (jun 1119.) ſort; wi d) 38 men! gebs! teij 9 aux Angitn | mene EGI<< SIEREN FET ge aga TEI m, EIE ÖEENET HEER egI EIE EIN AE AID ER AEIETHIEREIDGENF II 50 GE IIEIEEEE-- ar SEES IEEE EINEN : Cle NH NM fin offe hi a nt ft bs Duft jm 6 090 in TUN Na fim, hn In Eien 3 Ahfale 1 Mw 30 Vamonium) ' werten fan M mie Dem Ga mum EHEN WRT + erde Ein) berbenen Zunfey [ebenben Nerd! 11000' Wi ham); '" ' We! vs(9(0 561 ſes und des Kohlenſtoffoxydülgaſes iſi uns zur Zeit noch kein direktes Mittel bekannt. a) Zur Hinwegſchaffung des kohlenſioffſauren Gaſes, beſonders in Krankenſtiuben, in wel- hen die untere Luftſchicht immer damit beladen zu ſeyn pflegt, dienen: 1) das Sd euern derſel- ben mit Kalkwaſſer; 2) das Ausſtellen des mit dem vierten Theile ſeines Gewichtes Waſſer ge- löſchten gebrannten Kalks in flachen Gefößen, unter den Betten der Kranken; 3) das Sc eu- ern mit Seifenſiederlauge; 4) das Aus- ſtellen der Seifenſiederlaugein flachen Ge- fäßen; durch welche Mittel das kohlenſtoff- ſaure Gas eingeſaugt und hinweggeſchafft wird. b) Zur Hinwegſchaffung der ammonialiſc, ſo wie durch eine mehr oder. We] weniger harte oder weiche Beſchaffenheit aus- 0 Doſſer hh: zeichnen: Eigenſcneten Zuſtande zeigen das Daſeyn von 55 Theilen Gy ps im Waſſer. 5 Gran Gyps im Pfunde Waſſer ertheilen demſelben noch keine ungeſunde Beſchaſenheit, €) Ein zu reicher Gehalt von kohlenſtoffſaurem Kalk macht das Waſſer unbrauchbar zum Kochen der Speiſen; obgleich ſolcher der Geſundheit nicht nachtheilig iſt.' f)- Ein zu großer Gehalt an ſalzſaurem Kalk und G yps macht das Waſſer unbrauchbar für die Wäſche, weil die Seife dadurch zerlegt wird, Zweiter Artikel, Das Flußwaſſer, GN 42028/0: Das Flußwaſſer, welches die Flüſſe und Ka- näle bewohnter Städte durchſtrömt, iſt an ſich immer weniger mit fremdartigen Materien beladen, als das Brunnenwaſſer, dagegen aber mehr der Verderbniß durch äußere Einflüſſe unterworfen, die ſolches für die gywendung yeinbre! Färberei! Zu den ſy! verunteini] a)[7 wodv? very? wird v) df flo)4 melt gift c) 295 ICE? Pells bri | DH Nan Weine von) gen Verfön meriſamfg Beiſpiele 4 Verſeßun,) latte Ih und boch) daß ehe Dy din zun fp TERN R ee RR IE WIE INES 200 973 70 BEHITEEERES-SEIEEEEI INIS NDIS 2 4 DNN EIER TEI ggg 0 er unenin nanaän NE---- ne EL ZT des Weins, theils dadurch zu erkennen, daß eine hinzu getröpfelte Auflöſung von ſc wefelſaurem Natron einen weißen Niederſchlag erzeugt; hinzugebrachte Hahnemannſcs ſich ent- wickelnde kohlenſtoffſaure Gas über heißem Waſſer auffängt. Dieſe Trennung kann mit der Deſtillation des Alkohols aus dem Biere gleich verbunden werden, d) Die Verfälſchung mit betäubenden Stoffen, als mit Ledum palustre, mit Menispexr- mum Cocculus, mit Opium u. ſ. w. läßt ſich allein durc) Geruch und Geſchmack beurtheilen. - 112.840; Das Bier iſt ein zu allgemein gebräuchliches Ge- tränk, als daß ſelbiges nicht einer ganz beſondern Auf- merkſamkeit in policeilicher Hinſicht werth ſeyn ſollte, Es verdienen daher die Bierbrauereien, ſo wie die Bierſchänkereien von Zeit zu Zeit aus dieſem Ge- fichtspunkte unterſucht zu werden. Ob-man nicht giftige Pflanzen in ſelbigen vorräthig findet? Dieſes verdient beſonders beachtet zu werden. NEE SCHNEEREGEN EDO WESOSGFRSGEGG REREN ! Me Die( Bieren), Geſundheit Sie ſonne ſichen Vi einen Geg Die mögen es gewöhn» | NEMARSS die leh muß dabei , ſeyn; hid Fupferf a) De „nte Dag»> PEK ZIERT IFEEDS- 7 png Hmmm M 12D-2404 1020-2200„m EIHETEEENIE-AINEEETEET EISEN nn IETI Aul 569 (NE EEN fine FFÜUNFTE Abtheilung. M Uhohass Die Verfälſchung der Eſſige. he ihm" GE 212855 R Ehe Die Eſſige gehören, gleich den Weinen und den vip Aud Wi Bieren, zu den diätetiſchen Subſtanzen, die auf die Geſundheit der Menſchen einen wichtigen Einfluß haben, be pn Sie können einer zufälligen, ſo wie einer abſicht-- ma lichen Verfälſchung unterworfen ſeyn: ſie machen daher 0 be pe einen Gegenſtand der policeilichen Aufſicht aus, Im Man berbe hy; 5. 1286,, Diete Die zufällige Verfälſchung der Eſſige, ſäure wid mögen es Wein- oder Biereſſige ſeyn, geſchiehet 13er nous gewöhnlich; 1) dur) die Anwendung metallener Geräthe, EURIT als Eimer, Trichter, Maaße, Hähneu,ſ. w. Hab Über heike die ſchlechterdings nicht geduldet werden dürfen, Alles nung fm mt muß dabei von Holz oder nicht glaſurtem irdenem Zeuge 13 vem Bineh- ſeyn; höchſtens können Maaße vonreinem blei- und kupferfreiem Zinne zugelaſſen werden. bender hig a) Der Gebrauch kupferner oder meſſingener PEM Geräthe inden Eſſigbrauereien veranlaſſet winlail nur zu leicht eine Auflöſung derſelben in der Eſſig- ſäure, wodurch der Cſſig vergiftet wird. b) Um das Daſeyn des Kupfers, des Zinks oder irgend eines andern Metalls in einem ſolchen Eſſig zu erforſchen, iſt es hinreichend, eine Löſung von blauſaurem Kali hinein zu tröpfeln, vebrauhen „ Worber 1) DON hy mi jet|" e 2: a[| welche, wenn überhaupt ein Niederſchlag dadur< “ WDN 2 M. bewirkt wird, das Daſeyn eines Metalls andeutet, NET ILN €) Bei dieſer Prüfung bildet das Kupfex einen braunen, das Eiſen einen blauen, das Zink und das Blei hingegen einen weißen Niederſchlag, 6. Nn| „7 vu| 1 570 d) Ein. Eſſig, der von Metalltheilen völlig frei iſt, erleidet durc< das blauſaure Kali gar Feine Veränderung, G+ 192874 Die abſichtlihen Verfälſchungen AA 1) in der Beimengung von ſcharfen Vegetabiliens; 2) in der Beimengung von Schwefelſäure oder von Salzſäure, wodurch ſnem milden Kali. Iſi der Eſſig von vorzüglicher Beſchaffenheit, jo werde: 45» iſt er von mittler Beſchaffenheit, ſo werden 30, iſt er von ſchlechter Beſchaffenheit, ſo werden nur 25 Gran Kali dazu erfordert, Sehste Abtheilung. Verfälſchung des Rauh- und Ss. SG. 1289 Rauch- und Shnupftaba> werden von einer großen Anzahl Menſchen aus allen Ständen ſo häuſig gebraucht, daß der Einfluß derſelben auf die Geſundheit von der größten Wichtigkeit iſt, Unter welchen Umſtän- ven aber eine der Geſundheit nachtheilige Wirkung ein- treten kann, dieſes auszumitteln und die Nachtheile zu verhüten, iſt Sache der Policei, Erſter Artikel, Der Rauhtabas“. G- 12090,| Der Rauchtaba> iſt weit weniger einer der Ge- 11-50 20-20NNERE REDET vn IEE ITTER E-IDE IRT TFEGATEGIE FG BEZIEHEN «Bin, ZZ=< ie ür. = FA j? |] 7 Siezen DE Side. 4; EE 572 ſundheit nachtheiligen Verfälſchung unterworfen, als der Shnupftabac>, weil. derſelbe außer einer Be- feuchtung mit in Waſſer gelöſtem Kochſalz nicht ſo wie der Schnupftaba> mit Saucen zubereitet wird. Nur ein Mittel iſt vermögend, ihn der Geſundheit nachtheilig zu machen, und dieſes iſt das Einpacken deſſelben in Blei, welches leicht von ihm angefreſſen, und beim Rauchen in Dämpfe aufgelöſt wird, die dann, zum Nachtheil für die Geſundheit, eingeſaugt werden, a) Der nachtheiligen Wirkung ves Bleies beim Rauchtaba> könnte durchaus vorgebeugt wer- den, wenn man das Einpacken derſelben in Blei ganz verwerfen, und an deſſen Stelle ſich des mit reinem Wa s getränkten Papiers bedie- gen wollte, Zweiter Artikel. Der S iſt nur ſelten von ſolcher Art, daß er ohne Saucen dargeſtellt wird, die dazu beſtimmt ſind, eine Fermentation in ſeiner Grundmi- ſchung herbeizuführen, oder ſeinen Geru zu verbeſſern; aber die Beſtandtheile, welche dieſe Saucen enthalten, ſind es insbeſondere, wodurch er oft der Geſundheit ſehr nachtheilig gemacht wird. - a) Schnuvftabace vonfeinen amerikaniſchen Blättern erhalten, außer einem Zuſaß von ge- löſtem Kochſalz, keine andere Beimiſchung. Der eigenthümliche Geruch, wodurc dieſelben ſich auszeichnen, iſt'allein Folge eigener Stoffe, die dur< eine in ihrem Innern erfolgende Fermenta- (ion oden Die| bade fün den werden! riechend" verſeht fin a) Zu! Gat! aſ> von] zell flor] 6) M1 Zu woll Yi! wa, ſal ce) Ke] dur ene] dadurch h den darf,| ders beräu urs,| Chnuyf Uebe,(j uhr H, dia) ifth Ace fende In der Orfuhy nk: BENN fat were 8 Ves fin 13 begebe n berfhen mn 1 telle fh M Wypieri Wh 4 Feten bor DS 1 CALEN] a bine Dnunhn nd uwe Syn Wt MET erin un ZU u Zun| m(Rt, ) 4 TENE Re R en SI EHE CRE Fh EARN RE SAUER? SIERRE GneeeEIIEEETETTTEET GEEIG 5735 tion erzeugt werden, worunter das Ammonium oden an ſiehet, y' 6 12022 Die dur< Saucen zubereiteten Sce können in ſaure und in alkaliſche unterſchie- den werden; eine dritte Abtheilung machen die wohl- riechenden aus, die mit wohlriechenden Pflanzenſtoffen verſeßt find, a) Zu den alfaliſchen Taba>en bekommen die Saucen einen Zuſatz von Salmiak und von Pott- aſche, nebſt Kohſalz, ſo wie eine Infuſion von Wacholderbeeren, von Galgantwur- zeln mit Roſenwaſſer gemacht; aucers, des Spießglanzes und das Einpacken des Scs ingeſlcer wird von den Taba>sfabrikan-) ten oft angewendet, und zwar wird er durch zuge- ſezten Eiſenvitriol entmiſcht, um durd) ſeine€ Säure den Cſſig und andere ſaure Mittel| 2 zu erſparen; dadurc) bildet ſich aber in dem Ta-| der get bac ſchwefelſaures Blei, welches durc Re- durch de! ſorbtion beim Gebrauche des Tabacks giftig wirkt. bitter] b) Das gepulverte Spießglanz wird dem Shnupf-| dem Gr) tabac> in der Abſicht zugeſeßt, daß ſolches durch wirken ſeine zarten Spißen die Geruchsnerven reißen ſoll.„; wennd] ES iſt kein direktes Gift, kann aber mechaniſch wein| nachtheilig wirken. Dural ce) Bei dem Einpacken des Schnupftaba>s in] oper mer) Blei iſt die Oxydation des Bleies nicht zu( wl verhüten, es kann alſo-überaus nachtheilig für die| ves fürl Geſundheit wirken.| nt d) Das Daſeyn des Spießglanzes kann leicht er-| forſchet werden, wenn man den Tabac unter einer 01; 107 QLupe betrachtet, oder auch, wenn ſolcher unter fc vfl ein Mikroſkop gebracht wird.: zu erfol, e) Um das Blei darin auszumitteln, koche man ihn ver weiß mit einer durch Waſſer gemachten Löſung von mil- dem Kali, extrahire hierauf den ausgeſüßten hüllt, j Rückſtand mit Salpeterſäure und ſeße ver Ex-"| genom traktion aufgelöſies ſchwefelſaures Kali zu: durch «da dann, falls Blei vorhanden war, ſoldhes als| a) 4 ſchwefelſaures Blei in Form eines ſchweren; tj - weißen Pulvers gefället wird. d vb 4 vs ; der Branntwein erſcheint dadurch nicht nur Ku- pferſrei, ſondern auch klar und ungetrübt, A: Mte Abtheilum g. Die ungeſunde Wirkung der Sümpfe, Moräſte und Kloaken,. 9. 12906, Sümpfe, Moräſte und Kloaken beſtehen ge: wöhnlich in vegetabiliſchen und animaliſchen Subſtanzen, die in Fäulniß begriffen ſind. Sie hauchen unabänderlich ſtinkende Gasarten aus, und ſaugen Sauerſtoffgas aus dem Dunſtkreiſe ein. Sie üben alſo auf den Dunſtkreis einen doppelt nachtheiligen Ein- fluß aus, wodurch ſie auf die Geſundheit der Men- ſch en nachtheilig zurück wirken müſſen. a) Die der Geſundheit nachtheiligen Gasarten, welche dadurc< in den Dunſtkreis übergefährt werden, beſte- „5 LN hen tent? bew St ft it Het ng ENEN In Pd Mi des Dua Php; hy Wicht Wh 1 Sauren und halten(old Fot zuni; NW 0 NU my für vnd Wot, Flufen Wicht 90“ ww) animali zu fed, Ge hand eter auß und[aut fei ein Oi iW alt Dachte i“ euutheitv J 4 Frage ZEIRIETTC IERS HAREN"DIRIE REHEE 1 zzeneeeääeen WERC FE 25 0-52 flie. aner ute ne EÜ 2 j 577 beſtehen in Kohlenwaſſerſioffgas, in Sc: ſtroffoxydülgas erzeugt, das die Grundlage zur miasmatiſchen Konſtitution der Atmoſphäre dar? bieten kann« Heymbſtädt?s Kammeral-Cl;emie. LY - I. uzuuegeen=. zz- um TEE<<< 3 GE- rau "EE EEE NEIN""THEIR AES Enn ene NEE 7 578 “"Reunte MEN Er bund: Die bleihaltigen Glaſuren der irdenen Kü- nen ein- gebrannt wird, Sie iſt daher leicht lbsbar in'ſauren Flüſſigkeiten, und erzeugt mit ihnen bleihaltige Salze, die, den Speiſen beigemiſcht, als ſchleichende Gifte wirken, und mit der Zeit den Tod herbeiführen können. Die glaſurten Töpfe machen daher einen ſehr wichtigen Gegenſtand der policeilichen Aufſicht aus.' a) Zu wünſchen wäre es, daß geſeßlich verordnet werden möchte, nur allein eine geſunde Glaſur, aus 5 Theilen kalcinirtem Natron und 9 Theilen Sand zuſammen JUIN in Anwen- dung zu ſeßen, b) So lange man ſich aber noch mit der gemeinen Tovfglaſur begnügen muß, iſt es nothwendig, ſie von Zeit zu Zeit zu prüfen, und die zu ſchlecht be- - fundenen Töpfe zu zerſidren. c) Um die Güte der Glaſur zu prüfen, gieße man den Topf voll mit einem Gemenge von 1 Theil Weineſſig und 24 Theilen Waſſer, und laſſe das Gemenge 24 Stunden lang an einem mäßig warmen Orte darin ſtehen. Zeigt nun das Flui- ' dum durch die Prüfung mit der Hahnemann- ſchen Weinprobe eine braune Farbe, dann hat i. 579 Min, ſich Blei aufgelöſt, und die Glaſur iſt der Ge- ſundheit geſährlich. d) Sehr zu empfehlen iſt es übrigens, jeden glaſur- ten Topf vorher mit einer Auflöſung von Küh en- ſalz in Waſſer ein Paar Stunden lang gut aus- zukochen, bevor er gebraucht wird,-wodurch- die ee Dem Mn lo>ern Theile von Bleiglas weggenommen | einen hund Shi werden. Ne, IFN! Kla ad vm Zhnts Schn t= A bo EH ei kb ua.g: Nahtheiliger Einfluß einiger tehniſchen Gewerbe. SO.» 1299 Zu den techniſchen Gewerben, welche einen mehr oder minder bedeutenden Cinfluß auf die Geſundheit der Arbeiter auszuüben vermögend ſind, gehören: 1) die Bleiweißfabriken; 2) die Spiegelmanufak- wh here Fihny WONNEN(OTTE WOU LRNNE in..% KMS y Y ans X K04 eine(efune]| MIE SEES 8; FE HCHEN: turenz 3) die Töpfereien; 4) die Broncefabri- fem Satte. "NFN ken, 1auctiift a) Bei den Bleiweißfabriken hauchen die Ar- beiter gewöhnlich viel Bleioxyd ein, wodurch wen die Erzeugung der Bleikolik, einer der fürch- janvt terlichſten Krankheiten, unvermeidlich wird. b) In den Belegeanſtalten der Spiegelna- 1,' nufakturen ſaugen die Arbeiter Quedſilber ET Me ein, ſo daß ſie bis zur nachtheiligen und abzeh- Gunn) ms renden Salivation gebracht werden. en gien 07 ce) In den Töpfereien ſind ſie der Gefahr ausge- R(a an ſezt Bleidünſte einzuſaugen, wodu:ſilberdünſte, wie in den Spiegelmanufäkturen unterworfen, 6 13.007: Von Seiten der Policei muß. darauf geſehen wer: den, daß durch eine geſchickte Anordnung der Arbeiten zener Art die Gefahr für die Geſundheit der Arbeiter abgeſtellt wird. S2 12087 tg Alle diezenigen Arbeiter, welche den vorher genann- ten Vergiftungen ausgeſelzt ſind, ſollten angehalten werden, fleißig künſtlihe Sker, 1152. Darſtel- lung deſſelben, 2154« Alaun,'289. entmi- mean AIRIS EIEIRETO- (Die beigeſeßten Zahlen zeigen die Paragraphen an,)' Alkalien, 203 3 feuerbeſtändige, 228; flüchtiges, 2309. Alkohol, Bildung deſſelben, 1094= 322. -“-- Verbrennen deſſelben, 328. -=- und Säuren, 3Z0. Alkoholimeter, 325-+ Anm, 1095. Ammonium, 229. äßendes, 237. Ammoniumgas, 238. Ammonium, mildes, 236. Animalien, Beſtandtheile der- ſelben, 392. einfachere theile, 395- Ankneten des Mehls 2174. Anziehung, chemiſche, Aepfelſaure, 493« Arab, 1068 a) Aſche, 1230. Auslaugen derſetben, 1253 4. --- als Dünger, 752 4) --- mann! Beſtand- zu Teig 28. 36. erwei uu<< Ze LIE Eini rd R weil-" NEN TEEN am ZIE ELT ENEN R EIS RE SIEGLE wenigen- Boden mert tern mE unte Ie 582 - Aſche, Gehalt an Pottaſche, 1252. Aſchenbrennen, 1230. Atmoſphäre, ſ, Luft, Aetzkali, 216. Auflöſung, Z1. Austreten der Stärke, 1164, 230 Baggertorf, 1056. e) Balſame, 347. Baryt, 243. =-- äßender, 246, =„fohtenſtoffſaurer, 244. Bäume im geſunden und im kran- ken Zuſtande, 986. =-./ Saft derſelben, 954. Beſtandtheile,"chemiſche, 22; =. nächſte, 279. Bier, 1099. -- Arten deſſelben/, 1121. -- Verfälichung deſſelben, 1283. == Wartung deſſelben, 112Z, Bierbrauerei, 1099.' -- Gebrechen bei der- ſetben, 1120. Biereſſig, 1140. -“ Gährung 1118. Bittererde, 531 Anm, Blätter, 952. b) Blaueiſenerde als Beſtandtheile des Bodens, 570. Bläuſäure, 511. Bleiglaſur der Töpfe, 1298. Bliß, 31Z. Btüthen, 952. c) Blut, 417: Blutkuchen, 418. Btutlauge, 51Z. Blutwaſſer, 941. Voden, 520. N deſſelben, Boden 3; Beſtimmung der faſe: rigen und ſteinigen Beimen- gungen deſſelben, 692, == Beſtimmung des Waſſer« gehalts in demſelben, 691, -== chemiſ, 673.; = ſ ZSuſammenhang deſſelben, 6600/55 Borſten, 432. Branntwein, 1067, 1095, 322, 325. Anm, == Arten deſſelben, 1068. “= Auvsbeute. deſſeiben, 1077, Branntweinblaſen, 1089. Branntweinbrennen, 1070. Branntweinbrennerzi z; Geräth- ſchaften zu derſelben, 2086. Branntwein, aus Kartoffeln, 1078. = Reinigung, ſtinkendes Del deſſelben, 2096. Zul Dari Deſi Did Sin (| Dien iW Wordt, [9 Ma ß 4a Bein On vnih"v Wie, jeh Wnferuhe def(60 hi N Veri, Och und H Om, 673, ſt) und Vik 02, NT HN ND u Klima, 06, WEN feen, 0407 Woſee fut Ke - Ye W MN wos AMO | vj, n ZSE IE ZERE ze IE ee 2 m. DE- IEE IEEE Branntwein aus RNunkelrüben und Mohrrüben, 1085. -- Umwandlung des ge- meinen in einem den Franz- branntwein ähnlichen, 1093. -- Verunreinigung durch Kupfer, 1294« Brennen, 1000. BrodbäEerei, 1171. Brodba&Fen, 1182. Brod, aus Kartoffeln,' 1188. -- weißes, 2179. Brunnenwaſſer, 3278. Buchweizen, deſſen Beſtanoe le, 9509. Butter, 1199. *= Fabrikation derſelben, 3199. C.„43 Chemie, 2..28. --- angewandte, 32. -- reine, 21. Chemiſc Prüfung. der. Pflan- „, zen auf dieſelbe, 967. Gehirnmarkt, 425. 041| Gerſter -4 erfah Gerugs de100 Getreii hi Getreinht 10, Wl Gew dello Gamitin8 | Gewit(0) 4 fil Glas ut ] Glazfit| 6148„Zu! beſſe Glaſih Glimt fn ze vend, 108 Conde Jere FN 3 t"+ [TW Wiha, N 24, yd) - Wuplya ven uu Gienmart, 42) Gerbeſtoff 3; Beſtimmung des Gehalts deſſelben in einer vegetabiliſhen Subſtanz, 1045. a) = Prüfung der Pflan- zen auf denſelben, 381, 996, 976.: Gerſte, Beſtandtheile, 846. == deren grüne Stengel, 847- Gerſtenkörner, veife, 851. =. unreife, 850. Gerſtenſtroh, reifes, 848. Geruen deſtillict, 1012, Holzſäure z deren. Gewinnung und Benutung, 1019. Holz, ſpecifiſche Dichtigkeit deſ- ſelben, 1002. Honigeſſig, 2159. Hopfen, Zuſaß zum Biete, 11.P12 Horn, 432+ Humus, 581, 798. --- deſſen Beſtimmung, 703. =- Extraktivſtozf deſſeiben, - auflöslicher, 598. Beſtimmung im Atcterboden deſſelben 712, a) Humusgehalt, Beſtimmung deſ- ſelben im AFerboden, 705. Humus, oxydirter, bo2. --- Bildung deſſelben, 71Z-+ --' ſaurer, 614, 1057. Verbeſſerung deſ- ſelben, 820. -- todter, unauflöslicher, 612. ---' Beſtimmung deſſelben im AFerboden, 712. 1) -- Wirkung der Grunder- =.=== den und des Kalks auf den?, ſelben, 625. Hydrothiongas, 175. RK. Kali, 208. - halbkohlenſauves, 2414. --- mildes, 214. -- reines, 216. Kalk, 239. -- äßender, 241. „== Auswahl deſſelben, 1262. -- als Beſtandtheil des Bo- dens, 525» Kalk, Beſtimmung deſſelben im Aderboden, 700, 712g) Kalkboden, 670. Kalk, roher, Brennen deſſel- ben; 12646 Kalkbrennerei, 1260. Kalk, als Dünger, 81Z.; =-- fkohlenſtofffauyer, 249- Kalkmergel, 575- Katlkmörtel, 1267. Kalk, reiner,“ 241, =- roher, 240, 527. --- falpeterſaurer, im AFex- boden, 658. --- falzſaurer, deſſelben im 712 e) --- ſchwefelſaurer, 650. -- Wirkung deſſelben bei der Vegekation, 5350 z auf den Humus, 629. Kammeral- Chemie, 62. Kampher,-345- Kartoffelbranntwein Bereitung, 1078. Kartoffeln, 877. -=-- gefrorene, 886, --- gefeimte, 895- -“ gefohte, 892. große rothe, fürs Vieh, 883-+ --“ Koden derſelb. 21081 --(Nieren), 884« -- der gefoh? ten, 1082. Kartoffelnſtärke, 2169. Kartoffeln, Waſchen derſetben, 1080,; -- weiße Schaale-, 381. == Zergliederung derſel: ben, 877. 752 2) Beſtimmung AFerdoden, mit xother kſe,| 124 geimen? Genu! Kies, Rieſte 0 -„Y u gſi Keſelſſe Klaue u Siebe M0 Klee, ws dim) - M ſeh, Gleefas 10 Fa, IN Aley, 3 gleybß| Fall, Fucik Snoot Sohl Schlely / fi 3 Vltp; Wirhe) WW 700.+ M beben Oy 1 |. Nn,", Img pz; Mgt, 82) '. 15, M MNT 4 mer 31h, wap 10h, "% tip, 1207, x FÜ, 241, Noe, 240, 30), „ev 7% „BV zu y, " or 02 gg ei EEE m rn HRS RERE EEE Ene Käſe, Bereitung deſſelben, 1203.? Keimen des Samens, 775. Kienruß, 20414, Kies, 560. Kieſclerde, 275. ==: und Alkalien, 275 a) --= Beſtimmung derſelben im AFerboden, 712 c) Kieſelfeuchtigkeit, 275 b) Kieſelſand, 555-+ Klauen, 432. Kleber, 367. Klee, rother, Beſtandtheile deſſelben, 917. == weißer, Beſiandtheile deſ- ſelben, 9328. Kleeſalz, Bereitung deſſelben, 1049. Kleeſäure, 495- Prüfung der Pflanzen auf ſelbige, 9832, Kley, 547 Kleyboden, 668. &Knallgas, 144« Knochen, 431. Knohenſubſtanz, 408. Kochen der tropfbaren Flüſſig- keiten z Verdampfen derſel- ben 3 Dünſte, 89. Kochſalz, 654, -“. Beſtimmung deſſelben im Ackerboden, 712fk) --“- Wirkung auf die Ve- getation, 654, 655. Kohle, 146, 1036. -- Beſtimmung der- Menge derſelben, welche ein gege- benes Gewicht Holz zu lie- fern vermag, 1007. Kohlen, Gebrauc< derſelben, 1016, Kohlenſ Pfſlanzenharze ,* 545-+ Pflanzenkörper, vollſtändige Zer- aliederung deſſelben, 971. Pflanzen, nährende Mittel für dieſelben, 820. 941. lebende, entwi>eln Wär- me, 9595 Pflanzenpathologie, 986. Pflanzenphyſiologie, 986. Pflanzen, Prüfung derſelben auf Extratktivſtoff, 983. Gallusſäure, 967, 981. Gerveſtoff, 966, 976, 979, Gummi, 977. Harz, 98Z- Kleeſaure, 981. Pigmente ,* 968. Säuren, 975- Seifenſtoff, 977, 980. Phosphor, 158. Phosphorige Säure, 483. Phos8phorſäure, 162, 479. Phosphorſaures Eiſen als Be ſtandtheil des Bodens, 569. Phosphorſtoff, 158. Phosphorwaſſerſtoff, 364« Pigmente, 385. Pottaſche, 1228. rohe, Kalziniten bev- ſelben, 1237: Pottaſchenſiederei, 1229. [/ ZD. Quellſand, 559» 590 R. Rahm, 412, 1201. Raſeneiſenſtein, 569 g) Raſentorf, 21056 b) Rauchtaba>, ſelben, 1289. Regen, 304. Rinde, 948. Roggen, deſſen Veſtandtheile, 843 Noſt auf der Gerſte, 855. Röſten des Flachſes und Hanfs, 1219: Noßkaſtanien, theile, 924. Rothfäule der Bäume, 993. Rübenarten, Beſtandtheile der- ſelben ,; gol; Rübe, ſchwediſche; Beſtandtbeile derſeiben, 912. == Waſſer-, Beſtandtheile derſelben, 911, Rum, 1068 b) Runkelrübe, deren Beſtändtyei- le, 903. Runkelrübenzu>er, 1155. deren Beſtand- S. Saft der Ahornbäume, Beſtand- theile deſſelben, 959 a) -= der Birken, Beſtandtheile deſſelben, 959 b) --- der Buche, Beſtandtheile deſſelben, 959 4) =- det Hainbuche, Beſtand- theile deſſeiben, 959 e) -=- der Nadelhölzer, Beſtand- theile deſſelben, 959€) == der Rüſter, Beſtandtheile deſſelben, 959 c)* Ealmiakgeiſt, 238: Verfälſchung deſ- Salpeterkalk, Salpeterſäure, 658. 460. Sa'petrige Säure; Salpeter- halbſäure, 464. Salze, 514. Salzige Theile, Beſtimmung derſelben im Atcterboden, 694. t Salzſäure„“ 464.:' IEEE oxydirte, 470. Samenfeuchtigkeit des Den[DE 427. Sand, 277. -- als BeſÜhbevelt 4 des Bo- dens, 555- -- deſſen Wirkung auf den Humus, 627, 645. == Beſtimmung deſſelben in Aderbödden, 693. Sandboden, 672. Sandmergel/ 580. Saubohnen, deren Beſtandtheile, 867. Sauerſtoff bewirkt Keimen des Samens, 777« SauerſtoF, 106; Sauerſtofigas, Gewinnung deſ- ſelben, 114. -- wird von Vegeta- bilien erhalirt, Ai8. Säuren, 435, 484, 504. Säurebildung, 110. Schleim, 361. Scleimzu>er, 375. Schminkbohnen, deren Beſtand- theile, 869. Schnee, 306. Scneewaſſer, 337. Schnupftabak, 1291. Scöotengewächſe, 910. Scroten und Einmeiſchen des Weißens zu Stärke, 1160. de M3)! 97)€ 1918 0587 min Ey), EM 1 19082| as EM mi (M3) fat Muy ſal ſat |(My de (fon)(au (Mauz) Iſt (Afee A IEE fun)(de! " f; Ey SNN Ww in Why WS) FAW Wi By 9.| ol; Bft 0 H 18 53) beſen Dithing uh ' Aen, Doren Afa Grein) 1 (0,4 m du Da vnzudr, 39 WE. 4004 info vas +. gur" eaten u 0 nr) (uma Bajo „me NN. ME „an Ei emen He Mem EN mmeſtoffgas, 123. Stikſtoffoxydül, 464 e) Stoffe, gemiſchte, 279: Strauchgewächſe, 953- Strontit, 249, --“- wdüßender, 252. =, 250; Subſtanzen, gemiſchte, die durch Vereinigung der chemiſchen Elemente gebildet werden; 2570. Sümpfe, Moräſte und Kloaken, ungeſunde Wirkung derſels ben, 1296. Sumpftorf, 2065; T. Taba>, Rauch- und Schüüpf-, Verfälſhung deſſetben, 289. Tafelglas, 124,6. Talgteife, Sieden derſelben mit Holz- oder Pottaſhenlauge, 1210. Talkerde, 257.' -- äls Beſtandtheil des Bodens, 532. -- falzſaure, Beſtiminüng, derſelben im Aerboden, 712.0) Techniſche Gewerbe, nactheilis ger Einfluß von cinigen, 1299: Temperatur der Körper, 78, 1: ive3 Bodens, 682. Terpenthin, 40Z1=-1037- == verſchiedene Arten deſſelben, 1035+ SEE ORE WEL En bd(III IETER R fr EEE ZZ IDE SUSE ENNS IEIDN IN NT ÄT JS 592 Terxpenthinöl, 1037. Thäu, 292. Theer, 1026. Theerofen, 1028. Theerihwelerei, 1026. Theile der Körper, 26. -=-.=="== gleichartige, 17. ===. ungleicharti- ge, 19. <=== 425. 2Gemenabpeile: 20. m== Miſch ungsbhei- Leit 222 Thon, 263. == verſchiedene Arten, 542. --- als Beſtändtheil des Bo- dens, 5535-' --“ deſſen Wirkung auf den Humus, 627, 642. ---“ Beſcimmung deſſelben im Ackerboden, 706, 712. Thyonerde, 262, = wund Säuren, 268. Thonmergel, 578. Thon, Zubereitung deſſelben, 1251. Thränenfeuen deſtillirt, 1059, -- Beſtandtheile. deſſelben, 1058. == als Dünger, 1052 a) 1057+ -»“ Eintheilung deſſelben, 1056. t -- Entſtehung bveſſelben, 1052, 1053+ == wund Kalkmergel als Dün- ger, 764. Torfaſche, Zergliederung deyſel- ben, 1062, 1063. Torfaſche als Dünger, 1062 c) Torfkohle, 2060, 1062. == als Dünger, 2064. UU. Uvin, 430. 2 V. Vegetabilien, nächſte Beſtand: theile derſelben, 332, 828, q61. Vegetation, 774, 820. Verbrennen des Holzes, 998. Vergleihung zwiſchen den Ges treidearten und Hülſenfrüe» ten 20722 Verkohlen des HRizes, 1011, 7=== iim Ofen; 10212- Vermodern organiſcher Körper, 771, 772 b) Verrichtungen, chemiſche, 50. wm== Zweck derſelben, 55. Verweſung, 772. Wachsſtoff, 379.-- Wachsthum der Pflanzen, 788. Waldboden, vorwaltende Be- ſtandtheile deſſeiben, 937. ==| vorwältende Erden und Einfluß derſeiben auf die darin wachſenden Pflanzen, 941. Wärme, Kapacität ver Körpeb für dieſelbe, 86. Wärmeleiter, 79. Wärme, ſpecifike, 87.; Wärme, / iw (9010) Let guha] mun m j gaſc,'Y Mittel,| geſehn| vm 0 Vaſſit, ul -„wir 204 H ge fi 1270, Baſerfof den Dal 0, 38 nN"* Gewin, Weindſt, 1 Weine, LA 1281, Weinen dt 13) Weineſſig, 6 - iM Weinſtein, x Weinſteinſa I y Pflanz] Weißtaule 1! Weizen, P1 053.| = ti! Wie, nar ſtandth'l -- Putt Setmbgidy Feder EI IS dr maa PEINNOPEEHIPGEEEIT. 0000 wu ED IEEHLENE Zt- PREDEEE BEEIN IR mn pft, Nee dls Oh, fol; 4 „"' at) 1, 7760 Auna niſt, 3 hahen H QDIDONO, 5 ftandthil d Wärme, Vertheilung derſel: ben 795- Wäarmeſtoff, 67. Waſſer, deſiillwrtes, Z23. ---- riec 13. 0. U. hinter das iſt zuzuſeßen in der Kohle, 44+=> 15. V+, 0+ ſtatt 67 l, 70, 44.> 16,"= ſtatt 33 l,. 30. 47:= 9:= ſtati ſo wie l, und, 62,=“ 16,= ſiatt ſie 1, es. 62 1 26== fratt der einern 112= 8.="Fſtz niht jene Eigenſ 34 0: U, ſtatt bro>en dungbäre itrounec düngende, 245:= 7: 9 9% ſtatt billig l, füglih, 250,= 5-0, Ww ſtatt den l, dem, -- 251:"3.= ſtatt Gemengtel, gemengte, 253, 13+> hinter BrasSica fehlt oleracea, wel- ! hes in der folgenden Zeile wegzuſtreichen,(Dieſex Fehlex befindet ſich nur in wenigen Abdrücen,) :D BI 24 la Rar ZEN 5.050000 Zad un ZIEREN. REET - v S: 2544 ZZ. 27, 0,05 ſtatt Aerſpor gel AFevſpergel EPIC KE GEA ERGE 7 ſtatt der erſtern. l, dieſer,' -- 262,== 17,= iſt den wegzuſtreichen. = 265.= 2,== ſtatt ward 1, wairen.; = 301,= 10,0, U ſtatt ausgeſeßtenl. angewandten. ..-- Z17:= 7+ 0-0. ſtdit Pupilionaceae l, Papiliona- Cea 6 -- 333.= 8. v- 1: ſtatt billig, füglich, -- 334.=> Z.= ſtatt Holzſämel, Holzſäure,, 1"-- 335:= 16,== ſtatt im ſelbigen, in ſelbigen, M=" Z425= 1+/V. 0, ſtatt der l, des. ;-- 342,== 8:= ſtatt ſ=. 1, 05 m ſtatt.um 1, Übier, -““4a4ds= 21,05 0. iſt beim Ginmeiſchen wegzuſtreichen. -<(462,=- 11, 0, Ü ſtatt eingetei